Android User Auto & Navi (Vorschau)

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03/2013 • März 2013 • www.android–user.de

Xperia z

Das heißeste Handy

der CES 2013 im Test

Auto & Navi

Google Maps gegen die Konkurrenz von Navigon, TomTom, Sygic,

Route 66, V-Navi, CoPilot und OsmAnd S.14-24

Die zehn besten Apps für Autofahrer bei Google Play S.28

Kfz-Fehlerspeicher und Motordaten mit Android auslesen S.25

Über 100 APPS im Test!

Handy-Diebe

Mit diesen Apps sichern Sie

Ihr Handy perfekt gegen

Diebe und vor neugierigen

Freunden S.56

Musik-Apps

n Die sieben besten

Podcast-Apps S.60

n Heiße Rhythmen mit

Android erstellen S.66

Tipps & Tricks

n Funklöcher vermeiden

und Strom sparen S.100

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Service

Editorial

Willkommen bei Android User

Fünf-

Marcel Hilzinger,

Chefredakteur

Zöller

Liebe Leserinnen,

liebe Leser

Hätte ich Ihnen von einem Jahr prophezeit,

dass im Jahr 2013 Smartphones mit einem

5-Zoll-Display und einer Auflösung von

1920x1080 Pixeln den Ton angeben, dann

hätten mich die meisten von Ihnen vermutlich

ausgelacht. Doch der Trend geht klar in

diese Richtung. Die auf der Consumer Electronics

Show in Las Vegas gezeigten Spitzenmodelle

verfügen alle über ein 5-Zoll-

FullHD-Display, Huawei hat sogar ein

Smartphone mit über 6 Zoll gezeigt.

Wie geht's weiter?

Nun stellt sich natürlich eine Frage: Wie

geht es weiter, wie setzt sich der Trend bei

den mobilen Geräten fort? Denn irgendwann

ist auch das tollste Smartphone zu

groß und irgendwann sind die Dinger ja

auch einfach nur gut genug, sodass es

keine Verbesserugen mehr braucht. Natürlich

tut die Industrie alles, um es nicht dazu

kommen zu lassen. Aber wer einen Blick

auf den PC-Markt wirft, wird schnell Parallelen

finden. Auch hier war lange kein

Rechner schnell genug, kein Display groß

genug und keine Grafikkarte mit genug

RAM bestückt. Doch was ist heute davon

übriggeblieben? Wer sich die verfügbaren

Notebooks im Handel einmal anschaut,

wird verblüfft merken, dass sich die Displays

zurückentwickelt haben. 15-Zoll-Modelle

werden mit 1280x800 Pixeln angeboten.

(Diese Auflösung stellt auch mein 4,7-

Zoll-Display des Galaxy Nexus dar). Ist das

für ein Notebook also gut genug?

Wann ist gut gut genug?

Die Smartphone- und Tablet-Branche ist

noch weit davon entfernt, dass die Geräte

gut genug sind. Es mangelt in erster Linie

an der Akkulaufzeit, aber auch beim App-

Angebot und bei den Sicherheitsfähigkeiten

ist — gerade im Business-Umfeld —

noch sehr viel Raum für Verbesserung vorhanden.

Die Display-Größe wird sich bei

5-Zoll einpendeln, da bin ich mir ziemlich

sicher. Denn die 5,5 Zoll des Galaxy Note

sind für viele Nutzer perfekt, für noch mehr

Leute aber viel zu groß. Deshalb wird dem

Trend zu größeren Displays ein Gegentrend

folgen. Das gilt auch für die Auflösungen:

FullHD (1920x1080) wird kaum zu

einem Standard werden, denn 1280x800, ja

sogar 960x540 sind bei Geräten unter 5 Zoll

für die meisten Nutzer gut genug. Jetzt ist

es noch cool, morgen schon langweilig.

2013 wird ein heißes Jahr!

Nach all diesen Prognosen muss ich nun

zugeben, ein Auge auf das Sony Xperia Z

geworfen zu haben. Es sieht einfach verdammt

gut aus und hat ein klasse Display.

Von Langeweile ist also noch keine Spur,

und 2013 wird uns noch viele positive

Überraschungen bringen. Hoffentlich auch

Akkus, die eine Woche durchhalten. Denn

die brauchen wir, keine FullHD-Displays!

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen an

marcel. hilzinger@android‐user. de. Nun

wünsche ich Ihnen viel Lesespaß mit der

Ausgabe 03/​2013 von Android User.

Marcel Hilzinger

„Die Display-

Größe für

Smartphones

wird sich 2013

bei fünf Zoll

einpendeln!“

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Android-user.de März 2013 3


Service

Inhalt

Sony

38

Xperia Z und ZL

Sony macht

verlorenen Boden gut

28 Auto-Apps

Die besten Android-Apps für Autofahrer

News

6 CES-News

Service

3 Editorial

4 Inhalt

12 Social Android

114 Impressum

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Fokus

14 Navi-Lösungen im Praxistest

So finden Sie auch offline zum Ziel.

20 TomTom Navigation

Die Lösung vom Navi-Spezialisten

22 Navigon select

Kostenloses Offline-Navi für

Telekom-Kunden

25 Motordaten auslesen über

ODB

Motormanagement, Kontrolle und

Tuning mit Android

28 Die besten Auto-Apps

Die zehn besten Apps für

Autofahrer

32 Meine Tracks

My Tracks als

Fahrtenschreiber

Hardware

34 Galaxy Note II

Samsungs zweites Tablet-Handy im

ausführlichen Test

36 LG Optimus Vu 2

Tablet-Smartphone im TV-Format

38 Xperia Z und ZL

Sonys neue Z-Klasse-Handys

spielen groß auf!

42 Phicomm FWS 710 Pro

Stimmiges Handy aus der

günstigen Einsteiger-Klasse

44 Base Varia

Einsteiger-Handy mit Doppel-SIM

48 Sonos Wireless Home

Music Systems

Musik für die ganze Wohnung

4 März 2013 Android-User.de


Service

Inhalt

Einsteiger

90 Moborobo

Handy-Verwaltung auf dem

Desktop-Computer

Tipps & Tricks

94 Musik-Tipps

Futter für die

Ohren

97 Hörbuch-Tipps

Unsere Empfehlungen zu Audible

98 Tipps & Tricks

Nützliche Tipps der Redaktion

100 Funklöcher vermeiden

Akkuverbrauch bei schlechtem

Empfang vermindern

PowerUser

102 ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs

104 AFWall+

Leistungsfähige Android-Firewall

in der nächsten Generation

106 Unlock-Pattern

Universalschlüssel für versperrte

Androiden

54 Unlock-Pattern

Passwort vergessen? So umgehen

Sie die Zugangssperre!

SPIELE

82 Tegra-News

Neues aus Nvidias Gamestore

78 Neue Spiele

Unsere Spiele-

Vorstellungen

DevCorner

110 Sokoban für Android

Programmieren Sie den Spiele-

Klassiker

84 Flugsimulatoren

Mit Android den Himmel

erobern

APPS

60 Podcast Apps

52 App-Empfehlungen

Die Favoriten der Redaktion

54 App-Neuheiten

Die neuesten Apps bei Google

Play

56 Anti-Diebstahl-Apps

Damit Ihr Handy nicht verloren

geht.

Sieben Podcast-Apps im Test

62 3D-Apps

3D-Modellierung unter Android

64 Internet-Musik

Abseits des Musik-Einheitsbreis

66 Virtuelle Groove-Boxen

Fette Beats oder dünne Mucke?

68 Bump

Daten von Handy zu Handy

tauschen

72 Flug-Apps

Sieben Apps für Flugzeug-Fans

74 Linear-Clock

Uhren im eigenwilligen Retro-

Look

QR-Code lesen: so geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App, und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode Scanner zeigt einen

3. Link auf android-user.de an.

Tippen Sie auf den Link, oder

4. wählen Sie Browser öffnen.

Juli 2012


News

CES-News

News

Nvidia Tegra4

Mit dem Tegra 4 stellt

Nvidia einen SoC mit

vier Cortex-A15-Prozessorkernen

und sage

und schreibe 72 GPU-

Einheiten vor. Dazu

kommt wie auch

schon beim Vorgänger

Tegra 3 ein

Stromspar-Kern, der

für alltägliche Aufgaben

die Arbeit

übernimmt und so den Akku schont. Damit

übertrumpft Nvidia die 12-Kern-GPU aus dem

Tegra 3 nochmals deutlich. Nach Angaben von

Nvidia ist der Tegra 4 in den Benchmarks der bisher

schnellste Handy-Chipsatz.

Die enorme Anzahl an Grafik-Kernen liefert nicht

nur für 3D-Spiele herausragende Grafik-Power,

sie ist auch im Alltag nützlich. In einer Präsentation

zeigte Nvidia einen Tablet-Prototypen, der 25

gängige Webseiten im Seitenaufbau einem Nexus-10-Tablet

mit ebenfalls vier Cortex-A15-CPUs

gegenüberstellt. Während das Nvidia-Gerät die

Teststrecke in 27 Sekunden absolvierte, war das

Nexus fast bald doppelt so lange beschäftigt.

Nvidia hebt zudem den Bildprozessor – die

„Computational Photography Engine“ – für die

eingebaute Kamera hervor. Im Zusammenspiel

aus einem extra Prozessorkern für die Bildbearbeitung

und den GPU- und CPU-Einheiten des

Chipsatzes ermöglicht die hohe Grafikleistung

zum Beispiel HDR-Aufnahmen in Echtzeit. Während

andere Handys zwar auch schon HDR-Funktionen

kennen, geschieht die Bildkomposition

beim Tegra 4 live. Damit können HDR-Aufnahmen

von sich bewegenden Objekten oder gar

HDR-Filme erstellt werden, ohne dass sich unschöne

Artefakte in den Aufnahmen abzeichnen.

Sony

Sony Xperia Z und ZL

Die ersten Schritte nach der Trennung von Ericsson waren für

Sony mühsam. Sonys Android-Handys waren gut, stachen aber

selten hervor, einzig Nischengeräte wie das wasserdichte Xperia

go konnten überzeugen, mit den Geschwistern Xperia Z und ZL

beschreitet Sony wieder den richtigen Weg.

Sony verbaut im Inneren der zwei Handys die identische Technik,

beide Handys unterscheiden sich lediglich im Gehäuse. Während

das teurere Z mit einem wasserdichten Gehäuse mit einem Rahmen

aus glasfaserverstärktem Polyamid und einer Rückseite aus

gehärtetem Glas besticht, wird das ZL mit einem einfacheren Case

aus schlag- und kratzfestem Kunststoff produziert.

Beim Prozessor setzt Sony auf den Quad-Core-Prozessor Snapdragon

S4 Pro von Qualcomm mit 1,5 GHz. Die Oberfläche des Handys

ist „snappy“, nichts ruckelt oder zuckelt bei der Bedienung.

Beim Display geht auch bei Sony unter fünf Zoll nichts. Das Format

von Xperia Z und ZL ist daher – wie bei vielen anderen aktuellen

Top-Handys – nichts für kleinere Hosentaschen. Den Unterschied

macht bei Sony das sehr helle und klare, von der Mobile Bravia Engine

2 angetriebene Display mit einer Auflösung von 1920x1080

Pixeln aus. Selbst in heller Umgebung werden die Farben eines

bunten Action-Films brillant dargestellt.

Sony hat das Xperia Z nach IP55 und IP57 als wasser- und staubdicht

zertifizieren lassen. Damit ist es nicht ganz so stabil wie das

Xperia Go, Sony garantiert aber, dass es einen Sturz ins Waschbecken

überlebt. Damit nichts über die USB- und Kopfhörerbuchsen

eindringt, sind diese hinter dichten Klappen verborgen.

6

März 2013

Android-User.de


News

CES-News

Nvidia

Nvidia Shield

Neben dem Tegra 4 zeigte Nvidia auch sein erstes eigenständiges Android-Gerät. Das Nvidia

Shield ist in einem Gamepad-ähnlichen Gehäuse untergebracht, beinhaltet den neuen

Tegra-4-Chipsatz und kommt mit einem 5-Zoll-Retina-Display auf den Markt. Es wird von

einem herkömmlichen Android-System auf Basis von Jelly Bean betrieben und hat direkten

Zugang zu Nvidias Spiele-Markt Tegrazone, aber natürlich auch zum Google Play

Store, aus dem Sie Spiele und Apps installieren können.

Ein 32 Wh starker Akku soll für fünf bis zehn Stunden Spielzeit oder für 24 Stunden ununterbrochenes

Abspielen von Videos in HD-Qualität reichen. Damit der zukünftige mobile

Gamer auch nicht auf ordentlichen Sound verzichten muss, sind Bass-Reflex-Boxen in das

Gerät integriert worden. Die Audio-Qualität ist laut Angaben von Nvidia mit der hochpreisiger

Multimedia-Laptops vergleichbar.

Das Format des Shields ist in etwa so groß wie das eines Game-Controllers, den inzwischen

schon einige mobile Gamer mit sich führen. Mit dem hochauflösenden Display und

dem integrierten Gamepad schleppt der Spieler von daher nicht mehr mit sich herum,

schont aber durch das Spielen auf dem Shield den Akku seines Handys.

Die Leistung des Tegra-4-Chipsatz übertrifft zwar alle bisherigen SoCs, doch an eine echte

Spielekonsole oder gar einen PC mit aktueller Grafikhardware wird auch ein Tegra-4-

Handy nicht herankommen. Damit mobile Gamer aber selbst höchstauflösende Games

spielen können, hat sich Nvidia mit dem Grid-Game-Server und der GeForce Experience

für zu Hause etwas einfallen lassen.

GeForce Experience und Nvidia Grid

Die zukünftigen Grafiktreiber Nvidias für seine GTX-Karten werden mit der GeForce Experience

genannten Technologie in der Lage sein, ihr Bild an das Nvidia Shield zu streamen,

sodass sich selbst aufwendige PC-Games am Desktop-Rechner mit starker Grafikkarte berechnen

lassen, das Spiel aber auf dem schlanken Android-Gamepad gespielt werden

kann. Damit den Spielen die große Leinwand nicht versagt bleibt, wird Nvidia zudem

HDMI-Receiver für TVs auf den Markt bringen.

Da nicht jeder einen PC mit leistungsfähiger Hardware zu Hause stehen haben wird, bietet

Nvidia mit dem Grid-Server zukünftig auch eigene Serversysteme an, mit denen Unternehmen

„Gaming-as-a-Service“ anbieten können. Ein Grid-Server-Rack mit 20 Grid-Servern

enthält 240-Nvidia-GPUs der höchsten Leistungsklasse, sodass eine Rechenleistung

von 200 Terraflops – was etwa 700 Xboxen entspricht – erzielt werden kann. Mit einer

Android-App für Grid wird man in Zukunft dann aufwendige PC-Titel auf durchschnittlichen

Android-Tablets spielen können.

Qualcomm

Snapdragon 800

Der Snapdragon 800 ist laut

Hersteller um bis zu 75 Prozent

leistungsfähiger als die

bisherigen Modelle der Serie

Snapdragon S4 Pro, genaue

Vergleichsdaten liegen allerdings

nicht vor. Verantwortlich

für den verbesserten Schub

ist die unter der Bezeichnung

Krait 400 geführte CPU, die in

der Quadcore-Konfiguration

bis zu 2,3 GHz pro Kern aufbietet.

Das Komplettpaket besteht

zudem aus der für die

Grafik zuständigen Adreno

330 GPU, die Ultra-HD beherrscht.

Außerdem will Qualcomm mit

dem integrierten 4G LTE Cat 4

Modem die 4G-Technologie

komplett unterstützen. Unter

anderem mit LTE Advanced

für Download-Geschwindigkeiten

von bis zu 150 Mbit/​s.

Qualcomm fertigt die Prozessoren

in 28-Nanometer-Technologie.

Die Prozessoren sind

für Smartphones und Tablets

gleichermaßen geeignet.

Gorilla Glass 3

Das Gorilla Glass aus dem

Hause Corning hat sich zu

einem Synonym für unkaputtbare

Handy-Displays entwickelt.

Viele Hersteller verbauen

die gehärteten Gläser

in ihre Produkte.

Der Hersteller hat sein Gorilla

Glass in der dritten Evulotionsstufge

noch dünner gemacht,

zudem hat man die

Molekularstruktur des Materials

verändert. Das führt dazu,

dass Kratzer ab sofort schwerer

wahrzunehmen sind und

weniger störend wirken. Corning

tauft diese Technologie

„Native Damage Resistance“

(NDR). Zahlen ausgedrückt ist

Gorilla Glass 3 dreimal so stabil

wie sein Vorgänger und

dabei 40 Prozent kratzresistenter.

Android-user.de März 2013 7


News

CES-News

Huawei Ascend D2

Vom Huawei Ascend D2 behauptet das chinesische Unternehmen kess, das leistungsstärkste

Handy der Welt zu bauen, alleine von den technischen Daten könnte

das durchaus gelingen. Ein hochauflösendes Display mit 1920x1080 Pixeln und

einer Pixeldichte von 443 PPI übertrifft aktuelle Top-Handys deutlich, ist aber im

Rahmen der Neuvorstellungen auf der CES auch nichts mehr wirklich Besonderes.

Benchmarks des im Handy verbauten Quad-Core-Prozessors Hi-Silicon K3V2 mit

1,5 GHz plus der GPU vom Typ Balong-V7R1 gibt es noch nicht, die Leistungswerte

dürften sich jedoch an denen des Huawei Ascend D1 Quad mit ähnlicher, aber

etwas langsamer getackteten CPU, orientieren. Damit der User an seinem Ascend

D2 lange Spaß hat, ist es gegen Wasser, Staub und Stürze geschützt.

Doch nicht nur die technischen Daten sollen überzeugen, Huawei möchte auch an

anderer Stelle punkten. Die 13-MPixel-Kamera mit einer Blende von f/​2.2 soll nach

Angaben des Herstellers zu den besten auf dem Markt gehören. Auch am Freisprechen

will das Unternehmen gearbeitet haben, in 1,5 Metern rund um das Handy

soll man klar und deutlich sprechen können, ohne das Handy in der Hand zu halten.

Huawei

ZTE

ZTE Grand S

Im Wettrennen um das dünnste, schnellste und beste Smartphone wirft der

chinesische Hersteller ZTE sein Grand S in den Ring. Mit einem 5 Zoll großen

Full-HD-Display und einer Dicke von nur 6,9 mm macht sich ZTE auf, zumindest

das Rennen um das schlankeste Gerät zu gewinnen, doch auch auch die

technischen Features zeigen Qualitäten.

Dem Trend riesiger Smartphones folgend, verfügt das neue Flagship-Phone

von ZTE über ein großes 5-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1920x1080

Pixeln. Ein Snapdragon S4 Pro Prozessor und eine leistungsstarke 13-MPixel-

Kamera bringen das Handy auf den aktuellen Stand der Technik. Trotz eines

mit 1780 mAh nicht gerade großzügig bemessenen Akkus sollen ausgeklügelte

Stromsparmechanismen lange Laufzeiten ermöglichen.

Mit einer Dicke von 6,9mm ist das Handy deutlich schlanker als die Konkurrenz

von Apple oder auch dünner als die anderen auf der CES vorgestellten

HD-Geräte, auch wenn kaum ein Android User jemals die Unterschiede im

Zehntel-Millimeter-Bereich spüren wird. Der schlanken Bauform fällt allerdings

ein austauschbarer Akku zum Opfer, die Batterie des Handys lässt sich

nicht mehr tauschen.

Das ZTE Grand S mit Android 4.1 ausgeliefert, ein Update auf Android 4.2 ist

jedoch schon in der Arbeit und soll kurz nach dem Start im zweiten Quartal

2013 nachgereicht werdend. In Europa wird das Grand S jedoch erst dann angeboten,

wenn der Start in China gelungen ist.

Nectar Mobile

Power

Die Firma Lilliputian Systems hat auf der

CES in Las Vegas ein „Akkupack“ gezeigt,

das die Handy-Batterie für bis zu zwei Wochen

mit Energie versorgen kann.

Das Geheimnis des Nectar Mobile Power

Systems ist eine mit Butangas angetriebene

Brennstoffzelle. Diese bietet laut Hersteller

mit einer Ladung eine Leistung von

55 Wh. Zum Vergleich: Der Akku des Galaxy

Nexus speichert gerade einmal eine

Leistung von etwa 6,48 Wh, er lässt sich

mit der Brennstoffzelle also rund acht bis

neun mal vollständig neu aufladen.

Ab Mitte des Jahres soll es den Nectar Mobile

Power in den USA und weltweit in den

Läden geben. Mit einem Preis von 299 US-

Dollar ist das Paket jedoch nicht gerade billig.

Eine Füllung kostet weitere 9,99 Dollar.

Die Ausrüstung eignet sich daher in erster

Linie für Menschen im Großstadtdschungel,

die wirklich lange ohne Strom auskommen

müssen.

Nectar

8

März 2013

Android-User.de


News

CES-News

Polaroid iM1836

Nach Nikon und Samsung zeigt jetzt auch der ehemalige Sofortbild-

Spezialist Polaroid eine Android-Kamera. Das Besondere an Polaroids

Konzept sind auswechselbare Objektive und der im Objektiv selbst integrierte

Bildsensor. Optional soll es auch Adapter für Objektive herkömmlicher

Kameras nach dem Micro-Four-Thirds-Standard geben.

Zu den System-Details macht Polaroid keine detaillierten Angaben. Einzig

Android 4.1 als Betriebsystem, HDMI, Micro-SD und Bluetooth werden

vom Hersteller Sakar, dem Lizenznehmer des Markennamens Polaroids,

in den Spezifikationen genannt. Die Android-Hardware steckt in

einem sich hochwertig anfühlenden Gehäuse aus Metall. Die Kamera

verfügt im Gegensatz zu Samsungs Modell über kein Mobilfunkmodul.

Verschiedene Tools zur Bildbearbeitung und zum Teilen der aufgenommenen

Bilder sind in die Firmware direkt integriert.

Als UVP wurde auf der Messe für den amerikanischem Markt ein Verkaufspreis von

349 Dollar genannt. Die Auslieferung beginnt Anfang des zweiten Quartals dieses Jahres.

In Europa soll die Kamera ab Juli zu bekommen sein.

Polaroid

Huawei

Huawei Mate

Mit dem Ascend Mate begibt

sich Huawei in ein

Marktsegment, das sich

bislang der koreanische

Konzern Samsung mit dem

Galaxy Note und dem

Nachfolger Note II unangefochten

unter den Nagel

reißen konnte. Phablets

sind Smartphones, haben

aber so große Displays,

dass sie eigentlich als Tablet

angesehen werden

müssten. Das Ascend Mate

passt mit seinem 6,1 Zoll

großen Touchscreen eindeutig in diese Klasse. Mit dieser Displaygröße

und übertrumpft das Mate das Vorbild Note II sogar deutlich, dieses

hat einen „nur“ 5,5 Zoll großen Touchscreen vorzuweisen. Die Auflösung

des Displays beschränkt sich jedoch auf nur 1280x720 Pixel.

Auch beim Mate geizt Huawei wieder einmal mit ausführlichen technischen

Daten, nur die wichigsten neuen Features sind bekannt. Angetrieben

wird das Gerät von einem Quad-Core-Chip. Dank Magic Touch

können Sie das Ascend Mate auch mit Handschuhen bedienen, das

Feature ist zwar nicht neu – Nokia zeigte das schon beim Lumia 920

und 800 – ist aber aber für Menschen in kühleren Regionen Europas

und Wintersportler nicht uninteressant.

Die weiteren Highlights des Mate sind ein GPS-Navi mit Augmented

Reality Features, eine Smart-Reading genannte Funktion, mit der Sie

Wörter auf dem Screen übersetzten oder näher definieren können und

Apps mit freistehenden Fenstern (Floating Windows), so wie man sie

schon bei den Note-Geräten oder dem S III von Samsung kennt.

Bei den technischen Details werden der 4050 mAh starke Akku, die

nach eigenen Angaben ausgeklügelten Energiespar-Routinen und auch

die Möglichkeit, das Handy besonders schnell zu laden, angegeben.

Laut Huawei benötigt das Mate 25% weniger Ladezeit als vergleichbare

Modelle der Konkurrenz. Auch am WiFi-Empfang wurde gearbeitet,

Datenraten von über 150 Mbps sollen mit dem Mate möglich sein.

Lenovo K900

Die im K900 verbaute Clover Trail-Plattform mit

Z2580-Prozessor von Intel stellt im Moment alles

in den Schatten, was in anderen Smartphones

verbaut wird. Konnte die auf der CES 2011 präsentierte

Intel Medfield-Plattform (mit nur einem

Rechenkern) schon vielen Dual Core-Konkurrenten

mit ARM-Architektur das Wasser reichen,

macht es Clover Trail nun sogar der aktuellen

Quad Core-Konkurrenz schwer. Das Lenovo

K900 wird als eines der ersten Geräte mit diesem

Prozessor ausgeliefert werden, dies allerdings

zuerst einmal nur in China.

Das Gerät erreicht in dem auch von uns verwendeten

AnTuTu-Benchmark einen exorbitanten

Wert von über 25.000 Zählern, was alle bisher

dagewesenen Messungen in den Schatten stellt.

Zum Vergleich: Im Android-User-Test erreichte

das LG Nexus 4 mit seinem Qualcomm Snapdragon

S4 Plus-Prozessor (bei 1,5 GHz) gerade einmal

10.803 Zähler, und selbst das bisher dominierende

HTC One X+ kommt lediglich auf einen

Wert von13.312 Punkten (Tegra 3+, 1,7 GHz).

Lenovo

Android-user.de März 2013 9


News

CES-News

Pebble Smartwatch

Zum Start der CES 2013 in Las Vegas fiel nun endlich auch der Startschuss

zur Produktion der Pebble Smartwatch. Auf ihr läuft zwar kein

Android, sondern im Kern ein FreeRTOS, über das die Pebble-Entwickler

ihr Pebble OS gestülpt haben, doch dank Bluetooth und einer

Pebble-App fürs Handy ergänzen sich Uhr und Smartphone ideal.

Die Pebble benachrichtigt über einen Vibrationsalarm und entsprechende

Einblendungen über das Eintreffen von E-Mails oder SMS.

Über die Buttons lässt sich aber etwa auch die Musikwiedergabe auf

dem Handy steuern. Dank der Integration des Webdienstes IfThis-

ThenThat lassen sich auch andere Events auf die Uhr schicken. Eine

Akkuladung hält die Pebble für etwa eine Woche am Leben.

Im Inneren arbeitet ein ARM Cortex-M3 Mikrokontroller mit 96KByte

RAM und 8MByte Flash Speicher. An Sensoren sind ein Umgebungslichtsensor

und auch ein Beschleunigungsmesser eingebaut.

Dieser aktiviert zum Beispiel die Hintergrundbeleuchtung, wenn die

Uhr am Handgelenk kurz geschüttelt wird. Weitere Gesten werden in

Zukunft durch Software-Updates nachgereicht.

In der Anfangsphase sollen pro Woche etwas 15.000 Pebbles verschickt

werden, sodass die Kickstarter-Backers – die mit ihrem Geld

das Projekt vorfinanziert haben – die Uhr innerhalb von sechs bis

acht Wochen erhalten sollten..

Samsung Galaxy S2 Plus

Wie auch schon beim Galaxy S kocht Samsung sein Erfolgsmodell

nochmals in einer Plus-Version neu auf. Das Samsung

Galaxy S2 Plus unterscheidet sich optisch in keinem Detail vom

Ursprungs-Modell, und auch technisch haben sich kaum Änderungen

ergeben, der einzig wirkliche Unterschied lässt sich in der

Firmware des Geräts finden.

Das S2 Plus hat genauso wie seine Vorgänger einen 1,2 GHz

schnellen Cortex-A9-Zweikernprozessor, 8 GByte internen Speicher,

1 GByte RAM, eine 2-MP-Frontkamera und eine 8-MP-

Hauptkamera. Zudem gibt es das S2 Plus auch als Version mit

NFC. Alle anderen Parameter sind komplett identisch. So löst

auch das 4,3-Zoll-Display der Plus-Version mit lediglich 800x480

Pixeln auf, und selbst den Akku hat Samsung bei 1650 mAh belassen.

Das aufgefrischte S2 kommt von Haus aus mit Android

4.1.2 und unterstützt offiziell MicroSD-Karten bis 64 GByte.

samsung

Vuziv

Vuzix Smart Glasses M 100

Wem die von Google anvisierten 1500 US-Dollar für

die aktuelle Entwicklerversion der Agumented-Reality-Brille

Google Glass zu teuer sind und das ausgewiesene

Release-Date 2014 zu lange dauert, dem

bietet das Unternehmen Vuzix noch in diesem

Jahr eine vergleichsweise preiswerte Android-Brille

als Alternative an.

Als Basis dient den Smart Glasses M

100 die Version 4.0 von Android.

Das Display der Brille entspricht

einem gewöhnlichem

4-Zoll-Display

bei einer

Blickentfernung

von etwa 35 Zentimetern. Die Auflösung

beträgt jedoch vergleichsweise schwache 240x432

Pixel bei einem Seitenverhältnis von 16:9. Ein TI

OMAP-4-Prozessor sorgt für den Vortrieb. Sowohl

zum verbauten Hauptspeicher als auch der Taktrate

der CPU, gibt das Unternehmen bislang keine weiteren

Auskünfte.

Als interner Speicher stehen 4 GByte zur Verfügung,

den Sie auf bis zu 8 GByte mit einer externen

Micro-SD-Karte aufrüsten können. An Schnittstellen

zur Außenwelt bietet das Gerät Micro-USB, WLAN

b/​g/​n sowie Bluetooth an. Die Frontkamera löst in

Full HD mit 1080p auf, der Akku hält laut Herstellerangaben

im typischen Gebrauch etwa 8 Stunden.

10

März 2013

Android-User.de


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E-Mail oder hinterlassen einen Kommentar auf Facebook oder

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Tischuhr beim Razr i

Hallo, ich bin ein Fan von eurem Mag, allerdings muss

ich euch darauf hinweisen, dass im Magazin 12/​2012

beim Bericht vom Razr i ein Fehler unterlaufen ist. Man

kann die Tischuhr abdimmen, zwar nur manuell, aber es geht.

Einfach in besagtem Modus auf den Bildschirm drücken.

Daniel per E-Mail

Android User: Vielen Dank für den Hinweis. Also wir haben

das genau so versucht, wie auf dem Vanilla-Android. Dort

muss man einmal kurz antippen, um zu dimmen und lang antippen,

um fest zu dimmen. Bei uns hat keine der zwei Möglichkeiten

funktioniert. Aber dann sind wir beruhigt, dass es eigentlich

doch funktioniert :-)

Testberichte mit „Tiefe“

Seit ich ein Smartphone besitze, suchte ich nach einem „optimalen“

Android-Magazin für mich. Unzählige gelesen. Bei

Android User bin ich hängengeblieben. Alle Testberichte, die

ich da lesen kann, haben „Tiefe“ und sind nicht nur meist oberflächlich

wie bei vielen anderen Magazinen durchgeführt. Dafür ein sehr großes

Lob an die Redaktion/​Redakteure und vielen Dank.

Joachim R. via Facebook

Android User: Vielen Dank für das Lob. Wir versuchen in der Tat immer,

ein wenig in die Tiefe zu gehen. News haben viele, aber jeder hier in der

Android-User-Redaktion bringt durchaus Fachwissen mit, um auch ein

Thema wirklich aufarbeiten zu können. Viel Spaß weiterhin beim Lesen

von Android User.

Links im Heft

Ich habe mir heute euer Heft

gekauft 02/​2013. Jetzt wollte

ich mir mal anschauen, welchen

Thread ich vor den Special Methodes

in dem Artikel „Many root“

unbedingt lesen soll, aber dann die

Überraschung: Über Barcoo oder

auch direkte Eingabe ist der Artikel

auf der Homepage genau ab dort

nicht weiter lesbar. Genau der Link,

den ich brauche, ist nicht mehr oder

besser noch nicht zu sehen. „Wenden

Sie die Special-Methode also

nur an, wenn Sie sich ganz sicher

sind, was Sie tun, und lesen Sie zunächst

den kompletten Thread unter

[LINK 1]." Soll ich mir jetzt wirklich den

Artikel noch mal online als PDF kaufen,

nur um die Links sehen zu können?


Hannes per E-Mail

Android User: Für den [LINK 1] musst

du den QR-Code einscannen, der

sich am Ende des Artikels befindet,

zum Beispiel mit Zxing Barcode

Scanner. Der führt dich dann auf unsere

Webseite. Alternativ kannst du

auch von Hand die passende URL

eingeben, die unter dem QR-Code

steht, also http:// www. android‐user.​

de/ qr/ 28039 führt dich dann auf die

Link-Übersicht auf unserer Homepage

(also nicht zum Artikel, sondern

auf eine separate Seite).

E-Mail-Icon: Djordje Radivojevic, 123RF

12

März 2013

Android-User.de


SErvice

Social Android

Pink Keyboard

Anfang Januar entdeckten wir bei Google

Play eine Keyboard-App, die seltsam viele

Rechte benötigte. Wir meldeten die App

bei Google, und sie verschwand innerhalb

von 12 Stunden aus Google Play.

Tastaturen brauchen immer relativ

viele Rechte, das liegt in der

Natur der Sache. Aber ich würde

mir auch keine zu exotische Tastatur

nachinstallieren.

Frank N. via Google+

Ich habe SwiftKey genutzt, doch

auf dem Nexus 4 reicht die Haustastatur

völlig. Die ist mittlerweile

wesentlich besser als früher und braucht

meiner Meinung nach keinen Ersatz!

Ansonsten nur bekannten und geprüften

Entwicklern vertrauen.

Przemyslaw S. via Google+

Ich finde es eine große Sauerei,

dass es so eine App zu den derzeit

beliebtesten Apps bringt. Das ist

ein ausgesprochenes Armutszeugnis für

Google. Für den entstandenen Schaden

ausschließlich den Anwender verantwortlich

zu machen, ist für mich ein zu hartes

Urteil. Schließlich gehe ich ja auch in den

Supermarkt und gehe davon aus, dass die

dort erhältlichen Produkte bekömmlich

sind und unverdorben. Natürlich bestätigen

auch dort Ausnahmen die Regel.

Arnold Z. via Google+

Ständig liest man von der Gefahr,

dass Apps zu viele Berechtigungen

haben wollen und die Virengefahr

auch ständig zunimmt. Mag ja auch

in Ordnung sein. Ich finde allerdings nirgendwo

eine Meldung von tatsächlich entstandenen

Schäden durch zu viele Berechtigungen

oder Viren auf Androiden, oder

habe ich nicht gut genug gesucht?

Dirk E. via Google+

Die Dummheit mancher Nutzer

muss bestraft werden. Wenn ich

die Liste sehe an Berechtigungen,

und diese mir auch angezeigt wird, und ich

es dennoch installiere, bin ich selbst

schuld. Wie heißt es so schön: 90% aller

Probleme sitzen vor dem Bildschirm.

Marcel W. via Facebook

Das ist eben der richtig große

Nachteil an Android: Der Durchschnittsnutzer

kann mit diesem

Berechtigungskram leider nichts anfangen,

das übersteigt sein technisches Verständnis.

Da muss Google noch dringend nachbessern.

Deutlichere Warnhinweise wären

toll, aber noch besser wäre es, wenn eine

solche App gar nicht erst im Play Store zu

finden wäre.

Michael L. via Facebook

Abb. 1: Hinter der rosafarbenen Fassade

verbirgt sich eine gefährliche

Datenklau-App.

Alle

Links>

www.android‐ user.de

Gorilla Glass 3

Das mit der Unkaputtbarkeit stimmt nicht im Geringsten.

Jedes meiner Geräte mit Gorilla Glass hatte nach kurzer Nutzung

hässliche Kratzer, mein Nexus 7 hat schon zum zweiten

Mal ca. 10 cm lange Risse von der Mitte zum Rand. Witzig, dass mein

Uralt-LG noch keinen einzigen Riss hat. Pures Marketing.

Julian M. via Google+

Bei meinem Motorola Defy sorgte das Gorilla Glass auch bei

extremer Beanspruchung für einen nahezu kratzerfreien Bildschirm.

Unter extremer Beanspruchung verstehe ich mehrmaligen

freien Fall aus Hosentaschen-Höhe auf Asphalt während meiner

Laufrunden. Ältere Handys sahen bei derartigen Unfällen schon

deutlich unglücklicher aus der Wäsche.

Arnold Z. via Google+

www.androiduser.de/facebook

www.androiduser.de/google+

Android-user.de März 2013 13


Fokus

Sechs Navi-Lösungen im Praxistest

Sechs Navigationslösungen für Android-Geräte

Android

im Auto

Aleksey Telnov, 123RF

Gratis oder kostenpflichtig, offline

oder online? Das sind wohl die

zentralen Fragen, die sich jeder

stellt, der eine Navigationslösung

für Android sucht. Wir haben die Gratis-Lösungen

Google Maps und OsmAnd mit der

Gratisversion von V-Navi und Route66, Sygic

sowie Copilot verglichen. Für den Testbericht

installierten wir diese sechs Apps und fuhren

anschließend über ein verlängertes Wochenende

von Österreich nach Italien. Die Resultate

haben wir pro App zusammengefasst.

Gab es vor rund einem Jahr lediglich eine Handvoll

guter Navigationslösungen für Android, hat sich die

Zahl inzwischen verdoppelt. Mit dabei sind auch Gratis-Lösungen.

Wir haben sechs Apps einem Praxistest

unterzogen. Stefan Telfner

Abb. 1: Die 3D-Navigationsansicht in Google Maps auf der Autobahn.

Google Navigation

Auf Grund der Online-Karten ist die

Navigationslösung von Google

Maps [LINK 1] nur mit einem passenden

Datenpaket interessant. Es wird zwar

nach der erstmaligen Routenberechnung kein

weiterer Datenverkehr mehr erzeugt, das genügt

aber nur, um sich offline von der Heimatstadt

bis zum Reiseziel im Ausland navigieren

zu lassen. Dort braucht man wieder

Internet, um neue Ziele anzusteuern.

Bei den Ansichten kann man zwischen

2D-, 3D-, Nacht- oder einer Google Earth basierenden

Liveansicht wählen. Der neulich

integrierte Verkehrsmelder zeigt im Ampelfarbschema

die Verkehrssituation im gewählten

Streckenabschnitt an. Bei Bedarf kann

somit eine Alternativroute berechnet werden.

Als kostenlose Alltagsnavigation mit passendem

Datenpaket ist Google Maps die perfekte

Navi-Lösung.

Eine der Stärken von Google Maps liegt bei

den Zusatzinformationen: Den Suchbegriff

(zum Beispiel Restaurant, Tankstelle oder

Geldautomat) eingeben, und schon hat das

Google Navi die passende Lösung dank Ortsbestimmung

in unmittelbarer Nähe parat,

wie man es von der Google-Suchmaschine

gewohnt ist. So auch bei unserer Tour in Italien

zum Christkindlmarkt in Bozen. Nach

14

März 2013

Android-User.de


Fokus

Sechs Navi-Lösungen im Praxistest

Gratis KFZ-Halterung von PEARL

In Kooperation mit dem Online-Versandhaus

pearl.de bieten wir Ihnen

die Kfz-Halterung mit Schwanenhals

für Smartphones und Navigationsgeräte

zum Nullpreis* statt

UVP 24,90 Euro an.

Um vom Angebot Gebrauch

zu machen, öffnen Sie die URL

www. pearl. de/ flexibel

und geben den folgenden Vorteilscode

ein: 73TM47KA

Abb. 2: Die Fahrtstreckenübersicht

mit der aktuellen Verkehrslage bis

zum Reiseziel in Google Maps.

Abb. 3: Beim Erreichen des Ziels zeigt

Google Maps Navigation ein Bild

des Gebäudes an.

Die Aktion ist auf eine Halterung pro Leser

und zeitlich beschränkt. Das Angebot gilt

nur zwischen dem 7. Februar und dem 31.

März 2013 und nur solange der Vorrat

reicht.

*zuzüglich 4,90 Euro Versandkosten

einen mehrstündigen Besuch des Marktes

hatten wir Hunger nach etwas Deftigen.

Trotz Roaming-Kosten bei Datenverbindungen

baten wir Google um Hilfe und wurden

mit der Suchanfrage „gut essen in Bozen“

fündig. Die App führte uns zum 20twenty-

Zentrum ins Old Wild West Steakhouse.

Sogar eine Zielbildanzeige aber auch Abfahrten

als Bildimage werden bei wichtigen Verkehrsknotenpunkten

angezeigt, wie man es

aus dem Google Streetviewer kennt.

Diese Suchanfrage inklusive der Berechnung

der Strecke kostete uns 69 Cent, wie

wir nach unserem Kurzurlaub anhand der

Abb. 4: Beim ersten Start fordert

V-Navi zum Download der DACH-

Länder auf.

Einzelgesprächsnachweise der Telefonrechnung

ermitteln konnten. Eine genaue Adresseingabe

ist natürlich ebenso möglich, wie

auch das Ziel auf der Karte selbst per Touchpositionierung

auszuwählen.

V-Navi

Beim erstmaligem Start des V-Navi

[LINK 2] wird man darauf hingewiesen,

sich ein ca. 350 MB großes Datenpaket

für die Länder Deutschland, Österreich

und die Schweiz herunterzuladen.

Diese Daten können dann 30 Tage lang genutzt

werden. Möchten Sie diese drei Länder

uneingeschränkt nützen,

dann müssen Sie

zusätzlich eine der beiden

Apps Gelbe Seiten

[LINK 3] oder „Das Telefonbuch“

[LINK 4] installieren

und das Reiseziel

über eine dieser

Apps auswählen. Mit

diesem Trick bleibt V-

Navi für die Regionen

D-A-CH weiterhin

nutzbar. Ist Ihnen dieser

Weg zu umständlich,

dann kaufen Sie

sich am einfachsten

das Europapaket zu

einem Preis von 39,90

Euro.

Abb. 5: Die Kartendarstellung ist sehr

reduziert, alles Wichtige ist aber mit

dabei.

Die Karten von V-

Navi erinnern stark an

jene von TomTom

Abb. 6: Bei einem Kreuzungsbereich

wird per Autozoom der Kartenausschnitt

vergrößert.

Android-user.de März 2013 15


Fokus

Sechs Navi-Lösungen im Praxistest

Abb. 7: Zehn Länder können Sie frei

wählen und uneingeschränkt nutzen.

Abb. 9: Die Daten von OpenStreet-

Map sind mit sehr vielen nützlichen

Informationen gefüllt.

Navigation, die Sprachausgabe

klingt sehr natürlich,

und die Richtungsweisungen

erfolgen prompt. Zu den Features,

die uns am besten gefallen

haben, gehören die Geschwindigkeitswarnung

und

die Auto-Zoom-Funktion bei

Straßenkreuzungen. Aber

auch eine Anzeige von Entfernung,

Ziel und Ankunftszeit

sowie Ortschaftsanzeigen

sind vorhanden.

Trotz der eingeschränkten

Länderauswahl in der kostenlosen

Version und trotz des

verpflichtenden Umwegs über

das Telefonbuch bzw. die

Gelbe-Seiten-App finden wir

es eine gelungene Gratis-Navigationslösung.

Was uns

sehr gut gefallen hat: Die vereinen.

Sprachausgabe ist sehr natürlich

gehalten und reduziert sich auf das Wesentliche.

Zudem ist V-Navi sehr flott bei der

Routenberechnung und der SAT-Suche.

OsmAnd

Wie auch Google Maps basiert auch

OsmAnd Navi [LINK 5] in erster Linie

auf Online-Datenkarten. Als kostenlose,

eingeschränkte Version kann man aber

bis zu 10 Länder aus der mit mehr als 100

Ländern bestückten weltweiten Datenbank

herunterladen und diese somit offline ohne

zusätzliche Datengebühren nutzen.

Die App ist auf Anhieb sympathisch, und

das Menü ist übersichtlich und

leicht zu bedienen. Das Kartenmaterial

beeindruckt, da

man das Gefühl hat, eine echte

Karte in den Händen zu halten.

Sogar kleinste Wanderwege

sind eingezeichnet. Die

Farbkontraste, um Unterschiede

zwischen Stadt und

Land zu erkennen, lassen

keine Bemängelungen aufkommen.

OsmAnd arbeitet schnell

und findet den Standort mittels

GPS auch sogleich wieder,

nachdem man einen längeren

Tunnel durchfährt. Am besten

ist es natürlich immer, sich

vorab das gewünschte Kartenmaterial

zu laden, um dann

gleich losfahren zu können.

Wer die kostenpflichtige Version

für 5,95 Euro erwirbt, bekommt

einen uneingeschränkten

Zugriff auf

alle Kartendaten inklusive

Wikipedia Offline-

Reiseführer auf seinen

Androiden geladen. Das

Kartenmaterial wird vom

freien Projekt Open-

StreetMap bereitgestellt.

Sollten sich bei den Karten

Fehler einschleichen,

kann man diese direkt

melden. Die neuen Daten

werden dann beim

nächsten Update berücksichtigt.

Dies geschah in

der Testphase zum Beispiel

bei einem neu errichteten

Kreisverkehr

auf unserer Route.

Sogar als Fußgänger

kann man das Navi verwenden,

es zeigt aber

auch Hotels, das nächste geöffnete Restaurant

oder die nächstmögliche Haltestelle

eines öffentlichen Verkehrsmittels an. Nutzer

der kostenpflichtigen Version Osmand+ können

weitere Points of Interest melden und so

die Kartendaten aktiv mitgestalten.

Die meisten Hausnummern sind auf der

Karte vermerkt, jedoch bietet die App nur die

Hauptnummern entlang der Hauptstraßen im

Suchfenster sofort zur Auswahl an. Adressen

in zweiter Reihe, wozu auch unsere Testadresse

gehörte, werden nur bei der manuellen

Suche angezeigt. Wenn OsmAnd mal

eine Hausnummer nicht sogleich findet,

müssen Sie deshalb den

Eintrag Zielstraße auf

Karte zeigen auswählen,

und schon wird das

Zielgebiet geladen.

Als kostenlose uneingeschränkte

Navigationslösung

mit eingeschränktem

Kartendownload

und Update

aus der weltweiten Datenbank

mit einer beachtlichen

Anzahl von

10 kostenlosen Länderdownloads

gilt OsmAnd

als der direkte Konkurrent

zu Google Maps

Navigation. Die App unterstützt

die Radarwarnung,

Spurassistenten

und verfügt über einen

Geschwindigkeitswar-

Abb. 8: Vier Menüpunkte. Mehr

benötigt Osmand nicht, um alles zu

Abb. 10: Die 2D-Kartenansicht mit

Spurassistenten und Geschwindigkeitswarner

von OsmAnd.

16

März 2013

Android-User.de


Fokus

Sechs Navi-Lösungen im Praxistest

Abb. 13: Sygic versucht, die Darstellung so realitätsnah wie möglich

zu gestalten.

Abb. 11: Sygic bringt alles Wichtige

zur passenden Zeit auf den Screen,

wie hier den Spurassistenten.

ner. Einzig die reine 2D-Vogelperspektive von

OsmAnd dürfte dem einen oder anderen Nutzer

missfallen.

Sygic

Sygic [LINK 6] hat das umfangreichste

Kartenmaterial im Android Play

Store der Navigation-Apps vorzuweisen.

Von Mitteleuropa ab einem Preis von

29,99 Euro bis zur Weltkarte zum Preis von

79,99 Euro ist alles dabei. Lediglich einzelne

Länder wie Indien oder der Mittlere Osten

müssen zu einem Preis ab 19,99 Euro extra

erworben werden. Sygic kann 7 Tage lang

kostenfrei getestet werden. In diesem Zeitraum

stehen alle 194 Länder zum Download

bereit. Für den Download der Karten benötigt

man die App „Sygic Downloader“, die

getrennt von der Navi-App verwaltet wird.

Sygic stellt den Kartenaufbau wahlweise

von schlicht bis vollkommen überladen dar.

Die Karte versucht dabei die natürliche Umgebung

nachzuahmen, was nicht immer

überzeugen konnte. Ein recht einfach aufgebauter

Spurassistent sowie die Überkopf-

Wegweiser-Anzeige sind ebenfalls Bestandteil

von Sygic. Last but not least gibt es auch

die 3D-City-Navigation. Der optional erhältliche

Verkehrs-Traffic-Guide ist zum Jahrespreis

von 19,90 Euro in ganz Europa gültig.

Geschwindigkeits- und Stauwarner mit alternativer

Routenberechnung beherrscht Sygic

ebenso wie das Navigieren im Tunnel.

Bei unseren Tests auf einer Strecke von

Öster reich nach Kroatien wurden wir per

Sygic über eine fast 100 km kürzere Strecke

geleitet. In diesem Test

hatten die anderen Navigations-Apps

die typische

Hauptroute über

Zagreb gewählt, die 40

Minuten länger gedauert

hätte, und die selbst

Google Maps nur per

manueller Streckenwahl als Reiseroute anzeigte.

Ein weiterer Pluspunkt von Sygic: Die

gekaufte Sygic App lässt sich auf allen Android-Geräten

benutzen, bei denen die gleiche

Gmail-Adresse hinterlegt ist. Zu den Features,

die uns besonders gut gefallen haben,

gehören die automatische Tag/​Nacht-Schaltung,

die Straßennamen-Ansage und Auswahl

der Anzeige von Zeit, Ankunft, Strecke

und Verkehr.

Sygic spielt parallel zum Telefongespräch

die Navigationsstimme ab. Auch zusammen

mit Musik-Streaming per Bluetooth lässt sich

die Navi-App nutzen. Für Beifahrer wichtig:

Da die Navigation im Hintergrund weiterläuft,

lässt sich das Smartphone oder Tablet

dabei beliebig nutzen.

Abb. 12: Wer gerne Städte erkundet,

wird von der 3D-Ansicht von Sygic

begeistert sein.

Route 66

Mit der Navigations App Route

66 [LINK 7] funktionieren Sie jeden

Androiden zu einem On-Board-Navigationsgerät

um. Die Testversion lässt Sie

uneingeschränkt alle der 81 weltweit verfügbaren

Karten herunterladen und für 7 Tage

lang uneingeschränkt nutzen. Nach Ablauf

dieser Frist ist ein 30-Tage-Abo zum Vorzugspreis

von 7,99 Euro oder ein permanenter

Kauf zum Preis von 49,99 Euro möglich. Der

Test-Abo-Zeitraum für acht Euro ist wirklich

gut durchdacht, zumal selten eine Autoreise

nur sieben Tage dauert. Für Gelegenheitsreisende

ist dies ein Plus bei Route 66.

Als kostenpflichtige Zusatzpakete gibt es

die Verkehrsinformation für Mitteleuropa,

die USA und China zu einem Jahrespreis

Tipp

Beim Kauf einer Sygic-

Lizenz nach Wahl erhält

eine weitere Person das

gleiche Package kostenlos.

Special offer

Android-user.de März 2013 17


Fokus

Sechs Navi-Lösungen im Praxistest

Route 66

Abb. 14: Die Karte von Route 66 ist schlicht und zeigt nur die wichtigsten

Infos an.

Abb. 15: Das virtuelle Auto fährt einem bis ans Ziel voraus. Diese Funktion

ist auch im Ausland nutzbar.

von 19,99 Euro. Die Karten sind lebenslang

nutzbar, wenn der permanente Kauf gewählt

wurde und basieren auf dem gesammelten

Material von TomTom.

Eines der besonderen Features von Route

66 ist die Ansicht durch die aktive Smartphone-Kamera

mit Ausrichtung zur Windschutzscheibe.

So stellt die App bei der Online-

und Offline-Karten-Navigation im Display

die reale Welt dar. Wirklich sehr nützlich

ist auch die Follow-Me-Funktion. Diese

zeigt ein virtuelles Auto an, das man vor sich

her fahren lassen kann. Es blinkt, wenn es

zum Abbiegen kommt oder bremst, wenn

man die Geschwindigkeit verringert. Diese

Art von Navigation weiß zu begeistern.

Auch bei Route 66 finden Sie eine Geschwindigkeitswarnung

inklusive Radarwarnung.

Die Datenbank verfügt dabei über sehr

aktuelle Informationen mit erst kürzlich fix

aufgebauten Radarstationen auf Autobahnen.

Dennoch mussten wir einen der Blitzer selbst

erst mit einen Foto kennenlernen. Verlassen

Sie sich also nicht komplett auf die Funktion

und – vor allem – fahren Sie nicht zu schnell.

CoPilot GPS/​Live Premium

Die als einzige im Test

vertretene Navi-App mit

nur einem frei wählbarem

Land bzw. nur einer Region

ist CoPilot Live

[LINK 8]. Als Testversion installieren

Sie einfach Copilot

GPS [LINK 9]. Das hier gewählte

Land lässt sich uneingeschränkt

nutzen.

Weitere Länder muss man

kaufen. Dafür wartet die

App aber mit dem umfangreichsten

Kartenmaterial

von Fußgängernavigation,

Fahrrad und Auto bis hin

zur LKW-tauglichen

(Höhe, Breite, Achse, Gefahrengut, Streckensperren)

Navigationslösung auf. CoPilot Live

USA kostet lediglich 6,99 Euro, die DACH-

Länder 36,99 Euro, Europa ist in der günstigsten

Variante mit 49,99 Euro vertreten, in

der Version mit LKW-Navigation kostet die

Europa-Karte 99,99 Euro. Für USA-Fans ist

CoPilot Live Standard der heißeste Tipp.

Einigen mögen die Einstellungsmöglichkeiten

als zu undurchsichtig und kompliziert erscheinen.

Befasst man sich allerdings damit

etwas näher, erhält man eine perfekte Navigationslösung

die ihresgleichen sucht. Dank

der integrierten Sicherung in der CoPilot Live

Cloud werden zudem sämtliche Einstellungen

inklusive Points of Interest und favorisierte

Strecken und Ziele gesichert.

Besonders gut gefallen hat uns, dass die

App bei jeder Neuberechnung einer Route

bis zu drei in unterschiedlichen Farben berechnete

Alternativrouten anzeigt. Wie auch

immer der Verkehr Richtung Ziel sich ergibt,

Alternativen kennt CoPilot Live schon, bevor

die eigentliche Reise losgeht.

Im Vergleich zum Platzhirsch Navigon

könnte maximal das manuelle Wechseln der

zu navigierenden Kontinente (USA zu Europa)

als unhandlich angesehen werden.

Ebenso kann CoPilot Live immer nur auf

einem einzigen Androiden ausgeführt wer-

Abb. 16: Der interaktive Radarwarner ist topaktuell und warnt effizient.

18

März 2013

Android-User.de


Fokus

Sechs Navi-Lösungen im Praxistest

Abb. 17: Cloud-online-Sicherungen

sind auch bei CoPilot kein Fremdwort.

den. Dies sollten so ziemlich die einzigen

Kritikpunkte sein. Wer gerne Freunde an seiner

Reise teilhaben lässt, kann seine Reiseroute,

die bevorzugte Strecke oder Stauinformationen

nicht nur per CoPilot Live, sondern

auch per Facebook und Twitter teilen.

Während der Nutzung des Smartphones

oder Tablets, auf dem die Navigation ausgeführt

wird, lassen sich auch bei CoPilot Live

andere Anwendung ausführen, ohne dass die

Navigation oder die Sprachausgabe unterbrochen

würde. Beim Kauf von CoPilot Live bekommt

man in den ersten zwölf Monaten

kostenlos die Infos zum aktuellen Verkehrsstatus.

Anschließend muss man für den

Dienst bezahlen, wenn man ihn weiter nutzen

möchte.

Fazit

Alle vorgestellten Apps führen

Sie ans Ziel. Googles Navigationslösung

Google Maps zeigt,

wie es sein sollte. Einfachste

POI-Suche, keine umständliche

Adresseingabe: nur nach den

Stichwörtern suchen und losnavigieren.

Aufgrund fehlender

Offline-Lösung muss sich die

App von so manchen anderen

geschlagen geben. Mit Datenverbindung

ist Google Maps

aber unsere Nummer 1.

Einen klaren Sieger bei den

Offline-Lösungen gibt es nicht.

OsmAnd unterstützt neben

einer Vielzahl von kostenlosen

Ländern auch die Offline-Navifunktion

und verfügt dank

OpenStreetMap über

eine gut gefüllte Datenbank.

Damit könnte

sich OsmAnd zu einer

der besten Navi-Apps

im Play Store hervorheben.

Die Kartenansicht

lässt aber in einigen

Bereichen noch

Verbesserungen zu.

Sygic, Route66 und

CoPilot Live sind ausgereifte

und vollständige

Navigationslösungen,

die entsprechenden

ins Auto eingebauten

Navigationsgeräten

in nichts nachstehen.

POI, Favoriten, Social-

Network-Anbindungen,

Live View und

Follow-Me-Funktionen sind nur ein Teil der

Fähigkeiten, die diese Navigationslösungen

bieten. Die eingeschränkte Nutzungsdauer

und teils eingeschränkte Funktionsvielfalt

der Bezahlversionen trüben aber bei einigen

den Einsatzbereich für Kurzreisen.

Route66 eignet sich dank seines günstigen

Monatsabos sehr gut für (einmalige) Urlaubsreisen.

Zu den Stärken der App gehören

Radarwarner, Spurassistent, Tempolimit und

gut aufgebaute Karten. CoPilot Live besticht

mit maximalen Funktion und unendlichen

Einstellungsmöglichkeiten. Hinzu kommt

eine eigens für LKW entwickelte CoPilot

Navi-App und für alle USA-Reisenden der

sehr günstige Preis.

Sygic gilt für Weltenbummler als die Nummer

1. In knapp 200

Ländern von A wie

Abu Dhabi bis Z wie

Zypern ist man immer

auf dem richtigen Weg.

Auch Seltenheiten wie

Colombia, Iran, Tanzania

oder Qatar sind

vertreten. V-Navi gilt

als optimale Lösung

für alle, die viel und oft

im Telefonbuch oder

den Gelben Seiten

nach Adressen suchen

und ist quasi ein Geheimtipp.

V-Navi startet

direkt aus der Anwendung

heraus und

bleibt somit kostenlos

in den DACH-Ländern

nutzbar.

● ● ●

Abb. 18: Übersichtlich und informativ

wird die Routenoption mit den Alternativen

dargestellt.

Abb. 19: Die Darstellung von CoPilot

Live ist sehr schlicht und zeigt die

Grundfunktionen übersichtlich an.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28367

Android-user.de März 2013 19


Fokus

TomTom Navigation

© TomTom

Mit dem Google-Navi

kommen Sie in Deutschland

gut voran, doch im

Ausland haben Sie nur

bei hohen Kosten Netzzugang.

Für Auslandsreisen

ist daher ein Offline-Navi

wie TomTom

dringend empfehlenswert.

Christoph Langner

Abb. 1: Die großflächigen Schaltflächen

vereinfachen das Zielen aus

dem Autositz.

Die in Android integrierte Navigationslösung

hat zu Recht einen

guten Ruf. Die Karten sind immer

so aktuell wie überhaupt möglich,

die Routenführung ist ordentlich und die

Stauinfos topaktuell. Doch die Google-Navigation

hat ihre Schwächen: Im Ausland

müssten Sie teures Roaming nutzen, da sowohl

die Kartendaten als auch die Routenberechnung

von Googles Servern kommt. Zusätzliche

POIs oder eine Datenbank mit festen

Blitzern sind für die Google-App noch ein

Fremdwort. Die Hersteller von Navi-Apps

schließen daher durchaus eine Lücke, die

Google bislang noch offen gelassen hat.

TomTom für Android

TomToms Android-Navigation finden Sie im

Paket mit verschiedenen Karten im Google

Play Store. Für die günstigste Variante mit

einer D-A-CH-Karte (Deutschland, Österreich,

Schweiz) zahlen Sie 34,99 Euro, Karten

mit ganz Europa kosten 59,99 Euro. Sorgen

um Kartenupdates müssen Sie sich nicht

machen, im Gegensatz zu den TomTom-Navigationsgeräten

verspricht der Hersteller

jedes Quartal ein kostenloses

Kartenupdate. Die

D-A-CH-Version der Tom-

Tom-App lädt beim ersten

Start etwa 800 MByte aus

dem Internet, bei der Europa-Karte

gar 3,3 GByte.

Abb. 2: Die Straßenzüge sind dicker

als bei Google abgebildet und

dadurch einfach zu erkennen.

Darstellung

Wenn Sie bislang mit

einem TomTom-Navigationsgerät

unterwegs

waren, werden Ihnen

viele Details der App

durchaus bekannt vorkommen.

Das Menü und

die Einstellungen sind

über große Buttons bedienbar,

Adressen geben

Sie in der Reihenfolge

Land, Ort, Straße, Hausnummer

ein. Die Straßen

sind deutlich fetter gezeichnet

als bei Google, das erleichtert die

Orientierung bei einem schnellen Blick auf

die Route, allerdings ist der gezeigte Kartenausschnitt

kleiner.

Im Gegensatz zum Google-Navi zeigt

Ihnen TomTom Ihre aktuelle Geschwindigkeit,

sowie die zulässige Höchstgeschwindigkeit

auf dem aktuellen Streckenabschnitt an.

Auf Wunsch warnt Sie die App zudem auch

akustisch beim Überschreiten des Tempolimits

oder auch vor dem Passieren von Kirchen

oder Schulen. Ein weiteres Plus von

TomTom ist die Möglichkeit, Zwischenstationen

in die Routenplanung mit aufzunehmen.

Navigation

Um die Navigation zwischen Google und

TomTom zu vergleichen, haben wir in München

und Umgebung diverse Fahrten unternommen.

Beide Navis haben uns in der Praxis

sicher zum Ziel gebracht, auch wenn die

vorgeschlagenen Routen nicht immer identisch

waren. Die von TomTom generierten

Routen und Zeiten basieren auf gesammelten

Daten, wann wo wie viel Verkehr zu erwarten

ist: Die kürzeste Route ist demnach nicht

immer die schnellste. Die IQ

Routes [LINK 1]. getauften

Daten sind in der Karte integriert,

beinhalten jedoch keine

Live-Informationen über

Staus auf dem Streckennetz.

Etwas besser als Google

hat TomTom den Start der

Navigation gelöst. Nach Eingabe

des Ziels springt die

App nicht gleich in den Navi-

Modus, sondern zeigt Ihnen

das Ziel in einer Detailansicht,

wie auch eine Übersicht

der vollständigen Route

an. So gehen Sie sicher, dass

es auch zum richtigen Ziel

geht. Während der Navigation

fiel auf, dass TomTom

ein kleines bisschen später

über die nächste Abbiegung

informiert, aber frühzeitig

darauf hinweist, auf welche

20

März 2013

Android-User.de


Fokus

TomTom Navigation

Live-Funktionen kosten extra

Bei Staus hat Google die Nase deutlich vorne.

Im Gegensatz zu TomTom lotst uns die Navi-

App Googles um manch einen Stau herum

und zeigte uns auch an, wo auf der Strecke

aktuell viel Verkehr ist.

Das Feature bietet TomTom ebenfalls an,

doch für die fortwährend aktualisierte Tom-

Tom-HD-Traffic-Daten [LINK 2] müssen Sie

4,99 Euro im Monat oder pro Jahr 29,99 Euro

bezahlen. Ob es sich lohnt, das Feature zu

buchen ist fraglich, in Deutschland liefert

Ihnen Google die Live-Daten frei Haus, im

Ausland müssten Sie für den Abruf der Verkehrsinfos

wieder teure Roaming-Gebühren

bezahlen.

Ebenso wie die Live-Informationen zum

aktuellen Verkehr kostet auch das Add-on

TomTom Mobile Radarkameras [LINK 3]. einen

Aufpreis (1,59 Euro/​Monat oder 18,99 Euro/​

Jahr). Es beinhaltet eine Datenbank mit fest

installierten Blitzern und auch Warnungen

vor anderen Kameratypen, einschließlich Abschnittskontrollen

(z.B.

in Österreich oder England),

Ampelblitzern

und mobilen Blitzer-

Hotspots.

Abb. 3: Gegen Aufpreis warnt Sie

TomTom akustisch und visuell vor Blitzern

und Radarkameras.

Spur es sich einzuordnen gilt. Dadurch

haben Sie mehr Zeit für den Spurwechsel

und weniger Stress beim Abbiegen im dichten

Verkehr. Die Ansagen der App sind meist

präzise und klar verständlich, Straßennamen

spricht die App flüssiger aus als Google. Vor

Autobahnkreuzen schaltet der Spurassistent

von der Kartenansicht auf ein statisches Bild

mit den richtigen Fahrspuren, komplizierte

Kreuzungen zwischen Autobahnen verlieren

so ihren Schrecken. Unschön ist, dass sich

der Kartenauschnitt nicht verschieben lässt.

Für Vielfahrer

Im Gegensatz zu früheren

Versionen lässt sich

die TomTom-Navi-App

inzwischen auf allen

gängigen Androiden

installieren. Die App

erlaubt Displaygrößen

zwischen 800x480 und

1280x800 Pixeln. Für

die top-aktuellen Full-

HD-Handys mit einer

Auflösung von

1920x1080 muss Tom-

Tom jedoch wieder

sein Layout anpassen.

Die App zeigt zudem

technische Schwächen, die Menüs erscheinen

träge, und wir konnten durchaus den

einen oder anderen Absturz beobachten.

Unglücklich gelöst sind das Preismodell

und die Architektur der TomTom-Apps. Kaufen

Sie zuerst die günstigere D-A-CH-Version,

dann gibt es keinen Upgrade-Pfad auf die

komplette Europa-Karte. Entscheiden Sie sich

gleich für die Europa-Karte, dann müssen Sie

immer die vollen 3,3 GByte auf dem Handy

vorhalten, nur D-A-CH für die Alltags-Fahrten

zu installieren, und vor dem Spanien-Urlaub

noch das Zielland nachzuladen ist nicht

möglich. Kostenpflichtige Offline-Navigationsapps

müssen mit Features gegen den

großen kostenlosen Konkurrenten Google

punkten. Die hat TomTom mit dem Spur-

Assistenten und der Blitzer-Datenbank

durchaus zu bieten, doch der Preis ist nicht

gerade gering. Wer nur in Deutschland unterwegs

ist, hat gegenüber der Google-Lösung

kaum Vorteile. Wer öfter die Grenzen des eigenen

Mobilfunkvertrags verlässt, erspart

sich den Kauf eines Navi-Geräts. Die Investition

in ein Abo von TomTom-HD-Traffic lohnt

sich allerdings nur für alle, die mit dem

Google-Navi völlig unzufrieden sind. ● ● ●

Abb. 4: Vor Start der Navigation zeigt

Ihnen TomTom den Kartenauschnitt

des Ziels.

Wie nochmal?

Falls Sie eine Ansage des Navis verpasst

haben sollten, dann drücken Sie einmal kurz

auf die Lauter-Taste Ihres Handys. TomTom

wiederholt danach die letzte Ansage, sodass

Sie hoffentlich noch rechtzeitig die Kurve bekommen.

Abb. 5: Aktuelle Verkehrsinfos und

die Blitzer-Datenbank müssen als

Abo hinzugekauft werden.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28431

Android-user.de März 2013 21


Fokus

Navigon

ladyann, 123RF

Navigon select vs. Google Maps Navigation

Navigon select

Den Überblick über eine längere Route vom Start bis zum Ziel zu behalten,

wird je länger je komplizierter. Zum Glück gibt es passende Apps

für Android. Dieser Artikel stellt Navigon von Garmin vor. Tim Fuhrländer

Abb. 1: Die sehr praktische Darstellung

bei Verlassen einer Autobahn

in Navigon select.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen die

Funktionen der App Garmin Navigon

select [LINK 1] vor, die es für Kunden der

Telekom, von Debitel, Talkline und Mobilcom

kostenlos gibt, und

vergleichen Navigon select

mit der von Google bereits

vorinstallierten Navigation

von Google Maps.

Navigon select

Mit Navigon select

erhalten Sie

eine abgespeckte

Version von Navigon. Alle

grundlegenden Funktionen

sind enthalten, viele

interessante Zusatzprogramme

gibt es allerdings

nur gegen Aufpreis. Sie

können sich Straßennamen

ansagen lassen, Kartenmaterial

auch ohne

Route ansehen oder Sonderziele

wie zum Beispiel

Abb. 2: Auch für komplizierte Straßenbereiche

liefert Navigon select

die passende Ansicht.

Hotels oder Tankstellen suchen. Im Menü

können Sie außerdem ein Ziel nach Straßenname

eingeben oder nach Hause navigieren,

nachdem Sie Ihren Standort festgelegt haben.

Dabei bietet die App die

kürzeste, schnellste oder

schönste Route zur Auswahl.

Des Weiteren ist eine Funktion

für Fußgänger integriert,

welche auf spezielle Fußgängerwege

zurückgreift. Auch

Autobahnen sowie mautpflichtige

Straßen lassen sich

mit Navigon bequem umgehen.

Während der Fahrt erhalten

Sie auch Stauinformationen,

wenn eine Internetverbindung

besteht. So können

Sie dem Warten im Stau

mithilfe Ihres Smartphones

entgehen. Bevor Sie losfahren,

prüft die App die Verkehrssituation

und zeigt

Ihnen auf einer übersichtlichen

Anzeige die Anzahl der

22

März 2013

Android-User.de


Fokus

Navigon

Staus und Baustellen an.

Des Weiteren erhalten Sie

hier Informationen über

das Wetter am Zielort und

Tankstellen oder Hotels in

der Nähe Ihres Ziels. Auch

ein Tankstellen-Finder ist

in den Startbildschirm von

Navigon select integriert.

Abb. 3: Navigon select lässt sich

viele praktische Funktionen zusätzlich

bezahlen.

Zusätzliche

Funktionen

Über den Store lassen sich

viele Funktionen hinzukaufen

wie zum Beispiel

Fahrspur-, oder Geschwindigkeitsassistent,

Radarwarner,

Reiseführer oder

die Integration von öffentlichen

Verkehrsmitteln.

Durch den Kauf eines Zusatzpaketes

wird außerdem die Nutzungsdauer

der select-Version – die standardmäßig

2 Jahre beträgt – unbegrenzt verlängert. Zusatzpakete

sind von 9.90 Euro bis zu 29,00

Euro erhältlich, eine Auswahl zeigt der

Screenshot in Abbildung 3. Ein großer Vorteil

der App Navigon gegenüber

Google Maps besteht darin,

dass die Navigon-Lösung

auch offline nutzbar ist. Da

die Karten auf der SD-Karte

des Telefons beziehungsweise

im internen Speicher abgelegt

werden, ist zur Navigation

keine Internetverbindung notwendig.

Navigon eignet sich

aus diesem Grund also auch

sehr gut für den Einsatz im

Ausland, beispielsweise im

Urlaub oder auf Geschäftsreisen,

da keine Kosten durch

Datenroaming entstehen. Die

Buttons zum Bedienen der

App sind so groß angelegt,

dass man sie auch bei der

Fahrt bedienen kann.

Navigation zur vollen

Zufriedenheit

Im Test lief die App stets stabil und zeigte

immer den Weg zum richtigen Ziel. Auch die

angezeigte Fahrzeit, welche sich dem Fahrstil

des Fahrers anpasst, stimmte zum größten

Abb. 4: Die Informationen, die sie

vor Beginn der Navigation von

Navigon bekommen.

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Fokus

Navigon

Abb. 5: Die Ansicht, die dem Fahrer

während der Navigation in Google

Maps geboten wird.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28153

Teil mit der wirklichen

Fahrzeit überein. Die

Umgehung von Autobahnen

und mautpflichtigen

Straßen funktionierte

zuverlässig, und

auch der Regen am Zielort

kam durch die Wettervorhersage

nicht unvorbereitet.

Die angenehme,

modern aufgemachte

Anzeige von

Navigon viel positiv auf.

Durch die gute grafische

Darstellung von Autobahnabfahrten

war das

Abbiegen auf mehrspurigen

Abfahrten kein

Problem. Da Navigon

frühzeitig anfängt zu Schrift ist viel zu klein.

suchen, befand sich am

Zielort immer ein Parkplatz in erreichbarer

Nähe. Über das Widget können die nächsten

Weganweisungen auch verfolgt werden,

wenn Sie sich auf dem Homescreen befinden.

Eine weitere Anzeige befindet sich in

der Statusleiste, wo sie immer einsehbar ist,

auch wenn Ihr Beifahrer gerade eine SMS

schreiben möchte, oder im Internet surft.

Abb. 6: Google Maps bietet recht

wenige Einstellmöglichkeiten, die

Google Maps Navigation

Die App Navigation aus dem Hause

Google ist bereits auf allen Androidgeräten

mit Zugriff auf den Google

Play Store vorinstalliert. Die Karten werden

nicht auf das Gerät heruntergeladen, was bedeutet,

dass eine dauerhafte Verbindung zum

Internet notwendig ist, falls Sie von der geplanten

Route abweichen möchten.

Die App ist sehr schlicht aufgebaut, und

verfügt derzeit noch über eine sehr übersichtliche

Zahl an Funktionen. Was bei anderen

Apps schon lange Standard ist, fehlt hier:

zum Beispiel ob man die schnellste, oder

kürzeste Route nutzen möchte. Es bleibt also

Google überlassen, welche Route die Naviga

Andere Google-Dienste

Google Maps Navigation enttäuscht bei der Integration

anderer Google-Dienste: Weder eine

gut integrierte Ansicht von Streetview, noch

eine Einbindung von Google+ ist vorhanden.

Auch der beliebte Dienst Google Goggles hätte

sich gut in die Navigationsapp einbringen lassen,

um Informationen über Sehenswürdigkeiten

zu bekommen. Auch Googles Wetterdienst

bleibt ungenutzt, genau wie eine Angabe der

Staus und Baustellen auf dem Weg.

tion wählt. Sie können nicht

im Voraus eine andere Route

wählen. In den meisten Fällen

war die Routenführung bei

Google Maps allerdings

komplett identisch mit den

Strecken, die bei den Tests von

Navigon angegeben wurden.

Die Route lässt sich sowohl in

Google Maps anzeigen als auch

als Stichpunkte, wie es auch von

der Routenberechnung im Browser

bekannt ist. Eine nützliche

Funktion ist, dass Google Navigation

immer zwei Ausweichrouten

im Vorhinein ausrechnet.

Sollten Sie also wegen eines

Staus oder einer Baustelle vom

ursprünglich geplanten Weg abweichen,

führt Google Sie auf

einer zuvor errechneten Route

weiter, soweit diese mit Ihrer Abweichung

von der eigentlichen Route übereinstimmt.

Mit dieser Funktion spart die App Datenvolumen,

indem sie die Route im heimischen

WLAN berechnen lässt. Die Internetverbindung

ist dann nur noch für die Sprachanweisungen

von Google nötig. Die Sprachansage

von Google Navigation ist klar und deutlich

zu verstehen. Allerdings hatten wir das Gefühl,

dass die Frau, die die Fahrtrichtungswechsel

ansagt, vom ständigen Einsatz

schlecht gelaunt und genervt ist.

Fazit

Wer eine schlichte Navigationsapp ohne großen

Schnick-Schnack sucht, wird bei der

Google-App Navigation fündig. Sie führte bei

den Testfahrten immer zum richtigen Ziel,

auch wenn es zwischendurch zu kleinen

Ausfällen kam, da durch schlechten Internetempfang

eine Navigation unmöglich war. Sobald

aber mindestens EDGE verfügbar ist,

legt die App sofort los, und berechnet die

Route neu.

Für Nutzer, die ausschließlich in Deutschland

oder in dem Land ihres Providers unterwegs

sind, ist diese App eine funktionale und

kostenlose Möglichkeit, das Smartphone als

Navigationssystem zu benutzen. Nutzer, die

allerdings öfters mit dem Navi unterwegs

sind, sollten über Navigon nachdenken. Das

Profi-Tool bietet signifikant mehr Funktionen,

hat eine liebevoll gestaltete Benutzeroberfläche

und funktioniert außerdem ohne

Internetverbindung. Durch Zusatzpakete lassen

sich außerdem noch viele nützliche

Funktionen hinzukaufen, die bei Google

Maps fehlen.

● ● ●

24

März 2013

Android-User.de


Fokus

Motordaten auslesen

Laschon Robert Paul, 123RF

Motormanagement, Kontrolle und Tuning mit Android

Pimp my Car

In der Werkstatt tritt der Mechaniker nicht mehr mit dem Schraubenschlüssel, sondern mit dem

Laptop an! Sie stehen erwartungsvoll daneben und warten wie der Patient auf die Diagnose des

Arztes. Was mag die Fehlermeldung auf dem Autodisplay nur diesmal bedeuten? Peer Kintrup

Der Techniker verbindet in der

Regel sein Notebook über ein

USB-Kabel mit der Elektronik des

Wagens. Auf der Fahrzeugseite

steht dafür eine weitgehend genormte

Schnittstelle zur Verfügung: die OBD-Buchse

(On-Board-Diagnose). Sie versteckt sich

meistens unter den Armaturen oder in der

Konsole unter einer Abdeckung. Die meisten

Fahrzeuge ab Baujahr 2000 verfügen über

eine solche OBD-Schnittstelle, und dieser Anschluss

kommuniziert mit einem Bluetooth-

Adapter auch problemlos mit Ihrem Smartphone

oder Tablet. Alles, was Sie brauchen,

um mit Ihrem Android-Smartphone KFZ-

Doktor zu spielen, ist ein passender Adapter

und eine passende Android-App. Wir stellen

in diesem Artikel den Bluetooth-Adapter

Bluetooth-Verbindung

Die Bluetooth-Verbindung funktioniert zunächst

so, wie Sie es wahrscheinlich schon kennen.

Bluetooth aktivieren und im Menü den erkannten

OBD-Adapter auswählen. Auf unseren Testgeräten

Note 1, (4.0.1), Padfone, (4.0.4), Galaxy

7.7 (4.0.4), Note 2, (4.1.1) +, HTC Desire, (4.1.1)

meldete sich der Tinxi-Adapter nicht immer als

OBD-Gerät, sondern einfach mit seiner MAC-

Adresse. Das ist normal und hat keinen Einfluss

auf die Funktionsweise. Zur Koppelung mit dem

Adapter ist der PIN-Code 1234 einzugeben, und

das Pairing ist erledigt. Versuchen Sie nun

nicht, wie bei Audio-Geräten noch eine Verbindung

herzustellen; dies ist nicht erforderlich.

Abb. 1: Der Tinxi Bluetooth-Adapter

EOBD2 alias ELM 327 kostet rund 20

Euro.

Android-user.de März 2013 25


Fokus

Motordaten auslesen

Abb. 2: Die zur Auswahl stehenden

Datenanzeigen. Die meisten Punkte

sind gut übersetzt.

ELM 327 und die App

Torque Lite vor. Es gibt

auch andere Adapter und

weitere Apps bei Google

Play.

Die Hardware

Beim Kauf eines Adapters

müssen Sie unbedingt darauf

achten, dass er für Ihr

Fahrzeug vorgesehen ist.

Ist Ihr Wagen nicht gelistet,

kann es trotzdem funktionieren,

aber die Wahrscheinlichkeit

sinkt natürlich.

Passende Bluetooth-

Adapter für diesen Zweck

gibt es bereits ab ca. 20

Euro.

Natürlich kann der hier

vorgestellte Weg nicht mit

der fahrzeugspezifischen

Profi-Software der Autohersteller mithalten,

Sie aber zumeist ja auch nicht mit dem

Know-how der Techniker. Aber die Lösung

eignet sich hervorragend, um ein ausgemustertes

Tablet oder Smartphone zu einer digitalen

Anzeige umzufunktionieren, die während

der Fahrt live Daten vom Motor meldet.

Unter verschiedenen Adaptern haben wir uns

zu Testzwecken für den Tinxi Bluetooth

EOBD OBD2 entschieden, der mit einem

ELM 327 kompatiblen Chip mit den meisten

PC-Softwareprogrammen, Smartphone-Apps

und vielen Fahrzeugen kompatibel ist. Für

die Nutzung auf einem Laptop liegt eine CD

mit Treibern bei. Den hier vorgestellten finden

Sie bei Amazon für 17 Euro [LINK 1].

Abb. 3: Ein deutschsprachiges Menü

erleichtert die Einstellung der rund

dreißig Grundeinstellungen.

Adapter, getestet an einem

BMW 330 Xi (Bj. 2003) und

einem Renault Megane

Grandtour (Bj. 2012) unter

Verwendung eines Note 2.

Die meisten Fachbegriffe

zeigt die App in Englisch

an. Das nachfolgend näher

beschriebene englische

Torque bedeutet zum Beispiel

Drehmoment. Die

Sprachhürde ist aber leicht

zu nehmen.

Im Hauptmenü können

Sie die Grundeinstellungen

der App – ebenfalls gut erklärt

in deutscher Sprache –

vornehmen. Rund dreißig

dieser Einstellungen lassen

schon hier den Umfang der

vielen Möglichkeiten dieses

Tools erkennen

Kern der App ist die Dashboard-Darstellung,

in der Sie – vergleichbar den Home-

Screens Ihres Phones – sieben Seiten mit

Widgets bestücken können. Im ersten wählen

Sie unter drei Varianten aus: Dial zum

Beispiel führt zur Darstellung in analoger

Tachoform, Graph entsprechend zu einer

Grafik-Anzeige und Display zu einer digitalen

Darstellung. Die Anzeigen lassen sich auf

dem Screen mit dem Finger beliebig anordnen,

auch überlappend.

Etwas Tuning

Das Layout aller Seiten können Sie abschließend

noch optisch verändern, in dem Sie im

Menü unter Theme eines der aktuell mehr als

Die Software

Wir haben

uns für die

App Torque

[LINK 2] entscheiden, die

mit mehr als einer Millionen

Downloads im

Playstore die bekannteste

und gleichzeitig

beliebteste App ist. Sie

können sie als Lite-Version

kostenlos herunterladen

und sich später

für die werbefreie

Pro-Version mit mehr

Funktionen entscheiden.

Verschaffen Sie

sich einen Einblick in

die Nutzung von

Torque mit dem Tinxi-

Abb. 4: Die Datenanzeige in verschiedenen Formen und Größen: Höhe, Tageskilometer,

Kühlmittel- und Außentemperatur (ohne Anzeige!) und Geschwindigkeit.

26

März 2013

Android-User.de


Fokus

Motordaten auslesen

Abb. 5: Personalisieren Sie Ihren

eigenen Bordcomputer auf dem

Smartphone mit einem Theme.

dreißig teilweise recht coolen Themes herunterladen.

Darin enthalten, sind nicht nur verschiedene

Widgets, sondern auch Hintergründe,

die Sie wiederum durch eigene ersetzen

können.

Die Geschwindigkeit ermittelt Torque entweder

über das GPS-Signal oder aus den

KFZ-Daten. Drehzahl, Motorlast, Außen-,

Ansaugluft-, und Kühlmitteltemperatur,

Saugrohr- und Kraftstoffdruck, Sauerstoff-

Sensor-Spannung, Drosselklappenstellung,

sowie diverse Verbrauchs- und Kilometeranzeigen

stehen je nach Fahrzeugtyp zur Verfügung.

Sie können die Beschleunigungssensoren

der X,Y und Z-Achse darstellen und mitschreiben

lassen und Daten der zwei Bänke

zu je vier Sensoren des Kraftstoffregelsystems

auslesen.

Wer nur einige Grunddaten

in einer Ansicht sehen möchte,

kann sich diese in einem separaten

All Data Widget anzeigen

lassen. Diese Echtzeitanzeige

der aktuellen Fahrdaten eignet

sich aber wegen der kleinen

Schrift nur für den Beifahrer.

Neben der Anzeige diverser

Motordaten-Features ist das

Auslesen und Löschen von Fehlercodes

eine interessante

Funktion. Wir haben den Fehlerspeicher

des neuen Renault

ausgelesen, dessen Besitzerin

schon auf den ersten 4000 km

ständig Motorausfälle beklagte

und mehrfach ergebnislos beim

Verkäufer reklamiert hatte.

Torque zeigte uns

sechs Fehlercodes an.

Die Bedeutung der einzelnen

Codes beschreibt

die App per

Klick auf einen der Einträge

stichwortartig, im

Internet finden sich

dann detaillierte Erklärungen

(auch auf

Deutsch). Die Screenshots

wird die Käuferin

dem Rechtsanwalt nun

zu Beweiszwecken

übergeben.

Die App zeigt schon

in der kostenlosen Lite-

Version zahlreiche

Daten des Motormanagements

in vielen

Anzeigemodi an. Die

Proversion bietet für

3,55 Euro zusätzliche Plugins und Widgets

für den Home-Screen Ihres Handys oder Tablets.

Außerdem sind die Anzeige und das

Speichern weiterer Leistungsdaten möglich

sowie die Verbindung mit einer Google-

Maps-Karte, was im Zusammenspiel mit My

Tracks (siehe Artikel in dieser Fokus-Strecke)

eine sehr interessante Option darstellt.

Abb. 6: Eine kleine Auswahl der möglichen

Anzeigen. Die Höchstwerte

werden auch grafisch markiert.

Fazit

Torque ist ein praktisches Werkzeug für Anwender,

die erfahren wollen, was unter der

Motorhaube los ist und die in ihrem Fahrzeug

einen Bordcomputer vermissen oder

ergänzen wollen. Leider erfasst die App im

Wesentlichen nur Motordaten. Viele weitere

fahrzeugspezifische

Sensoren lässt Torque

außer Acht. Dass alle

gespeicherten Fehlercodes

sicher erkannt

und ausgelesen oder

sogar gelöscht werden

können, ist nicht garantiert.

Für Fachleute

stellt die App somit

keinen Ersatz einer

professionellen Ausstattung

dar, die natürlich

kostenmäßig auch

in einer anderen Liga

arbeitet. Aber für Autound

Android-Freaks

eignet sich die Lösung

mit Torque und dem

Bluetooth-Adapter

ideal.

● ● ●

Abb. 8: Das Auslesen des Fehlerspeichers

klappte in unseren Tests mit

dem neuen Megane problemlos.

Abb. 7: Das All Data Widget zeigt die

wichtigsten Daten in Echtzeit an.

Leider mit sehr kleiner Schrift.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28396

Android-user.de März 2013 27


Fokus

Auto-Apps

Gennady-Poddubny, 123RF

Die zehn besten Apps für Autofahrer

Wir sind Auto!

Android ist der ideale Begleiter für kurze oder lange Autofahrten und

unterstützt Sie auch bei vielen Detailfragen rund ums Auto. Wir haben

aus der riesigen Auswahl bei Google Play die zehn Apps ausgewählt,

die uns am besten gefallen. Peer Kintrup, Marcel Hilzinger, Christoph Langner

Abb. 1: Clever tanken verrät Ihnen,

wo sich die günstigste Zapfsäule

befindet.

Deutschland gilt international als

Land der Autofahrer. Ob Tatsache

oder Klischee entzieht sich mangels

Objektivität unserer Beurteilung.

Die in Jahrzehnten gewachsene Mobilität

auf den Straßen und die neue digitale Veränderung

in unseren Händen haben jedenfalls

einen gemeinsamen Nenner: Beides hat

unseren Alltag verändert. Wir haben die erfolgreichsten

Apps zusammengestellt, die

Auto und Smartphone optimal verbinden.

Clever tanken

Da es in Deutschland (Im Gegensatz

zu Österreich oder Frankreich)

kein Zentralregister gibt, bei dem

Tankstellenbetreiber ihre Preise hinterlegen,

müssen private Initiativen ein Auge auf die

Spritpreise haben. Eines dieser Projekte mit

einer großen Community ist clever-tanken.

de. Hier sorgen eine Handvoll bezahlter

Scouts sowie eine Heerschar von Freiwilligen

für eine möglichst aktuelle Übersicht über

die Benzinpreise in Deutschland. Über die

Webseite oder die praktische Android-App

[LINK 1] lassen sich die gesammelten Infos bequem

vom Auto aus abrufen. Die clever-tanken.de-App

ist generell kostenpflichtig (1,59

Euro), dafür jedoch frei von Werbung. Sie

zeigt Ihnen die Spritpreise in Ihrer Umgebung

oder in einer ausgewählten Stadt an, in

den Einstellungen bestimmen Sie zudem die

für Sie relevante Kraftstoffsorte. Die Daten

sind dank der großen Community recht aktuell,

achten Sie aber dennoch beim Betrachten

der Liste auf das Einstellungsdatum der Informationen.

Wollen Sie selbst aktiv werden,

so können Sie aus der App heraus aktuelle

Spritpreise melden, dafür braucht es allerdings

zwingend einen Account bei clevertanken.de

Waze

Wer mit dem Auto zum ersten Mal

von A nach B fährt und die Route

nicht genau kennt, benutzt ein Navi

oder eine Navigations-App für Android. Wer

hingegen jeden Tag die gleiche Route fährt,

greift am besten zu Waze [LINK 2]. Die Android-App

sieht auf den ersten Blick wie eine

28

März 2013

Android-User.de


Fokus

Auto-Apps

Navigationslösung aus,

verfügt aber über deutlich

mehr Zusatzfunktionen,

die den Community-Aspekt

von Waze

ausmachen. So können

Sie zum Beispiel Blitzer

oder Baustellen melden

und tragen als Waze-

Nutzer dazu bei, dass

Staus frühzeitig erkannt

werden. Das ist

nicht nur praktisch,

sondern macht auch

Spaß. Um bei dieser

Community mitzumachen,

benötigen Sie

einen Waze-Account.

Die Registrierung ist

kostenlos, und auch

später fallen bei der

Nutzung von Waze recht schnell kennen.

keine Gebühren an (abgesehen

vom Datentraffic, den die App

verursacht).

Wenn Sie täglich zwischen Ort A und B

pendeln, dann merkt sich die App die

Strecke. Schon nach ein paar Tagen Waze-

Nutzung wird Sie die App dann am Morgen

mit einer Meldung: „Möchtest du zur Arbeit

nach xyz fahren?“ begrüßen, und Sie müssen

nur noch bestätigen. Die App lernt zudem –

durch andere Fahrer – Ausweichrouten kennen.

So kann es durchaus vorkommen, dass

Ihnen Waze empfiehlt, eine andere Strecke

zu benutzen, wenn es einen Stau oder eine

Baustelle bemerkt hat. In der Grundeinstellung

können Sie dabei die Hände stets am

Lenkrad behalten, Waze verlangt keine Interaktion.

Ereignisse zu melden, ist nicht notwendig

und sollte auch nicht während des

Fahrens gemacht werden.

Abb. 2: Die üblichen Verdächtigen in

einer Großstadt lernen Sie mit Waze

LPG CNG Finder Europa

Wer Erd- oder Autogas tankt, der

fährt deutlich günstiger als mit Benzin

oder Diesel. Je nach Fahrzeug

lassen sich fast die Hälfte der Spritkosten

einsparen, allerdings ist das Gas-Tankstellen-

Netz nach wie vor recht dünn. Man muss

daher genau wissen, wo man überhaupt tanken

kann, erst recht bei einem reinen Gas-

Fahrzeug. Der LPG CNG Finder [LINK 3] listet

Gas-Tankstellen in ganz Europa auf und führt

auch deren Preise. Die Anzahl der Gas-Tanker

ist zwar recht klein, doch die Gemeinschaft

ist sehr engagiert, weitere Gas-Tankstellen

zu finden und die Preise aktuell zu

halten. Die App ist gratis.

Abb. 3: Mit dem LPG CNG Finder finden

auch Gas-Autos immer eine

Tankstelle.

Pocket Fahrschule Lite

Fahrprüfung gerade vor sich oder

schon lange hinter sich? Letztgenannte

werden überrascht sein,

was man alles vergessen kann! Haben Veteranen

den Führerschein Klasse 3 schon nach

ein paar Fahrstunden erhalten, so werden

heute für den Standard-Führer-Schein B – je

nach Region und Fahrstunden – locker 1000

bis 2000 Euro fällig. Es lohnt sich also mitunter,

mit einem Androiden interaktiv zu trainieren

und macht zudem auch mehr Spaß.

Fahrschule Pocket Lite [LINK 4] begleitet Sie in

einem coolen Layout durch die Fragen.

Sie können Fragen überspringen und auch

als Favoriten markieren, wenn Sie sich mit

einer Antwort noch einmal näher befassen

wollen. Dass oft mehrere Antworten richtig

sein können, sollte beachtet werden. Sonst

ergeht es Ihnen wie dem Autor, der sich nicht

entscheiden konnte, ob er auf spielende Kinder

achten oder höchstens mit Schrittgeschwindigkeit

fahren soll. (Anm. der Redaktion:

In der Praxis tut er natürlich beides!)

Dieses Beispiel macht deutlich, was nicht

nur in der Prüfung oft übersehen wird, sondern

auch im Straßenverkehr!

Neben dem Lernmodus können Sie unter

dem zweiten Reiter die Prüfung simulieren

oder in einer dritten Rubrik die berüchtigte

Formelsammlung trainieren. Dort finden Sie

auch die StVO im PDF-Format, das leider

nach einem zumeist notwendigen Zoom den

Text nicht umbricht. Es gibt außerdem einen

Gastmodus für den Profi, der dem Junior mal

zeigen will, wie Mann es richtig macht. Des-

Abb. 4: Eine hübsche Grafik motiviert,

und so lernt man einfacher auf

die Prüfung.

Abb. 5: Hätten Sie es (noch) gewusst?

Android-user.de März 2013 29


Fokus

Auto-Apps

Abb. 6: Suchen Sie Ihr künftiges

Traumauto an Hand beliebiger

Kriterien.

sen Antworten werden

dann die Bilanz des

Prüflings nicht verschlechtern

können. In

der kostenlosen Lite-

Version stehen für die

Klasse B (PKW) nur

Fragen aus den Themen

Vorfahrt, Gefahrenlehre

und Verkehrszeichen

zur Verfügung

gestellt. Zum Üben

reicht es. Wer aber lückenlos

arbeiten

möchte, muss für das

komplette Angebot für

dreizehn Führerscheinklassen

mit elf weiteren

Prüfungsthemen

stattliche 13 Euro bezahlen,

worauf bei

jedem Zurück-Klick penetrant

hingewiesen

wird. Wir meinen, dass Zweck und Nutzen

dieser interaktiven Übungsapp in einem angemessenen

Verhältnis zu gedruckten Medien

steht und die Gesamtkosten, die bei

einer Prüfung im Raum stehen, angemessen

sind.

Autoscout 24

Mit dem Führerschein in der Tasche

hilft Ihnen die kostenlose App Autoscout24

[LINK 5], unter zwei Millionen

Angeboten den passenden Wagen zu finden.

Die App überzeugt – wie auch andere

aus der Scout-Reihe – mit einer aufgeräumten,

logisch strukturierten

Oberfläche. Zum

Funktionsumfang gehören

natürlich eine sinnvolle

Suchfunktion, eine

Bildergalerie und die

Speicherung auf einer

Merkliste, um nur einige

wenige zu nennen. Im

ersten Schritt können Sie

nach Marke, Modell und

Modellvariante wählen

sowie den Bereich für

Preis, Erstzulassung und

Kilometerstand eingrenzen.

Optional gibt es die

Möglichkeit, das

Wunsch auto an Hand

von fünfzehn weiteren

Rubriken mit zahlreichen,

detaillierten Kriterien

weiter zu definieren,

Abb. 7: In unserem Suchbeispie gab

es bei Mobile.de wesentlich mehr

Treffer als bei Autoscout24.

Abb. 8: Lassen Sie sich durch die vielen

Möglichkeiten von Mein Auto

nicht abschrecken.

sodass es einem Konfigurator

der Hersteller bei Neuwagen

fast gleichkommt.

Mobile.de

Auch der zweite große

Auto-Markt Mobile.de

[LINK 6] bietet mit immerhin

über einer Million Fahrzeugen

ein großes Angebot. In

unserer Testsuche wurden bei

gleichen Fahrzeugdaten hier

überraschenderweise 41 Treffer

angezeigt, statt 25 beim Scout.

Naturgemäß sind ambitionierte

Händler in beiden Märkten vertreten,

sodass Sie hier viele bekannte

Fahrzeuge wiederfinden,

die Sie schon bei Autoscout

gesehen haben. Ein Vergleich

erscheint uns dennoch

sinnvoll, denn es prüfe wer sich

lange bindet, ob sich hier was

Besseres findet. Was Mobile.de betrifft, so

können das Layout, die Nutzerfreundlichkeit

und der Funktionsumfang in jedem Fall mit

Autoscout24 mithalten.

Mein Auto (My Cars)

Nach dem Kauf ist ein Auto heute

teurer als je zuvor. Um den Überblick

zu behalten und die Kosten in

den Griff zu bekommen, ist ein Blick auf

Mein Auto [LINK 7] empfehlenswert. Das Design

dieser App erinnert zwar etwas an Windows

Mobile des letzten Jahrtausends, weiß

aber insgesamt durch Zweck, Funktionsvielfalt

und Übersichtlichkeit zu

überzeugen. In den Grunddaten

können Sie mehrere Fahrzeuge

eingetragen, sodass der

Fuhrpark der Familie oder

von kleineren Firmen gemanagt

werden kann, veranschaulicht

sogar mit einem

Foto durch die Smartphone-

Kamera. Zu den häufigsten

Funktionen gehört natürlich

der unvermeidbare Tankstopp

mit den wichtigsten Datenfeldern

Liter, Euro/​Ltr. und

Tankkosten. Sie müssen nur

zwei Felder ausfüllen, das

Dritte berechnet die App automatisch.

Wahlweise gleichen Sie das

KM-Feld mit dem Tachostand

oder den gefahrenen Kilometern

seit der letzten Füllung

30

März 2013

Android-User.de


Fokus

Auto-Apps

(Tageszähler) ab.

Neben den Tankdaten

gibt es noch die Register

Reparaturen und

Rechnungen, wie KFZ-

Steuer, Versicherungen,

Anschaffungen und

dergleichen. In den

Charts steht Ihnen ein

Dutzend Grafiken zur

optischen Auswertung

zur Verfügung. Bereits

nach kurzer Zeit finden

Sie sich in den zahlreichen

Ansichten zurecht.

Blitzer

Nur der Vollständigkeit

halber wollen

wir den Blitzer nicht

unerwähnt lassen, der

von immerhin drei Millionen Nutzern aus

dem Playstore geladen wurde, aber in ähnlichem

Umfang umstritten ist. Die Rechtslage

ist in Deutschland immer noch in Teilen unklar,

da der Fahrer kein Gerät betreiben darf,

das dafür bestimmt ist (so § 28 StVO) Radarfallen

(so der Volksmund) anzuzeigen. Also

darf sich der Beifahrer schon warnen lassen.

Hier hat der Gesetzgeber wohl bei der Formulierung

geschwächelt. Umstritten ist

ebenso, ob Smartphones dazu bestimmt sind

eben das zu tun oder ob sie es einfach nur

nebenbei können. Klar ist die Rechtslage

hingegen in der Schweiz. Hier sind die Blitzer-Apps

seit diesem

Jahr verboten. Nun also

zu Blitzer [LINK 8]. Der

Name der App ist so

kurz wie prägnant wie

ihre Funktion und Darstellung.

Wie viele bewährte

Apps, die seit

Jahren erprobt sind und

weiterentwickelt wurden,

ist sie mittlerweile

optimal dem Verwendungszweck

angepasst.

Ihre aktuelle Geschwindigkeit

wird Ihnen auf

dem Display digital angezeigt,

genauer ablesbar

als der Standardtacho.

Die jeweils erlaubte

Geschwindigkeit

symbolisiert noch prägnanter

ein Icon in Form

Abb. 9: Radarfalle oder Verkehrssicherungsmaßnahme?

Eine Klärung

der Rechtslage ist 2013 zu erwarten.

Abb. 10: Sie geben den Ort und die

Art des Treibstoffs an, den Rest erledigt

die App Tanken AT.

der bekannten Schilder am Straßenrand.

Bei Annäherung an

ein Blitzgerät wird dieses grafisch

dargestellt und – je nach

Einstellung im Menü – auch

durch den Lautsprecher verbal

mitgeteilt. Bei aktiver Bluetooth-Verbindung

zum Autoradio

kann das auch über die

Bordlautsprecher erfolgen.

Aktuell sind in der Systemdatenbank

58135 feste Blitzer gespeichert

und 606 mobile. Die

hier beschriebene Version ist

gratis und verfügt über alle wesentlichen

Funktionen. Möchten

Sie noch schneller geprüfte

Meldungen in Echtzeit und Meldungen

von weiteren Partnern

des Anbieters erhalten oder nur

das System unterstützen, gibt es

für 5 Euro die Pro-Version.

Tanken AT

In Österreich braucht es keine Community,

um Benzinpreise gemeinschaftlich

zu sammeln. Per Gesetz

müssen seit 2011 alle Tankstellenbetreiber

Ihre Preise an eine Regulierungsbehörde

melden. Die Daten werden dann über einen

Spritpreisrechner der Öffentlichkeit zur

Verfügung gestellt. Im Play Store wimmelt es

daher an österreichischen Spritkosten-Apps.

Gut gefallen hat uns Tanken AT [LINK 9], die

App ist schlank und ohne Werbung gestaltet.

Die Position wird entweder per GPS oder

über eine Adresssuche bestimmt, die Daten

sind dank der zentralen Datenbank

fast immer aktuell.

Stau Mobil

Wer öfters auf der

Autobahn unterwegs

ist, braucht eine zuverlässige

Stau-Warnung.

Diese liefert die App Stau

Mobil [LINK 10]. Die App zapft

direkt die Daten des ADAC an

und zeigt so stets die aktuellsten

Verkehrsinformationen.

Wer vor oder während der

Fahrt einen Blick in die App

wirft, vermeidet somit böse

Überraschungen.

Einziges Manko: Aktuell gibt

es noch keine Benachrichtigungsfunktion.

Man muss

sich also immer aktiv informieren.

● ● ●

Abb. 11: Die Top5 zeigen an, wo sich

die größten Staus befinden.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28384

Android-user.de März 2013 31


Fokus

My Tracks als Fahrtenschreiber

My Tracks als Fahrtenschreiber einsetzen

Tracker-

Fahrt

Timea-Cseke, 123RF

Meine Tracks ist schon

seit Jahren unter Wanderern,

Joggern, Radfahrern

und Sportlern

sehr beliebt und wurde

mehr als 5 Millionen

mal heruntergeladen.

Doch die App kann

mehr als eine zurückgelegte

Route aufzeichnen,

wie Sie in unserem

Artikel lesen. Peer Kintrup

Ein Navi zeigt die Route zu einem

Ziel, beantwortet aber die Frage

„Wo bin ich eigentlich umhergefahren?“

nur bedingt. Das Gefühl

für die Örtlichkeiten der Region geht zunehmend

verloren, seitdem Navigationsgeräte

die Landkarten abgelöst haben, da die meisten

Autofahrer und Autofahrerinnen nur Anweisungen

und Pfeilen folgen. Fahren Sie mit

Meine Tracks [LINK 1], dann können Sie sich

nach der Fahrt zu Hause in aller Ruhe ansehen,

wo Sie überall herumgekommen sind.

Fahren mit My Tracks

Da für Meine Tracks naheliegenderweise eine

GPS-Verbindung erforderlich

ist, was zu einem erhöhten

Stromverbrauch

führt, sollten Sie bei längeren

Fahrten zunächst

eine Stromversorgung

über den Zigarettenanzünder

herstellen bzw.

sich einen entsprechenden

Adapter besorgen.

Zu Recht sollten Sie

sich als Fahrer/​in unterwegs

auf das Wesentliche

beschränken. Meine

Tracks kommt Ihnen mit

einer intuitiven Bedienung

entgegen. Sie sehen

bei jedem Schritt immer

nur so viel wie nötig. Bereits

auf der ersten Seite

können Sie mit einem

Abb. 1: Die Startseite zeigt die letzten

gespeicherten Tracks und die

notwendigen Bedienelemente an.

Klick GPS aktivieren oder wieder abschalten,

ohne sich durchs Menü zu hangeln.

Auf der Startseite ist außerdem ein roter

Rekorder-Button unübersehbar, mit dem sofort

eine Aufzeichnung gestartet werden

kann, wie das gängige Symbol unschwer erkennen

lässt. Nach einem Klick rutscht der

Startknopf nach links und wird zu einem

Pause-Button. Damit halten Sie die Aufzeichnung

an, wenn Sie auf einem Rastplatz nicht

jeden Schritt zu jedem Ort dokumentieren

wollen.

Mittig wird Platz für eine kleine Digitalanzeige

frei, die die Fahrtzeit stoppt, und rechts

erscheint ein zweiter Button. Wie Sie es von

Tasten in Ihrem Audioumfeld

kennen, beenden Sie damit die

Tour, um sie abzuspeichern.

Automatisch wird der Track

mit dem letzten Straßennamen

benannt, was natürlich manuell

auch genauer möglich ist.

Neben der Spur

Auch auf dem Beifahrersitz

kommt keine Langeweile auf:

In Echtzeit sehen Sie sich auf

der bewährten Google-Maps-

Ansicht als blauen Pfeil durch

die Karte gleiten. Der jeweilige

Standort scrollt mit, vorausgesetzt

Sie stehen nicht tatsächlich.

Mittels Zoom können Sie

Ihren virtuellen Horizont beliebig

erweitern. Wollen Sie mehr

als die Leitplanke oder den

32

März 2013

Android-User.de


Fokus

My Tracks als Fahrtenschreiber

Abb. 2: Die Route wird in Google-

Maps dargestellt und zeigt auch

die realistische Umgebung an.

nächsten Hügel sehen, schalten Sie über die

vertrauten Icons oben auf die Ansichten Nur-

Satelliten, Satelliten mit Straßen oder Gelände

um.

Außerdem können Sie jeden Punkt auf der

Route mittels einer Pin-Nadel markieren. Die

Markierungen werden entweder automatisch

durchnummeriert oder können sofort näher

beschriftet werden. Vergeben Sie Namen, benennen

Sie die Art der Markierung (Rastplatz,

Tankstelle, Staubeginn, besuchte

Orte….) oder basteln Sie sich unter Beschreibung

Ihren persönlichen Reiseführer. Die Notizform

bietet viel Platz um Informationen zu

hinterlegen, was natürlich auch am Zielort

noch nachgeholt werden kann.

Abb. 3: Die Grafik dokumentiert

den Verlauf von Geschwindigkeit

und Höhe.

Star-Track für Statistiker

Neben der beschriebenen Kartenansicht steht

Ihnen ein Diagramm zur Verfügung. Eine

grün eingefärbte Flächengrafik veranschaulicht

informativ die Höhenmeter

der spannenden

Passüberquerung. Eine

blaue Grafik erinnert an

einen Fahrtenschreiber,

der die gefahrene Geschwindigkeit

KM-genau

dokumentiert; natürlich

zoomfähig. (Vertrauen Sie

aber nicht auf die Beweiskraft

vor Gericht. Vielleicht

reicht es aber, um

einen Polizisten davon zu

überzeugen, dass Sie nur

kurz beim Überholen mal

zu schnell waren.)

Der dritte Reiter führt

zur eigentlichen Statistik.

Dort können die aktuelle

Geschwindigkeit, Entfernung,

Gesamtzeit, Durchschnittsgeschwindigkeit

und Höchstgeschwindigkeit abgelesen werden.

Da die App durchgängig deutschsprachig

ist, erfolgt die Anzeige natürlich mit

zwei Nachkommastellen.

Wenn einer eine Reise tut

Werden Sie oft gefragt, wie die Fahrt war, informieren

Sie doch einfach schon von unterwegs

per Mail, WhatsApp, SMS, Facebook &

Co Ihre Mitmenschen, auch wenn die es gar

nicht so genau wissen wollen, wie es „Meine

Tracks“ beantwortet. Der Vorgang entspricht

im Wesentlichen einem Fotoversand, abgesehen

davon, dass die Routenkarte – wenig

überraschend – mit einem Link in Google

Maps verknüpft wird. Immerhin können Sie

im Menü festlegen, ob dieses öffentlich oder

privat (Standard) geschieht. Falls Sie das

ebenfalls kostenlose Google Earth [LINK 2] installiert

haben, können Sie Ihren Routenverlauf

noch einmal wie ein Video in der virtuellen

3D-Landschaft abspielen.

Abb. 4: Google Earth spielt die

Fahrt ab. Die 3D-Ansicht verbindet

quasi Realität und Virtualität.

Abb. 5: Auf dem Mailweg wird der Empfänger über

zahlreiche Details der Fahrt informiert.

Fazit

Die App „Meine Tracks“ ist eine ausgereifte

und zudem kostenlose App, die viele Informationen

und Verwendungszwecke beinhaltet

und trotzdem einfach zu bedienen ist. Sie

regt dazu an, Reisen und Ausflüge auf zeitgemäße

Weise zu archivieren. Wir vermissen

die Möglichkeit, eine Karte im Fotoformat abspeichern

zu können, um diese einem Album

hinzuzufügen. Vielleicht bietet Ihr Phone

aber die Möglichkeit, Screenshots zu speichern?

Die Benutzerführung erfolgt selbsterklärend

in Deutsch, und der Speicherbedarf

der Version 2.0.3 ist mit 2,6 MB gering. ● ● ●

Android-user.de März 2013 33


Hardware

Galaxy Note II

Kurztest: Samsung Galaxy Note II GT-N7100

Note 2

Das Galaxy Note von Samsung muss man wohl kaum

mehr vorstellen. Wir haben uns das Riesen-Smartphone

von Samsung mit dem Januar-Update auf Android 4.1.2

genauer angesehen und ein paar interessante Funktionen

entdeckt. Marcel Hilzinger

Samsung

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

‚„Plusminus

‚ Akku-Laufzeit

‚ Ausstattung

‚ Stift-Funktion

„ Gelbstich beim Display

„ Helligkeitssensor

Das Note II von

Samsung ist nicht

nur das aktuell

größte Smartphone

mit Android 4.1, es gehört auch

zu den aktuell stärksten Androiden

laut unseren Benchmark-

Ergebnissen. Hier liegt der Vierkern-Prozessor

„Exynos“ mit

knapp 18.000 Zählern beim An-

TuTu-3-Benchmark und etwas

mehr als 1800 Punkten beim

HTML5-Test von Vellamo auf

dem Level des HTC One X+

und sogar noch leicht vor dem

Galaxy S 3 von Samsung.

Auch von der Hardware her gibt es am

Note II kaum etwas auszusetzen. Das Smartphone

ist solide verarbeitet und übersteht

auch kleine Stürze und ähnliche Gemeinheiten

problemlos. Die Kamera macht gute bis

sehr gute Bilder, und der interne Speicher (16

GByte) lässt sich via MicroSD-Karte mit bis

zu 64 GByte erweitern. Für den Einsatz im

Note II benötigen Sie eine MicroSIM-Karte,

und der 3100 mAh starke Akku lässt sich auswechseln.

Das sind wohl die wichtigsten Informationen

zum Note II. Unser Testgerät

stammte von 1&1 (hier bekommen Sie das

Note II aktuell mit dem Tarif All-Net-Flat Pro

gratis dazu), weist aber keinerlei Branding

oder Anpassungen von 1&1 auf.

Android und Touchwiz

Wer noch nie ein Samsung-Smartphone

besaß, muss sich zuerst daran gewöhnen,

dass hier alles so bunt ist. Über die Vor- und

Nachteile von Touchwiz könnte man eine

ganze Ausgabe füllen, wir beschränken uns

auf die Aussage, dass es gut ist, so wie es ist,

aber nicht unbedingt jedermanns Geschmack.

Wie die meisten Note-2-Nutzer erhielten

auch wir Mitte Januar das Update auf

Android 4.1.2, das Grundlage für diesen Test

bildet. Samsung hat mit dem Update einige

kleine Fehler behoben, aber auch ein paar

nette Funktionen eingebaut. Das wichtigste

Feature ist wohl der Mehrfenstermodus bzw.

Zweifenstermodus. Damit lassen sich zwei

Anwendungen gleichzeitig nebeneinander

darstellen, sofern die Apps auf diesen Modus

vorbereitet sind.

Um den neuen Zweifenstermodus zu nutzen,

ziehen Sie von oben die Leiste mit den

Schnelleinstellungen herunter und scrollen

dann nach ganz rechts. Hier finden Sie das

Symbol Multi Window. Ist der Modus aktiv

(das Symbol hellgrün), dann erscheint am

linken unteren Displayrand über den fünf

Standard-Symbolen ein kleiner Griff. An diesem

Griff ziehen Sie nun, um die Seitenleiste

mit den Mehrfenster-Apps zu öffnen. Alle

Anwendungen, die den Multi-Window-Modus

unterstützen, landen automatisch in dieser

Seitenleisten. Hier wählen Sie dann einfach

die erste App aus und plazieren anschließend

die zweite per Drag&Drop über

oder unter der ersten App. Das funktioniert

auch im Querformat.

Zu groß?

Das Note II mag zwar auf den ersten Blick

riesig erscheinen, man gewöhnt sich jedoch

schnell an den großen Bildschirm. Auch mit

kleinen Händen lässt sich das Smartphone

noch recht gut bedienen, Samsung hat ihm

zudem einen Einhand-Modus spendiert. Dieser

ordnet zum Beispiel die Tastatur oder

einen Taschenrechner rechts- bzw. linksbündig

an, damit sich das Element auch mit

34

März 2013

Android-User.de


Hardware

Galaxy Note II

Abb. 1: In der Seitenleiste befinden

sich alle Apps, die Multi Window

beherrschen.

Abb. 2: Der Mehrfenster-Modus

gehört zu den neuen Funktionen in

Samsungs Android 4.1.2.

Abb. 3: Die Eingabe über den Stift

funktioniert wirklich gut und benötigt

kaum Übung.

Abb. 4: Der Akku des Samsung

Note II hält locker zwei Tage durch,

auch mit weniger Standby-Zeit.

einer Hand bedienen lässt. Auch das Muster

auf dem Sperrbildschirm zeigt Touchwiz

dann kleiner an, sodass man den Weg auch

mit einem Daumen nachzeichnen kann. In

die Hosen- oder Jackentasche passt das Note

II aber nur noch bei sehr großen Taschen.

Langes Fazit

Mit 4,8 von 5 Punkten erreicht das Galaxy

Note zwar eine sehr gute Note und auch eine

Empfehlung der Redaktion, allerdings gaben

wir 0,2 Punkte Abzug, die wir hier ausnahmsweise

begründen möchten: Samsung

stellt sehr viele AMOLED-Displays her, und

die meisten davon haben einen Farbstich. Sei

es ein leichtes Blau, ein leichtes Gelb oder

ein leichter Grünstich: Im direkten Vergleich

mit einem LCD-Display fällt das AMOLED-

Display durch. Diesen Vergleich haben wir

dieses Mal mit dem Nexus 4 von LG und

dem Galaxy Nexus gemacht. Das Galaxy

Note hatte dabei das Display mit dem farbigsten

Weiß, um es mal so zu formulieren.

Es ist uns bewusst, dass das bei der täglichen

Nutzung wohl kaum auffällt.

Den zweiten Abzug gab es für Touchwiz in

der Kombination mit dem Hardware-Button

für die Home-Taste. Da Google Now zu unseren

Lieblingsapps gehört, fanden wir es extrem

nervend, dass wir für den Start nicht

einfach nur von unten über das Display wischen

konnten, sondern stets den Home-Button

drücken und anschließend auf dem Display

Google Now auswählen mussten. Das

ist einfach nicht bequem genug. Anlass zur

Kritik gab auch der Helligkeitssensor. Er regulierte

die Lichtstärke des Displays in den

meisten Fällen zu spät und zu agressiv. Während

man bei den meisten anderen Smartphones

gar nicht bemerkt, wie gut Sensor

und System ihre Arbeit im Hintergrund verrichten,

war es beim Note II wirklich auffällig,

wie sich Hell und Dunkel abwechselten.

Abgesehen von diesen drei kleinen Kritikpunkten

ist das Galaxy Note II ein klasse

Smartphone mit einer sehr guten und umfangreichen

Software-Vorauswahl. Der Stift

ist nicht einfach nur ein nettes Zubehör, sondern

lässt sich wirklich sinnvoll einsetzen

und bereitet Freude. Auch ältere Leute, die

eventuell mit dem Tippen auf der virtuellen

Tastatur Probleme haben, lernen damit

schnell und einfach das Schreiben auf einem

Smartphone. Wir können das Note II praktisch

uneingeschränkt empfehlen. ● ● ●

Samsung Galaxy Note 2 GT-N7100

Kerndaten

Hersteller

Samsung

Formfaktor

5,5-Zoll-Smartphone

Auflösung

1280x720 Pixel

Prozessor

1,6 GHz, Quad-Core (Samsung Exynos)

Android-Version Android 4.1.2

Akku

3100 mAh

Laufzeit Standby/​Gespräch

510 h/​16,5 h

Gewicht

184 g

Preis (Internet)

500 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 13972/

Performance

AnTuTu-Benchmark

17960 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1830/​607 Punkte

Android-User-Bewertung

4,8 Punkte

Android-user.de März 2013 35


Hardware

LG Optimus Vu

Im Test: LG Optimus Vu P895

Der Hingucker

Smartphones im 5-Zoll-

Format sind schwer im

Kommen. Ob das LG

Optimus Vu bei den

großformatigen Handys

mithalten kann, lesen

Sie auf den folgenden

zwei Seiten. Arnold Zimprich

‚„Plusminus

‚ Hochauflösendes IPS-Display

‚ Leistungsstarker Prozessor

‚ Umfangreiche App-Auswahl

„ Durchschnittlicher Akku

„ Format bei Filmen

Abb. 1: Das App-Angebot auf dem

Vu ist recht umfassend und enthält

auch Zugriff auf LGs SmartWorld.

Was für ein Bildschirm – der Redaktion

klappte bei der Ankunft

des Optimus Vu fast die

Kinnlade herunter. Die Brillanz

des verbauten IPS-Displays kann auf

Anhieb überzeugen, das 4:3-Format ist jedoch

sehr ungewöhnlich. LG will mit dem

Smartphone neue Wege beschreiten, kein anderer

namhafter Hersteller hat bisher ein

5-Zoll-Gerät mit diesem Seitenverhältnis im

Programm. Im Test musste der Groß-Androide

beweisen, ob sein Display mehr ist als

nur ein Alleinstellungsmerkmal.

Großformatig

Wir erinnern uns: 4:3 war vor der Einführung

von 16:9 das gängige TV-Format. In

einem Smartphone verbaut, sieht 4:3 jedoch

etwas ungewöhnlich aus und verleiht dem

Gerät leicht sperrige Abmessungen von 139,6

x 90,4 x 8,85mm. Zum Vergleich: Samsungs

Galaxy Note 2 ist mit 151 x 81 x 9,45mm

etwas länger, aber auch einen Zentimeter

schmaler. Das Optimus Vu fühlt sich in zierlichen

Händen etwas unhandlich an.

Der große Bildschirm

verleitet zum Spielen und

Ablegen zahlreicher Apps,

auch beim Tippen langer

SMS oder E-Mails macht

das Großformat eine tolle

Figur. Zudem ist das Vu

eine Spielmaschine: Autorennen

wie Asphalt 7 sind

dank des brillanten Displays

ein Vergnügen, der

eingebaute Nvidia Tegra

3-Prozessor mit 1,5 GHz

Rechenleistung und eine

leistungsstarke GPU sorgen

für flüssige Abläufe. LG

legt dem NFC-fähigen

Gerät sogar drei NFC-Tags

bei, die das Vu bei Annäherung

in den Car-, Office- oder Sleep-

Mode versetzen. Bei der Hardware findet

sich jedoch neben Licht auch Schatten.

Zwar hat uns das Gehäuse des Gerätes, das

beispielsweise über einen mit einem metallenen

Schieber geschützten microUSB-Anschluss

verfügt, recht gut gefallen. Der interne

32-GByte-Speicher lässt sich hingegen

nicht erweitern, was allerdings nur bei

echten Datensammlern ohne Cloud-Anbindung

ein Problem werden dürfte. Auch der

2080 mAh-Akku des Vu ist nicht austauschbar

und verringert, je nach Nutzung, die

Lebensdauer des Gerätes. LG legt dem Vu

Abb. 2: Schmales Format: Das Betrachten von Videos ist mit dem 4:3-Format

mitunter gewöhnungsbedürftig.

LG

36

März 2013

Android-User.de


Hardware

LG Optimus Vu

den Rubberdium Pen bei,

der in etwa dem Stift entspricht,

der zu sammen mit

dem Galaxy Note 2 ausgeliefert

wird. Der LG-Griffel

kann jedoch nicht im Gehäuse

untergebracht werden,

außerdem verfügt das

Vu nicht über die Druck-

Sensitivität des Note 2, was

sich bei Schreibaufgaben

bemerkbar macht. Die

8-MP-Hauptkamera nimmt

Videos in 1080p Full-HD-

Qualität auf, enttäuscht jedoch

bei Schnappschüssen

durch eine recht grobkörnige

Darstellung.

Abb. 3: Der Rubberdium-Stift reicht

für Notizen aus, verfügt aber über

keine Druckempfindlichkeit.

Abb. 4: Die 8-Megapixel-Kamera macht etwas grobkörnige Fotos, die

sonstige App-Ausstattung fällt umfangreich aus.

Umfangreiche Software

Das Optimus Vu wird mit Android 4.0.4 ausgeliefert,

ein Update auf Jelly Bean soll laut

Angaben von LG noch Anfang 2013 erfolgen.

Die Benutzeroberfläche wurde vom Hersteller

angepasst, was der Performance jedoch

kaum abträglich ist, bei der App-Ausstattung

holt LG sogar zu einem gelungenen Rundumschlag

aus.

Besonderes Augenmerk gilt der Quick

Memo-App, die mit einem Druck auf einen

Hardware-Knopf, der auf der Oberseite des

Gerätes links angebracht ist, aktiviert wird.

Egal welches Programm man gerade verwendet

– mit der App lassen sich in jeder Situation

Markierungen auf Screenshots anbringen

oder einfach nur neue Notizen anlegen.

Daneben serviert LG das komplette Google-

Angebot wie Gmail, Google+ und Google

Maps, als Zugabe gibt es LG-eigene Apps wie

Fileshare zum Austausch von Dateien,

SmartShare zum Teilen von Medieninhalten

via DLNA und den LG-eigenen App- und

Klingeltonshop SmartWorld. Kamera-App

und Musikplayer des Vu machen einen guten

Eindruck, die Musikwiedergabe wird jedoch

von dem recht blechern klingenden und im

flach hingelegten Zustand dysfunktionalen

Lautsprecher deutlich gemindert.

Empfehlung mit Hindernissen

Trotz der nützlichen Funktionen können

wir das LG Optimus Vu nur unter Vorbehalt

empfehlen. Punktabzug gibt es letzten Endes

für das 4:3-Format. Zwar sorgt es für eine

übersichtliche App-Darstellung und Spielspaß,

schrumpft aber Videos wie beispielsweise

Kinofilm-Trailer auf einen schmalen

und recht breit erscheinenden Streifen

zusammen. Auch bei der Laufzeit kann das

Vu nicht vollends überzeugen. Hat man das

Gerät im Dauereinsatz und spielt zwischendurch

anspruchsvolle Spiele, kann der 2080

mAh-Akku bei Weitem nicht mit dem 3100

mAh-Akku des Galaxy Note 2 mithalten – bei

der Gesprächszeit (3G) hält das Optimus Vu

rund 8 Stunden durch, das Note 2 kommt

mit 16,5 Stunden auf die doppelte Zeit.

Fazit

Das LG Optimus Vu hinterlässt einen gespaltenen

Eindruck: Einerseits hinterlässt das

Display einen sehr guten Eindruck, andererseits

kostet das Galaxy Note 2 nur unwesentlich

mehr, bietet aber deutlich mehr Pixel auf

dem Touchscreen und eine deutlich längere

Laufzeit. Das entscheidende Kaufargument

für und gegen das Optimus Vu ist sein Display.

Gefällt es Ihnen, dann werden Sie viel

Freude damit haben.

● ● ●

LG Optimus Vu P895

Kerndaten

Hersteller

LG

Formfaktor

5-Zoll-Smartphone

Auflösung

1024x768 Pixel

Prozessor 1,5 GHz, Quad-Core (Nvidia Tegra 3)

Android-Version Android 4.0.4

Akku

2080 mAh

Laufzeit Standby/​Gespräch

460 h/​8 h

Gewicht

170 g

Preis (Internet)

440 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 13107/

Performance

AnTuTu-Benchmark

13794 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1126/​442 Punkte

Android-User-Bewertung

4,1 Punkte

Android-user.de März 2013 37


Hardware

Sony Xperia Z und ZL

Erster Eindruck: Sony Xperia Z und ZL

Comeback

Trotz sehr guter Android-Smartphones hat es Sony (Ericsson) bis 2012

nicht geschafft, ein wirkliches Top-Smartphone auf den europäischen

Markt zu bringen. Wir haben uns auf der CES in Las Vegas das neue

Xperia Z angeschaut und sind recht begeistert. Christoph Langner

‚„Plusminus

‚ Verarbeitung und Design

‚ Full-HD-Display

‚ Staub-/​wasserfest

‚ HDR-Videos

Sony Mobile

Die ersten Schritte nach der Trennung

von Ericsson waren für

Sony mühsam. Die Android-Handys

von Sony waren gut, stachen

aber selten mit außergewöhnlicher Performance

hervor, einzig Nischengeräte wie das

wasserdichte Xperia Go konnten überzeugen.

Mit den Brüdern Xperia Z und ZL beschreitet

Sony wieder den richtigen Weg.

Sony Xperia Z und ZL

Das Display des Xperia Z ist mit fünf Zoll genauso

groß wie bei anderen auf der CES vorgestellten

Geräten von Huawei

oder ZTE mit einem Full-

HD-Display. Den Unterschied macht bei Sony

das sehr helle und klare, von der Mobile Bravia

Engine 2 angetriebene Display mit einer

Auflösung von 1080 x 1920 Pixeln. Selbst in

heller Umgebung zeigt es die Farben eines

bunten Action-Films brillant an. Das Display

und die Rückseite bringen eine weitere Neuerung

mit: Sie bestehen nicht nur aus kratzfestem

Glas, sondern sind zudem noch mit

einer speziellen Splitterschutzfolie geschützt.

Beim Prozessor setzt Sony auf den bekannten

Quad-Core-Prozessor Snapdragon S4 von

Qualcom, allerdings kommt beim Xperia Z

nicht die Pro-Version zum Einsatz. Das Herz

des Handys tacktet daher auch nur mit 1,5

GHz und nicht mit 1,7 GHz wie zum Beispiel

beim ZTE Grand S. Im Hands-on war von

diesem Unterschied aber gar nichts zu spüren.

Im Gegenteil: Die von Sony neu gestaltete

grafische Oberfläche des Handys fühlt

sich „snappy“ an. Nichts ruckelt oder zuckelt

bei der Bedienung. Es machte von allen von

uns getesteten Modellen auf der CES den

besten Eindruck.

Dem Xperia Z wird mit dem Sony Xperia

ZL ein jüngerer Bruder zur Seite gestellt, der

im Handel später und auch etwas günstiger

zu haben sein wird. Die beiden Modelle unterscheiden

sich in ihren technischen Spezifikationen

in keinem Punkt, einzig am Gehäuse

macht Sony Abstriche. So verzichtet

Sony beim ZL-Modell auf die Rückseite aus

Glas und auch auf die Abdeckungen für USBund

Kopfhörerbuchsen. Dadurch ist das ZL

nicht mehr wasserdicht, allerdings auch

nicht mehr so empfindlich für Kratzer oder

Fingerabdrücke auf dem gläsernen Rücken.

Auch lässt sich das Handy leichter aufladen,

da man den Deckel nicht mehr aus dem Gehäuse

fischen muss. Das Material der Rückseite

des ZL ist wie der Rahmen aus Polycarbonat,

es ist jedoch wie beim HTC One X(+)

38

März 2013

Android-User.de


Hardware

Sony Xperia Z und ZL

Abb. 1: Trotz seiner 5 Zoll liegt das Xperia Z angenehm in der Hand. Es ist

nicht wesentlich größer als das Galaxy S3 oder das Nexus 4.

Abb. 2: Das Xperia ZL ist der Zwillingsbruder des Z, der einzige Unterschied

besteht im Gehäuse.

mit einer dünnen Schicht aus Gummi überzogen.

Dadurch fühlt es sich etwas weniger

hochwertig an als die Z-Version, liegt aber

unserer Meinung nach besser in der Hand.

Beide Modell verfügen über 2 GByte RAM,

16 GByte internen Flash-Speicher, NFC und

LTE und einen Micro-SD-Kartenslot. Das

Xperia Z ist damit quasi das erste Full-Extra-

Smartphone, da kein einziges Feature fehlt.

Zu den Preisen konnte Sony auf der CES

noch keine konkreten Angaben machen. Aktuell

(Stand: Mitte Januar 2013) listen einige

Online-Händler das Smartphone zu einem

UVP von 650 Euro. Für ein Smartphone der

Spitzenklasse ein absolut korrekter Einstiegspreis.

Wir rechnen damit, dass das Z-Modell

kurz nach dem Verkaufsstart im Februar/​Anfang

März rund 550 Euro kosten wird, die

ZL-Version schätzen wir bei knapp 500 Euro,

wobei hier noch kein Marktstart bekannt ist.

Markantes Design

Im Gegensatz zur Konkurrenz von Samsung

ist das Gehäuse des Xperia Z eckig, vielleicht

schon sogar ein wenig zu kantig. Die Seitenkanten

sind sehr hart gebrochen, in der

Handfläche spürt man daher die scharfen

Seiten wie eine kleine Schneide. Wer allerdings

nicht auf das rundgelutschte Design

eines Galaxy S III steht, wird an der Gestaltung

des Xperia Z seine Freunde haben. Vom

persönlichen Geschmack unabhängig ist die

Verarbeitung des Xperia Z auf höchstem

Stand: Das Display und die Rückseite aus gehärtetem

Glas wirken zusammen mit

dem aus glasfaserverstärkten Polyamid gefertigten

Rahmen wie aus einem Guss. Sony hat

das Gerät zudem nach IP55 und IP57 als

wasser- und staubdicht zertifizieren lassen.

Damit ist es zwar nicht ganz so widerstandsfähig

wie das Xperia Go, Sony garantiert jedoch,

dass es einen Sturz ins volle Waschbecken

überlebt.

Damit kein Wasser über die USB- und

Kopfhörerbuchen eindringen kann, sind

diese hinter abgedichteten Klappen verdeckt.

Wer gerne Musik über Kopfhörer lauscht, der

braucht ein Bluetooth-Headset oder spitze

Fingernägel, um die Abdeckungen aus dem

Gehäuse zu fingern.

Abb. 3: Auch die Rückseite des Xperia Z ist aus Glas und spiegelt so stark,

dass man sie kaum fotografieren kann.

Abb. 4: Die Rückseite des ZL-Modells besteht aus Kunststoff. Unter der

Klappe befinden sich die SIM-Karte und der MicroSD-Slot.

Android-user.de März 2013 39


Hardware

Sony Xperia Z und ZL

Abb. 5: Das Xperia Z ist gegen Staub und Wasser laut der Norm IP55

geschützt und darf somit auch mal baden gehen.

Abb. 6: Die USB-Buchse befindet sich unter einer wasserdichten Abdeckung.

Sie zu öffnen, ist nicht ganz einfach.

Abb. 7: Das Xperia Z gibt es in den

Farben Schwarz, Weiß und Lila.

Die Firmware unseres Vorserienmodells basierte

noch auf Android 4.1.2. Ein Update auf

die aktuelle Android-Version 4.2 steht jedoch

fest auf dem Plan. Sony hat an Android kräftig

geschraubt, was allerdings nichts Schlechtes

sein muss. Neben einer neuen und

schlichten Optik, hat das Sony-System auch

Widgets erhalten, die man permanent über

alle laufenden Anwendungen legen kann.

Notizen, Sprachnachrichten oder einen Taschenrechner

hat man so immer im Griff.

Starke Kamera

Die 13-Megapixel-Kamera des Xperia Z

konnte in einer ersten kurzen Stichprobe

überzeugen. In der düsteren Messehalle am

Sony-Stand reagierte der Autofokus schnell,

und auch die Auslösezeit war kurz. Die Bilder

waren auch im Schummerlicht befriedigend.

Das Xperia Z bietet auch für Videos

einen HDR-Modus an, dieser ist allerdings

nicht von Haus aus aktiv. Hier hat Nvidia mit

seinem Tegra 4 die Nase vorn (siehe News-

Strecke). Die Frontkamera löst mit 2,1 Megapixel

auf, ebenfalls werden Videos mit bis zu

1080p aufgezeichnet.

Äußerst praktisch fanden wir die automatische

Auswahl des jeweils passenden Szenenmodus.

Schaut eine Person ruhig in die Kamera,

wechselt die Kamera in den Porträt-

Mode, geht die Person wieder los, wechselt

das Xperia Z in den Bewegungsmodus.

Damit ist die Kamera immer richtig konfiguriert,

ohne dass man sich durch Menüs klicken

muss. Auch vergisst man nicht mehr, in

den passenden Modus zu wechseln.

Zum vorinstallierten Android-System können

wir an dieser Stelle nur so viel verraten,

dass Sony sehr gute Arbeit geleistet hat. Das

Xperia Z steht zwischen Stock Android und

der von Sony (Ericsson) gewohnten Timescape-Oberfläche.

Wir finden die Änderungen

und das Design sehr gelungen, zum Beispiel

die permanenten Widgets.

Sony Mobile

Akkulaufzeit

Für eine objektive Einschätzung oder gar

einen Test der Akkulaufzeit war die Testdauer

auf der CES zu kurz. Sony hat jedoch

mit 2330 mAh beim Akku (fest verbaut)

nicht gespart. Zudem führt Sony mit dem

Xperia Z einen neuen Stromsparmodus ein,

der sich Stamina-Modus nennt. Er versetzt

das Gerät in eine Art Tiefschlaf, sobald das

Display aus ist und lässt nur den Apps Zugang

zum Internet und zu den Benachrichtigungen

zu, die man wirklich benötigt. So-

40

März 2013

Android-User.de


Hardware

Sony Xperia Z und ZL

bald man das Display wieder einschaltet,

sind dann sämtliche Funktionen wieder verfügbar.

Damit lassen sich auch die sehr guten

Standby-Zeiten erklären, die Sony mit 550

Stunden angibt. Hier müssen aber zuerst längere

Tests zeigen, wie gut dieser Modus in

der Praxis funktioniert und auf welche (gewohnten)

Funktionalitäten man verzichten

muss, um den Akku zu schonen.

Fazit

Es hat zwei Tage gedauert, bis wir das Xperia

Z auf einen Ausflug durch die Messehallen

der CES in Las Vegas mitnehmen durften.

Doch das Warten hat sich gelohnt: Mit dem

Xperia Z ist Sony ein sehr gutes Top-Smartphone

gelungen. Das Handy fühlt sich hochwertig

an, und es muss sich vor dem Nexus 4

oder dem Galaxy S3 nicht verstecken. Auch

die Power des Handys ist erstklassig, auf die

paar MHz, die andere Smartphones schneller

takten, kommt es wirklich nicht an. Mit seinem

großen Akku von 2330 mAh kombiniert

mit dem Stamina-Modus sollte zudem auch

das übliche Problem der Super-Handys – die

magere Akkulaufzeit – behoben sein. Auch

der zweieiige Zwilling Xperia ZL macht einen

durchdachten Eindruck und wird in Zukunft

mit Sicherheit in der gehobenen Mittelklasse

der Android-Handys mitspielen. Es fehlt eigentlich

nur noch ein kleiner Bruder, der die

gute Leistung dieser Top-Modelle von Sony

auch für Fans kleinerer Handy-Displays

handhabbar macht, denn unter 5 Zoll geht

auch bei Sony aktuell nichts. Wir wünschen

Sony viel Erfolg mit den neuen Z-Modellen

und freuen uns bereits auf einen ausführlichen

Test. ● ● ●

Abb. 8: Notizen, Sprachmemos oder ein Taschenrechner lassen sich als Widget permanent

über den Screen legen.

Sony Xperia Z

Kerndaten

Hersteller

Sony Mobile

Formfaktor

5-Zoll-Smartphone

Auflösung

1920 x 1080 Pixel

Prozessor

1,5 GHz, Quad Core

Android Version

4.1.2 „Jelly Bean“

Akku

2300 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch)

550 h/​11 h

Gewicht

146 g

Preis (UVP)

649 Euro

Technische Daten und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/

Performance

AnTuTu-Benchmark

17121 Punkte

Vellamo-Benchmark (HTML5) k. A.

Vellamo-Benchmark (Metal) k. A.

Video-Wiedergabe

1080p

Android-User Bewertung

k.A.

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Hardware

Phicomm FWS 710 Pro

Kurztest: Phicomm FWS 710

Der Preisbrecher

Ein Smartphone mit Android 4.0 für knapp über 100 Euro sieht man

nicht alle Tage. Ob das Phicomm FWS 710 Pro auch mehr kann als nur

günstig sein, lesen Sie in unserem Kurztest. Arnold Zimprich

Phicomm

‚„Plusminus

Android 4.0.4 ICS

‚ Griffiges Gehäuse

‚ Leistungsstarker Akku

„ Billige Rückabdeckung

„ Kleine Hänger

Bisher galt bei Smartphones der

100-Euro-Klasse eine Ausstattung

mit Android 2.3.x Gingerbread als

garantiert. Mit der Veröffentlichung

von Jelly Bean ist das ehemalige Top-

Android 4.0 Ice Cream Sandwich jedoch

auch auf Smartphones unter 150 Euro und

im Falle des Phicomm FWS 710 Pro sogar auf

den günstigsten Geräten angekommen.

Handsames Äußeres

Der erste Eindruck nach dem Auspacken fällt

überwiegend positiv aus. Das Gehäuse des

FWS 710 Pro liegt gut in der Hand: Phicomm

hat dem Smartphone eine geriffelte Rückabdeckung

verpasst, die im abgenommenen

Zustand zwar an einen

Blister erinnert, sonst

aber für einen sicheren

Griff sorgt. Der

3,7-Zoll-Bildschirm mit

480x800 Pixeln Auflösung

reicht für den

kleinen Internet-Ausflug

zwischendurch

völlig aus, zusammen

mit dem eingebauten

1-GHz-Prozessor und

einem 1670-mAh-Akku

hat das Gerät eine für

diese Preisklasse gute

Laufzeit von 350 Stunden

(im Standby). Phicomm

legt seiner Neuentwicklung

Ohrhörer

mit Freisprecheinrichtung

bei, am Gerät

Abb. 1: Phicomm setzt beim Launcher

auf sauberes ICS-Design, bringt

aber eigene Icons mit.

selbst befinden sich ein MicroUSB-Anschluss

und ein MicroSD-Kartenschacht, in den ab

Werk eine 2-GByte-Speicherkarte eingesetzt

ist. Zur Displaypflege haben die Hersteller

sogar an ein kleines Wischtuch gedacht.

Der Hersteller hat die Benutzeroberfläche

des Gerätes nur wenig angepasst. Zwar hat

man den Icons das eigene Corporate Design

verliehen, darüber hinaus ist die Gestaltung

jedoch recht naturbelassen. Das FWS 710 Pro

kommt mit den Standard-Apps (Stock-Browser,

Dateimanager, Notizblock Radio und Kamera),

auch Google Play ist vorinstalliert.

Das Smartphone würde unumwunden eine

Preisempfehlung bekommen, wären da nicht

die kleinen Ruckler des Launchers. Das

Abb. 2: Simpel und gut: Standard-

Apps wie Radio, Kamera und Dateimanager

sind mit an Bord.

42

März 2013

Android-User.de


Hardware

Phicomm FWS 710 Pro

merkt man insbesondere während Wischvorgängen,

beim App-Download oder beim Starten

von Apps. Dieser Umstand fällt jedoch

nur ins Gewicht, wenn man schnelle, leistungsstarke

Androiden mit Android 4.1 gewohnt

ist und das Phicomm mit diesen vergleicht.

Gegenüber dem Motorola Defy ist

kaum ein Unterschied zu bemerken.

Einen Mangel müssen wir noch ankreiden:

Das Display unseres Testgerätes hängte sich

in den Benchmarks ab und zu komplett auf.

Nur durch Entfernen des Akkus konnten wir

das Handy wiederbeleben. Bei Seriengeräten

dürfte dieser Fehler behoben sein.

Abb. 3: Auch kompliziertere Spiele absolviert das

Phicomm mit Bravour, der Launcher neigt jedoch zu

Rucklern.

Fazit

Das Phicomm FWS 710 Pro gibt ein stimmiges

Gesamtbild ab – das jedoch von kleineren

Problemen etwas getrübt wird. Gegenüber

der Klassen-Konkurrenz in Form des

ZTE KIS Plus oder des Huawei Ascend Y200

punktet es durch das aktuellere Betriebssystem

und eine recht gute Akkulaufzeit. ● ● ●

Phicomm FWS 710 Pro

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Android-Version

Akku

Laufzeit Standby/​Gespräch

Gewicht

Preis (Internet)

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 13075/

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo (HTML5/​Metal)

Android-User-Bewertung

Phicomm

3,7-Zoll-Smartphone

480x800

1 GHz, Single-Core

4.0.4 Ice Cream Sandwich

1670 mAh

350 h/​7 h

131 g

120 Euro

3544 Punkte

978/​311 Punkte

3,1 Punkte

Die heute führenden Spezialisten stammen oft aus der "Freie Software-Szene" und schulen seit

Jahren im Linuxhotel. Das erklärt die Breite und Qualität unseres Schulungsangebotes:

AJAX * Amavis * Android * Angriffstechniken * Apache * Asterisk * BaseX * BayesianAnalysis * Bind * C/C++ * Cassandra *

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Fast 100% der Teilnehmer empfehlen uns weiter. Siehe www.linuxhotel.de

Ja, wir geben es zu und haben überhaupt kein schlechtes Gewissen dabei: Unsere Schulungen machen auch Spaß ;-)


Hardware

BASE Varia

base.de

Im Test: Das Dual-Sim-Smartphone BASE Varia

Wechselrahmen

Die E-Plus-Tochter BASE brachte vor Weihnachten ein neues

Einsteiger-Smartphone mit Dual-SIM-Funktion auf den Markt.

Wir haben das Gerät gründlich getestet und sind der Frage

nachgegangen, wofür der Name steht. Ákos Tóth

‚„Plusminus

‚ Dual-SIM-Fähigkeit

‚ Kostenkontrolle

‚ Benachrichtigungs-LED

‚ HSDPA (3G+)

„ manchmal unsensibler

Touchscreen

„ zu wenig interner Speicher

„ hohes Gewicht

Abb. 1: Der Sperrbildschirm zeigt

beim Laden eine Animation an.

Das Smartphone BASE Varia wird

vom chinesischen Elektrokonzern

TCL (The Creative Life, ehemals

Today China Lion) hergestellt, der

auf dem deutschen Markt eher von seinen

LCD- und LED-Fernsehern her bekannt ist.

TCL vermarktet seine Smartphones außerhalb

von China unter dem Markennamen

Alcatel One Touch. Die Marke gehört seit gut

acht Jahren zu TCL Communication. Der

Konzern veröffentlichte vor einigen Jahren

sein Vorhaben, den Alcatel-Brand mit der

Zeit komplett aufzugeben und weltweit den

Namen TCL zu verwenden. Ob wir hier

einen ersten Schritt in diese Richtung sehen,

bleibt eine offene Frage, aber auf jeden Fall

handelt es sich bei BASE Varia um ein umgetauftes

Alcatel One Touch 918D mit TCL-

Logo auf der Schachtel.

Grundausstattung

Zum Lieferumfang gehören

nebst Ladegerät ein

separates USB-Verbindungskabel,

ein Headset,

ein abnehmbarer

Akku (1300 mAh), eine

Displayschutzfolie, eine

2 GByte große MicroSD-

Speicherkarte und ein

Austausch-Cover in

Weiß. Letzteres soll

auch den Namen Varia

begründen. Die gedruckte

Kurzanleitung

und der Android Einrichtungs-Assistent

Abb. 2: Beide SIM-Karten lassen sich

sehr einfach verwalten.

geben alle Informationen, die für die Inbetriebnahme

sowie für den alltäglichen Gebrauch

nötig sind. Wer noch mehr Infos

braucht, lädt nach dem relativ einfachen Einrichten

des Smartphones die Bedienungsanleitung

von der Produktseite herunter, speichert

sie auf der SD-Karte, und liest sie gleich

in PDF-Format mithilfe des mitgelieferten OfficeSuite-Viewers

unmittelbar auf dem Gerät.

Die Hardware-Spezifikation ist ähnlich wie

bei anderen Smartphones der Einsteiger-

Klasse und eigentlich mit dem Alcatel One

Touch 918D identisch. Der kapazitive

3,2-Zoll-Touchscreen bietet eine HVGA-Auflösung

von 320 x 480 Pixeln. Das Bild ist scharf

genug, aber die Bedienung ist etwas umständlich,

manchmal reagiert der Touchscreen

unsensibel, wodurch das Anordnen

von Icons im Hauptbildschirm und die Texteingabe

sehr erschwert werden.

Die Kamera hat eine Auflösung

von 3.0 Megapixel und

verfügt über keinen Blitz. Die

Fotos und Videoaufnahmen

sind von mittelmäßiger Qualität.

Die Sprach- und Klangqualität

ist aber sowohl in der Telefon-Funktion,

als auch bei

Multimedia-Inhalten erstaunlich

gut. Fürs Radiohören

sorgt der eingebaute FM-Empfänger,

als Antenne nutzen Sie

dabei das Kabel des mitgelieferten

Headsets. Die Funktionen

Sprachwahl und Sprachsuche

liefern aber leider keine

genauen Treffer.

44

März 2013

Android-User.de


Hardware

Grundfunktionen

und

Erweiterungen

Der 650 MHz schnelle

Single-Core Prozessor

und die 256 MByte RAM

sind sogar für Einsteiger-

Modelle etwas knapp bemessen,

trotzdem laufen

Apps und Multimedia-Inhalte

reibungslos. Das Betriebssystem

Android

2.3.6 (Gingerbread) erledigt

seine Arbeit mühelos,

aber ohne Hoffnung

auf ein Upgrade. Auch die

App-Auswahl wird dadurch

nicht wirklich begrenzt,

schuld daran ist

vielmehr die viel zu knappe interne Speicherkapazität:

Von den rund 512 MB bleiben

für Apps lediglich etwa 160 MB übrig, und

fast die Hälfte davon ist auch von vornherein

belegt. Die wichtigsten Anwendungen sind

nämlich vorinstalliert: E-Plus DataCheck,

Traffic-Manager, Kontaktmanager, Kalender,

Mediaplayer, Foto- und Videoalbum, Browser,

Dateimanager, Google-Mail, Maps und

Navigation. Im Hauptmenü sind zwar eine

Menge Extra-Apps mit Icons aufgelistet

(AccuWeather, ADAC-Pannenhilfe, eBay,

Facebook, JobConnect, Twitter usw.), viele

davon sind aber gar nicht vorinstalliert, sondern

auf der MicroSD-Card als installierbare

.apk-Dateien gespeichert.

Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass man

für diese Apps kein Google-Konto einrichten

und den Play Store nicht aufsuchen muss.

Versucht man die Apps aber wirklich zu installieren,

bekommt man gleich die Fehlermeldung,

dass kein Platz mehr vorhanden ist.

Gerade für Einsteiger ist diese Panne sehr befremdlich,

obwohl die Lösung für erfahrene

Nutzer auf der Hand liegt: unnötige Apps

deinstallieren oder auf die MicroSD-Card

auslagern. Und das funktioniert bei der

OfficeSuite und bei Angry Birds (auch Star-

Wars), bei den Offline-Kartenabschnitten von

Google-Maps und für die Navigation. Die 2

GByte extra Speicherkapazität werden dadurch

relativ schnell aufgebraucht. Brauchen

Sie mehr, etwa für Musik, Videos, Fotos,

dann lässt sich der Speicher durch den Austausch

gegen eine entsprechende MicroSD-

Card bis zu 32 GByte erweitern. Den Steckplatz

finden Sie unter dem Akku. Die Kapazität

des Akkus reicht bei alltäglichem Betrieb

für mehrere Tage, bei extremer Dauerbelastung

für gute fünf Stunden.

Abb. 3: Mit E-Plus DataCheck behalten

Sie die Kosten stets im Griff.

Highlights und

Pluspunkte

Die eigentlichen Top-Funktionen

des BASE Varia sind die

Dual-SIM-Fähigkeit und die

volle Kostenkontrolle beim

mobilen Datenverkehr, sowie

die einfache Kontrolle über

die Ressourcen des Gerätes.

Alle diese Funktionen lassen

sich recht intuitiv und selbsterklärend

bedienen.

Mit etwas Geduld und Erfahrung

kann man aus dem

BASE Varia aber viel mehr

herausholen, als im Voraus

angenommen. Das Gerät eignet

sich zur Not auch hervorragend

zum Fernsehschauen,

wenn Sie sich etwa das Neujahrskonzert

doch nicht entgehen lassen wollen. Es ist

auch nicht selbstverständlich, dass Einsteiger-Modelle

mit einem Magnetometer ausgerüstet

sind. Beim GPS-Sensor handelt es sich

um assistiertes GPS, wobei auch Mobilfunkdaten

die genaue Ortung unterstützen.

Fazit

Obwohl es sich beim BASE Varia um ein simples

Einsteiger-Modell mit Android 2.3 handelt

(das unter dem Namen Alcatel One

Touch 918D schon lange verfügbar ist), überzeugt

die Zusammenarbeit von TCL und

BASE durch die zusätzliche Kostenkontrolle

und den guten Preis. BASE bietet das Smartphone

für 79 Euro ohne Vertragsbindung an,

und durch die Wahl der passenden Flat sparen

Sie auch zusätzliches Geld.

● ● ●

BASE Varia

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Android Version

Akku

Laufzeit (Standby/​Dauerbelastung)

Gewicht

Preis (bei BASE)

Technische Daten und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ xxxx

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo-Benchmark (HTML5)

Vellamo-Benchmark (Metal)

Video-Wiedergabe

Android-User Bewertung

Abb. 4: Die Dual-SIM-Funktion ist

überall präsent.

TCL Corporation

3,2-Zoll-Smartphone

320 x 480 Pixel

650 MHz, Single Core

2.3.6 Gingerbread

1300 mAh

250 h/​5 h

123 g

79 Euro

3647 Punkte

461 Punkte

107 Punkte

kein HD

3,2 Punkte

BASE Varia

Android-user.de März 2013 45


Hardware

Sonos Wireless Home Music System

Sonos

Das Sonos Wireless HiFi System unter Android im Test

Netzplayer

Aus dem Netzwerk gestreamte Musik in jeden Raum, ohne

dass Sie aufwendig Kabel verlegen müssen? Das Mehrraum-

Audio-System von Sonos verteilt die Musik kabellos in Ihrem

Haus und wird bequem über ein Smartphone oder Android-

Tablet gesteuert. Christoph Langner

Abb. 1: Weitere Sonos-Geräte müssen

Sie über die App in Ihr Netzwerk

einbinden.

Die gute alte Stereoanlage hat vielerorts

ausgedient, neue und

smarte Lösungen wie der Google

Nexus Q [LINK 1] oder das Sonos

Wireless Hifi System [LINK 2] finden besonders

bei denjenigen immer mehr Verbreitung, die

ihre Musik schon länger in digitaler Form auf

der Festplatte lagern. Mit diesen Lösungen

spielen Sie Musik aus

dem Internet oder

Ihrem eigenen LAN

überall im Haus ab, wo

ein WLAN zur Verfügung

steht. Gesteuert

wird die Wiedergabe

über ein PC-Programm

oder vom Apple- oder

Google-Handy aus.

Wir schauen uns die

Android-Lösung von

Sonos genauer an.

Abb. 2: Die Sonos-App unterscheidet

sich nur in wenigen Details von herkömmlichen

Audio-Playern.

Das Sonos-

Universum

Die Sonos-Technik basiert

auf einem proprietären

Standard, sodass

die Sonos-Geräte

[LINK 3] miteinander

kommunizieren können.

Neben den Playern „Play:3“ und

„Play:5“ mit integriertem Verstärker und

Boxen, bietet Sonos mit dem „Connect:Amp“

einen Vollverstärker mit 55 Watt Verstärkerleistung

an. Der „Connect“ schließlich wird

an einen herkömmlichen HiFi-Verstärker angeschlossen,

er leitet seinen Sound analog

über Cinch-Kabel oder digital weiter. Zudem

gibt es mit dem „Sub“ einen Subwoofer, der

dem kleinen Player satteren Sound beschert.

Die kompakte Bridge schließen Sie an ein

vorhandenes LAN an, sodass die Player komplett

über WLAN angesteuert werden, ohne

dass einer mit dem LAN verbunden sein

muss. Die Preise für die Geräte variieren von

etwa 270 Euro für einen einfachen Play:3

Abb. 3: Ordnen Sie mehrere Player zu

Gruppen zusammen, oder regeln Sie

die Lautstärke individuell pro Player.

48

März 2013

Android-User.de


Hardware

Sonos Wireless Home Music System

zum Einstieg, über etwa 370 Euro für den

stärkeren Play:5-Player mit fünf integrierten

Lautsprechern für Raumklang, bis hin zu

knapp 470 Euro für den Vollverstärker

Connect:Amp.

Zum Einrichten des Sonos-Systems benötigen

Sie einen Windows- oder Apple-Rechner

mit der mitgelieferten Sonos-Software [LINK 4]

oder auch nur ein iOS- bzw. Android-Gerät

mit der jeweiligen Sonos-Controller-App. Anfangs

muss mindestens eines der Sonos-Geräte

an das LAN per Kabel angeschlossen

werden, weitere Boxen können dann per

WLAN in Ihr Netz eingebunden werden.

Abb. 4: Auf Android-Tablets haben Sie das gesamte Sonos-System immer im Blick.

Boxen einrichten

Unser Test-Setup aus zwei Play:3, einem

Connect:Amp und der Sonos-WLAN-Bridge

lässt sich vollständig über ein Android-

Handy einrichten. Dazu wird am besten die

Bridge (oder eines der anderen Geräte) an

das Netzwerk per LAN-Kabel angeschlossen

und durch Drücken der Connect-Taste in den

Verbindungsmodus gesetzt. Die Sonos-App

für Android [LINK 5] entdeckt daraufhin das

Gerät und führt den Einrichtungs-Assistent

aus. Nach Eingeben der Zugangsdaten zum

WLAN und der Angabe der Netzwerkfreigabe

mit dem Pfad zur eigenen Musiksammlung

auf dem NAS-Speicher im Netzwerk ist

die Bridge einsatzbereit.

Die weiteren Player fügen Sie anschließend

über Menü | Einstellungen | Sonos-Komponente

hinzufügen nach und nach hinzu. Einmal

eingerichtet, behalten die Player ihre

Konfiguration, sodass Sie sie an einem beliebigen

Ort innerhalb der Reichweite Ihres

WLANs aufstellen können, ein Netzwerkanschluss

ist nicht zwingend nötig. Ganz im

Gegenteil, in den Playen sind Ethernet-Ports

integriert, über die sich Computer ohne

WLAN in Ihr Heimnetz einbinden lassen.

Um weiteren Androiden Zugriff auf Ihre Sonos-Installation

zu erlauben, müssen Sie die

Kopplung einmalig wiederholen.

Sonos-Android-App

Die Android-App dient neben der PC-Software

als Controller des Sonos-Systems. Mit

ihr steuern Sie, welche Musik auf welchem

Player wie laut wiedergegeben werden soll.

Die Player können Sie entweder individuell

ansteuern oder zu Gruppen zusammenfügen,

sodass zum Beispiel im Wohnzimmer laute

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Hardware

Sonos Wireless Home Music System

Abb. 5: Übertragen Sie die Zugangsdaten

zum SonosNet in die Netzwerkeinstellungen

Ihres Androiden.

Google Music

Über BubbleUPnP spielen Sie

auch Ihre in der Google-Cloud

abgespeicherte Musik über die

Sonos-Boxen ab. Als Quelle des

Local Media Servers wählen Sie

dazu in BubbleUPnP Google

Music aus. Sie müssen dem

Player dazu den Zugriff auf

Google Music gestatten, woraufhin

er die Datenbank Ihrer

Google-Musik ausliest und diese

nach Album, Künstler, Genre

und Playlist sortiert zum Abspielen

anbietet. Weitere Details finden

Sie in den Tipps&Tricks dieser

Ausgabe.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/26918

Party-Musik spielt, während

im Bad leichte Hintergrundmusik

läuft.

Neben Ihrer lokal im

Netzwerk gespeicherten

Musik, streamt Sonos

von zahlreichen Diensten

wie Last.fm, Napster,

Rdio, simfy, Spotify

oder 7digital Musik in

Ihr Wohnzimmer, alternativ

hören Sie mit

tuneln Radiosendern

aus aller Welt zu. Der

für viele Android-User

wichtige Dienst Google

Music wird jedoch bislang

noch nicht von

Sonos unterstützt. Eine

Anfrage von Sonos-

Usern im Forum des Unternehmens

[LINK 6] betitelt

den Stand der Einbindung

als „Under consideration“, ob und

wann Google Music unterstützt wird, ist

daher noch unbekannt.

Während auf Android-Handys die Darstellung

der Sonos-App aufgrund des geringen

Platzes auf dem Display immer nur einen

Auswahl der Oberfläche zeigen kann, sehen

Sie auf einem Android-Tablet Ihre zu Gruppen

zusammengefassten Sonos-Player, den

aktuellen Titel und die Playliste sowie Ihre

Quellen auf einer übersichtlich gegliederten

Tablet-GUI.

Abb. 6: Der offiziellen Sonos-App fehlen

bislang eigene Widgets, im Play

Store finden Sie jedoch Abhilfe.

WLAN erweitern

Sonos-Widget

Vom Android-Musikplayer Play Music und

auch von den vielen verschiedenen Audioplayern

aus dem Market kennen Sie Widgets,

mit denen Sie die Wiedergabe vom Homescreen

Ihres Androiden aus

steuern können. Leider liefert

Sonos selbst noch keine Widgets

mit. Abhilfe schaffen hier

externe Entwickler mit den

Apps Sonos Widget (Pro)

[LINK 8,9].

Die kostenlose Version bietet

ein 4x1-Felder großes Widget

für Ihr System, von dem aus

Sie Ihr Sonos-System bedienen.

In der kostenpflichtigen

Variante finden Sie zudem ein

Widget für den Lockscreen (ab

Android 4.2) und ein 4x4-Felder

großes Widget mit umfassenden

Funktionen zu Steuerung

Ihrer Sonos-Player.

Zudem bietet die Pro-Version

die Möglichkeit mehrere Sonos-Systeme

(bspw. zu Hause

und im Büro) zu managen.

Fazit

Die Sonos-Player hinterlassen einen positiven

Eindruck. Die Audio-Qualität der Player

Play:3 und Play:5 reicht zum Beschallen

eines Raums mit Musik locker aus, selbst der

kleine Play:3 besitzt für seine kompakten Abmaße

einen massiven Bass. Wer Stereo-

Sound und noch mehr Bass wünscht, der

kann den Subwoofer hinzukombinieren und

einen weiteren Player im Raum aufstellen,

oder aber auch gleich auf den Vollverstärker

Connect:Amp zurückgreifen.

Die Sonos-App für Android-Handys und

‐Tablets ist gelungen, sie macht den Einsatz

der PC-Software komplett überflüssig. Sonos

täte allerdings gut daran, ihr einen zeitgemäßen

Android-Look im Holo-Stil und auch eigene

Widgets zu verpassen.

● ● ●

Um eine störungsfreie Übertragung zwischen

den einzelnen Sonos-Playern zu garantieren,

spannen die einzelnen Sonos-Geräte ein eigenes

WLAN, das sogenannte SonosNet, auf

[LINK 7]. Das drahtlose Netzwerk ist von Sonos

so vorkonfiguriert worden, dass die SSID –

also der Name des WLANs – nicht in den Äther

gesendet wird. Somit kann es üblicherweise

nicht als verfügbares WLAN von PCs oder

Smartphones aufgeführt werden, zudem lässt

sich der Zugangsschlüssel nicht ohne Weiteres

aus den Playern auslesen.

Android-Geräten erlaubt Sonos allerdings die

Nutzung des SonosNets, wodurch Sie die

Reichweite Ihres WLANs unabhängig vom

Standort Ihres WLAN-Routers deutlich ausbauen

können, da jeder Player wieder als Repeater

fungiert. Im Menü der Sonos-App finden

Sie unter Einstellungen | Erweiterte Einstellungen

| Mit SonosNet verbinden die Option

Verbindungen zulassen. Sie überträgt die

Zugangsdaten zum WLAN automatisch in die

Netzwerkeinstellungen des Handys, sodass

Sie umgehend Zugang zum Netzwerk mit dem

Namen „Sonos_Zufallszahl“ erhalten.

Power-User mit einem gerootenen Androiden

lesen die Zugangsdaten zum SonosNet aus

der Datei /data/misc/wifi/wpa_supplicant.

conf aus und buchen dann auch Nicht-Android-Geräte

wie PCs oder iOS-Handys in das

SonosNet ein. Sonos weist jedoch darauf hin,

dass es dadurch zu Störungen kommen kann.

50

März 2013

Android-User.de


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Macht jeden Fernseher mit HDMI-Anschluss im

Nu zum top-modernen Media-Center. So genießen

Sie Internet-TV, digitale Medien und sogar Android-

Apps und Spiele im XXL-Format. Auch im Hotel,

bei Freunden oder am Beamer ist der Taschen-PC

ruckzuck startklar! Grenzenlose Unterhaltung

bieten Ihnen zahlreiche Apps & Games direkt von

Google Play sowie Internet, YouTube und natürlich

Ihre eigenen Videos, Fotos & Musik!

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„Ein Tablet ersetzt der Stick nicht zu 100 Prozent,

aber er stellt eine prima Ergänzung dazu dar”

PX-1345–306

KAUFEMPFEHLUNG

Fazit: „Mit dem mobilen Pearl TVPeCee Internet-TV & HDMI-Stick kann man unglaublich

vielfältige Online-Funktionen und mächtige Multimediaplayer-Optionen

am Flachbild-TV nutzen - und das zum günstigen Preis“ 12/12

Multimedia-Talent mit

DualCore-CPU

Für Android-

Smartphones und

Tablet-PCs

Kaum größer als

ein Fingernagel

32 GB

Turbo-HDMI-Stick + Funktastatur

WOW!-Effekt inklusive: Der leistungsstarke Doppelkern-Prozessor

dreht bei Bedarf bis auf 1,6 GHz auf!

Da wird so manches Notebook blass vor Neid.

3 Dual-Core Cortex-A9 bis 1,6 GHz & 1 GB DDR3

3 Streaming: WLAN, Internet, DLNA, Apple AirPlay

3 Zusätzlich: 4-Kern-Grafikbeschleuniger

3 Inklusive Funktastatur

Bestell-Nr. ZX-1008–306

statt 4 f 319,90

f119, 90

Mini-DVB-T-Receiver für Android-Geräte

Android-DVB-T bietet unterhaltsame Vielfalt auch ohne

Internet, Steckdose und Kosten für mobile Datennutzung.

3 Superkompakter TV-Tuner für Micro-USB

3 Unterstützt DVB-T-Standard-Audio-Erkennung

3 TimeShift-Funktion

Bestell-Nr. PX-4855–306

micro

statt 1 f 99,90

f59, 90

microSD Speicherkarte 32 GB

Ultrakompakter Flash-Speicher, kompatibel zu Handys,

Camcorder, Mediaplayern und Navis mit SDHC-fähigen

microSD-Slot. Kaum größer als ein Fingernagel bietet

die microSD-Karte überragende Transferraten von

bis zu 9,4 MB pro Sekunde.

3 Einsetzbar in allen Geräten mit SDHC-fähigen microSD-

Steckplatz

3 Maße: 15 x 11 x 1 mm

Bestell-Nr. PX-9118–306

statt 6 f 69,90

f29, 90

Jetzt gleich über Link oder QR-Code bestellen:

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Apps

App-Empfehlungen

In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zehn Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Arnold Zimprich

Android-User-App-Empfehlungen

Unsere Favoriten

F1 2013 Timing App – Premium

29,99 Euro

Wird 2013 erneut zu einem Sebastian-Vettel-Jahr, und zeigt Red Bull der Formel

1-Welt einmal mehr, wo der Hammer hängt? Oder werden Fernando Alonso,

Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen und Konsorten Vettel das Leben schwer machen?

Mit der offiziellen F1 2013 Timing App in der Premium-Ausgabe folgen Sie dem

Renngeschehen mit dem Smartphone oder Tablet auf Schritt und Tritt.

Mit 29,99 Euro ist die App nicht gerade billig, bietet dem F1-Fan aber alles,

was das Rennfahrerherz begehrt. Neben aktuellen News, Informationen

zu den verwendeten Reifen und

den aktuellen Ranglisten besteht das Herzstück

der App aus einer 3D-Positionsanzeige

in Echtzeit. Man kann die jeweiligen Rennstrecken

in jede beliebige Position drehen

und allen Fahrern in ihren Boliden auf dem

Bildschirm folgen – ein leistungsstarker Prozessor

ist dafür jedoch Voraussetzung, 600-

oder 800MHz Single-Core-Geräte dürften sich

mit dieser App etwas schwertun. Nach dem

Rennen können die Aufzeichnungen heruntergeladen

und erneut betrachtet werden.

Bewertung: ★★★★★

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

Mein

Schatz

0,99 Euro

Wie lange sind Sie schon verheiratet beziehungsweise verbandelt, wie

man in Bayern so schön sagt? „Mein Schatz“ teilt es Ihnen mit, und zwar

auf die Stunde, Minute und sogar Sekunde genau. Zudem zeigt diese

Gedächtnisstütze in Sachen Liebe an, welche Hochzeitstage, also zum

Beispiel die silberne oder seidene Hochzeit, anstehen. Wer mag, kann

auf der App darüber hinaus besondere Daten wie den Tag des ersten

Kusses hinterlegen. Für Männer und Frauen gleichermaßen eine

Pflicht-App! Bewertung: ★★★★★

Slice Keyboard

3,83 Euro / Testversion kostenlos

Suchen Sie nach einer wirklich ausgefallenen Tastatur? Mit dem Slice Keyboard

gehen die Entwickler einen ganz eigenen Weg. Legt man keinen Finger auf das Display,

sieht man nur sechs Kreise in zwei Gruppen, die für die linke und rechte Hand

bestimmt sind. Sobald man den Mittelfinger beider Hände auf die mittleren Punkte

setzt, erscheinen Buchstaben rund um die weiteren Kreise, die Sie mit einem Finger

Ihrer Wahl antippen können. Bewertung: ★★★★★

52 März 2013

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

SanDisk Memory

Zone

kostenlos

Mit dieser App verwalten Sie Ihren Smartphone-Speicher, egal ob

interner Speicher, Micro-SD-Karte oder in der Cloud. Mit der App

lassen sich Dateien nicht nur übertragen und sichern, sondern

auch über eine Kennwortschutzfunktion vor unberechtigtem Zugriff

bewahren. SanDisk Memory Zone lässt sich zusammen mit

Dropbox, Google Docs, Picasa, SugarSync, SkyDrive und Facebook

anwenden. Bewertung: ★★★★★

Etsy

kostenlos

Selber machen ist in – Handarbeits-Portale wie DaWanda und Etsy liegen voll im

Trend. Die Etsy-Anwendung ist schlicht gehalten und funktional. Nutzer erhalten Zugriff

auf rund 17 Millionen Produkte von mehr als 800.000 Verkäufern weltweit: Bei diesem

Angebot sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein. Hat man ein eigenes Etsy-

Profil, kann man auf der App auch nach Gleichgesinnten suchen und erkunden, zu welchen

Artikeln die anderen Etsy-Kunden gegriffen haben. Bewertung: ★★★★★

IP Cam Viewer

Lite

3,03 Euro / Testversion kostenlos

Mit dieser App können Sie Ihre IP-

Kamera mit einem Android-Smartphone

fernsteuern und die Kameraaufnahmen

natürlich auch betrachten.

Die App kann zudem auch als

erweitertes Babyphone verwendet

werden. Die aufgenommenen Clips

lassen sich im Playback-Mode erneut

betrachten, exportieren oder

teilen. Bewertung: ★★★★★

Süddeutsche.de

–Nachrichten

kostenlos

Die Süddeutsche gilt mit

einer Auflage von rund 415.000 Exemplaren

als größte (seriöse) Tageszeitung

Deutschlands. Die SZ hat

sich Zeit gelassen, auch auf dem

App-Markt mitzuspielen – doch das

Warten hat sich gelohnt, und das Ergebnis

der Entwicklungsarbeit kann

sich sehen lassen.

Bewertung: ★★★★★

Business Calendar

Free

4,75 Euro / Testversion kostenlos

Funktional gestalteter Kalender für

den beruflichen Alltag, der sich im

Handumdrehen mit dem Google-Kalender

synchronisieren lässt. Neben

einer stufenlos scroll- und zoombaren

Mehrtagesansicht für 1-14 Tage

gibt es Widgets in verschiedenen

Größen für Tagestermine. Für jeden

Widget-Typ stehen elf Designs zur

Auswahl. Bewertung: ★★★★★

Zedge Ringtones & Wallpapers kostenlos

Sind Ihnen die Standard-Klingeltöne und ‐Wallpaper auf dem Android-Smartphone zu eintönig

und langweilig? Dann ist Zedge Ringtones&Wallpapers das Mittel der Wahl, um ein

wenig mehr Abwechslung auf den Smartphone-Bildschirm und ‐Lautsprecher zu bringen.

Allein schon die Klingelton-Auswahl erstreckt sich von A wie Alternative bis J wie Jazz,

Auch Wallpaper gibt es in diversen Kategorien. Bewertung: ★★★★★

AppMonster Free Backup

Restore

2,96 Euro / Testversion kostenlos

AppMonster macht für all jene Smartphone-Besitzer Sinn,

die beispielsweise nach dem Kauf eines neuen Smartphones

ihren alten App-Fuhrpark wieder installieren oder nach

einem App-Update auf eine ältere Version der Anwendung

zurückspringen wollen. AppMonster fertigt automatisch ein

Backup aller installierten Apps auf der SD-Karte an und

kann die Apps wiederherstellen. Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28178

Android-user.de März 2013 53


APPS

Neuheiten

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play

Neuheiten

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen besonders beliebte Apps

vor, die neu auf Google Play

sind oder ein Update erhalten

haben. Arnold Zimprich

KLACK TV

Programm

kostenlos

GO Media Manager

kostenlos

Der GO Media Manager ist ein Plugin für den GO

Launcher EX. Mit dem Media Manager behalten Sie

alle Bilder, Musikstücke und Videos auf dem Androiden

bequem im Blick. Sie können die Mediendateien

sortieren, ausblenden, löschen und natürlich

auch mit dem GO Music Player wiedergeben. Das

Plugin ist ein Muss für alle GO Launcher EX-Nutzer,

die mit vielen Mediendateien auf dem Androiden

jonglieren.. Bewertung: ★★★★★

Neben Platzhirschen wie TV Spielfilm

oder TV Today gibt es auf Google Play

viele kleinere Anbieter von TV-Orientierungs-Apps,

die um die Aufmerksamkeit

von Smartphone-Besitzern buhlen.

Die Anwendung von Klack TV überzeugt

durch eine übersichtliche Darstellung

und ein tolles Layout. Laut den

Entwicklern ist sie zudem "schnell und präzise" - das

konnte im Praxistest bewiesen werden. Bewertung: ★★★★★

Notification

Weather Pro

0,77 Euro / Testversion kostenlos

Minimalistisch gestaltete App für alle, die die

wichtigsten Wetter-Informationen übersichtlich

in der Statusleiste ihres Androiden unterbringen

wollen. Die App zeigt das Wetter entweder

für die per GPS ermittelte oder eine

manuell eingegebene Position an, dazu kann

man es sich bis zu vier Tage im Voraus ansagen

lassen. Bewertung: ★★★★★

Kleiderkreisel

kostenlos

Wenn Ihr Kleiderschrank

voll ist, Sie

aber trotzdem nichts

zum Anziehen haben,

ist Kleiderkreisel die

App Ihrer Wahl. Mit

ihr können Sie Kleidung

online tauschen,

verkaufen

oder verschenken.

Nachdem die Kleiderkreisel-Community

schon recht

groß ist, hat man

auch als Fashion-

Victim gute Chancen,

den einen

oder anderen Glücksgriff zu

landen. Hier und da gibt es noch etwas Stabilitätsprobleme,

Idee und Konzept überzeigen jedoch

auf voller Linie. Bewertung: ★★★★★

runtastic Heart

Rate PRO

0,89 Euro

Herzfrequenz-App, die neben

dem Ruhepuls auch die maximale

Herzfrequenz (zum

Beispiel beim Sport) misst.

Die App stellt auf einer Grafik

die Entwicklung der

Herzfrequenz dar, ein Alarm

erinnert an die regelmäßige

Messung. Die App

eignet sich besser für

Smartphones mit Blitz –

es handelt sich nicht um

ein geeichtes Instrument.

Bewertung: ★★★★★

54

März 2013

Android-User.de


Apps

Neuheiten

Thermometer

kostenlos

Smartphones haben einen

riesigen Funktionsumfang -

oft hapert es jedoch an den

einfachsten Dingen wie

einem ansehnlichen Thermometer.

Die App mit dem

gleich lautenden Namen orientiert

sich vom Design her

an klassischen Haus-Thermometern

und zeigt sowohl

die Innen- und dank

GPS-Ortung auch die Außentemperatur

am jeweiligen

Aufenthaltsort an.

Bewertung: ★★★★★

Press

(Google Reader)

1,50 Euro

Heutzutage ist es eine regelrechte

Kunst, die Nachrichten-

Flut sinnvoll zu filtern. Press ist

eine Google Reader-App, bei

deren Gestaltung Wert auf Lesbarkeit

und praktische Handhabung

gelegt wurde. Noch müssen

sich die Entwickler allerdings

ein wenig Mühe geben,

um an die Konkurrenz in Form

von Feedly heranzukommen.

Um die App in vollem Umfang

nutzen zu können, benötigt

man natürlich einen Google-

Reader-Account.

Bewertung: ★★★★★

Steigern Sie Ihre

WiFi PRO

kostenlos

Installieren Sie „Steigern Sie

Ihre WiFi Pro“, und Sie werden

merken, dass Sie – nichts

merken. Bei dieser App handelt

es sich um eine Placebo-

App, die eine Wirkung verspricht,

aber nichts bewirkt.

Sie eignet sich hervorragend,

um an Freunden oder

Bekannten, die sich über

einen schlechten WiFi-Empfang

beklagen, den Placebo-Effekt

zu testen. Empfehlen

Sie einfach diese

App und fragen in ein paar Tagen nach, ob das

Problem gelöst ist.. Bewertung: ★★★★★

MarineTraffic

Ship Positions

2,99 Euro

Diese App ist nicht nur ein Zeitvertreib

für alte Seebären, sondern zeigt auch,

in welchem Ausmaß der Welthandel

und Tourismus vom Schiffsverkehr abhängig

ist. Auf der App kann man die

Position von mehr als 80.000 Schiffen

weltweit in Echtzeit verfolgen. Als

Basis dafür dient das Automatic Identification

System (AIS), das auch Typ

und Name des jeweiligen Pottes anzeigt.

Daneben werden mehr als

3000 Häfen in aller Herren Länder abgebildet.

Bewertung: ★★★★★

ABBYY TextGrabber +

Translator

2,27 Euro

Auf diese Anwendung hat die Smartphone-Welt gewartet:

Mit TextGrabber+Translator erfassen Sie gedruckte

Texte aus einem Magazin, Buch oder einem

anderen Dokument in mehr als 60 Sprachen. Der erkannte

Text kann direkt bearbeitet, übersetzt und auf

Wunsch in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden.

Verständnisprobleme gehören damit der Vergangenheit

an! Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28177

Android-user.de März 2013 55


Apps

Anti-Diebstahl-Apps

Apps für den Diebstahl-Notfall

Gestohlen!

Die Informationen in

einem Smartphone sind

meist genauso wertvoll

wie der Inhalt Ihrer Brieftasche.

Umso ärgerlicher,

wenn das Handy

in falsche Hände gerät.

Wir stellen neun Apps

vor, die für etwas mehr

Sicherheit sorgen.

Wolfgang Niemann

Abb. 1: Beim ersten Start zeigt die

App Anti Theft Control die Liste der

unterstützten Hardware-Features an.

Androidgeräte sind mit vielen Sensoren,

ein oder zwei Kameras,

einem Mikrofon, oft auch Sender

und Empfänger und nicht zuletzt

mit einem Internetzugang ausgestattet.

Damit müsste es doch möglich sein, Dieben

das Leben ganz schön schwer zu machen.

Und tatsächlich haben sich viele Programmierer

auf der ganzen Welt mit diesem

Thema beschäftigt. Wenn man im Play Store

von Google die Wörter „Diebstahl“ oder englisch

„Theft“ eingibt, kommt man auf einige

hundert bzw. einige tausend Treffer.

Wie kann so eine Anti-Diebstahl-App helfen,

das gestohlene Androidgerät zurückzubekommen?

Was ist überhaupt technisch

möglich und auch sinnvoll? Hier eine Auswahl

von Möglichkeiten:

• Am interessantesten dürfte sein, wo sich

das Gerät befindet. Eine Ortung ist solange

möglich, wie das Gerät eingeschaltet ist.

Mitunter liegt auch kein Diebstahl vor,

sondern nur ein Vergessen oder Verlieren.

• Wenn man sensible Daten gespeichert hat

und diese frei zugänglich sind, kann man

das Smartphone aus der Ferne sperren.

Diese Sperrung können nur Sie selbst wieder

aufheben.

• Wenn man sich sicher ist, dass der Dieb

noch in der Nähe ist, kann man einen

Alarmton ausgeben lassen. Die Geräte machen

sehr laut auf sich aufmerksam, selbst

wenn der Dieb versucht, die Lautstärke zu

reduzieren.

• Kamera und Mikrofon lassen sich aus der

Ferne ansteuern. Wenn man ein wenig

Glück hat, erhält man so ein Bild oder ein

Video mit der Stimme vom Dieb.

• Wenn der Dieb die SIM-Karte herausnimmt

und dafür seine eigene einsetzt, kann eine

Nachricht mit den Kartendaten abgesetzt

werden. Damit ist die Telefonnummer des

Diebes bekannt.

Gute Anti-Diebstahl-Apps tarnen sich so,

dass der Dieb sie nicht als solche erkennt.

Die besten Apps überleben sogar eine Zurückstellung

auf die Werkseinstellungen!

Wenn man seine Daten nicht gesichert hat,

kann man auch versuchen, das Adressbuch

und Co. herunterzuladen. Bei der Anwendung

dieser Methoden stehen Ihre Chancen

gar nicht so schlecht, Ihr Smartphone oder

Tablet zurückzubekommen. Besonders dann,

wenn der Dieb kein (Android-)Profi ist.

Im Folgenden stellen wir einige Anti-Diebstahl-Apps

kurz vor. Wir beschränken uns

dabei nur auf das Anti-Diebstahl-Feature.

Auch die meisten Anti-Malware-Programme

verfügen über einen Diebstahlschutz. Dazu

bringen wir in einem der nächsten Android-

User-Hefte mehr.

Anti Theft Control

Diese App [LINK 1] punktet gleich bei der Einrichtung.

Die App tarnt sich als „Photomanager“

und ist nach der Einrichtung nur noch

über die Telefontastatur erreichbar. Bei den

Einstellungen gibt es sehr viele Schrauben,

an denen Sie drehen können. So entsteht allerdings

auch die Gefahr der Unübersichtlichkeit.

Im Fall eines Verlustes Ihres Gerätes

lassen sich die Aktionen in der freien Version

nur mit SMS-Kommandos starten. Darum

sollten Sie eine Liste mit diesen Kommandos

griffbereit haben.

Cerberus Anti-Diebstahl

Einen sehr guten Eindruck macht Cerberus

Anti-Diebstahl [LINK 2]. Im Falle eines Falles

melden Sie sich via Webseite an und starten

vom Browser aus sehr einfach alle erforderlichen

Aktionen. Das Smartphone oder Tablet

ist in kurzer Zeit geortet. Dass der Dieb private

Informationen liest, kann man mit einer

Sperrung unterbinden, die sofort wirksam

wird. Wenn man den Dieb noch in der Nähe

Andrey Matuyk, 123RF

56

März 2013

Android-User.de


Apps

Anti-Diebstahl-Apps

vermutet, löst man ein Alarmsignal aus, das

sich nicht leiser stellen lässt. Auch weitere

Optionen nutzt die App: So erkennen nur

Android-Profis, dass ein Antidiebstahlprogramm

installiert ist. Selbst das Zurücksetzen

auf die Werkseinstellungen übersteht

diese hervorragende App bei gerooteten Geräten.

Der praktische Test überzeugte, sodass

die 2,99 Euro gut angelegt sind.

Comodo Anti-Theft

Sehr schnell warm wird man mit Comodo

Anti-Theft [LINK 3]. Einrichtung und Bedienung

sind vorbildlich einfach und übersichtlich.

Der Hersteller spricht vom „Schweizer

Messer der Anti-Diebstahl-Applikationen“.

Gesteuert wird im Ernstfall mit SMS-Kommandos.

Es ist alles möglich, was sinnvoll

ist. Lediglich die Werbung nervt ein wenig.

Doch man kann es dem Hersteller nicht übel

nehmen, wenn er auch ein wenig Geld verdienen

möchte.

Diebstahlsicherung

Die App und auch die Homepage von Diebstahlsicherung

[LINK 4] sehen etwas unaufgeräumt

aus. Nach dem Start erinnert Sie der

Startbildschirm,

dass es darum

geht, Dieben

keine Chance zu

geben. Bei der

Einrichtung der

App nervt hier

die Werbung

recht stark. Die

Funktionalität

dieser Diebstahlsicherung

überzeugte

jedoch in Abb. 2: Über das Web-Frontend von Cerberus Anti-Diebstahl orten Sie

unseren Tests. das gestohlene Gerät schnell.

Bei intensiver Bewegung

(zum Beispiel schnelles Wegnehmen)

und bei Eingabe falscher PINs wird ein

höllischer Alarm ausgelöst, der jeden Dieb

verrät.

Lost Droid Finder

Lost Droid Finder [LINK 5] hat laut Beschreibung

drei Funktionen: Panik-Modus, Dieb-

Modus und SIM-Schutz. Gesteuert wird das

Ganze über SMS. Der Panik-Modus lässt das

Gerät für drei Minuten mit maximaler Lautstärke

klingeln, lange genug, um es selbst

Android-Apps

entwickeln!

Erstellen Sie Ihre eigene Android-App und veröffentlichen

Sie diese im Google Play Store. Unsere Bücher

und Video-Trainings zeigen Ihnen, wie’s geht.

Unser gesamtes Programm:

www.GalileoComputing.de

395 S., 2. Auflage 2012, mit DVD, 24,90€,

ISBN 978-3-8362-1947-1

DVD, 8 Stunden Spielzeit, 39,90 €,

ISBN 978-3-8362-1998-3

Jetzt

reinschauen!

Wissen, wie’s geht.


Apps

Anti-Diebstahl-Apps

Displaysperre?

Soll man unabhängig von den

Anti-Diebstahl-Apps immer eine

Bildschirmsperre einrichten?

Wir empfehlen klar, jedes Gerät

mit einem komplizierten Muster

oder einem PIN-Code zu schützen.

Ein ehrlicher Finder kann

Sie dann aber nicht informieren.

Richten Sie deshalb den Lock-

Screen immer so ein, dass dieser

auch Ihren Namen und eine

E-Mail-Adresse anzeigt.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28374

unter geräuschdämmenden

Kissen wiederzufinden.

Im Diebmodus

setzt die Ortung

ein und zeigt

Ihnen dann hoffentlich

den Standort Ihres

verloren gegangenen

Gerätes. Und der SIM-

Schutz informiert Sie

über einen Kartenwechsel.

Eine Besonderheit:

Diese App

lässt sich mit ihren

Grundeinstellungen

selbst nach Verlust

über den Google Play

Store installieren! Natürlich

nur, wenn der

Dieb Ihr Gerät nicht

schon außer Betrieb

gesetzt hat.

Abb. 3: Die Einrichtung von Comodo

Anti-Theft geht problemlos über die

Bühne.

PowerLock Diebstahlschutz

Nicht ganz so viele Funktionen hat Power-

Lock Diebstahlschutz [LINK 6]. Dafür macht

die App aber einen besonders übersichtlichen

Eindruck. Dieses Programm eignet sich

besonders dann, wenn Sie Ihr Androidgerät

zum Beispiel auf einer Messe offen auf den

Tisch legen. Wenn Sie es dann

an eine USB-Schnittstelle über

Kabel anschließen, löst die Trennung

vom Kabel sofort einen

Alarm aus. Ebenfalls wird dieser

Alarm wirksam, wenn der Dieb

ganz schlau sein will und versucht,

das Smartphone auszuschalten.

Ihr Androidgerät kann

PIN-gesichert werden. Die Eingabe

einer falschen PIN führt

dazu, dass die Kamera ein Bild

macht und es per E-Mail an den

Besitzer schickt. Und die Wahrscheinlichkeit,

dass der potenzielle

Dieb darauf zu sehen ist,

ist gar nicht so klein, falls Ihr

Gerät über eine Frontkamera

verfügt. Leider funktionierte

beim Test diese Option nicht

immer. Aber der Autor arbeitet

daran.

SeekDroid

SeekDroid [LINK 7] lässt sich im Fall eines Verlustes

mit einem sehr übersichtlichen Webinterface

bedienen. Und wenn Sie wollen,

können Sie unter dem gleichen Account alle

Smartphones der Familie erfassen. Eine Besonderheit:

Der Weg des Diebes lässt sich

Übersicht

Anti Theft Control 2012 Cerberus Anti-Diebstahl Comodo Anti Theft Diebstahlsicherung

Webseite

http:// mobile.​

oneosolutions. com

https:// www.​

cerberusapp. com

http:// www. comodo.​

com

Version 2.28 2.3 1.0.2 4.1.5

Größe 5 M 766 k 1,7 M 8,48 M

Preis

kostenlos, Pro-Version

USD 1,49

EUR 2,99 (6 Tage kostenlos)

kostenlos

http:// mobiloucos. com

kostenlos

Sprache englisch deutsch englisch englisch /portugisisch

Webinterface nein ja nein nein

Standortwird ermittelt ja ja ja nein

Mitteilung bei Kartenwechsel ja ja ja nein

Foto senden ja ja ja nein

Alarmfunktion ja ja ja ja

Daten löschen ja ja ja nein

Gerät sperren ja ja ja ja

App verstecken ja ja nein nein

Übersteht Reset ja ja nein nein

Bewertung ★★★★★ ★★★★★ ★★★★★ ★★★★★

58

März 2013

Android-User.de


Apps

Anti-Diebstahl-Apps

aufzeichnen. Vorausgesetzt

natürlich, dass er das Gerät

nicht außer Betrieb gesetzt

oder auf die Werkseinstellungen

zurückgesetzt hat.

Thief Tracker

Bei Thief Tracker [LINK 8] ist

die Installation schnell erledigt.

Wenn ein Dieb drei Mal

die falsche PIN eingegeben

hat, macht die Kamera ein

Foto, das Ihnen nach einiger

Zeit zugemailt wird. Diese

App macht nur Sinn, wenn

Ihr Androidgerät eine Frontkamera

besitzt. Wenn Sie Ihr

Gerät parallel dazu noch

orten wollen, installieren Sie

vom gleichen Autor die App

Cell Tracker. Sie sind dann in

der Lage, den Weg Ihres Gerätes

zu verfolgen. Und das natürlich nicht

nur, wenn Sie bestohlen wurden.

Wheres my Droid

Die App Wheres my Droid [LINK 9] gibt es

gleich in drei Versionen: Lite, Full und Pro.

Die Unterschiede sind sehr übersichtlich auf

der Website dargestellt. Steuern kann man

über den Commander. Bei

Verlust lassen sich die Aktionen

über das Internet

mit einem zweiten Smartphone

oder einem beliebigen

anderen Gerät

direkt auf der Webseite

des Anbieters steuern.

Die Pro-Version bietet die

meisten Optionen, beispielsweise

auch das Löschen

der SD-Karte.

Fazit

Es lohnt sich durchaus,

die verschiedenen Apps

miteinander zu vergleichen.

Den besten Schutz

bieten nicht immer die

Apps mit den meisten

Funktionen. Wir empfehlen

Cerberus oder Wheres

My Droid. Kein Diebstahlschutz bietet eine

Garantie dafür, dass das Gerät nicht gestohlen

wird. Sobald der Täter den Akku entfernt,

sind alle Apps machtlos. Bei Gelegenheitsdieben

stehen aber die Chancen, Ihr

Gerät wiederzubekommen, recht gut. Darum

sollten Sie eine der getesteten Anti-Diebstahl-

Apps installieren.

● ● ●

Abb. 4: Bei der App Pega Ladrao

müssen Sie schon recht viel Werbung

ertragen.

Abb. 5: Die Schaltzentrale der App

Wheres my Droid mit den Funktionen

im Überblick.

Lost Droid Finder

PowerLock Diebstahlschutz

Seek Droid Thief Tracker Wheres My Droid

keine keine https:// seekdroid. com http:// trackmyphones.​

com

2.6 1.3.2 2.0.4 3.3 4.1.1

266 k 1,1 M 173 k 240 k 749 k

kostenlos kostenlos kostenlos, Pro-Version

EUR 2,24

kostenlos

englisch deutsch englisch englisch deutsch

nein nein ja nein ja

ja nein ja nein ja

ja nein nein nein ja

http:// wheresmydroid.​

com

kostenlos, Pro-Version

USD 3,99

nein ja nein ja ja (nur Pro)

ja ja ja nein ja

nein nein ja nein ja (nur Pro)

nein nein ja nein ja (nur Pro)

nein nein ja nein nein

nein nein ja nein nein

★★★★★ ★★★★★ ★★★★★ ★★★★★ ★★★★★

Android-user.de März 2013 59


Apps

Podcast-Apps

Kein „Listen“ mehr? Kein

Grund zum Verzweifeln: Wir

stellen sieben gestandene

Alternativen für die Google-

App aus dem Play Store vor.

Thomas Raukamp

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28011

BeyondPod

Über 5 Euro für einen Podcast-

Manager erscheinen auf den

ersten Blick recht happig.

Doch es gibt eine für Tablets optimierte

Version, die den mächtigen Funktionsumfang

der App in einer noch übersichtlicheren

Aufteilung auf den größeren

Bildschirm zaubert. Nach einer

Neugestaltung im Frühjahr wirkt der

Audio- und Video-Podcatcher sowie

RSS-Newsreader erfreulich aufgeräumt

und erschlägt auch Neueinsteiger

nicht mit einem bloßen Muskelspiel

seiner Möglichkeiten. Zwischen

abonnierten Podcasts, aktuellen Episoden

und dem sehr ansehnlichen Player

wird per Karteireiter oder einfach mit

einem Wisch hin- und hergewechselt,

verschiedene Darstellungsoptionen

halten auch die umfangreichsten Playlisten

übersichtlich, und eine Online-

Hilfefunktion vermittelt Tipps zum ausgewählten

Programmteil – und das

wohlbemerkt auf Deutsch.

Leider verzichtet BeyondPod auf gezielte

Podcast-Vorschläge von hiesigen

Anbietern, was die Lokalisierung sinnvoll

abgerundet hätte. Trotzdem mangelt

es nicht an audiovisuellem Nachschub:

Die App

bedient sich verschiedener

Podcast-Feeds,

stöbert

in den freien

Hörbüchern von

LibriVox und bindet

den Online-

Videodienst

Podcast HD

Podcast HD präsentiert sich

mit einem echten Janus-

Haupt: Die kostenlose App

hilft nicht nur bei der übersichtlichen

Verwaltung von Audio- und Video-Podcasts,

sondern auch bei der Kategorisierung

und Suche von YouTube-Filmen.

Erfreulich ist dabei vor allem die

gezielte Darstellung von deutschsprachigen

Inhalten. Die Anzahl voreingestellter

Vorschläge nimmt besonders

Neueinsteiger an die Hand. Ein durchaus

effektives, aber schmuckloses Programm,

das dringend ein grafisches

Update vertragen könnte.

OneCast

Ein optisch sehr ansprechendes

Konzept verfolgt OneCast:

Die App legt sich transluzent

über den Android-Desktop und offeriert

so Suchfunktionen und Podcast-

Player. Abonnierte Feeds werden mit

ihren Piktogrammen in einer aufgeräumten

Kachelübersicht dargestellt.

Leider verzichtet OneCast auf die Anzeige

von Video-Podcasts, auch Vorschlags-

und Kategorienlisten fehlen.

Der Nutzer muss also ziemlich genau

wissen, wonach er sucht. Doch es ist

gerade diese Beschränkung aufs Wesentliche,

die vielen Nutzern gefällt.

Podcast Addict

Recht frankophil kommt Podcast

Addict daher: Die kostenfreie

App stellt französische

Sendungen gern an erste Stelle, was

die Suchergebnisse für deutsche Leser

zuweilen etwas unübersichtlich macht

Dafür kann die App bestehende Abos

aus Google Reader und iTunes importieren.

Leider werden Videos nicht sicher

abgespielt, und auch die Benutzeroberfläche

gehört nicht zu den intuitivsten.

Dafür sind die Konfigurationsmöglichkeiten

immens und erlauben

genaue Player-, Notifikations-, und

Headset-Einstellungen.

kostenlos

deutsch|Version 0.9.17|1.5 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version und Größe nach Gerät

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.9.9|935 KByte

★★★★★

60

März 2013

Android-User.de


Apps

Podcast-Apps

Wurl.com ein. Vorhandene

Abonnements

aus anderen Podcatchern

werden per OPML-Import weiterverwendet.

Das Tastenverhalten von Bluetooth-Headsets

lässt sich komplett den eigenen

Wünschen anpassen, inklusive

Sprungintervall der Vor- und Rückspulfunktion,

externe Player, Unterbrechungen der

Wiedergabe beim Trennen

des Kopfhörers und vieles

mehr. Auch das Download-

Verhalten richtet sich ganz

nach den Wünschen des

Nutzers und lädt neue Episoden

zum Beispiel zu bestimmten

Uhrzeiten oder

nur bei einer Verbindung

zum Stromnetz herunter.

Eine SmartPlay-Funktion

macht Playlisten-Vorschläge

auf der Grundlage

von Hörgewohnheiten.

Kein Zweifel: BeyondPod

ist auch plattformübergreifend

einer der vollständigsten

Podcatcher und ambitionierten Podcast-Konsumenten

nur ans Herz zu legen.

5,35 Euro

englisch|Version 3.0.37|4.7 MByte

★★★★★

Pocket Casts

Unter einer ebenso durchdachten

wie ästhetischen

Oberfläche verbirgt Pocket

Casts nahezu alle Möglichkeiten, die

sich Podcast-Fans wünschen. Besonders

gelungen: die einstellbare, plakative

Vor- und Rückspulfunktion. Durch

das Zwischenlagern neuer Episoden

auf eigenen Servern ermöglichen die

Entwickler zudem die weitaus schnellere

Aktualisierung von Abonnements

als andere Anbieter. Auch ein Import

aus Google Reader und Listen wird geboten.

Das letzte Update der schicken

App ist allerdings schon etwas her.

Podkicker Pro

Der einfache Umstieg von

Google Listen gelingt mit Podkicker

Pro: Eine OPML-Suchfunktion

durchforstet den Speicher

nach vorhandenen Podcast-Abos. Die

(leider nicht lokalisierte) Benutzeroberfläche

ist übersichtlich gestaltet, und

mit der Suchfunktion kann auch gezielt

nach deutschen Inhalten gefahndet

werden. Eine Flattr-Erweiterung erlaubt

das Bedenken eines Podcasts mit Geldspenden

aus dem Micropayment-

Konto. Einzigartig ist auch die Darstellung

und Auswahl von Podcast-Anbietern

via Geotagging auf Google Maps.

DoggCatcher

Einer der etabliertesten und

am längsten gepflegten Podcatcher

für Android ist sicher

DoggCatcher. Die App birgt eine Vielzahl

von Voreinstellungsmöglichkeiten

in einer umfangreichen Benutzeroberfläche,

die allerdings mittlerweile

etwas überladen wirkt. Podcasts können

aus den verschiedensten Quellen

gewählt werden, sogar YouTube lässt

sich einbetten. Fast schon natürlich erscheinen

da die detaillierte Unterstützung

von Headsets, minutiöse Einstellungen

für die Oberfläche sowie das

Akku-abhängige Download-Verhalten.

1,99 Euro

englisch|Version 3.9|4.4 MByte

★★★★★

2,99 Euro

englisch|Version 1.3.5|298 KByte

★★★★★

3,97 Euro

englisch|Version und Größe nach Gerät

★★★★★

Android-user.de März 2013 61


Apps

3D-Apps

3D-Figuren entwerfen

Mehr Tiefe

3D-Modelle lassen sich nur an High-End-Rechnern mit komplizierter

Software entwerfen? Das ist längst Vergangenheit. Inzwischen existieren

sogar Lösungen für das Smartphone. Marko Dragicevic

Realistisch wirkende 3D-Animationen

sind längst Alltag unserer

Medienwelt geworden.

Nicht nur Profi-Grafiker, sondern

auch Privatanwender versuchen sich

im Modellieren von Gegenständen und

Figuren. Die steigende Rechenkraft von

Android-Geräten lässt auch PC-Muffel in

diesem Bereich mitmischen – vorausgesetzt,

die richtige Software in Form einer

App steht zur Verfügung.

Die dritte Dimension

Wer schon einmal am Desktop-Rechner ein

Modellierungswerkzeug wie Blender oder

3ds Max benutzt hat, kennt die Vorgehensweise:

Bei einem Figurentwurf zeichnet der

Nutzer nicht nur ein zweidimensionales Gebilde

(X- und Y-Achse), sondern entwirft ein

Drahtgittermodell, welches auch Tiefeninformationen

(die Z-Achse) enthält. Eine solche

Figur kann nun beliebig in eine dreidimensionale

Szene gesetzt, gedreht, beleuchtet oder

mit einem Oberflächenmaterial bespannt

werden. Doch wozu das Ganze? Welcher

normale Nutzer benötigt 3D-Modelle?

Wer jetzt denkt, er könne nebenbei in seiner

Freizeit eine Hollywood-Produktion im

Stile von Toy-Story animieren, ist natürlich

zum Scheitern verurteilt. Doch kurze Animationen

sind durchaus machbar und können

mit der richtigen Beleuchtung realistisch aussehen.

Ein anderer Trend und Anwendungszweck

sind 3D-Druckerdienstleister wie

Shapeways [LINK 1] oder

Sculpteo [LINK 2]: Der

Nutzer lädt hier das

3D-Modell von seinem

selbst entworfenen

Schmuckstück oder

einem virtuell modellierten

Tier hoch – und erhält

genau dieses als realen Gegenstand

wenige

Tage später per

Post. Die gängigen

Anbieter lassen den Käufer dabei aus

einer breiten Palette an Materialien wählen.

Soll es Plastik sein? Genauso sind auch Keramik

oder gar Silber möglich – je nach Anwendungszweck

und Geldbeutel. Allerdings

erfordert 3D-Software am PC eine gewisse

Einarbeitungszeit. Kommt man mit der passenden

Android-App schneller an sein Ziel?

TrueSculpt Virtual Sculpture

TrueSculpt [LINK 3] setzt das um, was

von 3D-Desktop-Software als

„Sculpting“ bekannt ist: Das Modellieren

läuft dabei in etwa so ab, dass der Anwender

eine virtuelle Masse so lange verformt,

bis daraus das gewünschte Gebilde

entsteht. Dies kann man sich ähnlich dem

Kneten oder Modellieren in der Realität vorstellen.

Je nach gewählten Werkzeug kommt

die App auch einer virtuellen Bildhauerei

nahe. Da das Sculpting handwerklichen Tätigkeiten

sehr ähnelt, eignet es sich sehr gut

für ein Smartphone-Programm und der damit

einhergehenden fingerzentrierten Bedienung.

Andere Modi von professioneller PC-3D-Software

sind eher auf eine Computermaus angewiesen

und wären deswegen vermutlich weniger

für ein mobiles Gadget geeignet.

Anfangs erscheint eine unbearbeitete

Kugel virtueller Knetmasse. Der Anwender

kann diese mit den Android-typischen Gesten

zoomen und zur gewünschten Stelle drehen.

Die eigentliche Bearbeitung führt er mit

unterschiedlichen Werkzeugen aus: Bei

„Draw“ kann der Nutzer beispielsweise mit

dem Finger auf der Figur entlangfahren,

während die Fläche darunter gleichmäßig

angehoben wird; „Inflate“ sorgt für ein ballonartiges

Ansaugen von dieser, „Grab“

verschiebt nur einen einzelnen Kantenpunkt

eines Polygons und zieht den Rest

der Masse träge hinterher. Ein sehr simples

Beispiel für eine Figur findet sich in

Abbildung 1. Wer mehr Zeit und etwas

Einarbeitungszeit investiert, kann

wesentlich komplexere Figu-

Illustrationen auf dieser doppelseite: Francesco Tammaccaro, 123RF

62

März 2013

Android-User.de


Apps

3D-Apps

ren designen, denen später

die kugelartige Herkunft

nicht mehr anzusehen ist,

wie etwa Pferdeköpfe, Wölfe

oder Monster (Beispiele finden

sich unter [LINK 4]). Hierbei

helfen Sculpting-Tutorials

im Internet. Unter dem Strich

bietet die kostenlose App

einen interessanten Modellierungsansatz,

jedoch sollte

man genug Einarbeitungszeit

mitbringen.

3D-Scanner

Kennen Sie den Replikator

aus der Science-Fiction-Serie

Star Trek? Dieser erlaubt es,

ein Objekt in seiner genauen

atomaren Struktur zu kopieren. Im Gegensatz

zur Fernsehserie ist dies jedoch nach

heutigem Kenntnisstand nicht möglich – ansonsten

wären Sie wahrscheinlich damit

schon in Berührung gekommen. Wenn ein

Bekannter von Ihnen ein interessantes neues

Handy hätte, könnten Sie es sich sonst einfach

mit dem Replikator kopieren. Dafür bietet

die heutige Realität jedoch eine andere

Möglichkeit: Sie können mit einem 3D-Scanner

die äußere Form eines Gegenstands scannen

und als 3D-Objekt speichern. Anschließend

druckt auf Wunsch ein 3D-Druck-

Dienstleister eine Kopie – wobei hierbei das

Urheberrecht des Originalgegenstands zu berücksichtigen

ist. Bei einem exakten Scan

kann auf diese Weise theoretisch ein seltenes

Ersatzteil im Modellbau repliziert werden,

welches nicht mehr hergestellt wird. Oder jemand

könnte eine Büste von sich selbst erstellen.

Doch leider kosten brauchbare 3D-

Scanner, welche das Objekt komplett umrunden,

derzeit noch vierstellige Summen.

Abb. 1: Die Nase entstand mit dem

Grab-Werkzeug von TrueSculpt.

Der Copy-Shop um die

Ecke ist auch noch nicht

mit dieser Technologie

ausgerüstet. Deswegen

versuchen einige Bastler

kostengünstigere Methoden

und Selbstbau-Lösungen

zu entwickeln, mit

denen dies günstiger

geht. Eine davon ist die

App 3D-Scanner [LINK 5]:

Der Nutzer fotografiert

denselben Gegenstand

zweimal mit seiner

Smartphone-Kamera,

wobei das zweite Foto um

einige Zentimeter versetzt

aufgenommen wird. Der

Gedanke dahinter ist ganz

logisch: Auch der Mensch

kann Dreidimensionalität erfassen, indem

zwei leicht voneinander versetzte Augen

denselben Gegenstand sehen und das Gehirn

aus diesen Daten die Tiefeninformation berechnet.

Leider funktioniert dieses Prinzip

bei der getesteten App nur leidlich: Mit viel

Mühe kann das Programm bestenfalls Fragmente

eines Objekts erfassen – was sich

auch bei den Bewertungen im Play-Store niederschlägt:

Viele enttäuschte Anwender vergeben

nur einen Stern.

Fazit

Selbst mit dem Smartphone ist 3D-Modellierung

möglich. Doch auch dort erfordern gute

Ergebnisse Zeitaufwand: Die Idee der 3D-

Scanner-App mit dem schnellen Abfotografieren

aus zwei Perspektiven funktioniert

aber nicht wirklich. Der Ansatz von True-

Sculpt Virtual Sculpture überzeugt mehr.

Neulinge benötigen bei dieser App zwar

etwas Einarbeitungszeit – doch anschließend

können sie ganz nette Figuren erstellen. ● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28357

Abb. 2: Die Touch-Flächen für die zwei Fotos von 3D Scanner sind oben

rechts und links angebracht.

Abb. 3: Der 3D-Scanner liefert im besten Fall ein wiedererkennbares Resultat.

Für diese Aufnahme haben wir ein paar Anläufe gebraucht.

Android-user.de März 2013 63


Apps

Internet-Musik

Hängen Ihnen die größten

Hits der Achtziger und Neunziger

aus den Ohren heraus?

Dann gilt es, neue Musik im

Internet zu entdecken.

Thomas Raukamp

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28053

8tracks

Wenn Sie über dreißig sind,

erinnern Sie sich vielleicht

noch an Ihr erstes selbst gemachtes

Mixtape. In nächtelanger Detailarbeit

bannte man Musik von den

unterschiedlichsten CDs und LPs auf

Kompaktkassetten, um diese themenbezogen

Freunden oder gar der/dem

Liebsten zu vermachen. Die Macher

des Musikportals 8tracks retten mit

einer Mischung aus Online-Radios, Podcasts

und eben Mixtapes diese alte

Tradition ins digitale Zeitalter. Und das

mit Erfolg: Über 500.000 Mixe von den

verschiedensten DJs und Hobby-Kuratoren

gibt es mittlerweile bei dem Anbieter

zu erkunden. Diese Vielfalt will

sich auch auf die Android-Welt erstrecken:

Die mobile App packt nahezu alle

Funktionen des

Portals in eine äußerst übersichtlich

geratene Benutzeroberfläche,

die zudem noch für die Nutzung auf

Tablets optimiert wurde.

Die Einrichtung eines freien 8tracks-

Kontos lässt den Nutzer in ein soziales

Musiknetzwerk eintauchen, in dem

Mixe und einzelne Musikstücke favorisiert

und DJs „verfolgt“ werden können.

Neueinsteiger werden von der

Option Take me to the Music abgeholt,

UberHype

Verkaufscharts waren gestern:

„The Hype Machine“ ist ein

MP3-Aggregator, der ständig

knapp 1.500 der wichtigsten Musikblogs

durchsucht, um aus diesen je

nach Genre die meistbesprochenen

Titel vorzustellen. UberHype macht

diesen „Klang des Internets“ auch unterwegs

verfügbar. Eine Liste der jeweils

populärsten Titel und Künstler

sowie eine Übersicht der Neuerscheinungen

hilft beim Entdecken frischer

Musik, die per Love-Button auf Twitter

und Facebook geteilt werden kann.

Sucht man sich innerhalb der Hype

Machine Follower und Freunde, stehen

auch deren Lieblingstitel zum Anhören

bereit. UberHype ist Pflicht für alle, die

das Charts-Einerlei satthaben.

We Are Hunted

Auch der US-Musikdienst

„We Are Hunted“ durchkämmt

Blogs und soziale

Netzwerke, um die heißesten Hits und

beliebtesten neuen Künstler des Internets

ausfindig zu machen. Auf den ersten

Blick klappt dies auch recht gut:

Statt in endlosen Listen werden Künstler

und ihre Titel in einer schmucken

Kacheloptik präsentiert. Merkwürdigerweise

stimmen jedoch die Hitlisten in

der App nicht immer mit denen auf der

Webseite des Musikservices überein,

auch die Playlisten spielen nicht immer

das Gewünschte.

SoundCloud

Das Berliner Start-up-Unternehmen

SoundCloud hat sich

zum Quasi-Standard-Netzwerk

für Musiker, Labels und Podcaster

gemausert. Die Android-App öffnet

den Zugang zur „Klangwolke“ auch

von unterwegs: Speicher für eine

Stunde Klangdaten aller Art hält der

Anbieter frei zur Verfügung, mit einem

Abo wächst diese Upload-Datenbank

nochmals. Der Player erlaubt das sekundengenaue

Kommentieren sowie

das Teilen und Einbetten in allen relevanten

sozialen Netzwerken. Jetzt fehlt

nur noch eine Tablet-Version.

kostenlos

englisch|Version 1.0.9|2.0 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version/MByte entspr. Gerät

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 2.3.2|5.1 MByte

★★★★★

64

März 2013

Android-User.de


Apps

Internet-Musik

die aktuell vorgestellte Tipps der internen

Redaktion auflistet. Wer es etwas

spezifischer mag, wechselt mittels des

Home-Icons in den aufklappenden Reiter

Navigation. Hier wird gezielt per Stichwortsuche

zum Beispiel nach Stilrichtungen

und Stimmungen oder ganz profan nach

den angesagtesten Mixtapes gefahndet.

Beim Abspielen von Playlisten überzeugt

der 8tracks-Player mit Funktionen zum Favorisieren

und Teilen mittels der internen

Android-Share-Funktion und gestattet

auch das Skippen von Musiktiteln sowie

das Springen zum nächsten Mix. Begleitet

wird diese Funktionalität

allerdings

von Werbeeinblendungen

im Player –

wer diese verschmäht,

kommt um ein

Abo nicht herum: Sechs Monate bannerfreien

Hörens sind für 25 US Dollar zu

haben.

kostenlos

englisch|Version 2.1.2|1.5 MByte

★★★★★

Mixcloud

Der freie Service Mixcloud offeriert

Radiomachern, Podcastern

und DJs eine Cloud-basierte

Plattform zur Veröffentlichung

ihrer Sendungen. Die zugehörige App

ist recht einfach gehalten und bietet in

ihrer Schnellauswahl lediglich Zugriff

auf die angesagtesten Cloudcasts, Beiträge

abonnierter Programmmacher,

das eigene Profil sowie eine

Kategorien übersicht mit Suchfunktion.

Die Eleganz und Funktionalität der

Webseite wird damit aber nicht erreicht:

Es lassen sich keine Tracks skippen,

und es gibt auch kein Querformat

oder einen Tablet-Modus.

Exfm

Was als Erweiterung für Webbrowser

begann, ist mittlerweile

ein komplettes soziales

Netzwerk zum Entdecken von Musik:

Exfm durchforstet besuchte Webseiten

nach freien Musikdateien. Diese können

direkt abgespielt oder zum späteren

Hören katalogisiert werden. Verknüpfen

Sie Ihr Exfm-Konto entsprechend,

wird auch die Musik von Freunden

auf Facebook, Twitter, Tumblr und

Last.fm „belauscht“. Eine Android-App

macht dieses soziale Hörerlebnis mobil

und funktioniert dabei auch noch als

gewöhnlicher Audioplayer.

Last.fm

Scrobbeln, bis der Arzt kommt

– dafür ist Last.fm bekannt:

Wer den eigenen Musik-

Player mit dem Webservice verbindet,

sendet die Namen gespielter Songs in

eine Datenbank, in der die privaten

Hörgewohnheiten protokolliert werden.

Mit der Last.fm-App lässt sich

diese Sammlung auch von unterwegs

anzapfen, um so stets im Auge und

Ohr zu behalten, welche Künstler und

Musikstücke man selbst besonders

mag, und was sich Follower und

Freunde so anhören. Ohne Abo spielt

der Player 50 Songs ab.

kostenlos

englisch|Version 1.0|542 KByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 2.07|4.3 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.9.9.1|1.1 MByte

★★★★★

Android-user.de März 2013 65


Apps

Virtuelle Groove-Boxen

Das Gerücht, dass Android

unmusikalischer als iOS sei,

hält sich hartnäckig. Dass es

in die Mottenkiste gehört,

beweist unsere Übersicht mit

Groove. Thomas Raukamp

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28360

Caustic 2

Wer auf dem Mac oder Windows-PC

schon einmal mit

dem Programm Reason musiziert

hat, wird sich nach dem Erststart

von Caustic verdutzt die Augen reiben.

Wurde die Produktionssuite etwa auf

Android umgesetzt? Ganz so weit ist es

noch nicht, allerdings kommt die mittlerweile

in Version 2 vorliegende App

dem Vorbild schon recht nahe. Caustic

stellt einen virtuellen Rack-Synthesizer

mit mehreren vorkonfigurierten

Elementen dar, die es klanglich

wie optisch in sich haben.

Ein virtuell-analoger Klangerzeuger

mit subtraktiver Synthese sorgt

für den guten Ton und bietet mit

seinen besonders im Horizontalmodus

gut zu erreichenden Potis Zugriff

auf je zwei Oszillatoren und LFOs

sowie eine leistungsfähige Filtersektion.

Hier kommen Klangfrickler auf

ihre Kosten. Aber auch das Spielen mit

der virtuellen Tastatur auf dem Touchscreen

macht schlichtweg Spaß, zumal

die Reaktionszeit sogar auf älteren Geräten

sehr schnell ist – auf einem

Samsung Galaxy Tab P1010 etwa war

keinerlei Latenz feststellbar, sodass in

Echtzeit geklim-

RD3 HD

Schnell ein paar Beats und

Bässe auf dem Nachhauseweg

in der U-Bahn programmieren?

Dann ist RD3 HD erste Wahl.

Die locker an die legendäre TB-303 angelehnte

Groovebox bietet zwei voneinander

unabhängige virtuell-analoge

Basssynthesizer mit vier Oszillatortypen,

hochauflösendem Filter und frei

zuweisbaren Audioeffekten. Der Drumcomputer

selbst verwaltet zehn verschiedene

Kits auf jeweils acht Kanälen.

Jeder Sound darf mit einem eigenen

Effekt veredelt und mit einem zusätzlichen

Punch hervorgehoben werden.

Fertige Loops exportieren Sie zum

Weiterverarbeiten ins WAV-Format

oder laden Sie zu SoundCloud hoch.

G-Stomper

Die klassische Groovebox G-

Stomper empfängt Sie mit

einer mächtigen Oberfläche,

die zwar nicht sonderlich elegant ist,

deren Elemente aber auch mit den

Daumen gut bedienbar sind. Die virtuelle

Rhythmusmaschine bietet elf Spuren,

auf die in 16 Steps und über jeweils

acht Oktaven Sounds verteilt

werden. Enthalten sind Samples von

diversen Roland-, Casio- und Linn-

Klassikern, die sich durch Soundsets

aus dem Play Store ergänzen lassen.

Zur Veredelung des wuchtigen Klangs

operieren drei in Kette schaltbare Effekteinheiten.

Auch der Sequenzer bietet

viele Bearbeitungsmöglichkeiten.

Dafür ist die App aber etwas träge.

PocketBand

Den Traum von der kompletten

Loop-Werkstatt lässt PocketBand

Realität werden. Geboten

wird ein 12-Kanal-Sequenzer inklusive

polyphonem Synthesizer mit

125 Instrumenten, einem grafisch editierbaren

Modularsynth, einer Drummachine

mit 41 Kits sowie einem Sampler

für Liveaufnahmen mit Nachbearbeitungsmöglichkeiten.

Und das schon

in der kostenlosen Version – wer noch

mehr will, greift zur Pro-Version. Die

App ist in einer wohldurchdachten

Oberfläche verpackt, die den Nutzer via

On-Screen-Hilfe an die Hand nimmt.

Loops und Songs lassen sich per Cloud

teilen und sogar das gemeinsame Arbeiten

an einem Projekt ist möglich!

3,99 Euro

englisch|Version/MByte nach Gerät

★★★★★

4,59 Euro

englisch|Version 2.2.3|12 MByte

★★★★★

kostenlos Pro-Version 7,67 Euro

englisch|Version 3.5.0|2.8 MByte

★★★★★

66

März 2013

Android-User.de


Apps

Virtuelle Groove-Boxen

pert werden

kann. Dies trifft auch auf den PCM-

Synthesizer zu. Ähnlich wie sein virtuellanaloger

Bruder liefert er eine umfangreiche

Auswahl fertiger Klangfarben – weitere

können aus dem Google Play Store heruntergeladen

oder im WAV-Format importiert

werden. In seiner Inkarnation als E-Piano

liefert er den typischen warmen Rhodes-

Klang, der sich durch intuitive Veränderungen

an den Sample-Einstellungen feinjustieren

lässt. Doch damit nicht genug: Ein an

die legendäre Groovebox Roland TB-303

angelehntes Klangmodul sorgt für das

Bassfundament und eine mit allen klassischen

Sounds ausgestattete Drum Machine

für den nötigen

Wumms. Ergänzt

wird so viel

audiophile Leistung

um eine umfangreiches

Effekt-Rack sowie ein Mischpult

inklusive globalem Delay und Reverb.

Ein mehrspuriger Songsequenzer

hält die eingegebenen Noten fest. Wer

Android ab der Version 3.2 nutzt, kann

die Synths per USB sogar mit einem externen

MIDI-Controller steuern.

6,49 Euro

englisch|Version 2.1.1|10 MByte

★★★★★

Nanoloop

Die Kombination aus Sequenzer,

Synthesizer und Sampler

erblickte auf dem Game Boy

das Licht der digitalen Welt. Nanoloop

bietet sechs Spuren zum Musikmachen,

denen ein Synthsound oder

Sample zugeordnet wird. Jeder dieser

Kanäle nimmt bis zu acht Noten- und

Rhythmusmuster auf, die in einer Matrix

von vier mal vier Takten gesetzt

werden. Der integrierte Sampler wird

direkt vom internen Mikrofon oder via

SD-Karte befüttert, fertige Projekte sichern

Sie in eine WAV-Datei oder per

Dropbox bzw. SoundCloud.

Music Matrix HD

Yamaha hat sein Tenori-on virtuell

bisher nur auf iOS umgesetzt

– mit Music Matrix HD

steht für Android eine App bereit, die

sich zumindest von dem innovativen

Kompaktsynthesizer inspiriert zeigt.

Zur Eingabe von Noten dient eine Matrix

von 16 mal 16 Zellen, die zusammen

einen Block bilden. Jedem Block

können zwei Synth-Sounds sowie ein

Drumset zugewiesen und bis zu acht

Blöcke zu einem Song kombiniert werden.

Leider sind viele Elemente und

Piktogramme so klein geraten, dass sie

selbst auf Tablets nur schwer erreichbar

sind – die Begrenzung auf einen erreichbaren

Tonumfang von einer Oktave

pro Block wäre schlauer gewesen.

Electrum Drum

Machine

Sind Ihnen die bisher vorgestellten

Apps zu komplex?

Dann könnte die Electrum

Drum Machine genau das Richtige für

Sie sein. Die Groovebox zeigt sich

übersichtlich und großzügig in ihrer

Gestaltung und lädt zum spontanen

Programmieren von Beats ein. Im Mittelpunkt

steht ein Sequenzer mit 16

Steps, der mit bis zu acht Sounds innerhalb

von 32 Rhythmusmustern zum

Klingen gebracht wird. Mitgeliefert

werden bereits eine Reihe klassischer

Klänge aus verschiedenen Stilrichtungen,

Nachschub erfolgt durch fertige

Sample-Pakete aus dem Play Store

und Sounds im WAV-Format.

1,99 Euro

englisch|Version 1.8.7|6.5 MByte

★★★★★

2,99 Euro

englisch|Version 1.1|18 MByte

★★★★★

3,03 Euro

englisch|Version 4.6.2|5,3 MByte

★★★★★

Android-user.de März 2013 67


Apps

Bump

Beamen ohne NFC mit Bump

Bump

Einfaches Sharing von Fotos, Dateien, Apps, Kontakten sowie

einer eigenen Visitenkarte durch das Aneinanderstoßen

zweier Smartphones? Ob die Android-Anwendung „Bump“

dieses Versprechen auch wirklich halten kann, lesen Sie in

diesem Test. Samuel Groesch

Voraussetzung dafür, dass Sie mit

Bump [LINK 1] überhaupt etwas teilen

können, ist auf jeden Fall eine

Internetverbindung und am besten

auch GPS, das beim ersten Mal

zur Standortermittlung verfügbar

sein muss. Beim Anstoßen der Geräte

finden diese durch die Ortsbestimmung

Ihren Partner und verbinden

sich via Internet. Diese Technik hat

Vor- und Nachteile. So ist die zwingende Datenverbindung

in Gebieten mit schlechter

Netzabdeckung hinderlich und kann bei

Netzlöchern auch zu einem vollständigen

Ausfall von Bump führen. Allerdings müssen

sich die Geräte nicht wie bei Android Beam

oder anderen durch NFC verursachten Verbindungen

immer nebeneinander befinden.

Nach dem initialen Stoß als Verbindungsstart

können sich die Geräte beliebig weit voneinander

entfernen, ohne dass dies den Austausch

einschränkt.

Die Praxis

Das Werbeversprechen klingt toll! Doch wir

wollten es auch testen. Nach dem Start der

App wischen Sie à la Android 4.0 und im

Holo-Stil durch die verschiedenen Reiter, die

die unterschiedlichen zu teilenden Objekte

darstellen. So erstellen Sie ganz links zum

Beispiel eine Visitenkarte von sich und tauschen

diese dann aus. Einmal angelegt lassen

sich zum Beispiel so mit neuen Geschäftspartnern,

die auch Bump installiert haben,

schnell und einfach Kontaktinformationen

tauschen. Sogar die Profile bei Facebook,

Giuseppe Ramos, 123RF


Apps

Bump

Abb. 1: Einmal eingerichtet lassen

sich die Visitenkarten recht einfach

teilen.

Twitter und LinkedIn lassen sich in dieses

Userprofil eintragen und somit teilen. So

lohnt sich auch der Aufwand für eine separate

Visitenkarte.

Für Empfehlungen von Android-Apps gelten

die Funktionen allerdings nicht in dem

Umfang wie die Aussage von Bump suggeriert,

sondern es werden dem Gegenüber lediglich

Links zu der entsprechenden Seite im

Google Play Store gesendet (alles andere

hätte uns auch sehr überrascht). Ansonsten

lassen sich Bilder nicht nur an ein anderes

Smartphone versenden, sondern via Bump-

Webseite auf einem Computer auch an einen

Windows PC oder Mac. Dies hebt den Nutzfaktor

um einiges an.

Die grafische Oberfläche der

Anwendung ist klar strukturiert

und schnell begriffen. Leider

gab es in unseren Tests an verschiedenen

Stellen Abstürze,

sogenannte Force Closes. In den

Einstellungen lassen sich unter

anderem Optionen zu den Benachrichtigungen,

zum Zugriff

von Bump auf die Google-Kontaktliste

und zur Empfindlichkeit

beim Bump-Kontakt vornehmen.

Die Infrastruktur

Wenn sich Ihr Austauschgerät

in der Nähe befindet, und Sie

die zu teilenden Objekte markiert

haben, stoßen Sie die beiden

Geräte lediglich sanft an.

Am besten funktioniert das,

wenn beide Geräte

flach auf dem Tisch liegen.

Dann poppt ein

Dialog auf, in welchem

Sie gefragt werden, ob

Sie mit dem anderen

Gerät eine Verbindung

aufbauen möchte. Bejahen

Sie diese Abfrage.

Das erscheinende Dialogfenster

ist ab sofort

die Übersichtzentrale

zwischen sämtlichen

„Tauschgeschäften“

zwischen den beiden

Geräten. Ab diesem

Zeitpunkt funktioniert

im Grunde alles ähnlich

wie in Messaging-

Diensten, etwa wie

WhatsApp, Hike und

Co. So können Sie ab

sofort auch Dokumente dem Partner senden,

wenn er nicht in der Nähe ist. Das Ganze

nimmt – wie schon erwähnt – den Umweg

über die Bump-Server und lässt sich vom

Partner dann herunterladen. Die Uploadbegrenzung

von 20 MByte macht das System

für den Austausch größerer Dateien aber unbrauchbar.

Abb. 2: Im Unterschied zu Android

Beam lassen sich via Bump beliebige

Dateien übertragen.

Fazit

Bump ist gratis bei Google Play erhältlich

und in einigen Anwendungsfällen eine echte

Alternative für Android Beam (beziehungsweise

bei Samsung S-Beam). Allerdings lässt

sich der mögliche Rahmen der App nur voll

ausschöpfen, wenn Sie in einem Gebiet wohnen,

in dem Sie ständig

Zugang zu schnellem

und zuverlässigem Internet

haben. Es dauert

oft lange, bis die Dateien

ausgetauscht

wurden, und mobil

wird das Frei-Volumen

Ihres Vertrages entsprechend

stark belastet.

Für die Zukunft

wünschen wir uns,

dass Bump zusätzlich

auch den Austausch

via Wifi Direct unterstützt.

Dieser Schritt

würde viele neue

Funktionen ermöglichen

und den Prozess

des Tauschens deutlich

beschleunigen. ● ● ●

Abb. 4: In den Einstellungen legen

Sie fest, ob Bump auf die eigenen

Kontakte zugreifen darf.

Abb. 3: Neuerdings können Sie mit

Bump auch Dateien vom Smartphone

auf einen PC schicken.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28381

Android-user.de März 2013 69


Apps

Flug-Apps

Sie haben Fernweh, Heimweh

oder wollen jemanden

am Flughafen abholen? Mit

diesen Apps behalten Sie

den Überblick über das Treiben

am Himmel. Peer Kintrup

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28029

Skyscanner

Der Skyscanner zeigt bereits

auf der Startseite an, wo sich

der nächste Flughafen befindet,

in unserem Fall ist das Düsseldorf

Weeze. Hier ist auch gleich die Wahl

des Zielflughafens, des Hin- und Rückreisetages

und der Zahl eventueller

Mitflieger möglich. Auch die Flugrichtung

lässt sich mit einem Klick einfach

umdrehen, zum Beispiel um Besuchern

Anreisevorschläge zu unterbreiten. Abseits

der Großflughäfen sind bekanntlich

nicht immer Direktflüge möglich.

Der Skyscanner bietet auch hier die

Wahl durch einen einfachen Klick.

Eine übersichtliche Balkengrafik zeigt

die Flugmöglichkeiten für jeden einzelnen

Tag an, auch die Richtpreise sind

schon erkennbar. Damit werden die bekanntlich

oft immensen Preisunterschiede

schnell deutlich. Via Scrollbalken

lassen sich die Reisedaten um fast

12 Monate verschieben. So sieht man

sofort, welcher Flug wann wie viel kostet

und ob es

sich überhaupt

lohnt, früh zu

buchen.

Die folgende

Ergebnisseite

bietet am Seitenende

einen Filter

für Zwischenlandungen,

maximale

Reise-

Flightradar24

Free

Flightradar nutzt Google-Karten,

um den Flugverkehr darzustellen.

In der kostenlosen

Freeversion können Sie live die Flugbewegungen

verfolgen und Fluggesellschaft

sowie die Flugnummer einblenden

lassen. Im Acht-Sekunden-Takt aktualisiert

die App die Position der Flieger

und zwar bis zum Rollfeld. Die Pro-

Version zeigt Ihnen für 2,69 Euro auch

die Höhe, Geschwindigkeit und ein

Foto der Maschine an. Ein Schmankerl

ist die AR-Funktion. Richten Sie Ihren

Androiden auf einen Flieger am Himmel,

und Sie sehen die Flugnummer,

Entfernung und Geschwindigkeit.

FlightAware Flug-

Tracker

In FlightAware geht es im Wesentlichen

um das Planen

oder Beobachten eines Fluges.

Leider wird beides verteilt auf die

Startseite und das Einstellungsmenü.

Auf Ersterer können Sie Flug- und

Hecknummer verfolgen oder eine Flugroute

suchen. Im Menü hingegen werden

Ihnen die Funktionen Suchen, In

meiner Nähe, Flughafen Tracker/​Info

und Mein FlightAware angeboten. Insgesamt

kommen Sie nach einigen

Klicks zwar immer irgendwie zu diversen

Infos. Die Karte weist aber massive

Darstellungsfehler auf.

iFlights

Haben Sie zwischen Start oder

Landung, Uhrzeit und Ort gewählt,

finden Sie auf der zweiten

Seite Details, Fluggesellschaften

und Flugnummern der Jets. iFlights

zeigt standardmäßig zunächst Flüge

an, die 23 Stunden später erfolgen,

was aber manuell geändert werden

kann. Im Beispiel wird der Airport Düsseldorf

empfohlen (38km), obwohl

Weeze (angeblich 48 km) tatsächlich

nur 20 km von unserem Teststandort

entfernt ist. Mit der kostenpflichtigen

Pro-Version kaufen Sie sich von der

auffälligen Werbung der Free-Version

frei und können auch Widgets nutzen.

Die Pro-Version kostet 99 Cent.

kostenlos

englisch|Version 3.4.1|3,6 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 3.2.6|7,3 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 2.1.1|0,8 MByte

★★★★★

72

März 2013

Android-User.de


Apps

Flug-Apps

dauer, Uhrzeiten und

Fluglinien. Die Details lassen

nun die Abflug-, Ankunftzeiten,

Flugdauer

und natürlich Flugnummer

erkennen. Über die

schon bekannten Buttons

unten ist es möglich, die

Resultate androidtypisch

zu teilen, also die Daten

per SMS, E-Mail, Google+

und Co. der Welt mitzuteilen.

Für die Buchung

selbst müssen Sie zur

Webseite des Anbieters

wechseln oder einen Telefonanruf

tätigen. Die Daten müssen dazu

erneut in den Browser eingegeben werden,

das ist schade. Skyscanner hilft in sehr intuitiv

aufgebauten Schritten auch dem gelegentlichen

Androidnutzer schnell durch

eine komplexe Reiseplanung. Die übersichtliche

Diagrammansicht veranschaulicht

die

Preisunterschiede zwischen den Airports

und hilft, Geld zu sparen.

kostenlos

deutsch|Version 2.0.2|6,3 MByte

★★★★★

FlightTrack

Bei FlightTrack handelt es sich

um ein leicht bedienbares

Tool zur Flugsuche, das auch

eine sehenswerte Live-Flugkarte serviert.

Nach Start- und Zielwahl, die

noch im Klartext den Flughafen benennt,

sowie eventueller Datumsänderung,

werden in der folgenden Ergebnismaske

leider nur noch die internationalen

Airportkürzel angezeigt. In der

Eile kann es dann unter Umständen

fatal sein, wenn Sie sich bei einer Weltstadt

verklickt haben. Die schöne Weltkarte

zeigt Ihnen live die aktuelle Position

des Fliegers an sowie eine Prognose,

wann dieser am Gate ist!

SkySpy

Der Himmelsspion setzt voll

auf Augmented Reality: Sie

scannen mit Ihrem Androiden

unter Einsatz der Kamera den Himmel

und finden bald die ersten Flieger.

Dabei werden Ihnen auch symbolhaft

die angezeigt, die sich außerhalb Ihrer

Sichtweite befinden. Bei DHL6MC@43km in

unserem Beispiel handelt es sich um

eine Boeing 737-530 der Lufthansa auf

dem Weg von Manchester nach Frankfurt,

die mit 719 km/​h in einer Höhe von

27400 ft (Fuß) mit einem Kurs von 148°

fliegt. Dass die Höhe 8,3 km entspricht,

haben Sie bestimmt auch schnell herausgegoogelt.

Sie finden diese Infos

inklusive Foto des Flugzeuges aber

auch auf der zweiten Seite.

flug.idealo

Das Icon wird Ihnen vielleicht

bekannt vorkommen? Es handelt

sich um einen Ableger

der bekannten Preissuchmaschine. In

der Suchmaske sehen Sie auf einen

Blick, was zu tun ist: Eingabe von Start,

Ziel, Datum sowie auf Wunsch Personenzahl

und Flug-Klasse. Im nächsten

Schritt sehen Sie aufsteigend sortiert

unzählige Alternativen diverser Reiseveranstalter.

Wie bei Skyscanner beginnen

die Preise für unseren Testflug

bei 70 Euro. In der übersichtlichen Liste

können Sie erste wichtige Eckdaten

vergleichen, zum Beispiel Uhrzeiten,

Flugdauer und Direktflug.

kostenlos

englisch|Version 1.0.2|5,1 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.3|0,2 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.2.|2,3 MByte

★★★★★

Android-user.de März 2013 73


Apps

Linear-Clock

jmhoy, 123RF

Linear Clock: Uhren-Widget im flotten Zeitstrahl-Design

Zeitlos

Sie kennen das sicher. Entweder vergeht die Zeit mal wieder viel zu

schnell oder bei der Minutenanzeige tut sich eine gefühlte Ewigkeit

rein gar nichts. In solchen Fällen ist es nicht verkehrt, die passende Uhranzeige

auf dem Androiden zu haben. Jasmin Bauer

Gerade wenn das herkömmliche

Uhrenwidget viel zu öde erscheint

oder nicht alle Informationen zur

verbleibenden Zeit, dem Wochentag

oder Datum bietet, ist Zeit für eine Abwechslung.

Unser Tipp: Probieren Sie doch

mal etwas ganz Neues aus. Zum Beispiel die

App Linear Clock.

Die lineare Zeit

Wie der Name schon sagt, stellt das Widget-

Paket Linear Clock [LINK 1] die Zeit in einem linearen

Zeitstrahl dar und eröffnet Ihnen

viele Kombinationsmöglichkeiten für die

Zeit- und Datumsanzeige. Das Design erinnert

daher stark an ein älteres Rundfunkgerät

und zeigt nicht nur, wie spät es gerade ist,

welches Datum wir haben und in welchem

Jahr wir uns befinden, sondern auch gleichzeitig

wie weit wir noch von der nächsten

Stunde, dem nächsten Tag oder Jahr entfernt

sind (Abbildung 1).

Die kostenlose Version aus dem Playstore

[LINK 2] beinhaltet maximal zwei solcher Bänder

mit Uhrzeit und Wochentag. Das Design

und die Farbe können Sie allerdings nicht bestimmen,

hier steht nur Weiß zur Auswahl.

Für 1,20 Euro stehen Ihnen mehrere Kombinationsmöglichkeiten

zur Verfügung, und Sie

haben bei der Farbwahl keinerlei Beschränkungen

mehr. Neben der Stunde und dem

Wochentag sind nun auch Anzeigen mit

Datum, Monat und Jahr möglich.

Nach der Installation suchen Sie Linear

Clock in der Liste Ihrer verfügbaren Widgets

und schieben es an eine geeignete Stelle auf

Abb. 1: Das lineare Uhren-Widget

bietet zur Uhrzeit noch zusätzliche

Informationen.

Widgets

Ein Widget ist so etwas wie eine Anzeigetafel

auf dem Bildschirm Ihres Androiden. Beispiele

dafür sind unter anderem Uhren- und Kalenderwidgets,

Wetteranzeigen sowie Nachrichten.

Der Vorteil besteht darin, dass wichtige Informationen

sichtbar sind, ohne dass Sie die Anwendung

erst umständlich suchen und öffnen

müssen. Viele Apps kommen mittlerweile mit

diesen praktischen Bildschirmanzeiger daher.

Die Wigets finden Sie in den meisten Fällen

durch längeren Fingerzeig auf den Bildschirm

oder neben der Liste Ihrer installierten Apps

(Abbildung 4). Längeres Halten genügt, und

schon ist das gewünschte Widget auf Ihrem

Bildschirm. Entfernen können Sie dieses wieder,

indem Sie die zugehörige App entweder

deinstallieren oder kurz halten und dann per

Drag and Drop nach oben in den Mülleimer

bzw. auf den Befehl Entfernen ziehen (Abbildung

5).

74

März 2013

Android-User.de


Apps

Linear-Clock

Abb. 2: Zur Auswahl stehen Stunde,

Wochentag, Tag, Monat und auch

das Jahr.

Abb. 3: In der Vollversion können

Sie aus vielen Farben wählen, die

Testversion zeigt nur Weiß an.

Abb. 4: Um ein Widget auf den

Bildschirm zu ziehen, halten Sie es

gedrückt.

Abb. 5: Um das Widget wieder zu

löschen, schieben es mit dem Finger

zum Befehl Entfernen.

Ihrem Homescreen (Infokasten). In der Pro-

Version für 1,20 Euro haben Sie die Wahl

zwischen einer kleinen und einer größeren

Darstellung für Ihren Bildschirm. Die kleine

Variante (small) beinhaltet ein bis zwei Bänder

mit jeweils einer Anzeige wie Stunde,

Datum, Tag oder Jahr. Das größere Widget

(large) kann bis zu drei Streifen (Bänder) anzeigen.

Haben Sie sich entschieden, geben

Sie im nächsten Schritt an, welche Informationen

Sie gerne auf dem ersten Band sehen

möchten (Abbildung 2), dann folgen die weiteren

Bänder zur Auswahl. Im letzten Schritt

entscheiden Sie sich für das Design (mit oder

ohne Metallrahmen) und eine ansprechende

Farbe (Abbildung 3).

Fazit

Obwohl wir uns erst daran gewöhnen mussten,

Uhrzeit und Datum von einem Zeitstrahl

abzulesen, konnte uns das Widget im Test

überzeugen. Das schicke Design und die Anpassungsmöglichkeiten

sorgen dafür, dass

man alle wesentlichen Informationen im

Blick hat und dabei auch nicht vergisst, wie

viel Zeit noch übrigbleibt. Das Widget ist

aufgrund des ausgefallenen Designs ein echtes

Highlight und besonders empfehlenswert

für alle, die alles auf den letzten Drücker erledigen

oder einfach mal Lust auf eine abwechslungsreiche

Uhranzeige auf Ihrem

Gerät haben. Jetzt wünschen wir uns eigentlich

nur noch mehr Anzeigen dafür. ● ● ●

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Der komplette Jahrgang

2012

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Spiele

Neue Spiele

NEU!

bei Google Play

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen jeden Monat ein paar

neue oder aktualisierte

Spiele aus dem Google Play

Store vor, die uns besonders

gut gefallen. Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28179

Eufloria HD

Eufloria ist ein Spiel eines Independent-

Entwicklers, das

bereits für Steam (PC), Playstation

3 und iOS erschienen ist. Nun

steht es seit ein paar Wochen im Play

Store zur Verfügung. Eine Besonderheit:

Das Spiel ist nicht nur für Tablets

gedacht, sondern auch für die meisten

Smartphones verfügbar, trotz der

„HD“-Bezeichnung im Namen.

Eufloria ist eines dieser abstrakten

Spiele, bei denen die Story im

Hintergrund steht. Dennoch ist

Eufloria kein sonderbares Spiel

wie Sword & Sworcery und

nicht so mysteriös wie Waking

Mars. In seinem Kern ist Eufloria

ein waschechtes Strategiespiel,

doch wie die Entwickler es verpackt

haben, ist genial.

In Eufloria steuern Sie Setzlinge, die

Asteroiden bevölkern. Die Setzlinge

kreisen dabei um die Asteroiden, fliegen

zum nächsten Ziel oder attackieren

feindliche Setzlinge. Asteroiden lassen

sich mit Bäumen bevölkern, die für

Nachschub an Setzlingen sorgen. Wer

die Spiele Galcon oder GalaxIR kennt,

ist schnell mit dem Spiel vertraut. Doch

im Gegensatz zu den Genann-

Pitfall!

Pitfall sticht aus der Masse der

Endless Runner heraus. Zwar

hüpfen Sie hier auch über

Hindernisse, wechseln die Laufspur

oder rutschen durch Lücken durch.

Doch Pitfall ist durch und durch ein

Werk professioneller Entwickler. Steuerung,

Look und Gameplay bilden ein

reibungslos harmonisches Spielerlebnis.

Wie für einen kostenlosen Titel üblich

muss auch hier (fast) alles mit

mehreren Währungen – Arasymbolen,

Diamanten und Schätzen – bezahlt

werden: Power-Ups, Verbesserungen,

Kostüme und der Start von Kontrollpunkten.

Dennoch macht die App

einen Riesenspaß.

Playmobil Piraten

Playmobil Pirates ist ein kostenloses

Aufbau-Spiel von

Gameloft, das genau zwei

Probleme hat: Zum einen richtet es

sich trotz des Themas überhaupt nicht

an Kinder. Das fängt bei Skeletten im

Introvideo an und endet bei den viel zu

kleinen Schriften und Schaltflächen im

Interface. Und zum anderen ist es

nichts anderes als das Spiel Ice Age:

Die Siedlung, nur in anderem Gewand.

Und bei dieser Art von Spiel muss man

einfach nur geistesabwesend alles ausführen,

was das Spiel von einem verlangt,

und zwar solange, bis die eigene

Währung erschöpft ist. Immerhin gibt

es nette Seegefechte zur Abwechslung.

Rummikub

Rummikub ist die etwas minimalistische

Umsetzung des

gleichnamigen Gesellschaftsspiels.

Sie sehen weder Avatare für die

Spieler noch irgendwelche anderen

tollen Effekte, sondern nur den Spieltisch

mit den ausgelegten Steinen

sowie Ihren Rummikubständer. Sie

spielen gegen einen KI-Gegner und

müssen die Spielsteine so auslegen,

dass mindestens drei Steine aneinanderliegen.

Sie dürfen Steine gleicher

Farbe mit aufsteigender Zahl oder solche

mit unterschiedlichen Farben und

gleicher Zahl aneinanderlegen. Eine ordentliche

Umsetzung, die aber die spaßige

Rummikub-Runde nicht ersetzt.

kostenlos

deutsch|Version 1.2.323.3740|38 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.1.1|31 MByte

★★★★★

2,49 Euro

englisch|Version 1.1.|30 MByte

★★★★★

78

März 2013

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

ten bestimmt nicht die

Menge der Setzlinge über

eine erfolgreiche Kolonisierung,

sondern es müssen

auch die richtigen

Setzlinge sein. Diese unterscheiden

sich in Stärke, Geschwindigkeit

und Energie – Attribute, die die

Setzlinge durch die Asteroiden erhalten,

auf denen sie entstanden sind.

Schnelle Setzlinge kommen ungeschoren

an Verteidigungsbäumen vorbei,

während starke Setzlinge eher

zum Angriff taugen. Und so ergeben

sich viele taktische Möglichkeiten, die

in Kombination mit den 25 abwechslungsreichen

Leveln für viele Spielstunden

sorgen. Im Laufe der Kampagne

schalten Sie auch sogenannte

Skirmish-Level frei, die Sie immer wieder

spielen können. Außerdem können

Sie mit dem „Relaxed-Mode“ ein

entspannteres Spieleerlebnis herbeiführen,

während der „Dark Matter-

Mode“ für mehr Herausforderung

sorgt. Obwohl das

Spiel in der Steuerung gut

durchdacht ist, geht manchmal

ein bisschen die Übersicht

verloren. Außerdem

muss der Prozessor je nach

Gerät ganz schön arbeiten,

wenn man herauszoomt. Aber zum

Glück lassen sich die Grafikeinstellungen

in den Optionen anpassen,

ohne dass das Spiel gleich viel

schlechter aussieht.

3,99 Euro

englisch|Version 1.0.4|140 MByte

★★★★★

Contre Jour

Contre Jour ist in der schnelllebigen

Smartphone-Welt bereits

ein alter Hase, hat es

aber erst jüngst auf die Android-Geräte

geschafft. Es ist ein Geschicklichkeitsspiel,

das vor Atmosphäre nahezu

überquillt: Französische Klavierklänge

und düster-melancholische Farben prägen

das Gesamtbild. Sie sollen eine

Kugel zum Ziel führen und dabei bestenfalls

alle drei Lichter einsammeln.

Dazu müssen Sie Fallen umgehen, den

Boden verformen, Ranken und Seile an

die Kugel heften oder die Kugel gar per

Schleuder durch die Luft befördern.

Ganze 100 Level bietet das Spiel und

fasziniert dabei von Anfang an.

Modern Combat 4:

Zero Hour

In Modern Combat ist das

drin, was man von diesem

Spiel erwartet: Ein weiterer

sehr guter Action-Shooter im Stil von

Call of Duty. Die Grafik ist besser, die

Story anders, doch ansonsten hat sich

nicht viel getan. Das Spiel kämpft

genre typisch mit den Tücken einer

Touchscreen-Steuerung. Insbesondere

in den toll inszenierten Multiplayer-Gefechten

fällt es schwer, blitzschnell die

richtige Drehung zu vollführen und den

Feind anzuvisieren. Der vierte Teil wird

Fans der Reihe begeistern. Gelegenheitsspieler

sind überfordert.

Anomaly Korea

Anomaly Korea ist die Fortsetzung

des großartigen Spiels

Anomaly Warzone Earth. Beiden

Titeln ist die Umkehrung des typischen

Tower-Defense-Konzepts gemeinsam.

Sie sind nämlich nicht Verteidiger,

sondern Angreifer und müssen

sich einen Weg durch die von Türmen

gesäumten Straßen bahnen. Dazu

planen Sie zu Beginn jedes Levels die

Route, können Fahrzeuge kaufen und

upgraden und dann geht es los. Die

Missionen sind sehr abwechslungsreich,

aber mit nur 13 Stück an einem

langen Abend durchgespielt. Das Spiel

macht Lust auf mehr und lässt auf weitere

Missionen durch Updates hoffen.

1,52 Euro

deutsch|Version 1.1.4|24 MByte

★★★★★

5,99 Euro

deutsch|Version 1.0.1|1,9 GByte

★★★★★

3,49 Euro

deutsch|Version 1.0.|294 MByte

★★★★★

Android-user.de März 2013 79


Spiele

Neue Spiele

NEU!

bei Google Play

Pudding Monsters

ZeptoLab haben mit Cut the Rope den

Niedlichkeits-Olymp erklommen. Jetzt

endlich gibt es ein weiteres Spiel der

Entwickler, das mindestens genau so niedlich ist.

Auf dem ersten Blick sieht das Spiel so aus, als

könne man es mit einer Kurzvorstellung genügend

abhandeln. Doch glücklicherweise hat

das Spiel viel mehr auf Lager, als die Bilder

hergeben. Wie in den Spielen Quell und Quell

Reflect dürfen Sie die Objekte, in diesem Falle

die niedlichen Puddingmonster, in alle vier

Richtungen schieben. Sie halten erst dann

an, wenn es ein festes Objekt gibt, an dem

es nicht mehr weitergeht, wie etwa ein

Haus, eine Wand, ein Eisbrocken oder ein

anderes Puddingmonster. Im letzten Fall

verbinden sich die Monster zu einem größeren

Monster. Schiebt man das Monster

allerdings in eine Richtung, in der es

nicht anhalten kann und dann aus dem

Superbrothers:

Sword and Sworcery EP

Dieses Spiel ist bizarr, schräg,

verrückt und irgendwie auch

schön, aufregend und interessant.

Zur Geschichte und sogar zum

Gameplay kann man nicht viel erzählen,

ohne etwas von dem Zauber vorwegzunehmen.

Es sei nur so viel gesagt:

Wenn Sie Adventures mögen,

gleichzeitig aber aufgeschlossen sind

für ein undurchsichtiges Spiel, bei dem

man wie bei einem Experiment erst

alles entdecken und erleben muss,

dann könnte Ihnen das Spiel gefallen.

Spielen Sie unbedingt mit Kopfhörern.

Die Musik trägt sehr viel zur ungewöhnlichen

Atmosphäre bei.

Baphomets Fluch 2

Sie steuern George, der seine

entführte Freundin Nico befreien

will und dabei Geheimnisse

um einen Maya-Kult lösen muss.

Ganz klassisch besitzt das Spiel Dialoge

mit Auswahl, ein Inventar mit

mehr oder weniger nützlichen Gegenständen

und vielen wechselnden Szenarien,

in denen Rätsel gelöst werden

sollen. Dank eines Hotspot-Systems,

das interessante Dinge mit blauen Kreisen

markiert, muss man die Bilder

nicht absuchen. Die Rätsel sind oft

stimmig und nur selten etwas abwegig,

und auch die Story bleibt durchweg

spannend. Adventure-Fans kommen

voll auf ihre Kosten.

Battle Bears

Royale

Battle Bears Royale ist Unreal

Tournament mit Bären. Sie

legen einen Account an, wählen

sich einen Bären aus, und dann

geht es ab in die Multiplayer-Gefechte.

Die sind aufgrund der Steuerung anfangs

sehr schwer zu meistern und erfordern

eine Menge Übung. Und eine

gute WLAN-Verbindung, denn über

das Mobilfunknetz kommt keine

Freude auf. Die Gefechte sollten eigentlich

auch taktisch sein, aber wie

bei vielen Online-Shootern kommt es

immer an fixen Punkten zu Scharmützeln,

die nicht mehr aufhören. Nur

etwas für hartgesottene Shooter-Fans.

1,49 Euro

englisch|Version 1.0.11|191 MByte

★★★★★

2,99 Euro

deutsch|Version 1.0.6|723 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.4|38 MByte

★★★★★

80

März 2013

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

Bildschirm „fliegt“, muss das Level noch mal versucht

werden. Ziel ist es, alle Monster zu einem

großen Puddingmonster zu vereinen.

Wo sich das Spiel Quell jedoch in immer schwereren

Leveln erschöpft, wartet Pudding Monsters

mit viel mehr Kreativität auf. Da gibt es Schalter,

mit denen man erst Wände hochfahren lässt, ohne

die man das Level nicht schafft. Oder Monster, die

in Eis eingefroren sind und zum Aufwecken erst

einmal von einem anderen Monster angeschubst

werden müssen. Oder grüne Monster, die

Schleimspuren hinterlassen, auf denen die anderen

Monster abbremsen. Die Level sind alle sehr

leicht zu lösen. Etwas schwerer wird es, wenn

man versucht, das große Puddingmonster so zu

platzieren, dass es am Ende auf allen drei Sternen

steht. Oft ist die Lösung nicht ganz offensichtlich,

und es sind mehrere Versuche nötig. Trotzdem:

Wenn man das Spiel kritisieren möchte, dann kann

man die kurze Spieldauer ankreiden, denn die 72

Level sind schnell durchgespielt. Aber wie schon

bei Cut the Rope, so kann man auch bei Pudding

Monsters in den nächsten Monaten mit vielen kostenlosen

Leveln rechnen.

0,76 Euro

deutsch|Version 1.0.2|38 MByte

★★★★★

Ant Raid

Ant Raid hat aufgrund der vielen

positiven Bewertungen

hohe Erwartungen geweckt

und uns etwas enttäuscht. Es ist eine

Art Strategie-Spiel, bei dem Sie einen

Haufen Ameisen einsetzen, um den

Ameisenhügel vor Eindringlingen zu

verteidigen. Das sieht zwar putzig und

professionell aus, aber leider klappt die

Auswahl der Ameisen nicht so gut und

das Anvisieren des Gegners noch

schlechter. Sind Ameisen verletzt, müssen

sie erst wieder aufgesammelt werden

– das nervt schnell. Zoomstufen

gibt es auch nicht, dafür immerhin

etwas Abwechslung in den Missionen.

Ein eher durchschnittlicher Titel.

Space Keeper

Bei Space Keeper befördern

Sie in einem Weltraumszenario

bunte Kugeln und Sterne

in die farblich entsprechenden Spiralen,

die wie schwarze Löcher alles verschlucken.

Das ist anfangs wenig interessant,

doch halten Sie durch. Schon

ab dem vierten Level wird es spannender,

und es geht schneller, wenn man

die Objekte mit einem Fingerschnippen

auf die Reise schickt. Verkettungen bestimmter

Objekte geben mehr Punkte,

und im Laufe des Spiels werden die

Level mit verschiedenen Hindernissen,

Wänden und anderen Gegebenheiten

enorm knifflig. Und irgendwann ist

man süchtig nach dem nächsten Level.

Ski Safari

Ski Safari ist ein Heidenspaß.

Sie brettern mit einem Skifahrer

los und müssen so weit

wie möglich fahren. Das klingt noch

nicht so originell, doch jedes Rennen

ist anders, ständig passieren verrückte

Sachen: Sie benutzen Pinguine, Yetis

und Schneemobile als fahrenden Untersatz,

sausen über Wolken und Skihütten

ab durch Höhlen und über riesige

Abgründe hinweg. Zusammen mit

der eindringlichen Musik ist das die

reinste Gaudi. Die In-App-Käufe sind

überhaupt nicht notwendig, da man

auch ohne sie sehr weit kommt und

nicht schon zu Beginn zu einem Upgrade

genötigt wird.

0,70 Euro

deutsch|Version 1.0.|47 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.0.4|26 MByte

★★★★★

0,78 Euro

englisch|Version 1.4.0|42 MByte

★★★★★

Android-user.de März 2013 81


Spiele

Tegra-Neuheiten

zur Wehr setzen und den Flugkörpern mit

geschickter Steuerung ausweichen oder einfach

mit Waffengewalt aus der Welt schaffen.

Wer jetzt meint, das sei schon alles, hat

sich stark getäuscht: Ex Zeus 2 spielt nicht

nur in der Luft, sondern auch am Boden und

auf Fahrzeugen. Je nachdem, wo sich Ihr

Held „Minos“ gerade befindet, ändert sich

auch die Steuerung. So benutzen Sie in der

Luft den Bewegungungsssensor, und sobald

Sie auf einem Hausdach oder am Boden landen,

erscheint ein Controllpad. Später dürfen

Sie auch Motorräder, Buggies und andere Vehikel

besteigen, um die Welt vor den bösen

Angreifern zu retten. Soundtrack und Grafik

könnten etwas hübscher sein, aber bei einem

reinen Ballerspiel wie ExZeus 2 dürfte das

kaum jemanden stören.

Neues aus der Tegra-Zone

Animes

In dieser Rubrik stellen

wir Ihnen neue Spiele

aus der Tegra-Zone für

Geräte mit Nvidia-Hardware

vor. Marcel Hilzinger

Auch wenn Nvidia auf der CES bereits

den Tegra 4 angekündigt hat,

dürften die Tegra-3-Prozessoren,

die unter anderem im Nexus 7,

dem HTC One X und vielen Transformer-Tablets

verbaut sind, noch eine Weile das Spielfeld

bestimmen. Wir haben uns drei neue

Spiele angeschaut.

ExZeus 2 THD

Sie mögen die Transformers und

Ballerspiele, dann ist ExZeus 2

[LINK 1] genau das passende Tegra-

Game für Sie. Hier gibt es keine Sekunde

lang Ruhe, gleich nach dem Start müssen Sie

sich gegen allerlei Flugzeuge und Helikopter

3,16 Euro

englisch|Version und D1. je nach Gerät

Bewertung: ★★★★★

Demons’ Score

Das kleine Mädchen

Serenity

sucht ihren Vater und stößt dabei

auf einen netten Teddy, der leicht unter Drogen

zu stehen scheint. Zusammen versuchen

Sie, Serenitys Vater zu finden, und Sie müssen

dabei nur eines tun: im richtigen Moment

auf den Touchscreen tippen bzw. tippen

und eine Wischgeste vollführen. Das ist

zu Beginn recht einfach, wird aber mit der

Zeit immer schwieriger und benötigt irgendwann

mal auch ein gewisses Rhythmus-Gefühl

(oder bringt Ihnen das sogar bei). Für

die tollen Sounds, die das gewisse Etwas an

Demons’ Score ausmachen, haben sich berühmte

japanische Spiele-Komponisten zusammengesetzt.

17,99 Euro für ein Android-Spiel sind verdammt

viel. Wir haben uns deshalb gefragt,

warum die Android-Version gegenüber der

iOS-Variante so viel teurer ist und haben die

Abb. 1: Minos muss sich gegen allerlei fliegende Objekte wehren.

Abb. 2: Auf festem Boden und auf Fahrzeugen ändert sich die Steuerung.

82

März 2013

Android-User.de


Spiele

Tegra-Neuheiten

Abb. 3: Serenity und Ihr Teddy sind an Coolheit nicht zu überbieten.

Abb. 4: Die besiegten Dämonen verwandeln sich in neue Spielcharaktere.

Antwort gefunden: Die Android-Version enthält

alle Level und alle Charaktere. So können

Sie sich zusätzliche In-App-Käufe ersparen

und das Spiel voll genießen.

Urteilen Sie auch nicht nach den Screenshots:

Die Mischung aus Teddy, cooler

Musik, gruseligen Monstern und leicht bekleideten

Anime-Figuren macht Spaß und ist

zudem auch spannend und an vielen Stellen

witzig. Der einzige Kritikpunkt? Vor lauter

Action hat man gar nicht die Zeit, die auf der

Unreal-Engine basierende Topgrafik zu genießen,

und männliche Stimmen für sexy Dämonenfrauen

— das geht gar nicht.

Demons' Score [LINK 2] ist für uns das aktuell

originellste Spiel in der Tegra-Zone. Es ist

witzig gemacht, grafisch auf einem sehr

hohen Level und bringt ein erfreulich neues

Spielprinzip mit. Der hohe Preis für das

Komplettpaket ist absolut gerechtfertigt.

17,99 Euro

englisch|Version 1.2|883 MByte

Bewertung: ★★★★★

RU Golf THD

Sie spielen gerne Golf? Dann werden

Sie von diesem im Anime-Stil

gehaltenen Golf-Spiel eher enttäuscht

sein. Denn hier geht es einzig um

zwei Dinge: gut abzuschlagen und gut auszusehen.

Das 2,12 Euro teure Spiel konzentriert

sich darauf, den Ball anhand der zur

Verfügung stehenden Parameter so genau

wie möglich zum Loch zu schlagen. Je nachdem,

wie gut das gelingt, gibt es Punkte, und

Sie erreichen ein höhreres Level. Einen

Single -Player-Modus konnten wir beim besten

Willen nicht entdecken, für den Multiplayer-Modus

müssen Sie je nach Tageszeit

etwas Geduld aufbringen. Eine zweite wichtige

Komponente des Spiels beschäftigt sich

mit dem Aussehen. Sie können Ihr Golf-Girl

(warum gibt es keine Jungs?) beliebig mit

verschiedenen Utensilien ausrüsten und

durchstylen. Auch diverse Golf-Schläger stehen

zur Auswahl, darunter auch witzige

Items wie Gummihammer oder Regenschirm.

Für jedes dieser Items müssen Sie allerdings

mit echten Euro virtuelles Spielgeld kaufen.

RU Golf THD [LINK 3] ist kein schlechtes

Spiel, aber wer 2,12 Euro dafür ausgegeben

hat, wird sich wundern, warum man nur im

Netzwerk spielen kann, und warum jedes

Upgrade Geld kosten soll. Ein paar Münzen

sollte man sich erspielen können.

2,12 Euro

englisch|Version 1.20121224|91 MByte

Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28412

Abb. 5: Bei RU Golf THD wird nicht klassisch gespielt, sondern es geht nur

ums Abschlagen und Punkten.

Abb. 6: Je nach Tageszeit müssen Sie manchmal etwas Geduld aufbringen,

um einen Gegner zu erhalten.

Android-user.de März 2013 83


Spiele

Flugsimulatoren

Flugsimulatoren unter Android

Android-Pilot

lamica, 123RF

Einmal die Welt von

oben betrachten und

einfach losfliegen? Wer

träumt nicht davon? Mit

Ihrem Androiden und

der richtigen App muss

dies kein Wunschtraum

bleiben. Jasmin Bauer

Unabhängig davon, ob Sie als Hobbyflieger

durch die flugunfreundliche

kalte Jahreszeit kommen

wollen oder Ihre ersten Flugversuche

virtuell durchführen möchten: Mit den

folgenden Flugsimulatoren für Android kommen

Sie ganz auf Ihre Kosten

X-Plane 9

X-Plane [LINK 1] ist ein äußerst realistischer

Flugsimulator, den es schon

seit Längerem für den PC gibt. Die

Grundversion mit neun Flugzeugen und

sechs Landschaften erhalten Sie kostenlos im

Playstore. Möchten Sie zusätzliche Flugzeuge

oder Flugregionen, können Sie diese über

einen In-App-Kauf einzeln erwerben. Der

Preis schwankt je nach Maschine und Location

zwischen 68 und 79 Cent. Mit der kostenlosen

Version steht Ihnen allerdings bereits

eine breitgefächerte Auswahl zur Verfügung.

Sogar ein Hubschrauber und ein Jagdflieger

sind mit an Bord. Jede Maschine besitzt

wie in der Realität besondere Eigenschaften,

die Sie beim Fliegen gesondert berücksichtigen

müssen. Ob Sie mit einem Motorsegler

wie der Cessna 172 fliegen, selbst

hinter dem Steuerknüppel einer Boing 737

sitzen oder sich an die Concorde wagen,

Wünsche bleiben sicherlich keine mehr

offen. Nachdem Sie den Simulator gestartet

haben, gelangen Sie in die Cockpit-Ansicht

(Abbildung 1). Rechts können Sie den Flug

anhalten. Links finden Sie die Schiebevorreglung

für den Motor (THROT) und rechts die

Regelung der Flügelklappen (FLAP). Um losfliegen

zu können, deaktivieren Sie die

Bremsen (Brake). Gear weist auf die ausgefahrenen

Räder hin.

Wie im wahren Leben ist der Flugvorgang

bei jeder Maschine etwas unterschiedlich.

Wenn Sie sich für ein Flugzeug entscheiden,

müssen Sie in der Regel zunächst links unten

die Bremsen deaktivieren und den Regler

FLAP rechts etwa um ein Drittel nach unten

schieben. Dieser steuert die Landeklappen,

die beim Start als Auftriebshilfe und bei der

Landung zur Verringerung der Geschwindigkeit

dienen. Sobald Sie links den Regler für

die Drosselklappe (THROT) nach oben ziehen,

beginnt der Motor zu laufen, und der

Flieger rollt die Startbahn entlang. Damit er

diese nicht verlässt, lenken Sie unten mit

dem Ruder (RUD). Erst wenn das Flugzeug

eine ausreichende Geschwindigkeit erreicht

hat, lassen Sie es über den Neigungssensor

Ihres Gerätes abheben. Die benötigte Geschwindigkeit

ist dabei abhängig vom jeweiligen

Flugzeug. Je größer und schwerer Ihr

Fluggerät ist, desto länger muss der Start

sein, um die erforderliche Geschwindigkeit

zu erreichen. Besonders schwierig ist der

Landeanflug. Sie benötigen einen guten Landeplatz

und müssen vorsichtig aufsetzen. Reduzieren

Sie vor der Landung mit den Landeklappen

die Geschwindigkeit. Kommt es zum

Crash, dann wählen Sie ein anderes Flugzeug

oder eine neue Location aus.

84

März 2013

Android-User.de


Spiele

Flugsimulatoren

Abb. 1: Vor dem Start. Im oberen Menü gelangen Sie zu den verschiedenen

Ansichten, den Einstellungen und zur Kontrolle der Fluginstrumente.

Abb. 2: Ansicht des Fliegers von hinten. So können Sie am einfachsten

kontrollieren, ob alles in Ordnung ist.

Entscheiden Sie sich für den Helikopter, ist

die Bedienweise vollkommen anders. Sie

können direkt starten, indem Sie die Rotorblätter

in Bewegung setzen. Diese steuern Sie

links über COLL. Solange der Regler oben

steht, drehen sich die Rotorblätter nicht. Das

Steuern eines Hubschraubers ist wie in der

Realität wesentlich anspruchsvoller als das

eines kleinen Flugzeugs. Ausführlichere Informationen,

wie Sie den Heli ohne Abstürze

zum Fliegen bringen, finden Sie auf der Internetseite

von X-Plane 9.

Einstellungen

Sobald Sie den Bildschirm berühren, öffnet

sich oben das Menü. Hier wählen Sie zwischen

den verschiedenen Perspektiven und

betrachten Ihr Flugzeug von oben oder von

der Seite. Dadurch kontrollieren Sie zum Beispiel,

ob die Flughöhe wirklich ausreicht

oder ob Ihr Flieger nicht auf dem Kopf fliegt.

Dies ist sinnvoll, wenn Sie nicht genau wissen,

wo Sie sich befinden. Die detaillierten

Flugeinstellungen kontrollieren Sie mithilfe

der Fluginstrumente. Die meisten dieser Detail-Informationen

finden Sie auch in der

Cockpit-Ansicht von X-Plane 9.

Ihr Fluggerät und die gewünschte Region

wählen Sie in den Einstellungen. Dahin gelangen

Sie im Menü über das Symbol links

neben der Pause-Taste. Hier legen Sie zudem

die Tageszeit und Wetterbedingungen fest

und nehmen auf Wunsch Kontakt zu anderen

Fliegern auf. Haben Sie ein zusätzliches

Flugzeug erworben, können Sie dieses mit

allen Geräten verwenden, die mit Ihrem

Play-Store-Account angemeldet sind. Im

Menü gelangen Sie zum Nutzerhandbuch

mit detaillierten Bedienungshinweisen zu

den einzelnen Maschinen. Allerdings sind

die Anweisungen komplett auf Englisch.

Haben Sie X-Plane 9 bereits auf dem PC

und möchten eine möglichst ungehinderte

Sicht, können Sie sich die Anwendung X-

Plane 9 Remote [LINK 2] auf Ihrem Androiden

installieren und die App über WLAN mit

dem PC verbinden. Sie zeigt Ihnen das Armaturenbrett

auf dem Smartphone oder Tablet

an. X-Plane Remote Panel gibt es als kostenlose

Testversion oder mit einer vollständigen

Anzeige der Fluginstrumente für 2,35

Euro. Um X-Plane auf dem PC mit Ihrem Androiden

verknüpfen zu können, benötigen

Sie von der Entwicklerseite ein Plugin.

Abb. 3: Fluggerät, Location und weitere Besonderheiten wie Gewicht, Zeit,

Ausfälle und Wetterbedingungen stellen Sie im Einstellungsmenü ein.

Abb. 4: Das Fliegen und Landen ist nicht ganz so einfach. Glücklicherweise

ist es nur eine Simulation.

Android-user.de März 2013 85


Spiele

Flugsimulatoren

Abb. 5: Startbildschirm des Flugsimulators Space Shuttle. Hier können Sie

entweder direkt loslegen oder erst die Einstellungen anpassen.

Abb. 6: Aus der Cockpit-Ansicht können Sie die Flugroute genau sehen

und Höhe und Geschwindigkeit überprüfen.

F-Sim Space Shuttle

Möchten Sie sich wie ein Astronaut

fühlen und das Landen mit einem

Raumschiff ausprobieren, empfiehlt

sich F-Sim Space Shuttle [LINK 3]. Auf den ersten

Blick wirkt der Simulator, der immerhin

mit 3,59 Euro zu Buche schlägt, sehr simpel.

Die Maschine befindet sich bereits im Landeanflug

und die Aufgabe darin besteht, sie

innerhalb der vorgegebenen Flugbahn sicher

zu steuern und behutsam landen zu lassen.

Allerdings wurden wir im Test schnell eines

Besseren belehrt. Selbst wenn das Raumschiff

in der Flugbahn verblieb, kam es noch

zu Crashs oder harten Landungen. Zudem

gibt es einige Faktoren, die die Landung erschweren,

wie wenig Sicht, starker Wind

oder eine veränderte Flugbahn, die es zunächst

einmal einzuhalten gilt.

Um direkt zu starten, wählen Sie im Startbildschirm

Quick Flight aus (Abbildung 5).

Alternativ können Sie zuvor ein paar Anpassungen

vornehmen. Im Menü | Settings |

Controls gelangen Sie zu den verschiedenen

Optionen für die Steuerung des Simulators.

Das Lenken funktioniert über den Neigungssensor

(Tilt) oder über einen eingeblendeten

Steuerknüppel. Zudem können Sie hier den

Autopilot für verschiedene Funktionen einund

ausschalten. Unter View legen Sie die

Ansichten fest, mit denen Sie beim Flug am

besten zurechtkommen. Wünschen Sie bei

Ihrem Flug besondere Ausfälle, geben Sie

diese im Untermenü Failures an. Unter New

Flight können Sie ebenfalls ein paar Voraussetzungen

für den Flug selbst festlegen oder

sich mit Randomize überraschen lassen.

Aus der Cockpit-Ansicht behalten Sie während

des Fluges die Geschwindigkeit und

Flughöhe im Auge und sehen auch, welche

Route Sie fliegen müssen. Sobald Sie auf den

Bildschirm tippen, öffnet sich oben ein weiteres

Menü. Hier legen Sie fest, aus welcher

Perspektive Sie den Orbiter steuern möchten,

um zum Beispiel den Flug einmal aus einer

anderen Perspektive anzuschauen.

Astronauten üben ebenfalls mehrere Male

mit einem Simulator, bevor sie wirklich fliegen.

Obwohl der F-Sim Space Shuttle keinesfalls

die Flugsimulatoren der Astronauten ersetzen

kann, ist er dennoch nicht zuletzt aufgrund

der gelungenen Grafik realistisch

genug, um sich zumindest ein kleines bisschen

wie ein echter Astronaut zu fühlen.

Abb. 7: Möchten Sie einen längeren Landeanflug, stellen Sie dies unter

den Einstellungen New Flight ein (Approach Full).

Abb. 8: Außenansicht kurz vor der Landung. Im oberen Menü können Sie

zwischen den Ansichten hin- und herswitchen.

86

März 2013

Android-User.de


Spiele

Flugsimulatoren

Abb. 9: Der Heli hat alle Getränkedosen erwischt – selbst die im Regal.

Jetzt gilt es, sauber zu landen.

Helidroid 3D

In der Anwendung Helidroid 3D

[LINK 4] steuern Sie einen RC-Modellhubschrauber

in einem virtuellen

Zimmer durch verschiedene Missionen. Sie

steuern den kleinen Heli entweder über

einen eingeblendeten Joystick oder lassen

ihn via Gyroskop Ihres Androiden fliegen. In

jedem Level müssen Sie unterschiedliche

Aufgaben bewältigen. Dafür haben Sie jedoch

immer nur eine bestimmte Zeit oder

Anzahl von Versuchen zur Verfügung. Gelingt

es Ihnen nicht, die Aufgabe mit einer

bestimmten Punktzahl zu meistern, müssen

Sie diese wiederholen. Erst dann können Sie

die nachfolgenden Prüfungen durchlaufen.

Über die Pfeiltasten links stellen Sie die Höhe

des Hubschrauberflugs ein. Links oben können

Sie kontrollieren, wie viel Zeit vergangen

ist oder wie viele Versuche Sie noch übrig

haben. Haben Sie sich für die Steuerung via

Joystick entschieden, befindet sich dieser

rechts. Über das Symbol mit der Kamera verändern

Sie die Perspektive. So können Sie

wählen, ob Sie den Hubschrauber beim Steuern

sehen möchten oder lieber aus der Perspektive

des Helis fliegen.

Abb. 11: Aus der Sicht des Helis. Mit dem Gyrosensor lässt sich der Hubschrauber

auch steuern, allerdings erfordert dies viel Fingerspitzengefühl.

Abb. 10: Der Landeanflug auf den vorbeifahrenden Modellzug gestaltet

sich nicht ganz einfach.

Das Spiel ist kostenlos und beinhaltet insgesamt

30 verschiedene Missionen. Obwohl

sich der Ort nicht ändert, sind die einzelnen

Prüfungen durchaus abwechslungsreich.

Unter anderem müssen Sie mit dem Heli Getränkedosen

abschießen, diesen auf einem

durchfahrenden Modellzug landen lassen

oder ihn gemeinsam mit Modellautos durch

einen Parcours schicken. Dabei steigt der

Schwierigkeitsgrad steil an. Die detailreiche

3D-Grafik ist zwar nicht perfekt, sorgt jedoch

für langanhaltendes Spielvergnügen.

Fazit

Alle getesteten Flugsimulatoren konnten aufgrund

der realistischen Grafik und der Vielfältigkeit

an Aufgaben und Situationen überzeugen.

Wer auf der Suche nach einem netten

Zeitvertreib ist, ohne sich in die Materie

groß hineinzuarbeiten, ist mit Helidroid 3D

gut bedient, da dieses mehr ein Spiel als ein

Simulator ist. Das Prinzip ist leicht zu verstehen

und verspricht schnellen Spielspaß.

F-Sim Space Shuttle ist mit 3,59 Euro nicht

ganz günstig, dafür ist die Bedienung des Simulators

relativ schnell lernbar. Leider sind

damit nur Landeanflüge möglich, keine

Starts oder Raum-Missionen.

Am vielseitigsten und

realistischsten ist X-Plane.

Da sich alle Maschinen anders

bedienen lassen, ist

der Pilot immer wieder

neuen Herausforderungen

ausgesetzt und lernt darüber

hinaus sehr viel über

die Luftfahrt. Doch der

Aufwand lohnt sich. Ist

man erst einmal oben,

kann man einfach über die

Gegend fliegen und sich

die (virtuelle) Welt von

oben betrachten. ● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28105

Android-user.de März 2013 87


Einsteiger

Moborobo

Android-Smartphones mit Moborobo am Windows-PC verwalten

Moborobo

Oleksiy Mark, 123RF

Nach wenigen Wochen ist das Telefon voll mit Kontaktdaten, Musikdateien, Videofilmen,

Fotos und heruntergeladenen Dateien. Wer soll da noch den Überblick behalten?

Wir stellen eine App vor, die Ihnen dabei hilft. Patrick Neef

Statt mit dem Android-Phone alles

mühevoll zu durchforsten, gibt es

eine einfachere Lösung: ein Verwaltungs-Programm

auf dem PC.

Moborobo ist ein solches Programm, und

dazu noch kostenlos. Ist es in der Praxis

wirklich eine Hilfe?

Abb. 1: In der Home-Ansicht sind die Informationen bereits vielfältig. Hier nehmen Sie Backups

vor, lassen sich das gezeigte Bild auf dem Display anzeigen oder bekommen einen Überblick

über die Speicherbelegung.

Moborobo

Moborobo installieren Sie über einen der

Download-Links auf der offiziellen Webseite

[LINK 1]. Wenn Sie das Programm nach der

Installation öffnen, sehen Sie den Willkommensbildschirm

und können Ihr Smartphone

nun per USB-Kabel anschließen oder eine

Verbindung per WLAN herstellen. Hier gab

es schon die erste Hürde: Das Samsung Galaxy

S2 wurde per USB-Kabel erst erkannt,

nachdem der USB-Debugging Modus eingeschaltet

wurde. Das findet man allerdings

erst durch Ausprobieren heraus, in der gut

gemeinten Hilfestellung des Programms findet

sich dazu kein Hinweis.

90

März 2013

Android-User.de


Einsteiger

Moborobo

Ist das Telefon erkannt, liefert der Willkommensbildschirm

viele nützliche Informationen.

So sehen Sie hier Infos zur Speicherbelegung

des Hauptspeichers und der SD-Karte,

aufgeteilt in die entsprechenden Kategorien

Musik, Videos, Sonstiges und freiem Speicher.

Zwischen der Info zum Hauptspeicher

und der SD-Karte wechselt man bequem mit

einem Schalter hin und her. Daneben befindet

sich der Dateimanager, der etwas praktischer

ist als der Windows Explorer. Denn mit

Ersterem gibt es zusätzlich zur Ordnerstruktur

Quicklinks zur SD-Karte, zu Klingeltönen

und Wallpaper, Musik, Videos und Bilder.

Abb. 2: Das Löschen vieler Apps auf einmal klappt mit Moborobo sehr gut. Leider ließ sich in

unserem Fall keine App auf die SD-Karte verschieben.

Backups anlegen

Eines der Hauptfeatures von Moborobo ist

die Möglichkeit, Backups einzelner Dateien,

Kategorien oder des ganzen Telefons anzulegen.

In der Home-Ansicht prangt unübersehbar

unter der Speicheranzeige ein Button,

mit dem man die Backup-Funktion aufruft.

Dann wählt man aus den verschiedenen Elementen

diejenigen aus, die man in dem angegebenen

Verzeichnis speichern möchte.

Erst nach einem Backup stehen einem die

verschiedenen Elemente zur Verfügung, die

man wieder auf das Telefon aufspielen kann.

Leider lautet die etwas missverständliche

Übersetzung hierfür Erneuern. Auch sonst

besitzt die Anwendung noch viele Übersetzungsfehler

oder schlecht gewählte Übersetzungen,

die zu Missverständnissen führen

können. Bestes Beispiel: Neben der Backup-

Funktion in der Home-Ansicht gibt es die

Möglichkeit, das Telefon zu löschen! Doch

keine Sorge, dahinter verbirgt sich nicht etwa

die Option, das Telefon auf Werkseinstellungen

zurückzusetzen – womit all Ihre Daten

verloren wären –, sondern lediglich die Möglichkeit,

das Telefon von überflüssigen

Cache-Dateien zu bereinigen. Was in den

Tests nicht funktionierte, war das Verschieben

von installierten Apps auf die SD-Karte.

Diesen Vorgang quittierte die App mit einer

Fehlermeldung. Vermutlich lag es aber an der

Konstellation mit dem Testsmartphone.

Desktop statt Touchscreen

Moborobo ist überall dort nützlich, wo die

Bedienung über den Touchscreen länger dauern

würde oder höchst fummelig ist. Ein Beispiel

ist die Möglichkeit, SMS über die Mobo-

Abb. 3: Ist Moborobo auf dem PC installiert,

erhält man solche Meldungen

aus dem Infobereich des Desktops

ständig.

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Einsteiger

Moborobo

robo-Anwendung zu verschicken. In der

Desktop-Anwendung tauchen unter Daten

im Abschnitt Nachrichten verwalten alle bereits

geschriebenen oder gesendeten SMS

auf, und auf der rechten Seite kann man

dann eine neue Nachricht tippen. Der Versand

erfolgt dann ganz normal über das Telefon.

Das ist für Nutzer einer SMS-Flatrate

eine wahre Wonne, wenn man unbeschwert

SMS auf der PC Tastatur tippen kann.

Ebenfalls ganz nützlich fanden wir das

Verwalten der Kontakte per Moborobo. Denn

hier lassen sich ganz einfach Kontakte löschen,

in Gruppen packen, neue Gruppen erstellen

oder Daten der Kontakte ändern. Und

wenn Sie mal Ihr Android Phone mit vielen

Apps zugemüllt haben, die Sie alle wieder

deinstallieren wollen, dann geht das ebenfalls

deutlich leichter mit Moborobo. Denn

unter dem Menüpunkt Apps setzen Sie einfach

einen Haken vor alle Apps, die Sie loswerden

wollen, und deinstallieren sie mit

nur einem Mausklick.

Abb. 4: Das Bearbeiten von Kontakten ist mit Moborobo wirklich komfortabel, vor allem wenn

man sein Adressbuch von unnützen oder veralteten Einträgen befreien will.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28409

Abb. 5: Die Backup-Funktion der Anwendung ist sehr praktisch, aber leider reiht sich hier ein

irreführender Begriff an den anderen. Das darf bei so wichtigen Funktionen nicht sein.

Medienverwaltung

Auch Fotos, Musikalben und Videos lassen

sich durchforsten und verwalten. Bei den Bildern

sind die Fotos sehr vorbildlich getrennt

von den Screenshots und Wallpapern – kein

lästiges Suchen mehr im DCIM-Ordner.

Zudem kann man einzelne Bilder direkt aus

der Anwendung heraus auf Twitter oder

Facebook teilen. Klickt man ein Bild doppelt

an, kann man es in der Bildergalerie sogar

zurechtschneiden. Für die Videos hingegen

gibt es leider kein Vorschaubild. So kann

man die Videos gar nicht auseinanderhalten.

Will man mal einen Blick in das Video werfen,

muss es sogar zuerst zeitintensiv exportiert

werden – das ist viel zu umständlich.

Schlechte Übersetzung

All die nützlichen Funktionen der Anwendung

erkauft man sich mit vielen Fehlern

und Ungereimtheiten. Die Anwendung ist

zwar klar als Beta-Version gekennzeichnet,

dennoch geht die Masse der falschen oder

verwirrenden Übersetzungen nicht in Ordnung

und könnte im schlimmsten Fall dafür

sorgen, dass jemand sein Telefon unbrauchbar

macht. Zudem wird schnell klar, warum

das Programm kostenlos ist: Bei den Reitern

Apps, Bilder, Tunes, Videos und Thema wird

jeweils auf Anbieter im Internet verwiesen,

die ihre Produkte an den Mann bringen wollen.

Hinzu kommen Kleinigkeiten, die in der

Summe ärgerlich sind: Das Erstellen eines

Screenhots nimmt den Rahmen des Telefons

gleich mit auf, im Infobereich meldet sich

Moborobo ständig mit einer Nachricht, und

manche Anzeigen wie etwa die Speicherbelegung

der Videos (0,00 MB) stimmen nicht.

Fazit

Moborobo zeigt einen tollen Ansatz, indem

es viele nützliche und vor allem zeitsparende

Funktionen unter einem Hut vereint. Die fehlerhaften

Begriffe sorgen jedoch für Verwirrung,

und nach einigen Tagen merkt man,

dass man die Anwendung vielleicht nur für

einen oder zwei Zwecke benutzt. Man sagt:

Wenn etwas kostenlos ist, darf man sich

nicht beschweren. Urteilen Sie selbst! ● ● ●

92

März 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Musik-Tipps

Audio-Tipps

In dieser Rubrik stellen wir euch jeden Monat neue Musik vor. Auf www.android-user.de feiern wir jeden Freitag

ein Album der Woche. Christian Ullrich

Foals: Holy Fire

Das 3. Album gilt als Karriere-Wegweiser einer Band. Besonders

wenn das erste aus dem Nichts Erfolg hatte und das zweite diesen

noch steigern konnte. Chartplatzierungen, Kritikerlob und

umjubelte Touren inklusive. Nun also Album Nummer 3: „Holy

Fire“, die Erwartungen sind riesig. Eines vorneweg, die Foals

werden allen gerecht. Sie verbinden rhythmische Spielereien,

sphärische Melodien, Gitarren, die zackig kleinteilige Melodien

wie breit verzerrte Refrains spielen. Zudem finden die Synthesizer

ihren Platz in den Zwischenräumen, ohne den Sound zu

überladen. Die Erfolgsproduzenten Flood & Moulder (u.a. Killers)

haben erstklassige Arbeit geleistet und die letzten Details

aus den Foals gekitzelt. Der Weg für eine große Karriere sollte

frei sein. [Video:Link 1]

Genre: Alternative / Indie / Sphären

Für Fans von: Muse, Placebo, Bloc Party

Label: Warner

Gullick

Tocotronic:

Wie wir leben wollen

Wer aus dem Punk kommt und sich zu intellektuellen

Vorreitern des deutschen Pop entwickelt, hat

einen langen Weg hinter sich. Auf dem neuen

Album „Wie wir leben wollen“ führen Sie diesen

weiter. Die Texte verzichten wie gewohnt auf universellen

Wortschatz und halten so für jeden die passenden

Interpretationen bereit. Tocotronic bewegen

sich dabei auf der Grenze zwischen Intellektuellem

und befindlichen Beschreibungen. Die Musik geht

einen ähnlichen Weg und verzichtet ebenfalls auf

Eindeutigkeit. Das erreichen Tocotronic durch einen

Schachzug. Sie nehmen das Pure Ihrer Rocksongs

und unterwandern diese mit der entspannten

Grundstimmung des Dubs. Klare Strukturen werden

so in Schatten getaucht, und der Hörer wird hinters

Licht geführt. Das verleiht dem Album eine zusätzliche

Vielschichtigkeit, die zum Dauerschleifen hören

anregt. [Video:Link 2]

Genre: Deutsch / Lyrisch / Pop

Für Fans von: Tomte, Sportfreunde Stiller, Ton Steine

Scherben

Label: Universal

94 Android-User.de

Sabine Reitmeier


Musik

Jake Bugg: Jake Bugg

Nottingham, England. Ein Junge und seine Gitarre. Mit 14 schreibt

Jake Bugg die ersten eigenen Songs, mit 17 folgt der Plattenvertrag

und mit 18 Platz 1 in UK. Mal ehrlich, Karrieren begannen schon

komplizierter. Jake Bugg mag es aber einfach. Er lebt für die Musik,

hat den Groove in der Hand, das Leben auf der Zunge und Melodien

aus dem unruhigen Herz eines jungen Mannes. Mit seinen Songs

könnte er eine Reinkarnation von Songwritern der 60er-Jahre sein,

allen voran Dylan und Donavan, ist er aber nicht. Er ist Jake Bugg,

und er lässt all das Gute von früher in neuem Glanz erklingen. Das

schafft nur der Genius der Jugend, der sich nicht um die Meinungen

anderer schert. Jake spielt einfach und singt von den Themen seines

Alters. Freundschaft, Liebe und der ganze Rest, der das rebellische

Herz durch die Jugend treibt. Im Mittelpunkt stehen Stimme, Gitarre

und ein bisschen Hall. Gute alte Schule eben. Auf Effekte wird verzichtet.

Es bleibt nur die Ehrlichkeit, die Jakes Musik transportiert

und die ihn nicht nur authentisch macht, sondern vor allem nahbar.

Nebenbei reinigt er damit auch die auf Bombast

und Perfektion angelegte Popmusik. Und

das mit 18 Jahren. [Video:Link 3]

UniversalMusic

Genre: Pop / Dylan / Jugend

Für Fans von: Bob Dylan, Johnny Cash, Donovan

Label: Universal

José James: No

Beginning No End

Jose James trägt den

Jazz im Herz. Er bringt

ihn entspannt über

seine Lippen und weiß

eine Band um sich, die

es versteht, Jazz locker

und angenehm

zu spielen. Für den

Hörer heißt es daher:

zurücklehnen, Kopf leeren, lauschen,

während das Klavier, die Bläser und allen

voran die Stimme von Jose James die Welt

für 65 Minuten entschleunigen. Ein Segen

zwischen all der Hektik. Eine weitere Stärke

von „No Beginning No End“ sind die Lieder,

die über Kopfhörer wie beim Abendessen

funktionieren. Die Musik passt sich

dem Hörer an. Kann konzentriert gehört

wie auch als Untermalung für Begeisterung

sorgen. [Video:Link 4]

Genre: Jazz / Pop / Angenehm

Für Fans von: Gilles Peterson, Gregory Porter,

Ben Westbeech

Label: Blue Note

Sin Fang: Flowers

Nach zwei, in

der Blogszene

gefeierten

Alben, treibt

Sin Fang mit

„Flowers“

sein Klanguniversum

zur Meisterklasse. Aus einer Vielzahl an

Samples, Loops und schillernden Ideen

knotet er Songs wie es sie kein zweites

Mal gibt. Er glänzt dabei besonders an

der Grenze zwischen Hektik und Ruhe.

Dort offenbaren sich große Melodien,

die wie gemacht sind, um die ersten

Sonnenstrahlen des nahenden Frühlings

zu genießen. [Download:Link 5]

Genre: Indie / Island / Schillernd

Für Fans von: Animal Collective, Sigur Ros

& Jonsi

Label: Morr Music

ingibjorg birgisdottir

Android-user.de


Patrick Richardt:

So, wie nach Kriegen

Ein Mann. Eine Gitarre. Ein Klavier. Dahinter eine ganze

Band. Im Zentrum ein aus voller Leidenschaft pulsierendes

Herz. Finger, die sich wund spielen. Eine Seele, die

sich frei singt. Texte, die traurige Herzen zum Lachen

bringen. Musik, die auf dem Punkt all das vereint und den

Hörer aus seinem Ist-Zustand treibt. Nicht umsonst singt

Patrick Richardt: „Reißt die Mauern ein“, oder „Hör auf

anzuklagen, denn wir segeln, wir segeln“. Die Ruhe, die

dort auf dem Meer unter einem wolkenlosen Himmel

herrscht, und der Seemann, der auf hoher See nach den

Sternen greift und daraus Geschichten strickt, die vom

Leben in pulsierenden Städten wie von einsamen Herzen

berichten, und vom Aufbruch. Er macht das wie ein alter

Hase, doch ist „So, wie nach Kriegen“ sein Debütalbum.

[Video:Link 6]

Genre: Aufbruch / Songwriter / Band

Für Fans von: Kettcar, Element Of Crime,

Gisbert zu Knyphausen

Label: Grand Hotel Van Cleef

Gewinnen Sie

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für die Tour

im Februar

(Infos und Termine unter

www.android-user.de)

Andreas Hornoff

Tunein Radiotipp: on3-radio

Das junge Radio von Bayern3 weiß mit seinem Programm zu überzeugen und bietet Themen, die euch bewegen. Die

besten Bands und Künstler. Spannende Talkgäste. Filme, Games und Alben, die ihr nicht verpassen dürft.

Tipp: Das Magazin (16-20Uhr)

Genres: Indie, HipHop, Electro

TuneIn: on3-radio

video-tipp

ALLE

Links>

www.android- user.de/qr/28183

Der erste Videotipp und

gleich eine Legende.

David Bowies neues

Lied „Where Are We

Now“. Am 08.03. folgt

mit „The Next Day“

sein erstes Album seit

10 Jahren. [Link 7]

96

März 2013

Android-User.de


Hörbücher

In dieser Rubrik stellt Ihnen die Android-User-Redaktion jeden Monat neue und besonders spannende

Hörbücher von Audible.de vor. Martin Lennertz

Die Augen des Drachen

Stephen King schreibt nicht nur Horror! In diesem Fantasy-Abenteuer

[Link 8] entführt er Sie in ein Reich, wo der

Hofmagier den König mit Gift ermordet und dafür sorgt,

dass der ältere der beiden Prinzen hierfür eingesperrt

wird. Den jüngeren macht er zu seinem Werkzeug und

bringt Böses über das Land. Doch der Unschuldige

schafft es zu flüchten und der Kampf um die Herrschaft

über das Reich beginnt.

24,95 Euro

Autor: Stephen King

Sprecher: David Nathan

Dauer: 12 Std. 03 Min.

(ungekürzt)

Genre: Fantasy

Sphere: Die Gedanken des Bösen

Der Roman wurde zwar bereits im Jahre 1987 veröffentlicht

und schon im Jahre 1997 verfilmt, jedoch erschien

diese ungekürzte Hörbuchfassung [Link 9] erst vor Kurzem

bei Audible. Darin untersucht ein Team von Wissenschaftlern

ein im Pazifik abgestürztes US-amerikanisches Raumschiff,

welches anscheinend aus der Zukunft kommt und

eine geheimnisvolle, riesige metallische Kugel außerirdischen

Ursprungs enthält.

24,95 Euro

Autor: Michael Crichton

Sprecher: Oliver Rohrbeck

Dauer: 13 Std. 53 Min.

(ungekürzt)

Genre: Romane

Wächter des Morgen

Für alle Fans der erfolgreichen Wächter-Romane, von

denen bisher 4 Bände erschienen sind, gibt es Nachschub.

Die spannenden Erzählungen über die lichten und

dunklen „Anderen“, welche als Magier, Gestaltwandler

oder Vampire unter uns leben, setzen sich in diesem Hörbuch

[Link 10] mit Prophezeiungen auseinander. Es empfiehlt

sich, die vorherigen Bücher (Wächter 1-12, bei Audible

erhältlich) gehört zu haben!

24,95 Euro

Autor: Sergej Lukianenko

Sprecher: Oliver Brod

Dauer: 14 Std. 56 Min.

(ungekürzt)

Genre: Fantasy

Inside Apple

Nachdem bereits im Jahr 2011 nach dem Tod von Steve

Jobs die autorisierte Biografie des Apple-Gründers bei

Audible veröffentlicht wurde, erhalten Sie mit diesem

Hörbuch [Link 11] erneut eine Möglichkeit, mehr über das

Erfolgsgeheimnis „des wertvollsten, innovativsten und

verschwiegensten Unternehmens der Welt“ zu erfahren.

Ein sicherlich interessanter Blick über den Tellerrand –

auch für Android-Fans!

20,95 Euro

Autor: Adam Lashinsky

Sprecher: Frank Arnold

Dauer: 07 Std. 09 Min.

(ungekürzt)

Genre: Bildung & Wissen

Android-user.de März 2013 97


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks, die das

Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-Gerät einfacher

und angenehmer machen oder einfach nur

Google Music via

DLNA

In der Hardware-

Strecke stellen wir

Ihnen das Sonos-

Soundsystem vor. Die zugehörige

Android-App ist vom

Funktionsumfang im Grotele52,

123RF

cool sind. Christoph Langner, Marcel Hilzinger

Abb. 1: Android kommt seit Version

4.0 von Haus aus mit mehreren

Schriftgrößen klar.

Schriftgröße ändern

Wen die Natur nicht gerade mit Adleraugen

gesegnet hat, der bekommt

eventuell Probleme beim

Ablesen kleiner Texte auf dem Handy. Im

Browser lässt sich die Webseite durch

Pinch&Zoom-Gesten vergrößern, im System

selbst und in Apps aber funktioniert dies

aber nicht. Ab der Android-Version „Ice

Cream Sandwich“ 4.0 lässt sich die Größe

der Schrift jedoch sehr einfach ändern, dazu

muss man gar nicht zu tief in das System eingreifen.

Unter Einstellungen | Display | Schriftgröße

finden Sie die Optionen,

die Schrift Klein, Normal,

Groß oder gar Sehr groß

anzuzeigen. Die meisten

Android-Apps kommen

mit der vergrößerten

Schrift klar, allerdings ignoriert

auch manch eine

schlecht geschriebene App

Ihren Wunsch nach einem

größeren Font.

Rufnummerübermittlung

Es gibt durchaus

Situationen, in

denen man nicht

möchte, dass der Angerufene

die eigene Rufnummer

erfährt. Bombadiert

Sie ein Unternehmen mit

so viel Werbung, dass Sie

Abb. 2: Die Einstellungen für die Rufnummer-Unterdrückung

oder

Anzeige finden Sie in der Dialer-App.

sich beschweren möchten, so erfährt die

Kundenhotline des Werbetreibenden nicht

auch noch gleich Ihre Telefonnummer. Die

Option, die Rufnummerübermittlung zu unterdrücken,

ist ein klein wenig versteckt, die

Übertragung lässt sich allerdings auch pro

Anruf abschalten.

Wenn Sie generell Ihre Rufnummer geheimhalten

möchten, dann lässt sich die

Übermittlung in den Einstellungen der Telefon-App

komplett deaktvieren. Öffnen Sie

dazu die Einstellungen der Telefon-Anwendung,

und aktivieren Sie unter Zusätzliche

Einstellungen | Anrufer-ID die Option Rufnummer

unterdrücken.

Möchten Sie die Übertragung

nur bei einem Anruf

deaktvieren, dann reicht es,

wenn Sie #31# vor die Rufnummer

setzen, alternativ

würde *31# die Nummer

übertragen, wenn die Übermittlung

abgeschaltet

wurde. Die „Vorwahlen“

lassen sich auch als Teil der

Telefonnummer im Adressbuch

abspeichern.

98

März 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

ßen und Ganzen identisch

mit der iOS-Variante, allerdings

fehlt ihr ein durchaus

interessantes Detail. Von

iPhones oder iPads lassen

sich über die Sonos-App

lokal gespeicherte Titel auf

die Sonos-Geräte streamen,

Sie müssen daher nicht mehr

zwingend alle Ihre MP3s auf

Ihrem zentralen Netzwerkspeicher

abspeichern.

Der Android-Variante fehlt

diese Funktion bislang, allerdings

müssen Sie nicht gänzlich

darauf verzichten, Musik

vom Handy ohne den

Umweg über Ihren NAS auf

den Sonos-Playern abzuspielen,

schließlich nutzt Sonos

mit DLNA eine standardisierte

Technik. So können Sie

ganz einfach BubbleUPnP

[LINK 1] oder einen anderen UPnP-Player Ihrer

Wahl dazwischenschalten.

Über BubbleUPnP spielen Sie auch Ihre in

der Google-Cloud abgespeicherte Musik über

die Sonos-Boxen ab. Als Quelle des Local

Media Servers wählen Sie dazu in Bubble-

UPnP Google Music aus. Sie müssen dem

Player dazu den Zugriff auf Google Music gestatten,

woraufhin er die

Datenbank Ihrer Google-

Musik ausliest und diese

nach Album, Künstler,

Genre und Playlist sortiert

zum Abspielen anbietet.

BubbleUPnP etwa entdeckt

unter Devices die

Sonos-Player in Ihrem

Netzwerk, sodass Sie

diese als Media-Renderer

auswählen können. Als

Bibliothek belassen Sie es

bei der Voreinstellung

Local Media Server, sodass

Ihr Handy als Datenquelle

dient. Unter Library

finden Sie unter

Music die auf Ihrem

Handy abgespeicherte

Musik, ein Klick auf ein

Album oder einzelnes

Lied beamt dieses dann

auf das ausgewählte Sonos-Gerät.

Abb. 3: Mittels DLNA-Clients wie BubbleUPnP

streamen Sie Musik von

Ihrem Handy auf das Sonos-System.

Samsung

Stromsparen im Funkloch

Sie sind auf dem Land im Urlaub und wundern

sich über den hohen Akkuverbrauch?

Das kommt daher, dass das Handy ständig

versucht, den besten Funkmasten zu erreichen

und deshalb mit erhöhter Sendeleistung

funkt. Das tut das Smartphone auch, wenn

gar kein Empfang vorhanden ist. Befinden

Sie sich in einem Bereich koplett ohne Empfang,

schalten Sie deshalb am besten den

Flugmodus ein.

Screenshots auf dem Note

Vielleicht haben Sie sich schon gewundert,

dass auf dem Galaxy Note von Samsung die

Standard-Screenshot-Funktion

von Android 4.0 über den Einschalt-Button

und die [Leiser]-

Taste nicht funktioniert.

Samsung hat für die Aufnahme

eines Bildschirmfotos eine eigene

Geste entworfen: Wischen

Sie dazu mit der Handkante von

rechts nach links über den Bildschirm.

Das Bild wird anschließend

im Verzeichnis ScreenCapture

gespeichert, auch hier geht

Samsung eigene Wege. Während

der Nutzung der Kamera oder beim

Filmeschauen sind Screenshots

nicht möglich.

● ● ●

Abb. 5: Auf dem Galaxy Note müssen Sie

für Screenshots die Handkante einsetzen.

Abb. 4: Über den Umweg eines UPnP-

Servers lässt sich auch Google

Music mit anderen Apps nutzen.

Alle

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www.android- user.de/qr/28352

Android-user.de März 2013 99


dmstudio, 123RF

Akkuverbrauch bei schlechtem Empfang drosseln

Im Funkloch

Wer viel in empfangsschwachen

Gegenden

unterwegs ist, hat mit

besonders kurzen Akku-

Laufzeiten zu kämpfen.

Dieser Artikel zeigt,

woran das liegt – und

wie man dem entgegenwirken

kann.

Andreas Itzchak Rehberg

Wenn ein Großstädter einmal

längere Zeit in ländlichen Gebieten

unterwegs ist, fällt ihm

häufig auf, dass der Akku-Verbrauch

seines Smartphones wesentlich höher

ist. Als erfahrener Android-Anwender schaut

er nun in den Akku-Statistiken unter Einstellungen

| Über das Telefon | Akkuverbrauch

nach, woran dies wohl liegen mag und findet

unter den größten Verbrauchern den Eintrag

Mobilfunk-Standby.

Mobilfunk-Standby

Die Sende-/​Empfangs-Einheiten moderner

Smartphones werden auch mit Blick auf

Stromsparen konzipiert. Bei gutem Empfang

reduzieren sie die Sendeleistung so weit wie

möglich – was in Großstädten aufgrund der

relativ dicht beieinanderstehenden Sendemasten

auch fast überall möglich ist. Sinkt

nun die Signalqualität, wird die Sendeleistung

erhöht, um den schlechten Empfang zu

kompensieren. Kritisch wird es, wenn praktisch

kein Sendemast mehr ein genügend

starkes Signal bereitstellen kann: Dann versucht

das Smartphone oft mit maximaler

Leistung, ein brauchbares Trägersignal bereitzustellen.

Abbildung 2 zeigt dies recht

deutlich anhand der verwendeten Farbcodes:

Bei sattem Grün war ein starkes Signal vorhanden

(der Verbauch also gering). Bei alarmierendem

Rot ging nichts mehr. Alles andere

liegt irgendwo dazwischen. Je höher die

Signalstärke, desto geringer also der Stromverbrauch

durch Mobilfunk-Standby.

Abb. 1: Mobilfunk-Standby als Hauptverbraucher:

Hier war man in empfangsschwachen Gebieten

unterwegs.

Abb. 2: Der Balken „Telefonsignal“ zeigt, wie gut (hier

eher schlecht) es um die Signalqualität bestellt war.

100

März 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Funklöcher vermeiden

Funklöcher

meiden

Funklöcher lassen sich

nicht komplett vermeiden,

und da man in ihnen nicht

erreichbar ist, wäre es gut

zu wissen, wo sich solche

Löcher befinden. Eine

praktische Zusatzfunktionalität

wäre darüber

hinaus eine Warnung, sobald

man in ein Funkloch

fällt, besser natürlich noch

etwas früher. Für beides

bietet der Play Store Lösungen.

Die prominentesten

Apps in diesem Umfeld

sind No Signal Alert [LINK 1]

und OpenSignalMaps

[LINK 2]. Beide protokollieren

Funklöcher (auch „tote der Annäherung.

Zonen“ genannt) und zeigen

diese auf einer Karte an. Außerdem lassen

sich beide Apps konfigurieren, beim Betreten

einer solchen Zone einen Alarm auszulösen.

Damit weiß man sofort, dass man

jetzt nicht mehr erreichbar ist. Ein Plus von

OpenSignalMaps ist der Funkmast-Kompass:

Er zeigt, wo sich der nächste Mast befindet.

Da dank dieser Apps die toten Zonen, in

denen man sich bewegt hat, protokolliert

werden und sich überdies auf der Karte anzeigen

lassen, kann man diese Informationen

für die Zukunft mit in die Planung einbeziehen

und seine Kontakte entsprechend vorwarnen,

wann man voraussichtlich schlechter

erreichbar ist – oder den Gefahrenbereich

weiträumig umfahren.

Bei schwachem Empfang

Es gibt auch Apps die bei schwachem Empfang

hilfreich sind. In unseren Tests haben

sich insbesondere AutoPilot [LINK 3] und No-

Abb. 3: Die App No Signal Alert protokolliert

Funklöcher und warnt bei

Bars Battery Saver [LINK 4]

als recht effektiv herausgestellt.

Beide arbeiten nach

dem gleichen Prinzip:

Wenn die Signalstärke so

schwach ist, dass sie weder

für Daten- noch für Sprachdienste

taugt, kann man die

Sendeeinheit auch gleich

ganz abschalten (Flugzeug-

Modus). In konfigurierbaren

Intervallen wird der

Flugzeug-Modus dann verlassen,

um die Signalstärke

erneut zu ermitteln.

Funktionalitäts-Einbußen

müssen Sie keine in Kauf

nehmen (ob im Flugzeugmodus

oder lediglich „kein

Signal“ bedeutet in der Praxis

das Gleiche) – aber profitieren

von bis zu zwanzig

Prozent längerer Akku-Laufzeit! Ein Blick auf

die Akku-Statistiken belegt: Wo füher ohne

Einsatz dieser Apps ein langer roter Streifen

war, ist jetzt einfach ein Loch, das keinen

Strom verbraucht (Abb. 6).

Während NoBars dezent im Hintergrund

arbeitet und abgesehen von den Konfigurations-Bildschirmen

nichts Grafisches bietet,

findet sich bei AutoPilot zusätzlich ein Protokoll

der Aktivitäten. So kann man auch im

Nachhinein schauen: Funkloch um 12:17

Uhr? Wo war ich da gerade? Leider bezahlt

man dieses Feature damit, dass der Bildschirm

bei jedem Check kurz aufflackert. So

bietet sich alternativ an, für die Protokollierung

eine der zuvor genannten Apps zu verwenden:

Dann muss man auch nicht raten,

wo man um die fragliche Uhrzeit gerade war.

Fazit

Funklöcher und gesteigerter Akkuverbrauch

durch schlechten Empfang lassen sich nicht

komplett vermeiden. Wer jedoch gut darauf

vorbereitet ist, kann seinen Akku schonen.

In der folgenden Ausgabe von Android User

stellen wir eine weitere Lösung vor. ● ● ●

Abb. 4: AutoPilot meldet sich in Funklöchern

und hilft, Akku zu sparen.

Quelle: xda-developers.com

Abb. 5: Farbcodes der verschiedenen Signalstärken.

Abb. 6: Die Funklöcher finden sich nun im Telefonsignal-Graphen

wieder – ohne Akkuverbrauch.

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www.android- user.de/qr/28407

Android-user.de März 2013 101


Poweruser

Rom-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs

ROM-Küche

Die Android-Community ist riesig. Für so gut wie jedes Android-Gerät

gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die

ROM-Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und

Tipps zu guten ROMs geben. Christoph Langner

Faux123 Kernel

Es muss ja nicht immer gleich ein

komplett neues Custom-ROM sein,

manchmal reicht schon ein neuer

Kernel aus, um aus dem Handy deutlich

mehr Leistung zu kitzeln oder neue Funktionen

nachzurüsten. Power-User finden im

Faux123-Kernel [LINK 1] die Möglichkeit, das

Handy zu übertakten, die Prozessorspannung

abzusenken und so Strom zu sparen

oder auch Features wie „Sweep2wake“, über

das Sie Ihr Handy mit einem Wisch über das

Display aufwecken können.

Der Kernel lässt sich offiziell auf gerooteten

Handys wie dem HTC One X (nur die Tegra-Version)

oder auch den Nexus-Handys

Galaxy Nexus, Nexus 4 und 7 direkt aus der

App heraus installieren und aktuell halten.

Inoffiziell unterstützt der Kernel jedoch auch

sämtliche Androiden mit ICS oder JB, allerdings

wurde die Zusammenarbeit des Kernels

nur auf offiziell unterstützen Geräten

getestet.

Google

AOKP für das

Nexus 4

Das Android

Open Kang Project

[LINK 2] ist

neben CyanogenMod

eines der populärsten

und am weistesten

verbreiteten Android-

ROMs überhaupt.

Aufgrund seiner unzähligen

Einstellungsmöglichkeiten

und Performance-Tricks

hat

sich das Custom-

ROM eine breite

Fan-Basis erarbeitet.

AOKP

lässt sich auf einer ganzen Reihe von Androiden

installieren [LINK 3], inzwischen gibt es

jetzt auch erste Builds für Googles neuestes

Top-Handy Nexus 4. Bislang existieren allerdings

nur Nightly-Builds für das Nexus 4

[LINK 4], die durchaus noch ihre Problemchen

haben, so berichten User von Abstürzen von

Apps bei diversen Aktionen. Die Entwicklung

des ROMs schreitet jedoch zügig voran.

Täglich wird ein neuer Nightly-Build veröffentlicht.

Im RootzWiki-Forum [LINK 5] finden

Sie einen direkten Draht zum Entwickler-

Team des ROMs, sodass Sie bei Problemen

schnell einen Ansprechpartner finden.

Android 4.2.1 für das One X+

HTCs Flaggschiff One X+ wird zwar direkt

mit „Jelly Bean“ in Form von Android 4.1

verkauft, doch damit hinkt selbst dieses aktuelle

Smartphone der Android-Entwicklung

hinterher. Hier ist Google inzwischen bei

Android 4.2.1 angekommen. Power-User mit

dem Wunsch nach einer möglichst aktuellen

Android-Version, finden jetzt bei einigen

Custom-ROMs aktuelle Alternativen zur Original-Firmware.

Entwickler aus den Communitys

der beliebten Firmwares AOSP [LINK 6],

AOKP [LINK 7] und CyanogenMod [LINK 8] bieten

inzwischen im Forum der XDA-Developers

erste Alpha-Versionen Ihrer Firmware

für das HTC One X+ an. Allerdings sollte

man von diesen ersten Builds noch nicht zu

viel erwarten, Entwickler weisen darauf hin,

dass die Unterstützung für die Kamera oder

auch die Datenverbindung nicht einwandfrei

funktioniert.

Weniger Ruckeln auf Nexus 7

Selbst auf leistungsfähigen Android-Geräten

wie dem Nexus 7 lassen sich immer mal wieder

Ruckler auf der Oberfläche oder bei Spielen

feststellen. Schuld an diesen kurzen Verzögerungen

ist dem Beitrag des XDA-Mit-

102

März 2013

Android-User.de


Poweruser

Rom-Küche

glieds lambgx02 zufolge der Zufallsgenerator

oder präziser gesagt, das Fehlen von Entropie

– also von Ungewissheit oder Chaos – bei der

Generierung von Zufallszahlen [LINK 9]. Doch

was bedeutet das genau?

Android nutzt wie alle Linux-Systeme den

Zufallszahlengenerator /dev/random zur Generierung

von Zufallswerten. Diese benötigt

das System zum Beispiel beim Aufbau von

verschlüsselten Netzwerkverbindungen oder

aber auch ganz trivial beim Berechnen von

Spielzügen eines Handy-Spiels. /dev/random

blockiert allerdings, wenn dem System nicht

ausreichend Entropiedaten zur Verfügung

stehen, die Folge sind die genannten Ruckler.

Der alternative Mechanismus /dev/urandom

kennt im Gegensatz dazu keine solche Entropieschwelle,

er blockiert daher auch nicht

wenn viele Zufallswerte auf einmal angefordert

werden. Darunter leidet die Güte der Zufallswerte,

sodass /dev/​urandom nicht zum

Berechnen von kryptographischen Schlüssel

genutzt werden sollte, in Algorithmen

aus Spielen oder sonstigen

nicht-sicherheitskritischen Situationen

spielt dies allerdings

keine Rolle.

Die Root-App Seeder [LINK 10]

biegt sämtliche Anfragen von

/dev/random auf /dev/urandom

um, was sich auf manchen

Geräten durchaus in

der Performance bemerkbar

macht. Darunter leidet

die zwar Sicherheit,

wenn Algorithmen auf

Zufallszahlen aufbauen.

Auf einem Handy ist jedoch die Wahrscheinlichkeit

eines kryptographischen Angriffs

deutlich geringer, als die Gefahr, dass ein Angreifer

durch Verlust oder Diebstahl direkten

Zugang auf die Daten des Handys erhält.

HTC

Google

Google Play Fehler

RPC:S-5:AEC-0

Auf einem Handy mit Custom-ROM

bereitet der Google-Play-Store

immer wieder mal Probleme, so

auch bei einem unserer Testgeräte mit einem

aktuellen Nightly-Build von CyanogenMod

10.1. Den Versuch, Apps aus dem Play Store

zu installieren, quittierte der Android-Marktplatz

lediglich mit der Meldung „Fehler beim

Abrufen von Informationen vom Server

[RPC:S-5:AEC-0]“. Eine Hilfestellung zur

Problemlösung liefert Google selbst nicht.

Abhilfe schafft das Löschen des Google-

Kontos unter Einstellungen | Konten | Google.

Dort wählen Sie Ihr Google-Konto neben

dem grünen Synchronisierungs-Icon

aus und löschen

es über den Menüeintrag

Konto entfernen, dabei

gehen Ihnen keine Daten

verloren. Nach einem

Neustart des Smartphones

richten Sie Ihr Konto

wieder ein, öffnen den

Play Store und akzeptieren

abschließend erneut

die Nutzungsbedingungen

des Play

Store. Danach sollten

Sie wieder Updates

und neue Apps aus

dem Google-Market

installieren können.

Diese Lösung

funktioniert nur

mit Android 4.0

oder neuer. ● ● ●

Abb. 1: Der Google Play Store sorgt

auf Geräten mit Custom-ROMs

immer wieder für Ärger.

Abb. 2: Löschen Sie Ihr Google-Konto

vom Handy. Dabei gehen keine

Daten verloren.

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www.android- user.de/qr/28176

Android-user.de März 2013 103


Poweruser

AFWall+

Nachfolger von Droidwall: AFWall+

Firewall+

Bei der Installation muss jede App angeben, ob sie ins Internet

möchte. Einschränken können Sie die Internetverbindung allerdings

nicht. Mit AFWall+ bestimmen Sie, wann Apps ins Internet

dürfen. Christoph Langner

Huseyin Bas, 123RF

Abb. 1: Verbieten Sie gezielt einzelnen

Apps, während des Roamings in

Fremdnetzen Daten zu übertragen.

Alle

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www.android- user.de/qr/28155

Installieren Sie eine

App, die auf das Internet

zugreifen möchte,

dann gilt „alles oder

nichts“. Die Anwendung darf

immer und überall ins Netz.

Einem Programm den Internetzugriff

nur dann zu gestatten,

wenn man in einem WLAN eingebucht

ist, beherrscht Android nicht. So

lassen sich Bandbreiten-Fresser wie die

Apps zu den sozialen Netzwerken Facebook,

Google+ oder Xing nicht auf das WLAN beschränken.

Abhilfe schaffen hier Firewall-

Apps, wie wir sie in Android User 02/​2013

[LINK 1] vorgestellt haben. Mit ihnen definieren

Sie für jede App, ob und wann sie Daten

ins Internet senden darf.

Verkauft

Droidwall [LINK 2] war eine

der Apps, die wir Ihnen

vorgestellt hatten, allerdings

hat der Entwickler

der App das Programm an

Avast Software [LINK 3] verkauft

[LINK 4]. Avast nutzt

die von Droidwall geschaffenen

Grundlagen

nun, um seine Sicherheitslösung

für Android

[LINK 5] mit einer Firewall-

Funktion zu ergänzen.

Die Entwicklung von

Droid wall stagniert nun.

Damit ist für das Projekt

jedoch nicht aller

Tage – es lebt weiter.

Droidwall wurde als

Open-Source-Projekt

unter der GPL-Lizenz entwickelt,

der Quellcode –

Abb. 2: Auch in den Einstellungen

von AFWall+ finden Sie diverse Neuerungen

gegenüber Droidwall.

bis zur Version 1.5.7 der App – lässt sich von

Google Code [LINK 6] herunterladen, und aufgrund

der Lizenz dürfen Weiterentwicklungen

auch wieder veröffentlicht werden.

AFWall+

Eines dieser abgespaltenen Projekte (im Englischen

„Fork“) Droidwalls ist AFWall+, das

es neu im Play Store gibt. Neben der kostenlosen

und werbefreien Version [LINK 7], finden

Sie auch eine kostenpflichtige Spenden-Variante

im Play Store für 76 Cent [LINK 8]. Funktionell

sind beide Apps identisch, der Kauf der

App soll die Weiterentwicklungen sichern.

Basierend auf der letzten Version von

Droidwall, ergänzt AFWall+ die App um

verschiedene Features und sorgt auch für

Kompatibilität zu aktuellen Android-Versionen.

Wie Droidwall ist auch AFWall+ freie

Software, den Quellcode zu App finden Sie

dieses Mal bei github [LINK 9].

An der Bedienungsweise

von AFWall+ hat sich im

Vergleich zu Droidwall nicht

viel geändert, allerdings hat

AFWall+ gelernt, das Übertragen

von Daten im

Roaming-Betrieb zu erlauben/​zu

verbieten. Des Weiteren

gibt es auch Schalter, alle

Apps zu de-/​selektieren, um

sie auf die White- bzw.

Blacklist zu setzen. Bei der

Installation von Apps fragt

AFWall+ auch gleich, was

dem neuen Programm erlaubt

werden soll. Der Entwickler

möchte damit aber

nicht aufhören: Weitere Features

wie Support für zusätzliche

Sprachen sollen in Zukunft

folgen.

● ● ●

104

März 2013

Android-User.de


Poweruser

Unlock-Pattern

Oleksandr-Lupol, 123RF

Was tun, wenn der LockScreen Sie selbst aussperrt?

Ausgesperrt

Hat der kleine Bruder,

der Sohn oder die Tochter

das Android-Gerät

gefunden und das

Sperrmuster, den PIN

bzw. das Passwort zu oft

falsch eingegeben, hilft

auch die korrekte Eingabe

nicht mehr: Der

Besitzer ist ausgesperrt.

Andreas Itzchak Rehberg,

Marcel Hilzinger

Um bei Verlust oder Diebstahl die

eigenen Daten nicht gleich in

fremden Händen zu wissen, sollten

Sie Ihr Smartphone oder Tablet

mit einem PIN-Code bzw. über ein Muster

sichern. Doch was tun, wenn man das Muster

oder den PIN-Code vergessen hat oder

wenn jemand zu oft das falsche Passwort/​

Muster eingegeben hat?

In über 90 Prozent aller Fälle können Sie

sich dann einfach über den Button Muster

vergessen und Ihr Google-Konto am Gerät anmelden

und ein neues Muster einrichten.

Doch was tun, wenn kein Internet-Zugang

vorhanden ist oder die Funktion über den

Button nicht funktioniert? Wir stellen ein

paar Lösungen vor, die je nach Hersteller,

Smartphone und Android-Version sehr gut

oder überhaupt nicht funktionieren. Testen

Sie die hier beschriebenen Maßnahmen, um

sicherzustellen, wie gut Ihr Smartphone

wirklich geschützt ist!

Der Werkszustand

In einigen Fällen gibt es nach der mehrmaligen

falschen Eingabe eines PIN-Codes oder

eines Musters nur noch eine Möglichkeit, an

das Gerät heranzukommen: Sie müssen es

auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

Dazu können Sie nicht wie auf Abbildung 2

zu sehen den passenden Menüpunkt in den

Einstellungen aufrufen, sondern müssen das

Handy/​Tablet ausschalten und mit einer bestimmten

Tastenkombination einschalten

(zum Beispiel [Leiser]-Taste gedrückt halten

und dann den Einschaltknopf betätigen, etc).

Welche Tastenkombination zum Erfolg führt,

ist für die meisten Geräte im Internet dokumentiert,

Sie sollten sich aber im Ernstfall

besser direkt an den Hersteller wenden.

Wenn Sie Ihr Smartphone über diese Methode

auf die ursprünglichen Einstellungen

zurücksetzen, gehen dabei auch sämtliche

Daten verloren, also alle Spielstände und

Apps, die installiert waren. Den Factory Reset

sollten Sie also nur im Notfall wählen.

Muster vergessen

Sie haben sich ausgesperrt? Kein Problem.

Klicken Sie einfach auf den Button Muster

vergessen und geben Sie die zu Ihrem

Google-Konto gehörende E-Mail-Adresse und

106

März 2013

Android-User.de


Poweruser

Unlock-Pattern

Abb. 1: Nach den ersten fünf Fehlversuchen

müssen Sie 30 Sekunden warten.

das entsprechende Passwort ein. Falls eine

Internetverbindung verfügbar ist, landen Sie

nun automatisch im Dialog für die Bildschirmsperre

und können ein neues Muster

oder einen neuen PIN-Code einrichten. Tun

Sie das nicht, dann bleibt das Gerät entsperrt

und wechselt zum Standard-Lock-Screen.

Dies ist die Standard-Lösung für das Problem

und nur diese Lösung sollte bei Ihrem

Android-Gerät funktionieren.

Zugriff via ADB

Neben dem Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen

und der Zurücksetz-Funktion von

Google gibt es noch einen dritten halbregulären

Weg, um den Lockscreen bei einem Muster

zu umgehen (nicht beim PIN-Code). Dieser

funktioniert allerdings nur, wenn Sie auf

dem Smartphone das USB-Debugging eingeschaltet

haben und einen Rechner mit installiertem

Android-SDK zur Hand haben. Sie

können sich dann via ADB-Shell auf dem

Smartphone einloggen und über den Zugriff

auf die Muster-Datenbank das aktuelle Muster

ausschalten. Anschließend trennen Sie

das Gerät vom Rechner, schalten es aus und

wieder ein. Das Muster ist danach verschwunden.

Die benötigten Befehle, die Sie

Abb. 2: Beim Zurücksetzen auf die

Werkseinstellungen gehen sämtliche

Daten verloren.

auf einem Rechner in

der Kommandozeile

ausführen müssen,

zeigt Listing 1. Dieser

Workaround funktioniert

auf vielen gerooteten

Smartphones und

mit den meisten Custom-ROMs

auch, wenn

das USB-Debugging

nicht aktiv ist (siehe

Kasten). Beachten Sie

diesen Umstand!

Neben diesen drei

Methoden (Zugriff per

ADB, Google-Login,

Zurücksetzen auf die

Werkseinstellungen)

darf es keine weitere

Möglichkeit geben, an

Ihr Smartphone heranzukommen,

ohne das

Muster zu kennen!

Muster noch bekannt

Besonders ärgerlich ist der Lock-Screen,

wenn Sie Ihr Muster zwar wissen, aber jemand

anderes so oft versucht hat, ein Muster

einzugeben, dass Sie es nicht mehr zeichnen

dürfen. Auch dafür gibt es eine Lösung, die

wiederum eine bestehende Netzwerk-Verbindung

voraussetzt. Darüber hinaus muss man

auch seine Zugangsdaten zum Google-Konto

kennen. Melden Sie sich mit Ihrem Google-

Konto in einem Browser an, und rufen Sie

die Seite https:// www. google. com/ accounts/​

UnlockCaptcha auf. Google ist nun darauf

vorbereitet, dass sich eine Anwendung anmelden

will, und Sie haben für die folgenden

Schritte zehn Minuten Zeit. Wer sich bereits

für die Zwei-Schritt-Authentifizierung registriert

hat, kann sich stattdessen auch einfach

ein Einmal-Passwort zum Entsperren des Gerätes

erstellen.

Am PC öffnen Sie die Seite https:// www.​

google. com/ settings/ security. Klicken Sie hier

hinter dem Eintrag Autorisierung von Anwendungen

und Websites auf Bearbeiten und

widerrufen Sie bei sämtlichen Einträgen, die

irgendetwas mit Android zu tun haben, die

Zugriffsrechte.

Abb. 3: Ein Muster schützt Ihr Smartphone

recht sicher vor unbefugtem

Zugriff.

Vorsicht bei Root!

Bei vielen Custom-ROMs und auch bei einigen

Herstellern ist das USB-Debugging im Recovery-Modus

aktiv, wenn das Gerät gerootet ist.

Beachten Sie dieses Sicherheitsproblem, falls

Ihr Smartphone gerootet ist.

Listing 1: Pattern-Lock deaktivieren

adb ‐d shell

# sqlite3 data/data/com.android.providers.settings/databases/settings.db

sqlite> update system set value=0 where name='lock_pattern_autolock';

sqlite> .exit

# exit

Android-user.de März 2013 107


Poweruser

Unlock-Pattern

Oleksandr-Lupol, 123RF

Abb. 4: Weisen Sie Google explizit darauf hin, dass sich ein Gerät anmelden will.

Geben Sie anschließend über den Button

Muster vergessen Ihre Gmail-Adresse und das

zugehörige Passwort an. Das Android-Gerät

sollte diese Daten jetzt akzeptieren und den

Dialog zur Eingabe des Musters erneut anzeigen.

Geben Sie hier das korrekte Muster ein,

um das Gerät zu entsperren. Diese Lösung

stellt kein Sicherheitsrisiko dar, da Sie dazu

das richtige Muster und Ihre Konto-Daten

kennen müssen.

In recht wenigen Fällen kann es vorkommen,

dass Sie zwar Ihre E-Mail-Adresse und

das Google-Kennwort eingeben, Sie aber statt

des entsperrten Geräts lediglich eine Fehlermeldung

zurückerhalten. Meistens sind dann

zusätzliche Accounts auf dem Handy für das

Problem verantwortlich. Überlegen Sie sich,

ob noch ein weiterer Google-Account eingerichtet

ist und versuchen Sie es damit. Sonst

müssen Sie versuchen, das Gerät mit einer

der folgenden Methoden zu entsperren.

Die Passwort-Panne

Offensichtlich hat sich in den Dialog zur Erfassung

der Gmail-Login-Daten bei manchen

Geräten ein Bug eingeschlichen, der das

Passwort nicht richtig erfasst oder den Benutzernamen

nicht richtig zuordnet. Matthew

Hollander [LINK 1] beschreibt dafür eine

ganze Reihe von Workarounds. Der

einfachste besteht darin, nach der

Auswahl von Muster vergessen zwar

die eigene Gmail-Adresse aber ohne

den Zusatz @gmail.com einzugeben und

als Passwort einfach die vier Buchstaben

null. Wir haben diese Methode, die

ein sehr großes Sicherheitsrisiko darstellt

mit Android-2.3 und 4.x-Geräten ausprobiert.

Sie hat – zum Glück – bei

keinem einzigen funktioniert.

Screen Lock Bypass

Diese Methode [LINK 2] setzt eine bestehende

Netzwerk-Verbindung voraus:

Das Gerät muss also entweder

per WLAN angemeldet oder mit aktiviertem

Datennetzwerk beim Provider eingebucht

sein. Installieren Sie nun am PC über den

Play Store im Browser mit dem passenden

Google-Konto die App Screen Lock Bypass

[LINK 3] (3,20 Euro). Ist die Installation erfolgt,

starten Sie das Android-Gerät neu. Der Lock-

Screen sollte nun außer Kraft gesetzt sein.

Dies gilt aber nur so lange, wie die App installiert

ist, und Sie können ohne Kenntnis

des alten Musters/​PIN-Codes ja keine neue

Sperre einrichten. Auch dafür gibt es einen

Workaround. Öffnen Sie die Konto-Einstellungen

unter Einstellungen| Konto & Synchronisation),

und entfernen Sie nun unter Konten

verwalten alle Konten außer dem Haupt-

Google-Konto. Als Nächstes wählen Sie Einstellungen|

Anwendungen| Anwendungen

verwalten und löschen die App Screen Lock

Bypass – was die vorhandene Sperre erneut

in Kraft setzt. Jetzt sollte es jedoch möglich

sein, die Sperre mit den Login-Daten des

Google-Kontos zu umgehen.

Screen Lock Bypass funktioniert nur für

Geräte bis Android 2.3. Die App lässt sich

normalerweise nur dann kaufen, wenn das

eigene Gerät auch unterstützt wird. Das Sicherheitsrisiko

ist relativ gering, da ein Angreifer

auch Zugang zu Ihrem Google-Konto

haben muss.

Telefon-App als Leck

Auf Smartphones sowie Tablets mit Telefonie-Funktion

bietet eventuell die Telefon-App

ein Schlupfloch. Auf einigen Geräten scheint

dieses so groß, dass ein Elefant durchpasst:

Hier tippt man einfach im Lockscreen auf

Notruf, und in der Telefon-App betätigt man

dann die Home-Taste – schon gelangt man

zum Homescreen! Von diesem Bug dürften

jedoch kaum noch Geräte betroffen sein. Ein

weiteres Schlupfloch könnte jedoch noch

existieren [LINK 4]. Lassen Sie sich von einem

anderen Gerät aus anrufen, nehmen Sie den

Anruf an, und legen Sie wieder auf. Danach

müssen Sie sofort wie ein Besessener für

rund 30 bis 60 Sekunden auf sämtliche Buttons

des Gerätes tippen. Zum Abschluss tippen

Sie dann auf die Home-Taste. Es kann einige

Zeit dauern, bis man das richtige Timing

trifft. Vom Home-Screen aus deaktivieren

Sie dann am besten gleich das Muster

(sofern noch bekannt). Falls Sie das Muster

nicht mehr wissen, müssen Sie wie bei der

Bypass-App beschrieben sämtliche Konten

108

März 2013

Android-User.de


Poweruser

Unlock-Pattern

außer dem Haupt-Google-Konto löschen und

dann auf die Funktion Muster vergessen vertrauen.

Das Risiko dieser Methode schätzen

wir als relativ gering ein, weil es nur sehr

wenige Nutzer gibt, bei denen diese Methode

funktioniert hat. Betroffen scheinen in erster

Linie ältere Samsung-Modelle zu sein. Aber

es ist ein klares Sicherheitsleck.

Ein weiteres Schlupfloch für Geräte mit Telefonie-Funktion

beschreibt Adam Guerbuez

[LINK 5]. Auch hier lässt man das gesperrte

Gerät anrufen und nimmt den Anruf an, legt

jedoch nicht auf. Stattdessen betätigen Sie

die Zurück-Taste (nicht die „Home“-Taste) so

oft, bis der Home-Screen erscheint (das kann

durchaus ein paar Minuten dauern!). Von

hier aus kann man wie oben beschrieben die

zusätzlichen Accounts löschen, sodass nur

noch der Haupt-Account übrigbleibt.

Der Artikel von Adam Guerbuez beschreibt

jedoch noch eine weitere Sicherheitslücke.

Hat man sich so Zugriff zum System verfasst,

kann man über Einstellungen| Konten & Synchronisation

ein neues, zusätzliches Google-

Konto anlegen (der Anruf darf solange nicht

beendet werden, sonst erscheint sogleich

Abb. 5: Ein Klick genügt: One Click Pattern Unlock für

Samsung-Geräte.

wieder der Lock-Screen). Ist das neue Konto

aktiv, beendet man den Anruf und kann sich

nun beim Betätigen des Buttons Muster vergessen

einfach mit diesem neuen Konto anmelden.

Und schon öffnet sich das Fenster

für die Display-Sperre, und man kann eine

neue Methode wählen, ohne die alte gekannt

zu haben. Guerbuez hat diesen Weg mit dem

Samsung Galaxy S2 und Android 4.0 ausprobiert.

Laut unseren Tests ist die Lücke ab

And roid 4.1 geschlossen. Dennoch werten

wir dieses Sicherheitsleck als kritisch.

Noch einmal Samsung

Samsung-Nutzer sollten in jedem Fall auch

folgende Methode testen, um sicherzugehen,

ob/​wie einfach das Gerät zu entsperren ist.

Bei GSMHosting gibt es ein Tool [LINK 6], das

das Entsperren von einem beliebigen Windows-PC

aus erlaubt. Einfach auf die genannte

Seite gehen, das Tool herunterladen,

starten und staunen. Auch diese Sicherheitslücke

ist allerdings seit Android 4.0 geschlossen,

sodass hierzulande nicht mehr allzu

viele Geräte davon betroffen sein dürften.

Fazit

Wer sein Entsperr-Muster und seine zum

Google-Account gehörende E-Mail-Adresse

vergessen hat, kommt in der Regel nicht

darum herum, das Gerät auf die Werkseinstellungen

zurückzusetzen. Das Gleiche gilt,

wenn das Gerät vor dem Sperren in den Flugmodus

gebracht wurde oder aus anderen

Gründen nicht aufs Internet zugreifen kann.

In allen anderen Fällen gibt es noch Möglichkeiten,

wieder an sein geliebtes Android-

Handy oder ‐Tablet zu gelangen.

● ● ●

Abb. 6: Screen Lock Bypass hebelt

die Display-Sperre nach einem Neustart

aus.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28150

anDROID animate

anDROID talk

anDROID weekly

TV

App Vorstellungen

First touch & view

Smartphone und

Tablet Tests


Devcorner

Spieleklassiker

Den Quellcode zum hier vorgestellten

Spiel finden Sie unter [LINK 5] auf

der Android-User-Homepage zum

Download. Auf unserer Homepage

finden Sie auch die vorangegangenen

Teile des Entwickler-Workshops.

Ihren ersten Ausflug in

die Welt der Spieleprogrammierung

erlebten

Sie in Ausgabe 11/​2012

an Hand der Kreation

des Apple-Shooters.

Heute wagen wir uns

noch ein Stück weiter:

Mithilfe des App Game

Kits erschaffen wir einen

Clone des großen

Spieleklassikers Sokoban.

Marko Dragicevic

Abb. 1: Das Sokoban-Original aus den 1980er-Jahren.

Spieleklassiker für Android nachprogrammieren – Sokoban

Kistenschieber

Das Original Sokoban erschien

1982 in Japan. Als Spektrum Holobyte

1984 eine europäische Variante

veröffentlichte, wurde es

prompt ein Hit (Abbildung 1 zeigt das Original

von damals in einem Dos-Emulator).

Noch heute erscheinen Freeware-Adaptionen,

und Fans tauschen sich im Internet über

die Levels von damals aus. Auf den ersten

Blick mutet die Idee dahinter erst einmal

simpel an: In einem Lagerhaus, welches der

Spieler aus der Vogelperspektive sieht, muss

er einem kleinen Mann beim Aufräumen helfen.

Dazu verschiebt die Figur herumliegende

Kisten, sodass sie alle zum Schluss auf

gekennzeichneten Ablagefeldern liegen.

Doch es gibt ein paar Einschränkungen, wodurch

besonders die schwierigeren Levels

sehr knifflig werden können: Kisten können

nur geschoben, nicht gezogen werden. Das

Verschieben ist aber auch nur möglich, wenn

sich direkt dahinter ein freies Feld befindet;

Mauern oder weitere Holzkisten blockieren

also möglicherweise den Weg. Wenn der

Spieler einen Fehler macht und zum Beispiel

eine Kiste in einer Ecke einklemmt (von wo

sie nur noch durch Ziehen wegzubekommen

wäre, was ja nicht möglich ist), muss er auf

Knopfdruck den Level neu starten. Diese

Knobelei wurde derart beliebt, dass ihre Fans

sie im Laufe der Zeit auf etliche Systeme portierten.

Doch wie programmieren wir nun

unseren eigenen Sokoban-Clone?

Planungsphase

Zunächst gilt es, ein paar Vorüberlegungen

anzustellen. Was für einen Aufbau soll der

spätere Bildschirm haben? Im unteren Bereich

sollte die App Pfeiltasten-Buttons einblenden,

mit denen der Spieler die Figur bewegen

kann. Andere Steuermöglichkeiten –

Hintergrundgrafiken auf allen Seiten des Artikels: magenta10, 123RF

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März 2013

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Abb. 2: So sieht unser eigener Sokoban-Clone

aus. Das Lagerhaus

besteht aus 11x11 Spielelementen.

wie beispielsweise der

Geschwindigkeitssensor –

passen zwar zu Rennund

Actiongames, wären

aber für eine Knobelei

wie diese, bei der es um

gezielte, wohlüberlegte

Züge geht, eher unpassend.

Für den Fall, dass

sich der Nutzer in eine

verfahrene Situation

hineinmanövriert hat, ist

ferner ein Level neu starten-Button

wichtig. In die

obere Hälfte des Bildschirms

platzieren wir

das eigentliche Spielfeld.

Dieses besteht bei Sokoban

normalerweise aus

einem Raster, innerhalb

dessen die einzelnen

Spielelemente zeilen- und

spaltenweise angeordnet

werden. Wie viele Elemente passen später in

diesen Bereich hinein? Setzen wir die neueren

Smartphone-Modelle als Norm, dann ist

der Bildschirm im Porträt-Modus oft 720

Pixel breit und 1280 Pixel hoch (falls die App

auf einem Modell mit anderer Auflösung ausgeführt

wird, skaliert das App Game Kit

[LINK 1] dank des Kommandos

SetVirtualDisplay(720, 1280) das Bild später

trotzdem so, dass es richtig angezeigt

wird). Wenn wir für unsere Sprites Grafiken

verwenden, die jeweils 60 Pixel breit und

hoch sind, wäre dementsprechend eine Matrix

von 11 Zeilen zu je 11 Spalten eine gute

Wahl: Das Spielfeld benötigt dann 11*60 =

660 Pixel in der Breite (es bleibt also noch

etwas Platz für einen seitlichen Rahmen)

und Höhe (sodass die untere Hälfte des

Schirms frei bleibt für die Steuerungsbuttons).

Schauen Sie, um sich diese Aufteilung

noch einmal zu vergegenwärtigen, am besten

einmal vorweg den Screenshot unseres späteren,

fertigen Spiels an (Abbildung 2).

Nun benötigen wir als letzte Vorarbeit

noch nett anzuschauende Sprite-Grafiken für

unser Spiel: einen Lagerarbeiter, die Holzkisten,

die Mauern und den Boden der Lagerhalle.

Beim Apple Shooter in Heft 11/​2012

[LINK 2] griffen wir dazu noch auf die Seite

Opengameart [LINK 3] zurück – doch dort finden

sich für dieses Projekt keine passenden

und gleichzeitig ansprechenden Bilder. Dafür

springt diesmal Openclipart [LINK 4] ein. Die

meisten der dort verwendeten Werke stehen

unter der Public Domain / CC0 – Lizenz,

Entwickler dürfen diese also ohne irgendwelche

Auflagen auch in eigenen

Spielen verwenden. Sie können

als Vektorgrafiken heruntergeladen

oder – in unserem

Falle interessanter –

direkt online in eine Bitmap-

Grafik mit einer wählbaren

Wunschgröße (wie etwa 60

Pixel) exportiert werden. Auf

der besagten Homepage finden

sich auch taugliche Bilder

für Steuerungsbuttons;

die Erstellung der Sprites für

den Boden und die Zielfelder

sowie ein paar wenige grafische

Anpassungen lassen

sich schnell mit einem Malprogramm

wie Gimp durchführen.

Die fertigen Grafiken

(sowie auch den kompletten

Quellcode des folgenden Abschnitts)

finden Sie als

Download-Link mittels des

QR-Codes am Ende von diesem Artikel.

Die konkrete Umsetzung

Das Listing des Spiels ist aus Platzgründen

nicht im Heft abgedruckt, sondern stattdessen

in dem oben erwähnten Downloadarchiv

enthalten. Für ein gutes Verständnis des

Quellcodes rufen Sie diesen optimalerweise

an Ihrem Computer auf, und legen das Android-User-Heft

mit den Erklärungen daneben.

Der Anfang des Programms (Zeile 1-46)

führt die üblichen Aktivitäten durch, welche

nach dem Neustart einer App anfallen: Er initialisiert

Variablen, setzt diese auf bestimmte

Startwerte und lädt Grafiken in den Speicher.

Doch hier fällt schon ein erster Unterschied

gegenüber dem Apple Shooter aus dem letzten

Workshop auf: Die Sprite-Grafiken des

Spielfeldes werden über ein Array angesprochen

(Zeile 30-35). Dabei handelt es sich um

eine durchnummerierte „Ansammlung“ an

Variablen. Statt jeder Variable einen eigenen

Namen zu geben, kann der Entwickler auf

diese mit Zahlen (Indexwerten) zugreifen.

Unser Initialisierungsteil macht jedoch zunächst

einmal nichts anderes, als jedes Element

dieses Arrays mit den Befehlen „For..

Next“ in einer Schleife zu durchlaufen. Hierbei

wird erstmal jede dieser Variablen mit

dem Datentyp Sprite assoziiert.

Ein Array muss vor seiner erstmaligen Verwendung

immer in seiner Größe benannt

und entsprechend viel Speicher reserviert

werden (sogenanntes „Dimensionieren“).

Die korrespondierende Anweisung aus Zeile

Nr. 10 lautet: Dim Sprites[12,12], was be-

Abb. 3: Das erste Level ist noch ein

ganzes Stück leichter als das zweite

und bietet Raum für Verbesserung.

Android-user.de März 2013 111


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Spieleklassiker

Abb. 4: Openclipart.org bietet nicht nur lizenzfreie Vektorgrafiken an, sondern konvertiert diese

auch bei Bedarf in andere Formate.

deutet, dass ein Array mit dem Namen „Sprites“

angelegt wird. Dieses soll zwei Dimensionen

(für unsere Zeilen und Spalten) enthalten

und jede davon 12 Elemente groß sein.

Warum 12, wenn wir für unser Spielfeld nur

11 benötigen? Das App Game Kit fängt schon

bei Element 0 zu zählen an. Wir werden aus

Gründen der Quellcode-Übersichtlichkeit

später das nullte Element nicht benutzen,

sondern unser Array immer nur über die

Zahlen 1-11 ansprechen. Element Nr. 0 ist

trotzdem vorhanden, sodass es bei der Größe

des Datenfelds mitgezählt werden muss.

Zeile 49-51 ruft nun die Unterprogramme

(Funktionen) „LevelNeuLaden()“ und „LevelNeuZeichnen()“

auf. Für die Umsetzung

von diesen muss sich der Entwickler nun

erstmal darüber im Klaren sein, wie er die Inhalte

seiner Level (also welche Spielfigur wo

steht) intern speichert (sogenanntes „Kodieren“).

Wir werden dafür wie folgt vorgehen:

Ein (diesmal) eindimensionales Array aus 11

Elementen speichert ebenso viele Zeichenketten,

welche jeweils eine Zeile des Spielfeldes

repräsentieren. Jede einzelne Zeile umfasst

wiederrum 11 Zeichen, von denen jedes

den Inhalt einer Spielfeld-Spalte speichert.

Schauen Sie sich hierzu zum besseren Verständnis

Abbildung 5 und (als Beispiel) Zeile

215 an: Leveldaten$[8] = "# $ ..#"Hier nutzen

wir willkürliche Zeichen als Platzhalter

für Spielinhalte. Dabei verwendet diese App

zu internen Speicherung # als Kodierung für

eine Mauer, $ für eine Kiste und .für das

Zielfeld einer solchen Truhe. Die achte Zeile

dieses Levels beschreibt also, dass in dieser

Reihe links und rechts Mauern entlang laufen,

relativ mittig eine Kiste herumliegt und

sich vor der rechten Mauer zwei Zielfelder

befinden. Die Funktion LevelNeuLaden() definiert

auf diese Weise die Inhalte des Levels,

während LevelNeuZeichnen() die Befehle

enthält, um an Hand der gewählten Kodierung

die richtigen Sprite-Grafiken für das

Spielfeld zu setzen. Sie werden sich nun fragen,

warum für die interne Speicherung der

Levelinhalte nicht ebenfalls ein zweidimensionaler

Array verwendet wird (wie vorher bei

der Speicherung der Verweise auf die Bilder),

sondern ein eindimensionaler, welcher Zeichenketten

nutzt? Dies hat rein pragmatische

Gründe: Auf die Weise kann der Entwickler

leichter neue Levels entwerfen, indem er einfach

neue Zeichenketten für weitere Levels in

die Funktion LevelNeuLaden() hineinschreibt.

Zeile 53-79 lässt der Initialisierungsphase

nun die Hauptschleife des Spiels folgen: So

lange die App läuft, wird immer wieder erneut

überprüft, ob der Nutzer den Bildschirm

berührt hat. Falls ja: Ist einer der Pfeilbuttons

davon betroffen? Dann rufe das Unterprogramm

SpielerBewegungAngefordert(ZielPos

itionX,ZielPositionY) auf (Zeile 60-71). Ist

stattdessen der „Level Neu starten“-Button

gedrückt worden? Dann überschreibe mithilfe

des Unterprogramms LevelNeuLaden()

den aktuellen Inhalt von Leveldaten$[] mit

der Ausgangssituation dieses Levels.

Was passiert nun, wenn der Nutzer eine

Bewegung der Spielefigur „angefordert“ hat?

Die Funktion SpielerBewegungAngefordert(Z

ielPositionX,ZielPositionY) (Zeile 82-92)

überprüft, ob es der Spielfigur überhaupt

möglich ist, sich dorthin zu begeben. Dafür

wird aus Leveldaten$ das Zeichen abgerufen,

welches die Zielposition repräsentiert. Handelt

es sich dabei um ein Leerzeichen, also

dem, was in unserer Kodierung einem leeren

Feld entspricht? Kein Problem, dann rufe das

Unterprogramm BewegeSpieler(ZielPosition

X,ZielPositionY) (Zeile 95-111) auf. Dieses

verschiebt das Spielerzeichen in Leveldaten$

entsprechend, der anschließende Aufruf von

LevelNeuZeichnen() bringt die zunächst nur

in der internen Speicherung vorgenommenene

Änderung auch auf den Bildschirm.

Nun kann es vorkommen, dass der Spieler

eine Bewegung zu einem Zielfeld anfordert,

auf dem eine Kiste steht – er will diese also

offenbar verschieben. In dem Fall prüft nach

einem entsprechenden Aufruf die Funktion K

istenBewegungAngefordert(QuelleX,QuelleY,

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ZielX,ZielY) erst einmal, ob die Kiste in

diese Richtung verschiebbar ist, oder ob

diese durch eine in dieser Bewegungsrichtung

dahinterstehende Wand oder zweite

Kiste blockiert wird. Ob das erwünschte Verschieben

von Erfolg gekrönt ist, erfährt das

Unterprogramm SpielerBewegungAngefordert

über den Rückgabeparameter von KistenBewegungAngefordert,

und kann somit gegebenenfalls

der verschobenen Holzkiste die

Spielfigur hinterherfolgen lassen (siehe

hierzu die Zeilen 88-89 und 113-121).

An welcher Stelle überprüft die App nun,

ob schon alle Kisten auf Zielfeldern stehen –

das aktuelle Rätsel also gelöst ist? Dies wird

innerhalb der Funktion „LevelNeuZeichnen“

realisiert. Jedes Mal, wenn ein anderer Teil

des Codes dieses Unterprogramm aufruft,

wurde gerade etwas an den Inhalten des

Spielfelds geändert – also hat die Spielfigur

potenziell gerade eine weitere Kiste auf ein

Zielfeld geschoben. Dies lässt sich daran prüfen,

ob im Leveldaten$-Array nirgendwo

mehr die Kodierungszeichen für unbelegte

Zielfelder auftauchen (also das Kodierungszeichen

„.“ für ’Leeres Zielfeld’ oder „+“ für

’Zielfeld, auf dem zwar der Spieler, aber

keine Kiste steht’). Ist dem so, dann lädt die

App nun das nächste Rätsel. Außer dies war

schon das letzte Level – dann startet das

Spiel wieder komplett von vorne bei Level

Nr. 1 (siehe dazu die Zeilen 139, 154-156,

164-168 & 173-180).

Leveldesign & Erweiterungen

Wenn Sie bereits über Erfahrungen mit anderen

Programmiersprachen verfügen, dann

war die Datenstruktur „Array“ für Sie ein

alter Bekannter, auch die hier genutzte Ablaufsteuerung

sollte Ihnen im Groben aus

dem funktionalen Programmierparadigma

bekannt sein. Ein großer Unterschied zu vielen

anderen Sprachen besteht beim App

Game Kit jedoch darin, dass keine Befehle

existieren, um Grafiken unmittelbar auf den

Bildschirm zu zeichnen. Alles läuft indirekt

über Sprites.

Wenn der Entwickler trotz dieses Konzepts

kein Plattformspiel, sondern ein klassisches

„Tiled Game“ (also ein aus gleichgroßen Kacheln

zusammengesetztes Spielfeld) realisieren

möchte, ist es effizienter, nicht jedesmal

eine Unmenge an Sprites während des

Spielablaufs zu verschieben, sondern wie

hier geschehen, jeweils ein Spiefeld durch

ein Sprite darzustellen, alle Sprites an fixen

Positionen zu belassen und bei Änderungen

im Spielfeld nur die Sprite-Grafiken an den

jeweiligen Positionen mittels Set-

Abb. 5: Die linke Seite zeigt, mit welchen ASCII-Zeichen unsere App intern die Level kodiert.

Rechts ist zu sehen, wie dasselbe Level später im fertigen Spiel aussieht.

SpriteImage() auszutauschen. Wenn Sie

möchten, können Sie jedoch auch als Übung

überlegen, wie eine alternative Sokoban-

Implementation an Hand der Hausmittel des

App Game Kits aussehen könnte.

Sind Sie noch Programmieranfänger und

haben bisher nicht vielmehr vollzogen als

den Workshop zum Apple-Shooter aus Heft

11/​2012 ? Dann haben Sie bei den letzten

fünf Sätzen vermutlich nur Bahnhof verstanden

– doch die sind derzeit für Sie auch nicht

von Belang. Versuchen Sie zu verstehen, was

es damit auf sich hat, Levelinhalte und aktuelle

Spielzustände in Arrays und Zeichenketten

zu „kodieren“. Fangen Sie dabei mit kleinen

„Häppchen“ an (genauso wie bei Lebensmitteln

ist der Wissenserwerb bekanntlich

in kleinen Portionen leichter und nachhaltiger

konsumierbar als geballt): Verändern

Sie zunächst in der Funktion LevelNeuLaden()

die Inhalte des ersten Levels, und

schauen Sie sich die Veränderungen anschließend

live im Spiel an.

Der nächste Schritt besteht darin, in genau

dieser Funktion einen weiteren, dritten Level

einzubauen. Wenn dies geklappt hat, steht

eine weitere Übung an: Die Einführung eines

neuen Spielelements (binden Sie dazu eine

neue Grafik mit 60x60 Pixeln ein, erfinden

für diese ein eigenes Kodierungszeichen, und

werten dieses im Programmablauf aus). Oder

wie wäre es, wenn die Spielfigur auch diagonal

ziehen könnte? Dafür müssten Sie nur

entsprechende Steuer-Buttons einblenden. In

der Do-Loop-Hauptschleife des Spiels (Zeile

53-79) kann eine Berührung von diesen dann

hierzu passende Aufrufe des Unterprogramms

SpielerBewegungAngefordert(ZielPo

sitionX,ZielPositionY) ausführen. ● ● ●

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Redaktion

Arnold Zimprich, Christoph Langner, Christian

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Autoren dieser Ausgabe

Andreas Itzchak Rehberg, Arnold Zimprich , Ákos

Tóth, Christoph Langner, Harald Willhelm, Jasmin

Bauer, Marko Dragicevic, Marcel Hilzinger, Martin

Lennertz, Patrick Neef, Peer Kintrup, Thomas

Raukamp, Samuel Groesch, Stefan Telfner, Thomas

Leichtenstern, Tim Fuhrländer, Wolfgang Niemann

Grafik

Judith Erb (Design und Layout), Kristina Fleischer

Titelgestaltung

Judith Erb

Bildnachweis

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere

Sprachlektorat

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Produktionsleitung

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