Android User Youtube - Die besten Tipps & Youtube Apps (Vorschau)

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Smartphones | Tablets | Apps | Tipps & Tricks | Tests

USER

01/2014 • Januar 2014 • www.android–user.de

YouTube

Die besten Tipps & YouTube-Apps

Downloaden

So holen Sie sich jeden YouTube-Film aufs Handy!

youtube-apps

Mit diesen Apps macht YouTube noch mehr Spaß

IM TEST IM TEST

Google Nexus 5

Die Stärken und Schwächen

des neuen Google-Handys

Panasonic KX-PRX150

Schickes Android-Handy

mit Basis station

fürs Festnetz

Android oder Firefox OS?

Zwei Einsteigerhandys im Vergleich

Über 70 App-Vorstellungen

n Verschlüsselt chatten mit Telegram

n Die besten GIF-Kamera-Apps

n Handy als Webkamera einsetzen

n Coole neue Apps bei Google Play

Avast Anti-Diebstahl

Die clevere Avast-App

überlebt auch einen

n Die besten Lautstärke-Widgets

n Settop-Box mit Android steuern

n Die neue Fotos-App von Google+

n Die besten Newsreader u.v.m.

Reset des Handys

EUR 5,90*

* Deutschland

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A EUR 6,70 - BeNeLux EUR 6,95

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Service

Editorial

Willkommen bei Android User

Das neue

Marcel Hilzinger,

Chefredakteur

Android

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

Android 4.4 und das Nexus 5 sind endlich

da. Als Android-Profi, der täglich mit dem

Google-System zu tun hat, habe ich mich

wirklich auf das neue Handy und die neue

Android-Version gefreut, und meine Erwartungen

wurden nicht enttäuscht.

Have a break

Android 4.4 bringt zahlreiche Verbesserungen,

über die Sie das Heft ab Seite 6 umfassend

informiert. Doch der Versionsname

„KitKat“ steht wirklich für „Have a

break“. Viele der Änderungen sind noch

nicht zu Ende gesponnen. So gibt es zum

Beispiel in Google Books bereits einen Vollbildmodus,

aber nicht in Currents oder in

Play Music. Auch die neue Java-Runtime

„ART“ ist zwar bereits integriert, aber noch

nicht so weit, das bisherige Dalvik abzulösen.

Von all diesen Baustellen merken Sie

täglichen Betrieb zum Glück recht wenig.

Der Masterplan

Das auffälligste am Start von KitKat war für

mich die Tatsache, dass es fast kein Geschrei

um Updates gab. Klar waren die Galaxy-Nexus-Besitzer

etwas enttäuscht (ich

auch), aber als Nexus-Nutzer ist man meist

in der Lage, sein geliebtes Handy mit dem

ersten KitKat-ROM zu flashen. Dass es so

wenig Lärm um die Updates gab, hängt

damit zusammen, dass Google inzwischen

viele wichtige Komponenten des Systems

in eigene Apps ausgelagert hat. Sie können

heute ein zwei Jahre altes Handy mit Android

4.1 nutzen und kommen dennoch in

den Genuss der neuesten Features von

Gmail, Maps oder Google Now.

Gleichzeitig baut Google die (Cloud-)Integration

weiter aus. Anstelle der Alben-App

tritt das neue Fotos, und die SMS-App wird

in Hangouts integriert. Der Wechsel von

einem Nexus-Handy zu einem anderen ist

einfacher denn je: Praktisch alle Daten liegen

bei Google – erschreckend bequem!

Google-Touchwiz?

Auch wenn die Änderungen von Google

am Standardsystem von Android nicht so

umfangreich ausfallen wie bei Samsung

und LG, geht man im Googleplex klar in

diese Richtung. War das Galaxy Nexus vor

zwei Jahren rein softwaretechnisch praktisch

identisch mit anderen Smartphones

mit Stock-Android, gibt es jetzt erste Anzeichen

der Differenzierung. So soll etwa das

transparente Dock nur auf bestimmten Geräten

verfügbar sein. Das hängt aber mit

Hardwarespezifikationen zusammen, wenn

man Google glauben darf. Diese Neuerungen

also als Google-Touchwiz zu verdammen,

ist falsch. Denn im Unterschied zu

den Anpassungen von Samsung, LG oder

Huawei, sind die Google-Apps nicht allein

Nexus-Geräten vorbehalten.

Nun wünsche ich viel Spaß mit der neuen

Ausgabe von Android User und mit den

neuen Google-Apps, egal ob auf Android

4.1, 4.2, 4.3 oder 4.4.

Marcel Hilzinger

„Praktisch alle

Daten liegen

bei Google.

Das ist erschreckend

bequem!“

www.androiduser.de/facebook www.androiduser.de/google+ www.androiduser.de/twitter

Android-user.de Januar 2014 3


Service

Inhalt

YouTube

Die besten Tipps & YouTube-Apps

Service

3 Editorial

4 Inhalt

6 Neu in Android 4.4

114 Impressum

QR-Code scannen

und Gratisartikel

online lesen!

Fokus

10 YouTube-Downloads,

legal oder illegal?

Wann dürfen Sie Videos

herunterladen?

11 YouTube-Videos herunterladen

Die besten Tools für den Download

14 YouTube-Apps

Zusätzlicher Genuss

mit pfiffigen Apps

18 YouTube Tipps&Tricks

So nutzen Sie die Online-Plattform

optimal

22 Chromecast

Multimediainhalte kabellos

übertragen

24 YouTube-Stars

Die Hall of Fame der Redaktion

28 YouTube-Alternativen

Es muss nicht immer

YouTube sein

88

Googles neue

Foto-App

Google+ hat mit Fotos

eine neue App bekommen

Hardware

32 Nexus 5

Das neue Referenz-Smartphone

von Google im Test

36 LG G2

Das aktuell beste Android-

Smartphone

38 Huawei Ascend G700

Stärken und Schwächen des Dual-

SIM-Smartphones

40 Wiko Darknight

Das leistet das günstige 5-Zoll-

Smartphone mit Dual-SIM

42 Panasonic KX-PRX150

Taugt der Zwitter aus

Schnurlostelefon und

Smartphone?

44 Android vs. Mozilla OS

Alcatel One Touch Fire:

Das Firefox-Handy im Wettbewerb

4 Android-User.de


Service

Inhalt

Einsteiger

088 Google Fotos

Alte Foto-App in neuem Gewand

Tipps & Tricks

092 Musiktipps

Wegweiser für musikalische

Weihnachtsgeschenke

096 Tipps & Tricks

Praktische Tipps

aus unserer Redaktion

100 Android komplett löschen

Wieder alles auf Anfang

PowerUser

104 ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-

ROMs und Root-Apps

108 Avast Anti-Diebstahl

Wie das Smartphone einen

Reset überlebt

110 Xperia-Play-Hacking

Teil 2: Custom-ROMs mit

Android 4.0 und 4.1

44

Android vs.

Firefox OS

Kann das neue Handy-

System gegen Android

punkten?

SPIELE

82 Neue Spiele

Unsere Spielevorstellungen

86 Nvidia Shield

Das beste Android-Gerät

für Hardcore-Gamer

106 Pushover

Kurze Push-

Benachrichtigungen in

eigene Skripte integrieren

62 Beste News-Apps

APPS

48 App-Empfehlungen

Die Favoriten der Redaktion

54 App-Neuheiten

Die besten neuen Apps

bei Google

56 Copy

Plattformunabhängige

Synchronisation

60 Telegram

Eine sichere Alternative

zu WhatsApp

Mit diesen Apps bleiben Sie

auf dem Laufenden

64 PushBullet

Notizen auf das Handy

schießen

66 GIF-Kamera

Animierte GIFs selber machen

68 Web of Cam

Das Smartphone als

Überwachungskamera

70 Abseits des Mainstreams

Wir stellen Ihnen sieben

nützliche Spezial-Apps vor

74 Volume-Widgets

Regeln Sie die Lautstärke

76 Ausgeh-Apps

So finden Sie heiße Partys

in der kalten Jahreszeit

78 Sat-Anlage Android

Satelliten-Settop-Box mit

Enigma unter Android steuern

QR-Code lesen: So geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App, und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode-Scanner zeigt einen

3. Link auf android-user.de an.

Tippen Sie auf den Link, oder

4. wählen Sie Browser öffnen.

Juli 2012


News

Neu in Android 4.4

Das ist neu bei Android 4.4 „KitKat“

KitKat

Google

Eine aufgefrischte

Optik, bessere Performance

– auch auf

schwächeren Geräten –

eine neue Telefon-App,

SMS sowie Hangouts

unter einer Decke und

eine weiter vertiefte

Integration von Google

Now: Android 4.4 bringt

viel frischen Wind ins

Android-Land.

Christoph Langner

Abb. 1: Auf dem KitKat-Homescreen

finden sich nur sehr behutsame

optische Änderungen.

Key Lime Pie? Android 5.0? Lange

wurde über Spitznamen und Versionsnummer

der neuen Android-

Version spekuliert. Am Ende überraschte

uns Google mit KitKat, inklusive

einer groß angelegten Marketingkampagne in

Kooperation mit dem Lebensmittelgiganten

Nestlé. Mit KitKat aktualisiert Google Android

weiter sehr behutsam. Wir stellen Ihnen

die Neuerungen vor.

Bekannte, neue Optik

Das Bedienkonzept von Android

hat sich über die Jahre hinweg bewährt,

daher hat Google bei Android

4.4 keine Experimente gewagt. Nach wie

vor finden Sie ganz oben die herunterziehbare

Benachrichtigungsleiste, darunter das

auf jedem Homescreen sichtbare Google-

Suchfeld, Widgets und die für Sie wichtigsten

Apps und zu Gruppen sortierten Icons,

die Traybar mit vier auf jedem Homescreen

sichtbaren Icons und zentral den Starter für

die App-Schublade. Darunter liegen, wie gewohnt,

die Android-Buttons für Zurück, den

Homescreen und den App-Wähler.

Abb. 2: Die App-Schublade listet

unter Android 4.4 nun ausschließlich

Anwendungen auf.

Abb. 3: Die im App-Drawer fehlenden

Widgets finden Sie nun in der

Homescreen-Übersicht.

Am auffälligsten ist mit Sicherheit die flexiblere

Gestaltung der Homescreens. Es gibt nun

nicht mehr fünf oder sieben von Haus aus

angelegte Homescreens, sondern Android

baut einen neuen Handy-Desktop an, sobald

Sie ein Icon oder Widget über den rechten

Bildschirmrand hinausziehen. Kleine Punkte

symbolisieren die Anzahl und Position. Tippen

Sie länger auf ein freies Plätzchen auf

dem Desktop, erscheint eine Übersicht, in

der Sie die Reihenfolge Ihrer Homescreens

arrangieren können.

Aus dieser Übersicht heraus wählen Sie

nun Ihr Hintergrundbild aus oder platzieren

neue Widgets, die jetzt nicht mehr in der

App-Schublade zu finden sind. Nach wie vor

gestaltet Google die App-Schublade sehr

spartanisch: Andere Launcher lassen Sie

Apps auch in der Anwendungsschublade sortieren,

gruppieren oder verstecken, all das

fehlt beim Google-Launcher.

Die Benachrichtigungsleiste färbt Android

nicht mehr einheitlich schwarz oder grau,

sondern zeichnet sie transparent mit einem

leichten Farbübergang ins Schwarze. Braucht

eine App besonders viel Platz auf dem Bildschirm

– etwa Play Books im

Lesemodus – kann sie sämtliche

Bedienelemente wie etwa

die Status- oder die Navigationsleiste

ausblenden. Wischen

Sie über den Bildschirmrand

von oben nach

unten (bzw. vom unteren

Rand aus gesehen von unten

nach oben), werden diese

wieder ins Bild geschoben;

tippen Sie erneut in die App,

gehts im Vollbild weiter.

Ok Google

Wer ein Handy mit

Android 4.1 oder

neuer besitzt, kennt

bereits den Android-Assistenten

Google Now. Dieser weist

Sie automatisch auf anste-

6

Januar 2014

Android-User.de


News

Neu in Android 4.4

Abb. 4: Bisher utzen nur wenige

Apps wie etwa Google Play Books

den neuen Vollbildmodus.

hende Termine hin, informiert

Sie über Paketlieferungen,

kennt die Verkehrslage

auf dem Weg zur Arbeit

oder empfiehlt interessante

Orte in Ihrer Nähe. Bisher

öffneten Sie Now, indem Sie

auf den Home-Button tippten

und diesen nach oben

zogen. Auf dem Nexus 5

liegt Google Now jedoch

immer gleich auf dem ersten

Homescreen.

Von Motorolas Moto X bekannt

ist die Funktion, das

Handy mit „Ok Google“ zu

wecken und per Spracheingabe

Google Now zu steuern,

ohne auch nur einen

Finger krumm zu machen.

Dazu arbeitet beim Motorola-Gerät

permanent ein

spezieller Chip, der im Hintergrund mitlauscht

und auf das Sprachkommando reagiert.

Ganz so einfach ist es beim Nexus 5

mit KitKat nicht. Hier müssen Sie das Handy

selber entsperren und auf einem der Homescreens

sein – aber auch dann reicht ein „Ok

Google“ für den Start von Google Now.

Diese Funktion behält Google sich jedoch

erst einmal exklusiv für das Nexus 5 vor. Ob

und wie das Feature auf zukünftigen KitKat-

Handys und ‐Tablets genutzt wird, ist noch

nicht klar. Aber selbst mit einem Nexus 5

wird man in Deutschland nur wenig Spaß an

der Funktion haben, denn diese ist nur dann

aktiv, wenn Sie in den Google-Now-Einstellungen

die Sprache auf English

(US) umstellen.

Deutschsprachige Eingaben

versucht Google Now dann

allerdings mit einem englischen

Wörterbuch zu erkennen

– ein babylonisches

Sprachenchaos ist die Folge.

Neuer Dialer

Auch wenn das

„Phone“ in

„Smartphone“

immer mehr zur Nebensächlichkeit

wird: Mit einem

Android-Smartphone können

Sie nach wie vor telefonieren

– wer hätte das gedacht?

Dazu hat Google der

Telefon-App einen frischen

Anstrich verpasst. Im neuen

Look rücken Ihre Kontakte

in den Vordergrund, das Handy zeigt automatisch

die am häufigsten kontaktierten Einträge

im Adressbuch groß mit Bildern an.

Erst, wenn Sie unten auf das Icon mit dem

stilisierten Nummernfeld tippen, öffnet sich

das Wählfeld des Telefons. Beginnen Sie, hier

eine Nummer oder im T9-Stil auch Namen

einzutippen, filtert Android umgehend die

passenden Kontakte aus Ihrem Adressbuch.

Dieses Feature kennen Sie vielleicht bereits

aus Android 4.3, in KitKat werden die so gefilterten

Kontakte jedoch ausführlich mit

Bild, Nummern und Namen angezeigt.

Ebenfalls nur auf Englisch verfügbar sind

die direkt ins System und den Dialer integrierten

„Gelben Seiten“.

Tippen Sie zum Beispiel

den Namen eines Geschäfts

in die Telefon-App

ein, zeigt Ihnen Android

automatisch passende

Treffer in der näheren Umgebung

an – dazu müssen

diese nicht in Ihrem Telefonbuch

gespeichert sein.

Ein Tipp auf eines der Suchergebnisse

reicht, um

den Anruf zu starten.

Nexus-Updates

Google wird seine Nexus-Geräte

zügig auf KitKat aktualisieren, allerdings

nur die Modelle, die

jünger als 18 Monate sind. Das

Samsung Galaxy Nexus fällt

somit aus dem Update-Programm.

Besitzer eines Nexus 4,

der beiden Nexus-7-Tablets und

natürlich auch des Nexus 10 bekommen

nach und nach das Online-Update

angeboten. Vereinzelt

melden User bereits, dass

bei Ihnen die Aktualisiereung

schon zur Verfügung steht.

Abb. 5: Das „Ok Google“-Sprachkommando

funktioniert nur auf

einem englischen System.

Abb. 6: Die Telefon-App hat

Google in Android 4.4 aufwendig

neu gestaltet.

SMS plus

Hangouts

Auf den ersten

Blick verwirrend

wird für neue

KitKat-User das Fehlen

einer eigenständigen SMS/​

MMS-App sein. Google

Abb. 7: Nummern zu Unternehmen

und Geschäften sucht KitKat aus

dem Netz heraus.

Android-user.de Januar 2014 7


News

Neu in Android 4.4

Abb. 8: Die Hangouts führen in

Android 4.4 SMS-Kurznachrichten

und Chats zusammen.

Abb. 9: Per Dropdown-Box wählen

Sie, ob eine SMS oder ein Hangout-

Chat verschickt wird.

Abb. 10: Über die Android-Printer-

API drucken Sie Dokumente direkt

vom Handy aus.

Abb. 11: Ein neues Datei-Framework

ermöglicht es, Daten direkt

von Cloudspeichern zu öffnen.

Screencasts

Durch gleichzeitiges Drücken

der An-/​Aus-Taste und des Leiser-Buttons

lassen sich seit Android

4.0 Screenshots vom Handydisplay

erstellen. Mit KitKat

sind nun auch Videos möglich.

Dazu gibt es aktuell noch keine

Tastenkombination, stattdessen

müssen Sie die Aufnahme über

die Android Debug Bridge starten.

Der Befehl lautet adb shell

screenrecord /sdcard/screencast.mp4.

Das Video können Sie

anschließend zum Beispiel über

die Galerie öffnen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31207

schafft die Kurznachrichten jedoch nicht ab,

die SMS-Funktionen stecken jetzt direkt in

der Hangouts-App. Ähnlich wie Apple mit

iChat, fasst Google somit alle Chats – egal ob

über die Daten- oder Telefonleitung – unter

einer einheitlichen Oberfläche zusammen.

In den Hangouts wählen Sie über das

„Plus“-Icon im Kopf der Seitenleiste einen

Kontakt aus Ihrem Adressbuch aus. Per Klick

auf die Auswahlbox mit dem Namen im Kopf

bereich der App bestimmen Sie dann, ob Sie

einen Hangout (einen Text- oder Sprach/​Video-Chat

über die Datenleitung) oder eine

herkömmliche SMS-Konversation starten

wollen. Um eine SMS an eine bisher unbekannte

Nummer zu senden, tippen Sie diese

einfach ganz oben über der

Liste Ihrer Kontakte ein.

Android druckt

Muss man unbedingt

vom Handy

oder Tablet drucken

können? Warum nicht!

Schnell mal ein paar Notizen

drucken, an E-Mails angeheftete

PDFs aufs Papier

bringen oder eine wichtige

Registrierungsmail abheften.

Da das Handy als ständiger

digitaler Begleiter im

Alltag immer mehr die

Funktionen eines ausgewachsenen

Notebooks übernimmt,

muss auch immer

öfter mal etwas vom Handy

gedruckt werden.

Abb. 12: Runtastic Pedometer nutzt

bereits den in das Nexus 5 integrierten

Schrittzähler.

Um mit Handy oder Tablet einen Ausdruck

zu starten, bietet Google mit Cloud Print

[LINK 1] eine Internet-basierte Drucklösung an.

Damit drucken Sie Dokumente direkt auf

Cloud-Print-fähigen Druckern aus, geben

Ihren am PC angeschlossenen Drucker frei

oder schieben PDF-Dokumente auf andere

Android-Geräte oder Google Drive. Diesem

Thema haben wir uns in Android Apps &

Tipps 04/​2013 [LINK 2] ausführlich gewidmet.

Google integriert in Android 4.4 unter Einstellungen

| Drucken ein neues Drucker-

Framework, über das Apps Aufträge an entsprechende

Dienste und Drucker senden

können. Dazu gehört natürlich Googles eigene

Cloud-Print-Technik, direkt zum Start

aber auch ein HP-Plugin.

Über eine offene API können

andere Druckerhersteller

und ‐dienstleister jedoch

auch eigene Drucker-Apps

für Android erstellen.

Dateizugriffe

vereinfacht

Handy, Tablet,

Notebook, der PC

auf dem Schreibtisch

– inzwischen arbeitet

kaum mehr jemand ausschließlich

mit nur einem

Gerät, meist wechselt man

nahtlos zwischen Arbeitsplätzen

und Geräten. Dies

ist ein Grund dafür, dass

Cloudspeicher wie Dropbox,

Google Drive oder Box so

8

Januar 2014

Android-User.de


eliebt sind. Android 4.4 bindet nun die verschiedenen Speicherlösungen

besser in das System ein, dabei ist es egal, ob

es sich um eine lokale oder eine Cloudlösung handelt.

In Googles Officepaket Quickoffice können Sie die neue

Funktion schon im Einsatz sehen. Sind die Cloudspeicherdienste

Box und/​oder Google Drive eingerichtet, rufen Sie

Daten direkt aus der Anwendung heraus auf, ohne dass Sie

einen Umweg über die Google-Drive- bzw. Box-App [LINK 3]

nehmen müssen. Die Dropbox-App wurde in dieser Richtung

jedoch bisher noch nicht vom Anbieter angepasst.

Unter der Haube

Das olympische Motto „citius, altius, fortius“ – schneller,

höher, stärker – gilt nicht nur im Sport. Auch in der IT-Branche

muss alles immer schneller, größer und besser werden.

Damit begeistern Google und Co. natürlich die Kunden in Europa,

Asien und den USA, die sich die besten und teuersten

Geräte leisten können, doch für die Märkte in den Schwellenund

Entwicklungsländern braucht es günstigere Handys.

Um Android auch dort positionieren zu können, soll KitKat

deutlich besser mit schwächeren Geräten zurecht kommen.

Als minimale Speicheranforderung gelten nun 512 MByte

RAM. Alle Google-Apps wurden auf ihren Ressourcenverbrauch

hin optimiert und sollen weniger Platz im Arbeitsspeicher

verbrauchen. Android-Chef Sundar Pichai meint,

damit die Android-Fragmentierung reduzieren zu können

und die nächste Milliarde neuer Android-User zu erreichen.

Der NFC-Nahfunk fristet hierzulande nach wie vor ein

Schattendasein. Im Alltag nutzt man die Technik höchsten

dafür, schnell einen Bluetooth-Lautsprecher mit einem

Handy zu koppeln, KitKat baut nun aber die NFC-Unterstützung

aus. Apps können auf diese Weise als virtuelle NFC-

Smartcard fungieren und so zum Beispiel die Mensakarte,

den Bibliotheksausweis oder die Zutrittskarte zur Firma

überflüssig machen – eine entsprechende App und ein NFCfähiges

Handy reichen aus.

Nach dem Essen sollst du ruhn oder 1000 Schritte tun!

Damit Sie wissen, wie weit Sie schon gegangen sind, gibt es

Schrittzähler – auch als App. Diese müssen jedoch mit aufwendigen

Algorithmen aus den Daten der Beschleunigungssensoren

herausrechnen, ob die letzte Erschütterung des

Handys ein Schritt war, oder ob es nur auf den Schreibtisch

gelegt wurde. Mit speziellen Schrittsensoren – ins Nexus 5

sind diese schon eingebaut – geht dies nun deutlich präziser

und stromsparender. Apps wie Runtastic Pedometer [LINK 4]

unterstützen die neuen Sensoren bereits.

Mit passender Software lässt sich selbst aus dem dünnsten

Stimmchen ein voller Gesang zaubern. Das gilt nicht nur für

Britney Spears, sondern auch für Handylautsprecher und

‐kopfhörer. Nicht ohne Grund sind Geräte mit Beats Audio

besonders beliebt bei jüngeren Käuferschichten, die viel

Musik über das Handy hören. Android 4.4 verlagert die Dekodierung

des Audiosignals und die Softwareoptimierung des

Klangs nun auf eigene DSP-Chips (Digital Signal Processor).

Das verbessert den Sound und spart Strom, da die Handy-

CPU seltener geweckt werden muss. Im Nexus 5 ist ein entsprechender

Prozessor bereits verbaut, laut Google ermöglicht

der Audio-DSP bei abgeschaltetem Display bis zu 60

Stunden Musikwiedergabe ohne Nachladen. ● ● ●

Android-user.de


Fokus

YouTube-Downloads und das Recht

Video-Download bei YouTube – legal oder illegal?

Rechtsfrage

Google

Ein Video von Justin Bieber,

ein alter Clip der

Stones? Auf YouTube finden

Sie unendlich viel

Musik. Dürfen Sie diese

Clips einfach herunterladen?

Wir klären die

rechtliche Lage rund

um YouTube-Downloads.

Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31330

Für PC und Handy finden sich zahlreiche

Programme, mit denen sich

Videos von YouTube herunterladen

lassen. Wie ist dabei aber die

Rechtslage? Verstößt das „Kopieren“ von

YouTube-Musik gegen die YouTube-AGBs,

oder ist es gar illegal? Wir fassen die rechtliche

Lage zu YouTube-Downloads zusammen.

Recht auf Privatkopie

In Deutschland ist die sogenannte Privatkopie

nach §53 des Urheberrechtsgesetzes

[LINK 1] gedeckt. Sie dürfen daher urheberrechtlich

geschützte Werke für die persönliche

Nutzung und für den engen privaten

Kreis vervielfältigen. Der „zweite Korb“ zur

Regelung des Urheberrechts schränkt die Privatkopie

jedoch seit 2008 ein. Diese ist jetzt

nur noch dann zulässig, wenn „keine offensichtlich

rechtswidrig hergestellte […] Vorlage“

als Quelle diente.

Nun befinden Sie sich bei YouTube in einer

Grauzone: Laden Sie ein Musikvideo eines

Künstlers herunter, der dieses selber auf You-

Tube eingestellt hat, sind Sie komplett auf

der sicheren Seite – die Regelung zur Privatkopie

greift. Stammt das Video von einer Person,

die selber nicht die Rechte daran besitzt,

machen Sie sich auch mit diesem Download

wohl nicht strafbar. Da YouTube inzwischen

mit vielen Künstlern und Labeln kooperiert,

ist es für den User kaum mehr zu erkennen,

ob eine Urheberrechtsverletzung vorliegt.

Verstoß gegen YouTube-AGBs

Neben der rechtlichen Situation sind auch

die Nutzungsbedingungen von YouTube

[LINK 2] zu beachten. In Paragraph 6.1, Absatz

K führt Google in der Tat einen Passus auf,

der das Herunterladen von YouTube-Videos

untersagt. Den Nutzungsbedingungen entsprechend

dürfen Sie nur Videos in Echtzeit

Abb. 1: Bei YouTube können Sie davon ausgehen,

dass die Musik aus einer legalen Quelle stammt.

betrachten. Ein permanenter Download und

das Speichern sind untersagt. Allerdings

plant Google selbst, in künftigen Versionen

auch Offline-Support einzubauen, sodass Sie

Videos innerhalb der YouTube-App herunterladen

und offline abspielen können [LINK 3].

Vielleicht ändert Google im Zuge dieser Neuerung

auch die Nutzungsbedingungen.

Allerdings können Sie YouTube durchaus

benutzen, ohne jemals die AGBs zu sehen

und ohne sie per Eingabemaske zu akzeptieren.

Ohne Zustimmung von Ihrer Seite sind

die AGBs hierzulande nicht wirksam, solange

Sie sich nicht mit Ihrer App und Ihrem

Google-Account bei YouTube anmelden.

Fazit

Die rechtliche Lage ist bisher nicht endgültig

gerichtlich geklärt. Sie als User gehen unserer

Einschätzung nach jedoch kein Risiko ein

– YouTube muss dafür sorgen, dass hochgeladene

Videos die Urheberrechte der Künstler

nicht verletzen. Dieser Pflicht kommt der

Dienst auch nach, unzählige durch den

GEMA-Streit gesperrte Videos sind die Folge.

Für weitere Informationen empfehlen wir

das Video von Rechtsanwalt Christian Solmecke

[LINK 4], in dem das Thema in Video-Form

sachkundig aufbereitet wird. ● ● ●

YouTube-AGB: §6.1 K

„Sie erklären sich damit einverstanden, Zugriff

auf Nutzervideos nur in Form des Streamings

und zu keinen anderen Zwecken als der rein

persönlichen, nicht-kommerziellen Nutzung

und nur in dem Rahmen zu nehmen, der durch

die normale Funktionalität der Dienste vorgegeben

und erlaubt ist. „Streaming“ bezeichnet

eine gleichzeitige digitale Übertragung des

Materials über das Internet durch YouTube auf

ein […] Endgerät in einer Weise, bei der die

Daten für eine Echtzeitansicht bestimmt sind,

nicht aber für einen […] Download, ein Kopieren,

ein Speichern oder einen Weitervertrieb

durch den Nutzer.“

10

Januar 2014

android-User.de


Fokus

YouTube-Videos herunterladen

YouTube-Videos per Handy herunterladen

Abgespeichert

YouTube ist im Web die Anlaufstelle für Videos, lustige Clips und Musik. Doch ist einmal der Empfang

schlecht oder gar komplett weg, geht gar nichts mehr. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel die

besten Tools, mit denen Sie YouTube-Videos herunterladen können. Samuel Groesch, Christoph Langner

Obwohl es diverse Android-Apps

gibt, mit denen Sie YouTube-Videos

direkt mit dem Handy herunterladen

können, sind diese im

Play Store nicht zu finden. YouTube untersagt

seinen Usern über die Nutzungsbedingungen,

Videos herunterzuladen, und bei

Apps im Play Store hört bei Google der Spaß

erst Recht auf. Daher müssen Sie die You-

Tube-Downloader von Hand auf Ihr Handy

laden. Dazu müssen Sie in den Einstellungen

unter Sicherheit die Installation von Apps aus

unbekannter Herkunft erlauben. Somit können

wir starten, los geht’s.

TubeMate YouTube

Downloader

TubeMate ist eine der bekanntesten

Apps zum Herunterladen von You-

Tube-Videos. Sie war sogar für einige

Zeit im Play Store erhältlich, aktuell hat

sie Google aber aus dem Market verbannt.

Auf der Webseite des Entwicklers [LINK 1] erhalten

Sie jedoch eine Auswahl vertrauenswürdiger

Downloadquellen. Meiden Sie auf

jeden Fall inoffizielle Uploads der App im

Play Store, diese enthalten oft Schadsoftware

oder sind mit Werbung verseucht.

Nach dem erfolgreichen Download auf Ihr

Smartphone öffnen Sie die Datei und folgen

der Installation. Beim ersten Start müssen Sie

angeben, ob Sie den „Schnellen Download“-

Modus nutzen möchten. Dieser bewirkt, dass

gleich mehrere Verbindungen auf einmal aufgenommen

werden, was in der Regel zu

schnelleren Downloads führt. Auf schwächeren

Geräten kann dies das Handy jedoch

überfordern. Aktivieren Sie diese Option

daher nur, wenn Ihr Gerät das packt.

Der Homescreen von TubeMate dürfte

Ihnen bekannt vorkommen, denn der You-

Tube-Teil besteht aus der mobilen Internetseite

der Videoplattform. Dort können Sie

wie gewohnt navigieren, Videos ansehen

und diese auch bewerten. Die speziellen TubeMate-Funktionen

befinden sich alle in der

Menüleiste am oberen Rand. Bei einem geöffneten

Video taucht dort ein grüner Pfeil

auf, der den Download des Videos einleitet.

YouTube stellt die meisten Videos in mehreren

Formaten und Auflösungen bereit, und

auch TubeMate bietet Ihnen diese unterschiedlichen

Formate zum Download an.

Hochauflösende Clips sollten Sie natürlich

nur über Ihr WLAN laden, sonst sprengen

Sie in kurzer Zeit Ihr mobiles Datenvolumen.

Wenn Ihnen bei einem Musikvideo der

Sound genügt, laden Sie mit Download als

MP3 nur die Musik aus dem Clip herunter.

Luis Molinero Martínez, 123RF

Android-user.de Januar 2014 11


Fokus

YouTube-Videos herunterladen

Abb. 1: TubeMate lädt Videos über die mobile Variante

der YouTube-Webseite herunter.

Am rechten Displayrand sehen Sie nach

einem Download eine gelbe Blase. Durch Wischen

nach links gelangen Sie zur Übersicht

aller Downloadaufträge. TubeMate funktioniert

zuverlässig und einfach. Dabei bringt

die App viele Features mit, Sie können zum

Beispiel Videos in MP3s umwandeln oder

diese schnell mit Freunden teilen.

OG YouTube Downloader

Der OG YouTube Downloader wird

von einem Mitglied des XDA-Developer-Forums

entwickelt und ist

auch dort herunterzuladen [LINK 2]. Anders als

bei den anderen Tools benötigen Sie beim OG

YouTube Downloader jedoch keine eigenständige

App. Er entspricht bis auf eine

Reihe von Anpassungen der Original-You-

Tube-App. In der modifizierten Version gibt

es jedoch unter jedem Video einen Download-Button,

der bei Betätigung eine Liste mit

den zur Verfügung stehenden Auflösungen

und Formaten anzeigt.

Im XDA-Forum finden Sie zwei Varianten

der Anwendung. Version 1 wird zusätzlich

zum Original-YouTube installiert. Unter

„OGYouTube“ finden Sie die App mit dem

Download-Button. Version 2 ersetzt dagegen

YouTube gleich ganz. Sie kann als System-

App jedoch nur mit Root-Rechten auf dem

Handy installiert werden. Mit der getrennten

App „OG YouTube Downloader“ verwalten

Sie generell Ihre YouTube-Downloads.

Der Vorteil des OG YouTube Downloader

ist gleichzeitig seine Schwäche: Google hat

seine YouTube-App inzwischen besser gesichert,

sodass sich neue Versionen des Programms

nicht mehr so leicht modifizieren

lassen. Der OG YouTube Downloader scheint

daher in einer Sackgasse zu stecken. Die offiziellen

Downloadlinks funktionieren meist

nicht (nur tief im Foren-Thread lassen sich

noch Dropbox-Links anderer User ausgraben

[LINK 3]), und Neuerungen schaffen es natürlich

auch nicht mehr zu OGYouTube.

YouTube Song Downloader

YouTube bietet zusätzlich zu „normalen“

Videos auch unendlich

viele Musikclips. Viele User verwenden

YouTube daher als Jukebox und konsumieren

Musik in Videoform. Doch für diesen

Zweck ist die YouTube-App denkbar

schlecht gerüstet: Das stromhungrige Display

läuft immer, und auch das Auffinden der gewünschten

Songs macht Mühe. Mit dem You-

Tube Song Downloader laden Sie dagegen Videos

von YouTube direkt herunter und konvertieren

diese gleich ins MP3-Format.

Auf der Homepage des Entwicklers [LINK 4]

fordern Sie eine E-Mail mit der Installationsdatei

und einer Anleitung an. Danach installieren

Sie die App aus dem Anhang heraus.

In der App legen Sie den Zielordner fest oder

geben Standards für die ID3-Tags der MP3s

vor. Die eigentliche Funktion des Downloaders

nutzen Sie über die „echte“ YouTube-

App. Um ein Musikvideo herunterzuladen,

navigieren Sie zum gewünschten Song und

rufen den Teilen-Dialog auf. Dort wählen Sie

dann den YouTube Song Downloader aus.

Danach besteht noch die Möglichkeit, die

ID3-Infos der MP3-Musikdatei zu Interpret,

Abb. 2: Je nach Video stehen verschiedene

Formate oder auch

gleich MP3s zu Wahl.

Abb. 3: Der OG YouTube Downloader

ist eine modifizierte Variante

der YouTube-App.

Abb. 4: Auch mit OG YouTube

haben Sie wieder die Wahl zwischen

verschiedenen Formaten.

Abb. 5: Beim Song Downloader

gibt es die Option, gleich beim

Download ID3-Tags zu setzen.

12

Januar 2014

Android-User.de


Fokus

YouTube-Videos herunterladen

Abb. 6: Der YouTube Song Downloader bindet sich

lediglich in das Teilen-Menü des Handys ein.

Titel oder Album zu setzen, die dann später

in Musik-Apps zur Organistation der Musik-

Datenbank verwendet werden. Jetzt noch auf

OK klicken und fertig. Wenn Sie YouTube sowieso

überwiegend zum Konsum von Musik

nutzen, ist der YouTube Song Downloader

optimal, um Songs offline auf dem Handy zu

abzuspeichern und sie dann mit einer ganz

normalen Musik-App anzuhören.

Fazit

Es gibt einige gute Apps, mit denen Sie auch

mobil auf dem Handy YouTube-Videos abspeichern

können. Die Apps integrieren sich

gut ins System und fallen nicht zur Last.

Trotzdem sollten Sie sehr wachsam bleiben:

Gerade weil die Apps nicht offiziell auf

Google Play erhältlich sind, ist dies eine tolle

Gelegenheit, Schad-Apps zu verbreiten. Die

Beliebtheit von YouTube-Downloadern verstärkt

dies nochmal und sorgt dafür, dass

zahlreiche App-Abzocker unterwegs sind.

Greifen Sie daher lieber zu einer der bekannten

YouTube-Download-Apps. ● ● ●

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Fokus

YouTube-Apps

Add-ons für YouTube

YouTube

mit Beilage

Maxim Larin, 123RF

YouTube serviert ein

schier unüberschaubares,

breit gefächertes

Menü mit Millionen

Videos für jeden

Geschmack. Die You-

Tube-App ist die Eintrittskarte

in eine riesige

Online-Videothek.

Einige alternative oder

ergänzende Apps sorgen

jedoch mit pfiffigen

Ideen für zusätzlichen

Genuss.

Carsten Müller

YouTube als Jukebox

Auch wenn die GEMA hierzulande dem Vergnügen

gerne mal einen Strich durch die

Rechnung macht und den Zugang zu Musikvideos

versperrt: YouTube ist eine riesige Video-Jukebox.

Was liegt näher, als seine Lieblingsmusik

gleich per Stream von YouTube

zu hören? Allerdings spielt die Original-You-

Tube-App Videos nicht im Hintergrund ab.

Sobald Sie also zu einer anderen App wechseln,

stoppt die Wiedergabe. Kein Wunder,

dass sich viele Drittanbieter dem Thema You-

Tube & Musik mit eigenen Apps widmen…

uListen

YouTube mal ganz ohne bewegte

Bilder? Kann durchaus sinnvoll

sein. uListen [LINK 1] jedenfalls konzentriert

sich ganz auf den Ton, der in den

YouTube-Videos steckt. So ist die App eine

Art YouTube-basierter Music-Player. Dabei

sparen Sie auch Daten-Traffic, da uListen

wirklich nur den Ton über das Netz lädt. Die

App ist wohltuend einfach und intuitiv gehalten.

Das vom linken Bildschirmrand einblendbare

Menü gewährt schnell Zugang zu

eigenen Favoriten und Playlists. Über die

Suchfunktion lässt sich die gewünschte

Musik problemlos finden. Selbstverständlich

spielt uListen die Tracks auch im Hintergrund

ab – die App muss also nicht geöffnet

bleiben. Mit uListen wird YouTube zur kostenfreien

Musik-Cloud. Klasse Sache!

MixerBox

Wem uListen ein Tick zu spartanisch

ist, der sollte sich MixerBox

[LINK 2] genauer anschauen. Auch

diese App widmet sich der musikalischen

Nutzung von YouTube. Neben einer Suchfunktion

bietet MixerBox die Funktionen Entdecken

und DJs, um musikalisches Futter zu

finden. Kategorien wie beliebt, männlich/​

weiblich oder Gruppe schränken die Empfehlungen

der App dabei ein. Ideal, um neue

Musik und Künstler zu finden.

Im Gegensatz zu uListen spielt MixerBox

stets nicht nur den Ton ab, sondern auch das

Video. Auch bei MixerBox läuft die Musik

weiter, wenn sich die App im Hintergrund

befindet. Facebook-Freunde begeistert Mixer-

Box außerdem mit der Möglichkeit, Titel auf

14

Januar 2014

Android-User.de


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YouTube-Apps

Facebook weiterzuempfehlen. Und wer sich

beim Schlafengehen noch von Musik berieseln

lassen will, freut sich über den optionalen

Sleeptimer, der nach vorgegebener Zeit

das Abspielen beendet.

WakeTube

Nachdem Sie per Sleeptimer durch

MixerBox angenehm in den Schlaf

begleitet wurden, können Sie sich

auch wieder mit Ihrer Lieblingsmusik von

YouTube wecken lassen. WakeTube [LINK 3]

übernimmt das gerne. Dazu definieren Sie in

der App die gewünschte Musik entweder per

Suchbegriff oder durch Eingabe der vollständigen

YouTube-URL. Alternativ lassen Sie das

Feld leer – dann weckt Sie WakeTube mit

einem zufällig gewählten Musikvideo. Anschließend

Weckzeit einstellen und Alarm

aktivieren, fertig ist der YouTube-Wecker.

Auch wenn die App optisch nicht der Brüller

ist – wir lieben solch kleinen Gimmick-Apps!

Music Charts Deluxe

Wenn Sie noch nicht wissen, mit

welchem Song Sie sich wecken lassen

wollen, dann sehen Sie sich die

folgende App näher an: Music Charts Deluxe

[LINK 4] nähert sich auf ganz andere Art dem

Thema Musik. Die App ist kein YouTube-Musik-Player

wie uListen oder MixerBox, sondern

bietet Listen mit den aktuellen Charts

aus über 50 Ländern und verknüpft diese mit

den passenden Videos auf YouTube. Einmal

wöchentlich werden die Hitlisten aktualisiert.

Dazu bedient sich die App der Rankings

von Diensten wie last. fm, world‐dj. net

oder eurohitlist. eu.

Sie gibt damit einen sehr guten Überblick darüber,

was gerade angesagt ist. Das Angebot

ist breit gefächert und hält für viele Geschmäcker

die passenden Charts bereit: German

Black Top 30, German House Top 44,

German Party Schlager Charts oder German

Pop Charts sind Beispiele dafür. Das Antippen

eines Titels startet die YouTube-App und

zeigt das Video zum Song. Rein optisch

macht die App nicht viel her. Inhaltlich jedoch

dürfte sie für zahllose Musikliebhaber

äußerst informativ und nützlich sein.

YouTube für Kinder

Viele Inhalte auf YouTube sind sicherlich

nicht unbedingt für Kinderaugen geeignet.

Daher sollten Sie Ihr Kind nicht gerade direkt

an die YouTube-App setzen, sondern eine für

Kinder geeignete App vorschalten.

Kids Video Player

Der Kids Video Player [LINK 5] ist

eine nützliche App, mit der Eltern

die für ihr Kind geeigneten Videos

auswählen und dem Nachwuchs in einem eigenen

Menü präsentieren können. Über die

Suchfunktion wählen Sie dazu zunächst die

gewünschten Videos aus, sie werden anschließend

im Hauptbildschirm mit Vorschaubildern

aufgelistet. Die vorausgewählten

Videos starten die Kids dann ganz einfach

durch Antippen. Dabei wird das Video

standardmäßig in der Kids Video App gestartet,

sodass das Kind nicht aus der App heraus

in die YouTube App wechselt, wo wiederum

die Kindersicherung ausgehebelt wäre.

In Verbindung mit einer App wie Kids

Place [LINK 6], lässt sich auch die Kids-Video-

Abb. 1: Mit uListen spielen Sie You-

Tube-Videos ohne Bild ab – ideal für

Musik-Puristen.

Abb. 2: Die App bietet Playlisten,

und die besten Songs markieren

Sie als Favoriten.

Abb. 3: Mit schöner Optik und

gelungenen Funktionen widmet

sich MixerBox ganz der Musik.

Abb. 4: MixerBox erweist sich

dabei als ideale Quelle, um musikalisches

Neuland zu entdecken.

Abb. 5: WakeTube weckt Sie an

jedem noch so trüben Morgen mit

Ihrer Lieblingsmusik.

Android-user.de Januar 2014 15


Fokus

YouTube-Apps

Abb. 6: Music Charts Deluxe präsentiert

die gesammelten Charts

aus über 50 Ländern.

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Abb. 8: Viral überzeugt mit gelungener

Oberfläche und einer Vielzahl

praktischer Funktionen.

App selbst sichern und „abschließen“.

Dann ist es ohne

geeigneten Schlüssel dem

Kind nicht möglich, die App

etwa über den Home Button

zu verlassen. Wer Wert darauf

legt, dass seine Kinder

nur altersgerechte Inhalte

zu Gesicht bekommen, sie

aber dennoch nicht vollständig

von modernen Medien

fern halten möchte, für den

ist dies eine clevere Lösung.

Die bessere

YouTube App

Seit einiger Zeit spukt die

Info durchs Netz, dass

Google seine YouTube-App

überarbeiten möchte. Als

neue Features soll man Videos

als kleine Fenster aus

der App lösen und auch Filme zum späteren

Ansehen auf dem Handy speichern können.

Beides geht mit der Viral-App schon jetzt.

Viral Floating Youtube Popup

Die Namensgebung der App verwirrt:

Im Play Store wird sie als

„Viral Floating Youtube Popup“

[LINK 7] bezeichnet, das App-Icon ist jedoch

später mit „Showtime“ betitelt. Wie auch

immer: Dahinter versteckt sich eine eierlegende

Wollmilchsau in Sachen YouTube. Das

fängt schon bei den Kategorien an, über die

„Viral“ die YouTube-Inhalte sinnvoll gliedert.

Dazu zählen etwa „Autos und Fahrzeuge“,

„Nachrichten und Politik“, „Anleitungen &

Abb. 9: Über die Kategorien lassen

sich die YouTube-Inhalte auf neue

Weise erkunden.

Abb. 7: Mit Kids Video erstellen Sie

für Ihre Kinder ein persönliche You-

Tube-Menü.

Abb. 10: Das YouTube-Video überlagert

als „Floating Popup“ alle

anderen Handy-Apps.

Style“, „Technologie“ und

viele mehr. Daneben lassen

sich Videos auch über Community-Aspekte

finden: Filter

wie „hoch bewertet“

oder „meist diskutiert“ erscheinen

durchaus sinnvoll,

um schnell interessantes

Material zu entdecken. Dass

sich Viral auch auf Abos, Favoriten

und Playlists versteht,

ist selbstverständlich.

Dazu müssen Sie der App

lediglich gestatten, auf Ihr

YouTube-Konto zuzugreifen.

Auch eigene Uploads lassen

sich dann verwalten.

Wie uListen und Mixer-

Box ist auch Viral in der

Lage, Videos im Hintergrund

weiter laufen zu lassen,

wenn die App verlassen

wird. Bei Viral passiert das jedoch nicht automatisch

– Sie müssen dies über Play in

Background im Menü für jedes Video explizit

aktivieren. Dafür trumpft Viral mit seiner Fähigkeit

des Floating Popups richtig auf. Damit

wird das Video in einem alle anderen Apps

überlagernden kleinen Fenster abgespielt. Sie

können also das Smartphone weiter benutzen,

jede beliebige App aufrufen, das Video

läuft in seinem „fliegenden“ Fenster einfach

weiter. Die Größe des Floating Popups können

Sie dabei ganz leicht per Ziehen an der

unteren rechten Ecke verändern. Außerdem

lässt sich das Fensterchen auch frei auf dem

Bildschirm verschieben. Dass Sie in diesem

Floating Popup auch noch nach Belieben die

Auflösung des Videos auswählen

können, ist das berühmte

Tüpfelchen auf dem i.

Doch Viral bietet noch weitere

Highlights – zum Beispiel

die Möglichkeit, die Videos

auch offline zu betrachten.

Dazu lädt Viral das gewünschte

Video in einen

Cache, damit man es auch

ohne Netzwerkverbindung

anschauen kann. Der riesige

Funktionsumfang von Viral

wird Ihnen noch die eine oder

andere weitere Freude bereiten.

Sie werden zustimmen:

„Viral Floating Youtube

Popup“ ist aktuell die bessere

YouTube-App – solange

Google seine überarbeitete

App nicht veröffentlicht. ● ● ●

16

Januar 2014

Android-User.de


Fokus

Tipps & Tricks zu YouTube

Tipps & Tricks zu YouTube und der YouTube-App

Tipptopp

YouTube

arcady31, 123RF / YouTube

Sie möchten YouTube

auf dem TV mit dem

Handy steuern? Die

GEMA nervt mit Sperren?

Und die YouTube-

App soll Videos herunterladen,

sodass Sie

diese offline sehen

können? Mit unseren

Tipps & Tricks klappt

dies reibungslos.

Christoph Langner

YouTube TV

Es ist Sonntagabend, Sie haben es

sich auf der Couch gemütlich gemacht,

der Tatort ist vorbei, und es

gibt rein gar nichts Interessantes mehr im

Fernsehen? Wie wäre es mit ein paar You-

Tube-Videos, die Sie bequem auf Ihrem

Handy aussuchen und dann auf dem internetfähigen

Fernsehgerät oder dem großen

Computermonitor ansehen? Mit YouTube TV

koppeln Sie YouTube auf dem Handy mit

YouTube auf dem TV oder Computer. So wird

aus YouTube-Videos großes Kino, während

Sie die Wiedergabe bequem mit dem Handy

von der Couch aus steuern.

Dazu nötig ist ein halbwegs aktueller

Smart-TV [LINK 1], eine modernere Media-Streaming-Box

oder ein Blu-ray-Player, die bereits

über eine YouTube-TV-App verfügen

müs- sen, oder aber auch jeder

beliebige Computer, auf dem Sie

die spezielle YouTube-Webseite https:// www.​

youtube. com/ tv [LINK 2] öffnen können. Im

Zahnradmenü der Page finden Sie die Option

Gerät koppeln, darüber rufen Sie einen Dialog

mit einer URL, einer Codenummer oder

einem QR-Code auf.

Auf Ihrem Handy öffnen Sie nun die You-

Tube-App und tippen sich zu Einstellungen |

Verbundene TV-Geräte | TV-Gerät hinzufügen

durch. Dort geben Sie entweder den Code

per Hand ein oder scannen den Barcode mit

der Kamerataste direkt vom Fernsehbildschirm.

YouTube meldet daraufhin, dass der

„YouTube TV hinzugefügt“ wurde.

Nun stöbern Sie wie gewohnt in der App

durch Ihre Videos. Wenn Sie die Wiedergabe

starten, erscheint das Video jedoch nicht

mehr auf Ihrem Handy, sondern läuft auf

dem Fernseher. Mit der Handy-Fernbedienung

halten Sie das Bild an oder spulen im

Video. Die Verbindung trennen Sie über das

blaue Chromecast-Icon am oberen Bildschirmrand

neben der Lupe.

Redirect For Youtu.be

Links zu YouTube-Videos sehen

sehr unterschiedlich aus. Mal wird

die „normale“ URL wie http:// www.​

youtube. com/ watch? v=oHg5SJYRHA0 benutzt,

ein andermal bekommen Sie den

Link zur mobilen Variante der YouTube-

Seite http:// m. youtube. com/ watch?​

v=oHg5SJYRHA0 geschickt, oder der

Absender hat die Teilen-Funktion von

YouTube verwendet und somit die URL-

Abkürzung „youtu.be“ benutzt: http://​

youtu. be/ oHg5SJYRHA0. Alle diese Links

führen auf dem Computer direkt zum gleichen

YouTube-Video, doch Android bietet bei

der youtu.be-Kurz-URL die YouTube-App gar

nicht erst als Option an. Unglaublich, aber

wahr: Google unterstützt seinen eigenen

URL-Verkürzer nicht sauber Eine kleine Verbesserung

bringt hier die kostenlose App Redirect

For Youtu.be [LINK 3]. Sie leitet ganz un-

18

Januar 2014

android-User.de


Fokus

Tipps & Tricks zu YouTube

Abb. 1: Viele moderne Fernsehgeräte unterstützen bereits YouTube TV,

alternativ tut’s auch ein gewöhnlicher PC.

Abb. 2: Koppeln Sie die YouTube-App auf dem Handy mithilfe von You-

Tube TV auf Ihrem Smart-TV oder Computer.

auffällig youtu.be-Links aus anderen Apps an

die normale YouTube-App weiter, ohne dass

Sie von der Umleitung etwas bemerken.

Allerdings klappt diese Weiterleitung unterschiedlich

gut: Aus Reddit-Apps wie etwa

Reddit Sync oder aus Gmail heraus öffnen

sich nun auch youtu.be-Links sauber, der

Standardbrowser von Android will diese aber

nach wie vor nur im Browser öffnen. Chrome

dagegen arbeitet von Anfang an korrekt und

bietet beim Klick auf solche Links gleich You-

Tube als Option an.

Videos offline vorhalten

Sie sind öfter mit Bus und Bahn unterwegs?

Pendeln zur Arbeit, Uni

oder in die Schule und möchten

sich mit ein paar YouTube-Videos die Langeweile

vertreiben? Das Problem: Ihr Datenvolumen

wird darunter kräftig leiden, denn ein

Abb. 3: Tippen Sie den Code vom

Fernseher auf Ihrem Handy ein,

oder scannen Sie den QR-Code.

Abb. 4: YouTube auf Handy und

Fernseher können nach dem Koppeln

miteinander kommunizieren.

YouTube-Video saugt schnell einmal 3,75

MByte pro Minute über die Internetleitung.

Um unterwegs nicht gänzlich auf Videos verzichten

zu müssen, können Sie die Offline-

Funktion nutzen. Auch wenn Sie damit bisher

nicht kontrolliert beliebige Video speichern

können – es wird gemunkelt, dass

YouTube dies bald beherrscht – das ein oder

andere interessante Video ist auf diesem Weg

aber immer dabei.

Damit YouTube für Sie relevante Videos

automatisch vorhält, müssen Sie die entsprechenden

Optionen Abos vorab laden und

„Später ansehen“ vorab laden erst einmal in

den Einstellungen der YouTube-App unter

Vorab laden aktivieren. Die App wird nun Videos

aus Ihren abonnierten Kanälen und

auch als „später ansehen“ markierte Filme

im Hintergrund auf das Handy oder Tablet

laden – aber auch nur dann, wenn Sie per

WLAN im Netz unterwegs

sind und das Handy auch

aufgeladen wird.

Die YouTube-App kennzeichnet

in den Übersichten

zum Download eingereihte

Videos mit einem kleinen

grauen Pfeil nach unten. Sobald

der Clip vollständig im

Speicher liegt, blendet die

App einen mit einem grünen

Kreis hinterlegten weißen

Pfeil nach unten ein. Zum

Betrachten der Offline-Videos

benötigen Sie jedoch

nach wie vor eine funktionierende

Datenverbindung,

allerdings ist das Trafficvolumen

beim Ansehen der

vorab geladenen Videos

deutlich geringer.

Vorsicht Roaming!

Geben Sie auf diese Funktion

bitte besonders bei Auslandsreisen

Acht. Nutzen Sie WiFi-Tethering

für ein Gerät, das Sie später

im Ausland entweder mit einer

ausländischen SIM-Karte oder

über Datenroaming ins Netz

bringen, würde YouTube auf

dem angebundenen Gerät wie

in einem WLAN agieren und

freudig Videos auf Vorrat laden

und damit innerhalb von Minuten

Ihr teuer bezahltes Auslandsdatenpaket

sprengen.

Android-user.de Januar 2014 19


Fokus

Tipps & Tricks zu YouTube

Abb. 5: Klicken Sie einen youtu.be-

Link an, so wird die YouTube-App

nicht zum Öffnen angeboten.

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Abb. 6: Lassen Sie in Zukunft youtu.

be-Links immer mit Redirect For

Youtu.be öffnen.

Abb. 7: Der grüne Pfeil zeigt an,

dass dieses Video im Zwischenspeicher

des Handys liegt.

Abb. 8: Auch am PC geschaute Videos lassen sich über „Später ansehen“

in den Offline-Speicher von Android schicken.

GEMA-Sperrungen umgehen

Auch nach mehreren Jahren haben

sich Google und die GEMA immer

noch nicht auf eine für beide Seiten

aktzeptable Vergütung geeinigt. Die Konsequenz:

Bei vielen Musikvideos erscheint auf

dem PC statt des gewünschten Videos die

Meldung „Dieses Video ist in Deutschland

nicht verfügbar, weil es möglicherweise

Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte

von der GEMA nicht eingeräumt

wurden.“ Auf dem Handy ist das ganz ähnlich,

nur der Text ist lapidarer und kürzer

„Nicht in deinem Land verfügbar“.

Dennoch gibt es einen Weg an dieser

Sperre vorbei: Sie müssen auswandern!

Nicht gleich mit Sack und Pack, aber zumindest

auf digitalem Wege. Der Einfluss der

GEMA reicht nur bis an die digitalen Grenzen

Deutschlands. Rufen Sie eines der GEMA-gesperrten

Videos etwa aus der

Schweiz auf, dann läuft es

ganz normal – solange das

Schweizer GEMA-Pendant

SUISA nicht auch wieder in

die Suppe spuckt. Mit einer

VPN-App gelingt der Umzug

mit nur wenigen Klicks.

Im Play Store gibt es eine

ganze Reihe von VPN-Anbietern

mit Apps für diesen

Umzug. Zum Beispiel Hideninja

VPN [LINK 4], Hideman

VPN [LINK 5] und Hotspot

Shield VPN [LINK 6], um nur

mal drei zu nennen. Hideninja

zeichnet aus, dass Sie

auf VPN-Server in einer ganzen

Reihe von Ländern – bis

auf die USA – generell kostenlos

zugreifen können. Bei

Hideman VPN stehen sogar

VPN-Server in den USA gratis zur Verfügung,

allerdings kann man Hideman VPN maximal

fünf Stunden im Monat gratis nutzen.

Generell gilt, dass die kostenlosen VPN-

Angebote meist nur als Lockvogel dienen.

Nur wer zahlt (meist etwa 5 Euro im Monat),

bekommt eine dauerhaft zuverlässige,

schnelle und stabile VPN-Verbindung ins

Ausland. Über diese lassen sich dann aber

nicht nur YouTube, sondern auch andere beliebte

Videodienste wie Hulu oder Netflix

nutzen, die bislang noch nicht den Sprung

über den großen Teich gewagt haben.

Beste Videoqualität

Mobiler Datentraffic ist in Deutschland

nach wie vor ein ziemlich

teures Gut. Nur die wenigsten Android-User

werden ein Gigabyte-großes Datenpaket

bei Ihrem Mobilfunkanbieter gebucht

haben. 300 MByte bis

zur Drosselung auf GPRS-

Schneckentempo sind daher

nicht selten, 500 MByte

eher der gängige Standard

und 1 GByte Datenvolumen

oder mehr fast schon unbezahlbarer

Luxus. Um nicht

gleich beim Betrachten

eines einzelnen YouTube-

Videos das freie Datenvolumen

des Mobilfunkvertrags

zu sprengen, streamt die

YouTube-App daher Videos

im Mobilfunknetz nur mit

deutlich reduzierter Bildund

Tonqualität.

20

Januar 2014

android-User.de


Fokus

Tipps & Tricks zu YouTube

Abb. 9: Die Wiedergabe dieses

YouTube-Videos wurde in Deutschland

von der GEMA untersagt.

Abb. 10: VPN-Apps wie Hideninja

leiten den Traffic durch’s Ausland

und umgehen die GEMA-Sperre.

Abb. 11: Das zuvor nicht abspielbare

Video läuft nun dank des

VPN-Tunnels in voller Pracht.

Abb. 12: Auf Wunsch streamt You-

Tube Videos auch über die Mobilfunkleitung

in höchster Qualität.

Wer jedoch schon jetzt über einen dicken

LTE-Vertrag mit reichlich Inklusivvolumen

verfügt, dem kommt es auf ein paar MByte

Video-Streaming vielleicht gar nicht mehr

an. Dann soll die YouTube-App die beste Vi-

deoqualität liefern – immer und überall!

Über die Einstellungen unter Allgemein |

Hohe Qualität ist es in diesem Fall sinnvoll,

YouTube auch über UMTS/​LTE das Streamen

in höchster Bandbreite zu erlauben. ● ● ●


Fokus

Chromecast

Googles Chromecast-Stick für den TV im Test

Chromecast

Android mausert sich zur

Entertainment-Maschine.

Daher ist es nicht verwunderlich,

dass Handy und

Fernsehgerät zusammenwachsen.

Googles

Chromcast macht jeden

TV Android-kompatibel,

der Teufel steckt aber im

Detail. Christoph Langner

Alle

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www.android- user.de/qr/31247

Abb. 1: Mit der Chromecast-App

verwalten Sie den Chromecast-

Stick in Ihrem WLAN.

Viele Android-User werden schon

einen Flachbildfernseher haben,

aber nicht jeder moderne TV ist

„smart“ genug, Apps zu nutzen

oder Webseiten anzuzeigen. Mit Googles

Chromecast rückt Ändroid näher an den TV.

Der Chromecast-Stick ist ein kompakter

WLAN-Stick, der über HDMI mit einem TV

verbunden wird. Zum Betrieb benötigt der

Stick Strom, ein Netzteil liegt dem Paket bei.

Alternativ lässt sich der Chromestick über

einen USB-Port des Fernsehers mit Strom versorgen.

Das Einrichten gelingt über die Chromecast-App

[LINK 1] in wenigen Augenblicken.

YouTube und Google Music

Wer nun aber denkt, dass man mit einem

Chromecast-Stick Android auf den TV bringt,

der liegt falsch. Chromecast dient lediglich

Google-Cast-fähigen Apps als Empfänger von

Videos oder Musik, die Bedienung erfolgt

komplett mit dem Handy. Das User-Interface

auf dem TV ist daher rudimentär. Bisher unterstützten

nur YouTube, Play Music und in

Abb. 2: Das Icon signalisiert, dass

die Wiedergabe über den Chromecast-Stick

erfolgen kann.

Abb. 3: Auch Play Music unterstützt

das Streamen von Musik auf den

Fernseher.

den USA Pandora,

Hulu und

Netflix Chromecast.

In diesen Apps signalisiert

ein Icon, dass sich die Ausgabe

umleiten lässt. Während der Chromestick ein

YouTube-Video spielt, können Sie die App

weiter bedienen und sogar verlassen – das

Video auf dem Fernseher läuft weiter. Zusätzlich

lassen sich mit einer Erweiterung

[LINK 2] Tabs aus der PC-Version des Chrome-

Browsers auf den Chromecast leiten.

Anderen Apps aber bleibt der Zugang zu

Chromecast bisher verwehrt. Nicht einmal

die Galerie-App von Android kann eigene

Bilder oder Handyvideos via Chromecast auf

den TV beamen. Bekannten Android-Hackern

wie Koushik Dutta werden Knüppel

zwischen die Beine geworfen: Die von ihm

entwickelte AirCast-App konnte zu Beginn

beliebige Inhalte an den Chromecast-Stick

senden, ein Update der Firmware des Sticks

verhindert [LINK 3] dies jedoch inzwischen.

Gute Idee, schwach umgesetzt

Es hat einen guten Grund, warum es den

Chromecast-Stick im deutschen Play Store

[LINK 4] nicht zu kaufen gibt: Der Stick hat bisher

kaum einen praktikablen Nutzen. Nur

über Importeure, die den Chromecast-Stick

für etwa 50 Euro auf Amazon anbieten

[LINK 5], kann man ihn momentan ordern.

Wer YouTube liebt und

einen möglichst einfachen

Weg sucht, das Bild auf den

TV zu bringen, oder Fans von

Google Music, die Musik auf

einen AV-Receiver mit HDMI-

Eingang leiten möchten, sind

mit dem Chromecast-Stick

gut bedient. Doch viele andere

Funktionen fehlen.

Handy-Games auf dem TV

spielen? Eigene Videos auf

den Fernseher beamen? Watchever

oder Lovefilm auf dem

TV abspielen? Oder gar gleich

das Display auf den Fernseher

spiegeln? All das müsste mit

Chromecast möglich sein, ist

es aber nicht! Solange das so

bleibt, sollten Sie sich das

Geld lieber sparen. ● ● ●

Amazon

22

Januar 2014

android-User.de


Justyna Pszczolka, 123RF

Die besten YouTube-Kanäle

Stars und

Sternchen

Ohne die unzähligen

Selbstdarsteller, Comedians

und Musiker wäre

YouTube nicht das, was

es heute ist: die weltgrößte

und erfolgreichste

Videoplattform.

Wir stellen Ihnen unsere

YouTube-Top-Stars und

‐Sternchen vor.

Samuel Groesch

YouTube ist eine faszinierende Plattform,

die unseren Medienkonsum

verändert. Aber ohne den passenden

Inhalt ist es auch auf der tollsten

Plattform langweilig. Wir stellen Ihnen in

diesem Artikel daher die besten YouTube-Kanäle

vor: von Comedy über

Fashion, Beauty und Lifestyle

bis hin zu Technik und

Android ist alles dabei!

Abb. 1: Die Beiträge von Marques

Brownlee aka MKBDH sind immer

professionell produziert.

Marques

Brownlee

Unter dem Kürzel MKBHD

veröffentlicht der junge

Amerikaner Marques

Brownlee [LINK 1] auf You-

Tube Videos rund um Technik,

Smartphones, Tablets &

Co. Die Videos sind professionell

gemacht und bieten

qualitativ hochwertigen Inhalt.

Auf dem Kanal sind

Testberichte zu ziemlich

allen Top-Smartphones verfügbar.

Marques hält aber

auch viele Videos mit Erklärungen

zu technischen Features

bereit. So berichtet er etwa immer wieder

über Google Glass oder greift andere aktuelle

Technikthemen auf und bringt diese

anschaulich in Videoform. In seinen Top-5-

Clips zeigt er seine Favoriten aus verschiedenen

Kategorien und vergleicht diese miteinander.

Alle Videos sind gut

verständlich und bringen

den Inhalt einfach und unkompliziert

rüber.

KinoCheck

Auf dem KinoCheck-Kanal

[LINK 2] finden Sie Trailer und

Kritiken rund ums Kino. In

verschiedenen Playlisten

wird Ihnen von exklusiven

Trailern über 4K-Trailer bis

hin zu den deutschen Kinocharts

und den Blockbustern

aus 2013 viel geboten.

Dank der Playlisten stöbern

Sie bequem in den vielen

verschiedenen Videos. Die

Kritiken sind immer aktuell

und oft ein guter Ratgeber,

ob sich der Kinobesuch

lohnt oder eben nicht. Auch

24

Januar 2014

android-User.de


Fokus

YouTube-Stars

Spielefans werden bei KinoCheck fündig: Der

Kanal hält eine Playlist mit den neusten

Game-Trailern bereit. Aufgrund der hohen

Aktualität und der treffenden Kritiken ist KinoCheck

eine der besten Anlaufstellen für

Kino und Film auf YouTube.

Gronkh

Gronkh [LINK 3] dürfte passionierten Computerspielern

bereits ein Begriff sein. Der Let’s-

Player zockt – entweder alleine oder zusammen

mit anderen YouTubern – Spiele wie Minecraft

oder GTA 5 und kommentiert das Geschehen

auf dem Schirm. Seine raue, düstere

Stimme kombiniert mit seinem spritzigen

Humor machen Gronkhs Videos so einzigartig

und beliebt. Hin und wieder spielt der

YouTuber auch eher unbekannte Spiele an. Je

nachdem, für wie gut er sie befindet, geht’s

mit der „Let’s Play“-Serie dann weiter. Ob

Ihnen dieser Stil von Videos gefällt, ist am

Ende Geschmacksache, Spaß beim Ansehen

ist Spiele-Fans und Zockern aber sicher.

Y-TITTY

Die drei Jungs von Y-TITTY [LINK 4] stehen

symbolisch für die deutsche YouTuber-Szene.

So gut wie jeder kennt ihren Kanal, mit dem

sie durch Comedyvideos bekannt geworden

sind. Mittlerweile erscheint auf Y-TITTY

jeden Freitag ein neues Video mit Parodien

bekannter Songs, Comedysketchen etc. Zusätzlich

zu den Hauptvideos gibt es ein paar

Tage später immer die „Kommentiert“-Version,

in der die drei die Anmerkungen ihrer

Zuschauer kommentieren. Unabhängig von

den Sketchen hat das Trio angefangen, Musik

zu produzieren. Das erste Album „Stricksocken

Swagger“ ist seit Ende August erhältlich,

und die Singles mit passendem Musikvideo

tauchen nun nach und nach auf dem

Kanal auf. Alles in allem stehen hier Humor

und der Spaß an der Sache im Vordergrund.

SemperVideo

Mit dem Slogan „Sehen ist Lernen“ macht

SemperVideo [LINK 5] schon seit 2007 regelmäßig

Videos rund um Technik, Sicherheit,

Windows, Linux und Co. Der Kanal wird von

einem fünfköpfigen Team betrieben, zu

hören ist immer nur ein Sprecher. Unter anderem

werden aktuelle Themen behandelt.

So gibt es ein Video über das Urteil zur Telekom-Drosselung,

und aufgrund der NSA-Affäre

werden verstärkt Schutztechniken gezeigt.

Vor Kurzem startete eine Serie zum

Raspberry Pi, in der grundlegende Themengebiete

von der Installation an erklärt werden.

SemperVideo bringt in den Videos komplexen

Inhalt einfach, strukturiert und anschaulich

optimal rüber.

Doktor Allwissend

Mit Hornbrille und Hemd erklärt Doktor Allwissend

[LINK 6] das Leben. In seinen Videos

erläutert der YouTuber alltägliche Dinge mit

Witz und Ironie. Dabei gehört er eindeutig in

die Kategorie der Komiker auf YouTube,

trotzdem haben seine Videos intellektuelle

Inhalte, die das ein oder andere Mal zum

Nachdenken anregen. Die Themen, die er in

Abb. 2: Auf KinoCheck finden Sie

jederzeit frische Kinokritiken und

aktuelle Trailer.

Abb. 3: In den „Let’s Play“-Videos von Gronkh dreht sich alles um Computerspiele.

Android-user.de Januar 2014 25


Fokus

YouTube-Stars

Abb. 4: Das Trio von Y-TITTY lässt

sich jede Woche neue Comedyvideos

einfallen.

Abb. 5: SemperVideo erklärt selbst

schwierige Themen anschaulich

und verständlich.

Abb. 6: Doktor Allwissend erklärt

Ihnen, warum Schuluntericht

immer langweilig ist.

seinen oft relativ kurzen Videos vor die Kamera

bringt, sind breit gefächert. Von „So

wird man prominent“ über „Warum Minecraft

so erfolgreich ist“ bis hin zu „Warum

Facebook süchtig macht“ deckt der studierte

Kommunikationswissenschaftler alles ab.

Dank des Witzes und der Ironie macht es

wirklich Spaß, sich solch sonst oft langweiligen

Themen anzusehen.

The Verge

The Verge ist ein großes und bekanntes amerikanisches

Technik- und Media-News-Netzwerk.

Auf dem YouTube-Channel der

Newsplattform [LINK 7] sind Hands-ons, Interviews

und Reviews in Videoform zu technischen

Produkten verfügbar. Durch die Bekanntheit

in Amerika haben die Redakteure

von The Verge oft das Glück, ziemlich

schnell an neue und interessante Produkte

Abb. 7: In verschiedenen Formaten präsentiert The Verge die neusten Tech-News.

zu gelangen und diese vor die

YouTube-Linse zu bekommen.

Die Videos haben

immer eine hohe technische

wie auch inhaltliche Qualität.

In Abständen von wenigen

Tagen bringt The Verge

zudem das Format „90 Seconds

on the Verge“ heraus,

in dem innerhalb von 90 Sekunden

die wichtigsten Dinge

aus der Technikwelt zusammengefasst

werden. Falls Sie

topaktuelle Reviews und

Hands-ons suchen, die noch

dazu nett anzusehen sind,

werden Sie bei The Verge sicherlich

fündig.

Valentin Möller

Ehemals eigentlich nur für

Apple- und iOS-Geräte gestartet,

macht Valentin Möller [LINK 8] auf seinem

Kanal mittlerweile auch Videos rund um Android,

Smartphones, Tablets und Co. Der

noch sehr junge YouTuber erklärt dabei technische

Themen gut verständlich anhand von

kleinen Videos und stellt die neusten Smartphones

und Tablets in eigenen Testberichten

vor. Immer wieder startet er auch Videoserien,

in denen er sich einem bestimmen Projekt

widmet. Zuletzt war dies das Nexus-Pro-

Projekt, in dem er ein Samsung Galaxy S4

anhand einiger Apps und Tricks in ein Nexus-Smartphone

verwandelte. Trotz seiner

jungen Jahre bietet Valentin Möller auf seinem

Kanal gut produzierte Videos, in denen

er selbst kompliziertere Inhalte mist gut verständlich

vermittelt.

AlexiBexi

Alex übersetzt auf seinem YouTube-Channel

AlexiBexi [LINK 9] englischsprachige Chart-

Songs ins Deutsche, zum Beispiel The Fox,

Wake Me Up oder Thrift Shop. Die gedrehten

Musikvideos sind dabei immer professionell

und auf einem hohen Niveau. Hin und wieder

macht Alex auch Reviews und Testberichte

zu technischen Produkten. Seit Februar

2012 erscheint regelmäßig das Format

„Erklärbär“, in dem der YouTuber auf Fragen

und Kommentare der Community eingeht

und auf lustige, verrückte Weise beantwortet.

Wenn Sie schon immer einmal wissen

wollten, welchen Inhalt bekannte englische

Songs haben, liegen Sie bei AlexiBexi daher

genau richtig. Die übersetzten Musikvideos

sind sehr dabei gut produziert und präsentieren

den Text verständlich.

26

Januar 2014

android-User.de


Fokus

YouTube-Stars

Android Developers

Als echter Android-Fan möchten Sie selbstverständlich

immer up to date sein. Auf dem

offiziellen Android Developer Channel

[LINK 10] veröffentlicht Google Videos rund um

Android und die Technik dahinter. In verschiedenen

Kategorien zeigen die Entwickler

Vor- und Nachteile unterschiedlicher Designs,

gehen im Format „The App Clinic“ auf

einzelne Apps genauer ein oder sprechen in

Live-Sessions über die letzten Entwicklungen.

Zu neuen Android-Versionen gibt es auf

dem Entwicklerkanal immer eine Reihe von

Videos, die über die neuen Funktionen und

Features genau berichten und diese zeigen.

Für interessierte Android-User ein Muss!

HerrTutorial

Sami Slimani, auf YouTube bekannt als

„HerrTutorial“ [LINK 11], gehört zu den Urgesteinen

der deutschen YouTuber-Szene. Er

begann mit Videotutorials zu Lifestylethemen,

zum Beispiel „Wie man weiße Zähne

bekommt“ oder „Tipps gegen Augenringe“.

Die Videos erfreuten sich großer Beliebtheit,

und HerrTutorial baute sich eine große Fangemeinde

auf. Mittlerweile erscheinen auf

seinem Kanal vor allem Fashion-, Beautyund

Do-it-yourself-Videos. Er sitzt dabei vor

der Kamera, erzählt aus seinem Leben und

gibt den Zuschauern entsprechende Tipps. Je

nachdem, ob Ihnen die Themengebiete zusagen,

sind Samis Videos hilfreich und unterhaltsam

anzusehen – oder eben nicht.

ApeCrime

Ähnlich wie Y-TITTY machen die drei Jungs

von ApeCrime [LINK 12] Comedy. Dreimal pro

Woche erscheint ein neues

Video. Dienstags veröffentlicht

das Trio einen Beitrag

aus der Kategorie GameTime,

der immer einen Bezug zu

einem Spiel hat. Freitags

kommt das große Hauptvideo

dran, CrimeTime genannt.

Das ist oft eine Parodie auf

einen bekannten Song oder

ein umfangreicher Sketch.

Abgeschlossen wird die Ape-

Crime-Woche am Sonntag mit

einem Let’s-Draw-Video.

Darin dreht sich alles um die

Community, Fragen werden

beantwortet, und es starten

Aktionen rund um die Fans.

ApeCrime ist mit fast 800.000

YouTube-Abonnenten durchaus

erfolgreich und trifft mit

seinen lustigen Sketchen und Parodien den

Geschmack der YouTube Nutzer.

Fresh Torge

Fresh Torge [LINK 13] macht als Comedian

Sketche in denen er alle Rollen meist selber

spielt. Besonders häufig tauchen die beiden

Figuren „Sandra“ und „Lexa“ auf. Außer Comedyvideos

und Parodien bekannter Songs

veröffentlicht Fresh Torge des Öfteren sogenannte

Vlogs. Das sind Videos, in denen er

über sich spricht und darüber, was in seinem

Leben passiert (Vlog = Video + Log). Torge

bietet eine breite Auswahl an verschiedenen

Themen, die allesamt Spaß bereiten.

Fazit

Sicherlich werden Ihnen nicht alle unserer

Tipps zugesagt haben, doch nun haben Sie

eine erste Auswahl für Ihre persönlichen

YouTube-Stars. Denn nur mit den richtigen

Channels macht YouTube wirklich Spaß! ● ● ●

Abb. 9: Zwischen Songübersetzungen

lädt Alex auch hin und wieder

eigene Sketche hoch.

Abb. 10: Fashion, Beauty, Lifestyle

& DIY – darum geht es bei den

Videos von HerrTutorial.

Abb. 8: Valentin Möller bespricht in

seinen Videos Themen rund um Android

und Smartphones.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31199

Abb. 11: Vor Kurzem ging der erste

eigene Song von ApeCrime „Ich

trau mich nicht“ online.

Android-user.de Januar 2014 27


articular, 123RF

Fokus

YouTube-Alternativen

Die besten YouTube-Alternativen für Android

Android-TV

Das Videoangebot auf

YouTube ist fast

unschlagbar. Dennoch

schaut man oft in die

Röhre, wenn man auf

eines der viele Videos

trifft, die sich aufgrund

des GEMA-Streits nicht

abrufen lassen. You-

Tube ist jedoch nicht

der einzige Videodienst.

Wir stellen Ihnen

die besten Alternativen

vor. Jasmin Bauer

Sie möchten ein Video bei YouTube

aufrufen, doch statt des Clips erscheint

auf dem Schirm nur der

Hinweis, dass dieser wegen der

GEMA nicht zur Verfügung steht? Diese verbietet

die öffentliche Musikvorführung von

Stücken, für die der Anbieter keine Gebühren

gezahlt hat. Und auch YouTube-Beiträge gelten

als öffentliche Musikvorführung – und

zwar nicht nur Musikvideos, sondern sämtliche

Clips, die Musik beinhalten. Grund

genug, sich nach Alternativen umzuschauen.

myVideo

Für Musik-, Filmund

Serien-Fans

lohnt sich myVideo

[LINK 1]. Das werbefinanzierte

Portal bietet ein gewaltiges

Angebot an Musikvideos,

Clips, Shows, Filmen

und kompletten Serien.

Damit können

Sie Ihr eigenes Programm frei zusammenstellen.

Um Playlisten mit Ihrem Wunschprogramm

anzulegen, müssen Sie sich registrieren.

Dann lassen sich Filme auch bewerten,

kommentieren oder mit Freunden teilen.

Träumen Sie selbst von einer Fernsehkarriere

oder möchten der Welt Ihre Aufnahmen

zeigen, können Sie über die Homepage myvideo.

de eigene Videos hochladen und diese

öffentlich oder nur mit Ihren Freunden teilen.

Sind Sie damit einverstanden, kann es

sein, dass ein Sender Ihren Film sogar im

Fernsehen ausstrahlt. Direkte Handy-Uploads

bietet die App bisher jedoch nicht an.

Ein weiterer Nachteil ist, dass es keine

Tablet-Version von myVideo gibt.

Dailymotion

Auf den ersten Blick überzeugt

Dailmyotion [LINK 2] durch seine

einfache und sehr übersichtliche

Menüführung. Alle Videos sind in Kategorien

unterteilt, sodass Sie schnell Ihr ge-

28

Januar 2014

Android-User.de


Fokus

YouTube-Alternativen

suchtes Video finden. Zusätzlich

steht eine Suchfunktion

zur Verfügung. Sie können

Videokanäle abonnieren und

sehen im Newsfeed immer

die letzten Beiträge. Das Angebot

ist recht groß und reicht

von Musikclips über Nachrichten

bis hin zu Beiträgen

über Auto und Motor, Lifestyle

oder Videospiele.

Sie können eigene Videos

hochladen und privat mit

Freunden oder öffentlich teilen.

Dazu müssen Sie sich

vorher auf der Seite dailymotion.com

registrieren oder

sich per Facebook verbinden.

Den Button für den Upload

finden Sie im App-Menü. Besitzen

Sie mehrere Geräte, aktivieren

Sie in den Einstellungen

den Datenabgleich, sodass Ihre Videos

ständig synchronisiert werden.

MixBit

Die YouTube-Gründer Chad Hurley

und Steve Chen bieten mit MixBit

[LINK 3] einen weiteren vielversprechenden

Videodienst an. Die MixBit-Anwendung

für Android verheißt, dass jeder ohne

großen Aufwand zum Video-Produzenten

werden kann. Das Aufnehmen, Bearbeiten

und Veröffentlichen der Filme ist kinderleicht.

Ausgedehnte und langatmige Kameraeinstellungen

gehören damit der Vergangenheit

an, da Sie jeweils nur ein paar Sekunden

aufnehmen und dann die einzelnen Clips zusammenfügen.

Anschließend teilen Sie Ihr Projekt auf

MixBit oder in sozialen Netzwerken wie Facebook

oder Google+. Möchten Sie nicht die

ganze Welt an Ihrer Produktion teilhaben lassen,

legen Sie beim Upload fest, dass dieser

nur über einen bestimmten Link erreichbar

ist. Die Bild- und Tonqualität überzeugt. Die

Bearbeitungsmöglichkeiten sind jedoch bewusst

begrenzt, für ein kostenfreies Programm

allerdings auch ausreichend.

Vevo

Musikfans kommen mit der App

Vevo [LINK 4] voll und ganz auf ihre

Kosten. Genießen Sie nach Herzenslust

Musikclips, und teilen Sie diese in

der Community mit Ihren Freunden. Hier finden

Sie nicht nur typische Musikvideos, sondern

auch zusätzlich Aufnahmen von Shows

und Konzerten. Zur Auswahl stehen über

Abb. 1: Die Übersichtsseite von

myVideo präsentiert ein umfangreiches

Programmangebot.

Abb. 2: Zum Angebot von Dailymotion

gehören zahlreiche Videos

bekannter Musiker.

21.000 Künstler mit mehr als 75.000 Videos

quer durch alle Musikrichtungen.

Um sich mit Freunden zu verbinden, müssen

Sie sich über Ihren Facebook-Account

einloggen oder bei Vevo ein Nutzerkonto anlegen.

Musikempfehlungen helfen Ihnen

Abb. 3: Mit MixBit nehmen Sie kurze

Clips auf und setzen Sie zu einem

Film zusammen.

Abb. 4: Mit der MixBit-App können

Sie sich auch die Videoclips anderer

User ansehen.

Android-user.de Januar 2014 29


Fokus

YouTube-Alternativen

Abb. 6: Comedyfans finden bei

mySpass eine große Auswahl an

lustigen Clips.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31209

dabei, neue Songs

ganz nach Ihrem Geschmack

zu finden.

Zusätzlich besteht die

Möglichkeit, die Clips

für später zu speichern.

Nicht nur die

große Musikauswahl

begeistert, sondern

auch die gute Bild- und

Tonqualität.

mySpass

Für Comedyfans,

die professionelle

und lustige Videos suchen,

ist die App mySpass

[LINK 5] genau das

Richtige. Dort gibt es

viele unterhaltsame Videos,

die Sie aus lizenzrechtlichen

Gründen auf

YouTube vergeblich suchen.

Hier können Sie Ausschnitte

oder sogar komplette

Folgen der Erfolgsserien Pastewka, Stromberg,

Ladykracher, TV Total und vieler weiterer

Sendungen aus dem Pro7/Sat.1-Repertoire

ansehen. Das Angebot beinhaltet auch

ältere Klassiker wie die Wochenshow. Allerdings

können Sie mit mySpass keine eigenen

Videos einstellen, da der Up- und Download

von Clips in diesem geschlossenen System

nicht möglich ist. Das Angebot ist völlig kostenfrei,

allerdings müssen die Nutzer sehr

viel Werbung über sich ergehen lassen.

Abb. 7: Bei Vimeo finden sich aufwendig

produzierte Clips und

Musikvideos.

Abb. 5: Bei Vevo finden

Sie zahlreiche Musikvideos

und Liveshows

diverser Künstler.

Vimeo

Vimeo [LINK 6] ist in

erster Linie eine

Plattform, auf der

man eigene Videos verbreiten

und sich die Aufnahmen

anderer User ansehen und

kommentieren kann. Um

diese Video-App nutzen zu

können, müssen Sie sich zunächst

einmalig mit Ihrer E-

Mail-Adresse und einem

Nicknamen registrieren. Anschließend

gelangen Sie

zum Menü. Unter dem Unterpunkt

Featured finden Sie

eine große Auswahl an verschiedenen

Videos nach Kategorien

geordnet. Das Angebot

ist aufgrund der schieren

Größe ein wenig unübersichtlich.

Nutzen

Sie am besten

auf der Startseite

die Suchfunktion.

Ähnlich wie bei

YouTube lassen sich

auch bei Vimeo Videos

bewerten und

kommentieren.

Haben Sie gerade

keine Zeit, speichern

Sie die Clips

einfach für später.

Sie finden Ihre Favoriten,

Ihre eigenen

Videos und

Ihre Merkliste jederzeit

auf der

Startseite. Möchten Sie

selbst ein Video hochladen,

greifen Sie vom Startmenü auf Ihre Videobibliothek

zu oder nehmen direkt einen Film

mit dem Handy auf. Besonders interessante

Videos können Sie in sozialen Netzwerken

teilen oder per Mail versenden. Vimeo kostet

wie YouTube nichts, ein kleiner Nachteil ist

jedoch, dass sich auf der Plattform überwiegend

englische Videos tummeln und die Auswahl

deutlich geringer als auf YouTube ist.

Allerdings kann man dafür Musikvideos

ganz ohne Einschränkungen genießen.

Fazit

Es muss nicht immer You-

Tube sein. Mittlerweile gibt

es zahlreiche Video-Apps,

die über eine recht große

Auswahl an Clips verfügen

und unterwegs auf Ihrem

Androiden für Unterhaltung

sorgen. Comedyfans und Serienjunkies

kommen bei

Apps wie myVideo oder

mySpass voll auf ihre Kosten.

Für Musikliebhaber ist

Vevo eine gute YouTube-Alternative.

Und wer auf der

Suche nach einer Community

ist, auf der er Videos

veröffentlichen, kommentieren

und teilen kann, sollte

sich bei MixBit oder Vimeo

umschauen. ● ● ●

● ● ●

30

Januar 2014

Android-User.de


Hardware

Nexus 5

Google Nexus 5 im ausführlichen Test

Android-

Riegel

Das Nexus 5 bringt die neueste Android-Version

in Form eines optisch durchaus ansprechenden

Smartphones zu einem guten Preis. Doch

ist es deshalb auch gleich das beste Smartphone?

Unser Testbericht klärt diese Frage.

Marcel Hilzinger

Google

‚„Plusminus

‚ Preis-Leistungs-Verhältnis

‚ Google-Software

‚ Akkulaufzeit

‚ Kamerasensor

„ Monolautsprecher

„ Speicher nicht erweiterbar

Das neue Nexus ist einmal mehr

ein top Smartphone zu einem unschlagbar

günstigen Preis. Doch

wie bewährt es sich im Alltag,

und welche Kompromisse musste Google

eingehen, um diesen Preis anbieten zu können?

Wir testeten das Nexus 5 nach dem

Launch intensiv zehn Tage lang. Hier lesen

Sie das Resultat.

Die Basics

Das Nexus 5 wird von LG produziert und

verfügt über einen 2,26 GHz schnellen Snapdragon-800-Prozessor

von Qualcomm. Kombiniert

mit der Adreno-330-Grafikeinheit und

2 GByte RAM sorgen CPU und Android 4.4

„KitKat“ für mächtig Performance auf dem

Handy. Die Hauptkamera löst mit 8 Megapixeln

auf und verfügt über eine f/​2.53-Blende

sowie optische Bildstabilisierung (OIS). Die

Frontkamera löst mit 1,3 Megapixeln auf, das

reicht für Video-Chasts in 720p.

Ins Internet gelangen Sie mit dem Nexus 5

entweder per LTE oder HSDPA+ im Mobilfunknetz

oder über Dualband-WiFi nach

dem Standard 802.11 a/​b/​g/​n/​ac. Der in der

Diagonalen exakt 4,95 Zoll messende, 1080 x

1920 Pixel große Touchscreen ist mit Gorilla

Glass 3 vor Kratzern geschützt.

Zu den technischen Besonderheiten gehören

die Lautstärkewippe und der Einschaltknopf

aus Keramik. Wie schon seine Vorgänger hat

auch das Nexus 5 ein Barometer. Das ist

nicht etwa dazu da, um Ihnen das Wetter

vorherzusagen, sondern der Sensor beschleunigt

die Standortbestimmung in Zusammenarbeit

mit dem GPS. Beim Optimus

G2 hat LG auf ein Barometer hingegen verzichtet.

Google hat dem Nexus 5 zudem

einen Schrittzähler spendiert, sodass wir uns

auf zu unseren Spaziergängen über noch genauere

Daten in Google Now freuen dürfen.

Zudem können Sport-Apps darauf zugreifen,

ohne merklich am Akku zu zehren.

Das Nexus 5 gibt es mit 16 oder 32 GByte

Flashspeicher in den Farben Schwarz und

Weiß. Den Speicher via MicroSD-Karte zu erweitern,

ist nicht möglich, und der

2300-mAh-Akku ist fest verbaut. Als SIM-

Karte kommt eine Micro-SIM zum Einsatz,

sie wird über eine kleine Schublade seitlich

ins Gehäuse geschoben.

Was taugt das Display?

1920 x 1080 Pixel auf 4,95 Zoll: Der Touchscreen

des Nexus 5 gehört zu den Displays

mit der höchsten Pixeldichte. Besaßen Sie

noch nie ein Handy mit Full-HD-Auflösung,

32

Januar 2014

Android-User.de


Hardware

Nexus 5

dann werden Sie vom Display

des Nexus 5 begeistert sein.

Alles ist scharf, die Farben

sind natürlich, und das Display

ist sehr hell. Im direkten

Vergleich mit dem G2 und

dem HTC One muss sich das

Nexus 5 aber geschlagen

geben. Das G2 zeigt etwas

sattere Farben an, und das

HTC One verfügt über das

hellere Display, wobei es hier

zu Schwankungen bei der

Produktion kommen kann.

Waren Sie bislang von den

krassen Kontrasten von

Samsungs AMOLED-Display

verwöhnt, dann wird Ihnen

das Display vielleicht etwas

zu flau erscheinen, die Gewöhnungszeit

beträgt erfahrungsgemäß

aber nur ein

paar Tage. Generell sind wir auch mit dem

Display des Nexus 5 wieder sehr zufrieden.

Einige Tester berichteten von einem zu

dunklen Display bei der automatischen Einstellung.

Diesen Kritikpunkt können wir bestätigen,

aber nur für den Außenbereich bei

diffusem Licht (Herbstwetter). Bei Sonnenschein

oder innerhalb der Wohnung stimmen

die Anpassungen hingegen.

Ein schöner Rücken…

LG hat es beim Nexus 5 endlich fertig gebracht,

ein Handy mit einer schönen und

praktischen Rückseite zu produzieren. Unser

Testgerät in Weiß weiß zu gefallen, wobei

Weiß nicht die richtige Bezeichnung ist, es

handelt sich eher um einen sehr hellen

Crèmeton. In Kombination mit dem schwarzen

Objektiv wird das helle Modell des

Nexus 5 deshalb auch gerne als „Pandaphone“

bezeichnet. Neben dem schicken Nexus-Schriftzug

finden Sie auf der Rückseite

die 8-Megapixel-Kamera, über die im Vorfeld

und unmittelbar nach dem Launch sehr viel

berichtet wurde. Unsere Meinung: Der Sensor

ist sehr gut, die Kamera-App von KitKat

weniger. Nexus-Smartphones verfügten nie

über besonders hochwertige Kameras im Vergleich

zur Konkurrenz, das erkennt man bereits

an der Auflösung. Doch das Objektiv

der 8-Megapixel-Kamera ist wirklich gut.

Schon mit bloßem Auge sieht man, dass die

Linse viel größer ist als die des Nexus 4 (und

damit meinen wir das Objektiv, nicht den

großen schwarzen Ring rund um die kleine

Kameraöffnung). Dieser Unterschied kommt

auch auf den Bildern klar zum Tragen. Bei

Abb. 1: Das Nexus 5 ist mit zahlreichen

Sensoren vollgepackt und

enthält auch einen Schrittzähler.

Abb. 2: Der neue Homescreen mit

verschönerten Icons und Benachrichtigungen.

genügend Licht schießt das Nexus 5 gute

Fotos, bei schlechtem Licht im Vergleich zur

Konkurrenz sehr gute. Einzig für Sport- oder

Kinderaufnahmen ist es nicht geeignet, weil

die Auslöseverzögerung zu lang ist. Hier

empfehlen wir Ihnen als alternative Kamera-

App die Kamera FV-5. Wir erzielten mit den

manuellen Einstellungen teilweise deutlich

bessere Ergebnisse als mit der Stock-Kamera-

App des Nexus 5.

Dank des optischen Bildstabilisators lässt

sich sogar der digitale Zoom ab und zu einsetzen,

ohne dass man ein komplett verwackeltes

Bild erhält. Der Stabilisator funktio-

Abb. 3: Dank der neuen Google-

Tastatur gibt es jetzt für jede App

Emoticons.

Abb. 4: Die Kamera FV-5 (links) macht bessere Fotos als die vorinstallierte Kamera-App (Bilder

um 150 Prozent vergrößert).

Android-user.de Januar 2014 33


Hardware

Nexus 5

Abb. 5: Neuerdings können Sie aus

dem Lockscreen heraus eine alternative

Kamera-App starten.

HDR+ oder nicht?

Mit HDR+ lassen sich recht gute

Fotos erstellen. Wir raten Ihnen

aber, diese Einstellung nur dann

zu benutzen, wenn Sie eine sehr

ruhige Hand haben oder mit

einem Stativ fotografieren und

kein bewegtes Motiv aufnehmen

wollen. Weil im HDR-Modus

mehrere Aufnahmen zu

einem Bild kombiniert werden,

dauert es nämlich deutlich länger,

bis das Foto fertig ist. Und

wenn Sie die Kamera in dieser

Zeit nicht wirklich stillhalten

können, dann erhalten Sie damit

weniger scharfe Bilder als ohne.

Falls Sie HDR-Aufnahmen

mögen, laden Sie sich einfach

Snapseed herunter und jagen

die gewünschten Fotos durch

den Filter HDR Scape. Die Resultate

sind in jedem Fall eindrucksvoller

als eine unscharfe

Aufnahme mit HDR+.

Abb. 6: Der Musikplayer erscheint

seit Android 4.4 im Vollbildmodus

auf dem Lockscreen.

Abb. 7: Google Now starten Sie

jetzt nicht mehr von unten, sondern

mit einer Wischgeste zur Seite.

niert auch in der Video-App. Deutlich verbessert

hat Google die Photosphere-Funktion

– dies ist allerdings ein Feature von Android

4.4 und somit nicht auf das Nexus 5 beschränkt.

Ebenfalls neu in Android 4.4 ist die

Option, beim Kamerastart aus dem Lockscreen

heraus eine alternative Kamera-App

zu wählen. Bislang startete dabei immer die

Kamera-App von Android. Lesen Sie dazu

auch unseren Artikel über die Neuerungen

von Android 4.4 ab Seite 6.

Interessantes Detail für alle, die sich für

das Nexus 4 oder ein anderes Handy ein Aufsteckobjektiv

gekauft haben: In der Kamera

des Nexus 5 steckt ein Magnet, der der optischen

Bildstabilisierung dient. Je nachdem,

ob der Aufsatz passend gepolt ist, passt er

prima auf das Nexus 5 oder wird vom integrierten

Magneten abgestoßen.

Nicht zu vernachlässigen ist die 1,3-Megapixel-Frontkamera.

Sie nimmt Fotos und Videos

zwar nur mit einer Auflösung von 720 x

1280 Bildpunkten auf, dies aber in akzeptabler

Qualität. Für die Videotelefonie reicht

diese Auflösung allemal.

Soundausgabe

Dank Android 4.4 verfügt das Nexus 5 auch

über ein paar neue Klingeltöne und Benachrichtigungssignale,

die mit dem eingebauten

Mono-Speaker recht gut klingen. Im Vergleich

zum Nexus 4 und zum Galaxy Nexus

zeigt das Nexus 5 in puncto Sound einen klaren

Fortschritt. Der Lautsprecher unten links

(hinter der rechten Abdeckung versteckt sich

lediglich ein zweites Mikrofon zur Rauschunterdrückung)

produziert zwar nur Monotöne,

die sind aber deutlich hörbar

und von akzeptabler Qualität.

Besonders aufgefallen ist uns

das beim Akkutesten mit Ingress.

Die Sounds erklangen

in einer – für uns bislang unbekannt

– hohen Qualität.

Beim Halten im Hochformat

bildet die Hand quasi noch

einen natürlichen Verstärker.

Störend ist der neue Lautsprecher

hingegen beim Spielen

im Querformat. Hier stehen

die Chancen recht hoch, dass

Sie den Speaker abdecken.

Ausgezeichnet ist beim

Nexus 5 hingegen die Gesprächsqualität.

Hoffen wir,

dass das auch im Langzeittest

so bleibt. Denn die kreisrunde

Gesprächsmuschel hinter der

Gorilla-Glass-3-Front ist zwar

eine Augenweide, aber auch ein potenzieller

Staubfänger.

Sehr gut gefiel uns der Sound über Kopfhörer.

Wir testeten das Nexus 5 dazu mit den

In-Ear-Kopfhörern mc2 von Etymotic und

den Over-Ears „Uptown CitiScape“ von Philips.

Mit beiden Modellen war die Klangqualität

sehr gut. Im direkten Vergleich mit dem

Nexus 4 fällt auf, dass das Nexus 5 etwas

weniger Bässe produziert, dafür aber insgesamt

ein satteres Klangbild aufweist.

Streitpunkt Akkulaufzeit

Das Nexus 5 hat nur einen 2300-mAh-Akku,

während andere Hersteller bei Full-HD-Displays

oft Akkus jenseits der 3000-mAh-

Grenze verbauen. Hier kann das Nexus 5

nicht mithalten. Den Akku des Nexus 5 als

schlecht oder zu klein zu bezeichnen, ist

aber schlicht falsch. Nexus-4-Besitzer, die

zum neuen Google-Handy gewechselt haben,

sind sich einig, dass der Akku deutlich länger

hält. Auch in unseren Tests hatte das

Nexus 5 sehr solide Laufzeiten. Vieles davon

ist dem neuen Android 4.4 „KitKat“ geschuldet.

Damit arbeitet das Nexus 5 im Standby-

Modus nun endlich so, wie man das erwarten

würde: Über Nacht verlor unser Akku

ohne jegliche Sondermaßnahmen lediglich 2

Prozent Batterieleistung. Davon können andere

Hersteller nur träumen. Das Display

steht üblicherweise an erster Stelle des

Stromverbrauchs, so soll das auch sein.

Ebenfalls deutlich besser als bei der Konkurrenz

sind die Ladezeiten für den Akku:

Nach gut 1,5 Stunden am Originalladegerät

ist er wieder komplett voll. Zaubern kann al-

34

Januar 2014

Android-User.de


Hardware

Nexus 5

lerdings auch Google nicht:

Sie kommen mit dem Nexus

5 zwar gut über den Tag, für

zwei normale Arbeitstage

reicht der verbaute Akku allerdings

nicht aus – anders

also als zum Beispiel beim

LG G2. Sind Sie aber gewohnt,

das Handy jeden

Abend laden zu müssen,

dann werden Sie vom Nexus

5 positiv überrascht sein.

Schlechte

Benchmarks?

Das Nexus 5 läuft flüssiger

als jedes andere Android-

Gerät, das wir bisher im Test

hatten. Umso mehr erstaunt

es, dass unsere Standard-

Benchmarks zu teilweise

deutlich schlechteren Ergebnissen

kommen als bei den direkten Konkurrenten

LG G2 und Sony Xperia Z1. Die

Gründe dafür sind uns aktuell nicht bekannt,

an der CPU kann es allerdings nicht liegen,

denn beim Metal-Benchmark von Vellamo

kam das Nexus 5 teilweise auf Spitzenwerte

von mehr als 1100 Zählern. Lassen Sie sich

also von den Benchmark-Werten nicht verunsichern,

auch wenn sie die Gesamtnote

des Nexus 5 um 0,1 Zähler auf unserer

5-Punkte-Skala verschlechtert haben: Das

neue Google-Handy ist definitiv sehr schnell.

Schlechte Benchmarkergebnisse von Nexus-

Geräten sind kein Novum: Schon das Nexus

4 und das Galaxy Nexus mussten sich jeweils

hinten anstellen, was diese Resultate anging.

Mit jedem (Android-)Update konnten die

Google-Geräte aber ein paar Zähler zulegen.

So wird das auch beim Nexus 5 sein.

Abb. 8: Mit der Akkulaufzeit bei

mehr als zwei Stunden Displayzeit

sind wir absolut zufrieden.

„Nur mit dem Router verbunden“.

Auch ob Up- und

Downloads stattfinden, erkennt

man in der neuen Android-Version

erst dann,

wenn man die Benachrichtigungsleiste

mit zwei Fingern

nach unten zieht. Last but

not least hat sich auch das

Keyboard kaum weiterentwickelt.

Mit freundlichen

grüßen schreibt Android 4.4

weiterhin mit einem kleinen

„g“. Dem Rotstift zum Opfer

gefallen ist der Movie Editor,

dem wir aber nicht wirklich

nachweinen, dafür gibt es in

Google+ tolle Filmoptionen.

Die meisten dieser

Schwächen lassen sich mit

Apps von Drittanbietern

problemlos kompensieren.

An der Hardware gibt es mit Ausnahme des

Mono-Speakers kaum etwas auszusetzen.

Fazit

Das Nexus 5 ist nicht perfekt, und aktuell

muss es sich vom G2 von LG als bestes Android-Handy

geschlagen geben, wie Sie im folgenden

Testbericht lesen. Spätestens aber

mit dem ersten großen Update auf Android

4.5 oder 5.0 werden alle anderen Smartphones

neben dem Nexus 5 ein paar Monate

lang so richtig alt aussehen.

● ● ●

Google Nexus 5

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

LG

5-Zoll-Smartphone

1080 x 1920 Pixel

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Die dunkle Seite

Auch das Nexus 5 gibt Gründe zu Kritik. So

fehlt es dem Google-Androiden an Funktionen,

die bei der Konkurrenz vorhanden sind.

Dazu gehört etwa das Schließen sämtlicher

Apps aus dem Multitasking-Menü heraus

oder verschiedene Aufnahmemodi der Kamera.

Überdies setzen noch viel zu wenige

Apps den Vollbildmodus ein. Schauen Sie

sich zum Beispiel in der Galerie ein Bild an,

dann bleiben die Navigationselemente sichtbar.

Das LG G2 blendet diese wie bei Videos

aus, was bei Slideshows mehr Spaß macht.

Als Verschlimmbesserung empfinden wir

die weißen Icons in der Statuszeile. Aktuell

sieht man keinen Unterschied mehr zwischen

„Mit dem Internet verbunden“ und

Prozessor 2,3 GHz, Quad-Core, Qualcomm Snapdragon 800

Speicher

16 / 32 GByte (nicht erweiterbar)

Kamera (Front/​Haupt)

2 MP / 8 MP

Android-Version Android 4.4

Akku

2300 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) 300 h / 17 h

Gewicht

130 Gramm

Preis (Internet)

349 / 399 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 26073

Performance

AnTuTu-Benchmark

17489 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 1411/​972 Punkte

Android-User-Bewertung 4,8 Punkte

Android-user.de Januar 2014 35


Hardware

LG G2

LG G2 D800: Das Nexus-5-Vorbild im Test

29 Tage

Standby

LG

Das G2 von LG gehört

zu den aktuell besten

Android-Smartphones,

ist vielleicht sogar das

beste überhaupt. Wie

wir zu dieser Meinung

kommen, lesen Sie in

unserem Testbericht.

Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Verarbeitung

‚ Software

‚ Akkulaufzeit

„ Kein Qi (drahtlos laden)

„ Monolautsprecher

Einen ersten Eindruck verschafften

wir uns vom G2 von LG bereits auf

der IFA im September. In den vergangenen

Wochen hatten wir das

5,2-Zoll-Smartphone mit Full-HD-Display

und dem schnellen Quad-Core-Prozessor von

Qualcomm intensiv im Test. Das Testgerät

stammt von 1&1; die 1&1-Version des G2

kommt komplett ohne Branding und ist in

Kombination mit dem Tarif All-Net-Flat Plus

zum Nulltarif erhältlich (2 Jahre Laufzeit).

Auf den zweiten Blick

Das G2 unterscheidet sich auf den ersten

Blick nicht von anderen LG-Smartphones.

Erst beim zweiten Hinschauen fällt auf, dass

sich an der Seite weder ein Einschaltknopf

noch eine Lautstärkewippe befindet. Diese

beiden Elemente hat LG auf der Rückseite

unterhalb der 13-Megapixel-Kamera angebracht.

Rear Key nennt sich das auf Englisch,

eine gute deutsche Übersetzung ist uns bislang

nicht über den Weg gelaufen. Ob der

Rear Key wirklich praktisch ist, darüber streiten

sich die Android-Fans. In der Redaktion

konnte sich niemand so richtig damit anfreunden,

was aber in erster Linie damit zusammenhängt,

dass er sich schlicht am falschen

Platz befindet. Selbst für kleine Hände

ist er zu tief angebracht. Damit der Zeigefinger

bequem zu liegen kommt, müssen Sie

das Handy sehr weit unten halten. Das ist

zum Glück nicht weiter tragisch, denn eigentlich

können Sie den Button auf der

Rückseite ignorieren: Um das Gerät aus dem

Standby zu wecken, tippen Sie einfach das

Display zweimal sanft an, eine weitere Berührung

schaltet es wieder aus.

Das Display aus Gorilla Glass 2 ist an den

Seiten etwas abgerundet und überzeugt

durch sehr natürliche Farben. Sämtliche Anschlüsse

hat LG an der Unterseite des Geräts

verbaut: MicroUSB-Eingang mit Slimport-

Support, 3,5-mm-Klinke für die Kopfhörer

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

und – wie beim Nexus 5, allerdings auf der

rechten Seite – einen Monolautsprecher. Hinter

der zweiten Aussparung befindet sich ein

zweites Mikrofon. Das G2 verfügt auch über

einen Infrarotsender, damit Sie das Handy als

Universalfernbedienung einsetzen können.

Viele Software-Features

Wie beim Galaxy S4 bleibt auch beim LG G2

der Bildschirm an, solange Sie daraufschauen

und beendet die Videowiedergabe,

sobald Sie abgelenkt sind. Diese Features

sind in der Grundeinstellung allerdings deaktiviert.

LG-eigene Funktionen sind zum Beispiel

QuickMemo (einen Screenshot aufnehmen

und mit Notizen versehen), QSlide (ausgewählte

Apps über anderen platzieren) und

die Dreifingergeste, mit der Sie Apps für das

Multitasking parkieren. Gut gefallen hat uns

auch der Gastmodus, obwohl dieser im Unterschied

zur Mehrnutzereinrichtung beim

Nexus 7 sehr beschränkt ausfällt. Das Killer-

Feature des G2 ist aber ohne Zweifel die

KnockOn-Funktion: Durch sanftes Antippen

des Displays wecken Sie das Handy auf und

legen es wieder schlafen. Um lediglich nachzuschauen,

wer eine Mail geschickt hat,

müssen Sie das G2 also nicht einmal in die

Hand nehmen. Ebenfalls praktisch finden

wir die Einstellungsmöglichkeit für die Navigationsleiste.

Hier müssen Sie nicht die von

Android vorgegebenen drei Symbole verwenden,

sondern können aus einer großen Auswahl

wählen.

36

Januar 2014

Android-User.de


Hardware

LG G2

Auch die LG-eigene Tastatur

macht deutlich mehr Spaß als

die Standardtastatur des

Nexus 5. Dank der zusätzlichen

Zahlenreihe fällt der

umständliche Wechsel zwischen

ABC- und Zahlenmodus

weg, und die Wortvorhersagen

sind sehr genau.

Starke Kamera,

langer Atem

Der 13-Megapixel-Sensor des

G2 macht sehr schöne und

vor allem scharfe Fotos. Dank

optischem Bildstabilisator gelingen

auch bei schlechten

Lichtverhältnissen noch recht

gute Aufnahmen – sogar mit

dem digitalen Zoom. Die Kamera-App

lässt sich mit zwei

Händen gut bedienen, nicht so wie beim

Nexus 5. Zudem startet sie auch schneller.

Im Unterschied zu Sony und Samsung, die

mit dem Xperia Z1 und dem Galaxy Note 3

auf der IFA die ersten Smartphones für Ultra-

HD-Videoaufnahmen vorgestellt hatten, setzt

LG weiterhin auf Full-HD-Videos (1920 x

1080 Pixel), dafür aber mit 60 Bildern pro Sekunde.

Dadurch erhalten Sie deutlich flüssigere

Videos. Wir finden diese Entscheidung

gut, da 4K-Monitore aktuell noch recht teuer

sind und man von den Vorteilen der schnellen

Kamera auch mit dem aktuellen Equipment

zu Hause profitieren kann.

Die Akkulaufzeit des G2 ist wirklich gut.

Egal, wie oft Sie Ihre Mails checken, Fotos

bei Google+ posten oder Statusmeldungen

auf Twitter schreiben: Am Abend ist stets

noch Akku übrig. Nutzen Sie das Handy moderat,

hält der 3000-mAh-Akku auch gerne

zwei bis drei Tage durch.

Abb. 1: Die Notification Bar ist

etwas überfrachtet, die Features

sind aber durchaus praktisch.

Negativpunkte

LG hat es einmal mehr nicht fertiggebracht,

eine gute Rückseite zu produzieren. Die Klavierlackoptick

sorgt für hässliche Fingerabdrücke,

daran kann auch die schicke Querschraffur

nichts ändern. Im Vergleich mit

dem Galaxy Note 3 fehlt dem G2 klar ein

Stift. Dieser lässt sich zwar für ein paar Euro

nachrüsten, muss aber dann immer mit

dabei sein. Gerade für Funktionen wie

QuickMemo oder die Notizbuch-App ist ein

Stift unerlässlich. Die Audioqualität über den

integrierten Lautsprecher könnte besser sein,

die Sprachqualität ist jedoch sehr gut, auch

bei den Videos. Verzichten müssen Sie beim

G2 auf drahtloses Laden via Qi. Das ist deshalb

besonders ärgerlich, weil LG für Verizon

in den USA eine Version mit Qi produziert

hat – exklusiv.

Fazit

Das G2 ist das in unseren Augen aktuell

beste Android-Smartphone. Im direkten Vergleich

zum Nexus 5 ist es zwar etwas teurer,

bringt aber die bessere Software mit. Der einzige

gravierende Nachteil des G2 gegenüber

dem Nexus 5 besteht im fehlenden Qi-Support.

Dafür werden Sie sich lange über den

starken Akku freuen!

● ● ●

LG G2 D800

Abb. 2: QSlide-Anwendungen lassen

sich transparent auf dem

Homescreen platzieren.

Abb. 3: Selbst bei sehr intensiver

Nutzung kommen Sie mit dem G2

problemlos über den Tag.

Kerndaten

Testergebnis

★★★★★

Hersteller

LG

ausgezeichnet

Formfaktor

5,2-Zoll-Smartphone

Auflösung

1080 x 1920 Pixel

Prozessor 2,26 GHz, Quad-Core, Snapdragon 800

Speicher

16/​32 GByte

Kamera (Front/​Haupt)

2 MP/​13 MP

Android-Version Android 4.2.2

Akku

3000 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) 29 Tage/​17,9h

Gewicht

143 Gramm

Preis (Internet)

440/​540 Euro (16/​32 GByte)

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 26008

Performance

AnTuTu-Benchmark

33123 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 2632/​994 Punkte

Android-User-Bewertung 4,8 Punkte

Android-user.de Januar 2014 37


Hardware

Huawei Ascend G700

Huawei Ascend G700 mit zwei SIM-Karten im Test

Doppel-

Handy

Das G700 zählt zur

Gold-Serie von Huawei,

die für den Businessund

Profieinsatz

geplant ist. Wir haben

das Dual-SIM-Smartphone

intensiv getestet

und zeigen Ihnen seine

Stärken und Schwächen.

Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Verarbeitung

‚ Software

‚ Dual-SIM

‚ FM-Radio

„ Kamera

„ Akkulaufzeit

Die Smartphones und Tablets

von Huawei gliedern sich in

drei Kategorien: Die Y-Modelle

für Einsteiger (Youth),

die P-Modelle für Designfans (Passion)

und die G-Modelle für den beruflichen Einsatz

(Gold). Das G700 ist der jüngste Zugang

der Gold-Familie und bietet als Besonderheiten

ein 5-Zoll-Display und Slots für zwei

SIM-Karten.

Der erste Eindruck

Das G700 ist zwar kein Riesenhandy wie die

Vertreter der Note-Serie von Samsung oder

das Ascend Mate, aber für ein gewöhnliches

Smartphone ist es dennoch recht groß. Es ist

fast 1 cm länger als das Nexus 4 und passt

wegen der eckigen Form nicht mehr einfach

so in jede Hosentasche.

An der Verarbeitung des G700 gibt es kaum

etwas auszusetzen. Die abnehmbare Rückabdeckung

und die meisten Teile sind zwar aus

Kunststoff, ein schmaler Metallrahmen um

das Display verschafft dem Huawei-Handy

aber das Feeling eines hochwertigen Geräts.

Der Einschaltknopf und die Lautstärkewippe

sind sauber verarbeitet und verfügen über

einen angenehmen Druckpunkt.

Die Rückseite des Handys – wir hatten die

weiße Version im Test – fühlt sich sehr angenehm

an und ist nicht anfällig für Fingerabdrücke.

Die Hauptkamera inklusive LED-

Flash hat Huawei oben mittig verbaut, den

Monolautsprecher finden Sie links unten auf

der Rückseite. Der Micro-USB-Port liegt auf

der Geräteunterseite, oben rechts befindet

sich der Kopfhöreranschluss. Huawei legt

dem Ascend G700 ein einfaches Headset bei,

das auch als Antenne für das eingebaute FM-

Radio dient.

Solide Basis

Auf dem Ascend G700 ist Android 4.2.1 mit

der Emotion UI in Version 1.6 vorinstalliert.

Im Unterschied zu anderen Topgeräten von

Huawei hat man sich beim G700 für Sensortasten

für die Android-Buttons „Home“, „Zurück“

und „Menü“ entschieden. Das sehr

schöne 5-Zoll-LCD mit einer Auflösung von

1280 x 720 Pixeln steht also in voller Größe

zur Verfügung. Die drei Tasten haben eine

Hintergrundbeleuchtung, die sich aber erst

einschaltet, wenn Sie eine von ihnen betätigen.

Das ist im Dunkeln etwas irritierend.

Für Samsung- und LG-Nutzer etwas ungewöhnlich,

befindet sich die Menütaste auf

der rechten Seite und die Zurücktaste links.

Ein einmaliges Drücken der Menütaste öffnet

aber nicht die App-Übersicht, sondern einen

Dialog, über den man das Hintergrundbild

einrichten oder Widgets zu den Homescreens

hinzufügen kann. Erst, wenn Sie die Menütaste

länger gedrückt halten, erscheint die

App-Übersicht, die Huawei um eine Löschfunktion

für sämtliche laufenden Prozesse

ergänzt hat.

Dank des recht flotten Quad-Core-Prozessors

von MediaTek (MT6589) und 2 GByte

RAM stoßen Sie beim G700 in puncto Performance

kaum an Grenzen. Das System reagiert

flott, und selbst aufwendigere Apps

oder Spiele bereiten keinerlei Probleme.

Auch die verbauten 8 GByte Flash-Speicher

reichen erst mal problemlos aus. Benötigen

Sie mehr Platz, rüsten Sie das G700 einfach

über den MicroSD-Slot auf.

Mit Emotion UI

Die Emotion UI von Huawei ist eine Mischung

aus Vanilla Android und dem MIUI-

Launcher. Die meisten Icons sind etwas bunter

als gewohnt, und auch die meisten Standard-Apps

wie Dialer, Kontakte und Tastatur

hat Huawei durch eigene Apps ersetzt. Auf

einen App-Drawer müssen Sie verzichten,

sämtliche Apps landen auf den Home-

Huawei

38

Januar 2014

Android-User.de


Hardware

Huawei Ascend G700

screens, sortiert nach dem

Datum der Installation. Neu

installierte Apps markiert der

Launcher mit einem Badge.

Die Auswahl der vorinstallierten

Software hat uns gut gefallen:

Neben den Standard-

Apps und den Google-Apps

liefert Huawei eine Office-

App (Kingsoft Office) und ein

paar kleine Tools mit. Vermisst

haben wir hingegen den

Permission-Manager, mit dem

Huawei das Ascend Mate

oder das P6 ausstattet.

Stärken und

Schwächen

Die Stärken des G700 liegen

klar hinter der Rückabdeckung

– hier finden Sie zwei

Einschübe für normale SIM-

Karten. Das G700 beherrscht dabei Dual SIM

Full Access, Sie können also mit einer Karte

telefonieren und sind dennoch über die

zweite erreichbar. Allerdings müssen Sie sich

entscheiden, welche SIM Sie im 3G-Modus

nutzen wollen und welche nur mit 2G, da

der SIM-2-Slot nur den langsameren GSM-

Standard unterstützt, nicht aber WCDMA.

Haben Sie zwei SIM-Karten eingesetzt, fragt

das System jeweils nach, über welche Karte

Sie welche Verbindung aufbauen wollen. Gut

gefallen hat uns auch die Sprach- und Verbindungsqualität

des G700.

Weniger gut abgeschnitten hat in den Tests

die 8-Megapixel-Kamera. Sie macht selbst bei

sehr guten Lichtverhältnissen nur verschwommene

Bilder. Irgendwie scheint Huawei

hier zu viel Komprimierung in die JPG-

Dateien gepackt zu haben (oder wir haben

ein Montagsmodell erwischt). Auf einer simplen

Aufnahme von einer Wiese erkannten

wir keine Grashalme, sondern ein Bild, das

eher an die besten Zeiten des Pointillismus

erinnert. Zur Sicherheit testeten wir auch mit

alternativen Kamera-Apps, aber diese lieferten

noch schlechtere Ergebnisse. Auch die

1,3-Megapixel-Frontkamera schießt lediglich

durchschnittliche Fotos. Besser gefielen uns

da schon die Videos in Full-HD-Auflösung.

Ebenfalls nicht ganz zufrieden waren wir

mit der Akkulaufzeit des Ascend G700. An

die von anderen Huawei-Geräten gewohnte

überdurchschnittlichen Laufzeiten kamen

wir in unseren Tests nicht heran. Wenn Sie

die Dual-SIM-Funktion aktiv nutzen, dann

hält das Handy die üblichen 12 bis 14 Stunden

bis zum nächsten Aufladen durch, mit

Abb. 1: Der Startbildschirm des

Ascend G700 bietet Zugriff auf die

wichtigsten Apps und Funktionen.

Abb. 2: Die von Huawei vorinstallierten

Apps und Werkzeuge sind

durchaus nützlich.

lediglich einer SIM-Karte kommen Sie auch

auf längere Laufzeiten. Die offiziell angegebene

Gesprächszeit von 3 Stunden passt aber

definitiv nicht zur „Gold“-Klasse.

Fazit

Das Ascend G700 von Huawei ist ein solides

Dual-SIM-Smartphone mit Android 4.2.1 zu

einem guten Preis. Leider hat Huawei beim

Akku etwas gespart, und auf scharfe Fotos

müssen Sie mit dem Ascend G700 ebenfalls

verzichten.

● ● ●

Huawei Ascend G700

Kerndaten

Hersteller

Huawei

Formfaktor

5-Zoll-Smartphone

Auflösung

720 x 1280 Pixel

Prozessor

1,2 GHz, Quad-Core, MediaTek

Speicher

8 GByte (erweiterbar via MicroSD)

Kamera (Front/​Haupt) 1,3 MP/​8 MP

Android-Version Android 4.2.1

Akku

2150 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) 150h /3h

Gewicht

155 Gramm

Preis (Internet)

240 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 25980

Performance

AnTuTu-Benchmark

13665 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 1506/​465 Punkte

Android-User-Bewertung 4,0 Punkte

Abb. 3: Über Nacht hat der Akku

mit nur einer SIM-Karte rund 30 Prozent

an Ladung verloren.

Android-user.de Januar 2014 39


Hardware

Wiko Darknight

Wiko Darknight mit Dual-SIM und Android 4.2.1 im Test

Nachtblau

Mit dem Darknight

bringt Wiko ein Dual-

SIM-Smartphone nach

Deutschland, das nicht

nur über recht gute

technische Spezifikationen

verfügt, sondern

auch toll aussieht. Wir

haben das Dual-SIM-

Handy getestet.

Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Lieferumfang

‚ Design, Verarbeitung

‚ Benachrichtigungs-LED

‚ FM-Radio

„ Kein Kompass,

kein G-Sensor

„ Sensortasten

Nachdem uns das

Cink Peax 2 von

Wiko in Ausgabe

12/​2013

von Android User so gut

gefallen hat, haben wir

gleich ein neues Wiko-Modell

zum Testen bestellt.

Das Darknight ist ein

5-Zoll-Smartphone (1280 x

720 Pixel) mit einem 1,2

GHz schnellen Quad-Core-Prozessor von MediaTek,

1 GByte RAM, 8 GByte internem

Speicher (erweiterbar) und Android 4.2.1.

Mit Alu und Kunststoff

Das Darknight ist ein schönes Handy und

von der Frontseite und Größe her am ehesten

mit dem G2 von LG zu vergleichen. Die

Rückseite erinnert stark an das HTC One, die

13-Megapixel-Kamera steht aber rund 2 mm

aus dem Gehäuse heraus. Wiko bewirbt das

Darknight damit, dass es aus Alu ist. Das

trifft allerdings nur auf die mittlere Abdeckung

der Rückseite zu,

hinter der sich der

2000-mAh-Akku, die beiden

Slots für SIM-Karten und der

Einschub für eine MicroSD-

Karte befinden. Die zwei

schmalen Abdeckungen darüber

und darunter sind leider

aus Plastik. Aber auch

so fühlt sich das Darknight

sehr hochwertig an.

Erwähnenswert ist in

jedem Fall der Lieferumfang

des Wiko-Smartphones.

Neben Handy, USB-Kabel

und Ladegerät erhalten Sie

außerdem ein hochwertiges

In-Ear-Headset und zwei

Adapter: einen für Micro-

SIM-Karten und einen für

Nano-SIM.

Abb. 1: Die Verwaltung der zwei

SIM-Karten bereitete in den Tests

keinerlei Probleme.

Erster Eindruck

MediaTek ist mit den 2013er-SoC-Systemen

ein großer Wurf gelungen. Die Quad-Core-

CPU kombiniert mit dem PowerVR-Grafikchipsatz

sorgt für ein praktisch ruckelfreies

Android-System, bei dem auch das Multitasking

Freude bereitet. Neben den Google-

Apps und den Standardanwendungen von

Android sind auf dem Handy drei Spiele von

Gameloft und die Sicherheitslösung von

TrustGo installiert. Bei den Spielen handelt

es sich um Asphalt 7, Little Big City und

Wonder Zoo. Die Apps belegen

zwar zusammen nur

knapp 10 MByte, lassen sich

aber nicht deinstallieren.

Asphalt 7 ist nur als Platzhalter

installiert ist und Sie

müssen zum Spielen weitere

500 MByte herunterladen.

Oder Sie installieren gleich

Asphalt 8, da auch das auf

dem Darkside funktioniert.

Zu den nützlichen vorinstallierten

Apps gehören ein

Dateimanager eine Backup-

App, ein Notizblock und ein

FM-Radio.

Abgesehen von ein paar

leichten Änderungen unterscheidet

sich das System des

5-Zoll-Smartphones nicht

groß von Stock-Android.

Wiko

40

Januar 2014

Android-User.de


Hardware

Wiko Darknight

Nexus-Nutzer werden sich

schnell zu Hause fühlen.

Kamera und Sound

Die 13-Megapixel-Kamera des

Darknight schießt gute Bilder,

die etwas übersaturiert sind

und bei schlechten Lichtverhältnissen

zum Rauschen neigen.

Im direkten Vergleich mit

der Kamera des LG G2 zieht

das Darknight klar den Kürzeren,

aber in seiner Preisklasse

gehört die flott arbeitende

Kamera zu den besten.

Im Videomodus unterstützt

das Handy Full-HD-Aufnahmen.

Die Audioqualität bei

Gesprächen ist durchschnittlich,

das trifft auch auf den

verbauten Monospeaker auf

der Rückseite zu.

Alltagstest

Wir haben das Darknight ein paar Tage lang

intensiv benutzt. Dabei sind uns auch ein

paar Schwächen aufgefallen. Dem Gerät fehlen

sowohl Beschleunigungssensor als auch

Gyroskop. Was für uns nur beim Ingress-

Spielen ärgerlich war, kann im Alltag für Probleme

sorgen, wenn Sie das Handy zur Orientierung

benutzen wollen. Dafür hat sich

im Ingress-Test gezeigt, dass die Akkulaufzeiten

des Darknight recht gut sind und auch

das GPS nicht allzu lange braucht, um die

Position zu ermitteln.

Sehr gut gefallen hat uns das Quick-Notification-Menü

von Wiko, über das sich die

wichtigsten Einstellungen sofort erledigen

lassen. Der Dual-SIMfunktioniert wie erwartet

problemlos: SIM1 verfügt über 2G ‐und

3G-Fähigkeiten, mit SIM2 surfen und telefonieren

Sie nur über 2G. Dual SIM Full Access

(DSFA), für die gleichzeitige Nutzung beider

SIM-Karten, hat das Darknight nicht.

Die Akkulaufzeit des Wiko-Handys ist gut.

Sie kommen bequem über den Tag, wenn Sie

nicht ständig auf Google+ oder Facebook

unterwegs sind. Nutzen Sie nur einen der

beiden SIM-Slots, dürfte die Laufzeit noch

besser sein. Bei unserem Testgerät handelte

es sich um ein Erstgerät, bei dem wir den

Akku erst richtig einspielen mussten.

Wirklich toll gelöst hat Wiko die Benachrichtigungs-LED.

Diese ist zwischen dem

Lautsprecher und der Frontkamera angebracht

und sehr gut zu erkennen. Allerdings

zeigt sie nur die Farben Rot und Grün an.

Abb. 2: Die Schnelleinstellungen

sind eine gelungene Änderung

des Standard-Android-Systems.

Fazit

Wiko hat es mit dem Darknight erneut geschafft,

uns positiv zu überraschen. In den

Tests vergaßen wir oft, dass es sich bei dem

Handy um ein Dual-SIM-Modell handelt, da

es toll aussieht. Wenn Sie nicht täglich Ingress

spielen oder auf die Kompassfunktion

angewiesen sind, dann ist das Darknight eine

sehr gute und günstige Alternative zu den

wesentlich teureren Dual-SIM-Flaggschiffen

von Samsung & Co. Auch für die Nutzung

mit nur einer SIM ist das Gerät geeignet. ● ● ●

Wiko Darknight

Abb. 3: Der App-Drawer unterscheidet

sich nicht von einem Standard-

Android-System.

Kerndaten

Hersteller

Wiko

Formfaktor

5-Zoll-Smartphone (Dual-SIM)

Auflösung

720 x 1280 Pixel

Prozessor

1,2 GHz, Quad-Core, MediaTek

Speicher

8 GByte (erweiterbar via MicroSD)

Kamera (Front/​Haupt)

2 MP / 8 MP

Android-Version Android 4.2.1

Akku

2000 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) 160h /10h

Gewicht

142 Gramm

Preis (Internet)

240 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 26057

Performance

AnTuTu-Benchmark

13511 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 1475/​432 Punkte

Android-User-Bewertung 4,0 Punkte

Abb. 4: Bei rund 2,5 Stunden Displaynutzung

sind wir mit der Laufzeit

ganz zufrieden.

Android-user.de Januar 2014 41


Hardware

Panasonic KX-PRX150

Panasonic KX-PRX150 mit DECT-Festnetz-Funktion

Hybrid-

Technik

Panasonic

Am liebsten hätten Sie

lediglich „ein Telefon“

und nicht ein

Handy für unterwegs

und ein Schnurlostelefon

daheim? Das

Panasonic KX-

PRX150 macht dies

möglich, es ist ein

Zwitter aus Schnurlostelefon

mit Anrufbeantworter

und Android-

Smartphone.

Christoph Langner

‚„Plusminus

‚ Google-Apps und

Play Store integriert

‚ Kombination aus Festnetzund

Mobilfunktelefon

‚ Bequemes Laden

in der Ladestation

‚ Bis zu vier Tage Standby

„ Display, Kamera und

CPU veraltet

„ Probleme mit fremden

DECT-Basen

„ Handy-Firmware veraltet

und ungepflegt

Auch

wenn Allnet-

Flatrates bereits für weniger

als 15 Euro im Monat zu bekommen

sind, sodass telefonieren mit dem

Handy inzwischen sehr günstig ist, wollen

viele Android-User auf ein Festnetztelefon

nicht ganz verzichten. Schließlich möchte

man auch noch unter einer Festnetznummer

günstig erreichbar sein. Für all diejenigen,

die eher im Fest- als im Mobilfunknetz zu

Hause sind, hat Panasonic mit dem KX-

PRX150 eine außergewöhnliche Kombination

im Angebot.

Panasonic KX-PRX150

Das KX-PRX150 ist ein Zwitter aus Handy

und DECT-Schnurlostelefon. Das Paket enthält

daher neben dem Mobilteil und einer

passenden Ladestation auch eine Basis inklusive

Anrufbeantworter, die an Ihre herkömmliche

Telefonbuchse im Haus angeschlossen

wird. Sind Sie zu Hause in Reichweite der

Basis, bucht sich das Gerät automatisch in

diese ein, sodass Sie kostengünstig unter

einer Festnetznummer erreichbar sind.

Der Mobilfunkpart des

Geräts läuft immer mit,

Sie können also permanent

Anrufe über Ihre Handynummer

empfangen.

Spricht jemand auf den AB der

Basis, weist das Handy auf den

verpassten Anruf hin, sodass Sie die

Nachricht jederzeit auf dem Handy abhören

können. Ihre Kontakte lädt das Gerät automatisch

über Ihr Google-Konto, so sind Sie

auf dem „richtigen“ Handy und dem KX-

PRX150 immer auf demselben Stand.

Altbackene Technik

Vergleicht man das Gerät mit anderen Smartphones

dieser Preisklasse, dann kann das Panasonic-Handy

auf den ersten Blick nicht

mithalten. Zu klein, blass und pixelig ist das

Display, zu mager ist die Qualität der Handykamera,

zu langsam ist der Prozessor, zu alt

ist das mitgelieferte Android 4.0. Dennoch

macht das KX-PRX150 gar keine so schlechte

Figur – wenn es nicht immer das Neuste und

Beste sein muss.

Als Hybridgerät mit einer in Ihrem Vertrag

enthaltenen zweiten SIM-Karte (MultiSIM)

ist das Gerät sinnvoll, und auch der Preis

geht durch. Schließlich muss man für ein

ähnlich gestaltetes Touchscreen-Schnurlostelefon

wie das Gigaset SL910 auch tief in die

42

Januar 2014

Android-User.de


Hardware

Panasonic KX-PRX150

Tasche greifen – ohne integriertes

Mobiltelefon. So lässt

es sich verschmerzen, kein

Topgerät in der Hand zu

haben. Im Alltag ist das Zwitterhandy

keineswegs viel zu

lahm und viel zu träge.

Mobilfunk und

Festnetz

Um Festnetztelefonie und

Mobilfunk unter einen Hut zu

bringen, hat Panasonic das

Android-System entsprechend

geändert. Rufen Sie einen

Kontakt an, haben Sie die

Wahl zwischen dem Festnetz

und Ihrem Mobilfunkanbieter.

Bei eingehenden Gesprächen

klingelt das Gerät einfach – egal, über welchen

Kanal das Telefonat ankommt.

Zusätzlich findet sich noch eine eigene

Festnetz-App auf dem Gerät, über die Sie

etwa die Festnetzeinstellungen managen

oder interne Anrufe tätigen können. Die

Basis des KX-PRX150 verwaltet bis zu sechs

Mobilteile, das Gerät gibt es daher auch als

reines Mobilteil ohne Basisstation. Ihre Kontakte

übernimmt das KX-PRX150 automatisch

aus Ihrem Google-Account, wenn Sie

diesen im Handy eintragen.

Ansonsten ist das „Handy“ ein ganz normales

Android-Gerät mit Play Store und

allem, was noch zu einem modernen Smartphone

gehört. Auf ein Update auf eine aktuellere

Android-Version brauchen Sie jedoch

wohl nicht mehr zu hoffen. Die integrierte

Update-Routine sagt nicht einmal, dass es

keine neuere Version der Handy-Firmware

gäbe – sie zeigt stattdessen gleich eine Fehlermeldung

an, dass sie gar nicht erst Infos

zum Update finden kann.

Fazit

Panasonic hat sich durchaus Gedanken gemacht,

wie sich Festnetz- und Mobilfunktelefonie

sinnvoll vereinen lassen. Dies merkt

man unter anderem beim Laden des KX-

PRX150: Zu Hause lassen Sie das Mobilteil

bequem in die Ladestation gleiten, unterwegs

können Sie per Micro-USB-Anschluss

nachtanken. Auch die Wahl zwischen Festnetz-

und Mobilfunktelefonie funktioniert

ohne große Komplikationen. Wer eher auf

ein komfortables Schnurlostelefon als auf ein

modernes Smartphone Wert legt, dem ist das

Panasonic KX-PRX150 ans Herz zu legen.

Enttäuschend war jedoch, dass sich das

KX-PRX150 nicht sauber in die DECT-Basis

Abb. 1: Die Rechenpower des KX-

PRX150 ist nicht überwältigend,

dennoch ist es schnell genug.

anderer Geräte einbuchen kann. Zum Testen

nutzten wir eine FRITZ!Box 7390, die mit

FRITZ!Fon-Geräten oder auch Gigaset-

Schnurlostelefonen sauber kommuniziert.

Das KX-PRX150 konnte sich zwar erfolgreich

in die FRITZ!Box einbuchen, vom Mobilteil

ausgehende Gespräche brachen jedoch

immer ab. Und obwohl unser Testgerät bei

eingehenden Telefonaten klingelte, kam beim

Abheben keine Verbindung zustande. Wenn

Sie mit dem Gedanken spielen, das KX-

PRX150 einzusetzen, dann am besten nur im

Zusammenspiel mit der vom Hersteller vorgesehenen

Basisstation.

● ● ●

Panasonic KX-PRX150

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Speicher

Kameras

Android-Version Android 4.0.4

Akku

Laufzeit (Standby/​Gespräch)

Gewicht

Preis (Internet)

Abb. 2: Ausgehenden Telefonate

können Sie über das Festnetz oder

über das Mobilfunknetz führen.

Panasonic

3,5-Zoll-Smartphone

480 x 320 Pixel

1 GHz, Single-Core, MediaTek MT6575

512 MByte intern, 2 GByte extern,

MicroSD vorhanden

1,9 MP (hinten), 0,3 MP (vorne)

1450 mAh

220h/​5h

140 Gramm

179 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 25296

Performance

AnTuTu-Benchmark

5923 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 1136/​411 Punkte

Android-User-Bewertung 2,4 Punkte

Abb. 3: Mit der Festnetz-App richten

Sie den Festnetzanschluss

sowie den AB ein.

Android-user.de Januar 2014 43


Hardware

Android vs. Mozilla OS

Alcatel One Touch Fire contra Huawei Ascend Y300

Nachzügler

99-Euro-Handys sind

keine Ausnahme mehr.

Das Alcatel One Touch

Fire möchte diesen Preis

unterbieten. Wir vergleichen

das Firefox-Handy

mit einem der günstigsten

Android-Geräte!

Christoph Langner

Mozilla

Symbian-Handys waren vor einigen

Jahren die ersten weitverbreiteten

Smartphones. Dann veränderten

Apples iPhones rasend

schnell die Telekommunikation. Zuletzt

machte Googles Android Smartphones erschwinglich.

Und mit Mozillas Firefox OS

sollen Smartphones nun die ganze Welt erobern!

Auch wenn in Deutschland fast nur

noch Smartphones über den Ladentisch

gehen: Für die meisten Bewohner von

Schwellen- und Entwicklungsländern sind

selbst die günstigsten Android-Geräte meist

noch zu teuer.

Mozilla möchte daher mit Firefox OS und

verschiedenen Hardwarepartnern zuerst die

Menschen ansprechen, die bisher keinen Zugang

zu Smartphones hatten. ZTE etwa vertreibt

sein ZTE Open mit Firefox OS erfolgreich

in Südamerika, auch Alcatel ist mit

dem One Touch Fire dort schon länger vertreten.

Nun kann man das Firefox-Handy auch

ganz offiziell in Deutschland erstehen, exklusiv

bei Congstar gibt es das Gerät ab 89 Euro.

Wir vergleichen das Alcatel One Touch Fire

mit einem der günstigsten Android-Geräte,

dem Huawei Ascend Y300.

Mozillas Firefox OS

„Firefox? Das ist doch nur ein Webbrowser,

oder?“ mögen Sie fragen, und natürlich

haben Sie mit Ihrer Antwort Recht. Doch die

hinter dem Open-Source-Browser stehende

Mozilla Foundation arbeitet seit geraumer

Zeit mit Firefox OS auch an einem eigenen

Betriebssystem für mobile Geräte. Anders als

die geschlossenen Systeme Windows Phone

und iOS sowie das trotz seiner Linux-Basis

gar nicht so freie Android, ist Firefox OS

durch und durch Open Source.

Das macht das Handysystem besonders für

Fans freier Software und für Netzbetreiber

wie die Deutsche Telekom und Telefónica interessant.

Denn damit lassen sich Geräte

bauen, die frei von jeglicher Gängelung eines

großen Konzerns wie Apple, Microsoft oder

Google in eigener Regie vertrieben werden

können. Eigene App-Stores sind unter Firefox

OS ohne Weiteres möglich, so bleibt ein

deutlich größeres Stück vom Umsatz-Kuchen

beim Netzbetreiber hängen.

OS oder Browser? Beides!

Doch was hat nun ein Browser mit einem Betriebssystem

für Handys zu tun? Kern von

Firefox OS ist – genauso wie bei Android

ein abgespeckter und für mobile Geräte optimierter

Linux-Kernel. Auf diesen setzt Mozilla

seine sogenannte Web-API auf, die mit

Hilfe der HTML-Rendering-Engine Gecko –

genauso wie im Firefox-Browser – die Darstellungen

von grafischen Elementen auf

dem Bildschirm übernimmt. Apps werden

bei Firefox OS daher wie Webseiten mit

44

Januar 2014

Android-User.de


Hardware

Android vs. Mozilla OS

Abb. 1: Der Homescreen von

Firefox-Handys ist bis auf die Suchleiste

schlicht und leer.

Abb. 2: Die Homescreen-Suche

zeigt Ihnen passende Webseiten

gleich wie Handy-Apps an.

Abb. 3: Vom Homescreen ausgehend,

gelangen Sie per Wisch

nach links in die App-Schublade.

Abb. 4: Für Karten und Navigation

greift Firefox auf die HERE-Maps

von Nokia zurück.

HTML5, CSS und JavaScript geschrieben. Die

Web-API sorgt dafür, dass sich Apps und

Hardware verstehen.

Bei Firefox OS sind daher alle auf dem Display

sichtbaren Inhalte im Endeffekt nur

Webseiten. Doch keine Angst, viele Apps

funktionieren auch offline und/​oder übertragen

nur ihre Daten zwischen Handy und

Netz. Viele Firefox-OS-Apps wie Facebook

und Twitter sind jedoch nichts anderes als

die mit einem Starter versehenen und für

mobile Geräte gestalteten Webseiten der Unternehmen.

Das macht die Entwicklung von

Firefox-OS-Apps sehr schnell und günstig, da

das Wichtigste – eine mobile Webseite –

meist ohnehin schon existiert.

Für die User von Firefox-OS-Handys heißt

das, dass sie eigentlich auf nichts verzichten

müssen. Es gibt ein Navi auf Basis von Nokias

HERE-Maps. Facebook, Twitter, YouTube

und Co. finden sich als App direkt in der

App-Schublade, und über den Marketplace

lassen sich zahlreiche weitere Apps und

Spiele nachinstallieren – allzu oft geht der

Funktionsumfang dieser Apps jedoch nicht

über den der mobilen Webseite hinaus.

Firefox OS vs. Android

Das Alcatel One Touch Fire ist nach dem ZTE

Open und dem Geeksphone nicht das erste

Firefox-Handy in Deutschland, doch es lässt

sich als das erste Firefox-Gerät bezeichnen,

das hierzulande ganz offiziell in einer gößeren

Stückzahl vertrieben wird. Sie bekommen

es derzeit ohne Vertrag für 89 Euro bei

Congstar, dem Mobilfunkableger der Deutschen

Telekom.

Doch mehr als 100 Euro muss man heutzutage

nicht mehr zwingend für ein modernes

Android-Smartphone hinblättern. Der gängige

Internetpreis eines Huawei Ascend Y300

etwa liegt mit 99 Euro nur 10 Euro über dem

des günstigen Alcatel-Geräts. Wir vergleichen

deshalb diese beiden Geräte miteinander.

Beide Handys sind mit all dem ausgestattet,

was ein Smartphone ausmacht, doch

was taugen sie im Alltag?

Das Betriebssystem

Firefox OS besitzt gegenüber Android durchaus

einige Stärken. So zeichnet sich das System

unter anderem durch seine Einfachheit

aus. Wer das Alcatel-Handy zum ersten Mal

Abb. 5: Das Alcatel One Touch Fire ist

das erste Firefox-Handy, das in großer

Stückzahl in Deutschland vertrieben

wird.

Android-user.de Januar 2014 45


Hardware

Android vs. Mozilla OS

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31196

anschaltet, kann praktisch umgehend loslegen.

Im Gegensatz zu Android verlangt

Firefox OS nicht zwingend nach einen Account.

Diesen benötigen Sie nicht einmal,

um Apps aus dem Marketplace zu installieren.

Erst, wenn Sie Apps bewerten oder kaufen

möchten, müssen Sie sich um einen entsprechenden

Account bemühen.

Im Gegensatz zu Android bietet der

Firefox-Homescreen selber keine Widgets,

nur eine Suchleiste. Über diese starten Sie

wie beim Browser auf dem PC eine Websuche,

die Ihnen jedoch mobile Webseiten wie

Apps präsentiert. Tippen Sie auf einen Eintrag,

öffnet sich die entsprechende Webseite

des Anbieters – oft aber nicht im gewünschten

Kontext: In der meinestadt.de-App müssen

Sie trotz des Suchbegriffs „München“ die

gesuchte Stadt noch einmal extra auswählen,

das lässt sich durchaus noch optimieren.

Android- vs. Mozilla-Handy in Zahlen

Huawei Ascend Y300

Alcatel One Touch Fire

Technische Daten

Prozessor 1,0 GHz Dual-Core 1,0 GHz Single-Core

Betriebssystem Android 4.1 + EmUI 1.0 Firefox OS 1.1.0.0

Speicher (intern) 512 MByte RAM,

4 GByte ROM

256 MByte RAM,

512 MByte ROM

Speicher (extern) microSD bis 32 GByte microSD bis 32 GByte

Display 4,0-Zoll, 800 x 480 Pixel 3,5-Zoll, 480 x 320 Pixel

Kamera

Hauptkamera 5 MP,

Frontkamera 0,3 MP

Abb. 6: Trotz des Suchbegriffs

„München“ müssen Sie die Stadt in

den Apps erneut auswählen.

Hauptkamera 3,2 MP

Videoaufnahmen 640 x 480 (0,3 MP) 352 x 288 (0,1 MP)

Akku 1950 mAh 1400 mAh

Abmessungen 124,5 x 63,8 x 11,2 mm 115,0 x 62,3 x 12,2 mm

Gewicht 130 g 108 g

Internetpreis 99 Euro 89 Euro

Ansonsten bedienen Sie

ein Firefox-Handy ähnlich

wie ein iOS- oder Android-Gerät.

Mit dem

Home-Button kommen Sie

jederzeit in Apps einen

Schritt zurück oder wechseln

auf den Homescreen

des Systems zurück.

Wenn Sie den Knopf

etwas länger drücken,

wechseln Sie zwischen

den aktuell noch aktiven

Apps. Aus dieser Ansicht

heraus beenden Sie auch

die gerade laufenden Anwendungen,

indem Sie

diese einfach nach oben

aus dem Bildschirm herauswischen.

Das Prinzip kennen Sie schon

von Android, das dieses Verfahren wiederum

von WebOS abgeschaut hat.

Abb. 7: Über einen längeren Druck

auf den Home-Button wechseln Sie

zwischen den aktiven Apps.

Die Handy-Hardware

Vergleicht man die technischen Daten beider

Geräte, stellt sich unweigerlich die Frage:

Warum soll man sich das Alcatel One Touch

Fire kaufen? Die Auflösung des Displays ist

von anno dazumal, die Single-Core-CPU

langsam, die Speicherausstattung mager, die

Kamera eine Katastrophe. Dauernd sucht

man beim Arbeiten mit dem Gerät, wo man

die Handbremse lösen kann. Ein derartig träges

Handy hatten wir schon lange nicht

mehr in der Redaktion.

Fazit

Die 10 Euro Aufpreis für das Ascend Y300

sind gut angelegt. Die Dual-Core-CPU des

Android-Geräts bricht zwar keine Rekorde,

und das spüren Sie auch, doch im Vergleich

zum nur wenig günstigeren Alcatel-Gerät arbeitet

das Huawei merklich flüssiger. Dazu

ist das Display deutlich schärfer und heller,

der MicroSD-Slot noch frei, und die Kamera

macht im Rahmen ihrer Möglichkeiten

brauchbare Bilder.

Mozilla hat sich keinen Gefallen damit

getan, Firefox OS in Deutschland erstmals

auf einem Low-Budget-Handy zu präsentieren.

Entweder müsste das Alcatel One Touch

Fire wirklich billig sein und mit 30 Euro jedes

andere Smartphone deutlich im Preis schlagen

oder zumindest technisch ebenbürtig

sein. Beides ist jedoch nicht der Fall. Das

One Touch Fire ist eindeutig schlechter als

Ascend Y300 und trotzdem fast genauso

teuer. Damit eignet sich das Gerät nicht einmal

als Zweithandy.

● ● ●

46

Januar 2014

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zehn Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Diana Hahn

Android-User-App-Empfehlungen

Unsere Favoriten

Knots 3D

1,50 Euro

Gehen Sie gerne zum Klettern oder Fischen? Oder vielleicht sind Sie eher der

maritime Typ und sind ab und zu mit dem Boot unterwegs. Was braucht man

für jedes dieser Hobbies? Knoten! Die App Knots 3D zeigt Ihnen, wie Sie

immer den richtigen Knoten parat haben. DDirekt nach der Installation legen Sie mit

dem Knoten-Tutorial los.

Zuerst stellen Sie die gewünschte Sprache ein. Vorhanden sind 12 Sprachen. Dazu gehören

zum Beispiel: Koreanisch, Spanisch, Russisch, Chinesisch und natürlich

Englisch und Deutsch. Dann wählen Sie aus einer Liste eine Kategorie aus, zu

der die Knoten gehören sollen. Zur Wahl stehen unter anderem Boot fahren, Campen

oder Feuer & Rettung. Wenn Sie keine bestimmte Kategorie suchen, schauen

Sie sich entweder die vollständige Liste (92 Knoten), oder die kürzlich hinzugefügten

Knoten an. Dort suchen Sie sich dann den Knoten aus, den Sie lernen

möchten. Einfach antippen, und die Einzelansicht öffnet sich.

In der Einzelansicht erhalten Sie ein großes Bild des Knotens, Informationen

darüber, wozu dieser gebraucht wird sowie eine Video-Anleitung. Mit dem

360°-Button, sehen Sie sich den Knoten von allen Seiten an. Auch eine Spiegelung

sowie eine nochmals vergrößerte Ansicht ist möglich. Die Anwendung ist

vor allem für Neulinge geeignet, die noch ab und zu „spicken“ müssen, wie ein

Knoten gemacht wird. Aber auch zur Prüfungsvorbereitung kann die App genutzt

werden. Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Mirakel

kostenlos

ToDo-Apps gibt es wie Sand am Meer. Von Any.Do über GTasks bis hin zu Do it

reicht die Palette. Mirakel gehört zu den einfacheren Apps dieser Art. Nach dem

Start erstellen Sie direkt eine neue Aufgabe, indem Sie ganz oben rechts auf

Neue Aufgabe klicken. Dann benennen Sie einfach die Liste oder Aufgabe und

klicken auf den Pfeil, der sich rechts daneben befindet. Schon wird die Neue Aufgabe

zu einer der Listen hinzugefügt. Wer möchte kann noch einen Termin, eine

Erinnerung, Notizen oder Dateien anhängen. Bewertung: ★★★★★

Wiegenlieder

kostenlos

Besonders kleine Kinder haben feste Einschlafrituale. Dazu kann das Vorlesen einer Geschichte

gehören oder auch ein Schlaflied. Was tun, wenn Sie auf Reisen sind und die dringend benötigte

Spieluhr nicht eingepackt haben? In diesem Fall hilft Ihnen die Applikation Wiegenlieder. Die Anwendung

bringt fünf ruhige Melodien sowie eine kindgerechte Hintergrundgrafik mit. In die App

ist ein Timer integriert. Dieser sorgt dafür, dass die Musik nach Ablauf einer voreingestellten

Zeit aufhör und die App beendet wird. Bewertung: ★★★★★

48

Januar 2014

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Gesund &

Fit

kostenlos

Gesund & Fit ist ein umfassender medizinischer Ratgeber rund um das Thema

Gesundheit. Mit der Anwendung checken Sie Ihren Fitnessstand und grenzen

Symptome auf der interaktiven Körperfigur ein. Um ihr Problem zu lokalisieren

wählen Sie an der Figur die Stelle aus an der die Symptome auftreten. Sie

erhalten dann eine Auswahl an möglichen Ursachen. Außerdem bekommen

Sie eine Diagnose und Informationen wie die Therapie aussieht. Zusätzliche

Funktionen sind zum Beispiel der pillenalarm. Bewertung: ★★★★★

1Weather

kostenlos

Wie der Name bereit verrät handelt es sich bei 1Weather um eine Wetter-App,

die Ihnen eine Wettervorhersage sowohl für die nächsten Stunden,

als auch für die kommenden drei bis sieben Tage liefert. Besonders

optisch hebt sich 1Weather von anderen ANwendungen dieser Art ab.

Neben der schönen Optik bringt die App aber auch alle Funktionen mit,

die eine Wetter-App braucht. Der Nutzer kann auf die heutige Wettervorhersage

zugreifen oder sich das Wetter für die kommenden Tage anzeigen

lassen. Die App sagt Ihnen außerdem wie hoch das Niederschlagsrisiko

ist una auch wann die Sonne in den nächsten Tagen auf- beziehungsweise

untergeht. Bewertung: ★★★★★

Ostsee-

App

kostenlos

Mit der Ostsee-App sind Sie für Ihren nächsten Urlaub bestens gewappnet.

Neben Informationen zu Veranstaltungen, ist es auch möglich direkt aus der

App heraus eine Übernachtungsmöglichkeit zu buchen. Mit der Anwendung erhalten

Sie unter enderem eine Übersicht zu touristischen Angeboten, Sehenswürdigkeiten,

Kultur und Gastronomie. Die Ostsee-App ist in in verschiedene

Gebiete unterteilt. Neben der Insel Rügen finden Sie unter anderem auch Informationen

zu Usedom, Rostock oder Wismar. Bewertung: ★★★★★

Wie man eine Krawatte bindet

kostenlos

Für Anfänger ist das Binden eines Krawattenknotens gar nicht so leicht. Was bei geübten Krawattenträgern

kinderleicht anmutet, lässt so manchen Neuling fast verzweifeln. Die kostenlose App

Wie man eine Krawatte bindet zeigt Ihnen in bebilderten Anleitungen, wie Sie die teils komplizierten

Knoten binden. Insgesamt bringt die Anwendung 13 Bindemöglichkeiten mit. Natürlich sind

auch Klassiker, wie der doppelte Windsorknoten, in der App enthalten. Aber auch wer zum ersten

Mal eine Fliege tragen möchte, findet in der Applikation die passende Anleitung.

Bewertung: ★★★★★

Runtastic Pedometer Pro

0,99 Euro

Einen Schrittzähler für Ihr Smartphone bekommen Sie mit der App Runtastic Pedometer

Pro. Neben der Schrittzahl, informiert Sie die Anwendung außerdem über Ihre

Durchschnittsgeschwindigkeit, wieviel Kalorien Sie verbraucht haben und über die zurückgelegte

Entfernung. Wenn Sie die App minimieren, wird die Anzahl Ihrer Schritte

in der Benachrichtigungsleiste angezeigt. Die App beginnt zu zählen, wenn Sie auf

dem Hauptbildschirm auf Workout starten klicken. Ob Sie das Handy währenddessen

in der Hostentasche oder in der Hand halten, ist egal. Nachdem Sie Ihr Workout beendet

haben, wertet die App Ihr Training aus. Bewertung: ★★★★★

Android-user.de Januar 2014 49


Apps

App-Empfehlungen

Urlaubsguru Reise

Schnäppchen

kostenlos

Drei Tage Barcelona im 4 Sterne Hotel für 148 Euro? Neun Tage Curacao

im 4 Sterne Hotel für 549 Euro und der Flug ist im Preis schon dabei? Alle

diese Schnäppchen gibt es in der App Urlaubsguru. Die App, die zum Portal

Urlaubsguru.de gehört, biete Ihnen die Möglichkeit auch von unterwegs auf das

Angebot des Portals zuzugreifen und gleich via Smartphone zu buchen.

Im Menü stellen Sie in der Kategorieauswahl ein, welche Reise-Schnäppchen

Sie interessieren. Zu den Kategorien gehören zum Beispiel

Flug, Hotel, Last-Minute-Angebote oder

Pauschalreisen. Angebote zu Ihren Reisezielen

finden Sie, wenn Sie in der Suchmaske

das entsprechende Ziel eintragen. Die App

zeigt Ihnen dann passende Angebote, sortiert

nach dem Datum.

Wenn Sie eine Musical- oder Gruppenreise

planen, finden Sie passende Angebote in

den Reise-Specials. Über Push-Notifications

werden Sie über neue Reise-

Schnäppchen informiert. Wenn Sie nachts

keine Nachrichten erhalten möchten,

legen Sie das in den Einstellungen fest.

Die Anwendung ist vor allem für Reisende

mit begrenztem Reisebudget gedacht.

Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Windfinder

Pro

1,89 Euro

Die App Windfinder Pro informiert Sie, wo die „windigsten“ Bedingungen

zu finden sind. Vor allem für Kite- und Windsurfer, Segler oder Paraglider

ist die Anwendung Windfinder Pro geeignet. Zuverlässig bekommen

Sie von der App Informationen über das Wetter, die Wind- und Wellenstärke.

Im Normalfall kennt jeder Hobbysegler, Paraglider oder Surfer

seine Lieblingsspots sehr gut, doch bei spontanen Ausflügen gehen Sie

mit dieser App auf Nummer sicher. Ihre Lieblings-Spots speichern Sie in

der frei editierbaren Favoriten-Liste ab. Bewertung: ★★★★★

Floating Stickies

kostenlos

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31190

Mit Floating Stickies halten Sie Ihre Gedanken schnell und unkompliziert

auf einem Post-it fest. Wenn Sie die Anwendung

starten setzt Sie Ihnen ein Post-it auf Ihren Homescreen. Dort

machen Sie sich nun Notizen. Versperrt Ihnen das Post-it die

Sicht, schieben Sie es beliebig hin und her oder lassen es im

Bildschirmrand verschwinden. Bewertung: ★★★★★

50

Januar 2014

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

LastPass Password Mgr Premium

14 Tage kostenlos testen 0,75 Euro pro Monat

Aus Sicherheitsgründen wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Sie es vermeiden sollten,

für alle Konten und Websites das selbe Passwort zu verwenden. Da es bei der Flut an Passwörtern,

die Sie jeden Tag parat haben müssen, immer schwieriger wird, alle im Kopf zu behalten,

gibt es Apps wie den LastPass Passwort Manager. Um die Anwendung zu nutzen erstellen Sie

sich zunächst einen Account. Dieser bietet Ihnen dann Zugriff auf alle Ihre Anmeldedaten. Ihre

verwendeten Seiten tragen Sie entweder über die App oder über lastpass.com ein. Falls Ihnen

kein sicheres Passwort einfällt, wird Ihnen durch den Passwort-Generator eines erstellt. Wer

den Dienst testen möchte, kann das 14 Tage lang kostenlos tun. Danach werden pro Monat

0,75 Euro fällig. Bewertung: ★★★★★

Intelligent

Ringer

0,50 Euro

Haben Sie die Lautstärke bei Ihrem Klingelton auch auf ganz laut gestellt?

Wenn das Teil mal wieder irgendwo in den Untiefen einer Tasche

verschwunden ist überhören Sie am Ende noch einen wichtigen Anruf.

Doch wenn es in der Umgebung ruhig ist, ist es unpassend wenn Ihr

Smartphone allzu laut klingelt. Die Anwendung Intelligent Ringer hilft

Ihnen bei diesem Dilemma. Die App passt einfach die Klingelton-Lautstärke

Ihres Smartphones an die Umgebungslautstärke an. So entgeht

Ihnen auch in lauten Umgebungen kein Anruf. Im Gegenzug stören

Sie aber auch niemanden durch lautes Klingeln, wenn es um sie

herum sehr ruhig ist. Bewertung: ★★★★★

Pinnatta – Interactive Messages

kostenlos

Bei den Nachrichten, die sich mit dieser Anwendung verschicken lassen, handelt es

sich keineswegs um banale Textnachrichten. Vielmehr sind die Nachrichten, die Sie mit

dem Dienst versenden, interaktive Grußkarten. Die Anwendung bringt einige Vorlagen

mit, die sich, je nachdem für welche Sie sich entschieden haben, mit dem Namen des

Empfängers und zusätzlichem Text für den Empfänger personalisieren lassen. Die unterschiedlichen

Vorlagen haben unterschiedliche Interaktionslevel. Manchmal muss

der Empfänger, indem er das Display seines Smartphones antippt, einen Eimer mit

Popcorn füllen. Ein anderes Mal muss mit mehreren Berührungen aus einem roten

Stück Papier Schritt für Schritt ein Herz gefaltet werden. Bewertung: ★★★★★

Simple

Calendar

Widget

kostenlos

Bei Simple Calendar Widget haben Sie es mit

einer einfachen Kalender-App zu tun. Doch die

App kann mehr, als man auf den ersten Blick denken

würde. Die Anwendung zeigt Ihnen die nächsten Termine

aus Ihrem (Google-)Kalender übersichtlich auf dem

Homescreen an. Außerdem lässt sich die Anzahl der angezeigten

Termine ändern, die Kalenderwoche hinzufügen

oder das Datum durch die Bezeichnungen „Heute“ oder

„Morgen“ ersetzen. Die auf den ersten Blick unscheinbare

App, hat jedoch einen großen Vorteil im Vergleich zu

manch anderem Kalender-Widget. Die kostenlose Anwendung

lässt sich nämlich mit einer beliebigen Kalender-App

verknüpfen. Bewertung: ★★★★★

52

Januar 2014

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Weltgeschichte

2,99 Euro

Sie wissen nicht, was es mit dem Kartoffelbefehl Friedrichs des Großen

auf sich hatte? Die Weltgeschichte-App steht Ihnen bei Gchichtsfragen zur

Seite und sorgt für lang anhaltende Kurzweil. Der Datenvorrat dieser App

ist wirklich umfangreich. Das macht sich bereits beim Download bemerkbar.

Zu den in der App erscheinenden Icons kann man über einen Klick

auf das Buch-Symbol am unteren Bildschirmrand einen Kurztext durchlesen.

Die Icons in der Übersichtsgrafik informieren Sie so über verschiedene

geschichtliche Ereignisse. Bewertung: ★★★★★

Origami-

Anleitungen

Free

kostenlos

Origami Anleitung Free bringt mehr als 30 verschiedene Faltanleitungen

mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen mit. Angefangen

bei einer einfachen Windmühle, die Sie in nur sechs Schritten falten,

bis hin zu einem Rentier, das mit 26 Schritten schon deutlich anspruchsvoller

ist. Sowohl für Anfänger als auch für geübte „Falter“

ist in dieser App etwas dabei. Jedes Origami wird Ihnen Schritt für

Schritt mit Text und Bildern erklärt. Zum nächsten Schritt gelangen

Sie mit einem Wisch über das Display. Bewertung: ★★★★★

Buffer

kostenlos

Die kostenlose Anwendung Buffer kombiniert im Handumdrehen Ihre sozialen

Netzwerke, wie Google+, Twitter, Facebook oder Linked In in einer einzigen

App. Außerdem lassen sich News-Reader in die Anwendung integrieren

und Nachrichten mit Ihren Freunden teilen. Mit einigen wenigen Klicks

registrieren Sie Ihre Accounts bei Buffer. Nun haben Sie die Möglichkeit Ihre

Posts auf allen oder nur auf einer ausgewählten Plattformen zu teilen. Dazu

setzen Sie einfach einen Haken hinter das Netzwerk, auf dem Ihr Beitrag geteilt

werden soll. Mit der Anwendung Buffer ist das Posten von Beiträgen

auch zeitversetzt möglich. Bewertung: ★★★★★

Backpacker GPS Trails Pro

3,82 Euro

Wenn Sie gerne wandern und durchaus auch anspruchsvollere Touren unternehmen, ist die App

Backpacker GPS Trials Pro die richtige Anwendung für Sie. Zur Navigation und Kartenansicht brauchen

Sie keine Datenverbindung, wenn Sie vorab die topographischen Karten auf Ihrem Gerät gespeichert

haben. Damit die App Ihre Position feststellen kann, ist das GPS-Signal ausreichend.

Wenn Sie es wünschen, wird Ihre komplette Tour aufgezeichnet. Sie haben dann die Möglichkeit

die Aufzeichnung via Facebook und Twitter zu veröffentlichen. Zu den Anschaffungskosten für die

App kommen außerdem noch Kosten für die Karten hinzu. Bewertung: ★★★★★

Stuffle –

der mobile Flohmarkt

kostenlos

Mit der App Stuffle bekommen Sie einen Flohmarkt im Taschenformat.

Nachdem Sie der App Ihren Standort mitgeteilt

haben oder der App erlaubt haben Ihren Standort via

GPS zu ermitteln, kann es auch schon losgehen. Die Anwendung

zeigt Ihnen Angebote in der näheren Umgebung.

Sortiert werden diese nach der Entfernung zu Ihrem aktuellen

Standort. Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31190

Android-user.de Januar 2014 53


APPS

Neuheiten

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play

Neuheiten

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen besonders beliebte Apps

vor, die neu auf Google Play

sind oder ein Update erhalten

haben. Diana Hahn

Sensor Recording

1,90 Euro

Sind Sie neugierig, was Ihr Smartphone alles messen

kann? Mit der Sensor Recording finden Sie es

heraus. Die App funktioniert wie eine Blackbox für

Ihr Handy. Neben GPS verfügen die meisten Smartphones

über Sensoren für Licht, Temperatur, oder

Beschleunigung. Die App wertet die Aufzeichnungen

der Sensoren aus und stellt sie grafisch dar.

Bewertung: ★★★★★

Band of the Day

kostenlos

Band of the Day ist eine Anwendung die

auf einem einfachen aber genialen Konzept

beruht. Jeden Tag wird, mit Hilfe

von Songs, Youtube Videos und Info-

Texten eine mehr oder weniger unbekannte

Band vorgestellt. So haben

Newcomer, die ansonsten in der Versenkung

verschwunden wären, zumindest

die Möglichkeit eine breite Masse

auf sich und ihre Songs aufmerksam

zu machen. Bewertung: ★★★★★

Switchr Pro Key

1,45 Euro

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Bei Switchr handelt es sich um eine einfache

Task-Switcher-App. Wenn Sie zu Hause einen

Windows PC haben, ermöglicht es Ihnen die

Tastenkombination [Alt]+[Tab] zwischen den

Programmen zu wechseln. Die App Switchr

Pro Key macht das auch auf Ihrem Androiden

möglich. Mit Ihrem Finger wischen Sie

vom Rand ins Display und wechseln so zwischen

den Tabs auf Ihrem Smartphone.

Bewertung: ★★★★★

PassWallet 1.0

4,99 Euro

Mit der App PassWallet 1.0 bekommen Sie

einen Passwort-Manager und Datentresor für

Ihr Smartphone oder Tablet. Zunächst erstellen

Sie einen Masterschlüssel für die Anwendung.

Das ist das einzige Passwort, das Sie sich von

nun an merken müssen. Damit Sie die App

auch dann öffnen lässt,

wenn Sie Ihr Passwort

vergessen haben, legen

Sie eine geheime Frage

samt Antwort fest. Nun

hinterlegen Sie in der

App Ihre sensiblen

Daten. Dazu gehören

zum Beispiel Ihre Kreditkarteniformationen.

Alle

wichtigen Daten verwaltet

PassWallet für Sie.

Bewertung: ★★★★★

Call Pop Out

kostenlos

Sie sind gerade mit einem Spiel auf Ihrem

Smartphone beschäftigt. Sie sind hoch konzentriert

und auf dem besten Weg den Highscore

zu knacken. Da passiert

es: Ein eingehender Anruf

unterbricht jäh ihr Spiel.

Mit Call Pop Out wäre das

nicht passiert. Die App

informiert Sie über einen

Anruf, ohne dabei die

laufende Anwendung zu

unterbrechen. Fünf

Icons ermöglichen es

Ihnen verschiedene Aktionen

durchzuführen.

Bewertung:

★★★★★

54

Januar 2014

Android-User.de


Apps

Neuheiten

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

BusLS

kostenlos

Die kostenlose Anwendung

BusLS ist die Fernbus-App

von busliniensuche.de. Die

Applikation informiert Sie

über Fernbusverbindungen in Deutschland.

Dazu geben Sie lediglich Ihren Start- und Zielort,

sowie das Abfahrtsdatum in die Busliniensuche

ein. Die App ermittelt dann die verfügbaren

Verbindungen und informiert Sie über Abfahrtszeiten,

den Preis, die Fahrtdauer und ob

Sie großes Gepäck mitnehmen dürfen. Direkt in

der App lassen Sie sich auf die Seite des Busunternehmens

weiterleiten und buchen die Fahrt.

Bewertung: ★★★★★

Klimke Pferde

Training

5,99 Euro

Mit dieser App trainieren Sie mit Ihrem Pferd

wie ein Olympionik. In zahlreichen Videos,

Grafiken und Texten werden Ihnen die klassischen

Grundsätze der Pferdeausbildung nähergebracht.

Die App bringt eine Vielzahl an

Ideen und Aufbauskizzen für das Spring- und

Cavalettitraining mit. Außerdem machen Sie

sich in der Anwendung Notizen zu den absolvierten

Trainingseinheiten oder bewerten

diese nach einem 5-Punkte-System.

Bewertung: ★★★★★

Omas

Geheimnisse

kostenlos

Dann, wenn alle modernen Mittel bereits versagt

haben, versucht man es mit Tricks aus

Großmutters Zeiten. Oft wirken diese Ratschläge

wahre Wunder. Die

App Omas Geheimnisse ist

eine Sammlung dieser Tips

und Tricks. Egal ob Sie Flecken

entfernen möchten,

ein Kochrezept oder einfache

Handwerkertips brauchen,

die App hat Tips für

fast alle Lebenslagen

dabei. Damit Sie den passenden

Eintrag schneller

finden, ist die Anwendung

in Kategorien eingeteilt.

Bewertung: ★★★★★

GetYourGuide

Aktivitäten Tour

kostenlos

Wenn Sie schon mal einen Städtetrip geplant

haben, ist Ihnen bestimmt schon

aufgefallen, dass es ganz schön arbeitsintensiv

ist wenn Sie die Eintrittspreise

für die Sehemswürdigkeiten schon

vorab buchen möchten. Meistens muss

man sich durch unzählige Webseiten

quälen. Mit der App GetYourGuide Aktivitäten

Tour geht das einfacher. Nach

dem Start werden Ihnen Angebote aus

der Umgebung angezeigt. Diese buchen

Sie direkt in der App. In der Einzelansicht

bekommen Sie Details zu den Angeboten.

Dazu gehören Informationen

zum Preis oder auch Bewertungen.

Bewertung: ★★★★★

Fitness Check-up Pro

1,59 Euro

Wenn Sie Ihre Leistungsfähigkeit messen möchten, ist Fitness Check-up

Pro die richtige Anwendung für Sie. In unterschiedlichen Kategorien misst

die App wie fit Sie sind. Unter anderem bringt die Anwendung Tests zur

Flexibilität und Ihren Reflexe mit. Die App gibt es nur in englischer Sprache.

Dank der eindeutigen Bilder, sind die Anleitungen für jeden leicht verständlich.

Für 1,59 Euro erhalten Sie die Vollversion mit allen Übungen.

Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31189

Android-user.de Januar 2014 55


Apps

Copy

Die Cloud-Alternative Copy unter Android

GutKopiert.com

Sie möchten möglichst

einfach auf PC und

Handy mit denselben

Daten arbeiten und

auch große Dateien

unkompliziert teilen?

Dann brauchen Sie

einen Cloudspeicher.

Wir schauen uns die

Dropbox-Alternative

Copy.com genauer an.

Christoph Langner

Cloudspeicherdienste wie Dropbox

sind trotz der Abhörskandale sehr

beliebt. Neben den beiden Platzhirschen

buhlen noch jede Menge

Alternativen um die Gunst der Kunden. Wir

gehen auf den Dienst Copy [LINK 1] des amerikanischen

Netzwerkspezialisten Barracuda

Networks [LINK 2] näher ein.

Während Dropbox seine Fans mit Clients

für alle gängigen Betriebssysteme versorgt,

enttäuscht besonders Google viele User.

Google Drive bietet zwar Clients für Android,

iOS, Mac OS X und Windows – Linux aber

wird weiter außen vor gelassen. Copy dagegen

gehört in die Kategorie der Alleskönner,

Clients gibt es für die drei großen PC-Betriebssysteme

wie auch für mobile Geräte

unter iOS, Android und Windows Phone.

20 GByte Speicherplatz

Mit seinem kostenlosen Speicherangebot von

15 GByte übertrifft Copy die 2 GByte der

Dropbox-Konkurrenz deutlich. Google bietet

zwar ebenfalls 15 GByte Speicherplatz zum

Nulltarif, doch der kostenlose Speicher von

Copy lässt sich dank der Promo-Aktion auf

der Basis von „User werben User“ auch

leicht noch ausbauen. Wer sich über einen

Referrer-Link [LINK 3] einladen lässt, bekommt

– wie auch der Einladende – 5 GByte geschenkt.

Auf diese Weise startet man bei

Copy üblicherweise gleich mit 20 GByte Online-Speicherplatz.

Fredy Sujono, Fotolia

56

Januar 2014

Android-User.de


Apps

Copy

Abb. 1: Der Copy-Client für den PC steht Dropbox

und Co. in nichts nach.

Im Gegensatz zu Dropbox baut Copy mit

Barracuda Networks als Betreiber auf seine

eigene IT-Installation auf. Die in den Cloudspeicher

geladenen Dienste befinden sich

nicht wie bei Dropbox im S3-Speicher der

Amazon Web Services, sondern in eigenen

Rechenzentren von Barracuda. Die Kommunikation

zwischen Client und Server erfolgt

nach dem SSL-Verfahren kodiert, und auch

später liegen die Daten verschlüsselt im Speicher

des Cloudanbieters. Das Erzeugen eigener

Schlüssel ist jedoch nicht möglich. Somit

hat Copy Zugriff auf die User-Daten – der

hauseigenen Privacy Policy [LINK 4] zufolge

nutzt Copy diesen Zugriff etwa, um mehrfach

gespeicherte Daten zu deduplizieren.

Der Copy-Agent auf dem

Desktop

Der Windows-Client wird dem User direkt

nach der Registrierung zum Herunterladen

angeboten. Nach dem Download führen Sie

das Setup aus und geben abschließend Ihre

Zugangsdaten für den Dienst ein. Einmal gestartet,

läuft Copy im Hintergrund, ein kleines

Icon im Benachrichtigungsfeld zeigt

Ihnen an, dass das Programm aktiv ist.

Der Copy-Client unterscheidet sich in seinen

Grundfunktionen nicht groß von den

Desktop-Apps der Cloudspeicher-Konkurrenz.

In der Standardeinstellung werden alle

im Ordner Copy gespeicherten Daten im Hintergrund

zum Onlinespeicher hochgeladen.

Den Ort dieses Ordners können Sie in den

Einstellungen frei wählen.

In den Einstellungen lassen sich Unterordner

und Dateien im Copy-Ordner von der

Synchronisation ausschließen oder auch aus

dem Copy-Verzeichnis gelöschte Dateien

wiederherstellen. Details wie ein Bandbreitenlimit

oder Proxy-Einstellungen finden Sie

natürlich ebenfalls in den Settings.

Zusätzliche Ordner – außerhalb des Copy-

Ordners – lassen sich jedoch nicht direkt in

Abb. 2: Copy integriert sich in das Kontextmenü vom Windows-Explorer.

die Synchronisierung einbeziehen. Unter

Linux und Mac OS X folgt der Copy-Client jedoch

Symlinks, sodass Sie etwa mit ln ‐s ~/

Beispiel ~/Copy/ weitere Ordner aus Ihrem

Dateisystem zu Copy synchronisieren lassen

können, ohne die Daten doppelt vorhalten

zu müssen.

Copy löst die Integration der Historie in

den Windows-Explorer deutlich besser als

Dropbox. Der Dienst fügt mit Copy Actions

einen eigenen Menüpunkt in das Kontextmenü

des Dateimanagers ein. Damit lässt

sich zum Beispiel ein Freigabelink erzeugen

und versenden.

Bei Dateien listet Copy auch die Änderungshistorie

auf. Tippen Sie auf einen der

älteren Dateistände, zeigt Ihnen Copy diesen

(bei Bildern und PDFs) an und stellt ihn auf

Wunsch auch direkt wieder her. Per History

rufen Sie diese „Zeitreisenansicht“ direkt auf.

Wie bei Dropbox kann auch Copy den Synchronisationsstatus

der Dateien und Ordner

in Ihrem Copy-Verzeichnis mit einem kleinen

Symbol kennzeichnen. So sehen Sie auf

einen Blick, welche Dateien bereits korrekt in

den Cloudspeicher geladen wurden und

woran Copy gerade arbeitet.

Das Web-Frontend

Das Web-Frontend unter http:// copy. com bietet

alles, was Sie von einem Cloudspeicher

erwarten. Das Layout der Webseite ist „responsiv“,

je nach Breite Ihres Browserfensters

werden wie beim MacOS-Finder zusätzliche

Fair Storage

Das Volumen von Daten, die Sie

mit anderen Usern nutzen, wird

über die Accounts hinweg verteilt.

Nutzen Sie zum Beispiel

einen 5 GByte großen Ordner

mit fünf Kollegen, wird das Datenvolumen

der einzelnen Accounts

jeweils mit nur einem

GByte belastet. Copy nennt dieses

Prinzip „Fair Storage“.

Android-user.de Januar 2014 57


Apps

Copy

Abb. 3: Copy zeigt Ihnen auch auf

dem Handy alle Cloudspeicherdateien

an.

Spalten ein- und ausgeblendet, das erleichtert

die Navigation.

Auch die Versionshistorie einer

Datei ist immer im Blick. Ein Klick in

der Detailansicht auf File Activity genügt,

und schon kommen Sie zu den

letzten Änderungen der Datei, bei

Bildern sogar mit einer Vorschau. Ältere

Stände von Dateien lassen sich

auch hier wieder herunterladen.

Copy unterwegs auf

dem Handy

Wie jede ordentliche Cloudspeicherlösung

bietet auch Copy Apps für

Handys und Tablets an. Die Copy-

App gibt es für iOS, Windows Phone

und natürlich für Android [LINK 5].

Wir gehen auf die zuletzt genannte

näher ein.

Wie gewohnt, geben Sie in der

App Ihre Login-Daten ein. Die

Copy-App zeigt Ihnen danach umgehend

Ihre bereits online gespeicherten

Daten. Genauso wie Dropbox,

aber ganz im Gegensatz zu

ownCloud, managt Copy nur Ihre

Onlinedaten. Um Dateien aufs

Handy zu bannen, müssen Sie sie

gezielt herunterladen.

Über den Plus-Button legen Sie neue

Dateien oder Ordner auf dem Copy-Speicher

an. Der Upload-Button führt Sie zu Galerie

und Dateimanager, über den Sie beliebige

Dateien vom Handy zum Cloudspeicher

hochladen können. Per Online-Sync landen

die Uploads umgehend im Copy-Ordner auf

Ihrem Desktop-PC oder Notebook.

Möchten Sie Ihre Handybilder automatisch

sichern lassen, dann aktivieren Sie in den

Preferences die Option Enable PhotoCopy und

am besten auch den Punkt WiFi Only. Dies

schont Ihr Datenvolumen, da Bilder dann

nur per WLAN gesichert werden.

Von Bildern und PDFs zeigt Ihnen die App

automatisch Vorschauen an. Bei anderen Formaten

– selbst bei einfachen TXT-Dateien –

müssen Sie mit einem „No Preview Available“

vorlieb nehmen. Hier wäre es begrüßenswert,

wenn Copy gängige Dateiformate

wie Microsoft-Office direkt anzeigen könnte.

Fazit

Copy ist nicht der erste Cloudspeicherdienst

auf dem Markt, darum war es leicht für den

Anbieter, sich das beste der Konkurrenz herauszusuchen

und zu kopieren. Alles in allem

hat man dabei gute Arbeit geleistet, der

Dienst arbeitete im Alltag schnell und zuverlässig.

Besonders die Plattformunabhängigkeit

über alle Systeme hinweg zeigte sich als

Vorteil. Auch der Desktop-Client machte eine

gute Figur. In einigen Punkten – etwa in der

Anzeige der Dateihistorie – übertrifft Copy

sogar den Marktführer Dropbox.

Ob fremd-gehostete Onlinespeicher im

Zeitalter der massiven Onlinespitzelei noch

angebracht sind, steht auf einem anderen

Blatt. Sie sollten daher nur die Daten auf

Ihrem Cloudspeicher sichern, die Ihre Privatsphäre

nicht kompromittieren. Für True-

Crypt-Container ist Copy ebenso gut geeignet

wie Dropbox, da der Dienst mit inkremenentellen

Uploads arbeitet. Bei einer kleinen Änderung

der Daten im Container lädt Copy nur

die geänderten Bestandteile hoch.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29652

Abb. 4: Per Dateimanager oder

Galerie-App laden Sie Daten

zum Copy-Speicher hoch.

Abb. 5: Auf Wunsch sichert die

Copy-App Ihre Handyfotos automatisch

ins Netz.

Abb. 6: Anders als bei Dropbox

sehen Sie die Änderungshistorie

auch direkt in der App.

58

Januar 2014

Android-User.de


Antti Metsaranta, 123RF

Apps

Telegram

Nachrichten mit Telegram verschlüsseln

Sicher

chatten

Mit Telegram betritt ein

neuer Star das Messenger-Universum.

Die App

sorgt endlich für sichere

Chats. Wir zeigen,

warum sich der Wechsel

von WhatsApp zu

Telegram lohnt.

Diana Hahn

Telegram funktioniert nach einem

ähnlichen Prinzip wie WhatsApp.

Nachdem Sie die App gestartet

haben [LINK 1], verifizieren Sie sich

mit Ihrer Telefonnummer. Nach einer kurzen

Wartezeit erhalten Sie via SMS einen Code,

der entweder automatisch bestätigt wird oder

den Sie von Hand eintippen müssen. Dann

geht es auch schon los. Welche Ihrer Kontakte

bereits bei Telegram angemeldet sind,

sehen Sie in der Kontaktliste der App.

Wenn Sie den entsprechenden Kontakt antippen,

öffnet sich ein Chatfenster. Versenden

Sie nun direkt Ihre erste Nachricht, indem

Sie sie in das Textfeld ganz unten eintippen.

Der Versand erfolgt dann durch einen Klick

auf den nebenstehenden Pfeil. Die Profilinformationen

des Chatpartners rufen Sie auf,

indem Sie das das Profilbild des Kontakts antippen.

Neben dem Last-Seen-Status sehen

Sie im Profil auch die Handynummer. Hier

legen Sie außerdem die Benachrichtigungstöne

für Ihre Kontakte fest. In der Rubrik

Shared Media finden Sie die Fotos und Videos,

die Sie mit Ihren Kontakten ausgetauscht

haben. Falls Sie WhatApp benutzen,

wird Ihnen die Bedienung von Telegram

keine Probleme bereiten. Beide Messenger

sind sich in diesem Punkt sehr ähnlich.

Secret Chat

Doch was bringt nun Telegram mit, was andere

Messenger nicht bieten? Kurz gesagt: Sicherheit.

Die App verschlüsselt Ihre Nachrichten.

Diese Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

lässt sich optional im Profil des Chatpartners

einstellen. Wenn Sie die Funktion Start secret

Chat aufrufen, öffnet sich ein spezielles

Chatfenster für den verschlüsselten Chat.

Wer einen verschlüsselten Chat starten

möchte, braucht dazu das Einverständnis seines

Chatpartners. Dem ausgewählten Kontakt

schickt die App eine Anfrage. Erst wenn

Ihr Chatpartner diese bestätigt hat, ist ein

verschlüsselter Chat möglich.

Gleicher Encryption Key für

die Chatpartner

Wenn Sie nun Ihre Profilinformationen

aufrufen sehen Sie, dass neue Informationen

dazugekommen sind. So lässt sich nun auch

der Verschlüsselungs-Key einsehen. Diesen

Encryption Key zeigt Ihnen die App als Bild

an. Für jedes „Chatpaar“ generiert die

Anwendung einen Schlüssel. Nur wenn die

Smartphones beider Chatpartner das gleiche

Image zeigen, ist der Chat sicher. Dies sollten

Sie vergleichen, bevor Sie einen sicheren

Chat beginnen.

Damit Sie wissen, wann der verschlüsselte

Chat aktiv ist, bekommen Sie einen Hinweis

angezeigt. Dieser sagt Ihnen, dass die App

die Nachrichten mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

versendet. Das bedeutet, dass

das Versenden Ihrer Daten über alle Übertragungsstationen

hinweg verschlüsselt erfolgt.

Nachdem abschicken der Daten werden

diese verschlüsselt. Erst beim Empfänger

werden sie wieder entschlüsselt. Zudem

speichert der Betreiber die Daten nicht auf

seinen Seiten. [LINK 2]

Nicht nur die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

unterscheidet Telegram von anderen

Apps dieser Art. Auch der integrierte Selbstzerstörungs-Timer

ist ein Alleinstellungsmerkmal

der Anwendung. Mit dem Timer

60

Januar 2014

Android-User.de


Apps

Telegram

entscheiden Sie wie lange

eine von Ihnen gesendete

Nachricht beim Empfänger

verbleibt, bevor Sie sich automatisch

löscht. Um den

Timer zu nutzen ist eine Aktivierung

dieser Funktion in

den Einstellungen notwendig.

Nun legen Sie mit dem Timer

fest, wann sich die gesendete

Nachricht auf dem Gerät des

Empfängers, nachdem dieser

Sie gelesen hat, löschen soll.

Der Timer lässt sich in mehreren

Stufen einstellen. Die

Nachricht bleibt mindestens

zwei Sekunden, höchstens

aber für eine Woche auf dem

Gerät des Empfängers.

Neben dem verschlüsselten

Chat und dem Selbstzerstörungs-Timer

bringt Telegram

ähnliche Funktionen mit, die Sie bereits aus

anderen Applikationen dieser Art kennen.

Genau wie bei WhatsApp gibt es auch bei Telegram

eine Sendezeile und eine Auswahl an

Smileys. Im Gegensatz zu WhatsApp lassen

sich mit Telegram allerdings keine Sprachnachrichten

verschicken. Dafür erlaubt die

App Telegram Gruppenchats mit bis zu 100

Personen. Auch Anhänge lassen Sich mit dieser

App problemlos verschicken. Dazu klicken

Sie auf den Büroklammer-Button, der

sich in der rechten oberen Ecke befindet. Im

Anschluss daran wählen Sie die Datei auf

Ihrem Gerät aus, die Sie an einen Ihrer Kontakte

versenden möchten. Die Dateien dürfen

maximal eine Größe von 1 GByte haben.

Soundoptionen

bearbeiten

Ihr Profil, die Benachrichtigungen

und Soundoptionen

bearbeiten Sie in den Einstellungen.

Dort ändern Sie

auch die Textgröße und aktivieren

Animationen. Nutzer,

die Sie blockieren möchten,

setzen Sie einfach auf die

Liste der Blocked Users. Von

diesen Nutzern erhalten Sie

dann keine Nachrichten.

Natürlich steht es Ihnen

zudem frei, den Hintergrund

so zu gestalten wie es Ihnen

am besten gefällt. Hierfür

benutzen Sie entweder die

Vorlagen aus der Anwendung

oder Sie wählen aus

Abb. 1: Im Secret Chat versenden

Sie Ihre Nachrichten mit Ende-zu-

Ende-Verschlüsselung.

Abb. 4: In den Einstellungen bearbeiten

Sie unter anderem Ihr Profil

und die Liste der Blocked User.

Abb. 2: Sicher chatten: Nur wenn

beide Smarphones den gleichen

Key zeigen, ist der Chat sicher.

der Galerie eines Ihrer eigenen Bilder aus.

Wer die Messenger-App Telegram gerne

ausprobieren möchte lädt sich die kostenlose

App, die weder Werbung noch In-App-Käufe

mitbringt, aus

dem Googlr Play

Store herunter.

Fazit

Die Verschlüsselungs- und Selbstzerstörungsfunktionen

machen aus einem einfachen

Messenger eine Besonderheit. Vor

allem in Zeiten in denen Lauschangriffe fast

schon alltäglich sind, forden immer mehr

Smartphonebesitzer Anwendungen die es erlauben

Nachrichten verschlüsselt zu verschicken.

Die Nachricht soll

schließlich nur von der Person

gelesen werden, für die

sie bestimmt ist. Von der intuitiven

Benutzung bis hin

zur problemlosen Übermittlung

von Nachrichten, weiß

die App zu gefallen. Sie präsentiert

sich als sehr gute

Alternative zu anderen Apps

dieser Art. Ein Problem hat

Telegram mit fast allen Konkurrenten

von WhatsApp

gemeinsam: Da die Nutzer

fehlen bleibt die Liste der

Kontakte doch recht kurz.

Hier muss also noch reichlich

Überzeugungsarbeit für

eine sonst sehr gute und vor

allem sicher Anwendung geleistet

werden. ● ● ●

Abb. 3: Sie wählen aus, wann sich

Ihre Nachricht, auf dem Gerät des

Empfängers automatisch löscht.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31290

Android-user.de Januar 2014 61


Apps

Newsreader-Apps

Die alltägliche Nachrichtenflut

ist kaum mehr zu bändigen.

Newsreader helfen

Ihnen, diese zu kanalisieren

und die Top-Stories herauszufischen.

Samuel Groesch

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30918

Amber /

Deer Reader

Amber (ehemals Deer Reader) ist wahrscheinlich

den wenigsten Nutzern bekannt,

obwohl dieser Reader wirklich

großflächig ansetzt. Nach der Installation gibt

es zum Import Ihrer Feeds gleich drei verschiedene

Optionen: Feedly-, Feedbin- und FeedHQ-

Nutzer können sich ganz einfach mit ihrem Account

anmelden, Amber übernimmt den Rest.

Nach der erfolgreichen Konfiguration sehen

Sie die schicke Oberfläche vor sich. Amber

sieht optisch gut aus und man merkt, dass die

Entwickler sich bei der Gestaltung vom User-

Interface Gedanken gemacht haben.

Die Beiträge Ihrer einzelnen Nachrichtenfeeds

sortiert Amber getrennt in Reitern ein.

Zentral steht der Master-Reiter, in dem die

Anwendung alle Artikel Ihrer Feeds zusam-

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Flipboard

Flipboard kommt mit einem

interessanten Bedienkonzept:

Die App ist komplett in Karten

eingeteilt, die sich umblättern lassen.

Dabei ist Flipboard kein klassischer

Newsreader, es geht primär um soziale

News. Sie loggen sich daher mit Ihrem

Facebook-, Google+- oder Twitter-Account

ein, und Flipboard stellt die

News dann basierend auf Ihren Timelines

zusammen. Zusätzlich bietet die

App Kategorien, um neue Seiten zu

entdecken. Flipboard macht dank der

vielen Animationen und der Gestensteuerung

einfach Spaß.

Google Currents

Google Currents hält verschiedene,

nach Kategorien sortierte

Newsfeeds bereit, die

Sie abonnieren können, darunter auch

Android User. In jeder Sektion gibt es

zusätzlich einen Feed für Eilmeldungen,

der aktuelle Meldungen von bekannten

Webseiten sammelt. Als besonderes

Feature bietet Google Currents

eine Übersetzungsmöglichkeit,

die Posts bei Bedarf in eine andere

Sprache übersetzt. Currents punktet

mit gutem User-Interface und einfacher

Bedienung über Wischgesten, was die

App perfekt für Einsteiger macht.

Feedly

Feedly gibt es nicht nur für

Android – der Dienst ist auch

per Webseite und Chrome-

App nutzbar. Die Oberfläche von

Feedly ist angenehm minimalistisch,

starke Kontraste verbessern die Lesbarkeit.

Über das Menü regeln Sie die

Darstellung oder markieren ganze Kategorien

als gelesen. In der Sidebar

wählen Sie einzelne Feeds zur Ansicht

aus. Über Ihren Feedly-Account synchronisiert

die App den Lesestand. Ein

Post, den Sie auf Ihrem Handy lesen,

wird am Computer nicht noch einmal

als ungelesen angezeigt.

kostenlos

Deutsch|Version 2.0.11|4,8 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 2.1.1|5,2 MByte

★★★★★

kostenlos

Englisch|Version 16.1.542|6,9 MByte

★★★★★

62

Januar 2014

Android-User.de


Apps

Newsreader-Apps

menfasst. Durch einfaches Wischen wechseln

Sie zwischen den einzelnen Feed-Reitern

von Newsquelle zu Newsquelle. Zur

schnelleren Navigation finden Sie eine

Sidebar am linken Bildschirmrand, die sich

nach einem Klick auf das Hirsch-Icon öffnet.

Über die Seitenleiste springen Sie gezielt

zu einem Feed oder lassen sich Ihre favorisierten

Beiträge anzeigen.

In den Einstellungen, die Sie über das Drei-

Punkte-Icon oder das Kontextmenü Ihres

Smartphones erreichen, wählen Sie zwischen

einem weißen oder schwarzen

Theme und passen die Ansicht an. Artikel

lassen sich besonders in der Einzelansicht

über den Android-Teilen-Button leicht per

E-Mail oder auf Social-Media-Seiten weiterleiten.

Und auch sonst ist Amber funktional

sehr gut aufgestellt. In der Konfiguration

kann man zum Beispiel sehr umfangreich

das Synchronisationsverhalten bestimmen

oder Einstellungen zur Formatierung

und zum zugehörigen Widget vornehmen.

Amber formatiert Beiträge in der Einzelansicht

sehr minimalistisch,

was zur guten

Lesbarkeit beiträgt. Bilder

werden je nach Wunsch

automatisch mitgeladen

und fügen sich nahtlos in

den Text ein. Bei Fehlern in

der Darstellung von Artikeln

oder Multimediainhalten

öffnen Sie den Beitrag

über das Menü und den

Eintrag Webseite in einem

eigenen Browser innerhalb

der Amber-App. Sie sehen

dann die Originalansicht.

Zusammenfassend ist

Amber eine schöne und elegante App

zum Newslesen auf Ihrem Android-

Gerät, egal ob Handy oder Tablet.

0,97 Euro

Deutsch|Version 1.6.9c|2,9 MByte

★★★★★

Pocket

Pocket integriert sich in das

Teilen-Menü des Handys und

sorgt von dort dafür, dass Sie

Webseiten archivieren können. Den zurückgelegten

Inhalt erreichen Sie dank

der Websynchronisation auf Handy, Tablet

oder Computer gleichermaßen.

Zusätzlich bringt Pocket gleich einen

Reader mit. Artikel auf Webseiten reduziert

er auf ihren Inhalt und blendet

beim Lesen Menüelemente oder Werbung

aus. Sie können gespeicherte Artikel

mit Tags organisieren und wichtige

Beiträge markieren. Alles in allem

ist Pocket ein sehr nützliches Tool zum

Archivieren und Lesen von Artikeln,

Webseiten und anderen Inhalten und

mehr als nur eine einfache News-App.

The Old Reader

Eine Alternative zum Feedly-

Dienst stellt der Old Reader

dar. Ähnlich wie Feedly gibt es

ihn auch in einer Webversion, die

ebenfalls Inhalte synchronisiert. Die

entsprechende App ist eine inoffizielle

mobile Anwendung zur Ergänzung des

Webangebots. Der Funktionsumfang

ist auf das Nötigste reduziert, es werden

sclicht die Einträge aus Ihren

Feeds angezeigt. Sie können sich diese

auch einzeln ansehen und bei Bedarf

im Browser öffnen. Trotz ihres geringen

Funktionsumfangs ist die App bislang

die beste Möglichkeit, mobil auf

das eigene The-Old-Reader-Konto zuzugreifen.

Kennen Sie den Dienst noch

nicht, empfehlen wir aber Feedly.

RedReader

Der RedReader ist ein quelloffener

Reddit-Reader. Neben

der gelungenen Optik bringt

die App viele sinnvolle Funktionen mit.

Beiträge werden zum Beispiel in den

Cache geladen, sodass Sie sie ohne

Datenverbindung lesen können. Die

App hat einen integrierten Tablet-Mode

und zeigt auf größeren Displays zwei

Spalten an. RedReader kommt mit sehr

umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten:

Vom Erscheinungsbild über das

Verhalten und die Netzwerkkonnektivität

bis hin zu den Menüs lässt sich alles

konfigurieren.

kostenlos

Englisch|Version 4.7.2|5,0 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 0.14|0,993 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 1.8.3|3,5 MByte

★★★★★

Android-user.de Januar 2014 63


Apps

PushBullet

Datenaustausch zwischen Handy und PC

Kugelblitz

Sie wollen noch schnell ein PDF vom PC aufs

Handy kopieren, eine Notiz am PC schreiben und

auf das Handy schieben oder eine To-do-Liste

erstellen? Dazu sind normalerweise drei verschiedene

Tools nötig. Mit der praktischen App PushBullet

genügt ein einziges. Christoph Langner

Daemys, 123RF

Abb. 1: Die frisch installierte PushBullet-App

verknüpft sich mit Ihrem

Google-Account.

Wie übertragen Sie kurze Notizen,

Adressen, Dateien, To-do-

Listen oder Links zum späteren

Nachlesen vom PC-Desktop

auf Ihr Handy oder Tablet? Per Mail, Chat

oder Dropbox? All diese Wege erfordern

mehr als nur ein paar Klicks. Mit PushBullet

schießen Sie all diese Infos direkt vom PC-

Desktop auf Ihr Handy – und inzwischen

auch von Handy zu Handy oder aufs Tablet.

PushBullet für das Handy

PushBullet setzt sich aus einem Onlinedienst,

einer Erweiterung

für den PC-Browser und

der entsprechenden Handy-

App zusammen. Zum

Start installieren Sie die

PushBullet-App [LINK 1]

auf Ihrem Android-

Gerät und loggen sich

über Ihren Google-

Account ein. Danach

können Sie sich auch

bei pushbullet.com

[LINK 2] auf Ihrem PC

einloggen.

Von der Webseite

schießen

Sie via Push to

this decive

kurze Notizen

oder Adressen,

Links und Dateien

bis zu

Abb. 2: Die Übersicht zeigt Ihnen alle

bisher auf diesem Gerät empfangenen

Bullets an.

einer Größe von 25 MByte auf Ihr Handy.

Nutzen Sie mehr als nur ein Android-Gerät,

wählen Sie einfach das entsprechende aus

der Liste aus. Alle mit Ihrem Google-Account

verknüpften Geräte, auf denen Sie die Push-

Bullet-App installiert haben, tauchen darin

automatisch auf.

Add-ons für Chrome

und Firefox

Noch leichter geht das Verschicken der Notizschnipsel

vom PC-Desktop, wenn Sie die

von PushBullet angebotenen Erweiterungen

für Chrome/​Chromium

[LINK 3] und Firefox [LINK 4]

nutzen. Sind die Browser-

Add-ons installiert, tippen

Sie einfach noch auf das

PushBullet-Icon in der

Browserzeile, um eine

Notiz oder einen Link zu

versenden.

Haben Sie bereits Text

auf einer Webseite markiert,

übernimmt die Push-

Bullet-Erweiterung diesen

automatisch als Notiz. Der

zu verschickende Link wird

ebenfalls immer mit der aktuellen

Webseite im Browser

abgeglichen. PushBullet

fügt sich zudem ins Kontextmenü

des Browsers ein.

Wenn Sie mit der rechten

Maustaste auf einen Link

64

Januar 2014

Android-User.de


Apps

PushBullet

Abb. 3: Über das Web-Frontend pushen Sie Texte, Links oder Dateien als so

genannte „Bullets“ vom PC auf Ihre mobilen Geräte.

Abb. 4: Browser-Add-ons für Chrome/Chromium und den Firefox-Browser

erleichtern das Versenden von Bullets.

oder markierten Text klicken, können Sie diesen

direkt via PushBullet weiterreichen.

Aus der Weboberfläche heraus geben Sie

zudem über Share das Gerät als Empfänger

für PushBullets anderer User frei. Dazu tragen

Sie einfach nur die Gmail-Adresse ein.

Möchten Sie ein freigegebenes Gerät in Zukunft

nicht mehr teilen, klicken Sie rechts

oben auf Ihren Account und entfernen die

Freigabe unter dem Punkt Manage Shares.

Von Handy zu Handy

Recht neu bei PushBullet ist die Funktion,

Bullets von einem Androiden zum nächsten

zu senden – mit dem selben Account oder

einem entsprechend freigegebenen Handy.

Wählen Sie dazu unter dem To-Feld das

Gerät aus, das die Nachricht empfangen soll.

PushBullet fügt sich auch in das Teilen-

Menü von Android ein. Möchten Sie etwa ein

Abb. 5: Seit kurzem können Sie mit

PushBullet auch „Bullets“ von

Handy zu Handy verschicken.

Bild aus Ihrer Galerie vom Handy aufs Tablet

schicken, suchen Sie einfach Push This aus

dem „Senden“- beziehungsweise „Teilen“-

Menü aus. Genauso funktioniert dies auch

mit Adressen und allem anderen, das sich

aus einer App heraus teilen lässt.

Fazit

Notizen und To-do-Listen ließen sich natürlich

auch mit Google Keep managen, doch

zum Empfangen einer Datei müssten Sie wieder

auf Mails zurückgreifen oder den Umweg

über einen Cloudspeicher wie Google Drive

oder Dropbox gehen.

Die Stärke von PushBullet liegt daher

darin, verschiedene Funktionen zu vereinen.

Auch das Versenden von Bullets an Freunde

und Bekannte über freigegebene Handys ist

eine praktische Sache, wenn man öfter mal

kleine Infoschnipsel austauschen möchte.

Entwicklern bietet Push-

Bullet über eine öffentliche

API [LINK 5] die Möglichkeit,

direkt mit dem Dienst zu

agieren. So lassen sich

etwa eigene Benachrichtigungen

von Webdiensten

oder Programmen auf Android-Handys

oder ‐Tablets

schicken. Bereits fertige Libraries

finden sich für

Node.js [LINK 6], PHP [LINK 7]

oder Python [LINK 8] als

Open-Source-Projekte im

Netz. Für Windows-User

gibt es zudem eine inoffizielle

Desktop-Anwendung

[LINK 9], mit der sich Push-

Bullet-Nachrichten sogar

ganz ohne einen Browser

versenden lassen. ● ● ●

Abb. 6: Auch To-do- oder Aufgabenlisten

lassen sich bequem mit

PushBullet managen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30937

Android-user.de Januar 2014 65


Apps

GIF-Kameras

Animierte GIFs sind dank

Twitter, Facebook und

Google+ wieder in. Mit der

richtigen App erstellen Sie

im Nullkommanix Ihre eigenen

GIF-Filme. Carsten Müller

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31212

GifBoom: Animates

GIF Camera

Sie sind nicht totzukriegen. Mit den sozialen

Netzwerken sind auch die als animierte

GIFs gespeicherten kleinen und

meist lustigen Filmchen zurückgekehrt. Kein Wunder:

Auf vergleichsweise einfache Weise lassen

sich kurze Animationen in einem platzsparenden

Format speichern und in jedem beliebigen Webbrowser

abspielen. Hinter der App GifBoom steckt

nicht nur ein Werkzeug zum Erstellen animierter

Bilder, sondern vor allem auch eine riesige Community.

Hier findet ein reger Austausch statt.

Animierte GIFs können mit anderen geteilt werden,

man folgt sich gegenseitig und kommentiert

die einzelnen Werke. Ähnlich wie in Facebook

oder Google+ meldet GifBoom in einem

Feed die neuesten Beiträge der User. Die riesige

animierte Bildergalerie lässt sich anhand von

Gifinator Plus

Gifinator ist recht schick gemacht

und führt den Benutzer

sehr intuitiv durch die Gestaltung

eines animierten GIFs. Über sechs

Effekte beeinflussen Sie die Farbgestaltung.

Die Anzahl der Frames (Einzelbilder)

sowie das Intervall (Wartezeit zwischen

dem Bildwechsel) definieren Sie

über das Menü. Vor dem Speichern

des animierten GIFs im Gerät gestattet

Gifinator das Drehen der Animation im

Uhrzeigersinn. Die Bildauflösung ist

wählbar zwischen „high“, „standard“

und „low“, wobei „high“ die Auflösung

von 640 x 480 Pixel bezeichnet.

Gif Kamera

Gif Kamera löst die Aufgabenstellung

mit Bravour und

überzeugt durch eine durchdachte,

simple Oberfläche. Nach dem

Start springt die App sofort in den Kameramodus.

Einfach das Kamerasymbol

antippen, und los geht’s. Die Aufnahme

stoppen Sie mit erneutem Antippen

der Kamera. Im anschließend

geöffneten Fenster wird die Animation

abgespielt, und über zwei Menüs können

Sie auf ihre Gestaltung einwirken.

Satte zwölf Filterfunktionen beeinflussen

dabei die farbliche Gestaltung

Ihres Minifilms.

Fixie GIF Camera

Recht spartanisch kommt

Fixie daher. Auch diese App

startet direkt mit dem Kamerabildschirm,

die Aufnahme kann sofort

beginnen. Allerdings ist die Aufnahmedauer

auf 10 Sekunden festgelegt.

Dafür gefällt Fixie mit der Möglichkeit,

der Animation anschließend

einen von unzähligen Bilderrahmen zuzuordnen.

Eine Vielzahl von Schriftarten

steht bereit, um einen Text hinzuzufügen.

Außerdem können Sie Ihren

Film mit zahlreichen grafischen Objekten

wie Smileys, Pfeilen oder Sprechblasen

im Comicstil ausstatten.

0,69 Euro

Englisch|Version 2.0.4|20 KByte

★★★★★

kostenlos

Englisch|Version 3.8|568 KByte

★★★★★

kostenlos

Englisch|Version 1.9.1|7,3 MByte

★★★★★

66

Januar 2014

Android-User.de


Apps

GIF-Kameras

Kategorien wie „Artistic“,

„Sports“ oder

„Paranormal“ leicht

durchsuchen. Zahllose

Einstellungsmöglichkeiten

– natürlich auch

zur Privatsphäre – bieten

ein hohes Maß an

Individualisierung.

Um eigene animierte

GIFs zur Community

beizusteuern, verfügt die

App über eine integrierte

Kamera, die sehr intuitiv zu bedienen

ist und Bilder von verblüffend hoher

Qualität zaubert. Sobald Sie die Aufnahme

über den Auslöser starten, schießt Gif-

Boom ein Bild nach dem anderen, bis Sie

durch einen erneuten Fingertipp die Aufnahme

beenden. Danach selektieren Sie

entweder alle oder nur die besten Ihrer einzelnen

Fotos, aus denen GifBoom dann die

Animation erstellt. Mit zahlreichen Farbfiltern

verfremden Sie die Animation nach

Lust und Laune. Sehr gelungen ist

die Möglichkeit, eigene Texte in die

Animation einzubauen. Dazu stehen

etliche Schriftarten, ‐größen

und ‐farben zur Verfügung. Im Ergebnis

erzeugt GifBoom sehr flüssig

animierte GIFs, die

Sie im letzten Schritt

mit der Community teilen

können. Die insgesamt

tolle App muss

einen Punkt Abzug hinnehmen,

denn wir

haben keine Möglichkeit gefunden,

das animierte GIF auf dem

Gerät zu speichern. Zwar liegt es

im Verzeichnis der App auf dem Telefonspeicher

– allerdings in einem

Miniaturformat in sehr bescheidener

Qualität.

kostenlos

Deutsch|Version 2.6.0.3600|15 MByte

★★★★★

Camera GIF

Creator

Bevor Sie bei Camera GIF

Creator mit der Filmaufnahme

beginnen, lenkt Sie die App zu

einigen Voreinstellungen. Hier definieren

Sie Framerate und Bildqualität

sowie die Dateigröße der zu erstellenden

GIF-Animation. Über das Kamerasymbol

wechseln Sie zur Aufnahme.

Über ein Einstellungsmenü lassen sich

viele Optionen wie Szenenmodus, Auflösung,

Zeitraffer oder Weißabgleich

bestimmen. Die Qualität der animierten

GIFs geht in Ordnung, allerdings ist

die Benutzerführung arg verwirrend.

GIF Camera

Die App GIF Camera erlaubt

nicht nur die Kreation eigener

GIF-Animationen, sondern liefert

über die Funktion „Funny GIFs“

auch einige von Amateuren gemachte

fertige GIFs aus dem asiatischen Sina-

Weibo-Netzwerk. Inhalt und Qualität

dieser Machwerke sind oft grenzwertig.

Auch sonst kann die App nicht begeistern.

Die Kamera bietet außer

einem Start- und Stop-Button und

einer Facebook-Verknüpfung nicht viel:

Nach der Aufnahme lassen sich Einzelbilder

entfernen und die Geschwindigkeit

der Animation bestimmen.

GIF Mob Animierte

GIF Kamera

GIF Mob gefällt zunächst

durch seinen simplen, aber

klaren Bildschirmaufbau. Einzelbilder

für die Animation können aus

der Galerie importiert oder über die integrierte

Kamerafunktion aufgenommen

werden. Die Kamera verfügt dazu

zwar über einen Autofokus, weitere

Einstellungen oder Filter fehlen aber.

Dafür nervt die App schnell mit jeder

Menge Werbung und einem zu hektischen

Lagesensor, der bei leichter

Schräghaltung des Smartphones andauernd

die Bildausrichtung wechselt.

kostenlos

Englisch|Version 1.1b|1,1 MByte

★★★★★

kostenlos

Englisch|Version 1.1.0|1,2 MByte

★★★★★

kostenlos

Englisch|Version 1.03|421 KByte

★★★★★

Android-user.de Januar 2014 67


Apps

Web of Cam

banderas7, 123RF

Mit dem Handy das Zuhause überwachen

Web of

Cam

Mit der App Web of Cam haben Sie Ihr Haus, Ihre

Wohnung oder Ihr Zimmer immer unter Kontrolle.

Egal, ob während der Arbeit, auf einer Party oder

im Urlaub. Kathrin Schmitt

Es gibt unzählig viele Situationen, in

denen man gerne mal einen Blick

ins eigene Zimmer oder die eigene

Wohnung werfen möchte: zum

Beispiel, wenn man auf dem Weg zu einer

Party ist und sich nicht mehr sicher ist, ob

man die Kerzen wirklich ausgeblasen hat.

Oder wenn man in einer WG lebt und prüfen

will, ob der Zimmernachbar heimlich in den

privaten Sachen herumschnüffelt. Um das

Zuhause zu überwachen, ist längst keine aufwendige

Technik mehr notwendig: Es genügt,

wenn Sie zwei Android-Smartphones

oder ein Smartphone und ein Tablet besitzen,

zum Beispiel ein veraltetes Handy, das zu

Hause eh nur noch herumliegt.

Die Überwachungskamera

Web of Cam [LINK 1] ticht durch ihre simple

Funktionsweise und Bedienung aus den

zahlreichen Alternativen bei Google Play hervor.

Web of Cam gibt es in mehreren Versionen:

Die App mit dem grünen Icon, die wir

hier beschreiben, funktioniert sowohl via

WiFi als auch über eine 3G-Verbindung. Die

Version mit dem blauen Icon [LINK 2] ist aus-

Abb. 1: Für das Setup müssen Sie

sich lediglich mit Ihrem Google-

Account anmelden.

Abb. 2: Hier entscheiden Sie, welches

Gerät der Viewer wird und

welches die Kamera.

Abb. 3: Unter den Einstellungen findet

sich der Reset-Button, um den

Viewer neu einzurichten.

Abb. 4: So kann ein Bild aussehen,

das Ihnen die App von Ihrer Wohnungstür

liefert.

68

Januar 2014

Android-User.de


Apps

Web of Cam

schließlich als Inhouse-Lösung gedacht und

arbeitet deshalb nur via WiFi-Verbindung.

Von der WiFi-Version gibt es auch eine werbefreie

Pro-Variante für 3 Euro. Die letzte Aktualisierung

der App hat Ende September

2013 stattgefunden.

Die Zuordnung zwischen den zwei Android-Geräten

erfolgt ganz einfach über den

Google-Account. Nach dem Herunterladen

loggt man sich auf beiden Endgeräten mit

demselben Google-Account ein. Danach

legen Sie fest, welches der beiden Geräte die

Camera-Funktion und welches die Viewer-

Funktion übernehmen soll. Wenn Sie die

Funktionen tauschen möchten, drücken Sie

einfach unter Einstellungen auf Reset und

verteilen die Aufgaben neu. Über Ihren

Google-Account sind die beiden Androiden

miteinander verbunden und erkennen sich

gegenseitig. Das jeweils andere Gerät wird

automatisch angezeigt, sobald Sie es auf dem

Touchscreen anklicken.

Um Akku zu sparen, kann man bei dem

Gerät, das die Kamerafunktion übernimmt,

den Bildschirm schwarz schalten. Sie sollten

bei der Kamera darauf achten, dass der Bildschirm

nicht in den Standby-Modus geht,

sonst schaltet sich auch der Videomodus

aus. Schließen Sie das Smartphone oder Tablet

deshalb unbedingt an das Netzteil an. Um

das Kamerabild abzurufen, ist nur eine Internetverbindung

notwendig. Von praktisch

jedem Ort in der Welt bleibt so der Blick ins

Zuhause abrufbar. Sie können dafür auch

mehrere Endgeräte auf einmal als Kamera

einrichten und mit dem Viewer verbinden.

Zusatzfunktionen

Über die Viewer-Funktion sind auch Screenshots

möglich, die Sie gegebenenfalls als Beweismittel

vorzeigen können, wenn etwas

vorgefallen ist. Zum Beispiel, wenn der

kleine Bruder oder der Mitbewohner ohne

Erlaubnis das Zimmer betreten hat. Außerdem

bietet die Viewer-Funktion die Möglichkeit,

das Foto zu drehen oder zwischen

Haupt- und Frontkamera zu wechseln. Sogar

das Blitzlicht kann man bei der aktuellen

Version einschalten. Die App zeigt Ihnen

auch an, wie schnell (mit welcher Bildwiederholrate)

das Video übertragen wird und

wie groß es ist. In der WiFi-Version gibt es

auch Support für Zweiwege-Audio zwischen

Kamera und Viewer.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30995

Android-user.de Januar 2014 69


Apps

Appseits des Mainstreams

Appseits des Mainstreams

Gewusst

wie…

Wir waren auf Tauchstation in den Tiefen des Google

Play Store und haben auch für diese Ausgabe von

Android User ein paar ganz besondere App-Perlen

geborgen. Carsten Müller

Iulia Brovchenko, 123RF

Abb. 1: Bestimmte Apps können

aus dem Teilen-Menü ausgeschlossen

werden.

Nicht selten sind es die kleinen und

unscheinbaren Spezial-Apps, die

besonders praktisch sind. In dieser

Ausgabe von Appseits des

Mainstreams stellen wir Ihnen sieben nützliche

Tools für den Alltag vor.

Andmade Share

Über das Teilen-Menü von Android

lassen sich Bilder, Texte und Dokumente

ganz leicht zum Beispiel per

Abb. 2: Mit einer Textvorlage verrichtet

SMS Calendar Reminder

automatisch seinen Dienst.

Abb. 3: ESPO findet zuverlässig die

optimale Route über mehrere Zielorte

hinweg.

SMS, E-Mail, Facebook oder diverse andere

Apps verbreiten. Wer viele Apps installiert

hat, stellt jedoch fest, dass das Teilen-Menü

immer größer und unübersichtlicher wird.

Andmade Share [LINK 1] schafft Abhilfe, indem

es das Teilen-Menü durch eine etwas schlauere

Alternative ersetzt. Zum einen können

Sie über die Hidden Apps bestimmte Apps

aus dem Teilen-Menü ausschließen. Außerdem

merkt sich das Menü die zuletzt genutzten

Apps und führt diese ganz oben in der

Liste auf, was langes Suchen

erübrigt (Android macht das

auch von Haus aus, aber mit

nur einer App). Die Krone jedoch

verdient sich Andmade

Share, weil man auf einen

Schlag mehrere Apps zum

Teilen auswählen kann. So

senden Sie etwa ein Foto mit

wenigen Fingertipps über verschiedene

Kanäle. Einfach

clever!

SMS Calendar

Reminder

Die App SMS Calendar

Reminder [LINK 2]

ist eine der Apps,

die nach einmaliger Einrichtung

praktisch nie wieder gesehen

werden und im Hinter-

70

Januar 2014

Android-User.de


Apps

Appseits des Mainstreams

grund automatisch ihre

Dienste verrichten. Zielgruppe

sind Ärzte, Therapeuten,

Rechtsanwälte und alle,

die regelmäßig Termine mit

Patienten oder Mandanten

wahrnehmen. Die App erinnert

dann die Patienten oder

Kunden automatisiert per

SMS an den vereinbarten Termin.

Dazu müssen die Termine

mit dem Namen des Besuchers

lediglich in einem

vom Smartphone zugreifbaren

Kalender (optimalerweise

Google Calendar) eingetragen

sein. SMS Calendar Reminder

liest diese Termine aus, holt

sich aus dem Adressbuch die

Mobilfunknummer des Kunden

und sendet die Erinnerungs-SMS.

Für den SMS-Text

lässt sich eine Textvorlage definieren mit

Platzhaltern für Namen, Datum, Wochentag,

Uhrzeit und Termindauer. Als Sendetermin

der SMS definieren Sie in der App einen Zeitraum

von x Tagen vor dem Termin sowie

eine Uhrzeit. Die App kümmert sich um alles

weitere und sendet x Tage vor dem Termin

zur vorgegebenen Uhrzeit die SMS-Erinnerungen

an die Adressaten. Ein Logbuch protokolliert

die versendeten Nachrichten. Die

Quote des Nichterscheinens von Patienten

und Mandanten zum vereinbarten Termin

dürfte diese App mit ihrer cleveren Erinnerungsfunktion

deutlich reduzieren – was den

vergleichsweise hohen Preis der Vollversion

(10 Euro) rechtfertigt.

ESPO

ESPO [LINK 3] steht

für „Easy Shortest

Path Organizer“

und ist ein Routenplaner,

der sich auf Routen mit

mehreren Haltepunkten spezialisiert

hat. Dazu legen Sie

zunächst die einzelnen Haltepunkte

fest – entweder

durch die Eingabe einer Adresse

oder aus Ihrem Adressbuch.

Auf die Reihenfolge

der Zwischenstopps

müssen Sie dabei keinen

Wert legen, denn ESPO ist

in der Lage, die optimale

Route anhand Ihrer Ziele zu

erstellen. ESPO unterstützt

dabei nicht nur die Routenplanung

für die Autofahrt,

sondern auch für die Fußgängernavigation.

Die

Route selbst wird wahlweise

als Liste oder auf der

Karte dargestellt. Die eigentliche

Navigation überlässt

ESPO dann entweder

Google Maps oder – falls

installiert – der Navigon-

App. ESPO ist ideal etwa

für Außendienstler oder

zur Erstellung einer persönlichen

Sightseeing-

Tour.

IntelliScreen

Standardmäßig

schaltet ein Android-Smartphone

per Tastendruck oder nach

einer definierbaren Zeit

der Nichtaktivität den Bildschirm ab. Es geht

aber auch schlauer: IntelliScreen [LINK 4] widmet

sich genau dieser Thematik und bietet

eine Fülle individueller Konfigurationsmöglichkeiten.

So lässt sich etwa über den Neigungssensor

einstellen, dass der Bildschirm

nicht abschaltet, wenn das Gerät in einer bestimmten

Position verweilt. Auch über Näherungs-

und Lichtsensoren lässt sich das Bildschirmverhalten

beeinflussen. Beispiel: Der

Bildschirm schaltet sich ein, wenn es hell

wird (das Gerät wird aus der Tasche genommen)

und schaltet ab, wenn es dunkel wird

(Gerät wird in die Tasche gesteckt). Über Regeln

kann man sogar für einzelne Apps ein

individuelles Verhalten definieren. Zum Beispiel,

dass der Bildschirm

eingeschaltet bleibt, solange

eine bestimmte App geöffnet

ist. Die Möglichkeiten

von IntelliScreen sind immens,

und so empfiehlt sich

die App für alle, die das Verhalten

des Bildschirms für

jede Lebenslage optimieren

möchten.

Abb. 4: Die Haltepunkte lassen sich

per Adresse oder über die Kontakte

des Adressbuchs definieren.

Abb. 5: Mit IntelliScreen bestimmen

Sie ganz individuell, wann sich das

Display ein- und ausschalten soll.

Notification

History

Wann kam eigentlich

die Eilmeldung

von Spiegel

Online? Wann hat der Play

Store mir das Update von

Google Maps eingespielt?

Benachrichtigungen über

die Statusleiste sind äußerst

Abb. 6: Sogar das Bildschirmverhalten

bei einzelnen Apps lässt

sich bestimmen.

Android-user.de Januar 2014 71


Apps

Appseits des Mainstreams

Abb. 8: Beim Export der Kontakte

unterstützt Kontakte – Excel die

wichtigsten Formate.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31326

praktisch und informieren

brandaktuell über das Weltgeschehen

oder darüber,

was sich gerade auf Ihrem

Smartphone abspielt. Doch

die Nachrichten sind schnell

weggewischt, und ab und

zu wünscht man sich, die

Meldungen nachlesen zu

können. Mit der Notification

History [LINK 5] können Sie

dies ab sofort. Die App protokolliert

nicht nur sämtliche

Benachrichtigungen

und von welcher App diese

gesendet wurden; es werden

auch weitere Meldungen

des Android-Systems gespeichert

– etwa die Toastmessage

genannten kurzzeitigen

Einblendungen im unteren Statusleiste.

Bildschirmdrittel, die Apps

zum Beispiel als Fehlermeldung anzeigen. So

eignet sich Notification History auch dafür,

herauszufinden, welche App für Werbeeinblendungen

in der Statusleiste verantwortlich

ist. Eine äußerst nützliche kleine App!

Kontakte – Excel

Gleich vorweg: Der Name dieser

App ist eine Untertreibung. Kontakte

– Excel [LINK 6] ist nämlich

nicht nur in der Lage, Ihre Kontakte in eine

Microsoft-Excel-Datei zu speichern und aus

einer solchen zu importieren. Die App versteht

sich auch prächtig auf weitere Formate

wie CSV (im Google-Mail-Format) sowie das

für Kontakte gebräuchliche vCard-Format

(VCF). Der Export in Microsoft

Excel ist zum Beispiel

immer dann nützlich, wenn

Sie Ihre Kontakte am PC in

Microsoft Office oder Open-

Office.org pflegen wollen.

Beim Export werden Sie von

der App zunächst gefragt,

welche Ihrer Kontaktlisten

Sie exportieren wollen. Anschließend

können Sie die

Auswahl auf bestimmte Datensätze

einschränken. Als

Speicherort der Exportdatei

stehen die Speicherkarte,

der Cloudspeicher Dropbox

und die Weitergabe per E-

Mail zur Wahl. Prima ist,

Abb. 7: Notification History protokolliert

sämtliche Nachrichten der

Abb. 9: Convertbee versteht sich

auf das Umrechnen von Einheiten

in diversen Kategorien.

dass auf Wunsch sogar die

Fotos der Kontakte mit in

die Excel-Tabelle übernommen

werden. Auch das Importieren

von Kontaktdaten

erfolgt auf die gleiche Weise.

Kontakte – Excel ist in der

kostenfreien Lite-Version auf

150 Datensätze pro Export

beschränkt. Die Vollversion

ohne diese Einschränkung

kostet 2,69 Euro.

Convertbee

Meilen in Kilometer

umrechnen,

US-Dollar in Euro,

Megabyte in Terabit oder PS

in Kilowatt: Für die Konvertierung

der verschiedenen

Einheiten ist eigentlich das

Smartphone das ideale

Hilfsmittel. Fehlt nur noch

die passende App: Convertbee

[LINK 7]. Die App ist nicht

nur in einem äußerst breit gefächerten Themengebiet

bewandert, sondern auch optisch

sehr gelungen. Convertbee deckt von Energie,

Fläche und Geschwindigkeit bis hin zu

Volumen, Temperatur und Zeit so ziemlich

alle Bereiche ab, in denen die Umwandlung

von Einheiten sinnvoll und notwendig ist.

Für jede Kategorie stellt Convertbee die verfügbaren

Einheiten jeweils auf der linken

und rechten Bildschirmhälfte bereit. Über

vertikales Scrollen stellen Sie die beiden umzurechnenden

Einheiten einander gegenüber.

Über den Nummernblock im unteren Bildschirmbereich

geben Sie dann den Wert ein –

er wird automatisch schon bei der Eingabe

berechnet. Clever ist auch, dass beim Nummernblock

die vier Grundrechenarten

zur Verfügung

stehen – falls der umzurechnende

Wert erst noch kalkuliert

werden soll. Convertbee

ist ein unverzichtbares

Hilfsmittel, eine echte Musthave-App!

Fortsetzung folgt..

Wir bleiben am Ball und

tauchen weiter nach den

kleinen Schätzen im weiten

Ozean des Play Store. Falls

Sie auf ein kleines App-

Highlight gestoßen sind

oder gar selbst eines entwickelt

haben, dann freuen

wir uns über Ihren Hinweis

per E-Mail an redaktion@

android-user.de.

● ● ●

72

Januar 2014

Android-User.de


Apps

Volume-Widgets

Fünf Lautstärke-Widgets von schlicht bis exzentrisch

Aufgedreht

Ein Android-Handy

kennt viele Lautstärken.

Das Klingeln des Telefons,

die Wiedergabe

von Musik, und auch

der Alarm und die

Benachrichtigungen

können unterschiedlich

laut tönen. Mit diesen

Widgets bekommen Sie

das Volume in den Griff.

Samuel Groesch,

Christoph Langner

coliap, 123RF

Mit der Lautstärkewippe an Ihrem

Android-Gerät können Sie entweder

nur die Telefonlautstärke

oder die Medienlautstärke verändern.

Das Verhalten ist oft undurchsichtig

und nur schwer nachzuvollziehen. Zudem

nervt es einfach, wenn man entspannt ein

Video auf dem Tablet schaut, das Gerät in die

Hand zu nehmen und die gesuchte Taste zu

drücken. Wir stellen Ihnen in diesem Artikel

daher fünf Widgets vor, mit denen sich dieses

Problem lösen lässt.

Volume Widget

Die kostenlose Volume-Widget-App

[LINK 1] ist sehr minimalistisch und

einfach gehalten. Nach dem Download

und der Installation öffnen Sie entweder

die App, die zusätzlich die Steuerung der

Lautstärke ermöglicht, oder Sie suchen sich

eines der drei Widgets aus und legen dieses

auf einen freien Platz auf Ihrem Homescreen.

Volume Widget bietet die Wahl zwischen

einem weißen Listenwidget, in dem

zahlreiche Audioeinstellungen vorgenommen

werden können, und

zwei schwarzen, kleineren und

schlichteren Widgets.

Diese beinhalten entweder

nur die Steuerung für eingehende

Anrufe oder zusätzlich

noch die Kontrolle

über die Medienlautstärke.

Alle Lautstärken,

egal in welchem der drei

zur Verfügung stehenden

Widgets, lassen sich

über Pfeile nach oben und

unten regeln. Volume

Widget kommt zwar nicht

mit vielen Einstellungsmöglichkeiten

daher, bietet aber alle

grundlegenden Funktionen – und

das einfach und übersichtlich dargestellt.

Suchen Sie etwas Schlichtes,

dann werden Sie hier fündig.

kostenlos

Englisch|Version 5.1|0,32 MByte

★★★★★

Music Volume EQ

Music Volume EQ [LINK 2] bringt zusätzlich

zu den Funktionen für die

Lautstärkeregulierung weitere interessante

Features mit. Das Widget ist im

Grunde ein einfaches Icon auf dem Homescreen,

das erst durch einen Klick seine

Funktionalitäten preisgibt. Erst nach diesem

Klick auf das Icon öffnen sich der komplette

Lautstärkeregler. Bei laufender Audioausgabe

sehen Sie hier zudem auf der linken Seite

eine visuelle Darstellung. Als Bonus enthält

Music Volume EQ einen Klangequalizer, den

Sie im unteren Bereich des Widgets über

einen Button starten.

Die Regler der fünf Frequenzbereiche verschieben

Sie entweder manuell, oder Sie

wählen einen der Presets aus. Zusätzlich gibt

es unterhalb des Mischpults zwei Drehregler,

die Bassverstärkung und 3D-Sound steuern.

Aber auch das Icon auf dem Homescreen ist

nicht komplett unnütz, es zeigt immer die

aktuelle Lautstärke an. Alles in allem ist

Music Volume EQ dank des integrierten

Equalizers eine wirklich gute und umfangreiche

Widget-App. Sie ist noch dazu kostenfrei

erhältlich, wenn sie sich auch durch Werbung

finanziert.

kostenlos

Englisch|Version 2.3|1,9 MByte

★★★★★

Slider Widget

Das Slider Widget [LINK 3] bietet, wie

schon der Name vermuten lässt,

Schieberegler zum Ändern der

Lautstärke – aber auch anderer Parameter

wie der Bildschirmhelligkeit. Die App bringt

dazu gleich mehrere Widgets in verschiedenen

Größen mit, sodass sich immer ein freies

Plätzchen für diesen Lautstärkeregler finden

lässt. Design, Anordnung und Verhalten lassen

sich in den Einstellungen umfangreich

anpassen. Praktisch ist der „Toggle Modus“.

Damit wechseln Sie mit einem Klick zwischen

lautem Klingeln und Vibrationsmodus

hin und her. Slider Widget macht genau das,

was es versprich: das schnelle Ändern der

74

Januar 2014

Android-User.de


Apps

Volume-Widgets

Lautstärke in einem anpassbaren,

optisch schönen Design

ohne Schnörkel.

kostenlos

Deutsch|Version 0.9.8.2|1,3

MByte

★★★★★

Best Volume

Widget

Wenn Schieberegler

nicht Ihre Sache

sind, dann passt

vielleicht das Best Volume

Widget [LINK 4] besser zu

Ihnen. Für jeden Lautstärkeregler

des Systems bietet

diese App ein kleines Widget

in Form von Plus-/​Minus-Buttons

an. Ein Tipp auf Plus,

schon spielt die Musik lauter. Der Text in der

Mitte erklärt, an welchem Regler Sie drehen

– per Klick auf diesen ändern Sie ihn. Am

besten legen Sie daher gleich mehrere Wigets

auf Ihren Homescreen, damit haben Sie

sämtliche Lautstärken immer im Griff.

kostenlos

Englisch|Version 2.3|0,4 MByte

★★★★★

AudioManager

Der AudioManager [LINK 5] schlägt

im Funktionsumfang die Konkurrenz.

Mit dieser App lassen sich

Abb. 1: Die Volume Widgets lassen

sich gut skalieren und passen sich

an das Design an.

Abb. 2: Music Volume EQ zaubert

ein vollwertiges Equalizer-Widget

auf den Homescreen.

Audio profile anlegen und so Presets für

Alarm-, Medien- und Systemlautstärke speichern,

die Sie schnell und einfach, je nach

Situation, per Klick wieder aufrufen. Die Anwendung

stellt hierzu auch Widgets bereit,

diese sind allerdings nur in der 1,99 Euro

teuren Pro-Version enthalten.

Als interessantes Feature von AudioManager

wäre noch Volume Lock zu nennen. Hierbei

handelt es sich um die Möglichkeit, die

Änderung der Lautstärke von allen anderen

Stellen zu untersagen. Die komplette Kontrolle

liegt dann beim AudioManager, selbst

die Lautstärkewippe wird blockiert – ideal,

wenn diese am Handy defekt ist. Insgesamt

bietet der AudioManager nützliche und sinnvolle

Funktionen. Die Profile

ersparen viel Zeit, und

dank der Widgets haben

Sie nun die Lautstärke

immer unter Kontrolle.

kostenlos 1,99 Euro

Deutsch|Variiert je nach

Gerät|Variiert je nach Gerät

★★★★★

Abb. 3: Die Schaltflächen von

Music Volume EQ sind einem DJ-

Mischpult nachempfunden.

Abb. 6: Die kostenlosen Slider Widgets

lassen sich individuell an Ihre

Wünsche anpassen.

Abb. 4: Keine Slider, sondern Buttons:

Das Best Volume Widget ist

schlicht und einfach.

Abb. 5: Im AudioManager definieren

Sie Audioprofile für unterschiedliche

Situationen.

Fazit

Vom einfachen Volume

Widget bis hin zum komplexeren

AudioManager

sollte jeder fündig werden.

Die Widgets erleichtern die

Bedienung und sind mit

einer Ausnahme komplett

kostenlos. ● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31324

Android-user.de Januar 2014 75


James Thew, 123RF

Vier Apps für den perfekten Abend

Party-Finder

Im Sommer ist es so

schön einfach: Immer

und überall ist etwas

los: Stadtfest, Grillfete

oder Festival. Doch wer

zeigt in der dunklen

Jahreszeit, wo gerade

eine Party stattfindet?

Wir stellen vier Apps vor.

Kathrin Schmitt

Keine Jahreszeit ist zu kalt, um Partys

zu feiern. Für alle, die gerne um

die Häuser ziehen und dazu noch

eine Begleitung suchen, gibt es tolle

Apps, die Sie zur heißesten Party der Stadt

bringen. Wir stellen die besten vier vor.

Locaside

Die erste Ausgeh-App heißt Locaside

[LINK 1]. Voraussetzung für die

Nutzung dieser und auch der anderen

Apps ist, dass Sie GPS aktivieren. Diese

Option finden Sie in Ihrem Handy in der

Regel unter Einstellungen | Standortzugriff.

Wenn Sie die App installiert haben, legen Sie

zuerst die Region fest, in der Sie leben oder

sich gerade aufhalten. Die App ist sehr einfach

aufgebaut und in deutscher Sprache abgefasst,

sodass sich die wenigen Menüpunkte

von selbst erklären. Im Eventkalender, dem

ersten Menüpunkt, finden Sie Veranstaltungen,

die in Ihrer Region angeboten werden.

Der Aufbau des Kalenders erinnert etwas an

Outlook und liefert Ihnen aktuelle Tipps.

Über einen Button

auf der rechten

Seite rufen Sie

einen Monatskalender

auf, über

den Sie auch Tipps

für die nächsten Tage, Wochen oder Monate

finden. In der Liste der jeweiligen Veranstaltungen

für einen Tag wird auf der rechten

Seite angezeigt, um welche Art Location es

sich handelt, zum Beispiel Club, Restaurant

oder Theater. Links stehen zunächst der

Name der Veranstaltung, der Veranstaltungsort

und die Stadt, in der der Event steigt.

Wenn Sie sich einen Event ausgesucht

haben und darauftippen, erscheint eine Detailansicht

auf Google Maps mit vielen weiteren

nützlichen Informationen, beispielsweise,

wieviel der Eintritt kostet. Maps öffnen

leitet Sie direkt zu Google Maps weiter,

damit Sie sich bequem zur Veranstaltung navigieren

lassen können. Google Maps kommt

aber auch noch an einer anderen Stelle zum

Einsatz: Die Location Map, die den zweiten

Menüpunkt bildet, zeigt Ihnen anhand von

Google Maps, welche Standorte bei Locaside

gelistet sind. Wenn Sie auf Region ändern tippen,

stellen Sie den für Sie interessanten Bereich

neu ein. Die Regionen sind nicht auf

Deutschland begrenzt, daher ist die App

auch ein idealer Urlaubsbegleiter in den

USA, Luxemburg, Italien, Großbritannien,

Spanien, der Schweiz und auch Österreich.

76


Apps

Ausgeh-Apps

Poynt

Wer eine große Auswahl

an Programm

vor der Haustür

sucht, kommt mit Poynt

[LINK 2] auf seine Kosten. Diese

App schlägt Ihnen anhand

Ihrer Position Restaurants,

Unternehmen, Events und

Filme vor. Unter den Einstellungen

können Sie Ihren

Standort manuell ändern und

den Radius festlegen, in dem

die App nach Veranstaltungen

suchen soll. Außerdem informiert

Sie Poynt stets über das

Wetter an Ihrem Aufenthaltsort.

Wenn Sie auf einen der

Menüpunkte – Restaurant,

Unternehmen, Event oder Filme – tippen, erscheinen

verschiedene Suchmöglichkeiten.

Bei der Suche nach einem Restaurant wählen

Sie beispielsweise folgende Kriterien aus: In

der Nähe suchen, Suche mit Name oder

Küche (zum Beispiel italienisch, thailändisch,

griechisch etc.). Bei der Suche nach Events

stehen Events in der Umgebung, Veranstaltungsorte

in der Umgebung, Veranstaltung

nach Kategorie, Veranstaltungssuche und

Künstler suchen zur Wahl.

Unter Aktionen finden Sie die Möglichkeit,

sich zum Veranstaltungsort navigieren zu

lassen, den Ort ins Adressbuch oder in den

Kalender einzutragen oder die Veranstaltung

weiterzuempfehlen. Ihre Freunde werden dadurch

direkt darauf aufmerksam und bieten

sich vielleicht als Begleitung an. Besonders

gelungen ist auch die Suche nach Filmen.

Das aktuelle Kinoprogramm haben Sie auf

mit Poynt immer in dabei. Zu den Treffern

liefert die App in der Detailansicht auch jeweils

eine Zusammenfassung der Handlung

und verlinkt oft auch auf den Trailer.

Whami

Whami [LINK 3] ist die schnellste App

im Test: Flugs ermittelt sie Ihren

Standort und erstellt eine Liste aktueller

Veranstaltungen. Zu bemängeln ist,

dass bei Whami längst nicht alle Orte vertreten

sind und die App oft Events vorschlägt,

für die man einen längeren Weg in Kauf nehmen

muss, wenn man nicht gerade in München

oder Berlin wohnt. In einer Übersicht

werden die Events der nächsten Tage angezeigt.

Tippt man auf eine Veranstaltung, so

öffnet sich eine Detailansicht. Praktisch: Man

kann über drei Buttons VIPs, Ich find’s HOT

oder einfach nur Ich gehe hin seine Freunde

Abb. 1: Der Eventkalender von

Locaside listet Tag für Tag Veranstaltungen

in Ihrer Nähe auf.

Abb. 2: Ob Café, Event oder Film:

Poynt bietet Ihnen alle Möglichkeiten,

um Ihren Tag zu gestalten.

via Facebook über die Veranstaltung informieren.

Ist die Party bei Facebook angelegt,

gelangt man über den Button Details bei Facebook

nachlesen dorthin.

Spontacts

Wenn Sie nun viele Veranstaltungen

gefunden haben, aber niemanden

kennen, der Sie begleiten möchte,

melden Sie sich bei Spontacts [LINK 4] an. Sie

loggen sich entweder mit Ihrem Facebook-

Account ein oder legen einen neuen Account

für Spontacts an. Dann können Sie jede

Menge unternehmungslustige Menschen finden.

Unter dem Menüpunkt Aktivitäten gibt

es eine Liste mit Angeboten von anderen Suchenden:

für eine Kneipentour, einen Partyoder

Spieleabend. Sie filtern die Angebote

nach Kategorie, nach Entfernung zum eigenen

Wohnort, nach Datum und danach, ob

Sie alle Angebote oder nur die von Freunden

sehen wollen. Denn unter dem Menüpunkt

Leute treffen Sie Gleichgesinnte, denen Sie

auch eine Freundschaftsanfrage senden können.

Wenn Sie Ihre Interessen in Ihrem Profil

hinterlegt haben, zeigt die App an, welche

davon Sie mit wem gemeinsam haben.

Unter dem Menüpunkt Ich bearbeiten Sie

Ihr Profil und erhalten Einblick in Ihre Freundesliste

und Ihre Spontacts-Mailbox. Hier

können Sie außerdem sehen, an welchen Aktivitäten

Sie bereits teilnehmen möchten.

Unter dem Menüpunkt Neue Aktivität legen

Sie selbst eine Unternehmung an, für die Sie

Mitstreiter suchen. Die App bietet sich zum

Beispiel prima an, um Leute an einem neuen

Wohnort kennenzulernen, seinen Freundeskreis

zu erweitern, neue Dinge auszuprobieren

oder Menschen zu finden, die ein ungewöhnliches

Hobby teilen.

● ● ●

Abb. 3: Mit Whami kann man seine

Facebook-Freunde über anstehende

Events informieren.

Abb. 4: Über Spontacts finden Sie

Menschen, die auf der Suche nach

Party-Partnern sind.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31327

Android-user.de Januar 2014 77


Apps

Sat-Anlage Android

Settop-Boxen mit Enigma unter Android nutzen

Smart TV

Während die Anzahl verkaufter TV-Receiver insgesamt sinkt, weil die

meisten TV-Geräte mit einem Triple-Tuner bestückt sind, wächst das

Interesse an höherwertigen Settop-Boxen. Davon basieren viele auf

dem Linux-System Enigma und arbeiten auch mit Android zusammen.

Wolfgang Niemann

Settop-Boxen sind Receiver für Satelliten-,

Kabel- oder Internetempfang,

die zusätzlich umfangreiche

Zusatzfunktionen für Videos, Bilder,

Musik und Internet mitbringen. Diese

Multimediazentralen werden von den Herstellern

immer häufiger mit der auf Linux basierenden

offenen Firmware „Enigma“ ausgeliefert.

Und das wiederum rief Android-

Programmierer auf den Plan. Die so entstandenen

Apps erleichtern nicht nur die Bedienung

dieser Boxen, sondern eröffnen immer

wieder neue Anwendungsmöglichkeiten.

Dieser Artikel stellt die wichtigsten dieser

Apps vor und vergleicht sie miteinander.

Wie mit jedem Fernsehgerät können Sie

auch mit Enigma den Elektronischen

Prorammführer (EPG) aufrufen. Die meisten

Settop-Boxen erlauben zudem, Aufnahmen

zu programmieren und Filme im heimischen

Netz oder sogar über das Internet zu streamen.

Doch nun zu den Android-Apps. Die

Reihenfolge in diesem Test stellt keine Wertung

dar, sondern erfolgte alphabetisch.

AndroidDreamer

AndroidDreamer [LINK 1] ist ein einfaches

Programm zum Streamen

von TV-Inhalten. Die Einrichtung

ist unkompliziert, beim Testen funktionierte

das Streamen auf Anhieb. Der Autor betont,

dass seine App sich noch in der Betaphase

befindet. Das erklärt auch den geringen

Funktionsumfang. Da der Autor zwischenzeitlich

neue Apps programmiert hat, in

denen sich Bestandteile von AndroidDreamer

78

Januar 2014

Android-User.de


Apps

Sat-Anlage Android

Abb. 1: Die Einstellungen von AndroidDreamer

erfordern etwas Einarbeitung

und Fachwissen.

Abb. 2: Die App Dreambox Air

Control bietet eine komplette Fernbedienung

fürs Handy.

Abb. 3: dream EPG zeigt sich

bereits im Android-4-Stil mit gut

erklärten Einstellungen.

Abb. 4: Die Timeline von dream

EPG bietet eine tolle Übersicht

über das laufende Programm.

befinden, ist es eher unwahrscheinlich, dass

er diese App noch weiterentwickelt.

DAC – Dreambox Air Control

DAC – Dreambox Air Control [LINK 2]

ist in Adobe Flash entwickelt und

benötigt darum zusätzlich die kostenlose

Adobe Air Runtime. Die App kostet

2,99 Euro. Die Erfahrungsberichte der Nutzer

im Google Play Store zeigen, dass viele Anwender

Schwierigkeiten mit der Konfiguration

haben. Uns ging es nicht anders, erst

nach einigen Anläufen gelang eine stabile

Verbindung. Anschließend ließen sich viele

Funktionen der STB steuern. Unverständlich

bleibt, dass keine Free-Version angeboten

wird und warum diese eigentlich tolle App

nicht mehr weiterentwickelt wird. Das letzte

Update war im November 2011.

dream EPG

Beim ersten Aufruf von dream EPG

[LINK 3] erwartet Sie ein Assistent,

der bei der Konfiguration Ihrer Box

behilflich ist. Eine gute Idee des Autors ist

die Möglichkeit, diesen Assistenten erneut

aus der Anwendung heraus über das Menü

Einstellungen | Assistent zu starten. dream

EPG ist für Einsteiger geeignet, bietet aber

auch für Poweruser diverse Möglichkeiten.

Die App zeigt die EPG-Programmvorschau

sehr übersichtlich in einer Timeline, auf

Wunsch auch mit Primetime. Es fällt auf,

dass es sehr umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten

gibt. So kann die Optik verändert

werden (Weiß auf Schwarz oder umgekehrt),

es wird eine automatische Aktualisierung der

EPG-Daten angeboten, und es kann für Aufnahmen

ein automatischer Vor- und Nachlauf

bestimmt werden, um kleine Zeitverschiebungen

des TV-Programms abzufangen.

Eine Verbindung zur Filmdatenbank IMDb

liefert zusätzliche Informationen zu den

Spielfilmen. Der Autor arbeitet sehr intensiv

an Verbesserungen und Erweiterungen. In

den zahlreichen Updates entdeckt man häufig

neue Features. Anfragen per Mail werden

schnell beantwortet. Die Premiumversion

[LINK 4] kostet 6,99 Euro.

dreamDroid

Der Entwickler von dreamDroid

[LINK 5] betont, dass seine App nur

bei „echten“ Dreamboxen funktioniert.

Auf unserer Testbox „Vu+ Duo“ arbeitete

die App aber tadellos. Sehr angenehm

für den Anwender ist es, dass er die Wahl

zwischen zwei Fernbedienungen hat. Mit der

größeren von beiden lässt sich die Box auch

konfigurieren, während die kleinere sehr

Was ist Enigma?

Mittlerweile gibt es mehr als ein Dutzend Firmen, die ihre Settop-Boxen (STB) mit der

Enigma-Firmware ausliefern (die bekanntesten sind Dreambox und vu+), Tendenz

steigend. Der Name „Enigma“ wurde im 2. Weltkrieg für eine Maschine benutzt, die

das deutsche Militär zur Verschlüsselung des Nachrichtenverkehrs verwendete. Also

könnte man auf den Gedanken kommen, dass es diese Firmware ermöglicht, Bezahlfernsehen

ohne Abo zu schauen. Doch ohne offizielle Karte von Sky oder HD+ bleibt

der Bildschirm schwarz. Doch ist es mit der genannten Firmware möglich, Restriktionen

wie Aufnahmesperren und blockierten schnellen Vorlauf zum Überspringen der

Werbung zu umgehen. Dabei bewegt man sich wohl in einer rechtlichen Grauzone.

Ein großer Vorteil der Enigma-Firmware ist, dass der Quellcode öffentlich zugänglich

ist und zahlreiche Programmierer ständig unentgeltlich an der Weiterentwicklung arbeiten.

Ihre Box bleibt immer auf dem neuesten Stand der Technik.

Android-user.de Januar 2014 79


Apps

Sat-Anlage Android

Abb. 5: Bei dreamDroid haben sich

die Entwickler für eine schlichte

Fernbedienung entschieden.

Alle

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www.android- user.de/qr/31347

übersichtlich ist und für den

normalen Betrieb völlig ausreicht.

Es fällt auf, dass

diese App sich in der Entwicklung

befindet, da wiederholt

Updates im Google

Play Store eingestellt werden.

Die Erfahrungsberichte

der Anwender zeigen, dass

diese Verbesserungen gern

angenommen werden und

schon jetzt ein weitgehend

stabiler Betrieb möglich ist.

DreamStreamoid

Bei der Einrichtung

von

DreamStreamoid

[LINK 6] muss man zunächst

ein oder mehrere Profile anlegen.

Die Eingabemaske ist

ein wenig unübersichtlich.

So fehlt ein Button zum Speichern des Profils.

Ehe man sich lange herumquält und

letztendlich doch nicht fehlerfrei bleibt,

sollte man auf die Homepage des Entwicklers

gehen. Dort finden Sie neben dem Vergleich

der beiden Pro-Versionen und der Free-Version

auch eine Konfigurationsanleitung, die

durch den Einsatz von Screenshots sehr anschaulich

ist. Selbst die Konfiguration des

Routers wird beschrieben. Die Profile mit

Google Drive zu synchronisieren, ist leider

erst ab Android 4.0 möglich. Die Konfiguration

verlässt man mit der Entertaste. Wenn

nach Aufruf des eingerichteten Profils und

einem kurzen Klick auf Favoriten die Sender

mit EPG auf dem Smartphone erscheinen,

haben Sie alles richtig gemacht.

Der Autor realisiert das Streaming vorzugsweise

über den VLC-Player. Dazu ist eine

umfangreiche Konfiguration notwendig. Aber

Abb. 6: Dank EPG erhalten Sie bei

DreamStreamoid Pro eine komplette

Programmvorschau.

auch andere externe Player

können ohne große Konfiguration

eingesetzt werden.

DreamStreamoid ist insgesamt

eine gute Wahl. Die

Pro-Version [LINK 7] ist ihre

2,22 Euro wert.

Enigma Signal

Meter – SatFinder

Diese App [LINK 8]

ist ein hervorragender

Helfer bei

der Ausrichtung von Sat-

Schüsseln. Allerdings sind

die deutschen Erklärungen

offenbar mit einem Computerprogramm

übersetzt worden

und somit kaum verständlich:

„Nicht in der

Lage sein, Verpflichtungen

laden. Nur zeigt heruntergeladene

Elemente.“ Auf solch eine Anleitung

verzichtet man gern. Folgende Signaleigenschaften

werden angezeigt:

• SNR: Signal-Rausch-Abstand

• dB: Signalstärke

• BER: Bit Err Rate (Bitfehlerhäufigkeit),

sollte immer null sein

• AGC: Automatic Gain Controll (automatische

Verstärkungsregelung)

Mit dem Enigma Signal Meter lässt sich fast

immer die Ausrichtung der Sat-Schüssel verbessern,

sodass man auch bei ungünstigen

Wetterlagen genügend Reserven hat.

Enigmanoid Free

Die Oberfläche von Enigmanoid

Free ist einfach, aber auch recht

farblos und hat kaum grafische Elemente.

In der Gratisversion [LINK 9] sind einige

Funktionen nur eingeschränkt nutzbar. So

Abb. 7: Die App Enigma Signal

Meter hilft beim Setup der TV-Box

und der Kanalsuche.

Nur für Profis

Bei der Einrichtung der vorgestellten Apps sind

Netzwerkkenntnisse von Vorteil. Da der Internetprovider

die IP-Adresse Ihres DSL-Anschlusses

täglich ändert, muss man die Dienste eines

DynDNS-Dienstes in Anspruch nehmen. Nur

dann erreichen Sie ihr heimisches Netzwerk

von außen unter einer festen Internetadresse.

Mitunter müssen im eigenen Router Ports weitergeleitet

werden. Vergessen Sie nicht, Ihre

Settop-Box durch ein sicheres Passwort zu

schützen, da sonst die Gefahr besteht, dass irgendjemand

mit Ihrer Box Verbindung aufnimmt

und Schaden anrichtet. Auch wenn das

Streamen von TV-Programmen über das Internet

eine sehr verlockende Anwendung ist, sind

die Ergebnisse in der Praxis oft unbefriedigend.

Ein ruckelfreies Bild bekommt man nur dann,

wenn auf Senderseite (im allgemeinen die eigene

Wohnung) eine hohe Upload- und auf

Empfängerseite (Ihr Androidgerät irgendwo auf

der Welt) eine hohe Downloadgeschwindigkeit

zur Verfügung stehen. Sonst bleibt das Internet-

Streamen oft ohne Erfolg. Doch die Entwickler

arbeiten bereits an einer neuen Anwendung.

Spezielle Chips machen es möglich: Transcoding

heißt das Zauberwort. Damit soll man

auch bei kleineren Up- und Downloadgeschwindigkeiten

stabil streamen können. So

stabil, wie es im eigenen WLAN schon jetzt

möglich ist.

80

Januar 2014

Android-User.de


Apps

Sat-Anlage Android

wird bei der durchaus nützlichen

Anzeige von eingehenden

Anrufen die Telefonnummer

des Anrufers nicht

auf dem TV-Gerät angezeigt

und stattdessen auf die

Kaufversion für 2,99 Euro

[LINK 10] verwiesen. Streamen

ist leider nicht möglich.

Schade, dass der Autor

keine Updates mehr liefert

und Support-Anfragen unbeantwortet

lässt.

Vu+ Player

Der Vu+ Player

[LINK 11] macht

einen ausgereiften

Eindruck. Der Autor hatte

Mut zur Farbe! Nach dem

Start der App gibt es sechs Sendungen an.

Auswahlmöglichkeiten: Services

mit Sendern und EPG, Settings mit Einstellungen

des Netzwerks, Movies mit der

Auflistung aller Aufnahmen, Timer mit allen

aktiven Aufnahmeprogrammierungen, Controls

mit vier Fernbedienungen und Extra mit

Abb. 8: Enigmanoid zeigt Ihnen

eine Liste der aufgenommenen

ein paar Sonderfunktionen

wie Screenshot und Signalstärke.

An die Navigation

hat man sich schnell gewöhnt,

alle Verzweigungen

sind zweckmäßig und logisch

aufgebaut. So kann

man aus der EPG-Darstellung

heraus die Aufnahme

programmieren oder eine

Verbindung zur Filmdatenbank

IMDb aufbauen. Die

vier Fernbedienungen sind

thematisch geordnet: Wenn

man Filme schaut, wählt

man die Fernbedienung Play

und sieht nur die Tasten, die

für diese Funktion benötigt

werden.

Fazit

Auch wenn Dream EPG Premium

relativ teuer ist, lohnt sich der Kauf,

da der Programmierer der App einen hervorragenden

Support bietet. Möchten Sie kein

Geld ausgeben, stellt der Vu+ Player eine

gute Alternative dar.

● ● ●

Abb. 9: Sehr bunt und leicht im

Windows-Phone-Stil kommt die

Fernbedienung von Vu+ daher.


Spiele

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen ein paar neue Spiele

oder aktualisierte Spiele aus

Google Play vor, die uns

besonders gut gefallen.

Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31191

Plants vs.

Zombies 2

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Plants vs. Zombies gehört jetzt schon zu den Klassikern der mobilen

Spiele. Kein Wunder also, dass ein zweiter Teile her musste. Doch die

Partnerschaft mit EA und die Ankündigung, dass das Spiel kostenlos

sein würde, ließen bei vielen Spielern die Sorge aufkommen, dass das Geschäftsmodell

vielleicht zu aggressiv sei. Nach vielen Spielstunden können wir sagen:

Bei Plants vs. Zombies 2 handelt

es sich um ein moderates Free-toplay-Modell,

das den Spieler nicht

zu Käufen zwingt, die er nicht machen

will. Die meisten Spieler

wird wahrscheinlich eher interessieren,

wie gut das Spiel ist. Es

handelt sich um die gleiche süchtig

machende Spielmechanik,

die bereits im ersten Teil für

schlaflose Nächte und Augenringe

gesorgt hat. Wieder geht

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Ending

Ending ist ein abstraktes Strategiespiel,

eine Art Rogue-like.

Sie steuern das @-Zeichen

über das Spielfeld, und bei jedem

Schritt bewegen sich auch die anderen

Symbole. Sie müssen das Symbol nun

so zum Ausgang des Levels bewegen,

dass es nicht von anderen angegriffen

oder zerquetscht wird. Dann startet

auch gleich das nächste Level. Später

werden die Spielwelten so groß und

komplex, dass man den Verstand verlieren

kann. Daher eignet sich Ending

eher für Knobler mit Geduld und einem

dicken Fell. Für ein schnelles Spiel zwischendurch

ist es weniger geeignet,

mehr als No Ending.

Dream of Pixels

Dream of Pixels klaut ganz unverblümt

beim Klassiker Tetris,

stellt das Spielprinzip aber

auf den Kopf. Die typischen Tetriselemente

fallen in diesem Spiel nicht

von oben herab, sondern wollen am

unteren Rand einer Wolke abgelöst

werden. Ist eine ganze Linie frei, hat

man sich etwas Zeit verschafft. Das ist

Tetris sehr ähnlich, und doch spielt es

sich ganz anders. Mit mehreren Spielmodi,

einem tollen Soundtrack und

einer sehr ansehnlichen Grafik ist

Dream of Pixels ein ganz tolles werbefinanziertes

Knobelspiel.

Wordament

Ein Spiel von Microsoft im

Play Store gibt es nicht alle

Tage! Wordament ist ein

Buchstabengitter, bei dem Sie innerhalb

einer vorgegebenen Zeit so viele

Wörter wie möglich aus den vorhandenen

Buchstaben und Buchstabengruppen

bilden sollen. Dazu dürfen Sie die

Buchstaben horizontal, vertikal oder

diagonal miteinander verbinden, aber

jedes Feld nur einmal verwenden. Der

Clou: Die Spiele finden „live“ gegen-

Tausende Konkurrenten im Internet

statt. Das ist motivierend und macht

Lust, seine Ergebnisse zu verbessern.

1,49 Euro

Deutsch|Version 0.8|10 MByte

★★★★★

kostenlos

Englisch|Version 1.0.2|45 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 2.6.2|15 MByte

★★★★★

82

Januar 2014

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

es gegen die Zombies, die nichts Besseres

zu tun haben, als in den Vorgarten

einzudringen und das Haus anzugreifen.

Sie verteidigen Ihr Heim wie

gewohnt mit Pflanzen, die Sie mit

Sonnen bezahlen und auf Felder setzen.

Kommen die Zombies angeschlichen,

schießen die Pflanzen den Linien

entlang, frieren Zombies ein oder

explodieren. Schon früh nimmt das

Spiel eine interessante Wendung:

Dave, der verrückte Nachbar aus Teil

1, probiert ein Taco mit einer Sauce,

die man früh erspielt. Völlig verrückt

danach und mit dem Willen, unbedingt

mehr davon zu essen, baut er

eine Zeitmaschine, mit der Sie ins alte

Ägypten reisen und dort entsprechende

Zombies abwehren. Später

geht es dann in die Karibik zu den Piraten

und in den Wilden Westen.

Diese Welten machen das Spiel deutlich

komplexer. Konnte man die einzelnen

Levelabschnitte in Teil 1 linear

durchwandern, so gibt es nun Abzweigungen

in den Welten, Extra-Level

und Herausforderungen, die dem ganzen

Spiel viel mehr Inhalte geben. Auf

der anderen Seite kommt aber hier

das Free-to-Play-Element ins Spiel. An

den Stellen, an denen man entweder

noch Schlüssel oder Sterne benötigt,

um weiterzukommen, hat man stets

die Möglichkeit, sich die benötigten

Elemente per In-App-Kauf zu besorgen.

Will man das nicht, muss man

manche der bereits erledigten

Level unter neuen Herausforderungen

erneut spielen. Alles in allem ist

das Spiel großartig: Es bietet mehr

Inhalte und mehr Abwechslung als

der Vorgänger und ist darüber hinaus

kostenlos bei Google Play.

kostenlos

Deutsch|Version 1.5.252752|169 MByte

★★★★★

The Blockheads

Minecraft-Klone gibt es mittlerweile

so viele, dass es sich

fast lohnt, dafür eine eigene

Kategorie aufzumachen. The Blockheads

gehört zu den guten Varianten.

Auch hier landen Sie mit einer Figur in

einer zufallsgenerierten Welt, müssen

Ressourcen sammeln, Gegenstände

herstellen, sich vor Gegnern in Acht

nehmen und die Gesundheit der Figur

im Auge behalten. Die Welten sind

immer interessant und laden jederzeit

zum Erkunden ein. Die Möglichkeiten

bei der Herstellung von Gegenständen

sind enorm, und mit den letzten Patches

wurden immer mehr Spielelemente

hinzugefügt.

Orborun

Orborun ist ein Runner-Spiel

aus der Perspektive der dritten

Person. Sie rollen und laufen

in einem Scifi-Setting über Rampen,

springen über Abgründe und versuchen,

farbige Glasscheiben zu umgehen

oder zu zerschmettern, um Punkte

zu ergattern. Bei alldem können Sie

den Roboter nur nach links oder rechts

bewegen und bremsen. Grafisch ist

das ganz gut gemacht, aber spielerisch

ist Orborun ein kleines Durcheinander.

Die ersten Level sind so einfach, dass

es fast langweilig ist. Dann wird es

plötzlich ziemlich schwer, mit vielen

Leveln, die man etwas zu häufig wiederholen

muss.

Time Surfer

Time Surfer hat ganz offensichtlich

bei Tiny Wings geklaut.

Wenn ein Spiel aber

eine gehörige Schippe Originalität

draufpackt, ist das durchaus verzeihlich.

Time Surfer bereichert das Vorbild

um die Möglichkeit, die Szene zurückzuspulen.

Wenn man also einen Hügel

so ansteuert, dass man zu stark abbremst,

spult man einfach kurz zurück

und macht es besser. Möglich ist das

nur, solange man genügend Edelsteine

hat. Früher oder später wird man von

der Wand aus Hitze auf der linken Seite

eingeholt. Also versucht man bei

jedem Ritt, so weit wie möglich zu

kommen, das macht Spaß!

kostenlos

Englisch|Version 1.4.0|62 MByte

★★★★★

0,99 Euro

Englisch|Version 4.0.1|29 MByte

★★★★★

0,79 Euro

Englisch|Version 1.3.4|29 MByte

★★★★★

Android-user.de Januar 2014 83


Spiele

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen ein paar neue Spiele

oder aktualisierte Spiele aus

Google Play vor, die uns

besonders gut gefallen.

Patrick Neef

Alle

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www.android- user.de/qr/31191

Empire

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Empire ist ein komplexes Strategiespiel mit Einflüssen von Civilization

und sogenannten 4X-Spielen, also solchen, die meist im Weltall stattfinden

und die vier Prinzipien „explore, expand,

exploit, exterminate“ beinhalten. Empire nimmt diese

Vorbilder und reduziert sie aufs Wesentliche. Genau

diese Begrenzungen der Einheiten, Städte und Möglichkeiten

des Ausbaus bereichern das Spiel und machen es

strategisch und taktisch anspruchsvollerer als seine Vorbilder.

Man startet auf einer Karte mit einer Stadt. Rund

herum zerfällt die Landschaft, und böswillige Nester tun

sich auf, die die Siedlung angreifen, aber auch angegriffen

werden können. Man trainiert Einheiten und erweitert

die Stadt, die durch die umliegenden Felder fortwährend

Rohstoffe erhält. Nach und nach greift der

Zerfall auf alle Landschaftsfelder über, und so muss

man die Stadt früher oder später zurücklassen und

eine neue gründen. Da man aber nur insgesamt drei

haben kann, behält man immer die Übersicht. Dieser

Kampf gegen den Verfall, mit den begrenzten Ressour-

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Dumb Ways to Die

Das Spiel erinnert in seiner

Verrücktheit an McPixel, wenn

auch der grafische Stil ganz

anders ist. In schneller Abfolge muss

man Herausforderungen bestehen, wie

etwa Senf auf einen Hot Dog auftragen.

Oder man bindet Luftballons

schnell an eine Hand. Schafft man das

nicht, stirbt jemand: ein Hund, eine

Figur, irgendjemand. Je mehr Aufgaben

gelöst werden, desto weniger Zeit

bleibt bei neuen. Stirbt man dreimal,

ist das Spiel vorbei. Das macht anfangs

großen Spaß, doch leider wiederholen

sich die Herausforderungen zu früh zu

oft. Trotzdem macht Dumb Ways to Die

immer wieder Spaß.

Level 22

Hat man erst einmal Tiny Thief

oder Reaper gespielt, fällt es

schwer, die Grafik von Level

22 zu akzeptieren – es wirkt wie ein Adventure

aus den späten 80er-Jahren.

Doch hinter der pixeligen Fassade versteckt

sich ein cooles Schleichspiel. Sie

steuern einen Büroarbeiter, der verschlafen

hat und sich heimlich ins Büro

schleichen will. Dazu müssen Sie an

Wachleuten und Kollegen vorbei kommen

und allerlei Rätsel lösen. Die vielen

Checkpunkte sorgen für ein frustfreies

Spielerlebnis, das jedoch nach

wenigen Stunden schon vorbei ist. Wer

Adventure- und Schleichspiele mag,

sollte sich Level 22 unbedingt ansehen.

Mosaika

Mosaika stammt von den Entwicklern

von The Lost City,

und auch hier steht das Mysteriöse

im Vordergrund. Lassen Sie

sich vom Screenshot nicht täuschen:

Es handelt sich nicht um eine 3D-Welt,

sondern um 2D-Bilder, zwischen denen

man hin und her reisen kann. Trotzdem

ist die tolle Atmosphäre unbeschreibbar,

etwas Geheimnisvolles liegt die

ganze Zeit in der Luft. Man löst toll gestaltete

Rätsel, um immer weiter zu gelangen,

genießt die atmosphärischen

Klänge und gerät so in eine Geschichte,

die einen nicht mehr los lässt.

Wer Lust auf ein Abenteuer hat, wird

hier einige Stunden unterhalten.

kostenlos

Englisch|Version 1.4.1|34 MByte

★★★★★

1,99 Euro

Deutsch|Version|X MByte

★★★★★

0,73 Euro

Deutsch|Version 1.0.2|82 MByte

★★★★★

84

Januar 2014

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

cen und der immerwährenden Bedrohung

durch die Nester, genau das

macht das Spiel aus. Verlieren wird

man immer, denn irgendwann hat der

Zerfall überhand genommen. Die

Frage ist nur, wie lange man dagegen

bestehen kann. Die Gefechte gegen

die Nester laufen interessanterweise

in einer Mischung aus Karten und Angriffen

entlang eines Spielfeldes ab.

Pro Zug bekommt man ein neues Blatt

Karten, von denen man manche einsetzen,

andere jedoch nur passiv verwenden

kann. Die Figuren lassen sich

je nach Klasse entsprechend über das

Spielfeld steuern. So greift man

Feinde entweder im Nahkampf oder

aus der Distanz an, blockiert den Weg

der gegnerischen Figuren und greift,

am rechten Ende angelangt, das Nest

an. Die Gegner haben Einheiten mit

ähnlichen Fähigkeiten, sodass das

gute alte Stein-Schere-Papier-Prinzip

greift. Empire ist ein Spiel, das man

immer mehr zu schätzen

weiß, je öfter man es spielt.

Durch die Konzentration auf

wesentliche Spielelemente

zählt jeder Zug, jede Entscheidung.

Mit dem jüngsten Patch

hat der Entwickler drei Eroberer

ins Spiel gebracht sowie

neue Gegnertypen und die

Ressource Diamanten. Für die

Zukunft sind viele weitere Features

geplant, unter anderem

ein deutlich besseres Ressourcenmanagement

und eine Veränderung

der Armeen. In Kombination

mit der Tatsache, dass

jede Partie zufallsgeneriert ist, können

wir uns kaum vorstellen, dass Empire

jemals langweilig wird.

2,66 Euro

Englisch|Version 1.1.0|84 MByte

★★★★★

Super Crossfire

Bei Super Crossfire ist der

Name Programm: Sie können

sowohl von unten als auch

von oben schießen und nehmen die

Gegner somit ins Kreuzfeuer. Ein Fingertip

genügt, und schon landen Sie

auf der anderen Seite. Die Bilder zeigen

längst nicht, wie gut das Spiel aussieht:

Es ist fantastisch animiert, und die treibenden

Beats sorgen für höchste Adrenalinschübe.

150 Angriffswellen in fünf

Kapiteln gilt es zu bestehen, und das

bei einem sehr ausgewogenen

Schwierigkeitsgrad. Schade, dass sich

die interessante Spielmechanik auf

Dauer ein klein wenig abnutzt. Endlich

wieder ein toller Space Shooter!

Wo ist mein

Wasser? 2

Auch wo ist mein Wasser? 2

wechselt von Premium zu

Freemium. Es gibt Hürden,

die man durch das Spielen der gleichen

Level mit anderen Herausforderungen

überwindet oder durch In-App-

Käufe mühelos entfernt. Das Spiel dahinter

ist anfangs etwas enttäuschend,

da viele Level uninspiriert wirken. Doch

nach einer Weile wird es spannender:

Dann gibt es besondere Herausforderungen

und Speziallevel, die wirklich

Laune machen. Teil 2 bringt keine

Überraschungen ist aber dafür gratis.

Type:Rider

Type:Rider ist ein Geschenk

für alle, die Spielen und Lernen

miteinander kombinieren

wollen! Man steuert zwei Bälle, indem

man an den Seiten aufs Display drückt

und den Rest die Physik erledigen

lässt. So rollt man über Buchstaben

und Absätze, Buchrücken und Druckerpressen.

Dabei sammelt man Buchstaben

ein, doch viel wichtiger sind die

Sternchen: Dahinter verbergen sich,

wie auch bei richtigen Texten, Anmerkungen

zur Typografiegeschichte, die

sich in einem separaten Büchlein öffnen.

Die Kombination aus Geschichtslektionen

und Spiel ist jedoch einmalig.

Bitte mehr davon!

1,50 Euro

Englisch|Version 1.1|32 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 1.0.2|46 MByte

★★★★★

2,69 Euro

Deutsch|Version 1.0|193 MByte

★★★★★

Android-user.de Januar 2014 85


Spiele

Nvidia Shield

Shield von Nvidia im Test

Shield

Nvidia

Es sieht aus wie ein Gamecontroller mit Display, ist

aber in Wirklichkeit das aktuell schnellste

Android-Gerät überhaupt: Shield von

Nvidia macht Lust aufs Spielen. Wir

durften das Gerät schon vor

dem Deutschlandstart testen.

Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Funfaktor

‚ Performance

‚ Preis

‚ Lautsprecher

„ Gewicht

„ Verfügbarkeit

Mit dem Shield stellte Nvidia auf

der CES in Las Vegas Anfang

2013 ein sehr interessantes Android-Gerät

vor, das eine Mischung

aus Tablet, Gamecontroller und Spielekonsole

darstellt. Aus dem ehemaligen Project

Shield wurde später schlicht Nvidia

Shield, und seit Mitte des Jahres ist Shield

zum Preis von rund 300 Dollar in den USA

und Kanada erhältlich. Der Deutschlandstart

ist fest geplant, allerdings gibt es noch keinen

konkreten Termin (siehe Kasten).

Von Gamern für Gamer

Shield ist das aktuell schnellste Android-System.

Punkt! Der Tegra 4 arbeitet schneller als

der Snapdragon 800 von Qualcomm. Auch

wenn es nur Nuancen sind, schlägt sich der

Tegra 4 besser. Bislang haben wir davon

nicht viel bemerkt, weil die Performance in

Tablets von Drittanbietern, zum Beispiel von

Toshiba, alles andere als top war – aber

Shield ist wirklich schnell. So erreichten wir

beim AnTuTu-Benchmark über 38.000 Zähler,

und beim Vellamo-Test steht der Tegra-4-

Prozessor mit 3213 Punkten beim HTML-5-

Benchmark ebenfalls deutlich leistungsfähiger

da als die Konkurrenz von Qualcomm

[LINK 1]. Doch Nvidia hat nicht nur eine sehr

starke CPU verbaut; auch bei den Android-

Updates zeigen die Grafikspezialisten, was

Sache ist. So läuft Shield bereits mit Android

4.3 und laut bislang unbestätigten Gerüchten

soll die Konsole auch schnell in den Genuss

von Android 4.4 „KitKat“ kommen. Die nötigen

Updates liefert Nvidia gleich selbst aus,

auch in unserem Testzeitraum Anfang November

traf ein größeres Update ein.

Für viel Freude an Shield sorgen auch die

integrierten Bassreflex-Lautsprecher, die

einen wirklich tollen Sound mit satten Bässen

liefern. Bislang nur auf dem Handy oder

Abb. 1: Mit über 38.000 Zählern beim AnTuTu-Benchmark ist Nvidias Shield

das aktuell stärkste Android-Gerät auf dem Markt.

Abb. 2: Viele Spiele merken, wenn sie auf einem Shield laufen und zeigen

spezielle Einstellungsdialoge zur Tastenbelegung an.

86

Januar 2014

Android-User.de


Spiele

Nvidia Shield

Abb. 3: Im Shield-Store kaufen Sie neue Spiele oder laden diese herunter.

Abb. 4: Der fette Akku sorgt für langes Spielvergnügen ohne Steckdose.

auf Tablets gezockte Games entdeckten wir

teilweise mit völlig neuem Klang.

Tablet, Controller oder

Konsole

Shield ist in erster Linie zum Spielen gebaut.

Das System lässt sich aber auch als Android-

Tablet nutzen. So finden Sie sämtliche Elemente

von Android auch auf dem Shield, Nivida

hat das System lediglich erweitert. So

gibt es in den Quick-Settings zum Beispiel

einen Eintrag, der den Mauszeiger einschaltet,

und anstelle einer Lautstärkewippe hat

das Shield nur einen Volume-Button, der die

passenden Bedienelemente auf dem Touchscreen

einblendet. Die Bedienung ist denkbar

einfach: Am Nvidia-Button schalten Sie das

Gerät ein, mit dem linken Joystick navigieren

Sie in den Apps, Home- und Zurücktaste helfen

dabei. Drücken Sie den Nvidia-Button

auf dem Homescreen ein zweites Mal, starten

die Übersicht der vorhandenen Spiele

und der Shield-Store. Dabei handelt es sich

um die optisch aufbereitete Nvidia Tegra-

Zone. Darin finden Sie alle Spiele, die für Tegra-Geräte

optimiert wurden. Unabhängig

davon können Sie Spiele auch aus Google

Play herunterladen, Angry Birds inklusive.

Wollen Sie Shield auf einem großen Monitor

nutzen, dann gibt es dazu zwei Möglichkeiten:

Sie schließen die Nvidia-Hardware

per HDMI-Kabel an den TV an oder stellen

eine Verbindung via Miracast her – falls verfügbar.

Im ersten Fall (über HDMI) können

Sie Shield zuvor in den Konsolenmodus versetzen.

Die Grafikausgabe erfolgt dann in

Bald in Deutschland

Nivida konnte uns bis zum Redaktionsschluss

Mitte November nicht sagen, wann Shield in

Deutschland verfügbar sein wird. Man rechnet

aber damit, dass es „bald“ soweit sei. Android

User geht davon aus, dass man das Gamepad

noch dieses Jahr bei uns kaufen kann.

Full-HD (das integrierte Display zeigt nur

1280 x 720 Pixel an), und Sie können Shield

via Bluetooth-Controller steuern. Den Wechsel

nehmen Sie bequem via App vor. Verfügen

Sie über eine aktuelle Nvidia-GeForce-

GTX-Grafikkarte, können Sie Spiele vom PC

auf Shield streamen. Das hat den Vorteil,

dass Sie unabhängig vom PC spielen können,

falls dieser etwa im Keller steht, Sie aber lieber

im Wohnzimmer Battlefield spielen.

Schwachstellen

Dank des integrierten 7350-mAh-Akkus hält

Shield zwar beim Spielen lange durch (bis zu

6 Stunden) und kommt auf Standby-Zeiten

von mehreren Tagen; da das Gerät mit rund

580 Gramm jedoch schlicht zu schwer ist,

halten die Oberarme des Spielers meistens

nicht so lange durch wie der Akku. Am besten

spielen Sie deshalb mit aufgestützten

Armen. Alternativ lässt sich Shield als Android-Gerät

– via HDMI an einen Fernseher

angeschlossen – natürlich auch mit einem

leichteren Bluetooth-Controller steuern. Die

Lernkurve ist bei einigen Spielen etwas hoch,

je nachdem, über wieviel Konsolenerfahrung

Sie verfügen. Während sich zum Beispiel Reaper

über den Touchscreen relativ einfach

spielt, müssen Sie sich für Shield schon merken,

welcher Button was tut. Nach dieser

Eingewöhnungszeit geht das Spielen aber

deutlich flotter vonstatten, und bei Shootern

wie Dead Trigger 2 oder Shadowgun gibt es

diese Probleme praktisch nicht.

Fazit

Wir können es kaum erwarten, bis Shield

auch hierzulande erscheint. Zum Preis von

vermutlich 300 Euro werden Sie ein Top-Android-Gerät

erhalten, das Nvidia zudem zeitnah

mit Updates versorgt. Der wirklich einzige

Kritikpunkt ist das Gewicht. Hier wäre

es toll, wenn Nvidia Shield noch rund 100

Gramm leichter machen könnte, sofern das

nicht auf Kosten des Akkus geht.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30929

Android-user.de Januar 2014 87


Einsteiger

Google-Foto-App

Google Fotos: Die neue Bilderapp von Google+ erklärt

Windrädchen

Alexandr Kovalenko, 123RF

Über Nacht überraschte

Google Mitte Oktober

viele Nutzer mit einem

neuen App-Icon: Das

bunte Windrädchen

steht für Google Fotos

und ist eine alte App in

neuem Gewand. Wir

stellen Google Fotos

vor. Marcel Hilzinger

Schauen Sie nie oder sehr selten in

die Liste der verfügbaren Apps

oder nutzen Google+ nicht, dann

haben Sie das Symbol mit dem

farbigen Windrad vielleicht noch gar nicht

bemerkt. Es steht für die App Google Fotos

und erinnert optisch stark an Picasa, den Bilderdienst

von Google. Das ist kein Zufall,

schließlich nutzt Google für das Speichern

Ihrer Fotos in der Cloud den Dienst Picasa im

Hintergrund.

Teil von Google+

Die Fotos-App gehört zu Google+ und dient

in erster Linie dazu, Ihre zu Google+ hochgeladenen

oder durch die automatische Sicherung

gespeicherten Aufnahmen zu verwalten.

Die Vorteile der App kommen

vor allem dann zum Tragen,

wenn Sie Google+ auch

am PC oder auf mehreren Android-Geräten

nutzen und auch

dort Bilder hochladen. Die neue

Fotos-App enthält zudem noch

ein paar Bearbeitungsmöglichkeiten, sodass

Sie sich eventuell die Installation von Snapseed

oder einer anderen zusätzlichen App

sparen können, nur um ein Bild zuzuschneiden

oder es mit einem coolen Effekt zu versehen.

Orientierung finden

Sie können die App ganz normal über das

App-Icon starten. Falls Sie Google+ aber bereits

aktiv nutzen, dann finden Sie das neue

Windrädchensymbol in der Seitenleiste. Das

sorgt zunächst für etwas Verwirrung, weil Sie

in der Fotos-App ebenfalls das Menü über die

Seitenleiste am linken Rand aufrufen können

und dann ein passendes Menü dazu erhalten.

Sie werden sich aber recht schnell daran

gewöhnen.

Nach dem Start der App sehen Sie die Reiter

Kamera und Highlights. Je nachdem, in

welchem Land Sie sich aufhalten, erscheint

ein Hinweis auf die automatische Gesichtserkennung

„Find my Face“, die Sie entweder

freischalten oder über einen Fingertipp auf

Später deaktiviert lassen (empfohlen). Falls

Sie Google+ noch nicht dazu nutzen,

Ihre Fotos automatisch in der Cloud zu

speichern, erhalten Sie ebenfalls ein

zusätzliches Hinweisfenster.

Der Reiter Highlights zeigt Ihnen die –

laut Google-Algorithmen – schönsten Fotos

an, unter dem Reiter Kamera finden Sie alle

auf Ihrem Gerät gespeicherten Fotos. Kamera

verhält sich also in etwa wie die Galerie-App.

Das erste Minibild steht für weitere Ordner

auf dem Dateisystem. Darüber erreichen

Sie zum Beispiel Screenshots oder mit

anderen Kamera-Apps aufgenommene

Bilder. Bei einigen Fotos zeigt

die App zudem ein Wölkchen mit

einem Haken an. Dabei handelt

es sich um Fotos, die Google bereits

in der Cloud gespeichert

hat. Wollen Sie eines dieser

Fotos bearbeiten, löschen oder

verschicken, halten Sie den Finger auf dem

Minibild, bis die App es mit einem Häkchen

versieht. Ist erst einmal ein Bild markiert,

fügen Sie der Auswahl durch kurzes Antippen

weitere Aufnahmen hinzu. Anschließend

88

Januar 2014

Android-User.de


Einsteiger

Google-Foto-App

Abb. 1: Die Fotos-App sieht nicht

nur optisch ähnlich aus wie

Google+, sondern ist Google+.

Abb. 2: Google sortiert automatisch

die besten Fotos aus und

zeigt diese gesondert an.

Abb. 3: Neben Drehen und

Zuschneiden bietet die Fotos-App

auch zahlreiche Filter.

Abb. 4: Zur Verschönerung Ihrer

Fotos bietet die App zahlreiche

Rahmen an.

wählen Sie oben rechts das Mülleimersymbol,

um die Fotos zu löschen, oder das Linksymbol

daneben, um die Fotos mit anderen zu

teilen. Gelöschte Fotos wandern zunächst in

den Papierkorb. Erst wenn Sie sie dort auch

löschen, sind sie endgültig verschwunden.

Hier finden Sie auch Fotos, die Sie im Browser

auf Google+ gelöscht hatten.

Die Plus-Features

Wenn Sie mögen, können Sie also die Fotos-

App ganz einfach als Ersatz für die Galerie

benutzen. Die App hat jedoch deutlich mehr

zu bieten. Öffnen Sie ein Foto in der Großansicht,

dann finden Sie am unteren Bildschirmrand

drei Symbole. Den Mülleimer

und das Teilensymbol kennen Sie vermutlich

bereits. Über den Pinsel erreichen Sie die Bearbeitungsfunktionen

der Fotos-App. Dabei

ist es egal, ob das Bild lokal auf dem Handy

gespeichert ist oder nur in der Cloud. Google

holt das Foto aufs Handy und speichert es

nach der Bearbeitung wieder in der Cloud.

Sie bemerken davon höchstens etwas, wenn

die Internetverbindung nicht perfekt ist.

Dann kann es eine Weile dauern, bis sich das

Pinselsymbol auswählen lässt. Auf einigen

Aufnahmen erscheint zudem unten rechts

noch eine Art Zauberstab. Das sind Bilder,

die Google automatisch verbessert hat. Halten

Sie den Finger für kurze Zeit auf dem

Zauberstab, sehen Sie die Unterschiede zum

Original.

Doch zurück zu den Bearbeitungsfunktionen:

Sie finden hier einfache Werkzeuge für

das Drehen oder Zuschneiden und auch hier

wieder den Zauberstab für die automatische

Verbesserung. Über mehrmaliges Antippen

von Drehen richten Sie Ihre Fotos passend

aus, ein Fingertipp auf Zuschneiden öffnet

die Cropmaske mit drei Möglichkeiten zur

Auswahl. Über den Filtereintrag gelangen Sie

zu diversen künstlerischen Bearbeitungsmöglichkeiten,

die Google von der App Snapseed

[LINK 1] übernommen hat. Neben den Effekten

finden Sie hier auch mehr als ein Dutzend

Rahmen.

Alben und Auto-Effekte

Nutzen Sie Google+ aktiv, dann werden Sie

sich über die Möglichkeiten der Albenverwaltung

direkt aus der Fotos-App heraus

freuen. Damit ist es ein Leichtes, eine bestimmte

Bildauswahl zu einem neuen Album

hinzuzufügen, um dieses anschließend via

Google+ mit bestimmten Personen oder

Kreisen zu teilen. Öffnen Sie dazu zunächst

den Reiter Highlights, und markieren Sie anschließend

die gewünschten Bilder. Zwischen

den bekannten Symbolen für Mülleimer

und Teilen finden Sie nun ein neues

Symbol mit einem Foto. Darüber fügen Sie

die ausgewählten Aufnahmen einem neuen

Album hinzu. Das funktioniert nur mit Fotos

in der Cloud, und das Album bleibt zunächst

Wie kommt die App auf mein Handy?

Fotos ist Teil von Google+. Wenn Sie Google+ installiert haben, dann haben Sie in der

Zwischenzeit automatisch auch die App Fotos bzw. das zugehörige Icon erhalten. Sie

können die neue App also nicht löschen, wenn Sie nicht auch gleich Google+ deinstallieren

wollen. Wenn Sie Google+ nicht benutzen, die App aber auf Ihrem Handy vorinstalliert

war, können Sie Google+ auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, falls Sie

das neue Icon stört.

Android-user.de Januar 2014 89


Einsteiger

Google-Foto-App

Abb. 5: Der neue Teilendialog der

Fotos-App verfolgt optisch einen

ganz neuen Ansatz.

Abb. 6: Die Funktion für automatische

Kurzvideos gibt es erst ab

Android 4.3.

Abb. 7: Im Videoeditor legen Sie

den Stil und die Hintergrundmusik

für Ihre Videos fest.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31312

privat. Wechseln Sie nun über die Sidebar

zum Eintrag Alben, finden Sie hier die neuen

Fotos und können das Album in Ihren Kreisen

zur Verfügung stellen. Dabei wird Ihnen

bestimmt auch der neue Teilendialog auffallen,

der das Teilen über Google+ ganz prominent

oben platziert, aber auch die von Android

gewohnten restlichen Möglichkeiten

zur Auswahl bietet.

Ebenfalls nur für die online gespeicherten

Fotos ist die Option Auto-Effekte verfügbar,

die Sie über die Seitenleiste aufrufen. Google

setzt hier aus passenden Bildern lustige Animationen

oder originelle Collagen zusammen.

Auch deutlich verbesserte Aufnahmen

finden sich hier. Es lohnt sich, von Zeit zu

Zeit einen Blick in den Ordner zu werfen, da

die Google-Rechner manchmal etwas Zeit

brauchen, um sämtliche Fotos zu verarbeiten

(bis zu mehreren Wochen).

Auto-Upload einschalten

Sie nutzen Google+ noch nicht, um Ihre Fotos

zu speichern? Dann starten Sie die App, und

öffnen Sie die Einstellungen. Hier finden Sie

ganz oben den Eintrag Automatische Sicherung

unter den Allgemeinen Einstellungen.

Tippen Sie diesen Eintrag an, um die Sicherung

ein- oder auszuschalten, und entscheiden

Sie dann, ob Sie den unlimitierten Speicherplatz

mit verkleinerten Fotos oder den limitierten

mit allen Bildern in der Originalauflösung

nutzen mögen.

Coole Slideshows

Besitzen Sie ein Android-Gerät mit Version

4.3 oder neuer, dann können Sie aus der

neuen App heraus auch ganz leicht kurze Videos

aus Ihren Urlaubsbildern erstellen.

Wechseln Sie dazu über die Sidebar zum

Punkt Auto-Effekte. Hier finden Sie oben in

der Mitte ein Symbol mit der typischen Videoschnittklappe.

Tippen Sie es an, öffnet

sich ein Auswahldialog für die Fotos und Videos,

die Sie dem Clip hinzufügen möchten.

Auch hier können Sie lokale Fotos mit Bildern

und Videos in der Cloud mischen. Ein

Clip kann maximal 20 Sekunden lang sein,

die minimale Länge beträgt 5 Sekunden.

Haben Sie die Fotos ausgesucht, erscheint

ein einfaches Videoeditor-Fenster. Hier wählen

Sie über eine Wischgeste auf dem Vorschaubild

nach rechts oder links den gewünschten

Stil aus (Extrem, Natürlich, Erinnerungen

etc.). Per Fingertipp auf das Notensymbol

ändern Sie die Musik. Sind Sie mit

den Einstellungen zufrieden, laden Sie den

Kurzfilm über Speichern in die Cloud hoch

und teilen Ihn auf Wunsch mit Ihren Freunden.

Die so erstellten Videos finden Sie später

über den Eintrag Videos in der Seitenleiste

wieder.

Fazit

Mit der neuen Fotos-App von Google+ brauchen

Sie eigentlich die Alben/​Galerie-App

von Android nicht mehr, da Sie damit nicht

nur Ihre Google+-Aufnahmen, sondern auch

alle lokalen Fotos bearbeiten können. Auch

Snapseed oder eine andere Fotofilter-App

können Sie sich sparen, wenn Sie keine allzu

großen Anforderungen stellen, da die Fotos-

App bereits zahlreiche Bearbeitungsmöglichkeiten

und Filter mitbringt. Wir sind uns

ziemlich sicher, dass Google Fotos das Ende

der Galerie-App bedeutet.

● ● ●

90

Januar 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Musik-Tipps

Audio-Tipps

Diesen Monat stellen wir euch nicht nur einfach neue Musik aus dem Play Store vor, sondern bieten einen Wegweiser

für das beste musikalische Weihnachtsgeschenk. Die verschiedensten Genres sind vertreten, so sollte für

fast jeden Musikfan das richtige Geschenk dabei sein. Christian Ullrich

UniversalMusci

Eminem:

The Marshall

Mathers LP2

Während Detroit mehr und mehr zu

Gotham City wird, steht Eminem inmitten

der Ruinen seiner Heimatstadt

und hält sich selbst einen Spiegel vor.

Sein neues Album ist demnach ein

Rückblick auf sein bisheriges Werk.

Mit Querverweisen in die Vergangenheit

sucht er nicht nur seinen Platz in

der Gegenwart, sondern auch den

von Amerikas Mittelschicht.

Er schimpft, offenbart seine Seele

und zeigt seine unfassbaren Rap-

Skills in diesem Theaterstück über

den Zerfall der Vereinigten Staaten.

Die Hauptrolle spielt der beste Rapper

der Welt selbst, auch wenn „The Marshall

Mathers LP 2“ nicht sein bestes

Album ist. Trotzdem ist es besser als

90 Prozent aller anderen Rap-Alben

und daher ohne Einschränkung als

Geschenk für unter den Weihnachtsbaum

zu empfehlen [LINK 1].

Genre: Hip-Hop

Für Fans von: Dr. Dre

Label: Def Jam Records

Stacey Mark

Blood Orange:

Cupid Deluxe

Wenn der zu Beschenkende nur alte Platten von Prince, Curtis Mayfield

oder Kurtis Blow hört, dann überraschen Sie ihn mit Blood Orange. Er

wird seine Freude daran haben, denn auf „Cupid Deluxe“ bedient sich

der Musiker bei den Helden vergangener Tage: bei den Pionieren des

Funk, Soul und Rap. Mit minimalen Mitteln erschafft er Klänge, die in

der Stille der Nacht schweben – mit einem Hauch von Erotik und mit

Beats, die dem Schlag eines tiefenentspannten Herzens nachempfunden

sind. Aber nur, wer die Größten als Maßstab

nimmt, wird auch selbst Großes leisten.

Dementsprechend geht „Cupid Deluxe“ unter die

Haut und ist stilistisch trotz der Referenzen so weit

in der Gegenwart, wie es die Vergangenheit zulässt

[LINK 2].

Genre: Funk / Soul

Für Fans von: Prince / Frank Ocean

Label: Domino Records

92 Januar 2014


Musik

Arcade Fire: Reflektor

Nach dem Grammy für das beste Album 2011 ist die

Erwartungshaltung immens. Daher wurde der eigene

Sound in Frage gestellt, um den optimalen Klang zu

finden. Das Album, das dabei entstand, gehört zu

den besten, die 2013 veröffentlicht wurden. Es zelebriert

und zitiert so liebevoll und selbstverständlich

nahezu die komplette Musikgeschichte, dass selbst

nach dem zehnten Hören noch Querverweise auffallen.

Die Kunst dabei ist, die eigene Identität nicht zu

verlieren. Und genau das gelingt Arcade Fire mühelos

und über sagenhafte 76 Minuten hinweg. Davor

verneigen wir uns und empfehlen diese

13 Songs all jenen, die ein Geschenk für

einen Freund suchen, der dem Indie-Pop

zugeneigt ist und David Bowie zu seinen

Favoriten zählt. Bitte den Kurzfilm unter

[LINK 3] ansehen, in dem unter anderen

Ben Stiller und Bono auftreten!

Genre: Indie

Für Fans von: David Bowie

Label: Universal

HiGHLight

Korey Richey

Bright Eyes:

A Christmas Album

Wer einen Freund

hat, der an Weihnachten

nicht auf

Weihnachtslieder

verzichten mag,

aber keine Lust hat,

die in Dauerrotation

erklingenden

Whams, Chris

Reas etc. zu hören (jeder hat so einen

Freund ;-), dem sei dieses Album als Geschenk

wärmstens empfohlen: 11 klassische

Songs, interpretiert von den Bright

Eyes, die jeglichen Kitsch ausblenden und

ein zartes Album wie schneeweiße Flocken

in die sternenklare Winternacht zaubern.

An die Stelle von quietschenden

Kinderchören tritt der Klang eines prasselnden

Kaminfeuers. Wer genau hinhört,

kann das Knistern der Flammen sogar

hören [LINK 5].

Matt Elliot:

Only Myocardial Infarction...

Der erste Song dauert 17 Minuten. Keine Sekunde

davon ist verschwendet. Wie ein Buch reiht sich

Kapitel an Kapitel, und alle behandeln das

Thema Traurigkeit in all seinen unterschiedlichen

Stimmungen. Die glücklichsten Momente

sind der Melancholie geschuldet und

lenken vom Leid des gebrochenen Mannes ab.

Matt Elliotts stimmungsvolle Musik geht von

seiner Gitarre aus, die mit jedem gezupften Ton

Tränen regnen lässt; und von seiner Stimme, die

brummend Texte vorträgt, die in diesem Tränenmeer

baden. Wer diese Musik verschenken

will, sollte einen verträumten

Romantiker

wählen, denn dieses

Album vermag zu fesseln

wie ein Buch, dessen

Sätze bedingungslos

auf weißem Papier

stehen [LINK 4].

Genre: Weihnachtslieder

Für Fans von: Elliott Smith

Label: Saddle Creek

Genre: Songwriter

Für Fans von: Tom Waits

Label: Ici d’ailleurs

Android-user.de

cetrobo.com


UniversalMusic

Robbie Williams:

Swings Both Ways

Keine Frage: Wenn Robbie Williams ein Swing-Album

ankündigt, klingeln alle Glöckchen am Weihnachtsbaum.

Dass er den Swing auf seine Weise

interpretieren kann, bewies er schon 2001. 2013

kehrt er zu diesem Genre zurück und bringt neben

Coversongs (u.a. Dream A Little Dream) auch eigene

Stücke mit, die durch die Bank sehr gelungen

sind. Wer dann noch mit so erlesenen Gästen wie

Lily Allen, Kelly Clarkson oder Michael Bublé aufwarten

kann, sitzt völlig zu Recht ganz oben auf

dem Popthron. Als Geschenk ist „Swings Both

Ways“ der Joker, auf den im Zweifel immer zurück

gegriffen werden kann, wenn noch eine originelle

Überraschung fehlt. Denn Robbie Williams versteht,

mit einfachsten Mitteln vielen Menschen ein

Lächeln aufs Gesicht zu zaubern [LINK 6].

Genre: Swing

Für Fans von: Frank Sinatra

Label: Universal

Son Lux: Lanters

Ein Geschenk zu finden für jemanden, der nur von Geheimtipps aus

dem Internet spricht, ist keine leichte Aufgabe. Hier empfehlen wir mit

Son Lux einen Künstler, der Klavier und Komposition studiert hat. Der

erste Eindruck ist dementsprechend: verkopfte Studentenmusik. Beim

zweiten Hören kommen die Feinheiten zum Tragen. Beats aus

dem Dunstkreis des Dub Step verfeinern die elektronisch verspielte

Songwriter-Struktur, quasi eine Mischung aus James

Blake und Sufjan Stevens, die in einem knallbunten Mosaik

aus Chören gegen die schwarze Leere ankämpft [LINK 7].

Mallory Talty

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31230

1. The Killers

Für den Rock-Pop-Fan

2. Sido

Für den Deutsch-Rap-Fan

3. Keane

Für den Brit-Pop-Fan

4. Bet.e & Stef

Für den Bossanova-Fan

5. Messer

Für den Post-Punk-Fan

Genre: Art Pop

Für Fans von: Sufjan Stevens

Label: Joyful Noise Recordings

Weitere Highlights

aus dem Play Store

94

Januar 2014

Android-User.de


Musik

Musik-App des Monats

Echte Gitarre

Neben dem schönen Design der App fällt als

erstes die sehr gute Klangsimulation auf.

Das ist nahe dran an einer echten Gitarre

und dementsprechend schon eine Installation wert.

„Echte Gitarre“ bringt zwei verschiedene Modi: Zur

Wahl stehen Akkorde und Soli. Die immense Anzahl

an verschiedenen Akkorden ist zudem gut geeignet,

um Harmonien zu testen oder zu erfahren, wie ein

Akkord richtig klingt. Der Tabulator

hilft beim Erlernen der Akkorde an

einer echten Gitarre. Als Schmankerl

gibt es aktuelle Lieder zum Begleiten.

Einziges Manko: Leider fehlen in der Auswahl

Weihnachtslieder, aber sei es

drum: „Echte Gitarre“ ist ein

Spielzeug für Gitarristen,

für solche die es gern

wären und für Freunde

der akustischen Gitarre. Für

sie alle ist diese App [LINK 8] eine

absolute Empfehlung!

Maksim, Fotolia

Hardware des Monats

WoodTones von Griffin

30 €

Perfekt unter den Weihnachtsbaum

passen die „WoodTones“

von Griffin. Erstens, weil richtiges

Holz eingesetzt wurde, und zweitens,

weil das nicht nur schön

aussieht, sondern auch gut klingt.

Und das ist noch vor dem Style-

Faktor das entscheidende Kriterium

für einen Kopfhörer. Es spielt

dabei keine Rolle, ob Pop, Rock,

Elektro oder Hip-Hop favorisiert

werden. Die Hörer zeigen mit ausgewogener

Balance zwischen

Höhen, Mitten und Tiefen bei den

verschiedensten Genres gute

Leistung. Der schicke Jutebeutel

für den Kopfhörer und die drei

verschiedenen Aufsätze werden

nicht nur Hipstern gefallen. Wer

jetzt noch weiß, dass für die Herstellung

nur Holzabfälle genutzt

werden und selbst diese aus

nachhaltiger Forstwirtschaft

stammen, kann die WoodTones

[LINK 9] reinen Gewissens mit einer

festlichen Schleife versehen!

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31230

Android-user.de Januar 2014 95


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks und Apps,

die das Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-

Gerät einfacher und angenehmer machen oder

tele52, 123RF

einfach nur cool sind. Patrick Neef

Abb. 1: Kontakte importieren Sie aus

verschiedenen Quellen in Ihr

Google-Konto.

Kontakte von SIM importieren

Das große Durcheinander der Kontakte

auf dem Smartphone fängt

meist damit an, dass sich einige Adressen

auf der SIM-Karte befinden, andere

dagegen im Speicher des Telefons oder in der

Cloud eines Kontos. Dann besteht der erste

Schritt darin, die Kontakte von der SIM-Karte

zu importieren. Wenn Sie in der Kontakte-

App die Menütaste drücken, wird der Eintrag

Importieren/​Exportieren sichtbar. Dann wählen

Sie die Option, die Ihnen anbietet, die

Kontakte von der SIM-Karte zu importieren.

Das geht natürlich nur mit Geräten, die auch

eine SIM-Karte besitzen – reine WLAN-Tablets

haben zwar eine Kontakte-App, aber

keine Import-Export-Funktion. Geben Sie als

Ziel das Google-Konto an, mit dem Sie Ihr

Android-Gerät betreiben.

In dem folgenden Auswahlfenster können

Sie nun einzelne Kontakte oder alle markieren

und dann importieren. Ist die Liste nicht

allzu lang, lohnt es sich, bereits jetzt schon

gründlich auszusortieren, damit Sie nicht ungewollte

Einträge wie beispielsweise Hotelreservierungs-

oder Auskunftsnummern übernehmen.

Nach wenigen Sekunden ist der

Vorgang abgeschlossen. Jetzt können Sie sicher

sein, dass Ihre Kontakte auch dann erhalten

bleiben, wenn Sie das Telefon verlieren,

die SIM-Karte beschädigen oder den Telefonanbieter

wechseln.

Kontakte organisieren

Jetzt empfiehlt sich ein kurzer

Wechsel zum PC, an dem man die

Google-Kontakte etwas einfacher

verwalten kann. Sie verstecken sich übrigens

in der Gmail-Anwendung und sind auch dort

nicht so leicht zu finden. Mit einem Klick auf

die rote Schrift „Gmail“ links oben direkt

unter dem Google-Logo öffnen Sie einen Reiter,

unter dem Sie die Kontakte finden. In der

nun geöffneten Übersicht können Sie Einträge

löschen oder hinzufügen, Daten ergänzen

oder sogar Notizen anhängen.

Kontakte synchronisieren

Wahrscheinlich liegen auf Ihrem

Android-Gerät nicht nur Ihre

Google-Kontakte, sondern auch die

verschiedener anderer Konten, zum Beispiel

von Facebook oder von Google+. Dadurch

ergeben sich zu einzelnen Kontakten oft

mehrere Einträge, und die ganze Adressliste

wird endlos lang. Dagegen gibt es mindestens

zwei Mittel. Sie könnten zum einen verhindern,

dass Apps wie Twitter, Google+

oder Facebook überhaupt die Kontakte anzeigen.

In den Einstellungen finden Sie im Abschnitt

Konten alle Synchronisationseinstellungen

der verschiedenen auf dem Gerät eingerichteten

Konten. Zu jedem können Sie

einzeln festlegen, welche Elemente synchronisiert

werden sollen, unter anderem auch

die Kontakte. Wenn Sie hier den Haken entfernen,

werden die entsprechenden Einträge

aus der Kontakte-App entfernt. Sie sollten

vorher aber gut überlegen, ob das für Sie

sinnvoll ist oder nicht. Bei Google+ kann es

schnell vorkommen, dass Sie mehrere hundert

Kontakte in Kreisen hinzugefügt haben,

die dann alle in der Liste landen. Pflegen Sie

jedoch einen kleinen Freundeskreis auf Facebook,

so ist es durchaus sinnvoller, dessen

Adressen in der App zu belassen.

96

Januar 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kontaktdaten

zusammenfassen

Haben Sie sich entschieden,

Kontaktdaten

aus mehreren

Quellen zuzulassen, kann es

vorkommen, dass es doppelte

Einträge gibt. Dann müssen

Sie selbst Hand anlegen, um

die Dubletten zusammenzufassen.

Das ist zum Glück

ganz einfach: Tippen Sie

einen Kontakt an, den Sie mit

einem anderen zusammenführen

wollen, und halten Sie

den Finger auf dem Eintrag

gedrückt. Im Kontextmenü

tippen Sie nun auf Kontakt

verknüpfen und wählen den

gewünschten Kontakt aus.

Die Arbeit lohnt sich: Nach

einer Weile sind die verstreuten Kontaktdaten

in einem einzigen Eintrag vereint – diese

alle manuell einzugeben, hätte deutlich länger

gedauert.

Kontakte ausblenden

Sie können die Kontakte aus sozialen

Netzwerken mit Ihrem Android-

Gerät synchronisieren, sie aber

trotzdem ausblenden. Das ist für viele Nutzer

die bessere Alternative als das Ausschalten

der Synchronisation, denn so bleiben die

Adressen auf dem Telefon verfügbar, man

sieht sie nur nicht. Öffnen Sie dazu die Kontakte-App,

und tippen Sie im Menü auf Anzuzeigende

Kontakte. Nun können Sie auswählen,

welche Ihrer Einträge aus welchen

Quellen Sie sehen wollen. Haben Sie sämtliche

Kontakte in Ihrem Google-Konto vereint,

so ist es sinnvoll, dieses auszuwählen. Mit

dieser Einstellung blenden Sie jedoch auf

vielen Geräten gleichzeitig die anderen Quellen

aus, sprich: Sie können keine differenzierten

Listen anlegen. Doch keine Sorge, es

geht trotzdem: Benutzerdefinierte Listen lassen

sich in jeder Kontakte-App erstellen, und

das Gute dabei ist, dass Sie in den Einstellungen

der jeweiligen Liste auch angeben können,

welche Unterelemente eines Kontos angezeigt

werden sollen und welche nicht.

Nicht jedes Konto zeigt allerdings solche Untergruppierungen

an. In unserem Beispiel

waren es das Telefon und das Google-Konto,

welche gesonderte Einträge für Familie,

Freunde, Arbeitskollegen und weitere Gruppen

hatten, Facebook hingegen nicht. Prüfen

Sie das deshalb, bevor Sie die Synchronisation

starten.

Abb. 2: Wenn Sie hier den Haken

entfernen, kann das Ihr Adressbuch

deutlich entschlacken.

Abb. 3: Per Verknüpfung fassen Sie

mehrere Kontakte in einem einzelnen

Eintrag zusammen.

GSM-Codes als Kontakte

GSM-Codes sind kurze Codes, die

man im Dialer eingeben und damit

bestimmte Funktionen aktivieren

kann. Oft ruft man mit ihnen Informationen

auf, die man sonst nur dann erhält, wenn

man sich durch verschachtelte Einstellungsmenüs

hangelt. Merken kann sich die ganzen

kryptischen Codes allerdings niemand,

zumal es von ihnen Hunderte zu geben

scheint. Eine ganz einfache Lösung: Man

tippt sie in den Dialer, fügt sie den Kontakten

hinzu und benennt sie nach ihrer Funktion.

Der GSM-Code *135# beispielsweise zeigt

auf den meisten Handys die eigene Rufnummer

an, für den Fall, dass man diese einmal

vergessen haben sollte. Also trägt man sie

einfach unter dem Kontaktnamen Meine

Nummer oder Meine Rufnummer ein, und

schon ist diese Information schneller verfügbar,

und man muss sich den Code nicht merken.

Profi-Tipp: Wer viele solcher GSM-

Codes speichern will, kann in den Kontakten

eine Gruppe namens GSM-Codes anlegen

und darin alle vereinen, dann sind sie noch

leichter zu finden.

Adressen aus Google Maps

Haben Sie zu einem Kontakt eine

vollständige Adresse gespeichert,

können Sie sich diese mit nur

einem Tipp in Google Maps anzeigen lassen.

Denn neben jedem ausgefüllten Adressfeld

befindet sich ein Pin-Symbol (ehemals Locations),

das auf Berührung Google Maps öffnet.

Haben Sie andere Navigations-Apps installiert,

werden Sie zunächst gefragt, welche

davon geöffnet werden soll. Bei einigen Ad-

Abb. 4: Lassen Sie sich nur die Kontakte

anzeigen, die Sie auch wirklich

brauchen.

Abb. 5: Nützliche GSM-Codes lassen

sich auch als Kontakt im

Adressbuch abspeichern.

Android-user.de

Januar 2014 97


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 6: Die Navigation zu einem

Bekannten starten Sie direkt aus

den Kontakten heraus.

Abb. 9: Lassen Sie sich in Keep aufgrund

des aktuellen Standorts an

To-dos erinnern.

Abb. 7: Neben den Kontakten

sehen Sie die Symbole der jeweiligen

Konten und Speicherorte.

Abb. 8: Die Kontakte-App informiert

Sie direkt über Status-Updates bei

Facebook.

ressen hat das im Test nicht auf Anhieb geklappt,

weil die WLAN-Verbindung nicht

stark genug oder die Adresse falsch geschrieben

war. Es ist nämlich nicht so, dass die

Kontakte-App die Adresse „kennt“ und sie

einfach nur bei Google Maps aufruft; theoretisch

könnten Sie auch „Entenhausen“ als

Wohnort angeben, und Google Maps würde

trotzdem danach suchen, sobald Sie auf das

Symbol klicken. Mit der Berührung des Pins

kopieren Sie den Eintrag in das Suchfeld von

Google Maps, und wenn die eingegebene Adresse

nicht existiert, findet Google Maps eben

nichts. Mit der korrekten Ortsangabe ist die

Suchfunktion jedenfalls sehr praktisch. Sie

können damit viel leichter eine Navigation

zu einem Kontakt starten, den Sie vielleicht

nicht so häufig besuchen.

Facebook-Status in den

Kontakten

Haben Sie die Facebook-App installiert

und den Haken bei der Synchronisation

von Kontakten stehengelassen,

so befinden sich die Facebook-Kontakte

auf dem Android-Gerät. Übrigens: Die

Daten aus sozialen Netzwerken werden zwar

importiert, lassen sich aber nicht ändern.

Schließlich handelt es sich dabei um Informationen,

die aus den sozialen Plattformen

ausgelesen werden. Unter jedem Facebook-

Kontakt steht in der Kontakte-App zusätzlich

noch der letzte Facebook-Status – vorausgesetzt,

der Nutzer hat das in seinen Facebook-

Einstellungen erlaubt. So können Sie in der

Kontakte-App die aktuellen Status-Updates

Ihrer Kontakte sehen, ohne dass Sie die Facebook-App

öffnen müssen.

Welche

Kontaktdaten sind

vorhanden?

Wenn Sie wissen

wollen, welche

Daten Sie zu einem

Kontakt bereits auf dem Telefon

haben, genügt oft schon

ein Blick in die Kontakte-App.

Darin sind außer den Namen

auch die Symbole entsprechender

Konten sichtbar. Das

verrät nicht nur das jeweilige

Konto, sondern zum Beispiel

mit der Anzeige des Symbols

für die SIM-Karte auch den

Speicherort des Eintrags.

Diese Information ist auch

dann nützlich, wenn Sie mehrere

Einträge eines Kontakts

miteinander verknüpfen.

Standort-erinnerung in

Google Keep

Google Keep wirkt auf den ersten

Blick wie eine Notiz-App mit wenigen

Features. Tatsächlich aber ist

die App ziemlich ausgeklügelt: Farbige Notizen,

Listen, Erinnerungen und natürlich die

Synchronisation mit Google Drive machen

sie zu einem universellen Produktivitätswerkzeug.

Eine von vielen tollen Funktionen

ist die Erinnerung nach Standort. Statt also

den Alarm erklingen zu lassen, können Sie

die Notiz so einstellen, dass Sie sich dann

meldet, wenn Sie an einem bestimmten Ort

eintreffen. Das ist besonders dann sinnvoll,

wenn Sie die entsprechende Aktion, an die

Sie sich erinnern wollen, ohnehin nur an

einem bestimmten Ort ausführen können

(Pflanzen gießen, einkaufen, Brief einwerfen).

Damit verhindern Sie auch, dass eine

Erinnerung in einem unpassenden Augenblick

Alarm schlägt, zum Beispiel in einem

verlängerten Meeting.

Die Erinnerung per Standort stellen Sie

ganz einfach ein: Unter der Notiz tippen Sie

auf Erinnern und wählen dann Standorterinnerung

aus. Geben Sie dann einen Standort

ein, und haben Sie etwas Geduld, bis Google

Ihnen per Autovervollständigung Vorschläge

anbietet, aus denen Sie auswählen können.

Es genügt nämlich nicht, einfach eine Adresse

anzugeben; es muss eine Position sein,

die von Google erkannt wird. Außerdem

müssen Sie bei Ihrem Androiden WLAN und

GPS einschalten, damit das Gerät den Standort

erkennt. Sonst suchen Sie die hier geschilderte

Möglichkeit vergebens.

98

Januar 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Datenverbrauch

konfigurieren

Die Informationen

über den Datenverbrauch

sind sehr

nützlich. Auf vielen Geräten

sieht es aber so aus, als gäbe

es neben dem Grafen keine

weitere Information. Mitnichten

– scrollen Sie doch mal

nach unten, dann sehen Sie,

welche Apps in dem gewählten

Zeitraum den höchsten

Datenverbrauch verursacht

haben. Damit können Sie Datenfresser

ausmachen und gegebenenfalls

ausschalten.

Achten Sie dabei auch darauf,

welche Apps vor allem im

Hintergrund unbemerkt

Daten hoch- und herunterladen.

Interessant ist auch die Möglichkeit, den

Datennutzungszyklus der letzten drei Monate

anzusehen. So lässt sich ganz schnell

ein Vergleich anstellen, bei dem sich Ihr Datennutzungsverhalten

zeigt.

Doppeltippen im Browser

Es ist ein alter Trick, der aber von

vielen Nutzern oft vergessen wird:

Wenn Sie Webseitenelemente wie

Texte und Bilder in optimaler Größe sehen

wollen, müssen Sie nicht zwei Finger spreizen.

Es genügt ein Doppeltippen auf das entsprechende

Element, und schon passt es sich

an die Breite Ihres Android-Geräts an. Das ist

besonders dann nützlich, wenn man Webseiten

besucht, die noch nicht auf Mobilgeräte

Abb. 10: Android zeigt ihnen den

Datenverbrauch über die letzten

Monate hinweg an.

Abb. 11: Bei vielen Webseiten können

Sie in der normalen Ansicht

kaum ein Wort entziffern.

zugeschnitten und meist viel zu klein dargestellt

sind. Ein weiteres Doppeltippen stellt

die ursprüngliche Ansicht wieder her.

Anrufeinstellungen im Dialer

Bei der Suche nach bestimmten Anrufeinstellungen,

kann man schier

verzweifeln, wenn man nicht weiß,

dass nur der Dialer den Zugriff darauf gewährt.

Android hat diese nämlich ziemlich

gut versteckt. Hier können Sie Ablehnungsnachrichten

erstellen, Ihre Telefonnummer

unterdrücken, eine Rufumleitung einrichten

und vieles mehr. Einige interessante Optionen

verstecken sich in den Zusätzlichen Einstellungen,

hier sollten Sie ebenfalls einen

Blick hinein werfen.

● ● ●

Abb. 12: Die Anrufoptionen finden

Sie im Dialer, nicht in den Android-

Einstellungen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31195

Android-user.de Januar 2014 99


Tipps & Tricks

Android-Geräte komplett zurücksetzen

So löschen Sie unwiderruflich alle Daten vom Handy

Für immer

gelöscht!

Anatoly Maslennikov, 123RF

Bevor Sie ein altes

Handy endgültig aus

den Händen geben,

sollten Sie darauf achten,

auch wirklich alle

Daten zu löschen. Wir

zeigen Ihnen, wie das

geht. Christoph Langner

Weihnachten ist nicht mehr

weit, und mit Sicherheit steht

bei nicht wenigen Android-

Usern ein neues Handy oder

Tablet auf dem Wunschzettel. Schließlich

überbieten sich die Hersteller momentan mit

immer besseren und schnelleren Geräten.

Das alte Handy gehört im neuen Jahr aber

längst nicht zum alten Eisen, auch gebraucht

erzielt es auf Online-Flohmärkten noch einen

guten Preis.

Bevor Sie es dem neuen Besitzer zusenden,

sollten Sie jedoch unbedingt alle Daten

vom Handy oder Tablet löschen, sonst freut

sich der Käufer über Ihre Mails oder Ihre

Handybilder aus dem letzten Urlaub. Dummer

Hinweis? Daran denkt doch jeder? Weit

gefehlt! Es passiert immer wieder, dass User

vergessen, ihre Daten vom verkauften oder

verschenkten Handy zu löschen.

Der Autor dieses Artikels hat selber schon

einmal ein gebrauchtes Gerät mit freizügigen

Bildern der unwissenden Vorbesitzer gekauft,

und auch der Onlinehänder Woot.com rief

bereits panisch wiederaufbereitete Geräte zurück,

auf denen die Daten der Erstbesitzer

nicht gelöscht worden waren [LINK 1]. Woot

und Motorola belohnten das rasche Einsenden

der Geräte mit einem Geschenkgutschein

über 100 US-Dollar.

Paranoia-Level: Normal

Android hilft Ihnen selbstverständlich dabei,

alle Ihre Daten vom Handy zu löschen. In

den Einstellungen finden Sie unter Sichern &

zurücksetzen den Punkt Auf Werkszustand

zurück. Damit löschen Sie sämtliche Daten

vom Handy. Beim nächsten Start muss das

Handy neu eingerichtet werden, ganz so, als

ob Sie es eben erst zum aus der Verpackung

genommen hätten.

Den Werksreset platziert jedoch jeder Handyproduzent

an einer anderen Stelle. Bei

Samsung müssen Sie unter Einstellungen |

Konten | Sichern und zurücksetzen nach der

Option Auf Werkseinstellungen zurücksetzen

suchen, bei manchen HTC-Handys wiederum

werden Sie in den Einstellungen unter Speicher

fündig. Eventuell müssen Sie sich ein

wenig durch die Menüs hangeln, bis Sie zum

Werksreset kommen.

Beachten Sie dabei aber, dass viele Android-Geräte

über mehr als nur einen Ort –

den internen Speicher – verfügen, in denen

das System seine Daten ablegt. Über eine externe

MicroSD-Karte lässt sich der Speicher

eines Handys schnell erweitern. Soll diese

beim Verkauf im Gerät verbleiben, müssen

Sie beim Zurücksetzen besonders darauf achten,

dass auch von der Speicherkarte die

Daten gelöscht werden.

Manche Hersteller wie HTC bauen daher in

den Dialog zum Werksreset einen zusätzlichen

Schalter wie Speicherkarte löschen ein.

Aktivieren Sie diesen, löscht der Reset automatisch

auch die Daten von der Speicherkarte.

Bei Samsung jedoch müssen Sie dies

extra von Hand machen, den dafür nötigen

Menüpunkt SD-Karte formatieren finden Sie

unter Einstellungen | Optionen | Speicher.

100

Januar 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Android-Geräte komplett zurücksetzen

Am besten löschen Sie die

Speicherkarte des Handys vor

dem Werksreset, da Sie das

Handy sonst gleich noch einmal

einrichten müssen.

Abb. 4: Während des Verschlüsselns

wird das Gerät ebenfalls vollständig

zurückgesetzt.

Abb. 1: Jedes Android-Gerät lässt

sich in den Einstellungen auf den

Werkszustand zurücksetzen.

Abb. 2: Oft bietet das System

dabei auch gleich an, die externe

SD-Speicherkarte zu löschen.

Paranoia-Level:

Hoch

Das endgültige Löschen von

Dateien auf elektronischen

Datenträgern wie Festplatten

oder SSIDs sorgt immer wieder

für hitzige Diskussionen,

denn mit einem einfachen

Klick auf "Entfernen" ist es

meist nicht getan. Das Dateisystem

eines Datenträgers

lässt sich nämlich vereinfacht

mit dem Aufbau eines Buchs

vergleichen. Am Anfang steht

die Dateitabelle als Inhaltsverzeichnis.

Darin ist festgehalten, wo welche

Datei zu finden ist. Später folgen dann

die einzelnen Dateien als Kapitel.

Möchten Sie nun ein Kapitel respektive

eine Datei löschen, entfernt das Dateisystem

lediglich den Eintrag aus der Dateitabelle,

also dem Inhaltsverzeichnis, und markiert

ihn als frei und damit wieder beschreibbar.

Die Daten jedoch liegen danach aber nach

wie vor noch auf der Platte. Zwar fehlt damit

die Referenz im Inhaltsverzeichnis, doch mit

speziellen Forensik-Tools ist es gar nicht so

schwer, die eigentlich gelöschten Informationen

wiederherzustellen.

Damit diese auch wirklich weg sind, muss

man sie mindestens einmal überschreiben,

im Fachjargon „wipen“ genannt. Für PC-Systeme

stehen dazu zahlreiche Tools zur Verfügung.

Das wohl berühmteste Werkzeug in

diesem Bereich ist Darik’s Boot And Nuke

[LINK 2], kurz DBAN, ein vom USB-Stick oder

CD bootbares Mini-Linux, das die Daten

eines Computers zuverlässig schreddert.

Für Android-Geräte existiert bisher keine

Lösung, welche die komplette Datenpartition

sicher und zuverlässig löscht. Stattdessen

lässt sich aber die seit Android 3.0 verfügbare

Verschlüsselungsfunktion [LINK 3] für

diese Aufgabe missbrauchen.

Bei diesem etwa eine Stunde dauernden

Prozess geht das System jeden Sektor des internen

Speichers Schritt für Schritt durch und

überschreibt ihn mit dem verschlüsselten

Dateisystem – dabei bleibt von den ursprünglichen

Daten nichts mehr

übrig. Die auf diesem Weg

gelöschten Dateien lassen

sich danach auch nicht

mehr mit den üblichen Datensammmlertools

wiederherstellen.

Einmal codiert, entfernen

Sie die Verschlüsselung

in einem zweiten

Schritt wieder und übergeben

Ihrem Käufer mit Sicherheit

ein absolut sauberes

Gerät. Die Verschlüsselung

finden Sie auf Nexus-

Geräten unter Einstellungen

| Sicherheit | Telefon

verschlüsseln oder bei

Samsung unter Einstellungen

| Optionen | Sicherheit

| Gerät verschlüsseln.

Abb. 5: Im Gegensatz zu einem

Werksreset überschreibt dieser Prozess

jedoch die Daten.

Abb. 3: Bei manchen Geräten

muss die SD-Karte jedoch noch

zusätzlich formatiert werden.

Android-user.de Januar 2014 101


Tipps & Tricks

Android-Geräte komplett zurücksetzen

Abb. 6: Über die ADB und das dd-Kommando füllen Sie

den Handyspeicher mit Dummydaten.

Abb. 7: In einem zweiten Terminalfenster lässt sich der Fortschritt

der Aktion beobachten.

Paranoia-Level:

Extrem

Es gibt mit Sicherheit Android-User,

die selbst dem

„Verschlüsselungstrick“

nicht trauen. Schließlich ist

dabei nicht ganz klar, was

warum wie und wo passiert.

Bei einem extremen

Paranoia-Level greifen Sie

daher zu einem bewährten

Tool, das auch schon unter

Linux seit Ewigkeiten zuverlässig

Festplatten und

andere Datenträger komplett

nullt: dd.

dd dient unter anderem

zum bitgenauen Kopieren

von Festplatten, Partitionen

oder Dateien. „Bitgenaues“

Kopieren bedeutet, dass der

Datenträger Bit für Bit ausgelesen

und beschrieben

wird, unabhängig von dessen

Inhalt und Belegung.

Dieses Linuxtool ist auch

unter Android verfügbar.

Sie können es über den

USB-Debugging-Modus und

die Android-Debug-Bridge zum Überschreiben

der Handydaten nutzen.

Die für dieses Vorgehen notwendigen Voraussetzungen

sind zum einen ein bereits auf

den Werkszustand zurückgesetztes Gerät

und aktiviertes USB-Debugging. Dieses starten

Sie über die Entwickleroptionen in den

Einstellungen. Beachten Sie, dass die Entwickleroptionen

seit Android 4.2 versteckt

sind. Sie müssen sie durch

siebenmaliges Tippen auf

die Build-Nummer unter

Einstellungen | Über das Telefon

erst einmal kurz freischalten.

Anschließend fehlt auf

Ihrem PC eventuell noch

das Android-SDK mit den

Tools adb und fastboot. Installieren

Sie dieses [LINK 4],

oder holen Sie sich über das

Minimal-ADB&Fastboot-Paket

[LINK 5] das abgespeckte

SDK mit diesen beiden für

Android-Tweaker so wichtigen

Tools auf den Rechner.

Schließen Sie Ihr Handy

oder Tablet nun mit aktiviertem

USB-Debugging an

einen freien USB-Port Ihres

Abb. 8: Die Müll-Datei belegt mit

über 9 GByte den kompletten

freien Speicher des Handys.

Computer san, und öffnen Sie mit dem kurzen

Befehl adb shell eine Eingabe-Shell auf

Ihrem Gerät.

$ adb shell

$ dd if=/dev/zero of=/sdcard/datenmuell

$ rm /sdcard/datenmuell

Mit dd legen Sie nun eine kontinuierlich anwachsende

Datei im internen Speicher des

Handys an. Das Kommando stoppt automatisch,

sobald der Speicher voll ist.

Den Fortschritt können Sie in einem zweiten

Terminalfenster überprüfen, ps gibt

Ihnen die aktuelle Prozessliste aus, grep dd

filtert Ihnen die Informationen zum dd-Prozeß

heraus, und mit ls ‐al listen Sie den Inhalt

von Verzeichnissen.

$ adb shell

$ ps a | grep dd

$ ls ‐al /sdcard/datenmuell

Die meisten Handys signalisieren Ihnen am

Ende mit einer kurzen Benachrichtigung,

dass der Speicher zu knapp für einen ordnungsgemäßen

Gebrauch sei. Unter Einstellungen

| Speicher sollten Sie auch sehen,

dass kein Speicherplatz mehr auf dem Handy

frei ist. Löschen Sie die datenmuell genannte

Datei am besten gleich wieder mit einem Dateimanager

oder mit dem rm-Befehl.

Wer nach wie vor aus Sorge über die Wiederherstellbarkeit

seiner gelöschten Daten

nicht schlafen kann, benutzt als Eingabe in

die Müll-Datei über if=/dev/zero nicht lauter

Nullen, sondern via if=/dev/urandom beliebige

vom Handy generierte Zufallsdaten.

Dies zieht das Erstellen der

Müll-Datei jedoch erheblich

in die Länge.

$ adb shell

$ su # Für Root‐Rechte

$ dd if=/dev/zero of=/storage U

/extSdCard/datenmuell

$ rm /storage/extSdCard/ U

datenmuell

$ dd if=/dev/zero of=/data/ U

datenmuell

$ rm /data/datenmuell

Auf demselben Weg lassen

sich auch der Speicher der

für System-Apps vorbehaltenen

/data-Partition und eine

externe SD-Speicherkarte /

storage/extSdCard/ (je

nach Hersteller kann der

102

Januar 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Android-Geräte komplett zurücksetzen

Name dieses Pfades abweichen)

mit Nonsensdaten füllen

und überschreiben.

Dafür benötigen Sie auf

Ihrem Handy jedoch Root-

Rechte, da Ihnen sonst der

Zugriff auf diese Orte verwehrt

bleibt.

Führen Sie daher diese

Befehle mit einem Android

Terminal Emulator [LINK 6]

aus – bei der Eingabe von su

akzeptieren Sie die Anfrage

nach Root-Rechten – oder

geben Sie ADB selber Root-

Rechte. In CyanogenMod

aktivieren Sie dazu den

Root-Zugriff für die Android-

Debug-Bridge unter Einstellungen

| Entwickleroptionen

für Apps & ADB.

Fazit

Das Zurücksetzen auf den Werkszustand

sollten Sie auf keinen Fall vergessen, bevor

Sie Ihren alten Android-Knochen endgültig

aus den Händen geben – auch SIM- und SD-

Abb. 9: Auch die Einstellungen

sagen, dass der Handyspeicher

komplett gefüllt wurde.

Speicherkarte sollten besser

nicht im Handy bleiben. Geheimnisträger

wie Ärzte,

Journalisten oder Anwälte

sollten darüber hinaus die

Tipps zum „Paranoia-Level:

Hoch“ beachten. Schließlich

wissen Sie nie, in welche fähigen

Hände Ihr treuer Ex-

Begleiter gerät.

Zum „Paranoia-Level: Extrem“

möchten wir Ihnen

auch bei sehr viel Sorge um

die Wiederherstellbarkeit

Ihrer Daten nicht raten. Das

Beispiel führt jedoch deutlich

vor Augen wie nahe Ihr

Android-Handy an einem

„richtigen“ Computer ist. Im

Endeffekt unterscheidet sich

Ihr Androide in der Hosentasche

nur in der Größe vom

Notebook auf Ihrem Schreibtisch. Technisch

bauen beide Geräte auf gängigen PC-Standards

auf. Dementsprechend sollten Sie ganz

besonders bei modernen Smartphones auf

die Sicherheit Ihrer Daten achten.

● ● ●

Alle

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Poweruser

ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs und Root-Apps

ROM-Küche

Die Android-Community ist riesig. Für so gut wie jedes Android-Gerät

gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die

ROM-Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und

Tipps zu ROMs und neuen Root-Apps geben. Christoph Langner

Sense 5 Toolbox

Es soll ja HTC-Fans geben, die extra wegen

der Sense-Oberfläche immer wieder zu

einem neuen HTC-Androiden greifen. Daran

mögen wir auch gar nichts kritisieren, dennoch

wünscht sich manch ein HTC-User ein

wenig mehr Einfluss auf die HTC-Modifikationen

an Android. Mit der Sense 5 Toolbox

[LINK 1] und dem Xposed Framework [LINK 2]

gelingt dies in Zukunft.

Mit der Toolbox ändern Sie zum Beispiel

die bei Sense in der Benachrichtigungsleiste

eingebauten Quick-Settings oder nutzen die

Lautstärketasten zum Auslösen und Fokussieren

der Kamera. Auch ein App-Switcher,

der dem von Standard-Android ähnelt, und

ein neuer Stromsparmechanismus sind im

Modding-Paket enhalten. Die Toolbox wurde

ursprünglich für Android Revolution HD entwickelt,

der Mod sollte jedoch auf jedem

Sense-ROM funktionieren, das nicht zu

starke Veränderungen erfahren hat.

Nicht nur auf ein lausiges Gingerbread-ROM

oder vielleicht noch Jelly Bean, selbst das

brandaktuelle Android „KitKat“ steht im Alphastadium

als ROM für das Motorola Defy

und das etwas neuere Defy+ bereit.

Die KitKat-ROMs [LINK 3] für die zwei Motorola

Defys stammen vom Android-Hacker

Quarx, der im XDA-Developers-Forum aktiv

ist und dort schon seit geraumer Zeit ROMs

für diese Geräte baut. Das Custom-ROM basiert

auf CyanogenMod 11, später soll aber

auch eine AOSP-Variante auf Basis des Originalquellcodes

von Android kommen. Die

Defy-Modelle sind besonders interessante

Objekte für KitKat-ROM-Köche, da diese

Handys nur über 512 MByte Arbeitsspeicher

verfügen; Android 4.4 soll sich in diesem

Punkt ja als besonders genügsam erweisen.

Noch muss an dem ROM aber gearbeitet werden

– WiFi und Bluetooth-Headsets funktionieren

bisher noch nicht – doch die nächsten

Versionen sollen diese Probleme beheben.

Abb. 1: Mit der Sense 5 Toolbox

und Xposed modden Sie HTC-Handys

auch ohne Custom-ROM.

KitKat für

Motorola Defy

Erinnern Sie sich

noch an Android

„Eclair“ 2.1? Die

großen Neuerungen der im

Januar 2010 veröffentlichten

Android-Version waren

unter anderem animierte

Hintergrundbilder oder die

Anzeige der aktuellen Empfangsstärke

– heute beeindruckt

das kaum mehr jemanden.

Das Motorola Defy

wurde mit eben dieser Version

ausgeliefert, später gab

es noch ein Update auf Android

2.2. Nun lässt sich aber

auch dieses Handy mit Custom-ROMs

aktualisieren.

Abb. 2: Ändern Sie zum Beispiel die

Anzahl und Funktionen der HTC-

Quick-Settings.

CyanogenMod-

News

Android „KitKat“

4.4 ist da, und natürlich

wird sich

auch CyanogenMod wieder

der neuen Android-Version

widmen. Die Entwickler

machen dabei gleich den

Schritt auf CyanogenMod

11, offizielle Builds gibt es

zum Stand der Drucklegung

dieses Hefts jedoch noch

nicht. Das neue CM lässt

sich allerdings bereits als

Quellcode aus dem GitHub

des Projekts auschecken.

Mit Geduld und ein wenig

Spucke können erfahrene

Android-Hacker daraus sel-

104

Januar 2014

Android-User.de


Poweruser

ROM-Küche

ber ein ROM für ihr Handy backen. Die ersten

Nightlys sollen jedoch schon bald veröffentlicht

werden – für welche Geräte, steht

noch nicht fest.

Bis CyanogenMod 11 einen stabilen Stand

erreicht, wird weiterhin parallel an CyanogenMod

10.2 auf Basis von Android 4.3 gearbeitet.

Diese Version verlässt mit dem ersten

Milestone-Build [LINK 4] nun auch offiziell die

Testphase. Mit den Milestone-Builds bietet

sich das CM 10.2 M1 nun für diejenigen User

an, die nicht gerne mit ungetesteter Software

auf ihrem Handy arbeiten. Ein zweiter Milestone

soll noch im Laufe der Entwicklung

folgen, danach wird zügig – so alles nach

Plan läuft – CyanogenMod 10.2 als offizielle

Version freigegeben.

Eines der zentralen Features von Android

4.4 ist seine Genügsamkeit in puncto Arbeitsspeicher.

KitKat soll gut mit nur 512 MByte

RAM auskommen und trotzdem zügig arbeiten.

Somit ermöglicht es Google den Geräteherstellern,

Low-Cost-Smartphones für

Schwellen- und Entwicklungsländer zu

bauen – ein milliardenschwerer Markt, der

bisher brachliegt und zum Beispiel von Mozilla

mit Firefox OS angepeilt wird.

Wer nun aber darauf wartet, dass CyanogenMod

11 wieder Geräte unterstützt, die mit

CM9 oder CM10.x fallen gelassen wurden,

hofft vergebens. Nach Informationen aus

einem Beitrag auf Google+ [LINK 5] liegen die

Hardwareanforderungen von CyanogenMod

seit CM9 schon immer bei nur 512 MByte.

Ein zu kleiner Arbeitsspeicher war daher

nicht der Grund, warum von CM7 oder CM8

unterstützte Geräte mit 512 MByte oder mehr

RAM nicht mehr von CM9+ unterstützt wurden.

Android-„Zombies“ bleiben also auch

mit CM11 weiterhin tot.

Neue Treiber für Galaxy

Nexus

Als Google Android „KitKat“ 4.4 präsentierte,

war die Enttäuschung für zahlreiche Nexus-

User groß: Das Galaxy Nexus bekommt kein

offizielles Update auf Version 4.4 mehr – obwohl

das Gerät durchaus in der Lage wäre,

unter dem neuen Android zu funktionieren.

Nach 18 Monaten ist bei Google Schluss:

Überschreitet ein Nexus-Gerät dieses Alter,

gibt es nur noch Sicherheitsupdates. Neuere

Android-Versionen veröffentlicht das Unternehmen

dann nur noch für die jüngeren Nexus-Handys

und ‐Tablets.

Nun fertigt Texas Instruments zwar seit

über einem Jahr keine Smartphone-Chipsätze

mehr, doch das hindert das Unternehmen

nicht daran, eines seiner ehemaligen

Prestigeprojekte

weiter zu unterstützen:

TI springt

genau in die Bresche,

die Google mit

der Entscheidung

schlägt, das Samsung

Galaxy Nexus nicht mit

Android „KitKat“ 4.4 zu

versorgen. Die neuen Hardware-Treiber

für das im Galaxy

Nexus verbaute OMAP-

SoC (System-on-a-Chip), sind

generell mit der neuen Android-

Version kompatibel.

Wer stets ein aktuelles Android

verwenden will, aber sein Galaxy

Nexus noch nicht zum Alteisen

geben mag, kann daher auch in Zukunft

auf optimierte Custom-ROMs für

das Galaxy Nexus von CyanogenMod,

AOKP oder Paranoid Android hoffen. Dank

der Originaltreiber von Texas Instruments

sind ROM-Köche in der Lage, optimal angepasste

Firmwares auf Basis von Android 4.4

für das Galaxy Nexus zu entwickeln.

Moto JB für das RazR i

Käufer eines Motorola RazR i durften

sich bisher erst einmal über ein

Firmware-Update freuen. Ursprünglich

mit Android 4.0 ausgeliefert, hat Motorola

die Software seines ersten Android-Handys

mit Intel-Chipsatz auf Android 4.1.2 aktualisiert.

Ob Motorola weitere Updates ver-

Abb. 3: Gerade einmal 1

GHz, nur 512 MByte RAM

– und trotzdem läuft

KitKat auf dem

Motorola Defy.

Motorola

Abb. 4: Das Samsung Galaxy Nexus

bekommt von Google kein Update

auf Android 4.4 spendiert.

Nexus

Android-user.de Januar 2014 105


Poweruser

ROM-Küche

Abb. 5: Von der Optik unterscheiden

sich die gepatchte und die

originale Kamera-App nicht.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31188

öffentlichen wird, steht in den Sternen – die

exotische Intel-Basis des Geräts erschwert die

Entwicklung.

Dies macht sich auch in der Modder- und

Custom-ROM-Szene rund um das Gerät bemerkbar.

Im XDA-Entwicklerforum zum

RazR i [LINK 6] ist das Angebot an ROMs im

Vergleich zu anderen populären Geräten

recht mager, nur wenige ROM-Köche entwickeln

für das RazR i. Zudem basieren alle angebotenen

Custom-ROMs auf der Original-

Firmware und Android 4.1.2 – prominente

Vertreter wie CyanogenMod und auch ROMs

auf einer aktuelleren Basis fehlen ganz.

Dennoch wird mit viel Liebe an ROMs –

für das aktuell sehr günstig angebotene Gerät

– gearbeitet. Besonders Moto JB with a

heavy touch of AOSP [LINK 7] schob sich in der

letzten Zeit in den Vordergrund. Das ROM

basiert auf der Original-Firmware, allerdings

wurde diese um viele Motorola- und Moto-

Blur-Features erleichtert und um einen angepassten

Kernel ergänzt. So steht dem Android-System

mehr RAM zur Verfügung, und

der Akku hält länger.

Bessere Nexus-5-Kamera

Auch wenn die Kamera des neuen

Nexus 5 die beste Kamera ist, die

jemals in einem Nexus-Gerät verbaut

wurde – mit der eines Samsung Galaxy

S4 oder eines HTC One kann sie trotz des

Bildstabilisators nicht ganz mithalten. Schuld

daran ist nicht nur die Hard- sondern auch

die Software. Google möchte diese schon

bald mit einem Firmware-Update verbessern,

doch die Android-Community nimmt die

Sache bereits selber in die Hand.

Der Camera-Mod von Jishnu Sur [LINK 8] ermöglicht

der Nexus-5-Kamera, bei Videoaufnahmen

Stereoton über das zweite Mikrofon

des Handys aufzunehmen, und auch die

Audio- und Video-Bitrate wurden deutlich erhöht.

Fotos speichert die Kamera nun mit bis

zu 100 Prozent JPEG-Bildqualität. Zusammengefasst

bringt die aktuelle Version 1.2

folgende Verbesserungen:

• Verbesserte Video-Bitrate: 22 MBit/​s bei

1080p, 18 MBit/​s bei 720p

• Verbesserte Audio-Bitrate: 216 KBit/​s

• Verbesserte Rauschunterdrückung

• Verbesserter Farbton für Hautfarben

• Angepasste Verschlusszeit für Aufnahmen

bei starkem Gegenlicht

• Aufnahmen in Stereo statt Mono

Für das Kamera-Update müssen Sie den

Bootloader Ihres Nexus 5 freischalten und

ein Custom-Recovery wie ClockworkMod

oder TWRP installieren. Über dieses flashen

Sie den Mod dann wie ein Custom-ROM auf

das Handy, Root-Rechte braucht es dafür an

sich nicht. Vor dem Einspielen der neuen Kamera-App

sollten Sie sich jedoch unbedingt

den aktuellen Thread durchlesen und ein

Nandroid-Backup erstellen, da einige Benutzer

nach dem Flashen anscheinend in einem

Bootloop festhingen.

In unserem Test spielten wir die Variante

mit Rauschunterdrückung ein. Zu Problemen

kam es dabei weder beim Installieren noch

beim Benutzen der Kamera, und die modifizierte

Kamera zeigte sich spürbar schneller.

Durch das Anheben der Bitrate werden allerdings

auch die Videodateien größer, sodass

ein Clip von einer Minute statt 120 MByte

rund 180 MByte Speicherplatz belegt. ● ● ●

Android 4.1.2

Moto JB with a heavy touch of AOSP

106 Januar 2014 android-User.de


Poweruser

Avast Anti-Diebstahl

Sarawut Padungkwan, 123RF

Mit Avast das Handy nach Diebstählen finden

Keine leichte Beute

Egal, ob verloren oder geklaut: Der Verlust des Handys

schmerzt. Deshalb ist es immer gut, wenn man auf den Fall

der Fälle vorbereitet ist, zum Beispiel mit Avast. Patrick Grete

Abb. 1: Das Hauptmenü von Avast

Mobile Security umfasst sehr viele

Funktionen.

Was nutzen Anti-Diebstahl-

Apps, wenn ein Dieb oder unehrlicher

Finder den Akku

entfernt, die SIM-Karte wegschmeißt,

das Gerät auf die Werkseinstellungen

zurücksetzt und es anschließend verkauft?

Nicht viel, aber es gibt Ausnahmen,

die zumindest das Zurücksetzen auf die

Werkseinstellungen überleben. Wir stellen

Ihnen Avast vor.

Avast Anti-Theft

Mit einem gerooteten Androiden und Avast

Anti-Theft kann man sich gegen das oben geschilderte

Szenario schützen. Avast Mobile

Security [LINK 1] ist eine kostenlose Sicherheits-App

mit großem Funktionsumfang wie

Antivirus, Gerätesperre, Firewall, Backup

und vielem mehr. Die Pro-Version bietet für

monatlich 1,99 Euro weitere Funktionen wie

App-Blocker, PIN-Sperre, Ad-Detector, Remote

SMS und weitere Extras. Im Folgenden

stellen wir Ihnen die Anti-Diebstahl-Funktion

von Avast vor.

Die meisten Anti-Diebstahl-Apps sind beim

Verlust machtlos. Setzt der Gauner das gestohlene

Handy auf den Werkszustand zurück

und entfernt die SIM-Karte, geht auch

die Funktion der Anti-Diebstahl-App verloren.

Avast lässt sich jedoch auf gerooteten

Geräten direkt in den Systembereich installieren.

Dort überlebt die App einen Reset, und

der Dieb muss schon das komplette Handy

neu flashen (full wipe) oder ein Custom-

ROM installieren, um Avast loszuwerden.

Wird das Handy hingegen nur auf die

Werkseinstellungen zurückgesetzt, dann verschickt

die Anti-Diebstahl-App automatisch

eine SMS mit der neuen Handynummer an

den (alten) Besitzer und teilt dabei auch

gleich die aktuellen GPS-Koordinaten mit.

Mit diesen Informationen können Sie dann

zum Beispiel zur Polizei gehen oder die neue

Nummer anrufen. Avast hat die Anti-Diebstahl-Funktion

in eine separate App ausgelagert,

die Sie bei gerooteten Geräten beliebig

benennen können. Dem Dieb wird also kein

bekannter Prozess auffallen.

Installation und Setup

Laden Sie Avast aus dem Play Store, nach

dem Start der App wählen Sie Anti-Theft |

Fortgeschrittene Installation und im nächsten

Fenster die Root-Installation. Wie eingangs

erwähnt, funktioniert das nur, wenn das

Gerät gerootet ist.

Geben Sie der Anti-Diebstahl-App nun

einen beliebigen Namen. Nach dem Neustart

Ihres Handys müssen Sie die Avast-App nun

zu den Geräteadministratoren hinzufügen.

108

Januar 2014

Android-User.de


Poweruser

Avast Anti-Diebstahl

Abb. 2: Nach dem Punkt Anti-Theft

installieren wählen Sie die fortgeschrittene

Installation.

Abb. 3: In diesem Dialog aktivieren

Sie die Root-Installation für die

erweiterten Möglichkeiten.

Abb. 4: Hier wählen Sie einen möglichst

unauffälligen Tarnnamen für

die App aus.

Abb. 5: Die Option Direktes Schreiben

ist in den meisten Fälle die

richtige Auswahl.

Wählen Sie dazu in den Einstellungen den

Punkt Sicherheit | Geräteverwaltung aus.

Nach einem weiteren Neustart ist die Anwendung

unsichtbar.

Nun müssen Sie die Anti-Diebstahl-App

konfigurieren (Abbildung 6): Geben Sie

einen Sperrtext an, der Ihren Namen und

Ihre E-Mail-Adresse enthält, sodass ein ehrlicher

Finder die Möglichkeit hat, Sie zu kontaktieren.

Suchen Sie sich eine nette Sirene

aus, die man bestimmt nicht überhört, und

richten Sie weitere Sperrfunktionen ein, wie

das Erzwingen einer Datenverbindung.

Sie können getrost alle möglichen Optionen

anklicken, da diese Funktionen erst im

gesperrten Zustand wirken werden, also

wenn die SIM-Karte gewechselt wurde oder

Sie das Handy per Weboberfläche gesperrt

hatten. Für Letzteres benötigen Sie einen

kostenlosen Account bei Avast. Zudem sollten

Sie unbedingt einen Freund definieren,

der bei Diebstahl oder Verlust (optional auch

Wie löschen?

Nutzen Sie die erweiterten Funktionen von

Avast, muss die App dazu als Geräteadministrator

eingerichtet werden. Um Avast wieder zu

löschen, müssen Sie folglich diese Berechtigung

zunächst aufheben. Öffnen Sie dazu die

Einstellungen, und wählen Sie den Punkt Sicherheit

aus. Hier finden Sie unter dem Eintrag

Geräteverwaltung | Geräteadministratoren

eine Liste der Apps, die über Adminrechte verfügen.

Entfernen Sie dort einfach die Checkbox

hinter dem Avast-Eintrag, und bestätigen Sie

die Aktion mit Deaktivieren. Anschließend lässt

sich die App problemlos löschen.

bei sehr niedrigem Akkustand) die GPS-Daten

des Handys zugeschickt bekommt.

Bedienung

Ist die App einmal konfiguriert und die Konfiguration

sicher vor Werksresets gespeichert,

gibt es eigentlich nichts mehr zu tun. Es

empfiehlt sich jedoch, vor dem Ernstfall

etwas Routine mit dem Webportal von Avast

[LINK 2] zu erlangen. Dort suchen Sie Im Dropdown-Menü

den passenden Befehl aus und

senden ihn an das Gerät. Vorsicht mit dem

Befehl löschen, der je nach Einstellung die

komplette SD-Karte löscht.

Nutzen Sie die Premiumversion für monatlich

1,99 Euro oder 14,99 Euro/​Jahr, lässt

sich zusätzlich das Geofencing einschalten.

Mit dieser Funktion schlägt das Handy automatisch

Alarm, wenn es aus einem vorher

festgelegten Umkreis entfernt wird. Zudem

informiert Avast auch gleich die vorher definierten

Freunde darüber, dass sich das

Handy aus dem Staub gemacht hat. Sie sollten

also nicht vergessen, dass Sie das

Geofencing eingeschaltet haben, und sich

den PIN-Code gut merken, um es wieder ausschalten

zu können.

Fazit

Auch Avast kocht nur mit Wasser. Aber die

Funktion für das Überleben eines Resets

kann bei einem Diebstahl tatsächlich helfen,

das eigene Handy wiederzufinden. Das Beste

an der Avast-Lösung: Sie benötigen dafür

keinen Premium-Account, lediglich ein

gerootetes Handy. Die Funktion einzurichten,

lohnt sich also in jedem Fall.

● ● ●

Abb. 6: Die zentrale Funktion befindet

sich unter Werkseinstellungen

überleben in den Einstellungen.

Alle

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www.android- user.de/qr/30766

Android-user.de Januar 2014 109


PowerUser

Root und ROMs für das Xperia Play

Xperia-Play-Hacking Teil 2: Custom-ROMs mit Android 4.0 und 4.1

Überspielt

Das Xperia Play

gehört zu den Handys,

die Android einen

schlechten Ruf bezüglich

Updates beschert

haben. Erst sollte ein

Android 4.0 kommen,

dann hörte man

lange nichts, letztendlich

wurde das

Update abgekündigt.

Egal: Wir rooten das

Xperia Play und

schauen uns nach

Custom-ROMs um.

Christoph Langner

Sony Ericsson

Im ersten Teil dieser Artikelreihe aus Android

User 12/​2013 haben Sie bereits den

Bootloader Ihres Xperia Play entsperrt

und die Version 4.0.2.A.0.79 der Original-Firmware

als Ausgangsbasis für weitere

ROMs installiert. Abschließend haben Sie

einen Custom-Kernel eingespielt, der beim

Xperia Play gleich ein Recovery mitbringt,

über das sich nun ROMs installieren lassen.

Sind Sie dem ersten Teil bisher nicht gefolgt,

sollten Sie dies nachholen [LINK 1], bevor

Sie mit diesem Beitrag weitermachen. Ohne

das passende Original-ROM und ohne einen

freigeschalteten Bootloader stehen Sie sonst

vor verschlossenen Türen. Der Beitrag steht

in vollem Umfang auf der Homepage von

Android User zum Lesen bereit.

Für das Sony Xperia Play finden Sie im

XDA-Developers-Forum [LINK 2] eine große Anzahl

an ROMs unterschiedlicher Herkunft.

Manche basieren auf der Original-Firmware

und damit

auf Android „Gingerbread“

2.3.x, andere

auf der geleakten Firmware

auf Basis von Android

„Ice Cream

Sandwich“ 4.0, und

wieder andere setzen

auf den ROMs ähnlicher Sony-Handys wie

dem Xperia Arc oder dem Neo auf.

In diesem Artikel konzentrieren wir uns

auf zwei Custom-ROMs, die sich im Laufe

des Tests bewährt haben: Mit ICS Neo2Play

installieren Sie ein Android 4.0 auf Ihrem

Xperia Play. Dieses setzt auf die Firmware

eines baugleichen Geräts auf und ist daher

sehr stabil und zuverlässig. Ein wenig experimenteller

ist Xperia Z Jelly Bean. Das ROM

basiert auf der Firmware des Xperia Arc.

Dank Jelly Bean und Project Butter ist es jedoch

sehr schnell, es hat aber noch seine

Ecken und Kanten.

Android 4.0 mit ICS Neo2Play

Sollten Ihnen ein Custom-Kernel, Root-

Rechte und Hardware-Tweaks nicht genügen,

so führt – wie so oft – kein Weg an einem

Custom-ROM vorbei. Beim Xperia Play müssen

Sie jedoch generell auf die

„großen“ ROMs wie CyanogenMod

oder AOKP verzichten,

das Gerät wird nur

von kleinen ROM-Köchen

mit alternative Firmware-

Builds versorgt.

Passend zu der von uns

empfohlenen Ausgangs-

Firmware und dem LuPuS-

Kernel in der Version V7

möchten wir Ihnen an dieser

Stelle zu ICS Neo2Play

V2.6 [LINK 3] raten. Das auf

Android 4.0.4 aufbauende

ROM basiert auf der offiziellen

Firmware des Sony

Ericsson Xperia Neo, das

bis auf das Gamepad mit

dem Xperia Play praktisch

baugleich ist.

Wie zuvor beim Superuser-Patch,

installieren Sie

die Firmware wieder am

einfachsten direkt von der

SD-Speicherkarte. Laden Sie

die Firmware-Datei ICS

Neo2PlayV2.6.zip herunter,

und kopieren Sie sie auf die

Speicherkarte. Im Recovery-Mo-

110

Januar 2014

Android-User.de


PowerUser

Root und ROMs für das Xperia Play

Abb. 1: Der LuPuS-Kernel stattet das Xperia Play

gleich mit einem Custom-Recovery aus.

dus (siehe Kasten „Xperia-Play-Recovery“)

wählen Sie Install zip und Choose zip from

SD card aus. Diesmal flashen Sie jedoch die

Datei „ICS Neo2PlayV2.6.zip“.

Neo2Play setzt bei der Installation auf

Aroma Installer. Über diesen haben Sie die

Möglichkeit, zahlreiche Features des ROMs

an- und abzuschalten. Wir empfehlen Ihnen

für eine optimale Spiele-Performance, möglichst

viel freien Speicher abzuwählen, beziehungsweise

bei den „Stock“-Optionen zu

bleiben. Auf unserem Testgerät entschieden

wir uns für die folgenden Einstellungen:

• Xperia Z-Launcher

• Kein Quick-Panel (None)

• Sonysketch-Fonts

• Xperia Z-Keyboard

• Xperia Z-Messages

• Xperia Z-Bootanimation

• ROM special (Alles deaktivieren)

• SEMC addons (Alles deaktivieren)

Abb. 2: Mit Aroma Installer lassen sich Features von

ICS Neo2Play an- und abwählen.

• Widgets (Nach Wunsch)

• Extra data apps (Alles deaktivieren)

Im letzten Dialog des Assistenten haben Sie

die Möglichkeit, „ROM specials“, „SEMC addons“,

„Widgets“ und „Extra data apps“ zu

installieren. Geben Sie hier besonders darauf

Acht, was Sie alles auswählen. Apps wie

Gmail oder YouTube sollten Sie generell nicht

über das ROM installieren; die Google-Apps

spielen Sie später wie jede andere App über

den Play Store ein. Nach einem Neustart erhalten

Sie ein Android 4.0 mit zahlreichen

Features und dem Look eines Xperia Z.

Im Betrieb erweist sich ICS Neo2Play als

stabiles und alltagstaugliches ROM. Abstürze

oder andere Komplikationen konnten wir

nicht feststellen, auch das wichtigste Feature

des Xperia Play – das Gamepad – arbeitet

ganz so, wie es soll. Die Performance des

Custom-ROMs liegt deutlich über der des

Original-ROMs, besonders bei einer übertak-

Android 4.0

ICS Neo2Play für das Xperia Play

Android-user.de Januar 2014

111


PowerUser

Root und ROMs für das Xperia Play

Xperia-Play-Recovery

Xperia Play Benchmarks

teten CPU hängt Neo2Play das unveränderte

Xperia Play deutlich ab. Ein entsprechendes

Tool bringt das ROM von Haus aus mit.

Android 4.1 mit Xperia Z Jelly

Bean

Alternativ lässt sich zu Neo2Play auch ein

Android 4.1 installieren. Das System profitiert

in diesem Fall von Googles „Project Butter“,

das die Android-Oberfläche schmiert.

Dies hat deutlich verbesserte Benchmark-Ergebnisse

im HTML5-Test von Vellamo zur

Folge: Schon beim Standardtakt von nur

einem GHz läuft ein Jelly-Bean-Xperia-Play

schneller, als es das auf 1,6 GHz übertaktete

Xperia Play je tat.

Eventuell negativ wirkt sich aus, dass es

nie eine offizielle Firmware auf Basis von

Das Xperia Play in den Recovery-Modus zu booten, ist ein wenig ungewöhnlich.

Schalten Sie das Handy im ersten Schritt komplett ab. Drücken Sie nun gleichzeitig

auf die An-/​Aus-Taste und auf Lautstärke leiser (die Lautstärketaste nach unten drücken).

Warten Sie nun einen Moment, bis das Handy kurz vibriert, und lassen Sie dann

die An-/​Aus-Taste los, die Leisertaste halten Sie jedoch gedrückt. Auf dem Display

sollten Sie das Logo des LuPuS-Kernel sehen.

Nun warten Sie eine Weile, bis das Handy zwei Mal kurz vibriert. Nehmen Sie dann

den Finger von der Lautstärketaste, und drücken Sie kurz auf die Zurücktaste (ganz

links auf dem Handy). Das Xperia Play vibriert noch einmal für einen kurzen Moment

und bootet dann in den Recovery-Modus. Alternativ können Sie anstatt auf leiser auch

auf lauter drücken. In diesem Fall lädt das System nicht das ClockworkMod-Recovery,

sondern das touch-fähige TWRP.

Im ClockworkMod-Recovery navigieren Sie über die Lautstärkewippe in den Dialogen

hoch und runter. Per Hometaste aktivieren Sie eine Funktion, über die Zurücktaste gelangen

Sie wie gewohnt immer zum letzten Menüpunkt zurück. Um das Handy neu zu

starten, wählen Sie aus dem Basismenü den Punkt Reboot System Now aus.

Taktrate Vellamo (HTML 5) Vellamo (Metal) Antutu

Original-Firmware 4.0.2.A.0.79

1,0 GHz* 838 260 4625

Original-Firmware mit LuPuS-Kernel

1,0 GHz 830 261 4589

1,4 GHz 970 326 5126

1,6 GHz 1017 344 5588

ICS Neo2Play V2.6 vom 16.06.2013

1,0 GHz 959 289 5095

1,4 GHz 1073 345 5749

1,6 GHz 1130 392 6111

Xperia Z Jelly Bean GSM v3 vom 16.06.2013

1,0 GHz 1247 278 5106

1,4 GHz 1342 339 6051

1,6 GHz 1398 349 6368

* Entspricht dem unveränderten Xperia Play

Android 4.1 für das Xperia Play gab. Bei den

ICS-Firmwares konnten ROM-Köche noch auf

die geleakte Original-Firmware aufsetzen, bei

den Jelly-Bean-Firmwares müssen die Entwickler

jedoch fremde ROMs auf das Xperia

Play portieren. Das kann gut gehen, kann

aber auch Probleme verursachen.

Da beim Xperia Play der Kernel des Systems

nicht im ROM selber steckt, müssen Sie

im Vorfeld den passenden Kernel zum ROM

flashen. Empfehlenswert ist hier der auf CyanogenMod

10 aufbauende LuPuS-JellyBeanv13-Kernel

[LINK 4]. Diesen flashen Sie, wie

schon beim Android-4.0-Kernel beschrieben,

über den Fastboot-Mode des Handys. Den

Kernel gibt es als LuPuSv8‐720p‐jB‐Kernel.

img mit Unterstützung für Videoaufnahmen

mit bis zu 720p und konventioneller als

LuPuSv8‐480p‐jB‐Kernel.img mit nur 480p-

Recording.

$ fastboot flash boot LuPuS‐PLAY‐jbv8‐720.img

Nach dem Flash des Kernels laden Sie wie

gewohnt das Custom-Recovery (siehe Kasten

„Xperia-Play-Recovery“). Dieses bietet mit

einem Multiboot-Modus jedoch eine kleine

Besonderheit: Das Recovery kann bis zu vier

verschiedene ROMs in sogenannten Slots

verwalten und getrennt booten. ROMs, die

Sie in die Slots zwei bis vier packen wollen,

müssen dies jedoch unterstützen. Im XDA-

Forum sind diese meist als „Multiboot“ gekennzeichnet.

Als Jelly-Bean-ROM hat sich bei uns im

Test Xperia Z Jelly Bean [LINK 5] bewährt. Dieses

flashen Sie in Form der Xperia_Z_Jellybean_LITE_GSM_V3.zip

und den dazugehörigen

Google-Apps gapps‐jb‐xtramini.zip am

besten direkt in den ersten Slot. Tippen Sie

dazu im Recovery auf First/​Internal slot und

laden dann das TWRP Recovery. Über Install

schieben Sie zuletzt das ROM in den Speicher

des Handys.

Wollen Sie später einen anderen Slot nutzen,

tippen Sie diesen einfach an. Sie haben

dann die Wahl, neue Partitionen zu verwenden

oder die Daten aus dem internen

Speicherbereich, also dem ersten Slot, zu

übernehmen. So können Sie eine Kopie Ihres

aktuell laufenden Systems machen und an

diesem experimentieren, ohne Ihre Hauptinstallation

zu ruinieren.

Zum Übertakten Ihres Xperia Play können

Sie auf im ROM eingebaute Funktionen zurückgreifen.

Die dafür notwendigen Konfigurationen

nehmen Sie unter in den Einstellungen

unter Leistung | Prozessor vor. Dort lassen

sich die CPU-Frequenzen und auch der

112

Januar 2014

Android-User.de


PowerUser

Root und ROMs für das Xperia Play

Abb. 3: Mit dem Turbo-Boot-Menü des LuPuSv8-Kernels

können Sie verschiedene ROMs booten.

Abb. 4: Insgesamt lassen sich über das Multiboot-

Feature bis zu vier ROMs verwalten.

CPU-Governor ändern. Aktivieren Sie die Option

Beim Booten einstellen nur dann, wenn

sich die erhöhten Taktraten bei Ihnen bewährt

haben.

Im Einsatz läuft Xperia Z Jelly Bean sehr

flüssig auf unserem Testgerät. Die Benchmark-Werte

überflügeln deutlich die von ICS

Neo2Play und erst recht die der Original-

Firmware. Selbst ohne das Handy zu übertakten,

liegt die Leistung des Jelly-Bean-Xperia-Plays

auf einem sehr hohen Niveau. Abstürze

konnten wir im Lauf des Tests keine

beobachten.

Auch sonst macht das ROM eine gute

Figur: Ihnen stehen mit dem Jelly-Bean-ROM

endlich Features wie interaktive und ausklappbare

Benachrichtigungen, skalierbare

Widgets oder Google Now – sobald Sie die

Google-Suche [LINK 6] über den Play Store installieren

– zur Verfügung. Now starten Sie

über einen kurzen Tipp auf die Suchentaste.

Bleibt der Finger länger auf der Taste, startet

die Sprachsuche.

Fazit

Die Benchmark-Ergebnisse zeigen, wie stark

Google an der Performance von Android gearbeitet

hat. Von der Original-Firmware ausgehend,

nimmt die Leistung im HTML-5-

Benchmark kontinuierlich zu, während der

Metal-Test – also der Benchmark, der sich

auf die reine Rechenpower konzentriert – ungefähr

konstante Ergebnisse liefert.

Für das Xperia Play bedeutet die Installation

eines Custom-ROMs: flüssigere Bedienung,

mehr freier Speicher und mehr Features.

Beim Spielen werden Sie jedoch kaum

ein Leistungsplus bemerken. Hier kann auch

eine neuere Android-Version nicht zaubern.

Einzig das Übertakten macht dabei einen Unterschied,

doch das wäre auch mit der gerooteten

Original-Firmware möglich.

● ● ●

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Android 4.1

Xperia Z Jelly Bean für das Xperia Play

Android-user.de Januar 2014

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