Android User WhatsApp & Co (Vorschau)

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Smartphones | Tablets | Apps | Tipps & Tricks | Tests

USER

10/2013 • Oktober 2013 • www.android–user.de

WhatsApp & Co

WhatsApp für Einsteiger und Profis!

AbhörSicher

Mit diesen Chat-Alternativen verhindern Sie,

dass Big Brother Ihre Gespräche mithört

CHAT-Tipps

Nutzen Sie WhatsApp wie die Profis

Das neue Nexus 7

Das mit Abstand beste 7-Zoll-

Tablet mit dem Top-Display

S4 Active

Cooles Outdoor-Handy von

Samsung im Test S.30

Gratis-Navi-Apps

Die besten Gratis-Navi-Lösungen,

die auch ohne Internet funktionieren

ÜBER 65 APPS IM TEST

Duolingo, Kamera-Apps, Automagic,

OneNote, Zooper Widget u.v.m.

Über 10 Seiten Tipps & Tricks

n Benachrichtigungen im Browser

n Stromspar-Legenden widerlegt

n Statusbar ausblenden

n Eigenes Handy via Google Maps finden

n Wasserschaden reparieren

n Datenverbrauch genau messen

n Remote Keyboard nutzen

n Musiktipps für Google Play

EUR 5,90*

* Deutschland

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A EUR 6,70 - BeNeLux EUR 6,95

CH sfr 11,80 - E / I EUR 7,95


Service

Editorial

Christoph Langner

Redakteur

Willkommen bei Android User

Whats-

App!

Mit WhatsApp [LINK 1] haben die beiden ehemaligen

Yahoo-Mitarbeiter Brian Acton

und Jan Koum einen weltweiten App-Hit

geschaffen. Inzwischen versenden über

300 Millionen aktive Nutzer mehr als 27

Milliarden Nachrichten und 325 Millionen

Fotos – jeden Tag! Die „Over-The-Top“-

Nachrichten bedrohen ernsthaft die ultimative

Cashcow der Mobilfunkanbieter. 2012

wurden bereits mehr Internet-Nachrichten

als SMS-Kurznachrichten verschickt, das

größte Stück vom Kuchen hat sich Whats-

App gesichert. Aufgrund dieser enormen

Popularität widmen wir WhatsApp in dieser

Ausgabe den Schwerpunkt.

Datenschutz und Sicherheit

WhatsApp hat einen ambivalenten Ruf: Auf

der einen Seite loben die Nutzer die Bequemlichkeit

des Dienstes, auf der anderen

Seite prangern Kritiker Datenschutzprobleme

und Sicherheitslücken an. In der Tat

machte WhatsApp in der Vergangenheit

haarsträubende Fehler. So lief etwa bis zur

Version 2.8.3 die Datenübertragung zwischen

App und Server unverschlüsselt ab.

Ein Angreifer hätte keine Schwierigkeiten,

Nachrichten unter Ihrem Namen zu versenden

oder Ihre Konversation mitzulesen.

Doch diese eklatanten Lücken wurden geschlossen,

geblieben sind Beschwerden

über mangelnden Datenschutz.

Um Ihre Kontaktliste automatisch zu füllen

überträgt WhatsApp in regelmäßigen Abständen

alle Handynummern aus dem Adressbuch

Ihres Handys an seine Server.

Dort gleicht der Dienst die Nummern mit

den über ihre Telefonnummer registrierten

WhatsApp-Benutzern ab und gibt übereinstimmende

Einträge als Kontakt in Ihrer

WhatsApp-Liste zurück. Dieses Vorgehen

macht WhatsApp-Accounts, die extra an

Ihre Freunde und Bekannten kommuniziert

werden müssten, unnötig. WhatsApp erfährt

jedoch die Handynummern Ihrer Kontakte

– egal, ob diese WhatsApp nutzen

oder nicht.

Bei der ganzen Diskussion über dieses Verfahren

darf nicht vergessen werden, dass

exakt dieses Feature WhatsApp so beliebt

macht. WhatsApp hat den Messenger nicht

erfunden, der Dienst setzt gar auf eine modifizierte

Version des offenen Standards

XMPP. Doch bei WhatsApp müssen Sie

nicht mehr „ICQ-Nummern“ oder „AOL-

Nicknames“ recherchieren, die Handynummer

entspricht dem WhatsApp-Kontakt,

das macht den Dienst aus.

Wie WhatsApp, nur sicherer!

Dass es auch anders geht, zeigt Ihnen der

Beitrag „Verschlüsselt Chatten“ auf Seite

26. Es gibt durchaus Chat-Apps, die genauso

einfach wie WhatsApp zu bedienen

sind, bei denen Sie ebenfalls nicht extra

Accounts hinterherlaufen müssen und die

obendrein die Kommunikation von Ende zu

Ende verschlüsseln – in Anbetracht des

Überwachungsskandals rund um Prism

und Tempora ein großes Plus. Einziger

Haken: Der Benutzerkreis ist bei Weitem

nicht so groß wie der von WhatsApp. Diese

Manko auszumerzen obliegt Ihnen!

Christoph Langner

„Sobald Werbung

im Spiel ist, sind

Sie, die Nutzerin,

der Nutzer, das

Produkt.“

Die WhatsApp-Chefs zur Frage,

warum der Dienst Geld kostet.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30225

www.androiduser.de/facebook www.androiduser.de/google+ www.androiduser.de/twitter

Android-user.de oktober 2013 3


Service

Inhalt

WhatsApp & Co

WhatsApp für Einsteiger und Profis!

AbhörSicher

Mit diesen Chat-Alternativen verhindern Sie,

dass Big Brother Ihre Gespräche mithört

CHAT-Tipps

Nutzen Sie WhatsApp wie die Profis

Service

3 Editorial

4 Inhalt

114 Impressum

News

6 News

10 Android 4.3

Alle Neuerungen im

Überblick

14 Nexus 7

Im Vergleich: Googles

neues Nexus 7

QR-Code scannen

und Gratis-Artikel

online lesen!

ab S 16

Fokus

16 WhatsApp für Einsteiger

Diese Chat-App macht der SMS

Konkurrenz!

18 WhatsApp-Tipps

Tipps und Tricks

rund um WhatsApp

20 WhatsApp-Alternativen

Es muss nicht unbedingt

WhatsApp sein

22 WhatsApp für Profis

Diese Apps bohren WhatsApp auf

26 Verschlüsselt chatten

So verschlüsseln Sie

Ihre Handy-Chats

14 Nexus 7

Neuvorstellung:

Googles Nexus-7-Tablet

vorgestellt

Hardware

30 Samsung Galaxy S4 Active

Das Outdoor-Powerhandy im Test

32 Nokia Lumia 625

Blick über den Tellerrand auf

Windows Phone

34 ZBand

Das ZBand vibriert am Handgelenk

36 Toshiba eXcite Pure

Mittelklasse zum Mittelklasse-Preis

38 iconBIT PSS990BT

Eierlegende-Wollmilchsau-Boxen

40 Auerswald Comfortel 3500

Android auf dem Schreibtisch

42 Logitech Harmony

Fernbedienung mit Handy-App

4 Oktober 2013 Android-User.de


Service

Inhalt

Einsteiger

84 Google Now

Wir erklären Ihnen Googles

persönlichen Assistenten

Tipps & Tricks

86 Musiktipps

Neue Musik von Schiller, Patrice

und Emilliana Torrini

90 Tipps & Tricks

Praktische Tipps

aus unserer

Redaktion

94 Remote Keyboard

Mit der PC-Tastatur auf dem

Handy tippen

96 Android-Akku-Mythen

Was schluckt Saft, was spart

wirklich Strom?

100 Bytes Insight

Wie viele Daten verbrauchen

Ihre Apps?

SPIELE

81 Rymdkapsel

78 Neue Spiele

Unsere Spiele-

Vorstellungen

80 Riptide GP 2

Die zweite Generation des

actionreichen Jetski-Racers

PowerUser

102 Pdroid

Entziehen Sie Ihren Android-

Apps Zugriffsrechte ohne

negative Folgen

96 Akku-Mythen

Rund um den Akkuverbrauch

ranken sich viele haltlose Legenden

Space-Strategie auf das

Wesentliche reduziert

82 Clash of Heroes

Strategie- und Rollenspiel als

interessanter Mix

106 Root und ROMs für das

HTC One V

So rooten Sie das einstmals

günstigste One-Modell

110 AirAudio

Handy-Sound zu AirPlay-

Boxen streamen

112 ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs

und Root-Apps

APPS

56 Duolingo

44 App-Empfehlungen

Die Favoriten der Redaktion

46 App-Neuheiten

Die besten neuen Apps bei

Google Play

50 Meine Apps

Die Android-User-Lieblings-Apps

52 Gratis Offline-Navis

Offline durch Europa steuern

Spielend leicht neue

Fremdsprachen lernen

60 App-Automaten

Diese Apps automatisieren

das Android-System

64 Microsoft OneNote

Notizen zwischen Microsoft

Office und Handy abgleichen

68 Die 10 besten Kamera-Apps

Handy-Cams im Vergleich

72 Apps für das XBMC-

Mediacenter

Mehr als eine simple

Fernbedienung

76 Zooper Widget

Frei konfigurierbare Widgets

zum Selberbauen

QR-Code lesen: So geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App, und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode-Scanner zeigt einen

3. Link auf android-user.de an.

Tippen Sie auf den Link, oder

4. wählen Sie Browser öffnen.

Juli 2012


News

Android-News

Android-News

HTC

HTC Desire 500

HTC bringt ein neues Mittelklasse-Handy

nach Europa. Nach diversen günstigen

Desire-Modellen versucht man es dieses

Mal mit einem recht stylischen Modell

inklusive Sense 5. Das Desire 500 verfügt

über eine 1,2 GHz schnelle Quad-Core-

CPU (Snapdragon S200), der 1 GByte

RAM zur Seite stehen. Der interne Speicher

ist mit 4 GByte nicht gerade üppig,

er lässt sich aber via microSD-Karte erweitern.

Zu den Software-Features gehören

die vom HTC One bekannten Funktionen

wie HTC BlinkFeed und Video-

Highlights (Zoe), das aufgenommene

Fotos zu einem 30-Sekunden-Video zusammenstellt.

Das HTC Desire 500 ist in

den Farbtönen Lacquer Black und Glacier

Blue in Kürze verfügbar und kostet in der

Grundausstattung 279 Euro. Je nach Provider/Online-Shop

verfügt das Handy

über NFC-Support und ist auch als Dual-

SIM-Version erhältlich.

Brasilien verklagt

Samsung

Die Galaxy-Geräte von Samsung sind tolle

Smartphones. Weniger toll sind allerdings

die Arbeitsbedingungen in den Werken im

brasilianischen Manaus, wie ein aktueller

Report von reporterbrasil.org.br zeigt. Das

brasilianische Ministerium für Arbeit hat

deshalb Samsung verklagt und will bis zu

110 Millionen US-Dollar Schmerzensgeld

fordern. Zu den beanstandeten Punkten

gehören Arbeitszeiten von bis zu 15 Stunden

täglich. Zudem müssen die im Stehen

arbeitenden Männer und Frauen mitunter

27 Tage am Stück ohne freien Tag arbeiten.

Bei mehr als 2000 der 5600 Fabrikarbeiter

zeigten sich deshalb massive Rückenprobleme

und Beeinträchtigungen des Bewegungsapparats.

Samsung gab an, dass

man alles daran setze, „die höchsten Industriestandards

in Sachen Gesundheit,

Sicherheit und Gemeinwohl umzusetzen“.

Bereits letztes Jahr gerieten die Koreaner

wegen des Verdachts auf Kinderarbeit in

China in die Schlagzeilen.

CyanogenMod

10.2 bringt

Android 4.3

Android 4.3 wurde bereits

vor einigen Wochen auf die

Nexus-Androiden losgelassen,

doch die restliche Android-Welt

hat von der neusten

Android-Version bislang noch

wenig zu Gesicht bekommen.

Nur für wenige Geräte wurde

ein Update angekündigt,

kaum eines ist schon aktualisiert.

Nun springt einmal

mehr CyanogenMod in die

Bresche und veröffentlicht

erste Nightly Builds für viele

Handys und Tablets. Wie gewohnt

finden Sie Cyanogen-

Mod 10.2 auf http:// get. cm.

Für bereits über 50 Geräte

stehen schon fertige Firmware-

Dateien bereit, die auch neue

CM-Features enthalten.

SONY: Wechselobjektive

für

Handys

Bei Sony geht es in den nächsten

Wochen rund: Neben neuen

NEX-Modellen und dem Spitzen-Smartphone

mit dem Codenamen

Honami i1 wollen die

Japaner auch spezielle Aufsteck-

Objektive für Smartphones an

den Start bringen. Bei den DSC-

QX10 und DSC-QX100 genannten Geräten

handelt es sich genau betrachtet nicht nur

um Objektive, sondern um kleine Kameras:

Die Bauteile haben einen eingebauten Bildsensor

und Prozessor, WiFi/​NFC-Konnektivität und

einen SD-Kartenslot. Gesteuert werden die aufgesteckten

Kameralinsen über den Touchscreen des Smartphones (via WiFi/​NFC). Die beiden Objektive

können magnetisch an Android-Smartphones (und iPhones) angebracht werden.

DSC-QX100 verfügt über den Sensor und die Optik der Sony RX100-Kompaktkamera, die

in ihrer Klasse immer wieder Bestnoten erhält. DSC-QX10 hat ein 10-fach-Zoom und

einen 1/​2,3 Zoll großen CMOS-Sensor mit 18 MPixel und besitzt damit die Ausstattung

der Sony WX150. Zu Preisen und Verfügbarkeit gibt es aktuell noch keine konkreten Informationen.

Wir rechnen mit einer offiziellen Anküdigung zur IFA in Berlin.

megapixel.co.il

6

Oktober 2013

Android-User.de


News

Android-News

Neuverkäufe: 80 %

Marktanteil für Android

Inzwischen gehen weltweit vier von fünf

verkauften Smartphones mit Googles

Betriebssystem über den Ladentisch.

iOS landet global unter 15 Prozent, und

Windows erreicht einen Marktanteil von

knapp 4 Prozent. Weltweit wurden laut

Strategy Analytics im zweiten Quartal

2013 knapp 230 Millionen Smartphones

ausgeliefert. Damit gingen die Lieferungen

im Vergleich zum Vorjahr um 47

Prozent nach oben. Der Anteil von iOS

ließ um 3 Prozent nach, Apple kann nur

noch 13,6 Prozent Marktanteil für sich

verbuchen. Microsoft erreicht einen Anteil

von knapp vier Prozent und konnte

leicht zulegen. In Stückzahlen ausgedrückt

heißt das: Zwischen April und

Juni 2013 wurden 182,6 Millionen Android-Handys

ausgeliefert, 31,2 Millionen

iPhones und 8,9 Millionen Windows-

Phone-Geräte. Die restlichen 7,3 Millionen

Smartphones teilen sich die „kleineren“

Betriebssysteme wie beispielsweise

Blackberry 10 oder Symbian.

Play Music All Access für Österreich,

nicht in Deutschland

Google Music diente Android-Usern bisher lediglich

als digitaler Plattenladen und als Musik-Cloud für

die eigene Musik. Wer mochte, konnte bis zu 20.000

Songs zu Google hochladen und von dort auf das

Handy streamen. In den USA existiert jedoch mit

Play Music All Access schon länger eine Streaming-Flatrate.

Play Music All Access startet nun

auch in Europa. Für 7,99 Euro pro Monat können

Android-User aus Österreich, Belgien, Frankreich,

Italien und vielen anderen europäischen Ländern

beliebig viel Musik aus dem Angebot von Google

Music auf ihr Handy oder über das Web-Frontend

von Google Music auch auf den PC streamen.

Deutschland und die Schweiz fehlen in der aktualisierten

Auflistung. Es ist zu vermuten, dass sich

Google in Deutschland nicht mit der GEMA einigen

konnte. Als Aktion zum Start dürfen Interessenten

den Dienst während der ersten 30 Tage

kostenlos testen. Wer bis zum 15. September das

All-Access-Abo abschließt, zahlt auch in Zukunft

nur 7,99 Euro pro Monat. Für alle anderen wird

Google danach den Preis vermutlich auf 9,99 Euro

anheben. In den USA wurde zum Start ähnlich verfahren, dort stieg der

Monatspreis von anfänglich 7,99 US-Dollar auf 9,99 Dollar.

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News

Android-News

LG

NFC-Backofen von LG

LG bringt NFC mitten in die Küche. Hat man den neuen

LG-Ofen „Light Wave DIOS“ in der Küche stehen und die

dazugehörige App auf dem NFC-fähigen Smartphone installiert,

kann man den Ofen via Android ansteuern und

eines von rund 220 Zubereitungsprogrammen auswählen.

Darunter befindet sich beispielsweise der „Air Fry“-

Mode, bei dem nur eine kleine Menge Öl zum Garen von

Speisen notwendig ist. Der Fettgehalt soll dadurch um

bis zu 77 Prozent reduziert werden. Darüber hinaus erhalten

zukünftige NFC-Köche Zugriff auf eine große Auswahl

an Rezepten, die je nach Zutaten oder nach Anlass

ausgewählt werden können. Ob und wann der Light

Wave DIOS auch in deutschen Elektromärkten zu haben

sein wird, steht aktuell noch nicht fest.

Gerätemanager findet verlegte

Smartphones wieder

Die größte Gefahr, die einem Smartphone-User droht, ist nicht, „gehackt“

zu werden oder einer fiesen Malware zum Opfer zu fallen. Den größten Schaden

richtet immer noch der komplette Verlust des Handys an. Im Play Store

tummeln sich daher zahlreiche Finde-mein-Handy-Apps. Nun geht auch

endlich Google mit einer eigenen Lösung an den Start. Mit dem Android-

Gerätemanager können Sie Ihr Handy über das Internet orten und bei Bedarf

Daten löschen. Voraussetzung für den neuen Dienst ist eine aktuelle Version

der Google-Play-Dienste auf dem Handy. In den Einstellungen finden Sie

unter den Punkten Sicherheit | Geräteadministratoren die Option, den Android-Gerätemanager

als Geräteadministrator zu

aktivieren. Erst dann verfügt der Dienst über die

Rechte, das GPS aus der Ferne zu aktivieren und

das Handy zu orten, ganz zu schweigen von der

Möglichkeit das Handy zurückzusetzen. Erlauben

Sie der Web-App, die GPS-Daten ihres Handys

abzurufen, leitet Sie die Karte umgehend zu

dem aktuellen Standort Ihres Handys. In unserem

Fall konnte die Position des Geräts bis auf

etwa 20 Meter genau bestimmt werden. Ist das

Handy geortet, bietet Ihnen der Android-Gerätemanager

an, das Handy fünf Minuten lang

klingeln zu lassen, was in den Tests ebenfalls

perfekt und sehr schnell geklappt hat. Sollte

Ihre Suche durch das Läuten erfolgreich gewesen

sein, reicht ein Druck auf eine beliebige

Taste, um das Gerät wieder zum Schweigen

zu bringen. Achten Sie darauf, den Gerätemanager

auch wirklich als Administrator zu aktivieren,

sonst sind Sie im Fall der Fälle hilflos.

Acer Liquid Z3

Mit dem Liquid Z3 bringen die Taiwaner

ein neues Mini-Handy auf den Markt. Das

1,7 GHz schnelle Dual-Core-Gerät ist nur

3,5 Zoll groß und bietet 4 GByte internen

Speicher, eine 3-MP-Kamera, WiFi, GPS

und HSPA+ bis 21 MBps und (optional)

einen zweiten SIM-Slot. Das Gerät soll in

Belgien, den Niederlanden, der Ukraine,

Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland

und Russland für 99 Euro auf den Markt

kommen und mit sogenannten „Quick

Modes“ für bestimmte Zielgruppen vorkonfigurierbar

sein. Einsteigern wird

der„Basic Mode“ ans Herz gelegt, der nur

bestimmte Funktionen zulässt, für die

ältere Smartphone-Klientel gibt es den

Seniorenmodus. Der „Classic Mode“ ist

für erfahrene Nutzer gedacht, für Vieltelefonierer

gibt es den „Keypad Mode“, in

dem stets die Telefon-App startet.

Acer

Android-User.de


News

Android 4.3

Das alles ist neu bei Android 4.3

Jelly Bean,

die

dritte

Mit Android 4.3 setzt

Google die Jelly-Bean-

Reihe von Android fort.

Spektakuläre Neuerungen

gibt es nicht, es gilt

aber, die Weichen für

die Zukunft zu stellen.

Christoph Langner

Mit Android 4.2 hat Google eine

Benutzerverwaltung für Android-Tablets

vorgestellt, und mit

Android 4.3 wird diese weiter

ausgebaut und um zusätzliche Funktionen

erweitert. Neben „richtigen“ Nutzern können

Sie nun auch Accounts mit eingeschränktem

Profil einrichten. Bluetooth Smart, neue

DRM-Routinen und OpenGL ES 3.0 für eine

verbesserte Spielegrafik runden das Update

ab. Wir stellen Ihnen alle Neuerungen von

Android 4.3 detailliert vor.

Eingeschränkte Profile

Wer seinen Kindern ein Android-Tablet zur

Verfügung stellen möchte, kann nun mehr

Kontrolle über das Gerät ausüben. Accounts

mit einem eingeschränkten Profil

bleibt der Zugriff auf den

Play Store verwehrt. Diese User

sehen nur die Apps, die Sie als

Hauptbenutzer explizit für sie

freigeschaltet haben, eigene zu

installieren, ist nicht möglich.

Das Rechtemanagement hört

hier jedoch noch nicht auf:

Eltern wird die Option geboten,

Inhalte in Apps zu kontrollieren

– wenn diese die

neue Funktion unterstützen.

Als Beispiel nennt Google

das Puzzlespiel Die Schöne

und das Biest [LINK 1], bei dem

nur Sie als Elternteil die zur

Verfügung stehenden In-App-

Abb. 1: In Android 4.3 legen Sie

nun neben regulären Accounts

auch eingeschränkte Profile an.

Käufe sehen und tätigen können. Ihr Kind

sieht beim Spielen später lediglich die von

Ihnen freigeschalteten Level, es wird nicht

zu weiteren Käufen durch „verschlossen“

dargestellte Level verleitet.

Vergleicht man die neue Funktion mit

einem Supermarkt, so hat Google mit dem

Update die Quengelgasse mit Süßigkeiten

vor der Kasse entfernt. Noch wurde diese

neue Version des Spiels jedoch nicht in den

Play Store hochgeladen, und inwieweit andere

Publisher diese umsatzmindernde Maßnahme

integrieren, bleibt abzuwarten.

Bluetooth Smart

Handys und Tablets vernetzen sich ohne

Verkabelung mit immer mehr Geräten. Headsets,

Stereoboxen oder Autoradios werden

üblicherweise drahtlos über Bluetooth angesprochen.

Doch kompakte Bluetoothgeräte

mit kleinen Batterien wie Pulsuhren oder

Fahrradtachos lassen sich mit der herkömmlichen

Bluetoothtechnik nur wenige Stunden

lang betreiben, die Funkverbindung kostet

Android TRIMmt jetzt

In Ausgabe 09/​2013 [LINK 2] hatte Android User

darüber berichtet, dass Android den Controller

des Flashspeichers nicht über die vom Handy

gelöschten Speicherbereiche informiert. Dadurch

kommt es zu großen Performance-Einbußen,

sobald der Speicher auf dem Handy

oder Tablet knapp wird.

Mit Android 4.3 sollte dieses Problem endgültig

Geschichte sein. Das System synchronisiert

nun über den TRIM-Befehl bei Inaktivität etwa

alle 24 Stunden die leeren Speicherbereiche.

Damit weiß nun auch der Speichercontroller,

welche Bereiche gelöscht wurden und wo nun

wieder geschrieben werden darf.

Android-User.de


News

Android 4.3

Abb. 2: Sie als Hauptanwender

bestimmen, welche Apps ein

eingeschränktes Profil öffnen darf.

deutlich zu viel Strom. Mit Bluetooth Smart

[LINK 3] und Bluetooth Low Energy soll das in

Zukunft anders werden.

Diese Bluetoothverbindung eignet sich

speziell für stromsparende Anwendungen

und Geräte wie Pulsmesser, Tachos oder

medizinische Diagnoseapparate, die über

längere Zeit Daten mit dem Handy austauschen

sollen, aber selber nicht über große

Akkus verfügen. Als eines der ersten Geräte

mit Bluetooth Smart und Android-Unterstützung

bietet Runtastic in Zusammenarbeit mit

Google einen Pulsmesser [LINK 4] und einen

Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensor

für Fahrräder [LINK 5] an.

OpenGL ES 3.0

Android entwickelt sich immer mehr zu

einer veritablen Spieleplattform. Um nun

auch hochauflösende Displays – wie etwa

das des neuen Nexus 7 – mit entsprechender

Grafik versorgen zu können, setzt Google auf

die Grafikbibliothek OpenGL ES 3.0 [LINK 6].

Bei dieser Version wird jedes Pixel in 32-Bit-

Farbtiefe berechnet, Animationen mit glänzenden

Farben und beeindruckenden Reflexionen

sind möglich.

OpenGL ES 3.0 bringt auch sehenswerte

neue Effekte mit. Berechnete Objekte können

ab sofort einen Schatten auf sich selber

werfen, was zum Beispiel bei einem gerenderten

Gesicht für einen deutlich realistischeren

Eindruck sorgt. Auch Lens-Flareund

andere Schmutzeffekte auf der virtuellen

Kamera wurden wesentlich erweitert.

Die neuen Grafikeffekte kommen bereits bei

den Spielen Riptide GP2 [LINK 7], Prince of

Persia Shadow&Flame [LINK 8] sowie Asphalt

8: Airborne [LINK 9] zum Einsatz.

Abb. 3: User mit einem eingeschränkten

Profil können den Play

Store nicht mehr aufrufen.

Von der Neuerung profitieren

jedoch bisher nur Android-Geräte,

deren Grafikchip

schon den neuen

OpenGL-Befehlssatz versteht.

Dazu gehören neben

dem neuen Nexus 7 auch

das Nexus 4 und das

Nexus 10 mit den Grafikchipsätzen

Mali T624 oder

Mali T604. Aber auch Geräte

wie das HTC One oder

das Samsung Galaxy S4

mit der GPU Adreno 320

aus dem Snapdragon 600

kommen mit der aktualisierten

Grafikbibliothek

zurecht.

Neue DRM-APIs

Die wenigsten User werden sich über neue

DRM-Routinen freuen, für Rechteinhaber

und Streaming-Anbieter sind DRM-Maßnahmen

jedoch eminent wichtig. Ohne die Möglichkeit,

ihre Inhalte vor Vervielfältigung zu

schützen, lassen diese eine Plattform lieber

links liegen. So gibt es zum Beispiel aktuell

noch keine App, die Amazons Streamingdienst

Lovefilm auf Android-Geräte bringt.

Mit Android 4.3 führt Google nun aber

neue DRM-APIs ein, über die Rechteinhaber

mehr Kontrolle über ihre Inhalte ausüben

können. Als erster Anbieter wird Netflix

Videostreams in Full-HD-Auflösung ermöglichen,

eine aktualisierte App wurde dazu bereits

in den Play Store geschoben. Hier in

Deutschland ist Netflix jedoch aufgrund der

rechtlichen Lage noch nicht aktiv.

Kamera und Play Games

Starten Sie die Kamera-App von Android 4.3,

entdecken Sie eine weitere kleine Neuerung.

Das Menü zum Einstellen der Aufnahme-

Abb. 4: Android 4.3 unterstützt nun

auch das stromsparende Bluetooth-Smart-Profil.

Abb. 5: User mit einem eingeschränkten

Profil bekommen In-App-

Käufe nicht mehr zu Gesicht.

Android-user.de oktober 2013 11


News

Android 4.3

Abb. 6: OpenGL ES 3.0 bohrt die Grafik von Spielen mit neuen sehenswerten

Grafikeffekten auf.

Abb. 7: Riptide GP2, Prince of Persia 2 und Asphalt 8 nutzen die neuen

Effekte bereits intensiv.

Abb. 8: Die Bedienelemente der

Kamera-App erscheinen nun als

Halbkreis, sodass sie nicht mehr

verdeckt werden.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30299

parameter erscheint nicht mehr als kreisrunde

Anzeige rund um den Finger, sondern

als Bogen über dem Daumen. So verdeckt

der Finger auf dem Touchscreen nicht mehr

die Hälfte der Menüpunkte.

Überarbeitet wurde auch der Photo-Sphere-

Modus der Kamera-App, mit dem Sie mehrere

Aufnahmen zu einem 360 Grad umfassenden

Panoramabild zusammenfügen können.

Die App kombiniert die einzelnen Bilder

nun deutlich besser, sodass es zu wesentlich

weniger Fehlern in der Bildmontage kommt.

Ein mit der neuen Kamera-App erstelltes Beispiel

finden Sie im Google-Plus-Stream von

Evan Rapoport, dem Produktmanager von

Google Maps [LINK 10].

Nicht exklusiv für Android 4.3, aber

gleichzeitig mit der Vorstellung des neuen

Systems auch für Androiden ab Version 2.2

gestartet, ist Google Play Games [LINK 11]. Die

neue App aus dem Play Store bündelt alle

Aktivitäten und Informationen rund um Ihre

Handyspiele. Nützlich ist

dies zum Beispiel, wenn

Sie auf mehreren Androiden

spielen, denn Play

Games gleicht alle Spielstände

automatisch ab.

Play Games fungiert als

Onlinespeicher für Zwischenstände

und die in

Spielen erzielten Erfolge,

zum Einsehen von Ranglisten

zwischen Ihren

Freunden und Bekannten

aus Google+ und zum

Spielen von Multiplayer-

Games – dazu müssen die

Spiele jedoch die Google

Play Game Services [LINK 12]

unterstützen. Dazu gehören

die zum Beispiel zuvor

genannten Titel Riptide

Abb. 9: Play Games synchronisiert

die Spielstände Ihrer Games über

mehrere Geräte hinweg.

GP2 oder auch Prince of Persia 2, das gerade

eben erst im Play Store veröffentlicht wurde.

Updates für Nexus-Geräte

Die brennende Frage vieler Android-User ist

nun aber: Und ich? Wird es ein Update für

mein Handy geben? Das neue Android 4.3

läuft nicht nur exklusiv auf dem neuen

Nexus 7. Google versorgt die meisten Geräte

aus der Nexus-Reihe zügig mit Updates.

Dazu gehört das alte Nexus 7, aber natürlich

auch das große 10-Zoll-Tablet Nexus 10.

Bei den Handys bringt Google das aktuelle

Nexus 4 und den Vorgänger Galaxy Nexus

auf den neusten Stand. Auch die Google-

Editionen des HTC One und des Samsung

Galaxy S4, die hierzulande nicht vertrieben

werden, will Google mit einem Update versorgen.

Bei Geräten anderer Hersteller ist abzuwarten,

wie sich die Situation entwickelt,

viele Android-User warten noch immer auf

ein Update Ihres Handys auf Android 4.2.● ● ●

Abb. 10: Die meisten Nexus-

Geräte bekommen das aktuelle

Update auf Android 4.3 automatisch

angeboten.

12

Oktober 2013

Android-User.de


News

Das neue Nexus 7

Bevor Google das erste Galaxy-Nexus-Tablet

vorstellte, war das Unternehmen

alles andere als zufrieden

mit dem Weg, den Android

abseits des Smartphones einschlug. Android-

Tablets der Markenhersteller waren meist

sehr teuer, günstige Tablets aus China jenseits

von gut und böse, was die Qualität betraf.

Mit dem Nexus 7 [LINK 1] krempelte

Google den Markt komplett um.

Die Technik des Nexus-7-Tablets war nicht

herausragend, doch mit seinem günstigen

und kompakten Nexus 7 traf Google die

Wünsche der Android-User.

Endlich gab es ein solides

Android-Tablet unter 200

Euro. Inzwischen hat sich

Android die Hälfte des Tablet-Markts

gesichert,

jedes zehnte Android-Tablet

ist ein Nexus 7. Mit der verbesserten

2013er-Variante des Nexus 7 wird die Erfolgsgeschichte

um ein weiteres Kapitel ergänzt.

Alles zum neuen Google Nexus 7

Das neue

Nexus 7

Mit dem Nexus 7

ebnete Google dem

Android-Tablet den

Weg zum Erfolg. Das

komplett renovierte

Nexus 7 der zweiten

Generation setzt die

Erfolgsgeschichte fort.

Christoph Langner

Google

Abb. 1: Das neue Nexus 7 lässt sich jetzt wie das

Nexus-4-Smartphone ohne Kabel laden.

Das neue Google Nexus 7

Die Highlights des neuen Nexus 7 sind der

annähernd konstant gebliebene Preis und

das überarbeitete hochauflösende Full-HD-

Display. Mit einer Auflösung von 1920 x 1200

Pixeln auf sieben Zoll ergibt sich eine beeindruckende

Pixeldichte von 323 ppi. Ein iPad

Mini kommt bei einer Auflösung von gerade

einmal 1024 x 768 Pixeln auf nur 163 ppi.

Wie auch schon den Vorgänger schützt

auch diesmal wieder „Gorilla Glas“ den

hochauflösenden Touchscreen. Das Material

ist äußerst kratzfest und soll dieses Mal auch

resistent gegen Schmutz und Fingerabdrücke

sein. Überzeugt das Display des neuen Nexus

7 auch in puncto Helligkeit, dürfte gerade der

Bildschirm viele Android-User begeistern.

Vier Kerne für viel Power

Die CPU des Nexus 7 ist bekannt für ihre

Leistung. Den Qualcomm Snapdragon S4 Pro

8064 kennen Android-User bereits aus dem

aktuellen Google-Handy Nexus 4 [LINK 2] oder

dem Sony Xperia Z [LINK 3], in diesen Handys

tickt der Chip ebenso bei 1,5 GHz.

Der neue Chip dürfte gegenüber seinem

Vorgänger stromsparender arbeiten, sodass

die Entwickler das Nexus 7 mit einem kleineren

Akku ausstatten und somit auch das Gehäuse

deutlich schlanker gestalten konnten.

Mit nur 7,6 mm Dicke ist das neue Nexus 7

ganze 1,5 mm schlanker als ein Nexus-4-

Handy mit einer Dicke von 9,1 mm.

Gegenüber dem alten Nexus 7 schrumpfte

das neue Modell in der Dicke um fast drei

Millimeter und nahm 50 Gramm an Gewicht

ab. Auch der Rahmen rund um das Display

wurde dünner, es lässt sich jetzt deutlich einfacher

mit nur einer Hand festhalten.

Kabelloses Laden

Vom Nexus 4 hat das neue Nexus 7 auch die

Technik gelernt, seinen Akku ohne ein Kabel

nachzuladen. Das entsprechende Ladegerät,

Google

14 Oktober 2013


News

Das neue Nexus 7

Das Nexus 7 im Vergleich

der Wireless Charging Orb, wird von Google

bisher jedoch nur im amerikanischen Play

Store angeboten. Hierzulande müsste man

sich ein Ladegerät nach dem Qi-Standard

[LINK 4] aus dem Internet bestellen.

Neu am Nexus 7 ist jedoch nicht nur die

Technik, sondern auch das Betriebssystem.

Zusammen mit dem Nexus 7 präsentierte

Google auch gleich die nächste Revision von

Android „Jelly Bean“ 4.3. Die neue Android-

Version bleibt nicht dem neuen Nexus 7 vorbehalten,

alle Nexus-Geräte erhalten das Update

direkt von Google, nur für das Nexus S

gibt es keine weiteren Updates mehr.

Wie es mit Updates bei Geräten anderer

Hersteller aussieht, lässt sich schwer beurteilen.

Bei vielen Geräten sind die Hersteller

noch ein Update auf Android 4.2 schuldig.

Vielleicht überspringt der eine oder andere

dieses und liefert gleich Android 4.3 aus. Android

User wird Sie über die kommenden Updates

auf dem Laufenden halten.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30294

Nexus 7 (2012) Nexus 7 (2013) Samsung Galaxy Tab 2 7.0 iPad Mini

Google

Google

Samsung

Apple

CPU

Kerne/​MHz 1,2 GHz Quad-Core 1,5 GHz Quad-Core 1 GHz Dual-Core 1 GHz Dual-Core

Typ Nvidia Tegra 3 Snapdragon S4 Pro 8064 TI OMAP4430 Apple A5

GPU Integriert in Tegra 3 Adreno 320 PowerVR SGX540 PowerVR SGX543MP2

RAM 1 GByte DDR3 2 GByte DDR3 1 GByte DDR2 512 MByte DDR2

Speicher 8, 16, 32 GByte 16, 32 GByte 8, 16, 32 GByte 16, 32, 64 GByte

Akku

Kapazität 4325 mAh 3950 mAh 4000 mAh 4440 mAh

Sonstiges Laden ohne Kabel (Qi)

Display

Auflösung 1280 x 800 Pixel 1920 x 1200 Pixel 1024 x 600 Pixel 1024 x 768 Pixel

Pixeldichte 216 ppi 323 ppi 170 ppi 163 ppi

Features Corning Gorilla Glas Corning Gorilla Glas Kratzfest

Kameras

Front 1,2 MP 1,2 MP 0,3 MP 1,2 MP

Rückseite n. v. 5,0 MP 3,0 MP 5,0 MP

Lautsprecher

Mono/​Stereo Mono Stereo, Dolby Surround Stereo Stereo

Gehäuse

Abmessungen 198,5 x 120 x 10,45 mm 200,7 x 114,3 x 7,6 mm 193,7 x 122,4 x 10,5 mm 200 x 134,7 x 7,2 mm

Gewicht 340 Gramm 290 Gramm 344 Gramm 308 g

Konnektivität

WLAN 802.11b/​g/​n 802.11a/​b/​g/​n 802.11a/​b/​g/​n 802.11a/​b/​g/​n

Bluetooth Bluetooth 3.0 Bluetooth 4.0 Bluetooth 3.0 Bluetooth 4.0

UMTS/​LTE 3G optional LTE optional 3G optional LTE optional

Preis

16 GByte 199 Euro n. v. 187 Euro 289 Euro

32 GByte 249 Euro 269 Euro n. v. 390 Euro

32 GByte 3G/​LTE 299 Euro 349 Euro n. v. 494 Euro

Android-user.de Oktober 2013 15


Fokus

WhatsApp für Einsteiger

WhatsApp für Einsteiger

What's

up?

für Einsteiger

Für ein paar Zeichen

SMS-Text mehrere Cent

zu zahlen müsste längst

Geschichte sein. Die

Internet-Chat-Alternative

WhatsApp lässt Sie

SMS schnell vergessen,

trotzdem sind Ihre

Freunde stets nur einen

Fingertipp entfernt!

Carsten Müller,

Christoph Langner

Abb. 1: WhatsApp unterscheidet

User anhand der Handynummer,

nicht via Namen oder E-Mail.

Mehrere Hundert Millionen Installationen,

drei Millionen Fünf-

Sterne-Bewertungen: WhatsApp

ist eine der beliebtesten Apps im

Play Store. Und nicht nur auf Android ist dieser

Messagingdienst äußerst populär, sondern

auch auf vielen anderen Smartphone-

Plattformen wie iPhone, BlackBerry, dem

Windows Phone oder gar Symbian [LINK 1].

Für die Kommunikation mit WhatsApp benötigen

Sie lediglich die App [LINK 2] und

einen Internetzugang. Die App an sich ist

kostenlos, erst nach einem Jahr Nutzung fällt

eine jährliche Gebühr in Höhe von 89 Cent

an – ein faires Angebot im Vergleich zu den

Kosten, die SMS noch immer verschlingen.

Rufnummer, bitte!

Ohne Mobilfunknummer geht auch bei

WhatsApp nichts. Über sie identifiziert

WhatsApp seine Nutzer. Nach der Installation

der App werden Sie deshalb zunächst

nach Ihrer Mobilfunknummer

gefragt. Durch

den Empfang einer herkömmlichen

SMS prüft

WhatsApp dann die

Richtigkeit der Nummer:

Die WhatsApp-App

muss dabei auf dem

Smartphone installiert

sein, das mit dieser Rufnummer

im Netz angemeldet

ist.

Diese Identifizierung

über die Rufnummer ist

einer der wenigen

Schwachpunkte des

WhatsApp-Dienstes.

Denn das bedeutet, dass

WhatsApp auf einem Tablet

ohne Telefonfunktion

nicht installierbar

Abb. 2: Über das Plus-Symbol oben

rechts starten Sie aus der Kontaktliste

heraus einen neuen Chat.

und nutzbar ist, auch eine PC-Version gibt es

von WhatsApp bisher nicht. Andererseits ist

so einer missbräuchlichen Nutzung von

WhatsApp recht sicher vorgebeugt.

Die Installation ist nach der Eingabe der

Rufnummer schnell durchlaufen. Sie werden

aufgefordert, Ihren Namen anzugeben – so

wie er für Ihre Chat-Kontakte sichtbar sein

soll. Außerdem können Sie sich aus Ihren Fotoalben

ein Profilfoto auswählen, das ebenfalls

Ihren Gesprächspartnern angezeigt

wird, anschließend sind Sie startklar.

Chatten mit WhatsApp

Für Ihren ersten Chat mit WhatsApp nimmt

Sie die App bei der Hand. Auf dem Willkommen-Bildschirm

zeigt Ihnen die App, was zu

tun ist, nämlich das Plus-Symbol in der oberen

rechten Ecke anzutippen. Die App zeigt

Ihnen dann alle Ihre Kontakte, die ihrerseits

bereits WhatsApp nutzen und die Sie direkt

ansprechen können. Ein Fingertipp auf den

gewünschten Kontakt genügt,

um eine Unterhaltung zu starten.

Der Chat-Bildschirm ist

dabei dreigeteilt. Ganz oben

sehen Sie Profilfoto und Name

des Gesprächspartners. Der

große Bereich darunter ist für

Ihre Chat-Inhalte vorgesehen,

und ganz unten finden Sie das

Eingabefeld für Ihren Text.

Alles, was Sie Ihrem Gesprächspartner

senden, wird

Ihnen in rechtsbündig dargestellt,

die Antworten jeweils

linksbündig. Links neben dem

Texteingabefeld lächelt Sie ein

Smiley an. Über ihn gelangen

Sie zu einer Fülle an Smileys

und weiteren kleinen Grafiken,

mit denen Sie Ihre Texte ausschmücken

können. Über das

16

Oktober 2013

Android-User.de


Fokus

WhatsApp für Einsteiger

Mikrofon rechts neben dem

Eingabefeld können Sie

Sprachnachrichten senden.

Die Funktion für Sprachnachrichten

arbeitet dabei nach

dem Prinzip eines Walkie-Talkies:

Halten Sie für die Aufnahme

die Mikrofon-Schaltfläche

gedrückt, beim Loslassen

wird die Aufnahme abgeschlossen

und gesendet.

Doch nicht nur Sprache

und Text lassen sich mit

WhatsApp übertragen. Sie

können Ihrer Unterhaltung

auch Fotos, Audiodateien und

komplette Videos hinzufügen.

Dazu wählen Sie das Büroklammersymbol

in der oberen

rechten Ecke. Hier haben Sie

Zugriff auf die Bildergalerie,

die Kamera sowie auf alle auf

Ihrem Smartphone gespeicherten Video- und

Audiodateien. Auch die Daten anderer Kontakte

lassen sich hier weitergeben. Clever ist

die Standortfunktion. Mit ihrer Hilfe teilen

Sie Ihrem Gesprächspartner Ihren aktuellen

Aufenthaltsort mit.

Bei WhatsApp beliebt sind auch Gruppenchats

oder „Rundmails“ – Broadcasts genannt.

So können Sie eine Nachricht gleich

an mehrere Teilnehmer senden. Deren Antworten

erreichen automatisch auch alle Mitglieder

der Gruppe. Bei Broadcasts erhalten

gleich mehrere WhatsApper Ihre Nachricht,

ohne dass diese die jeweiligen Empfänger

kennen. Den Broadcast starten Sie, indem Sie

Privatsphäre

Damit WhatsApp die Kontaktliste automatisch

mit Kontakten füllen kann, muss der Dienst Ihr

Handy-Adressbuch mit den Nummern der

WhatsApp-User abgleichen. Dazu überträgt

die App [LINK 3] sämtliche im Gerät gespeicherten

Handy-Nummern – auch von denjenigen

Kontakten, die WhatsApp nicht verwenden –

zu den WhatsApp-Servern. Dort wird geprüft,

welche der Nummern sich bereits bei Whats-

App registriert hat, und diese dann als Kontakt

in der App angezeigt.

Dieses Vorgehen macht WhatsApp so einfach

und letztendlich auch so beliebt, ist aber in

Bezug auf die Privatsphäre sehr kritisch zu

sehen. In Kanada und auch den Niederlanden

haben sich bereits die Datenschutzbehörden

eingeschaltet [LINK 4] und fordern von Whats-

App Änderungen, zudem trübten in der Vergangenheit

mehrfach Sicherheitslücken das

Image des Dienstes.

Abb. 3: Die Kontaktliste füllt sich

automatisch, da der Dienst Ihr

Adressbuch abgleicht.

Abb. 4: Texte Ihres Gegenübers

sind linksbündig, Ihre eigenen

Texte rechtsbündig dargestellt.

im Dialog Kontakt auswählen länger auf

einen Namen tippen und dann über das

Gruppenchat-Icon rechts oben weitere Empfänger

auswählen oder direkt aus dem Menü

heraus über den Eintrag Broadcast.

WhatsApp anpassen

Standardmäßig informiert Sie WhatsApp

über einen Hinweis in der Benachrichtigungsleiste

Ihres Smartphones sowie mittels

Tonsignal über neu eingegangene Nachrichten.

In den Einstellungen der App können Sie

diese Benachrichtigungen individuell anpassen.

Unter Chat-Einstellungen haben Sie außerdem

die Möglichkeit, für die Gesprächsdarstellung

ein Hintergrundbild auszuwählen

sowie die Schriftgröße zu verändern. Auch

das Löschen einzelner Chats oder aller Unterhaltungen

ist hier möglich. Auf Wunsch

erstellt die WhatsApp-App regelmäßige Backups

Ihrer Unterhaltungen.

Damit Ihre Gesprächspartner informiert

sind, ob Sie gerade Zeit für Gespräche haben

oder beschäftigt sind, können Sie die Funktion

Status nutzen. Den Status setzen Sie

über das Menü und wählen dabei aus zahlreichen

vorgegebenen Statusmeldungen wie

„Verfügbar“ oder „Bei der Arbeit“. Auch ein

frei definierbarer Statustext ist möglich.

SMS war gestern.

Sicher geht es Ihnen wie Hunderten Millionen

vor Ihnen. Einmal mit WhatsApp beschäftigt,

möchten Sie diese simple und komfortable

Form der Unterhaltung nicht mehr

missen. Wetten, dass Sie Ihre SMS-Flatrate

demnächst kündigen können?

● ● ●

Abb. 5: Über die Büroklammer versenden

Sie Bilder, Musik oder aufgenommene

Handy-Videos.

Abb. 6: Mit Broadcasts verschicken

Sie Nachrichten an eine ganze

Gruppe aus Ihren Kontakten.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30286

Android-user.de Oktober 2013 17


Fokus

WhatsApp-Tipps

Apps, Tipps und Tricks rund um WhatsApp

Chat-

Tricks

Maxim Borovkov, 123RF

WhatsApp kann alles

und sogar noch viel

mehr, was SMS und

MMS auch können –

und ist dabei noch viel

günstiger. Wir zeigen

Ihnen Tipps und Tricks,

mit denen Sie Whats-

App optimal nutzen.

Samuel Groesch,

Christoph Langner

Abb. 1: Die App Chat-Statistik verrät,

wie viele Nachrichten Sie über

WhatsApp versendet haben.

Sicherlich wünschen Sie sich das

ein oder andere Zusatzfeature für

WhatsApp, zum Beispiel eine detaillierte

Statistik über Ihre Chats.

Oder vielleicht eine Tarnkappe, die Sie im

Chat unsichtbar macht? Diese und weitere

Funktionen sind bei WhatsApp nicht zu finden

und werden wohl auch künftig nicht

integriert werden. Trotzdem lässt sich Whats-

App um viele Funktionen erweitern. Wir

stellen Erweiterungen vor und erklären, welche

sinnvoll und gut zu verwenden sind.

WhatsApp Chat-Statistik

Die App Chat-Statistik für Whats-

App [LINK 1] wertet das von Whats-

App täglich automatisch erstellte

Backup Ihrer Nachrichten aus und stellt die

daraus gewonnenen Informationen grafisch

dar. Aufgrund dieser Methode sind keine

Live-Stats möglich, jedoch lässt sich das

Backup als Datenquelle nutzen. Navigieren

Sie im WhatsApp-Client in die Einstellungen

und tippen auf die Chat Einstellungen. Dort

angelangt, erstellen Sie durch einen Tipp auf

Backup Chatverlauf manuell das Backup und

erreichen so eine schnellere Aktualisierung

der Statistiken.

In der App finden Sie drei verschiedene

Reiter. Im ersten bekommen Sie einen Überblick

über die Aufteilung Ihrer Nachrichten,

ihrer Anzahl sowie die Zahl der von Ihnen

verwendeten Wörter in Einzelchats und-

Gruppenchats. Der nächste widmet sich

komplett den Einzelchats und stellt eine

Topliste mit den am meisten kontaktierten

Personen auf. Mit einem Tipp auf einen der

Kontakte gelangen Sie in die Einzelansicht,

welche detaillierte Informationen zum entsprechenden

Kontakt bereitstellt. In einem

Graph können Sie beispielsweise die Häufigkeit

der Nachrichten anzeigen lassen oder

zeitliche Zusammenhänge feststellen.

Im letzten Reiter erhalten Sie nähere Informationen

zu Ihren Gruppen und dem Verhalten

ihrer Mitglieder. Alles in allem ist die

WhatsApp Chat-Statistik eine super Möglichkeit,

witzige Fakten über Ihren eigenen Umgang

und über den Ihrer Freunde mit Whats-

App herauszufinden. Jedoch sollten Sie im

Hinterkopf behalten, dass Sie der App all

Ihre WhatsApp-Konversationen anvertrauen,

was in Zeiten von Prism und Tempora bedacht

werden sollte. Bevor Sie Ihre Daten

einem Dritten in die Hand geben, sollten Sie

persönlich abwägen, ob Ihnen eine Statistik

Ihrer Daten dies wert ist.

Wenn ja, können Sie WhatsApp Chat-

Statistik für 1,49 Euro im Play Store erwerben.

Ein kleines bisschen weniger funktionell,

aber deutlich hübscher ist die Alternative

WhatStat für WhatsApp [LINK 2]. In der

Basisversion zeigt diese App Werbung an,

gegen eine In-App-Zahlung von 79 Cent entfernen

Sie diese aus WhatStat.

WCleaner

WhatsApp häuft bei intensiver Nutzung

mit der Zeit eine beträchtliche

Menge an Daten an, die besonders

auf Einsteigergeräten mit wenig Speicherplatz

zu Problemen führen können. Diese

Daten per Hand zu löschen, ist allerdings

aufwendig, da Sie diverse Ordner finden und

leeren müssen. Oft ist zudem nicht klar, wo

die unliebsamen Dateien genau liegen.

WCleaner [LINK 3] möchte Ihnen bei diesem

Problem unter die Arme greifen und gibt

Ihnen in Form einer App die Möglichkeit,

18

Oktober 2013

Android-User.de


Fokus

WhatsApp-Tipps

Abb. 2: WhatStat stellt Ihre Chat-

Daten im Vergleich zu Chat-Statistik

hübscher aufbereitet dar.

Abb. 3: WCleaner räumt von

WhatsApp belegten Speicher frei,

indem es Chats und Bilder löscht.

Abb. 4: Obwohl WhatsApp aktiv ist,

erscheinen Sie mit What Shadow

für Ihre Kontakte als offline.

Abb. 5: Mit WhatsApp 2Date installieren

Sie die topaktuelle Version

direkt von der Homepage.

WhatsApp-Daten wie empfangene Bilder,

Videos oder Backups einzeln oder auf einmal

zu löschen. Einfach den Mülleimer anklicken,

die Sicherheitswarnung bestätigen und

fertig! Zusätzlich zeigt die Anwendung Ihnen

übersichtlich an, wie viel Speicherplatz Sie

mit Ihren WhatsApp Daten belegen und wie

viel Sie gelöscht haben. Die Bedienung sowie

die Funktionalität wissen zu überzeugen,

perfekt um schnell Platznot auf Ihrem Smartphone

zu beheben.

WhatShadow

WhatsApp wird oft dafür kritisiert,

dass sich der Online-Status nicht

ändern lässt. Einen Unsichtbar-

Modus – wie früher einmal etwa bei ICQ – in

dem Sie Nachrichten senden und empfangen

können, aber Ihre Kontakte nicht erkennen,

dass Sie gerade aktiv sind, gibt es bei Whats-

App nicht. WhatShadow [LINK 4] verspricht für

0,85 Euro Abhilfe.

WhatShadow integriert einen einen kleinen

Button in der WhatsApp-Menüleiste.

Damit wechseln Sie zwischen dem Unsichtbarkeitsmodus,

welcher durch einen roten

Geist signalisiert wird, und dem normalen

Online-Modus, entsprechend durch einen

grünen Geist dargestellt.

Die von WhatShadow genutze Technik ist

simpel. Im Unsichtbarkeitsmodus deaktiviert

die App – nur während WhatsApp im Vordergrund

läuft – alle Datenverbindungen. So

verhindert WhatShadow, dass WhatsApp

den Onlinestatus übermitteln kann. Mit

einem Tipper auf den roten Refresh-Button

aktualisieren Sie die in der Zwischenzeit eingelaufenen

Nachrichten.

Theoretisch könnten Sie diese Funktion auch

ohne App umsetzen, indem Sie manuell die

Internetaktivität unterbinden. In der Praxis

ist dies jedoch wenig effektiv. Ein Tool, das

dies automatisiert, kann sich daher als nützlich

erweisen. Das Smartphone synchronisiert

in dieser Zeit jedoch keine anderen

Daten wie E-Mails oder Facebook-Nachrichten.

Dies ist nicht optimal, lässt sich aber

nicht anders lösen.

WhatsApp 2Date

Die wenigsten Nutzer wissen, dass

es die Möglichkeit gibt, bereits vor

einem Update durch den Play Store

die neueste Version einer App über die

WhatsApp Webseite [LINK 5] zu beziehen. Die

kostenfreie Applikation WhatsApp 2Date

[LINK 6] hilft Ihnen, Ihren WhatsApp-Client

immer auf dem absolut neusten Stand zu

halten. Die App vergleicht dazu die installierte

Version mit der aktuellen Version auf

der Webseite sowie mit der im Play Store erhältlichen

Version. Bei Bedarf laden Sie dann

direkt aus WhatsApp 2Date heraus die allerneuste

WhatsApp-Version auf Ihr Handy.

Die App lässt sich dank der umfangreichen

Einstellungen optimal an Ihre Bedürfnisse

anpassen. Beispielsweise können Sie das

Prüfungsintervall ändern, von stündlich bis

einmal die Woche ist alles möglich. Falls Sie

ein stark begrenztes mobiles Datenvolumen

haben, empfiehlt es sich, die Überprüfung

auf WLAN-Verbindungen zu beschränken.

Selbst das Changelog können Sie aus der

App durch einen Tipp auf das kleine i in der

unteren Menü leiste heraus aufrufen und so

alle Änderungen einsehen.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30288

Android-user.de Oktober 2013 19


Fokus

WhatsApp-Alternativen

Es muss nicht immer Whats-

App sein. Wir stellen sieben

Messenger-Alternativen vor,

die mindestens so viel Spaß

machen. Marcel Hilzinger,

Ricarda Riechert

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30289

Facebook

Messenger

Auch wenn WhatsApp bereits

über 250 Millionen Nutzer

zählt, bleibt Facebook weiterhin

das Social Network mit den meisten

Nutzern. Möchten Sie mit Ihren

(Facebook-)Freunden in Kontakt bleiben,

bietet sich deshalb die zugehörige

Messenger-App an. Im Unterschied zur

kompletten Facebook-App verbraucht

der Messenger deutlich weniger Akku

und zehrt weniger am Datenvolumen.

Über neue Katzenfotos informiert Sie

die App allerdings nicht. Facebook hat

den Messenger mit Facebook Home

sehr schön überarbeitet, sodass Sie

jetzt die sogenannten Chat Heads benutzen

können. Sobald Ihnen jemand

eine Nachricht geschickt hat, erscheint

das Profilfoto als kleiner Kreis auf der

rechten Seite des Handys. Sie können

diese Position nach Wunsch ändern

und den Chat beenden, indem Sie das

Profilfoto nach unten in die Mitte des

Bildschirms ziehen. Der Facebook Messenger

unterstützt Gruppenchats, und

Sie können neben Fotos und riesigen

Emoticons auch Sprachnachrichten

verschicken. Auch das Liken von Beiträgen

ist möglich.

Der Facebook Messenger bietet sich

auch als Ersatz für die SMS-App an.

Das ist vor allem dann praktisch, wenn

Sie über eine SMS-Flat verfügen und

nicht relevant ist, ob Sie eine Nachricht

Google Hangouts

Hangouts heißt die Chat-Lösung

von Google für Textnachrichten

und Videochats.

Das Chat-Programm kennt viele Emoticons,

es ist aber nicht möglich, ein individuelles

Hintergrundbild einzurichten.

Was Hangouts fehlt, ist der Versand

von beliebigen Dateien aus dem

Chat-Fenster heraus, lediglich Fotos

sind vorgesehen. Auch gibt es noch

keine einfache Möglichkeit, um sämtliche

Freunde zu finden, die den Dienst

nutzen. Wer über eine Gmail-Adresse

verfügt, kann aber automatisch auch

Hangouts benutzen.

Skype

Skype bietet mehr als nur

einen Messenger. Über die

App lassen sich Telefongespräche

führen, und mit dem Video-

Chat kann man sogar seinen Desktop

mit anderen Nutzern teilen. Skype gibt

es zudem nicht nur für Android und

iOS, sondern auch für viele weitere

Plattformen, darunter Windows

(Phone), Mac OS X und Linux. Obwohl

Skype seine Android-App im Juli

grunderneuert hat, sind die Chats eher

langweilig. Zudem hat Microsoft anscheinend

nach dem Skype-Kauf mit

der NSA zusammengearbeitet, um Gespräche

und Chats abhörbar zu machen.

Das alles spricht nicht gerade für

den ehemaligen Top-Messenger.

ChatON

ChatON ist der Messenger

von Samsung. Richtig und

falsch. Denn die App stammt

zwar von Samsung, ist jedoch auch für

andere Android-Handys und -Tablets

verfügbar. ChatON ist eine reine Chat-

Anwendung, einzig Sprachnachrichten

sind noch möglich. Das Ziel, ChatON

als WhatsApp-Alternative zu etablieren,

ist beim Design klar erkennbar.

Auch bei ChatON erfolgt die Anmeldung

über die Handy-Nummer, sodass

man gleich sehen kann, wer von den

Bekannten und Freunden den Messenger

benutzt.

kostenlos

deutsch|Version 1.1.1|10 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version und Größe je nach Gerät

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 2.7.103|je nach Gerät

★★★★★

20

Oktober 2013

Android-User.de


Fokus

WhatsApp-Alternativen

per Facebook oder SMS

verschicken. Die zwei

verschmelzen dann

quasi. In der Grundeinstellung

teilt der Facebook

Messenger auch

Ihren Standort mit. Dieses

Feature lässt sich

aber in den Einstellungen

deaktivieren. Auch

die Chat Heads können

Sie in den Einstellungen

ausschalten, wenn

Ihnen die schwebenden

Köpfe nicht gefallen.

Der Facebook Messenger

ist die beste Chat-Alternative zu Whats-

App. Einzig das Aussehen der App könnte

etwas besser sein.

kostenlos

deutsch|Version 2.3.5|12 MByte

★★★★★

Kakao Talk

Bei KakaoTalk handelt es sich

um einen Oldtimer, der es nie

ins Rampenlicht geschafft hat.

Das mag damit zusammenhängen,

dass es Kakao Talk früher nur für Android

gab. Man musste die Kontakte per

ID oder von Hand hinzufügen, seit einiger

Zeit erfolgt dies wie üblich per Handynummer,

um Fake-Accounts auszuschließen.

So findet man auch Freunde

aus dem Adressbuch sofort. Es lassen

sich Fotos, Videos, Sprachnotizen und

Kontakte versenden. Auch Gruppenchats

und echte Gespräche sind bei

KakaoTalk möglich.

Viber

Viber ist wie Skype in Lila, nur

besser. Mit dem Messenger

führen Sie nicht nur kostenlos

Gespräche, sondern versenden auch

Videonachrichten oder chatten in

Gruppen. Viber ist in den USA sehr populär,

wird aber dank der Gratisgespräche

und der sehr schön gemachten

Chat-Funktion auch hierzulande immer

häufiger installiert. Die Nutzerbasis beträgt

allein unter Android mehr als 100

Millionen. Auch bei Viber registrieren

Sie sich über die Mobilfunknummer,

sodass Sie gleich sehen, wer von Ihren

Freunden den Messenger einsetzt.

Kik Messenger

Kik sieht sich als schnellsten

und einfachsten Messenger,

und die Zahl von über zehn

Millionen Nutzern ist nicht schlecht. Im

Unterschied zu WhatsApp setzt Kik

weiterhin auf eine ID oder einen Nutzernamen

zur Authentifizierung. Sie

müssen Freunde also manuell hinzufügen

und finden sie nicht automatisch

unter den eigenen Kontakten. Mit dem

Kik-Messenger lassen sich standardmäßig

nur Fotos, YouTube-Links und

Skizzen mit den eigenen Kontakten teilen.

Über Plug-ins Dritter lassen sich

aber weitere Funktionen hinzufügen.

kostenlos

deutsch|Version 3.8.7|6,9 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 3.0.2.5|11 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|6.4.0.38|3.5 MByte

★★★★★

Android-user.de Oktober 2013 21


Fokus

WhatsApp für Profis

Zehn Dinge, die WhatsApper wissen sollten

Zehnmal

so geht's

für Chat-Profis

Haben Sie WhatsApp

installiert, können Sie

sich über viele Funktionen

freuen, die Sie bei

der althergebrachten

SMS vermissen. Wir verraten

Ihnen, wie Sie die

verschiedenen Features

nutzen können und

wo rauf Sie dabei achten

müssen. Jasmin Bauer

Abb. 1: Fügen Sie Ihren Nachrichten

ein paar nette Smileys oder

eigene Bilder hinzu.

Sie verschicken aktuell noch gerne

SMS und bezahlen für jede Kurznachricht

teures Geld? Das muss

nicht sein! WhatsApp macht die

gute alte SMS vergessen. Wir geben Ihnen

die besten WhatsApp-Tipps für Dauerchatter

mit auf den Weg in eine SMS-freie Zukunft!

Bilder und Videos versenden

Eine nette Möglichkeit, Nachrichten aufzulockern,

nette und lustige Grüße zu verschicken

oder Gefühle zu zeigen, sind Emoticons

und kleine Bildchen in Ihren Mitteilungen. In

der Chatansicht wechseln Sie links unten

zwischen Tastatur und einer großen Bilderauswahl,

wo Sie aus unzähligen Gesichtern,

Bildern oder Symbolen wählen können.

Das Versenden von Bildern auf dem herkömmlichen

Weg als MMS ist ein recht teures

Unterfangen. Teilen Sie gerne häufiger

Fotos oder sogar Videos, empfiehlt sich dafür

ein Messenger wie WhatsApp, mit dem Sie

Ihren Kontakten Multimediaanhänge

ohne Zusatzkosten

zukommen

lassen können.

Gehen Sie dafür in die

Nachrichtenansicht zu

einer bestimmten Konversation

und tippen

rechts oben auf das Icon

mit der Büroklammer,

das auf das Anhängen

von Dateien hinweist.

Dazu gehören neben

Fotos und Videos auch

Audiodateien, Kontaktdaten

oder aktuelle Informationen

zu Ihrem

Standort. Seit dem letzten

Update können Sie

direkt Texte einsprechen

und weitergeben.

Abb. 2: Über das Icon mit der Heftklammer

versenden Sie kostenlos

Bilder oder Videos.

Profil und Status

Ihre WhatsApp-Freunde erscheinen mit den

Namen, den Sie dem jeweiligen Kontakt im

Android-Adressbuch zugeteilt haben. Damit

es bei Namensgleichungen keine Verwechslungen

gibt, können Sie zur Sicherheit in

Ihrem Profil ein Foto einfügen. Dafür gehen

Sie in den Einstellungen auf den Eintrag Profil

und tippen auf den Platzhalter des Bildes.

Damit Ihre Kontakte sehen, ob Sie beschäftigt

sind oder Zeit für einen Plausch haben,

teilen Sie anderen am besten Ihren Status

mit. Dafür gehen Sie in die Einstellungen

und öffnen den Unterpunkt Status. Hier finden

Sie vorgefertigte Meldungen. Wahlweise

können Sie auch einen eigenen Status angeben

und in Ihrer Liste abspeichern.

Gruppenchats

Für Gespräche mit mehreren Personen legen

Sie am besten einen Gruppenchat an. So

kann sich die komplette Gruppe miteinander

unterhalten. Um eine Gruppe

zu gründen, gehen Sie in das

allgemeine Einstellungsmenü

und wählen die Option Neue

Gruppe aus. Nun können Sie

einen Gruppennamen und auf

Wunsch sogar ein Bild festlegen.

Bestätigen Sie oben rechts

mit Weiter und laden dann aus

Ihren Kontakten die Mitglieder

ein. Mit Erstellen haben Sie die

Gruppe festgelegt.

Sie als Gründer der Gruppe

sind der Administrator und

haben als Einziger das Recht,

weitere Personen einzuladen

oder zu entfernen. Um neue

Freunde zum Gruppenchat einzuladen,

wählen Sie den Betreff

aus und klicken auf Kontakt

hinzufügen. Möchten Sie je-

22

Oktober 2013

Android-User.de


Fokus

WhatsApp für Profis

manden aus der Gruppe löschen,

müssen Sie nur auf

den Namen des Kontakts tippen

und dann den Teilnehmer

entfernen. Als Gruppengründer

können Sie die Gruppe

nicht löschen, sondern lediglich

verlassen. Daraufhin erhält

ein anderes Gruppenmitglied

die Adminrechte, bis

alle Mitglieder die Gruppe gelöscht

haben.

WhatsApp mit zwei

Handys

Viele Menschen besitzen

noch ein Zweithandy mit

einer weiteren Nummer, beispielsweise

auf der Arbeit

oder für Auslandsaufenthalte.

Ein großer Nachteil bei

WhatsApp liegt darin, dass es

aufgrund des Verifizierungsprozesses nur auf

einem Gerät läuft. Wenn Sie sich ein neues

Smartphone zulegen, ist das kein großes Problem.

Sie müssen nur den WhatsApp-Account

auf das neue übertragen.

Ein ständiger Wechsel zwischen zwei oder

mehr Geräten wäre jedoch aufwendig und ist

zudem gar nicht möglich, da WhatsApp Sie

nach einigen Hin und Her komplett ausschließt.

Möchten Sie Ihre Konversation mit

wenigen Menschen wie Familie oder engen

Freunden auf mehreren Smartphones immer

dabeihaben, sind Gruppen die Lösung. Bitten

Sie Ihre Kontakte, Ihre verschiedenen Nummern

in eine Gruppe einzuladen und künftig

Nachrichten nur noch an diese Gruppe zu

senden. So empfangen Sie diese Mitteilung

auf jedem Handy.

Broadcasts

Manchmal genügt es, Nachrichten an mehrere

Personen zu schicken, ohne gleich einen

Gruppenchat zu starten. In einem Broadcast

empfangen mehrere Personen Ihre Mitteilung,

ohne sich gegenseitig zu sehen. Dementsprechend

können sie auch nur Ihnen

und nicht allen antworten. Den Broadcast

finden Sie im allgemeinen Menü. Wählen Sie

die Empfänger aus, und schreiben Sie dann

wie gewohnt Ihre Nachricht. Dank eines Tortendiagramms

haben Sie immer Überblick

darüber, wie viele Personen die Nachricht

bereits erhalten haben. Um eine Broadcastnachricht

zu bekommen, muss der Empfänger

den Absender ebenfalls bei seinen Kontakten

haben, eine Sicherheitseinstellung, die

Spam vermeiden soll.

Abb. 4: Geben Sie Ihrem Whats-

App-Profil ein Bild, sodass andere

WhatsApper Sie erkennen können.

Abb. 5: Mit WhatsApp organisieren

Sie sich und Ihre Freunde und

Bekannte in Gruppen.

Sicherheit und Privatsphäre

Bei WhatsApp kann jeder Ihrer Kontakte

sehen, wann Sie zuletzt online waren oder

eine Nachricht gelesen haben. Es gibt bisher

unter Android keine Möglichkeit, den Onlinestatus

zu verbergen und sich quasi unsichtbar

im Chat zu bewegen. Wer seinen Onlinestatus

nur für bestimmte Personen sichtbar

machen möchte, muss alle anderen blockieren.

Dies bedeutet allerdings auch, dass geblockte

Personen Ihnen künftig keine

Nachrichten senden können und möglicherweise

merken, dass sie ignoriert werden.

Tipp: Einzelne Personen können Sie

direkt in der jeweiligen Nachrichtenansicht

unter Einstellungen | Mehr | Blockieren

aus Ihrem Chat fernhalten.

In der letzten Zeit geriet WhatsApp

wegen der Sicherheit sehr in die Kritik.

Daher sollten Sie grundsätzlich keine

Geheimnisse weitergeben und in Ihrem

Adressbuch niemals Passwörter oder als

Telefonnummer getarnte PIN-Codes

speichern. Wenn auch selten, haben

auch schon einige Spammer WhatsApp

für sich entdeckt. Denn abgesehen von

Broadcasts reicht es aus, wenn der Absender

Ihre Nummer hat, um Ihnen

eine Nachricht zu schicken.

Backups Ihrer Chats

Um Ihre Nachrichten zu sichern, gibt

es mehrere Möglichkeiten. Die Anwendung

legt einmal täglich ein automatisches

Backup an. Zusätzlich können

Sie jederzeit in den Einstellungen

unter Chat Einstellungen und Backup

Abb. 6: Broadcasts sind „Massenmails“.

Sie müssen dafür nicht

extra Gruppen einrichten.

Abb. 3: Sie können Ihre Statusmeldung

in den Einstellungen jederzeit

anpassen.

Android-user.de Oktober 2013 23


Fokus

WhatsApp für Profis

aus dem Play Store herunterladen

[LINK 1]. Möchten Sie lieber

ein eigenes Bild nehmen,

finden Sie die entsprechenden

Ordner unter Android System.

Abb. 7: Blockierte Kontakte sehen

lediglich noch Ihren Status, nicht

aber wann Sie online sind.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30287

Abb. 8: In den Chateinstellungen

lassen sich Konversationen sichern

und per Mail versenden.

Abb. 9: Prüfen Sie, ob der automatische

Download von Bildern und

Videos bei Roaming unterbleibt.

Chatverlauf eine Sicherung manuell anschieben.

Dann können Sie Ihre Chatverläufe

auch mitnehmen, wenn Sie sich ein neues

Smartphone zulegen. Allerdings funktioniert

dies nur bei demselben Betriebssytem.

Haben Sie eine MicroSD-Karte, ist die Übertragung

keine große Sache. Verfügt Ihr Androide

lediglich über einen internen Speicher,

müssen Sie die Daten in den gleichen Ordner

auf dem neuen Gerät abspeichern. Dies können

Sie beispielsweise mithilfe eines Dateimanagers

machen.

Möchten Sie eine Konversation weiterleiten

oder für später sichern, können Sie

diese per Mail weiterleiten. Dafür im entsprechenden

Chat im Einstellungsmenü

Mehr aufrufen, auf Chat per E-Mail senden

tippen und Ihre Adresse eingeben. Enthält

der Chat Medien, können Sie diese auf

Wunsch ebenfalls sichern. Beachten Sie,

dass diese Funktion auch Ihrem Gesprächspartner

freisteht und er alles, was

Sie impulsiv geschrieben haben, auch

etwa an Ihren Chef weiterleiten kann.

Hintergrund ändern

Langweilt Sie der Standardhintergrund

bei Ihren Nachrichten, ändern Sie Ihn

einfach in den Einstellungen über das

Menü Hintergrund. Dafür können Sie

einmalig ein Paket mit mehreren Hintergrundbildern

für WhatsApp kostenfrei

Abb. 10: Eine reichhaltige Hintergrundauswahl

sorgt für mehr Abwechslung beim

WhatsApp-Chatten.

Kosten- und Daten-

Roaming

Abgesehen von der jährlichen

Gebühr fallen bei WhatsApp

keine Ausgaben mehr an –

vorausgesetzt Sie befinden

sich nicht gerade im Ausland.

Denn dann können Ihnen

teure Roaming-Gebühren den

Spaß am Messenger verderben.

Sie können dies in den

Einstellungen Ihres Handys

unter Datennutzung allerdings

deaktivieren. Um den

automatischen Mediendownload

auszuschalten, achten

Sie darauf, dass Sie diesen in den Chat-Einstellungen

deaktiviert haben.

Telefon gestohlen

Grundsätzlich ist ein verlorenes oder gar gestohlenes

Handy ein großes Problem. Rein

theoretisch könnte der Dieb mit Ihrem

WhatsApp-Account Missbrauch betreiben.

WhatsApp bietet selbst keine Funktion, die

Anwendung mit einem Passwort vor fremden

Zugriffen zu schützen. Ist Ihr Telefon gestohlen,

informieren Sie am besten sofort den

Mobilfunkanbieter, der Ihre SIM-Karte sperrt.

Anschließend können Sie Ihren Account

bei WhatsApp deaktivieren, indem Sie Ihre

Telefonnummer melden [LINK 2]. Im WLAN

könnte man WhatsApp sonst nämlich noch

auch mit gesperrter SIM-Karte weiter ausführen.

Schnelles Handeln empfiehlt sich. Bei

Fehlalarm können Sie WhatsApp wieder aktivieren.

Erst nach 30 Tagen löscht das System

den Account.

Fazit

WhatsApp ist zweifelsfrei eine praktische

Sache. Abgesehen von der Jahresgebühr verschicken

Sie mit dem Dienst kostenlos Nachrichten,

Bilder oder Videos an Ihre Freunde.

Sie benötigen nur die entsprechende Handynummer

der Person.

Denken Sie allerdings immer daran: Ihre

Bilder, Texte und was auch immer sind nicht

nur für immer gespeichert, sondern können

auch sehr leicht weitergereicht werden.

Daher sollten Sie Firmengeheimnisse darüber

nicht teilen und sehr gut aufpassen, wem Sie

welche Äußerungen schicken.

● ● ●

Android-User.de


Fokus

Verschlüsselt Chatten

Verschlüsselt chatten und simsen

Krypto-

Chats

Maxim Borovkov, 123RF

Der Abhörskandal um

Prism, XKeyscore und

Tempora zeigt, wie

transparent unser

Leben geworden ist. Mit

den richtigen Apps

holen Sie sich ohne viel

Aufwand wenigstens

beim Chatten etwas

Privatsphäre zurück.

Christoph Langner

Abb. 1: Threema generiert beim

ersten Start eine individuelle ID als

Adresse für Sie.

Zu Zeiten umfassender Auswertung

privater Kommunikationsdaten

durch Spionageprogramme wie

Prism, Tempora oder XKeyscore

sollten sich auch Android-User Gedanken

machen, wie sie sicher und wirklich privat

kommunizieren können. Sie meinen, Sie

haben nichts zu verbergen? Dann schauen

Sie sich doch einmal das Erklärvideo [LINK 1]

des Zeichners Batz an!

Microsoft, Skype, Apple, Facebook und

natürlich auch Google stehen auf der von

Edward Snowden veröffentlichten Liste der

Unternehmen, die Geheimdiensten direkten

Zugang eingeräumt haben. Doch auch ohne

Hilfe können die virtuellen Schlapphüte so

gut wie jedes Wort mitlesen. Das britische

Tempora-Programm

schreibt etwa sämtlichen

Traffic mit, der die Insel

durchquert, und speichert

ihn bis zu 30 Tage lang.

Verschlüsselung!

Der einzig sichere Weg,

Daten während ihrer

Übertragung über das

Internet vor den Augen

Dritter zu schützen, ist

der Einsatz kryptographischer

Schlüssel. Nicht nur

während der Kommunikation

mit den Servern des

Mail- oder Chat-Anbieters,

sondern unmittelbar

von Gerät zu Gerät – also

eine echte Ende-zu-Ende-

Verschlüsselung. Damit

kann niemand, auch nicht

Abb. 2: Auf Ihren Wunsch hin verknüpft

Threema die ID mit Ihrer

Mailadresse oder Handynummer.

der Anbieter, ohne extrem aufwendige Verfahren

die Daten einsehen.

Entsprechende Verschlüsselungsverfahren

gibt es schon seit Jahrzehnten. Pretty Good

Privacy (PGP) oder Off-the-Record-Messaging

(OTR) verschlüsseln Daten in Kombination

mit Krypto-Algorithmen wie AES schon

lange. Doch bei der großen Masse der User

sind diese Verfahren bisher nicht angekommen.

Zu aufwendig, zu sinnlos erscheint das

Verschlüsseln der eigenen Kommunikation.

Dass Verschlüsselung nicht nur für paranoide

Aluhut-Träger ein Thema ist, zeigt der

enorme Datenhunger von NSA und Konsorten.

Und dass es wiederum gar nicht so schwierig

und unbequem ist, verschlüsselt zu chatten,

zeigen neuere Android-Apps, an denen sich

auch die modernen Schlapphüte

die Zähne ausbeißen.

Threema

Threema [LINK 2]

stammt vom Schweizer

Anbieter Kasper

Systems, der echte Ende-zu-

Ende-Verschlüsselung garantieren

will, damit niemand

außer dem vorgesehenen

Empfänger die Nachrichten

lesen kann. Die App soll dabei

nicht komplizierter zu bedienen

sein als andere Messaging-Apps.

Diesem Ziel kommt

Threema in der aktuellen Version

sehr nahe.

Beim ersten Start erstellt

Threema ein 255 Bit starkes

asymetrisches Schlüsselpaar

nach dem Elliptische-Kurven-

26

Oktober 2013

Android-User.de


Fokus

Verschlüsselt Chatten

Kryptographie-Verfahren

(ECC). Vergleicht man diesen

Krypto-Key mit dem bekannten

RSA, würde dies

einem 2048 Bit starken

Schlüssel entsprechen.

Aktuell gilt diese Schlüsselstärke

für nicht absehbare

Zeit als unknackbar.

Ihr privater Schlüssel

zum Verfassen von Nachrichten

verbleibt auf dem

Handy, der öffentliche

wird zu Threema geschickt.

Zudem generiert

Threema für Sie eine einmalige

Threema-ID. Sie

dient als persönliche

Threema-Adresse und wird

mit Ihrem öffentlichen

Schlüssel verknüpft.

Ähnlich wie WhatsApp

bietet Ihnen auch Threema optional an, andere

Threema-Nutzer anhand ihrer E-Mail-

Adresse oder Handynummer über Ihr Adressbuch

zu finden. Dazu müssen ebenso wie

bei WhatsApp die im Handy hinterlegten

Kontakte zum Messaging-Dienst übertragen

werden. Im Gegensatz zum geschwätzigen

Vorbild übermittelt Threema diese Daten jedoch

nicht im Klartext, sondern nur als

Hash-Wert.

Threema versichert zudem, die übermittelten

Daten nur für die Zeit der Ermittlung

Ihrer Kontaktliste im Arbeitsspeicher der

hauseigenen Server zu halten. Es werden

keine Datenbanken mit den Adressen und

Nummern Ihrer Kontakte geführt. Zu guter

Letzt möchte Threema einen Spitznamen

von Ihnen wissen.

Ist Threema eingerichtet, sehen Sie in der

Kontaktliste – falls Sie die Adresssynchronisation

beim Setup aktiviert haben – umgehend

alle Freunde und Bekannten, die bereits

bei Threema aktiv sind. Die Anzahl und

Farbe der Punkte hinter einem Kontakt steht

für die Sicherheitsstufe.

• Ein roter Punkt: Sie haben von diesem

Kontakt zum ersten Mal eine Nachricht erhalten

oder diese Threema-ID von Hand

hinzugefügt. Da kein passender Kontakt im

Adressbuch gefunden wurde, können Sie

sich nicht sicher sein, ob die Person wirklich

die ist, die sie vorgibt.

• Zwei gelbe Punkte: Der Kontakt wurde mit

der Handynummer oder E-Mail-Adresse in

Ihrem Android-Adressbuch gefunden. Da

Threema die gefundenen Handynummern

und E-Mail-Adressen verifiziert, können

Abb. 3: Threema-Kontakte fügen

Sie entweder manuell, per Einladung

oder via QR-Code ein.

Abb. 4: Am einfachsten verifizieren

Sie einen Kontakt über das Scannen

seines Barcodes.

Sie relativ sicher sein, dass diese Person

wirklich diejenige ist, die Sie meinen.

• Drei grüne Punkte: Sie haben den öffentliche

Schlüssel der Person persönlich durch

Scannen des QR-Codes überprüft. Solange

das Handy nicht gestohlen oder gehackt

wurde, ist es ausgeschlossen, dass Dritte

Nachrichten dieser Person fälschen oder

die Konversation mitlesen können.

Kontakte deren Threema-ID Sie kennen, die

Ihnen aber noch in der Kontaktliste

fehlen, fügen Sie über das Icon mit

Kontaktsymbol aus der App-Leiste

ein. Dazu tippen Sie entweder die ID

des Users ein, oder Sie fotografieren

gleich – wenn Sie Ihrem Kontakt gerade

gegenüber sitzen – dessen QR-

Code vom Handy ab. So garantiert

Threema, dass beim Schlüsselabgleich

mit Sicherheit nichts schief

geht und vergibt drei grüne Punkte.

Treffen Sie einen Ihrer Threema-

Kontakte erst nach dem Anlegen

des Kontakts, können Sie aus der

Detailansicht des Users dessen ID

scannen und damit den Kontakt

bestätigen. Aber auch ohne diese

Verifikation ist die Kommunikation

an sich jederzeit verschlüsselt.

Ohne das Scannen der IDs

können Sie aber eben nie hundertprozentig

sicher sein, dass

sich der Kontakt nicht für jemand

anderen ausgibt.

Das Einrichten und der Abgleich

Ihrer Kontakte erscheinen

auf den ersten Blick aufwendig

Abb. 5: Im Chat unterscheidet

Threema sich nicht von anderen

Messengern wie WhatsApp.

Abb. 6: Nur drei grüne Punkte garantieren

hundertprozentig sichere und

vertrauliche Kommunikation.

Android-user.de


Fokus

Verschlüsselt Chatten

Abb. 8: Einladungen zu Surespot

versenden Sie auch per Mail, SMS

oder sozialen Netzwerken.

Abb. 9: Surespot gleich Ihr Adressbuch

nicht online ab. Kontakte

müssen Sie von Hand anlegen.

Abb. 10: Neben Texten schickt

Surespot auch Bilder über die verschlüsselte

Datenleitung.

Abb. 11: Der Empfänger eines

Bildes kann dieses nur dann speichern,

wenn Sie es freigeben.

Abb. 7: Auch bei Surespot fügen Sie

Kontakte am einfachsten über das

Scannen eines QR-Codes ein.

und kompliziert, doch die Nutzung von

Threema ist nicht schwieriger als die von

WhatsApp. Sie installieren die App, lassen

bei Bedarf die Adressen abgleichen und können

sofort komplett verschlüsselt chatten.

Dabei sind Sie nicht auf reinen Text beschränkt.

Rechts oben finden Sie eine kleine

Büroklammer. Ein Tipp auf den Button lässt

Sie Bilder oder Videos aus der Galerie, aktuelle

Bilder der Kamera oder Ihre momentane

Position verschicken. Wie

immer, arbeitet Threema auch in diesem

Datenmodus voll verschlüsselt.

Threema kostet bei der Installation

einmalig 1,60 Euro, danach ist der

Dienst kostenlos. Eine Jahresgebühr

wie bei WhatsApp ist bisher noch

nicht angedacht. Sicherheitsenthusiasten

bemängeln an Threema, dass

der Quellcode des Clients, wie auch

des Server-Parts, nicht offen liegt.

Die Wirksamkeit der End-to-End-

Verschlüsselung lässt sich jedoch

mit der Threema Encryption Validation

[LINK 3] nachvollziehen.

Theoretisch lässt sich Threema

auf mehr als einem Android-Gerät

gleichzeitig nutzen. Aktuell ist eine

Threema-ID jedoch an ein Gerät

gebunden, auch wenn sich der

private Schlüssel exportieren lässt.

Die Entwickler arbeiten jedoch

daran, dass User Threema auf

mehreren Geräten gleichzeitig mit

nur einer ID verwenden können.

Ist diese Funktion implementiert,

soll auch ein Desktop-Client

kommen, sodass der Dienst sogar ohne

Handy oder Tablet nutzbar sein wird.

Surespot

Ähnlich wie Threema ist Surespot

[LINK 4] eine gut bedienbare Chat-

App. Im Gegensatz zu Threema

verzichtet Surespot jedoch auf eine zentral

geführte Benutzerdatenbank. Zudem liegt

der Quellcode vollständig offen [LINK 5], sodass

Initiativen wie Prism-Break [LINK 6] Surespot

als Option für wirklich anonyme und

verschlüsselte Kommunikation empfehlen.

Auch Surespot erstellt beim ersten Start

einen 256 Bit starken AES-Krypto-Key für Sie.

Das Passwort dient als zusätzliches „Salz“ in

der Krypto-Suppe. Vergessen Sie es, können

Sie weder Ihre alten Chats öffnen noch weiter

mit Ihren bestehenden Kontakten kommunizieren.

Stellen Sie daher sicher, dass Sie

diese Daten nie vergessen.

Ist Surespot eingerichtet, empfängt Sie ein

Homescreen mit zusätzlichen Erklärungen.

Eine sich automatisch füllende Kontaktliste

gibt es bei Surespot nicht, da die App nicht

wie WhatsApp oder auf Wunsch auch

Threema das Adressbuch Ihres Handys ausliest

und online einen Abgleich zwischen

Ihren und den Surespot-Kontakten macht.

Um Surespot mit Leben zu füllen, müssen

Sie Kontakt für Kontakt zur App hinzufügen.

Dies geschieht über einen QR-Code, den

Sie mit einem beliebigen Scanner einlesen

oder über eine Einladungsfunktion via Mail,

SMS oder andere Apps. In diesem Fall verschickt

die App einen individuellen Link,

den Ihr Partner nur noch antippen muss.

Android-User.de


Fokus

Verschlüsselt Chatten

Ist die Kontaktliste mit

Freunden und Bekannten

gefüllt, unterscheidet sich

auch Surespot nicht mehr

groß von den Chat-Alternativen.

Sie wählen einfach

einen Kontakt aus und fangen

an zu tippen. Auch

Surespot unterstützt den

Versand von Dateien, beschränkt

sich jedoch auf das

Übertragen von Bildern.

Dabei haben Sie volle

Kontrolle über die Inhalte.

Ist Ihnen eine Ihrer Nachrichten

doch zu brisant,

können Sie sie nachträglich

löschen. Sie verschwindet

dann automatisch vom

Handy des Empfängers und

von den Surespot-Servern. Record-Messaging.

Bilder werden so übertragen,

dass Sie der Empfänger zwar sehen,

aber nicht aus der App exportieren kann.

Surespot verhindert sogar das Erstellen von

Screenshots über die [Leiser][An/​Aus]-Tasten

oder ADB-Routinen. Erst, wenn Sie ein

Bild explizit freigeben, lässt sich dieses auf

der Empfängerseite auch speichern.

Surespot ist aufgrund der Tatsache, dass

die App auf eine Adressbuch-Synchronisation

verzichtet, aufwendiger einzurichten.

Sie müssen aktiv Ihre Krypto-Chat-Partner

nach und nach als Kontakte in der App hinzufügen.

Dafür nutzen Sie mit Surespot eine

Open-Source-Lösung, die Ihre Nachrichten

sicher verschlüsselt, bei der Sie die Kontrolle

über Ihre Nachrichten behalten und die keinerlei

unnütze Daten ins Internet lässt.

Xabber

Xabber [LINK 7] hat den Vorteil, dass

die App nicht auf ein eigenes Messaging-Protokoll

setzt, sondern auf

XMPP (auch bekannt als Jabber) baut. XMPP

wird von Anbietern wie GMX oder Web.de

genutzt, sogar Google Talk oder die Hangouts

basieren auf diesem Protokoll. Besitzen Sie

eine E-Mail-Adresse bei einem dieser

Dienste, dann verfügen Sie automatisch über

einen Jabber-Account. Alternativ finden Sie

im Internet freie Jabber-Anbieter [LINK 8].

Um Chats zu verschlüsseln, nutzt Xabber

Off-the-Record-Messaging, bei dem die zu

versendenden Nachrichten über eine an sich

unverschlüsselte Verbindung geleitet werden.

Da XMPP und OTR standardisierte Verfahren

sind, ist es nicht erforderlich, dass Sie

und Ihr Chat-Partner dieselbe App nutzen.

Abb. 13: Zur Verschlüsselung setzt

Xabber auf das verbreitete Off-the-

Für Android gibt es etwa mit

Gibberbot [LINK 9] einen weiteren

Jabber-Client, der OTR

implementiert hat. Auch für

den PC gibt es mit Adium,

Pidgin oder Miranda IM

zahlreiche Jabber-Clients,

die mit OTR-Nachrichten

umgehen können.

TextSecure

TextSecure [LINK 10]

nimmt in dieser

Reihe von Apps

eine Sonderstellung ein, da

es keine Internet-Chats, sondern

herkömmliche SMS-

Kurznachrichten verschlüsselt.

Zum Versenden von

Nachrichten sind Sie bei

TextSecure daher nicht auf

eine Internetverbindung angewiesen.

Die App gibt es bisher jedoch nur

für Android-Smartphones.

Hinter TextSecure steht mit WhisperSystems

[LINK 11] ein bei IT-Spezialisten nicht

ganz unbekanntes Unternehmen, das sich

auf die Entwicklung mobiler Sicherheitslösungen

wie eben TextSecure und RedPhone

[LINK 12] spezialisiert hat. Seit der Übernahme

der Firma Ende 2011 durch Twitter wurde der

Quellcode der Apps als Open-Source-Software

veröffentlicht.

Von der Bedienung und der Optik

unterscheidet sich TextSecure kaum

von der normalen Android-Nachrichten-App.

Die App legt Ihre Nachrichten

jedoch verschlüsselt im Speicher

des Handys ab.

Zudem verschlüsselt TextSecure

Ihre SMS natürlich auch während

der Übertragung. Dazu gleicht sie

die beim ersten Start generierten

öffentlichen Parts der Krypto-Keys

ab. Aufgrund der Verschlüsselung

passen in eine SMS jedoch nur

noch 60 Zeichen Klartext.

Fazit

Verschlüsselte Kommunikation ist

nicht schwer! Sie dürfen nur nicht

zu träge sein. Threema funktioniert

genauso gut und einfach wie

WhatsApp, selbst das Auffinden

Ihrer Kontakte ist nicht aufwendiger.

Fassen Sie nur ein wenig Mut

zum Wechsel, denn auch Sie

haben etwas zu verbergen – und

sei es nur Ihre Privatsphäre! ● ● ●

Abb. 14: Dies ist nicht die normale

SMS-App von Android, sondern das

verschlüsselnde TextSecure.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30164

Abb. 12: Xabber baut auf das von

vielen Anbietern genutzte Jabberoder

XMPP-Protokoll auf.

Android-user.de


Hardware

Samsung Galaxy S4 Active GT-I9295

Im Test: Samsung Galaxy Active

Supersportler

Samsung

Samsung bringt das

erste Mal ein Flaggschiff-Phone

auf den

Markt, das explizit für

den Einsatz im Freien

konzipiert wurde. Kann

das Galaxy S4 Active

dem Galaxy Xcover 2

die Kundschaft streitig

machen? Arnold Zimprich

‚„Plusminus

‚ Brillanter Bildschirm

‚ Speicherkarten bis 64 GByte

‚ LTE und WLAN 802.11a/​b/​g/​

n/​ac

„ Filigraner Akkudeckel

„ Zu groß für bewegungsintensiven

Sport

Outdoor-Smartphones

sind inzwischen eine

Geräteklasse für sich.

Motorola hat mit dem

Defy vorgemacht, wie ein stabiles

Gehäuse auszusehen hat,

Sony brachte mit dem Xperia

go und dem Xperia active zwei

Outdoor-Meilensteine auf den

Markt. Samsung setzt jedoch

mit dem Galaxy S4 Active

neue Maßstäbe: Es ist das erste Mal, dass ein

namhafter Hersteller ein outdoortaugliches

Flaggschiff präsentiert.

Großes Kino

Beim ersten Blick auf das fünf Zoll große

Outdoor-Phone fällt eines sofort auf: Das

brillante, mit 1920 x 1080 Pixeln auflösende

TFT-LC-Display. Der Unterschied zum

AMOLED-Display des „normalen“ S4: Die

Farben sind nicht ganz so satt, dafür ist der

Bildschirm bei direkter

Sonneneinstrahlung

deutlich besser ablesbar.

Beim Blick auf das Gehäuse

wird klar, wohin

die Reise des S4 Active

gehen soll: nach draußen.

Samsung verpasst dem

153 Gramm schweren

Gerät außer dem

Samsung-typischen

Home-Button auch noch

eine physische Menüund

Zurücktaste. Das

Gehäuse ist zudem an

der Ober- und Unterseite

durch Gummipuffer vor

Schlägen und harter Behandlung

geschützt, vier

Nietstifte an den Ecken

der Rückseite sprechen

eine klare Designsprache.

Abb. 1: Die große Anzahl vorinstallierter

Samsung-Apps ist nützlich,

schreckt aber Android-Puristen ab.

Zu den weiteren Outdoor-Merkmale am Gehäuse

gehören ein Gummipfropfen zur Abdichtung

des miniUSB-Anschlusses und ein

massiver Metallrahmen, der die Oberfläche

des Displays um wenige Millimeter überragt.

Er soll das Active auch bei Stürzen „aufs Gesicht“

schützen. Angesichts der Stabilität

waren wir etwas verwundert, dass die Rückabdeckung

des S4 äußerst filigran ausfällt.

Die dünnen Stäbchen, die die Abdeckung am

Body verankern, sollten jedenfalls nicht

überstrapaziert werden.

Apps und Tricks

Die Softwareausstattung des S4 Active bietet

alles, was ein outdoortaugliches Samsung-

Smartphone erwarten lässt. So hat das Gerät

eine große Menge an Samsung-Apps mit an

Bord. Darunter befinden sich der Appstore

Samsung Apps, der Multimedia-Schmelztiegel

Samsung Hub, die Notizzettel-App S

Memo und die Spracherkennungs-App S

Voice, um nur einige zu nennen.

Darüber hinaus hat

Samsung dem Gerät verschiedene

Apps spendiert, die Usern

unterwegs zur Seite stehen.

Dazu gehört der GPS-Tracker

S Health, der körperliche Aktivitäten

registriert und sogar

Empfehlungen zur Kalorienzufuhr

liefert. Außerdem ist die

Apemap-App installiert, eine

vielgelobte Karten-App mit

Wanderkarten aus Deutschland

und anderen europäischen

Ländern. Wer gerne verreist,

kann überdies auf die umfangreiche

Reisedatenbank von Trip-

Advisor zugreifen.

Um die Outdoortauglichkeit

des Active zu unterstreichen,

hat sich Samsung ein paar technische

Kniffe einfallen lassen.

30

Oktober 2013

Android-User.de


hardware

Samsung Galaxy S4 Active GT-I9295

Abb. 2: Mit „Story Album“ erstellen

Sie im Handumdrehen Ihre ganz

persönliche Outdoor-Geschichte.

Abb. 3: Fitnesspartner: S-Health

begleitet Sie auf Schritt und Tritt

und gibt Ernährungstipps.

Abb. 4: TripAdvisor steht mit Rat

und Tat zur Seite und ist auf Reisen

die ideale Informationsquelle.

Abb. 5: Apemap liefert detailliertes

Kartenmaterial für Wanderungen

und andere Outdoor-Ausflüge.

Das Gerät ist nach IP67 zertifiziert und absolut

staub- und 30 Minuten lang in bis zu

einem Meter Tiefe wasserdicht. So kann man

mit dem S4 Active sogar Unterwasserfotos

schießen – im „Aqua Modus“ dient die Lautstärkewippe

als Auslöser. Zudem kann der

Touchscreen dank „Glove Touch“ auch mit

Handschuhen bedient werden – im Winter

werden das viele Nutzer zu schätzen wissen.

Wie beim „normalen“ Galaxy S4 kann man

Schnappschüsse mit „Drama Shot“ und

„Sound&Shot“ mit Effekten und Audioschnipseln

aufwerten, allerdings verbaut

Samsung im S4 Active statt der 13-Megapixel-

Kamera nur eine mit 8 Megapixeln, die aber

trotzdem ausreichend scharfe Bilder für

Dokumentationszwecke aufnimmt.

Problem Formfaktor

Sich in der Natur aufzuhalten ist beliebter

denn je. Produkte, die „Outdoor“, „Active“

oder „Sport“ im Namen führen, verkaufen

sich gut – und darauf setzt auch Samsung

mit dem Galaxy S4 Active. Während sich

allerdings das halb so teure Galaxy Xcover 2

(getestet in Android User 6/​2013) durch sein

kompaktes 4-Zoll-Format und ein extrem

robustes Gehäuse mit fest verschraubtem

Akkudeckel als schlanker Outdoorbegleiter

anbietet, ist das 5 Zoll große S4 Active ein

wenig zu sperrig für die Hosentasche beim

Lauftraining. Grobmotoriker werden zudem

die blisterartige Rückabdeckung und die

glatte Oberfläche abschrecken – das S4

Active rutscht leicht aus der Hand.

Ist die Größe des Geräts für die einen ein

Ausschlusskriterium, werden sich andere

über die Übersichtlichkeit des Bildschirms

freuen, zum Beispiel bei der Kartendarstellung.

In diesem Sinne empfehlen wir das

S4 Active allen, die bisher sowieso immer

schon ein GPS mit sich führten und nun die

Vorteile eines Top-Smartphones mit denen

eines Navigationsgerätes verbinden wollen.

Fazit

Das Samsung Galaxy S4 Active ist ein tolles

Smartphone für geruhsamere Ausflüge in

die Natur und für den Einsatz im Urlaub, wo

es mit seinem großen Bildschirm und dem geschützten

Gehäuse punkten kann. Für User,

die ihr Smartphone bei bewegungsintensiven

Sportarten mit sich führen wollen und ein Telefon

suchen, das über echte Nehmerqualitäten

verfügt, ist es weniger geeignet. ● ● ●

Samsung Galaxy S4 Active GT-I9295

Kerndaten

Hersteller

Samsung

Formfaktor

5-Zoll-Smartphone

Auflösung

1920 x 1080 Pixel

Prozessor 1,9 GHz Quad-Core (Qualcomm Snapdragon 600)

Android-Version Android 4.2.2

Akku

2600 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) 320h /​15h

Gewicht

153 Gramm

Preis (Internet)

500 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 22178

Performance

AnTuTu-Benchmark

24841 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1995/​839 Punkte

Android-User-Bewertung 4,5 Punkte

Android-user.de Oktober 2013 31


hardware

Nokia Lumia 625

Nokia

Das Nokia Lumia 625 mit Windows Phone im Test

Abwegig

Der Erfolg von Windows Phone lässt auf sich warten. Doch Totgesagte

leben länger! Wir schauen mit einem Blick auf das

Nokia Lumia 625 über den Tellerrand. Christoph Langner

Abb. 1: Der Homescreen von Windows-Phone

ist streng organisiert,

aber dennoch flexibel.

Mit dem Lumia 625 [LINK 1] richtet

sich Nokia an Handyeinsteiger.

Der Slogan „Größer. Schneller.

Besser“ kündigt ein tolles Produkt

an. Auf den ersten Blick könnte das gelungen

sein: Das Display spielt mit 4,7 Zoll in

einer gängigen Smartphone-Liga, eine Dual-

Core-CPU ist für ein günstiges Handy angemessen,

und mit schnellem LTE-Funk ist das

Lumia 625 für die Zukunft gerüstet.

Nokia Lumia 625

Auf den zweiten Blick zeigen

sich jedoch Schwächen.

Das Display löst mit

nur 800 x 480 Pixeln auf.

Texte wirken leicht unscharf

und verwaschen.

Die Frontkamera arbeitet

nur mit VGA-Auflösung

(640 x 480 Pixel), das

reicht zum Video-Chatten,

für mehr aber nicht. Der

Hauptspeicher ist mit nur

512 MByte knapp bemessen,

und aktuelle Technik

wie etwa NFC fehlt.

Dies wäre durchaus zu

verkraften, wenn Nokia

den Rotstift nicht nur an

der Technik, sondern auch

Abb. 2: In der App-Übersicht finden

Sie bei Android alle auf dem

Handy installierten Apps.

am Preis angesetzt hätte. Im Internet verlangen

Händler für das Nokia Lumia 625 jedoch

mindestens 290 Euro. Ein stolzer Preis! Zum

Vergleich: Ein Nexus 4 [LINK 2] mit deutlich

schnellerer Quad-Core-CPU, HD-Display,

NFC und 8-Megapixel-Kamera ist im Play

Store für nur 10 Euro mehr zu bekommen!

Wenn Sie einmal in die Welt von Windows

Phone schnuppern wollen, dann möchten

wir Ihnen stattdessen das Samsung ATIV S

[LINK 3] ans Herz legen. Mit einer 1,5 GHz

schnellen Dual-Core-CPU arbeitet es deutlich

flotter, es verfügt über ein brillantes hochauflösendes

AMOLED-Display, besitzt wie das

Nexus 4 eine Kamera mit 8 Megapixel und

kostet dazu nur 190 Euro. Bei dieser Hardware

ist der Preis auch von Android-Geräten

nur schwer zu toppen.

Windows Phone 8.1

Bei der Bedienung braucht sich Windows

Phone hinter Android nicht zu verstecken.

Alles sieht ein wenig anders aus, die Bezeichnungen

lauten unterschiedlich,

am Ende ist jedoch alles

Wichtige da. Auf dem Homescreen

legen Sie Ihre wichtigsten

Apps und Informationen

als Kacheln ab – unter

Android arbeiten Sie an dieser

Stelle eben mit Widgets.

Und wie bei Android finden

Sie alle installierten Anwendungen

in der App-Übersicht.

Sie erreichen Sie vom Homescreen

aus, wenn Sie diesen

einfach nach links aus dem

Bild wischen.

Die Wischgeste nach links

und rechts sollten Sie generell

nicht außer Acht lassen. In

fast jeder App kommen Sie

damit zu weiteren Bedienebenen.

Die Navigationsleiste am

32

Oktober 2013

Android-User.de


Hardware

Nokia Lumia 625

oberen Bildschirmrand mit weißen

und grauen Überschriften

gibt Ihnen meist den entscheidenden

Hinweis, dass Sie über

diese Geste zu weiteren Bildschirmen

gelangen können.

Die Stärken von Windows

Phone liegen in einem etwas

strengeren Look and Feel als

bei Android. Windows-Phone-

Apps sehen einheitlicher aus

als bei Android, wo es zahlreiche

verschiedene Bedienkonzepte

gibt. Wichtig für Business-User

ist auch die Integration

in ein bestehendes Netzwerk,

in dem der Administrator

über Windows Intune [LINK 4] in

das Firmennetz eingebuchte

Geräte komfortabel und umfassend

verwalten kann. So lassen

sich etwa gezielt firmenspezifische Apps einspielen

oder der Zugriff auf Firmendaten

steuern. Und natürlich ist auch der umfassende

Support von Microsoft-Office-Dokumenten

ein großes Plus für Geschäftsleute.

Stark ist auch die Option, die für HERE

Maps beziehungsweise HERE Drive genutzten

Karten auf das Handy herunterladen zu

können. Bei den meisten Nokia-Geräten – so

auch beim Lumia 625 – haben Sie so Karten

aus aller Welt kostenlos und offline an Bord.

Bei anderen Herstellern sind jedoch nur Karten

aus Deutschland, Österreich, der Schweiz

und Liechtenstein offline nutzbar, den Zugang

zu weltweitem Kartenmaterial können

Sie für 15,50 Euro hinzukaufen.

Wer sein Handy auch gerne mal den Kids

zum Spielen überlässt, wird die Kinderecke

zu schätzen wissen. In diesem extra Bereich

kann der aktuelle Benutzer nur die von

Ihnen freigegebenen Apps starten und auch

nicht Ihre Kontakte oder Mails ansehen.

Dabei geht Microsoft jedoch nicht so weit

wie Android bei seinem Mehrbenutzermodus

für Tablets. Die freigegebenen Apps greifen

nach wie vor auf die Daten und Einstellungen

des eigentlichen Benutzers zu, eine ordentliche

Trennung der Daten erfolgt nicht.

Fazit

Vom Nokia Lumia 625 möchten wir Ihnen

abraten: Zu altbacken ist die Technik, zu

hoch ist der Preis. Wenn Sie ein günstiges

Windows-Phone-Handy probieren möchten,

dann das Samsung ATIV S. Ob nun Windows

Phone oder Android das bessere System ist?

Mit beiden Smartphone-Systemen kommen

Sie zum Ziel. Telefonieren, Kontakte verwalten,

Apps installieren,

navigieren, fotografieren

oder im Internet surfen:

Das alles funktioniert

unter Windows Phone

genauso wie unter Android

und natürlich auch

auf iOS-Handys.

Die Stärken von Android

liegen vor allen in

seiner Verbreitung. Kaum

ein Hersteller oder App-

Entwickler kann es sich

noch leisten, Android zu

ignorieren. Bei Windows

Phone sieht es da nach

wie vor nicht perfekt

aus. Klassiker wie Dropbox

gibt es bisher nicht

offiziell für WP. Doch die

Situation bessert sich,

andere beliebte Apps wie Adobe Reader,

Runtastic oder WhatsApp laufen inzwischen

auch auf dem Windows Phone.

● ● ●

Abb. 3: Die HERE Maps blenden wie

auch Google Maps aktuelle Verkehrsinformationen

ein.

Das Nokia Lumia 625 im Vergleich

Hardware

Nokia Lumia 625 Samsung ATIV S Nexus 4

Prozessor Snapdragon S4 Snapdragon S4 Snapdragon S4 Pro

Kerne/​Taktung 2/​1,2 GHz 2/​1,5 GHz 4/​1,5 GHz

Hauptspeicher 512 MByte 1 GByte 2 GByte

Interner Speicher 8 GByte 16/​32 GByte 8/​16 GByte

microSD-Slot ja ja nein

Display

Größe 4,7 Zoll 4,8 Zoll 4,7 Zoll

Auflösung 800 x 480 1280 x 720 1280 x 768

Type IPS AMOLED IPS

Konnektivität

UMTS HSDPA/​HSUPA HSPA+ HSDPA

LTE ja nein nein

WLAN 802.11b/​g/​n 802.11a/​b/​g/​n 802.11a/​b/​g/​n

Bluetooth Bluetooth 3.0 Bluetooth 3.0 Bluetooth 4.0

NFC nein ja ja

Kameras

Frontkamera 0,3 MP 1,9 MP 1,3 MP

Hauptkamera 5,0 MP 8,0 MP 8,0 MP

Abmessungen/​Gewicht

Größe in mm 133,2 x 72,2 x 9,2 137,2 x 70,5 x 8,7 133,9 x 68,7 x 9,1

Gewicht in g 159 135 139

Internetpreis

Abb. 4: Mit dem Lumia 625 lassen

sich Karten aus aller Welt kostenlos

auf dem Handy speichern.

Preis Ab 290 Euro Ab 190 Euro Ab 299 Euro

Android-user.de Oktober 2013 33


Hardware

ZBand

Vibrationsalarm fürs Handgelenk

Stiller Alarm

Das ZBand ist ein Armband mit Vibrationsalarm,

das vor allem dazu gedacht ist,

den Nutzer lautlos zu wecken. Wir haben

Probe geschlafen. Daniel Dubsky

Abb. 1: Klingeling: Bis zu sechs

Alarme lassen sich via App auf

dem ZBand einrichten.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30422

Das ZBand [LINK 1] soll den Nutzer

per Vibrationsalarm wecken,

damit der Partner oder mit im

Zimmer schlafende Kinder nicht

gestört werden. Auch für Tiefschläfer ist das

ZBand eine Alternative. Es kann auf der Website

des Herstellers für 40 Euro geordert werden

und wird versandkostenfrei verschickt.

Das Armband besteht aus schwarzem oder

weißem Kunststoff und sieht nicht allzu wertig

aus, der Tragekomfort

geht jedoch in Ordnung.

Das Vibrationsmodul

lässt sich herausnehmen

und gibt dann eine Micro-

USB-Schnittstelle frei, über

die das ZBand mit dem Ladegerät

des Handys geladen

wird. Dort, wo bei

einer Armbanduhr üblicherweise

das Zifferblatt

sitzt, befindet sich beim

ZBand eine Taste mit

einem großen Z. Über die

wird das Gerät eingeschaltet

und anschließend via

Bluetooth mit Handy oder

Tablet gekoppelt. Dort lassen

sich dann mit der Abb. 2: Für jeden Alarm kann ausgewählt

werden, an welchen

ZBand-App für Android

[LINK 2] bis zu sechs Alarme Wochentagen er aktiv werden soll.

definieren: Zeit angeben, gewünschte Wochentage

per Checkbox wählen und speichern.

Die Daten werden übertragen und

deren Empfang durch Vibration bestätigt.

Auch Vibrationsstärke und Dauer der

Schlummerfunktion werden via App gewählt.

Hat das Armband die Daten erhalten, benötigt

es keine Verbindung zum Handy mehr.

Nach etwa einer Minute wird die Verbindung

gekappt, und man kann das Handy nachts

problemlos in einen anderen Raum legen.

Wecken lassen

Zu den definierten Zeiten beginnt das ZBand

gut merklich zu vibrieren. Wollen Sie noch

etwas schlummern, drücken Sie die Z-Taste,

und der Vibrationsalarm gibt vorerst Ruhe

und meldet sich erst nach der per App festgelegten

Minutenzahl erneut.

Zum Ausschalten des Alarms muss die

Taste einige Sekunden gedrückt

werden. Tut man

nichts, stoppt der Alarm nach

einer halben Minute, ohne

sich später noch mal erneut

zu melden.

Fazit

Das ZBand beschränkt sich

auf die Weckfunktion und ist

deutlich günstiger als andere,

waschechte Fitnessarmbänder.

Seinen Dienst verrichtet

es zuverlässig, doch Potenzial

für Verbesserungen ist vorhanden.

So sollte der Vibrationsalarm

nicht einfach komplett

verstummen, wenn der

Nutzer nicht darauf reagiert,

und zumindest noch ein

zweites Mal anspringen. ● ● ●

34

Oktober 2013

Android-User.de


Hardware

Toshiba eXcite Pure

Das Toshiba eXcite Pure im Test

Unaufgeregt

Toshiba

Mit den eXcite-Modellen spricht

Toshiba Businesskunden und Studenten

an. Ein Bluetooth Keyboard Cover und

Apps zum Abfotografieren von Whiteboards

sollen Geschäftsleute locken. Christoph Langner

‚„Plusminus

‚ HDMI-Ausgang

‚ MicroSD-Slot

„ D urchschnittliche Akkulaufzeit

„ Nicht deinstallierbare Apps /

Crapware

Mit der eXcite-Serie möchte Toshiba

kräftig durchstarten. Das

könnte durchaus gelingen, immerhin

verbaut Toshiba im eXcite

Pro und Write als erster Hersteller Tegra-

4-Prozessoren mit mächtig viel Dampf, und

auch die mit 2560 x 1600 Pixeln extrem

hochauflösenden Displays können sich sehen

lassen. Im Write steckt zudem ein Digitizer-

Stift, mit dem Sie wie bei den Galaxy-Note-

Geräten bequem auf dem Tablet schreiben

können. Dies alles bietet das Pure – nicht.

Als Einsteigermodell verfügt es eher über

konventionelle Technik.

Abb. 1: Alle von Toshiba vorinstallierten Apps lassen sich nicht vom Tablet entfernen.

Toshiba eXcite Pure

Im Inneren des eXcite Pure arbeitet ein mit

1,3 GHz getakteter Nvidia Tegra 3. Im Gegensatz

zu den Topmodellen setzt Toshiba beim

Pure also auf den Vorgänger des hochgelobten

Tegra 4. Damit gewinnt das eXcite Pure

keine Pokale mehr, die Performance reicht jedoch

für alltägliche Aufgaben aus. Die Oberfläche

unseres Testgeräts läuft flüssig, und

auch das ein oder andere 3D-Spiel aus der

Nvidia-Tegra-Zone bietet ansehnliche Grafik.

Das Gehäuse des Pure glänzt nicht mit

schickem Aluminium oder Glas, das Pure

wird rundum von Kunststoff umschlossen.

Schlecht muss das nicht sein, durch die genoppte

Rückseite liegt das Pure gut in der

Hand, Finger hinterlassen auf dem Deckel

keine hässlichen Fettabdrucke, und auch

Kratzer werden Sie erst dann bemerken,

wenn diese tief in das Material gehen.

Toshiba setzt auch beim Display den Rotstift

an. Der Touchscreen löst nicht wie bei

den zwei großen Brüdern mit beeindruckenden

2560 x 1600 Pixeln auf, sondern „nur“

mit 1280 x 800 Bildpunkten. Das reicht auch

für ein scharfes Bild, hat zudem den Vorteil,

dass der Grafikchip nicht bei jeder Aktion

Höchstleistung liefern muss. Die Helligkeit

des Displays ist gut. Im gleißenden Licht der

Julisonne kommt sie aber bei Weitem nicht

an unsere Referenz, ein Galaxy S4, heran.

Musik und Ton spielt das Pure über zwei

seitlich liegende Stereolautsprecher ab. Hi-Fi-

Qualität darf man natürlich nie erwarten,

36

Oktober 2013

Android-User.de


Hardware

Toshiba eXcite Pure

doch der Sound ist ordentlich. Unglücklich

gewählt ist jedoch die Position der Boxen. Sie

liegen exakt dort, wo man das Tablet beim

Filmschauen eigentlich anpacken würde.

Überdecken die Hände den Lautsprechergrill,

klingen sie deutlich abgedämpft.

Toshiba-Apps mit Stärken

Das von Android ausgelieferte Android 4.2.1

ist nur minimal angepasst – „pure“. Allerdings

meint Toshiba wohl, dass alle Android-

User Interesse an Apps wie Evernote, Facebook,

Twitter Skitch, TuneWiki und vielen

mehr hätten. Diese Anwendungen sind fest

in der Firmware verdrahtet und lassen sich

nur deinstallieren, wenn Sie das Gerät rooten

würden. Unschön ist auch, dass mit dem

vom Einrichtungsassistenten angebotenen

„Toshiba App Installer“ ein ganzer Rutsch

Spiele auf dem Tablet landet.

Stärke zeigt Toshiba allerdings bei den in

eigener Regie entwickelten Apps. TruCapture

hilft Ihnen etwa beim Abfotografieren von

Whiteboards oder Tafeln. Auf Wunsch nehmen

Sie das Board aus zwei leicht versetzten

Winkeln auf, die App rechnet dann Spiegelungen

aus dem Bild und schneidet die Aufnahme

automatisch auf das Whiteboard zusammen.

Bei Besprechungen oder während

Vorlesungen sicherlich eine praktische Funktion

– Anmerkungen in der Aufnahme lassen

sich jedoch auf diese Weise nicht gleich in

das Bild einfügen.

Bluetooth Keyboard Cover

An Vielschreiber richtet sich auch das optional

erhältliche Bluetooth Keyboard Cover. Es

wird über Magneten an das Tablet angedockt,

sodass Sie wie an einem Notebook arbeiten

können. Soll das Tablet in die Tasche,

klappen Sie das Cover zum Schutz des Geräts

zusammen.

Der Tastenhub der kompakten Tastatur ist

nicht sonderlich hoch und für Vieltipper nur

wenig angenehm. Nichtsdestotrotz tippt es

sich auf einer Hardwaretastatur immer noch

besser als auf jedem Touchscreen. Die Tastatur

besitzt einen eigenständigen Akku, der

bei einer geringen Nutzung von einer Stunde

pro Tag und Abschaltung nach dem Einsatz

etwa zwei Monate durchhält.

Zubehör lässt sich Toshiba recht teuer bezahlen.

Sollten Sie das Keyboard Cover nachträglich

kaufen wollen, müssen Sie mit etwa

110 Euro rechnen. Der Internetpreis des Sets

aus Toshiba eXcite Pure und Bluetooth Keyboard

Cover liegt bei etwa 340 Euro, hier

kostet Sie der vielseitige Schutz also etwa 60

Euro Aufpreis.

Abb. 2: Mit TruCapture erfassen Sie bequem die Inhalte von Whiteboards oder Tafeln.

Fazit: Lohnt sich etwas mehr?

Ein Zehn-Zoll-Tablet eines bekannten Markenherstellers

für 280 Euro ist auf den ersten

Blick ein solides Angebot. Und in der

Tat finden sich in dieser Preisklasse nur

wenige Geräte von Samsung und Co. Wer

ein solides Tablet sucht, ist beim Pure jedenfalls

ganz gut aufgehoben.

Abzüge gibt es aber für die viele vorinstallierte

und nicht löschbare Software

und die Akkulaufzeit, etwa sieben

Tage im Standby

sind zu wenig

für ein Zehn-Zoll-Tablet.

Wenn es unbedingt ein

extrem hochauflösendes Display

sein soll, stehen Ihnen mit

dem eXcite Pro und Write zwei Geräte

aus demselben Haus zur Wahl.

● ● ●

Toshiba eXcite Pure

Abb. 3: Das Bluetooth Keyboard

Cover passt zu allen Geräten der

eXcite-Reihe Toshibas.

Kerndaten

Hersteller

Toshiba

Formfaktor

10,1-Zoll-Tablet

Display

1280 x 800 Pixel

Speicher

1 GByte RAM, 16 GByte intern, MicroSD-Slot vorhanden

Prozessor 1,3 GHz Quad-Core Tegra 3

Kameras

3 MP rückseitig, 1,2 MP auf der Front

Android-Version Android 4.2.1

Akku

6600 mAh

Laufzeit (Stand-by/​Video) 7 Tage/​10 Stunden

Gewicht

630 Gramm

Preis (Internet)

280 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 22166

Performance

AnTuTu-Benchmark 12.689 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) n. v. (Benchmark crasht)

Android-User-Bewertung 3,7 Punkte

Toshiba

Android-user.de Oktober 2013 37


Hardware

iconBIT PSS990BT

Der iconBIT PSS990BT mit Bluetooth und NFC im Test

Alleskönner

Sie brauchen einen

Blue tooth-Lautsprecher

mit Freisprechfunktion,

einen MP3-Spieler, ein

FM-Radio und einen

leistungsfähigen Zusatzakku?

Wie wäre es mit

all dem in einem Gerät?

Der iconBIT PSS990BT

kann alles! Daniel Dubsky

Alle

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www.android- user.de/qr/30110

Amazon

Der PSS990BT von iconBIT [LINK 1]

verzichtet auf einen klangvollen

Namen und knallige Farben. So

versprüht das Gerät einen gewissen

Retro-Charme, der nicht darüber hinwegtäuschen

darf, dass es das 160 Gramm

schwere Kästchen in sich hat. Es dient als

tragbarer Lautsprecher fürs Handy, mit dem

es via NFC gekoppelt wird, und teilt sogar

seinen 2200 mAh starken Akku mit diesem,

wenn es nottut. Es kann als Freisprecheinrichtung

eingesetzt werden, spielt Musik von

Speicherkarten ab und taugt als Radio.

PSS990BT von iconBIT

Trotz der Vielseitigkeit gibt es nur zwei Bedienelemente:

einen Schieberegler an der

Seite und einen Knopf an der Oberseite. Der

Regler steuert den Modus: Off, Music und

Power. Im Power-Modus lädt das Gerät via

USB angeschlossene Handys. Der darüber hinaus

am Gerät zu findende Mini-USB-Port

kommt zum Einsatz, wenn der PSS990BT

selbst geladen werden soll. Leider setzt icon-

BIT auf Mini-USB und nicht Micro-USB, sodass

man nicht dasselbe Kabel verwenden

kann, mit dem man das Handy lädt.

In den meisten Fällen dürfte der Music-

Modus benötigt werden. Der Lautsprecher signalisiert

dann mit „Hello“, dass er eingeschaltet

ist, um dann mit „Enter Blue tooth“

mitzuteilen, dass er auf eine Verbindung

wartet. Man kann ihn nun klassisch per

Blue tooth koppeln oder – wenn das Handy

NFC unterstützt – dieses an den Lautsprecher

halten. Im Test klappte das mit mehreren

Android-Phones sehr gut. Anschließend

wird auf dem Handy abgespielte Musik über

den PSS990BT wiedergegeben. Der Klang

geht für die Gerätegröße in Ordnung, dicken

Bass, klar erkennbare Sounddetails oder andere

Wunderdinge darf man nicht erwarten.

Eierlegende Wollmilchsau

Über den Drehknopf an der Geräteoberseite

ändern Sie die Lautstärke und skippen zwischen

den Songs. Er lässt sich in jede Richtung

etwa 45 Grad drehen: Ein kurzes Drehen

skippt, Drehen und Halten machen die

Wiedergabe lauter oder leiser. Drücken Sie

den Knopf, pausiert die Musik und spielt bei

erneutem Drücken weiter. Bei eingehenden

Anrufen klingelt der Lautsprecher, und das

Gespräch lässt sich durch Drücken des Drehknopfes

annehmen und ebenso beenden. Die

Sprachqualität passt, nur hin und wieder ist

ein leises Knacksen zu vernehmen.

Steckt eine MicroSD-Karte im Slot des

PSS990BT, wird „TF Card Play“ angesagt,

und ein kurzer Druck auf den Drehregler

startet die Wiedergabe der gespeicherten

Songs. Mit dem Drehregler kann

man skippen, doch mangels Display

ist das für größere Musiksammlungen

nicht sehr praktisch.

Wird lang auf den

Drehregler gedrückt, startet

der Radiomodus. Der Drehregler

dient zum Senderwechsel,

die Frequenz wird angesagt.

Fazit

Im Test hält der iconBIT PSS990BT etwa 22

Stunden Musikwiedergabe vom Handy durch

oder lädt den Akku eines nahezu erschöpften

Google Nexus 4 praktisch vollständig auf.

Das ist ziemlich gut für den nur rund 55 Euro

teuren [LINK 2] Alleskönner, dessen Bedienung

mit dem multifunktionalen Drehknopf man

schnell heraushat.

● ● ●

38

Oktober 2013

Android-User.de


Hardware

COMfortel 3500

Auerswald

Ein Android-Telefon

muss nicht immer in die

Hosentasche passen, es

kann auch auf dem

Schreibtisch stehen.

Das COMfortel 3500 von

Auerswald ist ein richtiges

Tischtelefon für

Voice over IP mit

integriertem Android-

System. Wir haben das

etwas andere Android-

Telefon getestet.

Marcel Hilzinger

Auerswald COMfortel 3500 im Test

Chefsache

Die analoge Telefonie ist tot. Heute

werden praktisch sämtliche Gespräche

– egal ob auf dem Handy

oder einem gewöhnlichen Tischtelefon

– über digitale Techniken übertragen.

Dennoch gibt es immer noch viele alte Telefone,

die auch weiterhin funktionieren. Der

Ton wird aber auch hier vom Provider über

das Internet und Voice over IP übertragen.

VoIP und SIP

So wie es noch viele Telefone gibt, die nur

analog arbeiten, gibt es neuerdings auch Telefone,

die nur digital funktionieren. Diese

nennt man VoIP- oder SIP-Telefon. Die Abkürzung

VoIP steht für Voice over IP und bezeichnet

die Technik, SIP ist ein bestimmtes

VoIP-Protokoll und gilt als Standard für diese

Technologie. Um ein solches

Gerät handelt es sich auch beim

COMfortel 3500 von Auerswald

[LINK 1]. Das Gerät lässt sich nicht

an eine gewöhnliche Telefonbuchse

anschließen, sondern benötigt

einen Internetzugang. Alternativ

können Sie es per Ethernet-Schnittstelle

an eine Telefonanlage

anschließen.

Die große Besonderheit beim

COMfortel 3500 besteht darin,

dass als Betriebssystem nicht irgendein

Embedded-System zum

Einsatz kommt, sondern Android 2.3.4 mit

Kernel 2.6.32. Das Telefon verfügt zudem

über einen fünf Zoll großen Touchscreen mit

einer Auflösung von 480 x 800 Pixeln. Es

lässt sich also als „Android-Tablet“ nutzen.

Erster Eindruck

Das COMfortel 3500 macht einen sehr hochwertigen

Eindruck. Es ist sauber verarbeitet

und sieht auch sehr schön aus. Für den Anschluss

ans Internet oder eine TK-Anlage liegen

sämtliche Kabel bei. Falls Sie einen

Switch mit Power-over-Ethernet-Fähigkeiten

einsetzen, müssen Sie lediglich das Ethernet-

Kabel mit dem Telefon verbinden.

Das Set-up ist nicht trivial, aber für jemanden

mit halbwegs sicheren IT-Kenntnissen

kein Problem. Bei unserer TK-Anlage ge-

Abb. 1: Ein spezielles Widget zeigt die eingehenden und die

verpassten Anrufe an.

40

Oktober 2013

Android-User.de


Hardware

COMfortel 3500

nügte die Angabe des Registrars und das Setup

des eigenen Accounts inklusive Passwort,

um das Telefon zur Mitarbeit zu überreden.

Benutzen Sie zu Hause eine Fritz!Box oder

haben Sie einen SIP-Account von Ihrem Provider,

dann wählen Sie einfach den Provider

aus der sehr umfangreichen Liste aus.

Beim ersten Start begrüßt Sie ein Android-

Sytem in Version 2.3.4. Auerswald hat daran

aber sehr viele Änderungen vorgenommen,

um die VoIP- und sämtliche Hardwarefunktionen

des Telefons nutzen zu können. Die

eingehenden Anrufe sind als Widget realisiert,

rechts und links gibt es frei belegbare

Schnelltasten. Darüber hinaus befinden sich

auf dem Telefon noch 15 Hardware-Schnelltasten,

die sich über das Android-System

sehr einfach belegen lassen.

Sieben Homescreens sind vorgegeben, die

sich mit Widgets füllen lassen. Das von

einem 600 MHz schnellen TI-Prozessor angetriebene

System reagiert träge, aber nicht

wirklich langsam. Das Multitouch-fähige Display

ist hell und genügend scharf.

Gut zu wissen

Als IP-Telefon verfügt das COMfortel 3500

über ein paar spezielle Funktionen. Das

Gerät besitzt einen SD-Kartenslot und zwei

USB-Ports. Im SD-Slot steckt bereits eine

Zwei-GByte-Karte, in einem der USB-Ports

ein Bluetooth-Dongle. Damit lassen sich

recht coole Spielereien anstellen. Zum Beispiel

die Displaysperre aktivieren, wenn ein

festgelegtes Bluetooth-Gerät außer Reichweite

ist, oder die Anrufumleitung einschalten.

Aber auch ein Headset funktioniert auf

diese Art. Am zweiten USB-Port schließen

Sie eine Tastatur an oder Sie laden darüber

das Handy auf. Trotz Android ist das COMfortel

3500 kein von Google zertifiziertes

Gerät. Das bedeutet, dass es auf dem Telefon

keinen Play Store, kein Google Maps, kein

Gmail gibt. Auerswald hat dem IP-Telefon

eine E-Mail-App spendiert. Als App Store ist

das App Center von

And roidpit vorinstalliert.

Die App-

Funktionalität ist ein

praktischer Zusatznutzen,

aber kein

wirklich zentrales

Feature. Einen

Google-Account einzurichten

und die

persönlichen Daten

mit dem COMfortel

3500 zu synchronisieren

ist nur via Ex-

Abb. 2: Die 15 Funktionstasten einzurichten ist wirklich sehr einfach.

change-Konto (Active Sync) oder kostenpflichtigem

Google-Business-Konto möglich.

Auerswald arbeitet hier an einer Alternative

via CardDAV.

Kritikpunkte

Auf unserem Gerät war der Druckpunkt der

OK-Taste nicht in Ordnung. Diese mussten

wir stark drücken, deutlich stärker als die

vier Pfeiltasten darum herum. Manche Dinge

lassen sich per Touchscreen weniger effizient

erledigen als mit echten Hardware tasten.

Dazu gehört das Löschen verpasster Anrufe.

Das COMfortel 3500 lässt sich aber auch

recht gut mit der Tastatur bedienen.

Der kapazitive Touchscreen reagierte in

den Tests recht träge, und wir hatten fast das

Gefühl, es mit einem druckempfindlichen

Display zu tun zu haben. Das System könnte

etwas schneller sein, bei den üblichen Aufgaben

spielt das aber keine Rolle. Störend empfanden

wir beim Display, dass es sehr stark

spiegelt. Es ist zwar genügend hell, um bei

üblichem Bürolicht keine Probleme zu verursachen,

scheint aber mal die Sonne drauf,

dann sieht man wirklich fast gar nichts mehr

und man muss die Standfüße des Telefons

verstellen, um einen anderen Neigungswinkel

zu erhalten. Seit dem Firmware-Update

auf Version 1.6 lassen sich zwar IP-Kameras

ins System einbinden, aber keine einfachen

Webcams via USB.

Abb. 3: Das Display des COMfortel 3500 spiegelt

recht stark und lässt sich nicht neigen.

Fazit

Android 2.3.4 mag nach uralt klingen, aber

für die Nutzung als IP-Telefon tut es das System

allemal. Die fehlenden Google-Apps und

die Synchronisationsmöglichkeit schmerzen

allerdings. Das Wichtigste bei einem stationären

Telefon ist die Sprachqualität. Hier

liegt das COMfortel 3500 klar vor allen anderen

IP-Telefonen, die wir bisher getestet hatten.

Wer den aktuellen Internetpreis von 400

Euro nicht scheut, wird am Auerswald COMfortel

3500 seine Freude haben.

● ● ●

Alle

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www.android- user.de/qr/30297

Android-user.de Oktober 2013 41


Hardware

Logitech Harmony

Amazon

Logitech Harmony Smart Control

Volle

Kontrolle

Fernseher, Blu-Ray-Player, DVD-Recorder, Receiver: Alles bringt eine

eigene Fernbedienung mit. Die neue Logitech Harmony Smart

Control räumt auf dem Couchtisch komplett auf.

Carsten Müller

Mal ganz ehrlich: Das Android-

Smartphone ist ohnehin immer

in der Nähe. Was liegt näher, als

auch das Home-Entertainment-

System damit zu steuern?

Glücklich kann sich schätzen, wer eines

der seltenen Smartphones oder Tablets sein

Eigen nennt, das über eine Infrarotschnittstelle

verfügt. Sie können mit der geeigneten

App direkt die Kommunikation aufnehmen.

Für alle anderen hat Logitech nun die Harmony

Smart Control [LINK 1] im Programm.

Abb. 1: Die MyHarmony.com-Website ermöglicht das komfortable Einrichten des Harmony Hub.

Harmony Hub

Das System besteht im Wesentlichen aus drei

Komponenten: Der Harmony Hub ist ein kleines,

hübsches Kästchen, das sich mit Ihrem

WLAN verbindet und die Signale per Infrarot

an die zu steuernden Geräte sendet. Außerdem

liefert Logitech eine Hardware-Fernbedienung

mit. Entscheidend für Android-User

ist aber vor allem die Harmony-App, mit der

das Smartphone zur Steuerzentrale wird.

Das Einrichten der Harmony Smart Control

ist simpel: Sie versorgen den Hub mit Strom,

laden die App [LINK 2] aus dem Play Store,

starten sie und stellen zuerst über Bluetooth

die Verbindung her, um dem Hub die Verbindungsdaten

zum WLAN zu übergeben. Außerdem

verlangt die App die Einrichtung

eines MyHarmony-Accounts. Das war es

schon – die Smart Control ist betriebsbereit.

Als Nächstes machen Sie die Smart Control

mit Ihren Geräten vertraut. Bis zu acht Multimediageräte

können Sie mit der Smart Control

managen. Nach Angaben von Hersteller

und Gerätebezeichnung findet die App in

aller Regel die zu steuernde Komponente in

der riesigen Logitech-Datenbank. Bei exotischen

Geräten kann es passieren, dass die

App zur weiteren Einrichtung auf das Web

verweist – dann nehmen Sie die Einrichtung

über die MyHarmony.com-Webseite vor.

Und… Action!

Sind die Geräte eingerichtet, widmen Sie sich

den sogenannten Aktionen. In einer Aktion

lassen sich auf Knopfdruck mehrere Geräte

zusammenfassen und steuern. So können Sie

in einer Aktion etwa Fernseher, Receiver und

Blu-Ray-Player kombinieren – auf Knopfdruck

starten dann alle Geräte, der Fernseher

wechselt automatisch zum gewünschten

HDMI-Eingang, und der Receiver wählt den

richtigen Kanal für die Tonausgabe.

Beim Starten der App landen Sie automatisch

im Menü Ihrer definierten Aktionen.

42

Oktober 2013

Android-User.de


Hardware

Logitech Harmony

übergroßen Logos und

Tasten, die sich über mehrere

Seiten verteilen, viel

Platz. Auf einem Android-

Tablet sollten Sie die App

erst gar nicht installieren.

Abb. 2: Bis zu acht Geräte lassen

sich über die Android-App der

Smart Control steuern.

Über das App-Menü ist es jedoch auch möglich,

individuell zu den Geräten zu wechseln

und ein Gerät einzeln zu bedienen. Die wichtigsten

Funktionen zur Steuerung der Geräte

kennt die App. Ein wenig schade ist, dass die

App selbst zwar deutschsprachig ist, die

meisten Funktionen der Geräte jedoch ausschließlich

in Englisch zur Verfügung stehen.

Auch die Optik der „Tasten“ ist etwas zu simpel

ausgefallen.

Pfiffig ist die Gestensteuerung der App.

Nach dem Aufrufen einer Aktion landen Sie

direkt auf einem leeren Bildschirm, der auf

Ihre Wisch- und Tipp-Befehle wartet. Es stehen

Wischgesten in alle vier Richtungen zur

Wahl, ebenso Tippen und Doppeltippen

sowie eine Kombination aus Wischen und

Halten. Diesen Gesten ordnen Sie über das

Menü und Bearbeiten individuelle Funktionen

zu – etwa den Kanalwechsel am Fernseher

mit den Wischgesten nach links und

rechts oder die Lautstärkeeinstellung über

vertikales Wischen. Haben Sie sich daran gewöhnt,

lassen sich die Geräte auf diese Weise

sehr clever steuern.

Über den Stern in der unteren Menüleiste

gelangen Sie zu den Favoriten. Auch das ist

eine feine Sache. In diesen legen Sie Fernsehsender

mitsamt ihrem Logo ab und ordnen

die Favoriten ganz nach Ihrem Geschmack.

Der Wechsel zum richtigen Sender klappt

dann so komfortabel wie noch nie.

Die Optik lässt jedoch auch hier zu wünschen

übrig: Die Logos der TV-Sender sind

grob verpixelt, Spaß macht dieser Anblick

nicht. Hinzu kommt, dass sich das Layout

der App nicht an das Format des Smartphones

anpasst. Auf Geräten mit großen Displays

verschwendet die Logitech-App mit

Abb. 3: Über die Favoriten wechseln

Sie schnell zu Ihrem Wunschsender.

Licht und Schatten

Generell leidet die Harmony

Smart Control an

Kinderkrankheiten. Zwar

ist die mitgelieferte Hardware-Fernbedienung

extrem

schick. Auch der Harmony

Hub fügt sich formschön

ins Wohnzimmer

ein – mit einem Zweitsender

ist sogar die Steuerung

von Geräten möglich, die

sich hinter einer Schranktür

verstecken. Aber das für Android User

wichtige Herzstück des Systems – die Android-App

– ist verbesserungswürdig.

Die Optik der App ist lieblos, und die mangelnde

Anpassung an die Bildschirmgröße

zeugt von wenig Aufwand bei der Entwicklung.

Widgets für den Homescreen wären eigentlich

ideal, sie sind aber nicht vorhanden.

Technisch lässt sich mit der Harmony

Smart Control so ziemlich alles steuern. Bei

einem Grundig-Fernseher war

jedoch die automatische Anwahl

eines HDMI-Eingangs direkt

nach dem Einschalten unmöglich.

Ein TEAC-CD-Player

fand sich zwar in der Logitech-

Datenbank, die Steuerung war

aber zunächst nicht möglich –

erst der Kontakt zum Logitech-

Support brachte hier durch die

Aktualisierung der Datenbank

Abhilfe.

Fazit

Die Logitech Harmony Smart

Control ist eine clevere Lösung,

die durchaus Spaß macht und

das Zeug hat, Home-Entertainment

noch angenehmer zu machen.

Die Hardware des Systems

macht einen sehr hochwertigen

Eindruck. Von daher

geht auch der Preis von 129

Euro [LINK 3] in Ordnung. Es

bleibt jedoch zu hoffen, dass

Logitech zügig die App verbessert.

Aktuell bleibt die Anwendung

weit hinter ihren Möglichkeiten

zurück.

● ● ●

Abb. 4: Die „Tasten“ der Fernsteuerung

sind funktional, aber etwas

lieblos gestaltet.

Alle

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www.android- user.de/qr/30285

Abb. 5: Die clevere Gestensteuerung

lässt sich individuell einrichten.

Android-user.de Oktober 2013 43


Apps

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In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zehn Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Arnold Zimprich

Android-User-App-Empfehlungen

Unsere Favoriten

OpenSignal--3G/​4G/​WiFi Karten

kostenlos

OpenSignal Maps ist ein verständliches und informatives Tool, mit dem man das eigene

WLAN-Signal und 2G/​3G/​4G-Netze in der Umgebung analysieren kann. Die App ist ideal,

um die regionale Netzabdeckung in den Blick zu bekommen. Mit OpenSignal-Maps orten

Sie lokale Mobilfunk- und WLAN-Signale, bilden sie auf Übersichtskarten ab und analysieren ihre

Sendestärke. Neben der räumlichen Herkunft des Signals zeigt die App eine Signalkurve an, bietet

Karten- und Radaransichten der Mobilfunktürme und WiFi-Router in der Umgebung und liefert

eine detaillierte Ansicht der Signalstärke. Die aktuellen Daten sind auf der SD-Karte

speicherbar, zudem kann ein Widget für den Homescreen eingerichtet werden.

Ist man in einer fremden Umgebung und will einfach nur das nächste WiFi-Café

ausfindig machen, genügt ein Blick auf die Umgebungskarte –

auch Wardriver, so es sie überhaupt noch gibt, kommen hier voll

auf ihre Kosten. Besonders eindrucksvoll sind die Karten, die die

App für die 2/​3/​4G- und WiFi-Abdeckung anbietet – darauf zeigt

sich wie vermutet ein starkes Stadt-Land-Gefälle.

Kurzum: Die App bietet einen Rundumschlag in Sachen Netz-Info

und ist nicht nur ein klarer Tipp für Tüftler, sondern auch für Otto

Normalsurfer, die stets über die Netzabdeckung und den nächstgelegenen

WLAN-Hotspot Bescheid wissen wollen. Aufgrund einiger

etwas lästiger Bugs (verzerrt dargestellte und zum Teil inaktive

Buttons) gibt es jedoch einen Stern Abzug.

Bewertung: ★★★★★

Aviary

Photo

Editor

kostenlos

Mit Aviary lassen sich Smartphone-Fotos schnell und kreativ bearbeiten.

Durch einmaliges Antippen werden Fotos ausgebessert, daneben gibt es zwölf

kostenlose Fotoeffekte und lustige Sticker. Wer mag, kann die Farb balance

verändern, Bilder zuschneiden und drehen sowie Helligkeit, Kontrast, Farbtemperatur

und Sättigung anpassen. Daneben kann man die Schärfe ändern,

Weichzeichner anwenden und Text hinzufügen sowie Tools wie Rote Augenund

Flecken-Ex einsetzen. Wer sich nicht Instagram oder Snapseed ausliefern

will, findet in Aviary eine schöne Alternative. Bewertung: ★★★★★

Paperland Pro

Live Wallpaper

1,50 Euro

Für ihre Jubiläumsausgabe haben sich die Paperland-Entwickler etwas Besonderes

einfallen lassen und in das wunderschöne Wallpaper einen von AccuWeather

gelieferten weltweiten Wetterbericht eingebaut. Die Theme-Auswahl für das Wallpaper

in Basteloptik ist umfangreich: Silent Night, Desert Migration, Tundra,

Papery Land, Wilderness, um nur einige wenige zu nennen. Wem technoide Wallpaper

nicht gefallen, wird hier fündig! Bewertung: ★★★★★

44

Oktober 2013

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Beautiful

Timer

kostenlos

Optisch orientiert sich Beautiful Timer an der aktuellen Android-Uhr. Sie

müssen einfach nur die Zeit eintragen und auf Start drücken, schon legt der

Timer los. Läuft die Zeit ab, meldet sich der Beautiful Timer mit Klavierspiel

und Vogelgezwitscher. Brauchen Kuchen oder Tee noch ein wenig länger,

tippen Sie einfach auf eine der „+xx“-Tasten, der Timer hängt dann die ausgewählte

Zeitspanne an und meldet sich später wieder. Per „Dismiss“ halten

Sie den Countdown komplett an, dann ist Ruhe im Karton. Bewertung:

Bandsintown

Concerts

kostenlos

Haben Sie schon einmal ein Konzert verpasst, weil Sie über die Anwesenheit

ihrer Lieblingsband nicht informiert waren? Statt wertvolle Zeit

mit dem Durchstöbern von Musikzeitschriften zu verbringen, gibt es

technisch elegantere Lösungen in Form von Android-Apps, die die Tourneedaten

im Auge behalten. Bandsintown gehört zu den Hinguckern des

Genres und liefert zuverlässige Tourdaten. Bewertung: ★★★★★

CPU-Z

kostenlos

CPU-Z kennen Bastler als Infoquelle

über die im PC verbaute Hardware.

Mit der dazugehörigen App finden

Sie alles über Ihren Androiden heraus.

Unendlich viel gibt es aufgrund

der begrenzt variablen Hardware

nicht zu entdecken, doch die Liveansicht

der Sensoren ist durchaus

interessant. So sehen Sie auf einen

Blick, was Ihr Smartphone gerade

registriert. Bewertung: ★★★★★

Plume for

Twitter

kostenlos

Plume ist ein komplett individualisierbarer

Twitter-Client, der durch

ständige Updates auf dem Stand der

Technik gehalten wird. Die Liste der

Funktionen ist lang: Man kann

Plume farblich anpassen, mehrere

Twitter-Accounts und ein Lockscreen-Widget

anlegen, User blocken

und seine Facebook-Timeline

einbinden. Bewertung: ★★★★★

Discover

Outdoor

kostenlos

Abseits der begangenen Pfade unterwegs

zu sein, ist nicht nur Einheimischen

vorbehalten. Mit „Discover

Outdoor“ finden auch Sie Ihr Glück

in der Natur, die App bietet Outdoor-

Angebote satt. Von Wanderrouten

über Rad- bis zu Skitouren liefert sie

sämtliche Daten für Naturabenteuer

samt einem Touren-Navi.

Bewertung: ★★★★★

iLiga -- Die Fussball App kostenlos

Die Bundesliga ist in vollem Gange – Zeit für eine neue Fußball-App! iLiga bringt Infos aus

der Bundesliga, 2. Bundesliga, DFB-Pokal, Premier League, Serie A, La Liga, Ligue 1,

Champions League, WM Qualifikation und mehr auf den Bildschirm. Insgesamt deckt die

App über hundert internationale Fußballligen auf allen Kontinenten live und in unschlagbarem

Detail ab. Ein Muss für alle wissbegierigen Fans! Bewertung: ★★★★★

NowThis News

kostenlos

Bunt gemischt und aktuell: Nach diesem Grundsatz funktioniert

NowThis News. Tippt man auf eine der angezeigten

Nachrichten, erscheint ein Endlos-Videostream aus den

Rubriken U.S., Politics, Entertainment, World, Sci/​Tech, Viral

und Food. Die Videonews sind in der Regel zwischen einer

und vier Minuten lang, werden zum größten Teil moderiert

und sind teils witzig, teils ironisch und auch seriös aufbereitet.

Manko: sehr US-lastig. Bewertung: ★★★★★

Alle

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www.android- user.de/qr/30228

Android-user.de Oktober 2013 45


APPS

Neuheiten

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play

Neuheiten

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen besonders beliebte Apps

vor, die neu auf Google Play

sind oder ein Update erhalten

haben. Arnold Zimprich

LIDL

kostenlos

SPORT1.fm

kostenlos

SPORT1.fm informiert rund um die Uhr mit Sportnachrichten,

Talks, Expertenrunden sowie mit Live-

Berichterstattung. Die App bietet alle Spiele der Fußball-Bundesliga

und der Zweiten Liga live und in voller

Länge. Dazu gibt es Hintergrundinformationen,

Interviews und Berichte vor, während und nach dem

Spieltag. Neben Fußball gibt es auch Neues aus

Basket- und Handball. Bewertung: ★★★★★

Die LIDL-App liefert alle Infos zu LIDL-

Filialen und Zugriff auf den Onlineshop.

Man kann im Sortiment stöbern

und von unterwegs einkaufen, die

nächste Lidl-Filiale in der Nähe und

die Route dorthin suchen – auch im

Ausland! Wer nur schmökern will,

findet auf der App aktuelle Aktionsprospekte,

Reisekataloge und das

Onlineshop-Bestellmagazin.

Bewertung: ★★★★★

ActiveNotifications

kostenlos

ActiveNotifications erlaubt den Empfang von Benachrichtigungen,

auch wenn sich das Smartphone

gerade im Ruhemodus befindet. Hat man

einen Anruf verpasst oder eine neue Nachricht bekommen,

erhellt sich das Smartphone, um den

User darauf aufmerksam zu machen. Falls sich

das Telefon in der Tasche befindet oder mit dem

Bildschirm nach unten auf dem Tisch liegt, bleibt

sie stumm, um Entsperrungen zu vermeiden.

Bewertung: ★★★★★

TankenApp

kostenlos

Mit der nagelneuen TankenApp tanken Sie

immer an der richtigen Tankstelle und zum

richtigen Zeitpunkt. Dank topaktueller Preisdaten,

intelligenter Preisprognose und Preisempfehlungen

entlang der Strecke ist es laut Entwickler

so einfach wie

noch nie zuvor, beim

Tanken Geld zu sparen.

Die App liefert aktuelle

Preisdaten und jeden

Werktag über 200.000

Preisaktualisierungen

von mehr als 10.000

Tankstellen bundesweit.

Auf einer interaktiven

Karte können die Suchergebnisse

übersichtlich

dargestellt werden.

Bewertung: ★★★★★

MVG Fahrinfo

München

kostenlos

Hier haben Sie alle Verkehrsmittel

im Münchner

Verkehrs- und Tarifverbund

mit U- und S-Bahn,

Tram und StadtBus

sowie den Regionalbahnen

und ‐bussen im

Blick. Geben Sie einfach

Ihren Abfahrts- und Ankunftsort

an, und Sie

erhalten eine Liste mit

den nächsten Verbindungen.

Daneben gibt

es Angaben zu Verspätungen

und zoombare

Netzpläne. Bewertung: ★★★★★

46

Oktober 2013

Android-User.de


Apps

Neuheiten

Ubuntu

Lockscreen

kostenlos

Wen die Ubuntu-

Optik nicht nur auf

dem Desktop,

sondern auch auf dem

Smartphone Tag für Tag begleiten soll, der

sollte sich den Ubuntu Lockscreen herunterladen.

Animationen und Farbgebung können individuell

angepasst werden, die App zeigt

zudem verpasste Anrufe an und hat einen eingebauten

Passwortschutz. Ubuntu Lockscreen

gibt es auf Spanisch, Englisch, Deutsch und

Türkisch. Der Entwickler weist ausdrücklich darauf

hin, dass sich die App noch in der Betaphase

befindet. Bewertung: ★★★★★

whistle.im

kostenlos

Die Entwickler von whistle.im glauben, dass

Privatsphäre nichts damit zu tun hat, ob man

tatsächlich etwas zu verbergen hat oder nicht,

sondern ein grundsätzliches Recht ist. Ob

man nun Geschäftsgeheimnisse mit Partnern

austauscht, gegenüber der Presse ein dunkles

Geheimnis enthüllt, sich mit seiner Freundin

oder seinem Freund vetraulich unterhält

oder einfach nur mit Freunden Scherze

macht: Mit whistle kann man sich passwortgeschützt

und ohne die Gefahr, dass ungebetene

Gäste mithören können, unterhalten.

Bewertung: ★★★★★

Michelin Reisen

kostenlos

Michelin Reisen ist eine kostenlose Applikation,

die Sie durch die 85 Länder und 30.000 Sehenswürdigkeiten

führt, die vom

Grünen Reiseführer von Michelin

exklusiv ausgewählt

wurden. Beschreibungen,

Empfehlungen, Fotos, Informationen,

Bewertungen:

Die App bringt jede Menge

Reisetipps auf den Smartphone-Bildschirm.

Erstellen

Sie sich einfach Ihren

persönlichen Reiseführer,

und laden Sie diesen herunter,

um auch offline

kostenlos auf ihn zugreifen

zu können.

Bewertung: ★★★★★

Torch Music

kostenlos

Torch Music ist eine soziale Musik-App

für Entdecker, die einmal über den Tellerrand

der eigenen Musiksammlung

hinausschauen wollen. Mit Torch Music

kann man sich die Musik anhören, die

man wirklich gerne hat, und kann seinen

Geschmack und seine Lieblingsstücke

mit Freunden teilen. Torch Music

befindet sich noch in der Betaphase,

und die Entwickler beteuern, ihrem

Ziehkind noch einige Funktionen hinzufügen

zu wollen. Probieren Sie die

App doch einfach mal aus!

Bewertung: ★★★★★

VEBU

kostenlos

Die Deutschen sind eine Fleischnation – jeder Bundesbürger vertilgt jüngsten Berichten

zufolge rund 60 Kilo pro Jahr. Die VEBU-App bringt Sie auf andere Gedanken

und zeigt den Weg in die vegetarisch-veganen Restaurants in Ihrer Nähe! Daneben

gibt es tagesaktuelle Informationen, Aktionen und Berichte der VEBU (Interessenvertretung

vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland) und täglich

wechselnde Zitate von vegetarischen Berühmtheiten wie beispielsweise Gandhi.

Bewertung: ★★★★★

Android-user.de Oktober 2013 47


APPS

Neuheiten

LockIt

kostenlos

Quad Drawer

0,90 Euro

Quad Drawer vereinfacht das Leben all

jener, die bisher noch zu viel Zeit mit

der Suche nach ihren geliebten Anwendungen

verbringen. Die App ist

mit einem schlauen Keyboard ausgestattet,

das geradezu hellseherische

Fähigkeiten hat und die Suche vereinfacht.

Daneben kann die App mit

einem hellen und einem dunklen

Theme hinterlegt werden. Über die

„Floating Window“-Funktion kann

man den Quad Drawer auch von

jeder beliebigen App aus starten.

Bewertung: ★★★★★

Seine Privatsphäre auch auf dem Smartphone

zu wahren wird wichtiger denn je. Mit LockIt

können Sie allzu neugierige Zeitgenossen aussperren

und einzelne Apps durch Codewörter

vor unbefugten Zugriffen schützen. Gute Idee –

jedoch muss an der App leider noch etwas gearbeitet

werden. Hat man beispielsweise die

Smartphone-Galerie via Codewort geschützt,

kann dieses ganz einfach über die Galerieansicht

in der Kamera umgangen werden.

Bewertung: ★★★★★

3D Tiles Parallax

Pro LWP

kostenlos

Als wir diese App das erste Mal auf dem

Smartphone gesehen haben, dachten wir uns

als Erstes: coole Optik! 3D Tiles Parallax ist

ein 3D-Wallpaper mit animierten, stylishen

Kacheln. Berührt man den Touchscreen, reagieren

die Kacheln und ändern ihre Anordnung.

Man kann selbst festlegen, wie und in

welcher Geschwindigkeit sich die Kacheln

bewegen sollen. Ein heißer Tipp für alle, die

ein wenig Abwechslung auf ihren Smartphone-Bildschirm

bringen wollen.

Bewertung: ★★★★★

Klyph Pro for

Facebook

1,99 Euro

Die Gestaltung der offiziellen Facebook-App ist

nicht jedermanns Geschmack. Klyph ist ein

neuer Facebook-Client, der frischen Wind auf

Android-Bildschirme bringt. Mit einer nach den

Designrichtlinien von Google gestalteten Benutzeroberfläche

sieht Klyph ähnlich wie die

Google+-App aus. Da sich Klyph noch in einer

frühen Entwicklungsphase befindet, ist die App

noch nicht perfekt, und die Entwickler arbeiten

noch an Details. So wird beispielsweise der

Chat noch nicht unterstützt, und Seiten können

noch nicht mit „Gefällt mir“ markiert werden.

Bewertung: ★★★★★

Sparky Lock

Screen

1,49 Euro

Schwarze, unanimierte

Sperrbildschirme sind

langweilig und gehören

von Smartphone-Bildschirmen

verbannt. Der

Sparky Lock Screen

bringt neue Farbenfreude

auf Smartphone

und Tablet. Dabei wenden

sich die Entwickler

der App klar an die kreativere

Klientel, die Bilder

sind verspielt und

liebevoll gestaltet. Will

man sich also bereits

beim Entsperren des

Androiden in Fantasiewelten

versetzen, ist diese hübsche App wirklich

ein heißer Tipp! Bewertung: ★★★★★

48

Oktober 2013

Android-User.de


Apps

Neuheiten

XBOX iR Remote

0,75 Euro Testversion kostenlos

XBOX iR Remote ist eine IR-Fernbedienung für

die XBOX360. Die App läuft exklusiv auf folgenden

Samsung-Geräten: Galaxy S4, Galaxy Note

8, Galaxy Note 10.1, Galaxy Tab 7.0 plus, Tab 2,

Tab 3 und Galaxy MEGA. Wenn Sie ein anderes

Samsung-Modell mit Infrarotschnittstelle besitzen,

sollten Sie vor der Installation sicherheitshalber

versuchen, die Testversion (XBOX iR Remote

Samsung TEST) zu installieren, um die

Kompatibilität Ihres Geräts sicherzustellen.

Bewertung: ★★★★★

STEALTH--Go Apex

Nova Theme

0,74 Euro

Die Theme-Auswahl in

dieser App kann kurz und

knapp mit „gigantisch“

beschrieben werden. So viele

schön gemachte Icons haben wir

jedenfalls nur selten auf einem

Haufen versammelt gesehen.

Hier dürfte jeder, egal wie ausgefallen

sein Geschmack auch ist,

fündig werden und ein wenig

mehr Farbe auf den Launcher

seines Android-Smartphones

oder ‐Tablets bringen.

Bewertung: ★★★★★

Hue – Beautiful

Weather

1,14 Euro

Wetter-Apps sind oft wie das Wetter selbst: unübersichtlich

und nur schwer vorhersehbar.

Nicht so Hue – Beautiful Weather: Die App ist in

minimalistischem Holo-Design gestaltet und

beschränkt sich auf das

Wesentliche. Wer sich

also flugs über die Wetterentwicklungen

der folgenden

Tage informieren will

und keine Lust hat, sich in

unübersichtlichen Untermenüs

zu verirren, dem

sei Hue – Beautiful Weather

von unserer Seite

ans Herz gelegt!

Bewertung: ★★★★★

English Premier

League

0,67 Euro

Wem die Geschehnisse in der Bundesliga

zu wenig Information abwerfen, der

kann sich mit dieser App auch alle Soccer-Infos

von der Insel auf das Smartphone

holen. Die App bringt Neues

rund um alle Premier-League-Teams

von Arsenal bis Tottenham, Live-Spielberichte

und Tabellenstände und dazu

Nachrichten und Verlinkungen auf die

Websites der Teams. Schade nur, dass

der neue Überflieger Gareth Bale womöglich

zu Real wechselt.

Bewertung: ★★★★★

Vintage 8mm Video

Camera

1,52 Euro

Wo ist sie nur hin, die gute, alte 8-mm-Zeit, als man mit den Eltern

im Wohnzimmer saß und unscharfe, verwackelte Filmchen

über die Wand flackerten? Für alle Nostalgiker besteht jedoch

Hoffnung: Mit Vintage 8mm Video Camera holen Sie sich

den Charme der alten Tage auf das Smartphone und verwandeln

die eigenen Kurzstreifen in verschwommene Meisterwerke,

die auf der nächsten Feier für Aufsehen sorgen werden.

Bewertung: ★★★★★

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Android-user.de Oktober 2013 49


Apps

Meine Apps

Lieblings-Apps der Android-User-Redaktion

Meine Apps

Als Fachmagazin

berichten wir rund um

das Geschehen von

Android mit etwas

Abstand. In der Rubrik

„Meine Apps“ möchten

wir Ihnen jedoch einmal

erzählen, was

unsere persönlichen

App-Favoriten alles

können. Arnold Zimprich

Das Smartphone hat Hobby- als auch Profisportlern

ganz neue Horizonte eröffnet, was die Trainingsplanung

und ‐kontrolle angeht. Deshalb

war die erste App, mit der ich mich wirklich eingehend

beschäftigt habe, der Noom Cardio Trainer [LINK 1].

Die auf meinem damaligen Motorola Defy vorinstallierte

App ist jedoch meiner Meinung nach schon längst von Endomondo

und anderen optisch ansprechenderen Apps abgehängt

worden. Warum das so ist und noch viel mehr über

meine Lieblingsapps, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Do it (Tomorrow)

Schon ein Klassiker unter den Notiz-Apps, ist Do

it (Tomorrow) [LINK 2] für mich ein alltäglicher Begleiter.

Nachdem ich zu den Smartphone-Nutzern

gehöre, denen der Google-Kalender zu umständlich zu bedienen

ist, ich Google nur ungern Details meines Privatlebens

anvertraue und nach wie vor auf mein heißgeliebtes

Moleskine-Notizbuch in Papierform setze, ist Do it (Tomorrow)

die ideale Ergänzung und führt mir mit einem Klick

vor Augen, welche Dinge noch zu erledigen sind. Darüber

hinaus ist die App im wahrsten Sinne des Wortes idiotensicher, schnell zu bedienen und sieht

gut aus. In diesem Sinne: Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!

TED

Arnold Zimprich

Hallo, mein Name ist Arnold, und ich mache

ein Volontariat bei Android User. Als leidenschaftlicher

Sportler, Reisefan und wissbegieriger

Mensch interessieren mich Apps, die mit

GPS-Tracking, Karten lesen, Reisen und Allgemeinbildung

zu tun haben – ganz abgesehen

von der Tagespresse, die ich auch via Smartphone

gerne und oft verfolge. Musik höre ich

auf dem Smartphone auch sehr gerne.

Sehen Sie im Fernsehen gerne Dokumentationen auf Phoenix, den Weltspiegel in

der ARD oder die Lebenslinien im Dritten? Dann geht es Ihnen wie mir, und Sie sind

ein wissbegieriger Mensch, den Serien und Klamauk-TV schnell den Flimmerkasten

abschalten lassen. In Zeiten des Video-on-demand ist man ja zum Glück nicht mehr auf das

angewiesen, was einem die Sender vorsetzen. Und mit der

TED-App [LINK 3] findet sich zudem noch eine hervorragende

Möglichkeit, sich interessante Vorträge

interessanter Leute anzusehen,

die auch (meist) Interessantes zu

sagen haben.

Endomondo

Ein Tag ohne sportliche Betätigung

ist für mich kaum

vorstellbar. Daher habe ich

schon einige GPS-Tracker ausprobiert.

Am besten gefallen hat mir die

dänische Entwicklung Endomondo

[LINK 4]. Das liegt zum einen am

schnörkellosen, luftigen und einladenden

Design, zum anderen am

funktionalen Aufbau. Wo andere

Fitness-Apps überladen wirken, ist

Endomondo leicht zu bedienen

und macht einfach Spaß. Die zur

Abb. 1: Do it (Tomorrow) merkt

sich einfach alles – und ist äußerst

leicht und schnell zu bedienen.

Abb. 2: Auf der TED-App finden sich

zahlreiche Vorträge über die unterschiedlichsten

Themen.

50

Oktober 2013

Android-User.de


Apps

Meine Apps

App gehörende Community

lädt ein, sich mit anderen

Sportlern auszutauschen und

neue Freunde zu finden. Wer

möchte, kann an Challenges

teilnehmen und sich via App

zu immer neuen Trainingszielen

motivieren lassen.

SZ

Als Nachrichtenquelle

auf dem

Smartphone kommen

für mich im Grunde nur

der Spiegel und die Süddeutsche

Zeitung in Frage. Wo der

Spiegel zu reißerisch ist, hält

sich die SZ-App [LINK 5] zurück,

wo die Texte aus Hamburg

zu boulevardesk erscheinen,

bleiben die Münchner

bei den ernsthafteren Themen. Kurz: Ist

einem der Spiegel zu bunt und zu schrill,

wird man sich auf der dezent designten SZ-

App wohlfühlen, denn das Team von Homepage-Chef

Lars Langenau weiß genau, wie

man den Leser mit einer ausgewogenen Themenwahl

und ‐vielfalt bei der Stange hält.

Trip Advisor

Trip Advisor [LINK 6] ist der ideale

Begleiter für alle Reisefreunde. Befinden

Sie sich gerade auf einem

Kurztrip nach England und suchen ein günstiges

Hotel in der Umgebung? Einfach Trip

Advisor fragen, und schon spuckt er eine

ganze Liste potenzieller Unterkünfte aus.

Sind Sie gerade in San Diego und finden den

berühmten Strand in Torrey Pines nicht? Trip

Advisor liefert alle relevanten

Informationen auf den Smartphone-Bildschirm.

Dazu gibt

es für ausgewählte Städte

weltweit separate Stadtführer,

die mit detaillierten Fakten

und Rundtouren aufwarten

können. Doch Achtung: Trip

Advisor kann bisher lediglich

als Zusatz zu Reiseführern

punkten, die in der Regel über

deutlich mehr und besser recherchierte

Infos verfügen.

Abb. 3: Endomondo ist für meine

Begriffe der schönste GPS-Tracker,

den Google Play zu bieten hat.

Abb. 6: Apemap liefert hochwertiges

Kartenmaterial für sportliche

Ausflüge in die freie Natur.

Abb. 4: Das SZ-Online-Team

berichtet kompetent über das

Tagesgeschehen.

Apemap

Wer oft und gerne

draußen in der

Natur unterwegs ist,

dem bietet Apemap[LINK 7]

neben einem praktischen Outdoor-Navi

auch Zugriff auf Wanderkarten

verschiedener Provenienz wie beispielsweise

die Kompass-Karten für die Schweiz, Österreich,

Kanaren, Balearen, Gardasee und Südtirol,

die detaillierten DAV-1:25.000-Karten

und daneben noch freies OSM-Material.

Dazu gibt es ein Tourenportal mit über

50.000 Touren (Biken, Wandern, Skitouren),

das für jeden Geschmack die passende Tour

auf Lager hat. Die Basis-App ist gratis, unterschiedliche

Kartenpakete schlagen nach

einer kurzen Testphase mit bis zu 20 Euro zu

Buche – doch der Kauf lohnt sich!

doubleTwist

Der doubleTwist Player [LINK 8] befindet

sich schon recht lange auf

meinen Androiden. Da mir das

klassische Radioprogramm

schnell zu langweilig wird

und mir die Dauerbespaßung

auf den Mainstream-

Kanälen inzwischen nur

noch ein müdes Gähnen

entlockt, greife ich oft und

gerne auf das Radioprogramm

des doubleTwist-

Players zurück. Es erstreckt

sich sich von Stationen in

der Karibik bis zu Sendern

in Neuseeland. Ach ja, das

ist nur eine Seite der App,

denn sie ist natürlich auch

ein toller Musikplayer,

über den man die eigene

Song-Bibliothek ansehnlich

in Szene setzen und

sortieren kann.

● ● ●

Abb. 5: Bei der Suche nach Unterkünften

macht der Trip Advisor

eine besonders gute Figur.

Abb. 7: Eigentlich ein Musikplayer,

verwende ich doubleTwist gerne

auch als Radiostation.

Alle

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www.android- user.de/qr/30304

Android-user.de Oktober 2013 51


Apps

Gratis-Offline-Navis

Agnieszka Bernacka, 123RF

Die besten Gratis-Offline-Navis

Hier

geht's lang!

Die Frage „Wie komme

ich von A nach B?“ ist

längst keine Domäne

der Auto-Navis mehr.

Ein Smartphone mit der

passenden App

genügt. Android User

vergleicht die drei besten

Gratis-Offline-Navis.

Peer Kintrup

Abb. 1: Die Kartendarstellung von

ZANavi erfolgt in der Gesamtübersicht

nur sehr grob.

In Ausgabe 01/​12 [LINK 1] berichtete Android

User zuletzt über kostenlose Navi-

Apps. Navit und OsmAnd+ wurden damals

ausführlich vorgestellt. Nach über

einem Jahr lohnt es sich, einen neuen Blick

auf diese Offline-Navis zu werfen: Hat sich in

dieser Zeit das Angebot verbessert? Wir

schauen uns die drei populärsten kostenlosen

Offline-Navis näher an.

Abb. 2: Auch in der Navigationsansicht

geizt ZANavi mit für die Fahrt

wichtigen Details.

Was leisten Offline-Navis?

Es ist keine einfache Aufgabe, eine gute

Navi-App zu entwickeln. Selbst die Kauf-

Apps wie Route 66 oder Sygic sichern sich

kaum mehr als vier von fünf Bewertungssternen

im Play Store. Viele User scheuen aufgrund

dieser nicht überragenden Bewertungen

die Investition. Auch der Kaufpreis von

50 bis 70 Euro lässt die User zögern. Für diesen

Preis finden Sie bereits Einsteiger-Navis

von der Stange in den

Geschäften. Wer nur gelegentlich

das Navi anschmeißt,

überlegt es

daher genau.

Problematisch ist auch

die Datenverbindung

von Navi-Apps. Google

Maps lotst Sie gratis ins

Ziel, doch im Ausland

drohen Roaming-Kosten.

Nicht zuletzt deshalb

eignen sich Offline-Navis

als zuverlässiger Reisebegleiter,

wenn Sie zu

Fuß oder mit dem Rad

unterwegs sind. Gesucht

sind daher gute Navi-

Apps, die das Kartenmaterial

mit an Bord haben

und nichts kosten. Das

hört sich nach der Quadratur

des Kreises an, trotzdem finden sich im

Play Store Apps, die diese Kriterien erfüllen.

ZANavi

Die Entwicklung des in der Einleitung

genannten Navis wurde einige

Monate nach dem Artikel eingestellt.

Heute wirkt die App wie ein Dinosaurier

aus der Ära der Win-Mobile-Geräte. Das

Open-Source-Projekt wird jedoch nun als

ZANavi [LINK 2] weiter gepflegt.

Trotz eines Datenvolumens von 800 MByte

für die Deutschlandkarte wird diese in der

Routenübersicht nur sehr grob verpixelt dargestellt.

In der Praxis zeigt sich die Nahdarstellung

aber als ausreichend detailgetreu,

wenngleich Städte im Verhältnis zu umliegenden

Regionen unnötig lange als weiße

Flecken erscheinen und erst nach tiefem Hineinzoomen

Straßen zu erkennen sind.

Die Schaltflächen im Homescreen

bestehen aus zwei

Plus-/Minus-Symbolen für das

Zoomen, das auch mit zwei

Fingern per Pinch-to-Zoom erfolgen

kann, sowie einer Schaltfläche,

die in die Einstellungen

führt. In diesen finden sich

zahlreiche Optionen, die Navigationsansicht

selbst erlaubt jedoch

kaum Veränderungen.

Im unteren Bereich zeigt

ZANavi Abbiegehinweise und

auch Details wie „KM bis zum

Ziel“ an. Letzteres erfolgt sowohl

in der sinnvollen Angabe

der Straßenkilometer, wie auch

als Angabe der Luftlinie – wozu

auch immer diese dienen mag.

Während der Fahrt ist die

Schrift auf transparent-grauem

Hintergrund schlecht ablesbar.

52

Oktober 2013

Android-User.de


Apps

Gratis-Offline-Navis

Abb. 3: M8 überzeugt mit einer

zeitgemäßen und gut benutzbaren

Programmoberfläche.

Um auch offline von A nach B zu kommen,

eignet sich ZANavi durchaus, doch in den

Details erkennen Sie die Schwächen der App.

Im Gegensatz zu Google Maps haben Sie mit

dieser App aber immer Ihre Karten dabei. In

der Donate-Version erhalten Sie für 55 Cent

eine verbesserte Indexsuche und für 3,80

Euro sogar Kartendaten aus aller Welt.

kostenlos

Deutsch|Version 2.0.15|6 MByte

★★★★★

M8

Nach der Installation von M8 [LINK 3]

sind die DACH-Karten (Deutschland,

Österreich, Schweiz) im Basispaket

verfügbar, können aber nicht komplett

heruntergeladen werden. Im Detail lädt

M8 die geplante Strecke unmittelbar vor

Fahrtantritt aus dem verfügbaren Kartenmaterial

auf das Handy. Die Navigation verdient

damit das Prädikat „offline“ nur bedingt,

nämlich bezogen auf die Strecke, nicht aber

auf eine größere Karte. Die Verfügbarkeit

weiterer Karten kann mit der Premium-Version

hinzugekauft werden.

Die grundlegenden Einstellungen sind

übersichtlich sortiert, die Ihnen einen schnellen

und direkten Zugriff auf die folgenden

Bereiche erlauben. Unter Home finden Sie

den Navigationsbutton, über den Sie Adressen

oder PoIs (Points of Interest) suchen oder

aus bereits gespeicherten Orten auswählen

und Routen planen können. Das Kartenregister

führt direkt zur Navigationsansicht, das

dritte Register „Meine Orte“ zu den Zielen,

Abb. 4: Zahlreiche PoIs erleichtern

Ihnen das Auffinden von interessanten

Orten in der Nähe.

die Sie bereits im Navigieren-Menü

gespeichert

haben.

Nach der Zielauswahl

bestimmen Sie, ob Sie fahren

oder gehen möchten.

Sie können hier auch die

Route noch einmal bearbeiten,

Tankstellen oder

Parkplätze vor Ort anpeilen

und abschließend die

Fahrtstrecke berechnen

lassen. Die Navigationsansicht

während der Fahrt ist

gut gestaltet, der einzuschlagende

Weg lässt sich

klar erkennen. Während

der Fahrt erscheint im oberen

Kartenbereich des von

TomTom bereitgestellten

Kartematerials gut ablesbar

die nächste Routenanweisung,

unten sehen Sie die aktuell zulässige

und die aktuell gefahrene Geschwindigkeit

sowie die restliche Distanz.

M8 möchte Sie nicht nur zum Ziel leiten,

sondern auch während der Fahrt „mitdenken“.

Dazu informiert Sie die App in der umliegenden

Region über potenzielle Ziele. Können

bei anderen Navi-Apps PoIs üblicherweise

erst tief im Menü aktiviert werden, liegen

sie hier griffbereit auf oberster Bedienebene.

Hinweise zu Restaurants, Hotels,

Parkplätzen, Tankstellen oder Geldautomaten

aktivieren Sie in der Navigationsansicht

bequem über eine ausziehbare Seitenleiste.

Eine Verbindung zu Facebook, Twitter & Co.

ist ebenso vorgesehen wie Schnittstellen zu

ImmoScout24 und dergleichen. Über die Verbindung

zur Datenbank der bekannten Kauf-

Da-App können Sie beim Shoppen die besten

Schnäppchen der Region ausfindig machen.

Wenn Ihnen M8 zusagt, werfen sie doch

auch einen Blick auf den Telmap Navigator

[LINK 4] desselben Entwicklerstudios – der

Softwareschmiede Telmap. Die App wurde

für O2-Kunden entwickelt und wurde von

dem Provider auf den hauseigenen Geräten

vorinstalliert. Die App weist im Play Store

mehr Downloads als sein Schwestermodell

M8 auf, wenn auch mit einer geringeren Bewertungszahl.

Die O2-Variante erscheint in

einem leicht geänderten Layout bei gleichem

Funktionsumfang, ist allerdings mit mehr

Infos ausgestattet.

kostenlos

Deutsch|Version 8.21.40|20 MByte

★★★★★

Abb. 5: In der Navi-Ansicht sind

Route und Straßennamen auch

während der Fahrt gut erkennbar.

Android-user.de Oktober 2013 53


Apps

Gratis-Offline-Navis

Abb. 6: Das kostenlose MapFactor

kann es mit den Navis von TomTom

oder Navigon aufnehmen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30284

Abb. 7: MapFactor bietet Ihnen

viele Parameter, um Einfluss auf

die berechnete Route zu nehmen.

Abb. 8: Auch die 3D-Ansicht im

Navigationsmodus während der

Fahrt weiß zu überzeugen.

MapFactor

MapFactor

Navigator

[LINK 5]

wurde mehr als eine Millionen

Mal heruntergeladen.

Den Android-Usern gefällt

die App gut, mehr als

36.000 Nutzer haben die

App im Schnitt mit 4,5

Sternen bewertet. Auch

wir kühren sie zu unserem

Favoriten unter den kostenlosen

Offline-Navis.

Nach dem Download der

an sich sehr kleinen App

wählen Sie im Programm

aus einem weltweiten Angebot

Ihre Wunschkarten

aus. Die Downloads für

Deutschland gliedern sich

in Pakete für Nord-, Ost-,

Süd- und Westdeutschland, die in der

Summe etwa 600 MByte Platz auf dem

Handy beanspruchen.

Bei den Karten handelt es sich um nach

dem Wiki-Prinzip zusammengestellte Daten

der OpenStreetMap. Wahlweise können Sie

sich aber auch für die bekannten TomTom-

Karten entscheiden, für deren Deutschlandkarte

sie 15 oder gleich 20 Euro für ganz Europa

auf den virtuellen Tisch legen müssen.

In der Suchfunktion haben Sie die Wahl

zwischen vier Registerkarten, in denen Sie

nach Adressen, PoIs, Koordinaten suchen

oder auch direkt Google abfragen. In einem

Werkzeugkasten befinden sich Funktionen,

die es erlauben, die berechnete Route als Simulation

ablaufen zu lassen, GPS-Informationen

anzuzeigen, einen Fahrtenschreiber zu

aktivieren oder die Route aufzeichnen und

abspielen zu lassen.

Im Fahrzeugprofil geben Sie an, ob Sie mit

dem Rad, dem Auto, einem Lkw oder auch

zu Fuß unterwegs sind. Besonders interessant

für Vielfahrer: MapFactor warnt sie auf

Wunsch vor Blitzern auf der Strecke. Die

dafür notwendige Datenbank installieren Sie

mit nur wenigen Klicks.

Das Einstellungsmenü erlaubt ebenso einige

Veränderungen der Navigationsansicht:

Die drei Anzeigen am unteren Kartenrand

können wahlweise Geschwindigkeit, Satellitenanzahl,

Position, Zeit bis zur Ankunft,

Ankunftszeit und Entfernungen bis zum Ziel

oder zum nächsten Wegpunkt wiedergeben.

Der rechte Button schaltet die Ansicht von

3D auf 2D oder zur Darstellung der Gesamtroute

um. Ein Klick auf den linken Richtungspfeil

schaltet zur Wegliste um, die Sie

dort auch gezielt bearbeiten können.

Nachteil: Auch wenn im Menü Kartenfarben

die Darstellung mit großen Schriftarten

angeboten wird, gelang es uns nicht, auf

dem HD-Display des HTC One ausreichend

erkennbare Straßennamen anzeigen zu lassen.

kostenlos

Deutsch|Version 1.0.0|6 MByte

★★★★★

Fazit

ZANavi erfüllt die Minimalanforderungen

einer Navi-App, ist aber wegen des verstaubten

Layouts in der Praxis wenig intuitiv. Ein

Vorteil liegt sicherlich darin, einmalig Karten

komplett auf dem Smartphone zu speichern.

Das Mitdenk-Navi M8 beschränkt sich in

den Navi-Funktionen ebenfalls auf das Notwendigste,

aber auf einem zeitgemäßen Niveau.

Beim „Mitdenken“ tut es sich hingegen

noch schwer und erfüllt nicht immer, was es

verspricht. Die App speichert nur Routen offline,

keine kompletten Karten.

MapFactor Navigator verbindet die Vorteile

der beiden Erstgenannten, ohne dem Anwender

deren Nachteile zuzumuten, und erlaubt

die kostenfreie Nutzung von Offlinekarten

ohne mobilen Datenverbrauch.

Falls die kostenlosen Offline-Navis Ihren

Ansprüchen nicht genügen, werfen Sie einen

Blick auf Route 66, Sygic und V-Navi. Diese

Navis bieten einen Testzeitraum von ein oder

zwei Wochen. So verschaffen Sie sich ohne

Risiko einen eigenen Eindruck, bevor Sie sich

für den Kauf entscheiden müssen.

● ● ●

54

Oktober 2013

Android-User.de


Apps

Duolingo

Sprachen lernen mit Duolingo

Sprachschule

Eine Sprachlern-App, die nichts kostet, sieht man im Play

Store nicht alle Tage. Doch genau das ist Duolingo: Sprachen

lernen für lau. Die App mit der grünen Eule führt Schritt für

Schritt zu neuem Sprachwissen – und hat doch Mängel, wie

Sie im folgenden Text lesen. Arnold Zimprich

Abb. 1: Welches Sprachwissen wollen

Sie auffrischen? Auf Duolingo

hat man die Qual der Wahl.

Waren Sie in

der Schule

ein Sprachgenie

und

gehen heute regelmäßig

in einen fremdsprachigen

Konversationsclub?

Dann brauchen Sie

Duolingo [LINK 1] gar

nicht erst herunterzuladen. Für alle anderen

gilt: Wollen Sie Ihr Spanisch, Portugiesisch,

Italienisch oder Französisch aufbessern, ist

der Download im App Store sehr zu empfehlen

– wenn Sie des Englischen mächtig sind.

Die Ausgangssprache der

Kurse ist nämlich in jedem

Fall „English“.

Der Autor dieser Zeilen

nahm mit Duolingo sein

leicht angestaubtes Schulfranzösisch

ins Visier, das

ihm zwar in der Schule

viel Spaß bereitet hatte,

seitdem aber viel zu wenig

gepflegt worden ist.

Öffnet man die App zum

ersten Mal, wird man von

den mehr als 70 Kurseinheiten

erst einmal erschlagen.

Doch nicht verzagen,

denn der Anfang ist – zumindest

wenn man über

ein kleines Basiswissen Abb. 2: Die einzelnen Level bauen

verfügt – schnell gemacht. logisch aufeinander auf und

Zudem ist die App linear machen Lust auf mehr.

aufgebaut und gibt einen eindeutigen „Weg

durch die Wörter“ vor. Zwar kann man ab

und an zwischen zwei Verzweigungen wählen

– weiter kommt man jedoch nur, wenn

man die angebrochenen Lektionen vollständig

absolviert.

Im Falle des Französischkurses wird erst

einmal Basiswissen abgefragt. Einer der ersten

Sätze, den man vom Französischen ins

Englische übersetzen muss, ist beispielsweise

„Le pain, s’il te plait“. Der Schwierigkeitsgrad

zu Beginn sollte jedenfalls jedem,

der während des Französischunterrichts

nicht ausschließlich geschlafen hat, nicht

allzu schwer fallen. Falls

doch, kann man jedes abgefragte

Wort durch einfaches

Antippen übersetzen lassen –

was wir aus didaktischen

Gründen natürlich nicht empfehlen.

Zum „Lernstart“ muss

man sich zudem nicht jeden

Buchstaben jedes einzelnen

Wortes separat aus den Fingern

saugen. Die Lösungssätze

werden anhand weniger

vorgegebener Wörter erstellt,

die man nur in die richtige

Reihenfolge bringen muss.

Werden Sie zum

Duolingo-Profi!

Doch Duolingo hat deutlich

mehr in petto als nur tumbes

Aneinanderreihen von vorge-

56

Oktober 2013

Android-User.de


Apps

Duolingo

Abb. 3: Die „Bild-Frage“ ist die einfachste

Kategorie, Übersetzungen

je nach Lektion deutlich schwerer.

Abb. 4: Ist ein Wort unbekannt,

kann man es durch Anklicken einfach

übersetzen lassen.

Abb. 5: Gebrochene Herzen: Bei

über drei oder vier Fehlern muss

man die Lektion wiederholen.

Abb. 6: In etwa sechs bis sieben

Stunden konnten wir insgesamt

zwölf Lektionen absolvieren.

gebenen Wörtern. So muss man bereits bei

den schwierigeren Aufgaben in den Basislektionen

vorgesprochene Sätze nachschreiben,

Sätze Buchstabe für Buchstabe übersetzen

und aus einer Liste von Begriffen den passenden

in Lückensätze eintragen. Die

nächste Stufe umfasst im Beispiel des Französischkurses

die eingehendere Beschäftigung

mit Phrasen, Tieren und Nahrungsmitteln,

ehe man sich einem gerüttelt Maß an

Adjektiven stellen muss.

Was sich hier nach trockener Paukerei anhört,

macht in der Duolingo-Praxis durchaus

Spaß! Es besteht stets der Anreiz, sich mit

dem nächsten Pokal, den es nach jeder Lektion

gibt, zu belohnen, zudem sieht man den

„goldenen Fortschrittsbalken“ in der App

Aufgabe für Aufgabe wachsen. Hat einen der

Ehrgeiz (wie uns) einmal so richtig gepackt,

versucht man als Sprachschüler nach einer

Weile alles, um nicht durch zu viele Fehler

(maximal drei bis vier sind erlaubt) den

mühsam erarbeiteten Fortschritt in einer Lektion

wieder aufs Spiel zu setzen.

In unserem Test beschäftigten wir uns ungefähr

sechs Stunden mit Duolingo. In dieser

Zeit erreichten wir mit unserem Schul-Französisch

immerhin die zwölfte Lektion von

insgesamt rund 70. Besonders zielstrebige

Schüler mit viel Zeit haben Duolingo in einer

Woche „durchexerziert“, für Otto-Durchschnittslerner

wie uns bietet die App für

mehrere Wochen Unterichtsmaterial. Zwar

können Profis gleich mehrere Level anhand

von „Schlüssel-Lektionen“ überspringen,

diese haben es jedoch in sich, und man sollte

es sich gut überlegen, ob man seine Ziele

gleich zu Beginn derart hoch steckt.

Bei aller Freude ob des Fortschritts gibt es

jedoch auch ein wenig Kritik. Einige Formulierungen

muten seltsam an. So gehören

Sätze, die zwar grammatikalisch korrekt sind

aber inhaltlich keinen Sinn ergeben, zum

Programm. Beispiel: „The green elephant has

pockets and lives in trees“. Ob das ein didaktischer

Winkelzug, ein Versehen oder ein tatsächlicher

Mangel der Sprachlern-App ist,

lässt sich nicht eindeutig klären.

Fazit

Duolingo macht Spaß – daran bestand für

uns nach dem Test kein Zweifel. Will man

sein Sprachwissen auffrischen, fällt der Griff

zur dieser gänzlich kostenlosen App leicht.

Da wir weder im Bildungssektor aktiv sind

noch Lehramt studiert haben, fiel es jedoch

schwer, uns ein eindeutiges Bild von der Effizienz

der App zu machen. Die Kombination

aus gesprochenen Inhalten, Lückentexten

und Satzbau-Übungen erscheint zwar sinnvoll,

trotzdem schleicht sich nach ein paar

Stunden eine Routine ein, die viele Aufgabenstellungen

vorhersehbar und die Lernerei

etwas monoton macht. Man wird den Eindruck

nicht los, dass man als Sprachschüler

ein wenig zu schnell mit Erfolgserlebnissen

abgefertigt wird, um bei der Stange gehalten

zu werden. Trotzdem: Die App ist gratis und

macht Lust auf mehr, warum also nicht einfach

ausprobieren!

● ● ●

Deutsch nur als Fremdsprache

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29787

Für das Lernen mit Duolingo sind gute Englischkenntnise obligatorisch, da Englisch

als Ausgangssprache für die Kurse dient. Zwar taucht in der App auch Deutsch auf –

allerdings nur als Fremdsprache für Englisch sprechende User.

Android-user.de Oktober 2013 57


Apps

Handy-Automatisierung

Handy-Automatisierung mit Automagic und Llama

Do it

yourself!

Jeden Tag dasselbe? WLAN an, NFC, GPS und

Bluetooth aus, Flugmodus an? Das müssen Sie

nicht selber machen. Task-Apps wie Automagic

oder Llama übernehmen das für Sie! Peer Kintrup

Dietmar Hoepfl , 123RF

Abb. 1: Die Task-App Automagic

nennt die auf dem Handy zu automatisierenden

Aufgaben Flows.

Wenn alle Dienste und Features

des Handys immer aktiv sind,

beeinflusst das nicht nur die

Akkulaufzeit, sondern eventuell

auch Ihre Gesundheit. Das funkende

Smartphone neben dem Bett muss nicht unbedingt

sein. Abends blendet mitunter das

Display, und zu laute Signaltöne reißen Sie

womöglich aus dem Schlaf, nur weil Sie

diese Einstellungen tagsüber im

Großstadtdschungel gebraucht

haben. Trotz vorhandener Quick

Settings bedarf es mitunter einiger

Klickerei, bis man alles den

jeweiligen Situationen angepasst hat.

Aufgaben automatisieren

Mit Apps wie Automagic und Llama programmieren

Sie diese Einstellungen nur

einmal, den Rest übernimmt die Automatik.

Die Task-Apps nutzen dabei nicht

nur die Tageszeit als Event, sondern

führen viele Aufgaben auch anhand des

über GPS, WLAN oder der Funkzelle

ermittelten Standorts oder aufgrund des

aktuellen Ladezustands aus.

Das Grundprinzip der Task-Apps

besteht im Wesentlichen aus zwei

Elementen: Sie entscheiden sich für

eine oder mehrere Bedingungen und

beauftragen die Anwendung mit der

Ausführung der von Ihnen definierten

Aktionen. Die Bedingung kann eine

bestimmte Uhrzeit, der Standort, der

Akkustand oder eine andere Situation

sein.

Wählen Sie zum Beispiel

den Zeitauslöser,

veranlassen Sie ihn, um

22:00 Uhr eine oder mehrere Aktionen zu

starten: Das Display dunkelt ab, die Lautstärke

wird abgesenkt, die Vibration eingeschaltet

oder der Flugmodus aktiviert. Bei

Bedarf prüft die App weitere vordefinierte

Bedingungen.

Der Nachtmodus wird jedoch nur aktiviert,

wenn der Auslöser erkennt, dass Sie sich zu

Hause befinden. Solange Sie noch unterwegs

sind und die Akkupower mehr als 20 Prozent

beträgt, bleibt er untätig.

Automagic

Automagic [LINK 1] ist eine neue und

noch wenig bekannte App, die sich

mit einer beachtenswerten Bewertung

von 4,8 Sternen im Play Store vor den

beiden Konkurrenten Llama und Tasker nicht

verstecken muss. Nach der Installation sind

bereits drei „Flows“ installiert, die Sie natürlich

auch ändern oder löschen dürfen. Ein

Flow ist ein Prozess, der verschiedene Auslöser,

Bedingungen und die damit verbundenen

Aktionen umfasst.

Die App bietet 120 Trigger (also Events)

an, die einen Flow auslösen können. Diese

60

Oktober 2013

Android-User.de


Apps

Handy-Automatisierung

Abb. 2: Automagic kennt über 120

Events, aufgrund derer die App

einen Flow anschubsen kann.

Bedingungen miteinander kombiniert, ergeben

unzählige Variationsmöglichkeiten.

Erstaunlich zuverlässig orientiert sich Automagic

am Verlassen Ihres WLAN-Bereiches

und an GSM-Funkmasten und registriert

damit zuverlässig Ortsveränderungen, ohne

das stromschluckende GPS zu aktivieren.

Ein Alleinstellungsmerkmal der App ist

sicherlich die grafisch sehr gut umgesetzte

Handhabung der Einstellungen. Die einzelnen

Funktionsfenster machen den Inhalt gut

sichtbar, lassen sich per Drag & Drop schnell

verschieben und sortieren.

Abb. 3: Funktionsabläufe können

Sie in Automagic ganz intuitiv über

grafische Flowcharts erstellen.

Beispiele als Vorlage

Die Ansicht kann mit zwei Fingern gezoomt

und an die Displaygröße angepasst werden.

Dabei geht es nicht nur um augenfreundliche

Optik. Möchten Sie etwa die Telefonfunktion

des Handys abschalten, ohne WLAN zu verlieren,

sollten Sie zum Beispiel zuerst in den

Flugmodus wechseln und dann wieder

WLAN einschalten. Drehen Sie die Reihenfolge

dieser Aktionen um, deaktivieren Sie

den Internetzugang komplett. Mit der grafischen

Darstellung erkennen Sie schnell den

Grund und korrigieren die Reihenfolge.

Neben einer ausführlichen Anleitung installiert

Automagic einen Katalog mit 17 gut

dokumentierten Beispiel-Flows. Darunter befindet

sich eine Funktion, die Ihnen etwa auf

der Autobahn eingehende SMS vorliest. Oder

noch raffinierter: Empfängt das Handy eine

SMS mit einem Stichwort wie „Standort“,

sendet es automatisch eine Kurznachricht

mit eben diesem zurück. Ab Android 4.0

dürfen Apps nicht mehr in den GPS-Einstellungen

rumfuhrwerken,

zum De-/​Aktivieren von

GPS braucht sind dann

Rootrechte notwendig.

Wer nicht gerade auf ein

Live-Wallpaper Wert legt,

kann Flows auch mit unterschiedlichen

Hintergründen

verknüpfen, die

zur jeweiligen Situation

passen. Apps auf dem

Homescreen erlauben

schließlich das Ausführen

von Flows per Hand. Stehen

Sie einmal deutlich

früher auf, wecken Sie so

Ihr Handy umgehend aus

dem Nachtmodus.

Flows ex- und

impotieren

Je mehr Arbeit Sie in Ihre

Flows stecken, umso wichtiger wird die Möglichkeit,

diese auch zu sichern, um bei einem

Absturz oder Gerätewechsel nicht ganz von

vorn beginnen zu müssen. Zwar bietet der

Entwickler keine Synchronisierungsfunktion

an, dafür aber einen einfachen Weg, die

Flows und Widgets zu markieren, sie in einer

Datei zu speichern und/​oder auf ein anderes

Gerät zu mailen.

Haben Sie Ihr Smartphone mit Automagic

konfiguriert, versehen Sie mit nur wenigen

Klicks auch Ihr Android-Tablet mit denselben

Einstellungen. Natürlich lässt sich auch das

Backup mit Automagic automatisieren, im

Katalog finden Sie eine fertige Flow-Vorlage.

An Automagic gibt es nur wenig zu kritisieren,

allenfalls ein paar Verbesserungsvorschläge

sind vorzutragen. Das Automagic-

Icon sollte durch unterschiedliche Farben in

der Statusbar signalisieren, welches Profil gerade

aktiv ist. Laut Auskunft des Entwicklers

steht diese Funktion aber auf der To-do-Liste

für die nächste Version.

Fazit: Automagisch!

Automagic ist ein umfangreiches Werkzeug,

das viel Wert auf eine intuitive Handhabung

und ein gefälliges Design legt. Sie eignet sich

sowohl für Android-User, die nur schnell die

Grundfunktionen nutzen wollen, als auch für

kreative Bastler, die gerne mit Baukästen experimentieren

und etwas „programmieren“

möchten. Die App läuft sehr stabil und reagiert

schnell und zuverlässig. Im Play Store

wird sie für 2,90 Euro angeboten, eine

10-Tage-Testversion gibt es auf der Homepage

[LINK 2] des Entwicklers.

Abb. 4: Der Katalog liefert Ihnen

dokumentierte Beispiele und Ideen

für eigene Entwicklung.

Abb. 5: Von der Uhrzeit abhängige

Flow-Events terminieren Sie wie

beim Android-Wecker.

Android-user.de Oktober 2013 61


Apps

Handy-Automatisierung

Abb. 6: Llama arbeitet im Gegensatz

zu Automagic mit rein textbasierten

Menüstrukturen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30202

Llama – Location

Profiles

Das deutlich

weiter verbreitete

LLama [LINK 3] arbeitet

nicht wie Automagic

mit grafischen Flowcharts,

sondern organisiert seine

Aufgaben, hier Regeln genannt,

in Menüs. Während

Automagic eher an ein

Puzzle erinnert, dessen

Teile Sie zusammenklicken

und verschieben, müssen

Sie beim textlastigen

Llama viel lesen und scrollen.

Das erschwert mitunter

das Auffinden eines

Fehlers im Programmablauf.

Llama setzt den Schwerpunkt

– wie der Untertitel

der App vermuten lässt – auf Standorte und

verknüpft diese mit Profilen, die es je nach

aktueller Position aktiviert. Die Standortabfrage

erfolgt, indem Sie im Register Gebiete

ein solches benennen (zum Beispiel „Zu

Hause") und der App ein bisschen Zeit lassen,

die Mobilfunksendemasten dieses Gebietes

kennenzulernen. Anhand dieser ortet

Llama das Smartphone ohne GPS.

Abb. 7: Llama konzentriert sich bei

der Ausführung von Aktionen auf

den aktuellen Standort.

Ortung via Mobilfunk

Im Register Profile finden Sie Handyprofile,

wie Sie sie eventuell noch aus

den Zeiten „dummer“ Feature-Phones

kennen. „Laut“, „Lautlos“, „Leise“

und „Normal“ können je nach Standort

von Llama aktiviert werden. Selbstverständlich

lassen sich die vordefinierten

Profile ergänzen, um Funktionen erweitern

oder löschen.

Lama bringt 35 verschiedene Bedingungen

mit, aus denen Sie die Profile

zusammenstellen. Sind alle Bedingungen

erfüllt, führt Llama automatisch

die Ereignisse aus, die Sie vorher aus

der umfangreichen Funktionsliste ausgesucht

haben. Die gewählten Bedingungen

und daraus resultierenden Aktionen

fasst die App in Regeln zusammen

und markiert sie zur besseren

Unterscheidung mit unterschiedlichen

Farben. Auch Llama erlaubt damit fast

Abb. 8: Unterschiedliche Farben helfen

Ihnen beim Zusammenstellen umfänglicher

Regeln.

unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten.

Dabei begegnen Ihnen

immer wieder humorvolle

Texte wie dieser: „Ice Cream

Sandwich erlaubt nicht, mehr

unterschiedliche Lautstärken

für Klingeln und Benachrichtigungen

festzulegen. Was

willste machen? a) Lassen;

b) Beschwer Dich bei Google;

c) Angleichen“. Das ist nur

einer der lockeren Sprüche,

die Sie durch die App begleiten

und Hilfestellung geben.

Diese launigen Texte lockern

den Umgang und die Navigation

durch die vielen Funktionen

im umfangreichen Menü

auf.

Als hilfreich erweist sich,

dass das Llama-Icon in der

Statusbar durch die Zahl der Höcker auf dem

Tierchen signalisiert, welches Profil gerade

aktiv ist. Noch besser wäre es – besonders

auf hochauflösenden Smartphones – wenn

sich diese durch farbliche Unterschiede

schneller mit einem Blick erkennen ließen.

Fazit: kein lahmes Lama!

Llama installieren Sie kostenlos aus dem Play

Store. Gefällt Ihnen die App, bittet der Entwickler

um eine Spende per In-App-Kauf

oder über den Erwerb einer 95 Cent teuren

Spenden-App. Zusätzlich finden Sie Erweiterungen

wie aktuell ein Maps-Add-on [LINK 4]

im Google-Store.

Die beschriebenen Apps verfügen überviele

Funktionen, deren großer Umfang es

schwer macht, Empfehlungen für bestimmte

Verwendungszwecke auszusprechen. Wie so

oft ist es eher Geschmackssache, welche

Oberfläche und welche App Ihnen mehr behagt.

Die große Anzahl positiver Bewertungen

beider Apps im Play Store spricht für

sich. Auf Grund der übersichtlichen Oberfläche

und der vielen innovativen Funktionen

möchten wir jedoch Automagic empfehlen.

Wir mussten uns nicht überwinden, eine

Aufgabe zu lösen, sondern erlagen immer

wieder dem Reiz, etwas Neues zu entdecken,

zu experimentieren und auszuprobieren.

Wenn wir Ihr Interesse an der Automatisierung

Ihres Androiden wecken konnten,

schauen Sie sich auch den Tasker [LINK 5] an,

der in der Downloadzahl und den Nutzerbewertungen

zwischen Automagic und Llama

liegt und aus dem Play Store für 2,99 Euro

heruntergeladen werden kann.

● ● ●

62

Oktober 2013

Android-User.de


Apps

OneNote

mexrix, 123RF

Notizen mit OneNote von Microsoft verwalten

OneNote

Nutzen Sie die gelben

Zettel noch oder setzen

Sie schon komplett auf

digitale Notizen? Falls

Sie Handy und Tablet

bevorzugen, lohnt sich

ein Blick auf OneNote

von Microsoft.

Carsten Niehaus

Da war doch noch was… Wer sich

wichtige Dinge nicht notiert, vergisst

sie früher oder später.

So abwechslungsreich und

überfrachtet ist unser aktuelles Leben.

Zum Glück gibt es für jedes Problem

eine App – OneNote. Mit ihr notieren

Sie Kleinigkeiten, verfassen aber auch

komplexe Inhalte. Die Informationen

sollen natürlich schnell durchsuchbar,

plattformunabhängig und vor allem

auch offline verfügbar sein. Im Folgenden

stellen wir Ihnen OneNote von Microsoft

vor. Die App ist eine gute Alternative

zu Google Keep oder Evernote

und erfüllt die eingangs geschilderten

Anforderungen.

Das Windows-Programm

Ursprünglich war OneNote ein Notizprogramm

innerhalb der Office-Suite

von Microsoft. Damit besitzt jeder die

Desktop-App, der Microsoft Office in

Version 2003 oder neuer auf dem Rechner

hat. Auch in der aktuellen Version

merken Sie dem Programm seinen Ursprung

noch an. Die App ist sehr gut in

MS Office integriert. Zum Beispiel lassen

sich direkt von Outlook aus Mails

in Notizen umwandeln oder andersherum

Notizen als E-Mail verschicken.

Alle Notizbücher synchronisiert OneNote

über Skydrive [LINK 1], dem Cloud-Dienst von

Microsoft. User bekommen dort stolze 25

GByte kostenlosen Speicherplatz, Google

oder Dropbox bieten hier deutlich weniger

Speicher an. Greifen Sie mit einem beliebigen

Browser auf Skydrive zu, sehen Sie über die

Webseite auch umgehend alle Ihre OneNote-

Notizen. Dort lassen sich die Inhalte auch

gleich online bearbeiten oder neue Notizen

einfügen. Seit Juli 2013 bietet Microsoft nun

auch eine Android-App [LINK 2] an, die der

Stellung von OneNote innerhalb des Microsoft-Universums

gerecht wird.

Die OneNote-App für Android

Zunächst legen Sie mit dem One-

Note-Desktopprogramm oder dem

Online-Office ein oder mehrere Notizbücher

an. Starten Sie dann die App das

erste Mal, tragen Sie Ihre Zugangsdaten zu

Skydrive ein. OneNote synchronisiert umgehend

die bereits gespeicherten Daten, sodass

nach wenigen Minuten alles bereit ist. Für

jedes Notizbuch können Sie einzeln festle-

Abb. 1: Im Menü des Notiz-Editors finden Sie

weitere Formatierungen für Ihren Text.

64

Oktober 2013

Android-User.de


Apps

OneNote

Abb. 2: Die OneNote-Web-App und das Desktopprogramm aus dem

Office-Paket für Windows im Vergleich. Egal mit was Sie arbeiten, Sie

sehen im Fenster immer dasselbe Layout.

Abb. 3: Im Homescreen von One-

Note finden Sie alle Notizbücher.

Abb. 4: Ihre Notizen legen Sie

gegliedert in Notizbüchern ab.

gen, ob es auf dem Gerät zur Verfügung stehen

soll. Android-User mit einem kleinen Datentarif

sollten zudem in den Einstellungen

die Option aktivieren, dass OneNote seine

Daten nur über WLAN synchronisiert.

OneNote ist in Notizbücher unterteilt.

Technisch gesehen sind dies einzelne Dateien,

die auf Skydrive liegen. Jedes Notizbuch

teilt sich in Abschnitte auf. In diesen

finden sich dann die einzelnen Seiten, die

thematisch zusammengehören. Außerdem

fassen Sie einzelne Abschnitte zu Gruppen

zusammen. Insgesamt ergeben sich also vier

Gliederungsebenen, wobei Sie auch Gruppen

wieder zusammenfassen können. Die Anlage

dieser Abschnitte oder Abschnittsgruppen

muss dabei jedoch an einem Computer erfolgen,

die App bietet nur das Bearbeiten und

Löschen von Notizen an.

Öffnen Sie ein Notizbuch, sehen Sie zunächst

nur die Gliederung. Um eine neue

Notiz anzulegen, suchen Sie den passenden

Abschnitt aus und tippen auf das Plus-Icon.

Das Bearbeiten ist denkbar einfach gehalten.

Ganz oben geben Sie der Notiz einen

Namen, darunter tragen Sie im großen Feld

Ihren Text ein. Noch über dem Titel bietet

die App die Möglichkeit, Auswahlboxen

(zum Beispiel für To-do-Listen), Bilder oder

Sprachnotizen hinzuzufügen. Weitere Formatierungen

erhalten Sie über das Menü.

Eine der nützlichsten Funktionen ist die

automatische Texterkennung. Fotografieren

Sie etwa einen Text aus einer Zeitschrift ab,


Apps

OneNote

Abb. 5: Am Ende der Gliederungsansicht

finden Sie dann die dort

abgelegten Notizen.

Abb. 6: Google Keep besticht in

erster Linie durch seine Schnelligkeit

und einfache Bedienung.

Abb. 7: Evernote glänzt mit vielen

Funktionen, ohne Abo ist die App

aber nur eingeschränkt nutzbar.

Abb. 8: Neben reinem Text bauen

Sie auch gleich Grafiken und Bilder

in Ihre Evernote-Notizen ein.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30259

so ist dieser nach wenigen Minuten durchsuchbar.

Die Funktion bietet sich für Visitenkarten

oder Rechnungen an, die so archiviert

und wiederauffindbar werden.

Um auf die Schnelle eine Notiz zu erzeugen,

greifen Sie am besten zu einem Widget

auf dem Homescreen. Dazu tippen Sie auf

eines der drei Symbole. Sofort erscheint im

Notizbuch „Schnelle Notizen“ eine entsprechende

Bild-, Sprach- oder Textnotiz.

Insgesamt ist die Android-App ein sehr

mächtiges Werkzeug. Es fehlen jedoch

immer noch einige Funktionen der Desktopversion.

Vor allem aber sollte es Microsoft erlauben,

dass der User OneNote-Notizen über

die Teilen-Funktion Androids aus anderen

Apps heraus erzeugen kann.

Google Keep

Google Keep ist das jüngste Programm

und – typisch Google – als

App [LINK 3], Erweiterung von

Chrome oder als herkömmliche Webseite

verfügbar. Alle Daten werden vollautomatisch

in der Google Cloud gespeichert. Das

Programm ist sehr einfach gehalten. Notizen

lassen sich einfärben und benennen, nicht

aber hierarchisieren oder mit Tags versehen.

Als Strukturierung innerhalb von Notizen

gibt es lediglich die Möglichkeit, abhakbare

Boxen zu erstellen.

Genau in dieser Einfachheit und den wenigen

Funktionen liegt die Stärke von Keep:

Die App ist von allen Programmen vielleicht

der beste digitale Schmierzettel. Einkaufslisten

lassen sich sehr gut damit umsetzen. Und

keine andere App synchronisiert so schnell:

Auf dem Notebook erstellte Notizen sind in

wenigen Sekunden auf allen Geräten, sogar

noch während Sie tippen.

Evernote

Evernote ist der Platzhirsch unter

den Notizprogrammen und die Referenz,

an denen sich alle Programme

messen müssen. Es gibt die App für

Mac-, Windows-, Android- [LINK 4] und iOS-

Programme, außerdem ist die Webseite wirklich

gut gelungen. Eine der Stärken von Evernote

ist der Umgang mit Tags, so markieren

Sie ganz schnell jede noch so kleine unscheinbare

Notiz. Auch die Suche bindet die

Tags ein, alle Notizen mit „Android“ als Inhalt

und dem Tag „Dringend“ lassen sich im

Nu wiederfinden.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist

mindestens genauso praktisch: Notizen lassen

sich ganz einfach per E-Mail erstellen.

Jeder Evernote-Account besitzt eine E-Mail-

Adresse in der Form xyz@m. evernote. com.

Senden Sie an diese Adresse eine Mail mit

dem Betreff „@To-do Titel #Tag1 #Tag2“,

wird automatisch eine Notiz im Notizbuch

„To-do“ erstellt und mit den beiden Tags versehen.

Den Inhalt der Mail fügt Evernote als

Text in die Notiz mit ein.

Evernote ist wie auch OneNote sehr leistungsfähig,

bietet dem User aber einige

Funktionen, die keine andere Notiz-App in

petto hat. Allerdings ist Evernote nicht kostenlos,

nur bei einer kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaft

schaltet der Dienst alle

Funktionen frei, für diese müssen Sie 40

Euro im Jahr überweisen.

● ● ●

66

Oktober 2013

Android-User.de


Rostislav Adamovsky, 123RF

Die zehn besten Kamera-Apps aus dem Play Store

Pimp my

Handy-Kamera

Die beste Kamera ist immer die, die man gerade dabeihat.

Von daher ist die Handy-Kamera sehr oft die beste Kamera

überhaupt. Mit diesen zehn Apps werten Sie die Handy-Cam

noch mal deutlich auf! Jasmin Bauer

Abb. 1: Die Color-Splash-Funktion

von Camera MX lässt ausgesuchte

bestimmte Farben farbig.

Mittlerweile hat fast jedes Smartphone

eine Kamera mit an Bord,

die brauchbare Aufnahmen zustande

bringt. Doch wenn Sie

mehr als gelegentliche Schnappschüsse aufnehmen

möchten, stößt die Standardanwendung

schnell an ihre Grenzen.

Hier lohnt sich der Blick über den Tellerrand.

Damit selbst einfache Kameras erstklassige

Fotos schießen, sorgen zahlreiche

Apps im Play Store für die richtigen Feineinstellungen

und Spezialeffekte. Wir stellen

Ihnen unsere zehn Favoriten vor.

Camera MX

Mithilfe der kostenlosen Anwendung

Camera MX [LINK 1] kann jeder

Smartphone-Besitzer mit seinem

Gerät professionelle Aufnahmen machen.

Mehrere Spezialeffekte sorgen für einzigartige

und kreative Bilder. Besonders erwähnenswert

ist die Color-Splash-Funktion, mit

der Sie auf Knopfdruck ohne Bearbeitung

Schwarz-Weiß-Aufnahmen erstellen, auf

denen nur eine Farbe heraussticht.

Zusätzlich dürfen Sie sich über zahlreiche

Farb- und Formeffekte freuen. Für 99 Cent

schalten Sie außerdem die HDR-Funktion für

farbintensivere und detailreichere Fotos frei.

Trotz der vielen Features ist die Bedienung

einfach. Wer gerne Schnappschüsse macht

und die vielen Einstellungen nicht benötigt,

nutzt einfach die One-Shot-Funktion.

Camera Zoom FX

Camera Zoom FX [LINK 2] besticht

durch viele Features, die Ihnen zum

perfekten Bild verhelfen. Damit die

Fotos auch ohne Stativ gerade werden oder

die Bildkomposition gelingt, können Sie sich

ein Gitter einblenden lassen und damit bereits

vor dem Schnappschuss alles gekonnt

in Szene setzen.

Ist der richtige Bildausschnitt gefunden

und das Foto geknipst, sorgen Effekte für

schöne Ergebnisse – ohne zusätzliches Bildbearbeitungsprogramm.

Dank des digitalen

Sechsfachzooms und der schnellen Kameraauslösung

mit bis zu zehn Bildern pro Sekunde

eignet sich Camera Zoom FX sogar für

Natur- oder Sportaufnahmen. Die Vollversion

der Kamera-App ist für 1,99 Euro zu haben.

Pudding Camera

Für stimmungsvolle Bilder ist die

kostenlose Anwendung Pudding

Camera [LINK 3] absolut empfehlenswert.

Mit den unterschiedlichen Effektein-

68

Oktober 2013

Android-User.de


Apps

Die zehn besten Kamera-Apps

Abb. 2: Mit Effekten und Filtern verleiht Camera Zoom FX Bildern eine ganz

besondere Stimmung.

Abb. 3: Die Belichtungseinstellungen von Camera FV5 garantieren eine

optimale Ausleuchtung.

stellungen, Farbfiltern und virtuellen Linsentypen

haben Sie in jeder Situation das richtige

Handwerkszeug parat und können Ihren

Fotos die richtige Atmosphäre verpassen.

Ganz egal, ob Sie eine schöne Panoramaaufnahme

oder den Fischauge-Effekt benötigen,

hier finden Sie fast alles. Features wie Serienaufnahme

oder Selbstporträts runden das

Angebot ab.

Camera FV5

Digitale Spiegelreflexkameras spielen

besonders bei schlechtem Licht

ihre Stärken aus. Camera FV5

[LINK 4] verpasst Ihrer Smartphone-Kamera für

2,99 Euro DSLR-ähnliche Funktionen. Sie

können die Belichtungszeit flexibel anpassen

und somit auch bei trübem Licht gute Ergebnisse

erzielen. In ihrer Bedienweise erinnert

die App stark an die Einstellungsmöglichkeiten

bei digitalen Spiegelreflexkameras.

Die Einstellungen sind rund um das Vorschaufenster

angerichtet. Ein sehr großer

Vorteil ist die Möglichkeit, Bilder verlustfrei

abzuspeichern, was für die spätere Weiterbearbeitung

wichtig sein kann. Zum Testen gibt

es eine kostenlose Version, die zwar alle Einstellungsmöglichkeiten

besitzt, die Fotos

aber nur mit geringerer Auflösung aufnimmt.

HDR Camera

Unser Auge kann weitaus mehr

Farb- und Helligkeitsunterschiede

wahrnehmen, als Sie auf vielen

Fotos sehen. Das liegt daran, dass Kameras

oftmals nur 256 Helligkeitsstufen pro Farbkanal

einfangen – viel zu wenig, um echte

Farbtiefe wiederzugeben. Oft wirken Bilder,

vor allem bei gewöhnlichen Smartphone-Kameras,

daher unscharf und verwaschen.

High-Dynamic-Range-Bilder (HDR) sind

hingegen sehr kontrastreich, Spezialkameras

allerdings sehr teuer. Die Anwendung HDR

Camera [LINK 5] verwandelt Ihr Handy in eine

professionelle Kamera und sorgt mit guter

Belichtung und schneller Rechenleistung für

detailreiche, farbintensive Aufnahmen.

Zudem verhindert der integrierte Bildstabilisator

verwackelte Bilder. HDR Camera ist

kostenlos. Möchten Sie jedoch auf die Zoomfunktion

nicht verzichten, dafür aber auf die

Werbung, zahlen Sie 1,99 Euro.

Cymera

Für Porträtaufnahmen sollten Sie

sich Cymera [LINK 6] mal genauer anschauen.

Per Fingerzeig können Sie

nach Bedarf Ihrem Foto nachträglich Makeup

auflegen oder Hautunreinheiten beseitigen.

Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen

gesetzt, ganz egal ob Sie sich eine neue

Frisur oder Schweinsohren verpassen wollen.

Farb- und Kunstfilter sorgen für die richtige

Atmosphäre, selbstverständlich können Sie

auch Farbsättigung und Helligkeit einstellen

und Ihren Bildern verschiedene Sticker verpassen.

Diese Anwendung macht richtig viel

Spaß und ist dabei völlig kostenlos.

Kamera2

Kamera2 [LINK 7] ist eine Anwendung,

mit der Sie mit Ihrem Androiden

ungewöhnliche Fotos erstellen.

Sie haben die Wahl zwischen zahlreichen Effekten,

die Sie thematisch geordnet bei den

Voreinstellungen finden. Neben Malerei,

Retro oder Comic können Sie sogar Aufnahmen

mit einem Sci-Fi-Touch versehen oder

wie die Darstellung auf einem früheren Computerbildschirm

aussehen lassen.

Zudem können Sie bei jedem Bild noch

Feineinstellungen vornehmen. Über das Vorschaufenster

sehen Sie in Echtzeit, wie Ihr

Foto aussieht, und können sogar außergewöhnliche

Videos aufnehmen. Mit 2,49 Euro

ist die Anwendung angesichts des großen

Funktionsumfangs und der guten Ergebnisse

keinesfalls zu teuer.

Abb. 4: Mit Cymera verpassen Sie

sich im Handumdrehen einen komplett

neuen Look.

Android-user.de Oktober 2013 69


Apps

Die zehn besten Kamera-Apps

Abb. 5: Android im Wandel der Zeit – aufgenommen mit Kamera2 und der

Retro-Funktion.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30298

Lomo Camera

Die kostenlose Anwendung Lomo

Camera [LINK 8] punktet durch viele

Voreinstellungen, mit denen Sie

Ihre Aufnahmen aufpeppen können. Der

Lomo-Effekt bezeichnet eine eher unnatürliche

Farbgebung, wie sie bei früheren Kameras

üblich war. Mittlerweile hat sich daraus

eine eigene Kunstform entwickelt. Neben

dem typischen Lomo-Effekt können Sie Ihre

Fotos unter anderem als Postkarte oder zerknittertes

Poster darstellen, Videorahmen

einfügen oder Farbfilter anwenden.

Die Bedienung ist kinderleicht und beinhaltet

dennoch alle wesentlichen Funktionen.

Bereits vorhandene Fotos importieren

Sie über die Galerie und bearbeiten sie in der

App. Möchten Sie die Werbung ausschalten,

erwerben Sie für 2,30 Euro die Vollversion.

Vignette

Vignette [LINK 9] schafft es dank der

vielen kreativen Foto-Effekte in unsere

Top Ten. Hier stehen Ihnen

gleich mehrere Filter zur Verfügung, mit

denen Sie die komplette Bildatmosphäre

beeinflussen können. Je nach Einstellung

wirkt Ihr Foto wie aus einem Action- oder

Horrorfilm. Die App verfügt über einen digitalen

Zehnfachzoom und

unterstützt den 21-fachen

optischen Zoom der

Samsung-Galaxy-Kamera.

Ist Ihr Outdoor-Smartphone

nicht wasserscheu,

können Sie mit dieser Anwendung

sogar gute Unterwasseraufnahmen

machen.

Die App kostet 1,95

Euro. Zum Testen gibt es

eine kostenfreie Demoversion,

die allerdings mit nur

einer sehr geringen Auflösung

arbeitet.

Abb. 6: Lomo Camera konzentriert sich auf den namensgebenden Lomo-

Effekt simpler Kameras.

Paper Camera

Paper Camera [LINK 10] besticht nicht

nur aufgrund des außergewöhnlichen

Designs, sondern durch zahlreiche

Spezialeffekte, die Ihre Aufnahmen zu

etwas Besonderem machen. Sie können Ihre

Bilder in einen Comic verwandeln, Umrisse

in Neonfarben darstellen oder verschiedene

Malstile nachahmen. Die Bedienung ist einfach

und lädt zum Ausprobieren ein. Sogar

Videos sind möglich. Uns überzeugte Paper

Camera durch die tollen Ergebnisse sowie die

Möglichkeit, Bilder aus der Galerie zu importieren

und hier zu bearbeiten. Die Anwendung

kostet 1,49 Euro.

Fazit

Es war noch nie so einfach wie heute, außergewöhnliche

Bilder aufzunehmen. Wer sein

Smartphone ständig mit sich führt, verpasst

keinen wichtigen Moment mehr. Mit den

richtigen Kamera-Apps holen Sie ohne viel

Kosten und Bildbearbeitungsprogramm das

Beste aus Ihrer Smartphone-Kamera heraus.

Die hier vorgestellten Anwendungen sind

eine gute Alternative für alle Hobbyfotografen,

die sich nicht gleich ein teures Equipment

leisten und doch gerne unvergessliche

Fotos schießen möchten.

● ● ●

Abb. 7: Paper Camera verwandelt Ihre Aufnahmen in (fast) handgezeichnete

Bilder.

70

Oktober 2013

Android-User.de


App-Fernbedienungen für das XBMC-Media-Center

Ferngesteuert

Das XBMC-Media-Center hat viel Aufschwung durch den

günstigen Mini-Rechner Raspberry Pi erfahren. Gerade im

Zusammenspiel mit dem Handy macht das Media Center viel

Spaß. Wir stellen die XBMC-Apps auf die Probe! Christoph Langner

myvector, 123RF

Moderne TV-Geräte haben nur

noch wenig mit der guten alten

Glotze zu tun. Aktuelle Modelle

sind flach wie eine Flunder und

vor allen Dingen auch intelligent. Sie nehmen

nicht nur Sendungen auf, sondern lassen

sich mit Apps erweitern oder per Stream

vom Handy oder Tablet aus mit Audio- und

Videodaten füttern. Dies gilt jedoch nur für

die wirklich modernen Geräte, älteren Flachbild-TVs

fehlt oft der smarte Part. Wer nicht

gleich auf ein neues Gerät umsteigen will,

muss nachrüsten. Kostengünstig geht das mit

XBMC und einem Raspberry Pi.

XBMC Media Center und

Raspberry Pi

Das XBMC Media Center [LINK 1] hat sich in

den vergangenen Jahren zu einem leistungsfähigen

Multimedia-Center mit einer breiten

Fan-Community entwickelt. Je nachdem,

auf welcher Hardware Sie das Media Center

betreiben, übernimmt es fast sämtliche Funktionen,

die sie von aktuellen Smart-TVs gewohnt

sind.

Doch XBMC erfordert nicht zwingend

einen leistungsfähigen HTPC mit großem

Speicher und schneller CPU, es reicht auch

ein kleiner Raspberry Pi [LINK 2] mit Gehäuse

[LINK 3] und schneller SD-Karte [LINK 4] und am

besten OpenELEC [LINK 5] als XBMC-Distribution.

Für weniger als 60 Euro lässt sich ein

Raspberry Pi mit allem Drum und Dran zusammenstellen,

der an jeden Bildschirm mit

HDMI-Eingang angeschlossen werden kann.

Besonders die Kombination aus XBMC und

Handy oder Tablet hat ihren Reiz. Mit den

richtigen Apps steuern Sie nicht nur die

wichtigsten Funktionen auf dem Bildschirm

oder stöbern durch die Bibliotheken des

Media Centers, sondern streamen auch Inhalte

vom Handy auf den großen Schirm und

umgekehrt. Wir stellen Ihnen die wichtigsten

XMBC-Apps für Android vor.

Official XBMC Remote

Die Official XBMC Remote [LINK 6]

stammt vom XBMC-Team selber.

Wie XBMC ist auch die App komplett

kostenlos und basiert auf Open Source.

Aufgrund der innigen Verzahnung mit dem

Media Center wird sie fortwährend aktuell

gehalten. Dies hat zum Vorteil, dass die Original-App

immer mit der aktuellen API –

also der Schnittstelle der Media-Center-Software

selber – arbeitet. Sie ist also immer

kompatibel mit der aktuellen XBMC-Version.

Wer hingegen noch mit einer älteren XBMC-

Installation arbeitet, muss damit rechnen,

72

Oktober 2013

Android-User.de


Apps

Apps für XBMC und Raspberry Pi

Abb. 1: Das Look-and-Feel der

Official XBMC Remote ist nicht auf

der Höhe der Zeit.

Abb. 2: Über die Seitenleiste von

Yatse gelangen Sie schnell zu

allen wichtigen Funktionen.

Abb. 3: Die virtuelle Fernbedienung

von Yatse lässt sich in einen Touchpad-Modus

umschalten.

Abb. 4: In der Medienansicht

stehen Ihnen viele verschiedene

Ansichten zur Verfügung.

dass es zu Problemen bei der Steuerung seiner

Media-Center-Installation kommen kann.

Die App selber ist jedoch nicht auf der

Höhe der Zeit. Wer einen modernen Android-

Look sucht, ist bei der Official XBMC Remote

an der falschen Adresse. Nichtsdestotrotz finden

Sie hier alle wichtigen Funktionen. Mit

der App stöbern Sie durch Ihre Mediensammlung,

lassen die Bibliothek neu einlesen

oder navigieren über von herkömmlichen

TV-Fernbedienungen bekannte Tasten

durch die Menüs des Media Centers.

kostenlos

Englisch|Version 1.0.9|4,9 MByte

★★★★★

Yatse

Deutlich moderner und mit mehr

Funktionen ausgestattet ist die

XBMC-Fernbedienung Yatse [LINK 7].

Im Gegensatz zur offiziellen App, wird sie in

eigener Regie entwickelt, der Quellcode liegt

auch nicht offen. Yatse ist frei von Werbung

und kostenlos aus dem Play Store installierbar.

Über einen kostenpflichtigen Unlocker

[LINK 8] bittet der Entwickler jedoch um eine

Spende, die zudem noch weitere Funktionen

freischaltet. Yatse unterstützt danach auch

Themes und die Funktion, Inhalte vom

XBMC-Mediencenter auf das Handy- bzw.

Tablet zu streamen.

Im Gegensatz zur Original-App ist die

Oberfläche von Yatse im aktuellen Holo-Stil

gebaut. Moderne Icons und eine von links

herausziehbare Seitenleiste ergänzen die

App. In den Grundfunktionen deckt sich

Yatste natürlich mit der offiziellen Fernbedien-App,

zudem bringt sie aber auch noch

Widgets für den Home- und Lockscreen mit

und klinkt sich auch ins Teilen-Menü von

Android, sodass Sie YouTube-Videos oder mit

dem Handy geschossene Filme direkt auf das

Media Center schicken können. Wer mag,

gibt XBMC mit gesprochenen Kommandos

wie „Pause“ oder „Start“ Befehle via Spracheingabe.

Für den Homescreen bietet Yatse eine

große Anzahl verschiedener Widgets an, von

den zuletzt hinzugefügten Filmen bis hin zu

einer Widget-Fernbedienung. Mit einer Reihe

von Plug-ins [LINK 9] bietet sich zudem die

Möglichkeit, die Yatse-App um weitere Funktionen

zu ergänzen. Das Yatse-Call-Plug-in

etwa benachrichtigt Sie via XBMC über eingehende

Telefonate und stoppt automatisch

das gerade laufende Video. Für SMS gibt es

ebenfalls ein entsprechendes Plug-in, auf

Wunsch leitet das Yatse-Notification-Plug-in

gleich sämtliche Benachrichtigungen zum

Media Center.

kostenlos 2,99 Euro

Deutsch|Version 3.6.2|6,6 MByte

★★★★★

Music Pump XBMC Remote

Music Pump [LINK 10] bringt von

allen hier vorgestellten Apps die frischeste

Optik mit. Statt wild gestalteter

Dialoge finden Sie in Music Pump klar

strukturierte Menüs und Fenster in der aktuellen

Holo-Optik von Android. Gut gelungen

sind hier die Alben- und Filmansichten, es

Zugriff über HTTP

Alle XBMC-Remotes nutzen das

Web-Frontend von XBMC als

Schnittstelle. Damit die Apps

XBMC fernsteuern können,

müssen Sie daher in den Einstellungen

von XBMC den Webserver

aktivieren und am besten

an dieser Stelle gleich Zugangsdaten

eintragen. Die Vorgabe

8080 für den Netzwerk-Port

müssen Sie nicht ändern, manche

Apps nutzen in der Grundeinstellung

jedoch Port 80.

Android-user.de Oktober 2013 73


Apps

Apps für XBMC und Raspberry Pi

Abb. 5: Music Pump orientiert sich

von allen XBMC-Remotes am besten

am Android-Design.

macht damit viel Spaß,

nach Filmen zu suchen.

Wie bei XBMC gewohnt,

gelangen Sie auch bei dieser

Funktion zu einer Detailansicht

mit Informationen

zu Schauspielern und

der Handlung, wenn Sie

auf einen der Filme oder

Serien tippen.

Zum Steuern im Menü

des Media Centers ziehen

Sie von links eine Fernbedienung

in der Seitenleiste

auf. Falls gerade ein Film

läuft, können Sie über den

Scrollbalken zu einer bestimmten

Stelle springen,

den Film stoppen oder

auch Untertitel wählen –

und bei aktiviertem Subtitle-Download

sogar

gleich herunterladen.

Außer durch lokal oder auf dem NAS gespeicherten

Medien navigieren Sie mit Music

Pump auch durch Online-Add-ons wie die

ARD Mediathek oder TED Talks. Für Musikfans

mit vielen MP3s auf dem Handy hat

Music Pump die passende Funktion parat: Die

App durchsucht die lokal gespeicherte Musik

und streamt sie direkt zur XBMC-Installation.

kostenlos 3,50 Euro

Deutsch|Version 1.7.1|2,0 MByte

★★★★★

Abb. 6: Music Pump hat die Fernbedienung

in der leicht erreichbaren

Seitenleiste untergebracht.

Xmote

Xmote [LINK 11] gehört

zu den weniger

bekannten XBMC-

Fernbedienungen, die App

zählt gerade einmal 500 Installationen

aus dem Play

Store. Nicht ohne Grund! Die

Optik der Anwendung lässt

sich zwar als „stylisch“ beschreiben,

sie ist aber nur

wenig funktional. Statt normaler

Buttons nutzt Xmote

eine stilisierte Fernbedienung,

in der Film- oder Serien-Übersicht

scrollen Sie per Cover-

Flow-Effekt (bekannt vom

iPod und MacOS X) durch

Ihre Medien.

Die Möchtegern-Fernbedienung

wäre vielleicht als reales

Modell gut zu bedienen,

doch auf einem Touchscreen

müssen Sie sehr genau zielen, um die virtuellen

Tasten zu treffen. Viele der Buttons sind

sehr klein geraten. In unserem Test konnte

Xmote zudem nicht davon überzeugt werden,

Cover-Bilder anzuzeigen. Statt des Bildes

erschien in unserem Test nur ein graues

Fragezeichen.

Auch andere Features, wie etwa das Ansteuern

von XBMC-Add-ons oder das Streamen

von Videos auf das Media Center beziehungsweise

vom Media Center auf das

Handy, suchen Sie bei Xmote vergeblich.

XBMC-Remotes im Vergleich

XBMC Yatse Music Pump Xmote

Datenbank browsen ✔ ✔ ✔ ✔

Datenbank aktualisieren ✔ ✔ ✔ ✔

Steuertasten ✔ ✔ ✔ ✔

Sprachbefehle


Widgets ✔ ✔ ✔

Tabletmodus ✔ ✔

Mehrere XBMCs ✔ ✔ ✔ ✔

Add-ons ✔ ✔

Medien senden ✔ ✔ ✔

Abb. 7: In der Detailansicht steuern

Sie bei Music Pump die Wiedergabe

des aktuellen Films.

Medien empfangen

Open Source


Pro-Version [Euro] 2,99 3,50 1,46

74

Oktober 2013

Android-User.de


Apps

Apps für XBMC und Raspberry Pi

Abb. 8: Die Fernbedienung von

Xmote ist hübsch anzusehen, aber

nur schwer zu bedienen.

Abb. 9: Statt Vorschaubildern

sehen wir bei unserer Xmote-Installation

nur Fragezeichen.

Abb. 10: Leiten Sie mit BubbleUPnP

Videostreams ohne Umweg vom

Handy auf das Media Center.

Abb. 11: BubbleUPnP und Yatse

erscheinen im Teilen-Menü beim

Öffnen von Videostreams.

Sparen Sie besser das Geld für die Pro-Version

[LINK 12] dieser App, und setzen Sie von

Anfang an auf unsere App-Empfehlungen

Yatse oder Music Pump.

kostenlos 1,46 Euro

Englisch|Version 0.4.114|23 MByte

★★★★★

BubbleUPnP UPnP/​DLNA

Außer Konkurrenz möchten wir

BubbleUPnP [LINK 13] nicht unerwähnt

lassen. Die UPnP/​DLNA-App

ist auch in der Lage, Inhalte vom Handy oder

Tablet direkt auf das XBMC-Media-Center zu

beamen. Praktisch ist dies zum Beispiel bei

Handyvideos, die Sie Freunden auf dem großen

TV-Schirm vorführen möchten, oder bei

schlanken Mediathek-Apps wie Theke

[LINK 14] oder der Mediathek 1 [LINK 15], die selber

keinen eigenen Mediaplayer mitbringen,

sondern den Videostream der Sendung an

einen externen Player schicken.

Statt VLC, MXPlayer, DicePlayer und Co.

können Sie an dieser Stelle als Aktion auch

gleich BubbleUPnP wählen. Ist BubbleUPnP

so konfiguriert, dass es Ihre XBMC-Installation

als Media-Renderer nutzt, landet das

Mediathek-Video umgehend auf der großen

Leinwand, ohne dass Sie sich umständlich

durch die Mediathek-Add-ons des XBMC-

Media-Centers graben müssen.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29988


Apps

Zooper Widget

Bauen Sie mit Zooper Widget Ihre eigenen Widgets

Marke Eigenbau

Viele Android-Apps bringen für den Homescreen clevere Mini-

Apps mit: Widgets. Mit Zooper Widget können Sie sich Ihre ganz

eigenen Widgets selber bauen – ohne großes Know-how und

ohne Komplikationen. Mirko Mahlberg, Christoph Langner

jeweilige Widget müssen Sie es mittels eines

Templates nachträglich mit Leben füllen.

Sergey Konyakin, 123RF

Zooper Widget [LINK 1] ist eine

Widget-App im Stil von Ultimate

Custom Widget (kurz UCCW)

[LINK 2], mit der Sie individuelle

Widgets zur Darstellung beliebiger Informationen

auf Ihrem Homescreen erstellen können.

Zooper Widget greift dabei auf Akkudaten,

das Wetter, Uhrzeit und Datum, den

eingestellten Alarm und vieles mehr zurück.

Zooper im Überblick

Die kostenlose und durch Werbung in den

Einstellungsdialogen finanzierte App bringt

von Haus aus gleich 41 fertige Vorlagen für

Widgets und auch einige besondere Schriftarten

für deren Gestaltung mit. Die Vorlagen

dienen selber als schicke und sofort verwendbare

Widgets oder aber auch als Ideengeber

für die Gestaltung Ihrer individuellen

Homescreen-Miniapps.

Wie gewohnt platzieren Sie die Zooper

Widgets – Zooper bietet insgesamt 18 verschiedene

Widget-Größen – über den Widget-Abschnitt

der App-Schublade oder einen

längeren Tipp auf den Handy-Desktop Ihres

Smartphones. Am Anfang sind die Widgets

jedoch lediglich Platzhalter in unterschiedlichen

Formaten, durch einen Tipper auf das

Viele Vorlagen

An dieser Stelle greifen Sie nun entweder zu

einem leeren Empty Widget, oder Sie benutzen

eines der bereits mitgelieferten Templates.

Für den Anfang starten Sie am besten

mit einer Vorlage, so finden Sie sich besser

zurecht und lernen, wie Zooper funktioniert.

Die Vorlagen können Sie – ohne Funktionslimit

– nun ganz einfach an Ihre Wünsche

anpassen. Farben, Texte, Formen, Positionen,

Textgrößen und mehr lassen sich verändern

Abb. 1: Der Homescreen unseres Testhandys,

gefüllt mit unterschiedlichen Zooper Widgets.

76 Oktober 2013


Apps

Zooper Widget

Wer in Zooper eigene Fonts

verwenden will, kann die

jeweiligen Schriftdateien

mit einem Dateimanager

wie dem ASTRO File Manager

[LINK 3] auf die SD-

Karte in das Verzeichnis /

fonts kopieren.

Abb. 2: Über 40 fertige Templates

erleichtern Ihnen das Erstellen von

eigenen Widgets.

und nach eigenem Belieben erstellen. Zooper

Widget kann auch einen Countdown, die

Uhrzeit und Kalenderereignisse oder Fortschrittsbalken

anzeigen.

Akkuinformationen wie die noch verbleibende

Laufzeit, eine Prozentanzeige, die

Temperatur und Spannung des Stromspeichers

sind für Zooper Widget ebenso

kein Problem. Mehrere Zeitzonen oder

auch verschiedene Wetter-Locations in

einem Widget anzuzeigen, sind nur wenige

weitere Funktionen der fast nicht

endenden Liste an Features.

Eine Wettervorschau für die nächsten

fünf Tage von verschiedenen Anbietern

(Open Weather Map, Yr.no, Yahoo!),

Systeminformationen wie freier Speicher

auf der SD-Karte, die Datenverbrauchsanzeige

für den aktuellen Tag, die Woche

oder den laufenden Monat sowie eine

Anzeige für verpasste Anrufe, ungelesene

Nachrichten und ungeöffnete Mails

dürfen bei der Allround-Widget-App

natürlich nicht fehlen. Selbst Informationen

zu Sonnenauf- und ‐untergang lassen

sich mit Zooper Widget darstellen.

Während des Zusammenstellens Ihres

Widgets hilft Ihnen ein WYSIWYG-

Editor, der Ihre Änderungen umgehend

als Vorschau anzeigt. Eine Lockscreen-

Unterstützung für Jelly-Bean-Geräte

haben die Entwickler ebenso integriert.

Abb. 5: Der WYSIWYG-Editor von Zooper Widget

liefert Ihnen immer eine aktuelle Vorschau Ihrer

Widget-Baustelle.

Fazit: vielseitig!

Bei so vielseitigen Apps

fällt es schwer, den perfekten

Usecase zu schildern.

Im Endeffekt ist Zooper

ein Schweizer Taschenmesser:

Was die App leistet,

hängt von Ihrem persönlichen

Geschick und

Interesse ab, schicke Widgets

zu gestalten.

Sollten Sie Zooper Widget

mögen, finden Sie im

Play Store für 0,99 Euro die werbefreie Pro-

Version [LINK 4]. Neben dem Verzicht auf Anzeigen

bietet sie zusätzliche Funktionen wie

frei konfigurierbare Aktionen beim Klick auf

ein Zooper-Widget, den Export von Templates

auf die SD-Karte oder auch Support für

den schicken Buzz-Launcher [LINK 5]. ● ● ●

Abb. 3: Zooper-Wetter-Widgets können

das Wetter verschiedener Orte

gleichzeitig anzeigen.

Abb. 4: Daten vom Akkuladestand

über Astronomie bis hin zum Wetter

kann Zooper Widget verarbeiten.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30302

Android-user.de Oktober 2013 77


Spiele

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen ein paar neue Spiele

oder aktualisierte Spiele aus

Google Play vor, die uns

besonders gut gefallen.

Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30229

Schon Sprinkle war ein großer

Erfolg und schaffte es beinahe

in die Riege der ganz großen

Klassiker. Sprinkle Islands perfektioniert

das Spielprinzip des Vorgängers,

ohne es großartig zu ändern. Diesmal

müssen Sie über verschiedene Inseln

fahren und mit der Wasserkanone Rätsel

im bereits bekannten Stil lösen. Sie

kennen den Vorgänger

noch gar nicht? Dann ist

das Spiel schnell erklärt:

Sie steuern einen Feuerwehrwagen

mit einer Wasserkanone

so intuitiv wie

nur möglich – einfach den

Finger am linken Bildschirmrand

hoch- oder

runterwischen, und schon

NEU!

bei Google Play

Sprinkle Islands

ändert sich die Flugbahn des Wassers,

das aus der Kanone geschossen wird.

Das Fahrzeug fährt dabei von selbst,

hält aber immer dann an, sobald Sie

bestimmte Rätselpassagen lösen sollen.

Das Wasser spritzt nur dann aus

der Kanone, wenn Sie auf den roten

Knopf drücken. Doch Achtung: Der

Vorrat ist stark begrenzt.

Crazy Taxi

Crazy Taxi ist ein Klassiker, der

vor Jahren auf der Dreamcast

viele Spieler begeistert hat.

Manchmal ist es aber nicht schlimm,

wenn man einen Klassiker verpasst,

denn auch in diesem Falle ist es Geschmackssache,

ob Sie den Klassiker

cool finden. In Crazy Taxi fahren Sie

mit einem Taxi von Kunde zu Kunde,

müssen diesen so schnell wie möglich

an das gewünschte Ziel bringen und

dürfen dabei alles umfahren, was nicht

festgemacht ist. Dazu dröhnt knallige

Rockmusik aus dem Radio, die sich

immer nach Offspring anhört. Geben

Sie das Geld lieber für GTA Vice City

aus, hier gibt es deutlich mehr zu tun.

Blueprint 3D HD

Ob Ihnen Blueprint 3D HD gefällt,

hängt stark von Ihrer Erwartungshaltung

ab. Das

Spiel ist innovativ, aber nicht fesselnd.

Es ist viel zu leicht und bietet kaum

Langzeitmotivation. Und doch besitzt

Blueprint 3D HD eine besondere Faszination.

Sie müssen eine Art explodiertes

3D-Bild so drehen, dass daraus ein

erkennbares Objekt wird. Das Spiel erschien

zuerst für iOS und kann dementsprechend

viele Level aufweisen.

Man hat also genug zu tun, alle 300

Level zu lösen. Wer eine entspannende

Beschäftigung sucht, der ist bei diesem

Spiel genau richtig, der Wow-Effekt

nutzt sich aber schnell ab.

Jack Lumber

Jack Lumber ist wie Fruit

Ninja, nur in Zeitlupe und mit

Holzstämmen. Sie sind Jack

Lumber, und Sie sollen möglichst jedes

Holz zerhacken. Sie dürfen die Zeitlupe

benutzen, aber dann sollten die Hölzer

möglichst günstig liegen. Was übrigens

immer schwerer wird, denn manche

Hölzer müssen mehrfach, andere

nur in einer bestimmten Richtung

durchtrennt werden. Das ist anfangs

etwas gewöhnungsbedürftig, doch

nach einer Weile entfaltet das Spiel seinen

Reiz und macht dann sogar mehr

Spaß als Fruit Ninja, dessen Spielprinzip

simpler ist. Die drei Euro sind gut

investiert, wenn Sie Fruit Ninja mögen.

4,63 Euro

Deutsch|Version 1.0|227 MByte

★★★★★

1,49 Euro

Deutsch|Version 1.0|149 MByte

★★★★★

3,00 Euro

Englisch|Version 1.5.4|36 MByte

★★★★★

78

oktober 2013

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

Mit dem Wasser müssen

Sie nun brennende Dörfer

und andere Feuerstellen löschen.

Diese sind nicht

immer direkt erreichbar, sodass

Sie oft mit dem Druck

des Wassers Schalter umlegen,

Kugeln bewegen oder

versperrte Wege befreien müssen. Die

Kreativität der Entwickler ist bemerkenswert:

Hier wurden wirklich viele

abwechslungsreiche Rätsel implementiert,

die immer wieder Spaß

machen und aufs Neue fordern. In

Sachen Spielwelt gibt es trotz der vielen

Inseln leider nur wenig Abwechslung.

Das macht aber nichts, denn

schließlich kommt es vor allem auf die

Rätsel an. Die leben von einer besonders

guten Wasserphysik, die es

manchmal etwas zu gut meint: Oft

kennt man die Lösung, doch die realistische

Physik hat anderes vor, und

dann muss man mehrere Versuche

starten. Doch davon abgesehen

funktioniert das

Spiel fast immer so, wie

es soll. Für einen nächsten

Teil wünschen wir uns

noch etwas mehr Abwechslung

und vielleicht sogar

eine neue Spielmechanik. Dann

sollte es nicht mehr weit sein bis in

den Physik-Puzzle-Olymp, der aktuell

von Cut the Rope und Angry

Birds besetzt ist.

1,91 Euro

Deutsch|Version 1.0.0|28 MByte

★★★★★

A Ride into the

Mountains

Dieses interessante Spiel besticht

durch die Atmosphäre:

Retrografik und Sound bilden

ein stimmungsvolles Ganzes, das

einen schnell in seinen Sog zieht. Man

reitet durch die Landschaft und schießt

mit dem Pfeil auf Gegner – das war’s!

Das macht Spaß, jedenfalls so lange,

bis man Schwierigkeiten mit der Steuerung

bekommt. Wir hatten etwas

Probleme damit, gleichzeitig einen

Pfeil abzuschießen und per Tilt-Steuerung

das Pferd durch Ausweichen vor

Attacken zu schützen. Wer damit zurecht

kommt, den erwartet ein tolles,

minimalistisches Retrospiel.

Stay Alight

Die Grafik von Stay Alight

sieht vielversprechend aus,

doch die zündende Idee fehlt.

Dem Namen nach hätten wir Rätsel mit

Glühlampen, Schaltkreisen und Knöpfen

erwartet. Stattdessen schießen Sie

in bester Angry-Birds-Manier mit Kugeln

durch die Level und versuchen,

alle Gegner zu treffen. Dabei verdeckt

der Finger oft die gestrichelte Schusslinie,

was ziemlich nervt. Trotzdem sorgt

Stay Alight für ein paar unterhaltsame

Augenblicke, was vor allen Dingen an

der hervorragenden Präsentation liegt:

Grafik und Sound bilden ein stimmungsvolles

Ganzes, spielerisch ist

Stay Alight leider etwas zu dünn.

Super Mega Worm

Bei diesem Spiel dachten wir

zunächst an das spaßige Spiel

Death Worm. Super Mega

Worm ist vom Spielprinzip haargenau

so: Man rast mit einem Riesenwurm

durch die Erde, hoch an die Oberfläche

und frisst und zerstört alles, was man

vor das Maul bekommt. Ein stets

schwindender Lebensbalken zwingt

einen, immer weiter zu fressen, sonst

stirbt man, und das Spiel ist vorbei.

Super Mega Worm sieht mit der Retrografik

längst nicht so toll aus wie das

Vorbild Death Worm und kommt auch

in anderen Bereichen nicht an das Vorbild

heran. Death Worm ist klar das

bessere Spiel.

0,74 Euro

Deutsch|Version 1.1|7,4 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 1.0.7|101 MByte

★★★★★

0,75 Euro

Englisch|Version 1.1.0|27 MByte

★★★★★

Android-user.de oktober 2013 79


Spiele

Riptide GP 2

Sie lieben schnelle Rennen

und Action? Dann wird Ihnen

Riptide GP 2 mit Sicherheit

gefallen! Der Racer glänzt

mit toller Grafik, Action und

viel Spaß. Patrick Neef

2,99 Euro

Deutsch|Version 1.0|58 MByte

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30461

Der Jetski-Racer Riptide GP in Version 2

Riptide GP 2

Riptide GP 2 ist der Nachfolger des

erfolgreichen Games, das das

Rennszenario originellerweise

aufs Wasser brachte. Statt mit einem Auto

sind Sie also mit einem Jetski unterwegs.

Doch wenn das nur alles wäre, dann wäre

Riptide GP 2 ein überaus langweiliger Titel.

Dass er das nicht ist, hat Riptide GP 2 vielen

tollen Spielelementen zu verdanken.

Ab ins Wasser!

In Riptide GP 2 rasen Sie in einer langen

Kampagne durch verschiedene Level, mal

tagsüber, mal nachts, dann durch Eiswasser,

um Punkte und Geld zu erbeuten. Je

nach Platzierung erhalten Sie Sterne, die

Sie zum Freischalten weiterer Level benötigen.

Ungeübte Fahrer stoßen schnell an

ihre Grenzen, doch mit dem verdienten

Geld kaufen Sie Upgrades oder gleich

einen neuen, schnelleren Jetski.

Die Upgrades machen zwar einen Unterschied,

sind aber nie so stark, dass

man die alten Rennen plötzlich

ohne große Mühe als Erster beendet.

Die Entwickler scheinen viel

Zeit in eine konstant ansteigende

Fortschrittskurve gesteckt zu haben.

Mit anderen Worten: Man ist immer

gefordert und nie zu stark.

Als wäre das Auf und Ab des Wassers

nicht anspruchsvoll genug,

gibt es noch zahlreiche rücksichtslose

Gegner und Rampen,

über die man springen muss. Eigentlich

muss man nicht, aber

man sollte, denn danach kann

man Stunts ausführen, die

Boostpunkte bringen. Je besser

der Stunt, desto mehr

Punkte bekommt man und

desto länger hält der Boost an. Also sollte

man jederzeit die Rampen erwischen und

möglichst gerade abspringen, damit man

nach dem Sprung nicht auf die Nase fällt.

Jumps bringen

mächtig Power

Jederzeit sticht die hervorragende Grafik

des Wassers ins Auge, die von einer glaubwürdigen

physikalischen Darstellung begleitet

wird. Das Ergebnis ist ein realistisches

Fahrgefühl mit Wellenhüpfern, Wasserspritzern

und schwer zu meisternden

Kurven. Mit besseren Jetskis und einigen

Upgrades bekommt man zwar etwas mehr

Kontrolle über die Boliden, doch das Wasser

bleibt während des gesamten Spiels

unberechenbar, und so kann es vorkommen,

dass man nach einem riesigen

Sprung auf einer Welle landet, in die Luft

geschleudert wird und nur mit Mühe wieder

die Fahrt aufnehmen kann.

Grafisch ist der Titel ohnehin eine Wucht,

was auf den Bildern gar nicht genug rüberkommt,

denn sie sind auf einem Galaxy S2

entstanden. Aber selbst dort sieht das Spiel

besser aus als die meisten anderen Spiele

aus dem Play Store. Auf aktuellen Geräten,

Tablets oder Tegra-4-Geräten kommt das

Spiel so richtig zur Geltung und gehört

zum visuell besten, das man momentan

unter Android spielen kann.

Sehr gut ist übrigens die Möglichkeit, seinen

Fortschritt in die Cloud zu speichern

und auf einem anderen Gerät abzurufen.

Alles in allem ist Riptide GP 2 eine würdige

Fortsetzung eines sehr guten Vorgängers,

mit mehr Umfang, besserer Grafik und

einem immer noch tollen Fahrgefühl. ● ● ●

80


Spiele

Rymdkapsel

Das Weltraum-Strategiespiel Rymdkapsel

Rymdkapsel

Rymdkapsel ist eine Lektion in Abstraktion.

Ein Spiel, das auf den ersten

Blick zwar interessant aussieht,

aber überhaupt nicht offenbart, was man

eigentlich machen soll. Es wirkt mysteriös,

und der zungenbrecherische Name trägt

das Seine dazu bei: „Rymdkapsel“ ist

schwedisch und bedeutet Raumkapsel.

Entspannend

Wer Rymdkapsel das erste Mal spielt, droht

einzuschlafen. Nicht etwa, weil das Spiel

so langweilig wäre, sondern weil die Musik

so wunderbar entspannend ist. Der außergewöhnliche

Sound passt perfekt zur minimalistischen

Optik des Spiels. Der Schlaf

währt aber nicht lange, denn schon bald

schrillt der Alarm los: Die Raumkapsel

steht unter Beschuss!

Doch halt, worum geht es denn eigentlich?

In Rymdkapsel bauen Sie eine abstrakte

Raumstation auf. Sie haben die Wahl zwischen

verschiedenen Räumen, die durch

geometrische Formen und unterschiedliche

Farben dargestellt werden. Jeder

Raum kann eine andere Form haben. Welche

das ist, sehen Sie in der linken oberen

Ecke. Die Farbe hingegen gibt die Funktion

an. Die Formen sorgen dafür, dass Sie ganz

genau überlegen müssen, wie Sie die

Räume arrangieren.

Zu Beginn stehen Ihnen zwei Arbeiter zur

Verfügung, repräsentiert durch einfache

weiße Striche. Diese transportieren Güter

oder bauen Räume. Sie weisen ihnen Aufgaben

zu, indem Sie die weißen Striche auf

die entsprechende Funktion ziehen. Ein

roter Balken darüber füllt sich langsam. Ist

er voll, kommt die nächste Gegnerwelle:

Rote Schlangen oder Kugeln, die Ihre

Arbeiter abschießen, können nur abgewehrt

werden, wenn die Arbeiter im

Waffenraum sind und sich verteidigen. Je

größer die Station, desto leichter ist es für

die Gegner, wehrlose Arbeiter und Güter

abseits der Waffenräume zu erledigen.

Forschen und leben

Zwischen den Angriffswellen, die immer

stärker werden, baut man seine Station aus

und erforscht das Weltall. Dort gibt es mehrere

Monolithen zu entdecken. Hat man

diese mit der eigenen Raumstation verbunden,

geben sie den weißen Strichfiguren

einen entscheidenden Geschwindigkeitsschub,

der vor allem im späteren Abschnitt

überlebenswichtig wird.

Ziel des Spiels ist es, so lange wie möglich

zu überleben! Haben die Gegner alle weißen

Striche beseitigt, ist das Spiel vorbei.

Leider dauert es bei jeder neuen Partie

immer ein bisschen, bis das Spiel in Fahrt

kommt. Außerdem ist die Lernkurve

am Anfang recht hoch, denn man

versteht nicht sofort, was es mit all

den Ressourcen und Räumen auf

sich hat und wie diese interagieren.

Rymdkapsel ist eine andere Art von

Strategiespiel, ein Spiel, das man

erst dann zu schätzen weiß, wenn

man es ein paar Mal gespielt hat.

Hier ist die Redewendung „Bilder

sagen mehr als tausend Worte“ fehl

am Platz, denn die Screenshots zum

Spiels verraten noch lange

nicht, wie es sich tatsächlich

spielt. Das können Sie zum

Preis von 3,59 Euro selbst herausfinden.

● ● ●

Rymdkapsel vereint Entspannung

mit Spannung. Die

ruhige Atmosphäre wird

regelmäßig von nervenaufreibenden

Weltallschlachten

unterbrochen. Patrick Neef

3,59 Euro

Englisch|Version 2.0.1|29 MByte

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30462

81


Spiele

Clash of Heroes

Im Mix aus Strategie- und

Rollenspiel von Clash of

Heroes retten Sie ein Fantasyreich.

Wie gelungen

die Umsetzung ausfällt,

verrät unser Test. Patrick Neef

3,99 Euro

Deutsch|Version 1.1|360 MByte

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30290

Might & Magic – Clash of Heroes

Heldenepos

Auf den ersten Blick sieht das Spiel

aus wie ein Match-3-Titel: ganz

entspannt drei Symbole oder

mehr aneinanderreihen und Punkte sammeln.

Ha, weit gefehlt! Ein Fehler, und das

halbstündige Duell ist verloren!

Might & Magic Clash of Heroes verpackt

die strategischen Gefechte in eine hübsche

Geschichte, in der man mit verschiedenen

Avataren durch eine Spielwelt irrt und sich

im Kampf gegen die Dämonen wähnt,

die in die Welt eingedrungen sind. Das ist

grafisch wie in einem japanischen Comic

dargestellt und wirklich schön anzusehen,

aber leider dient das nur als Unterfütterung.

Die Gefechte sind der eigentliche

Kern des Spiels, und der hat es in sich.

Sie stehen dem Feind gegenüber und müssen

aus den vorhandenen Einheiten Angriffsformationen

bilden, um Attacken ausüben

zu können. Je nach

Einheit müssen die Formationen

anders aussehen:

drei übereinander, zwei

kleine hinter einer großen

Einheit oder vier hinter

einer ganz großen Einheit.

Die Bewegungen sind wie

beim Solitaire eingeschränkt,

man darf immer

nur die unterste Einheit

bewegen. Pro Runde

hat man drei Züge,

man darf auch Einheiten

löschen oder neue

Einheiten nachrufen.

Die Grundeinheiten

sind unbegrenzt, die

besonderen sind abgezählt

und können

beim Ableben neu erworben

werden.

Die Dynamik und Strategie der Duelle ergeben

sich nun aus dem ständigen Platzmangel,

den begrenzten Zügen, der Wartezeit

für Angriffsformationen und den Aktionen

des Gegners, auf die man genau achten

muss. Hat er besonders starke Formationen,

muss man gleiche Einheiten nebeneinander

stellen und Schutzwälle bilden.

Besonders starke Angriffe sind dann sehr

wirkungsvoll, wenn gegenüber nur wenige

feindliche Einheiten stehen. Und manchmal

ist das Löschen einer Einheit sinnvoll,

wenn das Nachrücken der anderen Einheiten

gute Angriffsformationen ergibt.

Immer wieder muss man Angriff und Verteidigung

gegeneinander abwägen. Es ist

wirklich toll, wie spannend und nervenaufreibend

manche Gefechte sein können.

Besonders toll ist, dass die vielen Kämpfe

durch unterschiedliche Bedingungen

immer wieder spannend gemacht werden.

So muss man beispielsweise in einem Gefecht

zwei Tore in bestimmter Reihenfolge

treffen oder etwa die dynamischen Angriffsformationen

des Bossgegners treffen,

bevor diese wieder verschwinden.

Manchmal werden die Touchgesten einfach

nicht erkannt, was ganz schön nerven

kann. Zum Glück kann man die Figur im

Storymodus auch durch Wischbewegungen

zu den nächsten Punkten bringen. Im

Gefecht ist das Bewegen der Einheiten

ebenfalls manchmal eine Qual – hier hilft

einfach nur ein größerer Bildschirm.

Trotz der wenigen Mängel ist das Spiel

eine klare Empfehlung. Der in vier Kapitel

aufgeteilte Storymodus mit den Gefechten

verschlingt locker 30 bis 40 Spielstunden.

Wer mit der etwas fummeligen Steuerung

zurechtkommt, wird die nächsten Wochen

genug zu tun haben. ● ● ●

82


Einsteiger

Google Now

Der Android-Assistent Google Now erklärt: Teil 1

Google-

Butler

Seit Android 4.1 haben Sie mit Google Now Ihren Assistenten

immer dabei. Er erinnert Sie an Geburtstage, verrät Ihnen,

wann die nächste Bahn fährt und wie die Bayern gerade

spielen. Wir erklären Ihnen Google Now! Teil 1: Der Hosentaschenbutler.

Christoph Langner

ab Android 4.1

Google Now ist keine fest in

Android verdrahtete Funktion,

sondern steckt in der Google-

Search-App [LINK 1]. Verbesserungen

an Google Now erreichen

so gleich alle Android-

User, ohne dass sie auf ein Update

der Handy-Firmware warten

muss. Für Google Now benötigen

Sie jedoch ein Handy

mit mindestens Android 4.1, auf

älteren Geräten funktioniert der

Assistent noch nicht.

Sie möchten wissen,

wie morgen

das Wetter sein

wird, wer heute

Geburtstag hat, wie sich Ihre

wichtigsten Aktien entwickeln,

wie viel Stau Sie auf

dem Weg zur Arbeit erwartet

oder wann welche Bahnen

an der Station abfahren, an

der Sie gerade stehen? Dann könnten Sie zu

fünf verschiedenen Apps greifen – oder einfach

mal schnell Google Now befragen!

Google Now

Den Android-Assistenten

Google Now erreichen Sie

auf Handys mit virtuellen

Tasten, indem Sie Ihren

Finger von der mittleren

Hometaste ausgehend

nach oben auf das dann

eingeblendete weiße

Google-Icon ziehen. Ganz

genauso funktioniert der

Aufruf von Google Now

auch auf den meisten

Android-Tablets.

Bei Samsung-Handys

tippen und halten Sie die

linke Menütaste oder

rufen Google Now über

den Home-Button und das

Google-Icon auf dem Display

auf. Bei den meisten

HTC-Geräten genügt es,

Abb. 1: Google Now zeigt Ihnen

Infos an, die gerade jetzt an Ihrem

Standort relevant sind.

den Home-Key etwas länger zu drücken,

beim HTC One können Sie inzwischen auch

vom Home-Button nach oben wischen.

Der Google-Assistent

Der Google-Assistent empfängt Sie mit Karten

zum Wetter und Hinweisen zu Ihrer näheren

Umgebung. Stehen Sie gerade neben

einer Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs,

sehen Sie die nächsten Verbindungen.

Die „beliebten Orte in der Nähe“ zeigen

Ihnen interessante Spots und „Orte in der

Nähe“ gleich Beschreibungen und Bewertungen

zu Restaurants, Cafés oder Geschäften.

Haben Sie zu einem Termin in

Ihrem Kalender einen Ort hinterlegt,

zeigt Ihnen Google

Now den Weg dorthin – und

erinnert Sie rechtzeitig daran,

dass gerade Stau auf der

Route ist und Sie sich doch

bitte etwas früher auf den

Weg machen sollten! Dazu

müssen Sie nichts weiter tun,

außer GPS aktiviert zu haben.

Keine Angst, das zieht nicht

am Akku, meist erfolgt die

Ortung nicht per GPS, sondern

über die Position der

Mobilfunkmasten, bei denen

das Handy eingebucht ist.

Interessiert Sie eine der dargestellten

Karten gerade nicht,

wischen Sie sie einfach nach

rechts oder links aus der Liste.

Bei nächster Gelegenheit

84

Oktober 2013

Android-User.de


Einsteiger

Google Now

Abb. 2: Über das Info-I rechts oben

in der Karte öffnen Sie den jeweiligen

Einstellungsdialog.

Abb. 3: Ist eine ÖPNV-Haltestelle in

der Nähe, sehen Sie, wann welche

Bahnen von wo abfahren.

Abb. 4: Damit Google Now systemübergreifend

arbeitet, muss das

Google-Webprotokoll aktiv sein.

Abb. 5: Definieren Sie die wichtigsten

Teams, Aktien und Orte, über

die Google Now informieren soll.

taucht sie wieder auf. Jede Karte trägt rechts

oben ein kleines „Info-I“. Sobald Sie auf dieses

Symbol tippen, fährt die Karte weiter aus.

In dem dunkelgrauen Bereich kann man sie

dann genauer einrichten. Auf Navi-Karten

wie der Wegbeschreibung zur Arbeit können

Sie zum Beispiel zwischen der Routenberechnung

mit dem PKW oder den öffentlichen

Verkehrsmitteln wählen.

Wenn Sie ans Ende einer Google-Now-

Karte scrollen, erscheint ein Feld mit dem

Namen Mehr Karten anzeigen oder Beispielkarten

ansehen. Der erste Eintrag öffnet alle

aktuell sinnvollen Karten, der zweite führt

Sie zu einem Demomodus, in dem Sie Beispielkarten

zu jeder Google-

Now-Funktion sehen.

Now konfigurieren

Damit Google Now weiß,

was es Ihnen anzeigen soll,

müssen Sie dem Handy erlauben,

Daten mit Ihrem

Google-Profil abzugleichen.

In den Google Einstellungen

aus der App-Schublade sollten

Sie unter Suchen das

Webprotokoll und unter

Standort am besten die Einträge

Standortzugriff, Standortbericht

und Standortverlauf

aktivieren. Googeln Sie

nun auf Ihrem PC nach Informationen,

erscheinen

diese auch in Google Now.

Zudem besitzt Now selber

einen Konfigurationsdialog.

Abb. 6: Auf englischsprachigen

Androiden zeigt Google Now deutlich

mehr Karten an.

Darin bestimmen Sie unter Google Now, welche

Karten der Assistent anzeigen soll.

Zudem legen Sie unter Meine Inhalte Ihren

Arbeits- und Wohnort (um Fahrtzeiten von

und zur Arbeit zu Gesicht zu bekommen),

Ihre Lieblingsteams (um über anstehende

Sportereignisse informiert zu werden) oder

unter Aktienkurse Kürzel zu Aktien fest, die

von besonderem Interesse für Sie sind.

Mehr Funktionen in den USA

In den USA geht Google Now deutlich weiter

und zeigt Ihnen etwa aufgrund von Daten

aus Ihren E-Mails Karten zu Lieferungen oder

zu Flügen an, wenn sich eine entsprechende

Buchung in Ihren Mails finden

lässt. Manche dieser

Funktionen lassen sich auch

in Deutschland nutzen – jedoch

nur, wenn Sie die Systemsprache

Ihres Handys

komplett auf „Englisch (United

States)“ umstellen.

Google Now erweist sich

als praktischer Helfer. Gerade

in Städten, in denen

Now dank Transit [LINK 2] mit

Fahrplänen und Informationen

rund um den ÖPNV

glänzen kann, spielt der

Dienst seine Stärken aus.

Allerdings müssen Sie dazu

Google erlauben, zahlreiche

Informationsquellen miteinander

zu verdrahten, und

das ist verständlicherweise

nicht jedermanns Sache.● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30430

Android-user.de Oktober 2013 85


Tipps & Tricks

Musik-Tipps

Audio-Tipps

In dieser Rubrik stellen wir euch jeden Monat neue Musik und kostenlose Downloads vor. Auf android-user.de

feiern wir jeden Freitag ein Album der Woche. Es gibt tolle Verlosungen und weitere Spotify-Playlisten. Watch Out!

Christian Ullrich

Schiller: Opus

Schiller entführt seine Hörer seit jeher in eine

sphärische Klangwelt. Auf „Opus“ erweitert

er diese mit klassischen Elementen. Schiller

erschafft damit ein romantisches Album,

das voller Sehnsucht in den Sonnenuntergang

blickt. Er bedient sich nicht nur bei

einem der zentralen Motive von Schwanensee,

sondern auch bei Edvard Grieg (Solveigs

Lied) und Debussy (Rêverie). In

Solveigs Song darf zudem der

Weltstar Anna Netrebko zu der

sich verzehrenden Geigenmelodie

zärtliche Worte

singen. Das Besondere

an dieser

Musik ist

aber die kunstvolle Verzahnung der hunderte

Jahre alten Themen mit der Gegenwartsmusik,

die Schiller seit Jahren zu einem der bekanntesten

deutschen Künstler macht. Alles in allem

gelingt ihm das auf „Opus“ sensationell gut.

Teaser: [LINK 1]

Genre: Klassik / Elektro

Für Fans von: Enigma /

Anna Netbrebko

Label: Deutsche

Grammophon

Philip Glaser

The Neighbourhood: I Love You

Poppige Rocksongs umgarnt vom Charme des

Indie, samt Beats, die von R’n’B und Hip-Hop beeinflusst

sind und die den New Wave Synthies ein

perfektes Fundament bieten. Habe ich ein Genre

vergessen? Nein? Ok! Dann stellt sich natürlich

die Frage, ob The Neighbourhood alles können

oder nur so tun als ob. Ihr Album „I Love You.“

beweist Erstes. Wirkt die Integration der verschiedenen

Elemente anfänglich etwas verwässert,

werden die Lieder beim zweiten Hören zu Ohrwürmern,

deren inhaltliche Substanz über jeden Zweifel

erhaben sind. Video: [LINK 2]

Genre: Rock / Pop / Hip-Hop

Für Fans von: Woodkid / MS MR

Label: Sony

James Minchin


Musik

Genre: Reggae / Pop

Für Fans von: Gentleman

Label: Supow Music

HiGHLight

Patrice:

The Rising Of The Son

„The Rising Of The Son“ verschmelzt Reggae und Dub

zu einem homogenen Ganzen und bringt eingängige

Popmelodien, die den grauen Alltag erstrahlen lassen.

Die Lieder vereint ihr ruhiger Charakter, die in Harmonie

aufgehen und ein außergewöhnlich dichtes Hitpotenzial

bieten. Dazu gibt es viele Grooves, deren Vibes

dem hektischen Alltag die Geschwindigkeit rauben.

Dieser Musik zu lauschen ist so entspannend wie in

einer Hängematte zu liegen, die zwischen zwei Palmen

gespannt wurde. Ich glaube, ich höre das Rauschen des

Meeres, kurz bevor sich die nächste Hook im Gehörgang

festsetzt. Herrlich sonnig! Video: [LINK 3]

Christian Gaul

AlunaGeorge:

Body Music

AlunaGeorge

kombinieren die

besten Zutaten

aktueller Popströmungen.

Auf

„Body Music“

verzahnen sich

so UK Garage

und R’n’B. Zwei

Genres, die tief in die amerikanische

und britische Popschule reichen. Von

deren Wurzeln ausgehend produziert

George Musik, deren Harmoniewunsch

mit dem Revolutionsgedanken

kollidiert. Aus dieser Reibung heraus

entsteht spannende Popmusik,

über die Aluna rhythmische Melodien

singt. Besonders eindrucksvoll zu

sehen in dem Video zu „Your Drums,

Your Love“ unter Link [LINK 4].

Genre: R’n’B / UK Garage

Für Fans von: Rudimental / Disclosure

Label: Island Records

Mega! Mega!:

Behalt die Nerven!

Mega! Mega! schreiben Parolen mit LED in den Nachthimmel

und verabschieden sich danach ins Stroboskop-Gewitter.

Zackige Gitarren befeuern die Party und Jugendliche, deren Drang nicht gebremst

werden kann. In der Bude sitzen? Tatort schauen? Quatsch mit Soße!

Diese Musik will raus, vor die Tür. Sie fühlt sich nur wohl zwischen Blau- und

Rotlicht, dort wo der Bass knarzen und das Schlagzeug rumpeln darf. Kein

Wunder, dass der Schweiß festes Bandmitglied ist. „Behalt die Nerven“ knallt

wie ein Mix aus Koffein und Schnaps durch den Strohhalm getrunken. Den

Song „Pro/​Anti“ gibt es unter [LINK 5] kostenlos.

Genre: Indie / Party / Rock

Für Fans von: Kraftclub / Mia

Label: Warner

Bella Lieberberg


XL recordings

Eliot Lee Hazel

Emiliana Torrini:

Tookah

Emiliana Torrini kehrt nach vier Jahren

und ihrem Hit „Jungle Drum“

mit dem Album „Tookah“ zurück. In

sich gekehrt ruhen die neuen Lieder

und offenbaren einen Traum von

einem Album, das perfekt tariert ist

zwischen akustischen Gitarren und

elektronischen Klängen. Wer ein

neues „Jungle Drum“ erwartet, wird

enttäuscht. Wer ein tiefgründiges

Album sucht,

bekommt

eines von seltener Schönheit. Zusammen

mit Feist gehört Torrini zu

den aktuell besten Songwriterinnen

des Planeten. Stream: [LINK 6]

Genre: Feist / Goldfrapp

Für Fans von: Songwriter / Pop

Label: Rough Trade

Franz Ferdinand:

Right Thoughts, Right

Words, Right Action

Als in England die gute Musik von Piratensendern

gespielt wurde, wären Franz Ferdinand eine

große Nummer gewesen. Und heute? Heute ist

das natürlich nicht anders. Mit ihren bisherigen

Alben grüßen sie stets von den Toppositionen der

Charts. Ihr neuester Geniestreich ist dennoch besonders,

denn nie haben die Schotten den Spirit

der 60ies besser in Ohrwürmer gewandelt. Aber Vorsicht, jeder der keine

gute Laune will, darf auf keinen Fall die Single „Right Action“ unter [LINK 7]

hören. Allen anderen sei das dringend empfohlen!

Genre: 60ies / Pop / Indie

Für Fans von: The Kinks / Arctic Monkeys

Label: Domino Rec

Andy Knowles

ALLE

Links>

www.android- user.de/qr/30274

2raumwohnung

„ACHTUNG FERTIG“ heißt das neue

Album von 2raumwohnung, dessen

erste Single „Ich mag’s genauso“ kostenlos

zum Download [LINK 8] bereit

steht. Mehr zum Album erfahrt ihr in

der nächsten Ausgabe.

Download

TIPPs

Travis

Travis, die neben

Coldplay die vermutlich

sehnsuchtsvollsten

Lieder schreiben, verschenken

den gelungenen Titelsong aus ihrem Album

„Where You Stand“. Einfach dem Link unter

[LINK 9] folgen.

Genre: Elektro Pop

Genre: Melancholischer Pop

88

Oktober 2013

Android-User.de


Musik

Petr Vaclavek, 123RF

01 Whatsapper

Mc Fitti

02 The Message

Grandmaster Flash

03 Did You Get My Message?

Jason Mraz

04 A Message

Coldplay

05 A Message To you Rudy

The Specials

06 Message To Michael

Dionne Warwick

07 The Message

Nas

08 Have You Got The Message

Speedometer

09 Message To Love

Jimi Hendrix

10 Send A Message To Her

Beck

11 Passing A Message

Villagers

12 Lost Message

Air

PlayList

...called Love

Rap-Klassiker

und die Gitarre brennt

Spharisches Outro

Wenn das Titelthema WhatsApp & Co

beleuchtet, versteht es sich von selbst,

dass der erste Track dieser Playlist

„Whatsapper“ von Mc Fitti sein muss. Die

folgenden Lieder bieten einen bunten

Mix durch die Genres, wobei in allen

Liednamen „Message“ vorkommen

muss. Passt ja auch zum Titelthema.

[LINK 10] führt direkt zur Playlist. Viel

Spaß beim Hören!

Google Play Store

Album-Empfehlungen

1. Helge Schneider

Klamauk & Jazz

2. Goldfrapp

Ein intimer Hochgenuss

3. Telonius

House, aber bitte funky

4. Thees Uhlmann

Hymnen auf den Alltag!

5. Superchunk

Die Indie Rock Institution

Android-user.de oktober 2013 89


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

tele52, 123RF

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks, die das

Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-Gerät einfacher

und angenehmer machen oder einfach nur

cool sind. Patrick Neef, Christoph Langner

Abb. 1: Android zeigt nicht, welche

Dateien momentan genau wie viel

Speicherplatz belegen.

Wo ist mein Speicher hin?

Viele Android-Phones verfügen

über einen micro-SD-Kartenslot

über den Sie den Speicher Ihres

Handys weiter aufstocken können. So rüsten

Sie den oftmals viel zu kleinen internen Speicher

um 8 bis 64 GByte per SD-Karte nach.

Sobald Sie aber erst einmal Ihre Musik kopiert,

Spiele installiert und die ein oder andere

Datei heruntergeladen haben, wird der

Speicherplatz schnell wieder zu eng, und die

Frage taucht auf: Wo ist eigentlich der ganze

Platz geblieben?

Eine schnelle Übersicht bieten die Einstellungen

von Android, unter dem Menüpunkt

Speicher. Der Dialog listet die verschiedenen

Speicherplätze getrennt

voneinander auf, belegter

Speicher wird als Balken

dargestellt. Das ist zwar

gut verständlich, bei

einem in internen und externen

Speicher aufgeteilten

System plus externer

SD-Karte scrollen Sie

damit aber auch etwas

unübersichtlich durch die

Anzeigen.

Abhilfe schafft die App

DiskUsage [LINK 1], die den

Speicher visuell auflistet:

Je größer das Rechteck,

desto mehr belegten Platz

zeigt es an. Den freien

Speicher finden Sie am

unteren Rand. Besonders

gut gefällt, dass die Darstellung

dynamisch ist.

Abb. 2: Disk Usage zeigt Ihnen übersichtlich

an, welche Ordner oder

Dateien wie viel Speicher schlucken.

Tippen Sie einen Ordner an (apps, system

oder media), zoomt DiskUsage in diesen

hinein und stellt die weiteren Unterordner

größer dar. Haben Sie einen Platzfresser

entdeckt, reicht ein Tipp auf die Menütaste,

um ihn aus dem Speicher zu löschen.

Benachrichtigungen im

Browser

Wenn Ihr Android-Gerät nicht über

eine Benachrichtigungs-LED verfügt,

haben Sie keine andere Wahl,

als ständig auf das Handy zu schauen, ob es

eine neue Nachricht gibt – jedenfalls dann,

wenn das Gerät gerade stumm geschaltet ist.

Für Menschen, die aus beruflichen oder anderen

Gründen nicht permanent

das Handy in die Hand

nehmen möchten und am PC

arbeiten, gibt es eine tolle

Alternative: Mit der App

Desktop Notifications [LINK 2]

schicken Sie die Benachrichtigungen

vom Handy auf den

PC-Monitor.

Dazu muss nach der Installation

der App der entsprechende

Dienst in den Bedienungshilfen

aktiviert werden.

Per Code, den die App

generiert, werden Android-

Phone und Browser danach

miteinander verbunden (für

Google Chrome und Mozilla

Firefox gibt es entsprechende

Erweiterungen). Schon wandern

sämtliche Benachrichtigungen

als Popup in den

90

Oktober 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

auch ein Emoji benutzen kann, wie etwa

„snowflake“ oder „telephone“.

Abb. 3: Desktop Notifications schickt aktuelle

Benachrichtigungen vom Handy direkt auf den PC.

Browser – ideal, wenn das Smartphone gerade

in der Tasche steckt, und außerdem besteht

so weniger die Chance, wichtige Anrufe

oder Nachrichten zu verpassen. Die Handy-

App Krome [LINK 3] bietet dieselbe Funktionalität,

hat aber in unserem Versuch einfach

nichts anzeigen wollen. Vielleicht haben Sie

ja mehr Glück!

Emojis zur Tastatur

hinzufügen

Emojis, das ist die japanische Bezeichnung

für Emoticons. Damit sind nicht nur Smileys

gemeint, sondern eine Vielzahl an Symbolen

für unterschiedliche Begriffe. Sie waren früher

weiter verbreitet, als sie es heute sind,

aber bei manchen Geräten können Sie die

Emojis wieder zurückholen. Schauen Sie

doch mal in den Einstellungen zu Sprache &

Eingabe nach, ob sich dort bereits eine Tastatur

mit der Bezeichnung „jWnn IME Emoji

input“ befindet.

Falls ja, müssen Sie

dort einfach nur einen

Haken setzen, und schon

können Sie die putzignostalgischen

Emojis in

Chats und E-Mails verwenden.

Es gibt noch

einen ähnlichen Trick,

bei dem aber die Nutzung

eingeschränkt ist,

da Sie die englische Eingabesprache

verwenden

müssen. Bei den Tastatureinstellungen

im Abschnitt

Wörterbücher

können Sie Emojis for

english words herunterladen

und installieren.

Dann bietet Ihnen die

Tastatur ein passendes

Emoji an, sobald Sie ein

Wort tippen, für das man

Abb. 5: Erweiterte Smileys lassen sich

für das englischsprachige Keyboard

aktivieren.

Statusbar ausblenden

Die Statusbar, auch Info- oder Benachrichtigungsleiste

genannt, am

oberen Bildschirm des Handys zeigt

viele relevante Informationen an und ist für

die meisten Android-Nutzer unverzichtbar.

Uhrzeit, Akkurestdauer, Empfangsqualität

und natürlich der Eingang neuer Nachrichten

werden hier übersichtlich angezeigt. Und

trotzdem sieht es schöner aus, wenn die Statusbar

nicht zu sehen ist. Dann kommt das

Design der Android-Oberfläche, das Wallpaper

oder der Live-Hintergrund, so richtig

schön zur Geltung. Wie also lässt sich die

Statusbar ausblenden? Zum Beispiel mit dem

Nova Launcher [LINK 4].

Diese Launcher-Alternative bietet in den

Optionen unter Nova Einstellungen | Erscheinungsbild

| Benachrichtigungsleiste die Möglichkeit,

die Statusbar durch Drücken der

Hometaste auszublenden. Und zwar immer

dann, wenn bereits der Homescreen angezeigt

wird. Durch erneutes Drücken kommt

die Leiste wieder zum Vorschein. Gewöhnungsbedürftig,

aber effektiv!

Das Gute ist, dass sich Nova Launcher den

Zustand der Statusbar merkt. Öffnen Sie eine

App oder den App Drawer mit zuvor ausgeblendeter

Leiste, zeigt Nova diese zwar wieder

an, durch einen Klick auf die Hometaste

verschwindet sie aber wieder umgehend. Die

Benachrichtigungszentrale bleibt, auch wenn

die Statusbar ausgeblendet ist, durch schnelles

Wischen vom oberen Rand des Handys

immer bequem erreichbar.

AppDialer

Gehören Sie zu den

App-Junkies, die

Hunderte Apps auf

ihrem Androiden installiert

haben? Dann wird das Auffinden

des gerade gewünschten

Programms immer schwerer.

Ihre Lieblingsanwendungen

liegen zwar auf dem Homescreen,

doch für selten genutzte

Apps müssen Sie sich

durch den App Drawer graben,

eine Suchfunktion oder

Filter bietet dieser nicht. Mit

dem AppDialer [LINK 5] finden

Sie die gewünschte App dagegen

im Handumdrehen.

Beim Start der Anwendung

erscheint eine herkömmliche

Abb. 4: Der Nova Launcher bietet

Ihnen die Option, die Statusbar vom

Desktop zu nehmen.

Abb. 6: Ohne Statusbar wird der Blick

frei für das Hintergrundbild oder ein

Live-Wallpaper.

Android-user.de Oktober 2013 91


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 7: Wer viele Apps installiert hat,

der findet mit dem AppDialer schneller

zur App der Wahl.

Handytastatur mit T9-

Tastenbelegung. Fangen

Sie dort an zu tippen,

erscheint nach

und nach eine Auswahl

an Treffern, in

der Sie per Wischgeste

auch navigieren können.

Ein Fingerzeig auf

die gewünschte App

startet diese und lässt

den AppDialer wieder

im Hintergrund verschwinden.

In der kostenpflichtigen

Pro-Version

[LINK 6] können Sie

den Dialer fest im Benachrichtigungsfeld

verankern.

Apps in Tabs

sortieren

Sie sind ein App-Junkie, der sich

nur selten von Apps trennen kann?

Dann quillt die App-Schublade auf

Ihrem Handy vermutlich über. Schlimm

genug, dass viele App Drawer die Android-

Apps von Haus aus immer noch nicht alphabetisch

sortieren, doch selbst wenn das der

Fall ist, dauert es bei vielen installierten Apps

oft eine ganze Weile, bis Sie die gesuchte Anwendung

gefunden haben.

Eine wirksame Methode, den App Drawer

ein wenig aufzuräumen, ist es, verschiedene

Tabs für einzelne Aufgabenbereiche zu verwenden.

Der vorhin genannte Nova Launcher

bietet diese Funktion. Damit packen Sie

zum Beispiel alle Spiele in einen eigenen

Reiter, und schon sind sie in der Hauptansicht

der Apps nicht mehr zu sehen. Einige

Android-Oberflächen wie die neue Version

Abb. 9: Passt dieser Tisch in meine Wohnung? Der Homestyler simuliert das neue Möbel.

Abb. 8: Räumen Sie mit zusätzlichen

Tabs in Ihrer App-Schublade einmal

kräftig auf!

von HTC Sense, arbeiten ebenfalls

mit den prakischen Tabs.

Die Wohnung virtuell

gestalten

Sie ziehen in eine

neue Wohnung oder

möchten Ihr Zuhause

kräftig umstellen, können sich

aber erst einmal überhaupt

nicht vorstellen, wie die Möbel

stehen sollen. Hier schafft die

App Homestyler [LINK 7] Abhilfe,

mit ihr gestalten Sie Ihre Wohnung

virtuell, sodass Sie ohne

Schrankrücken sehen, was

Ihnen gefällt und was nicht.

Das funktioniert in der Praxis

ganz gut: Sie schießen lediglich

ein Foto des Zimmers und fügen

dann Elemente aus einer umfangreichen

Bibliothek ein.

Die virtuellen Möbel lassen sich dann kinderleicht

mithilfe von Touchgesten drehen, vergrößern

oder verkleinern, sodass Sie das

Möbelstück in Sekundenschnelle in der passenden

Größe und Perspektive im Bild sehen.

Falls Sie keine brauchbaren Fotos Ihrer

neuen Wohnung besitzen oder nur einen

Grundriss vorliegen haben, erstellen Sie

alternativ aus einem Verzeichnis heraus

komplett leere Räume, die Sie dann über die

Möbeldatenbank füllen können. Der Zugriff

auf das Portfolio verschiedener Designer und

Firmen macht diese App zu einem semiprofessionellen

Werkzeug

Wasser im Handy – was nun?

Nur wenige Android-Modelle sind

wasserdicht wie etwa das Sony

Xperia Z oder das Samsung Galaxy

S4 Active. Die meisten Android-Handys sind

nach einem Ausflug in den Gartenteich von

innen komplett durchnässt, was oft einen

Defekt nach sich zieht. Es gibt jedoch ein

paar einfache Methoden, Ihr nasses Handy

zu retten – und es gibt Rettungsaktionen,

die Sie entgegen Ihrer Intuition unbedingt

unterlassen sollten.

Sofern das Smartphone noch läuft, sollten

Sie es nach einem Sturz ins Wass sofort ausschalten

und auf keinen Fall einschalten,

wenn es zuvor aus war. Sie sollten vermeiden,

es auf Heizkörpern, in der heißen Sonne

oder mit einem Föhn zu trocknen, da die

Hitze wichtige Teile beschädigen könnte.

Öffnen Sie das Gerät stattdessen, nehmen

Sie Akku, SIM- und SD-Karte vorsichtig heraus,

und tupfen Sie das Handy vorsichtig mit

92

Oktober 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

einem möglichst saugkräftigen

Tuch ab. Bei alldem

ist wichtig, dass Sie das

Handy möglichst wenig bewegen,

damit das Wasser

nicht noch weiter in das

Innere des Geräts vordringen

kann.

Ein wirksamer Trick ist,

das Smartphone oder Tablet

in einen Beutel mit Reis

zu legen. Der Reis saugt

die Feuchtigkeit schnell

auf, fast wie ein Schwamm,

ohne dass Sie das Android-

Phone dazu öffnen müssen.

Nach zwei, drei Tagen

sollte alle Feuchtigkeit vom

Reis absorbiert worden

sein. Bauen Sie dann wieder

alles zusammen, und

drücken Sie vor dem Einschalten

fest die Daumen.

Abb. 10: Vermeiden Sie, dass Apps

bei der Installation Icons auf dem

Homescreen speichern.

Den Homescreen sauber

halten

Sie geben sich viel Mühe, die

Homescreens Ihres Handys perfekt

einzurichten, und plötzlich tauchen

nach jeder Installation neuer Apps ungewollt

neue Icons auf, die das Gesamtbild trüben.

Vor allem Minimalisten mögen es gar nicht,

wenn der Homescreen mit Icons zugepflastert

ist. Eine Möglichkeit, das zu verhindern,

wird leicht übersehen, denn sie findet sich

nicht in den Einstellungen des Android-Handys,

sondern in denen der Google-Play-App.

Öffnen Sie dazu Google Play auf dem

Handy, und drücken Sie die Menütaste. Wählen

Sie als nächstes die Einstellungen aus,

und entfernen Sie den Haken bei der Option

Widgets automatisch hinzufügen. Diese Einstellung

bezieht sich nämlich nicht nur auf

Widgets, sondern auch auf die App-Icons auf

den Homescreens. Der Handy-Desktop bleibt

nun auch nach der Installation von weiteren

Spielen und Apps wunderbar ordentlich und

sauber.

Eine etwas härtere Alternative hierzu ist

das Sperren der Homescreens. Bei den meisten

Android-Oberflächen ist das von Haus

aus nicht möglich, aber viele alternative

Launcher – allen voran der exzellente Nova

Launcher – bieten diese Option in ihren Einstellungen

an. Das Sperren des Homescreens

hat den zusätzlichen Vorteil, dass Sie die von

Ihnen bewusst platzieren Icons und Widgets

nicht mehr versehentlich verschieben oder

löschen können.

Google ortet

verlorene Handys

Für Android-User

wäre es eine der

größten Katastrophen,

das Handy zu verlieren.

Die gesammelten Bilder,

mühsam zusammengetragene

Daten – alles weg!

Und natürlich besteht auch

das Risiko, dass Dritte an

Ihre Zugangsdaten für

Google, Facebook und Co.

gelangen. Es gilt also, das

Handy möglichst schnell

wiederzufinden.

Dazu gibt es im Play

Store diverse Find-mein-

Handy-Apps wie Android

Lost [LINK 8], doch auch die

meisten Sicherheits-Apps

wie Lookout [LINK 9] oder

Avast Mobile Security [LINK 10] bieten dieses

Feature. Inzwischen gibt es aber auch für

das Android-System einen Handy-Finder

direkt von Google.

Voraussetzung dafür ist die Installation

der aktuellen Google-Play-Dienste [LINK 11]

sowie die Aktivierung des dann verfügbaren

Android-Gerätemanagers unter Einstellungen

| Sicherheit | Geräteadministratoren. Anschließend

orten Sie auf der Webseite

https://www.google.com/android/devicemanager

Ihr Handy, lassen es klingeln oder –

falls es unwiederbringlich verloren sein sollte

– löschen sämtliche Daten über das Internet.

Die Ortungsfunktion wurde von Google

gerade eben erst vorgestellt, Sie erreichen sie

auch über das Zahnradmenü in der Webansicht

des Play Stores. Es schadet nicht, den

Android-Gerätemanager umgehend zu aktivieren.

Damit bereiten Sie Ihr Handy rechtzeitig

für den Fall der Fälle vor.

● ● ●

Tipps & Tricks

Abb. 11: Der Android-Gerätemanagers

muss von Ihnen als Geräteadministrator

aktiviert werden.

Abb. 12: Über den Android Gerätemanager orten Sie Ihr Handy, lassen es klingeln oder

löschen im schlimmsten Fall sämtliche Daten vom Gerät.

Android-user.de Oktober 2013 93


Tipps & Tricks

Remote Keyboard

serdar duran, 123RF

Über die PC-Tastatur Texte auf dem Handy tippen

Abgetippt

Sie chatten gerne per

WhatsApp, sind aber

kein Fan der Handy-Tipperei?

Dann nutzen Sie

mit dem Remote Keyboard

doch Ihren PC

als praktische Tastatur.

Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30218

Abb. 1: Am PC am Telnet-Client informiert Sie eine Hilfe über die in

das Keyboard eingebauten Shortcuts.

Moderne virtuelle Keyboards wie

SwiftKey oder Swype machen

das Tippen auf dem Handy

schnell, doch nach wie vor geht

vielen Usern das Schreiben auf einer normalen

PC-Tastatur leichter von der Hand.

WhatsApp für den PC?

Bei vielen Apps ist das ein leicht lösbares

Problem. Ihre E-Mails schreiben Sie zur Not

in Gmail oder Outlook. Für längere Hangout-

Chats loggen Sie sich ebenfalls bei Gmail ein.

Viele Apps bieten zudem Web-Frontends

oder eine PC-Synchronisation, sodass Sie

wirklich nur das Nötigste auf dem Handy-

Touchscreen tippen müssen. WhatsApp-

Chatter aber stehen hier vor einem Problem:

Es gibt keine Möglichkeit, den beliebten Messenger-Dienst

vom PC

aus zu benutzen.

Daher kommt in diesem

Fall das Remote

Keyboard [LINK 1] wie

gerufen, es überträgt

Eingaben vom Computer

auf Ihr Handy.

Abb. 2: Das Remote Keyboard hat

keine eigenen Tasten, die Eingabe

erfolgt über den PC.

Eingabe per PC-Tastatur

Das Remote Keyboard ist ein virtuelles Keyboard

ohne sichtbare Tasten. Stattdessen öffnet

die Open-Source-App einen Server-Port,

auf dem Sie sich per Telnet einloggen können.

Das klappt unter MacOS X, Linux und

auch Windows. Dort müssen Sie allerdings

entweder den Telnet-Client aktivieren [LINK 2]

oder Sie installieren sich den SSH- und Telnet-Client

PuTTY [LINK 3] auf dem Rechner.

Beim ersten Start des Remote Keyboard

meldet sich die App mit dem Hinweis, dass

Sie die Tastatur in den Android-Einstellungen

unter Sprache & Eigabe aktivieren müssen.

Die App öffnet auf Wunsch gleich den richtigen

Abschnitt in den Einstellungen.

Copy-and-paste

Wieder zurück in der App, wechseln Sie über

den Button Select keyboard die Eingabemethode.

Dieser Dialog steht Ihnen auch jederzeit

zur Verfügung, ohne dass Sie extra die

Tastatur-App starten müssen. Ziehen Sie einfach

die Benachrichtigungsleiste herunter,

und tippen Sie auf Eingabemethode wählen.

Über ein Terminalfenster loggen

Sie sich nun auf der Tastatur ein.

Ist in Windows der Telnet-Client

installiert, geben Sie zum Start

der Verbindung telnet ip.des.

handys 2323 ein. Unter Linux

sieht der Befehl genauso aus.

Tippen Sie nun in dem Fenster

etwas ein, wandern alle Eingaben

automatisch auf das Handy.

Wer auf PuTTY setzt, sollte darauf

achten, UTF-8 als Zeichencodierung

zu nutzen.

Neben reinen Texten übernimmt

Remote Keyboard auch

Eingaben auf Richtungstasten.

So steuern Sie das Handy, ohne

es in die Hand nehmen zu müssen,

Strg+Q arbeitet dabei als

Zurück-Taste. Ebenso praktisch

ist, dass Remote Keyboard die

Zwischenablage überträgt. ● ● ●

94

Oktober 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Android-Akku-Mythen

Wir räumen mit gängigen Akku- und Strom-Mythen auf!

Aufklärung

Sofern also keine App läuft, die ständig

den aktuellen Standort abfragt,

spart das Abschalten von GPS so gut

wie keinen Strom. Hier handelt es sich

also um eine Maßnahme, die man beim

Thema „Akku-Sparen“ getrost ignorieren

kann.

Wenn sich um ein

Thema keine Mythen

ranken, ist es nicht interessant.

Rund um Android

ranken sich diverse

Mythen, von denen

dieser Artikel einige

näher untersucht.

Andreas Itzchak Rehberg

In jeder Geschichte steckt immer ein

Körnchen Wahrheit. Auch rund um den

Stromverbrauch ranken sich Mythen und

Legenden. Wir zeigen Ihnen in diesem

Beitrag, an welcher Akku-Story wirklich

etwas dran ist.

GPS frisst viel Akku

Der GPS-Empfänger zieht bei Aktivität etwa

500 Milliwatt, im Stand-by jedoch nur noch

etwa 0,5 mW. Zum Vergleich: Der Touchscreen

verbraucht etwa 300 bis 1500 mW, ein

Download per WLAN circa 500 bis 1200 mW.

Diego Schtutman, 123RF

2G ist sparsamer als 3G

An diesem zweiten Mythos ist ein wenig

mehr dran – dennoch lässt sich die Aussage

so allgemein nicht halten. Wahr

oder falsch hängt hier sehr von Umfang

und Häufigkeit der Datenübertragungen

ab. Detailliert beschreibt

dies ein Artikel bei Stackexchange

[LINK 1]. Ein Blick auf die nackten Wattzahlen

während Datenübertragungen oder

Telefonaten (siehe Tabelle „Stromverbrauch“)

scheint den Akku-Mythos zunächst

zu bestätigen.

UMTS-Datentransfers (3G) ziehen auf den

ersten Blick eindeutig stärker am Akku als

EDGE-Transfers (2G). Allerdings darf man

nicht nur die nackten Wattzahlen vergleichen,

es muss auch die Dauer mit in die

Rechnung aufgenommen werden.

Aufgrund der deutlich schlechteren Transferraten

braucht der Upload einer größeren

Datei siebenmal so lange wie mit dem

schnellen UMTS. Bei Downloads ist der Vorteil

von UMTS noch größer, hier funkt das

Handy 30-mal so schnell. Das sind also die

Zahlen, durch die obige UMTS-Werte noch

zu teilen wären. Die Stand-by-Werte können

praktisch vernachlässigt werden.

Anders sieht es bei Telefonaten aus: Egal

ob 2G oder 3G, man fasst sich beim Telefonieren

ja nicht kürzer. Und natürlich muss

auch die Empfangsqualität in Betracht gezogen

werden: Bei schlechtem Signal erhöht

sich der Stromverbrauch deutlich. Die Transferraten

sinken, und bei Telefonaten können

Verständigungsprobleme durch Aussetzer

und Knistern zu längeren Gesprächszeiten

aufgrund erforderlicher Rückfragen führen.

Zusammengefasst: Was sparsamer ist,

hängt von dem Nutzungsverhalten des Users

und der Netzqualität ab. Wer keine oder nur

wenig Daten überträgt, spart im 2G-Modus

96

Oktober 2013

Android-User.de


TIpps & Tricks

Android-Akku-Mythen

Abb. 1: GPS verbraucht nur dann

Strom, wenn eine App die aktuelle

Position ermitteln möchte.

Abb. 2: UMTS braucht mehr Strom,

dafür kann der Datenfunk aber

auch schneller wieder schlafen.

Abb. 3: Mit Tasker ließe sich der

automatische Wechsel zwischen

2G und 3G bewerkstelligen.

Abb. 4: Im Play Store finden sich

Root-Apps, die Einfluss auf die Fast-

Dormancy-Werte nehmen.

tatsächlich Akku. Bei häufigen oder größeren

Datentransfers und wenig Telefonaten liegt

man allerdings mit 3G besser – vorausgesetzt

das Netz spielt mit.

Auto-Toggle auf 2G bei

Screen-off spart Akku

Analog zum vorigen Mythos stimmt auch

dies nur eingeschränkt. Da 2G und 3G verschiedene

Frequenzbänder nutzen, kostet

das Umschalten zusätzlich Energie. Wird

etwa mit Tasker [LINK 2] häufig hin- und hergeschaltet,

ist das eher kontraproduktiv. Bleibt

jedoch der Bildschirm nach dem Abschalten

im Regelfall länger aus und im Hintergrund

laufen auch keine großartigen Datentransfers

(siehe voriger Punkt), ließe sich auf diese

Weise durchaus Akku sparen.

Fast Dormancy knabbert

kräftig am Akku

Obwohl zahlreiche Forenbeiträge dies zu bestätigen

scheinen, ist die Aussage in dieser

Form definitiv nicht korrekt. Bei „Fast Dormancy“

handelt es sich nämlich eigentlich

um einen Stromspar-Automatismus während

des UMTS-Funks, wie ein Artikel bei Android-Hilfe.de

[LINK 3] recht anschaulich beschreibt:

Ziel ist es dabei, nach einem abgeschlossenen

Datentransfer möglichst schnell

wieder in einen stromsparenderen Funkmodus

zu wechseln.

UMTS kennt hier mehrere Zustände, die

sich sowohl in verfügbarem Funktionsumfang,

Reaktionsgeschwindigkeit als auch

Energieverbrauch unterscheiden. Der sparsamste

Zustand nennt sich IDLE und ist

nichts weiter als ein Bereitschaftsmodus,

während dem kein Datentransfer stattfindet.

Um in einen Zustand zu wechseln, in dem

wieder Daten übertragen werden können,

braucht es zum Teil relativ lange, oft bis zu

2,5 Sekunden. Da diese Reaktionszeit nicht

immer zumutbar ist, gibt es einen verbesserten

Ruhezustand (PCH), der nur unwesentlich

mehr Energie benötigt. Auch hier ist kein

Datentransfer möglich; der Wechsel in einen

entsprechenden Zustand erfolgt mit etwa 0,5

Sekunden jedoch wesentlich schneller.

Begrenzter Datentransfer ist im dritten

Modus (FACH) möglich. Dieser benötigt allerdings

bereits etwa 50-mal so viel Energie wie

IDLE. Volle Transferleistung gibt es dann im

Modus DCH bei einem etwa hundertfachen

Energiebedarf. Da auch das Schalten zwischen

den einzelnen Modi einiges an Signali-

Stromverbrauch

Upload

EDGE/​GSM

UMTS

Milestone 1179 mW 1410 mW

Galaxy S3 n. v. 1033 mW

Download

Milestone 853 mW 1349 mW

Galaxy S3 n. v. 1074 mW

Telefonat

Milestone 511 mW 983 mW

Galaxy S3 297 mW 637 mW

Standby

Milestone 11,6 mW 18,3 mW

Galaxy S3 9,5 mW 13,8 mW

Android-user.de Oktober 2013 97


Tipps & Tricks

Android-Akku-Mythen

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30406

Abb. 5: Task-Killer bewirken oft das

Gegenteil von dem, was man sich

von ihnen erhofft.

sierungsaufwand (und

somit Energieverbrauch)

bedeutet, ist hier ein ausgeklügelter

Mechanismus

zur Verwaltung nötig.

Der oftmals berichtete

höhere Stromverbrauch ist

eher auf Fehler bei der Implementierung

(beziehungsweise

sich darauf

auswirkende Bugs in der

Firmware des jeweiligen

Geräts) zurückzuführen.

Bevor man hier also in

„blinden Aktionismus“

verfällt, empfiehlt es sich,

zunächst die Hintergründe

zu eruieren. Der genannte

Artikel ist dafür ein guter

Startpunkt. Ein weiterer,

technischer Artikel mit

grafischer Veranschaulichung

findet sich bei Ajusady.Com [LINK 4].

Abb. 6: Die Datei batterystats.bin

enthält keine Informationen über

den Handy-Akku selbst.

Task-Killer verlängern Akku-

Laufzeit

Diesem Thema widmete sich Android User

erst kürzlich ausführlich in Ausgabe 9/​2013

[LINK 5]. Task-Killer sind keinesfalls ein Allheilmittel

zur Verlängerung der Akku-

Laufzeit. Das ist auch gar nicht ihre

Aufgabe, denn um die Ressourcen

kümmert sich das Android-System

selbst schon sehr gut, solange die

And roid-Apps auch mitspielen. Eine

schlecht programmierte App – oder

ein sich in eine theoretisch gut programmierte

App eingeschlichener

Bug – können ihm dabei jedoch

durchaus einen Strich durch die

Rechnung machen: Hat sich eine solche

App „festgefressen“, ist in der

Tat ein Task-Killer angesagt.

Nicht geeignet sind Task-Killer jedoch

zur „allgemeinen Speicher-Bereinigung“.

Ungenutzter Speicher ist

nutzlos. Android versucht, den Speicher

daher möglichst bis ins letzte

Byte zu füllen: als Cache für Apps,

Daten, Dateien und mehr. Wird zusätzlicher

Speicher benötigt, räumt

das System automatisch weniger

sinnvolle Inhalte aus.

Das manuelle „KillAll“ geht auch

aus anderen Gründen oftmals

„nach hinten los“. Etliche Apps

(und insbesondere Dienste) starten

sich nämlich nach einem solchen

sofort neu. Damit müssen

der Speicher neu initialisiert,

die App und ihre Daten neu

geladen und der von der App

gewünschte Betriebszustand

wiederhergestellt werden –

was weit mehr Ressourcen

verbraucht, als hätten Sie die

App gleich gewähren lassen.

Setzen Sie daher Task-Killer

gezielt und mit Bedacht ein.

Ein „Chuck-Norris-Modus“ ist

hier alles andere als angesagt.

Akku kalibrieren:

batterystats.bin

Dies ist einer der ältesten

And roid-Mythen, der sich

trotz zahlloser Aufklärungsversuche

hartnäckig hält. Was

sicher nicht zuletzt am leicht

irreführenden Namen der

Datei batterystats.bin liegt –

die mitnichten Statistiken über die Daten des

Akkus enthält. Ein Artikel bei den XDA-Developers

[LINK 6] zitiert dazu die Google-Entwicklerin

Dianne Hackborn: „It has no impact

on the current battery level shown to

you. It has no impact on your battery life.“

Auf Deutsch: Die Datei hat keinen Einfluss

auf die Batterieanzeige und auch nicht auf

die Akku-Laufzeit. Sie enthält nichts weiter

als Informationen über die Akkuverbraucher,

also welche Apps in welchem Zeitraum wie

viel „am Akku gelutscht“ haben.

Was die Kalibrierung des Akkus betrifft:

Die erfolgt ganz einfach, indem Sie den Ladezustand

zunächst möglichst niedrig fallen

lassen und dann den Akku in einem Rutsch

wieder auf 100 Prozent aufladen. Vermeiden

Sie dabei Tief-Entladungen. Spätestens wenn

das Handy Sie vor einem zu leeren Akku

warnt, hängen Sie es an den Strom, was im

Alltag eigentlich fast automatisch passiert.

Wie oft sollten Sie nun den Akku „kalibrieren“?

Diesem Thema widmet sich unter

anderem ein Artikel bei Stackexchange

[LINK 7]. Kurz zusammengefasst: keinesfalls

öfter als einmal im Monat – etwa alle drei

Monate sollte völlig ausreichend sein.

Und seien wir einmal ehrlich: In diesem Zeitraum

passiert es wohl jedem von uns irgendwann

von selbst einmal, dass der Ladestand

des Akkus die 20-Prozent-Marke unterschreitet.

Be achten Sie einfach nur, ihn in

diesem Fall in einem Rutsch und ohne

Unterbrechungen wieder auf 100 Prozent zu

laden – und man muss keinen Gedanken an

die „Akku-Kalibrierung“ des Handys verschwenden.

● ● ●

98

Oktober 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Bytes Insight

Mit Bytes Insight den Datenverbrauch live verfolgen

Datenticker

Wer viele Apps nutzt, lädt viele

Daten ins Internet hoch und aus

dem Netz herunter. Oft werden

dabei innerhalb von Sekunden

mehrere MByte verbraucht. Bytes

Insight verrät live und auf das

KByte genau, was gerade hochund

heruntergeladen wird.

Marcel Hilzinger

Abb. 1: In den Einstellungen legen

Sie fest, dass die App nur den Verkehr

über 3G überwachen soll.

Laut einer Umfrage von Android User

nutzen noch viele Anwender eine

Flatrate um 500 MByte. Hier reicht

das Highspeed-Volumen meistens

nicht bis zum Ende des Monats beziehungsweise

bis zum Stichtag, und Sie müssen

dann mit einer gedrosselten Geschwindigkeit

auskommen. Schuld daran ist nicht nur der

Datenhunger gewisser Apps, sondern in vielen

Fällen auch der Umstand, dass der Nutzer

gar nicht mitbekommt, wie viel vom

Highspeed-Kontingent schon aufgebracht ist.

Mitzählen – live

Es gibt viele Apps, die

Ihren mobilen Datenverbrauch

überwachen. Die

meisten davon rechnen jedoch

nur täglich ab oder

Sie müssen mühsam zur

App wechseln. Bytes Insight

[LINK 1] rechnet Ihnen

live und stets sichtbar vor,

wie viele Bytes gerade

durch das Mobilfunk-Modem

fließen. Die App gibt

es kostenlos bei Google

Play. Sie zeigt keine Werbung

an und benötigt auch

keinerlei Rechte.

Nach dem Start der App

landen Sie in den Einstellungen

von Bytes Insight.

Abb. 2: Mit der Grundeinstellung

von 10 KByte erhalten Sie sehr

detaillierte Informationen.

Hier setzen Sie am besten den Haken bei der

Checkbox Mobile traffic only. Mit dieser Einstellung

schneidet die App nur noch das

Download- und Upload-Volumen über 3G

mit und zeigt die Statistiken für jede App gesondert

an. Ohne die Checkbox misst Bytes

Insight auch den Verbrauch über Wi-Fi und

zeigt weniger detaillierte Informationen an.

Über den Eintrag Traffic Sensivity legen Sie

fest, wie genau Bytes Insight misst. In der

Grundeinstellung wird lediglich pro zehn

KByte gezählt. Das ist ein guter Kompromiss

Abb. 3: Nach dem Ausklappen der

Benachrichtigung zeigt Bytes

Insight die genaue Statistik an.

100

Oktober 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Bytes Insight

zwischen Akkuverbrauch und Genauigkeit.

Bei zwei GByte Inklusivvolumen lohnt es

sich eventuell, den Wert auf 100 KByte hochzudrehen,

da hier nicht wirklich jedes einzelne

KByte zählt, bei einem kleineren Datenvolumen

und für eine genauere Messung

belassen Sie den Wert am besten bei der

Grundeinstellung.

Clever mitlesen

Nach diesen zwei Einstellungen können Sie

die App schließen beziehungsweise einfach

mit dem Home-Button zurück zum Startbildschirm

wechseln. Bytes Insight zieht sich

nun die Informationen direkt aus der Netzwerkschnittstelle

des Android-Systems. Wer

schon einmal auf einem Terminalfenster gearbeitet

hat, kennt die Infos eventuell: Rx

(Receiver) zeigt die Werte für die Menge

Ihrer Downloads an, Tx (Transmitter) die

hochgeladenen Daten.

Sobald der eingetragene Schwellenwert

(also 10 KByte in der Grundeinstellung) überschritten

wird, meldet sich Bytes Insight in

der Benachrichtigungsleiste und zeigt an,

welche App dieses Datenvolumen verursacht

hat. Sobald eine weitere App wieder aufs

Netzwerk zugreift, zählt Bytes Insight das

Volumen hinzu. In der Grundeinstellung

sehen Sie nur die Werte für Rx und Tx, wenn

Sie die Benachrichtigungsleiste öffnen. Klappen

Sie die Benachrichtigung hingegen über

eine weitere Wischgeste auf, dann erscheinen

die konkreten Daten. Hier sehen Sie

dann schnell, welche Apps dafür verantwortlich

sind, dass schon wieder ein paar Megabyte

vom wertvollen Datenvolumen verbraucht

sind.

Fazit

Bytes Insight ersetzt keinen Datenzähler wie

Droid Stats [LINK 2] oder den in Android eingebauten

Datenmonitor: Bei einem Klick auf

Reset wandern die zuvor gesammelten Daten

umgehend ins Datennirvana.

Die App eignet sich aber ideal, um den eigenen

Datenverbrauch zu verfolgen, und sie

hat sich in den Tests auch ein paar Mal bewährt,

um richtige Datensünder zu finden,

die (ungefragt) größere Datenmengen ins Internet

hochladen. Da die App keinerlei besondere

Rechte benötigt (auch kein Root)

und werbefrei ist, können wir Bytes Insight

uneingeschränkt empfehlen.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30295


Poweruser

PDroid Manager

App-Rechte mit OpenPDroid Privacy managen

Selbstgerecht

Ein großer Unterschied

zwischen Android und

iOS besteht darin, dass

Sie unter Android die

Rechte einer App bei

der Installation absegnen

müssen und dann

dieses Ja nicht mehr

aufheben können.

Außer Sie setzen auf

PDroid. Patrick Grete

App-Berechtigungen

sind ein weites Themenfeld,

das immer

wieder für hitzige

Debatten sorgt. Einerseits

herrscht bei Android völlige

Transparenz: Der Nutzer weiß

etwa, dass das lustige Spiel mit

den verärgerten Vögeln und

den hungrigen Schweinen auf

die Telefonnummer des eingehenden

Anrufs zugreifen

möchte. Andererseits ist der

Android-User diesen Rechteanforderungen

insofern ausgeliefert,

als er immer nur dem gesamten

Rechtepaket zustimmen kann.

Auf gerooteten Geräten lassen sich mit diversen

Root-Apps (zum Beispiel LBE Privacy)

normalen Apps die Rechte entziehen, aber

häufig sind diese dann aufgrund diverser Abstürze

kaum mehr benutzbar.

Wer sein Smartphone

nicht nur gerootet hat, sondern

auch ein Custom-ROM

einsetzt, kann mit dem

OpenPDroid Privacy Manager

[LINK 1] beliebigen Apps

kritische Rechte entziehen,

ohne dass die Apps abstürzen.

Es handelt sich dabei

um das neueste Projekt aus

der PDroid-Familie mit den

meisten Funktionen. Dieser

Artikel erklärt Ihnen Schritt

für Schritt, wie das geht.

Falls auf Ihrem Handy bereits

Android 4.3 installiert

ist, können Sie sich das

Rooten und Custom-ROMs

sparen. Lesen Sie dazu den Abb. 1: Android 4.3 kennt eine erweiterte

Rechteverwaltung, sie ist bisher

Kasten Ab Android 4.3 inklusive.

aber noch versteckt.

Der PDroid Manager

Zuerst jedoch zum PDroid Manager. Wie

kann diese App ohne Root-Rechte anderen

Apps Rechte entziehen? Dazu ist es wichtig

zu verstehen, wie Apps ihre Rechte nutzen.

Dies tun sie über genau definierte Schnittstellen

(APIs), die das Android-Betriebssystem

bereitstellt. Die APIs müssen Sie sich als

Rohrleitungen vorstellen. Eine App mit dem

Recht, die Kontakte zu lesen, bekommt vom

Betriebssystem eine Rohrleitung zu den Kontakten

bereitgestellt und saugt sie dort ab.

Kappt nun eine Root-App einfach diese Leitung,

dann merkt das die App und reagiert

häufig mit einem Absturz.

Wird die Rohrleitung jedoch nicht gekappt,

sondern lediglich zu einer anderen Stelle hin

umgebogen, wo sich eine leere Kontaktliste

befindet, dann ist die App zufrieden, da sie

den gewünschten Zugriff auf die Kontaktliste

hat und der User ebenfalls, da er keine seiner

Kontakte preisgibt. Die Fähigkeit, diese Rohrleitungen

umzubiegen,

muss dem Betriebssystem

erst beigebracht werden.

Das passiert über entsprechende

Patches, die genau

zum Betriebssystem passen.

Deshalb benötigen Sie

für PDroid eine Custom-

ROM und den passenden

Kernel. Für die offiziellen

ROMs von Google,

Samsung oder HTC gibt es

keine solchen Patches.

PDroid braucht also

keine Root-Rechte. Damit

ist die App auch für den IT-

Betrieb größerer Institutionen

interessant, wenn sie

den Mitarbeitern die private

Nutzung des dienstlichen

Smartphones erlau-

102

Oktober 2013

Android-User.de


Poweruser

PDroid Manager

Abb. 2: Der Autopatcher lädt unter Linux die zum Patchen benötigten

Tools aus dem Internet.

Abb. 3: Am Ende meldet der Autopatcher, dass die PDroid erfolgreich

gebaut werden konnte.

ben wollen und keine kaum handhabbare

Blacklist für Apps führen wollen. Mit der Sicherheitsleitlinie

inkompatible Rechte lassen

sich über PDroid entziehen.

Viele Möglichkeiten

PDroid blockiert den Zugang zur Identität

(SIM-Karten-ID, IMEI, Telefonnummer, Gerätebezeichnung),

zum Telefonbuch, zu Systemlogs,

zur Telefonnummer des eingehenden

Anrufers, zum GPS- oder Netzwerk-

Standort, dem Kalender, SMS/​MMS und vielen

weiteren Rechten. PDroid hindert Apps

auch daran, beim Booten automatisch zu

starten, SMS/​MMS zu senden oder Anrufe zu

tätigen, Informationen zum WLAN oder Telefonnetz

abzurufen, Töne oder Bilder aufzunehmen.

Auch das bei Reklame-Apps beliebte

Setzen von Browser-Bookmarks verhindert

die App erfolgreich. Das Ganze konfigurieren

Sie für jede App individuell.

PDroid kann einer App eine zufällige oder

vordefinierte Identität oder GPS-Koordinaten

vortäuschen. Letzteres ist besonders interessant,

wenn Sie etwa mit Sky-Map schon

immer einmal den Sternenhimmel am Nordpol

oder bei Stonehenge betrachten wollten.

Dazu geben Sie die entsprechenden Koordinaten

(siehe Wikipedia [LINK 3]) für Sky-Map

ein und starten die App. Die Konfigurationen

lassen sich als Datei exportieren und damit

auch leicht auf mehrere Geräte verteilen. Der

Export empfiehlt sich auch für Sie zu Hause,

da Sie so nach dem Flashen eines neuen

ROMs sehr leicht wieder zur eigenen Konfiguration

zurückkehren können.

Mit großer Macht kommt aber auch große

Verantwortung – mit PDroid machen Sie das

Telefon sehr leicht unbrauchbar: Entziehen

Sie etwa der Navi-App den Zugriff auf das

GPS, der Kamera-App das Recht, die Kamera

anzusteuern, oder blocken die SMS-App,

Ab Android 4.3 inklusive

Android 4.3 bringt bereits eine entsprechende

Funktion mit, über die sich Apps nachträglich

Rechte entziehen lassen. Das Feature ist aber

noch nicht offiziell, deshalb finden Sie es nicht

auf Anhieb unter den Einstellungen. Mit der

App Permission Manager von Appaholics

[LINK 2] rufen Sie die versteckten Einstellungen

ganz einfach hervor. Wenn Sie einen Launcher

mit Support für Aktivitäten benutzen (Apex,

Nova), dann legen Sie eine neue Verknüpfung

vom Typ Aktivität an und wählen anschließend

aus der Liste der Aktivitäten die Einstellungen.

Hier scrollen Sie zum Eintrag App-Vorgänge

und fügen diese Aktivität einem der Desktops

hinzu.

In den Einstellungen sind die Rechte in vier Reiter

sortiert: STANDORT, PERSÖNLICH, SMS/​

MMS und GERÄT. Möchten Sie zum Beispiel

WhatsApp den Zugriff auf Ihren Standort entziehen,

dann scrollen Sie auf dem Reiter Standort

zum WhatsApp-Eintrag, tippen diesen an

und schieben dann den Schieberegler einfach

auf AUS. Sie finden hier dann auch gleich sämtliche

weiteren Berechtigungen, die Sie Whats-

App entziehen können. In unseren Tests hat das

recht gut funktioniert, ohne dass WhatsApp abgestürzt

ist oder den Dienst aufgegeben hat.

Was aber deutlich interessanter ist: Sie sehen

an dieser Stelle auch gleich, ob und wann die

App von den eingestellten Rechten Gebrauch

gemacht hat. So können Sie recht gut entscheiden,

ob die Berechtigung eine Gefahr darstellt.

Die Einstellung unterstützt auch das Entziehen

von Rechten, die für die App unbedingt nötig

sind. Sie können also der Kamera-App die Kamera-Funktion

verbieten. Dann stützt die App

entweder ab oder zeigt eine entsprechende

Fehlermeldung an.

Android-user.de Oktober 2013 103


Poweruser

PDroid Manager

Abb. 4: Unter Windows arbeitet der Autopatcher ApG mit einer grafischen Oberfläche.

Abb. 5: PDroid listet nach dem Start

alle installierten Apps und ihre Einstellungen

auf.

funktioniert die Routenführung nicht mehr,

es lassen sich keine Bilder schießen und

auch keine SMS mehr versenden. Andererseits:

Rechte mit PDroid zu entziehen und

wieder zu gewähren ist schnell erledigt – es

ist nicht einmal ein Neustart nötig.

Trotz großer Funktionsvielfalt kommt

PDroid aber auch an Grenzen: Apps den Zugriff

auf das Internet oder die Speicherkarte

komplett zu untersagen ist nicht möglich.

Der Funktionsumfang hängt zudem von der

PDroid-Version ab. Die erste Version PDroids

lief ab Android 2.0, konnte aber nur vergleichsweise

wenige Rechte entziehen.

PDroid 2.0 kennt mehr Funktionen, etwa

Apps am automatischen Starten zu hindern,

braucht aber mindestens Android 4.0. Open-

PDroid beherrscht die meisten Funktionen

und erklärt auch die Bedeutung der einzelnen

Rechte, benötigt aber mindestens Android

4.1. Achten Sie daher beim Erstellen

Ihres Patches zum gewünschten

Custom-ROM

auf die von PDroid generierten

Fehlermeldungen.

PDroid

installieren

PDroid arbeitet über

Patch-Pakete, die Sie selber

bauen und wie ein

Custom-ROM in das System

einspielen müssen.

Android User rät davon

ab, Patches aus fragwürdigen

Quellen herunterzuladen,

da der Erzeuger

des Patches beliebige Einstellungen

oder Komponenten

des Android-Systems

ändern könnte.

Bauen Sie Ihren persönlichen

Patch lieber selbst.

Abb. 6: In den Details verbieten Sie

den Zugriff auf das Recht per Tipp

auf das Verbotszeichen.

Um einen Patch zu erstellen, benötigen Sie

zuerst das ZIP-Paket Ihres Wunsch-Custom-

ROMs für Ihr Handy. Linux-User laden sich

zudem den Autopatcher [LINK 4] herunter und

entpacken ihn in einem frei wählbaren Verzeichnis.

Dazu muss sichergestellt sein, dass

Git auf dem System installiert ist, da der Autopatcher

die zum Patchen benötigten Programme

und Tools per Git aus dem Internet

lädt. Unter Windows laden Sie lediglich ApG

[LINK 5] in der aktuellen Version herunter.

Unter Linux legen Sie das ZIP-Archiv des

zu flashenden Custom-ROMs in das Verzeichnis

mit dem Autopatcher und starten

den Patch mit nachfolgendem Befehl. [ROM]

ersetzen Sie dabei mit dem Dateinamen des

Custom-ROMs. [MODS] steht im Falle des

PDroid-Managers für openpdroid, und [ROM-

TYPE] ersetzen Sie mit einem Kürzel entsprechend

des von Ihnen genutzten ROM-Typs.

Bei einem CyanogenMod-ROM tragen Sie an

dieser Stelle zum Beispiel cm ein.

$ ./auto_patcher [ROM] [MODS] [ROMTYPE]

Beim ersten Patch lädt der Autopatcher noch

diverse Programme via Git herunter, danach

folgen eine Reihe von Meldungen, die Sie im

Normalfall ignorieren können. Am Ende

sollte Ihnen der Autopatcher mit einem

Congratulations, the patching was successful“

melden, dass der Patch erfolgreich gebaut

wurde. Zudem sehen Sie (siehe Abbildung

3) die Dateinamen zweier ZIP-Dateien

(update‐X‐opendroid.zip und restore‐X.

zip, wobei „X“ als Platzhalter für das ROM

mit einem Zeitstempel steht). Mit dem ersten

Patch spielen Sie PDroid ein,

mit dem zweiten machen Sie

die Änderungen am Betriebssystem

bei Bedarf wieder

rückgängig.

Unter Windows müssen

Sie lediglich ApG aus einem

Dateimanager heraus starten.

Die oben genannten Platzhalter

wählen Sie in der Windows-Version

des Autopatchers

mit der Maus aus, mit

einem Klick auf Start beginnen

Sie den Build-Vorgang.

Zum Flashen kopieren Sie

nun das Custom-ROM, die

zwei gerade erzeugten ZIP-

Dateien (und gegebenenfalls

die Google-Apps inklusive

Play Store [LINK 6]) auf den

internen Speicher Ihres

Handys .

104

Oktober 2013

Android-User.de


Poweruser

PDroid Manager

Wie beim Einspielen einer

neuen Firmware löschen Sie das

Gerät am besten per Wipe und

spielen dann ROM und die

Gapps über das ClockWorkMod-

Recovery ein. Als letzten Schritt

im Recovery flashen Sie den Update-Patch

mit PDroid aus der

zuvor ausgeführten Prozedur.

Nach einem Neustart des

Handys richten Sie das System

wieder ein und installieren den

PDroid Manager aus dem

Google Play Store. Beim ersten

Start der App sehen Sie eine

vollständige Liste aller auf dem

Smartphone befindlichen Apps,

bei jeder einzelnen App können

Sie nun die Rechte nach Ihren

Wünschen managen.

Installieren Sie eine neue App,

erscheint in der oberen Zeile ein

kleines Icon, über das Sie direkt

PDroid starten. Dort erteilen oder entziehen

Sie der App dann gezielt ihre Android-

Rechte. Mit einem Tipp auf das Diskettensymbol

schließen Sie die Konfiguration ab.

Wer möchte, setzt bei den Punkten Zugriff

protokollieren oder Bei Zugriff benachrichtigen

einen Haken. PDroid informiert Sie daraufhin,

dass die App auf gewisse Rechte

und Dienste zugreift – oder daran gehindert

wurde. Sollten Sie die Aufgabe der angegebenen

Rechte nicht verstehen, reicht ein Tipp

auf den Namen, um eine Erklärung zu öffnen.

Es hat sich als eine gute Strategie erwiesen,

einer App in einem ersten Anlauf alle

Rechte zu entziehen und dann die tatsächlich

benötigten Rechte

nach und nach wieder

freizuschalten. So

müssen Sie zwar viel

probieren, aber da die

Rechteverwaltung mit

PDroid sehr einfach

und ohne Neustart

funktioniert, besteht

so die Möglichkeit, ein

Maximum an Privatsphäre

und Sicherheit

zu erzielen.

Fazit

Android-Apps Rechte

zu entziehen ist generell

nicht einfach, da

sie durch harten Rechteentzug

mit Abstürzen

reagieren. Für

Anwender aber, die

ohnehin schon ein

Custom-ROM nutzen, ist PDroid eine gute

Möglichkeit, um in das Rechtemanagement

Androids eingreifen zu können. Wenn es gelingt,

einen entsprechenden Patch für Ihr

Lieblings-ROM zu erstellen, dann ist es mit

dem PDroid Manager sehr leicht, die Zugriffsrechte

von Apps zu kontrollieren.

Wer nicht gleich auf einen gepatchten Kernel

und ein Custom-ROM umsteigen möchte,

aber die Rechte allzu neugieriger Android-

Apps trotzdem einschränken will, kann dies

alternativ auch mit XPrivacy aus dem XPosed

Framework tun [LINK 7][LINK 8]. Dafür braucht

es lediglich Root-Rechte, ein Custom-ROM ist

nicht zwingend notwendig.

● ● ●

Abb. 7: PDroid blendet bei einem

Tipp auf den Namen eine Erklärung

zum jeweiligen Recht ein.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/3282


Poweruser

Root und ROMs für HTC One V

So rooten Sie das HTC One V

Vvvroot!

Das One V stellte vor einem Jahr den Einstieg in HTCs One-Klasse

dar. Mit einem Toolkit haben Sie das Handy schnell gerootet,

nur mit Custom-ROMs sieht es nicht rosig aus! Christoph Langner

Achtung!

Um Custom-ROMs und einen

Root-Patch auf das One V einspielen

zu können, müssen Sie

den Bootloader entsperren.

Beachten Sie bitte, dass dabei

sämtliche Daten vom Handy

gelöscht werden. Sichern Sie

daher im Vorfeld wichtige Einstellungen

und Bilder!

HTC

Vor über einem Jahr, im August

2012, schrieb Android User [LINK 1]

über das günstige HTC One V,

dass es nicht immer Highend sein

muss. Eine 1 GHz schnelle Single-Core-CPU

und 4 GByte interner Speicher waren damals

schon keine Highlights, doch das stabile,

schicke Gehäuse, die gute Kamera und dicker

Sound machten einiges wieder wett.

Nach einem Jahr müssen wir jedoch ein

ernüchterndes Fazit ziehen: HTC behandelt

das One V ziemlich stiefmütterlich. Die Software

des Handys beruht

auch nach einigen Updates

immer noch auf Android 4.0,

und auch HTCs Oberfläche

Sense erhielt kein größeres

Update. Zeit, das Schicksal

des Handys selber in die

Hand zu nehmen!

So rooten Sie das

HTC One V

Am einfachsten rooten Sie

das Handy unter Windows

mit dem HTC One V All-In-

One Toolkit [LINK 2]. Den jeweils

aktuellen Download

(derzeit Version 2.1) finden

Sie bei Dev-Host [LINK 3]. Es

bringt von Haus aus alles

Notwendige in einer kompakten

Oberfläche mit, durch

Abb. 1: Zum Flashen des Recoverys

müssen Sie USB-Debugging in den

Entwickleroptionen aktivieren.

die Sie sich von Schritt zu Schritt hangeln

müssen. Zum Start reicht es, die One_V_

All‐In‐One_Kit_v2.1.rar zu entpacken und

die Datei One V.exe aufzurufen.

Der Startschuss zum Rooten erfolgt im

Toolkit in der Box links oben mit dem Eintrag

1. Install HTC Drivers und einem Klick auf Go

unmittelbar unter der Auswahlbox. So landen

die für Windows benötigten Treiber ohne

Komplikationen auf Ihrem Windows-Computer

(Achtung: Der Treiber unterstützt Windows

8 bisher noch nicht).

Schließen Sie nach der Installation der

Treiber das Handy an Ihren Rechner an, und

aktivieren Sie bei dieser Gelegenheit in den

Einstellungen unter dem Eintrag Entwickleroptionen

gleich das USB-Debugging.

Als weitere Vorarbeit benötigen Sie einen

Account auf den Seiten des HTC Developer

Centers HTCDev. Er ist Pflicht, da Sie einen

individuellen Unlock-Key generieren müssen,

was nur auf den HTC-Seiten möglich ist. Sie

erreichen die Webseite [LINK 4] über unseren

Link-Kasten oder aus

dem Toolkit heraus unter

dem Punkt 2. Register at

HTCDev. Der Autor des

Toolkits leitet Sie jedoch

über den werbelastigen

URL-Verkürzer adf.ly.

Klicken Sie besser unsere

direkten Links an, denn

der Dienst hatte in der

Vergangenheit über seine

Anzeigen auch Malware

verteilt.

HTC Identifier

Token

Im Folgenden müssen

nun HTC-Handy und PC

über USB verbunden und

das USB-Debugging aktiv

sein. Haben Sie sich bei

106

Oktober 2013

Android-User.de


Poweruser

Root und ROMs für HTC One V

Abb. 2: Mit dem HTC One V All-In-One Toolkit holen Sie alles für das Rooten des

One V Nötige mit nur einem Download auf den PC.

Abb. 3: Im Fastboot-Modus spielt das Toolkit ein neues Custom-

Recovery auf dem Handy ein.

HTCDev eingeloggt, holen Sie sich nun über

den Menüpunkt 3. Get Token ID des Toolkits

den nötigen Gerätecode. Tippen Sie auf Go,

erscheint ein Eingabefenster auf Ihrem Desktop.

Klicken Sie es weg, startet Ihr Handy

neu in den Fastboot-Modus, und ein zweites

Fenster mit dem zum Entsperren notwendigen

Identifier-Token erscheint.

Wählen Sie in diesem Fenster nun den Code

exakt von der Zeile „>“ bis „>“ vollständig aus, nehmen dabei aber

das jeweils einleitende „INFO“ aus Ihrer Auswahl

heraus. Über die Markierungsauswahl

von Windows lässt sich der Bereich entsprechend

anpassen, ein Rechtsklick in die Aus-


Poweruser

Root und ROMs für HTC One V

Abb. 4: Zum Entsperren des Bootloaders müssen Sie den Identifier Token des

Geräts auslesen und bei HTCDev registrieren.

Abb. 5: Wie immer, schränkt der Hersteller bei entsperrten Geräten

die Garantieleistungen ein.

Custom-ROMs

ROMs für das HTC One V sind

rar. Alle populären Firmwares

haben das One V nicht auf dem

Radar. Ein paar ROM-Köche

haben früher inoffizielle Firmwares

für das One V gebraut,

doch die meisten Projekte

[LINK 10] sind eingeschlafen.

Viele ROMs haben zudem das

Problem, dass HTC die Kameratreiber

nicht veröffentlicht. Anständige

Aufnahmen gibt es

daher nur bei den ROMs, die

auch Sense und die proprietären

Treiber übernommen haben.

Wir empfehlen, das Handy nur

zu rooten und bei der Original-

Firmware zu bleiben. Wenn es

unbedingt ein Custom-ROM

sein soll, dann das noch aktiv

entwickelte inoffizielle MIUI JB

[LINK 11] auf Basis von Android

4.1 und der MIUI-Oberfläche.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30305

wahl überträgt die Auswahl der Token-ID

dann in den Copy&Paste-Zwischenspeicher

Ihres Computers.

Öffnen Sie nun die Unlocking Bootloader

Instructions [LINK 5] auf den Seiten von HTC-

Dev (alternativ gelangen Sie über 4. Submit

Token-ID auf diese Seite), und fügen Sie den

gerade kopierten Code in das Textfeld My

Device Identifier Token im letzten Schritt des

Unlock-Assistenten ein. Stimmt der Code,

schickt Ihnen HTC per Mail die zum Freischalten

benötigte Datei Unlock_code.bin zu,

speichern Sie diese auf der Festplatte.

Bootloader entsperren

Mit dem Punk 5. Unlock Bootloader leiten Sie

nun das Entsperren des Bootloaders ein.

Dafür müssen Sie dem Toolkit den Speicherort

zur Unlock_code.bin nennen und warten,

bis das Handy wieder neu startet.Bestätigen

Sie das Freischalten des Bootloaders, indem

Sie über die Lauter/​Leiser-Tasten zu Yes

wechseln und mit der An/​Aus-Taste die Auswahl

aktivieren.

In diesem Schritt werden sämtliche Daten

vom Handy gelöscht, denken Sie vor dem

Bestätigen daher noch einmal an Ihre Backups.

Nach dem Freischalten startet Ihr One V

wieder neu, über den Einrichtungsassistenten

setzen Sie das Handy nun neu auf.

TeamWin Recovery Project

Da nun der Bootloader offen ist, steht Ihnen

die Welt der Custom-ROMs und der Root-

Apps offen. Dazu nötig ist jedoch noch ein

Recovery-Image, das das Flashen von ROMs

und Mods erlaubt. Das Toolkit bringt gleich

das Recovery des TWRP-Revovery mit, allerdings

nur in einer recht alten Version 2.3.3.0.

Wir empfehlen daher, das neuste TWRP-

Image herunterzuladen [LINK 6] und dieses

dann in Form der Datei openrecovery‐twrp‐VERSION‐primou.img

über den

Punkt Your Own Recovery aus der rechten

oberen Auswahlbox auf dem Handy einzuspielen.

Der Button Flash Recovery startet

das Handy dazu nochmals in den Fastboot-

Modus, Daten gehen bei dieser Aktion diesmal

nicht verloren.

Superuser-Patch flashen

Das TWRP-Recovery versetzt Sie nun in die

Lage, das Handy zu rooten. Laden Sie dazu

eine Root-App zum Flashen herunter. Superuser

[LINK 7] von Android-Hacker Koushik

Dutta [LINK 8] hat sich bei uns auch auf dem

HTC One V bewährt.

Laden Sie Superuser in Form der ZIP-Datei

superuser.zip [LINK 9] herunter, und kopieren

Sie die Datei in den Speicher des Geräts.

Starten Sie dann das Handy in den Recovery-

Modus, Sie können dazu auf das Toolkit

und den Punkt Boot into Recovery aus den

Commands zurückgreifen.

Im Recovery angelangt, tippen Sie auf

Install, suchen die superuser.zip heraus und

installieren die Datei, indem Sie den Schieber

Swipe to Confirm Flash als Bestätigung nach

rechts ziehen. Nach dem Flashen booten Sie

wieder ins Android-System, dort sollten Sie

dann Superuser als neue App finden – Ihr

One V ist jetzt gerootet!

● ● ●

Abb. 6: Über das TWRP-Custom-Recovery spielen Sie

auf Ihrem One V Custom-ROMs oder Root-Mods ein.

108

Oktober 2013

Android-User.de


Poweruser

AirAudio

Miroslava Hlavacova, 123RF

AirAudio streamt Android-Sound zu AirPlay-Empfängern

Luftbrücke

20 Jahre ist es her, dass Herbert Grönemeyer „Sie mag Musik nur, wenn

sie laut ist“ textete. Der Satz gilt heute noch! Mit AirAudio streamen Sie

jede Musik auf AirPlay-kompatible Anlagen. Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30281

Abb. 1: Je nach Prozessorleistung

lässt sich die Audioqualität des

Streams anpassen.

Möchten Sie Google Music über

das Netzwerk auf Ihre Stereoanlage

streamen, dann geht das

nicht aus der Apps heraus. Erst

mit Chromecast [LINK 1] hat Google Music eine

Stream-Option dazubekommen. Die entsprechenden

Adapter lassen sich in Deutschland

bisher aber nicht kaufen. Oft steht jedoch bereits

eine Streaming-Lösung neben Ihrer Stereoanlage,

in manchen Anlagen ist gar ein

AirPlay-Adapter bereits integriert.

Hier kommt nun AirAudio [LINK 2] ins Spiel:

Die App klinkt sich mit Root-Rechten direkt

in das Android-System ein und streamt die

komplette Audio-Ausgabe auf AirPlay-Boxen

oder auch zu einem Raspberry Pi mit XBMC

[LINK 3], das ebenfalls über einen integrierten

AirPlay-Server verfügt.

AirAudio

Linuxer können sich mit Shairplay [LINK 4]

oder ShairPort [LINK 5] entsprechende Server

auf ihrem Rechner einrichten. Möchtet Sie

den Sound auf einen anderen Androiden

streamen, dann bietet sich etwa AirBubble

[LINK 6] als AirPlay-Server für Android an. Und

wer schon länger in der Apple-Welt zu Hause

ist, hat vielleicht sowieso bereits ein Apple-

TV-Modul [LINK 7] oder einen Apple AirPort

Express [LINK 8] an seiner Anlage hängen.

Nach dem Start von AirAudio scannt die

App Ihr Netzwerk und sucht Geräte heraus,

an die AirAudio den Sound weiterleiten

kann. Ein Raspberry Pi mit XBMC in Form

von OpenELEC [LINK 9] wurde umgehend als

mögliche Option erkannt. Tippen Sie auf das

Gerät, verbindet sich AirAudio automatisch,

und XBMC empfängt das Audiosignal als

Musikstream. Auf dem TV wird dann zum

Beispiel ein 3D-Equalizer eingespielt.

Spielen Sie nun irgendwas auf dem Handy

ab, egal ob Musik von Google Music oder ein

YouTube-Video, landet der Ton mit einer kleinen

Verzögerung von etwa einer viertel bis

halben Sekunde auf dem Fernseher oder

Ihrer Anlage. Die Audioqualität passen Sie

per Schieberegler an, auf einem Galaxy

Nexus als Testgerät kann der Regler auf die

bestmögliche Qualität gesetzt werden.

AirPlay für alles

Bei den meisten gerooteten Androiden dürfte

das Übertragen des Systemaudios auf Anhieb

funktionieren, falls nicht, lässt sich aus der

App heraus wenigstens der Mikrofoneingang

übertragen. Theoretisch greift das Mikro so

den vom Handy abgespielten Ton wieder auf,

in der Praxis dient die App in diesem Betriebsmodus

aber eher als unkompliziertes

Karaoke-Mikrofon.

Im Play Store wird AirAudio als „kostenlose“

App geführt, allerdings wird bei dieser

Demo-Version die Audioqualität mit Absicht

verfälscht. Wer sauberen Sound auf der Anlage

hören möchte, muss per In-App-Kauf

fünf Euro in die Vollversion investieren. ● ● ●

110

Oktober 2013

Android-User.de


Poweruser

ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs und Root-Apps

ROM-Küche

Die Android-Community ist riesig. Für so gut wie jedes Android-Gerät

gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die

ROM-Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und

Tipps zu ROMs und neuen Root-Apps geben. Christoph Langner

Screen Standby

Benutzen Sie You-

Tube als Jukebox,

oder hören Sie

einem YouTuber gerne einfach

nur mal zu? Schließen

Sie Ihr Handy per HDMI

oder MHL an einen großen

Bildschirm an? Dann läuft

auf dem Handy das Display,

obwohl es eigentlich

gar nicht an sein müsste.

Schalten Sie das Handy per

An/​Aus-Taste ab, dann

hören YouTube und auch

Ihr Medienplayer auf zu

spielen. Screen Standby

[LINK 1] ist eine Lösung für

dieses Problem.

Die in der Basisversion

kostenlose App

schaltet das Display ab,

ohne gleich das Handy in den Schlaf zu

schicken. Dadurch laufen Ihre YouTube-

Songs oder Videos auch ohne Bild weiter.

Nur das Handydisplay geht aus,

verbraucht keinen Strom mehr und

heizt das Handy nicht unnötig auf. Der

Touchscreen bleibt jedoch weiterhin

aktiv! Ein Tipper auf das Display, und

schon ist das Bild wieder da.

Die wichtigsten Funktionen sind

in der kostenlosen Version von

Screen Standby enthalten. Wenn Sie

jedoch die dezente Werbung entfernen

oder andere Smartphones oder

Tablets via WLAN steuern möchten,

müssen Sie zusätzlich die zwei

Abb. 1: Screen Standby deaktiviert das

Display, ohne das Handy in den

Standby-Modus zu schicken.

Abb. 2: Auf Ihren Wunsch nutzt

Screen Standby auch die Sensoren,

um das Handy zu wecken.

Euro teure Vollversion über

Paypal oder einen In-App-

Kauf erwerben.

TrickDroid für HTC-

Handys

Wie lange soll ein

Android-Hersteller

seine Produkte

mit aktuellen Android-Versionen

versorgen? 12 Monate?

24? Apple möchte

selbst das drei Jahre alte

iPhone 4 mit iOS 7 versehen!

Bei HTC ist schon

nach 15 Monaten Schluss,

das HTC One S wird keine

weiteren Versions-Updates

erhalten. Damit bleibt das

One S bei Android 4.1 stehen.

Wer sich damit nicht

abfinden möchte, muss auf

Custom-ROMs zurückgreifen. CyanogenMod

und Co. gibt es natürlich auch für viele HTC-

Handys, doch HTC-Fans müssen dann auf die

Sense-Oberfläche verzichten. Bei TrickDroid

[LINK 2] ist das nicht der Fall, das ROM baut

auf Android 4.2.2 auf und bringt HTCs aktuelle

Sense UI in der Version 5.0 mit. Das ROM

gibt es für das Desire HD, Desire Z, One, One

Google Edition und One S.

Project Nemesis

Wenn wir von Android sprechen,

dann von der Software, die letztendlich

auf einem Handy vorinstalliert

ist. Mit dem Android Open Source Project

[LINK 3] (AOSP) haben die Firmwares der

Hersteller nur noch die Basis gemein. Erst

die proprietären Google-Anwendungen

(Google Play Store, Gmail oder Google Maps)

machen im Zusammenspiel mit eigenen

Ergänzungen der Hersteller wie zusätzlichen

112 Oktober 2013

Android-User.de


Poweruser

ROM-Küche

Abb. 3: CyanogenMod bringt mit Focal in

Zukunft eine eigenständige Kamera-App mit.

Apps oder einem selbst entwickelten Launcher

das typische Android-Feeling aus.

Im AOSP sind abseits der Android-Basis

nur wenige Apps für den User enthalten, die

das „pure“ Android benutzbar machen. Android

selber besitzt etwa keinen Medienplayer,

nur ein rudimentäres E-Mail-Programm, und

auch die Kamera-App kann nicht wirklich

viel. An dieser Stelle möchte nun Cyanogen-

Mod mit dem Project Nemesis [LINK 4] angreifen.

Das CyanogenMod-Android soll in Zukunft

von Haus aus alles Nötige mitbringen.

Bereits jetzt enthält CyanogenMod mit

Apollo eine Musik-App, es gibt einen CyanogenMod-Dateimanager,

und auch der Audio-

Equalizer DSP Manager stammt aus der

Schatztruhe der CyanogenMod-Entwickler.

Wie das gesamte CM-Project, sind auch diese

Apps Open-Source-basiert und freie Software.

Nun sollen weitere Apps folgen, die

Kameraanwendung Focal macht den Anfang.

Focal ersetzt die Original-Kamera-App von

Android ab CM 10.2. Schon jetzt kann sie

mehr als das Original, Panorama- und Photo-

Sphere-Aufnahmen inklusive.

Das Programm ist

schon in den Nightly-

Builds zu CM 10.2 enthalten,

als APK-Datei finden

Sie Focal im XDA-Developers-Forum

[LINK 5].

Assistive Zoom

Zum Zoomen in

Texte und Bilder

sind Sie es gewohnt

die Pinch&Zoom-

Geste zu nutzen. Führt

man Daumen und Zeigefinger

zusammen, wird

der Seiteninhalt verkleinert,

spreizt man die Finger,

zoomt die App hinein.

In manchen Situationen

ist diese Geste jedoch

nicht gerade praktisch.

Abb. 5: Wanam Xposed bringt als

Modul für das Xposed-Framework

zahlreiche Hacks auf das Handy.

Haben Sie zum Beispiel nur eine Hand frei,

dann lässt sich diese Geste nicht ausführen.

Für Maps hat sich Google jedoch eine weitere

Geste überlegt: Hier können Sie mit nur

einem Doppel-Tap zoomen. Einfach zwei Mal

auf den Bildschirm tippen und beim zweiten

Tipper den Finger auf dem Display stehen

lassen. Ziehen Sie den Finger nun nach oben

oder unten, zoomt Maps in die Karte hinein

beziehungsweise wieder aus ihr heraus.

Assistive Zoom [LINK 6] überträgt dieses Feature

auf alle Apps. Die App blendet ein kleines

Icon ein. Tippen Sie auf das Symbol und

halten den Finger auf dem Schirm, vergrößern

Sie den Text oder das aktuelle Bild

durch einen Wisch nach oben. Nach unten

ziehend machen Sie die Inhalte kleiner.

Wanam Xposed

Es muss ja nicht immer gleich ein

Custom-ROM sein! Wer Details an

seiner aktuellen Firmware ändern

will, kann auf das Xposed Toolkit zugreifen.

Diesem leistungsfähigen Modding-Framework

hatten wir in Android User 08/​2013

einen Beitrag über die Installation

und Konfiguration gewidmet.

Der Artikel ist komplett

auf unserer Homepage

frei einsehbar [LINK 7].

Wanam Xposed [LINK 8] ist

eine Erweiterung für das

Xposed Toolkit und bietet

zahlreiche Modding-Optionen.

Ein transparentes Panel,

die Warnung bei zu lauter

Kopfhörerlautstärke unterdrücken

oder mit der Lautstärkewippe

die Blitz-LED als

Taschenlampe aktivieren:

Mit Wanam Xposed ist das

kein Problem. Die Erweiterung

installieren Sie über den

Play Store, nach der Installation

müssen Sie sie nur noch

als Modul im Xposed Installer

aktivieren.

● ● ●

Abb. 4: Mit Assistive Zoom zoomen

Sie mit nur einem Finger in Texte oder

Bilder hinein.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30226

Android-user.de Oktober 2013 113


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Redaktion:

Abo:

Chefredakteur (v. i. S. d. P.)

Marcel Hilzinger

Redaktion

Arnold Zimprich, Christoph Langner, Christian

Ullrich, Marcel Hilzinger, Thomas Leichtenstern

Autoren dieser Ausgabe

Andreas Itzchak Rehberg, Arnold Zimprich ,

Carsten Müller, Carsten Niehaus, Christoph

Langner, Christian Ullrich, Daniel Dubsky, Marcel

Hilzinger, Mirko Mahlberg, Peer Kintrup, Patrick

Neef, Patrick Grete, Samuel Groesch,

Grafik

Judith Erb (Design und Layout)

Titelgestaltung

Judith Erb

(Icons: Maxim Borovkov, 123RF; WhatsApp)

Bildnachweis

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere

Schlussredaktion

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Produktionsleitung

Christian Ullrich

Druck

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97204 Höchberg

Geschäftsleitung

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