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Alb Magazin - Ausgabe Heidengraben 4/2013

Regional Magazin auf der Schwäbischen Alb für die Region Heidengraben, Grabenstetten, Hülben, Erkenbrechtsweiler, Hochwang und Böhringen

Regional Magazin auf der Schwäbischen Alb für die Region Heidengraben, Grabenstetten, Hülben, Erkenbrechtsweiler, Hochwang und Böhringen

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Ausgabe 4 / Dezember 2013

Kolloquium in Grabenstetten

Politik der kleinen Schritte

Winterspaß am Skilift Hesel in Böhringen

Warten auf den ersten Schnee

Ein Exemplar der ersten Lutherbibel

In Erkenbrechtsweiler

Seelsorger und Bauer in einer Person

Ein Bericht von Ernst Wintergerst – Seite 17

Der neueste Fund im Heidengraben

Ein ganz besonderes Fundstück – Seite 24

Artenportrait – europäischer Uhu

Der Uhu – Gefiedertes Juwel auf der Vorderen Alb – Seite 26 – 27


Inhaltsverzeichnis

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013 Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Editorial

Editorial

Seite 3

Ein Exemplar der ersten Lutherbibel

in Erkenbrechtsweiler

Seite 4 – 5

Raiffeisenbank

Seite 6

Wirtschaftsforum

Seite 7

Kolloquium in Grabenstetten

Seite 8 – 9

Kartoffelkuchen aus Hülben

Seite 10 – 12

Sechs Stationen führen zum Erfolg

Seite 13

ARGE Höhle & Karst Grabenstetten e.V.

Seite 14 – 15

Praxis für Zahnheilkunde

Seite 16

Seelsorger und Bauer in einer Person

Seite 17

90 Jahre Neuapostolische Kirche

Seite 18 – 19

Winterspaß am Skilift Hesel in Böhringen

Seite 20 – 21

Dümmel Werkzeugfabrik

Seite 22

Krankengymnastik im Glashaus

Seite 23

Der neueste Fund im Heidengraben

Seite 24

Deko Eck in Owen

Seite 25

Artenportrait - europäischer Uhu

Seite 26 – 27

Alb Apotheke in Hülben

Seite 28

Schneckenbrunnenfest in Hochwang

Seite 29

Veranstaltungskalender / Impressum

Seite 30 – 31

Titelfotografie: Thomas Blank,

Der erste Schnee im November 2013

Rückseite: Lutherbibel aus Erkenbrechtsweiler

Verehrte Leserinnen und Leser

des Alb-Magazins Heidengraben,

Die erste für Württemberg gedruckte Bibel

ist aus dem Jahr 1564. Soweit ist

dies nichts Besonderes. Dass von 200

Exemplaren der Lutherbibel eines in Erkenbrechtsweiler

war, ist eine kleine

Sensation. Als ich diese Nachricht erfuhr,

konnte ich das gar nicht glauben. Als ich in

Stuttgart dann die Bibel fotografierte war

ich fasziniert, eine 450 Jahre alte Bibel lag

vor meiner Kamera. Welche Geschichten

könnte dieses kunstvolle Werk wohl erzählen?

Wie hat die Bibel die Jahrhunderte

überdauert? Heute produziert man Druck-

medien bequem am Computer. Damals

wurden die Bilder aber noch handkoloriert.

Ein Kunstwerk! Über die Ausstellung und

die Bibel finden Sie ab Seite 4 den umfassenden

Bericht. Auf der Rückseite haben

wir eine der handkolorierten Grafiken abgedruckt.

FAKT war Mitveranstalter des 2-tägigen

Kolloquiums in Grabenstetten. Hochkarätig

besetzt, mit Fachleuten aus ganz Europa,

war dies ein weiterer bedeutender

Schritt in der Regionalentwicklung am

Heidengraben. Auch die Gemeinden waren

mit einem Vortrag über den Bau des Heidengrabenzentrums

mit dabei.

Sonnige Wintertage bei Schnee auf der Alb

sind auch etwas ganz Besonderes, auf das

man sich beim Beginn des Winters freuen

kann. Am Wochenende werden hier bei

schönem Wetter viele Tagesgäste aus den

umliegenden Ballungsgebieten Erholung

suchen.

Machen Sie doch mal den Versuch und

unternehmen Sie vielleicht am Wochenanfang

eine Winterwanderung. Die Wochenendausflügler

sind wieder weg, Sie können

dann Ihre Region in aller Ruhe genießen.

Ein ganz großer Dank gilt unseren Sponsoren

und Werbepartnern für das Jahr

2013. Nur sie haben uns die Möglichkeit

gegeben, eine kleine aber tolle Region der

Schwäbischen Alb, zu portraitieren. Vielen

herzlichen Dank dafür.

Nun wünsche ich Ihnen einen guten

Rutsch ins neue Jahr, viel Spaß beim Stöbern,

Lesen und Entdecken in dieser Ausgabe

vom Alb-Magazin. Wir werden Ihnen

im Jahr 2014 wieder spannende Themen

und Bilder aus der Region Heidengraben

präsentieren.

Ihr Thomas Blank

Fliesen

Seite 4 – 5

Seite 10 – 12

Seite 18 – 19

Fachbetrieb

mit kostenloser Beratung

und Angebotserstellung

im Hause.

Verwirklichung Ihrer Ideen

und Wünschen.

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Seite 20 – 21

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2 3


Ein Exemplar der ersten Lutherbibel

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

klimatischen Bedingungen. Für die Reproduktionen

der Holzschnitte wurde ein

vollständig erhaltenes Exemplar der Bibel,

das sich im Besitz der Württembergischen

Landesbibliothek in Stuttgart befindet, herangezogen.

„Da aber jedes Exemplar ein

Unikat darstellt, ist die Kolorierung unterschiedlich“,

sagt Dr. Pelizaeus.

Die Bibel von 1564

Mit der Wanderausstellung, die es seit

2012 gibt und die vier bis fünf Mal im Jahr

vom Landeskirchlichen Archiv verliehen

wird, soll aufgezeigt werden, was für Schätze

in alten Bibeln schlummern und diese

sollen wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit

gerückt werden. Die Ausstellung

wurde vom Beauftragten der Bundesregierung

für Kultur und Medien und der Kulturstiftung

der Länder sowie vom Verein

für württembergische Kirchengeschichte

bezuschusst.

Handkolorierte Textillustrationen in der Bibel

Das Original der Luther-Bibel lagert im Landeskirchlichen Archiv in Stuttgart

Ein Schatz aus dem Archiv von Erkenbrechtsweiler

nur ein Bruchteil der Bevölkerung des Lesens

mächtig war, ein nicht zu unterschätzendes

Monument.

Das Exemplar aus Erkenbrechtsweiler

ist nur noch fragmentarisch erhalten,

ein Teil der Seiten fehlen, auch von den

ursprünglich 134 Illustrationen sind 24

gänzlich verschwunden, 26 sind beschädigt.

Heute lagert das kostbare Exemplar

aus Erkenbrechtsweiler im Magazin des

Landeskirchlichen Archivs in Stuttgart,

aufbewahrt in Schatullen unter optimalen

Rund 250 Besucher

Die Ausstellung in Erkenbrechtsweiler

sahen rund 250 Besucher. Die Begleitveranstaltungen

waren gut besucht und

auch zwei Klassen der Grundschule von

Erkenbrechtsweiler nutzten die Gelegenheit,

in die Orts- und in die württembergische

Kirchengeschichte abzutauchen.

„Alles in allem war die Ausstellung eine

runde Sache“, freut sich Karl Schmauder

vom Kirchengemeinderat der zusammengefassten

Gemeinden Erkenbrechtsweiler

und Hochwang. Er hatte die Ehre, die

Tafeln in Stuttgart abzuholen. „Bei dieser

Gelegenheit hatte ich auch das Privileg mir

das Original im Archiv anzuschauen“, so

Karl Schmauder, „Es war ein ehrwürdiges

Gefühl diese Bibel zu sehen und ich war

überrascht wie intensiv die Farben sind

trotz der Tatsache, dass das Original nicht

restauriert ist.“ Die Bibel für Württemberg

fasziniert also bis heute...

Text: Kerstin Dannath

Als Anfang der 1980er Jahre der damalige Leiter des Landeskirchlichen Archivs im Pfarramt von Erkenbrechtsweiler

herum stöberte, stieß er auf einen echten Schatz: Er entdeckte ein Exemplar der kostbaren ersten Lutherbibel von 1564

in dem beschaulichen Örtchen in der Region am Heidengraben. Vor kurzem kehrte das Werk nach Erkenbrechtsweiler

zurück – zwar nicht im Original, aber auch als Reproduktion gaben die 22 farbigen Holzschnitte, die im Gemeindehaus

gezeigt wurden, ein eindrucksvolles Zeugnis von der Zeit direkt nach der Reformation in Württemberg.

„Die Vollbibel ist in einer Zeit entstanden,

die direkt auf die lutherischen Reformationsbestrebungen

folgte“, sagt Dr. Anette

Pelizaeus vom Landeskirchlichen Archiv

in Stuttgart, die sich für die Wanderausstellung

„Eine Bibel für Württemberg“ mit

verantwortlich zeichnet. „Die Illustrationen

sind sehr bedeutsam. Nach Luther wurden

es mehr Darstellungen und es kamen zunehmend

Bilder aus den Evangelien hinzu.

Luther wollte, dass die Leute die Bibel verstehen,

dazu nahm er die Bildsprache zu

Hilfe“, erklärt die Expertin.

Die Luther-Bibel von Erkenbrechtsweiler

wurde anno 1564 von Sigmund Feyerabend,

Georg Rab und Weygand Hanen

Erben im Auftrag des Herzogs Christoph

von Württemberg in einer Auflage von 200

Exemplaren zur Ausstattung der Kirchen

in Württemberg gedruckt. Sie ist demnach

die erste für Württemberg gedruckte Bibel,

der auch ein Widmungsblatt mit Portrait

und Wappen des Herzogs vorangestellt

ist. Die Bibel enthält im Original 134 Holzschnitte,

die zu einem großen Teil von Jost

Amman nach Vorlagen von Johann Bocksberg

gefertigt wurden. Die Holzschnitte

sind handkoloriert und stellen jeder für

sich ein kostbares Unikat dar. Die Textillustrationen,

in denen meist mehrere Einzels-

zenen in einer Darstellung zusammengefasst

werden, dienen der Vermittlung der

Botschaft von Jesus Christus und seinem

Wirken in der Welt.

Original nur fragmentarisch erhalten

Die Bibel war wohl die Einzige, die damals

im ausgehenden 16. Jahrhundert in der

Pfarrei von Erkenbrechtsweiler vorhanden

war. Sie stand dem Pfarrer zur Verfügung,

der aus ihr in den Gottesdiensten las. Es

ist anzunehmen, dass die Gemeindemitglieder

auch die Möglichkeit hatten, sich

die Bibel und vor allem die Illustrationen

näher anzuschauen – in einer Zeit, als

4 5


Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Ein Gesicht, eine gemeinsame Stimme

Das Jahr 2013 stand ganz im Zeichen der Gründung von Wirtschaftsforum, dem Aufbau von Strukturen und der

Weitergabe erster Informationen an Gewerbetreibende, Handwerker, Landwirte und Selbstständige. 20 Unternehmer

waren gleich zu Beginn überzeugt von einer, in der Sache gewinnbringenden, Mitgliedschaft.

Altersvorsorge

jetzt

sichern!

v.l.n.r.: Udo Blank, Dieter Weible, Karl Schwarz

Das Themenfeld, das es zu beackern gilt,

ist breit, die Ziele dafür sind bereits gesteckt.

Das Wirtschaftsforum deckt von

den Zielsetzungen und Aktivitäten in den

Bereichen Vermarktung (in) der Region,

Regionalentwicklung sowie das Realisieren

einer gemeinsamen Unternehmerplattform,

ein breites Themenfeld ab. „Wir

stehen in enger Kooperation und suchen

gleichwohl die Zusammenarbeit mit schon

bestehenden, lokalen Unternehmer-Organisationen“,

hebt der Vorsitzende Udo Blank

hervor. Und: „Wir wollen der Wirtschaft in

der Region am Heidengraben ein Gesicht

und eine Stimme geben“. Interessante

Pläne und zahlreiche Visionen gibt es bereits

viele, wie man im Gespräch mit den

Machern erfährt. Doch den Erfolg wolle

man letztlich nicht an schönen Worten,

sondern an Projekten und Taten messen,

unterstreicht Udo Blank. Mit regelmäßigen

Betriebsbesichtigungen wurde bereits begonnen.

„Der rege Zuspruch und die Resonanz

diesbezüglich zeigen uns in erster

Linie das große Interesse aneinander und

das sind sehr gute Voraussetzungen“. Betriebsbesichtigungen

seien jedoch nicht

nur eine besonders erfolgreiche Form der

Eigenwerbung. „Sich kennenzulernen, ist

die Grundlage für gegenseitiges Vertrauen“,

glaubt Blank.

Messbarer Erfolg für Mitglieder und Region

Die Frage, was einem Unternehmer die Mitgliedschaft

im Wirtschaftsforum außerdem

noch bringt, beantwortet der Vorsitzende

so: „Die Mitgliedschaft wird für jeden Unternehmer

einen messbaren Erfolg bringen.

Dabei stehen definitiv nicht nur Aufträge

und Gewinn im Fokus. Die Schaffung

von Arbeitsplätzen, die Rekrutierung von

fähigen Mitarbeitern, freie Ausbildungsplätze,

fachlich orientierte Erwachsenenbildung

und die Präsentation auf regionalen

wie überregionalen Messen sind nur einige

Themen, die uns zukünftig beschäftigen

werden“. Auch ein erstes Highlight im ersten

Halbjahr haben Blank & Co. schon

im Terminkalender notiert: Die Gewerbeschau

in Erkenbrechtsweiler. Am Sonntag,

01.06.2014 soll das Gewerbegebiet in Erkenbrechtsweiler

einer gemeinsamen Präsentationsbühne

für die unternehmerische

Leistungskraft der Region als Plattform

dienen. „Mit Unterstützung der Kommune

und einem neuen Konzept, wollen wir die

Unternehmen der Region einladen, sich der

breiten Öffentlichkeit zu präsentieren“, sagt

Blank, der mit seinen Mitstreitern ganz bewusst

den Hauptsitz des Vereins in Grabenstetten

gewählt hat.

Im zweiten Halbjahr wolle man in Zusammenarbeit

mit dem erfolgreichen FAKT-

Projekt „Kinderuni“, das Thema „Bildung

auf dem Lande“, ausbauen. Die Planungen,

gemeinsam in Hülben eine „Großveranstaltung“

zum Thema Erwachsenenbildung mit

einem bekannt-kompetenten Gastredner zu

initiieren, sind bereits in vollem Gange, verrät

Blank. Weitere Aktivisten für das Wirtschaftsforum

seien deshalb sehr willkommen.

Text: Patricia Kozjek

Informationen

Kontakt und Informationen unter:

www.wirtschaftsforum-heidengraben.de

Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.

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6

7


Kolloquium in Grabenstetten

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Politik der kleinen Schritte

Der Heidengraben weckt Begehrlichkeiten. Die wohl einst größte keltische Siedlung Mitteleuropas, die sich zwischen

den heutigen Gemeinden Erkenbrechtsweiler, Hülben und Grabenstetten erstreckte, gilt als archäologisches Juwel im

Dornröschenschlaf. Wie man den Heidengraben touristisch nutzen könnte, war das Thema des zweitägigen Kolloquiums

„Befund – Rekonstruktion – Touristische Nutzung“ in Grabenstetten.

Harald Steidl, Bürgermeister Gemeinde Grabenstetten

Peter Heiden, 1. Vorsitzender von FAKT

Eingeladen hatten das Landesamt für

Denkmalpflege im Regierungspräsidium

Stuttgart, FAKT e.V., die Universität Tübingen,

die Gesellschaft für Archäologie und

der Verein Keltenwelten. Dem Ruf folgten

Archäologen von nah und fern, Praktiker

verschiedener Fachrichtungen, die Bürgermeister

der drei Gemeinden sowie zahlreiche

Interessierte. Zwei Tage wurde im

Gasthof Lamm in Grabenstetten referiert

über aktuelle Entwicklungen, Standpunkte

und über Erfahrungen mit bereits bestehenden

Projekten.

Denn auch die heutigen Bewohner des

Heidengrabens träumen von einer Sichtbarmachung

ihrer Vergangenheit. „Man ist

sich hier in der Region am Heidengraben

des keltischen Erbes bewusst“, betonte

der Grabenstettener Bürgermeister Harald

Steidl in seiner Begrüßungsrede. Es sei ja

in jüngster Vergangenheit schon einiges

passiert, bezog sich Präsident Claus Wolf

vom Landesamt für Denkmalpflege auf

die Große Landesausstellung 2012, die

Ausstellung in Erkenbrechtsweiler, das

Keltenfest und den neu aufgelegten und

überarbeiteten Heidengrabenführer. Er

stellte vor allen Dingen die Bemühungen

von FAKT heraus, der dafür 2012 auch mit

dem Förderpreis Archäologie des Landes

Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde:

„Der Heidengraben hat ein großes wissenschaftliches

und touristisches Potenzial.

Das ganze Projekt ist für die Landesdenkmalpflege

hochinteressant.“

Ein großer Mitspieler in Mitteleuropa

Aber von Seiten der Archäologen wurden

auch mahnende Stimmen laut: Natürlich

ist die Sehnsucht nach Rekonstruktion ver-

ständlich – die Gefahr ist aber auch groß,

Befunde zu zerstören oder auch Inhalte

falsch darzustellen, weil die Wissenschaft

stetig im Fluss ist und immer wieder ganz

neue Erkenntnisse liefert. „Sie haben ein

spannendes Monument, sind auf mitteleuropäischer

Ebene einer der großen Mitspieler“,

sagte der Wiener Kelten-Experte

und Archäologe Wolfgang Lobisser, „Aber

sie wissen auch viel zu wenig über das,

was sie hier haben – zerstören sie das

nicht, investieren sie in die Forschung.“

Auch die Entwicklung am Freilichtmuseum

Heuneburg spricht zunächst nicht unbedingt

für eine „große“ Lösung am Heidengraben.

Der oft als „schwäbisches Troja“

bezeichnete 2500 Jahre alte keltische Fürstensitz

geriet finanziell ins Schlingern, die

Besuchermassen blieben aus, Sponsoren

ebenso: Erst in letzter Minute wurde das

Museum durch eine kräftige Finanzspritze

des Landes vor der Schließung gerettet.

Geträumt werden darf in der Region am

Heidengraben aber noch. Und wenn das

keltische Erbe doch einmal sichtbar gemacht

werden soll, dann in Form eines

Heidengrabenzentrums nach dem Muster

der Keltenwelt am Glauberg im hessischen

Wetteraukreis. „Das wäre ein gutes Vorbild“,

bestätigt Peter Heiden, der 1. Vorsitzende

von FAKT, schränkt aber gleich

ein: „Derzeit sehe ich aber keine Chance

auf Verwirklichung.“ Immerhin: Die drei

Gemeinden haben die ersten Weichen gestellt

und die gewünschten Grundstücke

am Burrenhof in ihren Besitz gebracht.

Wichtige Anstöße

Eins wurde klar bei der Veranstaltung in

Grabenstetten – wenn es mal ein Heidengrabenzentrum

geben sollte: Es wird noch

einige Zeit dauern. „Das Kolloquium war

für unsere Region ein voller Erfolg und gibt

wichtige Anstöße für die weitere Entwicklung“,

so Peter Heiden. Doch bei den Vorträgen

wurde den Verantwortlichen eben

auch transparent, dass eine verantwortungsvolle

Umsetzung der großen Ideen

einige Jahre in Anspruch nehmen wird.

„Deshalb wird es erst nur kleine Schritte

geben“, sagt der FAKT-Vorsitzende weiter,

„Diese Schritte wird es aber in jedem Fall

geben, damit die Sache voran geht.“

Zunächst sollen nun in Arbeitskreisen

Ideen sortiert werden, diskutiert und auch

zusammen mit den drei Gemeinden auf

ihre finanzielle Machbarkeit hin abgeklopft

werden. Auf Eis gelegt werden die großen

Projekte wie das Heidengrabenzentrum

also nicht, aber es sollen zunächst machbarere

Ideen wie etwa ein kleiner Info-

Pavillon oder mehr themenbezogene

Wanderrouten inklusive Infotafeln in Angriff

genommen werden.

Text: Kerstin Dannath

Präsident Claus Wolf, Landesamt für Denkmalpflege

Dr. Jörg Bofinger, Hauptkonservator des Landesamts

für Denkmalpflege in Esslingen

Informationen

www.fakt-heidengraben.de

www.heidengraben.com

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Kartoffelkuchen aus Hülben

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Zuerst wird gründlich „ausgehudelt“

Der Hüle-Hock in Hülben ohne Kartoffelkuchen ist undenkbar. Verantwortlich für die leckeren Fladen frisch aus dem

Backhaus ist seit vielen Jahren der Gesangsverein Hülben. „Das ist ein altes Hülbener Rezept“, bestätigt Vorstand

Martina Heydemann, „Gebacken wird immer von den Frauen der Ton Art und dem gemischten Chor. Es ist immer sehr

anstrengend aber wir haben auch viel Spaß.“

Die Glut muss weiß sein, dann hat der Ofen die richtige Temperatur erreicht

hinten v.l.n.r.: Stephanie Bock, Carmen Jäger, Tanja Meier, vorne v.l.n.r.: Jannis Bock, Bent An Mey, Sven Ganser

10

Sechs- bis achthundert Kartoffelkuchen

gehen bei einem Hüle-Hock durchschnittlich

über den Tresen. Und es steckt viel

Arbeit dahinter. Bereits Tags zuvor treffen

sich rund zehn Frauen zum Kartoffeln

schälen.

„Mehlig kochende Kartoffeln sollten es

sein, das ist ganz wichtig“, so Martina

Heydemann. Die geschälten Erdäpfel werden

in großen Einmachtöpfen gekocht und

dann durch eine Spätzlespresse gedrückt,

da ist viel Muskelkraft gefragt. „Eine Heidenarbeit“,

bestätigt die Hülbenerin. Danach

muss der Teig kühl gelagert werden,

damit er bis zum nächsten Tag nicht kippt.

Am Festtag treffen sich die Leute vom

Gesangsverein schon früh am Backhaus.

Zwei Männer heizen kräftig ein, wenn die

Glut weiß ist, hat der Ofen die richtige Temperatur

erreicht.

„Dann muss der Ofen erstmal 'ausgehudelt'

werden“, sagt Martina Heydemann.

Für Nichtschwaben: Der Ofen wird komplett

ausgewischt - alle Aschereste müssen

beseitigt werden. Das muss aber flott

gehen, damit der Ofen nicht wieder zu sehr

erkaltet. Dann kommt ein alter Trick: Eine

Handvoll Mehl wird in den Ofen gestreut

und an der Zeit, die es benötigt um dunkel

zu werden, können die kundigen Backfrauen

ablesen, ob der Ofen die optimale

Temperatur erreicht hat. „Das ist eine

Wissenschaft für sich“, bestätigt Martina

Heydemann, „Die älteren Frauen können

es am besten, deshalb ist auch so wichtig,

dass sie ihr Wissen weiter geben.“ Die

Fladen, mittlerweile angereichert mit Mehl

und flüssiger Butter, werden zeitgleich ausgewellt,

kommen in den Ofen. Danach werden

sie mit Butter, Salz und Kümmel bestrichen

und warm verkauft. Meist sind die

Fladen ruckzuck unter die Leute gebracht,

es sollen sogar schon Auswärtige gesehen

worden sein, die nur wegen dem Kartoffelkuchen

zum Hüle-Hock kommen...

„Kartoffelkuchen gehört zu Hülben dazu“,

sagt Martina Heydemann. Und die gewitzten

Hülbener Hausfrauen schlugen mit

der leckeren Köstlichkeit gleich zwei Fliegen

mit einer Klappe: „Erstmal wurden so

die restlichen Kartoffeln verbraucht und

zweitens konnten die Frauen so sehen, ob

der Ofen im Backhaus die richtige Temperatur

hatte“, so die 47-Jährige, die auch

selbst darauf bedacht ist, dass die alte Tradition

nicht in Vergessenheit gerät: „Wenn

ich im Backhaus backe, mache ich auch

immer Kartoffelkuchen.“

Text: Kerstin Dannath

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Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Sechs Stationen führen zum Erfolg

Kartoffelkuchen

Wenn es um unverwechselbare, dauerhafte wie sichere Kennzeichnung und Identifikation von Produkten geht, ist man

im Unternehmen topex bestens aufgehoben. In Erkenbrechtsweiler werden maßgeschneiderte, qualitativ hochwertige

Komplettlösungen zum Etikettieren und Laserkennzeichnen entwickelt.

* 1 kg Kartoffeln

* 500 g Mehl

* 200 g Butter oder Margarine

* etwas Salz in den Teig

* Kartoffeln kochen

* Kartoffen durch die Spätzlepresse

drücken

* alle Zutaten zu einem

Teig verkneten

* Teig in ca. 10 Port ionen aufteilen

und diese dünn auswellen

* mi t dem Messer ein paar Mal

einstupfen

* Backofen auf 220 Grad

Ober-/Unterhi tze vorheizen

* ca. 10 - 15 Minuten backen

* nach der Backzei t, eine Sei te vom

Mehlstaub befreien und mi t heißer

Butter bestreichen, etwas Salz

und Kümmel darüber streuen

Erkenbrechtsweiler

Im Höfle 1

Telefon: 0 70 26 / 370 666

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Termine nach Voranmeldung

Eine von topex individuell konzipierte Etikettier- und Prüfzelle, die Sicherheit schafft

„Bei uns bekommen Sie alles, was Sie

für eine qualitativ hochwertige Systemlösung

benötigen“, sagt Firmeninhaber Karl

Schwarz, der mit seinem Unternehmen

1998 von Nürtingen in den Neubau auf die

Alb zog, wo mittlerweile 50 Mitarbeiter beschäftigt

sind.

Sondermaschinen und anwenderfreundliche

Software

Zu den entwickelten „Sondermaschinen“

gibt es hier freilich auch das umfassende

Zubehör- und Dienstleistungsprogramm.

Leistungsfähige, vor allem anwenderfreundliche

Software, wird ebenso angeboten,

wie ein breites Spektrum an Standard-,

Funktions- und Sonderetiketten. „Ganz

gleich, wie komplex die Aufgabenstellungen

unserer Kunden oder wie hoch ihre Anforderungen

an uns sind, spezifische Sonderlösungen

– im Bereich Pharma und Diagnostik,

Automotive oder Logistik – finden

sich immer“, ist die langjährige Erfahrung

des Chefs. Mit anderen Worten: Jeglichen

noch so kleinen und aufwendigen oder

kantigen Bauteilen, die gekennzeichnet

werden müssen, können moderne Maschinen

von topex eine Identität verleihen. Das

neueste Werk des Unternehmens ist eine

große Etikettieranlage, die via sechs Stationen

zum Erfolg führt, wie Schwarz das

komplizierte Vorgehen mit einfachen Worten

zu erklären vermag. Klingt die eigentliche

Aufgabenstellung des Kunden für

den Laien doch wesentlich komplizierter:

„Realisierung der individuellen Kennzeichnung

durch ein Etikett mit Datamatrixcode

wichtiger Bauteile des Systems,

sowie Applikation eines selbstklebenden

Druckausgleichselements“. Eine lückenlose

Prüfung, Kennzeichnung und Kontrolle

der einzelnen Teile, muss während des

gesamten Führungsprozesses gesichert

sein, führt der Geschäftsführer die Aufgabenstellung

weiter aus. „Die lückenlose

Rückverfolgbarkeit aller relevanten Daten,

abgesichert auf dem Server des Kunden,

versteht sich dabei fast von selbst.

Hoher technischer Standard

Die einzelnen Stationen bieten hohen technischen

Standard: So wird jedes Bauteil

bei der ersten, der Einlegestation, exakt

positioniert und anschließend via Kamera

daraufhin geprüft, ob es sich um das richtige

Teil handelt, schon gekennzeichnet

oder ob es lagerichtig positioniert ist“. Aufgrund

unterschiedlicher Geometrien und

Geschäftsführer Karl Schwarz (re. im Bild) ehrte im Dezember

langjährige Mitarbeiter aus Vertrieb und Konstruktion.

Jörg Schunter, Rainer Öxle, Birgit Christner,

Andreas Flaig, Jochen Schell (v. li.)

Materialien, kommen bei Station drei beispielsweise

auch spezifische Sensoren zur

Einzelprüfung zum Einsatz. Danach erfolgt

die Anbringung eines Datamatrix-Etiketts,

wo neben der Seriennummer ebenso Produkteigenschaften

vermerkt sind.

Pick and Place Station

Die Kamera vergleicht in der „Datamatrix-

Lesestation“ die Informationen von Code

und denen der zu druckenden Daten. Befinden

sich fehlerhafte Teile im Sortiment,

so werden diese automatisch aussortiert,

die „Einwandfreien“ über die „Pick and

Place Station“ auf das Förderband gelegt.

„Eine lückenlose Rückverfolgbarkeit bietet

Kunden durch das Protokollieren aller Daten

eine hohe Sicherheit“, fasst Schwarz

zusammen.

Text: Patricia Kozjek

Fotografie: PR

Informationen

topex GmbH

Daimlerstraße 2

73268 Erkenbrechtsweiler

Telefon: 07026 / 9316–0

Telefax: 07026 / 9316–90

zentrale@topex.de

www.topex.de

12 13


"Ein Pfund, mit dem man wuchern kann"

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Aus einer kleinen Gruppe Höhlen-Enthusiasten ist zwischenzeitlich eine der größten höhlenkundlichen Vereinigungen

Deutschlands geworden. Rund 150 Mitglieder zählt die Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst (Arge) zwischenzeitlich

in Grabenstetten. Anerkennung für ihre (Forschungs-) Arbeit genießen die Frauen und Männer im In- und Ausland. Im

November wurde 40-jähriges Jubiläum in der Falkensteinhalle in Grabenstetten gefeiert.

Nur einige der Gründungsmitglieder neben Michael Rahnefeld (zweiter von rechts hinten) und dem heutigen

Vorsitzenden Fritz Mammel (ganz rechts). Viele sind von Anfang an dabei

Jede Menge Anschauungsmaterial lockte Besucher

am Abend zum Entdecken

„Das Individualistentum unter Höhlenforschern

ist groß“, verraten Vereinsmitglieder

mit einem Augenzwinkern.

Unwegsame Klippen galt es zu umschiffen

„Aus einer Pflanze ist zwischenzeitlich

ein großer Baum geworden“, brachte es

Vereinsmitgründer Michael Rahnefeld am

Festabend auf den Punkt. Unwegsame

Klippen habe es in jener Zeit einige zu

umschiffen gegeben, fügt er an. Grabenstettens

Bürgermeister Harald Steidl bezeichnete

den Verein gar als „ein Pfund,

mit dem man wuchern kann“. Weiter: „Es

sind Botschafter erster Klasse – für die Gemeinde

ebenso wie für die Region und das

Land“, unterstrich der Hausherr. Ob aktiver

Höhlenschutz, insbesondere für Fledermäuse,

Forschung und Entdeckung oder

Höhlenrettung – diese Arbeit sei für die

Gesellschaft einfach unbezahlbar, zählte

Steidl auf. Das konnte auch Ralph Müller

vom Landesverband der Höhlen und Karstforschung

unterstreichen.

Gewonnene Erkenntnisse sind für den

Straßenbau bedeutsam

Internationale Ausbildungslager und die

Teilnahme an weltweiten Expeditionen

sowie das Mitgestalten der Höhlen- und

Karstkunde, stünden für den quirligen Verein.

Mit anderen Worten: „Die Forschungsarbeit

findet im In- und Ausland Beachtung,

nicht nur in Wissenschaftskreisen,

sondern auch in der Bevölkerung“.

Bescheidene Ausrüstung zur Gründerzeit

So seien die gewonnenen Erkenntnisse

untertage, nicht nur für den Straßenbau

von höchster Bedeutung, auch der Schutz

des natürlichen Umfeldes basiere auf aufwendiger

Höhlenforschung, unterstrich

Müller. Wolfgang Ufrecht vom Höhlen- und

Heimatverein Laichingen lobte den „gut organisierten

und strukturierten Verein“.„Er

ist eine wesentliche Stütze der Höhlenforschung

auf der Schwäbischen Alb“. Nicht

nur die Vermessung der Falkensteinhöhle,

die seit Jahren ein breiter (touristischer)

Anziehungspunkt ist, und viele weitere

Höhlenmeter gingen auf das Konto und die

„ausgezeichnete Arbeit“ des Vereins. Dabei

sei die Ausrüstung zur Gründerzeit doch

recht bescheiden gewesen, wie Rahnefeld

anschaulich schildert. „Bauhelm, Turnschuhe,

Trainingshose und mehrere Lagen

Pullis, waren die Grundausrüstung vor über

40 Jahren“, weiß er lebhaft zu berichten.

„Später kamen Fackeln, Taschenleuchten

und eine Karbid-Elektrohelmlampe neben

Rohrstiefeln und Baumwoll-Drillich hinzu“.

Am Wochenende sei unterhalb der Falkensteinhöhle

und des Elsachbröllers immer

gezeltet worden. Urgestein Siegfried Hönig

(einst Gründer und Vorsitzender der Arge)

wohnte sogar irgendwann vor der Höhle

im Zelt. „Mit eigener Postadresse“, steht

in den alten Unterlagen des Vereins vermerkt.

Während die Arge auch für Ehe- und

Lebenspartnerschaften stehe, sind romantische

Höhlenfeste mit Fackeln und Kerzen

heute schlicht undenkbar, resümiert

Rahnefeld in der vollen Falkensteinhalle in

Grabenstetten.

Text: Patricia Kozjek

Fotografie: Patricia Kozjek (2)

Informationen

ARGE Höhle & Karst Grabenstetten e.V.

Fritz Mammel (1. Vorsitzender)

Ringstraße 129

89081 Ulm

E-Mail: info@arge-grabenstetten.de

Eingang Falkensteiner Höhle

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Praxis für Zahnheilkunde

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013 Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Seelsorger und Bauer in einer Person

Zahnprophylaxe - Vorsorge statt Zahnverlust

Reparieren und Kitten war gestern. Mittlerweile bemühen sich Zahnärzte, Schäden am Gebiss so weit wie möglich zu

vermeiden und die eigenen Zähne so lange wie möglich zu erhalten. Auch in der Praxis von Dr. Birgit Max-Sickinger in

Erkenbrechtsweiler wird viel Wert auf Prophylaxe gelegt.

Von schwäbischen Pfarrern und Bahnbrechern der Landwirtschaft

Unsere Bauern sind bekannt für ihr starkes Beharrungsvermögen, das seine Vor- und Nachteile haben kann. „Do hot

mei Großvadder gmigget, ond do migg i au, ond wenn’s da Berg nuff goht“, heißt ein altes schwäbisches Sprichwort,

das bäuerlichen Redensarten entnommen ist. So verhält es sich auch mit dem Wirtschaftssystem, dem der schwäbische

Bauer über ein Jahrtausend lang trotz seiner Nachteile treu blieb.

Das Team der Praxis Max-Sickinger

Schützen und bewahren - das ist heute das

oberste Prinzip der modernen Zahnmedizin.

„Seit einiger Zeit legen wir verstärkt

unser Augenmerk auf die Prävention“, bestätigt

Dr. Birgit Max-Sickinger. Sie selbst

und alle Mitarbeiterinnen werden fortlaufend

geschult und besuchen Fortbildungen

um ihren Patienten in der modernen Praxis

Erkenbrechtsweiler ein optimales Leistungsspektrum

zu bieten.

Fortbildungen sind sehr wichtig

In den letzten Jahren hat sich in Sachen

Vorbeugung viel getan, aktuelle Studien

belegen, dass sich der Zustand der Zähne

deutlich verbessert hat. Als Gründe werden

fluoridhaltige Zahnpasten, regelmäßige

Zahnarztbesuche und die Versiegelung

von Fissuren auf den Kauflächen der

Zähne angeführt.

Doch nun droht dem strahlenden Lächeln

von anderer Seite Gefahr. Zahnärzte se-

hen heute weitaus häufiger gerötetes

oder blutendes Zahnfleisch als von Karies

befallene Zähne. Parodontitis führt zum

Abbau des Kieferknochens, schlimmstenfalls

zum Zahnverlust. „Probleme mit dem

Zahnfleisch sind nicht zu unterschätzen.“

warnt Dr. Max Sickinger. Abhilfe kann eine

regelmäßige individuelle professionelle

Zahnreinigung schaffen, zwei- bis dreimal

im Jahr. Allerdings übernehmen die gesetzlichen

Krankenkassen nicht die Kosten dafür.

„Doch die Gesundheit sollte einem die

Ausgabe wert sein“, meint die Zahnmedizinerin.

Zahlreiche Neuerungen

Patienten, die ein Implantat benötigen,

können ab Januar 2014 bei Dr. Max-Sickinger

versorgt werden. „In Zusammenarbeit

mit Dr. Georg Breitenbürger werden

Implantate bei uns in der Praxis eingebracht“.

Eine Behandlung bei einem ex-

ternen Kieferchirurgen entfällt. Obendrein

werden Öffnungszeiten der Praxis arbeitnehmerfreundlicher

gestaltet: Die Praxis

ist montags und donnerstags bis 19 Uhr

besetzt, mittwochs sind Termine ab 7 Uhr

morgens möglich.

Text: Kerstin Dannath

Informationen

Praxis für Zahnheilkunde

Dr. med. dent. Birigit Max-Sickinger

Silcherstr. 1

73268 Erkenbrechtsweiler

Tel.: 07026 / 33 13

info@zahnarzt-sickinger.de

www.zahnarzt-sickinger.de

Arbeit auf dem Feld im Jahre 1960

Es ist hier allerdings zu berücksichtigen,

dass der Bauer seinen Hof lange genug

nicht zu vollem Eigentum besaß, deshalb

sah er sich veranlasst, über das Notwendige

hinaus für Bodenbearbeitung und

Feldbestellung Arbeit oder Geld aufzuwenden.

Und wo es sich um Allmandteile

handelte, wachten die Gemeindegenossen

in ihrem eigenen Interesse darüber, dass

die Weide darauf nicht zu Neuerungen

geschmälert wurde. So blieb man beim

althergebrachten Zustand, mochten sich

auch die Missernten und Hungersnöte häufen.

Ja, man deutete diese als eine Strafe

Gottes und fand sich damit ab, ohne über

bessere Anbaumethoden nachzusinnen.

Da ist es umso bezeichnender, dass eine

ganze Reihe schwäbischer Pfarrer im 18.

und 19. Jahrhundert die von auswärts

kommenden landwirtschaftlichen Neuerungen

ihren Bauern durch Wort und Tat

nahe brachten. In Kupferzell im damaligen

Oberamt Öhringen warb Pfarrer J. F. Mayer

von 1744 an mit seinen landwirtschaftlichen

Versuchen für den Anbau verschiedener

Kleearten. Er führte auch als erster

in seiner Gegend den Kartoffelbau ein, ließ

Angersen (Kuhrüben) aus England kommen,

förderte den Obst- und Gartenbau

und trat in Wort und Schrift für das Gipsen

der Felder ein, was ihm schließlich den Namen

„Gipsapostel“ eintrug.

Dass entkalkte saure Böden entsäuert

und gekalkt werden müssen, war damals

noch nicht genügend bekannt, und so

setzte sich auch Pfarrer Jeremias Höslin

(1722-1789) in Böhringen auf der Uracher

Alb mit Nachdruck für eine Mergelung der

Böden ein, wie sie sich besonders in den

Weinbergen bewährte, auf den Albäckern

aber nicht in Frage kommt. Seine weitere

Erkenntnis war die Notwendigkeit des Anbaus

von Futterpflanzen, nachdem man

bis zum 19. Jahrhundert nur den Weidgang,

aber keine Stallfütterung kannte.

Auch forderte er den Ersatz der Brachrübe

durch den Bodenkohlraben und die Ansaat

von Haber. „Aber die Albbauern wollen keine

Neuerungen“, klagte der Pfarrer, „und

haben zu wenig Gemeinsinn“.

Als der „erste Verbesserer unserer vaterländischen

Landwirtschaft“ gilt Pfarrer

Johann Gottlieb Steeb (1742-1799), der

in Grabenstetten Seelsorger und „Ortsbauernführer“

in einer Person war. Auch

er machte eigene landwirtschaftliche

Versuche, weil er sich als gelehrter Bauernpfarrer

sagte, dass nur das bessere

Beispiel den Bauern überzeugen könne.

Seine Vorliebe galt dem Anbau des Espers

oder der Esparsette, ein heute auf der Alb

nur noch selten anzutreffender Schmetterlingsblütler.

Seinen Bemühungen zufolge

ordnete die Regierung den Esperbau für

die ganze Alb an. Pfarrer Steeb erntete dafür

den Übernamen „Apostel des Espers“.

Auf sein Betreiben war auch 1799 die

Gründung der ersten landwirtschaftlichen

Gesellschaft in Württemberg zurückzuführen.

Den ersten „Landwirtschaftlichen Bezirksverein

für die raue Alb“ gründete schon

1835 Pfarrer Konrad Dieterich in Böttingen,

wo er von 1830-1862 Seelsorger war

und das umfangreiche Pfarrgut in eigene

Verwaltung nahm. Dadurch vertiefte er

sich in die bäuerliche Arbeit und übte einen

nachhaltigen Einfluss auf die Hebung

der Landwirtschaft in weitem Umkreis aus.

Auch Viktor August Luz, von 1778-1787

Pfarrer in Bernloch, sowie August Johann

Friedrich Weinland (1778-1857), lange

Zeit Pfarrer in Grabenstetten, werden als

eifrige Förderer der Landwirtschaft in ihren

Gemeinden gerühmt. In diesem Sinne

verdienen noch hervorgehoben zu werden

der Prälat von Adelberg, Balthasar Sprenger

(1724-1791) und der Direktor des Kirchenrates,

Christian Hochstetter von Hochenstatt

(1707-1785).

Es muss auffallen, dass so viele Pfarrer fast

zu gleicher Zeit mit landwirtschaftlichen

Ideen auf den Plan traten. Aber die Pfarrer

waren durch ihr zur Pfarrstelle gehörendes

Gut im Nebenamt auch Bauern, sofern sie

ihre Felder nicht verpachteten, was auch

häufig geschah. Durch Bildung, Reisen

und eine ausgedehnte Korrespondenz gewannen

die Bauernpfarrer Vergleichsmaßstäbe

und konnten in ihren Gemeinden

dem erst viel später einsetzenden landwirtschaftlichen

Unterricht vorgreifen. Für

die selbst erzielten landwirtschaftlichen

Verbesserungen waren sie jedenfalls dank

ihrer Beherrschung von Wort und Schrift

die gegebenen Propagandisten.

Text: Ernst Wintergerst

Fotografie: Gerhard Dümmel, Hülben

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Erkenbrechtsweiler

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

90 Jahre Neuapostolische Kirche

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kunde der Apostelbotschaft über die Schweiz und Baden nach Württemberg

ausgebreitet. Der gebürtige „Weilemer“ Hans Georg Dangel, kehrte von seiner Lehr- und Berufswanderschaft als

„neuapostolischer Christ“ wieder in die Alb-Heimat zurück. Als „Aboschdel“ (so nannte man die „Neuen“), verkündete

und erzählte er den Menschen Erlebtes über seinen Glauben.

glieder, sodass der Kirchenbau in der

Gartenstraße bald schon nicht mehr den

Anforderungen genügte.

Festgottesdienst im November 2013

1923 wurde eine eigene neuapostolische

Kirchengemeinde gegründet. Recht bescheiden

waren die Verhältnisse zunächst,

als sich die 20 Einwohner, die sich zu den

„Neuapostolischen“ zählten, zu anfangs

zu Gottesdiensten und Zusammenkünften

trafen. Es waren zunächst Stuben und

Werkstatträume, die als Versammlungsorte

dienten bis im Jahre 1953 in der

Gartenstraße ein erstes Kirchengebäude

errichtet werden konnte.

Die Gemeinde zählte nach dem zweiten

Weltkrieg und in der Aufbauzeit der fünfziger

Jahre immerhin 134 Gemeinde-

Erst Gartenstraße dann Neubau

Apostel Herbert Volz veranlasste damals,

dass ein geeignetes Grundstück erworben

werden konnte, um ein modernes, funktionsgerechtes

Kirchengebäude erstellen

zu können. Im Frühjahr 1980 wurde der

Neubau fertiggestellt und eingeweiht.

Symbolisch übernahm Adolf Lehmann als

damaliger Gemeindevorsteher (1978 –

1998) damals die Schlüssel des neuen

Sakralbaus.

Farbiges Bleiglas geben sakralen Charakter

Die Betonteile gaben der Kirche nach dem

Bau die grundlegende Form mit dem spitz

zulaufenden Dach, das auch im Innenraum

in seiner gesamten Höhe von rund

12 Meter zu erkennen ist. Farbige Bleiglasfenster

geben dem Bau, vor allem beleuchtet,

den sakralen Charakter. Bäume

und Sträucher geben dem Platz draußen

ein Gegengewicht an belebter Natur. Eine

Rampe ermöglicht derweil auch Rollstuhlfahrern

den Besuch von Gottesdiensten.

Über das Foyer gelangt man in den so genannten

Mutter-Kind-Raum, der die Sicht

durch ein Glasfenster in den Kirchensaal

freigibt. Der Kirchenraum selbst bietet 160

Gottesdienstbesuchern Platz. Auf der eingezogenen

Empore stehen nochmals 80

Bild o. u. u.: Kirche in der Gartenstraße (1953 – 1980)

Sitzplätze zur Verfügung. Gottesdienste

finden sonntags meist um 9.30 Uhr und

mittwochs um 20 Uhr statt. Bei großen

Festgottesdiensten die überregional oder

weltweit stattfinden, ist der Gottesdienst

mittels der eingerichteten SAT-Empfangsanlage

erlebbar.

Kirche in der Staufenstraße seit 1980

Aktuell hat die neuapostolische Gemeinde

103 Mitglieder, davon sind 25

auch als Sänger im gemischten Chor

tätig, der den Gottesdienst musikalisch

umrahmt. Als Seelsorger wirken neben

einem Gemeindevorsteher ein Priester

und Diakon mit.

Quelle: Wir danken Michael Lehmann für

seine umfassenden Informationen.

Text: Patricia Kozjek

Informationen

Michael Lehmann

Tel.: 07026 / 5387

www.nak-kirchheim.de

Montag, 27. Januar 2014

Dienstag, 28. Januar 2014

CNC-Drahtbiegeteile | Drahtmassenartikel | Technische Federn

Roboter Schweißteile | Werkzeugbau | CNC-Langdrehteile

Aufhänge- und Lackierhaken

Herrmann Doster GmbH | Uracher Straße 32 | 73268 Erkenbrechtsweiler | Telefon: +49 (0) 7026 60193-0

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Winterspaß am Skilift Hesel in Böhringen

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Schiclub Hülben

Seit nunmehr 43 Jahren gibt es den Skilift Hesel zwischen Böhringen und Donnstetten. „Der Lift wurde im Jahr 1970

praktisch mit Gründung des Schiclubs Hülben in Betrieb genommen“, bestätigt Oliver Eisenlohr, der 1. Vorstand des

Schiclubs Hülben.

Die Skikurse am Hesel sind immer gut besucht

Die Schwäbische Alb ist als Wintersportgebiet

zwar nicht sonderlich bekannt, hat

aber gerade für Ski-Anfänger und Langläufer

ihre Reize: Das Angebot ist vielfältig

und von der Schneesicherheit her durchaus

vergleichbar mit der des Schwarzwaldes

und den anderen deutschen Mittelgebirgen.

Auch auf der Vorderen Alb gibt es

zahlreiche sanfte Abfahrten, die ideal für

Anfänger sind und viele gespurte Loipen

durch traumhafte Winterlandschaften –

das hat sich mittlerweile auch bis in die Täler

herumgesprochen und so tummeln sich

im Winter Autos mit Tübinger, Reutlinger,

Esslinger sowie Stuttgarter Kennzeichen

auf den Parkplätzen.

Der Skilift Hesel, der erst vor wenigen Jahren

komplett erneuert wurde, ist mit seiner

niederen Fallführung – das Seil läuft auf

Hüfthöhe – prima für Anfänger auf einem

oder zwei Brettern geeignet. „Das ist optimal

zum Lernen“, sagt Oliver Eisenlohr.

Der Schiclub Hülben bietet auch in dieser

Saison wieder einige Anfängerkurse an,

die von ausgebildeten Skilehrern geleitet

werden. Und für diejenigen, die es in die

„richtigen“ Berge zieht, gibt es obendrein

mehrere Tagesskiausfahrten sowie eine

Freizeit für Kinder und Jugendliche.

Warten auf den ersten Schnee

Die rund 550 Mitglieder des Vereins hatten

dieses Jahr einiges zu tun. Von Juni bis

Ende November wurde eine neue Hütte

direkt am Lift gebaut, in der es während

der Betriebszeiten Getränke und zum Teil

auch Speisen gibt. „Da haben wir sehr

viele Arbeitsstunden reingesteckt, dafür ist

es aber auch richtig gut geworden“, so der

Vereinsvorstand stolz.

Sobald der erste Schnee liegt geht es am

Hesel wieder los. Auch die angeschlossene

Skating-Loipe wird dann wieder mit dem

vereinseigenen Pistenbully gespurt. „Das

ist allerdings schon ein gewisser Aufwand

und geht vor allen Dingen ins Geld“, sagt

Oliver Eisenlohr – sprich Spenden von den

Langläufern ins „Vereinskässle“ sind gerne

gesehen.

Text: Kerstin Dannath

Fotografie: Schiclub Hülben (1)

Informationen

Betriebszeiten des Liftes:

samstags ab 13 Uhr

sonntags ab 9 Uhr.

www.schiclub-huelben.de

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Dümmel Werkzeugfabrik

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013 Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Krankengymnastik im Glashaus

„Wir investieren viel für eine fundierte Ausbildung“

Mit Eintritt von Jochen Dümmel in das Unternehmen des Vaters wird seit 2008 in der Werkzeugfabrik in der Lerchenstraße

ausgebildet. „Seitdem haben wir nur gute und positive Erfahrungen mit den jungen Menschen gemacht. Sie

sind motiviert und engagiert“. Diese Erfahrungen gelten auch für Praktikanten und Ferienjobber der letzten Jahre, wie

Dümmel lobend anfügt.

Rundum gut aufgehoben im „Glashaus“

Seit Mitte September befindet sich die Krankengymnastik-Praxis von Nadine Finger in ihren neuen Räumlichkeiten im „Glashaus“ in

Erkenbrechtsweiler. Mit dem bewährten Angebot aber auch neuen Elementen wollen Nadine Finger und ihr Team das Maximum an

Gesundheit durch Therapie für ihre Patienten erreichen.

Ausbildungsbeauftragter Daniel Schwenkel nimmt die Azubis unter seine Fittiche. Stolz zeigen die beiden ihre

selbstkonstruierten Werkstücke - ein Unimog und eine Dampfmaschine

Die beiden jungen Männer haben gut lachen. Michael

Rausenberger und Benny Wurster (v. li.) gehen mit einer

fundierten Ausbildung in die Zukunft.

Ausbildungsbeauftragter Daniel Schwenkel

nimmt die jungen Männer derweil unter

seine Fittiche. In dreieinhalb Jahren

werden sie im Betrieb zum Zerspanungsmechaniker

ausgebildet, während eineinhalb

Tage pro Woche, für die Berufsschule

in Tübingen-Derendingen, reserviert sind.

„Überflieger“ Benny Wurster (20) kam

über sein auffallend reges Engagement

im Hülbener Jugendprojekt zu seiner Ausbildungsstelle.

Mit anderen Jugendlichen

hat er dort in zwei Jahren einen Segelflieger

gebaut und währenddessen sogar seinen

Segelflugschein absolviert. „Eine gute

Entscheidung!“, kann er rückblickend nur

sagen, obwohl er sich zuerst als Fluggerätemechaniker

bei der Bundeswehr beworben

hatte. Auf die Frage, warum er eine

Lehrzeitverkürzung (um ein halbes Jahr)

beantragt hat, antwortet sein Chef für ihn:

„Weil er gut und engagiert ist“. Und nicht

nur das: Der Azubi ist im August 2014 mit

seiner Ausbildung fertig und im Betrieb bereits

übernommen. Ein Gewinn für beide

Seiten, wie es scheint. Allerdings gibt es

da noch mehr Pläne, die der junge Mann

schon heute schmiedet. Der Techniker

oder Meister wird in absehbarer Zeit von

ihm auf jeden Fall angestrebt, wie er verrät.

Michael Rausenberger (20) hat als erster

Azubi im Jahr 2008 angefangen. Zuvor

hat er gleich zweimal ein Praktikum in der

Firma gemacht. „Darüber bin ich zur Ausbildung

gekommen, mit dem Praktikum

war´s beschlossen“, erzählt er und bereut

dabei nichts. Seine Welt ist das Fräsen,

Drehen und die Bedienung von modernen

CNC-Maschinen, erklärt der junge, motivierte

Zerspanungsmechaniker, der ebenfalls

nach seiner erfolgreichen Ausbildung

vom Haus übernommen wurde. „Wir sind

insgesamt eine junge Truppe, das macht

Spaß“, bemerkt Schwenkel nebenbei froh

und lacht. Er ist der direkte Vorgesetzte

der Azubis und muss dennoch ab und an

„ein Machtwort“ sprechen, wie er zugibt.

„Das gehört dazu“, so Schwenkel. „Ohne

Pünktlichkeit und sauberes Arbeiten geht

es eben nicht“. „Bei uns macht der Ton

die Musik“, verweist Dümmel auf das stets

forcierte, gute Betriebsklima im Betrieb.

„Wir investieren viel, damit die Ausbildung

fundiert und gut ist. Und: „Die Leute sollen

bleiben!“ Aber: „Verstecken geht hier nicht

als Lehrling, man muss auch wollen!“, hebt

er hervor. Die Noten ermöglichten zwar

eine Vorauswahl unter Bewerbern, aber

das Engagement drumherum, beispielsweise

in Vereinen, ist Dümmel persönlich

genauso wichtig, wie er sagt. Unter den

Haupt- und Werkrealschülern ist bereits

der nächste Kandidat gefunden und der

Ausbildungsplatz 2014 damit schon belegt,

verrät Dümmel.

Text & Fotografie: Patricia Kozjek

Paul Dümmel Werkzeugfabrik GmbH

Lerchenstraße 15

72584 Hülben

Telefon: 07125 / 9691-0

Telefax: 07125 / 9691- 50

E-mail: info@duemmel.de

www.duemmel.de

Informationen

Neu im Angebot sind drei Präventionskurse

und die Möglichkeit unter fachkundiger

Anleitung an modernsten Fitnessgeräten

zu trainieren. „Die Angebote sind

fortlaufend, man kann jederzeit einsteigen

und auch zwischen den einzelnen Kursen

wechseln“, erklärt Nadine Finger. Das System

ist simpel, aber durchdacht: Man

löst einfach eine Zehnerkarte und kommt,

wenn es die Zeit zulässt. Die Zehnerkarten

sind drei Monate gültig, sonstige Kosten

entstehen nicht. „Der Vorteil ist, dass man

sich nicht ärgern muss, weil man mal zeitlich

nicht so kann und trotzdem die zum

Beispiel in Fitnessstudios übliche Monatsgebühr

berappen muss“, sagt die Physiotherapeutin.

Die Präventionskurse setzen sich aus den

drei Bausteinen Allgemeine Fitness (montags

von 19 bis 20 Uhr), Wirbelsäulengymnastik

(mittwochs von 19.30 bis 20.30

Uhr) und Seniorengymnastik (freitags von

9 bis 10 Uhr) zusammen. Das freie Training

an den Geräten ist jederzeit zu den

Praxisöffnungszeiten möglich. Hier gibt

es zunächst eine individuelle Einführung

durch die Therapeuten, die dabei maßgeschneiderte

Trainingspläne erstellen. „Die

neuen Angebote werden gut angenommen“,

freut sich Nadine Finger, die selbst

seit über zehn Jahren als Physiotherapeutin

tätig ist.

Vom Bandscheibenvorfall bis zum Kinesiotape

In den neuen rustikal-modern gestalteten

Räumlichkeiten in einer ehemaligen

Scheune decken Nadine Finger und ihr

dreiköpfiges Team weiterhin das komplette

Spektrum der Physiotherapie ab.

Auch Hausbesuche werden nach Voranmeldung

gemacht. „Vom Bandscheibenvorfall

bis zum Kinesiotape für Sportler -

nach einer individuellen Anamnese finden

wir die passende Therapie“, verspricht die

33-jährige Mutter von zwei kleinen Kindern,

der es auch ein Anliegen ist auf der

Höhe der Zeit zu bleiben: „Wir machen alle

ständig Fort- und Weiterbildungen, anders

v.l.n.r.: Jan Finger, Nadine Finger, Kerstin Ellmer, Christian von Petersenn, Katrin Hauschl

kann man den Beruf auch nicht verantwortungsbewusst

ausüben.

Text: Kerstin Dannath

Der Geräteraum im Glashaus

Der Behandlungsraum im Glashaus

Informationen

Krankengymnastik im Glashaus

Nadine Finger

Schlossstr. 5

73268 Erkenbrechtsweiler

Telefon: 07026 / 81155

Mail: info@physio-glashaus.de

www.physio-glashaus.de

Öffnungszeiten:

Mo. ― Do. 8.00 bis 20.00 Uhr

Fr. 8.00 bis 17.00 Uhr

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Der neueste Fund im Heidengraben

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013 Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Deko Eck in Owen

Nicht kostbar und doch wertvoll: Eine Fundgeschichte über ein frisch

ausgepflügtes und vor dem Frost gerettetes, ganz besonderes Fundstück

„Nach 15-jahriger Tätigkeit für den Heidengraben kam ich in diesem Herbst bei meinen Begehungen doch ziemlich ins

Staunen, denn es lagen plötzlich mehrere rostige Eisenbruchstücke nacheinander auf einer Länge von 9 Metern verstreut.

Erst beim Blick zurück gegen die Sonne sah ich, dass ich da an etwas richtig Großem vorbeigelaufen war.“

Der Spezialist für schöne Dinge

Kreative Geschenkideen und Dekoratives für drinnen und draußen – bei Volker Raichle und seinen Mitarbeiterinnen im

Deko Eck in Owen ist noch jeder fündig geworden. Das Sortiment wird mit viel Liebe zum Detail zusammen gestellt

und auch der Service wird noch groß geschrieben.

Mit einem kleinen Haken fing es an, dann

folgten Stangen- und Hakenösen und

massive runde Kettenglieder, und schnell

zeigte sich, dass diese Teile kein moderner

Eisenschrott, sondern eine keltische

Hinterlassenschaft sein mussten. Unter

Ackerlehm und Rost war die aufwändig geschmiedete

tordierte, also in sich gedrehte

Form zu erkennen.

Es endete damit, dass schließlich knapp

3 kg Eisenteile in einer Kunststoffbox

vom Acker getragen werden konnten. Um

welches Objekt es sich handelt, kann man

anhand der Zeichnung aus einem Buch

über die Eisenfunde vom zwar kleineren,

aber besser erforschten Oppidum bei Manching

erkennen: ein Kesselgehänge, das

einmal einen dicken Kessel über einem

Feuer in einem gehobenen keltischen

Haushalt hielt.

Damit das Kesselgehänge aus dem Heidengraben

auch so gut erhalten bleibt,

wurde es sofort zur zuständigen Denkmalbehörde

nach Tübingen gebracht, damit

die Restauratorin Tanja Kreß dort unverzüglich

mit der notwendigen Konservierung

beginnen konnte.

Momentan noch rostig, aber ein wahrer

Schatz für die Landesarchäologie, wie Dr.

Frieder Klein den im Land bisher einmaligen

Fund einstuft, den er zusammen mit

dem Entdecker bei einem Pressetermin in

seiner Behörde den Medienvertretern präsentierte.

Zeichnung aus „Die Ausgrabungen in Manching,

Band 5“

Text & Fotografie: Christel Bock und

Achim Lehmkuhl

Liebevoll dekoriert verlockt das Schaufenster vom Deko Eck direkt an der Straße zum Anhalten

Seit März 2012 gibt es das Deko Eck

bereits. Mit drei engagierten Mitarbeiterinnen

– Inge Maier, Birgit Polenz und

Christel Schmid - betreiben Sibylle Schmid-

Raichle und ihr Mann Volker Raichle das

Geschäft neben ihren normalen Berufen.

„Der Laden ist ein Stück weit Hobby von

uns beiden“, sagt Sibylle Schmid-Raichle.

Beim Sortiment legen beide viel Wert darauf,

dass keine Massenware in die Regale

kommt, sondern Dekoratives aus kleinen

Manufakturen aus Deutschland und anderswo.

„Unsere Weihnachtskugeln sind

zum Beispiel mundgeblasen und kommen

aus kleinen Familienbetrieben aus

dem Thüringer Wald“, sagt Sibylle Schmid-

Raichle, „Damit wollen wir auch einen Beitrag

leisten, dass dieses wunderbare Handwerk

erhalten bleibt.“

Das Sortiment zusammenzustellen ist sehr

zeitaufwendig. Neben Messebesuchen

pflegen die Raichles auch persönliche Kontakte

zu den Herstellern, sofern es möglich

ist. Im Deko Eck gibt es zum Beispiel auch

handgearbeitete, filigrane Bambusschüsseln

aus Vietnam in verschiedenen Größen

und Farben zu kaufen. „Die Schüsseln

stammen ebenfalls aus einem ganz kleinen

Familienbetrieb und es gibt lediglich einen

Zwischenhändler“, sagt Sibylle Schmid-

Raichle, der auch viel daran liegt, dass weder

Kinder noch Erwachsene für die Ware

ausgebeutet werden und das Fairtrade-

Sigel tragen auch einige Produkte. Das

schätzen die Privat- und Geschäftskunden

vom Deko Eck. Immer wieder werden für

Betriebe individuelle Präsente gestaltet,

zum Teil mit Firmenlogo als Gravur. Besonderes

Augenmerk legen die Mitarbeiterinnen

auf die Verpackung. Mit schönem

Papier und hochwertigen Bändern werden

die Geschenke für die Kunden verpackt.

Parkplätze direkt vor der Türe

„Natürlich ist unser Laden etwas ungewöhnlich

für Owen, aber so ein kleiner

Ort lebt eben auch von inhabergeführten

Fachgeschäften“, so Sibylle Schmid-Raichle.

Direkt an der Hauptstraße in Richtung

Beuren und Lenningen gelegen, profitiert

das Deko Eck mit seinen Parkplätzen direkt

vor dem Haus vom Durchgangsverkehr.

„Da halten viele Leute mal kurz an

und schauen in den Laden rein. Und wer

einmal da war, wird meist zum Wiederholungstäter“,

schmunzelt die Inhaberin. Immer

wieder lockt das Deko Eck auch mit

ganz besonderen Veranstaltungen wie

Autorenlesungen. Auch im neuen Jahr ist

einiges in Planung.

Übrigens: Das Deko Eck ist eines der wenigen

Fachgeschäfte, das noch auf Maß

angefertigte Tischdecken und Tischläufer

anbietet. „Einfach reinschauen, den Stoff

aussuchen und auf Maß bestellen“, bestätigt

Sibylle Schmid-Raichle – ein Service

der früher eine Selbstverständlichkeit war,

heute aber Seltenheitswert hat.

Text: Kerstin Dannath

Informationen

Deko Eck

Kirchheimer Straße 75

73277 Owen

Telefon 0 70 21 / 86 52 - 576

Telefax 0 70 21 / 86 52 - 579

www.dekoeck.de

info@dekoeck.de

Wir sind auch bei facebook!

Öffnungszeiten:

Mo. – Fr. 9.30 bis 12.30 Uhr

und 14.30 bis 18.30 Uhr

Sa. 9.30 bis 12.30 Uhr

Mittwoch Nachmittag geschlossen

Auf Anfrage gerne auch außerhalb

der Öffnungszeiten.

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Artenportrait – europäischer Uhu

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Der Uhu – Gefiedertes Juwel auf der Vorderen Alb

Bubo bubo, so der lateinische Name des weltweit größten Eulenvogels, ist zurzeit auf der Vorderen, Mittleren sowie

Westlichen Alb mit ungefähr 40 Brutpaaren vertreten. Weibliche Uhus – schwerer und größer als die Männchen – bringen

bis zu drei Kilogramm auf die Waage und können eine Flügelspannweite von 175 Zentimetern erreichen.

Einmalige Erfolgsgeschichte dieses „Goliaths“

unter den Eulen

Nachdem der Uhu in Baden-Württemberg

im Jahre 1934 vollständig und systematisch

ausgerottet war, haben sich in den

vergangenen 5 Jahrzehnten (1963 siedelte

sich in Sigmaringen das allererste neue

Brutpaar an) die Bestände erholt, sodaß

die Naturschutzverbände gegenwärtig

170 Brutpaare im „Ländle“ zählen. Jedoch

ist es nur umfangreichen Schutzmaßnahmen

zu verdanken, dass sich die nachtaktiven

Jäger ihren Platz in unserer Tierwelt

zurückerobern konnten. Unter anderem

spielten behördliche Kletterverbote an

von Uhus bewohnten Naturfelsen während

der Brutsaison sowie verbesserte Isolation

von Mittel- und Starkstromleitungen eine

große Rolle, erfahre ich von Dieter Rockenbauch,

der 43 Jahre lang eine Nabu-Ortsgruppe

geleitet und in Sachen Uhu- und

Wanderfalkenschutz ehrenamtlich über

Jahrzehnte hinweg wertvolle Pionierarbeit

geleistet hat.

Außergewöhnlich vielschichtiges Beutespektrum

Die vielfältigen Landschaftsformen der

Alb bieten den ganzjährig in ihren Revieren

verbleibenden Vögeln durch alle Jahreszeiten

hindurch eine reiche Auswahl

an Nahrung. Ob große oder kleine Nager,

Vögel, Amphibien, Igel, Feldhasen oder

Fuchswelpen, bis hin zu Frischlingen und

zuweilen auch Katzen, finden Uhus einen

reichgedeckten Tisch. Insbesondere in

den eisigen Wintermonaten gehören auch

geschwächte Greifvögel und die im Lautertal

vertretenen Grau- und Silberreiher

zum Speiseplan der großen Eulen. Anhand

der teilweise über 10 cm langen und etwa

3 cm dicken Gewölle, welche die Tiere

nach den Mahlzeiten hervorwürgen, kann

man durch Bestimmung der unverdaulichen

Knochen-, Fell- bzw. Federreste

zweifelsfrei feststellen, welche Tiere der

jeweilige Uhu verzehrt hat.

Monogamie ist nicht erwiesen

Im Schnitt werden 2-3 Uhu-Junge pro Jahr

großgezogen. Die lange vorherrschende

Annahme, dass Uhu-Paare lebenslange

Monogamie praktizieren, wurde übrigens

zwischenzeitlich wissenschaftlich widerlegt.

Uhus verfügen über ein reiches Repertoire

an Rufen – die typischen „uhu“

oder „buho“ Rufe sind insbesondere während

der Balzzeit zwischen Oktober und

Anfang März über weite Distanzen vernehmbar.

Die besten Chancen, den Uhu-

Rufen zu lauschen, haben – wie könnte

es anders sein - menschliche Nachteulen,

denn bei Tageslicht ruhen die Vögel

mucksmäuschenstill und praktisch

unsichtbar in Felsnischen oder Baumwipfeln

– nahezu perfekt durch ihr sowohl

längs- als auch quergezeichnetes Gefieder

getarnt.

Text & Fotografie: Eva-Maria Pulvermüller

Steinig karge Kinderstuben heiß begehrt

Als Felsbrüter konkurrieren die Eulen mit

den auffälligen Federohren häufig mit den

ebenfalls streng geschützten Wanderfalken

um geeignete Brutplätze. Wandern

Uhus in ein von Falken bewohntes Areal

ein, so gelingt es den Falken fortan nicht

mehr, Junge aufzuziehen. Im Umkreis von

einem Kilometer um die Uhu-Brutstätte

endet ihr Nachwuchs unweigerlich als Eulen-Mahlzeit.

Es kommt sogar häufig vor,

dass Uhus ausgewachsene Falken nachts

schlafend auf ihrem Horst schlagen. Da jedoch

zunehmend mehr Wanderfalken auf

menschlichen Bauwerken nisten, was der

Uhu nur in seltenen Ausnahmefällen tut,

bleibt hierzulande auch der Wanderfalkenbestand

trotz der beständig wachsenden

Uhu-Population stabil. Jede Spezies verfügt

sozusagen über ihre eigene Nische für

die Reproduktion.

Typische Federohren

Zahnimplantate – für einen festen Biss.

Weiblicher Uhu im Winterwald

26 27


Alb-Apotheke in Hülben

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013 Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Schneckenbrunnenfest in Hochwang

Fit durch den Winter

Gelungene Premiere

Winterzeit ist Erkältungszeit: Nur wenn die Abwehr unseres Körpers in Top-Form ist, bleiben uns Grippe, Schnupfen

und Husten erspart. Um sie zu stärken, reichen ein paar simple Tricks. Die Mitarbeiter der Alb-Apotheke in Hülben

gibt Tipps, wie Sie gesund durch die kalten Tage kommen.

Das Dorffest am Schneckenbrunnen in Hochwang feierte im September eine rundum gelungene Premiere: Mit einem

Andrang von rund 400 Besuchern wurde auch die veranstaltende Interessengemeinschaft Hochwang überrascht. „Mit

so vielen Leuten hatten wir nicht gerechnet“, sagt Sabine Klepp-Kownatzki vom Organisationsteam. Dennoch klappte

alles wie am Schnürchen und auch der Wettergott spielte mit.

Seit Anfang Mai plätschert das Wasser wieder im Schneckenbrunnen

Hatschi - in der kalten Jahreszeit sollte das Abwehrsystem in Top-Form sein.

Im Winter ist das Immunsystem besonders

gefordert. Nicht, weil es dann draußen

kalt wird. Sondern weil man besonders

häufig warme Heizungsluft atmet. Sie

trocknet die Schleimhäute der Atemwege

aus und hemmt so den stetigen Abfluss

von Sekreten, mit denen die Erreger normalerweise

quasi weggespült werden. So

können Viren sich in den Schleimhäuten

festsetzen.

„Eine ausgewogene Kost mit viel Obst, Gemüse

und Salat deckt den Vitaminbedarf

und stärkt so das körpereigene Immunsystem“,

empfiehlt Annabelle Schmid von

der Alb-Apotheke. Zudem sind Wasser und

Seife sicherlich die billigsten Waffen gegen

Erreger – denn der Feind lauert überall:

Bakterien und Viren sitzen auf Türklinken,

sind in der Luft, in der Nahrung oder

werden per Händedruck übertragen. Auch

regelmäßige Besuche in der Sauna und

sportliche Aktivitäten härten ab.

Ist der Keim dennoch stärker gewesen:

Papier- statt Stofftaschentücher benutzen

und möglichst rasch entsorgen. Zudem

sollte vor allem die Luft im Schlafzimmer

kühl und nicht zu trocken sein, damit die

Schleimhäute feucht bleiben und sich Erreger

dort nicht festsetzen können. Damit

der Körper wieder gesund wird, braucht er

außerdem genügend Ruhe: Schlaf trägt zur

Stärkung unserer Abwehrkräfte einiges bei.

Das Team der Alb-Apotheke

Obendrein gibt es eine riesige Palette an

pflanzlichen, homöopathischen und schulmedizinischen

Mitteln um einer Erkältung

entgegenzuwirken. „Bei Husten helfen

zum Beispiel Präparate aus Thymian und

Efeu“, bestätigt Annabelle Schmid. Sitzt

die Erkältung richtig fest und ist auch mit

Fieber verbunden, wird ein Gang zum Arzt

empfohlen. Daneben steht den von Triefnase

und Co. Gepeinigten zusätzlich die

Mitarbeiter der Alb-Apotheke mit Rat und

Hilfe zur Seite.

Text: Kerstin Dannath

Fotografie: Fotolia (2)

Informationen

Alb-Apotheke

Hauptstr. 48

72584 Hülben

Telefon: 07125 / 96233

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag

8.30 – 12 Uhr und

14.30 bis 18.30 Uhr

Samstag

8.30 - 12 Uhr

Anlass war die Wiederinbetriebnahme des

Schneckenbrunnens, der rund 20 Jahre

stillgelegt war. Ein Anruf bei der Ortsverwaltung

in Lenningen genügte und seit Anfang

Mai plätscherte das Wasser wieder.

„Daraufhin haben wir uns überlegt, dass

das eigentlich ein guter Grund zum feiern

ist“, so Sabine Klepp-Kownatzki. Sie, ihr

Mann Ralf und Annerose Weber rührten

die Werbetrommel und fanden auf Anhieb

genügend Mithelfer um das Fest zu stemmen.

„Früher gab es in Hochwang ein Dorffest

am Wasserturm“, erinnert sich Sabine

Klepp-Kownatzki, die selbst seit langem

in Hochwang wohnt. Veranstalter war die

freiwillige Feuerwehr, nachdem sich diese

aufgelöst hatte, war auch das Schicksal

des Wasserturmfests besiegelt. Nun wurde

passend zum 60-jährigen Jubiläums des

Ortsteils das Schneckenbrunnenfest aus

der Taufe gehoben.

Vor allem die älteren Bewohner von Hochwang

freuten sich, dass im „Flecken“ wieder

was los war. Es fanden aber auch viele

Neu-Hinzugezogene den Weg zum Schneckenbrunnen,

die die Gelegenheit nutzten,

neue Kontakte zu knüpfen. Künftig soll das

Fest jährlich stattfinden. Der Ort bleibt derselbe:

„Das ist der schönste Platz mitten

im Ort rund um den Brunnen, Kirche und

Park“, sagt Sabine Klepp-Kownatzki, „Das

passt einfach gut.“

Viele Baustellen

Die IG Hochwang will sich mit der reinen

Dorffest-Organisation aber nicht begnügen.

„Wir haben hier einige 'Baustellen'

am Ort, es gibt viel zu tun“, erklärt Sabine

Klepp-Kownatzki. Viele der öffentlichen

Gebäude sind sanierungsbedürftig und

warten auf neue Nutzungskonzepte: „In

den letzten 30 Jahren ist in dieser Hinsicht

in Hochwang nicht viel passiert.“ Und deshalb

wollen sich die findigen Hochwanger

Bürger bereits Mitte Januar wieder zusammensetzen

und gemeinsam überlegen,

welche Projekte angegangen werden

können und müssen. Neue Gesichter sind

herzlich willkommen.

Text: Kerstin Dannath

Mitglieder der IG Hochwang

Das erste Schneckenbrunnen war sehr gut besucht

Informationen

IG Hochwang

Telefon: 07026 / 370300

Telefax: 07026 / 2626

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Veranstaltungskalender

Alb-Magazin Ausgabe 4/2013 Alb-Magazin Ausgabe 4/2013

Januar

Fr. 10.01.2014

Gewerbestammtisch

Gemeinde Hülben, Germania-Beck

Sa. 11.01.2014

Gemeinsame Jahresfeier

Hallenöffnung 18:00 Uhr

TSV Grabenstetten und

Liederkranz Grabenstetten

Grabenstetten, Falkensteinhalle

Sa. 11.01.2014

Christbaumsammlung

CVJM Hülben

Sa. 11.01.2014

Schneebar

Harmonikaclub Hülben, Clubhaus

Sa. 11.01.2014 ab 9:00 Uhr

Christbaumsammlung Posaunenchor

Hochwang und Erkenbrechtsweiler

Sa. 11.01.2014 ab 18:00 Uhr

Funkenfeuer (Jugendfeuerwehr)

Friedensplatz Rain, Erkenbrechtsweiler

Sa. 11.01.2014

Traufgängerinnen

Runder Tisch,

Peter-Härtling-Schule Hülben

Di. 14.01.2014

Gebetsabend

Evang. Kirchengemeinde Hülben

Sa. 18.01.2014

Handball

CVJM Hülben,

Falkensteinhalle Grabenstetten

Sa. 25.01.2014

Altpapiersammlung

ev. Kirche Erkenbrechtsweiler

Fr. 17.01.2014

Neujahrsempfang der Region am Heidengraben

Fakt e.V., Falkensteinhalle Grabenstetten

Sa. 25.01.2014

Jahresfeier

Sportverein Hülben, Rietenlauhalle

Sa. 25.01.2014 – So. 26.01.2014

Skikurs 2 (mit Erwachsenen)

Schi-Club Hülben, Skilift Hesel

So. 26.01.2014

Wintergrillen auf der Schanz

SAV, Bürgerhaus Erkenbrechtsweiler

Do. 30.01.2014

Familienkonzert mit Daniel Kallauch

Evang. Kirchengemeinde Hülben,

Rietenlauhalle

Februar

So. 02.02.2014 ab 13: Uhr

Schneeschuhwandern

SAV, Kleinzuchtanlage Westerheim

Do. 06.02.2014, 20:00 – 22:30 Uhr

Mitgliedertreffen FAKT

Begegnungsstätte, Erkenbrechtsweiler

Do. 06.02.2014

Sportler- und Blutspenderehrung

Gemeinde Hülben, Bürgersaal,

Altes Schulhaus Hülben, Dettinger Straße 19

So. 09.02.2014

Winterwandertag

Schwäb. Albverein Hülben

Sa. 15.02.2014

Vereinsmeisterschaften und

Aprés-Ski-Party

Schi-Club Hülben, Skilift Hesel

So. 16.02.2014

Bezirksjugendgottesdienst

Evang. Kirchengemeinde Hülben,

Christuskirche

März

So. 02.03.2014

120 Jahre Konzert durch die Jahrzehnte

Gesangverein Hülben

Do. 06.03.2014, 17:00 – 18:30 Uhr

Kinderuni FAKT "Schlauköpfe"

Festakt mit Urkundenüberreichung

Bürgersaal Erkenbrechtsweiler

Fr. 07.03.2014

Weltgebetstag der Frauen

Evang. Kirchengemeinde Hülben

Fr. 14.03.2014

Vortrag „Rund um das Gartenjahr“

Obst- und Gartenbauverein, Bürgersaal

Altes Schulhaus Hülben, Dettinger Straße 19

Sa. 15.03.2014

Frühjahrskonzert

Musikverein Hülben, Rietenlauhalle

So. 16.03.2014

Goldene Konfirmation

Evang. Kirchengemeinde Hülben,

Christuskirche

Sa. 29.03.2014

Handball

CVJM Hülben,

Falkensteinhalle Grabenstetten

Sa. 29.03.2014

Tanzveranstaltung FACE

Sportverein Hülben, Rietenlauhalle

Sa. 22.03.2014

Springbeat

Bauwagen Dürrlau Hülben, Rietenlauhalle

com

Sa. 11.01.2014 bis So. 12.01.2014

Skikurs 1 (mit Erwachsenen)

Schi-Club Hülben, Skilift Hesel

So. 16.02.2014, 13:00 Uhr

Wanderung zum Hohenneuffen (SAV)

Erkenbrechtsweiler, Treffpunkt: Bürgerhaus

Sa. 22.03.2014 ab 8:00 Uhr

Markungsputzete

SAV, Feuerwehrhaus Erkenbrechtsweiler

Reisepass, Ausweis,

Führerschein, Bewerbungen ...

Sa. 22.02.2014

Frauennachmittag mit Sefora Nelson

Evang. Kirchengemeinde Hülben,

Gemeindehaus

So. 23.02.2014 ab 14:30 Uhr

Kinderfasching Musikfreunde

Mehrzweckhalle, Erkenbrechtsweiler

Fr. 28.02.2014

Kinderfasching

Förderverein Schulen und Jugend,

Rietenlauhalle Hülben

Sa. 29.03.2014, 9:00 – 13:00 Uhr

Warentauschtag

Mehrzweckhalle Erkenbrechtsweiler

Sa. 29.03.2014

Altpapiersammlung

ev. Kirche Erkenbrechtsweiler

Sa. 29.03.2014

Bläsermusik

Posaunenchor Hülben, Christuskirche

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Redaktion:

Peter Heiden (FAKT e. V.)

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Kerstin Dannath

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