Matrix3000 Gottes Banker: Die Vatikanbank, die Mafia und der Rücktritt Benedikts XVI (Ausgabe 75) (Vorschau)

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J u n i 2 0 1 3 / 6 , 5 0 E U R

Arthur Janov:

Vorgeburtliches

Bewusstsein

Präventivkrieg

im Cyberspace

Gottes

Banker

Die Vatikanbank, die Mafia und

der Rücktritt Benedikts XVI

Gold aus

Wasser

Nazca-Linien:

Die fliegenden

Söhne der Sonne

Mit Steinen flüstern

Steinseelchen


Der neue Zapper ist geboren

Nur Zappen war gestern!!

Die neue Zapper-Generation ist da.

Zapper-Programme mit:

Clark-, Rife-, Beck-,TENS-, Baklayan-Frequenzen

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dadurch ihre Effektivität verstärkt.

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ist die Effektivität aller Programme um das 3–fache erhöht.

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Entspannung und Wohlgefühl auf allen Ebenen

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Alan E. Baklayan

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Michaels Verlag

Alan E. Baklayan, Sanftes Heilen mit harmonischen Schwingungen

Ein wichtiges Grundlagenwerk des bekannten Heilpraktikers und

Pioniers der Bioresonanz- und Frequenz therapie über Grundphilosophie,

Methoden und Anwendungs möglich keiten des Zappers.

Seit dem Erscheinen der ersten Auflage dieses Buches im Jahr 2002

gab es eine solche rasante Ent wicklung in der Zapper-Anwen dung, nicht

zuletzt durch den Fortschritt der Technik, dass es für den interessierten

Laien schwer ist, mit zu halten. Gerade deswegen ist dieses Buch ein

umfassendes Grund lagen werk, das als Einführung in die Grundsätze der

Anwendung des Diamond Shield Zappers IE unverzichtbar ist.


Editorial

Franz Bludorf, Chefredakteur

Niemals war die Feststellung zutreffender als heute:

„Nichts ist das, was es zu sein scheint.“ Woran soll sich ein

Mensch eigentlich noch klammern, wenn ein Institut „zur

Unterstützung frommer Werke“ Waffenhandel betreibt,

Mafiagelder wäscht und Justizbeamte schmiert? Wenn

sich die obersten Finanzhüter des Vatikan und ihre dubiosen

Geschäfte als so unangreifbar erweisen, dass sie sogar

einen Papst zum Rücktritt bringen. Wenn demokratisch

gewählte Politiker ihre eigenen mühevoll ausgehandelten

Verträge kurzerhand brechen, sofern sie ihren Förderern

im Hintergrund damit einen Dienst erweisen können. Nicht

nur ein einzelner Politiker, sondern grenzübergreifend alle

zusammen, in selten geübter Einmütigkeit.

Woran soll sich ein Mensch in einer Welt noch halten, in

der die Religion sich selbst korrumpiert und in der Gesetze

selbst für die, die Gesetze machen, nur bedeutungsloses

Papier zu sein scheinen? Papst Benedikt XVI. hatte dies erkannt.

In seiner Enzyklika „Caritas in veritate“ schrieb er

2009: „Die Gefahr unserer Zeit besteht darin, dass der tatsächlichen

Abhängigkeit der Menschen und der Völker untereinander

keine ethische Wechselbeziehung von Gewissen

und Verstand der Beteiligten entspricht, aus der eine

wirklich menschliche Entwicklung als Ergebnis hervorgehen

könnte.“ Er wusste, dass dies auch für manche Institutionen

seiner Kirche galt. Am Ende blieb er sich selber

treu und ging. Selbst der frühere Bundespräsident Horst

Köhler, eigentlich von Hause aus ein kühl kalkulierender

IWF-Banker, mahnte, die Werte der Sozialen Marktwirtschaft

zu respektieren. Der Markt allein könne nicht alles

zum Guten richten.

Gleichzeitig wird man den Eindruck nicht los, die problematischen

Zeiten, in denen wir leben, würden bei vielen

eine „Rette sich wer kann“-Mentalität auslösen, die sie

veranlasst zusammenzuraffen, was man nur kriegen kann,

um am Ende mit möglichst viel Profit aus der Krise hervorzugehen.

Skrupellose Finanzjongleure fallen, wie Franz

Müntefering es einst ausdrückte, wie Heuschrecken über

ein lohnendes Zielobjekt her und ziehen weiter, sobald es

abgegrast ist, ohne Rücksicht auf das Trümmerfeld, das sie

hinter sich zurücklassen. Lassen sich die einzigen Werte,

die heute noch zählen, tatsächlich nur noch in Euro, Dollar

oder Rubel beziffern? Wird der Wert des menschlichen Lebens

reduziert auf ein paar Fetzen Papier?

Wir sollten uns hüten, voreilige Schlüsse zu ziehen. Es hat

keinen Zweck, aus allem auszusteigen, alles zu reduzieren,

alles hinter sich zu lassen, wie unser Autor, der Heilpraktiker

Alan Baklayan, in dieser Matrix sehr richtig anmerkt.

Wir leben hier und jetzt, und das heißt, wir müssen mit

dieser Welt klarkommen, so wie sie ist, anstatt von einer

längst vergangenen Idealwelt zu träumen, die so ideal nun

auch wieder nicht war. Es ist, wie es Albert Einstein einmal

zu seinen Studenten sagte: Die Fragen sind im Grunde immer

die gleichen, nur die Antworten sind jedes Mal anders.

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 3


Inhalt

48

Die fliegenden Söhne der Sonne

Zwischen den peruanischen Städten Nazca und Palpa finden sich auf einem Gebiet von rund 500 Quadratkilometern

riesige Geoglyphen, besser bekannt als „Nazca-Linien“. Dazu gehören Dreiecke, trapezförmige

Formationen und bis zu 20 km lange, schnurgerade Linien. Auch Abbilder von Menschen,

Affen, Vögeln und Walen finden sich hier. Die Geoglyphen sind jedoch nur aus größerer Höhe zu erkennen,

etwa von Flugzeugen oder Hubschraubern aus. Die Geschichte ihrer Entdeckung begann daher

auch erst 1924, als erste kommerzielle Flugzeuge über das Plateau von Nazca flogen, deren Passagiere

die merkwürdigen Bilder in der Wüste ausmachten. Wer konnte vor über 2000 Jahren ein Interesse

haben, solche Figuren zu erschaffen?

Franz Spunda war ein bekannter esoterischer Schriftsteller und ein

profunder Kenner der altgriechischen und altägyptischen Mysterien.

50 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht ein Verlag erstmalig seine

Romandichtung „Platon“ in zwei Bänden. Im ersten Band zeichnet

Spunda literarisch u.a. die Legende nach, gemäß der Platon als junger

Mann Ägypten bereiste, wo er auf eine ungewöhnliche Weise in

die spirituellen Mysterien eingeweiht wurde.

58

Platons ägyptische

Einweihung

40

Neue Zapper-

Technologie

Das Heilen mit Frequenzen ist bereits seit über 100 Jahren

fester Bestandteil der alternativen Heilkunde. Elektroakupunktur,

Magnetfeld- und Mikrostromtherapie, vor allem

aber auch die Zapper-Technologie haben schon zahllosen

Menschen geholfen, denen die Schulmedizin allenfalls Linderung

bieten konnte. Zapper-Geräte der neuesten Generation

nutzen die sogenannte Diamond-Shield-Therapie, eine

Kombination aus Stimulations- und Schutzwirkung. Der Entdecker

dieser Technologie, der Heilpraktiker Alan E. Baklayan,

erklärt, wie es funktioniert.

Inhalt

Politik

Sebastian Frey

Gottes Banker

Scheiterte Benedikt XVI. in Wahrheit an seinem

Machtkampf mit der Vatikanbank? 8

News 14

Martin Hellmann

Präventive Cyberattacken

Hauptkriegsziele des 21. Jahrhunderts

sind Mikrochips und Megabytes 18

Wissen

Arthur Janov

Epigenetik

Die Vererbung erworbener Merkmale 22

Quantessenz 26

Harald Kautz-Vella

Die transdimensionalen

Qualitäten von Wasser 28

Gesundheit

Claudia Lämmermeyer

Steinseelchen

Meditationssteine aus der Welt der

lichtvollen Tiefe 34

Matthias Weingold

Die drei Stufen der Klarheit

Die QuintEssenzen der Laila Surya 38

Alan E. Baklayan

Neue Zapper-Technologie 40

Monika Herz

Heilen mit Geschichten

Wo deine Wunde ist, verbirgt sich

ein Kraftquell 44

4

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Epigenetik 22

Arthur Janov, einer der profiliertesten Psychologen unserer Tage, berichtet,

wie das Leben eines Menschen durch Ereignisse vor seiner Geburt unauslöschlich

geprägt wird. Vorgeburtliche Erfahrungen können sogar genetische

Prädispositionen beeinflussen – ein Vorgang, der als Epigenetik bezeichnet

wird. Umwelteinflüsse aus der Zeit der Entwicklung im Mutterleib erweisen

sich so als entscheidend für den gesamten Lebensweg eines Menschen.

Inhalt

28

Albert Einstein und die Quantenphysiker

bereiteten die

theoretische Basis, doch es

blieb anderen Forschern wie

Thomas Townsend Brown,

Wilhelm Reich oder Matti Pitkänen

vorbehalten, daraus

praktische Schlüsse zu ziehen,

die unser Weltbild von Grund

auf verändern. Es handelt sich

allerdings um eine Wiederentdeckung

uralten Wissens, auf

das bereits in den indischen

Veden, aber auch in der christlichen

Bibel unmissverständlich

hingewiesen wird.

Die transdimensionalen

Qualitäten von Wasser

8

Gottes Banker

Der Rücktritt von Papst Benedikt XVI., ein in der Neuzeit

einmaliger Vorgang in der Kirchengeschichte, hat die

Weltöffentlichkeit vollkommen überrascht. Inzwischen

ist ein neuer Papst gewählt, aber Fragen bleiben offen.

Die offizielle Begründung, Benedikt habe sich aus Altersgründen

zurückgezogen, erscheint zunehmend unglaubhaft.

Was in den letzten Jahren kaum bemerkt wurde:

Der deutsche Papst hatte sich intensiv bemüht, gegen die

mafiösen Verstrickungen der Vatikanbank vorzugehen –

und war am Widerstand der alten Seilschaften gescheitert.

Mehr und mehr deutet sich an, dass Benedikt XVI.

aus Gewissensgründen auf das Pontifikat verzichtete.

Wurzeln

Thomas Ritter

Die fliegenden Söhne der Sonne 48

Kultur

Roland Rottenfußer

Occupy Culture! 54

Spiritualität

Franz Spunda

Platons Einweihung in Ägypten 58

Valentin Tomberg

Meditation

Über die Erkenntnismeditation 62

Rubriken

Editorial 3

Bedenkliches 6

Gedicht 7

Buchempfehlungen 13

Abo 27

Buchbesprechungen 64

Märchen 65

Vorschau 66

Impressum 66

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 5


Bedenkliches

Der Lissabon-Vertrag war vor

einigen Jahren für viele EU-

Bürger so etwas wie ein rotes

Tuch. Zu viele Passagen enthielt dieser

Ersatz für die gescheiterte EU-

Verfassung, die bedenklich stimmten.

Was sich damals selbst Euroskeptiker

kaum ausmalen konnten, ist jetzt

eingetreten. Die Bürger der Union

mussten leidvoll erkennen, dass der

Vertrag auch einige durchaus wünschenswerte

Schutzklauseln enthält,

die uns alle vor dem Schlimmsten bewahren

sollten. Leidvoll deshalb, weil

gerade diese Klauseln jetzt reihenweise

gebrochen werden – und zwar von

der Staatsmacht – in allen EU-Ländern

dem Papier nach demokratisch

gewählt und dem Gemeinwohl und der

Verfassung verpflichtet.

Ein Beispiel: Artikel 125 des Lissabon-Abkommens

besagt u. a.: „Die Union haftet nicht für

die Verbindlichkeiten der Zentralregierungen usw. usw. …

und tritt nicht für derartige Verbindlichkeiten ein.“ Kurz gesagt:

Kein EU-Land muss die Schulden eines anderen Mitgliedsstaates

bezahlen. Genau das aber, die Transferunion,

wurde jedoch inzwischen implementiert – in Griechenland,

in Zypern, demnächst wohl auch in Spanien und anderen

Ländern, die am Rande des Staatsbankrotts stehen. 17 Regierungen

der Euroländer sind vertragsbrüchig geworden,

und das Seltsamste ist: Kaum jemand regt sich darüber auf.

Warum eigentlich? Weil – um das Lieblingswort von Angela

Merkel zu benutzen – die Vorgehensweise angeblich

„alternativlos“ ist. Staaten dürfen nicht bankrott gehen,

und ihre Banken sind „systemrelevant“, ihre Rettung stellt

daher ein höheres Rechtsgut dar als das Wohl der Bürger.

Eigentlich werden nicht einmal die Banken an sich gerettet,

sondern die skrupellosen Finanzzocker werden aus ihrer

Verantwortung entlassen, nachdem sie das Kapital ihrer

Banken verspielt haben. Die anständigen und ehrlichen

Alternativlose

Bürger

Franz Bludorf

Bankkunden dagegen könnten schon

bald die Dummen sein – siehe Zypern.

Wie sagten doch Kanzlerin Merkel und

ihr damaliger Finanzminister Steinbrück

einst in schönster Einmütigkeit:

Die Sparguthaben sind sicher. Dafür

stehen wir gerade.“ Gut, dass sie nicht

Griechisch sprachen!

Die neue Selbstbedienungsmentalität,

mit der Staaten und

ihre „systemrelevanten“ Finanzinstitute

den Sparern ihr sauer

verdientes Geld wegnehmen, kennt

keine Grenzen. Kanada will sich sogar

die umständliche Prozedur einer

staatlich verfügten Abgabe sparen, die

man – wie lästig – erst noch durchs

Parlament bringen muss. Statt dessen

sollen die Banken gleich selbst „Verbindlichkeiten“,

also Spareinlagen,

die ihnen nicht gehören, in Eigenkapital zum Weiterzocken

umwandeln dürfen. Man sollte es nicht einmal „Selbstbedienung“

nennen, denn auch im SB-Markt muss man am

Ende schließlich bezahlen. Das richtige Wort wäre staatlich

sanktionierter Diebstahl.

Ein solches Herrschaftsgebaren hat es seit den Zeiten

abolutistischer Monarchen wie Ludwig XIV. nicht mehr gegeben.

Anstatt dem Wähler scheinen unsere Politiker nur

noch ihren Großspendern verpflichtet zu sein. In den USA

wurde gerade ein Gesetz verabschiedet, das den umstrittenen

Saatgutkonzern Monsanto vor lästigen Gerichtsverfahren

schützt. Wen wundert es – mindestens elf Senatoren

sind bekanntermaßen durch Monsanto-Spenden in den

Kongress gehievt worden. Und das Erschreckendste ist: Es

ist im Grunde ganz egal, ob man als Wähler nun Frau Merkel,

Herrn Steinbrück, Signore Berlusconi oder dem Räuber

Hotzenplotz seine Stimme gibt. Auch das ist „alternativlos“.

Wer immer sonst kandidiert, ist auch nicht besser – er trägt

es vielleicht nur nicht so dick auf.

6

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Gedicht

Über die Geduld

(Rainer Maria Rilke)

Man muss den Dingen

die eigene, stille

ungestörte Entwicklung lassen,

die tief von innen kommt

und durch nichts gedrängt

oder beschleunigt werden kann,

alles ist austragen – und

dann gebären...

Reifen wie der Baum,

der seine Säfte nicht drängt

und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,

ohne Angst,

dass dahinter kein Sommer

kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,

die da sind, als ob die Ewigkeit

vor ihnen läge,

so sorglos, still und weit...

Man muss Geduld haben

Mit dem Ungelösten im Herzen,

und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,

wie verschlossene Stuben,

und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache

geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.

Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,

ohne es zu merken,

eines fremden Tages

in die Antworten hinein.

Diese Zeilen stammen aus einem Brief von Rainer Maria Rilke "an einen jungen Dichter" (Franz Xaver Kappus), in dem sie eingestreut sind. Wer die hier vorliegende Fassung formuliert hat, ist

unbekannt. Der Titel "Über die Geduld" stammt nicht von Rilke selbst! Quelle: www.rilke.de/briefe/230403.htm" \t "_blank" www.rilke.de/briefe/230403.htm

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 7


Politik

Gottes

Banker

Scheiterte Benedikt XVI. in Wahrheit an seinem

Machtkampf mit der Vatikanbank?

Sebastian Frey

Franz Bludorf

8

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Politik

Selbst der Himmel schien sein Missfallen ausdrücken zu wollen. Unmittelbar

nach der Rücktrittserklärung von Papst Benedikt XVI. schlug mitten in der

Kuppel des Petersdoms ein Blitz ein, direkt vor den Kameras der Weltpresse.

Am Ende seines eher unauffälligen Pontifikats hatte der Deutsche auf dem

Stuhl Petri doch noch Geschichte gemacht. Seit den unruhigen Tagen des Mittelalters

mit seinen Päpsten und Gegenpäpsten, genauer seit Coelestin V. Ende

des 13. Jahrhunderts, war kein Pontifex mehr zu Lebzeiten aus dem Amt geschieden.

Aus Altersgründen habe sich Benedikt zu diesem Schritt entschlossen,

so hieß es offiziell. Der 86jährige Pontifex sei geistig und körperlich nicht

mehr in der Lage, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Vatikankenner,

die den deutschen Ex-Papst noch in diesem Jahr getroffen hatten, bestreiten

dies. Natürlich sei Benedikt sichtlich gealtert, doch sein körperlicher Zustand

sei nicht im Entferntesten so kritisch wie bei seinem Vorgänger Johannes Paul

II. am Ende seines Lebens. Vor allem auch geistig sei Benedikt nach wie vor

frisch und vital. Die in Lateinisch abgefasste Rücktrittserklärung sei falsch

übersetzt worden. Da heißt es nämlich, nicht „geistig“, sondern „seelisch“

habe sich Benedikt nicht mehr in der Lage gesehen, sein Amt auszuüben. Im

Klartext bedeutet dies, er war nicht mehr bereit, für bestimmte Vorgänge im

Vatikan die Verantwortung zu übernehmen. Im Blickpunkt dieser Interpretation

stehen „Gottes Banker“ – die Manager der Vatikanbank. fb

Die Kardinäle auf dem Weg

zur Abstimmung im Konklave.

Als zweiter von rechts ist

der Erzbischof von Krakau

zu sehen, Kardinal Stanislaw

Dziwisz, der langjährige

Privatsekretär von Papst

Johannes Paul II.

Unterstützung „frommer Werke“

Eigentlich sollte es eine Organisation

zur Unterstützung frommer Werke

sein – das Istituto per le Opere di Religione

(IOR), im alltäglichen Sprachgebrauch

besser bekannt als die Vatikanbank.

Sie entstand ursprünglich

Ende des 19. Jahrhunderts auf Anordnung

Leos XIII. und sollte zur Verwaltung

des Restvermögens dienen, das

dem Vatikan nach der Zerschlagung

des Kirchenstaats im Zuge der Neugründung

Italiens verblieben war. Den

Status einer echten Bank erhielt das

IOR erst 1944 durch Papst Pius XII.

Bis heute verfügt die Vatikanbank

über keine offizielle Banklizenz und ist

daher auch nicht zur Veröffentlichung

von Bilanzen verpflichtet. Die Finanztransaktionen

von „Gottes Bankern“

verbergen sich hinter einer Mauer der

Geheimnisse, Verschleierungen und

Vertuschungen. Vom ursprünglichen

Auftrag der Vatikanbank ist auf jeden

Fall nicht mehr viel übriggeblieben.

Zumindest mit der Verwaltung des vatikanischen

Vermögens hat die Bank

heute nur noch wenig zu tun. Diese

Funktion obliegt seit 1967 der vom damaligen

Papst Paul VI. eingerichteten

Güterverwaltung des Apostolischen

Stuhls (Administratio Patrimonii Sedis

Apostolicae, kurz APSA). Die Bank

arbeitet heute mit eigenem Vermögen

und auf eigene Rechnung. Seit den

siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts

ist bekannt geworden, dass die

Vatikanbank in einige recht fragwürdige

Geschäfte verwickelt ist, die mit

dem ursprünglichen frommen Auftrag

nichts mehr zu tun haben.

Der Vatikan und die Mafia

Seinerzeit kamen erstmals Verwicklungen

der Vatikanbank in die Affären

rund um die Banco Ambrosiano

ans Tageslicht. Diese italienische

Privatbank war in den Verdacht ge-

Der ehemalige Papst

Benedikt zusammen mit

Vatikanbanker Tedeschi.

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 9


Politik

Unmittelbar nach der

Rücktrittserklärung Benedikts

XVI. schien selbst der

Himmel seinen Kommentar

abzugeben: In der Kuppel

des Petersdoms schlug ein

Blitz ein.

Die Vatikanbank - längst kein

Institut zur "Unterstützung

frommer Werke" mehr, sondern

ein undurchschaubares

Netzwerk für Geldwäsche,

Waffenhandel und Korruption.

Roberto Calvi

raten, Geldwäsche für die Mafia zu

betreiben. Zu diesem Zweck hatte

der Präsident der Banco Ambrosiano,

Roberto Calvi, über 200 „Geisterbanken“,

unter anderem in der Karibik,

gegründet, also Briefkastenfirmen,

die die Transaktionen verschleiern

sollten. Auch Gelder aus dem lateinamerikanischen

Kokainhandel sollen

auf diese Weise gewaschen worden

sein. Verwicklungen in Waffenverkäufe

an die italienische Armee wurden

bekannt, und auch die polnische Gewerkschaft

Solidarnosc, deren Aktivitäten

später den Umsturz im gesamten

kommunistischen Machtblock

einleiteten, soll von der Vatikanbank

massiv finanziert worden sein. Selbst

bei der Produktion der Anti-Baby-Pille,

deren Gebrauch Papst Paul VI. per

Enzyklika verboten hatte – eine Entscheidung,

die keiner seiner Nachfolger

je aufgehoben hat –, hat man

eifrig mitgemischt.

Klares Zeugnis über die zunehmend

unübersichtliche Verteilung

der Vermögenswerte der

Vatikanbank geben die Goldreserven

ab. Diese wurden in den 1930er Jahren

in Höhe von 235.765 Feinunzen

angelegt, leiden aber seit etwa 20

Jahren unter massiver Schwindsucht.

1992 standen nur noch 139.302 Feinunzen

in den Büchern des IOR, ein

Jahr später sogar nur noch 47.772

Feinunzen. Ein deutlicher Hinweis,

dass Vermögenswerte in massiver

Form umgelagert wurden.

Eine der von Calvi gegründeten

„Geisterbanken“, die Cisalpina auf

den Bahamas, wurde vom damaligen

Vatikanbank-Chef, Erzbischof Marcinkus,

mit verwaltet. Bereits Papst

Johannes Paul I. soll nach seiner

Wahl 1978 versucht haben, dem unfrommen

Treiben Einhalt zu gebieten.

Er wurde nach nur 33tägigem Pontifikat

von seiner Haushälterin am 28.

September 1978 tot im Bett aufgefunden.

Es ist bekannt, dass Johannes

Paul I. herzkrank war. Da der Vatikan

jedoch eine Obduktion verweigerte,

konnten Vermutungen, der Papst sei

vergiftet worden, bis heute nicht entkräftet

werden.

Roberto Calvi und Erzbischof Marcinkus

wurden 1982 wegen Geldwäsche,

Unterschlagung und zahlreichen

anderen Verbrechen angeklagt.

Calvi tauchte unter und wurde wenig

später unter einer Brücke in London

erhängt aufgefunden, die Taschen mit

Steinen beschwert. Seine Sekretärin

stürzte am gleichen Tag aus einem

Fenster der Banco Ambrosiano zu

Tode. In beiden Fällen kann bis heute

Mord nicht ausgeschlossen werden.

Erzbischof Marcinkus wurde in Italien

mit Haftbefehl gesucht, entzog

sich jedoch seiner Verhaftung, da er

das Territorium des Vatikans nicht

verließ. Die Banco Ambrosiano brach

1987 zusammen und hinterließ Außenstände

in Höhe von rund drei Milliarden

US-Dollar, die uneintreibbar

waren. Im Zuge der Affäre zahlte der

Vatikan aufgrund seiner moralischen

Verwicklung rund 240 Millionen Dollar

Entschädigung an die Gläubiger.

Papst Johannes Paul II. setzte

ein Aufsichtsgremium für die

Vatikanbank ein, das allerdings

komplett aus Leuten aus dem inneren

Kreis des Vatikans, sprich: aus Kurienkardinälen,

bestand. Zusätzlich

10

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Politik

beauftragte er Monsignore Renato

Dardozzi speziell mit der Untersuchung

des Bankenskandals. Dardozzi

hinterließ nach seinem Tod im Jahre

2003 einem italienischen Journalisten

ein umfangreiches Archiv von Geheimdokumenten,

das er im Laufe der

Zeit heimlich in die Schweiz geschafft

hatte. Die Dokumente beweisen eine

noch viel weitergehende Verstrickung

der Vatikanbank die Aktivitäten der

Mafia. So wurden nicht nur Gelder

gewaschen, sondern auch Antikorruptionsermittlungen

massiv behindert

und Schmiergelder gezahlt. Auf

geheimen Nummernkonten wurden

Vermögenswerte von Persönlichkeiten

geparkt, deren Kontakte zur

Mafia bekannt sind, etwa des mehrfachen

Ex-Ministerpräsidenten Giulio

Andreotti.

Benedikt XVI. geht neue Wege

Papst Benedikt XVI. ging in seinen

Bemühungen, die skandalumwitterte

Bank unter Kontrolle zu bringen,

neue Wege, die sicher nicht jedermann

schmeckten. So beließ er die

Sache erstmals nicht mehr „in der

Familie“, sondern engagierte kompetente

Finanzfachleute von außerhalb

des Vatikans. Auf persönlichen Druck

des Papstes wurde 2009 erstmals

kein Geistlicher auf den Posten des

Präsidenten der Vatikanbank ernannt

– Ettore Gotti Tedeschi, der als Mitglied

der Laienorganisation Opus Dei

der katholischen Kirche zwar nahesteht,

aber eine rein weltliche Ausbildung

und Karriere als Banker hinter

sich hatte. Darüber hinaus galt er

als integrer Mann mit einem Gespür

für Finanzethik. Sein Auftrag: Transparenz

in die Aktivitäten des IOR zu

bringen und – einem Motu proprio

Benedikts, also einem päpstlichen

Dekret zufolge – die Einhaltung der

EU-weit geltenden Gesetze gegen

Geldwäsche sicherzustellen. Auf diese

Weise wurde erst 2011, also ebenfalls

unter dem Pontifikat Benedikts,

Geldwäsche nach vatikanischem Gesetz

überhaupt ein Straftatbestand

(!), ebenso die Finanzierung von Terroristen.

Tatsächlich schien Tedeschi in

der Vatikanbank mit eisernem Besen

zu kehren. Er ordnete das Finanzsystem

neu und unterstützte Papst Benedikt

XVI. bei der Abfassung seiner

Enzyklika „Caritas in veritate“. Darin

kritisiert der Papst scharf die Auswirkungen

der weltweiten Finanzkrise

und fordert ein radikales Umdenken

in der gesamten Finanz- und Wirtschaftspolitik.

Die Globalisierung

müsse vor allem den Menschen dienen,

nicht nur den Finanzjongleuren.

Das Imperium schlägt zurück

Doch die positiven Ansätze sollten

Ansätze bleiben. So schnell gaben

sich die vatikanischen Seilschaften

nicht geschlagen. Völlig unerwartet

leitete die Staatsanwaltschaft in Rom

im September 2010 ein Ermittlungsverfahren

gegen Tedeschi und einen

seiner engsten Mitarbeiter ein – wegen

angeblicher Geldwäsche. Das Imperium

hatte zurückgeschlagen. Der

oberste Saubermann Benedikts wurde

plötzlich beschuldigt, sich selbst

die Finger schmutzig gemacht zu haben.

Stein des Anstoßes waren zwei

Überweisungen anonymer Auftraggeber

über 23 Millionen Euro, die den

Behörden nicht gemeldet worden waren.

Das Geld wurde konfisziert. Das

Ermittlungsverfahren verlief dann jedoch

im Sande und wurde eingestellt.

Die 23 Millionen wurden zurückerstattet.

Doch das war keineswegs das

Ende des Machtkampfes zwischen

Vatikanbank und Papst Benedikt XVI.

Am 24. Mai 2012 trat Tedeschi von

Papst Johannes Paul I. im

Gespräch mit dem damaligen

Erzbischof von Krakau, Karol

Wojtyla, dem späteren Papst

Johannes Paul II.

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 11


Politik

Großes Bild: Schwer einnehmbare

Festung - das

Hauptquartier der Vatikanbank

im Turm Nikolaus'

V., direkt gegenüber vom

Apostolischen Palast.

Kleines Bild: Welche Politik

der neue Papst Franziskus

gegenüber der Vatikanbank

verfolgen wird, ist noch völlig

offen.

seinem Amt als Präsident der Vatikanbank

zurück, nachdem ihm der

Vorstand einstimmig das Misstrauen

ausgesprochen hatte. Er habe, so hieß

es, die Erwartungen nicht erfüllt und

wichtige Aufgaben trotz mehrfacher

Mahnung nicht erledigt. Insgesamt

blieb die offizielle Erklärung des Vatikans

schwammig.

Einen Tag später wurde Benedikts

Kammerdiener Paolo Gabriele

verhaftet, der als Whistleblower

geheime Dokumente des Papstes

publik gemacht hatte. Die „Vatileaks“-

Affäre war geboren. Im Juni ließ die

Polizei dann Tedeschis Haus durchsuchen.

Italienische Medien berichteten,

es habe einen Machtkampf zwischen

Tedeschi und dem mächtigen Kardinalstaatssekretär

Tarcisio Bertone

gegeben. Bertone, der auch Kardinalkämmerer

(Camerlengo) war, übte

nach den Gesetzen des Vatikan sogar

während der Sedisvakanz nach dem

Rücktritt Benedikts die Rolle eines

Übergangspapstes aus. Der neugewählte

Papst Franziskus hat Bertone

vorläufig in allen seinen Ämtern bestätigt.

Nach dem Rücktritt Tedeschis

wurde der deutsch-brasilianische

Banker Ronaldo Schmitz zum kommissarischen

Präsidenten der Vatikanbank

berufen. Er hatte zuvor die

Deutsche Bank im Aufsichtsrat des

IOR vertreten. Als eine seiner letzten

Amtshandlungen hat Benedikt XVI.

allerdings dann doch noch einen regulären

Präsidenten ernannt. Wieder

war es ein Mann von außen, der deutsche

Topmanager Ernst von Freyberg.

Wollte der scheidende Papst den vatikanischen

Seilschaften damit zum

Abschied ein letztes Kuckucksei ins

Nest legen?

Die Kirche positioniert sich neu

Angesichts dieser heftigen Machtkämpfe

hinter den Kulissen und der

Tatsache, dass Benedikt XVI. in dieser

Auseinandersetzung offenbar resigniert

hatte, war es eine spannende

Frage, wen das Konklave zu seinem

Nachfolger wählen würde. Dass die

Wahl gerade auf Jorge Mario Bergoglio,

den Erzbischof von Buenos Aires,

fiel, war ein deutliches Zeichen, dass

sich die Kirche zumindest nach außen

hin vorläufig aus der Politik verabschieden

will. Weder ist der neue

Papst Franziskus wesentlich jünger

noch wesentlich gesünder als Benedikt.

Wenn dies also die Hauptgründe

für dessen Rücktritt waren, so hat

man mit der Wahl nicht viel gewonnen.

Wichtig hingegen ist – Franziskus ist

ein Mann der dritten Welt, ein Advokat

der Armen und Rechtlosen. Seine Bescheidenheit

wird in fast schon übertriebener

Weise zur Schau gestellt.

Finanzmachenschaften, Finanzkrisen,

Mafiamethoden – das alles sind

hauptsächlich europäische Probleme,

für die sich der neue Mann auf dem

Stuhl Petri überhaupt nicht zu interessieren

scheint. Sein Schwerpunkt

soll das ursprüngliche „Kerngeschäft“

der Kirche sein. Dieser Papst soll vor

allem ein Seelsorger sein, kein Politiker.

Damit wurde zwar die Wahl eines

Angelo Scola, Erzbischof von Mailand

und ausgewiesener Berlusconi-Kumpel,

verhindert, aber auch die Gegenseite

konnte sich nicht durchsetzen

und einen Mann wählen, der Benedikts

begonnene Arbeit hätte fortsetzen

können und dabei vielleicht mehr

Erfolg gehabt hätte. Papst Franziskus

wird sicher die alten Seilschaften in

den Kreisen von „Gottes Bankern“

nicht unterstützen, doch ernsthaft

am Weitermachen hindern wird er sie

wohl auch nicht. Die Entscheidung im

Machtkampf wurde vertagt – vielleicht

bis zur nächsten Papstwahl. ▀

12

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Der Leser dieses Buches wird feststellen, daß die

Hinweise und Erklärungen weit über das Maß eines

üblichen Selbsthilfebuches hinaus gehen. Mit der

Darstellung der Temperamentenlehre, der Beschreibung

physiologischer Prozesse, der Wiedergabe

wissenschaftlicher Forschungsergebnisse sowie der

Berichte über seine eigenen Forschungen, taucht er

tief in die Entstehung des Asthmabildes ein.

Diese Vorgehensweise hat er bewußt gewählt.

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News

USA horten Pockenimpfstoffe

Die Pocken gelten

weltweit als ausgerottet.

Seit 1977

sind keine Erkrankungsfälle

mehr

vorgekommen. Doch

letzte Restbestände

lebender, infektiöser

Pockenerreger lagern

noch in speziell

ausgerüsteten Biolaboren in den

USA und Russland.

Nun ist bekannt geworden, dass die

USA in großem Stil Pockenmedikamente

anschaffen und für den Fall

einer Epidemie einlagern wollen.

463 Millionen Dollar sind dafür zur

Verfügung gestellt worden. Offiziell

heißt es, die USA sollen damit in die

Lage versetzt werden, einem Biowaffenangriff

entgegenzutreten. Bei

den angeschafften Medikamenten

handelt es sich um 200 Millionen

Dosen des bekannten Präparats

Arestvyr (ST-246). Es kann sich also

nicht nur um eine Vorsorgemaßnahme

für einen begrenzten Ausbruch

handeln.

Nach dem 11. September 2001 hatten

die USA bereits 300 Millionen

Dosen Pockenimpfstoffe eingelagert.

Bei Arestvyr dagegen handelt

es sich um ein antivirales Medikament,

um bereits eingetretene

Krankheitsfälle zu behandeln. Da es

seit fast 40 Jahren keine menschlichen

Krankheitsfälle mehr gibt,

ist das Produkt nie an Menschen

getestet worden. Das Medikament

ist nur für den Katastropheneinsatz

zugelassen.

In den Vereinigten Staaten herrscht

allgemein Unverständnis darüber,

wozu diese zusätzliche

Maßnahme gut sein

soll. Angesichts der

zweiwöchigen Inkubationszeit

der Pocken

und einer weiteren

Frist von fünf Tagen

nach der Erkrankung,

bis ein Betroffener infektiös

wird, hätten

die Gesundheitsbehörden

im Fall eines Ausbruchs

der Krankheit genügend Zeit

zu reagieren. Ferner ist eine schnelle

Ausbreitung einer Epidemie kaum

zu befürchten, da die Erkrankten

nicht mehr in der Lage sind, aus

dem Haus zu gehen und andere

Menschen anzustecken, sobald sie

infektiös sind. Die Ansteckungsgefahr

in Fabriken oder Schulen ist

also nahe Null. Der Kommentator

der New York Times mutmaßt, die

Herstellerfirma von Arestvyr mache

hier lediglich ein Geschäft mit der

Angst. Oder bereiten sich die US-

Behörden auf etwas vor, wovon noch

niemand etwas weiß?

Zypern-Rettung doch Vorbild

für andere Länder?

Politiker der Euro-Zone werden

nicht müde zu betonen, die Vorschläge

zur Verpflichtung Zyperns,

zur Rettung der

Staatsfinanzen

auch die Sparer

an den Kosten

zu beteiligen, sei

eine einmalige

Sache und keinesfalls

Modellfall

für andere

Staaten. Doch

mehr und mehr

wird erkennbar,

dass auch anderenorts

auf der

Welt vergleichbare

Überlegungen

stattfinden,

und das sogar

außerhalb der

Euro-Zone. Jüngstes

Beispiel ist Kanada. Dort hat

die Regierung von Premierminister

Harper bereits einen Gesetzesentwurf

mit dem Titel „Economic

Action Plan“ dem Parlament

in Ottawa vorgelegt. Im Gegensatz

zu dem während der weltweiten

Finanzkrise bekannt gewordenen

Begriffs des „Bail-Out“ für Banken

beinhaltet der kanadische Gesetzentwurf

ein „Bail-In“ für Banken,

die „für das System wichtig sind“.

Er soll es ermöglichen, derartige

Kanadas Premier Stephen

Harper will die Bankeinlagen

der Sparer zur Verfügungsmasse

für risikofreudige

Bankspekulanten machen.

systemrelevante Banken zu retten,

ohne die Steuerzahler insgesamt

mit den Kosten zu belasten.

Wörtlich heißt es: „Die Regierung

schlägt vor, eine ‚Bail-In‘-Regelung

für systemrelevante Banken umzusetzen.

Diese Regelung wird so gestaltet,

um zu sichern, dass in dem

unwahrscheinlichen Fall, dass eine

systemrelevante Bank ihr Kapital

verbraucht, die Bank rekapitalisiert

und wieder rentabel gemacht werden

kann durch sehr schnelle Umwandlung

bestimmter

Bankverbindlichkeiten

in reguläres Kapital.“

In der Praxis heißt

das, wenn eine Bank

zu hohe Risiken eingeht

und ihr Kapital

verzockt, darf sie hinterher

Spareinlagen

(„bestimmte Bankverbindlichkeiten“)

in reguläres

Eigenkapital

umwandeln, mit dem

sie hinterher verfahren

kann, wie es ihr

beliebt, um auf diese

Weise wieder für neue

Finanztransaktionen

liquide zu werden.

Die kanadische Regierung

geht im Vergleich zu den

EU-Vorschlägen für Zypern also

sogar noch einen Schritt weiter.

Anstelle einer Staatsabgabe der

Bankkunden zur Finanzierung der

Rettungskredite darf sich hier der

Einfachheit halber die Bank gleich

selbst bedienen.

14

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


News

Fukushima verseucht

weiterhin den Pazifik

Über die Hafenanlage von

Fukushima strömt nach wie

vor radioaktives Wasser

ins Meer

Besonders ungerechte

Vermögensverteilung in

Deutschland

Was sich lange Zeit bereits andeutete,

wurde jetzt im Rahmen einer

Bundesbankstudie bestätigt. In

Deutschland ist das Barvermögen

in der Bevölkerung wesentlich ungerechter

verteilt als in anderen

europäischen Ländern. Der Durchschnittswert

liegt um ca. 15 % niedriger

als in Frankreich. Im Vergleich

zu Spanien sind es sogar 46 %. Noch

ungünstiger fällt der Vergleich aus,

Facebook – eine neue Dimension

der Totalüberwachung

Dass ein modernes Smartphone allerlei

Software enthält, die den aktuellen

Standort des Benutzers per

GPS-Sensor ortet, ist in der heutigen

Zeit alltäglich geworden. Auf dieser

Basis funktionieren Navigationssysteme,

lokale Wetterberichte sowie Apps,

die dem Nutzer helfen, interessante

Lokalitäten in der Nähe zu finden. Das

soziale Netzwerk Facebook fügt dem

eine neue Dimension hinzu. Die neue

Smartphone-App soll die Position des

Benutzers nicht nur orten, sondern anderen

Usern auch verfügbar machen,

damit jeder seine Freunde sofort lokalisieren

kann. Die Ortung soll sogar

im Hintergrund auf dem Smartphone

pausenlos weiter laufen, wenn die App

gar nicht gestartet ist. Dadurch bricht

Facebook gleich mehrere Tabus, über

die in der Community der Softwareentwickler

bislang Einigkeit bestand. So

war es bislang nicht erlaubt, andere

Menschen ohne deren ausdrückliches

Einverständnis zu orten. Selbst der Microsoft-Konzern,

der ansonsten nicht

zimperlich ist, verlangt, dass Apps,

die über seinen Marketplace angeboten

werden, den Benutzer jedes Mal

fragen, ob er mit einer Ortung einverstanden

ist, selbst wenn diese anderen

Benutzern nicht verfügbar gemacht

Von der zerstörten Kernkraftanlage

im japanischen Fukushima

fließt weiterhin dauerhaft radioaktiv

verseuchtes Wasser in den

pazifischen Ozean. Dies ergab

eine Untersuchung von Professor

Kanda vom Institut für Meereswissenschaften

der Universität

Tokio. Danach ist die Konzentration

von radioaktivem Caesium-137

im Hafenbecken von Fukushima

nach wie vor hoch. Messungen

an bestimmten

Messstationen im offenen

Meer in unterschiedlicher

Entfernung zur

Küste ergaben eine kontinuierliche

Abnahme der

radioaktiven Strahlung

in einer Form, die nahelegt,

dass es sich nicht

um Altlasten aus der Zeit

des Erdbebens vom März

2011 handelt, sondern

dass es weiterhin zu einem

regelmäßigen Austausch

von Hafen- und

Seewasser kommt, wodurch

radioaktiv belastetes Wasser

ins offene Meer freigesetzt

wird. Professor Kanda bezeichnet

die Radioaktivitätsraten im Meer

als signifikant. Der vollständige

Untersuchungsbericht des Wissenschaftlers

ist in der Fachzeitschrift

Biogeosciences publiziert

worden.

wenn man anstelle des arithmetischen

Mittelwertes den sogenannten

Medianwert heranzieht. Er markiert

die Mittellinie zwischen reichen und

ärmeren Bürgern. Der Vermögens-

Median liegt in Österreich um fast 50 %,

in Frankreich um 120 %, in Italien

um rund 210 % und in Spanien sogar

um fast 250 % höher als in Deutschland.

Das bedeutet, dass die wenigen

Reichen in Deutschland vergleichsweise

wesentlich reicher sind als in

anderen Ländern, verglichen mit der

Mehrheit der Bevölkerung.

werden soll. Facebook-Benutzer müssen

diese Erlaubnis bereits bei Eröffnung

ihres Kontos bzw. bei Installation

der App pauschal mit der Anerkennung

der Nutzungsbedingungen erteilen.

Die Daten werden anschließend nicht

nur anderen Facebook-Usern verfügbar

gemacht, sondern vom Facebook-

Konzern selbst auch genutzt, um dem

Benutzer ortsbezogene Werbung einzuspielen.

Auch Apple bietet bereits

ähnliche Dienste an, um seine Freunde

orten zu können. Dort muss der Benutzer

jedoch vorab sein Einverständnis

erklären, an wen diese Daten weitergeleitet

werden dürfen.

Spanier retten Sparguthaben

ins Ausland

Spanien erlebt im Frühjahr 2013 erneut

eine massive Kapitalflucht. Wie schon

2012 verfügt die Regierung über Informationen,

dass die Bürger aus Angst vor

möglichen EU-„Rettungsmaßnahmen“

in zunehmenden Maße Sparguthaben

ins Ausland transferieren, insbesondere

in die Nachbarländer nach Frankreich,

Andorra und Gibraltar. 2012

sollen auf diese Weise bereits 180 Millionen

Euro aus dem Land abgeflossen

sein. Das führt zu einem Teufelskreis,

denn die Kapitalflucht wirkt sich wiederum

negativ auf die Bewertung der

Zahlungsfähigkeit Spaniens bei den

mächtigen Ratingagenturen aus und

Eine große Anzahl von

Spaniern heben ihre Sparguthaben

von spanischen

Banken ab – so lange sie es

noch dürfen.

zieht das Land weiter in Richtung des

finanziellen Abgrunds. Die Regierung

hat ihren Vertrauensvorschuss bei der

Bevölkerung längst verspielt, nachdem

sie nahezu alle ihre Wahlversprechen

gebrochen und Steuern erhöht,

Banken gerettet, Löhne gekürzt und

schmerzhafte Einschnitte in das Sozialsystem

vorgenommen hat. Gleichzeitig

haben sich ihre optimistischen

Wirtschaftsprognosen als vollkommen

unhaltbar erwiesen. Der neueste

Schwarzgeldskandal, in den die Regierung

inklusive Premierminister Rajoy

verwickelt ist, tut ein Übriges.

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 15


News

Ein Ägypter wartet auf seinem

Kamel auf Touristen, die ihn

vor dem Hintergrund der

Cheopspyramide fotografieren

wollen

(Foto: AFP)

Ägypten will Pyramiden

vermieten

Um die klamme Staatskasse aufzufüllen,

scheint den Verantwortlichen

in Ägypten kein Weg zu bizarr zu

sein. Und so staunten die Mitarbeiter

der Altertümerverwaltung nicht

schlecht, als ihnen ein Vorschlag des

Finanzministeriums auf den Schreibtisch

flatterte, einige bedeutende

ägyptische Altertümer, darunter die

Pyramiden von Gizeh, den Tempel

von Luxor und die Tempelanlagen

von Abu Simbel, an zahlungskräftige

internationale Tourismusunternehmen

zu vermieten. Die Tourismuseinnahmen

des Landes waren

seit der Revolution des „Arabischen

Frühlings“ stark eingebrochen. Gerüchte

über die Vermietungspläne

hatten schon längere Zeit kursiert,

wurden aber jetzt durch Adel Abdel

Sattar, den Generalsekretär der Altertümerverwaltung,

bestätigt. Angeblich

soll das reiche Golfemirat

Katar daran interessiert sein, die

wichtigsten historischen Monumente

Ägyptens für einen Zeitraum von

fünf Jahren zu nutzen. Dafür sollen

rund 200 Milliarden Dollar in die

ägyptischen Staatskassen fließen.

Wozu man die Monumente „nutzen“

will, wurde nicht genauer spezifiziert.

Für touristische Besichtigungen

waren sie ja eigentlich schon seit

jeher zugänglich.

Sind Copyright-Verletzungen

jetzt „Terrorismus“?

In seiner Rede vor beiden Häusern des

Parlaments hat US-Präsident Obama

eine neue Executive Order bekanntgegeben,

durch die neue Maßnahmen zur

Cybersicherheit implementiert werden

sollen. Sie ermöglicht den US-Geheimdiensten

noch weitergehenden Datenaustausch

über Cyber-Bedrohungen

(siehe hierzu auch unseren Artikel

„Präventive Cyberattacken“ in dieser

Ausgabe). Caitlin Hayden, Sprecherin

des White House National Security

Council, kommentierte diesen neuen

Erlass Obamas folgendermaßen:

„Cyber-Bedrohungen decken einen

weiten Bereich bösartiger Aktivitäten

ab, die über den Cyberspace erfolgen

können. Solche Bedrohungen schließen

die Verunstaltung

von Webseiten

ein sowie Spionage,

Diebstahl geistigen

Eigentums, Denialof-Service-Attacken

und destruktive

Software.“

Es steht außer Frage,

dass Copyright-

Verletzungen juristische

Konsequenzen

(meist zivilrechtlicher

Natur im Sinne

von Schadenersatz)

nach sich ziehen

sollen. Erschreckend ist jedoch, dass

derartige Vergehen hier in einen Gesamtzusammenhang

mit Hacker-

Attacken und Webspionage gestellt

werden, also mit Vergehen, die in den

USA als Cyberterrorismus bezeichnet

werden und für die man meist schnell

im Gefängnis, wenn nicht gar in Camp

Delta / Guantanamo landen kann. Im

Homeland Security Act von 2002, den

der damalige Präsident George W.

Bush nach den Ereignissen vom 11.

September im Schnellverfahren durch

den Kongress paukte, ist Terrorismus

definiert als „jegliche Aktivität, die

eine Handlung beinhaltet, die gefährlich

für das menschliche Leben oder

potentiell destruktiv für kritische Infrastruktur

oder Schlüsselresourcen“

ist. Im Gesetzestext wird weiterhin

der Begriff der „kritischen Infrastruktur“

genauer spezifiziert, wobei genau

die gleichen Begriffe benutzt werden,

die auch Präsident Obama bei seiner

Rede vor dem Kongress verwendete,

als er den Erlass zur Cybersicherheit

kommentierte. Als kritisch werden

danach nicht nur Staatsorgane oder

militärische Einrichtungen bezeichnet,

sondern eine Liste von insgesamt 18

Schlüsselindustrien, von der Agrarwirtschaft

über die Banken bis hin zur

Verwaltung nationaler Denkmäler. Sie

alle fallen unter den Schutz der neuen

Order, und das macht klar, dass der

Erlass nicht darauf abzielt, einen

kleinen Internet-Blogger davor zu

schützen, dass nicht jemand seine

Gedanken abschreibt. Es geht vielmehr

darum, Großunternehmen davor

zu schützen, dass kritische

Stimmen ihre möglicherweise

fragwürdigen Geschäftspraktiken

öffentlich machen, indem

man diese Kritiker in die

geistige Nähe zu Terroristen

rückt. "Potentiell destruktiv"

sind solche Enthüllungen für

die betroffenen Unternehmen

allemal und damit nach dem

Buchstaben des US-Gesetzes

bereits "Terrorismus". Zuerst

begann es in China, dann

in Russland. Jetzt auch in den

Vereinigten Staaten von Amerika,

dem „Land der Freien“?

16

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


News

FEMA fordert alle US-Bürger zu

„Wachsamkeit“ auf

Eigentlich sollte sich die US-

Katastrophenschutzbehörde

FEMA, wie der Name schon

sagt, eher um Katastrophenschutz

kümmern. Jetzt aber hat die Behörde

eine neue Initiative ganz anderer Art

ins Leben gerufen. Unter der Überschrift

„Nationwide Suspicious Activity

Reporting Initiative“ (Landesweite

Report-Initiative über verdächtige

Aktivitäten) fordert man jeden Bürger

auf, „verdächtige Aktivitäten“ an die

Heimatschutzbehörde zu melden.

Als verdächtige Aktivitäten definiert

die FEMA „beobachtetes Verhalten,

das einen ernsthaften Hinweis auf

präoperationale Planungen in Verbindung

mit Terrorismus oder anderen

Verbrechen gibt.“

Alle Mitbürger werden aufgefordert,

von sich aus einzuschätzen, inwieweit

Aktivitäten einer Person, die

sie beobachten, eine „Bedrohung für

die Gemeinschaft darstellen“ könnten

oder ob die Informationen für die Justizbehörden

sonstwie hilfreich sein

könnten. Gegebenenfalls solle den

Behörden Meldung erstattet werden,

wobei persönliche Beobachtungen,

„Gefühle“ und mögliche gleichartige

Einschätzungen anderer anwesender

Menschen beigefügt werden sollten.

Zu den verdächtigen Aktivitäten

zählen laut Aussage der FEMA nicht

nur tatsächliche Verdacht erregende

Handlungen, sondern bereits Fragen,

die jemand anderen Personen stellt, z.

B. über Baumaßnahmen oder Sicherheitsvorkehrungen

an einem Gebäude,

sofern sie „über private Neugier

hinausgehen“ und von „vernünftigen

Personen als verdächtig betrachtet“

würden. Verdächtige Objekte können

Taschen, Koffer, Pakete, Autos etc.

sein, die in der Nähe platziert sind.

Bedenklich erscheint, dass der

FEMA bereits die Empfindungen

eines Durchschnittsbürgers

hinsichtlich seiner Beobachtungen

einer anderen Person als

Kriterium genügt sowie übereinstimmende

Einschätzungen mehrerer Anwesender,

was in fataler Weise an das

vielzitierte „gesunde Volksempfinden“

der so genannten „vernünftigen Personen“

erinnert – insbesondere natürlich,

wenn es sich bei den Beobachteten

um Menschen fremder Herkunft

handelt. Die Katastrophenschutzbehörde

betont ausdrücklich, es müsse

sich bei den verdächtigen Aktivitäten

nicht notwendig um kriminelle Handlungen

handeln. Aber im Zusammenhang

mit anderen Daten, die den Behörden

vorliegen, könne es dennoch

zu wertvollen Erkenntnissen führen.

Das heißt, es geht darum, Daten über

Aktivitäten unbescholtener Bürger zu

sammeln, die als solche nicht illegal

sind, um diese mit anderen Daten in

Relation zu setzen und zu prüfen, ob

daraus ein potentiell terrorverdächtiges

Persönlichkeitsprofil erstellt

werden kann. Die Kriterien, die man

den Bürgern nennt, werden dabei offenbar

bewusst vage gehalten. Durch

die Aufforderung an Jedermann, auch

andere Menschen aus seinem Umfeld

zum Mitmachen zu ermutigen,

werden Verfolgungswahn, Gruppeninstinkte

und Ressentiments gegenüber

Minderheiten gezielt geschürt.

Die Liste „kritischer Infrastruktur“,

die jeder Amerikaner

besonders in Augenschein

nehmen sollte im Hinblick auf verdächtige

Aktivitäten, ist lang und

umfasst nicht nur Transport- und

Energieversorgungssysteme, sondern

auch Krankenhäuser, Banken

und andere Einrichtungen, die für

die „Funktion von Gesellschaft und

Wirtschaft wichtig“ sind. Da derartige

Institutionen praktisch überall

zu finden sind, heißt es in der Praxis,

der Bürger muss pausenlos wachsam

sein. „Verdächtige Aktivitäten

kann es überall geben – in der Nachbarschaft,

in ländlichen und großstädtischen

Bereichen.“

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 17


Politik

Präventive

Cyberattacken

Hauptkriegsziele des 21. Jahrhunderts

sind Mikrochips und Megabytes

Martin Hellmann

Am Anfang ist es einfach nur ärgerlich.

Der moderne vernetzte Bürger öffnet

sein Postfach, um die E-Mails abzurufen,

und er muss die wichtige Mitteilung

seines Chefs oder die Einladung

zur Dinnerparty mühevoll aus einem

Wust von Spam-Mails herausfischen.

An die hundertfachen Viagra-Werbungen

in allen Schreibweisen, um die

Spamfilter der gängigen Firewalls zu

durchbrechen, hat man sich ja schon

gewöhnt. Ebenfalls an die Einladungen

ins Online-Casino oder die zahllosen

dubiosen Kredit- und Jobangebote.

In letzter Zeit treten auch vermehrt

Massen-Spams auf, die man überhaupt

nicht lesen kann, selbst wenn man es

wollte, da sie nur asiatische Schriftzeichen

enthalten. Wer Pech hat, für

den ist die Flut irgendwann nicht mehr

zu beherrschen. Jeder Mailabruf fördert

Hunderte, wenn nicht Tausende

solcher Müllsendungen zutage. Die

regulären Mails gehen dazwischen

fast unter. Und dann kommt sie – die

unheimliche Stille. Nichts geht mehr.

In diesem Augenblick ist es schon zu

spät. Das Speicherlimit des Postfachs

ist übergelaufen, die automatischen

Sicherheitssysteme

des Anbieters haben

den Zugang gesperrt. Wer

jetzt keinen guten Draht zu

seinem Provider hat, dem

bleibt nichts übrig als seine

E-Mails abzuschreiben und

zu einem anderen Anbieter

umzuziehen. Meist hat man

dann für einige Zeit Ruhe.

Viele Menschen haben so

etwas schon erlebt, aber

kaum jemand stellt sich die

entscheidende Frage: Was

wäre, wenn das Ziel der

Attacke nicht ein E-Mail-

Postfach wäre, sondern eine

Computerfestplatte, und wenn der

Adressat nicht der einfache Postangestellte

aus Hückelhoven wäre, sondern

die Frankfurter Börse? Der Londoner

Flughafen? Ein Atomkraftwerk? Die

Bedrohung durch den Cyberkrieg wird

in der Bevölkerung nach wie vor unterschätzt.

fb

18

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Politik

Längst ist das Internet weltweit zu

einem neuen Kriegsschauplatz

geworden, der in den Schlagzeilen

der Medien kaum auftaucht.

Wie kürzlich bekannt wurde, waren

die großen amerikanischen Zeitungen

New York Times, Wall Street Journal

und Washington Post über fast vier

Monate das Ziel von Internet-Angriffen

aus China. Wie das Department of

Homeland Security der USA mitteilte,

war auch ein Elektrizitätskraftwerk in

Amerika vier Wochen lang lahmgelegt

worden. Das Ministerium kündigte an,

man werde sich selbst zukünftig verstärkt

an der Cyber-Kriegführung beteiligen,

und zwar auch präventiv.

Leider sind solche Attacken nicht

nebenwirkungsfrei. Als die USA den

Computerwurm Stuxnet in eine iranische

Nuklearanlage einschleusten,

gelang es der schädlichen Software,

durch Lücken im Sicherheitssystem

der befallenen Rechner ins Netz zu

entweichen und sich dort millionenfach

zu kopieren.

Auf diese Weise

konnten auch ganz

unbeteiligte Bürger

irgendwo auf

der Welt Opfer des

O n l i n e - K r i e g e s

werden.

Sicherheitse

x p e r t e n

großer Unternehmen

zufolge

wird sich dieser

Trend im Jahre

2013 und danach

noch verstärken.

Wer glaubt, es

gehe dabei lediglich

darum, dass

die Bürger ein

paar harml

o s e

E -

Mails verlieren

könnten,

der unterschätzt die

Gefahr gewaltig. Es ist, so die Meinung

der Insider, nur eine Frage der Zeit,

bis der lautlose Krieg auch Todesopfer

fordern werde. „Landesweite

Attacken werden auf kritische Infrastruktur

wie Energieversorgungssysteme

zielen, und das schon 2013 in

ungeahntem Maße“, teilte Chiranjeev

Bordoloi, CEO der US-Sicherheitsfirma

Top Patch, dem Fernsehsender

CNN mit. Leon Panetta, der damalige

US-Verteidigungsminister, sagte bereits

im Oktober 2012: „Eine von Staaten

oder gewaltbereiten Terroristen

durchgeführte Cyberattacke könnte

genau so zerstörerisch sein wie die

Angriffe vom 11. September.“ Und

der Minister fuhr fort: „Solch eine destruktive

terroristische Attacke könnte

eine ganze Nation paralysieren.“

Die meisten von uns machen sich

keine Vorstellung davon, auf welch

fortgeschrittenem Stand die moderne

Hacker-Technologie bereits ist. „Es

gibt Levels der Cyberkriegführung, die

weitaus aggressiver sind als alles, was

bisher im Krieg eingesetzt oder zum

Einsatz empfohlen wurde.“, sagte ein

Offizieller, der ungenannt bleiben wollte,

der New York Times.

Wie das Blatt weiter erfuhr,

kann in den USA nur der Präsident

solche Attacken anordnen. Er sei

gesetzlich auch zu präventiven Angriffen

über das Internet ermächtigt,

kann auf diese Weise also andere

Staaten angreifen, ohne dass die USA

selbst zuvor angegriffen worden sein

müssten.

Es ist bei den Medien umstritten,

was von derlei Horrormeldungen

zu halten ist. Da die meisten

Informanten anonym bleiben,

könnte es sich auch um ein gezieltes

Informationsleck handeln, um in

der Öffentlichkeit die Bereitschaft

zu stärken, die Regierung zu weitergehenden

Aktionen zu ermächtigen.

Viele Verteidigungsministerien der

westlichen Welt haben in den letzten

Jahren neue Spezialabteilungen für

Cyberkriegführung gegründet, und

während sonst allenthalben die Verteidigungsetats

zusammengestrichen

werden, ist dies ein Bereich, der nach

wie vor expandiert.

Auch der Finanzsektor bleibt von

der Entwicklung nicht verschont. Es

gab bereits Cyberattacken zur Manipulation

der Märkte, einige sogar mit dem

offensichtlichen Ziel, selbst damit Geld

zu verdienen, teilte Sandro Gaycken

mit, ein Computerwissenschaftler an

der Freien Universität Berlin. Dies nehme

bereits gewaltsame Ausmaße an,

ebenso seien chemische Attacken und

gezielte Gasexplosionen im Bereich

des Möglichen. „Relativ leicht“ sei es

auch, auf diese Weise Flugzeuge zum

Absturz zu bringen. Moderne Flugzeuge

seien heute abhängig von einer

reibungslosen Kommunikation mit den

Computernetzwerken der Bodenstationen,

und die haben höchst unterschiedliche

Sicherheitsstandards. Derartige

Systeme zum Absturz zu bringen, ist

für einen Experten nicht schwer.

Dave Clemente vom britischen

Think Tank Chatham House wies darauf

hin, dass in diesem Zusammenhang

die speziell von den USA immer

wieder geäußerten Forderungen nach

ungehinderter Freiheit und Transparenz

im Internet heuchlerisch seien. Es

gehe dabei weniger um die Informationsfreiheit

des einzelnen Bürgers als

vielmehr darum, für den Cyberkrieg

geeignete Freiräume zu schaffen. ▀

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000

19


Wissen

Arthur Janov

EPI-

GENETIK:

Die Vererbung

erworbener Merkmale

Dr. Arthur Janov, renommierter Psychologe und Bestsellerautor,

erforscht seit Jahrzehnten die Auswirkungen pränataler Einflüsse.

Sie sind Gegenstand der von ihm entwickelten Primärtherapie.

In seinem Buch „Vorgeburtliches Bewusstsein“ weist er nach,

wie sehr die Zeit im Mutterleib, die Geburt und die ersten Lebensmonate

unser ganzes Leben prägen. Diese Phasen können sogar

Einfluss auf genetisch bedingte Faktoren nehmen – ein Zusammenhang,

den man als Epigenetik bezeichnet. gf

Es ist wissenschaftlich erwiesen,

dass ein Genotyp (eine genetische

Prädisposition) sich in vielen

verschiedenen Phänotypen (äußeren

Erscheinungsbildern) ausprägen

kann, je nachdem, was während der

Schwangerschaft mit den Genen geschieht.

Was wir für ererbt halten,

setzt sich aus genetischen Faktoren

und vorgeburtlichen Ereignissen zusammen.

In meinen ersten Jahren

als Therapeut war ich erstaunt, als

Langzeitpatienten berichteten, dass

ihre Weisheitszähne nachwuchsen.

Heute ist mir klar, dass sie auf dem

Weg zum Erreichen ihres genetischen

Ziels durch Verdrängung behindert

worden waren.

Wie lassen sich epigenetische Einflüsse

nachweisen? Und wie funktionieren

sie? Epigenetische Veränderungen

finden in einer Phase statt, in

der sich das Gehirn des Fötus schnell

entwickelt. Damit die Entwicklung so

verläuft, wie sie vorgesehen ist, sind

die richtigen neuronalen Impulse

nötig. Werden Impulse von der Mutter

nicht erfolgreich integriert, kann

das Kind später vielleicht nicht zusammenhängend

denken oder sich

schlecht konzentrieren. Diese Menschen

vertragen kein hohes Maß an

Außenreizen, weil ihr innerer Input

so hoch ist. Äußere Anforderungen,

die viele Menschen als stressbelastet

empfinden würden - zwei gleichzeitig

zu erledigende Aufgaben, ein Vorstellungsgespräch,

ein Umzug in eine

neue Stadt - würden sie schlichtweg

überwältigen.

20

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Wissen

"Was wir für ererbt halten, setzt sich

aus genetischen Faktoren und burtlichen Ereignissen zusammen."

vorge-

Arthur Janov

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 21


Wissen

Eine neuere Studie der University

of Miami School of Medicine zeigt

auf, wie früh diese Vorgänge einsetzen

können. Die Forscher haben

die Auswirkungen von Depressionen

der Mutter während der Schwangerschaft

untersucht. „Die Aktivität des

Fötus nimmt zu, das Wachstum wird

verzögert und das Geburtsgewicht ist

oft geringer. Neugeborene Kinder depressiver

Mütter zeigen oft ein Profil,

das dem physiologischen Zustand

der Mutter ähnelt: erhöhter Spiegel

von Stresshormonen, niedriger Serotonin-

und Dopaminspiegel, Aktivität

des vorderen rechten Gehirns über

dem Normalmaß.“ Verschiedene Studien

auf diesem Gebiet kommen relativ

einvernehmlich zu dem Ergebnis, dass

ein erhöhter Stresshormon-Spiegel

bei schwangeren Frauen nachhaltige

Auswirkungen auf die Kinder haben

kann. Weil diese frühe Prägung den

Hormonspiegel des Kindes langfristig

senkt, kann sie dazu beitragen, dass

es in späteren Jahren zu Beruhigungsmitteln

greift oder schon bei relativ

geringen Beschwerden ein dringendes

Bedürfnis nach Schmerzmitteln verspürt.

Ich spreche oft von unserer inneren

Apotheke. Wenn der Körper Schmerz

erleidet, geht das Gehirn in diese Apotheke,

um zu beschaffen, was es benötigt,

beispielsweise mehr Serotonin

zur besseren Verdrängung.

Epigenetik, Geburt und Stress

Die noch relativ junge Erforschung der

Epigenetik hat zahlreiche Ergebnisse

vorgelegt, aus denen hervorgeht,

dass das Geburtserlebnis die Ursache

verschiedener Krankheiten sowie

von Denk- und Gedächtnisproblemen

ist. Forscher des Karolinska Instituts

in Stockholm haben beispielsweise

herausgefunden, dass bei Kindern,

die per Kaiserschnitt entbunden wurden,

häufiger Allergien, Diabetes und

Leukämie auftreten. Der Neonatologe

Mikael Norman sagt zur Erklärung

dieser Beobachtungen, dass »veränderte

Umstände bei der Geburt einen

genetischen Abdruck auf den Immunzellen

hinterlassen, der für das spätere

Leben eine Rolle spielen könnte«.

Dem liegt die Vermutung zugrunde,

dass der Fötus auf eine »unnatürliche«

Geburt nicht vorbereitet ist. Bei

einer vaginalen Geburt baut sich der

Geburtsstress allmählich auf, und das

Kind kann sich anpassen. Ein Kaiserschnitt

dagegen ist mit einem Schock

vergleichbar und kann sich auf das

Verhalten der Gene auswirken.

Mehrmals jährlich liefern epigenetische

Forschungen neue

Erkenntnisse über Krebs.

Es gibt offenbar ein Gen, das die Tumorbildung

unterdrückt und Krebszellen

zum Absterben bringt, indem

es zusätzliches Zellwachstum zum

Stillstand bringt. Geschehnisse in der

ersten Lebenszeit können aber Auswirkungen

auf diesen Mechanismus

haben, sodass Krebszellen ungehindert

wachsen können. Es scheint, als

seien diese tumorunterdrückenden

Zellen zeitweise außer Kraft gesetzt,

wenn die Mutter unter Stress gerät.

Dann baut sich im System ein Druck

auf, der zu Krankheiten führen kann.

Ähnliches geschieht, wenn die Mutter

ihr Kind daran hindert, seine Emotionen

zum Ausdruck zu bringen: Es baut

sich Druck auf, der letztendlich krank

machen kann. Der Unterschied besteht

nur darin, dass die erstgenannte

Form der Unterdrückung rein physiologischer

Natur ist und sehr früh stattfindet.

Verschiedene andere Studien haben

sich mit der epigenetischen Auswirkung

von mütterlichem Stress beschäftigt.

Ein Forscherteam unter der

Leitung von Thomas O'Connor hat am

Medical Center der University of Rochester

Fruchtwasserproben von 125

Frauen in der 17. Schwangerschaftswoche

untersucht, um den Stresslevel

zu ermitteln. Als die Kinder 17 Monate

alt waren, untersuchte das Forscherteam

die Interaktion zwischen Müttern

und Kindern, um unter anderem

herauszufinden, ob sich die Kinder sicher

fühlten und ob sie weinten, wenn

sie von der Mutter getrennt wurden.

Langzeitstudien zeigten, dass sich

Kinder nervöser Mütter weniger gut

konzentrieren konnten als die Kinder

ruhiger Mütter. Interessanterweise

ließ sich der Schaden teilweise revidieren,

wenn die Eltern in den ersten

Lebensmonaten und -jahren eine enge

Beziehung zum Kind aufbauten. Daraus

lässt sich schlussfolgern, dass

die negativen Auswirkungen eines

vorgeburtlichen Traumas durch ein

liebevolles Zuhause beseitigt werden

können. Ich betrachte diese Folgerung

allerdings mit Skepsis, weil ein einmal

eingeprägtes Trauma meist von Dauer

ist. Es lässt sich durch ein liebevolles

Zuhause vielleicht mildern, aber nicht

gänzlich beseitigen. Wir können unsere

Geschichte nicht eliminieren, denn

sie ist die Feuerprobe, die bestimmt,

wer wir werden.

Ich halte es für wichtig, den Begriff

der Epigenetik richtig zu verstehen,

denn wahrscheinlich wird dies in

den nächsten Jahren eines der wichtigsten

Forschungsgebiete werden.

Wie bereits gesagt, liegt ein Grund für

die Bedeutung dieser Forschung darin,

dass viele Krankheiten, die wir bislang

für genetisch determiniert hielten, in

Wahrheit epigenetisch bedingt sind -

also durch die Umgebung verursacht.

Es ist möglich, dass sich solche Krankheiten

mit der Primärtherapie und anderen

Therapien, die auf die tieferen

Gehirnebenen gerichtet sind, erfolgreich

behandeln lassen.

Ein traumatisches Erlebnis während

der Schwangerschaft prägt sich

dem Fötus dauerhaft ein. Unterstützt

wird dies durch die Methylierung, die

chemische Kopplung von Methylgruppen

an diese eingeprägte Spur. Das

bedeutet, dass die Prägung zumindest

teilweise durch Zellveränderung

geschieht (infolge chemischer Reaktionen

wie Wasserstoffentzug, Methylgruppen-Ankopplung

usw.).

Wichtig ist, dass das Trauma

die Methylierung verursacht.

In einer guten Umgebung gibt

es eventuell Chancen, die eingeprägte

Spur wieder zu demethylieren. Zurzeit

scheint es aber so, dass die Ankopplung

von Methylgruppen die einzige

Möglichkeit ist, die Zelle vor den negativen

Auswirkungen des Traumas

zu schützen. Die Prägung ist also ein

Überlebensmechanismus, der das Individuum

künftig bei der Vermeidung

von Gefahren unterstützen soll. Noch

erstaunlicher ist, dass diese Prägung

über mehrere Generationen weitergegeben

werden kann, es spielt also

nicht nur die Elterngeneration eine

Rolle, sondern auch die der Großeltern.

Die Erinnerung ist im Epigenom

eingeprägt und wird von einer Generation

zur nächsten weitergegeben.

Es scheint ein Zeitfenster vor dem

Einsetzen der Methylierung zu geben,

in dem die Prägung teilweise beseitigt

wer den kann. Es ist aber klein und

kurzlebig. Danach hat sich der Eindruck

dauerhaft eingeprägt. Zurzeit

versucht die Forschung herauszufinden,

wie sich die Methylierung rückgängig

machen lässt. Untersuchungen

über den Einsatz von Methionin tragen

22

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Wissen

Die Prägung ist ein Überlebensmechanismus,

der das Individuum künftig bei der Vermeidung

von Gefahren unterstützen soll.

erste Früchte, auch Beruhigungsmittel

und andere Medikamente werden

unter diesem Aspekt untersucht. Ich

glaube, dass das Wiedererleben früher

Erfahrungen in der Primärtherapie

ebenfalls dazu beitragen kann, die

Methylierung rückgängig zu machen

und das System zu normalisieren. Dies

wird in Zukunft genauer zu erforschen

sein.

Epigenetik und Schmerz

Die Epigenetik ist ein komplexes Studienfeld.

Um sie zu verstehen, muss

man wissen, wie sich das Gehirn vor

der Geburt entwickelt. Die thalamocortikalen

Netze entwickeln sich erst

relativ spät in der fötalen Phase. Erst

wenn sie und die amygdala-cortikalen

Netze vorhanden sind, kann ein

Mensch seinen körperlichen Schmerz

mental erfassen. Vorher wird Schmerz

zwar empfunden, aber nicht bewusst

wahrgenommen. Er wird ohne Worte,

die ihn benennen oder beschreiben

könnten, im Unterbewusstsein gespeichert.

In der britischen Zeitschrift Nature

wurde eine Studie veröffentlicht, in der

die Forscher Folgendes beschrieben:

Bei Babys sendet die Amygdala in

„bedrohlichen“ Situationen ein

Signal an den präfrontalen Cortex,

wodurch ein als Furcht erkennbares

Verhalten in Gang gesetzt wird.

Der Cortex übernimmt die Entscheidungsfunktion

und löst eine bestimmte

Handlung aus. Dasselbe geschieht,

wenn wir diesen Bereich unter Drogen

oder Beruhigungsmittel setzen. Wir

verringern die Kraft der Signale, die

zum präfrontalen Cortex aufsteigen.

Eingeprägte Schmerzsignale der unteren

Gehirnebene drängen aufwärts

und versetzen uns in Alarmbereitschaft.

Auf den unteren Gehirnebenen

herrscht so viel Aktivität, dass wir nicht

zur Ruhe kommen.

Ab wann kann ein Fötus Schmerz

empfinden? Richtiger wäre die Frage:

Ab wann kann er seinen Schmerz

ausdrücken? Untersuchungen von K.

J. S. Anand, Professor für Pädiatrie

und Neurobiologie an der University

of Tennessee, weisen darauf hin, dass

das möglich ist, sobald die neuronalen

Netze ausgebildet sind. Als er während

einer Amniozentese einen Fötus

mit der Nadel stach, verzerrte dieser

das Gesicht vor Schmerzen, und sein

Stresshormon-Spiegel stieg dramatisch

an. Das Kind litt nicht nur nach

unseren Maßstäben, sondern sein

Schmerz wurde codiert und für spätere

Verbindungen abgespeichert. In der

Gefühlstherapie geht es uns um diese

Verbindungen oder auch um das Herstellen

fehlender Verbindungen.

Bild © dpa

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 23

3000


Wissen

Das „Erfahrungs-Gen“

NR3C1

Auch die frühe Kindheit

muss bei der Suche nach

Ursachen späterer Probleme

berücksichtigt werden,

denn auch die Erfahrungen

sehr kleiner Kinder können

Anzeichen für Prägungen

aufweisen. Eine kanadische

Forschergruppe der

Douglas Mental Health University

hat festgestellt, dass bei

misshandelten Kindern eine Veränderung

des Gens NR3C1 vorliegt,

das darüber bestimmt, wie das Kind

mit der Erfahrung umgeht. Bei handlungsopfern, die sich später das

Miss-

Leben nahmen, ergaben Messungen

dieses Gens deutlich niedrigere Werte.

Anscheinend hatte die Misshandlung

im Kindesalter die Struktur des Gens

so verändert, dass es weniger aktiv

war. Und diese Veränderungen hielten

ein Leben lang an, beeinflussten

die Funktion des Stressbewältigungs-

Apparates (die sogenannte HPA-Achse

oder Hypothalamus- Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse).

Patrick McGowan, ein an der

Studie maßgeblich beteiligter

Forscher, hält die Veränderungen

für mehr oder weniger dauerhaft.

Sie verändern die Aktivität des Gens,

führen zu späterer Krankheit und zu

Suizidtendenzen. Ist das Gen NR3C1

unwirksam, dann ist es nicht dazu

in der Lage, aufrüttelnde, wach machende

Stoffe zu produzieren, die wir

brauchen, um Kampfsituationen zu

überstehen. Folglich verhält sich der

Körper, als stünde er unter ständigem

Stress. Die Forscher gehen davon aus,

dass Mütter schon vor der Geburt das

Schicksal ihrer Kinder beeinflussen

können. Epigenetische Veränderungen,

die während der Schwangerschaft

weitergegeben werden, können zu

späteren Depressionen und Suizidgedanken

beitragen. Was also wie genetisch

bedingt erscheint, ist in Wahrheit

ein wesentlich komplexeres Gefüge

aus Biologie und Umweltfaktoren,

eine raffinierte »Wenn-dann«-Abfolge,

die mehrere Generationen umfassen

kann.

Der israelische Forscher Micah

Leshem stellt die These auf,

dass es sich sogar auf die Nachkommen

auswirken kann, wenn die

Mutter

vor der

S c h w a n - gerschaft unter

Stress steht. Immer wieder stellen wir

fest, dass Ängste und Nervosität keine

guten Voraussetzungen für die Mutterschaft

sind. Jeden Tag werden neue

Informationen und Forschungsergebnisse

zu diesem Thema veröffentlicht.

Eine neue Studie von Alberto Halabe

Bucay am Research Center Halabe and

Darwich in Mexiko deutet sogar darauf

hin, dass sich Eizellen und Spermien

glücklicher und unglücklicher Eltern

unterscheiden, was ebenfalls Auswirkungen

auf den Nachwuchs haben

kann. Der Zeitschrift Science News zufolge

zeigt Bucays Studie, dass der psychologische

und emotionale Zustand

der Eltern vor der Zeugung Einfluss

auf die Gene des Kindes haben kann.

Der Gedanke ist interessant, aber noch

nicht ausreichend wissenschaftlich

untermauert. Aus all diesen Gründen

meine ich, dass die Epigenetik bald

ein sehr wichtiges Forschungsgebiet

sein wird - und das, obwohl zu Beginn

meiner Berufslaufbahn noch gar nicht

davon die Rede war.

Es stellt sich heraus, dass die Vererbung

nicht mehr so klar ist, wie wir

einmal dachten. Der Molekularbiologe

Michael Skinner von der Washington

State University hat herausgefunden,

dass elterliche Spermien und Eizellen

durch bestimmte Erfahrungen

beeinflusst werden können. Das führt

zu Veränderungen der „Erbmasse“,

die wiederum ihre Kinder und deren

Nachkommen betreffen. Diese Veränderungen

wirken sich jedoch nicht

auf die Sequenz der DNA aus, sondern

lediglich auf die Schalter. Wenn ein

Schalter auf »An« stehen sollte, wird

er auf »Aus« gestellt und umgekehrt

(dieser Vorgang wurde weiter vorn als

Methylierung bezeichnet), Dadurch

wird beeinflusst, wie sich ererbte

Merkmale ausprägen. Erfahrungen

der Eltern und Großeltern

werden in Form geringfügiger

Veränderungen auf die Kinder

weitergegeben.

Das kann bedeuten, dass

man meine Definition

der Prägung noch weiter

zurücksetzen muss. Wir müssen

also davon ausgehen, dass

die Erfahrungen der Eltern sich als

Spuren in Eizellen und Spermien einprägen.

Diese Prägungen könnten unsere

Physiologie möglicherweise lebenslang

beeinflussen. Obwohl reine

Vererbung vorzuliegen scheint, handelt

es sich tatsächlich um die Auswirkungen

von Erfahrung auf die Gene

und ihre Wirkweise. Hier kommen wir

zu späteren, negativen Auswirkungen

auf Nieren, Leber oder Herz. Was wie

reine Vererbung aussieht, ist tatsächlich

eine molekulare Erinnerung an

die erfahrungsbedingten Auswirkungen

auf die Vererbung. Hat der Vater

als Kind regelmäßig zu viel gegessen,

besteht für seine Nachkommen ein

erhöhtes Risiko zu Übergewicht und

Diabetes. Um zu verstehen, wer wir

sind, müssen wir offenbar unsere

Blickrichtung verändern. Unsere Vorstellungen

über die Vererbung verändern

sich zurzeit rapide.

Damit eröffnen sich zahlreiche faszinierende

Möglichkeiten. Wenn die

Eltern die Chance hatten, sich intellektuell

optimal zu entwickeln, hatten

auch ihre Nachkommen bessere Voraussetzungen.

Dafür sorgen vermutlich

unauslöschliche und dauerhafte

Spuren auf Ei- und Samenzellen. ▀

[Buchauszug in gekürzter Form aus dem Buch

"Vorgeburtliches Bewusstsein" von Arthur Janov.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Scorpio-

Verlages, www.scorpio-verlag.de.

Näheres zum Buch siehe Buchempfehlungsseite]

Dr. Arthur Janov ist einer der

weltweit führenden Psychologen

und Autor zahlreicher Bücher.

Große Bekanntheit erlangte

er durch seinen Bestseller

Der Urschrei (engl.: »Primal

Scream«), der die Bedeutung

frühkindlicher Erfahrungen

und Traumata auf das spätere

Verhalten betont und die Psychologie nachhaltig

beeinflusst hat. Die von Janov entwickelte und bis

heute praktizierte und gelehrte Primärtherapie

beschäftigt sich mit diesem Urschmerz. Janov ist

der Gründer und Leiter des Primal Center in Santa

Monica, Kalifornien.

24

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Quantessenz

DNA Ludwigs XVI. hilft bei

Identifikation seines Urahns

Am 14. Mai 1610 wurde der französische

König Heinrich IV. auf einer

Kutschfahrt durch Paris von einem

Attentäter ermordet. Sein Leichnam

wurde zwar in der Kathedrale von

Saint-Denis beigesetzt, doch in den

Wirren der Französischen Revolution

wurden die Gebeine von Revolutionären

entwendet und in einem Massengrab

beerdigt, mit Ausnahme seines

Schädels, der gestohlen wurde und

erst Anfang des 20. Jahrhunderts in

den Besitz mehrerer privater Sammler

gelangte. Es blieb jedoch jahrzehntelang

umstritten, ob es sich tatsächlich

um den Schädel des Königs

handelte.

Ein anderes historisches Artefakt half

nun einem französisch-spanischen

Forscherteam, die Identität der Gebeine

zu klären. Es handelte sich um ein

blutiges Taschentuch, das ein Revolutionär

unmittelbar nach der Hinrichtung

von König Ludwig XVI. während

der Französischen Revolution an sich

gebracht hatte. Er wollte einen Beweis

bei sich tragen, dass der beim

Volk verhasste König wirklich tot war.

Das Artefakt hatte sich danach mehr

als 100 Jahre im Besitz einer italienischen

Familie befunden. Auch bei

diesem Artefakt war die Authentizität

lange Zeit umstritten.

In der Fachzeitschrift „Forensic Science

International“ veröffentlichten

die Wissenschaftler nun eine Expertise

der DNA-Analysen der Blutproben

vom Taschentuch und des Schädels

aus dem 17. Jahrhundert. Danach wies

das Erbmaterial der beiden Proben

seltene genetische Übereinstimmungen

auf, wie sie nur bei Blutsverwandten

auftreten können. Im Zusammenhang

mit den volkskundlichen

Überlieferungen kann es daher mit an

Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit

angenommen werden, dass

es sich tatsächlich um das Blut Ludwigs

XVI. und den Schädel Heinrichs

IV. handelte. Die nunmehr anerkannten

Gebeine von Heinrich IV. wurden

mittlerweile wieder im Rahmen einer

feierlichen Messe in der Königsgruft

von Saint-Denis beigesetzt.

Droht 2014 ein „Marsageddon“?

Am 19. Oktober 2014 droht auf dem

Mars ein gewaltiger Komet abzustürzen.

Dies haben NASA-Astronomen

berechnet. Der Komet mit dem Namen

2013 A1, volkstümlich auch unter

dem Namen Siding Spring bekannt,

droht an diesem Tag unserem roten

Nachbarplaneten bedrohlich nahe zu

kommen. 2013 A1 ist ein ziemlich gewaltiger

Brocken. Man schätzt seinen

Durchmesser auf 15-50 Kilometer. Er

wäre damit erheblich größer als jener

Asteroid, dessen Einschlag auf der

Erde vor 65 Milionen Jahren die Dinosaurier

ausgerottet haben soll. Der

soll nach heutigen Erkenntnissen nur

etwa 10 Kilometer groß gewesen sein.

Nach neuesten Schätzungen besteht

eine Wahrscheinlichkeit von 1:600,

dass der Mars von dem Kometen

voll getroffen wird. Dies ist eine vergleichsweise

hohe Chance, dass das

Ereignis eintritt. Normalerweise bewegen

sich die Einschlaggefahren bei

Himmelskörpern, die der Erde oder

einem anderen Planeten des Sonnensystems

nahe kommen, im Bereich

von 1:1000.000 und darunter.

Bild: ESA

Erstes vollständiges Bild

vom „perfekten Universum“

Das Planck-Weltraumteleskop der europäischen

Weltraumbehörde ESA hat

jetzt erstmals eine komplette Karte der

Verteilung der Mikrowellen-Hintergrundstrahlung

in bislang nie gekannter

Genauigkeit erstellt. Diese überall

im Kosmos nachweisbare schwache

Strahlung (auch als 3-Grad-

Kelvin-Strahlung

bekannt) gilt

in der Wissenschaft

als Echo

des hypothetischen

Urknalls, der

Geburtsstunde

u n - seres Universums. Das Kartenbild

bestätigt einige der momentan

akzeptierten kosmologischen Theorien

recht gut, hat aber gleichzeitig einige

unbekannte Phänomene aufgedeckt,

deren Erklärung den Wissenschaftlern

noch nicht gelungen ist.

Wie eine Zeitmaschine nahm „Planck“

seit seinem Start im Mai 2009 eine „Direktverbindung

zur Geburtsstunde des

Kosmos“ auf. Die nunmehr veröffentlichte

Karte zeigt das Aussehen des

Universums, wie es zu einem Zeitpunkt

aussah, als es gerade einmal 380.000

Jahre alt war. Die angezeigten Temperaturunterschiede

weisen dabei auf

Regionen abweichender Materiedichte

hin, die den Keim für die Bildung

heutiger Sterne und Galaxien bildeten.

Unerklärlich ist dagegen ein vom

Teleskop entdeckter „kalter Fleck“ im

Universum, dessen Größe die Forscher

total überrascht hat. Doch die Forschungsarbeit

von Planck steht erst

am Anfang.

Die neuen Daten lassen nunmehr auf

ein Alter des Universums von 13,82

Milliarden Jahren schließen. Das heißt,

unser Kosmos ist rund 80 Millionen

Jahre älter als bislang angenommen.

Man kam aber auch zur Erkenntnis,

dass die bekannte Materie, aus der

Galaxien, Sterne und auch unsere

Erde bestehen, höchstens 4,9 Prozent

der Masse des Universums ausmachen

können. Die rätselhafte Dunkelmaterie,

die nur über ihre Gravitation

wahrnehmbar ist, gewinnt daher in

den neuen kosmologischen Modellen

immer mehr Gewicht. Sie ist mit 26,8

Prozent wesentlich stärker vertreten

als bislang angenommen. Was jedoch

die restlichen fast 70 Prozent ausmachen

könnte, ist noch vollkommen unbekannt.

Selbst wenn der Komet auf dem Mars

einschlägt, besteht nach Auskunft der

Wissenschaftler für die Erde keine

Gefahr. Die Wucht des Impakts reicht

nicht aus, um unseren Nachbarplaneten

nennenswert aus der Bahn zu

werfen, selbst wenn die uns abgewandte

Marsseite voll getroffen würde.

Für den Mars wäre das Ereignis

aber ein echtes „Marsageddon“. Die

Explosion hätte eine Stärke von einer

Milliarde Tonnen TNT. Sie würde einen

gewaltigen Krater hinterlassen

und tonnenweise Staub und Geröll

in die Marsatmosphäre schleudern.

Durch den Fallout würden auch große

Teile der Marsoberfläche umgestaltet.

Ein vergleichbarer Einschlag auf der

Erde würde die menschliche Zivilisation

auslöschen.

(Bild: Bild: The Chris Independent)

Smith/NASA

26

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Quantessenz

In diesem einfachen Quarz

wurde ein fast 2 kg schweres

Goldnugget gefunden

(Foto: Heritage Auctions)

Gold

aus

Wasser –

durch Erdbeben!

Sollten Sie knapp bei Kasse sein – falls Sie in einer

Erdbebenzone wohnen, liegt der Reichtum möglicherweise

direkt unter Ihren Füßen! Geophysiker der

Universität Queensland (Australien) haben jetzt herausgefunden,

dass bei einem Erdbeben Gold entsteht – aus

Wasser! Projektleiter Dion Weatherley, Senior Research

Fellow der University of Queensland, erklärt, wie es funktioniert.

Ein Erdbeben ereignet sich immer entlang einer

unterirdischen Bruchlinie im Gestein der Erdkruste. Sehr

oft sammelt sich entlang solcher Bruchlinien im Laufe der

Zeit Wasser, das die Zwischenräume ausfüllt. Aufgrund

des immensen Drucks im Erdinnern, etwa 10 Kilometer

unter der Oberfläche, wird das Wasser zusammengepresst

und reichert sich mit zahlreichen Mineralien an, meist mit

Karbondioxid und Silikaten, aber auch mit „attraktiveren“

Elementen wie zum Beispiel Gold.

Kommt es nun zu einem Erdbeben, öffnen sich diese

Erdspalten schlagartig. Der Effekt ist wie beim Öffnen eines

Dampfdruckkochtopfs – das Wasser in der Gesteinsspalte

verdampft augenblicklich. Die in ihm gelösten Stoffe

bleiben zurück und werden an die Erdoberfläche gepresst.

Schon lange hatten die Wissenschaftler gewusst, dass

es eine merkwürdige Korrelation zwischen größeren

Goldvorkommen und Bruchlinien in der Erdkruste

gibt. Man hatte vermutet, dass das Edelmetall durch plötzlichen

Druckanstieg im Erdinnern nach oben gekommen

sein könnte. Die Studie der australischen Wissenschaftler

führte diese Idee ins Extrem weiter, kommentiert der Geochemiker

Jamie Wilkinson vom Imperial College in London,

der so nicht an der Studie beteiligt war.

Die Goldausbeute eines einzigen Erdbebens ist natürlich

klein, sagt Weatherley. Das im Untergrund gespeicherte

Wasser enthält normalerweise nur 1 ppm („parts per Million“)

des Edelmetalls. Aber entlang großer Bruchlinien wie

z. B. der Alpinen Verwerfung auf der Südinsel Neuseelands

könnten sich im Laufe von Jahrhunderttausenden gigantische

Vorkommen ansammeln.

Gemäß der Zusammensetzung der mineralischen

Nanopartikel im unterirdischen Wasser sind die

Goldnuggets an Quarzgestein gebunden, wobei die

Nuggets beim Erdbeben so schnell vonstatten geht, dass

der Quarz nicht einmal Zeit zum Auskristallisieren hat. Um

diese Prozesse anzustoßen, bedarf es übrigens nicht der

zerstörerischen Kraft eines großen Erdbebens. Bereits

kleinere Erschütterungen bis zur Stärke 4 auf der Richterskala,

die normalerweise an der Erdoberfläche keine

größeren Schäden anrichten, können den Verdampfungs-

Kristallisationsprozess einleiten. Solche kleinen Erdbeben

ereignen sich jedoch exponentiell häufiger als große, in

manchen Regionen fast täglich. Damit könnten solche kleinen

regelmäßigen Erdbeben für die Bildung großer, ökonomisch

lukrativer Goldvorkommen verantwortlich sein. Die

legendären Fundstätten des amerikanischen Goldrauschs

im 19. Jahrhundert in Kalifornien und am Klondike River

im Grenzgebiet zwischen Alaska und Kanada lagen ebenfalls

in erdbebengefährdeten Zonen.

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 27


Wissen

Die

transdimensionalen

Qualitäten von

Wasser

Harald Kautz-Vella

Transdimensionale Physik – das

klingt nach Science Fiction. Wenn

das Raumschiff Enterprise mit WARP

8 fliegt, also mit ge“warpter“ gekrümmter

Raumzeit sein eigenes

Gravitationsfeld kreiert, fallen wir in

erster Linie der Sprachästhetik anheim.

Kaum jemand würde dahinter

eine weit entwickelte physikalische

Theorie vermuten. Aber diese Theorie

existiert, spannt sich von Einstein

bis hin zu Exoten wie Matti Pitkänen,

der mit der Topological Geometrodynamics

(TGD) das Konzept der gekrümmten

Raumzeit und der hier

denkbaren Paralleluniversen bis ins

i-Tüpfelchen mathematisch-physikalisch

ausgefeilt hat. Und auch die

Ingenieure sind dran, beginnend in

den 60er Jahren mit Thomas Townsend

Brown und seinem Electric Rokket,

bei dem der Energiegehalt von

asymmetrischen Kondensatoren die

Raumzeit ausreichend krümmen sollte,

um mit der entstehenden Antigravitation

abheben zu können, bis hin

zu den ausgefeilteren Konzepten mit

gepulsten, sich kreuzenden Feldern

wie bei John Hutchinson, der munter

Dinge wahlweise schweben oder in

andere Welten verschwinden lässt.

Gekrümmte Realität

Das Konzept ist leicht zu erklären,

aber schwer zu visualisieren: man

nehme unseren normalen dreidimensionalen

Raum (+Zeit) und füge jedem

Punkt des Raumes ein Skalarpotential

hinzu, also einen Zahlenwert, der so

etwas wie den Energiegehalt des Raumes

beschreibt. Diesen Energiegehalt

kann man durch sich gegenseitig auslöschende

elektromagnetische Felder

technisch beeinflussen. Nun setzt man

einfach den Zahlenwert für Energiegehalt

als zusätzliche Dimension! Punkte

mit demselben Energiegehalt bilden

eine dreidimensionale „Ebene“ im

vierdimensionalen Raum. Allerdings

kann dieser Energiegehalt in unserer

Welt ja schwanken. Das heißt, dass

das, was wir Realität nennen, nur fast

parallel zu diesen Ebenen läuft. Steigt

der Energiegehalt, wenn ich mich zum

Beispiel in den Gravitationstrichter eines

Planeten begebe, bewege ich mich

auf gekrümmter Raumzeit – bleibe

dabei aber auf meiner Raumzeitfolie,

wie auf einem Messer, das diagonal

durch einen Blätterteig aus diesen

vierdimensionalen Ebenen schneidet.

Gravitation ist hier nichts anderes als

das Gefälle dieser Raumzeitfolie im

28

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Wissen

Das Multi-layered

Spacetime Sheet-Modell

(Modell der parallelen

Raumzeitfolien) nach Dirk

Laureyssens

Wilhelm Reich

Matti Pitkänen

4D. Der Skalar, den ich jedem Punkt

zuordne, also der reine Zahlenwert,

bildet dabei mathematisch wie gesagt

eine neue Dimension.

Dies ist der erste Schritt in dem

Modell: unsere Realität zu betrachten

als eine gekrümmte Ebene im

vierdimensionalen Raum.

Der zweite Schritt ist nicht zwingend,

aber möglich: so wie in einem

dreidimensionalen Raum gekrümmte

Flächen parallel zueinander verlaufen

können, ohne sich zu berühren,

können natürlich in einem

vierdimensionalen Raum dreidimensionale

„Flächen“ parallel verlaufen,

ohne sich zu berühren. Dank der

neuen Dimension können nun Raumzeitfolien

in diskreten Abständen

parallel existieren wie Sender auf der

UKW-Bandbreite. Dort wo Planeten

sind, sich also Raum-Zeit-Trichter

befinden, müssten dann auf allen anderen

Folien analoge Trichter bestehen,

damit sich die Raumzeitfolien

nicht schneiden – das heißt, die parallelen

Universen sind im Wesentlichen

identisch – sie alle haben eine

Sonne, eine Erde, eine Venus und die

gleiche Anzahl an Galaxien. Die Details,

all das Zeug, was sich zwischen

den Folien entfaltet, darf sich unterscheiden.

Diese sogenannten multi-layered

spacetime sheets – das

war das zweite wichtige Element

in der Theorie.

Das dritte Element betrifft die

Möglichkeit, von einer Folie auf die

nächsthöhere oder -niedrigere zu

kommen. Krümme ich die Raumzeit

in einer Raumzeitfolie lokal so stark,

dass ich zur Nachbarfolie durchstoße,

erhalte ich ein Wurmloch. Wenn

ich nach oben will, muss ich Feldenergie

hinzufügen; ist das Wurmloch

etabliert, erfährt man es von der höheren

Ebene als Senke, als niedrigen

Energiegehalt. Der dreidimensionale

Raum auf beiden Ebenen ist durch

nichts gestört, außer dass ich einen

Bereich habe, wo ich hineingehen

kann, und wenn ich wieder hinausgehe,

bin ich unter Umständen in der

anderen Welt. Ein Dimensionstor.

Hier ist die Nomenklatur durcheinander.

Oft werden parallele Raumzeitfolien

als Dimensionen bezeichnet.

Das ist physikalisch gesprochen

falsch. Es reicht eine zusätzliche

Dimension, um beliebig viele Raumzeitfolien

unterbringen zu können.

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 29


Wissen

Modell eines mehrschichtigen

Gravitators nach Thomas

Townsend Brown

Parallele Raumzeitfolien von Paralleluniversen

mit Wurmloch

Die normalen elektromagnetischen

Felder lassen sich im Übrigen anstandslos

als Interferenz von Skalarpotentialen

darstellen, was E. T.

Whittaker in dem Aufsatz, "On an expression

of the electromagnetic field

due to electrons by means of two scalar

potential functions," in den Proceedings

of the London Mathematical Society,

Series 2, Vol. 1, 1904, p. 367-372,

auch veröffentlichte. Und auch Matti

Pitkänen hat nur dort präzise gerechnet,

wo Einstein großzügig gerundet

hat, als er wegen dem Bruch der Energieerhaltungssätze

durch sein Postulat

der gekrümmten Raumzeit kurzerhand

aus pragmatischen Gründen

entschied, man solle doch der Einfachheit

halber einfach überall mit

flacher Raumzeit weiterrechnen. Wie

absurd, dass die heutigen Physiker-

Asse seit Jahren lärmend auf der

Suche nach der einen großen Einheitlichen

Feldtheorie sind, der Mathematik,

die Elektromagnetismus

und Gravitation in einen Zusammenhang

stellt, wo sie doch schon 1904

gefunden und veröffentlicht wurde,

und in der Universität von Helsinki

Tausende Seiten der Manuskripte

von Matti Pitkänen darauf warten,

gelesen und verstanden zu werden..

Auf der anderen Seite wundert es

auch nicht, schließlich ist Skalarphysik

eine Domäne der Militärforschung,

allenfalls das Max-Planck.

Institut, das Fraunhofer-Institut und

das Forschungszentrum Karlsruhe

haben die Lizenz, hinter verschlossenen

Türen diese Themen zu streifen.

30

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Wissen

Aber dies nur an Rande.

So viel zur physikalischen

Theorie.

Mythologische

Hintergründe

Das Konzept

der multiplen

Raumzeitfolien

ist nicht neu.

Im

Gegenteil.

Schon die Veden,

diese 8000 Jahre alten indischen

Skripte, sprechen von sieben

Himmeln und sieben Höllen, die parallel

existieren. Die Ebenen ähneln sich

bezüglich der Astronomie, sind aber

von sehr unterschiedlichen Zivilisationen

bevölkert. Sie unterscheiden sich

nach den vedischen Erkenntnissen

darüber hinaus durch die Geschwindigkeit

des Zeitflusses und durch die

Themen, die die unterschiedlichen

Zivilisationen bewegt. Auch die uns

bekannten mythologischen Figuren

wie z.B. Drachen sollen diesen Parallelwelten

entstammen. Und auch

die christliche Überlieferung ist voll

von diesem Weltbild – angefangen

bei der Apokalypse des Johannes, die

ein ziemlich exaktes Abbild des vedischen

Weltbildes darstellt und den

Weg der Seelen durch die Raumzeitfolien

zurück zu Gott skizziert, bis hin

zur Schöpfungsgeschichte selbst, die

vor dem Hintergrund des höherdimensionalen

Universums eine beachtliche

physikalische Treffsicherheit entfaltet.

Da schuf Gott zunächst die Himmel

– im Originaltext „Schamaim“,

also Plural – und die

Erde. Das sind die Raumzeitfolien. Die

Anzahl ist nicht genannt, aber gehen

wir mal davon aus dass es wie in den

Veden beschrieben 14 sind, sieben

Himmel und sieben Höllen. „Unsere

Raumzeitfolie“, die siebte Hölle,

bestand da nur aus Wasser, das vom

Geist Gottes durchdrungen war.

Dann „trennte Gott dieses Wasser in

zwei Bereiche, machte die „Feste“,

die materielle Welt, und schied das

„Wasser über der Feste von dem

Wasser unter der Feste“. So entsteht

am zweiten Tag der Schöpfung die

Materie in einer Art Spalt zwischen

oberem und unterem Wasser. Und

dann erst „sammelte sich das Wasser

unter dem Himmel an besonderen

Orten, dass man das Trockene

sehe. Und Gott nannte das Trockene

Erde, und die Sammlung der Wasser

nannte er Meer.“ Später, bei der

Erläuterung der Sintflut, wird klar,

dass das Wasser über und unter dem

Firmament bzw. der Feste an einem

ganz anderen Ort ist als das Wasser

der Weltmeere, und auch nichts zu

tun hat mit Quellen oder Wolken,

es ist ein verborgenes Reservoir

jenseits unserer Realität, das zu

bestimmten Zeiten – der Physiker

würde sagen, durch sich öffnende

Wurmlöcher – Zugang zu unserer

Realität findet. So weit die Religionsphilosophie.

Von der Theorie in die Praxis

Geht man in die Labore der Neuen

Physik, wird die Sache ernst. Das

beginnt schon bei Viktor Schauberger.

In einem späten Brief erläutert

er, wie man mit einem eiförmigen

Gefäß, das auf eine bestimmte Art

mit Algen geimpft wird, die Bodenfruchtbarkeit

im Umfeld auf physikalischem

Wege steigern kann.

Er schreibt:

Eigentlich kann man sich das Spritzen

der Pflanzen ersparen, weil die

Strahlenüberschüsse waagrecht

den umliegenden Boden durchschlagen,

sich mit diffusen Sonnenstoffabfällen

kreuzen und dadurch

das Grundwasser ur-zeugen, den

natürlichen Akkumulator, der für

die das Wasser und den Boden erhaltende

Bodenkraft sorgt.

Schauberger hat seine Skripte

verschlüsselt, damit nicht

jeder sie verstehen kann. Die

diffusen „Sonnenstoffabfälle“ stehen

hier für das elektrochemische

Milieu in verrottender Biomasse.

Das mit dem Urzeugen meinte er

an dieser Stelle ernst: Gießen war

in Schaubergers Konzepten zur

Bodenfruchtbarkeit nämlich nicht

notwendig. Der Boden befeuchtete

sich selber. Diese Idee, das Wasser

ur-zuzeugen, ist von Schauberger-

Interpreten aufgegriffen und weiterentwickelt

worden, und in der Tat:

zwei verschachtelte, eiförmige Tonkrüge

mit einem galvanischen Element

im Wasser zwischen den Wandungen

und Mutterboden im inneren

Gefäß brauchen nie gewässert zu

werden. Egal wieviel Wasser an den

Wänden des Kruges abdampft – das

Wasser schöpft sich kontinuierlich

selber.

Auch der umgekehrte Weg des

Wassers ist bekannt. Andreas

Klingner, Inhaber der Firma

Cobra (Mauerwerktrockenlegungsgeräte),

führte eine interessante Versuchsreihe

durch. In dieser Versuchsreihe

sollte das Migrationsverhalten

des Wassers sichtbar gemacht werden.

Die Arbeitshypothese war, dass

wenn das Wasser verschwindet, es

ja offensichtlich zurück in den Untergrund

wandern muss. Doch die Versuchsreihe

brachte etwas anderes ans

Thomas Townsend Brown

Der Ingenieur Thomas Townsend Brown war

ein wichtiger Pionier der Antigravitationsforschung

. Nach dem Studium arbeitete er an

verschiedenen Forschungseinrichtungen sowie

am renommierten Smithsonian Institute.

1933 trat er in die US Navy ein, in der er bis

1943 blieb und es bis zum Lieutenant Commander

brachte. Auch beim Militär konnte

er seine technischen Kenntnisse einbringen,

etwa beim magnetischen und akustischen

Auffinden von Unterwasserminen. Anschließend

arbeitete er bis Kriegsende als Radarexperte

bei der Lockheed Corporation.

1951 veröffentlichte er im „Psychic Observer“

einen Artikel über einen von ihm erfundenen

„elektrokinetischen Apparat“, der ganz

offenbar der Schwerkraft trotzen konnte. Er

sah aus wie ein Regenschirm aus Metallgeflecht,

an dem eine hohe elektrische Ladung

(Spannungen von ca. 125.000 Volt) angebracht

wurde. Dadurch schwebte das Gerät über

dem Boden und vollführte dabei charakteristische

Taumelbewegungen.

Thomas Townsend Brown machte daraufhin

in der Wirtschaft gewaltig Karriere. Auf

dem Gipfel seines Erfolgs war er von 1958

bis 1974 Präsident der RAND Corporation.

Dieser Rüstungskonzern mit Sitz in Nassau

auf den Bahamas baute zu jener Zeit im Auftrag

der US Army geheime militärische Untergrundbasen

und war angeblich auch an

Bewusstseinskontrollprojekten des Militärs

beteiligt.

Quelle: Fosar/Bludorf: Vernetzte Intelligenz

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 31


Wissen

Beim Cloudbusting werden

tief hängende Wolken erzeugt,

aus denen es gar nicht

regnen dürfte, aber trotzdem

regnet.

Cloudbuster nach

Wilhelm Reich

Tageslicht. Das Wasser

wanderte nicht, es

verschwand einfach.

Aber nicht in Form von

Dampf. Es verschwand

unter anderem aus

hermetisch geschlossenen

Gefäßen.

Auch beim Cloudbusting

nach

Wilhelm Reich

stimmt die Wasserbilanz

vorne und hinten

nicht. Kennt man Luftfeuchtigkeit,

Volumen,

Druck und Temperaturänderung,

so lässt

sich relativ leicht berechnen,

wie viel Millimeter

Niederschlag

maximal zu erwarten

sind. Normalerweise heißt es, die Luftmassen

dehnen sich adiabatisch aus,

während sie auf 4000-5000 Meter steigen,

durch die damit einhergehende

Abkühlung erreichen sie den Taupunkt

und regnen dann ab. Kommt ein Cloudbuster

ins Spiel, der ja nichts anderes

tut als Skalarpotential-Unterschiede

aufzubauen, d.h. eine Berg- und Tal-

Landschaft in unsere Raumzeitfolie zu

zaubern, kann ein Vielfaches an Regen

Materie ist nur ein relativ

beliebiger Ausdruck

der Information des

Quantenvakuums

fallen, und das oft aus Wolken, die auf

500-700 Meter Höhe hängen, aus denen

es nach der gängigen Theorie in

unseren Klimazonen eigentlich gar

nicht regnen dürfte.

Am nächsten dran an „Gottes Ingenieurskunst“

ist derzeit die Firma

EGM aus Papenburg. Sie hatten versucht,

in Weiterentwicklung eines

Verfahrens von Viktor Schauberger

Wasser und Diesel so zu emulgieren,

dass ein brauchbarer

Kraftstoff dabei herauskommt.

Das Verfahren

wurde über die

Jahre immer weiter

verfeinert, bis hin zu

dem aktuellen Stand

der Technik, nach dem

der Syntheseprozess in

Kavitationsblasen-Feldern

stattfindet. Das

Ergebnis ist und bleibt

schwer zu vermitteln:

aus 50% Wasser und

50% Diesel werden

100% Diesel, das Wasser

transmutiert und

scheint sich den beigemischten

Kraftstoff

als Vorbild zu nehmen,

nach dem es sich in –

biblisch gesprochen –

„Feste“ verwandelt. Sogar die Additive

im Winterdiesel werden in diesem Verfahren

mitkopiert.

Verstehen kann man das nicht.

Es sei denn, man geht im Verständnis

der Natur viele Schritte

zurück und sagt, Materie sei nun eben

nur ein relativ beliebiger Ausdruck der

Information des Quantenvakuums,

und wenn ich diese Information ver-

32

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Matti Pitkänen

Der finnische Physiker Matti Pitkänen hat eine

brillante Theorie über den Aufbau des Universums

aufgestellt, der eine neuartige achtdimensionale

Raumgeometrie zugrundeliegt: die Topologische

Geometrodynamik (TGD). In dieser komplizierten

Theorie, die selbst für Fachleute nur schwer verständlich

ist, spielen magnetisierte Wurmlöcher

eine bedeutsame Rolle. Pitkänens Theorie versucht

erstmals in der Wissenschaftsgeschichte einen Zusammenhang

zwischen Physik und Biologie herzustellen.

Seine Physik führt wahrhaftig zu einer Kosmologie

des Lebens.

Pitkänen kommt zu einer vollkommen neuen Betrachtungsweise,

bei der Begriffe wie Bewußtsein

und Wahrnehmung Eingang in die Physik finden.

Wörtlich schreibt er: „Wurmloch -Magnetfelder, die

an Raum-Zeit-Blätter angeheftet sind, die gewöhnliche

Biomaterie enthalten, sind gute Kandidaten

für die physikalische Erklärung der Wahrnehmung.

... Wurmloch-Magnetismus könnte sogar als die

Quintessenz lebender Systeme angesehen werden“

(Quelle: Fosar/Bludorf: Vernetzte Intelligenz)

Wissen

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ändere, dann bekomme ich einen veränderten

Ausdruck. Die Erhöhung des

Skalarpotentials, die Bewegung längs

dieser vierten Dimension – egal ob ich

mich jetzt mit Hilfe eines Cloudbusters

oder in der Wirbeldynamik einer

kollabierenden Kavitationsblase technisch

jenseits des Firmaments begebe,

scheint es das Quantenvakuum in

einen Zustand zu versetzen, in dem

der natürliche Ausdruck „Wasser“

ist. Und irgendwo auf dem Weg dorthin

scheint es einen Instabilitätspunkt

zu geben, bei dem der Ausdruck der

Felder sich über Selbstähnlichkeit zu

benachbarter Materie definiert. Oder

aber man gibt an diesem sensiblen

Punkt ein technisches Signal als Vorgabe.

Dann lässt sich Materie gezielt

schöpfen, z.B. auch Gold, wie in einem

Gerät aus einem Labor, das an dieser

Stelle lieber nicht genannt werden

möchte.

Aber Vorsicht! Sicher ist nur, dass

wir noch eine Menge zu lernen haben.

Und: dass wir auf dem Weg der Forschung

nur Zauberlehrlinge sind. ▀

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PRODUKTNEWS

Gesundheit

STEINSEELCHEN

Meditationssteine aus der Welt der lichtvollen Tiefe

Claudia Lämmermeyer

34

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


PRODUKTNEWS

Gesundheit

Es war einmal in einem Land der

lichtvollen Tiefe. Dort lebten sehr

viele verschiedene, wunderschöne

Edelsteinkinder. So bunt wie bei den

Menschen ging es auch in der Welt

der Steine zu. Sie waren alle verschieden

alt und hatten verschiedene

Berufungen.

Es gab Erdenhüter-Steine, Wassersteine,

Heilsteine, Dekosteine,

Medizinsteine… und es gab die Gruppe

der kleinen Meditationssteine -

der Steinseelchen. Die Steinseelchen

waren wirkliche Seelenspezialisten.

Sie waren Seelenflüsterer, und jedes

hatte sein eigenes Herzens-Thema.

Mutter Erde hatte schon längere

Zeit einen Gedanken. Sie beobachtete

seit langem die Menschen

und sah, dass viele

unglücklich waren.

Sie sah, dass viele

Menschenseelen den

Zugang zu ihrer Herzensweisheit

verloren

hatten. Und sie

sah die Menschen

immer öfter traurig

und suchend.

Mutter Erde war

eine weise Frau. Sie

sah ihre Steinseelchen

mit dieser ganz

besonderen Begabung

an und begann

sie für die Menschen

zu schulen.

Die große Mutter

der lichtvollen Tiefe

rief nun ihre Seelchen

zu sich und sprach: „Meine lieben

Kinder, ich habe eine wichtige

Aufgabe für Euch. Ihr dürft den Menschen

Eure Herzensweisheit überbringen

und sie wieder mit ihrem

Herzenslicht verbinden.“

Die Steinseelchen waren ganz

aufgeregt, und alle plauderten

durcheinander. Eines der Steinseelchen

blieb plötzlich stehen und sagte

ganz eifrig: „Mutter, Mutter wir müssen

aber noch die Sprache der Menschen

lernen!“ Mutter Erde nahm

das aufgeregte Steinseelchen auf

ihren Schoß und sprach: „Mein liebes

Seelchen, deine Aufgabe ist das

Erzählen deiner Herzensweisheiten.

Und die Aufgabe der Menschen wird

es sein, EURE Sprache zu lernen!“

So kamen die Steinseelchen zu uns!

Und wenn Du Dein Herz öffnest, ganz

leise wirst und ihnen lauschst - Ja,

dann wirst Du sie verstehen!

Eine Kindergeschichte? Eine Geschichte

für unsere inneren Kinder?

Was hier wie ein kleines

Märchen anmutet, berührt erwachsene

Menschen in der Tiefe ihrer Seele.

Die Weisheiten von Mutter Erde - überbracht

durch spezielle BotschafterInnen

- die Steinseelchen. Sie sind auf

dem Weg zu uns, sie sind bereits unter

uns - bereit zur Hilfeleistung und bereit,

ihre Geschichten und Weisheiten

zu erzählen. Sie sind für uns da, um

uns bei der persönlichen Entwicklung

Edelsteine haben

verschiedene Berufungen.

zu helfen und uns schneller zu wirklichem

Glück und tiefer Liebe zu führen.

Wir alle kennen die bunten Steine

im Wasserkrug, Steinschmuck mit

Bedeutung, riesengroße Findlinge für

den Garten, Wackelsteine, Horoskopsteine,

dekorative Mineralien in allen

Größen für Schreibtisch und Regal

und nicht zu vergessen hilfreiche Steine

für Krankheiten aller Art.

Sehr zögerlich, aber doch, haben

wir uns an die „strahlende“ Welt der

Mineralien und Edelsteine gewöhnt.

Mit einer kleinen Unsicherheit begegnen

wir zwar noch immer den

Steinheilkundigen, aber schon längst

hat dieser komplementäre Zweig der

Naturheilkunde Einzug in die Behandlungsräume

aller Welt gefunden.

Wir lieben Steinmassagen zur

Entspannung. Wir trinken

Steinwasser für unser Wohler-

Tigerauge

Heliotrop

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 35


Gesundheit

Soldalith

36 MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Gesundheit

gehen. Amethystsauna und Kristalldampfbad

sind längst fixer

Bestandteil der gehobenen

Hotellerie. Wir unterstützen

gebrochene Knochen mit

Apatiten und helfen bei der

Suche nach Krankheitsursachen

mit Edelsteinessenzen

zum Einnehmen

und Sprühen. Die Edelsteine

haben ihren Weg in unsere

Lebenswelten (wieder) gefunden.

Wie weiß ich, ob ein Stein ein

Steinseelchen ist? Frage es

einfach!

Es ist an der Zeit, uns wirklich berühren

zu lassen. Durch die Steinseelchen

verbinden wir uns mit

unseren inneren, göttlichen Instanzen.

Sie öffnen Türen für uns, die

wir ansonsten verschlossen halten.

Sie verhelfen uns zu spontanen Erkenntnissen

und Gefühlsempfindungen

und unterstützen uns auf dem

Weg zu wirklichem inneren Frieden

und Glück. Sie lassen uns zur Ruhe

kommen und ganz leise werden. Die

Seelchen berühren uns ganz achtsam

inmitten unseres Herzens und

verbinden uns mit unseren weisesten

und liebevollsten Anteilen. Sie

sind unsere Seelenflüsterer, wenn

wir es erlauben.

Steinseelchen laden uns ein,

weibliches Wissen, unsere

Intuition, unseren Zugang zu

unserem Höheren Selbst zu fühlen

und mit ihm zu leben. Und dazu

Bergkristall

Sardonyx

müssen wir Halt machen. Steinseelchen

helfen uns dabei. Ob nun in der

Meditation oder kurzen Pause, sie

aktivieren unsere weibliche Seite in

uns. Sie helfen uns zuzuhören, zu

empfangen, zu lassen, zu erlauben…

mit all unseren Sinnen.

Wie kann ich mit Steinseelchen

kommunizieren? Tue es einfach!

Nimm Dir möglichst jeden Tag fünf

Minuten Steinseelchen-Rückzugs-

Zeit. Schaffe Dir einen ruhigen Platz,

wo Du ungestört sein kannst. Sitze

oder lege Dich bequem hin und sorge

dafür, dass Deine Wirbelsäule

sanft aufgerichtet ist.

Vergegenwärtige Dir vor Deiner

Steinseelchenzeit kurz das Thema

Deines Steinseelchens. Jeder Stein

trägt ein Hauptthema (Bergkristall

= Klarheit, Amethyst = Entspannung

etc…)

Edelsteine haben verschiedene

Berufungen

Und nun zeigen uns die Steine, dass

auch sie verschiedene Talente ben. Wir konnten sie nur bisher nicht

wahrnehmen. Plötzlich wird ein-

ha-

deutig, warum manche Kristalle

in der Massage nicht so gut

einsetzbar sind, und plötzlich

wird auch schlüssig, warum

so manche Steinkette sehr

lange in der Auslage liegen

geblieben ist. Vielleicht

wollten der Kristall kein

Praxisstein und die Kettenperlen

lieber Wassersteine

werden. Und so müssen wir

hören und fühlen lernen und

unsere Sensoren für die Sprache

der Edelsteine erweitern.

Bevor Du beginnst, atme einige

Male tief durch. ne Deinen Körper bewusst

Entspanbei

der Ausatmung. Lasse

alle Erwartungen los. Alles

ist wie es ist. Du bist einfach

DU! Sei geduldig und gehe

sanft mit Dir selber um. Genieße

die Zeit mit Deinem

Steinseelchen und lausche

Deinen inneren Weisheiten!

Zusätzlich

Z

kannst Du Dein

Steinseelchen in der

Nacht einfach auf das

Nachtkästchen oder unter das Kopfkissen

legen, oder Du hältst es vor

dem Einschlafen in Deiner Hand.

Trage Dein Steinseelchen einfach ab

und zu bei Dir! ▀

Die Autorin: Claudia Lämmermeyer,

Jahrgang 1963 (zwei erwachsene

Töchter) ist verheiratet mit Walter

Lämmermeyer. Gemeinsam

leiten sie die verschiedenen

Sparten ihres Betriebes. Claudia

Lämmermeyer hat die Engelalm

Edelstein Essenzen entwickelt

und arbeitet als Therapeutin

und Autorin. Sie unterrichtet

Aromatherapie, Steinheilkunde

und Chakrenlehre und bildet

Menschen in Ganzheitlicher

Edelsteintherapie aus.

www.steinseelchen.com (33 ausgewählte

Themen-Steinseelchen)

www. edelsteinessenzen.at

(Edelsteinhomöopathie zum Sprühen)

www.steinheilkunde.at (Ausbildung zur

Zertifizierten EdelsteinpraktikerIn)

Die Fotografin: Karola Sieber,

Gemmologin und Fotografin, entdeckt

mit ihren Makrobildern urtümliche

Landschaften, mystische Szenen, bizarre

Strukturen und wunderschöne Muster.

Sie lässt uns einen Blick in das innere der

Edelsteine machen.

www.makrogalerie.de

Steinseelchen erhalten Sie in gut sortierten

Naturwaren- und Naturkostgeschäften, in

Gesundheitsfarmen und Wellnesszentren oder

im Sprituellen Handel. Sollten Sie die Produkte

nicht vorrätig haben, so können Händler die

Steinseelchen bei der Firma NLG, An der Breite

4, 87642 Halblech Tel. 08368 91060 oder per e

mail bestellung@NLG-buch.de bestellen, oder

sie melden sich als Händler auf der Seite www.

nlgbuch.de und bestellen dort. NLG ist der

führende Großhändler in dem Bereich, Sie finden

in seinem B2B Shop ca. 500.000 Produkte.

Oder Sie wenden sich an die Firma MVV,

Ammergauer Str. 80, 86971 Peiting, Tel.: 08861-

59018, Email: info@Michaelsverlag.de

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 37


PRODUKTNEWS

Gesundheit

Die drei Stufen der Klarheit

Die QuintEssenzen von Laila Surya

Matthias Weingold

Großes Bild: Die Heilerin Laila

Surya – die QuintEssenzen tragen

ihren Namen

Oben rechts: In aller Ruhe

dürfen die Edelsteine ihre

Schwingung übertragen

Unten rechts: Sorgsame

Handlung: Laila Surya füllt ihre

QuintEssenzen selbst ab

Ein fein gewobener Zauber umgibt

Laila Surya. Der Zauber

klarer Nächte und sonnenheller

Tage. Darum kleidet sie sich ganz

in Weiß, und ihre schwarzen Haare,

ihre dunklen, tiefen, wissenden Augen

geben dazu den wichtigen Kontrast.

Laila Surya. In diesen beiden Worten

schwingen Poesie, aber auch Geschichte

und Vermächtnis. Der Vorname

Laila stammt aus dem Arabischen,

bedeutet Nacht – und ist ein Geschenk

ihres algerischen Großvaters.

Der Nachname Surya bedeutet

Sonne und wurde ihr von indischen

Brahmanen gegeben – als Erinnerung

an ihre indische Großmutter. So ist

Laila Surya entstanden, wohl klingend

und aus der Ferne kommend, um eine

große Aufgabe zu vollbringen. „Als

In den

QuintEssenzen ist

Energie von sehr

hoher Potenz

gebunden.

kleines Mädchen hatte ich immer das

Gefühl, dass die anderen Kinder irgendwie

anders sind als ich“ erinnert

sich Laila Surya lächelnd. „Also habe

ich mich erst einmal von ihnen zurückgezogen,

bis ich erkannt habe, dass

wir alle in unserem Anderssein liebenswert

sind. So ist mein Lebensweg

der Weg des Herzens geworden. Heute

bin ich glücklich und dankbar für die

Berufung, als Heilerin in meiner Praxis

Menschen ohne zu werten, frei und

in Liebe auf ihrem Weg zu Klarheit,

Ausgeglichenheit und persönlichem

Wachstum zu begleiten.“

Hierin liegt Laila Suryas Fähigkeit,

Weisheiten zu empfangen

wie Geschenke von einem höheren

Sein. „Ich meditiere jeden Tag und

gehe sehr viel hinaus in den Wald“,

berichtet Laila Surya. „Und dort beim

Gehen in der Stille des Waldes erhielt

ich nach und nach auch die Eingaben

zu den Quint-Essenzen: Ich solle etwas

herstellen, etwas Großes, das die

Menschheit in ihrem Entwicklungsprozess

unterstützt. Es würde allerdings

leicht anzuwenden sein, etwas zum

Sprühen – die QuintEssenzen. Blütenauszüge

als biologische Zutat und die

Schwingungen von Edelsteinen sollten

in den QuintEssenzen wirken, weil

38

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


PRODUKTNEWS

Gesundheit

Set HEALING MIND – Mutterflasche, 100 ml –

Sprühflakon leer, 15 ml – Trichter

– Art.Nr. 4601 – VK 120,00 €

Set HEALING HEART – Mutterflasche, 100 ml

– Sprühflakon leer, 15 ml – Trichter

– Art.Nr. 4600 – VK 120,00 €

Set PEACE – Mutterflasche, 100 ml –

Sprühflakon leer, 15 ml – Trichter

– Art.Nr. 4602 – 135,00 €

1. Stufe der Klarheit: Die QuintEssenz HEALING

MIND gibt den Menschen den energetischen

Rückhalt, im Außen mit Freude, Liebe und Zuversicht

die Herausforderungen des Lebens anzugehen

– seien es Prüfungen und schwerwiegende

Entscheidungen oder Notsituationen wie

plötzliche Verluste.

2. Stufe der Klarheit: Die QuintEssenz HEALING

HEART unterstützt dann die Menschen, im Innen

alte und belastende Emotionen zu verarbeiten,

die eigene Mitte zu finden, dort zu verweilen und

dann in neuem Bewusstsein die eigene Weiterentwicklung

anzugehen.

3. Stufe der Klarheit: Die QuintEssenz PEACE

vereint die göttliche Liebe des Universums, der

Erde und des Menschen. Sie erhebt jene Menschen,

die bereits mit den anderen Essenzen

geistige Klarheit und emotionales Gleichgewicht

gewonnen haben, auf eine Ebene vollkommener

Einheit – dem Zustand umfassenden Friedens.

Für ihren Weg in die Welt füllt Laila Surya die

QuintEssenzen von Hand in kristallklare Mutterflaschen

ab, aus denen man mit einem kleinen

Trichter dann die eigentlichen Sprühflakons

befüllen kann. Diese Sets sind wunderschön geprägt

vom feinen Logo, der liebevollen Sorgfalt

und dem Zauber der Frau, die sie herstellt.

die Menschen noch etwas Materielles

brauchen, das wie ein Kraftpool für

Liebe und Klarheit wirkt. Das Wichtigste

aber sollte Energie aus der höheren

Welt sein.“

„Das war für mich natürlich leicht,“

erzählt Laila Surya weiter, „weil ja

meine Tätigkeit als Heilerin darin besteht,

mit Energie zu arbeiten. In meinen

QuintEssenzen ist eine Energie

von sehr hoher Potenz gebunden. Man

kann sich das wie einen Laserstrahl

vorstellen, der in die QuintEssenzen

fährt. … Es ist absolut reine Energie,

und das macht die QuintEssenzen

einzigartig: Sie stellen sich als freier

Geist, als göttlicher Heiler unmittelbar

auf die Personen ein, die sie anwenden.

Sie bieten also immer ganz genau die

Unterstützung, die es gerade braucht

– sei es die Kraft, loszulassen und Abschied

zu nehmen, oder die Kraft, mutig

voranzuschreiten, oder die Kraft,

erst einmal das innere Haus aufzuräumen

und damit Raum für Neues zu

schaffen. Drei QuintEssenzen genügen

dafür.“ Und diese drei QuintEssenzen

stellt Laila Surya in ihrer Praxis nach

den ihr eingegebenen Anweisungen in

großer Sorgfalt her. ▀

Die Essenzen erhalten Sie in gut sortierten Naturwaren- und

Naturkostgeschäften, in Gesundheitsfarmen und Wellnesszentren

oder im Sprituellen Handel. Sollten Sie die Produkte nicht vorrätig

haben, so können Händler die Essenzen bei der Firma NLG, An

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Gesundheit

Neue Zapper-

Technologie

Möglicherweise Lösung für zwei der wichtigsten

Themen, die den modernen Menschen geißeln

Alan E. Baklayan

Ich war nach einer feurigen Jugend

durch chronische Überbelastung

einem allmählichen körperlichen

Verfall unterworfen und entwickelte

in den letzten Jahren eine Fülle von

Symptomen, die schleichend immer

schlimmer wurden. Es machte keinen

Spaß mehr, jeden Morgen aufzuwachen

und diesen Körper mit

all seinen Wehwehchen, die zu viele

sind, um sie alle aufzuzählen, überhaupt

noch zu bewegen und meiner

Arbeit und meinen Verantwortungen

nachzukommen.

Kennen Sie so etwas? Haben Sie es

auch satt, jeden Tag unter den gleichen

Symptomen zu leiden und nicht

zu wissen, was zu tun ist?

Wenn ich Ihnen also gleich die zwei

Prinzipien erkläre, die mich aus der

Patsche geführt haben, so tue ich das

keineswegs als jemand, der schon

immer eine diamantene Gesundheit

genoss, sondern als jemand, der genau

versteht, wie Sie sich fühlen. Inzwischen

haben Hunderte meiner

Patienten diese einfachen Prinzipien

befolgt und davon dermaßen profitiert,

dass ich die Struktur meiner

Praxis umstellen musste, da viele Patienten

einfach viel schneller gesund

wurden!!!

Das erste Prinzip, das ich Ihnen

vorstellen möchte, lässt sich in einem

einzigen Wort zusammenfassen:

Überladung

Was ist eine Ladung?

Ladung ist jede unverarbeitete, unverdaute

Belastung oder Information

auf physischer, psychischer (und

weiteren) Ebenen. Jede Ladung muss

sich im Körper als eigenständiges Minifeld

abspeichern, bis es verarbeitet

und aufgelöst wird. Die Natur dieses

Minifeldes im Gewebe ist elektromagnetisch.

Jedes Umweltgift, dem der

40

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Gesundheit

D I E G E S C H I C H T E D E S Z A P P E R S

1890-1961 Dr. Roger de la Fuye entwickelt das erste Elektro-Akupunktur-Gerät.

1945-1950 Dr. R. Rife arbeitet mit einem Frequenzgenerator, um Erreger zu bekämpfen. (Siehe Barry Lines, The cancer cure that worked)

1950 Dr. Reinhold Voll fängt an, die Elektroakupunktur nach Voll zu verbreiten.

1970 TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation) Geräte werden entwickelt.

1988/89 Frau Dr. Clark entdeckt die elektrische Resonanz von verschiedenen Parasiten und Erregern. (Hulda R. Clark, Heilung ist möglich)

1994 Dr. Clark entdeckt die klassische Anwendung des Zappers mit einer Rechteckwelle mit positivem Offset.

1998 Dr Beck veröffentlicht seine Forschungen auf dem Gebiet der Mikrostrom-Therapie.

2006 HP Baklayan entdeckt die ersten TREF Frequenzen (Terrain Regulation mit elektrischen Frequenzen)

2009 HP Baklayan entwickelt eine Zusammensetzung von 24 Frequenzen zur allgemeinen Anwendung, um alle Meridiane des Körpers auszugleichen.

2010 HP Baklayan entdeckt die Harmonikalische Frequenztherapie, die alle energetischen Bahnen und Funktionen des Körpers in ein mathematisches Verhältnis setzt.

2012 HP Baklayan entdeckt die Methode der Impuls- und Matrix-Entladungs-Therapie.

Körper im Alltag ausgesetzt ist und

das er nicht schafft zu verarbeiten,

wird im Gewebe oder in Organen abgespeichert

und produziert ebenfalls

eine Ladung. Wenn Sie sich über jemanden

ärgern und gespannt sind (geladen

sind), wird es ebenfalls im Gewebe

abgelegt, bis es verarbeitet wird.

In dieser Konsumgesellschaft sind

wir auf allen Ebenen so überladen,

dass es gar nicht möglich sein wird,

eine vollständige Liste des Ganzen zu

fertigen:

Angefangen von der Flut an Informationen

über sämtliche Medien,

rasanten Veränderungen in der Gesellschaft,

seit Jahren herrschenden

Sorgen über die Entwicklung der

Weltwirtschaft, elektrischen, elektromagnetischen

und Hochfrequenz-

Feldern, die uns stets umgeben,

Unmengen an Giftstoffen, die jährlich

von der Industrie neu produziert

werden,Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung,

negativem beruflichem

Stress, hohem Anspruch an Aus-

sehen, Erfolg, beruflichen und sozialen

Ansprüchen, sehr hohen Anforderungen

in den modernen Beziehungen…

Die Liste ist bei weitem unvollständig,

aber jeder dieser Punkte produziert

bereits mehr Ladungen als

jemals von der Natur für den einzelnen

vorgesehen war. Haben wir uns

je einen Moment gefragt, was das für

die psychische und physische Anpassungsfähigkeit

und Regulation des

Körpers bedeutet?

Nun, ich kann Sie gleich beruhigen,

denn ich höre schon Ihren

Einwand:

Die Lösung ist nicht, aus allem auszusteigen,

alles zu reduzieren, um den

erdrückenden Ladungen zu entkommen.

Wir leben in dieser Welt, in dieser

Zeit, und wir müssen damit fertig

werden.

Die Lösung muss und kann also

zwangsläufig nur in einer Entladung

bestehen.

Ja, wenn es uns gelingt, eine Entladung

der meisten Belastungen einfach

und mühelos vorzunehmen, wäre das

ganze System wieder in der Lage, alles

zu regulieren und von selbst seine alte

Vitalität zu erlangen.

Aber wie? Wie kann man sich so

einfach entladen? Bevor ich das beantworte,

muss ich Ihnen das Zweite

Prinzip vorstellen:

Schutz

Die Frage, die ich mir stellte, war, wie

ich mich vor den Tausenden von äußeren

krank machenden Einflüssen

schützen könnte, die täglich auf mich

einwirken?

Nun das Erstaunliche ist, dass es

dieses System im Körper bereits gibt,

aber es ist inaktiv geworden! Die Natur

hat Vorsorge getragen und uns mit

einem wunderbaren energetischen

Netzwerk von Meridianen versehen.

Das energetische System der Meridiane,

die an der Körperoberfläche

fließen, hat genau diese Aufgabe:

nämlich, uns vor äußeren Einflüssen

zu schützen. Es ist ein fein gewobenes

Netz, das die Oberfläche des Körpers

UNVERARBEITETE EINDRÜCKE

UND BELASTUNGEN SAMMELN

SICH IM KÖRPER ALS ELEK-

TRISCHE ÜBERLADUNGEN AN.

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 41


Für Gesundheit und Wohlbefinden.

Institut TREF und

Bioresonanz lädt ein

zum sechsten Kongress

Freitag 21.06.2013:

Einführung in die Frequenztherapie

für Therapeuten und Laien

Alle Produkte

für die optimale

Entsäuerung

Samstag und Sonntag 22./23. 06. 2013:

DIFFERENTIAL TEST SYSTEMATIK

Die DTS ist ein bioenergetisches

differentialdiagnostisches Verfahren,

das sich für alle Testmethoden eignet.

Zeitsparend und einfach ermöglicht

es dem Behandler, die schwierigsten

Fälle zu lösen.

HARMONIKALISCHE

FREQUENZTHERAPIE

- DIE 25 EBENEN DES SEINS

Die harmonikalische Frequenztherapie

ist ein mathematisches

System, das eine tiefgreifende

Wirkung durch gezielte Frequenzen

in einer oder mehreren

Ebenen entfaltet:

Vom Unterbewusstsein bis zur

intrazellulären Kommunikation,

von der Meridian- und Chakrenebene

bis zum Zellverbandstoffwechsel,

von der Psychosomatik

bis zur Organebene löst sich

alles logisch auf.

Weitere Programminfos und Anmeldung:

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durchzieht, wie das Eisenhemd einer

Ritterrüstung, das die Funktion hat,

Stiche und Hiebe nicht durchzulassen.

Aber wenn täglich zu viele Hiebe

einwirken und dieses Gewebe ständig

Risse bekommt, dann fehlen Verbindungen

an manchen Stellen, während Knoten

an anderen entstehen. Rost entsteht

durch Wetter-Einflüsse. (Ladungen)

Genau das ist der Zustand, zu dem

unser Schutz, unser Schild degeneriert

ist. In der chinesischen Kampfkunst und

im Chi Gung wird schon immer daran

geübt, dieses Meridian-System so zu

stärken und zu reinigen, dass man einen

sogenannten diamantenen Körper

erlangt und sogar Schläge und Hiebe einem

nichts mehr antun können…

2012 habe ich schließlich auf der

Grundlage der 24 Frequenzen der

oben genannten allgemeinen Anwendung,

die alle Meridiane des Körpers

ausgleicht, das Diamond Shield

Programm entwickelt, dadurch dass:

• einige Frequenzen ersetzt werden

mussten, da jetzt das Harmonikalische

Frequenzsystem des Körpers

entschlüsselt war und viel präzisere

Frequenzen eingesetzt werden konnten.

Dies entsprach dem Regulations- und

Harmoniebestreben des Körpers.

• Alle Frequenzen des Diamond

Shield moduliert wurden durch eine

zweite Frequenz, die in einem exakten

mathematischen Verhältnis zur ersten

steht. Dadurch wird die Effektivität dieser

Anwendung nochmals vervierfacht.

Der Diamond Shield ist somit die erste

universelle Frequenz-Anwendung,

die innerhalb weniger Minuten das ganze

energetische Gefüge (Meridian System)

ausgleicht und in die Regulation

zurückführt.

Wir benötigen also nur diese zwei Sachen:

• eine regelmäßige Entladung

und einen funktionierenden

diamantenen Schutzschild.

Worin besteht die Verbindung zwischen

diesen zwei Prinzipien?

Hier muss ich Sie in eines der Geheimnisse

des Wunderwerkes unseres Körpers

einführen:

Jeder Meridian als energetischer Repräsentant

und Funktionskreis eines Organs

transportiert und reguliert alle Ladungen

dieses Organs. Es ist das Netz,

das alles speist und alles Überflüssige

abtransportiert. Wenn es uns also gelingt,

diesem ganzen Meridian-System

täglich den richtigen Impuls durch ihre

eigenen Schwingungen zu geben und es

gleichzeitig zu entladen, haben wir genau

das erreicht.

Denken Sie an das Ab- und Frischwassersystem

(Meridian-System) eines

Gebäudes, das es mit frischem Wasser

versorgt und den ganzen Dreck und die

Abfälle in die Kanalisation zurückführen

muss. Wenn dieses System schwer verstopft

ist, und die üblichen Mittel nicht

mehr funktionieren, muss der Klempner

das ganze System an einen Rüttler anschließen

(Diamond Shield Zapper), der

die ganzen Röhren mit einer Schwingung

reinigt. Der von den Röhrenwänden

gelöste Schmutz, Kalk und so weiter

wird dann in die Kanalisation (Erde) weitergeleitet.

Nur wenn die Frequenz genau

die Frequenz des Materials erreicht,

löst sich der ganze Dreck. Eine zu hohe

Frequenz wirkt nicht und eine zu niedrige

(langsames Klopfen) ebenfalls nicht.

Wohin geht der Dreck (Ladungen),

der sich nun gelöst hat, hin? Nun, wohin

gehen alle Entladungen der Natur hin?

In die Erde!

So einfach ist das.

Wir müssen also nur noch alle

Meridiane in ihrer eigenen Frequenz

schwingen lassen, also

den Diamond Shield wirken lassen:

Dadurch lösen sich alle Ladungen im

Körper und werden abtransportiert

- Impuls -

und indem wir uns erden, können wir

diese Ladungen loswerden

- Entladung -

Jetzt können alle Meridiane wieder

ihre ernährende und harmonisierende

Funktion übernehmen, einer einzigen

Anwendung gehören, angeregt durch die

Frequenzen des Diamond Shield.

Was wäre, wenn ich Ihnen sagen

würde, dass diese Prinzipien in weniger

als 10 Minuten täglich mühelos ausgeführt

werden können?

Und durch den Erwerb eines einzigen

Gerätes profitiert Ihre ganze Familie, da

jeder kurz das Programm ablaufen lassen

kann! ▀

Alan E. Baklayan ist

Heilpraktiker und

beschäftigt sich

mit traditionelle

Naturheilverfahren.

Er ist Autor zahlreicher

Sachbücher.

Kontakt: Unterer Anger 16,

80331 München.

Tel.: 089-260 92 27, Fax: 089-260 261 72

Email: info@baklayan.de, URL: www.baklayan.de


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Gesundheit

Heilen mit

Geschichten

Wo deine Wunde ist, verbirgt sich ein Kraftquell

Monika Herz

44

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Gesundheit

Geschichten spielen in der Psychotherapie

seit jeher eine entscheidende

Rolle. Sigmund Freud errichtete

das ganze Gebäude seiner Psychoanalyse

auf der Erzählung von König

Ödipus, der seinen Vater erschlug

und seine Mutter ehelichte. Die Seele

braucht Geschichten als Nahrung,

so wie der Körper Obst und Gemüse.

Wir finden unsere eigenen Hoffnungen,

Ängste und Traumata in ihnen

widergespiegelt und erhalten am

Beispiel der Helden Anleitung, wie

wir zu Lösungen kommen können.

Eine Geschichte kann Warnung sein,

Trost und Ermutigung, durchzuhalten.

Sie lässt uns in fremde Realitäten

eintauchen, die doch in rätselhafter

Weise mit unserem eigenen

Schicksal verbunden sind. Sage mir,

welches deine Lieblingsgeschichten

sind, und ich sage dir, wer du bist.

Besonders geeignet zu Heilzwecken

sind mythische Geschichte aus den

Religionen, weil sich in ihnen das

kollektive Unbewusste der Menschheit

ausdrückt. Hier erzählt Monika

Herz, was der indische Elefantengott

Ganesha mit Missbrauchserfahrungen

zu tun hat und wie er trotz seiner

seelischen Verwundung zur Inspiration

für Millionen von Gläubigen

wurde. rr

Ich glaube, nein, ich weiß, dass

Geschichtenerzählen eine wirkungsvolle

Heilmethode ist. Von

Milton Erickson, dem Begründer der

modernen Hypnose, heißt es, er habe

oft tagelang gegrübelt, um für seine

Patienten die passende heilsame

Geschichte zu finden. Selbst mein

jüngster Sohn Jakob wusste schon

im Kindergartenalter über die Heilkraft

von Geschichten Bescheid. Er

war eines Tages beim Überqueren

der Straße von einem Auto erfasst

worden. Zwar war ihm körperlich außer

einem kleinen Bluterguss nichts

passiert, aber das Erlebnis war doch

sehr erschütternd. Als ich ihn abends

ins Bett brachte und ihn im Arm hielt,

sagte er: „Jetzt weiß ich, um was es

wirklich geht. Es geht um Leben und

Tod.“ Er machte eine Pause, dachte

nach und fügte dann hinzu: „Und um

gute Geschichten!“

Geschichten erzählen von einem

Konflikt, davon, wie die Helden und

Holden mit dem Konflikt umgehen

und wie sie ihn lösen. Wir identifizieren

uns zunächst mit den Figuren

und nehmen die Wendungen der

Geschichte in unseren eigenen Heilungsprozess

mit. Wenn wir uns tiefer

mit den einzelnen Symbolen und

Bildern der Geschichte beschäftigen,

können wir heilsame Fragen und Antworten

finden. Es kommt viel darauf

an, welche Fragen wir stellen. Indem

wir die Bilderwelt dann in unseren

Geist aufnehmen, dort verinnerlichen

und wirken lassen, finden wir Wege,

die uns aus dem Leiden herausführen

in eine Welt, in der wir zufrieden und

erfüllt leben können.

In einem Artikel über meine Arbeit,

die Gebetsheilung, wurde

ich einmal „die Alpenschamanin“

genannt. „Was tut eigentlich eine Alpenschamanin?“,

wurde ich gefragt.

Ich antwortete, dass eine Alpenschamanin

oben auf dem heiligen Berg

sitzt und in die Welt hinausschaut.

Und dass gleichzeitig die Welt in sie

hineinschaut. Und dass sie von ihrem

heiligen Berg aus in die Welt hinaushorcht.

Und dass die Welt während

des Hinaushorchens in sie hineinspricht.

Mein heiliger Berg ist der

Hohe Peißenberg. Da bin

ich aufgewachsen,

da bin ich eine

Eingeborene,

da bin

ich verwurzelt

und da

wünschte

ich,

dass dereinst

meine

Asche

in den Wind

gestreut wird.

Am Fuße des

Berges auf der

Nordseite hatten

meine Großeltern

Bauernhöfe. Während

der ersten

sechs Jahre meiner

Schulzeit ging ich Tag

für Tag auf den heiligen

Berg mit dem Schulranzen

auf dem Rücken, weil damals

die Schule noch oben auf dem

Berg stand.

Den ersten bewussten Blick von

der Plattform des heiligen Berges

herab werde ich nie vergessen. Damals

ging ich noch nicht einmal in die

Schule, vielleicht war ich vier oder fünf

Jahre alt. Mein Vater sagte eines Tages

vergnügt: „Komm Monika, ich zeig

dir etwas!“ Oben auf dem Berg angekommen,

nahm der Vater mich an der

Hand und ging zu dem Platz an der

Hofmauer, wo noch heute die großen

Linden stehen. Er hob mich hoch und

stellte mich vor sich hin auf die Mauer,

damit ich sehen konnte. Mein Vater

hat nie viele Worte gemacht. So wird

er auch in diesem Augenblick nicht viel

gesagt haben. Wir standen da, und der

Vater hat mir die Welt gezeigt. Denn

von unserem heiligen Berg aus kann

man wirklich die ganze Welt sehen.

Man sieht in alle vier Richtungen bis

zum Ende des Horizonts. Ich erinnere

mich ganz tief, wie groß das Staunen

in dem kleinen Mädchen damals war.

Sage mir, welches deine

Lieblingsgeschichten

sind, und ich sage dir,

wer du bist.

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 45


Gesundheit

Mein Vater hat

mir also in

g e w i s s e r

Weise das „Sehen“

geschenkt.

Was hat das

nun mit den Geschichten

zu tun,

die ich hier erzählen

möchte? Um die

Welt, die mir mein

Vater gezeigt hat, noch

genauer anzuschauen,

bin ich weit gereist, nach

Indien im Osten und nach

Amerika im Westen.

Im Süden bin ich bis

Ägypten gekommen

und im Norden bis

zur Küste des Meeres.

Um den einen

Ton, den Gesang

der Erde, besser

zu verstehen,

habe ich spirituelle

Geschichten aus

allen Teilen der Welt

gesammelt. Und da ich

gebeten wurde, hier von

meinem heiligen Berg aus

Geschichten zu erzählen, will

ich das jetzt tun. Nach Jahrzehnten

des Sammelns und Aufbewahrens

will ich diese Ernte meines Lebens

nun verwerten. Denn nur zu sammeln

und zu horten um des Sammelns und

Hortens willen, ist nicht sinnvoll.

Es sind alte Geschichten aus alten

Zeiten, aus den alten Religionen und

viele sind wohlbekannt. Wenn ich also

die alten Geschichten neu erzähle,

dann möge ihnen die Kraft aus der

Vergangenheit innewohnen, während

sie zugleich über die Vernetzung, die

sich aus dem Wissen voneinander ergibt,

etwas Heilsames für die Zukunft

in sich bergen. Für den Einzelnen und

vielleicht auch für die Gemeinschaft.

Hier ein Beispiel dafür, wie man

eine Geschichte „persönlich

nehmen“ und durch ausgiebige

Betrachtung zur Heilung seelischer

Wunden beitragen kann.

Ganesha verliert Kopf und Kragen

Parvati und Shiva hätten eigentlich

In mythischen Geschichten

spiegelt sich das kollektive

Unbewusste der Menschheit wider.

glücklich

sein können. Sie lebten im Götterhimmel

und waren eines der mächtigsten

und berühmtesten Ehepaare an diesem

Ort. Shiva war einzigartig als Gott

der Zerstörung und der Vergänglichkeit.

Er brauchte keine Konkurrenz

zu fürchten. Weder von Brahma, der

für das Erschaffen und Entstehen zuständig

war, noch von Vishnu, der für

Erhalten und Bewahren die Verantwortung

trug. Shiva hatte sogar besonders

viele Anhänger in Indien, und

viele seiner Fans sahen in ihm alle

Aspekte vereinigt. Denn wie sollte irgendein

Ding zerstört werden können,

wenn es nicht zuvor erschaffen und

zumindest für einen Augenblick in der

Existenz gehalten worden wäre?

Shiva war ohne Zweifel der strahlendste

Held des Universums

und somit ohne Unterlass beschäftigt

und ständig unterwegs. Parvati,

seine Gemahlin, die sich innigst

ein Kind von ihm wünschte, hatte es

daher nicht leicht, überhaupt

schwanger zu werden.

Deshalb war sie nicht

ganz so glücklich, wie sie

hätte sein können. Als

Shiva wieder einmal

nicht zu Hause war,

begab sich Parvati

zusammen mit

ihren Freundinnen

ins Badehaus.

Dort ließ sie sich

ihren wunderschönen

Leib über und

über mit Schlamm und

Lehm einreiben und

massieren. Anschließend

formte sie gemeinsam

mit den Freundinnen

aus diesem Lehm den

Körper eines Kindes. Sie

begossen das Baby mit

Wasser von Mutter Ganga

und erweckten es so

zum Leben. Im Götterhimmel

ist schließlich

alles möglich. Parvati

nannte ihren Sohn Ganesha.

Ganesha wuchs heran,

und da Shiva sich seit

Ewigkeiten nicht zu Hause

hatte blicken lassen, waren

Sohn und Vater sich noch nie

begegnet. Parvati hatte niemanden,

der sie beschützte, und

so übernahm Ganesha diese Rolle.

Wenn Parvati badete, und sie badete

gern und oft, dann stellte sich Ganesha

als Wächter vor das Badehaus.

Wenn Parvati schlief, wachte Ganesha

vor der Schlafzimmertür. Eines

Tages – Parvati badete gerade voller

Wonne in Himmelswasser – kehrte

Shiva endlich zurück. Natürlich hatte

er seine Ankunft nicht angekündigt.

Shiva stürmte also sofort zu seiner

Frau und war einen Augenblick verwundert

über den Türwächter, der

es wagte, ihm den Zugang zu seiner

nackten Ehefrau zu verwehren. Ganesha

war ja noch jung und tat sein Bestes,

Parvati zu beschützen. Aber er

hatte gegen den starken Shiva keine

Chance. Shiva schlug ihm kurzerhand

in flammendem Zorn den Kopf ab und

eilte ins Badehaus.

Dort wurde er jedoch nicht gerade

herzlich empfangen. Parvati

war außer sich, als sie sah, dass

Shiva ihren Sohn getötet hatte. Aber

der junge Ganesha war nun einmal

enthauptet, und eine solche Tat konnte

nicht rückgängig gemacht werden.

Das ist nicht einmal den Göttern

möglich. Da befahl Shiva, man möge

46

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Anzeige

ihm den Kopf des ersten Lebewesens

bringen, das daherkam. Shivas Diener

brachten den Kopf eines Elefanten.

Shiva nahm den Elefantenkopf und

setzte ihn dem kopflosen Ganesha

auf den Hals. Er sprach eine mächtige

Heil-Formel, und Ganeshas Leben

war gerettet. Das war die zweite und

die eigentliche Geburt Ganeshas.

Deutung der Geschichte

Wie mag sich Ganesha wohl in seiner

Rolle als Beschützer der Mutter

gefühlt haben? Viel zu jung mit einer

Aufgabe betraut, die seine Kräfte

überstieg. Wie soll ein kleiner Junge

die Mutter vor allen Gefahren schützen?

Was ist eigentlich die größte

aller Gefahren? Ein anderer Mann

etwa? Dann Ganeshas Unvermögen,

diese größte Gefahr für die Mutter zu

bannen. Die Auseinandersetzung mit

einem Mann, der viel stärker ist als

er. Schließlich das große Versagen,

denn Ganesha kann den Mann nicht

daran hindern, zur Mutter vorzudringen.

Er wird von diesem Mann brutal

niedergemetzelt, sogar beinahe getötet.

Zwar kommt Ganesha doch noch

mit dem Leben davon, ist aber entstellt

und muss für den Rest seines

Lebens anders sein als alle anderen

Götter im Hindu-Himmel. Die Mutter

ist nun wieder mit Shiva zusammen

und braucht Ganeshas Schutz nicht

mehr. Ganesha ist allein und zunächst

sehr traurig. Deshalb isst er viele Süßigkeiten

und wird dick davon.

Die Geschichte kann heilsam für

uns sein, wenn wir in unserer Kindheit

körperlich oder emotional von

den Eltern oder einer anderen Person

aus unserem näheren Umfeld

missbraucht wurden. Sei es als lebender

„Schutzschild“ oder als Objekt

der Grausamkeit, des impulsiven

Zorns oder der Gewalt, auch sexueller

Art. Ganesha hat überlebt! Das

ist zunächst das Wichtigste. Weil das

menschliche Leben so kostbar ist. Die

indischen Weisheitslehren besagen,

dass es nichts Kostbareres im ganzen

Universum gibt als das menschliche

Leben! Weil nur Menschen erkenntnisfähig

sind und aus dem ewigen

Kreislauf von Leben und Leiden, Sterben

und Wiedergeborenwerden aussteigen

können.

Der Vater hat zumindest einen

Versuch der Wiedergutmachung erbracht.

Wir können darüber nachdenken,

ob es solche Gesten in der

Gesundheit

krankmachenden Familiensituation

vielleicht auch gab. Shivas Wiedergutmachung

war zwar ebenfalls von

brutaler Art. Er hat einen Elefanten

umbringen lassen. Offenbar fällt dem

Krieger Shiva nichts Besseres ein, als

zu töten. Ganesha lebt, wenn auch

zum Elefantenmenschen entstellt,

und macht das Bestmögliche daraus.

Seine Verletzung verwandelt sich zu

seinem Markenzeichen, zu seiner

einzigartigen Individualität. Er nimmt

seine Wunde an, zeigt sich, so wie er

ist – wird schließlich weise. Am Ende

wächst er immer mehr in seine neue

Rolle als elefantenköpfiger Beschützer

der ganzen Menschheit hinein.

Missbrauchserfahrungen rufen

manchmal eine besonders

starke Neigung zu Suchtverhalten

hervor. Bei Ganesha ist es die

Ess-Sucht. Vielleicht kann die Hinwendung

zu Ganesha als „Patron“

auch hier heilsam sein. Wer Ganesha

mag, kann eine persönliche Beziehung

zu ihm aufbauen, auch wenn es

sich „nur“ um eine Fiktion handelt.

Seit Jahrzehnten werden in der modernen

Seelenheilkunst innere Bilder

und Fiktionen als Instrumente benutzt.

Das Entstehen von inneren Bildern

lässt sich willentlich fördern und

lenken. Wie im Traum werden wir in

die astrale Welt der Bilder und Filme

geführt und können dort neue geistige

Realitäten erzeugen, die sich auf

unsere Gesundheit positiv auswirken.

Woher kommt Ganeshas Beliebtheit?

Vielleicht liegt es

daran, dass sich ein Teil unserer

Seele mit Ganesha und seiner

Geschichte identifiziert. Wer von uns

ist nie vom Vater oder einem anderen

mächtigen Mann, etwa einem Vorgesetzten,

völlig zu Unrecht beschimpft

oder sogar misshandelt worden?

Wem wurden niemals Wunden zugefügt?

Welcher kleine Junge wollte nie

der Beschützer der Mutter sein und

war damit überfordert? ▀

Mit freundlicher Genehmigung des

Nymphenburger Verlags wurde dieser Text

(gekürzt) entnommen aus:

Monika Herz: Geschichten, die Heilen,

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Wurzeln

Die fliegenden

Söhne der

Sonne

Thomas Ritter

Thomas Ritter

48

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Wurzeln

Zwischen den peruanischen Städten

Nazca und Palpa finden sich auf

einem Gebiet von rund 500 Quadratkilometern

riesige Geoglyphen,

besser bekannt als „Nazca-Linien“.

Dazu gehören Dreiecke, trapezförmige

Formationen und bis zu 20 km

lange, schnurgerade Linien. Auch

Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln

und Walen finden sich hier.

Die Schöpfer der Bilder haben das

„Wüstenlack“ genannte, dunkle Gestein

an der Oberfläche entfernt, ein

rostrotes Gemisch aus Eisen- und

Manganoxiden. Dadurch tritt der

sandfarbene und meist weichere Untergrund

offen zu Tage. Die Geoglyphen

sind jedoch nur aus größerer

Höhe zu erkennen, etwa von Flugzeugen

oder Hubschraubern aus.

Die Geschichte ihrer Entdeckung

begann 1924, als erste kommerzielle

Flugzeuge über das Plateau von

Nazca flogen, deren Passagiere die

merkwürdigen Bilder in der Wüste

ausmachten.

Verwirrende Hypothesen

Die mysteriösen Schöpfer dieser Erdzeichnungen

lebten in den Tälern des

Río Názca, Río Pálpa und Río Ingénio.

Die Pyramidenstadt Cahuáchi war ihr

geistig-religiöses Zentrum. Archäologische

Vergleiche der Bilder in der

Pampa mit Motiven auf Keramiken

der Nazca-Periode weisen darauf hin,

dass die Geoglyphen während der Zeit

der Nazca-Kultur (200 v. Chr. – 600 n.

Chr.) entstanden sind. Neuere Forschungen

belegen, dass die ältesten

Figuren bereits etwa zwischen 800

v. Chr. und 200 v. Chr. in der Zeit der

Paracas-Kultur entstanden sein müssen.

Ihre unbekannte Entstehung regte

zu verschiedenen Theorien an. Toribio

Mejia Xesspe setzte sich 1927

als Erster wissenschaftlich mit den

Erdbildern auseinander. Er interpretierte

sie als „große Artefakte der Inkazeremonien“

und deutete die Linien

als religiös-zeremonielle Straßen.

Bekannter wurden sie nach 1949

durch die Arbeit der deutschen Forscherin

Maria Reiche, die ihr Leben

der Erforschung der Nazca-

Linien widmete. Auf Maria

Reiches Initiativen wurden

die Geoglyphen 1994 von der

UNESCO zum "UNESCO-Welterbe"

Weltkulturerbe erklärt.

Reiches Ansatz, einen riesigen

aufgezeichneten Kalender in den

Figuren zu sehen, gilt heute als weitgehend

überholt, hingegen wird eine

Mischung aus agrikultureller, astronomischer

und religiöser Bedeutung

der Linien angenommen. Inzwischen

haben sich gut zwei Dutzend Theorien

herauskristallisiert. Georg von

Breunig sah in den 1980er Jahren

die ganze Hochebene von Nazca als

gigantische Sportarena. Diese Auffassung

vertrat ebenfalls Hoimar von

Ditfurth. Helmut Tributsch von der

FU Berlin meinte, es handele sich

um rituelle Wege, um Wasser herbeizuschaffen.

August Steimann, der

die Geoglyphen in den 1970er Jahren

untersuchte, sah darin Startplätze für

Fesseldrachen.

Die wohl populärste Theorie rund

um die Nazca-Linien hat der

Schweizer Autor Erich von Däniken

aufgestellt. Er geht davon aus,

dass die Nazca-Linien in Form eines

Cargo-Kultes die einstigen Landebahnen

außerirdischer Raumfahrzeuge

nachbilden.

Es lohnt sich in der Tat, einmal

darüber nachzudenken, wie die einstigen

Bewohner Nazcas solche riesigen

Geoglyphen realisieren konnten,

zumal diese vom Boden aus üblicherweise

nicht sichtbar sind. Beredtes

Beispiel dafür ist die Tatsache, dass

beim Bau der Carretera Interamericana

kein Arbeiter, Ingenieur oder

Geometer diese Scharrzeichnungen

überhaupt bemerkte. Ganz im Gegenteil

die Erbauer des Panamerican

Highway radierten mit ihrer Straße

dem Bild einer riesigen Eidechse einfach

die Beine weg.

Konnten sie fliegen?

Wie also konnten die Nazca-Indianer

vor Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden

diese gewaltigen Strukturen

in den Wüstenboden zeichnen? Sie

konnten

fliegen!

Das meinte jedenfalls

der Amerikaner Jim Woodman.

In den siebziger Jahren des letzten

Jahrhunderts versuchte die von ihm

begründete „International Explorers

Society“ mit dem Projekt „Nazca“

diese kühne These zu beweisen. Zunächst

einmal sammelten Woodman

und sein Team alle Zeugnisse und Indizien,

welche belegen konnten, dass

die einstigen Bewohner Nazcas Aeronauten

waren. Auf die Frage, womit

die altperuanischen Indianer geflogen

sind, hatte Woodman eine überraschende

Antwort parat – mit einem

Heißluftballon!

Die Dokumentationsgruppe

Woodmans entdeckte auf altperuanischen

Keramiken Darstellungen,

die an Bilder eines Ballonfluges

erinnerten. Lokale Legenden

im Bereich von Palpa und Nazca bestätigten

ebenfalls frühe Ballonflüge.

Die wichtigste Erkenntnis war aber

die Wiederentdeckung eines südamerikanischen

Flugpioniers namens

Bartolomeo Lourenco de Gusmao. Er

hatte nachweisbar lange vor jenem

historischen Flug der „Montgolfiere“

im Jahr 1783 den Vorschlag zum Bau

eines mit Heißluft gefüllten Ballons

unterbreitet. Bartolomeo Lourenco

de Gusmao erblickte 1685 im brasilianischen

Santos das Licht der Welt.

Sein Vater war Arzt im dortigen Ge-

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 49


Wurzeln

fängnis und übergab den begabten

Sohn Bartolomeo den Jesuitenpatern.

In ihrem Kolleg von Santos erhielt der

Junge eine gründliche Ausbildung.

Santos zählte seinerzeit zu den besten

Bildungseinrichtigen des kolonialen

Amerika. Dort lehrten Jesuiten,

welche vorher als Missionare bis in

die entlegendsten Gegenden Südamerikas

vorgedrungen waren. Von

diesen erfahrenen Männern erhielt

Bartolomeo de Gusmao wohl auch

die Inspiration zum Bau eines Heißluftballons,

wie er im alten Peru einst

in Gebrauch gewesen sein soll. Am 8.

August 1709 wurde Gusmao in Lissabon

vom portugiesischen König empfangen.

Anläßlich dieser Audienz unterbreitete

er dem Monarchen seine

Idee des bemannten Ballonflugs. Sein

verkleinertes Ballonmodell bestand

aus Baumwollstoff, sein Korb aus

geflochtenen Ruten. In diesem Korb

entzündete Gusmao ein Feuer, und

vor dem verblüfften König und seinem

Gefolge stieg der Ballon tatsächlich

auf. Diese Demonstration überzeugte.

Der König genehmigte den Bau eines

Luftschiffes in Origi-

nalgröße

und gewährte d e m

Konstrukteur

dazu

großzügige finanzielle

Mittel.

Darü

b e r

hinaus erhielt Gusmao ein regelrechtes

Patent auf seine Erfindung,

nämlich die Erlaubnis, dass er allein

und niemand sonst ein solches „fliegendes

Schiff“ bauen dürfe. Bereits

im Oktober 1709, nur zwei Monate

nach der erfolgreichen Vorführung

seines Modells, war der eigentliche

Ballon fertig. Gusmao taufte ihn auf

den Namen „La Passarola“, portugiesisch

für „der Sperling“. Mit diesem

„Sperling“ überflog Gusmao dann tatsächlich

mehrfach Lissabon, wobei er

stets eine Strecke von mehr als 1000

Metern zurücklegte. Man nannte ihn

fortan nur noch den „Voador“, den

„fliegenden Mann“. Doch wo nur einer

fliegen darf und alle anderen noch zu

Fuß gehen müssen, waren Neider und

Feinde nicht weit. Durch Verleumdungen

und Intrigen auch von Gusmaos

eigenen Ordensbrüdern wurde er wegen

seiner sündhaft kühnen Gedanken

vor ein Inquisitionstribunal zitiert.

Der Voador wusste, was dies bedeute-

te, und floh ins benachbarte Spanien.

Dort starb er in Toledo als von allen

vergessener Verbannter. Bartolomeo

Lourenco de Gusmao wurde nur 38

Jahre alt.

Auch sein Ballon geriet bald in

Vergessenheit. Er hat eine für

moderne Begriffe sehr merkwürdige

Form und ähnelt am

ehesten einer auf den Kopf gestellten

Pyramide. Zu dieser

Tetraederform erklärten die

von Woodman konsultierten

Ingenieure der Firma Raven

Industries, welche selbst

Heißluftballone fertigte, dass

auch sie anfangs Ballone in dieser

Form gebaut hätten. Gerade

diese Form sei besonders einfach zu

bauen. Dabei wird eine Stoffbahn

spiralförmig zu einem Zylinder

vernäht. Dann nähe

man dessen obere und

untere Öffnung um

90° verdreht zusam-

Condormen, men, was ein Tetra-

eder ergibt. Eine Spitze musste noch

als Feueröffnung abgeschnitten werden.

Fertig war der Nazca-Ballon.

Proben von Nazca-Textilien aus

einzelnen Gräbern von Cahuachi,

der „Hauptstadt“ Nazcas

ergaben, dass sich hier auf einem

Quadratzentimeter 75 x 40 Fasern befanden,

während die Ballonhüllen von

Raven Industries lediglich 65 x 35 Fasern

pro Quadratzentimeter aufwiesen.

Die Nazca-Indianer konnten also

vor 1.500 Jahren wesentlich dichtere

Stoffe herstellen, als heutige Maschinen

zu weben imstande sind. Die

altperuanischen Gewebe waren dabei

keineswegs schwer. Auch ihre Luftdurchlässigkeit

wurde geprüft. Bei

den altindianischen Geweben war die

Luftdurchlässigkeit geringer als bei

Stoffen, aus denen heute Fallschirme

hergestellt werden!

Insgesamt erbrachten die Forschungen

von Woodmans Team den

Nachweis, dass die Nazca-Indianer zu

ihrer Zeit durchaus in der Lage gewesen

sind, einen flugfähigen Heißluftballon

aus Materialien zu bauen, die

ihnen bekannt waren. Dazu bedurften

sie keiner Maschinen.

Condor I

Woodman entschloß sich zum Nachbau

eines solchen Nazca-Ballons im

Stil von Bartolomeo Gusmao. Er wurde

von Raven Industries realisiert. Zu

Ehren des in ganz Peru vergötterten

Königs der Lüfte wurde er auf den

Namen „Condor I“ getauft. Die Gondel

des Ballons hatten Aymara-Indianer

vom Titicacasee aus dem dort vorkommenden,

„Totora“ genannten

Schilfrohr geflochten.

Der fertige Condor I ähnelte einer

auf den Kopf gestellten Pyramide von

25 m Höhe und 25 m Breite. Die Gondel

war 2,5 m lang und 1,5 m hoch. Sie bot

ausreichend Platz für zwei erwachsene

Ballonfahrer. Als Co-Piloten wählte

Woodmann den Briten Julian Nott,

der einige Zeit vor dem Nazca-Experi-

50

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Wurzeln

Söhne der

Sonne

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 51

3000


Kultur

ment im indischen Bhopal mit einem

Ballon bis in eine Höhe von 13.980 m

aufgestiegen war. Die Startfläche für

den Testflug befand sich in der Nähe

von Cahuachi, dem alten Zentrum der

Nazca-Kultur. Hier wurde zunächst

eine Feuergrube ausgehoben. Nach

etlichen Versuchflügen kleinerer Bal-

lons, wie sie in Lateinamerika heute

noch als Kinderspielzeug in Gebrauch

sind, war endlich der lang erwartete

Tag gekommen. Die Helfer entfach-

ten ein Feuer, und Condor I füllte sich

langsam mit heißer Luft. Dann war es

soweit – mit Woodman und Nott in der

Gondel schwebte der Ballon tatsäch-

lich empor und erreichte eine Höhe

von 130 m. Von da aus erblickten die

beiden Ballonfahrer die Nazca-Lini-

en so, wie nach Woodmans Ansicht

auch die Nazca als Projektanten und

Schöpfer ihre riesige Bildergalerie

gesehen hatten.

Der pyramidenförmige Nazca-

Ballon war in der Lage, zwei

Erwachsene in beträchtliche

Höhe emporzutragen, und kehrte si-

cher zur Erde zurück. Kaum waren

die beiden Piloten aus der Gondel

gesprungen, stieg der Ballon von

Neuem auf und schwebte schließlich

in einer Höhe von mehreren hundert

Metern über der Wüste. Erst nach

etlichen Kilometern setzte er in einem

entfernten Gebiet der Pampa

wieder auf. Nach dem erfolgreichen

Abschluß des Experiments wurde der

Ballon in das Luftfahrtmuseum von

Lima gebracht.

Die Ingenieure von Raven Industries

hatten Woodman auf eine besondere

Eigenschaft der Heißluftballone

aufmerksam gemacht, den

sogenannten „Sonneneffekt“. Wenn

ein Ballon wie der Condor I in der geographischen

Breite, auf der die Nazca-

Ebene liegt, eine Höhe von etwa 1.500

m erreicht, dann werden die Sonnenstrahlen

so heiß, dass sie die Abkühlung

der Luft im Ballon ausgleichen.

Er steigt, solange die Sonne scheint,

immer höher und fliegt weiter, bis die

kühlere Nacht hereinbricht.

Woodman schlussfolgerte,

wenn in der Nazca-Wüste ein

schwarzer Ballon aufstiege,

dann würde er in den Augen der alten

Peruaner zur Sonne fliegen, dorthin,

wo das Gestirn seine Tagesreise beendet

– nach Westen, hinaus auf den

Stillen Ozean. Sagen der Ureinwohner

Perus berichten von mächtigen Herr-

schern, den „Söhnen der Sonne“, den

Inka. Manche von ihnen sollen nach

ihrem Tod wieder zur Sonne zurückgekehrt

sein. Zwar waren die Nazca

keine Inka, doch wenn diese bereits

den Ballonflug beherrschten, warum

sollten die Inka nicht auch Ballone

verwendet haben? Die Legenden

von der Heimkehr des verstorbenen

Inka zu seinem „göttlichen Vater, der

Sonne“ inspirierten Woodman zu einer

gewagten These - manche Inka

sind im Ballon bestattet worden! Der

Leichnam des gottgleichen Herrschers

sei in die Gondel eines solchen

schwarzen Heißluftballons gelegt

worden. Dieser sollte die irdischen

Überreste des Inka zurück zur Sonne

tragen. Nachts schwebte der Ballon

auf die Wogen des Pazifik nieder und

versank mit dem toten Inka an Bord

im Meer. Wenn Jim Woodman auch

letztlich diese These nicht beweisen

konnte, so hat er doch mit seinem

kühnen Experiment überzeugend belegt,

dass die Nazca-Indianer nicht

nur zum Himmel emporblickten, sondern

selbst in der Lage waren, sich

zur Sonne und den Sternen zu erheben.

Nicht nur in den Weiten der

Nazca-Wüste, sondern weit finden sich Legenden aus

weltgrauer

Vorzeit, die von fliegenden

Heroen und Kulturbringern berichten.

Forscher wie Erich von Däniken

nehmen einen außerirdischen Hintergrund

dieser frühen Götter an. Doch

möglicherweise beherrschten damals

auch Teile der Menschheit das große

Geheimnis der Luftfahrt. Neben die

seit mehr als 40 Jahren betriebene

Forschung der Prä-Astronautik sollte

flankierend die Erforschung der irdischen

Prä-Aeronautik treten. Spannende

Entdeckungen sind garantiert.


Verwendete Literatur:

- Miroslav Stingl: Auf den Spuren der

ältesten Reiche Perus, 1981, Urania Verlag

Leipzig Jena Berlin

- Jim Woodman: NAZCA - mit dem

Inkaballon zur Sonne, 1977, C. Bertelsmann,

ISBN 3-570-018555

- Maria Reiche: Geheimnis der Wüste -

Mystera of the desert - Secreto de la Pampa,

1968, Selbstverlag

Maria Reiche

- Angelika Neudecker: Archäologische

Forschungen im NAZCA-Gebiet Peru, 1979,

Klaus Renner Verlag, ISBN 3-87673-069-4

52

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


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Kultur

Occupy

Roland Rottenfußer

54

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Kultur

Jede wichtige Revolte spiegelte

sich in Kunst und Kultur wider. Es

kommt, wie in der 68er-Bewegung,

zu einer gegenseitigen Befruchtung

zwischen der politischen Aktion und

ihrem geistigen „Überbau“. Kultur

ist die Seele des Widerstands – gegen

eine ungerechte Wirtschaftsordnung,

Umweltzerstörung und

die lebensfeindliche Ideologie einer

„Welt als Ware“. Ohne Fantasie

und Kreativität beherrschen spröde

Pamphlete den politischen Diskurs.

Occupy, Globalisierungskritik und

neue Protestbewegungen (z.B. in

Afrika und Europa) haben kulturelle

Blüten getrieben, die in den

Medien zu wenig beachtet werden.

Matrix 3000 präsentiert internationale

Protestsänger, subversive

Aktionskunst, Ad-Busting, Guerilla

Gardening und andere aktuelle Phänomene.

Vor dem Brandenburger Tor

in Berlin türmten sich 16.744

Schuhe, ein „Berg aus Trauer“.

Darauf aus Metallgitter der Schriftzug

„UN“. Die Schuhe waren 2010

zum 15. Jahrestag des Massakers

von Srebrenica gesammelt worden.

Schuhe aus Bosnien, viele aus dem

Besitz von Ermordeten. Sie wurden

für ein 8 Meter hohes und 14 Meter

breites Mahnmal gegen die Untätigkeit

der Vereinten Nationen gesammelt:

die Säule der Schande (bisher

ein unvollendetes Projekt). Die Urheber

dieser drastischen Aktion nennen

sich „Zentrum für Politische Schönheit

(ZPS)“. Sie bezeichnen sich als

„Denk-, Gefühls- und Handlungsfabrik

für politische Poesie“ und kümmern

sich „um die Umsetzung des Traums

der Humanität.“ Die Gruppe hat sich

auf eine besondere Form der Aktionskunst

spezialisiert. Weitere Kreationen

der Aktivisten um „Chefunterhändler“

Philipp Ruch waren: Ein Bergwerk der

verlorenen politischen Hoffnungen.

Eine Zeitkapsel, die die Visionslosigkeit

unserer Epoche für die Nachwelt

dokumentieren sollte. Ein Kapuzenmann,

Allegorie der „politischen Melancholie“,

der Angela Merkel vor dem

Kanzleramt auflauerte. Politik und

Schönheit – geht das zusammen? Mit

„politischer Schönheit“ meinen die Initiatoren

nicht etwa das Aussehen des

geschassten Ex-Ministers zu Guttenberg.

Gemeint sind Würde, Integrität

und eine emotionale Anteilnahme, die

dem Anlass entspricht. Viele der Aktionen

des „Zentrums“ wirken originell,

fast clownesk. Die Anlässe sind jedoch

stets ernst. Sehnsucht nach Schönheit

im öffentlichen Raum – damit schlagen

die Künstler eine Saite an, die sonst

selten erklingt.

Kultur schafft

„Unterdrückungsanreize“

Eine demokratische Gesellschaft setzt

eine freie Kultur voraus, die sich so

weit wie möglich unabhängig von Vermarktungsinteressen

entfalten kann.

Freie Kultur gibt dem politischen Widerstand

eine Seele. Umgekehrt versorgt

eine politische Stoßrichtung die

Kultur mit lohnenden Themen und gibt

ihr Rückgrat. „Die Herren pokern, ihre

Welt schneit unsere Herzen langsam

ein. Jetzt kann nur noch die Fantasie

die Sterbenden vom Eis befreien.“ Dies

schrieb der Liedermacher Konstantin

Wecker schon in den 70ern. Aufrichtige

Kultur ist wie Tauwetter für eine

vereiste Seelenlandschaft in einer

Zeit, in der Erstarrte das Geschick der

Welt lenken.

Kultur tat und tut Mächtigen weh

und bietet ihnen immer wieder

„Unterdrückungsanreize“. Das

Urbild des engagierten Künstlers war

der vom Pinochet-Regime ermordete

Liedermacher Victor Jara. Jara bezahlte

in der Pinochet-Diktatur mit

seinem Leben dafür, dass er Liedermacher

war – links,

Kultur schafft

"Unterdrükkungsanreize"

k r i t i s c h ,

immer auf der S e i t e

der Armen und Unterdrückten. Jara

war, wie viele engagierte Künstler

des Landes, Kommunist und Anhänger

von Salvador Allende. An jenem

11. September 1973, dem Tag des

Putsches, liess Pinochet über 4000

Menschen verhaften. Jara traf es am

Tag darauf, als er sich in der Universität,

seinem Arbeitsplatz als Dozent,

aufhielt. Er wurde mit vielen anderen

ins Stadion von Santiago gebracht und

gefoltert. Unter solch bedrückenden

Umständen entstand sein letztes Gedicht:

„Wir sind fünftausend“. Jaras

Peiniger brachen ihm die Hände, damit

er nie mehr würde Gitarre spielen

können. Hämisch riefen sie ihm zu, er

solle doch singen, wenn er ein Sänger

sei. Tatsächlich soll Victor Jara darauf

hin die Hymne der chilenischen

Culture!

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 55


Kultur

Linken angestimmt haben: „Venceremos“

(Wir werden siegen). Er wurde

zusammengeschlagen und bald

darauf mit einem Maschinengewehr

getötet.

Künstler gegen Hosni und Wladimir

Der Arabische Frühling 2011 ist eng

verbunden mit der Person des mutigen

ägyptischen Sängers Ramy Essam.

Essam als einen “Star der ägyptischen

Revolution” zu bezeichnen,

würde die Sache bagatellisieren. Er

hielt im wahrsten Sinne des Wortes

seinen Kopf hin für seine Überzeugung.

Auf einem Video singt er sein

Lied “Irhal” (Hau ab!), in dem deutlich

der Name “Hosni Mubarak” zu verstehen

ist. Vor der Kamera tut der Sänger

auch unzweideutig seine Meinung

kund, zuerst unversehrt, zum Schluss

am Kopf verletzt durch die ägyptischen

Sicherheitskräfte. Einschüchtern

ließ sich der Barde nicht. „Ich

werde nicht aufhören zu singen, bis

Hosni Mubarak gegangen ist.“ Auch

der Fall „Pussy Riot“ in Russland

ist ein Musterbeispiel für Widerstandkultur.

In der Christ-Erlöser-

Kathedrale in Moskau stimmten die

drei Sängerinnen auf dem Altar ein

Punk-Gebet an. Maria, die Mutter

Jesu, solle Wladimir Putin aus dem

Präsidentenpalast vertreiben. Dieses

„Vergehen“ brachte zwei Aktivistinnen

je zwei Jahre Straflager ein. Die Angeklagte

Marija Aljochina sagte vor Gericht,

„dass das Gefängnis Russland

im Miniaturmaßstab ist.“

Beim “Eurovision Song Contest”

in Baku wurde (wie bei Sport-

Großveranstaltungen) eine

heile Welt erschaffen, während die

sozialen Probleme im Land und die

Menschenrechtsverletzungen durch

das Regime des Aserbaidschanischen

Präsidenten Ilham Aliyev verdrängt

wurden. Das bitter arme Land, in

dem oppositionelle Journalisten im

Gefängnis sitzen, hatte noch genug

Geld, um für das Festival 2012 einen

luxuriösen Schnulzen-Palast hochzuziehen.

Dafür wurden die Häuser einfacher

Leute einfach abgerissen. Zu

den Regime-Opfern gehörte auch der

kritische Liedermacher Jamal Ali. Der

Sänger trat vor dem Song Contest bei

einer kritischen Gegenveranstaltung,

„Sing For Democracy“, auf. Er wurde

festgenommen und verprügelt, wurde

ausgewiesen und floh nach Deutschland.

Im Interview wurde Jamal Ali

gefragt, warum sich nicht mehr seiner

Landleute gegen die Unterdrückung

wehrten. Er antwortete: „Diese Leute

leben in meinem Land. Sie schauen

nur Fernsehen, und das ist dann alles,

was sie wissen. Das Fernsehen ist Gehirnwäsche.“

Geistige Medien-Verwahrlosung

Das gilt leider nicht nur für Länder der

ehemaligen Sowjetunion. Italien ist ein

Negativbeispiel dafür, wie eine unheilige

Allianz aus politischer Herrschaft

und Medienverdummung zu einer

sehr breiten geistigen Verwahrlosung

führen kann. Wer im Durchschauen

von Manipulation nicht geschult

ist und nicht

b e w u s s t

n a c h

"Die Diktatur ist

noch nicht ganz

ausgereift, sie übt

noch."

Konstantin Wecker

a l t e r -

nativer Kultur

sucht, der

hat unter dem Dauerbeschuss des

Dümmlichen kaum mehr die Chance

etwas anderes zu denken als das,

was er denken soll. Der sizilianische

Liedermacher Pippo Pollina bekam

das zu spüren, als er – in der Schweiz

schon sehr bekannt – versuchte, in

seiner Heimat als Künstler Fuß zu

fassen. Die Musikszene war innerhalb

weniger Jahre von den Berlusconi-Medien

und vom seichten San-

Remo-Festival im Niveau nachhaltig

gedrückt worden. Pollina konzentriert

sich seither auf den deutschsprachigen

Raum und fühlt sich als kritischer

Künstler dort geradezu im Exil.

Sein Biograf schreibt: „Auf Sizilien

und in ganz Italien fehlte jegliche

Basis für eine Besserung.

Im Grunde war Italien zu dem geworden,

was er am meisten gefürchtet

hatte. In nur zwei Jahrzehnten hatte

die Macht das intellektuelle Niveau

der Bevölkerung in strategischer

Manier gesenkt. Damit war das Land

manipulierbarer geworden.“ Diese

Beschreibung spricht für Deutschland

eine deutliche Warnung aus. Die Verhältnisse

hier sind von denen Berlusconi-Italiens

nicht wesensverschieden.

Eher scheint es, als ob uns das

Land jenseits der Alpen nur ein paar

Schritte voraus wäre. Man kann zusammenfassen:

Würde Kultur nichts

bewirken, ergäbe es gar keinen Sinn,

dass Machthaber oft äußerst gereizt

auf sie reagieren. Und dass sie auch

in den vergleichsweise freien Ländern

Europas versuchen, sie zu kontrollieren.

Spaß-Guerilleros und Ad-Busters

Noch bis vor kurzem galt missmutige

Erbitterung als Grundausstattung

jedes politisch Rebellierenden. Im

Juni 2007, beim Gipfel in Heiligendamm,

trat dagegen eine „Clowns-

Armee“ auf, die sich selbst auch

als „Spaß-Guerilla“ bezeichnete.

Die Guerilleros begaben sich mit

Perücken, roten Nasen und Wasserspritzen

vor die Frontlinien der

hochgerüsteten Polizei – mit dem

erklärten Ziel, zur Entspannung

der beiderseits aufgeheizten Lage

beizutragen. Vieles spricht dafür,

dass die Rechnung aufgegangen ist.

Die Staatsmacht fürchtete Presse-

bilder von Polizisten, die brutal auf

Clowns eindreschen. „Rebel ning“ soll erstmals 2003 bei einem

Clow-

Besuch von US-Präsident Bush in

Großbritannien als Widerstandsform

zum Einsatz gekommen sein. Die

Clowns parodierten damals u.a. die

zackigen Aufmärsche und das steife

Herumstehen der Polizisten.

Spätestens durch Naomi Kleins

Buch „No Logo“ wurde auch die

subversive Praxis des „Culture-

Jammings“ bekannt. Damit ist zum

Beispiel der Versuch gemeint, Anzeigen

so zu übermalen und zu verfremden,

dass die ursprüngliche Werbebotschaft

in ihr Gegenteil verkehrt

wird. Die Technik wurde auch als

„Adbusting“ bezeichnet. Schreibt man

z.B. das Wort „Kolonialismus“ mit den

bekannten Schriftzügen von „Coca

Cola“, oder übermalt man ein Werbeplakat

von Marlboro mit dem Slogan

„Cancer-Country“, so werden die auf-

56

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Kultur

wändigen

Werbekampagnen

der Großkonzerne mit ihren eigenen

Waffen geschlagen. „Culture-Jamming

lehnt die Auffassung rundweg

ab, dass die einseitige Information des

Marketings passiv akzeptiert werden

muss, nur weil es sich in unseren öffentlichen

Räume einkauft“, fasst die

Chronistin des Widerstands, Naomi

Klein, zusammen. Neu an dieser Strategie

ist der Einsatz von Humor und

Parodie, um auf ein eigentlich ernstes

Thema hinzuweisen. Jeder Totalitarismus

– also auch der Anspruch der

Konzerne auf totale Präsenz ihrer

Vermarktungsbotschaften im öffentlichen

Raum – zeigt sich verwundbar,

sobald man sein komisches Potenzial

zutage fördert.

Widerstand „durch die Blume“

Neben dem Witz kann auch die Schönheit

als Protest und Gegengewicht zu

einer gleichgeschalteten, „grauen“

Welt eingesetzt werden. Pflanzen z.B.

sind ein ideales Accessoire für Proteste.

„Guerilla Gardening“ ist eine Bewegung,

die in den letzten Jahren in

den USA, Großbritannien, Frankreich,

Japan und Deutschland einen großen

Aufschwung erlebt hat. Es geht dabei

einerseits um die Verschönerung

hässlicher, brach liegender Grundstücke

und Verkehrsinseln. Andererseits

protestieren die Aktivisten so

gegen die Vereinahmung des öffentlichen

Raums durch staatliche und

öffentliche Interessen. Zum Guerilla

Gardening gehören heimliche Pflanzaktionen

(z.B. nachts). Aber auch

„Saatbomben“ sind üblich, Pakete aus

Saatgut,

Düngemittel

und Erde, die über

den Zaun auf freie Flächen geworfen

werden. Besonders „frech“ ist es natürlich,

Bäume vor Werbeplakate zu

pflanzen, denn dies greift die heimlichen

Machhaber an: die Konzerne und

ihre kommerziellen Interessen. Auch

der Götze „Privateigentum an Grundbesitz“

wird vom Sockel gestürzt. Die

Behörden reagieren unterschiedlich:

Von Geldstrafen (in den USA) bis zu

augenzwinkernder Duldung (Paris)

reicht die Palette. Die Taktik der

Guerilleros ist jedenfalls geschickt.

Da fast jeder Blumen mag, kann die

Staatsmacht leicht als bierernst und

lebensfeindlich entlarvt werden, sollte

sie es wagen, Gepflanztes wieder

auszureißen.

Ein Schmuckstück der neuen

Protestkultur stammt ausgerechnet

von einem „Klassiker“

des Genres: Kontantin Wecker. Der

verfasste nach einem Slogan des inzwischen

verstorbenen französischen

Autors Stéphane Hessel sein Protestlied

„Empört euch!“ Das singt er seither

ohne Gage bei Demonstrationen

auf den Straßen und Plätzen. „Die

Menschenwürde hieß es, wäre unantastbar.

Jetzt steht sie unter Finanzierungsvorbehalt“,

heißt es im Text.

Und bedrohlich: „Die Diktatur ist nicht

ganz ausgereift, sie übt noch. Wer ihren

Atem spürt, duckt sich schon präventiv“.

Als wolle sie die Befürchtungen

des Sängers bestätigen, verbot die

Frankfurter

Stadtverwaltung

bei den Bloccupy-

Tagen 2012 in Frankfurt einen Auftritt

des Sängers. Da keine Soundanlage

erlaubt war, sang Wecker das Lied

kurzerhand durchs Megafon – vor

einem durch die Verbotspolitik der

Stadt schon reichlich ausgedünnten

Publikum. Richtig so! „Man muss sich

wehren so lang man kann.“ (Wecker) ▀

Buch- und Medientipps:

• Zentrum für politische Schönheit:

www.politicalbeauty.de/center/Zentrum_

fur_Politische_Schonheit.html

• Musikvideo mit Victor Jara:

www.youtube.com/watch?v=en8yqVxuT-U

• Ramy Essam: „Irhal“:

www.youtube.com/watch?v=-rEKmTBKiBM

• Video zur Situation in Aserbaidschan und

Jamal Ali:

www.youtube.com/watch?v=iqD74h_UpC8

• Pippo Pollina: Über die Grenzen trägt uns

ein Lied, Rombach-Verlag, 280 S., 28 €

• Naomi Klein: No Logo, Riemann Verlag,

512 S., nur noch gebraucht erhältlich

• Richard Reynolds: Guerilla Gardening. Ein

botanisches Manifest, Orange Press, 269 S.,

20 €

• David Graeber: Inside Occupy, Campus

Verlag, 100 S. 14,99 €

• Konstantin Wecker: Wut und Zärtlichkeit,

CD, Sturm & Klang, 11,99 €,

Wut und Zärtlichkeit live, Doppel-CD, Sturm

& Klang, 14,99 €

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 57


Spiritualität

Platons

Einweihung in

Ägypten

Franz Spunda

58 MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Franz Spunda war ein bekannter eosterischer Schriftsteller

und ein profunder Kenner der altgriechischen

und altägyptischen Mysterien. 50 Jahre nach seinem Tod

veröffentlicht ein Verlag erstmalig seine Romandichtung

„Platon“ in zwei Bänden. Im ersten Band zeichnet Spunda

literarisch u.a. die Legende nach, gemäß der Platon als

junger Mann Ägypten bereiste, wo er auf eine ungewöhnliche

Weise in die spirituellen Mysterien eingeweiht wurde.

Diesbezüglich im Folgenden zwei Auszüge aus diesem

Band. R.L.

Das ägyptische Totenbuch

Die Antworten auf viele Fragen wurden Platon zuteil, als

endlich der Tag kam, an dem ihm Ti die ersten Rollen des

Totenbuchs übersetzte und erklärte:

Der Tote ist vermauert in seiner Steinkammer, in der

Wohnung der Ewigkeit, als Mumie fest von duftenden Bändern

umschnürt. Seine Seele, starr vor Entsetzen über den

Tod, klammert sich an den erkalteten Leib. Erst allmählich

wird sie sich dessen inne, dass sie von ihm gelöst ein unabhängiges

Eigenwesen ist, das aber noch etwas Körperähnliches

an sich hat, das sie niederdrückt, einen feinstofflichen

Scheinleib. Sie möchte um Hilfe rufen, hat aber keine Stimme;

sie möchte sehen, aber ein dichter Nebel liegt zwischen

ihr und der Erdenwelt. Sie fasst Mut und schwebt heraus aus

der Totenkammer; von Angst und Schrecken gepeinigt, will

sie zu den Menschen zurück. Da tauchen ähnliche Wesen

wie sie aus dem Dunkel, Larven, einzelne Glieder. Die einen

sind dichter und wälzen sich schwerfällig wie Klumpen über

die Erde, andere sind grau und formlos, zerfließende Schatten;

andere wiederum glänzen, leuchten und erlöschen wie

zuckende Flammen. Die neue Seele erkennt Gesichter von

längst Gestorbenen, die sich neugierig zu ihr neigen. Meist

sind es aber Unbekannte. Alle Leidenschaften des Lebens

sprechen aus ihren Zügen, eklige Fratzen bedrängen sie wie

schwirrende Fledermäuse, Hass und Wut branden auf sie

ein. Das ist das Reich Amenti, der Abgrund der

Schatten.“

„Wir sind die Verschworenen der Finsternis,

wir öffnen den Abgrund. Du bist

unser, du entgehst uns nicht!“, flüstert

es zischelnd der taumelnden Seele zu.

Ein Windstoß braust heran und wirbelt

alle Seelen in den Kegel der Finsternis,

in den Schatten, den die Erde hinter

sich wirft. Betäubt von Entsetzen sausen

sie in die tödliche Leere. In ihrer

Angst klammern sie sich aneinander,

aber Wut reißt sie wieder auseinander,

und sie toben wie reißende Tiere

wider einander. Um dem Grauen

zu entgehen, reißt sich eine Seele

nach der anderen mit höchster

Anstrengung von dem Ort des

Unheils los. Sie flüchtet auf die

Erde in die Totenkammer ihres

begrabenen Leibes zurück. Da

gewahrt sie plötzlich vor sich

eine leuchtende Gestalt: Ein

goldenes Zepter in der Hand,

"Erst allmählich wird sich

die Seele inne, dass sie ein

vom Körper unabhängiges

Eigenwesen ist."

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 59

3000


Spiritualität

auf dem Haupt ein Flügelhelm.

Es ist Thot, der Seelenführer. Mit

seinem Stab, den zwei Schlangen

umwinden, berührt er die Seele, die

dadurch Sehkraft und Sprache wiedergewinnt.

Nun sieht sie Schwärme

von Seelen, die es wie sie nach oben

zu einem unnennbaren Licht zieht.

Da kommt ihr das Bewusstsein wieder

und sie jubelt:

„Ich bin nicht zur Finsternis verdammt,

bin eine lebende Seele, bin

ein Teil des Osiris!“

„Um dich an alles besser erinnern

zu können, steige mit mir hinauf in

höheres Leuchten!“, klingt der Anruf

von oben.

„Wehe, ich kann nicht! Zu schwer ist

die Last meines früheren Lebens! Ich bin gefangen in meinem

eigenen Schatten.“

„Nein, du bist göttlich wie ich! Fasse Mut! Du musst dich

von deinem sterblichen Schatten trennen!“

Ein Wall von neuen Schrecken hemmt ihren Flug: Die

Hüter der Schwelle stellen sich ihr entgegen und drohen

mit Phantomen der Angst. Anubis, der Gott mit

dem Schakalkopf, hetzt die Seelen wie Hunde auf ihrem

Weg. Schon drohen die Geängstigten zu erliegen, da erscheint

Thot, der ihnen mit dem blitzenden Stab einen Weg

bahnt durch das wirbelnde Chaos. Nun sind sie außerhalb

der Anziehungskraft der Erde. Riesig; wie ein goldener Gott,

steigt die Sonne über die Schlünde des Abgrunds.

„Ammon-Râ“, erklärt der himmlische Führer. „Zittere

nicht und blicke voll Zuversicht in die strahlende Scheibe!

Auf ihr werden die sieben Götter erscheinen, die Worte des

Einigen Gottes. Wenn du ihren Glanz erträgst, wirst du zum

Richter deiner selbst werden.“

Zwei Tage und Nächte lauschte Platon diesen überirdischen

Offenbarungen, zu denen Ti alle gewünschten Erklärungen

gab. Platon glaubte, damit schon die höchste

Stufe der Erkenntnis erklommen zu. haben, als er erfuhr,

dass jetzt erst der wichtigste Teil des Totenbuches folgt,

das Gericht und der zweite Tod. Diese Rolle enthielt mehr

Bilder als Schriftzeichen; es musste also alles aus der Bildersprache

übersetzt werden. Der Ort des Gerichts ist der

Saal der Wahrheit. Osiris als Richter sitzt auf einem Thron,

Zepter und Geißel in der Hand. Thot vor ihm hält die Tafeln

in der Hand, die geheimen Archive der Götter, auf denen

alle Handlungen, Wünsche und Gedanken des Menschen

während seiner Erdenzeit aufgezeichnet sind. Darüber

schweben die Geister Shai und Ranin, Schicksal und Glück.

Nun legt Thot auf die eine Waagschale das Herz des

Menschen, auf die andere die Statue der Wahrheit.

Das Herz also selber bestimmt sein künftiges

Schicksal. Ist es im Bösen verhärtet, ist ihm jeder Sinn für

die Wahrheit abhanden gekommen, hat es alle Erinnerung

an seine göttliche Herkunft verloren, so spricht es dadurch

sich selbst sein Urteil der Vernichtung: Sein Bewusstsein

erlischt und zerstiebt in die Elemente. Lebt aber in ihm die

Sehnsucht nach dem Guten weiter, doch überdeckt von Lüsten

und Leidenschaften, so verurteilt

sich das Herz zu einer neuen

Wiederverkörperung in einen irdischen

Leib. Dasjenige aber, dessen

Liebe zur Wahrheit und zum

Guten alle niederen Triebe besiegt

hat, ist reif zu einer weiteren

himmlischen Reise. Alles Unreine

und Dunkle an ihr fällt herab in

das Amenti; das Reine, Unsterbliche

wird von Thot in eine höhere

Sphaira geführt.

Mit dem Kreuzring in der Hand

gibt er den um sich versammelten

Seelen das Zeichen zum Aufbruch.

Sie steigen, sie strahlen, sie

erschauen immer reinere, höhere

Welten. Die Sonne, die Erde und die

Planeten sind hinter ihnen verschwunden, nur die Urbilder

der Welt umgeben sie jetzt. Geblendet von den immer schöner

funkelnden Strömen des Lichtes ruft die Seele aus: „Ich

trete heraus aus der kreisenden Mannigfaltigkeit und beginne

von Neuem mein Sein!“ Jedes dieser Worte wird zum

Licht. Die Lichter ringsherum schwellen zu zauberischen

Tönen an, und die Seele jubelt: „Der 'Himmel öffnet sich,

wenn der neue Gott hervortritt.“

Das Steigen, Jubilieren und Singen will kein Ende nehmen.

Da wird plötzlich ein weiß strahlender Punkt sichtbar,

von dem vier Lichtstrahlen ausgehen, wie um den ganzen

Raum zu umarmen. Und Thot erklärt: „Der goldene Lichtstrom

kommt von Osiris, dem reinen Geist, der himmelblaue

von Isis, der Liebe, der purpurne von Ammon-Râ, dem

Leben, der smaragdgrüne von Nephtis, dem Stoff, aus dem

alles Seiende gebildet ist.“

In der geheimen

Tempelweihestätte von Philai

Das Heiligtum, das sie am Abend betreten durften, zeigte

in seiner Mitte eine stehende Isis von Menschengröße. Ein

hauchdünner, blausilberner Schleier umfloss die Gestalt,

dass ungefähr ihre Umrisse in dem Dämmerlicht zu erkennen

waren. Es kam Platon vor, als ob die Gestalt lebte.

Hat sich da nicht unmerklich ihre Hand bewegt oder hat ein

Lufthauch den Schleier gestreift? Als er einen Schritt näher

zu Ti trat, um ihn darauf aufmerksam zu machen, sah er die

Augen der Göttin gerade auf sich gerichtet. Das waren Nepher-Hoteps

Augensterne! Doch diese stand, zwei Schritte

von ihm entfernt, an der Seite ihres Gemahls.

Platons Augen drangen stechend durch den Schleier

und tasteten die Gestalt ab. Ja, das war sie selbst,

Nepher-Hotep in göttlicher Nacktheit! Und doch

stand sie in gleicher Leibhaftigkeit neben ihm! War er denn

irrsinnig geworden? Welche der beiden Gestalten war die

richtige? Oder geschieht es in diesem Zauberland, dass ein

Wesen sich verdoppeln kann? Vor seinen Augen stiegen

die beiden Kolossalstatuen des Pharao von Thebe auf, die

er erst unlängst bestaunt hatte. Welch ein Rätsel steckt da

dahinter? Was ist der Ka? Warum gab ihm Ti darüber keine

erschöpfende Auskunft? Wusste er davon vielleicht selber

nichts?

60

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Spiritualität

Da erwachte in ihm der Trotz seiner Knabenjahre. ‚Wie,

man wagt es, mit mir ein Spiel zu treiben? Fort mit allem

Gaukelwerk! Was hindert mich, den Schleier zu lüften?

Man hat mich bisher wie an einem Gängelband durch ein

Märchenland geführt. Ich bin ihm entwachsen in der Kraft

des eigenen Bewusstseins!‘ Platon tat entschlossen einen

Schritt nach vorwärts — da fiel ihm Ti in den Arm und riss

ihm zurück.

„Du bist des Todes, wenn du noch einen Schritt machst!“,

zischelte er ihm zu. Doch Platon wollte ihn heftig zurückstoßen,

als Nepher-Hotep seine Hand fasste und ihn mit sanfter

Gewalt mit sich ins Freie zog. Ihre Berührung brannte

wie Feuer auf seiner Haut.

„Bei allen Göttern!“, keuchte er. „Was war das? Wie ging

das zu, dass du zweimal da bist - einmal als lebendes Götterbild

und dann hier bei mir? Sprich endlich, was ist da verborgen?“

„Du fieberst, Freund“, sagte sie mild. „Es weht schon kalt

von unten herauf, und du bist erhitzt. Wir wollen zurück zu

den Schiffen.“ Ti prüfte seinen Puls und sprach: „Schüttelfrost.

Du hattest es wohl schon lange in dir, und jetzt ist es

zum Ausbruch gekommen.“

Platon glaubte es jetzt

selber. Seine Schläfen

dröhnten, die Kehle

dorrte, über den Rücken

floss ein eisiger Strom. Als

er im Schiff auf ein Lager

gebettet wurde, erschien der

Tempelarzt. Ti und Nepher-

Hotep flüsterten mit ihm, bevor

er an das Lager des Kranken

trat. Der Arzt prüfte zuerst

den Atem und den Puls der

Schlagadern, ohne ein Wort

zu reden. Dann mischte er einen

Trank und gab ihn dem

Fremden zu trinken. Als dieser

seine Hand nach dem Becher

ausstreckte, gewahrte er beim

Schein der Ampeln oberhalb

des Gelenkes die Haut gerötet,

einen Abdruck von Fingern. An

dieser Stelle hatte ihn die Frau

berührt. Platon zeigte dem

Arzt die gerötete Stelle. Dieser nickte, als ob er alles selbstverständlich

fände. Dann sagte er:

„Du musst tief schlafen und lange. Die gute Mutter Isis

wird dich heilen.“ Dann machte er mit der Hand einige Striche

von der Stirn bis zum Nabel des Kranken, wobei er den

Atem tief in sich einsog und nach einer Ruhepause wieder

langsam von sich ließ. Platon spürte, wie seine Lider schwer

wurden, er wollte nach Melas rufen, aber schon senkte sich

schwere Finsternis auf ihn.

Als er wieder zu Bewusstsein kam, war seine erste

Wahrnehmung, dass das Schiff durch die Wellen jagte.

Man fuhr also bereits zurück.

Du hast drei Tage und Nächte geschlafen“, sagte Ti an

seiner Seite. „Du wirst wohl noch einige Müdigkeit verspüren,

aber das Fieber ist gebannt. Wenn wir nach Hause

kommen, wirst du völlig genesen sein.“

Platon nahm es als gerechte Strafe der Götter dafür hin,

dass er das ihm gesetzte Maß überschritten hatte. Soweit

es sich um Maße des Begrifflichen handelte, war jede Belehrung,

die er hier erhalten hatten, ein Gewinn gewesen.

— ‚Aber du hast an Kräfte des Jenseits gerührt, die den

Hellenen nicht offenbart sind; daher ist jedes Eindringen

in ihren Bereich ein Frevel. Vielleicht hättest du dich ihnen

nähern dürfen, wenn du dich in jahrelanger Bemühung um

sie vorbereitet hättest. Aber du bist unberufen mitten in sie

eingedrungen und hast ihre heilige Taxis gestört.‘

Platons Wunsch nach Einweihung

Die Tage der Verzagtheit währten nicht lange, und allmählich

war sein Wissensdrang wieder erwacht. Und er ermahnte

sich: ‚Du musst alles aufs Neue beginnen. Jetzt, wo

du weißt, worum es geht, musst du mit Geduld und reiner

Hingabe alles wiederholen.‘

Platon äußerte ähnliche Gedanken seinem Gastfreund

und bat ihn, es durch seinen Einfluss zu erwirken, dass

er in Abydos alle Grade der Einweihung mitmachen dürfe,

als Neophytes, der sich in der

Tempelschule unter Aufsicht

besonderer Priester

allen Prüfungen der verschiedenen

Grade unterzieht.

„Wie, du willst die

Weihen empfangen?“,

wunderte sich Ti. „Weißt

du nicht, dass du durch

die richtige Erkenntnis

der großen Geheimnisse

schon längst ein Eingeweihter

des obersten

Grades geworden bist?

Du hast alle Prüfungen

bestanden — von der

schwersten bist du soeben

genesen. Nicht der blinde

Zufall hat dich durch die

Heiligtümer Kems geführt,

sondern ein weiser Plan,

wie er von den Priestern

der Pyramide für dich ausgearbeitet

wurde. Die meisten Fremden scheitern schon

beim Sphynx. Du bist seit Menschengedenken der erste

Fremde, der bis zur liebenden Mutter von Philai vorgedrungen

ist. Bis zur Schwelle, die nur der überschreiten darf, der

auch schon leiblich ein Horus geworden ist.“ ▀

"Du hast alle Prüfungen

bestanden - von der schwersten

bist du soeben genesen"

Franz Spunda (1890 - 1963) studierte Romanistik, Kunstgeschichte,

Philosophie und Germanistik in München, Wien und Berlin. 1913

promovierte er. Er wurde durch Papus und Gustav Meyrink inspiriert,

die er auch persönlich kennenlernte. Neben seiner Berufstätigkeit

als Gymnasialprofessor in Wien unternahm er ausgedehnte Reisen

nach Griechenland und dem Orient und verfasste zahlreiche

spirituelle Romane. Zuletzt erschien im vergangenen Jahr als

Erstveröffentlichung sein zweibändiger Roman "Platon" - Band I:

Jugend und Wanderjahre, Band II: Philosoph und Weltenlehrer.

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 61


Spiritualität

Die Kundalini-Kraft

Über die

Erkenntnismeditation

Der Unterschied zwischen christlicher Meditation und östlichem Yoga • Über das Licht

am Ende unseres irdischen Lebens und warum es gute Gründe gibt, sich nicht mit

diesem zu verbinden

Valentin Tomberg

62

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Spiritualität

Das Schema, nach dem wir diese Meditation verstehen

können, kann so dargestellt werden: Das Ich hat eine

Frage, die möglichst hoch gestellt wird. Die Frage muss

aufsteigen, der Mensch bringt von sich aus immer höhere und

höhere Energie auf, um die Frage nach oben sich bewegen

zu lassen. Da begegnet sie bestimmten Wesen der geistigen

Hierarchien, und dann kehrt diese Frage gesättigt mit dem

inneren Hereinstrahlen der hierarchischen Wesenheit zurück

in die menschliche Wesenheit; da leuchtet sie als Erkenntnis

auf! Der Mensch hat etwas begriffen.

Der Mensch kann sich damit begnügen, er kann aber auch

weiter gehen in dem Sinne, dass er nicht nur beim Verstehen

der Antwort auf die Frage stehen bleibt, sondern dass er auch

Wert und Inhalt der Frage und Antwort voll erleben wird. Dann

steigt der Strom in die Tiefen des Unterbewusstseins eines

Menschen, und zurück kommen das Gefühl und der Wille des

Gedankens, der so erkannt wurde. Der Weg zur Vertiefung besteht

darin, dass der Mensch immer höhere Fragen stellt, immer

höhere Antworten bekommt. Dann erreicht die Frage das

Fühlen und Wollen des Menschen.Der Geist neigt sich somit

nach unten, man kann sagen, durch die Meditation wird der

Geist schwerer, die Seele wird durch die Meditation innerlich

leuchtend. Indem der Geist die Seele durchdringt, lernt die

Seele seelisch den Geist zu atmen; und indem die Seele den

Geist einatmet, wird sie leuchtend, sie erweitert sich; und

indem sie den Geist ausatmet, veredelt sie den Leib. Denn

das Ausgeatmete der Seele geht in den Leib, Ein neues Verhältnis

zwischen Geist, Seele und Leib wird auf dem Wege

der Meditation angestrebt und erreicht. Der Geist nähert sich

dem Menschen. Er neigt sich, die Seele erweitert sich, der

Leib wird durchseelt. Das ist seine innere Reinigung.

Die Harmonisierung von Leib, Seele und Geist

Im Osten, im Orient kennt man das Prinzip der Herstellung

des Gleichgewichts zwischen Geist, Seele und Leib. Die

übermenschliche Ruhe, die von einem Buddha ausgeht, sind

Ausdrücke der tatsächlichen Erkenntnis, wie man Harmonie

herstellt. Nun kann aber in der Gegenwart, nachdem der

Christusimpuls in die Menschheit eingeschlagen ist, kein

Mensch diese Ruhe, dieses Glück innerlich empfinden, solange

die menschlichen Ereignisse um ihn herum soviel Leid

in sich tragen und soviel Leid verursachen. Darum ist das

Prinzip der inneren Harmonie, welches in der nach-christlichen

Zeit angestrebt wird, ein anderes. Es unterscheidet

sich vom orientalischen. Während es sich im Orientalischen

darum handelt, dass der Leib und die Seele zum Schweigen

kommen und nur der Geist spricht, spricht bei uns die Seele

mit dem Geist zusammen, unisono, und der Leib gibt sich

diesem Sprechen hin, damit es in die Welt getragen wird.

Seele und Geist sprechen frei miteinander, und der Leib folgt

aus freiem Willen dem Strom, der aus dem Geist kommt.

Der indische Yoga im Verhältnis zur christlich-rosenkreuzerischen

Methode

Wir sprachen über das Wesen und die Wirkungen der Meditation,

und zwar von dem Gesichtspunkt aus, dass wir in der

meditativen Arbeit das Prinzip der Fußwaschung erblicken.

Durch die Meditation bewirkt der von oben nach unten gerichtete

Strom die innere Reinigung des Menschen.

Das indische Vollkommenheitsideal: Wenn wir unser

Augenmerk auf den Osten lenken, so finden wir da Menschen,

die vom alltäglichen Standpunkt aus vollkommen

sind. Dieser Zustand der höchsten Vollkommenheit, der

Mahatma-Zustand, welcher in Indien von einzelnen Persönlichkeiten

erlangt wird, wird erreicht auf dem Wege des

Yoga. Versuchen wir, uns ein Bild zu machen vom Wesen

des indischen Yoga! Im indischen Yoga handelt es sich im

Wesentlichen darum, dass im Unterbewusstsein des Menschen

eine Kraft schlummert, die „Schlangenfeuer" oder

„Kundalinifeuer" genannt wird. Diese schlummernde Kraft

soll geweckt werden. Ist sie geweckt, so wird sie nach oben

in das Bewusstsein und Überbewusstsein des Menschen

geleitet, so dass ein Strom geschaffen wird, der aus der

Gegend des Unterleibes kommt und bis zur Schädelhöhe

hinaufsteigt, um von dort aus in die Welt zu entweichen.

Dies ist ein Zustand der Ekstase, wo die Seele sich zu den

höchsten Höhen des Göttlichen erhebt und der Mensch zu

einem Mahatma wird. Das Schema zeigt diesen Vorgang: Die

schlummernde Feuerkraft wird geweckt, steigt in schlangenförmigen

Bewegungen nach oben und verlässt dann den

Körper. Daraus ergeben sich Erfahrungen, welche zu dem

indischen Okkultismus gehören.

Die Versuchung in der Weltenmitternacht

Was aber anschließend geschieht, ist folgendes: Je höher

dieses Herhausgestoßene, nach oben steigt, desto tiefer fällt

es später gleichsam als Regen. Der Impuls, der in diesem

Yoga steckt, ist nicht so einfach, dass man sagen könnte: der

Mensch will nur befreit werden aus diesem Jammertal des

Lebens. Das will er wohl, aber es ist nicht das Wesentliche.

Versuchen wir zu verstehen, was in Wirklichkeit an inneren

Motiven hinter dem Yogastreben steht.

Wenn der Mensch im Zustand nach dem Tode durch

die Weltenmitternacht gegangen ist, wenn er also

die Mitte des Weges, den die Seele nach dem Tode

durchzumachen hat, passiert hat, dann steht der Mensch vor

der Möglichkeit einer bestimmten Versuchung. Sie besteht

darin, dass er sich sagt: ich lebe im Geistigen, das geistige

Licht umgibt mich. Es wäre möglich, alles, was ich in mir

trage, diesem geistigen Lichte einzuverleiben, mit ihm zu

vereinigen, so dass alles Unvollkommene in mir in Vollkommenheit

verwandelt werden könnte. Das ist die luziferische

Versuchung. Sie bedeutet innerlich eine Absage an die gesamte

weitere Entwicklung der Menschheit. Die Versuchung

kann so groß sein, dass eine Menschenseele ihr nicht widerstreben

kann. Darum wird diese Versuchung von den Göttern

verdeckt. Sie ist aber doch in der Welt wirksam vorhanden.

Das Versucherische besteht nicht darin, dass dem Menschen

etwa eine Möglichkeit der Herrschaft, der Verwirklichung

böser Absichten, des Egoismus im Sinne der Welt geboten

werde, nein, ihm wird die Möglichkeit geboten, heilig und

rein zu bleiben. Und alles, was im Menschen vollkommen ist,

kann in der geistigen Welt zum Reinen und Heiligen werden.

Aber die vielen Anlagen, die in der Menschennatur noch vorhanden

sind, die werden dann nicht zur Entfaltung kommen.

Das, was in ihm ist, bleibt im Lichte der Weisheit und

Heiligkeit, der Mensch muss aber dann verzichten auf das

große Zukunftsideal. Dafür kann er einen hohen Grad der

Schönheit und des Lichtes in seinem Wesen, so wie es jetzt

schon geworden ist, erreichen. Und so steht jede Menschenseele

einmal vor der Wahl, bewundernswert heilig zu werden

oder durch viele, viele Unvollkommenheiten hindurch einmal

in der Zukunft ein fernes Ideal zu erreichen, wo alle Anlagen

zur Blüte kommen werden, die von den Göttern in die

menschliche Natur hineingepflanzt sind.▀

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 63


Bücher

Akasha-Therapie

Ein Buch mit einem völlig

überraschenden Heilansatz.

Die bekannte Heilerin Amanda

Romania hat die Fähigkeit,

in der von Dr. Rudolf Steiner

definierten Akasha-Chronik zu

lesen.

Die Akasha-Chronik ist nicht

nur so etwas wie das Buch des

Lebens, in dem alles, was war,

eingetragen ist – nein, es ist

wie ein gewaltiges Nachschlagewerk

für jeden einzelnen

Menschen.

Sollte ein Mensch in der Lage

sein, darin gezielt zu lesen, erhält

er die Möglichkeit, auf alle

Krankheiten zu reagieren und

die richtige Therapie zu finden

- aber das Wesentliche an

der Akasha-Therapie sind die

Meditationen, die in dem Buch

gelehrt werden, mit denen jeder

Einzelne Einblick nehmen

kann in seinen Seelenplan.

Findet er auf diesem Weg Zugang

zu seinem Lebensthema,

sind die Grundlagen gelegt,

dass er ganzheitlich heil werden

kann.

Durch diese Technik kommen

wir in Kontakt zu unserem

Unterbewusstsein, und in

der direkten Kommunikation

können wir erfahren, wo die

Krankheiten ihren Ursprung

haben und welches Störpotential

wir zu klären haben.

Michael Müller

Amanda Romania

Akasha-Therapie:

Den Seelenplan klären, das Leben

heilen. Praxisbuch

Ansata Verlag 2013

ISBN: 978-3-77877-475-5

€ 14,99

Ho'oponopono:

Die Kraft der

Selbstverantwortung

Ein Buch über das hawaiianische

Vergebungsritual?

Ja, das auch, aber das 600

Seiten dicke Werk von Klaus

Jürgen Becker sprengt diesen

Rahmen und erweitert

unsere Vorstellung von diesem

effektiven Weg, Störpotenziale

aufzulösen.

Dem Autor ist ein Werk gelungen,

in dem er verschiedene

Methoden zusammenführt

zu einem Ganzen – im Mittelpunkt

steht die Kraft der

Selbstverantwortung, wie es

uns im Ho'oponopono begegnet,

aber eben nicht nur da,

und so webt der Autor an einer

bunten Patchworkdecke und

stellt der populären hawaiianischen

Methode zahlreiche

weitere an die Seite, die uns in

immer größerem Maß in die

Selbstverantwortung führen.

Dogmatische Anhänger der

reinen Ho'oponopono könnten

enttäuscht sein. Aber diese

benötigen auch das Klima,

die Geschichte und die Kultur

Hawaiis, um diese Praktik

für sich nutzbar zu machen.

Becker hat diesen Rahmen

lange verlassen, ihm geht es

um Annahme, Vergebung und

Heilung, und er gibt uns Lesern

ein Fülle von Impulsen

auf diesem Weg.

Michael Müller

Klaus Jürgen Becker

Ho'oponopono: Die Kraft der

Selbstverantwortung

Riwei Verlag

ISBN: 978-3-89758-630-7

€ 39,60

Praxisorientierte Neue

Homöopathie

WOW, welch ein Titel, dachte

ich zuerst, da werden alle

Grundlagen missachtet. DIN

A 4 Format, Aufmachung der

Titelseite, Titel.

Aber wenn man über diese

Punkte hinwegschaut und

sich dem Inhalt nähert, ist das

einer der wesentlichsten Titel,

die ich seit Langem in der

Hand hatte.

Stichwort: Heilen mit Zeichen.

In diesem praxisorientierten

Werk lernt man den Umgang

mit der Einhandrute, Wir werden

ganz nebenbei mit dem von

Erich Körbler entdeckten Vektorenkreis

bekannt gemacht

und wie wir auf diesem Weg die

richtigen Zeichen finden.

Das Erstellen von Heilwässern

für sich selber oder andere

und wie man diese Zeichen wo

aufträgt, sind weitere wesentliche

Bestandteil des Werkes.

Entstörung von Elektrosmog

und von geopathischen Störungen

und, und, und

Das Buch ist eine Fundgrube,

geschrieben für die Praxis.

Michael Müller

Layena Bassols Rheinfelder

PraNeoHom® Lehrbuch Band 1

Praxisorientierte Neue Homöopathie

Einhandrute und Vektorenkreis,

Geometrische Zeichen, Geopathie

und Elektrosmog, Narbenentstörung

PraNeoHom Verlag 2012

ISBN: 978-3-94008-900-7

€ 19,80

Das System der

Feldselbstregulierung

S.N. Lazarev ist ein russischer

Wissenschaftler, Psychologe,

Heiler und Mystiker, der

seit nunmehr über 30 Jahren

Karmaforschung betreibt. Die

Ergebnisse seiner Arbeit setzt

er in einzigartiger Weise zur

Heilung seiner vielen tausend

Patienten ein.

Mit seinen Erkenntnissen

lassen sich nicht nur Krankheiten

heilen – auch die Ursachen

der Krankheiten treten

hell und deutlich zu Tage – die

Grundlage wirklicher Heilung.

Das Buch Karma-Diagnostik

ist der Beginn von zahlreichen

weiteren Büchern des Autors,

über die es sich lohnen würde

zu schreiben. Aber um das

System wirklicher Heilung zu

erkennen, bietet sich der 1.

Band mit großer Klarheit am

besten an.

Michael Müller

S.N. Lazarev

Karma-Diagnostik 1: Das System

der Feldselbstregulierung

Raduga Verlag

ISBN: 978-3-94162-220-3

€ 14,90

64

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013


Märchen

Der legitime Binär

oder das Wesen der Zweiheit

Die Geduld verließ uns bereits zusammen mit dem

Gewissen, als die Wut überhandnahm. Mit der Wut

kam der Hass, und beide versprachen, dass nun alles

besser würde. Bis der Schmerz einsetzte und alles

andere vertrieb. Den Schmerz verloren wir letztendlich

auch, und zurück blieb die Leere. Ein Vakuum, in

dem wir bis zum Ende hinvegetierten, um die Fragen

im Inneren zum Schweigen zu bringen.

Was blieb zurück?

Nicht die Hoffnung, nicht die Geduld, nicht die Wut

und auch nicht der Schmerz. Zurück blieb nur die

Leere, das Nichts, das schon die stärksten Krieger

und den mutigsten Drachen dahinraffte. Denn im

Nichts kann auch nichts sein, kein Schmerz, keine

Erinnerung, keine Geduld und auch keine Wut. Keine

Kriege, keine Enttäuschungen, keine Streitereien und

auch keine Langweile.

Kannst du sie schmecken, die Leere, in der wir alle

aufhören zu existieren?

Das ist der Preis, den ein jeder zahlt, der beschließt,

seine Liebe, seine Fähigkeit zu lieben, aufzugeben.

Der sein tägliches Ringen um diesen kleinen

Flecken in sich preisgibt.

Anonym.

Band 75 Mai / Juni 2013 MATRIX 3000 65


Vorschau

MATRIX3000

Vorschau auf Matrix3000 Band 76, erscheint am 27. 6. 2013

Die Spirale der Primzahlen

Rund um den Erdball findet man bei vielen Urvölkern den

Symbolismus einer Spirale, die offensichtlich bereits in

frühester Zeit eine besondere Bedeutung und Anziehungskraft

besaß. Heute wissen wir, dass Wirbel, also spiralförmig

fortlaufende Bewegungen, in der Natur überhaupt

nicht wegzudenken sind. Besonders auffallend sind Wirbelstürme,

die eine ungeheure Kraft entfalten können, bis

hin zu spiralförmigen Galaxien wie die Milchstraße. Neueste

Untersuchungen ergaben, dass die sogenannte sechsgeteilte

Spirale sogar ein uraltes ungelöstes Rätsel der

Mathematik lösen kann – die Verteilung der Primzahlen!

Nibiru – der Katastrophenplanet

Uralte Überlieferungen der Sumerer sprechen von einem geheimnisvollen

Planeten, der aufgrund seiner großen Entfernung

und der starken Exzentrizität seiner Bahn von der Erde

aus nur rund alle 3600 Jahre sichtbar sein soll und angeblich

von den Göttern bewohnt ist. Heutige Astronomen glauben, unser

Sonnensystem genau zu kennen. Doch die Voyager-Sonden

haben Beweise geliefert, dass es weit draußen am Rande des

Sonnensystems Dinge gibt, von denen wir bislang keine Ahnung

hatten und die wir nicht erklären können. Könnte auch

der „Katastrophenplanet“ Nibiru tatsächlich existieren? War

er seit Beginn des wissenschaftlichen Zeitalters nur zufällig

gerade zu weit entfernt, um ihn beobachten zu können? Ist mit

seiner „Wiederkehr“ in naher Zukunft zu rechnen? Matrix3000

diskutiert das Für und Wider.

Die Giganten der Salomonen

Die Salomoneninsel Guadalcanal war im zweiten Weltkrieg

Schauplatz heftiger Schlachten zwischen den USA und Japan.

Doch in der Tiefe des Dschungels sollen sich noch immer Geheimnisse

verbergen. Legenden der indigenen Völker berichten

von einer unbekannten Menschenrasse von Riesen, die

bis heute auf Guadalcanal und anderen Salomoneninseln im

Innern der Berge hausen sollen. Für die lokale Bevölkerung

ist die Anwesenheit der Riesen Allgemeinwissen, und viele behaupten,

ihnen auch schon begegnet zu sein. In nächster Zeit

sollen die Salomoneninseln für den Bergbau erschlossen werden.

Insbesondere vermutet man dort reiche Goldvorkommen.

Müssen sich die Ingenieure und Bergarbeiter auf eine Begegnung

mit dem Unbekannten vorbereiten?

Herakles –

ein Held auf dem Weg zurück in die Einheit

Sprache ist unvollkommen. „Mit Worten lässt sich trefflich

streiten...“, sagt Mephisto. Wie lässt sich dann trotzdem „die

Wahrheit“ finden - angesichts einer zudem komplexen und widersprüchlichen

Wirklichkeit? Wir können uns ihr nur nähern,

indem wir ihre Widersprüche gedanklich und emotional nachvollziehen,

Einseitigkeiten aufgeben und lernen, paradox und in

Widersprüchen zu denken und zu fühlen. Dazu bedarf es auch

der Reife, sein „Ego“ und seine „Mein-ung“ in Frage zu stellen.

Denn „jenseits von richtig und falsch gibt es einen Ort. Dort

treffen wir uns“, schlägt der Mystiker Rumi vor.

66

MATRIX 3000 Band 75 Mai / Juni 2013

Impressum

Matrix3000 erscheint zweimonatlich.

ISSN 1 439-4154

ISBN (Matrix3000 Band 75): 978-3-89539-890-2

Verlag

MATRIX3000 Verlag GmbH

Ammergauer Straße 80

D-86971 Peiting

Telefon: 0 88 61/59 0 18, Telefax: 0 88 61/67 0 91

info@matrix3000.de, www.matrix3000.de

Redaktion MATRIX3000

Grazyna Fosar

Franz Bludorf

Postfach 242

D-12112 Berlin

Telefon: 030/ 795 36 63, Telefax: 030/ 79 01 48 94

grazyna.fosar@matrix3000.de,

franz.bludorf@matrix3000.de

Redaktionsschluß für die nächste Ausgabe,

Matrix3000 Band 76: 14. 5. 2013

Chefredaktion

Franz Bludorf

Redaktion

Franz Bludorf, Grazyna Fosar, Ulrich Heerd, Ralf Lehnert,

Lisa Rampertshammer, Elke Röder, Roland Rottenfußer

Beiträge von

Alan E. Baklayan, Franz Bludorf, Grazyna Fosar, Sebastian

Frey, Martin Hellmann, Monika Herz, Arthur Janov,

Harald Kautz-Vella, Claudia Lämmermeyer, Thomas

Ritter, Roland Rottenfußer, Franz Spunda, Valentin Tomberg,

Matthias Weingold

Art Direction

Mirjam Schuster

mia@thesigner.com

Bilder: Angaben beim Bild oder Archiv

Druck

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Vertrieb

MZV Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. KG

Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim

Tel.: 089/ 31906-296, Fax.: 089/ 31906-166

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Teresa Maria Taddonio

Die Kraft des Gewissens

ISBN: 978-3-89539-485-0

die kraft des 19,80 (D) 20,40 (A)

gewissens

Dieses Buch will aufzeigen, dass Gewissensentscheidungen auch in der heutigen

Zeit notwendig und machbar

Teresa

sind, dass

M. Taddonio

diese Motor sind des politischen

Wie Gewissensentscheidungen das Leben der einzelnen

Lebens. Bekannte Fälle aus der Geschichte Menschen prägen lehren und verändern. uns, dass es Menschen in

unserer Vergangenheit gegeben hat, Wer die Gewissensentscheidungen aufgrund Ihrer trifft, Gewissensentscheidungen

sogar Ihr

fühlt sich stark

und ist Akteur seines Lebens, aber diese Entscheidung

kann gesellschaftsverändernde Wirkungen

Leben

haben.

geopfert haben.

Gegen die Demontage des Rechts- und Sozialstaates,

gegen Entsolidarisierung und Armut hilft nur eines:

Die Kraft des Gewissens

Bekannte Fälle für Gewissensentscheidungen sind Sokrates, Luther und Galilei

Sokrates, M. Luther, G. Galilei, die Geschwister Scholl, C. Levi,

Claus Schenk von Stauffenberg, R. Langhans, F. Teufel, G.

und viele nicht Genannte bis hin zu

Feltrinelli,

Persönlichkeiten

G. Wisnewski, A. von Bülow,

der

R.

Widerstands-

Saviano, H. Prantl,

und Bürgerrechtsbewegung

wie Von Stauffenberg, Gewissens und beweisen, die Geschwister welche Facetten die Kraft Scholl des und der Po-

B. Fricke alle stehen in der Tradition des lebendigen

Gewissens haben kann.

litiker Carlo Levi. Weitere Persönlichkeiten der heutigen Zeit sind der Journalist

G. Wisnewski und der Journalist R. Saviano. Bekannte Persönlichkeiten der

68er Bewegung sind die Ex Kommunarden Rainer Langhans und Fritz Teufel

sowie der rote Verleger und Revolutionär Giangiacomo Feltrinelli. Schließlich

wird hier dem italienischen Arzt Luigi di Bella ein besonderer Platz als symbolträchtige

Figur für Gewissensentscheidungen in der Medizin eingeräumt.

Die genannten Persönlichkeiten haben gemeinsam, dass sie sich selbst und

Ihren eigenen Überzeugungen treu geblieben sind, dass sie sich trotz Androhungen,

persönlichem Druck und ohne Rücksicht auf die eigene körperliche

Unversehrtheit zu ihren Idealen und der Wahrheit bekannt haben. Gegen die

Vorstellungen ihrer Zeit sind sie aufgestanden, um mit den Worten Martin Lu-

9 783895394850

thers zu sagen: “Hier stehe ich und kann nicht anders.“

ISBN: 978-3-89539-485-0

www.michaelsverlag.de

Diese Menschen haben uneingeschränkt für die Freiheit des Menschen und der

Gesellschaft gekämpft.

Teresa M. Taddonio

die kraft des

gewissens

die kraft des

gewissens

Teresa M. Taddonio

Buchcover_Taddonio_Kraft-des-Gewissens.indd 1 28.04.11 13:22

Antje Bultmann

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Whistleblower nehmen es auf sich, brisante Informationen, unbequeme

Nachrichten, nicht tolerierbare Gefahren zunächst in ihrem Wirkungskreis

zu diskutieren und später an Vorgesetzte weiterzuleiten.

Wenn das nicht möglich ist oder folgenlos bleibt, gehen sie an die

Öff entlichkeit, ohne auf den eigenen Vorteil zu schauen, gegen den

Trend der Zeit, gegen die etablierte Gesellschaft, gegen die Widerstände

der Lobbys und der wirtschaftlichen und politischen Macht.

Sie decken den Missbrauch technischer Macht ebenso auf wie kriminelle

Machenschaften. Sie enthüllen technologische oder wissenschaftliche

Entwicklungen, Entdeckungen oder Verfahren, die zwar

völlig legal sind, aber für die Allgemeinheit gefährliche Folgen haben.

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