Android User Spiele (Vorschau)

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IM Fokus: Spiele +++ Smartphones +++ Apps +++ Tablets +++

11/2012 • November 2012 • www.android–user.de

Code im Heft: 66 Spiele zum Download

Spiele

Alle

Neuheiten

von der IFA 2012

TESTBERICHTE

Galaxy Note 10.1, Sony

Xperia Go, CAT B10,

Mettenmeier Armor,

Archos 101 XS,

Galaxy Camera

Tipps & Tricks

11 Profi-Tipps zum Galaxy S3

Apps KochDroid

Im Fokus

+

+

+

Runtastic, Comic-

Reader, Google Books,

u.v.m.

Spiele-Emulatoren

C64, Amiga, Atari, Nintendo etc.

Android User Game Collection

Über 60 Casual Games im Kurztest

Training für das Gehirn

Diese Apps benötigen Köpfchen

datasync

Apps und Spielstände

auf mehreren Geräten

APPLE-Shooter

Unser Workshop für Ihr erstes

Android-Spiel S.108

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Im Test:

10 Onlineshops

Ausgabe

12/2009

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8 x in Deutschland

und Österreich


Service

Editorial

Marcel Hilzinger,

Chefredakteur

Willkommen bei Android User

Android

macht Spaß

Liebe Leserinnen,

liebe Leser

Spiele stehen auf Rang 4 der meistgenutzten

Android-Funktionen, noch vor der Telefonie

aber hinter Musik, Social Media und

Internet. Das behauptet zumindest eine

Studie von o2 aus England [1]. Demnach

verbringen wir jeden Tag im Durchschnitt

15 Minuten mit Games. Das ist auf den ersten

Blick nicht allzu viel. Da es aber bestimmt

auch ein paar Nutzer gibt, die überhaupt

nicht spielen, dürfte die übliche

Spieldauer pro Tag eher zwischen 15 und

30 Minuten liegen.

Unsere Game Collection

Wer täglich 15 oder 30 Minuten spielt, hat

kaum Zeit für anspruchsvolle Rollen- oder

rundenbasierte Strategiespiele, sondern

verbringt die Zeit meistens damit, ein kurzes

Spiel auszuprobieren oder ein neues

Level bei einem längeren Spiel zu schaffen.

Wir haben uns deshalb nach solchen

Games umgeschaut, die Ihnen dabei helfen

sollen, beim Warten auf den Bus oder

bei einer kurzen Reise mit der Bahn oder

im Auto die Zeit zu vertreiben, und haben

daraus die Android User Game Collection

zusammengestellt. Dabei handelte es sich

ursprünglich um über 100 freie Spiele, die

wir für Sie heruntergeladen und getestet

haben. Etwas mehr als 60 davon befanden

wir für spielenswert und haben die Titel für

dieses Heft aufbereitet und auf unserer

Homepage zum Download bereitgestellt

(genaue Informationen zum Download finden

Sie im Artikel ab Seite 14).

Sie finden in der Sammlung Klassiker wie

Solitaire oder Mahjongg, aber auch Spiele,

von denen Sie vermutlich noch nie gehört

haben. Mein Favorit ist Yummy Leaves, ein

simples Spiel mit Blättern, bei dem man

ein recht schnelles Reaktionsvermögen an

den Tag legen muss. Es befinden sich auch

zahlreiche Lernspiele in der Sammlung.

Spielen(d) lernen

Dem Thema Spiele widmet sich in dieser

Ausgabe auch unser DevCorner, der Artikel

für Entwickler am Heftende. Wir haben das

Thema bewusst so gewählt, dass Sie dem

Artikel auch ohne Programmierkenntnisse

folgen können und so hoffentlich nach

wenig Arbeit auch etwas Spaß an Ihrer ersten

Android-App haben werden. Der Spaß-

Faktor steht dabei im Vordergrund, wie

auch bei den restlichen Artikeln unseres

Spiele-Fokus.

Damit Sie auch als Nicht-Spiele-Fan auf

Ihre Kosten kommen, haben wir die Rubrik

Spiele“ dieses Mal auf den Artikel mit den

Spiele-Neuheiten beschränkt (Seite 88/​89).

Als Power-Nutzer dürfen Sie sich über unseren

Artikel ab Seite 100 freuen. Er zeigt,

wie Sie die Daten von Apps auf mehreren

Geräten synchron halten. Auch das ist ein

Problem, das unter anderem Spiele betrifft.

Egal, ob Einsteiger, Durchschnittsnutzer

oder Power UserAndroid macht immer

auf seine Art Spaß! Gute Unterhaltung

wünsche ich Ihnen nun auch bei der aktuellen

Ausgabe von Android User,

Marcel Hilzinger

„Wir spielen

jeden Tag

15 Minuten

lang mit

unserem

Smart phone.“

Alle

Links>

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Android-user.de november 2012 3


Service

Inhalt

38 Gehirntraining

Denksport-Apps und

Spiele für jede Gelegenheit

Service

3 Editorial

4 Inhalt

6 News

10 IFA-News

114 Impressum

QR-Code scannen

und Gratis-Artikel

online lesen!

Fokus

14 Spiele-Sammlung

Über 50 freie Android-Spiele

24 Tegra-News

Games für NVidias Power-Grafik

28 Gameloft-News

Vier Gratisspiele

von Gameloft im

Test

32 Spiele-

Emulatoren

Zeitreise zu C64,

Amiga und Co.

38 Android-Gehirntraining

Mehr Ausdauer und Fitness für

Ihre grauen Zellen.

42

Galaxy Note 10.1

Samsung überträgt

das Note-Prinzip aufs Tablet.

Hardware

42 Samsung Galaxy Note 10.1

Das Tablet mit Stift und tollen

Features im Test

46 B10 und B25 CAT Phones

Handys für die Baustelle

48 Xperia Go

Robuster Dauerläufer

für Abenteurer

52 Mettenmeier ARMOR X7ad

Outdoor-Tablet mit Schwächen

54 Archos-Tablet 101 XS

Tablet mit Tastatur im Deckel

55 Samsung Galaxy Camera

Samsung verheiratet

Kompaktkamera und Android

56 Zubehör für das Galaxy Nexus

Original Docks und KFZ-Halterung

von Samsung

4 November 2012 Android-User.de


Service

Inhalt

Spiele

88 Neue Spiele

Unsere Spiele-Vorstellungen

Einsteiger

90 Play Books

Google als Buchhändler

Tipps & Tricks

94 Tipps&Tricks zum Galaxy SIII

Praktisches Know-how zu Samsungs

Top-Handy

98 Tipps & Tricks

Nützliche Tipps der Redaktion

PowerUser

100 DataSync

App-Daten automatisiert zwischen

Androiden abgleichen

102 Custom-Kernel für Galaxy SIII

Samsungs aktuelles Top-Modell

rooten und modden.

106 AdAway

Werbung in Apps oder Webseiten

unterdrücken

DevCorner

108 Spiele entwickeln

Mit dem App Game Kit zum

Android-Spiel

108

Spiele entwickeln

Die ersten Schritte

zum eigenen kleinen Game.

APPS

60 App-Empfehlungen

Die Favoriten der Redaktion

62 App-Neuheiten

Die neuesten Apps bei Google Play

66 Runtastic-App für Android

Fantastisch sportlich

69 EboBirthday

Alle Geburtstage auf einem Blick

72 Comic Apps

Wham! Bang! Woosh! Android!

78 Kochdroid

Was gibt’s heute zu essen?

82 Apps zum Scannen

Der Scanner in der Hosentasche

86 Besser sprechen

Sprechtraining für Android User

Android-user.de November 2012

5


News

Android-News

Android-News

Kindle

Kindle Fire HD kommt in 8,9“ und 7“

Amazon überraschte die Fachwelt mit seinem 8,9-Zoll-Tablet mit Full-HD-Auflösung.

Allgemein erwartet wurde nur das neue 7-Zoll-Tablet Kindle Fire HD.

Neben einer tollen Auflösung sind die Tablets mit Dolby Digital Plus, der nächsten

Generation des Sound-Systems, ausgestattet. In der 7-Zoll-Version fällt das

Gerät mit 249 Euro (32 GByte) etwas teurer aus als Googles Nexus 7, dafür ist

der doppelte Speicher mit an Bord. Die 16-GByte-Variante kostet entsprechend

199 Euro. Die Preise für das 9-Zoll-Modell mit Full-HD-Display beginnen bei

299 Euro (16 GByte).

Im Inneren des Kindle Fire HD verrichtet ein OMAP-4470-Prozessor Texas Instruments

seinen Dienst. Die praktisch gleiche CPU kommt auch im Galaxy Nexus zum

Einsatz. Auch WiFi hat das Gerät an Bord, aber keinen GPS-Empfänger und kein LTE. Mit 8,8 Millimeter

fällt das neue Kindle-Fire-Tablet nicht besonders dick aus. Ebenfalls überarbeitet hat Amazon den einfachen

Kindle mit 7-Zoll-Display und einer Auflösung von 1024x600 Pixeln. Hier kommt nun ein 1,2 GHz schneller Single-Core-

Prozessor zum Einsatz. Sämtliche 7-Zoll-Tablets sind auch in Deutschland bereits vorbestellbar und dürften mit dem Erscheinen

dieses Heftes ausgeliefert werden. Nicht so das 8,9-Zoll-Tablet mit Full-HD-Display. Hier gibt es aktuell keine Informationen,

wann das Tablet nach Deutschland kommen wird. Im Unterschied zu den 7-Zoll-Modellen hat Amazon hier

auch ein LTE-Modem verbaut, und das Display löst mit 1920x1080 Pixeln auf. Die Preise beginnen für die 16-GByte-Version

bei 299 Euro.

wikipad.com

Wikipad: Gaming-

Maschine in 10,1 Zoll

Der US-Anbieter Gamestop bietet ab Ende

Oktober für 500 Dollar ein Tegra-3-Gaming

Tablet an. Das Wikipad verfügt über ein 10,1

Zoll großes IPS-Display, das mit 1280x720

Pixeln auflöst. Zum Tegra-3-Prozessor gesellen

sich 1 GByte RAM und ein MicroSD-Kartenslot.

Durch sein Spielsteuerungs-Dock

hebt sich der Androide von der Masse der

Tablets ab. Der Hersteller war mit diversen

Spieleentwicklern im Gespräch, um dem

Neuzugang zu einer ansehnlichen Grundausstattung

zu verhelfen. Sony hat dem Wikipad

bereits seine PlayStation-Zertifizierung

zugesprochen. Man kann das Wikipad zwar

schon in den GameStop-Stores vorbestellen,

es wird jedoch erst ab 31. Oktober offiziell

ausgeliefert. Ob und wann es das Gerät

auch nach Deutschland schafft, ist unklar.

Google bringt Multiple Face-To-Unlock

Die Entsperr-Funktion Face-To-Unlock ist seit Android 4.0 Ice Cream Sandwich

nichts Neues mehr, doch Google will in Zukunft den Zugang zu mehreren

Accounts via Gesichtserkennung ermöglichen und arbeitet an der

multiplen Einsetzbarkeit seiner Face-To-Unlock-Funktion. Statt nur einen

soll das Programm bald mehrere Benutzer erkennen können. Um sich in

ihre Accounts einzuloggen, müssen User nur noch ihr Gesicht in die Kamera

halten, und schon werden sie zum richtigen Google-Konto weitergeleitet.

Wann die neue Funktion kommt, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Samsung: 20 Millionen S3 verkauft

Rechnet man alle weltweit verkauften Geräte zusammen,

so ergibt sich die atemberaubende Zahl von 20 Millionen

Samsung Galxy S3, die seit der Markteinführung über

die Ladentische gingen. Das südkoreanische Unternehmen

erreichte den Verkaufs-Meilenstein in lediglich 100

Tagen, mit rund 200.000 verkauften Exemplaren pro

Tag ist das S3 das erfolgreichste Gerät in der Samsung-

Geschichte. Die höchsten Verkaufszahlen erzielte der

4,8-Zöller in Europa, wo Samsung bereits 6 Millionen

Geräte absetzen konnte, auf Platz zwei landet Asien

mit 4,5 Millionen. In Nordamerika gingen 4 Millionen

S3 über die Ladentheke, im Samsung-Heimatland

Südkorea alleine waren es 2,5 Millionen.

Samsung

6

November 2012

Android-User.de


Motorola

Neue Smartphones von

Motorola

Motorola stellte gleich drei neue Razr-Smartphones

der Weltöffentlichkeit vor. Die Geräte werden aktuell

nur in den USA vom Provider Verizon vertrieben, sollten

aber zeitnah auch in Europa zu sehen sein. Beim

Razr HD handelt es sich um den Nachfolger des Motorola

Razr. Dessen 4,7 Zoll-Display löst mit 1280x700 Pixeln

auf, die Akkulaufzeit bei durchschnittlicher Nutzung

wurde auf 24 Stunden erhöht. Die Gesprächszeit

beträgt dank des 2500-mAh-Akkus sehr gute 16 Stunden.

Wer noch mehr Akkulaufzeit möchte, greift zum

Razr HD Maxx. Die technischen Daten decken sich mit

dem Razr HD, doch die Batterie im Gerät ist größer, sodass

bis zu 32 Stunden ununterbrochene Nutzung und

21 Stunden Gesprächszeit möglich sind. Beide Razr-

Modelle verfügen über ein LTE-Modem. Neu in der

Razr-Familie ist das Droid Razr M. Es verfügt über ein

4,3-Zoll-Display mit 960x540 Pixeln, die Betriebszeit

liegt bei 20 Stunden. Die ICS-Smartphones sollen bis

zum Jahreswechsel mit Jelly Bean versorgt werden.

ICS auf dem aufsteigenden Ast

Inzwischen laufen die Android-Versionen 4.0 Ice Cream Sandwich und 4.1 Jelly

Bean bereits auf mehr als 22 Prozent aller Android-Smartphones und ‐Tablets. Am

auffälligsten an den neuesten Verteilungszahlen ist der Aufstieg von Android 4.0 –

eine große Anzahl von Geräten wurde inzwischen geupdated, das verschafft ICS

einen Anteil von 20,9 Prozent, Neuzugang 4.1 Jelly Bean kommt immerhin bereits

auf 1,2 Prozentpunkte. Den Löwenanteil hat nach wie vor die Version 2.3 Gingerbread

– das Betriebssystem kommt (noch) auf stolze 57,5 Prozent.

Getac präsentiert ultra-robustes

Tablet

Der taiwanische Hersteller

Getac steuert

dem Tablet-Markt

einen neu entwickelten,

extra-robusten

7-Zöller bei. Das Android-Gerät

ist mit

einem hochempfindlichen

SiRFstar GPS-Sensor

ausgestattet, dazu

verfügt es über einen

LumiBond-Touchscreen aus unzerbrechlichem Gorilla Glass,

der auch mit Handschuhen bedient werden kann. Samt Gehäuse ist

das Z710 21,6x14,2cm groß und gut 2,54 cm dick; WiFi, Bluetooth, 3G,

eine HD-fähige Webcam und eine 5 Megapixel große Kamera sind mit

an Bord. Es wiegt rund 900 Gramm und soll laut Hersteller in allen

Umgebungen im Temperaturbereich von ‐20 ° Celsius bis +50° Celsius

einsetzbar sein. Der Preis für das ab Ende Oktober erhältliche Tablet

beträgt 1499 US-Dollar, für die 3G-Version muss man 300 Dollar mehr

auf den Tisch legen.

Getac

Eric Schmidt gibt

Android-Zahlen bekannt

Google-Chef Eric Schmidt äußerte sich jüngst

zur aktuellen Marktposition des konzerneigenen

Betriebssystems. Ihm zufolge befindet sich Android

derzeit in einer rasanten Wachstumsphase

– und ein Ende des Zuwachses ist nicht in Sicht.

Die verschiedenen Android-Versionen sind derzeit

auf weltweit 480 Millionen

Geräten installiert, die

Zuwachsrate liegt bei rund

1,3 Millionen Neuinstallierungen

– pro Tag. Bei den

Tablets kann ein Zuwachs

von 70.000 täglichen

Neuaktivierungen

verbucht werden, diese

Zahl dürfte durch den

Nexus 7- und Kindle

Fire HD-Erfolg noch

steigen.

Samsung

Android-user.de


Amazon startet App-Shop

in Deutschland

Pünktlich vor dem Start der Kindle Fire-Tablets in deutschen

Landen hat Amazon seinen eigenen App Store

auch hierzulande an die Startlinie gebracht. Dort vertreibt

der Versandhändler Android-Apps zum Teil deutlich

günstiger als auf Google Play. Interessant ist der

Amazon-App-Shop besonders für Schnäppchenjäger,

jeden Tag gibt es eine eigentlich kostenpflichtige App

kostenlos zum Download. Die Installation geht via APK-

Datei direkt über die Amazon-Homepage oder den nebenstehenden

QR-Code vonstatten.

Samsung

Samsung-CEO: Wir

machen die besten

Produkte

Samsungs CEO JK Shin verkündete auf der

IFA, dass sich das Unternehmen von Gerichtsverfahren

nicht einschüchtern lasse. Er nutzte

die große Bühne bei der Eröffnung der Messe,

um eventuelle Irritationen, die durch die

milliardenschwere Niederlage gegen Apple

Mitte August entstanden waren, auszuräumen

und gab an, dass sein Unternehmen die besten

Produkte der gesamten Mobilindustrie herstellen

würde. Laut Shin seien das Galaxy Note II

und die Galaxy Camera die prägnantesten Beispiele

für die Innovationskraft des südkoreanischen

Konzerns. „Ungeachtet der Hürden, die

uns andere in den Weg legen, werden wir weiter

auf Innovation setzen“, so Shin.

Android in Europa

bei 67 Prozent

Marktanteil

Nachdem bereits im letzten Jahr jedes

zweite neue Smartphone mit einem Android-Betriebssystem

verkauft wurde, sind

es nun laut einer aktuellen Studie von Kantar

Worldpanel ComTech im europäischen

Durchschnitt bereits 67,1 Prozent. Spitzenreiter

ist dabei Spanien: Im größten Land

auf der iberischen Halbinsel haben sich im

Testzeitraum bis Ende August 2012 86,6

Prozent der Smartphone-Käufer für ein

And roid-Gerät entschieden. Die aktuelle

Studie zeigt zudem, dass rund 30 Prozent

der neuen Smartphone-Besitzer zu einem

Gerät mit einem großen Display über 4,5

Zoll gegriffen haben.

Samsung Mobile Store öffnet in Frankfurt

In Frankfurt am Main hat der erste Samsung-Store in Deutschland seine

Türen geöffnet. Er bietet Produkte aus den Bereichen Telekommunikation, IT,

TV und digitale Fotografie und dazu umfangreiche Serviceleistungen an. Im

Shop in der Zeilgalerie können Besucher in die komplette Produkt- und Markenwelt

von Samsung einsteigen. Konzeptioneller Schwerpunkt des Geschäftes

ist die Gerätevernetzung. „Früher hat sich alles nur um einzelne Geräte

gedreht. Heute geht es um das Zusammenspiel, um das smarte digitale Miteinander.

Nicht die Geräte stehen im Mittelpunkt, sondern der Anwender und

seine Bedürfnisse“, so Taskin Tasan, Marketing- und Vertriebsmanager bei

der gomobile24.de GmbH, dem Betreiber des Ladens.

TomTom-App ab

Oktober auch auf

Android

TomTom springt in Bälde auf den Android-

Zug auf und präsentiert eine speziell für

Android entwickelte Navigations-App mit

On-Board-Maps, intelligenter Routenfindung

und Verkehrsinformationen in HD.

Künftige Nutzer können sich auf eine neu

Apple und Google: CEOs im Gespräch

Google-CEO Larry Page und Apple-CEO Tim Cook führen regelmäßige Telefongespräche,

um Patentstreitigkeiten um geistigen Besitz vorzubeugen. Grund für

die Kooperation könnte die Eskalation der Streitereien gewesen sein, die in

einer milliardenschweren Schadensersatzzahlung seitens Samsung gipfelte.

Letztendlich scheint es den Unternehmen darum zu gehen, die Geschäfte durch

Nichtkommunikation nicht unnötig undurchsichtig zu machen.

entwickelte Nutzeroberfläche, aktualisierte

Routenangebote, einen verbesserten

Spurassistenten und eine überarbeitete

Sprachausgabe freuen. Dazu gibt es einen

Umleitungs-Service und einen Radarwarner,

der wie andere Zusatzservices via In-

App-Kauf zur Verfügung gestellt wird.

8

November 2012

Android-User.de


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meine Daten sind schon da.

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News

IFA-News

-News

LG

Optimus L9 ist da

Das ICS-Phone L9 ist der neue Mittelklasse-Star von LG. Schaut man

sich nur die Spezifikationen an, dann ist das Gerät mit seinem 1 GHz

schnellen Dual-Core-Prozessor und dem 4,7-Zoll-Display mit lediglich

960x540 Pixeln Auflösung keine Besonderheit – die Vorteile liegen in

anderen Bereichen. So ist das IPS-Display recht hell und scharf, und

auch die Laufzeit dürfte dank 2150-mAh-Akku deutlich besser ausfallen

als bei anderen Geräten der Konkurrenz. Das Smartphone ist von

Haus aus mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich ausgestattet und

bringt einen NFC-Chip sowie 8 GByte internen Speicher mit. Zum aktuellen

Internetpreis von rund 349 Euro hört sich das nach einem

guten Angebot an – trotzdem sollte sich LG nicht auf seinen Lorbeeren

ausruhen, denn chinesische Hersteller wie Huawei haben bereits

seit geraumer Zeit Geräte wie das Ascend P1 im Angebot, die einen

1,5 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor zum gleichen Preis anbieten.

Jetzt auch von Blaupunkt

Blaupunkt wandelt mit drei brandneuen Tablets auf Android-Pfaden. So siedelt sich das rund 600 Gramm schwere Discovery

mit 349 Euro im Mittelfeld an, sein 9,7-Zoll-Display löst mit 1024x720 Bildpunkten auf. Den Energiespeicher stellt ein

7600-mAh-Akku dar, die Laufleistung liegt bei rund 6 Stunden. Dazu gibt es einen Tegra-2-Chipsatz mit einer 1-GHz-Dual-

Core-CPU und 1 GByte RAM, als Massenspeicher bietet das Discovery 16 GByte. Die Frontkamera löst mit 2MP auf, der Kollege

auf der Rückseite hat 5MP und einen LED-Blitz. Zudem hat das Gerät ein integriertes G3-Modul. Als Betriebssystem

kommt Android 4.0.4 zum Einsatz, das Blaupunkt nach eigenen Angaben jedoch auf Version 4.1 (Jelly Bean) modifizeren

wird. Neben dem Discovery bietet Blaupunkt ab Ende September zwei weitere Tablets an, die jedoch den deutlich performanteren

Tegra-3-Chipsatz enthalten. Sie bringen jeweils eine Quad-Core-CPU mit einer 1.4-GHz-Taktung mit.

Gear4 zeigt Android-

Radiowecker

Multimedia-Geräte mit einer Dockingstation für Android lassen

sich an einer Hand abzählen. Modelle mit MHL-Anschluss,

wie er bei den meisten Highend-Smartphones verbaut ist, ließen

sich bis heute so gut wie gar nicht blicken. Dabei ist es

auch mit Android problemlos möglich, sein Smartphone an

eine Dockingstation zu docken und Musik zu hören. Wie das

funktioniert, zeigte Gear4 und stellte einen Radiowecker für

Android aus, der genau das

macht, was er soll: Musik

via MHL abspielen. Aktuell

arbeitet die Dockingstation

nur mit Android 4.0 Ice

Cream Sandwich oder 4.1

Jelly Bean zusammen.

Gear4

HTC stellt Desire X vor

Auf dem neuen Desire X ist HTCs neueste Benutzeroberfläche

Sense 4.1 und Android in

der Version 4.0 ICS installiert, dazu ist der 1

GHz schnelle Androide mit Beats Audio ausgestattet

und hat einen austauschbaren,

1650 mAh starken Akku. Besonderen Wert

legt der Hersteller auf die HDR-fähige 5-Megapixel-Kamera,

die über eine 28 mm Weitwinkel-Linse

verfügt und sich ideal für

spontane Schnappschüsse eignet. HTC

will mit dem Gerät speziell soziale Netzwerker

ansprechen und bezeichnet es als „Social Phone“,

das Teilen von Multimedia-Inhalten wie Bilder und Videos

ist besonders einfach. Ein Fingertipp reicht aus, um die

Welt wissen zu lassen, was man gerade tut.

HTC

10

November 2012

Android-User.de


Lenovo bringt IdeaTab mit

Keyboard-Dock

Das Android-4.0-Tablet IdeaTab S2110 birgt die Option, mithilfe

eines Keyboard-Docks zum Laptop umgewandelt zu werden. Es

verfügt über ein 10,1 Zoll großes IPS HD-Display mit 1280x800

Pixeln Auflösung, dazu kommt ein 1,5 GHz schneller Qualcomm

Snapdragon S4 Dual Core-Prozessor mit 1 GByte RAM. 16

GByte interner Speicher soll für ausreichend Datenplatz sorgen,

dazu verfügt das IdeaPad S2110 über zwei Kameras, einen SD-

Kartenschacht und einen HDMI-Anschluss. Hat das Tablet selbst

schon ganze 10 Stunden Akkulaufzeit, so sorgt das Keyboard für

weitere 10 Stunden Tipp- und Surf-Vergnügen. Lenovo hat auf

dem Gerät seinen Business-orientierten AppShop installiert. Es

ist ab sofort für 399 US-Dollar zu haben, das Keyboard-Dock

schlägt mit weiteren 100 Dollar zu Buche.

Lenovo

Smartphone und Tablets von Haier

Die Haier-Tablets werden unter dem Namen

Maxi Pad und Mini Pad zwischen Ende des

Jahres und Anfang 2013 auf den Markt

kommen. Beim Maxi Pad handelt es sich

um ein 9.7“-Tablet mit einer Auflösung

von 1024x768 Pixeln und Android

4.0.3 an Bord. Das Gerät wird von

einer Dual-Core-CPU auf Cortex-

A8-Basis angetrieben und verfügt

über 8 GByte internen Speicher. Es

soll für 299 Euro verfügbar sein. Das

7-Zoll-Modell verfügt ebenfalls über eine

1 GHz schnelle Dual-Core-CPU auf Cortex-A8-Basis und hat

Android 4.0.3 an Bord. Sein LCD-Display löst mit 1024x600

Haier

Pixeln auf, im Unterschied zum 10-Zoll-Modell befindet sich

auf der Rückseite des Tablets eine 2-Megapixel-Kamera. Das

Haier Mini Pad soll im vierten Quartal zu einem Preis von

199 Euro auf den deutschen Markt kommen.

Das interessanteste Gerät aus dem Haier-Portfolio ist das

5,3-Zoll große PhonePad511 für 399 Euro. Es bietet ein LCD-

Display mit einer Auflösung von 960x540 Pixeln und verfügt

im Unterschied zu den größeren Haier-Tablets über einen

SIM-Kartenslot, auch ein GPS-Sensor findet sich im Gerät.

Als CPU kommt ein auf 1,5 GHz getakteter Dual-Core-Prozessor

vom Typ Snapdragon Qualcomm MSM8660 zum Einsatz,

dem 1 GByte RAM zur Seite stehen. Der interne Speicher

beträgt 4 GByte, er lässt sich via microSD-Karte um 32

GByte erweitern.

Huawei präsentiert neue Androiden

Das schon auf dem Mobile World

Congress angekündigte Quad-Core-

Smartphone Ascend D1 Quad XL

soll 499 Euro kosten (UVP) und

bringt eine auf 1,4 GHz getaktete

Vierkern-CPU mit. Zudem glänzt das

D1 Quad mit einem 2600 mAh großen

Akku, der auch PowerUsern für zwei volle Tage reichen dürfte. Das Einsteiger-Handy

Ascend Y 201 Pro bringt zwar nur eine 800 MHz schnelle CPU mit,

dafür ist zu einem Preis von nur 129 Euro Android 4.0 mit an Bord. Aktuell noch

mit Android 2.3 soll ab Oktober auch das Ascend 330 erhältlich sein. Dabei handelt

es sich um ein Dual-Core-Smartphone mit 4-Zoll-Display für 200 Euro. Das

beste Preis-/​Leistungsverhältnis bietet das Ascend G 600 zu einem UVP von 299

Euro. Neben dem 1,2 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor, einem 4,5“ großen

IPS-Display mit einer Auflösung von 960x540 Pixeln und einem 2000 mAh starken

Akku hat Huawei in dieses Modell auch einen NFC-Chip eingebaut. Daneben

zeigte der Hersteller auch das 10-Zoll-Tablet MediaPad 10 FHD mit einem

1,2 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor aus eigener Produktion und einem

10-Zoll-Display mit 1920x1200 Pixeln. Es kommt Ende Oktober/​Anfang November

zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 449 Euro in die Läden.

Huawei

i.onik zeigt güns tige

Android-Tablets

Auf der IFA fanden sich einige neue Mitstreiter

um die Gunst der Android-Kundschaft

– i.onik bot gleich mehrere Geräte

feil. Hinter dem Namen verbirgt sich die

Chips and More GmbH, die sich hierzulande

mit der Marke CnMemory bereits

einen Namen gemacht hat und für Speichermedien

verschiedener Art bekannt

ist. Die auf der IFA gezeigten sieben Android-4.0-Tablets

wissen optisch durchaus

zu gefallen und liegen dabei in puncto

Preis etwa auf dem Niveau von Direktimporten

aus Fernost. So beginnt die Preisskala

für 7-Zoll-Tablets mit einem Display

mit 800x480 Punkten bei rund 80 Euro

und endet bei den 8- bzw. 9-Zoll-Tablets

bei 199 Euro. Ob sich die Geräte in der

stärker werdenden 7-Zoll-Konkurrenz behaupten

können, wird sich zeigen.

Android-user.de November 2012 11


News

IFA-News

Archos

Archos-Tablet 101 XS mit Tastatur

Archos versucht, mit dem innovativen 101 XS Gen 10 frischen Wind in den Tablet-Markt

zu bringen. Ein magnetisches Coverboard dient dem Gerät gleichzeitig als

Schutz des Displays und als Tastatur, eine ARM Cortex Dual-Core-CPU mit 1,5 GHz sorgt für die

Rechenpower, flankiert von einem GByte RAM. An internem Flash-Speicher bietet das Tablet 16 GByte,

erweiterbar durch MicroSD-Karten bis 64 GByte. Dazu hat das Gerät eine Frontkamera mit einer Auflösung

von 720p, die Software-Ausstattung umfasst Archos-typisch eine Vielzahl an Audio- und Videocodecs

sowie komfortable Programme zum Abspielen von Multimediadateien aller Art. Das Tablet wird

voraussichtlich zu einem Preis von 379 Euro auf den Markt kommen.

ZTE

ZTE Grand X IN mit Intel-CPU

Hello Intel! ZTE bringt das erste Android-Smartphone

mit Intel-Rechenzentrum nach Europa. Das ZTE Grand X

IN verfügt über ein 4,3-Zoll großes Display mit einer Auflösung

von 540x960 Pixeln, angetrieben wird das auf Android

4.0 Ice Cream Sandwich basierende Smartphone

durch die Intel-CPU Atom Z2460. Dabei handelt es sich

um einen auf 1,6 GHz getakteten Single-Core-Prozessor,

der über Hyper-Threading-Funktionen verfügt und so

von diversen Systemen als Zweikern-CPU erkannt wird.

Die weiteren Parameter des Smartphones ordnen es in

die Kategorie Mittelklasse ein. So besitzt das Grand X IN

16 GByte internen Speicher, der sich via MicroSD-Karte

erweitern lässt, dazu gesellen sich 1 GByte RAM. Die verbaute

Kamera löst mit 8 Megapixeln auf, eine 0.3 MP-

Frontkamera ist ebenfalls vorhanden. Das ZTE Grand X IN soll europaweit

ab sofort verfügbar sein. Zum Preis gibt es aktuell noch keine Angaben.

IdeaTab A2107A von

Lenovo mit Dual-SIM

Das 7-Zoll-Gerät IdeaTab hat eine in

Deutschland ungewöhnliche Austattung:

Es kann zwei SIM-Karten aufnehmen. Die

technischen Daten siedeln es in der Mittelbis

Unterklasse an. So löst das Display mit

1024x600 Pixel auf, im Inneren tut ein 1GHz

schneller Ein-Kern-Prozessor vom Typ

MTK Cortex A9 seinen Dienst. Dazu gesellen

sich 1 GByte Arbeitsspeicher und wahlweise

8 oder 16 GByte interner Speicher.

Das IdeaTab A2107A verfügt über eine

Hauptkamera mit 2 Megapixel Auflösung,

die kleine Frontkamera für Videochats hat

0,3 Megapixel Auflösung. Preislich soll sich

das Gerät bei etwa 199 Euro einpendeln.

Philips SHOQBOX für harten Outdoor-Einsatz

Sind Sie auf der Suche nach Smartphone-Boxen, die hart im

Nehmen sind? Dann hat das niederländische Unternehmen

Philips eine attraktive Lösung parat. Das Unternehmen hat

Philips

die tragbare, kabellose Shoqbox in verschiedenen Ausführungen

vorgestellt. Zum einen ist das elegante Modell SB

7300 im Angebot, dazu gesellt sich eine stoß- und spritzwassergeschützte

Variante mit der Modellbezeichnung SB7220 –

diese ist speziell für Abenteuer im Freien konstruiert. Mit

einer Laufzeit von acht Stunden hält die Shoqbox auch einen

langen Tag am Strand durch. In beiden Boxen ist ein Mikrofon

integriert, sodass sie auch als mobile Freisprecheinrichtung

genutzt werden können, über ein eingebautes Sensorfeld

lässt sich die Musikwiedergabe steuern. Vier Neodym-

Treiber sorgen für kräftigen Sound aus den knapp 500

Gramm schweren Kompaktboxen, die via Bluetooth universell

anschließbar sind. Der UVP der SB7220 liegt bei 179,99

Euro, die SB7300 kostet 199,90 Euro.

12

November 2012

Android-User.de


Logitech

Logitech enthüllt Smartphone-

Zubehör

Logitech führt mit seiner neuen UE-Serie pfiffige Miniboxen, Kopfund

Ohrhörer ein. Die 250 Dollar teure UE Boombox kann mit 3

And roiden gleichzeitig gepaired werden und behält bis zu 8 Bluetooth-Geräte

in Erinnerung. Der futuristisch anmutende Lautsprecher

bietet durch einen wiederaufladbaren Akku bis zu 6 Stunden

Musikgenuss. Dazu gesellt sich die UE Mobile Boombox, die 100

Dollar kosten wird. Der robuste Mini-Lautsprecher ist in verschiedenen

Farben erhältlich und kann mit bis zu zwei externen Geräten

synchronisiert werden. Die Mobile Boombox wird via USB-Kabel

geladen und bietet maximal 10 Stunden Musikgenuss mit einer Akkuladung.

Dank eines eingebauten Mikrofons fungiert der Kleinst-

Lautsprecher auch als Freisprechanlage. Logitech hat auch eine

ganze Reihe von Kopf- und Ohrhörern in Planung – das Preisniveau

dieser Geräte liegt zwischen 100 und 400 Dollar.

E-Book-Reader von

Trekstor

Das Pyrus WiFi basiert auf Android – dabei ist die

Oberfläche des Readers komplett auf das 6-Zoll

große Digital-Ink-Display des Readers angepasst

worden, im Inneren des Geräts tickt jedoch ein

Android-2.3-Kernel. Hacker mit Interesse an

einem Android-Gerät mit einem stromsparenden

Digital-Ink-Display finden im Pyrus eine günstige

Basis für Experimente – offiziellen Android-Support

wird man von Trekstor dabei natürlich nicht

bekommen. Der Pyrus kostet 69 Euro, der Pyrus

WiFi wird im Laden für 99 Euro zu haben sein.

Trekstor plant zudem auch zahlreiche Internet-

Tablets mit Android auf den Markt zu bringen.

Elegato

Elgato zeigt DVB-T-Tuner

Ein Android-Tablet eignet sich ideal, um mit

einem Tuner fernzusehen. Damit Sie dabei nicht

auf eine Internetanbindung angewiesen sind, gibt

es seit Ende September von Elgato die Lösung

EyeTV Micro, die einen DVB-T-Tuner im Kleinstformat

beinhaltet, der sich via Micro-USB-Anschluss

mit praktisch jedem Android-Gerät verbinden lässt.

Nutzen lässt sich die brandneue TV-Lösung allerdings

nur mit ein paar ausgesuchten Modellen, darunter

das Galaxy Nexus und das Nexus 7 sowie die

Galaxy-Modelle S2 und S3 von Samsung. Android

4.0 ist dabei Grundvoraussetzung, mit älteren Android-Versionen

funktioniert der Tuner nicht. Die passende App ist bereits im Play Store von Google vorhanden. Der

Elgato-Stick EyeTV Micro wird ab Ende September für 69 Euro (UVP) im Handel verfügbar sein.

Archos baut 7-Zoll-GamePad

Das GamePad soll speziell Spielernaturen ansprechen und ist mit physischen Gaming-Steuertasten

ausgestattet. Dazu verfügt es über einen kapazitiven 7-Zoll-Bildschirm und einen 1,5

GHz schnellen Prozessor. Um ausreichend Spiel-Leistung zu bringen, ist in dem Gerät

eine vierkernige Mali-GPU verbaut, zudem hat das GamePad im Gegensatz zu manch

anderen Archos-Modellen in der Vergangenheit auch eine Google-Zertifizierung, mit

der Nutzer den vollen Zugriff auf Play Store-Inhalte und andere Google-Services erhalten.

„Gaming-Freunde mussten bis jetzt häufig Tablets verwenden, die mit einer

schlechten Steuerung ausgestattet waren und sich schlicht miserabel zum Spielen

eigneten. Die Zeit war also mehr als reif für Archos, ein astreines Spiele-Tablet auf

die Beine zu stellen“, so ein Firmenvertreter. Das GamePad soll ab Ende Oktober für

rund 160 Euro in den Handel kommen – eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Archos

Android-user.de November 2012 13


Fokus

Spiele-Sammlung

samtoon, 123RF

Android-User-Spielesammlung

60 Spiele

Manchmal sind es

kleine unscheinbare

Games, die zwischendurch

am meisten Spaß

machen. Android User

hat 60 freie Android-

Spiele zusammengestellt,

die wir Ihnen hier

kurz vorstellen. Patrick Neef

Afterlife

Afterlife ist ein abstraktes Spiel, das nur

etwas für ganz Geduldige ist. Denn um zu

verstehen, wie das Spiel funktioniert, müssen

Sie sich durch einen mit Fehlern gespickten

englischen Text arbeiten. Und auch dann

ist nicht klar, was diese Mischung aus Simulation

und Aufbauspiel eigentlich ausmacht.

Wir jedenfalls hatten unsere Mühe mit diesem

Spiel. Vielleicht haben Sie mehr Erfolg?

Andor’s Trail

Andor’s Trail ist ein ambitioniertes Rollenspiel

im Stile der ersten Final-Fantasy-Spiele.

Tolle Dialoge und viele Aufgaben sorgen für

viele Stunden Spielspaß. Wer Lust auf

schnelle Action hat, ist bei diesem Spiel

falsch. Bei Andor’s Trail sorgen Dialoge,

Kämpfe und diverse Monster für Unterhaltung.

Die Level sind in einer schönen Retrografik

gehalten. Das Spiel gibt es auch bei

Google Play kostenlos zum Download.

Android Invaders

Android Invaders ist ein Space Invaders

Klon. Per Tilt-Steuerung schicken Sie ein

Raumschiff am unteren Rand nach links oder

rechts und schießen die gegnerischen Reihen

ab. Grafisch ist das Spiel weder zeitgemäß,

noch geht es als „Retro“ durch, doch für den

kurzen Space-Kick zwischendurch ist das

Spiel ausreichend.

Angband

Angband ist ein textbasiertes Rollenspiel, wie

es noch einige Spieler aus alten Zeiten kennen.

Das Spiel gibt es bereits seit den späten

Android-User-Collection

Die hier beschriebenen Spiele finden Sie auf der Android-User-Homepage zum freien

Download [URL im QR-Code]. Der Download ist geschützt. Bei der Frage nach dem

Kennwort geben Sie 60SpiELE ein (Groß- und Kleinschreibung beachten). Unter dem

Link finden Sie auch eine ausführliche Anleitung, wie Sie die Spiele installieren. Es

handelt sich bei allen Apps um Open-Source-Spiele, bei denen der Quellcode frei im

Internet verfügbar ist. Einige der Titel sind auch bei Google Play vorhanden. Damit Sie

über eventuelle Updates benachrichtigt werden, lohnt es sich, die Spiele, die Ihnen

besonders gut gefallen, via Google Play zu installieren (sofern dort verfügbar).

Abb. 1: Bei Android Invaders müssen Sie Raumschiffe

abschießen, ohne getroffen zu werden.

14 November 2012 Android-User.de


Fokus

Spiele-Sammlung

Abb. 2: Angband ist ein textbasiertes

Rollenspiel. Ja, auch das gibt

es noch heutzutage.

Abb. 3: Bei Antguide müssen Sie

die Ameise durch eigene Zeichnungen

nach Hause lotsen.

Abb. 4: Besitzer eines Nintendo DS

können sich eventuell noch an

Awesomeguy erinnern.

Abb. 5: Blokish ist kein Tetris-Klon,

sondern ein strategisches Knobelspiel

mit Köpfchen.

80er-Jahren. Sie geben Parameter und Werte

ein und erleben eine Geschichte, die überwiegend

durch Texte und Werte erzählt wird.

Trotz großer Spieltiefe nur etwas für hartgesottene

Rollenspielfans.

AnkiDroid

AnkiDroid ist ein Karteikartensystem. Indem

Sie Karteikarten mit Text auf Vorder- und

Rückseite erstellen, erschaffen sich Lernende

eine Möglichkeit, zum Beispiel Definitionen

abzufragen oder andere Dinge zu lernen. Die

App kann aber vor allen Dingen festlegen,

wann Sie wie viele Karten angezeigt bekommen.

Damit wird das wiederholende Lernen

voll ausgereizt. Eine tolle Möglichkeit für

Schüler und Studenten.

AntGuide

AntGuide ist nicht etwa ein Verzeichnis

sämtlicher Ameisenarten, sondern ein Spiel,

bei dem Sie eine Ameise, die wild ins Bild

krabbelt, durch mit dem Finger gezeichnete

Linien zum Ziel, einem Haus, leiten. Ein einfaches

Spielprinzip, das gut funktioniert. Vorsicht:

Das Hauptmenü besteht aus asiatischen

Schriftzeichen! Einfach den obersten

Punkt antippen und loslegen.

Asquare

Asquare ist ein ganz simples Match-3-Spiel.

Sie vertauschen immer zwei Symbole, um

drei oder mehr nebeneinander zu platzieren.

Die Reihen lösen sich dann auf, und von

oben rutschen Steine nach. Schön gemachtes

Spiel, aber es gibt auch bessere Alternativen

bei Google Play beziehungsweise in unserer

Spielesammlung (Gem Rising).

Awesomeguy

Awesomeguy beruht laut Entwickler auf

einem gleichnamigen Spiel, das bereits für

Nintendo DS erschienen ist. In diesem minimalistischen

Jump’n’Run steuern Sie eine

Figur durch mehrere Level. Mit einem virtuellen

Steuerkreuz und einer Springen-Taste

müssen Sie alle Hindernisse überwinden.

Bite the Dice

In diesem Spiel halten Sie den Finger auf

dem roten Kreis und ziehen ihn über alle

Würfel, die im Bild erscheinen. Sie müssen

in zwei Minuten so viele Würfel wie möglich

einsammeln. Weiße Würfel geben Zusatzpunkte,

während rote Würfel Punktabzug

bedeuten. Außerdem dürfen Sie nicht den

Finger vom Display nehmen, denn auch

dann werden Punkte abgezogen. Ein kurzweiliger

Spaß für zwischendurch.

Blokish

Blokish mag auf dem ersten Blick aussehen

wie Tetris, ist aber eher ein Strategiespiel.

Auf einem Feld mit Quadraten platzieren Sie

die Tetris-Formen nach bestimmten Regeln:

Sie müssen in einer bestimmten Ecke anfangen

und dürfen dann immer nur an den

Ecken der gelegten Figuren ansetzen, nicht

jedoch an deren Seiten. Taktisch ist das, weil

Sie die Figuren rotieren dürfen. Sie spielen

gegen die CPU und wechseln sich ab. Wer

am Ende die meisten Felder belegt, hat gewonnen.

Board Game Geek

Board Game Geek ist ein Brettspiel-Verzeichnis

der entsprechenden Webseite. Hier finden

Android-user.de November 2012 15


Fokus

Spiele-Sammlung

Abb. 6: Chess Walk ist ein einfaches

Schachspiel mit einem Computergegner.

Abb. 7: Bei Droid Atomix wollen die

Atome zueinander finden, hier die

zwei H zum O.

Abb. 8: Droid Fish ist das vermutlich

beste gratis Schachspiel für

Android überhaupt.

Sie angesagte Spiele und jede Menge Informationen

zu den einzelnen Einträgen. Außerdem

haben Sie mit der App Zugriff auf die

Foren und somit auf Diskussionen rund um

Brettspiele jeglicher Art.

Bomber

Bei Bomber fliegt Ihr Raumschiff von links

nach rechts und kann Bomben abwerfen. Sie

müssen die Objekte am unteren Rand zerstören.

Der Kniff: Sie fliegen immer weiter Richtung

Boden und müssen alle Objekte zerstört

haben, um nicht gegen sie zu fliegen. Ein

kurzweiliger Spaß für zwischendurch.

Chess Walk

Chess Walk ist ein sehr ansprechendes

Schachspiel für die Hosentasche. Sie können

offline gegen die CPU oder online gegen andere

Spieler über die Plattform frechess.org

spielen. Die Stärke des Computergegners

lässt sich per Schieberegler einstellen.

Crosswords

Crosswords ist nicht etwa ein Kreuzworträtsel,

sondern ein Scrabble-Klon. Sie können

gegen die CPU oder einen Spieler

im Onlinemodus antreten.

Spielfelder werden aus der App

heraus erzeugt. Damit das auch

in deutscher Sprache funktioniert,

müssen Sie erst den Anweisungen

in den Optionen folgen

und deutsche Sprachdateien

herunterladen. Sonst startet die

App in Englisch. Gefällt Ihnen

Abb. 10: Bei Bomber gilt es, möglichst schnell alle die App, lohnt sich auch ein

Objekte zu zerstören, um nicht dagegen zu fliegen. Blick auf Lexic.

Abb. 9: Frozen Bubble gehört

schon beinahe zu den Klassikern

bei Casual Games.

Droid Atomix

Droid Atomix ist ein ähnliches Spiel wie Sokoban.

Am unteren Bildschirmrand sehen Sie

eine Anordnung von Elementen, die Sie im

oberen Bereich nachbauen müssen. Dabei

dürfen Sie die Elemente immer nur in eine

Richtung bewegen. Ein wirklich kniffliges

Spiel, nicht nur für Chemie-Fans.

Droid Fish

Droid Fish ist – wer hätte das gedacht – ein

Schachspiel! Ähnlich wie Chesswalk präsentiert

sich Droid Fish mit einem klaren Interface,

verschenkt aber etwas viel Platz im unteren

Bereich für die Auflistung der Spielzüge.

Dafür sind die Optionen wirklich zahlreich,

und die Spielstärke des Gegners kann

per Schieberegler ganz einfach eingestellt

werden. Droid Fish finden Sie auch bei

Google Play.

Droid Life

Droid Life ist eher eine Simulation und beruht

auf „Conways Game of Life“, der Idee,

dass ein digitales Muster als Ausgangsform

eine individuelle Evolution vollzieht, wenn

man bestimmte Parameter eingibt. Dieses

„Spiel“ tut dies im Android-Stil, und Sie können

aus einer Reihe Mustern wählen. Mehr

als auszuwählen und zuzugucken können

Sie allerdings nicht machen.

Fairy Block

In diesem Spiel setzen Sie bunte geometrische

Gebilde in eine graue Form ein. Die

Schwierigkeit besteht darin, alle Gegenstände

passgenau in die Form unterzubringen.

Das ist schwerer als es aussieht.

16

November 2012

Android-User.de


Fokus

Spiele-Sammlung

Abb. 11: Kennen Sie Crack Attack?

Wenn ja, dann werden Sie Gem

Rising lieben!

Frozen Bubble

Frozen Bubble zählt zu den sogenannten

Bubble Shootern, Spielen, bei denen Sie von

unten bunte Kugeln nach oben schießen und

dabei gleichfarbige Kugeln vom Bildschirm

lösen. Ziel ist es, alle Kugeln zu entfernen,

die den oberen Rand berühren. Die Decke

kommt dabei immer näher, und dann ist Geschick

gefragt, wenn man Kugeln platzieren

muss, die sich nur schwer wieder entfernen

lassen.

Galacto Golf

Galacto Golf ist eine Art Minigolf im Weltraum.

Per Ziehen und Loslassen schießen Sie

das Raumschiff durch das All. Ziel ist in

jedem Level ein Wurmloch, doch dazu müssen

Sie geschickt an Planeten vorbei, die das

Raumschiff durch die Schwerkraft ablenken.

Gem Rising

Gem Rising ist ein Match-3-Spiel, bei dem Sie

die Steine aber nur horizontal vertauschen

dürfen. Die Zeit drängt, denn die Steine wandern

unaufhaltsam nach oben. Ist das obere

Ende erreicht, ist das Spiel vorbei.

GL Tron

GL Tron imitiert das kultgewordene Motorradrennen

aus dem gleichnamigen Film. Eigentlich

ist es eine Art „Snake“: Die Motorräder

hinterlassen Linien, die wie Mauern stehen

bleiben. Krachen Sie mit Ihrem Gefährt

gegen eine solche, ist das Spiel vorbei.

GM Dice

GM Dice ist kein eigenständiges Spiel, sondern

eine Würfel-App, mit der Gamemaster

verschieden konfigurierte

Würfe ausführen können.

Die Zahlen werden per Zufall

schnell ermittelt. Eine

gute Hilfe, wenn keine

Würfel zur Hand sind oder

mehrere komplexere

Würfe ausgeführt werden

sollen.

Gmaps Zombie

Smasher

Dieses Spiel beruht auf

einer originellen Idee. Aufgrund

des Standortes des

Spielers wird ein Kartenausschnitt

von Google

Maps geladen. Auf dieser

Karte geht es dann Zombies

an den Kragen. Das ist

zwar optisch nicht überragend,

aber für eine kurze Vorführung unter

Freunden ganz unterhaltsam.

Abb. 12: Bei Impossible Walls müssen

Sie Ihren Papierflieger so lange

wie möglich in der Luft halten.

Hot Death

Hot Death ist eine Variante des beliebten Kartenspiels

UNO. Gespielt wird immer gegen

drei CPU-Spieler, das Spielen gegen andere

Spieler im Onlinemodus ist nicht möglich.

Ein Kartenindex, der sich hinter der Menü-

Taste versteckt, erleichtert den Einstieg.

Impossible Walls

In diesem Spiel müssen Sie ein Papierflugzeug

so lange wie möglich in der Luft halten,

ohne dass Sie den Bildschirm verlassen oder

von einem Blitz getroffen werden. Sie kontrollieren

das Papierflugzeug per Tilt-Steuerung.

Jigdraw Puzzle

Kennen Sie noch diese Schiebepuzzle, bei

denen man lauter quadratische Felder so anordnen

muss, dass das Ganze ein Bild ergibt?

Jigdraw Puzzle ist ein solches Spiel. Mit

einem freien Feld schieben Sie die ganze Zeit

Ausschnitte eines Fotos hin und her, um es

zu einem Ganzen zusammenzusetzen.

Hilfreich ist, dass in der

Lücke der Ausschnitt, der dort

hingehört, angedeutet wird.

Nach Bedarf setzt die App ein

solches Puzzle aus einem Bild

aus Ihrer Fotogalerie zusammen.

Kings in the Corner 2

Kings in the Corner 2 ist eine

Abwandlung von Solitaire für

mehrere Spieler. Dabei werden

Abb. 13: Puzzlespiele wie dieses

gibt es zuhauf bei Google Play. Jigdraw

ist Open Source.

Abb. 14: Bei GL Tron müssen Sie versuchen, so lange

wie möglich nicht zu kollidieren.

Android-user.de November 2012 17


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Fokus

Spiele-Sammlung

Kinder leicht zu erkennen. In

den Optionen wählen Sie

zwischen normalen und saisonalen

(Ostern, Weihnachten

etc.) Symbolen. Einzig die

Sounds sind auf Dauer etwas

nervig.

Abb. 15: Mahjong Builder ist ein

echter Klassiker, der auf jedes

gute Smartphone gehört.

Abb. 16: Sie lieben rechnerische

Herausforderungen? Dann

schauen Sie sich Mathdoku an!

die Kartenstapel um die Mitte angeordnet.

Das Spielprinzip ist keine Eigenkreation, sondern

die Umsetzung einer seit mehr als 100

Jahren bekannten Solitaire-Variante. Bei diesem

Spiel sind zwar Multiplayer-Spiele möglich,

aber nicht über das Netzwerk, sondern

nur als Pass & Play-Methode, sprich mit mehreren

Leuten am selben Bildschirm.

Lexic

Lexic ist ein Spiel, mit dem Sie Ihren Wortschatz

schulen können, allerdings nur den

englischen. Auf einem Gitter mit mehreren

Buchstaben fahren Sie mit dem Finger entlang,

um so sinnvolle Wörter zu finden.

Davon gibt es mehr als man denkt.

Mahjong Builder

Mahjong ist ein alter Klassiker unter den PC-

Spielen. Mahjong Builder trägt dem Rechnung

und bietet eine Mahjong-Variante ohne

viel Schnickschnack an. Die einzelnen Steine

lassen sich manchmal schwer antippen, und

die Perspektive ist nicht ganz optimal. Spielspaß

ist trotzdem garantiert.

Math Doku

Hier wird das Sudoku-Prinzip mit einem

Kniff versehen: Die Felder sind in sogenannte

Käfige eingeteilt, in denen eine mathematische

Operation vorgegeben ist. Daraus ergeben

sich die nötigen Zahlen, die Sie einsetzen

dürfen. Ein tolles Spiel, das die grauen

Zellen fördert.

Memory Game for Kids

Ein einfaches, aber liebevoll gestaltetes Memory-Spiel

für Kinder. Die Symbole sind für

Abb. 17: Memory Kids ist ein einfaches

Memory-Spiel für Kinder und

Memory-Fans.

Missile Intercept

Dieses Spiel gibt es in unzähligen

Varianten: Herabstürzende

Raketen müssen abgeschossen

werden, bevor sie

die drei Städte am unteren

Bildrand treffen. Der Schwierigkeitsgrad

steigt nur langsam

an, das Spiel macht aber

massig Laune.

Mosaikan

Bei diesem Spiel blicken Sie

in einen Tunnel und sollen eine Mosaikfigur

durch Fingerwischen vorwärts bringen, denn

das bringt Punkte. Hinderlich sind Lücken im

Tunnel, die durch geschickte Laufwege und

gelegentliches Wechseln mit einem Wurfhaken

gemeistert werden.

Nesoid

Nesoid ist ein NES Emulator, mit dem Sie

NES-Spiele auf Ihrem Android Phone spielen

können. Dazu müssen Sie erst die entsprechende

Spieldatei auf dem Phone platzieren

und dann im Dateiverzeichnis von Nesoid

auswählen, und schon kann der nostalgische

Spaß losgehen.

Open Sudoku

Open Sudoku ist ein Sudoku-Spiel mit drei

Schwierigkeitsgraden und der Möglichkeit,

mehr als nur die vorinstallierten Spielfelder

herunterzuladen. Das Interface der App ist

aufgeräumt, und das Eingeben der Zahlen

geht schnell. Ideal für die Bahnfahrt nach

dem Feierabend.

Photo Gaffe

Photo Gaffe ist wie Jigdraw-Puzzle ein Spiel,

bei dem Sie aus einem Ihrer Fotos ein

Schiebe-Puzzle erstellen. In den Optionen

können Sie einstellen, wie groß das Raster

sein soll. Damit können Sie den Schwierigkeitsgrad

deutlich erhöhen.

Replica Island

In diesem Jump’n’Run steuern Sie einen

And roid-Roboter durch verschiedene Höhlen,

sammeln Münzen und Diamanten ein und

vernichten Gegner durch gezieltes Runter-

20

November 2012

Android-User.de


Fokus

Spiele-Sammlung

stürzen. Besonders das Herumfliegen mit

dem Raketenantrieb macht viel Spaß.

Run Fox Run

Dieses Spiel ist eines dieser typischen Endless-Runner-Spiele

wie etwa Canabalt, nur

deutlich entspannter und auch leichter. Ein

Fuchs versucht einer dunklen Wolke zu entkommen

und flüchtet dabei über Häuser

oder durch den Wald. Sie müssen im richtigen

Moment springen, um nicht in die

Schluchten zu fallen.

Saki

Saki ist ein japanisches Manga, und das entsprechende

Spiel verknüpft diese Comic-Elemente

mit den Spielprinzipien von Mahjongg.

Gespielt wird nicht allein, sondern

gegen drei weitere Gegner, die durch die CPU

gesteuert und durch Figuren aus dem Saki-

Universum repräsentiert werden.

Same Game

Same Game ist ein sehr kurzweiliges aber

unterhaltsames Spiel, bei dem Sie Ansammlungen

gleichfarbiger Kugeln durch Doppeltippen

entfernen. Die Kugeln drumherum rücken

dann automatisch zusammen. Je mehr

Kugeln Sie pro Doppeltipp entfernen, desto

mehr Punkte gibt es. Taktik ist also gefragt,

denn manchmal lohnt es sich, nur drei Kugeln

zum Platzen zu bringen, wenn danach

der Weg frei wird, und ganz viele Kugeln verschwinden

zu lassen.

Scrambled NET

Dies ist ein ziemlich kniffliges Puzzle-Spiel.

Sie müssen die Anordnung so ändern, dass

alle Terminals mit dem Server verbunden

sind. Tippen Sie auf die Rechtecke, um sie zu

rotieren. Dadurch ändern Sie die Verbindungen,

bis das Rätsel gelöst ist.

Abb. 20: Jump and Run mit dem Android-Roboter,

das ist Replica Island.

Abb. 18: Bei Run Fox Run muss Ihr Fuchs so viele

Meter wie möglich zurücklegen.

Skycrasher

Sky Crasher ist ein Top-Down-Shooter, bei

dem Sie einen Helikopter steuern, der seinen

Weg durch die Wüste bahnt und dabei feindliche

Flugzeuge abschießt. Sie bewegen den

Helikopter per Tilt-Steuerung, dabei verbleibt

er aber am unteren Bildschirmrand. Die Grafik

ist ansprechend, aber leider ist das Leveldesign

sehr eintönig. Außerdem ist das Spiel

gerade zu Beginn viel zu leicht und stellt

keine Herausforderung dar.

Snake App

Dieses Spiel beruht auf dem klassischen

Snake-Prinzip, bei dem man eine Schlange

steuert, die Äpfel frisst und dabei immer länger

wird. Dadurch wird es immer schwerer,

sich über den Bildschirm zu bewegen, ohne

mit dem Kopf gegen den eigenen Schlangenkörper

zu stoßen. Dann nämlich ist das Spiel

vorbei. In dieser Variante steuern Sie die

Schlange per Tilt-Steuerung, was aber leider

etwas ungenau ist. Optisch ist das Spiel eher

etwas für Kinder.

Sokoban

Bei Sokoban handelt es sich um ein kniffliges

Rätselspiel. Sie müssen die roten Diamanten

auf die grünen Felder bewegen, indem Sie sie

zur Seite schieben. Das klappt immer nur

aus bestimmten Richtungen, und wenn Sie

einen Diamanten in eine Ecke geschoben

haben, ist das Level schon verloren.

Sokoban for Android

Das Spiel besitzt natürlich das gleiche Spielprinzip

wie das oben genannte, ist aber von

der Grafik her viel abstrakter. Hier werden

nur farbige Rechtecke und Kreise benutzt,

um das Spiel darzustellen. Wem eine solche

minimalistische Darstellung eher liegt, der

greift zu dieser Variante.

Solitaire (Version 1)

In dieser Solitaire App können Sie verschiedene

Varianten spielen und sogar über die

Optionen ein paar Einstellungen vornehmen.

Das Bewegen der Karten funktioniert tadellos,

und wem die Darstellung der Kartengrafik

zu grob ist, der kann in den Optionen

große Grafiken einstellen.

Abb. 19: Skycrasher ist hübsch

gemacht, die Level könnten aber

etwas anspruchsvoller sein.

Android-user.de November 2012 21


Fokus

Spiele-Sammlung

Abb. 21: Bei Swipe'n'Roll müssen

Sie Balken verschieben, um die

Kugel ins Loch zu bringen.

Abb. 22: Tabu einmal anders. Bei

Taboo ist das Spielprinzip aber

gleich.

Abb. 23: Bei Target müssen Sie aus

Buchstaben Wörter bilden. Das ist

gar nicht mal so einfach.

Abb. 24: Ein Tetris-Klon? Ein Tetris-

Klon! TetriBlast macht alles wie das

Original, also auch Spaß.

Solitaire (Version 2)

Das zweite Solitaire-Spiel in unserer Spiele-

Sammlung macht optisch eine bessere Figur,

besitzt aber keinerlei Einstellungen. Außerdem

wird das Spiel beim versehentlichen

Schließen oder Betätigen der Zurück-Taste

beendet und kann nicht wieder aufgenommen

werden. Spielerisch ist diese Solitaire

App aber ebenfalls einwandfrei.

Songo’o

Songo’o basiert auf einem afrikanischen

Brettspiel und ist unter sehr vielen Namen

bekannt. Die App ist auf Französisch und es

werden leider keine Regeln erklärt. Im Internet

findet sich aber eine spielbare Online-

Version des Spieles namens „Manka“, dort

finden Sie die Regeln auch in Englisch.

Swipe’n’Roll

Die Idee hinter dem Spiel ist es, das Konzept

von Labyrinth, also dem Spiel, bei dem man

per Tilt-Steuerung eine Kugel an Löchern

vorbeimanövriert, mit Balken zu versehen,

die man geschickt beiseite schieben muss,

um der Kugel Platz zu machen. Zwar sind

dann manchmal die eigenen Finger im Weg,

aber dennoch macht das Spiel viel Spaß und

ist angenehm fordernd.

Taboo

Kennen Sie das Gesellschaftsspiel Tabu?

Dann wissen Sie alles, was Sie über Taboo

wissen müssen. In diesem Spiel, das es nur

in Englisch gibt, spielen zwei Teams mit mindestens

zwei Personen gegeneinander. Ein

Team bekommt ein Wort, das dem anderen

Team erklärt werden muss, allerdings ohne

die Tabu-Wörter zu verwenden. Das ist

manchmal ganz schön schwierig und sorgt

für eine Menge Spaß. Die freie Version ist auf

50 Wörter begrenzt.

Taps of Fire

Taps of Fire ist ein Guitar-Hero-Klon und ein

gar nicht mal schlechter. Auf einem Gitarrenbrett,

das Sie wie eine breite Straße entlangfahren,

prasseln dem Song entsprechend

Noten ein, die Sie im richtigen Moment antippen

sollen. Es gibt mehrere Schwierigkeitsgrade.

Die App kennt zwar nur zwei

Songs, aber weitere können Sie sich herunterladen.

Wie das geht, steht im Hauptmenü

unter „Help“.

Target

Ein weiteres Spiel mit Buchstaben. Diesmal

müssen Sie aus vorgegebenen Buchstaben

englische Wörter mit mindestens vier Buchstaben

formen, wobei der mittlere Buchstabe

immer vorkommen muss. Das ist bockschwer

und erfordert mehr als nur die

Grundkenntnisse der englischen Sprache.

TetriBlast

Hierbei handelt es sich um einen Tetris-Klon,

wie der Name schon sagt. Eigentlich kann

solch ein Spiel nicht viel falsch machen: Die

Blöcke lassen sich problemlos bewegen, und

das Spielprinzip kennt mittlerweile fast jeder.

The Elements

Hierbei handelt es sich, wie bereits aus der

Beschreibung hervorgeht, weniger um ein

Spiel als vielmehr um eine Spielwiese, ein

sogenanntes „Sandbox-Game“, bei dem Sie

22

November 2012

Android-User.de


Fokus

Spiele-Sammlung

Abb. 25: Bei "The Invaders" fühlt

man sich in die 80er-Jahre versetzt,

als es noch Automaten gab.

Abb. 26: Das Runde muss in das

Eckige. Dazu kippen Sie einfach

das Smartphone und probieren.

Abb. 27: War Quest ist ein Kriegsspiel

mit Zahlen und etwas für

mathematisch Begabte.

Abb. 28: In Yummy Leaves brauchen

Sie ein verdammt gutes

Reaktionsvermögen.

einfach ein wenig mit den Grundelementen

herumspielen und dann einfach schauen,

was passiert.

The Invaders

Und schon wieder ein Klon! Diesmal ist es

erneut Space Invaders. Diese Umsetzung gewinnt

mit Sicherheit keinen Schönheitspreis,

doch das Spiel macht Spaß, vor allem weil

die Steuerung präzise ist.

Tic Tac Toe

Tic Tac Toe gegen den Computer – mit diesem

kleinen Spiel ist das möglich. Das Spiel

kennt zwar angeblich drei Schwierigkeitsgrade,

davon merkt man aber nicht viel. Das

Spiel besitzt zwar wenige Features und Optionen,

aber das, was es können soll, kann es.

Lernen Sie, zu gewinnen!

Tilt Mazes

Bei diesem Spiel handelt es sich um ein

Logik rätsel. Die Kugel, die Sie per Tilt-Steuerung

bewegen, hält nur an, wenn sie an eine

Wand gelangt. Sie müssen den richtigen Weg

zum rosafarbenen Quadraten finden. Hier

hilft es oft, auszuprobieren.

Tricorder

Mit dieser App scannen Sie verschiedene

Quellen in Echtzeit, wie etwa magnetische

Strahlung, Lautstärke oder Netzwerke. Aber

auch Daten wie etwa die Solaraktivität und

ein Kompass sind in dieser App untergebracht.

Allein die Dezibel-Anzeige der App

ist oft hilfreich, aber zusammen mit den anderen

Tools wird die App zu einem richtigen

Nerd-Werkzeug.

WarQuest

WarQuest ist ein Kriegsspiel. Allerdings ist

WarQuest so weit von Call of Duty entfernt,

wie man es sich nur vorstellen kann, denn

bei WarQuest spielt sich alles nur in Zahlen

ab: Es ist ein reines Statistikprogramm, das

aber trotzdem seinen Reiz hat. Lediglich die

Menüeinträge sind allesamt unübersichtlich

und viel zu klein geraten.

Xenowar

In Xenowar tragen Sie extraterrestrische

Kämpfe auf der Weltkarte aus. Bringen Sie

aber viel Geduld mit, denn das Spiel ist komplex:

Politische Zonen, religiöse Ansichten

und Allianzen spielen eine große Rolle. Das

Ganze hätte allerdings noch etwas ansprechender

verpackt sein können. Aktuell ist

der Einstieg ziemlich hart.

Yummy Leaves

Yummy Leaves ist ein Geschicklichkeitsspiel,

bei dem schnelle Finger gefragt sind. Entlang

einer Schlange, die sich selbst aufzufressen

scheint, bewegen sich mehrere Blätter in unterschiedlichen

Formen. Wenn sich ein Blatt

in Form des in der Mitte angezeigten Blattes

über der Sonne befindet, müssen Sie schnell

auf das Display tippen. Stimmt das Timing

nicht, zählt das als Fehlversuch, und nach

drei missglückten Versuchen ist Schluss.

Wenn Sie jedoch die richtigen Blätter zum

richtigen Zeitpunkt auswählen, ändert sich

die Landschaft im Hintergrund. Nach ein

paar Änderungen wird eine neue Runde eingeleitet,

bei der sich die Blätter deutlich

schneller drehen. Ein tolles Geschicklichkeitsspiel

für zwischendurch.

● ● ●

Alle

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www.android- user.de/qr/27265

Android-user.de November 2012 23


Fokus

Tegra-News

Kesse Oma

Mit dem Nexus 7 gehört

nun ein Tegra-3-Gerät

zu den meist begehrten

Android-Gadgets.

Grund genug für uns,

ein paar neue Spiele für

den Vierpluseins-Prozessor

vorzustellen.

Marcel Hilzinger

Granny Smith

Der Granny Smith ist ein recht saurer

Apfel, den die ältere Generation

wohl am ehesten noch vom Plattenlabel

der Beatles her kennt, die jüngere

höchstens noch von Omas Apfelkuchen.

Um diesen Apfel geht es auch im neuen

Mediocre-Game, das es für 1,05 Euro für

Tegra- und Nicht-Tegra-Geräte bei Google

Play gibt [1]. Sie schlüpfen in die Rolle einer

etwas älteren Dame, die einen Apfeldieb verfolgt

und pro Level drei Äpfel einsammeln

muss, bevor der Dieb sie klaut.

Was auf den ersten Blick recht einfach

wirkt, entpuppt sich schon bald als grafischer,

spielerischer und akustischer Leckerbissen.

So überzeugt Granny Smith durch ein

simples Spielprinzip mit drei Möglichkeiten:

Springen, Hangeln und Werfen. Aus der

Kombination dieser drei ergibt sich ein klasse

Spiel, das über sehr viele Level für ein sehr

langes Spielvergnügen sorgt. Dabei nimmt

der Schwierigkeitsgrad zwar kontinuierlich

zu, aber es gibt auch immer wieder mal einfachere

Level zur Entspannung. Ebenfalls

viel zur Entspannung trägt der leicht jazzige

Soundtrack bei.

Die ersten 12 Level absolvieren Granny

und der Apfeldieb in einem Garten mit allerlei

Hindernissen und Bergen. Hier gilt es, den

Stock und die Springkraft geschickt zu kombinieren.

Haben Sie diese 13 Level gemeistert,

dann verschiebt sich das Geschehen in

eine Stadt, und Sie dürfen zudem einen

neuen Hauptcharakter freischalten: den

Hund Scruffy.

Neben den drei Äpfeln pro Level müssen

Sie auch möglichst viel Geld einsammeln.

Und das ist gar nicht so einfach, denn bei

einem Sturz purzeln die mühsam ergatterten

Münzen wieder davon, und die ganze Arbeit

war umsonst. Um einen wirklich guten

Highscore zu erreichen, muss man somit

nicht nur alle Äpfel ergattern, sondern auch

möglichst viel Gold. Dann gibt es einen

Orden.

Nette Zusatzfeatures

Sie möchten wissen, wo Sie welchen Fehler

begangen haben? Auch dabei hilft Ihnen

Granny Smith mit dem herrlich gestalteten

Playback jedes Durchgangs in einem historisch

anmutenden Sepia-Filter und mit sehr

coolen Slow-Motion-Aufnahmen von den

actionreichsten Szenen. Diese Videos können

Sie über den Leveldialog auch später noch

einmal anschauen und Freunden zeigen.

Schade, dass es keine Sharing-Funktion gibt,

um die Videos auch übers Netz zu teilen. Bei

Granny Smith können Sie sich kaum Fehler

24 November 2012 Android-User.de


Fokus

Tegra-News

Abb. 1: Das Hauptmenü von Granny Smith mit der Level-Auswahl. Die Zahl

der Äpfel zeigt, wie gut Sie das Level gemeistert haben.

Abb. 2: Nach den ersten 13 Leveln gibt es den Hund Scruffy als Bonusprämie,

und Sie kommen in die Stadt.

leisten. Fällt man im falschen Moment zu

Boden, dann ist das Level gescheitert, und

Sie müssen noch einmal von vorne anfangen.

Falls Sie dafür nicht die nötige Geduld

aufbringen, dann bietet das Spiel als Power

Ups einen Sturzhelm, Bananenschalen und

Tennisbälle an. Damit schützen Sie sich

selbst oder erteilen dem Apfeldieb eine Lektion.

Die Power Ups lassen sich eigentlich

problemlos über das Geld bezahlen, das Sie

sich durch Spielen erwirtschaften. Alternativ

können Sie auch für 1,05 Euro 1000 Goldmünzen

kaufen, das ist aber kaum nötig.

Granny Smith ist die 1,05 Euro mehr als

wert und läuft zudem auch auf älteren

Geräten und ohne Tegra-Prozessor flüssig.

Wir können das Spiel uneingeschränkt

empfehlen.

1,05 Euro

englisch|1.0.0|20 MByte

Bewertung: ★★★★★

Horn

Der Kontrast könnte größer nicht

sein. Bei diesem Adventure, das in

einer Zusammenarbeit des Top-Entwicklers

Zynga und Phosphor Games (Dark

Meadow) entstand, machen Sie sich auf die

Suche nach Ihrer Vergangenheit und müssen

diverse Rätsel lösen und Kämpfe bestehen.

Das Besondere an Horn sind das Gameplay

und natürlich die sehr detailverliebte und auf

der Unreal-Engine basierende Grafik. Ähnlichkeiten

mit Dark Meadow sind vor allem

bei den Gräsern und beim Efeu an den Felswänden

nicht zu übersehen.

Die Story von Horn ist recht schnell erklärt

und trägt viel zum Spiel bei: Horn, der Lehrling

eines Schmids aus dem Dorf Cuthbert

wacht eines Tages in der Ruine eines Turmes

auf und kann sich an fast nichts mehr erinnern.

Er macht sich auf die Suche nach seinem

Dorf und den Bekannten und trifft dabei

auf allerlei seltsame Kreaturen (eine Art

Steampunk-Roboter). Die meisten davon

muss er im Kampf besiegen, um sie von

ihrem Fluch zu befreien. Die Kreaturen entpuppen

sich dann meistens als ehemalige

Dorfbewohner. Dabei kommt es gewollt oder

ungewollt auch zu komischen Szenen, die

für etwas Aufheiterung sorgen. Sonst dominieren

in Horn eher die düsteren spannenden

Szenen, es gibt aber auch immer wieder

kurze Comic-artige Videosequenzen und

genug Zeit, die sehr schöne Umgebung zu

betrachten. Mit einem Preis von 6,40 Euro ist

Horn nicht gerade günstig, zudem kommen

Abb. 3: Einen Orden gibt es nur für Level, die man besonders gut absolviert

hat.

Abb. 4: Nach dem Spiel: Lassen Sie sich das Gameplay noch einmal in

Slow Motion vorführen.

Android-user.de November 2012 25


Fokus

Tegra-News

Abb. 5: Die Geschichte von Horn wird von Comic-artigen Video-Sequenzen

begleitet. Hier ist die Übersetzung gut gelungen.

Abb. 6: Mängel bei der deutschen Übersetzung zeigen sich aber an vielen

anderen Stellen.

im weiteren Spielverlauf auch noch In-App-

Käufe hinzu. Wir vermuten zudem, dass

Zynga das Spiel auch als Freemium-Version

anbieten wird und später auch für Nicht-

Tegra-Geräte. Zumindest lässt die Endung

„Phosphor.Horn.Paid“ darauf schließen, dass

es auch eine Version ohne den Zusatz „paid“

geben könnte.

Leider ist die deutsche Übersetzung des

Spiels nicht besonders gut gelungen. Lassen

Sie sich davon aber nicht die gute Laune verderben,

das Gameplay ist wirklich erste

Sahne, und die 1,8 GByte an Grafikdaten

können sich auch sehen lassen.

Sport und Spiel

Auf den ersten Blick ist Horn ein gewöhn liches

Adventure. Sie gehen herum und schauen sich

allerlei Gegenstände an. Einige davon lassen

sich einsammeln, andere wiederum enthalten

Informationsfetzen. Das Neue und Geniale am

Spiel sind jedoch die Bewegungsabläufe. So

können Sie sich nicht nur umschauen und

vorwärts bewegen, sondern müssen ab und zu

auch springen, seitwärts gehen oder klettern.

Wie das funktioniert, lernen Sie gleich zu Beginn

quasi nebenbei. So wird das Spiel nie

langweilig und Sie müssen nicht nur ihren

Kopf einschalten, um Rätsel zu lösen, sondern

auch flink mit den Fingern sein. Doch im späteren

Spielverlauf wird dann doch eine Art

rundenbasiertes Spielprinzip mit Boss-Kämpfen

am Ende sichtbar. Zudem werden Sie in

der Schmiede von Cuthbert in den Shop eingeweiht

und in das Geheimnis, wie Sie bessere

Waffen schmieden. Spätestens ab hier kommen

also auch In-App-Käufe dazu, wir sahen

uns aber im Testzeitraum nicht dazu gezwungen,

für Horn Geld auszugeben.

Horn macht Spaß und ist erfrischend anders.

Auch wenn die Landschaften mal etwas

weniger düster sein könnten, mangelt es

dem Spiel nicht an hellen Momenten und

witzigen Szenarien. Das Spiel ist zudem trotz

der recht beängstigenden Kreaturen nicht

wirklich gewalttätig, sodass wir es auch als

Familienspiel für Kinder ab 10 empfehlen

können. Spätestens wenn Sie erfahren

haben, warum das Spiel Horn heißt, wird es

auch Sie in seinen Bann ziehen.

6,39 Euro

deutsch|0.9.4|1,8 GByte

Bewertung: ★★★★★

Abb. 7: Horn wacht in einem Turm auf und kann sich an nichts erinnern.

Abb. 8: Cuthbert: Wo alles begann und alles enden wird...

26

November 2012

Android-User.de


Fokus

Tegra-News

Abb. 9: Beach Buggy Blitz ist recht schnell erklärt: möglichst schnell fahren

und möglichst viel Geld einsammeln.

Beach Buggy Blitz

In diesem Free-to-Play-Spiel rasen

Sie mit Ihrem Buggy auf einer Insel

herum und sammeln dabei Geldstücke

ein. Oben links sehen Sie einen Timer,

der nicht auf null sein darf, bevor Sie den

nächsten Checkpoint erreicht haben. Das ist

leider gar nicht so einfach, denn die Strecken

sind teilweise recht kurvenreich, und der

Buggy kommt bei größeren Hindernissen

gerne mal ins Schliddern. Zum Glück gibt es

Power Ups wie Nitro oder Schutzschilde, für

die Sie aber tief in die Taschen greifen müssen.

Das virtuelle Spielgeld ist im Unterschied

zu Granny Smith etwas Mangelware,

umso größer somit die Versuchung, sich für

ein paar echte Eurocent im Play Store Spielgeld

zu kaufen. Mit viel Geduld und viel Geschick

kommen Sie aber auch so recht weit.

Beach Buggy ist hübsch gemacht und

stammt von Vector Unit, den Entwicklern,

die auch hinter dem Schnellboot-Rennen

Riptide GP stehen. So erstaunt es denn nicht,

wenn einige der Special-Features für Tegra 3

wie etwa die spritzenden Wassertropfen

voniptide GP her bekannt sind. Neben der

aktuellen Tegra-Version soll später auch eine

Variante für sämtliche Android-Smartphones

folgen. Wann steht noch nicht fest.

Auch wenn Beach Buggy zu Beginn reichlich

Spaß macht, wird das Rennen gegen die

Uhr auf Dauer doch etwas eintönig, sodass

im Prinzip nur der Gang zu Google Play übrigbleibt,

um den eigenen Flitzer etwas schöner

zu gestalten und zu tunen. So fehlen

dem Spiel alternative Rennstrecken oder eine

Art Level-System. Immerhin hält Buggy Blitz

auch nach längerem Spielen immer wieder

mal einen Streckenabschnitt bereit, den man

noch nicht durchfahren hat. Das motiviert

auch ohne Spielgeld und hilft bei der Karriere

mit Extrapunkten.

Beach Buggy Blitz ist in erster Linie ein

Spiel für Kinder und für Leute mit Vorlieben

für Hawaii-Szenarien und coole Autos. Uns

fehlte in den Tests die Langzeitmotivation,

für ein Freemium-Game ist Beach Buggy

Blitz aber sehr gut gelungen.

kostenlos ​

englisch|0.9.4|45 MByte

Bewertung: ★★★★★

Abb. 10: Für 500 Goldmünzen starten Sie 1 km weiter vorne als die Konkurrenz.

Das gilt aber nur ein einziges Mal.

Alle

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www.android- user.de/qr/27278

Abb. 12: Auf Tegra-3-Geräten können Sie den Regler getrost ganz nach

rechts schieben, bei Tegra 2 eher in die Mitte oder nach links.

Abb. 13: Auch für Verschönerungen an Ihrem Buggy werden Sie mit 200

Münzen zur Kasse gebeten.

Android-user.de November 2012 27


Fokus

Gameloft-News

file404, 123RF

Im Test: Vier Gratisspiele von Gameloft

Freemium

Gameloft gehört ohne

Zweifel zu den erfolgreichsten

Spiele- Publi

shern für mobile

Geräte. Einen großen

Teil ihres Erfolges verdankt

die Firma dem

Geschäftsprinzip mit

Gratisspielen. Wir

haben uns vier aktuelle

Titel angeschaut.

Marcel Hilzinger

Cosmic Colony

Bei diesem Spiel geht ein Traum in

Erfüllung: Sie dürfen einen neuen

Planeten besiedeln. Dazu steht

Ihnen ein sehr umfangreiches Repertoire an

Gebäuden und Maschinen zur Verfügung,

auch nette Nachbarn gesellen sich schnell

hinzu. Spätestens, wenn Sie Ihren ersten

Nachtclub gebaut haben, besuchen Sie auch

ein paar Allmännchen von einem entfernten

Planeten.

Cosmic Colony ist ein klassisches Aufbauund

Sammelspiel. Sie legen Straßen, Fabriken

und allerlei Gebäude an, kümmern sich

um das soziale Gleichgewicht der Bevölkerung

und sammeln dabei Geld ein. Davon

gibt es dummerweise gleich zwei Sorten:

Goldmünzen und Dollar-Scheine. Von den

Goldmünzen stehen Ihnen eigentlich stets

mehr als genügend zur Verfügung, die grünen

Dollars sind allerdings spärlich vorhanden

und dabei oft bitter nötig. Hier kommt

dann auch das In-App-Kaufen ins Spiel: Für

1,59 Euro bekommen Sie gerade mal 15 Cosmic-Colony-Scheine,

eine Palette mit 160

Scheinen kostet bereits 19,99, und die

Schatzkammer mit 660 Scheinen lässt sich

Game loft mit 79,99 Euro bezahlen. Das ist

eine Menge Geld. Immerhin bietet Gameloft

auch noch die Möglichkeit, über die Installation

weiterer Apps etwas Geld zu verdienen.

Hier locken allerdings nur zwei oder maximal

sechs Scheine.

Beginnt das Spiel etwas abzuflachen (was

eigentlich kaum vorkommt), dann sorgt ein

Angriff der Piraten für willkommene Abwechslung.

Diese gilt es, in echter Fruit-

Ninja-Manier abzuschlachten, ohne dabei

aber ein Bombenschiff zu erwischen. Als Belohnung

gibt es Goldmünzen. Auch um diese

werden Sie im späteren Spielverlauf noch

froh sein. Geben Sie also auch die goldenen

Taler nicht allzu leichtsinnig aus.

Aber auch an anderer Stelle ist für gute

Unterhaltung gesorgt. So können Sie zum

Beispiel mit einem Raumschiff zu mehreren

benachbarten Planeten fliegen und hier Ihr

Glück als Schatzsucher und Entdecker versuchen.

Die ersten Versuche sind gratis, anschließend

kommt man nur noch mit echtem

Geld beziehungsweise viel Geduld weiter.

Cosmic Colony ist grafisch hübsch gestaltet

und macht kleinen und großen Spielern

Spaß. Ohne einen Cent auszugeben, können

Sie problemlos über eine Stunde lang spielen.

Ab Level 7 wird es mit den Ressourcen

28

November 2012

Android-User.de


Fokus

Gameloft-News

Abb. 1: Vorbildlich: Bei den ersten Schritten in Cosmic Colony werden Sie

von diversen Assistenten unterstützt.

Abb. 2: Neben den grünen Geldscheinen ist auch Energie recht knapp.

Der Griff zum Geldbeutel naht.

schon etwas eng, und ab Level 10 hat das

Spiel einen Komplexheitsgrad erreicht, der

eher anspruchsvoll ist. Zudem müssen Sie

sich spätestens hier mit den Gedanken anfreunden,

ein paar Euro in Ihre galaktische

Kolonie zu investieren.

kostenlos

deutsch| Version und Download je nach Gerät

Bewertung: ★★★★★

Monster Life

Auch dieses Gameloft-Spiel fällt zunächst

durch die sehr hübsch gestaltete

Grafik und die sehr gut gemachten

Assistenten auf. Das Spielprinzip

unterscheidet sich nicht wirklich von Cosmic

Colony, auch wenn auf den ersten Blick

kaum Gemeinsamkeiten festzustellen sind,

denn hier gibt es zwar auch Goldmünzen,

aber keine Scheine. Dafür gibt es Kristalle

und Freundsteine, die sich wiederum für

echte Euro und Eurocent kaufen lassen, falls

das Spielgeld nicht ausreicht.

Bei Monster Life spielen kleine Monster die

Hauptrolle. Davon gibt es nicht allzu viele,

man kann sich aber welche dazukaufen. Die

Monster sind kleine Tamagotchis, die gefüttert

und gestreichelt werden wollen. Auch

spielen muss man mit ihnen und sie unterhalten.

Die Gesundheit von Schreier, Buddler

und Co. ist deshalb wichtig, weil sie sich von

Zeit zu Zeit Kämpfen stellen müssen. Und

hier kann man richtig Geld abkassieren,

wenn das eigene Monster gut genug ist. Um

es aber fit für den Kampf zu machen, braucht

man Geld, Kristalle und Freundsteine. Richtig

teuer wird das, wenn man während des

Kampfes unüberlegt seine letzten zwei Kristalle

opfert und dann doch verliert. Kinder

werden hierfür kaum ein Gespür haben, Erwachsene

umso mehr.

Neben den Monstern kann man seine Insel

noch mit allerlei Schmuckobjekten und nützlichen

Gebäuden versehen. Die bringen entweder

Geld ein oder sorgen für ein gutes

Prestige. Schließlich will man auch von anderen

Mitspielern besucht werden, die dann

die eigenen Monster streicheln, um dabei

etwas zu verdienen und für gute Laune zu

sorgen. Auch bei Monster Life gibt es ein Level-System,

jedes Monster kann zudem seine

eigene Karriere absolvieren. Die meisten Aufgaben

wie Füttern oder Gesundwerden sind

mit einem Timeout verbunden. Dieses lässt

sich mit Kristallen oder Spielgeld übersprin-

Abb. 3: Die Preise sind bei allen hier getesteten Gameloft-Spielen gleich.

Abb. 4: Für Streicheleinheiten beim Nachbarn gibt es eine Belohnung.

Android-user.de November 2012 29


Fokus

Gameloft-News

Abb. 5: Zu Beginn ist die Spielfläche noch recht weiß. Besiedeln Sie sie!

Abb. 6: Das Eiernest ist immer wieder mal gut für eine Überraschung.

gen. Da das Timeout aber selten länger als

24 Tage dauert, eignet sich Monster Life recht

gut als Gratisspiel, wenn man damit täglich

nur relativ wenig Zeit verbringen möchte.

Neben den Monstern, den Freunden und

der eigenen Monster-Farm gibt es noch weitere

Komponenten im Spiel. So kann man

zum Beispiel am Hafen über eine Glocke ein

Glücksschiff herbeirufen. Es stellt eine Kiste

an Land, in der sich ein Zufallsgewinn befindet.

Auch dieses Gratisspiel lässt sich nur ein

Mal alle 24 Stunden spielen. Wer öfter sein

Glück versuchen möchte, muss Kristalle oder

Freundsteine aufbringen.

Natürlich lässt sich die Monster-Familie

beliebig erweitern, sodass man später auch

größere Kämpfe gegen drei oder mehr Gegner

austragen kann.

Monster Life ist von den getesteten drei

Aufbau-Spielen unserer Meinung nach das

Spiel, das anfangs am wenigsten anziehend

wirkt, aber den Spieler dann später umso

mehr in den Bann zieht, wenn er einmal

richtig drin ist und seine eigenen Zöglinge

bei den Kämpfen möglichst gut abschneiden

sollen. Die verfügbaren Monster sorgen

zudem für den gewissen Haben-will-Effekt.

Mit einen rigorosen Sparkurs bei den Kristallen

kann man von Zeit zu Zeit auch gut ein

neues Monster kaufen, deshalb gibt es von

uns die volle Punktzahl von fünf Sternen.

kostenlos

deutsch| Version 1.0.2| 92 MByte

Bewertung: ★★★★★

Ice Age: Die Siedlung

Sie kennen ZooMumba? Gut, dann

wissen Sie jetzt auch, was Ice Age

Village bzw. zu Deutsch „Ice Age:

Die Siedlung“ ist: ZooMumba mit den Spielfiguren

aus den Ice-Age-Filmen. Das Spiel als

einfache Kopie abzutun, würde Gameloft

hingegen unrecht tun, schließlich finden sich

allerlei zusätzliche Elemente im Spiel, und

natürlich tragen auch die Ice-Age-Charaktere

sehr viel dazu bei, dass Ice Age Village mit

über 5 Millionen Downloads ein Kassenschlager

ist, denn auch hier kommen In-App-

Käufe zum Einsatz, und das Spielprinzip

folgt dem aus Cosmic Colony und Monster

Life bekanntem Aufbauschema.

Zu Beginn des Spieles stehen Sie vor einer

leeren weißen Fläche, einzig ein kleiner Felsen

scheint bewohnt zu sein. Hier gilt es

nun, schnell für Nachwuchs und weitere

Tierflächen zu sorgen. Dafür brauchen Sie

analog wie bei Cosmic Colony zwei Arten

von Bezahlmitteln: Eicheln und Eichel-Taler.

Die neuen Tiere bringen Ihnen Goldtaler ein,

wollen aber auch gefüttert werden, was wiederum

Geld alias Eichel-Taler kostet. Für

neue Tiere oder Gehege brauchen Sie hingegen

Zeit oder kleine Eicheln. Diese gibt es

nicht allzu oft, sodass Sie früher oder später

im Shop landen. Das kleinste Paket mit 30 Eicheln

kostet 1,59 Euro, das größte – wie bereits

bekannt – 79,90 Euro (2100 Eicheln).

Echte Ice-Age-Fans dürfte das aber kaum

stören, da man auch ohne Geld auszugeben

stundenlang spielen kann, indem man zum

Beispiel Sid, Manni oder Diego antippt und

dann als nette Geste die Tiere zurückwinken

lassen kann. Oder man legt eine kleine Pause

ein, indem man sich einen kleinen Film anschaut

und dabei noch fünf Eicheln kassiert,

um anschließend beim Kung-Fu Scrat so

richtig Dampf abzulassen. Insgesamt also ein

sehr gelungenes Gratisspiel, das bei Kindern

über Tage für Freude sorgt, auch wenn früher

oder später die Eicheln alle sind. Last, but

not least gibt es auch bei Ice Age Village

zahlreiche Freunde, die man besuchen kann

und von denen man dann auch belohnt wird.

kostenlos

deutsch| Version 1.0.2| 94 MByte

Bewertung: ★★★★★

30

November 2012

Android-User.de


Fokus

Gameloft-News

Abb. 7: Dieses nette Spielchen sorgt für etwas Abwechslung im Zoo.

Abb. 8: Der Level-Aufbau von Shark Dash Free ist schon sehr gut

umgesetzt. Die Reklame durchs Band stammt von Gameloft.

Shark Dash Free

Unser viertes Gameloft-Spiel unterscheidet

sich komplett von den Vorgängern.

Hier gibt es kein Imperium

zum Aufbauen und auch keine Kristalle,

Freundsteine oder andere Talismane –

hier geht’s um Haifische und Quietschenten.

Die Quietschenten nerven nämlich die Haie

ganz zünftig, und deshalb haben sich die

Haie dazu entschieden, den gelben Entchen

den Garaus zu machen. Unterstützt werden

sie dabei von Ihnen als Spieler.

Das Spielprinzip von Shark Dash Free erinnert

etwas an Angry Birds, da man den Haifisch

an der Schwanzflosse gehalten quasi

schleuderbereit aufziehen muss und er dann

eine gewisse Flugbahn bzw. Schwimmrichtung

annimmt. Das Spiel enthält aber auch

noch weitere Komponenten. So muss man

auch Münzen einsammeln und Hindernisse

überwinden und den recht fies platzierten

Seesternen ausweichen. Dabei gilt es, mit

möglichst wenig Sprüngen auszukommen,

um die komplette Sternzahl zu kassieren.

Shark Dash Free ist werbefinanziert und

setzt zudem auf In-App-Käufe. Es gibt auch

eine Bezahlversion für 70 Cent, die aber

ebenfalls In-App-Käufe enthält und lediglich

ohne Werbung auskommt. Das Spielvergnügen

ist mit der Gratisversion genauso gut,

wie mit der Bezahlvariante. Aktuell bietet

das Spiel vier Welten an. Zwei davon sind

von Anfang an spielbar (Zuhause und

Japan), zwei weitere müssen erst erspielt

oder gekauft werden. Eine fünfte Welt soll

laut Gameloft folgen.

Die Level sind zu Beginn recht einfach,

aber bereits in Japan gibt es auch ein paar

echte Knacknüsse. Zudem gibt es die volle

Sternezahl und somit auch 100 Goldmünzen

Belohnung nur dann, wenn Sie ein Level mit

der vorgegebenen Zahl an Versuchen schaffen.

Im Unterschied zu Angry Birds können

Sie den Hai also hier so oft schwimmen lassen,

wie Sie das möchten, dann erhalten Sie

aber nur die wenigen Goldstücke, die im

Level herumliegen.

Shark Dash Free macht mächtig Spaß und

ist für alle Angry-Birds-Fan ein Muss. Wer

sich intensiv mit dem Spiel beschäftigt, hat

es aber dennoch in ein paar Stunden durchgespielt.

Für die vollen fünf Sterne fehlen

dem Game deshalb noch ein paar zusätzliche

Welten mit höherem Schwierigkeitsgrad.

kostenlos

deutsch| Version 1.1.1| 11 MByte+D.load

Bewertung: ★★★★★

Alle

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www.android- user.de/qr/27298

Abb. 9: Von Zeit zu Zeit kommt ein neues Feature dazu, wie hier die

Kettensäge.

Abb. 10: Nur wenn alles genau passt, gibt es die volle Punktzahl und 100

Münzen zur Belohnung.

Android-user.de November 2012 31


Fokus

Spiele-Emulatoren

Alte Heimcomputer und Videospielkonsolen

unter Android zum Leben erwecken

Zeit-

tele52, 123RF

reise

Erinnern Sie sich noch

an den GameBoy?

Oder den Commodore

Amiga? Solche alten

Videospielkonsolen

und Computer erwecken

pfiffige kleine

Apps wieder zum Leben

– einschließlich der

damaligen Anwendungen

und Kultspiele.

Dem ungetrübten Retro-

Genuss stehen jedoch

dummerweise ein paar

Hürden im Weg.

Tim Schürmann

In den 80er-Jahren des vorherigen Jahrhunderts

eroberten Heimcomputer die läre Computer und Videospielkonsolen häu-

nachahmen). Sie gibt es für besonders popu-

Wohn- und vor allem Kinderzimmer der fig sogar kostenlos im Google Play Store. Einfach

in das Suchfeld den Namen eines alten

Nation. Wie der Commodore 64 waren

es meist kompakte Tastaturcomputer, die Systems eintippen, App installieren, starten,

sich direkt an den Fernseher anschließen und schon sitzt man vor einem schwarzen

ließen. Über seinen Bildschirm flimmerten Schirm, einer Liste mit merkwürdigen Einstellungen

oder einem einsam vor sich hin

dann bunte Pixelhaufen, während die Lautsprecher

scheppernde Töne von sich gaben. blinkenden Punkt. Doch wo schiebt man nun

Wer damals nur spielen wollte, griff zu einer die Kassette ein?

Videospielkonsole – das SNES

von Nintendo war die PlayStation

der 80er-Jahre. Mit dem

GameBoy konnte man ab 1990

seine Lieblingsspiele endlich

auch unterwegs spielen, das

beiliegende Tetris fraß Stunden

an Freizeit.

Fans dieser meist kantigen

Kisten haben damit begonnen,

die Kult-Computer als App

nachzubauen. Das funktioniert

so gut, dass diese Apps sogar

die alte Software ausführen

können. Auf diese Weise lässt

sich beispielsweise das erste

Super Mario Bros. auf einem

modernen Smartphone reanimieren.

Solche pfiffigen Apps im gleichen Gehäuse, das wegen seiner Form scherzhaft als Brot-

Abb. 1: Beim Commodore 64 befanden sich Tastatur und Computer

bezeichnet man als Emulatoren kasten bezeichnet wurde – rechts im Bild ein alter Joystick, Modell

(vom Lateinischen aemulare, Competition Pro.

32

November 2012

Android-User.de


Fokus

Spiele-Emulatoren

Rumgefummel

Schicke grafische Benutzeroberflächen waren

damals noch Fremdwörter. Die Computer

wurden bis auf wenige Ausnahmen durchgehend

über Textkommandos bedient und gesteuert.

Als Eingabemedium der Wahl dienten

Joysticks, die Maus kam erst bei späteren

Modellen wie dem Amiga oder Atari ST dazu.

Da sich der Emulator wie sein originales Vorbild

verhält, muss man sich auch zwangsweise

die Bedienung der alten Kiste aneignen.

In der Regel heißt dies: Bildschirmtastatur

öffnen und Befehle eintippen. Als Ersatz

für einen Joystick blenden einige Emulatoren

transparente Knöpfe ein. Pfeilsymbole steuern

dann den Zeiger oder das Raumschiff in

die entsprechende Richtung, weitere Knöpfe

auf der rechten Seite entsprechen dem Feueroder

Mausknopf. Das Smartphone lässt sich

so wie ein Gamepad in beide Hände nehmen

und bedienen. Aber auch diese Krücken verhindern

nicht, dass die Steuerung durchweg

zu einer ziemlich fummeligen Angelegenheit

gerät. Vor allem einige Spiele sind schwieriger

zu meisten und mitunter sogar unspielbar

– Wischgesten ersetzen nun einmal keinen

Joystickknüppel.

Die Steuerung ist aber nicht das einzige

Problem. Manche Computer gab es in verschiedenen

Ausführungen mit verschiedenen

Fähigkeiten. Hinzu kamen weitere externe

Geräte wie ein Drucker oder ein Diskettenlaufwerk

in der Größe eines Schuhkartons.

Alle diese Geräte und Modellvarianten müssen

die Emulatoren berücksichtigen und

nachbilden, entsprechend umfangreich sind

zuweilen ihre Einstellungen. Da jeder Heimcomputer

eigene Gerätschaften und Befehle

verwendet, kommt man nicht umhin, im Internet

nach alten Anleitungen und Hilfen zu

suchen. Im Fall des Commodore 64 ist das

C64-Wiki eine gute erste Anlaufstelle [1]. Für

alle anderen Modelle empfiehlt es sich, auf

Wikipedia [2] den entsprechenden Beitrag

herauszusuchen und dort dann einen Blick

auf die weiterführenden Links zu werfen.

Transferleistung

Programme erwarb man im Elektronikhandel

auf (Audio-)Kassetten oder den moderneren

Disketten, alternativ tippte man sie aus Büchern

und Zeitschriften ab. Videospielkonsolen

waren da etwas einfacher gestrickt: ein

kastiges Modul in einen Schacht einschieben,

Gerät einschalten, und der Spaß konnte beginnen.

Da diese Medien längst ausgemustert

und vergessen sind, lassen sie sich nicht so

einfach nutzen beziehungsweise lesen.

Selbst wenn man noch einen PC mit Diskettenlaufwerk

besitzt, scheitert

man an den speziellen

Formaten der alten Heimcomputer.

Module der

Videospielkonsolen lassen

sich generell nur mit selbst

gebastelten Geräten auslesen.

Genau das haben

glücklicherweise einige findige

Fans schon übernommen.

In mühevoller Kleinarbeit

haben sie die Inhalte

von Disketten und Modulen Abb. 2: So sahen die Speichermedien des letzten Jahrtausends

aus: links oben ein Modul, daneben eine 5-1/​4 und

ausgelesen und in einer

Datei abgelegt, dem sogenannten

Image. Bei Modu-

3,5-Zoll-Diskette. Unten zum Größenvergleich eine CD.

len spricht man auch von einem ROM (in

Anlehnung an den im Modul verbauten

Speicherbaustein). Diese Dateien findet man

schnell mit einer Suche im Internet, teilweise

gibt es sogar komfortable Datenbanken.

Viele Computer hatten ihr Betriebssystem

fest eingebaut. Auch dieses haben Bastler

ausgelesen und in Dateien abgelegt, ebenfalls

als ROM bezeichnet. Einige Emulatoren

bringen die notwendigen ROM-Dateien

schon mit, bei anderen muss man sie erst

aus dem Internet angeln. Damit begibt man

sich allerdings gleichzeitig in eine rechtliche

Grauzone. Denn die Programme und vor

allem die ROMs sind immer noch urheberrechtlich

geschützt. Während einige Hersteller

und Entwickler die (nicht-kommerzielle)

Nutzung explizit erlauben, gestatten dies andere

wiederum nicht – Letzteres gilt etwa für

das Betriebssystem des Amiga. Zu allem

Überfluss lässt sich bei vielen Programmen

gar nicht mehr nachvollziehen, wer heutzutage

die Vertriebsrechte hält. Einigermaßen

auf der sicheren Seite sind Sie, wenn bei

Ihnen noch das alte Gerät beziehungsweise

die entsprechende Software als Original im

Schrank oder auf dem Dachboden steht.

Happy Birthday

Der Commodore 64, kurz C64, feiert nicht

nur dieses Jahr seinen 30. Geburtstag, er ist

auch der mit Abstand meistverkaufte Heimcomputer

aller Zeiten. So verwundert es

nicht, dass es gleich mehrere Emulatoren für

ihn gibt. Wer in den C64 nur einmal reinschnuppern

möchte, greift zu Frodo [3].

Seine Bedienung ist zwar simpel, dafür laufen

in ihm nicht alle C64-Programme. Nach

dem Start erscheint direkt der charakteristische

blaue Einschaltbildschirm, darunter die

Tastatur. Ein Disketten-Image legen Sie ein,

indem Sie die Menütaste drücken, auf Load

Disk tippen und dann die zugehörige Datei

Abb. 3: Frodo nach dem Start.

Android-user.de November 2012 33


Fokus

Spiele-Emulatoren

Abb. 4: VICE legt ein Steuerkreuz über den Bildschirm.

Abb. 5: Das Menü von VICE erlaubt den Zugriff auf

die Einstellungen und die emulierte Hardware.

auf der Speicherkarte suchen. Das erste Programm

lädt der Befehl LOAD "*", 8,1, der

Start gelingt mit RUN.

Der wohl beste C64-Emulator ist derzeit

VICE [4]. Nach dem Start erscheinen zunächst

die Grundeinstellungen. Die darin gemachten

Vorgaben können Sie einfach übernehmen,

indem Sie am Ende der Liste auf OK

tippen. Es erscheint dann der blaue Einschaltbildschirm.

Um einen Befehl einzugeben,

tippen Sie links oben in der Ecke auf

das kleine Ab-Symbol, noch einmal auf die

weiße Fläche und schreiben dann drauflos.

Den im Emulator eingefügten Befehl schickt

Knopf 2 ab. Die leicht transparenten Pfeiltasten

links simulieren einen Joystick.

Die Menütaste am Android-Gerät öffnet ein

Menü, über das Sie die Hardware des emulierten

Computers anpassen. Über die jetzt

fast nicht mehr sichtbaren Pfeiltasten steuern

Sie die spitze Klammer vor den Punkten, die

2 wählt den entsprechenden Eintrag aus. Um

ein Disketten-Image einzubinden und automatisch

das erste, darauf gespeicherte Programm

zu starten, fahren Sie auf Autostart

image und wählen die entsprechende Datei

auf der SD-Karte aus. Über die zwei Punkte

.. gelangen Sie ein Verzeichnis höher. Müssen

Sie im Spiel eine andere Diskette einlegen

(meist die „Seite 2“), rufen Sie das Menü

auf, fahren Drive an, wählen Attach disk

image to drive 8 und suchen dann das entsprechende

Image aus. Um den Emulator zu

verlassen, entscheiden Sie sich im Menü für

Quit emulator.

Freundin

Im gleichen Jahr wie der C64 erschien der ZX

Spectrum. Für ihn gibt es ebenfalls eine

ganze Reihe Emulatoren, wobei der populärste

auf den Namen Marvin hört [5]. In seinem

Startbildschirm tippen Sie nur auf OK,

start Marvin, um umgehend vor einem laufenden

ZX Spectrum zu sitzen. Im oberen

Teil landen die Bildschirmausgaben, im unteren

wartet die Tastatur. Legen Sie das Smartphone

quer, erscheint stattdessen

ein Joystick. Dank einer Anbindung

an eine Spieledatenbank

ist es in Marvin besonders

einfach, ein Programm zu starten:

Drücken Sie die Menütaste,

wählen Sie Load app/​game,

wechseln Sie in eine Kategorie

und entscheiden Sie sich dann

für ein Programm. Nach dem

Download fragt Marvin noch,

mit welchem ZX-Spectrum-

Modell Sie es starten möchten.

1985 folgte dem Commodore 64 der

Amiga. Für ihn gibt es im Play Store nur

einen einzigen Emulator namens UAE4Droid

[6]. Um ihn nutzen zu können, benötigen

Sie das ROM eines echten Amigas, das hier

Kickstart heißt. Wenn Sie keinen Amiga besitzen,

können Sie das ROM mit der Spielesammlung

Amiga Classix erwerben, die Sie

noch vereinzelt im Handel finden. Nach dem

Start von UAE4Droid tippen Sie auf Configure

und dann auf ROM Location (*.rom).

Suchen Sie die Datei mit dem (Kickstart-)

ROM. Anschließend binden Sie über Floppy1

Location (*.adf) ein Disketten-Image ein.

Über die Zurück-Taste am Android-Gerät

springen Sie wieder zum Eingangsbildschirm,

wo Sie den Computer mit Start

Amiga anwerfen. Die Amiga waren so ausgelegt,

dass sie automatisch das Programm

von der Diskette starteten.

Der schärfste Konkurrent des Amigas war

der Atari ST. Für ihn existiert im Play Store

nur der kommerzielle Emulator SToid [7],

der das Modell 1040STF nachbildet.

Konsoleros

Um Ataris Spielekonsole VCS 2600 kümmert

sich das kommerzielle 2600.emu [11]. Vom

gleichen Hersteller stammen auch Emulatoren

für andere Konsolen, wie Nintendos NES

[12]. Im Schatten des VCS 2600 stand das

Abb. 6: Marvin emuliert auch die

überbelegten Gummitasten eines ZX

Spectrums.

Abb. 7: In UAE4Droid bewegt das Steuerkreuz den

Mauszeiger, ein Tipp auf den Kreis rechts unten simuliert

einen Mausklick. Diese Hilfe blenden Sie über

das Menü Mehr und Show touch controls ein.

34

November 2012

Android-User.de


Fokus

Spiele-Emulatoren

ColecoVision, welches die App

ColEm reanimiert [13]. Nach

ihrem Start tippen Sie einfach

in der Liste auf das Verzeichnis

mit den ROM-Dateien und

dann auf die Datei mit dem gewünschten

Spiel.

Bei Nintendos Spielekonsolen

haben Sie wieder die Qual

der Wahl. Ein besonders beliebter

Emulator für das SNES

ist SuperGNES Lite [14]. Vor

dem Start der App parken Sie

die Spiele-ROMs auf der Speicherkarte.

Jetzt müssen Sie

SuperGNES Lite nur noch aufrufen

und das Angebot annehmen,

auf der Speicherkarte

nach Spielen zu suchen. Super-

GNES gibt es übrigens auch dient.

noch in einer kommerziellen Fassung [15],

die unter anderem mit einer umfangreichen

Schummel-Datenbank aufwartet.

Joerg Jahnke nimmt sich mit seinem

Mobile Boy (Lite) dem GameBoy an [16]. Sein

Emulator bringt sogar bereits ein paar Spiele

mit. Auch hier müssen Sie nur die ROM-Dateien

auf der SD-Karte parken, die App starten

und dann auf dem Register SD-Karte die

zum gewünschten Spiel passende ROM-Datei

heraussuchen. Die Vollversion

des MobileBoy

beherrscht ein paar zusätzliche

Funktionen,

beispielsweise kann

man den aktuellen Zustand

des Emulators

einfrieren und speichern

(Snapshot).

Gänzlich kostenlos ist

Gameboy Color A.D.,

der sich allerdings auf

das Nachfolgemodell

des GameBoy Color

spezialisiert hat [17].

Fazit

Die Zeitreise in die Vergangenheit

macht Spaß,

erfordert aber Experimentierfreude

und die Bereitschaft, sich mit

einer teilweise sehr fummeligen Steuerung

anzufreunden. Dabei gilt die Faustregel: Je

größer der Bildschirm, desto einfacher die

Bedienung. Die alten Spiele machen auf den

kleinen Smartphone-Bildschirmen noch

heute eine recht gute Figur. Vermutlich stecken

aus diesem Grund im Play Store auch

mehr Emulatoren für Videospielkonsolen, als

für Computer: Spiele machen Spaß. ● ● ●

Abb. 8: SuperGNES blendet am unteren

Rand ein GamePad ein, das

auch gleichzeitig zur Steuerung

Abb. 9: Keiner flucht so schön wie

Q-Bert: Das Spiel liegt dem Emulator

MobileBoy bereits bei.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27057

Automaten

Bevor die erste Videospielkonsole die Wohnzimmer eroberte, versenkten

Spieler vor allem in den 70er-Jahren unzählige Münzen in

Spielautomaten. Auch für diese existieren im Play Store mehrere

Nachbauten.

Von Atari gibt es eine kommerzielle Automatensammlung mit

Spielen wie Centipede und dem legendären Pong. Wenn Sie die

Atari’s Greatest Hits genannte, 44 MB große App installieren, dürfen

Sie als Appetitanreger kostenlos Missile Command spielen [8].

Die übrigen Automaten schalten Sie dann einzeln gegen eine Gebühr

frei. Nach dem Start der App

sitzen Sie eine Weile vor einem

schwarzen Bildschirm, anschließend

lädt die App die Komponente

OpenFeint aus dem Internet.

Dieser Dienst erlaubt einen

Vergleich von Spielständen mit

Freunden. Wenn Sie daran nicht

teilnehmen möchten, tippen Sie

einfach auf No Thank You. Anschließend

können Sie durch die

vorhandenen Automaten wischen

und einen von ihnen kaufen

(Buy). Eine Partie Missile Command

starten Sie schnell über den

mit Quick Play beschrifteten

Abb. 10: In Atari’s Greatest Hits

Knopf. Anschließend wählen Sie

hat man die Wahl zwischen

noch eine Steuerungsvariante,

verschiedenen Automaten.

indem Sie das entsprechende Bild

antippen. Via 1-Player Start geht es dann endlich los. Ziel ist es, die

herannahenden Raketen abzuschießen. Mit den Knöpfen feuert die

jeweilige Bodenstation – wohin,

zeigt das blaue Steuerkreuz an,

das Sie mit Wischgesten auf dem

roten Ball bewegen.

Weitere Arcadeautomaten aus

Spielhallen emuliert das ca. 23

MB große MAME4droid Reloaded

[9]. Diese App basiert auf

dem Windows-Programm MAME

und fordert deshalb auch besonders

leistungsstarke Smartphones

beziehungsweise besser

noch Tablets. Verfügt Ihr Gerät

nur über einen einzigen Prozessor,

sollten Sie zur weniger leistungshungrigen

Schwester-App Abb. 11: MAME emuliert nahezu

MAME4droid greifen [10]. Nach sämtliche jemals auf den

dem ersten Start der App tippen Markt gebrachten Automaten

Sie auf Yes. Damit entsteht auf – ein leistungsfähiges Smartphone

vorausgesetzt.

der SD-Karte das neue Verzeichnis

ROMs. Darin befindet sich ein

weiterer Ordner namens MAME4All, in dem der Emulator die

ROMs des gewünschten Automaten erwartet. MAME4Droid verdaut

ausschließlich ROM-Dateien im Format der MAME-Version

0.37b11 (GP2X WIZ 0.37b11). Nach einem Tipp auf Start in der App

dürfen Sie sich einen der Automaten aussuchen.

Android-user.de November 2012 35


Fokus

Gehirntraining

Nicholas Kinney, 123RF

Mit Android-Spielen das Gehirn in Schwung bringen

Mit Köpfchen

Im Play Store gibt es eine Menge Fitness-Apps, die Ihnen dabei helfen,

Ihre Ausdauer zu verbessern und Sie zu täglichen Übungen animieren.

Doch welche App hält Sie geistig fit? Jasmin Bauer

Abb. 1: Der Roboter muss den Weg

bis zum roten Feld zurücklegen.

Doch die einzelnen Befehle reichen

nicht aus.

Spiele auf dem Smartphone sind

nicht nur ein netter Zeitvertreib

für zwischendurch, sondern können

auch gleichzeitig das logische

Denken und das Gehirn trainieren. Alles, was

Sie dafür benötigen, sind die richtigen Apps.

Wir stellen Ihnen einige Spiele vor, die Ihre

grauen Zellen auf Trab bringen und dabei

Spaß machen.

AndroMaze

Helfen Sie einem kleinen grünen

Roboter dabei, alle roten Felder des

Spielfeldes zu erreichen und Hindernisse

aus dem Weg zu räumen. Dafür stehen

Ihnen unterhalb des Spielfeldes die Programmier-Anweisungen

vorwärts, rechts und

links zur Verfügung, die Sie nacheinander in

die beiden Programmierfelder ziehen. Keine

Sorge, Sie müssen kein gelernter Programmierer

sein. Allerdings ist Kombinationsgabe

gefragt. Sie haben nämlich nur maximal

zehn Befehle zur Verfügung. Darin liegt auch

die Hauptschwierigkeit dieses Spiels. In den

meisten Fällen benötigen Sie nämlich weitaus

mehr Befehle, als Sie in den zehn Feldern

eingeben können.

Soll der Roboter beispielsweise drei

Schritte vorwärts gehen, benötigen Sie dafür

auch drei Felder. Eventuell muss der Roboter

in diesem Spiel mehrere Male einen Weg von

drei Feldern zurücklegen. Dann wären Ihre

zehn Felder natürlich schnell voll. Deswegen

haben Sie unterhalb der beiden Programmierbereiche

noch die beiden Funktionen A

und B zur Verfügung, in denen Sie wiederum

jeweils bis zu fünf Befehle festlegen können.

Sich wiederholende Programmieranweisungen

definieren Sie zunächst in diesen Funktionen

und fügen dann den Befehl zur Aus-

38

November 2012

Android-User.de


Fokus

Gehirntraining

Abb. 2: Wiederkehrende Befehle

legen Sie in den Funktionen A und

B fest, um Schritte zu sparen.

Abb. 3: So geht der Roboter um

die Steine herum und schiebt den

letzten Stein nach oben.

Abb. 4: Bei falscher Anordnung

der Zahnräder passt das letzte Rad

nicht mehr dazwischen.

Abb. 5: Nun sind alle Räder miteinander

verbunden und bewegen

sich richtig.

führung dieser Funktion an die jeweilige

Stelle in Ihrem Programmierfeld ein. Haben

Sie sich bei der Auswahl der Befehle vertan,

können Sie die falschen Anweisungen einfach

durch Herausziehen verschwinden lassen

oder in Menü | Clear alles löschen und

wieder von vorne beginnen. Sobald Sie mit

Ihrer Programmierung fertig sind, starten Sie

den Roboter mit dem Play-Symbol. Erreicht

dieser dank Ihrer Einträge alle roten Felder,

haben Sie die Aufgabe erfüllt und gelangen

automatisch in die nächste Runde.

Für Fortgeschrittene bietet AndroMaze

spezielle Variationen, wie die Programmierung

mehrerer Roboter, die jeweils einen

ganz unterschiedlichen Weg zurücklegen

müssen. Ihre Aufgabe besteht darin, zu überlegen,

welche Befehle auf alle Roboter passen.

Dabei dürfen Sie sich nicht von den unterschiedlichen

Richtungen irritieren lassen.

In der Übersicht können Sie auch Aufgaben

wählen, bei denen Sie erst Steine aus dem

Weg räumen müssen (Abbildung 3). Die

Steine schieben Sie einfach in die freien Felder.

Aber verbauen Sie sich dadurch nicht

den Weg zum Ziel.

Dieses kostenlose Spiel besitzt zwar eine

recht simple Grafik und insgesamt wenig Befehle,

allerdings begeistert es durch die vielen

Levels, die nach und nach immer schwieriger

werden. AndroMaze ist auch ohne

akkufressende Effekte ein Spiel mit hohem

Spaßfaktor und Suchtpotenzial. Einfach, genial

und sogar werbefrei. Es eignet sich für

alle, die auf eine motivierende Weise ganz

nebenbei das logische Denkvermögen und

die Konzentration schulen möchten und ist

daher absolut empfehlenswert. Auch als Einstieg

für Kinder zur Programmierung eignet

sich die App.

Geared

Das Prinzip dieses kostenlosen Logikspiels

ist einfach. Sie haben zwei

feste Zahnräder zur Verfügung, die

Sie mit verschiedenen losen Zahnrädern so

miteinander kombinieren müssen, dass sich

am Ende alle Räder drehen. In jeder Runde

stehen Ihnen unten eine bestimmte Anzahl

unterschiedlicher loser Zahnräder zur Verfügung.

Um sie einzusetzen, ziehen Sie diese

einfach an die gewünschte Stelle im Feld.

Haben Sie ein Level erfolgreich absolviert,

können Sie automatisch auf weitere fünf

Schwierigkeitsstufen zurückgreifen. Die

Schwierigkeit steigt dabei langsam an.

Nach und nach kommen immer neue Hindernisse

hinzu, zum Beispiel Felder, in denen

Sie kein Zahnrad einfügen dürfen. Mit fortschreitender

Schwierigkeitsstufe müssen Sie

hier und da auch um die Ecke denken und

die Räder eher ungewöhnlich miteinander

kombinieren oder einfach an einer anderen

Stelle einsetzen. Auf Wunsch können Sie

Geared in der Community sogar gegen andere

Leute spielen.

Die ersten Spielrunden sind fast etwas zu

einfach und garantieren schnelle Erfolgserlebnisse.

Das Anbringen der Zahnräder an

der richtigen Stelle kann allerdings auch zur

Geduldsprobe werden. Manchmal hat man

die Lösung zwar vor Augen, allerdings bedarf

es einer längeren Fummelei, die Räder

auch wirklich alle so miteinander zu verbin-

Android-user.de November 2012 39


Fokus

Gehirntraining

Abb. 6: Das kleine Zahnrad müsste

zwischen die beiden linken Zahnräder.

den. Doch hat man dies ein paar Mal gemacht,

stellt es bald kein Problem mehr dar.

Einige Firmen setzen übrigens Denkaufgaben

mit Zahnrädern bei Eignungstests ein, um

die logische Kombinationsfähigkeit der Bewerber

zu testen. Haben Sie ein paar Runden

Geared hinter sich, brauchen Sie sich davor

nicht mehr zu fürchten.

Block Puzzle

Das kostenlose Legespiel Block

Puzzle erinnert dank seiner Formen

stark an Tetris, wird allerdings wie

Tangram gespielt. Die Aufgabe besteht darin,

verschiedene geometrische Figuren in die

Form eines vorgegebenen Rechtecks zu bringen.

Die einzelnen Figuren können Sie nicht

drehen. Pro Spiel gibt es immer daher nur

eine mögliche Lösung. Um Block Puzzle zu

spielen, ziehen Sie die Formen in das helle

Feld mit dem Rechteck und kombinieren sie

so mit den anderen Puzzle-Stücken, dass Sie

am Ende dieses Rechteck nachgebaut haben.

Block Puzzle ist nicht nur ein netter Zeitvertreib

für zwischendurch, sondern kann

das räumliche Vorstellungsvermögen verbessern.

Es ist gut möglich, dass Sie bereits nach

wenigen Runden ein Auge für die Lösung bekommen

und das Spiel dann schnell langweilig

finden. Allerdings stoßen Sie auch in höheren

Spielrunden immer wieder auf knifflige

Aufgaben, die etwas mehr Zeit für die

Lösung beanspruchen. Schön wäre es, wenn

der Spieler statt Flächen auch dreidimensionale

Körper zusammenbauen könnte. Dann

wäre das, wie der Entwickler sein Spiel

selbst bezeichnet, ein „wirklich cooles Spiel“.

Onetouch

Drawing

Bei Onetouch

Drawing müssen

Sie in einer Bewegung

eine komplette

Figur nachzeichnen. Dafür

setzen Sie an der geeigneten

Stelle an und streichen

ohne Unterbrechung über

das Display. Eine Linie

zweimal nachzufahren, ist

verboten. Sie müssen sich

also vorher genau überlegen,

wo Sie am besten ansetzen.

Stoppen Sie zwischendurch,

ist das Spiel

verloren. Lassen Sie sich

nicht in die Irre führen,

wenn Sie die ersten Runden

schnell durchgespielt

Abb. 7: Die einzelnen Formen werden

durch Drag&Drop in das helle

Rechteck gezogen.

haben. Mit der Zeit erhalten Sie immer komplexere

Zeichnungen, die es schwierig machen,

auf Anhieb den richtigen Weg zu finden.

Onetouch Draw ing besitzt drei unterschiedliche

Welten, die aufeinander aufbauen.

Wer nicht weiterweiß, kann sich auf

der Fanseite bei Facebook umschauen. Mittlerweile

ist es möglich, dort Lösungen zu

veröffentlichen und anderen Spielern zu helfen.

Einen Mehrspieler-Modus gibt es zwar

nicht, Sie können jedoch mit mehreren Androiden

gegeneinander antreten und dadurch

dem Spiel einen Wettkampfcharakter verleihen.

Ob alleine oder gegen andere, Onetouch

Drawing verbessert die Konzentration und

das logische Denken, da Sie wissen müssen,

welche Wege Sie bereits gegangen sind und

schon ein paar Schritte im Voraus denken

müssen, um die Aufgabe zu lösen.

Brain Trainer

Mit vielen Übungen können Nutzer

ihr Gedächtnis in den Bereichen

Rechnen, Logik, Konzentration und

Gedächtnis trainieren. Die Anwendung eignet

sich für alle Altersstufen, um geistig fit

zu bleiben oder einfach mal nebenbei wieder

das Kopfrechnen zu üben. Bereits in der kostenlosen

Version gibt es zahlreiche Übungen

wie Kopfrechnen, Fortsetzen von Zahlenreihen

und Gedächtnisspielen. Gemessen wird

nicht nur, ob die Antwort korrekt ist, sondern

auch die Reaktionszeit. Wem die Auswahl an

Spielen nicht ausreicht, kann für 0,69 Euro

auf die Vollversion aufrüsten.

Der Spieler wählt in einem ersten Schritt

den Bereich, welchen er trainieren möchte,

aus und sucht sich dementsprechend seine

Abb. 8: Das rote S-Feld markiert

den Startpunkt. Die dunkelblauen

Linien wurden bereits abgefahren.

40

November 2012

Android-User.de


Fokus

Gehirntraining

Abb. 9: Auf der Übersichtsseite

können Sie Ihren Schwerpunkt

wählen.

Abb. 10: Brain Trainer ermöglicht

auch gezielte Trainingsprogramme.

Abb. 11: Zahlenspaß auf kreative

Weise: Der Spieler muss Ninjas

durch Rechnen retten.

Abb. 12: Beim Spiel Black Box muss

der Spieler herausfinden, wo sich

die fünf Bälle befinden.

Aufgabe heraus. Im Menü können Sie sogar

einstellen, wann Sie an das Gehirntraining

erinnert werden möchten. Die einzelnen

Übungen sind einfach und leicht zu verstehen.

Die Anleitungen sehen Sie, sobald Sie

sich für ein Spiel entschieden haben.

Im Gegensatz zu den anderen Anwendungen

besitzt Brain Trainer eine Auswahl an

Spielen, die das Gehirn auf vielseitige Weise

fordern. Die einzelnen Übungen können Sie

innerhalb weniger Minuten absolvieren. Alternativ

entscheiden Sie sich direkt für ein

bestimmtes Training und absolvieren mehrere

Übungen. Der spielerische Charakter

der einzelnen Gedächtnisübungen verleiht

dem Programm einen gewissen Charme.

Allerdings verbrauchen die

Übungen aufgrund ihrer Darstellung

sehr viel Akku. Zum

Einstieg lohnt sich die kostenlose

Version allemal. Nur wenn

Sie regelmäßig mit Brain Trainer

üben möchten, lohnt sich

das Aufrüsten.

Simon Tathams

Puzzle-Sammlung

Diese kostenlose Spielesammlung

besteht

aus aktuell 34 verschiedenen

Spielen, die Kombinationsgabe

und vor allem Ausdauer

verlangen. Für jedes

Spiel gibt es eine ausführliche

Anleitung, Hilfestellungen und

Lösungen auf Deutsch. Die

Spiele sind alles andere als

langweilig und können sogar richtig kniffelig

werden. Die Puzzle-Sammlung eignet

sich für alle, die nach neuen Herausforderungen

suchen. Sie können bei einigen

Puzzles Schwierigkeit und Art nach Bedarf

einrichten. Die Spiele sind frei im Internet

verfügbar, und es gibt auch eine PC-Variante.

So können Sie Ihren aktuellen Spielstand

im Smartphone über das Menü abspeichern

und später zu Hause am PC weiterknobeln.

Fazit

Es gibt zahlreiche günstige und Gratisspiele,

mit denen Sie Ihre grauen Zellen ankurbeln

können. AndroMaze und Onetouch Drawing

trainieren Logik und

Konzentration, während

Anwendungen im Stil

von Block Puzzle eher

die räumliche Vorstellungskraft

schulen. Ein

umfassendes Trainingsprogramm

bietet unter

anderem die App Brain

Trainer. Nicht zuletzt

bieten sich diese Spiele

optimal für Überbrückungen

von Wartezeiten

an. Suchen Sie sich

am besten die Anwendung

heraus, die Ihnen

am meisten liegt, und

vergessen Sie nicht, regelmäßig

zu üben. Viel

Spaß beim Spielen und

Trainieren.

● ● ●

Abb. 13: Bei Cube müssen Sie die

Felder so tangieren, dass alle Seiten

des Würfels blau sind.

Android-user.de November 2012 41


Hardware

Samsung Galaxy Note 10.1

Das Samsung Galaxy Note 10.1 im Test

Zeichenbrett

Samsung

Mit dem Galaxy Note

10.1 bringt Samsung ein

Modell aus der Note-

Reihe in Tablet-Größe.

Mit optimierten Stift-

Funktionen und zahlreichen

cleveren Features

hat das Note 10.1 die

Chance, zum Desktop-

Ersatz zu werden.

Christoph Langner

‚„Plusminus

‚ Stifteingabe durchdacht

‚ Multiscreen-Funktion

‚ Telefonate möglich

‚ Guter Sound für Musik und

Filme

‚ Schnelle Quad-Core-CPU

„ Sehr spiegelndes Display

„ Laden nicht über USB möglich

Mit dem ersten Galaxy Note hat

Samsung einen überraschende

Coup gelandet. Die Wenigsten

hätten dem extragroßen Smartphone

zugetraut, ein ausgewiesener Erfolg

zu werden. Noch weniger Kritiker haben jemals

geahnt, dass Samsung mehr als zehn

Millionen Notes verkaufen wird (Stand August

2012) und dass es mit dem Note II einen

Nachfolger im selben Format geben würde.

Das Galaxy Note 10.1 überträgt nun das

Prinzip der Note-Reihe auf das Tablet-Format.

Wie das Note-Smartphone verfügt auch

das 10,1 Zoll große Note-Tablet über einen

drucksensitiven „S-Pen“ getauften Stift, der

in einem Slot in der rechten unteren Ecke

sein Zuhause findet. Mit ihm bedienen Sie

das Note pixelgenau, sodass sich handschriftlich

Notizen oder Zeichnungen auf

dem Tablet erstellen lassen.

Vier Kerne für viel Power

Das Galaxy Note 10.1 und das gerade auf der

IFA 2012 vorgestellte Galaxy Note II haben

nicht nur den Stift gemein, auch im Inneren

der Geräte gibt es Ähnlichkeiten. Genauso

wie im Riesen-Smartphone kommt beim

Note 10.1 ein Exynos-4412-System zum Einsatz.

Im Tablet ist die Quad-Core-CPU vom

Typ Cortex-A9, allerdings nur mit 1,4 GHz

und nicht mit 1,6 GHz getaktet. Die Grafik

wird in beiden Geräten von einer Mali-

400MP-GPU beschleunigt, auch der Arbeitsspeicher

von 2 GByte RAM ist identisch.

Die Rechenpower der Chips ist herausragend

(AnTuTu: 12995, Vellamo: 2310). Im

Alltag spürt man die gebotene Leistung unter

anderem in der Bedienoberfläche und im

Browser. Sämtliche grafischen Elemente sind

flüssig animiert, und auch der Aufbau von

aufwendigen Webseiten mit vielen Bildern

oder dynamischen Elementen geht ohne Verzögerung

vonstatten. Grafisch aufwendige

Spiele sind ebenfalls kein Problem.

Kritik üben lässt sich am Display: Samsung

hat im Note 10.1 ein herkömmliches LCD mit

einer Auflösung von 1280x800 Bildpunkten

verbaut, dadurch ist das Bild nicht so brillant

wie etwa auf den AMOLED-Displays eines

Galaxy SIII oder Galaxy Note. Von den

2048x1536 Pixeln eines Retina-Displays aus

dem iPad 3 darf man bei den Top-Android-

Tablets weiterhin noch träumen. Nichts desto

trotz kann man nicht behaupten, dass das

Display des Tablets schlecht wäre, es ist allerdings

Luft nach oben.

Die Kapazität des Akkus ist mit 7000 mAh

ausreichend dimensioniert, er ist allerdings

fest im Gerät verbaut und kann nicht eigenhändig

getauscht werden. Bei intensiver Nutzung

wie zum Beispiel dem Abspielen von

hochauflösenden Videos bei maximaler Helligkeit

des Displays hält der Akku etwa acht

Stunden durch. Im reinen Standby-Betrieb

verlor der Akku nach zwei Tagen lediglich 20

Prozent seiner Kapazität, damit dürfte eine

Standby-Zeit von etwa 10 Tagen möglich sein.

Kamera nicht berauschend

Die restliche Ausstattung des Samsung Galaxy

Note 10.1 besteht aus einer Rückkamera

mit fünf Megapixeln Auflösung und einer

Frontkamera mit 1,9 Megapixeln Auflösung.

Eine Bluetooth-4.0-Schnittstelle mit A2DP

Audio-Streaming, WLAN, GPS und die üblichen

Sensoren (Lage, Beschleunigung, Umgebungslicht)

runden die Konfiguration ab.

Die Qualität der eingebauten Rückkamera

überzeugt uns im Test nicht. Die Bilder wirken

blass und körnig. Selbst wenn ausreichend

Licht im Raum zur Verfügung steht, ist

ein deutliches Rauschen zu verzeichnen.

Kaum jemand wird mit einem Tablet auf

Foto-Tour gehen, allerdings stünden

Samsung zahlreiche bessere Chips und Optiken

zur Verfügung. In Anbetracht des hohen

Preises des Note 10.1 wäre es angebracht, für

etwas mehr Bildqualität zu sorgen.

Der Speicherplatz unseres Testgerätes ist

16 GByte groß, von diesen sind allerdings

schon fünf GByte vom System selbst belegt.

Für eigene Daten und nachinstallierte Apps

stehen nur noch elf GByte zur Verfügung.

42

November 2012

Android-User.de


Hardware

Samsung Galaxy Note 10.1

Abb. 1: Der Fotosensor der rückseitig verbauten Kamera zeigt leider

schon sehr früh ein starkes Rauschen im Bild.

Abb. 2: Ein Notizfenster lässt sich jederzeit mit dem Stift durch einen Doppelklick

bei gedrückter Taste öffnen.

Wer mehr Speicherplatz braucht, muss zu

den 32- oder 64-GByte-Versionen des Note

10.1 greifen oder den Speicher des Tablets

mit einer bis zu 64 GByte großen Speicherkarte

aufrüsten.

Stift mit Extras

Bei allen Note-Geräten ist die Möglichkeit,

das Gerät mit einem Stift zu bedienen, das

herausragende Merkmal. Samsung liefert

dazu nicht einfach einen simplen Griffel mit

stromleitendem Gumminippel am Ende aus,

sondern einen Digitizer, mit dem Sie pixelgenau

zeichnen können. Um das Potenzial des

Digitizers auszunutzen, hat Samsung zahlreiche

Modifikationen an Android vorgenommen

und auch einige für das Note entwickelte

Apps mit auf das Tablet gepackt.

Sobald Sie den Stift aus seinem Schacht ziehen,

erscheint am rechten Rand des Displays

eine Leiste, mit allen Programmen, die für die

Stifteingabe optimiert wurden. Das Keyboard

des Tablets bietet nicht nur unterschiedliche

Layouts, sondern auch eine Handschriftenerkennung.

Im Test funktionierte diese gut, allerdings

sollte man sich trotzdem Mühe

geben, halbwegs sauber zu schreiben. Viele

Gesten wie zum Beispiel einen Strich nach

links zum Löschen eines Buchstabens oder

einen Strich nach rechts für ein Leerzeichen

kennt man aus den Zeiten eines Palm Pilots,

allerdings müssen Sie sich beim Note keine

spezielle Notation mehr merken.

Passend zum Digitizer ist auf dem Note ein

leistungsfähiges Notizbuch vorinstalliert. In

ihm lassen sich Texte, Bilder, Tonaufnahmen,

Zeichnungen oder auch Formeln ablegen und

archivieren. S-Note erreichen Sie über den

App-Drawer, aber auch einfach über den Eingabestift.

Egal, welche App Sie gerade geöffnet

haben, ein Doppelklick mit dem Stift bei

gedrücktem Knopf öffnet ein kleines Notiz-

Fenster als dem Bild überlagerte App.

Halten Sie den Knopf des Stiftes gedrückt

und tippen für etwa zwei Sekunden auf das

Display, wird ein Screenshot erstellt und in

einer Art simplen Bildbearbeitung automatisch

geöffnet. Auch hier können Sie mit dem

Stift wieder eigene Anmerkung einzeichnen

oder einzelne Bereiche ausschneiden.

Mit PS-Touch dagegen leben Sie Ihr künstlerisches

Talent auf dem Tablet aus. Der mobile

Abkömmling der leistungsfähigen Bildbearbeitung

Photoshop ist zwar auf dem

Abb. 3: Wer lieber mit Stift schreibt statt tippt, der schaltet auf die Handschriftenerkennung

des Galaxy-Note-Tablets um.

Abb. 4: Für aufwendigere Bildbearbeitung ist auf dem Note 10.1 ein für

mobile Geräte optimiertes Photoshop von Adobe installiert.

Android-user.de November 2012 43


Hardware

Samsung Galaxy Note 10.1

Abb. 5: Das Display des Note 10.1 ist groß genug, um zwei Apps mit der

Multiscreen genannten Funktion anzeigen zu können.

Abb. 6: Trotz UMTS-Antenne besitzen die meisten Tablets keine Telefonie-

Funktion, beim Note ist diese jedoch vorhanden.

Galaxy Note 10.1 GT-N8000

Tab let nicht ganz so umfangreich ausgestattet

wie auf dem PC, er eignet sich dank des

Stiftes jedoch nicht nur für einfache Bildkorrekturen,

sondern auch zum Erstellen aufwendiger

Zeichnungen oder Retuschen.

Doppeltes Bild

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des

Note 10.1 ist die von Samsung „Multiscreen“

getaufte Dual-Screen-Funktion. Die vorinstallierten

Apps Browser, Polaris Office, S-Note,

Videoplayer, Galerie und der E-Mail-Client

lassen sich nebeneinander anordnen. So recherchieren

Sie mit dem Browser im Internet,

während Sie gleichzeitig eine E-Mail verfassen,

ohne dass Sie zwischen zwei Apps hinund

herwechseln müssten. Allerdings lassen

sich beliebige andere nachinstallierte Apps

nicht in diesen Zwei-Fenster-Modus verfrachten,

Multiscreen unterstützt nur die von

Samsung speziell dafür ausgerichteten Apps.

Ungewöhnlich ist auch der in der Vorderkante

des Tablets integrierte Infrarot-Sender.

Kerndaten

Hersteller

Samsung

Formfaktor

10,1-Zoll-Smartphone

Auflösung

1280x800 Pixel

Prozessor

1,4 GHz Quad-Core ARM Cortex-A9

Android-Version 4.0.4

Akku

7000 mAh

Laufzeit Video

8h

Gewicht

530 g

Preis (Internet)

460 Euro (WiFi, 16 GByte) / 600 Euro

(WiFi, 3G, 16 GByte)

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 10347

Performance

AnTuTu-Benchmark

12995 Punkte

Vellamo-Benchmark

2310 Punkte

Android-User-Bewertung

4,6 Punkte

Mit ihm und der Smart Remote genannten

App steuern Sie Fernseher oder andere

Audio- bzw. Heimkino-Geräte. Die App kennt

die Codes zahlreicher Hersteller, Sie müssen

daher nicht zwangsläufig weitere Samsung-

Geräte kaufen.

Telefon an Bord

Die 3G-Variante des Note 10.1 kann dank

UMTS-Modul auch unterwegs ins Internet.

Durch den HSPA+-Modus stehen in der Theorie

bis zu 21 Mbit/​s für den Download und

5,7 Mbit/​s für den Upload zur Verfügung, ein

Modell mit LTE gibt es bislang noch nicht. In

der Praxis konnten wir eine Bandbreite von

etwa 20 Mbit/​s im WLAN und 4,5 Mbit/​s

bzw. 2,5 Mbits/​s (Down- bzw. Upload) im

UMTS-Netz von Vodafone messen.

Samsung nutzt die Mobilfunkverbindung

allerdings nicht wie andere Hersteller nur für

die Datenverbindung, sondern hat dem Tablet

auch ein Telefon spendiert. Dass es keinen

Sinn macht, ein 10-Zoll großes Tablet

ans Ohr zu halten, hat Samsung bedacht.

Gespräche laufen über die integrierte Freisprechfunktion

oder über ein Kabel- bzw. ein

optionales Bluetooth-Headset. Als Besitzer

eines Note-Tablets können Sie Ihr Smartphone

von daher auch einmal zu Hause liegen

lassen, ohne komplett auf Telefonate

verzichten zu müssen.

Fazit

Mit dem Galaxy Note 10.1 verleiht der südkoreanische

Hersteller Samsung dem Android-

Tablet einen spürbaren Mehrwert. Der S-Pen,

die Schrifterkennung, der Split-Screen oder

auch der Infrarot-Sender sind Funktionen,

die kein anderer Hersteller bislang in ein

Android-Gerät integriert hat. In Kombination

mit der leistungsfähigen Hardware ist das

Note-Tablet ein gelungenes Produkt, das den

gehobenen Preis durchaus rechtfertigt. ● ● ●

44

November 2012

Android-User.de


VIDEOS

GAMES

WEB

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Hardware

CAT Phones B10 und B25

Im Test: CAT-Phones B10 und B25

Dickes

Duo

Caterpillar

Caterpillar ist einer der bekanntesten Hersteller von Baumaschinen

weltweit – und steigt nun mit zwei massiven Telefon-Maschinen auch

in den Smartphone-Markt ein. Wir haben den beiden CAT-Phones

genauer unter die Haube gesehen. Arnold Zimprich

Einige Anwender benötigen für

ihren Arbeitsplatz oder bei Freizeit-

Aktivitäten viel dringender ein Mobiltelefon

mit robustem Äußeren

als eine hochauflösende Kamera, Touchscreen-Display

oder die Verknüpfung mit

dem eigenen E-Mail-Postfach. So äußert sich

Frank Reimann, seines Zeichens COO von

20:20mobile, dem CAT-Vermarkter in

Deutschland, zu den beiden CAT-Phones.

Hält unser Test, was Reimann verspricht?

Für den ruppigen

Berufsalltag

Das robuste Äußere ist es letztendlich, was

die CAT-Phones von der Konkurrenz abhebt.

So sind beide Geräte nach IP67 zertifiziert –

das bedeutet maximaler Staubschutz und

Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen.

Im Folgenden werden wir uns hauptsächlich

mit dem CAT B10 beschäftigen – denn nur

hier haben wir es mit einem waschechten

Androiden mit 2.3.5 Gingerbread als

Betriebs system zu tun.

Mit knapp über 200 Gramm ist das Dual-SIMfähige

B10 kein Leichtgewicht, das massive

Gehäuse ist das Alleinstellungsmerkmal des

rund 350 Euro teuren Gerätes. Was hingegen

im Inneren verbaut ist, reißt Android-Enthusiasten

nicht vom Hocker. Neben Version

2.3.5 Gingerbread tut hier ein Single Core-

Prozessor von Qualcomm mit 800 MHz seinen

Dienst – damit lassen sich Basis-Anwendungen

gut bedienen, auf State-of-the-Art-

Funktionen muss man allerdings verzichten.

Das mit robustem Asahi-Glas ausgestattete

3,2 Zoll große TFT-Display sollte für den Einsatz

im Alltag ausreichen, bei 480x320 Pixeln

darf man aber kein Multimedia-Wunder erwarten.

Wer die am Gehäuse angebrachten

Knöpfe und Schalter bedienen will, sollte darüber

hinaus über gut trainierte Finger verfügen,

denn die Lautsprecherwippe und der

Einschaltknopf sind nur zäh zu bedienen.

‚„Plusminus

‚ Unverwüstliches Gehäuse

‚ IP67-Zertifizierung

„ Gewicht

„ Formfaktor

„ Betriebssystem

CAT B25

Das CAT B25 ist ein klassisches Handy, in der

Fachsprache auch Feature Phone genannt – und

damit kein Smartphone. Trotzdem wollen wir es

hier erwähnen, denn optisch lehnt es sich stark

an den großen Bruder an und stellt die Abrundung

des CAT-Sortiments nach unten dar. Das

Gerät hat keinen Touchscreen, ist aber ähnlich

robust ausgeführt wie das B10, auch über eine

IP67-Zertifizierung können sich potenzielle Käufer

freuen.

Wie man am massiven Gehäuse merkt, ist auch

das kleine CAT hart im Nehmen, zudem verfügt

das über die GSM-Bänder 850, 900, 1800 und

1900 funkende Gerät über eine Taschenlampe,

auch ein UKW-Radio und ein MP3-Player sind

mit an Bord. Wie der große Bruder kann auch

das B25 mit zwei SIM-Kartenschächten und

Bluetooth-Konnektivität aufwarten.

Der 2-Zöller hat einen 1300mAh leistenden

Akku, der ihm zu 165 Stunden Standby- und 4,5

Stunden Gesprächszeit verhilft. Ideal ist es also

als robustes Zweit- oder Firmen-Telefon, das

einem in allen Lebenslagen zur Seite steht und

über wenig aufwendige und eventuell störanfällige

Bauteile verfügt. Der empfohlene Verkaufspreis

des 163 Gramm schweren Mini-

Caterpillars liegt bei 149 Euro, bei Amazon ist es

bereits für 115 Euro zu haben.

46

November 2012

Android-User.de


Hardware

CAT Phones B10 und B25

Abb. 1: Google- und CAT-Apps:

Das B10 bietet bei den Anwendungen

solide Hausmannskost.

Abb. 2: Kartenspiel: In das B10 und

das B25 kann man zwei SIM-Karten

einsetzen – ideal für den Beruf.

Abb. 3: Das Keyboard auf dem B10

ist wie die Kamera-App funktional,

wenn auch kein Überflieger.

Abb. 4: Good Morning CAT! Das

UKW-Radio auf dem B10 sucht sich

die Stationen selbst.

Praktisch: Der USB- und der 3,5mm-Klinkenanschluss

sind mit massiven Gummi-Abdeckklappen

versehen, die das Eindringen

von Wasser effektiv verhindern.

Das B10 verfügt über die klassischen kapazitiven

Android-Tasten Menü, Suche und Zurück,

dazu kommen jedoch noch drei physische

Tasten speziell zur Telefon-Bedienung.

Den Versuch, das Display mit nassen Fingern

zu bedienen, mussten wir leider schnell aufgeben.

Auch die Standby-Zeit von rund 120

Stunden im Dual-SIM-Einsatz versetzt das

B10 nicht in die Krone der Smartphone-

Schöpfung, für den Berufsalltag sollte es jedoch

allemal reichen.

Vernünftiges Zubehör

Der Lieferumfang des CAT B10 umfasst eine

2 GByte große SD-Karte, die durch bis zu 32

GByte große Modelle ausgetauscht werden

kann. Für Musikfans werden Ohrhörer beigelegt,

als Outdoor-Dreingabe gibt es einen

kleinen Karabiner mit Micro-Kompass und

einem Schraubenschlüssel, mit dem sich die

Rückklappe des B10 öffnen lässt. Um dem robusten

Image noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen,

legt CAT sogar einen kleinen Beutel

mit Ersatzteilen bei – gut gemacht!

CAT-Apps

Dank Zertifizierung erhält man Zugriff auf

Google Play, YouTube, die Google-Suche,

Google Maps und Mail, dazu kommt eine

Kalender-App und ein UKW-Radio. Hervorzuheben

sind einige Widgets, die direkt auf

CAT-Homepages verlinken. Hat man ein

Problem mit seinem B10, so lohnt ein Klick

auf CatPhones – hier bekommt man nach

Eigenauskunft zeitnah Unterstützung. Die

Kamera des B10 bietet währenddessen solide

Schnappschuss-Qualität, auch die dazugehörige

App hat uns in der Bedienung und im

Aufbau ganz gut gefallen.

Fazit

Die Zielgruppe der beiden CAT-Phones ist

scharf umrissen: Caterpillar-Fans und

Grobmotoriker. Im Outdooreinsatz abseits

der Baustelle werden die CATs von der

Konkurrenz in Form von Sonys Xperia Go

oder Motorolas Defy+ um Längen

geschlagen – die kleineren Kollegen wissen

in Packmaß und Rechenleistung einfach zu

überzeugen. Die Hoffnung, das B10 würde

durch ein Software-Update oder einen

schnelleren Prozessor in absehbarer Zeit

attraktiver werden, hat sich auf eine

Nachfrage hin zerstreut. Damit geht von

unserer Seite ein klarer Kauftipp nur an

Smartphone-Enthusiasten, die ein Auge auf

das martialische Äußere geworfen haben.● ● ●

CAT B10 Smartphone

Kerndaten

Hersteller

CAT

Formfaktor

3,2-Zoll-Smartphone

Auflösung

480x320 Pixel

Prozessor

Qualcomm, 800 MHz, Single-Core

Android-Version 2.3.5

Akku

2000 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch)

120h/​8,5h

Gewicht

201 g

Preis (Internet)

350 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 9709

Performance

AnTuTu-Benchmark

1655 Punkte

Vellamo-Benchmark

360 Punkte

Android-User-Bewertung

3,1 Punkte

Android-user.de November 2012 47


Hardware

Xperia Go

Im Test: Sony Xperia Go ST27i

Unter

Sony

Wasser

Sony wirft mittlerweile

fast im Monatstakt neue

Smartphones auf den

Markt, darunter auch

das Nachfolgemodell

des Xperia Activ. Wir

haben uns das neue

Go angesehen und

zeigen, ob sich ein

Upgrade lohnt.

Stefan Telfner

‚„Plusminus

‚ Wasserfest bis 1 m nach IP67

‚ Robust bis zu 1 m Fallhöhe

‚ Trendige Farben

‚ Micro-SD-Erweiterung

„ Display-Auflösung

„ Akku fest verbaut

„ kein NFC

Das Sony Xperia Go lässt Sie nicht

im Regen stehen. Obwohl das

Smartphone auf den ersten Blick

eher wie das elegante Sola aussieht

und zudem in den Farben Weiß, Gelb

und Schwarz erhältlich ist, handelt es sich

beim Xperia Go um einen echten Outdoor-

Spezialisten, der gegen Staub und Wasser

nach der Norm IP67 geschützt ist. Das bedeutet,

dass das Smartphone einen Sturz ins

Wasser oder eine Landung aus 1 m Höhe

problemlos übersteht.

Erster Eindruck

Mit den Maßen von 111 x 60 x 10 mm und

einem Gewicht von 110 g ist das Xperia Go

eines der leichtesten und handlichsten Outdoor-Smartphones

auf dem Markt. Der

Kunststoff ist beim schwarzen Modell sehr

griffig, selbst mit nassen Händen liegt es

rutschfest in der Hand. Das weiße und gelbe

Modell haben eine glatte

Oberfläche spendiert bekommen,

aber auch hier

liegt das Smartphone gut

in der Hand. Das Mineralglas-Display

hält die

gröbsten Umwelteinflüsse

fern, zudem sind sämtliche

Öffnungen, auch

USIM und SD-Kartensteckplatz,

mit einer eigenen

Dichtung versehen.

Feinem Staub und Wasser

ist daher der Weg ins Innere

verwehrt. Im direkten

Vergleich zum Vorgänger

Xperia Active verfügt

Abb. 1: Unter der Kategorie Fitness

finden sich einige mehr oder weniger

nützliche Outdoor-Apps.

das Xperia Go über eine

leicht bessere Hardware,

lediglich eine außenliegende

Kamerataste sucht man beim Go vergebens.

Die 5-Megapixel-Kamera nimmt

zwar farbtreue und naturbelassene Bilder

auf, und sie kennt auch die diversen Aufnahme-Modi

wie Panorama, SmileShutter,

Landschaft und viele mehr, die bei der Xperia-Serie

zum Standard gehören. Wirklich

überzeugen konnte sie jedoch in den Tests

trotz LED-Blitz nicht, hier haben andere

5-Megapixel-Handys mehr zu bieten.

Abstriche muss man auch weiterhin beim

Display machen: Es bleibt bei 3,5 Zoll mit

der geringen Auflösung von 480x320 Pixeln.

Das Ablesen in direktem Sonnenlicht ist aber

dank des hellen TFT-Displays möglich, und

selbst mit nassen Fingern lässt es sich bedienen.

Im Wasser bleibt das Touchscreen des

Xperia Go allerdings ohne Funktion, bis man

das Gerät wieder an die Oberfläche zurückbringt.

Mangels Hardwaretaste für die Kamera

bedeutet das auch, dass Sie mit dem

Xperia Go zwar unter Wasser

filmen können, wenn Sie

die Aufnahme starten, bevor

das Gerät unter Wasser

kommt, aber keine Fotos

schießen.

Software und

Geschwindigkeit

Softwaremäßig ist auf den

aktuellen Modellen (Stand:

September 2012) noch Android

2.3.7 „Gingerbread“

vorinstalliert, die Software

ist aber bereits stark an Android

4.0 angelehnt. Das

Xperia Go bringt von Haus

aus einige Outdoor-Apps

mit, dazu gehören Schrittzähler,

Kompass, Taschen-

48

November 2012

Android-User.de


Hardware

Xperia Go

lampe inkl. SOS Zeichenfolge

und eine

FigureRunning App.

Ein Update auf Android

4.0 „Ice Cream Sandwich“

ist noch für den

Spätsommer geplant.

Eingabebefehle verrichtet

der 1 Ghz

schnelle Dual-Core-

Prozessor zügig und

ohne große Denkpausen.

Dank der integrierten

PlayNow-App

kann man neben dem

Google Play Store auch

auf den Sony Store zugreifen.

Ein Xperia S unter Wasser nutzen, sollten Sie

Abb. 2: Bevor Sie das Xperia Go

oder dergleichen darf diesen Hinweis befolgen.

man beim Spielen jedoch

nicht erwarten. Für ein Spiel zwischendurch

bei Outdoor-Aktivitäten ist das Xperia

Go aber genug gut.

Für Bilder, Musik, Videos und Sonstiges

muss man eine MicroSD-Karte (maximal 32

GByte) verwenden. Der interne Speicher ist

zwar 8 GByte groß, davon steht aber nur

knapp die Hälfte (3,98 GByte) zur freien Nutzung

bereit. Apps speichert das Xperia Go

auf der 1,44 GByte großen internen Partition.

Für ein Outdoor-Handy punktet das Xperia

Go auch beim Musik Player, der dank xLOUD

– dem neuen Soundsystem von Sony – für

eine sehr gute Musikqualität sorgt, was zum

Beispiel Jogger schätzen dürften.

Eine recht gute Leistung attestieren dem

Xperia Go auch unsere Standard-Benchmarks

mit knapp 1000 Punkten beim Vellamo-

Benchmark und rund 5100 Punkten beim An-

TuTu-Test. Damit liegt das Smartphone auf

dem Level von Tegra-2-Geräten.

Akkulaufzeit

Mit eine Aktivzeit von 26 Stunden gehört das

Xperia Go trotz des recht kleinen Akkus zu

den Dauerläufern unter den Outdoorgeräten.

Somit steht einem Wochenende am Zeltplatz

ohne Steckdose nichts im Wege, falls Sie

nicht dauernd am Netz hängen. Erreicht wird

dies durch die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten

der neuen Stromsparfunktion.

Hier können Sie wählen, ob Ihr Xperia-

Smartphone ständig aktiv bleiben oder ab

einer gewissen Akkukapazität bzw. per Zeitvorgabe

die WiFi-, 3G- und Bluetooth-Verbindung

deaktivieren soll. Das hilft nicht nur

beim Akkusparen, sondern bewahrt Sie auch

davor, über Nacht von schlafwandelnden

Facebook-Fans belästigt zu werden.

Recht schnell ist das Xperia Go auch beim

Aufladen. Bereits nach 60 Minuten ist der

1300-mAh-Akku wieder bei 100 Prozent

Ladekapazität.

Fazit

Empfehlen können wir das Xperia Go all

jenen, die sich gerne draußen aufhalten oder

im Job das Smartphone nicht immer mit

Samthandschuhen anfassen möchten. Die

Größe macht es zum idealen Begleiter in

jeder Lebenslage, und man muss keine Angst

haben, wenn es mal zu Boden fällt oder in

Wasser, Staub oder Schlamm landet. Zum

aktuellen Internetpreis von 240 Euro ist das

Sony-Smartphone eine Kaufempfehlung

wert, wenn Sie mit dem doch recht kleinen

Display leben können. Sonst lohnt sich ein

Blick auf das Defy+ von Motorola. ● ● ●

Sony Xperia Go

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Android-Version

Abb. 3: Mit dem Xperia Go kommen

Sie gut über den Tag, sofern Sie nicht

länger als 2-3 Stunden telefonieren.

Akku

Laufzeit (Standby/​Gespräch)

Gewicht

Preis (Internet)

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 10366

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo-Benchmark

Android-User-Bewertung

Abb. 4: Über dieses Widget schalten

Sie schnell die einzelnen Verbindungen

ein und aus.

Sony

3,5-Zoll-Smartphone

480x320 Pixel

1 Ghz Dual-Core

Android 3.2.7 (Update auf 4.0 angekündigt)

1305 mAh

520h/​6,5h

110 g

240 Euro

5103 Punkte

996 Punkte

3,8 Punkte

Android-user.de November 2012 49


hardware

Mettenmeier ARMOR X7ad

Mettenmeier ARMOR X7ad

Bretthart

Ein Android-Tablet

macht nicht nur zu

Hause auf der Couch

eine gute Figur, sondern

auch in der Baugrube,

dem Strand oder auf

dem Segelboot. Zahlreiche

Apps eignen sich

auch für Outdoor-Fans.

Das Mettenmeier

ARMOR X7ad ist das

passende Tablet dafür.

Christoph Langner

Outdoor-Geräte sind nicht nur bei

Sportlern oder Hobby-Abenteurern

beliebt. Durch die robuste

Bauweise hält das Handy auch

Stürze vom Tisch oder ein Bad im Gartenteich

aus, ohne gleich in die ewigen Jagdgründe

einzugehen. Neben den Freizeit-Aktivisten

sind jedoch auch Industrie und Militär

große Abnehmer robuster Geräte. Auf der

Baustelle, der Bohrinsel oder während einer

Wehrübung muss das Gerät viel einstecken.

Die üblichen Hersteller reagieren auf den

Bedarf mit robusten Consumer-Geräten wie

dem Sony Xperia go oder dem Samsung

Galaxy Xcover oder auch mit massiven Outdoor-Handys

wie dem in dieser Ausgabe vorgestellten

CAT B10. Das Angebot von robusten

Android-Tablets ist dagegen sehr dünn,

mit dem Mettenmeier ARMOR X7ad haben

wir einen der Vertreter im Test.

Hart im Nehmen

Das Outdoor-Tablet X7ad ist keine komplette

Eigenentwicklung, die Technik des Tablets

stammt aus einem Gerät, das Asus in Japan

unter dem Namen TOUGH-ETBW11AA vertreibt.

Mettenmeier hat dem System kein eigenes

Branding übergestülpt.

Entworfen wurde das ARMOR X7ad für

den Einsatz in der Industrie. Das mit Magnesium-Teilen

verstärkte Gehäuse ist an den

Kanten und der Rückseite griffig gummiert,

sodass es auch bei widrigen Bedingungen

sicher in der Hand liegt. Der Touchscreen

lässt sich auch mit nassen Händen sicher bedienen,

eine Disziplin an der viele Outdoor-

Droiden scheitern.

Feuchtigkeit, Staub und Stürze machen

dem ARMOR X7ad wenig aus. Mettenmeier

hat das Tablet auf Basis der Militär-Norm

MIL-STD-810G gegen Sturzschäden aus bis

zu 1,20 m zertifizieren lassen. Gegen Feuchtigkeit

und Staub helfen ein massiv verschraubtes

und abgedichtetes Gehäuse, sodass

eine IP-Klassifizierung (Ingress Protection)

von 65 erreicht wird. Damit garantiert

der Hersteller Schutz vor Eindringen von

Staub und Strahlwasser. Andere Handys leisten

hier allerdings mehr, das Xperia go ist

unter der IP-67 eingestuft, die auch das Eintauchen

ins Wasser erlaubt.

Komplett

Angetrieben wird das Tablet von einer

NVIDIA-Tegra-2-CPU mit zwei Kernen bei

einem Takt von 1 GHz. Gemessen an heutigen

Quad-Core-Tablets wie dem Google

Nexus 7 ist das keine Demonstration beeindruckender

Power, doch der Fokus des Gerätes

liegt auf anderen Schwerpunkten.

Ergänzt wird die Ausstattung von 1 GByte

RAM und 16 GByte internem Speicher (13

‚„Plusminus

‚ Robust gebaut

‚ UMTS integriert

Android 3.2 veraltet

„ Nachladen nicht über USB

„ Schwacher Akku

„ Extrem überteuert

Abb. 1: Sämtliche Anschlüsse sind hinter Klappen

staub- und spritzwasserdicht verborgen.

Abb. 2: Die Ausstattung des ARMOR ist komplett.

GPS, UMTS und ein SD-Kartenslot sind vorhanden.

52

November 2012

Android-User.de


Hardware

Mettenmeier ARMOR X7ad

Abb. 3: Die japanische Herkunft merkt man unserem Testgerät an einigen

Stellen doch noch recht deutlich an.

Abb. 4: Auf dem Outdoor-Tablet kommt das schon in die Jahre gekommene

Android 3.2.1 zum Einsatz.

GByte stehen Ihnen für Daten zur Verfügung).

Zusätzlicher Speicherplatz lässt sich

über den SD-Kartenslot leicht nachrüsten.

Das Tablet verfügt über Front- und Rückkamera

(1,3 bzw. 5,0 MPixel), die üblichen

Lage- und Helligkeits-Sensoren sowie über

Bluetooth, WLAN und UMTS/​3G-Funk. Ein

GPS-Empfänger darf bei einem Outdoor-Tablet

natürlich nicht fehlen.

Hinter den Gummi-Abdeckungen verborgen

liegen die Buchsen für Strom, Mini-USB,

HDMI und Audio.Wer länger mit dem Tablet

unterwegs ist, wird sich über das Netzteil ärgern.

Es ist so groß wie das eines Notebooks

und nutzt keinen Micro-USB-Stecker. Über

den USB-Anschluss lässt sich das Tablet gar

nicht laden, PCs oder gar Solar-Netzteile

scheiden als Stromquelle komplett aus.

Das Display des ARMOR X7ad ist mit einer

Auflösung von 1280 x 800 Pixeln angenehm

hochauflösend. Die Leuchtstärke ist hell

genug, um auch in der Sonne abgelesen werden

zu können. Vor Schäden schützt das im

Display verbaute Gorilla Glass von Corning

selbst, zudem liegt über dem Display noch

eine Schicht Kunststoff.

Honeycomb

Auf unserem X7ad ist in weiten Teilen unverändertes

Android „Honeycomb“ 3.2.1 installiert.

Ein Update auf eine aktuellere Android-

Version gibt es bislang noch nicht, es wurde

uns vom Hersteller allerdings zugesagt.

Auch wenn auf einem Arbeitsgerät nicht

zwingend die neueste und hübscheste Ausgabe

des Google-Systems laufen muss, merkt

man Honeycomb das Alter an. Andere Handys

oder Tablets mit Android „Ice Cream

Sandwich“ 4.0 laufen selbst auf deutlich

schwächerer Hardware flüssiger, als das im

Outdoor-Tablet verbaute System. Aus ästhetischen

Gründen braucht es das Update auf

ICS nicht, doch das aktuelle System würde

mehr Leistung aus dem Tegra-2-Chipsatz kitzeln,

was letztendlich auch der Usability zugutekommt.

Fazit

Im Großen und Ganzen erfüllt das Mettenmeier

ARMOR X7ad seinen Zweck. Es ist

schnell genug, hell genug, hat ausreichend

Speicher und hält auch einen Arbeitstag auf

der Baustelle durch, allerdings sind die Leistungsdaten

durchweg nicht überragend. Enttäuschend

ist die Akkulaufzeit, im Standby

hielt das Tablet keine zwei Tage durch. Indiskutabel

ist der Preis, der Hersteller nannte in

der Tat 1.231,00 Euro zzgl. Steuern als Endkundenpreis.

Alltäglich zeigen sich besonders Honeycomb

und das Netzteil als Schwäche. Google

hat bei seinen aktuellen Versionen massiv an

der Leistungsschraube gedreht, das alte System

bremst das Tablet merklich aus. Hinderlich

fanden wir auch das Netzteil ohne USB-

Anschluss – ein Outdoor-Tablet muss auch

über ein Akku-Pack oder ein Solarmodul

nachladbar sein.

● ● ●

Mettenmeier ARMOR X7ad

Kerndaten

Vertreiber

Mettenmeier

Formfaktor

7-Zoll-Tablet

Auflösung

1280x800 Pixel

Prozessor 1,0-GHz-Dual-Core, NVIDIA Tegra 2

Android-Version 3.2

Akku

3700 mAh

Laufzeit (Standby/​Spielen)

36h/​5h

Gewicht

600 g

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 9708

Performance

AnTuTu-Benchmark

5202 Punkte

Vellamo-Benchmark

963 Punkte

Android-User-Bewertung

3,0 Punkte

Android-user.de November 2012 53


Hardware

Archos-Tablet 101 XS

Kurztest: Archos 101 XS mit Coverboard

Gedeckelt

Archos

Zur IFA 2012 zeigt Archos

das neue Spitzenmodell

101 XS, dessen wichtigstes

Merkmal die im

Coverboard integrierte

Tastatur darstellt. Was

die Flunder sonst noch

kann, zeigt der Kurztest.

Thomas Leichtenstern

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27284

Mit der G9-Serie legte Archos letztes

Jahr sensationell preiswerte

Tablets auf, die ihresgleichen auf

dem Markt suchten. Seitdem ist

der Wind nicht zuletzt wegen des Nexus 7

deutlich rauer geworden: Günstige Flundern

bieten inzwischen fast alle Hersteller an.

Archos versucht nun, mit dem innovativen

101 XS Gen 10 gegenzuhalten, und verabschiedet

sich gleichzeitig aus dem Low-cost-

Segment. Das Unternehmen stellte uns ein

Vorserienmodell zur Verfügung, das in Details

noch vom fertigen Produkt abweichen kann.

Die Tastatur

Als Alleinstellungsmerkmal dient dem Tablet

ein magnetisches Coverboard gleichzeitig als

Schutz des Displays und als Tastatur. Es enthält

eine quer verlaufende Nut, in deren

Mitte Kontakte das Signal zum Tablet übertragen.

Halt gibt dem Konstrukt ein in der

Tastatur angebrachter ausklappbarer Aufsteller

und Magnete. Ein Verstellen des relativ

steilen Neigungswinkels ist nur um wenige

Grad möglich, was sich speziell dann ungünstig

auswirkt, wenn das Tablet relativ

nahe am Nutzer steht, beispielsweise im

Flugzeug. Abgesehen davon bietet die Tastatur

aber einen sehr guten Druckpunkt und

sämtliche Android-Sondertasten.

Abb. 1: Der Haltemechanismus in der Tastatur

erlaubt nur eine relativ kleine Winkelkorrektur.

Verarbeitung

Ein Kritikpunkt, den sich Archos schon bei

der G9-Serie gefallen lassen musste, war das

windig verarbeitete Gehäuse. Obwohl der

Hersteller in der aktuellen Serie Tastatur und

Tablet mit Metall verstärkt hat, wirken beide

wenig robust. Archos Produktdesigner argumentieren

hier, dass es damit eine größere

Flexibilität besäße als ein Tablet mit hartem

Chassis und es so zu weniger Brüchen beim

Display komme.

Beim Rest bietet Archos vergleichsweise

Hausmannskost. Eine ARM Cortex A9 Dual-

Core-CPU mit 1,5 GHz sorgt für die Rechenpower,

flankiert von 1 GByte RAM. An internem

Flash-Speicher bietet das Tablet 16

GByte, erweiterbar durch MicroSD-Karten bis

64 GByte. Obwohl Archos von einem kompletten

Redesign der Innereien spricht, gleichen

sich die Benchmark-Ergebnisse verdächtig

mit denen der Vorgängermodelle G9-

Turbo: Beiden attestiert der Benchmark

AnTuTu etwa 7300 Zähler, ein guter Wert.

Als weiteres Abgrenzungsmerkmal zur

Vorgängerserie bietet das Tablet nun eine

Frontkamera mit einer Auflösung von 720p.

Weggefallen ist hingegen der Slot für den

UMTS-Stick. Wer also nicht auf 3G verzichten

möchte, muss den USB-Dongle außen am

Gehäuse einstecken. Ebenfalls nicht mehr an

Bord ist der Aufstellbügel.

Die Software umfasst Archos-typisch eine

Vielzahl an Audio- und Videocodecs sowie

komfortable Programme zum Abspielen von

Multimediadateien aller Art. Darüber hinaus

spendierte Archos dem Tablet noch die Vollversion

der mobilen Office-Suite ProOffice.

Fazit

Archos bringt das Tablet voraussichtlich

Mitte Oktober zu einem Preis von 379 Euro

auf den Markt. Ob das Gerät Erfolg haben

wird, bleibt abzuwarten. Letztendlich hängt

es davon ab, ob die Käufer bereit sind, für

das Coverboard und die zweite Kamera einen

Mehrpreis von 130 Euro zu bezahlen. ● ● ●

54

November 2012

Android-User.de


Hardware

Samsung Galaxy Camera

Kurztest: Samsung Galaxy Camera

Samsung

Smartkamera

Samsung zeigte auf der IFA den Spagat zwischen Kamera und Smartphone:

die Galaxy Camera. Welches Potenzial das Gerät mitbringt,

erörtert der Kurztest. Thomas Leichtenstern

Dass Android nicht nur für Smartphones

und Tablets taugt, hat sich

inzwischen bei vielen Herstellern

herumgesprochen. Einen extravaganten,

aber durchaus nachvollziehbaren

Weg geht Samsung. Die Firma hat kurzerhand

das Galaxy S3 mit der Kompaktkamera

WB850F verheiratet. Herausgekommen ist

die Samsung Galaxy Camera – einer der großen

Hingucker auf der IFA 2012.

Das Gehäuse

Was als Erstes auffällt, ist der relativ klobig

wirkende Formfaktor, was nicht zuletzt am

4,8 Zoll großen Display liegt. Diesen Eindruck

untermauert auch das Gewicht von

über 300 Gramm, was aber beim Handling

kaum Probleme bereitet. Die Kamera liegt für

eine Kompakte satt in der Hand und vermittelt

ein Gefühl von Stabilität und Wertigkeit.

Das Display dient nicht nur als Sucher und

Bildanzeige, sondern übernimmt auch praktisch

die komplette Einstellung der Kamera.

Lediglich der Ein/​Ausschaltknopf sowie ein

Zoom-Hebel sind mechanisch.

Die Optik

Der Formatfaktor des CMOS-Bildsensors sorgt

für das erste Stirnrunzeln: Lediglich 1/​2,33

Zoll misst der Lichtempfänger, was einer Fläche

von etwa 0,28 Quadratzentimetern bzw.

einer Diagonale von etwa 7 Millimetern entspricht.

Verbunden mit den 16 Megapixeln

Auflösung beinahe ein Garant für verrauschte

Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen.

Die Ausgangsöffnung (23 Millimeter

Brennweite) der Linse liegt bei einer brauchbaren

Blende 2.8, wovon nur noch Blende

5.9 bei vollem Zoom (423 mm) übrig bleibt.

Hier zeigte sich eine weitere Schwäche der

Kamera: Vor allem im Telebereich hatte sie

häufig Mühe, richtig zu fokussieren. Nicht

selten dauerte es mehrere Sekunden, bis die

Software den Auslöser freigab. Ein weiterer

Effekt, den wir im Test mehrmals beobachten

konnten, war, dass das Kameramodul

unvermittelt seinen Dienst quittierte. Der

Fairness halber sei an dieser Stelle aber

erwähnt, dass es sich bei unserem Testgerät

um ein Vorserienmodell handelte.

Das Zubehör

In puncto Software-Ausstattung bietet die

Galaxy Camera gerade einmal Hausmannskost.

Durchaus sinnvolles Zubehör wie etwa

die Auswahl der Belichtungsmessmethode,

Braketing und Wahl der Autofokus-Funktion

fanden wir auch nach längerem Suchen und

unter Zuhilfenahme des Standpersonals

nicht. Das verwundert insofern, da es für

Samsung ein Leichtes wäre, diese Funktionen

über das darunterliegende Android-4.1-

System zu implementieren.

Durchaus gut gelungen sind die Einstellungen

von Blende, Empfindlichkeit, und Belichtungszeit,

die Samsung einem Objektiv nachgeahmt

hat (Abbildung 1). Im Vorschaubild

selbst blendet ein Tippen auf den unteren

Bildrand des Touchscreens etwa ein Dutzend

zusätzlicher Effekte ein, die Sie auf Wunsch

aktivieren.

Fazit

Die Galaxy Camera ist besser als jede aktuelle

Smartphone-Kamera, aber wir finden

den Bildsensor zu klein. Günstige Kompaktkameras

bieten hier mehr, und der Erfolg

wird deshalb vom Preis abhängen. ● ● ●

Abb. 1: Im manuellen Modus zeigt

die Galaxy Camera gewisse Ähnlichkeiten

mit einer Profi-Kamera.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27285

Android-user.de november 2012 55


Hardware

Zubehör für Galaxy Nexus im Test

Zubehör für das Galaxy Nexus im Test

Nexus

komplett

Samsung

Hochwertiges Zubehör direkt vom Hersteller ist in der Android-Welt

leider eine Ausnahme. Nicht so bei Samsung: Für das Galaxy Nexus

gibt es diverses Zubehör wie eine KFZ-Halterung und Docks. Wir testen,

ob es das Geld wert ist. Christoph Langner

‚„Plusminus

‚ Blockiert die Sicht nicht

‚ Anschlüsse im Dock

„ Einsetzen umständlich

„ Hoher Preis (etwa 45 Euro)

Samsung

Google und Samsung hatten bei der

Vorstellung des Galaxy Nexus

nicht nur das Handy und das damals

neue Android „Ice Cream

Sandwich“ 4.0 präsentiert, sondern auch diverses

Zubehör für das neue Android-Referenz-Handy.

Zwei spezielle Docks und eine

KFZ-Halterung sollten zusammen mit dem

Handy in die Läden kommen. Doch dem Versprechen

kam Samsung nur zögerlich nach.

Lange waren die Gadgets in Deutschland

überhaupt nicht lieferbar, erst jetzt ist das

Zubehör bei Online-Händlern

wie Amazon [1] zu

finden. Die Docks lässt

sich Samsung nicht gerade

billig bezahlen, wir haben

uns die Teile aus der

Nähe angeschaut.

KFZ-Halterung

ECS-K1F2

Für viele Autofahrer ist

das Smartphone im

Auto ein treuer Begleiter.

Es verrät die günstigste

Tankstelle in der

Umgebung, übermittelt

dem Pannendienst

Abb. 1: Das Praktische an der KFZ-Halterung sind die

im Fuß integrierten Anschlüsse.

im Notfall die exakte Position und findet

dank Navi und GPS natürlich immer den

Weg ans Ziel. Doch dazu sollte es nicht lose

auf dem Armaturenbrett liegen, das Handy

gehört während der Fahrt in eine passende

Halterung – nur dort darf es während der

Fahrt auch bedient werden. Nehmen Sie das

Handy bei laufendem Motor in die Hand,

droht ein Bußgeld von 40 Euro und ein Punkt

im Flensburger Verkehrssünderregister.

Die von Samsung für das Galaxy Nexus

entwickelte Halterung ist zwar vergleichsweise

massiv gestaltet, doch aufgrund des

gekrümmten Designs blockiert sie während

der Fahrt kaum die Sicht nach vorne. Über

die Pogo-Pins des Galaxy Nexus wird Strom

und Sound vom Fuß der Halterung bis zur

Ladeschale durchgeleitet, sodass man keine

Kabel nach dem Einlegen des Handys in das

KFZ-Dock mehr anstecken muss. In der Ladeschale

sind zudem Buttons integriert, die

auf die eigentlichen Knöpfe des Nexus drücken,

so kann man Lauter/​Leiser und Power

An/​Aus drücken, ohne das Handy aus der

Schale nehmen zu müssen.

Das Einsetzen des Handys in die Halterung

geht allerdings nicht sonderlich einfach von

der Hand. Da kein Klipp oder Bügel das

Nexus im Rahmen hält, muss das Smartphone

regelrecht in die Halterung gequetscht

werden. Auch das Entnehmen des Telefons

ist wieder ähnlich mühsam, das Knarzen des

Kunststoffs weckt schnell die Befürchtung,

56

November 2012

Android-User.de


Hardware

Zubehör für Galaxy Nexus im Test

der Halterung oder dem Handy zu schaden.

Wäre auf der Rückseite kein Loch für die Kamera,

das Handy ließe sich ohne einen

Schuhlöffel nicht mehr entfernen.

Steckt das Galaxy Nexus im KFZ-Dock,

dann springt das System automatisch in den

KFZ-Modus, in dem auch der Homescreen

horizontal gedreht werden kann. Unverständlich,

warum Google diesen Modus nicht

generell erlaubt, er wäre auch ohne ein Dock

nicht unpraktisch. Allerdings beherrschen

viele Apps das Querformat noch nicht, selbst

die Telefon-App Androids schaltet bei einem

eingehenden Anruf trotz Dock wieder auf

das Hochformat um.

Im Auto-Alltag bewähren sich die KFZ-Halterung

ECS-K1F2 und der mitgelieferte Stromadapter

für den Zigarettenanzünder. Auch

wenn sich das Handy nicht so einfach einlegen

lässt, wie man es sich wünschen würde.

Dank der über die Pins durchgeleiteten

Stromversorgung lassen sich – wenn es das

eigene Auto zulässt – die nötigen Kabel unauffällig

verlegen. Das Kabelgewirr vor dem

Armaturenbrett lässt sich so gut vermeiden.

Ladeschale EDD-D1F2

Wer erwartet, mit dem EDD-D1F2 eine

Docking-Station für das Galaxy Nexus und

den PC zu bekommen, liegt mit dem Kauf

des Gadgets falsch. Die Schale hat keine

„smarte“ Funktionen, sie ist lediglich eine

gut gemachte und hochwertig verarbeitete

Ladeschale, die sehr gut auf die Form und

die Kontakte des Nexus abgestimmt ist.

Die Schale ist aus demselben Kunststoff

wie das Galaxy Nexus gefertigt. Gewichte

beschweren sie, sodass sie auch beim unvorsichtigen

Herausziehen des Handys sicher

auf dem Schreibtisch stehen bleibt. Das

Nexus gleitet ohne Hackeln in die Schale, allerdings

passt das Gerät nur in eine Richtung

in das Dock, die Pogo-Pins müssen beim Einsetzen

des Galaxys stets nach unten zeigen.

Die kleinen Kontakte leiten wieder Strom

und Audio-Signale durch die Schale durch.

Allerdings müssen Sie das Netzteil des Handys

nutzen, der Ladeschale liegt nämlich

kein zweiter Stromadapter bei, bei dem stolzen

Kaufpreis von fast 40 Euro sollte man

dies eigentlich erwarten.

Steckt das Handy in der Ladeschale, dann

dreht der Homescreen wie schon beim KFZ-

Adapter in das Querformat. Bei Telefonaten

schaltet das Galaxy in der Schale automatisch

die Freisprechfunktion an, sodass Sie

freihändig telefonieren können. Ziehen Sie

das Handy während eines Gespräches aus

dem Dock, dann schaltet das Nexus automatisch

auf den normalen

Ohrhörer zurück.

Da die Power-

Taste auf der rechten

Seite des Handys

unerreichbar

in der Ladeschale

steckt, übernehmen die

Lauter-/​Leiser-Tasten die Funktion,

das Handy zu wecken.

In der Schale springt das Galaxy Nexus

im Standby permanent in die Uhr-App, deren

Ziffern leicht abgedimmt über das Display

wandern. Dies soll verhindern, dass sich die

Zahlen mit der Zeit in den Bildschirm des

Handys einbrennen. In der Nacht ersetzt das

Nexus in der Ladeschale somit den Radiowecker

mit leuchtenden Ziffern. Gänzlich Ausschalten

lässt sich das Display nur manuell,

dazu müssen Sie die im Hintergrund laufende

Uhren-App von Hand beenden.

Die Ladeschale EDD-D1F2 macht einen

sehr guten Eindruck. Eigentlich möchte man

als Nexus-Besitzer gleich drei oder mehr

davon besitzen. Eine für den Schreibtisch,

eine für den Nachttisch und eine, um das

Handy im Wohnzimmer an die Stereoanlage

anzuschließen. Das Nexus hätte so in jedem

Zimmer seinen festen Platz und wäre immer

voll geladen einsatzbereit. Doch der hohe

Preis und das Fehlen eines zusätzlichen

Netzteils lassen diese Idee schnell wie eine

Seifenblase platzen.

HDMI-Adapterkabel

EIA2UHUN

Sie möchten YouTube-Videos auf Ihrem Fernseher

ansehen? Ihre mit dem Handy aufgenommenen

Urlaubs-Bilder und

-Videos den Freunden auf dem großen

Schirm zeigen? Oder gar

Angry Birds mit dem Beamer

auf die gegenüberliegende

Hauswand projizieren,

dann verbinden Sie

doch Ihr Nexus mit

dem Fernseher oder Projektor.

Voraussetzung dafür

sind ein modernes TV-Gerät oder

ein Computer-Monitor mit HDMI-Eingang

und das passende HDMI-Adapterkabel.

Das Nexus unterstützt über die USB-

Buchse die Mobile-High-Definition-Link

(MHL) getaufte Schnittstelle für Mobilgeräte,

mit der hochauflösende Audio- und Videodaten

von einem Smartphone oder Tablet an

einen Bildschirm übertragen werden können.

Auf dem Schirm des Fernsehers sehen Sie

eine exakte Live-Kopie des Handy-Displays.

Abb. 2: Dank der kleinen Pogo-Pins

findet das Galaxy Nexus im Dock

ganz leicht seinen Platz.

‚„Plusminus

‚ Solide Verarbeitung

‚ Einsetzen leichtgängig

„ Kein zusätzliches Netzteil

„ Hoher Preis (etwa 42 Euro)

Abb. 3: Per MHL und HDMI wird Ihr

Fernseher zu einem großen Android-

Display.

‚„Plusminus

‚ Auch mit anderen Geräten

nutzbar

‚ Portabel und immer dabei

„ Fast genauso teuer wie Multimedia-Dock

(etwa 18 Euro)

Samsung

Android-user.de November 2012 57


Hardware

Zubehör für Galaxy Nexus im Test

Abb. 4: In der KFZ-Halterung oder der Ladeschale eingesteckt, dreht das Galaxy Nexus auch den Homescreen

in das Querformat.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/26846

‚„Plusminus

‚ Solide Verarbeitung

‚ Günstige Alternative

(ca. 20 Euro)

„ Kein zusätzliches Netzteil

„ HDMI-Anschluss seitlich

Abb. 5: Mit dem Dock

und Bluetooth-Tastatur

und Maus wird das

Handy zur Workstation.

Das Kabel von Samsung eignet sich nicht nur

für das Galaxy Nexus, sondern auch für andere

Samsung-Phones mit MHL-Funktion.

Die Kopplung von Fernseher und Smartphone

ist nicht schwierig. Sie nehmen das

Adapterkabel, verbinden es mit dem HDMI-

Kabel des Fernsehers und dem Handy, und

schließen zusätzlich noch das Ladegerät des

Handys an der Micro-USB-Buchse des Adapters

an. Das Nexus wirft dann ohne weiteres

Zutun sein Bild auf den Schirm des TVs.

Multimedia-Dock EDD-H1F2

Das Multimedia-Dock EDD-H1F2 ist nun eine

Kreuzung aus der eingangs angesprochenen

Ladeschale und dem HDMI-Adapterkabel.

Wie auch die Ladeschale ist das Multimedia-

Dock recht schwer gebaut, sodass das Handy

sicher in der Schale steckt. Allerdings gleitet

das Nexus nicht ganz so leicht in das Dock,

der Micro-USB-Stecker der Halterung muss

schließlich seinen Weg in die Ladebuchse

des Handys finden.

Mit dem Dock, einem Monitor mit

HDMI-Eingang und Bluetooth-

Maus und ‐Tastatur verwandeln

Sie Ihr Handy

zu einem veritablen

Samsung

Ersatz eines Desktop-PCs. Mit dieser Kombination

macht es kaum mehr einen Unterschied,

ob Sie am Laptop, Desktop-PC oder

eben am Smartphone sitzen, um im Internet

zu surfen, Videos zu betrachten oder sich

mit Spielen die Zeit zu vertreiben. Die Leistung

des Galaxy Nexus reicht für alltägliche

Aufgaben locker aus. Unglücklich ist nur die

Anordnung der HDMI-Buchse, sie steht seitlich

aus dem Dock, sodass das Kabel nicht

hübsch hinter der Schale verschwindet.

Der Preis des Multimedia-Docks liegt deutlich

unter dem der „einfachen“ Ladeschale.

Das Dock spielt vom Preis her fast in derselben

Liga wie das HDMI-Adapterkabel, erfüllt

aber beide Zwecke. Wenn Sie auf den Audio-

Anschluss über den 3,5mm-Klinkenstecker

verzichten können, dann ist das Dock auch

die beste Option, um das Handy auf dem

Schreibtisch immer im Blick zu haben. ● ● ●

Mehr Saft

Jeder Android User weiß, dass Smartphones

keine Dauerläufer sind. Die meisten Androiden

müssen über Nacht an den Strom, um für den

nächsten Arbeitstag wieder ausreichend Saft

zu tanken. Das Galaxy Nexus stellt hier keine

Ausnahme dar. Alternativ zum 1750 mAh starken

Akku bekommen Sie von Samsung jedoch

einen 2000 mAh großen Stromspeicher.

Der neue Akku baut etwas höher auf, sodass

ein angepasster Akkudeckel nötig wird, der

dem Set jedoch beiliegt. Trotz des Deckels

passt Ihr Nexus immer noch in die Original-

Docks von Samsung. Auf NFC-Nahfunk müssen

Sie ebenfalls nicht verzichten. Der Akku

verlängert die Laufzeit Ihres Galaxy Nexus im

Alltag um etwas mehr als 20 Prozent.

58

November 2012

Android-User.de


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Apps

App-Empfehlungen

In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zehn Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Arnold Zimprich

Android-User-App-Empfehlungen

Unsere Favoriten

Astro File Manager

kostenlos

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

Der Astro Dateimanager ist unter Android-Usern äußerst beliebt,

obwohl die alte Version optisch eine mittlere Katastrophe darstellte.

Mit dem aktuellen Release gibt es aber nichts mehr zu klagen,

der Filemanager kommt wie Phönix aus der Asche

daher. Ein frisches aktuelles Design und neue Funktionen

wie die Integration von Cloud-Speicherdiensten bringen

Astro wieder auf Kurs. Von der Optik her wurde die Anwendung

zudem komplett überarbeitet.

Im Netzwerk macht Astro ebenfalls

eine gute Figur. Cloud-Speicherdienste

wie Dropbox oder Google

Drive binden Sie direkt aus dem Dateimanager

heraus ein. Praktisch ist

auch die Suche nach Windows-Netzwerkfreigaben

(bzw. Samba) und

deren Integration im lokalen Netz. Bislang

ist die aktualisierte Version nur für brandneue

Geräte wie das Galaxy Nexus oder

Nexus-7-Tablet mit Android Jelly Bean

verfügbar.

Bewertung: ★★★★★

11Freunde –

Die App

kostenlos

Fußball-Apps gibt es viele, aber wenige haben wirklich Klasse.

11Freunde ist eine ausgesprochen ansprechend designte App,

die in Sachen Funktionalität der Konkurrenz in Form von Eurosport,

RAN oder ARD Sportschau locker das Wasser reichen

kann. In der App darf der 11Freunde-typische Witz natürlich

nicht fehlen – ein rundum gelungener Auftritt für alle Liebhaber

des Rasensports. Bewertung: ★★★★★

Path

kostenlos

Facebook ist unübersichtlich und omnipotent. Das mag auf viele anziehend wirken, andere

wiederum finden sich im Dickicht des größten sozialen Netzwerks der Welt kaum

mehr zurecht. Wer sein Leben mit einem etwas übersichtlicheren Personenkreis auf einer

kleinen, aber feinen App teilen möchte, findet in Path eine funktionale Lösung für den Alltagseinsatz.

Die App läuft auch auf prozessorschwachen Androiden mit älteren Android-

Versionen schön flüssig und macht einfach Spaß. Bewertung: ★★★★★

60 Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Zite

kostenlos

Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones wird es leider auch

zunehmend schwierig, der Nachrichten- und Informationsflut Herr zu

werden. Doch Hilfe naht! Die App Zite hilft dem Smartphone-Nutzer,

sich im allgegenwärtigen News-Dickicht zurechtzufinden. Der Clou:

Durch die Eingabe favorisierter Themengebiete trifft die App eine Vor-

Auswahl, anhand der eigenen Artikel-Bewertungen lernt sie zudem

Schritt für Schritt dazu.

Bewertung: ★★★★★

Elemental

kostenlos

Wenn Sie ein Sudoku-Fan sind, dann ist Elemental das Spiel der Wahl. Hier

muss man seine grauen Zellen ordentlich in Schwung bringen, um Erde, Luft,

Feuer und Wasser clever zu neuen Elementen zu mischen und auf diese Art, eine

Vielzahl von Rätseln zu lösen. Je schneller man dies bewerkstelligt, desto höher

steigt der Highscore. Doch Achtung: Je mehr man sich durch Tipps helfen lässt,

desto niedriger ist die Ausbeute.

Bewertung: ★★★★★

Postkarte

kostenlos

Individuell designt und weltweit verschickt:

Mit der kostenlosen App

„Postkarte“ landen personalisierte

Grüße spielend einfach bei Familie

und Freunden – ganz gleich, ob von

einer Reise, einer Geburtstagsparty

oder Hochzeit aus. Ein Foto auszuwählen

und die Rückseite der Karte

mit Adresse und Unterschrift zu versehen,

dauert nur ein paar Augenblicke.

Bewertung: ★★★★★

Fahrradpass

kostenlos

Fahrräder sind ein beliebtes Diebesgut,

ihr Wert und die eingebaute

Mobilität machen sie zum idealen

Ziel von Dieben. Der Ärger ist meist

groß, wenn der geliebte Drahtesel

weg ist. Die Fahrradpass-App hilft

Ihnen, der Polizei und der Versicherung

genaue Angaben zum Rad zu

machen, zudem haben Sie Ihre

wichtigen Rad-Daten immer mit

dabei. Bewertung: ★★★★★

IntelliRing

1,64 Euro

Testversion kostenlos

Diese App macht sogar das Smartphone

schlauer und passt die Lautstärke

an, wenn sich der Androide

gerade in einer Hosentasche oder

einem anderen Behältnis befindet.

Holt man das Gerät heraus, wird das

Geklingel wieder leiser. Die App eignet

sich also speziell für User, die oft

in's Kino gehen.

Bewertung: ★★★★★

sbob.me Streetflirting

kostenlos

Haben Sie sich nicht getraut, die nette Person gestern Abend in der Bar direkt anzusprechen? Mit

dieser App steigt die Chance, dass Sie Ihren Flirt noch einmal wiedersehen. Denn sbob.me macht

für Sie den ersten Schritt zur Wiederannäherung – und das Ganze ohne Namen, E-Mail oder Handynummer

preisgeben zu müssen. Die Funktion der App steht und fällt mit der Fanbase – also

nichts wie ab auf Google Play und mitmachen! Bewertung: ★★★★★

Songkick Concerts

kostenlos

Diese App ist ein Muss für Musikfans: Songkick erstellt eine

personalisierte Übersicht anstehender Konzerte, die man

nicht verpassen sollte – basierend auf dem eigenen Musikgeschmack

und dem Wohnort. Gegenüber den Ankündigungen

in Musikzeitschriften hat die App einen großen Vorteil:

Sie verfolgt die Touren der Lieblingsbands auf Schritt und

Tritt und alarmiert den Musikliebhaber, sobald einer seiner

Favoriten in der Nähe auftritt. Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27097

Android-user.de november 2012 61


APPS

Neuheiten

Google-Play-Charts für den Oktober 2012

Neuheiten

Das sind die am häufigsten

heruntergeladenen neuen fünf

Gratis- und Bezahl-Apps auf

Google Play für den Monat

Oktober. Arnold Zimprich

Spirits

0,69 Euro

Eine App passend zum

Herbst: Aus gefallenen

Blättern erheben sich

kleine Geister, um ihre

Reise nach Hause anzutreten.

Diese müssen

ohne direkte Steuerung

geleitet werden – entweder

durch Veränderung der Windstärke und ‐richtung oder durch

Umformung des Untergrunds. Spirits ist ein entspannendes Spiel

für zwischendurch. Bewertung: ★★★★★

Nexus Media

Importer

1,61 Euro

Der Nexus Media Importer erlaubt den Import

und das Streamen von Musik, Videos, Photos

und Dokumenten von einem USB-Stick oder

einer SD-Karte – vorausgesetzt, man verbindet

sie mit einem Nexus-7-Tablet, einem Galaxy

Nexus oder jedem anderen Gerät, das über die

Android-Version 3.2 oder darüber verfügt. Rooten

ist nicht nötig, nur ein USB-OTG-Kabel.

Bewertung: ★★★★★

Ocean HD

1,99 Euro

Spektakuläres 3D-Wallpaper für Smartphones

und Tablets, das die Tiefen der

Weltmeere auf den Bildschirm zaubert.

Auf diese Weise lässt sich ein versunkenes

Schiff entdecken, ein Korallenriff erkunden

oder nach einem versunkenen

Schatz Ausschau halten. Wenn man

genau hinsieht, kann man sogar einen

Hai in der Ferne erkennen!

Bewertung: ★★★★★

Frag Mutti

0,79 Euro

Mutti wusste es immer schon am besten: Mit dieser

App haben Sie von überall Zugriff auf über

16000 Haushaltstipps und Rezepte und mausern

sich zum Haushalts-Experten. Alle Einträge können

kommentiert, gespeichert, bewertet und

auch weiterempfohlen werden. „Frag Mutti“ ist

auch in einer Gratis-Version erhältlich, die Werbung

enthält. Bewertung: ★★★★★

Granny Smith

1,05 Euro

Granny Smith liebt ihre Äpfel über alles, doch

ein gemein grinsender Dieb auf Rollschuhen

trachtet nach ihren Köstlichkeiten und versucht,

so schnell wie möglich mit dem leckeren

Obst zu entwischen. Die Spiel-Oma ist jedoch

alles andere als träge. Schnelles, witziges und

actiongeladenes Spiel mit spannenden Stunt-

Einlagen. Bewertung: ★★★★★

62 November 2012


Apps

Neuheiten

100 Rooms

kostenlos

100 Rooms ist ein weiterer

Repräsentant der Art von

räumlichen Kniffelspielen,

die mit 100 Floors ihren

ersten erfolgreichen Vertreter

fanden. Diesmal

muss man sich allerdings

nicht vertikal, also von

Stockwerk zu Stockwerk,

sondern vielmehr horizontal

von Raum zu

Raum vorarbeiten. Witziges

Spiel für Panzerknacker

und solche, die es

werden wollen.

Bewertung: ★★★★★

Test for Friends

kostenlos

Früher spielte man noch Mut oder

Wahrheit oder Flaschendrehen –

heute begibt man sich zum Smartphone,

um mehr über die eigenen

Freunde zu erfahren. Was wissen

Ihre Freunde überhaupt über Sie

selbst? Meistern Sie gemeinsam

mit Ihren Kumpels allerlei persönliche

und auch verrückte Fragen,

die Sie sich im Alltag gar nicht stellen

würden. Dabei müssen Sie die

Antworten Ihrer Freunde erraten

und können gespannt sein, ob

diese im Umkehrschluss bei Ihnen

richtig liegen.


Bewertung: ★★★★★

Parking3d

kostenlos

Der Entwickler

dieses

Einpark-

Spielchens

gibt an,

man könne

mit der App

tatsächlich das Einparken

für den Praxisgebrauch üben. Ob sich

die Smartphone-Simulation auf die Realität

übertragen lässt, müssen Sie selbst feststellen –

als kleine Ablenkung für zwischendurch taugt

dieses Spielchen aber allemal. Zur Auswahl stehen

dabei mehrere Einpark-Situationen.

Bewertung: ★★★★★

100 Tore

kostenlos

Wie bei 100 Rooms geht es auch

bei diesem Spiel darum, Tore und

Türen in den verschiedensten Ausführungen

dazu zu bewegen, den

Weg zum nächsten Level freizugeben.

Für ungeduldige Zeitgenossen ist das Spiel ungeeignet,

alle Kniffel-Profis werden sich jedoch angesichts der immer

neuen Herausforderungen, die einem bei diesem Sesam-öffne-Dich

gestellt werden, die Hände reiben. Bewertung: ★★★★★

Flipper Spiel Pinball

kostenlos

Freunde des rasanten Kugel-Schubsens aufgepasst! Hier

holen Sie sich jede Menge Flipper-Action auf den Androiden.

Dank verschiedener Tische, einer hübschen Grafik

und einem tollen Soundtrack mit atmosphärischer

Musik und verschiedenen Klangeffekten

wird einem auf dieser App so schnell nicht langweilig

– für Profis bietet sie dann allerdings doch

ein bisschen zu wenig Abwechslung.

Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27096

November 2012

63


Apps

Runtastic-App für Android

Vlastimil-Šesták, 123RF

Im Test: Die Runtastic-App

Lauf,

Android, lauf!

Ausdauer- und Gelegenheitssportler

finden

auf Google Play eine

beeindruckende Anzahl

von GPS-Trackern, mit

denen sie ihre Aktivitäten

nach allen möglichen

Gesichtspunkten

analysieren können.

Eine der derzeit beliebtesten

ist Runtastic.

Arnold Zimprich

Verglichen mit den Möglichkeiten,

die Android heutzutage bietet,

war die Trainingsplanung und das

Auswerten der eigenen sportlichen

Aktivitäten vor dem Smartphone-Zeitalter

eine mühsame Angelegenheit. Stoppuhr, Stift

und Zettel erfüllen zwar nach wie vor ihren

Zweck, deutlich mehr Spaß macht die Analyse

jedoch mit Apps wie Runtastic – egal, ob

Sie nun auf dem Rad sitzen, sich die Laufschuhe

geschnürt haben oder auf Langlaufskiern

unterwegs sind.

Los geht’s!

Für Freizeitsportler bietet Runtastic in der

kostenlosen Version [1] schon viele grundlegende

Funktionen an, die für eine vernünftige

Trainingsplanung und ‐beobachtung ausreichen.

Wir empfehlen daher, sich zunächst

die Gratis-Variante herunterzuladen, bevor

man für die Pro-Version [2] 4,79 Euro ausgibt.

Voraussetzung für die Aufzeichnung ist,

dass der Handy-interne GPS-Empfänger aktiviert

ist – denn ohne GPS ist die App schlicht

nicht zu gebrauchen. Erscheint das GPS-

Symbol in der geöffneten App am rechten

oberen Bildschirmrand in Gelb oder Grün,

dann kann es losgehen. Ein fünfsekündiger

Countdown, der sich auch auf 15- oder 30

Sekunden ausweiten lässt, läuft ab, und

schon fällt der Startschuss: Die App beginnt

mit der Aufzeichnung.

Wo fange ich an?

Laien könnten sich vom Angebot auf der

Runtastic-App schnell überfordert fühlen –

doch nicht verzagen, denn hat man die Anwendung

einmal den eigenen Vorlieben angepasst,

kann nichts mehr schiefgehen.

Schon die Grundeinstellung der Anwendung

reicht völlig aus, um erste Erfahrungen mit

dem Tracker zu sammeln. Will man etwas

mehr Individualität, lassen sich die auf dem

Startbildschirm dargestellten Angaben leicht

verändern. Dazu genügt ein Klick auf den

Einstellungs-Button in der Mitte des Bild-

66

November 2012

Android-User.de


Apps

Runtastic-App für Android

Abb. 1: Sind Sie startbereit? Gleich

kann es losgehen – oder -laufen!

Abb. 2: Nach welchen Vorgaben

wollen Sie trainieren?

Abb. 3: Mit der Pro-Version kann

man die Herzfrequenz messen.

Abb. 4: Zwischenzeiten: Welche

war die schnellste Runde?

schirms, und schon kann man zwischen Geschwindigkeit,

Durchschnittsgeschwindigkeit,

aktuellem Pace, Durchschnittspace, verbrannten

Kalorien, Aufwärts- und Abwärtshöhenmetern,

aktueller Seehöhe und Uhrzeit

auswählen. Dauer und Distanz des Trainings

zeigt die App stets zuverlässig im oberen Bereich

des Displays an.

Zwei Versionen

Wie bereits erwähnt, gibt es die Runtastic-

App in zwei Versionen. Liefert die Gratisversion

noch ausreichend Datenmaterial für die

Auswertung des kleinen Laufs zwischendurch,

werden ambitioniertere Sportler, die

ein konkretes Trainingsziel vor Augen oder

einen Wettbewerb eingeplant haben, schnell

die Pro-Version downloaden wollen. Diese

knapp 5 Euro teure Luxusausgabe der App

bietet ambitionierteren Sportlern viele interessante

Zusatz-Features. Da wäre zunächst

der Sprachcoach zu nennen, der einem auf

Deutsch in einstellbaren Abständen während

des Trainings die aktuellen Trainingsdaten,

wie zum Beispiel die Durchschnittsgeschwindigkeit,

mitteilt. In den Einstellungen kann

man exakt festlegen, welche Informationen

man übermittelt bekommen will, auch die

Lautstärke lässt sich hier im Vorhinein einstellen,

damit man angesichts des ungewohnten

Live-Kommentators im Hintergrund

nicht erschrickt.

Trainiert man nach Plan und will nicht

ständig das Handy aus der Tasche ziehen,

um sich über den aktuellen Stand der Dinge

zu informieren, ist der Sprachcoach jedenfalls

ein Muss. Sinnvoll ist zudem die ebenfalls

nur in der Pro-Version eingebaute Wetterleiste

am unteren Bildschirmrand. Neben

einem kleinen und informativen Wetter-Icon

informiert sie über Sonnenauf- und -untergang

und zeigt die aktuelle Temperatur an.

Als zusätzliches Feature stellten die Entwickler

vor Kurzem Runtastic Earth View vor

– mit dieser Funktion lassen sich im Nachhinein

direkt aus der App heraus die zurückgelegten

Strecken via Google Earth betrachten,

solange man die entsprechende App installiert

hat [3]. Um Runtastic Earth View flüssig

ablaufen zu lassen, sollten Sie jedoch über

einen ausreichend großen Arbeitsspeicher

verfügen, denn sonst gerät das Nachfliegen

der eigenen Route auf dem Smartphone zu

einer nervenaufreibenden Ruckelpartie. Nagelneu

ist zudem die in den Einstellungen

aktivierbare Auto-Stop-Funktion, die die Aufzeichnung

bei längeren Pausen von selbst

anhält. Neben weiteren Zusatzfunktionen in

der Pro-Version möchten wir noch die Möglichkeit

hervorheben, die App mit einem

Herzfrequenzmesser zu koppeln. Runtastic

hat selbst ein funktionales Modell mit Dongle

im Programm [4], welches sich in unserem

Kurztest bewährt hat. Zum Redaktionsschluss

war es allerdings noch nicht im Runtastic-Webshop

zu erwerben. Die Runtastic

Pro-App kommuniziert jedoch auch mit vielen

anderen Pulsgurten, die mit 5,3 kHz funken,

auch unterstützt sie Modelle von Polar

und anderen Marken, die via Bluetooth kommunizieren.

Auswertung

Die App wäre kein ernst zu nehmender Tracker,

wenn man nicht am Ende des Trainings

die eigenen Leistungen gemütlich am Desk-

Android-user.de November 2012 67


Apps

Runtastic-App für Android

Abb. 5: Umfangreiche Trainings-

Auswertung: wie weit, wie lange,

wie schnell, wie hoch?

Abb. 6: Der eigenen Route folgen:

Die Kartenansicht via Google

Maps ist überaus informativ.

Abb. 7: In den Einstellungen kann

man den Sprachcoach den eigenen

Vorlieben anpassen.

Abb. 8: In der App lassen sich verschiedene

Sportarten einstellen –

für eine einfachere Auswertung.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/26763

top analysieren könnte. Hat man den Stop-

Button auf der App gedrückt, können sich

Läufer über ihre Rundenzeiten freuen und

Radfahrer über eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit,

am interessantesten ist jedoch

die Kartendarstellung. Mit dieser lässt sich

der eigene GPS-Track in der Draufsicht inklusive

einer Zwischenzeittabelle betrachten,

die man den eigenen Informationswünschen

entsprechend anpassen kann. Die Pro-Version

zeigt zudem die einzelnen Kilometer mit

allen relevanten Daten in Listenform an. So

stellen Sie schnell fest, an welcher Stelle der

Hungerast seinen Anfang nahm oder wo man

beim nächsten Ausritt oder ‐lauf noch ein

wenig auf die Tube drücken könnte – für

Sportler, die ihre Rundenzeiten verbessern

wollen, ist das die vielleicht wichtigste und

informativste Funktion.

Mit anderen treffen

Doch die App ist bei Runtastic nur ein Teil

des Ökosystems. Wer mag, kann sich auf der

Runtastic-Homepage [5] ein eigenes Profil

zusammenstellen und die zurückgelegten

Strecken auf übersichtliche Weise archivieren

und wieder aufrufen. Zur übersichtlichen

Kontrolle des Trainingserfolgs ist das sehr angenehm.

In der Community kann man

zudem Freundschaften knüpfen, die eigenen

Trainingsverläufe mit denen befreundeter

Personen vergleichen und auf diese Weise

mit der Zeit ein regelrechtes Motivations-

Netzwerk aufbauen. Wer mag, wird sogar

mit Trainingsplänen [6] des deutschen Lauf-

Profis Dieter Baumann und Tipps zur Rennvorbereitung

versorgt.

Möchte man richtig Gas geben, gibt es

zudem ab 19,90 Euro im Monat die Runtastic

Gold-Mitgliedschaft [7]. Diese bietet auf der

Homepage noch umfangreichere Auswertungsmöglichkeiten.

Unter anderem kann

man befreundete Sportler während ihres

Trainings anfeuern und detailliertere Trainingspläne

abrufen. Zudem liefert sie wöchentliche

Leistungsberichte zur aktuellen

Trainingskontrolle.

Fazit

Der Runtastic-Kosmos ist für alle Freizeitaber

auch Profisportler eine tolle Möglichkeit,

die eigenen sportlichen Tätigkeiten und

Fortschritte zu erfassen. Zwar mag der große

Umfang der verschiedenen Funktionen auf

Neulinge unübersichtlich wirken, Runtastic

macht aber nach ein wenig Eingewöhnung

sehr viel Spaß. Probleme mit dem GPS-Empfang

konnten wir nur ab und zu in Häuserschluchten

in der Stadt und neben steileren

Felswänden in den Bergen feststellen. Ein

kleines Manko ergibt sich jedoch für Langstrecken-Freunde

mit schwachem Smartphone-Akku,

die auch mal länger als vier

Stunden unterwegs sind: Benutzt man in der

Pro-Version der App auch die Herzfrequenz-

Messfunktion, so ist die Batterie des Smartphones

relativ schnell leer. Man sollte daher

alle überflüssigen Stromfresser vor dem Training

ausschalten, damit das Handy nicht

zwei Kilometer vor dem Ziel den Geist aufgibt.

Trotzdem wird Runtastic alle begeistern,

die gerne aktiv sind. Die App ist ein idealer

Motivator und Trainingspartner für vielerlei

sportliche Aktivitäten.

● ● ●

68

November 2012

Android-User.de


Apps

EboBirthday

EboBirthday – der Geburtstagskalender

Happy

Birthday

Underumbrella, 123RF

Mit EboBirthday verwalten Sie

ganz einfach Geburtstage oder

Jahrestage. Die App bietet dazu

jede Menge Möglichkeiten,

Daten automatisch einzutragen. So lassen

sich zum Beispiel die Geburtstage von Facebook,

der HTC Hero Kontakte

App, der Phone book-

App oder aus CSV-Dateien

importieren. Facebook ist

hier wohl in vielen Fällen

die einfachste und ergiebigste

Quelle, da üblicherweise

viele Bekannte,

Freunde und Kollegen bei

Facebook angemeldet sind

und Facebook auf die Angabe

eines Geburtsdatums

besteht.

Zur Hochzeit

Nicht nur Geburtstage können Sie mit Ebo­

Birthday verwalten, sondern auch Hochzeitstage.

Da man diese aber meist von Hand einträgt,

tippen Sie hierzu auf das Plus-Symbol in

der oberen Leiste. Nun öffnet sich ein Fenster,

in dem Sie den Namen eintragen sowie die Art

des Ereignisses (Geburtstag, Hochzeitstag)

und nebendran das Datum eingeben. Um das

abzuspeichern, klicken Sie auf Okay.

Abb. 2: Dieses nützliche Tool sieht

nicht nur schick aus, sondern wirkt

auch sehr aufgeräumt.

Erste Schritte

EboBirthday gibt es kostenlos

im Play Store [1].

Beim ersten Start sehen

Sie einen Willkommensbildschirm.

Sie werden

nun aufgefordert, Geburtstage

zu importieren oder

per Hand einzutragen. Falls Sie die Daten

von Facebook importieren wollen, klicken

Sie auf die Menü-Taste Ihres Smartphones

beziehungsweise auf die oben rechts befindlichen

drei Punkte (ab Android 4.0) und anschließend

auf Importieren Facebook. Die

App leitet Sie nun auf die Login-Seite von

Facebook weiter, wo Sie sich anmelden. Ebo-

Birthday holt sich jetzt die Geburtstage aus

Facebook und zeigt Sie in der App an.

Die wichtigsten Funktionen

In den Einstellungen der Anwendung haben

Sie eine Vielzahl an Möglichkeiten, alles

nach Ihren Wünschen anzupassen.

Die meisten erklären

sich schon von allein. Sie

möchten immer angezeigt

bekommen, was für Sternzeichen

Ihre Freunde haben?

Kein Problem. Dazu setzen

Sie einen Haken bei Sternzeichen-Bild

beziehungsweise

bei Sternzeichen-Name. Ein

Kästchen darunter, bei

Theme, können Sie zwischen

drei verschiedenen Designs

der Applikation wählen: Chic,

Klassisch oder Weiß.

Damit Ihre Liste auch

immer aktuell bleibt, empfiehlt

es sich, auch einen

Haken bei Hintergrundchecks

zu setzen. Wenn die Funktion

aktiv ist, kontrolliert Ebo Birthday

regelmäßig Ihre Kontakte

auf Veränderungen. Falls also neue hinzukommen,

fügt die Anwendung diese automatisch

zum Kalender. Damit Sie auch benachrichtigt

werden, wenn neue Geburtstage anstehen,

können Sie festlegen, wie viele Tage

im Voraus Sie informiert werden möchten.

Hier können Sie zwischen Nur Heute (am Tag

des Geburtstags) bis Drei Monate wählen.

Fazit

EboBirthday ist eine klassische Android-App,

die genau eine Aufgabe erledigt, das dafür

gut. Sind Sie auf der Suche nach einer Geburtstagskalender-App

für Android, dann ist

EboBirthday genau richtig.

● ● ●

Früher pflegte man

einen Geburtstagskalender,

heute pflegt

man das Smartphone.

Auch hier kann man seinen

eigenen Geburtstagskalender

führen.

Wir stellen dazu die App

EboBirthday vor.

Mirko Mahlberg

Abb. 1: Die Facebook-Import-Funktion

ist sehr nützlich und spart eine

Menge Zeit.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27123

Android-user.de november 2012 69


Apps

Comic Apps

Benoit Chartron, 123Rf

Comics lesen unter Android

Bunte Welten

Wham! Bang! Woosh!

Immer mehr Comic-

Verlage bieten ihre

Hefte in digitalen Formaten

an. Auch Android-Tablets

und ‐Smartphones

laden zum Blättern

und Schmökern

ein. Thomas Raukamp

Spiderman, The Avengers, Batman:

Comic-Helden sind so populär

wie selten zuvor. Trotzdem

kämpft die Branche mit Problemen,

denn die Begeisterung für die Leinwandumsetzungen

spiegelt sich nur mäßig

in den Heftverkäufen wider. Zwar konnten

mit der Manga-Welle und den vornehmlich

im Buchhandel vertriebenen, aufwendigen

Graphic Novels zusätzliche Kundenkreise erschlossen

worden, trotzdem werden weitere

Absatzformen in einer sich ständig neu erfindenden

Industrie mit offenen Armen empfangen.

So verwundert es nicht, dass sich

Comic-Anbieter ebenso wie Buchverlage derzeit

verstärkt auf den digitalen Markt konzentrieren

– und das mit teilweise richtungsweisender

Konsequenz: 2011 entschied zum

Beispiel DC Comics, digitale Ausgaben der

eigenen Serien noch am selben Tag zu veröffentlichen

wie die Printversionen, Hauptkonkurrent

Marvel zog in diesem Jahr nach und

liefert in jedem gedruckten Heft zusätzlich

einen Code für den kostenlosen Download

Preise

Die Kosten für digitale Comic-Hefte variieren:

Der Standardpreis für zurückliegende Ausgaben

von Topserien wie Spiderman, Superman

oder X-Men beträgt 1,99 US-Dollar (derzeit

knapp 1,50 Euro), die aktuelle Veröffentlichung

ist in den verschiedenen Shops für 2,99 US-

Dollar erhältlich. Wer absolut up to date sein

und ein Heft am selben Tag kaufen will, an

dem es in den USA am Kiosk erscheint, muss

dafür 3,99 US-Dollar über den virtuellen Ladentisch

schieben. Bedenkt man, dass bei der

Printausgabe in Deutschland noch Mehrwertsteuer

und oftmals Portokosten hinzukommen,

handelt es sich um durchaus faire Angebote,

zumal die Online-Shops viele ältere Serien im

99-Cent-Angebot bereithalten. Wer regelmäßig

Comics kauft, sollte auch über ein Online-Abo

bei den Verlagen nachdenken.

72

November 2012

Android-User.de


Apps

Comic Apps

der entsprechenden Ausgabe.

Zum prestigeträchtigen

Showdown „Avengers

vs. X-Men“ produzierte

der Verlag gar eine Vorgeschichte,

die ausschließlich

als Download zu beziehen

und teilweise interaktiv

bedienbar war.

Do you speak

English?

Die Android-Plattform ist

bereits recht gut versorgt

mit Download-Apps für

die digitalen Bildergeschichten.

Wer zum Beispiel

ein wenig in Googles

Play Store stöbert, findet

passende Programme von

DC und Marvel, aber auch

von unabhängigen Anbietern

wie Amazon und Barnes & Noble, deren

riesiges Repertoire an digitalen Formaten

auch Comics beherbergt. Freunde der japanischen

Manga-Kultur werden ebenfalls mit eigenen

Apps versorgt, und wer sich im Internet

auf die Suche nach unabhängigen Anbietern

und Nachwuchszeichnern macht, kann

deren Werke mit einer umfassenden Auswahl

an eComic-Darstellungsprogrammen genießen.

Doch es gibt auch unrühmliche Ausnahmen:

Der besonders in Deutschland sehr aktive

italienische Panini-Verlag bietet seine Serien

zwar bereits digital an, eine entsprechende

App gibt es bisher aber leider nur für

Apples iPhone und iPad – deutschsprachige

Comics sind daher auf Androiden nur schwer

zu finden und werden von keinem der hier

vorgestellten Anbieter vertrieben. Auch Disney

öffnet sein Micky-Maus-Imperium bisher

nur iOS-Nutzern. Es gilt zu hoffen, dass die

wachsende Popularität von Tablets mit Android-Betriebssystem

zum Umdenken bei den

Machern einlädt.

Comics

ComiXology ist das weltweit größte

Online-Portal für Comics und beherbergt

in seiner Sammlung nicht

weniger als 25.000 digitale Hefte und Grafiknovellen.

Insgesamt konnte das amerikanische

Unternehmen schon über 75 Millionen

Downloads verzeichnen, was die New

York Times veranlasste, ComiXology kurzerhand

als das „iTunes für Comics“ zu bezeichnen

[1]. Jede Woche wird das Angebot

um knapp 300 Titel der zehn wichtigsten

Verlagshäuser ergänzt. So finden sich nicht

Abb. 1: Der ComiXology-Store hält

das weltweit umfangreichste Online-

Angebot an Comics bereit.

nur die Verkaufszahlen generierenden

Superhelden-

Storys, sondern auch alte

Bekannte wie Garfield und

die Simpsons.

ComiXology nennt seine

App schlicht Comics [2],

und die bildet das komplette

Angebot der 2007 eingeführten

Webseite comixology.com

ab. Die Umsetzung

weiß schon auf den

ersten Blick zu überzeugen

– wer regelmäßig zum Beispiel

im Google Play Store

stöbert, wird sich schnell

zurechtfinden: Das Programm

unterscheidet zwischen

den Bereichen „Featured“

für aktuelle Ange-

finden sich bei ComiXology auch

Abb. 2: Neben den Branchenriesen

bote des Shops und Tipps weniger bekannte Verlage.

aus der Online-Redaktion,

„Just Added“ für Neuerscheinungen sowie

„Popular“ für die Verkaufscharts. Doch die

Übersicht kann weiter individualisiert werden:

Mithilfe eines Aufklappmenüs wird die

Startseite nach Verlagen, Serien, Genren und

Autoren gefiltert, und der Button „My Comics“

führt zur Übersicht der eigenen Downloads,

sofern bereits Käufe getätigt wurden.

Scrollt man zudem die Startseite ganz herunter,

finden sich weitere Quicklinks zu den

Heften mit der höchsten Käuferbewertung

sowie zu einer Übersicht der unterschiedlichen

Handlungsstränge innerhalb einer

Serie, die besonders für Neueinsteiger oftmals

nicht ganz einfach zu verfolgen sind.

Leider werden die Erzähllinien nicht serienübergreifend

protokolliert, was für Sammler

ein zusätzlicher Service wäre.

Wer die Qualität der digitalen Formate zunächst

einmal testen möchte, wird sich über

das Angebot kostenloser Comics freuen, das

mit einigen Tausend Exemplaren erfreulich

groß ist – auch wenn

es sich oftmals nur

um Teaser für kommende

Serien oder

aktuelle Ausgaben

handelt. Den Verweis

dorthin hat

ComiXology allerdings

ebenfalls ganz

am Ende seiner

Startseite untergebracht,

im Webshop

wird offensiver Abb. 3: Auch zusammenhängende Doppelseiten werden mit der

damit umgegangen. horizontalen Darstellung von ComiXology Comics auf Tablets gut

Etwas schade ist lesbar dargestellt.

Android-user.de November 2012 73


Apps

Comic Apps

heranzoomen, was auf

7-Zoll-Tablets und

„Zwitter-Produkten“

wie dem Galaxy Note

ein gut erträglicher

Kompromiss ist. Auf

allzu kleinen Smartphone-Screens

ist das

virtuelle Blättern aber

schlichtweg keine

Freude, das Lesen der

Papierversion macht

dann auch unterwegs

deutlich mehr Spaß.

Abb. 4: Details werden in den Viewern

von ComiXology, DC und Marvel

mit zwei Fingern herangezoomt.

Abb. 5: Der DC-Comics-Shop bietet

eine breite Auswahl an freien Ausgaben

zum Schnuppern an.

auch, dass die Suchfunktion der App nur im

gesamten Angebot wühlt – es kann also zum

Beispiel nicht gezielt nach kostenlosen Titeln

einer bestimmten Serie gesucht werden,

auch Syntax-Kombinationen wie „Superman

+free“ funktionieren nicht.

Der Katalog von ComiXology reicht weit

zurück und ist chronologisch aufgebaut. Oftmals

ist die Gliederung jedoch etwas grob:

Eine Einteilung wie „Superman (1939-2011)“

ist nun doch etwas weitläufig, auch wenn

sich dahinter im Endeffekt nur 68 Highlights

aus den angegebenen Jahrzehnten verbergen.

Der Kauf einer Einzelausgabe erfolgt in

nur zwei Schritten, wobei die Bezahlung

komfortabel mittels der im Play Store hinterlegten

Kreditkartendaten erfolgt. Das Anlegen

eines eigenen ComiXology-Kontos hat

jedoch einen echten Mehrwert, denn es aktiviert

die Synchronisation des Webstores mit

der Mobil-App: Ausgaben, die online gekauft

werden, liegen also auch automatisch zum

Download auf dem Smartphone oder Tablet

bereit. Etwas verwirrend ist dabei, dass sie

hier zunächst nicht unter „My Comics“, sondern

im Aufklappmenü „Purchases“ auftauchen.

Im Webshop wird diese überflüssige

Unterteilung nicht gemacht.

Die Darstellungsqualität der digitalen Ausgaben

ist mit dem integrierten Reader erfreulich

hoch – besonders Tablet-Nutzer, deren

Geräte eine Horizontale von mindestens 10

Zoll haben, werden ihre wahre Freude

haben, da auch Zeichnungen, die auf einer

Doppelseite angelegt sind, im Quermodus

ausreichend Platz finden. Benutzer kleinerer

Bildschirme können Details mit zwei Fingern

DC Comics

Die Arbeit

von Comi-

Xology hat in

der Branche anscheinend

für Aufsehen gesorgt,

denn auch die

Android-App von DC Comics [3], Heimat

klassischer Helden wie Superman, Batman

und Wonder Woman, setzt auf das Fundament

von Comics auf – warum das Rad

schließlich immer wieder neu erfinden und

Nutzer mit ständig wechselnden Bedienungen

verwirren? Trotzdem sieht man der App

des traditionsreichen amerikanischen Verlages

die Verwandtschaft auf den ersten Blick

nicht an: Die Macher haben das Programm

optisch so umgestrickt und auf das Angebot

von DC hin optimiert, dass es durchaus als

eigenständig durchgeht.

In erster Linie wurde die Optik des Originals

dabei gelungen ausgedünnt: Der Nutzer

navigiert so noch schneller im Katalog und

wechselt zwischen der Verwaltung der gekauften

Ausgaben und dem aktuellen Kaufangebot

hin und her. Auch mit dem kostenlosen

Angebot wird weitaus plakativer umgegangen,

der entsprechende Verweis findet

Abb. 6: Die Browse-Funktion für die

Seiten enthält bei DC eine komfortable

Seitenvorschau.

Amazon

Der Kindle Store des Online-Versandhauses

Amazon beherbergt ebenfalls einige Sammelband-Ausgaben

der großen englischsprachigen

Comic-Serien. Die Preise sind durchaus

attraktiv, allerdings eignet sich die Android-

Version des Kindle Reader eben besser für

E-Books als für Comics: So wird das Horizontalformat

nicht unterstützt, und auch das gewohnte

Heranzoomen mit zwei Fingern sucht

der Leser vergeblich. Zusammenhängende

Doppelseiten bleiben somit auch auf größeren

Tablets letztlich unleserlich. Fans sollten daher

eher zu einer App der entsprechenden Verlage

oder dem ComiXology-Store greifen.

74

November 2012

Android-User.de


Apps

Comic Apps

sich gleich in der

Hauptnavigationsleiste.

Die freie Sammlung ist

dabei durchaus interessant

und führt vor

allem Neueinsteiger

durch Hintergrundausgaben

in die einzelnen

Serien ein.

Im Shop selbst wird

gezielt nach Serien,

Genres und Autoren

gesucht, wobei die

Konzentration auf nur

einen Verlag das Stöbern

weitaus übersichtlicher

gestaltet. Schade

ist jedoch, dass die

App tatsächlich nur

das Angebot des Mutterunternehmens

im

Programm hat, die bekannt

kontroversen Ausgaben des zur DC-

Gruppe gehörenden Vertigo-Imprints sowie

der anarchische Humor der auch in Deutschland

beliebten MAD-Tochter bleiben bisher

außen vor.

Die Nutzung der ComiXology-Ressourcen

birgt indes weitere Vorteile. So erscheinen

mit Comics gekaufte Hefte auch in der DC-

App (und umgekehrt), und auch beim Bezahlsystem

wird auf das gemeinsame

Google-Play-Konto zurückgegriffen. Darüber

hinaus nutzt DC die gleichen guten Darstellungsroutinen

inklusive Horizontalmodus

und Detailvergrößerung – ein Umlernen

bleibt somit aus. Manchmal ergeben Synergien

eben sehr viel Sinn.

Abb. 7: Grüne Monster, amerikanische

Heroen: Die Marvel-App stellt

ihre Stars in den Vordergrund.

Abb. 8: Die Marvel-App lässt das Stöbern

nach Serien, Handlungssträngen

und Autoren zu.

Marvel Comics

Aller guten Dinge sind drei: Auch

die mittlerweile zu Disney gehörende

Marvel-Entertainment-

Gruppe setzt mit ihrer App Marvel Comics

[4] auf eine auf das eigene Angebot optimierte

Version des ComiXology-Stores auf.

Und wieder hat man beim Umstricken ganze

Arbeit geleistet: Zwar ist der Grundaufbau

durchaus ähnlich wie beim Original und bei

DC, die Marvel-App wurde jedoch in ihrer

Ästhetik an den Webshop des New Yorker

Comic-Multis angepasst. Und so lassen auch

die Macher solch erfolgreicher Serien wie

Spiderman, X-Men und The Avengers die

schnelle Navigation zwischen aktuellen An-

Abb. 9: Die Marvel-App synchronisiert

automatisch. Gekaufte Ausgaben

sind auf allen Geräten lesbar.

anDROID animate

anDROID talk

anDROID weekly

TV

App Vorstellungen

First touch & view

Smartphone und

Tablet Tests


Apps

Comic Apps

Abb. 10: Die plakativen Banner der

Dark-Horse-App verweisen lediglich

auf den Webstore des Verlages.

geboten, Neuerscheinungen und den angesagten

Titeln zu. Die Auflistung ist sogar

noch etwas übersichtlicher gelungen als

beim Hauptkonkurrenten DC. Das freie Angebot

ist jedoch merklich dünner gesät, dafür

überwiegen hier vollständige Ausgaben gegenüber

reinen Teasern. Sehr hilfreich ist die

„Getting Started“-Sektion, die den Neueinstieg

in die verschiedenen Serien einfacher

gestaltet.

Etwas ärgerlich ist hingegen, dass Marvel

sein recht attraktives Online-Aboangebot bisher

exklusiv für Kunden seines Webshops

bereithält, Nutzer der mobilen Apps für An d-

roid und iOS müssen jedes Heft einzeln kaufen.

Immerhin synchronisiert sich auch die

Marvel-App mit dem Webangebot des Verlages

und dem ComiXology-Store – gekaufte

Ausgaben sind somit auf allen verbundenen

Geräten lesbar. Etwas verwirrend ist jedoch

auch hier die Unterteilung in die Rubriken

„My Comics“ und „Downloads“, die der Einfachheit

halber zusammengelegt werden sollten,

zumal sich ersterer Punkt in der Marvel-

App in einem Aufklappmenü versteckt und

somit vielen Anwendern nicht gleich auffällt,

wie ein Blick in die Nutzerkommentare im

Play Store offenbart.

Suchfunktionen und Comic-Viewer teilt

sich das Programm mit den zwei schon besprochenen

Apps. Leider wurde auch eine

etwas störende Abweichung von den normalen

Benutzergewohnheiten importiert: Der

Back-Button am Smartphone und Tablet beendet

fast immer die App, statt in die übergeordnete

Kategorie zu wechseln. Hier sollte in

allen Umsetzungen nachgearbeitet werden.

Dark Horse

Comics

In Deutschland

weniger

bekannt ist

der US-amerikanische

Comicverlag Dark

Horse, der aber immerhin

die Rechte an

so bekannten Filmund

TV-Umsetzungen

wie Star Wars und

Buffy besitzt und umgekehrt

mit seinen eigenen

Serien die Inspiration

zu Blockbustern

wie Alien vs. Predator,

Hellboy, Sin

City und The Mask

lieferte. Im vergangenen

Jahr stieg das Unternehmen

in den lukrativen Markt der digitalen

Comics ein und verfügt über einen eigenen

Webstore sowie Apps für iOS und

And roid. Letztere befindet sich nach Herstellerangaben

jedoch noch im Betastadium und

kann daher noch nicht mit der Umsetzung

für iPhone und iPad konkurrieren, die vom

Funktionsumfang her bereits mit den mobilen

Angeboten von Marvel und DC vergleichbar

ist. Die Android-App beschränkt sich

hingegen derzeit noch auf die primäre Aufgabe

eines Darstellungsprogramms für die im

Webshop von Dark Horse getätigten Einkäufe.

Die plakativen Banner für die einzelnen

Serien rufen für den Einkauf bisher einfach

den Webbrowser auf, aber vielleicht hat

der Shop bis zum Erscheinen dieser Ausgabe

bereits Einzug gehalten.

Als reiner Reader leistet die Dark-Horse-

App jedoch schon gute Dienste. Schön ist

zum Beispiel, dass vor dem Aufruf des eigentlichen

Heftes neben einer kleinen Inhaltsangabe

auch noch die beteiligten Künstler

genannt werden – Kenner wissen diese

Angaben zu schätzen. Die Darstellungsroutinen

unterstützen die Horizontalansicht, was

das Lesen auf Tablets zur Freude macht, ein

spezieller Panel-Modus erlaubt gar das Springen

von Bild zu Bild, was besonders Benutzer

von kleinen Displays am Smartphone

danken werden. Die eigene Bibliothek wirkt

hingegen besonders auf größeren Bildschirmen

bei Weitem nicht so elegant wie die der

Konkurrenz, die Suchfunktion durchwühlt

nicht den Online-Shop, sondern lediglich die

eigene Kollektion. Es muss eben noch viel

nachgearbeitet werden…

Abb. 11: Praktisch für kleine Displays:

Im Panel-Modus der Dark-Horse-App

springen Sie von Bild zu Bild.

Fazit

Nicht umsonst greifen sowohl

DC als auch Marvel auf das Fundament

von ComiXology zurück:

Die App ist komfortabel

und optisch ansprechend aufgebaut,

der Reader macht auf Tablets

wie Smartphones eine sichere

und attraktive Figur. Trotzdem

darf man sich auf die vollständige

Umsetzung der Dark-

Horse-App freuen, die besonders

dann für frischen Wind sorgen

kann, wenn sie sich nah an der

Version für iOS-Geräte orientiert.

Konsumenten deutscher Comic-

Umsetzungen werden die Inkarnation

von Paninis Angebot auf

Androiden herbeisehnen oder

greifen gleich zu Asterix &

Obelix in der Papierversion. ● ● ●

76

November 2012

Android-User.de


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zumindest eine kleine Auswahl an Kochbüchern

im Haushalt oder fertige Rezepte im

Kopf, aber oft ist es dann doch mühseliger

als man denkt, für die passende Abwechslung

zu sorgen und das Kochbuch zu durchzublättern.

Koch-Droid-Rezepte hilft

Wenn man nun aber ein Android-Smartphone

oder Tablet besitzt, ist das nicht mehr

nötig, denn mit der Koch Droid-App [1] muss

man nie wieder Kochbücher wälzen, da man

eines der umfangreichsten Kochbücher direkt

in der Tasche mit dabei hat. Ihre Inhalte bezieht

die App aus der Webseite rezeptewiki.

org [2]. Somit hat man dank dieser Anbindung

Zugriff auf ca. 9000 Rezepte. Diese werden

dank der Quelle des Rezept-Wikis nicht

nur stetig verbessert, sondern auch erweitert.

Zusätzlich kann man auch selbst Rezepte anlegen

und mit den Usern der Webseite und

der App teilen.

Nach der Installation der kostenlosen und

über Werbung finanzierten Rezepte-App bekommt

man die Übersicht über eine Vielzahl

von Auswahlmöglichkeiten. Die erste unterteilt

alle Rezepte in Kategorien. Diese sind,

tippt man das kleine Aktenordnersymbol an,

sehr umfangreich. Allein 79 verschiedene Kategorien

gibt es auf der ersten Ebene. Einige

Kategorien haben, wenn man sie aufruft,

auch noch Unterkategorien, mit denen sich

die Rezeptauswahl weiter verfeinern lässt.

Die Kategorien haben hier keinerlei einheitliches

Benennungsschema. So gibt es Kategorien

wie „Frühstück“, dann „Historische

Rezepte“ und „Blüten“. Alles sicherlich nennenswerte

Kategorien, dennoch fehlt hier

eine Grundstruktur. 79 Kategorien auf der

ersten Ebene sind schon eine Menge.

Schaut man durch die Kategorien, fällt auf,

dass einige sehr wenig gefüllt sind. Hier

würde es vermutlich Sinn machen, wenn die

Betreiber der Seite diese zu einem etwas allgemeineren

Stichwort zusammenfassen. Negativ

aufgefallen ist die Kategorie „Kinderküche“.

Kochen mit Kindern und für Kinder ist

etwas sehr Schönes, allerdings befinden sich

in dieser Kategorie fast ausschließlich Süßspeisen.

Vermutlich hatte der Kategoriename

„Desserts“ hier besser gepasst. Momentan

könnte man so fast den Anschein gewinnen,

78 Android-User.de


APPS

Koch-Droid-Rezepte

es sei okay, Kindern

vorwiegend Süßspeisen

zum Essen zu servieren.

Hier sollte definitiv

die Kategorie überarbeitet

werden. Zwar hat

eine Rezepte-App nicht

den Anspruch darauf,

den Eltern die Verantwortung

für die gesunde

Ernährung ihrer

Kinder abzunehmen,

dennoch wird ein falsches

Bild vermittelt.

Beim nächsten Punkt

im Menü kann man die

Rezepte nach ihrer Herkunft

sortieren lassen.

Sortiert ist es nach den

verschiedenen Kontinenten,

und so haben Menüpunkte.

wir afrikanische, asiatische,

australische, europäische und die nordund

südamerikanische Küche. Die jeweiligen

Kategorien sind auch wieder wie oben weiter

unterteilt in länderspezifische Spezialitäten.

Interessanterweise findet man im Abschnitt

der europäischen Küche den Menüpunkt

„Antike Küche“. Diese Rezepte tauchen jedoch

bei der Hauptkategorie „Historische Rezepte“

nicht auf. Leider wieder ein Beweis

dafür, dass eine grundlegende Neusortierung

aller Rezepte nötig wäre.

Abb. 1: Übersichtlich präsentiert

Ihnen Koch Droid zu Beginn alle

Zufallstreffer und Lexikon

Wenn man überhaupt gar keine Idee hat,

was man kochen soll und sich auch nicht

festlegen will, welche Art von Gericht man

Abb. 2: Die Kategorien sind recht

zahlreich. Hier könnte man noch

etwas mehr Ordnung hineinbringen.

bevorzugen würde, kann man mit dem Würfelsymbol

eine zufällig generierte Liste mit

Rezepten anzeigen lassen. Hier bekommt

man dann unabhängig von den eingetragenen

Kategorien wild gemixt Rezeptvorschläge

geliefert. Scrollt man weiter herunter,

verlängert sich diese Liste automatisch, sollte

man vorher nicht schon ein Gericht gefunden

haben, das dem eigenen Geschmack entspricht.

Für nicht so erfahrene Köche ist der

nächste Menüpunkt auf der Startseite von

Koch Droid sicher sehr hilfreich. Mittels

eines kleinen Kochlexikons werden die wichtigsten

Begriffe aus der Küche anschaulich

erklärt. Keine Ahnung was „Lassi“ ist? Dank

des Lexikons weiß man, dass es sich hierbei

Abb. 3: Die Auflistung der Rezepte

nach Herkunft ermöglicht es Ihnen,

in fremde Länder einzutauchen.

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Apps

Koch-Droid-Rezepte

Abb. 4: Lassen Sie doch einmal den

Zufall auswählen, was es dieses Mal

zu essen gibt.

Alle

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Abb. 5: Die Verlinkung innerhalb des

Artikels erklärt Ihnen Zutaten und

Begriffe.

um ein indisches Joghurtgetränk handelt.

Man muss aber nicht zwischen diesem

Menüpunkt und den Rezepten hin- und herwechseln,

wenn man mal einen Begriff nicht

kennt, denn die meisten sind in den Rezepten

selbst noch einmal verlinkt, und so kann

man bei Zutaten, die einem unbekannt sind

direkt nachschauen, worum es sich handelt,

wie sie aussehen und in den meisten Fällen

auch noch die Nährwerte nachsehen.

Die starke Verlinkung innerhalb der Seiten

ist eine große Stärke Koch Droids und ermöglicht

es auch Anfängern, Rezepte zu verstehen

und Unverständliches direkt nachzuschlagen.

Besonders nützlich macht sich das

Feature, wenn man nicht zu Hause, sondern

bereits im Supermarkt ist. Da möchte man

den Einkauf ja möglichst schnell hinter sich

bringen und nicht lange auf dem Smartphone

herumtippen, um zu wissen, welche Zutaten

zum Kochen gebraucht werden.

Lieblingsrezepte lassen sich über Koch

Droid speichern. So hat man über das Sternsymbol

im Anfangsmenü einen Schnellzugriff

auf alle Rezepte, die man vorher markiert

hat. Über Google Cloud Print lassen

sich Rezepte aus der App heraus drucken,

egal, wo man sich gerade befindet. Dazu

muss man nur seinen (internetfähigen) Drucker

den Anweisungen nach in Google Cloud

Print integrieren.

Kochen nach Zutaten

Ein weiteres praktisches Feature ist die Suche

nach Rezepten über eine bestimmte Zutat.

Nützlich könnte sich dies im Fall „Wir haben

noch Paprika im Kühlschrank, was könnten

wir daraus machen“

oder für den anderen

Fall „Schau mal Paprika

sind diese Woche im

Angebot, was könnte

man daraus machen?“.

Diese Suche geht allerdings

noch ein wenig

weiter. Hier lassen sich

mehrere Zutaten eingeben,

und dann gleicht

die App mit dem Verzeichnis

ab, welche Rezepte

mit diesen Zutaten

übereinstimmen.

Gibt man nur eine

Zutat ein, bekommt

man allerdings einen

nie endenden Ladebildschirm.

Die Suche für Einzelzutaten

gelingt dann

über den letzten Punkt des Menüs von Koch

Droid. Mit der normalen Suche kann man

alle Rezepte finden, die zum Beispiel Paprika

beinhalten, oder Kohlrabi oder Spargel. Je

nachdem, wozu man Lust hat.

Abb. 6: Um Reste aufzubrauchen,

geben Sie die vorhandenen Zutaten

ein und finden passende Gerichte.

Fazit

Das Fazit zu der Rezepte-App Koch Droid ist

überwiegend positiv. Zwar hakt es an einigen

Stellen noch, und die Sortierung ist recht unglücklich,

aber da das Ganze auf einem Wiki

basiert und hier viele Menschen mitarbeiten,

kann das manchmal zu chaotischen Ergebnissen

führen. Die Rezepte hingegen sind

sehr professionell eingepflegt und leicht verständlich.

Mit Basis-Rezepten lernen Anfänger

auch die Grundlagen des Kochens und

schaffen es beinahe mühelos, Hausmannskost

auf den Tisch zu zaubern.

Exotische Gerichte aus fremden Ländern

sind ebenso vorhanden, und wer sich einmal

an ungewöhnlichen Mahlzeiten versuchen

möchte, hat hier eine Menge Auswahl. Ein

weiterer Vorteil der App ist es, dass die Mahlzeiten

von Usern eingepflegt wurden. Man

kocht also nicht ein redaktionell entstandenes

Rezept, sondern persönliche Empfehlungen

anderer Nutzer, die die Menüs bereits getestet

und für gut befunden haben. Eigene

Rezepte lassen sich über das Wiki selbst einpflegen

und können dann von zahlreichen

Nutzern nachgekocht werden. Die Aufmachung

der App könnte noch ein bisschen

hübscher und professioneller sein, aber dadurch,

dass der Nutzen in diesem Fall stark

überwiegt, kann man darüber hinwegsehen.

In diesem Sinne: guten Appetit!

● ● ●

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und OpenSource


Apps

Apps zum Scannen

Das Androidphone als mobilen Scanner nutzen

Smarter

Scanner

tele52, 123RF

Scanner mit OCR-Software sind wirklich etwas Praktisches,

aber leider nicht besonders portabel, und man braucht

einen PC dazu. Wie gut, dass das Smartphone gleich beide

ersetzen kann. Wie das funktioniert, lesen Sie in diesem Artikel.

Jasmin Bauer

Mobile OCR

Es liegt nahe, ein Dokument zu fotografieren

anstatt es einzuscannen

oder abzutippen. Seitdem praktisch

in jedem Haushalt eine digitale

Kamera vorhanden ist, wird das auch

fleißig getan. Sei es, um sich das Preisschild

einer Ware zu merken oder die Belege vom

Urlaub zu archivieren. Deutlich einfacher ist

es jedoch, diese Schritte gleich mit dem

Smartphone vorzunehmen und dabei aus

mehreren Fotos gleich ein PDF-Dokument zu

erstellen. Wir stellen drei Apps vor, die diese

Aufgabe unter Android lösen.

Bevor Sie Ihre Papiere nun mit dem Smartphone

einlesen, sollten Sie noch ein paar

grundlegende Dinge berücksichtigen. Beim

Scannen sollten Sie auf eine ausreichende

Beleuchtung achten. Zwar können Sie das

Kameralicht zu Hilfe nehmen, jedoch wirken

Aufnahmen bei Kunstlicht schnell gelbstichig

oder schlecht lesbar. Das Schriftstück sollte

möglichst gerade vor Ihnen liegen, damit Ihr

PDF später nicht schief gerät. Je nach Programm

können Sie nach dem Einlesen das

Die hier beschriebenen Lösungen eignen sich zwar gut, um Dokumente als

PDF zu archivieren, ersetzen aber keine professionelle OCR-Lösung, die

auch den Text analysiert und so auch eine Suche in den Dokumenten zulässt.

Aber auch hier bietet Android passende Apps an. Als Gratislösung eignet sich

zum Beispiel Mobile OCR Free [4]. Die App erkennt recht viele Sprachen, und je nach

Qualität des Originals ist auch die Texterkennung von erstaunlich guter Qualität. In der

Gratisversion sind nur vier Sprachen enthalten, darunter auch Deutsch. Gerade in Zusammenarbeit

mit den hier vorgestellten Apps erreichen Sie dabei gute bis sehr gute

Ergebnisse und durchsuchbare Texte.

Bild zunächst zuschneiden, es drehen und

die Farbstufen einstellen. Je mehr Funktionen

in dieser Richtung eine App besitzen,

desto bessere Ergebnisse werden Sie damit

erzielen.

Easy Scan to PDF

Dieser kostenlose Dokumentenscanner

speichert einzelne Dateien

nach der Aufnahme direkt als

PDF auf der Speicherkarte ab. Falls Sie keine

SD-Karte besitzen, können Sie das PDF alternativ

in die Dropbox schieben oder per E-

Mail versenden. Dafür setzen Sie einfach in

den Einstellungen bei Send PDFs ein Häkchen

(Abbildung 1).

Um ein neues Dokument zu scannen,

klicken Sie auf das erste Symbol oben links.

Anschließend positionieren Sie die Kamera

Ihres Gerätes mittig über dem zu scannenden

Objekt. Die Aufnahme erfolgt automatisch,

sobald die App das Motiv erkannt hat. Aus

diesem Grund sollten Sie einen Untergrund

wählen, der sich farblich von dem Dokument

abhebt. Die vier Ecken zeigen die jeweiligen

Endpunkte Ihres Dokumentes. Andere Formate

aufzunehmen, ist mit Easy Scan to PDF

[1] recht schwierig. Die automatische Bilderkennung

spart zwar jede Menge Zeit, allerdings

erfolgte sie im Test trotz der Eingaben

Required precision | Normal einige Male zu

früh oder ließ nach der Anpassung auf

Required precision careful ewig auf sich warten.

Sollten Sie dann endlich einen zufriedenstellenden

Scan erhalten, können Sie diesen

als PDF abspeichern und weiterleiten.

Darüber hinaus bietet das Programm keine

Bearbeitungsmöglichkeiten an.

Aufgrund der fehlenden Bearbeitungsmöglichkeiten

konnte Easy Scan im Test nicht

überzeugen. Aufnahmen wirken extrem gelbstichig.

Zuschneiden können Sie Ihre Scans

mit diesem Programm ebenfalls nicht, was je

nach Scanergebnis unschöne Ränder zur

82

November 2012

Android-User.de


Apps

Apps zum Scannen

Abb. 1: Die Einstellungen von Easy

Scan to PDF. Auf Wunsch verschickt

die App PDFs per Mail.

Abb. 2: Die Scans von Easy Scan to

PDF konnten in den Tests nicht

überzeugen. Fotos sind besser.

Abb. 3: Im Menü| Settings legen

Sie bei Handy Scanner Papiergröße,

Layout und Qualität fest.

Folge hat. Enttäuschend ist auch die Qualität.

Die Texte sind kaum lesbar und lassen sich

aufgrund der schlechten Auflösung auch

nicht vergrößern (Abbildung 2). Von einem

richtigen PDF, wie es nach dem Scannen mit

einem herkömmlichen Gerät entstehen

würde, sind die Ergebnisse noch weit entfernt.

Mit der normalen Android-Kamera erzielen

Sie weit bessere Ergebnisse, auch

wenn die Daten dann als Bild und nicht als

PDF gespeichert sind.

Handy Scanner

Die App Handy Scanner [2] bietet

einen großen Funktionsumfang und

lässt im Gegensatz zu Easy Scan

eine nachträgliche Bearbeitung der Aufnahmen

zu. Es gibt eine kostenlose Probeversion,

die bis zu 20 Dokumente mit jeweils

maximal 5 Seiten erlaubt, allerdings den

Scans ein Wasserzeichen verleiht und Werbung

einblendet. Die Vollversion ohne Beschränkung,

Wasserzeichen und Werbung

gibt es für 2,99 Euro.

Im Menü können Sie auch auf ein englischsprachiges

Tutorial zurückgreifen. Qualität,

Papiergröße und weitere Einstellungen

geben Sie hier ebenfalls im Menü| Settings

an. Nun können Sie loslegen. Zunächst wählen

Sie in der Liste aus, ob Sie einen neuen

Scan erstellen oder ein bereits vorhandenes

Foto umwandeln möchten. Entscheiden Sie

sich für ein neues Papier, positionieren Sie

die Kamera Ihres Smartphones und drücken

Sie den Auslöser. Nachdem Sie die Aufnahme

mit Done bestätigt haben, können Sie diese

zuschneiden.

Über den Pfeil gelangen Sie dann zum Bearbeitungsmodus.

In diesem Fenster können

Sie das Bild drehen und die Farben bearbeiten.

Möchten Sie aus einem Scan die gelbliche

Verfärbung entfernen und es in Schwarz-

Weiß darstellen, gelingt Ihnen das mit Grayscale

oder Print Ready Economy. Sobald Sie

die Aufnahme zu Ihrer Zufriedenheit bearbeitet

haben, speichern Sie das Dokument

ab. Nun können Sie einen neuen Scan einlesen

oder Ihre Dateien als PDF versenden.

Sogar bereits vorhandene Dateien können Sie

jederzeit erneut bearbeiten. Dafür wählen Sie

diese einfach in der Übersicht aus. Möchten

Sie doch kein PDF mehr, können Sie die bearbeiteten

Dateien auch wieder im Bildformat

JPEG abspeichern.

Die Anwendung Handy Scanner funktioniert

recht zuverlässig und ist mit 2,99 Euro

für die Vollversion noch erschwinglich. Bei

Abb. 4: Einlesen eines neuen Dokumentes mit Handy Scanner.

Android-user.de November 2012 83


Apps

Apps zum Scannen

Abb. 5: Die Symbole lassen eine

sehr schnelle Navigation zu inklusive

Bildanpassung und Drehen.

Abb. 6: Die Qualität der Scans ist

bei Handy Scanner deutlich besser

als bei Easy Scan to PDF.

Abb. 7: Übersichtliche Ordnung

bei CamScanner, alle Dokumente

wandern ins Archiv.

Abb. 8: Einlesen eines neuen Dokumentes.

Rechts unten wählen Sie

den Batchmodus aus.

der Vergrößerung der Dokumente zeigt sich

ein erheblicher Unterschied zu jenen von

Easy Scan. Das Programm ist schlicht und

garantiert eine schrittweise Bearbeitung der

Dokumente.

CamScanner

Auch von CamScanner [3] gibt es

eine kostenlose und eine kostenpflichtige

Version. Bei der kostenlosen

Variante müssen Sie wieder Wasserzeichen

sowie Werbung in Kauf nehmen.

Zudem stehen nicht alle Möglichkeiten zur

Verfügung. Die Vollversion kostet 3,99 Euro

und ist ausschließlich per In-App-Kauf verfügbar.

Aus diesem Grund benötigt die kostenlose

Version unter anderem die Berechtigung,

Apps aus dem Play Store zu kaufen.

Nach dem Öffnen der App fällt besonders

die übersichtliche Darstellung ins Auge. Sie

können Ihre Dokumente in verschiedenen

Ordnern anlegen und so für längere Zeit archivieren.

Dann haben Sie wichtige Unterlagen

immer mit dabei und können unter anderem

Visitenkarten, Präsentationen, Notizen

und Ähnliches übersichtlich abspeichern.

Um einen neuen Ordner anzulegen,

wählen Sie das Pluszeichen unterhalb der

Tags aus. Im Menü der Übersichtsseite legen

Sie wichtige Einstellungen fest, verwalten

Ihre Tags, laden und drucken Dokumente

oder wählen die englischsprachige Hilfe aus.

Zur Einführung hilft Ihnen dabei jedoch auch

eine deutschsprachige Schnellübersicht, die

Sie ebenfalls auf der Startseite sehen.

Zum Einlesen einer neuen Datei wählen

Sie in der unteren Übersicht je nach Bedarf

die Kamera oder die Galerie aus. Möchten Sie

ein neues Papier aufnehmen, fotografieren

Sie es so, dass es wieder ebenerdig vor Ihnen

liegt und Sie den geeigneten Bildausschnitt

haben (Abbildung 8). Anschließend gelangen

Sie automatisch ins Bildfenster. Hier

können Sie das Dokument zuschneiden, es

drehen und den Bildoptimierungsmodus festlegen

(Abbildung 9). Das Programm verfügt

zudem über eine automatische Zuschneide-

Funktion, die Ihnen viel Zeit spart.

Im Bearbeitungsfenster bestimmen Sie

unter anderem Farben und die Bildqualität.

Im nächsten Schritt stellen Sie Kontrast und

Helligkeit ein. Dadurch lassen sich auch

Urheberrecht

Zeitschriftenartikel schnell mit dem Smartphone

einscannen und an Kollegen versenden?

Nicht alles, was möglich ist, ist auch erlaubt.

Durch Verletzungen des Urheberrechtes

machen Sie sich strafbar. Das Kopieren von

Büchern und Zeitschriftenartikel ist in Deutschland

im Rahmen der Privatkopie für die nicht

gewerbliche und nicht öffentliche Nutzung erlaubt.

Zum finanziellen Ausgleich für die Urheber

und Verwerter zahlen Sie beim Erwerb

eines Kopierers oder Scanners automatisch

eine Urheberabgabe direkt über den Kaufpreis.

Einschränkungen gibt es hier jedoch bei Noten

oder vollständigen Büchern oder Zeitungen.

Machen Sie sich am besten im jeweiligen Einzelfall

vorher kundig. Das Recht am eigenen

geistigen Eigentum besitzt jeder. Holen Sie

sich immer die Erlaubnis, wenn Sie zum Beispiel

Ideen und Schriftstücke eines Kollegen

scannen und weiterleiten möchten.

84

November 2012

Android-User.de


Apps

Apps zum Scannen

schwer lesbare Schriftstücke

wieder deutlicher machen.

Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden,

dann speichert

CamScanner die Datei als

PDF ab. Nun können Sie auf

Wunsch weitere Seiten hinzufügen

und ebenfalls bearbeiten.

In der Übersicht nehmen

Sie später noch Bearbeitungen

an dem Dokument vor.

Die Eigenschaften des PDFs

stellen Sie im Menü ein: Zur

Auswahl stehen alle gängigen

Formate, wie A4, A5 oder

Postkartenformat. Auch

mehrseitige Dateien lassen

sich mit CamScanner problemlos

anlegen.

Gerade bei sensiblen Daten,

geheimen Unterlagen und

wichtigen Dokumenten ist es

enorm wichtig, diese sicher abgespeichert zu

haben. Schließlich möchten Sie nicht, dass

jeder sie lesen kann. Dafür bietet CamScanner

die Option, Ihre Dokumente mit einem

Passwort zu schützen. Möchten Sie Ihre

PDFs kommentieren, öffnen Sie diese und

fügen über das Pluszeichen rechts in der

Mitte eine neue Notiz hinzu.

CamScanner liefert gute Ergebnisse und

bietet insgesamt viele Funktionen an. Ein

besonderes Plus sind neben der guten PDF-

Qualität auch die Übersichtlichkeit und die

Sicherung mittels Passwörtern. Dies macht

CamScanner zu einem businesstauglichen

mobilen Scanner. Die App gibt es speziell für

Smartphones aber auch als Tablet-Version.

Abb. 9: In Menü | Einstellungen

können Sie automatisches

Zuschneiden wählen.

Abb. 10: Legen Sie zur Sicherheit

im Menü des CamScanners für Ihr

Dokument ein Passwort an.

Fazit

Von den drei getesteten Apps konnten immerhin

zwei Anwendungen überzeugen,

Easy Scan to PDF fiel wegen schlechter Qualität

und mangelnder Funktionen durch. Falls

Sie nur hin und wieder eine Notiz einlesen

möchten, sind die Testversionen vollkommen

ausreichend. Möchten Sie allerdings viele

wichtige Unterlagen scannen und versenden

und legen dabei Wert auf eine optimale PDF-

Verarbeitung, Übersichtlichkeit und Datensicherung,

dann sollten Sie 3,99 Euro in die

Vollversion von CamScanner investieren.

Diese App schnitt im Test am besten ab und

kostet letztlich gerade einmal einen Euro

mehr als Handy Scanner.

● ● ●

Abb. 11: CamScanner überzeugte

in den Tests mit einer sehr guten

PDF-Qualität.

Alle

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Apps

Besser sprechen

Im Test: Besser sprechen

Fichtendickicht

Sprechen lernen ist etwas für kleine Kinder! Weit gefehlt, denn auch

Erwachsene bleiben meist hinter ihren Möglichkeiten zurück, was gute

Aussprache anbelangt. Die App "Besser Sprechen" hilft. Marcel Hilzinger

Shen En-Min, 123RF

Abb. 1: Im Kaufpreis von rund 3

Euro sind lediglich zehn grundlegende

Übungen inbegriffen.

Die Sprache hat unheimlich viele

Möglichkeiten. In machen Fällen

kann sie Türen und Herzen öffnen,

die sonst verschlossen bleiben.

Doch die meisten Menschen kümmern

sich weder um den Wortschatz noch um die

Aussprache. Das ist schade, gehört doch die

Stimme zu den wichtigsten Dingen, die uns

dabei helfen, Personen

einzuschätzen.

Eine trainierte Stimme

benötigen in erster Linie

Sänger, Schauspieler und

Jahrmarkt-Verkäufer. Aber

auch im Berufsleben

nimmt die Sprache eine

nicht zu unterschätzende

Rolle ein. So können bei

einem Bewerbungsgespräch

der Ton und die

Aussprache darüber entscheiden,

ob ein Bewerber

eingestellt wird. Auch bei

Vorträgen trägt die Stimme

des Sprechers wesentlich

dazu bei, ob das Gesagte

glaubhaft wirkt und hängen

bleibt. Seine Stimme Abb. 2: Die ersten Übungen des

zu schulen, kann also Basispakets beschäftigen sich mit

nicht schaden und im Ver-

der korrekten Haltung und Atmung.

gleich zu einem professionellen Sprachtraining

brauchen Sie unter Android dazu nur

eine App, die etwas mehr als 11 Euro kostet.

Besser sprechen

Besser sprechen [1] und die englische Variante

„A better speaker“ [2] gibt es bei Google

Play für 2,99 Euro. In diesem Preis inbegriffen

sind die ersten zehn von

insgesamt 110 Übungen, das

sogenannte Basispaket. Es

enthält zunächst Informationen

und Übungen für eine

korrekte Haltung und ein natürliches

Atmen und geht anschließend

bereits zu ersten

Ausspracheübungen über. Die

restlichen zehn Pakete befassen

sich zu einem großen Teil

ebenfalls mit der richtigen

Aussprache (Paket 5 bis 9), es

gibt aber auch ein paar detailliertere

Pakete zu Haltung, Atmung

und Stimme (Paket 2

bis 4) sowie ein separates

Paket mit Tipps für gute Präsentationen

und Vokaltraining

(Paket 10). Der inhaltliche

Umfang ist bei allen Paketen

in etwa identisch.

86

November 2012

Android-User.de


Apps

Besser sprechen

Abb. 3: In den Ausspracheübungen

geht es meist darum, einen

Zungenbrecher richtig zu lernen.

Abb. 4: Die englische Version der

App gleicht vom Aufbau her der

deutschsprachigen Ausgabe.

Abb. 5: Bei den Fotos hat man sich

für die englische Variante deutlich

mehr Mühe gegeben.

Abb. 6: Die Übungen in der englischen

Version machen mindestens

so viel Spaß wie in der deutschen.

Die Pakete sind wiederum in Übungen unterteilt.

Zu jeder Übung gibt es ein paar Fotos

und einen kurzen Text, der selten länger als

zwei Minuten dauert und beim Vorlesen als

gutes Beispiel dient bzw. auf die Fehler hinweist.

Ein einzelnes Paket kostet 1,60 Euro,

sämtliche neun Pakete zusammen kosten 9

Euro. Pakete, die Sie bereits gekauft haben,

erkennen Sie am farbigen Foto in der Übersicht.

Die verfügbaren Pakete enthalten

schwarz-weiße Aufnahmen.

Kritikpunkte

Die App erwähnt zwar im Basispaket kurz,

dass es auch Dialekte gibt, abgesehen davon

kommt das Thema aber etwas zu kurz. Die

in der App proklamierte Aussprache dürfte

dann auch für die wenigsten Leute das Ziel

sein, da man normalerweise auch bei Ansprachen

oder Vorträgen seinen Dialekt leicht

beibehält. Klar, man kann darüber streiten,

ob zum Beispiel Angela Merkel eine bessere

Bundeskanzlerin wäre, wenn Sie ein besseres

Deutsch sprechen würde, aber für viele Leute

gehört wohl der leichte Dialekt zur Person

der Bundeskanzlerin dazu. Dieses Thema

wird von der App unserer Meinung nach zu

sehr ignoriert.

Die meisten Ausspracheübungen beschränken

sich auf mehr oder minder bekannte

Zungenbrecher. Hier hätten wir etwas mehr

Stoff erwartet, denn irgendwann macht das

schlichte Nachsprechen von Zungenbrechern

keinen Spaß mehr. Die einzelnen Lektionen

sind zudem mit einer durchschnittlichen

Dauer von rund einer Minute recht kurz.

Kaufen Sie zum Beispiel das Paket 5, dann

sind Sie in zehn Minuten damit durch (ohne

Übungszeit) und haben einfach zehn Zungenbrecher

nachgesprochen. Auch Paket 6

folgt weitgehend diesem Muster.

Wer sich für 8,99 Euro das komplette Paket

kauft, wird sich darüber aber kaum aufregen.

Gemessen an der Qualität der gesprochenen

Texte sind die 12 Euro (3 Euro App, 9 Euro:

alle Pakete) mehr als angemessen.

Fazit

"Besser Sprechen" bietet für insgesamt 12

Euro einen sehr umfangreichen und intensiven

Aussprache-Kurs. Üben Sie jeden Tag ein

wenig, und gehen Sie bewusst mit Ihrer Sprache

um, dann wird sich der Erfolg recht bald

einstellen. Angesichts dessen ist der Preis für

das Komplettpaket absolut angemessen. ● ● ●

English, please

Die App gibt es unter dem Namen „A better

Speaker“ auch in Englisch. Hier ist uns gleich

zu Beginn aufgefallen, dass die Fotos in der

englischen Variante deutlich besser sind, da

sie nicht vor einem neutralen grauen Hintergrund

aufgenommen, sondern richtig hübsch

in Szene gesetzt wurden. Die englische Version

eignet sich gut, um seine Aussprache zu verbessern,

man sollte aber bereits über ein gewisses

Level an Englisch-Kenntnissen (oder

über ein sehr gutes Gehör) verfügen, um dem

Sprecher auch folgen zu können.

Bei der englischen Version stellt sich als Ausländer

natürlich das Problem nicht, dass man

bereits einen Dialekt spricht, insofern macht

die englische Variante fast noch mehr Spaß als

die deutsche.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27328

Android-user.de November 2012 87


Spiele

Neue Spiele

NEU!

bei Google Play

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen jeden Monat ein paar

neue oder aktualisierte

Spiele aus dem Google Play

Store vor, die uns besonders

gut gefallen. Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27098

Jetpack Joyride

kostenlos

Warum kann selbst die eintönigste

Aktion stundenlang

Spaß machen? Im Falle von

Jetpack Joyride ist nämlich das Einzige,

was Sie tun können, die Spielfigur

schweben zu lassen, wenn Sie den Finger

auf das Display drücken und damit

den Jetpack zünden. Das war es schon.

Und doch bietet Jetpack Joyride auf

Dauer so viel mehr.

Ein erster Hinweis auf die Qualität

des Spieles findet sich beim Hersteller.

Hinter Jetpack Joyride

steckt das Studio Halfbrick, das

unter anderem Fruit Ninja, Monster

Dash und Age of Zombies entwickelt

hat. Unter iOS ist Jetpack

Joyride schon lange ein Hit, jetzt ist

das Spiel endlich auch auf Androiden

spielbar, allerdings vorerst nur durch

den Amazon App Shop.

Sie steuern Barney Steakfries, den Helden

von Halfbrick, der bereits in anderen

Spielen vorkam, mithilfe eines Jetpacks.

Tippen Sie auf das Display, hebt

er ab, lassen Sie los, fällt er wieder herunter.

Sie

Huebrix

0,80 Euro

Viele Spiele schimpfen sich

Puzzle-Spiele, doch nur wenige

bringen Ihren Kopf so

sehr zum Qualmen wie Huebrix. In farbigen

Kästchen steht, über wie viele

Felder Sie die farbige Linie ziehen sollen.

Nur der korrekte Pfad bringt die

Lösung, und je mehr Farben und je

größer das Feld, desto schwieriger die

Aufgabe. Erschwerend kommen Spe -

zialfelder hinzu. Der Look ist professionell,

das Spiel ist nach zwei Minuten

verstanden. Die schweren Level sind

mit das Schwerste, was wir bisher bei

mobilen Spielen erlebt haben.

Granny Smith

1,05 Euro

Granny Smith ist ein charmanter

Endless Runner, bei

dem Sie mit einer Großmutter

dem jungen Apfeldieb hinterherjagen.

Die Großmutter saust von alleine los,

Ihre Aufgabe ist es, zu springen und

sich gelegentlich mit dem Stock an Kabeln

entlangzuhangeln. Sammeln Sie

Münzen und Äpfel ein, um die Level zu

meistern. Beim Springen führt die

Oma einen Salto aus, Sie müssen also

immer im rechten Moment die Taste

loslassen. Ein unterhaltsames Spiel,

das lediglich durch die nervigen

Sounds der Großmutter auf Dauer Kritik

einstecken muss. Zum Glück kann

man die Töne abschalten.

Traffic Panic

London

kostenlos

Dieses Spiel wurde im Play

Store gefeatured und erhielt

viele gute Bewertungen von

Spielern. Ein Hit also? Naja. Dieses

Spiel beweist aber sehr schön, dass

man sich immer ein eigenes Bild machen

muss. Bei Traffic Panic London

schalten Sie mit dem Finger eine

Ampel um, sodass die Autos fahren

dürfen. Doch Vorsicht, von links rauschen

andere Autos heran. Die Zeit ist

viel zu knapp bemessen, und warum

Sie nach einem Crash alles zerstören

dürfen, ist nicht klar. Und außerdem

stört die Werbung an jeder Ecke. Leider

keine Kaufempfehlung.

englisch|Version 1.1|17 MByte]

★★★★★

englisch|Version 1.0.1|20 MByte

★★★★★

englisch|Version 1.2.2|30 MByte

★★★★★

88

November 2012

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

sammeln Münzen ein, weichen

Strombarrieren und Raketen aus und versuchen,

so weit wie möglich zu kommen.

Dabei bietet das Spiel jederzeit eine

Menge Abwechslung: Sie erhalten verschiedene

Missionen wie etwa das Abklatschen

von zehn Wissenschaftlern

oder 50 Meter weit mit dem Gesicht auf

dem Boden rutschen. Durch Einsammeln

von speziellen Gegenständen verwandeln

Sie sich kurzzeitig in mechanische

Drachen, teleportieren durch die Level

oder heben die Gravitation auf. Mit den

Münzen kaufen Sie sich entweder optische

Gimmicks wie etwa den regenbogenspeienden

Jetpack oder nützliche

Dinge wie Fahrzeug-Upgrades,

Werkzeuge oder

coole Gadgets. Wer mehr

Münzen will, kann

diese käuflich erwerben,

aber

nötig ist das

nicht.

Das Spiel macht immer wieder

Lust auf mehr. Sie können

Ihre Rekorde einstellen, mehr

Münzen erwerben oder sich

durch die unzähligen Missionen

durcharbeiten. Und bis

Sie sämtliche InGame-

Items gekauft haben, vergehen

hunderte Spielstunden.

Ein großer Spaß, auf den

man immer wieder Lust bekommt.

deutsch|Version 1.3.5|31 MByte

★★★★★

Spirits

2,74 Euro

Spiele wie Spirits zeigen,

warum es sich lohnt, mehr als

nur ein paar Cent für ein Qualitätsspiel

auszugeben: Keine Werbung,

ein tolles Gameplay, und an

jeder Ecke erkennt man die Liebe zum

Spieldesign. Spirits könnte man am

ehesten mit dem Klassiker Lemmings

vergleichen: Mehrere Spirits schlüpfen

und wollen zum Ausgang. Sie müssen

eine Mindestzahl retten, die restlichen

Spirits „verbrauchen“ Sie, indem Sie

wegweisende (buchstäblich!) Aktionen

wie Luftströme, Pflanzen als Brücken

oder Tunnel auslösen. Knifflig, charmant

und mit großem Umfang. Ein

wirklich tolles Spiel.

McPixel

2,49 Euro

McPixel ist das verrückteste

Spiel, das uns in letzter Zeit

untergekommen ist. Sie werden

es entweder lieben oder hassen,

versprochen. Pro Abschnitt starten

mehrere Sequenzen, in denen Sie mit

der Hauptfigur in unterschiedlichsten

Szenarien sind. Dort müssen Sie innerhalb

von 20 Sekunden in Point&Click-

Manier die Situation retten: Schmeißen

Sie den Torpedo aus dem U-Boot,

zerstören Sie die glühende Kaffeemaschine

oder halten Sie den herunterstürzenden

Fahrstuhl mit Feuerlöscherschaum

auf. Klingt verrückt? Probieren

Sie es aus, die Lite-Version ist kostenlos

und enthält drei Abschnitte.

Greedy Spiders 2

0,78 Euro

Greedy Spiders 2 sieht auf

dem ersten Blick aus wie ein

putziges Geschicklichkeitsspiel,

ist aber eigentlich ein kniffliges

Puzzle-Spiel, das sehr schnell im

Schwierigkeitsgrad anzieht und so

manche Herausforderung bereithält.

Auf einem Spinnennetz sitzen eine

oder mehrere Spinnen sowie niedliche

Insekten, die Sie vor den Spinnen retten

sollen. Durch Tippen schneiden Sie

Teile des Netzes ab, sodass die Spinnen

ihre Routen anpassen müssen. Ein

tolles dynamisches Knobelspiel, bei

dem die richtige Entscheidung umso

wichtiger wird, je länger Sie spielen. Es

gibt auch eine Gratisversion davon.

englisch|Version 1.0.8|37 MByte

★★★★★

englisch|Version 1.0.7|20 MByte

★★★★★

deutsch|Version 1.0.4|21 MByte

★★★★★

Android-user.de November 2012 89


Einsteiger

Play Books

So lesen Sie Bücher mit Google Play Books

E-Books

Google hat seinen App

Store um Bücher erweitert.

Der Zugriff erfolgt

einfach mit dem Handy.

Wir schauen, was der

Buchladen von Google

bietet und ob sich ein

Reinschauen lohnt.

Rene Gäbler

arrow, 123RF

Seit Kurzem findet man bei Google

Play auch Bücher und Filme. Dieser

Artikel stellt Google Play

Books [1] vor und wirft einen

Blick auf das kommerzielle und das Gratis-

Angebot von Google.

Bücher für jeden Geschmack

Bereits auf der ersten Seite von Google Play

findet man einige Buchtitel. Das ganze Angebot

zeigt sich einem nach einem Klick auf

„Bücher“. Alle Titel sind in Kategorien eingeteilt,

sodass schnell das passende Buch gefunden

ist. Jede Kategorie ist mit einer ganzen

Reihe Buchtiteln gefüllt. Dazu kann man

sich unter „Angesagt“ vorgeschlagene Titel

anschauen und einen Blick in die Bestsellerliste

werfen. Neben wenigen aktuellen Bestsellern

finden sich hier auch gut verkaufte

Titel, die der ein oder andere schon vor Jahren

gelesen hat. Für den schmalen Geldbeutel

lohnt sich ein Blick in die Rubrik „Bücher

für unter 5,00 Euro“. Hier finden sich nicht

nur herabgesetzte Titel, sondern auch

Schmöker wie Jerry Cotton oder John Sinclair.

Allerdings ist das Angebot bunt durcheinander

gewürfelt. Aber das ist ja in der

Wühlkiste eines realen Buchladens auch

nicht anders.

Die Play Books App

Zu jedem Titel wird eine Vorschau angeboten.

Wählt man diese das erste Mal, wird automatisch

der hauseigene E-Book Reader zur

Installation angeboten [2]. Die 5,55 MB

große App erfordert mindestens Android 2.2.

Der Reader synchronisiert die gekauften und

heruntergeladenen Bücher mit anderen Android-Smartphones

und E-Book-Readern. Eine

Wischgeste genügt, und man blättert zur

nächsten Seite um. Mit der Menüschaltfläche

des Smartphones sind die wenigen Funktionen

des Leseprogramms aufgerufen. So kann

man hier einen Blick in das Inhaltsverzeichnis

werfen, ein Lesezeichen auf die aktuelle

Seite setzen und die Einstellungen einsehen

und korrigieren.

Bei der Anzeigeeinstellung schaltet man

zwischen Tag und Nacht um. In der Nachteinstellung

wird nur die Farbe Weiß für die

Schrift verwandt und der Hintergrund

schwarz dargestellt. Bei der Einstellung Tag

ist die Darstellung umgekehrt. Wer mag,

kann die Schriftart wechseln oder sie vergrößern.

Mit einem Schieberegler lässt sich die

Helligkeit anpassen. In den Einstellungen

kann man das Herunterladen der Titel auf

das WLAN beschränken.

Tippen Sie auf eine Seite, wird die Seitenzahl

eingeblendet. Im Kopf sehen Sie Titel

des Buches und den Namen des Autors. Über

eine kleine Pfeilschaltfläche können Sie eine

Google+-Empfehlung abgeben. Zum Reader

gehört noch eine Suchfunktion, mit der man

den Buchtext nach bestimmten Inhalten

durchsuchen kann. Mehr Funktionen gibt es

nicht. Das ist auch gar nicht notwendig.

Die aktuelle Version der Play Books App

unterstützt auch E-Books im Format

EPub, gibt eingebettete Streaming-Inhalte

wieder und unterstützt die Vorlesefunktion

des Smartphones/​Tablets.

Reinschauen, kaufen

Auf den ersten Blick erscheint die

Vorschau eines Buches überraschend

umfangreich. George R.E. Martins

3. Band von „Das Lied von Eis und

90

November 2012

Android-User.de


Einsteiger

Play Books

Abb. 1: Googles E-Book-Store bietet

für jeden Lesegeschmack das

richtige Buch.

Abb. 2: Die Bestseller bei Google

Play Books. Sherlock Holmes

scheint aktuell beliebt zu sein.

Abb. 3: Die Menüführung im Browser

hat uns besser gefallen als in

Google Play.

Abb. 4: Leseproben und gekaufte

Bücher landen in der Play Books

App.

Feuer“ zählt 576 Seiten. Erwartet hätte man

hier eine Lesevorschau von vielleicht 20 oder

30 Seiten. Nach einem Klick auf Vorschau

landen in der E-Book-App 363 Seiten. Tatsächlich

sind es jedoch nur 30 Seiten. Die

Seitenanzeige in der gewählten Buchvorschau

täuscht einen Umfang vor, der so auf

dem Gerät nicht vorhanden ist. Das ist jedoch

zu verschmerzen. Man will und soll ja

nur in ein Buch hineinlesen und es nicht zu

drei Viertel durchschmökern.

Die einmal gewählte Vorschau findet sich

auch später noch im Reader wieder. Am

Ende der Leseprobe wird dem Leser der Kauf

des Buches angeboten. Im Google Play Shop

kann derzeit nur mit Kreditkarte bezahlt werden.

Bei einem Kauf werden die Erstattungsrichtlinien,

die AGB von Google und Hinweise

zum Datenschutz zugänglich. Die

Daten der Kreditkarte müssen nur einmal angegeben

werden. Google erstellt hierbei ein

Wallet-Konto für den Anwender, das die

Daten speichert. Später sehen Sie bei einem

Kauf nur noch die letzten vier Ziffern der

Kreditkartennummer. Haben Sie schon einmal

Apps bei Google Play gekauft, dann besitzen

Sie bereits ein Wallet-Konto und können

gleich loslegen.

Nach dem Kauf landet im GMail-Account

ein Rechnungsbeleg. Das Buch kann ab da

im Reader gelesen und über das Google-

Konto aufgerufen werden. Auf diese Weise

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Einsteiger

Play Books

Abb. 5: Der Text der Bücher ist im

E-Book Reader gut lesebar, das

Blättern erfolgt animiert.

Abb. 6: Der E-Book-Reader enthält

nur wenige Funktionen. Das genügt

jedoch vollauf.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/24992

sind Sie nicht an ein Lesegerät

gebunden, sondern

können auch mit einem

anderen Smartphone oder

Tablet oder über jeden beliebigen

Browser darauf

zugreifen. Google erstellt

automatisch beim Kauf des

ersten Buches eine Online-

Bibliothek und überträgt

die gekauften Titel in

diese. Sie werden dort,

ebenfalls automatisch, als

„privat“ gekennzeichnet.

Ein Zugriff mit dem PC ist

über die Google-Play-Seite

möglich. Die Anzeige im

Browser ist aber je nach

Bildschirm und Browser

nicht besonders gut. Die

Lesbarkeit der Texte mit

dem Google Play Reader

ist deutlich besser.

Im Unterschied zu Apps können Sie Bücher

bis zu 7 Tage lang zurückgeben. In Ausnahmefällen

(technische Probleme) sogar 30

Tage lang. Das gilt aber nur für Bücher, die

Sie direkt von Google Play kaufen. Laut den

Nutzungsbedingungen für Google Play Books

gibt es auch Bücher von Drittanbietern. Hier

gilt das Rückgaberecht des Drittanbieters.

Die E-Books an andere Personen zu verleihen,

ist verboten. Sie können aber ein Buch

auf ein anderes Konto übertragen, wenn Sie

per Zufall das falsche Konto für den Einkauf

benutzt haben. Auch hier stellt Google in den

Nutzungsbedingungen aber klar, dass dieses

Feature, das einer gesonderten Bewilligung

bedarf, nur für den persönlichen Gebrauch

gedacht ist, und nicht dazu, Bücher an andere

Personen zu verschenken.

Nicht kompatibel

Amazon, Google und zum Beispiel der Weltbild-Verlag

bieten zwar durchaus ein vergleichbares

E-Book-Angebot und im Fall von Amazon

auch eine vergleichbar gute Lese-App an,

kompatibel sind die elektronischen Bücher jedoch

aufgrund des benutzten Kopierschutzes

nicht. Bei Amazon gekaufte Titel lassen sich

somit nur mit der Kindle-App lesen, Google-

Bücher nur in der App Google Play Books.

Abb. 7: Bei den eingescannten alten Büchern können Sie zwischen der

Textvariante und dem Original wechseln.

Kostenlose Bücher

Auf den ersten Blick scheint es nur wenige

kostenlose Bücher zu geben. Eine Handvoll

Klassiker sind gratis zu haben. Es gibt aber

in der App keine Kategorie, die auf die Gratis-Bücher

verweist. Doch gibt man als Suchbegriff

„Kostenlose Bücher“ ein, erhält man

eine umfangreiche Liste. Anders ist es, wenn

der Google Play Store über einen Browser besucht

wird. Dann finden sich alle Titel unter

einer eigenen Rubrik wieder. Englisch- und

deutschsprachige Titel sind bunt gemischt.

Auch „Don Quichote“ auf Spanisch gibt es.

Die meisten Titel sind dabei eingescannte

Versionen von frei verfügbaren Werken. Oft

sind jedoch auch Originalscan und Textversion

vorhanden, wie beispielsweise bei den

Nibelungen. Interessant ist es sicher, einen

Blick auf Grimms Kinder- und Hausmärchen

zu werfen. Anders als beim Projekt Gutenberg

und den kostenlosen Klassikern von

Kindle, laden die meisten Gratistitel aber

nicht wirklich zum Schmökern ein.

Fazit

Das Angebot von Google Play Books ist recht

gut. Der Zugriff erfolgt mit jedem Android-

Handy und ‐Tablet über den Play Store, auch

via Desktop-Rechner und Browser müssen

Sie nicht auf die Bücher verzichten. Dass der

Kauf eine Kreditkarte voraussetzt und Google

in Deutschland aktuell keine alternativen

Zahlungsmethoden anbietet, dürfte aber dennoch

den einen oder anderen Leser zur Konkurrenz

treiben. Die Reader-App ist simpel,

aber durchaus funktional und auch auf älteren

Android-Geräten verfügbar. Zusätzliche

Infos zu den Büchern, dem Buchmarkt und

dem E-Book-Format sucht man hingegen vergebens.

Die Kritiken oder Rezensionen von

Lesern fehlen ebenfalls, hier hat Amazon

noch die Nase vorne.

● ● ●

92

November 2012

Android-User.de


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Tipps & Tricks

Tipps&Tricks zum Galaxy SIII

Tipps&Tricks zum Galaxy SIII

SIII-Tipps

Samsung

Samsung hat dem Galaxy SIII nicht nur tolle Hardware spendiert,

sondern auch das Android-System mit zahlreichen Funktionen

angereichert. Viele Details übersieht man leicht, sie

sind in den Tiefen der Einstellungen vergraben. Christoph Langner

Abb. 1: Für Leseratten ist das automatische

Abdimmen und Abschalten

des Touchscreens eine lästige

Nerverei.

Wie auch schon bei

Samsungs letztem Topmodell

hat der Hersteller

auch beim Galaxy

SIII wieder sehr viel am System des

Handys optimiert. Samsung spendiert

dem SIII zahlreiche neue Funktionen, die

es in dieser Form nicht bei anderen Herstellern

gibt. Nicht jedes Detail ist allerdings

offensichtlich, wir zeigen Ihnen, wo Sie die

versteckten Features finden.

Smart Stay: Augen auf!

Webseiten, Nachrichten-Feeds oder E-Books:

Android-Handys sind praktische Lesegeräte

für eine ganze Reihe von

Inhalten. Allerdings erwischt

man sich beim

Lesen auf dem Handy,

immer wieder dabei auf

den Touchscreen zu fassen,

schließlich soll das

Handy nicht in den Ruhezustand

gehen und das

Display abschalten.

Samsung hat sich dieses

Problems angenommen

und mit Smart Stay eine

Technik entwickelt, die in

regelmäßigen Abständen

die Kamera aktiviert und

prüft, ob vor der Kamera

ein Gesicht ist. Erkennt

Smart Stay, dass Sie gerade

auf das Display des

Handys schauen, dann deaktiviert

die Funktion das

Abb. 2: Solange Sie auf das Display

des Handys schauen, schaltet

Smart Stay die Stromsparfunktionen

des Displays nicht ab.

Abdimmen oder gar Abschalten des Displays.

Smart Stay wird die Akku-Laufzeit des Handys

nicht positiv beeinflussen, schließlich

müssen Kamera und Bilderkennung Sonderschichten

einlegen. Von daher hat Samsung

die Funktion von Haus aus abgeschaltet,

unter Einstellungen | Anzeige finden Sie den

Schalter, um sie zu aktivieren.

Swype-Tastatur

Das Tippen auf einer virtuellen Touchscreen-

Tastatur geht zwar deutlich leichter von der

Hand als auf dem T9-Tastenfeld eines herkömmlichen

Handys, doch auch hier gibt es

immer noch Verbesserungspotenzial. Im

Google Play Store gibt es

daher auch zahlreiche verschiedene

Tastatur-Apps wie

etwa das beliebte SwiftKey

[1], die das Tippen auf dem

Android-Smartphone oder

‐Tablet erleichtern möchten.

Im Galaxy SIII ist wie auch

schon bei anderen Modellen

aus Samsungs Galaxy-Serie

die Technologie der Swype-

Tastatur [2] integriert. Dabei

fährt Ihr Finger von Buchstabe

zu Buchstabe, ohne

dass Sie ihn zwischen den

Zeichen vom Display abheben

müssen. Ein von Swype eigens

entwickelter Algorithmus

erkennt die überwischten

Wörter, auch wenn Sie die

einzelnen Buchstaben nicht

präzise getroffen haben.

94

November 2012

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps&Tricks zum Galaxy SIII

Abb. 3: Die Option versteckt sich

hinter dem Zahnrad-Symbol neben

dem Eintrag für die virtuelle

Samsung-Tastatur.

Abb. 4: Bei der von Swype entwickelten

Eingabe-Methode müssen

Sie mit dem Finger über die Buchstaben

wischen.

Abb. 5: Über den Sperrbildschirm

haben Sie direkten Zugriff auf vier

Apps, die Belegung können Sie frei

wählen.

Abb. 6: In den Einstellungen tauschen

Sie die Apps gegen Ihre

Favoriten aus oder ändern die Reihenfolge.

Die Option zum Aktivieren der Funktion versteckt

sich in den Einstellungen der virtuellen

Tastatur, Sie erreichen die Option Durchgehende

Eingabe unter Einstellungen | Sprache

und Eingabe | Zahnrad hinter Samsung-

Tastatur oder direkt aus der Tastatur heraus

über das Zahnradsymbol neben der Leertaste.

Ein kleiner Assistent zeigt Ihnen den

Umgang mit der neuen Eingabemethode.

Menü-Button

Der Menü-Button links neben dem zentralen

Home-Knopf kann mehr als einfach nur das

Kontext-Menü der jeweiligen App zu öffnen.

Halten Sie ihn länger gedrückt, dann öffnet

sich zum Beispiel im Browser die Adresszeile.

In GMail, den Kontakten oder im

Google Play Store rufen Sie dadurch direkt

die Suche auf, auch wenn Sie gerade nicht

das Such-Icon im Blickfeld haben.

Sperrbildschirm

Vom Sperrbildschirm aus haben Sie beim

beim Galaxy SIII direkten Zugriff auf oft genutzte

Funktionen Ihres Smartphones. Von

Haus aus packt Samsung hier Links zur Telefon-App,

zum eigenen Chat-Dienst ChatOn,

dem Browser und der Kamera-App rein.

Unter Einstellungen | Sicherheit | Optionen

zum Sperren des Bildschirms | Schnellzugriff

passen Sie die Auswahl an Ihre Vorstellung

an. Klicken Sie in diesem Fenster auf einen

der Shortcuts, um eine andere Anwendung

an dessen Stelle zu platzieren.

Als Schnellschuss-Spezialist für lustige

Schnappschüsse ist an gleicher Stelle vielleicht

auch die Option Kamera-Schnellzugriff

etwas für Sie. Ist diese Funktion aktiviert

müssen Sie einfach nur einen Finger an eine

freie Stelle des Lockscreens halten und das

Handy quer drehen – das SIII startet so umgehend

die Kamera-App.

TouchWiz-Launcher

Im herkömmlichen Android-Launcher werden

die Apps von Browser bis YouTube alphabetisch

sortiert abgelegt. Beim TouchWiz-

Launcher des SIII jedoch kommen auf den

ersten beiden Seiten die vorinstallierten Anwendungen,

danach die Icons der von Ihnen

nachinstallierten Programme.

Die Reihenfolge der Einträge lässt sich im

Launcher durch einen Druck auf die Menü-

Taste und den Eintrag Bearbeiten ändern. Alternativ

setzen Sie unter Anzeigetyp die Sortierung

der Liste wie von anderen Androiden

her gewohnt auf ein Alphabetisches Raster.

Mit der Option Anwendungen ausblenden

entfernen Sie Apps aus dem Sichtfeld des

Launchers, ohne dass Sie die Anwendung

deinstallieren müssen.

Vibrationsmuster

Das Klingeln eines Handys ist oft unpassend:

im Kino, bei einem Meeting oder Date oder

in der Vorlesung. Ein Handy sollte auch mal

die Klappe halten. Damit Sie dennoch unauffällig

über Anrufe oder Nachrichten informiert

werden, vibriert im Inneren des Handys

eine kleine Unwucht.

Der Vibrationsalarm des SIII kennt nicht

nur ein simples brrr, brrr, brrr, sondern gleich

Abb. 7: Im von Samsung entwickelten

TouchWiz-Launcher lassen sich

Apps beliebig anordnen oder

auch ausblenden.

Android-user.de November 2012 95


Tipps & Tricks

Tipps&Tricks zum Galaxy SIII

Abb. 8: Der Vibrationsalarm des

SIII kennt verschiedene Rüttel-Muster,

auf Wunsch komponieren Sie

Ihr eigenes.

Abb. 9: Viele Webseiten beachten

noch nicht die eingeschränkten

Display-Größen von Smartphones

oder Tablets.

Abb. 10: Der Lesemodus optimiert

die Darstellung und entfernt

Details, die nicht zum eigentlichen

Inhalt gehören.

Abb. 11: Ihr Galaxy SIII kennt zahlreiche

Gesten und Aktionen, die

sich in den Einstellungen aktiveren

lassen.

Abb. 12: Die Anrufeinstellungen

erreichen Sie aus der Telefon-App

he raus über die Menü-Taste links

neben Home.

eine ganze Reihe unterschiedlicher Muster.

Unter Einstellungen | Ton | Gerätevibration

finden Sie die entsprechenden Einstellungen.

Optional spielen Sie über Erstell. ein eigenes

Muster ein. Welches Handy hat sonst noch

einen Vibrationsrekorder?

Abb. 13: Die Lautstärke des Klingeltons

wird angehoben, wenn das

Handy erkennt, dass es in einer

Lesemodus

Mit dem Boom von Smartphones und Tablets

haben sich auch die Anforderungen an das

Webdesign geändert. Wo früher einmal möglichst

viele Inhalte auf eine Seite gepackt

wurden, ist heute eine individuelle Diät angesagt.

Ob Handy oder Desktop-Browser, für

jedes Medium soll die Darstellung

einer Webseite optimal

sein. Manche Seiten

setzen auf eine optimierte

Variante ihrer Homepage,

der Trend geht allerdings zu

responsivem Webdesign [3],

welches unterschiedliche

Designs oder Layouts in Abhängigkeit

von bestimmten

Eigenschaften des Ausgabemediums

ermöglicht.

Da aber noch lange nicht

alle Webseiten eine entsprechende

Technik implementiert

haben, stolpert man im

Netz immer wieder über

Webseiten, die sich nur umständlich

am Handy lesen

lassen. Im Browser des SIII

ist eine Funktion integriert,

die solche Webseiten den-

Tasche steckt.

noch gut für das Smartphone aufbereiten.

Auf Inhaltsseiten erscheint ein grünes Icon

mit einem „R“ in der Adresszeile, ein Klick

auf das Icon entfernt sämtliche unnützen

Elemente außer dem eigentlichen Inhalt.

Bewegungsaktivierung

Unter diesem sperrigen Wort versteht

Samsung die Interaktion mit dem Handy

durch Gesten oder Aktionen. Der Direktanruf

startet zum Beispiel automatisch einen

Anruf, wenn Sie einen Ihrer Kontakt oder

eine SMS geöffnet haben und das Handy

zum Ohr führen. Eine optische Ohr-Erkennung

der integrierten Front-

Kamera verhindert dabei in

der Tat versehentliche initiierte

Telefonate.

Der Intelligente Alarm erinnert

Sie durch eine kurze

Vibration an verpasste Anrufe

oder Benachrichtigungen.

Wenn Sie das Telefon

nach einer längeren Zeit

wieder in die Hand nehmen,

weist eine kurze Vibration

auf den Eingang der Nachrichten

hin. Praktisch ist

auch die Option Zum

Stummschalten umdrehen.

Sie deaktiviert automatisch

alle Töne, wenn Sie Ihr SIII

mit dem Display nach unten

auf den Tisch legen. Weitere

praktische Gesten und Automatismen

finden Sie im ent-

96

November 2012

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps&Tricks zum Galaxy SIII

finden Sie zur Option

Lautst. in Tasche erhöhen.

Abb. 14: Früher gab es einmal ausführlich

gedruckte Anleitungen mit

detaillierten Informationen zum

Gerät.

sprechenden Dialog in den Einstellungen des

Handys. Stöbern Sie an dieser Stelle durch

die Menüs und probieren Sie die Gesten aus.

Klingelton-Lautstärke

Zu Hause auf dem Schreibtisch liegend muss

das Handy nicht auf voller Lautstärke klingeln.

In der Hosentasche oder im Rucksack

liegend braucht es jedoch deutlich mehr

Lärm, sonst wird ein wichtiger Anruf schnell

überhört. In den Telefon-Einstellungen versteckt

gibt es allerdings eine Option, die das

Handy lauter klingeln lässt, wenn es im

Dunklen einer Tasche steckt.

Samsung hat die Funktion tief in den Einstellungen

des Galaxy SIII vergraben. Um sie

zu aktivieren, gehen Sie in die Telefonie-App

– also zum Beispiel zur Eingabe einer Telefonnummer

– und öffnen das Kontext-Menü

über die Menü-Taste links neben dem Home-

Button. Über den Eintrag Anrufeinstellungen

Abb. 15: Heute gibt es die App zum

Handy, das macht auf einem

Smartphone aber auch mehr Sinn

als ein Papierwälzer.

Handbuch

Entsprechend der heutigen

Gepflogenheiten liefert

Samsung fast nur noch das

nackte Handy plus Zubehör

aus. Ein ausführliches

Benutzerhandbuch gibt es

nicht mehr. Samsung hat

stattdessen mit dem

GALAXY SIII User’s Digest

[4] eine App dafür im Angebot.

Sie ist bislang leider

nur komplett auf Englisch

verfügbar, enthält dafür allerdings

auch viele Abbildungen

und Videos.

Pop Out Play

Vom PC kennen Sie die

Möglichkeit, aktive Programme

in Fenstern nebeneinander anzuordnen.

So surfen Sie im Internet, während ein

Film in einem kleinen Fenster läuft. Auf dem

Handy gibt es diese Option nicht, eine App

nimmt immer das komplette Display ein.

Was auf Smartphones mit kleinen Displays

durchaus Sinn macht, ist auf Tablets oder

Smartphones mit großen Displays ein kleiner

Hemmschuh. Der Touchscreen des SIII ist

mit 4,8 Zoll und einer Auflösung von

1280x720 Pixeln groß genug, um mehr

Inhalte auf einmal darstellen zu können.

Mit der Pop-Out-Funktion hat Samsung

dem Video-Player des SIII die Möglichkeit

spendiert, Videos quasi Bild-in-Bild abzuspielen.

Rechts unten im Player finden Sie

ein kleines Icon, das ein laufendes Video aus

dem Vollbild befreit und es als kleines Bild

über den Desktop legt. Egal, was Sie nun machen,

Sie haben das Video und den Rest des

Android-Schirms stets im Blick.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27019

Abb. 16: Auf dem PC öffnen Sie Programme in Fenstern, auf dem Smartphone

nimmt eine App das komplette Display ein.

Abb. 17: Die Pop-Out-Funktion des Video-Players lagert den Film in ein

Widget aus, das immer im Vordergrund bleibt.

Android-user.de November 2012 97


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

Adobe Flash trotz dessen

Ende installieren

Sollten Sie gerade einen neuen

And roiden auspacken und ihn wie

gewohnt einrichten wollen, danntele52,

123RF

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks, die das

Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-Gerät einfacher

und angenehmer machen oder einfach nur

cool sind. Christoph Langner, Marcel Hilzinger

Abb. 1: Im App Shop von Amazon

gibt es jeden Tag eine kostenpflichtige

App für lau.

Gratis-Apps bei Amazon

Amazon hat seinen App Store für

Android-Anwendungen nun auch

in Deutschland und weiteren Ländern

gestartet. Auch wenn die Auswahl bei

Amazon nicht wirklich besser als bei Google

Play ist, lohnt sich die Installation der App

dennoch, weil es bei Amazon jeden Tag eine

kostenpflichtige App gratis gibt. Der Amazon

App Store selbst lässt sich nicht via Google

Play installieren. Sie müssen dazu auf der

Amazon-Homepage die APK-Datei herunterladen

und von Hand installieren [1].

Apps lassen sich nicht

installieren

Bei der Installation neuer Apps erhielt

ein Leser des Android User auf

einmal immer die Fehlermeldung

„Installation auf dem USB-Speicher bzw. der

SD-Karte fehlgeschlagen“, obwohl

eigentlich genügend Platz

auf dem internen Speicher des

Handys und auch der SD-Speicherkarte

frei war.

Schuld an dem Problem ist ein

beschädigter Zwischenspeicher,

der genutzt wird, um Apps auf

die Speicherkarte auszulagern.

Bleibt er zurück, dann lassen

sich einzelne Apps nicht mehr

aktualisieren oder neu installieren.

In den meisten Fällen reicht

es, den Speicher einfach nur zu

löschen, das System erzeugt den

Cache automatisch wieder neu.

Verbinden Sie dazu Ihr Handy mit dem PC

und öffnen in einem Dateimanager den Ordner

.android_secure auf der Speicherkarte.

Auf manchen Betriebssystemen müssen Sie

die Anzeiger dieses versteckten Ordners erst

aktivieren. In dem Verzeichnis sollten Sie die

Datei smdl2tmp1.asec finden, die sich über

einen Filemanager löschen lässt.

Ab und an liegt die Datei auch tiefer im

System unter dem Pfad /mnt/​secure/​asec/​

vergraben. Um hier manuell einzugreifen benötigen

Sie allerdings Root-Rechte auf Ihrem

Androiden, das Löschen der Datei ist demzufolge

in diesem Fall deutlich aufwendiger.

Abb. 2: Viele Betriebssysteme verstecken mit einem Punkt

beginnende Ordner und Dateien.

98

November 2012

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 3: Im abgesicherten Modus

lädt das System keinerlei nach­

werden Sie vielleicht bei

der Installation von

Adobe Flash ins Stolpern

kommen. Der Flash

Player lässt sich im Play

Store nicht mehr finden.

Daran ist kein Bug im

Market schuld, sondern

die neue „mobile“ Strategie

von Adobe, Flash

wird für mobile Plattformen

nicht mehr weiter

gepflegt. Stattdessen

setzt man auf Adobe Air.

Den Anfang macht man

bei Android, der mobile

Flash-Player für das

Google-System ist

Geschichte. Für den Fall,

dass Sie dennoch zwingend

Adobe Flash benötigen

sollten, finden Sie installierte Apps.

die letzte Version des

Players für Android im Archiv bei Adobe [2].

Hinter dem Eintrag Flash Player 11.1 for Android

(11.1.102.59) finden Sie den Player als

APK-Datei, die Sie manuell auf Ihrem Androiden

installieren können. Beachten Sie aber,

dass Flash in Zukunft keine Updates – auch

bei Sicherheitslücken – mehr erhält, bei der

glorreichen Geschichte an Schwachstellen in

Adobe Flash ist es daher keine gute Idee, in

Zukunft auf den Player zu setzen.

Abgesicherter Modus

Die breite Palette an Apps ist ein

Segen und zugleich auch ein Fluch.

Die Vielfalt der Apps macht Smartphones

erst richtig interessant, doch nicht

jede App erweist sich nach der Installation

auch als Volltreffer. Immer wieder sorgen

nachinstallierte Android-Programme für Probleme,

sei es dass Sie das Handy langsam

machen oder permanent am Akku ziehen.

Wenn Ihr Handy sich nicht so verhält, wie

es eigentlich laufen sollte, dann kann sehr

wohl eine App schuld sein. Um Apps als Missetäter

auszuschließen, besitzt Android

einen sogenannten Abgesicherten Modus,

den Sie je nach Android-Modell auf unterschiedlichen

Wegen erreichen können.

Auf einem Galaxy Nexus gelangen Sie über

den Ausschalt-Dialog und einen längeren

Fingerzeig auf den Ausschalten-Button in

den Safe Mode. Nach einer kurzen Wartezeit

werden Sie gefragt, ob das Handy in den abgesicherten

Modus neu starten soll. In diesem

werden sämtliche nachinstallierten Apps

deaktiviert, sodass Ihr Handy wieder eine

blütenrein weiße Weste besitzt.

Das System blendet zur

Erinnerung über den besonderen

Modus einen kurzen

Hinweistext links unten auf

dem Display ein. Nach dem

nächsten Neustart sind alle

Ihre installierten Anwendungen

wieder aktiv.

Erfolgreich testen konnten

wir diesen Modus mit einem

Galaxy-Nexus-Handy und

einem Nexus-7-Tablet, beide

Geräte laufen schon offiziell

unter Android „Jelly Bean“

4.1. Handys von Motorola

wie das Motorola Droid Razr

oder Defy schalten Sie zum

Einstieg in den abgesicherten

Modus ab und drücken beim

nächsten Start gleichzeitig die

Lautstärke-Hoch- und Runter-

Tasten, bis das System gebootet

ist. Andere Androiden besitzen diesen

Modus ebenfalls, allerdings müssen Sie den

Weg in ihn ergoogeln.

Kamera des Nexus-7-Tablets

aufbohren

Um den Kampfpreis von 199 Euro

für das Nexus-7-Tablet zu erreichen,

hat Google bewusst auf Details

verzichtet, die bei anderen Geräten

Standard sind. So fehlt zum Beispiel eine

rückseitige Kamera; warum auch nicht, nur

die wenigsten Android User haben den

Wunsch mit ihrem Tablet auf Fototour zu

gehen. Nichtsdestotrotz behandelt Google die

Kamera des Nexus 7 etwas stiefmütterlich.

Sie lässt sich nur aus Apps heraus öffnen, da

ein direkter Starter im App-Drawer fehlt.

Zudem nimmt sie Videos trotz eines

1,2- MPixel starken Photo-Chips nur mit einer

Auflösung von 480p auf. Beides lässt sich mit

ein paar Tricks – in Grenzen – korrigieren.

Den Starter fügen Sie sehr einfach über

den Camera Launcher for Nexus 7 [3] zum

System hinzu. Er öffnet über das gewohnte

Icon die Kamera-App des Nexus 7. Etwas

aufwendiger wird es allerdings bei der maximalen

Auflösung von Videoaufnahmen.

Technisch ist das Tablet sehr wohl in der

Lage, Videos mit 720p aufzunehmen, Google

hat es nur „versäumt“, das Profil für diese

Auflösungen anzulegen. Im Forum der XDA-

Developers [4] finden Sie eine kurze Anleitung,

mithilfe derer Sie das Profil nachtragen.

Für die Arbeit am System, müssen Sie Ihr

Nexus 7 allerdings rooten.

● ● ●

Abb. 4: Ein kleiner Hinweistext erinnert

Sie an das abgespeckt gestartete

System.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27058

Android-user.de November 2012 99


Poweruser

DataSync

Maxim-Borovkov, 123RF

App-Daten und ‐Einstellungen synchronisieren

In Takt

Nicht jede App legt ihre Daten und Einstellungen im

Internet ab. Besitzen Sie mehrere Androiden, so müssen

Sie Konfigurationen oft mehrfach vornehmen. Data-

Sync gleicht Anwendungsdaten unkompliziert ab.

Christoph Langner

Abb. 1: DataSync gleicht Daten

zwischen Androiden oder auch mit

Cloud-Speicherdiensten ab.

Viele Apps sind darauf ausgerichtet,

Ihre Daten über das Internet zu

synchronisieren. Ob jetzt die

Bookmarks oder Einstellungen

eines Webbrowsers, die einzelnen To-do-Listen

aus einer Aufgabenverwaltung oder die

Highscores eines Spieles. Dank der Synchronisierung

arbeiten Sie auf verschiedenen

Android-Geräten – oder gar auf dem PC zu

Hause – immer mit denselben Daten.

Moderne, leistungsfähige Apps wie zum

Beispiel der Firefox-Browser oder Chrome

nutzen zur Synchronisierung eigene Dienste

wie Firefox Sync oder die Infrastruktur von

Google. Andere weichen auf populäre Cloud-

Speicherdienste wie zum Beispiel Dropbox

oder Box aus, so müssen die Entwickler

selbst keine Server betreiben. Das Ergebnis

bleibt jedoch dasselbe: viel Komfort ohne

großen Aufwand.

DataSync

Im Play Store gibt es allerdings auch zahlreiche

Anwendungen, deren Daten sich nicht

über die App selbst im Netz ablegen oder

synchronisieren lassen. Ob Spiele, Tools oder

Anwendungen, es gibt zahlreiche Beispiele,

die diesen Komfort nicht bieten können.

DataSync hilft Ihnen hier aus, die Root-

App synchronisiert direkt im WLAN Anwendungsdaten

und Einstellungen zwischen

gerooteten Androiden und speichert sie lokal

oder in den Cloudspeicherdiensten Dropbox

und Box ab, sodass Sie sie auf anderen Android-Geräten

wieder einlesen können.

DataSync [1] finden Sie kostenlos im

Google Play Store. Neben der Basis-Version

gibt es mit dem optionalen Paket DataSync+

[2] einen mit 1,99 Euro kostenpflichtigen

Schlüssel, der weitere Funktionen freischaltet.

Dazu gehört das automatische Anstoßen

der Synchronisierung zu bestimmten Zeiten

oder das direkte Übertragen der Daten über

Bluetooth und NFC, allerdings steckt diese

Option noch in den Kinderschuhen.

Konfiguration

Nach der Installation der App richtigen Sie in

einem ersten Schritt die Synchronisierung

ein. Die entsprechenden Einstellungen finden

Sie in den Optionen DataSyncs, die sich

hinter dem Menü-Button verbergen. Am einfachsten

funktioniert der Abgleich über die

Cloud-Speicherdienste Dropbox [3] und Box

[4], hier haben Sie auch automatisch immer

ein Backup Ihrer Daten im Netz. Zur Kopplung

mit den Diensten nutzt DataSync die

von den Diensten bereitgestellten APIs und

Authentifizierungsmethoden.

Sie können jedoch auch komplett auf externe

Dienste verzichten und direkt innerhalb

Ihres Netzwerkes die Daten mittels

DataSync von Androide zu Androide kopieren

lassen. Moderne Netzwerkprotokolle ermöglichen

es, dass sich Android-Handys mit

DataSync automatisch im Netzwerk finden.

Nach dem Koppeln mit dem Speicherort

wählen Sie die zu synchronisierenden Apps

aus. Im Reiter Anwendungen finden Sie eine

Liste aller auf dem Gerät installierten Apps.

Root-Rechte

Android steckt jede Anwendung in einen

„Sandbox“ genannten Kasten, aus dem sie

nicht ausbrechen kann. Eine App kann daher

nicht ohne Weiteres auf die Daten anderer Programme

zugreifen. Um dennoch die Daten

aller Programme lesen und somit auch sichern

zu können, braucht DataSync umfassende

Root-Rechte auf Ihrem Handy.

100

November 2012

Android-User.de


Poweruser

DataSync

Abb. 2: Ein Klick auf eine App fügt

Sie zur Warteschlange hinzu, ein

optischer Hinweis fehlt allerdings.

Abb. 3: Organisieren Sie den

Abgleich bzw. die Backups einzelner

Apps in Warteschlangen.

Abb. 4: Mit dem kostenpflichtigen

Schlüssel DataSync+ lässt sich das

Synchronisieren automatisieren.

Abb. 5: DataSync beherrscht verschiedene

Synchronisierungs-

Methoden mit und ohne Cloud.

Ein Klick auf einen Eintrag reiht dieses Programm

in die aktuelle Warteschlange zur

Sicherung ein. DataSync markiert zu

sichernde Apps in der Liste allerdings nicht

optisch, Sie müssen sich merken, welche

Apps gerade ausgewählt sind.

Apps auswählen

Um Ihre Sicherungen zu organisieren, speichern

Sie Ihre aktuelle App-Auswahl in einer

Warteschlange ab. So sichern Sie automatisch

Ihre wichtigsten Daten oder stellen extra eine

Liste für Spiele zusammen, die nur selten

synchronisiert bzw. gesichert werden sollen.

In der kostenpflichtigen Version DataSync+

lässt sich zudem zu jeder Warteschlange ein

Zeitplan erstellen, über den automatisiert die

Sicherung angestoßen wird. Ohne Ihr Zutun

gleich DataSync dann im Hintergrund die

Daten ab.

Über die Schaltfläche in der Menüleiste mit

den zwei Pfeilen starten Sie den Abgleich.

DataSync braucht zum Abgleich nicht zwingend

einen Server oder Speicherdienste, die

App findet dank moderner Netzwerktechnik

andere Androiden mit aktiver DataSync-App.

Sobald Sie den Abgleich auf einem zweiten

Android-Gerät starten, erscheint dieses unter

Discovered Devices, ein Klick auf das Gerät

startet dann die Synchronisierung.

Etwas komfortabler ist natürlich der Abgleich

über die Cloudspeicherdienste Dropbox

oder Box. Sie sind ohne Ausnahme verfügbar,

und Sie müssen nicht erst den Abgleich

auf einem zweiten Gerät starten.

Zudem existiert so immer eine Kopie der gesicherten

Daten auf Ihrem Dropbox-Account.

Sollten Sie gar ein Update aus Versehen überschrieben

haben, dann lässt sich dieses über

die Versionierung von Dropbox ohne Probleme

wiederherstellen.

Bei Konflikten fragt Sie DataSync, was zu

tun ist, Sie können bestehende Daten auf

dem Speicher löschen und die neuen aus

dem gerade zu synchronisierenden Gerät

hochladen oder die Sicherung der App auch

ignorieren und den Konflikt von Hand lösen.

In unserem Test funktionierte der Abgleich

der Daten verschiedener Apps zuverlässig

und ohne Störungen. Egal, ob wir die Daten

direkt oder über Dropbox übertragen haben,

nach einem kurzen Moment sind alle Geräte

auf einem aktuellen Stand.

Fazit

Root-Rechte auf dem Smartphone dürfen kein

Selbstzweck sein. Ein Android-Gerät zu rooten,

nur weil Sie es können, sollten Sie vermeiden.

Der Root-Zugang reißt Sicherheitslücken

auf, die in der Theorie leicht ausgenutzt

werden können, maliziöse Apps haben

zudem mehr Möglichkeiten. Apps wie Data-

Sync schaffen allerdings einen Mehrwert, der

ohne Root-Zugang nicht möglich wäre.

Wenn Sie mehrere Androiden Ihr Eigen

nennen, dann lohnt sich der Einsatz oder gar

der Kauf von DataSync. Sie ersparen sich mit

der App das wiederholte Einrichten von Anwendungen

oder machen Apps fit für die

Cloud, die der Entwickler bislang vernachlässigt

hat. Auch Spieler kommen auf ihre Kosten,

wenn Sie Spielstände vom Smartphone

auf das Android-Tablet oder ein anderes

Handy übertragen möchten.

● ● ●

Abb. 6: DataSync gleicht automatisch

den Stand der zur Sicherung

ausgewählten Android-Apps ab.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/26172

Android-user.de November 2012 101


Poweruser

Custom Kernel – Teil 2

Root und Custom-ROMs für das Samsung Galaxy SIII

Vollmacht

Der Kernel ist das Zentrum eines jedes Android-Systems, er

Samsung

kontrolliert das Gerät. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie Ihr

Samsung Galaxy SIII mit einem alternativen Kernel aus-

und aufrüsten. Dominik Kraus, Christoph Langner

Warnung

Auch wenn die meisten Custom

Kernels für das Galaxy S III auf

den Software-Quellen von

Samsung basieren, verlieren Sie

mit der Installation eines alternativen

Kernels die Garantie von

Samsung. Wagen Sie sich deshalb

nur dann an die Installation,

wenn Sie genau wissen,

was Sie tun. An dieser Stelle

sollten wir auch noch erwähnen,

dass man mit dem Flashen

eines Custom-Kernels automatisch

Root-Zugriff auf das Gerät

erhält. Dies ist bei den meisten

Custom-Kernels implementiert

und in der Szene selbstverständlich.

Die Kernel-App braucht

Root-Zugriff, um im Verzeichnis

/sys Dateien so zu ändern, dass

diese Ihren gewünschten Einstellungen

entsprechen.

Er bildet die Schnittstelle zwischen

Hard- und Software, doch sein

komplettes Potenzial bleibt oft von

den Herstellern ungenutzt: der Kernel.

Erfahren Sie, wie Sie mithilfe eines Custom-Kernels

– also einem von der Android-

Community erweiterten benutzerspezifischen

Kernel – Features in Ihrem Smartphone

freischalten, mehr Power für CPU-lastige

Apps erhalten oder ihm ein paar Stunden

zusätzliche Akkulaufzeit entlocken.

Eine Installationsanleitung für das Galaxy

SIII bzw. für ähnliche Geräte von Samsung

finden Sie am Ende dieses Artikels. Zunächst

möchten wir aber auf die Vorteile von Custom-Kernels

eingehen, bevor wir uns an die

Erstinstallation wagen.

Haben Sie bereits unseren

Artikel zu Custom-Kernels

für das Galaxy S2 in

Android User 10/​2012 gelesen,

dann können Sie

auch gleich zum Abschnitt

„Die Installation“

springen.

Notifications

auch ohne LED

Den ersten großen Vorteil

bergen sogenannte Backlight-Notification-Mods

(kurz BLN). Manche

Smartphones, wie zum

Beispiel das immer noch

beliebte Samsung Galaxy

S II, besitzen keine eingebaute

Benachrichtigungs-

Abb. 1: Neben der Android-Version

finden Sie in den Einstellungen weitere

wichtige Informationen.

LED. Der von der Community entwickelte

BLN-Mod ersetzt diese LED im Rahmen der

Möglichkeiten: Wenn Sie eine neue SMS oder

Nachricht erhalten, beginnt – auch wenn das

Display des Gerätes ausgeschaltet bleibt – die

Hintergrundbeleuchtung der Softkeys am unteren

Rand des Handys zu leuchten. Zwar

kann hier nicht die Farbe der Beleuchtung

geändert werden, dennoch erkennen Sie auf

einem Blick, ob eine neue Nachricht vorhanden

ist, ohne das Handy in die Hand nehmen

oder das Display anschalten zu müssen. Ist

ein Custom-Kernel auf Ihrem Smartphone installiert,

können Sie zudem mit der im

Google-Play-Store erhältlichen App BLN Control

[1] weitere Einstellungen am BLN-Mod

vornehmen und beispielsweise

den Timeout der Beleuchtung

verringern, um

Energie zu sparen.

Mehr Macht dank

Root-Rechten

So gut wie alle Custom-Kernel

bringen einen Root-Zugriff

mit, also Administratoren-Rechte

für Ihr Android-

Gerät. Alle nachfolgend vorgestellten

Apps benötigen

Root-Zugriff, um tief im System

Parameter oder Einstellungen

zu ändern. Und auch

triviale Apps wie etwa

Screenshot UX [2] nutzen Sie

so ohne Funktionseinschränkung.

Wenn Sie eine App

starten, die Root-Rechte be-

102

November 2012

Android-User.de


Poweruser

Custom Kernel – Teil 2

nötigt, erscheint zunächst

ein Fenster. In

diesem gewähren oder

verweigern Sie der Anwendung

die angeforderten

Rechte, so ist

für zusätzliche Sicherheit

gesorgt. Maliziöse

Apps sind so nicht in

der Lage, im Hintergrund

unbemerkt massive

Änderungen am

System vorzunehmen.

Den Govenor

anpassen

Sie haben sich schon

immer eine längere Akkulaufzeit

gewünscht?

Ein Custom-Kernel ist

zwar kein zweiter

Akku, gegenüber einem Kernel des Herstellers

sollte sich die Akkulaufzeit Ihres Handys

aber deutlich verbessern lassen. Dies liegt

unter anderem daran, dass die von der Community

entwickelten Custom-Kernel deutlich

aktueller sind und so Fehler ausmerzen.

Ein weiterer Vorteil von Custom-Kernels ist

zudem, dass Sie selbst mit meist einfach gestalteten

Apps Ihr System genau auf sich anpassen

können. Mithilfe von Voltage Control

[3] aus dem Play Store lässt sich zum Beispiel

der Governor der CPU ändern. Diese

Einstellung regelt die Art und Weise, wie

schnell und unter welchen Bedingungen ein

Prozessor seine Taktrate ändert.

Nutzen Sie Ihr Handy meist nur für einfache

Aufgaben, dann können Sie auf den

Governor PowerSave wechseln. Ihr Handy

taktet nun weniger schnell auf die höchste

Stufe hoch. Diverse User berichten von keinen

spürbaren Leistungsunterschieden,

loben aber die verbesserte Akkulaufzeit des

Handys. Wenn Sie oft aufwendige Spiele

spielen, sollten Sie auf den Governor auf Performance

schalten. Diese Einstellung verhindert,

dass der Prozessor umgehend wieder

seine Taktrate reduziert.

Abb. 2: BLN ersetzt eine fehlende

Benachrichtigungs-LED.

Abb. 3: Den Root-Zugriff müssen Sie

jeder App erst erlauben.

Aber Achtung: Das Übertakten Ihres Handys

birgt dieselben Gefahren wie das Übertakten

eines Computers. Sie sollten es also nicht

übertreiben! Für den absoluten Leistungs-

Kick bieten manche Kernel zusätzlich die

Möglichkeit, die GPU – also die Grafikeinheit

Ihres Androiden – zu übertakten.

Unter Spannung

Selbst hier endet aber die Liste der möglichen

Eingriffe nicht. Sie möchten weiter

Akku sparen und schrecken nicht vor Eingriffen

in wichtige Systen-Parameter zurück?

Dann sollten Sie sich die Stellschrauben in

Voltage Control zum Ändern der CPU-Spannung

ansehen. Falls es Ihr Kernel erlaubt,

lässt sich hier regeln, wie viel Spannung der

CPU bei bestimmten Taktraten zur Verfügung

gestellt wird. Bei diesem sogenannten Undervolting

(kurz UV), lassen sich die Regler

meist um einige Millivolt nach unten schieben,

ohne dass Sie einen Unterschied in der

Performance oder Stabilität Ihres Smartphones

oder Tablets bemerken werden.

Sollten Sie meist nur Apps wie Kalender,

Kontakte und das Telefon nutzen, die dem

Handy nur wenig Leistung abverlangen,

Abb. 4: Die Wahl des Governors

beeinflusst die Ansteuerung der CPU.

Die CPU übertakten

Sollte auch diese zusätzliche Leistung nicht

reichen, lässt sich ein Handy mit einem Custom-Kernel

zusätzlich übertakten. Was auf

Computern schon lange mit einfachen Mitteln

möglich ist, können Sie nun auch auf

Ihrem Smartphone tun. Die Maximalfrequenz

lässt sich mit der Voltage Control ganz

einfach einstellen. Das System erkennt

selbst, wie hoch Sie den Takt treiben dürfen.

PowerSave oder OnDemand?

Ob der PowerSave-Governor wirklich Strom spart, ist umstritten [4]. Moderne CPUs

kennen nicht nur Taktraten, sondern auch Schlafmodi, die deutlich größeren Einfluss

auf den Stromverbrauch haben. Je schneller die CPU wieder in Tiefschlaf fallen kann,

desto mehr Energie wird sie sparen. Indem man sie nun zwingt, immer mit niedrigster

CPU-Rate zu laufen, verhindert man, dass sie möglichst schnell wieder einschlafen

kann. Mit Powersave spart man daher nur dann Energie, wenn die CPU sowieso bei

jeder Taktrate voll ausgelastet wäre (also bspw. bei 3D-Spielen oder Berechnungen).

Im normalen Betrieb sollte man OnDemand oder Interactive als Governor nutzen.

Android-user.de November 2012 103


Poweruser

Custom Kernel – Teil 2

Abb. 5: Je niedriger die Spannung,

desto niedriger der Stromverbrauch.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27016

dann könnte es zudem

sinnvoll sein, den zweiten

CPU-Kern bei Dual-Core-

Prozessoren komplett auszuschalten.

Mit der im Play

Store verfügbaren App

Core2 Management [5]

lässt sich diese Bremse

leicht de-/aktivieren. Ein

Kern ist bei heutigen CPUs

für den Alltag vollkommen

ausreichend, und sollten

Sie doch einmal mehr Leistung

benötigen, schalten

Sie den stillgelegten zweiten

Kern jederzeit wieder

über die App ein.

Im Herunterregeln von

CPU-Spannung und Abschalten

eines Prozessor-

Kerns liegt viel Potenzial,

die Akkulaufzeit des Handys um mehrere

Stunden zu verlängern. Vor allem aber beim

Einstellen der Spannungen für die CPU ist

Fingerspitzengefühl gefragt, da sonst die Stabilität

Ihres Systems leidet. Sollten Sich Abstürze

häufen, dann lassen sich die getroffenen

Einstellungen allerdings auch schnell

wieder zurücksetzen.

Die Installation

Sie haben sich zu einer Installation entschieden?

Zunächst müssen Sie sich für einen der

vielen Custom-Kernels entscheiden. Dabei

müssen Sie beachten, dass diese gerätespezifisch

sind, das heißt sie funktionieren nur

auf einem bestimmten Gerät. Sie dürfen also

nur Kernel installieren, die auch wirklich für

Ihr Gerät entwickelt wurden.

Eine Anlaufstelle, um einen passenden

Systemkern zu finden, ist das Forum der

XDA-Developers [6]. In den zahlreichen Unterforen

zu unterschiedlichen Geräten finden

Sie diverse Kernel zum Download. Sollten Sie

sich an einer Stelle nicht komplett sicher

sein, ob der gewählte Kernel auch wirklich

zu Ihrem Androiden passt, oder Ihnen das

Vorgehen nicht klar sein sollte, dann bietet

die deutschsprachige Community Android-

Hilfe.de [7] kompetenten Rat.

Sowohl für das Samsung Galaxy SII [8],

wie auch das Galaxy S III [9] ist der Abyss-

Kernel empfehlenswert. Er basiert auf den

Original-Quellen von Samsung, beherrscht

aber das Über- und Untertakten, kann weitere

CPU-Frequenzen nutzen und auch die

GPU-Taktrate beeinflussen. Die folgende Installationsanleitung

ist nur für das Samsung

Galaxy SIII I9300 gedacht, Installationsvorgänge

für andere Geräte

von Samsung sind zwar

ähnlich, jedoch unterscheiden

sich die verwendeten

Dateien! Geräte anderer

Hersteller sind ein ganz anderes

Thema, die hier erwähnten

Tools und Kernel

sind in diesem Fall nutzlos.

Das Galaxy SIII

rooten

Laden Sie zunächst die aktuelle

Version des Kernels

herunter und schieben die

.zip-Datei aus dem Download-Verzeichnis

Ihres PCs

auf die interne oder externe

Abb. 6: Nicht immer braucht man die SD-Speicherkarte. Damit ist

volle Power beider CPU-Kerne. es allerdings noch nicht

getan. Ein Kernel lässt sich

nicht per Copy&Paste in die Firmware Ihres

Androiden integrieren. Sie müssen in einem

ersten Schritt das ClockWorkMod Recovery

(kurz CWM) als Ersatz des Recovery-Modus

des Herstellers einspielen.

Dazu benötigen Sie das passende Recovery-Image

inklusive Root [11] und eine speziell

von Samsung entwickelte Software namens

Odin [12], die für das Übertragen der

Firmware verantwortlich ist. Windows-User

müssen zudem noch den Samsung-USB-Treiber

[13] installieren, falls sie auf dem System

Samsungs Verwaltungs-Tool Kies 2.0 [14]

noch nicht genutzt haben. Laden Sie nun das

Recovery-Image CF‐Root‐SGS3‐v6.4.zip

(Stand September 2012) sowie Odin herunter

und entpacken das Archiv. Die ausführbare

exe-Datei aus dem 7z-Archiv starten Sie über

einen Dateimanager.

Schalten Sie nun Ihr Samsung-Handy aus,

und halten Sie anschließend die folgenden

Tasten gleichzeitig gedrückt: Leiser + Home

+ Power. Ihr Smartphone startet daraufhin

in den Download-Modus, in dem ein kleines

Android-Männchen auf dem Display erscheint.

Schließen Sie jetzt Ihr Handy mit

dem USB-Kabel an, und warten Sie, bis in

dem kleinen Textfeld von Odin unten links

die Nachricht Added erscheint.

Klicken Sie anschließend auf den Button

Pda und wählen die entpackte Datei

CF‐Root‐SGS3_xxx.tar aus. Wenn Sie sichergestellt

haben, dass die ausgewählte Datei

eine .tar und keine .zip Endung besitzt, klicken

Sie auf Start um den Root-Vorgang einzuleiten.

Der CWM wird installiert und das

Handy anschließend neu gestartet. Falls es

nicht durchstarten sollte oder nicht vollstän-

104

November 2012

Android-User.de


Poweruser

Custom Kernel – Teil 2

dig bootet, entfernen Sie kurz die Batterie,

um einen Reset des Handys zu erwirken.

Nach dem Neustart haben Sie volle Root-

Rechte auf Ihrem Androiden.

Custom-Kernel installieren

Mit dem Root-Zugang ist nun jedoch noch

kein neuer Kernel auf Ihrem Handy installiert

worden. Schalten Sie daher das Gerät ein

weiteres Mal aus und starten es diesmal mit

der Tastenkombination Lauter + Home +

Power. Ihr Smartphone bootet daraufhin in

den Recovery-Modus.

Um nun Ihren Custom-Kernel zu installieren,

navigieren Sie mithilfe der Lautstärke-

Tasten zum Menüpunkt Install zip from sd

card, suchen das zuvor auf das Handy kopierte

zip-Archiv heraus und wählen es mit

der Power-Taste an. Beantworten Sie abschließend

die Sicherheitsfrage mit Yes. Das

CWM spielt nun den Kernel auf das System,

nach der Fertigstellung gehen Sie zurück ins

Hauptmenü und starten mit Reboot system

now letztendlich das Smartphone neu.

Ihr Custom Kernel ist nun installiert, und

Sie können jetzt alle vorhin genannten Features

testen. Optional bietet Ihnen der Clock-

Abb. 7: Mit Odin kopieren Sie das Recovery wie auch die Root-App auf Samsung-Androiden.

WorkMod zudem noch verschiedene weitere

Möglichkeiten, wie zum Beispiel ein Backup

des kompletten Systems, was vor allem vor

weiteren Tests mit Custom-ROMs oder alternativen

Kernels angelegt werden sollte. ● ● ●

Kann eine

Schulungseinrichtung

für mehr als EINEN

Themenbereich

berühmt werden?

Das Linuxhotel ist bekannt für erstklassige Open-Source-Schulungen. In den letzten Jahren kamen Java

und andere Programmiersprachen hinzu - wie immer in Kooperation mit führenden Spezialisten, und in

abgeschiedener, konzentrierter, aber auch ziemlich verspielter Umgebung. Es ist so naheliegend, auch

Entwicklerthemen bei den OpenSource‘lern zu lernen, weil man dort schon immer sehr „unter die

Haube“ guckte und mit viel Freude intensivst arbeitet. Das weiss ein Großteil der deutschen Admins, nur

unter Entwicklern hat's sich noch nicht so ganz herumgesprochen.

Mehr siehe www.linuxhotel.de


Poweruser

AdAway

THesIMPLIFY, Fotolia

Sie haben auf Ihrem Desktop-Rechner einen AdBlocker installiert? Warum dann

nicht auch auf dem Smartphone? Wir stellen die Lösung AdAway vor. Mirko Mahlberg

Tipp

Damit Ihre Lieblingsseiten

nicht wegen AdBlockern

pleite gehen, ist es empfehlenswert,

eine Liste von Seiten

zu pflegen, die Werbung

anzeigen dürfen.

Auf PCs und Notebooks haben viele

Millionen User einen AdBlocker

installiert, um lästige Werbung auf

vielen Seiten zu blockieren. Diese

gibt es beispielsweise in Form von Erweiterungen

für den Google Chrome oder Mozilla

Firefox Browser. Solche Möglichkeiten gibt es

auch für Ihr Android-Handy. Im folgenden

Artikel stellen wir Ihnen die App AdAway [1]

vor und zeigen, wie Sie Werbung mit wenig

Aufwand blockieren.

Da immer mehr Internet-Zugriffe von mobilen

Geräten aus erfolgen, hat auch die Werbung

auf mobilen Seiten Hochkonjuktur. Je

nach Interessen und Displaygröße kann jedoch

Reklame auf dem Smartphone ganz

schön störend sein. Apps wie AdAway bieten

die Möglichkeit, solche Werbung zuverlässig

zu blockieren. Dazu brauchen Sie allerdings

Root-Zugriffe auf Ihrem Androiden. AdAway

können Sie sich kostenlos im Google Play

Store herunterladen [1]. Die App verzichtet –

wie zu erwarten – komplett auf Werbung.

Design und Funktionen

Das Design von AdAway hält sich an die

Android Design Guidelines von Google und

sieht sehr schick und aufgeräumt aus. Wenn

die Applikation geöffnet ist, und Sie auf Dateien

herunterladen und den Werbeblocker

aktivieren tippen, ist das Wesentliche (den

Blocker einschalten) auch schon getan. Es

kommt nur noch eine Meldung, dass eventuell

ein Neustart nötig ist, und diese Meldung

bestätigen Sie einfach mit Ja. Nun startet Ihr

Gerät neu.

In den Einstellungen bietet die Anwendung

viele nützliche Funktionen wie beispielsweise

das Prüfen auf Updates, automatische

Updates (falls gewünscht nur bei WLAN-Verbindung)

oder die Möglichkeit, eigene Host-

Dateien zu verwenden. Unter Hosts-Quellen

können Fortgeschrittene ihre eigenen oder

liebsten Hosts-Quellen hinzufügen und/​oder

die voreingestellten bearbeiten, deaktivieren

oder löschen. So können Sie zum Beispiel

AdAway nur dazu einsetzen, um bestimmte

Seiten zu sperren. Dazu fügen Sie diese der

Black-Liste hinzu. Möchten Sie hingegen bei

allen Seiten die Reklame blockieren und nur

bei bestimmten Seiten nicht, dann fügen Sie

die Ausnahmen über den Reiter WHITE

hinzu. Hostnamen die nicht blockiert werden

sollen, leitet AdAway zu einer spezifischen

IP-Adresse um. Dazu betätigen Sie auf dem

Reiter Umleitung das Plus-Symbol und tragen

den umzuleitenden Hostnamen und die IP-

Adresse ein.

Alternativen

AdFree ist das Urgestein der AdBlocker für

Android. AdFree tut, wie AdAway auch,

seine Aufgaben sehr gut. Hier muss man

ganz klar den Entwickler von AdAway loben,

der die Zeichen der Zeit erkannt hat und das

Design seiner App an die Android Design

Guidlines angepasst hat. AdFree hingegen

sieht unaufgeräumt und langweilig aus. Die

App erledigt zwar ihre Aufgaben immer sehr

gut, aber das macht AdAway eben auch.

Zudem bietet AdAway einiges an Funktionen

– abseits des Aktivierens einer Host-Datei.

106

November 2012

Android-User.de


Poweruser

AdAway

Abb. 1: Nach dem Aktivieren des

Reklame-Blockers sollten Sie das

Smartphone neu starten.

Fazit

AdAway sieht nicht nur schöner aus, sondern

bietet auch mehr Funktionen als AdFree. Der

Gesamteindruck passt, und da die App kostenlos

im Play Store erhältlich ist, können Sie

Abb. 2: In den Einstellungen schalten

Sie am besten die automatischen

Updates ein.

Abb. 3: Über eigene Listen fügen

Sie gezielt Ausnahmen zur allgemeinen

Regel hinzu.

hier nicht viel falsch machen. Achten Sie darauf,

Ihre Lieblingsseiten nicht zu sperren, da

viele Blogs auf Werbung angewiesen sind.

Wenn Sie Ihr Smartphone gerootet haben,

gehört AdAway darauf.

● ● ●

Abb. 4: AdFree gehörte zu den ersten

AdBlockern für Android. Die

App ist aber etwas altbacken.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/27181

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devcorner

Spiele entwickeln

Workshop: Android-Spiele selbst gemacht

Mein

Nikita Chisnikov, 123RF

Game

Wollten Sie schon immer einmal selbst ein kleines Android-Spiel erstellen?

Mit dem „App Game Kit“ gelingt das auch Anfängern, die über

keine Vorkenntnisse verfügen, sehr schnell. Bereits am Ende dieses

Workshops wird Ihnen Ihre erste eigene Kreation von Ihrem Smartphone

entgegenleuchten. Marko Dragicevic

Lust, auf Äpfel zu schießen? Mit dem

„App Game Kit“ erstellen Sie Android-Spiele

in kürzerer Zeit als etwa

mit Java oder C – oder es kann dazu

dienen, einen ersten Prototypen von einer

Spielidee zu designen, bevor diese in einer

komplexeren Sprache umgesetzt wird.

Smartphone-Spiele unterscheiden sich sowohl

inhaltlich als auch durch ihre Zielgruppe

von solchen auf einem gewöhnlichen

PC. Für Letzteren entwickeln oft eine Vielzahl

an Menschen mit

einem Millionenbudget.

Einschlägig interessierte

Spieler zocken

solch ein Spiel

dann viele Stunden

am Stück. Auf dem

Handy sieht das anders

aus. Dort spielen

die verschiedensten

Menschen kleine

Apps, während sie auf

ihren Zug warten oder

mit einer Wartemarke

in der Hand vor der

Bürotür einer Behörde

sitzen. Dementsprechend

besitzen Programme

auf dem

Smartphone normalerweise

eine Abb. 1: So in etwa arbeitet die interne Logik des App Game Kit.

eher

einfache Spielidee, die jeder auf Anhieb versteht.

Auch ist der Programmier- und Design-

Aufwand – außer wenn 3D-Grafik verwendet

wird – entsprechend geringer.

Ein Spiel muss her!

Erinnern Sie sich noch an Moorhuhn? Dieses

Spiel (welches allerdings nicht für Handys,

sondern PCs erschien) legte vor ein paar Jahren

ganze Bürobetriebe lahm: Die Arbeit

blieb lange liegen, weil alle Mitarbeiter mit

Mausklicks auf dem Bildschirm vorbeifliegende

Moorhühner abschossen. Für diesen

Workshop realisieren wir eine abgewandelte

Idee: An einer zufälligen Stelle des Bildschirms

erscheint ein Apfel. Wird dieser mit

dem Finger berührt, verschwindet er, während

ein Schussgeräusch zu hören ist – der

Punktestand des Spielers erhöht sich um 50

Punkte, und an einer anderen Stelle erscheint

eine neue Frucht. Wird aus Versehen neben

den Apfel getippt, verringert sich der Punktewert

um 50. Dabei hat der Spieler insgesamt

20 Sekunden Zeit, um möglichst viele Punkte

zu sammeln. Das Endprodukt werden wir

dann auf dem Startbildschirm des Spieles mit

dem Namen „Apple Shooter“ betiteln.

Nachdem die erste Idee für das Spiel feststeht,

muss nun geplant werden, wie dessen

zeitlicher Ablauf im „App Game Kit“ beschrieben

werden kann. Schauen Sie sich zunächst

Abbildung 1 an: Diese zeigt ganz im

108

November 2012

Android-User.de


Devcorner

Spiele entwickeln

Abb. 2: So wird das Titelbild unseres Spieles aussehen. Passende freie

Grafiken gibt es im Internet zuhauf.

Abb. 3: Für das Abschießen der Äpfel gibt es Punkte. Die Grafiken können

auch kleiner sein.

Allgemeinen die Chronologie, der viele Unterhaltungs-Apps

folgen. Im ersten Kasten

auf der oberen Seite steht: App wurde gestartet:

Initialisierung. Damit ist gemeint, dass

die ersten Zeilen, die Sie zur Programmierung

eines Spieles im „App Game Kit“ eintippen,

das Laden der benötigten Grafiken und

Sounds veranlassen.

Als Nächstes folgen Befehle zur Anzeige

eines Titelbildschirms. Dieser besteht in der

Regel aus einem Logo oder sonstigem Bild

sowie einem Schriftzug mit dem Namen der

App. Wenn der Spieler nun ein neues Spiel

startet, werden die Startwerte hierfür gesetzt

(zum Beispiel Punktestand = 0), und von

nun an landet der Ablauf der App in einer

Schleife: Immer wieder aufs Neue überprüft

das Programm, ob vom Benutzer irgendwelche

Aktionen durchgeführt wurden, auf die

es reagieren muss (beispielsweise das Berühren

eines bestimmten Punktes des Bildschirms).

Außerdem prüft die App, ob irgendwelche

anderen Aktionen auszuführen

sind (zum Beispiel das Fortbewegen eines

Spielgegners, weil wieder etwas Zeit vergangen

ist) und ob irgendein Ereignis aufgetreten

ist, das das Spielende (Game Over) auslöst?

Falls ja, kehrt die App zum Startbildschirm/​Hauptmenü

zurück. Falls nicht, dann

führt es die Schleife von

vorne aus.

Erstes Zeilen enthalten, die alle benötigten

Soundeffekte (Schuss, Explosion eines getroffenen

Apfels…), die Bilder (eine Landschaft

als Hintergrundbild, ein Apfel, Logo,

nette Schriftzüge…) und eine Hintergrundmusik

laden (deren Wiedergabe auch sofort

zu Beginn der App startet – schließlich soll

von Anfang an die richtige Atmosphäre herrschen).

Danach werden als Titelbildschirm

das Hintergrundbild und ein Logo sowie eine

Schaltfläche mit dem Text Neues Spiel? Hier

drücken angezeigt (Abbildung 2).

Wenn der Benutzer Letztere berührt, werden

die Werte für den Spielanfang gesetzt

(Erreichte Punkte = 0, Zeit, die noch zur

Verfügung steht = 20 Sekunden…). Dann

landet das Spiel in der weiter oben angesprochenen

Schleife: Setze den Apfel an eine zufällige

Stelle des Bildschirms (Abbildung 3).

Wenn der Bildschirm berührt wird, prüfe, ob

sich das Obst an dieser Position befindet.

Falls ja, dann schreibe 50 Punkte gut und

setze den Apfel an eine neue Zufallsstelle.

Falls nein, dann ziehe zur Strafe 50 Punkte

ab. Ist die Spielzeit inzwischen abgelaufen

(übrige Sekunden = 0) ? Falls ja, dann kehre

zu einem modifizierten Startbildschirm zurück:

Statt des Spiellogos erscheint der

Schriftzug Game Over (Abbildung 4). Über

Ablauf planen

Nun folgt der letzte Schritt

unserer Planungsphase:

Diese allgemeine Struktur

soll auf unsere Spielidee

angepasst werden. Aufgrund

unseres einfachen

Spielkonzeptes ist dies

nicht schwierig: Unser Programm,

dass wir gleich

eintippen werden, wird als

Abb. 4: Nach dem Ende des Spieles muss es irgendwie weitergehen.

Android-user.de November 2012 109


devcorner

Spiele entwickeln

Abb. 5: Für den ersten Start laden Sie am besten die kostenlose Trial-Version herunter.

die bereits vom Anfang bekannte Schaltfläche

Neues Spiel? Hier drücken kann dann ein

neuer Durchgang gestartet werden. Ist die

Zeit noch nicht abgelaufen, wird die Spielschleife

erneut von vorne durchlaufen.

Das App Game Kit

Nach den ganzen theoretischen Vorüberlegungen

geht es nun endlich an das Eingemachte:

Installieren Sie das „App Game Kit“

Abb. 6: Die grafische Oberfläche von AGK. Hier legen Sie ein neues Projekt an.

Abb. 7: Für die ersten Versuche wählen Sie das generische Template aus.

auf Ihrem Computer. Normalerweise kostet

dieses 54 Euro. Es gibt jedoch eine funktionell

uneingeschränkte Testversion [1]. Die

einzigen Einschränkungen bestehen darin,

dass die Demoversion nur 30 Tage lang funktioniert

und dass die fertigen Apps mit einem

unsichtbaren Wasserzeichen markiert werden.

Dieser Workshop kann also auch ohne

die Kaufversion problemlos durchgeführt

werden. Die Installation ist auf jedem aktuellen

Windows-PC möglich (eine kleine Randnotiz

für Linux-Benutzer: Das Programm

funktioniert uneingeschränkt unter der Windows-Emulationsschicht

Wine).

Starten Sie nach der Installation direkt das

App Game Kit. Nun wählen wir im Menü

File den Punkt New | Project aus (Abbildung

6). Im anschließenden Dialog folgt ein Klick

auf AGK Generic Project sowie auf Go (Abbildung

7). Bei der Abfrage des Project Title

geben wir Apple Shooter ein und bestätigen

mit Finish (Abbildung 8). Nun erscheint auf

der linken Seite des Editors das neue Projekt

mit den zwei Dateien main.agc und setup.

agc. Letztere können Sie mit einem Rechtsklick

und dem Kontextmenüpunkt Remove

File from Project entfernen, da sie für unser

Beispiel nicht benötigt wird.

Nun brauchen wir als Erstes die eingeplanten

Grafik- und Sounddateien. Ein guter Ausgangspunkt

für Hobby-Projekte oder erste

Spiele-Prototypen ist hierbei die Internetseite

opengameart.org [2]. Grafiker und Musiker

stellen dort ihre Kreationen zur Verfügung,

damit Interessenten diese kostenlos in eigene

Spiele einbinden können. Dabei ist aber auf

jeden Fall zu beachten, was bei jedem der

verwendeten Objekte jeweils unter dem

Homepage-Punkt License aufgeführt wird

(Abbildung 9, links): Manche Künstler erlauben

beispielsweise nur das Verwenden in

nichtkommerziellen Projekten, oder sie bestehen

auf die Nennung ihres Namens innerhalb

des Programmes.

Die Mediendateien für unser Beispiel finden

Sie auf der Android-User-Homepage zum

Download [3]. Die Hintergrundmusik, alle

Soundeffekte sowie die Bilder für den Hintergrund

und den Apfel stammen von opengameart.org

– sie alle wurden dort von den

Urhebern mit dem Lizenztyp Public Domain

gekennzeichnet. Das bedeutet, sie dürfen

ohne Einschränkungen irgendeiner Art verwendet

werden. Da nun noch Grafikdateien

für das Titellogo, einen ansehnlichen Game-

Over-Schriftzug und eine Neues-Spiel-Schaltfläche

fehlten, kreierte der Autor dieses

Workshops sie in einem Malprogramm selbst

(sie befinden sich ebenfalls im Download-

110

November 2012

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Spiele entwickeln

Archiv). Kopieren Sie alle Mediendateien in

das Media-Unterverzeichnis Ihres Projektes:

Verzeichnis zum App Game Kit auf Ihrer

Festplatte\AGK Trial\Projects\Basic\Apple

Shooter\media\.

Los geht’s

Schließlich müssen wir dem Smartphone

noch klarmachen, wie es sich zu verhalten

hat, wenn unsere App am Laufen ist. Löschen

Sie dazu im Editor sämtlichen Text in

der Datei main.agc heraus und ersetzen diesen

durch Abtippen der Befehle in Listing 1

(oder holen Sie sich die fertige Datei main.

agc von der Android-User-Homepage [3]).

Auf den ersten Blick erschließt sich wahrscheinlich

nicht, was diese Befehle bedeuten

mögen. Das wird sich gleich ändern. Doch

zuerst sollten Sie ausprobieren, wie das fertige

Spiel aussieht und sich anfühlt: Durch

einen Druck auf [F5] simuliert der Windows-PC

das spätere Verhalten des Handys

in einem kleinem Fenster. Mit einem Klick

des Mauspfeils kann getestet werden, was

beim Berühren des Touchscreens an dieser

Stelle passieren würde. Doch ist es nicht viel

interessanter das Spiel direkt auf Ihrem

Smartphone zu testen? Installieren Sie dazu

auf Ihrem Handy die App AGK Player [4] und

starten diese. Drücken Sie anschließend auf

Listing 1: Die Datei main.agc

SetVirtualResolution ( 800, 480 )

Spielstatus$ = Anfangsbildschirm

if ZeitUebrig = 0

PlaySound(4)

Spielstatus$ = Game Over

LoadImage ( 1, Hintergrundbild.png )

CreateSprite (1,1)

SetSpriteVisible (2,1)

SetSpriteVisible (3,1)

SetSpriteVisible (4,0)

LoadImage (2, gameover.png)

CreateSprite (2,2)

Endif

EndIf

SetSpritePosition (2,100,150)

SetSpriteVisible (2,0)

If Spielstatus$ = Action!

Print (Zeit: + Str( ZeitUebrig ) + Sekunden)

LoadImage (3, knopfNeuesSpiel.png)

CreateSprite (3,3)

SetSpritePosition (3,250,350)

LoadImage (4, apfel.png)

CreateSprite (4,4)

SetSpritePosition (4,300,70)

SetSpriteVisible (4,0)

LoadImage (5, titellogo.png)

CreateSprite (5,5)

SetSpritePosition (5,60,140)

LoadSound (1, schuss.wav)

LoadSound (2, explosion.wav)

LoadSound (3, knopfGedrueckt.wav)

LoadSound (4, gameover.wav)

LoadMusic (1, hintergrundmusik.mp3)

PlayMusic(1,1)

ResetTimer()

If ( GetPointerPressed ( ) = 1 )

PlaySound(1)

If GetSpriteHitTest(4, GetPointerX(), GetPointerY() )

PlaySound(2)

SetSpritePosition (4, Random(1,600), Random(1,280) )

Punkte = Punkte + 50

Else

Punkte = Punkte ‐‐ 50

Endif

Endif

Endif

If (Spielstatus$ = Game Over) or (Spielstatus$

=Anfangsbildschirm)

If ( GetPointerPressed ( ) = 1 ) and (GetSpriteHitTest(3,

GetPointerX(), GetPointerY() ) )

PlaySound(3)

Spielstatus$ = Action!

Punkte = 0

SetSpriteVisible (2,0)

SetSpriteVisible (3,0)

SetSpriteVisible (4,1)

SetSpriteVisible (5,0)

ResetTimer()

Endif

do

Endif

If Spielstatus$ Anfangsbildschirm

Print (Punkte: + Str(Punkte))

ZeitUebrig = 20 ‐‐ GetSeconds()

Sync()

loop

Android-user.de November 2012 111


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Spiele entwickeln

Abb. 8: Wie jede App braucht auch unser Spiel ein paar typische Informationen.

dem Windows-PC [F5]. Wenn sowohl Ihr PC

als auch Ihr Smartphone im selben WLAN-

Netz eingebucht sind, wird das Spiel automatisch

auf Ihr Handy übertragen und dort

gestartet. So ein Live-Test auf einem mobilen

Gerät macht doch gleich viel mehr Spaß. Der

AGK-Player ist übrigens nur zum Testen Ihres

Spieles nötig, solange dieses noch nicht fertig

ist. Andere Personen müssen ihn nicht installieren,

wenn sie später Ihre App nutzen

möchten. Stattdessen kann das „App Game

Kit“ aus Ihrem fertigen Projekt bei Bedarf

eine vollkommen eigenständige App in Form

einer APK-Datei erstellen, die keinen externen

Player oder Ähnliches benötigt.

Nachdem Sie nun ausprobiert haben, wie

sich die App beim Spielen verhält, folgt eine

Erklärung der Befehle, die genau dieses Verhalten

herbeigeführt haben.

Abb. 9: Wer grafisch nicht so begabt ist, sieht sich am besten einmal auf opengameart.org um.

Zeile um Zeile

In Zeile 1 steht der Befehl SetVirtualResolution

(800,480). Dieser trägt den vielen verschiedenen

Auflösungen Rechnung, die Android-Geräte

aufweisen können: Angenommen,

Sie entwerfen ein Spiel für ein Smartphone

mit einer Bildschirmbreite von 800

und einer Höhe von 480 Pixeln. Würde die

App nun auf einem anderen Handy mit höherer

Auflösung genutzt, wären rings um

den Bildschirm schwarze Balken zu sehen.

Bei einem Bildschirm mit einer niedrigeren

Pixelzahl würden hingegen Teile des Bildschirms

abgeschnitten und somit nicht sichtbar

sein. Deswegen sagt der Befehl SetVirtualResolution

dem Handy: „Ich gehe von einer

Auflösung von 800x480 Punkten aus. Sollte

das bei dem vorliegenden Gerät nicht zutreffen,

dann skaliere die Grafiken bitte so, dass

der Bildschirm genau ausgefüllt wird.“

Mit 'Spielstatus$=Anfangsbildschirm'

(Zeile 2) merkt sich das Smartphone, an welcher

Stelle des Spieles es sich gerade befindet.

Konkreter: An einer Stelle des Speichers

wird die Zeichenkette Anfangsbildschirm abgelegt.

Außerdem wird festgelegt, das auf

genau diese Speicherstelle (unter Programmierern

heißt dies Variable) zukünftig über

das Codewort Spielstatus zugegriffen werden

kann. Das Anhängen des Dollar-Zeichens am

Ende markiert, dass es sich bei dem Speicher

inhalt um einen Text handelt (und nicht

um einen Zahlenwert).

Die Zeilen 4 bis 23 laden und positionieren

alle benötigten Grafiken. Am Beispiel der

Grafik für den abzuschießenden Apfel sieht

das wie folgt aus: Mit Zeile 16 wird festgelegt,

dass die Grafik apfel.png in den Speicher

geladen wird. Außerdem wird definiert:

Immer, wenn in der Zukunft Grafik Nr. 4 erscheint,

ist damit die Datei apfel.png gemeint.

Leider kann unser Spiel mit puren

Grafiken noch nicht viel anfangen. Stattdessen

benötigt es sogenannte Sprites: Dies sind

Bilder, welche nicht nur auf dem Bildschirm

dargestellt, sondern auch bewegt und gegebenenfalls

mit dem Finger angetippt werden

können. Zeile 17 befiehlt deswegen dem

Handy: Mache aus Grafik Nummer 4 ein

Sprite, auf welches ich mich von nun an

ebenfalls mit der Nummer 4 beziehe. Der

Nummernwert kann willkürlich gewählt werden.

Mit dem Befehl in Zeile 18 wird nun das

Sprite Nummer 4 (also der Apfel) für den

Spielanfang mittig positioniert (in der Horizontale

bei Pixel 300, in der Vertikale bei

Pixel 70). Zeile 19 macht den Apfel unsichtbar,

da anfangs nur der Titelbildschirm zu

sehen sein soll, das Obst noch nicht.

Die Zeilen 25-28 laden alle Soundeffekte

aus ihren jeweiligen Dateien und weist ihnen

für eine spätere Bezugnahme Zahlen zu. Unsere

Hintergrundmusik wird mittels der Zeilen

30-31 geladen und direkt wiedergegeben.

112

November 2012

Android-User.de


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Spiele entwickeln

Zeile 33 setzt unseren Zeitzähler zurück, da

später ja eine Sekundenbegrenzung für das

Spielende und einen Game-Over-Hinweis

sorgen wird.

Nun folgt eine Endlosschleife: Die Zeilen

36 und 79 besagen: Alles, was hier zwischendrin

passiert, soll endlos oft wiederholt werden.

Innerhalb dieser Schleife geht es dann

mit den Zeilen 38-48 wie folgt weiter: Überprüfe,

ob es sich beim aktuellen Spielstatus

NICHT um das Anzeigen des Anfangsbildschirms

handelt. Wenn das der Fall ist (also

gerade ein Spiel läuft), dann gebe die aktuelle

Punktezahl des Benutzers aus. Ermittle,

wie viel Zeit noch übrig ist. Sind alle Sekunden

bereits komplett aufgebraucht, dann

spiele einen deprimierenden Soundeffekt ab,

setze den Spielstatus auf Game Over, zeige

ebenfalls das zugehörige Sprite an, und

mache den Apfel unsichtbar. Dafür soll jedoch

die Schaltfläche, welche nach dem Start

eines neuen Spieles fragt, wieder angezeigt

werden.

In den Zeilen 50 bis 62 wird nun festgelegt,

was zu tun ist, falls der aktuelle Spielstatus

Action! lautet: Wenn also nicht der Startbildschirm

angezeigt wird, sondern das Spiel

läuft, aber noch kein Game-Over-Ereignis

eingetreten ist. In diesem Fall wird die noch

verbleibende Zeit ausgegeben. Falls der Bildschirm

berührt wurde, ist der Schuss-Soundeffekt

auszugeben. Hat der Spieler dabei die

Position des Apfels berührt, dann spiele ein

Explosionsgeräusch ab, setze das Obst an

eine zufällige neue Bildschirmposition, und

erhöhe die Punktzahl um 50. Wurde hingegen

danebengetippt, dann ziehe von den

Punkten den Wert 50 ab und mache sonst

nichts.

Für die Spielzustände Game Over und Anfangsbildschirm

sorgen die Zeilen 64 bis 75

dafür, dass ein Klick auf Neues Spiel? Hier

drücken! ein eben solches neu startet. Dazu

fragt das Programm zuerst ab, ob die Grafik

mit diesem Schriftzug berührt wurde (Zeile

65). In diesem Fall wird ein Klick-Geräusch

abgespielt, der aktuelle Spielstatus geändert

sowie die Punktzahl und der Zeitzähler zurückgesetzt.

Außerdem muss in diesem Fall

auch die Sichtbarkeit der Sprites angepasst

werden: So dürfen dann der Game-Over-

Schriftzug oder der Neustart-Knopf nicht

mehr sichtbar sein, dafür von nun an aber

wieder der abzuschießende Apfel.

Der Befehl Sync() in Zeile 77 besagt

schlichtweg nur, dass nun alle Bildschirminhalte

neu gezeichnet werden. Er sollte in

jedem Spiel vor dem Ende der Endlosschleife

aufgeführt werden.

Abb. 10: Ein paar Zeilen im Editor müssen Sie von Hand schreiben.

Wie weiter?

Wenn Sie bereits andere Programmiersprachen

kennen sollten, dann konnten Sie diesen

Workshop wahrscheinlich zügig durcharbeiten

und sind nun mit den Grundkonzepten

des App Game Kits vertraut. Versuchen

Sie nun als nächste Übung, das Spiel weiter

auszubauen – hierbei ist Ihnen das ausführliche

Online-Handbuch [5] eine Hilfe. So

könnten Sie mithilfe von Arrays mehrere

Äpfel gleichzeitig anzeigen lassen, welche

dann allesamt vom Spieler getroffen werden

müssen. Oder führen Sie doch verschiedene

Obstsorten ein, welche jeweils unterschiedliche

Effekte auslösen: Wenn eine Birne gedrückt

wird, halbiert sich die übrige Zeit des

Spielers. Beim Berühren einer Orange verkleinern

sich alle nachfolgend angezeigten

Obstsorten um die Hälfte.

Oder liegen bei Ihnen noch keinerlei Vorkenntnisse

aus anderen Programmiersprachen

vor? Möglicherweise konnten Sie dann

noch nicht jeden Schritt der hier aufgezeigten

Vorgehensweise nachvollziehen. Das ist

nicht schlimm und völlig normal. Wissen

kann nicht alleine durch theoretisches Lesen

erworben werden, für den berühmt-berüchtigten

Aha-Effekt ist Handeln notwendig:

Spielen Sie mit dem Programm herum, verändern

Sie Einzelheiten an den Befehlen.

Beobachten Sie anschließend inwiefern sich

die App nun anders verhält. Wenn Sie innerhalb

des Editors den Cursor auf einen Befehl

bewegen und [F1] drücken, erhalten Sie

eine Erklärung zu diesem Befehl. Probieren

Sie auch einmal, ein für den Anfang kleines

und sehr simples Spiel ganz selbst zu

schreiben. Dabei müssen Sie keine Angst

haben, Fehler zu machen, im Gegenteil: Je

mehr Fehler Sie machen, desto mehr werden

Sie daraus lernen und neue Möglichkeiten

entdecken.

● ● ●

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Chefredakteur (v. i. S. d. P.)

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Redaktion

Arnold Zimprich, Christoph Langner,

Marcel Hilzinger, Thomas Leichtenstern

Autoren dieser Ausgabe

Arnold Zimprich , Christoph Langner, Dominik

Kraus, Jasmin Bauer, Marko Dragicevic,

Marcel Hilzinger, Mirko Mahlberg, Patrick Neef,

Ricarda Riechert, Thomas Raukamp,

Thomas Leichtenstern, Tim Schürmann

Grafik

Judith Erb (Design und Layout)

Titelgestaltung

Judith Erb

Bildnachweis

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere

Sprachlektorat

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Übersetzungen

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Produktionsleitung

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Druck

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Geschäftsleitung

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Hermann Plank (Vorstand)


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