Android Apps&Tipps; Smartphone Fotografie (Vorschau)

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Deutschlands gröSSte

tipp-sammlung

WhatsApp-Tipps&Tricks

Tipps für Geeks

Clevere Bastelideen

für lange Winterabende

Smartphone

Fotografie

n So gelingt jedes Foto n Die schärfsten Foto-Apps

Location History

So spioniert Google

jeden Ihrer Schritte aus

MicroSD-Karten

Zehn Speicherkarten

fürs Handy im Vergleichstest

Handy-Turbo

In 10 Schritten machen

Sie Ihr Handy wieder flott

Offline-Navi

Geheimtipp: Top-App

kostet nur 1 Euro

Schnäppchen ab 99 Euro

01/2014

EUR 9,80*

* Deutschland

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www.apps-und-tipps.de


Service

Editorial

Willkommen bei Android Apps & Tipps

Handy-

Christoph Langner,

Chefredakteur

Fotografie

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auch wenn ich mich nicht gerade zur jüngeren

Facebook-Generation zähle, die unentwegt

„Selfies“ (übrigens das Wort des

Jahres 2013 des britischen Oxford Dictionaries

[LINK 1]) macht und diese unbedarft

ins Netz hochlädt, ist die im Handy verbaute

Kamera auch für mich ein sehr wichtiges

Werkzeug.

Ob ich während einer kleinen Feier Handy-

Fotos mache, schnell mal etwas zur Erinnerung

abfotografiere, oder einen schönen

Regenbogen über der Münchner Innenstadt

auf dem Weg nach Hause ablichte –

es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht das

Handy zücke, um etwas zu fotografieren.

Handy-Fotos sind oft besser

als ihr Ruf

Dabei ärgert es mich immer wieder, wie

schlecht doch die Kamera meines

Samsung Galaxy Nexus ist. Im Prinzip bin

ich auch nach zwei Jahren sehr zufrieden

mit meinem angestaubten Nexus-Androiden,

doch die deutlich besseren Kameras

aktueller Top-Geräte von Samsung, HTC,

LG und Co. locken mich mit toller Bildqualität

und interessanten Funktionen.

Doch ein neues Handy alleine ist noch kein

Garant für tolle Fotofunktionen, wie das

brandneue Nexus 5 von Google leider wieder

einmal zeigt. Während die Kamera des

LG G2 zum Beispiel unerwünschte Personen

im Hintergrund einer Aufnahme heraus

schneidet – für die nächste Urlaubsreise

würde ich mir dieses Feature wünschen

– bietet das Nexus 5 nur langweilige

Standardfunktionen, wie Sie unserem Artikel

ab Seite 14 entnehmen.

Ab Seite 8 stellen wir Ihnen deshalb die aktuell

besten Android-Smartphones mit

guter oder sehr guter Kamera vor. Richtig

billig sind diese Handys nicht, doch schon

ab knapp 200 Euro bekommen Sie Geräte,

deren Bilder sich durchaus sehen lassen

können. Wie Sie mit etwas fotografischem

Geschick, dem richtigem Blick und dem

entsprechenden Know-how mit fast jedem

Handy anständige Aufnahmen erstellen,

zeigt unser Artikel ab Seite 10.

Kauf- und Geschenktipps

Als zweiten Schwerpunkt dieser Ausgabe

haben wir für Sie Kauf- und Geschenktipps

rund um Android zusammengestellt. Von

den besten preisgünstigen, aber dennoch

guten Handys und Tablets, über Zusatz-Akkus

und Cases und Handy-Zubehör für das

Auto, bis hin zu Android-Gimmicks, die das

Bastler-Herz höher schlagen lassen, finden

Sie passende Geschenkideen zu Weihnachten

und der Zeit danach hier im Heft.

Nun wünsche ich Ihnen viel Vergnügen mit

der Ausgabe 01/​2014 von Android

Apps&Tipps.

Christoph Langner

„Ein neues

Handy alleine

ist kein Garant

für tolle

Fotofunktionen!“

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31626

Apps & Tipps 01/2014 3


Service

Inhalt

30 Apps für Fotografen

Nützliche Handy-Apps für Fotografen

34 Cewe Fotobuch

So bannen Sie Ihre Handy-Bilder auf

Papier

Service

3 Editorial

4 Inhalt

138 Impressum

highlights

8 Die besten Kamera-Handys

Bilder dieser Kameras können sich

sehen lassen

10 Handy-Fotografie

Mit diesen Tipps&Tricks gelingen

Handy-Bilder

14 Kamera-Apps im Griff

Das leisten die Kamera-Apps von

HTC, Samsung und Co.

20 Google+ Fotos

Neue Photo App mit Google+-

Integration

23 Alternative Kamera-Apps

Die zehn besten Kamera-Apps aus

dem Play Store

26 Beste Fotofilter-Apps

Die besten fünf Foto-Editoren fürs

Handys

Kauf-Tipps

36 Geschenk-Tipp Google Play

Guthabenkarten einlösen und die

besten Apps kaufen

42 Handy-Schnäppchen

Ideal als Geschenk für sich oder die

Familie

46 Cases und Akkus

Geschenktipps für schicke Cases und

praktische Akkupacks

50 Audio-Zubehör

Mit diesem Zubehör bekommt das

Handy was auf die Ohren!

54 Fürs Auto

Unverzichtbares für Autofahrer mit

Handys

58 Für Bastler

Darüber freuen sich Android-Power-

User

60 microSD-Karten

Zehn SD-Karten im Leistungstest

Das sollten Sie bei Handy-

Bildern beachten

10Handy-Fotografie

Smartphones die in Ihr

Budget passen

42Handy-Schnäppchen

4 APps & Tipps


Service

Inhalt

App-Tipps

062 Holo-Apps

Schicke Apps im Google-

Design

068 Action Launcher Pro

Der Homescreen-Ersatz mit

dem gewissen Extra

072 GPS Navigation & Maps

Klasse Offline-Navi für

wenig Geld

076 Gratis Offine-Navis

Kostenlos und trotzdem

sicher ans Ziel?

079 SuperBeam

Daten mit Tempo von

Handy zu Handy kopieren

080 WhatsApp-Alternativen

Sieben Alternativen zum

WhatsApp-Chat

082 Mediathek 1

Die ARD-Mediathek ohne

trägen Speck

1

Die schlanke App-

Theke der ARD

82Mediathek

084 Theke

Das Programm des ZDF

ohne fette App

086 Duolingo

Kostenlos und effizient

Sprachen lernen

088 Timely Alarm Clock

Die vielleicht schickste Uhr

im Play Store

090 AntTek Explorer EX

Einer der besten

Dateimanager für Android

Explorer EX

Gut aussehender Top-

Manager

90AntTek

Spiele-Tipps

092 Einzigartige Games

Diese Spiele finden Sie kein

weiteres mal

096 Spiele mit Suchtfaktor

Diese Games lassen Sie

nicht mehr los!

098 Flipperspiele

Pinball-Spaß für unterwegs

100 Clash of Heroes

Strategiereich zum

Weltenretter

101 Riptide GP 2

Die zweite Generation des

Jetski-Racers

102 Brettspiele

Vom Wohnzimmertisch

aufs Handys oder Tablet

104 Kingdom Rush Frontiers

Das beste Tower-Defense-

Game in neuer Version

105 Shadowrun Returns

Stimmiges Abenteuer mit

toller Geschichte

QR-Code lesen: So geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App, und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode-Scanner zeigt einen

3. Link auf android-user.de an.

Tippen Sie auf den Link, oder

4. wählen Sie Browser öffnen.

Juli 2012


Service

Inhalt

Einsteiger-Tipps

106 Google Now: Teil 1

Erste Schritte mit dem Handy-

Assistenten

108 Google Now: Teil 2

Befehle und Suchen per

Sprachkommando ausführen

Location History

und Ihr Handy

speichern jeden Schritt

130Google

QR-Code scannen

und Gratisartikel

online lesen!

112 Google Now: Teil 3

Die letzten Neuerungen von Google

Now zusammengefasst

114 Android-Akku-Mythen

Legenden um Akku- und

Stromverbrauch aufgeklärt

118 Klingeltöne einrichten

So richten Profis Klingeltöne unter

Android ein

118

Klingeltöne einrichten

So richten Profis Klingeltöne

unter Android ein

Tipps & Tricks

120 Tuning-Tipps

Mehr Power für alternde Handys und

Tablets

126 WhatsApp-Tipps

Apps, Tipps und Tricks rund um

WhatsApp

128 Windows Keyboard

Android-Tastatur mit Zahlen und

Sonderzeichen

130 Google Location History

Google und Ihr Handy speichern

jeden Schritt

134 Remote Keyboard

Mit dem PC-Keyboard auf dem

Handy tippen

135 Notification History

Weggeklickte Benachrichtigungen

öffnen

136 Cheapcast

Chromecast-Dongle als Software-

Lösung

Facebook

Links zu unseren App-Tests

finden Sie auf Facebook.

www.androiduser.de/facebook

Google+

Selbstverständlich sind wir

auch auf Google+ vertreten.

www.androiduser.de/google+

Twitter

Was wir zwitschern finden Sie

in unserem Twitter-Account.

www.androiduser.de/twitter

6

01/2014 Apps & Tipps


Highlights

Die besten Kamera-Handys

Kaufberatung: Die besten Kamera-Smartphones

Augen auf!

Auch wenn gute Smartphones schon ab 99 Euro zu bekommen sind, bei Handys mit guten Kameras

sieht es in dieser Preisklasse dünn aus – Gute Objektive und Kamera-Chips haben eben Ihren

Preis. Doch bereits ab 200 Euro bekommen Sie Handys mit exzellenten Optiken, wir stellen Ihnen

unsere Favoriten vor. Christoph Langner, Diana Hahn

Sony

Sony Xperia Z1

Bereits ein Blick auf die technischen Daten des Sony Xperia

Z1 [LINK 1] sollte Sie als Fotofan weich werden lassen, denn

das jüngste Topmodell der Japaner, hat einen Kamerasensor

mit 20,7 Megapixeln, sowie ein Objektiv mit einer Blende

f2,0 an Bord. Zusammen mit dem „Bionz“-Bildprozessor

Sonys, der auch bei den Digitalkameras von Sony zum Einsatz

kommt, sollen besonders gute Bilder gelingen – auch

bei schlechter Beleuchtung und schummrigen Licht.

Neue Maßstäbe setzt Sony beim Z1 mit der Snapdragon-

800-CPU, die zusammen mit dem Tegra 4 als aktuell

schnellster mobiler Prozessor gilt. Besonders ist am Xperia

Z1 neben der Kamera auch die schnelle GPU, durch die es

dem Gerät möglich ist Videos in Ultra-HD (4k) aufzunehmen.

Die übersichtliche Oberfläche der Kamera bringt acht Voreinstellungen

mit. Eine sehr nützliche Funktion ist der Timeshift-Modus.

In 2 Sekunden nimmt die Kamera bis zu 60 Bilder

auf. Aus diesen Bildern suchen Sie dann das Beste aus.

Preis: ca. 530 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 18bpO3M

HTC Desire 500

Das schicke Einsteiger-Smartphone

HTC Desire 500 [LINK 2] begeistert

durch einen günstigen Preis und ein

dennoch ansprechendes Gehäuse.

Mit Android 4.1.2 und Sense 5.0 ist

die Software des Handy noch auf

einem recht aktuellen Stand. Das

Smartphone bringt eine Kamera mit

8 Megapixeln und einem Display mit

einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln

mit. Wie bei den großen HTC-Handys

ist die schnelle Kamera in der Lage

Mehrfachaufnahmen zu schießen,

wenn der Auslöser gehalten wird.

Die Kamera des Desire 500 besteht

unter anderem aus dem speziellen

HTC-Image-Chip, der bereits im deutlich

teureren HTC One X verbaut

wurde. Außerdem verfügt das Gerät,

das nur 123 Gramm wiegt, über

einen BSI-Sensor, eine lichtstarke

f2,0-Blende, ein 28-Millimeter-Weitwinkelobjektiv

und Autofokus. Ein

Fotolicht unterstützt die Kamera im

Nahbereich bei schlechteren Lichtverhältnissen.

Die Kamera lieferte in

unseren Tests sehr gute Fotos, die

vor allem durch ihre Schärfe überzeugten.

Preis: ca. 220 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1bV3jin

HTC

8

01/2014 apps & tipps


Highlights

Die besten Kamera-Handys

Samsung Galaxy S3 mini

Beim Samsung Galaxy S3 Mini [LINK 3]

haben Sie es mit einem Vorjahres Modell

zu tun, das, obwohl es nicht brandneu ist,

trotzdem eine gute Kamera mitbringt.

Auch bei schlechteren Lichtverhältnissen

liefert die 5-Megapixel-Kamera ordentliche

Aufnahmen. Zudem leuchtet der Blitz das

Motiv gut aus und die Kamera stellt im

richtigen Moment scharf. Auch zahlreiche

Einstellungsoptionen bringt die Kamera

des S3 mini mit. In puncto Design und Verarbeitung

steht das kleine S3 seinem großen

Bruder in nichts nach. Lediglich beim

Innenleben hat Samsung etwas gespart,

was aber bei normaler Nutzung absolut

nicht ins Gewicht fällt.

Auch wenn sich die Kamera des Galaxy S3

mini natürlich nicht mit seinem großen

Bruder oder auch dem neuen Galaxy S4

messen kann, erhalten Sie hier dennoch

ein Handy mit einer sehr ordentlichen Kamera.

In Verbindung mit dem günstigen

Preis kann man dieses Smartphone getrost

als Schnäppchen bezeichnen. Für alle Hobbyfotografen,

die es nicht darauf anlegen

professionelle Fotos zu machen und auch

nicht immer das neuste Gerät brauchen,

bietet dieses Smartphone ein hervorragendes

Preis-Leistungs-Verhältnis.

Preis: ca. 194 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 18BdqIh

Samsung

HTC

HTC One

Das HTC One [LINK 4] kommt nicht

mit einer „normalen“ 8-Megapixel-Kamera,

sondern hat eine

UltraPixel-Kamera im Gepäck.

UltraPixel sind größer als gewöhnliche

Pixel und beanspruchen

pro Pixel mehr

Platz auf dem Sensor. Somit

ist die Gesamtzahl der Megapixel

geringer, es fällt jedoch

bis zu 300 Prozent

mehr Licht auf jedes der

Ultrapixel, was die

Bildqualität deutlich steigern

kann. Das Smartphone

bringt neben

einem BSI-Sensor,

einem optischen Bildstabilisator

auch die

Funktion Smart Flash mit. In dieser

haben Sie fünf Blitzstufen zur Verfügung,

die sich automatisch an den

Abstand zum Aufnahmeobjekt anpassen.

Außerdem verfügt die

Frontkamera über ein 880-Weitwinkelobjektiv

mit 2,1 Megapixel und

HDR-Funktion.

Obwohl das HTC One „nur“ eine 8

Megapixel-Kamera mitbringt, ist es

für uns das Top-Handy unter den

hier vorgestellten Kamera-Smartphones

und eine echte Kaufempfehlung.

Das Gerät liefert hervorragende

Bilder und erstellt Serienaufnahmen

mit nur einem Fingertipp.

Preis: ca. 470 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1bV5Gl4

Samsung Galaxy S4

Samsung setzt bei seinem Flaggschiff,

dem Galaxy S4 [LINK 5] auf einen IMX135

Sensor von Sony mit 13 Megapixeln und

einer Sensorgröße von 1/​3.06 Zoll. Mit Autofokus,

digitalem Bildstabilisator und Fotolicht

bringt das Galaxy S4 weitestgehend

das mit, was in einem Smartphone dieser

Klasse vorhanden sein sollte. Zum Prunkstück

des Geräts wird die Kamera des S4

durch die Ausstattung der verwendeten

Kamera-Software. Deshalb gestaltet es

sich für andere Geräte als schwierig mit

den Kamerafunktionen des S4 mitzuhalten.

Lediglich das LG G2, das HTV One und vielleicht

das Nokia Lumia 1020 schaffen das.

Vom Interface der Kamera haben Sie direkten

Zugriff auf alle Funktionen der Kamera.

Am oberen Bildrand wählen Sie die Frontkamera,

die Dual-Shot-Aufnahmen und die

Schnelleinstellungen an. Die anderen

Funktionen der Kamera finden Sie, wenn

Sie den Modus-Button anklicken. Das Galaxy

S4 macht vor allem bei gutem Licht

scharfe und farbechte Innen- und Außenaufnahmen.

Experimentierfreudige Fotografen

kommen mit der Kamera des Galaxy

S4 voll auf ihre Kosten.

Preis: ca. 420 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ I29OEM

Samsung

apps & tipps

9


Highlights

Handy-Fotografie

So holen Sie das Beste aus Ihrem Fotohandy heraus

Crashkurs

Wir zeigen Ihnen, mit

welchem Zusatzwissen

und welchen Tricks Sie

aus Schnappschüssen

wirklich gute Fotos

machen. Marcel Hilzinger

Mit aktuellen Handys lassen sich

recht gute Schnappschüsse erstellen.

Sie können damit aber

auch richtig gute Fotos machen.

Während die Qualität der Schnappschüsse

vom verbauten Objektiv und der Kamera-Software

des Herstellers abhängt, benötigen

Sie für richtig tolle Smartphone-Fotos

ein gutes Auge, etwas Grundwissen und natürlich

auch das nötige Quäntchen Glück.

Mit Augen und Glück können wir nicht dienen,

etwas Grundwissen finden Sie hier.

Richtige Haltung und Zeit

So trivial es auch klingt: Wenn Sie Ihr Handy

richtig halten, dann gelingen auch bessere

Fotos. Mit ausgestreckten Armen können Sie

auch das leichteste Smartphone nicht lange

ruhig halten, also werden die Fotos je nach

Belichtungszeit unscharf. Ziehen Sie das

Handy etwas näher an sich heran oder versuchen

Sie, es aufzustützen. Oft hilft es bereits,

sich an eine Mauer oder einen Baum anzulehnen,

um ein wackelfreie Foto zu erstellen.

Noch besser ist es, wenn Sie für ganz kurze

Zeit den Atem anhalten. Dann werden sogar

Fotos mit einer Belichtungszeit von einer 1/​

25 Sekunde scharf (sofern sich darauf nichts

bewegt). Alternativ können Sie auch die Ellenbogen

auf dem Brustkasten aufstützen.

Sie haben ein Wochenende in London geplant

und möchten dabei ein paar tolle Fotos

machen? Versuchen Sie gar nicht erst, das

Parlament oder die Tower-Bridge bei Nieselregen

oder der typischen Bewölkung zu fotografieren:

Daraus werden keine guten Fotos

entstehen. Warten Sie besser den Augenblick

ab, an dem die Sonne durch die Wolken

bricht und Ihr Motiv auf natürliche Weise erstrahlen

lässt.

Die von der Beleuchtung her besten Fotos

entstehen meistens am Morgen bei Sonnenaufgang

und am Abend kurz vor der Dämmerung.

Nutzen Sie diesen Vorteil. Idealer-

Yury Shchipakin, 123RF

Abb. 1: Nutzen Sie die Stunden bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

für spektakuläre Beleuchtungen.

Abb. 2: Eigentlich sollte die Kirche rechts auf das Foto, aber mit Gegenlicht

entstand so das bessere Bild.

10

01/2014 apps & tipps


Highlights

Handy-Fotografie

Abb. 3: Die großen Steine im Vordergrund sind

eigentlich ganz klein – das wirkt.

weise schauen Sie sich am ersten Tag die

Stadt an und richten dann am zweiten Tag

Ihren Fotospaziergang nach dem Tageslicht

aus. So vermeiden Sie, dass Sie zur falschen

Zeit am falschen Ort sind und die Tower

Bridge im Gegenlicht fotografieren müssen,

anstatt die Sonne im Rücken zu haben.

Schlechtes Licht

Kein Smartphone-Objektiv ist groß genug,

um auch genügend Licht auf den Sensor eindringen

zu lassen. Bei Dämmerung oder

schlechten Lichtverhältnissen sieht man auf

den meisten Fotos deshalb nur noch ein Rauschen,

abgesehen von den wenigen Fotos,

bei denen der Blitz genau passt. Die meisten

Kamera-Apps schrauben automatisch den

ISO-Wert hoch, wenn Sie den Blitz ausschalten

oder es zu dunkel ist. Durch alternative

Kamera-Apps (etwa Camera FV-5 [LINK 1])

können Sie den ISO-Wert von Hand festlegen

und die App somit zwingen, das Bild länger

zu belichten. Ob das funktioniert, hängt jedoch

stark vom Handy ab.

Wenn aus einem Motiv aufgrund der

schlechten Lichtverhältnisse oder wegen Gegenlichts

nichts herauszuholen ist, dann

seien Sie mutig und Fotografieren Sie das Gegenlicht.

Falls Sie Ihr Handy mit einer Hand

genug sicher halten können, lohnt es sich,

direktes Sonnenlicht durch die zweite Hand

etwas abzufangen. Formen Sie dazu mit der

zweiten Hand eine Art Baseballkappe für das

Objektiv. Auch Lampen lassen sich mit Handykameras

toll fotografieren – oft ergeben

sich daraus sogar ganz lustige Bilder.

Perspektive wechseln

Üblicherweise fotografieren Sie vermutlich

im Stehen und halten Ihr Smartphone ungefähr

auf Augenhöhe. Schließlich wollen Sie ja

auch sehen, was auf dem Display zu sehen

ist. Wechseln Sie für Ihr nächstes Foto mal

die Perspektive. Stellen Sie dazu das Handy

auf den Boden oder halten Sie es leicht über

der Erde. Anstatt ein Haus wie üblich frontal

zu fotografieren, gehen Sie doch einmal ganz

nahe ran und machen Sie ein Foto parallel

zur Hauswand.

Stellen Sie das Motiv schräg: Sie müssen

Ihr Handy nicht waagerecht oder senkrecht

halten, Sie können es auch leicht drehen

(zwischen 30° und 45°). Damit erreichen Sie

mit einfachen Mitteln ein außerordentliches

Foto. Sie finden Spiegelungen cool? Suchen

Sie dazu nicht nach einem Spiegel oder

einem See, sondern machen Sie sich einfach

eine Pfütze. Dazu reicht schon eine Flasche

Wasser. Halten Sie anschließend das Handy

möglichst nahe an die Pfütze ran, sodass sich

zum Beispiel der Himmel darin spiegelt.

Verfügt Ihre Kamera-App über ein Gitterraster,

dann blenden Sie es ein. Meistens erreichen

Sie schon dadurch ein besseres Foto,

wenn Sie das Motiv am Raster nach den Regeln

des goldenen Schnitts ausrichten. Also

nicht zentriert wie üblich, sondern an den

Kreuzungen des Rasters orientiert.

Portraits

Menschen gut zu fotografieren, ist mit

dem Handy sehr schwierig. Bei kleinsten

Bewegungen entstehen bereits Unschärfen,

und üblicherweise passt das Licht

nicht. Wenn Sie gute Portraits erstellen

möchten, brauchen Sie dazu gute Lichtverhältnisse

und ein entspanntes Verhältnis

zur Person, die portraitiert sein

will. Der Trick mit der kleinen Blende,

um möglichst wenig Tiefenschärfe zu

bekommen, funktioniert auf Handys

nicht, weil die Optik das nicht hergibt

und die Blende zudem fest ist. Üblicherweise

ist somit nicht nur die Person, die

Sie ablichten scharf sondern auch die

Umgebung rund herum. Als kleinen

Trick können Sie hier einen runden

Tiltshift-Filter anwenden. Das geht mit

Snapseed [LINK 2] oder Kamera360 Ultimate

[LINK 3] recht einfach. Alternativ

versuchen Sie, so viel vom Kopf wie

möglich auf das Foto zu bekommen,

damit der Hintergrund nicht stört.

Tipp

Die meisten Frontkameras machen

scheußliche Fotos. Drehen

Sie das Handy um und nutzen

Sie die Hauptkamera, wenn Sie

nicht den Umweg über einen

Spiegel gehen möchten.

Abb. 4: Sie müssen das Handy nicht

immer genau waagerecht halten um

ein Foto zu schießen.

apps & tipps 01/2014 11


Highlights

Handy-Fotografie

Abb. 5: Orientieren Sie das Hauptobjekt

am feinen Raster, wie hier am

Beispiel des HTC One X+.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31521

Klassische Portraitfotografie und Handy passen

aber auch irgendwie nicht zusammen,

schließlich wimmelt es heutzutage von

Selbstportraits (so genannten „Selfies“) im

Internet, die aus fotografischer Sicht als dilettantisch

bis mies zu bewerten sind. Setzen

Sie diese Effekte bewusst ein: machen Sie ein

überbelichtetes oder unterbelichtetes Foto,

vergrößern Sie Kontraste, drehen Sie das

Motiv um 30° oder fotografieren Sie nur die

Hälfte des Gesichts. Hier müssen Sie kreativ

sein, nicht langweilig wie ein Studiofotograf.

Keine Angst vor Fotofilter-Apps

Viele Aufnahmen wirken zunächst einmal

schlicht unspektakulär. Erst durch die Nachbearbeitung

erhalten sie das gewisse Etwas.

Scheuen Sie sich nicht, Ihre Fotos mit zusätzlichen

Apps zu verbessern. Praktisch jeder

Fotograf tut das, warum also genau Sie nicht?

Sie brauchen dafür kein Photoshop oder

einen superschnellen PC, es reicht eine der

in unserem Fototools-Artikel vorgestellten

Apps. Die meisten Apps sind zudem gratis

oder bieten zumindest eine Gratis-Testversion

an. Natürlich ersetzen auch diese Apps

kein schlechtes Kameramodul oder eine zittrige

Hand. Aber wenn Sie ein Bild im Kasten

haben, dass Sie sich viel schöner oder anders

vorgestellt hatten, dann bietet sich der Griff

zur Nachbearbeitung an.

Oft reicht es schon, den passenden Ausschnitt

zu wählen oder das Bild etwas aufzuhellen,

eventuell noch die Saturation zu erhöhen.

Mit Snapseed & Co. lassen sich aber

noch viele weitere tolle Dinge anstellen. Welche

Möglichkeiten sich dabei im Detail bieten,

zeigen Ihnen die folgenden Artikel zu

den alternativen Kamera-Apps und zu den

besten Fotofilter-Apps.

Fazit

Auch die besten Handy-Kameras bleiben

weit hinter den Möglichkeiten einer DSLR-

Kamera zurück. Doch bei Handy und Profikamera

gilt auch der Grundsatz, dass ein

Foto nur so gut wird, wie sein Fotograf. Sind

Sie also mit Ihren Fotos nicht zufrieden,

muss nicht unbedingt ein neues Handy her.

Oft reicht es schon, sich ein paar Stunden

mit dem Thema Fotografie auseinanderzusetzen.

Inspirationen können Sie sich dazu bei

den zahlreichen Foto-Communities holen,

zum Beispiel bei 500px [LINK 4], Instagram

[LINK 5] oder EyeEm [LINK 6]. ● ● ●

Abb. 6: Kein Kunstwerk aber ein halbwegs scharfes

und hochauflösendes Selbstportrait dank Hauptkamera

statt Frontkamera.

Abb. 7: Die helle Lampe macht zu viel Gegenlicht? Nutzen Sie die Chance

und fotografieren Sie den Störenfried.

Abb. 8: Mit ein wenig Nachbearbeitung in Snapseed sieht das Foto schon

recht besonders aus.

12

01/2014 apps & tipps


Highlights

Kamera-App im Griff

Handy-Kameras der großen Hersteller im Vergleich

Smarter

fotografieren

Telefonieren und im

Internet surfen können

sie alle, doch bei der

Kamera unterscheiden

sich moderne Smartphones

noch deutlich.

Wir zeigen Ihnen, wie

Sie das Beste aus den

Kamera-Apps von

Google, HTC, Samsung,

LG und Sony herausholen.

Diana Hahn, Marcel Hilzinger,

Christoph Langner

Nachdem das Rennen um das

schnellste Handy kaum mehr interessant

ist – selbst günstige Geräte

sind meist schnell genug –

setzten die Handy-Hersteller auf Features.

Besonders die Kamera mitsamt Kamera-App

muss sich von der Konkurrenz abheben. Die

Kameras der Top-Modelle strotzen daher mit

Funktionen, wir stellen Ihnen die wichtigsten

Features der Kamera-Apps namhafter Hersteller

detailliert vor und zeigen auch, was

die Standard-App von Google kann.

Android-Kamera (Nexus 5)

Wenn Sie ein Nexus-Gerät oder ein

Android-Smartphone ohne besondere

Anpassungen des Herstellers

besitzen, dann ist auf Ihrem Handy die Kamera-App

von Google installiert. Sie erkennen

die App am kreisrunden blauen Auslöser-Button

und dem weißen Kreis für die Einstellungen.

Neben diesen zwei Elementen

findet sich als drittes unten rechts (im Querformat)

das Kamera-Icon. Über dieses Symbol

wechseln Sie zwischen dem Foto- und

dem Videomodus und nehmen Panoramabilder

und Fotokugeln („Photo Spheres“) auf.

Sämtliche Bedienungselemente funktionieren

durch einmaliges Antippen. Möchten Sie

zum Beispiel zum Videomodus wechseln,

tippen Sie das Kamera-Icon an und anschließend

das Videokamera-Symbol. Möchten Sie

die Einstellungen öffnen, tippen Sie den weißen

Kreis an und anschließend das gewünschte

Symbol. In die Einstellungen gelangen

Sie auch, indem Sie den Finger auf

dem Display gedrückt halten und nach oben

ziehen. Tippen Sie das Display hingegen nur

kurz an, dann bestimmen Sie damit, auf welchen

Bereich die Kamera fokussieren soll.

14

01/2014 apps & tipps

Artisticco LLC, 123RF


Highlights

Kamera-App im Griff

Abb. 1: Die Standard-Kamera von Android fällt durch ihre Schlichtheit auf.

Abb. 2: Durch Antippen legen Sie fest, was die Kamera fokussieren soll.

Die Kamera-App ist dafür bekannt, recht

lange zu benötigen, um das Motiv scharf zu

stellen. Es lohnt sich deshalb, den gewünschten

Bereich einmal anzutippen und erst danach

den Auslöser zu betätigen als nur über

den Auslöser zu fotografieren.

Einfache Einstellungen

Google hat die Einstellungen der Kamera-

App nicht über das übliche Symbol mit den

drei Punkten gelöst, sondern zeigt beim Aufrufen

des weißen Kreises einen Bogen mit

den verfügbaren Möglichkeiten an. Diese unterscheiden

sich je nach Kameramodul und

Android Version. Beim Galaxy Nexus fehlt

zum Beispiel der HDR-Modus, das Nexus 5

beherrscht sogar HDR+. Ganz links sehen

Sie die Einstellung für den HDR-Modus (falls

vorhanden). Das runde Symbol mit den Plusminuszeichen

daneben öffnet die Einstellungen

für die Belichtungskorrektur.

Je nach Handy können Sie hier von ‐3

(macht Fotos deutlich dunkler) bis +3

(macht Fotos deutlich heller) regeln oder

auch nur von ‐2 bis +2, je nach Gerät. Das

Symbol ganz rechts wechselt zwischen der

Frontkamera und der Hauptkamera. Daneben

finden Sie die Einstellungen für den Blitz

(kein Blitz, automatisch, Blitz immer an). In

der Mitte gibt es ein Symbol mit drei Schieberegler.

Darüber erreichen Sie die erweiterten

Einstellungen der Kamera-App.

Erweiterte Einstellungen

Auch die erweiterten Einstellungen bestehen

aus fünf Menüpunkten. Über das Quadrat in

der Mitte legen Sie die Bildgröße (Auflösung)

der Fotos in Megapixeln fest. Ganz links

schalten Sie die Standortinformationen ein

oder aus. Ist das Symbol nicht durchgestrichen,

dann speichert die Kamera-App zu

jedem Foto auch den Standort. Ganz rechts

erreichen Sie die Szenenmodi (siehe folgenden

Abschnitt). Zwischen der Bildgröße und

dem Standort finden Sie den Selbstauslöser

(Countdown-Timer). Er lässt eine Verzögerung

von maximal 60 Sekunden zu und informiert

über einen Piepton, wann das Foto

geschossen wird.

Über das Icon zwischen der Bildgröße und

den Szenen richten Sie den Weißabgleich

ein. Hier gibt es die typischen Möglichkeiten

für „Bewölkt“, „Neonlicht“ oder „normale

Glühbirne“ zur Auswahl. Einen Weißabgleich

durchzuführen (also der Kamera-App

zu sagen welche Farbe nun genau weiß sein

sollte), ist nicht möglich. Schauen Sie sich

daher einfach das Bild per Hand an. Wenn

weiße Gegenstände nicht weiß sind, dann

lohnt es sich, an den Einstellungen zu

Start vom

Lockscreen

Die Android-Kamera können Sie

bei aktuellen Handys mit Android

4.1 oder neuer direkt vom

Lockscreen aus starten, falls der

Hersteller das unterstützt. Dazu

einfach im Sperrbildschirm mit

dem Finger von rechts auf das

Display wischen.

Abb. 3: Die Icons der Android-Kamera-App sind selbsterklärend. Sie öffnen

den Menübogen über einen längeren Klick auf das Display.

Abb. 4: In den erweiterten Einstellungen finden Sie unter anderem auch

den Selbstauslöser oder verschiedene Szenen-Modi.

apps & tipps 01/2014 15


Highlights

Kamera-App im Griff

Abb. 5: Die von HTC vorinstallierte Kamera-App lässt sich deutlich einfacher

bedienen als die Standard-App von Android.

Abb. 6: Die HTC-Kamera zeigt alle Einstellungsmöglichkeiten in einer kompakten

Liste über das Symbol links unten an.

Alternative

Kamera-Apps

Bei Google Play gibt es zahlreiche

alternative Kamera-Apps,

mit denen Sie teilweise bessere

Ergebnisse erreichen als mit der

vom Hersteller Ihres Handys

vorinstallierten App. Lesen Sie

dazu auch unseren separaten

Artikel zu den Kamera-Alternativen

in dieser Ausgabe.

schrauben. Erfahrungsgemäß ist die Automatik

hier aber die beste Wahl.

Szenenmodi

Die Android-Kamera unterstützt vier Szenenmodi,

die für bessere Fotos beim Sport, in

der Nacht, bei einem Sonnenuntergang und

auf einer Party sorgen sollen. Erfahrungsgemäß

bringen diese Einstellungen aber nicht

viel. Wir empfehlen deshalb, die Fotos mit

dem Standard (kein Szenenmodus) aufzunehmen

und nachträglich über eine Fotobearbeitungsapp

(siehe separaten Artikel in

dieser Ausgabe) zu bearbeiten. Lediglich der

Sport-Modus bringt einige Verbesserungen

bei sich bewegenden Objekten. Aber auch

nur dann, wenn die Lichtverhältnisse eine

kurze Verschlusszeit zulassen. Sonst korrigiert

die Kamera-App automatisch die Belichtung,

was zu langen Verschlusszeiten und

somit unscharfen Aufnahmen führt.

Einstellungen zurücksetzen

Sie haben den Weißabgleich geändert, an der

Belichtung geschraubt und der Blitz funktioniert

auch nicht mehr wie gewünscht? Wechseln

Sie zu den Einstellungen Ihres Android-

Systems und suchen Sie unter den Apps die

Kamera-App. Hier können Sie nun über

einen Fingertip auf Daten löschen die Einstellungen

der Kamera wieder auf die Standardwerte

zurücksetzen.

HTC (One X)

HTC legt nicht nur bei seinen Highend-Geräten

viel wert auf eine gute

Kamera, sondern auch bei den

günstigeren und älteren Modellen. Mit dem

Update auf Android 4.2 und Sense 5.0 bekamen

zum Beispiel auch die One-X-Modelle

von Anfang 2012 eine komplett überarbeitete

Kamera-Software. Diese stellen wir Ihnen

hier vor. Je nach HTC-Modell werden Sie einige

Abweichungen zu Ihrer Handy-Kamera

feststellen, die grundlegende Bedienung hat

sich jedoch nicht geändert.

Gegenüber der Nexus-Kamera fällt zunächst

auf, dass die wichtigsten Einstellungen

mit einem Fingertip erreichbar sind. In

der oberen linken Ecke schalten Sie den Blitz

ein und aus, unten links erreichen Sie die

Einstellungen. Über einen Klick auf die Videokamera

startet die Filmaufnahme, oben

rechts sehen Sie das zuletzt gemachte Foto.

Klar zu erkennen ist auch der senkrechte Slider

für den digitalen Zoom. Auch hier raten

wir aber von der Nutzung des digitalen

Zooms ab, außer Sie haben sehr ruhige

Hände oder fotografieren mit einem Stativ.

Bei der Standard-App von Android nicht

vorhanden sind die Filterfunktionen unten

rechts. Tippen Sie auf das bunte Symbol, erscheint

eine Liste von möglichen Filtern.

Wenn Sie viel Zeit zum Fotografieren und

Lust zum Experiment haben, dann wählen

Sie hier eine der Funktionen aus und schießen

gleich ein kleines Kunstwerk. Im täglichen

Gebrauch verzichten Sie aber besser

auf diese Möglichkeit und versehen Ihre

Fotos nachträglich mit einem Filter, wie in

unserem separaten Artikel beschrieben.

Die Einstellungen

Über das Symbol mit den drei Punkten erreichen

Sie die Einstellungen. Auch hier fällt

positiv auf, dass alle Settings an einem Ort

versammelt sind. So müssen Sie nicht wie

bei der Standard-Kamera-App raten, was sich

wohl hinter welchem Eintrag noch verbirgt,

sondern scrollen einfach die Liste durch. Je

nach HTC-Gerät unterscheidet sich auch hier

die Liste der verfügbaren Optionen.

Ganz zu oberst wechseln Sie zwischen der

Haupt- und der Frontkamera. Darunter folgen

die Einstellungen für den Szenenmodus

der Fotofunktion und den Szenenmodus bei

der Videokamera (Normal oder Zeitlupe). Scrollen

Sie etwas weiter nach unten, erreichen

16

01/2014 apps & tipps


Highlights

Kamera-App im Griff

Abb. 7: Die Kamera-App von HTC bietet deutlich mehr Möglichkeiten als

die doch recht einfache Standard-App von Android.

Sie die manuellen Einstellungen. Hier können

Sie zum Beispiel den ISO-Wert bei 100 fixieren

(max. ISO) unter den Kameraoptionen

die Gesichtserkennung und das Geo-Tagging

ein- und ausschalten. Markieren Sie die

Checkbox bei Raster, dann erscheint auf dem

Display ein Gitter. Es hilft Ihnen dabei, das

Objekt möglichst gut auszurichten (siehe

Grundlagenartikel zur Fotografie).

Eine wichtige Funktion finden Sie unter

Zuschneiden. Hier legen Sie fest, ob das Bild

im 16:9-Format, 4:3 oder sogar 1:1 speichern

möchten. Üblicherweise erreichen Sie die

größtmögliche Auflösung im 4:3-Format. Bei

unserem Testhandy (HTC One X+ beträgt

diese maximal 3264 x 2448 Pixel. Wählen Sie

Zuschneiden breit, dann beträgt die maximale

Bildgröße nur noch 3264 x 1840 Pixel,

bei 1:1 reduziert sich diese sogar auf 2448 x

2448 Pixel. Richten Sie also zuerst über Zuschneiden

das gewünschte Format ein, anschließend

wählen Sie die Bildgröße.

Besonderheiten

Verfügen Sie über ein HTC

One, One X, One S oder das

Desire 500, dann beherrscht

Ihre Kamera auch eine Serienbildfunktion.

Diese bietet

sich zum Beispiel bei Sportaufnahmen

an. Halten Sie

dazu den Auslöser einfach

gedrückt. In der anschließenden

Vorschau sehen Sie

nun sämtliche Fotos und

können das beste über das

Icon Beste Aufnahme speichern

(die restlichen Fotos

werden dann gelöscht). Sie

können aber auch alle behalten

oder alle Löschen.

Eine weitere Besonderheit,

die es aber nur beim HTC

One gibt, ist der Zoe-Modus.

Abb. 8: Bei schlechtem Licht wechselt

die Samsung-Kamera automatisch

in den Nacht-Modus.

Fotografieren Sie damit,

dann erstellt die Kamera

auch bei Standbildern

kurze Videos im Hintergrund.

Damit lassen sich

später coole Diashows gestalten.

Unabhängig von

der Zoe-Funktion des HTC

One finden Sie auch auf

dem HTC One X+ und

dem Desire 500 kurze Videos

aus Ihren Standbildern,

wenn Sie in der Galerie-App

von HTC die Ansicht

von Alben zu Ereignisse

ändern. Dies funktioniert aber nur ab

Android 4.2.2 mit Sense 5.

Samsung (Galaxy S4)

Neben den Standardmodi (Sport,

Nachtmodus, Schönes Portrait, Panorama,

Klangfarbe (HDR) oder Bestes

Foto), über die fast jede Kamera-App

mittlerweile verfügt, bringt die Kamera-Software

des Samsung Galaxy S4 den einen oder

anderen Spezialmodus mit. Von Haus aus ist

die Kamera auf den „Draufhalten-Modus“

eingestellt und macht automatisch alles richtig.

Dieser bietet sich besonders für schnelle

Schnappschüsse an, da Sie auf nichts achten

müssen und die Kamera-App Farben und

Helligkeit automatisch optimiert.

Bild-in-Bild-Funktion

Zu den speziellen Funktionen der S4-Kamera-App

gehört der Dual Shot. In diesem

Modus nehmen Sie Bilder mit beiden Kameras

auf. Wenn Sie die Hauptkamera auf Ihr

Motiv gerichtet haben, tippen

Sie das mittlere Symbol

am linken oberen Bildschirmrand

an. Daraufhin

wird das Foto der Frontkamera

als kleine Version in

das Original eingefügt. Um

das Hauptmotiv des Fotos

nicht zu verdecken ändern

Sie einfach die Position und

Größe des kleinen Bildes.

Wenn Sie mit diesem Modus

fotografieren möchten, tippen

Sie das mittlere der drei

am linken oberen Bildschirmrand

vorhandenen

Symbole an.

Um einen der anderen

Modi zu aktivieren, betätigen

Sie den Modus-Button,

der sich neben dem Auslöser

Abb. 9: Die Bild-in-Bild-Funktion blendet

auch bei Samsung das Bild der

Frontkamera ein.

apps & tipps 01/2014 17


Highlights

Kamera-App im Griff

Abb. 10: Samsung integriert eine

rechte große Anzahl von Features in

seine Kamera-App.

befindet. Einer dieser Modi

ist die Funktion Sound &

Shot. Neben der ganz normalen

Aufnahme bietet die

Samsung-App die Möglichkeit,

vor oder nach dem

Foto zusätzlich die Umgebungsgeräusche

aufzunehmen.

So hauchen Sie Ihrem

Bild mit bis zu neun Sekunden

langen Tonaufnahmen

zusätzliches Leben ein.

Egal welche Kamera oder

Kamera-App Sie bei Gruppenbildern

verwenden, ein

Problem haben alle gemeinsam:

Immer ist irgendjemand

nicht gut getroffen.

Mit der Funktion Best Face

will die Kamera-App des S4

hier Abhilfe schaffen. Aus

fünf aufeinanderfolgenden Gruppenbildern

wählen Sie das beste Bild jeder Person aus.

Die App kombiniert die Fotos dann zum

bestmöglichen Gruppenbild.

Die Funktion Drama eignet sich perfekt für

dynamische Fotos. So lassen sich Bewegungen

in einem einzigen Foto festhalten. Die

Kamera-App fasst hierzu eine Bildserie von

einem sich bewegenden Motiv in einer Collage

zusammen. Der Bewegungsablauf des

Objekts bleibt trotzdem Schritt für Schritt erhalten.

Ein klassisches Motiv dieser Art ist

ein Snowboarder beim Sprung, dessen Flugstrecke

die App in ein einziges Bild komprimiert.

Animierte Fotos

Im Play Store gibt es zahlreiche Kamera-

Apps, mit welchen sich Panorama-Aufnahmen

erstellen lassen. Das S4 bringt diese

Funktion von Haus aus mit. Dazu stellen Sie

das Smartphone auf den richtigen Modus

ein, richten Ihre Kamera auf das gewünschte

Objekt und bewegen es dann ab dem Startpunkt

langsam nach links oder rechts. Auf

dem Display erscheint nun Schritt für Schritt

Ihr Panoramabild. Damit die Aufnahme gelingt,

müssen Sie ein gleichmäßiges Tempo

beibehalten. Zudem sollten Sie das Smartphone

während der Aufnahme auf der gleichen

Höhe halten. Dabei unterstützt Sie die

App des Galxy S4: Mit einem Rahmen zeigt

Sie Ihnen an, ob Sie das Gerät höher oder tiefer

halten müssen.

Die Funktion animierte Fotos arbeitet ähnlich

wie der Drama-Shot. Das Gerät nimmt

hintereinander mehrere Fotos beziehungsweise

mehrere Sekunden Video auf. Das Foto

Abb. 11: Im Panorama-Modus erstellen

Sie eine eine 360-Grad-Aufnahme

Ihrer Umgebung.

oder die Szene wird direkt

im Anschluss daran analysiert.

Bei den fünf Sekunden

Videos für das animierte

Foto können Sie im

Nachhinein auswählen,

welche Teile des Videos

später statisch erscheinen

oder sich bewegen sollen.

Mit dieser Funktion lassen

sich wirkungsvolle GIFs erstellen.

Auch das Radieren

beherrscht die Samsung-

Kamera-App: Mit dieser

Funktion entfernen Sie Personen,

die Ihnen durch Ihr

Bild gelaufen sind.

In den verschiedenen

Modi lassen sich auch noch

einige Einstellungen vornehmen.

So lässt sich über

das Zahnrad am Bildschirmrand die automatische

Nachterkennung für manche Modi

einschalten. Diese sorgt dafür, dass Sie auch

bei schwachem Licht klare und helle Bilder

bekommen – ohne den Blitz zu aktivieren.

Und auch die Funktion Sprachbefehle aktivieren

Sie hier. Durch Lächeln, Bitte Lächeln,

Klick und Aufnahme löst die Kamera-App

aus. Welcher Modus gerade aktiv ist, zeigt

Ihnen die App entweder oben in der Mitte

des Displays (Hochformat) oder am rechten

oberen Rand (Querformat).

LG (G2)

Auch bei LG ist die Kamera in der

Grundeinstellung auf Vollautomatik

eingestellt. Sie müssen daher nur

Ihr Motiv einfangen und abdrücken, den Rest

erledigt die Kamera. Es lohnt sich jedoch, in

die Einstellungen und die Kamera-Modi zu

schauen. Hier stecken viele Funktionen, mit

denen Sie noch bessere Bilder erstellen können.

Zudem glänzt LG besonders beim aktuellen

G2 mit vielen speziellen Features.

Hinter dem Zahnrad-Icon finden Sie die

Einstellungen der Kamera-App. Hier nehmen

Sie grundlegende Einstellungen wie die Auflösung

der Aufnahme vor, oder aktivieren

das Geotagging – Ihre Aufnahmen werden

dabei per GPS mit der exakten Position versehen,

mit speziellen Programmen lassen sich

diese Informationen später auswerten. Foto-

Profis regeln an dieser Stelle Helligkeit, Fokus-Art,

ISO-Werte oder den Weißabgleich.

Volle Kontrolle bei LG

Beim Fotografieren wichtig ist besonders der

Weißabgleich und die Fokusierung. Mit dem

18

01/2014 apps & tipps


Highlights

Kamera-App im Griff

Abb. 12: Die Einstellungen der LG-

Kamera lassen Sie viele Aufnahmeparameter

von Hand regeln.

Abb. 13: Das Experimentieren mit

den vielen Kamera-Modi der LG-

Kamera lohnt sich.

Abb. 14: Bei LG besonders beeindruckend

ist der Modus zum

Löschen von Bildausschnitten.

Abb. 15: Per Fingerzeig entfernen

Sie mit „Aufnehmen & löschen“

Objekte aus der Aufnahme.

Weißabgleich passen Sie die Aufnahme an

unterschiedliche Lichtquellen an, über die

Fokusierung entscheiden Sie manuell, welches

Objekt scharfgestellt wird. Von Haus

aus stellt die LG-Kamera automatisch auf Gesichter

scharf. Für Gruppenportraits ist der

Sprachauslöser praktisch, mit „Cheese“ oder

„Smile“ löst die Kamera auf Ihr Kommando

aus. Per Zurücksetzen machen Sie alle Ihre

Änderungen mit einem Klick rückgängig.

Über den Modus-Button aktivieren Sie eine

Reihe von besonderen Funktionen. Ein besonderer

Nacht-Modus, HDR-Aufnahmen

(Dynamischer Ton) mit besonders viel

Kontrast,Panorama-Bilder oder 360-Grad-

Rundum-Panoramen (VR Panorama), sind

heute nichts mehr besonderes. Auch die

Dual-Kamera, bei der das Bild der Hauptkamera

mit in die Aufnahme eingeblendet

wird, kennt man schon vom Samsung Galaxy

S4. Doch die Modi Aufnehmen & löschen und

Time Catch-Aufnahmefunktion sind etwas

besonderes.

Time Catch nimmt im Hintergrund permanent

auf, auch wenn Sie die Kamera noch

auf das Motiv ausrichten. Drücken Sie ab,

wird das Bald zusammen mit Bilder aus den

Sekunden vor der Aufnahme abgespeichert,

aus diesem Fächer an Bildern suchen Sie sich

das Beste heraus – So bannen Sie die besten

Schnappschüsse aufs Papier, selbst wenn Sie

zu spät dran waren. Genauso praktisch ist

die etwas sperrig benannte Funktion Aufnehmen

& löschen.

Intelligent löschen

Im Urlaub kennen Sie sicher das Problem,

Sie stehen vor dem Eiffelturm und möchten

Ihren Partner vor der berühmten Kulisse fotografieren,

doch andauernd laufen anderen

Touristen durchs Bild. Ist Aufnehmen & löschen

aktiviert, müssen Sie die Kamera für

einen Moment länger auf das Motiv halten,

anschließend markiert die Software alle Bildbereiche,

die sich während der Aufnahme

merklich bewegt haben. Per Fingerzeig wählen

Sie diese aus und löschen die nicht erwünschten

Elemente. Das Ergebnis ist Ihr

Partner alleine vor dem Eiffelturm – ohne

störende Mitreisende.

Über den Schieberegler rechts unten (im

Querformat rechts oben) wechseln Sie in den

Video-Modus. Auch hier stehen Ihnen wieder

verschiedene Einstellungen und Kamera-

Modi zur Verfügung, die sich denen der Fotokamera

ähneln. Interessant ist hier der Audio-Zoom-Modus,

der im Querformat den

Ton gezielt von einem markierbaren Bereich

aufnimmt – so filtern Sie ähnlich wie bei

einem Richtmikrofon unerwünschte Nebengeräusche

aus der Tonspur Ihres Videos heraus.

Die Live-Effekte sind eher nur etwas für

Spaßvögel, sie verpassen Ihrem Opfer einen

großen Mund oder riesige Augen.

Viele Alternativen

Die vom Hersteller vorinstallierten Kamera-

Apps sorgen üblicherweise für die besten

Aufnahmen. Sind Sie mit den Apps allerdings

nicht zufrieden, dann gibt es zahlreiche Alternativen

bei Google Play.

Zudem empfehlen wir Ihnen, beim Fotografieren

auf Filter zu verzichten und diese

später über eine separate App von Hand anzuwenden.

Das Resultat der nachträglichen

Bildbearbeitung ist meistens besser. ● ● ●

Abb. 16: In der Praxis werden die

„Live Effekte“ eher selten zum Einsatz

kommen.

apps & tipps 01/2014 19


Highlights

Google-Foto-App

Google Fotos: Die neue App von Google+ erklärt

Windrädchen

Alexandr Kovalenko, 123RF

Über Nacht überraschte

Google Mitte Oktober

viele Nutzer mit einem

neuen App-Icon: Das

bunte Windrädchen

steht für Google Fotos

und ist eine alte App in

neuem Gewand. Wir

stellen Google Fotos

vor. Marcel Hilzinger

Schauen Sie nie oder sehr selten in

die Liste der verfügbaren Apps oder

nutzen Google+ nicht, dann haben

Sie das Symbol mit dem farbigen

Windrad vielleicht noch gar nicht bemerkt.

Es steht für die App Google Fotos und erinnert

optisch stark an Picasa, den Bilderdienst

von Google. Das ist kein Zufall, schließlich

nutzt Google für das Speichern Ihrer Fotos in

der Cloud den Dienst Picasa im Hintergrund.

Teil von Google+

Die Fotos-App gehört zu Google+ und dient

in erster Linie dazu, Ihre zu Google+ hochgeladenen

oder durch die automatische Sicherung

gespeicherten Aufnahmen zu verwalten.

Die Vorteile der App kommen vor

allem dann zum Tragen, wenn Sie Google+

auch am PC oder auf mehreren Android-Geräten

nutzen und auch dort Bilder hochladen.

Die neue Fotos-App enthält zudem noch

ein paar Bearbeitungsmöglichkeiten, sodass

Sie sich eventuell die Installation von Snapseed

oder einer anderen zusätzlichen Bildbearbeitungs-App

sparen können, nur um ein

Bild zuzuschneiden oder es mit einem coolen

Effekt zu versehen.

Orientierung finden

Sie können die App ganz normal über das

App-Icon starten. Falls Sie Google+ aber bereits

aktiv nutzen, dann finden Sie das neue

Windrädchensymbol in der Seitenleiste. Das

sorgt zunächst für etwas Verwirrung, weil Sie

in der Fotos-App ebenfalls das Menü über die

Wie kommt die App auf mein Handy?

Fotos ist Teil von Google+. Wenn Sie Google+ installiert haben, dann haben Sie in der

Zwischenzeit automatisch auch die App Fotos bzw. das zugehörige Icon erhalten. Sie

können die neue App also nicht löschen, wenn Sie nicht auch gleich Google+ deinstallieren

wollen. Wenn Sie Google+ nicht benutzen, die App aber auf Ihrem Handy vorinstalliert

war, können Sie Google+ auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, falls Sie

das neue Icon stört.

Seitenleiste am linken Rand aufrufen

können und dann ein passendes Menü

dazu erhalten. Sie werden sich aber recht

schnell daran gewöhnen.

Nach dem Start der App sehen Sie die

Reiter Kamera und Highlights. Je nachdem,

in welchem Land Sie sich aufhalten, erscheint

ein Hinweis auf die automatische Gesichtserkennung

„Find my Face“, die Sie entweder

freischalten oder über einen Fingertipp

auf Später deaktiviert lassen (empfohlen).

Falls Sie Google+ noch nicht dazu nutzen,

Ihre Fotos automatisch in der Cloud zu

speichern, erhalten Sie ebenfalls ein zusätzliches

Hinweisfenster.

Der Reiter Highlights zeigt Ihnen die – laut

Google-Algorithmen – schönsten Fotos an,

unter dem Reiter Kamera finden Sie alle auf

Ihrem Gerät gespeicherten Fotos. Kamera

verhält sich also in etwa wie die Galerie-App.

Das erste Minibild steht für weitere Ordner

auf dem Dateisystem. Darüber erreichen Sie

zum Beispiel Screenshots oder mit anderen

Kamera-Apps aufgenommene Bilder. Bei einigen

Fotos zeigt die App zudem ein Wölkchen

mit einem Haken an. Dabei handelt es

sich um Fotos, die Google bereits in der

Cloud gespeichert hat. Wollen Sie eines dieser

Fotos bearbeiten, löschen oder verschicken,

halten Sie den Finger auf dem Minibild,

bis die App es mit einem Häkchen versieht.

Ist erst einmal ein Bild markiert, fügen

Sie der Auswahl durch kurzes Antippen weitere

Aufnahmen hinzu. Anschließend wählen

Sie oben rechts das Mülleimersymbol,

20

01/2014 apps & tipps


Highlights

Google-Foto-App

um die Fotos zu löschen, oder das Linksymbol

daneben, um die Fotos mit anderen

zu teilen. Gelöschte Fotos wandern zunächst

in den Papierkorb. Erst

wenn Sie sie dort auch löschen,

sind sie endgültig

verschwunden.

Die Plus-

Features

Wenn Sie

mögen,

können Sie

also die Fotos-App ganz einfach

als Ersatz für die Galerie

benutzen. Die App hat

jedoch deutlich mehr zu

bieten. Öffnen Sie ein Foto

in der Großansicht, dann

finden Sie am unteren Bildschirmrand

immer drei

Symbole. Den Mülleimer

und das Teilensymbol kennen

Sie vermutlich bereits

aus anderen Apps. Über den

Pinsel erreichen Sie die Bearbeitungsfunktionen

der Fotos-App. Dabei ist es egal, ob das

Bild lokal auf dem Handy gespeichert ist

oder nur in der Cloud. Google holt das Foto

aufs Handy und speichert es nach der Bearbeitung

wieder in der Cloud. Sie bemerken

davon höchstens etwas, wenn die Internetverbindung

nicht perfekt ist. Dann kann es

eine Weile dauern, bis sich das Pinselsymbol

auswählen lässt. Auf einigen Aufnahmen erscheint

zudem unten rechts noch eine Art

Zauberstab. Das sind Bilder, die Google automatisch

verbessert hat. Halten Sie den Finger

für kurze Zeit auf dem Zauberstab, sehen Sie

die Unterschiede zum Original.

Doch zurück zu den Bearbeitungsfunktionen:

Sie finden hier einfache Bildbearbeitungs-Werkzeuge

für das Drehen oder Zuschneiden

und auch hier wieder den Zauberstab

für die automatische Verbesserung. Über

mehrmaliges Antippen von Drehen richten

Sie Ihre Fotos passend aus, ein Fingertipp auf

Zuschneiden öffnet die Cropmaske mit drei

Möglichkeiten zur Auswahl. Über den Filtereintrag

gelangen Sie zu diversen künstlerischen

Bearbeitungsmöglichkeiten, die

Google von der App Snapseed [LINK 1] übernommen

hat. Neben den Effekten finden Sie

hier auch mehr als ein Dutzend Rahmen.

Alben und Auto-Effekte

Nutzen Sie Google+ aktiv, dann werden Sie

sich über die Möglichkeiten der Albenverwaltung

direkt aus der Fotos-App heraus

freuen. Damit ist es ein Leichtes, eine bestimmte

Bildauswahl zu einem neuen Album

hinzuzufügen, um dieses anschließend via

Google+ mit bestimmten Personen oder

Kreisen zu teilen. Öffnen Sie dazu zunächst

den Reiter Highlights, und markieren Sie anschließend

die gewünschten Bilder. Zwischen

den bekannten Symbolen für Mülleimer

und Teilen finden Sie nun ein neues

Symbol mit einem Foto. Darüber fügen Sie

die ausgewählten Aufnahmen einem neuen

Album hinzu. Das funktioniert nur mit Fotos

in der Cloud, und das Album bleibt zunächst

privat. Wechseln Sie nun über die Sidebar

zum Eintrag Alben, finden Sie hier die neuen

Fotos und können das Album in Ihren Kreisen

zur Verfügung stellen. Dabei wird Ihnen

Abb. 1: Die Fotos-App sieht nicht

nur optisch aus wie Google+, sondern

ist auch Google+.

Abb. 2: Google sortiert automatisch

die besten Fotos aus und

zeigt diese gesondert an.

Abb. 3: Neben Drehen und

Zuschneiden bietet die Fotos-App

auch zahlreiche Filter.

Abb. 4: Zur Verschönerung Ihrer

Fotos bietet die App zahlreiche

Rahmen an.

apps & tipps 01/2014 21


Highlights

Google-Foto-App

Abb. 5: Der neue Teilendialog der

Fotos-App verfolgt optisch einen

ganz neuen Ansatz.

Abb. 6: Die Funktion für automatische

Kurzvideos gibt es erst ab

Android 4.3.

Abb. 7: Im Videoeditor legen Sie

den Stil und die Hintergrundmusik

fest.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31519

Auto-Upload

einschalten

Sie nutzen Google+ noch nicht,

um Ihre Fotos zu speichern?

Dann starten Sie die App, und

öffnen Sie die Einstellungen.

Hier finden Sie ganz oben den

Eintrag Automatische Sicherung

unter den Allgemeinen Einstellungen.

Tippen Sie diesen Eintrag

an, um die Sicherung einoder

auszuschalten, und entscheiden

Sie, ob Sie den unlimitierten

Speicherplatz mit verkleinerten

Fotos oder den limitierten

mit Bildern in der Originalauflösung

nutzen mögen.

bestimmt auch der neue Teilendialog auffallen,

der das Teilen über Google+ ganz prominent

oben platziert, aber auch die von Android

gewohnten restlichen Möglichkeiten

zur Auswahl bietet.

Ebenfalls nur für die online gespeicherten

Fotos ist die Option Auto-Effekte verfügbar,

die Sie über die Seitenleiste aufrufen. Google

setzt hier aus passenden Bildern Animationen

oder originelle Collagen zusammen.

Auch deutlich verbesserte Aufnahmen finden

sich hier. Es lohnt sich, von Zeit zu Zeit

einen Blick in den Ordner zu werfen, da die

Google-Rechner manchmal etwas Zeit brauchen,

um sämtliche Fotos zu verarbeiten.

Coole Slideshows

Besitzen Sie ein Android-Gerät mit Version

4.3 oder neuer, dann können Sie aus der

neuen App heraus auch ganz leicht kurze Videos

aus Ihren Urlaubsbildern erstellen.

Wechseln Sie dazu über die Sidebar zum

Punkt Auto-Effekte. Hier finden Sie oben in

der Mitte ein Symbol mit der

typischen Videoschnittklappe. Tippen Sie es

an, öffnet sich ein Auswahldialog für die

Fotos und Videos, die Sie dem Clip hinzufügen

möchten. Auch hier können Sie lokale

Fotos mit Bildern und Videos in der Cloud

mischen. Ein Clip kann maximal 20 Sekunden

lang sein, die minimale Länge beträgt 5

Sekunden.

Haben Sie die Fotos ausgesucht, erscheint

ein einfaches Videoeditor-Fenster. Hier wählen

Sie über eine Wischgeste auf dem Vorschaubild

nach rechts oder links den gewünschten

Stil aus (Extrem, Natürlich, Erinnerungen

und so weiter). Per Fingertipp auf

das Notensymbol ändern Sie die eingespielte

Musik. Sind Sie mit den Einstellungen zufrieden,

laden Sie den Kurzfilm über Speichern

in die Cloud hoch. Die so erstellten Videos

finden Sie später über den Eintrag Videos in

der Seitenleiste wieder.

Fazit

Mit der neuen Fotos-App von Google+ brauchen

Sie eigentlich die vorinstallierte Alben/​

Galerie-App von Android nicht mehr, da Sie

damit nicht nur Ihre Google+-Aufnahmen,

sondern auch alle lokalen Fotos bearbeiten

können. Auch Snapseed

oder eine andere Fotofilter-App

können Sie sich sparen, besonders

wenn Sie keine allzu großen Anforderungen

stellen, da die Fotos-App

bereits zahlreiche Bearbeitungsmöglichkeiten

und Filter mitbringt.

Wir sind uns ziemlich sicher,

dass Google Fotos die Standardgalerie

von Android demnächst

ablösen wird. ● ● ●

22

01/2014 apps & tipps


Highlights

Die zehn besten Kamera-Apps

Rostislav Adamovsky, 123RF

Die zehn besten Kamera-Apps aus dem Play Store

Pimp my

Handy-Kamera

Die beste Kamera ist immer die, die man gerade dabeihat. Von daher ist

die Handy-Kamera sehr oft die beste Kamera überhaupt. Mit diesen zehn

Apps werten Sie die Handy-Cam noch mal deutlich auf! Jasmin Bauer

Mittlerweile hat jedes Smartphone

eine Kamera mit an Bord, doch

wenn Sie mehr als gelegentliche

Schnappschüsse aufnehmen

möchten, stößt die Standardanwendung

schnell an ihre Grenzen. Hier lohnt sich der

Blick über den Tellerrand. Damit selbst einfache

Kameras erstklassige Fotos schießen, sorgen

zahlreiche Apps im Play Store für das

richtige Feintuning und Spezialeffekte. Wir

stellen Ihnen unsere zehn Favoriten vor.

Camera MX

Mithilfe der kostenlosen Anwendung

Camera MX [LINK 1] kann jeder

Smartphone-Besitzer mit seinem

Gerät professionelle Aufnahmen machen.

Mehrere Spezialeffekte sorgen für einzigartige

und kreative Bilder. Besonders erwähnenswert

ist die Color-Splash-Funktion, mit

der Sie auf Knopfdruck ohne Bearbeitung

Schwarz-Weiß-Aufnahmen erstellen, auf

denen nur eine Farbe heraussticht.

Zusätzlich dürfen Sie sich über zahlreiche

Farb- und Formeffekte freuen. Für 99 Cent

schalten Sie außerdem die HDR-Funktion für

farbintensivere und detailreichere Fotos frei.

Trotz der vielen Features ist die Bedienung

einfach. Wer gerne Schnappschüsse macht

und die vielen Einstellungen nicht benötigt,

nutzt einfach die One-Shot-Funktion.

Camera Zoom FX

Camera Zoom FX [LINK 2] besticht

durch viele Features, die Ihnen zum

perfekten Bild verhelfen. Damit die

Fotos auch ohne Stativ gerade werden oder

die Bildkomposition gelingt, können Sie sich

ein Gitter einblenden lassen und damit bereits

vor dem Foto alles in Szene setzen.

Ist der richtige Bildausschnitt gefunden

und das Foto geknipst, sorgen Effekte für

schöne Ergebnisse – ohne zusätzliches Bildbearbeitungsprogramm.

Dank des digitalen

Sechsfachzooms und der schnellen Kameraauslösung

mit bis zu zehn Bildern pro Se-

Apps & Tipps 01/2014 23


Highlights

Die zehn besten Kamera-Apps

Abb. 2: Mit Effekten und Filtern verleiht Camera Zoom FX Bildern eine ganz

besondere Stimmung.

Abb. 3: Die Belichtungseinstellungen von Camera FV5 garantieren eine

optimale Ausleuchtung.

Abb. 4: Mit Cymera verpassen Sie

sich im Handumdrehen einen komplett

neuen Look.

kunde eignet sich Camera Zoom FX sogar für

Natur- oder Sportaufnahmen. Die Vollversion

der Kamera-App ist für 1,99 Euro zu haben.

Pudding Camera

Für stimmungsvolle Bilder ist die

kostenlose Anwendung Pudding

Camera [LINK 3] absolut empfehlenswert.

Mit den unterschiedlichen Effekteinstellungen,

Farbfiltern und virtuellen Linsentypen

haben Sie in jeder Situation das richtige

Handwerkszeug parat und können Ihren

Fotos die richtige Atmosphäre verpassen.

Ganz egal, ob Sie eine schöne Panoramaaufnahme

oder den Fischauge-Effekt benötigen,

hier finden Sie fast alles.

Camera FV5

Spiegelreflexkameras spielen besonders

bei schlechtem Licht ihre Stärken

aus. Camera FV5 [LINK 4] verpasst

Ihrer Handy-Kamera für 2,99 Euro

DSLR-ähnliche Features. Sie können z.B. die

Belichtungszeit anpassen und somit auch bei

trübem Licht gute Ergebnisse erzielen.

Die Einstellungen sind rund um das Vorschaufenster

angerichtet. Ein sehr großer

Vorteil ist die Möglichkeit, Bilder verlustfrei

abzuspeichern, was für die spätere Weiterbearbeitung

wichtig sein kann. Zum Testen gibt

es eine kostenlose Version, die zwar alle Einstellungsmöglichkeiten

besitzt, die Fotos

aber nur mit geringerer Auflösung aufnimmt.

HDR Camera

Unser Auge kann weitaus mehr

Farb- und Helligkeitsunterschiede

wahrnehmen, als Sie auf vielen

Fotos sehen. Das liegt daran, dass Kameras

oftmals nur 256 Helligkeitsstufen pro Farbkanal

einfangen – viel zu wenig, um echte

Farbtiefe wiederzugeben. Oft wirken Bilder,

vor allem bei gewöhnlichen Smartphone-Kameras,

daher unscharf und verwaschen.

High-Dynamic-Range-Bilder (HDR) sind

hingegen sehr kontrastreich, Spezialkameras

allerdings sehr teuer. Die Anwendung HDR

Camera [LINK 5] verwandelt Ihr Handy in eine

professionelle Kamera und sorgt mit guter

Belichtung und schneller Rechenleistung für

detailreiche, farbintensive Aufnahmen.

Zudem verhindert der integrierte Bildstabilisator

verwackelte Bilder. HDR Camera ist

kostenlos. Möchten Sie jedoch auf die Zoomfunktion

nicht verzichten, dafür aber auf die

Werbung, zahlen Sie 1,99 Euro.

Cymera

Für Porträtaufnahmen sollten Sie

sich Cymera [LINK 6] mal genauer anschauen.

Per Fingerzeig können Sie

nach Bedarf Ihrem Foto nachträglich Makeup

auflegen oder Hautunreinheiten beseitigen.

Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen

gesetzt, ganz egal ob Sie sich eine neue

Frisur oder Schweinsohren verpassen wollen.

Farb- und Kunstfilter sorgen für die richtige

Atmosphäre, selbstverständlich können Sie

auch Farbsättigung und Helligkeit einstellen

und Ihren Bildern verschiedene Sticker verpassen.

Diese Anwendung macht richtig viel

Spaß und ist dabei völlig kostenlos.

Kamera2

Kamera2 [LINK 7] ist eine Anwendung,

mit der Sie mit Ihrem Androiden

ungewöhnliche Fotos erstellen.

Sie haben die Wahl zwischen zahlreichen Effekten,

die Sie thematisch geordnet bei den

Voreinstellungen finden. Neben Malerei,

Retro oder Comic können Sie sogar Aufnahmen

mit einem Sci-Fi-Touch versehen.

Zudem können Sie bei jedem Bild noch

Feineinstellungen vornehmen. Über das Vorschaufenster

sehen Sie in Echtzeit, wie Ihr

Foto aussieht, und können sogar außergewöhnliche

Videos aufnehmen. Mit 2,49 Euro

ist die Anwendung angesichts des großen

24

01/2014 Apps & Tipps


Highlights

Die zehn besten Kamera-Apps

Abb. 5: Android im Wandel der Zeit – aufgenommen mit Kamera2 und der

Retro-Funktion.

Abb. 6: Lomo Camera konzentriert sich auf den namensgebenden Lomo-

Effekt simpler Kameras.

Funktionsumfangs und der guten Ergebnisse

keinesfalls zu teuer.

Lomo Camera

Die kostenlose Anwendung Lomo

Camera [LINK 8] punktet durch viele

Voreinstellungen, mit denen Sie

Ihre Aufnahmen aufpeppen können. Der

Lomo-Effekt bezeichnet eine eher unnatürliche

Farbgebung, wie sie bei früheren Kameras

üblich war. Mittlerweile hat sich daraus

eine eigene Kunstform entwickelt. Neben

dem typischen Lomo-Effekt können Sie Ihre

Fotos unter anderem als Postkarte oder als

zerknittertes Poster darstellen.

Die Bedienung ist kinderleicht und beinhaltet

dennoch alle wesentlichen Funktionen.

Bereits vorhandene Fotos importieren

Sie über die Galerie und bearbeiten sie in der

App. Möchten Sie die Werbung ausschalten,

erwerben Sie für 2,30 Euro die Vollversion.

Vignette

Vignette [LINK 9] schafft es dank der

vielen kreativen Foto-Effekte in unsere

Top Ten. Hier stehen Ihnen

gleich mehrere Filter zur Verfügung, mit

denen Sie die komplette Bildatmosphäre

beeinflussen können. Je nach Einstellung

Abb. 7: Paper Camera verwandelt Ihre Aufnahmen in (fast) handgezeichnete

Bilder.

wirkt Ihr Foto wie aus einem Action- oder

Horrorfilm. Die App verfügt über einen digitalen

Zehnfachzoom und unterstützt den

21-fachen optischen Zoom der Samsung-Galaxy-Kamera.

Ist Ihr Outdoor-Smartphone

nicht wasserscheu, können Sie mit dieser

Anwendung sogar gute Unterwasseraufnahmen

machen. Die App kostet 1,95 Euro.

Paper Camera

Paper Camera [LINK 10] besticht nicht

nur aufgrund des außergewöhnlichen

Designs, sondern durch zahlreiche

Spezialeffekte, die Ihre Aufnahmen zu

etwas Besonderem machen. Sie können Ihre

Bilder in einen Comic verwandeln, Umrisse

in Neonfarben darstellen oder verschiedene

Malstile nachahmen. Die Bedienung ist einfach

und lädt zum Ausprobieren ein. Sogar

Videos sind möglich. Uns überzeugte Paper

Camera durch die tollen Ergebnisse sowie die

Möglichkeit, Bilder aus der Galerie zu importieren

und hier zu bearbeiten. Die Anwendung

kostet 1,49 Euro.

Fazit

Es war noch nie so einfach wie heute, außergewöhnliche

Bilder aufzunehmen. Wer sein

Smartphone ständig mit sich führt, verpasst

keinen wichtigen Moment

mehr. Mit den richtigen

Kamera-Apps holen Sie

ohne viel Kosten und Bildbearbeitungsprogramm

das Beste aus Ihrer Smartphone-Kamera

heraus. Die

hier vorgestellten Anwendungen

sind eine gute Alternative

für alle Hobbyfotografen,

die sich nicht

gleich ein teures Equipment

leisten und doch

gerne unvergessliche Fotos

schießen möchten. ● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31516

Apps & Tipps 01/2014 25


Highlights

Beste Fotofilter-Apps

Die fünf besten Fototools

Filter-Apps

Stoyan Haytov, 123RF

Wer seine Fotos gerne am Handy bearbeitet, findet dazu jede

Menge tolle Apps bei Google Play. Es gibt aber auch viel Müll

unter den Treffern. Wir stellen Ihnen die fünf besten Tools vor.

Viet Anh Nguyen, Marcel Hilzinger

Abb. 1: Die PicLab-App bringt viele

verschiedene Schriftarten und einige

Filter mit.

Eine Suche nach „Photo Editor“ bei

Google Play liefert gleich seitenweise

Treffer mit einem Ranking

von über vier Sternen. Und dann

gibt es ja auch noch Instagram, EyeEm, Pixoona

und all die Fotocommunity-Apps, sodass

man eigentlich gar keinen separaten

Editor mehr braucht. Wer seine Fotos aber

lieber in aller Ruhe bearbeitet und erst dann

oder gar nicht via Social Network teilt, tut

gut daran, eine gute Foto-App zu installieren.

Wir stellen die besten fünf Anwendungen

mit Filtereffekten vor.

Platz 5: PicLab – Photo Editor

Die bei Google Play mit vier Sternen

bewertete App PicLab [LINK 1]

bietet Ihnen zunächst eine solide

Bildbearbeitung an. Die eigentliche Stärke

der App liegt jedoch bei den Schriftarten, die

Sie nutzen können, um Texte auf Fotos zu

schreiben. Die zurzeit sehr beliebten Bilder

auf denen meist Sprüche, Zitate und Lebensweisheiten

geschrieben werden, können Sie

nun auch selbst machen.

Zudem verfügt PicLab auch über

neun Filter die sich mit etwas Mühe

durch die Standard-Einstellungen

wie Helligkeit, Kontrast und Sättigung

zusätzlich anpassen lassen.

Auf den bereits fertig bearbeiteten

Bildern platziert die App in der

Gratisversion den Schriftzug

„PicLab“. Das Wasserzeichen

lässt sich für 74 Cent per In-App-

Kauf entfernen, auch weitere Vorlagen

und Fonts gibt es zum gleichen

Preis. Mit diesen Funktionen

landet PicLab auf dem letzten Platz

unserer Top5-Fotobearbeitungstools.

Platz 4: StarCam

Sie haben zuvor noch nie ein Bild

bearbeitet und wollen es jetzt auch

einmal versuchen? Dann ist die App

StarCam [LINK 2] genau das Richtige für Sie.

Die sehr leicht zu bedienende App verfügt

auf den ersten Blick nicht über besonders

viele Funktionen, bietet aber die wichtigsten

Tools und ist somit selbst für Einsteiger problemlos

zu meistern. Auf den zweiten Blick

zeigt sich dann, dass StarCam durchaus mit

anderen Apps mithalten kann: Insgesamt 22

Einfachfilter und sieben weitere Arten von

komplexeren Filtern stehen unter dem Punkt

Retuschieren zur Verfügung.

Auch das Verzieren mit Aufklebern, Rändern

und Sprechblasen ist möglich. Zudem

gibt es einen speziellen Kameramodus, der

automatisch Collagen erstellt. Hinzu kommen

das Zuschneiden und Drehen des Bildes

sowie weitere Standardfunktionen, wie Helligkeit

und Kontrast anpassen. Anders als bei

den meisten kostenlosen Fotobearbeitungsprogrammen

stehen Ihnen bei StarCam alle

Bearbeitungsmöglichkeiten komplett in der

kostenlosen Basisversion der Anwendung

zur Verfügung.

26

01/2014 apps & tipps


Highlights

Beste Fotofilter-Apps

Abb. 2: Das übersichtliche Menü

von StarCam erleichtert Ihnen die

Bearbeitung.

Platz 3: Snapseed

Snapseed [LINK 3] ist die Foto-Bearbeitungsapp

von Google. Die Technologie

steckt inzwischen auch in

Google+ und in Picasa. Mit der App können

Sie Ihre Fotos durch effektstarke, benutzerfreundliche

Funktionen optimieren, umwandeln

und weitergeben. Durch die integrierte

Funktionalität für Google+ und die Freigabe

von Bildern ist es noch leichter, Ihre Lieblingsbilder

mit

Abb. 3:Nach der Auswahl des Filters

in Snapseed, lässt dieser sich

auch noch anpassen.

Freunden und Familie zu

teilen. Die Autokorrekturfunktion

passt Ihr Foto auf

Farbe und Belichtung mit

nur einem Klick optimal

an. Ein Highlight der Anwendung

ist das Selective-

Adjust-Tool.

Neben den Basiseinstellungen

wie Auto-Korrektur,

Helligkeit, Sättigung,

Drehen und Beschneiden

bietet Snapseed eine Reihe

von Effekten an, die jeweils

unterschiedliche

Stile und Texturen unterstützen

und konfigurierbar

sind. Somit haben Sie die

Möglichkeit bestimmte Bereiche

des Bildes auszuwählen

und bei denen Sie

die Helligkeit, Kontrast und Sättigung separat

und präzise einstellen können. Vor allem bei

der Kombination von Effekten hat Snapseed

sehr viel zu bieten. Die App ist komplett kostenlos

und zeigt keine Werbung an. Lesen Sie

auch unseren ausführlichen Artikel zur App

aus Android Apps&Tipps 04/​2013 [LINK 4].

Platz 2: Photo Editor von

Aviary

Wie Snapseed verfügt auch die Fotofilter-App

von Aviary [LINK 5] über

eine automatische Bildkorrektur

mit der die Farben und Belichtung der Aufnahmen

analysiert und optimiert werden.

Zudem hat „Photo Editor von Aviary“ ein

schickes Design, eine einfache Menüführung

und viele frei einstellbare Funktionen,

die viel Spaß beim Bearbeiten von

Fotos machen. Zwar sind sich die beiden

Apps von den Funktionen aus

her sehr nahe, dennoch kann man

aus Aviary mehr raus holen.

Trotz eingeschränkter Nutzung

der kostenlosen Features haben

Sie mit zwölf Filtern, der Splash-

Funktion, bei der das Bild bis auf

farbige Highlights in Graustufen

verwandelt wird, sowie den Standard-Tools

wie etwa Kontrast, Helligkeit,

Schärfe noch ausreichend

Möglichkeiten präziser auf das Bild

eingehen zu können. Und wenn Ihnen

das nicht genug ist können Sie sich immerhin

noch viele Features kleines Geld

erweitern lassen. Aviary setzt auf zahlreiche

Erweiterungen und Effekte, die pro Effekt

zwischen 70 Cent und 1,50 Euro kosten.

Google Fotos

Nutzen Sie Google+ aktiv, dann

lohnt sich auch ein Blick auf die

neue Fotos-App von Google. Sie

ersetzt nicht nur die Standard-

Galerie von Android sondern

bringt auch zahlreiche Filter mit,

die von Snapseed stammen.

Über die Auto-Effekte von

Google+ finden Sie zudem

immer wieder neue Überraschungen.

Seit dem Update im

November 2013 lassen sich mit

der Anwendung auch kurze Videos

aus Ihren Fotos und Filmaufnahmen

erstellen.

apps & tipps 01/2014 27


Highlights

Beste Fotofilter-Apps

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30921

Abb. 4: Die Funktion „Verbessern“

passt Ihr Foto automatisch an die

drei Kategorien an.

The winner: PicsPlay-Photo

Editor

PicsPlay wandelt Ihr Foto mit diversen

Einstellungen zum Traumbild

um. Die benutzerfreundliche App

verfügt über 200 verschiedene Filter, davon

sind 96 in der kostenlosen App [LINK 6] mit an

Bord. Dabei ist sie leicht zu bedienen.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, die bereits

angewendeten Einstellung zurückzusetzen

und das bearbeitete Bild mit der

vorherigen Version zu vergleichen. So

können Sie ohne Sorgen alle Features der

Anwendung austesten. Außerdem bietet

die App ein User Manual an, in der

Ihnen in drei verschiedenen Kategorien,

Basic, FX und Advance erklärt

wird, wie alles

funktioniert.

Wenn Sie der

Meinung sind,

dass die freie Version

der App zu

wenig zu bieten hat,

oder möchten Sie die Werbung

loswerden, dann

holen Sie sich die Pro-Version

für 3 Euro. Die als separate

App erhältlich Vollversion

verfügt über höhere

Auflösungen, 104

weitere Filter und neue

unbeschränkte Bearbeitungmöglichkeiten

mit

denen Sie ihr Foto bis auf

die kleinsten Details anpassen.

Zudem verzichtet

die Bezahlversion auch auf

Abb. 5: Die Splash-Funktion

ermöglicht es Ihnen, bestimmte

Farbakzente zu setzten.

Abb. 6: Mit der Tilt-Shift-Funktion

von PicsPlay lassen sich bestimmte

Bereiche im Bild unscharf stellen.

Abb. 3: Auch die Bildgröße lässt

sich im PicsPlay-Photo Editor mit

einem Klick verändern.

Werbung. Das soll aber nicht heißen, dass

Sie ohne das Pro-Upgrade nicht genügend

Möglichkeiten hätten.

Fazit

Je nachdem, wo Sie den Schwerpunkt bei

der Foto-Bearbeitung setzen, sind für Sie

eventuell andere Funktionen relevant, zum

Beispiel, dass die App komplett gratis ist wie

Snapseed oder die Fonts bei PicLab. Wir

haben uns für den PicsPlay-Photo Editor als

Gewinner entschieden, weil die App im Vergleich

zu Ihren Konkurrenten so gut wie all

das kann, was diese jeweils anzubieten

haben und noch viel mehr. Allerdings nur in

der Pro-Version. Für lau ohne Reklame führt

aktuell kein Weg an Snapseed vorbei. ● ● ●

Abb. 7: In der App PicsPlay lassen

sich auch die Schriftarten individuell

optimieren,.

28

01/2014 apps & tipps


Highlights

Apps für Fotografen

Nützliche Android-Apps für Hobby-Fotografen und Profis

Appgelichtet

Anspruchsvolle Fotografie

ist trotz des digitalen

Fortschritts noch ein

Handwerk, das es zu

Erlernen gilt. Mit den

richtigen Android-Apps

wird Ihr Smartphone

während Ihre nächsten

Foto-Safari jedoch zu

einem vielseitigen Assistenten.

Dmitri Popov, Christoph Langner

Ihr Android-Smartphone kann weit mehr

als nur einfache Fotos und Videos aufnehmen

und anzeigen. Der Play Store

bietet viele hervorragende Apps an, die

aus Ihrem Android-Phone ein wirklich hilfreiches

Tool machen, um damit eine Vielzahl

fotografischer Aufgaben zu bewältigen: Vom

schnellen Berechnen der Schärfentiefe und

der Hyperfokaldistanz, bis hin zum Erfassen

der richtigen Belichtung.

Blaue Stunde

Bei der Fotografie kommt es immer

auf das optimale Licht an. Zu viel

grelles Licht ist genauso schlecht,

wie zu wenig Licht und trübe Farben. Fotografen

schätzen daher die blauen bzw. goldenen

Stunden des Tages. Mit der blauen

Stunde ist der Moment zwischen Dämmerung

und Sonnenuntergang also zwischen

nächtlicher Finsternis und dem Sonnenaufgang

gemeint. In diesen Minuten des Tages

gelingen spektakuläre Nachtaufnahmen, die

trotzdem nicht unterbelichtet sind.

Während den goldenen Stunden des Tages,

also während der ersten Stunde nach Sonnenaufgang

und der letzten Stunde vor Sonnenuntergang,

fällt das Licht goldgelb durch

die Wolken. Landschaftsaufnahmen und Portraits

im Freien gelingen zu dieser Zeit besonders

gut. Die App Blaue Stunde [LINK 1]

hilft Ihnen die jeweiligen Zeiten zu bestimmen.

Das Programm sagt Ihnen exakt für

einen festgelegten Tag und Ort, wann die goldenen

und blauen Stunden auftreten, und erinnert

Sie auf Wunsch auch per Alarm daran.

Yury Shchipakin, 123RF

Alexey Zaitsev, 123RF

30

01/2014 Apps & Tipps


Highlights

Apps für Fotografen

Abb. 1: Mit „Blaue Stunde“

errechnen Sie die blauen und

goldenen Stunden des Tages.

Abb. 2: Die von Blaue Stunde

genutzten Standorte ermitteln Sie

per Karte oder GPS.

Abb. 3: Mit dem Photography Calculator

errechnen Sie Schärfentiefe

und Hyperfokaldistanz.

Die Bedienung der App ist sehr einfach.

Nach dem Start tragen Sie die für Sie wichtigsten

Standorte im Programm ein, so behalten

Sie die Übersicht über Ihre wichtigsten

Photo-Spots. Auch der aktuelle über GPS ermittelte

Standort lässt sich als „fester“ Punkt

hinterlegen. Anschließend wählen Sie über

den Kalender den Termin Ihres geplanten

Shootings aus. Ob es sich wirklich lohnt, loszuziehen,

verrät Ihnen die Wetteranzeige am

unteren Rand der App, die die Wettervorhersage

der kommenden fünf Tage einblendet.

0,99 Euro

deutsch|Version 1.4.0|1,3 MByte

★★★★★

Photography

Calculator

Der Photography

Calculator [LINK 2]

ist eine weitere

Anwendung, die eine einzige

Sache sehr gut macht:

Sie ermöglicht es basierend

auf verschiedenen Parametern,

wie Kamera-Model,

Blende, Brennweite und

Aufnahmeabstand, die so

genannte Schärfentiefe

(„Total depth“) und die Hyperfokaldistanz

zu berechnen.

Es kann somit von besonderem

Nutzen sein,

schnell eine bestimmte

Schärfentiefe für eine bestimmte

Blende und Brennweite

herauszufinden, wenn

Abb. 4: Der Photography Calculator

hilft Ihnen auch bei der Berechnung

des Gesichtsfelds.

Ihre ausgewachsene Kamera keine Schärfentiefe-Vorschau

besitzt; die exakte Schärfentiefe

zu kennen, hilft Ihnen die Aufnahmeeinstellungen

vorab einzurichten.

Landschaftsfotografen werden auch die Fähigkeit

der App wertschätzen, die Hyperfokaldistanz

zu berechnen. Die korrekte Hyperfokaldistanz

für die gegebene Blende und

Brennweite garantiert maximale Schärfe von

der halben Strecke bis hin zur Unendlichkeit.

Die Hyperfokaldistanz im Kopf auszurechnen,

kann jedoch sehr kompliziert sein, deshalb

leistet der Photography Calculator gute

Arbeit, wenn auch das Programm vom Preis

her ein wenig zu teuer erscheint. Den Photography

Calculator zu benutzen geht leicht:

Sie müssen lediglich über

die Auswahlboxen Ihre Kamera

und die Bildeinstellungen

auswählen, das Programm

liefert dann automatisch

detaillierte Informationen

über die berechnete

Schärfentiefe inklusive

naher und ferner Begrenzungen

und der Hyperfokaldistanz

als Zahlenwert, wie

auch ein Diagramm. Tippen

Sie oben auf Depth of Field,

wechseln sie zur Gesichtsfeld-Berechnung

(„Field of

view“). Dort können Sie die

Überlappung für Panorama-

Aufnahmen berechnen.

2,20 Euro

deutsch|Ver. 1.5.18|57 KByte

★★★★★

Abb. 5: Photo-Tools bietet eine große

Sammlung an nützlichen Werkzeugen

für Fotografen.

Apps & Tipps 01/2014 31


Highlights

Apps für Fotografen

Abb. 6: Auch bei Photo Tools finden

Sie wieder einen DOF- und

Hyperfokaldistanzrechner.

Abb. 7: Die Bestimmung der

blauen und goldenen Stunden

fehlt auch bei Photo Tools nicht.

Abb. 8: PHOforPHO bietet verschiedene

Tools, allerdings in einer

angestaubten Oberfläche.

Photo Tools

Während Golden Hours Photos und

Photography Calculator im Wesentlichen

über eine einzige Funktion

verfügen, gehört die Photo-Tools-App [LINK 3]

eher zu der Art von Programmen, die Alle

glücklich machen wollen. Der Entwickler der

Tool-Sammlung stellt seine App in zwei Versionen

in den Play Store: Photo Tools und

Photo Tools Pro [LINK 4]. Zwischen beiden Versionen

gibt es keine funktionalen Unterschiede,

und auch die kostenlose Variante

zeigt keine Werbung. Mit dem Kauf der Pro-

Version leisten Sie daher eine Spende für die

gute Arbeit an den Entwickler.

Photo Tools bietet eine bunte Mischung an

fotografischen Tools, doch bevor Sie diese

ausprobieren, sollten Sie über Settings in der

von links aufziehbaren Seitenleiste die Standardeinstellung

der App optimieren. Hier

können Sie einzelne Tools via Show/​Hide

Tools ausblenden oder zwischen metrischem

und imperialem System wechseln und die Intervalle

der Blendenstufen bestimmen.

Photo Tools verfügt über eine umfangreiche

Datenbank von Kameramodellen und

‐Objektiven, falls Ihre Ausrüstung hier nicht

zu finden sein sollten, können Sie diese

unter den Einträgen Manage Cameras und

Manage Lenses von Hand eintragen. Photo

Tools ermöglicht außerdem eine Ortsliste

und nützlichen Links festzuhalten und diese

unter den entsprechenden Einträgen der Settings

zu bearbeiten.

Obwohl die Photo-Tools-App eine Vielzahl

an Werkzeugen beinhaltet, sind die meisten

von Ihnen einfach anzuwenden. Der DOFund

Hyperfocal Distanz Calculator ist genauso

einfach zu benutzen wie der eigenständige

Photography Calculator: Wählen Sie

Ihr gewünschtes Kamera-Modell, Blende, Objektiv

und Aufnahmeabstand aus, die App

berechnet dann automatisch die Distanzen.

Der Belichtungsmesser oder Light Meter ist

ein weiteres raffiniertes Programm, welches

Belichtungswerte erhält, indem es die eingebaute

Kamera Ihres Smartphones oder Tablets

nutzt. Dieses Feature ist besonders praktisch,

wenn Sie im manuellen Modus arbeiten

oder wenn sie eine analoge Kamera ohne

Belichtungsmesser nutzen.

Photo Tools beinhaltet außerdem einen

Blue & Golden Hour Calculator, demnach

kann es die Blaue-Stunde-App ersetzen – allerdings

ohne den Schick der eigenständigen

App. Zusätzlich umfasst Photo Tools einen

Rechner für die minimale Verschlusszeit (Minimal

Shutterspeed Calculator), ein Tool zum

Berechnen von Mondphasen und entsprechenden

Belichtungswerten (Moon Phase

und Exposure Calculator) und sogar einen

Rechner für Nahaufnahmen mit Balgengeräten

(Bellows Extension Calculator). Zahlreiche

weitere Werkzeuge und Rechner machen

das Photo Tool zu einer Must-Have-App für

jeden Fotografen.

kostenlos 1,99 Euro (Spendenversion)

deutsch|Version 5.2.1|1,9 MByte

★★★★★

PHOforPHO

PHOforPHO [LINK 5] verfügt über

einen eigenen Hyperfokaldistanzund

Tiefenschärferechner und ein

Tool um den EV-Wert für verschiedenste Belichtungen

zu berechnen (nützlich wenn Sie

32

01/2014 Apps & Tipps


Highlights

Apps für Fotografen

Abb. 9: PhotoIRmote löst Kamera und

Blendenverschluss über Infrarot fern-

Belichtungsreiche erstellen,

um die Aufnahmen später

zu einem HDR-Bild zusammenzufügen).

Mit

PHOforPHo’s Belichtungsrechner

lassen sich die Belichtung

für Restlichtfotografien

berechnen, die korrekte

Belichtung für Neutraldichte-Filter

finden, und

man kann zwischen verschiedenen

ISO- und Belichtungskombinationen

wechseln.

Falls Photo Tools ein

Übermaß an Tools für Ihre

Ansprüche darstellt, dann

sollten Sie einen Blick auf

das schlankere PHOforPHO

werfen. Die App lässt sich

ebenfalls kostenlos aus gesteuert aus.

dem Play Store installieren,

zudem verzichtet Sie auch auf Werbebanner.

Allerdings ist die App in Bezug auf die Oberfläche

veraltet und wurde schon seit über

einem Jahr nicht mehr aktualisiert.

kostenlos

deutsch|Version 1.16|335 KByte

★★★★★

PhotoIRmote

Eine Infrarot-Fernbedienung ist

eines der nützlichsten Accessoires

für eine Spiegelreflexkamera. So

müssen Sie bei Gruppenphotos nicht ins Bild

sprinten, oder können bei Langzeitbelichtungen

erschütterungsfrei auslösen. Anstatt aber

eine extra Fernbedienung zu kaufen, können

Sie auch die Ap PhotoIRmote [LINK 6] nutzen

PhotoIRmote ist um einiges leistungsfähiger

als eine gewöhnliche IR-Fernbedienung.

Zunächst einmal arbeitet PhotoIRmote geräteübergreifend

und kann viele gängige Modelle

steuern, die einen IR-Receiver besitzen.

Sie können die App auch dazu verwenden,

um den Blendenverschluss verzögert auszulösen

und Langzeitbelichtungen aufzunehmen.

PhotoIRmote kann außerdem als Intervalometer

für Zeitraffer-Fotografie agieren.

Um seine Arbeit zu tun, benötigt PhotoIRmote

einen IR-Sender, den man sich aber

leicht mit zwei Infrarot-LEDs und einem 3,5

mm Klinkenstecker selber basteln kann.

Beide Teile sind in jedem gut sortierten Elektronik-Geschäft

erhältlich und die DIYIRmitter-Webseite

[LINK 7] stellt detaillierte Anleitungen

bereit. Bei Handys mit einem IR-Sender

wie dem Galaxy S4 braucht es jedoch gar

nicht erst Basteleien, die

App nutzt die vorhandene

Hardware.

4,80 Euro

deutsch|Ver. 2.21|2,4 MByte

★★★★★

Andere raffinierte

Apps

Triggertrap [LINK 8] kombiniert

das Handy mit einem

Hardware-Dongle. Der

Dongle wird an die Kopfhörer-Buchse

angeschlossen,

der Gegenpart an Ihre Spiegelreflexkamera,

über 300

verschiedene Kamera-Modelle

werden vom Hersteller

mit entsprechenden Adapter-Kabeln

unterstützt.

Mit der Handy-App [LINK 9]

lösen Sie nun auf ein Audio-Signal (Klatschen,

Hupen) die Kamera aus, erstellen

Timelapse- oder TimeWarp-Aufnahmen (hier

werden die Intervalle der Bilder immer kürzer)

oder erstellen über das GPS des Handy

gesteuert alle 30 Meter ein Bild.

Nikon Lenses [LINK 10] und Canon Lenses

[LINK 11] sind großartige kleine Apps, die umfangreiche

Datenbanken mit Nikon- und Canon-Objektiven

zusammen mit Preisangabe

und Links zu Online-Rezensionen bieten.

Und wenn Sie eine Canon Spiegelreflexkamera

besitzen, überzeugen Sie sich von der

beeindruckenden DSLR-Controller-App

[LINK 12], welche es Ihnen ermöglicht, zahlreiche

Funktionen Ihrer leistungsfähigen Spiegelreflexkamera

ferngesteuert mit Ihrem Android-Phone

oder -Tablet zu nutzen. ● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31524

Abb. 10: Der DSLR Controller überträgt sogar das aktuelle Live-Bild der Kamera aufs Handy.

Apps & Tipps 01/2014 33


Highlights

Cewe-Fotobuch

Im Test: Die Cewe Fotowelt

Fotoalbum

Auch wenn es immer

noch Liebhaber gibt,

die ihre Fotos entwickeln

lassen und dann

von Hand in ein Album

sortieren, gehört die

Zukunft klar den digitalen

Fotoalben. Wir

haben die Cewe-App

getestet. Mirko Mahlberg

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31523

Die Cewe-Fotobücher dürften allen

Leserinnen und Lesern ein Begriff

sein, die schon einmal Fotos

bei Drogeriemarkt, Rewe, Müller

& Co. ausgedruckt haben. Seit Kurzem bietet

die Firma auch eine Android-App an [LINK 1],

über die sich Fotobücher einfach und bequem

erstellen und nach Hause schicken lassen.

Sie können die App aber auch nur dazu

benutzen, Ihre Fotos an eine der zahlreichen

Cewe-Fotostationen schicken zu lassen.

Der erste Start

Beim Öffnen der App werden Sie gefragt, ob

Sie einen Partnercode haben. Falls nicht, bestätigen

Sie einfach mit Weiter ohne Partnercode.

Es erscheint ein weiterer Dialog, bei

dem Sie auswählen, über welchen Partner

Sie Ihre Fotos entwickeln lassen möchten

(was bei der Abholung eine Rolle spielt).

Anschließend sehen Sie das Hauptfenster

der App (Abbildung 1).

Fotobuch erstellen

Auf der Startseite klicken Sie auf die Kachel

Mein cewe fotobuch. Sie können jetzt zwischen

einem mini Fotobuch mit einer Seitenmaße

von 15x11cm, einem kompakten Panoramabuch

mit einem Seitenmaß von

19x15cm, einem großen Fotobuch mit einem

Seitenmaß von 21x28cm und einem 28x21cm

großen Panoramabuch wählen. Das kleinere

gibt es ab 7,95Euro (zzgl. Versandkosten),

das große ab 15,95Euro, das kleinere Panoramabuch

ab 9,95Euro (zzgl. Versandkosten)

und das große Panoramafotobuch ab

21,95Euro. Nachdem Sie sich für eines der

vier entschieden haben, müssen Sie zunächst

den Titel des Buches eingeben.

Im zweiten Schritt wählen Sie den Umschlag

aus. Bei dem kleinen Fotobuch gibt es

nur das Softcover – beim großen Panorama

Soft- und Hardcover. Beim Panoramabuch

sowie dem großen Fotobuch stehen drei Umschläge

zur Auswahl: Heft (in der Mitte getackert),

Softcover (wie ein Taschenbuch) und

Hardcover (wie bei einem richtigen Wälzer).

Das Fotobuch kostet je nach Auswahl zwischen

9,95 Euro und 26,95 Euro. Nun müssen

Sie sich noch für einen Papiertyp entscheiden:

Hier stehen Digitaldruck, Digitaldruck

mit Hochglanz-Veredelung, Fotopapier

matt und Fotopapier glänzend zur Auswahl.

Die entsprechenden Preise stehen auch jeweils

oben rechts auf jeder Kachel.

Wie bei der PC-Version der App stehen

auch hier verschiedene Stile zur Auswahl.

Ob die Fotos auf schwarzem, weißem oder

blauem Hintergrund gedruckt werden, ist

ganz Ihre Entscheidung. Haben Sie sich für

einen Stil entschieden, legen Sie das Layout

fest und suchen anschließend die gewünschten

Bilder aus. Wir empfehlen, mit einem

vorgegebenen Layout zu starten und das zu

ändern, anstatt alles von Hand zu machen.

Bestellung abschließen

Wenn Sie mit dem Buch fertig sind, klicken

Sie auf In den Warenkorb am oberen rechten

Smartphone oder Tablet?

Abb. 1: Die Startseite der Cewe Fotowelt auf einem Tablet. Einen Porträt-Modus gibt es nicht.

Die Cewe Fotowelt ist in erster Linie für Tablets

gedacht, arbeitet aber auch auf Smartphones.

Es gibt dabei nur das Querformat, und trotz

Sidebar erscheint auf dem Handy auch die Menütaste.

Seltsamerweise gibt es auf dem Tablet

mehr Fotobuchformate zu Auswahl (Groß und

Groß Panorama). Nichtsdestotrotz ist die

Cewe-App auch auf dem Handy gut nutzbar.

34

01/2014 apps & tipps


Highlights

Cewe-Fotobuch

Rand. Der Preis wird dann errechnet. Die

Versandkosten betragen 3,99 Euro. Hier können

Sie, falls vorhanden, noch einen Gutscheincode

einlösen. Wenn nicht, tippen Sie

auf Bestellen. Um die Bestellung abzuschließen,

brauchen Sie ein Benutzerkonto. Wenn

Sie schon eines haben, geben Sie die E-Mail

Adresse und das Passwort ein. Sonst richten

Sie über Neues Benutzerkonto anlegen einen

neuen Account ein. Wenn Sie angemeldet

sind, brauchen Sie nur noch die Rechnungsadresse

eingeben und wie Sie bezahlen wollen.

Die Bestellung wird dann geprüft und an

Sie verschickt.

Weitere Möglichkeiten:

Mit der Cewe-App kann man auch echte

Postkarten mit einem eigenen Foto aus der

Galerie verschicken. Dazu wählen Sie auf der

Startseite den Eintrag Postkarte. Oben links

auf Foto finden Sie Ihre Fotos. Ziehen Sie ein

Foto in den entsprechenden Kasten. Auf der

Rückseite fügen Sie dann Ihren Text und die

Anschrift des Empfängers hinzu. Alles wird

dann auf die Karte gedruckt und per Post

versandt. Inklusive Versand im Inland kostet

eine Postkarte 2,14 Euro. Hierzu hatten wir

in Android User 08/2012 auch schon günstigere

Anbieter getestet [LINK 2].

Möchten Sie nur einfach einen Cewe-Automaten

finden? Dann tippen Sie auf der Startseite

die Kachel Cewe SOFORTFOTOS an. Auf

Filiale finden sucht die App den nächstgelegenen

Cewe-Automaten. Über den Menüpunkt

Fotos auswählen senden Sie Fotos auf

einen Fotoautomaten per WLAN, wenn Sie

vor einem Cewe-Automaten stehen und mit

dem entsprechenden WLAN verbunden sind.

Natürlich bietet die Cewe-App auch einzelne

Fotos an, welche Sie über Ihr Tablet

oder Smartphone auswählen und an sich

oder jemanden anders senden können.

Hierzu wählen Sie auf der Startseite Fotos

aus, fügen ein oder mehrere Fotos hinzu und

legen diese in den Warenkorb. Eine extra Kachel

auf der Startseite hält alle wichtigen

Infos für den Kundendienst bereit.

Fazit

Die Cewe Fotowelt bietet eine Menge Möglichkeiten,

Ihre digitalen Fotos auf Papier zu

bringen. Die Fotoalben sind zwar nicht gerade

günstig, aber die Qualität stimmt. Insofern

halten wir die Preise für fair. Möchten

Sie ein Fotobuch erstellen, raten wir in jedem

Fall zur Tablet-Version, allein schon wegen

der größeren Auswahl an Formaten. Einfache

Abzüge von Fotos lassen sich auch über die

Smartphone-App gut bestellen.

● ● ●

Abb. 2: Die Auswahlmöglichkeiten für Fotobücher auf einem Tablet. Bei der Smartphone-

Version gibt es nur Mini und Compact Panorama.

Abb. 3: Geben Sie hier einen passenden Titel ein, der dann auf dem Cover des Fotobuches

erscheint. Oben sehen Sie die einzelnen Schritte, die noch folgen.

Abb. 4: Die Vorderseite der Postkarte können Sie mit einem eigenen Bild versehen und auch

anpassen, um den passenden Ausschnitt zu erhalten.

apps & tipps 01/2014 35


Kauf-Tipps

Geschenk-Tipp Google Play

So lösen Sie eine GooglePlay-Geschenkkarte ein

Google Play

verschenken

Sie haben keine Idee, was

Sie zu Weihnachten verschenken

sollen? Wir wäre

es mit einer Geschenkkarte

für Google Play? Das ist

einfallslos? Nicht, wenn Sie

dem Beschenkten gleich

zehn Handy-Apps empfehlen,

die es sich wirklich zu

kaufen lohnt!

Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31510

Im Handel an der Kasse ausgelegte Geschenkkarten – wie etwa für Apples App Store –

gab es bei Google erst sehr spät und zuerst nur in den USA, inzwischen aber sind die

praktischen Guthabenkarten auch bei uns in Deutschland angekommen. Gebühren fallen

bei der Nutzung der Geschenkkarten nicht an,

und auch ein Verfallsdatum

gibt es nicht. Somit gibt es eigentlich

keine Ausrede mehr,

keine Apps zu kaufen, denn

oft genug bekommen Sie für

ein paar Euro nicht nur eine

werbefreie App, sondern zahlreiche

zusätzliche Features.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie die

Guthabenkarten für den Play

Store einlösen und welche

Apps ein Upgrade auf die kostenpflichtige

Version auf jeden

Fall wert sind, schließlich sollen

Sie Ihr Geld nicht aus dem Fenster

werfen!

Guthabenkarten einlösen

Die Guthabenkarten für Google Play im Wert von 10, 25 und

50 Euro erhalten Sie nicht in jedem Geschäft. Fündig werden

Sie bei Media Markt, Saturn und Expert, im Supermarkt bei

Rewe, Real oder Penny, in den Drogerien von dm und Müller

und an den Tankstellen von Shell, ÖMV, Esso, Total und Jet.

Zur Not hilft Ihnen Google mit einer Händlersuche [LINK 1] im

Web. Zum Einlösen Ihres Guthabens müssen Sie den Code

auf der Rückseite des Kartons freirubbeln und in der Play-

Store-App eingeben. Ziehen Sie dazu die Seitenleiste vom

linken Rand auf, und wählen Sie den Punkt Einlösen. Im folgenden

Dialog tippen Sie den 20-stelligen Code aus fünf je

vierstelligen Ziffernblöcken ein. Alternativ können Sie den

Code am PC eingeben, dazu hat Google extra eine Seite zum

Einlösen des Play-Store-Guthabens online gebracht [LINK 2].

Keine Hardware!

Über Google Play können Sie inzwischen

nicht nur Apps kaufen,

sondern auch E-Books, Musik

und Filme. Auch die Nexus-Geräte

vertreibt Google über seinen

Play-Store in eigener Regie.

Beachten Sie bitte, dass Sie Guthabenkarten

nur für App- und

Medieneinkäufe benutzen können.

Nexus-Handys und ‐Tablets

müssen weiterhin per Kreditkarte

bezahlt werden.

36 01/2014 Apps & Tipps


Kauf-Tipps

Geschenk-Tipp Google Play

SwiftKey Tastatur

kostenlos (Testversion) 1,99 Euro

deutsch|variiert|variiert

Google gibt sich viel Mühe,

die Android-Tastatur zu verbessern.

Inzwischen liefert

sie Wortvorschläge beim

Tippen, Wörter können Sie

„Wischen“, statt sie Buchstabe

für Buchstabe einzutippen,

und in der neusten

Version kommt sie auch besser

mit mehreren Sprachen zurecht –

doch an SwiftKey [LINK 3] reicht sie

noch lange nicht heran.

SwiftKey überzeugt mit flexiblen

Layouts für kompakte Geräte, Handys

mit Monsterdisplay oder Tablets,

beherrscht den fliegenden

Wechsel zwischen bis zu drei

Sprachen, bringt zahlreiche verschiedene

Designs mit und lässt

sich inzwischen auch vom unteren

Bildschirmrand in ein freischwebendes

Widget verschieben.

Die kostenlose Variante läuft 30 Tage lang, in denen

Sie genügend Zeit haben, SwiftKey ausführlich zu testen.

CamScanner

kostenlos 3,99 Euro

deutsch|1.4.3|4,9MByte

Haben Sie auf Ihrem Schreibtisch

im Büro noch einen klobigen

Flachbettscanner stehen?

Wie viel hat er gekostet,

mehr als 100 Euro und wie

oft benutzen Sie ihn? In

Ihrem Handy steckt inzwischen

eine meist sehr gute

Kamera, und mit der passenden

Software macht diese

den Scanner im Büro fast

komplett arbeitslos – und

vor allen Dingen portabel,

denn CamScanner [LINK 4] ist

auf Ihrem Handy immer dabei. Mit CamScanner brauchen

Sie einen Artikel oder eine Visitenkarte zum Archivieren

nur zu fotografieren, die Software optimiert dann

das Bild und schneidet unwichtige Bildbereiche weg.

Der Kauf der CamScanner-Lizenz

[LINK 4] lohnt sich, denn dann verzichtet

die App auf Werbung im Programm

und verunziert Ihre Scans

nicht mehr mit einem Wasserzeichen.

Wer sich während des Schreibens

einer Bachelor- oder Masterarbeit

durch Bibliotheken gräbt,

kann seine Scans zudem gleich in

Evernote oder SkyDrive hochladen.

Damit können Sie Ihre gescannten

Artikel und Buchausschnitte

gleich online organisieren

und weiterverarbeiten.

GPS Navigation & Maps

kostenlos (Testversion) ab 1,00 Euro

deutsch|4.0|30 MByte

Lohnt es sich, für eine Navigations-

App Geld auszugeben, wenn man

doch mit der Google-Maps-Navigation

meist sicher ans Ziel kommt? Wir meinen

„Ja“ – aber nicht zu viel. GPS Navigation

& Maps [LINK 5], oder ehemals

Skobbler, kostet Sie gerade mal einen

einzigen Euro. Dafür bekommen Sie

Kartenmaterial von OpenStreetmap

für Deutschland, das Sie sich

per Fingerzeig auf das Handy

laden können. Somit funktioniert

es auch dann als Navi, wenn die

Reise durchs Tal der Ahnungslosen

– also durch ein Gebiet ohne

Netzabdeckung – führt.

Die kostenlose Version bietet 14

Tage lang Karte plus Navigation,

nach dieser Frist können Sie die

Karten weiter

nutzen, allerdings

müssen

Sie dann auf die Navigation

zum Ziel verzichten. Per In-App-

Kauf rüsten Sie weitere Funktionen

und Karten nach. Ganz Europa

kostet 4,44 Euro, Kartendaten aus

aller Welt 7,77 Euro, und ein Blitzerwarner

ist für 3,99 Euro zu

haben. Noch nicht überzeugt? Im

Heft widmen wir der App einen

ausführlichen Testbericht.

Apps & Tipps 01/2014 37


Kauf-Tipps

Geschenk-Tipp Google Play

Sprinkle

kostenlos (Testversion) ab 1,91 Euro

deutsch|1.7.2|25 MByte

Sprinkle ist eines der besten Physik-Games im Google Play

Store, es stellt sogar den Klassiker Angry Birds in den

Schatten. Das Spielprinzip ist einfach: Sie fahren mit einem

Feuerlöschkran durch eine nett gezeichnete Landschaft.

Steuern müssen Sie ihn nicht, das übernimmt das Game

für Sie. Ihre Aufgabe ist es, mit der Spritze Feuer zu löschen

und durch gezieltes Anspritzen von Hindernissen

den Weg für den Wagen freizumachen. Je weniger Wasser

Sie dabei verbrauchen, desto mehr Sterne kassieren Sie

am Ende eines jeden Levels. Gehen Sie daher sparmsam

mit dem kostbaren Löschmittel um und zielen Sie genau.

Was Sprinkle darüber hinaus auszeichnet, ist eine flexible

und ehrliche Preisgestaltung. Die kostenlose Version [LINK 6]

ist nur eine Demo mit wenigen Spielrunden. Die Vollversion

[LINK 7] beinhaltet sämtliche Level, die Sie nach und

nach freispielen können. Zusätzlich gibt es eine Kinderversion

[LINK 8] mit einfacheren Leveln und größer gezeichneten

Spielelementen, damit Kinderhände leichter mit dem

Spiel zurechtkommen. In dieser Version verzichtet die App

zudem komplett auf In-App-Käufe für zusätzliche Level und

Funktionen, Kinder werden somit gar nicht erst dazu verleitet,

immer mehr Geld für das Spiel auszugeben.

Flyne

kostenlos ab 0,72 Euro

englisch|1.1|22 KByte

Flyne [LINK 9] ist der hundertste Newsreader und Twitter-Client

im Play Store – und doch wieder etwas ganz Besonderes.

Flyne zeigt Onlinebeiträge im Stil

eines Magazins an, ohne Schnickschnack

drumherum und ohne Werbung. In der

Basisversion können Sie ausschließlich

thematisch sortierte Kategorien wie „Android“,

„Gaming“ oder „Humor“ abonnieren.

Heiße Themen landen damit umgehend

auf Ihrem Handy, auf Wunsch

auch im Speicher, damit Sie offline lesen

können. Die Nachrichtenquellen stammen

jedoch samt und sonders aus den

USA oder England, alle Meldungen sind

daher in Englisch verfasst.

Interessant wird es, wenn Sie den

Twitter- und/​oder Feedly-Support

per In-App-Kauf dazubestellen.

Koppeln Sie Flyne dann mit

Ihrem Twitter-Account, lädt die

App automatisch Links samt den

Inhalten, die von den Menschen

getweetet werden, denen Sie folgen.

So müssen Sie nicht zwischen

Twitter-App und Browser hin- und

herzappen. Was auf Twitter aktuell ist,

sehen Sie direkt in Flyne. Alternativ

binden Sie mit Flyne den seit dem

Ende des Google Readers sehr beliebten

News-Aggregator Feedly ein.

Welches Netz?

kostenlos (Testversion) 2,99 Euro

deutsch 3.9.3 690 KByte

Geld ausgeben, um Geld zu

sparen? Ja, das muss ab

und an sein! Welches Netz?

[LINK 10] ist ideal für all diejenigen,

die noch nicht mit

einer Allnet-Flatrate zum

Festpreis in sämtliche

Handynetze telefonieren

und sehr genau darauf

achten müssen, wohin

das Gespräch führt. Wenn

Sie eine Handynummer eintippen oder aus Ihrem Adressbuch

an die App übergeben, verrät Ihnen Welches Netz?,

welchen Anbieter Ihr Gesprächspartner gerade nutzt.

Das sorgt für Kostentransparenz, doch erst mit der Pro-Version

[LINK 11] wird die App richtig praktisch: Gegen eine einmalige

Gebühr zeigt sie von nun an gleich beim Wählen

auf dem Display an, wohin die Reise geht. Müssen Sie Telefonate

zu diesem Netz teuer bezahlen, wissen Sie sofort,

dass Sie sich kurz fassen müssen. Zudem trägt Welches

Netz? Pro die Ergebnisse der Abfragen in Ihr Adressbuch

ein – so wissen Sie immer Bescheid.

38

01/2014 Apps & Tipps


Kauf-Tipps

Geschenk-Tipp Google Play

Solid Explorer

kostenlos (Testversion) 1,54 Euro

deutsch|1.0|21 KByte

Ein PC-System ohne Dateimanager wie den Windows Explorer

oder den Finder auf dem Mac – kaum denkbar, wie

das funktionieren sollte. Auf dem Handy klappt das jedoch

durchaus, selten muss man selber eine Datei heraussuchen.

Meist finden Apps selbstständig Inhalte, mit denen

sie etwas anfangen können, sodass Sie sich nicht selber

durchs Dateisystem graben müssen.

Dennoch ist auch auf dem Handy oder dem Tablet ein Dateimanager

sinnvoll – besonders, wenn er so viele Funktionen

wie der Solid Explorer [LINK 12] mitbringt. Beim Solid

Explorer gut gelungen ist die Aufteilung im Querformat in

zwei Spalten. Dateien kopieren oder verschieben Sie so

ganz einfach mit einem Fingerzeig per Drag&Drop.

Mit dem Solid Explorer managen Sie nicht nur die Dateien

auf Ihrem Handy: Per FTP, SFTP, SMB/​CIFS oder WebDAV

greifen Sie über Ihr Netzwerk auch auf Ihre Desktop-PCs

zu oder binden nahtlos Clouddienste wie Dropbox, Box

oder Google Drive ein. Den Solid Explorer können Sie 14

Tage lang kostenlos testen, ohne dass Sie auf Funktionen

verzichten zu müssen, danach verlangt die App jedoch

den Kauf einer Lizenz [LINK 13].


Kauf-Tipps

Geschenk-Tipp Google Play

Nova Launcher

kostenlos 3,00 Euro

deutsch|1.122|KByte

Der Nova Launcher Prime [LINK 14]

gehört zu den Apps, die Sie nicht

unbedingt kaufen müssen, damit

unzählige weitere Funktionen freigeschaltet

werden – schon die Basisversion

[LINK 15] ist gut genug.

Doch es bereitet einfach ein gutes

Gewissen, den Entwickler einer

tollen App mit einem kleinen Betrag

zu unterstützen, wenn er

seine Anwendung seit Jahren immer

weiter ausbaut und mit neuen Funktionen

versieht.

Der alternative Launcher unterstützt

mehr als nur die Reiter „Apps“ und

„Widgets“ in der App-Schublade.

Die Apps lassen sich unterschiedlich

sortieren und

in der Bezahlversion

innerhalb

der App-Schublade zu Ordnern

gruppieren. Außerdem zeigt

Ihnen der Launcher gleich per

Icon an, wie viele neue Mails Sie

haben. Praktisch sind auch die

Gesten: Damit öffnen Sie zum

Beispiel den App-Drawer einfach

über den Homescreen mit einem

Wisch nach oben.

Easy icons

0,99 Euro

deutsch|1.1|20 MByte

Müssen Sie Geld für so etwas so

Sinnloses wie neue Icons auf Ihrem

Homescreen ausgeben? Warum eigentlich

nicht? Schließlich wird

nach einiger Zeit auch ein mit viel

Liebe zusammengestellter Homescreen

langweilig. Die Easy icons

[LINK 16] vom Entwickler Droid-

Screens sind ebenso liebevoll gestaltet

wie Ihr Homescreen. Inzwischen

enthält das Paket mehr als

880 hochauflösende Icons, die selbst auf Full-HD-Displays

toll aussehen. Auch eher nur in Deutschland beliebte

Apps wie Öffi werden mit eigenen Icons bedacht,

weitere Apps kommen immer wieder dazu. Gefällt Ihnen

der Stil der Easy icons nicht, lohnt ein Blick auf Goolo

oder Goolors vom selben Entwickler.

Der Standardlauncher von Android

sowie die TouchWiz-, Sense- oder

Sony-UI-Umgebungen der Handyhersteller

unterstützen den Austausch

der App-Icons nicht. Alternative

Launcher wie der bereits erwähnte

Nova Launcher, aber auch

viele andere Launcher-Apps wie

ADW, Action oder der Holo Launcher

bieten diese Funktion jedoch.

Ganz ohne Root-Rechte und Basteleien

verleihen Sie Ihrem Handy

damit einen ganz neuen Look.

Press

2,25 Euro

englisch|1.4.3|4,9 MByte

Neben Flyne ist auch die News-App

Press [LINK 17] ihren Preis wert. Gekoppelt

an Feedly, Feedbin, Feed

Wrangler oder Fever stöbern

Sie damit durch Ihre persönlichen

Nachrichten und Internet-News.

Dank der Synchronisation

mit den Webdiensten

stolpern Sie auf anderen Geräten

oder auch im Web-

Frontend des jeweiligen

Dienstes nicht über bereits

gelesene Artikel. Finden Sie

einen Beitrag besonders interessant,

genügt ein Tipp

auf den Stern in der Kopfzeile, um

ihn zu den markierten Beiträgen

hinzuzufügen und später leicht wiederzufinden.

Was Press besonders

auszeichnet, ist die Offline-Synchronisation.

In den Einstellungen

können Sie den Lesestoff des letzten

Monats inklusive aller Bilder

auf Handy oder Tablet laden. So

haben Sie selbst im mehrwöchigen

Jahresurlaub auf einer einsamen

Insel ohne Netzanbindung

genug Lektüre auf dem Handy dabei. Landen Sie wieder

in Deutschland, markiert Press die offline konsumierten Artikel

auch bei Feedly und Co. umgehend als gelesen.

40

01/2014 Apps & Tipps


Kauf-Tipps

Handy-Schnäppchen

Handy und Tablets als Weihnachtsgeschenke

Bescherung

Ein Smartphone oder Tablet als Geschenk? Nicht jeder wird die Möglichkeit

haben, den Liebsten ein Galaxy S4 unter den Weihnachtsbaum zu legen.

Weil ein gutes Handygeschenk ins Budget passen muss, eignen sich unsere

Handy- und Tabletempfehlungen auch für den schlankeren Geldbeutel.

Christoph Langner

HTC Desire 500

Mit dem Huawei Ascend Y300 oder dem Wiko Darknight

gibt es günstigere Handys oder auch preiswertere

Geräte mit größerem Display auf dem Geschenk-Markt.

Doch was ist, wenn Sie ein schickes

Handy mit Stil und wohlklingendem

Namen verschenken wollen, das trotzdem kein

Vermögen kostet? Hier kommt das HTC Desire

500 [LINK 1] ins Spiel! Das äußerst flache 500er

steckt in einer schicken Schale, die von einem

farbigen Aluring umschlossen wird. Kreativ

gestaltet sind hier die Leiser-/​Lauter-Tasten, sie

sind in Ring eingearbeitet. Und auch von der

technischen Seite kann sich das schlanke HTC-

Smartphone durchaus sehen lassen.

Das Desire 500 gleicht von der Form her dem ehemaligen

HTC-Top-Handy One S recht stark, es ist allerdings mit seinem

4,3-Zoll-Display etwas kleiner, und auch das Gehäusematerial

ist einfacher, aber immer noch wertig verarbeitet. Abgesehen

davon stimmen die übrigen Eckdaten: Ein 1,2 GHz schneller

Quad-Core-Prozessor, 1 GByte RAM, eine 8-Megapixel-Hauptkamera

und eine Frontkamera mit 1,6 Megapixeln passen zum

Preis. Zu kritisieren ist nur die Entscheidung des Herstellers,

das Gerät mit lediglich 4 GByte internem Speicher auszurüsten,

eine zusätzliche MicroSD-Karte ist daher Pflicht. Das Display

setzt mit 800 x 480 Pixeln keine Maßstäbe, ist aber scharf

und lässt sich auch im Freien einwandfrei ablesen.

Preis: ca. 220 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1bTST0g

HTC.com

42

01/2014 apps & tipps


Kauf-Tipps

Handy-Schnäppchen

Wiko Darknight

An die Namen der Handyemporkömmlinge

Huawei und ZTE aus dem Reich der

Mitte haben wir uns inzwischen gewöhnt –

aber Wiko? Auch wir kannten bis vor wenigen

Monaten die französische Marke unter

dem Dach des chinesischen Mutterkonzerns

Tinno Mobile noch nicht. In Frankreich

kann man jedoch nicht von einem

Branchenwinzling sprechen – laut eigenen

Angaben lag das Unternehmen nach Verkaufszahlen

im ersten Halbjahr 2013 auf

dem dritten Rang in unserem Nachbarland.

Das Darknight von Wiko [LINK 2] folgt dem

aktuellen Trend zum Monsterhandy: Ein

5-Zoll-Display mit 1280 x 720 Pixeln ist sicherlich

nicht für jeden geeignet, doch wer

sein Smartphone ohnehin in der Handstatt

in der Hosentasche mit sich führt, bekommt

sehr viel Handy und anständige

Technik für recht wenig Geld.

Mit dem Darknight hat es Wiko erneut geschafft,

uns positiv zu überraschen. In den

Tests vergaßen wir oft, dass es sich

bei dem Handy um ein günstiges

Dual-SIM-Modell handelt, da es

wirklich toll aussieht und in keiner

Weise „beruflich“ wirkt. Wenn

Sie nicht jeden Tag am Handy

spielen oder auf die (fehlende)

Kompassfunktionalität

angewiesen sind, dann

ist das Darknight eine sehr

gute und vor allem auch

günstige Alternative zu den

wesentlich teureren Dual-

SIM-Flaggschiffen von

Samsung & Co. Wir raten

zum Darknight als Geschenk

daher nicht nur Leuten, die

zwei SIM-Karten brauchen, sondern

auch für die Nutzung mit nur

einer SIM im Gerät.

Preis: ca. 225 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1bIzK3k

wikomobile.de

Asus MeMO Pad HD 7

Das Nexus 7 ist ein großer kommerzieller Erfolg,

doch der eigentliche Hersteller profitiert davon

nicht in gleichem Maße wie Google. Denn das

kleinste Nexus-Tablet stammt nicht vom Android-

Entwickler Google, für die Technik zeichnet der

bekannte Computer- und Notebook Spezialist

Asus verantwortlich – das wissen jedoch nur die

Android-User, die etwas tiefer in die Materie einsteigen.

Die Asus-eigene günstige Tablet-Linie

nennt sich MeMO Pad, und das HD 7 aus dieser

Reihe macht dem Schwestermodell Nexus 7

durchaus Konkurrenz. Bei der Technik müssen

Sie im Vergleich zu Googles Nexus 7 ein paar

Abstriche machen. Das IPS-Display des

MeMO Pad HD 7 [LINK 3] ist zwar scharf, doch

seine Helligkeit reicht nicht wirklich für Outdooreinsätze.

Auch die Auflösung von

1280 x 800 Pixeln liegt unter der eines

Nexus 7. Bei der CPU kommt zwar

ebenfalls ein Quad-Core-System

zum Einsatz, dieses arbeitet jedoch

nur mit 1,2 GHz. Dafür

glänzt das Asus MeMO Pad HD

7 mit einem sehr günstigen

Preis und der Option, den

Speicherplatz des Tablets mit

einer MicroSD-Karte kostengünstig

aufzurüsten.

Preis: 149 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1bTUhjJ

asus.com

apps & tipps 01/2014 43


Kauf-Tipps

Handy-Schnäppchen

huawei.com

Huawei Ascend Y300

Was können Sie schon von einem Handy erwarten,

das weniger als 100 Euro kostet? Wohl kaum ein helles

Display, ein flottes System und genügend Akkupower.

Doch, das gibt’s – Sie dürfen nur nicht bei HTC,

Samsung oder Sony danach suchen! Die Dual-Core-

CPU des Huawei Ascend Y300 [LINK 4] tickt zwar nur mit

einem GHz, und auch der Arbeitsspeicher ist mit 512

MByte knapp bemessen, doch das macht das Gerät

nicht zu einer lahmen Ente. Wer eher ein Schnäppchen-Smartphone

und kein Highend-Handy sucht,

dem wird das Y300 schnell genug sein.

Die Ladekapazität des Akkus ist mit 1950 mAh ordentlich,

Huawei gibt als Laufzeit 320 Stunden im

Standby und 5,3 Stunden für durchgängiges Telefonieren

an. Bei uns im Test hielt es locker mehr

als 24 Stunden durch. Anders als bei den Tophandys

von HTC oder Sony lässt sich beim Y300 der

Akku tauschen, und unter dem Deckel finden Sie

auch einen Slot für MicroSD-Karten zum Aufrüsten

des Speichers. Natürlich haben Sie es hier nicht mit

einem Highend-Smartphone zu tun, aber für den aufgerufenen

Preis stimmt das Paket beim Huawei Ascend

Y300 auf jeden Fall.

Preis: 99 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1d9PnnI

Nexus 7

Das Nexus 7 ist beileibe kein Geheimtipp mehr. Seit Google das erste

Modell 2012 vorgestellt hat, boomt auch bei Android der Tablet-

Markt. Mit einem in der Diagonalen nur 7 Zoll großen Modell

hat Google damals den Nerv der Zeit getroffen: Die Geräte

lassen sich dank ihres kleineren Displays günstig herstellen,

und das kompakte Format liegt zudem gut in der

Hand. Deshalb ist das Nexus 7 [LINK 5] – in der zweiten

Version – immer noch ein Kauf- und Geschenktipp,

den wir nicht auslassen wollen.

Das Highlight des 2013er-Nexus-7 ist neben seinem

unschlagbaren Preis mit Sicherheit das

deutlich verbesserte, hochauflösende Full-HD-

Display. Mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln

auf 7 Zoll ergibt sich eine beeindruckende

Pixeldichte von 323 ppi. Ein iPad Mini kommt bei

einer Auflösung von gerade einmal 1024 x 768

Pixeln auf eine Dichte von nur 163 ppi. Das

Nexus 7 bekommen Sie in einer 16- oder

32-GByte-Version direkt bei Google Play, aber

auch Amazon führt das Gerät im Angebot. Kurz vor

Weihnachten ist der Internethändler wahrscheinlich

schneller im Versand. Dort lässt sich auch noch die ältere,

aber nach wie vor noch sehr gute 2012er Version

des Tablets [LINK 6] für deutlich weniger Geld ausgraben.

Preis: ab 167 Euro

Bezugsquelle (Nexus 7 2012): http:// amzn. to/ 1gXMXsS|

Bezugsquelle (Nexus 7 2013): http:// amzn. to/ 1d9Q9Rv

google.de

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01/2014 apps & tipps


Kauf-Tipps

Handy-Schnäppchen

Samsung Galaxy Tab 3 8.0

Welches Format hat das ideale Tablet? Lieber kompakte 7 Zoll oder doch

gleich ein großes Tablet mit 10 Zoll? Samsung deckt mit seinen

Galaxy-Tab-3-Modellen beide gängigen Displaygrößen

ab und reiht gleich noch ein 8-Zoll-Modell

in die Auswahl ein. Das eine Zoll – 2,54 cm – Unterschied

zum Samsung Galaxy Tab 3 8.0 [LINK 7] lohnt sich

für all die User, die ein leichtes und kompaktes Tablet

suchen, das trotzdem noch genügend Platz für Texte

und Dokumente auf dem Display bieten soll. Über den

Rest der Hardware gibt es eigentlich nicht viele Worte

zu verlieren, außer dass Sie von Samsung immer solide

Technik bekommen. Das Display mit einer Auflösung

von 1280 x 800 Pixeln ist scharf und hell, der

Akku mit 4450 mAh groß, die Dual-Core-CPU mit 1,5

GHz ausreichend flott, und auch die Kameras mit 5

Megapixeln auf der Rückseite und 1,3 Megapixeln auf

der Front taugen für Schnappschüsse und Videochats.

Reicht der interne Speicher nicht aus, lässt er sich – anders

als in den Nexus-Geräten – per MicroSD-Karte

aufstocken. Wollen Sie gerne unterwegs ins Netz, gibt

es das Galaxy Tab 3 8.0 auch in einer LTE-Version.

Preis: ab ca. 266 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1b3blqC

samsung.de

motorola.de

Motorola moto g

Motorolas moto g [LINK 8] ist ist

ein schönes Mittelklasse-

Handy ohne große Mängel –

zu einem aktuell sehr anständigen

Preis. Es verfügt über

einen flotten Quad-Core-

Prozessor mit 1,2 GHz von

Qualcomm (Snapdragon

400, MSM8x26), der dem

Handy in Zusammenarbeit

mit dem Adreno-305-Grafikchipsatz

und Android 4.3

genügend Power für Apps

und Spiele liefert. Das

4,5 Zoll große LCD

löst mit 1280 x 720 Pixeln auf, in dieser Preisklasse lässt sich

aktuell kaum ein schärferes Display finden. Die Kamera ist

okay, Top-Handys liefern jedoch bessere Bilder.

Als weiteres Alleinstellungsmerkmal hebt Motorola die austauschbare

Rückabdeckung hervor, die es in verschiedenen

Farben als Zubehör gibt. Der 2070-mAh-Akku des Moto g ist

fest verbaut, einen MicroSD-Slot gibt es keinen. Damit die 8

bzw. 16 GByte Flash-Speicher nicht zu schnell überlaufen

bietet Motorola zwei Jahre lang 50 GByte Speicher in der

Google Cloud bei Google Drive an. Die kleinere Version mit

8 GByte finden Sie inzwischen für 170 Euro bei Amazon, das

größere Modell mit 16 GByte Speicher lässt noch auf sich

warten, es wird um die 200 Euro kosten.

Preis: ca. 170 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ IiazcL

Fazit

Ein Smartphone zu Weihnachten verschenken

ist überzogen? Nicht mehr! Ein solides

Einsteiger-Gerät wie das Ascend Y300 bekommen

Sie bereits für weniger als 100 Euro.

Doch auch die Mittleklasse mit großen Displays

und schnellen Prozessoren ist erschwinglich

geworden. Beachten Sie allerdings, dass ein

Smartphone ohne einen Handyvertrag mit Internet-Flatrate

recht teuer werden kann. Stecken Sie

daher Ihre SIM-Karte erst dann ins neue Handy,

wenn Sie sicher sind, dass der Vertrag passt. ● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31511

apps & tipps 01/2014 45


Kauf-tipps

Cases und Akkus

Schicke Cases und praktische Akkupacks als Geschenk

Geschützt und

nachgeladen

Unter dem Weihnachtsbaum liegt ein glänzendes neues Handy? Schützen Sie es am

besten mit einem ordentlichen Case. Auch der Akku kann Verstärkung brauchen, denn

Smartphones geht natürlich immer genau dann der Saft aus, wenn man das Handy

eigentlich am dringendsten braucht! Diana Hahn

Galaxy S3, S4, HTC One: Mophie Juice Pack

Die US-Firma Mophie ist bekannt

für ihre Akkupacks, die direkt ans

Handy angebracht werden und – im

Fall des Samsung Galaxy S4 – für

bis zu 80 Prozent mehr Akkuleistung

sorgen. Das neue Juice Pack

für das Samsung Galaxy S4 [LINK 1]

ist laut Hersteller ultradünn, macht

aber aus dem Samsung Galaxy S4

ein 1,6 cm dickes Handy mit 15 cm

in der Höhe und 7,4 cm in der

Breite. Stört Sie das nicht weiter,

dann erhalten Sie ein erstklassig

verarbeitetes Akkupack mit 2300

mAh Ladekapazität und ein

Schutzcase in einem. Das Mophie-Case bietet zudem einen

MicroUSB-Anschluss an, sodass Sie Ihr Handy und das Mophie-Akkupack

laden können, ohne das Case dazu entfernen

zu müssen. Das Case lässt sich zudem auch ausschalten,

damit die Energie nicht per Zufall verpufft, sondern gezielt

dann zugeschaltet werden kann, wenn man sie benötigt. Das

Juice Pack von Mophie bringt für das Samsung Galaxy S3

und das Galaxy S4 eine Ladung von 2300 mAh mit. Erhältlich

ist das Battery-Case außerdem für das HTC One. Wenn

Sie wissen möchten wie viel Saft noch im Juice Pack steckt,

betätigen Sie den Knopf, der sich auf der Rückseite neben

dem Schieberegler befindet.

Preis: ca. 95 Euro

Bezugsquelle (Galaxy S3/​S4): http:// amzn. to/ 1bTDXPN

Bezugsquelle (HTC One): http:// amzn. to/ 1dMhGor

mophie.com

A-Solar Platinum Charger AM-110

Der A-Solar Platinum Charger AM-110 [LINK 2] ist in erster

Linie ein externes Akkupack mit einer Ladung von rund 1800

mAh. Über das mitgelieferte USB-Kabel laden Sie den Platinum

Charger auf und schließen ihn bei Bedarf einfach an

das Smartphone an. Im Lieferumfang befinden sich neben

einem Etui zahlreiche Adapter, sodass sich über den Solar

Charger auch ältere Handys oder andere Geräte aufladen

lassen. Ist der externe Akku leer, dann legen Sie den Platinum

Charger einfach ins Sonnenlicht, um neue Energie zu

tanken. Der Platinum-Akku ist 13 cm x 7 cm gross und 2 cm

dick. Somit ist das Ladegerät zwar etwas grösser und dicker

als ein Smartphone, passt aber immer noch ohne Probleme

in die Hosentasche und wiegt nur 120 g. Ein Handy lädt er

laut A-Solar in rund anderthalb Stunden wieder auf. Der 3,7

V-Akku hat eine Kapazität von 1800 mAh und kann über USB

in drei bis fünf Stunden geladen werden. Verlässt man sich

allein auf die Sonne, dauert es circa 12 bis 15 Stunden.

Preis: ca. 35 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ IbJKXE

a-solar.eu

46 01/2014 Apps & tipps


Kauf-tipps

Cases und Akkus

www3.pny.com

PNY PowerPack 2600

Lithium-Ionen-Akku

Beim hohen Stromverbrauch moderner Smartphones ist

es schon fast riskant, ohne Ersatzakku auf die Straße zu

gehen. Aus diesem Grund gibt es immer mehr der handlichen

Energieriegel für das Smartphone zum Nachladen

unterwegs. Der Hersteller PNY hat gleich drei davon im

Angebot [LINK 3], die sich in Kapazität und Größe voneinander

unterscheiden. Der kleinste Powerpack der USamerikanischen

Firma verfügt über 2600 mAh. Die zusätzliche

Batterie hat ein gebürstetes

Aluminiumgehäuse mit zwei verschiedenen

USB-Ports. Mit seiner

handlichen Größe kann der Power-

Pack in jeder Hosen- oder Handtasche

verstaut werden.

Die Energieanzeige leuchtet rot und

sagt Ihnen, wie viel Energie die Batterie

noch liefern kann. Zeigt sie 100

an, ist der Akku vollständig geladen.

Im Lieferumfang ist ein USB-Kabel

mit knapp 50 Zentimeter Länge enthalten.

Das PNY PowerPack kann

von jedem USB-Anschluss aus geladen

werden. Ausgeliefert wird der

handliche Energieriegel bereits vollständig

aufgeladen. Somit kann es

direkt nach dem Auspacken benutzt

werden. Das PowerPack gibt es

auch noch in zwei anderen Ausführungen.

Das PowerPack 5200 und

das PowerPack 7800 beinhalten

Akkus mit nochmal deutlich größerer

Kapazität.

Preis: ab ca. 20 Euro

Bezugsquelle:

http:// amzn. to/ 1inz1HY

Nexus 7 (2012):

Noreve-Case

Der französische Hersteller Noreve hat Smartphonehüllen

im Programm, die höheren Ansprüchen genügen sollen,

Materialien und Verarbeitung sind daher sehr aufwendig.

Neben zahlreichen Tablet- und Smartphoneschonern

bietet der Hersteller auch ein Modell für das

2012er Nexus 7-Tablet aus feinem Leder für 59,99

Euro [LINK 4] an, das in Sachen Verarbeitung und Haltbarkeit

kaum Wünsche offen lässt. Die Hülle ist in

verschiedenen Farben erhältlich, und Noreve garantiert

eine besonders schnelle Lieferung aus dem eigenen

Webshop. Wer von billigen

Kunstlederschonern mit sich auflösenden

Nähten genug

hat, sollte sich die Noreve-Kollektion

auf jeden

Fall genauer ansehen.

Preis: 54,99 Euro

Bezugsquelle:

http:// amzn. to/ 1gXEZA2

noreve.com

Nexus 7 (2013): Boenso Design Original UltraSlim Case

Die UltraSlim-Ledertasche von Boenso Design [LINK 5] für das von

Google in 2013 erneuerte Nexus 7 ist aus echtem schwarzen Glattleder

gefertig und gut verarbeitet. Das Praktische an diesem

Schutz-Case: Dank eines in den Deckel integrierten Magneten

weckt man beim Öffnen der Klappe das Nexus-Tablet

ohne weiteres Zutun aus dem Standby auf. Klappen

Sie das Case wieder zu, fällt das Nexus 7 wieder automatisch

in den Tiefschlaf zurück. Falten Sie den

Deckel um, dient er als Ständer für das Gerät,

wenn man zum Beispiel einen längeren Film anschauen

will. Mit nur 105 Gramm ist das multifunktionale

Schutzcase für das neue 2013er-

Modell des Nexus 7 besonders leicht.

Preis: ca. 40 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 19yCRpM

boenso-design.ch

apps & tipps 01/2014

47


Kauf-tipps

Cases und Akkus

Samsung Galaxy S4: Boenso Case

Das schwarze „UltraSlim Case“

von Boenso Design [LINK 6] ist aus

echtem Leder gefertigt und ein

etwas exklusiveres Accessoire.

Die feine Ledertasche

bietet dem aktuellen

Samsung Galaxy S4 eine

„behagliche Wohlfühlatmosphäre“,

wie es Boenso Design

selbst ausdrückt. Das

verwendete Material ist ein

besonders weiches und geschmeidiges

Glattleder, das nicht

nur durch die hervorragende Verarbeitung,

sondern auch durch die

edle und hochwertige Optik besticht

– und das sowohl innen als auch

außen. Zum besonderen Schutz des

Flaggschiffs von Samsung ist die Tasche

auf der Innenseite mit speziellem

Mikrofasermaterial beschichtet,

welches das Galaxy S4 vor Kratzern

und Beschädigungen schützt und

das Gerät rutschfest „im Griff“ hat.

Buenso-Cases finden Sie auch für Geräte

anderer Android-Hersteller.

Preis: ca. 30 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 11aO6aG

boenso-design.ch

noreve.com

Nexus 4:

Noreve-Hülle

Das Nexus 4 ist aufgrund der aufwendig gestalteten

Rückseite aus Glas besonders

schutzbedürftig. Eine sehr edle Variante für

das bisherige Referenz-Handy Googles ist die

Schutzhülle von Noreve [LINK 7], die in der

Grundausstattung für 45,99 Euro erhältlich ist.

Die Hülle aus echtem Leder lässt sich nach

unten aufklappen. Noreve hat der Front ein

kleines Loch für die LED verpasst, außerdem

hat die Tasche eine Öffnung für die Kamera.

Die Aussparung für den Lautsprecher hat der

Hersteller durch ein feines Drahtgitter geschützt.

Der Noreve-Knopf auf der Rückseite

dient zur Befestigung eines Gürtelclips.

Preis: ab ca. 46 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1io6S3n

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31513

VarioTek Mobile Power Pack PP-320B

Rund 5000 mAh stecken in dem kleinen Kraftpaket, das

reicht um auf größere Handys bis zu zwei mal komplett

aufladen zu können. Form und Größe erinnern an eine

handelsüblichen Seife, der Akku wiegt 140 Gramm.

Das Mobile Power Pack [LINK 8] wird zwar über ein mitgeliefertes

Netzteil mit USB-Stecker geladen, der Anschluss

am Battery Pack selbst ist jedoch nicht USBkompatibel.

Sie dürfen zum Aufladen Ihres Handys das

aufrollbare Kabel also nicht vergessen. Für den Anschluss

ans Smartphone stehen in der Verpackung

zahlreiche Adapter bereit, die auf das mitgelieferte

Kabel passen. Die Lösung ist somit recht praktisch,

und in der Regel genügen das Kabel und ein Adapter

für einen längeren Ausflug.

Preis: ca. 50 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1b32FAJ

variotek.de

48 01/2014 apps & tipps


Kauf-tipps

Audio-Zubehör

Geschenktipps rund um Musik und Audio auf dem Handy

Ohren auf –

Musik drauf

Kaum ein Handy-Hersteller wagt es auf ein Headset zu verzichten. Mag es

noch so übel klingen, Kopfhörer müssen dabei sein. Wer Musik jedoch nicht

nur hören, sondern genießen möchte, der muss aufrüsten. Wir stellen Ihnen

unsere Top-Empfehlungen vor. Christoph Langner

monsterinspiration.com

Monster Inspiration Kopfhörer

Wer sich Kopfhörer im Wert von rund

200 Euro kauft, greift nicht einfach so

zum erstbesten Produkt, hier muss

alles stimmen – wie bei den Monster

Inspiration [LINK 1]. Die zusammenklappbaren

Kopfhörer Monster Inspiration

kommen in einer sehr schönen

Box und sind zusätzlich in einer

Kunstledertasche verpackt. Neben

dieser Tasche finden Sie zudem

einen zweiten Schmuckbügel in der

Box. So haben Sie die Wahl, ob Sie

das Inspiration-Set mit dem matten

Lederband oder doch lieber mit dem

glänzenden in Krokodillederoptik tragen.

Die Kopfhörer gibt es in unterschiedlichen

Farben, Optik und satter

Sound passen so gut zusammen.

Neben dem Kopfhörer, der Tasche

und dem zusätzlichen

Bügel finden Sie in der Verpackung

drei Kabel mit jeweils

einem 3,5-mm-Klinken-Stecker

an jedem Ende: eines

mit Mikro und Start/​Stop-

Taste für iOS, eines für Android-Smartphones

(und andere),

das lediglich über ein

Mikro und eine Start/​Stop-

Taste verfügt, sowie ein einfaches

Kabel ohne Freisprecheinrichtung.

Preis: ca. 200 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 18P8tYC

Cambridge Audio Minx Go

Das Handy ist nicht nur Ihr ständiger

Begleiter in allen Fragen der Kommunikation,

es ist für viele Android-User

auch eine immer greifbare Jukebox.

Ob MP3s, Online-Radio oder Streaming-Dienst.

Das Handy macht

immer und überall Musik – wenn

nicht die eingebauten Lautsprecher

so schlecht wären. Um das

Wohnzimmer zu beschallen,

braucht es daher externe

Boxen: Das Cambridge

Audio Minx Go

[LINK 2] vom britischen

HiFi- Spezialisten Cambridge Audio

ist hierfür ein heißer Kandidaten.

Trotz seiner schlanken Abmessungen

liefert der kleine Minx ordentlichen

Sound. Fünf Lautsprecher sind verbaut,

einer davon, der Bass-Radiator,

schafft einen satten Klang. Insgesamt

wirkt das System akustisch ausgewogen

und erfreut mit klarem, in allen

Musiklagen störungsfreien Sound.

Einmal komplett aufgeladen hält der

Lautsprecher 18 Stunden durch.

Preis: ca. 129 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1jlXlaE

cambridgeaudio.de

50

01/2014 apps & tipps


Kauf-tipps

Audio-Zubehör

www.jabra.com

Jabra Motion Bluetooth-Headset

Das Bluetooth-Headset Jabra Motion

[LINK 3] an das Handy zu koppeln

ist dank NFC besonders

einfach. Sie müssen nur Ihr

NFC-fähiges Handy an das

Headset halten, schon steht

die Verbindung. Aufgrund

eines in der Höhe anpassbaren

und drehbaren Hörers

dürfte das Headset in fast

jedes Ohr passen. Praktisch

ist der einklappbare Mikro-

Arm, er beendet beim Einklappen

das Gespräch und geht

beim Ausklappen des Bügels in

Gesprächsbereitschaft. Sensoren filtern

Geräusche aus dem Mikrosignal

heraus, Gespräche sind daher sehr

klar verständlich.

Ein touchsensitives Panel am Bügel

regelt die Lautstärke, ein Druck auf

den Knopf des Ohrhörers nimmt Anrufe

an und beendet sie. Doppeltes

Tippen weist Anrufe ab oder wählt

die letzte Nummer. Ein kleiner Knopf

am Mikrofonbügel schaltet das Headset

stumm oder startet die Spracheingabe,

ein Adapter für Zigarettenanzünder

und ein Netzteil liegen bei.

Wer sich mit der Bedienung des Motion

vertraut macht, bevor er es ans

Ohr schnallt, findet einen benutzerfreundlichen

und qualitativ guten Zugang

zum Freisprechen.

Preis: ca. 100 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 17ov2Gs

razerzone.com

Razer Hammerhead Pro

Das Hammerhead-Pro-Headset von

Razer [LINK 4] fügt sich gut ins Ohr ein,

drei unterschiedlich große Silikonaufsätze

liefert Razer gleich mit.

Razer liefert ein kleines Täschchen

für den Transport des Hammerhead

Pro mit, dazu einen Splitter für das

Klinkenkabel, sodass sich das Headset

auch am PC nutzen lässt, wo es in

der Regel getrennten Buchsen für

Kopfhörer und Mikrofon gibt. Mit

dem Taster im Kabel pausieren Sie

die Wiedergabe oder nehmen ein

Gespräch an. Der Sound des Hammerhead

Pro ist ausgezeichnet – viel

besser, als bei den Headsets, die die

Hersteller üblicherweise mit in den

Karton legen. In Rennspielen dröhnen

die Motoren satt und in Shootern

kracht und rummst es, dass es

eine Freunde ist – so macht Gaming

gleich doppelt Spaß. Trotzdem klingen

die Kopfhörer bei der Musikwiedergabe

nicht dumpf, was hin und

wieder bei auf Gaming getrimmten

Modellen der Fall ist, sondern ausgesprochen

voll mit satten Bässen und

klar erkennbaren Höhen.

Preis: ca. 70 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 17o5F7w

iconbit.com

Iconbit PSS990BT

Der PSS990BT von Iconbit [LINK 5] verzichtet

auf einen klangvollen Namen

und knallige Farben. So versprüht

das Gerät einen gewissen Retro-

Charme, der allerdings nicht darüber

hinwegtäuschen darf, dass es das

kleine Kästchen in sich hat. Es dient

als tragbarer Bluetooth-Lautsprecher

fürs Handy, mit dem es via NFC gekoppelt

wird, und teilt sogar seinen

Akku mit diesem, wenn es Not tut.

Darüber hinaus kann es als Freisprecheinrichtung

eingesetzt werden,

spielt Musik von eingesteckten

Speicherkarten ab und taugt sogar

auch als UKW-Radio.

Der Klang geht für die Größe in Ordnung,

dicken Bass, klar erkennbare

Sounddetails oder sonstige Wunderdinge

darf man aber nicht erwarten.

Auch die Lautstärke ist eher

für ein Büro gedacht als laute

Umgebungen. In unseren Tests

hielt der PSS990BT mehr als 22

Stunden Musikwiedergabe vom

Handy durch, bevor er sich mit

„Please Recharge“ zu Wort meldet.

Das ist ziemlich gut für den

kleinen Alleskönner, dessen Bedienung

man schnell raus hat.

Preis: ca. 56 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 13X1k9o

apps & tipps 01/2014 51


Kauf-tipps

Audio-Zubehör

JBL Pulse

Aus der Masse der tragbaren Bluetooth-Lautsprecher

sticht der JBL

Pulse [LINK 6] mit seinen bunten Lichteffekten

deutlich hervor. Der kleine

Zylinder besitzt rundherum mehrfarbige

LEDs, die passend zur abgespielten

Musik pulsierend leuchten,

was gerade bei dunklem Licht richtig,

richtig cool aussieht – ein Lagesensor

sorgt dafür, dass etwa das Equalizer-

Wabern immer horizontal blinkt. Der

Nutzer kann Farben und Helligkeit

auf der Geräteoberseite einstellen

und aus fünf Effekten wählen. Die für

iOS verfügbare App, mit der man das

vom Handy aus machen kann, gibt

es für Android jedoch nicht, dafür

klappt die Kopplung ans Handy

durch NFC um so leichter.

Eine Freisprecheinrichtung, wie sie in

manch anderem Lautsprecher steckt,

hat JBL beim Puls nicht verbaut.

Kommt ein Anruf, klinkt sich der der

Bluetooth-Lautsprecher aus und das

Handy klingelt. Nach dem Gespräch

meldet sich der Lautsprecher mit der

Musikwiedergabe zurück. Im Test

hielt der Akku etwa acht Stunden

durch, schaltet man die LEDs über

den Button auf der Geräteoberseite

ab, sind sogar noch ein paar Stunden

mehr drin. Dank der dem Netzteil beiliegenden

Aufstecker für deutsche,

britische und amerikanische Steckdosen

ist der JBL Pulse auch ein dankbarer

Urlaubsbegleiter.

Preis: ca. 200 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1jm9vAu

jbl.com

Philips Shoqbox

Die Philips Shoqbox-Serie [LINK 7]

umfasst das elegante Modell SB

7300 für das Büro oder Arbeitszimmer

und eine stoß-, und spritzwassergeschützte

Outdoor-Variante,

das Modell SB7200. Es ist für Abenteuer

im Freien bestens gewappnet

und mit dem integrierten Haltering

kann es sogar an der Kleidung oder

am Rucksack befestigt werden. Mit

einer Laufzeit von acht Stunden hält

die Shoqbox auch einen langen Tag

am Strand durch. Dank der robusten

Bauweise der Outdoor-Shoqbox

müssen Sie keine Angst haben, dass

Sand und Schmutz in das Gehäuse

der Box eindringen kann.

In beiden Boxen ist ein Mikrofon eingebaut,

so dass sie auch als mobile

Freisprecheinrichtung genutzt werden

können. Zudem ist ein Sensorfeld

integriert, über das Sie die Musikwiedergabe

steuern. Per Gestensteuerung

wird wie bei einem normalen

Hi-Fi-System eine Shoqbox

als linker Lautsprecher und die andere

als rechter Lautsprecher eingerichtet,

so dass sie Musik oder Filme

auch mobil in Stereo-Qualität genießen

können. Vier leistungsfähige

Neodym-Treiber sorgen für kräftigen

Sound aus den knapp 500 Gramm

schweren Kompaktboxen.

Preis: ab ca. 80 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1bCEO5I

philips.de

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/315212

52

01/2014 apps & tipps


Kauf-tipps

Für’s Auto

Geschenkideen für Android im Auto

Abgefahren

Im Auto dient das Smartphone als Navi, Musikquelle – und ja, auch als Telefon. Nur Sie als Wagenlenker

dürfen es während der Fahrt nicht in die Hand nehmen. Rüsten Sie daher Ihr Auto mit dem

passenden Zubehör auf – oder lassen Sie es sich zu Weihnachten schenken. Christoph Langner

Anker 18W/​3600mA

Wollen Sie Ihr Handy während der

Fahrt einfach laden, benötigen Sie

ein Kfz-Ladegerät. Die Preise für entsprechende

Netzteile schwanken stark:

Billige Adapter gibt es schon im Ein-

Euro-Shop, für Originalzubehör werden

schnell mehr als 20 Euro fällig. Der

Preis hat natürlich Auswirkungen auf

die Qualität. Das entscheidende Kriterium

ist der Ladestrom: Billignetzteile

schaffen es oft nicht, das Handy so

schnell nachzuladen, wie es während

des Einsatzes als Navi an Strom verliert

– während einer langen Fahrt sind solche

Netzteile deshalb unbrauchbar.

Als hochwertige, aber dennoch günstige

Lösung erwies sich in unserem

Test das Anker 18W/​3600mA [LINK 1]. Es

verfügt über ein eingebautes, spiralförmiges

Ladekabel mit Micro-USB-Anschluss

und über eine USB-Buchse, mit

der sich – ein entsprechendes Kabel

vorausgesetzt – auch iPhones und

iPads laden lassen. Die Ausgangsstromstärke

beträgt je nach Port 2,0

bzw. 2,4 Ampere, maximal liefert das

Netzteil

über

beide Anschlüsse

18 Watt

bei 3,6 Ampere. Das ist

genug, um auch stromhungrige

Tablets während der

Fahrt zu laden.

Preis: ca. 10 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 17GnBwF

ianker.com

JVC KD-X50BT

Das Smartphone ist mit Navi-App und

KFZ-Halterung für viele Autofahrer der

ideale Kopilot. Moderne Fahrzeuge integrieren

das Handy deutlich stärker,

als ihm nur einen sicheren Platz und

Strom zu bieten. Dank Bluetooth ist das

Audiosystem des Autos Freisprechanlage

und Stereoanlage zugleich. Allerdings

fährt nicht jeder einen modernen

Wagen mit allem Schnickschnack. Wer

noch ein herkömmliches Autoradio besitzt,

der hat mit seinem Smartphone

ein recht heiseres Navi und hört weiterhin

Radio, obwohl doch mehrere

GByte Musik auf dem Android-Handy

schlummern.

Alternativ bauen Sie ein modernes

Radio ins Auto ein – mit ein bisschen

Geschick ist das auch für einen Laien

gut machbar. Im mobilen Alltag mutiert

das Handy mit einem Bluetooth-Radio

wie dem JVC KD-X50BTE [LINK 2] zur

Multimediazentrale Ihres Fahrzeugs.

Navigation, Musik und Freisprechen –

alles läuft laut und in guter Qualität

über die Boxen im Auto. Das Fehlen

eines CD-Laufwerks bei diesem Modell

fällt dabei kaum auf, schließlich bietet

das Handy deutlich bessere Möglichkeiten

für die musikalische Unterhaltung

als die silbernen Scheibchen.

Preis: ca. 76 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 19A5mDp

jvc-europe.com

54 01/2014 apps & tipps


Kauf-tipps

Für’s Auto

obd-2.de

OBD-2-Bluetooth-Adapter

Mit dem OBD-2-Bluetooth-Adapter

von iHarbort [LINK 3] machen

Sie am besten einem Autobastler

eine Freude – davon soll es in

Deutschland ja einige geben.

Der kleine Bluetooth-Stecker

wird auf die Buchse für die OBD-

2-Diagnoseschnittstelle gesteckt.

Zusammen mit der passenden

Applikation wie etwa Torque Pro

[LINK 4] lassen sich damit Fahrzeugdaten

wie die aktuelle Drehzahl, Leistung,

Verbrauch, Ladedruck oder

auch Geschwindigkeit und Beschleunigung

auf dem Display Ihres Smartphones

ablesen. Welche Werte angezeigt

werden ist natürlich abhängig

davon, welche Daten die Motorelektronik

des angeschlossenen Fahrzeugs

liefert.

Preis: ca. 17 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1fiBBPO

parrot.com

Parrot Minikit Neo

Sind Sie öfter mit Leih- oder Mietwagen

auf Achse, eignen sich fest eingebaute

Freisprecheinrichtungen

natürlich kaum, um unterwegs

bequem und sicher telefonieren

zu können. Als Lösung können

Sie sich in diesem Fall auf

der Fahrt nur ein Bluetooth-Headset

hinters Ohr klemmen – oder

das clevere Minikit Neo von Parrot

[LINK 5] auf Ihren Wunschzettel schreiben.

Das Gerät ist so geformt, dass

Sie es bequem an die Sonnenblende

klemmen können. An diesem Ort ist

das Mikrofon ideal aufgehoben und

auch alle Bedienelemente lassen sich

bequem erreichen.

Das Parrot Minikit Neo liest auf

Wunsch Ihr Telefonbuch aus und

wählt per Spracherkennung ohne

Knopfdruck. Der Akku versorgt die

Freisprecheinrichtung etwa eine

Woche lang mit Strom. Um Strom zu

sparen, erkennt ein integrierter Sensor

die Vibrationen beim Fahren und

aktiviert erst dann den Bluetooth-

Empfänger, wenn Sie unterwegs

sind. Zur Not lässt sich das Gerät mit

dem mitgelieferten Kfz-Netzteil aufladen,

das sich auch für Handys eignet.

Im Play Store finden Sie eine passende

App [LINK 6], über die sich die

Freisprecheinrichtung wirklich einfach

konfigurieren lässt.

Preis: ca. 60 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1eil1fR

tomtom.com

TomTom Hands-free Car Kit

Neben seinen TomTom-Apps im Play

Store und den dedizierten Navigationsgeräten

vertreibt der niederländische

Navi-Spezialist auch diverses

Zubehör für die Navigation im Auto.

Eine praktische Ergänzung seines

Angebots ist das TomTom Handsfree

Car Kit [LINK 7], mit dem Sie Ihr

Smartphone nicht nur sicher befestigen

und es mit Strom versorgen,

sondern gleich noch eine leistungsfähige

Freisprecheinrichtung bekommen,

ohne groß Hardware im Auto

verbauen zu müssen.

Das TomTom Hands-free

Car Kit überzeugt durch

einen großen Lieferumfang,

gute Verarbeitung

und durchdachte Bedienung. So hat

TomTom zum Beispiel auch den Fall

berücksichtigt, dass das Handy

sich per Bluetooth im Kfz-

Dock eingebucht hat, aber

noch in Ihrer Tasche

steckt. Geht ein Anruf auf

Ihrem Handy ein, können

Sie über die Tasten,

die in die Halterung des

Hands-free Car Kit integriert

sind, das Gespräch

annehmen und danach

wieder auflegen, ohne das

Telefon auch nur in die Hand

nehmen zu müssen.

Preis: ca. 57 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ HVpPw1

apps & tipps 01/2014 55


Kauf-tipps

Für’s Auto

belkin.com

Belkin AirCast Auto

Ihr Auto ist neu genug, dass es über

einen AUX-Eingang in Form einer

3,5-mm-Buchse verfügt, aber noch

nicht so aktuell oder exklusiv, dass

ein Bluetooth-Empfänger ab Werk

eingebaut wurde? Dann lässt sich Ihr

Autoradio trotzdem sehr leicht mit

Bluetooth und Freisprechfunktionen

aufrüsten. Sie benötigen dafür

nicht einmal einen

Schraubendreher,

denn der Belkin

AirCast Auto [LINK 8] wird einfach

in den Line-Eingang Ihrer Musikanlage

gesteckt.

Das Ladegerät mit USB-Anschluss

versorgt diese Freisprecheinrichtung

wie auch Ihr Handy während der

Fahrt mit Strom. Den Puck mit

Call-/​Play-Taste und eingebautem

Mikrofon kleben Sie auf

eine passende Stelle auf

Ihrem Armaturenbrett – fertig

ist die Installation. Wie

bei einem richtigen Bluetooth-Radio

führen Sie mit

dem Bluetooth-Adapter Gespräche,

lassen die Navi-Ansagen

laut über die Anlage

tönen oder hören drahtlos Ihre

Musik. Verlegen Sie die Kabel

geschickt, merkt man kaum etwas

von diesem Bluetooth-Upgrade.

Preis: ca. 37 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1fiatAv

Garmin HUD

Die Hersteller von Luxuslimousinen

rüsten seit einiger Zeit manche Fahrzeuge

mit – aus der Fliegerei bekannten

– Head-up-Displays (kurz HUD) aus.

Ohne den Blick von der Straße nehmen

zu müssen, sieht der Fahrer

die Tachoanzeige oder Abbiegehinweise

des Navis in der

Windschutzscheibe als eingespiegeltes

Bild. Mit dem Garmin

HUD [LINK 9] kann man

diese Funktion in jedem Auto

nachrüsten, viel Know-how

ist dazu auch nicht nötig.

Das Garmin HUD wird in den

Keil zwischen Windschutzscheibe

und Armaturenbrett geklemmt.

Zur Projektion müssen

Sie eine spezielle Folie an der

Scheibe anbringen, alternativ finden

Sie im Lieferumfang eine ansteckbare

Projektionsscheibe. Im Betrieb muss

das Gerät jedoch permanent mit Strom

versorgt werden, denn einen Akku besitzt

das Garmin HUD nicht; ein Kfz-Ladegerät

ist jedoch im Paket enthalten.

Damit das HUD auch etwas zu zeigen

hat, müssen Sie Ihr Handy via

Bluetooth mit dem Gerät

koppeln und eine der Navigon-Apps

[LINK 10] installieren

– und hier ist der Haken an

der Sache: Navi-Apps von

Garmin/​Navigon gibt es erst

ab 40 Euro, und mit der Navigation

von Google Maps arbeitet

das Garmin HUD nicht zusammen.

Eine kostenlose Lösung

gibt es nur für T-Mobile-

Kunden: Mit der entsprechenden

SIM-Karte im Handy lässt sich Navigon

Select [LINK 11] auch ohne Gebühren

nutzen.

Preis: ca. 186 Euro

Bezugsquelle:

http:// amzn. to/ 1fiDITv

garmin.com

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31514

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01/2014 apps & tipps


Kauf-tipps

Für Bastler

Geschenke für Android-Geeks und ‐Bastler

Nerdy by Nature

Sie haben einen Geek als Freund oder Freundin? Dann ist es für Sie bestimmt nicht

schwer, für ihn oder sie passende Geschenke zu finden. Falls doch: Wir zeigen Ihnen

in unseren Geschenktipps für Nerds und Bastler, was Sie noch in letzter Minute vor

Weihnachten ordern können. Christoph Langner

Raspberry Pi

Android auf dem Raspberry Pi [LINK 1]

steckt zwar noch sehr in den Kinderschuhen,

aber dennoch ist der kleine Raspi-

Computer unter Linux eine ideale Ergänzung

von Smartphone oder Tablet. Die

Einsatzmöglichkeiten sind praktisch

grenzenlos: Sie können aus dem Raspi

einen Fileserver machen, ihn mit OwnCloud

als eigene Dropbox betreiben oder

ihn, mit dem XBMC-Mediacenter ausgestattet,

an den Fernseher als Multimedia-

Streaming-Box anschließen. Dank der

stromsparenden, vom Handy stammenden

Technik kostet der

durchgehende Betrieb

des Raspberry Pi kaum

Geld. Zum Komplettpaket

fehlen nur noch ein

Handynetzteil, eine

schnelle Micro-SD-

Karte und ein Gehäuse.

Vielleicht hat der Beschenkte

jedoch schon

Teile davon zu Hause.

Preis: ca. 35 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 17Gp3iG

raspberrypi.org

Netgear PTV3000

Wäre es nicht traumhaft, auf der Couch

zu sitzen, sich mit dem Handy einen

Film bei Play Movies, auf YouTube

oder Watchever herauszusuchen

und diesen ohne ein Kabel direkt

auf das Fernsehgerät zu beamen?

Mit dem Screencast-Standard Miracast

ist das möglich. Miracast

spiegelt das, was Sie auf einem

Miracast-fähigen Handy wie dem

Nexus 4/5 oder Galaxy S3/S4

sehen, über WLAN auf einen Miracast-tauglichen

Fernseher

oder Beamer. Das

werden jedoch nur die wenigsten Geräte

in den Wohnzimmern der Android-

User sein, daher lässt sich diese Funktion

auch nachrüsten. HDMI-Dongles

wie das EZ Cast All Stream [LINK 2] oder

Netgear PTV3000 [LINK 3] sind inzwischen

jedoch günstig zu bekommen.

Preis: ca. 40 Euro

Bezugsquellen:

EZ Cast All Stream: http:// amzn. to/ HVvfaB

Netgear PTV3000: http:// amzn. to/ 1dT8ZZE

netgear.de

DIY Handytasche

Mit Handytaschen wird viel Geld gemacht.

Ein hübsches Exemplar kostet

schnell über 40 Euro. Schneidern Sie

daher doch Ihre eigene Tasche. Das

YouTube-Video von dots‐designs. de

[LINK 4] erklärt Ihnen, wie Sie Ihre individuelle

Handytasche mit praktischer

Rausziehhilfe nähen. Mit hübschen

Stoffen und ein wenig Fantasie gestalten

Sie so ganz besondere Handytaschen

für Ihre Familie oder Freunde –

auch ohne großes Budget.

Preis: Zeit und ein wenig Mühe

Anleitung: http:// youtu. be/ BgU5bR8rwzQ

youtube.com

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01/2014 apps & tipps


Kauf-tipps

Für Bastler

ardrone2.parrot.com

Parrot AR.Drone 2.0

Das Kind im Manne –

eigentlich müssen

wir keine weiteren

Worte darüber verlieren.

Die meisten Jungs

werden mit Sicherheit schon

einmal davon geträumt haben, ein Modellflugzeug

zu steuern und mit kleinen

Kameras Luftbilder aufzunehmen. Mit

der Parrot AR.Drone 2.0 [LINK 5] geht dieser

Traum ohne große Modellbaukenntnisse

und mit einem Smartphone

als Fernbedienung in Erfüllung.

Dank seiner vier Rotoren ist der Quadrocopter

kinderleicht zu steuern, die

dafür nötige App finden Sie im Play

Store. Die nach vorne gerichtete Videokamera

nimmt hochauflösende Videos

mit bis zu 720p auf, mit einer PC-Software

lässt sich die Drone inzwischen

so programmieren, dass Sie feste

Wegpunkte abfliegt.

Preis: ca. 290 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1dbhG55

SIM-Adapter

Die ursprüngliche SIM hatte einmal

Scheckkartengröße, Mini-SIM, Micro-

SIM bis hin zur Nano-SIM sind Schritt

für Schritt geschrumpft. Nun steht man

als Besitzer eines neuen Handys oft vor

dem Problem: Wie bekomme ich

meine alte SIM-Karte ins neue Handy?

Noch schlimmer geht es Android-

Usern mit mehreren Geräten – sie

müssten sich kostenpflichtig mehrere

SIM-Karten bestellen. Wenige Euro

teure Adapter [LINK 6] helfen hier aus.

Am besten lassen Sie Ihre SIM gegen

ein paar Euro in einem Telefonshop

auf die Größe einer Nano-SIM stanzen.

Leitfähiger Faden

Smartphone-User haben im Winter ein

großes Problem: Mit wärmenden

Handschuhen lassen sich die schicken

Teile nicht bedienen. Nicht nur, dass

kleine Icons und behandschuhte Finger

nur schwer zusammengehen; Touchscreens

reagieren auf die Leitfähigkeit

der Haut an den Fingerspitzen. Und

wenn die Finger in Handschuhen stecken,

ist diese nicht mehr gegeben.

Deshalb reagiert

Alternativ finden Sie im Netz auch

Stanzgeräte; für nur eine SIM-Karte

lohnt sich der Kauf jedoch nicht. Mit

einem Adapterset setzen Sie dann Ihre

„neue“ Nano-SIM in jedes Handy ein,

egal, welchen SIM-Slot dieses nutzt.

Preis: ca. 2 Euro

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 17GrxgM

ardrone2.parrot.com

der Touchscreen auch auf eine Wiener

Wurst, aber nicht auf den Radiergummi

an der Rückseite eines Bleistifts.

Im Handel finden sich daher bereits

zahlreiche „Smartphone“-Handschuhe

mit leitenden Fingerkuppen. Oft sind

diese Modelle hässlich und deutlich

überteuert. Zum Outfit passen Sie sowieso

nur selten. Machen Sie deshalb

doch einfach Ihre Lieblingshandschuhe

Smartphone-tauglich! Dazu brauchen

Sie nur ein wenig leitenden Silberfaden

aus dem Hobbymarkt, den Sie auf die

Fingerkuppe des Handschuhzeigefingers

nähen. Alternativ gibt es gleich

eine ganze Spule mit einem entsprechenden

Faden für wenig Geld im Netz

[LINK 7], damit sind dann schnell alle

Handschuhe im Scrank aufgerüstet.

Preis: ca. 5 Euro zzgl. Versand

Bezugsquelle: http:// amzn. to/ 1bB1Qdo

NFC-Tags

Starterkit

Sie steigen ins

Auto und aktivieren

erst einmal

Bluetooth, damit das Handy

Verbindung zum Radio aufbaut.

Daheim angekommen, soll Bluetooth

wieder aus gehen und stattdessen

WLAN starten. Am Bett soll das

Handy nicht weiter funken, sondern im

Flugmodus schlummern. Über Widgets

kann man diese Profile recht leicht

aktivieren, doch mit NFC-Tags geht das

noch einfacher.

NFC-Tags sind kleine Datenträger, die

kabellos via „Near Field Communication“,

kurz eben NFC, mit Handys kommunizieren

können, die ebenfalls über

die NFC-Funktechnik verfügen. Inzwischen

sind dies viele aktuelle Geräte

der Mittel- und Oberklasse. Ist der NFC-

Tag entsprechend programmiert, müssen

Sie Ihr Handy nur noch an den Tag

halten, schon wird die Aktion ausgeführt.

Ein NFC-Starterkit [LINK 8] oder

schicke Tags von Sony [LINK 9] und

Samsung [LINK 10] bieten gleich eine

größere Auswahl an Tags.

Preis: ab ca. 8 Euro

Bezugsquellen:

NFC-Tags Starterkit: http:// amzn. to/ HVvfaB

Sony SmartTags: http:// amzn. to/ 1egiD9l

Samsung TecTiles: http:// amzn. to/ 1bXslLRl

Alle

Links>

www.android‐ user.de/qr/31515

apps & tipps 01/2014

59


Kauf-Tipps

Test: MicroSD-Karten

10 MicroSD-Karten im Test

Mikro-

Speicher

Mihaly Pal Fazakas, 123RF

Eine flotte MicroSD-

Karte kann wesentlich

dazu beitragen, dass

das Android-Handy

schneller arbeitet, lautet

eine weit verbreitete

Meinung. Stimmt gar

nicht, zeigt unser Testbericht.

Marcel Hilzinger

MicroSD-Karten gibt es in allen

möglichen Variationen und

Preislagen: Class 2/4/​6/​10, SD,

HC, SDXC, Ultra und zahlreiche

weitere zum Teil kryptische Abkürzungen

finden sich auf den Verpackungen. Einige

Anbieter werben auch damit, dass ihre

MicroSD-Karte besonders schnell ist. Also

welche soll man wählen: lieber eine schnellere,

dafür nur 8 statt 32 GByte oder doch lieber

eine 16 GByte große Karte, dafür eine

etwas langsamere, die nicht so teuer ist? Das

hängt vom benutzten Handy ab. Denn auf

den Verpackungen beworbene Werte von bis

zu 50 MByte/​s erreichen lediglich die aktuellen

Top-Handys mit Snapdragon-800-Prozessor.

Benutzen Sie hingegen ein (älteres)

Handy mit einer langsameren CPU, dann

reicht ziemlich sicher bereits eine günstigere

Karte, um das System auszureizen.

Zehn Karten im Intensivtest

Für diesen Artikel haben wir acht neu gekaufte

MicroSD-Karten und zwei No-Name-

Karten, die wir hier in der Redaktion herumliegen

hatten, mit bis zu vier verschiedenen

Smartphones getestet. Als Haupttestgerät

kam das Optimus G Pro von LG zum Einsatz,

als Handy mit schwächerer CPU das HTC

Desire 500. Kurz vor Redaktionsschluss erreichte

uns auch noch das Sony Xperia Z1.

Mit diesem Handy stellten wir noch einmal

neue Bestwerte für die Samsung-Karte auf.

Die in der Tabelle angegebenen Zahlen sind

somit mit dem LG Optimus G Pro und dem

HTC Desire 500 gemessene Richtwerte. Bei

Ihrem eigenen Handy werden die Schreibund

Leseraten entsprechend abweichen.

Für die Tests benutzten wir die App SD

Card Tester [LINK 1] und verifizierten die ersten

paar Ergebnisse mit der App A1 SD Bench

[LINK 2]. Anschließend arbeiteten wir nur noch

mit dem SD Card Tester. Als Dateigröße

wählten wir stets die doppelte RAM-Größe

des Handys. Kleinere Dateien verfälschen

das Ergebnis deutlich.

Klasse oder Masse?

Bei den Lese- und Schreibgeschwindigkeiten

der MicroSD-Karten zählt alleine der Hinweis,

ob es sich dabei um eine Class-4-,

Class-6- oder Class-10-Karte handelt. Alle anderen

Zusätze können Sie getrost vergessen.

Eine wichtige Information betrifft MicroSD-

Karten mit dem Zusatz XC. Diese setzen üblicherweise

nicht das gewohnte FAT-Dateisystem

ein, sondern das neuere exFAT. Möchten

Sie also möglichst lange Videofilme auf der

Karte speichern, dann kommen Sie um eine

Karte mit exFAT nicht herum. Es lassen sich

aber auch ältere MicroSD-Karten mit dem

exFAT-System formatieren.

Testergebnisse im Überblick

Hersteller Transcend PNY Samsung SanDisk Ultra Sony

Modell TS16GUSDU1 SDU8G10AND-EF MB-MGCGB QUA-0008G-U46A SR8UYA/​T1

Kapazität 16 GByte 32 GByte 64 GByte 8 GByte 8 GByte

Klasse Class 10 Class 10 Class 10 Class 10 Class 10

Preis 13 Euro 25 Euro 50 Euro 12 Euro 8 Euro

G Pro (read/​write) 27,9/​9,4 MB/​s 24,5/​17,7 MB/​s 26,1/​18,2 MB/​s 26,4/​12,5 MB/​s 23,2/​12,6 MB/​s

Desire 500 (read/​write) 15,4/​9,1 MB/​s 15,3/​15,1 MB/​s 16,4/​15,4 MB/​s 12,6/​13,2 MB/​s 16,1/​11,9 MB/​s

60

01/2014 apps & tipps


Kauf-Tipps

Test: MicroSD-Karten

Das UHS-Logo ist die dritte wichtige Information

auf der MicroSD-Karte. Sie finden es nur

auf Class-10-Karten, und es ist ein sehr kleines

U mit einer Zahl darin. UHS-I unterstützt

Geschwindigkeiten bis zu 104 MByte/​s, UHS-

II sogar bis zu 300 MByte/​s. Auf diese Zusätze

können Sie jedoch bei aktuellen Handys

getrost verzichten: Mehr als 42 MByte/​s

Lesegeschwindigkeit sind aktuell nicht drin.

Das Handy ist dabei die Bremse, nicht die

MicroSD-Karte. Die UHS-Information ist also

höchstens dann interessant, wenn Sie die

Karte oft via Adapter auch an einem Notebook

oder PC benutzen wollen.

Dummerweise tun die Hersteller alles, um

die Class-Information möglichst klein abzudrucken

(von einigen positiven Ausnahmen

abgesehen). Schauen Sie sich deshalb die

MicroSD-Karte genau an. Es befindet sich darauf

immer ein kleines C-Logo mit einer Zahl

in der Mitte. Diese Zahl gibt die Klasse an.

Achten Sie nicht auf die Angaben des beiliegenden

SD-Adapters. Denn einige Hersteller

schreiben zum Beispiel darauf groß MicroS-

DXC, weil der Adapter auch den XC-Standard

beherrscht. Der eigentliche Speicher ist dann

aber nur eine übliche MicroSD-HD-Karte.

Handy als Bremse

Bei Class-4-Karten können

Sie mit Schreibraten von

rund 5 MByte/​s rechnen

(siehe Tabelle), die Lesegeschwindigkeit

beträgt üblicherweise

15 MByte/​s.

Dies trifft auf alle Handys

zu, da selbst ältere Androiden

mit dieser Geschwindigkeit

klar kommen. Bei

einer Class-10-Karte beträgt

die von uns im Sony Xperia

Z1 gemessene Höchstgeschwindigkeit

18,9 MByte/​

s beim Schreiben und 41,7

MByte beim Lesen. Theoretisch

könnte die Karte jedoch

Geschwindigkeiten

Abb. 1: Für unsere Tests benutzten wir

die App SD Card Tester mit einer 4

GByte großen Datei.

von bis zu 100 MByte/​s und sogar noch darüber

erreichen [LINK 3]. Dazu braucht es

aber spezielle Lesegeräte und einen

schnellen PC bzw. eine Ultra-Highspeed-Karte.

Neben der CPU gibt es aber

noch weitere Spaßbremsen für

MicroSD-Karten: So arbeiteten unsere

zehn Karten in den Tests mit

dem Samsung Galaxy S4 Activ

deutlich langsamer als im LG Optimus

G Pro. Dabei ist in beiden

Handys ein Snapdragon 600 als Prozessor

verbaut. Für die schnellste

Karte im Test (Samsung MB-MGCGB) erreichten

wir auf dem Optimus G Pro Lesewerte

von über 28 MByte/​s (die Tabelle zeigt

die Durchschnittswerte an), mit dem Galaxy

S4 Activ schafften wir nur 18 MByte/​s. Besitzer

eines Galaxy S4 Activ können sich also

den Aufpreis für eine Class-10-Karte sparen

und zu einer Class-6-Karte greifen.

The Winner is…

Die schnellste Karte im Test war die 64 GByte

große MicroSD-XC-Karte von Samsung. Allerdings

kam dieser Vorteil

nur auf dem Z1 voll zum

Zug. Die Class-10-Karte von

PNY schreibt und liest

praktisch gleich schnell.

Suchen Sie eine kleine, aber

schnelle Karte, dann empfehlen

wir Ihnen die

8-GByte-Karte von Sony für

8 Euro. Abraten möchten

wir Ihnen an dieser Stelle

von den Transcend-Karten:

Beide von uns getesteten

Karten fielen bei der

Schreibperformance klar

durch, und die Class-10-

Karte war kaum schneller

als das Class-6-Modell.

Komplett meiden sollten Sie

auch Class-2-Karten, die es

bei Discountern manchmal

„im Angebot“ gibt. ● ● ●

Abb. 2: Achten Sie auf dieses Symbol,

das ganz klein auf den Karten

abgedruckt ist.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31520

Testergebnisse im Überblick

Hersteller Platinum Transcend No-Name 1 SanDisk No-Name 2

Modell Bestmedia 177326 TS8GUSDHC6-2 QM-008G-B35

Kapazität 8 GByte 8 GByte 16 GByte 8 GByte 8 GByte

Klasse Class 10 Class 6 Class 6 Class 4 Class 4

Preis 7 Euro 12 Euro unbekannt 10 Euro unbekannt

G Pro (read/​write) 19,9/​11,6 MB/​s 15,9/​8,8 MB/​s 25,1/​17,5 MB/​s 13,9/​4,8 MB/​s 14,2/​5,1 MB/​s

Desire 500 (read/​write) 14,9/​11,5 MB/​s 14,4/​9,1 MB/​s 15,5/​11,9 MB/​s 16/​4,8 MB/​s 14,4/​5,1 MB/​s

apps & tipps 01/2014 61


App-Tipps

Die besten 20 Holo-Apps

Die 20 coolsten Holo-Apps für Nexus-Geräte

Nexus-

Apps

Auch wenn es so etwas wie Nexus-Apps nicht gibt: Apps,

die sich an die Google-Designrichtlinien halten, sehen

auf Nexus-Geräten besonders schick aus. Wir haben für

Sie die besten 20 Holo-Apps zusammengestellt.

Mirko Mahlberg

Manche Leute

stören sich am

Design einer

App nicht, solange

die Funktionalität gegeben

ist. Doch warum sollten

Sie Kompromisse eingehen, wo

es doch bei Google Play zu praktisch

jeder App auch eine (noch) bessere Alternative

gibt, die dazu auch noch gut aussieht?

Wie zum Beispiel die hier vorgestellten

Apps, die sich alle an die Google-Designrichtlinien

halten und deshalb umgangsprachlich

Holo-Apps genannt werden. Wir haben die

besten 20 für Sie zusammengestellt. Die

meisten davon lassen sich auch auf Tablets

nutzen, einige aber nur im Hochformat.

Timer

Mit Timer [LINK 1] bieten die Entwickler

von Opoloo eine sehr hübsche

Countdown-Anwendung an.

Vor allem in der Küche sind die Funktionen

dieser App sehr nützlich. Wenn Sie keine

Eieruhr parat haben, starten Sie einfach den

Timer, tippen das Plus-Icon auf der Startseite

an und stellen mithilfe des Punkts oben am

Kreis die gewünschte Zeit ein. Die Buchstaben

H, M und S lassen sich

auswählen, und so können

Sie einzeln die Stunden, Minuten

und Sekunden einstellen.

Timer gibt es für 0,77

Euro im Play Store.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 1: Timer ist zwar nur eine Eieruhr,

dafür aber eine sehr hübsch

gemachte und praktische.

Abb. 2: ConvertIt ist die ideale App

für Schüler und alle, die oft Einheiten

umrechnen müssen.

Abb. 3: Mit F1ELD lernen Sie neue

Leute in der Umgebung kennen.

Dabei geht es nicht nur ums Flirten.

ConvertIt! Einheitenumrechner

Mit ConvertIt [LINK 2]

können Sie über

1400 Einheiten umrechnen.

Dabei stehen Ihnen

weit über 150 Wechselskurse

zur Verfügung. Bei ConvertIt

sticht vor allem die schicke

Optik ins Auge, welche im

Holo-Style aufgebaut ist.

Funktionen wie Konvertie-

62

01/2014 apps & tipps


App-Tipps

Die besten 20 Holo-Apps

rung in Echtzeit, eine Suche, Favoritenliste

oder die Auflistung der meistgenutzten Umrechnungskurse

gehören auch dazu. Die App

eignet sich für Handys und Tablets.

Bewertung: ★★★★★

F1ELD

F1ELD ist ein Forum, ein schwarzes

Brett, ein Marktplatz (für Ideen),

ein Freunde-Finder und eine Endeckungsreise.

So beschreiben die Entwickler

ihre App im Play Store [LINK 3]. Und sie haben

Recht. Beim ersten Start können Sie sich mit

Ihrem Facebook-Account oder ganz normal

per E-Mail registrieren. Anschließend sehen

Sie die Übersicht „Themen“. Hier können Sie

und andere Mitglieder wie in einem Forum

ein Thema eröffnen und darüber diskutieren.

Dabei werden Ihre GPS-Daten ermittelt und

in das Konzept der App integriert. Beispiel:

Man startet einen Fußball-Chat und unterhält

sich mit Personen, die in der Umgebung

wohnen. Wenn man sich gut mit ihnen versteht,

kann man sich auch mal treffen. Kurz:

F1ELD ist ein lokales Forum für alles. Der

Dienst sowie die App sind kostenlos und

ohne Werbung. Die App F1ELD speichert

nach eigenen Angaben keine Bewegungsprofile

und gibt Ihre Daten niemals ungefragt an

Dritte weiter.

Bewertung: ★★★★★

Nine for Android

9Gag dürfte jedem bekannt sein. Es

gibt für 9Gag auch eine offizielle

App. Nine for Android [LINK 4] ist im

Aussehen und von den Funktionen etwas

besser. Und so bietet der Entwickler einen

Stream, in dem die Bilder in voller Größe

dargestellt werden. Die Bilder laden alle äußerst

flott, und kommentieren und liken geht

auch schnell vonstatten. Aus der App heraus

kann man auch das entsprechende Bild herunterladen

oder im Browser öffnen, sowie

den Link kopieren.

Bewertung: ★★★★★

Wallbase HD Wallpapers

Die Webseite www.wallbase.cc ist

eine der größten Wallpaper-Seiten

im Netz. Passend dazu gibt es auch

eine App von Tim Clark (Entwickler von Eye

in Sky Weather). Falls das aktuelle Hintergrundbild

des Smartphones nicht mehr gefällt,

kann man sich mit der Wallbase-App

aus mehr als einer Million HD-Wallpaper ein

Abb. 4: Nine ist die inoffizielle

Version von 9Gag für Android. Sie

ist besser als das Original.

neues suchen [LINK 5] . Man kann nach

Schlagworten suchen oder sich einfach die

populärsten Hintergrundbilder ansehen. Alle

Wallpaper kann man auf die SD-Karte speichern

oder direkt als Hintergrundbild setzen.

Bewertung: ★★★★★

LoboWiki – Wikipedia

Reader

Die originalen Apps von

verschiedenen Diensten

sind nicht immer die

schönsten und besten. So auch bei

Wikipedia. Zum Glück setzen sich

aber noch andere Entwickler hin und

entwickeln sogenannte „3rd-Party-

Apps“. LoboWiki [LINK 6] ist eine

dieser Apps. Sie zeigt Wikipedia-

Einträge sehr schön und komfortabel

an. Die Schriftart lässt sich genauso

ändern wie die Sprache der Einträge.

LoboWiki funktioniert erst ab Android

4.0 und ist nur 550 KByte klein.

Bewertung: ★★★★★

iLiga – Die Fussball App

Fußball-Apps gibt es wie

Sand am Meer. Aber nur

wenige bieten guten Funktionsumfang

und noch weniger ein

ansprechendes Design. iLiga [LINK 7]

hat beide Eigenschaften und ist

schon lange eine meiner Lieblingsapps.

iLiga deckt über 50 internationale

Fußballligen mit Liveticker,

News, Videos, Tabellen, Kaderlisten,

Abb. 5: Lust auf eine neue Tapete?

Dann holen Sie sich die Holo-App

Wallbase.

Abb. 6: Mit Wallbase sehen die

schönsten Hintergrundbilder noch

besser aus.

apps & tipps 01/2014 63


App-Tipps

Die besten 20 Holo-Apps

Abb. 7: Es gibt zahlreiche Wikipedia-Apps,

der LoboWiki Wikipedia-

Reader gehört zu den schönsten.

Abb. 10: On Air sieht nicht nur schick

aus, sondern zeigt auch das Fernsehprogramm

von über 200 Sendern an.

Abb. 8: Mit iLiga behalten Sie

den Überblick über das Fußballgeschehen

für alle Teams!

Statistiken und Spielerinfos ab. Es gibt pro

Tag bis zu 100 internationale News. Eigene

Lieblingsligen kann man bequem zu den Favoriten

hinzufügen und hat immer einen

Schnellzugriff. Push-Benachrichtigung bei

verschiedenen Ereignissen (Tore von vorher

ausgewählten Mannschaften, Erinnerung

für ein startendes Match, Halbzeit

etc.) bietet die App ebenfalls.

Bewertung: ★★★★★

On Air

TV-Programm-Apps gibt

es viele. Die meisten

kommen von den großen

Verlagen und sind lediglich

schnell programmierte iOS-Ports.

Entsprechend schrecklich laufen

diese dann auch auf den Androiden.

On Air [LINK 8] ist eine App

die ansprechend aussieht, gut

läuft und genau das macht, was

eine TV-Programm-App machen

soll: Das Programm anzeigen.

Die App basiert auf HTML 5

(eine native Version kommt

bald), dies fällt aber ab Version 1

nicht wirklich auf. On Air bietet

das Fernsehprogramm von über

200 Sendern für die bevorstehenden

sieben Tage, eine Erinnerungsfunktion

und umfangreiche

Beschreibungen der aktuell laufenden

Sendungen runden das

Angebot ab.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 9: On Air präsentiert das TV-

Programm im Holo-Stil auf Ihrem

Smartphone oder Tablet.

Timetable

Timetable [LINK 9] ist

vielleicht die beste

kostenlose App vom

besten Entwickler. Wie der

Name „Timetable“ schon

sagt, ist es eine Stundenplan-

App, entwickelt von Gabriel

Ittner. Völlig kostenlos und

ohne Werbung können Nutzer

im schönsten Holo-Design

Stunden, Aufgaben und

Ferien eintragen. Funktionen

wie ein Zweiwochenmodus

mit A- und B-Woche, Benachrichtigungen

für Stunden und

Autostummschaltung während

des Unterrichts sind hier

schon lange dabei. Es gibt

verschiedene Widgets für den

Homescreen und den Lockscreen

sowie eine Dashclock-Erweiterung.

Timetable ist für Smartphones und Tablets

optimiert und bietet ein helles und zum

schonen der Augen auch ein dunkles Theme.

Bewertung: ★★★★★

Scan

Scan [LINK 10] ist eine einfache und

zuverlässige QR-Code- und Barcode-Scanner-App.

Direkt nachdem

Scan geöffnet ist, können Sie einen QR-Code,

Barcode, EAN-, UPC- oder ISBN-Code vor die

Kamera halten. Nach erfolgreichem Scannen

des Produkts leitet Scan Sie zu einer Internetseite,

auf der Sie Informationen wie Preis,

Kalorien, Gewicht etc. einsehen können.

Falls in der Datenbank von Scan keine Informationen

vorliegen, können Sie durch einen

Tipp auf „Google“ oder „Amazon“ auf den

entsprechenden Plattformen nach Informationen

suchen. Die Scan-App bietet auch einen

Verlauf an. Benutzen Sie lieber das Original

von ZXing? Kein Problem: Auch diese App

[LINK 11] zeigt sich seit dem letzten Update in

schönstem Holo-Design.

Bewertung: ★★★★★

Ausgaben Manager

Mit dem Ausgaben Manager [LINK 12]

verwalten Sie Ihre finanziellen Ausgaben.

Die App bietet ein schickes,

helles Holo-Design ohne Werbung, ein

schnelles Aufzeichnen von Ausgaben, Kategorien

wie monatliche Fixkosten (Miete,

Abzahlungen etc.), DashClock-Integration,

Excel-Export und auch einen Verlauf der

64

01/2014 apps & tipps


App-Tipps

Die besten 20 Holo-Apps

Abb. 11: Scan liest nicht nur normale

Barcodes, sondern kommt

auch mit QR-Codes klar.

Abb. 12: Mit dem Ausgaben Manager

behalten Sie Ihre Kosten im

Überblick.

Abb. 13: Calculator: Einfacher

kann man einen Taschenrechner

im Holo-Stil nicht programmieren.

Abb. 14: LockIt hilft Ihnen dabei,

einzelne Apps mit einer Passwort-

Sperre zu versehen.

Ausgaben. Das Design basiert auf der neuen

Karten-Optik (wie in Google Now). Ein Sidemenü

öffnet sich, wenn Sie von links nach

rechts wischen. Einmalige Ausgaben lassen

sich über das „+“ oben in der Leiste hinzufügen,

Fixkosten hingegen fügt man in den

Einstellungen hinzu.

Bewertung: ★★★★★

Clean Calculator Beta

Clean Calculator Beta [LINK 13] ist

eine einfache, aber hüsch gemaxhte

Taschenrechner-App. Die App kann

ausschließlich einfache Rechenaufgaben wie

Plus und Minus, Sinus und Cosinus lösen.

Allerdings kommt die Rechner-App im schicken

Holo-Design. Ihr Erscheinungsbild

lässt sich

ändern (es stehen fünf Themes

zur Auswahl), und es

ist auch an Tablets angepasst.

Clean Calculator ist

noch in der Betaphase und

kommt komplett werbefrei

daher. Wir finden, dass die

App der mit Abstand

schönste Taschenrechner

für Android ist.

Bewertung: ★★★★★

Apps für andere Benutzer Ihres Handys oder

Tablets sperren können. Beim ersten Start

von LockIt [LINK 14] wählen Sie die gewünschte

Art der Sperre (Code oder Pattern-

Muster) aus, geben den Code oder das Muster

ein und wählen aus Ihren installierten

Apps diejenigen aus, die Sie mit einer Sperre

versehen wollen (durch das Antippen des

Schlüssel-Icons oben rechts).

Bei einem Diebstahl des Handys ist LockIt

allerdings nicht sonderlich nützlich, da der

Dieb oder unehrlicher Finder die App ganz

einfach deinstallieren kann, um alle Apps

wieder freizuschalten. Gegen neugierige

Freunde hilft sie aber allemal.

Bewertung: ★★★★★

LockIt

Von den Entwicklern

des bekannten

Paranoid-Android-ROMs

stammt diese

App, über die Sie einzelne

Abb. 15: Shazam muss man wohl

kaum noch vorstellen. Die App

erkennt praktisch jeden Song.

Abb. 16: Die aktuelle Version von

Shazam hält sich an die Google-

Stilrichtlinien.

apps & tipps 01/2014 65


App-Tipps

Die besten 20 Holo-Apps

Explorer ohne Probleme.

Zudem lassen sich Lesezeichen

zu verschiedenen

Verzeichnissen erstellen.

Eine Suchfunktion sowie

die Möglichkeit, verschiedene

Tabs offen zu halten,

sind zusammen mit dem

Holo-Design-Update erschienen.

Der Root Explorer

kostet 3,59 Euro.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 19: Die Uhr von Jelly Bean ist

zwar schon sehr schön, Timely setzt

aber noch einen oben drauf.

Abb. 17: Den Root Explorer können

Sie auch nutzen, wenn Ihr Handy

nicht gerootet ist.

Shazam

Die Musikerkennungs-App Shazam

[LINK 15] dürfte jedem etwas sagen:

App starten, auf das runde Icon

tippen, und schon erkennt Shazam die gerade

laufende Musik. Abseits der Hauptaufgabe

von Shazam gibt es allerdings noch

weitere nützliche Funktionen. So

kann man den Song auch gleich

auf Amazon MP3 kaufen oder das

YouTube-Video anschauen.

Shazam kommt auch mit Google+

und Facebook klar und zeigt an,

welchen Song die Freunde getaggt

haben. Einen Verlauf der bisher

gescannten Songs sowie eine

Chart-Ansicht gehören ebenfalls

zur Ausstattung der App. Mit Version

4.0 haben die Entwickler

hinter Shazam der App auch ein

neues Gewand verpasst.

Bewertung: ★★★★★

Root Explorer

Der Root Explorer

[LINK 16] ist ein alter Hase

unter den Dateimanagern

im Android Store. Sobald

Sie der App Root-Rechte erteilen,

erhalten Sie Zugriff auf das ganze

System und können Dateien beliebig

verändern. Natürlich sollte

man dabei wissen, was man tut.

Aber auch andere Funktionen,

wie den Zugriff auf Google

Drive, Box, Dropbox oder ein

SMB-Netzwerk meistert der Root

Valet – Car

Locator

Mit Valet [LINK 17]

vergessen Sie nie

wieder, wo Sie

Ihr Auto geparkt haben.

Damit die App weiß, wo

sich Ihr Wagen befindet, tippen Sie entweder

„Mein Auto Parken“ an oder aktivieren den

Parksensor. Dieser erkennt automatisch,

wann und wo Sie das Auto abgestellt haben.

Sie können mit Valet auch die Parkuhr einstellen,

und die App schlägt Alarm, sobald

die Zeit vorüber ist. Mit der Funktion „Find

My Car“ finden Sie immer zu Ihrem Auto

zurück. Sie erhalten dann eine ausführliche

Wegbeschreibung zu Ihrem Fahrzeug. Valet

nutzt die Location API von Google Play Services.

Natürlich lassen sich mit dem Car

Locator auch andere Standorte, wie die Position

des Hotels oder des Campingplatzes

speichern. Valet – Car Locator gibt es im

Google Play Store für 0,99 Euro.

Abb. 18: Mit der App Valet finden

Sie Ihr Auto oder Fahrrad garantiert

auch wieder.

Bewertung: ★★★★★

Timely – Wecker

Timely [LINK 18] ist grundsätzlich

eine wunderschöne Wecker-App.

Sie bietet aber auch eine Stoppuhrsowie

Countdown-Funktion an. Oben im Reiter

der App gibt es drei Kategorien. Ganz

links (durch Wischen oder Antippen erreichbar)

befindet sich der Wecker, in der Mitte

die Uhrzeit mit Sekundenangabe und rechts

der Countdown beziehungsweise die Stoppuhr.

Um eine Uhrzeit einzustellen, wischen

Sie vom linken Bildschirmrand in die Mitte

und nehmen dabei den Finger nicht vom Display.

Nun können Sie hoch- und runterwischen,

um die Uhrzeit zu verändern. Haben

Sie zum Beispiel 12:00 Uhr eingestellt, wollen

aber um 12:10 Uhr geweckt werden, dann

tippen Sie jeweils einmal unter- oder oberhalb

der Displaymitte. Dies verändert die

66

01/2014 apps & tipps


App-Tipps

Die besten 20 Holo-Apps

Abb. 20: Die PayPal-App macht

nicht nur optisch etwas her, sie

hat auch praktischen Nutzen.

Abb. 21: Nutzen Sie mehr als ein

Forum aktiv? Dann holen Sie sich

Tapatalk 4!

Abb. 22: Now Playing sieht fast

wie Play Music aus, bringt aber

ein paar feine Extras mit.

Uhrzeit dann um fünf Minuten. Das Design

der App ist sehr harmonisch und beruhigend.

Farben lassen sich ändern, und jede

der drei Spalten hat einen Live-Hintergrund.

Bewertung: ★★★★★

PayPal

Die offizielle PayPal-App für Android

[LINK 19] wurde mit Version 5.0

an das aktuelle Android-Holo-

Design angepasst – inlusive neuer Sidebar.

Mit der PayPal-App können Sie Zahlungen

anfordern, Geld senden und empfangen, das

Konto verwalten und alle Transaktionen im

Blick behalten. Sie können auch ein neues

Bankkonto oder eine neue Kreditkarte zu

PayPal hinzufügen. Wenn Sie von links

außen in die Mitte wischen, öffnet sich das

neue Sidemenü. Dort finden Sie die verschiedenen

Kategorien E-Börse (die Startseite),

Übersicht (alle Transaktionsdetails), Senden

(Guthaben senden oder Geld anfordern)

sowie Einstellungen. Unten links können Sie

sich ausloggen. Die PayPal-App ist kostenlos.

Bewertung: ★★★★★

Tapatalk 4 – Community

Reader

Tapatalk [LINK 20] ist ein Dienst, der

viele Zehntausende von Internetforen

in einer schönen App aufbereitet.

Es ist schwer vorstellbar, wenn man

für jede Community, in der man angemeldet

ist, eine eigene App auf dem Smartphone installiert

hätte. Tapatalk gibt es schon über

vier Jahre, und die App bietet mit Version 4.0

nun auch das Holo-Design an. Mit der integrierten

Suche lassen sich spezielle Foren

ganz einfach finden. Sobald Sie sich in einem

der Foren über Tapatalk angemelden haben,

listet es die App auf der Startseite. In jedem

Forum gibt es ein Sidemenü, welches Sie mit

einem Wisch von links außen in die Mitte

öffnen. Dort befinden sich verschiedene

Kategorien wie Benachrichtigungen oder

abonnierte Themen. Alle Themen in einem

Forum werden im Kartendesign angezeigt

(bekannt aus Google Now, Google+ und

weiteren Google-Apps).

Bewertung: ★★★★★

Now Playing

Mit Now Playing [LINK 21] gibt es eine

Musik-App ähnlich der aus

Cyanogenmod bekannten Apollo-

App. Now Playing ist im Holo-Design gehalten

und bietet ein helles und ein dunkles

Theme. In den Einstellungen lässt sich außerdem

das Tablet UI aktivieren. Now Playing

ist DashClock-kompatibel und kann sich

mit Ihrem Last.FM-Account verbinden. Des

weiteren lädt die Musik-App fehlende Cover

und Bilder von Künstlern automatisch herunter.

Auf der Startseite von Now Playing gibt

es sieben Kategorien, die Sie durch Wischen

nach rechts und links aufrufen können: Playlists,

Kürzlich wiedergegeben, Künstler,

Alben, Lieder, Genres, Suche. Songs lassen

sich auf Twitter, Facebook, Google+ & Co.

mit einem Fingertipp teilen. Now Playing

gibt es für 0,80 Euro im Google Play Store.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 23: Mit Now Playing lassen sich

Musikstücke komplett teilen, nicht

nur der Link dazu.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31246

apps & tipps 01/2014 67


App-Tipps

Action Launcher Pro

Der Action Launcher Pro mit dem gewissen Extra

Action

Launcher Pro

Der Hype um Custom-Launcher ist ein wenig abgeebt, doch ab und an

erscheint doch noch eine Launcher-Perle im Play Store. Der Action Launcher

Pro ist umfassend konfigurierbar und bringt eine Reihe von Features mit, die ihn

von der Konkurrenz abheben. Martin Lennertz

Launcher gibt es wie Sand am Meer.

Neben Vertretern, die mit coolen 3D-

Features glänzen, gibt es jede Menge

Weiterentwicklungen des klassischen

Standard-Launchers von Android, die

ähnlich funktionieren, jedoch mehr Funktionalitäten

mitbringen. Haben Sie kein Nexus-

Gerät, so ist Ihr Smartphone oder Tablet

in der Regel vom Hersteller mit

einer eigenen, angepassten Benutzeroberfläche

ausgestattet, welche

auch einen Launcher beinhaltet.

Falls Sie mit der Werksausstattung

Ihres Androiden jedoch nicht

ganz zufrieden sind oder einfach

mal ein anderes Bedienungskonzept

ausprobieren wollen, bietet

der Play Store viele Alternativen

an. Der Action Launcher [LINK 1]

versucht dabei, mit Alleinstellungsmerkmalen

wie Cover und

Shutter zu punkten. Wir zeigen

Ihnen, was es damit auf sich hat

und wie Sie sich den Launcher

auf Ihrem Gerät einrichten.

Action Launcher Pro

Nach einer kurzen Einführung

müssen Sie sich entscheiden,

ob Sie das Layout Ihres vorherigen

Launchers importieren

oder ob Sie mit einer leeren

Oberfläche beginnen möchten.

Bitte beachten Sie, dass Widgets

generell nicht übernommen

werden können. Übertragen

lassen sich aber beispielsweise

App-Verknüpfungen

und Ordner von den Homescreens oder aus

der Dock-Leiste.

In unserem Test verlief der Import auf den

von uns genutzten Testgeräten mit verschiedenen

Launchern jedoch nicht zufriedenstellend.

Wir empfehlen daher, mit einer leeren

Oberfläche zu beginnen. Hierbei lernen Sie

gleichzeitig die Bedienung des Launchers

kennen. Wählen Sie also None (blank canvas)

und tippen auf Import.

Homescreen

Der Homescreen ist beim Action Launcher so

aufgebaut, dass Sie am oberen Rand eine

Leiste (Action Bar) und am unteren das Dock

vorfinden. Dazwischen ist Platz für Widgets

oder App-Verknüpfungen. Die Einstellungen

(Settings) erreichen Sie über die Menütaste

beziehungsweise über den Menübutton ganz

rechts in der Action Bar.

Unter Display | HOME Screens legen Sie

fest, wie groß das Raster für App-Symbole

auf Ihrem Homescreen sein soll, ob die Icon-

Größe skaliert und die App-Namen angezeigt

werden sollen, wie viele Homescreen-Seiten

Sie verwenden möchten und welche davon

die Standardseite ist. Den Abstand der Widgets

und App-Icons vom Bildschirmrand

konfigurieren Sie über Display | General |

Screen padding. Zur Nutzung des Action

Launchers im Querformat müssen Sie unter

Labs den Landscape mode aktivieren.

Quickdrawer

Während bei den meisten Launchern im

Dock ein Button zum Anzeigen des App-Drawers

zu finden ist, öffnen Sie diesen beim

Action Launcher über das Symbol ganz links

68

01/2014 apps & tipps


App-Tipps

Action Launcher Pro

in der Action Bar oder durch

eine Wischgeste vom linken

Bildschirmrand nach rechts. Der

App-Drawer erscheint als eine

breite Leiste am linken Rand

und nennt sich aus gutem

Grund Quickdrawer: Die Apps

sind alphabetisch in einer Liste

angeordnet, durch welche Sie

mit vertikalen Wischgesten scrollen

können.

Bewegen Sie Ihren Finger über

das eingeblendete Alphabet am

Rande des Quickdrawers, so

springt die Liste direkt zu den

Apps, deren Namen mit dem angezeigten

Buchstaben beginnen.

Damit lassen sich Ihre Apps

wirklich sehr schnell finden und

gezielt starten. Zum Verstecken

einzelner Apps im App-Drawer

wählen Sie diese in den Einstellungen unter

Quickdrawer | Hidden apps aus.

Damit sich Ihr Handy auch im Look von

anderen unterscheidet, können Sie aus dem

Play Store eines der zahlreichen Icon-Packs

installieren. Diese aktivieren Sie dann in den

Einstellungen unter Display | General | Icon

pack. Auch die Symbole einzelner App-Verknüpfungen

auf dem Homescreen oder im

Dock lassen sich manuell ändern, indem Sie

länger auf das entsprechende Icon drücken,

wieder loslassen und dann den Change icon-

Button antippen.

Action Bar und Dock

Die Action Bar am oberen Rand des Bildschirms

beinhaltet eine praktische Suchbox

Abb. 1: Ihre Apps finden Sie in

dem am rechten Bildschirmrand

versteckten Quickdrawer.

Abb. 2: Wie gewohnt sind dort

auch alle zur Verfügung stehenden

Widgets aufgeführt.

(Quicksearch), mit der Sie Apps, Kontakte

und Musik auf Ihrem Gerät finden können.

In den Einstellungen unter Shortcuts | Action

Bar Search lässt sich die Funktion der Suchleiste

auf Google Suche/​Now oder auf

Google Sprachsuche umstellen.

Für einen schnellen Zugriff auf den Play

Store finden Sie in der Action Bar ebenfalls

eine fest installierte Verknüpfung. Über die

Menütaste Ihres Handys erreichen Sie weitere

wichtige Funktionen des Handy-Systems:

die Desktopsperre (Lock/​Unlock desktop),

das Hintergrundbild, die Android-Systemeinstellungen,

die App-Verwaltung und

die Action-Launcher-Einstellungen (Settings).

Das Dock bietet Platz für Ihre App-Verknüpfungen

oder Ordner und ist auf allen Home-

Abb. 3: Über die Action Bar starten

Sie App, Google-Suche oder öffnen

einen Ihrer Kontakte.

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Action Launcher Pro

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Abb. 4: Ordner auf dem Homescreen

verwandelt der Action

Launcher Pro auf Wunsch in Cover.

screens zu sehen. In den Einstellungen können

Sie es unter Display | Dock komplett deaktivieren,

seine Breite (die Anzahl der anzuzeigenden

Icons) festlegen, die Trennlinie

oberhalb des Docks ausschalten und auch

den farbigen Indikator zur Markierung der

aktuellen Homescreen-Seite permanent sichtbar

machen.

Cover, Shutter und Shortcuts

Cover sind eine natürliche Weiterentwicklung

von Ordnern. Anstelle des

sonst üblichen Ordnersymbols sehen

Sie bei einem Cover nur das Symbol

der ersten App aus dem Ordner, welches

den dahinter verborgenen Ordner

sozusagen überdeckt. Sie erkennen

ein Cover an dem kleinen grauen

Quadrat in der rechten unteren Ecke

des Icons, und es ist folgendermaßen

zu bedienen: Zum Starten der Cover-

App tippen Sie das Symbol an, zum

Öffnen des Ordners wischen Sie vertikal

darüber.

Möchten Sie ein Cover erstellen,

benötigen Sie zunächst einen Ordner.

Diesen legen Sie an, indem Sie

einfach eine App-Verknüpfung auf

eine andere ziehen. Als Nächstes

öffnen Sie den Ordner und tippen

auf den Button mit den drei Punkten

in der rechten unteren Ecke

neben dem Namen des Ordners. Im

angezeigten Aktionsmenü wählen

Sie Make cover. Genau so machen

Sie aus einem Cover wieder einen

Ordner, nur dass Sie dann auf

Make folder tippen.

Abb. 5: Das kleine Quadrat rechts

unten in der Ecke des Icons zeigt

Ihnen den Cover-Ordner an.

Shutter funktionieren

ähnlich wie Cover, jedoch

geht es hier um das kurzfristige

Einblenden von

Widgets. Diese weitere,

einzigartige Funktion des

Action Launchers ist allerdings

erst ab Android 4.1

verwendbar. Erkennen

lässt sich ein Shutter an

den drei kleinen grauen

Balken in der rechten unteren

Ecke des App-Symbols,

welche an einen Fensterladen

erinnern. Diese erscheinen

automatisch bei

allen Anwendungen, die

Widgets haben.

Durch Tippen auf das

Icon starten Sie die App,

durch vertikales Wischen

öffnen Sie das Widget. Sie können Ihre Widgets

also nur bei Bedarf über einen Shutter

einblenden und müssen dafür nicht permanent

Platz auf dem Homescreen belegen.

Möchten Sie das anzuzeigende Widget eines

Shutters ändern oder entfernen, tippen Sie

auf den Aktionsbutton in der rechten unteren

Ecke des Shutter-Widgets und wählen

Change widget zum Ändern beziehungsweise

Remove widget zum Entfernen.

Mit Shortcuts passen Sie das Verhalten des

Action Launchers weiter Ihren Gewohnheiten

an und führen damit bestimmte Aktionen

noch schneller aus. In den Einstellungen finden

Sie unter Shortcuts die folgenden Funktionen:

Quickdrawer über die Hometaste einund

ausblenden, Anzeigen oder Verbergen

der Action Bar durch Tippen auf eine freie

Stelle auf dem Homescreen, Öffnen des Benachrichtigungscenters

durch Wischen nach

unten sowie Anzeigen der zuletzt verwendeten

Apps durch Wischen nach oben von

einer beliebigen Stelle.

Fazit

Der Action Launcher bietet tolle, einzigartige

Features und verfolgt dabei das Ziel, möglichst

einfach zu bedienen und einzustellen

zu sein und einen schnellen Zugriff auf alles

Wichtige anzubieten, was ihm gut gelingt.

Nehmen Sie sich die Zeit, und probieren Sie

die weiteren Einstellungsmöglichkeiten aus,

die wir Ihnen hier nicht vorstellen konnten.

Die App ist noch relativ jung, wird jedoch regelmäßig

mit Updates versorgt und macht

Lust auf mehr. Wir sind auf jeden Fall gespannt,

wie es mit der Entwicklung der Anwendung

weitergeht. ● ● ●

70

01/2014 apps & tipps


App-Tipps

GPS Navigation & Maps

GPS Navigation & Maps: Offline-Navi für wenig Geld

Das 1-Euro-Navi

Navi-Apps für Android?

Gibt es genug, und

Google Maps bringt Sie

sogar kostenlos ans

Ziel. Doch keine der

Alternativen kann dem

Newcomer GPS Navigation

& Maps derzeit

beim Preis-Leistungs-

Verhältnis das Wasser

reichen.

Thomas Leichtenstern

Das Angebot an Navigations-Apps

im Play Store ist in den letzten

Jahren stetig gewachsen. Mit Navigon

und TomTom sind auch die

ganz großen Namen vertreten. Schon seit

mehreren Jahren ist die Firma Skobbler mit

ForeverMap mit von der Partie. Sie hat ihre

App im Sommer komplett überarbeitet und

bei dieser Gelegenheit auch gleich umbenannt.

Heraus kam eine Anwendung namens

GPS Navigation & Maps [LINK 1], die sowohl in

einer Light- [LINK 2] als auch als Bezahlversion

[LINK 3] zum Abruf bereitsteht.

Der kleine Unterschied

Die kostenfreie Variante der auf dem Kartenmaterial

von OpenStreetMap [LINK 4] basierenden

Anwendung unterscheidet sich von der

Kaufversion im Wesentlichen darin, dass sie

erstens keine Offlinenavigation mitbringt und

zweitens die Navigationsfunktion nur 14

Tage zur Verfügung steht.

Hört sich tragisch an, ist es aber nicht.

Denn die Vollversion kostet zusammen mit

der kompletten Deutschlandkarte gerade einmal

einen Euro. Darüber hinaus bietet die

App den nachträglichen Kauf zusätzlicher

Karten von Städten, Ländern, Kontinenten

oder der ganzen Welt an. So schalten Sie beispielsweise

für schlanke 4,44 Euro das komplette

Kartenmaterial für Europa frei und

laden die betreffenden Karten herunter,

wenn Sie die entsprechenden Länder bereisen.

Das weltumfassende Komplettpaket

gibt’s für 7,77 Euro.

Neben den Karten lädt die App übrigens

auch die jeweiligen POIs herunter, sadass Sie

auch offline stets darüber im Bilde sind, wo

sich beispielsweise die nächste Tankstelle befindet.

Allerdings beschränkt sich die App

auf vergleichsweise wenige Informationen,

der Onlinemodus gibt sich deutlich auskunftsfreudiger.

Vorbereitungen

Nach der Installation der (Kauf)-App gilt es

zunächst, das gewünschte Kartenmaterial

einzurichten. Wechseln Sie dazu mit einem

tovovan, 123RF

72

01/2014 apps & tipps


App-Tipps

GPS Navigation & Maps

Anschluss auf Blitzerwarner.

Ein Tipp auf den Eintrag

startet den In-App-Kauf.

Abb. 1: GPS Navigation & Maps

führt Sie auch ohne Internetverbindung

zum Ziel.

Tipp auf das Icon mit den drei horizontalen

Linien in die Funktionsübersicht, und wählen

Sie danach aus der Rubrik UPGRADE

DATA den Eintrag Meine Karten aus. Wechseln

Sie darin in die Auswahl Mehr Karten.

Um die in der 1-Euro-Version bereits freigeschaltete

Deutschlandkarte herunterzuladen,

tippen Sie auf Ein Land kaufen und geben in

der Suchmaske Deutschland ein. Ein Tipp

auf den kleinen Pfeil rechts neben dem Eintrag

startet den etwa 600 MByte großen

Download aus dem Internet.

Eingerichtete Offlinekarten erscheinen in

der Rubrik Inst. Karten. Nicht mehr benötigte

Länderkarten löschen Sie durch einen Tipp

auf das Mülleimersymbol. In der Übersicht

Meine Karten sehen Sie am unteren Rand

den Hinweis Kartenupdates.

Tippen Sie darauf, prüft die

App, ob es aktualisierte Karten

zum Downloaden gibt. Ob Updates

bereitstehen, erfahren Sie

auch nach einem Tipp auf Upgrades

in der Funktionsübersicht

in der Seitenleiste.

Als kleines, aber für Vielfahrer

durchaus sehr sinnvolles Zusatzfeature

stellt die App Meldungen

des Projekts Blitzer.de

[LINK 5] gegen ein einmaliges Entgelt

von 3,99 Euro zur Verfügung.

Dabei handelt es sich in

erster Linie um Warnungen vor

stationären und mobilen Geschwindigkeitskontrollen.

Um

diesen Dienst freizuschalten,

tippen Sie in der Funktionsübersicht

auf Upgrades und darin im

Abb. 2: Das komplette Kartenpaket

mit Daten aus aller Welt kostet

7,77 Euro.

Einstellungssache

Die Einstellungen der App

finden Sie ganz am Ende der

Funktionsübersicht in der

Rubrik Mehr. Im Abschnitt

Allgemein geben Sie generelle

Parameter wie das Zeitformat

oder die Sprachanpassung

vor. Ein Eintrag

sticht dabei allerdings heraus:

Floating Car Data: Im

aktivierten Zustand übermittelt

die App in regelmäßigen

Abständen Daten zur

Verkehrsflussanalyse an

Skobbler – laut Hersteller allerdings

komplett anonymisiert.

Nach Firmenangaben dienen diese Informationen

dazu, „die Karte zu verbessern,

die Streckenführung zu optimieren und die

Verkehrslage abzubilden.“ Allerdings profitiert

der Nutzer bislang noch nicht von diesem

Feature, da die App noch keinerlei Stauhinweise

oder Umfahrungen anbietet.

Im Abschnitt Navigation weiter unten

legen Sie Details zur gewünschten Routenführung

fest. Sie wählen darin beispielsweise

zwischen Primäres Routenprofil, Schnelle

Route, Kurze Route oder Effiziente Route als

bevorzugtes Routenprofil. Allerdings spielt

diese Auswahl eine eher untergeordnete

Rolle, weil die Anwendung Ihnen vor der Navigation

diese drei Routenprofile sowieso auf

der Karte zur Auswahl stellt.

Abb. 3: Über die Seitenleiste und

„Meine Karten“ laden Sie Offlinekarten

aufs Handy.

Abb. 4: Das Blitzer-Paket sorgt

dafür, dass Sie nicht in

Geschwindkeitskontrollen rasen.

Abb. 5: Unter „Floating Car Data“

erlauben Sie die anonyme Übertragung

von Verkehrsdaten.

apps & tipps 01/2014 73


App-Tipps

GPS Navigation & Maps

In der Rubrik Tempowarnung

stellen Sie ein, bei

welcher Geschwindigkeitsüberschreitung

Sie die App

inner- und außerorts warnen

soll. Der Alarm erfolgt

sowohl visuell (die Geschwindigkeitsanzeige

erscheint

als leuchtend roter

Punkt) als auch akustisch

mit der Ansage „Achten Sie

auf Ihre Geschwindigkeit.“

Abb. 8: Zur Routenberechnung bietet

GPS Navigation & Maps jeweils drei

Alternativen an.

Abb. 6: Aus der Detailansicht zu

einem Punkt in der Karte starten

Sie die Navigation.

Abb. 7: Alternativ übergeben Sie

der App eine Adresse aus Ihren

Kontakten als Ziel.

Der erste Start

GPS Navigation & Maps bietet

drei verschiedene Modi

an, die Sie in der Funktionsübersicht

finden. Die Ansicht

Karte zeigt den aktuellen

Standort oder gewählten

Ausschnitt. Tippen Sie länger

als eine Sekunde auf die Karte, erscheint

ein Banner, welches den Straßennamen mit

Zusatzinformationen anzeigt. Ein Tipp darauf

öffnet einen Dialog, in dem Sie unter anderem

zur ausgewählten Adresse navigieren,

sich die Route dorthin anzeigen lassen oder

sie zu Ihren Favoriten hinzufügen.

Die Ansicht Freies Fahren öffnet in der

Grundeinstellung die Straßenkarte in der 3D-

Ansicht. Die Straßennamen zeigt das Display

als kleine Kärtchen an und warnt vor zu

argen Geschwindigkeitsüberschreitungen

und fest installierten und mobilen Blitzern.

Der dritte Modus Navigieren führt Sie

zu einer Auswahl, in der Sie zum Beispiel

Vorige Orte oder Favoriten aufrufen

oder eine neue Adresse suchen.

Diese Suche gestaltet die App außerordentlich

übersichtlich: Über das

Icon oben rechts wählen Sie zunächst

das Zielland aus. Im ersten

Eingabefeld des Hauptfensters legen

Sie den Ort fest. Bereits während der

Eingabe vervollständigt die Software

diese zu Vorschlägen. Im zweiten

Fenster geben Sie Straße und Hausnummer

ein und bestätigen die Auswahl

mit Suche. Bleiben letztere frei,

navigiert Sie die App zum Ortskern.

Übernehmen Sie die Eingabe, berechnet

die App die Route und stellt

die drei Varianten Effizient, Kurz und

Schnell oberhalb der Karte zur Wahl.

Daneben sehen Sie sowohl die Entfernung

zum Ziel als auch die berechnete

Reisedauer. Tippen Sie auf

einen der Einträge, zeigt die App

die Route auf der Karte als dunkelblaue

Linie an und startet nach acht Sekunden

automatisch die Navigation.

Suchen und finden

Weitere Suchmöglichkeiten bietet die App in

den Einstellungen unter der Rubrik Funktionen.

So ermöglicht Ihnen die Umkreissuche,

im Radius von fünf Kilometern um den angegebenen

Standort nach Orten, Geschäften

oder Bankautomaten zu suchen. Über das

Drop-down-Menü in der rechten oberen Ecke

können Sie den Radius zwischen 2 und 20

Kilometern variieren.

Ein sehr nützliches Feature bietet die App

unter Listen an. Das Kontakte-Modul öffnet

Ihre Kontaktliste und präsentiert alle Einträge,

in denen eine Adresse hinterlegt ist.

Ein Tipp auf den Pfeil rechts neben dem Eintrag

zeigt zuerst die Adresse separat an; bestätigen

Sie diese, startet sofort die Navigation

dorthin.

Die Kategoriesuche fasst POIs in Rubriken

wie Gesundheit oder Verkehr zusammen und

sortiert die Ergebnisse in der Tabelle darunter

in die passenden Rubriken ein. Tippen Sie

oben rechts auf das Icon Karte, zeigt die App

die gefundenen POIs auf der Karte an. Ein

Fingertipp auf den gewünschten Eintrag öffnet

den vormals beschriebenen Auswahldialog,

in dem Sie unter anderem die Navigation

dorthin starten. Wählen Sie unter den Funktionen

die Route aus, erscheint eine Abfrage

nach Start- und Zielort.

Im Einsatz

Während GPS Navigation & Maps mit einer

Vielzahl an Features glänzt, zeigte sich die

App im Praxistest nicht ganz so souverän.

74

01/2014 apps & tipps


App-Tipps

GPS Navigation & Maps

Abb. 9: Über die Kategoriesuche

finden Sie schnell den Weg zur

nächsten Tankstelle.

Abb. 10: In den Einstellungen

wechseln Sie zum 2D-Modus oder

blockieren Streckenabschnitte.

Abb. 11: Die Dialoge sind zu komplex,

um während der Fahrt Fehler

oder Blitzer zu melden.

Abb. 12: In die Rad- und Fußgängernavigation

gelangen Sie nur

aus der Routenfunktion.

Speziell bei längeren Strecken ließ sie sich

auf dem Galaxy Nexus mitunter eine Minute

Zeit, bevor sie alle drei Routen ermittelt

hatte. Positiv fiel die genaue Positionierung

auf, die auch während der Fahrt den Standort

fast auf den Meter genau anzeigt. Denn

nichts ist ärgerlicher, als wenn ein Navi 10

Meter zu spät darauf aufmerksam macht,

dass man hätte abbiegen müssen.

Eingefleischte Google-Maps-Nutzer müssen

allerdings einige Nachteile in Kauf nehmen.

So fehlt der App beispielsweise der

Spurassistent, der Ihnen beim Ein- und Ausfädeln

hilft. Auch Informationen über die aktuelle

Verkehrslage bzw. eventuelle Stauumfahrungen

fehlen bislang im Repertoire der

ansonsten guten App. Was auch fehlt –

Google Maps aber ebenfalls nicht bietet – ist

die Eingabe von Zwischenzielen.

Die Geschwindigkeits- und Blitzerwarnungen

funktionieren sehr zuverlässig. Das Melden

von Verkehrsereignissen wie Unfälle

oder mobile Geschwindigkeitsüberwachungen

gerät allerdings zum Fiasko. Befindet

sich die App im Freifahrt- oder Navigationsmodus,

genügt eigentlich ein Fingertipp auf

die Karte, um ein Drop-down-Menü zu öffnen,

das unter anderem den Punkt Melden

enthält. Nur ist es damit nicht getan. Es erscheint

nämlich ein Menü, in dem Sie erst

angeben müssen, welches Ereignis Sie betrifft.

Dieses ist in manchen Einstellungen bis

zu vier Ebenen tief verschachtelt – das macht

es während der Fahrt schlicht unbedienbar.

Ein weiterer Kritikpunkt war für uns, dass

sich der Kartenausschnitt während der Navigation

oder dem freien Fahren nicht ändern

lässt. Versuchen Sie unterwegs, den Ausschnitt

per Pinch-to-Zoom zu vergrößern

oder zu verkleinern, verlässt die App den Navigationsmodus

und schaltet in die Kartenansicht.

Ein Tipp auf den nach links gerichteten

Pfeil oben links schaltet wieder auf die Ansicht

in ihrer vorherigen Größe um.

Lobend zu erwähnen ist, dass die App

neben der obligatorischen KFZ-Navigation

auch eine fürs Fahrrad und für Fußgänger bereitstellt

– spezielle Karten dafür gibt es allerdings

nicht. Diese Funktion steht jedoch ausschließlich

dann zur Verfügung, wenn Sie

zum Ziel via Route aus der Funktionsübersicht

navigieren. Warum Skobbler dieses

durchaus nützliche Feature nicht auch beispielsweise

bei der normalen Navigation anbietet,

bleibt unklar.

Fazit

Gerade im Ausland verbietet sich in vielen

Fällen der Einsatz von Onlinen-Navis wie

Google Maps wegen der hohen Roaminggebühren.

Hier punktet GPS Navigation &

Maps in vollem Umfang, nicht zuletzt wegen

des konkurrenzlosen Preises von gerade einmal

5,50 Euro für die App und alle Europakarten.

Zusätzliche Kontinente stellt der Hersteller

für 4,50 Euro zum Download bereit.

Auch wenn viele Details, etwa die unbedienbare

Blitzermeldung oder die fehlende Eingabe

von Zwischenzielen, durchaus Raum

für Verbesserungen lassen, bleibt die Software

ein absoluter Kauftipp. Wenn sich

Skobbler nicht auf seinen Lorbeeren ausruht,

sondern die App fleißig weiterentwickelt und

noch den einen oder anderen Absturz ausbügelt,

könnte sie in absehbarer Zeit den Navi-

Markt gewaltig durcheinanderwirbeln. ● ● ●

Alle

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www.android- user.de/qr/31322

apps & tipps 01/2014 75


App-Tipps

Gratis-Offline-Navis

Agnieszka Bernacka, 123RF

Die besten Gratis-Offline-Navis

Hier

geht's lang!

Die Frage „Wie komme

ich von A nach B?“ ist

längst keine Domäne

der Auto-Navis mehr. Ein

Smartphone mit der

passenden App

genügt. Android User

vergleicht die drei besten

Gratis-Offline-Navis.

Peer Kintrup

Abb. 1: Die Kartendarstellung von

ZANavi erfolgt in der Gesamtübersicht

nur sehr grob.

In Ausgabe 01/​12 [LINK 1] berichtete Android

User zuletzt über kostenlose Navi-

Apps. Navit und OsmAnd+ wurden damals

ausführlich vorgestellt. Nach über

einem Jahr lohnt es sich, einen neuen Blick

auf diese Offline-Navis zu werfen: Hat sich in

dieser Zeit das Angebot verbessert? Wir

schauen uns die drei populärsten kostenlosen

Offline-Navis näher an.

Abb. 2: Auch in der Navigationsansicht

geizt ZANavi mit für die Fahrt

wichtigen Details.

Was leisten Offline-Navis?

Es ist keine einfache Aufgabe, eine gute

Navi-App zu entwickeln. Selbst die Kauf-

Apps wie Route 66 oder Sygic sichern sich

kaum mehr als vier von fünf Bewertungssternen

im Play Store. Viele User scheuen aufgrund

dieser nicht überragenden Bewertungen

die Investition. Auch der Kaufpreis von

50 bis 70 Euro lässt die User zögern. Für diesen

Preis finden Sie bereits Einsteiger-Navis

von der Stange in den

Geschäften. Wer nur gelegentlich

das Navi anschmeißt,

überlegt es

daher genau.

Problematisch ist auch

die Datenverbindung

von Navi-Apps. Google

Maps lotst Sie gratis ins

Ziel, doch im Ausland

drohen Roaming-Kosten.

Nicht zuletzt deshalb

eignen sich Offline-Navis

als zuverlässiger Reisebegleiter,

wenn Sie zu

Fuß oder mit dem Rad

unterwegs sind. Gesucht

sind daher gute Navi-

Apps, die das Kartenmaterial

mit an Bord haben

und nichts kosten. Das

hört sich nach der Quadratur

des Kreises an, trotzdem finden sich im

Play Store Apps, die diese Kriterien erfüllen.

ZANavi

Die Entwicklung des in der Einleitung

genannten Navis wurde einige

Monate nach dem Artikel eingestellt.

Heute wirkt die App wie ein Dinosaurier

aus der Ära der Win-Mobile-Geräte. Das

Open-Source-Projekt wird jedoch nun als

ZANavi [LINK 2] weiter gepflegt.

Trotz eines Datenvolumens von 800 MByte

für die Deutschlandkarte wird diese in der

Routenübersicht nur sehr grob verpixelt dargestellt.

In der Praxis zeigt sich die Nahdarstellung

aber als ausreichend detailgetreu,

wenngleich Städte im Verhältnis zu umliegenden

Regionen unnötig lange als weiße

Flecken erscheinen und erst nach tiefem Hineinzoomen

Straßen zu erkennen sind.

Die Schaltflächen im Homescreen

bestehen aus zwei

Plus-/Minus-Symbolen für das

Zoomen, das auch mit zwei

Fingern per Pinch-to-Zoom erfolgen

kann, sowie einer Schaltfläche,

die in die Einstellungen

führt. In diesen finden sich

zahlreiche Optionen, die Navigationsansicht

selbst erlaubt jedoch

kaum Veränderungen.

Im unteren Bereich zeigt

ZANavi Abbiegehinweise und

auch Details wie „KM bis zum

Ziel“ an. Letzteres erfolgt sowohl

in der sinnvollen Angabe

der Straßenkilometer, wie auch

als Angabe der Luftlinie – wozu

auch immer diese dienen mag.

Während der Fahrt ist die

Schrift auf transparent-grauem

Hintergrund schlecht ablesbar.

76

01/2014 Apps & Tipps


App-Tipps

Gratis-Offline-Navis

Abb. 3: M8 überzeugt mit einer

zeitgemäßen und gut benutzbaren

Programmoberfläche.

Um auch offline von A nach B zu kommen,

eignet sich ZANavi durchaus, doch in den

Details erkennen Sie die Schwächen der App.

Im Gegensatz zu Google Maps haben Sie mit

dieser App aber immer Ihre Karten dabei. In

der Donate-Version erhalten Sie für 55 Cent

eine verbesserte Indexsuche und für 3,80

Euro sogar Kartendaten aus aller Welt.

kostenlos

Deutsch|Version 2.0.15|6 MByte

★★★★★

M8

Nach der Installation von M8 [LINK 3]

sind die DACH-Karten (Deutschland,

Österreich, Schweiz) im Basispaket

verfügbar, können aber nicht komplett

heruntergeladen werden. Im Detail lädt

M8 die geplante Strecke unmittelbar vor

Fahrtantritt aus dem verfügbaren Kartenmaterial

auf das Handy. Die Navigation verdient

damit das Prädikat „offline“ nur bedingt,

nämlich bezogen auf die Strecke, nicht aber

auf eine größere Karte. Die Verfügbarkeit

weiterer Karten kann mit der Premium-Version

hinzugekauft werden.

Die grundlegenden Einstellungen sind

übersichtlich sortiert, die Ihnen einen schnellen

und direkten Zugriff auf die folgenden

Bereiche erlauben. Unter Home finden Sie

den Navigationsbutton, über den Sie Adressen

oder PoIs (Points of Interest) suchen oder

aus bereits gespeicherten Orten auswählen

und Routen planen können. Das Kartenregister

führt direkt zur Navigationsansicht, das

dritte Register „Meine Orte“ zu den Zielen,

Abb. 4: Zahlreiche PoIs erleichtern

Ihnen das Auffinden von interessanten

Orten in der Nähe.

die Sie bereits im Navigieren-Menü

gespeichert

haben.

Nach der Zielauswahl

bestimmen Sie, ob Sie fahren

oder gehen möchten.

Sie können hier auch die

Route noch einmal bearbeiten,

Tankstellen oder

Parkplätze vor Ort anpeilen

und abschließend die

Fahrtstrecke berechnen

lassen. Die Navigationsansicht

während der Fahrt ist

gut gestaltet, der einzuschlagende

Weg lässt sich

klar erkennen. Während

der Fahrt erscheint im oberen

Kartenbereich des von

TomTom bereitgestellten

Kartematerials gut ablesbar

die nächste Routenanweisung,

unten sehen Sie die aktuell zulässige

und die aktuell gefahrene Geschwindigkeit

sowie die restliche Distanz.

M8 möchte Sie nicht nur zum Ziel leiten,

sondern auch während der Fahrt „mitdenken“.

Dazu informiert Sie die App in der umliegenden

Region über potenzielle Ziele. Können

bei anderen Navi-Apps PoIs üblicherweise

erst tief im Menü aktiviert werden, liegen

sie hier griffbereit auf oberster Bedienebene.

Hinweise zu Restaurants, Hotels,

Parkplätzen, Tankstellen oder Geldautomaten

aktivieren Sie in der Navigationsansicht

bequem über eine ausziehbare Seitenleiste.

Eine Verbindung zu Facebook, Twitter & Co.

ist ebenso vorgesehen wie Schnittstellen zu

ImmoScout24 und dergleichen. Über die Verbindung

zur Datenbank der bekannten Kauf-

Da-App können Sie beim Shoppen die besten

Schnäppchen der Region ausfindig machen.

Wenn Ihnen M8 zusagt, werfen sie doch

auch einen Blick auf den Telmap Navigator

[LINK 4] desselben Entwicklerstudios – der

Softwareschmiede Telmap. Die App wurde

für O2-Kunden entwickelt und wurde von

dem Provider auf den hauseigenen Geräten

vorinstalliert. Die App weist im Play Store

mehr Downloads als sein Schwestermodell

M8 auf, wenn auch mit einer geringeren Bewertungszahl.

Die O2-Variante erscheint in

einem leicht geänderten Layout bei gleichem

Funktionsumfang, ist allerdings mit mehr

Infos ausgestattet.

kostenlos

Deutsch|Version 8.21.40|20 MByte

★★★★★

Abb. 5: In der Navi-Ansicht sind

Route und Straßennamen auch während

der Fahrt gut erkennbar.

Apps & Tipps 01/2014 77


App-Tipps

Gratis-Offline-Navis

Abb. 6: Das kostenlose MapFactor

kann es mit den Navis von TomTom

oder Navigon aufnehmen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31238

Abb. 7: MapFactor bietet Ihnen

viele Parameter, um Einfluss auf

die berechnete Route zu nehmen.

Abb. 8: Auch die 3D-Ansicht im

Navigationsmodus während der

Fahrt weiß zu überzeugen.

MapFactor

MapFactor

Navigator

[LINK 5]

wurde mehr als eine Millionen

Mal heruntergeladen.

Den Android-Usern gefällt

die App gut, mehr als

36.000 Nutzer haben die

App im Schnitt mit 4,5

Sternen bewertet. Auch

wir kühren sie zu unserem

Favoriten unter den kostenlosen

Offline-Navis.

Nach dem Download der

an sich sehr kleinen App

wählen Sie im Programm

aus einem weltweiten Angebot

Ihre Wunschkarten

aus. Die Downloads für

Deutschland gliedern sich

in Pakete für Nord-, Ost-,

Süd- und Westdeutschland, die in der

Summe etwa 600 MByte Platz auf dem

Handy beanspruchen.

Bei den Karten handelt es sich um nach

dem Wiki-Prinzip zusammengestellte Daten

der OpenStreetMap. Wahlweise können Sie

sich aber auch für die bekannten TomTom-

Karten entscheiden, für deren Deutschlandkarte

sie 15 oder gleich 20 Euro für ganz Europa

auf den virtuellen Tisch legen müssen.

In der Suchfunktion haben Sie die Wahl

zwischen vier Registerkarten, in denen Sie

nach Adressen, PoIs, Koordinaten suchen

oder auch direkt Google abfragen. In einem

Werkzeugkasten befinden sich Funktionen,

die es erlauben, die berechnete Route als Simulation

ablaufen zu lassen, GPS-Informationen

anzuzeigen, einen Fahrtenschreiber zu

aktivieren oder die Route aufzeichnen und

abspielen zu lassen.

Im Fahrzeugprofil geben Sie an, ob Sie mit

dem Rad, dem Auto, einem Lkw oder auch

zu Fuß unterwegs sind. Besonders interessant

für Vielfahrer: MapFactor warnt sie auf

Wunsch vor Blitzern auf der Strecke. Die

dafür notwendige Datenbank installieren Sie

mit nur wenigen Klicks.

Das Einstellungsmenü erlaubt ebenso einige

Veränderungen der Navigationsansicht:

Die drei Anzeigen am unteren Kartenrand

können wahlweise Geschwindigkeit, Satellitenanzahl,

Position, Zeit bis zur Ankunft,

Ankunftszeit und Entfernungen bis zum Ziel

oder zum nächsten Wegpunkt wiedergeben.

Der rechte Button schaltet die Ansicht von

3D auf 2D oder zur Darstellung der Gesamtroute

um. Ein Klick auf den linken Richtungspfeil

schaltet zur Wegliste um, die Sie

dort auch gezielt bearbeiten können.

Nachteil: Auch wenn im Menü Kartenfarben

die Darstellung mit großen Schriftarten

angeboten wird, gelang es uns nicht, auf

dem HD-Display des HTC One ausreichend

erkennbare Straßennamen anzeigen zu lassen.

kostenlos

Deutsch|Version 1.0.0|6 MByte

★★★★★

Fazit

ZANavi erfüllt die Minimalanforderungen

einer Navi-App, ist aber wegen des verstaubten

Layouts in der Praxis wenig intuitiv. Ein

Vorteil liegt sicherlich darin, einmalig Karten

komplett auf dem Smartphone zu speichern.

Das Mitdenk-Navi M8 beschränkt sich in

den Navi-Funktionen ebenfalls auf das Notwendigste,

aber auf einem zeitgemäßen Niveau.

Beim „Mitdenken“ tut es sich hingegen

noch schwer und erfüllt nicht immer, was es

verspricht. Die App speichert nur Routen offline,

keine kompletten Karten.

MapFactor Navigator verbindet die Vorteile

der beiden Erstgenannten, ohne dem Anwender

deren Nachteile zuzumuten, und erlaubt

die kostenfreie Nutzung von Offlinekarten

ohne mobilen Datenverbrauch.

Falls die kostenlosen Offline-Navis Ihren

Ansprüchen nicht genügen, werfen Sie einen

Blick auf Route 66, Sygic und V-Navi. Diese

Navis bieten einen Testzeitraum von ein oder

zwei Wochen. So verschaffen Sie sich ohne

Risiko einen eigenen Eindruck, bevor Sie sich

für den Kauf entscheiden müssen.

● ● ●

78

01/2014 Apps & Tipps


Apps-Tipps

SuperBeam

Mit SuperBeam Dateien via WiFi Direct versenden

Daten-

Beamer

Daten vom Handy auf das Tablet

zu schicken, ist auch in Zeiten von

LTE, Bluetooth, NFC und Co. ein

Problem. SuperBeam baut diese

Hürden ab. Samuel Groesch

Vor ein paar Jahren war das Übertragen

von Dateien über Bluetooth

-Funk eine echte Herausforderung.

Die Verbindung brach ständig ab,

wenn Sie denn überhaupt einmal zustande

kam – von der Übertragungsgeschwindigkeit

mal ganz zu schweigen. Man möchte meinen,

dass dies mit LTE, NFC & Co. heute kein

Problem mehr darstellen sollte – dem ist aber

leider nicht so.

Wenn Sie sich die herstellereigenen Android-Dienste

wie Android Beam oder S-Beam

einmal ansehen, werden Sie relativ schnell

enttäuscht sein. So toll das in der Werbung

auch immer klingen mag, mehrere Bilder

oder Songs auf einmal zu versenden, ist auch

mit diesen aktuellen Lösungen problematisch.

SuperBeam möchte Ihnen bei diesem

Problem unter die Arme greifen und den Job

auf innovative Weise für Sie erledigen.

Mit SuperBeam

von A nach B

Die Bewertungen im Google Play Store sprechen

Bände: Durchschnittlich 4,8 von 5 Sternen

für SuperBeam – das schafft eine App

selten. Nach der Installation können Sie

gleich loslegen. Einfach in die Galerie gehen

oder einen Dateimanager starten und das zu

versendende Objekt auswählen. Danach einfach

den Teilen-Dialog aufrufen und dort auf

SuperBeam tippen.

Die App fragt nun nach, ob sich das Empfängergerät

im selben WLAN-Netzwerk wie

das Sendegerät befindet. Falls dies nicht der

Fall ist, kappt die Anwendung eine eventuell

schon bestehende WLAN-Verbindung und

baut anschließend die Verbindung nicht über

das bereits existierende Netzwerk auf, sondern

spannt ein WiFi-Direct-Netz zwischen

den beiden Geräten auf.

Sie müssen, um die Verbindung jetzt aufzubauen,

lediglich mit dem Empfangsgerät

und der SuperBeam-Scanner-App (diese wird

automatisch bei der Installation von Super-

Beam mitgeliefert) den auf dem Sendegerät

angezeigten QR-Code scannen. Alternativ

können Sie in dem Fall, dass beide Geräte

NFC (Near Field Communication) unterstützen,

auch das Sendegerät an das Empfangsgerät

halten und den Screen übertragen.

Start per NFC oder QR-Code

Es ist nicht wichtig, welchen Weg Sie gehen,

beide führen dazu, dass das Sendegerät eine

Verbindung zum Empfangsgerät initiiert und

beginnt, die Dateien zu übertragen. Der Aufbau

der Verbindung kann durchaus einige

Sekunden in Anspruch nehmen, warten Sie

also einfach ab.

Auf beiden Geräten wird nun der Übertragungsfortschritt

übersichtlich dargestellt. Die

Geschwindigkeiten liegen bei einer WiFi-Direct-Übertragung

um die 30 MBit/​s, was etwa

einer Übertragungsdauer von 30 Sekunden

für eine 100 MByte große Datei entspricht.

Abschließend finden sich die übertragenen

Dateien auf dem Empfängergerät im Ordner

/SuperBeam der Speicherkarte und können

ganz normal verwendet werden.

Fazit

SuperBeam weiß zu überzeugen. Die Geschwindigkeit

und Einfachheit, mit der die

App Dateien zwischen zwei Geräten überträgt,

ist super. Und wenn erst einmal alle

Freunde die App installiert haben, können

Sie auch unterwegs schnell Urlaubsbilder,

Songs oder Videos teilen. Und dies sogar,

ohne dass der Traffic Ihnen auf Ihr Datenvolumen

angerechnet wird.

● ● ●

Google

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31415

Abb. 1: Durch Scannen des QR-

Codes verbindet SuperBeam zwei

Handys per WLAN oder WiFi Direct.

apps & tipps 01/2014 79


App-Tipps

WhatsApp-Alternativen

Es muss nicht immer Whats-

App sein. Wir stellen sieben

Messenger-Alternativen vor,

die mindestens so viel Spaß

machen. Marcel Hilzinger,

Ricarda Riechert

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31237

Facebook

Messenger

Auch wenn WhatsApp bereits

über 250 Millionen Nutzer

zählt, bleibt Facebook weiterhin

das Social Network mit den meisten

Nutzern. Möchten Sie mit Ihren

(Facebook-)Freunden in Kontakt bleiben,

bietet sich deshalb die zugehörige

Messenger-App an. Im Unterschied zur

kompletten Facebook-App verbraucht

der Messenger deutlich weniger Akku

und zehrt weniger am Datenvolumen.

Über neue Katzenfotos informiert Sie

die App allerdings nicht. Facebook hat

den Messenger mit Facebook Home

sehr schön überarbeitet, sodass Sie

jetzt die sogenannten Chat Heads benutzen

können. Sobald Ihnen jemand

eine Nachricht geschickt hat, erscheint

das Profilfoto als kleiner Kreis auf der

rechten Seite des Handys. Sie können

diese Position nach Wunsch ändern

und den Chat beenden, indem Sie das

Profilfoto nach unten in die Mitte des

Bildschirms ziehen. Der Facebook Messenger

unterstützt Gruppenchats, und

Sie können neben Fotos und riesigen

Emoticons auch Sprachnachrichten

verschicken. Auch das Liken von Beiträgen

ist möglich.

Der Facebook Messenger bietet sich

auch als Ersatz für die SMS-App an.

Das ist vor allem dann praktisch, wenn

Sie über eine SMS-Flat verfügen und

nicht relevant ist, ob Sie eine Nachricht

Google Hangouts

Hangouts heißt die Chat-Lösung

von Google für Textnachrichten

und Videochats.

Das Chat-Programm kennt viele Emoticons,

es ist aber nicht möglich, ein individuelles

Hintergrundbild einzurichten.

Was Hangouts fehlt, ist der Versand

von beliebigen Dateien aus dem

Chat-Fenster heraus, lediglich Fotos

sind vorgesehen. Auch gibt es noch

keine einfache Möglichkeit, um sämtliche

Freunde zu finden, die den Dienst

nutzen. Wer über eine Gmail-Adresse

verfügt, kann aber automatisch auch

Hangouts benutzen.

Skype

Skype bietet mehr als nur

einen Messenger. Über die

App lassen sich Telefongespräche

führen, und mit dem Video-

Chat kann man sogar seinen Desktop

mit anderen Nutzern teilen. Skype gibt

es zudem nicht nur für Android und

iOS, sondern auch für viele weitere

Plattformen, darunter Windows

(Phone), Mac OS X und Linux. Obwohl

Skype seine Android-App im Juli

grunderneuert hat, sind die Chats eher

langweilig. Zudem hat Microsoft anscheinend

nach dem Skype-Kauf mit

der NSA zusammengearbeitet, um Gespräche

und Chats abhörbar zu machen.

Das alles spricht nicht gerade für

den ehemaligen Top-Messenger.

ChatON

ChatON ist der Messenger

von Samsung. Richtig und

falsch. Denn die App stammt

zwar von Samsung, ist jedoch auch für

andere Android-Handys und -Tablets

verfügbar. ChatON ist eine reine Chat-

Anwendung, einzig Sprachnachrichten

sind noch möglich. Das Ziel, ChatON

als WhatsApp-Alternative zu etablieren,

ist beim Design klar erkennbar.

Auch bei ChatON erfolgt die Anmeldung

über die Handy-Nummer, sodass

man gleich sehen kann, wer von den

Bekannten und Freunden den Messenger

benutzt.

kostenlos

deutsch|Version 1.1.1|10 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version und Größe je nach Gerät

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 2.7.103|je nach Gerät

★★★★★

80

01/2014 apps & tipps


App-Tipps

WhatsApp-Alternativen

per Facebook oder SMS

verschicken. Die zwei

verschmelzen dann

quasi. In der Grundeinstellung

teilt der Facebook

Messenger auch

Ihren Standort mit. Dieses

Feature lässt sich

aber in den Einstellungen

deaktivieren. Auch

die Chat Heads können

Sie in den Einstellungen

ausschalten, wenn

Ihnen die schwebenden

Köpfe nicht gefallen.

Der Facebook Messenger

ist die beste Chat-Alternative zu Whats-

App. Einzig das Aussehen der App könnte

etwas besser sein.

kostenlos

deutsch|Version 2.3.5|12 MByte

★★★★★

Kakao Talk

Bei KakaoTalk handelt es sich

um einen Oldtimer, der es nie

ins Rampenlicht geschafft hat.

Das mag damit zusammenhängen,

dass es Kakao Talk früher nur für Android

gab. Man musste die Kontakte per

ID oder von Hand hinzufügen, seit einiger

Zeit erfolgt dies wie üblich per Handynummer,

um Fake-Accounts auszuschließen.

So findet man auch Freunde

aus dem Adressbuch sofort. Es lassen

sich Fotos, Videos, Sprachnotizen und

Kontakte versenden. Auch Gruppenchats

und echte Gespräche sind bei

KakaoTalk möglich.

Viber

Viber ist wie Skype in Lila, nur

besser. Mit dem Messenger

führen Sie nicht nur kostenlos

Gespräche, sondern versenden auch

Videonachrichten oder chatten in

Gruppen. Viber ist in den USA sehr populär,

wird aber dank der Gratisgespräche

und der sehr schön gemachten

Chat-Funktion auch hierzulande immer

häufiger installiert. Die Nutzerbasis beträgt

allein unter Android mehr als 100

Millionen. Auch bei Viber registrieren

Sie sich über die Mobilfunknummer,

sodass Sie gleich sehen, wer von Ihren

Freunden den Messenger einsetzt.

Kik Messenger

Kik sieht sich als schnellsten

und einfachsten Messenger,

und die Zahl von über zehn

Millionen Nutzern ist nicht schlecht. Im

Unterschied zu WhatsApp setzt Kik

weiterhin auf eine ID oder einen Nutzernamen

zur Authentifizierung. Sie

müssen Freunde also manuell hinzufügen

und finden sie nicht automatisch

unter den eigenen Kontakten. Mit dem

Kik-Messenger lassen sich standardmäßig

nur Fotos, YouTube-Links und

Skizzen mit den eigenen Kontakten teilen.

Über Plug-ins Dritter lassen sich

aber weitere Funktionen hinzufügen.

kostenlos

deutsch|Version 3.8.7|6,9 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 3.0.2.5|11 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|6.4.0.38|3.5 MByte

★★★★★

apps & tipps 01/2014 81


App-Tipps

Mediathek 1

Mediathek 1 speckt die ARD Mediathek kräftig ab

Besser

Fernsehen

Sie sind Fan des Tatorts, möchten aber den Sonntag-Abend nicht vor

der Glotze verbringen? Dank der ARD Mediathek ist das kein Problem.

Mit der alternativen Mediathek 1 streamen Sie die ARD-Videos sogar

auf Ihr TV-Gerät. Christoph Langner

Alexey Zaitsev , 123RF

Die ARD hat vor nicht all zu langer

Zeit eine neue Mediathek-App

[LINK 1] vorgestellt, in der Sie Beiträge

sämtlicher Sender der ARD,

vom Bayerisches Fernsehen bis zum WDR,

aufrufen können. Reicht Ihnen das Programm

des Ersten aus und bevorzugen Sie

lieber eine wirklich schlanke App, dann

sollten Sie sich die alternative Mediathek 1

[LINK 2] genauer ansehen.

Mediathek in schlank!

Wenn Sie Android Apps & Tipps schon länger

folgen, dann werden Sie bemerkt haben,

dass wir schlanke und einfache Lösungen

den großen und aufwändigen vorziehen.

So ist das zum Beispiel bei den

Mediatheken der großen öffentlichrechtlichen

Sendeanstalten. Die

schlanke App Theke – wir stellen

auch Theke in dieser Ausgabe

vor – finden wir besser als

die ZDFmediathek, genauso verhält

es sich nun auch bei der

alternativen

App zur Mediathek des Ersten.

Wie auch schon bei Theke ist Mediathek 1

auf das wirklich Nötigste reduziert. In der

Hauptansicht sehen Sie das Programm der

letzten Tage, pro Reiter jeweils

einen Tag von Morgens

bis Abends sortiert.

Zu einzelnen Sendungen

gibt es keine Kategorien,

so dass Sie etwa alle Ausstrahlungen

ihr Lieblings-

Soap umgegend sehen. Per

Suche finden Sie aber

schnell eine verpasste

Sendung des ersten

Programms heraus.

MX

Player

und Co.

In der Detail-

Ansicht einer

Sendung bietet

Mediathek

1 die

Möglichkeit

die Video-Qualität

zu bestimmen.

So können Sie notfalls

auch mal einen

Beitrag über die Mobilfunkverbindung

ansehen, ohne gleich

Ihr komplettes Datenvolumen

82

01/2014 apps & tipps


App-Tipps

Mediathek 1

Abb. 1: Mediathek 1 zeigt Ihnen

die ARD-Sendungen der letzten

Woche als Übersicht an.

Abb. 2: In der Detailansicht wählen

Sie die Qualität des zu streamenden

Videos aus.

Abb. 3: Die Videostreams lädt

Mediathek 1 in externe Player wie

DicePlayer oder VLC.

Abb. 4: Der DicePlayer hat den Vorteil,

dass Sie Videos als Fenster

abspielen können.

aufzubrauchen. Zuhause im WLAN sollten

Sie am besten die „DSL-Einstellungen“ nutzen,

zum Streamen in einen eigenen Player

eignen sich die MP4-Formate am besten.

Über den Teilen-Button rechts oben schicken

Sie den Beitrag zu Gmail, Google+ oder Facebook

und Co.

Die Mediathek 1 bringt wie auch Theke

keinen eigenen Player mit, der Stream wird

über einen externen Player geöffnet. Neben

dem Google Player können Sie hier Ihren

Wunschplayer wie den DicePlayer [LINK 3 ],

MX Player [LINK 4] oder VLC [LINK 5] auswählen

– Laden Sie Ihren Player-Liebling einfach aus

dem Play Store herunter.

Das hat unter anderem den Vorteil, dass

Sie klasse Features wie etwa Popup-Play aus

dem DicePlayer benutzen und

das Video-Bild in ein frei

schwebendes Widget auslagern

können. So schauen Sie

die Tagesschau und nebenbei

surfen Sie durchs Web. Das

funktioniert sogar auf einem

kleinen Handy-Display, auf

einem Tablet macht die Funktion

jedoch erst richtig Sinn.

keine Apps auf dem Fernseher selber ausführen

können. In diesem Fall übergeben Sie das

gewünschte ARD-Video einfach BubbleUPnP

[LINK 6] und streamen die Sendung über Ihr

Netzwerk auf den Fernseher. So macht der

Tatort dann deutlich mehr her, als auf dem

kleinen Handy-Display.

Mediathek 1 ist freie und quelloffene Software,

die App ist daher nicht nur kostenlos

aus dem Google Play Store installierbar und

frei von jeglicher Werbung oder zweifelhaften

Rechte-Anfragen. Interessierte Entwickler

können sich den Quellcode [LINK 7] der App

auch im Internet ansehen und in eigenen

Projekten weiterverwenden. Für Android

Apps & Tipps ist die Mediathek 1 daher eine

glasklare Empfehlung wert.

● ● ●

Alle

Links>

android- user.de/qr/30562

Streaming zum

Fernseher

Nützlich zeigt sich Mediathek

1 auch, wenn Sie ein netzwerkfähiges

TV-Gerät im

Wohnzimmer stehen haben,

das zwar bereits DLNA unterstützt,

aber noch nicht zur

Generation der „smarten“

Fernseher gehört – sie also

Abb. 5: Streamen Sie ARD-Videos

mit BubbleUPnP vom Handy auf

Ihren netzwerkfähigen Fernseher.

Abb. 6: Die Einstellungen der alternativen

Mediathek 1 sind sehr

schlank gehalten.

Abb. 7: Ob träges EDGE oder

schnelle DSLs, für jede Verbindung

gibt es die passende Qualität.

apps & tipps 01/2014 83


App-Tipps

Theke

Theke – inoffizielle ZDF-App mit Klasse

So geht

Mediathek

Das ZDF bietet für seine Mediathek eine eigene

App an. Begeisterung ruft diese jedoch nicht hervor.

Wie eine gute Mediathek-App aussehen und

funktionieren soll, zeigt Theke. Christoph Langner

Dietmar Hoepfl, 123RF

ARD und ZDF bieten

weite Teile

ihres täglichen

TV-Programms in

ihren Mediatheken sowohl als

Webseite wie auch via App zum

nachträglichen Schauen am PC oder

am Handy als Stream an [LINK 1], [LINK 2].

Wer also die heute-show oder den letzten

Tatort verpasst hat, der findet die Sendungen

etwa eine Woche lang (der Depublizierungs-

Pflicht sei dank) in den Archiven der beiden

öffentlich rechtlichen Sender-Gruppen.

Allerdings konnten uns die offiziellen Apps

bisher nur wenig überzeugen. Sie sind

schwerfällig, nutzen veraltete Techniken, eigenwillige

Layouts und bedürfen eigentlich

einer kräftigen technischen und optischen

Überholung. Bislang sieht man bei den öffentlich-rechtlichen

Sendern allerdings wenig

Motivation, dies auch wirklich anzugehen.

Theke – inoffiziell aber besser

Angesichts dessen ist es für Android-User

überaus begrüßenswert, dass sich mit Theke

[LINK 3] eine kostenlose Konkurrenz-App im

Google Play Store eingefunden hat, mit der

Sie ebenfalls Zugriff auf sämtliche in der Mediathek

eingestellten Sendungen des Zweiten

Deutschen Fernsehens erhalten. Die Anwendung

macht vieles besser, was die Verantwortlichen

beim ZDF an ihrer App bislang

vernachlässigt haben.

Mit Theke durchforsten Sie die Inhalte der

ZDF-Mediathek (dazu gehören die Sender

ZDF, ZDF neo, ZDFkultur, ZDFinfo und 3sat),

stöbern dort nach den beliebten Beiträgen

und suchen gezielt nach einzelnen Sendungen

und Rubriken mit automatischer Vervollständigung

des Suchbegriffs. Zudem lassen

ARD Live-Stream

Abb. 1: Die Theke-App zeigt die aktuell beliebtesten Sendungen aus der Mediathek in einer

praktischen Übersicht an.

Neben dem ZDF weitet auch die ARD ihre Sendetätigigkeit

zunehmend auf das Internet aus.

Inzwischen bietet das Erste sogar auch einen

Live-Stream des aktuell ausgestrahlten Programms

an, den Sie im Browser auf dem PC

[LINK 6] oder auch auf dem Handy [LINK 7] empfangen

können. Alternativ lässt sich aus den

übermittelten Daten auch direkt die URL zum

Stream he rausziehen, sodass Sie den Video-

Feed auch gleich direkt in Mediaplayer wie VLC

in niedriger, mittlerer und hoher Qualität

[LINK 8-10] einspeisen können.

84

01/2014 apps & tipps


App-Tipps

Theke

sich gern gesehene Sendungen oder auch

einzelne Beiträge als Favoriten markieren

und so schnell bei Ausstrahlung der nächsten

Folge wieder aufrufen.

Streams in guter Qualität

Die Bedienung der App ist in großen Teilen

praktisch selbsterklärend. Unter Beliebt finden

Sie die aktuell meist geschauten Beiträge

in der Mediathek, unter Rubriken stöbern Sie

durch das Angebot nach Beiträgen aus Kultur,

Nachrichten, Sport oder Unterhaltung. In

den Favoriten finden Sie schließlich Einträge,

die Sie mit einem Stern als für Sie wichtig

markiert haben.

Sollten Sie gerade unterwegs sein und eine

Sendung über das Mobilfunknetz sehen wollen,

dann fällt dem Qualitäts-Schieber besondere

Bedeutung zu. Mit diesem Schieber reduzieren

Sie die Qualität des Video-Bildes

und demzufolge auch das Volumen der zu

übertragenden Internetdaten. Zuhause im eigenen

WLAN, darf dieser Regler ruhig immer

auf die bestmögliche Video-Qualität eingestellt

werden.

Praktischer mit VLC

Die aktuelle Version der Theke erlaubt es

Ihnen zwischen den vom ZDF angebotenen

Streaming-Formaten zu wählen. Dazu öffnen

Sie die Einstellungen der App und wählen

dort unter Format und Protokoll die Option

MP4 mit HTTP. In dieser Einstellung erreichen

Sie die selbe Bildqualität wie auf dem

heimischen PC.

Mit dieser Option öffnet die Theke die

Links zu den Video-Streams allerdings umständlich

über den Browser. Chrome spielt

das Video nach dem Klick auf das kleine

„Play“-Symbol ab, der Standard-Android-

Browser wusste allerdings auf unseren Testgeräten

nicht, was er mit diesem Video-Link

anfangen soll.

Wir empfehlen Ihnen daher die Installation

des VLC-Players für Android [LINK 4]. Er bietet

Abb. 2: Die Sendungen der ZDF-Mediathek lassen sich in unterschiedlichen Qualitätsstufen

abrufen. So schonen Sie Ihr UMTS-Datenvolumen.

sich beim Klick auf den Play-Button in Theke

umgehend als Player an und spielt auch das

Video ohne irgendwelche weiteren Umstände

ab. So haben Sie genau denselben Komfort

wie auch in den Standard-Einstellungen. Mit

dem Unterschied, dass sie deutlich an

Bildqualität hinzugewinnen.

Fazit

Theke macht fast alles richtig, was das ZDF

bei seiner eigenen Anwendung bislang falsch

macht. Wer gerne in der ZDFmediathek stöbert,

der sollte dies in Zukunft mit der Theke

machen. Die Theke-App wird allerdings bislang

ohne offizielle Unterstützung des Senders

entwickelt, von daher müssen wir hoffen,

dass das ZDF den Entwickler der Applikation

gewähren lässt. Mediathek für Mac,

eine ähnliche Anwendung für Apple-Rechner,

musste zum Beispiel bereits den Betrieb

einstellen [LINK 5]. Hoffen wir, dass Theke dieses

Schicksal nicht widerfährt. Wenn Android

User einen Wunsch an das ZDF richten

dürfte, dann wäre ein OK des Senders ganz

oben auf dem Wunschzettel.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29657

Abb. 3: MP4 stellte sich im Vergleich als das Format

mit der deutlich besten Bildqualität heraus.

Abb. 4: Die MP4 streams reicht Theke ohne einen

zusätzlichen Player wie VLC üblicherweise direkt an

einen Browser weiter.

apps & tipps 01/2014 85


App-Tipps

Duolingo

Werden Sie zum

Duolingo-Profi!

Doch Duolingo hat deutlich

mehr in petto als nur tumbes

Aneinanderreihen von vorge-

Sprachen lernen mit Duolingo

Sprachschule

Eine Sprachlern-App, die nichts kostet, sieht man im Play

Store nicht alle Tage. Doch genau das ist Duolingo: Sprachen

lernen für lau. Die App mit der grünen Eule führt Schritt für

Schritt zu neuem Sprachwissen – und hat doch Mängel, wie

Sie im folgenden Text lesen. Arnold Zimprich

Abb. 1: Welches Sprachwissen wollen

Sie auffrischen? Auf Duolingo

hat man die Qual der Wahl.

Waren Sie in

der Schule

ein

Sprachgenie

und gehen heute regelmäßig

in einen fremdsprachigen

Konversationsclub?

Dann brauchen

Sie

Duolingo [LINK 1] gar nicht erst herunterzuladen.

Für alle anderen gilt: Wollen Sie Ihr

Spanisch, Portugiesisch, Italienisch oder

Französisch aufbessern, ist der Download im

App Store sehr zu empfehlen – wenn Sie des

Englischen mächtig sind.

Die Ausgangssprache der

Kurse ist nämlich in jedem

Fall „English“.

Der Autor dieser Zeilen

nahm mit Duolingo sein

leicht angestaubtes Schulfranzösisch

ins Visier, das

ihm zwar in der Schule

viel Spaß bereitet hatte,

seitdem aber viel zu wenig

gepflegt worden ist.

Öffnet man die App zum

ersten Mal, wird man von

den mehr als 70 Kurseinheiten

erst einmal erschlagen.

Doch nicht verzagen,

denn der Anfang ist – zumindest

wenn man über Abb. 2: Die einzelnen Level bauen

ein kleines Basiswissen logisch aufeinander auf und

verfügt – schnell gemacht. machen Lust auf mehr.

Zudem ist die App linear aufgebaut und gibt

einen eindeutigen „Weg durch die Wörter“

vor. Zwar kann man ab und an zwischen

zwei Verzweigungen wählen – weiter kommt

man jedoch nur, wenn man die angebrochenen

Lektionen vollständig absolviert.

Im Falle des Französischkurses wird erst

einmal Basiswissen abgefragt. Einer der ersten

Sätze, den man vom Französischen ins

Englische übersetzen muss, ist beispielsweise

„Le pain, s’il te plait“. Der Schwierigkeitsgrad

zu Beginn sollte jedenfalls jedem,

der während des Französischunterrichts

nicht ausschließlich geschlafen hat, nicht

allzu schwer fallen. Falls

doch, kann man jedes abgefragte

Wort durch einfaches

Antippen übersetzen lassen –

was wir aus didaktischen

Gründen natürlich nicht empfehlen.

Zum „Lernstart“ muss

man sich zudem nicht jeden

Buchstaben jedes einzelnen

Wortes separat aus den Fingern

saugen. Die Lösungssätze

werden anhand weniger

vorgegebener Wörter erstellt,

die man nur in die richtige

Reihenfolge bringen muss.

86

01/2014 APPs & TIPPS


App-Tipps

Duolingo

Abb. 3: Die „Bild-Frage“ ist die einfachste

Kategorie, Übersetzungen

je nach Lektion deutlich schwerer.

Abb. 4: Ist ein Wort unbekannt,

kann man es durch Anklicken einfach

übersetzen lassen.

Abb. 5: Gebrochene Herzen: Bei

über drei oder vier Fehlern muss

man die Lektion wiederholen.

Abb. 6: In etwa sechs bis sieben

Stunden konnten wir insgesamt

zwölf Lektionen absolvieren.

gebenen Wörtern. So muss man bereits bei

den schwierigeren Aufgaben in den Basislektionen

vorgesprochene Sätze nachschreiben,

Sätze Buchstabe für Buchstabe übersetzen

und aus einer Liste von Begriffen den passenden

in Lückensätze eintragen. Die

nächste Stufe umfasst im Beispiel des Französischkurses

die eingehendere Beschäftigung

mit Phrasen, Tieren und Nahrungsmitteln,

ehe man sich einem gerüttelt Maß an

Adjektiven stellen muss.

Was sich hier nach trockener Paukerei anhört,

macht in der Duolingo-Praxis durchaus

Spaß! Es besteht stets der Anreiz, sich mit

dem nächsten Pokal, den es nach jeder Lektion

gibt, zu belohnen, zudem sieht man den

„goldenen Fortschrittsbalken“ in der App

Aufgabe für Aufgabe wachsen. Hat einen der

Ehrgeiz (wie uns) einmal so richtig gepackt,

versucht man als Sprachschüler nach einer

Weile alles, um nicht durch zu viele Fehler

(maximal drei bis vier sind erlaubt) den

mühsam erarbeiteten Fortschritt in einer Lektion

wieder aufs Spiel zu setzen.

In unserem Test beschäftigten wir uns ungefähr

sechs Stunden mit Duolingo. In dieser

Zeit erreichten wir mit unserem Schul-Französisch

immerhin die zwölfte Lektion von

insgesamt rund 70. Besonders zielstrebige

Schüler mit viel Zeit haben Duolingo in einer

Woche „durchexerziert“, für Otto-Durchschnittslerner

wie uns bietet die App für

mehrere Wochen Unterichtsmaterial. Zwar

können Profis gleich mehrere Level anhand

von „Schlüssel-Lektionen“ überspringen,

diese haben es jedoch in sich, und man sollte

es sich gut überlegen, ob man seine Ziele

gleich zu Beginn derart hoch steckt.

Bei aller Freude ob des Fortschritts gibt es

jedoch auch ein wenig Kritik. Einige Formulierungen

muten seltsam an. So gehören

Sätze, die zwar grammatikalisch korrekt sind

aber inhaltlich keinen Sinn ergeben, zum

Programm. Beispiel: „The green elephant has

pockets and lives in trees“. Ob das ein didaktischer

Winkelzug, ein Versehen oder ein tatsächlicher

Mangel der Sprachlern-App ist,

lässt sich nicht eindeutig klären.

Fazit

Duolingo macht Spaß – daran bestand für

uns nach dem Test kein Zweifel. Will man

sein Sprachwissen auffrischen, fällt der Griff

zur dieser gänzlich kostenlosen App leicht.

Da wir weder im Bildungssektor aktiv sind

noch Lehramt studiert haben, fiel es jedoch

schwer, uns ein eindeutiges Bild von der Effizienz

der App zu machen. Die Kombination

aus gesprochenen Inhalten, Lückentexten

und Satzbau-Übungen erscheint zwar sinnvoll,

trotzdem schleicht sich nach ein paar

Stunden eine Routine ein, die viele Aufgabenstellungen

vorhersehbar und die Lernerei

etwas monoton macht. Man wird den Eindruck

nicht los, dass man als Sprachschüler

ein wenig zu schnell mit Erfolgserlebnissen

abgefertigt wird, um bei der Stange gehalten

zu werden. Trotzdem: Die App ist gratis und

macht Lust auf mehr, warum also nicht einfach

ausprobieren!

● ● ●

Deutsch nur als Fremdsprache

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31233

Für das Lernen mit Duolingo sind gute Englischkenntnise obligatorisch, da Englisch

als Ausgangssprache für die Kurse dient. Zwar taucht in der App auch Deutsch auf –

allerdings nur als Fremdsprache für Englisch sprechende User.

Apps & tipps 01/2014 87


App-Tipps

Timely Alarm Clock

Google Play

Timely Alarm Clock: Die wohl beste Uhr im Play Store

Zeitgemäß

Was ist die meistgenutzte Handy-App? Klar, E-Mail, Facebook und Co.

liegen weit vorn, doch auch die Uhr ist oft in Gebrauch. Mit Timely holen

Sie sich die wohl beste Uhren-App aufs Smartphone. Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31245

Abb. 1: Die Oberfläche von Timely ist

für eine Android-Anwendung außergewöhnlich

gestaltet.

Was lässt sich eigentlich an

einer trivialen Uhren- oder

Wecker-App noch verbessern?

Sie soll angeben, wie

spät es ist, und pünktlich Alarm schlagen.

Auch Countdown und Stoppuhr wären nicht

schlecht, schließlich mögen wir unsere Eier

cremig, da braucht es eine Eieruhr!

Android hat mit der Jelly-Bean-Uhr endlich

von Haus aus eine hübsche und vor allem

funktionale Uhr spendiert bekommen. Sie

verfügt nun über eben diese Funktionen.

Was uns aber die Timely Alarm Clock [LINK 1]

zeigt, ist einfach nur noch wow!

Timely Alarm Clock

Timely verpackt die Grundfunktionen Uhr,

Wecker, Countdown und Stoppuhr in ein aufwendig

gestaltetes Kleid, das nicht nur toll

aussieht, sondern auch gut zu bedienen

ist und mit tollen Funktionen glänzt.

Die Weckzeit stellen Sie etwa mit einem

Wisch über die Zeitleiste am linken

Bildschirmrand ein.

Die Funktion

„Smart Rise“ spielt

Ihnen eine halbe

Stunde vor dem Wecken

sanfte Musik

ab oder Sie müssen

ein kleines Rätsel

lösen, um den Wecker

zu beenden.

Auf Wunsch synchronisiert

Timely

Ihre Weckzeiten

auch über das Internet.

Clever

schlummern

Über die Einstellungen

wählen Sie

einen anderen

Look für Timely

Abb. 2: Zum Beenden des Weckers

müssen Sie auf eigenen Wunsch

kleine Aufgaben absolvieren.

oder konfigurieren den Wecker nach Ihren

Wünschen. So lässt sich etwa der Schlummer-Modus

immer weiter verkürzen. Während

der Wecker Langschläfer am Anfang

alle zehn Minuten erneut aus den Träumen

reißt, verkürzt sich das Weck-Intervall der

Schlummer-Funktion immer weiter.

Doch nicht nur bei der Optik haben die

Macher von Timely auf Details geachtet,

auch bei der Technik ist alles dabei, die App

integriert sich etwa in Google Now. Sprechen

Sie dort mit „Wecke mich um 10 Uhr“ eine

Weckzeit ein, leitet Google Now diese auf

Ihren Wunsch hin zu Timely weiter.

Die Entwickler geben Ihnen fünf Tage Zeit,

die App mit allen Funktionen und ohne Werbung

zu genießen, nach Ablauf dieser Frist

können Sie entweder einzelne Premium-

Funktionen oder gleich die komplette App

für 2,49 Euro freischalten. Alternativ empfehlen

Sie die App per Google+ oder E-Mail

weiter, mit genug Empfehlungen aktivieren

Sie die Extra-Features, auch ohne Geld ausgeben

zu müssen.

● ● ●

Abb. 3: Timely deckt mit Uhr,

Wecker, Countdown und Stoppuhr

alle Zeitfunktionen ab.

88

01/2014 Apps & Tipps


App-tipps

AntTek Explorer EX

Runderneuerter Dateimanager mit Schick und Stil

Top-Manager

Shen En-Min, 123RF

Dateimanager sollten

mehr leisten, als nur

Daten zu schieben: Sie

sollten Archive entpacken,

auf Cloudspeicher

zugreifen und

auch Texte bearbeiten

können. All das geht mit

dem AntTek Explorer EX

– und noch viel mehr.

Christoph Langner

Dateimanager sind eigentlich relativ

langweilige Werkzeuge. Sie

sollen ihre Aufgabe erledigen

und das möglichst, ohne zu nerven

und aufzuhalten. Der neu gestaltete Ant-

Tek Explorer EX erfüllt genau dies, macht

seine Arbeit jedoch noch ein wenig besser

als viele andere Dateimanager-Apps aus dem

Play Store: Er sieht gut aus, kann Clouddienste

und Netzwerkfreigaben direkt einbinden,

bietet mehrere Panels und vieles mehr!

AntTek Explorer EX

Den AntTek Explorer [LINK 1] gibt es schon

länger im Play Store, doch mit dem AntTek

Explorer EX [LINK 2] findet sich mittlerweile

eine komplett überarbeitete Variante des beliebten

Dateimanagers im Android Market.

Den grundlegenden Aufbau hat sich der

Neue Dateimanager zu großen Teilen von

seinem Vorgänger geborgt, doch viele Details

und auch die Optik wurden wesentlich überarbeitet

und neu gestaltet.

Generell arbeitet AntTek Explorer EX mit

zwei verschiedenen Layouts. Auf Handys

sehen Sie im Hochformat ein Verzeichnis,

halten Sie das Gerät quer, erscheint zusätzlich

eine zweite Ansicht mit den wichtigsten

Verzeichnissen. Per Wischgeste navigieren

Sie von den Explorer-Bookmarks zu den einzelnen

Datenträgern des Geräts. Auf Tablets

sehen Sie generell zwei Ordner – ähnlich wie

beim legendären Norton Commander.

Diese Anordnung ist jedoch nicht in Stein

gemeißelt. So können Sie zum Beispiel auf

Tablets noch eine dritte Ordneransicht

einbauen oder einen

Verzeichnisbaum einblenden

lassen. Auf Handys lassen

sich ebenfalls zwei Spalten

darstellen. Den dafür nötigen

Dialog Multi-Panels erreichen

Sie aber nur dann,

wenn Sie die Seitenleiste aufziehen

und rechts oben auf den

Menübutton tippen oder die Menütaste

Ihres Handys drücken.

Ein Assistent weist Sie am Anfang

auf diese eigenwillige Form

der Navigation hin.

Per Drag & Drop

von A nach B

Egal, auf welchem Gerät: Jederzeit

lässt sich eine Seitenleiste vom

linken Bildschirmrand aufziehen,

über die Sie schnell zu

wichtigen Ordnern oder anderen

Zielen springen können.

Auf Tablets mit ausreichend

Platz auf dem Display zeigt

Ihnen ein Kreisdiagramm an,

wie viel Speicher auf Ihrem Gerät

aktuell noch frei ist. Pro Speichermedium

– etwa für die SD-Karte – zeigt der

AntTek Explorer EX einen Kreis an.

Dateien verschieben Sie einfach per Drag &

Drop von einem Panel zum anderen, so wie

90

01/2014 apps & tipps


App-tipps

AntTek Explorer EX

Sie es von vielen anderen Dateimanagern auf

dem PC-Desktop kennen – etwa vom Norton

oder Total Commander. Zum Kopieren, Ausschneiden

oder Komprimieren ziehen Sie

eine Datei oder Ordner einfach nach oben

auf eines der Icons in der Aktionsleiste. Drücken

Sie länger auf eine Element, bietet der

AntTek Explorer EX ein Kontextmenü mit

weiteren Funktionen an. Der Button mit dem

Haken in der Toolbar lässt Sie eine Dateiauswahl

anlegen.

Cloudspeicher einbinden

Ebenfalls sehr gelungen ist die Integration

von Cloud- und Netzwerkspeichern in den

Dateimanager. Der AntTek Explorer EX bindet

die Cloudspeicher von Dropbox, Microsoft

SkyDrive, Box und natürlich auch

Google Drive direkt in die Oberfläche der

App ein. Sie können mit den im Netz gelagerten

Dateien arbeiten, als ob sie direkt auf

dem Gerät liegen würden.

Neben den üblichen Cloudspeichern verwalten

Sie mit dem neuen Dateimanager auf

diesem Weg auch Daten via Samba/​Windows-Netzwerkfreigaben,

FTP, FTPS und

SFTP auf Rechnern in Ihrem heimischen

Computernetzwerk oder gar auf Servern im

Internet. Der AntTek Explorer EX dient Ihnen

so als mobiler Knotenpunkt zu allen Ihren

Daten im Netz.

Der Explorer EX wird im Play Store kostenlos

angeboten und verzichtet bisher auch auf

Werbung in der App. Der Dateimanager kann

aber per In-App-Kauf für 2,69 Euro zu einer

Pro-Version aufgerüstet werden. Damit lassen

sich mehrere Dateien per Multithreading

zur selben Zeit an verschiedene Orte kopieren,

beliebig viele Cloudspeicher-Accounts

(auch vom selben Anbieter) nutzen und

auch verschiedene Themes einstellen.

Kostenlos und ohne Werbung

Mit seinen vielen Funktionen spielt der Ant-

Tek Explorer EX in der Oberklasse der Android-Dateimanager.

Dank dern eingebauten

Viewer für viele Dateiformate, der Möglichkeit

ZIP- und RAR-Archive zu öffnen, dem

integrierten Musikplayer und der Möglichkeit,

mit Rootrechten in die Tiefen des Android-Systems

abzutauchen, ist er auch für Power-User

interessant.

Wer sich bereits schon früher einmal die

Pro-Version des Vorgängers gekauft hat,

muss bei der neuen Version nicht noch einmal

bezahlen. Der einstmals kostenpflichtige

Pro-Key der Vorgänger-Version sollte auch

beim Nachfolger aktzeptiert werden. ● ● ●

Abb. 1: Im Querformat ist ausreichend

Platz für zwei Spalten mit verschiedenen

Ordnern.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31395

Abb. 2: Das Einstellungsmenü ist

nur sichtbar, wenn die Seitenleiste

ausgefahren ist.

Abb. 3: Die Ansicht lässt sich im

Quer- wie auch im Hochformat

individuell anpassen.

Abb. 4: Die beliebtesten Clouddienste

bindet der AntTek Explorer

EX wie lokale Ordner ein.

Abb. 5: Musikdateien spielt AntTek

Explorer EX ohne einen externen

Player direkt ab.

apps & tipps 01/2014 91


Spiele-Tipps

Einzigartige Games

Spiele wie Tetris, Breakout

oder auch Temple Run gibt

es in unzähligen Variationen,

doch manche Titel sind

wahrlich einzigartig. Wir stellen

Ihnen Games vor, die Sie

in dieser Art nicht nochmal

im Play Store finden.

Patrick Neef

Rymdkapsel

Bei Rymdkapsel kann man gut

zur Ruhe kommen. Nicht weil

das Spiel so langweilig ist,

sondern weil die Musik so entspannend

ist. Es passt perfekt zur minimalistischen

Optik des Spiels. Dieser

Sound ist wirklich so außergewöhnlich,

dass Sie so etwas vielleicht noch

nie zuvor gehört haben könnten. Die

Ruhe währt aber nicht lange, denn

schon bald schrillt der Alarm los: Die

Raumkapsel steht unter Beschuss!

Doch halt, worum geht es denn eigentlich?

Sie bauen eine abstrakte Raumstation.

Sie haben die Wahl zwischen

verschiedenen Räumen, die durch geometrische

Formen und unterschiedliche

Farben dargestellt werden. Jeder

Raum kann eine andere Form haben,

welche das ist, sehen Sie in der linken

oberen Ecke. Die Farbe hingegen gibt

die Funktion an. Die Formen sorgen

dafür, dass Sie genau überlegen müssen,

wie Sie die Räume arrangieren.

Zu Beginn stehen Ihnen zwei Arbeiter

zur Verfügung, repräsentiert durch

zwei einfache weiße Striche. Diese

transportieren Güter oder bauen

Räume. Sie weisen ihnen ganz einfach

Aufgaben zu, indem Sie unten die weißen

Striche auf die entsprechende

Funktion wischen. Ein roter Balken darüber

füllt sich langsam, und wenn er

voll ist, kommt die nächste Gegnerwelle:

Rote Schlangen oder Kugeln, die

ihre Arbeiter abschießen, können nur

abgewehrt werden, wenn die Arbeiter

beim Angriff im Waffenraum sind und

sich verteidigen. Je größer die Station,

desto leichter ist es für die Gegner,

Eufloria

In Eufloria steuern Sie Setzlinge,

die Asteroiden bevölkern

können. Diese lassen

sich mit Bäumen bevölkern, die für

neue Setzlinge sorgen. Es müssen aber

die richtigen Setzlinge sein. Diese unterscheiden

sich nämlich in Stärke, Geschwindigkeit

und Energie voneinander.

Schnelle Setzlinge kommen ungeschoren

an Verteidigungsbäumen vorbei,

während starke Setzlinge eher zum

Angriff taugen. So ergeben sich taktische

Möglichkeiten, die in Kombination

mit den Story-Leveln für unterhaltsame

Spielstunden sorgen. Eufloria ist

ein vollwertiges Strategiespiel mit großem

Umfang und einer ganz besonderen

Optik.

Incredipede

Was für ein irres Spiel! Zunächst

könnte man denken,

das Spiel entstamme einem

kranken Künstlerhirn, doch nach wenigen

Leveln wird klar, worin hier die

Aufgabe besteht. In jedem Level steuern

Sie ein seltsames Wesen aus starren

Beinen und einem Auge, jedes Mal

sieht es anders aus. Sie aktivieren mit

zwei Buttons die Muskeln, und das

„Ding“ setzt sich in Bewegung. Sie sollen

die Früchte einsammeln und ans

Ende gelangen. Das wird immer

schwieriger, immer verrückter, aber es

ist großartig umgesetzt und zieht einen

in seinen Bann. Ein gutes Beispiel für

ein Spiel, bei dem Screenshots kaum

Aussagekraft haben.

God of Blades

God of Blades ist anders:

Stimmungsvolle Hintergrundgrafiken,

ungewöhnliche Kreaturen

und eine Geschichte um mystische

Schwerter und Könige findet man

selten im Play Store. Wenn Sie das

Spiel beginnen, können Sie aus einer

Kampagne und dem Endless Modus

wählen. In der Kampagne kämpfen Sie

in mehreren Etappen gegen anstürmende

Gegner, um in der letzten

Etappe gegen einen Bossgegner anzutreten.

Sie haben vier Möglichkeiten,

das Schwert zu schwingen, und müssen

die Laufgeschwindigkeit sowie die

Zeit um die Attacke auszuführen berücksichtigen.

God of Blades macht irrsinnig

viel Spaß.

3,52 Euro

deutsch|Version 1.0.12|49 MByte

★★★★★

2,86 Euro

englisch|Version 1.7.1|28 MByte

★★★★★

2,28 Euro

englisch|Version 1.1|109 MByte

★★★★★

92

01/2014 apps & tipps


Spiele-Tipps

Einzigartige Games

wehrlose Arbeiter und Güter abseits

der Waffenräume zu erledigen, weshalb

man die Waffenräume strategisch

anlegen muss.

Zwischen den Angriffswellen, die stärker

werden, baut man seine Station

aus und erforscht das Weltall. Dort gibt

es Monolithen zu entdecken. Hat man

diese mit der Raumstation verbunden,

geben Sie den Strichfiguren einen entscheidenden

Geschwindigkeitsschub. Ziel des

Spiels ist es, so lange wie möglich zu überleben!

Haben die Gegner alle weißen Striche beseitigt, ist

das Spiel vorbei. Rymdkapsel ist eine andere Art

von Strategiespiel, das man erst dann zu schätzen

weiß, wenn man es ein paar Mal gespielt hat. Hier

ist die Redewendung „Bilder sagen mehr als tausend

Worte“ fehl am Platz, denn die Bilder des

Spiels verraten noch lange nicht, wie es sich spielt.

3,59 Euro

englisch|Version 2.0.1|29 MByte

★★★★★

Finding Teddy

Finding Teddy ist ein zauberhaftes

Adventure in Pixelgrafik.

Es versprüht den mystischen

Charme eines Superbrothers

Sword & Sworcery,. Eine riesige

Spinne hat den Teddy eines Mädchens

geklaut. Das Mädchen folgt der Spinne

durch den Kleiderschrank und landet in

einer magischen Welt mit singenden

Fröschen und anderen Kuriositäten.

Das Spiel ist im Herzen ein Point and

Click Adventure, besitzt jedoch Elemente

des Klassikers LOOM, bei dem

man sein musikalisches Gespür unter

Beweis stellen muss. Das Spiel mag

niedlich sein, hat jedoch seine überraschenden

brutalen Momente und gehört

daher nicht in Kinderhände!

Miseria

Ohne den grafischen Look

wäre Miseria ein tolles Puzzle-

Spiel. Wäre es ein Spiel, bei

dem man einen runden Stein auf einer

Holzplatte zum Portal bewegt, indem

man die Levelstruktur nach links oder

rechts kippt und allen Hindernissen

ausweicht, dann wäre es ein interessantes

Puzzle-Spiel. Doch mit dem düsteren

Thema, dem gruseligen Soundtrack

und der an Limbo und Contre

Jour erinnernden Optik ist es viel mehr

als das: Großartig, fesselnd, fordernd.

Hier wurden Optik und Gameplay zu

einem tollen Spiel zusammengefügt.

Robotek

In Robotek kämpfen Sie in

Rundenstrategie-Manier

gegen einen feindlichen Roboter.

Das Spiel ist bereits über ein

Jahr alt, die Spielmechanik ist trotzdem

heute noch erfrischend neu: Sie

starten eine Art Casino-Automat,

indem Sie eine von drei Kategorien

auswählen und so bestimmten, welche

offensiven oder defensiven Fähigkeiten

erscheinen können. Die Fähigkeiten

sind entweder Drohnen, Schutzschilde,

lähmende Blitze oder vieles mehr. Bei

Combos verstärken sich die Attacken.

Trotz des Glücksfaktors ist das Spiel

sehr taktisch, und die Kampagne sehr

lang. Ein toller Geheimtipp mit großem

Umfang und schickem Grafikstil..

2,69 Euro

englisch|Version 2.1|46 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.24|41 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 2.7.3|9 MByte

★★★★★

apps & tipps 01/2014 93


Spiele-Tipps

Einzigartige Games

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31526

The Room

Die Spieleentwickler von

heute haben immer noch

Schwierigkeiten damit, innovative

Spiel für Mobilgeräte zu

veröffentlichen. Die Flut der Portierungen

mit virtuellem Steuerkreuz

oder viel zu kleinen Spielelementen

sind nur zwei immer wiederkehrende

Zeugnisse davon. Wenn es gelingt

die Gewohnheiten zu ändern,

kommen so wunderbar einfache

Spiele wie Tiny Wings, Rayman Jungle

Run oder The Room zustande.

The Room ist ein geheimnisvolles

Rätsel-Spiel, das ein wenig an Myst erinnert,

ohne jedoch ins Mystische oder

Unheimliche abzudriften, sondern dem

Spieler Apparate und Maschinen präsentiert,

die mehr verbergen, als man

anfangs vermutet. Da gibt es zum Beispiel

Schalter, die man erst umlegen

muss, damit sich eine Holzvertäfelung

löst, oder etwa geheimnisvolle Zeichen,

die erst mit dem Ocular sichtbar

werden und dann in die richtige Form

gebracht werden müssen.

Warum man das alles macht, bleibt zunächst

einmal im Verborgenen. Es gibt

Hinweise in Tagebuchform, wie jemand

zuvor bereits das Rätsel des Raumes

lösen wollte. Doch was ist das Rätsel

eigentlich genau? Es ist zunächst

ein Schrank, den man öffnet, indem

man sich von Rätsel zu Rätsel hangelt:

Schlüssel, Zeichen, Schieberegler aus

Holz, Knöpfe, Symbole und vieles

mehr müssen gedrückt, gezogen oder

auch gedreht werden. Dann öffnen sich

Geheimfächer oder Verstecke in denen

SIe weitere Hinweisen oder auch Ge-

Kairo

Kairo erinnert an Hiversaires,

kommt aber ohne die furchteinflößende

Atmosphäre aus.

Das Spiel ist mystisch angehaucht. Die

besondere Musik verbreitet fast schon

optimistische Töne. Wie bei solchen

Spielen üblich, wissen Sie nicht, wer

Sie sind, was Sie hier machen und wie

Sie hier wegkommen. Sie bewandern

eine 3D-Welt aus der Egoperspektive,

entdecken Schalter, Rätsel, Türen und

vieles mehr. Die einzelnen Abschnitte

haben unterschiedliche Farben. Was zu

Beginn linear verläuft, wird nach ein

paar Minuten zur Prüfung in Sachen

Orientierungsfähigkeit. Der Weg ist das

Ziel und daher ist das Spiel nur für

Neugierige interessant.

Gyro

In Gyro ist es Ihre Aufgabe,

einen Kreis, der, ähnlich wie

ein Tortendiagramm, in Farben

aufgeteilt ist, zu drehen. So sammeln

Sie die Punkte ein, die vom Bildschirmrand

aus zum Kreis strömen.

Die Punkte sind ebenfalls farbig und

müssen den entsprechend eingefärbten

Kreisabschnitt treffen. Ein ganz einfaches

Spielprinzip also, dass aber

durch viele kleine Features wie Schilde,

Multiplikatoren und sonstige Boni erweitert

werden kann. Das Spiel macht

viel mehr Spaß, als man zu Beginn vermuten

würde!

Waking Mars

Als Wissenschaftler im Jahre

2097 erkunden Sie die unterirdischen

Höhlen des Mars und

versuchen die Lebensformen in der

fremden Welt zu deuten. Originellerweise

dreht sich alles um die Botanik

und nicht um grüne Männchen. Während

Sie mit einem Jetpack, durch die

Höhlen schweben, lernen Sie, wie man

die Samen der fremden Pflanzen setzt,

Wasserpflanzen erschafft und fremde

Wesen füttert. Dadurch erhöht sich die

Menge an Botanik, die Sie für bestimmte

Checkpoints brauchen. Es entwickelt

sich eine spannende Geschichte,

der man sich nur schwer entziehen

kann. Wiking Mars punktet mit

Atmosphäre und Spannung.

3,68 Euro

englisch|Version 1.7|241 MByte

★★★★★

1,79 Euro

deutsch|Version 1.0.3|196 MByte

★★★★★

3,79 Euro

englisch|Version 2.0.5|275 MByte

★★★★★

94

01/2014 apps & tipps


Spiele-Tipps

Einzigartige Games

genstände finden, die man aufnehmen

und bei Bedarf verwenden

kann. Der geheimnisvolle Schrank

erweist sich dann aber sehr schnell

als Matrjoschka-Puppe, in der weitere

Apparaturen und Rätsel versteckt

sind.

Das Ganze ist grafisch herausragend

umgesetzt, lässt sich kinderleicht

steuern, benötigt keinerlei Eingewöhnungszeit

und ist zudem atmosphärisch

dicht wie ein Roman von H.P. Lovecraft.

Sicherlich ist die Spielzeit von knapp

zwei Stunden nicht riesig lang, doch lieber

zwei Stunden Exzellenz als 10 Stunden Mittelmaß.

The Room sollte man unbedingt

gespielt haben! Vor kurzem ist ein Epilog erschienen,

der bereits in der Android-Version

enthalten ist, und der Nachfolger wird noch

im Dezember erscheinen!

1,79 Euro

deutsch|Version 1.0.3|196 MByte

★★★★★

Plague Inc.

Plague Inc. hat nicht gerade

das schönste Thema. Es geht

um die Vernichtung der Erdbevölkerung

durch Krankheitserreger,

und erst wenn alle infiziert sind, gewinnen

Sie. Es beginnt damit, dass Sie

einen Krankheitserreger in einem Land

Ihrer Wahl aussetzen. Immer mehr

Menschen werden sich nun anstecken,

und Sie erhalten Krankheitspunkte. Die

kostenlose Version hat fast den ganzen

Spielumfang. Allerdings können Sie

nicht die Zeit beschleunigen und können

auch den genetischen Code können

Sie nicht manipulieren. Plague Inc.

ist morbide Strategie vom Feinsten!

Gunman Clive

Wie die Bilder verraten, handelt

es sich bei Gunman Clive

um ein Jump’n’Run. Sie laufen

durch die Spielwelt und bewältigen

Hindernisse, springen auf Plattformen

und über Abgründe. Dabei stellen sich

Ihnen eine Vielzahl von Gegnern in den

Weg, seien es Räuber, Pelikane oder

Roboter. Glücklicherweise strotzt das

Spiel nur so vor Ideen. Immer wieder

gibt es Elemente wie etwa die

schwenkbaren Plattformen, bombenschmeißende

Vögel oder Roboter-Banditen,

die Gunman Clive zu einem besonderen

Erlebnis machen. Vorsicht:

Auf Tablets ist das Interface kaputt, testen

Sie das Spiel besser innerhalb des

Erstattungszeitraums.

10000000

Eine tolle Idee: Dieses Spiel

vermischt Rollenspiel und

Match 3 Spielmechanik. Oben

rennt Ihre Figur und trifft auf Gegner

oder verschlossene Kisten. Im mittleren

Bereich verschieben Sie ganze Linien.

Dazu reihen Sie drei Symbole aneinander

und starten Angriffe oder

knacken Schlösser. Das geht anfangs

nur zäh, doch nach und nach schalten

Sie Bereiche frei, in denen Sie Upgrades

kaufen können. Das Spiel entfaltet

sich erst nach vielen Tagen. Es

bietet sich eher für zwischendurch als

für einen langen Spieleabend an.

kostenlos

deutsch|Version 1.6.3.2|33 MByte

★★★★★

1,69 Euro

englisch|Version 1.0.7|14 MByte

★★★★★

1,99 Euro

englisch|Version 1.2.47|15 MByte

★★★★★

apps & tipps 01/2014 95


Spiele-Tipps

Spiele mit Suchtfaktor

„Nur noch ein paar Minuten,

nur noch ein Level, nur noch

ein Spiel, ganz bestimmt!“

Kennen Sie das? Wenn ja,

haben Sie schon einmal ein

Spiel gespielt, das Sie süchtig

gemacht hat. Bei diesen

sieben Spielen droht Ihnen

dasselbe Schicksal!

Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31527

Candy Crush Saga

Das Genre der Match 3 Spiele

dient eigentlich nur dazu, Zeit

totzuschlagen. Zugegeben,

das schaffen andere Spiele auch, aber

gerade bei Match 3 Spielen spielen

weder Gameplay, Grafik noch Story

eine entscheidende Rolle, sondern sind

nur nettes Beiwerk.

Candy Crush Saga ist trotzdem ein

Phänomen, denn das Spiel ist so unglaublich

erfolgreich, dass es schon

fast unverschämt erscheint. Der Grund

liegt in einer Mischung aus einem klugen

Free-to-Play Geschäftsmodell und

süchtigmachenden Spielinhalten.

Es beginnt ganz harmlos. In den ersten

Abschnitten erlernt man die typischen

Match 3 Spielregeln: Man kombiniert

mindestens drei Süßigkeiten, woraufhin

diese zerplatzen, Punkte erzeugen

und die darüber liegenden Süßigkeiten

nachrutschen lassen. Zunächst ist das

Ziel, eine bestimmte Punktzahl zu erreichen.

Man hat immer nur eine begrenzte

Zahl von Zügen zur Verfügung,

doch anfangs reichen diese locker aus.

Dann kommt mehr Variation ins Spiel:

Man soll entweder bestimmte Gegenstände

nach unten bringen oder solche

Reihen bilden, dass der „Jelly“-Hintergrund

beseitigt wird. Man schaltet gelegentlich

Booster Items frei, die besondere

Fähigkeiten haben, wie etwa

eine bestimmte Süßigkeit aufzulösen

oder zusätzliche Züge zu ermöglichen.

Nach einer Weile wird das Spiel immer

schwerer, noch dazu hat man nur eine

bestimmte Zahl an Lebenspunkten, die

mit jedem gescheiterten Level sinkt.

Hat man kein Leben mehr, muss man

Pou

Schwer zu sagen, ob den Entwicklern

dieses Spiels bewusst

war, dass die Kombination

aus dem Look von Pou und der

Aussprache des Wortes Pou („poo“

(engl.)= Scheiße) nicht die schönsten

Assoziationen bietet. Dahinter versteckt

sich eine Art Tamagochi-Spiel:

Pou hat Hunger, will spielen, muss sich

ausruhen und vieles mehr. In mehreren

Räumen wie etwa Küche und Spielzimmer

kann man ihn beschäftigen oder

füttern, erhält dafür Coins, die man für

Gegenstände einsetzen kann. Grafisch

ist das Spiel nicht so beeindruckend.

Die Simpsons Springfield

Die Simpsons Springfield

folgt den gängigen Free-to-

Play-Prinzipien. Zu Beginn

geht alles ganz leicht: das erste Haus,

die erste Straße, die erste Mission.

Steigt man im Level auf, erhält man

Geld und Donuts, die man für Häuser

und das Beschleunigen von Bauarbeiten

ausgibt. Später hat man dann die

Wahl: Entweder wartet man ab, oder

kauft sich per In-App-Kauf Geld und

Donuts und gibt Gas. Was das Spiel

von anderen abhebt, ist die gelungene

Umsetzung der Simspons-Welt. Hier

stimmen Humor und Grafik. Wer schon

Fan der Serie ist, wird mit die Simpsons

Springfield eine Menge Spaß

haben, zumal es sehr viele Quests gibt.

Ich Einfach

Unverbesserlich

Endless Runner müssen sich

vom Einheitsbrei dadurch abheben,

dass sie originell sind,

ohne den Spielspaß mit In-App-Käufen

zu vermiesen. Ich Einfach Unverbesserlich

gelingt beides. Sie steuern

einen Minion durch eine bunte Spielwelt

und müssen zwischen drei Pfaden

hin und her wechseln. Das Spiel wechselt

die Perspektive, ändert die Richtung

oder bringt Sie in neue Welten.

Powerups, Hindernisse und viel Humor

machen dieses Spiel zum Dauerbrenner.

Ein perfekter Endless Runner!

kostenlos

deutsch|Version 1.4.8|16 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 4.5.2|540 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.4.0m|20 MByte

★★★★★

96

01/2014 apps & tipps


Spiele-Tipps

Spiele mit Suchtfaktor

entweder warten, bis es sich wieder

aufgefüllt hat, oder man beseitigt

die Wartezeit per In-App-

Kauf. Das Spiel kennt über 400

Level, und schon früh kann man

auf Booster nicht mehr verzichten.

Als wäre das normale Match 3

Spielprinzip nicht bereits suchterzeugend

genug, so bietet die Anbindung

über Facebook den ultimativen

Wettkampf mit Freunden, Bekannten

und Verwandten. Die Fortschritte seiner Kontakte

sieht man auf der Weltkarte. Zudem kann

man sich Extrazüge über Facebook zukommen

lassen. Nach jedem erfolgreichen Level sieht

man, ob der Neffe oder der Onkel mehr Punkte

haben.

Spielerisch gibt es nichts zu meckern: Der Umfang

ist riesig und das Gameplay ist solide.

kostenlos

deutsch|Version 1.19.0|52 MByte

★★★★★

Sei mein Held

In diesem Spiel kämpft man

gegen Bösewichte. Die Match

3 Gefechte dienen dazu, Energie

für die Attacken und Ressourcen zu

sammeln. So schlägt man sich von

Gegner zu Gegner. Da die Gegner

immer schwerer werden, muss sich

der Held weiterentwickeln: Ausrüstung

muss her. Ein Schild und Schwerter.

Das alles kostet Ressourcen. Diese erbeutet

man in Kämpfen. Beim Herstellen

der Ausrüstung muss man etwas

warten. Der Ressourcenknappheit kann

man aber auch durch In-App-Käufe

entgegenwirken.

Cavemania

Cavemania versucht sich an

der süchtigmachenden Verknüpfung

von Match-3-Spiel

und RPG-Elementen, wie es schon die

Spiele Puzzle Quest oder Sei mein Held

vorgemacht haben. Und das mit Erfolg:

Nach einem langen Tutorial, in

dem man die Grundlagen lernt, gelangt

man von Level zu Level, stößt auf

immer schwierigere Gegner auf dem

Spielfeld, sammelt Ressourcen und bewältigt

Herausforderungen. Das Spiel

ist sehr gelungen, da man durch eine

überschaubare Anzahl an Ressourcen

viel häufiger Kombinationen erreicht.

Die Entwickler haben viel Abwechslung

in die Level gebracht, sodass man

immer wieder gefordert ist.

Giant Boulder of Death

Einmal als riesige Steinkugel

den Abhang hinunterrollen

und alles verwüsten! Wer sich

das jemals gewünscht hat, kann das

mit Giant Boulder of Death nachspielen.

Sie pflügen Bäume und nervige

Nussknackersoldaten um. Ein cooles

Upgrade-System und ständig neue

Ziele motivieren. Hier haben die Entwickler

von adult swim ganze Arbeit

geleistet. Ein Spiel, das mehr Spaß bietet

als man auf dem ersten Blick glaubt.

Nur die Werbung im Spiel, bei der

nicht klar wird, ob sie sich durch einen

In-App-Kauf beseitigen lässt, nervt.

kostenlos

deutsch|Version 1.2.126.2|38 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.2.1|48 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.2.1|35 MByte

★★★★★

apps & tipps 01/2014 97


Spiele-Tipps

Flipperspiele

Aus angesagten Kneipen

sind Pinball-Automaten

nicht wegzudecken, Flippern

ist Kult! Seltene Modelle

aus Holz und Metall sind ein

Vermögen wert. Doch auch

dem Smartphone macht

flippern jede Menge Spaß,

wir zeigen Ihnen die besten

Flipper-Apps. Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31528

Momonga Pinball

Adventures

Momonga Pinball Adventures

ist kein gewöhnliches Pinball

Spiel. Im Gegenteil: Es ist ein

Abenteuer mit unterschiedlichen Welten,

fantastischen Szenarien und toller

Story. Alles Elemente also, die jedem

normalen Pinball Spiel abgehen.

Momonga, so heißt eine Gruppe fliegender

Eichhörnchen, die von bösen

Eulen entführt werden - bis auf eines.

Dieses kleine süße Tierchen hat sich

also entschlossen, seine Artgenossen

zu retten. Dazu muss es zunächst ein

paar Prüfungen bestehen. Dann lernt

man die grundlegenden Gameplayelemente

– und staunt, warum noch niemand

zuvor auf die Idee gekommen

ist, ein dynamisches Flipperspiel zu

entwickeln. Denn wie die Entwickler

das hier umgesetzt haben, das ist wirklich

toll: Das Flughörnchen spielt Flipperkugel,

und dann schießt man es hin

und her, versucht Ziele zu treffen,

Steintüren zu zerbrechen oder später

Minibosse zu bekämpfen. Wie in jedem

Flipperspiel, so spielt auch hier natürlich

der Zufall ein wenig mit, aber im

Großen und Ganzen lässt sich die Figur

sehr gut kontrollieren.

Zwischendurch muss das Flughörnchen,

wie es sich für seine Art gehört,

auch seine Flugkünste unter Beweis

stellen. Dann schwebt es über Landschaften,

zwischen Felsen und Bergen

Pinball Arcade Free

Wie bei bei den meisten Pinball

Spielen gibt es auch hier

einen Tisch gratis, die restlichen

müssen per In-App-Kauf erworben

werden. Besonders toll: Alle Tische

lassen sich auch in einem Gratismodus

spielen, dann wird aber nur der erste

Highscore gespeichert und Sie können

nicht an den vielen verschiedenen

Spielmodi teilnehmen. Pinball Arcade

Free bringt „echte“ Tische mit, das

heißt, das Spiel besitzt Umsetzungen

echter Flippertische. Der gesamte Tisch

und nicht nur das Flipperspiel wurden

realistisch umgesetzt.

Star Wars Pinball 2

Star Wars Pinball 2 gibt sich

große Mühe den Spieler in

immer daran zu erinnern,

dass es sich um ein Star Wars Spiel

handelt. Lichtschwertgeräusche, Zitate

aus den Filmen und piepsende Roboter

– der Star Wars Overkill ist vorprogrammiert.

Das ist schade, denn hinter

der visuellen und akustischen Überfrachtung

verbirgt sich ein sehr gutes

Pinball Spiel. Die Tische sind hervorragend

gestaltet, allerdings mit 1,50 Euro

pro Tisch etwasteuer. Die Ballphysik ist

sehr gut, die Tische abwechslungsreich

und die Grafik ist sehr flüssig.

Pinball Deluxe

Pinball Deluxe kann grafisch

nicht mit anderen Pinball

Spielen mithalten, von realistischen

Flippertischen kann hier auch

nicht die Rede sein. Das Spiel sieht

eher so aus, als hätte jemand versucht,

eine grafische Darstellung von Flippertischen

umzusetzen, ohne jemals einen

echten Tisch gesehen zu haben – und

das alles nur in 2D. Das ist aber r nicht

schlimm, denn das Spiel macht trotzdem

Spaß. Die Werbung jedoch stört

gewaltig. Die Premium Version für

knapp über zwei Euro ist also dringend

anzuraten, wenn Ihnen die App gefällt.

kostenlos

englisch|Version 1.19.0|30 MByte

★★★★★

1,51 Euro

englisch|Version 2.1|16 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|variiert|variiert

★★★★★

98

01/2014 apps & tipps


Spiele-Tipps

Flipperspiele

und sammelt dabei Münzen ein.

In-App-Käufe suchen Sie in diesem

Spiel vergebens.

Das Besondere an diesem Spiel

ist die Verknüpfung der Elemente.

Das Spiel bewegt sich die ganze

Zeit in einem Fluss, man gelangt

von Welt zu Welt, dann gibt es

wieder Flugeinlagen. Am Ende

jeder Welt gibt es Storydialoge.

Die Flipperelemente kann man sich ungefähr

so vorstellen, als würde man Flipper in einem

Garten spielen, alle Ziele erreichen, zum nächsten

Garten rollen und dort erneut alles ummähen.

Geschicklichkeitseinlagen wechseln sich

mit Kämpfen ab und die Level sind immer so

gestaltet, dass man nie irgendwo hängen bleibt.

Alles in allem ist Momonga Pinball Adventures

ein originelles Pinball Spiel.

0,99 Euro

englisch|Version 1.2|139 MByte

★★★★★

Zen Pinball HD

Zen Pinball HD ist der Klassiker

unter den mobilen Flipperspielen.

Eine große Fangemeinde

steht hinter diesem Spiel, das

das erfolgreichste seiner Nische ist. Die

Ähnlichkeiten zu Star Wars Pinball 2

sind sofort zu erkennen, stammt das

Spiel doch vom gleichen Entwickler.

Grafisch steht das Spiel ganz an der

Spitze. Spielerisch ist das Spiel über

jeden Zweifel erhaben: Tolle Tische,

viel Abwechslung und eine realistische

Ballphysik machen das Spiel zu einem

tollen Gesamtpakt. Auch hier müssen

die Tische teuer erkauft werden.

Pinball Ride

Pinball Ride ist ein gutes Pinball

Spiel, aber hier ist alles

etwas anders: Die Grafik hat

etwas Steampunk-Futuristisches, doch

viel wichtiger: Es gibt nur einen Tisch!

Dafür gibt es einen Storymodus, sodass

man während der Partie Punkte

sammelt, Erfolge erreicht und neue Facetten

entdeckt. Es gibt mehr zu entdecken,

als man auf dem ersten Blick

glaubt. Ganz nett: Ab und zu gibt es

Nahaufnahmen vom Tisch, was die

Spannung erhöht. Die Ballphysik ist

hervorragend und vielleicht sogar die

Beste aller getesteten Flipperspiele.

Paper Pinball HD

Paper Pinball HD muss entstanden

sein, als Doodle- und

Paper-Spiele in Mode waren.

Dieses Spiel ist nicht nur grafisch alles

andere als ein realistisches Flipperspiel,

es kommt noch hinzu, dass man

sich mit der Flipperkugel immer weiter

nach oben schießt. Das ist gar nicht

mal so uninteressant und macht Spaß,

doch wer lieber auf Highscorejagd

gehen möchte, sollte sich ein anderes

Flipperspiel aussuchen. Eine Ballphysik

ist hier quasi nicht vorhanden: Die

Kugel schwebt, als würde man sie auf

dem Mond hin und her schießen.

kostenlos

englisch|Version 1.14.6|46 MByte

★★★★★

1,49 Euro

englisch|Version 1.2.4|13 MByte

★★★★★

1,00 Euro

englisch|Version 1.4.0|14 MByte

★★★★★

apps & tipps 01/2014 99


Spiele-Tipps

Clash of Heroes

Im Mix aus Strategie- und Rollenspiel

von Clash of Heroes

retten Sie ein Fantasyreich.

Wie gelungen die Umsetzung

ausfällt, verrät unser Test.

Patrick Neef

3,99 Euro

Deutsch|Version 1.1|360 MByte

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31241

Might & Magic – Clash of Heroes

Heldenepos

Auf den ersten Blick sieht das Spiel

aus wie ein Match-3-Titel: ganz

entspannt drei Symbole oder

mehr aneinanderreihen und Punkte sammeln.

Ha, weit gefehlt! Ein Fehler, und das

halbstündige Duell ist verloren!

Might & Magic Clash of Heroes verpackt

die strategischen Gefechte in eine hübsche

Geschichte, in der man mit verschiedenen

Avataren durch eine Spielwelt irrt und sich

im Kampf gegen die Dämonen wähnt,

die in die Welt eingedrungen sind. Das ist

grafisch wie in einem japanischen Comic

dargestellt und wirklich schön anzusehen,

aber leider dient das nur als Unterfütterung.

Die Gefechte sind der eigentliche

Kern des Spiels, und der hat es in sich.

Sie stehen dem Feind gegenüber und müssen

aus den vorhandenen Einheiten Angriffsformationen

bilden, um Attacken ausüben

zu können. Je nach

Einheit müssen die Formationen

anders aussehen:

drei übereinander, zwei

kleine hinter einer großen

Einheit oder vier hinter

einer ganz großen Einheit.

Die Bewegungen sind wie

beim Solitaire eingeschränkt,

man darf immer

nur die unterste Einheit

bewegen. Pro Runde

hat man drei Züge,

man darf auch Einheiten

löschen oder neue

Einheiten nachrufen.

Die Grundeinheiten

sind unbegrenzt, die

besonderen sind abgezählt

und können

beim Ableben neu erworben

werden.

Die Dynamik und Strategie der Duelle ergeben

sich nun aus dem ständigen Platzmangel,

den begrenzten Zügen, der Wartezeit

für Angriffsformationen und den Aktionen

des Gegners, auf die man genau achten

muss. Hat er besonders starke Formationen,

muss man gleiche Einheiten nebeneinander

stellen und Schutzwälle bilden.

Besonders starke Angriffe sind dann sehr

wirkungsvoll, wenn gegenüber nur wenige

feindliche Einheiten stehen. Und manchmal

ist das Löschen einer Einheit sinnvoll,

wenn das Nachrücken der anderen Einheiten

gute Angriffsformationen ergibt.

Immer wieder muss man Angriff und Verteidigung

gegeneinander abwägen. Es ist

wirklich toll, wie spannend und nervenaufreibend

manche Gefechte sein können.

Besonders toll ist, dass die vielen Kämpfe

durch unterschiedliche Bedingungen

immer wieder spannend gemacht werden.

So muss man beispielsweise in einem Gefecht

zwei Tore in bestimmter Reihenfolge

treffen oder etwa die dynamischen Angriffsformationen

des Bossgegners treffen,

bevor diese wieder verschwinden.

Manchmal werden die Touchgesten einfach

nicht erkannt, was ganz schön nerven

kann. Zum Glück kann man die Figur im

Storymodus auch durch Wischbewegungen

zu den nächsten Punkten bringen. Im

Gefecht ist das Bewegen der Einheiten

ebenfalls manchmal eine Qual – hier hilft

einfach nur ein größerer Bildschirm.

Trotz der wenigen Mängel ist das Spiel

eine klare Empfehlung. Der in vier Kapitel

aufgeteilte Storymodus mit den Gefechten

verschlingt locker 30 bis 40 Spielstunden.

Wer mit der etwas fummeligen Steuerung

zurechtkommt, wird die nächsten Wochen

genug zu tun haben.

● ● ●

100


Spiele-Tipps

Riptide GP 2

Der Jetski-Racer Riptide GP in Version 2

Riptide GP 2

Riptide GP 2 ist der Nachfolger des

erfolgreichen Games, das das

Rennszenario originellerweise aufs

Wasser brachte. Statt mit einem Auto sind

Sie also mit einem Jetski unterwegs. Doch

wenn das nur alles wäre, dann wäre Riptide

GP 2 ein überaus langweiliger Titel.

Dass er das nicht ist, hat Riptide GP 2 vielen

tollen Spielelementen zu verdanken.

Ab ins Wasser!

In Riptide GP 2 rasen Sie in einer langen

Kampagne durch verschiedene Level, mal

tagsüber, mal nachts, dann durch Eiswasser,

um Punkte und Geld zu erbeuten. Je

nach Platzierung erhalten Sie Sterne, die

Sie zum Freischalten weiterer Level benötigen.

Ungeübte Fahrer stoßen schnell an

ihre Grenzen, doch mit dem verdienten

Geld kaufen Sie Upgrades oder gleich

einen neuen, schnelleren Jetski.

Die Upgrades machen zwar einen Unterschied,

sind aber nie so stark, dass man die

alten Rennen plötzlich ohne große Mühe

als Erster beendet. Die Entwickler scheinen

viel Zeit in eine konstant ansteigende Fortschrittskurve

gesteckt zu haben. Mit anderen

Worten: Man ist immer gefordert und

nie zu stark.

Als wäre das Auf und Ab des Wassers nicht

anspruchsvoll genug, gibt es noch zahlreiche

rücksichtslose Gegner und Rampen,

über die man springen muss. Eigentlich

muss man nicht, aber man sollte, denn danach

kann man Stunts ausführen, die

Boostpunkte bringen. Je besser der Stunt,

desto mehr Punkte bekommt man und

desto länger hält der Boost an. Versuchen

Sie daher jederzeit die Rampen zu erwischen

und möglichst gerade abzuspringen,

damit Sie nach dem Sprung bei der Landung

nicht auf die Nase fallen.

Jumps bringen Power

Jederzeit sticht die hervorragende Grafik

des Wassers ins Auge, die von einer glaubwürdigen

physikalischen Darstellung begleitet

wird. Das Ergebnis ist ein realistisches

Fahrgefühl mit Wellenhüpfern, Wasserspritzern

und schwer zu meisternden

Kurven. Mit besseren Jetskis und einigen

Upgrades bekommt man zwar etwas mehr

Kontrolle über die Boliden, doch das Wasser

bleibt während des gesamten Spiels

unberechenbar, und so kann es vorkommen,

dass man nach einem riesigen

Sprung auf einer Welle landet, in die Luft

geschleudert wird und nur mit Mühe wieder

die Fahrt aufnehmen kann.

Grafisch ist der Titel ohnehin eine Wucht,

was auf den Bildern gar nicht genug rüberkommt,

denn sie sind auf einem Galaxy S2

entstanden. Aber selbst dort sieht das Spiel

besser aus als die meisten anderen Spiele

aus dem Play Store. Auf aktuellen

Geräten, Tablets oder Tegra-4-Geräten

kommt das Spiel so richtig zur

Geltung und gehört zum visuell besten,

das man momentan unter Android

spielen kann.

Google Play Games

Sehr gut ist übrigens die Möglichkeit,

seinen Fortschritt via Play Games in

die Google-Cloud zu speichern und

auf einem anderen Gerät abzurufen.

Alles in allem ist Riptide GP 2

eine würdige Fortsetzung

eines sehr guten Vorgängers,

mit mehr Umfang, besserer

Grafik und einem immer noch

tollen Fahrgefühl.

● ● ●

Sie lieben schnelle Rennen

und Action? Dann wird Ihnen

Riptide GP 2 mit Sicherheit

gefallen! Der Racer glänzt

mit toller Grafik, Action und

viel Spaß. Patrick Neef

2,99 Euro

Deutsch|Version 1.0.1|58 MByte

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31239

01/2014

101


Spiele-Tipps

Brettspiele

Die Siedler, Mensch ärgere

Dich nicht, Monopoly… wie

viele Stunden haben Sie mit

Ihrer Familie schon mit Brettspielen

verbracht? Allein

und unterwegs spielt es sich

jedoch schlecht, wir stellen

Ihnen daher die besten

Brettspiele für Handy und

Tablet vor. Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31525

Ticket to Ride

Ticket to Ride, das hierzulande

als Zug um Zug bekannt ist

und zum Spiel des Jahres

2004 gewählt wurde, schafft die digitale

Brettspielumsetzung eindrucksvoll.

Bei Ticket to Ride müssen Sie versuchen,

möglichst viele und lange Bahnstrecken

zu bauen. Sie bekommen Zielkarten,

die zwei Orte angeben, die miteinander

verbunden werden sollen.

Welche der verschiedenen Streckenmöglichkeiten

Sie jedoch ausbauen,

das ist Ihre Sache. Pro Runde dürfen

Sie farbige Wagenkarten ziehen, eine

Strecke legen oder eine Zielkarte ziehen.

Die Spannung ergibt sich dann

aus der Tatsache, dass niemand weiß,

wie die Zielkarten der anderen Spieler

aussehen. Man kann also die Strecken

ganz gezielt bauen oder eben sehr

durcheinander, um die anderen Spieler

in die Irre zu führen. Denn früher oder

später kommt man in die Situation, in

der man die Strecken anderer Spiele

versperrt. Dann wird es brenzlig, denn

am Ende zählen alle nicht erfüllten Zielkarten

als Minuspunkte! Gewonnen

hat, wer am Ende die meisten Punkte

hat. Diese ergeben sich aus den gebauten

Strecken, der Bonuskarte für die

längste Strecke und dem Subtrahieren

der Punkte der Zielkarten, die man

nicht erfüllt hat. Über die Qualität des

Brettspiels an sich lässt sich kaum

streiten. Es ist leicht zu erlernen, ohne

kompliziertes Regelwerk und bietet

klassische Brettspielunterhaltung für

die ganze Familie. Das Spielfeld ist

übersichtlich, mit den eigenen Karten

am unteren Bildschirmrand und den

Einfach genial

Einfach genial ist vom Spielprinzip

einfach, das steht fest.

Bei diesem Brettspiel legt

man die Spielsteine so auf das Feld,

dass möglichst viele gleiche Symbole

aneinander liegen. Die Spielsteine

sind, wie das Spielfeld, sechseckig,

und jeder Stein besteht aus zwei sechseckigen

Symbolen. Die Steine müssen

so gelegt werden, dass sie möglichst

weit vom Spieler entfernt führen. Gegenseitiges

Blockieren ist also an der

Tagesordnung. Einfach genial lässt

sich in etwa mit einer nicht-linearen Variante

von Domino vergleichen.

Elder Sign: Omens

Elder Sign: Omens ist ein grafisch

und spielerisch hervorragend

umgesetztes Brettspiel ,

das trotzdem nicht uneingeschränkt

empfohlen werden kann. Der Grund:

Das Spiel ist nur auf Englisch verfügbar

und besitzt eine sehr hohe Einstiegshürde.

Das Tutorial ist hilfreich, aber

selbst danach benötigt man einige Partien,

bis man das Spielprinzip verinnerlicht

hat. Dann aber zeigt sich die Qualität

des Spiels: Die Stimmung ist dank

der Musik eine Wonne, und der Wiederspielwert

ist dank der verschiedenen

Urahnen, von denen auch ein paar

als In-App-Kauf verfügbar sind, sehr

hoch. Die Geduld für die Einarbeitung

wird auf jeden Fall belohnt.

Hey, That’s My Fish!

Hey, That’s My Fish ist ein putziges

Spiel, dessen Brettspielvorlage

noch gar nicht so alt

ist. Das Schöne bei diesem Spiel ist,

dass es leichte Unterhaltung bietet,

aber auch Nachdenken belohnt, denn

nur wer am Ende seine Figuren klug

gezogen hat, sackt die meisten Fisch

ein. Das Spiel geht so: Man zieht seine

Pinguine auf Felder mit Fischen. Die

Eisscholle, auf der man zuvor stand,

verschwindet dann. So bestimmt man

durch die eigenen Züge das Spielfeld,

versperrt andere oder sich selbst den

Weg und muss immer wieder ein, zwei

Schritte vorausdenken. Vor allem mit

mehreren Spielern kann schnell ein

lustiges Chaos entstehen.

1,49 Euro

deutsch|Version 1.2.2|60 MByte

★★★★★

3,01 Euro

englisch|Version 1.4.1|350 MByte

★★★★★

2,26 Euro

englisch|Version 1.0.7|17 MByte

★★★★★

102

01/2014 apps & tipps


Spiele-Tipps

Brettspiele

Kartenstapeln auf der rechten Seite.

Das eigentliche Spielfeld in der Mitte

kann mit dem Finger hin und her bewegt

werden. Viel wichtiger aber ist,

dass man es auch mit der Pinch to

Zoom Geste vergrößern oder verkleinern

kann. Das Spiel wird auf Handys

mit geringer Auflösung leider zu klein

dargestellt, Schriften lassen sich kaum

lesen, und manchmal ist es schwer, die

Bahnstrecken zu bauen. Wer das Spiel genießen

will, sollte es auf einem Tablet spielen.

Der Preis von über 5 Euro geht für ein solches Spiel

voll in Ordnung, die zusätzlichen Spielfelder, die

man als In-App-Kauf erwerben kann, sind aber mit

jeweils 3 bis 4 Euro zu teuer. Wer ein Tablet besitzt,

bekommt mit Ticket to Ride eines der besten digitalen

Brettspiele, Besitzer von Smartphones sollten jedoch

scharfe Augen und kleine Finger haben.

5,43 Euro

deutsch|Version 1.6.-452-2df0a357|127 MByte

★★★★★

Neuroshima Hex

Neuroshima Hex gibt es als

Brettspiel schon ein paar

Jahre. Umso besser, dass es

nun endlich auf Android Geräten gelandet

ist, denn es eignet sich prima für

die Bedienung auf dem Touchscreen.

Man spielt auf einem hexadiagonalen

Feld mit Spielkarten der gleichen Form.

Zunächst legt man ein Hauptquartier

mit 20 Lebenspunkten aus, dann folgen

verschiedenen Plättchen, die Einheiten

symbolisieren und unterschiedliche

Angriffswerte und Fähigkeiten besitzen.

So attackiert man also, kontert,

blockiert und beschädigt man, und das

alles nur mit Feldern, die nach der Eliminierung

verschwinden und so das

Spielfeld dynamisch halten.

Abalone

Abalone ist die Umsetzung

des gleichnamigen Brettspiels.

Auf einem hexagonalen

Spielfeld spielen zwei Gegner um

den Sieg, der darin besteht, die Kugeln

des Gegners ins Aus zu befördern.

Man darf die Kugeln nur in bestimmten

Richtungen und unter bestimmten Bedingungen

verschieben und versucht

so fortwährend, den Gegner in eine

ausweglose Position zu bringen. Die

Steuerung ist manchmal fummelig,

aber das geht in Ordnung. Das Spielprinzip

bleibt unangetastet genial, und

die gegnerische KI ist richtig fordernd.

Die 60 Herausforderungen sind wie

eine Kampagne, doch noch mehr Spaß

macht Abalone im Multiplayer-Modus.

Talisman Prologue HD

Talisman Prologue HD ist die

Umsetzung des wenig bekannten

Brettspiels Talisman,

das vor allem Brettspiel-Fans mit Hang

zum Rollenspiel kennen. Das Spiel besitzt

keinen Multiplayer-Modus, weshalb

es den Zusatz „Prologue“ im Titel

trägt. Es macht aber dennoch viel

Spaß, denn die auf Quests basierte

Singleplayer-Variante ist liebevoll umgesetzt.

Sie würfeln und bereisen das

Spielfeld von außen nach innen, können

dabei zwischen verschiedenen

Charakterklassen wählen, auf Ihr Glück

vertrauen, Monster erledigen und

Quests abschließen. Rollen- und Kartenspiel-Fans

werden mit Talisman auf

dem Handy viel Spaß haben.

2,94 Euro

englisch|Version 2.12|28 MByte

★★★★★

2,69 Euro

deutsch|Version 1.0.13|16 MByte

★★★★★

2,69 Euro

deutsch|1.0.6327|49 MByte

★★★★★

apps & tipps 01/2014 103


Spiele-Tipps

Kingdom Rush Frontiers

Kingdom Rush Frontiers ist das

beste Tower-Defense-Spiel!

Das kommt Ihnen bekannt

vor? Stimmt, das haben wir

bereits vom Vorgänger

behauptet. Patrick Neef

Kingdom Rush Frontiers

Tower

Defense

2,27 Euro

englisch|Version 1.0|232 MByte

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31416

Kingdom Rush hat uns bereits in der

Erstausgabe begeistert. Nun ist der

zweite Teil da, wobei Kingdom Rush

Frontiers streng genommen kein zweiter

Teil ist, da es nicht genügend neue Features

mitbringt, um sich deutlich vom ersten

abzuheben.

Wer Kingdom Rush kennt, fühlt sich bei

Kingdom Rush Frontiers sofort zu Hause.

Auch hier platzieren Sie Türme an festen

Positionen, starten das Spiel mit dem Herbeirufen

der ersten Gegnerwelle und lassen

möglichst keinen Gegner zum Ziel

durch. Was sich nach Standard anhört,

haben die Entwickler mit toller Spielbalance,

viel Humor und grafischen Stil zu

einem hervorragenden Titel gemacht.

Da ist zum einen die taktische Tiefe, die

sich aus der Kombination der Türme und

dem Terrain ergibt. Baut man Kasernen,

deren Soldaten die Gegner aufhalten, oder

eher Bogenschützentürme, um viel

Schaden anzurichten? Wo kombiniert

man Kasernen mit Artillerie? Und wann

ist der Magierturm sinnvoll? Zudem

kann man regelmäßig Soldaten platzieren

oder Feuer vom Himmel regnen lassen.

Dann gibt es natürlich noch die unterschiedlichen

Gegner, die verschiedene

Taktiken verlangen. Manche sind

resistent gegen physischen, andere wiederum

gegen magischen Schaden.

Manche graben

sich in der Erde ein

und lassen sich nur

von Nahkampfeinheiten an die Luft befördern,

während fliegende Biester die Nahkampfeinheiten

einfach ignorieren.

Die Helden bereichern das Spiel, aber nur

dann, wenn man während des Spiels ein

wenig Mikromanagement betreibt. Die Helden

wollen nämlich ständig gesteuert werden

– lässt man sie einfach an einer taktisch

günstigen Stelle stehen, beißen sie

ins Gras. Weitere Helden lassen sich per In-

App-Kauf freischalten. Nicht so gelungen

ist die bereits in Teil 1 eingeführte Währung

der Kristalle, die man automatisch erbeutet

und dann für viel zu starke Items

ausgeben kann. Das macht die Herausforderung

für ehrgeizige Spieler kaputt.

In vielen Details hebt sich das Spiel vom

Vorgänger ab. Die Grafik zwar nicht großartig

anders, die Entwickler haben pro

Level aber viel mehr Details eingebaut.

Sogar kleine Spiele oder Rätsel kann man

außerhalb des Geschehens aktivieren.

Fazit

Ein bereits fantastisches Spiel wurde bereichert,

aber nicht weiterentwickelt. Kingdom

Rush Frontiers setzt auf Altbewährtes,

entzieht geizigen Spielern leider die meisten

der tollen Helden, liefert aber viele

Stunden Unterhaltung. Von uns gibt es

fünf Sterne, weil es immer noch das beste

Tower-Defense-Spiel ist! ● ● ●

104

01/2014 apps & tipps


Spiele-Tipps

Shadowrun Returns

Shadowrun Returns im Test

Schattenspiel

Shadowrun ist ein erfrischendes Spiel,

das irgendwie anders ist. Es nimmt

Elemente aus Rollenspielen und mixt

sie mit Action, würzt das Ganze mit viel

Story, genialer Musik und macht daraus

ein Spiel, das manchmal an Deus Ex, dann

wieder an Diablo, Fallout oder XCOM erinnert.

Es ist so, als hätten sich die Entwickler

getraut, alles nur Denkbare möglich zu machen

und gleichzeitig ein lineares, glaubwürdiges

Spiel erschaffen.

Die Wahl des Charakters ist wie in keinem

anderen Spiel: Hier dürfen Sie wählen zwischen

Hacker („Decker“), Straßensamurai

und anderen. Die Klassen kombinieren Sie

mit den genretypischen Rassen wie Troll,

Ork, Mensch oder Elf. Die Geschichte ist

nicht groß komplex: Ihr Freund Sam Watts

wird ermordet und Sie wollen seinen Tod

aufklären. Bald stellt sich heraus, dass hinter

dem Mord ein Serientäter steckt, der

Emerald City Ripper, und Sie müssen sich

mit Gangs, Kopfgeldjägern und der Polizei

auseinandersetzen, wenn Sie den Mord

aufklären wollen.

Gespielt wird in einer isometrischer Perspektive,

die sich zwar nicht drehen, aber

dafür heranzoomen lässt. Mit einfachen

Gesten befehlen Sie Ihrer Figur das sie laufen

oder angreifen soll. Die Kämpfe sind

wie in XCOM oder Breach & Clear rundenbasiert:

Sie können entweder in Deckung

gehen oder

angreifen, und erst wenn die komplette

Gruppe einmal an der Reihe war, sind

auch die Feinde dran. Die Story wird in vielen

Dialogen in englischer Sprache erzählt.

Das klingt nicht sonderlich spannend, ist es

aber, weil die Dialoge sehr authentisch wirken,

voller Humor und Ironie stecken und

man außerdem überaus wichtige Entscheidungen

für das Spiel per Dialog trifft.

Shadowrun Returns ist nach zehn bis zwölf

Stunden vorbei und damit im Bereich der

RPGs eher ein Leichtgewicht. Trotzdem

wird man in dieser Zeit bestens unterhalten.

Die stimmungsvolle Grafik, die handgezeichneten

Hintergründe, der Mix aus

Steampunk, Fantasy und Scifi, die passende

Musik im Hintergrund – all das trägt

enorm zur grandiosen Stimmung des

Spiels bei. Man kann über den etwas sehr

linearen Verlauf meckern Außerdem wäre

eine Sprachausgabe sehr interessant gewesen,

doch am Ende ist das Spiel eine

klare Empfehlung wert.

Fazit

Shadowrun Returns ist ein wirklich tolles

Abenteuer mit Rollenspielelementen, das

den Fokus aber eher auf rundenbasierte,

einfache Kämpfe und viel Story legt. Es

zeigt, wie gut Spiele heutzutage unterhalten

und eine Geschichte erzählen können.

Das Spiel lässt auf viele weitere

spannende Titel dieser

Art hoffen.

● ● ●

Shadowrun war ursprünglich

ein Rollenspiel, das mit Stift

und Papier gespielt wurde.

Dank einer Kickstarterprojekts

gibt es das Spiel nun auch

auf dem Handy. Patrick Neef

7,68 Euro

englisch|Version 1.07|366 MByte

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31417

mt kang, 123RF

Apps & Tipps 01/2014

105


Einsteiger-Apps

Google Now

Der Android-Assistent Google Now erklärt: Teil 1

Google-

Butler

Seit Android 4.1 haben Sie mit Google Now Ihren Assistenten

immer dabei. Er erinnert Sie an Geburtstage, verrät Ihnen,

wann die nächste Bahn fährt und wie die Bayern gerade

spielen. Wir erklären Ihnen Google Now! Teil 1: Der Hosentaschenbutler.

Christoph Langner

ab Android 4.1

Google Now ist keine fest in

Android verdrahtete Funktion,

sondern steckt in der Google-

Search-App [LINK 1]. Verbesserungen

an Google Now erreichen

so gleich alle Android-

User, ohne dass sie auf ein Update

der Handy-Firmware warten

muss. Für Google Now benötigen

Sie jedoch ein Handy

mit mindestens Android 4.1, auf

älteren Geräten funktioniert der

Assistent noch nicht.

Sie möchten wissen,

wie morgen das

Wetter sein wird,

wer heute Geburtstag

hat, wie sich Ihre wichtigsten

Aktien entwickeln,

wie viel Stau Sie auf dem

Weg zur Arbeit erwartet oder

wann welche Bahnen an der

Station abfahren, an der Sie

gerade stehen? Dann könnten Sie zu fünf

verschiedenen Apps greifen – oder einfach

mal schnell Google Now befragen!

Google Now

Den Android-Assistenten

Google Now erreichen Sie

auf Handys mit virtuellen

Tasten, indem Sie Ihren

Finger von der mittleren

Hometaste ausgehend

nach oben auf das dann

eingeblendete weiße

Google-Icon ziehen. Ganz

genauso funktioniert der

Aufruf von Google Now

auch auf den meisten

Android-Tablets.

Bei Samsung-Handys

tippen und halten Sie die

linke Menütaste oder

rufen Google Now über

den Home-Button und das

Google-Icon auf dem Display

auf. Bei den meisten

HTC-Geräten genügt es,

Abb. 1: Google Now zeigt Ihnen

Infos an, die gerade jetzt an Ihrem

Standort relevant sind.

den Home-Key etwas länger zu drücken,

beim HTC One können Sie inzwischen auch

vom Home-Button nach oben wischen.

Der Google-Assistent

Der Google-Assistent empfängt Sie mit Karten

zum Wetter und Hinweisen zu Ihrer näheren

Umgebung. Stehen Sie gerade neben

einer Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs,

sehen Sie die nächsten Verbindungen.

Die „beliebten Orte in der Nähe“ zeigen

Ihnen interessante Spots und „Orte in der

Nähe“ gleich Beschreibungen und Bewertungen

zu Restaurants, Cafés oder Geschäften.

Haben Sie zu einem Termin in

Ihrem Kalender einen Ort hinterlegt,

zeigt Ihnen Google

Now den Weg dorthin – und

erinnert Sie rechtzeitig daran,

dass gerade Stau auf der

Route ist und Sie sich doch

bitte etwas früher auf den

Weg machen sollten! Dazu

müssen Sie nichts weiter tun,

außer GPS aktiviert zu haben.

Keine Angst, das zieht nicht

am Akku, meist erfolgt die

Ortung nicht per GPS, sondern

über die Position der

Mobilfunkmasten, bei denen

das Handy eingebucht ist.

Interessiert Sie eine der dargestellten

Karten gerade nicht,

wischen Sie sie einfach nach

rechts oder links aus der Liste.

Bei nächster Gelegenheit

106

01/2014 Apps & tipps


Einsteiger-Apps

Google Now

Abb. 2: Über das Info-I rechts oben

in der Karte öffnen Sie den jeweiligen

Einstellungsdialog.

Abb. 3: Ist eine ÖPNV-Haltestelle in

der Nähe, sehen Sie, wann welche

Bahnen von wo abfahren.

Abb. 4: Damit Google Now systemübergreifend

arbeitet, muss das

Google-Webprotokoll aktiv sein.

Abb. 5: Definieren Sie die wichtigsten

Teams, Aktien und Orte, über

die Google Now informieren soll.

taucht sie wieder auf. Jede Karte trägt rechts

oben drei kleine Punkte für ein Menü. Sobald

Sie auf dieses Symbol tippen, fährt die Karte

weiter aus. In dem dunkelgrauen Bereich

kann man sie dann genauer einrichten. Auf

Navi-Karten wie der Wegbeschreibung zur

Arbeit können Sie zum Beispiel zwischen der

Routenberechnung mit dem PKW oder den

öffentlichen Verkehrsmitteln wählen.

Wenn Sie ans Ende einer Google-Now-

Karte scrollen, erscheint ein Feld mit dem

Namen Mehr Karten anzeigen oder Beispielkarten

ansehen. Der erste Eintrag öffnet alle

aktuell sinnvollen Karten, der zweite führt

Sie zu einem Demomodus, in dem Sie Beispielkarten

zu jeder Google-

Now-Funktion sehen.

Now konfigurieren

Damit Google Now weiß,

was es Ihnen anzeigen soll,

müssen Sie dem Handy erlauben,

Daten mit Ihrem

Google-Profil abzugleichen.

In den Google Einstellungen

aus der App-Schublade sollten

Sie unter Suchen das

Webprotokoll und unter

Standort am besten die Einträge

Standortzugriff, Standortbericht

und Standortverlauf

aktivieren. Googeln Sie

nun auf Ihrem PC nach Informationen,

erscheinen

diese auch in Google Now.

Zudem besitzt Now selber

einen Konfigurationsdialog.

Abb. 6: Auf englischsprachigen

Androiden zeigt Google Now deutlich

mehr Karten an.

Darin bestimmen Sie unter Google Now, welche

Karten der Assistent anzeigen soll.

Zudem legen Sie unter Meine Inhalte Ihren

Arbeits- und Wohnort (um Fahrtzeiten von

und zur Arbeit zu Gesicht zu bekommen),

Ihre Lieblingsteams (um über anstehende

Sportereignisse informiert zu werden) oder

unter Aktienkurse Kürzel zu Aktien fest, die

von besonderem Interesse für Sie sind.

Mehr Funktionen in den USA

In den USA geht Google Now deutlich weiter

und zeigt Ihnen etwa aufgrund von Daten

aus Ihren E-Mails Karten zu Lieferungen oder

zu Flügen an, wenn sich eine entsprechende

Buchung in Ihren Mails finden

lässt. Manche dieser

Funktionen lassen sich auch

in Deutschland nutzen – jedoch

nur, wenn Sie die Systemsprache

Ihres Handys

komplett auf „Englisch (United

States)“ umstellen.

Google Now erweist sich

als praktischer Helfer. Gerade

in Städten, in denen

Now dank Transit [LINK 2] mit

Fahrplänen und Informationen

rund um den ÖPNV

glänzen kann, spielt der

Dienst seine Stärken aus.

Allerdings müssen Sie dazu

Google erlauben, zahlreiche

Informationsquellen miteinander

zu verdrahten, und

das ist verständlicherweise

nicht jedermanns Sache.● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31242

apps & tipps 01/2014 107


Einsteiger-tipps

Google Now: Teil 2

Der Android-Assistent Google Now erklärt: Teil 2

Google-

Butler

Seit Android 4.1 haben Sie mit Google Now Ihren Assistenten

immer dabei. Er erinnert Sie an Geburtstage, verrät,

wann die nächste Bahn fährt und wie die Bayern spielen.

Wir erklären Ihnen Google Now, Teil 2: Der Assistent hört

aufs Wort! Christoph Langner

Abb. 1: Den in geschriebene Worte

übersetzten Text zeigt die Spracherkennung

umgehend an.

Im ersten Teil unseres

Guides zu Google Now

haben wir Ihnen in Android

User 10/​2013 [LINK 1]

gezeigt, was Sie mit dem

And roid-Assistenten alles

anstellen können. Der Dienst

erinnert Sie an Termine, gibt

bei Stau auf dem Weg zum Treffen rechtzeitig

Bescheid, zeigt Ihnen, was es in der Nähe

alles Interessantes zu sehen gibt, oder sagt,

wann die nächste U-Bahn kommt, wenn Sie

in der Nähe einer Haltestelle stehen.

Dies alles geschieht mehr oder minder automatisch:

Aufgrund Ihrer Suchen,

Ihrer Mails, Kalendereinträge und

Ihres aktuellen Orts weiß Google

Now, welche Informationen für Sie

in diesem Moment gerade interessant

sein könnten. Doch der

Google-Now-Assistent liefert nicht

nur die aktuell passenden Infos

und Ratschläge, sondern hört Ihnen

auch aufmerksam zu. Darüber handelt

der zweite Teil der Einleitung

zu Google Now.

Google Now hört zu

Die Spracherkennung rufen Sie auf

Handys und Tablets mit Android

4.0 aufwärts über die omnipräsente

Google-Leiste am Kopfende des

Homescreens auf. Ein Tipp auf das

kleine Mikrofon-Icon öffnet den

entsprechenden Dialog. Dort symbolisiert der

rote, pulsierende Kreis Ihre gesprochene Eingabe.

Die in Klartext umgesetzten gesprochenen

Worte schreibt das System in Echtzeit an

das Ende der weißen Box, so kontrollieren

Sie, ob die Spracherkennung Sie auch richtig

verstanden hat.

Die Spracherkennung nagelt Sie nicht auf

bestimmte Schlagwörter fest. Sie müssen

auch nicht im Stakkato mit langen Pausen

zwischen den Wörtern sprechen, reden Sie

mit Google Now wie mit einem menschlichen

Gegenüber. Versuchen Sie dennoch,

sich ein wenig klarer zu artikulieren und auf

Google Now – Sprachsuchen

Wie weit ist es von München nach Hamburg?

Wie viele Einwohner hat München?

Wie lang ist der Rhein?

Wer ist Angela Merkel?

Wie wird das Wetter am Samstag?

Wann geht morgen die Sonne auf?

Regnet es morgen?

Wo ist die nächste Apotheke?

Zeige mir Bilder vom Viktualienmarkt

Wo steht heute die BMW-Aktie?

Drei plus drei mal neun

Zehn Dollar in Euro umrechnen

Uhrzeit in New York

Definition Demokratie

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01/2014 Apps & tipps


Einsteiger-tipps

Google Now: Teil 2

Ihren Dialekt zu verzichten,

die Ergebnisse der Erkennung

können davon nur profitieren.

Suchen und

befehlen

Google Now reagiert nun zum

einen auf Suchen und zum

anderen auf Befehle. Fällt

dem Assistenten zu Ihrer

Spracheingabe rein gar nichts

ein, dann übergibt Now die

erkannten Begriffe einfach der

Google-Suche. Richtig interessant

wird die Spracherkennung

jedoch erst dann, wenn

Google Now in Ihrer gesprochenen

Eingabe gewisse

Schlüsselwörter erkennt.

Die Frage „Wie weit ist es

von München nach Hamburg?“

beantwortet Ihnen

Google Now umgehend nicht nur mit einer

gesprochenen Ausgabe der zu fahrenden Kilometer,

sondern zeigt Ihnen auch automatisch

eine Karte mit der Route und der Fahrtdauer

zwischen den beiden Städten an. Ein

Klick auf das Navi-Icon übergibt das Ziel

Google Maps, von wo aus Sie die Navigation

starten können.

Genau so funktionieren auch zahlreiche

andere Suchen. Die Frage „Regnet es am

Samstag in Berlin“ beantwortet Ihnen Now

mit der Ansage „Am Samstag wird in Berlin

Regen erwartet“ zusammen mit der Wettervorhersage

des erkannten Orts über die kommenden

Tage. Lassen Sie den Ort weg,

nimmt Google automatisch den aktuellen

Standort. Auch zu Fragen über den Sonnenauf-

und -untergang kennt Google eine entsprechende

Antwort.

Google Now – Sprachbefehle

Hilfe

Ruf das Handy von David an

Stelle Wecker auf sieben Uhr

Wecker Einstellen in 15 Minuten Label Pizza ist fertig

Kalendertermin erstellen Abendessen in München am

Samstag um 19 Uhr

Gehe zu www android user de

Zum Marienplatz in München navigieren

Sende E-Mail an Christoph Langner Betreff Komme etwas

später Nachricht Ich stehe noch im Stau

Sende SMS an Christoph Verspäte mich um 15 Minuten

Notiz morgen Kinokarten reservieren

Spiele Sportfreunde Stiller New York Rio Rosenheim

Ebenso auf Fragen zu Personen,

Orten oder Aktien

weiß Google Now zu reagieren

– besonders dann,

wenn es etwa einen entsprechenden

Wikipedia-

Eintrag gibt. Im Kasten

„Google Now – Sprachsuchen“

finden Sie eine

Reihe von Beispielen, die

im Allgemeinen sehr gut

mit der Spracheingabe

funktionieren.

Mach mal!

Neben Google-Suchen erkennt

Google Now auch

eine Reihe von Befehlen.

Im Gegensatz zu den Suchen

dürfen Sie diese

nicht ganz so frei formulieren,

Sie müssen sich

stärker an die Syntax des Befehls halten.

Kennen Sie diese, schreiben Sie E-Mails oder

SMS, stellen den Wecker oder lassen ein Musikstück

abspielen, ohne dass Sie auch nur

einen Buchstaben eintippen müssen.

Die Eingabe von „Stelle Wecker auf halb

acht“ setzt umgehend den Wecker des Handys

– na, was wohl? – auf sieben Uhr dreißig

morgens. „Erinnere mich in 15 Minuten

Label Pizza ist fertig“ lässt den Wecker in

einer Viertelstunde, mit dem Hinweis, die

dampfende Pizza aus dem Ofen zu nehmen,

schellen. Die Befehle lassen sich in gewissen

Grenzen abändern, zu sehr von den Vorgaben

dürfen Sie jedoch nicht abweichen.

Ähnlich funktioniert auch das Öffnen

von Webseiten im Browser, das Erstellen

von Notizen mit Google Keep [LINK 2] oder

das Versenden von kurzen E-Mails oder

SMS. Sind Sie etwa im Auto

Abb. 2: Google Now nennt die Entfernung

und Fahrtdauer zwischen

den erkannten Orten.

unterwegs zu einem Termin,

den Sie aufgrund eines

Staus nicht halten können,

reicht ein Aufruf von

Google Now und „Sende

SMS an Marcel Stehe im

Stau verspäte mich etwas“,

um Ihren Kontakt über die

Verspätung zu informieren.

Sollten Sie mit einem

Sprachkommando einmal

nicht weiterwissen, dann

lassen Sie sich über das

Kommando „Hilfe“ beraten.

Es zeigt zahlreiche

Befehle, deren Syntax

und Beispiele dazu an.

Abb. 3: Auf die Frage, ob es denn

morgen regnen würde, kennt

Google umgehend die Antwort.

Abb. 4: Google Now verrät Ihnen,

wie sich Ihre Aktien heute im Verlauf

des Tages machen.

apps & Tipps


Einsteiger-tipps

Google Now: Teil 2

Abb. 5: Webseiten öffnen Sie via

Spracheingabe in Google Now

ohne die Adresse zu tippen.

Abb. 6: Mit Google Now versenden

Sie E-Mails mit allem Drum und

Dran, ohne ein Wort zu schreiben.

Abb. 7: Per Spracheingabe haben

Sie die Wunschmusik deutlich

schneller herausgesucht.

Abb. 8: Installieren Sie Sprachpakete,

damit die Spracheingabe

auch offline funktioniert.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31243

Neben den im Kasten „Google Now – Sprachbefehle“

erwähnten Beispielen kennt Google

Now entsprechend der Onlinehilfe [LINK 3]

noch weitere Sprachkommandos.

Aus unserer Erfahrung heraus funktionieren

diese jedoch nicht. „Öffnen App-Name“

sollte eigentlich Anwendungen öffnen, selbst

auf einem Nexus 4 mit Android 4.3 startet

dies jedoch nur die Google-Suche. Auch

Kommandos wie „Auf Google Plus posten

Ich bin dann mal weg“ oder „Welcher Song

ist das“ schlagen generell im Deutschen fehl.

Spracherkennung auch

offline

Die Spracherkennung von Google Now arbeitet

nicht nur lokal, Teile der „Intelligenz“ sitzen

auf Google-Servern. Now überträgt

daher Teile der erkannten Sprachdaten über

die Datenleitung ins Netz, als Antwort bekommt

die App zurück, was nun zu tun ist.

Inzwischen hat Google jedoch die Spracherkennung

auch für den Offlinebetrieb fit gemacht,

ein deutschsprachiges Wörterbuch

gilt es jedoch noch zu installieren.

Öffnen Sie dazu die Einstellungen von

Google Now und navigieren über Sprache |

Offline-Spracherkennung | Alle zu einer

Übersicht über alle verfügbaren Sprachen.

Ein Tipper auf Deutsch (Deutschland) reicht,

um das deutsche Sprachpaket herunterzuladen,

machen Sie das aber aufgrund der

Größe am besten über das heimische WLAN.

Fazit

Google Now kann Ihnen ein zuverlässiger

Begleiter sein. Besonders User, die öfters mit

dem Pkw zu Terminen fahren müssen und

diese über den Google Kalender organisieren,

profitieren vom Dienst. Google Now bezieht

die Verkehrsinformationen in die Terminerinnerung

ein, so gibt Now bei Stau auf der

Strecke rechtzeitig Bescheid, dass Sie sich

auf den Weg machen müssen.

In Deutschland hinkt Google Now jedoch

seinen Fähigkeiten weit hinterher. Funktionen

wie das Erkennen von TV-Sendungen,

die Anzeige von Fluginformationen, den Lieferstatus

von Paketen, das Anzeigen von Tickets

für Veranstaltungen und vieles mehr

funktioniert nur in den USA. Zum Teil lassen

sich diese zusätzlichen Karten auch in

Deutschland nutzen, doch dafür müssen Sie

Ihr Handy komplett auf Englisch umstellen.

Die Spracheingaben sind ein Nice-to-have-

Feature – das in der Praxis wohl nur selten

zum Einsatz kommt. Während der Fahrt in

der vollen U-Bahn wird wohl kaum jemand

für alle Mitpendler hörbar monoton in sein

Handy sprechen wollen. Und da es beim Diktieren

von SMS oder E-Mails kein Audio-

Feedback gibt, bringt das Feature auch beim

Autofahren wenig, trotz Spracheingabe müssen

Sie zu oft auf das Display schauen.

Ganz unnütz ist die Spracheingabe jedoch

auch im Alltag nicht: Vielleicht geht es Ihnen

so wie mir – ohne Brille muss ich mich sehr

anstrengen, das Handy-Display abzulesen.

Allzu oft vergesse ich jedoch, meinen Wecker

zu stellen, sodass ich noch vom Bett aus halb

blind das Handy vom Nachtisch angeln

muss. Per Spracheingabe ist der Wecker

schnell programmiert, inklusive Audio-Feedback,

wann er denn läutet.

● ● ●

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01/2014 Apps & tipps


Einsteiger-tipps

Google Now: Teil 3

Der Android-Assistent Google Now erklärt: Teil 3

Google-Butler

In den ersten beiden Teilen des Google Now Guides ging es darum,

was sich mit dem persönlichen Assistenten alles anstellen lässt und wie

die Spracherkennung bei Google Now funktioniert. Im dritten Teil des

Guides zeigen wir Ihnen, was sich mit dem Update, das kürzlich verteilt

wurde, verändert hat und was neu dazugekommen ist. Diana Hahn

Abb. 1: In den Einstellungen legen

Sie fest was Ihre Google Now-Karten

anzeigen sollen.

Die optischen Veränderungen, die

Google an der neuen Google-

Now-Version vorgenommen hat,

fallen bereits auf den ersten Blick

auf, da auch das Design des persönlichen Assistenten

ein wenig überarbeitet und dem der

neuen Android-Version „KitKat“ angepasst

wurde. Wenn Sie in Google Now nun Ihre

Vorlieben ändern möchten, machen

Sie das nun über das Zauberstabsymbol,

das sich am unteren Bildschirmrand

befindet.

Hier passen Sie nun unter anderem

Ihre favorisierten Sportmanschaften,

interessante und wichtige

Aktienkurse, Orte die Sie oft oder

regelmäßig aufsuchen (Ihre Arbeitsstelle

und zu Hause) oder andere

Interessen an. Einstellungen

lassen sich aber auch weiterhin direkt

an den eingeblendeten Karten

vornehmen. Dazu müssen Sie jeweils

nur die drei Punkte am oberen

Rand der entsprechenden

Google-Now-Karte anklicken.

Interaktiver Assistent

In der neuen Version des Google-

Assistenten interagiert dieser nun

immer wieder mit Ihnen. Sie dürfen

nun aber keine tiefer gehenden

Gespräche erwarten. Vielmehr

müssen Sie nun einfache Ja-/​Nein-

Fragen zur jeweiligen Karte beantworten.

So fragt Google Now Sie

zum Beispiel, ob Sie weiterhin Updates

zu Aktienkursen erhalten

möchten, ob Sie an Wettervorhersagen

für Ihren Standort interessiert

sind oder ob Sie auch weiterhin über

Ihre favorisierten Sportmannschaften informiert

werden möchten.

Laut der offiziellen Google+-Seite [LINK 1]

des Unternehmens hat Google Now mit diesem

Update nun eine Karte für Webseiten-

Updates, damit werden Sie bei Aktualisierungen

und neuen Inhalten auf einer interessanten

Webseite nun auch über Google Now informiert.

Nach einem ähnlichen Prinzip

funktioniert auch die neue News-Karte, die

das Update bringen wird. Mit dieser erhalten

Sie Updates zu bestimmten Themen.

Mit der „What to watch“-Karte bekommt

der Nutzer Empfehlungen zu Filmen und TV-

Produktionen. Wir haben die neue Version

der Google+-Suche auf einem Samsung Galaxy

S4 getestet. Wir konnten dabei aber

noch nicht alle neuen Karten entdecken entdecken.

Auch nachdem wir die Spracheinstellungen

von Deutsch auf Englisch geändert

hatten, war es nur möglich Einstellungen

in Bezug auf Sportmannschaften, Aktienkurse

und Orte vorzunehmen. Unter Alles

andere sind dann noch Einstellungen in

Bezug auf Wetter und Verkehr möglich.

Verkehrsinformationen in

Echtzeit

Was sehr gut funktioniert sind die Verkehrsinformationen

in Echtzeit. Wenn Sie Ihr favorisiertes

Verkehrsmittel eingegeben haben,

informiert Sie Google Now darüber, wo und

wann der nächste Bus, die Straßenbahn oder

U-Bahn abfährt. Sie müssen also gar nicht

mehr unbedingt auf den ausgehängten Fahrplan

sehen. Für die Autofahrer unter Ihnen

wartet die neue Version von Google Now mit

Verkehrswarnungen und Unfallmeldungen

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01/2014 Apps & tipps


Einsteiger-tipps

Google Now: Teil 3

Abb. 2: Um mehr über Ihre Interessen

zu erfahren, stellt Ihnen der

Assistent Fragen.

Abb. 3: Wie es auf Ihrer täglichen

Pendelstrecke aussieht, sagt Ihnen

die App in Echtzeit.

Abb. 4: Google baut nach und

nach das Info-Angebot bei den

öffentlichen Verkehrsmittel aus.

Abb. 5: Haben Sie eine falsche

Karte weggewischt? Dann benutzen

Sie den Rückgängig-Button.

durch den kürzlich gekauften Verkehrsdienst

Waze auf. Was die öffentlichen Verkehrsmittel

betrifft, ist das Suchmaschinen-Unternehmen

dabei sein Angebot Schritt für Schritt

auszuweiten. Inzwischen werden Öfi-Daten

nicht nur für Großstädte wie Berlin oder

München vorgehalten

Seit kurzem gibt es diese Art der Navigation

zum Beispiel auch für die VAG in Freiburg.

Neben den Verkehrsinformationen sind

in den neuen Karten von Google Now zudem

auch wiederkehrende Erinnerungen und

Echtzeit-Punktestände Ihrer Lieblingsmannschaft

enthalten.

Karten einfach wegwischen

Wenn Sie eine oder mehrere Karten im Moment

nicht mehr benötigen lassen Sie diese

verschwinden, indem Sie die Karte antippen

und nach links oder rechts aus dem Bild wischen.

Haben Sie die falsche Karte erwischt,

tippen Sie auf den Rückgängig-Button der auf

dem Display erscheint. Die Karte wird dann

sofort wieder angezeigt. Nach der Aktualisierung

erscheinen alle Karten, die Sie weggewischt

haben wieder. Wenn Sie die Karten

gar nicht mehr erhalten möchten, klicken Sie

die drei Punkte an, die sich auf jeder Karte

befinden und beantworten Sie die angezigte

Frage mit Nein.

Fazit

Auch wenn noch nicht alle neuen Funktionen

des Updates auf unserem Testgerät funktioniert

haben, kann man doch erkennen,

dass Google-Now durch dieses Update wieder

ein Stück intelligenter geworden ist. Sehr

schön ist das die App nun interaktiver ist

und den Nutzerr miteinbezieht. Durch die

Ja-/​Nein-Fragen, die Sie für die einzelnen

Karten beantworten, haben Sie einen größeren

Einfluss darauf, welche Karten Ihnen angezeigt

werden. Gerade in Verbindung mit

der Webseiten-Funktion bringt das Vorteile.

Vielleicht ist eine Website für Sie für eine bestimmte

Zeit von Interesse und danach nicht

mehr. Dann melden Sie das einfach Ihrem

persönlichen Assistenten und dieser berücksichtigt

das. Sollten Sie nur gerade nicht an

dem gezeigten Thema interessiert sein, nehmen

Sie das Angbot der App an: Mit einem

Wisch ist alles weg.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31505

Launcher für alle Androiden?

Zunächst war nicht bekannt, ob es den Google

Experience Launcher auch für andere Geräte als

das Nexus 5 geben wird, doch nachdem das

Update ausgerollt wurde war klar, dass er

kommt. Und zwar für alle Smartphones und Tablets

mit der Jelly-Bean-Firmware, also ab Android

4.1 und höher. In diesem Update ist der

Google Experience Launcher komplett enthalten.

Zumindest fast. Damit Sie den Launcher

auf jedem beliebigen Gerät, das über das entsprechenden

Betriebssystem verfügt, nutzen

können, brauchen Sie zusätzlich die Home-APK

des Nexus 5 [LINK 2]. Nachdem Sie die APK installiert

haben, haben Sie die Möglichkeit den

Google Experience Launcher als Standard-

Launcher auszuzwählen. Da es sich allerdings

um keine offizielle APK handelt, ist bei der Installation

natürlich Vorsicht geboten. Denn möglicherweise

kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen

kommen.

apps & tipps 01/2014 113


Einsteiger-Tipps

Android-Akku-Mythen

Wir räumen mit gängigen Akku- und Strom-Mythen auf!

Aufklärung

Sofern also keine App läuft, die ständig

den aktuellen Standort abfragt,

spart das Abschalten von GPS so gut

wie keinen Strom. Hier handelt es sich

also um eine Maßnahme, die man beim

Thema „Akku-Sparen“ getrost ignorieren

kann.

Wenn sich um ein

Thema keine Mythen

ranken, ist es nicht interessant.

Rund um Android

ranken sich diverse

Mythen, von denen

dieser Artikel einige

näher untersucht.

Andreas Itzchak Rehberg

In jeder Geschichte steckt immer ein

Körnchen Wahrheit. Auch rund um den

Stromverbrauch ranken sich Mythen

und Legenden. Wir zeigen Ihnen in diesem

Beitrag, an welcher Akku-Story wirklich

etwas dran ist.

GPS frisst viel Akku

Der GPS-Empfänger zieht bei Aktivität etwa

500 Milliwatt, im Stand-by jedoch nur noch

etwa 0,5 mW. Zum Vergleich: Der Touchscreen

verbraucht etwa 300 bis 1500 mW, ein

Download per WLAN circa 500 bis 1200 mW.

Diego Schtutman, 123RF

2G ist sparsamer als 3G

An diesem zweiten Mythos ist ein wenig

mehr dran – dennoch lässt sich die Aussage

so allgemein nicht halten. Wahr

oder falsch hängt hier sehr von Umfang

und Häufigkeit der Datenübertragungen

ab. Detailliert beschreibt

dies ein Artikel bei Stackexchange

[LINK 1]. Ein Blick auf die nackten Wattzahlen

während Datenübertragungen oder

Telefonaten (siehe Tabelle „Stromverbrauch“)

scheint den Akku-Mythos zunächst

zu bestätigen.

UMTS-Datentransfers (3G) ziehen auf den

ersten Blick eindeutig stärker am Akku als

EDGE-Transfers (2G). Allerdings darf man

nicht nur die nackten Wattzahlen vergleichen,

es muss auch die Dauer mit in die

Rechnung aufgenommen werden.

Aufgrund der deutlich schlechteren Transferraten

braucht der Upload einer größeren

Datei siebenmal so lange wie mit dem

schnellen UMTS. Bei Downloads ist der Vorteil

von UMTS noch größer, hier funkt das

Handy 30-mal so schnell. Das sind also die

Zahlen, durch die obige UMTS-Werte noch

zu teilen wären. Die Stand-by-Werte können

praktisch vernachlässigt werden.

Anders sieht es bei Telefonaten aus: Egal

ob 2G oder 3G, man fasst sich beim Telefonieren

ja nicht kürzer. Und natürlich muss

auch die Empfangsqualität in Betracht gezogen

werden: Bei schlechtem Signal erhöht

sich der Stromverbrauch deutlich. Die Transferraten

sinken, und bei Telefonaten können

Verständigungsprobleme durch Aussetzer

und Knistern zu längeren Gesprächszeiten

aufgrund erforderlicher Rückfragen führen.

Zusammengefasst: Was sparsamer ist,

hängt von dem Nutzungsverhalten des Users

und der Netzqualität ab. Wer keine oder nur

wenig Daten überträgt, spart im 2G-Modus

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01/2014 Apps & tipps


Einsteiger-Tipps

Android-Akku-Mythen

Abb. 1: GPS verbraucht nur dann

Strom, wenn eine App die aktuelle

Position ermitteln möchte.

Abb. 2: UMTS braucht mehr Strom,

dafür kann der Datenfunk aber

auch schneller wieder schlafen.

Abb. 3: Mit Tasker ließe sich der

automatische Wechsel zwischen

2G und 3G bewerkstelligen.

Abb. 4: Im Play Store finden sich

Root-Apps, die Einfluss auf die Fast-

Dormancy-Werte nehmen.

tatsächlich Akku. Bei häufigen oder größeren

Datentransfers und wenig Telefonaten liegt

man allerdings mit 3G besser – vorausgesetzt

das Netz spielt mit.

Auto-Toggle auf 2G bei

Screen-off spart Akku

Analog zum vorigen Mythos stimmt auch

dies nur eingeschränkt. Da 2G und 3G verschiedene

Frequenzbänder nutzen, kostet

das Umschalten zusätzlich Energie. Wird

etwa mit Tasker [LINK 2] häufig hin- und hergeschaltet,

ist das eher kontraproduktiv. Bleibt

jedoch der Bildschirm nach dem Abschalten

im Regelfall länger aus und im Hintergrund

laufen auch keine großartigen Datentransfers

(siehe voriger Punkt), ließe sich auf diese

Weise durchaus Akku sparen.

Fast Dormancy knabbert

kräftig am Akku

Obwohl zahlreiche Forenbeiträge dies zu bestätigen

scheinen, ist die Aussage in dieser

Form definitiv nicht korrekt. Bei „Fast Dormancy“

handelt es sich nämlich eigentlich

um einen Stromspar-Automatismus während

des UMTS-Funks, wie ein Artikel bei Android-Hilfe.de

[LINK 3] recht anschaulich beschreibt:

Ziel ist es dabei, nach einem abgeschlossenen

Datentransfer möglichst schnell

wieder in einen stromsparenderen Funkmodus

zu wechseln.

UMTS kennt hier mehrere Zustände, die

sich sowohl in verfügbarem Funktionsumfang,

Reaktionsgeschwindigkeit als auch

Energieverbrauch unterscheiden. Der sparsamste

Zustand nennt sich IDLE und ist

nichts weiter als ein Bereitschaftsmodus,

während dem kein Datentransfer stattfindet.

Um in einen Zustand zu wechseln, in dem

wieder Daten übertragen werden können,

braucht es zum Teil relativ lange, oft bis zu

2,5 Sekunden. Da diese Reaktionszeit nicht

immer zumutbar ist, gibt es einen verbesserten

Ruhezustand (PCH), der nur unwesentlich

mehr Energie benötigt. Auch hier ist kein

Datentransfer möglich; der Wechsel in einen

entsprechenden Zustand erfolgt mit etwa 0,5

Sekunden jedoch wesentlich schneller.

Begrenzter Datentransfer ist im dritten

Modus (FACH) möglich. Dieser benötigt allerdings

bereits etwa 50-mal so viel Energie wie

IDLE. Volle Transferleistung gibt es dann im

Modus DCH bei einem etwa hundertfachen

Energiebedarf. Da auch das Schalten zwischen

den einzelnen Modi einiges an Signali-

Stromverbrauch

Upload

EDGE/​GSM

UMTS

Milestone 1179 mW 1410 mW

Galaxy S3 n. v. 1033 mW

Download

Milestone 853 mW 1349 mW

Galaxy S3 n. v. 1074 mW

Telefonat

Milestone 511 mW 983 mW

Galaxy S3 297 mW 637 mW

Standby

Milestone 11,6 mW 18,3 mW

Galaxy S3 9,5 mW 13,8 mW

apps & tipps 01/2014 115


Einsteiger-Tipps

Android-Akku-Mythen

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31236

Abb. 5: Task-Killer bewirken oft das

Gegenteil von dem, was man sich

von ihnen erhofft.

sierungsaufwand (und

somit Energieverbrauch)

bedeutet, ist hier ein ausgeklügelter

Mechanismus

zur Verwaltung nötig.

Der oftmals berichtete

höhere Stromverbrauch ist

eher auf Fehler bei der Implementierung

(beziehungsweise

sich darauf

auswirkende Bugs in der

Firmware des jeweiligen

Geräts) zurückzuführen.

Bevor man hier also in

„blinden Aktionismus“

verfällt, empfiehlt es sich,

zunächst die Hintergründe

zu eruieren. Der genannte

Artikel ist dafür ein guter

Startpunkt. Ein weiterer,

technischer Artikel mit

grafischer Veranschaulichung

findet sich bei Ajusady.Com [LINK 4].

Abb. 6: Die Datei batterystats.bin

enthält keine Informationen über

den Handy-Akku selbst.

Task-Killer verlängern Akku-

Laufzeit

Diesem Thema widmete sich Android User

erst kürzlich ausführlich in Ausgabe 9/​2013

[LINK 5]. Task-Killer sind keinesfalls ein Allheilmittel

zur Verlängerung der Akku-

Laufzeit. Das ist auch gar nicht ihre

Aufgabe, denn um die Ressourcen

kümmert sich das Android-System

selbst schon sehr gut, solange die

And roid-Apps auch mitspielen. Eine

schlecht programmierte App – oder

ein sich in eine theoretisch gut programmierte

App eingeschlichener

Bug – können ihm dabei jedoch

durchaus einen Strich durch die

Rechnung machen: Hat sich eine solche

App „festgefressen“, ist in der

Tat ein Task-Killer angesagt.

Nicht geeignet sind Task-Killer jedoch

zur „allgemeinen Speicher-Bereinigung“.

Ungenutzter Speicher ist

nutzlos. Android versucht, den Speicher

daher möglichst bis ins letzte

Byte zu füllen: als Cache für Apps,

Daten, Dateien und mehr. Wird zusätzlicher

Speicher benötigt, räumt

das System automatisch weniger

sinnvolle Inhalte aus.

Das manuelle „KillAll“ geht auch

aus anderen Gründen oftmals

„nach hinten los“. Etliche Apps

(und insbesondere Dienste) starten

sich nämlich nach einem solchen

sofort neu. Damit müssen

der Speicher neu initialisiert,

die App und ihre Daten neu

geladen und der von der App

gewünschte Betriebszustand

wiederhergestellt werden –

was weit mehr Ressourcen

verbraucht, als hätten Sie die

App gleich gewähren lassen.

Setzen Sie daher Task-Killer

gezielt und mit Bedacht ein.

Ein „Chuck-Norris-Modus“ ist

hier alles andere als angesagt.

Akku kalibrieren:

batterystats.bin

Dies ist einer der ältesten

And roid-Mythen, der sich

trotz zahlloser Aufklärungsversuche

hartnäckig hält. Was

sicher nicht zuletzt am leicht

irreführenden Namen der

Datei batterystats.bin liegt –

die mitnichten Statistiken über die Daten des

Akkus enthält. Ein Artikel bei den XDA-Developers

[LINK 6] zitiert dazu die Google-Entwicklerin

Dianne Hackborn: „It has no impact

on the current battery level shown to

you. It has no impact on your battery life.“

Auf Deutsch: Die Datei hat keinen Einfluss

auf die Batterieanzeige und auch nicht auf

die Akku-Laufzeit. Sie enthält nichts weiter

als Informationen über die Akkuverbraucher,

also welche Apps in welchem Zeitraum wie

viel „am Akku gelutscht“ haben.

Was die Kalibrierung des Akkus betrifft:

Die erfolgt ganz einfach, indem Sie den Ladezustand

zunächst möglichst niedrig fallen

lassen und dann den Akku in einem Rutsch

wieder auf 100 Prozent aufladen. Vermeiden

Sie dabei Tief-Entladungen. Spätestens wenn

das Handy Sie vor einem zu leeren Akku

warnt, hängen Sie es an den Strom, was im

Alltag eigentlich fast automatisch passiert.

Wie oft sollten Sie nun den Akku „kalibrieren“?

Diesem Thema widmet sich unter

anderem ein Artikel bei Stackexchange

[LINK 7]. Kurz zusammengefasst: keinesfalls

öfter als einmal im Monat – etwa alle drei

Monate sollte völlig ausreichend sein.

Und seien wir einmal ehrlich: In diesem Zeitraum

passiert es wohl jedem von uns irgendwann

von selbst einmal, dass der Ladestand

des Akkus die 20-Prozent-Marke unterschreitet.

Be achten Sie einfach nur, ihn in

diesem Fall in einem Rutsch und ohne

Unterbrechungen wieder auf 100 Prozent zu

laden – und man muss keinen Gedanken an

die „Akku-Kalibrierung“ des Handys verschwenden.

● ● ●

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01/2014 Apps & tipps


Einsteiger-Tipps

Klingeltöne einrichten

So richten Profis Klingeltöne unter Android ein

Ring Ring

Es gibt Dinge, die scheinen

unheimlich kompliziert,

wenn man nicht

genau weiß, wie sie

funktionieren. So verhält

es sich auch mit individuellen

Klingeltönen

unter Android.

Marcel Hilzinger

Alexey Burmakin, 123RF

Einem bestimmten Kontakt einen

festen Klingelton zuzuordnen,

gehört eigentlich zu den Standardfunktionen

jedes Handys. Auch Android

kann dies, allerdings sind die Vorgehensweisen

je nach Android-Version und

Hersteller verschieden. Wie so oft gibt es

aber stets einen kleinsten gemeinsamen Nenner.

Unser Artikel zeigt Ihnen, worin dieser

besteht und stellt Apps vor, die das Klingelton-Problem

elegant lösen.

Jedem sein Tönchen

Öffnen Sie die Adressbuch-App (Kontakte),

und tippen Sie den gewünschten Kontakt an.

Je nach Android-Version sehen Sie jetzt oben

rechts das Kontextmenü mit den drei

Punkten, oder Sie müssen die Menütaste

drücken, um es zu öffnen.

Benutzen Sie bereits Android 4.1, dann

findet sich der Eintrag Klingeltonauswahl direkt

im Kontextmenü. Läuft Ihr Handy noch

mit Android 4.0 oder 2.3, dann rufen Sie aus

dem Kontextmenü den Punkt Optionen auf

(nicht Bearbeiten!). Dort finden Sie den Eintrag

Klingelton mit der entsprechenden Liste

zur Auswahl. Einen Mischweg geht zum Beispiel

HTC mit Sense 4+. Hier finden Sie zwar

in den Details zu einem Kontakt oben rechts

das Kontextmenü, aber auch in der Übersicht

des Kontakts den Eintrag Optionen | Klingelton.

Es genügt dann, diesen anzutippen. Die

Abbildungen 1 bis 3 zeigen das unterschiedliche

Setup bei verschiedenen Geräten.

Eigene Klingeltöne

Die oben geschilderte Auswahl funktioniert

nur dann, wenn Sie einen vom Hersteller

vorinstallierten Klingelton benutzen. Möchten

Sie hingegen einen individuellen Song

einstellen oder sogar einen eigenen Sound

aufnehmen, dann müssen Sie etwas tiefer in

der Android-Trickkiste wühlen.

Android kennt drei akustische Benachrichtigungen:

Klingeltöne (ringtones), Wecktöne

(alarms) und allgemeine Benachrichtigungen

(notifications). Die englischen Begriffe in den

Klammern stehen für das entsprechende Verzeichnis,

das sich – je nach Hersteller – unter

/system/media/audio/ befindet. In diesem

Verzeichnis haben Sie keine Schreibrechte, es

sein denn, Ihr Handy ist gerootet. Dann

legen Sie die gewünschten Sounddateien

einfach im MP3- oder Ogg-Vorbis-Format

in diesem Verzeichnis ab. In allen

anderen Fällen müssen Sie Ihre Klingeltöne

im entsprechenden Verzeichnis

der MicroSD-Karte speichern,

also unter /storage/emulated/0/

Ringtones bzw. Alarms, Ringtones

oder Notifications im Hauptverzeichnis

Ihrer SD-Karte. Sollte das entsprechende Verzeichnis

noch nicht existieren, dann legen

Sie es einfach neu an. Spätestens nach einem

Neustart bietet Android die im MP3-Format,

als WAV- oder als Ogg-Vorbis-Datei vorliegenden

Dateien in diesen drei Verzeichnissen

zur Auswahl an. Hier bedient sich nicht nur

das Android-System, sondern auch die Apps

greifen auf diese Verzeichnisse zu.

Clevere Helfer

Die Klingeltöne von Hand bzw. über einen

Dateimanager an den richtigen Ort zu kopieren,

funktioniert immer, ist aber nicht besonders

elegant. Manch ein Androide will gar

neu gestartet werden, damit die neuen Klingeltöne

aufgelistetet werden. Besonders

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01/2014 apps & tipps


Einsteiger-Tipps

Klingeltöne einrichten

Abb. 1: Unter Android 2.3 finden

Sie die Klingeltöne unter den

Optionen im Kontextmenü.

Abb. 2: Seit Android 4.1 befindet

sich die Klingeltonauswahl direkt

im Kontextmenü.

Abb. 3: HTC geht einen eigenen

Weg, hier finden Sie die Auswahl

direkt in der Kontaktansicht.

leicht hat es HTC seinen Nutzern gemacht:

Sie finden im Auswahldialog zu den Klingeltönen

oben rechts ein Pluszeichen, mit dem

sich eine neue Audiodatei hinzufügen lässt.

Doch wie so oft bietet Android auch hier

Abhilfe in Form einer App an. Wenn Sie oft

mit verschiedenen Sounds herumspielen,

dann installieren Sie die App SDrescan[LINK 1].

Sie überprüft das System auf neue Mediadaten

und aktualisiert dann die entsprechenden

Datenbanken. Einfach nach der Installation

eines Klingeltons die App starten und

warten, bis der Scan zu Ende ist. Spätestens

dann muss der neue Klingelton im entsprechenden

Auswahldialog erscheinen.

Es gibt jedoch eine noch elegantere Möglichkeit:

Installieren Sie einfach einen Dateimanager

wie zum Beispiel

den ES Datei Explorer [LINK 2],

dieser verfügt über einen

Ringtone-Picker. Damit ist der

Teil der Anwendung gemeint,

der den Auswahldialog für

die Klingeltöne anzeigt. Anstatt

diese Aufgabe Android

zu überlassen, schaltet sich

der ES Datei Explorer dazwischen.

So können Sie – wie

eigentlich erwartet – Ihren

Klingelton aus einem beliebigen

Verzeichnis auswählen.

Die App kopiert die Datei

dann in ein passendes Verzeichnis,

damit sie von Android

gefunden werden.

Darüber hinaus gibt es im

Google Play Store Hunderte

von Applikationen, die Ihnen

Abb. 4: HTC-Nutzer können beim

Auswahldialog für die Klingeltöne

einfach neue hinzufügen.

neue Klingeltöne und Alarme versprechen.

Seien Sie aber an dieser Stelle sehr vorsichtig.

Bei vielen davon handelt es sich um

Apps mit unendlich viel Werbung oder auch

äußerst zwielichtigen Funktionen. Empfehlen

können wir Ihnen Rings Extended [LINK 3]

und als Schnittprogramm für MP3-Dateien

die App Ringdroid [LINK 4], die vom selben

Entwickler stammt.

Fazit

Mit dem passenden Wissen und der richtigen

App gibt es unter Android überhaupt keine

Probleme, Ihre Lieblingssounds als Klingeltöne

einzurichten. Abofallen und Abzocken,

wie früher bei Jamba und Co. müssen Sie

hier nicht fürchten.

● ● ●

Abb. 5: SDrescan frischt das Android-Gedächtnis

in puncto Klingeltöne

auf.

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Abb. 6: Ist der ES Datei Explorer installiert,

können Sie gleich bei der

Auswahl neue Töne installieren.

apps & tipps 01/2014 119


Tipps & Tricks

Tuning-Tipps

Mehr Performance für schwächelnde Smartphones

Gib Gas,

ich will Spaß!

Vor allem ältere Smartphones

und Tablets

haben bisweilen mit

Performanceproblemen

zu kämpfen. Wir

geben Ihnen ein paar

Tipps, wie Sie die

Geschwindigkeit Ihres

Android-Systems erhöhen

können.

Peer Kintrup, Christoph Langner

Für diesen Artikel haben wir ein betagtes

Samsung Galaxy Note der ersten

Generation und ein HTC Desire

C reaktiviert. Während das Desire C

noch nie wirklich schnell war, gehörte das

erste Note mit einer 1,4-GHz-Dualcore-CPU

und 1 GByte Arbeitsspeicher vor drei Jahren

zur absoluten Oberliga der Leistungssportler.

Der aktuelle Nachfolger kommt heute für

einen deutlich flotteren Hürdenlauf mit

einem 2,4 GHz schnellen Quad-Core-Chip

und 3 GByte RAM daher.

Was vor drei Jahren kaum vorstellbar

schien, ist heute Realität: Die einstmals so

schnellen Geräte schwächeln – nicht immer,

aber immer häufiger. Auch Ihr Smartphone

oder Tablet hakt gelegentlich? Der Start von

Apps und manch ein Seitenwechsel im Browser

dauert spürbar länger? Das Scrollen

durch Listen läuft nicht mehr ohne Ruckeln

und Verzögerungen, und sogar die Texteingabe

erfolgt nicht immer flüssig? Ursache

muss nicht allein das Alter Ihres Geräts oder

fehlende Hardwarepower sein.

Neustart oder Zurücksetzen?

Falls Sie Ihr strapaziertes Gerät schon eine

Weile nicht mehr neu gestartet haben, sollten

Sie dies zunächst tun – auch um die nachfolgenden

Arbeiten leichter von der Hand

gehen zu lassen. Wenn Sie danach reinen

Tisch machen wollen und auch einen größeren

Aufwand nicht scheuen, ziehen Sie statt

eines einfachen Neustarts gleich ein Zurücksetzen

in den Werkszustand in Erwägung.

Im Baujargon wäre das mit einem Neubau

vergleichbar. Während ein Neustart schnell

durch den längeren Druck auf den Power-

Christos Georghiou, 123RF

120 01/2014 apps & tipps


Tipps & Tricks

Tuning-Tipps

Abb. 1: Beim Zurücksetzen

löschen Sie sämtliche Daten und

Einstellungen vom Handy.

Abb. 2: Alle anderen Konten sind

optional, meist braucht man

diese Konten nicht wirklich.

Abb. 3: Deaktivieren Sie die Synchronisation

von nicht genutzten

Google-Diensten.

Button eingeleitet wird, erfolgt der zuletzt

genannte Reset je nach Gerät über die Einstellungen

unter Sichern und Zurücksetzen

beziehungsweise über Speicher | Auf Werkszustand

zurück. Eine Sicherung Ihrer persönlichen

Daten, Fotos und Dokumente ist generell

immer ratsam, im Falle des Zurücksetzens

aber ein Muss! Beim Reset gehen alle

Daten verloren!

Der Installationsassistent wird nach dem

Zurücksetzen die Accountdaten verschiedener

Konten abfragen. Falls Sie nicht sicher

sind, ob Sie ein Dropbox-, Flipboard-,

Samsung-Konto und ähnliche Beigaben und

Konten des Herstellers oder Providers wirklich

brauchen, überspringen Sie diese Fragen

zunächst. Bei Bedarf können Sie diese über

die Einstellungen des Systems auch nachträglich

noch einrichten.

Auf das Google-Konto werden Sie in den

wenigsten Fällen verzichten können oder

wollen. Deaktivieren Sie aber besser die Vorgabe

bei „Ich möchte Neuigkeiten und Angebote

zu Google Play erhalten“ – Werbung bekommen

Sie wahrscheinlich ohnehin schon

genug. Leider beginnt die Synchronisation

der immer zahlreicher werdenden Google-

Sparten unmittelbar, nachdem Sie den Zugangsnamen

und das Passwort bestätigt

haben. Neben den App-Daten und Gmail

werden auch Google Fotos, Play Books, Movies,

Music, Browser, Kalender und Kontakte

sowie Picasa-Webalben unverzüglich mit

dem Internet angeglichen.

Ob Sie alle Funktionen jemals genutzt

haben oder die Daten auf Ihrem Smartphone

überhaupt speichern wollen, interessiert

Google nicht, sollte Ihnen aber wichtig sein.

Wenn Sie Einfluss auf Import und künftige

Synchronisationsversuche nehmen wollen,

gehen Sie unverzüglich in die Konteneinstellungen.

Öffnen Sie dort das Google-Register,

und tippen Sie auf Ihre Zugangsadresse. Hier

können Sie nun selbst entscheiden, ob Sie

zum Beispiel Ihre alten Picasa-Alben auf das

Gerät spielen wollen. Diese können Sie zwar

später ausblenden, werden sie aber nur

schwerlich wieder los.

Wenn Sie Google+ nutzen, überlegen Sie

es sich, ob Sie in der gleichnamigen App die

Synchronisationsoption mit Ihren Android-

Kontakten wirklich aktiviert lassen. In der

nachfolgenden Maske empfehlen wir, den

Sofort-Upload von Fotos zu Ihrem Google+-

Album zu unterbinden. Andernfalls werden

alle Ihre Aufnahmen ständig auf den Google-

Server hochgeladen. Das erfolgt – je nach

Einstellung – sogar, wenn Sie nur eine Mobilfunkverbindung

haben.

Alternative Launcher

Die gefühlte Geschwindigkeit des Handys

hängt oft direkt mit der Performance der

Startbildschirme bzw. Homescreens zusammen

– der Wechsel auf den Handydesktop

muss einfach flutschen! Glücklicherweise erlaubt

Android, diese gegen schnellere Alternativen

auszutauschen.

Im Play Store finden Sie Dutzende Homescreen-Apps,

die auf älteren Handys oft flüssiger

funktionieren als die Originalsoftware

und zudem mehr Anpassungsmöglichkeiten

bieten. Beispiele dafür sind der kostenlose

GO Launcher EX [LINK 1], der ADW.Launcher

[LINK 2] und auch der Nova [LINK 3], Apex

[LINK 4] oder Atom Launcher [LINK 5].

Abb. 4: Alternative Launcher wie der

Apex Launcher bieten oft eine bessere

Performance.

apps & tipps 01/2014 121


Tipps & Tricks

Tuning-Tipps

Abb. 5: Über die App-Verwaltung

lassen sich Anwendungen recht

bequem deinstallieren.

Abb. 6: Noch leichter machen das

Ausmisten Custom-Launcher wie

etwa der Apex Launcher.

Diese Launcher bieten neben umfangreichen

Konfigurationsmöglichkeiten auch hervorragende

Performance. Das mager ausgestattete

Samsung-„TouchWiz“ beansprucht auf unserem

Note zum Beispiel 46 MByte im Arbeitsspeicher,

der vielseitigere Nova Launcher belegt

jedoch nur 35 MByte des kostbaren

RAMs. Sie entscheiden selbst, ob Sie mit

Vollgas fahren oder Ihr System schonen wollen.

Werkseitig erlauben Standard-Launcher

zumeist die Verwendung von sieben Homescreen-Seiten.

Bei alternativen Launchern

scheint die Anzahl oft unbegrenzt zu sein.

Um ein schnelles Scrollen zu garantieren,

muss der Grafikspeicher die Ansichten im

Speicher halten. Es empfiehlt sich deshalb,

die Zahl der Seiten und Inhalte auf das Notwendigste

zu beschränken.

Apps ausmisten

Im Play Store gibt es jeden

Tag etwas Neues zu entdecken.

Fast jede Woche

kommt eine neue „Musthave-App“

auf den Markt.

Auf dem Handy sammeln

sich daher immer mehr

Apps – das kann auch das

stärkste Smartphone an

seine Grenzen führen, erst

recht wenn es in die Jahre

gekommen ist. Bei der bevorstehenden

Reinigungsaktion

geht es daher um’s Ausmisten,

auch wenn es

schwer fällt! Keine Angst,

selbst wenn Sie eine App

deinstallieren und sie später

Abb. 7: Mit dem Deaktivieren verschwindet

eine vorinstallierte App

aus dem Launcher.

Abb. 8: Wer das Handy gerade

nicht als Navi braucht, kann GPS

ruhig deaktiviert lassen.

wieder brauchen: Im Play

Store finden Sie alle einmal

installierten Apps wieder, tippen

Sie dazu einfach auf

Meine Apps und danach auf

das Register Alle.

Doch nicht nur über den

Play Store lassen sich brachliegende

Apps vom Handy

werfen, das geht auch direkt

im System. Das Entfernen

nicht benötigter Apps ist sowohl

im Gerätemenü unter

der Rubrik Anwendungsmanager,

den Apps oder in der

App-Liste Ihres App-Drawers

möglich. Je nach Android-

Version und Hersteller-GUI

können sich die Schritte im

Einzelnen leicht voneinander

unterscheiden.

Haben Sie den werkseitig installierten Standard-Launcher

bereits durch einen alternativen

Launcher ersetzt, kann das Löschen

überflüssiger Apps mitunter schon komfortabler

erfolgen. Beim Nova Launcher müssen

Sie zum Beispiel die Apps einfach nur durch

einen länger Tipp anpacken und dann auf

das Deinstallieren-Icon am oberen Bildschirmrand

ziehen.

Vorinstallierte Anwendungen der Provider

oder Hersteller – zum Beispiel Facebook,

Twitter oder Werbe-Apps – werden Sie auf

diesem Weg leider nicht los. Nutzen Sie diese

Dienste nicht, dann gammeln die Apps nutzlos

auf Ihrem Handy vor sich hin. Hat der

Hersteller diese fest in die Software eingebaut,

lassen sie sich nicht deinstallieren. Der

einzig endgültige Weg wäre

die Installation eines Custom-ROMs

wie Cyanogen-

Mod, doch das ist mit viel

Aufwand verbunden.

Alternativ können Sie

diese Mist-Apps aber zum

Glück auch deaktivieren. Sie

liegen dann zwar noch auf

dem Handy, verschwinden

aber komplett aus der Liste

der aktiven Programme

sowie aus dem App-Launcher.

Dazu müssen Sie die

App im Anwendungsmanager

der Android-Einstellungen

öffnen, dort die bisher

angelaufenen Updates deinstallieren,

und dann lässt sich

die Anwendung meist auch

deaktivieren.

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01/2014 apps & tipps


Tipps & Tricks

Tuning-Tipps

Standortdienste

vermeiden

Besonders kostenlose Apps sorgen

für häufigere Wake-ups und

Online-Traffic. Wie bei keinem

anderen Betriebssystem verlockt

der Google Play Store zur Installation

kostenloser Programme.

Auch wenn diese weniger gefährlich

sind, als es sich oft liest,

bezahlen Sie zumeist mit dem

Akzeptieren von Werbung und

den damit verbundenen Hintergrundaktivitäten.

Falls Sie Apps nutzen, für die

aus naheliegenden Gründen Ihr

Standort relevant sein könnte,

reicht es oft aus, wenn sich

diese an an Mobilfunksendern

oder an WLAN-Netzen orientieren.

Im Einstellungsmenü können

Sie die GPS-Verwendung unter den

„Standortdiensten“ deaktivieren.

Live-Wallpaper vermeiden

Mittlerweile sind Live-Hintergründe nicht

nur zu einer coolen Show mutiert, sondern

werden mit immer realistischeren Animationen

in hoher Auflösung angeboten. Das beansprucht

nicht nur den Arbeitsspeicher

stark, sondern stresst auch den Grafikprozessor.

Gerade bei einem schwächeren Handy

gilt daher: runter damit, und zwar sofort!

Setzen Sie lieber auf ein ganz gewöhnliches

Hintergrundbild. Auch ein selbst geschossenes,

individuelles Foto kann etwas

Besonderes sein, wenn Sie etwas herumexperimentieren

und gezielt beispielsweise Unschärfeeffekte

provozieren. Gehören Sie zu

den weniger kreativen Menschen, finden Sie

mit der Zedge-App [LINK 6] innerhalb weniger

Minuten das perfekte Handy-Wallpaper.

Aktualisierungen reduzieren

Viele Ihrer Anwendungen rufen häufiger

Daten aus dem Internet ab, als Ihnen lieb

sein kann. Passen Sie daher die Aktualisierung

Ihres Mailkontos Ihrem Tagesablauf an.

Überprüfen Sie in den Maileinstellungen,

wann und wie oft neue Nachrichten abgefragt

werden sollen. Das schont nicht nur

Ihre Nerven, sondern erspart Ihrem Gerät

auch ständige Aktivitäten im Hintergrund

und schont den Akkustand. Besonders, wenn

Sie mehrere E-Mail-Konten nutzen, sollten

Sie sich fragen, ob deren Benachrichtigungen

alle gleich wichtig sind. Reicht es nicht aus,

wenn Sie ein selten genutztes Konto nur einmal

am Tag prüfen lassen?

Abb. 9: Bunt animierte Live-Wallpaper

sollten Sie auf schwächeren

Geräten vermeiden.

Abb. 10: Reduzieren Sie zum

Stromsparen die Aktualisierungsintervalle

von Facebook und Co.

Nachrichten-Apps und Wetteranwendungen

sowie deren Widgets aktualisieren sich nach

der Installation mitunter häufiger als erforderlich.

„Breaking-News“ schlagen oft Alarm

in Ihrer Nachrichtenleiste, selbst wenn es

keine wirklichen Eilmeldungen sind. Facebook

ist überall, und besonders die gleichnamige

App ist ein wahrer Ressourcenfresser,

den Sie aber auch in seine Grenzen weisen

können. Die Aktualisierungseinstellungen

finden Sie natürlich auch hier im Einstellungsmenü

der jeweiligen Anwendung.

Bessere Speicherkarte

Die Wahl der richtigen Speicherkarte wirkt

sich auf die Reaktionsgeschwindigkeit des

Handys aus, besonders wenn Sie den Zusatzspeicher

dazu nutzen, Apps aus dem internen

Speicher auszulagern. MicroSD-Karten

gibt es in unterschiedlichen Geschwindigkeitsklassen.

Die sogenannten „Class 2“-

oder „Klasse 2“-Karten erreichen zum Beispiel

gerade mal eine Schreibgeschwindigkeit

von 2 MByte/​s, während „Klasse 10“ schon

deutlich flotter zu Werke geht. Hier garantiert

der Hersteller eine Schreibleistung von

mindestens 10 MByte/​s.

Lässt sich die Leistungsfähigkeit Ihrer im

Handy eingelegten Speicherkarte nicht mehr

ablesen, erstellen Sie mit dem SD Card Tester

[LINK 7] einen Benchmark Ihrer Speicherkarte.

Selbst ein sehr angestaubtes Gerät sollte bei

einer Class-10-Karte die 10 MByte/​s beim

Schreiben und etwa 15 bis 16 MByte/​s beim

Lesen erzielen. Sollte Ihre Karte nicht mithalten,

finden Sie in diesem Heft einen Artikel,

der die Speicherkarten gängiger Hersteller

einem Leistungstest unterzieht.

Abb. 11: Für Eilmeldungen muss

die Spiegel-Online-App immer

wieder die Server checken.

Abb. 12: Langsame Speicherkarten

bremsen auf die Karte auslagerte

Apps kräftig aus.

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Tipps & Tricks

Tuning-Tipps

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www.android- user.de/qr/31211

Abb. 13: Mit Clean Master schaufeln

Sie schnell ein paar Hundert

MByte Speicher frei.

Aufräumen mit Clean Master

Wenn Sie unsere vorgeschlagenen

Aufräumarbeiten etwas komfortabler

und effizienter gestalten wollen,

schauen Sie sich doch einmal die schlanke

und kostenlose Aufräum-App Clean Master

[LINK 8] an! Mit diesem Putzroboter räumen

Sie auf Ihrem Handy schnell und bequem

auf. Konfigurieren Sie die App entsprechend,

macht das Clean Master sogar automatisch.

Im Laufe der Zeit können sich Hunderte

Megabyte an unnützen Daten auf einem

Smartphone oder Tablet ansammeln. Allein

den Cache aller installierten Applikationen

zu leeren, wäre über die App-Verwaltung von

Android eine recht aufwendige Angelegenheit.

Hier kommt Clean Master ins Spiel und

hilft bei der Erkennung und

Beseitigung des unnötigen

Ballasts. Die App ist Freeware

und läuft auf Android

ab Version 2.1. Auf unserem

nicht einmal stark belasteten

Note konnten wir auf

diesem Weg schnell 500

MByte Platz schaffen, ohne

dass wir danach etwas vermisst

haben.

Der letzte Schritt:

Custom-ROMs

Alle bisher genannten Maßnahmen

zur Systemoptimierung

gelingen auf jedem Android-Handy,

auf dem eine

halbwegs aktuelle Version

des Betriebssystems läuft.

Wer jedoch das Maximum

Abb. 14: Nicht mehr benötigte

Apps lassen sich mit Clean Master

im Block vom Handy werfen.

Abb. 15: Custom-ROMs wie CyanogenMod

bringen alte Handys

auf einen aktuellen Stand.

aus seiner vorhandenen

Hardware herausholen will,

der kommt um die Installation

eines aktuellen Custom-

ROMs nicht herum. Nur

damit packen Sie ein aktuelles

Android-Betriebssystem

ohne unnötige vorinstallierte