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Leben & erziehen Tierisch feiern - Fasching (Vorschau)

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Fit im Winter<br />

7 x Gesundheit für Familien<br />

Spucken und Schluckauf<br />

Was normal ist und wann Kinder zum Arzt müssen<br />

2/2011 Februar<br />

Deutschland 1,99 € · Österreich 1,99 € · Schweiz 3,90 sfr · BeNeLux 2,35 € · Italien 2,70 € · Spanien 2,85 €<br />

Das Elternmagazin<br />

Das Geheimnis der<br />

Babyflüsterin<br />

Ihre besten Tipps<br />

zum Schlafen, Füttern und Trösten<br />

RATGEBER<br />

von der Schwangerschaft<br />

bis zum 4. Jahr<br />

Erziehung: Müssen sich<br />

Eltern immer einig sein?<br />

Mikrowelle:<br />

Das darf rein und das nicht<br />

Test: Die neuen<br />

Babyfone<br />

<strong>Fasching</strong><br />

<strong>Tierisch</strong> <strong>feiern</strong><br />

Witzige Kostüme für Babys<br />

Steuererklärung<br />

So holen Sie<br />

Ihr Geld zurück<br />

Wellness für<br />

Schwangere<br />

3 x Kurzurlaub<br />

zu gewinnen!<br />

Rot, Grün, Blau<br />

Wie Kinder Farben lernen


„Du verträgst<br />

deine Milch gut<br />

ich weiß, dass<br />

du dich wohlfühlst.“<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Jede Umstellung in der Ernährung ist für den noch sensiblen Babyorganismus<br />

eine kleine Herausforderung. Das hat oftmals auch Einfl uss auf das Wohlbefi nden<br />

Ihres Babys. Die neue Alete Folgemilch enthält in der wissenschaftlich geprüften<br />

L comfortis Rezeptur natürliche Milchsäurekulturen nach dem Vorbild der<br />

Muttermilch. Dadurch ist sie optimal auf die noch empfi ndliche Babyverdauung<br />

abgestimmt. Seit über 75 Jahren steht die Natur der Muttermilch im Zentrum<br />

unserer Ernährungsforschung – jedes Fläschchen Alete Folgemilch für das<br />

Wohlbefi nden Ihres Babys!<br />

Wir sind ein gutes Team.<br />

Du<br />

ich<br />

Mehr Infos auf alete.de


Editorial<br />

Diese Experten<br />

stehen unserer<br />

Redaktion zur Seite<br />

Schwangerschaft<br />

Dr. Hiltrud Kessler<br />

Frauenärztin<br />

Schwangerschaft<br />

Irene Gruber<br />

Hebamme<br />

Stillen<br />

Brigitte Benkert<br />

Stillberaterin<br />

Ernährung<br />

Dr. Ute Alexy<br />

Ernährungsberaterin<br />

Entwicklung<br />

Prof. Dr. Sabina Pauen<br />

Entwicklungspsychologin<br />

Schlafen<br />

Annette Kast-Zahn<br />

Kinderpsychologin<br />

Kindergesundheit<br />

Dr. Herbert Renz-Polster<br />

Kinderarzt<br />

Homöopathie<br />

Dr. Patrick Kreisberger<br />

Homöopath und<br />

Kinderarzt<br />

Erziehen<br />

Dr. Anita Schächter<br />

Kinderpsychologin<br />

Fernsehen & Co.<br />

Elisabeth Schallhart<br />

Medienpädagogin<br />

Kindergarten<br />

Martina Bentenrieder<br />

Erzieherin<br />

Chefredakteurin<br />

Martina Kaiser<br />

Was Babys<br />

glücklich<br />

macht<br />

Der kleine Mann,<br />

der Sie auf dem Foto<br />

rechts so anstrahlt,<br />

heißt Luis. Wenn Sie<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong> regelmäßig<br />

lesen, dann kennen<br />

Sie ihn schon. Seine<br />

Mama Silke Weiher schreibt für uns Tagebuch und erzählt<br />

von ihrem turbulenten <strong>Leben</strong> mit Baby. Inzwischen<br />

haben Luis und seine Eltern schon eine kleine Fangemeinde,<br />

die gespannt auf die neuesten Geschichten der Familie<br />

wartet – in diesem Heft ab Seite 24.<br />

Was Babys brauchen und was sie glücklich macht, das<br />

weiß auch Erika Wüchner, bekannt als die „Babyflüsterin“.<br />

Sie ist weltweit im Einsatz und betreut Kinder in<br />

den ersten Monaten nach der Geburt. Zu ihren Kunden<br />

gehören viele Prominente, darunter Fernsehmoderatorin Sandra<br />

Maischberger. Warum wir über Erika Wüchner berichten? Weil wir<br />

glauben, dass ihre Erfahrungen und Tipps allen Eltern helfen können.<br />

„In wohlhabenden Familien geht es nicht anders zu als in anderen<br />

Familien“, sagt die Kinderkrankenschwester. „Sie haben am Anfang<br />

ganz ähnliche Probleme.“ Unsere Autorin Andrea Schmidt-Forth<br />

hat die Babyflüsterin in München getroffen und sie nach dem Geheimnis<br />

ihres Erfolgs gefragt. Die Antwort ist überraschend einfach<br />

– siehe Seite 10.<br />

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit! Und allen <strong>Fasching</strong>sfans empfehle<br />

ich die tierischen Kostüme ab Seite 6. Ihre<br />

martina.kaiser@bayard-media.de<br />

Luis ist ein kleiner<br />

Charmeur. Wenn<br />

er seine Mama<br />

anlächelt, sind<br />

durchwachte<br />

Nächte ganz<br />

schnell vergessen<br />

Familienpolitik<br />

Claudia Hagen<br />

Familienbund<br />

der Katholiken<br />

Redaktion<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Böheimstr. 8<br />

86153 Augsburg<br />

Tel. 08 21/45 54 81-51<br />

Fax 08 21/45 54 81-12<br />

E-Mail-Adresse:<br />

redaktion@bayardmedia.de<br />

Abonnenten-Service<br />

Tel. 01 80/5 26 01 41*<br />

Fax 01 80/5 26 01 42*<br />

* (nur 0,14 €/Min. aus dem Festnetz<br />

der Deutschen Telekom, maximal<br />

0,42 €/Min. aus dem Mobilfunk)<br />

Fotos: Georgios Photography, Daniel Gerst, privat (12)<br />

Mit einem Abo haben Sie jede Ausgabe<br />

von <strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong> pünktlich im Briefkasten.<br />

Infos finden Sie auf Seite 19 und 74<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 3


Inhalt<br />

Fördern<br />

& Erziehen<br />

6 <strong>Tierisch</strong>er <strong>Fasching</strong><br />

Kostüme, Schmink-Ideen und Spiele<br />

für eine ausgelassene Feier<br />

10 Das Geheimnis der Babyflüsterin<br />

Sie betreut die Babys der Promis in<br />

den ersten Wochen nach der Geburt.<br />

Uns hat sie ihre besten Tipps verraten<br />

16 Im Land der Farben und Formen<br />

Rot oder blau? Dreieckig oder rund?<br />

Spiele, bei denen Kinder lernen,<br />

das zu unterscheiden<br />

20 Mama hü und Papa hott<br />

Müssen sich Eltern immer einig sein?<br />

Was eine Expertin rät<br />

24 Drei Monate voller Premieren<br />

Luis‘ Baby-Tagebuch: die ersten Ferien,<br />

der erste Zahn, der erste Brei<br />

Schwangerschaft<br />

& Geburt<br />

32 Zeit für mich!<br />

Die besten Wohlfühl-Tipps für<br />

Schwangere<br />

+ 3 x Wellness-Urlaub zu gewinnen<br />

Die<br />

Babyflüsterin<br />

Hier verrät sie ihre Geheimrezepte<br />

zum Füttern, Schlafen, Trösten<br />

Seite 10<br />

4<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Babyfone<br />

im Praxistest:<br />

Wir stellen unsere<br />

Favoriten vor<br />

Seite 60<br />

stärken<br />

So wird das Immunsystem<br />

Ihres Kindes fit<br />

Seite 34<br />

Helau! Alaaf!<br />

Schnelle Kostüme, Spiel-Ideen und<br />

Schmink-Tipps fürs <strong>Fasching</strong>sfest<br />

Seite 6<br />

Gesundheit<br />

& Ernährung<br />

Familie<br />

& Partnerschaft<br />

34 Powertraining für die Abwehr<br />

So kommt Ihr Kind<br />

gesund durch den Winter<br />

30 So heißt unser Kind!<br />

Die schönsten Namengeschichten<br />

unserer Leser<br />

53 DIE FRAGE DES MONATS<br />

• Fettstift für Babys Lippen?<br />

38 Ups, schon wieder gespuckt!<br />

Wie viel Spucken normal ist, wie Eltern<br />

vorbeugen, was gegen Schluckauf hilft<br />

40 Willkommen im Baby-Spa<br />

Bade-Tipps von Arzt und Hebamme<br />

44 Mikrowelle: einfach praktisch!<br />

Was rein darf – und was nicht<br />

67 Gebetbuch<br />

68 Gute-Nacht-Geschichte<br />

Die Kuh auf dem Eis<br />

70 Glosse<br />

Komm mit mir ins Abenteuerland<br />

54 SCHWANGERSCHAFT<br />

• Wie viel Kaffee Sie sich genehmigen dürfen<br />

• Wann spürt mein Mann das Baby?<br />

55 GEBURT<br />

• Schutz für den Damm<br />

• Das zweite Baby kommt ohne Schnitt<br />

• Fit nach der Geburt<br />

46 Fit fürs Stillen<br />

Junge Mütter haben viele Fragen –<br />

unsere Expertinnen geben Antwort<br />

50 Ernährungs-Sprechstunde<br />

Mit 10 Monaten schon Kakao?<br />

Geld<br />

& Recht<br />

60 Der Wächter im Kinderzimmer<br />

Babyfone im Test<br />

64 Steuern sparen<br />

So holen junge Familien<br />

beim Jahresausgleich ihr Geld zurück<br />

Rubriken<br />

Tolle Preise<br />

zu gewinnen<br />

18 Kindermund<br />

Zu gewinnen:<br />

20 Paar Kinder-Hausschuhe<br />

von Living Kitzbühel<br />

52 Kreuzworträtsel<br />

Verlosung: Möbel und<br />

Kids Körperpflege-Sets<br />

von Fissan<br />

66 Von Eltern für Eltern:<br />

das Beste aus der Community<br />

www.leben-und-<strong>erziehen</strong>.de<br />

68 Impressum<br />

72 <strong>Vorschau</strong><br />

56 1. JAHR<br />

• Die neuen Mini-Krippen<br />

• Väter schlafen fester<br />

• Das Baby unterm Mantel tragen?<br />

57 2. JAHR<br />

• Vorlesen für Anfänger<br />

• Mit 14 Monaten schon exotische Früchte?<br />

58 3. UND 4. JAHR<br />

• Stress aushalten, statt ihn zu versüßen<br />

• Kleingarten gesucht<br />

• Rodeln: Kinder sitzen besser hinten<br />

Das sind die Titelthemen<br />

Titelfotos: Marina Raith, NUK, Westend61<br />

Fotos: Hersteller (4), iStockphoto.com (3)<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 5


<strong>Fasching</strong><br />

Wir <strong>feiern</strong> im<br />

Dschungel<br />

6<br />

„Summ, summ,<br />

summ“ macht<br />

die Biene und hält<br />

Ausschau nach<br />

Blüten zum<br />

Honigsammeln.<br />

Cape mit Kapuze<br />

bei www.galeriakaufhof.de,<br />

9,99 Euro<br />

Vor diesem niedlichen<br />

Krabbeltier braucht sich<br />

niemand zu fürchten.<br />

Spinnenkostüm mit Oberteil,<br />

Hose und Hut (Größe S,<br />

ab 6 Monate) bei www.<br />

karneval-megastore.de,<br />

34,99 Euro<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011<br />

Löwe, Panther oder<br />

Affe? Mit unseren<br />

Kostümen, Spielideen<br />

und Tipps<br />

<strong>feiern</strong> Kinder eine<br />

tierisch lustige<br />

<strong>Fasching</strong>sparty<br />

Dschungel-<br />

Reim<br />

Auf sanften Pfoten und ganz zart<br />

schleicht sich an der Leopard.<br />

Der Löwe mit der Wuschelmähne<br />

zeigt seine riesengroßen Zähne.<br />

Das Äffchen setzt sich auf den Ast<br />

und macht mit der Banane Rast.<br />

Wer wird beim Wettlauf wohl der Sieger?<br />

Natürlich unser kleiner Tiger!<br />

Im Beutel trägt das Känguru sein Kind<br />

und hüpft fort mit ihm geschwind.<br />

Futtersuche<br />

Über den ganzen Fußboden sind Luftschlangen<br />

verteilt. Darunter liegt Futter<br />

für die Tiere, zum Beispiel Gummibärchen.<br />

Jedes Tier bekommt einen kleinen<br />

Stoffbeutel und krabbelt los.<br />

Wer sammelt das meiste Futter ein?<br />

Quak, ich bin<br />

Froggi und<br />

wohne im Teich.<br />

Frosch-Cape mit<br />

Kapuze (ab 1 Jahr)<br />

bei www.jako-o.de,<br />

14,95 Euro


Die Schminke macht’s<br />

Zu einem richtigen Löwen, Panther oder Äffchen gehört auch<br />

die richtige Farbe im Gesicht. Wenn Sie Ihren kleinen Dschungelbewohner<br />

schminken, beherzigen Sie bitte unsere Tipps:<br />

Verwenden Sie nur Kinderschminke,<br />

die getestet und für Kinderhaut<br />

als unbedenklich eingestuft wurde<br />

(z. B. Schminkset von Faber-<br />

Castell, 4,95 Euro)<br />

Prima sind wasserlösliche<br />

Schminkfarben. Sie lassen sich mit<br />

Wasser und Seife einfach abwaschen.<br />

Selbst Flecken aus der Kleidung<br />

können Sie gut auswaschen.<br />

Kleine Äffchen<br />

schwingen sich von<br />

Baum zu Baum und<br />

naschen Bananen.<br />

Strampler und Kopfteil<br />

(ab 1 Jahr) bei www.<br />

karneval-megastore.de,<br />

19,99 Euro<br />

Im Dschungel hat<br />

König Löwe das Sagen.<br />

Overall aus Nicki mit<br />

Kapuze (ab Größe<br />

80/86) bei www.<br />

buttinette.de, 15 Euro<br />

▸▸▸


<strong>Fasching</strong><br />

▸▸▸<br />

Wer schleicht auf<br />

leisen Pfoten durch<br />

das Gebüsch?<br />

Panther Tapsi kommt<br />

zum Dschungelfest.<br />

Overall mit Kopfteil<br />

„Schwarzes Kätzchen“<br />

(Größe 98) bei<br />

www.mytoys.de,<br />

26,99 Euro<br />

Verlosung<br />

10 CDs zu gewinnen<br />

Tanzende Elefanten, verrückte Bananen,<br />

witzige Erdmännchen: Mit<br />

der neuen CD von Volker Rosin<br />

kommen die kleinen <strong>Fasching</strong>sgäste<br />

„<strong>Tierisch</strong> in Bewegung“<br />

(Karussell, ca. 15 Euro). Das Beste:<br />

Wir verlosen zehn CDs vom König<br />

der Kinderdisco – da steht einer<br />

ausgelassenen <strong>Fasching</strong>sparty<br />

nichts mehr im Wege.<br />

Schreiben Sie uns unter dem<br />

Kennwort „Dschungel“ bis zum<br />

2. Februar 2011 (Adresse s. S. 3).<br />

Wir wünschen ein fröhliches<br />

Helau und Alaaf!<br />

Kleiner<br />

Marienkäfer<br />

Je kleiner die Kinder<br />

sind, desto einfacher<br />

sollte das Kostüm<br />

gestaltet sein. Wir<br />

zeigen Ihnen, wie Sie in<br />

wenigen Minuten aus<br />

Ihrem Schatz einen<br />

kleinen Marienkäfer<br />

machen.<br />

Das brauchen Sie:<br />

ein rotes Outfit (z. B.<br />

Strampler, Shirt, Jacke,<br />

Strumpfhose)<br />

ein rotes Mützchen<br />

selbstklebende<br />

Filzgleiter in Dunkelbraun<br />

oder Schwarz<br />

(z. B. von Tesa)<br />

Chenilledraht (als<br />

Fühler) in Schwarz,<br />

2 x 10 cm lang<br />

2 durchbohrte<br />

Holzkugeln in Rot,<br />

Ø 1,2 cm<br />

So geht‘s:<br />

Kleben Sie die Filzgleiter<br />

auf die Kleidung.<br />

Für die Fühler den<br />

Chenilledraht durch<br />

die Maschen der Mütze<br />

hindurchstecken,<br />

sodass das Ende wieder<br />

herauskommt. Dann<br />

die beiden Drahtenden<br />

miteinander verdrehen.<br />

Nun wird je eine<br />

Holzkugel wie<br />

abgebildet auf die<br />

Enden gesteckt –<br />

fertig ist Ihr kleiner<br />

Marienkäfer.<br />

Auch Känguru und Leopard<br />

haben von der fröhlichen<br />

Dschungelparty gehört<br />

und <strong>feiern</strong> ausgelassen mit.<br />

Anzüge mit Kapuze bei<br />

www.costume-box.com,<br />

Känguru ca. 46 Euro,<br />

Leopard ca. 24 Euro<br />

Fotos: Hersteller (8), Marina Raith; Illustration: iStockphoto.com


„Du lernst,<br />

wie Karotte<br />

wirklich schmeckt<br />

ich bringe dir bei,<br />

wie du dich gesund<br />

ernährst.“<br />

SICHERER<br />

BECHER OHNE<br />

BISPHENOL A<br />

OHNE ZUSÄTZE<br />

FÜR NATÜRLICHEN<br />

GESCHMACK<br />

SCHONEND<br />

DAMPFGEGART<br />

Der Geschmackssinn Ihres Babys entwickelt sich bereits in den ersten Monaten.<br />

Wenn es schon früh den unverfälschten Geschmack der Natur kennen lernt,<br />

steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es gesundes Essen auch später mag. Deshalb<br />

garantieren wir mit unserem Alete NaturNes Sorgfaltsversprechen den<br />

konsequenten Verzicht auf Zusätze wie Salz, Verdickungsmittel und süße<br />

Saftkonzentrate bis zum 12. Monat. Nährstoffe und natürlicher Geschmack<br />

werden durch das schonende Dampfgarverfahren geschützt. Zudem lässt sich<br />

der umweltfreundliche Becher sicher erwärmen. Verlassen Sie sich auf über<br />

75 Jahre Erfahrung!<br />

Wir sind ein gutes Team.<br />

Du<br />

ich<br />

Mehr Infos auf alete.de


Im ersten Jahr<br />

Erika<br />

Wüchner<br />

Das Geheimnis<br />

der<br />

Babyflüsterin<br />

Erika Wüchner weiß, was Neugeborene brauchen. Seit knapp 28 Jahren<br />

verhilft sie prominenten Familien in den ersten Wochen mit Baby zu<br />

einem guten Start. In <strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong> verrät die Kinderkrankenschwester<br />

ihre besten Tipps zum Schlafen, Füttern und Trösten<br />

Werbung? Hat sie<br />

nicht nötig! In gewissen<br />

Kreisen wird<br />

ihre Handynummer<br />

weitergegeben wie ein<br />

Schatz. Auf ihrer roséfarbenen Visitenkarte<br />

steht „Erika Wüchner. In<br />

House Baby Care“. Das heißt „häusliche<br />

Neugeborenenpflege“ auf Englisch,<br />

denn viele ihrer Kunden leben<br />

auch im Ausland.<br />

Seit knapp 28 Jahren hilft die examinierte<br />

Kinderkrankenschwester<br />

frischgebackenen Eltern direkt nach<br />

der Geburt. „Die ersten Wochen mit<br />

einem Neugeborenen sind die<br />

<br />

„Gewöhnen Sie Ihr Baby an<br />

nichts, was Sie auf Dauer nicht<br />

leisten können oder wollen.“<br />

<br />

Erika Wüchner, examinierte Kinderkrankenschwester<br />

und Buchautorin<br />

ter und Kind das Krankenhaus verlassen,<br />

stehe ich parat.“ Viele ihrer<br />

Kunden arbeiten im Big Business. Ihr<br />

Terminkalender ist voll und die Väter<br />

haben keine oder nur wenig Zeit, sich<br />

um Frau und Baby zu kümmern.<br />

Oder die Mütter müssen selbst bald<br />

wieder zurück in den Job und das<br />

Baby soll deshalb möglichst schnell<br />

einen Rhythmus haben.<br />

Die Kinderfrau hilft den Müttern<br />

(und Vätern) nicht nur beim Stillen,<br />

Wickeln und Baden, sondern zeigt ihnen<br />

auch, wie sie ihr Kleines zum<br />

Durchschlafen bringen. Wenn gewünscht,<br />

übernimmt sie auch, mit<br />

viel Kaffee und Schokolade als Nervennahrung<br />

gewappnet, die Nachtschicht<br />

und taktet die Winzlinge ein.<br />

„Auf ganz sanfte Art und Weise“, betont<br />

sie. „Von Hauruck-Methoden<br />

oder sehr strengen Schlafen-lernen-<br />

Programmen halte ich nämlich<br />

nichts.“ Ihr Erfolg gibt ihr recht: Spätestens<br />

nach drei Monaten schlafen<br />

schönsten im <strong>Leben</strong> einer jungen<br />

Familie. Sie sind aufregend<br />

und mit vielen Fragen<br />

verbunden. Meine Aufgabe ist<br />

es, den Eltern Sicherheit und<br />

Selbstvertrauen im Umgang<br />

mit ihrem Baby zu vermitteln.<br />

Indem sie sich viel mit ihm beschäftigen,<br />

sollen die Eltern einen regelmäßigen<br />

Schlaf- und Still-Rhythmus für<br />

ihr Kind erarbeiten und damit verhindern,<br />

dass es ein Schreibaby wird“,<br />

beschreibt die zierliche Frau ihren<br />

Job. Erika Wüchner ist Anfang Fünfzig,<br />

wirkt aber deutlich jünger.<br />

Häufig zieht Erika Wüchner bei den<br />

Familien zu Hause ein: „Wenn Mutihre<br />

kleinen Schützlinge acht bis zehn<br />

Stunden in der Nacht (siehe dazu<br />

auch „Schlaf gut, Kleines!“, S. 14).<br />

Die Anfangsprobleme sind<br />

überall ähnlich<br />

Bei ihren Einsätzen hat Erika Wüchner<br />

schon einiges auf der Welt gesehen.<br />

Sie begleitete Familien mit Baby<br />

auf einem Segelschiff rund um die<br />

Galapagos-Inseln, auf einer Yacht an<br />

der Côte d’Azur und in einem Schloss<br />

bei Paris. Sie arbeitete bereits für die<br />

Begum Aga Khan, als sie noch Prinzessin<br />

zu Leiningen hieß, für die Milliardenerbin<br />

Alexandra Flick,<br />

für die Hamburger Reeder-<br />

Familie Rickmers und für TV-<br />

Moderatorin Sandra Maischberger,<br />

die ihr zum Dank das<br />

Vorwort für ihr Buch (siehe<br />

Buchtipp) geschrieben hat.<br />

Das klingt nach tollen Reisen<br />

und Luxus, doch Erika Wüchner hat<br />

auch in ganz normalen Familien gearbeitet,<br />

die in einer Zwei-Zimmer-<br />

Wohnung leben, und bei ihnen auf<br />

dem Sofa geschlafen. Daher weiß sie:<br />

„In wohlhabenden Familien geht es<br />

nicht anders zu als bei anderen. Sie<br />

haben am Anfang ganz ähnliche Probleme.<br />

Väter sind eifersüchtig, weil<br />

sie nicht mehr die erste Geige spielen.<br />

▸▸▸<br />

10<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Hier fühle ich mich<br />

geborgen, hier kann ich<br />

zur Ruhe kommen.<br />

Danke Mama!<br />

Nehmen Sie es bitte nicht persönlich,<br />

wenn Ihr Baby weint und sich nicht gleich<br />

beruhigen lässt. Es muss so viele neue Eindrücke<br />

verarbeiten! Solange es noch nicht<br />

sprechen kann, ist Schreien seine einzige<br />

Möglichkeit, sich mitzuteilen.<br />

Je gelassener und ruhiger Sie bleiben,<br />

umso besser! Babys mögen es, wenn man<br />

leise und monoton mit ihnen spricht.<br />

Ganz ruhig, Kleines!<br />

Wenn ein Baby viel weint, zerrt das ganz schön an den Nerven der Eltern.<br />

Hier sind die besten Tröste-Tipps der Babyflüsterin:<br />

Wange an Wange – auch das beruhigt<br />

Ihr Baby. Denn dabei nimmt es Mamas vertrauten<br />

Geruch wahr. Der Hautkontakt<br />

und sehr viel Zuwendung tun ihm außerdem<br />

gut.<br />

Kinder lieben es, wenn man zart und<br />

langsam mit einem Finger von ihrer Stirn<br />

zum Nasenrücken streicht, immer in einer<br />

Richtung.<br />

Sie können Ihr Kind auch waagrecht auf<br />

den Arm nehmen, sanft mit einer Hand<br />

auf den kleinen Po klopfen und eine einfache<br />

Melodie summen.<br />

Machen Sie den Baby-Stepper: Legen<br />

Sie das Kleine quer über Ihre Beine, sein<br />

Kopf ruht auf Ihrem Schenkel. Ihre Füße<br />

stehen locker auf dem Boden. Nun heben<br />

und senken Sie die Fersen sanft rhythmisch<br />

im Wechsel, als ob Sie eine alte Fußtritt-Nähmaschine<br />

bedienten.<br />

In besonders belasteten Zeiten tut es<br />

gut, wenn der Partner, die Oma oder eine<br />

Freundin das Baby liebevoll betreut, während<br />

sich die Mutter erholt.<br />

Wenn Ihnen alles zu viel wird, ist es<br />

wichtig, sich professionelle Hilfe zu holen.<br />

Lassen Sie sich von Ihrer Hebamme oder<br />

Ihrem Kinderarzt beraten.<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 11


Im ersten Jahr<br />

Warmherzig,<br />

wissenschaftlich<br />

fundiert und absolut<br />

alltagstauglich ist<br />

Erika Wüchners<br />

Buch „Die ersten<br />

100 Tage mit dem<br />

Baby“, Krüger,<br />

16,95 Euro.<br />

Eltern finden darin<br />

viele Tipps – von<br />

der Klinikwahl über<br />

Stillen und Schlafen<br />

bis zum Wiedereinstieg<br />

in den Beruf.<br />

Stillen tut<br />

Mutter und<br />

Baby gut<br />

Iss schön,<br />

Kleines!<br />

Erika Wüchners beste Tipps<br />

für die Ernährung in<br />

den ersten Wochen und<br />

Monaten:<br />

Unser<br />

Buchtipp<br />

Stillen ist die natürlichste<br />

Methode, das Baby zu ernähren.<br />

Das Kleine wird zwar<br />

grundsätzlich nach Bedarf gefüttert.<br />

Es soll aber nicht dauernuckeln,<br />

denn das strapaziert<br />

die Mutter und die<br />

Brustwarzen. Außerdem wird<br />

das Baby nicht richtig satt, weil<br />

es immer nur die dünne Vormilch<br />

bekommt. Um an die gehaltvollere<br />

Hintermilch zu gelangen,<br />

muss es mindestens<br />

acht bis zehn Minuten pro Seite<br />

trinken.<br />

Um herauszufinden, ob das<br />

Kleine wirklich Hunger hat,<br />

streiche ich mit einer Fingerkuppe<br />

sanft über seinen<br />

Mundwinkel. Geht sein Köpfchen<br />

mit und schmatzt das<br />

Kleine laut, hat es Hunger!<br />

Wickeln Sie das Baby, wenn<br />

es mit der ersten Brust fertig<br />

ist. Damit erreichen Sie drei<br />

Dinge: Babys Po ist wieder sauber,<br />

wenn es beim Trinken etwas<br />

in die Windel gedrückt<br />

hat. Es hat Gelegenheit, ein<br />

Bäuerchen zu machen. Und es<br />

wird durch das Wickeln munter<br />

und kann anschließend<br />

besser trinken.<br />

▸▸▸<br />

Und manche Mütter wollen, dass ihr<br />

Partner den gleichen Einsatz fürs<br />

Baby zeigt wie sie und auf seine Hobbys<br />

verzichtet. Dabei brauchen auch<br />

Männer einen Ausgleich zur Arbeit.“<br />

Eltern dürfen egoistisch sein<br />

Die Babyflüsterin rät Paaren, sich bereits<br />

vor der Geburt ihres Kindes darüber<br />

zu verständigen, wie sie die Versorgung<br />

und Erziehung des Kleinen<br />

aufteilen wollen. Erika Wüchner:<br />

„Das ist ganz wichtig, denn Streit und<br />

Stress übertragen sich auf das Kind.<br />

Babys haben sehr feine Antennen dafür,<br />

ob alles in Ordnung ist. Eltern<br />

können also sehr wohl beeinflussen,<br />

wie zufrieden und ausgeglichen ihr<br />

Kleines wird.“<br />

Dazu gehört auch, ein wenig egoistisch<br />

zu sein und sich in den ersten<br />

Tagen und Wochen vor allzu viel Besuch<br />

abzuschotten. In der ersten Zeit<br />

braucht ein Baby vor allem Zeit und<br />

Ruhe, um in der Welt „anzukommen“.<br />

Auch von ungebetenen Ratschlägen<br />

sollten junge Mütter sich lieber nicht<br />

beeinflussen lassen, sagt die Babyflüsterin:<br />

„Vertrauen Sie auf Ihr Gefühl.<br />

Es gibt keine dogmatischen Lösungen,<br />

jede Familie muss ihren<br />

eigenen Weg finden!“<br />

▸▸▸<br />

Wenn sich das Stillen gut<br />

eingespielt hat, können Sie<br />

Muttermilch abpumpen und<br />

etwas unternehmen, während<br />

der Papa das Baby füttert. Am<br />

besten bekommt das Kleine<br />

sein Fläschchen dann mit dem<br />

Teesauger (feineres Loch), damit<br />

es nicht brustfaul wird.<br />

Lassen Sie sich nicht unnötig<br />

stressen, wenn Sie nicht genügend<br />

Milch haben. Geben Sie<br />

Ihrem Baby die Brust und zusätzlich<br />

Säuglingsmilch, damit<br />

es satt wird.<br />

12<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Side Impact Cushion Technology<br />

Rundum sicher<br />

Studien ** belegen: jeder fünfte Seitenaufprall ist die Ursache dafür, dass Kinder im Fahrzeug verunglücken. Deshalb<br />

haben wir unsere ausgezeichneten KID Sitze zusätzlich mit einem neuen Seitenaufprallschutz (SICT) * ausgestattet.<br />

Die energieabsorbierenden Aufprallkissen dämpfen die im Seitenaufprall wirkenden Kräfte bevor sie Ihr Kind<br />

erreichen. So machen wir unsere für den Seitenaufprall optimierten KID, KID plus und KIDFIX noch sicherer.<br />

Unsere Aufgabe ist der bestmögliche Schutz von Kindern unterwegs.<br />

Erfahren Sie mehr unter www.sict.britax-roemer.de<br />

* Side Impact Cushion Technology: Seitenaufprall-Dämpfungs-Technik ** 2005 BRITAX RÖMER Studie<br />

Von 4 - 12 Jahren 15 - 36kg Gruppe 2-3<br />

KID SICT KID plus SICT KIDFIX SICT<br />

www.britax-romer.de


Im ersten Jahr<br />

▸▸▸<br />

Ihr Erfolgsrezept<br />

Erika Wüchner hat selbst keine Kinder<br />

(„Irgendwie hat sich’s nicht ergeben“).<br />

Dafür hat sie mittlerweile etwa<br />

200 Mädchen und Jungen betreut.<br />

Mit vielen ehemaligen Kunden ist sie<br />

heute eng befreundet, sie laden sie<br />

zur Taufe, Konfirmation oder Abiturfeier<br />

ihrer Schützlinge ein.<br />

Was ist ihr Erfolgsrezept? „Ich bin<br />

ausgeglichen“, antwortet sie. „Ich denke<br />

nicht nur an die Bedürfnisse der<br />

Babys, sondern auch an die der Eltern.<br />

Umgekehrt spreche ich auch<br />

Kritisches an.“ Und natürlich kann<br />

sie als Profi in Situationen, in denen<br />

es schwierig wird, ruhiger und gelassener<br />

bleiben als die Eltern, die emotional<br />

stärker beteiligt sind.<br />

Nach drei Monaten ist Erika Wüchners<br />

Einsatz meistens beendet. Weil<br />

sich bis dahin das <strong>Leben</strong> der jungen<br />

Familie eingespielt hat, aber auch,<br />

weil das Kleine mit drei Monaten seine<br />

Umgebung bewusster wahrnimmt.<br />

Es beginnt, eine intensivere Beziehung<br />

zu seiner Betreuerin aufzubauen,<br />

erkennt ihre Stimme, lächelt sie<br />

an. „Es ist aber nicht mein Kind. Deshalb<br />

ist es besser für das Kleine und<br />

für mich, wenn ich dann gehe“, erklärt<br />

die Kinderfrau. Dass ihr die<br />

Trennung schwerfällt, zeigt ihr Abschiedsritual:<br />

„Ich gehe immer, wenn<br />

das Kleine schläft. Weil ich sonst wochenlang<br />

diesen letzten Blick nicht<br />

vergessen kann.“<br />

<br />

Andrea Schmidt-Forth<br />

Schlaf gut,<br />

Kleines!<br />

Was am Tag passiert,<br />

beeinflusst auch Babys<br />

Nachtschlaf. Erika Wüchners<br />

Tipps für ruhige Nächte:<br />

Den Tagesablauf so strukturieren,<br />

dass Phasen der Ruhe<br />

sich mit Zuwendung und Spiel<br />

harmonisch abwechseln. Hat<br />

das Baby tagsüber genug<br />

Mama (und Papa) bekommen,<br />

ist es zufrieden.<br />

Das Kind nicht überall mit<br />

hinschleppen, sonst ist es<br />

schnell überdreht.<br />

Achten Sie darauf, dass Ihr<br />

Baby auch tagsüber genug<br />

Schlaf bekommt. Das kleine<br />

Gehirn hat sonst nachts zu viel<br />

von dem zu verarbeiten, was<br />

es tagsüber erlebt hat.<br />

Führen Sie ein Gute-Nacht-<br />

Ritual ein, das Sie jeden Abend<br />

wiederholen. Wenn Sie Ihr<br />

Kind tagsüber hinlegen, gibt es<br />

kein solches Ritual.<br />

Gut, wenn das Bett für das<br />

Kleine von Anfang an etwas<br />

Besonderes und Schönes ist.<br />

Summen oder singen Sie Ihrem<br />

Kleinen zum Einschlafen<br />

ein Lied vor. Manche Babys<br />

mögen auch klassische Musik<br />

oder von Kindern gesungene<br />

Lieder – einfach ausprobieren.<br />

Prima, wenn das Babybettchen<br />

Rollen hat. Ganz kleine<br />

Kinder fahre ich gerne sanft in<br />

den Schlaf. Ein paarmal monoton<br />

hin- und herfahren auf einer<br />

Armlänge genügt. Nebenher<br />

lese ich ein bisschen in<br />

einem Buch (die Zeitung knistert<br />

zu laut).<br />

Download<br />

Wie Sie die Schlafphasen Ihres Kindes von der 6. <strong>Leben</strong>swoche<br />

an verlängern können, verrät die Babyflüsterin auf<br />

www.leben-und-<strong>erziehen</strong>.de<br />

Einfach unter Download die Info „Schlafen lernen“ anklicken.<br />

Das Kleine hat nicht immer<br />

Hunger, wenn es nachts aufwacht.<br />

Versuchen Sie, es zunächst<br />

im Bett zu beruhigen.<br />

Machen Sie kein Licht, streicheln<br />

Sie sein Köpfchen und<br />

sagen: „Alles gut, sch, sch, sch!“<br />

Fotos: iStockphoto.com (3), privat<br />

14<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


* Anfahrtsskizzen unter babywalz.de<br />

Unsere Fachgeschäfte<br />

auf einen Blick: *<br />

Aachen<br />

Bad Waldsee<br />

Bamberg<br />

Bayreuth<br />

Bergkamen<br />

Berlin<br />

Bocholt<br />

Bonn-Bad Godesberg<br />

Böblingen<br />

Bremen<br />

Bremerhaven<br />

Chemnitz<br />

Cottbus<br />

Delmenhorst<br />

Dormagen<br />

Dortmund<br />

Dresden/Neustadt<br />

Düsseldorf<br />

Frankfurt/Main<br />

Freiburg<br />

Freilassing<br />

Fulda<br />

Gera<br />

Göppingen<br />

Haar/München<br />

Halle<br />

Hamburg<br />

Hannover<br />

Hermsdorf<br />

Herne<br />

Jena<br />

Kaiserslautern<br />

Karlsruhe<br />

Kassel<br />

Kiel<br />

Konstanz<br />

Landau<br />

Leipzig<br />

Lippstadt<br />

Ludwigshafen<br />

Lübeck<br />

Lüneburg<br />

Magdeburg<br />

Mannheim<br />

Marl<br />

Moers<br />

Mönchengladbach<br />

Mülheim-Kärlich<br />

Nürnberg<br />

Oberhausen<br />

Passau<br />

Pforzheim<br />

Pirmasens<br />

Regensburg<br />

Remscheid<br />

Rostock<br />

Rüsselsheim<br />

Saarbrücken<br />

Schorndorf<br />

Stuttgart<br />

Trier<br />

Weil am Rhein<br />

Wetzlar<br />

Wiesbaden<br />

Wolfsburg<br />

Würzburg<br />

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0810 95 96 97<br />

10 Cent/Min.<br />

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071 744 05 55<br />

Unsere Datenschutzpraxis steht im Einklang mit den aktuellen Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) sowie<br />

des Telemediengesetzes (TMG). Wir verarbeiten und nutzen personenbezogene Daten zur Auftragsabwicklung und zur<br />

Pflege der Kundenbeziehungen und für unsere Werbeansprachen. Dafür leiten wir ggf. die erforderlichen Daten an spezialisierte<br />

Dienstleister wie Call-Center, Zusteller und EDV-Dienstleister weiter. Zum Zwecke der eigenen Kreditprüfung nutzen<br />

wir Bonitätsinformationen auf der Basis mathematisch-statistischer Verfahren unter Verwendung von Anschriftsdaten.<br />

Außerdem werden die Antragsdaten (Vor- und Zuname, Geburtsdatum sowie Anschrift) an die infoscore Consumer<br />

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zum Zwecke der Bonitätsprüfung übermittelt. Ggf. nutzen und übermitteln wir listenmäßige Adressdaten für schriftliche<br />

Werbeansprachen unserer Partnerunternehmen aus den verschiedensten Branchen (Versandhandelsunternehmen,<br />

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Spielen & fördern<br />

Im Land<br />

der Farben<br />

Die<br />

schönsten<br />

Spiel-<br />

Ideen<br />

und Formen<br />

16<br />

Alle Fische<br />

ins Wasser<br />

Auf ein Stück Pappe ein blaues<br />

Meer mit einem Schiffchen<br />

malen, auf ein anderes eine<br />

grüne Wiese mit Blumen.<br />

Marienkäfer und Fische auf<br />

Tonkarton zeichnen, ausmalen<br />

und ausschneiden. Jetzt ist<br />

Ihr Kleines an der Reihe. Es soll<br />

die Marienkäfer auf die Wiese<br />

setzen und die Fische im Meer<br />

schwimmen lassen. Dazu<br />

passt der folgende Vers:<br />

Die Fischlein, sie schwimmen<br />

im großen, blauen Meer.<br />

Die Käferchen, sie schwirren<br />

auf der grünen Wiese hin und her.<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011<br />

Ein blaues Dreieck,<br />

ein rotes Viereck und<br />

die gelbe runde Sonne<br />

auf der Tapete: Schon<br />

kleine Kinder unterscheiden<br />

Farben und<br />

Formen. Pfiffige<br />

Spiel-Ideen zum Üben<br />

Zuerst rot,<br />

dann gelb<br />

Auf dem Boden steht eine Schachtel.<br />

Legen Sie Bauklötze hinein und benennen<br />

Sie dabei die Farben: „Zuerst das<br />

rote Klötzchen, dann das blaue Klötzchen,<br />

dann das gelbe Klötzchen.“ Jetzt<br />

ist Ihr Kleines dran: Es soll jedes Mal die<br />

richtigen Klötzchen in die Schachtel<br />

legen. Später darf Ihr Kind alle roten<br />

Klötze in eine rote Schachtel legen usw.<br />

Alle schlafen<br />

In den Deckel eines leeren Schuhkartons werden<br />

verschieden große Öffnungen geschnitten:<br />

runde für kleine Bälle, dreieckige für<br />

Dreiecks-Klötzchen und Spalten für Spielkarten.<br />

Ihr Kind darf die Bälle, Klötzchen und<br />

Karten zu Bett bringen und in die passenden<br />

Öffnungen stecken.<br />

Der<br />

rote Ball<br />

Wo ist der rote Ball geblieben?<br />

Hast du ihn gesehn?<br />

Hast du ihn gesehn?<br />

Ja, du hast ihn schon gefunden,<br />

das ist wunderschön!<br />

In einem offenen Karton liegen<br />

verschiedenfarbige Dinge. Zur<br />

Melodie von „Alle meine Entchen“<br />

singen Sie unser Lied und<br />

setzen immer andere Farben<br />

ein (wo ist der blaue Strumpf,<br />

das gelbe Tuch, die grüne Mütze<br />

geblieben?). Ihr Kind soll den<br />

passenden Gegenstand aus<br />

dem Karton holen.


Farbenhäuser<br />

Auf dem Boden liegen ein roter und<br />

ein gelber Reifen – und in einiger<br />

Entfernung rote und gelbe Sachen:<br />

Kissen, Tücher, Becher, Plastikteller,<br />

Bälle, Kleidungsstücke usw. Ihr Kleines<br />

bringt alle roten Dinge ins rote<br />

Reifenhaus, Sie alle gelben ins gelbe<br />

Haus – und dann umgekehrt.<br />

Priv.-Dozent Dr.<br />

Michael Kavsek<br />

ist Entwicklungspsychologe<br />

an der Rheinischen Friedrich-<br />

Wilhelm-Universität Bonn<br />

Bereits Neugeborene können<br />

Farben erkennen – vor allem hochgesättigte<br />

und reine, zum Beispiel<br />

ein reines Rot. Mit etwa vier Monaten<br />

nehmen Babys fast alle Farben<br />

wahr. Das Gleiche gilt fürs<br />

Formensehen. Die Kleinen beginnen<br />

zu erkennen, ob Dinge ähnlich<br />

oder verschieden sind. Diese Fähigkeit<br />

bauen sie im Laufe der<br />

nächsten Monate immer mehr<br />

aus. Schon mit sieben bis zwölf<br />

Monaten haben sie eine Vielzahl<br />

von Kategorien ausgeformt: Möbel,<br />

Tiere, Fahrzeuge ...<br />

Wenn Eltern dies spielerisch unterstützen,<br />

fördern sie gleichzeitig<br />

die kognitive Entwicklung und das<br />

Konzentrationsvermögen ihres<br />

Kindes.<br />

Klammerkönig<br />

Alle<br />

meine<br />

Tiere<br />

Schneiden Sie aus<br />

Zeitschriften und<br />

Spielzeugka talogen<br />

Tiere aus. Ordnen<br />

Sie gemeinsam mit<br />

Ihrem Kind: vierbeinige<br />

und zweibeinige,<br />

große und<br />

kleine, Hunde und<br />

Katzen, Vögel und<br />

Fische ...<br />

Im kleinen<br />

roten Haus<br />

In einem kleinen roten Haus<br />

wohnt der dicke blaue Klaus.<br />

Auch die grüne Frau vom Klaus<br />

wohnt im kleinen roten Haus.<br />

Als nächstes kommt die rote Grete<br />

mit ihrer Schwester, der blauen Käthe.<br />

Und ganz zum Schluss das gelbe Mäuschen.<br />

Es wohnt auch in uns‘rem roten Häuschen.<br />

Malen Sie auf Ihren Handrücken einen roten Punkt<br />

und auf die Fingerkuppen Punkte – farblich passend<br />

zum Vers. Eine Faust machen und nacheinander den<br />

Daumen und die Finger herauskommen lassen.<br />

Schneiden Sie aus roter, blauer und gelber<br />

Wellpappe etwa 5 cm breite Streifen. Die<br />

Enden werden dem Kopfumfang Ihres<br />

Kindes angepasst und zusammengetackert.<br />

Ihr Kind darf nun blaue Wäscheklammern<br />

als Zacken auf die blaue Krone<br />

stecken, rote Klammern auf die rote Krone<br />

– und zum Schluss die gelben Klammern<br />

auf die gelbe Krone.<br />

Bausteine<br />

kaufen<br />

Ihr Kind ist der Holzhändler. Schütten<br />

Sie alle bunten Bausteine auf<br />

einen Haufen. Dann rufen Sie beim<br />

Holzhändler an und bestellen eine<br />

Ladung grüne Bauklötze. Beim<br />

nächsten Mal soll der Händler rote<br />

oder gelbe bringen.<br />

Text und Ideen: Margret Nußbaum; Fotos: Onoky (4), privat<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 17


Humor<br />

i<br />

<br />

K ndermund<br />

Die besten Witze, Anekdoten und Fotos unserer Leser<br />

<br />

Ätsch, mir<br />

ist nicht kalt.<br />

Ich hab ja 'ne<br />

Mütze auf …<br />

Emilia Rabe (1), Apolda<br />

Blonde<br />

Nudeln<br />

Bei Oma gibt es zum<br />

Mittagessen grüne<br />

Nudeln mit Lachs.<br />

Barbara (3) sagt:<br />

„Ich mag aber nur<br />

blonde Nudeln!“<br />

Stephanie Bruhn,<br />

Gau-Bischofsheim<br />

Erste Klasse<br />

Ich fahre mit meiner Tochter (7) Zug und wir<br />

suchen einen Sitzplatz. In einem Wagen mit<br />

freien Plätzen sage ich: „Nein, hier können<br />

wir nicht sitzen. Das ist die erste Klasse.“<br />

Darauf meine Tochter: „Aber ich bin doch in<br />

der ersten Klasse.“<br />

Konstanze Heider, Bad Doberan<br />

„Huch,<br />

ich bin<br />

ja ganz<br />

nackt“<br />

Ruben Arda Härtlein<br />

(8 Monate),<br />

Cadolzburg<br />

Die drei von der<br />

Sesamstraße<br />

Hannah Delany (6 Monate),<br />

Werne<br />

Fotos: Hersteller (2), privat (3)<br />

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18<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


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Erziehung<br />

Mama hü<br />

hü<br />

Der eine verwöhnt,<br />

der andere ist streng:<br />

Bei der Erziehung ziehen Eltern nicht immer an einem Strang.<br />

Aber ist das schlimm?<br />

Diplom-Psychologin Dr. Beate Minsel<br />

sagt, worauf es ankommt<br />

Aber Mama hat's<br />

erlaubt …<br />

Ein Schokoriegel ist<br />

schuld daran, dass der<br />

Haussegen schief hängt.<br />

Weil Mama ihn verbietet<br />

und Papa ihn erlaubt.<br />

Ist die Mutter dann zu streng? Nimmt<br />

der Vater die Erziehung des Nachwuchses<br />

nicht ernst genug? Vorwürfe<br />

werden laut, die Eltern streiten sich<br />

plötzlich über ihre unterschiedlichen<br />

Auffassungen von Erziehung. Um die<br />

Schokolade geht es dann längst nicht<br />

mehr. Damit solche Konflikte nicht eskalieren,<br />

genügt es, sich an ein paar<br />

Spielregeln zu halten. Dann schaffen<br />

Eltern es auch, an einem Strang zu ziehen<br />

– zumindest meistens.<br />

„Miteinander reden ist die erste und<br />

wichtigste Lektion“, sagt Diplom-Psychologin<br />

Dr. Beate Minsel vom Staatsinstitut<br />

für Frühpädagogik in München.<br />

Denn: „Wie wir unsere Kinder<br />

<strong>erziehen</strong> möchten, hängt auch davon<br />

ab, welche Erfahrungen wir selbst in<br />

unserer Kindheit gemacht haben.“<br />

Da können Welten aufeinanderprallen<br />

und Eltern müssen einen gesunden<br />

Mittelweg finden. Deshalb ist es gut,<br />

wenn Paare gemeinsam überlegen,<br />

welche Regeln im Alltag gelten sollen:<br />

Darf das Kind im Elternbett schlafen?<br />

Wann soll das Kleine ins Bett?<br />

Wie lange darf es fernsehen?<br />

Sind Süßigkeiten erlaubt? Und wenn<br />

ja, wie oft und wie viele?<br />

Reden Sie auch über Werte, die Sie<br />

vermitteln möchten: Soll das Kind lernen,<br />

Verantwortung zu übernehmen,<br />

eigenständig zu handeln oder hilfsbereit<br />

zu sein? Dazu gehört auch, dass<br />

Eltern sich auf einen Erziehungsstil<br />

einigen. Wie wollen sie mit einem<br />

Trotzkopf umgehen? Was tun, wenn<br />

das Kind auch bei der fünften Ermahnung<br />

nicht gehorcht?<br />

All diese Fragen haben sich Jenny und<br />

Sven Schmidt aus Salzwedel damals<br />

auch gestellt, als ihr erster Sohn Erik<br />

unterwegs war. Heute ist er vier und<br />

hat einen kleinen Bruder Oskar (1½):<br />

„Sven und mir war wichtig, dass wir<br />

uns nie vor den Kindern über die Erziehung<br />

streiten wollen“, erzählt Jenny<br />

Schmidt. Ein kühnes Vorhaben. Aber<br />

klappt das auch?<br />

„Ja, meistens“, antworten beide wie<br />

aus einem Munde. „Weil wir uns an<br />

unsere Regeln halten und alle Aufgaben<br />

teilen“, erklärt Jenny Schmidt.<br />

Das heißt aber nicht, dass sie und ihr<br />

Mann alles genau gleich machen. Zwar<br />

ist das Ziel klar definiert, aber der Weg<br />

nicht. Ein Beispiel: Beim Zubettgehen<br />

liest Jenny eine Geschichte vor,<br />

20<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


und<br />

hott<br />

Sven singt lieber. Okay ist beides.<br />

„Und die Kinder lernen, dass das <strong>Leben</strong><br />

voller Variationen steckt, jeder<br />

Mensch seine eigene Art hat“, ergänzt<br />

Dr. Beate Minsel. Das Modell Alltagsmama<br />

– Freizeit papa hat in vielen Familien<br />

längst ausgedient. Der Grund:<br />

„Väter beteiligen sich heute viel stärker<br />

an der Erziehung der Kinder. Und<br />

Mütter wollen beides: Familie und Beruf“,<br />

erklärt die Expertin.<br />

So eine Aufgabenteilung erfordert<br />

viel Toleranz, Vertrauen und Gelassenheit<br />

– auf beiden Seiten. Denn<br />

nicht immer ist man mit einer Entscheidung,<br />

die der Partner getroffen<br />

hat, zufrieden. „Ja, so geht es mir auch<br />

manchmal“, gesteht Susan Johann aus<br />

Bammental bei Heidelberg, Mutter<br />

von Pauline (1½). Zum Beispiel, als<br />

Pauline abends partout nicht die Zähne<br />

putzen wollte. „Sie bekommt gerade<br />

Backenzähne und das tut ihr<br />

weh. Sie hat geweint und ich weiß,<br />

ich hätte nachgegeben. Thomas<br />

ist strenger und bestand auf dem<br />

Zähneputzen“, erzählt ▸▸▸<br />

… Dann<br />

wollen<br />

wir sie<br />

fragen …<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 21


Erziehung<br />

„Sind wir unterschiedlicher<br />

Meinung, geht einer<br />

aus dem Zimmer“<br />

Susan (32) und Thomas<br />

Johann (35) mit Pauline<br />

(1 ½) aus Bammental<br />

„Wir <strong>erziehen</strong> ganz unterschiedlich,<br />

auch wenn wir natürlich ein<br />

gemeinsames Ziel haben: Pauline<br />

soll ein selbstbewusstes, glückliches<br />

Mädchen werden“, erzählt<br />

Susan Johann. Ihr Mann Thomas<br />

ist strenger, mutiger und traut<br />

Pauline mehr zu. Susan dagegen<br />

ist gefühlvoller, einfühlsamer,<br />

aber auch nachgiebiger. „Trotzdem<br />

schaffen wir es immer, die<br />

Entscheidung des anderen zu tolerieren.<br />

Notfalls verlässt einer<br />

den Raum“, erzählt Thomas Johann.<br />

Das macht Susan zum Beispiel<br />

immer dann, wenn Thomas<br />

die Kleine mit Werkzeug hantieren<br />

lässt. „Lieber reden wir später<br />

in Ruhe darüber. Aber vor<br />

Pauline wollen wir keine Konflikte<br />

austragen“, sagt Susan Johann.<br />

Denn ihr ist wichtig: „Pauline soll<br />

in einem harmonischen Elternhaus<br />

aufwachsen.“<br />

„Hin und wieder mischt sich<br />

doch mal der andere ein“<br />

Jenny (30) und Sven Schmidt (37) mit<br />

Erik (4) und Oskar (1 ½) aus Salzwedel<br />

„In 90 Prozent der Fälle sind wir uns einig, wenn<br />

es um die Erziehung unserer Jungs geht. Aber<br />

manchmal kommt es eben doch vor, dass man<br />

sich einmischt“, sagt Jenny Schmidt. Zum Beispiel,<br />

wenn ihr Mann in ihren Augen zu streng reagiert.<br />

„Kürzlich wollte Erik sein Spielzeug nicht<br />

aufräumen. Da hat Sven ihm verboten, das Sandmännchen<br />

am nächsten Abend anzuschauen. Mit<br />

der Strafe konnte Erik aber nichts anfangen, er<br />

hätte doch gar nicht mehr gewusst, warum er<br />

nicht fernsehen darf“, erzählt die Mutter. Also hat<br />

sie sich eingeschaltet und Erik erklärt, dass alle<br />

Spielsachen, die in zehn Minuten noch herumliegen<br />

für einen Tag weggeschlossen werden. Sven<br />

war zunächst verärgert, dass seine Frau sich einmischt:<br />

„Ich dachte: Toll, nun wird Erik mich nicht<br />

mehr ernst nehmen, wenn ich etwas sage.“<br />

Schließlich hat der Vater eingelenkt: „Meine Strafe<br />

war für Erik tatsächlich nicht nachvollziehbar.“<br />

Nein, jeder<br />

erzieht so, wie er<br />

es für richtig hält<br />

3%<br />

Als Mutter gebe ich<br />

die Richtung vor<br />

12%<br />

1%<br />

Als Vater<br />

gebe ich die<br />

Richtung<br />

vor<br />

Ja, meistens schon<br />

32%<br />

Bei manchen<br />

Punkten haben<br />

wir verschiedene<br />

Ansichten<br />

▸▸▸ Susan Johann. Doch statt ihrem<br />

Mann in den Rücken zu fallen, ist sie in<br />

die Küche gegangen und hat den Geschirrspüler<br />

ausgeräumt. Susan: „Als<br />

Pauline im Bett war, haben wir noch<br />

einmal über Thomas' Reaktion gesprochen.<br />

Ich fand sie nämlich viel zu<br />

hart. Aber Thomas meinte, wenn er<br />

nachgegeben hätte, würde es jeden<br />

Abend Stress geben. Damit hat er vermutlich<br />

sogar recht.“<br />

Heißt das, dass sich Eltern vor ihren<br />

Kindern immer einig sein müssen?<br />

„Nein, auf gar keinen Fall“, sagt die<br />

Diplom-Psychologin. „Größere Differenzen<br />

klären Eltern zwar besser unter<br />

vier Augen, kleinere Auseinandersetzungen<br />

dürfen Kinder ruhig mitbekommen.<br />

Das ist sogar gut für ihre<br />

Entwicklung. Wichtig ist dabei, dass<br />

die Diskussion sachlich und fair geführt<br />

und der Konflikt gelöst wird“,<br />

betont die Expertin. So lernen Kinder,<br />

sich zu behaupten und bei Auseinandersetzungen<br />

Kompromisse zu finden.<br />

Denn auch beim Streiten sind Mama<br />

und Papa das beste Vorbild. <br />

Bea Lemcke<br />

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22<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


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reagieren einfach<br />

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Tagebuch<br />

Luis ist drei Monate alt.<br />

Alt genug, um das erste<br />

Mal in Urlaub zu fahren,<br />

finden seine Eltern<br />

Silke Weiher (30) und<br />

Bernhard Brunner (35).<br />

Was er dabei erlebt und<br />

welche Premieren<br />

Luis noch meistert,<br />

erzählt seine Mama<br />

in ihrem Tagebuch<br />

Luis feiert<br />

Premiere!<br />

24<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


4. bis 6. Monat<br />

Steckbrief<br />

Freitag, 18. Juni 2010<br />

22 Uhr<br />

Hurra! Wir fahren nach Italien! ZWEI<br />

GANZE WOCHEN! Damit sich der<br />

Aufwand lohnt und Luis sich eingewöhnen<br />

kann im Süden. Morgen früh<br />

geht’s los! Das heißt: Sofern Bernhard<br />

den Kinderwagen, das Reisebett und<br />

all die Koffer, Taschen und Tüten<br />

jemals ins Auto bekommt. Momentan<br />

sieht es noch nicht danach aus.<br />

Am 9. März<br />

um 14.05 Uhr<br />

erblickte Luis<br />

das Licht der<br />

Welt. Seitdem<br />

dreht sich<br />

alles um ihn.<br />

Der erste Brei:<br />

Karotten aus dem<br />

Gläschen am 11. Juli<br />

Luis<br />

Lieblingsessen:<br />

Grießbrei<br />

Der erste Zahn:<br />

8. August, eine<br />

Woche später<br />

kommt die<br />

Nummer zwei<br />

Meine Daten<br />

Samstag, 19. Juni 2010<br />

4 Uhr morgens<br />

Eigentlich wollten wir ja erst um sechs<br />

losfahren, aber Luis schlug vor dem<br />

Wecker Alarm. Na, der freut sich wohl<br />

auch so wie wir. Ab in den Süden!<br />

Sonntag, 20. Juni 2010<br />

Buon giorno, Italia!<br />

Der erste Morgen in Italien. Luis<br />

findet es toll hier! Und die italienische<br />

Lässigkeit scheint auf ihn abzufärben:<br />

Gestern ließ er jedenfalls beim<br />

Stadtbummel schon den rechten Fuß<br />

aus dem Kinderwagen raushängen.<br />

Montag, 21. Juni 2010<br />

Sonnwende: Ab jetzt werden<br />

die Tage wieder kürzer. Und so<br />

wie‘s aussieht auch die<br />

Nächte<br />

Das war in der Tat die<br />

kürzeste Nacht des<br />

Jahres. Weil wir die<br />

anderen Urlauber<br />

nicht wecken<br />

wollen, stehen<br />

Bernhard und ich<br />

schon beim<br />

kleinsten Pieps an Luis‘<br />

Bett, bringen auf<br />

Wunsch Schnuller,<br />

Fläschchen, frische<br />

Windel. Und auch bei<br />

Völlegefühl, schlechten<br />

Träumen und<br />

anderen Problemchen sind wir stets<br />

zu Diensten. Na, das nenn ich mal<br />

Vollpension!<br />

Dienstag, 22. Juni 2010<br />

21 Uhr<br />

Das kindliche Schlafmuster werde ich<br />

nie durchschauen. Wir sitzen hier<br />

mitten am Marktplatz irgendwo in<br />

Italien: Die Kellnerin lässt ein Tablett<br />

mit Weingläsern fallen, der Koch<br />

schmettert italienische Arien. Und die<br />

Babys rundherum schlafen! Unseres<br />

eingeschlossen.<br />

23 Uhr<br />

Beim Versuch, mich leise ins Bett zu<br />

schleichen, stolpere ich über die<br />

Wasserflasche, knalle ungebremst<br />

gegen das Reisebett – Luis<br />

schlummert weiter.<br />

23.05 Uhr<br />

In Australien fällt<br />

ein Känguru in<br />

Ohnmacht. Luis<br />

hat‘s gehört.<br />

Bella Italia,<br />

wir kommen!<br />

Luis und seine<br />

Eltern genießen<br />

Sonne satt und<br />

die südliche<br />

<strong>Leben</strong>sart<br />

Mittwoch, 23. Juni 2010<br />

Heute Nacht sind fünf Kängurus<br />

ohnmächtig geworden.<br />

Donnerstag, 24. Juni 2010<br />

Nachts nur einmal aufgestanden und<br />

Luis beruhigt – endlich Ferien!<br />

Samstag, 3. Juli 2010<br />

Wieder zu Hause! Die letzte Woche in<br />

Italien war wirklich erholsam, vor<br />

allem die drei Tage, an denen<br />

Bernhards Eltern uns besucht haben.<br />

Während wir am Pool dösten, haben<br />

sie auf Luis aufgepasst – braucht ja<br />

auch mal Urlaub von uns, das Kind!<br />

Mittwoch, 7. Juli 2010<br />

Ich hatte ja ein bisschen Bammel vor<br />

der ersten Impfung, aber Luis ist<br />

tapfer: Zweimal wird er gepikst und er<br />

macht keinen Mucks. Der Kinderarzt<br />

warnt mich vor: Die meisten Kinder<br />

seien nach der Impfung ziemlich<br />

müde. Würde mich sehr wundern.<br />

Donnerstag, 8. Juli 2010<br />

Eltern, die ihrem Kind für jeden Pups<br />

Beifall klatschen, fanden Bernhard<br />

und ich früher ziemlich albern.<br />

Damals hatten wir noch keine<br />

Ahnung, wie sehr man sich über einen<br />

▸▸▸<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 25


Tagebuch<br />

4. bis 6. Monat<br />

▸▸▸<br />

Pups freuen kann. Überhaupt sind wir<br />

heute enthusiastischer als noch vor<br />

einem Jahr: Jedes Mal, wenn Luis uns<br />

anlacht, strahlen wir wie zwei<br />

Christbäume an Heiligabend. Und<br />

als er sich gestern zum ersten Mal<br />

gedreht hat, haben wir uns überschlagen<br />

vor Begeisterung. Ja, er macht uns<br />

viel Freude, unser Luis – jeden Tag.<br />

Aber am allermeisten freuen wir uns,<br />

wenn er abends im Bett ist.<br />

Sonntag, 18. Juli 2010<br />

Luis hört auf seinen Namen! Immer,<br />

wenn Bernhard „Luuuuiiiiiis!“ ruft,<br />

dreht er seinen Kopf und lacht ihn an.<br />

Ein Wunder! Na ja, fast: Er fühlt sich<br />

auch bei Kevin, Max und Sophie<br />

angesprochen. Könnte später mal<br />

schwierig werden auf dem Spielplatz.<br />

Montag, 19. Juli 2010<br />

Eine Woche nach dem ersten<br />

Karotten-Gläschen<br />

Gut, dass diese Woche mal schönes<br />

Wetter ist, dann können wir draußen<br />

essen. Sonst müssten wir jetzt die<br />

Wohnung neu tapezieren. Stattdessen<br />

reicht es, wenn wir einfach nur<br />

die Balkonmöbel streichen. Nein, es<br />

klappt gut mit der Beikost! Zu gut, um<br />

genau zu sein. Nach dem ersten<br />

Geschmacks-Schock ist Luis ganz wild<br />

auf Karotten. Er rudert so hektisch<br />

mit Armen und Beinen, dass jeder<br />

zweite Löffel im Nahkampf fällt. Da<br />

hilft auch kein Lätzchen. Ein<br />

selbstreinigender Taucheranzug<br />

wäre nicht schlecht.<br />

Endlich sind sie da,<br />

die ersten Zähnchen!<br />

Freitag, 23. Juli 2010<br />

11 Uhr<br />

„So Luis: Heute kocht die Chefin! Nix<br />

Fast-Food-Gläschen, sondern lecker<br />

Kartoffelbrei, von der Mami selbst<br />

gemacht!“<br />

11.15 Uhr<br />

Habe die Kartoffeln geschält, gekocht,<br />

gestampft, gerührt und zu Brei<br />

verarbeitet. Jetzt schnell noch Erbsen<br />

dazu, Luis wird schon unruhig.<br />

11.30 Uhr<br />

Mist, die Erbsen sind nicht kleinzukriegen.<br />

Jetzt stecken im Püree lauter<br />

Schalen. „Jaaa, Luis. Mami ist gleich<br />

fertig, musst nicht so schreien, gleich<br />

gibt‘s lecker Breichen!“<br />

11.45 Uhr<br />

„So fertig, mein Süßer! Los geht’s!<br />

Was machst du denn für ein Gesicht?<br />

Na komm, Spatzilein: Ein Löffel für<br />

die Mami … Nein? …. Na, dann halt<br />

einer für den Papi!“<br />

11.48 Uhr<br />

Brei fliegt mir um die Ohren! Kind<br />

verweigert jede weitere Nahrungsaufnahme.<br />

11.50 Uhr<br />

Ich geb‘s auf! Jetzt muss doch ein<br />

Gläschen her.<br />

12.10 Uhr<br />

Das Glas ist leer, das Kind ist satt und<br />

das war das letzte Mal, dass ich selbst<br />

gekocht habe. Jetzt muss ich nur noch<br />

versuchen, Bernhard an die Gläschen<br />

zu gewöhnen.<br />

Sonntag, 1. August 2010<br />

Alle reden von der Zahnfee. Wieso<br />

warnt einen niemand vor den<br />

Zahnmonstern? So eins lag heute<br />

Morgen in Luis‘ Bett.<br />

Es sabberte, brüllte und wetzte seine<br />

Zähne an den Gitterstäben. „Zahnmonster,<br />

was hast du mit unserem<br />

Luis gemacht?“, haben wir es gefragt.<br />

Da hat es so laut gebrüllt, dass wir<br />

Angst bekamen. Seitdem machen wir<br />

alles, was es will, nur damit es aufhört<br />

mit dem Geschrei.<br />

▸▸▸<br />

26<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Herzlich<br />

willkommen...<br />

... in einem unserer vielen<br />

Fachgeschäfte!<br />

Kiel<br />

Lübeck<br />

Bremenhaven<br />

Hamburg (2x)<br />

Schwerin<br />

Rostock<br />

Delmenhorst<br />

Bremen<br />

Lüneburg<br />

Hannover<br />

Berlin (5x)<br />

Wolfsburg<br />

Hermsdorf<br />

Magdeburg<br />

Bocholt<br />

Marl Lippstadt<br />

Cottbus<br />

Oberhausen<br />

Moers Herne Bergkamen<br />

Halle<br />

Düsseldorf Dortmund<br />

Leipzig<br />

Remscheid<br />

Kassel<br />

Dresden<br />

Mönchengladbach<br />

Dormagen<br />

Jena Gera<br />

Aachen Bonn-Bad Godesberg<br />

Chemnitz<br />

Mülheim-Kärlich<br />

Fulda<br />

Wetzlar<br />

Frankfurt<br />

Rüsselsheim<br />

Bamberg<br />

Wiesbaden<br />

Bayreuth<br />

Trier<br />

Würzburg<br />

Kaiserslautern<br />

Saarbrücken<br />

Mannheim<br />

Nürnberg (2x)<br />

Pirmasens Ludwigshafen<br />

Landau<br />

Regensburg<br />

Karlsruhe<br />

Stuttgart<br />

Pforzheim<br />

Göppingen<br />

Passau<br />

Böblingen<br />

Freiburg<br />

Weil am Rhein<br />

Bad Waldsee<br />

Konstanz<br />

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Wir freuen<br />

uns auf Ihren<br />

Besuch!


Tagebuch<br />

4. bis 6. Monat<br />

▸▸▸<br />

Fotos: Georgios Photography (5), privat<br />

Montag,<br />

2. August 2010<br />

Horror!!! Dieses<br />

Wort beschreibt am<br />

besten, was wir seit<br />

dem Wochenende<br />

durchmachen: Die<br />

Windeln sind voll<br />

von einem säuerlich<br />

riechenden Etwas,<br />

der Po leuchtet<br />

pavianrot und das<br />

einst so pflegeleichte<br />

Kind dreht<br />

voll am Rad. Und<br />

dann behaupten<br />

manche Ärzte,<br />

das Zahnen sei ein<br />

ganz natürlicher Vorgang, der den<br />

Kleinen nichts ausmacht. Wenn das<br />

kein Zahn ist, was ist das dann? Die<br />

Pubertät?<br />

Mittwoch, 4. August 2010<br />

Liebe Zahnfee – kannst du mich<br />

hören? Bitte bring ein paar deiner<br />

Milchzähne bei Luis vorbei. Du<br />

bekommst sie auch wieder! Oder<br />

gib ihm wenigstens was gegen die<br />

Schmerzen.<br />

Montag, 9. August 2010<br />

Luis wird fünf Monate und wir <strong>feiern</strong><br />

den ersten Durchbruch!<br />

Ha! Alle mal herhören! Ja, auch ihr,<br />

liebe Ärzte! Zahn in Sicht!!!<br />

Meine Güte, gerade war Luis noch<br />

unser kleines Baby und jetzt ist er<br />

schon fünf Monate und einen Zahn<br />

alt. Er wird erwachsen!<br />

Dienstag, 17. August 2010<br />

Langsam würde ich gern mal wieder<br />

etwas für mich alleine machen.<br />

Wellness, lesen oder Stadtbummel<br />

muss ja gar nicht sein. In Ruhe aufs Klo<br />

gehen wäre aber sehr schön für den<br />

Anfang.<br />

Karotten füttern<br />

in der weißen Bluse?<br />

Ganz schön gewagt!<br />

Donnerstag, 19. August 2010<br />

Ob ich schon fleißig Rückbildung<br />

mache, hat mich meine Hebamme<br />

heute gefragt. Ja – vor allem geistig.<br />

Ich kann mich jedenfalls nicht<br />

erinnern, jemals so vergesslich<br />

gewesen zu sein. Die Hebamme findet,<br />

ich solle trotzdem in so einen Kurs<br />

gehen. Aber ich bezweifle, dass mir<br />

das wirklich hilft.<br />

Dienstag, 24. August 2010<br />

Bevor wir ein Kind hatten, habe ich<br />

mich oft gefragt, was Mütter den<br />

ganzen Tag so machen. Ehrlich gesagt,<br />

frage ich mich das an manchen Tagen<br />

immer noch. Ich kann nur sagen, was<br />

ich nicht gemacht habe: aufgeräumt,<br />

etwas Anständiges gegessen und vor<br />

allem geschlafen. Und für das, was ich<br />

schaffe, brauche ich nun dreimal so<br />

lange. Wenn ich zum Beispiel schnell<br />

in den Supermarkt will …<br />

14 Uhr<br />

Luis hat ausgeschlafen, ist<br />

gewickelt und angezogen. Jetzt<br />

muss ich nur noch mich schnell<br />

zurechtmachen.<br />

14.15 Uhr<br />

Nein!!! Luis zieht ein Gesicht!<br />

Dieses Gesicht, das er nur macht,<br />

wenn er – na, Sie wissen<br />

schon! Also noch mal<br />

wickeln.<br />

14.30 Uhr<br />

Gerade greife ich nach<br />

meiner Jacke – jetzt<br />

spuckt er mir in hohem<br />

Bogen über die Schulter.<br />

Ich muss nicht erwähnen,<br />

dass es mittags Karotten<br />

gab.<br />

14.31 Uhr<br />

Ich atme tief durch.<br />

14.50 Uhr<br />

So, jetzt haben Luis und ich<br />

zwar frische Sachen an, aber<br />

nun ist es gleich wieder Zeit<br />

für Luis‘ Brei.<br />

Mittwoch, 25. August 2010<br />

Ich war dann nicht einkaufen. Aber<br />

unglücklich war ich auch nicht. Man<br />

wird lockerer mit Kind.<br />

Donnerstag, 9. September 2010<br />

Sechs Monate nach der Geburt<br />

und leicht beunruhigt<br />

Heute hatte Luis sein erstes Date mit<br />

einem Mädchen. Als er die kleine<br />

Tochter meiner Freundin sah, nahm er<br />

ihre Hand, hielt seinen Kopf ganz nah<br />

an ihr Gesicht, schaute ihr tief in die<br />

Augen und – rülpste! Zuerst waren<br />

wir Mütter sprachlos. Dann lachten<br />

wir schallend, was im Nachhinein ein<br />

Fehler war – jetzt denkt Luis sicher,<br />

das kommt gut an bei Frauen. Na, da<br />

haben wir ja in den nächsten Monaten<br />

noch eine Menge Arbeit vor uns …<br />

Die Taufe, das erste<br />

Weihnachtsfest –<br />

und was es bei Luis<br />

zu Hause sonst noch<br />

zu <strong>feiern</strong> gibt,<br />

erfahren Sie<br />

in einem der<br />

nächsten Hefte<br />

28<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


f<br />

DIE RICHTIGE<br />

ENTSCHEIDUNG:<br />

Impfen schützt<br />

vor Infektionskrankheiten<br />

Foto<br />

: fo<br />

toli<br />

a<br />

Infektionskrankheiten sind keine Kleinigkeit.<br />

Sie können schwerwiegende Folgen für die<br />

Gesundheit Ihres Kindes haben.<br />

IMPFEN SCHÜTZT<br />

Nicht nur Ihr Kind, sondern bei übertragbaren Krankheiten<br />

auch Familienmitglieder und Spielkameraden.<br />

IMPFEN IST SICHER<br />

Die Sicherheit der Impfstoffe wird laufend überprüft;<br />

Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf.<br />

IMPFEN WIRKT<br />

Wenn der Impfschutz frühzeitig und vollständig<br />

aufgebaut wird und nötige Auffrischungsimpfungen<br />

zeitgerecht erfolgen.<br />

IMPFEN IST ZUZAHLUNGSFREI<br />

Die Kosten empfohlener Impfungen im Kindesalter<br />

werden von den Krankenkassen übernommen.<br />

Sie müssen keine Praxisgebühr bezahlen.<br />

Sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin bzw. Ihrem Kinderarzt darüber,<br />

welche Impfungen für Ihr Kind empfohlen werden.<br />

www.impfen-info.de


Namen<br />

Strahlende Maus: Odetta freut<br />

sich jedes Mal, wenn man sie mit<br />

ihrem Namen anspricht<br />

Unser Kind<br />

heißt ...<br />

Manche machen ein großes Geheimnis daraus,<br />

andere schreiben ellenlange Listen oder studieren<br />

stapelweise Namenbücher. Hier erzählen<br />

Leserinnen und Leser von <strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong>,<br />

wie sie den Namen für ihr Kind gefunden haben<br />

Namen und ihre<br />

Bedeutung<br />

Ines<br />

(4 Monate)<br />

Fiona, Ines oder Alba – diese<br />

Namen waren bei uns in der<br />

engeren Wahl. Aber wir konnten<br />

uns einfach nicht festlegen. Also<br />

beschlossen wir, das Schicksal<br />

entscheiden zu lassen: Kommt<br />

unsere Tochter rothaarig zur Welt,<br />

soll sie Fiona heißen. Ist sie<br />

dunkelhaarig, bekommt sie den<br />

Namen Alba. Wird sie blond<br />

geboren, ist es eine Ines. Wir<br />

bekamen dann eine wunderschöne<br />

blonde Tochter und somit stand<br />

auch ihr Name fest: Ines.<br />

Jasmin Martin Villa, Biebergemünd<br />

Odetta<br />

(4 Monate)<br />

Der Name unseres Babys sollte<br />

melodisch, einfach und doch<br />

selten sein. Als ich meinem Mann<br />

einmal von meiner Kollegin<br />

Odetta erzählte, unterbrach er<br />

mich und meinte: „Odetta, das<br />

ist doch ein schöner Name!“<br />

Das fand ich auch und so beschlossen<br />

wir, unserer Tochter<br />

diesen Namen zu geben. Er<br />

stammt aus dem Althochdeutschen<br />

und bedeutet Reichtum.<br />

Und Odetta ist wirklich unser<br />

allergrößter Schatz. Ihr scheint<br />

der Name auch zu gefallen –<br />

sie lacht jedes Mal, wenn man<br />

sie mit Odetta anspricht.<br />

Judith Knoll, Erding<br />

Julian James<br />

(1 Jahr)<br />

Für unseren Kleinen wählten<br />

wir einen Doppelnamen: Brian<br />

Lucian. Leider machten wir den<br />

Fehler, den Namen vor der<br />

Geburt zu verraten, und so gab<br />

jeder seinen Kommentar dazu ab.<br />

Deshalb entschieden wir uns<br />

einen Tag vor der Geburt noch<br />

einmal um – für Julian James.<br />

Julian war mein Wunschname<br />

und mein Partner suchte James<br />

aus, denn ihm gefallen englische<br />

Namen. So entstand ein<br />

individueller Name für unseren<br />

süßen Sohn.<br />

Evelyn Harnisch, Wallhausen<br />

Es soll ein Name mit der<br />

Endung -ian sein? Oder<br />

doch lieber ein biblischer<br />

oder ein afrikanischer<br />

Name? Kein Problem!<br />

„Der Vornamenfinder“<br />

liefert Ihnen sogar<br />

gleich die richtige<br />

Bedeutung dazu. Toll:<br />

Das Buch enthält zum<br />

Beispiel Listen mit den<br />

schönsten internationalen<br />

Formen von<br />

Jakob (z. B. Giacomo,<br />

Jacques, James) oder<br />

Mädchennamen mit<br />

der Bedeutung „schön“<br />

(z. B. Astrid, Carina,<br />

Bonita).<br />

Duden,<br />

8,95 Euro<br />

Wie haben Sie den Namen für Ihr<br />

Baby gefunden? Schreiben Sie uns und<br />

Machen Sie mit! Schreiben Sie an:<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong>,<br />

erzählen Sie uns Ihre Namengeschichte! Die schönsten<br />

Einsendungen veröffentlichen wir. Schicken Sie uns<br />

dazu ein Kinderfoto und/oder ein Foto von Ihnen mit<br />

Ihrem Kind. Bitte auch den Geburtstag und für<br />

Rückfragen Adresse und Telefonnummer angeben.<br />

Kennwort: Vorname, Böheimstraße 8,<br />

86153 Augsburg, E-Mail: namen@bayard-media.de<br />

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Fotos<br />

nur zurückschicken können, wenn Sie einen<br />

frankierten Rückumschlag beilegen.<br />

Fotos: privat<br />

30<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Marie von<br />

Ebner-Eschenbach<br />

Jeder Anlass ist ein guter, um einem Kind die Hand zu<br />

reichen. Helfen Sie Not leidenden Kindern der Welt und<br />

unterstützen Sie die SOS-Kinderdörfer!<br />

Ridlerstraße 55, 80339 München, Tel.: 0800/50 30 300 (gebührenfrei)<br />

www.sos-kinderdoerfer.de


Schwangerschaft<br />

für mich!<br />

Unsere<br />

Expertin<br />

Eva-Maria<br />

Chrzonsz<br />

ist Mitglied<br />

im Deutschen<br />

Hebammenverband.<br />

Sie hat<br />

eine eigene<br />

Hebammen-<br />

Praxis in Fulda<br />

Schwanger zu sein ist aufregend und wunderschön.<br />

Genießen Sie diese Monate in vollen Zügen. Wir haben da ein paar Vorschläge<br />

W<br />

„Wenn Sie möchten, können Sie auch ein paar Tropfen<br />

Duftöl verwenden“, sagt Hebamme Eva-Maria Chrzonsz.<br />

Frische-Kick fürs Gesicht<br />

ährend der Schwangerschaft geht<br />

alles nach dem Lustprinzip. „Tun<br />

Sie das, was Ihnen gefällt und Ihnen<br />

guttut“, ermuntert Hebamme Eva-<br />

Maria Chrzonsz werdende Mütter. Sie<br />

haben Appetit auf ein Stück Sahnetorte? Dann gönnen<br />

Sie es sich! Sie möchten in die Sauna? Gerne! Oder lieber<br />

eine Massage? Auch das ist okay.<br />

Schaffen Sie sich im Alltag kleine Oasen der Ruhe und<br />

genießen Sie, wie Ihr Bauch sich rundet und das Baby<br />

wächst. Unsere Tipps helfen Ihnen dabei. Wir wünschen<br />

Ihnen viel Vergnügen!<br />

Schön wie Kleopatra<br />

Mit jedem Monat wird der Bauch größer und schwerer.<br />

Wie schön ist es dann im Wasser, wenn die Kugel fast<br />

schwerelos ist. Noch schöner wird‘s, wenn Sie baden wie<br />

Kleopatra. Die Essenz können Sie leicht selbst mischen.<br />

So geht‘s: 1 Tasse Bienenhonig im Wasserbad erwärmen,<br />

den warmen Honig mit 1 Liter heißer Milch und 3 EL<br />

Olivenöl verrühren und ins warme Badewasser geben.<br />

Zu dem Kleopatra-Bad passt eine wohltuende<br />

Joghurtmaske mit Früchten. Sie entspannt, belebt und<br />

erfrischt den Teint. Hier das Rezept: 1 Scheibe Ananas<br />

oder Papaya und ½ Gurke pürieren und mit 1 TL Honig<br />

sowie 1 TL Joghurt glatt rühren. „Tragen Sie die Maske<br />

auf, legen Sie sich in die Wanne und genießen Sie die<br />

Ruhe“, so die Expertin. Die Maske wird nach maximal<br />

30 Minuten mit lauwarmem Wasser abgespült.<br />

Babys Wohlfühlprogramm<br />

„Wenn es Mama gut geht und sie entspannt ist, spürt<br />

das auch das Baby und fühlt sich im Bauch rundum<br />

wohl. Schon jetzt mag es Liebkosungen“, erklärt die Hebamme.<br />

Nehmen Sie Ihr Lieblingsduftöl und bitten Sie<br />

Ihren Partner, den Babybauch damit sanft einzureiben<br />

und zu streicheln. Sie selbst tun am besten einfach nichts<br />

– und genießen.<br />

32<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


3 x<br />

Wellness-<br />

Urlaub<br />

Wohltat für die Füße<br />

zu gewinnen<br />

Kalte oder schwere Füße,<br />

geschwollene Beine? Dann<br />

haben Sie sich eine Pause<br />

und ein Bad verdient.<br />

Kalte Füße wärmen Sie<br />

am besten in einem ansteigenden<br />

Fußbad auf, denn<br />

das regt die Durchblutung an.<br />

„Beginnen Sie mit lauwarmem<br />

Wasser und geben Sie nach und<br />

nach heißes Wasser hinzu, so lange wie<br />

Sie es gut aushalten können“, rät die Expertin.<br />

Das Fußbad sollte maximal 20 Minuten dauern.<br />

Geschwollene Beine mögen kühles Wasser. Einfach<br />

in eine Schüssel geben, einige Tropfen Menthol- oder<br />

Kiefernöl hinzufügen und die Füße darin abkühlen.<br />

Wasser ade<br />

Kein Ring passt mehr auf den Finger und plötzlich<br />

sind die Schuhe zu eng? In der Schwangerschaft kommt<br />

es zu Wasser einlagerungen; deshalb schwellen Hände,<br />

Arme, Füße und Beine an. Viele Schwangere kennen<br />

das und finden es lästig. Aber wie wird man das Wasser<br />

wieder los? „Salzreiche Kost, viel trinken, regelmäßig<br />

spazierengehen und oft auch mal die Beine hochlegen“,<br />

empfiehlt die Hebamme Eva-Maria Chrzonsz.<br />

Schwitzen in der Sauna<br />

Sie sind immer gerne in die Sauna gegangen und würden<br />

das auch gerne mit Babybauch tun? Na dann los,<br />

unsere Hebamme hat keine Bedenken. Um den Kreislauf<br />

langsam an die Wärme zu gewöhnen, fangen Sie<br />

am besten in einer Sauna mit niedriger Temperatur an.<br />

Wellness im Hotel<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong> stellt drei Häuser vor,<br />

die spezielle Angebote für Schwangere haben<br />

In diesen drei Hotels vergessen Sie Raum und Zeit. Die Häuser sind<br />

Mitglied im Wellnessverband Deutschland (www.wellnessverband.de)<br />

bzw. tragen das zertifizierte Siegel der Institution Wellness-Hotels-<br />

Deutschland (www.w-h-d.de).<br />

Hier können Schwangere oder werdende Eltern noch einmal Kraft tanken,<br />

bevor die aufregende und wunderbare Zeit mit dem Baby beginnt.<br />

Sie würden sich gerne einmal in einem der Hotels von Kopf bis Fuß verwöhnen<br />

lassen? Mit etwas Glück können Sie einen mehrtägigen Aufenthalt<br />

für zwei Personen mit Wellness-Anwendungen gewinnen.<br />

Schreiben Sie uns bis zum 3. Februar 2011 und geben Sie bitte<br />

Ihr Wunschhotel an: <strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong>, Kennwort: Wellness,<br />

Böheimstraße 8, 86153 Augsburg, Fax: 08 21/45 54 81-13,<br />

E-Mail: redaktion@bayard-media.de<br />

Beauty-Vital-Wellness-Hotel Birkenhof<br />

in Grafenwiesen bei Regensburg<br />

3 Übernachtungen für 2 Personen<br />

im DZ „Bergkristall“, inklusive Wellness-Verwöhnpension.<br />

Außerdem: ein<br />

Paket „Sweet-Baby“ für die werdende<br />

Mama mit je 1 x Gesichtsmodellage,<br />

Thalasso Bodyshape, Pedicure oder<br />

Manicure, Relaxmassage und Dehnungsstreifencreme<br />

für zu Hause<br />

Info: www.hotel-birkenhof.de<br />

FREUND, das Hotel- und Spa-Resort<br />

in Vöhl/Oberorke bei Kassel<br />

2 Übernachtungen für 2 Personen<br />

im DZ, inkl. Frühstück. Außerdem:<br />

ein Paket „Freudige Erwartung“ für<br />

die Schwangere mit je 1 x Rücken- oder<br />

Beinmassage, Wohlfühlbad, kleiner<br />

Fußpflege, Handpeeling mit Handund<br />

Armmassage<br />

Info: www.hotelfreund.de<br />

Ein Winterspaziergang macht munter<br />

Der Schnee glitzert in der Wintersonne und die Luft<br />

ist eiskalt – warm eingepackt macht ein Spaziergang so<br />

richtig Spaß. „Erzählen Sie Ihrem Baby im Bauch, was<br />

Sie gerade sehen und wie schön friedlich die Winterlandschaft<br />

ist“, sagt die Hebamme. Je mehr Sie sich mit<br />

dem Ungeborenen beschäftigen, desto stärker wird das<br />

Band zwischen Ihnen schon jetzt.<br />

Und wenn Sie wieder heimkommen, machen Sie es sich<br />

mit einer Tasse heißem Kakao und einem guten Buch<br />

auf der Couch gemütlich.<br />

<br />

Bea Lemcke<br />

Fotos: Hotels (3), iStockphoto.com, privat<br />

Hotel Meerlust in Zingst/Fischland<br />

2 Übernachtungen für 2 Personen<br />

im DZ, inkl. Halbpension. Außerdem:<br />

ein Paket „Mami in Spe“ für die<br />

Schwangere mit je 1 x Schulter-Nacken-Massage,<br />

intensiv regenerierendem<br />

Körperwickel inkl. Körperpeeling,<br />

Streichmassage und entspannender<br />

Körperpackung, Gesichtskosmetik<br />

Info: www.hotelmeerlust.de<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 33


Gesundheit<br />

training<br />

<br />

Magen und Darm, die Bakterien und<br />

Viren gewissermaßen schon an der<br />

Haustür abfangen. Auf Eindringlinge,<br />

die trotzdem durchkommen, lauern<br />

dahinter Fress- und Killerzellen. Die<br />

dritte, intelligenteste Stufe des Immunsystems<br />

bildet Antikörper, die<br />

genau auf den einzelnen Erreger passen.<br />

Bei der nächsten Ansteckung<br />

erkennen diese ihn wieder und bekämpfen<br />

ihn so schnell, dass die<br />

Krankheit gar nicht ausbricht.<br />

Bei Kindern muss dieses Immunsystem<br />

natürlich noch viel lernen – wenn<br />

die Kleinen oft krank sind,<br />

absolvieren die Abwehrkräfte<br />

also<br />

ein vielfältiges<br />

Trainingsprogramm.<br />

Und genau<br />

wie bei vielen<br />

anderen Lern -<br />

prozessen vom<br />

Laufen bis zum<br />

Sprechen gilt auch<br />

hier: Kinder kom-<br />

Powerfür<br />

die Abwehr<br />

Mit einem starken Immunsystem<br />

kommt Ihr Kind gesund durch den Winter.<br />

So machen Sie die Abwehrkräfte fit<br />

Wie ungerecht: Nachbarssohn<br />

Anton tobt<br />

bei Wind und Wetter<br />

draußen herum, gerne<br />

auch ohne Schal und<br />

Mütze, lässt keine Pfütze aus und<br />

bleibt trotzdem kerngesund. Dagegen<br />

nimmt das wohlbehütete eigene Kind<br />

jeden Virus mit und brütet einen Infekt<br />

nach dem anderen aus …<br />

Den Unterschied macht das Immunsystem<br />

aus, eine ausgeklügelte, mehrstufige<br />

Barriere, mit der sich der Körper<br />

tagtäglich gegen ein Heer von<br />

Krankheitserregern zur Wehr setzt.<br />

In vorderster Front sind es die Haut<br />

und die Schleimhäute in Nase, Mund,<br />

Wind und Kälte machen<br />

Kindern nichts aus, wenn sie<br />

im Zwiebellook warm<br />

angezogen sind<br />

men besser voran, wenn ihre Eltern<br />

die richtigen Bedingungen dafür<br />

schaffen. Das bringt die Abwehrkräfte<br />

auf Trab:<br />

Bewegung<br />

Raus bei jedem Wetter<br />

Mindestens 30 bis 60 Minuten täglich<br />

sollten Kinder sich auch bei Wind<br />

und Kälte draußen bewegen, fordert<br />

Kneipp-Arzt Dr. Martin Schencking<br />

aus Ransbach-Baumbach im Westerwald.<br />

„Denn Bewegung steigert im<br />

Körper zum Beispiel die Bildung von<br />

Interleukinen. Diese Botenstoffe sind<br />

unter anderem für die Infektabwehr<br />

34<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


zuständig.“ Für Kinder gibt es kein<br />

schlechtes Wetter. Wenn sie warm<br />

angezogen sind, macht ihnen Kälte<br />

nichts aus. Am besten ist der „Zwiebellook“,<br />

also mehrere Schichten<br />

Kleidung übereinander, aber nicht<br />

mehr als bei den Eltern auch. Zu dick<br />

eingepackt können Kinder sich kaum<br />

noch bewegen. Doch gerade die Bewegung<br />

beim Schneemannbauen<br />

oder Pfützenspringen sorgt dafür,<br />

dass den Kleinen nicht kalt wird!<br />

Frische Luft<br />

Kostenloses Training<br />

Wind und Kälte zwingen den Körper,<br />

sich ständig wechselnden Temperaturen<br />

anzupassen und bringen damit<br />

den Blutkreislauf und den Stoffwechsel<br />

auf Touren. Das ist ein tolles Training<br />

für das Immunsystem. Deshalb<br />

ist für Kinder frische Luft wichtig –<br />

nicht nur bei täglichen Ausflügen ins<br />

Freie, sondern auch in der Wohnung.<br />

Also täglich mindestens zweimal<br />

mit weit geöffneten Fenstern lüften.<br />

Damit die Schleimhäute der Kinder<br />

nicht so schnell austrocknen, ist es<br />

gut, wenn die trockene Heizungsluft<br />

angefeuchtet wird, zum Beispiel mithilfe<br />

von nassen Tüchern.<br />

Ernährung<br />

Auf die Mischung kommt es an<br />

Vitamin C, Zink oder Probiotika<br />

werden oft als Schlüssel für ein starkes<br />

Immunsystem angepriesen. Für<br />

Dr. Schencking dagegen ist die Mischung<br />

entscheidend. Das heißt: Kinder<br />

brauchen insgesamt eine ausgewogene,<br />

gesunde Kost. „Dann kann<br />

der Körper eine gesunde Darmflora<br />

aufbauen, die maßgeblich an der<br />

Infekt abwehr beteiligt ist.“ Vitamine<br />

oder Mineralstoffe, die über den täglichen<br />

Bedarf hinausgehen, wandern<br />

dagegen einfach in die Toilette oder<br />

stören sogar die Aufnahme anderer<br />

wichtiger Stoffe. Als Anhaltspunkt<br />

dafür, wie die richtige Kost für Kinder<br />

aussieht, kann zum Beispiel die<br />

Ernährungspyramide des aid-Infodienstes<br />

(www.aid.de) dienen. Maß<br />

für eine Portion ist die eigene Hand.<br />

Die Pyramide sieht täglich vor<br />

sechs Portionen<br />

(je 100 ml) Getränke<br />

drei Portionen Gemüse<br />

zwei Portionen Obst<br />

vier Portionen Brot (oder<br />

drei Portionen Brot plus eine Portion<br />

Kartoffeln, Nudeln oder Reis)<br />

drei Portionen Milch ▸▸▸<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 35


Gesundheit<br />

<br />

Tipps<br />

MAMA: Weil Babys Immunsystem erst noch reifen muss,<br />

bekommt es die ersten Abwehrkräfte von der Mama mit auf den Weg –<br />

durch den Nestschutz und die Muttermilch.<br />

Ein bisschen DRECK darf sein – solange es keine Giftpflanzen,<br />

Schadstoffe oder Bakterien-Brutherde wie Putztücher sind.<br />

In keimfrei sauberen Wohnungen kann das Immunsystem von Kindern<br />

nicht trainieren.<br />

SAUNA: Ein gutes Training für das Immunsystem ist<br />

die Sauna. Hier und da bieten Bäder schon eine „Babysauna“ an.<br />

Aber bitte nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt und solange es<br />

den Kleinen gefällt!<br />

10-12<br />

Erkältungen<br />

pro Jahr halten<br />

Kinderärzte bei kleinen Kindern für gesund –<br />

vorausgesetzt, sie erholen sich gut davon.<br />

Denn mit jedem überstandenen Infekt wird ihr<br />

Immunsystem ein bisschen stärker.<br />

▸▸▸ dazu pro Woche<br />

zwei bis drei Portionen Fleisch<br />

zwei Eier und<br />

eine Portion Fisch<br />

Geborgenheit<br />

Bitte viel kuscheln!<br />

„Aus Studien mit Schulkindern wissen<br />

wir: Je mehr sie unter Stress stehen, desto<br />

häufiger werden sie krank“, erklärt<br />

Dr. Schencking. Wenn sie sich in ihrer<br />

Haut nicht wohlfühlen, leidet also auch<br />

ihr Immunsystem. Bei jüngeren Kindern<br />

ist dieser Zusammenhang noch enger,<br />

vermutet er.<br />

Für die Seele und für den Körper ist es<br />

Balsam,<br />

wenn Eltern ihr Kind täglich spüren<br />

lassen, dass sie es lieben und so mögen,<br />

wie es ist.<br />

wenn Kinder sich beim Spielen entfalten<br />

und die Welt entdecken können.<br />

wenn Eltern sie nicht durch Leistungsdruck,<br />

Termine und Unternehmungen<br />

überfordern, sondern ihnen auch Zeiten<br />

zum Träumen lassen.<br />

Schlaf<br />

Die Abwehr läuft auf Hochtouren<br />

Frische Luft, Bewegung und Geborgenheit<br />

schaffen auch die besten Voraussetzungen<br />

für eine weitere wichtige Stütze<br />

des Immunsystems: genügend Schlaf.<br />

Denn im Schlaf arbeiten die Abwehrkräfte<br />

des Körpers auf Hochtouren und besonders<br />

wirksam.<br />

„Zehn bis zwölf Stunden Nachtschlaf<br />

müssen es bei Einjährigen schon sein,<br />

bei manchen auch mehr“, schätzt<br />

Dr. Schencking. Ob ihr Kind genügend<br />

Schlaf bekommt, erkennen<br />

Eltern an seinem Verhalten in<br />

den wachen Zeiten. Wenn es<br />

häufig knatschig, schlecht gelaunt<br />

oder teilnahmslos wirkt,<br />

schläft es wahrscheinlich zu<br />

wenig. Die besten Mittel dagegen<br />

sind feste Einschlafzeiten<br />

und ein liebevolles<br />

Gute-Nacht-Ritual.<br />

Impfungen<br />

Jede Menge Antikörper<br />

Dass Eltern ihre Kinder<br />

nach den Empfehlungen des


Impfkalenders piksen lassen, ist für<br />

Dr. Schencking „eine Selbstverständlichkeit“.<br />

Die Impfungen schützen die Kleinen<br />

nämlich nicht nur vor Tetanus,<br />

Keuchhusten oder Masern: „Studien haben<br />

gezeigt, dass sie das Immunsystem<br />

darüber hinaus auch ganz breit gefächert<br />

stimulieren und die Produktion von Antikörpern<br />

steigern.“<br />

Abhärten<br />

Spaß mit kaltem Wasser<br />

Ganz klar, dass für den Kneipp-Arzt<br />

Dr. Schencking Güsse und Bäder mit kaltem<br />

Wasser eine zentrale Rolle bei der<br />

Stärkung der Abwehrkräfte spielen. Für<br />

ein- bis dreijährige Kinder empfiehlt er<br />

besonders:<br />

Kalte Armbäder. So geht‘s: Das Waschbecken<br />

mit kaltem Wasser füllen und<br />

die Arme ein- bis zweimal jeweils zehn<br />

bis zwölf Sekunden lang bis zu einem<br />

Drittel des Oberarms in das Wasser eintauchen.<br />

Wechselreize nach dem Duschen.<br />

Dazu die Beine und Arme nach dem<br />

Duschen kalt abbrausen – immer von<br />

den Füßen und Händen angefangen in<br />

Richtung Rumpf.<br />

Für Gartenbesitzer: im Winter morgens<br />

früh barfuß Schneetreten, im Sommer<br />

Tautreten.<br />

„Bei solchen Anwendungen können Eltern<br />

nichts falsch machen, auch wenn sie<br />

keinerlei Vorkenntnisse haben“, ermutigt<br />

Dr. Schencking. Wichtig ist nur, dass die<br />

Haut der Kinder vorher nicht schon kalt<br />

ist und dass sie sich hinterher gut aufwärmen<br />

können. Und: Die Kleinen müssen<br />

Spaß daran haben.<br />

<br />

Josef Pütz<br />

!<br />

Händewaschen<br />

nicht vergessen<br />

Ganz wichtig für die Abwehr ist auch<br />

regelmäßiges Händewaschen. Die Erkältungsviren<br />

kommen nämlich nicht durch<br />

den Mund, sondern durch Nase und Augen<br />

in den Körper. Wer einen virenverseuchten<br />

Türknauf anfasst und sich anschließend<br />

durchs Gesicht fährt, öffnet dem Feind ein<br />

Einfallstor. Händewaschen schützt davor.<br />

Fotos: iStockphoto.com<br />

Wenn es Ihr Kind<br />

doch mal erwischt<br />

hat: Hühnersuppe<br />

ist ein altbewährtes<br />

Hausrezept<br />

gegen Schnupfen.<br />

Die entzündungshemmende<br />

Wirkung ist durch<br />

Studien bewiesen.<br />

Außerdem enthält<br />

die Brühe viel<br />

Zink. Das macht<br />

die Abwehr stark.<br />

Am besten selbst -<br />

gekocht aus<br />

einem Suppenhuhn<br />

und viel<br />

Gemüse – aber<br />

auch Tütensuppen<br />

helfen.<br />

<br />

Trockene Haut –<br />

quälender Juckreiz<br />

Was Deutsche Apotheken<br />

am liebsten empfehlen!<br />

BEDAN®<br />

MEDIZINISCHE HAUTPFLEGE AUS DER NATUR<br />

Die Jury des Bundesverbandes Deutscher<br />

Apotheker wählte BEDAN ® jetzt<br />

offiziell zum „Hautpflegemittel<br />

des Jahres 2010“. Das Urteil der<br />

Experten:<br />

„Mit Bedan steht eine in mehreren<br />

Studien dermatologisch geprüfte, intensiv<br />

feuchtigkeitsspendende Hautpflege<br />

zur Verfügung, die ein Austrocknen verhindert und<br />

die geschädigte Hautbarriere so regeneriert, dass auch<br />

stark juckende oder gar entzündete Haut wieder zur Ruhe<br />

kommen kann. Aufgrund der zusätzlichen entzündungshemmenden<br />

Eigenschaften des Naturstoffs Hyperforin<br />

kann Bedan sogar bei Neurodermitis mit Erfolg eingesetzt<br />

werden. Und das bei bester Verträglichkeit.“<br />

* Quelle: Repräsentative Umfrage des Bundesverbandes<br />

Deutscher Apotheker, 2010<br />

MIT DEM<br />

HYPERFORIN<br />

NATURSTOFF<br />

BE/PU/11-10/LUE


Gesundheit<br />

— schon<br />

wieder<br />

gespuckt!<br />

Speikind — Gedeihkind,<br />

sagt der Volksmund.<br />

Da ist was dran,<br />

wissen Kinderärzte.<br />

Wie viel Spucken<br />

normal ist, wie Eltern<br />

vorbeugen und was<br />

gegen Schluckauf hilft<br />

Das Spucktuch gehört zur<br />

Erstausstattung wie der Strampler<br />

und die Wickeltasche. Schließlich geben<br />

fast alle Babys in den ersten Monaten<br />

nach dem Trinken einen<br />

Schluck Milch wieder von sich.<br />

Manchmal unmittelbar nach der<br />

Mahlzeit, bisweilen aber auch erst<br />

eine Stunde später. Für Mama und<br />

Papa ist das Spucken lästig, weil sie<br />

sich jetzt öfter umziehen müssen als<br />

jemals zuvor. Doch zum Glück müssen<br />

sich Eltern um ihr Kind keine<br />

Sorgen machen: Es erfreut sich nämlich<br />

bester Gesundheit.<br />

Kinderärzte wissen, dass die Ursache<br />

des Spuckens harmlos ist. „Bei Säuglingen<br />

ist der Muskel zwischen der<br />

Speiseröhre und dem Magen noch<br />

relativ schwach ausgebildet“, erklärt<br />

die Münchner Kinderärztin Dr. Barbara<br />

Capelle. Deshalb kann die Milch<br />

aus dem Magen leicht wieder in die<br />

Speiseröhre und in den Mund zurückfließen.<br />

Besonders dann, wenn<br />

das Baby zu schnell oder zu viel getrunken<br />

hat, kommt die überflüssige<br />

Milch wieder hoch.<br />

Auf diese Weise entlastet die Natur<br />

den übervollen Magen der Kleinen<br />

und beugt einem Unwohlsein vor –<br />

im Grunde also ein Wohlfühlprogramm.<br />

Nicht umsonst bemerken<br />

viele Eltern ein glückliches Lächeln<br />

bei ihrem Kind, während ihm gerade<br />

ein dicker Schluck Milch übers Kinn<br />

läuft. „Das Spucken ist eine völlig<br />

normale Erscheinung. Den Kleinen<br />

geht es dabei prächtig“, bestätigt<br />

38<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Fotos: Corbis, privat<br />

Dr. Capelle. Solange das<br />

Baby seinem Alter entsprechend<br />

an Gewicht zulegt, ist<br />

aus der Sicht der Kinderärztin<br />

alles in Ordnung.<br />

Allerdings: Nimmt das Kleine<br />

ab oder weint es wiederholt<br />

beim Aufstoßen der<br />

Milch, sollten die Eltern einen<br />

Termin beim Kinderarzt<br />

vereinbaren. Manchmal<br />

steckt dahinter ein<br />

sogenannter Reflux, der ein<br />

saures und schmerzhaftes Speien<br />

verursacht und behandelt werden<br />

muss. Bei der Mehrzahl der Kinder<br />

jedoch bessern sich die Beschwerden<br />

bis zum zwölften <strong>Leben</strong>smonat von<br />

alleine. „Je fester die Nahrung wird<br />

und je häufiger die Kleinen aufrecht<br />

sitzen oder stehen, desto seltener tritt<br />

das Spucken auf“, weiß Dr. Capelle<br />

aus ihrer Praxis.<br />

Schon vorher können Eltern dem<br />

Spucken sanft vorbeugen. Manchmal<br />

helfen bereits eine kleine Pause beim<br />

Füttern und ein Bäuerchen während<br />

des Trinkens. Mütter können ihr Stillkind<br />

dazu beim Wechsel der Brust<br />

kurz hochnehmen. Fläschchentrinker<br />

dürfen nach dem ersten großen<br />

Durst eine Pause einlegen. Wichtig:<br />

Ist das Loch im Sauger zu groß, trinkt<br />

das Kleine oft zu hastig und schluckt<br />

Luft. Die bahnt<br />

sich dann ihren<br />

Weg zurück nach<br />

oben. Die richtige<br />

Größe hat das Saugerloch,<br />

wenn aus<br />

der umgedrehten<br />

Flasche ganz langsam<br />

ein Tropfen<br />

herauskommt.<br />

Nach der Mahlzeit<br />

tut Babys eine ruhige<br />

Phase ohne<br />

hektische Bewegungen<br />

oder Hopsereien<br />

gut. „Vielen<br />

Kindern hilft<br />

es auch, wenn sie<br />

nach dem Trinken<br />

Unsere<br />

Expertin<br />

Dr. Barbara<br />

Capelle arbeitet<br />

als Kinder- und<br />

Jugendärztin in<br />

eigener Praxis in<br />

Unterhaching<br />

bei München<br />

Wann zum Arzt?<br />

Wenn das Kind jünger als<br />

sechs Monate ist, wenn es<br />

länger als sechs Stunden<br />

erbricht oder wenn zum<br />

Erbrechen Durchfall oder<br />

Fieber über 38 Grad kommt,<br />

sollten Eltern einen Termin<br />

beim Kinderarzt vereinbaren.<br />

Wichtig: Bei deutlichen<br />

Zeichen von Austrocknung,<br />

z. B. einer trockenen Windel,<br />

muss das Kleine ganz schnell<br />

in die Praxis gebracht<br />

werden.<br />

mit leicht erhöhtem Oberkörper<br />

liegen dürfen“, rät<br />

Dr. Capelle.<br />

Nur selten steckt hinter<br />

dem Spucken der Kleinen<br />

eine Krankheit, die behandelt<br />

werden muss. So erkennen<br />

Mama und Papa<br />

den Unterschied zwischen<br />

harmlosem Spucken und<br />

echtem Erbrechen: Beim<br />

normalen Säuglingsspucken<br />

schwappt den Kleinen<br />

eine kleinere Menge Milch aus dem<br />

Mund, die etwa ein bis zwei Löffeln<br />

entspricht. Sie riecht meist neu tral,<br />

weil sie noch nicht mit Magensäure<br />

in Verbindung gekommen ist. Beobachten<br />

Eltern hingegen, dass die<br />

Milch mit Druck und in großer Menge<br />

erbrochen wird, steckt vermutlich<br />

eine Magen-Darm-Infek tion dahinter.<br />

In diesem Fall kommt das Erbrochene<br />

direkt aus dem Magen und riecht<br />

bereits säuerlich.<br />

In seltenen Fällen stellt der Arzt eine<br />

Magenpförtnerverengung fest. Bei<br />

dieser angeborenen Krankheit ist der<br />

Muskelring verengt, der den Magen<br />

mit dem Zwölffingerdarm verbindet.<br />

Betroffene Kinder erbrechen ein bis<br />

zwei Stunden nach den Mahlzeiten<br />

große Mengen strahlartig in hohem<br />

Bogen. Sie gedeihen schlecht und<br />

werden von ständigem<br />

Hunger<br />

geplagt. Meist bemerken<br />

Eltern<br />

diese Symptome<br />

zwischen der<br />

zweiten und der<br />

sechsten <strong>Leben</strong>swoche<br />

zum ersten<br />

Mal. Der Arzt<br />

kann die Ursache<br />

der Beschwerden<br />

abklären. Je nach<br />

Diagnose muss<br />

der Muskel während<br />

eines kleinen<br />

Eingriffs operiert<br />

werden. <br />

Angelika Urbach<br />

Schluckauf schützt<br />

Der Neugeborenen-Schluckauf ist ebenso<br />

harmlos wie das Spucken. Das Hicksen verhindert,<br />

dass Kinder versehentlich Muttermilch in ihre<br />

Lunge atmen. „Bei den Kleinen ist der Kehlkopf<br />

noch nicht vollständig ausgebildet und kann<br />

deshalb weder die Luftröhre noch die Speiseröhre<br />

vollständig verschließen“, erklärt Kinderärztin<br />

Dr. Barbara Capelle. Indem das Baby beim<br />

Schluckauf einatmet, wird seine Luftröhre<br />

kurzzeitig verschlossen. Dadurch kann die Milch<br />

nicht in die Lunge fließen. Kinderärzte raten in<br />

diesem Fall, sorgsam aufs Bäuerchen zu achten,<br />

damit überflüssige Luft entweichen kann.<br />

Unser Buchtipp<br />

Dr. Helmut Keudel, Dr. Barbara<br />

Capelle: „Kinderkrankheiten“,<br />

Gräfe und Unzer, 22,99 Euro<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 39


Pflege<br />

Willkommen im<br />

Baby-<br />

Spa!<br />

Babys kommen nicht<br />

in die Wanne, weil<br />

sie schmutzig sind,<br />

sondern weil es<br />

ihnen einfach Spaß<br />

macht, im warmen<br />

Wasser zu planschen.<br />

Mit unseren Ideen<br />

wird die Babywanne<br />

zur Wellness-Oase!<br />

BLUBBER! Der Bauch des Fischs ist eine<br />

Gießkanne. Dazu gibt‘s Wassergeräusche<br />

und Lieder. Von VTECH, 9,99 Euro*<br />

ALLES IM EIMER Im doppelwandigen<br />

Badeeimer von Hoppop fühlen sich Babys<br />

pudelwohl. www.babywalz.de, 37,95 Euro<br />

*Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers<br />

40<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


ELEFANTÖS Der blaue Elefant ist<br />

Waschhandschuh und Spielzeug in einem.<br />

www.babybutt.de, 6,95 Euro<br />

PAUL LÄSST GRÜSSEN Die bunte Krake<br />

kann tauchen und macht gute Laune. Badespieltier<br />

Ocean von NUK, ab 4,69 Euro*<br />

BÄRIG Winnie the Pooh schmückt die<br />

Babywanne von Rotho. Eine Anti-Rutsch-<br />

Auflage gibt sicheren Halt. 39,99 Euro*<br />

NICHT OHNE MEINE ENTE Enten mama<br />

und ihr Küken sind weich und schwimmen<br />

immer obenauf. Von Chicco, 11,99 Euro*<br />

DIE LIEBEN SIEBEN Hund Henri aus der<br />

beliebten Reihe hält das Baby nach dem<br />

Baden warm. Von Spiegelburg, 29,95 Euro*<br />

BADEFROSCH Raus aus der Wanne und<br />

rein in den Bademantel von Sterntaler!<br />

Gesehen bei www.mytoys.de, 29,99 Euro<br />

HIER RÜHRT SICH WAS Schöpfen, drehen<br />

spielen – das Badespaß-Spielcenter macht<br />

alles mit! Von Ravensburger, 22,95 Euro*<br />

DIE MACHT SICH KLEIN Toll für<br />

unterwegs: eine Babywanne zum Falten.<br />

www.jako-o.de, 39,95 Euro<br />

ALLES VERSTAUT Das Badewannennetz<br />

wird mit Saugnäpfen an der Wand befestigt.<br />

Von reer, 5,99 Euro*<br />

7 Tipps für Babys Bad auf der nächsten Seite ▸▸▸<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar März 2010 2011 41


Pflege<br />

1Zweimal pro Woche darf<br />

▸▸▸<br />

Ihr Baby in die Wanne. „Baden<br />

wirkt sich sogar etwas positiver<br />

auf die Hautfeuchtigkeit<br />

aus als Waschen“, sagt Kinderarzt<br />

Dr. Thomas Fischbach aus Solingen. Ein<br />

mildes Babywaschgel und hinterher<br />

eine Massage mit einer Babypflegecreme<br />

oder -lotion: Wellness pur und<br />

gleichzeitig wird die Hautschutzbarriere<br />

gestärkt! Danach das Baby nicht abrubbeln,<br />

sondern sanft trocken tupfen.<br />

„Das gilt auch für die Hautfalten“, betont<br />

der Experte.<br />

Mitmachen<br />

& gewinnen<br />

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Sie bis zum 2. Februar 2011 eine<br />

Postkarte, ein Fax oder eine E-Mail an<br />

Redaktion <strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong>,<br />

Kennwort Eisbär, Böheimstr. 8,<br />

86153 Augsburg, Fax: 08 21/45 54 81-13,<br />

E-Mail: redaktion@bayard-media.de<br />

2Manche Kinder planschen<br />

lieber vormittags, wenn sie<br />

länger wach und besonders aufnahmebereit<br />

sind. „Neigt das Baby am<br />

Abend zu Blähungen, kann ein warmes<br />

Bad entspannen und das Einschlafen<br />

fördern. Eltern richten sich hier am besten<br />

nach den Vorlieben ihres Kindes“,<br />

rät Hebamme Lisa Weihe.<br />

3Mit vollem Bauch sollte<br />

Ihr Baby lieber nicht<br />

baden – es könnte erbrechen.<br />

Der ideale<br />

Zeitpunkt ist eine halbe<br />

bis eine Stunde nach der letzten Mahlzeit.<br />

Es gibt allerdings Ausnahmen: „Ich<br />

rate Müttern von unruhigen Babys oft,<br />

sie kurz vor dem Baden zu stillen“, sagt<br />

die Hebamme.<br />

4In einem Spaßbad will niemand<br />

frieren. Für Babys liegt die<br />

perfekte Raumtemperatur bei<br />

24 Grad, das Wasser darf 36 bis 37 Grad<br />

haben. Nach fünf bis zehn Minuten ist<br />

Schluss. Wenn das Kleine kalte Füße<br />

oder eine kalte Nase hat, sollte es sofort<br />

raus aus dem Wasser. Extra-Tipp von<br />

Hebamme Lisa Weihe: „Ich empfehle<br />

Eltern immer, ihrem Baby in der Wanne<br />

ein angewärmtes Mullläppchen auf den<br />

Bauch zu legen, das sie immer mal wieder<br />

mit dem Badewasser begießen. Die<br />

5Wärme wird so besser gehalten.“<br />

Machen Sie es wie<br />

die Römer: Gewaschen<br />

wird vor dem<br />

Bad. Reinigen Sie auf<br />

dem Wickeltisch Babys<br />

Gesicht, Hände,<br />

Hautfalten und die<br />

Windelregion. Besonders genussvoll<br />

wird es, wenn Sie dazu einen Naturschwamm<br />

oder ein Mullläppchen benutzen.<br />

Dann geht’s ab in die Wanne: „Baden<br />

dient in den ersten Monaten weniger<br />

dem Waschen als dem Wohlfühlen“, erklärt<br />

Lisa Weihe.<br />

6<br />

Babys lieben‘s sanft<br />

und langsam. Hastige<br />

oder ruckartige Bewegungen<br />

mögen sie nicht,<br />

ihnen liegt eher das Zeitlupen-Tempo.<br />

Heben Sie deshalb Ihr Kleines<br />

langsam ins Wasser und holen Sie<br />

es genauso wieder heraus. Baden bringt<br />

ohnehin für ein Neugeborenes viele<br />

neue Eindrücke mit sich, die es erst mal<br />

verarbeiten muss. Lassen Sie also Ihrem<br />

Baby Zeit, wenn es mal nicht in die<br />

Wanne möchte. Probieren Sie es lieber<br />

eine Woche später noch einmal.<br />

Kleine Spiele in der<br />

Wanne werden bald zum<br />

geliebten Bestandteil des<br />

Bade-Rituals. Schieben<br />

Sie Ihr Kind zum Beispiel<br />

in der Rückenlage nach<br />

vorn, sodass seine Fußsohlen<br />

die Wanne berühren. Wenn es<br />

versucht, sich mit den Füßchen abzustoßen,<br />

unterstützen Sie es bei dieser<br />

Bewegung und ziehen Sie es zurück. Ein<br />

kleiner Vers gehört dazu: „So schwimmt<br />

die kleine Maus – vor und zurück, vor<br />

und zurück. Das macht Spaß, ei der<br />

Daus!“ Ganz toll ist es natürlich, wenn<br />

Sie selbst mit in die Wanne steigen. Am<br />

besten geht das, wenn ein Elternteil<br />

schon im Wasser ist und der andere das<br />

Baby zur Wanne bringt.<br />

<br />

Margret Nußbaum<br />

Unsere Experten<br />

7<br />

Dr. Thomas Fischbach ist<br />

Kinder- und Jugendarzt mit<br />

eigener Gemeinschaftspraxis<br />

in Solingen und Vorsitzender<br />

des Landesverbandes<br />

Nordrhein der Kinder- und<br />

Jugendärzte<br />

Lisa Weihe arbeitet als<br />

freiberufliche Hebamme<br />

beim Hebammenteam in<br />

Hamburg<br />

Infos<br />

Viele Tipps zur Babypflege gibt es auf<br />

www.leben-und-<strong>erziehen</strong>.de<br />

Fotos: Hersteller, privat (2)<br />

42<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Ernährung<br />

Mikr welle –<br />

einfach praktisch<br />

Für junge Eltern ist die Mikrowelle ein prima Helfer: Sie können damit<br />

ruck, zuck den Brei aufwärmen. Aber was darf alles in die Mikrowelle?<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong> hat nachgefragt<br />

Beim Erhitzen<br />

von Flüssigkeiten<br />

in der Mikrowelle<br />

bitte aufpassen –<br />

Verbrühungsgefahr!<br />

Unsere<br />

Expertin<br />

Ute Gomm ist<br />

Dipl.-Ökotrophologin<br />

beim<br />

aid infodienst<br />

Ernährung,<br />

Landwirtschaft,<br />

Verbraucherschutz<br />

e. V. in<br />

Bonn<br />

Babys Milch<br />

Eltern, die es eilig haben, können<br />

natürlich das Wasser für Babys<br />

Fläschchen in der Mikrowelle<br />

abkochen, abkühlen und dann – wie<br />

auf der Packung angegeben – mit<br />

dem Milchpulver anrühren.<br />

„Die ideale Trinktemperatur<br />

ist 37 Grad. Eltern sollten<br />

einen Tropfen Milch auf<br />

ihren Handrücken<br />

träufeln. Fühlt es sich<br />

nicht heiß an, ist die Milch<br />

richtig temperiert“, sagt<br />

Ernährungswissenschaftlerin<br />

Ute Gomm.<br />

Tipp: Zum Abkochen des Wassers<br />

in der Mikrowelle verwenden Eltern<br />

am besten Fläschchen aus Glas oder<br />

Bisphenol-A freie Kunststoffflaschen.<br />

Beim Erwärmen eines Glases<br />

Kuhmilch für ältere Kinder oder Tee<br />

verhindert ein Plastiklöffel, dass die<br />

Flüssigkeit überkocht.<br />

Ihr Baby hat sein Fläschchen nicht<br />

ausgetrunken? „Reste bitte immer<br />

wegschütten und nie aufwärmen“, rät<br />

Ute Christ-Sörger, Leiterin der<br />

Milupa-Mütterberatung. „Denn<br />

gerade bei Milch kommt es leicht zu<br />

einer Keimvermehrung.“<br />

Muttermilch darf ebenfalls<br />

nicht in der Mikrowelle<br />

aufgewärmt werden. Erstens wegen<br />

der Keimvermehrung. Zweitens<br />

erhitzt die Mikrowelle ungleichmäßig.<br />

Einige Stellen („hot spots“) werden<br />

besonders heiß; so können wertvolle<br />

Nährstoffe zerstört werden.<br />

Brei<br />

Babys Gemüsebrei ist in der<br />

Mikrowelle im Nu aufgewärmt.<br />

Bei Gläschen zuerst<br />

den Deckel entfernen. „Im<br />

Inneren des Gläschens<br />

entsteht sonst ein Überdruck<br />

und das Gläschen explodiert“,<br />

erklärt Ute Gomm. Ihr<br />

Tipp: „Am besten den Deckel<br />

oder eine Untertasse locker<br />

auf die Öffnung legen.“<br />

Auch Babybrei in den neuen<br />

Kunststoffbechern können<br />

Sie in der Mikrowelle<br />

erwärmen. Dazu den Deckel<br />

entfernen und die Folie<br />

mehrmals einstechen.<br />

Anschließend die Folie<br />

abziehen, den Brei umrühren<br />

und die Temperatur prüfen.<br />

Das richtige Geschirr<br />

Am besten verwenden Sie Glas, Kunststoffgeschirr,<br />

das für die Mikrowelle geeignet ist,<br />

oder Porzellan.<br />

Porzellan mit Goldrand (Funkenbildung),<br />

Steingut und Metall darf nicht in die<br />

Mikrowelle.<br />

Fleisch und Fisch<br />

Eiweißreiche <strong>Leben</strong>smittel<br />

wie Fisch und Fleisch werden<br />

beim Garen in der Mikrowelle<br />

schnell trocken und zäh. Bereiten Sie<br />

Fisch- und Fleischgerichte also<br />

besser auf dem Herd oder im<br />

Backofen zu. Auch Würstchen<br />

gehören nicht in die Mikrowelle. „Sie<br />

platzen auf, weil das darin enthaltene<br />

Wasser nicht genügend durch die<br />

Pelle entweicht“, sagt die Expertin.<br />

44<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Geflügel und<br />

Hackfleisch<br />

Die Deutsche<br />

Gesellschaft für<br />

Ernährung empfiehlt,<br />

Geflügel und Hackfleisch<br />

besser im Backofen oder auf<br />

dem Herd zuzubereiten.<br />

Denn Krankheitserreger wie<br />

Salmonellen können bei<br />

diesen <strong>Leben</strong>smitteln<br />

überleben, wenn sie in der<br />

Mikrowelle gegart werden.<br />

Das liegt an der ungleichmäßigen<br />

Erhitzung, bei der<br />

einige Bereiche richtig heiß<br />

werden und andere<br />

wiederum fast kalt bleiben<br />

– ein idealer Tummelplatz<br />

für Bakterien.<br />

Gemüse und<br />

Kartoffeln<br />

Kleinere Mengen Gemüse (bis zu<br />

500 Gramm) können Sie gut in der<br />

Mikrowelle garen. Bei Gemüse mit<br />

einem geringen Wassergehalt, zum<br />

Beispiel Möhren oder Blumenkohl,<br />

geben Sie je nach Menge ein bis zwei<br />

Esslöffel Wasser dazu. Bei wasserreichen<br />

Sorten wie Brokkoli reicht das<br />

Abtropfwasser vom Waschen aus.<br />

Tipp: Salzen Sie das Gemüse nach dem<br />

Garen, da Salz Feuchtigkeit entzieht<br />

und das Gemüse austrocknet.<br />

Ausnahme: Gemüse mit Schale<br />

(z. B. Tomaten) oder Hülsenfrüchte<br />

dürfen nicht in die Mikrowelle.<br />

Kartoffeln, Nudeln und Reis enthalten<br />

Stärke. Sie brauchen zum Kochen viel<br />

Wasser; deshalb lieber auf dem Herd<br />

zubereiten.<br />

Eier<br />

Die<br />

Mikrowelle<br />

eignet sich nicht für<br />

das Zubereiten von<br />

Eiern mit Schale<br />

oder Spiegeleiern.<br />

Sie könnten<br />

platzen – auch<br />

noch, nachdem sie<br />

herausgeholt<br />

wurden! Ausnahme:<br />

verquirlte<br />

Eimasse, etwa für<br />

Eierstich.<br />

Wie sicher ist<br />

die Mikrowelle?<br />

Manche Eltern stehen der Mikrowelle<br />

skeptisch gegenüber. Der Grund: Sie<br />

haben Angst vor der Strahlung und<br />

fürchten gesundheitliche Folgen für ihre<br />

Familie. Das Bundesamt für Strahlenschutz<br />

in Salzgitter gibt Entwarnung:<br />

„Bei sachgemäßem Einsatz geht von<br />

Mikrowellengeräten keine Gesundheitsgefahr<br />

aus“, sagt die Sprecherin des<br />

Bundesamtes Anja Schulte-Lutz.<br />

Müssen Eltern das<br />

Wasser für Babys<br />

Fläschchen kochen?<br />

Darüber gehen die Meinungen auseinander.<br />

Die wichtigsten Fachgesellschaften<br />

(darunter Hebammen, Kinderärzte, das<br />

Forschungsinstitut für Kinderernährung)<br />

sind heute der Meinung, dass Eltern<br />

frisches Leitungswasser verwenden<br />

können, das sie dann auf 30 – 40 Grad<br />

erwärmen. Auf den Packungen von<br />

Säuglingsmilch steht dagegen die<br />

Empfehlung, das Wasser abzukochen.<br />

Eltern, die Zweifel an der Qualität ihres<br />

Leitungswassers haben oder auf Nummer<br />

sicher gehen wollen, können das Wasser<br />

fürs Fläschchen weiterhin abkochen.<br />

Die ausführlichen Empfehlungen zur<br />

Zubereitung von Säuglingsnahrung<br />

finden Sie unter www.gesundinsleben.de<br />

Fotos: iStockphoto.com, privat; Illustrationen: Nicole Lautenbacher<br />

STATISTIK<br />

Die optimale Temperatur<br />

„Wegen der unterschiedlichen Mikrowellengeräte gibt<br />

es keine einheitliche Regelung“, sagt Ute Gomm. Ihr<br />

Rat: Die Anleitung gründlich lesen und die Infos über<br />

Wattzahl und Temperaturstufe beim Garen, Auftauen<br />

oder Aufwärmen beherzigen.<br />

<br />

Margret Nußbaum<br />

7 von 10<br />

Familien besitzen<br />

eine Mikrowelle<br />

Quelle: Statistisches Bundesamt<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 45


Ernährung<br />

Es ist die natürlichste<br />

Sache der Welt –<br />

und dennoch haben<br />

Mütter viele Fragen<br />

zum Stillen. Unsere<br />

Expertinnen beantworten<br />

Stillen<br />

sie<br />

Fit fürs<br />

1Wie kann ich mich auf<br />

das Stillen vorbereiten?<br />

„Mit einem guten Still-Buch<br />

(zum Beispiel Márta Guóth-Gumberger<br />

und Elizabeth Hormann: „Stillen“,<br />

Gräfe und Unzer, 12,99 Euro) und<br />

durch Kontakt zu Frauen, die positive<br />

Erfahrungen mit dem Stillen gemacht<br />

haben“, rät die Hamburger Hebamme<br />

Regine Gresens.<br />

Natürliche Instinkte und Reflexe von<br />

Mutter und Kind helfen beim Stillen.<br />

Aber am besten klappt es, wenn die<br />

junge Mutter weiß, warum Stillen so<br />

wertvoll ist, wie es geht und wer ihr<br />

bei Problemen hilft. Und auch die Papas<br />

dürfen mitlernen: „Deren Einstellung<br />

hat großen Einfluss darauf, wie<br />

lange Frauen stillen“, weiß Regine<br />

Gresens.<br />

Neben Besuchen in einer Stillgruppe<br />

legt sie Schwangeren auch Stillvorbereitungskurse<br />

ans Herz (meistens ein<br />

Nachmittag, bei Hebammen, Stillberaterinnen,<br />

Kliniken und Elternschulen).<br />

Auf eine spezielle Pflege der<br />

Brüste oder das Abhärten der Warzen<br />

können Frauen dagegen getrost verzichten.<br />

2Welche Ausstattung brauche<br />

ich, wenn ich meinem Baby<br />

die Brust geben will?<br />

Die Einkaufsliste der Stillgruppen-<br />

Leiterin Birgit Müller ist überschaubar:<br />

ein formbares Stillkissen, ein Still-<br />

BH (eine Größe mehr als sonst) plus<br />

Stilleinlagen. „Weitere BHs kaufen<br />

Frauen besser erst, wenn sie wissen,<br />

wie groß die Brust wirklich wird.“<br />

Eine Milchpumpe verschafft der jungen<br />

Mutter Freiraum für babyfreie<br />

Pausen. Tipp der Stillberaterin: „Ich<br />

würde die Pumpe erst mal über eine<br />

Apotheke oder Stillberaterin ausleihen.“<br />

So finden Sie das Modell, das<br />

am besten zu Ihnen passt.<br />

3Wie verhindere ich,<br />

dass mein Mann<br />

eifersüchtig<br />

reagiert?<br />

„Beziehen Sie ihn von Anfang<br />

an intensiv ein und<br />

machen Sie das Stillen<br />

zum gemeinsamen Projekt.<br />

Fördern Sie seinen<br />

Kontakt zum Baby beim<br />

Baden, Massieren, Tragen<br />

… Versuchen<br />

Sie, liebe Gewohnheiten<br />

weiter zu pflegen,<br />

zum Beispiel einen<br />

Abend zu zweit pro Woche“,<br />

schlägt Birgit Müller vor.<br />

4Wie lege ich das Baby<br />

richtig an?<br />

Die Mutter sitzt bequem, von<br />

Armlehnen und Stillkissen gestützt,<br />

Welche Milch nach<br />

dem Abstillen?<br />

„Während des ersten <strong>Leben</strong>sjahres kommt nur<br />

eine industriell gefertigte Säuglingsnahrung infrage“,<br />

stellt Beate Laumeyer klar. Sie rät im gesamten ersten<br />

Jahr zu Pre-Nahrung, weil sie der Muttermilch am<br />

nächsten kommt. „Säuglingsmilch mit der Kennziffer 1<br />

geht auch. Eine Umstellung auf Folgemilch (mit der<br />

Kennziffer 2) im zweiten Halbjahr ist dagegen nicht<br />

notwendig. Wenn Kinder eine Milch gut vertragen,<br />

bleiben die Eltern am besten dabei.“ Normale Kuhmilch<br />

dürfen Kinder erst nach ihrem ersten Geburtstag<br />

bekommen, wenn sie schon aus der Tasse trinken.<br />

46<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Unsere Expertinnen<br />

Julia Afgan<br />

aus Saarbrücken arbeitet<br />

als Dipl.-Psychologin und<br />

Stillberaterin<br />

Regine Gresens<br />

aus Hamburg ist<br />

freiberufliche Hebamme,<br />

Psychotherapeutin und<br />

Laktationsberaterin<br />

Beate Laumeyer<br />

ist Diplom-Ökotrophologin<br />

und Dozentin für<br />

die Initiative „Bewusste<br />

Kinderernährung“ in<br />

Baden-Württemberg<br />

Birgit Müller<br />

aus Landsberg am Lech ist<br />

Stillberaterin und leitet<br />

Stillgruppen<br />

sodass Babys Gewicht sie nicht belastet.<br />

Dann zieht sie das Kind so an ihre<br />

Brust, dass es den Kopf nicht verdrehen<br />

muss, um die Brust mit dem<br />

Mund zu erfassen. Und vor allem achtet<br />

sie darauf, dass es den Mund wirklich<br />

voll Brust hat und nicht nur an der<br />

Warze nuckelt: Diese drei Punkte sind<br />

für Regine Gresens das A und O. „Das<br />

Stillen darf nicht wehtun! Wenn Frauen<br />

Schmerzen dabei haben, läuft<br />

irgendetwas falsch.“<br />

Am besten lassen Frauen sich beim<br />

Anlegen im Krankenhaus, von der<br />

Nachsorge-Hebamme oder einer Stillberaterin<br />

helfen. Dabei können sie<br />

sich verschiedene Still-Positionen wie<br />

Wiege-, Rücken- oder Liege-Haltung<br />

zeigen lassen. Damit alle Bereiche der<br />

Brust geleert werden, ist es gut, wenn<br />

Mütter immer wieder mal in einer anderen<br />

Position stillen.<br />

5Wie viele Mahlzeiten<br />

brauchen Stillkinder?<br />

Die meisten Neugeborenen<br />

wollen in 24 Stunden zehn- bis zwölfmal<br />

an die Brust. „Bei weniger als acht<br />

Mahlzeiten täglich ist es wichtig, die<br />

Gewichtsentwicklung genau zu beobachten“,<br />

fordert Julia Afgan von der La<br />

Leche Liga. Gestillte Babys sollten in<br />

den ersten Wochen jeweils mindestens<br />

140 Gramm zulegen. Auch wenn<br />

manche Mutter das Gefühl hat, sie sei<br />

nur noch zum Stillen da: Die vielen<br />

Mahlzeiten sind wichtig. Sie regen die<br />

Milchproduktion<br />

info<br />

an. Zum Ausgleich<br />

empfiehlt Julia Afgan<br />

den Müttern,<br />

eine Auszeit zum<br />

Schlafen zu nehmen,<br />

wenn das guten Start in die<br />

Gewähr für einen<br />

Baby schlummert – Stillzeit bietet eine<br />

und möglichst viel Klinik mit dem Gütesiegel<br />

„Babyfreund-<br />

Hilfe im Haushalt<br />

zu akzeptieren. liches Krankenhaus“<br />

Nach etwa sechs<br />

bis acht Wochen pendelt sich bei vielen<br />

Babys ein längerer, von Kind zu<br />

Kind unterschied licher Abstand zwischen<br />

den Mahlzeiten ein. Dass Mütter<br />

ihren Kindern einen bestimmten<br />

Rhythmus aufdrängen, hält die Stillberaterin<br />

nicht für sinnvoll: „Die Kinder<br />

lernen dann nicht, ihr Hungerund<br />

Sättigungs gefühl selbst zu<br />

regulieren.“<br />

6Bin ich durch das Stillen<br />

nicht total angebunden?<br />

„Die enge gegenseitige Bindung<br />

ist ja gerade ein Vorteil des Stillens“,<br />

sagt Julia Afgan. „Aber die Frauen<br />

sollten beim Stillen ausgeglichen und<br />

glücklich sein.“ Deshalb ist es wichtig,<br />

dass junge Mütter auch auf ihre eigenen<br />

Bedürfnisse achten. Ungefähr<br />

nach acht Wochen hat sich die Stillbeziehung<br />

meist so gefestigt, dass sie<br />

▸▸▸<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 47


Ernährung<br />

▸▸▸<br />

Neuer<br />

Sauger<br />

sich ab und zu babyfreie Zeiten gönnen<br />

dürfen. Die Milch für ihr Kleines<br />

können sie abpumpen und im Kühloder<br />

Gefrierschrank aufbewahren.<br />

Fürs Füttern sind dann der Papa oder<br />

eine Babysitterin zuständig.<br />

7Woran erkenne ich, ob mein<br />

Baby genug Milch bekommt?<br />

Ganz einfach daran, dass es in<br />

seinen wachen Zeiten einen zufriedenen,<br />

neugierigen Eindruck macht, seine<br />

Haut straff und rosig wirkt und es<br />

in den ersten Wochen täglich sechs<br />

nasse und drei „volle“ Windeln hat.<br />

Die früher oft empfohlenen Gewichtskontrollen<br />

können Eltern dem Kinderarzt<br />

und der Nachsorge-Hebamme<br />

überlassen, meint Julia Afgan.<br />

8Wie kann ich einem<br />

Milchstau vorbeugen?<br />

Milchstau, wunde Brustwarzen,<br />

Brustentzündung: Das sind die<br />

häufigsten Probleme, die Müttern das<br />

35<br />

Testerinnen gesucht!<br />

Stillen ist das Beste für ein Baby, denn<br />

Muttermilch versorgt es mit allen Nährstoffen,<br />

die es braucht. Doch manchmal<br />

wünschen sich Stillmütter etwas mehr<br />

Flexibilität. Toll, wenn sie dann die Milch<br />

abpumpen können und Papa das Kleine<br />

füttert. Damit der Wechsel von der Brust<br />

zum Fläschchen und zurück keine<br />

Schwierigkeiten bereitet, hat Medela den<br />

Sauger Calma entwickelt. Dank seines<br />

Designs kann das Stillbaby sein Trinkverhalten<br />

beibehalten, denn es muss für<br />

seine Nahrung „arbeiten“ – wie an<br />

der Brust. Saugt das Baby nicht aktiv,<br />

fließt keine Milch. Der Vorteil:<br />

Das Kleine geht bereitwilliger<br />

zurück an die Brust. Sie möchten<br />

den neuen Sauger ausprobieren?<br />

Wenn das Stillen bei Ihnen gut<br />

funktioniert und Ihr Kind<br />

Stillen verleiden. Vermeiden lassen sie<br />

sich am besten durch Vorbereitung<br />

und Unterstützung, glaubt Birgit Müller:<br />

„Gut vorbereitete Frauen kommen<br />

meist ohne solche Probleme durch die<br />

Stillzeit. Und wenn‘s doch einmal<br />

schwierig wird, wissen sie, wo sie Hilfe<br />

finden, und kommen schnell darüber<br />

hinweg.“<br />

9Wo finde ich Hilfe?<br />

Wenn Mütter länger als acht<br />

Wochen stillen, bezahlt die<br />

Krankenkasse danach acht weitere<br />

Kontakte mit der Hebamme – als telefonische<br />

Nachfrage oder als Hausbesuch.<br />

Gibt es Probleme (z. B. eine<br />

Brustentzündung), kann der Arzt zusätzliche<br />

Hebammen-Hilfe verordnen.<br />

Adressen von Stillberaterinnen und<br />

-gruppen erfahren Frauen beim Frauenarzt,<br />

in der Geburtsklinik oder im<br />

Internet<br />

bei der Arbeitsgemeinschaft Freier<br />

Stillgruppen (www.afs-stillen.de)<br />

beim Berufsverband Deutscher<br />

Laktationsberaterinnen (www.bdlstillen.de)<br />

bei der La Leche Liga<br />

(www.lalecheliga.de).<br />

mindestens 4 – 6 Wochen alt ist,<br />

gesund und kein Frühchen ist und<br />

noch nicht mit einem anderen Sauger<br />

getrunken hat, dann schreiben Sie uns.<br />

Mit etwas Glück können Sie ein Medela-<br />

Fläschchen (150 ml) mit Calma-Sauger testen.<br />

Die Gewinner sind einverstanden, dass wir ihre<br />

Daten an Medela weitergeben. Sie bekommen dann<br />

Calma samt Fläschchen sowie einen Fragebogen<br />

zugeschickt, den Sie ausgefüllt an Medela<br />

zurückschicken. Die Flasche und den Sauger im<br />

Wert von 15,90 Euro dürfen Sie behalten.<br />

Bitte geben Sie das Geburtsdatum Ihres<br />

Kindes sowie Ihre Post- und E-Mail-<br />

Adresse mit an. Schreiben Sie bis<br />

zum 2. Februar 2011 an:<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong>, Kennwort: Calma,<br />

Böheimstraße 8, 86153 Augsburg,<br />

Fax: 08 21/45 54 81-13, E-Mail:<br />

redaktion@bayard-media.de<br />

wann braucht mein<br />

Baby zusätzlich andere<br />

10Ab<br />

Kost?<br />

„Frühestens zu Beginn des fünften,<br />

spätestens zu Beginn des siebten<br />

Monats“, sagt Ernährungsfachfrau<br />

Beate Laumeyer. Den richtigen Zeitpunkt<br />

signalisiert das Baby selbst: Es<br />

zeigt seine Neugier auf das Essen der<br />

Großen und möchte gern alle möglichen<br />

Gegenstände mit dem Mund<br />

untersuchen.<br />

Als erste Beikost bekommen die meisten<br />

Kinder hierzulande einen Gemüsebrei,<br />

den die Eltern nach ein paar<br />

Tagen erst mit Kartoffeln und dann<br />

mit Fleisch anreichern. Das Fleisch ist<br />

wichtig für die Eisen-Versorgung der<br />

Kleinen. Ungefähr im Monatsrhythmus<br />

folgen dann Milch- und Getreide-<br />

Obst-Brei. „Die übrigen Mahlzeiten<br />

bekommen die Kinder weiterhin am<br />

besten an der Brust“, betont Beate<br />

Laumeyer. „Umso besser akzeptieren<br />

ihre Verdauung und ihr Immunsystem<br />

die neue Kost.“<br />

wird‘s Zeit,<br />

endgültig abzustillen?<br />

11Wann<br />

„Frauen können stillen, solange<br />

es ihnen selbst, ihrem Partner<br />

und dem Baby damit gut geht“, betont<br />

Regine Gresens. Für das Kind und den<br />

Körper der Mutter ist es immer am<br />

besten, wenn das Stillen ganz allmählich<br />

und natürlich ausklingt.<br />

Manche Babys machen es ihren Müttern<br />

leicht und stillen sich selbst ab.<br />

Andere Frauen möchten gern abstillen,<br />

haben aber Bedenken, ihrem Kind<br />

diesen Schritt zuzumuten. In solchen<br />

Fällen rät die Hebamme zur Doppelstrategie:<br />

„Einerseits klare Signale,<br />

dass Mamas Brust nicht mehr zur<br />

Verfügung steht, andererseits die Bereitschaft<br />

von Mutter und Vater, dem<br />

Kind jetzt besonders viel Körperkontakt<br />

und Zuwendung zu geben.“ <br />

Imke Radermacher<br />

Klicktipp<br />

Welche Erfahrungen haben Sie<br />

mit dem Stillen gemacht?<br />

Tauschen Sie sich mit anderen<br />

Müttern aus im Elternforum von<br />

www.leben-und-<strong>erziehen</strong>.de<br />

Fotos: Corbis, Hersteller, privat (4)<br />

48<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


KLEINE<br />

TARKE ABWEHRKRÄFTE FÜR<br />

REISEN.<br />

Die Welt ist spannend. Weil es für die Entwicklung Ihres Babys<br />

wichtig ist, sie mit allen Sinnen zu erforschen, braucht Ihr<br />

Baby starke Abwehrkräfte.<br />

BEBA Folgemilch<br />

wurde mit führenden Ernährungsexperten entwickelt und<br />

stärkt die Abwehrkräfte mit probiotischen bifidus BL Schutzkulturen<br />

nach dem Schutzprinzip der Muttermilch<br />

Es gibt so viel zu entdecken – lassen Sie der Entwicklung Ihres Babys freien Lauf.<br />

Sicherheit für Ihr Baby.<br />

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Ernährung<br />

Hits für Kids<br />

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ein Lächeln ab: Auf dem Ankreuz-<br />

Lätzchen (aus Bio-Baumwolle)<br />

können Eltern mit auswaschbarem<br />

Filzschreiber die Vorlieben ihres<br />

Kindes festhalten ...<br />

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Das geht immer!<br />

▪▪▪ Hier gibt‘s keine Kreationen à la Johann<br />

Lafer, sondern Käsespätzle, Kartoffelbrei mit<br />

Spiegelei, Schokopudding. Homemade –<br />

99 Lieblingsessen für Kinder setzt ganz auf<br />

Gerichte, die bei den Kleinen auf der Hitliste<br />

stehen. Und für Morgenmuffel ist ein Müsli<br />

zum Trinken dabei (siehe Rezept).<br />

Gerstenberg 19,95 Euro<br />

Ernährungs-Sprechstunde<br />

Jetzt schon Kakao?<br />

Bisher bekam Nils (knapp 10 Monate) zum Frühstück eine Flasche<br />

Folgemilch und etwas Brot. Doch seit seine großen Schwestern<br />

ihn kürzlich von ihrem Kakao probieren ließen, streikt er und will<br />

unbedingt auch Kakao haben. Geht das?<br />

!Das kennen viele Eltern: Den Speiseplan für das<br />

erste Kind können sie noch nach eigenen Vorstellungen<br />

gestalten, doch beim zweiten und dritten<br />

reden die älteren Geschwister gehörig mit. In Ihrem<br />

Fall ist das allerdings nicht schlimm. Nils ist alt genug,<br />

um Kuhmilch aus der Tasse oder einem<br />

Becher zu trinken. Auch eine kleine<br />

Menge Kakaopulver darf darin<br />

sein. Zwar bekommt er dann<br />

etwas Zucker, aber vielleicht<br />

gelingt es Ihnen ja, die<br />

Menge klein zu halten.<br />

Ganz wichtig: hinterher<br />

Zähne putzen!<br />

In Nils‘ Flasche sollte<br />

aber nur eine spezielle<br />

Säuglingsmilch<br />

kommen. Denn daraus<br />

trinken die<br />

meisten Kinder<br />

deutlich mehr als<br />

aus der Tasse. Bei Babynahrung<br />

ist das kein Problem.<br />

Sie enthält weniger Eiweiß und<br />

ist mit Nährstoffen angereichert.<br />

Kuhmilch dagegen könnte Nils‘ Risiko<br />

für späteres Übergewicht erhöhen.<br />

Sie haben Fragen zum Thema Ernährung? Dann rufen Sie unsere Expertin an!<br />

Dr. Ute Alexy ist Ernährungswissenschaftlerin am Institut für Kinderernährung in Dortmund.<br />

Sie erreichen sie am 26. Januar von 10 bis 12 Uhr, Tel. 08 21/45 54 81-52<br />

Müsli zum Trinken<br />

1 2 Nektarinen schälen, entkernen und<br />

würfeln.<br />

2 400 g Joghurt (3,5 %), 250 ml Orangensaft,<br />

3 EL Weizenkeime (Bioladen)<br />

und 2 EL Birnendicksaft dazugeben.<br />

3 Mit dem Pürierstab oder im Mixer<br />

pürieren.<br />

4 In Gläser füllen und mit einem dicken<br />

Strohhalm servieren.<br />

Statt der Nektarinen eignen sich auch<br />

Bananen oder Beeren.<br />

Babys Brötchen<br />

Vollkorn bitte!<br />

▪▪▪ Viele Babys lieben es, auf einer<br />

Brötchenhälfte herumzukauen, sie einzuweichen<br />

und im Mund zu zerdrücken.<br />

Am besten geben Eltern ihnen dazu ein<br />

Vollkorn-Brötchen. Der Grund: Vollkornmehl<br />

klumpt in Verbindung mit Babys<br />

Speichel weniger als Weißmehl und das<br />

Kleine kann sich daran nicht so schnell<br />

verschlucken.<br />

Fotos: Fotolia, Hersteller, iStockphoto.com (3), privat<br />

50<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Jetzt<br />

am Kiosk!<br />

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Der große Extra-Ratgeber von <strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

mit wertvollen Tipps für die neun wunderbaren<br />

und aufregenden Monate der Schwangerschaft<br />

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Information und Bestellmöglichkeit unter Tel. 0180/5260141 oder Fax. 0180/5260142<br />

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und Kids Körperpflege-Sets<br />

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Und nun geht der Spaß weiter – im Kinderzimmer<br />

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Produktlinie Sie möchten). Oder Sie machen<br />

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bis zum 2. Februar 2011 an:<br />

Redaktion <strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong> • Kennwort: Rätsel • Böheimstr. 8 • 86153 Augsburg<br />

Fax: 08 21/45 54 81-13 • E-Mail: redaktion@bayard-media.de<br />

orientalischer<br />

bayer. Popsänger<br />

...<br />

Männername<br />

Küblböck<br />

westkanad.<br />

Provinz<br />

seltsam,<br />

wunderlich<br />

Schubfach<br />

Orchestermitglied<br />

Segel am<br />

hinteren<br />

Schiffsmast<br />

gestaltetes<br />

Gartenstück<br />

persönl.<br />

Fürwort,<br />

1. Person<br />

Plural<br />

eine<br />

ganze<br />

Anzahl<br />

sich<br />

säubern,<br />

erfrischen<br />

mager;<br />

trocken<br />

innerer<br />

Teil unseres<br />

Planeten<br />

indianische<br />

Siegestrophäe<br />

Abk.: Ultraleichtflugzeug<br />

heikle<br />

Situation<br />

Marderart,<br />

Fischmarder<br />

Ort in<br />

Oberitalien<br />

(See)<br />

Drall<br />

des<br />

Balles<br />

(franz.)<br />

Hohlmaß<br />

in England<br />

und<br />

Amerika<br />

Teil des<br />

Stuhls<br />

Lösung<br />

52<br />

Juice<br />

einer<br />

Südfrucht<br />

Gesichtsfarbe<br />

(frz.)<br />

das<br />

Haar<br />

färben<br />

Figur in<br />

„Die<br />

Räuber”<br />

ugs.:<br />

geizig<br />

Lösung<br />

ugs.:<br />

zeitgemäß<br />

seidiges<br />

Gewebe<br />

Abk.:<br />

Sommersemester<br />

Vorname<br />

des Schauspielers<br />

Becker<br />

engl.<br />

Anrede<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011<br />

Med.:<br />

zum<br />

Munde<br />

gehörig<br />

muskulös<br />

tropische<br />

Frucht<br />

niederländ.:<br />

eins<br />

zu<br />

keiner<br />

Zeit<br />

Gewebe<br />

mit<br />

Metallfäden<br />

ritterlicher<br />

Liebhaber<br />

Amateurin<br />

Baumwollstoff<br />

Netzhaut<br />

des Auges<br />

statist.<br />

erhobene<br />

Informationen<br />

Ernährung<br />

zur<br />

Gewichtsreduktion<br />

Gebirge<br />

in<br />

Europa<br />

Hülsenfrucht<br />

Inseleuropäer<br />

wohlerzogen<br />

Initialen<br />

des Schauspielers<br />

Adorf<br />

Operettenkomponist<br />

† 1948<br />

Pflanzenfaser<br />

Bleibe,<br />

Wohnung<br />

arabischer<br />

Sackmantel<br />

Vorratsspeicher<br />

zittern<br />

Gemeinschaft<br />

Ringelkrebs<br />

karierter<br />

Textilstoff<br />

Zeichen<br />

für<br />

Eisen<br />

(Ferrum)<br />

fertig,<br />

bereit<br />

Strom<br />

zur<br />

Nordsee<br />

Pelzart<br />

weiches<br />

Gewebe<br />

Abendkleid<br />

franz.:<br />

Salz<br />

Getränkefach<br />

im<br />

Hotelzimmer<br />

rückbezügliches<br />

Fürwort<br />

Drama<br />

von<br />

Grillparzer<br />

ital.:<br />

drei<br />

Schnittholz<br />

Bezeichnung,<br />

Benennung<br />

englisch:<br />

Osten<br />

Registratur<br />

Abk.:<br />

Aktiengesellschaft<br />

franz. männl.<br />

Vorname<br />

ein Leichtmetall<br />

(Kw.)<br />

Abk.: Int.<br />

Automobil-Ausstellung<br />

svd1816.1-25<br />

Auflösung aus <strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong> 01/11: MORGEN KINDER WIRDS WAS GEBEN


Der große <strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Schwangerschaft Geburt 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr<br />

Fettstift für<br />

Babys Lippen?<br />

Wenn ich im Winter rausgehe, schütze<br />

ich meine Lippen mit Fettstift. Soll<br />

ich das auch bei Niklas (13 Monate)<br />

machen? Bisher habe ich beim Eincremen<br />

seine Lippen ausgespart.<br />

Dr. Christina Schnopp,<br />

Klinik für Dermatologie<br />

der Technischen Universität<br />

München<br />

Manche Kinder brauchen das, andere nicht.<br />

Normalerweise schützt die gute Durchblutung<br />

die Lippen gegen die Kälte. Eine extra<br />

Pflege ist dagegen nötig, wenn das Kind stark sabbert,<br />

denn dann kann Nässe auf den Lippen gefrieren. Oder<br />

wenn die trocken-kalte Luft im Winter die Lippen austrocknet<br />

und spröde werden lässt. Am einfachsten<br />

schützen Sie Niklas‘ Lippen mit der gewohnten Windund<br />

Wetter-Creme. Oder Sie nehmen einen Fettstift,<br />

der nicht parfümiert ist. Bitte verwenden Sie bei Niklas<br />

aber nicht Ihren eigenen, weil Sie sonst Keime übertragen<br />

könnten.<br />

Die gewohnte Wind- und<br />

Wetter-Creme reicht<br />

normalerweise auch für<br />

die Lippen aus<br />

INHALT<br />

Fotos: iStockphoto.com, privat<br />

Schwangerschaft<br />

▪ Ein Tässchen in<br />

Ehren – so viel Kaffee<br />

darf sein<br />

▪ Wann spürt mein<br />

Mann das Baby?<br />

54<br />

Geburt<br />

▪ Der richtige Schutz<br />

für den Damm<br />

▪ Einmal Kaiserschnitt,<br />

immer Kaiserschnitt?<br />

▪ Fit nach der Geburt<br />

55<br />

1. Jahr<br />

▪ Die neuen<br />

Mini-Krippen<br />

▪ Väter schlafen fester<br />

▪ Das Baby unterm<br />

Mantel tragen?<br />

56<br />

2. Jahr<br />

▪ Vorlesen für<br />

Anfänger: So macht's<br />

richtig Spaß<br />

▪ Gewinnspiel<br />

mit PIPPO<br />

57<br />

3. und 4. Jahr<br />

▪ Stress aushalten,<br />

statt ihn zu versüßen<br />

▪ Rodeln: Kinder<br />

sitzen besser hinten<br />

▪ Kleingarten gesucht<br />

58<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 53


FRAGE AN<br />

RATGEBER<br />

Schwangerschaft Geburt 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr<br />

Irene Gruber,<br />

Hebamme<br />

Wann<br />

spürt mein<br />

Mann das<br />

Baby?<br />

Seit zwei Wochen<br />

rührt sich das Baby<br />

(23. Woche) deutlich<br />

in meinem<br />

Bauch. Wie lange<br />

muss mein Mann<br />

noch warten, bis er<br />

die Bewegungen<br />

tasten kann?<br />

Bis zur 25., 26. Woche<br />

wird er wohl<br />

noch warten müssen.<br />

Bei sehr schlanken<br />

Frauen sind dann<br />

auch die ersten „Beulen“<br />

zu sehen, wenn<br />

das Ungeborene heftig<br />

stößt oder tritt.<br />

Wahrscheinlich müssen<br />

Sie Ihrem Mann<br />

anfangs noch zeigen,<br />

wo er das Baby spüren<br />

kann. Manchmal<br />

halten die Kleinen<br />

auch unverhofft inne,<br />

sobald Papa seine<br />

Hand auf den Bauch<br />

der Mutter legt.<br />

Möglicherweise spüren<br />

sie seine innere<br />

Anspannung und<br />

bleiben daher erst<br />

einmal „in Deckung“.<br />

Liebe heilt<br />

Stress<br />

So viel Koffein ist drin<br />

▪ Filterkaffee (150 ml): 50 – 100 mg<br />

▪ Filterkaffee koffeinfrei (150 ml):<br />

2 – 4 mg<br />

▪ Espresso (30 ml): 40 mg<br />

▪ Cappuccino (120 ml): 40 mg<br />

▪ Latte macchiato (330 ml): 40 mg<br />

▪ Cola (200 ml): 20 mg<br />

▪ Energy Drinks (250 ml): 80 mg<br />

▪ Schwarztee (150 ml): 25 mg<br />

▪ Grüntee (150 ml): 22 mg<br />

▪ Milchschokolade (100 g): 20 mg<br />

▪ Bitterschokolade (100 g): 80 mg<br />

Quelle: forum.ernährung heute, Wien<br />

Ein Tässchen<br />

in Ehren<br />

Neue Studie<br />

Tröstlich für Frauen, deren Schwangerschaft<br />

von Sorgen überschattet ist: Zwar kann<br />

Stress die Entwicklung von Ungeborenen<br />

hemmen. Doch eine liebevolle Mutter-<br />

Kind-Beziehung gleicht diese Nachteile<br />

wieder aus. Das fanden Psychologen an der<br />

Universität Rochester/USA heraus.<br />

Klar, auf Alkohol<br />

und Nikotin verzichten<br />

Schwangere<br />

ihrem Baby<br />

zuliebe. Aber<br />

ist Kaffee auch<br />

tabu?<br />

Nicht unbedingt,<br />

sagen<br />

Experten.<br />

Ein bis zwei Tassen Kaffee<br />

am Tag sind okay. Mehr aber bitte<br />

nicht, denn Studien haben gezeigt,<br />

dass bei häufigem Koffein-Konsum<br />

das Risiko einer Fehlgeburt steigen<br />

und das Geburtsgewicht des Babys<br />

sinken kann. In Deutschland und in<br />

den USA gelten 300 mg (= drei Tassen)<br />

als kritische Grenze, in England<br />

200 mg (= zwei Tassen). Zumal Koffein<br />

auch in vielen anderen Genussmitteln<br />

steckt (s. Kasten).<br />

„Für alle, die keinen Unterschied<br />

schmecken oder vor allem aus Gewohnheit<br />

Kaffee trinken, ist eine<br />

koffeinfreie Sorte eine gute Alternative“,<br />

sagt Marlies Gruber vom<br />

„forum.ernährung heute“ in Wien.<br />

Einen Trost gibt‘s aber auch für<br />

Frauen, die die anregende Wirkung<br />

des Kaffees suchen: Schwangere<br />

bauen Koffein langsamer ab. Also<br />

hält auch bei nur einer Tasse die<br />

Wirkung länger an.<br />

<strong>Fasching</strong>skostüm mit Bauch<br />

Sie freuen sich auf die <strong>Fasching</strong>s-Party, suchen aber noch<br />

ein Kostüm? Dann setzen Sie doch Ihren Bauch in Szene,<br />

empfiehlt die Medizin-Journalistin Gabriele Grünebaum<br />

in „Meine Schwangerschaft – Tag für Tag“ (humboldt,<br />

14,90 Euro). Zum Beispiel als Obelix, Bauchtänzerin,<br />

Wildecker Herzbube, Schneemann, Kugelfisch, Michelin-<br />

Männchen … Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!<br />

Fotos: irisblende.de, iStockphoto.com, privat (2); Illustration: Carina Springer<br />

54<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


RATGEBER<br />

Schwangerschaft Geburt 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr<br />

FRAGE AN<br />

Martina Halfmann,<br />

Gesellschaft für Geburtsvorbereitung<br />

Wieder ins<br />

Familienzimmer?<br />

Nach der Geburt<br />

von Dominik (2)<br />

waren wir drei Tage<br />

im Familienzimmer<br />

– das hat uns gutgetan.<br />

Wir überlegen<br />

deshalb, ob das<br />

auch beim zweiten<br />

Kind geht.<br />

Die Frage ist: Wo<br />

bleibt Dominik in<br />

dieser Zeit? Ihn ins<br />

Familienzimmer<br />

mitzunehmen wäre<br />

keine gute Idee. Er<br />

würde sich schnell<br />

langweilen und lieber<br />

die Klinikflure<br />

erkunden wollen.<br />

Überlegen Sie besser,<br />

wem Sie Dominik<br />

anvertrauen<br />

könnten. Bei der<br />

Oma, der Tante<br />

oder einer befreundeten<br />

Familie wäre<br />

er sicher besser aufgehoben.<br />

In einer<br />

vertrauten Umgebung<br />

und bei Menschen,<br />

die er gut<br />

kennt, verkraftet er<br />

drei oder vier Tage<br />

ohne seine Eltern.<br />

Eine andere Möglichkeit<br />

wäre eine<br />

ambulante Geburt<br />

plus Familienzimmer<br />

zu Hause. Allerdings<br />

ist dann viel Hilfe<br />

nötig, damit Sie sich<br />

ganz Ihrer Familie<br />

widmen können.<br />

Schutz für<br />

den Damm<br />

Viele Hebammen praktizieren<br />

bei der Geburt den<br />

Dammschutz, um Risse<br />

zu vermeiden. Aber ist<br />

diese Technik noch zeitgemäß?<br />

Hebamme<br />

Maria Dorfmair<br />

hat Zweifel<br />

Fit nach der Geburt<br />

▪ Von ersten Beckenboden-Übungen im Wochenbett<br />

bis zum Rundum-Workout bietet die DVD „Rückbildungsgymnastik“<br />

von Hebamme Christine<br />

Niersmann ein effektives Training, damit<br />

junge Mütter schnell wieder t werden.<br />

Als witzige Zugabe gibt's einen Gummiring,<br />

der stets daran erinnern soll, den Beckenboden<br />

zu schonen. Powerlm, 18,99 Euro<br />

Beim Endspurt der Geburt<br />

setzen viele Hebammen<br />

auf den Dammschutz:<br />

Wenn sich das Köpfchen des Babys<br />

zeigt, drücken sie mit einer Hand<br />

gegen den Damm und mit der<br />

anderen versuchen sie, das Durchtrittstempo<br />

des Köpfchens zu<br />

bremsen. Dieses Manöver lernen<br />

Hebammen in der Ausbildung, um<br />

der Frau schmerzhafte Dammrisse<br />

und -schnitte zu ersparen.<br />

Doch Maria Dorfmair, Hebamme im<br />

Wiener Krankenhaus „Göttlicher<br />

Heiland“, die das Thema wissenschaftlich<br />

untersucht hat, zweifelt an<br />

dieser Methode. Denn bei einzelnen<br />

Studien lag die Zahl der schweren<br />

Dammrisse und -schnitte trotz<br />

Dammschutz sogar höher als bei<br />

Geburten ohne diesen Schutz. Ihr<br />

Fazit: „Es ist nicht gerechtfertigt,<br />

dass Frauen sich auf den Rücken<br />

legen sollen, nur damit die Hebamme<br />

den Damm schützen kann.“<br />

Sie empfiehlt dazu eher die<br />

Seitenlage oder den Vierfüßlerstand.<br />

Noch wirksamer sind<br />

aber alternative Maß nahmen<br />

(siehe Kasten).<br />

So geht‘s<br />

besser<br />

▪ Damm-Massagen vor<br />

der Geburt,<br />

▪ Heublumen-Sitzbäder,<br />

▪ aufrechte<br />

Gebärpositionen,<br />

▪ Geburten im Wasser,<br />

▪ langsames<br />

Schieben statt<br />

forciertes Pressen.<br />

▪ Viele Frauenärzte<br />

und Hebammen empfehlen<br />

das Training<br />

des Dammes mit<br />

einem aufblasbaren<br />

Ball („Epi-No“).<br />

Einmal Kaiserschnitt –<br />

immer Kaiserschnitt?<br />

Diese Regel ist längst überholt. Nach<br />

einem quer geführten Kaiserschnitt können<br />

die meisten Frauen das zweite Kind<br />

natürlich gebären, heißt es in den neuen<br />

Leitlinien der Geburtshelfer in den USA.<br />

Das gilt auch für Frauen, die Zwillinge<br />

erwarten oder schon zwei Kaiserschnitte<br />

hinter sich haben.<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 55


FRAGE AN<br />

RATGEBER<br />

Schwangerschaft Geburt 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr<br />

Darauf sollten<br />

Sie achten<br />

Sara Neundörffer,<br />

Still- und Trageberaterin<br />

▪ Wie gut sind die Betreue-<br />

rinnen aus- und fortgebildet?<br />

Ideal: eine Erzieherin<br />

▪ Wie ist der Personalschlüs-<br />

Das Baby<br />

unterm<br />

Mantel<br />

tragen?<br />

Soll ich Sandra<br />

(2 Monate) unter<br />

oder über meinen<br />

Mantel packen,<br />

wenn ich im Winter<br />

mit ihr rausgehe?<br />

Welches Tragesystem<br />

Sie auch verwenden:<br />

Tragen Sie Sandra<br />

unter Ihrem Mantel.<br />

Und zwar so, dass ihr<br />

Köpfchen herausschaut.<br />

Über dem<br />

Mantel müssten Sie<br />

die Kleine dick anziehen.<br />

Und dann bilden<br />

sich möglicherweise<br />

Falten, die Sandra<br />

drücken. Außerdem<br />

hockt sie dann nicht<br />

mit gespreizten und<br />

angehockten Beinen<br />

im Tragetuch, wie es<br />

für die Hüftgelenke<br />

wichtig ist. Unter Ihrem<br />

Mantel braucht<br />

Sandra zu der Kleidung,<br />

die sie daheim<br />

trägt, nur noch einen<br />

Schal, eine Mütze<br />

und vielleicht dickere<br />

Socken. Durch den<br />

Körperkontakt ist ihr<br />

warm genug.<br />

Die neuen Mini-Krippen<br />

Für Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihr Baby<br />

suchen, gibt es ein neues Angebot: Großpflegestellen<br />

So funktioniert die Großpflegestelle: Zwei<br />

Tagesmütter, Erzieherinnen und/oder<br />

Kinderpflegerinnen betreuen ihre Schützlinge<br />

gemeinsam in eigens dafür angemieteten<br />

Räumen. Das hat Vorteile. Die Betreuerinnen beraten<br />

und entlasten sich gegenseitig, die Räume sind<br />

kindgerecht eingerichtet, die Vertretung im Krankheitsfall<br />

ist meist gesichert. Bei den Preisen gibt es<br />

allerdings noch große Unterschiede. In der Regel<br />

Massage statt Socken<br />

Babys haben oft kalte Füße, weil ihr Herz-Kreislauf-System<br />

sie in den ersten Wochen noch<br />

nicht ausreichend wärmt. Socken allein helfen<br />

dagegen nicht, erklärt die Kinderkrankenschwester<br />

Lucia Cremer. Sie empfiehlt<br />

eine kurze Massage. Erst danach halten<br />

Strümpfe die Füßchen schön warm.<br />

sind die Beiträge sozial gestaffelt. Die Obergrenzen<br />

liegen je nach Gemeinde zwischen 3 und 6 Euro<br />

pro Stunde.<br />

„Viele Jugendämter fördern die Einrichtung von<br />

Großpflegestellen kräftig“, sagt Dr. Martina Heidkötter<br />

vom Deutschen Jugendinstitut, „aber nach<br />

sehr unterschiedlichen Kriterien.“ Umso wichtiger<br />

ist es für Eltern, vor Abschluss eines Betreuungsvertrags<br />

genau hinzuschauen (s. Kasten).<br />

Väter schlafen fester<br />

sel? Ideal: eine Betreuerin<br />

für drei Kinder<br />

▪ Wie viel Spiel-Platz bieten<br />

die Räume? Gibt es einen<br />

Ruheraum? Einen Garten?<br />

▪ Gefällt Ihnen das pädago-<br />

gische Konzept?<br />

▪ Lässt die Zahl der Kinder,<br />

die noch nicht laufen können,<br />

Aus üge zu?<br />

▪ Wie selbstständig können<br />

die Kinder spielen? Wie<br />

liebevoll gehen die Frauen<br />

mit ihnen um?<br />

▪ Fühlen Sie sich auch<br />

als Eltern willkommen?<br />

Wenn das Baby sich nachts meldet, reagieren Mütter viel<br />

schneller als Väter. Frauen stehen im Durchschnitt nach<br />

4,8 Minuten auf, um nach dem Kleinen zu sehen, Väter<br />

dagegen erst nach 12,7 Minuten. Das ergab eine Studie<br />

des Spielwaren-Herstellers Tomy mit 500 Eltern von Babys<br />

und Einjährigen.<br />

Fotos: BananaStock, privat (2), Sailer-Verlag; Illustrationen: Carina Springer<br />

56<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


RATGEBER<br />

FRAGE AN<br />

Schwangerschaft Geburt 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr<br />

Gewinn-<br />

Spiel<br />

So macht’s Spaß<br />

▪ Lassen Sie sich vom Interesse der Kinder<br />

leiten, auch wenn es Nebensachen gilt!<br />

▪ Die Kleinen zum Sprechen einladen – am<br />

besten mit offenen Fragen, die sie nicht<br />

mit Ja oder Nein beantworten können.<br />

▪ Bezüge zur Realität herstellen („Ja, das<br />

ist ein Ball. Holst du mal deinen Ball?“).<br />

▪ Äußerungen der Kinder möglichst oft<br />

bestätigen und nur behutsam verbessern.<br />

▪ Keine Scheu vor Wiederholungen haben!<br />

PIPPO zum Kennenlernen<br />

Vorlesen für<br />

Anfänger<br />

Auf der ersten Seite<br />

anfangen und auf<br />

der letzten aufhören:<br />

Das ist Vorlesen für<br />

Fortgeschrittene.<br />

Für Anfänger gelten<br />

andere Spielregeln<br />

Bei Einjährigen heißt<br />

Vorlesen, die Welt<br />

mithilfe einzelner Bilder<br />

zu entdecken und zu benennen“,<br />

erklärt Ulrike Erb-May vom<br />

Kinder- und Jugendliteratur -<br />

zen trum Nordrhein-Westfalen in<br />

Dortmund. „Und das funktioniert<br />

nur, wenn Eltern mit den Kleinen<br />

auch über das sprechen, was sie<br />

da sehen.“<br />

Neben Büchern sind dazu auch<br />

Bildkarten, Zeitschriften oder<br />

Fotoalben ganz prima geeignet.<br />

Gut, wenn Einjährige immer ein<br />

paar davon in Reichweite haben<br />

und die Eltern sie möglichst<br />

häufig gemeinsam mit ihnen<br />

anschauen.<br />

Schön ist das Bilder(-bücher)<br />

gucken mit Mama oder Papa auch<br />

als entspannendes Ritual – zum<br />

Beispiel nach dem Essen oder vor<br />

dem Schlafengehen.<br />

▪ Man muss ihn einfach lieben, den Affen<br />

Pippo, der so gerne auf Entdeckungsreisen<br />

geht und Kinder dabei mitnimmt. In PIPPO,<br />

dem ersten Vorlese- und Mitmachmagazin<br />

für Ein- bis Dreijährige, erleben er und<br />

seine Freunde Monat für Monat neue Abenteuer.<br />

Die ersten 100 Eltern, die sich auf<br />

der Seite www.pippo-magazin.de anmelden,<br />

bekommen jeweils ein Gratisheft von<br />

PIPPO zugeschickt. Außerdem verlosen<br />

wir unter allen, die mitmachen,<br />

zehn kuschelige Plüsch-Affen!<br />

Claudia Thienel,<br />

Ernährungsberaterin<br />

Jetzt<br />

schon<br />

exotische<br />

Früchte?<br />

Mein Mann und ich<br />

essen uns im Winter<br />

gerne quer durchs<br />

Angebot an Südfrüchten.<br />

Darf<br />

Jonas (14 Monate)<br />

schon mithalten?<br />

Wenn Jonas probieren<br />

möchte, darf er<br />

das gern tun. Manches<br />

exotische Obst<br />

sieht für Kinder ja<br />

sehr verführerisch<br />

aus. Findet Jonas<br />

jetzt schon<br />

Geschmack daran,<br />

wird er später bestimmt<br />

auch andere<br />

Kost bereitwilliger<br />

akzeptieren. Außerdem<br />

gilt heute eher<br />

die Empfehlung,<br />

Kinder nach und<br />

nach an fremde Kost<br />

zu gewöhnen, statt<br />

diese aus Angst vor<br />

Allergien strikt zu<br />

meiden.<br />

Sie müssen Jonas ja<br />

nicht gleich ganze<br />

Früchte geben, sondern<br />

können mit<br />

kleinen Stücken im<br />

Obstsalat oder auf<br />

Mini-Spießchen anfangen.<br />

Bedenken hätte<br />

ich höchstens,<br />

weil viele Exoten<br />

stark behandelt<br />

sind. Deshalb<br />

bitte vor<br />

dem Verzehr<br />

entweder<br />

schälen,<br />

gründlich<br />

waschen oder<br />

abreiben.<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 57


FRAGE AN<br />

RATGEBER<br />

Schwangerschaft Geburt 1. Jahr 2. Jahr 3. und 4. Jahr<br />

Theresia Theobald,<br />

Bundesverband Deutscher<br />

Gartenfreunde<br />

Garten<br />

gesucht<br />

Wir hätten gerne<br />

einen Kleingarten,<br />

auch als Spielplatz<br />

für die Zwillinge (2).<br />

Was kostet das und<br />

wie finden wir die<br />

richtige Anlage?<br />

Hilfreiche Informationen<br />

bekommen<br />

Sie am besten beim<br />

Stadt- oder Kreisverband<br />

der Kleingärtner<br />

und auf den Seiten<br />

des Bundesverbandes<br />

Deutscher Gartenfreunde<br />

(www.kleingarten-bund.de).<br />

Machen Sie auch<br />

einen Spaziergang<br />

durch die Gartenanlagen<br />

in Ihrem Ort.<br />

Wenn Sie sich für<br />

einen Schrebergarten<br />

entscheiden, werden<br />

Sie Mitglied im Kleingartenverein.<br />

Sie<br />

müssen mit Kosten<br />

zwischen 250 und<br />

600 Euro jährlich<br />

rechnen plus vier<br />

bis acht Stunden<br />

„Gemeinschaftszeit“<br />

für den Verein. Für<br />

eine Gartenlaube<br />

liegen die Kosten<br />

zwischen 1 000 und<br />

8 000 Euro.<br />

Stress besser aushalten<br />

Ein quengelndes Kind ist für die Eltern anstrengend.<br />

Doch nicht jedes Mittel ist zum Aufheitern geeignet<br />

Gibt es Streit oder herrscht Langeweile,<br />

greifen Eltern schnell zu Süßigkeiten, um<br />

ihr Kind abzulenken. Oder sie setzen es vor<br />

den Fernseher. Das ergab eine Studie der „Plattform<br />

Ernährung und Bewegung“ (www.pebonline.de).<br />

Eine sinnvolle Lösung ist das allerdings nicht, denn<br />

langfristig drohen Übergewicht und noch mehr<br />

Frust. Die Erziehungsberaterin Beate Dahmen sagt:<br />

„Statt ihr Glück von den Eltern zu erwarten, müssen<br />

Kinder lernen, selbst Verantwortung dafür zu<br />

übernehmen und mit Enttäuschungen und Misserfolgen<br />

umzugehen.“<br />

Als Alternative zu Schokolade und Fernsehen empfiehlt<br />

sie Eltern bei Konflikten, mit Verständnis und<br />

emotionaler Nähe zu reagieren (siehe Kasten). Die<br />

Expertin: „So spüren Kinder, dass ihre Eltern sie<br />

ernst nehmen. Dann sind sie bereit, auch unangenehme<br />

Situationen auszuhalten.“<br />

Raus aus<br />

dem Tief<br />

▪ Verständnis zeigen:<br />

„Ich weiß, das ist<br />

langweilig/ärgerlich/<br />

traurig für dich.“<br />

▪ Auf die Bedürfnisse<br />

der Kinder eingehen:<br />

„Am nächsten Rastplatz<br />

machen wir<br />

eine Pause.“<br />

▪ Ersatzbefriedi-<br />

gungen ablehnen:<br />

„Nein, Bonbons<br />

vertreiben keine<br />

Langeweile.“<br />

▪ Gemeinsam eine<br />

Lösung nden:<br />

„Was könnte dir<br />

jetzt helfen?“<br />

Rodeln: Kinder sitzen hinten<br />

▪ Rodelpartien mit Mama oder Papa sind toll – aber die Kinder<br />

sollten dabei hinten sitzen, empfiehlt Kinderärzte-Präsident<br />

Dr. Wolfram Hartmann. Der Grund: Wenn sie vorne sitzen,<br />

müssen die Kleinen bei einem Aufprall zusätzlich Belastungen<br />

von hinten aushalten.<br />

Und ganz wichtig:<br />

Nie ohne Helm rodeln!<br />

Mit Salz gegen Rotznasen<br />

Spülungen mit einer isotonen Salzlösung<br />

haben sich bei verstopften Nasen bewährt.<br />

Sie lassen die Schleimhäute abschwellen und schützen sie vor<br />

dem Austrocknen. Bei Kindern ist die Anwendung oft sehr umständlich.<br />

Eine spielerische Lösung, die dem Verschlucken der<br />

Salzlösung vorbeugt, verspricht jetzt die Nasendusche Nasanita<br />

mit kindgerechtem Spülbehälter.<br />

In Apotheken, im Kombi-Pack mit Emser Salz 14,95 Euro<br />

Fotos: Hersteller, iStockphoto.com, privat<br />

58<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


FRAGE AN<br />

RATGEBER<br />

Schwangerschaft Geburt 1. Jahr 2. Jahr 3. und 4. Jahr<br />

Theresia Theobald,<br />

Bundesverband Deutscher<br />

Gartenfreunde<br />

Garten<br />

gesucht<br />

Wir hätten gerne<br />

einen Kleingarten,<br />

auch als Spielplatz<br />

für die Zwillinge (2).<br />

Was kostet das und<br />

wie finden wir die<br />

richtige Anlage?<br />

Hilfreiche Informationen<br />

bekommen<br />

Sie am besten beim<br />

Stadt- oder Kreisverband<br />

der Kleingärtner<br />

und auf den Seiten<br />

des Bundesverbandes<br />

Deutscher Gartenfreunde<br />

(www.kleingarten-bund.de).<br />

Machen Sie auch<br />

einen Spaziergang<br />

durch die Gartenanlagen<br />

in Ihrem Ort.<br />

Wenn Sie sich für<br />

einen Schrebergarten<br />

entscheiden, werden<br />

Sie Mitglied im Kleingartenverein.<br />

Sie<br />

müssen mit Kosten<br />

zwischen 250 und<br />

600 Euro jährlich<br />

rechnen plus vier<br />

bis acht Stunden<br />

„Gemeinschaftszeit“<br />

für den Verein. Für<br />

eine Gartenlaube<br />

liegen die Kosten<br />

zwischen 1 000 und<br />

8 000 Euro.<br />

Stress besser aushalten<br />

Ein quengelndes Kind ist für die Eltern anstrengend.<br />

Doch nicht jedes Mittel ist zum Aufheitern geeignet<br />

Gibt es Streit oder herrscht Langeweile,<br />

greifen Eltern schnell zu Süßigkeiten, um<br />

ihr Kind abzulenken. Oder sie setzen es vor<br />

den Fernseher. Das ergab eine Studie der „Plattform<br />

Ernährung und Bewegung“ (www.pebonline.de).<br />

Eine sinnvolle Lösung ist das allerdings nicht, denn<br />

langfristig drohen Übergewicht und noch mehr<br />

Frust. Die Erziehungsberaterin Beate Dahmen sagt:<br />

„Statt ihr Glück von den Eltern zu erwarten, müssen<br />

Kinder lernen, selbst Verantwortung dafür zu<br />

übernehmen und mit Enttäuschungen und Misserfolgen<br />

umzugehen.“<br />

Als Alternative zu Schokolade und Fernsehen empfiehlt<br />

sie Eltern bei Konflikten, mit Verständnis und<br />

emotionaler Nähe zu reagieren (siehe Kasten). Die<br />

Expertin: „So spüren Kinder, dass ihre Eltern sie<br />

ernst nehmen. Dann sind sie bereit, auch unangenehme<br />

Situationen auszuhalten.“<br />

Raus aus<br />

dem Tief<br />

▪ Verständnis zeigen:<br />

„Ich weiß, das ist<br />

langweilig/ärgerlich/<br />

traurig für dich.“<br />

▪ Auf die Bedürfnisse<br />

der Kinder eingehen:<br />

„Am nächsten Rastplatz<br />

machen wir<br />

eine Pause.“<br />

▪ Ersatzbefriedi-<br />

gungen ablehnen:<br />

„Nein, Bonbons<br />

vertreiben keine<br />

Langeweile.“<br />

▪ Gemeinsam eine<br />

Lösung nden:<br />

„Was könnte dir<br />

jetzt helfen?“<br />

Rodeln: Kinder sitzen hinten<br />

▪ Rodelpartien mit Mama oder Papa sind toll – aber die Kinder<br />

sollten dabei hinten sitzen, empfiehlt Kinderärzte-Präsident<br />

Dr. Wolfram Hartmann. Der Grund: Wenn sie vorne sitzen,<br />

müssen die Kleinen bei einem Aufprall zusätzlich Belastungen<br />

von hinten aushalten.<br />

Und ganz wichtig:<br />

Nie ohne Helm rodeln!<br />

Mit Salz gegen Rotznasen<br />

Spülungen mit einer isotonen Salzlösung<br />

haben sich bei verstopften Nasen bewährt.<br />

Sie lassen die Schleimhäute abschwellen und schützen sie vor<br />

dem Austrocknen. Bei Kindern ist die Anwendung oft sehr umständlich.<br />

Eine spielerische Lösung, die dem Verschlucken der<br />

Salzlösung vorbeugt, verspricht jetzt die Nasendusche Nasanita<br />

mit kindgerechtem Spülbehälter.<br />

In Apotheken, im Kombi-Pack mit Emser Salz 14,95 Euro<br />

Fotos: Hersteller, iStockphoto.com, privat<br />

58<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Test<br />

WÄCHTER<br />

IM<br />

KINDERZIMMER<br />

Ein Babyfon gibt Eltern die Sicherheit, dass es ihrem Kind<br />

gut geht und sie hören, wenn es weint. <strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

stellt fünf gute Geräte vor und gibt Tipps für den Kauf<br />

Mit einem Ohr<br />

horcht Mama<br />

am Bettchen<br />

ihres Babys, ob<br />

es dem Kleinen<br />

gut geht – auch wenn sie gerade<br />

im Keller die Wäsche aufhängt oder<br />

bei der Nachbarin einen Tee trinkt.<br />

Das Babyfon macht‘s möglich. Die<br />

Auswahl an diesen Geräten ist groß.<br />

Wir haben die neuen Modelle unter<br />

die Lupe genommen und stellen unsere<br />

Favoriten vor.<br />

Das Prinzip bei Babyfonen ist immer<br />

das gleiche: Es gibt einen Sender und<br />

einen Empfänger. Betreiben lassen<br />

sich die meisten sowohl mit einem<br />

Akku als auch über die Steckdose.<br />

Nur der Weg, auf dem sie ihre Signale<br />

übermitteln, kann sich unterscheiden.<br />

Die meisten Geräte funken, andere<br />

benutzen das Telefonnetz.<br />

Traditionelle Babyfone beschränken<br />

sich auf ihre wichtigste Aufgabe und<br />

alarmieren die Eltern, wenn das Baby<br />

weint. Aber weil sie ihren Benutzern<br />

nur wenige Übertragungskanäle zur<br />

Verfügung stellen, rauschen sie öfter<br />

mal, sind also anfällig für Störungen.<br />

Dafür sind sie preiswert und produzieren<br />

wenig Elektrosmog.<br />

Mit einem glasklaren Empfang punkten<br />

dagegen Geräte, die ähnlich wie<br />

schnurlose Festnetz-Telefone den digitalen<br />

DECT-Standard nutzen. Allerdings<br />

sind sie teurer. Manche Experten<br />

haben auch Bedenken, weil die<br />

meisten Geräte ständig „auf Sendung“<br />

sind und die Strahlung, die sie dabei<br />

produzieren, möglicherweise gesundheitsschädlich<br />

sein kann. Die Hersteller<br />

versuchen, diesen Nachteil durch<br />

neue Entwicklungen, etwa einen<br />

„Full Eco Modus“, auszugleichen.<br />

Babyfone, die ihre Signale über das<br />

Telefonnetz übertragen, arbeiten unempfindlich<br />

für Störquellen und sind<br />

strahlungsarm. Eltern können das<br />

Weinen ihres Babys damit an eine beliebige<br />

Festnetz- oder Handy-Nummer<br />

schicken lassen.<br />

Wer zwei Handys hat, kann die Baby-<br />

Überwachung ebenfalls komplett telefonisch<br />

abwickeln – mit Hilfe von<br />

„Apps“, die im Internet zum Download<br />

bereitstehen. „Je nach Entfernung<br />

zum nächsten Sendemast entsteht<br />

dabei allerdings deutlich mehr<br />

Elektrosmog als bei normalen Babyfonen“,<br />

erklärt Ralf Diekmann vom<br />

TÜV Rheinland.<br />

Inzwischen bieten einige Hersteller<br />

bereits Babyfone an, die Babys zusätzlich<br />

auch per Video überwachen.<br />

Allerdings haben sie meist nur eine<br />

begrenzte Reichweite: Stahlbetondecken<br />

sind für viele ein unüberwindliches<br />

Hindernis.<br />

Alles okay im<br />

Kinderzimmer?<br />

Eltern beruhigt<br />

es sehr, wenn sie<br />

hören, was dort<br />

vor sich geht.<br />

Babyfone machen<br />

das möglich<br />

60<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Unsere<br />

Tipps<br />

1. ZUM SCHUTZ VOR<br />

ELEKTROSMOG<br />

empfehlen Fachleute, den<br />

Sender (und den Netzstecker!)<br />

mindestens einen, besser zwei oder<br />

drei Meter entfernt vom Babybett<br />

anzubringen.<br />

2. Sinnvoll ist neben der akustischen<br />

auch die OPTISCHE WIEDERGABE<br />

von Babys Signalen (zum Beispiel<br />

durch LEDs) oder ein Vibrationsalarm<br />

– falls andere Geräuschquellen<br />

das Weinen übertönen.<br />

3. Die REICHWEITE des Babyfons<br />

testen Eltern am besten vor dem<br />

Einsatz aus und schalten die<br />

Reichweiten-Kontrolle<br />

(falls vorhanden<br />

und möglich)<br />

lieber ab, um<br />

Strahlung zu<br />

minimieren.<br />

4. Ein Reichweiten-Test<br />

empfiehlt sich auch, weil<br />

die Angaben der Hersteller oft<br />

nur im Freien gelten und nicht alle<br />

örtlichen Bedingungen erfassen<br />

können. MASSIVE GESCHOSS-<br />

DECKEN, WÄNDE und andere<br />

Hindernisse können die Reichweite<br />

im Innenraum begrenzen. Das gilt<br />

vor allem für Geräte mit Video-Übertragung.<br />

5. Wichtiger als die REICHWEITE<br />

des Babyfons ist die DER ELTERN:<br />

Sie müssen im Zweifelsfall in<br />

kürzester Zeit bei ihrem Kind sein! <br />

Josef Pütz<br />

GERÄTE IM TEST<br />

AUF SEITE 62<br />

▸▸▸<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 61


Test<br />

DIE GEFALLEN UNS!<br />

Kann mal jemand kommen?<br />

Mit Babyfon sind Eltern<br />

und Kind immer<br />

verbunden<br />

BABYPHONE ECO CONTROL +<br />

PHILIPS AVENT SCD 535<br />

ANBIETER: NUK<br />

ÜBERTRAGUNG: DECT<br />

KANÄLE: 120<br />

REICHWEITE*: 300 Meter<br />

EXTRAS: • Gegensprech-Funktion<br />

• Schlaflieder<br />

• Nachtlicht<br />

• Temperaturanzeige<br />

• Full-Eco-Mode (Gerät sendet nur,<br />

wenn das Kind sich meldet)<br />

PREIS: 129 Euro**<br />

Unser<br />

Urteil<br />

Üppig ausgestattetes Babyfon<br />

mit sehr gutem Empfang<br />

ANBIETER: Philips<br />

(z. B. über www.mytoys.de)<br />

ÜBERTRAGUNG: DECT<br />

KANÄLE: 120<br />

REICHWEITE*: 330 Meter<br />

EXTRAS: • Gegensprech-Funktion<br />

• Schlaflieder<br />

• Nachtlicht<br />

• Temperaturanzeige<br />

• Eco-Modus (zum Strom sparen bei<br />

kurzen Entfernungen)<br />

PREIS: 109,99 Euro<br />

Unser<br />

Urteil<br />

Sehr guter Empfang, gute<br />

Ausstattung, der Empfänger<br />

passt in jede Hosentasche<br />

BABYFON BM 440 ECO PLUS<br />

BÉBÉTEL BLUETOOTH<br />

ANGELCARE AC420D<br />

ANBIETER: Vivanco<br />

(z. B. über www.babybutt.de)<br />

ÜBERTRAGUNG: per Funk<br />

KANÄLE: 2<br />

REICHWEITE*: 75 Meter<br />

EXTRAS: • Gerät sendet nur,<br />

wenn das Kind sich meldet<br />

PREIS: 49,95 Euro<br />

AUSZEICHNUNGEN: „Blauer Engel“<br />

Unser<br />

Urteil<br />

Strahlungsarmes Babyfon<br />

mit einfacher Bedienung.<br />

Prima geeignet für gelegentliche<br />

Babysitter<br />

HERSTELLER: Leitronic/Reer<br />

ÜBERTRAGUNG: per Telefon oder Handy<br />

(Bluetooth)<br />

KANÄLE: –<br />

REICHWEITE: unbegrenzt<br />

EXTRAS: • Gegensprech-Funktion<br />

• Abhören des Babys per Ferneinwahl<br />

mit PIN-Code<br />

• auch für Bluetooth-Verbindungen<br />

PREIS: 289 Euro**<br />

Unser<br />

Urteil<br />

Strahlungsfreies Babyfon (Ausnahme:<br />

Bluetooth-Betrieb) mit einfacher<br />

Bedienung und gutem Empfang<br />

ANBIETER: Funny<br />

(z. B. über www.babywalz.de)<br />

ÜBERTRAGUNG: per Funk<br />

KANÄLE: 8<br />

REICHWEITE*: 250 Meter<br />

EXTRAS: • Nachtlicht<br />

• Temperaturanzeige<br />

PREIS: 89,99 Euro<br />

Unser<br />

Urteil<br />

Strahlungsarmes Babyfon<br />

mit gutem Empfang<br />

* Herstellerangaben, im Freien<br />

** unverbindliche Preisempfehlung<br />

der Hersteller<br />

Fotos: Hersteller (5), Hunger & Simmeth (2)<br />

62<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Die Sonderhefte von <strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Ratschläge und Tipps rund um Ihr Baby<br />

Besuchen Sie uns auf unserer Homepage und gehen Sie auf Entdecktungstour: www.leben-und-<strong>erziehen</strong>.de<br />

Information und Bestellmöglichkeit unter Tel. 0180/5260141 oder Fax. 0180/5260142<br />

(Nur 14 Cent/Min. Festnetz; maximal 42 Cent/Min. Mobilfunk)


Geld<br />

Steuern<br />

sparen<br />

SO HOLEN JUNGE FAMILIEN<br />

BEIM JAHRESAUSGLEICH<br />

IHR GELD ZURÜCK<br />

Kinder sind uns<br />

lieb – und teuer!<br />

„Deshalb gibt<br />

es im Steuerrecht<br />

viele Vergünstigungen<br />

für<br />

Familien“, sagt Armin Paulus,<br />

Steuerreferent beim Bund der<br />

Steuerzahler Baden-Württemberg.<br />

Wer seinen Lohnsteuerjahresausgleich<br />

clever macht, kann<br />

sich vom Finanzamt so manchen<br />

Euro zurück holen. Hier sind die<br />

wichtigsten Tipps für junge Familien.<br />

1Betreuungskosten<br />

absetzen<br />

▪ Krippe, Kindergarten und Tagesmutter<br />

– Betreuungskosten<br />

für den Nachwuchs können wie<br />

Werbungskosten, Betriebsausgaben<br />

oder Sonderausgaben abgesetzt<br />

werden und damit die<br />

Steuern senken. Wenn die Kinder<br />

zwischen drei und sechs Jahre<br />

alt sind, können alle Eltern<br />

diese Möglichkeit nutzen, auch<br />

wenn sie nicht berufstätig sind.<br />

Ansonsten gilt das für Ehepaare<br />

nur dann, wenn beide erwerbstätig<br />

sind oder wenn ein Elternteil<br />

berufstätig und der andere<br />

lange krank ist<br />

oder gerade in<br />

Ausbildung ist.<br />

Bis zu zwei Drittel<br />

der Kosten für die<br />

Kinderbetreuung<br />

– höchs tens 4 000<br />

Euro pro Jahr und<br />

Kind bis 14 Jahren<br />

– zieht dann das<br />

Finanzamt vom<br />

Einkommen ab.<br />

Tipp: Schon ein Minijob mit nur<br />

zehn Arbeitsstunden pro Woche<br />

rettet den Steuervorteil!<br />

2Steuerabzug für Pflege<br />

und Haushaltshilfe<br />

▪ Kosten für die Betreuung von<br />

kranken, alten oder pflegebedürftigen<br />

Menschen können als<br />

außergewöhnliche Belastung abgezogen<br />

werden.<br />

Auch eine ange meldete Hilfe im<br />

Haushalt ermäßigt die Einkommenssteuer<br />

– um 20 Prozent<br />

der Aufwendungen, höchstens<br />

510 Euro im Jahr, sofern ein<br />

„Mini-Jobber“ angestellt ist. Und<br />

um 20 Prozent der Aufwendungen,<br />

höchstens aber 4 000 Euro<br />

im Jahr, sofern die Haushalts hilfe<br />

sozialversicherungspflichtig<br />

beschäftigt oder zum Beispiel<br />

ein Hausmeisterservice beauftragt<br />

worden ist.<br />

3Das Finanzamt zahlt<br />

beim Handwerker mit<br />

▪ Sie müssen die Wohnung renovieren<br />

oder wollen Ihr Haus modernisieren?<br />

Die Spül- oder<br />

Waschmaschine ist kaputt? Das<br />

Kinderzimmer braucht dringend<br />

einen neuen Anstrich? Die Lohnkosten<br />

für den Handwerker<br />

(nicht aber für das Material!)<br />

können abgezogen werden. Die<br />

Steuerermäßigung beträgt<br />

20 Prozent davon, höchstens<br />

1200 Euro im Jahr.<br />

64<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


4Splittingtarif: Gemeinsam<br />

bleibt mehr übrig<br />

▪ Die gemeinsame Veranlagung<br />

ist besonders interessant, wenn<br />

nur ein Partner verdient. Beispiel:<br />

Der Mann hat ein zu versteuerndes<br />

Einkommen von 30 000<br />

Euro, die Frau ist zu Hause bei<br />

den Kindern. Bei getrennter Veranlagung<br />

würde er 5 625 Euro<br />

Steuern bezahlen. Lassen sie sich<br />

zusammen veranlagen (auf dem<br />

Jahresausgleich ankreuzen), sind<br />

es für beide gemeinsam nur<br />

2820 Euro. Um den Splittingtarif<br />

zu nutzen, muss das Paar verheiratet<br />

sein und zusammenleben.<br />

Tipp: Auch wenn Sie im Dezember<br />

heiraten, gilt das Splitting<br />

rückwirkend fürs ganze Jahr.<br />

5Sparen mit dem<br />

Sparerpauschbetrag<br />

▪ Jedem Steuerzahler steht ein<br />

Sparerpauschbetrag in Höhe von<br />

801 Euro (für Ehepaare sind das<br />

1 602 Euro) zu, bis zu dem Kapitalerträge<br />

steuerfrei bleiben. Darüber<br />

hinaus sind 25 Prozent<br />

Abgeltungssteuer fällig. Minderjährige<br />

Kinder können bis zu<br />

8805 Euro Kapitaler träge im Jahr<br />

erzielen, ohne dass sie Steuern<br />

bezahlen müssen, sofern sie keine<br />

weiteren Einkünfte haben.<br />

Armin Paulus rät deshalb: „Da<br />

Familien die Möglichkeit haben,<br />

Vermögen zu verteilen, sollten sie<br />

die Freibeträge der Kinder steueroptimal<br />

nutzen. Aber eine<br />

Übertragung zum Schein, nur um<br />

die Freibeträge der Kinder nutzen<br />

zu können, reicht nicht.“ <br />

Gerda Klier<br />

GUT ZU<br />

WISSEN<br />

NUR GEGEN<br />

RECHNUNG!<br />

Das Finanzamt<br />

verlangt für die<br />

Ausgaben zur<br />

Kinderbetreuung,<br />

für haushaltsnahe<br />

Dienstleistungen<br />

oder für Aufträge an<br />

Handwerker, dass der<br />

Steuerzahler eine<br />

Rechnung erhalten<br />

und das Geld auf ein<br />

Konto überwiesen<br />

hat. Barzahlungen<br />

werden nicht<br />

anerkannt!<br />

ALLEIN-<br />

ERZIEHENDE<br />

erhalten einen<br />

besonderen Entlastungsbetrag<br />

von<br />

1 308 Euro, der bei<br />

Eintrag der Steuerklasse<br />

II auf der<br />

Lohnsteuerkarte<br />

schon bei der<br />

monatlichen<br />

Gehaltsabrechnung<br />

berück sichtigt wird.<br />

Achtung: Es darf kein<br />

zweiter Erwachsener<br />

mit im Haushalt<br />

leben, auch kein Kind,<br />

das sich nicht mehr in<br />

der Ausbildung<br />

befindet.<br />

„Ich werd<br />

mal Superstar.”<br />

Helfen Sie, damit die Wünsche siegen.<br />

Nicht der Krebs.<br />

Krebs macht vor Kindern nicht halt.<br />

Aber die Heilungschancen sind hoch: 70 Prozent.<br />

Foto: f1online<br />

KOSTENLOSE BROSCHÜRE FÜR FAMILIEN<br />

„Familie und Steuern“ heißt ein aktueller Ratgeber<br />

des Bundes der Steuerzahler, an dem auch unser Experte<br />

Armin Paulus mitgearbeitet hat. In der kos tenlosen Broschüre<br />

wird auf 72 Seiten das nötige Grundwissen zum Thema<br />

Steuern vermittelt und Familien erhalten viele gute Tipps,<br />

wie sie Geld sparen. Sie können den Rat geber bestellen unter<br />

der kostenfreien Telefonnummer 08 00/0 76 77 78.<br />

Spendenkonto: Dresdner Bank<br />

Blz.: 370 800 40, Kto.: 555 666 00<br />

www.kinderkrebsstiftung.de


www.leben-und-<strong>erziehen</strong>.de<br />

Martina Dankof-<br />

Decker ist eure<br />

Ansprechpartnerin<br />

im Netz<br />

(Username:<br />

Redaktion).<br />

In ihrem Blog<br />

„Martinas<br />

Tagebuch“ erzählt<br />

sie von ihren<br />

Kindern Benjamin<br />

und Anna-Carolin<br />

Opa ist gestorben<br />

Wie erkläre ich<br />

das meinem Kind?<br />

Mein Schwiegervater ist ganz<br />

plötzlich verstorben. Da mein Großer<br />

(3) sehr an seinem Opa hing,<br />

weiß ich nicht, wie ich es ihm am<br />

besten erkläre. Und: Soll er mit auf<br />

die Beerdigung?<br />

Alex2<br />

?<br />

Eine „schöne“ Erklärung<br />

wäre, dass Opa nun als Stern<br />

am Himmel steht und von dort auf<br />

seinen Enkel aufpasst. Und immer<br />

wenn dein Sohn mit dem Opa reden<br />

möchte, kann er abends zum Himmel<br />

hochschauen.<br />

stern07<br />

?<br />

Sprich mit deinem Sohn, sei<br />

für ihn da und tröste ihn. Kinder<br />

gehen meist besser mit dem Tod<br />

um als Erwachsene und trauern auf<br />

ihre Weise. Ich würde ihn deshalb<br />

auch zur Beerdigung mitnehmen,<br />

denn so lernt er verstehen, dass der<br />

Tod zum <strong>Leben</strong> gehört. Pinke Socke<br />

?<br />

Mein Papa ist auch ganz<br />

plötzlich verstorben, mein<br />

Kleiner war damals ebenfalls drei.<br />

Ich habe ihm gesagt, dass der Opa<br />

nun im Himmel ist und mein Sohn<br />

hat es ganz gut verkraftet. Er hat oft<br />

nach ihm gefragt und sagt heute<br />

noch, dass er ihn vermisst. Zur Beerdigung<br />

haben wir ihn aber nicht<br />

mitgenommen, denn wir waren alle<br />

geschockt und verzweifelt. Da hätte<br />

sich niemand um das Kind kümmern<br />

können. Es kommt ganz auf<br />

die Situation an. Marlonsmama<br />

?<br />

Als meine Oma plötzlich<br />

starb, war Felix auch gerade<br />

drei. Ich habe lange überlegt, ob ich<br />

ihn mit zur Beerdigung nehmen<br />

soll. Wir haben uns schließlich dafür<br />

entschieden und Felix hat viele<br />

Fragen gestellt. Aber es war wichtig<br />

für ihn, noch einmal bei seiner Uroma<br />

zu sein.<br />

blwinter<br />

?<br />

Ein schönes Buch zum Thema:<br />

„Leb wohl, lieber Dachs“<br />

von Susan Varley. Es kann zwar<br />

kein Gespräch ersetzen, aber es hilft,<br />

die Dinge zu verstehen. löwenherz<br />

Wer sind die<br />

Helden<br />

eurer Kinder?<br />

Meine Tochter liebt Bibi<br />

Blocksberg. Von früh<br />

bis spät wird gehext.<br />

Stella<br />

Bei uns ist es der böse<br />

Wolf und wahlweise muss<br />

die kleine Schwester die<br />

sieben Geißlein oder das<br />

Rotkäppchen sein . Bonsai<br />

Wir haben auch eine<br />

„Bibi“! Paula liebt sie,<br />

seit sie eineinhalb ist.<br />

Wir besitzen mittlerweile<br />

35 Bibi-CDs. babydachs<br />

Hier hüpft „Meister<br />

Manny“ durch die<br />

Zimmer, immer auf der<br />

Suche nach Dingen, die<br />

repariert werden müssen.<br />

Sind alle Möbel untersucht,<br />

kommen Mamas<br />

Füße und Arme dran.<br />

Minimami<br />

Bei uns werkelt „Bob der<br />

Baumeister“! Ab und zu<br />

kommt der „Kleine rote<br />

Traktor“ zu Besuch.<br />

elescha77<br />

Umfrage<br />

Raus bei jedem Wetter?<br />

Ja, wir gehen jeden Tag raus –<br />

egal, wie das Wetter ist.<br />

Ja, wenn es nicht zu stark regnet.<br />

Nein, ich mag kein schlechtes<br />

Wetter.<br />

Nein, ich habe Angst, dass mein<br />

Kind krank werden könnte.<br />

27%<br />

10%<br />

2%<br />

61%<br />

Fotos: iStockphoto.com (2), Marcus Lechner; Illustration: KIDDINX Studios GmbH, Berlin<br />

66<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011<br />

www.leben-und-<strong>erziehen</strong>.de<br />

Hier gibt‘s immer eine aktuelle Umfrage


Mein Gebetbuch<br />

Dieses Gebet stammt aus<br />

dem Buch „Meine liebsten<br />

Gute-Nacht-Gebete“ (s. Buchtipp).<br />

Haben Sie ein Lieblings gebet,<br />

das Sie besonders gern<br />

mit Ihrem Kind sprechen?<br />

Dann schreiben Sie an die<br />

Redaktion <strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong>,<br />

Kennwort: Gebet,<br />

Adresse s. S. 3.<br />

Unser<br />

Buchtipp<br />

Reinhard Abeln/<br />

Astrid Krömer:<br />

„Meine liebsten<br />

Gute-Nacht-<br />

Gebete“,<br />

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7,90 Euro<br />

Sei wieder<br />

lieb!<br />

Heute gab es Zank und Streit.<br />

Lieber Gott – es tut mir leid.<br />

Gib uns zum Vertrauen Mut,<br />

dann wird alles wieder gut.<br />

Überliefert<br />

Foto: Hunger & Simmeth<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 67


<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

ISSN 0047-4274<br />

Abonnenten-Service<br />

Heuriedweg 19, 88131 Lindau<br />

Tel. 01 80/5 26 01 41*, Fax 01 80/5 26 01 42*<br />

(*14 Cent/Min. Festnetz,<br />

max. 42 Cent/Min. Mobilfunk)<br />

E-Mail: abo.lebenund<strong>erziehen</strong>@guell.de<br />

Preis pro Ausgabe: 1,99 €<br />

Preis für ein Jahresabo: 23,88 €<br />

(inkl. MwSt. und Versand)<br />

Gute-Nacht-Geschichte<br />

Die Kuh<br />

IMPRESSUM<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Redaktion:<br />

Böheimstraße 8<br />

86153 Augsburg<br />

Tel. 0821/455481-51<br />

Fax 0821/455481-12<br />

E-Mail-Adresse:<br />

redaktion@bayard-media.de<br />

Internet: www.leben-und-<strong>erziehen</strong>.de<br />

Chefredakteurin:<br />

Martina Kaiser<br />

Redaktion und Mitarbeiter:<br />

Martina Dankof-Decker, Gitta Hopp,<br />

Gerda Klier, Bea Lemcke,<br />

Margret Nußbaum, Nina Prell,<br />

Josef Pütz, Silvia Schmid,<br />

Andrea Schmidt-Forth,<br />

Carina Springer, Angelika Urbach<br />

Bildredaktion:<br />

Ilonka Bock, Daniel Gerst<br />

Grafik:<br />

Robert Erker (Artdirector)<br />

Verena Kernstein<br />

Nicole Lautenbacher<br />

Redaktionsassistenz:<br />

Sylvia Herrmann, Eleonore Reiswich<br />

Nachdruck<br />

nur mit Genehmigung der<br />

Redaktion. Für unverlangte Manuskripte<br />

und Fotos keine Gewähr.<br />

Bitte schicken Sie uns nur Fotos,<br />

die Sie selbst aufgenommen oder<br />

an denen Sie die Rechte haben.<br />

Beilagenhinweis:<br />

(außer Verantwortung der Redaktion)<br />

Dieser Ausgabe sind Beilagen/Beihefter/<br />

Beikleber folgender Firmen beigefügt:<br />

Versandhaus Walz und myToys<br />

Wir bitten um freundliche Beachtung!<br />

NEU<br />

Verlag:<br />

Bayard Media GmbH & Co. KG<br />

Böheimstraße 8, 86153 Augsburg<br />

Geschäftsführer:<br />

Horst Ohligschläger<br />

Verlagsleitung/<br />

Gesamtanzeigenleitung:<br />

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Preisliste Nr. 16, gültig ab 1. Januar 2011<br />

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Druckvorstufe:<br />

NV Roularta Media Group,<br />

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E-Mail: vertriebsservice@oz-bpv.de<br />

www.bpv-medien.com<br />

Verkaufspreis: 1,99 €<br />

Aboservice Schweiz:<br />

Presse-Service Güll GmbH, CH-9024 St. Gallen<br />

Tel. 0848/840115, Fax 0848/840116<br />

Preis pro Ausgabe: 3,90 sfr<br />

Bei Nichtlieferung ohne Verschulden<br />

des Verlags oder in Fällen höherer Gewalt<br />

und bei Störung des Arbeitsfriedens<br />

kein Entschädigungs anspruch.<br />

UNSERE SONDERHEFTE<br />

Schwangerschaft<br />

& Geburt<br />

Gesundheit,<br />

mein Kind!<br />

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im ersten Jahr<br />

Babys lernen<br />

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Baby leicht –<br />

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Babys richtig<br />

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<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

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dem blauen Globus<br />

wird gern nachbestellt!<br />

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dem<br />

er Frost ist übers Land gezogen und hat<br />

den Teich in der Nacht mit einer<br />

dicken Eisschicht zugedeckt. Teddy<br />

Bär freut sich sehr: „Endlich können<br />

wir Schlittschuh laufen!“ Der Hund mit<br />

der blauen Mütze kommt mit. Auch die<br />

bunte Kuh freut sich aufs Eislaufen.<br />

Auf dem zugefrorenen Teich schlittern schon die Gänse<br />

und Enten und drehen schnatternd ihre Runden. Teddy Bär<br />

zieht als Erster die Schlittschuhe an. Hui, wie schnell er<br />

damit sausen kann! Am liebsten würde er sie anbehalten.<br />

Aber Käpt’n Wuff winkt schon ungeduldig. Er möchte auch<br />

mal Schlittschuh laufen.<br />

Die beiden Freunde wechseln sich ab – immer und immer<br />

wieder. Die bunte Kuh aber steht traurig am Ufer und<br />

jammert: „Schade, dass wir nur ein Paar Schlittschuhe<br />

haben! Ich wär so gern auch mal aufs Eis gegangen.“<br />

68<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


Teddy Bär lacht: „Warum so traurig, liebe Kuh? Du kannst<br />

auch ohne Schlittschuhe auf dem Eis schlittern. Schau<br />

nur!“ Flink schlüpft er in seine roten Schneestiefel, nimmt<br />

Anlauf, saust schnell wie ein Blitz übers Eis – und wieder<br />

zurück zu den beiden Freunden.<br />

Käpt’n Wuff zieht gerade seine blauen Schneestiefel über<br />

die Hinterbeine der Kuh. Da macht Teddy Bär es ihm nach.<br />

Und – schwups! – stecken die Vorderbeine der Kuh in den<br />

roten Bärenstiefeln. Die Kuh lacht: „Muuuh! So schöne<br />

Schuh!“ Sie nimmt Anlauf und schlittert übers Eis – aber<br />

leider nicht schnell wie ein Blitz, sondern langsam wie ein<br />

dickes Butterfass. Mitten auf dem zugefrorenen Teich<br />

bleibt sie stehen und bewegt sich nicht mehr von der Stelle.<br />

Denn das Eis ist sehr rutschig. Jetzt ist guter Rat teuer.<br />

Teddy Bär schlittert auf den Tatzen zur bunten Kuh und<br />

versucht, sie anzuschieben. Doch sie ist viel zu schwer. Da<br />

kommt ihm Käpt’n Wuff mit den Schlittschuhen zu Hilfe.<br />

Hauruck, hauruck! Auch zu zweit bekommen sie<br />

die Kuh nicht vom Eis. Sie jammert: „Nun muss ich hier<br />

stehen bleiben und werde erfrieren.“ Aber Teddy Bär<br />

hat eine Idee: „Wir laufen schnell zurück zum Heustall.<br />

Ich weiß, wie wir dir helfen können.“<br />

Gesagt, getan. Teddy Bär und Käpt’n Wuff stapfen durch<br />

den kalten Schnee zum Heustall. Huuh, ist das kalt unter<br />

den Hundepfoten und Bärentatzen! Kurze Zeit später<br />

schieben die beiden eine Schubkarre heran – voll beladen<br />

mit Stroh. Die bunte Kuh ruft bibbernd vor Kälte: „Wenn<br />

ihr mich nicht bald rettet, erstarre ich zu einem Eisblock!“<br />

Schnell legen Teddy Bär und Käpt’n Wuff einen Weg aus<br />

Stroh bis zur Kuh auf dem Eis. Trapp, trapp, trapp stampft<br />

sie darüber hinweg bis zum Ufer und seufzt erleichtert:<br />

„Danke, ihr Lieben! Ohne euch wäre es mir schlecht<br />

ergangen.“ Und mit ihrem warmen Atem wärmt sie den<br />

Freunden die kalten Pfoten und Tatzen.<br />

<br />

Erzählt von Margret Nußbaum; illustriert von Robert Erker<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011 69


Glosse<br />

Komm mit mir ins<br />

Tierparks, Aqua-Oasen,<br />

Indoor-Spielplätze:<br />

Damit Söhnchen Anton<br />

Spaß hat, scheut<br />

unsere Autorin<br />

Stephanie Schwiering<br />

weder Kosten noch<br />

Mühen. Und bekommt<br />

eine faszinierende<br />

Lektion gratis<br />

Ameisen angucken kann ganz schön<br />

teuer werden. 22 Euro, um genau<br />

zu sein. Hätten Sie dafür nicht<br />

ausgegeben? Ich freiwillig auch nicht, das<br />

können Sie mir glauben. Gerne verrate ich<br />

Ihnen, wie es dazu kam:<br />

Sonntage sind bei uns Familientage. Da<br />

schlafen wir so lange, wie es mit einem<br />

Zweijährigen möglich ist, also bis circa<br />

halb sieben, frühstücken ausgiebig und<br />

planen, was wir später Schönes machen.<br />

An besagtem Sonntag wollten wir mal<br />

wieder in den Tierpark. Dort waren kürzlich<br />

und fast zeitgleich ein Elefanten- und<br />

ein Giraffenbaby zur Welt gekommen.<br />

Was für eine Attraktion!<br />

Nachdem wir uns am Nachmittag in die<br />

lange Warteschlange eingereiht, 22 Euro<br />

für das Familienticket bezahlt und endlich<br />

das eiserne Drehkreuz passiert hatten,<br />

blieb Toni nach fünf Schritten abrupt stehen.<br />

Strahlend zeigte er immer wieder auf<br />

die Erde. Erst bei genauerem Hinschauen<br />

entdeckten wir den Grund seiner Freude:<br />

eine Ameisenkolonie. Sie können sich denken,<br />

was passiert ist, oder? Das Elefantenund<br />

Giraffenbaby haben wir jedenfalls<br />

nicht gesehen ...<br />

Doch ehrlich gesagt konnten mein Mann<br />

und ich Toni sogar ein bisschen verstehen.<br />

Was da auf dem Boden vor sich ging, war<br />

sagenhaft. Die Ameisen transportierten<br />

riesige Blätter, kletterten übereinander<br />

oder umgingen geschickt Hindernisse. Wir<br />

staunten und guckten, holten uns Kaffee<br />

und Kakao an den Ort des Geschehens –<br />

und fuhren nach eineinhalb Stunden wieder<br />

nach Hause.<br />

Oder zwei Sonntage später. Die Fahrt bis<br />

zur Aqua-Oase dauerte zwar eine gefühlte<br />

Ewigkeit, aber das Erlebnisbad hatte ein<br />

unschlagbares Argument: ein knöchelhohes,<br />

pipiwarmes Schwimmbecken mit<br />

diversen Miniatur-Rutschen. Auf die kletterte<br />

Anton allerdings nur zweimal, um<br />

uns dann mitzuteilen: „Toni müde, Toni<br />

will nach Hause.“<br />

Kein Wunder, denn die Sensation hatten<br />

wir bereits hinter uns. In der Dusche. Dort<br />

hing – nur an einen Kaltwasserhahn angeschlossen<br />

– ein Schlauch für die Saunagäste.<br />

Um es kurz zu machen: Anton<br />

schenkte jeder eintreffenden Dame eine<br />

Erfrischung. Zum Glück nur knieumspielend,<br />

denn höher kam er nicht. Er kringelte<br />

sich vor Lachen über die spitzen Schreie,<br />

die akrobatischen Ausweichmanöver und<br />

die nassen Racheakte seiner Opfer.<br />

Abends im Bett sagte mein Mann:<br />

„Das war mal wieder der Beweis. Oft sind<br />

es die kleinen Dinge im <strong>Leben</strong>, die glücklich<br />

machen.“ „Stimmt“, antwortete ich<br />

und schaute zu Anton, der schlafend<br />

zwischen uns lag.<br />

<br />

Unsere Autorin<br />

Stephanie Schwiering<br />

ist Journalistin und<br />

Mutter von Anton (2)<br />

Illustration: Karin Baetz; Foto: privat<br />

70<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


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72<br />

<strong>Leben</strong> & <strong>erziehen</strong><br />

Februar 2011


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Februar 2011 73


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