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AUDIO Die perfekte Box (Vorschau)

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11/2011

www.audio.de Deutschland 5,30 €

HIFI · SURROUND · HIGH END · MUSIK

Schön

bunt:

Björks Multimedia-Album

und weitere

CDs und DVDs

im Check

die perfekte box

für absolute Präzision: KEF Blade

für Röhren: Dynavox Impulse V

für Action: Teufel System 10

NETzwERKPlAyER

Test-Premieren von

Pro-Ject und Denon

ENDSTUFE VON NAD

Preiswerter Bi-Amping-

Einstieg mit 4 Kanälen

AV-REcEIVER

Die 2000-Euro-Klasse:

Arcam, Pioneer, Anthem

Wireless-Aktivboxen von Canton

Drahtlos Musik hören im ganzen Haus

Österreich € 6,10 - Schweiz sfr 11,20 - Spanien € 7,00

BeNelux € 6,30 - Griechenland € 7,40 - Italien € 7,00

Finnland € 7,80 - Slowenien € 7,20


Jeder einzelne Huftritt.

Wild Horses auf der neuen Focus 380.

Die neue Focus 380. Ein ganz großer Moment. Hammer.

Noch detailreicher und feiner in den Höhen, dank Esotar 2 Gewebekalotten-Hochtöner mit Precision Coating. Noch präziser und

homogener in den Mitten. Und absolut souverän im Bass und im Tiefbass, dank parallel spielender Tieftöner mit 20 cm Durchmesser

und mehrfach versteiftem Gehäuse mit großem Volumen. Für ein überwältigendes Erlebnis. Bei Ihrem Dynaudio Fachhändler.

Und auf www.dynaudio.com/new_focus

All there is.


Meinung › Editorial

FiFty FiFty

Christine Tantschinez

ctantschinez@wekanet.de

Wir hatten es ja schon Anfang des Jahres verraten. Aber jetzt im Herbst ist es

endlich offiziell: KEF wird runde 50. AUDIO feiert diesen stolzen Geburtstag

gebührend mit den fünf Titel-CDs, die jeweils ein Jahrzehnt der beeindruckenden

Geschichte der Lautsprecher-Innovatoren von der Gründung bis heute musikalisch

begleiten. In dieser Ausgabe, in der vierten Folge, sind die 90er Jahre Thema; mit

der Geburt der UniQ-Treiber, der Start der erfolgreichen Heimkino-Systeme und

dem Übergang in die heutige Konzernmutter GP, nachzulesen ab Seite 14. Cover-

Stücke legendärer Hits wie „Enjoy The Silence“ und große Klassik-Aufnahmen aus

dieser Zeit auf der Titel-CD bringen uns die 90er auch akustisch in Erinnerung.

Und noch ein Geburtstagspräsent gibt es zu bestaunen. Mit der Blade hat sich KEF

quasi selbst beschenkt und einen Ausnahme-Lautsprecher gebaut, der auch die

nächsten 50 Jahre garantiert in Erinnerung bleiben wird. Alles an dieser Box ist

spektakulär: das Konzept, die Form und vor allem der Klang. Ab Seite 26 können

Sie nachlesen, wie dieses wunderschöne Geschöpf so ziemlich jedem Tester

(männlich und weiblich) im Haus den Kopf verdreht hat.

Viel Vergnügen dabei wünscht herzlichst

50 JahrE KEF - diE 90Er

Mit 70 Minuten Spielzeit und drei neuen Cover-Versionen altbekannter 90er-Hits von Wave über

Blues bis Grunge kann die neue AUDIO-CD aufwarten. Dazu mixt u.a. Bobby McFerrin Jazz mit Mozart,

Evgeny Kissin brilliert am Klavier und Gustav Leonhardt greift in die Orgeltasten.

WELTPREMIERE FÜR DIE QUANTUM 800-LINIE

Extreme Präzision der Wiedergabe und ein

edles schlankes Erscheinungsbild im Bauhausstil

sind die Hauptattribute dieser High-End-Serie.

Dazu gehören die Hochtöner mit Glasfaser-beschichtung,

aufwändige akustische

24dB- Weichen und vor allem die Aludruckguss

Tief- und Mitteltöner, die auf eine

kontrolliertes Schwingverhalten im Übergangsbereich

gezüchtet wurden.

Optisch fallen besonders die hochwertigen Oberflächen

auf, diese gibt es in den Hochglanz-

Varianten Palisander, Schwarz und Weiß. Die

Serie besteht aus Standboxen, Regallautsprechern,

einem Center sowie dem ebenfalls neuen

Hochleistungssubwoofer Magnat Omega 250

Limited.

Mehr Informationen erhalten Sie unter: www.magnat.de.

www.audio.de ›11 /2011

3


Inhalt › Audio 11/210

One For All: 52

netzwerk-PlAyer

PrO-JECT STrEAm BOx

FlAgge zeigen

Hier sind sie, die aktuellen Flaggschiffe

und Top-Produkte renommierter

Lautsprecher-Schmieden.

Da wäre natürlich die schnittige Blade

von KEF, die mächtige Titan von

Quadral, das Kraft-Surround-Paket

von Teufel und – last, but not least

– der röhrenfreundliche Wirbelwind

Impulse V von Dynavox.

All For One:

Musik-systeM

CAnTOn

YOur WOrLD

60

Teufel

System 10

THx ultra 2

48

Quadral

Titan 8

36

Dynavox

Impulse V

56

MAgAzin

6 news

eine neue Box von Sonus-Faber-

Erfinder Franco Serblin, Wellness von

Yamaha und Reisebegleiter von Geneva

9 tipps der Musikdienst Juke startet

den Betrieb; Elvis und ACDC als

Bildbände; High End SWISS

11 szene umfrage: Händler und ihre

Vorführ-Favoriten, Termine

ruBriken

3 editorial

79 Markt

148 Akkustik-Assistent

149 Bestenliste

158 leserbriefe

159 impressum

162 Vorschau

titel-Cd

14 Cd + report: 50 Jahre keF Vol 4:

die 90er

Im vierten Teil der musikalischen Zeitreise

geht es in das letzte Jahrzehnt des letzten

Jahrtausends – mit Wissenswertem zu KEF

und Highlights aus Pop und Klassik.

lAutsPreCher

26 test: standbox

Von der Konzeptstudie zur Klangskulptur:

Mit der Blade kommt KEF dem Ideal der

Punktschallquelle verdammt nah.

36 test: standbox

Sie begeistert seit 30 Jahren und ist nun

in der achten Generation am Start: Das

Quadral-Flagschiff Titan.

48 test: surround-set

Mit dem System 10 THX Ultra 2 greift Teufel

nach der Boxenalleinherrschaft im

ernsthaften Heimkino.

56 test: standbox

An der ungemein dynamischen Dynavox

Impulse V blühen Röhren-Amps zu

Partylöwen auf.

60 test: wireless Aktiv-lautsprecher

Canton kreiert per Funk eine eigene

Musik-Welt. Das „Your World“-System

spielt Musik im ganzen Haus, von fast

jeder beliebigen Quelle.

64 test: dsP-lautsprecher

Statt in der Box steckt das Digital-

Gehirn bei XTZ da, wo es hingehört: im

Computer.

4

www.audio.de ›11 /2011


Inhalt › Audio 00/210

KEF

Blade

26

TiTEl-Cd

14

Die Neunziger Jahre waren spannend

– politisch, musikalisch und auch

technisch KEF brachte den UniQ-Treiber

hervor und die Musikszene einige

unvergessene Hits und traumhafte

Klassik-Aufnahmen

iM TEST

Aktivboxen

Canton Your Duo 60

Av-komplett-SySteme

Philips HTS 9540,

Samsung HT-D6750W 134

Av-ReceiveR

Anthem MXR-500, Arcam AV-400,

Pioneer SC-LX 75 40

endStufen

Audio Research VS-115 20

NAD C245 BEE 142

pc-boxen

XTZ MH-800 64

StAndboxen

Dynavox Impulse V 56

KEF Blade 26

Quadral Titan 8 36

SuRRound-Set

Teufel System 10 THX 48

voRveRStäRkeR

Audio Research LS-27 20

netzweRk-plAyeR

Denon DNP-720 AE 32

Pro-Ject Stream Box DS 52

VoR-END-KoMBI

20

Wenn Audio Research mit Röhren hantiert, horcht

der Musikfan auf. Und gerne auch stundenlang zu.

diE BESTEnliSTE

Alle Tests im Überblick 148

VERSTäRkER

digiTAl-QuEllEn

MuSik

20 Test: Vor-End-kombi

Bezahlbar, mit fantastischem Klang: die

Röhren-Kombo von Audio Research

40 Test: drei AV-Receiver

Anthem, Arcam und Pioneer treten zum

Wettstreit der Allrounder um 2000 Euro an.

140 Test: Vier-kanal-Endstufe

Eine Stereo-Endstufe mit vier Kanälen um

600 Euro – das lädt zum ausführlichen

Experimentieren ein.

koMPlETT-SySTEME

134 Test: Zwei Blu-ray-Anlagen

Dass auch Surround-Komplett-Systeme

gut klingen können, beweisen die beiden

Edel-Varianten von Philips und Samsung ab

1000 Euro.

32 Test: netzwerk-Player

In AV-Receivern und Kompakt-Anlagen von

Denon findet man seit Jahren Netzwerk-

Technik. Nun kommt der erste Streamer

der Japaner ohne Verstärkeranhang.

52 Test: netzwerk-Player

Willkommen in Lilliput: der neueste Streich

aus dem Hause Pro-Ject ist klein, streamt

aber wie ein Großer.

REPoRT

144 Serie: Masterminds

Die neue AUDIO-Serie rund um die Köpfe

hinter den Marken. Erste Folge: Ray Kimber

und Kimber Kable.

Plus: Interview mit Ray Kimber

67 Pop-Cds

Pop-CD des Monats: Biophilia von Björk.

68 die Audiophilen

Joo Kraus & Tales in Tone, Rebekka

Bakken: Trompeten-Jazz und Country-

Pop

70 geheimtipp

Dreamers of the Ghetto: verträumter

Wave-Rock mit Hit-Potenzial

72 Musik Blu-ray, dVd

Queen, Europe, Gary Moore, Roxy Music

74 oldie-Cds

Pink Floyd möbeln die dunkle Seite des

Mondes neu auf.

75 Jazz-Cds

Trombone Shorty: Funk-Jazz für die

Feierlaune

77 klassik-Cds

Janine Fialkoswka: Eine Lady am Klavier

www.audio.de ›11 /2011 5


Magazin › neWs

NOVEMBER 2011

schöne

künste

Maestro und Muse: Franco Serblin,

einst Gründer von Sonus Faber, entwickelt

wieder neue Lautsprecher. Die Ktêma soll seine

Philosophie feinen Klangs im Verbund von

edelster Verarbeitung einem neuen Höhepunkt

zuführen. Weitere Modelle folgen.

Wenn Franco Serblin darüber nachdenkt,

wie sich Musik authentisch reproduzieren

lässt, wenn er dafür Hand anlegt an edle

Materialien, dann darf man Großes erwarten.

Schließlich hat der Maestro aus Venetien

einst die High-End-Marke Sonus Faber

gegründet und so berühmte Lautsprecher

wie die Guarneri und die Cremona geschaffen.

„Meine Leidenschaft für Musik und

mein Interesse für Musikinstrumente und

deren Materialien haben meine Forschung

seit den frühen 80ern angetrieben“, konstatiert

der 71-Jährige.

Nach dem Verkauf von Sonus Faber 2006

hat der kunstverliebte Italiener nun eine

neue Box kreiert: die Ktêma.Angelehnt an

den altgriechischen Spruch „ktêma es aei“

– etwa: Besitz für alle Zeit – soll eine Ktêma

ihrem Besitzer zeitlose Freude bereiten.

Das aktuelle Modell (Paarpreis: rund 27.500

Euro) macht, fast herzförmig, eine bella

figura, ihr Outfit ist wählbar aus Hochglanz-

Klavierlack oder satiniertem Bergahorn. Das

Gehäuse der handgefertigten Vierwege-

Box weist eine dreifache Bogenstruktur auf,

die Seiten sind konkav, die hintere Schallwand

konvex. Die beiden Tieftöner arbeiten

hinten, um Überlagerungen mit dem Mittenund

Hochtonbereich zu vermeiden.

Dass die Ktêma becircen kann, belegt

Andrea Bocelli. Der Sänger ist verzückt von

der Ktêma und gratulierte dem Maestro für

Qualität und Hörfreude. Die dürfte noch

wachsen: Diesen Herbst erweitert das

Zweiwege-Modell Accordo die Reihe (Preis

circa 6.000 bis 7.000 Euro mit Ständer),

Anfang 2012 soll eine weitere Standbox

folgen. www.francoserblin.it,

www.wbs-acoustics.com cd

Fotos: Archiv, glo / Shutterstock.com

6

www.audio.de ›11 /2011


Magazin › neWs

klassisches quartett

Onkyo zeigt Flagge in punkto HiFi mit vier frischen

Komponenten: Der CD-Player C-7070 (rund 500 Euro)

lässt iPod & Co via USB-Port andocken. Die beiden

Verstärkerboliden A-9070 (rund 1000 Euro) und

A-9000R (um 1500 Euro) arbeiten als Vollverstärker,

Endstufe oder Vorverstärker. Der A-9000R ist dabei

noch konsequenter auf Klang gezüchtet, zum Beispiel

mit großen 18.000uF-Kondensatoren. Der Netzwerk-

Tuner T-4070 (zirka 800 Euro) beherrscht Streaming,

Radiodienste und konventionellen UKW-Empfang

sowie DAB+. www.eu.onkyo.com/de cd

Wiener Glut

Die österreichischen Klangprofis von Krell

AKG schicken ihren neuen Kopfhörer

auf die HiFi-Bühne. Der

K550 arbeitet mit den größten

Treibern, die bei AKG bislang im

Einsatz waren. Die 50-Millimeter-

Teile sollen im Team mit der „Real-Image-

Engineering-Technologie“ für eine offene

Klangperformance und satte Bässe sorgen.

Ein neuartiges Bügelband mit Klappmechanismus

verheißt hohen Tragekomfort und

praktischen Transport. Zwei vergoldete

Klinkenstecker (3,5 und 6,3 Millimeter)

legen Smartphones, Portis oder Home-

Geräte an die Leine. Der Preis: rund 300

Euro. www.akg.com cd

klang-Ästhet

Fotos: Archiv, Nicemonkey (2) / Roman Shcherbakov / Alex Staroseltsev – Shutterstock.com

Die Hektik des Alltags hinter sich lassen, Lieblingssongs

auflegen – und einfach genießen: Die Komplettanlage

Restio ISX-800 von Yamaha macht’s im feinen

Look möglich. Auf dem – für die wandnahe Aufstellung

zum Halbmond abklappbaren – Alufuß thront der

Klang-Körper, wahlweise in Lila, Weiß, Schwarz oder

Grün. Die inneren Werte des 600 Euro teuren Entertainers:

Ein Slot schluckt Audio-CDs (auch MP3, WMA).

Außerdem können iPhone und MP3-Player andocken,

der USB-Eingang verarbeitet ebenso MP3- und WMA-

Dateien. Überdies geht die Restio auf UKW-Senderjagd,

und für den guten Stereoton sorgt ein Zweiwege-

Lautsprechersystem. www.yamaha.de cd

sOund-schAtulle

Die schweizer Sound-Designer von Geneva lab

schicken das Model XS als Reisebegleiter ins Rennen.

Das rund 15 Zentimeter lange Sound-Kästchen

aus Kunstleder arbeitet mit zwei Tweetern

und quadratischem Bass – auch unterwegs dank

wiederaufladbarer NiMH-Batterien. Ein UKW-Radio

sorgt für gute Unterhaltung, und per Bluetooth

und Mini-Klinke nimmt die XS Kontakt zum Musikrepertoire

von Smartphone oder MP3-Player

auf. Der schmucke Preis: rund 200 Euro. www.

genevalab.ch cd

www.audio.de ›11 /2011 7


Magazin › news

MeeT THe beaT

Studio 5 heißt die neue Boxen-Familie von JbL fürs Zwei- bis

Sieben-Kanal-Home-Cinema. Chefentwickler Greg Timbers konstruierte

die 5er mit einem beherzten Blick auf professionelle Kinosysteme.

Zum Team zählen der Zwei-Wege-Center Studio 520 C

(rund 500 Euro), die Zweiwege-Regalos 530 (Paar 750 Euro), der

Standlautsprecher 580 (1800 Euro) sowie die 590 (2200 Euro). In

den Modellen 530, 580 und 590 sorgt ein Hochfrequenz-Druckkammertreiber

mit Bi-Radial-Horn für packende Soundattacken.

Der Aktiv-Subwoofer 550P (700 Euro) ergänzt mit zwei 10-Zoll-

PolyPlas-Niederfrequenzwandlern die Tieftonarbeit. Die stylische

Docking-Station OnBeat Xtreme (oben) dürfte

dagegen User von iPads, iPhones und anderen

Bluetooth-fähigen Geräten verzücken. Ein

iPad kann direkt in der drehbaren Halterung

andocken, Musik und Videos

beschallt die OnBeat Xtreme dann

mit DSP-optimiertem Stereoklang.

Clever: Videotelefonate mit Apple

FaceTime oder Skype sind möglich.

Außerdem gibt’s ein spezielles App,

mit der sich zum Beispiel Playlisten

oder Equalizer-Einstellungen vornehmen

lassen. Die Docking-Station bietet noch einen

Aux-Eingang (3,5 Millimeter Klinke) sowie eine

USB-Schnittstelle. Preis: rund 600 Euro.

www.jbl.com cd

lausch-gut

sennheiser setzt mit seinem Funkkopfhörer

RS 220 auf Wohlklang ohne Kabel. Der offene,

ohrumschließende Hörer mit Velours-Polstern

verspricht dank potenter Neodym-Magnete eine

patente Klangvorstellung im Frequenzbereich

zwischen 16 und 22.000 Hertz. Die unkomprimierte

digitale Übertragung soll dabei auf bis zu

100 Meter Sichtverbindung funktionieren. Die

Sendestation hält einen optischen plus einen

digitalen Koaxeingang und einen Analog-Audioeingang

parat. Der Preis liegt bei rund 400 Euro.

www.sennheiser.com cd

schweden-happen

Die skandinavische Edelschmiede Primare

setzt mit ihrem neuen Multiformat-Player BD32

auf spielerische Vielfalt mit High-End-Niveau:

Musik und Filme via Blu-ray, DVD, CD, SACD

und DVD-A setzt der Acht-Kilo-Bolide ebenso in

Szene wie diverse Files aus dem Netzwerk oder

über die USB- sowie e-Sata-Eingänge. Stereo-

High-End-Klänge schickt er über XLR-Ausgänge.

Der SACD-Schaltkreis hat einen eigenen relaiskontrollierten

Filter-Signalweg, die Videosektion

klotzt mit dualen 1080P-V1.4a-HDMI-Outputs.

Der Preis soll bei rund 3.600 Euro liegen.

www.primare.net cd

RICHTIG

GesTeLLT

Zum CD-Receiver C9 von AVM wurde uns ein

falscher Preis von rund 4.000 Euro genannt

(AUDIO 10/2011). Der richtige Verkaufspreis

beträgt 4.790 Euro. Neu von AVM ist übrigens

der Modul-bestückte Vollverstärker A 5.2 – sein

Preis: rund 4.000 Euro. cd

8 www.audio.de ›11 /2011


Magazin › TIPPS

Fotos: Archiv, ostill, angelo sarnacchiaro, violetkaipa / Shutterstock.com, C. Dick

JukE-Box

In der Cloud, der Internet-Datenwolke, schimmert die Zukunft – auch die Musikindustrie

blickt gen Himmel: Jüngst an den Start ging der Cloud-basierte

Streamingmusikdienst Juke, der zur Media-Saturn-Holding gehört. User können

sich auf 13 Millionen Songs von 80.000 Labels stürzen: per PC und Mac oder

direkt via App mit Smartphone oder Tablet-Computer; bei letzteren lassen sich

Tracks auch offline anhören. Die Juke-Songs hört man ohne Download – und

das mit dem bislang in Europa neuen Dolby-Pulse-Verfahren, das trotz einer

niedrigen Datenrate von 24 Kbit/s prima Klang verheißt. Die Juke-Sessions

gibt’s im Abo für 9,99 Euro im Monat. Laut Bundesverband der Musikindustrie

(BVMI) legten Streaming-Services bei Digitalangeboten am stärksten zu, im

ersten Halbjahr 2011 um gut 21 Prozent. Übrigens: In Deutschland gibt’s fast 70

legale Online-Musik-Services – wer hätte das gedacht. www.myjuke.com cd

_06KWV_Canton_Audio-Stereoplay_11.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);19. Sep 2011 11:41:52

HIFI IST ToP!

Audiogeräte hängten im ersten Halbjahr

2011 LCD-TVs sowie DVD- und

Blu-ray-Player ab: Während der Absatz

von LCD-TVs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

nach Stückzahlen um 1,3%

zurückging, stieg der Verkauf von

HiFi-Einzelgeräten um sechs Prozent.

Lautsprecher legten um zwölf und MP3-

Docking-Stations sogar um 22 Prozent

zu, so die Zahlen der CEMIX-Statistik.

Reference Home Cinema Pro House Flexidelity

HiFi

Musik ist

die Erotik

der Ohren.

Klanglösungen für jede Anforderung

Lassen Sie sich verführen in unsere Welt des Klangs. Erleben Sie unser vielseitiges Spektrum

hochwertiger HiFi Lautsprecher mit allen Sinnen und entdecken Sie die Vorzüge unserer

Chrono SL Serie. Diese verbindet stilvollen Luxus mit einem extravaganten Auftritt in

„high gloss“ und innovative Technologien mit klassischen HiFi Tugenden.

Informieren Sie sich im autorisierten Fachhandel und unter www.canton.de


Magazin › tiPPs

elvis

von michael heartley

edition olms / www.olms.com

192 seiten / 19,95 €

Frisches Futter für Elvis­Fans mit mittleren

Englischkenntnissen: In 20 Kapiteln geht es in

Michael Heartleys englischsprachigem Biografie­Bildband „Elvis“

durch das Leben des King – von „Elvis’ Early Life“ bis zu

„Elvis Leaves The Building“. Im Anhang gibt’s eine „selected

discography“, ein Film­, Buch­ und Websiteverzeichnis und

ein Elvis­Quiz; eine beigelegte CD bringt außerdem ein Dutzend

Presley­Klassiker – von „Hound Dog über „King Creole“

bis zum „Jailhouse Rock“. Neue Erkenntnisse bringt Heatley

zwar nicht ans Tageslicht (wo sollen die nach über drei Jahrzehnten

Elvis­Forschung und Dutzenden von Biografien auch

herkommen?), aber mit rund 20 Euro ist dieser Bild­/Ton­Zwitter

überaus fair bepreist (gedruckt und gebunden wurde in

China). Und schreiberisch setzt Heartley durchaus indivi duelle

Akzente und pflegt einen kurzweiligen Erzählstil. ham

AC/DC: HigH voltAge RoCk 'n' Roll

von phil sutcliffe (herausgeber)

edel / www.edel.com

224 seiten / 24,95 €

Auch an Büchern über AC/DC herrscht wahrlich kein Mangel

– und eigentlich gehört mindestens eine Bandbiografie (plus

eine Handvoll ihrer essenziellsten Alben natürlich) in die Bibliothek

eines jeden seriösen Rockfans. Nicht die schlechteste

Wahl im Printsegment: „AC/DC – High Voltage Rock’n’ Roll:

Die ultimative Bildbiografie“ von Phil Sutcliffe. Der Brite, einer

der renommiertesten Musikjournalisten im angelsächsischen

Sprachraum, erzählt hier Anekdoten und Erlebnisse aus 35

Jahren Band­ und Fan­Geschichte, interviewt Rocker­Kollegen

wie Jimmy Page, Meat Loaf oder Steve Vai über ihr Verhältnis

zu Angus, Malcolm & Co., und porträtiert die wichtigsten

Alben der australischen Kultband. 22 weitere Co­Autoren und

Fotografen halfen mit bei diesem opus magnum, das 2006

in Australien im englischsprachigen Original unter dem Titel

„Maximum Rock ‘n’ Roll“ erschien. Der Untertitel „Die ultimative

Bildbiografie“ wird schließlich mit rund 500 Live­, Backstage­,

Familien und Live­Fotos sowie Abbildungen von Konzertplakaten,

Backstage­Pässen, Plattencovern und ­labels

eingelöst – wobei sich spannende Einblicke zum Beispiel in

die Verstärker­ und Instrumentenbau­Szene der 70er und 80er

Jahre, die Grafiksprache von T­Shirt­, Eintritts­ und Kredit­(!)

karten­Designern und Angus Youngs beachtliche Sammlung

von Schuluniformen auftun. Das Layout versprüht ordentlich

Rock ’n‘ Roll­Flair, der Druck (auch hier: made in China) geriet

sehr ordentlich, die deutsche Übersetzung sachlich. Netter

Gimmick: eine in den Buchdeckel eingearbeitete „Angus­

Drehscheibe“, mit der sich dessen legendären Bühnensalti

nachdrehen lassen. ham

showtime in zürich

Vorhang auf zur dritten Runde: Die HIGH END SWISS hat sich als „eidgenössische

Tochter“ der deutschen HIGH END­Messe prächtig etabliert

und erwartet vom 21.­23. Oktober wieder HiFi­Fans aus ganz Europa in

Zürich. Im Convention Center sowie in weiteren Zimmern und Suiten des

schmucken Mövenpick­Hotel in Zürich­Regensdorf wird auf über 2000

Quadrat metern erneut eine Fülle von Produkten der modernen Unterhaltungselektronik

präsentiert. Mit dabei: fast 250 (!) Vertriebe aus aller Welt

von A wie Acoustic Plan bis Z wie ZU AUDIO.

Lohnen könnte sich aus verschiedenen Gründen auch ein Besuch beim

Schweizer Hersteller colotube (3.OG, Stand D02): Dort erwarten den

Besucher unter dem Motto „Dinge für die Sinne“ edel designte und

handverdrahtete Röhrengeräte – und die amtierende „Miss Earth Schweiz“

des Jahres 2009, Graziella Rogers (siehe Bild), die als Markenbotschafter für

die colotube­Produkte auftritt: „Ich liebe das Glühen der Röhren“, sagt die

schöne Ex­Miss, „qualitativ gute Musik auf einem Colotube­Röhrenverstärker

zu hören, ist Erholung pur.“ Alle Messeinfos und eine Anfahrtsskizze gibt

es unter www.highendsociety.de

Mövenpick Hotel Zürich Regensdorf

CH­1805 Zürich­Regensdorf

Geöffnet: Freitag/Samstag: 10­18 Uhr;

Sonntag 10­16 Uhr

Eintritt für Fachbesucher 10 CHF bei Vorabregistrierung

(gültig für alle Tage); für Publikumsbesucher

10 CHF / Tageskarte.

10 www.audio.de ›11 /2011


Magazin › SZENE

beim Handel HingeHört

aUdiO fragt nach im Fachhandel: Wo beginnt für Händler „seriöse“ HiFi-Qualität, welche Komponenten

sind für einsteiger empfehlenswert? Und welche tonträger benutzen sie für Vorführungen?

UNSERE FRAGEN AN DEN FACHHANDEL:

1 Wie viel geld muss man aus ihrer

Sicht für den einstieg in seriöse

HiFi-Qualität zirka investieren? Und

welche gerätekombination würden

Sie zu diesem Preis empfehlen?

2 Was sind ihre lieblings-

Vorführ-Cds bzw. -lPs bzw. -dVds

bzw. -blu-rays – und warum?

3 Welche neue marke bzw. welches

herausragende Produkt haben Sie

zuletzt in ihr Portfolio aufgenommen

– und warum?

LUNA AUDio

Thomas Mathejczyk

Breslauer Str. 406

90471 Nürnberg

1 mein rat: das budget zu zwei dritteln

in lautsprecher investieren, zu einem

drittel in die elektronik. mein elektroniktipp:

der Cambridge one+ (bild) – ein

hochwertig verarbeitetes multi talent

mit tuner, Cd, Sd-Card und USb, das

für 600 euro eine Klangqualität bietet,

wie man sie nur bei wenigen einzelkomponenten

findet. noch 100 euro

günstiger: der dVd-receiver music Hall

aV 2.1. als Standbox mit filigranen Zügen

gefällt die Phonar Veritas P5 (1500

€ / Paar). Wer es etwas spritziger mag

und eine Kompakte vorzieht, liegt mit

der Focal Chorus 807V (800 € + Sockel;

aUdiO 10/06) richtig. Und als Sub-Sat-

Kombi bietet die diamond-Serie von

Wharfedale (um 700 €) viel Freude für’s

geld. tipp für Vinyl-Fans: der Plattenspieler

debut iii esprit von Pro-Ject.

2 eine lP, die mich ob ihres Spiels mit

der dynamik und den von sehr fein bis

ex trem scharf gespielten gitarren immer

wieder fesselt, ist „love Over gold“

von dire Straits. Klanglich top auch:

„Couldn’t Stand the Weather“ von Stevie

ray Vaughan. etwas mys tischer

und sehr audiophil: alle Cds von loreena

mcKennitt.

3 ein Preis-leistungs-Hit ist der audiolab

8200 CdQ (5/11): ein eleganter, hochwertiger

Hybrid aus Cd-Player,

Vorverstärker und da-Wandler. mit

einer endstufe oder monoblöcken von

audiolab hat man für 2000 bis 3000 €

Hörvergnügen der Spitzenklasse. Und

die Focal-electra-be-Serie: faszinierende

High-end-lautsprecher mit herausragenden

beryllium-Hochtönern. mein

tipp speziell für die Focal 1038be: die

röhren-Hybrid-monoblöcke SP-t800

und die röhren-Vorstufe Sa-t8 von

Vincent– ein traum!

Fotos: Archiv, Seregam / hkeita – Shutterstock.com

1 ein n guter einstieg wäre das marantzduo

Pm 6003 (Vollverstärker; bild) / Cd

6003 (Cd-Player; je um 400 euro – ich

bin schon sehr gespannt auf die neuen

6004er- Versionen) plus die Kompaktbox

dali lektor 2 (um 400 euro / Paar).

diese Kette, mit dem richtigen Kabel

verbunden, verblüfft mit authentischem,

feinsinnigem Klang.

2 auf blu-ray: die lichtmond-Projekte

in 3d – faszinierender Pop-Sound und

geniale bildeffekte.

als Cd: der

„Producer‘s Choice

i Sampler“ von

First impression

music (Fim UHd

066; Sieve king

Sound) im neuen

Cd-Ultra-Hd-Format:

ein hervorragendes instrument

zur beurteilung der Qualität einer anlage.

Und – ein tipp aus meiner Heimat

Sri lanka – aufnahmen des musikers

Pradeep ratnayake.

3 Seit kurzem führen wir im einstiegsbereich

lautsprecher von boston

tRiANGLE tRADiNG

ENtERpRiSE

Sudath Thenuwara

Gardeschützenweg 86

12203 Berlin

acoustics – besonders

die Standbox a360 (test:

aUdiO 4/11) überzeugt

in design, Optik und

Sound. es gibt wenige

Hersteller, die sich in der

Preisklasse von 200 bis

800 euro das Paar solch

eine mühe in der abstimmung

der boxen

machen.

www.audio.de ›11 /2011

11


Magazin › SZENE

14./15. 10. Graf Hören und Sehen, 70182 Stuttgart

setzt die neuen Focus-Lautsprecher 160 und 340 von Dynaudio unter

Strom und zeigt anhand des Netzwerk-Players NAD C 446 und eines

iMac samt Amarra-Software, wie einfach sich Musik aus dem Internet

oder PC zur Hifi-Anlage streamen lässt. Jürgen Wolters von der Firma

Dynaudio wird an beiden Tagen Rede und Antwort stehen. Mehr Strom

gibt es im zweiten Graf-Studio nebenan, wo Hans M. Strassner von HMS

an einer Mark-Levinson-Anlage mit den neuen Dynaudio Focus 380

Vorführungen und Workshops rund um das Thema Strom anbietet.

Termine: Fr., 14.10., 16-19 Uhr, Sa., 15.10., 10-13 Uhr und ab 14:30 Uhr.

www.graf-hifi.de; www.graf-plus.de

14./15. 10. HiFi Belzer, 66740 Saarlouis

beleuchtet in einem Workshop die Faszination von Plattenspielern und

Röhrengeräten. Im Mittelpunkt: die neuen Rega-Modelle RP3 und RP1

sowie diverse Röhrenverstärker von Unison. www.hifibelzer.de

14. 10. - 11. 11. PhonoPhono, 10961 Berlin

informiert immer freitags (Bergmannstr. 17, 17 bis 19 Uhr) schwerpunktmäßig

über analoge Klangkultur. Die kommenden Termine. 14. Oktober:

Moderne Plattenspieler im Vergleich. 21. 10.: HiFi-Technik für Einsteiger

– wie investiert man richtig, woran erkennt man gute Geräte? 28. 10.:

Platten waschen & reinigen. 5. November: Lange Nacht der Ohren. 11. 11.:

Tonabnehmer im Vergleich. www.phonophono.de

15. 10. - 12. 11. RAE Akustik, 21337 Lüneburg

erwartet Dieter Tielert von Silent Wire, der die neue Kabelserie 50 Ag

präsentiert und Tipps zur Klangsteigerung durch Netzkabel gibt. Am 29.

10. zu Gast: Helge Miglitz von Trigon, der den Multimedia-Streamer-/

Ripper Trigon Chronolog vorstellt. „Digital mal anders“ heißt es am 12. 11.

– dann informieren Thomas Gessler und Andreas Sehlhorst über „Digital

Network Amplifier Neuheiten“ von Audionet. Je Veranstaltung sind drei

Durchgänge (10, 12, 14 Uhr) geplant. Anmeldungen und Info unter Telefon

041 31 / 68 42 81 oder per Mail info@ rae-akustik.de. www.rae-akustik.de

21./22. 10. / 28./29. 10. / 4./5. 11. Luna Audio Lounge, 90471 Nürnberg

veranstaltet am 21./22. 10 ein „französisches Wochenende“ mit Lautsprechern

aus den Focal-Serien Electra und Chorus sowie französischen

Leckereien. Eine Woche später beleuchtet das Team um Thomas

Mathejczyk unter dem Motto „You’r Tube“ die Faszination von Röhren-

Verstärkern, Röhren-CD-Playern und Röhren-Hybrid-Verstärkern von

Herstellern wie AMC und Vincent, dazu locken Getränke und leckeres

Fingerfood. Am 4./5. November spielen dann „digitale Multitalente“, also

Streamer, DA- Wandler und Multifunktions geräte wie der Audiolab 8200

CDQ, der T+A Music Receiver oder der Cambridge Sonata NP 30 auf.

Neben den neuen Marken T+A , T.A.C. und AMC gibt’s übrigens auch

erweiterte Öffnungszeiten – Montag bis Donnerstag von 18 bis 20 Uhr

sowie Freitag/Samstag von 14 bis 20 Uhr. www.luna-audio.de

17. - 22. 10. HiFi-Studio Schön, 66955 Pirmasens

lädt zu den HiFi-Tagen 2011. Im Mittelpunkt: die Flächenlautsprecher von

Audio Exklusiv und der CD-Player CD-17A von Cayin. Gleichzeitig gibt’s

einen Workshops zum Thema „Auswirkungen der Mechanik auf den

Klang“. Öffnungszeiten: 14-20 Uhr; um Anmeldung wird gebeten (e-mail:

hifistudio-schoen@t-online.de). www.hifistudio-schoen.de

22. 10. HiFi Concept, 81667 München

präsentiert Neuheiten und Top-Produkte aus dem Portfolio der japanischen

Top-Marke Accuphase, darunter die Vorstufe C-3800 und die

Monoblöcke M-6000. Als Lautsprecher-Partner tritt die Stella Utopia von

Focal auf. www.hificoncept.de

22. 10. / 5. 11. RAE Akustik, 44141 Dortmund

erwartet in seinem Studio 2 (Märkische Str. 125) am 22. 10. Thomas

hifi-TErmiNE

Gessler und Andreas Sehlhorst von Audionet, die unter dem Motto

„Digital mal anders“ Neuheiten aus dem Bereich Digital Network

Amplifier präsentieren. Am 5. November kommt dann Dieter Tielert von

Silent Wire, der die neue Kabel-Serie 50 Ag vorstellt und über Klangsteigerungen

durch Netzkabel informiert. Es wird bei jeder Veranstaltung

täglich drei Durchgänge geben (je 10, 12 und 14 Uhr). Anmeldungen und

Info unter Telefon 02 31 / 86 02 465 oder per Mail info@ rae-akustik.de.

www.rae-akustik.de

28. / 29. 10. HiFi-Studio Gärtner, 32791 Lage/Kachtenhausen (bei

Bielefeld)

erwartet die neue Quadral-Standbox Aurum Titan 8 in der Ehlenbrucher

Str. 6. Showtime ist am Freitag ab 14 Uhr, am Samstag ab 10 Uhr. Voranmeldung

erwünscht unter Telefon 05232 / 97888. www.hifi-gaertner.de

29. 10. High End Obsession, 65510 Hünstetten (bei Frankfurt/Main)

freut sich auf den Besuch von Stefan Dreischärf von Audio Physic und

Andreas Schönberg von Audio Exklusiv. Das Duo präsentiert neue

CD-Spieler, Endstufen und Lautsprecher – darunter die neue Audio-Physic

Avantera. Übrigens: Das Team um HEO-Inhaber Helmut Savelsberg ist im

Gebiet Rhein-Main-Taunus neuerdings Exklusivhändler für die Produkte

der Marken Odeon und Audio Physic. www.highend-obsession.de

29. 10. / 1. 11. Sprint Service GmbH, 50389 Wesseling

veranstaltet mit den Lautsprechern des Aktiv-Spezialisten Backes &

Müller am 29. 10. in Bremen einen „Stadtmusikanten-Workshop“ und

macht beim Heimspiel in Wesseling den 1. 11. zum „aktiven Feiertag“.

Anmeldung werden unter Telefon 02236 / 848 445 entgegengenommen;

dort erfährt man auch den genauen Veranstaltungsort.

www.backesmueller24.eu

29./30. 10. Braunschweiger Funkausstellung, 38100 Braunschweig

verwandelt unter Federführung der rührigen Firma Radio Ferner (www.

radio-ferner.de) die VW-Halle (Europaplatz 1) wieder zum aufregenden

Technik-Tempel. Auf rund 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche

erwartet den Besucher eine Fülle von Produkten aus HiFi, High End, Home

Cinema, Computing Media und Telekommunikationstechnik; drum herum

gibt’s ein buntes Rahmenprogramm mit Workshops, Vorträgen und

Events. Angesagt haben sich über 50 Aussteller – in diesem Jahr unter

anderem auch der Audio-Reference-Vertrieb, der Produkte von Meridian,

Sonus Faber, Velodyne und weiteren Marken präsentiert. Und, Kompliment:

Auch dieses Jahr ist der Eintritt frei. Alle Infos sowie einen

Anfahrtsplan gibt’s unter www.braunschweiger-funkausstellung.com

29./30. 10. Radio Maurer, 34117 Kassel

zeigt im Rahmen der Casseler Freyheit am Samstag (10-18 Uhr) und

Sonntag (13-18 Uhr) die „HiFi-Heimkino-TV Trends 2011“. Zu erleben sind

Neuheiten unter anderem von B&W, Chord, Dynaudio (die neue Focus-

Serie), Rotel, KEF, NAD, in-akustik und Thorens. www.radiomaurer.de

29. 10. / 6. 11. / 12. 11. / 19. 11. Schlegelmilch, 97437 Hassfurt

ist umgezogen: In einem schmucken Neubau erwartet HiFi-Fans auf rund

1600 Quadratmetern Ausstellungsfläche unter anderem ein neues

Heimkino- sowie ein High-End-Studio, beste Beratung – und natürlich

eine Fülle exquisiter Marken von A wie Accuphase bis Y wie Yamaha.

AUDIO gratuliert herzlich und wünscht weiter viel Erfolg und viele

zufriedene Kunden. Gefeiert wird mit vier spannenden Event: Am 29. 10.

gibt’s einen Streaming-Workshop unter anderem mit der Vorstellung des

neuen Naim-SuperUniti. Am 6. November lockt von 13-18 Uhr ein

verkaufsoffener Sonntag. Am 12. 11. feiert dann die neue Balance

Reference Phonostage von Clearaudio ihre Weltpremiere – Robert Suchy,

Mitglied der Geschäftsleitung, kommt höchstselbst nach Hassfurt. Der 19.

11. schließlich steht im Zeichen der Firmen Dynaudio und Chord – die

Dänen bringen ihre neue Consequence Ultimate nach Hassfurt, Chord-

Inhaber John Franks. www.schlegelmilch-highend.de

12

www.audio.de ›11 /2011


Magazin › SZENE

4./5. 11. TV- und HiFi-Studio Dickmann, 39108 Magdeburg

veranstaltet eine Hausmesse. Im Mittelpunkt: die aktuellen Plattenspieler-

Modelle von Transrotor, Tonabnehmer von Benz-Micro, die neue PM1 von

B&W, audiophile Tontäger und Zubehör von Sieveking Sound sowie die

IFA-Neuheiten der „Loewen“ aus Kronach. Drum herum wird in entspannter

Atmosphäre und bei leckeren Snacks und edlen Tropfen über

Neuheiten und Trends geplaudert. www.firma-dickmann.de

4. - 6. 11. Aug und Ohr, CH- 8005 Zürich

bittet unter dem Motto „Art Of The Ear“ zur Hausmesse in die Heinrichstr.

248. Angekündigt wird „Musikhören der Spitzenklasse“. Was nicht zu viel

versprochen sein dürfte; trifft doch die Elektronik der Berliner High-End-

Firma Burmester auf die eleganten Klangskulpturen der italienischen

Lautsprecher-Manufaktur Sonus Faber (Amati Futura / Stradivari

Homage) – fürwahr ein Event für Aug' und Ohr. www.augundohr.com

5. 11. (Fast) überall in janz Berlin ...

... laden acht Berliner HiFi-Studios, angeführt von Peter Lützelberger

(PhonoPhono) und Siegfried Wörner (Boxen Gross), wieder zur kultigen

„Langen Nacht der Ohren“. Auch in diesem Jahr chauffiert ein Shuttle-

Service die Besucher durch die Berliner Nacht zu allen teilnehmenden

Studios. Die Events in Kürze: Audio Forum (Kurfürstendamm 150 /

Nestorstr. 56) lädt zu einem Workshop über Dynamikreduktion auf

Tonträgern und präsentiert 3D-Komponenten und neue Kopfhörer. HiFi im

Hinterhof (Großbeerenstr. 65/66) zeigt ideale Anlagen und Techniklösungen

für verschiedenste Geschmäcker, Raum-Konstella tionen und

Geldbeutel, Kopfhörer von 300 bis 2500 Euro und schlaue Streaming- und

Netzwerk-Produkte. Boxen Gross (Oranienplatz 5) widmet sich dem

Thema High-End & Wohnen, Lautsprechern von Linn und Audium und dem

neuen digitalen Röhrencon troller von Ayon. HiFiPlay (Perleberger Str. 8)

zeigt die V-Serie von T+A an den neuen Lautsprechern T+A CWT 500 /

CWT 1000 (T+A-Chefentwickler Lothar Wiemann ist vor Ort) und stellt die

norwegische Lautsprechermarke Forsman vor. HiFi-Studio 10 (Grolmannstr.

56) hebt den Vorhang für einen der derzeit spannendsten

Verstärker, den Devialet aus Frankreich (vorgeführt mit den Superlautsprechern

Magico und Martin Logan und informiert über die Raum- und

Geräteoptimierungstools von Creaktiv Systems. King Music (Uhlandstr.

20-25) lädt zur Europapremiere der neuen Distinction-Serie von TEAC und

zeigt eine „mobile HiFi-Anlage“ von Colorful sowie Kabel von Goldkabel.

Max Schlundt Kulturtechnik (Kantstr. 17; im Stilwerk) freut sich auf den

Besuch von Thomas Gessler von Audionet (der den neuen Digital Network

Amplifier DNA demonstriert) – und von Audio-Reference-Chef Mansour

Mamaghani, der die Lautsprecher Guarneri Evolution Volvere und Amati

Futura präsentiert – und drei Tagesausflüge nach Hamburg zum

A-R-Vertrieb verlost. PhonoPhono (Bergmannstr. 17) schließlich zeigt

digitale HiFi-Technik, Komponenten aus Großbritannien, Lautsprecher von

Dynaudio und audiophile High-End-Träume von Avalon, Gryphon, Nagra

oder Pass Labs. Alle Infos unter www.langenachtderohren.de

5./6. 11. HiFi Music World, 70569 Stuttgart

die deutsche HiFi-Selbstbau-Messe, gastiert im Stuttgarter Commundo-

Tagungshotel (Universitätsstr. 34, Sa.: 10-19 Uhr; So.: 10-18 Uhr; Eintritt: 8

Euro). Auf dem Programm: Musikvorführungen, Workshops zu Themen

wie Raumakustik und Lautsprecherentwicklung sowie ein Ausstellungsbereich

mit allem, was die Do-it-yourself-Szene zu bieten hat. Ausstellerverzeichnis

und Anfahrtsbeschreibung: siehe www.hifi-music-world.de

10.-13. 11. klangbilder I 11; A-1010 Wien

Bereits zum elften Mal lockt in der Donau-Metropole die österreichische

„Erlebnis-Messe für bestes Hören und Sehen“ mit vielen HiFi- und

High-End-Preziosen, Infotainment-Programm und Livemusik. Vorgeführt

wird in den Salons und Zimmern des eleganten Hotels Hilton Vienna Plaza

(Schottenring 11, 1010 Wien, Telefon: 0043 / 1 / 31 39 00; www.hilton.com);

unweit von Musikverein und Staatsoper. Der 10. November (10-20 Uhr) ist

heuer erstmals als Fachhandelstag konzipiert; vom 11.-13. gehört die

Messe dann allen Besuchern. Öffnungszeiten: Freitag/Samstag 11-20 Uhr,

Sonntag: 11-18 Uhr. Auf dem Programm unter anderem: 20 Jahre Pro-Ject

– die österreichische HiFi-Marke feiert ihr Jubiläum. Piano Swing – das

Live-Klavierprogramm des Klavierhauses Förstl. In der Reihe „Berühmte

Entwickler zu Gast“ wird Dieter Burmester erwartet, und nicht zuletzt

gibt’s eine tägliche Wein-Degustation. www.klangbilder.eu

11./12. 11. Musikus-HiFi, 30173 Hannover

präsentiert die neue Quadral Titan und weitere aktuelle Lautsprecher aus

dem Hause Aurum. Des weiteren wird die neue Gold-Serie von Monitor

Audio vorgestellt. Die Elektronik kommt von Musical Fidelity, Audionet und

Advance Acoustics. Gute Idee: Die Lautsprecher werden sowohl in

Stereo-Aufstellungen als auch in Heimkino-Setups aufspielen. Vorgeführt

wird jeweils zwischen 10 und 20 Uhr; Firmenvertreter sind vor Ort.

www.musikus-hifi.de.

12. 11. HiFi-Studio Hörkultur, 77654 Offenburg

veranstaltet von 11-18 Uhr seine jährliche Hausmesse. In der Vorführung:

Neuheiten von Jadis wie der Vollverstärker DA 50 S und der Toploader-

CD-Player Orphée an den Audioplan-Lautsprechern Kontrast V und

Kantata. Zu Gast ist Thomas Kühn von Audioplan. www.hifi-hoerkultur.de

_066W7_Luscendo_EXPOSURE_Audio_0911.pdf;S: 1;Format:(102.00 x 137.00 mm);28. Jul 2011 15:31:22

«Real Hi-Fi at Real World Price since 1974»

5. 11. Projekt Akustik, 23611 Bad Schwartau

stellt aktuelle Lautsprecherhighlights in der Preisklasse um 4000 Euro vor.

Mit dabei: Linn Majik Isobarik, Naim Ovator S-400 sowie die Geheimtipps

von Kudos und Neat. www.projekt-akustik.de

5. 11. Blumenhofer Acoustics, 86877 Walkertshofen

lädt zu einem Schallplatten-Hörabend im Retro-Style: Dabei werden

antike Hi-Fi-Komponenten an die modernen Blumenhofer-High-End-

Lautsprecher angeschlossen; dazu dreht sich edles Vinyl auf feinsten

Plattenspielern. Anschließend diskutiert das Blumenhofer-Team mit den

Gästen, was deren alte Anlagen noch so alles leisten können. Dazu gibt’s

italienisches Gebäck und Cappuccino aus Profi-Hand. Voranmeldungen

unter info@blumenhofer-acoustics.de. www.blumenhofer-acoustics.de

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Titel-CD › die 90er

die KeF-cd

Jubiläen feiert man gerne – umso mehr, wenn sie eine Erfolgsgeschichte erzählen: Seit inzwischen

50 Jahren prägt die britische Lautsprecherfirma KEF mit wegweisenden Produkten die HiFi-Szene.

AUDIO gratuliert herzlich zum großen Firmenjubiläum – und lässt die Entwicklung einer innovativen

Com pany in fünf Folgen Revue passieren. In diesem Heft: Teil 4 – die 90er Jahre.

■ Text: Christof Hammer, Claus Dick, Otto Paul Burkhardt

14 www.audio.de ›11 /2011


Titel-CD › die 90er

der soUnd der neUnziger

Rassiger Wavepop, überraschender Akustik-Grunge, große Klassik-Aufnahmen mit Star-Dirigenten

und -Solisten: Folge 4 der KeF-Cd-reihe bringt fast 70 minuten musik-Highlights aus den 90er Jahren.

Fotos: Archiv, williammpark – www.shutterstock.com, Andrew Bicknell, Warner Music Group, Stefan Malzkorn, 105 music, Johan Jacobs, Andrew Southam, Dean Macdonell, Sony, Leonhardt, EMI, Universal

1. nada sUrF: enJoy tHe silenCe

(Mardev Records; aus dem Album „If I Had A

Hi-Fi“; MDV 02 / ADA - Warner Music)

Die Nachbeben von Mauerfall und Wende

mit dem Zerfall von Ostblock und

Kommunismus (und der Eröffnung des

ersten McDonald’s-Restaurants auf

russischem Boden), die Freilassung von

Nelson Mandela und das Ende der Apartheid,

die Fußball-Weltmeisterschaft in

Italien mit dem Triumph der deutschen

Mannschaft: Das erste der 1990er-Jahre

hatte ordentlich was zu bieten und reihte

in spektakulärem Tempo echte Großereignisse

und Events mit beträcht lichem

Symbolcharakter aneinander. Wer jetzt

im Geiste zurücksurft ins Jahr 1990, wird

als heimlichen Soundtrack dazu einen Hit

wie kaum einen anderen im Kopf haben:

Mit „Enjoy The Silence“ vom Ausnahmealbum

„Violator“ gelang den britischen

modern times

Top-Acts wie Björk, Sinéad O’Connor,

Nirvana oder Brit-Pop-Größen wie Blur,

Pulp und Oasis fegten ab 1990 die

synthie lastigen Sounds der 80er mit frischen

Tönen hinweg – musikalisch standen

die 90er Jahre für einen Aufbruch zu

neuen Ufern. Und auch technologisch

tat sich einiges. In den 90er Jahren revolutionierte

auch die High-End-Schmiede

KEF am River Medway, in der Grafschaft

Kent, die HiFi-Szene dank innovativer

Technologien im Lautsprecherbau.

„Das will ich besser machen – und das

kann ich besser machen,“ lautete das

Credo von Firmengründer Raymond

Cooke nach wie vor. Diesen Anspruch

Synthie-/Elektro-Göttern Depeche Mode

ein Coup, der dem Ideal vom perfekten

Popsong ziemlich nahekommt: ein fesselnder

Groove, eine Komposition, die

quasi ideal typisch mit den Elementen

Strophe-Refrain-Bridge hantiert, ein ganze

Platte an attraktiven Soundpattern und

statt nur einer gleich zwei oder drei megastarke

Melodien im Arrangement. Klar,

dass dieser Tophit zum Evergreen avancierte

und eine Vielzahl von Coverversionen

hervorbrachte. Zu den stärksten unter

ihnen gehört die Neubearbeitung

durch die amerikanische Indie-/Collegerockband

Nada Surf, die hier ordentlich

das Tempo anzieht – statt in 4:15 (wie in

der originalen Single-Version) oder in 6:12

(so lange dauert die „album version“)

galoppieren Matthew Caws (voc., git.),

Ira Elliot (dr., voc.) und Daniel Lorca (bass,

voc.) in flotten 3:21 durch „Enjoy The Si-

Die britische Traditionsmarke KEF entwickelte in den 80ern revolutionäre Technologien, deren

Früchte in den 90er Jahren in teils bahnbrechende Lautsprechermodelle einflossen. Allen voran

die Uni-Q-Systeme, die den Traum einer einzigen Klangquelle wahr werden ließen und ein

zukunftsweisendes, tonangebendes High-End-Statement markierten. teil 4 der fünfteiligen

KeF-Jubiläumsserie in aUdio.

konnte der ehemalige Elektrotechniker

der BBC in den 90er Jahren in eine neue

Dimension führen.

Dazu leisteten auch frühere Pioniertaten

von KEF ihren Beitrag. Bereits in einer

Zeit, als Computer noch sündhaft teure,

schrankgroße Monster waren, setzte

Cooke auf eine computergestützte

„ganzheitliche Systementwicklung“.

Auch das stete Forschen nach neuen,

optimalen Materialen trieb die Qualität

der KEF-Modelle stets weiter voran –

Gutes wurde noch besser. Bereits in den

späten 80er Jahren hielten neue magnetische

Materialien wie Neodym, Eisen

und Bor Einzug in den Herstellungspro-

lence“. Dem Song steht das ausgesprochen

gut: Die dramatisch-melancholische

Atmosphäre steigert sich ins fast

Atemlose, die synthetischen Anteile wurden

ausgedünnt, und die gesamte Komposition

klingt dynamisch-geerdet, ohne

ihr verführerisch-hymnisches Flair zu verlieren.

Dazu charakterisiert diese HörmUttersCHiFF:

1992 wurde KEF von der

multinationalen asiatischen Gold-Peak-

Gruppe übernommen – hier die zu Hongkong

gehörende GP-Firmenzentrale.

www.audio.de ›11 /2011

15


Titel-CD › die 90er

probe exakt den Stil dieser famosen New

Yorker Band, die struppigen Alternative-

Rock ebenso perfekt beherrscht wie vollmundigen

Indie-Pop. Zum Weiterhören

wärmstens empfohlen: die Album-Trilogie

„Let Go“ (2002), „The Weight Is A

Gift“ (2005) und „Lucky“ (2008).

2. stefan Gwildis: Gestern war

Gestern

(105 Music; aus dem Album „Wünscht du wärst

hier, Sony 88697 34373 2)

Ein, zwei Sekündchen des Piano-Intros,

und der Kenner weiß Bescheid: „Walking

In Memphis“! 1991 war’s, als der US-

Amerikaner Marc Cohn mit diesem Popjuwel

reinster Prägung die Musikszene

betrat – und sich als Piano-Man in der

Güte klasse eines Billy Joel oder Elton

John vorzustellen schien. Dass Cohns

Karriere danach vielleicht nicht ganz hielt,

was der fulminante Auftakt versprach

(auch wegen privater Schicksalsschläge

wie einer gescheiterten Ehe oder einer

Schussverletzung bei einem Überfall) –

schade. Aber mit seinem Debütalbum

und der Huldigung an die Mississippi-

Metropole, in der er in „Blue Suede

Shoes“ zwischen Union Avenue und

Grace land auf den Spuren von Elvis Presley

wandelt und das Lebensgefühl der

amerikanischen Südstaaten erkundet,

gelang ihm gleich im ersten Anlauf, wonach

viele Kollegen Jahre über Jahre vergeblich

streben: ein Welthit mit Evergreen-Potenzial.

Auch der deutsche Soul-

Man Stefan Gwildis warf ein Auge auf

diese Ausnahmekomposition und beweist

in seiner Version gleich zweierlei:

wie gut seine 2003 geborene Idee der

Übersetzung von großen Soul-, Bluesund

Popsongs in die deutsche Sprache

funktioniert – und was für ein exzellenter

Sänger er ist. Nach der Erstausgabe mit

„Neues Spiel“, die mit fulminanten Versionen

etwa von „Papa Was A Rolling Stone“

oder „Ain’t No Sunshine“ (plus etlichen

starken Eigenkompositionen) aufwartete,

setzte der Hamburger Jung’ mit der charismatisch-rauhen

Stimme sein Konzept

mit „Heut ist der Tag“ (2007) und schließlich

2008 mit „Wünscht du wärst hier“

fort. „Auch auf Folge 3 stecken Gwildis

und Texter Micky Reincke Evergreens

wie `Spinnin Wheel’ oder `Soul Man’

überzeugend in neue Gewänder“, befand

AUDIO in Ausgabe 1/2009. Musikalisch

bleibt Gwildis mit Piano, Orgel und

kernig-gefühlvollen Vocals nah am Original,

stellt den Song als „Gestern war gestern“

aber dank des lebendigen Textes

von Michy Reincke beherzt in einen

neuen Rahmen: Ausgehend vom Bruch

einer Beziehung, analysiert der Erzähler

in einer Art Bestandsaufnahme den Status

quo einer Biografie, um mit kämpferischem

Optimimus die Zukunft ins Visier

zu nehmen. Denn: „Gestern war gestern

/ dreh’ dich nicht mehr um und schau‘

nach vorn / gestern war gestern / hier und

heute geh‘n wir nicht verlor‘n“.

3. ozark Henry: Black Hole sun

kef-meilensteine: Ab 1991 sorgten die

Uni-Q-getriebenen Modelle der Q-Serie für

viel frischen Wind in der Lautsprecher-Szene

– hier die ersten Generationen im Duett.

16 www.audio.de ›11 /2011

zess. Die Stoffe wiesen die zehnfache

Leistungsfähigkeit im Vergleich zu herkömmlichen

Lautsprechermagneten auf

und wurden von der NASA entwickelt.

Sie sollten die Ära des revolutionären

Uni-Q-Systems von KEF einläuten, bei

dem der Traum einer einzigen Klangquelle

wahr wurde: Hochtöner konnten

nun so klein gehalten werden, dass sie

sich in die Schwingspule und damit in

das akustische Zentrum des Basstreibers

einpassen ließen. Das Prinzip erweitert

den optimalen Hörbereich und

fördert die Natürlichkeit des Klangs. Das

war ein Meilenstein für KEF und die HiFi-

Welt – und der Gnadenstoß für den

sogenannten „Sweet Spot“. Das Vier-

Wege-Modell 105/3 ging als erster

Wandler der Reference-Serie mit Uni-Q

in die Firmenhistorie ein. Doch damit

nicht genug des Tatendrangs: Nahezu

zeitgleich engagierte sich KEF im

„ Eureka“-Projekt zusammen mit Bang &

Olufsen und der Technischen Universität

von Dänemark, um den Einfluss

des Hörraums auf die Performance von

Lautsprechern zu erforschen. All diese

Ansätze und Aktivitäten führten 1990

zunächst zu einem technischen Facelift

der Reference 107. Die 107/2 erhielt

unter anderem einen neuen Alu-Hochtöner

und einen neuen KUBE-Bass trimmer.

Ein Jahr später sorgten zwei neue Modellreihen

für Furore: die Q- und K-Serie.

Alle drei Modelle (Q-60, Q-80 und Q-90)

zierte der 200_25-Uni-Q-Treiber, der einen

200-Millimeter-Bass-/Mitteltonbereich

und einen 25-Millimeter-Hochtöner

vereinte. Ein weiteres Highlight der

Qs war der entkoppelte Magnet in den

Bass treibern. Die dreiköpfige K-Serie

sollte dagegen in günstigen Preisgefilden

aufhorchen lassen. Die Zweiwegebox

K160 war dabei übrigens die jüngste

Inkarnation der berühmten Coda.

1992 erfasste dann der Wind der Globalisierung

die britische Traditionsmarke:

Die hongkong-chine sische Gold Peak

Group übernahm KEF – mit strategisch

durchaus positiven Konsequenzen: Die


Titel-CD › die 90er

(Embassy Of Music; aus dem Album „Better Than

The Original – A Selection Of Finest Acoustic

Cover Versions“, Ministry Of Sound / Warner

50524 985107 2)

Synthiepop, Singer-Songwriter – alles prima,

aber alles wohlvertraut. Doch wo

blieben die stilistischen Neuerungen?

Keine Bange: Auch die 90er hielten sich

an das bewährte Motto „kein Jahrzehnt

ohne wegweisende musikalische Innovation“.

Vor allem zwei Genres gaben in

dieser Ära den Takt an. Techno – und

Grunge. Ersterer Stil möge – trotz unbestrittener

Relevanz – an dieser Stelle außen

vor bleiben; der Grunge-Bewegung

jedoch sei explizit gehuldigt. Mit Neil

Young als intellektuellem Übervater verbanden

in karierte Flanellhemden gehüllte

US-Teens und -Twens Fäden aus Punk,

Garagenrock und amerikanischem Folkrock

zu einem Soundtrack, der die (gefühlte)

Perspektivlosigkeit ihres „Slackertums“

(von to „slack“; zu deutsch: lustlos,

schlaff, herumlungernd) in kernige

Gitarrenriffs, melancholische bis weltschmerzgetränkte

Vocals und teils spektakuläre

Laut-/leise-Arrangements kleidete.

Bands wie Nirvana, Pearl Jam oder

Alice In Chains sorgten so fast ein Jahrzehnt

lang für große Momente und machten

Grunge zum weltumspannenden Lebensgefühl.

Nicht zu vergessen: die Formation

Soundgarden aus Seattle, der

Hauptstadt der Grunge-Bewegung. Ihr

größter Hit gelang der Truppe um Sänger

und Drummer Chris Cornell 1994 mit

„Black Hole Sun“ vom Topalbum „Superunknown“;

einem stoisch-fiebrig-

Midtempo-Song voll schwerer Gitarren

Cornells Gänsehaut-Gesang, etwas Psychedelic-

und Bluesrock-Flair inklusive.

Der Belgier Piet Goddaer, seit 1996 unter

dem Pseudonym Ozark Henry als Interpret

melodiensatter Dream pop- und Indierock-Songs

eine feste Größe (zuletzt

mit der CD „Hvelreki“; Besprechung siehe

AUDIO 5/2011), macht diesen Klassiker

des Genres in seiner 2011-Interpretation

zu einer leisen Pianopop-Ballade:

minimal rhythmisiert, wunderbar durchhörbar

im Klang und gegen Ende mittels

eines unerwarteten Breaks in fast jazzige

Gefilde hinweggleitend. „Better Than

The Original“, wie der Untertitel des Samplers

lautet, auf dem der Musikmanager

Konrad Sommermeyer 16 ungewöhnliche

Bearbeitungen von großen Pop- und

Rockhits versammelt (Besprechung siehe

AUDIO 8/2011)? Geschmackssache –

aber ein Beispiel für beherztes, das Original

eigenständig und zugleich respektvoll

interpretierendes Covern allemal.

4. bobby mcferrin & chick

corea: song for amadeus

(aus der CD „The Mozart Sessions“; Sony

Classical SK 62601)

Mozart als Treffpunkt von Klassik und ›

Jazz – auch so lässt sich diese Musik neu

erfinden. Die Crossover-Granden Bobby

Batterie- und Elektronikspezialisten förderten

den Taten- und Forschungsdrang

der Kenter Kreativschmiede und eröffneten

so neue Möglichkeiten der Weiterentwicklung.

Der Erfolg am Markt

blieb KEF in jeder Hinscht treu: Im gleichen

Jahr lobten japa nische HiFi- Kritiker

das Model 105/3 mit seiner Uni-Q-Technologie

der zweiten Generation als besten

Import-Lautsprecher.

sounds good: KEF-Surround-Sets (hier eine Kombination aus Model 20B, 30B, 60S und

80C) versammelten ab Mitte der 90er Jahre wirklich die ganze Familie vor dem Heimkino.

Wenn ob des knackig-präsenten, zum Abheben schönen Klanges dann noch jemand die Ohren

hängen ließ, lag das ausschließlich an biologischen Faktoren oder an einer ungünstigen

Sitzposition.

1993 erhielt die Q-Serie ein Update. Die

Modelle 10, 30, 50 und 70 arbeiteten

alle mit dem 6,5-Inch-Bass-/Mitteltontreiber

und galten als Highlight in der

marktrelevanten mittleren Preiskatagorie.

1993 war auch das Jahr eines weiteren

Ritterschlags: KEF produzierte den

legendären BBC-Studiomonitor LS3/5A

komplett als alleiniger Lizenznehmer in

einer Bi-Wiring-Version. Ebenfalls 1993

wurde die Reference-Serie mit den

Modellen 101/3, 100, 90 und 103/4 vorgestellt,

die das Line-Up von Uni-Q-Systemen

in der Reference-Serie vervollständigten.

Und noch im gleichen Jahr

sorgte das Centerspeaker Model 100

mit Uni-Q-Technik für Furore auf dem

Heimkinosektor.

1994 holte sich KEF schließlich die High-

Tech-Weihen von Hollywood-Legende

und Lucasfilm-Gründer George Lucas

und präsentierte als eine der ersten Firmen

ein THX-zertifiziertes Home-Cinema-System.

Als revolutionär galten dabei

die drei Frontspeaker mit ihren ver-

www.audio.de ›11 /2011

17


Titel-CD › die 90er

McFerrin und Chick Corea zeigen auf ihrem

Sampler „The Mozart Sessions“

(1996) in 20-Bit-Technologie, was alles

möglich ist. In ihrem „Song For Amadeus“

lassen sie kurz und lässig aufblitzen,

was ihnen in 2:29 Minuten alles zum Adagio

aus der Sonate KV 280 einfällt: Es

funkt und sprüht und singt und groovt

und fetzt und rockt. Eher leise, zart,

dezent, versteht sich – im intimen Zwiegespräch

von Corea-Piano und McFerrin-

Vocals. Ein Geniestreich. Mozart? Hätte

einen Mordsspaß dabei gehabt.

5. Wolfgang amadeus mozart:

klavierkonzert d-moll kv 466:

rondo, allegro assai

(The Saint Chamber Orchestra, Bobby McFerrin,

Chick Corea, Klavier; aus der CD „The Mozart Sessions“;

Sony Classical SK 62601)

Man hält sich streng an den geheiligten

Notentext – und dennoch klingt die Musik

wie frisch durchlüftet. Das oft hektisch

zernudelte Rondo (Allegro assai) aus KV

466 ist ein gutes Beispiel – unter Bobby

McFerrins inspirierendem Dirigat (1996)

kommt es hell ausgeleuchtet und leicht,

federnd und quicklebendig musiziert daher.

Toll die Kadenz: Chick Corea packt

die bekannten Mozart-Motive und fantasiert

sich mit ihnen auf und davon – in eine

neue, leicht angeschrägte Klassikwelt.

Wo er ankommt? Mal im freien Raum,

mal bei sich, mal bei Mozart. Der Weg ist

das Ziel.

6. joseph haydn: sinfonie g-dur

hob i:94: finale (La Petite Bande, Sigiswald

Kuijken; aus der CD „Joseph Haydn: Sinfonien

93 / 94 & 95“; Deutsche Harmonia Mundi /

Sony Classical 05472 77275 2)

Wie turbulent, wie übermütig, wie frech

Haydn klingen kann, zeigt La Petite Bande

unter ihrem Leiter Sigiswald Kuijken. Das

Ensemble, benannt nach der Barockkapelle

des Komponisten Lully am Hof des

Sonnenkönigs Ludwig XIV., hat auf der

Basis historisch originaler Musizierpraxis

einen eigenwilligen, quirligen Stil entwickelt.

Die 1992 in der Haarlemer

Doopsgezindekerk entstandene Aufnahme

zählt bis heute zu den Top-Hits der

Kuijken-Bande: Das Finale der Sinfonie

„Mit dem Paukenschlag“ ist absolut brillant,

spritzig und humorig musiziert – ein

Haydn-Spaß!

7. franz schubert / franz liszt:

aufenthalt s 560, nr. 3

8. franz schubert / franz liszt

erlkönig s 558, nr. 4 (beide: Evgeny

Kissin, Klavier; aus der CD„Kissin Plays Liszt“; RCA

Red Seal / Sony 88697 83948 2)

Schubert-Lieder ohne Gesang – nur mit

Klavier? Liszt, ein begnadeter Arrangeur,

schafft dieses Wunder. Er lässt das Klavier

singen. Und wie! Evgeny Kissin

macht aus diesen effektsicheren Arrangements

rauschende, schwelgerische

Klangfeste. Das Lied „Aufenthalt“ wird

ein leben im dienste von kef:

Über 35 Jahre prägte Raymond Cooke das

Gesicht der von ihm gegründeten Firma.

1995 starb er im Alter von 70 Jahren.

18 www.audio.de ›11 /2011

tikal ausgerichteten Hochtönern, um negative

Effekte von Boden und Decke zu

negieren und die Sprach verständlichkeit

zu verbessern. Das ebenfalls 1994 vorgestellte

Subwoofer-/Satellitensystem

40B/70S machte bestehende Zwei-Kanal-Anlagen

zu einem vollwertigen Surround-System.

Die 40B arbeitete dabei

mit der gleichen „Coupled Cavity“-Technologie

wie die Reference-Reihe. Letztere

wurde wiederum im gleichen Jahr

mit den Modellen One, Two, Three und

Four erneuert, die alle vier überdies mit

dem neuen Uni-Q-Treiber im 165_25mm-

Format bestückt wurden. Alle Treibereinheiten

erhielten obendrein eine

mechanische Entkopplung.

1995 trauerte die Unternehmensgruppe

GP/KEF dann um ihre „Vaterfigur“:

Firmenpatriarch Raymond Cooke verstarb

im Alter von 70er Jahren. Doch

auch nach dem Ableben seines visionären

Gründers blieb KEF den Maximen

„Qualität, Ehrlichkeit, Hingabe und

Innova tion“ treu.

Diese Werte legten weiterhin die Basis

für wegweisende neue Ideen im Lautsprecherbau.

Das Reference Model Four

mit Uni-Q-Treibern der vierten Genera-

unverWüstlich: 1993 bekam KEF von der

britischen BBC die alleinige Lizenz für eine komplette

Neuauflage des Boxenklassikers LS 3/5.


Titel-CD › die 90er

in Kissins praller, hoch virtuoser Interpretation

zu einer grandiosen, wilden Weltschmerz-Klage.

Vollends der „Erlkönig“:

Kissin inszeniert die Lisztsche Schubert-

Version in dieser glasklaren Aufnahme

von 1992 als packendes Drama – mit

süßen Gespensterstimmen und schaurigen

Momenten. Auch ohne Worte und

Gesang unglaublich spannend.

9.-12. georg friedrich händel:

wassermusik. 9. allegro / 10.

alla hornpipe / 11. sarabande /

12. rigaudon i & ii) (Tafelmusik; Jeanne

Lamon; aus der CD „Handel – Water Music / Suite

From Il Pastor Fido“; Sony Classical SK 68257)

In den 90ern wehte ein frischer Wind

durch die Barockmusik-Szene: Das kanadische

Ensemble Tafelmusik ließ mit seinem

lichten, leichten und anspringenden

Originalinstrumenten-Sound scheinbar

ausgelutschte Evergreens neu aufblühen.

Händels Wassermusik, 1995 in toller

Raumakustik aufgezeichnet, klingt sie

bei den Kanadiern unter Konzertmeisterin

Jeanne Lamon einfach sensationell.

Luftig und rasant: die schnellen Sätze

(Alla Hornpipe, Rigaudon). Doch am

schönsten gelingt der Tafelmusik-Crew

die Sarabande – sehr zart, sehr graziös,

sehr seelenvoll.

13.-16. johann sebastian bach:

matthäuspassion. 13. so ist

mein jesus nun gefangen (Soli:

Christian Fliegner, Sopran; René Jacobs, Alt) / 14.

am abend, da es kühle war (Solo:

Klaus Mertens, Bass) / 15. mache dich,

mein herze, rein (Solo: Klaus Mertens,

Bass) / 16. wir setzen uns mit

tränen nieder (alle: Tölzer Knabenchor,

La Petite Bande, Gustav Leonhardt; aus der CD

„Matthäuspassion“; Deutsche Harmonia Mundi /

Sony Classical 88697 86642 2)

Ein Meilenstein in der Geschichte der

Bach-Lesarten ist Gustav Leonhardts

Matthäuspassion, 1989/1990 aufgenommen

von Wolf Erichson, dem Grandseigneur

unter den Originalklang-Experten,

und 2011 wiederveröffentlicht. Mit dem

Tölzer Knabenchor, dem Orchester La

Petite Bande und handverlesenen Solisten

(darunter dem als Dirigent bekannten

René Jacobs als Alt) entstand ein

Gesamtkunstwerk, das Maßstäbe setzt.

Die Arie „Mache dich, mein Herze, rein“

mit dem samtweichen Bass Klaus Mertens

gibt einen Eindruck von der Magie

dieser Einspielung. Erst

recht der Schlusschor

„Wir setzen uns mit Tränen

nieder“ – Höhepunkt

einer auratischen,

berührenden Aufnahme,

die Geschichte schrieb.

tion heimste 1995 weltweit Lob und

Anerkennung ein. Und noch ein Highlight

ereignete sich im selben Jahr: Die

Coda 7 avancierte zur meistverkauften

Box in Großbritannien. 1996 wurde als

nächstes die erfolgreiche Q-Serie weiter

optimiert, etwa mit dem neuen Uni-Q-

Treiber im 165_19-Millimeter-Format.

Außerdem erblickte die Monitor-Serie

das Licht der Welt. Sie sollte die Tradition

exzellenter Kompaktlautsprecher

wie der Celeste oder der LS3/5A (für

deren Weiterbau KEF 1993 die alleinige

Lizenz der BBC bekam) fortführen. Die

beiden neuen Modelle RDM One und

Two erfüllten von Beginn an die hohen

Studioanforderungen und fanden auch

als luxuriöse Heimboxen ihren Platz.

Später bekam die Monitorfamilie noch

Zuwachs durch die Standbox RDM3.

1997 erhielt die THX-Heimkinoserie ein

Update – und schließlich betrat das neue

Flaggschiff The Maidstone – Model 109

die staunende High-End-Bühne. Für diesen

spektakulären Speaker stand das

Vierwege-Prinzip der

105/3 Pate. Die 109

sollte die State-Of-

The-Art-Stellung von

KEF demonstrieren.

Feinste, selektierte

Materialien für die

Frequenz weichen, internes

Bi-Wiring und

auf Ultra präzision getrimmte

15-inch- und

10-inch-Treiber waren

wichtige Bestandteile

der 109. Sogar eine externe aktive Frequenzweiche

wurde auf Wunsch angeboten.

Ein erster Schritt in die Gipfelregionen

der High-End-Szene, dem später

noch Spektaku läres folgen sollte ...

1999 erschienen dann die vier Modelle

der neuen Cresta-Reihe, um im Budget-

Bereich den Ton anzugeben. Die Cresta

2 spielte sich dabei in Windeseile in die

Herzen der HiFi-Kritiker. In den späten

90ern arbeiteten die KEF-Ingenieure

überdies an neuen erschwinglichen

highend, baujahr

1997: Die Maidstone (alias

Reference 109) war der

erste, noch vergleichsweise

bodenständige Versuch von

KEF, über dem Flaggschiff

107 noch eine „Über-

Referenz“ zu installieren –

die Entwicklungsabteilung

durfte hier nach Herzenslust

und angeblich ohne

Budgetlimit drauflosbauen.

Hochleistungs-Subwoofer-/Satellitensystemen.

Ein Ergebnis waren die eigenständigen,

ei-förmigen Satelliten

des Systems KHT2005. Ihr Guss-Alugehäuse

und der Uni-Q sorgten zusammen

mit dem Subwoofer für großes

Kinogefühl im Wohnzimmer. Doch damit

sind wir eigentlich schon in diesem Jahrtausend

gelandet: Was in der letzten,

fünften Dekade der KEF-Historie spannendes

geschah, lesen Sie in AUDIO

1/2012.

www.audio.de ›11 /2011

19


Verstärker › Vor-enDsTufenkombi

Dauer-brenner

Röhrenverstärker gibt es viele. Nur wenige davon kann man jahrzehntelang nutzen, aber noch

kleiner ist die Zahl derer, bei denen man das auch wirklich wollen würde. audio research gelingt der

Bau solcher Raritäten regelmäßig – etwa mit dieser wunderschönen Vor-Endstufenkombi.

■ Text: Bernhard Rietschel

TesT

Röhren-Vor- und Endstufe

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20 www.audio.de ›11 /2011


Verstärker › Vor-EndstufEnkombi

Lange, kalte Winter sind nicht nur

gut für den Verkauf von HiFi-Geräten,

sie helfen auch bei deren Entwicklung.

Das gilt für allem für die Arbeit

an Röhrenverstärkern, die naturgemäß

große Mengen an Abwärme produzieren.

So bringt ihre Heimatstadt Minneapolis

im kontinentalen Norden der USA

der Audio Research Corporation einen

Standortvorteil, den die Firma seit über

40 Jahren auch zu nutzen weiß: Zwar

baut sie mittlerweile auch hervorragende

Transistorgeräte und sogar moderne,

kühl laufende Schaltverstärker. Die wahre

Verkörperung ihres Könnens findet

sich aber in den Röhrenamps, die neben

viel Hitze stets auch etwas Reifes, Endgültiges,

in sich Ruhendes ausstrahlen.

Der zeitlose Look, der selbst Jahrzehnte

auseinander liegende ARC-Geräte harmonisch

im selben Rack koexistieren

lässt, leidet nicht einmal unter dem riesigen,

grünen Matrixdisplay, das die Front

der Vorstufe LS-27 schmückt. Missen

will man die moderne Zutat bald sowieso

nicht mehr: Lautstärke, Balance, die

Polarität der Ausgänge lässt sich darauf

Fotos: H. Härle, Archiv, MPS

www.audio.de ›11 /2011

21


Verstärker › vor-endstufenkoMBi

vom Hörplatz aus ablesen. Auch für Monobetrieb,

den gewählten Eingang und

ob dort XLR oder Cinch anliegt, sowie

den je Eingang dreistufig einstellbaren

Verstärkungsfaktor hat die Leuchttafel,

die sich auf Wunsch nach einigen Sekunden

selbsttätig verdunkelt, unmissverständliche

Meldungen parat.

Alle erwähnten Funktionen sind fernbedienbar,

was die LS-27 zu einer der komfortabelsten

Vorstufen macht. Selbst die

Betriebsstundenzahl bleibt nicht im Dunkeln,

sondern lässt sich mit dem „Hours“

Knopf ins Display rufen. Was freilich keine

Nervosität erzeugen soll – die beiden

6H30-Doppeltrioden, in Russland einst

für Militärzwecke entwickelt, sind sehr

robust und normalerweise für viele tausend

Musikstunden gut.

In der LS-27 bilden die zwei Röhren eine

symmetrische Ausgangsstufe, von den

Ausgangsbuchsen nur durch vier fette

Folienkondensatoren getrennt. Aus Röhrensicht

stromaufwärts liegt neben extrabreiten

und -dicken Leiterbahnen auch

etwas Silizium im Signalweg: JFET-Transistoren

puffern und symmetrieren nötigenfalls

die Eingangssignale, vier Stellchips

– für jede Signalhälfte und jeden

Kanal einer – regeln den Pegel.

Die wuchtige, durchweg höchstwertige

Bestückung der Hauptplatine ist eine

Augenweide, die an der vor Buchsen

starrenden Rückwand Fortsetzung findet:

Die LS-27 ist mit sechs jeweils symmetrisch

oder unsymmetrisch nutzbaren

Line-Eingängen, einem ebensolchen

Heimkino-Direkt-Input, einem Monitoreingang

sowie vier Ausgangs-Stereopaaren

auch riesigen Anlagen gewachsen.

Die „Phono“-Buchsen bedeuten allerdings

nur die Einladung, hier doch einen

externen Phono-Preamp anzuschließen

– vorzugsweise natürlich von Audio

Research, etwa den furchterregend dynamischen

PH-6 (AUDIO 1/11).

Wenig zu bedienen gibt es naturgemäß

an der Endstufe VS-115 – sieht man einmal

von der gelegentlich notwendigen

Ruhestromkontrolle und -Justage ab, die

hier über Voltmeter und tückisch tief im

Topdeck versenkte Trimmpotis erfolgt.

Tückisch deshalb, weil die Zugangsöffnungen

von gleich vier bulligen, im Be-

MesslaBor

Die LS-27 zeigt einen sehr ausgewogenen

Frequenzgang, der über XLR noch

breitbandiger ist (1). Der Klirr ist für Röhrenverhältnisse

niedrig und nimmt vor

allem schnell zu höheren Ordnungen hin

ab (2). Die Leistungsausbeute ist von der

verwendeten Übertrager-Anzapfung abhängig.

Der abgebildete Würfel (4) entstand

an der 8Ω-Klemme und zeigt einen

sehr kräftigen Verstärker (2x134/90W

an 8/4Ω, AK=65). An der 4Ω-Klemme

kehrt sich das Verhältnis um (2x78/126W,

AK=61). Praktisch perfekt verlaufen die

ersten vier Klirr-Oberwellen in der Harmonischen-Analyse

(3).

Pädagogisch wertvoll: Das Platinenlayout der LS-27 ist so großzügig, dass man die

Schaltung noch mit dem Zeigestock erklären könnte. Die riesigen weißen Koppel-

Kondensatoren (vorne links) sind besonders klangschonende Spezialanfertigungen.

22 www.audio.de ›11 /2011


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Ausgang) über die Röhrenschar. Acht schwarz-gelbe Buchsenpaare rechts und links des

Hochstrom-Netzeingangs dienen der Messung des Ruhestroms.

trieb kochend heißen KT-120 umstellt

sind. Je Kanal, versteht sich.

Derselbe Röhrentyp findet sich in halber

Stückzahl auf der Octave RE-290 aus

dem letzten Heft. Was freilich nicht bedeuten

muss, dass die VS-115 deshalb

doppelt so dynamisch spielt. Im Vergleich

der beiden Amps war es vielmehr

die Octave, die die Tester immer wieder

mit knallharten Snare-Impulsen zum

Blinzeln brachte, wenn das supersaftig

aufgenommenen Karate-Album „Unsolved“

lief. Über das gesamte Frequenzband

unglaublich straff, fast autoritär in

der Platzierung jedes Schlagzeugbeckens

und Gitarrenverstärkers, bildete

die deutsche Endstufe mit Rock den Gegenpol

zur basskräftigeren, aber auch

weniger explosiv und fast etwas zu

weich musizierenden Amerikanerin.

Mit Händels „Acis & Galatea“ (HD-

Download, Linn Records) wandte sich

das Blatt zugunsten der ARC: Die

schwierig wiederzugebenden Chorpassagen

kündigten bereits an: Mit dem

Amp kann man die Platte nicht nur durchhören

– man muss. Sofort. Die vollen 95

Minuten. Nachts, zwei Tage vor Redaktionsschluss,

im fensterlosen, wenig

heimeligen AUDIO-Hörraum.

Aus den bewährten Reference 207 von

KEF kam ein audiophiles Schlaraffenland:

Weich, seelenvoll und auf weiter

Bühne erstand ein exaktes, eben nicht

aufgeblähtes, sondern die Bescheindenheit

des kleinen Ensembles unterstreichendes

Bild des Dunedin Consort. Den

Zauber der Aufnahme musste man nicht

mühsam heraushören – Atemgeräusche,

feinste Bogenstriche, Simmnuancen

und Raumanteile kamen einfach

herbeigeflogen wie gebratene Tauben,

die Töne schienen das Zweckmobiliar zu

umranken wie reife Trauben

Die LS-27 unterstützte den den wohligen

Schauer mit perfekter Transparenz,

gepaart mit urtümlicher Kraft und riesigem

Größenmaßstab. Die Vorstufenfrage

ist damit schnell beantwortet, ein No-

Brainer, wie der Amerikaner sagt: Was,

wenn nicht eine Audio Research?

Fazit

Bernhard Rietschel

AUDIO-Redakteur

Nach einem test der VS-115 hat

es mich schon lange gelüstet –

das Upgrade auf die neuen Kt120-

Endröhren war der ideale anlass.

Die 115 ist tatsächlich die kleinste

Röhrenendstufe im audio-Research-Programm,

aber zumindest

in meinen augen mit abstand

die schönste. Wer sie gehört

hat, versteht auch, warum

die amerikaner keine billigere

bauen: aus dem gleichen Grund,

will man nämlich plötzlich auch

nichts billigeres mehr kaufen. Ein

argument, das 1:1 auch für die fabelhafte

LS-27 gilt.

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Lautsprecher › standboxen

zurück in

die zukunft

KEF betreibt die eigene Philosophie so radikal wie nie zuvor: die

neue Blade soll das Ideal der perfekten Punktschallquelle erreichen.

Klingt die elegante Skulptur so organisch und grazil, wie sie

aussieht?

■ Text: Malte Ruhnke

test

Standbox mit echter und virtueller Punktschallquelle

kef Blade 25 000 €

26

www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › Standboxen

Fotos: Archiv

Kaum ein Lautsprecherhersteller

stellt ein einziges Konstruktionsprinzip

so hartnäckig wie KEF in

den Mittelpunkt, und arbeitet dennoch

fortwährend daran: Seit man das erste

Koax-Chassis namens UniQ einführte,

hat es unzählige Varianten und Verbesserungen.

Die Idee, sämtliche für die Ortung

relevanten Schallanteile aus einem

einzigen akustischen Zentrum zu erzeugen

und somit Abbildung wie Schallabstrahlung

zu perfektionieren, erwies

sich für die KEF-Ingenieure beinahe als

Lebensaufaufgabe.

irrungen und wirrungen

Dabei erschienen vor allem die kleinen

2-Wege-Modelle als die konsequentesten,

die dem Ideal der Punktschallquelle

so nahe kamen wie sonst höchstens

Breitbänder (die akustisch andere Nachteile

aufweisen). Die Spitzenmodelle, allen

voran die im Jahr 2004 eingeführte

Reference 207, war aus Sicht der Akustik

von bemerkenswerter Inkonsequenz:

Nicht nur, dass der UniQ im Stimmbereich

von einem Grundtöner Unterstützung

benötigte, man baute der rundgeformten

Box auch noch zusätzliche Bässe

und einen aufgesetzten Superhochtöner

ein. Kann man eine 5-Wege-Konstruktion

ernsthaft als Punktschallquelle

bezeichnen, selbst wenn ihr Herzstück

ein Koaxialtöner ist? Diesen Widerspruch

versuchten die KEF-Entwickler

fortan aufzulösen, erweiterten den Einsatzbereich

des UniQ und ließen den Superhochtöner

wieder weg. Doch erst im

Jahr 2008 machte man sich an die Idee,

ein Boxenkonzept mit einer auch konzeptionell

perfekten Punktschallquelle

zu entwickeln.

ohne ecken und kanten

Wie bei den KEF-Superboxen üblich -

man denke an die Maidstone und die Genesis

des Austin-Projektes, das zur Muon

führte - wurde diese Studie zunächst

ohne Rücksicht auf eine spätere praktische

Verwendbarkeit konstruiert. Heißt

auf gut Deutsch: Geld, Zeit und Konventionen

spielten keine Rolle. Gebaut wird,

was akustisch notwendig und sinnvoll

ist, und wenn Messungen oder Hörtests

andere Wege nahelegen, dann wird

eben weiter geforscht und gebaut. Das

nutzten die Entwickler in mehrfacher

Hinsicht voll aus: Für das Gehäuse, aber

auch für das zentrale Koaxialchassis, eine

völlig neue Generation UniQ. Beide

folgten den Vorgaben einer idealen

Punktschallquelle, und bei beiden steigerte

sich der Aufwand schnell ins Unermessliche.

Der Gehäuseaufbau hat mit

einer klassischen Box kaum mehr etwas

gemein. Statt einer Kiste mit Frontwand

und Seitenteilen eine einzige große

Schallwand, die den erzeugten Wellen

keinerlei Kanten, Hindernisse und Brechungsflächen

entgegensetzt, sondern

eine harmonische Ausbreitung fördert.

Ganz im Sinne einer akustisch unendlichen

Schallwand. Man hätte also auf einer

Schallwand ein Koaxialchassis für

Mittel- und Hochton benötigt sowie vier

Bässe kreisförmig darum verteilt - das

sorgt dafür, dass das Ohr alle Frequenzen

aus demselben Punkt ortet. Hifitechnisch

ideal, aber eine Scheibe von

einem oder anderthalb Meter Durchmesser

wäre nun selbst für eine Projekt-

Box absolut nicht praxistauglich. Zumal

die KEF-Entwickler seit dem Projekt

Austin/Muon auch dahinter gekommen

waren, dass eine möglichst schmale,

sanft verrundete Schallwand die Abstrahleigenschaften

des Chassis besser

zur Geltung bringt als eine klassische

breite Schallwand und auf diese Weise

genauer abbildet. Für die Blade verband

man einfach beide Ideen und bog eine

Schallfläche mit fünf Wandlern sanft um

die Front herum und erhielten eine sehr

schmale, skulpturähnliche Form, die

akustisch aber, bis auf eine leichte Aufweitung

der Mitteltonabstrahlung, die

segensreichen Eigenschaften der unendlichen

Schallwand inklusive dem

Fehlen jeglicher Kantenreflexionen beibehalten

soll. Die vier Basstreiber wanderten

natürlich auf die Seiten des Gehäuses,

womit die Funktion der virtuellen

Punktschallquelle aber erhalten

bleibt. Ein weiterer akustischer Vorteil

ergibt sich aus dieser Biege-Aktion: die

linken und die rechten Bässe arbeiten

nun um 180 Grad versetzt, und etwaige

Impulse, die sie auf das Gehäuse abgeben

– umgangssprachlich könnte man

auch vom Rückstoß sprechen – löscht

sich damit vollkommen aus. Um diesen

Effekt noch zu perfektionieren, verban-

www.audio.de ›11 /2011

27


Lautsprecher › standboxen

sicke: Die äußere

Aufhängung der

Ringmembran darf keine

Kantenbrechungen im

Hochton verursachen. Die

Sicke ist deshalb gefaltet

und setzt sich fast nahtlos

zu einem Gummi-

Waveguide fort.

Zentrierung: Damit die

große Schwingspule und die

Ringmembran nicht taumeln,

müssen sie von außen und

relativ rigide eingespannt

werden. Die Schwingspule ist

mit Versteifungselementen

etwa auf halber Breite der

Ringmembran verbunden.

mitteltöner-schwingspule: Die

extrem große Spule schwingt außerhalb ihres

Magnetsystems. So sind die Spulen von

Mittel- und Hochtöner möglichst weit voneinander

entfernt und beeinflussen sich magnetisch

nicht.

membran: Die ringförmige Membran des

ist mit Versteifungen versehen, um

Partialschwingungen zu verhindern.

Gleichzeitig ist sie so geformt, dass sie den

Schall des Hochtöners nicht negativ beeinflusst,

sondern wie eine Schallführung wirkt.

monitore stellten sich mir ein, allerdings

ganz ohne dieses Gefühl der zu hohen

Klangpräzenz. Denn die Blade zeigte

auch gegenüber ihrer etwas bauchigeren

Schwester, der Reference 207/2, ein

ähnlich neutrales, ähnlich fein aufgelöstes

Klangbild, das allerdings mit einem

Mehr an Transparenz und Seidigkeit am

Ohr punktete. Wo die Reference sich

eher als Studiomonitor gerierte und Details

der Aufnahme genaustens offenlegte,

stellte die Blade diese mit betont

unaufgeregter Lockerheit in den Raum.

Ein zweites Vorurteil gegen schlanke Boxen

räumte sie noch schneller aus: das

eines zu dünnen Tiefbasses. Das Pfund,

dass die schmale Box untenrum bewegen

kann, ist schier unglaublich, wobei

es bei Joe Satrianis „Engines of Creation“

weniger die Masse an Tiefton war,

die beeindruckte, als vielmehr dessen

Kontrollierheit, das rhythmsiche Feingefühl

gepaart mit schwärzester Tiefe und

guter Durchsetzungskraft. Die Refemittelton-antrieb:

Der Magnetring für

den Mitteltöner ist außergewöhnlich feldstark

waveguide: Die metallene

Krone vor der Kalotte

und der Trichteransatz

sorgen für eine resonanzund

interferenzfreie

Bündelung des

Hochtonschalles.

hochtonkalotte:

Die Alu-Membran mit

ihrem Einzoll-Antrieb samt

Magnetring und

Bedämpfungsvolumen findet

komplett innerhalb des

Mitteltöner-Systems ihren

Platz.

Gummi-Waveguide übergeht.

Schmale Boxen neigen akustisch zu einer

eher breiten Abstrahlung und klingen

oft räumlich breit, zu den Seiten ausgedehnt,

dafür aber noch tendenziell diffus

und unkonkret. Ein solches Klangbild

hatte ich intuitiv auch von der von vorne

völlig schmalen Blade erwartet. Doch

nichts da: Die Bühne bei Mahlers 4. Sinfonie

(Gürzenich Orchester, Oehms)

baute sich perfekt gestaffelt zwischen

den beiden Skulpturen auf, glänzte dabei

mit einer kaum je dagewesenen Ortungsnatürlichkeit.

Jedes Instrument

war in Breite und Tiefe an seinem Platz,

der Raum bis in die letzten Ecken natürlich

ausgeleuchtet, ohne dass man das

Gefühl hatte, hier sei ein Lautsprecher

am Werke. Dabei veranstaltete die Blade

allerdings auch keine Effekthascherei

und blies den Raum auch nicht künstlich

auf, sondern beließ die Abbildung so,

wie sie auf der Aufnahme ist. Assoziationen

an die besten koaxialen Nahfeldden

die Gehäusenentwickler sowohl die

beiden Seitenteile der Box als auch die

Chassis selbst mit Verstrebungen. Soweit,

so gut für die Prototypenhersteller.

Denn mit konventionellen Methoden

wie Schichtverfahren ließ sich eine solche

Skulptur nicht mehr fertigen. Während

man bei der Muon auf verformtes

Aluminium gesetzt hatte, wurde der Blade-Prototyp

aus glasfaserverstärktem

Kunststoff gefertigt, wobei Front und

Seitenteile natürlich aus einem Stück gegossen

werden müssen.

alles aus der mitte

Dabei war die Gehäuseentwicklung gar

nicht alles: parallel zum Konzept entstand

eine neue Generation UniQ-Chassis.

Kleiner als der Koax von Muon und

Reference-Serie, sollte er dennoch nahtlos

bis zur Übergabe an die Basstöner

spielen. Eine flache Sicke hätte nicht genug

Hub erlaubt, deshalb erfand man eine

gefaltete Version, die nahtlos zum

28 www.audio.de ›11 /2011


Impuls

Eine Box für die mühelose

Wiedergabe dynamischer Extreme.

Impuls III und V

Doppelpack: Jeweils zwei der Flachmembran-Woofer sind Rücken an Rücken mit

Metallstangen verbunden. Das sorgt außerhalb des Gehäuses für ein breites

Abstrahlverhalten, darinnen für ein Auslöschen fast jeglichen Körperschalles.

rence 207/2, obgleich laut gespielt etwas

dynamischer und knalliger, wirkte

bei moderaten Abhörpegel schon fast

eine Spur zu fundamentarm im Vergleich.

Klangfarblich und von der Auflösung her

schenkten sich beide Schwestern nichts:

Doch im Charakter der Darbietung unterschieden

sie sich, die Reference eher

nüchtern-genau, die Blade lockerer und

sanfter, ohne dass sie je ins Schmeichlerische

oder gar Schönfärberische abgeglitten

wäre.

Messlabor

Sehr tief reichend (28 Hz bei -6dB), perfekt neutral mit minimaler Betonung von Oberbass

und Mitten. Auch jenseits der Achse bis +-60 Grad extrem ausgewogen ohne jegliche Welligkeiten

und Interferenzen. Sehr gleichmäßiges Abstrahlverhalten mit mittlerer Bündelung.

In Bass und Grundton ist die Impedanz mit ast durchweg 3 Ohm niedrig, die Blade zieht

also relativ viel Strom vom Verstärker. Mit steigendem Pegel zeigt sich im Mittelton steigender

Klirr, wenn der Ringstrahler an seine Hubgrenzen kommt, Bass, Grundton und Höhen

bleiben jedoch perfekt sauber. Maximalpegel beträgt 107dB, AK ist 63.

KEF Blade

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

www.dynavox-audio.de

Sintron Vertriebs GmbH

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Schweiz: Sinus Technologies

CH-3257 Ammerzwil ·

Tel: + 41-323891719 · info@sinus-technologies.ch


Lautsprecher › standBOx

seItenansIcHt: Die Form einer

Messerklinge - englisch Blade - gab der

Superbox ihren Namen. So schmal die

Skulptur von vorne, so weit baut sie in die

Tiefe. Auf Abdeckungen wurde verzichtet.

Raum und

aufstellung

Raumgröße

m

K

Akustik

t

d

a

Aufstellung

W

g

H

f

Ungefähr auf den Hörer richten,

Abstand experimentell ermitteln.

Geht auch wandnah, aber

manchmal zu fetter Oberbass.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 148.

Das wäre auch das Einzige, was man

überhaupt kritisieren kann: wenn die Pegel

extrem wurden und ein lautes Metal-

Brett gefragt war (hier: Metallicas „Sad

but true“), enthielt sie sich im Mittelton

der Kraftmeierei und ließ bei allem Sinn

für Rhythmus und Dynamik das letzte

Quentchen Aggressivität und Kraft vermissen.

So, als sei sie eigentlich zu kultiviert

für derlei Musikgenres. Deshalb

zum Abschluss ein audiophiles Paradestück

und ein echter Durchmarsch für

die Blade: „Walking on the moon“ in der

Saxophon-Version des Yuri Honing Trios.

Plastisch und beänstigend realistisch

stellte sie das extrem dynamisch geblasene

Solo-Instrument in den Raum, folgte

den mitunter kräftigen Ausflügen von

Bassdrum und Kontrabass in unterste

Regionen. Wunderbar ihre Transparenz

bei den Saxophon-Kapriolen, die trotz

strahlender Klangfarben und kräftigem

Antritts niemals aggressiv oder unangenehm

tönten. Die Musik klingt so, wie

sie ist und wie sie sein soll - auf den

Punkt.

fazIt

Malte ruhnke

AUDIO-Redakteur

die Blade ist kein design-gag, sondern

die durchdachteste gesamtkonstruktion,

die ich im lautsprecherbereich

kenne. sie zeigt, wie

ein theoretisch überlegenes Konzept

mit jahrzehntelanger entwicklungsarbeit

auf die spitze getrieben

wird, bis es nichts mehr zu

verbessern gibt. eine Hörsession

mit ihr ist wie eine lehrstunde:

man erlebt, wie aufnahmen wirklich

klingen; man lernt, dass detaillierte

auflösung und akustisches

Wohlfühlen keine Widersprüche

sind; und sie zeigt, dass ein sensationell

neutraler speaker Rhythmusgefühl

und spaß freisetzen

kann. Wenn ich eine Box aus dem

audIO-testfundus mit nach Hause

nehmen dürfte - es wäre die Blade.

stecKBRIef

KEF

BlADe

Vertrieb

GP Acoustics

0231 / 9860 320

www.

www.kef-audio.de

listenpreis

25000 euro

Garantiezeit

5 Jahre

Maße B x H x T 19,5 x 159 x 54 cm

Gewicht

57,5 kg

Furnier/Folie/lack – / – / •

Farben

Hochglanz Schwarz u. Weiß,

Sonderlacke auf Anfrage

Arbeitsprinzipien 3-Wege Bassreflex, Koaxialchassis

Raumanpassung –

Besonderheiten virtuelle Punktschallquelle mit

vier Basstönern

audIOgRamm

Neutralität (2x) 105

Detailtreue (2x) 110

Ortbarkeit 115

Räumlichkeit 110

Feindynamik 95

Maximalpegel 95

Bassqualität 100

Basstiefe 100

Verarbeitung

überragend

KlangurtEil

PrEis/lEistung

ÅAbsolut sensationellstimmige

Transparenz,

perfekt neutrale Klangfarben,

holographisch-realistische

Raumabbildung, dabei knackiger

Tiefbass.

ÍBei hohen Pegeln fehlt

etwas Attacke.

105 PunKtE

übErragEnd

30 www.audio.de ›11 /2011


www.teufel.de

Thorsten Reuber

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... macht glücklich


Digital-Quellen › netzwerkPlAyer

Denonline

Mit dem DnP-720 Ae bringt Denon seinen ersten unabhängigen Streaming-Player ans Netz. In

seinen technischen Grundlagen ist er mit dem Konzernkollegen von Marantz verwandt. Ausstattung,

Preis und Gerätekonzept unterscheiden sich dagegen deutlich. Gilt das auch für den Klang?

■ Text: Bernhard Rietschel

Hätte es innerhalb des D&M-

Konzerns ein Rennen um den

ersten Netzwerkplayer gegeben,

hätte Marantz klar gewonnen:

Schon Anfang 2011 kam deren NA-7004

auf den Markt, erst jetzt gefolgt vom

DNP-720 AE der Schwesterfirma Denon.

Das macht jedoch nichts: Der Denon

richtet sich an eine andere, womöglich

noch breitere Zielgruppe, schon weil

er 300 Euro günstiger ist. Unter 500 Euro

– ein Preis, zu dem der Markt bisher

keinen einzigen Netzwerker bereithielt,

der auch äußerlich nach HiFi aussah.

Klar, Sonos und Logitech klingen gut

und lassen sich prima bedienen. Aber ei-

32 www.audio.de ›11 /2011

ne gediegene 43-Zentimeter-Front aus

Metall können beide nicht bieten, einen

Anschluss für den iPod oder gar integriertes

Airplay für drahtloses Streaming

direkt von Apple-Geräten natürlich erst

recht nicht. Von der Klang-Kompetenz

einer Company, die bislang noch zu jedem

Kapitel der Digitalgeschichte Spannendes,

Maßstabsetzendes beitragen

konnte, einmal ganz abgesehen. Kurzum:

Es gibt oder besser gab genügend

Gründe, auf einen Denon-Netzwerkspieler

zu warten.

Wer allerdings auf Gapless-Wiedergabe

gehofft hat, also die Möglichkeit, auch

ineinander übergehende Songs ohne

die kurze Lücke („Gap“) beim Trackwechsel

zu hören, wird diese wie schon

beim Marantz vermissen. Die gemeinsame

Streaming-Baugruppe der beiden

Player lässt sich offenbar einfach nicht

dazu bewegen, und so bleibt Airplay, gefüttert

aus iTunes oder einem Apple-

Porti, die einzige Möglichkeit, wirklich

unterbrechungsfrei von einem lokalen

Server zu streamen.

Wer darauf verzichten kann, iPod oder

-Pad während des Hörens in der Hand zu

halten, darf die Musikwaffel akkusparend

über das übliche Weiße Kabel direkt

am USB-Input des Denon einstecken.

Der Porti wird dann geladen, lässt


Digital-Quellen › neTZwerkplayer

TesT

Netzwerkplayer mit AM/FM-Tuner

und iPod-tauglichem USB-Anschluss

Denon DnP-720 Ae 500 €

VergangenheiT und ZukunfT: Links der

Ausgänge finden Antennen für UKW und Mittelwelle

Anschluss, rechts davon die WLAN-Stummelantenne und

das Ethernet-Kabel.

Fotos: Archiv, MPS, Sebastian Kaulitzki / Shutterstock.com

sich über Player-Display und -Fernbedienung

steuern und gibt die Musik ebenfalls

in digitaler Form direkt an den Denon-Wandler

weiter. Darüberhinaus liest

der USB-Port natürlich auch Speichersticks

und spielt darauf liegende Musik

ab – für das kleine Musik-Mitbringsel

zwischendurch.

Andere, etwa koaxiale oder optische Datentürchen

bringt der 720 AE nicht mit –

als externer D/A-Wandler ist er also ungeeignet.

In der Praxis ist dies vielleicht

der wichtigste Feature-Unterschied zum

Marantz, der dem Denon neben den Digitaleingängen

auch einen Kopfhörerausgang

sowie einen DAB-Tuner voraus

hat. Nicht

dass DAB gegenüber

dem von

Marantz wie Denon gleichermaßen

exzellent implementierten

Internetradio irgendeinen Vorteil

brächte – das Fehlen des zumindest im

Heimbetrieb wenig reizvollen „Digitalradios“

bedeutet also aus AUDIO-Sicht

keinen wirklichen Kritikpunkt.

Wer schon mal ein technisch sauber produziertes

und mit ausreichender Datenrate

gestreamtes Webradio (etwa die

drei Linn-Sender mit jeweils 320kbps)

gehört hat, weiß, dass der klangstärkste

Rundfunk heute aus dem Internet

kommt. Dank Volltextsuche und SMS-

Tastatur auf der Fernbedienung sind die

gewünschten Sender – solange man ihren

Namen kennt – mit dem Denon ruckzuck

gefunden und auf Favoriten-Speicherplätzen

abgelegt. Genauso geradlinig

ist die grundlegende Einrichtung: Mit

Abstand die meisten Tastendrücke verschlingt

noch die Eingabe des WLAN-

www.audio.de ›11 /2011

33


Digital-Quellen › nEtzWERKPLAyER

Passworts, sofern der Nutzer nicht einfach

ein LAN-Kabel einsteckt und damit

fast augenblicklich online ist.

WLAN ist beim Denon übrigens eingebaut

– hier ist der 720er seinem funkverachtenden

Marantz-Bruder sogar überlegen.

AUDIO empfiehlt dennoch, den

Denon nach Möglichkeit an die LAN-Leine

zu legen, weil der verkabelte Betrieb

unabhängig von Playermodell und Hersteller

einfach stabiler funktioniert und

das WLAN für Geräte freihält, die es

wirklich brauchen. Zum Beispiel für ein

iPhone, auf dem dann das kostenlose

Denon Remote-App laufen kann, das

den Player in allen Funktionen komfortabel

steuert.

Die ganze Vergleicherei mit dem Marantz-Modell

könnte zu dem Schluss

führen, dass sich der Denon nur durch

eine schlankere Feature-Auswahl unterscheidet,

aber das Gegenteil ist der Fall:

Zumindest für Musik-Menschen verblassen

die Features vor dem klanglichen

Charakter, den der Denon zum Vorschein

bringt. Seine betont konstruierten,

schlicht und zugleich hochwertig

bestückten Wandler- und Ausgangsstufen

wirken etwas schlanker als die des

Marantz-Players, gleichen diesen Unterschied

aber mit auffallender Sauberkeit

und Lebendigkeit aus. Gut nachzuhören

ist das auf dem Album „New History

Warfare Vol. 2 – Judges“ von Colin Stetson

(FLAC bei www.cstrecords.com),

das dem fassungslosen Hörer nebenbei

zeigt, wie ein Bass-Saxophon in den

richtigen Händen (und vor allem an der

richtigen Lunge) eine komplette Rockband

ersetzen kann. Je nach Anlage und

Geschmack wird die edle, weiche Fülle

des Marantz oder die knackige, räumlich

stabilere und dynamisch anspringendere

Frische des Denon das Rennen machen

– ein Unentschieden dürfte dagegen

nur selten zustandekommen.

FAzIt

Bernhard rietschel

AUDIO-Redakteur

Mit seinem klaren, bei aller Lebendigkeit

trotzdem ausgewogenen

Klang zeigt der Denon, dass

seine Audioabteilung trotz ihres

einfachen Aufbaus in sorgfältiger

Feinarbeit abgestimmt wurde.

Wenn Gapless keine Grundbedingung

ist (das hängt stark von

Musikgeschmack und Hörgewohnheiten

ab), bietet der 720AE

jetzt schon ein rundes, stimmiges

Ausstattungspaket und intuitive

Bedienbarkeit. Dank automatisch

installierbarer Internet­Updates

wird sich der Player auf dieser Basis

aber auch weiterentwickeln.

StEcKBRIEF

Vertrieb

www.

Listenpreis

Garantiezeit

Maße B x H x T

Gewicht

Denon

DNP-720 AE

Denon

0 21 57 / 1208 0

denon.de

500 Euro

3 Jahre

43,5 x 7,5 x 30 cm

3 kg

EInFAcH, ABER EFFEKtIv: Der Audiobereich im unteren rechten Eck der Platine basiert

auf dem AKM4424. Dieser DAC hat integrierte Analogfilter- und Ausgangsstufen – im weiteren

Signalweg finden sich nur zwei hochwertige Koppelkondensatoren (rot, ganz rechts).

MESSLABOR

Der Frequenzgang ist sehr ausgewogen

mit minimalem Höhenabfall (rechts), Die

im Wandler integrierten Ausgangsstufen

bewirken einen etwas hohen Ausgangswiderstand

(1,4kΩ), was an kurzen Kabeln

aber keinen Nachteil bringen muss.

Der Störabstand ist mit 107dB sehr gut,

das Klirrspektrum sauber mit wenigen,

gutmütigen Oberwellen. Zu hoch ist dagegen

der Jitter mit über 2000ps.

anschlüsse

Laufwerk CD/DVD/BD – / – /–

Analog In/Out

– / 1 Cinch

USB

• (Host + iPod)

Digital In koax/optisch – / –

Digital out Koax/optisch – / •

Netzwerk

WLAN u. LAN

Funktionen

Display / OSD • (OELD)/ –

Coveranzeige –

Radio FM/DAB • / –

Internetradio/Anbieter •/ vTuner

Formate

FLAC, WAV, MP3, AAC, WMA

benötigter Server UPnP

Gapless –

Steuerung via App ... • (Denon Remote, 0€)

... überträgt kpl. Playlist –

Max. Auflösung bit/kHz 24/96 Streaming+USB

AUDIOGRAMM

ÅKnackig sauberer, sehr

lebendiger Klang.

ÍKein Gapless.

Klang lossless 100

Bedienung

gut

Verarbeitung

gut

klangURTEIL

Preis/leistung

100 Punkte

sehr gut

34 www.audio.de ›11 /2011


Minimale Größe.

Maximaler Sound.

Sie werden Ihren Augen und Ohren nicht trauen – denn Loewe SoundVision setzt neue

Maßstäbe unter den Audio-Stand-Alone-Anlagen: In einem edlen Aluminiumgehäuse sorgen

sechs Lautsprecher, darunter zwei Subwoofer, für einzigartig authentischen und kraftvollen

Klang. Lassen Sie sich von Loewe SoundVision verzaubern: demnächst bei Ihrem Loewe

Fachhändler – und schon jetzt im exklusiven Misty-Miller-Video auf www.loewe.de.


Lautsprecher › standboxen

test

Standboxen-Flaggschiff

quadral titan Viii 11000 €

metal ballads

Wo titan draufsteht, ist auch Titan drin: Quadrals neues Spitzenmodell setzt konsequent

auf Metallmembranen, in der neuesten Generation 8 sogar auf ein leichtes

Bändchen. Diese Box kann sichtlich Luft bewegen – sie kann es aber auch ganz sanft.

■ Text: Malte Ruhnke

36

www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › standboxen

Fotos: Archiv, dunst – Shutterstock.com

Der Name ist Programm: Eine

Box, die „Titan“ heißt, muss die

größte, teuerste und beste Quadral

sein. Und das seit 30 Jahren, denn

genau 1981 war die Markteinführung

des ersten Modells. Mit Transmissionline,

30er-Bass und Magnetostaten-

Hochtöner wurde sie zum Inbegriff einer

„Männerbox“ in den 1980er Jahren. Den

Ansatz toppte der Nachfolger mit der

Generationszahl 7 noch – und führte zuletzt

einen relativ einsamen Kampf: Im

Zeitalter von schlanken, eleganten Speakern

trotzte die 2006 eingeführte Superbox

mit ihrem bauchigen Design und

dem demonstrativ zur Schau gestellten

Bass hinter Gittern dem Zeitgeist wie

sonst nur ein US-Musclecar mit Big

Block Motor in einer Herde von Smarts

und Prius’.

Doch über HiFi-Boxen im Wohnzimmer

entscheiden eben nicht Männer alleine,

und so entschied man sich bei Quadral,

der Generation 8 wieder eine elegante,

schmalere Form zu geben. Was angesichts

der akustischen Forderungen gar

nicht so einfach war: Gerade was Bassdruck,

Tiefgang und Maximalpegel angeht,

durfte die Neue natürlich der Alten

in nichts nachstehen – dabei war deren

Basschassis allein schon breiter als die

ganze Box zukünftig sein soll. Entsprechend

lange tüftelten das Quadral-Team

um den neuen Chefentwickler Sascha

Reckert an den Chassis. Und schafften

es letztlich, einen 25er-Bass zu konstruieren,

der im Doppelpack dem alten 30er

deutlich überlegen ist. Wie bei den letzten

Quadral-Konstruktionen üblich, spielen

die beiden Tieftonchassis nach vorne

auf eine kleine Kammer, nach hinten

auf ein ventiliertes Volumen. Das Reflexrohr

verbirgt sich dabei im Fuß der Box.

Materialkunde

Quadral setzen bei ihren Membranen

schon seit Jahren überwiegend auf Metall.

Weil aber gerade harte Membranen

aus einem einzigen Werkstoff im Mittelton

zu Partialschwingungen

und Resonanzen neigen, ist

eine Legierung aus drei Metallen

für die Hannoveraner

das Mittel der Wahl: Aus

ALuminium-TItan-MAgnesium

formten sie die Schwingflächen

– und auch den

Kunstbegriff Altima. Von der

homogenen Bestückung

aller Konen mit demselben

Material versprechen sich

die Entwickler einen möglichst

homogenen Klangcharakter.

Der Mitteltöner trägt

dabei die Hauptlast, muss er

doch zwischen 200 und

3000 Hz praktisch den gesamten

Stimmbereich allein

übernehmen, womit Trennungen

in gehörmäßig sensiblen

Tonhöhen vermieden

werden. Die Weiche, die

sich auf der Rückseite der

Box durch ein Sichtfenster

betrachten lässt, ist mit besonders

edlen Bauteilen ausgestattet,

und mit besonders

vielen. Denn für alle

drei Töner lässt sich eine

dreifach schaltbare

Anpassung an Raum

und Aufstellung vornehmen.

Für bessere

Abstrahlung sorgt auch

die Formgebung mit

der leicht nach hinten

gebogenen Schallwand

– so sind die Abstände

zwischen allen

Chassis und dem Ohr

möglichst gleich. Der

Hochtöner muss dabei

wiederum leicht nach

unten geneigt werden,

rauM und

aufstellung

Raumgröße

k M

Akustik

Genau auf den Hörer richten,

auf Mitteltönerhöhe hören.

Abstand um 3m. Wandnah wird

der Tiefbass schnell zu fett.

denn Bändchen-typisch bündelt er den

Schall relativ deutlich in der Vertikalen.

Mit dem Begriff „Bändchen“ sind einige

Lautsprecherhersteller schnell bei der

t

a

Aufstellung

w

d

g

H

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 148.

f

grosses netzwerk: Die

edel bestückte Frequenzweiche

sorgt nicht nur für saubere

Trennung und Pegelanpassung,

sie enthält auch Filterglieder für

die Pegelschalter. Bässe,

Mitten und Höhen lassen sich je

um 2dB absenken oder anheben,

was der Anpassung an verschiedene

Räume und deren

Hallcharakter dient.

www.audio.de ›11 /2011

37


Lautsprecher › stanDBOXen

ecHtes DinG: Statt

eines Magnetostaten,

bei dem Leiterbahnen

und Folie verklebt sind,

hat die 2011er Titan ein

lupenreines Bändchen:

ein einziges Stück

Metall, das komplett

vom Strom durchflossen

wird. Entsprechend

stark muss das antreibende

Magnetfeld sein.

HaUpt-aKteUr:

Der Mitteltöner aus der

bekannten aluminium-

Titan-Magnesium-

Legierung muss von 200

bis 3000 Hz fast den

gesamten Stimmbereich

wiedergeben.

Dementsprechend kräftig

ist er ausgelegt,

denn bei 200 Hz ist

schon gut Hub gefragt.

Hand. Viele der entsprechend beworbenen

Konstruktionen sind allerdings Magnetostaten,

bei denen eine nichtleitende

Membranfolie mit einem System aus

Leiterbahnen beklebt oder bedampft

wird. Ein echte Bändchen ist nach Lehrbuch

aber ein Stück Metall, das komplett

vom Signalstrom durchflossen wird

und so das antreibende Magnetfeld

erzeugt. Genau ein solches spendierten

die Entwickler erstmalig der neuen 8er

Titan.

sanfter riese

Im Hörraum hatte die Titan VIII einen optisch

zwar eleganten, aber wegen ihres

stecKBrief

QUadral

TiTan Viii

Vertrieb

Quadral

0511 / 7904-0

www.

www.aurumspeakers.de

Listenpreis

11000 Euro

Garantiezeit

10 Jahre

Maße B x H x T 31 x 139 x 58 cm

Gewicht

88 kg

Furnier/Folie/Lack • / – / •

Farben

Mocca, Eiche, Schwarz, Rot,

Weiß, andere auf anfrage

arbeitsprinzipien 3-Wege Bassreflex, Bändchenhochtöner

Raumanpassung 3fach Pegelschalter

Besonderheiten –

aUDiOGraMM

ÅStimmige und enorm

dynamische Box, klingt ausgewogen,

aber auch maskulinkräftig

mit super Timing.

ÍWenig Raumtiefe, etwas

sehr kräftiger Tiefbass.

DOppelpacK: Vom 25er-Tieftöner,

dessen Membran ebenfalls aus

aLTiMa gefertigt wird, arbeiten

zwei Stück in der Titan. Dank kräftigem

antrieb und großer Sicke bringen

sie mehr Schalldruck als früher

ein 30er - und das bei gesteigerter

Präzision und weniger Klirr.

neutralität (2x) 100

Detailtreue (2x) 105

Ortbarkeit 100

Räumlichkeit 85

Feindynamik 100

Maximalpegel 105

Bassqualität 95

Basstiefe 110

Verarbeitung

sehr gut

klangUrteil

Preis/leistUng

101 PUnkte

überragend

38 www.audio.de ›11 /2011


Gardemaßes doch maskulinen Auftritt.

Wer jetzt einen entsprechenden Bombast-

oder Effektsound erwartete, wurde

angenehm enttäuscht: Zum Warmspielen

lief Kammermusik, namentlich Klaviertrios

von Mozart (Guarneri Trio). Die

klangen über die Titan angenehm stimmig

und kompakt-homogen, als habe

man hier eher einen hochwertigen Monitor

vor sich denn eine XXL-Box. Vom

ersten Takt an begeisterte sie mit einer

bruchlos-homogenen Instrumentendarstellung

und einer plastischen Abbildung,

die allerdings auch eher in der Breite als

in der Tiefe genau gestaffelt war.

Dass die Titan aber ein Pfund mobilisieren

kann, wenn die Musik es fordert,

versteht sich von selbst. Knalliger Jazz

wie Jacques Loussiers „The Four

Seasons“ tönte denn auch deutlich

wuchtiger als über einen Kleinmonitor,

Bass und Bassdrum verlieh sie mehr

Nachdruck als gewohnt. Das ging aber

– anders als bei typisch „zu fett abgestimmten“

Großboxen – nicht zu Lasten

der Agilität. Bassläufe kletterten behände

auf der Tonleiter, Drumsounds erzeugten

die notwenige Wucht, erlaubten

sich aber auch kein weiches Nachschwingen.

Das Klavier servierte die

Quadral dynamisch und sehr klar, ließ

auch feinste Nuancen erkennen und bescherte

der Musik so eine große atmosphärische

Dichte. Selbst bei rhythmusbetonter

Klassik – Stravinskys „Sacre du

Printemps“ – wahrte sie diese Balance

zwischen beeindruckendem Fundament

und schneller Leichtigkeit, als sei sie ein

Sumo-Ringer, der nebenbei noch Karate

beherrscht. Der Eindruck setzte sich

denn fort, wenn ein entsprechend härteres

Brett zu bohren war: Metallicas „Enter

Sandman“ krachte mit einem schon

fast an eine Beschallungsanlage erinnernden,

wuchtigen Drumsound und

ungehört harten Bassschlägen in den

Hörraum, die verzerrten E-Gitarren entfalteten

genau den richtigen Druck am

Ohr, ohne dabei aber aggressiv zu klingen.

Die Titan VIII kann druckvoll und riesig

groß klingen, aber sie tut es immer

kultiviert und mit Respekt.

Fazit

Malte Ruhnke

AUDIO-Redakteur

Jetzt darf man es ja schreiben: bei

der titan 7 mit ihrem „Grabstein“-

look hörte meine toleranz für die

optik einer box auf. Die Neue ist

weder rank noch schlank, aber

sehr harmonisch proportioniert.

Und sie ist klanglich ein echter

Knaller, schafft sie es doch, zugleich

voluminös und fein zu spielen,

hoch aufzulösen und dem ohr

sanft zu schmeicheln. besonders

das Hochtonbändchen war für

mich ein echtes aha-erlebnis:

seine Detaildarstellung ist famos,

dennoch bleibt es völlig transparent

und selbstverständlich. Die

titan ist eine Männerbox, aber

kein Krachmacher – aber ich habe

selten eine so kultivierte und audiophile

Männerbox gehört.

Messlabor

Die Titan 8 zeigt einen betonten Tiefbassbereich,

ist ansonsten sehr ausgewogen.

Der Tiefgang ist mit 22 Hz unterer Grenzfrequenz

(-6dB) enorm. Die Messungen außerhalb

der Achse zeigen ein gleichmäßiges

Rundstrahlverhalten mit horizontal großem

Abstrahlbereich. Lediglich vertikal bilden sich

100 dB

90 dB

Quadral Titan VIII (Steller)

Frequenzgang

neutral high+ high- mid+ mid-

leichte Interferenzen zwischen Mittel- und

Hochtöner aus. Die Pegelschalter mit ihrem

+-2dB-Stellungen wirken dabei sehr unterschiedlich:

Im Bass nur subtil, im Hochton

breitbandig und deutlich. Der Mittenschalter

schenkt in +2-Stellung mehr Grundtonwärme,

in -2-Stellung nimmt er etwas Präsenzen

und Schärfe heraus. Die Klirrmessung

zeigt eine vorbildlich saubere Wiedergabe,

auch der Bändchenhochtöner zeigt

nicht einmal einen Anflug von Klirr. Im Bassbereich

bleibt die Titan ebenfalls völlig sauber

und erklimmt einen Maximalpegel von

115,5dB, ohne die Klirrgrenze zu erreichen.

110 dB

100 dB

Quadral Titan VIII

Pegel- & Klirrverlauf

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

80 dB

70 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

www.audio.de ›11 /2011

39


Verstärker › AV-ReceiVeR

40 www.audio.de ›11 /2011


Verstärker › aV-receiVer

Brennraum

Wer rund 2000 Euro für einen AV-Receiver investiert, darf zurecht

eine pralle Ausstattung, ordentlich Leistung und audiophilen

Klang erwarten. Wir haben drei anspruchsvolle Kandidaten

zwischen 1900 und 2200 Euro zum Test geladen, die alle Kompetenzen

in sich vereinen und das Wohnzimmer heiß befeuern.

■ Text: Holger Seybold

Fotos: Archiv, H. Seybold, hkeita – Shutterstock.com

AV-Receiver sind in zwei Welten

gleichermaßen zu Hause. Auf

der einen Seite verwalten sie

den Kino-Mehrkanalton mit der dazugehörigen

Formate-Flut nebst Videoverarbeitung,

andererseits sind sie auch Vollverstärker

für anspruchsvollen Musikgenuss.

Dieser Spagat ist eine große Herausforderung

für den Hersteller, wenn

das Ganze auch noch bezahlbar sein soll.

Wer in beiden Welten keine Abstriche

machen möchte, der muss zwangsweise

tief in die Tasche greifen.

Drei AV-Receiver zwischen 1900 und

2200 Euro treten zum Vergleichstest an.

Sie versprechen audiophilen Klang und

Funktionalität unter einen Hut – in diesem

Fall: unter einen Metalldeckel– zu

bringen. Ihre HDMI-Ein- und Ausgänge

sind allesamt 3D-tauglich nach dem aktuellen

Standard 1.4a (Anthem MRX500

durch Software-Update), die integrierten

Video-Prozessoren skalieren das Videomaterial

der Analog-Eingänge wie

FBAS und Component auf bis zu 1080p

(Full HD) hoch. Das TV-Gerät dient damit

nur noch als Monitor, die Quellenumschaltung

für Ton und Bild erfolgt komfortabel

gleichzeitig am AV-Receiver.

Der im Fernseher eingebaute Empfänger

für Sat, Kabel oder DVB-T schickt

sein Tonsignal über das HDMI-Kabel zurück

zum AV-Receiver. Ab Version 1.4 ist

im HDMI-Standard dieser Audio Return

Channel (ARC) spezifiziert und macht ein

zusätzliches Audiokabel überflüssig.

Die zahlreichen Surroundformate von

Dolby bis dts, sowie die dazugehörigen

HD-Formate Dolby TrueHD und dts HD

Master stehen so selbstverständlich in

der Featureliste wie die zahlreichen

mehrkanaligen Aufbereitungsformen

von Stereoquellen wie etwa Pro Logic –

das als IIz-Version mittlerweile auch normalem

Surround eine zusätzliche, vertikale

Komponente geben kann.

Sie bringen sogar Internetradio mit, dass

alle drei über das heimische Netzwerk

(per Ethernet-Buchse) vom Service vTuner

beziehen. Die Anmeldung gelang bei

allen drei Probanden auf Anhieb, spätestens

nach einem Neustart. Durch das

Dynamic Host Configuration Protokoll

(DHCP) waren keinerlei Einstellungen

nötig, Receiver und Netzwerkrouter verstanden

sich per Handschlag.

Auf der Verstärkerseite stehen sieben

gleichstarke Kanäle parat (Pioneer: neun),

die alle Satelliten eines 7.1-Setups gleichzeitig

mit Power versorgen können.

www.audio.de ›11 /2011

41


Verstärker › AV-ReceiVeR

hieRARchie: Der 500er

Anthem ist seinem großen

Bruder MRX 700 wie aus dem

Gesicht geschnitten. Innen

verrät lediglich der „normale“

Transformator seinen Status,

die Leistungsausbeute kann

sich dennoch sehen lassen.

Anthem MRX500 uM 1980 EuRO

Anthem mRX 500

Der Anthem MRX 500 liegt seit dem

Vertriebswechsel zu Audio Components

knapp unter der 2000-Euro-Marke und

ist ausschließlich mit schwarzer Aluminium-Front

zu haben. Die unterschiedlichen

Video- und Audio-Eingänge am

Heck sind nach Formaten gruppiert, das

erleichtert die Stöpsel-Navigation. Auf

der HDMI-Seite müssen vier Eingänge

genügen, was in ferner Zukunft irgendwann

knapp werden könnte, alternativ

bieten die übrigen Buchsen zahlreiche

analoge Ausweichmöglichkeiten inklusive

einer zweiten AV-Zone.

Jeweils ein USB-Anschluss findet sich

sowohl auf der Rückseite, als auch auf

der Front hinter einer kleinen Schiebeblende.

Von einem Speicherstick spielt

der 500er übliche MP3-, WAV- und

WMA-Dateien, ignoriert FLACs allerdings

beharrlich. Die Netzwerkbuchse

nutzt er ausschließlich für das Internetradio.

Für die Steuerung des Webradios

hätten die Anthem-Ingenieure besser

das zweizeilige blaue Dot-Matrix-Display

eingebunden, denn ohne Monitor

gleicht sie einem Blindflug. Und einer

Geduldsprobe, denn der Aufbau der

deutschen Senderliste „all stations“ mit

1282 Einträgen dauert knapp 14 Sekunden.

Mit Verlassen der Liste hat der

500er sie prompt wieder vergessen.

Die mit 40 Seiten knapp gehaltene Bedienungsanleitung

und das On-Screen-

Menü sprechen derzeit leider nur englisch.

Ist man mit den erforderlichen Begrifflichkeiten

vertraut, geht die Einstellung

einfach und intuitiv von der Hand.

Der MRX 500 verständigt sich hinter der

Position „Bass-Manager“ auf zwei

UniqUe: Der Anthem bringt eine geschaltete

Netzbuchse (im Bild die US-Version) mit.

Die RS 232-Schnittstelle ist für das professionelle

Einmess-System ARC und Software-

Updates äußerst wichtig.

42 www.audio.de ›11 /2011


Verstärker › AV-receiVer

grundlegende Setups: „music“ und

„movie“. Jede Quelle bekommt eins der

beiden Setups als Standard, so befeuert

Bluray beispielsweise das komplette

7.1-Heimkino-Set, der CD-Spieler nur

die großen Hauptlautsprecher. Hinzu

kommen zahlreiche Parameter wie Ton-

Bild-Zeitversatz (Lip Sync), Bass- und

Höhenregler oder die Verwendung von

Dolby Volume. Es folgt eine Art Liste,

die jedem Eingangstonformat eine genaue

Decodier-Behandlung vorschreibt.

Das individuelle Quellensetup endet mit

der Videojustage von Helligkeit, Kontrast,

Farbe und weiteren Details.

Stolz ist Anthem auf ihr professionelles

Einmess-System ARC (Anthem Room

Compensation) inklusive Mikrofon und

einem soliden Stativ, das auch dem großen

Bruder MRX 700 (AUDIO 2/2011)

beiliegt. Die Korrektur verspricht den

Frequenzgang auf Kurs zu bringen.

meSSLABOr

Der Anthem MRX500 digitalisiert die analogen Eingänge, sein Frequenzbereich ist bei

24kHz begrenzt. Der digitale Eingang sampelt mit 96kHz und begrenzt bei 48kHz. Der

Arcam weist am Lautsprecherausgang das geringste Grundrauschen auf, ebenso wie

an seinem Pre-out. Die Ausgangsleistungen des Anthem und des Arcam liegen auf

ähnlich hohem Niveau, der Pioneer liefert noch mehr Dampf.

Anthem mrX500: Sinus an 8/4Ω: 2x140/207W; 5x106/94W, Musik an 8/4Ω:

2x164/256; 5x119/148W, Arcam AVr-500: Sinus an 8/4Ω: 2x131/201W;

5x104/143W, Musik an 8/4Ω: 2x136/209; 5x108/145W; Pioneer Sc-LX75: Sinus an

8/4Ω: 2x176/274W; 5x103/161W, Musik an 8/4Ω: 2x210/262; 5x158/260W

Anthem mrX500

Im unteren Leistungsbereich

k3 (rot) über

k2 (schwarz). Absolut

stabile Endstufe bis

2 Ohm, AUDIO-Kennzahl

(AK): 64

ArcAm AVr-400

Klirrverlauf bei zuund

abnehmender

Leistung identisch,

etwas empfindlich

bei induktiver Last

AK: 64

ArcAm AVr-400

Der Arcam AVR-400 markiert mit 2200

Euro die preisliche Spitze unseres Trios.

Seine ausschließlich in Silber erhältliche

Front ist vom grün leuchtenden zweizeiligen

Display geprägt, ein klassischer

Lautstärke-Knopf fehlt. Unter der Anzeige

sitzen aufgereiht ein Dutzend Linsenknöpfe,

deren Belegung der Benutzer

auswendig wissen muss, falls er sie

nachts zu bedienen wünscht. Die bei-

PiOneer Sc-LX75

Dritte Harmonische

(rot) deutlich über

k2. (schwarz). tiefgAng: Hohes Das 30er-Chassis

Spannungsniveau arbeitet bis im Downfire-Prinzip nach

2 Ohm AUDIO-Kennzahl

(AK): 73

unten, Spikes verleihen ihm einen

sicheren Stand. Die ungewöhnliche

Ansicht zeigt auch, wie stark der

S8000 SW in die Tiefe baut.

_06L36_Musicline_Audio_11_11_NEU.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 92.00 mm);19. Sep 2011 13:01:20

Naim nicht im Versand erhältlich

Ovator S-400

Little sister’s good at school

„Phänomenales Timing, mitreißende Agilität, knackig-frische Wiedergabe

... Die S-400 ist ein ganz großer Wurf.“ AUDIO 9/2011

„So impulsiv, vielschichtig und timingsensibel klingen im Bass nur sehr

wenige Boxen.“ stereoplay 6/2011

„Ein ausgesprochen agiler, offener und rhythmischer Schallwandler.“

STEREO 4/2011

www.music-line.biz · Tel. 04105 77050


Verstärker › AV-reCeiVer

StAbiLität: Das Gehäuseblech

des Arcam ist respektable

1,4 Millimeter stark, die

Halterung des Ringkerntrafos

ist mit dem Kühlprofil verschraubt.

Gleich zwei 80mm-

Lüfter vermeiden Hitzestau.

ArCAM AVR-400 um 2200 EuRO

den kleinen 3,5-mm Klinkenbuchsen für

Kopfhörer und AUX-In gehen in der Logo-Reihe

fast unter, letztere dient gleichzeitig

als optischer Digitaleingang.

Rückseitig gibt sich der AVR etwas kontaktfreudiger

als der Anthem und öffnet

als einziger des Testfelds einer analogen

7.1-Quelle das Tor. Auch die vier S-Video-Buchsen

parallel zu den analogen

Cinch-Video-Eingängen bietet nur er.

Die zwei Surround-Back-Endstufenkanäle

betreiben –genauso wie beim Kollegen

Anthem MRX 500– auf Wunsch die

Lautsprecher in Zone2. Zusätzlich kann

der Arcam sie auch für Bi-Amping-Betrieb

der Frontspeaker verwenden.

Bei der quellenbezogenen Zuweisung

zahlreicher Parameter orientiert sich der

Arcam im Groben am vorbildlichen Anthem.

Ein großes Lob verdient die Bedienungsanleitung

im DIN A4 quer-Format,

die mit ihrer klaren Gliederung eine gute

Übersicht bietet und zudem das meiste

44 www.audio.de ›11 /2011

einfach und verständlich erklärt. Die

Selbsteinmessung „RoomEQ“ erklärt

sich am Bildschirm quasi selbst. Sie konfiguriert

Zeit- und Pegel-Korrektur sowie

den Equalizer, allerdings nur im 5.1- oder

7.1-Betrieb. Die Einstellung anderer Konstellationen

erfolgt manuell.

Die Bedienung des Internetradios wollte

nicht so richtig flutschen. Zwar zeigt das

Dot-Matrix-Display freundlicherweise

wo man sich gerade befindet, doch

beim Scrollen durch die Listen des Webradios

schlief der Arcam fast ein. Via TV

listet er jeweils fünf Einträge untereinander

auf, jeder Sprung zu den nächsten

fünf dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Für

100 Einträge braucht man mit der „page

up“-Taste geschlagene 55 Sekunden.

Die Dauer für 1000 Einträge haben wir

wegen Zeitmangel nicht gestoppt.

Einmal mit dem Netzwerk verbunden

streamt der 400er handelsübliche Musikdateien

problemlos. Nur mit einigen

besonders datenintensiven WAV- und

FLAC-Files hatte er zuweilen Probleme.

Pioneer SC-LX-75

Der nagelneue Pioneer für 1900 Euro

hat wohl Angst, man könnte ihm irgendetwas

ankreiden – und geht deshalb mit

den Features in die Vollen. Zone2 reicht

ihm nicht, er packt eine weitere Zone3

dazu. Zu den insgesamt sieben HDMI-

Eingängen (einer davon auf der Front)

gesellen sich gleich zwei Ausgänge dazu

– einer für den TV, der anderen für

den Beamer. Phono-Eingang? Ja!

Egal ob 9.1-Setup mit Front-Height- oder

Front-Wide-Lautsprechern oder ein

5.1-Setup mit Bi-Amping Front und Bi-

Amping-Center, seine neun Endstufenkanäle

sind zu fast jeder Schandtat bereit.

Dank insgesamt elf Boxenklemmen

entfällt sogar das Umstöpseln. An seinem

Pre-Out schmeißt er alles raus,

was möglich ist: 11.2 Kanäle!


Der Schweizer Hörgerätespezialist startet mit Earphones.

Brillanter Klang.

Perfekter Tragekomfort.

Für Sie entwickelt.

AlleS KOMplett: Neben den obligatorischen Ins und Outs bietet der AVR-400 als einziger

einen vollen 7.1-Mehrkanal-Eingang sowie jeweils eine S-Video-Buchsen parallel zu den

vier analogen Cinch Video-Eingängen.

StecKBRIeF

Anthem ArcAm Pioneer

MRX 500 AVR-400 SC-LX 75

Vertrieb

Audio Components

040 / 278 586 0

GP Acoustics

0 71 31 / 48 00

Pioneer

0 21 54 / 91 30

www. anthemav.com arcam.de pioneer.de

Listenpreis 1980 Euro 2200 Euro 1900 Euro

Garantiezeit 3 Jahre 5 Jahre 2 Jahre

Maße B x H x T 43,9 x 16,4 x 39 cm 43,3 x 17,1 x 42,5 cm 43,5 x 18,6 x 44,1 cm

Gewicht 15,6 kg 15,5 kg 17,6 kg

Anschlüsse

Phono MM / MC – / – – / – • / –

Line In / Out 5/2 + Zone2 6/– + Zone2 5/1 + 2(Zone2+3)

Analog-Video In 3 FBAS / 3 YUV 4 FBAS / 4 S-Video / 3 YUV 4 FBAS / 3 YUV

Analog-Video Out 2 FBAS + Zone2 / 1 YUV FBAS Zone2 / 1 YUV 2 + 2 (Zone2+3) FBAS / 1 YUV

Frontanschlüsse

Kopfhörer, USB, Video, AUX (analog + optisch), Kopfhörer, Setup Mic, Cinch/

Audio Cinch

Kopfhörer (je 3,5mm Klinke) USB (auch iPod), HDMI

Digital In 3 optisch / 2 koaxial 2 optisch / 4 koaxial 3 optisch / 2 koaxial

Digital Out 1 optisch / 1 koaxial – 1 optisch

HDMI In / Out / Version 4 / 1 / 1.3 (1.4a über Update) 5 / 1 / 1.4a 6 / 2 / 1.4a

unterstützte Funktion HDMI nach Update auf 1.4a: 3D,

ARC, Control

3D, ARC, Control 3D, ARC, Deep Colour,

x.v.Color, Control

Docking-Port / USB / RS232 • / • / • • / • / • • / • / •

Mehrkanaleingang – 7.1 –

Boxen Front / Cent. / Surr / Back 1 P. / 1 / 1 P. / 1 P. 1 P. / 1 / 1 P. / 1 P. 1 P. / 1 / 1 P. / 1 P. + Front

height + Front wide

Zahl Endstufen 7 7 9

Bi-Amping Frontlautsprecher – • • (auch C / SB / Z2 möglich)

Pre Out 7.1 7.1 11.2

Funktionen

Decoder HD-Ton Dolby TrueHD, DTS-HD Dolby TrueHD, DTS-HD Dolby TrueHD, DTS-HD, DSD

Vollw. Einmessung • (ARC) • (Room-EQ) • (Advanced MCACC)

LipSync Delay • (bis 150ms; je Quelle) • (bis 250ms; je Quelle) • (bis ~400ms; in Frames)

Bass-Trennfrequenz 60-150Hz, 5 Schritte 40-200Hz, 7 Schritte 50-200Hz, 5 Schritte

Fernbedienung /program- 2x (Main/Zone2) / – / – • / • / • • / • / •

mierbar / lernfähig

Video-Konverter 1080p 1080p 1080p

Netzwerk /Webradio / Streaming • / • / – • / • / • • / • / •

Kontroll-App / Airplay – / – ab iOS 4.0 (20 Euro) / – ab iOS 4.2 / •

On-Screen-Menü • • •

Besonderheiten

englische Anleitung, Dolby übersichtliche Bedienungsanleitung,

Advanced Sound Retriever,

Dolby Volume, Volume, geschaltete Steckdose,

2x USB, Bluetooth ready,

2x USB, Surr-Back- Surr-Back-Endst. zuweisbar Endstufenkanäle sehr flexibel

Endst. zuweisbar (Zone 2) (Bi-Amp/Zone 2), DAB zuweisbar

AUDIOGRAMM

ÅImpulsiver Klang mit

Temperament.

Í Eingänge bandbegrenzt.

ÅOffener ehrlicher Klang

mit Drive und Gefühl.

Í Träge Bedienung des

Mediaplayers.

Klang Stereo (Analog) 83 83 80

Klang Surround 98 98 93

Klang Surround HD 102 108 102

Ausstattung sehr gut sehr gut überragend

Bedienung sehr gut befriedigend sehr gut

Verarbeitung sehr gut sehr gut sehr gut

klAngurteil 94 Punkte 96 Punkte 93 Punkte

Preis/leistung sehr gut sehr gut sehr gut

ÅGigantische Ausstattung,

sehr hohe Ausgangsleistung,

streamt bis zu 192kHz/24bit.

ÍKlanglich fehlt etwas Biss.

PFE 012/022

Die preisgekrönten Audéo Perfect Fit

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Verstärker › aV-receiVer

einzelhaft: Die Digitalendstufen-Sektion

ist mit ihrem

Blechmantel von den darüber

geschichteten Elektronikplatinen

abgeschottet. Dank

hohem Wirkungsgrad kommen

die Module ohne einen klassischen

Kühlkörper aus.

pioneer SC-LX 75 um 1900 EuRO

Die neue Digitalendstufen-Generation

entstand in Zusammenarbeit mit International

Rectifier und soll sehr effizient

arbeiten. Die Module residieren in einem

eigenen lüfterdurchföhnten Metallgehäuse

und zeigen den Mitbewerbern

leistungsmäßig, wo der Frosch die Locken

hat (s. Kasten Messlabor; S. 51).

Der beiliegende WLAN-Adapter AS-WL

300 erspart das Kabel zum Netzwerk-

Router. Wie seine kleinen Brüder streamt

der 75er alle verbreiteten Formate bis zu

192kHz/24bit-FLACs, und kommuniziert

via Airplay mit Apple-Geräten. Durch die

endlosen Tracklisten der NAS oder des

Internetradios scrollt man am komfortabelsten

mit der kostenlosen App „iControl-AV2“

auf einem iPhone oder iPod

touch, die separate iPad-Version serviert

sogar die Messwerte der verfeinerten

Selbsteinmessung Advanced

MCACC wortwörtlich auf dem Tablet.

Die neue MCACC soll sogar eventuelle

Phasenprobleme der einzelnen Lautsprecher

korrigieren, die Phase des Subwoofers

exakter anpassen sowie stehenden

Wellen im Hörraum besser entgegen

wirken können.

In den Entfernungs-Einstellungen der

Lautsprecher gibt sich der Pioneer jedenfalls

deutlich feinfühliger als die Mitbewerber.

Statt in groben 30cm- justiert

er den Hörabstand in superfeinen 1-cm-

Schritten. Hinzu kommen diverse Goodies

wie beispielsweise die „Sound

Retriever“-Schaltung, die Datenverluste

komprimierter Quellen wie Webradio

Bluetoothstream oder MP3s weitestgehend

rekonstruieren soll.

flächennutzungsplan: Die

Anschlussvielfalt des Pioneer lässt im

Normalfall keine Wünsche offen, die neun

Verstärkerkanäle verteilen sich flexibel auf

insgesamt elf Lautsprecherklemmen-Paare.

46

www.audio.de ›11 /2011


HöRtESt

Bereits die ersten Takte des Anthem mit

der Acapella-Formation King's Singers

läutete die insgesamt anspruchsvolle

Hörsession ein. Der MRX 500 ließ den

Sängern ihre persönlichen Klangfarben

individuell ausmalen und wies jedem

seinen festen Platz auf der Bühne zu.

Der Arcam schlug in die gleiche Kerbe,

ohne signifikante Unterschiede. Während

der Anthem die Percussions von

Friedemanns Aquamarin Orchester in

„Sourdos“ mit einer etwas schärferen

Kontur abbildete, agierte der Arcam im

Hochton ein Tick gefühlvoller. Patt!

Der Pioneer spielte zwar grundsätzlich

auf ähnlich hohem Niveau, ließ es aber

insgesamt etwas besonnener und zahmer

angehen. Er wattierte die prägnante

Mundharmonika in Marla Glens „Travel“

und steckte stattdessen lieber den Kontrabass

in ein dickeres Fundament.

Auch mit HD-Material ging der Pioneer

weiter auf Kuschelkurs, wusste aber

trotzdem die intime Athmosphäre der

Live-Aufnahme „Mercy of the Wheels“

von John Gorka zu transportieren. Der

Anthem konnte sich in dieser Disziplin

kaum vom Pioneer distanzieren. Der Arcam

AVR400 dagegen schon. Er teilte

den Raum noch präziser auf, zeichnete

die Gitarrensaiten messerscharf nach

und malte insgesamt ein stimmigeres

Gesamtbild. Einfach traumhaft.

Fazit

Holger Seybold

AUDIO-Mitarbeiter

Jeder Euro ist gut angelegt, denn

alle drei aV-Receiver klingen allererste

Sahne – wenn auch unterschiedlich.

Der Sieger arcam aVR-

400 begeistert vor allem mit HD-

Material. in den anderen Modi

schließt der anthem MRX500 auf,

der selbst mit den kritischsten Boxen

zurecht kommt. Der Pioneer

SC-LX 75 kommt zwar klanglich

nicht ganz an die beiden heran,

setzt sich aber mit praller ausstattung

und gigantischer Leistung

erfolgreich zur Wehr.

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48

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Lautsprecher › surround-set

the Big Bang

Das System 10 THX Ultra 2 brilliert nicht nur mit seiner Hochglanzlackierung

– dank mächtig Leistung holt das neue Top-

Modell von Teufel auch fast den Putz von der Decke. Doch ist es

mit der THX-Abstimmung nur für Kino-Sound geeignet – oder

kann man damit auch richtig gut Musik hören?

■ Text: Alexandros Mitropoulos

Fotos: Archiv, MPS, Rashevskyi Viacheslav / Shutterstock.com

Wollten Kinos Anfang der 80er

Jahre Filme von Lucasfilm

zeigen (z.B. „Star Wars“),

mussten sich diese zunächst für den

Wiedergabe-Standard THX qualifizieren.

Anfangs als Produktions- und Wiedergabenorm

für Hollywood-Streifen gedacht,

konnte dieser aber auch im Heimkino-

Bereich schnell Fuß fassen. Teufel war

da ganz vorn mit dabei und erhielt bereits

1996 mit dem Theater 8 als erster

deutscher Boxen-Hersteller die begehrte

THX-Segnung. Seitdem sind 15 Jahre

vergangen, und die Berliner bemühen

sich noch immer eifrig um die teuren

THX-Lizenzen. Zwar hat sich unter Heimkino-Fans

herumgesprochen, dass das

Logo alleine noch keine perfekte Anlage

ausmacht, aber Teufel und THX, das gehört

einfach zusammen.

Ganz nach den Vorgaben der höchsten

Heim-THX-Stufe Ultra 2 besteht das System

10 also aus drei identischen Front-

Lautsprechern, zwei Dipolen als Rear-

Boxen und einem Subwoofer, der in diesem

Fall ein rie siger und über 80 Kilo

schwerer Bass-Koloss ist. Die drei Front-

Boxen des Typs S-1000 FCR sind nicht

mehr wie beim Vorgängerset Theater 10

als 4-Wege-, sondern als 3-Wege-Lautsprecher

ausgelegt. Jeweils zwei 20

Zentimeter große Tieftöner und ein 12er-

Mitteltöner schmücken die Front der

drei Boxen. Die Membranen sind nicht

etwa konisch geformt, sondern typisch

für die System-Serie flach. Komplettiert

wird das Trio durch einen 25-mm-Gewebe-Hochtöner.

Die Dipole sind mit einem Handgriff über

einen Schalter auf der Rückseite wahlweise

auch als Bi- oder Monopole umschaltbar.

Das ist praktisch, wenn je

nach Abhör-Situation unterschiedliche

Abstrahlverhalten erwünscht sind: Beim

reinen Musikhören ist eher eine direkte

Beschallung (Monopol) sinnvoll, für den

Kino-Spaß kann man dagegen auf den

Di- bzw. Bipol-Modus zurückgreifen. In

modernen Filmtheatern werden Lautsprecher-Arrays

im gesamten Raum

platziert, und Dipole versuchen, genau

diesen Klang nachzuahmen. Die Teufel-

Rears haben dazu insgesamt acht Schallwandler

im Gehäuse: Jeweils ein 13

Zentimeter großer Tieftöner, ein ebenfalls

13 Zentimeter großer Mitteltöner

und zwei 25-mm-Hochtöner schauen

nach vorne, und das gleiche Gedeck

nochmal nach hinten. Musikpuristen,

die Direktstrahler bevorzugen, können

diese auch für hinten dazuordern.

Komplettiert wird das Set durch einen

Subwoofer, der es in sich hat: Zwei

38-cm-Tieftöner werden von einer 750

Mini-array:

Die Rear-Lautsprecher haben insgesamt

acht Schallwandler, die eine Klang-

Atmosphäre wie im Kino simulieren sollen.

wandlungsfähig:

Über den drei stufigen Schalter auf der

Gehäuserückseite ist der Betriebsmodus der

Rear-Speaker wählbar.

www.audio.de ›11 /2011

49


Lautsprecher › surround-seT

raw power: Die zwei 38-Zentimeter Woofer haben im 240 Liter großen Gehäuse des Subs

ordentlich Platz zum pumpen. Im Kontrast zu dessen Ausmaßen steht das spartanisch aufgebaute

Anschlussfeld auf der Rückseite und die kleine Betriebsanzeige auf der Front.

Watt starken Endstufe in Schwingung

versetzt. Es lässt sich also bereits erahnen,

dass die Wiedergabe von Sub-

Frequenz-hal tigem Tonmaterial auch

physisch spürbar sein dürfte. So beeindruckend

der Sub indes auch sein mag,

so schlicht wirkt sein Anschlussfeld auf

der Rückseite: Neben einem Line-Eingang

befindet sich dort nur noch ein Poti

zum Einstellen der Übergangsfrequenz.

Über die mitgelieferte Fernbedienung

des Subs – ähnlich minimalistisch aufgebaut

– lässt sich noch die Lautstärke und

die Phase einstellen. Zudem kann man

einen THX-Modus aktivieren, der Trennfrequenz

und Empfindlichkeit mit einem

Knopfdruck auf die vom Lizenzgeber

standardisierten Werte setzt.

Verglichen mit dem Vorgänger Theater

10, das wegen seines Natur-Finishs

recht rustikal wirkte, ist das System 10

nun in einer schwarzen Hochglanz-Lackierung

erhältlich. Diese ist perfekt

ausgeführt, und in Kombina tion mit den

Alu-Elementen vermittelt das Boxen-

Set einen dem Preis angemessenen edlen

und hochwertigen Eindruck.

spass und druck dank sub

Das Einsatzgebiet einer Anlage, die mit

THX gelabelt ist, ist in erster Linie das

Heimkino. Die Frage, die man sich daher

als HiFi-Freund zwangsläufig stellt: Kann

man damit auch Musik hören? Im Fall

der Teufel-Anlage ist dies sicherlich kein

Problem: So wie der Vorgänger Theater

10 (AUDIO 10/04), bewies auch das System

10 beste Eigenschaften bei der Musikwiedergabe:

Ob das Ausgabeformat

nun 5.1 oder Stereo war, spielte dabei

keine Rolle: Musik jeglichen Stils tönte

ausgewogen und bei aller Präzision nie

aufdringlich. Hallfahnen ließen sich weit

in die Tiefen der Aufnahme verfolgen

und die exakte Tiefenstaffelung etwa

bei „Hong Kong“ von den Gorillaz („D-

Sides“) ließ die Musiker wie von numerierten

Plätzen aus spielen. Das detailreiche

Spiel war ein Stück weit auch auf die

leicht betonten Höhen zurückzuführen.

Auffällig zum Beispiel bei „Red Right

Hand“ von Nick Cave („Let love in“), wo

die S-Laute schon etwas direkter wirkten

als über reine HiFi-Speaker. Auf jeden

Fall sollten die Bespannungen auf

den Boxen bleiben, sie sind in der Abstimmung

berücksichtigt und mildern

den Klang spürbar.

Die Basswiedergabe war unglaublich

gut: Richtig auf- und eingestellt, faszinierte

der Subwoofer bereits bei niedrigen

Pegeln mit seiner unaufdringlichen

Art, sich am Sound-Geschehen zu beteiligen.

Mit kinotypischen LFE-Effekten

und ab einer gewissen Lautstärke zeigte

der Woofer jedoch unüberhörbar, was

MIT dIesen dIscs wurde GeHÖrT

noraH jones: lIve In new

orleans: Der Live-Mitschnitt des etwa

einstündigen Konzerts der sympathischen

Singer-Songwriterin ist absolut zu empfehlen.

Die 14 Tracks der DVD laden mit ihrem

Mix aus Folk, Soul und Blues zum Genießen

ein und sind mit viel Atmosphäre aufgeladen.

jaMes bond: casIno royale

Daniel Craigs erster Auftritt als 007 bietet

erstklassige Unterhaltung mit einer interessanten

Story; Action-geladene Szenen werden

durch den sehr guten Klang und das

gestochen scharfe HD-Bild zu einem

Augenschmauß für Bond-Fans.

50

www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › SurrounD-Set

FlacH wie ein brett: Für die drei identischen Frontlautsprecher bevorzugt teufel Flachmembran-treiber im tief- und mittelton. Die verwendeten

Neodym-magnete sind klein (rechts) aber alles andere als schwach. Die mächtige trafokern-spule an der rückwand ist teil der

tiefton-Weiche, die den arbeitsbereich der beiden 20er mit 18dB Flankensteilheit nach oben begrenzt.

Sache ist – wie der Autor, nun breit grinsend,

an seinen flatternden Hosenbeinen

bemerkte. Ihre wahren Trümpfe

konnte die Teufel-Anlage bei actiongeladenen

Filmen ausspielen. Bei „X-Men –

The Last Stand“, wenn sich Jean und

Professor Xavier ein telekinetisches Duell

lieferen und dabei ein ganzes Haus

StecKBRIeF

eMPfehlung

teufel

surrOuND-DyNamIK

system 10 thx ultra 2

Vertrieb

lautsprecher teufel Gmbh

030 / 300 9 300

www.

teufel.de

listenpreis

8.000 euro

Garantiezeit

12 Jahre

Front B x h x t / Gewicht 65,5 x 45 x 25 cm / 23,7 kg

Center B x h x t / Gewicht 65,5 x 45 x 25 cm / 23,7 kg

rear B x h x t / Gewicht 30,5 x 46,9 x 21,8 cm / 7,4 kg

sub B x h x t / Gewicht 50 x 126,8 x 59 cm / 85 kg

Furnier/Folie/lack – / – / •

Farben

schwarz hochglanz

typ

5.1-set

empfohlene trennfrequenz 80 hz (thx)

raumanpassung –

Besonderheiten

aktiver subwoofer, rearlautsprecher

umschaltbar

AUDIOGRAMM

Åsehr dynamische Wiedergabe,

beeindruckende

subwoofer-Performance,

exzellenter surround-Klang.

Í Im stereo-Betrieb könnten

die höhen etwas milder sein.

Klang musik 92

Klang Film 106

Verarbeitung

sehr gut

klangurteil

PreiS/leiStung

99 Punkte

überragend

aus dem Fundament reißen, ließ der

Subwoofer mit seiner phänomenalen

Per for mance die meisten seiner Konkurrenten

blass aussehen. Ähnliches stellte

sich auch bei „James Bond – Casino Royale“

am Anfang des Filmes ein, wenn

007 mit einem Bulldozer durch einen

Sandberg fährt. Das System 10 reagierte

in allen Situationen mit einer beeindruckenden

Dynamik, ohne dabei aufdringlich

zu wirken. Krawall mit Kontrolle:

Was Surround-Sets aus HiFi-Boxen

meist an den Rand ihrer Fähigkeiten

bringt, schien dem THX-Set regelrecht

Spaß zu machen.

MeSSlabor

Fazit

alexandros Mitropoulos

auDIO-redakteur

tHX hin oder her: Das teufel System

10 ist ein Surround-Set, das

mit einem ausgesprochen guten

Kino-Sound überzeugen kann. Der

Subwoofer ist zudem eine Klasse

für sich, und als 7.1-Set, also mit

zwei zusätzlichen Direktstrahlern,

ist die anlage auch für Surround-

Musik phänomenal gut.

Der Frequenzgang der Front-Boxen (links) zeigt einen stetigen Abfall im Bassbereich

nach einem Peak bei 90 - 100 Hz. Darunter liegende Frequenzen übernimmt

der Subwoofer, der bis in den Subfrequenzbereich von 15-20 Hz hinunterreicht.

Aus der Anhebung im gesamten Bereich ab 10 kHz dürfte eine leichte Höhen-Betonung

resultieren. In der Klirrmessung der Frontboxen (rechts) fällt eine merkliche

Zunahme bei etwa 1,6-1,9 kHz (ab 100 dB) auf.

110 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

teufel S1000FCR

Pegel- & Klirrverlauf

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

www.audio.de ›11 /2011

51


Digital­Quellen › netzwerkPlayer

format beruht. Nur Kennern dürfte auffallen,

dass die Frontplatte nicht wie bisher

mit weichen Radien, sondern nun

mit klaren Kanten ausgeschnitten ist –

ein Facelift, der alle zukünftigen Box­

Modelle betrifft, wobei es in der Übergangszeit

und auf Anfrage auch noch

Geräte im alten Styling geben soll.

Das Herz jedes Netzwerkplayers ist das

Streaming­Board, also jene Kombination

aus Chipsatz und Betriebssystem, das

die Daten auf Netzwerkfestplatten, Internet­Radioservern,

iPods oder USB­

Speichersticks für den Nutzer sicht­ und

auswählbar macht, die gewünschte Musik

über die jeweilige Datenschnittstelle

anfordert, entpackt und schließlich als

einheitlichen Bitstrom der Wandlerabteitest

Netzwerkplayer mit integriertem

WLAN und zwei USB-Anschlüssen.

Pro-Ject Stream Box DS 735 €

Musik-Box

DieBox Design“-Elektronikserie von Pro-Ject bringt immer anspruchsvollere Produkte hervor.

Jüngste Kreation der Wiener: Die stream Box Ds, ein puristischer, aber vollwertiger Netzwerkplayer.

■ Text: Bernhard Rietschel

Es fing alles ganz harmlos an in den

frühen 90er Jahren: Heinz Lichtenegger

hatte gerade mit dem legendären

Pro­Ject 1 die Vinyl­Konterrevolution

ausgelöst. Mitten in der Blütezeit

des Digitalismus kamen seine tschechischen

Lieferanten kaum mit dem

Plattenspielerbauen nach. In direkter

Konsequenz explodierte auch die Nachfrage

nach passenden Phono­Vorverstärkern

– das erste „Box“­Produkt war

folglich ein minimalistisches, preiswertes,

aber verblüffend gut klingendes

Preamp­Kästchen für Magnetsysteme.

Die Phono Box und ihre frühen Geschwister

liefen noch als Zubehör neben

dem Plattenspielergeschäft her. Mittlerweile

ist die Elektroniklinie zur weit ver­

52 www.audio.de ›11 /2011

zeigten Großfamilie angewachsen, die

mit dem Plattenspieler­Zweig inzwischen

nicht nur in der Zahl ihrer Mitglieder,

sondern auch in puncto Umsatz

gleichgezogen ist.

kleinwüchsig & koMPetent

Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht

in Sicht: Immer leistungsfähiger und

vielseitiger werden die Mini­Komponenten

der Wiener Marke. Vorläufiger Höhepunkt

dieser Entwicklung ist die Stream

Box DS, ein ausgewachsener Netzwerkplayer

mit ebenso ausgewachsenem

Preisschild. Auch das Gehäuse ist vergleichsweise

groß und misst zwei Höhen­

und zwei Breiteneinheiten im Pro­

Ject­Raster, das auf dem kleinsten Box­


Digital-Quellen › Netzwerkplayer

Source FirSt: Die

Streaming-Plattform ist klar

die größte (und teurste)

Platine im Pro-Ject-Player.

Das Audio-Board sitzt links

daneben, der winzige DAC versteckt

sich darauf rechts vorne

unter der Bandkabel-Brücke.

Fotos: Archiv, MPS, B. Rietschel

lung des Players zuführt. Kaum ein Hersteller

kann diese komplexe Baugruppe

selber entwickeln und programmieren,

was zu einer ähnlichen Situation wie bei

den CD-Spielern führt: Wie einst das

Laufwerk kauft man nun das Streaming-

Frontend zu und baut den Player drumherum.

Bei der Auswahl des Zulieferers musste

Heinz Lichtenegger nicht mal seine Heimat

verlassen – sitzt doch ausgerechnet

in Wien, wo auch Pro-Ject residiert, mit

Stream Unlimited einer der weltbesten

Streamingspezialisten. So ließ sich die

Forderung nach dem optimalen „Laufwerk“

perfekt mit dem bewährten Pro-

Ject-Prinzip vereinen, Entwicklung und

Produktion möglichst lokal in Österreich

und dem benachbarten Tschechien anzusiedeln.

Stream700 heißt die Gastspieler-Platine

in der Stream Box, sie kommt fix und

fertig samt strahlendem,

fein auflösendem

TFT-

Monitor, der die

Menüs, Titel- oder

Senderlisten, Angaben

über die

aktuell spielende

Musik und auch –

falls vom Server

ausgegeben – das

Albumcover anzeigt.

Der Screen bleibt entweder nonstop

an, oder er fällt nach einem einstell-

baren Zeitintervall automatisch in einen

Schlafzustand. Besonders sensible Hörer

werden womöglich einen Unterschied

hören, einen Hauch mehr Klarheit

und Ruhe,

wenn der Schirm

aus ist. Dieselben

werden es auch

sein, die instinktiv

dem mitgelieferten

Steckernetzteil

misstrauen

und nach einer

stabiler geregelten,

rausch- und

störärmeren Quelle

für jene 9 Volt Gleichstrom Ausschau

halten, die das Gerät benötigt.

www.audio.de ›11 /2011

53


Digital-Quellen › NetzweRKpLAyeR

Die Project-eigene Wandler- und Ausgangsplatine

dürfte in der Strombilanz

allerdings kaum einen Anteil haben – sie

an Minimalismus zu überbieten hätte

bedeutet, entweder den analogen oder

den digitalen (Koax-) Ausgang vollends

wegzulassen. Ähnlich wie schon im Denon

DNP-720AE

dient ein einziger

Chip als kombinierte

Wandler-,

Analogfilter- und

Ausgangsstufe.

Hier ist es ein

CS4344 von Cirrus

Logic – ein

winziger Zehnfüßer,

den nur ein

paar Zentimeter

Leiterbahn, ein Mute-Relais und zwei

kleine Kondensatoren zum Abblocken

allfälliger Gleichspannungsanteile von

den Ausgangsbuchsen trennen.

So schnell der

technische Aufbau

beschrieben

ist, so schwer

fällt die klangliche

Charakterisierung

der

Stream Box: Sie

entfaltet ihre

stärksten Qualitäten

immer

dann, wenn man

nicht genau aufpasst, wenn man vom

Testen und Analysieren ins Musikhören

verfällt – und das passierte hier auffallend

häufig. Will man in platten HiFi-Termini

beschreiben, wie die Stream Box

klingt, kommt etwas heraus wie „an den

Frequenzextremen, besonders im Bass

etwas zurückhaltend, klare Mitten, dabei

insgesamt sehr unaufdringlich und

zurückhaltend“. Das war aber nicht der

wirkliche Grund, warum die Alben vom

AUDIO-Hörraumserver auf dem Pro-

Ject stets überdurchschnittlich lange liefen

und der Tester sich zum Umschalten

auf einen Vergleichsplayer fast schon

zwingen musste.

Das Besondere an

der Stream Box ist

ihre Ehrlichkeit, eine

bemerkenswerte

Freiheit von

übertriebenem Hi-

Fi-Ehrgeiz und Effektsucht.

Beim

ersten, vielleicht

hastigen Reinhören

läuft man Gefahr,

ihre zarte Stimme zu überhören –

nicht zuletzt auch wegen ihrer mit 0,8

Volt (siehe Messlabor) sehr niedrigen

Ausgangsspannung. Nach exaktem Pegelausgleich

sieht

es anders aus: Nun

klingt es gleich laut,

aber im besten Sinne

immer noch nicht

nach HiFi – dafür beginnt

die Musik, etwa

der afrikanische

Blues „Fantang“

von Malick Pathé

Sow („Maayo

Men“) zu leuchten.

Kora, Hoddu, diverse andere merkwürdige

Instrumente aus dem Senegal,

Sows lyrischer Gesang und die elegante

Rhythmussektion ordnen sich zu einem

majestätisch-edlen Klangfluss den LP-

Fans ruhig als „analog“ bezeichnen dürfen.

Ein naheliegendes Vergleichsgerät war

der ebenfalls auf dem Stream700-Frontend

basierende Musical Fidelity M1

CLIC, dessen aufwendigere Wandlersektion

im Bass deutlich mehr Druck

machte und die virtuelle Bühne breiter in

den Hörraum zimmerte. Was nichts daran

änderte, dass Stimmen und Saiten

über den Project zugänglicher und noch

feiner moduliert schienen. Wie immer

erleichterte die Vorstufe Ayre K-5XE mit

StecKBRIeF

Vertrieb

www.

Listenpreis

Garantiezeit

maße B x H x t

Gewicht

Pro-Ject

Stream Box

atr

0208 / 882 660

audiotra.de

735 euro

2 Jahre

20,6 x 7,2 x 19,4 cm

2,6 kg

anschlüsse

Laufwerk CD/DVD/BD – / – /–

analog In/out

– / 1 Cinch

USB

2x (Host + iPod)

Digital In koax/optisch – / –

Digital out Koax/optisch 1 / –

Netzwerk

WLaN, LaN

Funktionen

Display / oSD • (tFt)/ –

Coveranzeige


radio Fm/DaB – / –

Internetradio/anbieter • / vtuner

Formate

FLaC, WaV, mP3, aaC, ogg

benötigter Server UPnP

Gapless


Steuerung via app

überträgt kpl. Playlist

max. auflösung bit/kHz.

• (PlugPlayer)


24/192 Streaming+USB

AUDIOGRAMM

ÅSubtiler, ausgewogener,

„analog“ wirkender Klang.

ÍKein schneller Vorlauf,

noch kein eigenes

Steuerungs-app.

Klang lossless 103

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

sehr gut

klangurteil

Preis/leistung

103 Punkte

überragend

MeSSLABOR

Im Frequenzgang (1) zeigt sich ein minimaler

Bassabfall – nur ein halbes dB bei 20Hz,

aber erfahrungsgemäß klingen solche

Geräte oft tatsächlich etwas schlank. Bei

HD-Material reicht die Wiedergabe ohne

deutliche Begrenzung bis über 90kHz. Ausgangswiderstand

(584Ω) und Störabstand

(93dB) sind nur durchschnittlich, klanglich

aber meist folgenlos. Der Jitter ist mit

1440ps insgesamt etwas hoch, das Spektrum

(2) wirkt trotzdem recht sauber.

54 www.audio.de ›11 /2011


Digital-Quellen › NEtzWERKPlayER

Fazit

Bernhard Rietschel

AUDIO-Redakteur

Full MEtal JacKEt: Der dicke, umlaufende Gehäusemantel macht den Pro-Ject stabil

wie eine Geldkassette. Ethernet, WLAN und USB sitzen links, die Ausgänge rechts.

ihrer reproduzierbar in Ein-dB-Schritten

wirkenden Lautstärkeregelung diesen

und andere Vergleiche. Als Endstufe

spielte die dazu passende Ayre V-5XE,

über ganz normale Lautsprecherkabel

verbunden mit den durch Dauer-Testeinsatz

optisch etwas mitgenommenen,

aber immer noch hervorragend klingenden

Paar KEF Reference 207/2.

Sieht man von den zusätzlichen Analogund

Digitaleingängen des CLIC ab, die

der Stream Box fehlen, glichen sich die

Player im Praxisverhalten wie ein Ei dem

anderen. Beide schlucken also auch

hochauflösende Musikdateien bis 24bit/

192kHz und spielen durchgehende Liveoder

Konzeptalben unterbrechungsfrei

ab. Sie erschließen einen per USB angeschlossenen

iPod als zusätzliche, fernsteuerbare

Digital-Musikquelle, bieten

eine schwindelerregende Auswahl von

Internetradio-Sendern samt Volltext-

Suchfunktion und ziehen sich Software-

Updates ohne großes Theater übers

Web. Die Wiener haben also gut daran

getan, nicht in die Ferne zu schweifen.

_06NF5_Bose_Audio_11_11_Companion.pdf;S: 1;Format:(210.36 x 137.45 mm);23. Sep 2011 13:37:15

Die Entwickler der Stream Box

haben dem Netzwerkbereich offenbar

oberste Priorität gegeben

und mit dem, was an Budget übrigblieb,

eine minimalistische,

aber hervorragend funktionierende

audioplatine gebaut. Das Resultat

ist ein Player, der dank Gapless-

und HD-Fähigkeit wirklich jedes

album in jeder verfügbaren

auflösung überzeugend spielt,

und dessen Klang nahelegt, dass

die alte „Quelle zuerst“-Konstruktionsprinzip

auch bei Netzwerkplayern

gilt. Besser als in der

Stream Box dürfte der hier verwendete

Wandlerchip jedenfalls

noch nie geklungen haben.

Genießen Sie Bose Spitzenklang

mit Ihrem Computer.

Überall im Raum.

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Lautsprechern bietet Ihnen raumfüllenden, naturgetreuen Klang –

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Lautsprecher › StanDbox für röhrenamPS

Party-time

Keine Frage – diese Box ist riesig. So riesig wie der Spaß, den sie vor allem Röhrenfans

bringt: Kein 1600-Euro-Lautsprecher – und auch nur wenige teurere – kann aus

einer Handvoll Röhrenwatt so viel Dynamik erzeugen wie die Dynavox impulse V.

■ Text: Bernhard Rietschel

56 www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › stAndbox für röhrenAmPs

Fotos: Archiv, MPS, Patrizia Tilly – Shutterstock.com

Wenn AUDIO günstige Röhrenverstärker

testet, sind die Tester

stets hin- und hergerissen:

Nahezu göttlich erhabener, den Transistor-Kollegen

allemal weit überlegener

Klang liegt im gleichen Gerät oft nur eine

Fußbreit neben hohl hallenden, von

Hochton-Klirrschwaden vernebelten Abgründen.

Zwischen Höhenflug und Absturz

entscheidet praktisch ausschließlich

der Lautsprecher, weshalb AUDIO

solche Tests stets mit entsprechenden

Empfehlungen garniert. Gezielt auf die

Ansprüche von Röhrenamps optimierte

Boxen gibt es jedoch kaum, und in erschwinglichen

Preisklassen eigentlich

gar nicht. Bis jetzt jedenfalls.

Unter dem seit Jahren anhaltenden

Trend, einst stattliche HiFi-Boxen – offenbar

durch Einkreuzen von Bleistiften

– in die Form kippeliger Hungerhaken zu

züchten, verödet der Lautsprechermarkt

aus Sicht des Kleinleistungs-Amps zu

Feindesland. Denn bei dem Schrumpfungsprozess

bleibt die Effizienz auf

dem Spiel: Je dürrer der Speaker, desto

mehr nähert sich sein Wirkungsgrad

dem einer Federkernmatratze.

Mit der Impulse-Serie folgt Dynavox einem

ganz anderen Ansatz, der physika-

lisch nur vernünftig ist, neben den

schlanken Konsens-Stengeln aber radikal

wirkt: Statt einer Ansammlung hochgezüchteter

Klein-Chassis beschäftigt

die Box derbe Arbeitstiere aus dem Profibereich,

setzt ganz klassisch auf Gehäusevolumen,

Membranfläche, Horn-

Schallführung und sogar die Unterstützung

der Hörraum-Rückwand, um aus

jedem Watt das absolute Maximum an

Schalldruck herauszuholen. Zum Teufel

mit dem Lifestyle: Eine Impulse übersieht

und überhört man nicht.

Das Herz der Impulse V ist ein Breitband-

Treiber des amerikanischen Herstellers

Eminence mit 32cm Korbdurchmesser,

Pappmembran, Gewebesicke, Hochtonkonus

– ganz Old School. Wirklich als

Vollbereichswandler geeignet ist er aber

nur für Instrumentenverstärker oder vielleicht

kleine Bühnenmonitore. In der Impulse

V wird er schon deutlich vor dem

Ende seines nominellen Frequenzgangs

(Eminence gibt 8kHz an) von einem

Hochton-Horn unterstützt und nach einem

ungewöhnlich breiten Überlappungsbreich

schließlich ganz abgelöst.

Auch der Horntreiber kommt aus gutem

Haus, nämlich vom brasilianischen Hersteller

Selenium.

Entwickler Frank Blöhbaum holt aus

dem Rohmaterial mit einer raffinierten

Weiche, einem mächtigen Gehäuse und

einer ungewöhnlichen Bassabstimmung

nicht nur sehr hohen Wirkungsgrad, sondern

hält die Impedanz der Box bis 10

Kilohertz über der 9-Ohm-Linie – günstige

Bedingungen selbst für instabile Eintakt-Verstärker

der ganz alten Schule.

Um im Bass richtig tief runterzukommen,

spielt die Box gezielt mit der Akustik;

sie kann und sollte direkt vor der

Wand stehen und beschallte aus dieser

Position auch den AUDIO-Hörraum.

Die größere Hörentfernung hinderte die

Box freilich nicht daran, unmittelbarer,

packender und livehaftiger zu spielen als

so ziemlich jede andere Box diesseits

der 2000-Euro-Grenze – allerdings nur in

Verbindung mit Röhrenamps. Zu Beginn

des Tests machten die Redakteure den

Fehler, eine (teure!) Transistorkombi an

die Impulse V anzuschließen, und ernteten

fahle, bassarme, insgesamt lustlose

Klänge. Die furiose Verwandlung, die

die Box nach Anschluss des preiswerten

Lyric Ti-60 (1200 Euro, Heft 6/10)

durchmachte, übertraf selbst optimistische

Erwartungen: Satt, singend und realistisch

präzise füllte der Bass bei „Se-

Aus der Pro-Abteilung: Der Eminence Beta 12LTA (links) verträgt dank 50mm-Schwingspule und belüftetem Magnetsystem problemlos

über 200 Watt. Der Kompressionstreiber Selenium D220 (rechts) mit Titanmembran und Einzoll-Mündung arbeitet auf ein Exponentialhorn.

www.audio.de ›11 /2011

57


Lautsprecher › StAnDBOx FüR RöhREnAMPS

RAUM UnD

AUFStELLUnG

Raumgröße

K M

Akustik

t

A

Aufstellung

W

D

G

h

F

Genau auf den Hörer

richten, und wandnah

stellen. Hörabstand ruhig

etwas größer, ab 2,5 Meter.

Die Aufschlüsselung der symbole finden sie

auf seite 148

AnPASSUnGSFähiG: Die großzügig bestückte Weiche besitzt

pegelschalter für „Bass“ (tatsächlich wirkt dieser in den mitten) und „Treble“.

Die soliden Terminals reichen von der Alublende bis direkt auf die leiterplatte.

ver“ von Karate (vom jazzig-schwebenden

Rock-Meisterwerk „Unsolved“),

den Hörraum. Jeder Schlagzeug-Akzent

– fein glänzende Becken, pochende Bassdrum

und eine explosive Snare – bekam

eigenen Erlebniswert, der sich nahezu

beliebig steigern ließ: Mit jedem Dreh

am Volume-Knopf wurde der Hör- noch

mehr zum Proberaum, schienen Drumkit,

Bass- und Gitarrenverstärker wahrhaftiger

zu pulsieren, zu vibrieren, den

Raum mit ihrer spezifischen Energie zu

fluten. Grenzen? Selbst mit dem Ti-60

(und erst recht mit dem etwas teureren

T.A.C. K35, der sich für einen zukünftigen

Test warmlief) nicht wirklich. Für

normale Wohnungen steckt schon in

dieser Kombi weit mehr Dynamik, als

man je brauchen dürfte.

Berechtigte Einwände hatten nur die

Klassikhörer in der Redaktion: Der Mittelton

war nicht hundertprozentig neutral

und ließ vor allem Stimmen mitunter

etwas eingeschlossen erscheinen. Auch

gibt es Boxen – widerum primär aus

Sicht der Klassiker –, die bei ähnlichem

Wirkungsgrad konturenschärfer abbilden

als die in großem Maßstab, aber

leicht diffus zeichnende Dynavox. Andererseits

profitierte auch Klassik vom weiten,

mühelosen Dynamikspielraum –

dem Markenzeichen dieser bemerkenswerten

Box.

FAzit

Bernhard Rietschel

AUDIO-Redakteur

Wer einen wandnahen Platz für die

impulse V findet, kommt mit einem

preiswerten Röhrenamp und

einer guten Quelle (wir haben den

Linn Sneaky verwendet) zu einer

Kette, die in Größenmaßstab und

Dynamik mühelos mit mehrfach

teureren Anlagen mithält. Geben

Sie der Riesenbox eine Chance –

eine Rock- oder Funkplatte später

werden Sie eventuelle Einrichtungs-Bedenken

vergessen haben.

StECKBRiEF

emPfehlung

Dynavox

RöHReNFReUNDlIcH

ImpUlse V

Vertrieb

sintron

0 72 29 / 18 29 98

www.

dynavox-audio.de

listenpreis (paar) 1600 euro

Garantiezeit

5 Jahre

maße B x H x T 36,5 x 144,5 x 29,5 cm

Gewicht

45 kg

Furnier/Folie/lack – / • / •

Farben

Kirsche, Buche hell; jeweils

mit Hochglanzfront schwarz

Arbeitsprinzipien 2-Wege Transmissionline ,

Hochtonhorn

Raumanpassung • (Pegelschalter Mitten/Höhen)

Besonderheiten –

AUDiOGRAMM

Neutralität (2x) 65

Detailtreue (2x) 90

Ortbarkeit 75

Räumlichkeit 85

Feindynamik 95

maximalpegel 95

Bassqualität 85

Basstiefe 80

Verarbeitung

sehr gut

klanguRteil

PReis/leistung

ÅWirkungsgradstark und

hoch ohmig, für Röhren optimiert,

enorme Dynamik.

ÍStimmen können etwas

verschnupft wirken.

83 Punkte

sehR gut

MESSLABOR

Mit einer AK von 41 gehört die Dynavox

zu den verstärkerfreundlichsten Boxen in

der AUDIO-Bestenliste. Da sie zugleich

klirrarm (2) und belastbar ist, resultiert

ein unverzerrter Maximalpegel von über

111dB – in der Praxis eher noch einige

dB mehr. Der Frequenzgang (1) zeigt einen

merklichen Hochtonabfall und horntypische

Richtwirkung. Der Bass ist für

wandnahe Aufstellung abgestimmt.

1 2

Dynavox Impuls V

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

Dynavox Impuls V

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

58 www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › Kabellose aKtiv-boxen

Grenzenlos

Das kabellose Musik-System „Your World” von Canton wird durch

eine kleine, unscheinbare Schnittstelle zum vielseitig einsetzbaren

Multi-Room-Paket. Der Fantasie sind nun keine Grenzen mehr

gesetzt, sich seine eigene Klang-Welt zu erschaffen.

■ Text: Alexandros Mitropoulos

Wer früher, in den 80er oder

auch 90er Jahren, möglichst

viele Räume in seinem Zuhause

aus einer Quelle mit Musik beschallen

wollte, musste dazu nicht nur

ziemlich tief in die Tasche, sondern auch

noch furchtbar in die Architektur eingreifen,

kilometerlange Strippen ziehen und

monströse Racks voller blinkender Elektronik

mit dem Charme einer Serverfarm

erdulden. Und wehe, auch nur ein

Detail des komplizierten Aufbaus wurde

verändert – dann blieb die Musik stunden-,

ja tagelang stumm, bis der Fehler

endlich gefunden war.

Glücklicherweise haben wir das hinter

uns und es gibt sehr viel einfachere

Möglichkeiten, sein trautes Heim mit

Musik zu beschallen. Pünktlich zur IFA in

Berlin präsentierte Canton ein neues

modulares Funklautsprecher-System

namens „Your World”. Die einzelnen

Komponenten der Produktlinie sind frei

untereinander kombinierbar und über eine

robuste Digital-Übertragung miteinander

verbunden. So kann sich jeder –

so die Idee dahinter – sein persönliches

Multi-Room-Set zusammenstellen. Lästiger

Kabel-Salat, mehrtägige Installationen

und verschandelte Wohnräume gehören

damit der Vergangenheit an.

Der Clou: In einem „Your World” -System

können mehrere Sender und Empfänger

gleichzeitig arbeiten. Sie lassen

sich unabhängig betreiben oder zu Gruppen

zusammenschalten. Perfekt also einerseits

für die Party, wenn in jedem

Raum der selbe Song laufen soll, aber

andererseits auch für die individuelle

Musikversorgung einzelner Räume.

Als Sender stehen „Your Stick” und

„Your Dock” zur Verfügung, wobei die

Namensgebung schon den Hinweis auf

das Einsatzgebiet gibt. Im Normalfall

wird der USB-Stick als Dongle am PC

angeschlossen und am Dock ein iPod/

iPhone seinen Platz finden. Das funktioniert

auch wunderbar und ohne Probleme.

Aber das eigentliche Potenzial

steckt im zusätzlichen Mini-Klinken-Eingang

der beiden Sender: analoge Signale

wie etwa von einem Mp3-Player oder

einer Stereo-Anlage werden digitalisert

und finden so ihren Weg per Funk zum

Empfänger.

Liegt übrigens ein Signal am analogen

Eingang an, hat es Vorrang und das USB-

Fotos: Archiv, Phecsone – Shutterstock.com

60

www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › kabellose akTiv-boxen

TesT

Drahtloses HiFi-Musiksystem

canton your world / your duo 500 €

bzw. iPod-Signal wird kurzerhand ignoriert.

Das Dock verfügt über ein eigenes

Netzteil; der Dongle benötigt einen USB-

Steckplatz, der ihn mit den 5V Betriebsspannung

versorgt. Glücklicherweise

herrscht an USB-Schnittstellen kein

Mangel. Bei vielen AV-Receivern, Fernsehern

und Media-Servern gehören sie

mittlerweile zur Basis-Ausstattung. Einfach

dort den Stick einstecken, mit einem

Klinke-auf-Cinch-Kabel an die Analog-Ausgänge

der gewünschten Quelle

anschließen und schon findet das Signal

seinen Weg zu den Canton-Empfängern.

Ohne USB-Buchse in Reichweite kann

man das ganze natürlich auch mit dem

Dock bewerkstelligen.

Man merkt bereits: der Phantasie sind,

was die Kombinationsmöglichkeiten angeht,

kaum Grenzen gesetzt. Das bringt

auch eine gewisse Experimentierfreude

mit sich, da man ständig auf neue Ideen

kommt, wie man die „Your Duo”-Boxen

noch mit Musik füttern könnte. Hat man

ein Startpaket mit nur einem Sender gekauft,

kann man weitere Docks oder

Sticks natürlich jederzeit nachkaufen –

149 beziehungsweise 100 Euro kostet

es, wenn ein weiterer Sender „yours“

werden soll. Als potenzielle Empfänger

stehen zur Zeit nur unsere Testkandidaten

„Your Duo” zur Verfügung: Ein vollaktives

und äußerst elegantes Boxenpaar,

das mit einer Leistung von jeweils

50 Watt, verteilt auf eine Bass- und eine

Hochton endstufe pro Box, auch über die

nötige Power verfügt, um mal richtig

Gas zu geben.

Anfang kommenden Jahres folgen mit

„Your Solo” eine One-Box-Lösung und

mit „Your Sub” noch ein Subwoofer, beide

natürlich wieder per Funk erreichbar.

Was die „Your World” -Idee erweitert

und somit noch interessanter macht.

Die Duo-Boxen sind sehr gut verarbeitet

und man merkt ihnen die bewährte Canton-Qualität

an. Die Lackierung, wahlweise

in schwarz oder weiß erhältlich,

ist perfekt ausgeführt und gibt den Lautsprechern

einen stimmigen Look.

Das Funk-System arbeitet übrigens im

2,8GHz-Band – also da, wo auch WLAN

oder etwa Bluetooth funken. Es verwendet

jedoch eine proprietäre Übertragungsart,

die zumindest dem verbreiteten

Standard-Bluetooth in Bandbreite

und damit Klangqualität deutlich überle-

www.audio.de ›11 /2011

61


Lautsprecher › kabellose aktiV-boxen

Verstärkung ist unterwegs: „Your Sub“ ist ein

Funkwoofer, den man einfach parallel etwa zu einem Pärchen

Your Duo betreiben kann. Das Your Solo ist eine One-Box-

Lösung und enthält eng mit der Your Duo verwandte Technik.

Mit Weihnachten wird's allerdings nichts mehr: Der

Familienzuwachs wird im Frühjahr 2012 erwartet.

gen ist. Ein Setup ist

nicht notwendig – es

sei denn, man empfin­

det das Einstecken des

Netzkabels und das Drücken

zweier Knöpfchen bereits als Setup.

Noch einfacher geht es wirklich

nicht: Boxen in die Steckdose einstöpseln,

Empfänger mit dem Sender paaren

und schon kann es losgehen.

Egal ob in der Küche, im Schlafzimmer

oder im Keller – üppige 20 Meter kann

der Signalweg betragen. Wer über ein

riesiges Haus oder extrem funk­unfreundliche

Architektur verfügt (etwa

feuchte Stahl­

beton­

Messlabor

Der Verlauf des Frequenzgangs (unten, links) ist fast kerzengerade. Eine minimale Anhebung

bei etwa 150 Hz und bei 16 kHz ist zu erkennen. Der Klirrverlauf (unten, rechts)

ist bis 90 dB sehr gut. Ein intelligenter Limiter begrenzt bei darüber liegenden Pegeln

zunächst selektiv den Bass.

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

Canton your_Duo

Frequenzgang

axial 10*hoch 30*seitl. axial mit Grill

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

Bunkerwände),

soll

nicht aus der „Your World“

ausgeschlossen

bleiben:

Canton plant bereits spezielle, entsprechend

potentere Funk­Repeater, die

natürlich wiederum spannende Zusatzfunktionen

mitbringen werden.

Insgesamt lassen sich bis zu drei Sender

in ein gemeinsames System einbinden.

Über die mitgelieferte Fernbedienung

wählt man einfach aus, was man womit

koppeln will. Um den Überblick zu behalten

hat Canton die drei zu Verfügung stehenden

Funk­Kanäle mit unterschiedli­

chen Farben versehen. An einer ge, sowohl am Dock/Stick als auch an

Anzeiden

Boxen, wird dann der Kanal in der

entsprechenden Farbe dargestellt.

Vertrauensfrage

Schaut man sich die zierlich anmutenden

Boxen­Gehäuse an, fragt man sich

110 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

Canton your_Duo

Pegel- & Klirrverlauf

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

zwangläufig ob

die Lautsprecher

überhaupt

Tief genung herunter

kommen

können. Als ob

sich die kleinen

Cantons

zunächst

das Vertrauen des

Test­Hörers

verdienen

müssten, sucht man dann natürlich

einen extra basslastigen Einstiegs­

Song heraus. Aber wie es bei solchen

Vorurteilen meistens der Fall ist, bewiesen

sie bei ihrer Feuertaufe das Gegenteil.

Sie machten etwa bei „Groove Me”

von King Floyd (What our Love needs)

erstaunlicher­, aber glücklicherweise ordentlich

Druck. Und das nicht etwa,

schwammig oder wummerig, sondern

richtig tight.

Was sich aber noch viel deutlicher bemerkbar

machte: Der Klang der Boxen

machte einfach Spaß! Einerseits neutral

und ausgewogen, tönten sie dennoch

auf eine lebendige Art und Weise, was

zum spontanen Fuß­Wackeln verleiten

wollte. Etwa beim 70s­Klassiker „Long

Train Running” von den Doobie Brothers

(The Captain and Me) oder beim „Voodoo

Child” ­Cover von Angelique Kidjo

(Oremi) wurde dies besonders deutlich.

Aber nicht, dass fälschlicher Weise der

Eindruck entsteht, die Cantons seien

keine Allrounder. Denn auch bei Jazz,

Folk oder sogar Klassik fühlten sie sich

wohl. Bei Bachs Brandenburgisches

Konzert Nr. 2 in F­Dur bestätigte der ausgewogene

Klang der mit dem dynamischen

Spiel den Allround­Charakter der

kleinen Cantons. Ein äußerst homogenes

Klangbild stellte sich zudem auch

beim Jazz­Klassiker von Miles Davis

„Miles Runs the Voodoo Down” („Bitches

Brew”) ein. Sämtliche Instrumente

klangen angenehm entspannt, ohne dabei

unpräzise zu wirken.

62

www.audio.de ›11 /2011


Neu DALI ZENSOR

fAzIt

alexandros Mitropoulos

AudIo-redakteur

Your World von canton ist eine

spannende Sache: Unkompliziert

in der Handhabung, kann ich mir

gut vorstellen, ein ganzes Haus damit

zu füllen. Dabei sind bei der

einbindung von anderen Hifi-Geräten

keine Grenzen gesetzt, was die

Sache richtig interessant macht. In

diesem Preisbereich gibt es zwar

viele Mitbewerber, doch die canton

Your Duo sind jeden cent wert.

Sie machen nämlich das, was viele

ihrer Mitstreiter nicht können –

richtig gut klingen.

ZENSOR 1 ZENSOR 1 ZENSOR 1 ZENSOR Surround-Set

StecKBRIef

canton

your duo

Vertrieb

Canton

060 / 832870

www.

canton.de

Listenpreis

500 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Farben

Schwarz / Weiß

Bauart

2-Wege, aktiv

ausstattung

Fernbedienung


Verbindungskabel –

Eingänge Analog –

digital SP/dIF, uSB – / • (per Dongle drahtlos)

Kopfhörerausgang –

raumanpassung –

Hochpassweiche –

Besonderheiten Funkübertragung mit dock

oder WLAN-dongle

ZENSOR 1 ZENSOR 7 ZENSOR 1

„Früher waralles besser? Quatsch, früher hat es so ein Lautsprecher-

Juwel wie die kleine Dali Zensor gar nicht gegeben. Wer diesen

Lautsprecher einmal »im Ohr hat«, ist für Qualität sensibilisiert. Und

die alte Ausrede,dass man wirklich gute Lautsprecher schon gerne

hätte,die sich aber nicht leisten kann, die hat mit der Dali Zensor1

endgültig ausgedient.”

Wilfried Kress, hifi & records 03/11

AUDIOGRAMM

Ausstattung

Verarbeitung

klangurtEIL

Preis/leistung

Ådruckvolle Basswiedergabe,

Homogener Klang. Anbindung

von analogen Signalen

über dongle oder Stick.

Í -

sehr gut

gut

74 Punkte

sehr gut

Kontakt: DALI GmbH, Tel: 033203 - 180400, kontakt@dali.dk | www.dali-speakers.com

facebook.com/DALI.loudspeakers


Lautsprecher › DsP-Boxen-set

test

Per DSP unterstützte PC-Boxen

XTZ MH-800 450 €

völlig losgelöst

Wäre es nicht eine feine Sache, wenn man Lautsprecher einfach per

Knopfdruck auf die Akustik ihres Aufstellungsortes anpassen

könnte? XTZ verfolgt mit ihren neuen DSP-gestützten PC-Lautsprechern

MH-800 dieses Konzept. Das Ergebnis kann sich hören lassen.

■ Text: Alexandros Mitropoulos

64

www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › dSP-Boxen-Set

HoHe effizienz: Gerade mal so

groß wie eine Streichholzschachtel ist

der Schaltverstärker im unteren

Platinendrittel, umgeben von den vier

grauen Ausgangsfilterspulen (Pfeil).

Dennoch liefert er erstaunliche

Dynamik.

Fotos: Archiv, Phecsone – Shutterstock.com

Dass Hersteller durch die Verwendung

von Digitalen Signalprozessoren

(DSP) den Frequenzgang

von Lautsprechern korrigieren

können, ist im Grunde genommen

ein alter Hut. Im Normalfall läuft es so ab,

dass die Rechenchips im Verstärkermodul

einer Aktivbox integriert sind oder in

einem separaten, mitgelieferten Prozessor-Kästchen

leben.

Die Ingenieure des Schwedischen Herstellers

XTZ verfolgen mit ihrem neuen

Desktop-Set MH-800 jedoch ein ganz

anderes Konzept. Sie kamen auf die

geistreiche Idee, sich die benötigte Rechen-Power

von einem Computer zu holen,

der meistens sowieso schon neben

dem Schreibtisch steht. Das macht Sinn,

denn zum einen sind so leistungsfähigere

Algorithmen realisierbar, und zum anderen

kann sich der Hersteller umso

mehr auf weitere wichtige Elemente seiner

Box konzentrieren, zum Beispiel auf

eine gute Gehäuse-Konstruktion. In der

Tat ist die Verarbeitungsqualität der XTZ-

Speaker bemerkenswert: Die passiven

Zwei-Wege-Boxen vermitteln einen extrem

robusten Eindruck. In ihnen arbeiten

ein 7,5cm-Breitband- und ein innen

liegender, 13cm großer Tiefton-Treiber,

wobei der Woofer indirekt über einen

frontseitigen Schlitz abstrahlt

Die zwei Lautsprecher werden von einem

externen Verstärker mit Saft ver-

sorgt. Auch der macht in seinem Metall-

Gehäuse einen sehr stabilen Eindruck

und kommt dank kühl laufender Schaltverstärker-Technik

ohne lästige Lüftungsschlitze

aus.

Ganz nach dem Motto „weniger ist

mehr” wird der Frequenzgang der Lautsprecher

also ausschließlich rechnerbasiert

korrigiert: Die zwei Boxen sind ganz

klassisch mit dem Verstärker verbunden,

der seinerseits entweder digital oder

analog direkt mit einem PC oder Mac in

Kontakt steht. Dafür bietet der XTZ-Amp

einen USB-Input und ein Pärchen Cinch-

Eingänge. Die Eingangs-Quelle wählt

man über den kleinen Kipp-Schalter auf

der Front.

Auf dem Computer selbst wird dann ein

spezielles Filterprogramm installiert, das

aus renommiertem Haus kommt: Die

schwedischen Digital-Sound-Experten

Dirac haben sich mit DSP-Software für

high-endige Autoanlagen – von BMW

bis Bentley – einen erstklassigen Namen

gemacht. Der „Dirac Audio Processor“

ist speziell auf XTZ-Boxen maßgeschneidert

und klinkt sich zwischen das

Quell-Programm und den Audio-Ausgang.

Mit anderen Worten: Alle Klänge

werden von dieser Software bearbeitet,

bevor sie die Lautsprecher erreichen. Es

spielt also keine Rolle, ob der Ton von

einem Player wie iTunes oder von einem

Computer-Spiel stammt. Der eigentliche

Clou: Über das Dirac-Programm

sind verschiedene Equaliser-Kurven auswählbar.

Man kann also den Klang der

Boxen an die Akustik des Aufstellungsortes

anpassen. Preset-Programme wie

„Bass-Reduction”, „Wall”, „Loudness”

und „Desk” stehen bereits zur Auswahl.

Sound-zentrale: Neben dem Ausgabe-Gerät

sind im Dirac-Fenster auch die

verschiedenen Presets auswählbar. Folgende

zehn Presets stehen zur Auswahl: Bass

Reduction, Bright 1 & 2, Punch, Desk, Flat to

40 & 50 Hz, Loudness, Wall und Wall Bright.

www.audio.de ›11 /2011

65


Lautsprecher › dsP-boxen-set

eingestecKt: Bis auf den

Kopfhörer-Ausgang auf der Vorder-

Seite befinden sich alle wichtigen

Anschlüsse auf der Rückseite des

kleinen Verstärkers. Schön, dass

man auch analoge Tonquellen über

„Aux-In” einschleifen kann.

Die Installation verläuft relativ problemlos

– nur sollte man als Mac-User mindestens

OS X 10.6 aufgespielt haben, da

bei einer älteren OS-Version das Setup

fehlschlägt. Korrekt installiert läuft das

Programm, das sich zur Zeit übrigens

noch im Beta-Stadium befindet, fortan

im Hintergrund mit. Eine Möglichkeit,

den Equalizer nach eigenem Gusto feinzutunen,

gibt es bislang nicht.

Beim ersten Start des Dirac-Programm

fragt es zunächst nach den Nutzerdaten,

die man bei der Registrierung von XTZ

erhält. Nach der Aktivierung startet die

Software – allerdings zunächst mit deaktiviertem

Equalising.

wie tag und nacht

Nicht erschrecken: Ohne die digitale

Klangoptimierung klingen die Boxen

schon merkwürdig. Der Aha-Effekt folgt

aber prompt, wenn man mit einem Klick

die Filterung einschaltet. Je nach Preset

und Aufstellungsort tönen die Speaker

bombastisch gut. Während des Hörtests

unter realistischen Bedingungen

Messlabor

Links: Bei abgeschalteter Filterfunktion

(schwarz) ist der Frequenzgang recht unausgewogen.

„Flat to 40Hz” (dunkelrot)

liefert einen sehr ausgewogenen Frequenzgang,

der tatsächlich bis 40Hz hinabreicht.

„Wall“ (violett) senkt den Pegel im Tiefbass

etwas ab, um den Zugewinn durch eine angrenzende

Wand zu kompensieren.

(also direkt auf dem Schreibtisch) hatte

sich als bestklingender Modus die

„Desk”-Einstellung erwiesen. Problematische

Frequenzen, die etwa durch Reflektionen

entstehen, werden beim Processing

berücksichtigt und der Klang

entsprechend angepasst.

Sofort gefiel der straffe Bass, der erstaunlich

tief herunter ging – ohne dabei

schlapp zu machen. Feinste Details waren

etwa bei „Kashiwate” der japanischen

Pop-Band Clammbon ( „Ten”) zu

hören. Auch der All-Time Hörtest-Klassiker

„Hotel California” vom gleichnamigen

Album der Eagles klang beindruckend

ausgewogen. Der etwas in Vergessenheit

geratene Disco-Song „Funky

Boogie” von John Ozilla machte über

den Schweden-Boxen dermaßen Spaß,

dass sich im Büro regelrechte Party-

Stimmung breit machen wollte. Bei Klassik

wie auch bei Jazz – beispielsweise

„Hunt up Wind” von Hiroshi Fukumura

(Hunt up Wind) – gefiel Dank der natürlichen

Stereo-Abbildung der frische und

unkomprimierte Ton des XTZ-Sets.

Rechts: „Flat to 50” (rot) reicht nicht ganz

so tief herab wie ”Flat to 40 Hz”. Ansonsten

sind beide fast identisch. Verlauf von

„Desk” (grün) zeigt eine Anhebung im Bass

bis 100 Hz und in den Mitten (800 - 1,5

kHz). Bei „Loudness” (grau) ist die typische

Anhebung im Bass und gegenüber „Flat“

auch in den Höhen erkennbar.

Fazit

Alexandros Mitropoulos

AUDIO-Redakteur

schon nicht schlecht was die

schweden da mit der Mh-800 abliefern.

solange man keinen uraltrechner

besitzt, funktioniert die

idee mit der computer-gestützten

Klang-Korrektur tatsächlich gut.

einige Funktionen wie user-Presets

wären zwar schön, doch vielleicht

wird das ja bei späteren updates

implementiert, zumal die dirac-software

noch eine beta-Version

ist. Punkte kann das desktopset

jedenfalls jetzt schon mit einer

soliden Verarbeitung, aber vor allem

mit seinem spitzenklang einsammeln.

stecKbrieF

XTZ

MH-800

Vertrieb

Mind Audio

www.

www.xtz.se/uk

Listenpreis

450 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Box B x H x T

18,5 x 26,5 x 25,1 cm

Farben / Oberflächen Schwarz, Weiß

Bauart

2-Wege, passiv

AussTATTung

Fernbedienung –

Verbindungskabel 1,5m USB-Kabel, 2m Lautsprecher-Kabel

Eingänge Analog 1x RCA

Digital SP/DIF, USB – / •

Kopfhörerausgang •

Raumanpassung •

Hochpassweiche –

Besonderheiten Computer-basiertes DSP-

Processing

audiograMM

Ausstattung

Verarbeitung

klAngURTEIL

Preis/leisTung

ÅStabile, schwere Gehäuse-

Konstruktion. Sehr guter Klang.

Í Keine eigenen EQ-Presets

erstellbar.

gut

sehr gut

72 PunkTe

sehr guT

66

www.audio.de ›11 /2011


| POP | OLDIES | JAZZ | KLASSIK | auf CD, LP, SACD und Blu-ray/DVD

app-solut

abgedreht

Mehr Konzept- als Klangkunst:

Björk beschreitet mit

„Biophilia“ neue Wege.

Fotos: Shutterstock.com, Inez van Lamsweerde & Vinoodh Matadin / Universal

Die Geschichte hinter Björks „Biophilia“

ist kompliziert: Die isländische

Sängerin veröffentlichte Teile

des Werkes bereits im Sommer, allerdings

nicht als CD, sondern als Apps

für diverse Geräte aus dem Hause

Apple. Die waren in ihrer Interaktivität

eher etwas Verwirrendes für den Konsumenten.

Die Veröffentlichung eines

„normalen“ Albums ist da eine positive

Nachricht. Eigentlich.

Denn ohne die erstaunlichen Animationen

stehen die Songs auf CD etwas

nackt da. Dass die Stücke nicht

nur für das iPad geschrieben wurden,

sondern auch teilweise auf einem entstanden,

ist durchaus erkennbar: Wo

der Gesang Björks sich mit seiner erstaunt

wirkenden Expressivität in den

gewohnten Bahnen bewegt, läuft die

Musik oft Amok: Sie wabert irgendwo

zwischen Avantgarde, Downbeat

und expressiver SciFi-Klassik durch

schummrige Midtempo-Patterns,

verweigert sich gewohnten Strukturen

und basiert auf Taktgebilden,

die kaum erkennbar sind. Wirkliche

Wucht entwickeln dabei nur wenige

Tracks, etwa „Crystalline“ oder das

bescheidene „Virus“. Letzten Endes

ist diese CD aber eben nur ein Teil

eines größeren Gebildes und kämpft

mit einer gewissen Unvollständigkeit.

Jochen Overbeck

✪ Tori Amos, Kate Bush, Goldfrapp

pop-Cd

des MoNats

avaNtgarde/elektro/pop

Björk

Biophilia

poLydor (UnIVerSaL); Cd, Lp

Musik:

Klang:


Musik › POP UND ROCK

AUDIOPHILE POP-CDS DES MONATS

TrOMPETEN-POP/JAzzPOP

JOO KrAUS & TALES IN TONE ...

Painting Pop (+ More Songs From ...)

Edel:Content (edel:kultur); 2 CD, 2 LPs

Musik:

Klang:

klang

tipp

Joo Kraus ist ein Grenzgänger zwischen

Jazz und Pop: ob als Krautrocker

(bei der deutschen Kultband Kraan) oder

als „HipJazzer“ (mit Hellmut Hattler beim

Duo Tab Two). Und nach wie vor fühlt er

sich pudelwohl beim Spagat zwischen

Pop-Songs und Jazz-Arrangements –

zuletzt beim Michael-Jackson-Tribute

„Songs From Neverland“. Jacksons Tod

im Juni 2009 veranlasste Kraus und sein

Trio Tales In Tones (Ralf Schmid, p; Veit

Hübner, b; Torsten Krill, dr), das fast fertige

„Painting Pop“ zurückzustellen und

stattdessen dem „King Of Pop“ nicht

nur einen Song („Thriller“), sondern eine

komplette Album-Hommage zu widmen

(siehe AUDIO 9/2010).

In den vergangenen Monaten wurde

nun fleißig verfeinert und nachgefeilt –

SONgwrITEr/COUNTry-POP

rEbEKKA bAKKEN

September

Emarcy (Universal); CD, Deluxe-Digipak

Musik:

Klang:

klang

tipp

und es wurde das eine mit dem anderen

verbunden: Das „Painting Pop“-Programm

von CD 1 beinhaltet zehn Cover;

CD 2 neun weitere Hits aus dem Oeuvre

von Jackson. Prächtig verknüpfen Kraus

und Co. die Fäden von Pop und Jazz,

apart schmiegen sich Hübners Pianoläufe

an die filigranen Rhythmen des Duos

Hübner/Krill – und über allem leuchtet

Kraus’ mal elegant-melancholischer, mal

akzentuiert angeschärfter Trompetenton.

Stings „Englishman In New York“ steht

das ebenso gut wie Totos „Africa“ oder

Peter Gabriels „Sledgehammer“. Der

Klang? Sauber, trocken-bassfest, edel.

Neu aus dem Jackson-Katalog kamen

unter anderem „Billie Jean“, der „Earth

Song“ oder „Dirty Diana“ hinzu. Produziert

wurde dieses Repertoire mit nicht

ganz so großem Besteck, trotz mobilem

Equipment wirkt alles immer noch

herrlich lebendig und knackig. Fast noch

etwas präsenter und dynamischer klingt

alles auf der 180-Gramm-Doppel-LP.

Die Musik: melancholisch-nachdenklicher,

melodiensatter Countrypop. Der

Erscheinungstermin: natürlich – dem Albumtitel

angemessen – im Frühherbst.

Der Sound dazu: vollmundig, farbig, vielleicht

ein wenig mittenbetont – aber: einfach

schön! So liest sich der Steckbrief

von Rebekka Bakkens „September“.

In jeder Hinsicht also ist das fünfte Soloalbum

der Norwegerin, die sich über

die Jahre hinweg mit US-Folk-/Country-

Klängen angefreundet hat, der Soundtrack

für einen Herbstnachmittag. Mit

Malcolm Burn (Bob Dylan, Emmylou

Harris) als Produzent geht es durch neun

gelassen-sinnliche Eigenkompositionen

und drei Coverversionen, von denen

vor allem der hier „erwachsener“ als im

Original klingende Alphaville-Evergreen

„Forever Young“ überrascht. Die durchaus

hochkarätige Begleitband (Gail Ann

Dorsay, b; Bill Dillon, git; Bill Dobrow, dr)

agiert völlig uneitel. So entsteht ein musikalischer

Fluss, den eine gute Anlage mit

Stärken in den Disziplinen Feinzeichnung

und Auflösungsvermögen harmonisch

und raumfüllend zum Strömen bringt.

Christof Hammer

rEggAE/rOCK/SOUL

SUPErHEAvy

SuperHeavy

Polydor (Universal); CD, Deluxe Ed., LP

Musik:

Klang:

rOCK/KLASSIK

PETEr gAbrIEL

New Blood

Real World (EMI); CD, LP, DVD, Blu-ray (3D)

Musik:

Klang:

klang

tip p

Man könnte

natürlich leicht

einen Witz formulieren:

Treffen

sich ein Altrocker

(Mick Jagger) und ein Soul-Grünschnabel (Joss Stone), ein Reggae-

Star, der auch von seinem großen Namen lebt (Damien Marley) und ein Pop-

Brite, der gerne Roots-Rock-Amerikaner wäre (Dave Stewart), sowie ein

indischer Filmkomponist (A.R. Rahman). Und SuperHeavy mag ein Spaß für

alle Beteiligten gewesen sein. Das selbst betitelte Debüt der ungewöhnlichen

Supergroup belustigt aber nicht, sondern gefällt mit einem durchaus

stimmigen Mix aus Reggae-Beats, Bluesrock-Gitarren, Soulgesang und

Weltmusiksprengseln. Auch Vermutungen, es könnte sich hierbei um ein

reines Jagger/Stewart-Ding handeln, werden dank hörbar gleichberechtigter

Arbeitsteilung widerlegt. Kein Witz, sondern gute Unterhaltung. SW

✪ The Rolling Stones „Undercover“, Bob Marley „Uprising“

Superschwergewichte:

Mick Jagger, Damian

Marley, A.R. Rahman, Joss

Stone und Dave Stewart.

Ein 46-köpfiges

Orchester begleitete

Peter

Gabriel auf seiner

„New

Blood“-Tour durch Amerika. Nun

folgt die passende CD. 14 Songs

von diversen Gabriel-Alben in neu

arrangiertem, klassischen Mantel,

opulent und intim zugleich. Bei jedem

Anderen scheint das vielleicht

übertrieben, zu Peter Gabriel passt

es ausgezeichnet, zumal sich das

Songmaterial gut für die orchestrale

Bearbeitung eignet. KT

✪ Bon Iver, Arcade Fire


Jägerin oder Gejagte?

Bei Tori Amos weiß man

das nicht so genau.

Musik › POP UND ROCK

KlASSIK-pOp

TOrI AMOS

Night Of Hunters

DG (Universal); CD, LP, CD + DVD

Musik:

Klang:

klang

tip p

pOp

erASUre

Tomorrow‘s World

Mute (GoodToGo); CD, 2 CD

Musik:

Klang:

rOcK

UDO lInDenberg

MTV Unplugged

Warner (Warner)l; CD, 2 CD

Musik:

Klang:

Statt einer Pop-

Platte veröffentlicht

Tori Amos

als zwölftes Studioalbum

einen

Liederzyklus, der sich bei klassischen

Komponisten wie Franz Schubert

und Frédéric Chopin bedient.

Nun ist die Hinwendung zur Klassik

keine Überraschung, spielte sie bei

der Amerikanerin doch schon immer

eine Rolle. Festzustellen ist: Die

Bläser und Streicher, die süffigen

Arrangements, all das kleidet ihre

Lieder angemessen. JO

● Kate Bush, Coco Rosie

Um‘s mit einem

ihrer Songs zu sagen:

Für ihr neues

Album verdienen

Erasure „A Little

Respect“. Da mag Andy Bells Stimme

in Tiefe gealtert sein, Vince

Clarkes Gespür für Hitrefrains ihn

manchmal trügen, als 80er-Nostalgiker

wollen die zwei mit „Tomorrow‘s

World“ aber nicht gelten. Dank des

britischen Jungproduzenten Frankmusik

gibt‘s bunten und knarzenden

Elektro- und Disco-House statt pastellfarbenen

Synthie-Pop. SW

● Pet Shop Boys „Nightlife“

Udo Lindenberg

galt lange Zeit

als eher uncool.

Nach „Stark wie

zwei“ (2008)

folgt nun mit „MTV Unplugged“

der Rehabilitation zweiter Teil: Die

Akustik-Show zeigt die großartig

verknappte Sprache seiner Songs,

sein Händchen für Melodien, die er

heute mit Johnny-Cash-Lässigkeit

darbietet. Auch dank der Gäste

(Inga Humpe, Clueso): eine absolut

unpeinliche Revue eines zwischenzeitlich

verkannten Altmeisters. NT

● „Stark wie zwei“

SOngwrITer

ADAM cOhen

Like A Man

Cooking Vinyl (Indigo); CD

Musik:

Klang:

cOUnTry/rOcK

KevIn cOSTner & ...

From Where I Stand

Ear Music (Edel); CD

Musik:

Klang:

crOOner

TOny benneTT

Duets II

Columbia (Sony); CD, CD + DVDt

Musik:

Klang:

prOgreSSIve MeTAl

DreAM TheATer

A Dramatic Turn Of Events

Roadrunner (Warner); CD, CD + DVD, LP

Musik:

Klang:

Jahrelang hat

sich der Sohn als

Musiker gegen

die familiäre

Verbindung zum

legendären Vater Leonard Cohen

gewehrt und vor fünf Jahren sogar

beschlossen, sich aus dem Musikgeschäft

zu verabschieden. Bis

sein eigenes Kind zur Welt kam.

Die zehn zarten Songs voller Fingerpicking-Gitarren,

leisen Chören

und echten Gefühlen sind somit gar

als Fortführung des Werkes seines

Vaters zu verstehen. KT

● William Fitzsimmons, Iron & Wine

Seit 2007 outet

sich Schauspieler

Kevin Costner

auch als Songwriter.

Damals

gründete er die Band Modern West,

als deren Vorsteher er solide Songs

über das Amerika des kleinen Mannes

schreibt. „From Where I Stand“

ist das dritte Album, die Rezeptur

bleibt unangetastet: Trockener

AOR-Rock mit Country-Einschlag

trifft auf Folk – und Costner singt

und spielt mit einer, für einen Mimen,

respektablen Leistung! CA

● Bon Jovi, John Mellencamp

Alles Standard?

US-Legende Tony

Bennett sorgt

mit „Duets II“

natürlich für

gediegenes Entertainment: Mit

kleinem Jazzbesteck und großem

Orchester interpretieren der

85-Jährige und seine Gäste (Lady

Gaga, Norah Jones, Aretha Franklin)

Songs aus dem „Great American

Songbook“. So weit, so gewohnt.

Die Sensation: das Duett mit Amy

Winehouse („Body And Soul“), ihre

letzte bekannte Aufnahme. SW

● „Duets“, Frank Sinatra

Die große Frage

im Vorfeld: Wie

würde sich der

Weggang von

Mike Portnoy

musikalisch auswirken? Trotz des

bezeichnenden Albumtitels sind die

Änderungen nicht dramatisch: Die

Keyboards von Jordan Rudess bekommen

mehr Platz, James LaBrie

singt entspannt wie selten zuvor,

Mike Mangini hat sich hörbar gut

eingelebt. Viel wichtiger: Das Songwriting-Rädchen

läuft trotz der Veränderung

wie geschmiert. AD

● „Images And Words“, James LaBrie

Fotos: Frank W. Ockenfels / Universal, Victor de Mello / Deutsche Grammophon

rOcK

KASAbIAn

Velociraptor!

Columbia (Sony); CD, LP, CD + DVD

Musik:

Klang:

Auf ihrem vierten

Album entwickeln

Kasabian

einen Hang zur

Diversifizierung.

Bedeutet: Ihrem stadiontauglichen

Ladrock setzen sie nicht nur die

altbekannten Big Beats zu, sondern

auch eine gute Portion Psychedelic

und ein bisschen Weltmusik-Tand.

Meistens gut, im Opener sogar

hervorragend: „Let‘s Roll Just Like

We Used To“ zitiert frech die Rolling

Stones und ihr „Paint It Black“,

kommt damit aber durch. JO

● Oasis, Muse, Chase & Status

AUDIO MUSIK:

SO TESTEN WIR JEDEN MONAT DIE NEuEN CDS

AUDIO Musik stellt jeden Monat die wichtigsten

neuen Tonträger vor.

Erfahrene Rezensenten bewerten nach den

folgenden Kriterien:

● Musik (Pop, Oldies, Jazz) bzw. Interpretation

(Klassik): für die künstlerische Leistung

● Klang für die Aufnahmequalität

● Bei DVDs nach Bild, Inhalt und Klang

AUDIO-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes

Album von hoher Qualität oder Interpret mit

ähnlichem Musikstil

● In allen Sparten vergibt AUDIO Musik

null bis fünf Ohren.

Das Raster:


überragend

sehr gut

gut

befriedigend

ausreichend

AUDIO-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes

Album von hoher Qualität oder Interpret

mit ähnlichem Musikstil.

www.audio.de › 11/2011

69


Musik › POP UND ROCK

GEHEIM-

TIPP

R‘n‘B/Soul

clIff RIcHaRd

Soulicious

Capitol (EMI); CD, Deluxe Edition

Musik:

Klang:

aMERIcana

WIlco

The Whole Love

dBpm / Anti (Indigo); CD, 2 CD, LP

Musik:

Klang:

Christof Hammer

AUDIO-Redakteur

dREaM-WavE

dREaMERS of

THE GHETTo

Enemy/Lover

Temporary Residence (Cargo); CD, LP

Musik:

Klang:

Nach seiner

letztjährigen Big-

Band-Swing-

Demonstration

„Bold As Brass“

begab sich Sir Cliff Richard erneut

auf musikhistorische Spurensuche

und scharte für „Soulicious“ legendäre

R‘n‘B-Stars um sich. Unter der

Ägide von Motown-Intimus Lamont

Dozier und Ashford & Simpson entstanden

15 feine Duette (u. a. mit

Denise Williams, Roberta Flack und

Percy Sledge), die betont klassisch

gehalten sind.

CA

✪ Ashford & Simpson, Percy Sledge

Rückblickend

betrachtet war

„Wilco“ (2009)

doch ein schwächeres

Album.

Das Sextett aus Chicago ist vielleicht

immer dann am besten, wenn

es sich – Klangexperimente hin,

ausufernde Gitarrensoli her – auf

die Kraft seiner Songs verlässt.

Deswegen mag man es Alt-Country,

Americana oder gar Classic-Rock

nennen: „The Whole Love“ ist unprätentiös,

zeitlos – und erneut

eines ihrer stärksten Alben. SW

✪ „Being There“, The Jayhawks

Brauchen keine

großen Worte:

Wilco.

1:55 (so lange

dauert das

episch-wolkige

Intro „Antenna“)

bleiben

die Dreamers

Of The Ghetto nicht recht verortbar

– dann aber quillt mächtig

Charisma aus den Songs dieses

US-Vierers. Und zwar urbanbritisches,

das so gar nichts mit

der Heimat der Band, dem Städtchen

Bloomington im eher landwirtschaftlichen

Bundesstaat

Indiana zu tun hat. „A futuristic

sound that mixes old U2 with The

XX“, jubelte kürzlich ein amerikanisches

Magazin – ein etwas

hochgegriffener Vergleich, aber

mit einer spannenden Band hat

man es ohne Frage zu tun. Soundtechnisch

betrachtet, klingt

der verträumte und dunkel geschminkte

Wave-Rock mit seinen

subtil bis kantig-herb eingesetzten

Gitarren und der eher verhaltenen

Elektronik zwar mehr

retrospektiv als futuristisch,

doch tragen die zehn Songs von

„Enemy/Lover“ noch so viele

unverfälschte Independent-Gene

in sich, dass man dem Quartett

gerne einen Platz im CD-Regal

freiräumt. Exemplarisch fokussiert

sich die Leidenschaft dieser

Musik im heiseren, stets kurz

vorm Wegkippen befindlichen

Gesang von Luke Jones – und

wo entfernt verwandte Acts wie

die White Lies bisweilen arg penetrant

nach Hitparadenpräsenz

und Stadionrock-Aura schielen,

agiert dieses Quartett durchweg

eindringlich, aber unprätentiös.

✪ White Lies, The XX

aRT-Rock

STEvEn WIlSon

Grace For Drowning

Kscope (Edel); 2 CD, Limited Ed., 2 LP, Blu-ray

Musik:

Klang:

Mit Mellotron,

Saxofon und

virtuosen Gitarren-

und Piano-

Paketen bewaffnet,

macht sich Porcupine-

Tree-Vorsteher Steven Wilson an

sein zweites Solo-Werk. Der Prog-

Goldjunge verliert sich auf dem

Doppelalbum nicht zu sehr in der

Improvisation, oft bündelt er den

Schönklang, der die Grundlage für

seinen freigeistigen Artpop meets

Jazz bildet. Die klangliche Produktion

ist vorbildlich.

CA

✪ King Crimson, Soft Machine

BluES

MaRSalIS & claPTon

Play The Blues

Warner (Warner); CD, Deluxe Ed.

Musik:

Klang:

klang

tipp

Der Apologet des

British-Blues,

Eric Clapton, und

der legendäre

Trompeten-

-zauberer aus New Orleans,

Wynton Marsalis, führen ihre musikalische

Zusammenkunft im Lincoln

Center, New York auf. Clapton stellte

die Playlist zusammen, Marsalis

arrangierte die Live-Aufnahme.

Teils obskure Gassenhauer aus der

Stadt des Mardi Gras messen sich

mit einer herrlichen Katzenjammer-

Version von Claptons „Layla“. CA

✪ Louis Armstrong

PoP/Rock

WInGEnfEldER & ...

Besser zu zweit

Tag 7 (Rough Trade); CD

Musik:

Hält sich

nach der

Trennung

erst mal an

Kuscheltieren

fest:

Cherilyn Mc

Neil.

Klang:

2008 wurde Fury

endgültig ins

Schlachthaus

gebracht, jetzt

melden sich

Kai und Thorsten Wingenfelder

wieder im Sattel zurück. Im Gepäck:

Jetzt deutschsprachige Songs, die

ins Ohr gehen, im Radio gehen –

und teilweise (etwa der Titeltrack)

sogar das Zeug zum Klassiker haben.

Und nur wer hoffte, dass die

Brüder nach dem Ende von Fury In

The Slaughterhouse komplett umsatteln,

wird hier enttäuscht. NT

✪ Fury In The Slaughterhouse

volkSMuSIk/Rock

HuBERT von GoISERn

EntwederUndOder

Blanko (Sony); CD

Musik:

Klang:

Einmal um die

ganze Welt – und

wieder zurück zu

den Anfängen:

Auf „Entweder-

UndOder“ zeigt Hubert von Goisern

eher wieder seine alpine Seite:

ein Gipfeltreffen aus krachendem

Bluesrock, Western und Austro-Pop,

Bebop-Barjazz und Balladen, bei

dem Goisern in mal grobgestrickter,

mal feinsinnig-kunstvoll gewobener

Klangweste Lebensfreude, aber

auch Melancholie versprüht. Eines

seiner besten Alben! RS

✪ „Omunduntn“, Keller Steff

IndIE-PoP

dEaR REadER

Idealistic Animals

City Slang (Universal); CD

Musik:

Klang:

Nach dem

Debütalbum

trennte sich das

Band-Duo: Darryl

Torr blieb als

Produzent in Südafrika, und Cherilyn

McNeil zog samt Bandnamen

nach Berlin. Mit „Dear Reader“

legt sie ein mit klassisch ausstaffierten

Songs gefülltes Album vor.

Einzuordnen irgendwo zwischen

Elfengesang, Hausmusik und orchestralem

Songwriterpop. Einzig

die Tiernamen der Lieder erinnern

da noch an die alte Heimat. KT

✪ The Do, Clap Your Hands Say Yeah

70 11/2011 › www.audio.de


pop

Rosenstolz

Wir sind am Leben

Island (Universal); CD, CD + DVD, LP

Musik:

Klang:

Rock

alice coopeR

Welcome 2 My Nightmare

Universal (Universal); CD, Deluxe Ed., 2 LP

Musik:

Klang:

pop

doRis day

My Heart

Sony (Sony); CD

Musik:

Klang:

Sie seien jetzt

„Rosenstolz 3.0“,

sagte Sängerin

AnNa R. in Interviews.

Größere

„Updates“ gab es nach dreijähriger

Zwangspause, hervorgerufen durch

einen Burn-out von Songwriter

Peter Plate, allerdings nicht. Auch

auf dem programmatisch betitelten

„Wir sind am Leben“ gibt‘s große

Melodien, große Refrains, große

Gefühle. Und wie immer die große

Diskussion: Sind Rosenstolz schon

Schlager? Oder noch Pop? RS

✪ „Die Suche geht weiter“, Silbermond

Dass er Ke$ha

zum Duett bittet,

ist nur einer der

Gründe, warum

der Schockrocker

für seine Fortsetzung des Albtraum-Erfolgs

jede Menge Aufmerksamkeit

bekommen wird. Bob Ezrin

stand auf der Matte, ehemalige Musiker

waren mit von der Partie; und

die Coopersche Fantasiewelt holte

jenes schrill-gruselige Kostüm aus

der Schatzkiste, welches vor 36

Jahren dabei half, das Original zum

Klassiker zu befördern. AD

✪ „Welcome To My Nightmare“

87? In Worten

siebenundachtzig

Jahre ist Doris Day

inzwischen alt.

Entwaffnend:

„Ich musste

einige moderne

Songs singen.

Denn die alten

habe ich ja alle schon gesungen“,

erklärte Doris Day zu ihrer Entscheidung,

sich mit 87, nach 44 Jahren

ohne neues Album, wieder an Songs

zu wagen. Einige Neukompositionen

ihres Sohnes, dazu Klassiker (u.a.

„You Are So Beautiful“), ein bisschen

Kitsch, viel Gefühl – und eine

immer noch feste Stimme: Was soll

man dagegen sagen? Eben. RS

✪ Judy Garland, Rosemary Clooney

Blues/Rock/pop

Jools Holland

Jools Holland & Friends

Reprise Jazz (Warner); CD

Musik:

Klang:

pop

BomBay Bicycle cluB

A Different Kind Of Fix

Island (Universal); CD, LP

Musik:

Klang:

indie-pop/-Rock

tHe kooks

Junk Of The Heart

Virgin (EMI); CD, LP

Musik:

Klang:

Heavy metal

edguy

Age Of The Joker

Nuclear Blast (Warner); CD, Deluxe Ed., 2 LP

Musik:

Klang:

Fotos: Temporrary Residence / Cargo, Marcus Maschwitz / City Slang, Austin Nelson / dBpm, David Black / Sony, Sony

Mit seiner BBC-

Show „Later...

with Jools Holland”

ist Jools

Holland wohl

einer der wichtigsten Wegbereiter

für musikalische Newcomer und

Gastgeber für bekannte Künstler.

Nun legt der Pianist und Bandleader

ein Album mit Gaststars wie

Sting, Bono, Melanie C, aber auch

erstmals deutschen Acts wie Ina

Müller und Herbert Grönemeyer

vor. Große Geste, große Bühne,

große Show – wer’s braucht. KT

✪ Roger Cicero, Herbert Grönemeyer

folk-pop

feist

Metals

Polydor (Universal); CD, Deluxe Ed., LP

Musik:

Klang:

klang

tipp

Man hört sie, die

Akribie, mit der

Feist auf „Metals“

ans (dritte)

Werk ging. Und

man hört die Arbeit, um die kristallene

Stimme der Kanadierin ins beste

Licht zu rücken. Darauf, ihre angejazzten,

angesoulten Folk-Songs

dank archaisch anmutender Arrangements

nicht als Kaffeehaus-

Musik enden zu lassen. Erst danach

hört man die Songs, die zunächst

ihre melancholisch-melodische

Tiefe verbergen.

SW

✪ Cat Power „Moon Pix“

Bemerkenswert

unaufgeregt präsentieren

sich die

einst so gehypten

Bombay Bicycle

Club auf ihrem dritten Album: Jack

Steadmans markante Stimme wird

von Songs umrahmt, an denen vor

allem die ausgetüftelten Arrangements

auffallen, die den Elan des

Debüts mit melancholischem Folk

und verspielten Elektro-Störgeräuschen

verbinden. Die Wunderkinder

sind erwachsen geworden,

bleiben aber ungestüm. JO

✪ The Drums, Hot Chip, Boy

Blues/Rock/soul

HaRt & Bonamassa

Don’t Explain

Mascot (Rough Trade); CD, LP

Musik:

Klang:

Die beiden turtelten

in künstlerischer

Hinsicht

schon länger

miteinander herum,

nun präsentieren Beth Hart &

Joe Bonamassa ein gemeinsames

Album, auf dem die Sängerin und

der Gitarrist Soul-Klassiker von Ray

Charles oder auch Aretha Franklin

vertonen. Bonamassas Bluesrock-

Arrangements schmiegen sich um

Funk, Soul und Jazz, während Harts

soulige Rockröhre dem feurigen

Amalgam die Krone aufsetzt. CA

✪ Saint Lu, Joss Stone

„Hauptsache,

das Zeug kommt

von Herzen“,

muss sich die

Band vor der

Veröffentlichung ihres dritten Longplayers

gedacht haben. Denn der

verstärkte Pop-Einschlag wird nicht

allen Fans gefallen. Wer jedoch auf

angenehme Songs mit viel Harmonie

und Mitsing-Faktor aus ist, wird

sich mit „Junk Of The Heart“ ganz

schnell anfreunden können, so viele

potenzielle Hit-Singles gab es lange

nicht mehr auf einem Album. KT

✪ Razorlight, Arctic Monkeys

ameRicana

Ryan adams

Ashes & Fire

Columbia (Sony); CD, LP

Musik:

Klang:

Ryan Adams haut

auch mal drei

Alben pro Jahr

heraus, dieses

Jahr steht indes

ganz im Zeichen von „Ashes & Fire“.

Es zeigt, was Adams am besten kann:

Er fungiert als Bindeglied zwischen

moderner Americana, klassischem

Country und Folk. Produzenten-

Legende Glyn Johns schneiderte

einen warmen, vollen Sound auf

Adams‘ Timbre; Helfer wie Norah

Jones und Benmont Tench perfektionieren

das Ergebnis. CA

✪ Wilco, Nick Drake, Bob Dylan

Gerade eben

noch stand er

mit Avantasia

auf der riesigen

Wacken-Bühne,

jetzt meldet sich Tobias Sammet mit

seiner Stammband zurück. Das von

Sascha Paeth produzierte, insgesamt

neunte Studioalbum erweist

sich als abwechslungsreich, ohne

dass dabei Grenzen gesprengt werden.

Hier ein Folk-Einfluss, dort die

große Geste, hier die Ballade, dort

die Schmunzelnummer. Der Platz in

den Top Ten winkt bereits. AD

✪ „Hellfire Club“, Avantasia

Findet an Wänden

und bei Klassikern Halt:

Ryan Adams.

www.audio.de › 11/2011

71


Musik › DVD / BLU-RAY

Vor 25 Jahren spielten

Queen im Wembley

Stadion zwei Shows, die

ihresgleichen suchen.

rock

Queen

Queen Live At Wembley ...

Island (Universal); 2 DVD, 2 DVD + 2 CD

B: I: K:

Größte Bühne, größte Lichtanlage

und größte Leinwand der Bandgeschichte:

Die beiden Konzerte, die

Queen im Sommer 1986 im Londoner

Wembley

Stadion gaben,

waren auch

im Hinblick auf

die technische

Ausstattung außergewöhnlich.

Vor allem aber

sind die Shows noch heute absolut

sehenswert, weil sie an einen

der großartigsten Performer aller

Zeiten erinnern: Freddie Mercury.

20 Jahre nach seinem Tod und

25 Jahre nach dem legendären

Konzertwochenende wird die DVD

„Queen Live At Wembley Stadium“

noch einmal veröffentlicht – in der

„25th Anniversary Edition“. Das

Besondere: Die Disc zeigt erstmals

beide Shows des Jahres 1986 und

enthält bisher unveröffentlichtes

Bonusmaterial. Getrieben von einem

der erlesensten Line-ups der

Musikgeschichte, mit John Deacon,

Roger Taylor und Brian May,

zelebriert Mercury jeden einzelnen

Queen-Hit und natürlich sich selbst.

Von der tollen Stimmung kommt im

Heimkino wegen des frontlastigen

Sounds aber nur wenig an. Optisch

ist die DVD ein Genuss. CZ

✪ „Live Killers“ (2 CD)

hard rock

europe

Live! At Shepherd‘s Bush ...

earMUSIC (Edel); DVD, Blu-ray Disc

B: I: K:

„The Final Countdown“ ist natürlich

dabei. Wie soll es auch anders sein,

wenn die 80er-Hardrock-Helden

von Europe ein Konzert geben?

Auf DVD und Bluray

Disc beweisen

sie mit

„Live! At

Shepherd‘s Bush

Empire, London“,

dass sich ihre

alten Hits wunderbar mit Songs aus

der Neuzeit kombinieren lassen.

Die Devise von Europe beim Auftritt

im Februar lautete: So viel Altes wie

nötig, so viel Neues wie möglich.

Die musikalische Mischung stimmt

– die Bildqualität von DVD und Bluray

Disc hingegen nicht. JS

✪ „Live: Look At Eden“

rock

Gary Moore

Live At Montreux 2010

Eagle Vision (Edel); DVD, Blu-ray Disc

B: I: K:

Gary Moore war gerade dabei, das

nächste Kapitel seiner Karriere

aufzuschlagen,

als er am 6.

Februar in Folge

eines Herzinfarktes

starb –

mit gerade einmal

58 Jahren. Sein

Konzert beim Montreux Jazzfestival

2010, das auf DVD und Blu-ray

Disc erscheint, ist somit in zweierlei

Hinsicht besonders: Zum einen,

weil es zeigt, dass sich der Blues-

Gitarrist wieder mehr den rockigeren

Tönen zuwenden wollte, und

zum anderen, weil es sich hierbei

um den letzten gefilmten Auftritt

von Moore handelt. Da er ein neues

Rockalbum plante, als er aus dem

Leben gerissen wurde, verwundert

es nicht, dass bereits an vierter

Stelle im Programm ein unbekannter

Titel angestimmt wird: „Days

Of Heroes“ fügt sich perfekt ein

und setzt sich im Ohr fest. Davor,

dazwischen und danach tummeln

sich die Favoriten: „Over The Hills

And Far Away“ zu Beginn, „Empty

Rooms“ sowie „Out In The Fields“

in der Mitte. – Schade, dass Gary

Moore nie wieder solch großartige

Konzerte geben wird. JS

✪ „The Definitive Montreux Collection“

Zusammen mit seinen

Kollegen von Roxy

Music lieferte Bryan

Ferry eine tolle Show ab.

rock

roxy Music

Live At The Apollo

Intergroove (Intergroove); Blu-ray

B: I: K:

30 Jahre nach ihrer Gründung und

18 Jahre nach ihrer Trennung kehrten

Roxy Music im Sommer 2001

auf die Bühne zurück und gingen

auf Welttour.

Von „Virginia

Plain“ bis

„Love Is The

Drug“ spielte

die britische

Artrock-Band

beim Auftritt

im Londoner Apollo all ihre großen

Hits – und bewies dabei erstaunliche

Live-Qualitäten. Die kommen

auf der Blu-ray Disc jedoch nicht

angemessen zur Geltung: Der

Sound ist dumpf.

JS

✪ “The Thrill Of It All“

Fotos: Island / Universal, Intergroove

72 11/2011 › www.audio.de


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Musik › OLDIES

warum,

pink

floyd?

Zum Start ihrer Re-Release-

Kampagne kosten Pink Floyd

ihren größten (kommerziellen)

Erfolg klanglich voll aus.

spassvögel

Teile der Einnahmen des

Albums investierten Pink

Floyd in die Produktion

von Monty Pythons „Die

Ritter der Kokosnuss“.

Warum nicht das epochale Psychedelic-Rock-Debüt

„The Piper

At The Gates Of Dawn“ (1967)? Oder

die orchestralen Progrock-Exzesse von

„Meddle“ (1971)? Ja, es gibt vielleicht

rein kompositionstechnisch bessere

Pink-Floyd-Alben als „The Dark Side

Of The Moon“ (1973). Dass es dieser

kunstvolle Spagat zwischen Prog und

Pop, zwischen Konzeptalbum und (damals)

modernster Klangtechnik dennoch

verdient hat, im Rahmen der großen

Re-Release-Offensive „Why Pink

Floyd?“ einen besonderen Platz einzunehmen,

steht aber außer Frage.

Es ist das erste Album, das nun in

großer „Immersion“-Boxset-Variante

(Preis ca. 100 Euro) erscheint. „Wish

You Were Here“ (1975) und „The Wall“

(1979) werden folgen. Die Box enthält

das aufwendig remasterte Originalalbum

und die unveröffentlichten Liveaufnahme

Wembley 1974 (CD 1 und 2),

eine Raritätensammlung mit Demos sowie

den sagenumwobenen „Early Mix“

(CD 6) und diverse Konzertmitschnitte

als Erstveröffentlichung (Video-DVD

und Blu-ray). Auch der audiophile Hörer

wird angesprochen: Auf Audio-DVD

und Blu-ray sind der 2003er-5.1-Mix

von James Guthrie (bislang nur auf

SACD), aber auch erstmals der quadrophonische

Mix von Produzent Alan

Parsons aus dem Jahr 1973 zu hören.

Ja, ein wenig findet dieses – im besten

Sinne – „Hifi“-Album erst in diesen

beiden Mixen seine wahre (klangliche)

Bestimmung. Und höchstens eine

Frage bleibt: Warum gibt‘s die Audio-

DVD/Blu-ray nicht separat – oder im

Verbund mit der Einzel-CD? Auf die

Sammlermurmeln, den Schal und die

Untersetzer könnte sicher mancher Fan

verzichten.

Stefan Weber

progrock

pink floyd

The Dark Side Of The Moon

Capitol (EMI); CD, 2 CD, Boxset

Musik:

Klang:

klang

tipp

74

11/2011 › www.audio.de


Musik › JAZZ

rOCk‘N‘rOll

ElviS prESlEy

Young Man With The ...

rCa (sony); 5-CD-Boxset

Musik:

rOCk

QuEEN

Innuendo

island (Universal); 2 CD

Musik:

Klang:

Ja, auch „Young

Man With The

Big Beat“ bietet

musikalisch natürlich

Bekanntes

– von einer hörbar kaum zu restaurierenden live-aufnahme aus dem

Dezember 1956 im Hirsch Youth Center mal abgesehen. Dennoch gelingt es

diesem elvis-Boxset, einen neuen Dreh zu finden. es dokumentiert seinen

Durchbruch, versammelt aufnahmen (inklusive der ersten beiden rCaalben),

Demos, live-auftritte und radio-interviews aus dem Jahr 1956. in

dieser Konzentration zeugt es von der rock‘n‘roll-revolution, die elvis damals

auslöste. es zeigt sich hier aber auch einmal mehr, dass der rebell auch

schon früh und gerne Charme und Crooner-schmalz („love Me Tender“)

spielen ließ. Zusammen mit einem großartigen Hardcoverbuch und netter

Memorabilia zwar keine Überraschung, aber doch eine entdeckung. RS

✪ „Elvis Presley“, „Elvis“, „The Complete 50‘s Masters“

Klang:

Mehr als nur eine

„anspielung“

(„innuendo“ auf

Deutsch): Queen-

Frontmann

Freddie Mercury ahnte wohl, dass

diese aufnahmen seine letzten sein

würden. ihm gelang ein würdiger

abschied, der nun als remasterte

Doppel-CD erscheint: Queen gefielen

mit einer verspielten rock-suite

(„innuendo“), rockten hart („Headlong“)

– und selbst der synthieschmalz

(„These are The Days Of

Our lives“) versöhnte. SW

✪ „The Miracle“

auf der suche nach dem

Beat: elvis Presley.

rOCk

grATEFul DEAD

Europe ‘72 – Vol. 2

rhino (Warner); 2 CD

Musik:

Klang:

Wann ist eine

Fortsetzung

schon besser

als das Original?

acht Jahre nach

dem ersten Teil versammelt „europe

‘72 – Vol. 2“ nun zusätzliche,

unveröffentlichte live-Mitschnitte

der epochalen europa-Tournee von

Grateful Dead. eingefleischte Deadheads

werden über die auswahl diskutieren,

dürften aber zum Großteil,

dank Jams wie „Dark star / Drums

/ The Other One“ und gutem remaster-sound,

begeistert sein. RS

✪ „Europe ‘72“, „Hundred Year Hall“

JAZZ-CD DES MONATS

FuNk JAZZ

trombone Shorty

klang

tipp

For True – VerVe (UniVersal); CD

Musik:

Klang:

Schon interessant, dass so ein Album

aus dem Lager des Jazz

kommt. Denn die Richtung, die Troy

Davis, genannt Trombone Shorty, mit

seinem zweiten Solo-Album „For True“

einschlägt, ist klar. Da will einer raus

aus den kleinen Clubs auf die großen

Bühnen. Das Besondere dabei ist, dass der Mittzwanziger aus

New Orleans bei allen Annäherungen an das möglicherweise

Kommerzielle die Erdung und Originalität nicht verliert. Denn

auf der einen Seite lässt er sich von Kollegen wie Kid Rock, den

Neville Brothers oder der Rebirth Brass Band helfen – Namen,

die sich gut auf dem Cover machen und aus musikalischer

Sicht nicht zwingend notwendig gewesen wären. Andererseits

aber klingt das gute Dutzend Songs derart entspannt aus

dem Bauch heraus gespielt, dass es nicht schwer fällt, dem

Album eine große Party-Zukunft zu prophezeien. „For True“

hat alles, was ein Dauerbrenner braucht: Musik, die direkt in

die Beine fährt und nicht durch allzu komplexe Arrangements in

ihrer Unterhaltungsfähigkeit gebremst wird; ein Musikerteam,

das deutlich hörbar Spaß daran hat, den Sound von Motown &

more wieder aufleben zu lassen; und außerdem einen juvenilen,

kraftstrotzenden Bandleader, der nicht nur herausragend

Posaune und Trompete spielen sowie bemerkenswert singen

kann, sondern mit seinem funky Cocktail auch noch unermüdlich

um die Welt tourt. Sehr lässig! Ralf Dombrowski

✪ Maceo Parker, Fred Wesley

pOp/rOCk

STiNg

25 Years

a & M (Universal); 2 CD, 3 CD + DVD

Musik:

Klang:

Von der

Polizei zum

elder statesman:

sting.

Fotos: Genie / eMi, sony, Beatricr de Gea / Universal, Verve / Universal

auch der optisch

ewig junge sting

ist vor gewissen

erscheinungen

des alters

nicht gefeit. am 2. Oktober feierte er seinen 60. Geburtstag, sein Output

kommt schon länger mit „alterswerk“-siegel: erst klassische aufnahmen,

kürzlich neuauflagen seiner Hits mit großem Orchester und jetzt der

rückblick auf „25 Years“ solokarriere. Wirkliche raritäten sucht man bei

stings „persönlicher auswahl“ eher vergeblich, die chronologisch aneinandergereihten

Tracks sollen aber wohl die entwicklung vom ex-Police-

Popstar zum elder statesman verdeutlichen. lohnenswert: die DVD mit

unbekannten live-aufnahmen der Us-Tour 2005. ebenfalls sehenswert:

das schmucke, ausführlich kommentierte und ziemlich dicke (Foto-)Buch,

in das die silberlinge eingebettet sind.

RS

✪ „Nothing Like The Sun“, „Ten Summoner‘s Tales“

Guck mal, mit

einer Hand!

Trombone shorty.


Musik › Jazz

Blondes Hoch aus dem

Norden: Susi Hyldgaard.

vOcaL Jazz

sUsi hyLdgaaRd

Dansk

Yellowbird (Soulfood); CD

Musik:

Klang:

piaNO Jazz

c. cOREa / s. bOLLaNi

Orvieto

ECM (Universal); CD

Musik:

Klang:

KOLUMNE

piaNO Jazz

b. MEhLdaU / K. hays

Modern Music

Nonesuch (Warner); CD

Musik:

Klang:

Der Komponist

Patrick Zimmerli

lebt in New York.

Seine am Minimalismus

geschulten

Stücke und Arrangements beeindruckten

Brad Mehldau und Kevin

Hays so sehr, dass die beiden Zimmerli

ein Album widmen. An zwei

Klavieren kosten Mehldau und Hays

die Möglichkeiten von Pathos und

Reduktion, von Klangopulenz und

Zwischentönen mit Hang zu Romantizismen

aus. Feintönender Kammerjazz

mit ein wenig Zuckerguss. RD

✪ Corea & Bollani, Rantala & Taipale

Easy ListENiNg

gEORgE bENsON

Guitar Man

Concord (Universal); CD

Musik:

Klang:

klang

TIPP

Seine Melodien

verführen zum

Träumen, sein

Gitarrenspiel

vermittelt gleichzeitig

Kraft und Zärtlichkeit, Eleganz

und Direktheit. George Benson bietet

erneut perfektes Easy Listening.

Da ihm Keyboardfuchs Joe Sample

und eine ausgebuffte Band zur Seite

standen, sind für „Guitar Man“

wohlige Gefühle garantiert. Schade,

dass er teils mit zu viel Schmelz

und Schmalz singt. Ansonsten gilt:

smooth, smoother, Benson. WS

✪ Grover Washington jr. „Winelight“

Die Platte heißt

– entsprechend

Susi Hyldgaards

Geburtsland –

„Dansk“, doch

fünf der zwölf Titel singt sie – mit

Akzent – auf Deutsch. Auch musikalisch

pendelt die Dänin zwischen

Rock und Jazz. Die Energie

ihrer Band sowie eine schörkellose,

hochpegelige Abmischung und die

sparsame Instrumentierung unterstreichen

Hyldgaards ausdrucksstarke

Stimme. Auf Dauer anstrengend:

die assoziativen Texte. WS

✪ Joe Zawinul „My People“

vOcaL Jazz

iNgE bRaNdENbURg

Sing! Inge, sing!

Silver Spot Records (edel:Kultur); CD

Musik:

Klang:

In den 1950er-

Jahren zählte

Inge Brandenburg

zu den

ersten deutschen

Jazzsängerinnen. Eine Dokumentation

kommt im Oktober in die Kinos.

Die zum Filmstart erscheinende

Disc portraitiert Brandenburg mit

22 Songs aus den Jahren 1959 bis

1995, die vor allem fürs Radio und

Fernsehen entstanden. Mit warmer

Stimme machte sie vor Bigbands

und Combos eine gute Figur – und

wurde dennoch nie zum Star. WS

✪ Abbey Lincoln „Talking To The Sun“

piaNO-tRiO

vEiN

Plays Porgy & Bess

Unit Records (JaKla); CD

Musik:

Klang:

In der Schweiz

ist nicht nur der

Franken stark –

der Jazz feiert

hier ein Dauerhoch.

Dazu tragen Michael Arbenz

(Piano), Thomas Lähns (Kontrabass)

und Florian Arbenz (Drums)

nicht unwesentlich bei. Die drei

unterlaufen gängige Hörgewohnheiten,

ohne dabei die effektvolle

Unterhaltung zu vernachlässigen.

Gershwins Meisterwerk „Porgy &

Bess“ ist kaum wiederzuerkennen –

und macht doch Riesenspaß. MI

✪ Carsten Daerr, Michael Wollny

Sie hatten nicht

viel abgesprochen,

aber das

gehörte zum

Konzept. Denn

Chick Corea und Stefano Bollani

setzten auf die Spontaneität und die

Magie des Augenblicks. In der Tat

wurde der Abend beim Umbria Jazz

Winter 2010 zu einem Feuerwerk

der Töne. Dabei gelang es den beiden

hellwach, humorvoll und sensibel

agierenden Pianisten, dem Flow

der Musik zu folgen, ohne sich darin

zu verlieren.

RD

✪ Corea & Hancock, Mehldau & Hays

KaMMER-Jazz

MaRc cOpLaNd & ...

Speak To Me

Pirouet (edel:Kultur); CD

Musik:

Klang:

Sanft tupfen

Pianist Marc

Copland und

Gitarrist John

Abercrombie

Töne aus ihren Instrumenten. Die

vereinen sich wie die Schatten,

die ein Gegenstand wirft, den zwei

dicht nebeneinander flackernde

Kerzen anleuchten, zu einem sanft

zuckenden, in sich harmonischen

Gesamtbild. Der unaufdringlich präzise

Klang unterstützt den intimen

Charakter des intensiven Zwiegesprächs

auf „Speak To Me“. WS

✪ Metheny / Haden „Beyond The ...“

vOcaL Jazz

thEO bLEcKMaNN

Hello Earth!

Winter & Winter (edel:Kultur); CD

Musik:

Klang:

klang

TIPP

klang

TIPP

Theo Bleckmann

arbeitet seit zwei

Jahrzehnten an

der Ausweitung

der Singzone. Mit

„Hello Earth!“ wendet der Sänger

sich nun der Musik eines seiner

Vorbilder zu. Die Songs stammen

überwiegend aus der „Hounds Of

Love“-Periode von Kate Bush und

überführen im Quintett deren anspruchsvollen

Pop in die Sprache

moderner, jazzgetönter Arrangements,

ohne das Zerbrechliche der

Originale zu verlieren. RD

✪ Kate Bush, Laurie Anderson

Werner Stiefele

AUDIO-Mitarbeiter

Alle

ACT-ung

ACT-Gründer Siggi Loch kann inzwischen

auf ein beträchtliches

Repertoire seines 1992 gegründeten

Labels zurückblicken. Diverse

Neuveröffentlichungen spiegeln

die Bandbreite der Fusion aus

Innovation und Publikumsnähe.

Der Sampler In The Spirit Of Jazz

– Magic Moments 5 vereint in 74

Minuten einen Querschnitt der

aktuellen Veröffentlichungen.

Das Profil ist klar: europäisch,

teilweise von ethnischer Musik

inspiriert, oft mit Rock und Pop

verwandt. Unterhaltsame, hochwertige

Compilation. Joachim

Kühns 2010 mitgeschnittenes

Bigband-Werk Out Of The Desert

Live At The JazzFest Berlin bringt

Kühns virtuoses Klavierspiel mit

der Energie der HR-Bigband und

dem Klang von Oud und Guembri –

gespielt von Majid Bekkas – sowie

ethnischer Percussion von Ramon

Lopez zusammen. Der in den USA

lebende Altsaxofonist Rudresh

Mahanthappa verschmilzt auf

Samdhi indische Musik, tranceartige

Volksmusik, Laptop-Sounds,

Pop und Jazz zu einer schlüssigen

Weltmusik. Der Franzose Pierrick

Pédron, ebenfalls Altsaxofonist,

vereint für Cheerleaders Rockund

Heavy-Metal-verwandte

Gitarrensounds, sanfte Akustikgitarre,

weiche Melodien und

pulsierenden Jazz – auch er ein

exzellenter Vertreter der ACT-

Philosophie.

Alle: ACT (edel:Kultur)

JOachiM KühN

Out Of The Desert Live ...

Musik:

Klang:

R. MahaNthappa

Samdhi

Musik:

Klang:

piERRicK pédRON

Cheerleaders

Musik:

Klang:

divERsE

In The Spirit Of Jazz

Musik:

Klang:

Fotos: PR, Michael Schilhansl

76 11/2011 › www.audio.de


Musik › KLASSIK

VIRTUOSITäT

UND TIEFERER SINN

Wer war noch mal Lang Lang? Die Kanadierin Janina Fialkowska zeigt,

wie ein Klavier-Recital von Franz Liszt klingen sollte.

Franz Liszt schaffte es Mitte des 19. Jahrhunderts zum Superstar am Klavier. Die Erfolgsformel:

virtuoses Spiel, lockerer Charme und ein weit gefächertes Repertoire an selbst

erstellten Transkriptionen von populären bis legendären Melodien aus Lied, Oper und Sinfonik.

Aus diesem Sammelsurium – über 300 Werke des Genres sind nachweisbar – hat die

Kanadierin Janina Fialkowska treffsicher solche herausgesucht, deren Repertoirewert über

Kuriositätenstatus hinausgeht: Lieder von Chopin, Walzer von Schubert sowie ein Sinfoniesatz

von Liszt selbst, teilweise arrangiert, teils frei paraphrasiert. Das spielt sie mit Ernsthaftigkeit,

ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen, zugleich mit einer natürlichen

Lockerheit, die einem den Atem verschlägt. Wenn es virtuos wird, perlen die Verzierungen

mit einer Mischung aus jugendlicher Unverkrampftheit und routinierter Durchdringung der

Materie. Jede der wirkungsvoll eingesetzten Dynamik- und Tempovariationen wirkt organisch,

als könnte man diese Musik gar nicht anders spielen. Selbst der Walzer aus Gounods

„Faust“, das einzige Stück mit leichtem Hang zum „Gassenhauer“, gewinnt hier tieferen

Sinn. Diese im Wortsinne romantischen Stücke entwickeln über die Länge der CD einen

regelrechten Sog.

Malte Ruhnke

✪ Liszt: Songs Vol. 1; Eröd;Spencer (Marsyas)

SINFONIK

FELIX

MENDELSSOHN-

BARTHOLDY

SINFONIEN NR. 3

(SCHOTTISCHE)

UND 4 (ITALIENISCHE)

Musikkollegium Winterthur,

Heinz Holliger

MDG (Codaex); SACD

www.mdg.de

Musik:

Klang:

Heinz Holliger

hat sich

gleichermaßen

als Oboist und

Komponist, mit

zunehmendem Alter auch als Dirigent

in der Musikwelt Respekt

verschafft. Um so mehr ist es zu

bedauern, dass diese SACD seinem

Ansehen nicht gerecht wird.

Die Mendelssohn-Interpretationen

haben keinen spezifischen

Klang, jedenfalls nicht in der

Wiedergabe durch das Musikkollegium

Wintherthur. Da wird

viel gewackelt und gezögert,

die Musik blüht nicht auf. Wahrscheinlich

hätte Holliger ein souveräneres

Ensemble gebraucht,

wie etwa das Kammerorchester

Basel.

LM

✪ „Orchesterwerke 2“ (MDG)

KLAVIER RECITAL

FRANZ LISZT

TRANSKRIpTIONEN vON

SCHUbERT, CHOpIN,

GOUNOD ET AL.

Janina Fialkowska

Atma Classique (Musikwelt Tontr.); CD

www.fialkowska.com

Musik:

Klang:

Der Blick in die Ferne

trügt: Am Klavier ist

Janina Fialkowska

hochkonzentriert.

LIED

FRANZ SCHUBERT

SCHWANENGESANG,

AUF DEM STROM,

DIE STERNE

Mark Padmore (Tenor),

Paul Lewis (Klavier),

Richard Witkins (Waldhorn)

Harmonia Mundi (Harmonia Mundi); CD

www.harmoniamundi.com

Musik:

Klang:

Um Sehnsucht,

Schmerz und Abschied

geht es im

Zyklus „Schwanengesang“,

den der Verleger Tobias Haslinger

nach Schuberts Tod aus den letzten

Liedern des Komponisten zusammenstellte

und veröffentlichte.

Tenor Padmore und Pianist Lewis

liefern eine unter die Haut gehende

Interpretation dieser Minidramen.

Das liegt an dem deutlich artikulierten,

nuancenreichen Gesang

Mark Padmores, aber auch am

sensiblen Spiel seines Begleiters

und an der Klarheit des Klangbilds.

Mein lieber Schwan: eine starke

Aufnahme!

AF

✪ Quasthoff (Schwanengesang, DG)

www.audio.de › 11/2011

77


Musik › KlASSiK

SINFONIK

FRANZ LISZT

leS préludeS, orpheuS,

Berg-SinFonie

Orchester Wiener Akademie,

Martin Haselböck

NCA (Harmonia Mundi); CD

www.haselboeck.org

Musik:

Klang:

In der mehrteiligen

Reihe „The

Sound of Weimar“

widmet sich

Martin Haselböck

dem sinfonischen Schaffen Franz

Liszts. Die zweite Folge enthält

unter anderem „Les Préludes“,

jenes Werk, das die Nazis im Zweiten

Weltkrieg als Erkennungsmelodie

(„Russland-Fanfare“) für

den Wehrmachtbericht in Rundfunk

und Wochenschauen missbrauchten.

Doch auch in diesem

Fall gelingt es Haselböck und seinen

Musikern, mit hohem spielerischem

Einsatz und nicht zuletzt

durch Verwendung historischer

Instrumente den verkannten Sinfoniker

Liszt zu rehabilitieren. LU

✪ Haitink (Decca), Masur (EMI),

Fricsay (DG)

Spielfreudiger

Querdenker: Cellist

Julian Steckel.

KAMMERMUSIK

DEBUSSy U.A.

French cello SonAtAS

Julian Steckel (Cello);

Paul Rivinius (Klavier)

Cavi-Music (Harmonia Mundi); CD

www.juliansteckel.com

Musik:

Klang:

klang

tipp

Julian Steckel

und Paul

Rivinius, die

Preisträger beim

ARD-Musikwettbewerb

2010, haben hier ein erstes

Album mit französischen Kompositionen

zu einem „duftenden“

Bouquet gebunden. Bei den Stücken

von Saint-Saens, Fauré,

Debussy, Poulenc und Nadia Boulanger

handelt es sich um reizvolle

Episoden, mit humorvollem und

spielerischem Gestus, aber auch

mit dramatischen Gesten und elegischen

Gefühlen. Hier wetteifern

im besten Sinne zwei Meistermusiker

mit Spielfreude und -witz.

Auch klanglich ist das Album ein

Gewinn.

LU

✪ Debussy/Philips Classics, Queyras,

Tharaud (harmonia mundi), Müller-

Schott, Kulek (EMI)

KAMMERMUSIK

FRANZ SCHUBERT

Forellen-Quintett,

AdAgio und rondo

concertAnte

Demus, Irnberger, Ortner,

Litschauer, Bürgschwendtner

Gramola (Codaex); SACD

www.gramola.at

Musik:

Klang:

Ein Klavier-

Quartett(satz)

von Franz

Schubert? Diese

Rarität auf SACD

vorzustellen, ist der eigentliche

Gewinn dieser Veröffentlichung.

Das Forellen-Quintett zu Beginn

offenbart einen wunderbar weichtimbrierten

(originalen) Klang aller

Instrumente. Sie klingen nicht

neuzeitlich harsch oder aggressivbrillant,

sondern „rund“ und lassen

den Zuhörer in die Zeit Schuberts

eintauchen. Es fallen jedoch kleine

Mängel im Zusammenspiel und motorische

Ungleichmäßigkeiten auf.

Diese Aufnahme ist daher insbesondere

für Jörg-Demus-Freunde

wertvoll.

LU

✪ Quintett: Richter (EMI), Brendel

(Philips), Quartett: Berezovsky (Sony),

Academy St. Martin Chamber Ensemble

(Chandos)

OPER

ANTONIN DVORÁK

ruSAlKA

Nylund, Beczala,

Magee, Held,

Remmert u. a.,

Cleveland Orchestra,

Franz Welser-Möst

Orfeo (Orfeo); 3 CDs

www.orfeo-international.com

Musik:

Klang:

klang

tipp

Dvoráks „Rusalka“

galt als das

Operereignis der

Salzburger Festspiele

2008. Der

Live-Mitschnitt zeigt, warum:

Das Cleveland Orchestra unter

Franz Welser-Möst erzählt das

schaurige Märchen über die unglücklich

verliebte Nixe Rusalka

mit betörendem Klangzauber und

schlagkräftiger Dramatik. Auch

die Ensembleleistung stimmt:

Piotr Beczala (Prinz) prunkt mit

feurigen, prächtigen Höhen, Camilla

Nylund (Rusalka) verströmt

schwärmerisch-klagende Kantilenen.

Selbst die Nebenrollen sind

exquisit besetzt – man bestaune

Anna Prohaska im Waldnymphen-

Trio!

OPB

✪ Dvorák, Sinf. Dichtungen, Harnoncourt

(Teldec)

KLAVIER

ROBERT SCHUMANN

cArnAvAl op. 9,

KlAvierKonzert

A-Moll op.54

Davide Cabassi,

Haydn-Orchestra of

Bolzano and Trento,

Gustav Kuhn

Col legno; CD

www.davidecabassi.net

Musik:

Klang:

Diese CD hat

letztlich nur für

die Ausübenden

einen Erinnerungswert:

Bei

der Fülle erstklassiger Aufnahmen

beider Werke dürfte sie auf

dem Markt kaum eine Chance

haben. Das hemdsärmelige Spiel

von Davide Cabassi verbleibt im

engen dynamischen Raum zwischen

mezzoforte und forte und

hat – größtes Manko – keinerlei

Klangfarben, die dem Zuhörer die

Suggestion von musikalischen

Charakteren ermöglicht. Auch die

Konzertaufnahme unter Gustav

Kuhn kommt über handwerkliche

Solidität nicht hinaus. LU

✪ Konzert: Richter (DG), Haskil (Philips),

Perahia (Sony), Carnaval: Kempff

(DG), Arrau (Philips), Michelangeli (DG)

SAKRAL

GABRIEL FAURÉ

reQuieM, cAntiQue de

JeAn rAcine, elegie,

pAvAne, Super FluMinA

BABYloniS

Jaroussky, Goerne u. a.,

Chœur de l’Orchestre de

Paris, Orchestre de Paris,

Paavo Järvi

Virgin Classics (EMI); CD

www.orchestredeparis.com

Musik:

Klang:

Fauré wollte,

dass sein Requiem

sanft und

tröstend ist –

zwei Eigenschaften,

die in dieser sehr natürlichen

Live-Aufnahme besonders

deutlich werden, weil Chor und Orchester

fein differenziert agieren.

Die Solisten – Goerne mit warmer

Baritonstimme und Countertenor

Jaroussky als himmlischer Sopran

im Pie Jesu – setzen die Glanzpunkte.

Passend dazu gibt es weitere Werke

für Chor/Cello und Orchester mit

Ohrwurmcharakter, darunter die

Weltersteinspielung des Frühwerks

„Super flumina Babylonis“. Einlegen

und genießen.

AF

✪ Milnes, Te Kanawa, Dutoit, Orchestre

Symphonique de Montréal (Decca)

Foto: Marco Borggreve

78 11/2011 › www.audio.de


Komplett-Systeme › Blu-ray-anlagen

sonnige

aussichten

Relaxed auf dem Sofa liegen und Filme in bestem Surround-Klang

erleben, dafür sind diese beiden Blu-Ray-Anlagen von Samsung

und Philips ideal. Doch stellt sich beim Lauschen von Musik auch

ein Wohlgefühl bei HiFi-Fans ein? Eindeutige Antwort: Ja!

■ Text: Alexandros Mitropoulos

test

Zwei Blu-ray Heimkino Komplett-Anlagen

philips hts 9540 1650 €

samsung ht-d6750w 1000 €

134

www.audio.de ›11 /2011


Komplett-Systeme › BlU-RAy-AnlAgEn

philips Hts 9540 um 1650 EuRO

QUADRATisch, pRAkTisch, gUT: Im

unteren Teil der vier identische Satelliten ist

jeweils ein Dipol untergebracht.

Fotos: Archiv

Mit Blu-ray 3D, WiFi und NetTV

schickt Philips sein Heimkino-

Flaggschiff HTS-9540 ins

Komplettanlagen-Rennen. Neben einem

Center beinhaltet das Set einen

Subwoofer, der mit einem 16,5 cm großen

Treiber bestückt ist und vier identische

Satelliten im Doppel-Format. Die

Satelliten sehen aus wie zwei aufeinander

gesetzte Würfel: Der obere Kubus

ist ein 2-Wege-System und der untere

gehört zur Gattung der Dipole. Am mehrpoligen

Anschlussstecker ist erkennbar,

dass das Signal für die Satelliten im Player

durch DSPs entsprechend aufgeteilt

wird. Alternativ ist es möglich, die Rear-

Boxen mittels optional erhältlichem Adapter

kabellos zu betreiben.

Komplettiert wird das ganze noch durch

den 3D-fähigen BD-Player, der obligatorischen

(ovalen) Fernbedienung und einem

kabelgebundenen iPod-Dock. Der

Player kann sich entweder mit WLAN

oder über den rückseitigen LAN-Anschluss

mit dem Internet verbinden. Auf

diese Weise kann man bequem vom Sofa

aus Philips' Internet-Service NetTV

durchstöbern. Das Angebot dort hält

sich zwar noch in überschaubaren Grenzen

– übliche Verdächtige wie Facebook,

Twitter, Youtube und co. sind jedoch bereits

vertreten. Einzig die an die mühselige

Tipperei bei SMS-Schreiben erinnernde

Eingabe von Buchstaben nimmt

irgendwie den Spaß an der Sache. Eine

Tastatur wäre hier durchaus sinnvoller

gewesen. Internet ist jedoch nicht alles,

daher befinden sich andere Anschlussmöglichkeiten

wie zum Beispiel für analoge

und digitale Musik-Zuspieler auf der

Rückseite des Gerätes. Der für Blu-ray

3D benötigte HDMI-Ausgang ist selbstverständlich,

doch eingangsseitig sucht

man leider vergebens nach HDMI-Anschlüssen.

So ist es nicht möglich andere

HD-Geräte mit dem Philips-System

zu verbinden.

Alle Komponenten sind sorgfältig verarbeitet

und überzeugen mit einer sehr guten

Haptik: Die Gehäuse bestehen aus

einer Kombination aus edel gebürstetem

Aluminium und

stabilem Plastik. Die Anlage

ist recht flott aufgebaut

und dank des benutzerfreundlichen

Einrichtungs-

Menüs auch blitzschnell

einsatzbereit. Falls erwünscht,

sind die Philips-

Lautsprecher mit Hilfe eines

mitgelieferten Mikrofons

in weniger als zwei

Minuten vollautomatisch

eingestellt. Obwohl die

Boxen mit ihren kleinen

Abmessungen eher für

kleinere Räume und eine

relativ Hörer-nahe Aufstellung

gedacht sind, hat die Anlage die nötigen

Leistungsreserven, um auch mittelgroße

Räume zu beschallen. Die Ladezeiten

des Players sind angenehm

kurz und das Navigieren im Menü erweist

sich als erfreulich unkompliziert.

ZAUBERWÜRFEl

Im Surround-Betrieb fiel sofort die ausgezeichnete

Raumdarstellung auf. Beim

Live-Mitschnitt des Songs „Hard to

Handle“ von den Black Crows

(Freak'n'Roll into the Fog) etwa, hatte

man das Gefühl direkt vor der Bühne zu

stehen. Die Gitarren-Soli und das nuancenreiche

Spiel des Saxophons wurden

mit einer hervorragender Dynamik

wiedergegeben. Auch

bei Action-Filmen wie

etwa Luc Bessons Klassiker

„Das 5. Element“,

konnte sich das

HTS9540 behaupten:

Dialoge waren wegen

des leicht mittenbetonten

Grundklangs stets

verständlich. Stellenweise

vermisste man

jedoch etwas Tiefbass.

sAmsUng hT-D670W

Gewappnet mit üppiger

Ausstattung und ausgeklügelter

Technik, ver-

www.audio.de ›11 /2011

135


Komplett-Systeme › Blu-ray-aNlaGEN

lOSGElÖST: Die Rear-Boxen (innen) stehen

über den Funk-Empfänger (neben dem Woofer)

kabellos mit dem Blu-ray-Player in Kontakt.

SaMSuNG HT-d6759w um 1000 EuRO

sucht auch Samsung, seine neueste

7.1-Heimkino-Anlage unters Volk zu bringen.

Richtig gelesen: Obwohl das Set

aus fünf Boxen besteht, verkauft

Samsung es als 7.1-System. Denn das

Gehäuse der vorderen Standboxen beherbergt

im Grunde genommen zwei

Lautsprecher. Die Treiber im oberer Teil

sind nach oben schwenkbar, wodurch

die Boxen auch als Front-Höhen-Lautsprecher

(für Dolby Pro Logic IIz) verwendbar

sind. Dabei erhält der obere

Speaker ein eigenes Signal vom Player

und teilt es sich nicht etwa mit seinem

unteren Pendant. Ein weiteres Schmankerl

sind die zwei Rears, die nicht direkt

am Blu-Ray-Player hängen: Per Kabel an

eine im Lieferumfang enthaltene Empfangs-Einheit

gekoppelt, erhalten Sie ihre

Signale ausschließlich über eine digitale

Funkstrecke. Bis auf einen für den

Empfänger benötigten Stromanschluss,

sind die hinteren Lautsprecher somit relativ

frei im Raum positionierbar. Komplettiert

wird das ganze schließlich noch

durch einen Center und natürlich einen

Subwoofer.

Aber da wir gerade bei technischen Besonderheiten

sind: Ein von den Samsung-

Entwicklern angepriesenes Highlight ist

die sogenannte 2D->3D-Funktion, bei

der Musik im Stereo-Format quasi auf

Knopfdruck wie 5.1 klingen soll. Dazu jedoch

später mehr. Über DLNA-Streaming

lassen sich Musik, Videos und Bilder

ganz unkompliziert vom heimischen

Medien-Server, PC oder eben vom Handy

wiedergeben. Besteht Zugang ins

World Wide Web, kann man auf

Samsungs Internet-Service „Samsung-

Hub“ zugreifen. Bekannte Dienste wie

Facebook, Youtube und Twitter sind

selbstverständlich vorhanden. Bei Bedarf

kann man sich jedoch auch weitere

Apps aus dem Samsung-Store herunter-

MIT DIESEN Blu-rayS WurDE GEHÖrT

TrONDHEIMSOlISTENE – IN fOlk STylE:

Äußerst empfehlenswerte Musik-Blu-ray: 15 klassische

Titel mit Folk-Einflüssen aus Nordeuropa im

neuen Gewand. Alle Titel wurden mit Surround-

Techniken aufgenommen und so abgemischt, als

säße man man mitten im Orchester.

DaS füNfTE ElEMENT

Luc Bessons SciFi-Klassiker wartet mit einer

Story epischen Ausmaßes auf und kombiniert

dies mit actiongeladen Kampfszenen.

Neben Bruce Willis und Milla Jovovich in

den Hauptrollen fällt auch die geniale

Darbietung von Gary Oldman auf.

136

www.audio.de ›11 /2011


Komplett-Systeme › BLU-RAy-ANLAGeN

laden. Anschlussseitig ist die HT-

D6759W ebenfalls gut ausgestattet:

Analoge wie auch Digitale Audio- und

Video-Eingänge sind auf der Geräte-

Rückseite des BD-Players zu finden. Neben

dem obligatorischen HDMI-Ausgang

sind noch zwei HDMI-Eingänge für

andere HD-Zuspieler vorhanden. Der für

die drahtlose Verbindung mit den Rear-

Boxen benötigte Dongle wird ebenso

wie das iPod-Dock rückseitig eingestöpselt.

USB-Sticks und das Messmikrofon

finden dagegen frontseitig geschickt

versteckt unter einer Plastikabdeckung

Anschluss.

Die Anlage ist gut verarbeitet und die

schwarze Hochglanz-Optik des Plastiks

verleiht ihr einen edlen Look. Bei den Kabelklemmen

hätte Samsung aber gerne

ein paar Cent mehr investieren können,

da sie nicht wirklich robust wirken. Schaltet

man das Gerät zum ersten Mal ein,

wird man durch ein kurzes Einrichtungsmenü

geführt. Falls erwünscht, kann

man dort auch mit zuvor erwähntem Mikrofon

das 7.1-Set automatisch kalibrieren.

Die Ladezeiten des Players sind gut

und die Geräuschentwicklung des Laufwerks

und des Lüfters ist auch angenehm

leise. Die Menüführung ist logisch

aufgebaut und man findet sich daher auf

Anhieb schnell zu recht.

ALLeSKÖNNeR

Die zwei Highlights der Samsung-Anlage

sind sicherlich die 3D-Umwandlung

von Stereo-Musik und die schwenkbaren

Treiber der zwei vorderen Stand-

Lautsprecher. Doch schon relativ früh

bemerkten die Tester eine unerwartete

Tugend: Der Stereo-Klang war ausgesprochen

gut und die räumliche Abbildung

äußerst natürlich. Jimi Hendrix

„Little Wing“ von der Platte „Axis: Bold

as Love“ beeindruckte mit einer tollen

Dynamik und einem ausgewogenen

Klang. Die Samsung-Boxen tönten bei

„When I was cruel“ (von der gleichnamiger

Scheibe) von Elvis Costello genau so,

wie man es von einer guten Wohnzimmer-Anlage

erwarten würde.

Bei so einer Klanggüte vergisst man

auch schnell, dass die HT-D6579W auch

Surround kann – und zwar richtig gut.

Dabei kam der ausgezeichnete Allround-

Charakter des 7.1-Sets zum Vorschein.

Ein passendes Beispiel dafür ist die Szene

aus „Das fünfte Element” in der die

Opern-Diva ein Konzert gibt und Leeloo

zur selben Zeit gegen Zorg und Gefolge

kämpft. Sowohl Sound-Effekte als auch

der Musik-Teil wurden von den Boxen

feinzeichnend wiedergegeben. Bei Filmen,

denen ein zusätzlichen Höhenlautsprecher

gut tut (Dolby Pro Logic IIz), kamen

die nach oben drehbaren Treiber

der Frontboxen gelegen. Flog etwa ein

Flugzeug über einen hinweg, so wurde

dies auch dementsprechend realistisch

von den Frontlautsprechern übertragen.

Auch der gute Klang des Subwoofers fiel

sofort auf, der trotz seiner überschaubaren

Größe ordentlich Druck machen

konnte. Dabei blieb die Basswiedergabe

auch bei höheren Pegeln stramm.

StecKBRIeF

philips

HTS9540

Vertrieb

Philips deutschland GmbH

040 / 28990

www. philips.de samsung.de

Listenpreis 1650 Euro 1000 Euro

Garantiezeit 2 Jahre 2 Jahre

samsung

HT-d6759w

Samsung Electronics GmbH

0180 / 57267864

Maße Satelliten-Boxen

Maße Center-Box

9,9 x 24,7 x 11,7 cm

43,5 x 8,5 x 11,1 cm

9 x 132 x 11,9 cm

36 x 7,4 x 6,8 cm

Maße Subwoofer 19,6 x 39,7 x 34,2 cm 20 x 39 x 35 cm

Ausführungen Sub/Sat schwarz schwarz

ausstattung

Tuner/RdS • / • • / •

wiedergabe MP3, AAC, wAV, Flac • / • / • / – • / • / • / –

dTS Hd Master / dolby True Hd • / • • / •

Raumeinmessung / Equalizer • / • • / •

On-Screen-display • •

Max.Bild-Auflösung 1080p 1080p

Videoskaler • •

Besonderheiten

anschlüsse

Analog In/Out 2 / – 1 / –

digital In/Out 2 (+1 für TV) / – 1 (+1 für TV) / –

HdMI In/out 0 / 1 2 / 1

Video/S-Video/YUV in • / – / • – / – / –

Video/S-Video/YUV Out • / – / • • / – / •

Scart In/Out – / – – / –

Ethernet / wireless • / • • / •

USB / iPod direkt /

iPod dock

• / – / • • / – / •

Besonderheiten

AUDIOGRAMM

Rear-Lautsprecher mittels optionalem

Adapter auch kabellos zu

betreiben.

Bei reinem Musik-Material tönte das

Samsung-System sogar noch etwas

besser: Etwa bei „Diplom“ von Gjermund

Larsen („In Folk Style”). Ein Musik-Titel

mit Nordic- und Klassikeinflüssen

der so aufgenommen und abgemischt

wurde, als säße man mitten im

Orchester. Ein natürlicher 3D-Eindruck

und ein äußerst detaillierter Klang im gesamten

Frequenzbereich machten die

ohnehin schon gute Aufnahme zum absoluten

Ohrenschmaus.

Zuletzt wäre da noch die magische

Transformation von Stereo auf 5.1-Klang

zu nennen. Das Ergebnis ist zwar eine

durchaus räumlichere Darstellung von

Stereo-Musik, jedoch für ernsthafte Musik-Hörer

eher eine nette Zusatzfunktion

als tatsächliches Feature.

Rear-Lautsprecher sind nur kabellos

zu betreiben.

ÅSehr einfache Bedienung und Installation.

ÅExzellenter Stereo-Klang, gute

Ausgezeichneter 3d-Klang.

ÍKlang etwas mitten-betont. Bei

Filmen vermisst man Tiefbass.

Subwoofer-Performance.

ÍMusik im nativen 5.1-Format könnte

etwas räumlicher abgebildet werden.

Klang Stereo 68 74

Klang Surround 70 70

Bildqualität sehr gut sehr gut

Ausstattung sehr gut sehr gut

Bedienung überragend sehr gut

Verarbeitung sehr gut gut

klangurteil 69 punkte 72 punkte

preis/leistung sehr gut überragend

kauftipp

PREIS/LEISTUnG 11/11

138

www.audio.de ›11 /2011


Komplett-Systeme › BLu-ray-aNLageN

Fazit

Alexandros Mitropoulos

AUDIO-Redakteur

MeSSLaBor

im direkten a/B-Vergleich konnten

die Philips-Würfel mit einem beeindruckendem

Surround-Klang überzeugen.

Wegen den kompakten

abmessungen lassen sie sich unauffällig

ins Wohnzimmer-ambiente

integrieren und sehen zudem

noch elegant aus. Die Stärken der

Samsung-anlage sind ihr hervorragender

Stereo-Klang und die gute

Performance des Subwoofers.

auch die Wiedergabe von nativem

5.1-audio kann sich hören lassen

und die DLNa-Streaming-Funktion

macht sie im zeitalter von Medien-

Servern und Co. äußerst attraktiv.

Mit diesen tugenden hat sie durchaus

das zeug dazu, die Kompakt-

Stereo-anlage aus dem Wohnzimmer

zu verdrängen.

Philips HTS9540 (Sat) Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

80 dB 85 dB 90 dB 95 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

PhiLiPS htS9540

Oben: Leichte Brillanz-Betonung bei den Satelliten,

beim Center leichte Anhebung bei 4

kHz (ohne Abb.). Der Subwoofer reicht bis

38 Hz herunter (-6 dB). Bis zu einer Lautstärke

von 85-90 dB relativ klirrarme Front-Boxen

(unten).

_06O90_Genelec_audio_11.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);27. Sep 2011 12:33:36

110 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

Samsung PS-DT5 (HT-D6759W-Front) Pegel- & Klirrverlauf

80 dB 85 dB 90 dB 95 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

SaMSuNg ht-D6759W

Oben: Anhebung um 200 Hz und bei 7,5 kHz

bei den Front-Boxen. Sonst relativ gerader

Frequenzgang. Der Center hat eine Senke

bei etwa 15 kHz (ohne Abb.); Der Sub wird

mit einem steilen Filter begrenzt. Klirrverhalten

gut bis 85 dB (unten).

Vielen Dank für das ausgezeichnete Feedback auf der HIGH END ® in München. Unser neues 8260A 3-Weg-

DSP-System erhielt weltweit große Anerkennung sowohl von Zeitungs-Kritikern als auch von unseren Kunden.

Die nächste Messe in Deutschland ist die HIGH END ® ON TOUR in Düsseldorf, 19.-20. November. Herzlich

willkommen und wir sehen uns in Raum 1201. Für weitere Informationen über unsere ausgezeichneten

Produkte und ihre Verfügbarkeit in Deutschland wenden Sie sich bitte an Audio Export unter www.genelec.de.


Verstärker › Vier-Kanal-endsTufe

TesT

Stereo-Endverstärker für Bi-Amping

NAD C 245 BEE 600 €

Bee-TurBo

Jetzt gibt es die von Björn Erik Edvardsen entwickelte Verstärkertechnik im Doppelpack. Mit dem

NAD C 245 BEE potenzieren sich die Möglichkeiten beinahe im Quadrat. Mehrraum, Bi-Amping und

ganze Endstufen-Arrays sind möglich. Bedeutet das auch einen neuen Level an Klangspaß?

■ Text: Stefan Schickedanz

In der digitalen Welt haben wir uns

längst an Variabilität gewöhnt: Handys

dienen längst nicht mehr nur

zum Telefonieren und Simsen, sie ersetzten

Fotoapparate, Video-Kameras

oder Navigationssysteme. Wie beschränkt

wirkt dagegen die Analogwelt,

wo sich seit Erfindung des Schweizer

Offiziersmessers nichts mehr Bahnbrechendes

getan hat. Zugegeben, an dessen

Status wird auch der neue Endverstärker

C 245 BEE nicht kratzen. Für einen

Verstärker birgt er jedoch eine außergewöhnliche

Fexibilität. Das liegt

140 www.audio.de ›11 /2011

nicht nur an seiner doppelten Stereo-

Endstufe in einem vergleichsweise kompakten

grauen Gehäuse, sondern auch

an den durchdachten Detaillösungen.

Neben zwei Stereo-Eingängen stehen

auch zwei Stereo-Ausgänge mit vergoldeten

Cinch-Buchsen bereit. Damit

spart sich der Besitzer einerseits die Y-

Adapter, wenn sein Vorverstärker nur einen

geregelten Ausgang besitzt. Viel

schwerer wiegt aber die Möglichkeit, im

Bedarfsfall, etwa für Mehrraum-Systeme

oder Lautsprecher mit mehr als zwei

getrennt ansteuerbaren Wegen theoretisch

beliebig viele dieser kleinen grauen

Helfer zusammenzuschalten. So kann

der Besitzer ganze Verstärker-Farmen

aufbauen, mit denen sich so ziemlich jede

Lautsprecher-Konfiguration in den

Griff kriegen lässt.

Rein von der Leistungsabgabe des Herstellers

gesehen traut man der C 245

BEE weniger zu als sie wirklich zu leisten

im Stande ist – außer man kennt die Marke

und weiß wie eine Sinusleistung von

4 x 35 NAD-Watt an 8 Ohm in der Praxis

einzustufen ist. Wer trotzdem mehr Power

pro Kanal braucht, kann mit zwei


Verstärker › Vier-Kanal-endstufe

Fotos: Archiv, MPS, Boris Franz – Shutterstock.com

Schaltern auf der Rückseite die vier Endstufen

zu einem doppelt so starken Stereo-Verstärker

brücken. Gegen die anderen

Verwendungsmöglichkeiten aber

nicht unbedingt die verlockendste Lösung.

Wer den grauen Wolf im Schafspelz

tarnen möchte, freut sich über die

Möglichkeit zur Einbindung in Home-Automation-Systeme

durch den 12-Volt-

Trigger-Eingang und eine

Abschaltautomatik. Nach

10 Minuten ohne Signal

schaltet sich der Amp

automatisch ab. Audiophile

Anwender, die ihre

Endstufen dauern unter

Dampf halten wollen,

können diese Stromsparfunktion

abschalten.

Für die Klangabstimmung

des vielseitigen

Verstärkers zeichnet kein

geringerer als NAD-

Klang-Guru Björn Erik Edvardsen

verantwortlich,

der auch das bekannte

Buchstabenkürzel beisteuert.

Edvardsen verlässt

sich nicht nur auf

seine guten Ohren bei der

Abstimmung, er setzt

auch auf ordentlich dimensionierte

Bauteile.

Die C 245 BEE verfügt

über einen stattlichen,

streufeldarmen Ringkerntransformator

und aus dem Vollen

gefräste, massive

Kühlrippenblöcke, die

nicht nur Verlustwärme wirkungsvoll ableiten,

sondern auch das Chassis gegen

Vibrationen versteifen.

Der Hörtest verlief so abwechslungsreich

wie die Einsatzmöglichkeiten dieser

Endstufe. Als Prüfstein verwendeten

wir die vielseitig ansteuerbare und

hochauflösende KEF Reference 207/II,

obgleich sie preislich in einer anderen Liga

spielt. Zunächst musste sich der C

245 BEE als gewöhnlicher Zweikanal-

Endverstärker beweisen. Ein Endstufenzweig

durfte sich ausruhen, während

sich der andere an der schweren Britin

abrackerte. Kaum zu glauben, aber

selbst dieses Ergebnis konnte sich wahrlich

hören lassen. Der Bass wirkte überraschend

kontrolliert und kräftig, die Dynamikreserven

reichten für erhöhte Zimmerlautstärken

im relativ großen, stark

bedämpften AUDIO-Hörraum locker

aus. Der Applaus bei „Mr. Bojangles“

von Robbie Williams („Live At Knebworth“)

kam stürmisch und differenziert

aus den Lautsprechern. Die Stimmwiedergabe

überzeugte, was Artikulation

und Fokussierung betraf. Als reine Zwei-

Kanal-Stereo-Endstufe übertraf der

schlaue Graue schon in praktisch allen

Belangen das Resultat, das sich beim direkten

Zugriff auf die Ausgangsstufe

des per Brücke auftrennbaren, sehr gelungenen

Vollverstärkers NAD C 326

BEE erzielen ließ. Dieses Ergebnis entspricht

dem Einsatz der C 245 BEE als

Stereo-Verstärker für zwei verschiedene

Hörzonen.

Aus audiophiler Sicht interessierte uns

noch mehr der Einsatz als Vierkanal-Stereo-Endstufe.

Dazu trennten wir die

Weiche der KEF in Tiefton- und Mittelhochton-Sektion

auf. Die Performance

dankte das Bi-Amping mit einem deutlichen

Schub in Sachen Impulsivität, Basspräzision

und erschien subjektiv lauter,

wenn man die Reserven ausnutze. Nun

schien das Publikum noch enthusiastischer

in die Hände zu klatschen, was die

Musiker um den Bassisten Marcus Miller

(„The Ozell Tapes“) offenbar dazu

Bee Cool: Die C 245 BEE präsentiert sich

mit sauberem Aufbau. Die massiven

Kühlrippen versteifen das Gehäuse und trennen

das Netzteil von der Endstufen-Sektion.

Öffnungen im Boden sorgen für effiziente

Kühlung. Auffallend: Das großzügige Netzteil

mit Ringkern-Trafo und stattlichen Elkos.

animierte, noch präziser und ausdrucksvoller

in die Saiten zu greifen. Zudem fiel

ein recht drastischer Zugewinn an Plastizität

auf. Die Musiker auf der Bühne erschienen

dreidimensionaler vor dem

geistigen Auge. Die Obertöne der Instrumente

wirkten klarer und in komplexen

Passagen blieb mehr Durchhörbarkeit

erhalten. Während im Zweikanal-

www.audio.de ›11 /2011

141


Verstärker› ViER-KaNaL-ENDStUFE

BEE DiFFERENt:

Doppelte Ein- und

Ausgänge sind mit den vier

Endstufen der Schlüssel zu

hoher Flexibilität. Nach

Bedarf lassen sich mehre

Amps zusammenschalten.

Betrieb die Kontur und der Nachdruck im

Bass immer dann leicht abnahmen,

wenn es in den mittleren Oktaven richtig

zur Sache ging, ging jetzt der Punch im

Keller nicht verloren. Das einzige kleine

Manko, die leicht zur Kühle neigenden

Stimmen etwa bei Robbie Williams, ließ

sich durch den Vierkanal-Stereo-Betrieb

nicht kurieren. Allerdings wirkte alles

viel weniger angestrengt und sehr luftig,

was den hellen Klangcharakter nicht un-

StECKBRiEF

NAD

C 245 BEE

Vertrieb

Dynaudio

0 41 08 / 4 18 00

www.

nad.de

Listenpreis (Paar) 600 Euro

Garantiezeit

3 Jahre (bei Registrierung)

Maße B x H x T

43,5 x 95 x 31,5 cm

Gewicht

7,3 kg

AuSStAttuNg

Eingänge Cinch / XLR 2 P. / – (+2 Cinch-Ausgänge)

Pegelsteller –

Kanäle 4

Ferneinschaltung •

Leistungsanzeige –

Besonderheiten

Abschaltautomatik

aUDiOGRaMM

ÅSehr dynamisch, ganz

besonders bei Bi-Amping,

satter Bass und viel Details

Í Cinch empfindlich gegen

festsitzende Stecker

Klang 2-Kanal/Bi-Amping 80 / 85

Ausstattung

gut

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

gut

klANgurteil

PreiS/leiStuNg

MESSLaBOR

80/85 PuNkte

ÜberrAgeND

kAuftiPP

PREIS/LEISTUNG 11/11

angenehm in Erscheinung treten ließ.

Wer also seinen NAD C 326 BEE auftrennt

und im Zuge eines stufenweisen

Upgradings als Vorstufe verwendet,

kann mit dem neuen Vierkanal-Amp einen

deutlichen Zugewinn an Wiedergabequalität

verbuchen und widerspenstigere

Lautsprecher zähmen. Das Plus in

Sachen Definition, Durchzeichnung,

Punch und Basspräzision trat im Gegencheck

mit dem als Vorstufe fungierenden

NAD-Vollverstärker deutlich hervor.

Die Grundtugenden, die sich zuvor im

Verbund mit der Vorstufe Ayre K-5xe geäußert

hatten, blieben durchweg erkennbar,

auch wenn sich so nicht das

ganze Potenzial des C 245 BEE ausschöpfen

ließ.

Doch das NAD-Team animierte zu Experimenten.

In dieser Konfiguration blieb

die integrierte Endstufe des in Vor- und

Endstufe aufgetrennten Vollverstärkers

ungenutzt. Der Besitzer könnte damit

theoretisch einen weiteren Raum beschallen,

doch da wir die KEF Reference

mit ihren drei auftrennbaren Bereichen

zur Hand hatten, versuchten wir es mit

Tri-Amping. Nun verfügten die Bässe

über einen eigenen Verstärkerzweig der

Vierkanal-Endstufe, die unteren Mitteltöner

ebenfalls. Die Koaxial-Systeme für

die oberen Mitten und den Hochtonbereich

speisten wir unter Verwendung

der aus dem Endstufen-Ausgang zu-

rückgeführte Cinch-Verbindung mit der

eingebauten Leistungsstufe des C 326

BEE. Dabei ging noch mehr die Post ab.

Subjektiv hatte man es mit einem weit

potenteren System zu tun, dessen Belastbarkeit

verblüffenderweise weit weniger

hinter kostspieligen Verstärkerboliden

zurückblieb als erwartet. Der Sprung

fiel beinahe so groß aus wie beim Umstieg

von Zweikanal-Stereo auf Bi-Amping,

gerade auch die Stabilität der Abbildung,

die Kontur, der Druck im Bass

und die Plastizität gewannen deutlich.

Dieser NAD ist fraglos ein Gewinn.

Fazit

Stefan Schickedanz

AUDIO-Mitarbeiter

Wenn man das Klangergebnis in

Relation zum Preis setzt, sucht

diese Vierkanalendstufe ihresgleichen.

Mit vier Kanälen für 600 Euro

definiert die C 245 BEE eine eigene

Nische, die sie zugleich souverän

dominiert. Die wenigen

ernstzunehmenden Vierkanal-

Endstufen – etwa die Bi-Stage

oder Bi-Complement von Phonosophie

– liegen alle deutlich im

vierstelligen Preisbereich.

Extrem breitbandig ausgelegte Endstufen,

an 8 Ohm linealgerade bis an die Messgrenze

jenseits von 100 Kilohertz. Vorbildlicher

Stabilitätswürfel (2) bei insgesamt

niedrigem Spannungsniveau (AK 56). Die

Leistungsangaben des Herstellers werden

selbst bei gleichzeitgem Betrieb aller vier

Kanäle deutlich übertroffen, die Vierkanal-

Leistung liegt nur geringfügig unter der

Stereo-Leistungsabgabe. Beim Klirr relativ

starke K3-Anteile, Verlauf (1) nicht optimal.

1 2

142

www.audio.de ›11 /2011


Der Präzisionsvorverstärker

Modell c-3800

c-27 c-2110 c-2410 c-2810

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enrich life through technology


Report › MastErMInds

HiFi ist mehr als ein Business. Es ist in vielen Fällen eine Überzeugung. Enstanden aus einer Idee,

getrieben von Begeisterung. Die Köpfe und Menschen hinter den Marken, die mit ihren Einfällen

und Eingebungen, ihren Erfindungen und manchmal spektakulären Ansichten diese ganz entscheidend

prägen, sind Kern der neuen AUDIO-Serie Masterminds. Der erste Teil dreht sich um

Ray Kimber und wie aus einer waghalsigen Idee eine High-End-Manufaktur wurde.

gEfloChtEnEs

IMpErIuM

Ein Mann, eine Idee, eine Company:

Ein Brummgeräusch trieb ihn vor über 30 Jahren zur Verzweiflung

– und in eine Erfolgsgeschichte. Heute ist Ray Kimber der Herrscher

über ein Imperium an geflochtenen High-End-Kabeln – von

13 bis 2500 Euro pro Meter.

■ Text: Andreas Günther

Ein modernes Märchen. Wie es

sich so wahrscheinlich nur in den

USA zutragen konnte. Gute Mythenschreiber

sollten die Kimber-Story

also mit „Es war einmal in Amerika beginnen“.

In der Mitte der 70er Jahre surften

die meisten jungen Musikfans auf

der Disko-Welle. Ray Kimber tat das im

Wortsinn: Er stattete Diskotheken mit

dem passenden Equipment aus – mit

Sound-, aber auch Lichteffekten. Als

144 www.audio.de ›11 /2011

verantwortlicher Chefingenieur hatte er

dabei mit einem hartnäckigen Problem

zu kämpfen: Die Spannungskabel für die

Lichtanlage schickten Brummgeräusche

in die Lautsprecherleitungen. Ray

Kimber wollte die ultimative Lösung finden

– und ging zuerst einen Irrweg. Wie

es die meisten Menschen noch heute

tun würden: Wenn eine Komponente die

andere stört, dann muss ein Trennelement

her – je größer der Brumm, desto

größer auch die Abschirmung. Geld war

damals kein Problem, Kimber konnte

aus dem Vollen schöpfen. Er versiegelte

die Audio-Kabel unter einem Schild aus

massivem Stahl – und erhielt die Lektion

seines Lebens. Der Klang wurde zur allgemeinen

Überraschung immens

schlechter – „just unbelievable“. Eine

traurige Erkenntnis, die Kimber aber zur

Erfolgsgeschichte seines eigenen Unternehmens

führte.


Report › MASTERMinDS

Fotos: Archiv, Petr Vaclavek – Shutterstock.com

Als einer der ersten erforschte Kimber

die Gesetze von magnetischen Feldern

im Kontext zu der Stärke von Leiterbahnen.

Das Ergebnis war gänzlich untypisch

für damalige us-amerikanische

Verhältnisse – „think big“ war nicht die

Lösung, sondern die Rotation. In der

Kurzfassung: Wenn sich die Kabel nach

einem definierten Algorithmus kreuzen,

entschwindet nicht nur die Angriffsfläche

für Interferenzen, auch heben sich

die Magnetfelder, die während des Signalflusses

entstehen, gegenseitig auf.

Der Effekt funktionierte sogar ohne jede

Form der bekannten Abschirmung.

Ray Kimber hatte damit auch das charakteristische

Flechtmuster gefunden,

das Markenzeichen aller Kimber Kable.

Er hielt seine Erkenntnis für so stark,

dass er 1979 eine eigene Company gründete,

die besagte Kabel für die HiFi-

Kundschaft in alle Welt bringen sollte.

Aus heutiger Sicht ein cleverer, richtiger

Schritt, damals jedoch eine Mischung

aus Mut und komplett unberechenbarem

Übermut. Ray Kimber traf keinen

etablierten Markt an. Die gehobenen Hi-

Fi-Hörer daheim begnügten sich zumeist

mit traurigen Standardkabeln von

der Kupferrolle. Die Sensibilität für High-

End-Kabel war noch nicht vorhanden.

Und wenn, so wurde der aufkeimende

Markt von anderen Herstellern bedient.

Die auf das Gegenprinzip von dick, dicker,

monströs setzten. Kimber erschien

zum Übergang in die 80er Jahre wie ein

Außerirdischer: Er strickte nicht nur Kabel,

er verweigerte sich zudem der

„Mann-sind-die-dick“-Show.

Ein weiteres Problem stürzte auf den

wagemutigen Unternehmer ein: Es gab

bis dato keine Infrastruktur für seine Produktidee.

Kimber fragte bei einem Fachbetrieb

an, der sich auf das Knüpfen von

Wasser-Ski-Tauen spezialisiert hatte.

Ob man denn auch Lautsprecherkabel

verweben könne? Der Versuch ging heftig

daneben – „well it was a disaster“,

erinnert sich Ray Kimber rückblickend.

Einen Prototyp per Hand zu knüpfen war

das eine, davon jedoch eine Großserie

zu starten, kam einem Hürdenlauf gleich.

Kimber nahm Kontakt zum Hersteller

der „rope machine“ auf. Die Kerzendochte,

Marinetaue und allerlei dekorative

Stricke verweben konnte – bis dato

hatte aber noch nie jemand den Wunsch

geäußert, hochpräzise Signalkabel zu

ketteln, aus mit Kunststoff verkleideten

Kupferadern. Kimber gab die Spielregeln

vor, gemeinsam fand man die perfekt

justierte „clickety clackety machine“ –

und das erste Produkt für den Firmenkatalog,

das bis heute legendäre Lautsprecherkabel

4PR.

Die meisten Testredakteure lügen, wenn

sie behaupten, bereits damals das volle

Genie von Ray Kimber erkannt zu haben.

Auch branchenintern sah man eher einen

skurrilen Außenseiter, der sich vor

allem über das extravagante Design seiner

Produkte definierte. Kimber wurde

vorgehalten, seinen Minimalismus auszustellen.

Oder zugespitzt: Warum verbarg

der Mann seine besonderen Flechtkonstruktionen

nicht sittsam unter einem

Gewebestrumpf – Kimber zeigte

seine Kabel ja regelrecht nackt, ein Exhibitionist.

Stimmt in der Rücksicht natürlich alles

nicht. Mag sein, dass Kimber das Markenzeichen

der offen daliegenden

Flechtkonstruktion erkannte. Vor allem

aber hatte er es mit seiner Abspeckphilosophie

auf die kleineren Brieftaschen

abgesehen. Das bereits genannte erste

Kabel des Hauses, das 4PR, gibt es noch

heute – und noch heute steht es auf

dem Thron der gefährlichsten Preis/

Leistungsvorkämpfer. Stolz sagt die

Kimber Company ungebrochen: „With

4PR, the system performs as if costing

twice as much.“ Ein Effekt, den schon

Anfang der 80er Jahre viele nachvollziehen

konnten. Der Geheimtipp stieg in rasant

kurzer Zeit zum Superseller auf. Mit

offiziellen Zahlen hält sich die Company

zurück, doch die Chancen stehen gut,

dass das 4PR das meistverkaufte, ernsthafte

Lautsprecherkabel der Welt ist.

Der Name verrät den Aufbau: vier Einzelleiter

in braun, plus vier Leiter in Schwarz

sind miteinander verflochten, getrennt

durch Hüllen aus Polyethylen. Wer in der

Produktkategorie weiter hinauf will, wird

von Kimber mit der dann doppelten Anzahl

an Litzen bedient (8PR), gefolgt von

einer Serie in hochreinem Kupfer und

noch höher im Katalog mit einer trennenden

Hülle aus Teflon.

Dem nächsten epochalen Schritt muss

natürlich auch gehuldigt werden: Das

DAS MUTTERTiER: Mit dem 4PR begann die

Kimber-Story – das wahrscheinlich am häufigsten

verkaufte, anspruchsvolle Lautsprecherkabel

auf dem Globus.

LUFTig: Für viele sogar zu luftig – das PBJ

brachte Kritiker auf die Barrikaden und Fans zu

Ovationen über den temporeichen, frischen

Grundcharakter des erschwinglichen Cinch-Kabels.

www.audio.de ›11 /2011

145


Report › masTERminds

das VOLLE sORTimEnT: Kimber versorgt

jede, wirklich jede Komponente mit den richtigen

Leiterbahnen. Neben Stromkabeln bietet die

Company mittlerweile auch Tonarmkabel an.

das maximum: Im Select KS-3038 hat die

Company aus Ogdon, Utah, ihr Know-kow geballt.

Ein Lautsprecherkabel für grob gerechnet 2500

Euro pro Meter.

146 www.audio.de ›11 /2011

Cinch-Kabel PBJ gilt noch heute als ultimativer

Kauftipp. AUDIO hat alle Vorzüge

des PBJ in einem Test zusammengefasst

mit den Worten: „Audiophiler Genuss

ohne Preisexzesse“. Das PBJ ist

extrem untypisch im Aufbau – die Augen

staunen, die Ohren noch mehr. Man

sieht drei relativ dünne Adern in rot, blau

und schwarz, sehr luftig verwoben,

noch luftiger beim Übergang in den

Cinchstecker. Was hat den Meister zu

diesem Fast-Nichts bewogen? Gleich

vorweg: Nichts, aber auch gar nichts hat

Ray Kimber hier dem Zufall überlassen.

Es gibt die geheimen „inneren“ Werte.

Beispielsweise die hauseigene, patentierte

„VariStrand“-Technologie – der

Leiter selbst besteht aus sechs unterschiedlich

dicken Kupfersträngen, die

mögliche Einstreuungen durch ihre unterschiedlichen

Angriffsflächen

gegenseitig

aufheben. Nicht

zuletzt ist das Kupfer

hochrein – bei mythischen

99,99999 Prozent.

Wie jedes Kimber

Kable wird auch

das PJB auf jeden erdenklichen

Feinwert

gemessen – DC-Widerstand,

Serieninduktivität,

Serienkapazität,

Parallelkapazität, Parallelinduktivität,

Reaktanz

und Bandbreite.

Ein Kimber Kable ist

die gelebte Abwesenheit

des Zufälligen –

bei trotzdem maximaler

Vielfalt. Nur bei der Namensgebung

erlaubt sich Ray Kimber mitunter einen

Anflug von Humor. Das PBJ soll wie

„Peanut Butter and Jelly“ die High-End-

Fans erfreuen – „just eat it, its good for

you“.

Wie versteht sich die Company heute?

Damals in den Anfängen galt Kimber als

Heilsbote gerade unter Studenten. Mit

wenig Geld war ein enormer Klanggewinn

zu zaubern. Ein 4PR wurde von der

Rolle gezogen, die Enden verdrillt und

hart aber herzlich an Lautsprecher wie

Amp geschraubt – fertig. Das klingt fast

nach Anarchie, wo heute „Konfektionierung“

als Maß und Geschäftsmodell aller

audiophilen Dinge gilt. Kimber ist mit

den preisgünstigen Kabeln groß geworden.

Sicherlich sprudeln auch heute hier

noch die größten Summen in die Firmenkasse.

Doch mit der Company ist

auch die Zielgruppe älter geworden, reifer,

anspruchsvoller. Das Portfolio ist gewaltig

und reicht aktuell von der richtigen

Stromzufuhr bis zum filigranen Kabel

für den Tonarm.

Kimber würde die alten, mitgewachsenen

Fans ausgrenzen, hätte man nicht

auch eine Edel-Serie im Portfolio. „Select“

heißt sie bei Kimber. Es ist nicht

die Revolution, sondern die maximale

Verfeinerung der Ur-Idee. Die über nunmehr

30 Jahre anhält und natürlich auch

klaren Steigerungsformen in der Preisgestaltung

brachte. Die Liste der Lautsprecherkabel

beispielsweise führt das

Select KS-3038 an – für sagenhafte

15.000 Euro bei drei Stereometern. AU-

DIO hatte die Leiterbahnen vor einigen

Jahren im Hörraum zu Gast – und zu den

maximalen Worten des Lobes und Erstaunens

gegriffen. Die höchste Punktezahl

wurde vergeben, ebenso der Rang

der Referenz. Kimber bietet hier reinstes

Silber als Leiter auf, V-Teflon als Dielektrikum,

einen dämpfenden Kompositwerkstoff

und Endhülsen aus massivem

Aluminium. In der groben Umrechnung

für 2500 Euro pro Meter. Die typische

Kimber-Flechtkunst ist in der Select-Serie

noch immer zu sehen, sie schimmert

unter einem halbtransparenten Kunststoffgarn

hervor. Geliefert wird die Serie

nebenbei in einem luftdichten, passgenauen

Pelican Case – dem Fetisch aller

Kofferfans. Das sind absolut wasserdichte,

bruchsichere Hartschalen, inklusive

Ventil zum Druckausgleich. Die

NASA vertraut darauf. Aber auch die beruflichen

wie privaten Besitzer von Feuerwaffen.

Wer ein Pelican Case sieht,

weiß sofort: Sicher steckt im Inneren ein

hochbrisanter, extrem wertvoller Inhalt,

vielleicht auch ein gefährlicher.

Statt Fazit lieber ein Vergleich: Das Muttertier

allen Kimber-Erfolgs, das Lautsprecherkabel

4PR ist nach wie vor für

bescheidene 13 Euro den Meter zu haben

- von der Rolle. Zum Select KS-3038

ein gewaltiger Spagat, der aktuell ohne

Konkurrenz im ganzen High-End-Universum

ist.


Report › MAsterMinDs

IntervIew

„Aufgezeichnete Musik ist wie in

Büchsen konserviertes sushi“

ray Kimber über die wichtigsten Produkte seiner

Firmengeschichte, steigende Preise und tote Fische.

AuDio: Sie haben Ihre Firma 1979 gegründet.

Heute wissen alle von dem Erfolg.

Ganz ehrlich – konnten Sie ihn damals

ahnen?

kimber: Ich hatte angenommen, dass

es sinnvoll wäre, in einen Nischen-Markt

zu gehen – aber ich hatte mir damals nie

vorgestellt, dass meine Produkte so

nachhaltig geschätzt würden.

AuDio: Henry Ford sagte einmal:

„Wenn es scheint, dass alles gegen dich

ist – dann erinnere dich daran, dass ein

Flugzeug nur dadurch abhebt, weil der

Wind aus der Gegenrichtung strömt.“

Haben Sie sich jemals ähnlich gefühlt,

damals, heute?

kimber: Sagen wir es so – mit genug

Vertrauen und Finesse kann das Flugzeug

auch in eine andere als nur die optimale

Richtung abheben. Vor kurzem

habe ich einen Kalenderspruch entdeckt.

Von Sarah Palin, einer unterhaltsamen

Dame, die ich jedoch nicht zur Präsidentin

wählen würde. Wenn ich mich recht

erinnere, sagte sie: Tote Fische schwimmen

mit dem Strom.

AuDio: Wo wir bei großen Zitaten sind

- kennen Sie den Autor dieser Worte:

„Notwendigkeit ist die Mutter der Erfindung.“

Meinen Sie, der Autor glaubt

nach wie vor an die tiefere Bedeutung

dieses Satzes? (Hintergrund: Das Zitat

stammt von Ray Kimber selbst).

kimber: Ich weiß nicht, ob dieser Satz

einem Autor jemals mit Sicherheit zugeschrieben

werden kann. Vielmehr bin

ich mir sicher, dass der Autor verstorben

ist. Oder?

AuDio: Was war das wichtigste Produkt

Ihrer Company in der Vergangenheit?

kimber: Sicherlich das 4PR und das

8PR – das war der grundlegende Startblock.

Beide sind nach wie vor im Programm

– mit verbesserten Materialien.

AuDio: Welches wird das wichtigste

Produkt in der Zukunft Ihrer Firma sein?

kimber: Eigentlich unmöglich zu beantworten.

Ich bitte um Nachsicht.

AuDio: Dann fragen wir anders: Gibt es

eine Grenze bei der Entwicklung neuer

Kabel? Liegt diese Grenze in der Physik

- oder eher in der Psychologie?

kimber: Ich glaube, dass es die Grenze,

die Sie ansprechen tatsächlich gibt. Sie

liegt aber nach meiner Ansicht in einem

wirtschaftlichen Bereich – bei den sinkenden

Erträgen für einige Produkte.

AuDio: Ist besserer Klang bei Kabeln

immer auch an steigende Preisen geknüpft?

kimber: Die traurige Wahrheit ist, dass

bessere Leiter und bessere Isolierungen

einfach teurer sind. Die Antwort lautet

somit: ja.

AuDio: Was ist wichtiger: Das perfekt

Lautsprecherkabel oder das höherwertige

Stromkabel?

kimber: Ich würde mit dem Lautsprecherkabel

beginnen. Ein Lautsprecherkabel

mit hoher Serieninduktion verwässert

Ihnen die meisten, wenn nicht sogar

alle Qualitäten in der Kette. Aber

wenn Sie hier ein grundlegend gutes

Lautsprecherkabel von uns nutzen, können

Sie auch damit beginnen, weitere

Systemverbesserungen anzugehen –

und werden dann auch gute Stromkabel

zu schätzen wissen.

AuDio: Was ist die perfekte Quelle für

Sie persönlich? Die Schallplatte, die CD,

ein HighBit-Stream?

kimber: Ich prägte die Phrase „aufgezeichnete

Musik ist wie in Büchsen konserviertes

Sushi.“ Das soll aussagen,

dass es einen ungeheuren Unterschied

gibt zwischen feinem weißen Thunfisch

und dem Futter für Haustiere. Ich schätze

sehr stark die DSD-Technik und nutze

hier gern die doppelte Datenrate. Ich genieße

aber auch glücklich und zufrieden

die meiste Musik in unterschiedlichen

Formaten.

AuDio: „Kimber“ ist nebenbei auch der

Name eines Stammes der Völkerwanderung

– aus der Grenzregion des heutigen

Dänemark. Gibt es hier eine persönliche

Familiengeschichte? Ist Kimber Kable

vielleicht sogar eine Firma mit nord-europäischen

Wurzeln?

kimber: Oh, da habe ich heute etwas

Neues gelernt. Meine Urahnen kommen

eigentlich aus England. Doch wenn jetzt

die Aussicht besteht, dass sich dazu

noch DNA aus dem nördlichen Europa

gemischt hat – dann verstehe ich, warum

ich Kälte so gut ertragen kann.

www.audio.de ›11 /2011

147


HiFi-Service › RAUMAKUSTIK

AKUSTIK ASSISTENT

Nicht jede Box klingt in jedem Raum

gleich gut. Um Sie vor Fehlkäufen zu bewahren,

gibt AUDIO bei jedem getesteten

Lautsprecher an, für welche Umgebung

er sich voraussichtlich gut eignet.

Sie müssen dafür Ihren Raum und Ihre

Hörsituation nach drei Kriterien beurteilen:

Raum größe, Raumakustik und

Boxenauf stellung bzw. Wandabstand. Anschließend

suchen Sie in der Bestenliste

nach Boxen, bei denen alle drei Merkmale

Ihrer Hörsituation – z.B. Klein, Hallig,

Wandnah – mit einer grünen Empfehlung

markiert sind. Voila, der Lautsprecher

wird aller Voraussicht nach passen! Die

AUDIO-Empfehlungen sind allerdings nur

als grobe Hinweise zu sehen, in Einzelfällen

kann es trotzdem nicht funktionieren.

Deshalb: Probe- und Vergleichshören ist

in jedem Fall ein guter Rat!

K

T

D

M

A

W

G

H

F

RauMgRÖsse

K

KLEINER RAUM

(UM 15 m 2 )

Der Hörabstand liegt um oder unter

zwei Meter – die Box muss auch im

Nahfeld homogen spielen und darf

nicht dröhnen. Die Anforderungen an

Pegel und Bündelung sind geringer.

M

MITTELGROSSER RAUM

(UM 24 m 2 )

Abstände von zwei und drei Metern

zwischen Box und Hörer sind typisch,

ansonsten ist diese Raumgröße ideal

– sofern der Lautsprecher etwas

Pegel und Bassdruck produziert.

G

GROSSER RAUM

(UM 45 m 2 )

Bei Hörabständen von vier Metern

oder mehr sind nicht nur die Anforderungen

an Schalldruck und Bass deutlich

höher, auch muss der Lautsprecher

noch fokussieren können.

RauMakustik

T

TROCKENER RAUM

Polster, Teppiche und Vorhänge

dämpfen und drücken die Nachhallzeit

im Mittelton unter 0,4 Sekunden,

oft sind die Höhen stärker bedämpft.

Der Lautsprecher darf weder dunkeldumpf

noch zu direkt klingen.

A

AUSGEWOGENER RAUM

Absorbierende Flächen wie Teppich,

Polster etc. und reflektierende Wände

halten einander die Waage.Die

Nachhallzeit beträgt 0,4-0,6 Sekunden,

der Raumhall ist zudem über die

Frequenzen ähnlich verteilt.

H

HALLIGER RAUM

Parkett, Glas, Beton und hartes Holz

überwiegen – die Akustik wird als

hallig empfunden, die Nachhallzeit

übersteigt 0,6 Sekunden. Die Box

muss den Schall bündeln, um nicht

diffus oder scheppernd zu klingen.

aufstellung

D

DIREKT AN DER WAND

Zwischen dem Lautsprecher und der

Wand dahinter liegen weniger als 30

Zentimeter. Dies verstärkt den Bass

und macht den Grundton träge – eine

sehr schlanke Abstimmung oder eine

Ortsentzerrung sind notwendig.

W

WANDNAH

Der Wandabstand beträgt zwischen

30 und 90 Zentimeter. Der Bass wird

hörbar fetter und neigt je nach Raumgröße

zum Dröhnen. Boxen mit

schlank abgestimmtem oder sehr trockenem

Bass harmonieren hiermit.

F

FREISTEHEND

Lautsprecher und hintere Wand sind

mehr als einen Meter voneinander

entfernt. Die Box muss auf Bassverstärkung

verzichten, ein satter,

druckvoller oder sogar etwas fetterer

Bass sind von Vorteil.

148 www.audio.de ›11 /2011


Service › Bestenliste

die Bestenliste

bietet eine Übersicht über 1000 Geräte für HiFi, High End, Netzwerk und Surround, die die Redaktion

getestet hat. Doch sie hilft auch bei der richtigen Kombination der einzelnen Komponenten.

Die AUDIO-Bestenliste kann auf über 20

Jahre Kontinuität zurückblicken und ist eine

zuverlässige Orientierungshilfe für Ihren

Kauf. Sie basiert auf gründlichen Hörvergleichen

der Kandida ten mit konkurrierenden

Produkten.

• Arbeitsreferenzen sind fett gedruckt

• neu getestete Geräte orange

Trotzdem empfiehlt die Redaktion, Hifi-Ketten

nicht wahllos „nach Punkten“ zusammenzustellen.

Verstärker müssen etwa mit dem

Lautsprecher harmonieren und Boxen wiederum

mit dem Hörraum und der Aufstellung.

AUDIO bietet deshalb den einmaligen

Service der AUDIO-Kennzahl (AK) und des

AUDIO-Akustik-Assistenten.

inhalt

lautsPRecHeR

1. Standboxen Seite 149

2. Kompaktboxen Seite 150

3. Sub-/Sat-Boxensets Seite 151

4. Surround-Sets+Stereo-Frontboxen Seite 151

5. Subwoofer Aktiv Heft 10/11

6. PC-Boxen / Nahfeldmonitore Seite 152

VeRstäRKeR

1. Vollverstärker Seite 152

2. Vorverstärker Seite 154

3. Endstufen Seite 154

4. Phono-Vorverstärker Seite 155

5. Kopfhörer-Verstärker Heft 10/11

6. AV-Receiver Seite 155

7. AV-Vorstufen Heft 1/11

8. Mehrkanal-Endstufen Heft 5/11

analog-Quellen

1. Plattenspieler ohne System Heft 10/11

2. Plattenspieler mit System Heft 10/11

3. Tonabnehmer Heft 7/11

digital-Quellen

1. CD-/SACD-Player Heft 10/11

2. Musik-Server Heft 10/11

3. Netzwerk-Player Seite 155

4. D/A Wandler Seite 156

5. Digital Porties Heft 1/11

6. Blu-Ray-Player Heft 10/11

KoPfHöReR

1. HiFi-Kopfhörer Seite 156

2. Noise-Cancelling-Kopfhörer Heft 10/11

3. Mobile Kopfhörer Heft 10/11

4. Headsets/Mobilhörer mit Mikro Heft 10/11

KomPlett-anlagen

1. Stereo-Komplettsysteme Seite 156

2. Heimkino-Komplettsysteme Seite 156

3. Komplettsysteme ohne Boxen Heft 10/11

4. AV-Komplettsysteme ohne Boxen Heft 10/11

5. One-Box-Systeme (Stereo) Heft 10/11

6. One-Box-Systeme (Surround) Heft 10/11

Lautsprecher

1. standboxen

AUDIO bewertet Lautsprecher unabhängig vom Preis durch intensive Klangvergleiche

(Qualitätsklassen und Punkteschlüssel siehe Anfang der Bestenliste). Mit anderen

Sparten (etwa CD-Player) sind die Qualitätsklassen nicht vergleichbar. Einen Hinweis auf

passende Verstärker gibt Ihnen die einmalige AUDIO-Kennzahl (AK). Diese sollte beim

Lautsprecher kleiner oder gleich der AK des Verstärkers sein – dann ist optimale Dynamik

garantiert. Boxen für Surround finden Sie in zwei weiteren Rubriken. Ein „a“ anstelle der

AUDIO-Kennzahl steht für Aktivbox, „ta“ für teilaktiv.

RefeRenz-Klasse

aB 101 PunKte

Ohne Rücksicht auf Preis und Größe perfektionierte Lautsprecher, bis ins Detail optimiert

und meist von Hand produziert – die Formel 1 der Schallwandler.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

JBL Everest DD 66000 G A H W F 35 4/07 49 800 108

Backes&Müller BM35 M G T A H D W F a 2/07 56 000 107

KEF Blade K T A D W 63 11/11 25000 105

Canton Reference 1.2 DC G T A F 53 8/09 20 000 104

B&W 800 Diamond M G T A F 58 7/10 22 000 104

Revel Ultima Salon2 K M G T A W F 71 12/07 24 800 104

T+A Solitaire CWT 500 G T A H W F 66 9/11 14 000 103

Canton Reference 2.2 DC M G T A W F 53 8/09 15 000 103

Klipsch Palladium P-39 F G T A H F 43 1/08 16 000 103

Martin Logan Summit X (ta) G T A H F 58 7/09 16 800 103

Revel Ultima Studio 2 K M G T A D W F 61 12/08 16 900 103

KEF Reference 207/2 M G T A H W F 52 9/07 18 000 103

Martin Logan CLX G T A H F 71 3/09 28 000 103

Wilson Watt /Puppy 7+Watch Dog 48 5/05 40 400 103

Thiel CS 3.7 M G T A F 61 11/08 13 800 102

Eternal Arts Dipol K M G T A W F 82 2/11 15000 102

Backes&Müller BM15 M G A H D W F a 10/09 20 000 102

Sonus Faber Stradivari Hom. 56 10/05 31000 102

Burmester B 100 51 4/06 44 900 102

Quadral Titan 8 M G T A F 56 11/11 11 000 101

Backes&Müller BM Prime 14 M G T A H D W F a 8/10 15 000 101

B&W 801 D 53 5/05 16 000 101

Isophon Cassiano II D K M T A W F 69 12/08 17 800 101

Focal Scala Utopia M G T A F 57 12/08 19 900 101

Apogee Scintilla Mk 4 K M G T A W F 89 2/11 20000 101

B&W 800 D 61 5/05 20 000 101

ProAc Response D 100 M G T A F 50 8/07 24 900 101

Wilson Audio Watt/Puppy 7 48 3/03 29 500 101

Isophon Arabba M T A F 69 10/06 32 900 101

HigH-end-Klasse

91-100 PunKte

Lautsprecher nach dem Stand der Technik mit Klang- und Gehäuse-Qualität auf extrem

hohem Niveau. Oft garantiert Serienproduktion ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Martin Logan Ethos K M G T A W F 60 2/11 8300 100

Martin Logan Spire (ta) G A H F 65 10/08 9800 100

Elac FS 609 X-Pi CE M G A H F 60 11/08 16 000 100

Sonics Passion K M T A F 57 6/06 24 000 100

Revel Perf. F-52 K M G T A W F 65 7/06 7800 99

ME Geithain ME 160 G T A H F 48 3/10 7800 99

Jamo R 907 M G T A H F 68 3/09 8000 99

KEF Reference 205/2 M G T A H W F 58 1/08 8800 99

Blumenhofer Genuin FS 3 G T A H D W 53 3/10 8900 99

B&W 803 Diamond M G T A W F 55 10/10 9000 99

Burmester B30 M G A W F 63 3/10 9000 99

Dynaudio Sapphire K M G T A W F 60 1/08 12 000 99

B&W Nautilus 802 D 60 1/05 12 000 99

Naim Ovator S600 M T A F 63 5/10 7800 98

Piega Coax 30 K M T A F 6/11 8000 98

Klipsch Palladium P-37 F M G T A H F 53 10/08 8000 98

Sonus Faber Cremona M M G T A F 58 12/10 8400 98

Neat Ultimatum XL 6 M T A F 70 9/11 9 980 98

T + A TCI 1 RE 56 11/02 12 800 98

Dynaudio Confidence C4 58 4/02 13 500 98

Voxativ Ampeggio G A F 34 5/10 16 900 98

Linn Artikulat 350 A (aktiv) a 9/05 31 900 98

Dynaudio Focus 380 M G T A F 60 08/11 6200 97

Focal Electra 1028 Be M T A F 55 11//09 6200 97

Sonics Allegra II K M G T A W F 57 9/08 6200 97

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

B&W N 803 D 58 3/06 8000 97

JBL Array 1000 M G T A H F 58 11/06 6800 97

Audiodata Avancé 66 9/04 9000 97

PMC EB-1 M G T A F 66 2/08 10 600 97

Avantgarde Uno Nano (ta) G A H W F 13 11/06 11 000 97

Adam Tensor Gamma (ta) K M T A D W F 64 2/08 11 600 97

Avalon Ascendant 61 7/04 12 750 97

Naim Ovator S-400 K M T A W F 65 9/11 4200 96

ME Geithain ME150 K M G T A W F 59 9/07 4900 96

Adam Audio Column Mk 3 M G T A W F 60 9/09 5400 96

KSD 2030 M G T A D W F a 3/11 5500 96

Focal Electra 1027 Be 64 12/05 5500 96

Monitor Audio PL 200 K M G T A F 58 9/09 5900 96

Backes+Müller BM 2s K M T A D W F a 1/08 7800 96

Focal Electra 1037 Be M T A F 56 4/07 8000 96

Isophon Europa 2 70 1/03 8000 96

JBL K2 S5800 G T A H F 43 10/03 20 000 96

Klipsch RF-7 II G A H W F 40 11/10 3800 95

Nubert NuVero 14 G T A W F 64 1/09 3900 95

Heco Statement M G T A F 59 1/09 4000 95

Quadral Montan VIII MGTAF 64 12/09 4600 95

PMC Fact 8 K M T A D W F 61 12/10 5500 95

Zu Audio Essence G T A H W F 45 5/10 5700 95

Thiel CS 2.4 K M T A W F 63 7/04 5900 95

Lua Con Espressione 43 10/03 5900 95

Canton Reference 5.2 M G T A F 55 9/08 6000 95

Dynaudio Contour S 5.4 64 8/03 7000 95

Elac FS 608-4π 61 7/04 7000 95

Linn Akurate 242 69 7/04 8200 95

Quad ESL 2905 G T A H F 80 4/07 9500 95

Vivid Audio B1 68 6/05 11 000 95

KSD 2020 M T A H W F a 9/11 4200 94

Thiel SCS 4T K M T A H D W 59 6/11 4000 94

Sonus Faber Liuto M G T A W F 63 6/09 4000 94

BC Acoustique Act A3 M G T A H F 69 6/07 4000 94

Elac FS 249 K M G T A F 58 11/07 4000 94

T + A Criterion TS 200 M G T A F 65 10/07 4000 94

Revel Performa F-32 73 6/04 4800 94

Quadral Montan VII M G T A W F 52 10/07 5000 94

Pioneer TAD S3 EX M G T A H F 59 9/07 5000 94

GamuT Phi 7 K M T A W F 65 4/09 5300 94

Dali Helicon 400 Mk 2 M T A W F 52 11/07 5400 94

B&W N 803 S K M T A W F 64 3/06 5500 94

PMC OB 1i M G T F 70 4/09 5800 94

Burmester B 25 M G T A H W F 66 1/08 6000 94

Klipsch Klipschorn KH 60th G A H D 19 7/06 14 000 94

KEF XQ 40 K M G T A H F 53 3/08 3000 93

ATC SCM 40 K M T A D W 75 6/10 3400 93

PSB Synchrony One K M G A W F 62 4/09 4000 93

Focal Electra 1027 S M G A F 57 7/08 4000 93

B&W 804 S 66 9/05 4000 93

T + A TCI 3R 62 9/02 4600 93

TMR Standard III C M T A F 61 10/07 6200 93

Quad ESL 2805 G T A H F 76 7/06 6900 93

Wharfedale Opus2 - 2 M G T A F 60 6/10 3000 92

Gamut Phi 5 K M T A D W 73 9/11 3200 92

Neat Momentum 4i K M T A D W F 68 4/09 3500 92

Sonus Faber Grand Piano 62 10/05 4000 92

Tannoy Glenair 10 K M G T A H W F 49 5/07 4500 92

Dynaudio Contour S 3.4 64 7/03 4500 92

Mordaunt Short Performance 6 61 8/06 5000 92

Ascendo C8 Renaiss. M G A H W F 70 9/07 5800 92

Piega P 5 LTD 67 7/04 7300 92

Canton Vento 890 DC K M G T A W F 65 2/09 2600 91

Teufel Ultima 800 K M G T A D W F 65 1/10 2800 91

Monitor Audio Gold GX 200 K M T A W F 61 4/11 2900 91

T+A Criterion TS 300 M G T A F 65 3/09 3000 91

JBL LS 80 G A H F 56 9/08 3200 91

Piega P 5 MK2 67 2/05 3900 91

Elac FS 210 A K M T A W F 61 12/06 4000 91

Pioneer TAD S-1 EX 64 12/05 7600 91

Wilson Audio MAXX 2 59 1/07 56 000 91

sPitzenKlasse

76-90 PunKte

Lautsprecher für ambitionierte Musik-Genießer. Die Klangqualität lässt in üblichen Wohnräumen

kaum Wünsche offen, die Verarbeitungsqualität genügt hohen Ansprüchen.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Dynaudio Excite X36 K M G T A F 58 4/11 2600 90

Nubert NuVero 11 M G T A D W F 70 2/09 2700 90

ASW Genius 410 M G T A W F 54 4/11 3200 90

www.audio.de ›11 /2011

149


Service › Bestenliste

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Ikon Akustik Antaris 69 9/06 6900 90

Quadral Platinum M5 M g T A f 53 1/10 2400 90

Nubert NuVero 10 M g T A d w f 70 1/11 2450 88

Cabasse Majorca M g T A H f 48 4/11 1900 87

Canton Karat 770.2 DC K M T A w f 64 1/11 2000 87

Martin Logan Motion 12 M g T A f 62 3/11 1880 86

Quadral Platinum U9 M g T A f 52 3/07 2000 86

Canton Karat 790 DC K M g T A f 58 10/07 2000 86

Focal Chorus 836 V M g T A f 54 10/07 2000 86

Nubert nuLine 122 M g T A w f 61 5/08 2130 86

Heco Celan XT 901 M g A f 52 2/09 2200 86

Focal Profile 918 63 7/05 2800 86

Isophon Corvara 65 11/04 3000 86

KEF Q 900 M g A H f 6/11 1600 85

Elac FS 189 M g T A f 52 10/09 2000 85

Elac FS 247 K M T A w f 58 4/08 2000 85

Dynaudio Focus 220 68 9/05 2600 85

B&W 703 63 7/05 3000 85

Audiodata Jolie 66 9/06 4600 85

Audiodata Echelle 2 64 5/03 3600 85

Audio Physic Padua 66 10/03 3700 85

Sonus Faber Toy Tower K M T A w 63 3/09 1800 84

Canton Vento 880 DC K M T A f 55 6/10 2000 84

Audium Comp 5 M T A H f 71 5/10 2000 84

Jamo C-807 M g T A H f 63 11/07 2000 84

Chario Cygnus K M T A w f 70 12/10 2300 84

System Audio Mantra 60 K M T A w 66 6/10 2400 84

Magnat Quantum 907 62 3/05 2600 84

Quadral Platinum M 56 7/05 2600 84

Elac FS 209.2 60 7/05 3200 84

Dynavox Impulse V K T A d w 41 11/11 1600 83

Audio Physic Yara 2 Superior K M T A w 63 12/08 2000 83

Pioneer S-71 K M A H f 72 6/10 2000 83

T+A Criterion TS 350 M T A f 65 4/08 2000 83

Magnat Quantum 709 M g T A f 60 10/07 2000 83

B&W 704 58 10/03 2200 83

B&W XT 4 80 10/05 2500 83

Dynaudio Audience 72 SE 65 11/04 2500 83

KEF XQ30 K T A H dw 64 6/10 2600 83

PSB T6 Tower M g A f 63 9/10 1500 82

Acoustic Energy Radiance 2 K M T A H w f 60 4/10 1500 82

Revel F-12 57 11/05 1600 82

Canton Chrono SL 580 DC K M g T A w f 55 9/10 1600 82

T+A Talis 62 10/05 2000 82

Epos Epic 5 M g T A d w f 51 8/11 1100 81

Canton Chrono 508.2 K M T A w f 57 8/11 1200 81

German Maestro Linea S F-0ne K M g T A w f 60 4/10 1400 81

KEF iQ 90 M g A H f 51 5/09 1600 81

Kudos X2 K M T A w f 70 10/11 1650 81

Elac FS 208.2 51 1/04 1700 81

Quadral Aurum 770 63 1/06 1800 81

Mission 794 K T A d 69 12/08 2000 81

KEF Q 500 K M T A H w f 64 12/10 1000 80

Klipsch RF-62 II M g A H w f 49 8/11 1100 80

Dali Ikon 5 Mk 2 K M T A f 67 8/11 1100 80

Dali Lektor 8 g T A f ´57 9/09 1340 80

Quadral Platinum M4 M g T A f 57 4/10 1400 80

Heco Celan XT 701 M g A f 54 4/10 1600 80

B&W CM 7 67 6/06 1600 80

Tannoy Revolution DC6 T K M A H f 64 9/10 1200 79

System Audio Aura 30 K M T A w f 70 10/11 1250 79

Elac FS 187 K M T A w 63 9/10 1340 79

Heco Celan XT 501 M g T A w f 53 9/09 1400 79

Cabasse Java MC 40 g T A w f 58 5/09 1500 79

Canton Karat 770 DC K M T A w f 64 2/08 1600 79

Canton Ergo 902 51 1/04 1600 79

Infinity Kappa 400 63 2/02 1600 79

Epos M22i K M T A w f 65 12/08 1800 79

Triangle Antal ESW 63 1/06 1800 79

Sonus Faber Grand Piano Home 58 9/00 2600 79

Piega TP5 K M T A f 63 3/07 2770 79

Heco Celan 500 K M T A w f 55 7/07 1200 78

Klipsch RF-82 g A H w f 42 5/08 1200 78

Mordaunt Short Mezzo 6 K M g T A w f 59 9/09 1300 78

Nubert nuLine 102 K M g T A w f 64 12/07 1450 78

Quadral Platinum U7 K M T A H w f 54 12/07 1500 78

Triangle Antal 202 57 6/04 1660 78

Naim Ariva 58 3/05 2000 78

Triangle Celius ES 55 3/05 2300 78

Monitor Audio Silver RX 6 M A f 61 1/10 1030 77

Heco Metas XT 701 M g T A f 56 1/10 1100 77

Epos M 16 i K M T A d w 65 7/08 1350 77

B&W 683 M T A f 66 6/07 1400 77

ASW Cantius 604 59 1/06 1800 77

Elac FS 68.2 K M g T A w f 56 1/11 900 76

Heco Metas XT501 M g A w f 56 1/11 900 76

Jamo S 608 K M T A w f 59 1/10 1000 76

PSB Image T5 K M T A w f 62 1/10 1000 76

Focal Chorus 726 V M T A f 58 7/07 1140 76

Nubert NuWave 85 ATM 64 11/05 1140 76

Cabasse MT 4 Moorea M T A H w 52 6/06 1200 76

B&W DM 604 S3 62 12/01 1300 76

Dynaudio Audience 122 65 12/00 1300 76

Tannoy Rev. Signature DC6T K M A H w f 60 12/07 1500 76

Boston Acoustics VR 3 54 1/04 1500 76

Audio Pro Avanti A.70 K M g T A d w 64 2/08 1600 76

Quadral Aurum 70 58 1/04 1800 76

OBerklasse

61-75 Punkte

Überdurchschnittlich gute Klangqualität, dennoch erschwingliche Preise – das ist typisch

für die Boxen dieser Klasse.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Boston A 360 M T A f 69 4/11 800 75

Canton GLE 490.2 M g T A f 51 4/11 800 75

Canton GLE 490 M g T A f 52 11/08 800 75

Elac FS 68 K M T A w f 58 6/07 800 75

Klipsch RF-52 II M A H w f 47 1/11 800 75

Mordaunt Short Aviano 6 K M T A f 60 10/09 860 75

Klipsch RF-62 M A H w f 48 8/06 1000 75

Jamo D-590 53 11/05 1000 75

Infinity Classia C336 M g T A f 55 8/08 1200 75

Canton Ergo 607 52 12/05 1200 75

Epos M 15.2 K M T A d w 69 6/06 1250 75

Wharfedale Evo2 30 61 6/06 1300 75

Jamo C-605 M g T A H f 58 4/08 700 74

Canton GLE 470.2 M T A w f 52 12/10 700 74

Magnat Quantum 655 M g A f 61 12/10 700 74

Monitor Audio Bronze BX5 M T A f 61 12/10 700 74

Heco Metas 500 K M T A f 55 4/07 760 74

Elac FS 68.2 M g T A f 56 4/11 800 74

Quadral Argentum 390 M g T A f 58 1/11 900 74

Elac FS 127 K M T A w f 64 8/06 920 74

Dali Lektor 6 M g T A f 55 10/09 940 74

GamuT Dana 1650 K M T A w f 55 10/09 990 74

Canton Chrono 507DC M T A w f 52 11/07 1000 74

Teufel Ultima 5 65 5/05 1000 74

Mordaunt Short Aviano 8 M A f 66 1/10 1060 74

KEF iQ 70 K M T A H f w 58 11/08 1100 74

Teufel Ultima 7 M g T A f 69 7/08 1300 74

Spendor S5e 80 3/05 2000 74

KEF iQ 50 K M T A H d w 63 8/09 700 73

Nubert NuBox 511 K M T A f 61 12/06 760 73

Magnat Quantum 657 g T A H f 58 4/11 900 73

Focal Chorus 716 V M g T A f 57 11/08 950 73

Heco Aleva 400 K M T A f 60 11/08 1000 73

Mordaunt-Short 908i K M T A f 60 6/07 1000 73

Audio Pro Blue Dia. V2i K M T A d w f 62 7/08 1400 73

Heco Victa II 701 M g T A f 51 2/11 560 72

Canton GLE 407 K M T A w f 54 4/07 700 72

Teufel T 500 g A H f 64 12/10 700 72

Yamaha NS-525 F 58 8/06 1000 72

Infinity Beta 50 61 10/04 1000 72

Jamo S 606 M g A H f 67 8/09 600 71

Wharfedale Diamond 9.6 M T A f 60 4/08 650 71

Klipsch RF-52 M A H d w 51 4/07 800 71

Elac FS 109.2 S 53 9/03 860 71

Visonik Evolution 6 62 11/05 900 71

Teufel Ultima 40 M T f 58 2/11 400 70

Mission M 34i K M T A w f 52 1/07 550 70

JBL Studio 180 M A H w f 69 2/11 600 70

Elac FS 67 K M T A d w 60 4/08 600 70

Triangle Polaris S 55 8/03 720 70

Magnat Quantum 507 57 5/05 760 70

Cabasse MT 3 Tobago M T A f 61 4/07 800 70

Quadral Argentum 07.1 M T A f 53 1/07 500 69

Heco Victa 700 M T A f 55 1/07 500 69

Nubert nuBox 481 M T A w f 55 1/07 500 69

Wharfedale Diamond 10.5 K A f 62 2/11 600 69

Teufel M 320 F (teilaktiv) K M T A w f 68 6/08 600 69

Canton CD 100 + AS 25 (SSS) 62 6/03 1260 69

Focal Chorus 714 V K T A f 59 2/07 700 68

Tannoy Sensys S2 66 5/05 700 68

Magnat Quantum 508 56 12/06 700 68

Dali Concept 8 61 10/04 860 68

Tannoy Sensys DC 2 69 11/05 1000 68

Elac FS 108.2 57 8/03 600 67

Magnat Quantum 505 58 2/05 600 67

Tannoy Mercury F4 56 2/06 600 67

Monitor Audio Bronze B4 61 3/06 600 66

JBL Northridge E 100 59 6/04 800 66

JBL Northridge E 80 54 8/03 600 65

Magnat Monitor Supr. 1000 M g T A f 61 1/09 400 64

KEF Cresta 30 K M T A w f 63 5/08 450 64

Boston Acoustics CR 95 59 2/04 500 64

Boston Acoustics CR 105 61 8/05 500 64

Elac FS 57 55 2/05 500 64

JBL Northridge E 60 63 2/05 500 64

JBL ATX 60 54 3/03 600 64

Wharfedale Vardus VR-400 M g T A f 66 1/09 400 63

Heco Victa 500 M g T A f 54 5/08 400 63

Mission M 33 K M T A w 55 9/06 400 63

Heco Krypton 400 53 2/04 560 63

KEF Coda 90 62 8/02 600 63

Tannoy Fusion 3 62 8/05 400 62

Jamo E 800 64 1/03 460 62

Visonik Revo 4 58 2/04 600 62

Heco Victa 301 K M T A w 59 6/11 220 61

Boston A 25 K M A d w 68 6/11 260 61

Magnat Monitor 880 M g A f 59 9/06 360 61

KEF Cresta 3 61 5/06 400 61

Infinity Primus 250 57 8/05 400 61

Eltax Liberty 5+ 68 8/03 480 61

Mittel-klasse

31-60 Punkte

In diesem Segment reicht die Klangqualität von ordentlich bis dürftig. Unbedingt vorher

anhören.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Wharfedale Vardus VR-300 M T A f 67 8/08 300 60

Wharfedale Vardus VR-200 K M T A d 67 8/08 250 58

Teufel Ultima 20 K M T f 64 6/11 200 57

Reference S 200 62 12/06 130 39

Pure Acoustic Dream 77 57 12/06 470 39

Paramax LM 48 61 9/09 400 36

standardklasse

0-30 Punkte

Die Klangqualität genügt kaum rudimentärsten Anforderungen. Hier ist vor dem Kauf

Vorsicht geboten.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Dragon Audio Dream 5 67 12/06 225 30

Novex Smartline 600 54 12/06 74 29

NIC HCS 1 63 12/06 88 23

2. kompaktboxen

Die Bewertung der Kompaktboxen ist mit der von Stand boxen identisch. Prinzipiell gilt

auch für die AUdIO-Kennzahl (AK) das Gleiche. Wenn keine großen Pegel gefragt

sind, darf die AK der Kompaktbox aber um 10 bis 30 Zähler über der des Verstärkers

liegen. Im Zweifelsfall die Kombination probehören.

HigH-end-klasse

91-100 Punkte

Die Referenz--Klasse ist hier nicht besetzt, da Kompakt boxen hinsichtlich Bass und

Pegelfestigkeit weniger Punkte sammeln können. Die hier gelisteten Lautsprecher haben

das Klangniveau exzellenter Standboxen und besitzen – gemessen an ihren kompakten

Ausmaßen – überdurchschnittliche dynamische Fähigkeiten.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

ME Geithain RL 922 M g T A d w f a 3/09 10500 100

ME Geithain RL 930 g T A d w f a 3/11 7380 97

Adam Tensor Delta TA M g T A w f 56 6/09 7600 95

Adam Tensor Delta A M g T A w f a 6/09 8400 95

JBL Array 800 M g T A H f 60 2/09 4800 92

Klipsch Palladium P17B M T A H w f 59 2/09 4000 91

B&W 805 Diamond K M T A f 60 4/10 4500 91

sPitzenklasse

76-90 Punkte

Diese Boxen bieten feine Qualität in Klang und Material und sind sehr wohnraumfreundlich.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Cabasse Bora M g T A H d w f 51 12/10 2500 90

Tannoy Definition DC8 M g H A w f 56 2/09 3000 90

Pioneer/TAD S-4EX K M T A H f 70 12/10 4000 90

Linn Artikulat 320 A a 9/05 17900 90

Sonics Arkadia M g T A w f 56 5/06 2400 89

Focal Electra 1008 BE K M A w f 62 2/10 3500 89

Elac 330 CE M g T A d w 60 2/10 3300 88

Adam Compact MK3 Active K M T A d w f a 2/10 2800 87

Piega C2 ltd 69 3/03 6000 87

Canton Reference 9.2 DC K M T A w f 63 12/09 2400 86

Harbeth Compact 7/ES3 M g T A f 62 8/11 2550 86

Linn Akurate 212 69 10/03 5000 86

Kef XQ 20 M g T A H f 60 7/10 1800 85

ProAcTablette Anniversary K M T A w f 76 10/11 1950 85

Sonus Faber Liuto Monitor K M T A w 69 12/09 2100 85

Thiel SCS 4 K M g A H d w f 62 12/09 2200 85

B&W 805 S K M T A w 64 4/05 2500 85

B&W CM 5 K M T A d w 62 5/09 1200 84

Sonics Argenta K M T A w f 56 2/06 1200 84

Quadral Aurum Altan VIII M g T A f 60 7/10 1400 84

Sonics Argenta Edition K M T A w f 64 6/07 1600 84

Sonics Argenta Aktiv K M T A w f a 6/08 2600 84

Manger Zerobox 109 K M A H w f 74 9/06 4000 84

Nubert NuVero 4 K M g T A w f 66 7/09 1140 83

Elac BS 244 K M T A w f 64 5/09 1350 83

ME geithain ME 25 K M T A w f 58 8/06 1380 83

ATC SCM 11 K M T A d w f 78 5/11 1450 83

Dynaudio Focus 110 A K T A d w f a 6/09 1800 83

Dynaudio Contour S 1.4 70 12/03 2500 83

Sonus Faber Auditor M K M T A f 67 1/08 3800 83

Abacus A-Box 10 K T A d w a 3/11 1190 82

T+A Criterion TR 400 K M T A w f 71 6/07 1500 82

Audiodata Petite K M T A w f 77 9/03 2700 82

Burmester 022 62 12/03 3000 82

Canton Vento 820 K M T A w 57 7/09 1100 81

KS Digital Coax C5 K M T A H d w f a 10/10 1190 81

PMC DB 1 I K T A w f 72 5/11 1500 81

Yamaha Soavo 2 K M T A w f 61 11/07 1500 81

Triangle Solis 56 8/04 2500 81

150

www.audio.de ›11 /2011


Service › Bestenliste

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Klipsch RB-81 II G A H f 52 5/11 800 80

Linn Majik 109 K M T A d w 62 6/09 1200 80

dynaudio focus 110 K T A w f 75 3/06 1200 80

Roksan Kandy K2 TR-5 K M A f 70 7/09 1200 80

Canton Chrono SL520 + WA100 K M d A d w f a 4/10 1240 80

Cabasse Minorca K M T A H d w 57 4/09 800 79

Quad 12 L Studio Active K M T A d w a 6/08 1200 79

Piega C2 62 3/03 2000 79

Dali Helicon 64 4/05 2700 79

KEF Q 300 K M T A H w f 63 5/11 600 78

Heco Celan XT 301 K M G T A w f 58 4/09 800 78

German Maestro Linea S B-ONE K M A w f 65 7/10 800 78

PSB Imagine Mini K T A d w 71 10/11 800 78

ATC SCM 7 K T A d w 79 10/11 850 78

Dali Ikon 2 MK II M T d w 65 7/10 860 78

Nubert NuPro A20 K M T A d w f a 3/11 530 77

Elipson Planet L 73 10/11 770 77

Elac BS 184 M G T A d w 64 7/10 800 77

focal Chorus 807 V M T A f 59 10/06 800 77

Triangle Comete Es 58 3/06 800 77

Revel Concerta M-12 K M T A f 68 3/06 900 77

Tannoy Autograph Mini K T A d 71 8/06 1980 77

Klipsch RB-81 M G H A w f 46 2/07 800 76

Canton Ergo 620 K M T A w f 55 4/09 900 76

Expolinear T 120 LIM 72 4/01 1800 76

OBerklasse

61-75 Punkte

Feine Lautsprecher fürs Regal oder für Lautsprecher- Ständer – mit einer Klangqualität für

gehobene Ansprüche.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Genelec 6020 A K T A d w a 7/07 820 75

dynaudio MC 15 K T A d w f a 7/07 1000 75

B&W 705 57 12/03 1400 75

Tannoy Reveal 601 A K M T A w f a 10/10 540 74

Nubert NuLine 32 KM T A w f 64 3/10 570 74

Canton Chrono SL 520 K T A d w 63 3/10 640 74

Adam A5 K T A d w f a 9/08 670 74

Belves Aesthet 1 K M G T A w f 66 9/08 800 74

Magnat Quantum 703 K T A w f 61 2/07 800 74

MB Quart Alexxa B-1 K M T A w f 67 2/07 800 74

Spendor S 3/5 K T A w f 84 8/06 1090 74

Quadral Aurum 30 66 8/04 1400 74

Elac AM 150 K T A d w f a 8/10 500 73

Quadral Platinum M 2 K M T A w 63 3/10 600 73

Tannoy Reveal6D K M T A d w f a 7/07 650 73

JBL LSR 2325P K T A H d w f a 8/10 520 72

Dynaudio DM 2/7 65 1/10 650 72

Monitor Audio Silver RX 2 M A w f 56 3/10 670 72

Expolinear T 100 L 61 8/04 1600 72

Genelec 6010 A a 11/09 480 71

Canton Chrono 502 K M T A w f 59 8/07 580 71

Elac BS 203.2 62 12/03 800 71

Tannoy Eyris DC 1 72 8/04 900 71

Quadral Platinum 620 51 2/03 1000 71

KEF iQ-30 K M T A H w f 58 7/09 500 70

Nubert NuWave 35 K M T A w f 65 5/07 530 70

Fostex PM 1 Mk 2 M T A f a 10/10 570 70

B&W 685 K M T A f 62 8/07 600 70

Tannoy Sensys DC1 69 10/04 700 70

Heco Metas 300 K M T A w f 60 5/07 500 69

Klipsch RB-61 M G A H f 54 8/07 600 69

Mission Esprit E 52 K T A d w 64 2/08 650 69

Mordaunt-Short Mezzo 2 K M T A f 64 2/08 700 69

B&W CM 1 K T A d w 83 4/06 800 69

Canton GLE 430 K M T A d w 59 10/08 400 68

Elac BS 63 K M G T A d w 66 10/08 450 68

Focal Chorus 706V K M T A w f 62 5/07 470 68

Wharfedale Evo2-10 K M T A f 60 5/07 600 68

Dali Ikon 2 M T A d w 59 2/07 800 68

Nubert NuBox 381 M G T A w f 56 10/08 380 67

PSB Image B5 K T A d w 64 2/10 400 67

Mordaunt Short Aviano2 K M A f 67 2/10 460 67

Monitor Audio Bronze BX 2 M A f 62 11/10 350 66

KEF iQ 3 K M T A H w f 60 5/06 400 66

Magnat Interior Power a 11/09 400 66

Jamo C 603 K M T A H w 67 3/08 440 66

B&W 686 K T A d w f 77 1/08 460 66

Heco Aleva 200 K T M A w f 66 1/08 600 66

Elac BS 123 K T A d w 68 8/07 600 66

Quad 11L2 K M T A w 64 5/07 600 66

Magnat AR 10 61 6/04 600 66

Dali Zensor 1 K M T A d w f 67 10/11 260 65

Mordaunt Short Aviano1 K M T A w f 71 11/10 300 65

Magnat Quantum 553 M T A d w 59 2/10 300 65

Canton GLE 420-2 K T A w f 64 11/10 360 65

Quadral Rhodium 20 K T A w 70 10/08 400 65

Magnat Quantum 603 K M T A w 63 3/08 400 65

Canton GLE 420 K M T A w f 61 3/09 340 64

Jamo S 404 K M T A d w 77 11/10 300 63

PSB Image B4 K T A d 68 11/10 300 63

PSB Alpha B1 K M T A w 57 3/09 300 63

JBL ES 30 M G T A f 65 3/08 400 63

Cabasse MT 3 Antigua 54 4/06 460 63

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Canton Ergo 202 54 5/04 500 63

Sonus Faber Concertino Home 63 3/02 1000 63

Tannoy F1 Custom K M A d w 60 3/09 240 62

Mordaunt Short 902i K M T A d w 71 3/07 250 62

Nubert nuBox 311 K M T A d w 63 3/07 280 62

Quadral Argentum 03 60 9/05 320 62

Dali Lektor 1 K M T A w 73 3/09 340 62

Infinity Beta 20 64 5/04 400 62

Visonik Evolution 3 66 12/03 450 62

Quadral Platinum 220 54 7/03 500 62

JBL Studio L 830 68 4/06 500 62

Magnat Monitor Supr. 200 K M T A w 65 1/09 180 61

Dali Concept 2 65 1/04 300 61

Magnat Quantum 503 56 9/05 320 61

Boston Acoustics CR 85 58 5/04 400 61

Tannoy Sensys 1 59 9/05 400 61

Triangle Stella ES 59 4/06 500 61

Monitor Silver RS 1 61 4/06 500 61

Triangle Titus 202 EX 56 5/04 540 61

Epos M 5 63 4/06 600 61

Mittel-klasse

31-60 Punkte

Solide und seriös gefertigte Kompaktboxen mit zufrieden stellendem Klang – wuchtige

Bässe sind nicht ihr Metier.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Heco Victa 300 K M T A w f 59 3/07 200 60

KEF Cresta 10 63 1/06 260 60

Mission M 32i K M T A w 58 11/06 300 60

MonitorAudio Bronze BR2 K M T A f 60 11/06 300 60

Triangle Sathis 108 59 7/03 400 60

Jungson BD 2 Mk 2 K M A f 67 9/08 500 60

Wharfedale Vardus 100 63 1/09 200 59

KEF Cresta 2 K T A d w 62 5/06 300 59

Epos ELS 3 62 9/05 350 59

JBL Northridge E 50 61 6/04 500 59

KEF Cresta 1 K T A d 66 5/06 200 58

Mission M 31i 65 3/07 230 58

Dali Concept 1 K T A d w 64 8/04 240 58

Infinity Primus 150 64 1/05 250 58

Focal Chorus 705 V K T A d w 67 11/06 350 58

JBL Northridge E 30 63 7/03 300 58

Wharfedale Crystal 2-10 K T A d w 66 6/08 150 57

Wharfedale Diamond 9.1 64 1/06 200 57

Tannoy Fusion 1 63 6/05 200 56

Heco Victa 200 K T A d w 70 6/08 150 55

Sonos SP-100 66 6/08 180 54

Boston CR 65 61 7/03 300 54

Mission M 50 66 7/03 460 54

Yamaha NS M 515 56 7/03 400 53

JBL Balboa 10 69 7/06 200 50

JBL Control 1G Universe 59 1/00 200 49

Tawo 203 65 4/05 107 45

Centrum Gali 200 82 7/06 100 44

3. Sub-/Sat-boxenSetS

Die Bewertung von Boxensets mit Satelliten und Subwoofer ist mit den Noten für

Stereo-Boxen nicht direkt vergleichbar. Die Bewertung erfolgt sowohl in Stereo wie

auch in Surround mit dem Subwoofer und einer optimal eingepegelten Weiche in einem

hochwertigen AV- Receiver. Alle Sets in dieser Liste sind ausdrücklich nicht zum Betrieb

mit Stereo-Verstärkern oder AV-Anlagen ohne Bass management empfohlen. Die AUDIO-

Kennzahl spielt bei dieser Betriebsart kaum eine Rolle. Die Einstufung der Sets erfolgt mit

einer Mittelnote aus Surround und Stereo.

HigH-end-klasse

91-100 Punkte

Besser als Kino: Diese Lautsprecher toppen in Verfärbungs-armut und Verzerrungsfreiheit

die meisten Kinos, bei optimaler Einstellung können sie musikalisch überzeugen.

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St

Teufel System 10 THX Ultra 2 57 11/11 8000 99 106/92

Teufel Theater 10 THX Ultra 62 10/04 9100 99 104/94

Martin Logan iCinema System 71 4/04 14000 93 93/93

Teufel System 9 THX Ultra 2 56 4/08 4000 92 96/87

Teufel Theater 8 (THX Ultra 2) 51 10/02 2495 91 95/86

sPitzenklasse

76-90 Punkte

Neben hoher Klangqualität meistern Boxen in dieser Klasse große Dynamik. Die Satelliten

sind angesichts der großen Reserven meist kompakt oder für Wandmontage geeignet.

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St

Infinity Cascade Model 9/12/3 73 6/06 4300 83 81/85

Teufel Theater LT 7 53 9/06 4800 83 85/81

Audio Pro Avanti A.70/A.20/A.10/A 60 2/08 4100 80 81/78

System Audio SA 1750/705/720 57 2/08 4300 79 83/74

T+A TAL X3/TAL XM/TAL XC 67 3/03 3250 78 80/76

Piega AP 3, AS 3, P Sub 4 63 8/05 4450 76 76/76

OBerklasse

61-75 Punkte

Lautsprecher, bei denen nur noch sehr geübte Hörer klangliche Kompromisse feststellen.

Die Maximal- Lautstärke reicht auf jeden Fall für Wohnzimmer- Verhältnisse aus, trotz der

oft kompakten Boxen

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St

Focal Dôme 76 2/09 1850 74 72/75

Teufel System 5 52 6/03 1200 73 73/73

Focal Cinemapro 64 4/05 1625 73 73/73

Canton CD 30 /CD 360 F ASD 250 58 6/04 3860 73 74/72

Teufel Theater LT 2 67 12/07 800 72 71/72

Cabasse Eole 2 57 2/09 1300 72 74/69

Tannoy Revolution DC4/DC4LCR/S1001 68 8/08 1300 72 69/75

Teufel Columa 900 59 5/09 1500 72 74/69

Tannoy Arena Highline 300 73 2/07 2300 72 71/73

KEF KHT 3005 71 1/07 1500 71 72/70

B&W MT-20 72 2/07 1800 71 70/72

Boston A2310 HTS 77 8/11 800 70 68/71

Teufel Motiv 10 69 2/09 1200 70 71/69

Canton Movie CD 202 62 8/08 1350 70 70/70

T+A Talis 5.1 Mini 77 5/03 3200 70 70/70

KEF KHT 2005.3 74 8/08 1000 69 68/69

Infinity Modulus Mk II 68 4/05 1300 68 66/69

Tannoy Arena 78 4/05 1800 68 67/68

Mission M 32/M 3 C 2/M 3 AS 62 7/04 1500 66 64/68

Teufel Theater 3 Cinema 5.1 65 12/04 900 65 64/66

Mordaunt Short Genie 72 4/05 1200 64 62/65

Triangle Galaxy 78 3/04 1300 64 64/64

Canton Movie CD 201 67 2/06 1000 62 62/61

Mittel-klasse

31-60 Punkte

In dieser Klasse sind die Boxen oft wohnzimmerfreundlich kompakt, die Klangqualität ist

insgesamt in Ordnung.

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St

Teufel Concept S 74 11/05 565 60 60/60

Focal/JMLab Sib / Cub 58 12/02 1200 59 56/62

Cabasse Xo 2 44 2/06 1000 58 62/54

Teufel Concept R 55 9/05 295 57 59/55

Audio Pro Cinema Precision 64 5/06 700 55 56/54

4. Surround-SetS

mit Stereo-Frontboxen

Die Bewertung von Surround-Sets, die als Frontlautsprecher vollwertige Standboxen

oder basstaugliche Kompaktboxen enthalten, ist in Stereo voll mit der Stereo-Bestenliste

kompatibel. Die Einstufung im Stereo-Betrieb erfolgt im Vergleich mit den Standboxen-

Referenzen, in Surround wird mit einem Referenz-AV-Receiver und optimaler Weicheneinstellung

gehört. Die AUDIO-Kennzahl der Box sollte für den Stereo-Betrieb gleich oder

kleiner als die Verstärker-AK sein. Die Einstufung der Sets erfolgt mit einer Mittelnote aus

Surround und Stereo.

referenz-klasse

aB 101 Punkte

Stereo, Surround-Musik und Film über Kino-Qualität: Diese Sets können schlicht alles,

was den Mehrkanalfan begeistert.

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St

Linn Artikulat a 9/05 70000 104 110/98

B&W 803 Diamond Set 55 10/10 22450 101 102/99

HigH-end-klasse

91-100 Punkte

Besser als Kino: Diese Lautsprecher bieten Filmsound wie im Kino und können dank großformatiger

Standboxen mit Musik auch mit den besten der besten Boxen konkurrieren.

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St

Sonus Faber Cremona 51 2/03 15900 91 87/94

sPitzenklasse

76-90 Punkte

Neben hoher Musikqualität meistern Boxen in dieser Klasse große Dynamik. Große

Lautsprecher fürs große Gefühl.

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St

Klipsch RF-82/RS-62/RC-62/RT12 d 42 5/08 4400 89 100/78

Nubert nuLine 122 Set 5.0 61 5/08 3600 88 89/86

T + A Criterion TS 300/TR450/TC500 65 3/09 5000 88 85/91

Gamut Phi5 / Phi 3 / Phi LCR (5.0) 70 9/11 5500 88 84/92

Revel Concerta 57 11/05 4600 83 84/82

Sonus Faber Toy Tower Set 5.0 63 3/09 3350 82 80/84

Canton Karat 770DC/730DC/AS 225 66 2/08 4100 79 79/79

OBerklasse

61-75 Punkte

Lautsprecher, bei denen nur noch sehr geübte Hörer klangliche Kompromisse feststellen.

Die Maximal- Lautstärke reicht auf jeden Fall für Wohnzimmer- Verhältnisse aus, trotz der

oft kompakten Boxen.

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St

www.audio.de ›11 /2011

151


Service › Bestenliste

Nubert 380 Set 2 52 3/04 1450 74 75/73

Canton Ergo 202/CM 502/AS 1.2 55 7/04 2050 73 71/75

Teufel Theater 4 Hybrid (teilaktiv) 52 9/07 1100 72 75/69

Focal Chorus 714/706/CC+SW700 63 7/04 1850 72 70/73

Infinity Beta 40/20/C 250/SW 10 64 7/04 1850 71 70/72

Tannoy Sensys DC 1/DCC/TS 8 69 7/04 2000 71 71/71

Triangle Polaris Set 55 8/03 2090 71 72/70

Magnat Quantum 505/C513/502 58 2/05 1100 68 67/68

Tannoy Mercury F4-Set 56 3/06 1700 68 69/67

Canton LE 207 Set 60 8/08 1500 67 68/65

Monitor Audio Bronze B4-Set 61 3/06 1450 66 66/66

Nubert nuBox 400/CS 330/nuB. 310 53 8/02 950 65 65/64

Mordaunt Short 900er Set 63 8/03 1390 65 67/63

JBL Northridge 80 Set 54 8/03 1430 65 65/65

Quadral Argentum 02 Set 64 2/06 950 64 64/63

Elac FS 57 / CC 51 / BS 53 55 2/05 950 64 64/64

JBL ATX 60 / ATX 10 / ATX 20 54 3/03 900 63 62/64

Visonik Revo 58 2/04 1150 63 64/62

Mittel-klasse

31-60 punkte

In dieser Klasse sind die Boxen oft wohnzimmerfreundlich kompakt, die Klangqualität ist

insgesamt in Ordnung.

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St

Mordaunt Short Avant 900 67 2/04 850 60 60/60

Wharfedale Diamond 62 2/04 860 60 62/58

6. PC-lautsPreCher /

Nahfeld-moNitore

Die Bewertung von Boxensystemen für den PC- und Schreibtischeinsatz sowie

Nahfeldmonitoren für den Schnittplatz und Homerecordingbereich ist grundsätzlich mit

der von Kompaktboxen vergleichbar, es wird jedoch nur in kurzen Hördistanzen bis 1,5

Meter und im Tischeinsatz gehört. Die Sets sind in der Regel Aktivboxen mit eingebautem

Verstärker. Die passiven Lautsprecher, die einen externen Verstärker benötigen, sind an

der angegebene AUDIO-Kennzahl (AK) zu erkennen

spitzenklasse

76-90 punkte

Diese Boxen bieten studiotaugliche Wiedergabequalität im Nahfeld, eignen sich auch für

großzügigere Recording-Anwendungen und für den professionelen Studioeinsatz.

Modell AK Test Preis Punkte

Dynaudio Focus 110 A a 6/09 1800 83

Quad 12 L Studio Active a 6/08 1200 79

OBeRklasse

61-75 punkte

Musikwiedergabe in sehr hoher Qualität für den Einsatz im Homerecording-Studio oder

am heimischen Computer - das zeichnet diese Sets aus.

Modell AK Test Preis Punkte

Genelec 6020 A a 7/07 820 75

Dynaudio MC 15 a 7/07 1000 75

Canton Your Duo (Wireless) a 11/11 500 74

Adam Artist 3 a 3/11 650 74

Adam A5 a 9/08 670 74

Nubert NuPro A10 a 7/11 470 73

XTZ MH-800 (mit ext. Amp) a 11/11 450 72

B&W MM1 (USB) a 5/10 500 72

Audio Pro LV 2 (Wireless, USB) a 4/10 700 72

Genelec 6010 A a 11/09 480 71

Teufel Motiv 2 (Sub/Sat) a 12/08 300 70

John Blue JB 3 (passiv) 60 5/10 350 70

Razer Mako (Sub/Sat) a 4/08 400 70

Teufel Concept C200 USB (Sub/Sat) a 11/09 200 69

Nubert NuBox 101 (passiv) 68 5/10 260 69

Innosound Piccolo PS-200 (USB) a 4/10 300 69

Focal XS (Sub/Sat, iPod-Dock) a 1/10 500 69

Logitech Z Cinema (Sub/Sat) a 12/08 200 68

Teufel Concept B200 USB a 4/10 230 68

Teufel Concept C300 Wireless (USB,Sub/Sat) a 3/11 300 68

Quad 9L2 (passiv) 71 5/10 450 68

Edifier S530D (Sub/Sat) a 7/11 230 66

Magnat Interior Power a 11/09 400 66

Bose Companion 3 Seris 2 (Sub/Sat) a 12/08 300 65

Logitech Z906 (5.1 Sub/Sat) a 7/11 350 65

Canton Plus Media 2.1 (Sub/Sat) a 12/08 350 64

Auluxe Dew A2021 (Sub/Sat) a 7/11 200 61

Mittel-klasse

31-60 punkte

Musikwiedergabe mit zufrieden stellendem Klang für den Einsatz am heimischen Computer

.

Modell AK Test Preis Punkte

Creative Gigaworks T3 (Sub/Sat) a 12/08 200 60

Logitec Z 2300 (Sub/Sat) a 11/09 200 59

Creative Gigaworks T40 II a 11/09 150 58

Altec Lansing Expressionist BASS a 11/09 130 54

Verstärker

1. VollVerstärker

RefeRenz-klasse

aB 101 punkte

Meist sehr kräftige, in jedem Fall klanglich herausragende Verstärker – Materialauswahl

und Verarbeitungsqualität genügen höchsten Ansprüchen.

Modell . AK Test Preis Punkte

Pass INT 30A 64 1/10 7500 130

Accuphase E-560 56 4/10 8900 130

Krell FBI (FB) 82 10/07 19 000 130

Accuphase E-450 (FB) 74 8/07 6000 125

Symphonic Line RG 10 MK IV Ref 2011 (R) 68 6/11 6800 125

Symphonic Line RG 10 MK IV Ref (R)(FB) 67 1/08 6800 125

Musical Fidelity AMS 35i 50 6/11 7500 125

McIntosh MA 7000 AC 75 1/10 8500 125

Naim Supernait (FB) 59 1/08 3300 120

Naim NAC152XS/NAP155XS/FlatcapXS (FB) 57 11/09 3600 120

Unison Research S6 (R) 3/11 3800 120

Densen B-150 66 6/10 4100 120

Resolution Audio Cantata 50 48 5/11 4200 120

Symphonic Line RG 10 Mk IV 67 9/04 4700 120

T + A V 10 (FB) (R) 55 11/03 5000 120

Accuphase E-408 (FB) 73 12/03 5900 120

Octave V 70 / Super Black Box (R) 49 8/05 6100 120

Musical Fidelity kW-550 88 10/07 7800 120

Accuphase E-550 (FB) 58 3/06 7900 120

Denon PMA-SA1 / AU-S1 58 10/07 8000 120

Mark Levinson No. 383 (FB) 77 1/00 8900 120

Burmester 032 (FB) 67 1/04 11 900 120

Audionet SAM V2 63 8/08 3000 115

Cayin VP 100 i (R) 44 6/09 3500 115

Octave V 70 (R) 49 8/05 3900 115

Octave V40 SE (R) 45 12/09 4100 115

Unison Research Sinfonia (R) 35 12/09 4100 115

Lua Belcanto (R)(FB) 52 1/08 4500 115

Accuphase E-308 (FB) 66 12/04 4500 115

Symphonic Line RG 10 Mk 3/2003 67 7/03 4600 115

Octave V 50 Mk2 (FB) (R) 46 7/03 4700 115

Ayre AX 7 (FB) 54 7/03 4750 115

Burmester 051 63 6/06 4950 115

Gamut Si 100 (FB) 69 7/08 5300 115

Quad II Classic Integrated (R) 3/11 5500 115

TACT M 2150 (FB) 72 7/03 5500 115

McIntosh MA 6900 (FB) 73 12/01 7000 115

Anthem Intergrated 225 78 8/10 1900 110

Creek Destiny 2 63 4/07 2000 110

Musical Fidelity A-5.5 Integrated 76 2/09 2200 110

Musical Fidelity M6i 76 8/10 2450 110

Moon i-3.3 63 4/07 2580 110

Naim NAC152XS / NAP155XS (FB) 57 11/09 2650 110

Krell S 300 i 71 6/09 2750 110

Octave V 40 (FB) (R) 45 2/03 2750 110

T + A PA 1530 R (FB) 71 8/03 2800 110

Audio Research VSi 55 (R) 49 5/08 2900 110

Accustic Arts Power ES 59 3/11 3000 110

AVM Evolution A3 NG 63 3/11 3000 110

Accuphase E-213 (FB) 66 7/05 3150 110

T + A PA 1260 R 62 11/09 3200 110

Bryston B 100 SST (FB) 68 5/05 3500 110

Marantz PM-11 S1 (FB) 71 12/04 3500 110

Symphonic Line RG 9 Mk 4 (FB) 66 12/04 3700 110

Lua Sonata SEL (FB) (R) 50 12/04 4300 110

ASR Schäfer Emitter I Clear Blue (FB) 77 7/03 4500 110

AVM A6 (FB) 65 2/03 4500 110

Vincent SV-236 Mk 69 4/09 1700 105

Naim Nait XS 57 2/09 1800 105

Sonus Faber Musica 56 2/09 1950 105

Ayon Orion 50 2/10 2000 105

Unison Unico Secondo 65 4/09 2000 105

Magnat RV 1 (R) 47 2/09 2000 105

AVM Evolution A3 NG (FB) 57 4/07 2000 105

Pathos Classic One MK3 50 2/10 2200 105

Unison Unico SE (FB) 69 4/07 2200 105

Audio Aéro Prima Amplifier (FB) (R) 60 4/07 2400 105

Vincent SV 238 (FB) (R) 75 8/03 2500 105

Luxman L-505 f 63 5/06 3000 105

Accuphase E-212 (FB) 66 5/02 3050 105

Symphonic Line RG 14 Edition (FB) 66 8/02 3080 105

T + A R 1260 R (Receiver) 62 11/09 3600 105

Cayin 500 MK (FB) (R) 40 7/03 3900 105

Lua Sonata SE (FB) (R) 50 7/02 4100 105

McIntosh MA 6500 69 12/00 4600 105

Krell KAV 300 iL (FB) 76 10/01 5000 105

HigH-end-klasse

91-100 punkte

Solide Kraft-Zentralen mit weit überdurchschnittlichem Klang und meist eher rudimentärer

Ausstattung.

Modell . AK Test Preis Punkte

Lyric Ti-60 41 6/10 1200 100

Unison Unico Primo 59 6/10 1500 100

Harman HK 990 (+Raumprozessor) 73 10/09 1500 100

Magnat MA-800 60 4/09 1500 100

Marantz PM-15 (FB) 67 6/05 1500 100

T + A Power Plant 70 12/07 1500 100

Cambridge 840 A V2 67 4/08 1500 100

Yamaha A-S 2000 (FB) 65 1/08 1600 100

Cayin A-55 T (FB) (R) 42 9/07 1650 100

Pure Sound A 30 (R) 38 9/07 1780 100

Marantz PM-15 S2 60 3/10 1800 100

AstrinTrew AT-2000 58 2/09 1800 100

Unison Research Simply Two (R) 19 9/04 1800 100

Creek Destiny IA (FB) 59 4/07 1900 100

Denon PMA-2010 AE 67 2/10 2000 100

Croft Acoustics Integrated R 46 9/11 2100 100

Cyrus 8 vs 2 / PSX-R (FB) 58 4/07 2100 100

Electrocompaniet Prelude PI 2 (FB) 65 4/07 2100 100

Musical Fidelity A 5 (FB) 75 3/05 2200 100

Marantz PM-17 Mk II Ki (FB) 60 8/03 2300 100

Naim Nait 5i 54 8/11 1000 95

Lyric Ti-24 (R) 13 5/10 1000 95

Musical Fidelity M3i 57 2/11 1150 95

Creek Classic 5350 SE 58 12/06 1300 95

Creek Evolution 5350 66 6/10 1350 95

Unison Research Unico (FB) (R) 62 9/03 1300 95

Arcam A 90 63 4/08 1450 95

Heed Obelisk Si /DAC 42 1/10 1450 95

Densen B-110 58 3/06 1500 95

Musical Fidelity A 3.5 68 3/06 1500 95

Audio Analogue Puccini 70 53 3/06 1600 95

Electrocompaniet PI 1 57 7/07 1600 95

Opera Audio M100 Plus 39 7/07 1700 95

Advance Acoustic MAP-800 75 2/09 2000 95

spitzenklasse

76-90 punkte

In dieser Klasse lässt die Klangqualität kaum noch Wünsche offen, Ausstattung und

Verarbeitung sind in jedem Fall alltagstauglich.

Modell . AK Test Preis Punkte

Exposure 1010 A 51 9/11 660 90

Vincent SV-400 53 9/11 700 90

Rega Brio R 48 7/11 700 90

NAD C 356 BEE 62 4/11 750 90

Creek Evo IA 59 5/07 765 90

Creek Evo 2 58 1/10 780 90

Music Hall A35.2 67 9/11 800 90

Denon PMA-1510AE 62 2/11 1000 90

Roksan Kandy K2 65 9/09 1000 90

Vincent SV-232 (FB) 68 10/08 1000 90

Arcam A 28 (FB) 61 10/08 1000 90

Yamaha A-S 1000 (FB) 64 7/08 1000 90

Cambridge 740 A 67 3/08 1000 90

Creek A 50 iR (FB) 53 9/03 1000 90

Naim Nait 5i (FB) 54 3/04 1000 90

Unison Unico P (R) 47 5/06 1000 90

Melody SP-3 (R) 25 7/10 1100 90

Exposure 2010 S (FB) 58 4/06 1100 90

Marantz PM-KI Pearl Lite 60 2/11 1200 90

Audio Analogue Verdi 70 (R) 54 4/06 1200 90

Wadia 151 PowerDAC Mini (nur Digital-In) 50 9/10 1300 90

Cayin A 50 T 42 2/06 1400 90

Roksan Caspian (FB) 57 9/03 1420 90

Cyrus 8 (FB) 58 5/03 1600 90

Yamaha A-S 700 66 3/09 580 85

Rega Brio 3 46 7/08 600 85

NAD C 355 BEE (FB) 62 4/08 650 85

Arcam A 18 46 9/08 700 85

Onkyo A-9555 67 6/06 700 85

Audiolab 8000 S 54 10/06 750 85

Marantz PM 8003 60 1/09 800 85

Denon PMA-1500 AE 62 12/05 800 85

Marantz PM 7001 KI 60 5/07 800 85

Onkyo A-933 60 12/05 800 85

Vincent SV-121 (FB) 54 9/03 850 85

Arcam A 70 54 3/08 850 85

Atoll IN 100 (FB) 60 3/04 875 85

Vincent SV-226 MK 2 63 2/06 890 85

NAD C 372 (FB) 71 3/04 900 85

Rotel RA-1062 (FB) 60 3/04 900 85

Rotel RA 1520 60 9/09 900 85

Advance Acoustic MAP 305 DA (mit DAC) 65 9/06 950 85

Audio Analogue Primo Cento VT 45 3/08 980 85

Cyrus 6vs2 46 1/07 1000 85

Onkyo A-9755 68 4/06 1000 85

PrimaLuna Prologue (R) 42 2/06 1000 85

CEC AMP 3300 (FB) 37 3/04 1000 85

Cyrus 6 (FB) 46 8/04 1000 85

Roksan Kandy KA-1 Mk III (FB) 63 2/03 1040 85

Rega Mira 3 (FB) 49 9/03 1050 85

Roksan Kandy L3 65 1/07 1080 85

Music Hall A 50.2 63 9/09 1100 85

T.A.C. 34 41 2/06 1150 85

Primare I 20 (FB) 61 9/04 1200 85

Dynavox VR-20 (R) 20 7/10 400 80

152 www.audio.de ›11 /2011


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Service ›Bestenliste

Modell Test Preis Punkte

System Fidelity SA-270 (FB) 54 12/08 400 80

Yamaha A-S 500 64 1/11 420 80

AMC XIA 52 10/10 450 80

NAD C 326 BEE (FB) 56 8/09 460 80

Harman/Kardon HK 980 (FB) 63 12/08 500 80

Marantz PM 7001 60 6/06 500 80

Pioneer A 6 53 2/07 500 80

Creek 4330 MK 2 57 8/02 630 80

Vincent SV-129 53 8/08 650 80

Audio Analogue Primo 50 8/04 700 80

Pioneer A 9 56 2/07 800 80

Peachtree iDecco ( DAC, iPod-Dock) 44 9/10 1200 80

Peachtree Nova (DAC, Sonos-Dock) 47 6/09 1300 80

OBerklasse

61-75 Punkte

Dieses Segment ist qualitativ im gehobenen Mittelfeld angesiedelt, Serienproduktion hält

die Preise attraktiv.

Modell . AK Test Preis Punkte

Dynavox VR-307 33 5/10 300 75

Advance Acoustic MAP 101 52 10/09 370 75

Rotel RA-04 SE 46 10/10 400 75

Denon PMA-710 AE 55 10/09 400 75

Rotel RA-04 49 8/06 400 75

Advance Acoustic MAP 105 (FB) 59 6/07 400 75

Advance Acoustic MAP 103 58 5/06 400 75

NAD C 320 BEE (FB) 59 10/05 400 75

Rotel RA-01 51 9/04 400 75

NAD C 325 BEE 57 8/06 450 75

Cambridge 350 A 44 10/10 450 75

King Rex T-20U + PSU 11 5/10 460 75

Harman Kardon HK 3490 (FB, Receiver) 67 9/08 500 75

Dynavox VR-70 E 35 5/06 500 75

Atoll In 50 (FB) 50 10/05 500 75

Harman/Kardon HK 970 (FB) 63 10/05 500 75

Rotel RA-02 (FB) 52 2/03 600 75

Cambridge 640 A V2 57 5/06 600 75

Arcam A 65 Plus (FB) 52 10/04 650 75

Cyrus 5 (FB) 51 3/00 900 75

Marantz PM 4001 50 11/05 300 70

NAD C 316 BEE 56 10/10 350 70

NAD C 315 BEE 55 12/07 350 70

Cambridge Azur 640 A (FB) 55 9/04 500 70

Advance Acoustic EZY-7 (iPod-Dock) 46 10/07 600 70

Rotel RA-972 (FB) 60 6/02 770 70

Magnat MC1 (Receiver mit SACD-Player+FB) 55 1/08 990 70

Onkyo TX-8050 63 8/11 400 68

Denon PMA-500 AE 50 11/06 230 65

Denon PMA-510 AE 53 6/09 250 65

System Fidelity SA-250 (FB) 50 10/08 275 65

Cambridge 340 A (FB) 43 1/06 300 65

Marantz PM 5004 49 10/10 330 65

Marantz PM 5003 48 8/09 330 65

Yamaha AX-497 60 3/07 330 65

Onkyo A 9355 53 12/07 370 65

Marantz PM 6002 (FB) 53 11/07 400 65

Onkyo A-5 VL 56 8/09 400 65

Harman/Kardon HK 3480 (FB, Receiver) 68 2/05 500 65

Marantz SR 4320 (FB, Receiver) 59 2/05 500 65

Mittel-klasse

31-60 Punkte

Schon die Einstiegsklasse der Stereo-Verstärker überzeugt durch ihre Qualität, die

Ausstattung ist oft so gut wie in höheren Klassen.

Modell AK Test Preis Punkte

Denon PMA-495 R (FB) 54 4/04 200 60

Yamaha AX 397 56 10/07 270 60

Denon DRA-1000 (FB, Receiver) 61 2/05 400 60

Pro-Ject Receiver Box 33 5/10 425 60

Denon DRA-700 AE (FB, Receiver) 62 1/07 410 60

Onkyo A-9155 53 10/07 230 55

2. VorVErstärkEr

Die Einstufung von Vorverstärkern nimmt AUDIO aufgrund ihrer Klangqualität vor. Maßgeblich

ist der bestklingende Hochpegel eingang. Mit der Einstufung von Vollverstärkern

oder Endstufen sind die Punktzahlen nicht vergleichbar. (R) steht für Röhrengeräte, (Phono)

für die Preisangabe einschließlich (optionalem) Eingang für Vinyl-Platten spieler.

referenz-klasse

aB 101 Punkte

Die klangliche Auflösung feinster Details erfordert teure Bauteile und sorgfältige

Konstruktion – in dieser Klasse selbstverständlich.

Modell . . Test Preis Punkte

Pass XP 20 5/09 9750 130

McIntosh C 500 C / C 500 T (R, Phono) 6/10 12 900 130

Accuphase C-2810 (Phono) 9/06 18 870 130

McIntosh C 1000P AC (Transistor, Phono) 12/06 20 800 130

Octave Jubilee 5/08 22 600 130

Mark Levinson No. 32 (Phono) 1/00 25 000 130

Modell . AK Test Preis Punkte

Burmester 077 / Ext. Netzteil (Phono) 7/09 31 000 130

Krell Evolution Two 7/05 38 000 130

Audio Research LS-27 11/11 7300 128

Octave HP 500 SE 10/11 7450 128

T + A P 10₂ 11/10 7500 128

McIntosh C 50 4/11 7900 128

Brinkmann Calvin 8/09 5500 125

Pass XP-10 8/09 6000 125

T + A P 10 11/06 6000 125

Marantz SC-7 S2 2/07 7000 125

Musical Fidelity Primo 9/09 7800 125

Belles LA-01 6/08 7900 125

Mark Levinson No. 320 S 3/06 8900 125

Audionet Pre G2 2/08 9500 125

Convergent SL1 Ultimate MK2 8/06 9900 125

Burmester 011 1/02 11 900 125

Krell Evo 202 8/06 12 000 125

McIntosh C 1000 T AC (Röhre, Phono) 12/06 20 800 125

Ayre K-5 XE MP 8/09 3800 120

Linn Akurate Control 10/11 5000 120

Audionet PRE 1 G3 + EPS 9/09 5380 120

Accuphase C-2000 11/04 5750 120

Spectral DMC 15 4/04 6900 120

Accuphase C-2400 6/04 8700 120

Krell KCTx 9/02 12 000 120

Audionet PRE I G3 12/07 3290 115

Audio Research LS-17 12/08 4000 115

McIntosh C 220 AC 11/08 4450 115

Pass X 2.5 3/02 5100 115

Marantz SC-7S1 6/04 7000 115

McIntosh C 2200 (R) 9/02 7950 115

Linn Exotik (5.1 konfigurierbar) 11/04 2700 110

Lyngdorf DPA-1 (+Raumkorrektur, D/A-Wandler) 10/09 3000 110

Bryston 25 BP Phono 6/02 3500 110

Electrocompaniet EC 4.8 6/09 3700 110

Ayre K-5xe 4/08 3800 110

Pass X 2 11/02 3850 110

Naim NAC 202 5/03 4300 110

Accuphase C-245 4/02 6200 110

Cambridge 840 E 7/09 1500 105

Ayre K-5xe 4/08 3800 110

Pass X 2 11/02 3850 110

Naim NAC 202 5/03 4300 110

Accuphase C-245 4/02 6200 110

Atoll PR 300 9/10 1500 105

Cambridge 840 E 7/09 1500 105

T+A P 1230 R 9/03 1500 105

Plinius CD-LAD 3/03 2850 105

HigH-end-klasse

91-100 Punkte

Kompromisse bezüglich der Klangqualität sind in dieser Klasse fremd, eher ist die

Ausstattung spartanisch.

Modell . . Test Preis Punkte

Exposure 3010 S2 Pre 8/11 1200 100

Audiolab 8200 CDQ (CD-Laufwerk, DAC) 5/11 1200 100

Cayin SP-30 S 6/08 1800 100

Vincent SA-93 9/05 1800 100

Vincent SA-94 9/10 2100 100

Naim NAC 152 XS / Flatcap XS 11/09 2200 100

Octave HP 300 (R) 2/02 2700 100

NAD C-165 BEE 10/10 900 95

Quad Elite Pre 10/10 1000 95

sPitzenklasse

76-90 Punkte

Messtechnisch fehlerfreie Vorverstärker mit sehr guter Klangqualität und oft attraktivem

Preis-Leistungsverhältnis.

Modell . . Test Preis Punkte

Vincent SA-31 Mk 7/09 1100 90

Meridian 501 1/02 1200 90

Chord Chordette Prime 1/11 1000 115

PrimaLuna ProLogue Three 12/05 1250 90

Peachtree Nova (+Endstufe+DAC+Sonos-Dock) 6/09 1300 90

Quad 99 PRE 1/09 1300 90

Naim NAC 122x 2/08 1300 90

AVM V 3 NG 11/06 1600 90

Densen B-200 11/06 1500 90

Rotel RC 1090 1/02 1500 90

Advance Acoustic MPP 205 7/06 450 85

NAD C 162 (Phono) 2/05 650 85

Linn Kollektor 8/99 750 85

Astin Trew At 1000 8/07 800 85

Advance Acoustic MPP 505 2/08 850 85

Pro-Ject Pre Box SE 5/10 325 80

Rotel RC-06 7/06 500 80

Vincent SA-96 7/06 500 80

Restek Mini Pre 2/05 500 80

Atoll PR 200 4/02 625 80

Cyrus Pre VS 2 7/07 900 80

Audiolab 8000Q 11/08 1100 80

OBerklasse

61-75 Punkte

Modell . . Test Preis Punkte

Rotel RC-03 10/02 450 75

Pro-Ject Pre Box 11/07 225 70

3. EndstufEn

Die Rangfolge unter den Endstufen (auch Leistungsverstärker genannt) bestimmt AUDIO

allein aufgrund der Klangqualität. Mit anderen Gerätekategorien (etwa CD-Player) sind die

Qualitätsklassen (Punkteschlüssel am Anfang der Bestenliste) nicht vergleichbar. Einen

Hinweis auf passende Lautsprecher gibt Ihnen die einmalige AUDIO-Kennzahl (AK).

Diese sollte größer oder gleich der AK der Laut sprecher sein – dann ist optimale Dynamik

garantiert. Nähere Infos dazu finden Sie am Anfang der Bestenliste und bei www.audio.

de. (R) bedeutet Röhrenverstärker, bei Mono-Endstufen gibt AUDIO Paar-Preise an.

referenz-klasse

aB 101 Punkte

Feinsinn und große Dynamik zählen zu den Tugenden in der Verstärker-Königsklasse – zu

entsprechenden Preisen.

Modell . AK Test Preis Punkte

Pass XA 100.5 (mono) 73 5/09 17 750 135

T + A M 10 (mono) 89 11/10 20 000 135

Octave Jubilee (R, mono) 72 5/08 44 000 135

Krell Evolution 900 (mono) 99 6/07 48 000 135

McIntosh 2 KW AC (mono) 104 12/06 67 500 135

Audionet Max (mono) 82 03/08 12 500 130

Krell Evo 402 86 8/06 19 000 130

Convergent JL 2 Signature MK 2 (R) 61 8/06 21 900 130

Accuphase M-6000 (mono) 79 5/08 24 000 130

McIntosh MC 2301 AC (R) 73 6/10 25 900 130

Krell Evolution One (mono) 90 7/05 49 000 130

Audio Research VS-115 61 11/11 7300 125

Audionet Amp (mono) 76 9/09 8000 125

Octave RE290 (SuperBlackBox) 50 10/11 9250 125

Musical Fidelity AMS-50 57 9/09 9700 125

Mark Levinson No. 432 87 3/06 10 900 125

Krell Evo 302 85 12/07 12 000 125

Octave MRE 130 + Super Black Box (R) 61 3/06 13 400 125

Marantz MA-9 S2 (mono) 84 2/07 14 000 125

Accuphase A-60 66 8/04 14 900 125

Accuphase P-7100 76 9/06 14 900 125

Burmester 911 Mk III (2 x mono gebr.) 89 1/02 31 800 125

Mark Levinson No. 33H (mono) 77 11/99 32 000 125

VTL Siegfried (mono) 70 6/04 48 500 125

Ayre V5 XE 69 8/09 5800 120

Brinkmann Stereo 59 8/09 5850 120

Pass XA 30.5 66 8/09 6500 120

Linn Klimax Chakra 500 Twin 65 11/04 7000 120

Quad II Eighty (Mono,R) 51 8/08 7900 120

Belles MB-200 78 6/08 7900 120

Pass X 250 75 3/02 7950 120

Electrocompaniet AW 400 (Mono) 84 6/09 9500 120

Lua Alborada Mk 2 (R) 67 10/05 9800 120

Audio Research Reference 110 58 12/08 10 000 120

Spectral DMA 150/II 72 4/04 12 500 120

Burmester 036 (2 x mono gebr.) 81 6/05 12 900 120

Krell 350 Mcx 84 3/05 14 900 120

Mark Levinson No. 436 (mono) 88 1/03 16 800 120

Krell FPB 400 cx 87 9/02 18 000 120

Audionet AMP I V2 74 12/07 4490 115

Krell KAV-2250 81 10/01 5000 115

McIntosh MC 252 AC 74 11/08 5900 115

Pass X 150 74 11/02 6100 115

Bryston 14B SST 90 6/02 7800 115

Mark Levinson No. 431 78 12/03 8800 115

McIntosh MC 2102 (R) 58 9/02 9250 115

Classé CA 401 89 7/02 11 000 115

Burmester 911 Mk III 73 1/02 14 900 115

Burmester 956 (mono) 83 1/01 15 000 115

Burmester 036 66 6/05 5700 110

Accuphase P-3000 69 11/04 5750 110

Spectral DMA-100 S 70 6/00 6500 110

McIntosh MC-402 AC 83 9/03 8000 110

Audio Research VS 55 (R) 48 12/04 3100 105

Vincent SP-995 (Mono) 70 9/10 3300 105

Bryston 4B SST 85 10/03 3800 105

Linn Akurate 2200 67 10/11 4000 105

Quad II Forty (Mono, R) 42 8/08 4900 105

Octave RE 280 Mk II + Blackbox (R) 48 2/02 5000 105

HigH-end-klasse

91-100 Punkte

In dieser Klasse lässt die Klangqualität keine Wünsche offen, oft helfen gemäßigte

Ausgangsleistung und Serienproduktion zu einem erreichbaren Preisniveau.

Modell . AK Test Preis Punkte

Atoll AM 200 66 9/10 1350 100

Vincent SP-331 Mk 73 7/09 1600 100

Cambridge 840 W 76 7/09 2000 100

Linn Majik 2100 56 3/07 2200 100

Naim NAP 200 48 5/03 2300 100

Exposure Mono 68 8/11 2400 100

Rotel RB-1090 83 12/06 2500 100

154

www.audio.de ›11 /2011


Service › Bestenliste

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Modell Test Preis Punkte

AVM M 3 NG (mono) 68 11/06 2800 100

Rotel RB-1091 (mono) 87 12/06 3000 100

Vincent SP-998 (mono) 82 9/05 3600 100

Cayin SP-40 M (R) 46 6/08 1800 95

Densen B-305 (Bi-Amping, Paar) 53 11/06 2200 95

Quad II Classic (Mono, R) 27 8/08 3180 95

sPitzenklasse

76-90 Punkte

Solide Endstufen-Technik ohne klangliche Kompromisse gibt es in der populärsten Klasse

der Endverstärker.

Modell . AK Test Preis Punkte

Naim NAP 155 XS 57 11/09 1400 90

Naim NAP 150x 55 02/08 1480 90

Advance Acoustic MAA 705 (Paar) 73 02/08 1900 90

Quad 99 Mono 70 1/09 2000 90

Linn 2250 61 10/02 3075 90

Audio Research 300.2 66 12/04 4700 90

Atoll AM 100 58 4/02 675 85

Pro-Ject AMP Box SE Mono 56 5/10 730 85

Advance Acoustic MAA 405 70 7/06 750 85

PrimaLuna ProLogue Four (R) 40 12/05 950 85

Creek Classic A 53 58 12/06 1100 85

Astin Trew At 5000 52 8/07 1200 85

Meridian 556 65 1/02 1500 85

Quad 909 65 1/02 1650 85

Pro-Ject AMP Box SE 50 5/10 325 80

Rotel RB-06 62 7/06 500 80

Creek A 43 R MK 2 53 4/02 600 80

Cyrus 6 Power 55 7/07 600 80

NAD C 245 BEE 56 11/11 600 80/85

NAD C 270 69 4/02 690 80

NAD C 272 71 2/05 790 80

Vincent SP-996 67 7/06 800 80

Chord Chordette Scamp 40 1/11 1000 80

Restek Mini Amp (Paar) 50 2/05 1000 80

Audiolab 8000M (Paar) 60 11/08 1600 80

Pro-Ject Amp Box Mono (Paar) 40 11/07 450 75

Pro-Ject Amp Box 37 11/07 250 70

4. Phono-Verstärker

Diese auch Vor-Vorverstärker genannten Spezialisten finden ihren Platz zwischen Plattenspieler

und Vor- oder Vollverstärker. Die Einstufung lehnt sich an die der Phono-Eingänge

von entsprechend ausgestatteten Vorverstärkern an.

(MM) = Moving Magnet-Tonabnehmer, (MC) = Moving Coil

referenz-klasse

aB 101 Punkte

Phono-Vorstufen entlocken hier Tonabnehmern feinste Nuancen, sie loten die Grenzen

des Mediums Vinyl aus.

Modell Test Preis Punkte

Audio Research Reference Phono 2 8/10 12 950 135

Pass XP 15 (MM/MC) 6/09 4650 130

Octave Phono Modul 7/10 4400 130

AMR PH-77 (USB-Ausgang) 8/10 8800 130

Burmester 100 (USB-Ausgang) 8/10 9800 130

Audio Research PH6 1/11 3800 125

Naim SuperLine / HI-CAP 8/08 4300 125

Esoteric E-03 11/09 5000 125

Pass XOno (MM/MC) 11/02 5500 125

Creek Wyndsor Phono Preamp (MM/MC) 6/11 1850 120

Linn Uphorik (MM/MC) 7/10 2200 120/120

Transrotor Phono 8 MC Sym (MC) 6/11 2400 120

Ayre P-5 XE (MM/MC) 7/10 2800 120/120

Renaissance RP-01 8/08 2900 120

Chord Chordette Dual 7/10 950 115

Audiolab 8000 PPA 12/08 950 115

Linn Linto (MC) 3/03 1350 115

Roksan Caspian DX-2 (MM/MC) 12/03 1650 115

Clearaudio Balance+ / Accu+ 12/08 2000 115

Aqvox Phono 2 CI (MM/MC) 3/06 700 110

Densen DP-Drive / DP-04 (MM/MC) 1/07 850 110

Clearaudio SmartPhono (MM/MC) 10/04 320 105

Musical Fidelity V-LPS/V-PSU (MM/MC) 7/10 360 105/105

Moon 110 LP (MM/MC) 6/11 550 105

Musica Ibuki Phono (MM/MC) 7/11 700 90 / 105

HigH-end-klasse

91-100 Punkte

Diese Verstärker erreichen bereits überdurchschnittlich gute Klangqualität als hochwertige

Bindeglieder zwischen feinen Tonabnehmern und sehr guten Vor- oder Vollverstärkern.

Modell Test Preis Punkte

Creek OBH-15 (MM/MC) 12/03 350 100

Cambridge 640 P (MM/MC) 7/08 160 95

Musical Fidelity V-LPS (MM/MC) 7/10 165 95/95

Clearaudio Nano (MM/MC) 7/08 200 95

Pro-Ject Tube Box MK II (MM/MC) 3/06 300 95

Restek Mini Ria (MM/MC) 2/05 400 95

SWS Varius (MM/MC) 12/03 400 95

Pro-Ject Tube Box (MM/MC) 12/03 420 95

sPitzenklasse

76-90 Punkte

Modell Test Preis Punkte

Pro-Ject Phono Box MK II (MM/MC) 3/06 90 90

NAD PP2 9/03 100 90

NAD PP 3 (MM/MC) mit USB-Ausgang 7/08 150 90

Pro-Ject Phono Box MK II USB 7/08 125 85

Thorens MM-005 7/08 180 85

6. aV-receiVer mit HD-ton

Diese Receiver besitzen HDMI-Eingänge und Decoder für die Blu-ray-Tonformate DTS-HD

Master und Dolby True HD. Die Bewertung setzt sich zu je einem Drittel aus den Klangnoten

für Analog-Stereo, DVD-Surround (Dolby, DTS) und HD-Surroundton zusammen. Vor

Heft 1/2009 getestete Receiver wurden in HD nachbewertet und neu berechnet. Dadurch

kann sich die Gesamtnote ändern.

referenz-klasse

aB 101 Punkte

Receiver in dieser Klasse vereinen modernste Digitaltechnik und oft sieben- und

mehrkanalige High-End-Verstärker unter ihrer Haube – ein so teures wie überwältigendes

Vergnügen.

Modell AK Test Preis Punkte St/Sur/HD

Pioneer SC LX 90 (Susano) 76 9/08 7000 117 105/120/125

Yamaha DSP-Z 11 71 6/08 5500 113 105/115/120

Arcam AVR-600 64 4/09 4400 110 105/110/115

Denon AVC-A1 HD 72 6/08 5500 108 100/110/115

Primare SPA-22 71 4/09 4000 105 95/105/115

Rotel RSX-1560 66 3/09 2500 102 90/100/115

Denon AVR-4810 70 6/10 3000 102 90/100/115

HigH-end-klasse

91-100 Punkte

Diese Receiver bieten außergewöhnliche Klangqualität mit Surround wie auch mit

Musikwiedergabe in Stereo.

Modell AK Test Preis Punkte St/Sur/HD

Onkyo TX-NR 5007 70 11/09 2500 98 90/95/110

NAD T 765 HD 66 1/10 2650 98 90/95/110

Rotel RSX-1550 65 3/09 1900 97 85/95/110

NAD T 747 64 10/09 1400 96 90/90/108

Arcam AVR-400 64 11/11 2200 96 83/98/108

Sony STR-DA5600 ES 66 2/11 2500 96 83/95/110

Harman Kardon AVR-760 62 1/10 2500 96 85/95/108

Yamaha RX-V 3800 68 2/08 1600 95 85/95/105

Yamaha RX-V 3067 70 4/11 1750 95 83/93/108

Denon AVR-4310 70 8/09 2000 95 85/95/105

Onkyo TX-NR 906 71 12/08 2000 95 85/95/105

Anthem MRX 700 69 2/11 2200 95 83/98/105

Denon AVR-4311 66 2/11 2200 95 88/93/105

Pioneer SC-LX 82 72 1/10 2300 95 82/95/108

Anthem MRX 500 64 11/11 1900 94 83/98/102

Yamaha RX-V 2065 64 6/10 1000 93 85/90/105

Yamaha RX-V 1800 67 11/07 1100 93 85/90/105

Yamaha RX-V 1900 67 11/08 1100 93 85/90/105

Pioneer VSX-LX 52 66 10/09 1200 93 85/90/105

Denon AVR-3808 68 9/07 1600 93 85/90/105

Marantz SR 7005 67 2/11 1700 93 88/88/102

Pioneer SC-LX 75 73 11/11 1900 93 80/93/102

Onkyo TX-NR 905 71 2/08 2000 93 90/90/100

Denon AVR-2311 65 3/11 1000 92 85/90/100

Yamaha RX-V 1067 65 3/11 1050 92 80/90/105

Denon AVR-2809 68 11/08 1100 92 85/90/100

Onkyo TX-SR 805 70 11/07 1200 92 80/90/105

Denon AVR-3311 67 10/10 1400 92 85/90/102

sPitzenklasse

76-90 Punkte

Neben sehr gutem Klang führen die Receiver der 76-90 Punkte hohe Dynamikreserven

ins Feld.

Modell AK Test Preis Punkte St/Sur/HD

NAD T-748 63 10/11 900 90 80/90/100

Marantz SR-6006 67 10/11 1000 90 80/90/100

Onkyo TX-NR 807 68 10/09 1000 90 80/85/105

Pioneer VSX-LX 53 66 10/10 1300 90 82/90/98

Onkyo TX-NR 1008 68 10/10 1330 90 80/90/100

Pioneer SC-LX 71 73 1/09 1700 90 80/90/100

Denon AVR-2808 68 11/07 1200 88 75/88/100

Pioneer VSX-LX 50 64 11/07 1200 88 75/88/100

Pioneer VSX-2021 66 10/11 1000 87 80/85/95

Pioneer VSX-2020 66 3/11 1000 87 75/90/95

Sony STR DA 5400 ES 64 1/09 1900 87 75/90/95

Marantz SR-5004 60 2/10 700 85 75/85/95

Denon AVR-2309 67 10/08 800 85 75/85/95

Harman/Kardon AVR 460 62 3/11 1000 85 75/85/95

Sony STR-DN 2010 62 3/11 1000 85 75/85/95

Marantz SR-5003 66 2/09 650 84 75/82/95

Yamaha RX-V 1065 62 10/09 825 84 72/85/95

Yamaha RX-V 863 64 10/08 850 84 72/85/95

Harman/Kardon AVR 255 61 2/09 600 83 75/85/90

Yamaha RX-V 711 62 8/11 680 83 75/80/95

Pioneer VSX-1018 66 10/08 800 83 70/85/95

Yamaha RX-V 663 63 7/08 550 82 70/80/95

Onkyo TX-SR 606 63 7/08 550 82 72/78/95

Pioneer VXS-1021 63 8/11 700 82 72/82/92

Onkyo TX-SR 707 61 2/10 800 82 72/82/92

Sony STR-DA 2400 ES 61 10/08 800 82 70/82/95

Harman/Kardon AVR 360 62 9/10 900 82 70/82/95

Onkyo TX-NR 708 66 9/10 900 82 72/82/92

Denon AVR-1911 62 8/10 500 81 70/82/90

Harman/Kardon AVR-265 62 8/11 700 81 72/82/90

Pioneer VSX-1019H 56 2/10 800 81 72/80/90

Onkyo TX-SR 507 62 7/09 400 80 70/80/90

Denon AVR-1912 62 8/11 550 80 70/80/90

Pioneer VSX-920 61 8/10 500 79 65/82/90

Onkyo TX-SR 578 62 8/10 450 78 68/70/85

OBerklasse

Sehr gute Digitaltechnik und gut klingende Verstärker.

61-75 Punkte

Modell AK Test Preis Punkte St/Sur/HD

Pioneer VSX-819H 60 7/09 400 75 65/75/85

Yamaha RX-V 465 54 7/09 400 75 65/75/85

Kenwood KRF-V 9300 61 2/09 600 75 70/75/80

Sony STR-DG 820 60 7/08 450 73 65/70/85

Samsung HW-C 700 60 8/10 400 72 65/72/78

Panasonic SA-BX 500 60 2/09 600 72 65/72/78

Digital-Quellen

3. netzwerk-Player

Auch „Clients“ genannt. Netzwerk-Player spielen Musikdateien, die sie über ein LAN-

Netzwerk von einem externen Speicher (PC- oder NAS-Platte). Die Einstufung erfolgt mit

unkomprimierten PCM-Signalen .

referenz-klasse

aB 101 Punkte

Klanglich so gut wie allerbeste CD-Player – mit hoch auflösendem Material potenziell

sogar noch besser.

Modell .Test Preis Punkte

Linn Klimax DS / 1 7/11 15 850 148

Linn Klimax DS / Dynamik 11/09 15 000 145

Linn Akurate DS 2011 1/11 5500 140

Linn Klimax DS 11/07 15 000 140

Linn Akkurate DS / Dynamik 11/09 5200 135

Linn Akkurate DS 5/09 5200 130

Linn Majik DS / Dynamik 11/09 2400 130

Linn Majik DS 11/08 2400 125

Cyrus 9/11 2400 125

T + A MP 1260 R 2/10 2690 125

T + A MP 1250 R 6/08 2500 115

Yamaha NP-S2000 1/11 1450 110

Linn Sneaky Music DS (über Line-Ausgang) 7/08 1500 110

Cyrus 9/11 2400 110

Logitech Transporter 11/07 2000 110

Musical Fidelity M1 Clic 1/11 1600 105

T + A Music Player (CD-Player,FM-Radio) 12/07 2000 105

Pro-Ject StreamBox SE 11/11 735 103

HigH-end-klasse

91-100 Punkte

Klanglich auf dem Niveau sehr guter CD-Player, spielen unkomprimiertes Material wie MP3.

Modell Test Preis Punkte

Denon DNP-720 AE 11/11 500 100

Hifidelio CD-Streamer 8/10 700 100

NAD C-446 (DAB, FM/AM) 8/11 800 100

Marantz NA-7004 1/11 800 100

Micromega Airstream 4/10 1000 100

Rotel RDG-1520 1/11 1000 100

Sonos Bundle BU 150 (2 Player + Controller) 1/09 1000 100

Raumfeld Connector 8/11 280 95

Logitech Squeezebox 3 4/08 280 95

Logitech Squeezebox Touch 6/10 300 95

Logitech Squeezebox Duet 5/08 400 95

Loewe Individual Sound Multiroom Receiver 5/10 700 95

Sonos ZonePlayer + Controller 5/08 700 95

sPitzenklasse

76-90 Punkte

Nicht nur unkomprimierte Files in WAV- und FLAC-Qualität, auch MP3 können die Player

auf Hifi-tauglichem Niveau abspielen.

Modell Test Preis Punkte

Teac WAP-8500 4/10 400 90

Teac WAP-8600 (incl. Controller) 2/11 500 90

Terratec Noxon 2 Radio 4/08 300 85

OBerklasse

61-75 Punkte

www.audio.de ›11 /2011 155


Service ›Bestenliste

Hier steht der Komfort im Vordergrund, die Klangqualität liegt auf dem Niveau guter

DVD- oder CD-Player.

Modell Test Preis Punkte

Pinnacle Soundbridge H.M. 4/08 100 75

Freecom MusicPal 4/08 120 75

4. D/A WAnDler

Sinnvoll als Klangtuning etwa für betagtere CD-Player, digitale Sat-Receiver und

Netzwerkplayer. Koax- und optische Eingänge sind Standard, zunehmend auch eine

USB-Schnittstelle zum Anschluss an den PC. Der Klang ist nicht direkt mit CD-Playern

vergleichbar, da die verwendete Datenquelle einen merklichen Klangeinfluss haben kann.

Die Punkte beziehen sich auf jeweils optimale Bedingungen.

referenz-klasse

aB 101 Punkte

Bringen Netzwerkplayer und anderen Quellen mit Digitalausg an das Klangniveau der

CD-Player aus der Referenz-Klasse. Die erste Bewertung ist für Cinch-Ausgänge – die

zweite fals vorhanden für die Symetrische-Ausgänge (XLR)

Modell Test Preis Punkte

Resolution Audio Cantata MC 7/10 5900 135/135

Ayre DX-5 (nur USB, + 5.1SACD, CD, Blu-ray) 10/10 10800 125/130

Ayre QB-9 (nur USB) 9/09 2800 120/125

Naim DAC 3/10 3000 125/ –

Antelope Zodiac + 7/11 2200 120 /120

Audio Research DAC-7 10/08 3500 –/120

M2Tech Young 4/11 1100 118/–

Hegel HD 20 (USB, Cinch) 9/11 1400 115/118

Benchmark DAC1 USB 8/10 1300 115/118

Moon 300 D 8/10 1400 115/118

Chord Chordette Peach 1/11 1000 115/–

Rega DAC 5/11 700 115/–

Audiolab 8200 CDQ (CD-Laufwerk, Vorverstärker) 5/11 1200 115/115

Pachtree Audio iDAC (iPod-Dock) 5/11 1200 115/–

Musical Fidelity M1 DAC 8/10 500 113/115

Styleaudio Carat-SAPPHIRE 8/10 675 115/ –

North Star ESSENSIO 11/10 1300 115/ –

Peachtree Nova (+Vor/Vollverstärker/Sonosdock) 6/09 1300 115/ –

Calyx DAC 24/192 7/11 1500 115 /115

Restek MDAC + 8/10 1500 115/ –

Moon 100 D 4/11 550 113/–

Musical Fidelity V-DAC II (USB, Cinch) 9/11 240 110/–

Arcam RDAC 11/10 400 110/ –

Musical Fidelity V-DAC mit V-PSU 8/10 435 110/ –

NuForce Icon HDP 8/10 450 110/ –

Atoll DAC 100 8/10 550 110/ –

Musical Fidelity V-DAC 1/09 270 108/ –

Furutech GT 40 (USB-In/Out, Phono-In) 9/11 500 103/–

Cambridge DAC Magic 1/09 400 100/105

HigH-end-klasse

91-100 Punkte

Bringen Netzwerkplayer und alle anderen Quellen mit Digitalausgang auf das Klangniveau

sehr guter CD-Player.

Modell Test Preis Punkte

Kingrex UD-01 (nur USB) 1/09 190 100/ –

Pro-Ject DAC Box FL 5/10 210 100/ –

sPitzenklasse

76-90 Punkte

Sauberer Klang, den in preiswerten Netzwerkplayern oder gar PCs eingebauten Wandlern

meist überlegen.

Modell Test Preis Punkte

Pro-Ject USB Box (nur USB) 1/09 100 85/ –

kopfHörer

1. Hifi-kopfHörer

AUDIO bewertet Kopfhörer getrennt nach ihrem An wendungszweck. HiFi-Kopfhörer

werden hauptsächlich zum Hören an der Stereo-Anlage genutzt. Sie sind als dynamische

Hörer in verschiedenen Bauformen von geschlossen bis offen vertreten.

(E) bedeutet Elektrostat-Kopfhörer.

HigH-end-klasse

Hörer dieser Klasse garantieren ein unverfälschtes Klangerlebnis

91-100 Punkte

Modell Test Preis Punkte

Audez'e LCD-2 6/11 995 95

Sennheiser HD-800 5/09 1000 95

Stax Set 3050 (E) 12/07 1445 95

sPitzenklasse

76-90 Punkte

Sehr natürliche Klangfarben und enormer Detailreichtum zählen zu den Kardinal-Tugenden

dieser Top-Kopfhörer.

Modell Test Preis Punkte

Grado SR 325i 12/08 400 90

Sony MDR-SA 5000 2/06 700 90

Stax SRS-2050 11/06 780 90

Grado RS-1 1/05 800 90

Beyerdynamic T1 12/09 890 90

Denon AH-D7000 12/08 1000 90

Grado GS 1000 i 5/09 1100 90

Koss ESP 950 2/06 1280 90

Ultrasone Edition 8 Palladium 10/11 1300 90

Denon AH-D5000 12/07 700 85

Ergo A.M.T. (m. Verstärker) 12/07 830/1550 85

Grado SR 225 12/08 300 80

Grado SR 325 10/06 300 80

Sennheiser HD 650 1/04 400 80

AKG K 701 2/06 400 80

AKG Q 701 12/10 500 80

Sony MDR-Z1000 5/11 500 80

Shure SRH 840 12/10 200 78

OBerklasse

61-75 Punkte

In dieser Klasse sind Klangverfärbungen gering, die Auflösung ist bereits sehr fein.

Modell Test Preis Punkte

AKG K 272HD 12/08 180 75

Beyerdynamic DT 660 10/06 170 75

Grado SR 125 3/03 200 75

Beyerdynamic DT 860 12/07 210 75

Sennheiser HD 598 12/10 230 75

Beyerdynamic DT 880 3/03 250 75

Beyerdynamic DT 990 2/06 300 75