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AUDIO TEST Digital mit Röhre! (Vorschau)

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NR. 1 JANUAR/FEBRUAR 2013 www.audio-test.at<br />

Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

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Moment der Stille<br />

Acht Noise-Cancelling-<br />

Kopfhörer von Denon<br />

über Sony bis Bose<br />

WERTANLAGE<br />

Linns Mini-Streamer Kiko im Test<br />

DER BESSERE IPOD<br />

Was Apple jetzt zu befürchten hat<br />

LAUTSPRECHER-SPEZIAL<br />

7 klangvolle Konzepte im Test


OHNE UMWEGE<br />

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Klangstarker, kleiner Speicherriese. Der<br />

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Werthaltige Geldanlage<br />

Die Tage werden kürzer, die Nächte immer länger<br />

und die Wintermonate laden vermehrt zum Verweilen<br />

zu Hause ein. Wir nutzen die Zeit, um auf ein ereignisreiches<br />

Jahr 2012 zurückzublicken, das uns <strong>mit</strong><br />

seinen Hochs und Tiefs wieder etwas näher zusammenrücken<br />

ließ. Gemeinsam haben wir sportliche<br />

Hochereignisse wie die Fußballeuropameisterschaft<br />

und die olympischen Sommerspiele bei Public-Viewing-Events<br />

verfolgt und gemeinsam Anteil an bewegenden<br />

Ereignissen und Veränderungen rund um<br />

den Globus genommen.<br />

Auf die Frage, in welche materiellen Wirtschaftsgüter wir unser Geld künftig<br />

investieren können, geben vermeintliche Finanzexperten meist Immobilien,<br />

Produktions<strong>mit</strong>tel und verschiedene Rohstoffe an. Eine weitere Möglichkeit,<br />

sein Geld werthaltig anzulegen, sehen wir in hochwertigen Hi-Fi-Produkten.<br />

Mit einer sinnvollen Investition erhält man nicht nur eine langlebige<br />

Musikanlage, sondern kauft auch ein Lebensgefühl, das uns nachhaltig<br />

Freude bereitet.<br />

Hochwertige Komponenten haben eine Lebenserwartung von mehreren<br />

Jahrzehnten und gehören selbst dann noch nicht zum alten Eisen. Bei einigen<br />

tot geglaubten Produktkategorien wie dem Schallplattenspieler erleben wir<br />

immer wieder eine Renaissance und so manch ein High-End-Gerät ist bereits<br />

heute ein wertvoller Klassiker. Auch wenn der technologische Fortschritt dem<br />

Sinn der „Wertanlage“ entgegenzuwirken scheint, dürfen wir nicht vergessen,<br />

dass viele der von uns qualitativ geschätzten Aufnahmen <strong>mit</strong> interpretatorisch<br />

hohem Wert bereits Jahre zurück liegen und im Zweikanalformat<br />

festgehalten wurden.<br />

Die Redaktion der <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> – als Ihr Ratgeber für den guten Ton – ist deshalb<br />

stets bestrebt, Ihnen vernünftige Produkte <strong>mit</strong> nachhaltigem Charakter<br />

zu empfehlen. Denn das, was andere über Foren und Facebook verbreiten<br />

oder twittern, hat leider all zu oft einen von eigenen Interessen gefärbten<br />

Beigeschmack. Wir möchten Sie deshalb möglichst objektiv <strong>mit</strong> technisch fundierten<br />

Tests vor Fehlinvestitionen schützen und Sie ermuntern, die anstehenden<br />

Winterabende <strong>mit</strong> unseren Empfehlungen und Ihren Lieblingsplatten, im<br />

Kreise der Familie zu verbringen.<br />

Der neue<br />

Maßstab<br />

»Für uns eine der genialsten Neuentwicklungen<br />

des Jahres 2012«<br />

»Spielfreude,<br />

Neutralität und<br />

abartige Basskraft in<br />

genialer Weise vereint«<br />

Audio 9/12<br />

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nur 18 cm schlank<br />

äußerst klanggewaltig<br />

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Subwoofer-verdächtige<br />

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Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches, gesundes neues Jahr wünscht Ihnen Ihr<br />

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HERAUSGEBER/CHEFREDAKTEUR<br />

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Ich freue mich über Ihre Anregungen. Schreiben Sie mir:<br />

leserbriefe@audio-test.de.<br />

Vielen Dank!<br />

Editorial 3<br />

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76 I Farbenvielfalt<br />

Großer Klang bei knappen Maßen: Die PSB Minis verteilen sich um den Weihnachtsbaum<br />

62 I Funkverkehr<br />

Die Macht der neuen Übertragungswege<br />

38 I Stille Nacht<br />

Acht geräuschunterdrückende Kopfhörer trotzen dem Alltagslärm<br />

NEWS<br />

06 // Techniktrends & -neuigkeiten<br />

Hintergründe, Trends und<br />

Technik für den Winter<br />

12 // Themennews<br />

Spannendes und Wissenswertes<br />

rund um die Audiowelt<br />

14 // Ausgepackt und angehört<br />

Aktuelle Hi-Fi-Produkte im Kurztest,<br />

u. a. <strong>mit</strong> dem Loewe Soundvision<br />

15 // Händlertermine<br />

Die wichtigsten Hi-Fi-Vorführungen<br />

des Monats in Ihrer Nähe<br />

16 // Frage des Monats<br />

Branchenkenner sprechen über<br />

das anstehende Produktjahr<br />

18 // Leserwahl 2013<br />

Abstimmen und Preise im Wert von<br />

über 30 000 Euro gewinnen<br />

WISSEN<br />

21 // Reinheitsgebot<br />

Das Phänomen Elektrosmog und<br />

eine mögliche Lösung<br />

22 // Verbindungsstandard<br />

Was steckt eigentlich hinter Bluetooth<br />

und was bringt Version 4.0?<br />

24 // Gefahr Kopfhörer<br />

Wie sehr belasten wir unser Gehör<br />

<strong>mit</strong> Kopfhörern?<br />

27 // iPod-Konkurrenz<br />

Der größte, teuerste und vielleicht<br />

beste Mobilplayer der Welt<br />

28 // Klangtuning III<br />

Im dritten Teil nehmen wir Tuningzubehör<br />

genauer unter die Lupe<br />

32 // Dr. Sound klärt auf<br />

Mit dem Klangdoktor auf Wissensreise:<br />

Entwickler und ihre Lautsprecher<br />

<strong>TEST</strong><br />

37 // Testnotizen<br />

Ein Testalltag in der Redaktion der<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

38 // Noise-Cancelling-Kopfhörer<br />

Mit aktiver Rauschunterdrückung dem<br />

Alltagsstress entgehen<br />

46 // Kompaktanlage<br />

Linns erstes Streaming-Kompaktsystem<br />

im Einzeltest<br />

49 // Netzwerkreceiver<br />

Naim erweitert den UnitiQute um<br />

Streaming bis 192 Kilohertz<br />

52 // Netzwerkplayer<br />

Opera Audio kombiniert analoge <strong>Röhre</strong><br />

<strong>mit</strong> digitalem Streaming-Chip<br />

56 // Stereovollverstärker I<br />

High-End-Spezialist Moon setzt auf<br />

ein modulares Konzept<br />

4 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at<br />

Titelbild: Bose, Colorfly, Heco, Linn, Naim


56 I Kräftemessen<br />

Drei Stereovollverstärker von Musical Fidelity, Moon und Unison Research ringen n um die<br />

Gunst<br />

der Lautsprecher<br />

45 I Neue Wege<br />

Der schottische Streamingspezialist <strong>mit</strong> seinem ersten Kompaktsystem<br />

78 I Musik-Blu-rays<br />

Gegen den Winterblues: Die besten Blu-rays zu Weihnachten<br />

58 // Stereovollverstärker II<br />

Größer, schwerer, besser: der<br />

Musical Fidelity M6i<br />

60 // Stereovollverstärker III<br />

Die Italierner von Unison Research<br />

begeben sich auf neue Wege<br />

62 // Funklautsprecher I<br />

Mit den Audio Pro LV3 dem Kabelsalat<br />

entgehen<br />

64 // Funklautsprecher II<br />

Auf die Großen folgen die Kleinen:<br />

Dynaudios Xeo 3<br />

66 // Standlautsprecher I<br />

Mit einer Neuauflage setzt Heco ein<br />

wahres Statement<br />

69 // Standlautsprecher II<br />

Deutsche Fertigung <strong>mit</strong> Tradition:<br />

ASW präsentiert die neuen Cantius<br />

72 // Standlautsprecher III<br />

Studioboliden für das Wohnzimmer:<br />

die JBL Monitor 4365<br />

74 // Aktivlautsprecher<br />

Frisch aus der Kieler Werft:<br />

Elacs AM180<br />

76 // Surround-Set<br />

Groß im Klang, klein in den Maßen:<br />

Die Mini-Serie von PSB<br />

STANDARDS<br />

03 // Editorial<br />

81 // Lexikon<br />

82 // Leserbriefe<br />

84 // Fachhandelsverzeichnis<br />

91 // Testübersicht<br />

98 // <strong>Vorschau</strong>/Impressum<br />

MUSIK<br />

78 // Musik-Blu-rays<br />

- Peter Gabriel – Secret World Live<br />

- Die Fantastischen Vier –<br />

MTV Uplugged II<br />

- Anton Corbijn – Inside Out<br />

49 | Weltempfänger<br />

Naim rüstet für die Zukunft auf<br />

Inhalt: Audio Pro, Bose, Linn, Musical Fidelity, Moon, Naim, PSB, Sony Music/Foto by Alexander Gnädiger In dieser Ausgabe 5


Trends & Neuigkeiten Dezember/Januar<br />

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür, und pünktlich zum Weihnachtsgeschäft<br />

wächst das Interesse an großen und kleinen Geräten sprunghaft. Die Hersteller<br />

wissen das und locken <strong>mit</strong> Angeboten oder Produktneuheiten – welche wir Ihnen<br />

auf den folgenden Seiten vorstellen möchten.<br />

VON MARTIN HELLER<br />

Aurum: Der Tanz auf dem Vulkan<br />

Die Vulkan-Serie von Aurum ist seit jeher<br />

die kleine Schwester der Titan-Reihe. Nach<br />

dem Erscheinen der Titan VIII präsentiert<br />

Aurum deshalb die technisch verwandten<br />

Vulkan VIII R. Als Schallwandler kommen<br />

die gleichen Hoch- und Mitteltöner wie bei<br />

den Titan zum Einsatz. Etwas wohnraumfreundlicher<br />

fallen dagegen die Gehäuseabmessungen<br />

und 21-Zentimeter-Basstreiber<br />

aus. Für die Signalübertragung im Inneren<br />

kamen hochwertige Leiter von Real Cable<br />

zum Einsatz. Eine individuelle Optimierung<br />

für den jeweiligen Hörraum ermöglicht die<br />

Hochtonanpassung an der Frequenzweiche.<br />

Die Klangneutralität der Tief- und Mitteltöner<br />

sollen die Quadral-Altima-Membranen<br />

bewahren, eine Kombination aus Aluminium,<br />

Titan und Magnesium als Membranmaterialien.<br />

Analog zur Titan VIII kommt<br />

ein Bändchen-Hochtöner <strong>mit</strong> minimaler<br />

Eigenmasse zum Einsatz. Ab Januar 2013<br />

sind die Aurum Vulkan VIII R in verschiedenen<br />

Hochglanz- und Echtholzvarianten<br />

lieferbar. Ganz individuelle Anpassungen<br />

ermöglichen Sonderlackierungen <strong>mit</strong> einer<br />

Auswahl aus 190 RAL-Farben.<br />

Gerätename: Aurum Vulkan VIII R Preis: 8 000 Euro Internet: www.aurumspeakers.com<br />

Hochspannung von T+A<br />

Mit dem Vollverstärker PH 3000 HV stellt<br />

T+A das erste Gerät einer neuen Elektronikserie<br />

vor.<br />

HV, für High Voltage, steht für das neue<br />

Konzept dieser Linie. Die Endstufe wird <strong>mit</strong><br />

+/–160 Volt angesteuert, einem doppelt so<br />

großen Spannungswert wie üblich. Die Folge<br />

von dieser Methode ist eine sehr lineare<br />

Kennlinie. Doch der Verstärker hat nicht<br />

nur gewaltige Leistungsreserven von 500<br />

Watt pro Kanal, sondern weißt auch audiophile<br />

Feinheiten auf: MOSFET-Transistoren<br />

sollen im Klasse-A-Verstärkermodus für<br />

eine röhrenartige Klangcharakteristik sorgen.<br />

Auf magnetische Materialien wurde<br />

bei der Konstruktion komplett verzichtet.<br />

Zuspieler lassen sich <strong>mit</strong> mehreren symmetrischen<br />

und RCA-Buchsen verbinden,<br />

Lautsprecherkabel finden an massiven,<br />

rhodierten Lautsprecherklemmen Anschluss.<br />

Weiterhin kündigt T+A das zweite<br />

Gerät der Serie an: Im Januar 2013 soll der<br />

Multi-Source-Player MP 3000 HV <strong>mit</strong> CD-<br />

Laufwerk, Displayfernbedienung und vielen<br />

weiteren Funktionen erscheinen.<br />

Gerätename: T+A PH 3000 HV Preis: 9 900 Euro Internet: www.ta-hifi.com<br />

Kompakt und kabellos von Boston Acoustics<br />

Ab sofort ist das MC200Air von Boston<br />

Acoustics erhältlich, ein kompaktes Soundsystem<br />

<strong>mit</strong> Wi-Fi-Funktion. Das Music Center<br />

ist in der Lage, per Airplay Musikdateien von<br />

einem Mac oder portablen Apple-Geräten<br />

wiederzugeben. Dank DLNA-Zertifizierung<br />

kann außerdem Musik von jedem DLNAfähigen<br />

Medienserver wie etwas einem<br />

NAS-System gestreamt werden. Die Netzwerkverbindung<br />

ist entweder per Kabel<br />

über die Ethernet-Schnittstelle möglich, oder<br />

kann kabellos über den integrierten WLAN-<br />

Chip hergestellt werden. Ein USB-Anschluss<br />

auf der Rückseite ermöglicht das Abspielen<br />

von Dateien auf USB-Geräten, deren Akku<br />

dabei gleichzeitig geladen wird. Im Inneren<br />

des MC200Air arbeiten zwei 89-Millimeter-<br />

Breitbandlautsprecher <strong>mit</strong> einem nominalen<br />

Frequenzgang von 70 Hz bis 20 kHz. Für eine<br />

unverzerrte und kräftige Basswiedergabe<br />

soll der BassTrac-Filter sorgen, eine Eigenentwicklung<br />

von Boston Acoustics. Mit iTunes<br />

Gerätename: Boston Acoustics MC200Air Preis: 369 Euro Internet: www.bostona.eu/de<br />

kann auch Musik zu mehreren Systemen<br />

gleichzeitig gestreamt werden, sodass in keinem<br />

Raum auf die Lieblingsmusik verzichtet<br />

werden muss.<br />

Bilder: Aurum, Boston Acoustics, T+A<br />

6 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Trends & Neuigkeiten Dezember/Januar<br />

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür, und pünktlich zum Weihnachtsgeschäft<br />

wächst das Interesse an großen und kleinen Geräten sprunghaft. Die Hersteller<br />

wissen das und locken <strong>mit</strong> Angeboten oder Produktneuheiten – welche wir Ihnen<br />

auf den folgenden Seiten vorstellen möchten.<br />

VON MARTIN HELLER<br />

Aurum: Der Tanz auf dem Vulkan<br />

Die Vulkan-Serie von Aurum ist seit jeher<br />

die kleine Schwester der Titan-Reihe. Nach<br />

dem Erscheinen der Titan VIII präsentiert<br />

Aurum deshalb die technisch verwandten<br />

Vulkan VIII R. Als Schallwandler kommen<br />

die gleichen Hoch- und Mitteltöner wie bei<br />

den Titan zum Einsatz. Etwas wohnraumfreundlicher<br />

fallen dagegen die Gehäuseabmessungen<br />

und 21-Zentimeter-Basstreiber<br />

aus. Für die Signalübertragung im Inneren<br />

kamen hochwertige Leiter von Real Cable<br />

zum Einsatz. Eine individuelle Optimierung<br />

für den jeweiligen Hörraum ermöglicht die<br />

Hochtonanpassung an der Frequenzweiche.<br />

Die Klangneutralität der Tief- und Mitteltöner<br />

sollen die Quadral-Altima-Membranen<br />

bewahren, eine Kombination aus Aluminium,<br />

Titan und Magnesium als Membranmaterialien.<br />

Analog zur Titan VIII kommt<br />

ein Bändchen-Hochtöner <strong>mit</strong> minimaler<br />

Eigenmasse zum Einsatz. Ab Januar 2013<br />

sind die Aurum Vulkan VIII R in verschiedenen<br />

Hochglanz- und Echtholzvarianten<br />

lieferbar. Ganz individuelle Anpassungen<br />

ermöglichen Sonderlackierungen <strong>mit</strong> einer<br />

Auswahl aus 190 RAL-Farben.<br />

Gerätename: Aurum Vulkan VIII R Preis: 8 000 Euro Internet: www.aurumspeakers.com<br />

Hochspannung von T+A<br />

Mit dem Vollverstärker PH 3000 HV stellt<br />

T+A das erste Gerät einer neuen Elektronikserie<br />

vor.<br />

HV, für High Voltage, steht für das neue<br />

Konzept dieser Linie. Die Endstufe wird <strong>mit</strong><br />

+/–160 Volt angesteuert, einem doppelt so<br />

großen Spannungswert wie üblich. Die Folge<br />

von dieser Methode ist eine sehr lineare<br />

Kennlinie. Doch der Verstärker hat nicht<br />

nur gewaltige Leistungsreserven von 500<br />

Watt pro Kanal, sondern weißt auch audiophile<br />

Feinheiten auf: MOSFET-Transistoren<br />

sollen im Klasse-A-Verstärkermodus für<br />

eine röhrenartige Klangcharakteristik sorgen.<br />

Auf magnetische Materialien wurde<br />

bei der Konstruktion komplett verzichtet.<br />

Zuspieler lassen sich <strong>mit</strong> mehreren symmetrischen<br />

und RCA-Buchsen verbinden,<br />

Lautsprecherkabel finden an massiven,<br />

rhodierten Lautsprecherklemmen Anschluss.<br />

Weiterhin kündigt T+A das zweite<br />

Gerät der Serie an: Im Januar 2013 soll der<br />

Multi-Source-Player MP 3000 HV <strong>mit</strong> CD-<br />

Laufwerk, Displayfernbedienung und vielen<br />

weiteren Funktionen erscheinen.<br />

Gerätename: T+A PH 3000 HV Preis: 9 900 Euro Internet: www.ta-hifi.com<br />

Kompakt und kabellos von Boston Acoustics<br />

Ab sofort ist das MC200Air von Boston<br />

Acoustics erhältlich, ein kompaktes Soundsystem<br />

<strong>mit</strong> Wi-Fi-Funktion. Das Music Center<br />

ist in der Lage, per Airplay Musikdateien von<br />

einem Mac oder portablen Apple-Geräten<br />

wiederzugeben. Dank DLNA-Zertifizierung<br />

kann außerdem Musik von jedem DLNAfähigen<br />

Medienserver wie etwas einem<br />

NAS-System gestreamt werden. Die Netzwerkverbindung<br />

ist entweder per Kabel<br />

über die Ethernet-Schnittstelle möglich, oder<br />

kann kabellos über den integrierten WLAN-<br />

Chip hergestellt werden. Ein USB-Anschluss<br />

auf der Rückseite ermöglicht das Abspielen<br />

von Dateien auf USB-Geräten, deren Akku<br />

dabei gleichzeitig geladen wird. Im Inneren<br />

des MC200Air arbeiten zwei 89-Millimeter-<br />

Breitbandlautsprecher <strong>mit</strong> einem nominalen<br />

Frequenzgang von 70 Hz bis 20 kHz. Für eine<br />

unverzerrte und kräftige Basswiedergabe<br />

soll der BassTrac-Filter sorgen, eine Eigenentwicklung<br />

von Boston Acoustics. Mit iTunes<br />

Gerätename: Boston Acoustics MC200Air Preis: 369 Euro Internet: www.bostona.eu/de<br />

kann auch Musik zu mehreren Systemen<br />

gleichzeitig gestreamt werden, sodass in keinem<br />

Raum auf die Lieblingsmusik verzichtet<br />

werden muss.<br />

Bilder: Aurum, Boston Acoustics, T+A<br />

6 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Mit dem HDMI-Kabel Shape Magic nimmt sich Oehlbach des Problems der seitlich angebrachten HDMI-Schnittstellen an Flachbildfernsehern an. Der<br />

extraflache, um 40 Grad abgewinkelte Stecker entspricht den neuesten Standards samt Ethernet-Datenübertragung und ist in Längen von 1,20 m (30<br />

Euro) bis 5,10 m (80 Euro) erhältlich.<br />

Weihnachts-Update von Tivoli Audio<br />

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft erscheinen<br />

von Tivoli Audio zwei Klassiker im neuen<br />

Gewand – zumindest technisch. Die Modelle<br />

One BT und PAL BT lassen am Namenszusatz<br />

schon vermuten, dass Bluetooth den Weg<br />

an Bord gefunden hat. Dadurch ist es nun<br />

möglich, neben UKW-Radio auch die eigene<br />

Musik im Umkreis von bis zu neun Metern<br />

zu empfangen. Das Model One BT verfügt<br />

über einen großen Einstellknopf <strong>mit</strong> einem<br />

Übertragungsverhältnis von 1 : 5 für das<br />

Feintuning der Sender. Im Inneren sorgt ein<br />

Drei-Zoll-Breitbandlautsprecher für den typischen<br />

Tivoli-Audio-Klang. Auch das portable<br />

PAL BT erleichtert das Musikhören durch<br />

die Bluetooth-Funktionalität. Dank wetterbeständiger<br />

Materialien lässt sich das Radio<br />

problemlos am Pool, Strand und im Garten<br />

einsetzen. Der NiMH-Akku verspricht mehrere<br />

Stunden Spieldauer und kann innerhalb<br />

von drei Stunden per <strong>mit</strong>geliefertem Netzteil<br />

komplett aufgeladen werden.<br />

Gerätename: Tivoli Audio<br />

Model One B; PAL BT<br />

Preis: Model One BT: 299 Euro;<br />

PAL BT: 299 Euro<br />

Internet: www.tad-audiovertrieb.de<br />

Kompakte Heimkino-Komplettlösung von Teufel<br />

Einfachheit und Bedienkomfort durch eine All-in-<br />

One-Lösung ist das Konzept des neuen Central AV<br />

| Cubycon 2 von Teufel. Hierbei handelt es sich um<br />

eine Kombination aus der Decoderstation 7 und dem<br />

5.1-Surround-Set Cubycon 2. Die Decoderstation stellt<br />

dabei eine moderne Schaltzentrale für alle Quellen<br />

im Heimkino dar. Sie ist 3D-fähig und verarbeitet<br />

die aktuellen verlustfreien Tonformate DTS HD<br />

und Dolby TrueHD. Zur Anbindung aller Zuspieler<br />

stehen drei HDMI- und sechs Audioeingänge zur<br />

Verfügung. Der HDMI-Ausgang ist kompatibel zum<br />

Audio Return Channel (ARC). Außerdem reicht dank<br />

der CEC-Fähigkeit eine Fernbedienung aus, um alle<br />

kompatiblen Geräte zu steuern. Die Decoderstation 7<br />

ist abgestimmt auf die kompakten Lautsprecher des<br />

Cubycon-2-Systems. Die Leistungsverstärker für alle<br />

Kanäle befinden sich im Subwoofer und sind als Class-<br />

D-Endstufen ausgeführt. Das Bassreflexsystem verfügt<br />

außerdem über drei kleinere Treiber, die auf die gleiche<br />

Membranfläche kommen wie ein großer, wodurch<br />

aber eine kompakte Konstruktion möglich wurde. Das<br />

Central AV | Cubycon 2 ist ab sofort erhältlich.<br />

Gerätename: Teufel Central AV Cubycon 2 Preis: 1 799 Euro Internet: www.teufel.de<br />

Bose-Sound jetzt auch für Sportler<br />

Sportler stellen spezielle Anforderungen an<br />

ihre Kopfhörer: Robustheit, fester Sitz sowie<br />

Schweiß- und Wasserfestigkeit. Diese Eigenschaften<br />

möchte Bose nun <strong>mit</strong> Spitzenklang<br />

in den Modellen SIE2 und SIE2i kombinieren.<br />

Während der SIE2 <strong>mit</strong> den meisten Playern<br />

verwendet werden kann, wurde der SIE2i speziell<br />

für Apple-Produkte entwickelt. Über die<br />

eingebaute Inline-Fernbedienung sowie das<br />

Mikrofon können Lautstärke und Titelnavigation<br />

erfolgen oder Sprachbefehle ausgeführt<br />

werden. Die speziell entwickelten StayHear<br />

Ohreinsätze sind in drei Größen erhältlich<br />

und lassen sich individuell an die Form der<br />

Ohrmuschel anpassen. Die Kopfhörer sind<br />

in offener Bauweise konzipiert, sodass trotz<br />

der Musik auch noch Umgebungsgeräusche<br />

wahrnehmbar bleiben.<br />

Praktisch ist die in Zusammenarbeit<br />

<strong>mit</strong> Reebok entwickelte Armbandtasche<br />

für die Aufbewahrung<br />

des Players oder Smartphones.<br />

Gerätename: Bose SIE2; SIE2i Preis: SIE2: 120 Euro; SIE2i: 150 Euro Internet: www.bose.de<br />

Bilder: Bose, Oehlebach, Teufel, Tivoli Audio<br />

8 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


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Linns Mini-Streamer Kiko im Test<br />

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Was Apple jetzt zu befürchten hat 7 klangvolle Konzepte im Test<br />

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39,90 Euro für 6 Ausgaben.)<br />

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geltenden Konditionen, wenn nicht<br />

spätestens 7 Tage nach Erhalt der<br />

6. Ausgabe schriftlich per Post<br />

oder Fax bei Auerbach Verlag und<br />

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wurde.<br />

Mir ist bekannt, dass ich innerhalb<br />

von zwei Wochen nach Bestellung<br />

ohne Begründung bei Auerbach<br />

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Lauchstädter Str. 20, 04229<br />

Leipzig per Post oder Fax widerrufen<br />

kann. Maßgeblich ist der<br />

Tag der Absendung (Poststempel<br />

genügt).<br />

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KURZ NOTIERT<br />

Service-Offensive bei Teufel<br />

Die gesammelte Erfahrung aus über 30<br />

Jahren Direktvertrieb von Lautsprechern<br />

und Heimkinosystemen setzt Teufel jetzt<br />

in eine Erweiterung des Services um. Das<br />

Highlight der neuen Leistungen stellt der<br />

Teufel Aufstell-Service (TAS) dar. Dieser<br />

steht für ausgewählte THX-Systeme zur<br />

Verfügung, beispielsweise für das System<br />

5 THX Select 2, das System 8 THX Ultra<br />

2 oder System 10 THX Ultra 2. Geschulte<br />

Teufel-Mitarbeiter bauen das System beim<br />

Kunden auf und führen eine akustische Einmessung<br />

durch. Der Service kann direkt bei<br />

der Bestellung <strong>mit</strong> in den Warenkorb gelegt<br />

werden und umfasst den Aufbau und<br />

Anschluss der Lautsprecher, deren Ausrichtung,<br />

Einmessung sowie eine Einweisung<br />

in das System und die Entsorgung des Verpackungsmaterials.<br />

Passend dazu ist auch<br />

eine Vor-Ort-Reparatur für THX-Subwoofer<br />

erhältlich. Die Service-Offensive beinhaltet<br />

außerdem eine Erweiterung der kostenfreien<br />

Teufel-Hotline, die ab sofort wochentags<br />

von 7 bis 22 Uhr und am Wochenende<br />

von 10 bis 18 Uhr Anrufe entgegennimmt.<br />

Neu ist auch die Möglichkeit zur Zahlung in<br />

drei bis zwölf Raten bei einem Warenwert<br />

zwischen 150 und 8000 Euro.<br />

Boston Acoustics SoundWare XS<br />

jetzt auch in weiß<br />

Das 2.1-Lautsprechersystem SoundWare<br />

XS <strong>mit</strong> eingebautem Verstärker von Boston<br />

Acoustics ist ab sofort auch in weißer<br />

Ausführung erhältlich. Der Hersteller reagiert<br />

da<strong>mit</strong> sowohl auf Kundenwünsche<br />

als auch auf aktuelle Trends im Bereich der<br />

Unterhaltungselektronik. Das SoundWare<br />

XS richtet sich an Haushalte <strong>mit</strong> begrenztem<br />

Platzangebot, da es direkt und ohne<br />

zusätzlichen Verstärker <strong>mit</strong> dem Fernseher<br />

verbunden werden kann. Dank der integrierten<br />

Streaming-Funktion kann es auch<br />

als alleinstehende Stereoanlage zum Einsatz<br />

kommen.<br />

Bang & Olufsen wird bunter<br />

Der BeoPlay A8 wurde bereits im Frühjahr<br />

von Bang & Olufsen vorgestellt. Jetzt erweitert<br />

der Hersteller die Dockingstation um<br />

zwei neue Farben: French Roast und Ultramaringrün.<br />

Während das Gehäuse in den<br />

Farben Schwarz und Weiß daherkommt,<br />

betreffen die optischen Neuerungen die<br />

Lautsprecherabdeckungen. Eine Farbe ist<br />

bereits beim Kauf enthalten, wer jedoch das<br />

Gerätename: Bang &<br />

Olufsen BeoPlay A8<br />

High-End-USB von Oyaide<br />

Der japanische Hersteller Oyaide präsentiert<br />

<strong>mit</strong> dem Continental 5S ein High-End-USB-<br />

Kabel. Üblicherweise liegen bei USB-Verbindungen<br />

die spannungs- und signalführenden<br />

Leiter über Kreuz innerhalb eines Schirms.<br />

Oyaide dagegen verlegt diese paarweise<br />

geschirmt nebeneinander. Dadurch soll der<br />

gegenseitige Einfluss auf das digitale Signal<br />

nicht mehr möglich sein. Die signalführenden<br />

Leiter sind aus massivem Silber gefertigt,<br />

der Strom wird über PCOCC-A-Kupferleiter<br />

geführt. Beide Kabelpaare sind <strong>mit</strong> einer<br />

Aluminiumfolie und einem Geflechtschirm<br />

aus versilberter Kupferlitze abgeschirmt, um<br />

so vor weiteren Störeinflüssen zu schützen.<br />

Die handpolierte Kupferlegierung der USB-<br />

Kontakte ist versilbert und <strong>mit</strong> einer Schicht<br />

Rhodium überzogen.<br />

Gerätename: Oyaide<br />

Continental 5S<br />

Preis: BeoPlay A8: 1 149 Euro;<br />

Lautsprecherabdeckungen: 25 Euro<br />

Preis: 320 Euro (0,6 m) bis 630 Euro (3 m)<br />

Gerät optisch auffrischen möchte, kann die<br />

farbigen Abdeckungen auch einzeln erwerben,<br />

zum Beispiel im BeoPlay-Online-Store.<br />

Bisher standen die Farben Schwarz, Weiß,<br />

Rot, Gelb, Orange und Silber zur Auswahl.<br />

Der Beoplay A8 ist eine Dockingstation <strong>mit</strong><br />

Airplay-Integration. In Zusammenarbeit <strong>mit</strong><br />

dem Apple-Designteam hat Bang & Olufsen<br />

außerdem einen Adapter entwickelt,<br />

der das Dock kompatibel zum<br />

iPhone 5 macht. Mit alten<br />

Schnittstellen ist dieses<br />

sonst nicht mehr zu<br />

benutzen. Das leichte<br />

Design und die<br />

Vorrichtung für die<br />

Wandmontage ermöglichen<br />

ein flexibles<br />

Aufstellen des<br />

Systems im ganzen<br />

Haus.<br />

Internet: www.beoplay.com<br />

Internet: www.fisch-audiotechnik.de<br />

Hybridempfänger von Noxon<br />

Noxon stellt <strong>mit</strong> dem iRadio M110+ ein technisches<br />

Novum vor. Die <strong>mit</strong> dem Fraunhofer<br />

IIS entwickelte Technik ermöglicht den Empfang<br />

von UKW, DAB, DAB+ und Internetradio<br />

in einem Gerät. Das Gerät ist ab sofort<br />

im Handel erhältlich und stellt das erste mobile<br />

Radio <strong>mit</strong> hybrider Empfangstechnik dar.<br />

Walter Grieger, Geschäftsführer der Terratec<br />

Noxon Vertriebs GmbH, meint dazu: „Hybrider<br />

Radioempfang ist die Zukunft. Die Hörer<br />

wollen sich nicht mehr nur auf eine Empfangstechnik<br />

festlegen, sondern das gesamte<br />

Portfolio zur Verfügung haben. So kann sich<br />

das Radiogerät den unterschiedlichen Bedürfnissen<br />

und Gegebenheiten variabel anpassen.“<br />

So steht neben den neuen digitalen<br />

Radiosendern auch die Auswahl von über<br />

11 000 Internetradios zur Verfügung. Weiterhin<br />

lässt sich das iRadio M110+ auch <strong>mit</strong> einer<br />

Stereoanlage verbinden und wird so zum<br />

praktischen Zuspieler. Musik kann auch vom<br />

Computer, USB-Stick oder einer externen<br />

Festplatte wiedergegeben werden. Der Akku<br />

soll im Internetradiobetrieb 10 Stunden, im<br />

DAB-/UKW-Betrieb bis zu 15 Stunden halten.<br />

Die kostenlose Control-App iRemote-110<br />

ermöglicht die komfortable Bedienung vom<br />

Smartphone aus.<br />

Gerätename: Noxon iRadio M110+ Preis: 229 Euro Internet: www.terratec.net<br />

Bilder: Bang & Olufsen, Marantz, Noxon, Oyaide, Rossini<br />

10 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Marantz holt Studiotechnik ins Wohnzimmer<br />

Marantz Musical Mastering (MMM) heißt<br />

die neueste Entwicklung aus dem Hause<br />

der Holding D&M. Dabei handelt es sich<br />

um ein Hi-Fi-Entwicklungsprogramm <strong>mit</strong><br />

besonderen Methoden der digitalen Signalverarbeitung<br />

<strong>mit</strong> dem Ziel maximaler<br />

Wiedergabetreue. Die Technologien<br />

stammen aus dem Bereich der professionellen<br />

Tonstudios und kommen nun in<br />

Marantz’ Premium-CD-Player SA-11S3<br />

zum Einsatz. Ein Beispiel ist das eigens<br />

entwickelte Dithering-Verfahren, welches<br />

ein möglichst geringes Maß an Qualitätsbzw.<br />

Auflösungsverlust zum Ziel hat. Weiterhin<br />

werden Oversampling und Noise<br />

Shaping eingesetzt. Diese drei Algorithmen<br />

werden auf die digitalen Daten<br />

angewendet, bevor die <strong>Digital</strong>-zu-Analog-Wandlung<br />

erfolgt. Da<strong>mit</strong> soll sich<br />

das klangliche Ergebnis dem Original<br />

weiter annähern. Der SA-11S3 verfügt<br />

neben den Cinch-Ausgängen auch<br />

über symmetrische XLR-Anschlüsse.<br />

Weiterhin können <strong>Digital</strong>signale per<br />

optischer und koaxialer S/PDIF-Schnittstelle<br />

zugeführt werden, per USB-Kabel<br />

kann er darüber hinaus direkt am<br />

PC agieren.<br />

Gerätename: Marantz SA-11S3 Preis: 3 999 Euro Internet: www.marantz.de<br />

Neuer Plattenspieler: Transrotor Rossini<br />

Transrotor ergänzt seine Produktpalette an<br />

Plattenspielern um den Rossini 25/60. Der<br />

Oberklasse-Spieler kommt im 25-Millimeterstarken<br />

mattweißen Acryl-Chassis daher.<br />

Der Plattenteller ist aus Aluminium gefertigt,<br />

wiegt 10 Kilogramm (kg) und wird optisch<br />

<strong>mit</strong> einer weißen Tellerauflage abgerundet.<br />

Als Tonarm kommt der Transrotor<br />

800-S zum Einsatz, das Tonabnehmersystem<br />

MM Uccelo verrichtet die<br />

weitere Arbeit. Alle Teile samt Auflagegewicht<br />

aus Aluminium kommen<br />

so auf ein Gesamtgewicht von 21 kg. Wie<br />

bei Transrotor üblich, kann das System auch<br />

individuell konfiguriert werden. So ist das<br />

Rossini-Laufwerk einzeln bereits ab 1 900<br />

Euro erhältlich, auch Tonarm und Tonabnehmersystem<br />

können gegen andere Komponenten<br />

ausgetauscht werden. Weiterhin<br />

bietet der Hersteller passendes Zubehör wie<br />

Mitlaufbesen und Staubschutzhauben an.<br />

Auch passende Vorverstärker und Netzteile<br />

sind erhältlich.<br />

Gerätename: Transrotor<br />

Rossini 25/60<br />

Preis: 2 780 Euro (empfohlene Ausstattung)<br />

Internet: www.transrotor.de<br />

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Der neue All-in-one-Audioplayer von Naim vereint<br />

Vielseitigkeit und außerordentliche Klangqualität in<br />

einem kompakten Gehäuse.<br />

Naim nicht im Versand erhältlich<br />

UPnP-Streaming <strong>mit</strong> bis zu 32 Bit/192 kHz<br />

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Bedienung über App möglich<br />

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Maskierter Lärm<br />

Fühlen Sie sich auch von Lärm wie Druckergeräuschen,<br />

Telefonläuten oder Gesprächs-<br />

fetzen belästigt? Dann könnte Sie ein aktu-<br />

elles Projekt der Musikhochschule Detmold<br />

interessieren. Diese entwickelt ein Gerät,<br />

dass Störgeräusche durch angenehme Ge-<br />

räusche übertönen sollen. Statt des Drucker-<br />

ratterns würde dann zum Beispiel Vogelge-<br />

sang, Musik oder ein angenehmes, leises<br />

Blubbern ertönen, während die eigentlichen<br />

Störer <strong>mit</strong> den Geräuschen verschmelzen.<br />

Das Gerät kommt dazu in Bauelementen<br />

unter und passt sich dem Pegel der Umgebungsgeräusche<br />

stetig an. Die Grundlagen<br />

für das Projekt sind Erkenntnisse der Psychoakustik.<br />

Diese besagen, dass das Gehirn<br />

unsere Umgebung stets nach verwertbaren<br />

Informationen absucht, sodass ein paar aufgeschnappte<br />

Worte schnell zu einer Ablen-<br />

kung werden können, wenn sie aus dem<br />

Hintergrund herausragen. Der Mensch kön-<br />

ne sich erst wieder konzentrieren, wenn die<br />

Geräusche zu einer amorphen Masse verschmolzen<br />

sind.<br />

Symphonie der Zellen<br />

Wenn es um Musik und Zellen geht, wenden<br />

sich die Gedanken zwangsweise in Richtung<br />

des berühmten Körperzellen-Rocks. Der US-<br />

Amerikanische Forscher Peter Larsen vom<br />

Argonne National Laboratory dagegen benutzt<br />

Mikroben und Bakterien als Musiker.<br />

Die kleinsten Orchester der Welt kamen zustande,<br />

als der Forscher unter einer Datenlawine<br />

zu ersticken drohte, die aus Proben des<br />

westlichen Ärmelkanals zustande kamen. Im<br />

Blickfeld des Forschers ist jedoch eigentlich<br />

nicht der musikalische Blues, sondern Blue<br />

Algae, also Blaualgen. Die entscheidende<br />

Herausforderung war nun, dieser Datenflut<br />

eine Struktur zu geben, <strong>mit</strong> der sich weiterarbeiten<br />

lässt. Genauer gesagt sollen Ähnlichkeiten<br />

zwischen verschiedenen Datensammlungen<br />

aufgezeigt werden. Larsen entschied<br />

sich dabei gegen eine visuelle Darstellung<br />

und stellte fest, dass die Informationen sich<br />

auf einen recht intuitiven Weg in Musik umsetzen<br />

lassen. Der Vorschlag, klassische Musik<br />

für dieses Vorhaben zu verwenden, wurde<br />

jedoch abgelehnt: Diese braucht zu viel<br />

Struktur, welche die Mikrobendaten aber<br />

nicht hergeben. Deshalb wurde der Bebop-<br />

Jazz als musikalische Grundlage verwendet.<br />

Besonders interessant an dem Projekt: Es<br />

gab schon früher generelle Versuche, Daten<br />

durch Musik darzustellen. Allerdings waren<br />

die akustischen Ergebnisse selten so harmonisch<br />

und regulär, als dass sie für unser Klangempfinden<br />

als angenehm zu beschreiben<br />

waren. Die neuen Mini-Orchester dagegen<br />

produzieren zwar avantgardistische, aber<br />

überraschend harmonische Klänge. Auf<br />

www.anl.gov können Sie die Ergebnisse als<br />

Audiodatei oder sogar als Video visualisiert<br />

begutachten. Viel Spaß beim Belauschen<br />

der Zellklänge!<br />

Akustische Tricks für die Liebe<br />

Forscher der Universität Bielefeld haben bei<br />

Untersuchungen des Nachtigall-Grashüpfers<br />

festgestellt, dass Männchen in der Nähe<br />

von Stark befahrenen Straßen ihren Gesang<br />

verändern. Ein ähnliches Vorgehen ist beispielsweise<br />

von Vögeln, Wahlen oder Fröschen<br />

bekannt, bei Insekten ist dies jedoch<br />

der erste Beleg für eine solche Verhaltensänderung<br />

durch Lärm. Da der brummende<br />

Verkehrslärm vor allem die tiefen Passagen<br />

des Gesanges übertönt, werden diese von<br />

den Männchen nun in höheren Lagen gezirpt.<br />

Der Gesang ist ein wichtiger Teil des<br />

Paarungsverhaltens und wird <strong>mit</strong> den Hinterbeinen<br />

erzeugt, wobei Tick- und Zirpgeräusche<br />

entstehen. Die Zusammensetzung<br />

und Vortragsweise der etwa drei Sekunden<br />

langen Strophen helfen den Weibchen, einen<br />

passenden Partner von der gleichen Art<br />

zu finden. Die Forscher befürchten trotz der<br />

beobachteten Anpassung langfristige Folgen<br />

für die Grashüpfer, da die Weibchen eventuell<br />

nicht mehr einschätzen können, ob ein<br />

Männchen attraktiv ist oder nicht. Nach diesem<br />

Forschungsergebnis soll nun untersucht<br />

werden, ob dieses Verhalten eine spontane<br />

Reaktion ist oder aber im Laufe der Generationen<br />

bereits genetische Spuren hinterlassen<br />

hat, die Männchen von lauten und leisen<br />

Standorten unterscheiden.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, morguefile.com, Stock.xchng<br />

12 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Schlechte Akustik in deutschen Klassenzimmern<br />

Ein hoher Lärmpegel im Unterricht wirkt sich<br />

negativ auf Schüler und Lehrer aus. Wer jetzt<br />

nur die „Jugend von heute“ beschuldigen<br />

möchte, muss umdenken: Das Institut für interdisziplinäre<br />

Schulforschung an der Universität<br />

Bremen stellte fest, dass die Raumakustik<br />

der Klassenzimmer Mitverursacher der<br />

Situation ist. Viele alte Klassenräume haben<br />

einen starken Nachhall, um den Frontalunterricht<br />

zu unterstützen. Da die Schüler heutzutage<br />

jedoch stärker in den Unterricht eingebunden<br />

werden, führt dies zu Problemen:<br />

Die im Nachhall abklingenden Silben verdecken<br />

den Anfang des nächsten Wortes und<br />

machen dieses unverständlich – was Schüler<br />

und Lehrer durch lauteres Reden zu kompensieren<br />

versuchen. Dieser Teufelskreis sorgt<br />

dann für erhebliche Schallpegel im Klassenraum:<br />

Beim Frontalunterricht herrschen 65<br />

Dezibel, bei Gruppenunterricht zwischen 75<br />

und 85 Dezibel. Am Arbeitsplatz wäre dann<br />

ein Gehörschutz Vorschrift. Bei Sportstunden<br />

wurden sogar Spitzenbelastungen von<br />

110 Dezibel erreicht. Einerseits beeinflusst<br />

diese Lautstärke die motivation und Lernfähigkeit<br />

der Schüler, andererseits gehören<br />

Schwerhörigkeit und Stimm- bzw. Kehlkopfprobleme<br />

<strong>mit</strong>tlerweile zu typischen Berufskrankheiten<br />

von Lehrern. Lösung bringt eine<br />

akustische Dämmung der Klassenräume.<br />

So konnte der Lärmpegel eines sanierten<br />

Raumes von 77 auf 66 Dezibel gesenkt werden.<br />

Teilweise seien schon einfache Maßnahmen<br />

erfolgsbringend, wie etwa schwere<br />

Vorhänge, Korkpinnwände, Wandteppiche<br />

und die Erneuerung von Filzunterlagen unter<br />

Tischen und Stühlen. In vielen Fällen sei<br />

jedoch eine schallabsorbierende Verkleidung<br />

von Wänden und Decken notwendig.<br />

Anzeige<br />

Klingt irre gut.<br />

Verrückt guter Ton. Verrückt gutes Bild. Nur der Preis ist<br />

fast normal.<br />

Der neue T 787 dekodiert nicht nur per hochwertigem Dual-Core Floating-Point DSP-Chip alle gängigen Surround Formate – auch Dolby TrueHD oder<br />

DTS-HD. Ermöglicht per NAD EARS Technologie die authentische und qualitativ hochwertige Ausgabe von Stereosignalen über die Surround-Kanäle.<br />

Wandelt analoges zu digitalem Bildmaterial. Verfügt über sieben HDMI-Eingänge, zwei HDMI-Ausgänge und unterstützt IP Control. Richtet über OSD-<br />

Setup weitere Zonen ein und steuert sie <strong>mit</strong> beiliegender separater Fernbedienung. Unterstützt HDMI 1.4 Spezifikationen wie 3D Video, ARC und CEC.<br />

Speichert bis zu fünf eigene AV-Presets. Und bringt Messmikrofon und Audyssey MultEQ XT zur Aufstellungsoptimierung gleich <strong>mit</strong>. Nein, er hat dank<br />

Video-„Pass Through“ zum besten Ton auch gleich noch das beste Bild. Unsere Preis-Klangverhältnis-besessenen Gründer finden, auch das ist eine<br />

Neue Akustische Dimension. Alternativen? NADa.


Ausgepackt und angehört<br />

Lasmex LBT6 Music Receiver<br />

Bluetooth-Update für Docks<br />

Mit einer reinen Docking-Station kann<br />

man Musik von Apple-Geräten wiedergeben<br />

– etwa dem iPod, iPhone und bei größeren<br />

Docks<br />

sogar vom<br />

iPad. Soll jedoch<br />

schnell<br />

mal in das<br />

Denon Link HD<br />

Erwähnt man HDMI und Audioübertragung<br />

in einem Satz, besteht die Gefahr,<br />

eine Diskussion auszulösen. Während<br />

eine Fraktion nicht an schlechte Bits<br />

glauben wird und behauptet, dass das<br />

Audiosignal ungestört auf der anderen<br />

Seite ankommt, wird die andere Fraktion<br />

argumentieren, dass HDMI eine äußerst<br />

unsaubere Signalübertragung für den<br />

Ton <strong>mit</strong> sich bringt. Doch wo liegt der<br />

Ursprung dieser Meinungsteilung? Des<br />

Rätsels Lösung heißt Jitter. Der Jitter bezeichnet<br />

Ungenauigkeiten der zeitlichen<br />

Einteilung der Daten. Dadurch können die<br />

Flanken der Signale abgeflacht werden,<br />

im schlimmsten Fall werden beim digitalen<br />

Signal eine 1 oder 0 nicht korrekt<br />

Lied vom Android-Smartphone des Freundes<br />

hereingehört werden, beginnt erst<br />

das umständliche Kopieren des Musikstückes.<br />

Lasmex hat sich dieses Problems<br />

angenommen und präsentiert <strong>mit</strong> dem<br />

LBT6 Music Receiver die Lösung. Dieser<br />

kleine Empfänger wird auf die Docking-<br />

Schnittstelle aufgesetzt und erweitert das<br />

System da<strong>mit</strong> um die<br />

Bluetooth-Funktionalität.<br />

Nun<br />

kann Musik<br />

von allen Bluetooth-fähigen<br />

Besser verbunden <strong>mit</strong> synchronen Takten<br />

Geräten zur Docking-Station gestreamt<br />

werden. Sollte der sendende Netzwerkteilnehmer<br />

einen Authentifizierungs-Code<br />

verlangen, ist lediglich die Zahlenfolge<br />

0000 einzugeben. Mehr zum Thema Bluetooth<br />

erfahren sie auch in dieser Ausgabe<br />

ab Seite 22.<br />

Preis: 40 Euro<br />

Kontakt: www.ms-tech.de<br />

Praktische und einfache Erweiterungsmöglichkeit<br />

für Docking-Stations<br />

keiner<br />

beim Empfänger erkannt – es kommt also<br />

zum Datenverlust. Bei HDMI tritt nun der<br />

Sonderfall ein, dass dieses Format keinen<br />

eigenen Audiotakt <strong>mit</strong>sendet, sondern<br />

dieser sich am Videotakt orientiert. Daraus<br />

resultiert ein stärkerer Jitter als beispielsweise<br />

bei optischer oder koaxialer S/<br />

PDIF-Übertragung. Seit der HDMI-Version<br />

1.3a ist deshalb ein Feature hinzugekommen:<br />

Audio Rate Control. Diese Funktion<br />

soll eine korrektere Steuerung des Audiotaktes<br />

ermöglichen und kommt im CEC-<br />

Protokoll unter. Die Consumer Electronics<br />

Control ist sonst dafür verantwortlich,<br />

das kompatible Geräte per HDMI <strong>mit</strong> nur<br />

einer Fernbedienung gesteuert werden<br />

können, wodurch sich zum Beispiel Fernseher<br />

und Blu-ray-Player gleichzeitig <strong>mit</strong><br />

einem Tastendruck ausschalten lassen.<br />

Nun kann im CEC-Protokoll auch der Befehl<br />

gesendet werden,<br />

und zwar vom Receiver zum Player. Der<br />

Receiver verwendet also die Interne Clock<br />

als Master und kann über Befehle die Frequenz<br />

des Taktgebers im Player leicht anpassen,<br />

um Ungenauigkeiten auszugleichen.<br />

Denon lässt dies jedoch nicht über<br />

das HDMI-Kabel passieren, sondern sieht<br />

eine gesonderte Verbindung vor: Denon<br />

Link HD. Ein Cinch-Kabel reicht aus, um<br />

einen kompatiblen AV-Receiver und einen<br />

Blu-ray-Player <strong>mit</strong>einander zu verbinden.<br />

Die Technologie ist zum Beispiel beim<br />

AVR-3313 und DBT-3313UD verbaut. Am<br />

Player signalisiert eine blaue LED, dass die<br />

Takte synchronisiert sind.<br />

Preis: k. A.<br />

Kontakt: www.denon.de<br />

Nachbesserung des HDMI-Jitters<br />

<strong>mit</strong> separatem Kabel realisiert<br />

Loewe SoundVision<br />

Ton als Blickfang<br />

Loewe-Produkte zeichnen sich immer durch<br />

ihren eigenen Stil aus, bringen aber wie im<br />

Beispiel der SoundVision auch ein gewisses<br />

Maß an Individualität <strong>mit</strong> sich. Das schlanke<br />

Gehäuse lässt ein Auswechseln der seitlichen<br />

Abdeckungen zu, wobei zwischen<br />

verschiedenen Oberflächen und individuellen<br />

Farben gewählt werden kann. Auf der<br />

Vorderseite befindet sich, auf den ersten<br />

Blick fast unsichtbar, der Einschub für CDs.<br />

Ansonsten sind Datenträger jedoch kaum<br />

vonnöten, denn Loewe geht <strong>mit</strong> der Zeit<br />

und stattet die SoundVision <strong>mit</strong> einem Netzwerkanschluss<br />

und einem WLAN-Chip aus,<br />

um von Mediaservern zu streamen. Fehlen<br />

darf in heutiger Zeit natürlich auch nicht<br />

das Dock für Apples portable Player. Die<br />

Bedienung erfolgt komfortabel über den<br />

angebrachten Touch-Screen. Beeindruckend<br />

ist der Tiefgang des Systems, sodass auch<br />

die unteren Frequenzen einer Orgel nicht<br />

verschwinden. Trotz der integrierten Lautsprecher<br />

stellt sich bei <strong>mit</strong>tiger Sitzposition<br />

ein angenehm breites es Stereopanorama ein.<br />

Loewe findet einen sehr guten Mittelweg<br />

zwischen Klang, moderner<br />

Ausstattung und spruchsvollem Design.<br />

an-<br />

Preis: 1500 Euro (Schwarz, Chromsilber);<br />

1600 Euro (Weiß Hochglanz)<br />

Kontakt: www.loewe.tv<br />

übersichtliche Menüführung dank<br />

großem Touch-Display<br />

keine <strong>Digital</strong>eingänge<br />

Bilder: Denon, Lasmex, Loewe<br />

14 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Fachhändler: „Vinyl für Genießer, aber Streaming macht viel Spaß“<br />

Michael Streahlau<br />

HIFIplay<br />

Ist Vinyl nur noch<br />

für Genießer und<br />

Audiostreaming für<br />

zeitgestresste Menschen?<br />

Ich möchte diese<br />

Unterscheidung nicht<br />

machen. Natürlich ist<br />

Vinyl für Genießer,<br />

aber Audiostreaming<br />

macht vor allem viel Spaß und ist daher<br />

eher eine weitere Alternative, Musik<br />

zu genießen.<br />

Wo<strong>mit</strong> gelingt ein günstiger Einstieg<br />

ins Thema „Netzwerk“?<br />

Mit dem sorgfältigen Bespielen einer<br />

Hi-Fi-Termine<br />

14.–15.12.2012: High End auf kleinem Raum<br />

HIFIplay, 10559 Berlin<br />

Tel.: (030) 395 30 22 · E-Mail: info@hifiplay.de<br />

Internet: www.hifiplay.de<br />

Am 14. und 15. Dezember begrüßt der<br />

Fachhändler HIFIplay von der Firma Fischer<br />

und Fischer, den Inhaber Thomas Fischer. In<br />

der Rubrik „highendig Hören in kleinen<br />

Räumen“, werden die Kompaktlautsprecher<br />

SN 510 in Kombination <strong>mit</strong> passendem<br />

Subwoofer an hochwertiger C opland-Elektronik<br />

vorgeführt. Darüber hinaus findet<br />

seit geraumer Zeit allwöchentlich zum<br />

Mittwochabend zwischen 17:00 – 19:00<br />

Uhr ein Workshop zum Thema Streaming<br />

statt. Mit einer großen Auswahl an Produkten<br />

werden von HIFIplay die Vorzüge<br />

modernster Streaminggeräte demonstriert.<br />

Die dafür ausgewählten Produkte spiegeln<br />

jeweils das technisch Machbare in ihrer<br />

Preisklasse wieder. Zur Präsentation stehen<br />

Geräte von Trigon, Ayon, Yamaha, T+A,<br />

Micromega und Sonos bereit.<br />

14.–15.12.2012: Audio-Research-Tage<br />

sound@home, 72764 Reutlingen<br />

Tel.: (0 71 21) 32 13 32 · E-Mail: info@sound-at-home.de<br />

Internet: www.soundathome.de<br />

Am 14. und 15.Dezember gibt es bei sound@<br />

home in Reutlingen verschiedene Systeme<br />

des amerikanischen Herstellers Audio Research<br />

zu hören, wobei der Fokus auf der<br />

Einbindung und Wiedergabe über aktuelle<br />

Musikserver liegt. Norbert Leder vom deutschen<br />

Audio-Research-Vertrieb, führt Ihnen<br />

die verschiedenen Geräte vor. Neben einer<br />

kleinen und bezahlbaren <strong>Röhre</strong>nkombination<br />

<strong>mit</strong> Vor- und Endstufe aus traditioneller<br />

Machart sowie dem Vollverstärker VSi60 <strong>mit</strong><br />

<strong>Röhre</strong>ntechnik, wird die Hitech-Vorstufe<br />

DSPre zusammen <strong>mit</strong> der passenden DS225-<br />

Endstufe präsentiert. Die Kette wird direkt<br />

von einem sooloos-Server gespeist, während<br />

in einer klassischen <strong>Röhre</strong>nanlage aus LS17<br />

und Vsi60, ein DAC8 die digitalen Signale<br />

NAS, der Anschaffung von dLan-Modulen<br />

oder der Installation eines Netzwerkkabels<br />

zum Netzwerkspieler, ist der erste,<br />

wichtige Schritt getan. Wenn es sich dann<br />

um eine günstige Variante, wie einen<br />

SONOS Zoneplayer handelt, bedarf es nur<br />

noch eines guten DAC um Musik in toller<br />

Qualität zu streamen.<br />

Bauen Sie uns eine analoge Kette auf!<br />

Eine Lieblingsanlage ist seit längerem die<br />

Elektronik von Music Hall, z. B. Verstärker<br />

a35.2, <strong>mit</strong> Phonoverstärker pa 1.2 oder<br />

Trigon Vanguard II und einem Plattenspieler<br />

ab mmf 5.1. Als Lautsprecher empfiehlt<br />

sich dazu ein Modell von Fischer &<br />

Fischer aus Schiefer.<br />

wandelt. Für Analogfans steht <strong>mit</strong> der PH8<br />

obendrein eine der besten bezahlbaren Phonostufen<br />

bereit. Um vorherige Anmeldung<br />

wird vom Veranstalter gebeten.<br />

14.12.2012: Tuning-Tipps fü r Hi-Fi-Anlagen<br />

PhonoPhono, 10961 Berlin<br />

Tel.: (030) 797 418 35 · E-Mail: info@phonophono.de<br />

Internet: www.phonophono.de<br />

Sie besitzen gute Hi-Fi-Komponenten und<br />

mö chten alles aus Ihren Gerä ten heraus holen?<br />

Sie mö chten Ihrer Hi-Fi-Anlage zu noch<br />

besserem Klang verhelfen? Phonophono<br />

zeigt, wie das geht. Anhand einer aktuellen<br />

Hi-Fi-Anlage fü hrt sie Ihnen vor, wie Sie<br />

Schwachstellen finden und beseitigen.<br />

Stromversorgung, NF-Kabel, Netzkabel,<br />

Fü sse, Rack, Stellflä chen – alles wird betrachtet.<br />

Natü rlich wird dabei auch schö ne Musik<br />

gespielt.<br />

4.1.2013: CD- und SACD-Spieler im Vergleich<br />

PhonoPhono, 10961 Berlin<br />

Tel.: (030) 797 418 35 · E-Mail: info@phonophono.de<br />

Internet: www.phonophono.de<br />

Es gibt sie endlich: CD-Spieler, die auch<br />

verwö hnte Ohren zufriedenstellen. Phonophono<br />

vergleicht gemeinsam <strong>mit</strong> Ihnen einige<br />

der besten Gerä te aus unterschiedlichen<br />

Preisklassen. Klingt SACD besser als CD? Machen<br />

andere <strong>Digital</strong>formate Sinn? Eine kurze<br />

Einfü hrung in die <strong>Digital</strong>technik, anschaulich<br />

erlä utert <strong>mit</strong> vielen Musikbeispielen.<br />

2.–3.2.2013: Norddeutsche HiFi-Tage<br />

Holiday Inn, 20539 Hamburg<br />

Tel.: (040) 641 35 00 · E-Mail: info@hifi-studio-bramfeld.de<br />

· Internet: www.hifitage.de<br />

Am ersten Wochenende im Februar ist es wieder<br />

soweit, die norddeutschen Hi-Fi-Tage<br />

„Hörtest 2013“ öffnen wieder ihre Pforten.<br />

Egal ob Heavy-Metal-Fan, Jazz-Liebhaber<br />

oder Freund der klassischen Musik, alle kommen<br />

hier zusammen und philosophieren über<br />

die Wirkung verschiedener Lautsprecher, über<br />

Was ist Ihre Lieblings-Vorführmusik?<br />

Da gibt es ein großes Repertoire aus verschiedensten<br />

Musikrichtungen. Immer<br />

wieder gern Dire Straits, Nils Lofgren, Pink<br />

Floyd, Diana Krall, Holly Cole, Keith Jarrett,<br />

Jan Garbarek, aber natürlich auch Werke<br />

von Beethoven, Dvorak, Holst, Liszt, Mahler,<br />

Mussorgski, Orff, Saint-Saens, Tschaikowsky<br />

und Verdi.<br />

HIFIplay<br />

Perleberger Straße 8<br />

10559 Berlin<br />

Michael Strehlau<br />

Tel.: (030) 395 30 22<br />

E-Mail: info@hifiplay.de<br />

Internet: www.hifiplay.de<br />

Kabel für 50 Euro pro laufenden Meter oder<br />

die Raumwirkung von Hornlautsprechern.<br />

Wie jedes Jahr pilgern am ersten Wochenende<br />

im Februar zahlreiche Besucher ins Holiday Inn<br />

nach Hamburg. Dabei ist die Messe weder zu<br />

groß noch zu klein, nicht zu laut noch zu leise.<br />

Man kann sagen, sie findet einfach immer den<br />

richtigen Ton. Spannende Gesprächspartner<br />

und zahlreiche Aussteller sieht man an jeder<br />

Ecke, zahlreiche Workshops, in denen Fachleute<br />

aus dem Nähkästchen plaudern, werden<br />

angeboten. Die Praxismesse lädt auch dieses<br />

Mal wieder zum ausgiebigen Anfassen und<br />

Anhören ein und das wie immer kostenlos.<br />

Wie immer wird es auch beim HÖR<strong>TEST</strong>2013<br />

die beliebten Workshops geben, in denen Experten<br />

ihre Erfahrungen weitergeben. Anschauliche<br />

Vergleiche gestatten selbst zu Entscheiden,<br />

was einen Unterschied macht, und<br />

was nicht. So haben Vorurteile keine Chance.<br />

Die HÖR<strong>TEST</strong> 2013 erstreckt sich über sechs<br />

Stockwerke des Holiday Inn Hamburg und belegt<br />

rund 22.000 m² Fläche! Mehr als 150<br />

Aussteller machen die Norddeutschen HiFi-<br />

Tage zu einer der größten Veranstaltungen<br />

ihrer Art in Deutschland.<br />

9. –10.2.2013: Nagra und Playback Designs<br />

HiFi Innovationen, 34317 Kassel<br />

Tel.: (0 56 06) 61 55 · E-Mail: info@hifi-innovationen.de<br />

Internet: www.hifi-innovationen.de<br />

Am 09. und 10. Februar lädt der Fachhändler<br />

HiFi-Innovationen in der Zeit zwischen 10<br />

und 18 Uhr zu einem exklusiven Hörtest ein.<br />

Der österreichische Audiohändler Gaudios<br />

präsentiert das neueste Vorstufen-Highlight<br />

aus der Schweiz. Die neue Vorstufe Nagra<br />

Jazz wird dabei zusammen <strong>mit</strong> der legendären<br />

Nagra 300P/300i vorgestellt. Gleichzeitig<br />

bekommen die Besucher amerikanisches<br />

Hightech präsentiert. Vom Hersteller Playback<br />

Design stehen die Geräte MPD-3 und<br />

MPD-5 bereit. Sie kombinieren Wandler und<br />

Laufwerk <strong>mit</strong> digitalen Wiedergabemöglichkeiten<br />

bis zu 24 Bit und 384 Kilohertz.<br />

News 15


„Wir gehen den Weg zu Ende,<br />

den wir 2012 begonnen haben“<br />

Auch 2013 erwarten wir wieder ein spannendes Hi-Fi-Jahr <strong>mit</strong> interessanten Produkten<br />

und innovativen Technologien. Bislang hüllen sich die Hersteller noch in<br />

tiefes Schweigen, welche Produktvorstellungen uns in den kommenden Monaten<br />

erwarten werden – dennoch konnten wir einigen von ihnen bereits ein paar interessante<br />

Aussagen entlocken. Wir stellen dieses Mal die Frage: Was können wir 2013<br />

aus Ihrem Haus erwarten?<br />

TORSTEN PLESS<br />

Heiko Panzer,<br />

Marantz<br />

Thomas Brieger,<br />

Dynaudio<br />

Sebastian Lindemann,<br />

Philips<br />

Martin Koch,<br />

TAD-Audiovertrieb<br />

Udo Besser,<br />

AVM<br />

Heiko Panzer – Marantz<br />

Von Marantz darf man in 2013 ganz<br />

viel Spannendes erwarten. Im AV-<br />

Receiver-Bereich werden wir wieder im<br />

Herbst eine vollständig neue Reihe von<br />

AV-Produkten bieten, ein passendes<br />

Geräte in jeder Preisgruppe. Dabei<br />

legen wir wieder Wert auf ein starkes<br />

Nutzerkonzept und leistungsstarke<br />

Endstufen. So wie man es von Marantz<br />

schätzen gelernt hat. Im Bereich Stereo<br />

werden wir im <strong>mit</strong>tleren Preissegment<br />

sensible Anpassungen vornehmen,<br />

dies betrifft die Kombi um 1 000<br />

Euro wie die im Wert von 2 000 Euro.<br />

In der Premium-Range erwarten wir<br />

die Markteinführung des erwarteten<br />

Netzwerkplayers in der Premiumklasse<br />

den NA11S1. Das Bindeglied zwischen<br />

klassischem High-End-Stereo und den<br />

neuen Medien. Hier gehen wir den<br />

Weg zu Ende, den wir in 2012 <strong>mit</strong> der<br />

neuen 11er-Kombi begonnen haben<br />

und komplettieren die Serie <strong>mit</strong> diesem<br />

Netzwerk-DAC. Schließlich wird<br />

Marantz im nächsten Jahr 60 Jahre<br />

jung, da darf man sicher gespannt<br />

sein, was wir uns noch einfallen lassen.<br />

Martin Koch – TAD-Audiovertrieb<br />

Natürlich ganz viel! Wir haben bei<br />

Rega sicherlich schöne News, bei<br />

Bayan Audio kommt eine komplett<br />

neue Produktrange, und bei Tivoli<br />

Audio passiert ebenso Einiges.<br />

Udo Besser – AVM<br />

Das Thema Streaming ist sicher im<br />

Jahr 2013 im Fokus. Hier wird AVM<br />

die Produktpalette entsprechend<br />

erweitern bzw. bestehende Geräte<br />

entsprechend ergänzen. Mit unserer<br />

ML8 nehmen wir die meisten Entwicklungsstufen<br />

schon vorweg und<br />

widmen dem exzellenten Klang<br />

immer die größte Aufmerksamkeit.<br />

Hier lassen wir die hohe <strong>Digital</strong>kompetenz<br />

von AVM einfliessen. Neben<br />

den Computer-Audiogeräten widmen<br />

wir uns gleichzeitig den analogen<br />

Quellen und Verstärkern. Auch<br />

in diesen Bereichen können Sie 2013<br />

wieder sensationelle Neuheiten von<br />

uns erwarten.<br />

Thomas Brieger – Dynaudio<br />

Wir erwarten eine Menge Neuheiten,<br />

denn wir werden 2013 unser<br />

40-jähriges Firmenjubiläum feiern.<br />

NAD (New Acoustic Dimension) stellt<br />

neue Masters-Komponenten wie<br />

Streamer, CD-Laufwerk, Wandler,<br />

NAS vor.Einen Jubiläumsverstärker,<br />

neue VISO-Modelle und vieles mehr<br />

erwarten wir außerdem.<br />

Sebastian Lindemann – Philips<br />

Wir werden wie auch in diesem Jahr<br />

viele neue Produkte im Bereich Audio<br />

auf den Markt bringen – von Home<br />

Cinema über Kopfhörer und Headsets<br />

bis hin zu Audiosystemen. Ein Schwerpunkt<br />

im Bereich Audio legen wir auf<br />

smarte, vernetzbare Systeme, also<br />

die optimale Peripherie zu modernen<br />

Smartphones und Tablets.<br />

16 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at<br />

Bilder: AVM, Dynaudio, Marantz, Philips, TAD


All Ihre Musik in bester Hi-Fi Klangqualität. Kabellos.<br />

Revolutionieren Sie Ihr Musikerlebnis zu Hause <strong>mit</strong> dem Philips Fidelio A9 Wireless<br />

Hi-Fi Lautsprecher. Steuern Sie alles einfach und bequem über den Touchscreen Ihres<br />

Smartphones oder Tablets. Greifen Sie auf Ihre digitale Musik aus dem Internet, von<br />

Ihrem Smartphone, Tablet oder aus Ihrer PC/MAC-Bibliothek zu und entdecken Sie<br />

ein neues Universum an Online-Musikdiensten. Hören Sie Musik, wie sie sein soll <strong>mit</strong><br />

der neuen Fidelio Wireless-HiFi Range.<br />

Erfahren Sie mehr auf philips.de/fidelio<br />

Begeistert von Sound<br />

App Store ist eine eingetragene Marke der Apple Inc., registriert in den U.S. und anderen Ländern. Android und Google Play sind eingetragene Marken der Google Inc.


Auerbach Verlag:<br />

Leserwahl 2013<br />

Liebe Leser, jetzt sind Sie gefragt: Welche technischen<br />

Neuheiten, welche Produkte haben Sie<br />

begeistert, welcher Marke geben Sie Ihre Stimme?<br />

Wir freuen uns auf Ihre Meinung und verlosen<br />

unter allen Teilnehmern hochkarätige Preise.<br />

Jeden Monat testen wir für Sie die<br />

spannendsten Produkte aus dem<br />

Audiobereich und bedanken uns an<br />

dieser Stelle für Ihr Vertrauen und<br />

Ihr Feedback, das uns dabei hilft, das<br />

bestmögliche Testmagazin zu erstellen.<br />

Doch nicht immer decken sich<br />

Ihre Erfahrungen <strong>mit</strong> unseren Tests,<br />

sodass die Leserwahl mehr ist, als das<br />

Ausfüllen eines Stimmzettels: Es ist Ihr<br />

direkter Draht zu den Herstellern.<br />

Wir sind wie jedes Jahr gespannt,<br />

welcher Hersteller in den unterschiedlichen<br />

Kategorien das Rennen machen<br />

wird und ob sich Ihre Praxiserfahrungen<br />

<strong>mit</strong> unseren Testeindrücken<br />

überschneiden. Ganz gleich, wie Sie<br />

abstimmen: Hersteller wie auch unsere<br />

Testredaktion können das Ergebnis<br />

der diesjährigen Leserwahl kaum<br />

noch abwarten.<br />

Erstmalig findet die Preisübergabe an<br />

die Hersteller im neuen Verlagsgebäude<br />

des Auerbach Verlags statt, das<br />

auch der Testredaktion der A UDIO<br />

<strong>TEST</strong> noch mehr Möglichkeiten für<br />

umfangreiche Tests und technologische<br />

Einblicke eröffnet. Sollten Sie<br />

an unserer Leserwahlgala teilnehmen<br />

und zusammen <strong>mit</strong> der Redaktion der<br />

A UDIO <strong>TEST</strong> sowie den Herstellern einen<br />

geselligen Abend verbringen wollen,<br />

sollten Sie auf dem Stimmzettel<br />

das Kreuz an der richtigen Stelle setzen<br />

– dann nehmen Sie zusätzlich an<br />

der Verlosung der Eintrittskarten teil.<br />

18 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Kreuzen Sie Ihre Produktfavoriten an – bitte nur ein Kreuz pro Unterkategorie<br />

Liebe Leserinnen und Leser!<br />

Unsere letztjährige Leserwahl war ein<br />

riesiger Erfolg, an den sich alle Beteiligten<br />

gern erinnern. Dieses Mal geben<br />

wir Ihnen Gelegenheit, als Ehrengast<br />

zur Preisverleihung in unserem neuen<br />

Verlagsgebäude persönlich dabei zu<br />

sein. Wenn Sie das untenstehende<br />

Kästchen ankreuzen, nehmen Sie an<br />

der Verlosung von 3 × 2 Karten für den<br />

Leserwahl-Galaabend teil. Den genauen<br />

Termin der Veranstaltung teilen wir Ihnen<br />

rechtzeitig <strong>mit</strong>.<br />

Ich möchte an der Verlosung von<br />

Karten für die Leserwahl-Gala 2013 in<br />

Leipzig teilnehmen<br />

Lautsprecher – Surround<br />

A. Boston Acoustics A25, A225C, ASW250<br />

B. Cabasse iO2, Santorin 25<br />

C. Wharfedale Achromatic Supro<br />

D. Nubert nuLine AW-1300 DSP<br />

E. Velodyne CHT-12-Q<br />

F. Elac Sub 2040 ESP<br />

G. Bowers & Wilkins ASW610<br />

H. Magnat Omega Sub 250 A Ltd<br />

I. PSB Imagine Mini Set<br />

J. Teufel System 7<br />

K. Quadral Chromium Style Surround-Set<br />

Lautsprecher – Kompaktlautsprecher<br />

A. Neat Momentum 3i<br />

B. Epos Elan<br />

C. Burmester B10<br />

D. KEF LS50<br />

E. Sonus Faber Liuto Monitor<br />

F. Nubert nuVero 4<br />

G. ProAc Tablette Anniversary<br />

H. AVM Audition S3<br />

I. Elac BS 243<br />

J. JBL LS40<br />

K. Bowers & Wilkins 685<br />

Lautsprecher – Standlautsprecher<br />

A. ASW Genius 510<br />

B. Isophon Berlina RC7<br />

C. MBL Corona Line mbl 120<br />

D. Dynaudio Contour S 5.4<br />

E. Sonus Faber Cremona M<br />

F. Vivid Audio Giya G3<br />

G. T+A Criterion TCD 210 S<br />

H. B&W 804 Diamond<br />

I. Burmester B25<br />

J. Heco The Statement<br />

K. Teufel Ultima 800 MkII<br />

Phono<br />

A. Block PS-100<br />

B. Denon DL-103R<br />

C. Music Hall mmf-5.1<br />

D. Thorens TD 2035<br />

E. Acoustic Solid Classic Wood<br />

F. T+A G 1260 R<br />

G. Clearaudio Concept MM<br />

H. Transrotor AVORIO 25/60<br />

I. Benz Micro MC Gold<br />

J. Sumiko Blue Point Special Evo III<br />

K. Audio Technica AT-F7<br />

L. Nagaoka MP-300H<br />

M. Goldring Elite<br />

N. Shelter Model 201<br />

O. Burmester 100 Phono Preamp<br />

P. Linn Uphorik<br />

Q. Furutech ADL GT40 USB DAC<br />

R. Rega RP6<br />

S. Lake People Violectric PPA V600<br />

Netzwerkaudio<br />

A. Simple Audio Roomplayer II<br />

B. Linn Akurate DSM<br />

C. Musical Fidelity M1 CliC<br />

D. NAD C 446<br />

E. Denon DNP-720AE<br />

F. Rotel RT-09<br />

G. Marantz NA7004<br />

H. Pioneer N-50<br />

I. Arcam Solo Neo<br />

J. Olive O6 HD<br />

K. Teufel 3Raumfeld CSM<br />

L. Naim SuperUniti<br />

M. Meridian Sooloos AudioCore 200<br />

N. Opera Audio Reference 7<br />

AV-Receiver bis 1000 Euro<br />

A. Yamaha RX-A820<br />

B. Denon AVR 2313<br />

C. Marantz NR 6007<br />

D. Harman Kardon AVR 460<br />

E. Onkyo TX-NR717<br />

F. Pioneer SC-2022-K<br />

G. NAD T 748<br />

AV-Receiver bis 2500 Euro<br />

A. NAD T 757<br />

B. Anthem MRX 700<br />

C. Sony STR-DA3700ES<br />

D. Yamaha RX-A3020<br />

E. Denon AVR 3313<br />

F. Onkyo TX-NR818<br />

G. Marantz SR7007<br />

H. Pioneer SC-LX76-K<br />

I. Arcam AVR360<br />

J. Cambridge Audio 751 R<br />

Kopfhörer<br />

A. Shure SRH840<br />

B. AKG K 272 HD<br />

C. Beyerdynamic DT 880<br />

D. Bose AE2<br />

E. Denon AH-D1100<br />

F. Sennheiser HD 650<br />

G. Philips SHP8000/10<br />

H. Bowers & Wilkins P5<br />

I. German Maestro GMP 435 S<br />

J. Goldring DR150<br />

K. HiFiMAN HE-300<br />

L. JVC HA-RX900<br />

Stereovollverstärker<br />

A. Moon 340i<br />

B. NAD Master-Serie M3e<br />

C. Marantz PM-1552 Li<strong>mit</strong>ed Edition<br />

D. Quadral Aurum A5<br />

E. AVM Evolution A3.2<br />

F. Creek Evolution<br />

G. Gato Audio AMP-150<br />

H. Densen Beat 130<br />

I. Rega Brio-R<br />

J. Opera Consonance Cyber 100<br />

K. T+A Power Plant Balanced<br />

L. Arcam A28<br />

M. Advance Acoustic MAP 800 II<br />

N. Denon PMA-2020AE<br />

O. Harman Kardon HK990<br />

P. Trigon Monolog<br />

Q. BMC Audio AMP C1<br />

R. Musical Fidelity M6i<br />

S. Rotel RA-12<br />

T. Onkyo A-9000R<br />

U. Magnat MA 800<br />

V. Pioneer A-70<br />

W. Unison Unico Primo<br />

Kompaktanlagen<br />

A. T+A Cala, CS Mini<br />

B. Marantz, Boston Acoustics M-CR603, A 26<br />

C. Denon Ceol Picollo<br />

D. Philips DCB8000<br />

E. JVC EX-S1ME<br />

F. LG XA66<br />

G. Panasonic SC-HC37<br />

H. Samsung MAX-G55<br />

I. Sony CMT-G2NiP<br />

Gadgets/Airplay-Speaker<br />

A. Bowers & Wilkins Zeppelin Air<br />

B. Philips SoundSphere DS9800W/10<br />

C. Loewe Airspeaker<br />

D. Bang & Olufsen Beolit 12<br />

E. Teufel iTeufel Air<br />

F. Bose SoundLink<br />

G. TAD Audio Pro Living LV1<br />

H. JBL On Air<br />

I. NAD VISO 1 Wireless <strong>Digital</strong> Music System<br />

J. Libratone Live<br />

K. Panasonic SC-AP01<br />

L. Samsung DA-E750<br />

M. Sony RDP-XA900iP<br />

N. Audyssey Audio Dock Air<br />

O. Logitech UE Air AirPlay Speaker<br />

News 19


Gewinnen Sie tolle Audiokomponenten<br />

Nubert<br />

nuLine 284<br />

(<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 5/2012)<br />

Teufel<br />

System 7<br />

(<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 5/2012)<br />

Philips<br />

X1<br />

German Maestro<br />

HD-PF200CH<br />

(<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 1/2011)<br />

Onkyo<br />

CS-755 + 10 Spotify-Gutscheine<br />

Einfach Fragebogen ausfüllen,<br />

ausschneiden und per Post an:<br />

Name:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Stichwort: „Auerbach-Leserwahl 2013“<br />

Siegburger Straße 121<br />

53229 Bonn<br />

Vorname:<br />

Ich erkläre mich da<strong>mit</strong> einverstanden, Informationen<br />

über Angebote des Auerbach Verlags per E-Mail zu<br />

empfangen (Bitte ankreuzen). Mein Einverständnis<br />

kann ich jederzeit gegenüber der Auerbach Verlag und<br />

Infodienste GmbH, Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />

schriftlich oder per E-Mail an info@auerbach-verlag.de<br />

widerrufen.<br />

Straße:<br />

PLZ:<br />

Ort:<br />

Hausnummer:<br />

Einsendeschluss ist der 14. Februar 2013. Eine Barauszahlung<br />

der Gewinne ist nicht möglich. Die Teilnahme am Gewinnspiel<br />

ist nur <strong>mit</strong> Einsendung des Originalcoupons möglich. Die<br />

Auslosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtswegs. Mitarbeiter<br />

des Auerbach Verlags und deren Angehörige sind von der<br />

Teilnahme ausgeschlossen. Jeder Teilnehmer darf nur einmal<br />

am Gewinnspiel teilnehmen.<br />

E-Mail:<br />

Telefon:<br />

20 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Kampf dem Elektrosmog<br />

Wer sich schon einmal gefragt hat, warum die Hi-Fi-Anlage zu bestimmten Uhrzeiten<br />

besser klingt, hat vermutlich ein bekanntes Problem. Die Elektrifizierung des Alltags<br />

macht selbst vor der analogsten Anlage keinen Halt.<br />

Bilder: HMS<br />

Auch wir haben während des typischen<br />

Bürobetriebs besonders an unserem<br />

Messplatz bereits verschiedene Störeinlaufeflüsse<br />

er<strong>mit</strong>telt. Um uns herum Computer im Dauerbetrieb, Drucker r und<br />

Faxgerät sind ständig in Gebrauch. arbeiter hören ihre Lieblingsradiosender sender<br />

und Handys sind in sämtlichen Räumen<br />

verteilt. Erst weit nach Feierabend kehrt<br />

Mit-<br />

Ruhe ein, nicht nur auf den Gängen, dern auch auf unserem Hausnetz. Elek-<br />

sontrosmog<br />

zählt zu den Hauptursachen für<br />

unsaubere Hi-Fi-Wiedergabe und dieser<br />

schleust sich über die verschiedenen<br />

enen<br />

Frequenzbänder von Langwelle (100 0 lohertz) über UKW (100 Megahertz) bis<br />

Kizum<br />

Handynetz (1 Gigahertz) in unsere<br />

Hi-Fi-Anlage ein. Die Funkwellen chen dabei keine Ausnahme und weder<br />

die kurze Wurfantenne noch die meterlange<br />

Netzleitung in der Wand bleibt<br />

davor gefeit.<br />

ma-<br />

Eine passende Lösung bietet der deutsche<br />

Hersteller HMS <strong>mit</strong> der Energia<br />

Definitiva – einer überdimensionierten<br />

en<br />

Steckerleiste in extravaganter Form.<br />

Der Achtfachverteiler hält Verstärkern<br />

rn<br />

und Quellen separate Anschlussmöglichkeiten<br />

bereit, bietet ihnen Schutz<br />

vor Überspannung und isoliert sie gegenüber<br />

Störungen der umliegenden<br />

en<br />

Geräte. Dies gelingt über eine getrennte<br />

Filterung asymmetrischer<br />

und symmetrischer Störeinflüsse.<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

Jeder<br />

der Steckplätze hat darüber hinaus<br />

eine eigene Filterbank <strong>mit</strong> mehrpoligen<br />

Breitbandtiefpassfiltern.<br />

Im ersten Arbeitsschritt untersucht die Ener-<br />

gia Definitiva die optimale Phasenlage und<br />

gibt das er<strong>mit</strong>telte Ergebnis auf einer integrierten<br />

en <strong>Digital</strong>anzeige <strong>mit</strong> Voltmeter aus.<br />

Klangbeeinflussende Ausgleichsströme und<br />

Potenzialunterschiede zwischen den Ge-<br />

räten<br />

sollen so auf ein Minimum reduziert<br />

werden. en Um die Kontaktqualität zu verbessern,<br />

ern Spannungsabfälle zu reduzieren<br />

und den Übergangswiderstand auf das<br />

200-fache zu senken, wurden alle Kon-<br />

takte<br />

vergoldet sowie weichverkupfert.<br />

Zwei<br />

der acht Steckplätze lassen sich <strong>mit</strong><br />

Trenntransformatoren nt<br />

beschalten, um die<br />

angeschlossenen Geräte galvanisch zu entkoppeln.<br />

pe Hochfrequente Störgeber wie die<br />

angesprochenen<br />

Computer-Schaltnetz-<br />

teilee werden da<strong>mit</strong> bestmöglich eliminiert.<br />

Sollten die acht Schukoplätze einmal nicht<br />

mehr ausreichen, lassen sich über die IEC-<br />

Erweiterungsbuchsen Aux 1 und Aux 2<br />

weitere Geräte anschließen. Ein Einschaltstrombegrenzer<br />

<strong>mit</strong> Mehrstufenschalter<br />

löst das Problem der herausfliegenden<br />

Haussicherung beim Einschalten größerer<br />

Verstärker. Wer es ganz bequem<br />

mag, steuert die Energia Definitiva per<br />

<strong>mit</strong>gelieferter Timerfernbedienung, die<br />

einzelne Steckplätze zeitgesteuert<br />

aktiviert und Ihre Hi-Fi-Anlage auf<br />

den Punkt wohl temperiert.<br />

Anzeige<br />

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Eingänge: 4 x Cinch, 1 x XLR, 1 x USB; Ausgänge:<br />

1 x Lautsprecher, Tape-Out, Pre-Out; Leistung 200 Watt/Kanal, silber<br />

oder schwarz, 17Kg, 2.549,-€<br />

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Wissen 21


Intelligent vernetzt<br />

<strong>mit</strong> Bluetooth<br />

Bluetooth ist in aller Munde, und das nicht etwa, weil es etwas <strong>mit</strong> Zähnen zu tun hat.<br />

Wir klären auf, was dieses Protokoll von anderen Drahtlosverbindungen unterscheidet<br />

und wozu es noch fähig ist.<br />

VON MARTIN HELLER<br />

Man kann seit Jahren<br />

Musik hören, Filme<br />

sehen und Smartphones<br />

benutzen, ohne <strong>mit</strong> Bluetooth<br />

in Berührung zu<br />

kommen. Doch dieser<br />

Funkstandard kann sich<br />

als praktischer kleiner Helfer erweisen, wird<br />

er geschickt eingesetzt. Dabei funktioniert<br />

Bluetooth jedoch anders als beispielsweise<br />

WLAN oder Airplay.<br />

Blauzahn?<br />

Immer wieder fragt man sich, wie eigentlich<br />

die Namen verschiedener Technologien<br />

zustande kommen.<br />

Bluetooth hat diesbezüglich<br />

eine interessante Geschichte<br />

und hat nur entfernt etwas<br />

<strong>mit</strong> blauen Zähnen zu tun.<br />

Während sich im Internet<br />

mehrere Theorien tummeln,<br />

warum ausgerechnet dieser<br />

Name gewählt wird, gibt es<br />

sogar ein offizielles Statement<br />

von Jim Kardach.<br />

Dieser arbeitet<br />

für Intel und ist Mitbegründer<br />

der Bluetooth<br />

SIG (Special<br />

Interest Group). Nicht zuletzt ist er auch für<br />

die Wahl des Namens <strong>mit</strong>verantwortlich.<br />

Eingeführt wurde der Name Bluetooth<br />

1996, als die Firmen Intel, Ericsson und<br />

Nokia dabei waren, sich auf einen Standard<br />

für Funkübertragungen zwischen Geräten<br />

<strong>mit</strong> kurzer Reichweite zu einigen. Die Idee<br />

entstand dabei durch eine Geschäftsreise,<br />

auf der Kardach und Sven Mathesson<br />

von Ericsson ins Gespräch kamen – und<br />

zwar über Geschichte. Dabei kam durch<br />

Erwähnung in Büchern der dänische König<br />

Harald „Blauzahn“ Gormson ins Gespräch.<br />

Bei weiterer Recherche lernte Kardach,<br />

dass Blauzahn (Bluetooth) einst zerstrittene<br />

Völker im heutigen Dänemark und Norwegen<br />

vereinte. Daher fand er Bluetooth gut<br />

als Arbeitsnamen für den gesuchten Funkstandard,<br />

<strong>mit</strong> dessen Hilfe Computer und<br />

portable Geräte vereint werden sollen. Da<br />

im weiteren Verlauf des Projektes kein besserer<br />

Name gefunden wurde (zu Auswahl<br />

standen zum Beispiel RadioWire oder PAN)<br />

Teufels iTeufel Magnum kann <strong>mit</strong>tels Bluetooth um weitere kabellose<br />

Zuspieler ergänzt werden. Ideal, wenn Feunde zu Besuch sind und schnell<br />

eine Hörprobe ihres neuen Lieblingsliedes zum Besten geben möchten<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips, Sennheiser, Stock.xchng, Teufel<br />

22 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


und Bluetooth bereits kurze Zeit später von<br />

der Presse aufgegriffen wurde, entstand so<br />

der Name der SIG und des Funkstandards.<br />

Übrigens: Woher der dänische König den<br />

Beinamen Blauzahn trug, ist bis heute nicht<br />

aufgeklärt. Die Theorien und Legenden<br />

reichen von einer Zahn(fleisch)krankheit<br />

über starken Blaubeerkonsum bis hin zu<br />

einer angezweifelten Übersetzung seines<br />

Namens blát nn aus dem Altnordischen.<br />

Obwohl der Line-In noch<br />

standardmäßig vorhanden<br />

ist, stellt der Fidelio<br />

hauptsächlich einen<br />

Bluetooth-Lautsprecher<br />

dar, der über diesen<br />

Wege <strong>mit</strong> Musik<br />

bespeist wird<br />

Das besondere Netzwerk<br />

Bluetooth unterscheidet sich in seiner Funktionsweise<br />

grundlegend von einem Wireless<br />

Local Area Network (WLAN). In den Netzwerken<br />

Internet und Intranet sind eine Unmenge<br />

an Teilnehmern möglich, die noch<br />

dazu generell gleichberechtigt sind. Sie<br />

können also jederzeit Daten <strong>mit</strong> anderen<br />

Teilnehmern austauschen. So kann auch<br />

das lokale Netzwerk daheim <strong>mit</strong> der entsprechenden<br />

Hardware erweitert werden.<br />

Normalerweise kommt für diese Netzwerke<br />

ein Router zum Einsatz. Dieser stellt vereinfacht<br />

gesagt einen zentralen Verteiler dar,<br />

der die Kommunikation der verschiedenen<br />

Netzwerkteilnehmer koordiniert und stets<br />

erreichbar ist. Das Netzwerk ist also insgesamt<br />

offen und bietet viele Möglichkeiten,<br />

setzt jedoch für gewöhnlich Hardware wie<br />

einen (W)LAN-Router voraus. Bluetooth<br />

geht einen anderen Weg. Das festgelegte<br />

Ziel von Bluetooth ist es, die Kabel zwischen<br />

einzelnen Komponenten verschwinden zu<br />

lassen. Die Voraussetzung dafür ist, dass<br />

Bluetooth-Hardware in den betroffenen Geräten<br />

verbaut ist. Diese können dann eine<br />

Direktverbindung untereinander aufbauen.<br />

Theoretisch können sich in einem Bluetooth-<br />

Netzwerk ebenfalls mehrere Teilnehmer befinden,<br />

maximal jedoch<br />

255. Von diesen wiederum können<br />

maximal acht gleichzeitig aktiv sein,<br />

alle anderen werden „gehalten“. Unter den<br />

aktiven Teilnehmern existiert immer ein Master,<br />

der die zentrale Steuerung übernimmt.<br />

Die Rollenverteilung zwischen Master und<br />

Slave kann dabei während der Verbindung<br />

wechseln: Wenn beispielsweise ein Bluetooth-Kopfhörer<br />

aktiv nach einem Player<br />

sucht, fungiert er als Master. Ist die Verbindung<br />

hergestellt, agiert der Player ab sofort<br />

als Master. Da mehrere Slaves möglich sind,<br />

könnten diese also auch gleichzeitig Daten<br />

von dem Master empfangen. Bei Musikübertragung<br />

kommt es hier zu Bandbreitenproblemen,<br />

sinnvoll ist das jedoch zum Beispiel<br />

am PC oder Laptop: Ist der Rechner als Master<br />

definiert, können zum Beispiel eine Bluetooth-Maus,<br />

-Tastatur und ein Smartphone<br />

angeschlossen sein. Alle kommunizieren <strong>mit</strong><br />

dem Master, aber Slaves nicht untereinander.<br />

Die Tastatur könnte in diesem Verbund<br />

also nicht zur Steuerung des Smartphones<br />

eingesetzt werden.<br />

Weiterhin ist festgelegt, welche Geräte sich<br />

generell untereinander verstehen. Dazu existieren<br />

verschiedene Profile. Um Musik zu<br />

streamen, kommt beispielsweise das Protokoll<br />

A2DP (Advanced Audio Distribution)<br />

zum Einsatz. Beide Geräte müssen dieses<br />

Protokoll unterstützen, um zu diesem<br />

Zweck Daten auszutauschen, zum Beispiel<br />

ein Kopfhörer und ein Smartphone. Das<br />

Smartphone unterstützt jedoch mehrere<br />

Profile, und kann so beispielsweise ein<br />

aufgenommenes Foto als Druckauftrag<br />

an einen bluetoothfähigen<br />

Drucker senden. Es kommt das<br />

Profil BPP (Basic Printing Profile)<br />

zum Einsatz. Die Möglichkeiten<br />

sind unbegrenzt erweiterbar.<br />

Beim Streaming von Audio ist<br />

die Bandbreite ein Problem<br />

für audiophile Hörer, denn<br />

es muss ein verlustbehafteter<br />

Codec zum Einsatz kommen.<br />

Als Standard fungiert der lizenzfreie<br />

SBC-Codec. Optional<br />

sind jedoch auch andere Varianten<br />

möglich: In der <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

06/2012 können Sie über Burmesters<br />

Implementierung von apt-X lesen.<br />

Bluetooth 4.0: Low Energy<br />

Um die jeweils neueste Bluetooth-Version<br />

nutzen zu können, muss diese durch<br />

In diesem Fall ersetzt Bluetooth das Audiokabel,<br />

äußerst praktisch unterwegs. Auch die<br />

Transportfunktionen werden übertragen<br />

die verbaute<br />

Hardware unterstützt<br />

werden. Aktuell ist derzeit Version<br />

4.0, deren Spezifikationen im Jahre 2009 verabschiedet<br />

wurden. Seit 2011 sind die ersten<br />

Chips und da<strong>mit</strong> Geräte erhältlich. Doch was<br />

ist der große Vorteil? Tatsächlich tut sich einiges<br />

hinter den Kulissen der Bluetooth SIG.<br />

Das Markenzeichen der neuesten Generation<br />

ist der Protokollstapel (eine grundlegende<br />

Architektur des Kommunikationsprotokolls)<br />

„Low Energy“. Dieser ermöglicht eine reduzierte<br />

Leistungsaufnahme, insbesondere<br />

bei Geräten, die keine große Übertragungsrate<br />

benötigen. So können Beispielsweise<br />

knopfzellenbetriebene Apparaturen über<br />

mehrere Jahre ohne Batteriewechsel auskommen<br />

– und trotzdem Daten senden.<br />

Smart und Smart Ready<br />

Mit dem Standard 4.0 möchte die Bluetooth<br />

SIG zwei neue Marken etablieren: Bluetooth<br />

Smart und Bluetooth Smart Ready. Hierbei<br />

handelt es sich um eine universell kompatible<br />

Vernetzung von Geräten, welche den<br />

Low-Energy-Protokollstapel unterstützen.<br />

Smart-Geräte sind Datensammler, beispielsweise<br />

Sensoren. Diese senden ihre Daten an<br />

Smart-Ready-Geräte, welche als Interpretierer<br />

auftreten und die gesammelten Daten in<br />

nützliche Informationen verwandeln. Dazu<br />

gehören beispielsweise PCs, Laptops, Tablets<br />

und Smartphones. Innovationen sind gefragt,<br />

um diese Technologie auszureizen. Dazu rief<br />

die Bluetooth SIG sogar einen Wetbewerb<br />

aus, wobei interessante Anwendungen entwickelt<br />

wurden. Beispielsweise misst ein<br />

spezieller Kopfhörer die Herzfrequenz über<br />

Ohreinsätze und gibt ein akustisches und<br />

haptisches Feedback. Das Siegerprojekt sieht<br />

einen Bluetooth-Sender an einem Blutzuckerüberwachungssystem<br />

vor. Mit einer passenden<br />

App auf dem Smartphone wird der<br />

Verlauf des Blutzuckerspiegels ersichtlich und<br />

es kann eine Warnung ausgegeben werden,<br />

wenn er einen Grenzwert erreicht. Ebenso<br />

nützlich ist die Anwendung Forget-Me-Not,<br />

welche das Anbringen kleiner Sender an<br />

wertvollen, leicht zu verlierenden Gegenständen<br />

vorsieht. So können diese <strong>mit</strong>hilfe<br />

des Smartphones wiedergefunden werden<br />

– ob Autoschlüssel oder USB-Stick <strong>mit</strong><br />

wichtigen Daten.<br />

Die Möglichkeiten sind riesig, und der Weg<br />

ist auch für Innovationen im Audiobereich<br />

geebnet. Welche Bluetooth-Funktion wünschen<br />

Sie sich?<br />

Wissen 23


Ohrenfalle Kopfhörer<br />

Für echte Musikjunkies ist das Lieblingsalbum nicht nur daheim Pflicht, sondern auch<br />

auf dem Weg durch die Stadt. Dabei müssen oft auch Autos, Kinder und sonstige<br />

Nebengeräusche übertönt werden, um Musik zu genießen. Doch was sagt Ihr Gehör<br />

dazu, und wie können Sie Schäden vermeiden?<br />

VON MARTIN HELLER<br />

Zeitdauer bis zur Gehörgefährdung nach<br />

NIOSH-AINSI und CDC<br />

Schalldruckpegel<br />

82 dB(SPL)<br />

85 dB(SPL)<br />

88 dB(SPL)<br />

91 dB(SPL)<br />

94 dB(SPL)<br />

97 dB(SPL)<br />

100 dB(SPL)<br />

103 dB(SPL)<br />

106 dB(SPL)<br />

109 dB(SPL)<br />

112 dB(SPL)<br />

115 dB(SPL)<br />

Erlaubte<br />

Einwirkungszeit<br />

16 Stunden<br />

8 Stunden<br />

4 Stunden<br />

2 Stunden<br />

1 Stunde<br />

30 Minuten<br />

15 Minuten<br />

7,5 Minuten<br />

3,75 Minuten (< 4 min)<br />

1,875 Minuten (< 2 min)<br />

0,9375 Minuten (~1 min)<br />

0,46875 Minuten (~30 sec)<br />

Die Situation an der Bushaltestelle oder<br />

im Zug ist den meisten Benutzern der<br />

öffentlichen Verkehrs<strong>mit</strong>tel zu ihrem Leide<br />

bestens bekannt: Ein Musikfan scheint auch<br />

unterwegs noch einmal in die Atmosphäre<br />

des letzten Konzert- oder Clubbesuchs eintauchen<br />

zu wollen und beschallt dabei gleich<br />

die gesamte Umgebung <strong>mit</strong>. Der Gedanke<br />

an einen Gehörschaden ist dabei in weiter<br />

Ferne. Würde sich der „Passanten-Beschaller“<br />

jedoch <strong>mit</strong> den Grundlagen auskennen,<br />

wäre nicht nur das Gehör in Sicherheit, sondern<br />

auch der Musikgenuss gesteigert –<br />

und die Nerven der Passanten geschont.<br />

Lärm und unsere Ohren<br />

Dass Lärm auf Dauer die Ohren belasten<br />

kann, ist kein Geheimnis. Doch welche Linie<br />

muss eigentlich überschritten werden, um<br />

das Gehör in Gefahr zu bringen? Eine harte,<br />

universelle Wahrheit gibt es hier nicht,<br />

da natürlich jeder Mensch und da<strong>mit</strong> auch<br />

jedes Ohr etwas anders geschaffen ist. Der<br />

allgemeine Konsens besagt jedoch, dass ab<br />

einem Schalldruck von 85 Dezibel (dB) die<br />

Möglichkeit eines Gehörschadens besteht.<br />

Allerdings dauert es hier noch eine ganze<br />

Weile, bis es tatsächlich zu einer dauerhaften<br />

Beeinträchtigung des Hörvermögens<br />

kommen kann. Vorübergehend kann<br />

man aber schon hier einen Effekt wahrnehmen:<br />

Das Ohr „macht dicht“. Der Effekt ist<br />

zum Beispiel bei lauten Konzerten (stärker<br />

ausgeprägt) bekannt. Kaum verlässt man<br />

die laute Konzerthalle, hat man das Gefühl,<br />

die restliche Welt sei auf einmal leiser und<br />

Bilder: Bose, Stock.xchng<br />

24 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Die Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss und<br />

Steigbügel) können aktiv durch einen Muskel<br />

gedämpft werden. Das schützt vor hohen Pegeln,<br />

allerdings nicht vor schnellen Pegelspitzen<br />

(Knall)<br />

klinge dumpfer. Das kommt daher, dass im<br />

Mittelohr ein Muskel kontrahiert, um die<br />

Gehörknöchelchen zu versteifen (Musculus<br />

stapedius, der kleinste Muskel des Körpers).<br />

Da diese die kinetische Energie vom<br />

Trommelfell zum Innenohr übertragen,<br />

wird durch die Versteifung eine Minderung<br />

der Lautstärke erreicht – es handelt<br />

sich also um einen kleinen Schutzmechanismus<br />

des Ohres. Außerdem wird auch<br />

die Anzahl der elektrischen Signale an das<br />

Gehirn durch die Sinneszellen verringert,<br />

wenn sie dauerhaft größeren Lautstärken<br />

ausgesetzt sind, sodass die gefühlte Lautstärke<br />

abnimmt. Das alleinige Auftreten<br />

dieses Effektes ist also noch kein Grund<br />

zur Sorge. Je nach Dauer und Intensität der<br />

Lärmeinwirkung ist das normale Hörvermögen<br />

entweder nach wenigen Minuten<br />

oder sogar erst nach über einem Tag wiederhergestellt,<br />

die Gehörknöchelchen können<br />

wieder ungebremst die Schwingungen<br />

übertragen. Je weiter der Lärmpegel die 85<br />

dB jedoch überschreitet, desto kürzer wird<br />

der Zeitraum bis zu einem wahrscheinlichen<br />

Hörschaden. Ein weiterer einflussreicher<br />

Faktor bei Lärmeinwirkung sind<br />

eventuell vorhandene Pausen. Es macht<br />

also einen deutlichen (schwer zu beziffernden)<br />

Unterschied, ob Sie dauerhaftem<br />

Lärm ausgesetzt sind, zum Beispiel durch<br />

eine Maschine an der Arbeit, oder ob es<br />

zwischendurch auch ruhige Pausen gibt, in<br />

denen sich das Gehör erholen kann.<br />

Vorsicht, Messwerte!<br />

Schalldruck wird in dB(SPL) gemessen, wobei<br />

SPL für „Sound Pressure Level“ steht.<br />

Wahrnehmung des Schalldruckpegels: die Kurven gleicher Lautheit<br />

Schalldruckpegel / dB<br />

100<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

0<br />

100 phon<br />

80 phon<br />

60 phon<br />

40 phon<br />

20 phon<br />

3 phon<br />

0,02 0,05 0,1 0,2 0,5 1 2 5 10 20<br />

Frequenz / kHz<br />

Die Kurven gleicher Lautheit zeigen, dass unterschiedlich viel Schalldruck notwendig ist,<br />

da<strong>mit</strong> verschiedene Frequenzen gleichlaut wahrgenommen werden<br />

Die empfundene Lautheit variiert jedoch<br />

<strong>mit</strong> der gehörten Frequenz. So wird ein<br />

Sinuston der Frequenz 100 Hertz (Hz) <strong>mit</strong><br />

50 dB(SPL) leiser wahrgenommen, als ein Sinuston<br />

der Frequenz 4 000 Hz bei ebenfalls<br />

50 dB(SPL). Deswegen existieren Bewertungsfilter,<br />

welche diese Eigenschaften des<br />

Gehörs unterschiedlich stark berücksichtigen.<br />

Häufig wird dabei der A-Filter verwendet.<br />

Gerade beim Lärmschutz werden die<br />

Werte dann in dB(A) angegeben. Dieser Filter<br />

berücksichtigt tiefe Frequenzen jedoch<br />

kaum, weshalb der Messwert insbesondere<br />

bei Motorenlärm etc. beschönigt wirkt.<br />

Obwohl tiefe Frequenzen leiser wahrgenommen<br />

werden, ist der zugehörige Schalldruck<br />

(in dB(SPL)) trotzdem vorhanden und<br />

belastet das Ohr mechanisch. Realistischer<br />

fällt da schon die C-Bewertung auf, deren<br />

Filter in weiten Bereichen des hörbaren<br />

Spektrums linear verläuft und den Bassbereich<br />

nur schwach abwertet. Lassen Sie sich<br />

nicht täuschen, wenn jemand tieffrequente<br />

Schwingungen <strong>mit</strong> einem dB(A)-Wert<br />

beschönigen möchte!<br />

Lautstärke unter Kopfhörern<br />

Zuhause am Wohnzimmerfenster oder am<br />

Bürgersteig neben der Hauptstraße ist es<br />

ein Leichtes, die Umgebungslautstärke zu<br />

messen. Sogar per Smartphone lässt sich<br />

<strong>mit</strong>hilfe einer App grob bestimmen, wie<br />

viel das Ohr momentan aushalten muss.<br />

Wesentlich schwieriger wird es da schon<br />

unter Kopfhörern, insbesondere bei Ohrsteckern.<br />

Erschwerend kommt hinzu, dass<br />

der Mensch stets nur Lautheit wahrnimmt,<br />

nicht aber Lautstärke, also den tatsächlichen<br />

Schalldruck – es seid denn, es tut<br />

bereits weh, was ein eindeutiges Zeichen<br />

für zu hohe Lautstärke ist. Nicht zuletzt haben<br />

auch die Beschaffenheit der Kopfhörer<br />

sowie die Intensität von Umgebungsgeräuschen<br />

einen wesentlichen Einfluss<br />

darauf, welche Lautstärke beim Hören<br />

gewählt wird. Bei offenen Kopfhörern und<br />

locker sitzenden Ohrhörern dringen Außengeräusche<br />

nur <strong>mit</strong> geringer Abschwächung<br />

zum Ohr vor. Diese müssen nun<br />

Wissen 25


zusätzlich durch die Musik übertönt werden,<br />

was natürlich nur durch lautere Wiedergabe<br />

gelingt. Durch die Relation von<br />

Umgebung zur abgespielten Musik merkt<br />

man dabei aber oft nicht, dass bereits eine<br />

große Lautstärke erreicht ist. Mit einem<br />

einfachen Selbstversuch können Sie diesen<br />

Effekt überprüfen: Stellen Sie in einer lauten<br />

Umgebung <strong>mit</strong> schlecht isolierenden<br />

Kopfhörern eine Lautstärke ein, bei der Sie<br />

angenehm Musik hören können. Wählen<br />

Sie einige Zeit später in ruhiger Umgebung<br />

dasselbe Lied bei der gleichen Lautstärkeeinstellung.<br />

Sie dürften schockiert darüber<br />

sein, vorher so laut Musik gehört zu haben.<br />

Eine generelle Empfehlung unsererseits<br />

lautet deshalb: Möchten Sie ihr Gehör<br />

schonen, greifen Sie zu geschlossenen und<br />

gut abdichtenden Kopfhörern. Hier können<br />

Sie aufgrund des geringeren Einflusses<br />

von außen ihre Musik trotz niedrigen Pegels<br />

genießen. Allerdings ist auch hier ein<br />

Wort der Warnung angebracht: Gerade<br />

im Straßenverkehr, ob als Fußgänger oder<br />

Radfahrer, stellen geschlossene Kopfhörer<br />

ein Risiko dar, denn auch der Lärm des<br />

herannahenden Autos wird ausgeblendet.<br />

Erhöhte Aufmerksamkeit ist gefordert!<br />

Optimalen Schutz für das Gehör erreichen<br />

Sie übrigens, indem Sie Noise-Cancelling-<br />

Kopfhörer verwenden. Diese isolieren nicht<br />

nur, sondern wirken Störgeräuschen auch<br />

aktiv entgegen. Beachten Sie hierzu unsere<br />

Lautheit oder Lautstärke?<br />

Der Unterschied zwischen diesen beiden<br />

Begriffen wird oft nicht beachtet, dabei ist er<br />

für das Verständnis vom Hören grundlegend.<br />

Allgemein gesehen bezieht sich die Lautstärke<br />

auf den Schalldruckpegel. Lautheit dagegen<br />

bezeichnet den wahrgenommenen Pegel.<br />

Die Lautheit ergibt sich aus der Anzahl und<br />

Intensität der elektrischen Signale, welche<br />

die Sinneszellen an das Gehirn weitergeben.<br />

Die Sinneszellen wiederum besitzen kleine<br />

Härchen und befinden sich auf der Basilarmembran<br />

im Innenohr. Dort werden unterschiedliche<br />

Bereiche <strong>mit</strong> Härchen<br />

abhängig von der Frequenz<br />

angeregt. Das bedeutet<br />

500 Hz<br />

Vorstellung von acht geräuschunterdrückenden<br />

Kopfhörern in<br />

dieser Ausgabe ab Seite 38. Eine besondere<br />

Gefährdung besteht bei In-Ear-Hörern,<br />

denn hier befindet sich die Kopfhörermembran<br />

auf sehr kurzer Distanz zum Trommelfell.<br />

Die Schalleinwirkung ist hier besonders<br />

intensiv und eine falsche Bewegung<br />

am Lautstärkeregler kann auf Anhieb zu<br />

also: Je mehr Bereiche durch unterschiedliche<br />

Frequenzen angeregt, desto mehr elektrische<br />

Signale werden von den Sinneszellen an das<br />

Gehirn abgegeben. Ein kleines Experiment<br />

verdeutlicht diesen Zusammenhang: Wenn Sie<br />

einen Sinuston einer beliebigen Frequenz <strong>mit</strong><br />

einem Pegel von 70 dB(SPL) abspielen, kommt<br />

Ihnen dieser wesentlich leiser vor, als wenn Sie<br />

zwei verschiedene Sinustöne abspielen, deren<br />

Summe ebenfalls 70 dB(SPL) laut ist. Dementsprechend<br />

hat man bei Musikwiedergabe <strong>mit</strong><br />

eingeschränktem Frequenzspektrum ein geringeres<br />

Lautheitsgefühl.<br />

20 kHz<br />

1 kHz<br />

20 Hz<br />

maximale Amplitude<br />

5 kHz<br />

Viele Hersteller liefern wie Bose austauschbare<br />

Passstücke <strong>mit</strong>. So bleibt<br />

der Kopfhörer dicht, was Umgebungsgeräusche<br />

abschirmt und die<br />

Basswiedergabe begünstigt<br />

einem Riss<br />

im Trommelfell<br />

führen. Doch Ohrstecker<br />

bergen oftmals noch eine zusätzliche Gefahr,<br />

deren Ursprung psychoakustischer<br />

Natur ist. Qualitativ minderwertige und<br />

schlecht eingesetzte Ohrhörer können einen<br />

schwach abgebildeten Bassbereich<br />

aufweisen oder generell <strong>mit</strong>tlere Frequenzen<br />

überbetonen. Da Lautheit jedoch<br />

nicht nur durch einen hohen Pegel, sondern<br />

auch durch ein breites wahrgenommenes<br />

Frequenzspektrum besteht, hat man hier<br />

zunächst das Gefühl, dass die Musik sehr<br />

leise spielt. Um beispielsweise auch im<br />

Bassbereich zu einem zufriedenstellenden,<br />

angenehmen Hörerlebnis zu kommen,<br />

muss die Lautstärke nun auf ein gefährliches<br />

Niveau erhöht werden. Da besonders<br />

im Mittenbereich eine Pegelüberhöhung<br />

auftritt, kann dieser durch ein solches Hörverhalten<br />

am ehesten getroffen werden –<br />

es kann als Hörschaden ein sogenanntes<br />

Mittenloch entstehen.<br />

Am besten entgehen Sie einer derartigen<br />

Gefahr, indem sie klanglich ausgeglichenere<br />

Ohrhörer verwenden und auf korrekten<br />

Sitz achten. Entsteht ein Luftspalt,<br />

leidet bei In-Ear-Kopfhörern der Bassbereich<br />

darunter. Hilfreich sind hier Modelle,<br />

bei denen auswechselbare Ohreinsätze in<br />

verschiedenen Größen beiliegen.<br />

Übrigens: Unter natürlichen Bedingungen<br />

kann maximal ein Schalldruck von 194 Dezibel<br />

(SPL) erreicht werden. Hier liegt die<br />

Grenze, da die Druckschwankung dem Atmosphärendruck<br />

von rund einem Bar entspricht.<br />

Die negative Amplitude bedeutet<br />

also, dass der Luftdruck an dieser Stelle gegen<br />

Null geht, ein negativer Druck existiert<br />

nicht. Da der Dezibel-Skala jedoch exponentielle<br />

Werte zugrundeliegen, bedeutet<br />

dieser Wert eine sehr große Energie. Ein<br />

solcher Schalldruck wäre sehr wahrscheinlich<br />

tödlich für den Hörer.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bose<br />

26 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Moderner Nostalgiker<br />

Wer glaubt, dass der Schlankheitswahn bereits den kompletten Elektronikmarkt eingenommen<br />

hat, ist in der Hi-Fi-Welt noch nicht richtig angekommen. Hier zählen noch<br />

die alten Werte: größer, schwerer, besser. Ob das auch für einen Mobilplayer gilt?<br />

Der Colorfly C4 Pro ist der wahrscheinlich<br />

ungewöhnlichste mobile Audioplayer,<br />

den wir jemals in den Händen hielten.<br />

Seine Maße sind nicht hosentaschentauglich,<br />

seine Haptik erinnert an einen gealterten<br />

Gameboy und die Bedienelemente<br />

sind augenscheinlich in den 1980er-Jahren<br />

hängen geblieben.<br />

Sein Metalbody ist in einer 13-×-7-×-2-Zentimeter-Hülle<br />

aus dunklem Walnussholz<br />

verpackt, auf der der Colorfly-Schriftzug<br />

samt Logo und Wappen edel eingraviert<br />

wurde. An Stil mangelt es dem Player jedenfalls<br />

nicht. Dem kolorierten OLED-Display<br />

<strong>mit</strong> Pegel- und Auflösungsanzeige stehen<br />

große Bedienelemente in Retrooptik und<br />

ein nostalgischer Schieberegler gegenüber.<br />

Der obligatorische Miniklinkenausgang wird<br />

um eine 6,3-Millimeter-Buchse ergänzt, der<br />

sich sowohl hochohmige Kopfhörer als auch<br />

ganze Endstufen gern bedienen. Mit den<br />

vergoldeten Koaxialein- und -ausgängen<br />

betreibt man den C4 entweder als Sampleraten-Konverter<br />

oder als mobilen <strong>Digital</strong> -<br />

zu-Analog-Wandler. Den künstlich auf bis<br />

zu 24 Bit und 192 Kilohertz (kHz) hochskalierten<br />

Dateien entnahmen wir eine spürbare<br />

Veränderung. Gerade ältere CD-Spieler<br />

werden von der Upsampling-Funktion profitieren.<br />

Auf dem internen 32-Gigabyte-<br />

Speicher finden die verlustfreien Formate<br />

Monkeys Audio, FLAC (16/44,1) und WAV<br />

(24/192) ihren Platz. Das von Audiophilen<br />

eher misstrauisch betrachtete MP3-Format<br />

wird anstandshalber <strong>mit</strong> unterstützt. Um<br />

der abgespeicherten Musikbibliothek neue<br />

Klangfarben zu verleihen, stehen verschiedene<br />

vorgefertigte Equalizer-Modi bereit.<br />

Diese sind nicht justierbar, bekommen aber<br />

unsere Empfehlung ausgesprochen.<br />

Da Colorfly uns <strong>mit</strong> günstigen Plastikkopfhörern<br />

verschonte, haben wir gleich das<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

neueste Mitglied der Tesla-Familie – Beyerdynamics<br />

T 90 – zurate gezogen. Der offene<br />

Kopfhörer <strong>mit</strong> einer Nennimpedanz von<br />

250 Ohm passt ideal zum C4, der sich besonders<br />

gut <strong>mit</strong> hochohmigen Kopfhörern<br />

versteht. In FLAC-konvertierte Musikdateien<br />

klangen kraftvoll und durchsichtig, ohne<br />

künstliche Überzeichnungen, dafür <strong>mit</strong> viel<br />

Liebe zur Realität. Studiomaster-Dateien<br />

in 24 Bit und 192 kHz brachten das letzte<br />

Quäntchen an Tiefenstaffelung zum Vorschein,<br />

die wir so von keinem MP3-Player<br />

bisher gewohnt waren. Als reiner Player<br />

wertet er CD-Zuspieler klangvoll auf und<br />

überzeugt auch in dieser Disziplin <strong>mit</strong> sehr<br />

guter Durchhörbarkeit.<br />

Einen besseren Mobilplayer haben wir noch<br />

nicht gehört und einen größeren noch nicht<br />

gesehen. Beim C4 Pro handelt es sich zweifellos<br />

um den audiophilsten Mobilplayer,<br />

der unsere Testräume jemals betrat!<br />

Informationen<br />

Preis: 600 Euro<br />

Speicher: 32 GB Flash / 64 GB per Micro SD<br />

Audioformate: APE, FLAC, MP3, OGG,<br />

WAV (24/192)<br />

Klangregelung: verschiedene EQ-Modi<br />

WLAN/Bluetooth: –/–<br />

Musikspielzeit <strong>mit</strong> Akku<br />

(Herstellerangabe): bis zu sechs Stunden<br />

Kontakt: www.hoerzone.de<br />

Bilder: Colorfly<br />

+ WAV bis 24/192<br />

+ ausgezeichneter Klang<br />

– gewöhnungsbedürftige Bedienung<br />

– FLAC nur bis 16 Bit und 44,1 kHz<br />

Ein Design fernab jeglichen Mainstreams: der<br />

Colorfly C4 Pro setzt bewusst auf individuelle<br />

Optik und Bedienelemente <strong>mit</strong> Retro-Charme<br />

Die Anschlüsse von links nach rechts: Mini-USB,<br />

S/PDIF-Out, S/PDIF-In, Micro-SD-Slot, 3,5- und<br />

6,3-mm-Klinkenbuchsen für Kopfhörer<br />

Wissen 27


Audiozubehör Teil 3:<br />

Von Kappen und Tüchern<br />

Nachdem wir Ihnen in den letzten zwei Ausgaben zuerst Gerätebasen und dann Gerätefüße<br />

vorgestellt haben, möchten wir in dieser Ausgabe das Augenmerk auf absolute<br />

Spezialitäten lenken und widmen uns Bereichen, die häufig keine Beachtung<br />

finden. Möglicherweise zu Unrecht?<br />

Mit Gerätebasen und -füßen haben<br />

wir unseren Geräten nicht nur einen<br />

festen Stand verliehen, sondern auch störende<br />

Vibrationen und in einem Fall sogar<br />

elektromagnetische Einflüsse daran gehindert,<br />

den Musikgenuss zu trüben. Die klanglichen<br />

Erfolge fielen dabei ganz unterschiedlich<br />

aus. So ergibt es natürlich nur dann<br />

Sinn, bestimmte Frequenzbereiche zu absorbieren,<br />

wenn diese bei dem betroffenen<br />

Gerät tatsächlich auch für eine Störung sorgen.<br />

Viele Geräte hingegen besitzen schon<br />

eine Entkopplung – entweder durch äußere<br />

oder innere Konstruktion. Ähnlich ist die<br />

Situation wahrscheinlich auch bei vorliegen<br />

Produkten. Mit dabei sind drei Abdeckungen<br />

für Anschlüsse, ein Resonator und<br />

ein klangverbesserndes Tuch für optische<br />

Datenträger wie CDs.<br />

XXL Cinch Caps<br />

Oehlbachs Cinch-Abdeckungen sehen unscheinbar,<br />

aber edel aus. Die Idee hinter<br />

VON MARTIN HELLER<br />

dem Produkt ist es, dass hochfrequente<br />

Einstreuungen zumindest durch die Öffnungen<br />

ungenutzter Cinch-Anschlüsse<br />

verhindert werden, welche beispielsweise<br />

bei AV-Receivern und Vorstufen oftmals in<br />

rauen Mengen vorhanden sind. Dazu wird<br />

die kleine, goldene Kappe einfach auf die<br />

Anschlüsse aufgesetzt. Bei sichtbaren Einund<br />

Ausgängen ist so sogar ein optischer<br />

Feinschliff möglich, denn die <strong>mit</strong> 24 Karat<br />

vergoldete Oberfläche <strong>mit</strong> eingraviertem<br />

Oehlbach-Logo bietet einen edleren Anblick<br />

als die meisten Cinch-Buchsen. Insbesondere<br />

bei schwarzen Gehäusen bildet die<br />

goldene Kappe einen netten Kontrast. Auf<br />

der Innenseite der Goldkappe befindet sich<br />

eine Teflonschicht. Diese soll nun Hochfrequenzeinflüsse<br />

am Eindringen in das Geräteinnere<br />

hindern.<br />

Ob dies bei Ihren Geräten nun zur Klangverbesserung<br />

führt oder nicht, einen weiteren<br />

positiven Nebeneffekt hat dieses Vorgehen:<br />

Sowohl Staubkörner als auch Korrosion machen<br />

nun einen größeren Bogen um Ihre<br />

unbelegten Cinch-Anschlüsse. In der Verpackung<br />

befinden sich 12 Verschlüsse.<br />

Silentplugs Cinch/Banana<br />

Neben Oehlbach hat auch Audio Exklusiv<br />

Verschlusskappen für Anschlüsse im Angebot.<br />

Hier haben wir sowohl die Version für<br />

Cinch-Anschlüsse als auch für Bananenstecker-Buchsen<br />

begutachtet. Schon beim<br />

ersten Hinsehen wird klar, dass diese Plugs<br />

einem anderen Funktionsprinzip folgen als<br />

Oehlbachs Caps. Es wird nicht einfach nur<br />

der Anschluss von oben abgedeckt, sondern<br />

ein Stecker blockiert die zuvor leere<br />

Buchse von innen. Dabei kommt ein von<br />

Audio Exklusiv eigens entwickeltes schwingungsabsorbierendes<br />

Material zum Einsatz:<br />

d.C.d. Die Abkürzung steht für „deCoupling<br />

damping“, also entkoppelnde Dämpfung.<br />

Das beschreibt auch den Zweck des Materials:<br />

Ursprünglich in Gerätefüßen von Audio<br />

Exklusiv eingesetzt, soll das Material<br />

Bilder: Audio Exklusiv, Auerbach Verlag, Oehlbach<br />

28 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


einerseits vom Untergrund entkoppeln und<br />

andererseits Eigenresonanzen bedämpfen.<br />

Die berechtigte Frage ist jetzt also: Was hat<br />

dieses Material <strong>mit</strong> der Reduktion elektromagnetischer<br />

Einflüsse zu tun? Die Wahrheit<br />

ist: gar nichts. Denn wie schon erwähnt,<br />

verfolgt Audio Exklusiv einen eigenen Weg.<br />

Während also der hintere Teil der Konstruktion<br />

für die elektromagnetische Abschirmung<br />

sorgt, soll der c.D.c.-Stift mechanische Einflüsse<br />

reduzieren. Dabei geht es um die Teile<br />

im Inneren der Buchse. So soll bei der Cinch-<br />

Buchse unter anderem die Kontaktfeder daran<br />

gehindert werden, durch Resonanzen<br />

angeregt zu werden und diese Schwingungen<br />

auf die restliche Elektronik zu übertragen.<br />

Wie genau mechanische Schwingungen<br />

sich auf das Audiosignal auswirken<br />

können, ist in der <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 05/2012<br />

im ersten Teil unsere Zubehör-Reihe nachzulesen.<br />

Die Packung von Audio Exklusivs<br />

dämpfenden Verschlüssen umfasst jeweils<br />

vier Plugs Banana oder Cinch, wodurch sich<br />

im Vergleich zu Oehlbachs Kappen auch ein<br />

deutlich höherer Preis pro Stück ergibt. Soll<br />

also eine große Menge an Verschlüssen abgedeckt<br />

werden, ist abzuwägen, ob sich der<br />

Kostenaufwand in Bezug zur zusätzlichen<br />

mechanischen Dämpfung im konkreten Fall<br />

lohnt. Generell ist bei Verschlusskappen zu<br />

sagen, dass es vom jeweiligen Gerät abhängig<br />

ist, ob eine Verbesserung erzielt werden<br />

kann, denn teilweise sind die Buchsen bereits<br />

entkoppelt, wenn sie nicht belegt sind.<br />

Resonator 1000 Hz<br />

Ein relativ exotisches Produkt stellt der Resonator<br />

1000 Hz von Development & Design<br />

(ehemals Finite Elemente) dar. Sein Ziel ist<br />

das Eliminieren von Gehäuseschwingungen,<br />

die sich negativ auf die Elektronik im Gerät<br />

auswirken würden. Optisch gibt er sich<br />

unauffällig: Eine 2,6 cm starke Scheibe <strong>mit</strong><br />

einem Durchmesser von 11,7 cm drängt sich<br />

Das Zubehör im Test<br />

Oehlbach XXL Cinch Caps<br />

Audio Exklusiv Silentplugs Cinch<br />

Audio Exklusiv Silentplugs Banana<br />

Development & Design Resonator 1000 Hz<br />

Black Forest Audio Black Forest Duster<br />

35 Euro<br />

99 Euro<br />

99 Euro<br />

333 Euro<br />

50 Euro<br />

Oehlbach verdeckt die Anschlüsse und schirmt<br />

<strong>mit</strong> einer Teflonschicht Einstrahlungen ab<br />

optisch nicht auf, und um auf die meisten<br />

Gehäusefarben vorbereitet zu sein, ist der<br />

Resonator in den Farben Weiß, Silber und<br />

Schwarz erhältlich. An der Unterseite befindet<br />

sich eine kleine, chromfarbene Auflagefläche.<br />

Das Innere der kleinen Scheibe<br />

ist da schon wesentlich spektakulärer. Dort<br />

befinden sich zwei schwingend gelagerte<br />

Metallkonstruktionen, sogenannte Resonatorsterne.<br />

Diese patentierte Technik ist<br />

nun für die Schwingungsreduktion verantwortlich.<br />

Das geschieht, indem die in Form<br />

von kinetischer Energie aufgenommenen<br />

Schwingungen umgewandelt werden in<br />

thermische Energie, welche letztendlich als<br />

Wärme an den Raum abgegeben wird.<br />

Am Innenleben wird auch deutlich, dass es<br />

sich bereits um die zweite Version des Resonators<br />

handelt, denn der Vorgänger wartete<br />

lediglich <strong>mit</strong> einem Resonatorstern auf.<br />

Der Wirkungsbereich erstreckt sich von 200<br />

bis zu 1000 Hertz (Hz). Dem Hi-Fi-Voodoo-<br />

Argument setzt man hier die Wissenschaft<br />

entgegen: In einer Zusammenarbeit <strong>mit</strong> der<br />

Fachhochschule Dortmund wurde der Resonator<br />

gründlich getestet und untersucht.<br />

Dabei wurde unter anderem herausgefunden,<br />

dass der Wirkungsgrad stark von der<br />

Position auf dem Gehäuse abhängt. Eine<br />

zentrale Position ist dabei wesentlich ineffizienter<br />

als eine relativ randnahe. Wie stark<br />

der Einfluss der Gehäuseschwingung (und<br />

ihre Reduktion) auf das Innere ist, unterscheidet<br />

sich von Gerät zu Gerät. Ob also die<br />

Vibrationen einen hörbaren Einfluss auf die<br />

Audio Exklusivs Silentplugs bedämpfen auch<br />

die Kontaktfedern in der Buchse<br />

<strong>Röhre</strong>n im Verstärker oder die Elektronik im<br />

D/A-Wandler haben, probieren Sie am besten<br />

selber an Ihren vertrauten Geräten aus.<br />

Vielleicht profitiert ja auch das Laufwerk des<br />

CD-Spielers von der Schwingungsreduktion.<br />

Für diesen haben wir jedoch noch etwas anderes<br />

in petto.<br />

Black Forest Duster<br />

Am Fuße des Schwarzwaldes werden in<br />

den Hallen von Black Forest Audio neben<br />

Lautsprechern auch gleich mehrere Zubehörprodukte<br />

entwickelt und gefertigt. Eines<br />

davon hat unsere Aufmerksamkeit besonders<br />

erregt: der Black Forest Duster. Hierbei<br />

handelt es sich um ein CD-Putztuch, das die<br />

CD nicht nur reinigen, sondern auch ihren<br />

Klang positiv beeinflussen soll. Dieses Ziel<br />

wiederum soll durch die Veränderung der<br />

elektrostatischen Magnetfeldsignaturen auf<br />

der CD-Oberfläche erreicht werden. Die<br />

Produktbeschreibung verspricht einen natürlicheren,<br />

volleren und wärmeren Klang<br />

der gereinigten CD. Doch wie soll der Klang<br />

sich durch einen Putzvorgang verbessern?<br />

Um diesen Ansatz nachzuvollziehen, ist ein<br />

wenig Hintergrundwissen über die CD und<br />

den Auslesevorgang hilfreich. Denn genau<br />

hier liegt der Hase im Pfeffer: Obwohl<br />

die CD ein digitales Medium darstellt, ist<br />

das bitgenaue, korrekte Auslesen der Daten<br />

nicht zwingend gewährleistet. Dabei<br />

muss zunächst der Unterschied zwischen<br />

Daten-CD und CD <strong>Digital</strong> Audio (CDDA) in<br />

Betracht gezogen werden. Daten-CDs ent-<br />

Anzeige


Von außen unscheinbar, innen komplexe Physik:<br />

Der Resonator 1000 Hz<br />

halten beispielsweise Computerprogramme.<br />

Sollte auch nur ein Bit falsch interpretiert<br />

werden, könnte dadurch eine wichtige Zeile<br />

Programmcode verändert und das gesamte<br />

Programm unbrauchbar werden. Die<br />

bitgenaue Reproduktion der Daten ist also<br />

unabdinglich, um die CD als universellen<br />

Datenträger verwenden zu können. Deshalb<br />

liest ein Computerlaufwerk die Daten beim<br />

Auftreten von Fehlern so oft, bis die Daten<br />

korrekt sind. Sollte das unmöglich sein, weil<br />

beispielsweise ein langer Kratzer zu viel<br />

Schaden angerichtet hat, bricht der Lesevorgang<br />

<strong>mit</strong> einer Fehlermeldung ab.<br />

Bei der CDDA kommt jedoch ein Zeitfaktor<br />

hinzu: Während ein Titel wiedergegeben<br />

wird, hat das Laufwerk nicht unbegrenzt<br />

Zeit, um die nächsten Daten für den Datenstrom<br />

zu liefern – ansonsten würde es<br />

zu einer Unterbrechung des Musikstückes<br />

kommen. Da durch einen kleineren Fehler<br />

jedoch keine ernsthaften Schäden angerichtet<br />

werden, wie also der Verlust eines<br />

ganzen Programmes, ist die Fehlerkorrektur<br />

hier etwas toleranter: Bei unklaren Passagen<br />

können Datenwerte interpoliert werden.<br />

An diesem Punkt kommt es nun zu einer<br />

Klangveränderung, denn die Wellenform<br />

wird nicht mehr bitgenau reproduziert. Ob<br />

es sich nur um eine kurze, minimale (und<br />

wahrscheinlich unhörbare) Abweichung<br />

oder einen dauerhaften anhaltenden Einfluss<br />

handelt, hängt von der Verteilung und<br />

Anzahl der Fehler ab. Fehler können mehrere<br />

Ursachen haben: Einerseits können sie<br />

zum Beispiel beim Pressen oder Brennen der<br />

Im Inneren des Resonators befindet sich ein<br />

schwingungsabsorbierender Stern<br />

Mehr als nur ein Putztuch: Die magnetische<br />

Struktur der CD-Oberfläche wird beeinflusst<br />

CD bereits geschehen, so dass sie in den Daten<br />

selbst liegen. Außerdem können Staub,<br />

Kratzer und Fingerabdrücke die Oberfläche<br />

der CD bedecken und sogar dauerhaft verändern,<br />

wodurch der Laser einige Bits nicht<br />

mehr korrekt auslesen kann.<br />

Ein zweiter Störfaktor, der beim Auslesen einer<br />

CD auftritt, ist der Jitter. Während eine<br />

CD theoretisch <strong>mit</strong> einer so angepassten<br />

Winkelgeschwindigkeit dreht, dass die einzelnen<br />

Samples zeitrichtig ausgelesen werden,<br />

können Ungleichmäßigkeiten (zum Beispiel<br />

durch Vibrationen) dafür sorgen, dass<br />

es zu kleinen Zeitabweichungen kommt.<br />

Gute CD-Player haben deshalb einen<br />

RAM-Puffer, in dem die Samples wieder<br />

zeitkorrigiert werden.<br />

Was heißt das nun für die Funktionalität<br />

unseres Klangtuches? Wenn der Auslesevorgang<br />

nun in einer Art und Weise beeinflusst<br />

wird, dass er gleichmäßiger und da<strong>mit</strong> jitterärmer<br />

wird, könnte sich ein hörbarer Effekt<br />

einstellen – aber nur, wenn Ihr Player<br />

„schlecht genug“ ist und den Jitter nicht<br />

Gutes Bit, schlechtes Bit?<br />

Das Auslesen einer Audio-CD gelingt keineswegs<br />

immer perfekt. Um <strong>mit</strong> auftretenden<br />

Fehlern umzugehen, stehen deshalb drei<br />

raffinierte Techniken zur Verfügung:<br />

Prüfsumme (Parity Check):<br />

Durch verteilte Paritäts-Bits kann das Laufwerk<br />

kleinere Lesefehler durch Bildung<br />

der Prüfsumme erkennen und korrigieren.<br />

Dieser Mechanismus funktioniert nur für<br />

kurze Fehlersequenzen, arbeitet aber ohne<br />

Qualitätsverlust, da alle originalen Daten<br />

wiederhergestellt werden.<br />

Verschachtelung (Interleaving):<br />

Die Daten der CD werden nicht exakt in<br />

der Reihenfolge geschrieben, in der sie die<br />

Wellenform der Musik beschreiben würden.<br />

Sie werden vorher in der Reihenfolge<br />

verändert, also verschachtelt. Durch diese<br />

Verteilung kommt es bei einem Kratzer also<br />

nicht zum Auslöschen vieler aneinanderhängender<br />

Informationen, sondern durch die<br />

erneute Umsortierung beim Auslesen verteilen<br />

sich die Fehler. Diese kleinen Ungenauigkeiten<br />

können dann <strong>mit</strong>tels Algorithmen<br />

sowieso im eigenen RAM-Puffer korrigiert.<br />

Beeinflusst das Klangtuch den Laser so,<br />

dass es zu weniger Auslesefehlern kommt,<br />

würde es zu weniger interpolierten Stellen<br />

und auch da<strong>mit</strong> zu einer Klangverbesserung<br />

kommen. Durch eine Reinigung der Oberfläche<br />

ist das absolut nachvollziehbar, aber<br />

andererseits auch <strong>mit</strong> jedem Mikrofasertuch<br />

zu bewerkstelligen. Der Black Forest Duster<br />

dagegen soll nun, wie schon erwähnt, durch<br />

ein spezielles Material die elektrostatischen<br />

Magnetfeld-Strukturen auf der Oberfläche<br />

der CD ändern. Die kleinen magnetischen<br />

Felder sind vorher ungleichmäßig auf der<br />

CD verteilt. Nach der Behandlung <strong>mit</strong> dem<br />

Tuch sind die Ladungen gleichmäßig verteilt<br />

(aber nicht geordnet!). Soviel zur Theorie.<br />

Die entscheidende Frage bleibt jedoch: Inwiefern<br />

beeinflussen kleine magnetische<br />

Erscheinungen den Auslesevorgang durch<br />

einen Laser, also Licht? Fakt ist: Licht kann<br />

in seiner optischen Drehung (Polarisation)<br />

durch starke Magnetfelder beeinflusst<br />

werden, während sie ein transparentes<br />

Medium durchlaufen. Das hätte jedoch keinen<br />

Einfluss auf die Reflektionsintensität,<br />

welche für den Auslesevorgang entscheidend<br />

ist. Abgesehen davon sollte auf der<br />

CD-Oberfläche nicht von starken Magnetfeldern<br />

die Rede sein. Das Umlenken von<br />

Licht hingegen ist Wissenschaftlern <strong>mit</strong>hilfe<br />

von Magneten bisher nicht gelungen. Wie<br />

das CD-Tuch nun also den Auslesevorgang<br />

beeinflusst, möchte sich uns wissenschaftlich<br />

nicht erschließen. Unser Tipp: Lassen<br />

Sie das Physikbuch im Schrank stehen und<br />

vertrauen Sie Ihren Ohren! Nur so werden<br />

Sie herausfinden, ob die vorgestellten Zubehörprodukte<br />

in ihrem Setup eine klangliche<br />

Verbesserung herbeiführen.<br />

korrigiert werden. Auch hier kommt es zu<br />

keinem Qualitätsverlust.<br />

Annäherung (Interpolation):<br />

Längere Fehler können auch durch Interleaving<br />

nicht mehr behoben werden. Dann<br />

kommt Interpolation zum Einsatz, wobei<br />

es sich genau genommen nicht mehr um<br />

Fehlerkorrektur, sondern nur noch um „Vertuschung“<br />

handelt. Fehlt ein größeres Stück<br />

des Datentracks, errechnet der Player ausgehend<br />

von den umliegenden „guten Bits“,<br />

welchen Verlauf das Signal im fehlenden Teil<br />

wahrscheinlich haben könnte. Das Ergebnis<br />

hängt von Fehlerlänge und dem Tonmaterial<br />

ab: Die Interpolation kann eventuell nicht zu<br />

hören sein, oder aber schlimmstenfalls einen<br />

hörbaren „Glitch“ erzeugen. Dazwischen<br />

kann durch häufige Interpolation die Qualität<br />

an verschiedenen Stellen leicht leiden.<br />

Interpolation funktioniert etwa bis zu einem<br />

Fehler <strong>mit</strong> der Länge von 3 Millisekunden.<br />

Interpolation ist die einzige Technik, die zu<br />

hörbaren Unterschieden führen kann, und<br />

so<strong>mit</strong> zum Qualitätsverlust beim Auslesen<br />

des digitalen Mediums CD Audio.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Development & Design<br />

30 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


[demz bnd]<br />

Große Filme. Echter Sound.<br />

Jetzt kommt Kino so wirklich wie noch nie. Gewaltig im Klang.<br />

Präzise in der Wiedergabe. Faszinierend im Design.<br />

AVANTO 5.0<br />

Home Theater System<br />

audiopro-living.de/avanto


Dr. Sound klärt auf<br />

Einen sauber klingenden Lautsprecher zu bauen, sollte heute leichter sein als vor 20<br />

Jahren. So denken viele, aber der Kostendruck erzwingt Maßnahmen. Wie sehen die<br />

Entwickler dies und inwieweit vertrauen sie ihren Ohren und der Messtechnik?<br />

In dieser Ausgabe hat uns eine Auswahl<br />

von fünf deutschen Lautsprecherkonstrukteuren<br />

auf unsere Fragen geantwortet. Die<br />

Antworten sind sehr unterschiedlich und haben<br />

dennoch viel gemein.<br />

Der Entwickler Michael Weidlich von der<br />

deutschen Lautsprechermanufaktur myro<br />

traf sich <strong>mit</strong> uns im <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> Labor. Er<br />

hatte sein ATB-precision-Lautsprechermesssystem<br />

dabei und war bereit, einige der hier<br />

vorrätigen Lautsprecher zu messen. Das System<br />

ist eine Entwicklung von Leo Kirchner<br />

von Kirchner Elektronik. Der umtriebige Diplomingenieur<br />

startete <strong>mit</strong> Selbstbau sätzen<br />

für Lautsprecher und stieß dabei auf die<br />

Notwendigkeit, ein ebenso umfassendes wie<br />

genaues Messgerät zu konstruieren. Michael<br />

Weidlich, der heute zur Geschäftsführung<br />

von myro gehört, war selbst einige Zeit bei<br />

Herrn Kirchner angestellt. Im Laufe der Lautsprechermessungen<br />

referierte Weidlich über<br />

die klanglichen Auswirkungen von korrekten<br />

und abweichenden Sprungantworten, die<br />

VON JENS VOIGT<br />

Lautsprecher aufweisen können. Ein interessanter<br />

Aspekt für uns war, dass bei manchen<br />

Modellen erst eine hörbare Abweichung<br />

in der Sprungantwort durch den direkten<br />

Vergleich <strong>mit</strong> einem „impulsrichtigen“ Lautsprecher<br />

erkennbar wurde. So haben wir<br />

viele Lautsprecher, von denen wir glaubten<br />

sie gut zu kennen, nach den Messungen von<br />

einem anderen Standpunkt aus betrachtet.<br />

Nach den Ausführungen von Herrn Weidlich<br />

enthält die Sprung/Impulsantwort (Step Response)<br />

des gesamten Lautsprechersystems<br />

alle dem Modell zuweisbaren klanglichen<br />

Eigenschaften. Demnach kann der Kenner<br />

allein am Klang der Impulsantwort den Frequenzgang<br />

und da<strong>mit</strong> den Grundklang einer<br />

Lautsprecherkonstruktion erkennen. Weidlich<br />

führte weiter an, dass für eine impulstreue<br />

Konstruktion mindestens drei Kriterien<br />

erfüllt sein müssen: Die Konstruktion der Frequenzweiche<br />

hat vielfältigen Einfluss auf die<br />

Impulswiedergabe. Bei der Chassisauswahl<br />

ist darauf zu achten, dass die Frequenzgänge<br />

zueinander passen oder sogar in der Lage<br />

sind, elektrische Phasenverschiebungen der<br />

Frequenzweiche auszugleichen. Noch viel<br />

wichtiger ist es, die räumliche Anordnung<br />

der Chassis zueinander zu bedenken, da<strong>mit</strong><br />

diese ein akustisches Zentrum ausbilden<br />

können. Zum Vergleich kann man sich einen<br />

Konzertflügel vorstellen, der – je nachdem<br />

welche Noten oder Kadenzen erklingen –<br />

im Nahfeld einzeln lokalisierbare akustische<br />

Zentren ausbildet. Diese verschmelzen erst<br />

<strong>mit</strong> einigem räumlichen Abstand zu einem<br />

Klang vom Instrument selbst. Ähnlich funktioniert<br />

dies auch bei einem Mehrwegelautsprechersystem.<br />

Wie der Leser nun sicher<br />

bereits bemerkt hat, nimmt der Umfang an<br />

Erklärungen und Informationen zu diesem<br />

Thema weit mehr Zeilen in Anspruch als in<br />

der aktuellen Ausgabe verfügbar sind. Daher<br />

nimmt Dr. Sound in dieser Sache den Faden<br />

in einer der nächsten Ausgabe erneut auf.<br />

An dieser Stelle danken wir allen, die zu dieser<br />

Ausgabe ihren Beitrag leisteten.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Berndt Stark, myro<br />

32 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Berndt Stark, Lautsprecherentwickler<br />

Die Gehäusekonstruktion-<br />

und<br />

Fertigung sind<br />

bekanntlich ein<br />

Kostenfaktor.<br />

Wie lösen Sie den<br />

Anspruch auf eine<br />

ungetrübte Wiedergabe?<br />

Gehäusevolumen und -geometrie, Reflexionen<br />

und Stehwellen im Inneren, aber<br />

auch Vibrationen der Gehäusewände<br />

haben einen großen Einfluss auf den<br />

Klang von Lautsprechern. Berechnungen,<br />

Kontrollmessungen und Optimierungen<br />

sowie auch Fertigungserfahrungen<br />

können erheblich dazu beitragen, die<br />

Gehäusekosten nicht in schwindelnde<br />

Höhe zu treiben.Manchmal muss in<br />

Hörvergleichen darüber entschieden<br />

werden, ob der Mehraufwand für eine<br />

messtechnisch nachweisbare Verbesserung<br />

auch klanglich gerechtfertigt<br />

erscheint.<br />

Versuchen Sie bei jeder Konstruktion<br />

ein bestimmtes klangliches<br />

Geschmacksideal zu treffen oder ist<br />

jedes Projekt ein Neuanfang, dessen<br />

Endergebnis akzeptiert wird?<br />

Das Ideal, die Grenzen des Machbaren<br />

zu erreichen, sollte jeder Entwicklung<br />

zugrunde liegen. Allerdings haben alle<br />

Lautsprecher außer physikalischen Grenzen<br />

auch ihren eigenen musikalischen<br />

Charakter, der nicht in sämtlichen Details<br />

vorhersagbar und planbar ist. So sind<br />

Feinheiten oft noch auszufeilen, bis das<br />

Endergebnis klanglich zufrieden stellt.<br />

Wie weit stehen Berechnungen,<br />

messtechnische Optimierungen oder<br />

reine Abstimmungen über das Hören<br />

im Vordergrund der Entwicklung?<br />

Hier neige ich zu keiner Rangfolge, sondern<br />

zu einer klaren Reihenfolge von<br />

berechnen, messen, hören – und korrigieren,<br />

wann immer letzteres geboten<br />

erscheint.<br />

Nach welchen Kriterien erfolgt bei<br />

Ihnen die Auswahl der Lautsprecherchassis?<br />

Die vielfältigen Parameter der Chassis<br />

müssen genau zum Anwendungsfall<br />

passen, lineare und nichtlineare Verzerrungen<br />

haben auch bei höheren Pegeln<br />

gering auszufallen und alle Eigenresonanzen<br />

im Übertragungsbereich sind<br />

tunlichst zu vermeiden. Ist das gewährleistet,<br />

kommt ein Lautsprecherchassis<br />

in die nähere Auswahl, bei der weitere<br />

klangrelevante Eigenschaften per Gehör<br />

bewertet werden, z. B. die Fähigkeit,<br />

komplexe Signale bei kleinen und großen<br />

Pegeln überzeugend wiederzugeben.<br />

Welchen Stellenwert belegt für Sie<br />

eine Frequenzgangmessung oder die<br />

Er<strong>mit</strong>tlung der Sprungantwort?<br />

Die tonale Verfärbungsarmut eines Lautsprechers<br />

wird allgemein als seine wichtigste<br />

Eigenschaft angesehen. Um sie<br />

messtechnisch zu erfassen, sind mehrere<br />

Frequenzgänge in verschiedenen Mikrofonpositionen<br />

auszuwerten. Klirr- und<br />

Intermodulationsverzerrungen stellen<br />

weitere klangrelevante Faktoren dar, aber<br />

auch die Ein- und Ausschwingvorgänge<br />

im Grundtonbereich. Hinzu kommt die<br />

zuvor erwähnte Fähigkeit der Lautsprecher,<br />

schnelle Wechsel von Frequenz und<br />

Amplitude des Eingangssignals <strong>mit</strong>vollziehen<br />

zu können, denn Musik enthält<br />

eine Vielzahl unterschiedlicher Signale,<br />

die gleichzeitig wiederzugeben sind und<br />

sich innerhalb von Sekundenbruchteilen<br />

ändern können. Die Sprungantwort einer<br />

Box informiert dagegen u. a. über den<br />

zeitlichen Versatz zwischen Tief-, Mittelund<br />

Hochtöner, und für die Ortbarkeit<br />

von Stimmen und Instrumenten nützt<br />

eine dem Eingangssignal ähnliche Sprungantwort.<br />

Doch die Tatsache, dass ein<br />

Böxchen <strong>mit</strong> kleinem Breitbandlautsprecher<br />

dabei manch große, aufwändige<br />

und anerkannte Dreiweg-Konstruktion<br />

locker aussticht, relativiert die Bedeutung<br />

der Sprungantwort von Lautsprechern.<br />

Das ATB precision Messsystem von Kirchner elektronik ermöglicht in Verbindung <strong>mit</strong> einem Messmikrofon eine große Anzahl von Lautsprechermessungen<br />

Ein zeitlich abgestimmtes 2-Wege-System<br />

Die 3D-Dynamikmessung gibt hier in 75 Einzelmessungen eine Detailanalyse<br />

einer sehr guten Sprungantwort von Hoch- und Tief<strong>mit</strong>teltöner wieder<br />

Die Sprungantwort des gesamten Systems deutet auf eine sehr gute Abstimmung<br />

von Hoch-Tief<strong>mit</strong>teltöner und Frequenzweiche hin<br />

Wissen 33


Günther Nubert, Geschäftsführer und Entwickler Nubert-Lautsprecher<br />

Die Gehäusekonstruktion-<br />

und<br />

Fertigung sind<br />

bekanntlich ein<br />

Kostenfaktor.<br />

Wie lösen Sie den<br />

Anspruch auf eine<br />

ungetrübte Wiedergabe?<br />

Bei kleineren Lautsprechern – <strong>mit</strong> Seitenflächen<br />

bis etwa 20 × 30 cm – spielt das<br />

Mitschwingen der Gehäusewände für die<br />

Klangqualität keine große Rolle, wenn<br />

man die Wandstärken ausreichend dimensioniert.<br />

Standlautsprecher sind in diesem Punkt<br />

kritischer, weil die Gehäuseflächen viel<br />

größer sind. Der Trend zu sehr schmalen,<br />

aber ziemlich tiefen Boxen erschwert<br />

das „Ruhig-Stellen“ noch zusätzlich, weil<br />

dabei die Seitenflächen weiter anwachsen.<br />

Wenn trotz dieser Hindernisse<br />

höchste Präzision erzielt werden soll, führt<br />

der Weg nur über computerberechnete,<br />

effektive Dämpfungs- und Versteifungsmaßnahmen,<br />

<strong>mit</strong> denen über 90 Prozent<br />

der abgestrahlten Stör-Effekte unterdrückt<br />

werden könnenEin zweiter Punkt, der<br />

die Klangqualität deutlich beeinflusst, ist<br />

die Größe und Form der Schallwand. Im<br />

Gegensatz zur „landläufigen“ Meinung<br />

ist eine breite Schallwand leichter in den<br />

Griff zu bekommen.<br />

Versuchen Sie bei jeder Konstruktion<br />

ein bestimmtes klangliches<br />

Geschmacksideal zu treffen oder ist<br />

jedes Projekt ein Neuanfang, dessen<br />

Endergebnis akzeptiert wird?<br />

Das „klangliche Geschmacksideal“ ist bei<br />

uns immer die größte Annäherung an das<br />

Original, die nur durch vier Randbedingungen<br />

begrenzt wird:<br />

Boxengröße, Wirkungsgrad, erreichbarer<br />

Maximalpegel und Preisrahmen.<br />

Die meisten unserer Projekte bauen auf<br />

mehreren Generationen von Lautsprecher-Familien<br />

auf, die schon seit vielen<br />

Jahren immer weiter vorangetrieben<br />

werden.<br />

Wie weit stehen Berechnungen,<br />

messtechnische Optimierungen oder<br />

reine Abstimmungen über das Hören<br />

im Vordergrund der Entwicklung?<br />

Im Gegensatz zu den Aussagen vieler<br />

„HiFi-Gurus“ sehen wir eine sehr gute<br />

Übereinstimmung der Hörtests <strong>mit</strong> sinnvollen<br />

Messwerten!<br />

Wir haben noch nie erlebt, dass ein „im<br />

Ausklingverhalten“ sehr guter Lautsprecher<br />

klanglich dadurch verbessert werden<br />

könnte, dass man den Frequenzgang<br />

„verbiegt“.<br />

Ebenso ist es noch nie passiert, dass ein<br />

Lautsprecher „besser klingen soll“, wenn<br />

man den Klirrfaktor erhöht!<br />

Ein linearer Lautsprecher <strong>mit</strong> perfektem<br />

Ein- und Ausklingverhalten, gutem<br />

Abstrahlverhalten über einen großen Winkelbereich<br />

und niedrigen Verzerrungen<br />

hat in unseren „doppel-Blind-Hörtests“<br />

immer gegenüber einem Vergleichskandidaten<br />

gewonnen, der in einem dieser<br />

Punkte messtechnisch schlechter war.<br />

Nach welchen Kriterien erfolgt bei<br />

Ihnen die Auswahl der Lautsprecherchassis?<br />

Alle von uns eingesetzten Lautsprecherchassis<br />

werden in intensiver Zusammenarbeit<br />

<strong>mit</strong> unseren Herstellern exklusiv<br />

für uns entwickelt. Vor einigen Jahren<br />

sind die Entwicklungsingenieure schier<br />

verzweifelt, wenn auch der neunte oder<br />

zehnte Prototyp eines neuen Chassis noch<br />

immer nicht alle unserer Anforderungen<br />

erfüllte.<br />

Welchen Stellenwert belegt für Sie<br />

eine Frequenzgangmessung oder die<br />

Er<strong>mit</strong>tlung der Sprungantwort?<br />

Im schalltoten Raum oder im Freifeld<br />

klingt ein linearer Lautsprecher fast immer<br />

natürlicher als einer <strong>mit</strong> welligem Frequenzgang.<br />

Eine Ausnahme stellen Konstruktionen<br />

dar, die bei bestimmten Frequenzbereichen<br />

längere Ausschwingzeiten<br />

haben, was bei einer Frequenzgangmessung<br />

zunächst nicht erkennbar ist. Je<br />

nach „Impulsivität“ des Musikbeispiels<br />

klingt der Lautsprecher, der in diesen<br />

Bereichen „Dellen“ im Frequenzgang hat,<br />

weniger nasal oder weniger metallisch. In<br />

geschlossenen Hörräumen geht auch das<br />

Abstrahlverhalten – also die Summe der<br />

Frequenzgänge über einen weiten Winkelbereich<br />

– stark in den Höreindruck ein.<br />

Die klanglichen Einflüsse der er<strong>mit</strong>telten<br />

Sprungantwort sind ungleich schwieriger<br />

interpretierbar. Mit dem oft benutzten<br />

Begriff „Zeitrichtigkeit“ wird fast immer<br />

der Einfluss der „Erkennbarkeits-Grenzen“<br />

des menschlichen Ohres unterschlagen.<br />

Für den Lautsprecher-Entwickler liefert<br />

die Sprungantwort aber wichtige<br />

Informationen.<br />

Ein verpoltes 2-Wege-System<br />

Hier ist zu erkennen, dass der Fehler in der Konstruktion ein künstliches<br />

Frequenzgemisch aufgrund einer abweichenden Impulsdynamik erzeugt<br />

Diese Sprungantwort deutet daraufhin, dass der Tief<strong>mit</strong>teltöner (Senke<br />

nach der Spitze) gegenüber dem Hochtöner verpolt angeschlossen wurde<br />

Bilder: Auerbach Verlag, ASW Lautsprecher, Nubertmyro, quadral<br />

34 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Willi Nienhaus, Entwicklungsleiter ASW-Lautsprecher<br />

Michael Weidlich und der „zeitrichtige“ myro<br />

Lautsprecher „a priori 10.01“ vor der Messung<br />

Die Gehäusekonstruktion-<br />

und<br />

Fertigung sind<br />

bekanntlich ein<br />

Kostenfaktor.<br />

Wie lösen Sie den<br />

Anspruch auf eine<br />

ungetrübte Wiedergabe?<br />

Wir stehen in enger Verbindung <strong>mit</strong><br />

un serem Holzwerk. Bereits bei der Konstruktion<br />

des Gehäuses sind wir bestrebt,<br />

die Fertigung <strong>mit</strong> einzubeziehen und<br />

so<strong>mit</strong> eine möglichst optimale Gehäusekonstruktion<br />

zu erzielen. Nur dadurch<br />

gelingt es uns den Kostendruck zu mindern,<br />

der dadurch entstanden ist, dass<br />

viele unserer Mitbewerber ihre Lautsprecher<br />

in Fernost fertigen.<br />

Versuchen Sie bei jeder Konstruktion<br />

ein bestimmtes klangliches<br />

Geschmacksideal zu treffen oder ist<br />

jedes Projekt ein Neuanfang, dessen<br />

Endergebnis akzeptiert wird?<br />

Unser Bestreben ist es, jedem Lautsprecher<br />

unser typisches ASW Klangbild <strong>mit</strong><br />

auf den Weg zu geben. So<strong>mit</strong> ist es auch<br />

möglich, serienübergreifend Surroundkombinationen<br />

zusammenzustellen. Diese<br />

Eigenschaft ist für uns sehr wichtig.<br />

Wie weit stehen Berechnungen,<br />

messtechnische Optimierungen oder<br />

reine Abstimmungen über das Hören<br />

im Vordergrund der Entwicklung?<br />

Nach Berechnungen und anschließender<br />

messtechnischer Optimierung, gehören<br />

umfangreiche Hörsessionen zum<br />

Pflichtprogramm. Die vorgenommenen<br />

Optimierungen nach den Hörproben werden<br />

dann kontinuierlich messtechnisch<br />

überprüft.<br />

Nach welchen Kriterien erfolgt bei<br />

Ihnen die Auswahl der Lautsprecherchassis?<br />

Ausgehend von der Designidee werden<br />

die Chassis gezielt nach den Kriterien<br />

Preisklasse, Übertragungsbereich und<br />

Leistungsvermögen ausgesucht. Zusammen<br />

<strong>mit</strong> unseren Lautsprecherlieferanten<br />

werden dann die Chassis für ihre Aufgabe<br />

optimiert. So werden beispielsweise<br />

verschiedene Membranmaterialien,<br />

Magneten oder auch Zentrierungen ausgewählt<br />

bis die Parameter die gewünschten<br />

Eigenschaften erreichen.<br />

Welchen Stellenwert belegt für Sie<br />

eine Frequenzgangmessung oder die<br />

Er<strong>mit</strong>tlung der Sprungantwort?<br />

Frequenzgang und Sprungantwort Messungen<br />

sind wichtige Tools bei der Entwicklung<br />

von Lautsprechern. Die wichtigsten<br />

Messinstrumente sind jedoch die, von<br />

denen jeder zwei besitzt – unsere Ohren.<br />

Sascha Reckert, Entwicklungsleiter Quadral<br />

Die Gehäusekonstruktion-<br />

und<br />

Fertigung sind<br />

bekanntlich ein<br />

Kostenfaktor.<br />

Wie lösen Sie den<br />

Anspruch auf eine<br />

ungetrübte Wiedergabe?<br />

Wir bei quadral versuchen stets eine<br />

ausgewogene Mischung aus den verschiedenen<br />

Bestandteilen eines Lautsprechers<br />

zu komponieren. Dabei kann preisklassenbezogen<br />

mal das Chassismaterial und mal<br />

das Gehäuse den entscheidenden Vorteil<br />

in Bezug auf das gesamt Preis-Leistungsverhältnis<br />

bringen. Auch das Design als<br />

ein Hauptfaktor für die Akzeptanz beim<br />

Kunden muss dabei grundsätzlich Beachtung<br />

finden. Heutzutage ist es oftmals<br />

so, dass der schönere Lautsprecher dem<br />

besser klingenden vorgezogen wird.<br />

Versuchen Sie bei jeder Konstruktion<br />

ein bestimmtes klangliches<br />

Geschmacksideal zu treffen oder ist<br />

jedes Projekt ein Neuanfang, dessen<br />

Endergebnis akzeptiert wird?<br />

Ich verfolge grundsätzlich das Ziel einer<br />

dynamischen und natürlichen Wiedergabe<br />

auf Basis einer messtechnisch guten<br />

Konstruktion. Allerdings bringt jeder<br />

Lautsprecher gewisse klangliche Eigenheiten<br />

<strong>mit</strong> sich, was sich bei quadral<br />

allein schon aus der enormen Bandbreite<br />

der Produkte ableitet. Diese Eigenheiten<br />

im Detail werden von mir aber im Rahmen<br />

einer objektiv guten Klangqualität<br />

durchaus angenommen, denn nur so<br />

kann ich aus jeder Konstruktion das Optimum<br />

herausholen.<br />

Wie weit stehen Berechnungen,<br />

messtechnische Optimierungen oder<br />

reine Abstimmungen über das Hören<br />

im Vordergrund der Entwicklung?<br />

Basis einer Neuentwicklung ist bei quadral<br />

immer ein messtechnisch sauberer<br />

Lautsprecher. Darauf aufbauend wird<br />

dann der Klang im Wechselspiel aus<br />

diversen Messungen und langem Probehören<br />

justiert.<br />

Ich verweigere mich dabei aber stets<br />

einem zu weiten Abrücken von der allgemeinen<br />

Norm, die eine optimale Frequenzganglinearität<br />

(nicht nur auf Achse<br />

gemessen!) fordert.<br />

Nach welchen Kriterien erfolgt bei<br />

Ihnen die Auswahl der Lautsprecherchassis?<br />

Hauptkriterien sind die Frequenzganglinearität,<br />

das Verzerrungsniveau, das<br />

Masse-Antriebsverhältnis und natürlich<br />

die Kosten.<br />

Welchen Stellenwert belegt für Sie<br />

eine Frequenzgangmessung oder die<br />

Er<strong>mit</strong>tlung der Sprungantwort?<br />

Ich vertrete die Ansicht, dass eine saubere<br />

Abstimmung im Frequenzbereich die<br />

entscheidende Voraussetzung für einen<br />

guten Lautsprecher darstellt. Da<strong>mit</strong> ist<br />

sowohl der Gesamtfrequenzgang – unter<br />

verschiedenen Bedingungen gemessen –,<br />

als auch die Frequenzgänge der einzelnen<br />

Chassis im System gemeint. Alle anderen<br />

Faktoren sind wichtige Details, die ich<br />

stets <strong>mit</strong> im Auge behalte.<br />

Wissen 35


Summe<br />

Tief-/Mitteltöner<br />

Pegel in dB<br />

Hochtöner<br />

Beispiel akustischer Phasengang 2-Wege-System: Im Bereich zwischen 3 kHz<br />

und 6 kHz (Bild<strong>mit</strong>te) wird die Phasenlage um fast 90 Grad verschoben<br />

Rechteckimpuls<br />

Summe<br />

Tief-/Mitteltöner<br />

Hochtöner<br />

t in ms<br />

Prinzip 2-Wege-System: Die Sprungantworten (angeregt vom Rechteckimpuls)<br />

der einzelnen Chassis bilden gemeinsam eine ideale Summe (rot)<br />

Dr. Gauder, Geschäftsführer und Entwickler von Isophon<br />

Die Gehäusekonstruktion-<br />

und<br />

Fertigung sind<br />

bekanntlich ein<br />

Kostenfaktor.<br />

Wie lösen Sie den<br />

Anspruch auf eine<br />

ungetrübte Wiedergabe?<br />

Wir fertigen alles selbst bei uns in Renningen,<br />

also in Deutschland, und können<br />

dadurch selbst bei den niedrigpreisigen<br />

Lautsprecherboxen nicht <strong>mit</strong> den Fernostprodukten<br />

<strong>mit</strong>halten.<br />

Allerdings haben wir auch einen anderen<br />

Qualitätsanspruch und unsere Konstruktionen<br />

sind so ausgefuchst, dass wir sowieso<br />

keinerlei „Billigboxen“ herstellen wollen.<br />

Unsere Kunden schätzen aber genau<br />

das und finden es toll, dass wir Arbeitsplätze<br />

und das Know-How in Deutschland<br />

sichern.<br />

Versuchen Sie bei jeder Konstruktion<br />

ein bestimmtes klangliches<br />

Geschmacksideal zu treffen oder ist<br />

jedes Projekt ein Neuanfang, dessen<br />

Endergebnis akzeptiert wird?<br />

Alle unsere Lautsprecherboxen klingen fast<br />

schon unverschämt ähnlich, die Verwandtschaft<br />

lässt sich überhaupt nicht leugnen.<br />

Das liegt sicherlich darin begründet,<br />

dass wir alles sauber berechnen und bei<br />

Beschaltung und Auswahl der Komponenten<br />

von der kleinsten bis zur größten Box<br />

keine Kompromisse eingehen.<br />

Mit jeder Produktstufe wird die Gesamtwiedergabe<br />

noch etwas besser, der<br />

natürliche, räumliche Klangcharakter aber<br />

bleibt, auch weil wir einzigartige Frequenzweichenschaltungen<br />

haben, die außer uns<br />

wohl keiner berechnen kann.<br />

Wie weit stehen Berechnungen, messtechnische<br />

Optimierungen oder reine<br />

Abstimmungen über das Hören im<br />

Vordergrund der Entwicklung?<br />

Es sind natürlich alle drei Aspekte, die eine<br />

wesentliche Rolle spielen. Wer heute noch<br />

ohne vernünftige Berechnungen auszukommen<br />

glaubt, verliert völlig an Boden.<br />

Eine kritische messtechnische Nachprüfung<br />

ist unerlässlich, aber letztlich muss das Ohr<br />

entscheiden, ob alles zusammen richtig<br />

war. Es ist die Emotion beim Abhören, die<br />

zählt; die einem sagt, ob die Konstruktion<br />

ein Erfolg wird.<br />

Nach welchen Kriterien erfolgt bei<br />

Ihnen die Auswahl der Lautsprecherchassis?<br />

Wir verwenden ja keine Lautsprecherchassis<br />

von der Stange, sondern lassen sie uns<br />

gezielt <strong>mit</strong> den von uns vorgegebenen<br />

Parametern bauen. Wir kommen <strong>mit</strong><br />

harten Membranen wie Keramik und Diamant,<br />

bedingt durch unsere steilflankigen<br />

Filter, extrem gut zurecht und dem Original,<br />

bedingt durch deren perfektes Impulsverhalten,<br />

schon sehr nahe. Und wenn<br />

man alles – wie wir – vorher berechnet,<br />

lassen sich die benötigten Thiele-Small-<br />

Parameter perfekt vorgeben.<br />

Welchen Stellenwert belegt für Sie<br />

eine Frequenzgangmessung oder die<br />

Er<strong>mit</strong>tlung der Sprungantwort?<br />

Man sollte Messungen nur dann vornehmen,<br />

wenn man sie auch interpretieren<br />

und einen Nutzen daraus ziehen kann. So<br />

ist für eine Mehrwegebox der Nutzen der<br />

Sprungantwort gleich null, die Wigner-<br />

Verteilung und das Bode-Plot aber enorm<br />

hilfreich. Dinge, die aber praktisch keiner<br />

kennt.<br />

Natürlich ist eine Frequenzgangmessung<br />

wichtig, dies natürlich aber auch – oder<br />

speziell – unter den horizontalen Winkeln.<br />

Dort erst entscheiden sich die daraus zu<br />

ziehenden Rückschlüsse auf Transparenz,<br />

Luftigkeit und räumliche Abbildung.<br />

Ein fehlerhaftes koaxiales 2-Wege-System<br />

Die 3D-Dynamikmessung zeigt hier auch an, dass der Hochtöner <strong>mit</strong> seinem<br />

Schalldruck Resonanzen auf der Membran des Tief<strong>mit</strong>teltöners auslöst<br />

Die zeitgleiche Abstrahlung des Koaxialprinzips wird eingehalten, aber es<br />

kommt zu akustischen und elektrischen (Frequenzweiche) Phasenfehlern<br />

Bilder: Isophon, myro, Nubert<br />

36 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Produkt Bewertung Seite<br />

Noise-Cancelling-Kopfhörer<br />

AKG<br />

K 495 NC<br />

40<br />

Audio Technica<br />

ATH-ANC9<br />

40<br />

Bose<br />

Quiet Comfort 15<br />

41<br />

Notizen aus dem Testlabor<br />

Bei der Vielzahl ständig neu entwickelter Geräte lässt<br />

sich schnell der Überblick verlieren. Da<strong>mit</strong> Ihnen so etwas<br />

nicht geschieht, haben wir ein probates Mittel dagegen.<br />

In der Hi-Fi-Branche bewegt man sich auf<br />

umtriebigem Terrain, wie wir beinahe<br />

täglich feststellen dürfen. Produktspezialisten<br />

wechseln von einem Hersteller zum<br />

nächsten, totgeglaubte Medien sind auf<br />

einmal wieder modern und findige Produktentwickler<br />

übertreffen sich gegenseitig<br />

<strong>mit</strong> immer wieder neuen Produktideen.<br />

Als die <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 2009 startete, bestand<br />

das Testfeld ganz klassisch aus Player, Verstärker<br />

und Lautsprechern. Blicken wir<br />

heute auf unsere Eingangsliste, finden wir<br />

darauf Airplay-Speaker, Audioserver, Netzwerkplayer<br />

und WLAN-Lautsprecher –<br />

allesamt Kategorien, die es vor wenigen<br />

Jahren so noch nicht gab.<br />

Aber auch innerhalb der klassischen Zentren<br />

der analogen Audiotechnik, hat sich<br />

im Laufe der Zeit einiges getan. Reine Stereovollverstärker<br />

bekommen <strong>mit</strong>tlerweile<br />

eine Streamingplatine <strong>mit</strong> auf den Weg,<br />

Audiostreamer erhalten Lautsprecheranschlüsse<br />

und Lautsprecher werden <strong>mit</strong>tlerweile<br />

<strong>mit</strong> Funkmodulen ausgestattet.<br />

Da wir immer bestrebt sind, im Artendschungel<br />

der Hi-Fi-Welt den Überblick<br />

nicht zu verlieren und Ihnen objektive<br />

und vergleichbare Tests anzubieten, haben<br />

wir uns dazu entschlossen, unsere<br />

Testübersicht noch übersichtlicher zu gestalten.<br />

Ausschlaggebend dafür war der<br />

Praxisrelevante Messwerte<br />

Test der beiden Geräte Naim UnitiQute<br />

und UnitiServe in dieser Ausgabe. Sind<br />

die beiden Streamer, Server, Wandler,<br />

Verstärker – oder doch eine Kompaktanlage<br />

ohne Lautsprecher?<br />

Auch wenn solch eine Klassifizierung auf<br />

den ersten Blick eher von marginaler Natur<br />

erscheint, ist sie doch von entscheidender<br />

Bedeutung für unsere Bewertung. Denn<br />

den unterschiedlichen Produktkategorien<br />

liegen verschiedene Bewertungsprotokolle<br />

und -maßstäbe zugrunde. Eine Vergleichbarkeit<br />

zwischen den Produktkategorien<br />

ist daher nicht zwingend gegeben. Aus<br />

diesem Grund gliedern wir die beiden<br />

sich am schnellsten sich entwickelnden<br />

Produktkategorien – die Audioserver und<br />

Netzwerkplayer – weiter auf. Audioserver<br />

<strong>mit</strong> <strong>Digital</strong>ausgang wie dem UnitiServe<br />

sind nicht <strong>mit</strong> Servern <strong>mit</strong> integrierter<br />

Endstufe zu vergleichen. Hier unterscheiden<br />

sich Klang und Messprozedur zu sehr.<br />

Auch Netzwerkplayer werden wir ab sofort<br />

in Geräte <strong>mit</strong> und ohne Verstärker unterteilen.<br />

Denn auch hier vergleichen wir<br />

sonst nur den Klang des Players <strong>mit</strong> dem<br />

unseres Referenzverstärkers. Ab Seite 90<br />

finden Sie wieder unsere stetig wachsende<br />

Testübersicht, eine Art Kaufratgeber für<br />

Sie und Exzerpt all unserer Hefte.<br />

TORSTEN PLESS<br />

Denon<br />

AH-NCW 500<br />

Logic3<br />

Ferrari<br />

Sennheiser<br />

MM 550-X<br />

Sony<br />

MDR-1RNC<br />

Soul<br />

SL300<br />

Kompaktanlage<br />

Linn<br />

Kiko<br />

Netzwerkreceiver<br />

Naim<br />

UnitiQute + UnitiServe<br />

Netzwerkplayer<br />

Opera Consonance<br />

Reference 7<br />

Stereovollverstärker<br />

Moon<br />

340i<br />

Musical Fidelity<br />

M6i<br />

Unison<br />

Unico Primo<br />

Funklautsprecher<br />

Audio Pro<br />

LV3<br />

Dynaudio<br />

Xeo 3<br />

Standlautsprecher<br />

Heco<br />

The New Statement<br />

ASW<br />

Cantius 512<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

Sehr gut<br />

88<br />

Sehr gut<br />

89,5<br />

Ausgezeichnet<br />

93,5<br />

Ausgezeichnet<br />

90,5<br />

Sehr gut<br />

86,5<br />

Sehr gut<br />

86<br />

Sehr gut<br />

85<br />

Ausgezeichnet<br />

92,5<br />

Sehr gut<br />

88<br />

41<br />

42<br />

42<br />

43<br />

43<br />

46<br />

49<br />

52<br />

56<br />

58<br />

60<br />

62<br />

64<br />

66<br />

69<br />

Die er<strong>mit</strong>telten Messwerte beziehen sich<br />

auf eine praxisrelevante Signalaussteuerung<br />

der elektronischen Baugruppen, die<br />

sich an die Vorgaben der von der EBU und<br />

der SMPTE festgelegten Empfehlungen<br />

zur Programmaussteuerung von audiophiler<br />

Musik und Filmproduktionen anlehnen.<br />

Der Grund für den Unterschied<br />

zwischen unseren Messwerten und den<br />

Herstellerangaben liegt in der Anerkennung<br />

dieser Praxis. Angaben wie Signal-<br />

Rauschverhältnis (SNR), Dynamik AES 17<br />

und THD+N-Level können bei Vollaussteuerung<br />

der Baugruppen nach Herstellerangaben<br />

20 Dezibel (dB) besser sein als unsere.<br />

Beispiel: Unser Messwert 83 dB plus<br />

20 dB ergibt 103 dB und trifft da<strong>mit</strong> im<br />

besten Fall die Angaben des Herstellers.<br />

JBL<br />

Monitor 4365<br />

Aktivlautsprecher<br />

Elac<br />

AM 180<br />

Surround-Lautsprecher<br />

PSB<br />

Imagine Mini<br />

Sehr gut<br />

89<br />

Sehr gut<br />

87,5<br />

Sehr gut<br />

85<br />

72<br />

74<br />

76<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Test 37


Ruhe bitte!<br />

Seit einigen Jahren gibt es eine neue Kategorie von Kopfhörern auf dem Markt: Noise<br />

Cancelling Systeme. Wir haben probiert, wer Umgebungsgeräusche besonders gut<br />

auslöscht und für Stille unter dem Hörer sorgt.<br />

Sicherlich kennen Sie das Problem: Der<br />

schönste Part der Ballade beginnt, minimalistisch,<br />

nur ein Instrument, sich langsam<br />

steigernd, fesselnd. Bis ein Rumpeln und<br />

Dröhnen die Stimmung zerstört. Egal ob im<br />

Flugzeug, Zug oder auf dem Weg durch die<br />

Stadt, Kopfhörerträger sind beim Musikhören<br />

fast immer von Umgebungsgeräuschen<br />

geplagt. Dabei kommt es zu einem nie<br />

endenden Lautstärkekampf zwischen den<br />

Störgeräuschen und der Musik – Verlierer<br />

sind dabei die Ohren. Denn gerade dann,<br />

wenn Klänge von außen noch hörbar sind,<br />

besteht das Bedürfnis, diese komplett zu<br />

übertönen. Warum dadurch unser Gehör<br />

gefährdet ist, lesen Sie in dieser Ausgabe<br />

ab Seite 24.<br />

Während früher vor allem Kopfhörer geschlossener<br />

Bauweise als Lösung des Problems<br />

heranzuziehen waren, hat <strong>mit</strong>tlerweile<br />

eine technische Neuerung den<br />

Markt erobert: Noise Cancellation. Der<br />

wissenschaftliche Hintergrund dieser Technologie<br />

ist das Gegenschallprinzip: Wenn<br />

man zwei identische Schallsignale <strong>mit</strong>einander<br />

addiert, verstärken sie sich. Wird<br />

VON MARTIN HELLER<br />

nun eines dieser Signale in der akustischen<br />

Phasenlage gegensätzlich zum anderen gepolt,<br />

gleichen sie sich zur Stille aus. Oder<br />

um es physikalischer auszudrücken: Die<br />

Fernando Alonso und Felipe Massa testen die Ferrari-Collection von Logic3. Bei aller Liebe zum Rennsport<br />

freuen sicher auch sie sich zur Abwechslung über die Ausblendung vom Motorengeräusch<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Denon, Logic 3, Sony<br />

38 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Druckmaxima und -Minima überlagern<br />

sich theoretisch, wodurch insgesamt keine<br />

Luftdruckschwankung zustande kommt –<br />

es herrscht Stille. Wie funktioniert das nun<br />

bei Kopfhörern? Der grundsätzliche Ansatz<br />

ist gleich: Ein Mikrofon im Gehäuse<br />

des Kopfhörers nimmt die Umgebungsgeräusche<br />

auf. Das auf diesem Wege gewonnene<br />

Signal wird nun phasengedreht dem<br />

Musiksignal zugeführt, also hinzuaddiert.<br />

Dadurch werden die wahrgenommenen<br />

Umgebungsgeräusche durch ihr Gegenschallsignal<br />

ausgelöscht – zumindest in der<br />

Theorie. Die Avantgarde dieser Technologie<br />

stellen Audio Technica und Bose dar,<br />

welche ihre ersten aktiv geräuschunterdrückenden<br />

Kopfhörer in den Jahren 2007 und<br />

2008 veröffentlichten. Bose hatte bei der<br />

Entwicklung der Technologie ursprünglich<br />

Piloten im Sinn: Diese sind insbesondere<br />

beim Start hohen Lärmpegeln ausgesetzt,<br />

müssen aber dennoch in der Lage sein, die<br />

Kommunikation aufrecht zu erhalten. Der<br />

Fluggast dankt. Wir interessierten uns dafür,<br />

wie sich diese Entwicklung in der Praxis<br />

schlägt und haben acht Noise Cancelling<br />

Kopfhörer ausprobiert.<br />

Der Testaufbau war dabei zweiteilig: Einmal<br />

wurde der reine Klangeindruck bestimmt,<br />

in einem zweiten Durchlauf wurde<br />

die Geräuschunterdrückung auf die Probe<br />

gestellt. Natürlich wurde auch dabei auf<br />

den Klang geachtet. Wichtig ist: Die klanglichen<br />

Ergebnisse sind keine objektiven<br />

Messwerte, sondern rein subjektive Empfindung.<br />

Dabei wurden die Punktzahlen<br />

von drei Testern ge<strong>mit</strong>telt. Beim Hören <strong>mit</strong><br />

Kopfhörern spielt die Interaktion zwischen<br />

Membran und Ohrmuschel eine große Rolle,<br />

weshalb sich je nach Person unterschiedliche<br />

Klangeindrücke ergeben können. Hier<br />

heißt es: Selber probe hören! Wir können<br />

nur grobe Eigenschaften er<strong>mit</strong>teln.<br />

Der Stresstest der Geräuschunterdrückung<br />

wurde durchgeführt, indem über einen<br />

Lautsprecher (Vollbereich) Rosa Rauschen<br />

abgespielt wurde. Der Pegel im Kopfbereich<br />

des Testers betrug dabei circa 75<br />

Dezibel, C-bewertet. Nachdem die Kopfhörer<br />

aufgeladen oder Batterien eingesetzt<br />

waren, konnte nun der Test beginnen: Die<br />

Musik unter den Schalen wurde <strong>mit</strong> und<br />

ohne lautem Rauschen gehört. Sollten<br />

mehrere Noise-Cancelling-Modi zur Verfügung<br />

stehen, wurden diese je nach Möglichkeit<br />

durchgeschaltet. Denn nicht immer<br />

ist maximale Reduktion das Ziel. Eine Talk-<br />

Through-Funktion sorgt zum Beispiel dafür,<br />

dass zwar tief- und hochfrequente Schallanteile<br />

weiterhin eliminiert werden, Mitten<br />

aber nur geringfügig oder gar nicht beeinflusst<br />

werden. Dadurch bleibt Sprache verständlich<br />

und das Gespräch <strong>mit</strong> dem Sitznachbarn<br />

ist in ruhigerer Kulisse möglich,<br />

als ohne Kopfhörer. Viel Spaß beim Finden<br />

Ihres Lieblings-Geräuschunterdrückers!<br />

Interne Akkus werden meistens per USB-<br />

Schnittstelle geladen<br />

Schalldruck<br />

Schalldruck des äußeren Lärms<br />

um 180 Grad phasenverschobener Gegenschall<br />

des Noise-Cancelling-Systems<br />

um bis zu 90% reduzierter Restschall<br />

Das Gegenschallprinzip<br />

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Musikerlebnis, das selbst Profi s beeindruckt.<br />

www.sony.de/mdr-1<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 39


AKG K 495 NC<br />

„Sanft auf die Ohren“<br />

Ohraufliegende Kopfhörer sind selten bei<br />

Noise-Cancelling-Systemen. Der Grund da-<br />

für ist, dass die Kopfhörerschale <strong>mit</strong> restlos<br />

dicht<br />

<strong>mit</strong> dem<br />

Kopf des Anwenders abschließen<br />

muss. Um das zu gewährleisten,<br />

hat AKG zwei Maßnahmen vorgenom-<br />

men:<br />

Einerseits ist der Anpressdruck der<br />

Hörerr relativ hoch, das heißt, es wirkt eine<br />

große<br />

Kraft von der Seite, welche die<br />

Schalen an die Ohren drückt. Das sorgt<br />

ganz nebenbei auch für einen sicheren<br />

Sitz bei schnellen Kopfbewegungen. Andererseits<br />

eits sind die Ohrpolster aus einem<br />

sehr<br />

weichen Material gefertigt. Dadurch<br />

wird das Tragen trotz des<br />

erhöhten Anpressdrucks nicht<br />

unangenehm,<br />

Brillenträger<br />

sollten je nach Bügelgröße<br />

hinter den Ohren dennoch<br />

erst probe tragen. Zudem<br />

gleichen die weichen Polster<br />

Unebenheiten aus und<br />

sorgen so für ein dichtes<br />

Abschließen am Kopf. Auf<br />

den<br />

Innenseiten des Polsters<br />

sind die Seiten der Audiokanä-<br />

le markiert. Lobenswert ist der<br />

Kern des gepolsterten Bügels, massives<br />

Metall zeugt von Qualität. Der Bügel<br />

lässt sich außerdem an beiden Seiten um elf<br />

nummerierte Schritte ausfahren, die Gleichheit<br />

auf beiden Seiten kann so kinderleicht<br />

überprüft werden. Der Akku ist integriert<br />

und wird per USB-Schnittstelle aufgeladen.<br />

Falls kein USB-Gerät in der Nähe ist, hilft<br />

der <strong>mit</strong>gelieferte Steckdose-USB-Adapter<br />

aus. Beim Klangtest beeindruckte die angenehme<br />

Basswiedergabe. Obwohl tiefe<br />

Orchesterparts deutlich hörbar wiedergegeben<br />

werden, drängt der Tieftonanteil sich<br />

nicht in den Vordergrund und bleibt präzise<br />

und konturiert. Darüber schließt sich ein<br />

ausgeglichener Mittenbereich an, bemängelt<br />

wurde dagegen teilweise der Höhenbereich,<br />

der von einem Tester als zu flach empfunden<br />

wurde. Insgesamt ergibt sich ein<br />

ehrliches Klangbild, das von guter Impulstreue<br />

und Dynamik belebt wird. Lediglich die<br />

Räumlichkeit der Wiedergabe wurde von<br />

einem Tester als zu trocken beschrieben.<br />

Die aktive Geräuschunterdrückung sorgt<br />

klanglich für eine leichte zusätzliche Bassbetonung.<br />

Unser Rauschsignal wurde gut<br />

ausgeschlossen, vor allem die tiefen Anteile.<br />

Obere Mitten kommen am ehesten durch,<br />

Sie bleiben also ansprechbar.<br />

Audio Technica ATH-ANC9<br />

„Unterdrückung <strong>mit</strong> Auswahlmöglichkeiten“<br />

Eine wirklich stabile Hartschalen-Tragetasche<br />

<strong>mit</strong> angebrachtem Karabinerhaken<br />

qualifiziert Audio Technicas Kopfhörer auch<br />

für den Outdoor-Urlaub, der Kopfhörer ist<br />

im Inneren bestens geschützt. Die Ohrschalen<br />

sind ohrumschließend ausgeführt und<br />

sitzen dank weicher Polster auch nach stundenlangem<br />

Hören schmerzfrei, Gleiches gilt<br />

für den gepolsterten Bügel. In dessen Kern<br />

sorgt ein massives Metallband für die nötige<br />

Robustheit. Das Kunststoffgehäuse wirkt<br />

haptisch leider wenig hochwertig, auch der<br />

ruckelig herauszuziehende Einschub für die<br />

Spannungsquelle bedarf unserer Ansicht<br />

nach einer Überarbeitung. Strom liefert<br />

eine einzelne Batterie der Größe AAA, eine<br />

blaue LED am Gehäuse zeigt dann das aktive<br />

Noise Cancelling an. Per Knopfdruck<br />

kann dieses aber auch deaktiviert werden,<br />

denn der Kopfhörer lässt sich auch im passiven<br />

Modus zum Musikhören verwenden.<br />

Neben dem vergoldeten Audio-Kabel liegt<br />

dem System noch ein Kabel <strong>mit</strong> integrierter<br />

Fernbedienung zur Lautstärkesteuerung bei.<br />

Außerdem sind ein Flugzeugadapter sowie<br />

ein Adapter von Achtel- auf Viertelzollklinke<br />

<strong>mit</strong> an Bord, was den Audio Technica für alle<br />

Situationen ausstattet. Bereits im passiven<br />

Modus ist eine beachtliche Abschirmung<br />

von Außengeräuschen gegeben. geben<br />

Das Hinzuschalten<br />

des aktiven Modus ist<br />

jedoch noch<br />

einmal ein Ohrenöffner: Bei nur geringem<br />

Klangverlust verschwinden die<br />

Geräusche<br />

aus der Umgebung fast komplett. lich hohe Frequenzen bleiben<br />

hörbar, tiefe<br />

Lärmquellen wie etwa das Rumpeln einer<br />

Ledig-<br />

Straßenbahn werden effektiv ausgelöscht.<br />

Audio Technica verfügt über drei dene Geräuschunterdrückungs-Methoden:<br />

erdrückungs<br />

für Flugzeug, Büro und Lernumgebung.<br />

Diese unterscheiden sich in den<br />

haupt-<br />

verschiesächlich<br />

bedämpften Frequenzen<br />

und der Gesamtintensität. tät. Klanglich<br />

gibt es zwischen den Methoden<br />

fast keinerlei Unterdeschied.<br />

Insgesamt war Klangeindruck jedoch nicht<br />

komplett zufriedenstellend:<br />

Der dumpfe, mulmige, aber<br />

drucklose Bass und die präsenten<br />

Mitten geben dem<br />

Hörer einen gedrungenen<br />

Klangcharakter. Impulsfreudigkeit<br />

und Dynamik setzen<br />

positive Akzente, wir würden<br />

uns aber klangliche Nachbesserung<br />

wünschen, um an die sehr<br />

gute Unterdrückung anzuknüpfen.<br />

Bilder: AKG, Audio Technica, Bose, Denon<br />

40 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Bose QuietComfort 15<br />

„Keine Klangkompromisse“<br />

Schon auf größere Distanz erkennt man<br />

das typisch ovale Bose-Design der Quiet<br />

Comfort 15. In dem schwarzen Hardcase<br />

kommt der Kopfhörer beim Transport sicher<br />

unter. Außerdem bringt ein anhaftbares<br />

Klett-Täschchen im Inneren Platz für das<br />

Zubehör. Dieses besteht aus einem Adapter<br />

für Unterhaltungssysteme im Flugzeug und<br />

zwei Audiokabeln – ein einfaches und eines<br />

<strong>mit</strong> In-Line-Fernbedienung, welches auch<br />

zu Apple-Geräten kompatibel ist. Eine besonderheit<br />

ist die Impedanzanpassung am<br />

Kabel. Die Stellung „Lo“ sorgt dafür, dass<br />

das Signal gedämpft wird. Das hilft dann,<br />

wenn zum Beispiel im Flugzeug ein generell<br />

sehr großer Pegel am Kopfhörerausgang<br />

anliegt. Aber auch im Heimbetrieb kann<br />

diese Einstellung von Vorteil sein: Einen<br />

guten Kopfhörerverstärker kann man dann<br />

eventuell besser in den Arbeitsbereich fahren,<br />

statt ihn auf der untersten Schwelle<br />

seiner Leistung zu betreiben. Der Anschluss<br />

samt dem Bauteil zur Pegelreduktion wird<br />

in die Schale eingesetzt und verschwindet<br />

so komplett, nur das Kabel schaut am Ende<br />

heraus. Eine sehr elegante Lösung, die auch<br />

das Abknicken des Kabels erschwert. Der<br />

Kopfhörer selbst ist ein ohrumschließendes<br />

System. Die Bügelkonstruktion ktion ist insgesamt<br />

leicht geneigt, weshalb die che weiter vorne liegt als bei vielen<br />

anderen Kopfhörern. Während die<br />

Auflageflä-<br />

Kunststoffschalen Geschmackssache<br />

sind, überzeugt der gel <strong>mit</strong> seiner Flexibilität. Der<br />

flexible Metallkern macht<br />

sogar eine gewisse Ver-<br />

drillung <strong>mit</strong>. Im Klangtest<br />

überzeugte Bose<br />

auf ganzer Linie. Der<br />

Büausgeglichensamteindrucwird<br />

ge-<br />

Getragen<br />

von einer haften Dynamik und<br />

einer filigranen Detailauflösung<br />

im Höhenbelebreich.<br />

Im Zusammenspiel<br />

<strong>mit</strong> der angenehmen<br />

Räumlichkeit ergibt sich<br />

ein klares Klangbild, ledigeinelich<br />

für den Geschmack Testers hätte der Bass stärker geprägt sein können. Aufgepasst: Ist<br />

die seitlich ins Gehäuse einsetzbare AAA-<br />

Batterie aufgebraucht, ist über die Quiet<br />

aus-<br />

Comfort 15 nichts mehr zu hören.<br />

Denon AH-NCW 500<br />

„Bassstarker Ohrauflieger“<br />

Beim Öffnen des Paketes macht Denons<br />

Geräuschunterdrücker gleich mächtig Ein-<br />

druck: Geliefert wird der Hörer in einer<br />

edlen,<br />

gepolsterten, blau-schwarzen<br />

Klappbox. Auch die darin befindliche<br />

Aufbewahrungstasche macht einen<br />

hochwertigen Eindruck, fällt jedoch<br />

auch<br />

größer aus als bei den meisten<br />

anderen Modellen im Test. Ds Zubehör<br />

umfasst neben dem Flugzeugadapter<br />

ein<br />

Ladekabel für den integrierten<br />

Akku<br />

und das Audiokabel <strong>mit</strong> vergoldeten<br />

Kontakten. Telefonate und<br />

Fernsteuerung des Players sind dennoch<br />

<strong>mit</strong> dem Kopfhörer möglich,<br />

denn neben der kabelgebundenen<br />

Übertragung beherrscht das Sys-<br />

tem<br />

auch Bluetooth. Doch da<strong>mit</strong><br />

alleine nicht genug: Denon setzt<br />

auf Qualität und lässt anstatt<br />

des qualitativ <strong>mit</strong>telmäßigen<br />

SBC-Codecs aptX oder AAC<br />

zum Einsatz kommen. Beim<br />

Telefonieren kommt weiterhin<br />

der Algorithmus cVc zum<br />

Einsatz. Dieser unterdrück<br />

Hintergrundgeräusche, sodass<br />

die Stimme deutlich verständlich<br />

bleibt. Denons Kopfhörer<br />

ist eines der beiden ohraufliegenden Modelle<br />

im Testfeld. Trotz der weichen Ohrpolster<br />

sorgte der Anpressdruck bei den<br />

beiden Brillenträgern unter den Testern zum<br />

Aufstöhnen: Je nach Bügelstärke sollte hier<br />

unbedingt probegetragen werden, ansonsten<br />

könnte auf Dauer der Spaß am Hören<br />

verlorengehen. Der Bügel ist eine äußerst<br />

robuste Konstruktion aus drei Metallkernen.<br />

Klanglich zeigt Denon einiges an Charakter.<br />

Die Höhen waren sehr klar, teilweise stachen<br />

jedoch einzelne Anteile wie etwa eine<br />

Triangel aus dem Gesamtbild heraus. Der<br />

äußerst kräftige Bassanteil ist Geschmackssache<br />

und qualifiziert das System eher für<br />

elektronische und andere basslastige Musik.<br />

Für viele andere Musikstile bewegt man sich<br />

hier an der oberen Grenze. Insgesamt ergibt<br />

sich so der Eindruck des typischen „Badewannen-Equalizers“.<br />

Die Geräuschunterdrückung<br />

löscht hauptsächlich tieffrequente<br />

Schallanteile aus. Die Bedämpfung in den<br />

Mitten und Höhen ist durchschnittlich. Beim<br />

Einschalten des aktiven Noise Cancelling ist<br />

nur ein geringer Klangunterschied zu verzeichnen:<br />

Der Höhenbereich klingt minimal<br />

spitzer. Insgesamt ist der Denon-Hörer ein<br />

System <strong>mit</strong> Charakter, das jedoch nicht alle<br />

Geschmäcker treffen dürfte.<br />

Test 41


Logic3 T350<br />

„Nichts für kleine Köpfe“<br />

Mit dem T350 von Logic3 haben wir wohl<br />

das in der Verarbeitung hochwertigste Ge-<br />

rät des Testfeldes. Der Kopfhörer gehört<br />

zur Ferrari<br />

Cavallion Collectino und lässt<br />

sich diese edle Herkunft auch anmerken.<br />

Schon auf der edlen, schwarzen Aufbewahrungsbox<br />

prangt das bekannte<br />

Pferd der Scuderia. Die Hartschale ist<br />

außerdem sehr robust und schützt<br />

das Innere bestens vor Krafteinwirkungen.<br />

Allerdings ist sie auch eine<br />

der größeren, was allerdings die Konstruktion<br />

des Kopfhörers bedingt. Die<br />

Ohrumschließenden Ohrmuscheln<br />

sind dir größten im Testfeld und sitzen<br />

Dank<br />

der weichen Polsterung auch<br />

nach stundenlangem Hören äußerst<br />

bequem. Auch der Kopfbügel<br />

weiß durch sein Polster zu überzeugen,<br />

hat dies jedoch auch<br />

nötig. Die zwei AAA-Batterien<br />

in der Ohrmuschel sind nicht<br />

die einzigen Bauteile, die den<br />

Kopfhörer etwas schwerer machen<br />

als die Konkurrenten. Den<br />

einzigen Abstrich hinsichtlich der<br />

Verarbeitung musste die Redaktion<br />

beim<br />

Bügel machen: Das Innere besteht<br />

lediglich aus Kunststoff. Zwar ist die<br />

Bügelgröße in mehreren Stufen verstellbar,<br />

jedoch ist auch die kleinste Größe noch zu<br />

weit für schmale Gesichter. An Zubehör<br />

liefert Logic3 neben dem obligatorischen<br />

Flugzeugadapter gleich drei Audiokabel<br />

<strong>mit</strong>, die sich durch die In-Line-Fernbedienung<br />

unterscheiden. Auch die Qualität der<br />

Signalleiter überzeugt: Die vergoldeten<br />

Kontakte zeugen ebenso von Wertigkeit<br />

wie die stoffummantelten Hülsen. Im Gegensatz<br />

zu gummierten Kabeln bleiben<br />

diese nicht so einfach an der Kleidung hängen,<br />

was den Tragekomfort bei Laufen und<br />

Bewegen erhöht. Klanglich ist Logic3 auf<br />

der Überholspur: Präzise und kraftvolle Basseinlagen<br />

ohne Konturverlust ergänzen den<br />

luftigen, klaren Hochtonbereich. Die Instrumente<br />

eines Orchesters sind feinaufgelöst<br />

und differenzierbar herauszuhören. Sehr<br />

gute Impulstreue und Dynamik unterstützen<br />

das musikalische Geschehen und lassen<br />

den Hörer darin eintauchen. Der offene Höreindruck<br />

unterstützt dieses Empfinden und<br />

verhindert trotz der Geräuschreduktion das<br />

Gefühl, abgegrenzt unter einer Kuppel zu<br />

sitzen. Die Dämpfung bewegt sich im Mittelfeld,<br />

insgesamt bleibt das Urteil: Bravo!<br />

Sennheiser MM 550-X<br />

„Auch für kabelloses Hörvergnügen“<br />

Sennheiser schlägt sich nicht nur im Bereich<br />

Funkkopfhörer überragend, sondern erobert<br />

<strong>mit</strong> dem MM 550-X auch den Bereich des<br />

Noise Cancelling. Dabei wird nicht an Zubehör<br />

gespart: Neben dem Audiokabel samt<br />

Adapter für Flugzeug und Viertelzollbuchsen<br />

liefert Sennheiser auch einen USB-Steckdosen-Adapter<br />

<strong>mit</strong>. Dank dreier Steckeraufsätze<br />

kann so in vielen Urlaubsländern<br />

der interne Akku aufgeladen werden, auch<br />

wenn sich kein Gerät <strong>mit</strong> USB-Anschluss in<br />

der Nähe befindet. Auch äußerlich bietet<br />

der Kopfhörer Interessantes: Die Ohrenschalen<br />

lassen sich eindrehen, und dank der Gelenke<br />

am unteren Ende des Bügels können<br />

die Hörer sehr kompakt zusammengefaltet<br />

werden. Dadurch fällt auch die <strong>mit</strong>gelieferte<br />

Tragetasche kleiner aus, als bei den anderen<br />

Kopfhörern im Test. Allerdings verzichtet<br />

diese auch auf Hartschalen, weshalb Sie<br />

überlegen sollten, wo genau im Gepäck<br />

der Kopfhörer untergebracht werden kann,<br />

ohne Schaden zu nehmen. Der Kopfbügel<br />

besitzt einen robusten Metallkern und ist<br />

relativ flach in der Form. Dadurch ergibt sich<br />

ein anderes Tragegefühl als bei den meisten<br />

Kopfhörern, Probetragen ist empfehlenswert.<br />

Auf der kleinsten Stufe der Bügel ist<br />

das System sogar für kleinste Köpfe geeignet.<br />

Der Anpressdruck ist ziemlich hoch,<br />

weshalb nach längeren Hörsitzungen das<br />

Hörvergnügen leiden kann. Während<br />

SRS WOW HD für eine räumlichere<br />

Wiedergabe sorgt, kann Sennheiser<br />

den Funkweg doch nicht ganz<br />

außen vorlassen: Dank Bluetooth<br />

kann Musik auch von<br />

portablen Geräten zugespielt<br />

werden. Dabei lässt Sennheiser<br />

sich nicht lumpen<br />

und spendiert dem System<br />

den qualitativ hochwertigen<br />

aptX-Codec. Beim Thema<br />

Klang scheiden sich die Geister<br />

der Tester. Während<br />

zwei Probanden einen<br />

leicht blechernen Charakter<br />

feststellten und<br />

den Bassbereich gerne<br />

kräftiger hätten,<br />

mochte ein Tester den<br />

zurückhaltenden, konturreichen<br />

Bass. Einigkeit<br />

hingegen bestand<br />

bei der klaren Höhenwie-<br />

e-<br />

dergabe. Die gute Geräuschunterdrückung<br />

lässt per Knopfdruck<br />

Sprache passieren.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Hama, Logic3, Sennheiser<br />

42 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Sony MDR-1RNC<br />

„Für Flugzeug, Bahn und Büro“<br />

Sonys Geräuschunterdrücker kommt in einer<br />

edlen schwarzen Kappbox daher. Darin wiederum<br />

befindet sich die praktische Aufbewahrungstasche<br />

für unterwegs, die dank der<br />

verstärkten Ober- und Unterseite den Kopfhörer<br />

auch im Reisegepäck effektiv schützt.<br />

Für Ordnung sorgt zudem eine kleine Zubehörtasche,<br />

in der Audio- und Ladekabel sowie<br />

ein Flugzeug-Adapter Platz finden. Zum<br />

Zubehör gehören ein einfaches Audio-Kabel<br />

und eins <strong>mit</strong> integrierter Fernbedienung, sodass<br />

beispielsweise die Lautstärke bequem<br />

am Kabel justiert werden kann. Der Anschluss<br />

am Kopfhörer ist geschickt am Ende<br />

des Bügels integriert, sodass das Kabel nicht<br />

zur Knickfalle am Rand sondern sogar zur<br />

optischen Weiterführung des Designs wird.<br />

Das ohrumschließende System sitzt dank<br />

der weichen Ohrpolster auch auf Dauer sehr<br />

bequem und schließt sogar schon im passiven<br />

Modus Außengeräusche gut aus. Der<br />

Bügel ist in mehreren Stufen verstellbar und<br />

besitzt einen Metallkern, der ihm Stabilität<br />

verleiht. Der integrierte Akku wird über das<br />

<strong>mit</strong>gelieferte USB-Kabel aufgeladen. Löblich<br />

ist dabei, dass der Kopfhörer jedoch<br />

auch ohne Noise Cancelling, also bei leerem<br />

Akku, einsatzbereit ist und Musik wiedergibt.<br />

Beim Klangtest fiel zwei Probanden<br />

die etwas kräftige und konturarme wiedergabe auf, welche für einen dumpfen<br />

Bass-<br />

Gesamteindruck führte. Durch eine e leichte<br />

Unterbetonung der Mitten stellte sich bei<br />

einem Hörer dann dennoch das Gefühl<br />

ein, dass der Klang nicht satt genug<br />

ist. Die Höhen überzeugen durch eine<br />

angenehme Klarheit. Dennoch werden<br />

einzelne Instrumente wie etwa<br />

Triangel oder Becken nicht überbe-<br />

e-<br />

tont, sondern verbleiben homogen<br />

im Orchester. Dynamik und Impulstreue<br />

unterstützen das musikalische<br />

Geschehen und sorgen für Lebendigkeit,<br />

ebenso die angenehme<br />

Räumlichkeit der Wiedergabe.<br />

Eine Besonderheit sind die drei<br />

Noise-Cancelling-Methoden.<br />

Der Kopfhörer analysiert die<br />

Umgebungsgeräusche und<br />

schaltet automatisch zwischen<br />

den Modi für Fluggeräusche,<br />

Verkehrslärm und Büroumgebung<br />

um. Das Ergebnis der Abschirmung<br />

ist das beste im Testfeld<br />

und kommt <strong>mit</strong> nur einem geringen gen<br />

Rückgang des Tieftonbereichs daher.<br />

Soul/Hama SL300<br />

„Stille <strong>mit</strong> Stil“<br />

Kopfhörer im Lifestyle-Design sind in, das<br />

wissen wir spätestens seit Skull Candy und<br />

Beats bei Dr. Dre. Die Marke Soul von Hama<br />

bietet ebenfalls einen frischen und moder-<br />

nen Anblick bei ihren Kopfhörern. Schade ist,<br />

dass die Verarbeitung eit des Kunststoffgehäu-<br />

ses das an und für sich schicke Design nicht<br />

unterstützt, sondern viele Spalten aufweist.<br />

Chic dagegen ist das Polster <strong>mit</strong> Stichmuster<br />

am Bügel, welches komfortablen Sitz ga-<br />

rantiert. Auch<br />

die Ohrschalen bestechen<br />

durch weichee Polster, haben jedoch noch<br />

mehr Finesse<br />

e zu bieten: Sie sind kippbar<br />

gelagert, sodass sie sich beim Aufsetzen<br />

optimal an<br />

die Kopfform anpassen. Die<br />

zwei AAA-Batterien A- für die Stromversorgung<br />

finden unter dem durch<br />

Drehen abnehmbaren Logo auf<br />

der Schalenaußenseite Platz.<br />

Der robuste Metallkern im<br />

Bügel verleiht dem System<br />

Stabilität. Dank der Gelenke<br />

am unteren Ende<br />

lässt sich der Hörer zusammenfalten<br />

und findet<br />

in einer der kleinsten<br />

Tragetaschen Platz. Diese<br />

ist <strong>mit</strong> Hartschalen und Karabiner<br />

auch für härtere Touren<br />

ausgelegt. Auch Hama legt Flugzeugadapter<br />

und Kabel <strong>mit</strong> In-Line-Fernbedienung bei.<br />

Dank des Adapters auf Viertelzollklinke ist<br />

der Hörer auch für hochwertige Verstärker<br />

geeignet. Die Kabel besitzen vergoldete Kontakte<br />

und sind flach ausgeführt, wodurch sie<br />

sich besser unter der Kleidung verlegen lassen.<br />

Beim Klangtest enttäuschte das System<br />

leider durch die schwache Basswiedergabe.<br />

Wenig Kontur und kraftlose Paukenschläge<br />

nehmen der Musik die Energie und geben<br />

dem Klangcharakter einen dünnen Eindruck.<br />

Dieser wird begünstigt durch den sehr räumlichen<br />

Klangcharakter. Im Mitten- und Höhenbereich<br />

spielt der Hörer nicht neutral auf,<br />

sondern zeigt starken Charakter. Es sollte<br />

beim Testhören herausgefunden werden, ob<br />

dieser zum eigenen Geschmack passt oder<br />

beispielsweise hohe Frequenzen zu sehr hervorgehoben<br />

sind. Die starke Räumlichkeit<br />

bringt eine gute Differenzierung des akustischen<br />

Geschehens <strong>mit</strong> sich, auch die lebendige<br />

Dynamik der Wiedergabe überzeugt<br />

und unterstützt die Musik. Beim Aktivieren<br />

der Geräuschunterdrückung macht sich ein<br />

Klangunterschied bemerkbar, sowohl frequenziell<br />

als auch dynamisch. Hama zeigt<br />

die zweitbeste Geräuschunterdrückung im<br />

Testfeld, vor allem im Bassbereich!<br />

Test 43


Fazit<br />

Drei Tester haben eine Menge Impressionen<br />

und Meinungen, die im Laufe einer Hörsitzung<br />

zustande kommen. Der erste Eindruck<br />

war oftmals: „Für diesen Preis hätte ich<br />

klanglich mehr erwartet.“ Doch halt, hier<br />

sollten Sie sich zwei Mal überlegen, woher<br />

eigentlich der Preis für die hier vorgestellten<br />

Systeme kommt. Es ist nicht etwa der<br />

Kopfhörer <strong>mit</strong> Signalführung, Gehäuse und<br />

Treibern alleine, der viel Entwicklungsarbeit<br />

kostet, sondern vor allem die aufwendige<br />

Elektronik für die aktive Geräuschunterdrückung.<br />

Bauteile wie die Mikrofone zur<br />

Schallaufnahme und die Signalverarbeitung<br />

im Inneren kommen bei einfachen Kopfhörern<br />

nicht vor. Auch die Stromversorgung<br />

muss bedacht werden, denn teilweise wird<br />

diese durch einen integrierten Akku übernommen.<br />

So stimmt es natürlich, ein gleich<br />

gutes oder sogar besseres Klangerlebnis<br />

kann <strong>mit</strong> einfachen Kopfhörern <strong>mit</strong> weniger<br />

Geld realisiert werden. Doch die Funktion<br />

im Mittelpunkt sollte diesmal die aktive<br />

Geräuschunterdrückung sein.<br />

Zugegeben: Keiner der Tester hatte zuvor<br />

schon einmal Kopfhörer <strong>mit</strong> Geräuschunterdrückung<br />

ausprobiert, man ging also<br />

<strong>mit</strong> vollkommen unbeschriebenen Blättern<br />

ans Werk. Der erste Eindruck war, dass die<br />

meisten Kopfhörer durch ihre geschlossene<br />

Bauweise bereits einen gewissen<br />

Teil der Umgebungsgeräusche schlucken.<br />

Bei portablen Kopfhörern Standard: In-Line-<br />

Fernbedienung für Lautstärke und Telefonat<br />

Nach der Aktivierung der aktiven Geräuschunterdrückung<br />

ergeben sich schon die<br />

ersten Unterschiede. Während Sony und<br />

Hama eine sehr starke Unterdrückung der<br />

Umgebung erreichen, lassen Denon und<br />

Logic3 durchaus noch Geräusche passieren.<br />

Allen gemein ist die gute Unterdrückung<br />

von Tieftonanteilen, was gerade<br />

im Flugzeug oder in der Straßenbahn die<br />

Nerven schont. Einige Kopfhörer wie AKG<br />

oder Hama weisen beim Einschalten eine<br />

Änderung der Klangcharakteristik auf. So<br />

wird bei AKGs Noise Cancellern die Basswiedergabe<br />

leicht verstärkt, Hama scheint<br />

Lautheit durch eine Dynamikkompression<br />

zu gewinnen. Insgesamt überzeugten Logic3,<br />

Bose und Sennheiser durch die besten<br />

klanglichen Ergebnisse – zumindest in<br />

Das Innenleben ist komplizierter, als man von<br />

außen vermutet – und rechtfertigt den Preis<br />

den Ohren unserer Tester. So liefern Hama<br />

und Denon wiederum Kopfhörer <strong>mit</strong> stark<br />

charakteristischen Klangfärbungen. Das<br />

sollten Sie nicht von vornherein als negativ<br />

ansehen. Obwohl Neutralität oftmals angestrebt<br />

wird, ist ein Kopfhörer doch am<br />

richtigsten, wenn das Hören da<strong>mit</strong> Freude<br />

bereitet. Und darüber, ob diese Verfärbungen<br />

gefallen oder nicht, entscheidet<br />

nun einmal der persönliche Geschmack.<br />

Positiv ist, dass alle Geräte sowoohl eine<br />

Tragetasche, außer Sennheiser als Hardcase,<br />

und einen Adapter fürs Flugzeug<br />

beigelegt bekommen. Dabei wird auch die<br />

Ausrichtung der Geräuschunterdrückung<br />

deutlich: Kopfhörer für den Einsatz unterwegs.<br />

In diesem Sinne wünschen wir eine<br />

ruhige, klangvolle Reise!<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller Logic3 Sennheiser Bose Sony<br />

Modell T350 MM 550-X QuietComfort 15 MDR-1RNC<br />

Preis (UVP) 359 Euro 399 Euro 350 Euro 399 Euro<br />

Gewicht 338 Gramm 179 Gramm 193 Gramm 330 Gramm<br />

Informationen www.iad-audio.de www.sennheiser.de www.bose.de www.sony.de<br />

Features<br />

Wandlerprinzip dynamisch dynamisch dynamisch dynamisch<br />

Arbeitsweise geschlossen geschlossen geschlossen geschlossen<br />

Ohrenschale ohrumschließend ohrumschließend ohrumschließend ohrumschließend<br />

Kabellänge und -führung 1,2 Meter einseitig 1,2 Meter einseitig 1,2 Meter einseitig 1,2 Meter einseitig<br />

Adapter (1/8 Zoll zu 1/4 Zoll) steckbar steckbar – –<br />

Nennimpedanz 32 Ohm 590 Ohm (aktiv), 100 Ohm (passiv) keine Angabe 51 Ohm (aktiv), 19 Ohm (passiv)<br />

Frequenzgang laut Hersteller 20 Hz–20 kHz 15 Hz–22 kHz keine Angabe 5 Hz–24 kHz<br />

Ohrpolster Kunstleder Kunstleder Kunstleder Kunstleder<br />

Aufbewahrungstasche Hardcase, <strong>mit</strong>geliefert <strong>mit</strong>geliefert Hardcase, <strong>mit</strong>geliefert Hardcase, <strong>mit</strong>geliefert<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· sehr guter Klang<br />

· edle Verarbeitung<br />

· Bluetooth-Unterstützung <strong>mit</strong> aptX<br />

· SRS WOW HD<br />

· Speak-Through-Modus<br />

· ausgeglichener Klangeindruck<br />

· Impedanzanpassung möglich<br />

· sehr starke Geräuschunterdrückung<br />

· wertige Verarbeitung<br />

· automatisch umschaltende NC-Modi<br />

Nachteile<br />

· relativ groß<br />

· Tasche ohne Hartschalen · Kunststoffgehäuse · großes Gewicht<br />

· großes Gewicht<br />

Bewertung<br />

= Höchste Wertung<br />

Audio<br />

Basswiedergabe<br />

Mittenwiedergabe<br />

Höhenwiedergabe<br />

Lebendigkeit<br />

Wiedergabequalität<br />

Geräuschunterdrückung<br />

Ausstattung/Verarbeitung<br />

Benutzerfreundlichkeit/<br />

Tragekomfort<br />

Preis/Leistung Sehr gut Gut Sehr gut Gut<br />

Ergebnis<br />

Bilder: Bose, Logic3<br />

44 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Hersteller AKG Audio Technica Hama Denon<br />

Modell K 495 NC ATH-ANC9 Soul SL300 AH-NCW500<br />

Preis (UVP) 349 Euro 279 Euro 299 Euro 470 Euro<br />

Gewicht 235 Gramm 220 Gramm 285 Gramm 270 Gramm<br />

Informationen de.akg.com eu.audio-technica.com www.hama.de www.denon.de<br />

Features<br />

Wandlerprinzip dynamisch dynamisch dynamisch dynamisch<br />

Arbeitsweise geschlossen geschlossen geschlossen geschlossen<br />

Ohrenschale ohraufliegend ohrumschließend ohrumschließend ohraufliegend<br />

Kabellänge und -führung 1,4 Meter einseitig 1,2 Meter einseitig 1,2 Meter einseitig 1,2 Meter einseitig<br />

Adapter (1/8 Zoll zu 1/4 Zoll) – steckbar steckbar –<br />

Nennimpedanz 26 Ohm 100 Ohm keine Angabe 32 Ohm<br />

Frequenzgang laut Hersteller 20 Hz–20 kHz 10 Hz–25 kHz keine Angabe 5 Hz–37 kHz<br />

Ohrpolster Kunstleder Kunstleder Kunstleder Kunstleder<br />

Aufbewahrungstasche Hardcase, <strong>mit</strong>geliefert Hardcase, <strong>mit</strong>geliefert Hardcase, <strong>mit</strong>geliefert Hardcase, <strong>mit</strong>geliefert<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· wertige Verarbeitung<br />

· Steckdose-USB-Adapter<br />

· angenehm leicht<br />

· drei umschaltbare NC-Modi<br />

· Lifestyle-Design · Bluetooth <strong>mit</strong> apt-X und AAC<br />

· Hintergrundgeräuschfi lter für Telefonate<br />

Nachteile · obere Mitten nur wenig gedämpft · dumpfer, gedrängter Klangcharakter · halliger, dünner Klang · dumpfer, mulmiger Bass<br />

Bewertung<br />

= Höchste Wertung<br />

Audio<br />

Basswiedergabe<br />

Mittenwiedergabe<br />

Höhenwiedergabe<br />

Lebendigkeit<br />

Wiedergabequalität<br />

Geräuschunterdrückung<br />

Ausstattung/Verarbeitung<br />

Benutzerfreundlichkeit/<br />

Tragekomfort<br />

Preis/Leistung Gut Gut Gut Befriedigend<br />

Ergebnis<br />

Test 45


Die Volksanlage<br />

Linn Kiko<br />

Sie zählen zu den weltbesten Netzwerkplayern und simultan <strong>mit</strong> zu den kostspieligsten.<br />

Wer verhältnismäßig günstig in die Edelliga einsteigen will und auf lange<br />

Konfigurationsorgien verzichten kann, soll nun das passende Komplettsystem<br />

erhalten. Aber ist dem wirklich so?<br />

Der schottische Hi-Fi-Hersteller Linn –<br />

bekannt für seine Edel-Netzwerkplayer<br />

– hat Zuwachs bekommen. Der neueste<br />

Spross wird Kiko genannt und wirft<br />

zunächst Fragen nach dem wahren Vater<br />

auf. Denn Assoziationen <strong>mit</strong> den Lifestyle-<br />

Systemen aus Boston sind nicht direkt von<br />

der Hand zu weisen, auch wenn sich diese<br />

rein auf den TV-Gebrauch spezialisieren.<br />

Nach erstem Erstaunen steht nun ein<br />

deutlich verjüngtes und kompaktes Set auf<br />

unserem Tisch - geht Linn jetzt etwa neue<br />

Wege? Die Frage ist teilweise zu bejahen,<br />

für eingefleischte Linn-Fanatiker stehen<br />

die bekannten Netzwerkplayer aber auch<br />

zukünftig bereit. Die Schotten wechseln<br />

nicht ihr Image, sie beziehen neue Käuferschichten.<br />

Diese liegen zwischen den Hobbyisten,<br />

deren Suche nach dem perfekten<br />

Klang ihr halbes Leben gewidmet ist und<br />

den Lifestyle-orientierten Käufern, denen<br />

ein Sonos-System zu einfach ist. Sie haben<br />

ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein und<br />

schätzen Feinheiten wie den Sticker eines<br />

Karl McKay, der unser Testgerät abschließend<br />

verifizierte.<br />

Das Set besteht aus zwei Regallautsprechern<br />

und dem Kiko-DSM-Receiver, der<br />

analoge und digitale Signale über Miniklinke,<br />

S/PDiF, Koax, HDMI und aus dem Netzwerk<br />

empfängt. Ausgangsseitig dienen<br />

zwei Speakon-Anschlüsse der Ansteuerung<br />

der beiden Aktivlautsprecher. Die HDMI-<br />

Inputs beschränken sich auf das unkomprimierte<br />

PCM-Format, das sowohl in Stereo<br />

als auch mehrkanalig vorliegen darf. Bei<br />

Bedarf werden die Links-, Center-, Rechtsinformationen<br />

zusammengemischt wiedergegeben<br />

und die Surround-Kanäle an einen<br />

AV-Receiver weitergeleitet. Dies bedeutet<br />

in der Praxis eine klangliche Steigerung der<br />

beiden Front-Kanäle, die durch den Kiko<br />

noch weitläufiger als unsere Mittelklasse-<br />

AVRs der letzten Ausgabe klingen. Die<br />

Verbindung zwischen Player und Lautsprechern<br />

gelingt <strong>mit</strong> den extra für den Kiko gefertigten,<br />

vierpoligen Speakon-Kabeln <strong>mit</strong><br />

Neutrik-Steckern. Die vier sorgsam ummantelten<br />

Adern pro Kabel, teilen sich in jeweils<br />

zwei für den Hochton- sowie zwei für den<br />

Tief<strong>mit</strong>teltonbereich auf und werden intern<br />

von vier Verstärkern nach dem Bi-Amping-<br />

Prinzip versorgt. Die Frequenzzuweisung<br />

übernimmt der integrierte DSP, der auch<br />

Linn Kiko<br />

AUSGABE 1.2013<br />

für die weitere Signalverarbeitung verantwortlich<br />

ist. Durch diese Eigenheit darf<br />

das Kiko-System ausschließlich <strong>mit</strong> seinen<br />

eigenen Lautsprechern betrieben werden.<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

Die 2-Wege-Speaker werden von einer<br />

umlaufenden Aluminiumwand umgeben,<br />

die in ihrem Inneren <strong>mit</strong> einer Bitummatte<br />

vor Schwingungen geschützt sind.<br />

Um direkte Wandreflexionen zu vermeiden,<br />

sind die Bassreflexöffnungen der<br />

26-Zentimeter-hohen Lautsprecher nach<br />

oben ausgerichtet.<br />

Für die Ersteinrichtung steht ein Set-up-<br />

Wizzard bereit, der nach wenigen Klicks<br />

online geladen und auf dem Computer installiert<br />

ist – eine zusätzliche Installations-<br />

CD gibt es nicht. Der Wizzard führt uns<br />

Schritt für Schritt durch die komplette Konfiguration,<br />

vom ersten Auspacken, über<br />

das Anschließen bis zur individuellen Anpassung<br />

des Systems. Auch hier ziehen wir<br />

Parallelen zu den TV-Systemen von Bose.<br />

Der Einrichtungsassistent zeigt genau, was zum<br />

Lieferumfang gehört<br />

Nach Batterieeingabe steht der Bedienung des<br />

Kiko-Systems nichts mehr im Weg<br />

Die <strong>mit</strong>gelieferten Lautsprecherkabel werden<br />

zuerst <strong>mit</strong> der Konsole verbunden...<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Linn<br />

46 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Zum Abschluss wird man <strong>mit</strong> einem hochauflösenden<br />

Beispiellied aus dem hauseigenen<br />

Plattenlabel Linn Records belohnt.<br />

Zur Steuerung liegt dem Kiko-System eine<br />

Fernbedienung bei, die je nach Bedarf<br />

durch eine iOS-App oder den Desktop-<br />

Controller Kinsky ersetzt werden kann.<br />

Beide zeigen wie auch bei der Verwendung<br />

der größeren Systeme Albencover, Titelnamen<br />

und die Wiedergabeauflösung an.<br />

Die von Linn schon seit jeher gewohnten<br />

Funktionen wie schneller Vor- und Rück-<br />

...und anschließend <strong>mit</strong> den Lautsprechern. Die<br />

Kabel sind dabei farbig markiert<br />

Betätigt man die Raute-Taste für 3 Sekunden,<br />

wird die richtige Verbindung überprüft<br />

Das Einstecken des Netzwerkkabels öffnet das<br />

Tor zur Onlinewelt<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 47


Halb Streamer und halb AV-Receiver: Kiko vereint beide Welten, indem er Linns Netzwerkkompetenzen um HDMI-Schnittstellen ergänzt<br />

lauf sowie lückenlose Albenwiedergabe<br />

sind auch im Kiko integriert. Ebenfalls darf<br />

sich der Benutzer auf die Eigenentwicklung<br />

Songcast freuen, die aus dem Kiko<br />

einen Airplay-Client macht und Musik – in<br />

CD-Qualiät - von sämtlichen unterstützten<br />

iTunes-Geräten empfängt und wiedergibt.<br />

Die klassische Musikwiedergabe aus dem<br />

Netzwerk hört aber immer noch auf den<br />

Namen UPnP und Unterstützt im Falle von<br />

Linns Entwickler haben selbst an eine Wandaufhängung<br />

für die Lautsprecher gedacht<br />

Linn verlustfreie Formate wie WAV, FLAC<br />

und ALAC in Auflösungen bis zu 24 Bit und<br />

192 Kilohertz. Genau dieses Kaufargument<br />

unterscheidet die Kompaktanlage von all<br />

ihren Mitbewerbern, die auch klanglich<br />

nicht an das enorme Potenzial der schottischen<br />

Entwicklungskunst heranreichen<br />

können. Gemessen an der Größe erfuhren<br />

wir einen gut abgestimmten Gesamtcharakter,<br />

der nicht auf höchste Neutralität<br />

getrimmt zu sein scheint, dafür schnell den<br />

Hörer zu begeistern weiß. Mit einer warmen<br />

Grundstimmung wussten vor allem<br />

rockige E-Gitarren zu gefallen, die <strong>mit</strong><br />

straffem Grundton wiedergegeben wurden.<br />

Trotz der kompakten Bauweise der<br />

beiden Regallautsprecher, erfuhren wir bei<br />

großen Kesselpauken einen trockenen und<br />

dynamischen Klang, der sich gemessen<br />

an der Größe wirklich hören lassen kann.<br />

Reine Gesangsstimmen hatten zu keiner<br />

Zeit <strong>mit</strong> S-Laut- und Konsonantenüberzeichnungen<br />

zu kämpfen und fügten sich<br />

angenehm in das Klangbild ein. Auch per<br />

HDMI zugespielte SACDs und Blu-ray Discs<br />

zeichneten je nach Aufstellungsbreite eine<br />

weitläufige Bühne, die kleinere Surround-<br />

Satellitensysteme nur schwer erreichen.<br />

Egal ob per Smartphone, Blu-ray-Player<br />

oder aus dem Netzwerk: Linns Kiko versteht<br />

sich <strong>mit</strong> allen modernen und klassischen<br />

Zuspielmedien und ist da<strong>mit</strong> ein<br />

familienfreundliches Allround-System. Bei<br />

all der integrierten technischen Raffinesse,<br />

würden wir uns nicht wundern, wenn<br />

Linn seinen Kunden in absehbarer Zukunft<br />

ein kostenloses Tool zur Raumoptimierung<br />

anbieten würde. Wer auf der Suche nach<br />

einer modernen, sofort betriebsbereiten<br />

Hi-Fi-Anlage ist, kommt an der Linn Kiko<br />

nicht vorbei.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Farben<br />

Anschlüsse<br />

Linn<br />

Kiko<br />

2 995 Euro<br />

Basis: 28 × 7,5 × 27 cm,<br />

Lautsprecher: 14,5 × 26 × 19 cm<br />

5,5 kg (Gesamtsystem)<br />

www.linn.co.uk<br />

Baby Blau, Blau, Champagner, Schwarz,<br />

Silber, Weiß<br />

analog<br />

Audio<br />

<strong>Digital</strong><br />

Audio<br />

optisch<br />

digital<br />

Audio<br />

koaxial<br />

Eingänge 2 1 1<br />

Ausgänge – – –<br />

Phonoeingang –<br />

Sonstige Anschlüsse<br />

Kopfhörer, Speaker Out<br />

Datenschnittstellen Ethernet, HDMI-In (3×), HDMI-Out (1×)<br />

Features<br />

Kompaktanlagen<br />

CD-/DVD-/<br />

–/–/–<br />

BD-Wiedergabe<br />

Wiedergabe<br />

+<br />

<strong>mit</strong> Tags<br />

AAC, AIFF, ALAC, FLAC, MP3, OGG, WAV<br />

Audioformate<br />

(24/192), WMA<br />

Onlinemusikdienste +<br />

UPnP-AV +<br />

Airplay +<br />

Radiofunktionen<br />

UKW/DAB/DAB Plus –/–/–<br />

RDS –<br />

Internetradio +<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· HDMI-Ein- und Ausgänge<br />

· sehr guter Klang<br />

· HD-Masteraudio-Wiedergabe<br />

· Airplay-Unterstützung<br />

· Einrichtungsassistent<br />

Nachteile<br />

· kein USB-Eingang<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Basswiedergabe 8,5/10<br />

Mittenwiedergabe 9/10<br />

Höhenwiedergabe 8,5/10<br />

Neutralität 8,5/10<br />

Dynamikverhalten 8,5/10<br />

Lautsprecherqualität 8/10<br />

Klangregelung 9/9<br />

Wiedergabequalität<br />

60/69<br />

Geschafft! Zur Belohnung erklingt eine Beispielmusik<br />

vom Label Linn Records<br />

Zur besseren Orientierung empfiehlt es sich<br />

noch die Eingänge individuell zu benennen<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

Gesamt<br />

Preis/Leistung<br />

Ergebnis<br />

52/58<br />

40/42<br />

152 von 169 Punkten<br />

Sehr gut<br />

Ausgezeichnet 90/100<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Linn<br />

48 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Süße Geschwister<br />

Naim UnitiQute &<br />

Naim UnitiQute<br />

AUSGABE 1.2013<br />

UnitiServe<br />

Naim steht für Hi-Fi, Naim steht für Qualität und Naim steht für minimalistische Optik<br />

<strong>mit</strong> monströsen 19-Zoll-Gehäusen. Auf all das waren wir gefasst, als wir die Kartons<br />

der UnitiQute- und UnitiServe-Geräte öffneten, und wurden restlos überrascht.<br />

VON TORSTEN PLESS UND JENS VOIGT<br />

Die Entwickler von legendären Geräten<br />

wie dem Naim HDX haben sich wohl<br />

gedacht „aus eins mach zwei“ und dem<br />

Trend der Minimalisierung Folge geleistet.<br />

Das englische Wörtchen cute – süß –<br />

steckt hinter der Wortschöpfung Qute<br />

und genau das dürfte wohl so manchem<br />

Familien<strong>mit</strong>glied über die Lippen kommen,<br />

wenn es die neuste Errungenschaft<br />

der technikbegeisterten Hälfte betrachtet.<br />

Das kompakte ca. 20-Zentimeter-breite<br />

Gehäuse geizt dabei nicht an Ausstattung<br />

und bietet so ziemlich alles an Technik, was<br />

heute von Bedeutung ist. Der sonst in der<br />

Uniti-Reihe klassisch integrierte CD-Player<br />

entfällt und wird stattdessen <strong>mit</strong> umfangreichen<br />

Zusatzfunktionen auf den UnitiServe<br />

ausgelagert. Die Geräte müssen nicht zwingend<br />

<strong>mit</strong>einander kombiniert werden, allerdings<br />

verschenkt man bei einem Einzelkauf<br />

eine Vielzahl an Möglichkeiten. Der Qute,<br />

der gleichzeitig Receiver und Verstärker ist,<br />

bedient sich <strong>mit</strong> Cinch- und Miniklinkenbuchsen<br />

verschiedenster analoger Quellen,<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Naim<br />

Das Verzerrungsproduktverhältnis ist unter<br />

Last relativ ausgeglichen auf geringem Niveau<br />

Die Dämpfung des Übersprechens ist für das<br />

Schaltungsdesign wirklich ausgezeichnet<br />

Der gesamte Übertragungsbereich fällt bei<br />

25 kHz schon auf –3 dB ab, das ist kein Problem<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 49


Das Innere des UnitiQute bietet nicht viel Platz, doch dieser wurde von Naim – der SMD-Bauweise sei dank – konsequent ausgenutzt<br />

über einen Antennenanschluss werden die<br />

Radiostandards UKW und DAB empfangen.<br />

Internetradiostreams sind <strong>mit</strong> der vTuner-Datenbank<br />

ebenso möglich – auf Musikdienste<br />

verzichtet Naim standesgemäß.<br />

Auf der digitalen Habenseite finden wir<br />

TOSLINK-, Koaxial- und 3,5-Millimeter-<br />

Mini-TOSLINK-Eingänge; BNC/Koax- und<br />

Analogausgänge runden das Angebot ab.<br />

Besitzer eines klassischen MP3-Players oder<br />

iPods schließen diesen an den USB-Frontport<br />

an, der sich obendrein <strong>mit</strong> FAT32-formatierten<br />

Speichermedien versteht. Dank<br />

der Apple-Authentifizierung ist es möglich,<br />

den mobilen Apple-Player direkt am Qute<br />

zu laden und dessen Steuerung über die<br />

Naim-Fernbedienung vorzunehmen. Die Ladefunktion<br />

lässt sich obendrein auch aktivieren,<br />

was laut Naim für einen zusätzlichen<br />

Klangbenefit sorgt.<br />

Verlustfreie Audioformate wie ALAC, FLAC<br />

und WAV werden aber nicht ausschließlich<br />

digital vom iPod aus übertragen sondern<br />

ebenso aus dem Heimnetzwerk – und das<br />

vorzugsweiße vom UnitiServe. Hierbei werden<br />

der Reihe nach Sampleraten von 24<br />

Bit/96 kHz, 24 Bit/192 kHz und 32 Bit/192<br />

kHz übertragen – auf Wunsch kabellos<br />

Differenztonverzerrungen werden vom Qute,<br />

dank des Schaltungsdesigns sehr gut unterdrückt<br />

über WLAN, jedoch ausfallsicherer <strong>mit</strong><br />

einem Netzwerkkabel. Käufer eines bereits<br />

2011 erworbenen UnitiQutes können derweil<br />

die neue Streamingplatine – die unter<br />

anderem ALAC-Streaming und 24-Bit/192-<br />

kHz-FLAC-Wiedergabe beinhaltet – direkt<br />

von Naim einbauen lassen. Wann der<br />

Qute Airplay unterstützen wird, bleibt bis<br />

dato offen.<br />

Gegenüber seinem großen Bruder, dem<br />

Naim Superuniti 2 (<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 5/12),<br />

reicht dem UnitiQute etwa die Hälfte an<br />

Ausgangsleistung und bietet je nach Wahl<br />

45 Watt an 4 Ohm bzw. 30 Watt an 8 Ohm.<br />

Die stetig anwachsende Uniti-Familie bietet<br />

viel Platz für unterschiedliche Streamingbedürfnisse,<br />

die sämtliche Anforderungen<br />

UnitiServe<br />

Mit dem UnitiServe ist Naim ein weiterer<br />

Streich gelungen, die Ripp-Funktion ist uns bereits<br />

aus dem Flagschiff HDX bekannt (<strong>AUDIO</strong><br />

<strong>TEST</strong> 2/10). Der Audioserver <strong>mit</strong> integriertem<br />

CD-Laufwerk ist im Inneren ein leistungsfähiger<br />

Audiocomputer, der sich je nach Bedarf<br />

um Bildschirm, Tastatur und Maus ergänzen<br />

lässt. Dies benötigt man allerdings nur in Ausnahmefällen,<br />

so dass das Hi-Fi-Rack zumindest<br />

optisch frei von jeglichem Computereinfluss<br />

bleibt. Hinter dem Slot-in-Laufwerk verbirgt<br />

sich eine exzellente Ripping-Engine, die ohne<br />

weiteres Zutun, Audiodaten einließt und in<br />

einer übersichtlichen Softwarebibliothek<br />

hinterlegt. Über die Musikdatenbank AMG<br />

bezieht der UnitiServe Titelinformationen,<br />

Albennamen und Cover-Art, die besonders auf<br />

einem iPad ansprechend zur Geltung kommen.<br />

Wer den UnitiServe unabhängig eines Qutes<br />

betreiben will, hat die Möglichkeit ihn wahlweise<br />

als Netzwerkspeicher oder dank seines<br />

vom UnitiQute als Stand-alone-System bis<br />

hin zur Multiroom-Konfiguration <strong>mit</strong> einem<br />

Superuniti im Nebenraum erfüllen. Der<br />

UnitiServe würde in diesem Fall die Aufgabe<br />

eines zentralen Netzwerkspeichers<br />

(NAS) erledigen.<br />

Dass die Bedienung vor allem grafisch geschieht,<br />

ist nicht selbstverständlich, für ein<br />

Uniti-Gerät jedoch fast schon obligatorisch.<br />

Dazu eignet sich zum einen das große Display<br />

selbst, das berührungsempfindlich<br />

agiert und <strong>mit</strong> großer Übersichtlichkeit<br />

sowie einfacher Handhabung durch das<br />

Menü navigiert. Iphone- und iPad-Nutzer<br />

greifen hingegen auf die n-stream-App zurück,<br />

die im Gegensatz zu herstellerfremden<br />

Control Points wie dem Plug Player,<br />

<strong>Digital</strong>ausgangs als reines Wiedergabemedium<br />

zu gebrauchen. Dabei werden die wichtigsten<br />

Formate wie ALAC, FLAC und WAV bis zu einer<br />

Auflösung von 24 Bit und 192 kHz unterstützt.<br />

Nur wenn herstellerfremde Streaming Clients<br />

aufgrund eigener Restriktionen die Daten<br />

nicht verstehen, bemüht sich der UnitiServe<br />

um eine Datenkonvertierung <strong>mit</strong> einer<br />

Mindestauflösung von 16 Bit/44,1 kHz/WAV.<br />

In Verbindung <strong>mit</strong> einem UnitiQute ist dies<br />

allerdings nicht nötig. Unser Testmodell ist <strong>mit</strong><br />

einer 2-Terrabyte-großen Festplatte ausgestattet<br />

– genug Platz also, um die komplette<br />

Musiksammlung darauf unterzubringen.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Naim<br />

50 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


auch die Gapless-Wiedergabe unterstützt.<br />

Es ist wieder einmal erstaunlich, wie viel<br />

Elektronik in einem kleinen Gehäuse untergebracht<br />

werden kann. Dank des geringen<br />

Platzbedarfes von SMDs wurden auch im<br />

UnitiQute Schaltungsdesigns möglich, die<br />

bei anderen Herstellern vielmehr Platz einnehmen.<br />

Das heißt: Auch im Kleinen kann<br />

man das machen, was die Großen können<br />

und das beginnt wie immer beim Netzteil.<br />

Ein großer Ringkerntransformator von Noratel-UK<br />

versorgt <strong>mit</strong> verschiedenen Wicklungen<br />

den digitalen sowie die analogen<br />

Schaltungsabschnitte. Dabei findet die Aufbereitung<br />

der Betriebsspannungen immer<br />

auf dem passenden Niveau statt. Zum britischen<br />

Understatement gehört der Einsatz<br />

von landeseigenen Elkos von BHC, die sowohl<br />

im Vor- wie im Endstufennetzteil ihren<br />

Einsatz finden.<br />

Die analoge Vorstufentechnologie wurde<br />

vom NaimUniti übernommen, während die<br />

Ausgangsstufe für die Lautsprecher an den<br />

Vollverstärker NAIT 5i angelehnt ist. Für jede<br />

Stereoseite wird ein komplementäres Class-<br />

AB-Transistorpaar von Sanken eingesetzt.<br />

Hierbei kommt es zu einer Besonderheit: In<br />

der Signalübertragung der Ruhestromregelung<br />

werden Optokoppler eingesetzt, da<strong>mit</strong><br />

es nicht zu Wechselwirkungen zwischen<br />

den Transistoren kommt.<br />

Wie viele Hi-Fi-Hersteller haben auch die<br />

Entwickler bei Naim eine Vorliebe für Burr-<br />

Brown-Operationsverstärker (BB-OPV),<br />

hier namentlich OPA2604s. Diese sind<br />

sowohl in der Vorstufe als auch bei den<br />

Folgeschaltungen nach dem Wolfson-D/A-<br />

Wandler-WM8728S mehrfach anzutreffen.<br />

Der Wandler selbst könnte das Audiosignal<br />

bis maximal 32 Bit auflösen und dabei eine<br />

Abtastrate von 192 kHz bedienen. Der ihm<br />

vorgeschaltete Schnittstellen- und Abtastratenkonverter<br />

BB-SRC4392 lässt wie<br />

auch bei anderen Geräten, Sampleraten bis<br />

24 Bit zu. Für eine Unterdrückung von digitalen<br />

Taktschwankungen werden Quarzoszillatoren<br />

zur Taktgenerierung eingesetzt.<br />

Auch die analogen Audiomesswerte überraschen<br />

auf positive Art: Das Stereo-Übersprechen<br />

ist für die Konstruktion wirklich<br />

bemerkenswert gering. Über einen störenden<br />

Anteil nichtlinearer harmonischer<br />

Die Impulsantwort zeigt den impulsoptimierten<br />

Filter des Wolfson D/A-Wandlers<br />

Verzerrung können wir ebenfalls nicht<br />

klagen. Der Signal-Rauschabstand und<br />

die Dynamikfähigkeit nach AES 17 können<br />

bei anderen Geräten höher ausfallen. Wir<br />

nehmen an, dass die Gegenkopplung und<br />

die etwas geringere Ausgangsleistung der<br />

Lautsprecherendstufen, hier einen messtechnischen<br />

Anteil einnimmt. Und genau<br />

an dieser Stelle ist es doch noch erstaunlich,<br />

dass bei knapp 33 Watt pro Kanal, an<br />

8 Ohm und 1 Prozent THD+N eine Dynamik<br />

von sehr guten 93 dB möglich ist. Man<br />

sollte die Kleinen nie unterschätzen, denn<br />

sie bergen oft ungeahnte Potenziale – in<br />

diesem Fall vor allem im Klang. Hier begeisterte<br />

uns direkt eine Flamenco-Gitarre, die<br />

sich <strong>mit</strong> ihrem Saitenanschlag plastisch vor<br />

uns aufbaute. Um sie herum kreiste eine<br />

Flamenco-Tänzerin, die dem UnitiQute eine<br />

sehr gute Raumdarstellung in tiefe und<br />

breite unterstellte. Die straffe Wiedergabe<br />

äußerte sich in einer hohen Impulshaftigkeit,<br />

wie uns große Kesselpauken ver<strong>mit</strong>telten.<br />

Rock-und-Blues-Titel offenbarten<br />

viele Details, die sich über die strammen<br />

Kicks der Bass-Drum hinweg bewegten.<br />

Gesangsstimmen fügten sich anschaulich<br />

in das Gesamtbild ein, ohne dabei <strong>mit</strong><br />

auffälligen S-Laut-Betonungen hervorzustechen.<br />

Große orchestrale Werke zeigten<br />

eine gesteigerte Durchhörbarkeit, die dem<br />

typischen Naim-Sound entspricht.<br />

Die Auftrennung der Uniti-Familie in separate<br />

Streamer und Server ist Naim <strong>mit</strong> den<br />

beiden Kompaktgeräten vorbildlich gelungen.<br />

Egal ob zur Erweiterung des bestehenden<br />

Systems oder zur Neuorientierung im<br />

Hi-Fi-Dschungel, das Uniti-Set zeigt sich auf<br />

allen Gebieten erhaben.<br />

DerUnitiQuteisteinParadebeispielfüreinenNetzwerkreceiver:<strong>Digital</strong>esowieanalogeEin ist ein einen <strong>Digital</strong>e sowie analoge Ein- und<br />

Ausgänge werden von den Lautsprecheranschlüssen konsequent abgerundet<br />

Über die Netzwerkplatine gelangen Wi-Fi- und<br />

LAN-Signale in den UnitiQute<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Farben<br />

Leistungsaufnahme<br />

Betrieb<br />

Anschlüsse<br />

Naim<br />

UnitiQute<br />

1 300 Euro (96 kHz)/1 900 Euro (192 kHz)<br />

21 × 8,7 × 31 cm<br />

5,6 kg<br />

www.music-line.biz<br />

Schwarz<br />

22 W<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Kopf<br />

hörer<br />

Eingänge 2 3 2 – –<br />

Ausgänge 1 – – – 1<br />

Sonstige Anschlüsse BNC, Ethernet, Lautsprecher, RS232, USB<br />

Technische Daten<br />

Netzwerkreceiver<br />

Streaming-Protokoll<br />

UPnP-AV<br />

Gapless +<br />

LAN/WLAN +/+<br />

Freies Onlineradio +<br />

Musikdienste –<br />

Audioformate AAC,ALAC, FLAC, MP3, WAV (24/192)<br />

Messdaten er<strong>mit</strong>telt: 1 W@8 Ohm 24 Bit/96 kHz/–20 dBFs<br />

Signal-Rauschabstand<br />

(SNR)<br />

77 dB(92 dB @0 dBFs und 28 W an 8 Ohm)<br />

Übersprechen<br />

–70,0 dB<br />

bei 10 kHz<br />

THD+N Ratio<br />

0,025 %(0,016 %@0 dBFs/28 W@8 Ohm)<br />

THD+N Pegel<br />

–63 dBV(–52 dBV@0 dBFs/28 W@8 Ohm)<br />

max. Ausgangspegel 12,6 dBV (4,3 Vrms), RCA-Preamp-Out<br />

analog bei 0 dBFs<br />

Frequenzgangabweichung<br />

(20 Hz–20 kHz)<br />

+/– 0,60 dB<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· komplettes All-in-One-System<br />

· sehr gute Klang- und Messwerte<br />

· platzsparende SMD-Bauweise<br />

· Steuerbar über Naim App<br />

Nachteile<br />

· keine Musikdienste und Apple Airplay-<br />

Integration<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 16,5/20<br />

Basswiedergabe 7/8<br />

Mittenwiedergabe 7/8<br />

Höhenwiedergabe 7,5/8<br />

Neutralität 7/8<br />

Dynamik 6,5/8<br />

Wiedergabequalität<br />

51,5/60<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18,5/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

18/20<br />

Gesamt<br />

88 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 88/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 51


Opera Audio Reference 7<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Weltenbummler<br />

Opera Audio Consonance<br />

Reference 7<br />

Chinesischer Streamer <strong>mit</strong> russischer <strong>Röhre</strong> und deutschem Vertrieb: Was der Reference<br />

7 auf seiner Weltreise erlebt hat und wie er dabei analoge und digitale Technik<br />

integriert, haben wir untersucht.<br />

Opera Audio ist vor allem für sein hohes<br />

Engagement in der analogen Audiotechnik<br />

bekannt, wie wir bereits <strong>mit</strong> dem<br />

Cyber 100 Droplet CDP 3.1 erfahren durften.<br />

Der jüngste Spross agiert hingegen weitestgehend<br />

digital und verknüpft vorbildlich die<br />

beiden Welten. Dennoch verzichtet Opera<br />

VON TORSTEN PLESS UND JENS VOIGT<br />

beim Reference 7 nicht auf das typische Gehäusedesign<br />

<strong>mit</strong> massivem Alu-Korpus und<br />

edler Holzbedeckung, die alternativ auch in<br />

Metal geordert werden kann. Das Gehäuse<br />

erfüllt bei Weitem nicht nur modische<br />

Ansprüche, sondern ist in seinem Inneren<br />

zusätzlich verstärkt und resonanzsicher bedämpft.<br />

Die Vorderseite schmückt ein 5-Zollgroßes<br />

Display, dass neben Menü, Coverart<br />

und Titelinformationen ebenso eine berührungsempfindliche<br />

Steuereinheit ist. Nach<br />

erstem Anschalten empfiehlt es sich, im Systemsetup<br />

eine Kalibrierung durchzuführen,<br />

um die Touchbedienung optimal anzupas-<br />

An den RCA-Ausgängen bietet der Reference 7<br />

eine unbeeinflusste akustische Bühne<br />

Auch am röhrenbetriebenen Ausgang wird<br />

eine ausgezeichnete akustische Bühne geboten<br />

Die geradzahligen harmonischen Oberwellen<br />

stehen am „<strong>Röhre</strong>nausgang“ im Vordergrund<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

52 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


sen. Hat man das Bedienkonzept erst einmal<br />

verinnerlicht, geht die Menüsteuerung sehr<br />

ordentlich von der Hand. Große Symbole<br />

veranschaulichen die Benutzerführung und<br />

stellen die verschiedenen Quellen anschaulich<br />

dar. Für die Bedienung auf Abstand liegt<br />

dem Player eine ebenso massive und aus<br />

einem Stück gefräste Aluminium-Infrarotfernbedienung<br />

bei.<br />

Die Rückseite des Reference 7 offenbart die<br />

vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Netzwerkplayers,<br />

<strong>mit</strong> denen er sich von der stetig<br />

größer werdenden Konkurrenz zu unterscheiden<br />

weiß. Über die digitalen Eingänge<br />

nimmt er AES/EBU-, Koax- und TOSLINK-<br />

Signale bis zu 24 Bit und 96 Kilohertz (kHz)<br />

im PCM-Format auf, die er in typischer D/A-<br />

Wandler-Manier in ihr analoges Ebenbild<br />

konvertiert. Den beiden USB-Ports auf der<br />

Rückseite kommt eine Doppelbedeutung zu,<br />

da sie nicht nur FAT32-formatierte Festplatten<br />

wiedergeben, sondern auch für Audioaufnahmen<br />

zu gebrauchen sind. Die aktuelle<br />

Wiedergabe wird Quellen unabhängig an<br />

die USB-Ports weitergeleitet und äußerst<br />

lobenswert im WAV-Format in 24 Bit/96<br />

kHz aufgezeichnet. Auch wenn der grafisch<br />

dargestellte Lautstärkebalken anderes vermuten<br />

lässt, verzichtet der Reference 7 auf<br />

eine interne Pegelanpassung. Da<strong>mit</strong> wird<br />

eine benutzerbedingte Fehlbedienung durch<br />

Bitratenskalierung umgangen, was ebenfalls<br />

<strong>mit</strong> dem Verzicht der Verwendung von<br />

Aktivlautsprechern einhergeht.<br />

In die Gerätegattung der Netzwerkplayer<br />

wird der Reference 7 nicht zuletzt dank<br />

seiner zahlreichen Onlinefunktionen aufgenommen.<br />

Diese erreicht man über den LAN-<br />

Port oder über den beiliegenden USB-Wi-<br />

Fi-Adapter – das passende 802.11N-Modul<br />

ist bereits im Player integriert. Neben der<br />

Möglichkeit des Datenstreamings und der<br />

Onlineradiowiedergabe, greift der Player<br />

auf Wunsch direkt auf Samba-Freigaben im<br />

Heimnetzwerk zu. Das dabei bekannte – da<br />

selbst angelegte – Ordnungssystem geht<br />

jedoch <strong>mit</strong> einer umständlicheren Ersteinrichtung<br />

und Rechteverwaltung einher. Wer<br />

es gern übersichtlich mag und auf eine zentrale<br />

Serververwaltung setzt, greift ohnehin<br />

auf das UPnP-Protokoll zurück. Da<strong>mit</strong> lassen<br />

sich unter anderem verlustfreie ALAC- sowie<br />

FLAC- und WAV-Dateien in 24 Bit/192 kHz<br />

an den Reference 7 streamen. Im Test mussten<br />

wir allerdings zum aktuellen Zeitpunkt<br />

auf Gapless Playback für den lückenlosen<br />

Konzertgenuss verzichten. Käufer des Netzwerkplayers<br />

dürfen jedoch auf zukünftige<br />

Softwareupgrades hoffen, die sich per USB<br />

aufspielen lassen.<br />

Ein Blick in das Innere des Reference 7, bietet<br />

für Hi-Fi-Technikbegeisterte einige interessante<br />

Ausstattungsmerkmale. Ein Standardnetzfilter<br />

bildet den Ausgangspunkt für den<br />

Anschluss der beiden Ringkerntransformatoren.<br />

Diese werden für die Umwandlung<br />

der Netzspannung für den <strong>Digital</strong>- und<br />

Analogteil der verwendeten Schaltungen<br />

genutzt.<br />

Ein starkes Eisenblech hält das schon geringe<br />

Streufeld der Transformatoren ab. Die hier<br />

eingesetzte Netzteiltechnologie ist bei weitem<br />

keine Sparversion, denn der Bauteileaufwand<br />

ist den Aufgaben angemessen.<br />

Für den analogen Abschnitt sehen wir den<br />

größten Einsatz. Denn für die Doppeltriode,<br />

den D/A-Wandler und die Operationsverstärker<br />

(OPV) muss ein konstanter Strom<br />

bei einer stabilen Spannung vorherrschen.<br />

Bei der genannten Doppeltriode handelt es<br />

sich um eine 6H30PiEH aus russischer Fertigung.<br />

Ihr Einsatz erfolgt dort, wo <strong>mit</strong> hoher<br />

Linearität eine Stromverstärkung bzw.<br />

Anpassung benötigt wird. An einem eigenem<br />

Paar RCA-Buchsen steht das gesamte<br />

Ausgangssignal des Reference 7, verstärkt<br />

durch die <strong>Röhre</strong>, bereit. Zwei weitere Paare<br />

an RCA- und XLR-symmetrischen Anschlüssen<br />

werden von Burr-Brown-OPVs der Reihe<br />

OPA627 bedient. Sie zeichnen sich durch<br />

eine hohe Bandbreite bei sehr niedrigen<br />

Rauschanteilen aus.<br />

Auch die Performance der <strong>Röhre</strong> ist sehr<br />

gut. Ein kleiner Trafo erhöht die Betriebsspannung<br />

zusätzlich, die bis 450 Volt (V)<br />

gekennzeichneten Kondensatoren weisen<br />

auf angepasste Betriebsbedingungen hin.<br />

In der Tat lässt sich eine Anodengleichspannung<br />

von 188 V messen. Selbst die Heizspannung<br />

für die <strong>Röhre</strong> ist stromstark ausgeführt.<br />

Da<strong>mit</strong> ist für diesen Typ, der Betrieb<br />

in einem sehr optimalen Bereich der linearen<br />

Verstärkung angesiedelt. Die Messergebnisse<br />

zu den Verzerrungsprodukten zeigen<br />

Das Impulsverhalten des D/A-Wandlers zeigt<br />

dank Standardfilter Vor- und Nachschwinger<br />

Der Übertragungsbereich verläuft für ein 96-<br />

kHz-Signal bis weit über 40 kHz nahezu linear<br />

Die harmonischen Verzerrungen sind im gesamten<br />

Übertragungsbereich sehr gering<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 53


Diese Platine ist <strong>mit</strong> Abtastraten- und D/A-<br />

Wandlern von Analog Devices bestückt. Sie ist<br />

austauschbar, das macht Opera zukunftssicher<br />

Ausstattung<br />

Die Analog- und <strong>Digital</strong>teile werden von zwei Ringkerntrafos unter einem massiven Eisenblech<br />

versorgt. In der Mitte: die Doppeltriodenröhre für einen der drei analogen Stereoausgänge<br />

einen deutlichen Anteil von geradzahligen<br />

harmonischen Oberwellen – vor allem K2 –<br />

an. Mit den Auricap-Folienkondensatoren<br />

von Audience wird der verstärkte Ton sehr<br />

rauscharm ausgekoppelt.<br />

Auf einer auswechselbaren Platine findet<br />

die eigentliche D/A-Wandlung der digitalen<br />

Signale statt – vielleicht macht Opera<br />

hier in Zukunft ein Upgrade auf andere<br />

Wandlungen möglich? Aktuell kommt hier<br />

ein Analog Devices AD1955 zum Einsatz.<br />

Er kann Sampleraten bis zu 24 Bit und<br />

192 kHz in die analoge Welt umsetzten.<br />

Begleitet wird er vom Abtastratenkonverter<br />

AD1896A, der Eingangsignalverarbeitung<br />

Wolfson WM8805 sowie von mehreren jitterarmen<br />

Quarzoszillatoren.<br />

Auf umschaltbare digitale Rekonstruktionsfilter<br />

wurde im Moment kein Wert gelegt,<br />

doch der Einfluss der <strong>Röhre</strong> am passenden<br />

Ausgang lässt so manche Distanziertheit im<br />

Klang vergessen. Auch die gesamten Audiomesswerte<br />

für alle Ausgänge sind auf<br />

einem sehr guten Niveau. Besonders hervorzuheben<br />

ist das ausgezeichnet geringe<br />

Übersprechen zwischen den Stereokanälen.<br />

Die er<strong>mit</strong>telten –105 Dezibel (dB) bei 10 kHz<br />

(und zum Teil noch weniger) lassen der akustischen<br />

Bühne einen wunderbaren Spielraum.<br />

Für den röhrenverstärkten Ausgang<br />

wurden immerhin –92 dB bei 10 kHz erreicht.<br />

Im Hörtest beschäftigte uns zunächst die<br />

Frage, was die verbaute <strong>Röhre</strong> für einen<br />

klanglichen Unterschied bringt. Um die<br />

Antwort vorwegzunehmen: ohne <strong>Röhre</strong> im<br />

Signalweg klingt der Reference 7 schlanker<br />

und straffer – am <strong>Röhre</strong>nausgang betrieben<br />

stämmiger und wärmer. Der Netzwerkplayer<br />

bediente die Klischees des <strong>Röhre</strong>nklangs<br />

durchweg und zeigte dies <strong>mit</strong> einer sehr guten<br />

Räumlichkeit, die von harmonischen Verzerrungen<br />

unterstützt wurde. Gesangsstimmen<br />

<strong>mit</strong> starkem S-Laut-Anteil kamen uns<br />

derweil etwas übermütig vor, was ebenfalls<br />

eine typische Eigenschaft einer <strong>Röhre</strong>nschaltung<br />

ist. Seine Stärken spielte der Reference<br />

7 bei Soloinstrumenten wie einer Cembalo-<br />

Aufnahme aus, die sehr kräftig und warm<br />

übertragen wurde. Komplexe Werke wie<br />

die Wagner-Ouvertüre vom Fliegenden Holländer<br />

kamen sehr wuchtig und warm daher<br />

– ein Merkmal, das man entweder mag<br />

oder nicht.<br />

Wer auf der Suche nach individuellem Klang<br />

ist und kleinere Kinderkrankheiten verschmerzen<br />

kann, erhält <strong>mit</strong> dem Opera Reference<br />

7 einen individuellen Netzwerkplayer<br />

<strong>mit</strong> echtem <strong>Röhre</strong>nklang.<br />

Ein Wahlschalter switcht zwischen AES/EBU und Koaxial, die USB-Ports nehmen Wi-Fi-Dongles auf<br />

und neben den Solid-State-RCAs und XLR bietet der Player eine röhrenbetriebene Ausgangsstufe<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Opera Audio<br />

Modell Reference 7<br />

Preis (UVP)<br />

2 500 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

43 × 11 × 33 cm<br />

Gewicht<br />

16 kg<br />

Informationen<br />

www.opera-online.de<br />

Farben<br />

Silber, Schwarz <strong>mit</strong> Holz-/Metalabdeckung<br />

Anschlüsse<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Kopf<br />

hörer<br />

Eingänge 1 1 – – –<br />

Ausgänge – – 2 1 –<br />

Sonstige Anschlüsse<br />

USB-A (2 ×) für Aufnahmen, LAN<br />

Technische Daten<br />

Netzwerkplayer<br />

Streaming-Protokoll<br />

UPnP-AV<br />

Gapless –<br />

LAN/WLAN<br />

+/+(optional per Stick)<br />

Freies Onlineradio +<br />

Musikdienste –<br />

Audioformate AAC, APE, FLAC, MP3, WAV (24/192)<br />

Messdaten er<strong>mit</strong>telt: 24-Bit/96-kHz-Signal/–20dBFs/RCA<br />

Signal-Rauschabstand<br />

(SNR)<br />

82 dB(102 dB @0 dBFs)<br />

Übersprechen<br />

–92 dB<br />

bei 10 kHz<br />

THD+N Ratio<br />

0,007 % (0,02 %@0 dBFs)<br />

THD+N Pegel<br />

–95 dBV (–65 dBV @0 dBFs)<br />

max. Ausgangspegel<br />

7,2 dBV (2,3 Vrms)<br />

analog bei 0 dBFs<br />

Frequenzgangabweichung<br />

(20 Hz–20 kHz)<br />

+/– 0,02 dB<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· massives Äußeres<br />

· angenehmer Klang<br />

· gute Audioaufnahmefunktion<br />

· auswechselbare Wandlerplatine<br />

Nachteile<br />

· kein asynchroner USB-Modus<br />

· kein Gapless Playback<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 17/20<br />

Basswiedergabe 7/8<br />

Mittenwiedergabe 7,5/8<br />

Höhenwiedergabe 7/8<br />

Neutralität 7/8<br />

Dynamik 7/8<br />

Wiedergabequalität<br />

52,5/60<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18,5/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

18,5/20<br />

Gesamt<br />

89,5 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 89,5/100<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

54 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


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Moon 340i<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Klangdesign aus Kanada<br />

Vollverstärker Moon 340i<br />

Es soll ja nie schaden, einmal über den großen Teich zu schauen. Deshalb wollten<br />

wir hören, was die kanadischen Audiospezialisten von Simaudio an klangvollen<br />

Komponenten in die Produktmarke Moon investieren.<br />

VON JENS VOIGT<br />

In unseren Breitengraden ist die Audiomarke<br />

Moon nur den eingefleischten Enthusiasten<br />

ein Begriff. Das kann sich nun ändern.<br />

Der Vollverstärker Moon 340i wird in einem<br />

modularen Konzept angeboten. Es lassen<br />

sich je nach dem persönlichen Bedarf drei<br />

Erweiterungen nachrüsten. Dazu gehören<br />

ein XLR-symmetrischer Eingang, eine Phonovorverstärkerplatine<br />

für MM- und MC-Systeme<br />

<strong>mit</strong> einigen Anpassungen und eine USB/<br />

<strong>Digital</strong>-Inputplatine. Letztere unterstützt in<br />

der neuesten Version die asynchrone USB-<br />

Anbindung und da<strong>mit</strong> auch bis zu 24 Bit<br />

Auflösung und Abtastraten bis 192 Kilohertz<br />

(kHz). Aber auch über die koaxialen S/PDIF-<br />

Anschlüsse kann der Burr-Brown-PCM1793-<br />

D/A-Wandler diese Audiodaten wandeln.<br />

Wenn etwas deutlich auffällt, dann ist es<br />

die robuste und trotzdem formschöne Gehäuseverarbeitung.<br />

Die Vorderseite ist aus<br />

massivem Aluminium, <strong>mit</strong> einem großen –<br />

auch abschaltbaren LED-Display und einem<br />

griffigen Lautstärkesteller ausgestattet. Die<br />

Rückseite dagegen offeriert eine Menge an<br />

Anschlüssen, die auch der Systemintegration<br />

dienen können. Interessant ist die rein analoge<br />

Lautstärkeregelung, die scheinbar nicht<br />

direkt über das motorgetriebene Alps-Potenziometer<br />

geschieht, sondern eine spannungsgesteuerte<br />

Verstärkerschaltung (VCA)<br />

bedient. Das kommt aus dem „Profilager“<br />

und verhindert zu lange Wege, Stereobalanceabweichungen<br />

oder Verzerrungen durch<br />

Lautstärkesteuer-ICs für das Audiosignal.<br />

Es ist schon ganz normal, dass ein Ringkerntransformator<br />

als Ausgangspunkt der<br />

Netzteile eingesetzt wird. Das Modell hier ist<br />

<strong>mit</strong> 400 Volt Ampere (VA) angegeben und<br />

besitzt mehrere Abgänge für unterschiedliche<br />

Spannungen. Auffällig ist nur, dass<br />

scheinbar ein Brückengleichrichter für beide<br />

Endstufen eingesetzt wird, wohingegen jede<br />

Stereoseite 20 000 Mikrofarad Siebkapazitäten<br />

aufweist. Im Weiteren kann man sich<br />

gar nicht tiefer den ganzen Besonderheiten<br />

des Schaltungsdesigns widmen. Die Fülle an<br />

exzellenten Bauteilen von Linear Systems,<br />

Analog Devices und eine Scharr namenloser<br />

rauscharmer Kleinsignaltransistoren zusammen<br />

<strong>mit</strong> SMDs, bilden das Umfeld der<br />

Endstufentransistoren. Der Kenner weiß an<br />

Im vollmodularen Ausbau zeigt sich die Rückansicht sehr kontaktfreudig. Die symmetrischen und digitalen Eingänge machen den Moon 340i perfekt<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

56 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Die Dämpfung des Übersprechens zwischen<br />

den Kanälen könnte besser ausfallen<br />

dieser Stelle, wo viele aktive Bauelemente<br />

sind, da wird auch viel geregelt. Ein weitverzweigtes<br />

System von Gegenkopplungsschaltungen<br />

ist immer besser als eine „globale“<br />

Lösung. Die jeweiligen zwei Komplementärpaare<br />

an Leistungstransistoren pro Kanal<br />

übernehmen den Lautsprecherantrieb. Die<br />

Typen sind schwer er<strong>mit</strong>telbar, weil sie für<br />

Moon gelabelt wurden. Es soll sich aber um<br />

ein Schaltungsdesign handeln, dass bis fünf<br />

Watt (W) Ausgangsleistung auf Class-A-Niveau<br />

agiert. Wenn wir uns den quantitativ<br />

erfassbaren Dingen zuwenden, so konnten<br />

wir im Burst-Test, an einer Last von 8 Ohm<br />

unter der Erreichung von 1 Prozent THD+N,<br />

auf den Ausgängen 115 W gleichzeitig er<strong>mit</strong>teln.<br />

Die allgemein er<strong>mit</strong>telten Messdaten<br />

(siehe Tabelle) sind für den RCA- und<br />

XLR-Eingang nahezu gleich. Über den RCA-<br />

Eingang gemessen werden um maximal 2<br />

Dezibel (dB) bessere Werte für den Signal-<br />

Rauschabstand und die Dynamikfähigkeit<br />

wird nach AES17 er<strong>mit</strong>telt. Auch das Übersprechen<br />

der Stereokanäle ineinander ist<br />

um knapp 6 dB besser. Es war festzustellen,<br />

dass bei unterschiedlichen Eingangspegeln<br />

und auch Leistungsabgaben der Anteil der<br />

harmonischen Verzerrungen nicht sonderlich<br />

stark anstieg. Die Verzerrungsprodukte bauen<br />

sich vollkommen typisch, vor allem ungeradzahlig<br />

<strong>mit</strong> K3 beginnend auf.<br />

Den Grundklang eines Verstärkers zu bestimmen,<br />

ist etwas ganz Eigenes. Denn ob<br />

sich der Eindruck auch an einem anderen<br />

Lautsprecher nachvollziehen lässt, ist eine<br />

berechtigte Frage. Im Falle des Moon 340i<br />

stellen sich aber deutliche Wesensmerkmale<br />

heraus. Er scheint ein Vertreter eines<br />

sehr schnell reagierenden Schaltungsdesigns<br />

zu sein. In den Fällen, wo er dynamisch<br />

gefordert ist, liefert er auch sofort. Mit<br />

straffen, also nicht auf betonte Art weich<br />

klingenden Tief<strong>mit</strong>ten, treibt er die Lautsprecher<br />

bis hinunter in den Bassbereich an.<br />

Im hörbaren Übertragungsbereich bleibt der<br />

Verlauf linear und fällt bei 90 kHz auf –6 dB ab<br />

Der Blick ins Innere zeigt einen vollausgebauten Verstärker, hier <strong>mit</strong> allen optional erhältlichen<br />

Zusatzplatinen. Oben in der Mitte: Die D/A-Wandlerplatine. Rechts oben: Die Phonoplatine<br />

Die Folge sind knorrige Kontrabässe oder<br />

sehr direkt wirkende E-Basssaiten, wenn in<br />

der sogenannten Slaptechnik gespielt wird.<br />

Auch der Grundklang von E-Gitarren bleibt<br />

schön kernig. Bei Gesangsstimmen fördert<br />

er nicht die Überbetonungen von Sibilanten<br />

oder Konsonanten. Dieses Impulsverhalten<br />

ist auch bei anderen Saiteninstrumenten<br />

oder Membranophonen wahrnehmbar. Es<br />

gibt keine Überspitzungen, dafür einen reinen<br />

Grundton und einen sauberen unaufgeweichten<br />

Ausklang. Im Hochtonbereich<br />

kommt ein ebenfalls zurückhaltender leicht<br />

körniger Klangcharakter hinzu, der sich bei<br />

Schlagzeugbecken und Hi-Hat als realitätsnah<br />

und nicht als typisch Hi-Fi herausstellt.<br />

Aufgrund seiner hohen Neutralität neigt<br />

der Verstärker nicht dazu, langweilig oder<br />

analytisch zu klingen. Bei sinfonischer Musik<br />

bleiben die Klangfarben ohne störende<br />

Präferenzen, dabei stellte sich immer wieder<br />

ein sehr kompakt wirkendes Klangbild<br />

ein. Welches bei sehr dichten Arrangements<br />

etwas an Durchhörbarkeit verliert.<br />

Dieser Effekt kann durch die geringe<br />

Dämpfung des Übersprechens ausgelöst<br />

sein. Die räumliche Tiefenabbildung auf<br />

der akustischen Bühne ist gegenüber der<br />

Wiedergabe durch zwei Monoblockendstufen<br />

nicht so üppig ausgeprägt. Für<br />

Jazzensembles, Big Band oder Rock- und<br />

Popmusik bietet der Verstärker beste Voraussetzungen<br />

an. Auch sinfonische Musik<br />

kann <strong>mit</strong> anderen Lautsprechern noch besser<br />

aufgelöst erklingen, als es sich in unserem<br />

Test ergab.<br />

Unter Belastung bilden sich geringfügig ungeradzahlige<br />

harmonische Oberwellen aus<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

Simaudio<br />

Moon 340i<br />

2 898 Euro/Optionen (Phono: 448 Euro,<br />

XLR: 198 Euro, USB: 24/196: 598 Euro)<br />

43 × 9 × 38 cm<br />

13 kg<br />

www.audio-components.de<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Eingänge – – 4 – –<br />

Ausgänge – – 4 – 1<br />

Sonstige Anschlüsse SimLink, IR, 12-Volt-Trigger-Out, Rs-232,<br />

frontseitiger Miniklinkeneingang<br />

vollisolierte Lautsprecherterminals<br />

Technische Daten<br />

Kopfhörer<br />

Messdaten er<strong>mit</strong>telt: 20 dB vor Vollausteuerung @ 1 W an 8 Ohm , RCA In<br />

Signal-Rauschabstand<br />

(SNR)<br />

88,5 dB(108 dB@0 dBV@100 W)<br />

Dynamik nach AES 17 87 dB(107 dB@0 dBV@100 W)<br />

Übersprechen<br />

–55 dB<br />

bei 10 kHz<br />

THD+N Ratio 0,013 %<br />

THD+N Pegel<br />

– 68 dBV<br />

DFD (IMD)-Distortion<br />

– 74 dB<br />

(IEC60118/IEC60268)<br />

Frequenzgang abweichung<br />

(20 Hz–20 kHz)<br />

+/– 0,08 dB<br />

Leistung (1 kHz<br />

114,5 W an 8 Ohm<br />

Sinus bei 1 % THD)<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· straffer Bass-Tief<strong>mit</strong>tenklang<br />

· dynamisch und lebendig im Klang ohne<br />

scharfe Höhen<br />

· modular ausbaufähig<br />

Nachteile<br />

· keine<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 18/20<br />

Basswiedergabe 7,5/8<br />

Mittenwiedergabe 8/8<br />

Höhenwiedergabe 7/8<br />

Dynamik 8/8<br />

Neutralität 7,5/8<br />

Wiedergabequalität<br />

56/60<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18,5/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

19/20<br />

Gesamt<br />

93,5 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Ausgezeichnet 93,5/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 57


Musical Fidelity M6i<br />

Vollverstärkt <strong>mit</strong> dem musikalischen Briten AUSGABE 1.2013<br />

Musical Fidelity M6i<br />

Von Außen betrachtet wirkt er voluminös und bringt einiges an Gewicht auf die<br />

Waage. Der integrierte Vollverstärker M6i von Musical Fidelity bildet in der M6-Reihe<br />

das höchste Glied in der Wiedergabekette.<br />

VON JENS VOIGT<br />

Antony Michaelson ist der geistige<br />

Entwicklungsvater und Gründer von<br />

Musical Fidelity. Er hat sich die Aufgabe gestellt,<br />

aus musikalischer Sicht Hi-Fi-Geräte<br />

zu entwickeln. Das uns vorliegende Vollverstärkermodell<br />

M6i wurde <strong>mit</strong> einigen<br />

Zusatzmöglichkeiten ausgestattet: XLRsymmetrischer<br />

Eingang, ein analoger Audioeingang,<br />

der die Vorstufe umgeht für die<br />

Einbindung in ein Surround-Set, und ein<br />

USB-Anschluss. Dank USB und des im M6i<br />

eingebauten Burr-Brown (BB) PCM2706<br />

Chipsatz, der ein Stereo-D/A-Wandler <strong>mit</strong><br />

USB-Interface darstellt, kann die Musik direkt<br />

vom Computer wiedergegeben werden.<br />

Für die archivierte CD-Sammlung ist<br />

die gebotene Audioperformance von bis<br />

zu 16 Bit Auflösung und maximaler Abtastrate<br />

von 48 Kilohertz (kHz) ein Segen.<br />

Wer höher hinaus will, kann <strong>mit</strong> spezialisierten<br />

D/A-Wandlern von Musical Fidelity<br />

extern aufrüsten. Um aber auf den Punkt<br />

zu kommen, die Audioleistungen des M6i<br />

sind beachtlich. Der Burst-Test nach CEA-<br />

2006 ringt dem Verstärker, bei 1 Prozent<br />

THD+N an einer Last von 8 Ohm, knapp<br />

254 Watt (W) für jeden Kanal gleichzeitig<br />

ab. Wie erreicht er das? Ausgehend<br />

von einem knapp 700 Volt Ampere (VA)<br />

leistungsfähigen Ringkerntransformator,<br />

werden über getrennte Wicklungen zwei<br />

komplette Netzteile <strong>mit</strong> jeweils 18 800<br />

Mikrofarad Siebkapazitäten bedient. Die<br />

Vorstufenschaltung wird ebenfalls getrennt<br />

<strong>mit</strong> rauscharmen Spannungsreglern stabilisiert.<br />

Bei der Vorverstärkung werden zwei<br />

sehr bekannte Operationsverstärker von<br />

JRC <strong>mit</strong> dem Modellnamen 5532DD eingesetzt.<br />

Die DD-Modelle sollen sich durch ein<br />

besonders niedriges Rauschverhalten auszeichnen.<br />

Im Übrigen ist der XLR-Eingang<br />

ebenfalls da<strong>mit</strong> ausgestattet. Für die Lautstärkesteuerung<br />

kommt ein BB-PGA2320,<br />

das ist ein digital kontrollierter analoger<br />

Lautstärkeregler, zum Einsatz. Er erhält seine<br />

Steuerung vom motorgetriebenen Lautstärkesteller<br />

auf der Vorderseite. Dem gesamten<br />

Audiosignal stehen nur kurze Wege<br />

und ein geringer Bauteilaufwand bis zum<br />

Lautsprecherterminal bevor. Es verteilt sich<br />

an die eiden, getrennt aufgebauten und an<br />

Der M6i bringt von Haus aus schon eine breite Anschlussvielfalt <strong>mit</strong>. Zu den Vorteilen gehören der XLR-symmetrische Eingang und der USB-Anschluss<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Musical Fidelity<br />

58 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Der Lohn für die Konsequenz im Schaltungsdesign<br />

ist ein ausgezeichnet geringes Übersprechen<br />

die Außenseiten des M6i montierten Endstufen.<br />

Denn hier befinden sich jeweils die<br />

vier Darlington-Doppeltransistoren auf den<br />

riesigen Kühlkörpern. Jeweils zwei Sanken<br />

STD 03N und STD 03P pro Seite! Das begründet<br />

die hohe Stromverstärkung. Die<br />

Transistoren weisen Unterschiede zu anderen<br />

auf. Sie besitzen zusätzlich integrierte<br />

Temperaturkompensationsdioden und sind<br />

deshalb <strong>mit</strong> vier Anschlüssen – nicht wie<br />

üblich <strong>mit</strong> Dreien bestückt. Das ermöglicht<br />

eine sehr schnelle und genaue Regelung<br />

der Ruhestromparameter. Mit dem Effekt,<br />

dass die Transistoren nicht so schnell die<br />

Kennlinie der linearen Verstärkung verlassen.<br />

Das heißt aber nicht, dass es keinen<br />

Gegenkopplungszweig zur Unterdrückung<br />

von Verzerrungen gibt. Die Audiomesswerte<br />

(siehe Tabelle) sind für den RCAbzw.<br />

den XLR-Eingang fast gleich. Über<br />

den XLR-Eingang erreicht der M6i dagegen<br />

ein ausgezeichnet geringes Übersprechen.<br />

Es gibt Verstärker, die kann man klanglich<br />

als Vertreter einer gepflegten Hi-Fi-Kultur<br />

bezeichnen. Wenn der Hochtonbereich<br />

<strong>mit</strong> einer besonders feinen Auflösung erklingt<br />

und grundsätzlich die Neigung zu<br />

klanglicher Schärfe fehlt, liegt die Vermutung<br />

zu einer gezielten Einflussnahme in<br />

greifbarer Nähe. Ein Fakt ist aber messtechnisch<br />

er<strong>mit</strong>telbar: eine „leicht gebremste“<br />

Dynamik. Wobei der Hörtest in diesem Fall<br />

kein deutlich gebremstes grobdynamisches<br />

Verhalten aufdeckte. Lediglich Impulse, die<br />

sehr große Bass-Tief<strong>mit</strong>tenanteile in sich<br />

vereinen, wirken dezent weicher. Am Beispiel<br />

der Kesselpaukenaufnahmen waren<br />

dezente Überschwinger beim Anschlaggeräusch<br />

vernehmbar. Der eigentliche<br />

Ton und der Ausklang wirkten dagegen<br />

sanfter. Bei den Gesangsstimmen stellten<br />

sich aber keinerlei Überhöhungen in den<br />

S-und Zischlauten heraus. Im Allgemeinen<br />

erklingen Naturgeräusche, angezupfte und<br />

Der Übertragungsbereich wird am unteren und<br />

oberen Ende dezent beschnitten<br />

Bei der großen Produktauswahl, die Musical Fidelity bietet, ist es gut, wenn eine Fernbedienung<br />

für mehrere Geräte zuständig ist. Beim Blick ins Innere ist ein spiegelsymmetrischer Aufbau zu<br />

erkennen. Das Einzige, was sich die beiden Verstärkerblöcke teilen, ist der Ringkerntransformator<br />

angeschlagene Saiten sehr organisch. Je<br />

nach Obertonstruktur sind sie im Klang ein<br />

wenig hell aber nie verzerrt. Es stellt sich<br />

keinerlei analytischer Ansatz ein, dafür<br />

agiert die Schaltung sehr ruhig und gibt der<br />

Musik immer ein entspanntes Grundempfinden.<br />

Was aber auch den Gedanken an<br />

eine etwas geringere Anstiegsgeschwindigkeit<br />

der Verstärkerschaltung nahelegt.<br />

Die Auflösung feiner Details ist, wenn man<br />

eine normale Grundlautstärke voraussetzt,<br />

sehr gut. Im Zusammenhang <strong>mit</strong> dem<br />

wirklich geringen Übersprechen zwischen<br />

den Stereokanälen ergibt sich eine schöne<br />

akustische Bühne <strong>mit</strong> Tiefen- und Breitenwirkung,<br />

die nur von Monoblockendstufen<br />

übertroffen wird. Es sind genau diese kaum<br />

stattfindenden Beeinflussungen der Links-<br />

Rechts-Informationen auf elektrischer Ebene,<br />

die jedem musikalischen Genre Raum<br />

für Entfaltung geben. So erlebten wir den<br />

M6i über die XLRs. Der Abstand zwischen<br />

Solisten und Begleitung wird scheinbar<br />

größer, und das Klangbild zentriert sich<br />

nicht so kompakt im Bereich der Phantom<strong>mit</strong>te.<br />

Bei großen Orchestern sinfonischer<br />

Werke können einzelne Instrumente und<br />

Gruppen deutlicher lokalisiert werden.<br />

Beim M6i stellt sich aber manchmal eine<br />

leichte Begrenzung in der Durchhörbarkeit<br />

bei lauteren Passagen solcher Werke dar.<br />

Wir würden dieses als eine Folge der weichen<br />

Tief<strong>mit</strong>tenabbildung deuten. Doch<br />

alles in allem ist er nahezu ein Alleskönner,<br />

dem vielleicht die gutmütige Interpretation<br />

Ernster Musik ein wenig mehr liegt als<br />

das Alltägliche.<br />

Selbst unter Belastung baut sich das Oberwellenspektrum<br />

gleichmäßig ab<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

Musical Fidelity<br />

M6i<br />

2 549 Euro<br />

44 × 12,5 × 40 cm<br />

16,6 kg<br />

www.reichmann-audiosysteme.de<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Kopfhörer<br />

Eingänge – – – 1 –<br />

Ausgänge – – 2 – –<br />

Sonstige Anschlüsse<br />

Direkteingang, Tapeschleife, USB-<br />

16 Bit/48 kHz treiberlos,vollisolierte Lautsprecherterminals<br />

Technische Daten<br />

Messdaten er<strong>mit</strong>telt: 20 dB vor Vollausteuerung @ 1 W an 8 Ohm<br />

Signal-Rauschabstand<br />

(SNR)<br />

80 dB (100 dB@0 dBV@100 W)<br />

Dynamik nach AES 17 79 dB (99 dB@0 dBV@100 W)<br />

Übersprechen<br />

–80 dB<br />

bei 10 kHz<br />

THD+N Ratio 0,010 %<br />

THD+N Pegel<br />

– 70,5 dBV<br />

DFD (IMD)-Distortion<br />

– 92 dB<br />

(IEC60118/IEC60268)<br />

Frequenzgang abweichung<br />

(20 Hz–20 kHz)<br />

+/– 0,08 dB<br />

Leistung (1 kHz<br />

205 W an 8 Ohm<br />

Sinus bei 1 % THD)<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· dank geringem Übersprechen eine<br />

ausgezeichnete akustische Bühne<br />

· feingliedriger Hochtonklang<br />

· etwas sanfter in den Tief<strong>mit</strong>ten<br />

und im Bass<br />

Nachteile<br />

· keine<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 18/20<br />

Basswiedergabe 7/8<br />

Mittenwiedergabe 7/8<br />

Höhenwiedergabe 7,5/8<br />

Dynamik 7/8<br />

Neutralität 7/8<br />

Wiedergabequalität<br />

53,5/60<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

19/20<br />

Gesamt<br />

90,5 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Ausgezeichnet 90,5/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 59


Hybrid vollverstärkt<br />

Unison Research Unico Primo<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Unison Research<br />

Unico Primo<br />

Kurze Schaltungswege müssen in der Audiotechnik nicht unbedingt <strong>mit</strong> einem<br />

geringen Bauteilaufwand einhergehen. Der Vollverstärker Unico Primo des<br />

italienischen Herstellers Unison Research geht dabei einen ganz eigenen Weg.<br />

VON JENS VOIGT<br />

D ie Unico Reihe blickt schon auf einige ihrsteuern steuern, dabeiliegtsiegutinderHand gut in der Hand. TL08x Reihen. Schon an dieser Stelle ist der<br />

Modelle zurück, die sich in der technischen<br />

Der Primo wird <strong>mit</strong> dem Anspruch „Class A“ Schaltungsaufwand sorgfältig geplant und<br />

Entwicklung unterscheiden. Unser<br />

Modell ist bereits <strong>mit</strong> einer Phonovorstufe<br />

für MM- und MC-System, die un<strong>mit</strong>telbar<br />

am Eingang platziert wurde, bestückt. Sie<br />

verfügt über Verstärkungsanpassungen sowie<br />

eine RIAA-Entzerrung, die für den Bass<br />

aktiv und für den Hochtonbereich passiv<br />

arbeitet. Von außen betrachtet, erscheint<br />

der Primo in einem schwarzen, leicht gebürsteten<br />

Aluminiumgehäuse <strong>mit</strong> Stahlchassis<br />

und einer 15 Millimeter starken Frontplatte.<br />

Eine Fernbedienung wird <strong>mit</strong>geliefert, auch<br />

weitere Geräte des Herstellers lassen sich <strong>mit</strong><br />

beworben. Wenn man diese Vorgabe von<br />

seinen fünf RCA-Eingängen aus betrachtet,<br />

so kann der Signalpfad folgendermaßen<br />

beschrieben werden: Die Eingangswahl<br />

direkt nach den Buchsen übernimmt ein<br />

Drehschalter, der über eine Stange <strong>mit</strong> der<br />

Vorderseite des Verstärkers und dem dort<br />

befindlichen, voll massiven Drehknopf verbunden<br />

ist. Danach läuft das Signal weiter<br />

über zwei Texas Instruments OPVs zur Impedanzanpassung<br />

vom Typ TL052. Dieser Typ<br />

ist etwas präziser in der Offsetgleichspannungsunterdrückung<br />

als die TL07x bzw.<br />

auffällig oft <strong>mit</strong> WIMA-MKS-Kondensatoren<br />

bestückt. Nun kommt das, was den Verstärker<br />

zum Hybriden macht: Eine Doppeltriode<br />

vom Typ 12AX7/ECC83, die sich wieder<br />

großer Beliebtheit erfreut. In den größeren<br />

Modellreihen werden meist zwei von ihnen<br />

verwendet. Hier<strong>mit</strong> soll also der Klang <strong>mit</strong><br />

Eigenschaften der <strong>Röhre</strong> beeinflusst werden.<br />

Nach dieser Stufe geht der Aufwand<br />

erst richtig los. Denn eine Menge von Kleinsignaltransistoren,<br />

darunter einige oft in der<br />

Audiobranche genutzte Modelle <strong>mit</strong> aufgesteckter<br />

Kühlfahne übernehmen filigrane<br />

Neben den zahlreichen h RCA-Eingängen werden auch gleich ihzwei Paare schaltbarer Lautsprecherterminals t angeboten<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

60 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Eine höhere Dämpfung des Übersprechens kann<br />

die Abbildung der akustischen Bühne beleben<br />

Anpassungs- und Regelaufgaben. Der Hersteller<br />

gibt den Betrieb der Ausgangsstufen<br />

als dynamisches Class-A an. Am Ende der<br />

Kette stehen die beiden Komplementärpärchen<br />

aus den Fairchild MOSFETs 19N20<br />

und 12P20, welche <strong>mit</strong> möglichst geringen<br />

nichtlinearen Verzerrungen das Ohr des<br />

Zuhörers verzücken sollen. Etwas geheimnisvoll<br />

muten die beiden OPVs <strong>mit</strong> abgeschliffener<br />

Typenbezeichnung an. Dienen sie<br />

einer Gegenkopplung, die <strong>mit</strong> 10 dB angegeben<br />

ist, einer Schutzschaltung oder einer<br />

spannungsgesteuerten Lautstärkeregelung?<br />

Denn räumlich betrachtet befindet sich auch<br />

hier die Verbindung zum motorgesteuerten<br />

Alps-Potenziometer auf der Front des Verstärkers.<br />

Eine Schutzschaltung gegen thermische<br />

Überlast ist vorhanden, Relais an den<br />

doppelten Lautsprecherausgängen dagegen<br />

nicht. Messtechnisch kann der Primo an einer<br />

Last von 8 Ohm und 1 W Leistungsabgabe<br />

unter der Einspeisung eines Messsignals<br />

20 dB vor der nominellen Vollaussteuerung<br />

folgende Werte aufweisen: Der Anteil der<br />

THD+N bleibt in einem weiten Bereich bei<br />

0,09 % bei einem Pegelanteil von minus 52<br />

dBV. Der Signalrauschabstand liegt bei sehr<br />

guten 76 dB und die Dynamikfähigkeit nach<br />

AES 17 bei 78 dB. Die Differenzton-Verzerrungsanteile<br />

(DFD) befinden sich 60 dB unter<br />

den eingespeisten Signalen und könnten<br />

da<strong>mit</strong> noch geringer ausfallen. Der dreifach<br />

aufgeteilten Netzteiltechnik steht ein<br />

380-VA-Ringkerntrafo zur Speisung parat.<br />

Mit den 40 000 Mikrofarad Ladekapazitäten<br />

aus italienischer Fertigung allein für die Endstufe<br />

ist es möglich, dass diese <strong>mit</strong> 95 W pro<br />

Kanal an 8 Ohm und 1 % THD beeindruckt,<br />

im Burst-Test sind es sogar 117 W.<br />

Wie klingt er nun? Der Unico Primo hat Charakter.<br />

Der Klangeindruck, der bei uns blieb,<br />

ist geprägt von einer entspannten und ruhigen<br />

Darstellung musikalischer Vogänge. Er<br />

Ein sehr breitbandiger Verstärker, unser Modell<br />

zeigte geringe Links-rechts-Abweichungen<br />

Der innere Aufbau ist sauber ausgeführt. Die lange Metallstange links im Bild steuert den Schalter für<br />

die Eingangsquellenwahl. Die Vorverstärkerröhre befindet sich links in der Mitte neben der Stange.<br />

Die Fernbedienung ist multifunktional, denn sie kann auch weitere Geräte von Unison Research steuern<br />

wird keine überzogene Euphorie erzeugen,<br />

die häufig gern <strong>mit</strong> Esprit betitelt wird und<br />

schnell zu Überzeichnungen im Präsenz- und<br />

Hochtonbereich führt. So waren Stimmen<br />

ohne Auffälligkeiten in den Sibilanten und<br />

Konsonanten. Bei den von uns gewohnten<br />

Blechbläseraufnahmen zeigten die genannten<br />

Eigenschaften etwas weniger Glanz in<br />

Klangfarben auf. In der Deutlichkeit feiner<br />

Details mussten wir geringfügige Abstriche<br />

hinnehmen, die sich in der bassgewaltigen<br />

grobdynamischen Wiedergabe ausglichen.<br />

Etwas mehr Kontur im Bass würde jedoch<br />

jeden Kontrabass knorriger klingen lassen.<br />

Dafür scheint der Verstärker eine Vorliebe<br />

für solistische Darbietungen zu haben. In der<br />

Plastizität und Emotionalität der Reproduktion<br />

wirkten Gesangsstimmen sehr greifbar,<br />

aber nie vordergründig. Bei den Kesselpauken-,<br />

Cembalo-, Flamencogitarren- und Flügelaufnahmen<br />

waren die entscheidenden<br />

Einschwingvorgänge organisch und nicht<br />

überspitzt geprägt. Hier beeindruckten der<br />

warme Grundton und die angenehmen<br />

Obertonanteile. Leider ist in komplexen Arrangements<br />

diese Art von tief<strong>mit</strong>tigen Präferenzen<br />

schwierig für die Durchhörbarkeit<br />

instrumental-orchestraler Strukturen. Dies<br />

trübt die Abbildung der akustischen Bühne<br />

etwas. Ebenfalls einen Einfluss auf die Abbildungstreue<br />

nimmt die zu hohen Frequenzen<br />

hin schwächer werdende Dämpfung des<br />

Übersprechens der Stereokanäle. So<strong>mit</strong> gilt<br />

von uns eine Empfehlung für alle Genre außer<br />

für üppige Orchesterwerke.<br />

Bei Belastung erzeugt die Endstufenschaltung<br />

auch ungeradzahlige harmonische Oberwellen<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

Unison Research<br />

Unico Primo<br />

ab 1 600 Euro<br />

Phonostufe 150 Euro<br />

43,5 × 9 × 38 cm<br />

14 kg<br />

www.unison-research.de<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Eingänge – – 5 – –<br />

Ausgänge – – 2 – –<br />

Sonstige Anschlüsse MM/MC-Phonoeingang,Tape-Out, Sub-Out<br />

Technische Daten<br />

Kopfhörer<br />

Messdaten er<strong>mit</strong>telt: 20 dB vor Vollausteuerung @ 1 W an 8 Ohm<br />

Signal-Rauschabstand<br />

(SNR)<br />

76 dB<br />

Dynamik nach AES 17<br />

78 dB<br />

Übersprechen<br />

– 48 dB (–71 dB bei 1 kHz)<br />

bei 10 kHz<br />

THD+N Ratio 0,09 %<br />

THD+N Pegel<br />

– 53 dBV<br />

DFD (IMD)-Distortion<br />

– 60 dB<br />

(IEC60118/IEC60268)<br />

Frequenzgang abweichung<br />

(20 Hz–20 kHz)<br />

+/– 0,03 dB<br />

Leistung (1 kHz<br />

95 W an 8 Ohm<br />

Sinus bei 1 % THD)<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· warmer, plastischer Klang sehr gut für<br />

solistische Darbietungen<br />

· entspanntes Hörvergnügen <strong>mit</strong> reichlich<br />

Leistungsreserven<br />

Nachteile<br />

· kein symmetrischer Eingang<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 15,5/20<br />

Basswiedergabe 7/8<br />

Mittenwiedergabe 7/8<br />

Höhenwiedergabe 7/8<br />

Dynamik 7/8<br />

Neutralität 6,5/8<br />

Wiedergabequalität<br />

50/60<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

17,5/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

19/20<br />

Gesamt<br />

86,5 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 86,5/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 61


Musikgenuss 2012<br />

Audio Pro LV3<br />

Wie muss ein Lautsprecher heutzutage aussehen, da<strong>mit</strong> er der ganzen Familie gefällt?<br />

Stylisch, nicht zu groß und natürlich kabellos. Alle drei Eigenschaften wollen<br />

Audio Pros LV3 <strong>mit</strong>einander vereinen. Ob es Ihnen gelingt?<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

Audio Pro LV3<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Aufstellungsempfehlung<br />

0,5–1 m<br />

0,5–1 m<br />

Wandabstand<br />

Einwinkeln<br />

auf den<br />

Hörplatz,<br />

Stereodreieck<br />

nicht<br />

zwingend<br />

Empfohlen für Raumgrößen: 15 m 2 –35 m 2<br />

Eignungsempfehlung<br />

Rock und Pop:<br />

Instrumental und Gesang:<br />

Heimkino:<br />

Auch wenn die beiden<br />

Speaker nicht komplett<br />

auf Kabel verzichten<br />

können, dürfen wir sie getrost<br />

als Funklautsprecher bezeichnen.<br />

Das Komplettpaket besteht aus zwei<br />

75-Zentimeter-Standlaustprechern und<br />

einem hosentaschengroßen USB-Trans<strong>mit</strong>ter.<br />

Die LV3 setzen entgegen dem Trend<br />

der Einheits-Klavierlackoptik auf einen<br />

umlaufend vernähten Echtledermantel in<br />

den Wahlfarben weiß und schwarz. Der<br />

abnehmbare Gehäusekopf ist <strong>mit</strong> Stoff<br />

umspannt, um den Schall des darunter<br />

liegenden Hochtöners nicht nach Innen<br />

zurückzuwerfen. Scharfe S-Laute werden<br />

dabei gleich <strong>mit</strong> bedämpft. Bei unachtsamer<br />

Demontage können hier allerdings<br />

Kleberückstände des Kopfes am Lautsprecher<br />

entstehen. Auf der Rückseite befindet<br />

sich ein überschaubares Terminal zur Links-,<br />

Rechts- oder Monobetriebskonfiguration.<br />

Bilder: Audio Pro, Auerbach Verlag<br />

62 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Zwei Audio-Pro-Lautsprecher, einen TX100-Funktrans<strong>mit</strong>ter und die passende Fernbedienung –<br />

mehr braucht es nicht, um Musik auf die bequeme Art durch die Gegend zu schicken<br />

Neben dem Netzschalter findet man dann<br />

doch noch einen Kabelanschluss für die<br />

Netzspannung, denn die LV3 arbeiten aktiv.<br />

Zwar werden dadurch zwei Kabel im<br />

Hörraum verlegt, dafür spart man sich zusätzliche<br />

Endstufen – und vielleicht sogar<br />

den Zuspieler.<br />

Die Lautsprecher werden zur akustischen<br />

Entkopplung von vier Füßen getragen und<br />

für eine gleichbleibende Bodenbeschaffenheit<br />

auf eine Platte gesetzt. Auf der<br />

Unterseite der LV3 befindet sich jeweils<br />

ein Tieftöner, die nach dem Down-Firing-<br />

Prinzip, also abwährts gerichtet, arbeiten.<br />

Daran anschließend öffnet sich ein Bassreflexport,<br />

der für zusätzliche tieffrequente<br />

Energie sorgt. Sollte dies – gerade bei<br />

ecknaher Wandaufstellung – zu viel sein,<br />

lässt sich das Frequenzband bei 45 Hertz<br />

um bis zu 10 dB breitbandig reduzieren.<br />

Der Mitteltöner des 3-Wege-Bassreflex-<br />

Lautsprechers befindet sich auf der gegenüberliegenden<br />

Vertikalen und strahlt<br />

leicht nach vorn geneigt und nach oben<br />

ab. Oberhalb des 4,5-Zoll-Treibers sitzen<br />

gleich drei Hochtonchassis, die <strong>mit</strong> verschiedenen<br />

Abstrahlrichtungen gezielt auf<br />

Raumreflexionen setzen und das Rundstrahlverhalten<br />

fördern. Die drei 3,5-Zentimeter-Seidenkalotten<br />

thronen auf einer<br />

geschwungenen Chassiserhöhung, um Kantendispersionen<br />

wirkungsvoll zu minimieren.<br />

Wie es sich für einen Funklautsprecher <strong>mit</strong><br />

Anspruch auf Perfektion gehört, nehmen<br />

auch die LV3 jegliche Quelle entgegen.<br />

Dazu bedient man sich des beiliegenden<br />

Funktrans<strong>mit</strong>ters TX100, der bis zu drei<br />

verschiedene Empfangsgeräte zeitgleich<br />

bedient. Audio Pro greift dabei auf das<br />

2,4-Gigahertz-Frequenzband <strong>mit</strong> den Funkkanälen<br />

1, 6 und 11 zurück. Die beiden<br />

Anschlüsse USB und 3,5-mm-Klinke bieten<br />

hohe Flexibilität um vom Smartphone bis<br />

zur Stereoanlage und einem Computer jeden<br />

denkbaren Zuspieler zu bedienen. Analoge<br />

Signale werden für die Übertragung in<br />

24 Bit und 48 Kilohertz (kHz) konvertiert.<br />

<strong>Digital</strong>e Eingangssignale beschränken sich<br />

hingegen auf eine maximale Auflösung von<br />

16 Bit und 48 kHz.<br />

Am PC oder Mac wird der TX100-Dongle<br />

als externe Soundkarte erkannt und gibt<br />

sämtliche Systemklänge – egal ob Spotify-<br />

Musikdienst oder ein Computerspiel – über<br />

die LV3 wieder. Diese haben den entsprechenden<br />

Empfänger verbaut, entpacken<br />

das komprimierte Signal <strong>mit</strong>tels DSP und<br />

übertragen Signale in die analoge Welt.<br />

Die Class-D-Endstufen <strong>mit</strong> zweimal 35<br />

Watt Leistung sorgen abschließend für<br />

die Verstärkung.<br />

Bei aller Liebe zum technischen Detail, sehen<br />

wir die Lautsprecher nicht als Ersatz für<br />

eine audiophile High-End-Anlage, sondern<br />

als modernen Alltagsbegleiter an. Jenseits<br />

von seziererischer Wiedergabe setzt Au-<br />

dio Pro wieder auf Spaß am Hören und<br />

am Bedienen. Dies beginnt bereits <strong>mit</strong> der<br />

unkritischen Aufstellung der Lautsprecher,<br />

die mehr als nur einen Sweet Spot erlaubt.<br />

Mit ihrem Rundstrahlverhalten erfuhren<br />

wir eine Räumlichkeit, die sich nicht nur<br />

innerhalb der Basisbreite der Lautsprecher<br />

abspielte, sondern weit darüber hinaus<br />

erlkang. Instrumente waren jederzeit lokalisierbar<br />

– und das von verschiedenen Positionen<br />

im Raum aus. Bei partytauglichen<br />

Lautstärkepegeln neigten die LV3 zu einer<br />

leichten Hochtonverzerrung, was jedoch<br />

bei entsprechender Gelegenheit nicht auffällt.<br />

Beeindruckend war der Bassanteil, den<br />

die nicht einmal einen Meter messenden<br />

Standlautsprecher von sich gaben. Elektronische<br />

Bässe wurden tief reproduziert<br />

und Kick Drums <strong>mit</strong> dem richtigen Anteil<br />

an Impulshaftigkeit dargestellt. Da sich der<br />

tieffrequente Eindruck auch bei bassarmer<br />

Musik einstellt, eignen sich die Lautsprecher<br />

für jegliche Art von moderner Musik.<br />

Wer dem Kabelsalat ein Ende setzen und<br />

in unterschiedlichen Räumen die gleiche<br />

Musik hören will, ist <strong>mit</strong> den Audio-Pro-<br />

Geräten bestens bedient. Egal ob Internetradio,<br />

Musik vom Smartphone oder Airplay<br />

via Airport Express – es gibt nichts, was die<br />

LV3 nicht wiedergeben.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Audio Pro Living<br />

Modell<br />

LV3<br />

Paarpreis (UVP)<br />

1 700 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

22 × 75 × 22 cm<br />

Gewicht<br />

16 kg<br />

Informationen<br />

www.audiopro-living.de<br />

Farben<br />

Schwarz, Weiß Leder<br />

Anzahl Lautsprecher 5<br />

Technische Daten<br />

Arbeitsweise<br />

3-Wege, aktiv<br />

Bauform<br />

Bassreflex <strong>mit</strong> Öffnung auf Unterseite<br />

Frequenzgang nach<br />

30−24 000 Hz (+/−3 dB)<br />

Herstellerangaben<br />

Anschlüsse<br />

Mini-Klinke, USB<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· einfache Einrichtung<br />

· kompatibel zu sämtlichen Quellgeräten<br />

· schicke Optik<br />

· unkritische Lautsprecheraufstellung<br />

Nachteile<br />

· max. Aufl ösung 16 Bit/48 kHz<br />

· leichtes Klirren bei hohen Pegeln<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Abstand: 1 Meter, SPL: 74 dB(C)<br />

12 dB<br />

3 dB<br />

0 dB<br />

–3 dB<br />

–12 dB<br />

30 40 50 70 100 Hz<br />

200 300 400 500 700 1 kHz 2 3 4 5 7 10 kHz 20 kHz<br />

Die untere Grenzfrequenz liegt für die Größe der Lautsprecher außergewöhnlich tief<br />

Basswiedergabe 8/10<br />

Mittenwiedergabe 8/10<br />

Höhenwiedergabe 7,5/10<br />

Räumlichkeit 9/10<br />

Neutralität 8/10<br />

Dynamikverhalten 8/10<br />

Wiedergabequalität<br />

48,5/60<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

19,5/20<br />

Gesamt<br />

86 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 86/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 63


Dynaudio Xeo 3<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Kabel adieu<br />

Dynaudio Xeo 3<br />

Wir bauen eine komplette Stereo-Anlage aus einem Zuspieler und zwei Lautsprechern<br />

auf. Wer nach Kabeln und Verstärker sucht, wird sie auch in diesem Test nicht<br />

finden, denn wir funken dieses Mal über die Xeo 3.<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

Eignungsempfehlung<br />

Rock und Pop:<br />

Instrumental und Gesang:<br />

Heimkino:<br />

Aufstellungsempfehlung<br />

0,5–1 m<br />

Wandabstand<br />

0,5–1 m<br />

Einwinkeln<br />

auf den<br />

Hörplatz<br />

Empfohlen für Raumgrößen: 15 m 2 – 2 5 m 2<br />

Anhänger der Funkübertragung sind<br />

seit jeher auf der Suche nach platzsparenden<br />

Lösungen, die sie seit Anfang<br />

2012 in Dynaudios Xeo-Serie finden. Nachdem<br />

wir <strong>mit</strong> den Standlautsprechern Xeo 5<br />

sehr gute Erfahrungen sammeln konnten,<br />

wollten wir die kleinen Xeo 3 auf ihre Alltagstauglichkeit<br />

prüfen – denn platzsparender<br />

können ernstzunehmende Hi-Fi-<br />

Lautsprecher kaum mehr sein.<br />

Tatsächlich reichen den beiden Funkern<br />

zwei Verbindungen zur Spannungsversorgung<br />

aus, denn die Signalzuführung geschieht<br />

rein über die Luft. Das dies perfekt<br />

<strong>mit</strong> den neuesten Smartgeräten wie Tablet,<br />

Netbook oder Smartphone passt, steht<br />

außer Frage. Zuspieler werden <strong>mit</strong> dem<br />

handgroßen Trans<strong>mit</strong>ter verbunden, der die<br />

empfangenen Signale über das 2,4-Gigahertz-Netz<br />

an die Lautsprecher überträgt.<br />

Flachbildfernseher, CD-Player, PCs und jede<br />

weitere denkbare analoge oder digitale<br />

Quelle finden per Miniklinke, Cinch, TOS-<br />

LINK und USB Gehör. Der herkömmliche<br />

Stereo-Vollverstärker darf da<strong>mit</strong> auf unbestimmte<br />

Zeit das Hi-Fi-Rack verlassen. Analoge<br />

Signale werden zunächst A/D-gewandelt,<br />

digitale dürfen bis zu 24 Bit und 48<br />

Kilohertz (kHz) betragen. Sollen hochauflösende<br />

Audiofiles per Computer übertragen<br />

werden, muss zunächst die Samplerate am<br />

USB-Ausgang auf 44,1 bzw. 48 kHz angepasst<br />

werden.<br />

Da die am Trans<strong>mit</strong>ter eingehenden Signale<br />

parallel und bei voller Bandbreite gesendet<br />

werden, ist das Xeo-System geradezu prädestiniert<br />

für Multiroom-Anwendungen.<br />

Dafür werden zunächst mehrere Xeo 3<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Dynaudio<br />

64 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Abstand: 1 Meter, SPL: 74 dB(C)<br />

12 dB<br />

3 dB<br />

0 dB<br />

–3 dB<br />

–12 dB<br />

30 40 50 70 100 Hz<br />

200 300 400 500 700 1 kHz 2 3 4 5 7 10 kHz 20 kHz<br />

Der modern-geprägte Klang ist auf eine leichte Erhöhung im Präsenzbereich zurückzuführen<br />

und Xeo 5 auf verschiedene<br />

Räume verteilt. Anschießend<br />

empfangen die Lautsprecher<br />

Audiosignale voneinander autark.<br />

Je nach Raumbeschaffenheit<br />

werden laut Hersteller<br />

dabei Reichweiten bis zu 100<br />

Meter zurückgelegt.<br />

Die dritte und letzte Komponente<br />

jedes Xeo-Systems<br />

ist die Fernbedienung, <strong>mit</strong><br />

der sich zwischen den einzelnen<br />

angeschlossenen<br />

Quellen hin- und herschalten<br />

lässt. Auch die Lautstärke<br />

wird da<strong>mit</strong> reguliert und per<br />

Mute-Taste fixiert. Die Infrarot-<br />

rotbedienung<br />

holt die beiden Lautsprecher<br />

darüber hinaus aus ihrem schlaf, dem sie äußerst energieeffizient eeffizient<br />

nach nur wenigen stillschweigenden<br />

Minuten verfallen.<br />

Dauer-<br />

Technisch betrachtet handelt es sich bei<br />

den Xeo 3 um Aktivlautsprecher nach<br />

dem 2-Wege-Bassreflex-Prinzip. ip. Eine<br />

27-Millimeter-große Gewebekalotte<br />

gibt wie in den Xeo 5 die Hochtonsignale<br />

wieder. Der langhubige 14,5-Zentimeter-Tief-Mitteltöner<br />

aus Dynaudios<br />

gern verwendetem Magnesium-Silikat-<br />

daran an.<br />

Kunststoff, schließt sich direkt Sein Aluminium-Druckgusskorb verhindert<br />

unnötige Temperatureinflüsse auf<br />

das Chassis. Die 25-mm-starke wand sorgt für einen stabilen Klang,<br />

Schall-<br />

ohne Resonanzen auf das Gehäuse zu<br />

übertragen. Aktive Frequenzweichen<br />

übernehmen die Signalverteilung ng an die<br />

50-Watt-Class-D-Verstärker. Eine terschaltung im DSP schützt<br />

Limi-<br />

die Chassis vor Übersteuerungen.<br />

Das Gehäuse ist<br />

links und rechts der Frontpartie<br />

angeschrägt, was<br />

Kantendispersionen mindern<br />

soll. Die Verarbeitungsqualität<br />

lässt derweil keine<br />

Wünsche offen.<br />

Der Aufbau der kleinen Funklautsprecher<br />

gelingt innerhalb<br />

weniger Minuten, die<br />

Einrichtung ist dank dem<br />

Verzicht auf komplizierte<br />

Netzwerkkonfigurationen ein<br />

Kinderspiel. Nicht einmal ein<br />

eigenes Heimnetzwerk wird<br />

hierbei vorausgesetzt. Hat<br />

man sich nach dem Aufbau<br />

für eine Stereo- oder Monowiedergabe<br />

entschieden,<br />

kann der erste Funkkontakt<br />

bereits<br />

hergestellt werden. Während<br />

unseres<br />

gesamten Testzeitraums brach<br />

die Verbindung im Übrigen nicht ein<br />

einziges<br />

Mal ab.<br />

Gemessen en an seinem größeren Geschwisterpaar<br />

sehen die kleinen Xeo 3<br />

in puncto Bassreproduktion naturge-<br />

mäß etwas nach. Dies nehmen sie je-<br />

doch nicht zum Anlass, sich zu verbie-<br />

gen und<br />

auf unnatürliche Weise Bass<br />

hervorzuzaubern, wo größenbedingt<br />

keiner ist. Vielmehr konzentrieren sich<br />

die Regallautsprecher auf eine straf-<br />

fe Wiedergabe, die nicht zuletzt der<br />

schwingungsstabilen Frontpartie zu<br />

Verdanken en ist. Sollte bei wandnaher<br />

Aufstellung ung doch zuviel Tieftonenergie<br />

entstehen, en, liegen den Lautsprechern<br />

entsprechende Schaumstoffverschlüsse<br />

für die Reflexports bei. Eine Sopranstim-<br />

me baute<br />

sich im Hörtest direkt vor uns<br />

auf und<br />

lieferte einen sehr plastischen<br />

Eindruck. Mit leichter Konsonantenanreicherung<br />

blieben moderne<br />

Pop- und Rockstimmen frei<br />

von Überbetonungen, was<br />

langanhaltende Hörsessions<br />

verspricht. In den moderneren<br />

Musikgenres wie Pop,<br />

Mit einem Dynaudio-Trans<strong>mit</strong>ter setzt man die beiden Xeo 3 in Betrieb. Bis zu vier Geräte finden<br />

gleichzeitig daran Platz, die Quellenumschatung gelingt bequem per Fernbedienung<br />

Rock, Elektro, fanden wir auch das Hauptanwendungsgebiet<br />

der Lautsprecher, jenseits<br />

der akribischen Studiowelt: die Xeos<br />

erheben den Anspruch, ein unkomplizierter<br />

Alltagslautsprecher zu sein.<br />

Wer sich bei der Suche nach dem perfekten<br />

Klang in einer Endlosschleife bewegt, sollte<br />

die Ausfahrt Funklautsprecher einmal anfahren.<br />

Hier trifft sehr gutes Hi-Fi auf moderne<br />

Technik: die Xeo 3 liefern den Beweis!<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Dynaudio<br />

Modell Xeo 3<br />

Paarpreis (UVP)<br />

1 500 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

17 × 28,5 × 26,5 cm<br />

Gewicht<br />

6,5 kg<br />

Informationen<br />

www.dynaudio.com/d/xeo<br />

Farben<br />

Klavierlack schwarz/weiß<br />

Anzahl Lautsprecher 2<br />

Technische Daten<br />

Arbeitsweise<br />

2-Wege, aktiv<br />

Bauform<br />

Bassreflex <strong>mit</strong> Öffnung auf Rückseite<br />

Frequenzgang nach<br />

48−22 000 Hz (+/−3 dB)<br />

Herstellerangaben<br />

Anschlüsse<br />

Mini-Klinke, Cinch, TOSLINK, USB<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· ansprechendes Design<br />

· einfache Installation<br />

· kompaktes Auftreten<br />

· gutes Fundament<br />

Nachteile<br />

· Li<strong>mit</strong>er-Schaltung kann bei höheren<br />

Pegeln hörbar einsetzen<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Basswiedergabe 7,5/10<br />

Mittenwiedergabe 8,5/10<br />

Höhenwiedergabe 8/10<br />

Räumlichkeit 8/10<br />

Neutralität 7,5/10<br />

Dynamikverhalten 7,5/10<br />

Wiedergabequalität<br />

47/60<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18,5/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

19,5/20<br />

Gesamt<br />

85 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Ausgezeichent<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 85/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 65


Straffer, konturierter, besser?<br />

Heco „The New Statement“<br />

Das größte Modell der<br />

Heco Standlautsprecher<br />

heißt „The New Statement“.<br />

Es wurde demnach<br />

Zeit, eine neue Erklärung<br />

in Sachen Lautsprecherklang<br />

an das geneigte Hi-<br />

Fi-Volk zu richten. Da<strong>mit</strong><br />

wurde auch unser Interesse<br />

geweckt wurde.<br />

VON JENS VOIGT<br />

Auf den ersten Blick scheint der Neue<br />

gegenüber seinem Vorgängermodell<br />

etwas im Gewicht und in den Abmessungen<br />

zugelegt zu haben. Die Gründe<br />

dafür sind wahrscheinlich: eine verbesserte<br />

Gehäuseversteifung und die seitlich hinzugekommenen<br />

Rundungen, die ihren<br />

Tribut fordern. Als optischer Blickfang gilt<br />

die neue Oberflächengestaltung in Espresso<br />

Piano <strong>mit</strong> dunklem Echtholzfurnier, das<br />

als Versiegelung <strong>mit</strong> einer Glanzlackierung<br />

überzogen wurde. Eine magnetisch anhaftende<br />

Lautsprecherabdeckung verziert bei<br />

Bedarf die Chassis.<br />

Wenn man das technische Grundprinzip<br />

betrachtet, hat sich an der 3-Wege-Bassreflexkonstruktion<br />

<strong>mit</strong> drei Öffnungen auf<br />

der Rückseite nichts geändert. Die antiparallelen<br />

Seitenwände, sowie die verstärkten<br />

Bemühungen zu einem mechanisch stabil<br />

verstrebten und gegen akustische Resonanzen<br />

resistenten Gehäuses, sind nicht zu<br />

leugnen. Das Ganze gibt dem Design eine<br />

eigene Note – genauso wie die großen verstellbaren<br />

Spikes. Doch viel interessanter<br />

ist, dass sich die Bemühungen klanglich<br />

sehr positiv bemerkbar machen. Das Anschlussfeld<br />

auf der Rückseite bietet einige<br />

Besonderheiten: An den isolierten massiven<br />

Terminals sind Tri-Wiring- oder -Amping<br />

möglich, auch eine einstufige Hoch- und<br />

Mitteltonanpassung ist vorgesehen. Die<br />

<strong>mit</strong>gelieferten Kabelbrücken sichern auch<br />

einen Normalbetrieb ab, leider passen<br />

sie von der Fertigungsqualität nicht ganz<br />

zum Gesamtauftritt.<br />

Wenn wir auf die Details schauen, dann<br />

ist der Hochtöner jetzt größer gewählt<br />

wurden. Er bietet eine 30-mm-Kalotte aus<br />

einem Mischfasergewebe (PFC-Dome), die<br />

von einem Doppelmagnetsystem für eine<br />

größere, verzerrungsarme Dynamik kräftig<br />

Heco „The New Statement“<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Heco<br />

66 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Dieses Gitter ist Teil der Kammeröffnung auf<br />

der Rückseite des Mitteltöners<br />

Das Anschlussterminal bietet verschiedene Verbindungsarten, aber auch eine klangliche Abstimmung<br />

des gesamten Lautsprechersystems an<br />

angetrieben wird. Eingefasst ist die Kalotte<br />

in eine sauber gefräste Aluminium-<br />

Frontplatte, die einen kurzen Hornansatz<br />

bietet. Laut Heco ist der Hochtöner <strong>mit</strong><br />

Nanopartikeln beschichtet und entspricht<br />

einer eng tolerierten, selektierten Variante<br />

aus der Spitzenlautsprecherserie Celan GT.<br />

Der Mitteltöner ist der gleiche geblieben,<br />

so wie er schon beim „The Statement“<br />

eingesetzt wurde. Sein Antrieb wird von<br />

dem „magnetfeldstarken“ Materialmix <strong>mit</strong><br />

der Abkürzung AlNiCo (Aluminium, Nickel,<br />

Cobalt und Eisen ist auch dabei) gebildet.<br />

Mit der Finite-Elemente-Methodik und lasergestützter<br />

Klippel-System-Technologie<br />

wurde der Antrieb auf höchste Symmetrie<br />

in seinen physikalischen Parametern und<br />

niedrigsten Verzerrungsanteilen in der Wiedergabe<br />

optimiert. Sehr interessant ist die<br />

aperiodische Dämpfung <strong>mit</strong> einer rückseitigen<br />

Öffnung für das eigene Gehäuse des<br />

Mitteltonlautsprechers. Die Vorteile, die daraus<br />

entstehen, sind die starke Bedämpfung<br />

von Resonanzen und ein sauberes Membranein-<br />

und -ausschwingverhalten. Das Ziel ist<br />

es, eine saubere Impulswiedergabe zu er-<br />

Aufstellungsempfehlung<br />

reichen. Dazu trägt die hart eingespannte,<br />

leichte Papier-Woll-Membran <strong>mit</strong> ihrer beschichteten<br />

Gewebesicke bei. Für den Tiefton<br />

sorgen zwei 190-mm-Chassis <strong>mit</strong> einer<br />

Papiermembran aus einem DIN-normierten<br />

Langfaser-Kraftzellstoff. Die Membrangeometrie<br />

bildet nun zusammen <strong>mit</strong> der<br />

inversen Staubschutzkalotte eine flachere<br />

Oberfläche aus. Mit weit auslenkbaren<br />

Lautsprechersicken und 32-mm-Schwingspulensystemen<br />

wird nach wie vor für große<br />

Dynamikfähigkeiten gesorgt. Die steifen<br />

Aluminiumdruckgusskörbe und die linearisierten<br />

Magnetsysteme, so wie sie auch<br />

bei dem Mitteltöner Anwendung finden,<br />

unterstützen die Wiedergabequalität nachhaltig.<br />

Laut Heco sind neue Abstimmungen<br />

an den Frequenzweichen hinzugekommen,<br />

die für einen offeneren und dynamischeren<br />

Gesamtklang sorgen sollen. Wir waren<br />

gespannt und gönnten den Lautsprechern<br />

einige Tage Einspielzeit.<br />

Ein Paar der „The New Statement“ war in<br />

der Hörsession weniger von einem voluminösen<br />

Bassklang geprägt, wie es dagegen<br />

der Vorläufer anbot. Der Klang ist nun bis in<br />

Abstand: 1 Meter, SPL: 74 dB(C)<br />

die Tief<strong>mit</strong>ten hinein straffer, konturierter<br />

und trockener. Dieses sind Eigenschaften,<br />

die selbst schwer erkennbare Bassläufe<br />

erfassbar machen. Auch andere Tests deuten<br />

auf eine kontrollierte Abstimmung in<br />

diesem Bereich hin. Die Anregungen von<br />

Raumresonanzen aufgrund der Bassreflexresonanz<br />

war deutlich geringer ausgeprägt.<br />

Auch das Impulsverhalten der Tieftonlautsprecher<br />

scheint jetzt kontrollierter<br />

zu sein. Wir haben uns, selbst nach längerer<br />

Einspielzeit, für die minus-2-dB-Absenkung<br />

im Mitteltonbereich entschieden.<br />

Der Grund lag im durchschnittlich etwas<br />

für unseren Hörgeschmack zu vordergründigen<br />

Ausdruck bei Rockmusik-E-Gitarren,<br />

welcher bei dem Vorgängermodell weniger<br />

ausgeprägt war. Die Wiedergabe von Gesangsstimmen<br />

und typischen Schlagzeugklängen<br />

erhielt durch die Anpassung einen<br />

angenehmen und plastischen Ausdruck.<br />

Der Hochtonbereich ist angenehm hell, offen<br />

und neigt nicht zu Übertreibungen, so<br />

dass sich keine übersteigerten S- und Zischlaute<br />

ausbildeten. Die Musikaufnahme von<br />

einem Solosopran <strong>mit</strong> Orgelbegleitung war<br />

0,5–1 m<br />

0,5–1 m<br />

Einwinkeln<br />

Wandabstand<br />

auf den<br />

Hörplatz,<br />

Stereodreieck<br />

ist besser<br />

aber nicht<br />

nötig<br />

Empfohlen für Raumgrößen: 20 m 2 –50 m 2<br />

12 dB<br />

3 dB<br />

0 dB<br />

–3 dB<br />

–12 dB<br />

30 40 50 70 100 Hz<br />

200 300 400 500 700 1 kHz 2 3 4 5 7 10 kHz 20 kHz<br />

Ein sehr ausgeglichenes Übertragungsverhalten zeigte sich in unserem Hörraum auf<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 67


Zwei von diesen mächtigen Basstreibern sind in<br />

die vordere Schallwand montiert<br />

Der Mitteltonlautsprecher befindet sich in einer<br />

eigenen aperiodisch gedämpften Kammer<br />

Drei strömungsoptimierte Bassreflexöffnungen<br />

aus Aluminium zieren die Rückseite<br />

In der extremen Nahaufnahme ist hier die<br />

Kalotte des Hochtöners zu sehen<br />

Eignungsempfehlung<br />

Rock und Pop:<br />

Instrumental und Gesang:<br />

Heimkino:<br />

sehr gut im Kirchenraum zu lokalisieren.<br />

Der Orgelbass verdeckte keine Nebengeräusche<br />

und die Stimme blieb sehr gut artikuliert.<br />

Auch in anderen Klangbeispielen<br />

fiel die sehr gute räumliche Abbildungsfähigkeit<br />

eines Stereopaares auf. Ein ebenfalls<br />

bekanntes Musikstück, bei dem eine<br />

Flamencotänzerin ihre Runden über den<br />

Bühnenboden dreht, legte eine deutlich<br />

wahrnehmbare akustische Tiefe der Bühne<br />

Stepp für Stepp dar. Die Gitarre in der Begleitung<br />

erzeugte einen straffen Grundton<br />

ohne deutliche Klangverfärbungen. Das<br />

Anreißgeräusch der Saiten erklang etwas<br />

straff, der gleiche Effekt einer leicht gesteigerten<br />

Transienten-Betonung bot sich auch<br />

an anderen Stellen. So war es auch beim<br />

Anschlaggeräusch des Kesselpaukenfelles<br />

oder der Klaviersaiten. Im Allgemeinen<br />

wurde dadurch der dynamische Eindruck<br />

aber positiv herausgestellt. Ein wahrhafter<br />

Genuss ist die sehr gut durchhörbare akustische<br />

Bühne. So war die Orchestrierung<br />

zur Wagner Ouvertüre „Der Fliegende<br />

Holländer“ vorzüglich in der Tiefenstaffelung<br />

und in der Breite der Wiedergabe zu<br />

erfassen. Eine klangliche Loslösung vom<br />

Lautsprecher und die Illusion vom Konzert<br />

erreicht ein Paar der „The New Statement“<br />

nun überzeugender. Den Blech- und Holzblasinstrumenten<br />

wird deutlich mehr Aufmerksamkeit<br />

in den Klangfarben gewidmet.<br />

Auch die Streicher werden <strong>mit</strong> einer<br />

vorteilhaften Detailauflösung dargeboten.<br />

Bei all den Details werden auch die dynamischen<br />

Stufen der grummelnden Pauken<br />

punktueller dargeboten. Sehr vorteilhaft<br />

verhalten sich die Standlautsprecher bei<br />

der Interpretation moderner Musiksparten.<br />

Hierzu sind die konturierte Kraft des<br />

Bassbereichs, der Biss im Mittenbereich<br />

und der offen klingende Hochtonbereich<br />

von Vorteil. Die sehr verzerrungsarmen<br />

Dynamikfähigkeiten und der hohe Kennschalldruck<br />

des Systems ermöglichen<br />

auch bei erhöhten Lautstärken, eine sehr<br />

unangestrengte Wiedergabe. Das Ganze<br />

gepaart <strong>mit</strong> einer durchgängig hohen Verarbeitungsqualität<br />

an den Gehäuse- und<br />

Lautsprecherbestandteilen sind uns ein<br />

„Ausgezeichnet“ wert.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Heco<br />

Modell<br />

The New Statement<br />

Paarpreis (UVP)<br />

ab 4 500 Euro, je nach Ausführung<br />

Maße (B/H/T)<br />

29,2 × 124,5 × 48 cm<br />

Gewicht<br />

48,8 kg<br />

Informationen<br />

www.heco-audio.de<br />

Farben<br />

Schwarz Hochglanz, Espresso Furnier<br />

Hochglanz<br />

Anzahl Lautsprecher 4<br />

Technische Daten<br />

Arbeitsweise<br />

3-Wege, passiv<br />

Bauform<br />

Bassreflex, drei Öffnungen auf der<br />

Rückseite<br />

Impedanz<br />

4 Ohm<br />

Frequenzgang nach<br />

18–52 000 Hz<br />

Herstellerangaben<br />

Empf. Verstärkerleistung<br />

30–500 W<br />

des<br />

Herstellers<br />

Kennschalldruck nach<br />

Angabe/gemessen<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

Nachteile<br />

Bewertung<br />

93 dB/92,5 dB@8 Ohm/2,83 Vrms (1 W/1 m)<br />

89,5 dB@4 Ohm/2 Vrms (1 W/1 m)<br />

· straffer, konturierter Bass-Tief<strong>mit</strong>tenbereich<br />

· sehr gute Durchhörbarkeit komplexer<br />

musikalischer Strukturen<br />

· sehr gute akustische Bühne<br />

· hohe, verzerrungsarme Dynamik<br />

· keine<br />

Audio<br />

Basswiedergabe 10,5/12<br />

Mittenwiedergabe 9,5/12<br />

Höhenwiedergabe 10/12<br />

Räumlichkeit 10,5/12<br />

Neutralität 10/12<br />

Lebendigkeit/Impulstreue<br />

10/11<br />

Dynamikverhalten 10/11<br />

Wiedergabequalität<br />

70,5/82<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

9/9<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

8/9<br />

Zwischenergebnis<br />

87,5 von 100 Punkten<br />

Konstruktions-/<br />

Materialaufwand<br />

+5<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Ausgezeichnet 92,5/100<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

68 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Dynamik und Präzision<br />

für den kleinen Raum<br />

ASW<br />

Cantius<br />

512<br />

Mit der Cantius 2012 Reihe<br />

hat ASW sein Angebot<br />

erweitert. Das größte Modell<br />

in dieser Reihe ist der<br />

Standlautsprecher Cantius<br />

512. Welchen Klang bietet<br />

das im Münsterland montierte<br />

Produkt für seinen<br />

Preis?<br />

VON JENS VOIGT<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

Es scheint eine erfolgreiche Modellreihe zu<br />

sein, die sich seit 24 Jahren auf dem Markt<br />

behauptet und stetig Zuwachs bekommt.<br />

In Ahaus wird umweltbewusst gefertigt<br />

und auf Kundenwünsche eingegangen. Für<br />

besondere Ansprüche werden die Lautsprechergehäuse<br />

<strong>mit</strong> einer individuellen<br />

Oberflächengestaltung versehen, die durch<br />

hochwertige Furniere und Lackfarben auffallen.<br />

Mit dieser Modellreihe wird eine Käuferschaft<br />

anvisiert, die bei geringem Platzvorrat<br />

einen dynamischen und präzisen Lautsprecher<br />

sucht, der auch Einrichtungsgegenstand<br />

ist oder eben auch nicht. Das ist aus<br />

unserer Sicht ein hochgestecktes Ziel.<br />

Was von unserer Seite ein weiteres Verkaufsargument<br />

darstellt, sind die Kombinationsmöglichkeiten<br />

aus dem hauseigenen<br />

Lautsprecherprogramm. Hier sind auch noch<br />

spätere Erweiterungen zu einem Surround-<br />

Set möglich, weil sich aufgrund der Chassisauswahl<br />

ein stark homogener Klang erreichen<br />

lässt.<br />

Was macht den Cantius 512 aus? In dem einen<br />

Meter großen Gehäuse ist eine 2-Wege-<br />

Bassreflexkonstruktion integriert. Für einen<br />

sicheren Stand sorgen die <strong>mit</strong>gelieferten<br />

Spikes. Eine magnetisch haftende Abdeckung<br />

kann als Schutz oder zur Zierde der<br />

Lautsprecher genutzt werden. Für den größten<br />

Anteil der akustischen Schallleistungsabgabe<br />

werden zwei 180 Millimeter (mm)<br />

Tief-Mitteltonlautsprecher und ein zwischen<br />

ihnen positionierter Hochtöner verwendet.<br />

ASW Cantius 512<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Bewertungsschlüssel: sel:<br />

100–95: Referenzklasse, erenzkla<br />

94–90: 90:<br />

ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test<br />

69


Ein Neodymmagnet ist Teil des Antriebes für den Hochtöner, der Kühlkörper leitet die Wärme ab<br />

Dieser nutzt eine 25-mm-Gewebekalotte<br />

<strong>mit</strong> einem Abdeckgitter als Schutz. Diese<br />

Kalotte soll einen detailreichen, ermüdungsfreien<br />

Klang projizieren und dabei sehr<br />

schnelle, musikalische Einschwingvorgänge<br />

(Signalanstiegsflanken/Transienten) bis weit<br />

über 30 Kilohertz (kHz) übertragen können.<br />

Ein Neodymmagnet bildet einen Teil<br />

des räumlich kompakten Antriebssystems,<br />

welches zur besseren Wärmeableitung <strong>mit</strong><br />

Kühlrippen versehen ist. Das ist auch nötig,<br />

da<strong>mit</strong> die verzerrungsarme Leistungsfähigkeit<br />

auch über viele Hörstunden konstant<br />

bleibt. Die beiden großen Chassis schließen<br />

den Hochtöner in einer nur rein äußerlich<br />

verwandten D’Appolito-Anordnung ein. Die<br />

Membranen sind aus einem Karbongeflecht<br />

gefertigt, das bekanntermaßen sehr gute<br />

Dämpfungen von Partialschwingungen bietet.<br />

Das heißt auch bei höheren Lautstärken<br />

bleibt der Klang verzerrungsarm. Die feststehenden<br />

Phaseplugs, die den Konus ersetzen,<br />

sollen laut dem Entwicklungsleiter bei ASW<br />

Willi Nienhaus, das Abstrahlverhalten im<br />

„Mittelton“ – also dem markanten Stimmbereich<br />

verbessern. Mit starken konventionellen<br />

Antriebssystemen und strömungsoptimierten<br />

Druckguss-Lautsprecherkörben<br />

wird die akustische Leistungsfähigkeit unterstützt.<br />

Die Strömungsoptimierung sorgt<br />

dafür, dass es nicht zu einer Komprimierung<br />

der Luft zwischen Membranrückseite und<br />

Lautsprecherkorb kommt. Dies kann geschehen,<br />

wenn eine weite Membranauslenkung<br />

durch große dynamische Impulse ausgelöst<br />

wird: Nach Außen wird die Luftmasse im<br />

Raum angeschoben, bei der Rückstellung<br />

der Membran geschieht das Gleiche im Inneren<br />

des Lautsprechergehäuses. Da es sich<br />

um eine Bassreflexkonstruktion handelt,<br />

findet ein Druckausgleich über den auf Nebengeräuscharmut<br />

getrimmten Reflexkanal<br />

auf der Gehäuserückseite statt. Mit reichlich<br />

Dämmmaterialien wird der Aufgabe einer<br />

hohen Dämpfung von inneren Schallreflexionen<br />

Rechnung getragen. Gegen starke<br />

Schwingungen und Resonanzen auf den langen<br />

Seitenwänden wurden mehrere umlaufende<br />

Verstärkungen eingebracht. Nur bei<br />

einzelnen extremen Bassimpulsen war <strong>mit</strong><br />

der Handfläche eine deutliche Schwingung<br />

spürbar. In der klanglichen Performance<br />

konnten hingegen keine darauf rückführbare<br />

Verfärbungen erkannt werden.<br />

Wenn man den Chassis etwas Einspielzeit<br />

gegönnt hat, lassen sich folgende klangliche<br />

Einschätzungen treffen. Die Lautsprecherkonstruktion<br />

zeichnet sich durch einen nicht<br />

zur Übertreibung neigenden Klangcharakter<br />

aus. Dies ist eine schätzenswerte Eigenschaft,<br />

die vielen Wiedergabequalitäten die Möglichkeit<br />

zur klanglichen Entfaltung lässt. Zum<br />

Beispiel werden Saiteninstrumente kaum<br />

<strong>mit</strong> Verfärbungen im Grundton belegt. Die<br />

Einschwingphasen werden schnell und sehr<br />

organisch wiedergeben. Auf einen aufgeblasenen<br />

Tiefgang in den Bassfrequenzen, um<br />

den Zuhörer zu beeindrucken, wurde zum<br />

Glück verzichtet. Der Lohn dafür sind schöne<br />

tief<strong>mit</strong>tige Konturenabbildungen. Die knorrigen<br />

Klanganteile eines Kontrabasses sind<br />

so sehr gut zu erfahren. Es stellte sich für<br />

ein Stereopaar der Cantius heraus, dass sie<br />

in der Lage sind, Bass-Tief<strong>mit</strong>tenimpulse sehr<br />

Aufstellungsempfehlung<br />

0,5–1 m<br />

Die Rückansicht zeigt den schlanken Cantius<br />

512 bis zu den <strong>mit</strong>gelieferten Spikes<br />

Die Kalotte des Hochtöners wird von einer<br />

festmontierten Abdeckung geschützt<br />

0,5–1 m<br />

Wandabstand<br />

Einwinkeln<br />

auf den<br />

Hörplatz,<br />

besser<br />

Stereodreieck<br />

Empfohlen für Raumgrößen: 15 m 2 –40 m 2<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

70 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Deutlich zu erkennen ist hier das Karbongeflecht<br />

der Membran des Tief-Mitteltöners<br />

Eignungsempfehlung<br />

Direkt auf der Rückseite des Anschlussfeldes befindet sich die Frequenzweiche. Da<strong>mit</strong> ist der<br />

direkte Zugang für das Bi-Amping oder Bi-Wiring gegeben<br />

dynamisch zu reproduzieren. Der überprüfte<br />

Kennschalldruck ist beachtlich, genauso wie<br />

das geringfügige Verzerrungsverhalten, wo<strong>mit</strong><br />

auch ein längeres „laut Hören“ ertragbarer<br />

wird. Mit einer nicht übersteigerten<br />

Detailwiedergabe ermöglichen sie bei geringen<br />

bis moderaten Lautstärken eine sehr<br />

gute Durchhörbarkeit von komplexen musikalischen<br />

Strukturen. Sehr obertonreiche<br />

Klänge <strong>mit</strong> geräuschhaften Anteilen, wie bei<br />

einer Triangel, werden vom Hochtöner bei<br />

angemessener Lautstärke nicht verzerrt. Das<br />

Gleiche stellt sich auch bei Gesangsstimmen<br />

dar, deren Sibilanten und Konsonanten ohne<br />

Übersteigerungen abgebildet wurden. Je<br />

nach der Aufnahmequalität stellte sich eine<br />

schöne plastische Interpretation der Gesangstimme<br />

ein. Die musikalische Begleitung<br />

blieb dabei in einem luftigen Abstand und<br />

führte nicht zu Verdeckungseffekten. Wir<br />

testen dies gern <strong>mit</strong> einer Musikaufnahme,<br />

einer Sopranstimme <strong>mit</strong> Orgelbegleitung<br />

in einem <strong>mit</strong>telgroßen Kirchenraum. Alle<br />

Details aus dem Raum waren deutlich hörbar,<br />

die Artikulation war sehr gut und ohne<br />

Verzerrungen in den höchsten Tönen. Der<br />

Orgelton hatte Substanz und verdeckte nie<br />

andere Toninformationen. In den Abbildungseigenschaften<br />

der akustischen Bühne<br />

stellte sich zumindest bei uns ein geringer<br />

12 dB<br />

3 dB<br />

0 dB<br />

–3 dB<br />

–12 dB<br />

Abstand: 1 Meter, SPL: 74 dB(C)<br />

Unterschied zwischen Breite und Tiefe dar.<br />

Die Breite der Bühne wurde bei allen Tests<br />

hervorragend ausgefüllt, auch der Lautsprecher<br />

als solcher war nicht vordergründig<br />

wahrnehmbar. Bei der Auslotung der Tiefenabbildung<br />

stellte sich im Vergleich dazu<br />

eine Begrenzung ein. Das zeigte sich beim<br />

Abhören einer Aufnahme einer Stepptänzerin,<br />

die ihre Runden auf einer großen Bühne<br />

dreht, aber auch in üppig instrumentalisierten<br />

Orchesterwerken. In Wagners Ouvertüre<br />

„Der Fliegende Holländer“ wurde trotzdem<br />

von den Streichern, der Wellengang<br />

des tosenden Meeres sehr ausdrucksstark<br />

interpretiert. Die Blechbläser bekamen einen<br />

strahlenden Glanz ohne Schärfe im<br />

Klang und die Holzblasinstrumente ein<br />

leicht helleres Timbre. Die Lokalisierbarkeit<br />

und der Entfernungseindruck einzelner<br />

Instrumentengruppen blieben, bei den<br />

angebotenen dynamischen Facetten, von<br />

pianissimo bis fortissimo sehr gut erhalten.<br />

Deutliche musikalische Präferenzen können<br />

wir diesen Lautsprechern nicht zuschreiben.<br />

Aus den vorher genannten Hörerfahrungen<br />

kann für jede Musikrichtung<br />

ein lebendiges und räumlich interessantes<br />

Hörereignis entstehen. Der Cantius 512<br />

stellt so<strong>mit</strong> einen sehr guten, <strong>mit</strong>telgroßen<br />

Standlautsprecher dar.<br />

30 40 50 70 100 Hz<br />

200 300 400 500 700 1 kHz 2 3 4 5 7 10 kHz 20 kHz<br />

Etwas schlanker im Bass, so zeigt sich der Übertragungsbereich bei uns im Hörraum<br />

Rock und Pop:<br />

Instrumental und Gesang:<br />

Heimkino:<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

ASW Lautsprecher<br />

Modell Cantius 512<br />

Paarpreis (UVP)<br />

ab 1 598 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

21 × 103 × 33 cm<br />

Gewicht<br />

21,3 kg<br />

Informationen<br />

www.asw-loudspeaker.com<br />

Farben<br />

Echtholz furniert, Schleiflack oder Hochglanz<br />

lackiert<br />

Anzahl Lautsprecher 3<br />

Technische Daten<br />

Arbeitsweise<br />

2-Wege, passiv<br />

Bauform<br />

Bassreflex <strong>mit</strong> einer Öffnung auf der<br />

Rückseite<br />

Impedanz<br />

4 Ohm<br />

Frequenzgang nach<br />

35–30 000 Hz<br />

Herstellerangaben<br />

Empf. Verstärkerleistung<br />

20–200 W<br />

des<br />

Herstellers<br />

Kennschalldruck nach<br />

Angabe/gemessen<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

Nachteile<br />

Bewertung<br />

92,5 dB/92,5 dB@8 Ohm/2,83 Vrms (1 W/1 m)<br />

89,5 dB@4 Ohm/2 Vrms (1 W/1 m)<br />

· hohe Neutralität und präzise Wiedergabe<br />

· schön konturierte Bässe und Tief<strong>mit</strong>ten<br />

· sehr gute Durchhörbarkeit komplexer<br />

musikalischer Strukturen<br />

· keine<br />

Audio<br />

Basswiedergabe 9,5/12<br />

Mittenwiedergabe 10/12<br />

Höhenwiedergabe 10/12<br />

Räumlichkeit 10/12<br />

Neutralität 10/12<br />

Lebendigkeit/Impulstreue<br />

10/11<br />

Dynamikverhalten 9,5/11<br />

Wiedergabequalität<br />

69/82<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

8/9<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

8/9<br />

Zwischenergebnis<br />

85 von 100 Punkten<br />

Konstruktions-/<br />

Materialaufwand<br />

+3<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 88/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 71


Analytisches Horn<br />

JBL Studio<br />

Monitor 4365<br />

Die Studio Monitore von JBL blicken auf eine lange<br />

Traditionsgeschichte zurück, genauso wie der Ansatz,<br />

ihre Lautsprecher <strong>mit</strong> patentierten Hornkonstruktionen<br />

zu versehen. Auch wenn man davon ausgeht, dass die<br />

Amerikaner das trichterförmige Schallsystem längst perfektioniert<br />

haben, setzen sie immer wieder einen drauf.<br />

JBL Studio Monitor 4365<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Eignungsempfehlung<br />

Rock und Pop:<br />

Instrumental und Gesang:<br />

Heimkino:<br />

Aufstellungsempfehlung<br />

0,5–1 m<br />

Wandabstand<br />

0,5–1 m<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

einwinkeln<br />

auf den<br />

Hörplatz,<br />

+/-20°<br />

Empfohlen für Raumgrößen: 20 m 2 –40 m 2<br />

JBL hat <strong>mit</strong> dem Studio Monitor 4365 einen<br />

Klassiker der 1970er Jahre wiederbelebt,<br />

der seit Anbeginn der Produktion in<br />

zahlreichen professionellen Tonstudios zu<br />

finden ist. Ihre hohe Leistung sowie Klangqualität<br />

wusste im Laufe der Zeit nicht nur<br />

in professioneller Umgebung zu überzeugen<br />

und so hielt der Kult-Lautsprecher auch in<br />

zahlreiche Hi-Fi-Studios Einzug. Charakteristisch<br />

sind ihre Größe und das eigenständige<br />

Design, für das die waschmaschinen-hohen<br />

Lautsprecher einen entsprechend groß dimensionierten<br />

Aufstellungsort benötigen.<br />

Die exakte Positionierung sollte bei einer<br />

Größe von einem Meter Höhe, 60 Zentimeter<br />

Tiefe und einem Gewicht von 86 Kilogramm<br />

pro Lautsprecher genau durchdacht<br />

sein. Das äußere Erscheinungsbild wirkt<br />

sehr stämmig und versucht sich <strong>mit</strong> einem<br />

Wallnuss-Überzug des 25-Millimeter-starken<br />

MDF-Gehäuses an gängigen Wohnräumen<br />

zu orientieren. Die geraden Seitenwände<br />

werden <strong>mit</strong> einer Polyurethanversiegelung<br />

vor Vergilbung durch zu starke Sonneneinstrahlung<br />

geschützt, die Lautsprecherchassis<br />

verstecken sich sicher hinter einer abnehmbaren<br />

Stoffbespannung. Das <strong>mit</strong> Verstrebungen<br />

und Dämmmaterial ausgestattete<br />

Gehäuse wirkt im Roh-Zustand sehr steif,<br />

könnte zum Schutz vor Durchschwingeffekten<br />

hingegen noch einige Dämpfungsglieder<br />

mehr erhalten. Das vergoldete Anschlussfeld<br />

auf der Gehäuserückseite ist zur getrennten<br />

Hoch- und Tieftonansteuerung Bi-Wiring-fähig<br />

und da<strong>mit</strong> optional für die Verwendung<br />

zweier identischer Verstärker gedacht. Deutlich<br />

drastischere Eingriffmöglichkeiten und<br />

da<strong>mit</strong> eine noch individuellere Geschmacksund<br />

Umgebungsanpassung bieten die<br />

Dämpfungsglieder für den Hoch- und Ultrahochtonbereich.<br />

In 0,5-Dezibel-Schritten<br />

lassen sich die einzelnen Weichen spezifisch<br />

anheben oder absenken. Die Hochtöner und<br />

Ultrahochtöner des 3-Wege-Studio-Monitors<br />

4365 sitzen in JBLs patentierter Bi-Radial-Hornkonstruktion<br />

im oberen Drittel des<br />

Lautsprechergehäuses. Die Technik bezeichnet<br />

die unterschiedlichen Austrittsradien in<br />

vertikaler und horizontaler Richtung, die auf<br />

die Abstrahlcharakteristik der Lautsprecher<br />

Einfluss nimmt. Der 100-Millimeter-Hochtontreiber<br />

<strong>mit</strong> Magnesiumlegierung wird von<br />

einer aus Aluminium gefertigten Schwingspule<br />

und einem Neodymmagneten angetrieben.<br />

Diese sorgen für geringe Verzerrungsund<br />

Kompressionswerte unabhängig von<br />

der gewählten Wiedergabelautstärke. Der<br />

weit ausgebreitete Hornvorsatz misst insgesamt<br />

38 Millimeter (mm) und sorgt für ein<br />

sehr breites Klangbild. Im selben Hornsystem<br />

ist auch der Ultrahochtöner 045Ti-1 verbaut.<br />

Die dreischichtige 380-mm-Papierzellulose<br />

Woofermembran wird von einer 100-mm-<br />

Schwingspule angetrieben, die zusammen<br />

<strong>mit</strong> dem Magneten für das außergewöhnlich<br />

hohe Gewicht der Lautsprecher verantwortlich<br />

ist. Die gefaltete Akkordeonsicke ist für<br />

eine gesteigerte Steifigkeit zusätzlich lackiert<br />

Bilder: Auerbach Verlag, JBL<br />

72 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Abstand: 1 Meter, SPL: 74 dB(C)<br />

12 dB<br />

3 dB<br />

0 dB<br />

–3 dB<br />

–12 dB<br />

30 40 50 70 100 Hz<br />

200 300 400 500 700 1 kHz 2 3 4 5 7 10 kHz 20 kHz<br />

Dank des Superhochtöners reicht der Frequenzbereich bis zu 40 Kilohertz<br />

und deren äußerst harte Aufhängung sorgt<br />

für hohe Impulshaftigkeit. Für eine effiziente<br />

Wärmeableitung kommt JBLs Vented-Gap-<br />

Cooling-Technologie zum Einsatz, die ungewollte<br />

Verzerrungen und Kompressionseffekte<br />

weiter minimiert. Für die Erweiterung<br />

des tieffrequenten Schallanteils erhält der<br />

Tieftöner 1501FE Unterstützung von zwei<br />

Bassreflexports, die auf den Hörplatz ausgerichtet<br />

sind. Ein Experimentieren <strong>mit</strong> der<br />

Aufstellungshöhe und dem Bodenabstand<br />

ist generell zu empfehlen.<br />

Getreu dem Namen Studio Monitor bewiesen<br />

die JBL 4365 auch in unserem Hörraum<br />

ihre kritische Herangehensweise. Dabei verzichteten<br />

sie auf unnatürliche Farben und<br />

spielten analytisch sauber auf. Angezerrte E-<br />

Gitarren wurden rockig reproduziert, ohne<br />

dabei zu scharf zu klingen, Snare-Drums<br />

überzeugten <strong>mit</strong> vollem Grundton und Bassgitarren<br />

wurden <strong>mit</strong>reißend knorrig wiedergegeben.<br />

In dynamisch orchestralen Werken<br />

glänzte der Lautsprecher <strong>mit</strong> kurzen, straffen<br />

Impulsen, die es verstanden, entgegen allem<br />

Anschein den Raum nicht zum Resonieren<br />

zu bringen. Detailfreudige Instrumente wie<br />

filigran spielende Triangeln wirkten dabei<br />

<strong>mit</strong>unter etwas übermütig und rückten sich<br />

zu sehr in den Vordergrund. Diese leichte<br />

Präsenzenbetonung konnten wir auch bei<br />

bewusst überartikulierten Gesangsstimmen<br />

erfahren, die scharfe s- und harte t-Laute zusätzlich<br />

betonten. Am Eindrucksvollsten gelang<br />

den Studio Monitor 4365 die Durchhörbarkeit<br />

in dicht gestaffelten Arrangements,<br />

die Instrumenten über die komplette Stereobreite<br />

ihren eigenen Platz bot. Der durch<br />

die Bi-Radial-Hornkonstruktion ausgelöste<br />

flächige Klang bot eine solch breite Bühne,<br />

dass einzelne Instrumente bis weit über die<br />

Lautsprecher hinaus erklangen. Dieser Effekt<br />

stellte sich besonders im höherbandigen Frequenzbereich<br />

ein, während Bässe straff geordnet<br />

aus der Mitte des Klangbildes erklangen.<br />

Während Solo-Aufnahmen wie eine<br />

Flamenco-Gitarre oder ein Steinway-Flügel<br />

<strong>mit</strong>unter zu breit gezogen wurden, war es<br />

ein wahrer Genuss die einzelnen Instrumentengruppen<br />

in Wagners Ouvertüre der<br />

Fliegende Holländer exakt ihrer Position zu<br />

bestimmen. Auch wenn die JBL Studio Monitor<br />

4365 für ihre Aufstellung ungewöhnlich<br />

viel Raum einnehmen, geben sie diesen bei<br />

der Wiedergabe mehr als zurück.<br />

Die vormontierten Metalleinfassungen zur<br />

Spikes-Montage verhindern Bodenresonanzen<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

JBL<br />

Modell Studio Monitor 4365<br />

Paarpreis (UVP)<br />

8 000 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

59,7 × 104,8 × 42,9 cm<br />

Gewicht<br />

86,4 kg<br />

Informationen<br />

www.de.jbl.com<br />

Farben<br />

Wallnuss<br />

Anzahl Lautsprecher 3<br />

Technische Daten<br />

Arbeitsweise<br />

3-Wege, passiv<br />

Bauform<br />

Bassreflex <strong>mit</strong> Öffnungen<br />

auf der Vorderseite<br />

Impedanz<br />

8 Ohm<br />

Frequenzgang nach<br />

35–40 000 Hz +/–3 dB<br />

Herstellerangaben<br />

Empf. Verstärkerleistung<br />

50–300 W<br />

des Herstellers<br />

Kennschalldruck nach 83,5 dB/83 dB@8 Ohm/2,83 Vrms (1 W/1 m)<br />

Angabe/gemessen<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

Nachteile<br />

· analytischer Klang<br />

· weites Klangbild<br />

· gute Durchhörbarkeit<br />

· Gewicht<br />

· <strong>mit</strong>unter kühler Klang<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Die trichterförmige Schallaustrittsöffnung vor Mittel- und Hochtönern, die das Unternehmen<br />

bereits seit Jahrzehnten verbaut, lässt die Studiomonitore 4365 zu echten JBLs werden<br />

Basswiedergabe 9,5/12<br />

Mittenwiedergabe 10/12<br />

Höhenwiedergabe 10/12<br />

Räumlichkeit 9,5/11<br />

Neutralität 10/12<br />

Lebendigkeit/<br />

Impulstreue<br />

10/12<br />

Dynamikverhalten 9/11<br />

Wiedergabequalität<br />

68/82<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

9/9<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

7/9<br />

Zwischenergebnis<br />

84 von 100 Punkten<br />

Konstruktions-/<br />

Materialaufwand<br />

+5<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 89/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 73


ELAC AM 180<br />

Aktiv in die zweite Runde<br />

AUSGABE 1.2013<br />

ELAC AM 180<br />

Knapp ein Jahr nach ihrem ersten Ausflug in die aktiven Gefilde legt Elac nach und<br />

baut einen weiteren Aktivlautsprecher für den Heim- und Studiobetrieb. Mit<br />

Bändchenhochtöner und noch mehr digitalen Eingängen hebt er sich von seinem<br />

hauseigenen Mitstreiter ab. Wie er klingt, haben wir heraus gefunden.<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

12 dB<br />

3 dB<br />

0 dB<br />

–3 dB<br />

–12 dB<br />

Abstand: 1 Meter, SPL: 74 dB(C)<br />

30 40 50 70 100 Hz<br />

200 300 400 500 700 1 kHz 2 3 4 5 7 10 kHz 20 kHz<br />

Der Frequenzgang verläuft sehr geradlinig <strong>mit</strong> einer leichten Präsenzanhebung<br />

Als wir im vergangenen Jahr Elacs ersten<br />

Aktivlautsprecher AM 150 zum<br />

Test bestellten, staunten wir nicht schlecht,<br />

was uns die Kieler Entwickler angesichts<br />

des Preises boten. Auf der diesjährigen<br />

High End stellten sie uns <strong>mit</strong> dem AM<br />

180 ein weiteres Aktivpaar vor, das ebenfalls<br />

den Weg in unseren Hörraum gefunden<br />

hat. Äußerlich fast gleich, jedoch <strong>mit</strong><br />

Bändchenhochtöner statt Standardkalotte<br />

und einem neuen Tief<strong>mit</strong>teltöner, bietet<br />

Elac seinen Kunden eine aktive Alternative.<br />

Dabei ist das Gehäuse nahezu identisch:<br />

abgerundete Gehäusekanten gegen Dispersionseffekte,<br />

Hochglanzlackierung für<br />

die Wohnraumintegration und eine saubere<br />

Verarbeitung zu allen Seiten.<br />

Neu hinzugekommen ist eine magnetische<br />

Frontabdeckung, die den Lautsprecher im<br />

täglichen Einsatz vor ungewollter Membranbelastung<br />

schützen soll. Hinter der<br />

aufgeschraubten Frontpartie sitzt Elacs<br />

berühmter Jet-III-Hochtöner, der dem Prinzip<br />

eines gefalteten Bändchens entspricht.<br />

Dabei wird eine mäanderförmig zusammengeschlagene<br />

Folienmembran <strong>mit</strong> einer<br />

Faltenbreite von 0,84 Millimeter (mm) von<br />

einem Neodymmagnetsystem angetrieben,<br />

genauso wie es einst Dr. Oskar Heil<br />

erfand. Der neue 135-mm-Tief<strong>mit</strong>teltöner<br />

ist in Sandwich-Technik aufgebaut und<br />

vermischt dabei einen Zellstoff-Konus <strong>mit</strong><br />

einer 0,2-mm-starken Aluminiumschicht.<br />

Zwischen den Treibern befindet sich eine<br />

<strong>mit</strong>tlerweile etwas dezenter leuchtende<br />

Bilder: Auerbach Verlag, ELAC<br />

74 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Die Wandlerelektronik<br />

befindet sich abgekoppelt<br />

von den Schwingungen der<br />

Lautsprecher in einer eigenen<br />

Gehäusekammer<br />

LED, die den Status der beiden aktiven<br />

2-Wege-Lautsprecher beschreibt. Unterstützung<br />

erhält der Tieftonbereich durch<br />

eine schmale Reflexöffnung, die dieses<br />

Mal quer über den Kühlrippen entlang verläuft.<br />

Zwei Class-A/B-Endstufen sorgen für<br />

die notwendige Verstärkung und für eine<br />

Leistungsaufnahme von 180 Watt unter<br />

voller Aussteuerung.<br />

Unterhalb der Kühlrippen befinden sich wie<br />

bereits beim AM 150 zahlreiche digitale und<br />

analoge Eingänge, die den Lautsprecher sowohl<br />

für den Einsatz zu Hause, im Tonstudio<br />

sowie im Heimkino qualifizieren. Über<br />

einen Wahlschalter wird die entsprechende<br />

Eingangsart gewählt, ein manueller Trim-<br />

Regler korrigiert die eingehende Lautstärke.<br />

Da sich dieser nicht nur auf den analogen<br />

Eingangsbetrieb beschränkt, sondern auch<br />

<strong>mit</strong> sämtlichen <strong>Digital</strong>zuspielern versteht,<br />

verhindert dies eine unnötige Herunterskalierung<br />

digitaler Quellen im Vorfeld. Bei<br />

einem paargleichen Modell sollten beide<br />

Regler exakt identisch eingestellt sein, da<br />

dies sonst zu einer Balance-Verschiebung in<br />

Richtung des lauteren Kanals führt.<br />

Der beim AM 150 noch rein als XLR-Buchse<br />

ausgelegte symmetrische Eingang wurde<br />

nun durch eine Neutrik-Kombivariante<br />

ersetzt. Das diese auch 6,3-mm-Klinkenstecker<br />

von professionellen Studiogeräten<br />

aufnimmt, zeigt Elacs Anspruch, im Pround<br />

Hi-Fi-Bereich zu punkten. Durch den<br />

parallelen Aufbau des symmetrischen und<br />

unsymmetrischen Eingangs werden gleichzeitig<br />

anliegende Signale intern zusammengemischt.<br />

Anders verhält es sich bei<br />

den <strong>Digital</strong>eingängen AES/EBU, TOSLINK<br />

und Koaxial, die unabhängig<br />

voneinander agieren.<br />

Die S/PDIF-Buchsen<br />

verfügen <strong>mit</strong> einer THRU-<br />

Erweiterung über eine<br />

Durchschleiffunktion zum<br />

zweiten Lautsprecher, der<br />

dann entsprechend der<br />

Kanalwahl auf links oder<br />

rechts gestellt wird. Der<br />

D/A-Konverter von Cirrus<br />

Logic sorgt für die Analogübertragung<br />

der Signale,<br />

ein weiterer Cirrus-Logic-<br />

Receiver-Chip nimmt Daten<br />

bis zu 24 Bit und 192<br />

Kilohertz entgegen.<br />

Die 3-Stufige Klanganpassung<br />

rundet das Überangebot<br />

der AM 180 intelligent<br />

ab. Die Lautsprecher<br />

können da<strong>mit</strong> an den eigenen<br />

Hörgeschmack und<br />

die räumlichen Gegebenheiten<br />

angepasst werden.<br />

Dazu steht nicht etwa der<br />

gern verwendete Standard-3-Band-Equalizer<br />

zur Verfügung, sondern<br />

ein Hochpass- sowie zwei<br />

Shelvingfilter. Mithilfe des Acoustic-Space-<br />

Schalters wird der Bassbereich um max.<br />

4 Dezibel (dB) abgesenkt, um ungewollte<br />

Tieftonüberlagerungen durch eine zu nahe<br />

Wandaufstellung auszugleichen. Der HF-<br />

Trim stellt Anhebungs- und Absenkungsmöglichkeiten<br />

im Hochtonbereich von<br />

maximal 2 dB zur Verfügung, was beispielsweise<br />

bei zu stark bedämpften Wohnräumen<br />

von Nutzen ist. Der dritte LF-Cutoff-<br />

Schalter beschneidet den Lautsprecher bei<br />

wahlweise 80 oder 100 Hertz und überlässt<br />

dem Mittel- bis Hochtonbereich da<strong>mit</strong> mehr<br />

Energie, wie etwa für kurzzeitige Beschallungen<br />

größerer Räume.<br />

Auch wenn sich die beiden Aktiven AM<br />

150 und AM 180 zunächst zum Verwechseln<br />

ähnlich sehen, könnten sie klanglich<br />

kaum unterschiedlicher sein. Hier wurde<br />

Eignungsempfehlung<br />

Rock und Pop:<br />

Instrumental und Gesang:<br />

Heimkino:<br />

Aufstellungsempfehlung<br />

0,5–1 m<br />

Wandabstand<br />

0,5–1 m<br />

einwinkeln<br />

auf den<br />

Hörplatz<br />

Empfohlen für Raumgrößen: 15 m 2 – 25m 2<br />

weniger auf Serien-Gleichheit, denn auf<br />

Individualität gesetzt. Hauptverantwortlich<br />

dafür sind die beiden neuen Treiber, die<br />

trotz sauberen Frequenzganges charakteristische<br />

Merkmale zum Vorschein bringen.<br />

Da ist zum einen der überzeugende JET-III-<br />

Hochtöner, der komprimierter Pop-, Rockund<br />

Blues-Musik wieder Leben einhaucht.<br />

Snare-Drum-Anschläge klangen kräftig, Becken<br />

und Hi-Hats hell aber durchsichtig und<br />

rückten dabei nicht unangenehm in den<br />

Vordergrund. Details in orchestralen Werken<br />

stachen positiv hervor, Triangeln wussten<br />

<strong>mit</strong> ihrer Feinzeichnung zu überzeugen.<br />

Aufgrund der angenehmen Zurückhaltung<br />

des Bändchens führen auch längere Hörsessions<br />

nicht zu voreiligen Ermüdungserscheinungen<br />

der Ohren. Der Tief<strong>mit</strong>teltöner fiel<br />

dagegen eher <strong>mit</strong> zurückhaltender Impulshaftigkeit<br />

und einem etwas undefinierten<br />

Verhalten im unteren Mittenbereich auf.<br />

In Verbindung <strong>mit</strong> seiner guten Bühnenbreite<br />

ist der AM 180 eher für Unterhaltungs-<br />

als konzertante Orchestralmusik zu<br />

empfehlen, der er <strong>mit</strong> seinem Bändchenhochtöner<br />

wieder ihren ursprünglichen<br />

Esprit verleiht.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

ELAC<br />

Modell AM 180<br />

Paarpreis (UVP)<br />

1 200 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

19,5 × 29 × 28 cm<br />

Gewicht<br />

7,8 kg<br />

Informationen<br />

www.elac.de<br />

Farben<br />

Hochglanz Schwarz, Hochglanz Weiß<br />

Anzahl Lautsprecher 2<br />

Technische Daten<br />

Arbeitsweise<br />

2-Wege, aktiv<br />

Bauform<br />

Bassreflex <strong>mit</strong> Öffnung auf der Rückseite<br />

Anschlüsse<br />

AES/EBU, Cinch, Klinke, S/P-DIF, XLR<br />

Frequenzgang nach<br />

38−50 000 Hz (+/−3 dB)<br />

Herstellerangaben<br />

Verstärkerleistung<br />

28 W/–/50 W<br />

Hoch-/Mittel-/Tiefton<br />

Leistungsaufnahme<br />

1 W<br />

ohne Wiedergabe<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· Bändchenhochtöner<br />

· vielfältige Anschlüsse<br />

· saubere Verarbeitung<br />

Nachteile<br />

· undefi nierter Tief<strong>mit</strong>tenbereich<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Basswiedergabe 9/12<br />

Mittenwiedergabe 9/12<br />

Höhenwiedergabe 11/12<br />

Räumlichkeit 9/12<br />

Neutralität 9,5/12<br />

Lebendigkeit/<br />

Impulstreue<br />

8,5/11<br />

Dynamikverhalten 8,5/11<br />

Wiedergabequalität<br />

64,5/82<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

7,5/9<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

9/9<br />

Zwischenergebnis<br />

81 von 100 Punkten<br />

Konstruktions-/<br />

Materialaufwand<br />

+ 6,5<br />

Preis/Leistung<br />

Gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr Gut 87,5/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 75


PSB Imagine mini<br />

AUSGABE 1.2013<br />

Klein, aber oho<br />

PSB Imagine mini<br />

Ein gut klingendes Heimkinosystem kann alleine durch seine Lautsprecher schon einige<br />

Platzprobleme heraufbeschwören. Muss es aber nicht. PSB Speaker zeigt <strong>mit</strong> der<br />

Imagine-mini-Serie, dass es auch anders geht.<br />

VON JENS VOIGT, MARTIN HELLER<br />

Um PSBs neue Imagine-mini-Lautsprecher<br />

zu testen, hat <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> diese in<br />

Form eines 5.1-Sets in den Hörraum geholt.<br />

Dazu wurden die Imagine mini in vierfacher<br />

Ausführung verwendet und um den Center-<br />

Speaker Imagine mini c ergänzt. Zur Tieftonerweiterung<br />

wurde der Subwoofer Sub-<br />

Series HD8 herangezogen. So erhalten Sie<br />

ein Surround-Set im Bereich von 5000 Euro<br />

aus äußerst kompakten und stylischen Komponenten.<br />

Wir haben genauer hingehört.<br />

Die Satelliten Imagine mini sowie der Center<br />

Imagine mini c stellen jeweils ein passives<br />

Zwei-Wege-System nach Bassreflexprinzip<br />

dar. Ob <strong>mit</strong> oder ohne aufsteckbarer Frontblende,<br />

die Imagine minis bieten einen stilvollen<br />

Anblick im Regal oder <strong>mit</strong> optionaler<br />

Halterung an der Wand. Um die Abstimmung<br />

auf die individuelle Wohnumgebung<br />

zu ermöglichen, stehen die Lautsprecher in<br />

fünf Farbvarianten zur Verfügung, davon<br />

drei Echtholzfurniere. Der Hochtöner hat<br />

einen Durchmesser von 2,5 Zentimeter (cm)<br />

und besitzt eine Titankalotte <strong>mit</strong> Ferrofluidkühlung.<br />

Das heißt, dass sich zwischen<br />

Magnet und Schwingspule eine magnetische<br />

Flüssigkeit zur Wärmeableitung befindet.<br />

Diese hat auch Einfluss auf die Rückstellkraft,<br />

da sie träger als Luft ist. Bei den<br />

10,2-cm-Tief<strong>mit</strong>teltönern kommt eine Keramik-Polypropylenmischung<br />

als Membranmaterial<br />

zum Einsatz. Interessant ist auch<br />

die Kabelführung bei den Imagine mini: Auf<br />

der Rückseite werden die Kabel blank oder<br />

als Bananenstecker durch zwei Öffnungen<br />

zu einer Einbuchtung an der Unterseite geführt.<br />

Dort werden sie von hochwertigen<br />

Metallterminals entgegengenommen. Dieses<br />

Prinzip ist zwar optisch ansprechend,<br />

setzt aber ausreichend dünne Kabel und<br />

ein wenig Fingerspitzengefühl voraus.<br />

Der Tieftöner versteht sich auf den Namen<br />

Subseries HD8. Dabei steht HD jedoch<br />

nicht für High Definition, sondern für High<br />

Density (hohe Dichte). Wenn sie den kleinen<br />

Würfel in die Hand nehmen, wird die<br />

Herkunft dieser Bezeichnung ersichtlich:<br />

Trotz der Kantenlänge von gerade einmal<br />

26,7 cm bringt der HD8 stattliche 11,3 Kilogramm<br />

auf die Waage. Doch der Ausdruck<br />

bezieht sich nicht nur auf die physikalische,<br />

massenbezogene Dichte, sondern auch auf<br />

den inneren Aufbau. Immerhin kommen<br />

im geringen Innenvolumen drei Membranen<br />

<strong>mit</strong> je 20 cm Durchmesser unter, was<br />

acht Zoll entspricht und die Herkunft der<br />

Ziffer im Produktnamen erklärt. Der aktive<br />

Treiber ist dabei nach vorne gerichtet und<br />

versteckt sich hinter einem Lochgitter als<br />

Frontblende. Interessant sind die beiden<br />

seitlich angebrachten Membranen. Diese<br />

werden nur passiv betrieben, schwingen<br />

also zur gezielten Resonanzabstimmung<br />

<strong>mit</strong>. Die gegenüberliegende, auch als<br />

Push-Pull-Anordnung bezeichnete Konstruktion<br />

stellt dabei sicher, dass die Pas-<br />

Bilder: Auerbach Verlag, PSB Speaker<br />

76 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Hinter der Titanmembran des Hochtöners<br />

verbirgt sich eine Ferrofluidkühlung<br />

12 dB<br />

3 dB<br />

0 dB<br />

–3 dB<br />

–12 dB<br />

Abstand: 1 Meter, SPL: 74 dB(C)<br />

Die Anschlüsse an der Unterseite lassen die<br />

Kabel aus dem Blickfeld verschwinden<br />

sivmembranen keine Veränderungen der<br />

Druckverhältnisse im Inneren verursachen –<br />

die gegenüberliegenden Membranen arbeiten<br />

isobar. Auffällig ist das hohe Gewicht<br />

der Membranen. So werden auch störende<br />

Schwingungen entfernt. Im Inneren befindet<br />

sich außerdem eine leistungsstarke<br />

Klasse-H-Endstufe, bei der das Eingangssignal<br />

die Betriebsspannung moduliert, was<br />

zu einer angepassten Leistungsaufnahme<br />

je nach Situation führt – eine effiziente Sache.<br />

Diese erreicht eine Leistung von 500<br />

Watt (W) RMS und 1 600 W Spitze. Der<br />

Blick auf die Rückseite offenbart mehr als<br />

nur Standards. Neben Ein- und Ausgängen<br />

in Cinch-Form stehen ebenfalls Hochpegelanschlüsse<br />

zur Verfügung. Die Crossover-<br />

Frequenz kann zwischen 50 und 150 Hertz<br />

(Hz) stufenlos geregelt werden. Auch die<br />

Phasenlage ist von 0 bis 120 Grad ohne einschränkendes<br />

Raster wählbar – optimal, um<br />

den besten Klang bei der individuellen Aufstellung<br />

zu finden. Zu guter Letzt erlaubt<br />

ein Trigger-Input für 9 bis 30 Volt das automatische<br />

Ein- und Ausschalten vom AV-<br />

Receiver aus. Die vergoldeten Buchsen und<br />

haptisch hochwertigen Drehregler zeugen<br />

von großer Verarbeitungsqualität, nur die<br />

Hochpegeleingänge müssen sich <strong>mit</strong> Kunststoffkappen<br />

abfinden.<br />

Sehr gute klangliche Ergebnisse erreicht man<br />

<strong>mit</strong> dem Surround-Set, wenn die Übernahmefrequenz<br />

zwischen den Lautsprechern<br />

und dem Subwoofer zischen 100 bis 120 Hz<br />

beträgt. Auch wenn die automatische Einmessung<br />

eine niedrigere Frequenz er<strong>mit</strong>telt,<br />

sollten Sie sich von dieser aus langsam<br />

nach oben tasten. Denn der klangliche Gesamtausdruck<br />

des Sets kann sich dadurch<br />

stark verschieben. Bei Musik kann je nach<br />

dem Genre eine tiefe Trennfrequenz besser<br />

klingen, bei Filmeffekten, die sehr starke<br />

Bass-Tief<strong>mit</strong>tenanteile aufweisen, kann dagegen<br />

ein schlanker Klangeindruck entstehen.<br />

Wie in den Frequenzgangmessungen<br />

zu erkennen ist, fällt der Übertragungsbereich<br />

der Front- und Surround-Lautsprecher<br />

ab ca. 120 Hz zu den tieferen Frequenzen<br />

hin steil ab. Der Subwoofer kann hier aber<br />

schon ordentlich übernehmen.<br />

Deshalb fand auch der Hörtest bei einer<br />

Trennfrequenz von 120 Hz statt. Das Wichtigste<br />

ist immer die Verständlichkeit der<br />

Dialoge, die vom Centerlautsprecher wiedergegeben<br />

werden. Dieser hat sich klanglich<br />

als sehr ausgeglichen dargestellt. Eine<br />

leichte tief<strong>mit</strong>tige Färbung im Klang gibt<br />

den Stimmen einen etwas intimeren Ausdruck.<br />

Es gab keinerlei übersteigerte S-und<br />

Zischlaute oder gar einen harten Klangeindruck.<br />

Ein kleines Manko, das aber allen<br />

Center-Speakern <strong>mit</strong> dieser Lautsprecheranordnung<br />

inne ist, war auch hier zu vernehmen.<br />

Wenn man sich aus dem Sweetspot<br />

heraus bewegte, dann wurde der Klangeindruck<br />

dumpfer. Die Front- und Surround-<br />

Lautsprecher unterstützen ein lebendiges<br />

Klanggeschehen. Sie sind sehr detailreich in<br />

der Wiedergabe und neigen nicht zu Übertreibungen.<br />

Die Lokalisierbarkeit einzelner<br />

Phantomschallquellen wir dadurch gut unterstützt.<br />

Erwähnenswert ist, das <strong>mit</strong> ihnen<br />

ein entspanntes Hören ermöglicht wird. Es<br />

bedarf aber einiger Feinarbeit beim Ausrichten<br />

der Lautsprecher, weil sie über eine zunehmende<br />

Richtwirkung hin zu den hohen<br />

30 40 50 70 100 Hz<br />

200 300 400 500 700 1 kHz 2 3 4 5 7 10 kHz<br />

Center Sat Subwoofer<br />

Die Abstimmung des Sets ist sehr gut gelungen und die Übernahme zum Subwoofer passt perfekt<br />

Frequenzen verfügen. Das ist anderseits<br />

vorteilhaft bei einer sehr lebendigen Raumakustik.<br />

Ein sehr neutrales Klangverhalten<br />

und die straffen Tief<strong>mit</strong>ten ohne eine Härte<br />

in dem Präsenzbereich zeichnen die Minis<br />

aus. Mit der Anbindung an den Subwoofer<br />

leben diese Lautsprecher richtig auf. Er gibt<br />

die Dynamik hinzu, die sie physikalisch nicht<br />

erreichen können. Der Übergang klingt<br />

sehr gut. Der Sub kling druckvoll und präzise<br />

und neigt nicht zu Dröhnorgien - die<br />

richtigen Einstellungen vorausgesetzt. Im<br />

Gesamtklang bildet sich eine schöne Konturenabbildung<br />

für bassstarke Instrumente<br />

aus. Der Tiefgang des Basses ist der Baugröße<br />

angepasst – sehr gut. Wir würden das<br />

gesamte Set für eine Raumgröße bis maximal<br />

30 Quadratmeter empfehlen.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

PSB Speakers<br />

Modell Imagine mini, Imagine mini c,<br />

SubSeries HD8<br />

Preis (UVP)<br />

Imagine mini (Paar): 800/900 Euro;<br />

Imagine mini c (Stück): 700/800 Euro;<br />

SubSeries HD8: 1 100 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

Imagine mini: 14,3 × 23,4 × 21,2 cm<br />

Imagine mini c: 35,3 × 15,2 × 21,3 cm<br />

SubSeries HD8: 26,7 × 26,7 × 26,7 cm<br />

Gewicht<br />

Imagine mini: 3 kg<br />

Imagine mini c: 4 kg<br />

SubSeries HD8: 11,3 kg<br />

Informationen<br />

www.psb-lautsprecher.de<br />

Farben<br />

Imagine: Hochglanz Schwarz/Weiß, Echtholzfurnier<br />

Kirsche, Walnuss, Esche schwarz;<br />

SubSeries: Vinylfurnier Esche schwarz<br />

Technische Daten<br />

Lautsprecher<br />

Arbeitsweise,<br />

2-Wege, Bassreflex<br />

Satelliten, Center<br />

Empf. Verstärker-leistung<br />

des Herstellers<br />

10–80 W<br />

Impedanz<br />

8 Ohm<br />

Montagesystem<br />

Wandhalterung und Standfuß optional<br />

Subwoofer<br />

3 × 20 cm, geschlossen, 500 Watt RMS<br />

Membrangröße,<br />

Prinzip, Leistung<br />

Subwoofer<br />

35–150 Hz<br />

Frequenzgang nach<br />

Herstellerangabe<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· guter Klang bei kompakten Ausmaßen<br />

Nachteile<br />

· stark gerichtete Abstrahlung der Satelliten<br />

· LS-Anschlüsse nicht kompatibel zu Bananensteckern<br />

oder Kabelschuhen<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Basswiedergabe 9/11<br />

Mittenwiedergabe 9,5/11<br />

Höhenwiedergabe 9,5/11<br />

Räumlichkeit 9/11<br />

Neutralität 9,5/11<br />

Lebendigkeit/<br />

Impulstreue<br />

9,5/11<br />

Dynamikverhalten 9/11<br />

Abstrahlverhalten<br />

Center-Lautsprecher<br />

3/5<br />

Wiedergabequalität<br />

68/82<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

7/9<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

7/9<br />

Zwischenergebnis<br />

82 von 100 Punkten<br />

Konstruktions-/<br />

Materialaufwand<br />

3<br />

Preis/Leistung<br />

Gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 85/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 77


Die Fantastischen Vier<br />

Wenn Gutes noch besser wird: Die Neuauflage der<br />

Unplugged-Performance der Fantas ist ein Volltreffer!<br />

MUSIK<br />

Peter Gabriel – Secret World Live<br />

Eine der stärksten und kreativsten Stimmen der Popmusik<br />

begeistert <strong>mit</strong> einem gigantischen Live-Konzert<br />

Anton Corbijn – Inside Out<br />

Ein Film über den Mann, der das Musikvideo zur Kunstform<br />

erhob und den Style von Musik-Ikonen prägte<br />

Tiemo Weisenseel<br />

Redakteur<br />

Anfangs war ich<br />

mehr als skeptisch:<br />

Musik nur noch streamen,<br />

statt fein säuberlich<br />

auf der Festplatte<br />

archivieren?<br />

All meine Lieblingskünstler<br />

nur noch in<br />

der Cloud, aber nicht<br />

mehr als schön aufgemachte<br />

CDs in meiner Hand? Das<br />

Konzept der streamingbasierten Musikdienste<br />

wirkt auf den ersten Blick durchaus<br />

etwas unterkühlt und technisch,<br />

und will so<strong>mit</strong> so gar nicht zu dem passen,<br />

was wir wohl zu allererst <strong>mit</strong> Musik<br />

verbinden: nämlich pure Emotion.<br />

Seit einem guten halben Jahr nutze ich<br />

nun aber das vielfältige Angebot täglich<br />

und bin nach wie vor begeistert.<br />

So viele grandiose Neuentdeckungen,<br />

so viele Klassiker, die ich schon immer<br />

einmal „abarbeiten“ wollte: Alles<br />

verfügbar auf einen Klick. Mit der zunehmenden<br />

Vernetzung aller Geräte<br />

und dem raschen Ausbau des mobilen<br />

Internet sieht die Zukunft für diese<br />

Art der Musikdistribution zudem mehr<br />

als rosig aus und wird bald auch den<br />

portablen Musikmarkt kräftig durcheinanderwirbeln.<br />

Mal sehen, ob Apple<br />

dagegen gewappnet ist, oder vielleicht<br />

sogar schon das nächste Ass im Ärmel<br />

hat und demnächst einen Streamingfähigen<br />

iPod auf den Markt wirft!<br />

CD-Tipp des Monats:<br />

Mono – For My Parents<br />

Ein ganz heißer<br />

Anwärter auf das<br />

Post-Rock-Album<br />

des Jahres: Die japanischen<br />

Genregrößen<br />

perfektionieren<br />

ihren schwelgerischen Sound<br />

aus tonnenschweren Gitarrenwänden<br />

und spärischem Breitwand-Symphonie-<br />

Orchester <strong>mit</strong> einem immer feiner werdenden<br />

Gespür für große Melodien.<br />

Bilder: Alive, Cargo Records, Edel Music, Sony Music, Andreas Läsker, Alexander Gnädiger<br />

78 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Peter Gabriel – Secret World Live<br />

SOUND FOR GENERATIONS<br />

Sound 100<br />

DAB+ / UKW / CD<br />

iPod-Dock<br />

Fernbedienung<br />

Bilder: Alive, Sony Music, Cargo Records, Edel Germany, Armando Gallo,<br />

Bekanntgeworden als Mitbegründer der<br />

Progressiverock-Band Genesis, berühmt<br />

geworden für seine außergewöhnlichen<br />

Bühnenshows, Musikvideos und interaktiven<br />

Musik-Erfahrungen als Solo-Künstler:<br />

Das ist die 1990er-Jahre Pop-Ikone Peter<br />

Gabriel. Genaugenommen prägte er die<br />

Pop-Szene wie kaum ein anderer, indem<br />

er die populäre Musik <strong>mit</strong> Elementen aus<br />

dem Rock- und dem New-Age-Genre anfütterte<br />

und sie zudem um einige kreative<br />

Momente aus der Weltmusik ergänzte. Auf<br />

dem Höhepunkt seiner Solo-Karriere Anfang<br />

der 1990er Jahre tourte er unter dem<br />

Motto „Secret World“ durch die Lande und<br />

performte seine bis dato größten Hits in<br />

einem gigantischen Best-of auf der Bühne.<br />

Teil der groß angelegten Show sind zum<br />

Beispiel solch bekannte Titel wie „Solsbury<br />

Hill“, „Sledgehammer“, „Steam“,<br />

„Blood Of Eden“ und „Shaking The Tree“.<br />

Als Bonustrack dürfen sich Fans übrigens<br />

über „Red Rain“ freuen, dessen Performance<br />

noch nie zuvor auf VHS oder DVD<br />

veröffentlicht wurde.<br />

Gabriels Auftritte<br />

genießen nicht ohne<br />

Grund solch hohes<br />

Ansehen. So zeigt das<br />

neu eingescannte und<br />

digital überarbeitete<br />

16mm-Filmmaterial,<br />

wie der Sänger <strong>mit</strong>ten<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Musik-Verleih Edel Germany<br />

Genre Pop<br />

Preis<br />

18 Euro<br />

Bild MPEG-4, 1.78 : 1<br />

Ton Linear PCM 2.0, DTS-HD MA 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

auf der Bühne in eine Telefonzelle gezogen<br />

wird, die Teil des prunkvollen Bühnenbildes<br />

ist – nur einer von vielen inszenierten Momenten,<br />

die das Konzert zum Spektakel<br />

werden lassen. Ebenso fasziniert die an seinem<br />

Kopf befestigte Kamera, die sein Gesicht<br />

aus einer gänzlich ungewohnten Perspektive<br />

zeigt. Auf diese Weise bindet er<br />

das Publikum viel stärker in seine Musik ein.<br />

Trotz der Restauration ist das Bild typisch<br />

1990er Jahre, <strong>mit</strong> weichem Licht, blassen<br />

Farben sowie vielen Nebeleffekten und<br />

Unschärfen versehen. Der Ton hingegen<br />

klingt neuwertig, ist in sehr gutem Linear<br />

PCM 2.0 sowie in ebenfalls hervorragend<br />

abgemischtem DTS-HD MA 5.1 anwählbar<br />

und punktet <strong>mit</strong> einer unverfälschten, annehmbaren<br />

Dynamik. Zum Bonusmaterial<br />

gehören ein originales Making-of, eine<br />

Galerie, ein Musikvideo sowie eine Featurette<br />

zur Show.<br />

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R


Die Fantastischen Vier – MTV Unplugged II<br />

Es war einmal im Jahr 2000, da durften<br />

Die Fantastischen Vier als erste deutsche<br />

Band überhaupt im Rahmen der beliebten<br />

MTV-Unplugged-Reihe auftreten und begeisterten<br />

ihre Fans <strong>mit</strong> handgemachten<br />

Akustikklängen. Zwölf Jahre später, im Juli<br />

2012, standen sie abermals in der Balver<br />

Höhle auf der Matte, jener ausgefallenen<br />

Location im beschaulichen Sauerland, die<br />

in<strong>mit</strong>ten von lebendig-atmenden Kalksteinwänden<br />

ein einzigartiges Panorama<br />

für Konzerte und vor allem eine fantastische<br />

Akustik bietet. Das klingt nicht gerade<br />

neu, und doch<br />

war diesmal alles ein<br />

bisschen anders, <strong>mit</strong><br />

mehr Musikern, mehr<br />

Instrumenten und natürlich<br />

ein paar mehr<br />

Jahren Lebenserfahrung<br />

auf dem Buckel.<br />

Bildqualität<br />

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Musik-Verleih Sony Music<br />

Genre Hip Hop<br />

Preis<br />

17 Euro<br />

Bild MPEG-4, 1.78 : 1<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Erfreulicherweise fand bei der Songauswahl<br />

kein müdes Recycling statt. Hier<br />

bekommt man vor allem die letzten drei<br />

Alben der Fantas zu hören, „Viel“, „Fornika“<br />

und „Für dich immer noch Fanta<br />

Sie“. Auch die musikalische Vielfalt hat<br />

zugenommen und bietet inzwischen weit<br />

mehr als nur klassischen Deutsch-Rap und<br />

Hip Hop von der Stange: von Salsa über<br />

Gospel bis hin zu meditativen Weltmusikklängen<br />

(inklusive feurigem Flamenco <strong>mit</strong><br />

einem original spanischen „Guitarrista“)<br />

ist für jeden Geschmack etwas dabei. So<br />

erlebet man ein ebenso vielseitiges wie<br />

zum Mit-Wippen anregendes Konzert.<br />

Bevor Sie sich die sympathischen Stuttgarter<br />

live-haftig in die eigenen vier Wände<br />

holen, können Sie noch entscheiden, ob Sie<br />

eher die Stereo-2.0- oder die 5.1-Version<br />

bevorzugen. Bei letzterer Option erklingt<br />

die Musik hauptsächlich in der Frontalen,<br />

während man über die Seiten einen weichen<br />

Nachhall wahrnimmt. Zwar könnte der<br />

Kontrast zwischen den energiegeladenen<br />

Höhepunkten und atmosphärischer Entspannung<br />

deutlicher zu spüren sein, aber<br />

insgesamt gefällt in beiden Varianten ein<br />

direkter und lebendiger Klang. Zusätzlich<br />

gibt’s noch eine circa 20-minütige Reportage,<br />

die einen Blick hinter die Kulissen des<br />

Konzerts ermöglicht.<br />

FR<br />

Anton Corbijn – Inside Out<br />

Der Name Anton Corbijn mag dem einen<br />

oder anderen ein Begriff sein, doch das<br />

Gesicht hinter diesem visuellen Genie des<br />

Musikbusiness kennt kaum einer (siehe Bilder<br />

unten). Meist steht er im Schatten so<br />

berühmter Musikgrößen wie U2, The Rolling<br />

Stones, R.E.M. oder Joy Division, <strong>mit</strong> denen<br />

er höchst erfolgreich zusammenarbeitete.<br />

Dabei ist er doch oft der entscheidende<br />

Mann im Hintergrund. Seine Bilder haben<br />

unsere Wahrnehmung und das Image dieser<br />

und manch anderer Stars maßgeblich <strong>mit</strong><br />

beeinflusst. Neben Plattencovern und Pressefotos<br />

ist er für viele<br />

der stilbildenden Musikvideos<br />

Ende des 20.<br />

Jahrhunderts verantwortlich,<br />

von Nirvanas<br />

„Heart-Shaped Box“<br />

bis hin zu Depeche<br />

Modes „A Question<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Musik-Verleih Alive<br />

Genre Musikdokumentation<br />

Preis<br />

16 Euro<br />

Bild MPEG-4, 1.85 : 1<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Of Time“ oder „Personal Jesus“. In Klaartje<br />

Quirijns (großes Bild) Musikdokumentation<br />

kann man ihn zum Fotoshooting <strong>mit</strong> U2<br />

oder zum Konzert von The Arcade Fire begleiten,<br />

während man sich an ausgewählten<br />

Stücken selbiger und anderer Künstler wie<br />

Joy Division und sogar Herbert Grönemeyer<br />

erfreuen kann. Das klingt nach einem furiosen<br />

Trip, ist durch eine Mischung aus meist<br />

langsamen Songs und tragenden Ambientklängen<br />

aber eine eher ruhige Erfahrung.<br />

Insgesamt spürt man den Qualitätsunterschied<br />

zwischen den Live-Aufnahmen im<br />

Gespräch <strong>mit</strong> Corbijn und der nachträglichen<br />

musikalischen Gestaltung. Letztere erzeugt<br />

einen klaren, gut abgemischten und umgebenden<br />

Sound. Als besonderes Schmankerl<br />

bekommt man Corbijns Langfilmdebüt<br />

„Control“, in dem er „Joy Division“-Frontmann<br />

Ian Curtis ein filmisches Denkmal<br />

setzte, als Bonus-Disc obendrauf. FR<br />

Bilder: Alive, Sony Music, Andreas Läsker, Alexander Gnädiger<br />

80 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Lexikon<br />

In den Hintergrund-, Wissens- und Testartikeln der <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> finden Sie immer<br />

wieder Fachbegriffe. An dieser Stelle möchten wir diese erklären und <strong>mit</strong> Hintergrundinformationen<br />

zum besseren Verständnis der Themen beitragen.<br />

dB<br />

Die Einheit dB ist die Abkürzung für Dezibel,<br />

ein häufig verwendeter Begriff in<br />

der Audiotechnik. Hier werden elektrische<br />

Spannungen meist nicht in Volt,<br />

sondern als Pegel angegeben. Bei dB<br />

handelt es sich um ein logarithmisches<br />

Maß. Die daraus resultierenden Größenordnungen<br />

nehmen ebenso Bezug<br />

auf unsere Wahrnehmung von Lautstärke.<br />

Der Begriff Pegel bezeichnet immer<br />

das Verhältnis zwischen zwei Leistungen,<br />

Spannungen oder Strömen. Der<br />

Leistungspegel beschreibt dabei das<br />

Verhältnis zwischen einer betrachteten<br />

Leistung und einer Bezugsleistung. Der<br />

Schalldruckpegel gibt Auskunft über<br />

die Stärke des Schallereignisses. Wird<br />

eine elektrische Spannung logarithmisch<br />

angegeben, ist vom Spannungspegel<br />

die Rede.<br />

In den Datenblättern findet man je<br />

nach Anwendungsgebieten wie Akustik,<br />

Hi-Fi- oder Nachrichtentechnik<br />

verschieden Erweiterungen, die die Einheit<br />

Dezibel genauer spezifizieren. Zum<br />

technischen Vergleich verschiedener<br />

Geräte können nur die gleichen dB-<br />

Maße <strong>mit</strong>einander verglichen werden.<br />

• dB: relativer Spannungspegel;<br />

absoluter Schalldruckpegel<br />

• dBSPL: (SPL = Sound Pressure Level),<br />

beschreibt den absoluten<br />

Schalldruckpegel<br />

• dB(A), dB(B), dB(C): der<br />

absolute Schalldruckpegel er<strong>mit</strong>telt<br />

nach den Filterkurven A, B oder C<br />

• dBm: absoluter Leistungspegel<br />

<strong>mit</strong> der Bezugsgröße 1 Milliwatt<br />

• dBu: absoluter Spannungspegel<br />

<strong>mit</strong> der Bezugsgröße 0,775 Volt<br />

• dBv: absoluter Spannungspegel<br />

<strong>mit</strong> Bezugsgröße 1 Volt<br />

• dBqps: bewerteter Störpegel <strong>mit</strong><br />

der Bezugsgröße 0,775 Volt<br />

• dBFS: (FS = Full Scale) Maximalpegel/<br />

Vollaussteuerung eines digitalen<br />

Audiogeräts<br />

Ferrofluidkühlung<br />

Ferrofluide sind Flüssigkeiten, die auf<br />

ein elektrisches Feld reagieren. Sie bestehen<br />

aus magnetischen Nanopartikeln,<br />

die in einer Trägerflüssigkeit dispergiert<br />

sind. Unter Einwirkung eines<br />

magnetischen Feldes ändert die Flüssigkeit<br />

entsprechend der wirkenden<br />

Kräfte ihre Form, verlässt jedoch den<br />

flüssigen Aggregatzustand nicht. Als<br />

Kühlung kommen Ferrofluide beim<br />

Lautsprecherbau zum Einsatz. Bei dynamischen<br />

Wandlern kann der Raum<br />

zwischen dem Magneten und der<br />

Schwingspule <strong>mit</strong> der Flüssigkeit gefüllt<br />

werden. Entstehende Wärme wird<br />

so besser abgeleitet, gleichzeitig wirkt<br />

sich die Flüssigkeit auf die Rückstellkraft<br />

aus, da sie träger ist als Luft.<br />

Downfire-Prinzip<br />

Hierbei handelt es sich um eine Bauweise<br />

von Subwoofern. Die Membran<br />

ist hier an der (erhöht gestellten)<br />

Unterseite verbaut. Durch die Anregung<br />

des Untergrundes werden die<br />

Schwingungen nicht nur hörbar, sondern<br />

auch fühlbar, was gerade bei<br />

actionreichen Filmen oft erwünscht<br />

ist. Durch die indirekte Abstrahlung<br />

besteht die Gefahr, dass der Bass an<br />

Kontur verliert. Die Beschaffenheit des<br />

Bodens bestimmt darüber, wie gut er<br />

in Schwingung versetzt werden kann.<br />

Wireless-LAN<br />

Wireless-LAN (WLAN) bezeichnet eine<br />

kabellose Netzwerkverbindung über<br />

Funk. Die einzelnen Standards werden<br />

<strong>mit</strong> der IEEE-802.11-Familie beschrieben.<br />

WLAN-Signale funken über das<br />

2,4- bzw. 5-Gigahertz-Frequenzband.<br />

Mit IEEE 802.11U-WLAN können Bruttodatenraten<br />

von bis zu 600 Megabit pro<br />

Sekunde erreicht werden.<br />

Phon<br />

Phon ist die 1925 von Heinrich Barkhausen<br />

eingeführte Einheit für den<br />

Lautstärkepegel. Sie gibt die empfundene<br />

Lautheit im Bezug zum<br />

Schalldruckpegel bei einem Kilohertz<br />

an. Veranschaulichen kann man diese<br />

Einheit durch die Kurven gleicher<br />

Lautheit. Ein Schalldruckpegel von 30<br />

Dezibel bei einem Kilohertz entspricht<br />

beispielsweise 30 Phon. Um die gleiche<br />

Lautheit bei einer Frequenz von<br />

4 Kilohertz zu erreichen, sind jedoch<br />

gerade einmal knapp über 20 Dezibel<br />

Schalldruck notwendig, welche hier<br />

also nach wie vor 30 Phon entsprechen.<br />

Das kommt daher, dass unterschiedliche<br />

Frequenzen nicht gleichlaut<br />

wahrgenommen werden. Für die<br />

Messung der subjektiv empfundenen<br />

Lautstärke eines Geräusches wird deshalb<br />

ein 1-kHz-Sinuston so laut eingestellt,<br />

bis er als genauso Laut wie das<br />

zu messende Geräusch empfunden<br />

wird. Der Lautstärkepegel des Geräuschs<br />

in Phon entspricht dann im Betrag<br />

dem Schalldruckpegel in dBSPL,<br />

obwohl das Geräusch an sich eine andere<br />

Frequenz als 1 kHz haben kann.<br />

Kompressor<br />

Ein Kompressor schränkt die Dynamik<br />

eines Signals ein. Vereinfacht läuft der<br />

Vorgang so ab, dass der Signalanteil,<br />

der einen festgelegten Pegel überschreitet,<br />

um ein bestimmtes Verhältnis<br />

abgeschwächt wird. Dadurch werden<br />

Pegelspitzen abgeschwächt. Da umgekehrt<br />

im Vergleich zu der abgeschwächten<br />

Spitze der Rest des Signals nicht<br />

mehr so leise wirkt, führen Kompressoren<br />

zu einer Lautheitszunahme, ohne<br />

tatsächlich den Pegel zu erhöhen. Dies<br />

wird zum Beispiel beim Nachtmodus einiger<br />

Geräte ausgenutzt, da<strong>mit</strong> der Ton<br />

trotz geringem Pegel ausreichend laut<br />

erscheint und keine plötzlichen Pegelspitzen<br />

den Nachbarn verärgern.<br />

81 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


Sie fragen – wir antworten<br />

Immer wieder erreichen uns Leserbriefe <strong>mit</strong> Problemstellungen und Fragen, die oft<br />

auch allgemeingültig sind. Wir möchten an dieser Stelle Ihre Fragen beantworten.<br />

Sortierung von Medienservern<br />

Herrn Alberts Problem der Server-Verwaltung,<br />

in der letzten Ausgabe, sorgte für viel<br />

Gesprächsstoff. Wir möchten Ihnen den weiteren<br />

Gesprächsverlauf nicht vorenthalten.<br />

Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass<br />

beim Rippen der von Ihnen genannte Fehler<br />

gelegentlich auftritt, auch wenn ich das<br />

für sehr unwahrscheinlich halte. Ich benutze<br />

zum Rippen bevorzugt XLD und das ruft eigentlich<br />

recht zuverlässig alle erforderlichen<br />

Informationen aus der Internetdatenbank ab<br />

und trägt sie in die Tags ein. Jedenfalls sind<br />

mir dabei noch keine Fehler aufgefallen. Ich<br />

muss nur – das ist bei klassischen Aufnahmen<br />

die Regel – die Namen der Titel entsprechend<br />

meinen Vorstellungen anpassen. Alles<br />

andere geht automatisch. Im Übrigen tritt<br />

der Fehler ja nicht nur sporadisch auf, sondern<br />

bei allen Titeln, die ich überprüft habe.<br />

BERND ALBERT<br />

In der Tat fällt uns nur noch eine mögliche<br />

hausgemachte Fehlerquelle ein: Wenn der<br />

Server sich nicht nach Dateinamen richtet,<br />

sondern nach den eingetragenen Tags, dann<br />

könnte die Ursache darin liegen, dass zwar<br />

der Titelname in den Tags enthalten ist, aber<br />

das Feld für Titelnummer leer geblieben ist.<br />

Ansonsten scheint es sich aber tatsächlich<br />

um einen Softwarefehler zu handeln. Red.<br />

Ich lese gerade den Leserbrief von Bernd Albert<br />

in Ausgabe 6/2012. Darin beklagt Herr<br />

Albert, dass der DLNA-Server seines NAS<br />

nicht in der Lage sei, Titellisten anhand der<br />

Tracknummern zu erstellen. Ich habe zwar<br />

nicht Ihren Test der NAS vorliegen, aber<br />

dieses Problem riecht doch nach Twonky als<br />

Serversoftware. Falls diese Annahme stimmt:<br />

Dagegen hilft nur, den Twonky zu patchen.<br />

Anleitungen dazu finden sich im Internet.<br />

JOCHEN MEYER<br />

Bei dem auf der Western <strong>Digital</strong> MyBook-<br />

Live Duo installierten Medienserver handelt<br />

es sich leider nicht um Twonky, sondern um<br />

einen Standard-Server von WD. Mit dem<br />

Twonky-Server sind uns solche Probleme bisher<br />

nicht untergekommen. Der WD-Server<br />

reicht für eine einfache Datenbereitstellung,<br />

jedoch nicht für gehobene Audiostreaming-<br />

Ansprüche. Sollen diese erfüllt werden,<br />

kommt man an einer Installation der auch<br />

von uns verwendeten Server wie AssetUPnP,<br />

Minim oder Twonky nicht vorbei. Entsprechende<br />

Installationsanleitungen dazu kursieren<br />

im Netz.<br />

Red.<br />

Neue Hi-Fi-Anlage<br />

Seit längerem schon bin ich auf der Suche<br />

nach einem Ersatz für meine fast 20-Jahrealte<br />

Stereoanlage, die altersbedingt auch<br />

ab und zu schon ihre Macken hat. Deshalb<br />

erwarte ich <strong>mit</strong> Neugier jede neue <strong>AUDIO</strong>-<br />

<strong>TEST</strong>-Ausgabe und lese <strong>mit</strong> viel Interesse die<br />

Testberichte und Neuigkeiten. Gleichzeitig<br />

bin ich bei meiner Suche auf den dänischen<br />

Hersteller Bang und Olufsen gestoßen. Leider<br />

konnte ich aber bisher keine Testberichte<br />

zu diesen Geräten finden. Können Sie<br />

mir sagen, ob und wann es Testberichte zu<br />

dieser Marke gibt, beziehungsweiße wie ich<br />

an Testberichte zu B&O komme?<br />

GERD WASCHER<br />

Den einen Geheimtipp für eine neue Stereoanlage<br />

können wir Ihnen leider nicht anbieten,<br />

dafür sind die Interessensfelder von<br />

Person zu Person einfach zu unterschiedlich.<br />

Zudem spielen Ihre Raumgröße und<br />

-gestaltung, Ihr Musikgeschmack und auch<br />

der Anspruch an das Design eine tragende<br />

Rolle. Wenn es eher etwas kleines, kompaktes<br />

sein soll, ist das Linn-Kiko-System<br />

aus dieser Ausgabe absolut zu empfehlen.<br />

Verlangen Sie und Ihr Raum hingegen nach<br />

großen, stämmigen Lautsprechern, möchten<br />

wir Ihnen den Testbericht zur Neuauflage<br />

der Heco Statement nahe legen. Einen<br />

ersten Einblick in die Produktwelt von Bang<br />

& Olufsen erhalten Sie <strong>mit</strong> unserem Testbericht<br />

des Airplay-Speaker Beolit 12 aus unserer<br />

Ausgabe 4/2012. Dem Kompaktlautsprecher,<br />

der auch als Zweitsystem in Küche<br />

oder Bad gut aufgehoben ist, bescheinigten<br />

wir damals ein sehr gutes Ergebnis. Für weitere<br />

Besprechungen stehen wir <strong>mit</strong> Bang<br />

& Olufsen in Kontakt und werden im kommenden<br />

Jahr sicher einen Lautsprechertest<br />

nachliefern.<br />

Red.<br />

Fragen zum Videowave<br />

Das Heft <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 6/2012 hat eine Artikelbeschreibung<br />

zum Bose Videowave II<br />

im Test. Ich möchte gerne wissen, da dieses<br />

Gerät von Ihnen getestet wurde, wie viel<br />

Watt dieses Gerät hat, also die komplette<br />

Leistung. Diese Angaben wären für mich<br />

sehr sehr wichtig. Könnten Sie mir noch<br />

eine Aufstellungsempfehlung zusenden?<br />

Weiterhin schreiben Sie „empfohlen für<br />

Räume <strong>mit</strong> schallharten Seitenwänden“.<br />

Für welchen Bereich gilt diese Bezeichnung?<br />

Weiterhin ein großes Lob für die<br />

Darstellung und sachliche Ausführung in<br />

diesem Heft.<br />

REINER KRUSCHE<br />

Im Testbericht des<br />

Bose VideoWave II finden Sie eine Tabelle<br />

angehangen, in der Sie weiterführende Informationen<br />

zum Produkt ersehen können.<br />

Daraus lesen Sie auch die Leistungsangaben<br />

im Betrieb und Stand-by. Während der Wiedergabe<br />

haben wir je nach Quellmaterial<br />

Werte zwischen 75 und 150 Watt er<strong>mit</strong>telt.<br />

Auch die Aufstellungsempfehlung entnehmen<br />

Sie dem Artikel, diese haben wir grafisch<br />

für Sie dargestellt. Da der Fernseher<br />

über eine Wandaufhängung verfügt und<br />

sich die Öffnung des Waveguides nicht hinter,<br />

sondern unter dem TV-Gerät befindet,<br />

bietet es sich auch an, diesen aufzuhängen.<br />

Das sieben-teilige Lautsprecher-Array<br />

wird unter Verwendung der Signal-Processing-Technologie<br />

von Bose nach Links, in<br />

die Mitte sowie nach rechts gelenkt. Die<br />

Phase-Guide-Radiator-Technology verteilt<br />

unterdessen den Schall an die beiden Seitenwände,<br />

links und rechts neben dem<br />

Fernseher. Je nach Wandbeschaffenheit<br />

stellt sich dadurch der Effekt von „unsichtbaren“<br />

Lautsprechern ein. Haben Sie diese<br />

Wände <strong>mit</strong> Akustikmodulen wie Absorbern<br />

und Diffusoren ausgestattet, wird der Klang<br />

vornehmlich geschluckt und im Raum diffus<br />

verteilt. Am Hörplatz kommt durch die<br />

schalldämpfende Wirkung der Module nicht<br />

mehr viel an. Schallharte Materialien wie<br />

Betonwände begünstigen hingegen den<br />

Reflexionseffekt.<br />

Red.<br />

Schreiben Sie uns!<br />

Bei Anregungen, Fragen oder Kritik<br />

erreichen Sie uns per Post an:<br />

Auerbach Verlag<br />

Redaktion <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

Lauchstädter Straße 20<br />

04229 Leipzig<br />

Per E-Mail an leserbriefe@audio-test.at oder<br />

diskutieren Sie in unserem Forum unter<br />

www.audio-test.at.<br />

Bei veröffentlichten Leserbriefen behalten<br />

wir uns Kürzungen vor.<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

82 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 1.2013 | www.audio-test.at


<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

Ausgabe verpasst?<br />

Macht nix, hier können Sie nachbestellen!<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

Ausgabe 1/2012<br />

www.audio-test.at<br />

Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

NR. 1 DEZEMBER 2011/JANUAR 2012<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

Ihr Ratgeber für guten Ton<br />

Leserwahl<br />

Preise im Wert von<br />

über 50 000 Euro<br />

High End kompakt<br />

Stand- und Regallautsprecher von<br />

Pro Ac, Seta-Audio und Sonus Faber<br />

Noch mehr Tests: Audiolab CD-Player, Densen + NAD Audiostreamer von Linn,<br />

Vollverstärker, Marantz + Rotel Surround-Endstufen Musical Fidelity, NAD und Rotel<br />

AV-RECEIVER<br />

3 × Allrounder bis 2000 Euro<br />

über 50 000 Euro<br />

Wert von im Preise rwahl Leserwa<br />

Stereo + Netzwerk<br />

KOMPLETTPAKET<br />

Verstärker und Wandler von B.M.C.<br />

Verstärker Wandler rke<br />

und von B.M.C.<br />

KOMPLETTPAKET<br />

T<br />

PA<br />

RAUMAKUSTIK<br />

Tipps für den optimalen Klang<br />

Tipps optimalen Klang<br />

ps für den<br />

RAUMAKUSTIK<br />

Vollverstärker, er, Marantz + Rotel Surround-Endstufen<br />

Fidelity, ity,<br />

NAD<br />

und<br />

Musical Rotel<br />

n<br />

Linn,<br />

von Audiostreamer NAD + Densen CD-Player, Audiolab Tests: mehr Noch<br />

Stereo + Netzwerk<br />

Ausgabe 4/2012<br />

Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

NR. 4 JULI/AUGUST 2012 www.audio-test.at<br />

Ihr Ratgeber für guten Ton<br />

Klang-<br />

Diamanten<br />

4 × High-End Stereogenuss<br />

von ASW, Dynaudio,<br />

T+A und Teufel<br />

Streaming-Spezial:<br />

Die besten Audio-Apps<br />

Noch mehr Tests: Netzwerkplayer von Onkyo und<br />

PS Audio, Phono-Vorverstärker Linn Uphorik, Subwoofer<br />

von Nubert, Bose WAVE MUSIC System III...<br />

5 KOMPAKTANLAGEN<br />

Großer Klang – Kleiner Preis?<br />

Kleiner Großer Preis?<br />

Klang – er<br />

KOMPAKTANLAGEN<br />

5 KTANLAG<br />

AGEN<br />

Volle Verstärkung<br />

Test: <strong>Röhre</strong> vs. Transistor<br />

4 AIRPLAY-SPEAKER<br />

B&O, B&W, Philips, Teufel im Test<br />

B&O, B&W,<br />

Teufel Test<br />

Philip<br />

ips, im 4 AIRPLAY-SPEAKER<br />

PEAKE<br />

YS<br />

AKER<br />

D/A-WANDLER IM <strong>TEST</strong><br />

So analog kann digital klingen<br />

it a<br />

n n<br />

So analog kann digital klingen<br />

D/A-WANDLER ANDLE<br />

IM <strong>TEST</strong><br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

Dr. Sound<br />

Wissenswertes zur<br />

Verstärkertechnik<br />

Ausgabe 2/2012<br />

Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

NR. 2 FEBRUAR/MÄRZ 2012 www.audio-test.at<br />

Ihr Ratgeber für guten Ton<br />

Stereo + Phono<br />

Noch mehr Tests: Kopfhörerverstärker von Lake<br />

People, HiFiMan, Canor, Beyerdynamic, King Rex,<br />

CD-Player Droplet 3.1 Linear von Consonance<br />

11 KOPFHÖRER<br />

Die Besten im Direktvergleich<br />

Besten Direktvergleich<br />

Die im ergleic<br />

ich<br />

11 KOPFHÖRER<br />

CD-Player Droplet 3.1 31 Linear von Con<br />

sonance<br />

HiFiMan, Canor,<br />

Beyerdynamic , King Rex,<br />

People,<br />

Lake von Kopfhörerverstärker sts: Tests mehr Noch Verstärkertechnik<br />

Dr. Sound<br />

Wissenswertes zur<br />

– Plattenspieler<br />

– Standlautsprecher von<br />

KSD, Naim und Teufel<br />

– Soundprojektor<br />

von Bose<br />

HiFi-Netzwerk<br />

Exklusivtest Olive O6HD<br />

+ Teufel, Denon, T+A, Marantz<br />

MONOBLOCKKRAFT<br />

Advance Acoustic MAA-706<br />

ABTASTSYSTEME<br />

Der Platte auf der Spur<br />

Platte Spur<br />

Der te auf<br />

der<br />

ABTASTSYSTEME<br />

AST<br />

TSY<br />

SYST<br />

S Teufel, Denon, T+A, Marantz<br />

+ el, O6HD<br />

Olive<br />

Exklusivtest<br />

HiFi-Netzwerk<br />

woofer von N ubert, Bose<br />

S<br />

WAVEMUSICSystem III...<br />

woofer Nubert, WAVE System von Bose MUSIC III...<br />

Transistor<br />

Test<br />

<strong>Röhre</strong><br />

vs. PS Audio, Phono-Vorverstärker Linn Uphorik, Sub-<br />

PS Audio, Phono-Vorverstärker Linn Uphorik, Sub-<br />

von Onkyo und<br />

Transistor<br />

est: :<strong>Röhre</strong> Test<br />

vs. sto<br />

Noch mehr Tests: Netzwerkplayer von est: Netzwerkplayer Tests: mehr Noch und Onkyo<br />

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Die besten Audio-Apps<br />

Streaming-Spezial:<br />

und Teufel<br />

T+A<br />

le stärkung<br />

Volle Verst<br />

audio,<br />

von ASW,<br />

Dyn<br />

ynaudio<br />

eog<br />

High-End × 4 Stereogenuss<br />

Diamanten<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

SURROUND-KLANG<br />

So wird aus 5.1-Sound 11.1<br />

Ausgabe 5/2012<br />

Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

NR. 5 SEPTEMBER/OKTOBER 2012 www.audio-test.at<br />

Ihr Ratgeber für guten Ton<br />

Faszinierende<br />

Soundkraftwerke<br />

Meridian, NAD, Naim<br />

und Trigon im Test<br />

Noch mehr Tests: Simple Audio Roomplayer II,<br />

Panasonic DMP BDT-500, Marantz SA-15S2<br />

Li<strong>mit</strong>ed, Nubert nuLine 284 und Teufel System 7<br />

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Großer Klang Kleiner – er KOMPAKTANLAGEN<br />

5 KTANLAG<br />

AGEN<br />

Die besten Audio-Apps<br />

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Streaming-Spezial:<br />

und Teufel<br />

T+A<br />

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Kompakte für Stereo und Surround von<br />

Burmester, Epos, Neat, Nubert, Teufel und T+A<br />

Exklusivtest<br />

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<strong>mit</strong> bezauberndem Klang<br />

LAUTSPRECHER EINMESSEN SOUNDVERBESSERER<br />

Profisysteme fürs Wohnzimmer Wir prüfen vier Gerätebasen<br />

B&O, B&W, Phil<br />

ips, Teufel Test<br />

li<br />

el<br />

im 4 AIRPLAY-SPEAKER<br />

PEAKE<br />

YS<br />

AKER<br />

it a<br />

n<br />

So analog kann digital klingen<br />

ANDLE<br />

IM <strong>TEST</strong><br />

D/A-WANDLER<br />

le Verstärku<br />

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Ausgabe 3/2012<br />

Ausgabe 6/2012<br />

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NR. 6 NOVEMBER/DEZEMBER 2012 www.audio-test.at<br />

Ihr Ratgeber für guten Ton<br />

Faszination Stereo<br />

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Noch mehr Tests: Colorfl y C3, Sony NWZ-F805,<br />

Samsung Galaxy S WiFi 4.2, Philips GoGear Ariaz<br />

MP4 player, Pioneer NS-50, PIOSound Eagle<br />

4 x EDLE D/A-WANDLER<br />

Audiolab, Arcam, Burmester, T+A<br />

7 Testlabor<br />

im<br />

brilliert<br />

T977<br />

NAD<br />

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2009<br />

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2011<br />

2/2011<br />

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Sie bestens beraten. Dieses mal sind wir zu Besuch bei Raimund Saerbeck.<br />

Warum sollten audiophile Kunden zum<br />

Fachhändler gehen?<br />

Weil der engagierte Fachhändler <strong>mit</strong> seiner<br />

Erfahrung sicherstellt, dass der Kunde eine<br />

individuell nach seinen Bedürfnissen zusammengestellte<br />

Anlage <strong>mit</strong> einem optimalen Preis-/<br />

Leistungsverhältnis erhält.<br />

Ich verkaufe meinen Kunden gerne analoge<br />

Technik, weil...<br />

...deren Klang, speziell der eines Top-Plattenspielers,<br />

eine Magie entfaltet, die digitale Technik<br />

nur in Ausnahmefällen erreicht.<br />

Stereo, Surround oder beides?<br />

Das ist längst keine Frage mehr: Beide Techniken<br />

haben ihren festen Platz gefunden.<br />

Ihre Hobbys?<br />

Sinnliches: Musik (gerne auch selbst gemacht),<br />

Kochen, Lesen.<br />

Ist Streaming unverzichtbar oder<br />

neumodisches Zeug?<br />

Das kann nur der jeweilige Kunde anhand seiner<br />

Bedürfnisse beurteilen.<br />

Welches Produkt hat Sie zuletzt<br />

am meisten begeistert?<br />

Ich beschränke mich auf drei Positionen: Die<br />

Audium Comp 5 (Aktiv-Lautsprecher <strong>mit</strong><br />

Aufstellungskompensation!), die „V“-Geräte<br />

von Musical Fidelity (was für ein Preis-/Leistungsverhältnis!)<br />

und die Dynaudio Focus 160<br />

(Kompakt-Perle!).<br />

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