Flight! Magazin Microsoft Flight (Vorschau)
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13. Ausgabe ¦ Deutschland 5,50 € ¦ Österreich: 5,90 € ¦ Benelux: 5,90 € ¦ Schweiz: 8,90 CHF<br />
Das Original! monatlich neu!<br />
FLUGSIMULATION AUF DEM PC<br />
PMDG<br />
Boeing 737NGX:<br />
Die Bewertung!<br />
03 ¦ März 2012<br />
Fakten - Interview - Infos - Download<br />
Friedrichshafen +<br />
Egelsbach + Maastricht<br />
Flugsimulator<br />
in Frankfurt<br />
Personal Airliner:<br />
Piper Malibu Jetprop
Flugsimulation<br />
weltweit<br />
Da ist sie! Die neue Nummer 1 der Flugsimulation.<br />
Die PMDG Boeing 737NGX ist in Kombination mit<br />
dem Servicepack 1B das beste Flugzeuge für den <strong>Flight</strong><br />
Simulator X. Die Entwickler zeigen mit dem Add-on<br />
ganz klar, was aus dem FSX herausgeholt werden kann<br />
und dass dieser in seinen besten Jahren ist. Sein kleiner<br />
Bruder, der <strong>Microsoft</strong> <strong>Flight</strong>, hat sich Ende Februar<br />
getraut oder eher versucht abzuheben. In meinem<br />
ausführlichen Bericht und dem anschließenden<br />
Interview zum Thema „<strong>Microsoft</strong> <strong>Flight</strong> (ohne<br />
Simulator)“ finden Sie alle bekannten Informationen<br />
sowie die Hintergründe rund um den frisch geborenen<br />
kleinen Bruder des FSX.<br />
Die erste Ausgabe der Computer Pilot<br />
erschien im November 1996,<br />
die Themen:<br />
<strong>Flight</strong> Unlimited for Windows 95,<br />
<strong>Microsoft</strong> <strong>Flight</strong> Simulator 95 for<br />
Windows 95 ....<br />
Die meisten sind bereits voreingestellt, so dass der Pilot<br />
nicht lange herumkonfigurieren muss. AES wird mit der<br />
„NextGeneration“ und zahlreichen Aktualisierungen<br />
reagieren. Konkurrenz belebt das Geschäft und FSD<br />
hat bewusst eine Alternative zu den „Credits“ als<br />
Zahlmethode gewählt.<br />
Die Fans der Szenerien aus den Vereinigten Staaten<br />
von Amerika werden ab sofort in der <strong>Flight</strong>! noch<br />
ausführlicher mit Hintergrundinfos, Testberichten<br />
und Produktvorschauen versorgt. Die Redaktion wird<br />
mit dem neuen Schwestermagazin „Computer Pilot“<br />
eng zusammenarbeiten, dies mit Redakteuren, die<br />
Aerosoft hat zahlreiche neue Produkte veröffentlicht,<br />
qualitativ am höchsten ist Friedrichshafen vom<br />
German Airports Team, ein wahrer Genuss für die<br />
Bodensee-Fans, pünktlich zum Zeitpunkt, als die dort<br />
beheimatete Intersky mit positiven Schlagzeilen in<br />
den Medien zu finden war. Nicht zu vernachlässigen<br />
sind die Szenerien rund um Maastricht/Aachen und<br />
Frankfurt/Egelsbach, beide ebenfalls in einer soliden<br />
Qualität entwickelt und zu fairen Preisen zum Kauf<br />
bereit.<br />
In den Vereinigten Staaten haben wir uns die neuen<br />
Szenerien vom Miami International Airport und dem<br />
New York John F. Kennedy angeschaut, die Testurteile<br />
fallen sehr mager aus, nicht einmal 6 Punkte wurden<br />
erreicht. Somit besser Finger weg und wer einen Flug<br />
nach JFK plant, sollte eher auf die FS-Dreamteam-<br />
Szenerie setzen. Wo wir beim Thema FSD sind, die<br />
Entwickler haben jetzt eine kräftige AES-Konkurrenz<br />
veröffentlicht. Das neue GSX kommt für nur 29,90 Euro<br />
auf den heimischen PC, dafür sind alle FSX-Flughäfen<br />
freigeschaltet und kompatibel. Die Funktionen sind AES<br />
ähnlich, zahlreiche Servicefahrzeuge, Flugzeugtreppen<br />
und weitere Animationen nähern sich den Flugzeugen.<br />
über den ganzen Globus verteilt sind. So können wir<br />
detaillierte Berichte aus jeder Ecke der Welt anbieten,<br />
dies in höchster Qualität. Für neugierige Leser wird es<br />
eine vergünstigte Möglichkeit geben, beide <strong>Magazin</strong>e<br />
im Kombi-Abo zu bestellen und sich so rundum zu<br />
informieren, in beiden Sprachen. Die Sonderausgaben<br />
werden gemeinsam produziert und übersetzt werden.<br />
Die ersten Infos rund über die Übernahme finden Sie<br />
auf Seite 76. Die gemeinsame Redaktion wächst somit<br />
auf über 40 freiberufliche Redakteure an. Das Layout<br />
der Computer Pilot kommt wie gewohnt weiterhin aus<br />
den USA, ebenso die meisten Artikel, gedruckt werden<br />
beide <strong>Magazin</strong>e in Hessen (Deutschland).<br />
Mit dieser März-Ausgabe wurde auf einige<br />
Leserkritiken zum Thema „Layout“ reagiert und<br />
das <strong>Magazin</strong> übersichtlicher gestaltet. Die eigene<br />
Werbung ist nun im hinteren Teil zu finden, Anzeigen<br />
jeweils links und gut dosiert im Artikelbereich. Auf<br />
Hintergrundbilder in den Artikeln wurde verzichtet,<br />
um die Lesbarkeit zu verbessern. Die Bilder wurden<br />
aufgehellt und sind somit klarer zu erkennen, die<br />
Überschriften wurden vereinheitlicht.<br />
Marc Goergen<br />
Der direkte Draht: marc.g@flightm.com
Der Download!<br />
Der Interview!<br />
6<br />
20<br />
10 18<br />
<strong>Microsoft</strong> <strong>Flight</strong><br />
Das Interview<br />
Happy Landings Frankfurt<br />
www.facebook.com/<br />
flightmcom<br />
Aboservice<br />
<strong>Flight</strong>! Leserservice<br />
Postfach 10 41 39<br />
40032 Düsseldorf<br />
Tel: +49 211 690 789 940<br />
Fax: +49 211 690 789 50<br />
E-mail: abo@flightm.com<br />
Web: abo.flightm.com<br />
Editorial<br />
3: Flugsimulation weltweit<br />
Der neue Flugsimulator<br />
6: <strong>Microsoft</strong> <strong>Flight</strong><br />
10: Das Interview<br />
Notams<br />
12: aeroflyFS auf MAC<br />
13: Qualitywings Avro/BAe<br />
14: German Airports 3<br />
15: DC-6 von Just <strong>Flight</strong><br />
16: Leserbriefe<br />
Szenerie<br />
34: Freeware: St Barth<br />
38: Egelsbach X - VIP vorausgesetzt<br />
46: Friedrichshafen X<br />
50: Blueprint New York JFK<br />
53: LatinVFR Miami Int. Airport<br />
58: Maastricht-Aachen X<br />
60: Freeware: EuroAirport Basel<br />
62: ORBX New Zealand<br />
Flugzeuge<br />
22: PMDG B 737 NGX mit Service Pack<br />
30: Carenado Piper Malibu Jetprop<br />
Tools<br />
66: Konkurrenz für AES:<br />
Ground Services X von FSDreamteam<br />
Service:<br />
42: Poster<br />
44: Abobestellung<br />
76: Das <strong>Flight</strong>! <strong>Magazin</strong><br />
übernimmt „Computer Pilot“<br />
80: Service und Impressum<br />
78: Best of Liste<br />
82: <strong>Vorschau</strong><br />
Wissen<br />
70: Ist der Flusipilot ein echter Pilot?<br />
72: Vom Computer ins Cockpit,<br />
mein Weg zur ATPL - Teil 1<br />
74: Virtuelles Bus-„Fliegen“<br />
Airbus Tutorial Part 5
Friedrichshafen X<br />
46<br />
Frankfurt-Egelsbach<br />
38<br />
PMDG B737 NGX<br />
22
<strong>Microsoft</strong> <strong>Flight</strong> (ohne Simulator)<br />
Der Nachfolger, der keiner sein soll oder sein darf.<br />
Der neue Flugsimulator<br />
Wie sehr muss das Herz eines<br />
Hardcore-Simmers in diesen Tagen<br />
bluten? Hat <strong>Microsoft</strong> das weltbekannte<br />
Produkt <strong>Flight</strong> Simulator<br />
ermordet? Die Enttäuschung<br />
dürfte groß sein, der neue <strong>Flight</strong><br />
ist nicht das, was sich zahlreiche<br />
Fans erwartet haben. Als 2009 die<br />
Aces Studios geschlossen wurden,<br />
also das Studio, das jahrelang den<br />
<strong>Flight</strong> Simulator entwickelte, war<br />
das Erschrecken groß. <strong>Microsoft</strong><br />
suchte sich die Gamescom in Köln<br />
im Jahr 2011 aus, um den neuen<br />
<strong>Flight</strong> anzukündigen. Damals war<br />
selbst dem Seattler Konzern noch<br />
nicht wirklich bekannt, in welche<br />
Richtung sich die neue Simulation<br />
entwickeln würde. Jetzt, am 29.<br />
Februar 2012, liegen die Karten auf<br />
dem Tisch. Wer den 1 Gigabyte<br />
großen Download wagt, kann die<br />
Karten offenlegen. Die <strong>Flight</strong>! Redaktion<br />
fliegt bereits seit einigen<br />
Wochen mit der Betaversion des<br />
neuen <strong>Flight</strong>, des Produkts, das<br />
kein Nachfolger des <strong>Flight</strong> Simulator<br />
X sein soll.<br />
Das Produkt<br />
Mit dem <strong>Flight</strong> kommt ein ganz<br />
neues Produkt auf die heimischen<br />
Festplatten, der Vergleich mit dem<br />
FSX wäre unnötig, da es sich um<br />
den kleinen Bruder des bekannten<br />
Flugsimulators handelt, den verspielten<br />
Bruder. Das Produkt an<br />
sich zielt ganz klar auf neue Märkte<br />
ab. <strong>Microsoft</strong> nennt mögliche<br />
Downloadzahlen in einer Höhe<br />
von zwanzig Millionen Benutzern,<br />
erklärte jedoch gleichzeitig, dass<br />
ein Hardcore-Produkt lediglich<br />
zwei Millionen erreichen könnte.<br />
Mit dem neuen Free-to-play will<br />
man ganz klar am aktuell schnell<br />
wachsenden Markt der Mikrobezahlungen<br />
in Onlinegames teilnehmen.<br />
Laut <strong>Microsoft</strong>-Statistiken<br />
spielen in den Vereinigten Staaten<br />
über 80 Prozent der PC-Benutzer<br />
solche Spiele – ein riesiger Markt,<br />
denn im Durchschnitt werden von<br />
den einzelnen Spielern auf Facebook<br />
monatlich 29 Dollar für Spiele<br />
ausgegeben. An dem Simulator<br />
arbeiten 50 Mitarbeiter aus dem<br />
<strong>Microsoft</strong> Games Studio, ein Drittel<br />
der Entwickler war bereits im<br />
Dienst bei den Aces Studios.<br />
Die Fakten<br />
Der Download kommt kostenlos<br />
und umfasst etwa 1 Gigabyte, beinhaltet<br />
sind zwei Flugzeuge, die<br />
Hauptinsel von Hawaii, und das<br />
war’s auch schon. Für die erste Erweiterung,<br />
welche sieben weitere<br />
Inseln beinhaltet, sowie ein neues<br />
Flugzeug und weitere Missionen<br />
verlangt das beinhaltete „Marketplace“<br />
20 US-Dollar – ein recht stolzer<br />
Preis und nicht wirklich günstiger<br />
als die aktuellen Add-ons für<br />
den FSX.<br />
Viel kann der neue <strong>Flight</strong> leider<br />
nicht, vergessen wurde ein ATC-<br />
Service, somit die Flugkontrolle,<br />
von dem AI-Traffic ist gar keine<br />
6 <strong>Flight</strong>!<br />
Bilder: <strong>Microsoft</strong> Games
Community<br />
Erfahrung, jedoch nach einer<br />
Woche recht langweilig, wo ist der<br />
Rest der Welt?<br />
FLIGHT!<br />
Rede und das reale Wetter muss<br />
man sich selbst zusammenbauen,<br />
denn eine solche Funktion gibt es<br />
nicht. Allgemein sind die Wettereinstellungen<br />
sehr knapp gehalten,<br />
viele Einstellungsmöglichkeiten<br />
sind nicht da. Die vorhandenen Einstellungen<br />
wirken zu jedem Monat<br />
sehr gut umgesetzt, die Grafik kann<br />
sich sehen lassen, dem <strong>Flight</strong> wurde<br />
eine Schönheits-OP verpasst,<br />
jetzt sieht er hübsch aus und liegt<br />
dort zumindest vor seinem großen<br />
Bruder FSX. Die Küstenlinien sind<br />
sehr angenehm und realistisch gestaltet,<br />
die einzige Hawaii-Insel ist<br />
sehr detailliert umgesetzt, jedoch<br />
nicht vergleichbar mit Inselerweiterungen,<br />
die man für den großen<br />
Bruder kennt. Die vier Jahreszeiten<br />
können ausgewählt werden<br />
und sogar die Uhrzeit kann der<br />
Pilot einstellen. Ein Sonnenuntergang<br />
auf Hawaii ist eine sehr nette<br />
Die Games Studios fanden eine nette<br />
Umschreibung dafür, warum gerade<br />
Hawaii: Weil dort Berge, Vulkane,<br />
Strände, Wälder zu finden<br />
seien, also viel Abwechslung. Das<br />
ist also der angebliche Grund dafür,<br />
warum zuerst dieser US-Bundesstaat<br />
umgesetzt wurde.<br />
Die Flugzeuge<br />
Mit der kostenlosen Version kommen<br />
die Icon A5 und die Boeing<br />
Stearman – eine recht beschränkte<br />
Auswahl. Auf unsere Frage, wann<br />
die Airliner (Airbus, Boeing …)<br />
zum Download bereitstehen werden,<br />
erhielten wir nur Schweigen<br />
als Antwort. Ist hier etwa gar nicht<br />
geplant die Dickschiffe zu integrieren?<br />
Nach der Veröffentlichung der<br />
kostenlosen Downloadversion sollen<br />
weitere Flugzeuge folgen, diese<br />
werden im Marketplace gegen<br />
Bares oder Punkte erhältlich sein,<br />
bis auf weiteres jedoch nur kleinere<br />
oder Oldtimer-Modelle.<br />
Verwaltet werden alle Flugzeuge in<br />
dem neuen Hangar, dieser wurde<br />
wie alle Menüs sehr schlicht und<br />
einfach gehalten. Für Anfänger sicherlich<br />
eine gute Idee. Um einen<br />
Flug zu erstellen, braucht man nicht<br />
mal mehr eine Minute, alles ist sehr<br />
einfach zu verstehen und schnell<br />
eingestellt. Treibstoff und Zuladung<br />
können ebenfalls bestimmt<br />
werden, also wenigstens eine Einstellungsmöglichkeit.<br />
Flugdaten,<br />
aktuelle Karten – all dies bleiben<br />
Träume des kleinen Bruders.<br />
www.flightm.com 7
Download: www.flight-download.d<br />
Die 2D-Panels sucht man vergeblich,<br />
die Flugzeuge verfügen nur<br />
über die neuen 3D-Cockpits, die<br />
indes recht gut umgesetzt wurden.<br />
Klar ausgeschlossen und das zum<br />
ersten Mal in der <strong>Flight</strong>-Simulator-<br />
Geschichte, dass die FS9- und FSX-<br />
Produkte mit dem neuen Flugsimulator<br />
kompatibel sein werden. Es<br />
gibt keinen (legalen) Weg, die bereits<br />
gekauften Add-ons im <strong>Flight</strong><br />
zu verwenden.<br />
Die Leistung<br />
Ein normaler FSX-Rechner kann<br />
mit dem neuen <strong>Flight</strong> beruhigt mit<br />
fast allen Details, also mit allen<br />
Reglern auf rechts, fliegen. Die Entwickler<br />
haben einen großen Sprung<br />
in Sachen Rechnerleistung hingelegt.<br />
Auf den zweiten Blick sieht das<br />
jedoch ganz anders aus. Was sollen<br />
eine Insel und ein kleiner Flieger<br />
schon groß an Rechenleistung<br />
verbrauchen? Einzig die Wolken<br />
und die paar Gebäude könnten die<br />
Frames in den Keller ziehen. Der<br />
fehlende ATC- und AI-Traffic ist<br />
keine Gefahr für die Leistung, dies<br />
hilft dem <strong>Flight</strong> sofort mit mehreren<br />
Frames auf. Der kleine Bruder<br />
ist derart abgespeckt, dass er selbst<br />
auf alten Laptops noch läuft, wenn<br />
auch mit nur mittlerer Einstellung.<br />
Selbst Windows-XP-, Vista- und natürlich<br />
Windows-7-Rechner werden<br />
den neuen <strong>Flight</strong> vertragen, der mit<br />
all diesen Betriebssystemen kompatibel<br />
sein soll. Richtig zuhause<br />
wird der Kleine sich dann auf dem<br />
Windows 8 fühlen, den Weg findet<br />
er auch auf die zahlreichen Tablets,<br />
die mit dem neuen System angekündigt<br />
wurden. Der Verkaufsstart<br />
soll im vierten Quartal 2012 eingeläutet<br />
werden, die erste Version<br />
wurde der Presse am 29. Februar in<br />
Barcelona präsentiert.<br />
Das Hardware-Cockpit<br />
Alles, was über einen USB-Anschluss<br />
verfügt, kann mit dem<br />
<strong>Flight</strong> verbunden werden; <strong>Microsoft</strong><br />
verspricht mit einem eingebauten<br />
Modul jeden Controller zu<br />
erkennen. In der Redaktion haben<br />
wir dies mit Saitek-Produkten getestet<br />
und es gelang uns recht fix den<br />
X52 zu konfigurieren. Sehr gewöhnungsbedürftig<br />
ist das Fliegen via<br />
Maus, eine umworbene Funktion,<br />
mit der <strong>Microsoft</strong> die Anfänger für<br />
das „Spiel“ begeistern will. Für einen<br />
Rundflug auf Hawaii reicht die<br />
Maus eh aus, allgemein taugt der<br />
<strong>Flight</strong> aber noch nicht, um präzise<br />
zu fliegen.<br />
Windows Live<br />
Alles in dem <strong>Flight</strong> funktioniert<br />
via Windows Live, die neuen Bemalungen,<br />
Szenerien, Flugzeuge,<br />
einfach alles will „Mami“ <strong>Microsoft</strong><br />
von seinen Kunden wissen und<br />
muss von der Mutter auch brav<br />
freigegeben werden, wenn das nötige<br />
Taschengeld vorhanden ist. Mit<br />
Live wurde der Multiplayer-Modus<br />
vereinfacht, bis zu 16 Piloten können<br />
gemeinsam fliegen und unterschiedliche<br />
Missionen absolvieren.<br />
Die „Räume“ werden sehr einfach<br />
zu betreten sein, der eigene Status<br />
kann auch auf anderen Plattformen<br />
angezeigt werden, dies soll Freunde<br />
auf das neue Hobby aufmerksam<br />
machen. Sollten die zwanzig Millionen<br />
Piloten erreicht werden, dürften<br />
die Server schwitzen. Eine Integration<br />
von IVAO oder VATSIM ist<br />
nicht vorgesehen, wie auch, wenn<br />
man nicht einmal den normalen<br />
ATC eingebaut hat? Der kleine Bruder<br />
spielt in einer anderen, tieferen<br />
Liga als der FSX, was das Thema<br />
Fluglotsten betrifft, wenn auch<br />
der Multiplayer-Modus vereinfacht<br />
wurde.<br />
Die Missionen sollen (laut Aussage<br />
von <strong>Microsoft</strong>) täglich aktualisiert<br />
und erweitert werden, damit die<br />
Millionen Piloten das Interesse an<br />
ihrer PC-Maus nicht verlieren. In<br />
den nächsten Monaten will man<br />
die „Franchise“-Marke <strong>Flight</strong> noch<br />
weiter ausbauen und auf anderen<br />
Plattformen anbieten, jedoch mit<br />
8 <strong>Flight</strong>!
e ¦ Code: <strong>Flight</strong>0312<br />
dem klaren Hinweis, dass Windows<br />
nach wie vor die weltweit am<br />
weitesten verbreitete Plattform ist.<br />
Die Zukunft<br />
In der Regel werden auch kleine<br />
Brüder irgendwann erwachsen, lernen<br />
viel vom großen Bruder, und<br />
das sollte man dem <strong>Flight</strong> wünschen.<br />
Die aktuellen Informationen<br />
deuten jedoch klar darauf hin, dass<br />
der Kleine eine andere Berufswahl<br />
vorgesehen hat, es scheint so, als<br />
wäre er veranlagt irgendwann im<br />
Zirkus zu arbeiten und die Besucher<br />
mit flachen Witzen und Aktionen<br />
zu unterhalten, jedoch teure<br />
Eintrittskarten zu verkaufen, während<br />
sich sein großer Bruder eher<br />
für die Laufbahn als Kapitän an<br />
Bord eines Dickschiffs über dem<br />
Atlantik interessiert.<br />
Die Flugzeugmodelle im <strong>Flight</strong><br />
wurden vom Aufbau her total neu<br />
entworfen und gestaltet, dies soll<br />
in Zukunft die Zeit für Neuentwicklungen<br />
verkürzen. Die Frage,<br />
ob ein <strong>Flight</strong> überhaupt ein detailliertes<br />
Flugzeug verträgt, wurde<br />
nicht beantwortet, allgemein sind<br />
sehr viele Fragen offen und es fühlt<br />
sich an, als wären die rund zwei<br />
Millionen Kunden an Hardcore-<br />
Simmern den neuen <strong>Microsoft</strong><br />
Games Studios nicht mehr wichtig<br />
genug. Man will mit den „Großen“<br />
tanzen und ein Millionenpublikum<br />
unterhalten, weltweit.<br />
Sieht man den neuen <strong>Flight</strong> als<br />
Teil der <strong>Microsoft</strong>-Produktfamilie,<br />
macht er durchaus Sinn. Er ermöglicht<br />
die Flugsimulator-Gemeinschaft<br />
in den nächsten Jahren<br />
auszubauen, neue Fans anzulocken.<br />
Neugierige Piloten, die erste<br />
Erfahrungen im <strong>Flight</strong> sammeln<br />
und Lust am Hobby bekommen,<br />
werden später auf den <strong>Flight</strong> Simulator<br />
X umsteigen. Kombiniert<br />
man beide Produkte, hat man eine<br />
optimale Marktsituation, vor allem<br />
da der FSX aktuell sehr günstig im<br />
Handel erhältlich ist. Die Chance<br />
der Flugsimulation ist 2012 gegeben:<br />
viele Simulatoren, zahlreiche<br />
ausgereifte Add-ons – eine sehr<br />
glückliche Situation für unser Hobby.<br />
Einen bitteren Nachgeschmack<br />
hat indesssen der Ausschluss von<br />
Drittanbietern im neuen <strong>Microsoft</strong><br />
<strong>Flight</strong>, die Entwickler wie PMDG,<br />
ORBX, Sim-Wings dürfen nicht<br />
ins Marketplace, noch nicht. Somit<br />
bleibt der FSX eine sichere Bank für<br />
alle Entwickler, er hat jetzt das nötige<br />
Verkaufspotenzial, ausgereifte<br />
Add-ons und fliegt sehr gut mit<br />
einem aktuellen PC. Der <strong>Flight</strong> ist<br />
sicherlich einen Download wert:<br />
einfach mal anschauen, was die aktuelle<br />
Technik an Grafik hergibt.<br />
Die Funktionen sind jedoch zu sehr<br />
beschränkt, um sich länger für den<br />
Simulator zu interessieren; da er<br />
kostenlos daherkommt, verliert<br />
man mit dem Download kein Geld<br />
und das Risiko ist sehr überschaubar.<br />
Freeware kommt halt auch mal<br />
in schlechter Qualität daher. Vielleicht<br />
schaut sich <strong>Microsoft</strong> ja die<br />
X-Plane-Strategie ab und wird auch<br />
erst mit ein paar Updates oder gar<br />
einer globalen Version gut.<br />
Marc Goergen<br />
Community<br />
FLIGHT!<br />
www.flightm.com 9
Das Interview<br />
mit <strong>Flight</strong> Executive Producer Joshua Howard<br />
Der neue Flugsimulator<br />
Die Kollegen haben den Executive<br />
Producer Joshua Howard in Seattle<br />
interviewt, die <strong>Flight</strong>! Redaktion<br />
hat die Aussagen in Kooperation<br />
mit der Seattle Times übersetzt.<br />
Die Fragen stellte Brier Dudley.<br />
F: Gaming auf Windows scheint<br />
etwas schwächer geworden zu<br />
sein, vielleicht weil die ganze<br />
Aufmerksamkeit der XBox<br />
geschenkt wurde. Ist der <strong>Flight</strong> ein<br />
Zeichen dafür, dass das Windows<br />
Game Team wieder zurück ist,<br />
speziell mit dem neuen<br />
Windows 8?<br />
A: Ein paar Leute in meinem Team<br />
werden sagen, Spiele auf Windows<br />
sind nicht mehr das, was sie mal<br />
waren. Man vergisst leicht, dass<br />
dies die größte Spieleplattform<br />
überhaupt ist. Für mich ist es so,<br />
dass der PC die erfolgreichste und<br />
größte Spieleplattform ist, denn das<br />
Spielen an sich wurde sehr populär<br />
– 75 Millionen Menschen spielen<br />
Facebook-Spiele der einen oder<br />
anderen Art und das alles auf dem<br />
Computer. Dies geschah weder<br />
auf einer Konsole noch auf einer<br />
geschlossenen mobilen Plattform.<br />
Ich denke, das Spielen auf dem PC<br />
ist sehr lebendig, hervorragend in<br />
vielen verschiedenen fantastischen<br />
Gründen. Es ist noch immer<br />
dort, wo das Herz der Innovation<br />
schlägt.<br />
F: Hat <strong>Flight</strong> die Absicht, den<br />
Online Service zu umwerben,<br />
damit mehr Leute mit dem<br />
<strong>Microsoft</strong>s Online Service<br />
vertraut werden?<br />
A: Ich denke, dies bezieht sich<br />
darauf eine Lizenz aufzufrischen,<br />
wo wir immer wussten diese ist<br />
erfolgreich. Ich denke auch, dass<br />
<strong>Microsoft</strong>s Studio damit sagen<br />
will „Ich möchte dieses neue<br />
Standbein haben“. Vielleicht weil<br />
der Großteil der Organisation<br />
auf die Konsole fokussierte. Man<br />
muss die PC-Seite befragen, um<br />
etwas experimenteller zu sein.<br />
Ich genieße diese Chance und das<br />
Team kam leicht damit zu Recht.<br />
Wir könnten nicht die Hälfte<br />
davon für eine Konsole entwickeln.<br />
Dies ist eindeutig ein PC-Spiel und<br />
wir sind sehr stolz darauf.<br />
F: Entwickelt Ihr Studio nur dieses<br />
Produkt?<br />
A: Ich denke, dies ist eine Gruppe<br />
von Leuten, welche damit<br />
fortfahren Flugerlebnisse zu<br />
veröffentlichen. Dort sind wir jetzt<br />
gerade.<br />
F: Sobald Sie die neuen Standbeine<br />
haben, wollen Sie diese<br />
weiterausbauen?<br />
A: Es gibt eine Menge wirklich<br />
coole und aufregende Plattformen<br />
am Horizont. Ich freue mich<br />
darauf Ihnen mitzuteilen wie wir<br />
den <strong>Flight</strong> in diese aufregende<br />
Plattformen hineinbringen.<br />
F: Vielleicht auch auf Tablets und<br />
anderen Geräten, welche unter<br />
Windows laufen?<br />
A: Es könnte vielleicht auch noch<br />
weiter gehen. Als eigene Abteilung<br />
organisieren wir nicht mehr<br />
andere Spiele oder Konsolen. Unser<br />
Team ist vollkommen konzentriert<br />
auf den <strong>Flight</strong>.<br />
F: Es macht doch bestimmt Sinn,<br />
dass Ihre Spiele auf den neuen<br />
Formen des PCs funktionieren<br />
könnten, welche unter Windows<br />
laufen, wie Tablets oder Fernseher<br />
– die „Drei Bildschirme und ein<br />
Cloud-Dienst“?<br />
A: Bestimmt. Ich glaube an<br />
Krabbeln, Gehen, Laufen. Wir sind<br />
dabei eine Lizenz aufzufrischen,<br />
was wir aber gut machen wollen.<br />
Dafür nahmen wir die Zeit und<br />
Energie.<br />
F: Warum brauchte <strong>Microsoft</strong> so<br />
lange, um zu verbesserten MMO-<br />
Spielen zurückzukehren?<br />
A: Man bringt nicht einfach ein<br />
Spiel auf den Markt, bis man denkt,<br />
das Spiel wäre erfolgreich. Es war<br />
recht aufregend zu sehen, dass<br />
<strong>Microsoft</strong>, anstatt diese Fehler<br />
zu beheben, mit dem Kinect-<br />
Programm startete. Ich denke,<br />
<strong>Microsoft</strong> hat einfach seine Energie<br />
für etwas anderes verwendet.<br />
Übersetzung: Laurenz Patocka
FLIGHT!<br />
Community<br />
F: Wird das Spiel als Boxprodukt<br />
im Einzelhandel verkauft?<br />
A: Vielleicht demnächst, in<br />
der Zukunft, aber momentan<br />
verkaufen wir alles nur online.<br />
Einzelverkauf ist nicht das,<br />
worüber wir momentan<br />
nachdenken.<br />
F: Wird der Titel mit neuer PC<br />
Hardware vorinstalliert sein?<br />
A: Wahrscheinlich.<br />
F: Wird dies ein Teil der Spieleserie<br />
inkludiert mit Windows 8 sein?<br />
A: Wahrscheinlich nicht. Wir<br />
trennen dies – das eine ist ein<br />
Betriebssystem und das andere ein<br />
Spiel.<br />
F: Kann man dies mit<br />
verschiedenen Gesten<br />
kontrollieren, zum Beispiel wenn<br />
man den Kinect-Sensor anschließt?<br />
A: Wir reden noch nicht über<br />
Kinect-Support zu diesem<br />
Zeitpunkt, aber wer weiß.<br />
F: Es scheint so, als wäre der<br />
Kompromiss, - kleinere Gebiete,<br />
detaillierter zu gestalten und im<br />
Simulator zu entdecken – ist das<br />
der Ausgleich für den Wegfall der<br />
weltweiten Szenerie, die im „<strong>Flight</strong><br />
Simulator“ zu finden war?<br />
A: Fliegen für Nicht-Hardcore-<br />
Simmer weltweit ist nicht so<br />
interessant, wenn es nicht viel zu<br />
sehen oder zu machen gibt.<br />
F: Es scheint, als gäbe es eines<br />
Tages eine mobile Version?<br />
A: Wir werden wahrscheinlich<br />
andere Sachen entwickeln<br />
in Zukunft, aber momentan<br />
reden wir hauptsächlich über<br />
die PC-Version von <strong>Flight</strong>. Ich<br />
denke <strong>Flight</strong> hat noch viele<br />
Möglichkeiten. Dies ist eine<br />
Lizenz, welche für weitere Jahre<br />
leben wird. Dafür werden wir alle<br />
Gelegenheiten ausnutzen, welche<br />
auf uns zukommen, egal ob mobil,<br />
ein neues operatives System oder<br />
neue Hardware. Es gibt eine<br />
Menge dort draußen und ich<br />
denke, <strong>Flight</strong> wird einmal ein Teil<br />
davon werden.<br />
F: Wird <strong>Flight</strong> mehr Geld<br />
einbringen als <strong>Microsoft</strong>s „Gears<br />
of War“?<br />
A: Ich denke, auf längere Zeiten<br />
wird diese Lizenz mehr Geld<br />
machen als „Gears of War“, was<br />
aber nicht heißt, dass dieses<br />
Spiel schlecht ist, ich finde es<br />
großartig. <strong>Flight</strong> ist einer der<br />
Evergreenlizenzen in Sache<br />
Unterhaltung und wird noch<br />
weitere dreißig Jahre leben.<br />
Das Video „hinter den Kulissen“<br />
finden sie auf www.flightm.de<br />
www.flightm.com 11
Die Avro von Qualityw<br />
Tägliche Meldungen finden Sie unter www.flightm.de<br />
Allgemeine NEWS<br />
aeroflyFS - die MAC-Version<br />
D ie Experten für Flugsimulatoren aus Schramberg<br />
im Schwarzwald präsentieren pünktlich<br />
zur AERO in Friedrichshafen und INTERMO-<br />
DELLBAU in Dortmund die MAC‐Version des aeroflyFS<br />
und eine internationale Ausführung des neuen<br />
Flugsimulators mit gedruckter Anleitung in englischer<br />
Sprache.<br />
Die Auslieferung der Mac‐Version erfolgt<br />
am 12. März 2012. Ab sofort kann die Mac‐<br />
Version über den IKARUS‐Internet‐Shop vorbestellt<br />
werden. Die 500. und 1000. Vorbestellung<br />
gewinnt je ein Dragstair RTR<br />
Race‐Hovercraft im Wert von 159,‐ Euro!<br />
An den Messeständen auf der AERO und INTER-<br />
MODELLBAU werden alle Messebesucher die Möglichkeit<br />
haben, den neuen Flugsimulator mit seiner<br />
fantastischen Grafik und realistischen Flugphysik selbst<br />
auszuprobieren. Lieferumfang: 2 DVDs mit ausführlicher,<br />
20‐seitiger Anleitung. Zur Steuerung über jeden<br />
handelsüblichen Joystick, Maus, Mousepad,<br />
Game‐Commander oder Tastatur.<br />
www.aeroflyfs.com<br />
Anzeige:<br />
Der Anflug beginnt mit einer leicht<br />
auf März, weil große Teile vom VNAV<br />
miert wurden um ein besseres Verhalt<br />
Parallel wird an der FSX-Version gear<br />
ser Strategie soll diese nicht zu lange<br />
lassen. Die Veröffentlichung der FS<br />
gleichzeitig das ServicePack 1 entha<br />
Modell wird nativ sein und viele Bem<br />
auch als hochauflösende „QWHDT Te<br />
und natürlich Bump- und Specmaps. F<br />
beitet das Team im Moment viel am H<br />
Livery / Load Manager und dem Insta<br />
hatte in der Dezember Ausgabe 2011 ei<br />
Blick auf die Beta-Version der Avro/BA<br />
den nächsten Monaten werden wir un<br />
Version umschauen.<br />
www.qwsim.com
ings setzt zum Anflug<br />
en Verspätung<br />
neu programen<br />
zu erzielen.<br />
beitet, mit dieauf<br />
sich warten<br />
X-Version wird<br />
lten. Das FSXalungen<br />
wird’s<br />
xturen“ geben,<br />
ür den rest arandbuch,<br />
dem<br />
ller. Die <strong>Flight</strong>!<br />
nen exklusiven<br />
e geworfen. In<br />
s in der finalen<br />
Viva Italia - Milano Linate X<br />
Gianni Mantellini, welcher bereits Neapel als Freeware<br />
entworfen hatte, begibt sich nun an den Entwicklertisch<br />
und arbeitet an seiner ersten Payware.<br />
Diese wird der italienische Flughafen in Mailand<br />
sein. Mailand etablierte sich als Modehauptstadt Italiens<br />
und wird heute als Ziel vieler Geschäftsreisenden<br />
angeflogen. Umsetzen wird er den Airport der Modehauptstadt<br />
für den <strong>Flight</strong> Simulator X, FS9 und Prepar3D.<br />
Welcher Publisher sich der Sache annehmen<br />
wird, wird noch unter strengen Verschluss gehalten.<br />
DIE MEIST VERKAUFTE SOFTWARE<br />
www.simmarket.com<br />
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die TOP 5<br />
FSX Szenerien<br />
FRIEDRICHSHAFEN X<br />
Entwickler: German Airports Team<br />
Preis: 14,95 Euro<br />
Review: März 2012<br />
Note: Hervorragend<br />
KRAKOW BALICE EPKK 2012 FSX<br />
Entwickler: DRZEWIECKI DESIGN<br />
Preis: 20 Euro<br />
Review: Februar 2012<br />
Note: 8,4 ¦ sehr gut<br />
MIAMI INTERNATIONAL AIRPORT<br />
Entwickler: LATINVFR<br />
Preis: 24,98<br />
Review: März 2012<br />
Note: 5,9¦ Mangelhaft<br />
MILANO MALPENSA LIMC<br />
Entwickler: Sim Giants<br />
Preis: 10,92 Euro<br />
Review: -<br />
Note: -<br />
CANARY ISLANDS GOLD EDITION<br />
Entwickler: Sim Giants<br />
Preis: 16,64 Euro<br />
Review: -<br />
Note: -<br />
FSX Flugzeuge<br />
C-27J SPARTAN<br />
Entwickler: Iris Platinum<br />
Preis: 9,52 Euro<br />
Review: -<br />
Note: -<br />
PA46T MALIBU JETPROP HD SERIES FSX<br />
Entwickler: Carenado<br />
Preis: 35,11 Euro<br />
Review: -<br />
Note: -<br />
BELL 222 FSX SP2<br />
Entwickler: Cera<br />
Preis: 27,95 Euro<br />
Review: -<br />
Note: -<br />
Bronco X<br />
Entwickler: Aerosoft<br />
Preis: 29,96 Euro<br />
Review: April 2012<br />
Note: -<br />
A-10A WARTHOG<br />
Entwickler: Iris Platinum<br />
Preis: 9,52 Euro<br />
Review: folgt<br />
Note: -
Tägliche Meldungen finden Sie unter www.flightm.de<br />
Krakau im FSX –<br />
Nahe an der Realität<br />
Die <strong>Flight</strong>! Redaktion sucht weitere Redakteure,<br />
Bewerbung: redaktion@flightm.com<br />
Die Polen machen´s vor. Der von Drzewiecki Design<br />
erstellte Airport Krakau unweit der Stadt, hat<br />
enormes Potenzial welches umwerfend umgesetzt<br />
wurde und echt andere Payware Add-ons nur so vor<br />
Neid erblassen lassen kann. Auf den Screenshots ist es<br />
schon ersichtlich, die extreme Liebe zum Detail.<br />
So zum Beispiel wurde nicht nur der Flughafen, sondern<br />
auch die ganze Umgebung mitsamt der Stadt<br />
Krakau miteinbezogen. Anhand von Luftbildern<br />
wurden Gebäude gesetzt und eingefügt. Echt bemerkenswert<br />
ist die gelungene Atmosphäre und die<br />
Beleuchtung. Zu erstem sei gesagt, dass ein belebter<br />
Verkehr rund um den Flughafen herrscht und auch<br />
am Flugfeld schon Bodenpersonal und Passagiere bereitstehen.<br />
Die gesamte Beleuchtung des Areals, sowie der tollen<br />
und realen Vorfeldbeleuchtung wurde überragend<br />
umgesetzt. Gebäude außerhalb des Flughafenareals,<br />
Kirchen, Dome oder Sehenswürdigkeiten, werden<br />
genauso beleuchtet. Es sucht einfach seinesgleichen.<br />
Tolle Atmosphäre, toller Airport! Was will der Flugsimulator-Pilot<br />
mehr?<br />
www.drzewiecki-design.net<br />
Die polnische Scenery-Schmiede arbeitet nun schon<br />
am nächsten Projekt. Diesmal geht´s außerhalb der<br />
polnischen Landesgrenze nach Übersee, Miami. Genauer<br />
gesagt in die Bezirke Miami Downtown, Miami<br />
Beach und Key Biscayn.<br />
Diese wurden mit einer eigenen Autogen-Szenerie<br />
überarbeitet und die Devise lautet eindeutig, Klotzen<br />
statt Kleckern. Die Gebäude, vor allem Hotels die in<br />
den Himmel ragen, wirken auf den ersten Blick imposant,<br />
am zweiten Blick erkennt man dann auch genau<br />
wo diese platziert worden sind, nämlich an genau der<br />
Stelle wo sie real auch stehen. Absolut überzeugend<br />
umgesetzt können sich die ersten Preview´s sehen<br />
lassen. Wir sind gespannt auf das fertige Produkt des<br />
polnischen Entwicklerteams und auf die FSX Version.<br />
Die erstellten <strong>Vorschau</strong>bilder sind in der FS9 Version,<br />
die ebenfalls umgesetzt wird, entstanden.<br />
German Airports 3 – <strong>Vorschau</strong>bilder<br />
aus Hamburg und Bremen<br />
Dass Aerosoft an einer Neuumsetzung und Aktualisierung<br />
der in die Tage gekommenen German Airports<br />
in der Serie 3 anhält ist kein Geheimnis mehr.<br />
Neu jedoch sind die ersten Bilder die uns Rainer Duda<br />
im Aerosoft-Forum präsentierte. Diese zeigen eine<br />
gravierende Veränderung zum Vorgänger, wie etwa<br />
neue Gebäude, eine 3D Approach-Beleuchtung und<br />
mehr Autogen rund um den Flughafen die zur Verwendung<br />
kommen. Zum Release kann es allerdings<br />
nicht mehr lange dauern. Doch Bilder sagen mehr als<br />
Tausend Worte.<br />
Die Produktbesprechung der Krakau-Szenerie finden<br />
Sie in der <strong>Flight</strong>! Ausgabe Februar 2012.
DC-6B Legends of <strong>Flight</strong> als<br />
Download erhältlich<br />
Die DC-6B aus dem Hause Just<strong>Flight</strong> präsentiert<br />
sich nun in voller Pracht für den heimischen FSX<br />
Flugsimulator-Piloten. So gilt die DC-6B als einer<br />
der ersten viermotorigen Flugzeuge die den Atlantik<br />
überquerten. Während des 2. Weltkriegs diente die<br />
DC6 als Transporter, darunter Personen, Güter jeglicher<br />
Art und Munitionstransporte. Die B Version<br />
wurde in der Nachkriegszeit entworfen und diente<br />
von nun an dem reinen zivilen Luftverkehr, darunter<br />
auch als Air-Force-One für den 33. amerikanischen<br />
Präsidenten, Harry S. Truman. Von den knapp über<br />
700 Stück gebauten Exemplaren der DC6, existieren<br />
leider nur noch sehr wenige, zumindest welche die<br />
Flugfähig sind. Einige davon fliegen sogar noch im<br />
regulären Flugdienst in Südamerika oder Afrika. Eine<br />
österreichische Getränkefirma kaufte eine dieser DC6<br />
an und verwandelte sie in ein echtes Prunkstück. Sie<br />
wurde komplett originalgetreu restauriert, überholt<br />
und wir bei Flugveranstaltungen geflogen, die restliche<br />
Zeit ist am Salzburger Flughafen im Hangar 7<br />
zu bestaunen.<br />
Natürlich hat Just <strong>Flight</strong> diese bekannte Version der<br />
Flying Bulls auch in ihr fertiges Produkt einfließen<br />
lassen, sowie zahlreiche weitere Bemalungen von<br />
Airlines rund um den Globus. Zudem bietet die Just-<br />
<strong>Flight</strong> DC-6B noch zahlreiche Zusatzanimationen<br />
wie z.b. animierte Bordstiegen ins Flugzeug oder<br />
Support-Fahrzeuge die zum Flugzeug fahren. Ein<br />
hochauflösendes virtuelles Cockpit ist genauso mit in<br />
der Umsetzung wie eine überzeugende Soundkulisse.<br />
Bei der Entwicklung unterstützten Just<strong>Flight</strong> echte<br />
DC6 Piloten, somit wurde auch das Thema Flugphysik<br />
penibelst ausgeklügelt und besticht durch eine<br />
wirklich realitätsnahe Steuerung. Mit dabei ist nicht<br />
nur die Passagiervariante DC-6B sondern auch ein<br />
Cargo-Modell, die mit den passenden Lackierungen<br />
versehen ist.<br />
Die DC-6B ist nun als Download für den FSX über<br />
Just<strong>Flight</strong> verfügbar. Das ausführliche Review veröffentlichen<br />
wir in der April-Ausgabe 2012 des<br />
<strong>Flight</strong>! <strong>Magazin</strong>s.
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Tägliche M<br />
Finde <strong>Flight</strong>M super, jedoch sind v<br />
Screenshots extrem Dunkel und ma<br />
erkennt sehr wenig.<br />
Nette Grüße<br />
Michael Klanthe<br />
Max Maurer:<br />
Finde ich toll, den Jahrgang a<br />
für die Aboleser kostenlos herau<br />
Christoph Pichler:<br />
Ich finde das ein tolles Angebot,<br />
lässt sich Stauraum in den Schrä<br />
freimachen:-)<br />
Marcus:<br />
Ich finde microsoft flight nicht inte<br />
! man muss sich länder dazu kaufe<br />
usw.... Damit ist mal eben schnell<br />
teich fliegen erstmal nicht möglich.<br />
<strong>Microsoft</strong> hätte den simulator „spie<br />
simulator nicht mehr viel zu tun“ a<br />
pressen sollen und ganz normal ve<br />
sollen. Ich hab meinen fsx jetzt so w<br />
ein simulator sein sollte.. ich selber<br />
ständig im ivao netzwerk . ich find<br />
flight keine zukunft hat ! Hätte m<br />
einen echten simulator entwickelt<br />
real währe wie es nur geht würde<br />
800 Euro dafür bezahlen aber fli<br />
nichts für leute bei denen die simu<br />
ganz oben steht......schade eigend<br />
spaß beim „Spielen“<br />
lg
eldungen finden Sie unter<br />
www.flightm.de<br />
iele<br />
n<br />
Leserbriefe<br />
ls E-Paper<br />
s zu geben.<br />
so<br />
nken<br />
ressant<br />
n<br />
übern<br />
.<br />
l mit<br />
uf dvd<br />
rkaufen<br />
ie<br />
fliege<br />
e das<br />
icrosoft<br />
der so<br />
ich sogar<br />
ght ist<br />
lation<br />
lich viel<br />
Sehr geehrtes <strong>Flight</strong>! Team,<br />
ich finde das <strong>Magazin</strong> mehr als gelungen,<br />
darum bin ich seit der aktuellen Ausgabe<br />
auf das Abo umgestiegen. Macht weiter<br />
so. Toll finde ich auch die Idee mit<br />
der kostenlosen Abgabe des kompletten<br />
Jahrgang 2011 als EPaper. Da ich seit<br />
ein paar Tagen einen EBook Reader<br />
besitze, kommt mir die Aktion gerade<br />
zum rechten Zeitpunkt. Ich werde nach<br />
dem Download den Reader gleich mit der<br />
<strong>Flight</strong>! 2011 füttern und anschließend<br />
ausgiebig darin schmökern. Vielen Dank<br />
dafür und viele Grüße an das komplette<br />
Team und einen besonderen Gruß an Urs<br />
Wildermuth. Wäre doch schön, wenn er<br />
wieder ein paar Fliegergeschichten auf<br />
Lager hätte und diese auch veröffentlichen<br />
könnte. Vielleicht in einer der nächsten<br />
Ausgaben oder gar in einem weiteren<br />
Buch.<br />
haj;<br />
Viele Grüße<br />
Martin Mahn<br />
Na dann<br />
Dirk Federmann:<br />
Trotz teilweise lustigen Schreibfehlern<br />
macht ihr eure Sache echt gut.<br />
Macht bitte weiter so!<br />
Walter Merkendorf :<br />
Die Szenerieabbildungen sind für meinen<br />
Geschmack alle zu dunkel dargestellt.<br />
Es könnte mehr Freeware-Artikel geben.<br />
Ansonsten gefällt mir das Heft ganz gut.!<br />
Ihr <strong>Magazin</strong> ist auf einem sehr guten<br />
Weg. Grundsätzlich finde ich Berichte<br />
über neue Flugzeuge wesentlich<br />
interessanter als über neue Szenerien :-)<br />
Gut fände ich auch, wenn weiterhin<br />
ausführlich über die Entwicklung von<br />
X-Plane und dem aeroflyFS berichtet<br />
würde.<br />
Christoph Schneider<br />
wollen wir mal hoffen das Herr Austin<br />
noch den ein oder anderen Kinken<br />
ausbügelt zum release. Bis dato ist das<br />
Handling leider mehr als umständlich,<br />
die Performance insbesondere bei hdr<br />
eher mäßig und das Autogen, Stichwort<br />
“plausibel World” sieht gerade in Europa<br />
aus als hätten wir einen Atomkrieg gehabt<br />
der 90Prozent aller Häuser vernichtet<br />
hätte. Dichte Bebauung ist bislang völlige<br />
Fehlanzeige. Außerdem sehen die default-<br />
Flieger mehr als bescheiden aus, zumindest<br />
ein 3d Cockpit sollte im Jahre 2012 wohl<br />
Standart sein. Das Handling erinnert<br />
bei den GA’s auch eher an eine wilde<br />
Achterbahn.<br />
Aber es gibt auch positives, die Engine<br />
sieht jetzt schon richtig gut aus, Wolken,<br />
Himmel etc liegen deutlich über fsx<br />
Niveau. Flüssiger läuft der Sim auch.<br />
Wollen wir hoffen dass der Rest auch noch<br />
wird!<br />
Kontakt: redaktion@<strong>Flight</strong>M.com<br />
Jan:<br />
Hab mich sehr gefreut, als ich die letzte<br />
Ausgabe in der Hand hatte. Da waren<br />
sehr viele für mich interesante Artikel<br />
drin. Aber nun ein klein bissel Kritik. Es<br />
war recht viel Text mit einem dunklen<br />
Hintergrund versehen (Bsp. Seite 25<br />
Kommentarbox). Das lässt sich schlecht<br />
lesen. Bitte die Hintergründe etwas heller<br />
wählen, auch wenn es nicht so schön<br />
aussieht. Kommt aber der Lesbarkeit<br />
zugute und die sollte ja primär sein.<br />
Ansonsten meiner Meinung nach eines der<br />
besten Ausgaben der letzten Zeit :)
Always Happy Landings in Frankfurt<br />
Vier Simulatoren in einer Halle<br />
In Frankfurt Nieder-Eschbach<br />
haben wir uns zu einem Besuch<br />
bei der Happy Landings <strong>Flight</strong>simulations<br />
GmbH angemeldet.<br />
Marc Goergen und ich treffen<br />
dort nach einer kurzen Fahrt vom<br />
Frankfurter Flughafen am frühen<br />
Vormittag ein. Wir werden in der<br />
etwa 450 qm großen Halle von den<br />
Unternehmern Rick Damm und<br />
Fabian Hildenbrand begrüßt, die<br />
diese Eventfirma im Herbst 2011<br />
eröffnet haben. Gleich neben dem<br />
Golfclub ist das Firmengebäude in<br />
der Heinrich-Lanz-Allee 10 leicht<br />
zu finden.<br />
Der Bau ist von seinen Dimensionen<br />
schon beachtlich, etwa sieben<br />
Meter hoch ist die Halle, auf<br />
zwei Ebenen sind vier Simulatoren<br />
untergebracht. Im Erdgeschoss stehen<br />
die beiden Verkehrsflugzeuge<br />
als Fixed-Base-Simulatoren (FBS).<br />
Die Treppe hinauf geht es zu den<br />
zwei F 16 Fighting-Falcon Kampfjets,<br />
die dort an den gegenüberliegenden<br />
Wänden aufgebaut sind.<br />
Nach sehr langer Zeit nehme ich<br />
mal wieder in einem Cockpit Platz,<br />
das zu einem Kampfjet gehört. Mitte<br />
der 80er Jahre hatte ich mal die<br />
Gelegenheit in einem Jet-Trainer,<br />
einer T 38 Talon, die in den USA<br />
zivil zugelassen war, zu fliegen.<br />
Die T 38 ist die zweisitzige Version<br />
der F 5 Freedom Fighter und<br />
so fliegt sie auch. Mit den zwei GE<br />
Triebwerken kann auch der Trainer<br />
Überschall fliegen.<br />
Hier sitze ich in einer F 16, im<br />
Original ab Block C/D digital FBW<br />
gesteuerten Spielzeug, mit dem<br />
man nicht allzuviel anfangen kann,<br />
da die meisten Systeme in dem FBS<br />
zwar schön grün leuchten, aber<br />
nicht funktionsfähig sind. Nach<br />
dem virtuellen Abschuss eines anderen<br />
Flugzeugs lande ich wieder<br />
und wende mich den Verkehrsflugzeugen<br />
zu. Ein netter Funflight-Simulator<br />
der für Abwechslung sorgt.<br />
Nun zu den richtigen Flugzeugen:<br />
Tatsächlich handelt es sich bei beiden<br />
Geräten um Simulatoren, die<br />
von Cockpitsonic konzipiert und<br />
gebaut wurden. Diese kenne ich ja<br />
schon von anderen Zentren, aber<br />
hier hat sich doch einiges getan.<br />
Fangen wir mit der B 737 an.<br />
Die Räume von Happy Landings in Frankfurt<br />
Das Cockpit ist wie üblich hinten<br />
offen, es steht eine Gruppe von<br />
Flugzeugsitzen für Zuschauer bereit.<br />
Der Bereich für Sicherungen<br />
der Stromversorgung hinter dem<br />
Copiloten Sitz ist nicht verbaut,<br />
ebenfalls sind die richtigen Jumpseats<br />
nicht eingebaut. Dem Zuschauer<br />
bietet sich so natürlich eine<br />
Menge Platz. In der originalen B<br />
737 muss man sich ganz schön winden,<br />
um auf den Sitz zu kommen.<br />
Hier sind die Cockpitsitze für Copilot<br />
und Kommandant zwar wie<br />
bei dem Vorbild auf Schienen aufgebaut,<br />
diese fahren jedoch nicht<br />
nach hinten außen, so dass man<br />
sich jeweils von der Außenseite auf<br />
den Sitzplatz schieben muss. Die<br />
Sitzverstellungshebel sind nicht<br />
Boeing-typisch angeordnet, so dass<br />
auch ein realer Pilot mit mehr als<br />
3000 Stunden auf der 737 diese Verstellungseinrichtung<br />
erst erlernen<br />
muss.<br />
18 <strong>Flight</strong>!
HERVORRAGEND<br />
Im Test: Happy Landings Frankfurt<br />
Ausgabe: März 2012<br />
www.flightm.com<br />
Sonst ist das Cockpit schön durchmodelliert.<br />
Auch die Throttles<br />
machen inzwischen einen tollen<br />
stabilen Eindruck und die Stellmotoren<br />
des Autothrottle-Systems<br />
funktionieren auch recht gut. Dass<br />
die Seitenruderpedale einen zu<br />
kurzen Weg haben, stelle ich beim<br />
Rollen fest. Auch die Ruderwirkung<br />
ist nicht ganz ausreichend. Für<br />
einen Triebwerksausfall sind das<br />
nicht die besten Voraussetzungen,<br />
aber die Triebwerke sind gut gewartet<br />
und fallen nicht aus. Jedenfalls<br />
noch nicht beim Start. Ich habe natürlich<br />
vergessen, meinen heutigen<br />
Copiloten dem geneigten Leser<br />
vorzustellen. Andreas Schneider,<br />
ein junger Mann, der gerade nach<br />
dem ATPL ein A 320 Type Rating<br />
abgeschlossen hat und hier auch als<br />
Instructor tätig ist, begleitet mich<br />
auf dem virtuellen Weg von Hannover<br />
(HAJ) nach Frankfurt (FRA).<br />
Wir starten und drehen nach<br />
Süden, mit den Pedalen ist die Richtung<br />
am Boden schwer zu halten.<br />
Da muss noch etwas kalibriert werden,<br />
aber das ist ein Klacks. In etwa<br />
FL 100 stelle ich einen Motor aus.<br />
Ich möchte den Restart im Airstart-<br />
Envelope testen, das ging bei den<br />
bisher von mir getesteten 737 NGs,<br />
außer bei den Full-<strong>Flight</strong>-Simulatoren<br />
natürlich, noch nicht richtig.<br />
Und dies hat nichts zu tun mit der<br />
„low windmilling characteristic“<br />
des CFM-56-Triebwerks, sondern<br />
mit dem Programm. Aber hier, ich<br />
bin begeistert, spult das Triebwerk<br />
in Stellung „Air Start“ wieder hoch.<br />
Fuel Switch an und schwupps sind<br />
wir in Idle-Drehzahl. Das ging gut<br />
und deshalb geht es gleich zur Landung<br />
in FRA. Kurzes Briefing, zwei<br />
Checklisten und wir sind auf dem<br />
kurzen Final zur 25C, aber der Flieger<br />
will nicht auf dem ILS bleiben<br />
und ich muss das Gerät manuell auf<br />
die Bahn prügeln. Das wollen wir<br />
Community<br />
FLIGHT!<br />
Ein Blick von außen in die A 320<br />
www.flightm.com 19
Das Airbus Cockpit<br />
Marc Goergen und Sandra Lamm<br />
Kaffee und kann gleich von dem<br />
Bartresen schwärmen. Er ist aus<br />
Sichtbeton, U-förmig gebaut und<br />
kann eine Menge Gäste aufnehmen.<br />
Insgesamt ist dieser Raum<br />
mit seinem technischen Ambiente<br />
genau richtig für einen Event. Die<br />
Veranstalter werben mit bis zu 40<br />
Leuten, die Platz in der Halle finden.<br />
Ich glaube, es passen noch<br />
mehr hinein. Hier könnte man<br />
eine Fliegerfete feiern, etwas ganz<br />
Außergewöhnliches machen, der<br />
Raum ist einfach toll.<br />
web: www.happy-landings.org<br />
noch einmal testen und das Gerät<br />
wird abgestellt, inspiziert und noch<br />
einmal von den Kollegen geflogen.<br />
Nun kann auch der Autopilot dem<br />
ILS folgen. Bei den nächsten Versuchen<br />
zeigten sich die Triebwerke<br />
widerborstig beim Anlassen und es<br />
war ein Eingriff am Instructor Platz<br />
erforderlich, da sich Fehler in der<br />
Software zeigten.<br />
20 <strong>Flight</strong>!<br />
Nach den kleinen Korrekturen haben<br />
wir alle Spaß gehabt, das Gerät<br />
fliegt ziemlich genau wie eine<br />
737, lediglich die Auslenkkräfte am<br />
Yoke müssten auch etwas besser kalibriert<br />
werden. Um die Längsachse<br />
ist der Flieger zu weich, um die<br />
Querachse geht es ziemlich gut.<br />
An der Bar brauche ich jetzt einen<br />
Nun geht es zum Airbus A 320.<br />
Mein junger Kollege ist in seinem<br />
Element, schließlich hat er das<br />
gültige Type Rating und ich nicht.<br />
So einigen wir uns. Er fliegt und<br />
ich schalte und walte. In lockerem<br />
Fliegerenglisch sagt der Pilot-flying<br />
dazu: „I fly, you cry.“<br />
Wir fliegen zurück. Der am Boden<br />
festgeschraubte Airbus macht, was<br />
er soll, aber erst beim zweiten Versuch.<br />
Der erste Take-off- Versuch<br />
geht schief. Der Kollege zieht am<br />
Sidestick, nichts passiert. Ich drücke<br />
den Priority-Button und ziehe,<br />
nichts passiert. Der Techniker
FLIGHT!<br />
Community<br />
<strong>Flight</strong>! Gastautor Samuel Dickes im Cockpit der 737NG<br />
ers im Airbus-Cockpit<br />
konnte das Problem sofort finden<br />
und schnell reparieren. Jetzt, beim<br />
zweiten Versuch, läuft alles besser,<br />
wir fliegen gemütlich nach Hannover<br />
und kommen auf der 27R an.<br />
Unterwegs teste ich schnell noch<br />
die „Fly by wire“-Steuerung. Diese<br />
funktioniert zufriedenstellend. Die<br />
Modi „Alternate Law“ und „Direct<br />
Law“ können wegen der nicht programmierten<br />
Funktion nicht getestet<br />
werden. Dann finde ich noch<br />
Muße, die Rundumsicht zu betrachten.<br />
Diese gebogene Panoramasicht<br />
ist, genau wie bei der B 737<br />
einen Raum weiter, schön gemacht.<br />
Die glänzenden Schraubenköpfe<br />
werden demnächst noch versenkt<br />
und lackiert, dann ist alles toll.<br />
Der F16 Simulator<br />
Ich kann einen Besuch hier empfehlen,<br />
insbesondere mit einem<br />
Incentive-Paket macht das bestimmt<br />
Spaß, aber auch dem Einzelbesucher<br />
wird ein schöner<br />
Einblick in die Welt des Fliegens<br />
mit einem Verkehrsflugzeug geboten.<br />
Always „Happy Landings“<br />
wünsche ich.<br />
Sandra Lammers<br />
www.flightm.com 21
An der Grenze des Möglichen<br />
PMDG B 737 NGX mit Service Pack 1B<br />
Boeing 737 Next Generation<br />
Lange hat es gedauert, bis die von<br />
sehr vielen Simmern so sehr herbeigesehnte<br />
PMDG Boeing 737NG für<br />
den FSX störungsfrei in das Review<br />
kam.<br />
Als die erste Version bei der Verfasserin<br />
auf der Platte getestet wurde,<br />
war die Enttäuschung groß.<br />
Nun, nach vier Hotfixes und zwei<br />
Service Packs, wird ein neuer Versuch<br />
gestartet und endlich bin ich<br />
mit der Leistung hochzufrieden.<br />
PMDG hat ein Simulationspaket<br />
entwickelt, das einmal mehr<br />
Maßstäbe setzt und sowohl als Simulationsspiel,<br />
als auch als ernsthaftes<br />
Lernhilfsmittel Verwendung<br />
finden kann.<br />
Um die Spannung beim geschätzten<br />
Leser zu entladen, gleich mein<br />
Ergebnis: Ja, es ist ein großartiges<br />
Programm, es setzt neue Maßstäbe<br />
und es funktioniert nunmehr sehr<br />
zufriedenstellend.<br />
Der Rechner:<br />
Ein Kraftpaket sollte es schon sein,<br />
das dieses Modell für eine harmonische<br />
Abarbeitung der Simulation<br />
benötigt. Ich habe einen i7 der<br />
zweiten Generation 2600K mit 8<br />
GB Speicher und einer SSD-Platte<br />
für Betriebssystem, FSX und Addons<br />
verwendet. Als Grafikkarten<br />
sind eine NVIDEA 295 und eine<br />
GTX8400 eingebaut. Eine ruckelfreie<br />
Darstellung auf meiner Multimonitor-Einrichtung<br />
mit horizontal<br />
2 x 1920 x 1080 Bildpunkten<br />
im Fenstermodus über alle Monitore<br />
war erst nach einer Übertaktung<br />
des Prozessors auf 4,1 GHz<br />
HERVORRAGEND<br />
Im Test: PMDG 737NGX<br />
Ausgabe: März 2012<br />
www.flightm.com<br />
möglich. Dies ist bei dem 2600K<br />
natürlich leicht durchzuführen, da<br />
es das BIOS (UEFI) durch den Turbomodus<br />
von ganz allein macht.<br />
Ebenfalls ist hier die Aufrüstung<br />
auf die neueste Generation der i7-<br />
Prozessoren eine Option. Diese<br />
habe ich mit dem neuen FLIGHT!-<br />
Rechner, der in Zusammenarbeit<br />
mit der Firma Arlt Computer entsteht,<br />
ebenfalls getestet.<br />
Das etwa 2.500 Euro teure Gerät<br />
verwendet unter anderem das neue<br />
ASUS-P9-Board mit dem LGA-<br />
2011-Sockel. Verbaut ist ein Intel-<br />
Prozessor 3930K, eine SSD von<br />
Cruzial und es besitzt 16 GB Speicher<br />
im Quad-Memory-Verbund.<br />
Als Grafikkarten arbeiten eine GTX<br />
580 Phantom und eine GTX520GT.<br />
Das Gerät wird mit einer kühlung<br />
Wassertemperiert.<br />
22 <strong>Flight</strong>!
Sandra Lammers<br />
war Lehrerin für ATPL und Sachverständige des LBA und<br />
anschließend viele Jahre als Kapitänin im Lufthansakonzern<br />
bis zum Ruhestand tätig.<br />
Review<br />
Ebenfalls wäre hier eine Übertaktung<br />
auf etwa 4,3 GHz eine Möglichkeit,<br />
die angedacht werden will.<br />
Auch hier geht eine Übertaktung<br />
bei dem 3930K bis auf 4,28 GHz<br />
leicht durch Selektion des Turbomodus<br />
im UEFI BIOS. Falls man<br />
eine Übertaktung vermeiden will,<br />
kann man natürlich auch den teureren<br />
Prozessor 3960K ordern.<br />
Alle diese Anforderungen sind natürlich<br />
nur erforderlich, wenn der<br />
FSX mit all seinen Optionen im<br />
Anzeigebereich auf Höchstleistung<br />
getrimmt wird. Wer damit leben<br />
kann, die „Regler“ in die Mitte zu<br />
stellen, kann auch mit langsameren<br />
Rechnern glücklich werden.<br />
Eine Grundvoraussetzung ist aller-<br />
dings die ausreichende Speicher-<br />
ausstattung. 8 GB sind hier wohl<br />
die erforderliche Mindestausstattung,<br />
6 GB bei Triple-Speicher auf<br />
einem EX-58-Board, das für die i7-<br />
Prozessoren der ersten Generation<br />
verwendet wird.<br />
Als Folge ist natürlich ein 64-Bit-<br />
Betriebssystem, damit der Speicher<br />
auch verwaltet werden kann, erforderlich.<br />
Alle Versuche mit weniger<br />
Speicherausstattung auf einem<br />
32-Bit-Betriebssystem endeten hier<br />
mit einem Absturz des Programms<br />
wegen Speichermangels. Auch<br />
PMDG gibt dies nunmehr in seinen<br />
Anforderungen auf der Herstellerwebsite<br />
an.<br />
Wenn diese Voraussetzungen erfüllt<br />
sind, steht dem Spiel oder<br />
dem Training nichts mehr im Weg.<br />
Seit der Installation des SP1B gab<br />
es auch bei kompliziertesten Missionen<br />
keinen Absturz und kein<br />
Einfrieren mehr auf meinem<br />
System.<br />
Dies war ja der Hauptkritikpunkt,<br />
den ich bisher hatte. Was hilft die<br />
tollste Optik, wenn das Programm<br />
nicht störungsfrei läuft? Auch wenn<br />
ich die Lobeshymnen in den ausländischen<br />
Foren nicht unbedingt<br />
teile, hat sich die stetige Weiterarbeit<br />
des Herstellers nach dem etwas<br />
unglücklichen ersten Release<br />
gelohnt.<br />
Das Außenmodell:<br />
Bewertet wird hier natürlich nur<br />
das mitgelieferte Original, also die<br />
B 737-800/-900 in den Hausfarben.<br />
Die Qualität von Liveries anderer<br />
Hersteller kann ich hier nicht bewerten.<br />
Bezahlt wird das, was in<br />
der Schachtel ist, und das wird von<br />
FLIGHT!<br />
www.flightm.com 23
„Es ist vollbracht.“<br />
mir getestet. Aber es sind schon<br />
viele schöne Bemalungen vorhanden.<br />
Das Außenmodell ist sehr gelungen,<br />
Alle Details sind scharf dargestellt<br />
und komplex modelliert.<br />
Wenn die Trailing-Edge-Klappen<br />
ausgefahren sind, kann man die<br />
Einzelheiten der Aktuatoren und<br />
der Anschlagpunkte erkennen. Das<br />
Fahrwerk ist komplex ausgeführt,<br />
man glaubt, man könne die Belagstärke<br />
der Bremsbeläge erkennen.<br />
Alle äußeren Anbauten, wie Antennen,<br />
Fühler und Ansaug-/Abluftöffnungen<br />
sind korrekt modelliert.<br />
Die technische<br />
Komplexität:<br />
Das, was manche Leute als Systemtiefe<br />
bezeichnen, ist die Nachbildung<br />
der originalen Systemfunktion.<br />
Wenn also zum Beispiel eine<br />
elektrische Hydraulikpumpe eingeschaltet<br />
wird, muss der Stromverbrauch<br />
auf den originalen Wert<br />
ansteigen, am Overheadpanel abzulesen<br />
sein und die entsprechenden<br />
Ruder müssen kurz zucken, bis der<br />
Ausschlag der Position des entsprechenden<br />
Steuerorgans, hier dem<br />
Yoke, entspricht. Ebenfalls muss die<br />
entsprechende Warnleuchte ausgehen.<br />
Das Geräusch und die entsprechende<br />
Systemfunktion müssen natürlich<br />
auch vorhanden sein.<br />
Ich habe mir die Mühe gemacht, die<br />
technischen Systeme und die Manipulationsfolgen<br />
auf Ablaufvorgänge<br />
zu testen, und bin nach wie<br />
vor begeistert von der Detailtreue.<br />
Wenn ein elektrischer Verbraucher<br />
geschaltet wird, ergibt sich die folgerichtige<br />
Veränderung im Stromverbrauch.<br />
Wenn Systeme ausgeschaltet<br />
werden, funktionieren sie<br />
auch nicht mehr. Einige Systeme,<br />
wie das Notausfahren des Fahrwerks,<br />
konnte ich nicht testen, da<br />
die Seilzüge dafür nicht modelliert<br />
sind, auch die Bodenklappe ist nicht<br />
vorhanden.<br />
Das eingebaute FMS ist das typische<br />
Boeing-FMS, das fein durch programmiert<br />
ist und in der Simulation<br />
einige zusätzliche Funktionen<br />
besitzt, die ein echtes FMS natürlich<br />
24 <strong>Flight</strong>!
Die Texturkünstler von McPhat verschönern die<br />
PMDG mit hochwertigen Texturen<br />
nicht hat. Über diese Zusätze kann<br />
man lange philosophieren und es<br />
gibt Nutzer, die diese Funktionen<br />
toll finden, ich lehne sie kategorisch<br />
ab. Es ist nach meiner Auffassung<br />
verkehrt, Funktionen zu programmieren,<br />
die es in der Wirklichkeit<br />
nicht gibt. Denn eine Simulation ist<br />
die Nachbildung der Wirklichkeit.<br />
Die Auswahl des technischen Zustands<br />
des Flugzeugs ist natürlich<br />
bereits bestimmt, bevor man in das<br />
Cockpit steigt. Nach meiner Auffassung<br />
wäre ein Operations oder<br />
Dispatch Center, zu dessen Besuch<br />
man vor dem Einsteigen veranlasst<br />
wird, der richtige Ort, diese Selektion<br />
zu treffen. Dort sollte auch<br />
die Flugvorbereitung erfolgen. Ein<br />
Losfliegen ohne entsprechende<br />
Vorbereitung ist nicht vorbildgetreu<br />
und sollte nicht erfolgen. Da<br />
bin ich ganz puritanisch und gesetzestreu.<br />
Nutzer, die einmal für einen kurzen<br />
Rundflug ohne Vorbereitung starten,<br />
können natürlich nicht erwarten,<br />
dass die Simulation problemlos<br />
abläuft. Ein Betrieb des Simulationssystems<br />
nach den Regeln des<br />
Gesetz- und Verordnungsgebers ist<br />
die Königsdisziplin und dieses Programm<br />
erlaubt dies weitestgehend.<br />
Wer es richtig machen will, kann<br />
die Vorbereitung durchführen und<br />
sich danach in das bereits richtig selektierte<br />
und vorbereitete Flugzeug<br />
setzen, wie es in der Wirklichkeit<br />
auch passiert.<br />
Hier sind im FMS die Funktionen<br />
durchgehend nahezu identisch mit<br />
dem Original programmiert. Lediglich<br />
die Rechengeschwindigkeit<br />
des bordeigenen FMS ist viel höher<br />
als die des Originalrechners.<br />
Alle wichtigen Funktionen, bis<br />
auf die Wartungspositionen, sind<br />
durchgehend vorhanden und können<br />
über die CDU selektiert werden.<br />
Selbst ein Inflight Destination<br />
Change kann durchgeführt werden.<br />
Der Unterschied zwischen den McPhat (links)<br />
und den PMDG Texturen<br />
26 <strong>Flight</strong>!
FLIGHT!<br />
Review<br />
Zu finden auf www.mcphatstudios.net<br />
Ich habe mehrere Flüge während<br />
eines Flugs zum Alternate-Flugplatz<br />
umgeplant, alles funktionierte<br />
einwandfrei. Die erreichbaren<br />
Flugleistungen entsprechen nahezu<br />
dem Referenzflugzeug innerhalb<br />
des versprochenen Fünf-Prozent-<br />
Bereichs. Ich habe dies allerdings<br />
aus Mangel an Originaldaten nur<br />
mit der Version -800 testen können.<br />
Das AIRAC ist entsprechend neu,<br />
aber dennoch nicht ganz aktuell<br />
und man muss aufpassen, dass die<br />
simulierte Welt der Add-on-Flugplätze<br />
mit dem FMS synchron ist.<br />
Beispiele für Änderungen sind zum<br />
Beispiel in LEJ und FRA zu finden.<br />
Für FRA gibt es ein kostenloses<br />
www.flightm.com 27
Zwischenupdate. Die Bahn 07L und<br />
25R sind im FMS noch nicht zu finden,<br />
da muss ein noch aktuelleres<br />
AIRAC her. Dies gilt natürlich für<br />
alle Add-ons. Man kann sich nicht<br />
auf die in der CDU des FMS angezeigte<br />
ILS-Frequenz verlassen,<br />
sondern diese muss nachgeprüft<br />
werden und mit der Szenerie übereinstimmen.<br />
Sonst landet man mit<br />
den Anflugvorbereitungen schnell<br />
im FMS-Anflugmodus, der durch<br />
ein „FAC“ im PFD angezeigt wird,<br />
und nicht im ILS-Betriebsmodus.<br />
Die Autopiloten und <strong>Flight</strong>-Director-Systeme<br />
funktionieren einwandfrei,<br />
entsprechend den Vorgaben<br />
des Originals. Die früher<br />
aufgefallenen Fehler sind jetzt alle<br />
durch Nachprogrammierung verschwunden.<br />
Das Umschalten der<br />
Ansicht vom Cockpit zur Außenansicht<br />
und zurück erfolgt in komplexen<br />
Situationen immer noch etwas<br />
zäh, aber mehr Rechenleistung als<br />
die hier verwendete gibt es kaum<br />
zu kaufen.<br />
2D-Ansicht:<br />
Die für mich üblicherweise verwendete<br />
Ansicht ist scharf abgebildet,<br />
lediglich das Overhead Panel ist<br />
etwas dunkel. Die Nachttexturen<br />
sind gut gelungen. Alles ist entsprechend<br />
gealtert, so dass ein sehr<br />
naturähnlicher Anblick entsteht.<br />
Die Anzeigen sind korrekt dargestellt.<br />
Schilder und Aufdrucke sind<br />
entsprechend gut lesbar. Die Auslagerung<br />
der verschiedenen Panels<br />
auf die zusätzlichen Bildschirme<br />
ist über das Menü schaltbar und<br />
lässt sich stabil abspeichern. Lediglich<br />
bei dem Overhead Panel ist<br />
nach der Abspeicherung und dem<br />
Wiederaufruf ein Teil des Panels<br />
verzerrt dargestellt. Dies lässt sich<br />
zwar nach neuem Aufruf korrigieren,<br />
ist aber ein kleiner Schönheitsmangel.<br />
Dieser Fehler lässt<br />
sich auch nicht durch Wechsel der<br />
Grafikkarte oder des Bildschirms<br />
verhindern. Bei meiner Konfiguration<br />
mit der 295- und der 8400-Karte<br />
lässt sich sowohl im Fenstermodus<br />
als auch im Vollbildmodus arbeiten.<br />
Bei der auch getesteten 5870 ist<br />
mir das nicht gelungen. Diese läuft<br />
nur im Fenstermodus auf mehreren<br />
Monitoren. Ebenfalls bereitet<br />
die Karte 580 im Zusammenspiel<br />
mit der Karte 520 Probleme beim<br />
erstmaligen FSX-Aufruf. Nach dem<br />
Tausch gegen eine 580 Karte mit<br />
nur 1,5 GB Speicher hatte sich das<br />
Problem erledigt.<br />
Ein großes Manko ist das Fehlen<br />
des vorderen Centerpedestals. Dies<br />
kann zwar mit Eingabegeräten<br />
wie dem SaitekThrottle mit seinen<br />
Schaltern kompensiert werden,<br />
aber ich vermisse natürlich die Darstellung<br />
der Position des Stabilizers<br />
und der Speed Brake. Darum hoffe<br />
ich immer noch auf ein weiteres<br />
Service Pack. Vielleicht kommt<br />
das Panel dann zum Vorschein.<br />
Die PMDG-Philosophie des sich<br />
verändernden Mauszeigers ist seit<br />
der MD 11 bekannt und einfach zu<br />
bedienen.<br />
3D-Ansicht:<br />
Die 3D-Ansicht ist hervorragend<br />
und stimmig. Aber nach meiner<br />
Auffassung kann man damit ein<br />
Verkehrsflugzeug nicht bedienen.<br />
Ich hatte dies auf einem sehr großen<br />
Bildschirm getestet. Groß muss<br />
er sein, damit man ohne ständiges<br />
Zoomen sehen kann, was man<br />
schaltet oder bedient.<br />
Vielleicht kann ich das Programm<br />
noch einmal mit einem Head-<br />
Track-System testen, aber so geht<br />
es nicht, ohne dass den Zuschauern<br />
übel wird. Während eines langen<br />
Streckenflugs kann man damit aber<br />
entspannt durch die Landschaft<br />
28 <strong>Flight</strong>!
PMDG B737NGX<br />
fliegen und dabei die Navigation<br />
kontrollieren. Bei einem kleinen<br />
Flieger wie zum Beispiel einer<br />
Cessna ist dies natürlich anders.<br />
Dort gibt es nicht so viele Systeme,<br />
die ständige Aufmerksamkeit und<br />
damit ein dauerndes Hin-und-herschwenken,<br />
erfordern. Tatsächlich<br />
kann man im 3D-Panel aber alle<br />
Bedienungen erfassen und schalten,<br />
alles funktioniert soweit.<br />
Entwickler: PMDG<br />
Kompatibilität: FSX<br />
Vertrieb: www.precisionmanuals.com<br />
Preis Download: 69,99 US$ (737-800/900)<br />
Preis Box: 59,99 € (737-800/900)<br />
Pro & Contra:<br />
Super Simulation des wohl<br />
bekanntesten Verkehrsflugzeuges ohne große Abstriche<br />
Handbücher sind komplett<br />
Hervorragendes Modell<br />
Komplettes FMS<br />
Das 2D Panel ist leider nicht komplett.<br />
Die Boeing 737-600/700 wird einzeln angeboten.<br />
Review<br />
FLIGHT!<br />
Die Bewertung:<br />
Insgesamt ist dies noch ein Schritt<br />
weiter in das perfekt simulierte<br />
Cockpit. Es gibt, wie weiter oben<br />
bemerkt, nur wenig, was besser<br />
programmiert werden könnte.<br />
Diese PMDG-Simulation läuft<br />
nunmehr richtig rund und hat zur<br />
Folge, dass die Bewertung auf die<br />
höchste Punktzahl steigt, die ich jemals<br />
vergeben habe. Chapeau!<br />
Sandra Lammers<br />
Installation:<br />
Flugdynamik:<br />
Avionik:<br />
Systemtiefe:<br />
Außenmodell:<br />
Steuercharakteristik:<br />
Visuelles VC:<br />
Handbuch:<br />
Sound:<br />
Preis/Leistung:<br />
Bewertung:<br />
9,5<br />
hervorragend<br />
9/10<br />
10/10<br />
9/10<br />
10/10<br />
10/10<br />
10/10<br />
9/10<br />
9/10<br />
9/10<br />
www.flightm.com 29
Personal Airliner<br />
Piper Malibu Jetprop<br />
Die Piper Malibu war seit ihrer<br />
Einführung 1982 die Top Single<br />
des Konzerns. Sie war als druckbelüftete<br />
Maschine mit sechs Sitzen<br />
gegen die Konkurrenz der Cessna<br />
P210 angetreten und nach ihrem<br />
Erscheinen ein Verkaufsschlager.<br />
Auf der Suche nach mehr Geschwindigkeit<br />
und Performance<br />
wagte sich in den 60er Jahren zunächst<br />
Mooney auf das Parkett der<br />
druckbelüfteten Singles. Die M22<br />
Mustang war in jeder Hinsicht<br />
wegweisend, jedoch fiel Mooney<br />
mit dem Produkt auf die Nase. Nur<br />
gerade um die 36 Stück wurden<br />
gebaut. Sie hatte fünf Sitze, einen<br />
Lycoming TIO 541 Sechszylindermotor<br />
und erreichte in FL240 eine<br />
Reisegeschwindigkeit von um die<br />
180 kts und eine Reichweite von<br />
1200 NM. Das war damals eine<br />
Sensation, jedoch führte ein hoher<br />
Preis und ungeschicktes Marketing<br />
dazu, dass Mooney das erste Mal<br />
Bankrott ging. Heute noch fliegen<br />
diverse M22 Mustangs, die von ihren<br />
heutigen Eigentümern geliebt<br />
und gepflegt werden.<br />
Cessna versah 1978 ihre 210 mit einer<br />
Druckkabine und einem Continental<br />
TSIO520. Sie war wesentlich<br />
erfolgreicher mit über 800 verkauften<br />
Exemplaren. Sie besitzt sechs<br />
Sitze und reist in FL200 mit etwa<br />
180 bis 190 kt.<br />
Die Piper Malibu erschien 1982 und<br />
eroberte den Markt im Sturm. Die<br />
erste Version besaß einen 310 PS<br />
starken Continental TSIO-520, der<br />
als erster Motor serienmäßig „Lean<br />
of Peak“ betrieben werden wollte.<br />
Mit dieser sparsamen Gemischeinstellung<br />
jenseits der normalen<br />
Praktiken schaffte die PA-46-310P<br />
sagenhafte 1550 NM, dies mit etwa<br />
200 kt Reisegeschwindigkeit. Viele<br />
Piloten kamen jedoch mit dem Motor<br />
nicht zurecht, was dazu führte,<br />
dass Piper diesen durch einen 350<br />
PS starken Lycoming TIO-540 ersetzte.<br />
Die PA46-350P hatte trotz<br />
neuer Flügel eine deutlich kleinere<br />
Reichweite von gegen 1000 NM<br />
und war von Anfang an mit Zuladeproblemen<br />
geplagt.<br />
Die Jet Prop Conversion war eine<br />
logische Entwicklung dieser Maschine.<br />
Statt der Kolbenmotoren<br />
wurde nun eine Propellerturbine<br />
von Pratt & Whitney PT6A-34 mit<br />
560 PS eingebaut. Die Jet Prop DLX<br />
kam 1998 auf den Markt. 2003 erschien<br />
die hier von Carenado simulierte<br />
Jet Prop DL mit einer etwas<br />
schwächeren PT6A-21 mit 550 PS<br />
auf dem Markt. Piper selber reagierte<br />
mit der Meridian, einer ebenfalls<br />
mit PT6 ausgerüsteten Malibu<br />
mit einer 500 PS PT6A-42.<br />
Leistungsmäßig liegen die Prop<br />
30 <strong>Flight</strong>!
Urs Wildermuth<br />
fliegt seit über 25 Jahren und schreibt fast ebensolange<br />
für Aviatikmagazine. Er ist auch beruflich<br />
in der Aviatik tätig und fliegt zur Zeit seine eigene<br />
Mooney M20C.<br />
Review<br />
FLIGHT!<br />
Jet Conversions in etwa gleichauf<br />
mit der Meridian. Die DL mit der<br />
schwächeren Turbine bringt aber<br />
etwas mehr Reichweite, nämlich<br />
etwa 1100 NM gegenüber 1000 NM<br />
der DLX oder Meridian. Die Zuladung<br />
ist bei allen nicht berühmt!<br />
Mit vollen Tanks sind sowohl Jet<br />
Prop als auch Meridian Zwei- bis<br />
Dreiplätzer mit etwa 220 kg Zuladung.<br />
Die Malibu Mirage hingegen<br />
kann 270 kg schleppen, die<br />
alte 310-PS-Version sogar 420 kg.<br />
Geschwindigkeitsmäßig hingegen<br />
sind die Turboprops den Kolbenversionen<br />
haushoch überlegen: Während<br />
die DLX und Meridian mit 250<br />
bis 260 kt werben, schafft die DL<br />
um die 240 kt. Long Range Cruise<br />
bei beiden ist deutlich tiefer, beide<br />
sind dort um 210 kt mit 21 GPH angesiedelt.<br />
Wer es eilig hat, kann mit<br />
250 kt noch knapp 870 NM fliegen,<br />
verbrennt dabei aber gute 34 USG<br />
Jet Fuel.<br />
Die Jet Props sind also genau das,<br />
was der Titel sagt. Personal Airliner<br />
für zwei bis drei Personen, die dort<br />
aber gewaltige Leistungen erreichen<br />
können.<br />
Die Carenado-Umsetzung ist nun<br />
eine Jet Prop DL, also der Umbau<br />
mit der -21-Turbine. Wir wollen<br />
nun mal sehen, wie sich dieser Flieger<br />
fliegt.<br />
Die Dokumentation, die Carenado<br />
mitliefert, ist wie gewohnt etwas<br />
bruchstückhaft. Checklisten sowie<br />
Performancetabellen sind vorhanden,<br />
ebenso Anleitungen für die<br />
verbauten GNS430 und 530, den<br />
Autopiloten und das (funktionstüchtige)<br />
Wetterradar.<br />
Von außen bietet Carenado ebenfalls<br />
wie gewohnt einen sehr schönen<br />
Flieger. Angefangen bei den<br />
Texturen, die wirklich ein sauberes<br />
Bild bringen und korrekterweise<br />
nicht verschmutzt daherkommen.<br />
Denn wer so einen Vogel besitzt,<br />
der putzt! Fortgesetzt über die Animationen,<br />
die akkurat und gut gebaut<br />
vorhanden sind. Türen, Klappen,<br />
Ruder, alles geht und ist schön,<br />
wer Freude dran hat, kann am Boden<br />
auch noch die Bremsklötze und<br />
„Remove before <strong>Flight</strong>“-Fähnchen<br />
bestaunen. Hier, klassisch, eine saubere<br />
Arbeit ohne Fisimatenten.<br />
In der Kabine ist der visuelle Eindruck<br />
ebenfalls hervorragend.<br />
Sitze, Tischchen und Kabinenlayout<br />
entsprechen der Realität zu<br />
100%.<br />
Im Cockpit befinden sich hochmoderne<br />
Instrumente mit einem<br />
Garmin G500 PFD/ND, einem<br />
S-TEC 55X Autopiloten mit Höhenvorwahl<br />
und Remote-Anzeige<br />
sowie die üblichen Instrumente.<br />
Diese sind recht gut ablesbar, verlangen<br />
aber nach einem Monitor<br />
mit guter Auflösung. Die Garmin-<br />
Instrumente sind alle einfach zu<br />
vergrößern, was hilft. Die Bedienung<br />
ist sehr komfortabel und ausgezeichnet<br />
gemacht.<br />
Wie bei Carenado üblich, liefern sie<br />
ein Tool mit, mit dem man die Reality-XP-Instrumente<br />
in den Flieger<br />
www.flightm.com 31
integrieren kann. Wer diese besitzt,<br />
kann dieser Simulation eine völlig<br />
andere Dimension abgewinnen. Da<br />
die Reality-XP-Geräte mittlerweile<br />
für fast alle General-Aviation-Flugzeuge<br />
benötigt werden, kann ich<br />
nur sagen, sie sind eine fast unentbehrliche<br />
Anschaffung, wenn man<br />
mit solchen Fliegern unterwegs ist.<br />
Flugtest<br />
Um die Maschine einem längeren<br />
Test auszusetzen, fliege ich sie zunächst<br />
VFR von Zürich nach Samedan,<br />
danach IFR weiter nach<br />
Belgrad. Mit den beigelegten<br />
Checklisten kann man sich sehr<br />
gut in den Flieger einarbeiten, auch<br />
wenn ein „Tutorialflug“ hier helfen<br />
würde. Anlassen und Aufstarten<br />
der Instrumente sind problemlos.<br />
Ein Ground Clearance Switch erlaubt<br />
sogar die realistische Möglichkeit,<br />
bei stehendem Motor nur<br />
ein GPS/COM in Funktion zu nehmen.<br />
Nach dem Triebwerksstart ist<br />
die Avionik schnell auf dem Stand.<br />
Die beigelegten Garmins übernehmen<br />
hierbei den FS-Flugplan, der<br />
wie gewohnt nicht verändert werden<br />
kann, außer via Directs.<br />
Nach dem Start in Zürich lasse ich<br />
die Leistung auf Max Torque und<br />
2200 RPM stehen. Damit erreicht<br />
die Jetprop locker eine Steigrate<br />
von 2500 fpm, dies mit circa 150<br />
kt IAS. Diese nimmt nach oben<br />
realistischerweise ab. Auf 10 000 ft<br />
fliege ich mit etwa 700 ft/lb Torque<br />
32 <strong>Flight</strong>!<br />
und habe hier eine TAS von 180 kt<br />
und einen Fuel Flow von 34 GPH.<br />
Dieser Flow scheint mir etwas zu<br />
stark, das würde ich von der DLX<br />
erwarten, bei aber deutlich höherer<br />
Geschwindigkeit.<br />
Die Flugeigenschaften sind sehr<br />
angenehm, sowohl von Hand als<br />
auch mit Autopilot kann sich die Jet<br />
Prop sehen lassen. Autopilot und<br />
die Garmin-Geräte funktionieren<br />
tadellos, wenn man die Garmin-eigenen<br />
Eigenheiten mal raus hat. So<br />
müssen richtigerweise die CDI des<br />
GNS530 auf GPS stehen, wenn man<br />
den Nav-Modus verwenden will.<br />
Gewöhnungsbedürftig,<br />
aber ebenfalls richtig ist<br />
der Autopilotenschalter,<br />
der weitab vom eigentlichen<br />
AP diesen sowie<br />
den <strong>Flight</strong> Director in<br />
D FF<br />
Betrieb nimmt.<br />
Den Anflug auf Samedan<br />
schaffe ich mit etwas<br />
Mühe, da Höhe zu vernichten<br />
bei diesem Flieger<br />
nicht trivial ist. Dies obwohl<br />
man den Motor ohne Probleme<br />
auf Idle fahren kann, nicht wie bei<br />
Kolbenmotoren, wo diese Schaden<br />
nehmen würden. Vom Albula her<br />
direkt nach Samedan ist daher etwas<br />
knapp. Ist man aber mal korrekt<br />
auf dem Gleitweg, fliegt die<br />
Jetprop wunderschön.<br />
Ich drehe den Flieger gleich auf der<br />
Bahn und starte in Richtung Belgrad.<br />
Der Steigflug auf 25000 ft geht<br />
schnell und ohne Probleme mit<br />
Steigraten von deutlich über 1500<br />
fpm. Der Fuel Flow am Anfang<br />
des Steigflugs liegt bei 50 gph und<br />
nimmt nach und nach auf etwa 46<br />
gph ab. Auf FL250 angekommen,<br />
lasse ich die 800 ft/lb Torque mal<br />
stehen und warte, bis sich die TAS<br />
stabilisiert hat, und notiere mir die<br />
Werte. Danach erfliege ich diese<br />
für 700, 600 und 500 ft/lb zu erfliegen.<br />
Hier die Ergebnisse:<br />
Die Tabelle zeigt nur minime Abweichungen<br />
bei der TAS, jedoch<br />
gröbere beim Fuel Flow. Hier wären<br />
Nacharbeiten angesagt, um dies<br />
in die korrekte Form zu bringen,<br />
Carenado PA 46-T Jet Prop<br />
Performance Comparison<br />
25'000 ft 2200 RPM<br />
Erflogen<br />
Handbuch<br />
Torque TAS FF TAS FF D Torq<br />
800 239 39.3 243 32.1 -4 7.2<br />
700 230 33.6 231 28.4 -1 5.2<br />
600 219 29.5 216 24.9 3 4.6<br />
500 190 24.6 197 21.7 -7 2.9<br />
zumal Carenado ja die Tabellen<br />
mitliefert. Der Fuel Flow sollte zu<br />
korrigieren sein. Die Geschwindigkeiten<br />
liegen aber im absolut normalen<br />
Bereich der Abweichungen.<br />
Kurz nach Ljubljana leuchten zwei<br />
Warnungen auf: Fuel Filter und<br />
Fuel Quantity. Den Filter kann ich<br />
nicht überprüfen, die Menge hingegen<br />
liegt noch bei über 30 USG. Bis<br />
Belgrad aber wird das knapp, daher<br />
entscheide ich mich, nach Zagreb
FLIGHT!<br />
Review<br />
zu fliegen. Dies kann über den Direct<br />
Button des GNS530 locker eingegeben<br />
werden. 43 NM habe ich<br />
noch bis zum VOR, von wo aus der<br />
ILS-Anflug auf Zagreb beginnt. Absinken<br />
mit 1500 fpm und VS-Modus<br />
des S-TEC 55X gehen locker. Auch<br />
in das Holding des Anflugs fliegt<br />
der Autopilot ein, das überrascht<br />
sogar. Das Line-up passiert ebenfalls<br />
sehr gut, danach muss aber das<br />
GNS530 auf VOR/LOC zurückgeschaltet<br />
werden, damit der Autopilot<br />
auch den APR-Modus erkennt.<br />
Dem ILS folgt der Autopilot dann<br />
wieder klaglos, auch die Konfigurationsänderungen<br />
von Flaps und<br />
Gear steckt er locker weg. Die Landung<br />
ist ein Kinderspiel.<br />
Mein Fazit:<br />
Carenado Malibu Jetprop<br />
Entwickler: Carenado<br />
Kompatibilität: FSX<br />
Vertrieb: www.carenado.com<br />
Preis Download: 37,95 US$<br />
Pro & Contra:<br />
Sehr gutes Aussenmodell<br />
Sehr gute Kabinendarstellung<br />
Gute Instrumentierung<br />
Angenehme Flugdynamik<br />
Fuel Flow etwas hoch<br />
ue<br />
Die Jet Prop ist Carenado alles<br />
in allem hervorragend gelungen.<br />
Ein stimmiges Außen- und Innenmodell<br />
zusammen mit einer guten<br />
Flugdynamik rundet das Bild<br />
ab. Die Korrektur des Fuel Flows<br />
dürfte eine reine Fleißübung sein,<br />
danach wären Höchstnoten angebracht.<br />
Die Jet Prop ist sowohl<br />
vom Anfänger als auch erfahrenen<br />
Simmer gut zu meistern, Letzterer<br />
dürfte sich allerdings mit der Anschaffung<br />
der Reality-XP-Instrumente<br />
einen Gefallen tun. Für den<br />
Preis von 30 Euro kann man wirklich<br />
nicht reklamieren, die Jet Prop<br />
hat das Zeug zur Suchtmaschine. ‐<br />
Installation:<br />
Flugdynamik:<br />
Avionik:<br />
Systemtiefe:<br />
Außenmodell:<br />
Steuercharakteristik:<br />
Visuelles VC:<br />
Autopilot/FMC:<br />
Sound:<br />
Preis/Leistung:<br />
Bewertung:<br />
8,8<br />
sehr gut<br />
9/10<br />
8/10<br />
9/10<br />
7/10<br />
10/10<br />
9/10<br />
9/10<br />
9/10<br />
9/10<br />
Urs Wildermuth<br />
www.flightm.com 33
St. Barth<br />
Das zweite St. Maarten<br />
Hier tummeln sich nicht nur die<br />
Reichen und Schönen – nein, heute<br />
begeben auch wir uns in das tropische<br />
St. Barth, um uns eine neue<br />
Freeware anzusehen.<br />
St. Barth ist gefährlich, nicht nur für<br />
die hier an jeder Ecke zu findenden<br />
Promis, die von Paparazzi gejagt<br />
werden, nein, schon die Anreise<br />
gestaltet sich, zumindest per Flugzeug,<br />
als Abenteuer. Der Anflug erweist<br />
sich als noch schwieriger als<br />
auf der Nachbarinsel St. Maarten.<br />
Auf beiden Seiten hat man auf kurz<br />
oder lang einen Hügel vor der Runway,<br />
der den Approach erheblich<br />
erschwert. Im Anflug über die Stadt<br />
gibt es keine Möglichkeit, dem<br />
etwa 30 Meter hohen Hügel auszuweichen,<br />
also Augen zu und durch,<br />
mitten über den Hügel, dann in<br />
den kurzen Sturzflug, um auf der<br />
nur 600 Meter langen Piste aufzusetzen.<br />
Die andere Seite gleicht der<br />
Runway in St. Maarten, nur ohne<br />
Zaun zwischen Strand und Flughafengelände.<br />
Auch hier befindet sich<br />
hinter der malerischen Bucht ein<br />
Hügel, somit hat man sich hier dafür<br />
entschieden, in einem halsbrecherischen<br />
Tiefflug über die Bucht<br />
einzufliegen, bevor man kurz vor<br />
der Landebahn noch eine 75-Grad-<br />
Kurve fliegt, um erst wenige Meter<br />
vor der Landebahn ausgerichtet<br />
zu sein. Um einen dieser spektakulären<br />
Anflüge am eigenen Leib<br />
zu erfahren, braucht man ein spezielles<br />
Training. Da wir weder die<br />
Zeit noch das Geld dafür haben,<br />
begeben wir uns im Simulator in<br />
die Karibik, ist doch vor kurzem<br />
34 <strong>Flight</strong>!
FLIGHT!<br />
Review<br />
eine Freeware erschienen. Diese<br />
können wir auf einer französischen<br />
Website downloaden. Wir installieren<br />
sie mit dem mitgelieferten<br />
Installer. Dieser ist auf Französisch,<br />
einer Sprache, der ich leider nicht<br />
mächtig bin. Trotzdem verläuft die<br />
Installation problemlos, da sich der<br />
Installer nicht von anderen unterscheidet.<br />
Noch schnell in der Szenerienbibliothek<br />
aktiviert und schon<br />
kann es losgehen. Nachdem wir<br />
in der Twin Otter nur 10 Minuten<br />
nach dem Start in St. Maarten schon<br />
wieder mit dem Sinkflug beginnen,<br />
kommt auch sehr schnell der Flughafen<br />
in Sicht. Wir überfliegen den<br />
Hafen, bevor wir nur wenige Meter<br />
über den Hügel mit dem Kreisverkehr<br />
überqueren und uns die Landebahn<br />
schnell entgegenkommt.<br />
Der Pilot fängt die Maschine gekonnt<br />
ab und wir landen weich und<br />
sicher. Die Gebäude im Flugsimulator<br />
werden schön dargestellt und<br />
auch die Neigung der Landebahn<br />
wurde toll umgesetzt. Schon im<br />
Anflug ist mir das tolle Luftbild aufgefallen,<br />
dieses überzieht die ganze<br />
Insel. Bei der Payware-Konkurrenz<br />
von FlyTampa wird das Luftbild<br />
außerhalb des Areals extrem unscharf,<br />
man kann dort kaum noch<br />
etwas erkennen. Hier ist das anders.<br />
Auf dem gesamten Luftbild ist alles<br />
so scharf wie am Flughafen selber.<br />
Genug geschwärmt, wir schauen<br />
uns eine der vielen täglichen Flugbewegungen<br />
an. Eine BN2-Islander<br />
von St. Barth Commuter hebt in<br />
Richtung des Meeres ab, fliegt eine<br />
scharfe Kurve und verschwindet<br />
hinter den Hügeln. Dies war nur<br />
einer von 200.000 Starts und Landungen<br />
im Jahr, was für einen recht<br />
kleinen Flughafen sehr viel ist, allerdings<br />
muss man sagen, dass St.<br />
Barth ein beliebter Urlaubsort ist<br />
und nicht nur Promis sich hier die<br />
Klinke in die Hand geben, sondern<br />
auch Paare gerne an einem der<br />
weißen Strände heiraten. Auch die<br />
Steilküste am südlichen Ende der<br />
Insel ist sehr beliebt. Selbst im Simulator<br />
kann ich nachvollziehen,<br />
warum hier gerne geheiratet wird.<br />
Die Küsten und Buchten wurden so<br />
dargestellt, dass es aussieht, als ob<br />
man mit einer echten Mooney umherfliegen<br />
würde. Auch der Hafen<br />
und die umliegende Inselhauptstadt<br />
Gustavia wurden toll modelliert,<br />
im Hafen stehen Schiffe und<br />
vor der Insel liegt ein großer Kreuzer.<br />
Nun haben wir uns in der Stadt<br />
umgesehen, aber wir wollen die Insel<br />
genießen. Und wie kann ein Pilot<br />
eine Insel erst richtig genießen?<br />
Genau, aus der Luft. Also einen<br />
www.flightm.com 35
Flieger ausgewählt, am GAT positioniert<br />
und los geht’s. Ich wähle mir<br />
eine schicke Piper Saratoga aus und<br />
wir heben ab. Direkt nach dem Start<br />
drehe ich nach links und folge der<br />
Küstenlinie. Dann erkenne ich ein<br />
kleines Tal und fliege hinein. Hier<br />
erstaunt mich die Detailgenauigkeit<br />
des Entwicklers. Das Luftbild ist<br />
auch hier scharf und über den Hang<br />
sind Häuser verteilt. Selbst hier, in<br />
einer der entlegensten Ecken der<br />
Insel, fahren die Autos noch ihren<br />
gewohnten Weg über die Straße. In<br />
dem kostenpflichtigen Add-on von<br />
FlyTampa ist das nicht so, geschweige<br />
denn könnte man dort irgendwo<br />
Häuser auf dem Luftbild erkennen.<br />
Zwar wurde bei FlyTampa am Flughafen<br />
etwas schöner und genauer<br />
modelliert, dafür finde ich hier die<br />
Runway wesentlich attraktiver gestaltet,<br />
auch ihre Neigung kommt<br />
um einiges besser rüber. Im Payware-Konkurrenten<br />
ist auch die Stadt<br />
etwas schöner gelungen, da hier<br />
nur Standardgebäude verwendet<br />
wurden, während bei FlyTampa eigens<br />
erstellte Gebäude zum Einsatz<br />
gekommen sind, die wesentlich<br />
realer rüberkommen. Auch sieht<br />
die Stadt dort durch eine höhere<br />
Gebäudedichte besser aus. Bei der<br />
kostenlosen Version muss ich allerdings<br />
sagen, dass die Frames um<br />
einiges besser sind. Während mein<br />
PC bei FlyTampa nur um die 20 FPS<br />
zu Stande bringt, kommt er hier auf<br />
stolze 60.<br />
Letztendlich ziehe ich das Fazit,<br />
dass das Freeware-Pendant zur<br />
FlyTampa-Umsetzung durchaus<br />
sehenswert ist. Es hat Vorteile und<br />
Nachteile, so ist nicht alles so schön<br />
modelliert wie am Flughafen, aber<br />
das macht das Luftbild wieder wett.<br />
Wenn man nicht gerade Lust hat,<br />
die anderen zwei Flughäfen (Saba,<br />
St. Maarten) bei der 26 Euro teuren<br />
Version anzusteuern, kann man<br />
mit der kostenlosen Version viel<br />
Geld sparen.<br />
Max Mertznich<br />
Download: www.flightm.de<br />
36 <strong>Flight</strong>!
Egelsbach X<br />
VIP vorausgesetzt<br />
<strong>Microsoft</strong> <strong>Flight</strong> befindet sich in der<br />
finalen Entwicklungsphase, <strong>Microsoft</strong><br />
ließ als mögliches Releasedatum<br />
bereits den 29. Februar 2012<br />
verlauten. Der FSX erhält damit<br />
nach fast sechs Jahren einen mehr<br />
oder weniger würdigen Nachfolger<br />
– doch hier scheiden sich die<br />
Geister. Für die großen Entwickler<br />
der Szene scheint damit der FSX<br />
dennoch nicht vom Tisch zu sein,<br />
ganz im Gegenteil: PMDG und<br />
ORBX haben erst vor kurzem angekündigt<br />
über die nächsten Jahre<br />
hinweg weiter für den „Alten“ zu<br />
produzieren, besonders da <strong>Microsoft</strong><br />
bis heute noch keinen richtigen<br />
Einblick über die Strategie von<br />
<strong>Flight</strong> gewährt hat. Was den „virtuellen“<br />
Luftraum über Deutschland<br />
38 <strong>Flight</strong>!
Frankfurt-<br />
Egelsbach X<br />
Review<br />
FLIGHT!<br />
Add-on for <strong>Microsoft</strong><br />
<strong>Flight</strong> Simulator<br />
Schluss. Umso mehr Begeisterung<br />
war zu spüren, als der Konzern aus<br />
Paderborn gleich mehrere Projekte<br />
ankündigte – und potenzielle Käufer<br />
mit eindrucksvollen Screenshots<br />
zu ködern versuchte.<br />
war doch was? Richtig. Eigentlich<br />
nicht mehr wirklich erwähnenswert,<br />
da es langsam schon zum<br />
Standard gehört: Die Szenerie<br />
kommt selbstverständlich wieder<br />
mit dem Aerosoft-Launcher – funktioniert<br />
bei mir bisher ohne Probleme.<br />
Auch dieses Mal.<br />
angeht, fallen einem sofort einige<br />
Baustellen ein, die in der gepflegten<br />
FSX-Szenerie-Sammlung nach<br />
sechs Jahren eigentlich keinesfalls<br />
fehlen dürften. Aerosoft verspricht<br />
den Nutzern seit Jahren die beliebte<br />
German-Airports-Reihe endlich<br />
zu komplettieren, doch nach<br />
Stuttgart X war für längere Zeit<br />
Neben Frankfurt-Hahn, Metropolenersatz<br />
von Ryanair und internationales<br />
Luftfrachtzentrum, zählt<br />
auch einer der größten „Business“-<br />
Airports – Frankfurt-Egelsbach –<br />
zu den Neuerscheinungen. Die Region<br />
um den Megaairport scheint es<br />
den Entwicklern angetan zu haben.<br />
Aufgrund meiner persönlichen Abneigung<br />
gewissen irischen Billigbombern<br />
gegenüber entschied ich<br />
mich letzten Endes in dieser Ausgabe<br />
Egelsbach X genauer unter die<br />
Lupe zu nehmen.<br />
Erworben werden kann Frankfurt-Egelsbach<br />
X primär über den<br />
Aerosoft-Download-Shop beziehungsweise<br />
bei simMarket – eine<br />
einzelne Boxversion ist nicht geplant.<br />
Download und Aerosoft – da<br />
Was mir bei der Installation von<br />
Egelsbach X allerdings etwas ungewohnt<br />
vorkam, war ein buntes<br />
Fenster unter dem des Installers.<br />
Was zuerst nach einem Grafikfehler<br />
aussieht, wird vermutlich einen<br />
tieferen Sinn haben – vielleicht ein<br />
weiterer Verschlüsselungsmechanismus<br />
der Installationsdaten. Ein<br />
Klick in das etwas kryptisch wirkende<br />
Feld leitet den Nutzer auf die<br />
Aerosoft-Website weiter.<br />
Die Installation verläuft ohne Probleme,<br />
die Aktivierung der Szenerie,<br />
wie bereits erwähnt, ebenfalls.<br />
Neben einem Konfigurationsprogramm<br />
von AES-Lite gehört ein<br />
Aerosoft-typisches „Kurzhand-<br />
www.flightm.com 39
Frankfurt Egelsbach X<br />
Entwickler: Aerosoft<br />
Kompatibilität: FSX Service Pack 2 und Prepar3D<br />
Web: www.aerosoft.de<br />
Preis Box: 15,95 €<br />
Pro & Contra:<br />
Erste Umsetzung im FSX<br />
VIP-Atmoshpäre<br />
Teilweise verwaschene Texturen<br />
Bewertung:<br />
7,6<br />
buch“ mit knappen Informationen<br />
zur Umsetzung und deren realem<br />
Vorbild zum Lieferumfang. Charts<br />
sind nicht enthalten, doch hier<br />
findet sich beispielsweise bei den<br />
großen Onlinenetzwerken schnell<br />
Abhilfe.<br />
Modellierung<br />
Texturen<br />
Luftbild<br />
Nachttexturen<br />
Objekte<br />
Frames<br />
Umgebung<br />
Details<br />
Handbuch<br />
8/10<br />
8/10<br />
7/10<br />
8/10<br />
8/10<br />
7/10<br />
8/10<br />
7/10<br />
7/10<br />
Aber genug der Daten und Fakten.<br />
Was wirklich zählt, ist doch,<br />
wie sich die Szenerie im FSX gibt.<br />
Starten wir also zu einer kleinen<br />
Flughafenrundfahrt auf dem Parkplatz,<br />
direkt hinter dem Hauptterminal.<br />
Hier haben die Entwickler<br />
scheinbar besonderen Wert darauf<br />
gelegt, dass Egelsbach schon beim<br />
ersten Hinschauen als VIP-Airport<br />
enttarnt wird. Neben zahlreichen<br />
schwarzen Limousinen, die auf die<br />
Rückkehr ihrer betuchten Insassen<br />
warten, fahren hin und wieder<br />
Busse auf dem Parkplatz auf und ab.<br />
Doch weiter in Richtung Vorfeld.<br />
Hinter einer massiven Schranke<br />
erwarten uns scheinbar unzählige,<br />
kleine Stellplätze für GA-Flieger.<br />
Ein Teil davon wurde von Aerosoft<br />
bereits mit statischen Replikaten ersetzt.<br />
Was hier leider deutlich spürbar<br />
auffällt, ist ein, trotz meines<br />
relativ starken Systems, Rückgang<br />
der Framerate, vermutlich bedingt<br />
durch die statischen Maschinen.<br />
Abgesehen von diesem kleinen<br />
Manko läuft die Szenerie aber recht<br />
Preis/Leistung:<br />
gut<br />
flüssig, mit durchschnittlich 23 bis<br />
28 Frames liegt die Performance im<br />
akzeptablen Rahmen. Der Rest der<br />
Arbeit wirkt recht solide, ein Großteil<br />
der Gebäude verfügt über fotoreale<br />
Texturen, die besonders am<br />
„Hauptterminal“, sofern man seine<br />
Größenvorstellungen eines echten<br />
Terminals nach unten korrigiert,<br />
zur Geltung kommen. Hier gibt es<br />
nichts zu bemängeln. Was etwas<br />
enttäuschend, aber selbst für aktuelle<br />
Aerosoft-Umsetzungen keineswegs<br />
unüblich ist, sind die Bodentexturen<br />
abseits der Rollwege.<br />
Diese werden wie gewohnt durch<br />
das Satellitenbild erzeugt, dementsprechend<br />
verwaschen wirkt die<br />
Optik. Hier sollten die Entwickler<br />
endlich einmal mit der Zeit gehen<br />
und hochauflösende Techniken à la<br />
ORBX oder FlyTampa verwenden.<br />
Westlich des Bereichs für wohlhabendere<br />
Fluggäste, die auf ihren<br />
fliegenden Sessel mit Massagefunktion<br />
warten, befinden sich einige<br />
Hallen von ortsansässigen Aviatik-<br />
Firmen. Qualitativ gibt es auch hier<br />
nichts auszusetzen.<br />
Mit Aerosofts neuer Umsetzung<br />
von Egelsbach für den FSX erhält<br />
der Käufer ein gutes Produkt in solider<br />
AS-Qualität. Lediglich der Preis<br />
scheint langsam etwas zu hoch<br />
angesetzt, einerseits entspricht die<br />
Szenerie nur noch knapp den aktuellsten<br />
Standards der Szene, andererseits<br />
bewegen sich auf diesem<br />
Preisniveau deutlich größere Airports<br />
mit teils besserer Qualität.<br />
Wer auf Egelsbach als Basis für<br />
den virtuellen Privatjet nicht verzichten<br />
kann, macht mit Aerosofts<br />
Umsetzung nichts falsch. Wunderwerke<br />
in puncto Qualität und Performance<br />
darf man zwar nicht erwarten,<br />
für Spaß ist indes dennoch<br />
gesorgt.<br />
Florian Schlund
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Friedrichshafen X<br />
Kleiner Airport mal ganz groß<br />
Friedrichshafen ist sicher kein Flughafen,<br />
bei dessen Namen beispielsweise<br />
einem Amerikaner ein Licht<br />
aufgehen würde. Eher unscheinbar<br />
gelegen, in direkter Nähe zum Bodensee,<br />
fertigt er jährlich gerade<br />
mal eine halbe Million Passagiere<br />
ab und gehört somit zur unteren<br />
Spalte der internationalen Verkehrsflughäfen<br />
in Deutschland.<br />
Dennoch bietet auch Friedrichshafen<br />
einen Anreiz, seine virtuellen<br />
Stunden hier zu verbringen. Für<br />
mich ist das aufgrund der familiären<br />
Wurzeln mit Sicherheit auch<br />
die Landschaft und Umgebung,<br />
ein weiterer Grund sollte die neue<br />
Umsetzung des German-Airports-<br />
Teams sein, die Friedrichshafen X<br />
kürzlich für FS9 und FSX veröffentlichten.<br />
Ob dies gut gelungen ist,<br />
werden Sie im Folgenden erfahren.<br />
Friedrichshafen real<br />
Der Flughafen der 60.000-Einwohnerstadt<br />
Friedrichshafen liegt am<br />
nordöstlichen Stadtrand und ist<br />
über die Bundesstraßen B30 und<br />
31 sowie über den Haltepunkt<br />
„Friedrichshafen Flughafen“ auf<br />
der Bahnstrecke Ulm – Friedrichshafen<br />
zu erreichen. Die Geschichte<br />
geht zurück bis zu den Wurzeln<br />
der deutschen Luftfahrt, nämlich<br />
ins Jahr 1913, als mit dem Bau der<br />
ersten Zeppelin-Werke begonnen<br />
wurde. 1929 brachte die Deutsche<br />
Lufthansa den Linienflugverkehr<br />
nach Friedrichshafen, im Jahre 1934<br />
wurde schließlich von der Vorgängergesellschaft<br />
der Dornier-Werke<br />
eine Werftanlage am Flughafen<br />
gebaut.<br />
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs<br />
wurde FDH – so der heutige IA-<br />
TA-Code – von den französischen<br />
Streitkräften besetzt und fortan<br />
von jenen sowie später den französischen<br />
Heeresfliegern benutzt.<br />
Nach dem Abzug sämtlicher stationierten<br />
Flugzeuge der Franzosen<br />
im Jahre 1992 wurde 1994 durch<br />
eine neue Piste der Weg zum erneuten<br />
Linienflugbetrieb geebnet.<br />
1998 verkaufte die Bundesrepublik<br />
Deutschland den Flughafen an die<br />
Flughafen Friedrichshafen GmbH.<br />
Auch heute wird der Flugbetrieb<br />
noch über die bestehende Piste<br />
06/24 abgewickelt, die in 24-Richtung<br />
ein ILS der Kategorie IIIb<br />
und in 06-Richtung ein ILS der<br />
Kategorie I besitzt. Weiterhin bekannt<br />
ist das Gelände für die mittlerweile<br />
jährlich stattfindende Luftfahrtmesse<br />
AERO, auf der ohne<br />
militärische Präsenz vor allem Privat-<br />
und Geschäftsreiseflugzeuge<br />
ausgestellt werden.<br />
Kauf, Installation und<br />
Handbuch<br />
Wie von Aerosoft-Produkten gewohnt,<br />
gestaltet sich der Kauf auch<br />
hier problemlos und wenig umständlich.<br />
Käufer der Downloadversion<br />
werden mit 14,95 Euro zur<br />
Kasse gebeten. Der Kaufpreis der<br />
bei Redaktionsschluss noch nicht<br />
erschienen Box wird mit 15,99 Euro<br />
angegeben. Die Installation ist<br />
ebenfalls vergleichbar mit der ande-<br />
46 <strong>Flight</strong>!
HERVORRAGEND<br />
Im Test: Friedrichshafen X<br />
Ausgabe: März 2012<br />
www.flightm.com<br />
Review<br />
FLIGHT!<br />
rer Aerosoft-Produkte. Die lation des Aerosoft-Launchers ist<br />
Instal-<br />
optional, es muss lediglich die bekannte<br />
Serial eingegeben werden.<br />
Das Handbuch vermittelt dem<br />
Leser auf 38 Seiten zweisprachig<br />
einige Fakten über den realen Flughafen<br />
sowie framerateoptimierende<br />
Einstellungen für den FSX.<br />
Friedrichshafen virtuell<br />
So weit alles wie gewohnt. Schauen<br />
wir uns EDNY nun also einmal virtuell<br />
an. Der erste Eindruck überzeugt<br />
restlos, im ersten Moment<br />
erfreue ich mich an dem wunderschönen<br />
Gesamtbild der Szenerie,<br />
die durchweg realistisch rüberkommt<br />
und auf jeden Fall dem heutigen<br />
Stand entspricht. Am Luftbild<br />
gibt es nichts herumzumeckern,<br />
einen angenehmen Realitätseindruck<br />
vermitteln – jeder, der die<br />
Standardtexturen des FS9 kennt,<br />
weiß, wovon ich rede.<br />
Trotz der überschaubaren Größe<br />
des Flughafens gibt es einiges zu<br />
entdecken, so sind beispielsweise<br />
auch die Messehallen und der Zeppelinhangar<br />
umgesetzt. Landseitig<br />
sorgen einige Häuser in Flughafenumgebung<br />
für einen guten Eindruck<br />
beim Anflug auf die Piste 24,<br />
generell gefällt mir die Umsetzung<br />
der umliegenden Ortschaften sehr<br />
gut.<br />
es überzeugt mit durchweg angenehmer<br />
Qualität und verschwimmt<br />
auch bei nahem Hinsehen nur in<br />
geringem Maße. Dies setzt sich<br />
auch bei den Texturen der Runund<br />
Taxiways fort, die weiterhin<br />
Wer das neue, virtuelle Friedrichshafen<br />
besucht, der hat einfach Spaß<br />
daran, sich umzusehen und die<br />
vielen Details zu entdecken. Wie<br />
vom German-Airports-Team gewohnt,<br />
sind viele Kleinigkeiten in<br />
www.flightm.com 47
3D umgesetzt und sorgen so für<br />
ein überaus stimmiges und angenehmes<br />
Gesamtbild. Dazu gehören<br />
beispielsweise die PAPI-Gehäuse,<br />
Run- und Taxiway-Befeuerungen,<br />
Navigationseinrichtungen, Windsäcke<br />
und so weiter. Hierbei kommt<br />
natürlich auch die Dynamik nicht<br />
zu kurz. Oliver Pabst entwickelte<br />
auch für Friedrichshafen X sein<br />
bekanntes AES Light und sorgt so<br />
für dynamischen Bahn- und Straßenverkehr,<br />
Letzteres sowohl airport-<br />
als auch landseitig. Die vielen<br />
Eyecatcher setzen sich in statischen<br />
Objekten fort, so stehen beispielsweise<br />
überall Serviceequipment<br />
und Flughafenfahrzeuge herum,<br />
Menschen stehen auf der Besucherterrasse<br />
und auf dem Vorplatz des<br />
Dornier-Museums, Autos parken<br />
auf den Urlauberparkplätzen und<br />
Kleinflugzeuge stehen am Abstellplatz<br />
der allgemeinen Luftfahrt.<br />
Tages- und<br />
Jahreszeitentexturen<br />
Selbstverständlich für eine heutige<br />
Szenerie ist natürlich auch die Umsetzung<br />
von Winter- und Nachttexturen.<br />
In der kalten Jahreszeit<br />
vermittelt der Airport ein realistisches<br />
Bild einer Winterlandschaft.<br />
Besonders gut gefällt mir hierbei,<br />
dass auf dem Flughafengelände<br />
dennoch auch kahle Flecken zu<br />
finden sind, dies sieht meiner Meinung<br />
nach äußerst realistisch aus<br />
und macht den Airport somit auch<br />
im Winter zu einem wunderschönen<br />
Flugziel.<br />
Des Nachts erlischt das Leben in<br />
Friedrichshafen beinahe vollkommen,<br />
im Flugsimulator zeigt sich<br />
hierbei jedoch wiederum eine sehr<br />
schöne Seite des kleinen Flughafens.<br />
Die Beleuchtung ist äußerst<br />
stimmig und treffend umgesetzt,<br />
besonders gut gefallen mir die<br />
Lichteffekte der Apron-Flutlichter.<br />
Genauso schön anzusehen wie bereits<br />
in München oder Stuttgart ist<br />
wieder die Anflugbefeuerung, die<br />
einen nächtlichen Anflug zu einem<br />
virtuellen Erlebnis der besonderen<br />
Art macht.<br />
Fazit<br />
Friedrichshafen X vom German-<br />
Airports-Team ist auf jeden Fall eine<br />
Reise wert. Das fehlende hektische<br />
Treiben eines Großflughafens wird<br />
durch den liebenswerten Charme<br />
eines kleinen Regionalflughafens<br />
48 <strong>Flight</strong>!
FLIGHT!<br />
Review<br />
ersetzt und macht diesen keinesfalls<br />
weniger interessant. Der hohe<br />
Attraktivitätsgrad wird vor allem<br />
auch durch die Fülle an Details und<br />
den gut umgesetzten dynamischen<br />
Verkehr erreicht. Besonders Fans<br />
kleiner Flugzeuge werden hier voll<br />
auf ihre Kosten kommen, wobei<br />
es natürlich dennoch auch Spaß<br />
macht, Flugzeuge wie die Antonov<br />
An-124 hierher zu fliegen – die übrigens<br />
auch in der Realität ab und zu<br />
FDH einen Besuch abstattet.<br />
Klare Kaufempfehlung!<br />
German Airports Team - Friedrichshafen X<br />
Entwickler: Aerosoft<br />
Kompatibilität: FS9 und FSX Service Pack 2<br />
Web: www.aerosoft.de<br />
Preis Box: 15,99 €<br />
Preis Download: 14,95 €<br />
Download: 125 MB<br />
Pro & Contra:<br />
Schöne Texturierung<br />
Auffallend viele Details<br />
Stimmiges Gesamtbild<br />
Modellierung auf Top-Niveau<br />
Trotz intensiver Fehlersuche kann ich hier nichts wirklich bemängeln<br />
Florian Schlund<br />
Bewertung:<br />
9,2<br />
Modellierung<br />
Texturen<br />
Luftbild<br />
Nachttexturen<br />
Objekte<br />
Frames<br />
Umgebung<br />
Details<br />
Handbuch<br />
Preis/Leistung:<br />
hervorragend<br />
9/10<br />
9/10<br />
9/10<br />
9/10<br />
10/10<br />
8/10<br />
10/10<br />
10/10<br />
9/10<br />
www.flightm.com 49
Megaairport ohne Charme<br />
Blueprint New York JFK<br />
Der Flughafen New York John F.<br />
Kennedy ist selbst für die meisten<br />
„Nicht-Simmer“ ein bekanntes<br />
Sinnbild für den internationalen<br />
Luftverkehr, nicht zuletzt wegen<br />
der täglichen Concorde-Verbindungen<br />
bis ins Jahr 2003. Heute<br />
gehört JFK zu den fünfzehn größten<br />
Flughäfen weltweit und ist neben<br />
La Guardia und Newark einer<br />
der drei internationalen Flughäfen<br />
New Yorks. BluePrint Simulations<br />
setzte den Flughafen Anfang 2012<br />
für FS2004 und FSX um und verspricht<br />
dem Kunden unter anderem<br />
hochauflösende Fototexturen.<br />
Die Geschichte JFKs geht zurück<br />
bis ins Jahr 1942, als im April begonnen<br />
wurde Sumpfland neben dem<br />
Idlewild-Golfplatz trockenzulegen.<br />
Seit der offiziellen Inbetriebnahme<br />
am 1. Juli 1948 wurde der Flughafen<br />
insgesamt fünfmal erweitert<br />
und zählt heute neun Terminals<br />
und vier Pisten. Mit knapp 46 Millionen<br />
Passagieren im Jahr 2009 ist<br />
JFK der sechstgrößte Flughafen der<br />
USA und liegt weltweit auf dem<br />
vierzehnten Platz.<br />
Kauf, Installation und<br />
Handbuch<br />
BluePrint bietet dem Käufer seit<br />
Mitte Januar den Flughafen virtuell<br />
für FS9 und FSX an, wobei<br />
beide Versionen jedoch separat erworben<br />
werden müssen. Der Preis<br />
von 22,60 Euro erscheint auf den<br />
ersten Blick ziemlich happig. Ob er<br />
gerechtfertigt ist, werden wir uns<br />
im Folgenden ansehen, magere 23<br />
beziehungsweise 44 MB sprechen<br />
jedenfalls nicht dafür.<br />
50 <strong>Flight</strong>!
FLIGHT!<br />
Review<br />
Das Handbuch ist genauso unspektakulär<br />
wie die Installation, bei<br />
Letzterer wird lediglich ein Registrierungsschlüssel<br />
verlangt. Die<br />
Dokumentation besteht hauptsächlich<br />
aus realen Fakten und Optimierungsmöglichkeiten,<br />
des Weiteren<br />
sind einige Routenvorschläge zu<br />
verschiedenen Flughäfen der Welt<br />
enthalten, deren Sinn mir aber verschleiert<br />
bleibt.<br />
New York, New York<br />
Frank Sinatra wollte in einer Stadt<br />
aufwachen, die niemals schläft –<br />
also sehen wir uns das unermüdliche<br />
Treiben New Yorks einmal<br />
virtuell an. Anbindungsmöglichkeiten<br />
hat man aus Europa en masse,<br />
von Deutschland beispielsweise<br />
mit Lufthansa, Air Berlin oder diversen<br />
amerikanischen Fluglinien.<br />
Zunächst macht sich Ernüchterung<br />
breit. Von einer Stadt (respektive<br />
einem Flughafen), die niemals<br />
schläft, ist hier nicht viel zu sehen.<br />
Das Vorfeld sieht gähnend leer aus<br />
und bietet wenig bis gar keine Details,<br />
lediglich ein paar unschön<br />
modellierte Gepäckwagen und Gepäckbänder<br />
stehen an den Gates.<br />
Von den versprochenen hochauflösenden<br />
und fotorealen Texturen<br />
sehe ich nichts, weder am Apron<br />
noch auf dem Luftbild. Die Pisten<br />
sind lediglich mit Standardtexturen<br />
versehen, die Rollwege wirken wie<br />
gezeichnet und auf dem Vorfeld<br />
wirkt alles so steril und sauber wie<br />
in einem Krankenhaus. Keine Abnutzungen,<br />
kein Dreck – gar nichts.<br />
Das alles ließe sich mit schön modellierten<br />
Gebäuden und deren<br />
www.flightm.com 51
einladender Texturierung mit Sicherheit<br />
kompensieren, aber auch hier finde ich wenig<br />
Gutes. Verglichen mit der Gestaltung<br />
der Terminals gefallen mir selbst die alten<br />
Flughäfen aus der German-Airports-Reihe<br />
besser (die wohlgemerkt um das Jahr 2004<br />
auf den Markt kamen), die Texturen wirken<br />
ebenso wenig überzeugend und sehen<br />
keineswegs realistisch aus. Das gleiche<br />
Bild setzt sich landseitig fort, es gibt kaum<br />
etwas zu entdecken und sogar Straßen<br />
verschwinden teilweise im Nichts. Das<br />
verpixelte und verschwommene Luftbild<br />
bringt das Auge des Betrachters schließlich<br />
fast zum Weinen. Spätestens jetzt wurde<br />
mir jedenfalls bewusst, dass das Geld bei<br />
einem schnellen Imbiss mit der Liebsten<br />
sicherlich besser aufgehoben wäre.<br />
Bei Nacht und im Winter<br />
Was solls, es bleibt ja noch ein wenig Hoffnung<br />
auf Besserung. Schließlich stehen die<br />
Tages- und Jahreszeitentexturen noch auf<br />
dem Testprogramm. Das Positivste, was<br />
daran zu vermerken ist, ist sicherlich, dass<br />
beides vorhanden ist. Die Wintertexturen<br />
sind nichts Besonderes, vielmehr sind die<br />
schlechten Luftbildtexturen einfach nur<br />
aufgeweißt worden und die Tatsache, dass<br />
auf der Runway Schnee liegt, der Rest der<br />
Vorfelder und Taxiways jedoch ansonsten<br />
frei von jeglichen Spuren des Winters ist,<br />
sieht doch eher albern aus.<br />
Bei Dunkelheit wirkt der Flughafen noch<br />
am ansehnlichsten, da hier von den grausigen<br />
Texturen am wenigsten zu sehen ist.<br />
Leider wird hier der schlechte Übergang<br />
zur Standardszenerie deutlicher sichtbar,<br />
der Käufer muss sich hier also entscheiden,<br />
welches Übel ihm lieber ist – meines Erachtens<br />
eindeutig die Nachtvariante!<br />
Fazit<br />
Liebe Leser, zunächst einmal möchte ich<br />
mich für die zynischen Worte auf den<br />
letzten Seiten entschuldigen. Die Redaktion<br />
und ich sind uns völlig bewusst, dass<br />
hinter jedem Add-on große Mühe und viel<br />
Arbeit stecken, die wir mit guten Bewertungen<br />
gerne belohnen. Bei Add-ons aus<br />
dem Hause BluePrint – insbesondere JFK<br />
– bleibt jedoch von diesem guten Willen<br />
bei mir nicht mehr viel übrig. Fast 50 Euro<br />
werden dem ehrlichen Käufer hier für beide<br />
Versionen der Szenerie abverlangt; das,<br />
was man letztendlich bekommt, ist aber<br />
bestenfalls freewaretauglich und wird dem<br />
Preis keinesfalls gerecht. An dieser Stelle<br />
ist etwas Fremdwerbung mit Sicherheit angebracht<br />
– wer hier zum FS-Dreamteam-<br />
Produkt greift, ist mit Sicherheit um Längen<br />
besser bedient.<br />
Florian Venus<br />
Blueprint KJFK New York John F Kennedy<br />
Entwickler: BluePrint Simulations<br />
Kompatibilität: FS 9 und FSX Service Pack 2<br />
Download: 23MB (FS9) 44MB (FSX)<br />
Web: www.blueprintsimulations.com<br />
Preis: 22,60 € pro Version<br />
Pro & Contra:<br />
Gute Performance<br />
Grausige Texturen<br />
Schlechte Modellierung<br />
Comicartiges Gesamtbild<br />
Keine Details<br />
Langweilige Erscheinung, keine Dynamik<br />
Zu hoher Preis<br />
Bewertung:<br />
5,8<br />
Modellierung<br />
Texturen<br />
Luftbild<br />
Nachttexturen<br />
Objekte<br />
Frames<br />
Umgebung<br />
Details<br />
Handbuch<br />
2/10<br />
2/10<br />
1/10<br />
6/10<br />
2/10<br />
9/10<br />
6/10<br />
4/10<br />
5/10<br />
52 <strong>Flight</strong>!<br />
Preis/Leistung:<br />
finger weg!
LatinVFR Miami<br />
International Airport<br />
FLIGHT!<br />
Review<br />
LatinVFR dürfte einigen Simmern<br />
nicht zuletzt wegen seiner Umsetzungen<br />
von Montego Bay, Santiago<br />
de Chile oder Tegucigalpa bekannt<br />
sein. Ende 2011 brachte die Softwareschmiede<br />
schließlich ihre Umsetzung<br />
des Flughafens Miami auf<br />
den Markt. Ob diese überzeugen<br />
kann und dem Charme der alten<br />
FlyTampa-Szenerie standhält, lesen<br />
Sie im Folgenden.<br />
Miami International<br />
Airport<br />
Im Bundesstaat Florida gelegen<br />
bietet der Miami International<br />
Airport ein attraktives Drehkreuz<br />
für Frachtfluggesellschaften wie<br />
FedEx, LAN Cargo oder UPS und<br />
ist gleichzeitig ein wichtiger Knotenpunkt<br />
für Verbindungen in die<br />
Karibik und nach Südamerika für<br />
mehr als 35 Millionen Passagiere<br />
im Jahr 2010.<br />
1928, als Pan American Fied eröffnete,<br />
war das Flugfeld schon ein<br />
wichtiger Standpunkt für Pan American<br />
Airways. Ihr folgten in den<br />
Jahren 1934 und 1937 Eastern Air<br />
Lines und National Airlines. Pan<br />
Am und Eastern blieben bis zum<br />
Konkurs im Jahre 1991 Hauptnutzer<br />
des Flughafens Miami, dessen<br />
Drehscheiben anschließend von<br />
United Airlines und American Airlines<br />
übernommen wurden.<br />
Heute verfügt Miami über drei Terminals<br />
mit sechs Abflughallen und<br />
vier Pisten, von denen drei parallel<br />
in West-Ost-Richtung verlaufen.<br />
Von Europa aus erreicht man das<br />
Drehkreuz beispielsweise mit Air<br />
Berlin, Air Europa, Air France, Alitalia,<br />
British Airways, Iberia, Finnair,<br />
Lufthansa, Swiss oder Virgin<br />
Atlantic.<br />
Kauf, Installation und<br />
Handbuch<br />
Der Kauf gestaltet sich – wie nahezu<br />
immer – problemlos über die<br />
Website von simMarket, 24,98 Euro<br />
und 143 MB für die FSX- beziehungsweise<br />
83 MB für die FS9-Version<br />
wechseln hierbei den Besitzer.<br />
Die Installation ist ebenso einfach<br />
und erfordert lediglich die Eingabe<br />
eines Registrierungsschlüssels.<br />
Das Handbuch findet sich nach<br />
der Installation im Flugsimulator-<br />
Hauptverzeichnis und gibt auf 17<br />
Seiten Auskunft über den realen<br />
und virtuellen Flughafen sowie einige<br />
(meiner Meinung nach eher<br />
unnötige) allgemeine Tipps und<br />
Routenvorschläge zu anderen<br />
Flughäfen von LatinVFR. Hierzu<br />
www.flightm.com 53
eigelegt ist noch ein Airport-Diagramm,<br />
glücklicherweise wurde<br />
dieses nicht als „Charts“ deklariert<br />
– hier ist man von anderen Herstellern<br />
auch mehr gewöhnt.<br />
Die virtuelle Umsetzung<br />
Der Hersteller lockt unter anderem<br />
mit einem detailgetreuen Flughafen<br />
und einer schönen Umgebung,<br />
hochauflösenden Bodentexturen,<br />
einem 44 Quadratmeilen großen<br />
Luftbild, exzellenten Nachteffekten<br />
und animierten Skytrains, also<br />
machen wir uns mit einem A330-<br />
200 der Air Berlin von Düsseldorf<br />
auf den Weg ins sonnige Florida.<br />
Nach zehn Stunden Flug und einer<br />
erfolgreichen Atlantiküberquerung<br />
befinden wir uns bereits im Anflug<br />
auf die Piste 26L. Schon von<br />
weitem fällt auf, dass die Umgebung<br />
leider nicht sonderlich gut an<br />
die Standardszenerie angebunden<br />
ist. Straßen hören im Nichts auf<br />
und die Übergänge der Texturen<br />
sind unschön und abrupt. Das gesamte<br />
Luftbild ist im Anflug bereits<br />
unscharf und kann nicht mit<br />
heutigen Standards mithalten, das<br />
Gesamtbild kann auch das üppige<br />
und überzeugende Autogen nicht<br />
retten. Die Texturen auf den Runund<br />
Taxiways sind dagegen befriedigend<br />
aufgelöst, wirken zwar<br />
manchmal etwas künstlich, verleihen<br />
dem Airport aber dennoch<br />
den amerikanischen Flair. In der<br />
Modellierung sind hier gute Ansätze<br />
zu finden, wie zum Beispiel die<br />
3D-modellierte Anflugbefeuerung<br />
oder die ebenfalls umgesetzten PA-<br />
PI-Kästen, deren PAPI-Lichter sich<br />
leider außerhalb der Modelle befinden<br />
– schade, das geht besser!<br />
Auf dem Weg zum Gate vermisse<br />
ich das typische Gewusel und die<br />
Hektik am Boden, die an einem<br />
Flughafen dieser Größe für gewöhnlich<br />
herrschen. Das flughafeneigene<br />
Personentransportsystem ist<br />
zwar umgesetzt, jedoch driften die<br />
Fahrzeuge leicht schief zur Fahrbahn<br />
eher unbeachtet durch die<br />
Gegend. Da ich sonst auch keine<br />
weiteren Animationen ausfindig<br />
machen kann, hoffe ich wenigstens<br />
auf schöne Details und Eyecatcher<br />
an den Parkpositionen und werde<br />
prompt wieder enttäuscht. Von<br />
Detailtreue kann man hier nicht<br />
wirklich sprechen, jede Parkposition<br />
sieht mehr oder weniger gleich<br />
und leer aus, die angebrachten<br />
Verschmutzungen rund um die<br />
Haltepunkte wirken auf den Betrachter<br />
auch eher übertrieben und<br />
unrealistisch, auch wenn dies wieder<br />
einmal ein guter Ansatz war.<br />
Die Modellierung der Terminals<br />
und des Kontrollturms hingegen<br />
ist am besten mit „mittelmäßigem<br />
Standard“ zu beschreiben, die<br />
54 <strong>Flight</strong>!
FLIGHT!<br />
Review<br />
Texturierung hingegen wirkt auch<br />
hier an vielen Stellen künstlich.<br />
Die Nachtbeleuchtung ist mit Sicherheit<br />
einer der positiveren Aspekte<br />
des Produkts, auch wenn sie<br />
sich nicht von anderen Produkten<br />
abheben kann und der Unterschied<br />
zwischen Standard- und Add-on-<br />
Szenerie weiterhin deutlich sichtbar<br />
ist. Die Vorfelder sind dezent<br />
beleuchtet, der abgelegene Teil des<br />
Flughafens liegt indessen im Halbdunkeln<br />
und wird von den teilweise<br />
3D-modellierten Roll- und Haltelichtern<br />
dominiert, die jedoch auch<br />
nur aus mittlerer Entfernung gut<br />
aussehen.<br />
Fazit<br />
LatinVFR Miami International Airport<br />
ist eine der Szenerien, von denen<br />
man wahrscheinlich nicht so<br />
richtig weiß, was man davon halten<br />
soll. Im Allgemeinen befindet sich<br />
die Umsetzung eher im unteren<br />
Mittelfeld und kann durch keine<br />
Eigenschaften wirklich hervorstechen,<br />
hier gefallen mir andere<br />
Umsetzungen von LatinVFR um<br />
einiges besser – es seien da beispielsweise<br />
Sucre oder Tegucigalpa genannt.<br />
Der alten FS9-Szenerie von<br />
FlyTampa läuft LatinVFR den Rang<br />
keinesfalls ab, wer auf AES verzichten<br />
kann und will, verpasst absolut<br />
nichts. Im FSX bleibt bislang keine<br />
andere Möglichkeit, ob es ihm die<br />
25 Euro wert, ist muss letztendlich<br />
jeder für sich entscheiden.<br />
Florian Venus<br />
Entwickler: LatinVFR<br />
Kompatibilität: FS 9 und FSX Service Pack 2<br />
Web: www.latinvfr.com<br />
Preis: 24,98 €<br />
Pro & Contra:<br />
Gute Performance<br />
Größtenteils überzeugende Run- und Taxiwaytexturen<br />
Viele schöne Ansätze, diese sind jedoch leider<br />
Größtenteils unvollendet oder mittelprächtig gelungen<br />
Unscharfes Luftbild<br />
Wenig Details<br />
Langweilige Flughafenumgebung ohne Dynamik<br />
Zu hoher Preis<br />
Modellierung<br />
Texturen<br />
Luftbild<br />
Nachttexturen<br />
Objekte<br />
Frames<br />
Umgebung<br />
Details<br />
Handbuch<br />
Preis/Leistung:<br />
LatinVFR Miami International<br />
Bewertung:<br />
5,9<br />
mangelhaft<br />
7/10<br />
5/10<br />
3/10<br />
6/10<br />
7/10<br />
9/10<br />
6/10<br />
4/10<br />
5/10<br />
www.flightm.com 55
Maastricht-Aachen Airport<br />
klein, aber fein?<br />
Von Andreas Kornza entwickelt ist<br />
nun endlich der Maastricht-Aachen<br />
Airport erschienen, wurden doch<br />
schon vor über einem halben Jahr<br />
die ersten Bilder gepostet. Kurz<br />
vor Redaktionsschluss traf noch<br />
die aktualisierte Version 1.0.1, dies<br />
rettete die Bewertung, da in der Ursprungsversion<br />
einige Fehler enthalten<br />
waren.<br />
Von hier geht es in die ganze Welt<br />
– zumindest mit dem Frachtflugzeug.<br />
Als Passagier kann hat man ab<br />
Maastricht nicht die große Auswahl<br />
an Destinationen. Unterstützung<br />
für den Flughafen kam von der<br />
deutschen Bundesregierung, seit in<br />
Deutschland die neue Flugsteuer<br />
erhoben wird, ist Maastricht neuerdings<br />
auch eine Option für viele<br />
Kunden aus Deutschland. German-<br />
56 <strong>Flight</strong>!
FLIGHT!<br />
Review<br />
wings bietet seit kurzem täglich<br />
zwei Flüge nach Berlin Schönefeld<br />
an. Auch Afrika und Asien sind von<br />
MST aus kein Problem, so geht es<br />
zum Beispiel mit Royal Jordanian<br />
nach Amman oder Kairo. England<br />
und Russland zählen ebenfalls zu<br />
den fixen Destinationen.<br />
Aber bevor wir eine dieser reizenden<br />
Ziele anfliegen können<br />
oder von diesen Maastricht erreichen,<br />
sollten wir uns erst einmal<br />
entweder die NL2000 Freeware<br />
herunterladen oder uns das neue<br />
Add-on von Aerosoft kaufen. Also<br />
investiere ich die 14,95 Euro im<br />
Aerosoft-Shop und lade mir das<br />
Add-on für den FSX runter, eine<br />
Version für den „alten“ FS9 wurde<br />
angekündigt. Das 300 Megabyte<br />
große Paket landet dank DSL recht<br />
schnell auf meiner Festplatte, nach<br />
der Installation wird auf den Zwang<br />
den umstrittenen Aerosoft Launcher<br />
zu benutzen verzichtet, ein<br />
klarer Pluspunkt in der Servicekultur..<br />
Noch schnell das eHandbuch<br />
durchblättern und schon begebe ich<br />
mich auf den Weg Richtung Cockpit.<br />
Kurze Zeit später stehe ich in<br />
Maastricht auch schon am Gate. Erster<br />
Eindruck: Toll. Drei Gebäude<br />
stehen vor mir, eines davon ist das<br />
Terminal, auf den ersten Blick für<br />
schwer zu definieren, denn auf dem<br />
Maastricht-Aachen Airport gibt es<br />
keine Fluggastbrücken und somit<br />
viele Passagiere die hoffen, dass<br />
beim Boarding die Sonne scheint.<br />
Das Termin ist sehr einfach an<br />
den Türen zu erkennen, die mit<br />
„arrivals“ beschriftet sind. Diese<br />
wurden durchsichtig gestaltet und<br />
man hat das Gefühl, wie fast beim<br />
ganzen Abfertigungsgebäude, dass<br />
man hineinsehen kann. Hier und<br />
da tuckert ein Bus herum, vorbei an<br />
Gepäckwagen, Pushbackfahrzeugen<br />
und diversen anderen kleinen<br />
Details. Wir machen uns auf nach<br />
Berlin und bereiten die Systeme<br />
vor. Wir rollen an diversen anderen<br />
Gebäuden vorbei, die ebenfalls<br />
sehr schön modelliert sind. Doch<br />
dann entdecke ich etwas, das in<br />
mir eine Frage aufkommen lässt.<br />
Hat ORBX diese Szenerie mit entwickelt?<br />
Überall auf dem Parkplatz,<br />
den wir vom Vorfeld leicht sehen<br />
können, gehen Menschen umher!<br />
Eine wahre Steigerung. Leider entdecke<br />
ich direkt über den Köpfen<br />
der Menschen einen Minuspunkt.<br />
Das Werbeschild über dem Parkplatz<br />
wurde als Werbeträger für<br />
Aerosoft genutzt. Eine große Anzeige,<br />
auf der mehrere Produkte<br />
wie Andras Field klar zu erkennen<br />
sind. Dafür gebe ich also 14,95 Euro<br />
aus? Um sicher zu sein, dass es diese<br />
Anzeige in echt nicht gibt, habe<br />
ich ein bisschen recherchiert und<br />
herausgefunden, dass weder in der<br />
Vergangenheit noch in der Gegenwart<br />
dort ein Werbeschild von Aerosoft<br />
stand. Hier versucht wohl<br />
jemand mit Werbung im Simulator<br />
neue Kunden zu locken? Allerdings<br />
muss ich Aerosoft zwei Dinge zugutehalten.<br />
Zum einen, dass der<br />
Flughafen vier Euro günstiger ist,<br />
als vergleichbare Airports. Zum anderen<br />
werden auch die AES-Nutzer<br />
mit einer kostenlosen Aktivierung<br />
entschädigt, da der Airport ab Version<br />
2.20 enthalten ist. Trotzdem<br />
www.flightm.com 57
58 <strong>Flight</strong>!<br />
hoffe ich, dass diese Art von Werbung<br />
in meinem Simulator nicht<br />
Schule macht, den dies stört den<br />
Realitätsfaktor erheblich. Kommen<br />
wir zurück zum Airport. Als wir<br />
über Taxiway Whiskey in Richtung<br />
der Landebahn weiter taxeln, sehe<br />
ich, dass die Texturen dort zwar<br />
schön gemacht sind, allerdings fehlt<br />
mir in der Mitte des Rollwegs eine<br />
Linie. Auf einem Luftbild ist diese<br />
jedoch klar zu erkennen. Nun sind<br />
wir fast am Holdingpoint angekommen,<br />
erst jetzt fällt mir auf, dass das<br />
ganze Gelände mit virtuellem Gras<br />
überzogen ist, nicht nur von dem<br />
scharfen Luftbild. Die Texturen für<br />
die Rollwege sind eine Augenweide,<br />
Abnutzungs- und Abriebspuren<br />
geben der Szenerie einen schönen<br />
Touch. Es ist noch ein Flugzeug im<br />
Anflug, also sehen wir uns noch<br />
etwas um und betrachten den Businesspark<br />
am Rande des Airports.<br />
Die Straßen im Einzugsgebiet sind<br />
akkurat nachgestellt, die Straßenlaternen<br />
stehen exakt auf denen<br />
vom Luftbild und die Autos bewegen<br />
sich vorbildlich in der Spur.<br />
Ebenfalls sehe ich das Eurocontrol-<br />
Gebäude, von hier werden Flüge<br />
in ganz Europa kontrolliert, auch<br />
ich werde gleich Bekanntschaft<br />
mit einem Lotsen aus diesem Haus<br />
machen. Auch auf dem Parkplatz<br />
vor diesem Gebäude stehen wieder<br />
einige Fahrzeuge, alles in allem<br />
wurde die Flughafenumgebung<br />
sehr realistisch gestaltet. Zurück zu<br />
unserem Flug: Die 747, auf die wir<br />
warten mussten, hat die Landebahn<br />
verlassen, wir dürfen die Startposition<br />
einnehmen, vor uns stehen<br />
ein paar Hangars, augenscheinlich<br />
für die Wartungen. Nach dem Rotieren<br />
fliegen wir über ein kleines<br />
Dorf und drehen Richtung Süden,<br />
wobei mir auffällt, dass sich die<br />
Szenerie gut in die Freeware-Luftbilder<br />
von NL2000 eingliedert. Wo<br />
wir schon bei NL2000 sind, fällt<br />
mir ein, dass es doch auch von
diesen eine Freeware-Umsetzung<br />
für Maastricht gibt. Während ich<br />
nach Berlin fliege, werde ich mir<br />
diese Version herunterladen und<br />
die Unterschiede herausfiltern.<br />
Vorab kann ich sagen, im direkten<br />
Vergleich ist Maastricht-Aachen X<br />
von Aerosoft sein Geld wert. Die<br />
Texturen der NL2000-Umsetzung<br />
sind zwar gut gelungen, aber das<br />
Gesamtbild passt nicht. Es fehlen<br />
die kleinen Details und auch die<br />
bei Aerosoft sehr schön gelungene<br />
Umgebung fehlt komplett. Die<br />
wichtigen Flughafengebäude sind<br />
zwar vorhanden und sehen auch<br />
gut aus, aber das Umfeld ist komplett<br />
kahl. Kein Baum, kein Gewerbegebiet,<br />
kein Dorf am Rande<br />
des Flugplatzes. Auch die Frames<br />
sind in der kostenpflichtigen Version<br />
um einiges besser, mein Bild<br />
ruckelt nur selten. Die Gebäude<br />
bei Nacht sehen gut aus, an den<br />
Außenseiten sind Lichtquellen wie<br />
Scheinwerfer angebracht, leider haben<br />
sie aber keine Auswirkungen<br />
auf die Fassade, diese bleibt dunkel.<br />
Das Vorfeld wird von Lichtmasten<br />
beleuchtet. Die sonstige Umgebung<br />
mit den Straßenlaternen wurde<br />
auch sehr schön umgesetzt, jede<br />
spendet Licht. Wenn man nun aber<br />
gerne in der Nacht fliegt oder mittels<br />
eines Tools reales Wetter nutzt,<br />
wird man bei schlechten Konditionen<br />
ins Schwitzen kommen. Auch<br />
wenn man aus den Charts schließen<br />
könnte, dass der Runway für<br />
CAT III ausgerüstet ist, sieht man<br />
im Simulator davon wenig. Die<br />
Anflugbefeuerung existiert auf einer<br />
Seite nur zur Hälfte, man sieht<br />
zwar Masten, aber auf diesen ist<br />
keine Lichtquelle montiert. Kurz<br />
vor der Landebahn gibt es dann<br />
doch noch ein bisschen Licht. Bei<br />
der Freeware ist das anders: Alles<br />
wird schön dargestellt.<br />
Trotz allem werde ich wohl bei<br />
Maastricht-Aachen X bleiben.<br />
Die Umsetzung von Maastricht-<br />
Aachen ist Andreas Kornza zwar<br />
gelungen, doch wurde an einigen<br />
Stellen geschlampt. So ist die fehlerhafte<br />
Befeuerung ein No-Go für<br />
jene Piloten, die auch bei schlechtem<br />
Wetter oder nachts fliegen.<br />
Hier ist unbedingt ein Patch notwendig!<br />
Dafür sind die Nachttexturen<br />
durchaus gelungen, auch<br />
sehen die Texturen klasse aus und<br />
das Luftbild ist schon fast gestochen<br />
scharf. Außerdem überzeugt die<br />
Maastricht-Aachen X<br />
Entwickler: Andreas Kornza<br />
Kompatibilität: FSX Service Pack 2<br />
Web: www.aerosoft.com<br />
Vertrieb: Aerosoft<br />
Preis Download: 14,95 €<br />
Download: 300 MB<br />
Pro & Contra:<br />
Tolle Texturen und Modellierung<br />
Reale Umgebung<br />
Kostenlose AES-Unterstützung<br />
Gute Frames<br />
Ansatzweise Umsetzung von PeopleFlow<br />
Werbeschild mit Aerosoft Werbung<br />
Fehler in der Befeuerung des Runways<br />
Schlechte Nachttexturen<br />
Modellierung<br />
Texturen<br />
Luftbild<br />
Nachttexturen<br />
Objekte<br />
Frames<br />
Umgebung<br />
Details<br />
Handbuch<br />
Preis/Leistung:<br />
Umgebung des Airports, hier kann<br />
Aerosoft richtig punkten. Trotzdem<br />
reicht es durch die großen Abzüge<br />
bei der Befeuerung nur für 8,8<br />
Punkte – für denjenigen, der Maastricht<br />
allerdings als VFR-Flieger<br />
anfliegt oder ohne reales Wetter,<br />
ist Maastricht eine gute Wahl. Jetzt<br />
stellt sich noch die Frage, wann erscheint<br />
die X-Plane 10 Version der<br />
Szenerie?<br />
Bewertung:<br />
8,2<br />
sehr gut<br />
Max Mertznich<br />
9/10<br />
10/10<br />
9/10<br />
7/10<br />
8/10<br />
9/10<br />
9/10<br />
6/10<br />
7/10<br />
Review<br />
FLIGHT!<br />
www.flightm.com 59
EuroAirport Basel<br />
Die Freeware<br />
Nur wenige Kilometer vom Dreiländereck<br />
Deutschland-Frankreich-<br />
Schweiz entfernt liegt auf französischer<br />
Seite der EuroAirport<br />
Basel/Mulhouse/Freiburg.<br />
Der internationale Flughafen mit<br />
zwei Landebahnen ist heutzutage<br />
ein wichtiger Faktor für die Region<br />
um das Dreiländereck. Im FSX<br />
wurde die entsprechende Freeware<br />
vor kurzem auf eine neue Version<br />
upgedatet, die nun mehrere größere<br />
Neuerungen bringt. So stehen<br />
jetzt überall auf dem Vorfeld statische<br />
Fahrzeuge, auch wurde das<br />
Layout aktualisiert und wurden<br />
viele neue Gebäude realisiert. Nach<br />
einer mehrteiligen Installation, die<br />
unter anderem das Einfügen in die<br />
Szenerienbibliothek und die Installation<br />
einer .bgl-Datei beinhaltet,<br />
kann man nach der Aktivierung<br />
praktisch sofort loslegen.<br />
Nachdem wir nun unseren kleinen<br />
A319 von Germanwings an einem<br />
Gate positioniert haben, fallen mir<br />
sofort die neuen, vorerst leider nur<br />
statischen Gateways ins Auge, die<br />
wirklich klasse modelliert wurden.<br />
Auch das Treppenhaus, durch das<br />
gerade die Gäste zum Flieger kommen,<br />
wurde super gestaltet, sogar<br />
richtig durchsichtig. Am Rest des<br />
Terminals wurden fotorealistische<br />
Texturen verwendet. Langsam<br />
wird es dunkel, die Lichter gehen<br />
an. Neben uns erwacht ein hoher<br />
Mast zum Leben, ein großer Lichtkegel<br />
wird neben uns geworfen,<br />
einige Stellen des Aprons kommen<br />
60 <strong>Flight</strong>!
FLIGHT!<br />
Review<br />
mir zwar ein bisschen dunkel vor,<br />
aber das passt schon.<br />
Der Pushback-Truck dockt an, los<br />
geht’s. Als wir die Triebwerke anlassen,<br />
erkennen wir die vorher<br />
erwähnten Fahrzeuge, ein ganzer<br />
Parkplatz auf dem Vorfeld steht<br />
voll mit ihnen, auch sehen sie sehr<br />
realistisch aus und machen auf jeden<br />
Fall was her. Schon fast an der<br />
Landebahn angekommen, entdecken<br />
wir zahlreiche Hangars. Am<br />
Runway-ahead-Zeichen halten wir,<br />
es wurde toll auf den Standard-<br />
Taxiway aufgetragen, wie auch<br />
auf dem ganzen restlichen Vorfeld,<br />
überall tolle Extras. Nun geben wir<br />
Schub, die Flughafengebäude ziehen<br />
immer schneller an uns vorbei.<br />
Noch ein letzter Blick, dann verschwindet<br />
der Flughafen mit seinen<br />
vielen Lichtern unter den Wolken.<br />
Nun erkennen wir das, was<br />
wir aus dem Flieger nicht gesehen<br />
haben. Wir begeben uns ins Umfeld<br />
des Flughafens, schauen uns<br />
das Hauptterminal sowie die restlichen<br />
Gebäuden an. Direkt sehe<br />
ich das Gebäude von Swiss sowie<br />
die Frachtgebäude, alle, wie schon<br />
das Terminal, sind sehr schön geworden.<br />
Vor den Frachtgebäuden<br />
wurde ein schöner Parkplatz erstellt,<br />
tolle Texturen, richtig real<br />
mit Pfeilen und Linien. Überall vor<br />
den Terminals wurde geniale Texturen<br />
für die Straßen genutzt. Das<br />
Hauptterminal ist eine Mischung<br />
aus fotorealistischen Texturen und<br />
ein paar modellierten Gegenständen.<br />
An fast allen Häusern wurden<br />
Außentreppen angebaut, sehr real,<br />
das gibt wieder Pluspunkte. Am<br />
äußersten Rand des Vorfelds liegen<br />
noch weitere Hangars. Auf der anderen<br />
Seite des Airports befinden<br />
sich einige Bürogebäude sowie das<br />
GA-Terminal. Damit verlassen wir<br />
den EuroAirport nun. Schön war’s<br />
hier, zum nächsten Update sind wir<br />
bestimmt wieder da.<br />
Mein Fazit ist positiv. Es gibt eine<br />
sehr hohe Gebäudedichte, schöne<br />
Texturen und viele Details. Der<br />
Flughafen macht einen tollen Gesamteindruck<br />
und auch sonst kann<br />
er manche Payware-Szenerien<br />
überholen. Die Freeware ist eine<br />
wahre Alternative zu der Payware<br />
von France VFR.<br />
Max Mertznich<br />
Download: www.flightm.de<br />
Code: BSL0312<br />
www.flightm.com 61
ORBX New Zealand<br />
Welcome to Kiwiland<br />
„Back to the roots“ – ein Motto,<br />
das sich die Entwickler von ORBX<br />
anscheinend zu Herzen genommen<br />
haben. Nachdem Australien<br />
in der virtuellen Welt des FSX fast<br />
komplettiert war, verschlug es das<br />
Entwicklerteam aus Down Under<br />
in die USA, wo sich auch noch aktuelle<br />
Baustellen von ORBX befinden.<br />
Vielleicht von Heimweh angetrieben,<br />
oder einfach nur durch den<br />
Elan, eine möglichst hohe Anzahl<br />
an Kontinenten mit realistischen<br />
Flächen-Add-ons abzudecken, verschlug<br />
es das Team von John Venema<br />
zurück Richtung Down Under:<br />
nicht in das Land der Kängurus,<br />
sondern nach Kiwi-Land. Mit „New<br />
Zealand – Southern Island“ wird<br />
eine der zwei Hauptinselgruppen<br />
Neuseelands abgedeckt, auf der uns<br />
neben atemberaubenden Wäldern<br />
wunderschöne Strände und sogar<br />
Gletscher erwarten.<br />
Erworben werden kann ORBX<br />
NSZI (so die offizielle Bezeichnung)<br />
wie gewohnt als Download<br />
über www.flightsimstore.com, dafür<br />
müssen dann 40 australische<br />
Dollar oder umgerechnet etwa 33<br />
Euro den Besitzer wechseln. Eine<br />
Boxversion gibt es im Moment noch<br />
nicht, wird aber wahrscheinlich,<br />
wie bisher gewohnt, in geraumer<br />
Zeit bei ORBX-Vertriebspartnern<br />
wie flightandfun oder Aerosoft er-<br />
scheinen. Nachdem sich der knapp<br />
3 Gigabyte große Installer samt<br />
flightsimstore-Wrapper durch die<br />
Internetleitung gezwängt hat, kann<br />
man auch schon fast im virtuellen<br />
Buschflugzeug Platz nehmen. Doch<br />
vorher noch Bestellnummer, Bestelldatum<br />
sowie Seriennummer in<br />
den Dialog des Installers eintragen;<br />
wenn diese korrekt sind, beginnt<br />
die Installation (Achtung: Hierfür<br />
wird eine aktive Internetverbindung<br />
benötigt). Neben dem Handbuch<br />
wird, wie bei anderen Produkten<br />
üblich, auch eine Reihe von<br />
Konfigurationsprogrammen mit<br />
installiert. Vor dem ersten Start im<br />
FSX muss selbstverständlich auch<br />
noch „Neu Seeland“ als Region<br />
im FTX-Konfigurator vorgewählt<br />
werden, damit auch die richtigen<br />
Texturen angezeigt werden. Ist dies<br />
62 <strong>Flight</strong>!
FLIGHT!<br />
Review<br />
getan, kann der FSX gestartet werden.<br />
Hier empfiehlt es sich zuerst<br />
einmal in die Darstellungsoptionen<br />
zu schauen: Wie bei jeder Szenerie<br />
üblich, gibt es auch bei NZSI einen<br />
gesonderten Teil im Handbuch, der<br />
sich nur mit den Einstellungen bezüglich<br />
Autogendarstellung und<br />
Performance beschäftigt. Ausgehend<br />
von der Annahme, dass<br />
nicht jeder PC die Szenerien auf<br />
maximalen Einstellungen ruckelfrei<br />
darstellen kann (diesen Ansatz<br />
sollten meiner Meinung nach mehr<br />
Add-on-Hersteller verfolgen), wird<br />
ausführlich erklärt, welche Regler<br />
herunter- und welche heraufgeschoben<br />
werden dürfen, um ein optimales<br />
Ergebnis zu erzielen.<br />
Jetzt steht dem Fliegen nichts mehr<br />
im Weg!<br />
Das Schwierigste bei einem so<br />
großflächigen Add-on ist, dass man<br />
eigentlich nie so recht weiß, wo<br />
man starten soll. Bei einem Airport<br />
ist das einfach, man startet am Terminal<br />
oder auf der Runway, fährt<br />
ein wenig die Taxiways auf und ab,<br />
startet, dreht ein paar Platzrunden<br />
und landet wieder. Das dann noch<br />
unter verschiedensten Wettersituationen,<br />
zu verschiedenen Tagesund<br />
Jahreszeiten und fertig ist das<br />
Review. Doch wo fängt man an,<br />
wenn man tausende Quadratkilometer<br />
von äußerst dünn besiedelter<br />
Natur vor sich hat, in der man(n)<br />
ohne Karte oder Navigationsgerät<br />
völlig aufgeschmissen wäre?<br />
MITTENDRIN.<br />
Das Flugzeug mittels „Karte“ an<br />
einen beliebigen Punkt irgendwo<br />
im Nirgendwo gesetzt und losgeflogen.<br />
Damit wir aber nicht völlig<br />
planlos herumfliegen und uns<br />
aufgrund geleerter Tanks unserer<br />
Cessna C340 tagelang und nur gestärkt<br />
durch Kiwis und Orangen<br />
(der Haupternte im Januar und Februar)<br />
durch die endlosen Weiten<br />
zu Fuß durchschlagen dürfen, steht<br />
uns stets eine Moving Map auf dem<br />
zweiten Monitor zur Verfügung.<br />
www.flightm.com 63
Diese rückt angesichts der wirklich<br />
atemberaubenden Landschaft<br />
allerdings immer häufiger in den<br />
Hintergrund, zu schön sind die<br />
weiten Felder und Wälder an den<br />
Berghängen. ORBX verwendet hier<br />
im Gegensatz zu den Airport-Umsetzungen<br />
keine Satellitenbilder,<br />
sondern eigene Textursets, die nach<br />
echten Karten so ausgerichtet wurden,<br />
dass sie trotzdem ein sehr realistisches<br />
Abbild der Naturregionen<br />
abgeben, ohne dabei massenhaft<br />
Festplattenspeicher zu verbrauchen.<br />
Auf unserem Flug tauchen<br />
hin und wieder kleinere Flugplätze<br />
am Boden auf, und trotz unserer<br />
Flughöhe lässt sich erkennen, dass<br />
diese sich von den Standardplätzen<br />
des FSX unterschieden. ORBX<br />
hat sich die Mühe gemacht, die<br />
tristen und immer gleichen Grasund<br />
Schotterpisten aus dem Hause<br />
<strong>Microsoft</strong> etwas zu verschönern.<br />
Ganz klar lassen sich die Airfields<br />
noch lange nicht mit eventuell später<br />
erscheinenden Komplettumsetzungen<br />
vergleichen, doch für den<br />
Anfang reicht das allemal.<br />
Die Leistung verändert sich mit<br />
ORBX NZSI kaum, auch die Texturen<br />
laden schnell und sind nicht<br />
verwaschen. Im Grunde unterscheiden<br />
sie sich nicht von denen<br />
des FSX, zumindest nicht was Dateigröße<br />
und maximale Auflösung<br />
angeht. Optisch ist ganz klar ein<br />
großer Vorteil zu sehen. Mit „New<br />
Zealand – Southern Island“ liefert<br />
ORBX eine solide Grundlage für<br />
hoffentlich wieder überragende<br />
Umsetzungen der einzelnen Airfields<br />
und Airports, wobei daran eigentlich<br />
kein Zweifel besteht.<br />
ORBX New Zealand – Southern Islands<br />
Entwickler: ORBX<br />
Kompatibilität: FS9 und FSX Service Pack 2<br />
Web: www.fullterrain.com<br />
Shop: www.flightandfun.de<br />
Preis Box: 39,95 €<br />
Pro & Contra:<br />
Texturen<br />
Autogen<br />
Perfomance<br />
Atmosphäre<br />
Modellierung<br />
Texturen<br />
Luftbild<br />
Nachttexturen<br />
Objekte<br />
Frames<br />
Umgebung<br />
Details<br />
Handbuch<br />
Preis/Leistung:<br />
Wie auch schon in Australien:<br />
definitiv eine Reise wert!<br />
Florian Schlund<br />
Bewertung:<br />
8,8<br />
sehr gut<br />
9/10<br />
10/10<br />
10/10<br />
8/10<br />
8/10<br />
8/10<br />
9/10<br />
9/10<br />
8/10<br />
64 <strong>Flight</strong>!
Add-ons für den <strong>Microsoft</strong><br />
<strong>Flight</strong> Simulator<br />
ERLEBE VÖLLIG NEUE FLUGERFAHRUNGEN!<br />
BRONCO X<br />
Die Bronco X ist fantastisch zu fliegen, denn Power hat sie mehr<br />
als genug und auch ihre Wendigkeit lässt nichts zu wünschen<br />
übrig. Die gute Rundumsicht und die Geschwindigkeit machen<br />
die Bronco X zu einem idealen Flugzeug um die virtuelle Welt<br />
des FSX zu erkunden. Durch die Komplexität der Systeme ist die<br />
Maschine wie gemacht für virtuelle Piloten, die den Umgang mit<br />
detaillierteren Systemen üben wollen.<br />
PMDG 737 NGX<br />
Die ultra-realistische Simulation des meistverkauften Airliners!<br />
Die PMDG 737NGX 800/900 stellt sich mit einer einzigartigen<br />
und noch nie dagewesenen Systemtiefe vor. Fahren Sie die Spoiler<br />
aus und beobachten Sie, wie die virtuelle Hydraulikflüssigkeit<br />
durch die Systeme fließt und die Druckwerte und Volumen in<br />
Echtzeit ändert. Die PMDG 737NGX ist eine absolut „lebendige“<br />
Maschine.<br />
ANCHORAGE X<br />
Der Anchorage Ted Stevens International (PANC) ist der<br />
bedeutendste Flughafen Alaskas und Ziel vieler nationaler und<br />
internationaler Fracht- und Passagier-Fluggesellschaften. Der<br />
nahe See Lake Hood ist eine der größten Wasserflugzeugbasen<br />
der Welt. Ein Paradies für Flugzeugenthusiasten und Piloten,<br />
endlich auch für den <strong>Flight</strong> Simulator X.<br />
Außerdem jetzt erhältlich:<br />
Frankfuhrt-Hahn, Maastrich-Aachen und viele mehr!<br />
Entdecke diese und viele weitere Add-ons auf<br />
www.aerosoft.de
Konkurrenz für AES:<br />
Ground Services X von FSDreamteam<br />
Den meisten Simmern dürfte wohl<br />
das Tool „Airport Enhancement<br />
Services“ (kurz AES) aus dem Hause<br />
Aerosoft bekannt sein. Seit nunmehr<br />
über fünf Jahren wuselt der<br />
virtuelle Bodenabfertigungsverkehr<br />
um unsere ebenso virtuellen<br />
Flugzeuge. Für viele Piloten, mich<br />
eingeschlossen, ist AES kaum mehr<br />
wegzudenken. Anfang Februar veröffentlichte<br />
jedoch die italienische<br />
Softwareschmiede FSDreamteam,<br />
die bisher vor allem durch Szenerien<br />
auf sich aufmerksam gemacht<br />
hat, ihr neues Produkt Ground Services<br />
X. Die Feature-Liste ist lang<br />
und vielversprechend, ob GSX mit<br />
AES mithalten oder es sogar übertrumpfen<br />
kann, werden wir uns<br />
nun ansehen.<br />
Kauf, Installation und<br />
Handbuch<br />
Wie bereits von FSDreamteam.<br />
Produkten bekannt lädt man sich<br />
zunächst den Installer von der<br />
Website und bezahlt das Produkt<br />
anschließend per eSellerate – mich<br />
persönlich hat dieses System immer<br />
noch nicht überzeugt, aber dies<br />
muss jeder für sich selbst entscheiden.<br />
Ich finde die herkömmliche<br />
Methode über diverse Onlineshops<br />
wesentlich transparenter und komfortabler.<br />
Die Installation ist dafür<br />
umso weniger umständlich, es ist<br />
kein Key nötig und der gesamte<br />
Prozess geht schnell vonstatten.<br />
Wie bei allen anderen Produkten<br />
sollte natürlich auch hier darauf<br />
geachtet werden, dass SP2 oder das<br />
Acceleration Expansion Pack installiert<br />
sind, andernfalls verweigert<br />
der Installer seinen Dienst.<br />
Das Handbuch beschreibt auf 26<br />
Seiten in englischer Sprache alle<br />
wichtigen Details rund um das<br />
Programm. Einen Blick in die Do-<br />
kumentation zu werfen ist hierbei<br />
meines Erachtens essentiell, da sich<br />
natürlich besonders die Tastaturbe-<br />
fehle von AES unterscheiden und es<br />
einige weitere Unterschiede gibt.<br />
Flug vorbei? Startschuss<br />
für GSX<br />
Zu Testzwecken stelle ich mich zu-<br />
nächst mit dem Standard-A321 und<br />
später mit der Standard-B737-800<br />
nach München und möchte zum<br />
66 <strong>Flight</strong>!
FLIGHT!<br />
Review<br />
Abstellplatz 250 rollen. Über die<br />
Default-Tastenkombination Strg +<br />
F12 wird das GSX-Menü aufgerufen<br />
und der Pilot hat die Auswahl zwischen<br />
sämtlichen Abstellplätzen<br />
des gesamten Flughafens. Im Gegensatz<br />
zu AES muss hier also der<br />
Parkplatz bereits vor dem Einrollen<br />
ausgewählt werden, dies finde<br />
ich jedoch ziemlich praktisch und<br />
realistisch, da im weiteren Verlauf<br />
beim Heranrollen an die Abstellposition<br />
alle Fahrzeuge – wie in der<br />
Realität – bereits bereitstehen und<br />
nicht aus dem Nichts aufploppen<br />
– vorausgesetzt natürlich, man deklariert<br />
die Position bereits in ausreichender<br />
Entfernung. Anschließend<br />
erwartet einen der Marshaller<br />
mit den bereits bekannten Kellen<br />
und weist uns in die korrekte Position<br />
ein. Hierbei sind einige Animationen<br />
mehr als bei AES enthalten,<br />
so wedelt er beispielsweise<br />
im Falle eines zu schnellen Rollens<br />
aufgeregt mit den Armen. Nach<br />
dem Abstellen der Triebwerke<br />
gibt GSX noch ein Feedback, wie<br />
gut eingeparkt wurde. Sollten hier<br />
keine Fehler gemacht werden und<br />
das Flugzeug perfekt geparkt sein,<br />
führt der Marshaller mit 20%iger<br />
Wahrscheinlichkeit einen Macarena-Tanz<br />
auf – ein sehr amüsantes<br />
Feature.<br />
Über das GSX-Menü lassen sich<br />
anschließend Aktionen wie Deboarding,<br />
Refueling, Catering<br />
und Boarding auswählen. Im Vergleich<br />
zu AES kann hier noch etwas<br />
nachgelegt werden, jedoch ist<br />
der Tankwagen im Gegensatz zum<br />
Konkurrenzprodukt auch imstande<br />
das Flugzeug tatsächlich mit<br />
Treibstoff zu befüllen – und bleibt<br />
dementsprechend lange stehen,<br />
bis die gewünschte Kerosinmenge<br />
www.flightm.com 67
in die Tanks gepumpt wurde. Die<br />
Qualität der Fahrzeuge ist kaum<br />
zu bemängeln und steht in etwa<br />
auf einer Stufe mit der neuen AES-<br />
Generation. Sehr löblich finde ich<br />
jedenfalls, dass regionale Unterschiede<br />
beachtet wurden. So wird<br />
man beispielsweise in München<br />
von Aerogate oder Losch abgefertigt,<br />
die Fahrzeuge sind mir hierbei<br />
aber dennoch einen Tick zu amerikanisch<br />
– im Gegensatz zu den<br />
Bemalungen bleiben diese nämlich<br />
unverändert. Im Bereich der Animationen<br />
finde ich AES in einigen<br />
Punkten überlegen, so ist die Lenkbewegung<br />
der Fahrzeuge in GSX<br />
beispielsweise komplett vernachlässigt,<br />
die Pushback-Stange hängt<br />
ebenso unbeweglich am Schlepper.<br />
Punkten kann das FSDreamteam-<br />
Produkt hingegen bei der Funktionsweise<br />
des Marshallers und<br />
der Gepäckabfertigung. Ersterer<br />
scheint wesentlich beweglicher und<br />
agiler zu sein als die Aerosoft-Variante,<br />
Letztere ist um einiges schöner<br />
anzusehen. Einziger optischer<br />
Kritikpunkt: Koffer, die aus einem<br />
Containerbereich ausgeladen werden,<br />
sehen eher unrealistisch aus.<br />
Über dieses Manko kann man allerdings<br />
getrost hinwegsehen.<br />
Sobald alle Passagiere sowie das Catering<br />
an Bord sind und das Tanken<br />
abgeschlossen ist, melden wir uns<br />
über das Menü bereit zum Pushback.<br />
Hierbei finde ich die Animationen<br />
deutlich gelungener als bei<br />
der Konkurrenz. Das Anfahren<br />
geschieht wesentlich sanfter und<br />
realistischer, das Bugrad des Flugzeugs<br />
dreht sich endlich realistisch<br />
mit und hierbei bewegt sich nun<br />
auch die Schleppstange. Die gesamte<br />
Kurvenfahrt sieht um einiges<br />
menschlicher und weniger maschinell<br />
aus und bietet so einen gewissen<br />
Tick mehr Realismus als AES.<br />
Lediglich der Marshaller läuft für<br />
meinen Geschmack beim Pushback<br />
viel zu weit weg vom Flugzeug, das<br />
Kabel für das Interphone dürfte<br />
hier in der Realität wohl kaum reichen.<br />
Umso näher an der Maschine<br />
steht er dafür beim Zeigen der Sicherungsstifte,<br />
hier ist er nur mit<br />
Mühe und Kopfverrenkungen aus<br />
der Cockpitperspektive ausfindig<br />
zu machen.<br />
Das Soundset<br />
Natürlich bleibt der Ramp Agent<br />
nicht stumm und gibt zu diversen<br />
Tätigkeiten seine Kommentare ab.<br />
Ebenso ist die Geräuschkulisse um<br />
das Flugzeug nachgestellt, an allen<br />
Ecken hört man – je nach Blickwinkel<br />
mal lauter, mal leiser – das<br />
Brummen der Motoren, Zischen<br />
von Druckluft und so einiges anderes,<br />
was das Realismusgefühl<br />
deutlich in die Höhe schießen lässt.<br />
Die Kommunikation mit dem Bodenpersonal<br />
ist mir jedoch zu sehr<br />
„roboterhaft“, es hört sich einfach<br />
nicht nach einem echten Menschen<br />
am anderen Ende des Interphones<br />
an. Dafür klingen die Soundsets<br />
nicht ganz so steril wie bei AES,<br />
man hat mehr das Gefühl, dass<br />
der Ramp Agent auch wirklich am<br />
Flughafen ist und nicht daheim auf<br />
dem Wohnzimmersessel mit Chips<br />
und Bier während eines Formel-<br />
1-Rennens.<br />
Fazit: Lohnt sich GSX?<br />
Für native FSX-Flieger mit Sicherheit.<br />
Der große Vorteil ist natürlich,<br />
68 <strong>Flight</strong>!
FLIGHT!<br />
Review<br />
dass GSX an sämtlichen Flughäfen<br />
weltweit, egal ob Standard- oder<br />
Add-on-Szenerie, aktivierbar ist. Es<br />
muss lediglich darauf geachtet werden,<br />
dass Fluggastbrücken nicht<br />
von GSX selbst unterstützt werden<br />
und hierbei auf die FSX-Variante<br />
mit Strg + J zurückgegriffen werden<br />
muss, sofern dies bei Add-on-<br />
Sceneries möglich ist. Des Weiteren<br />
ist der Preis hierfür natürlich angemessen,<br />
für knapp 30 Euro, die der<br />
Benutzer hier nur einmal berappen<br />
muss, hat man den vollen Funktionsumfang<br />
an sämtlichen Flughäfen.<br />
Wer sich selbst eine Meinung bilden<br />
will, kann natürlich ebenso die<br />
beiden Installer herunterladen und<br />
austesten. GSX bietet einen uneingeschränkten<br />
Demo-Modus an allen<br />
FSDT-Szenerien, in München,<br />
San Francisco und Mailand-Linate.<br />
AES hingegen wird von einigen<br />
Freeware-Airports für null Credits<br />
unterstützt, hier kann der Benutzer<br />
also bereits vor dem Kauf wunderbar<br />
vergleichen.<br />
Ein weiterer Kritikpunkt an GSX<br />
ist das nicht vorhandene Konfigurationstool.<br />
Man ist darauf angewiesen,<br />
dass für das Flugzeug des<br />
Benutzers vorab eine Konfigurationsdatei<br />
erstellt wurde, die dieses<br />
Flugzeug unterstützt. Das finde ich<br />
bei AES wesentlich besser gelöst,<br />
denn hier kann sich jeder selbst eine<br />
Konfigurationsdatei anlegen und<br />
verändern.<br />
Mit der nötigen Zeit gebe ich GSX<br />
auf jeden Fall eine Chance, eine<br />
ernsthafte Konkurrenz zu AES zu<br />
werden – gut Ding braucht schließlich<br />
Weile, und Airport Enhancement<br />
Services war schließlich auch<br />
nicht von Version 1.0 an perfekt<br />
und fehlerfrei.<br />
Florian Venus<br />
Das Paintkit um selbst Texturen für<br />
die Servicefahrzeuge zu erstellen<br />
finden Sie unter<br />
www.fsdreamteam.com<br />
Ground Services X<br />
Entwickler: FS Dreamteam<br />
Kompatibilität: FSX Service Pack 2<br />
Web: www.fsdreamteam.com/<br />
Preis Box: 29,90 €<br />
Pro & Contra:<br />
Tolle Pushbackanimationen<br />
Gutes Umgebungsfeeling durch Soundpacks<br />
Optisch ansprechende Modelle<br />
An allen Airports weltweit verfügbar<br />
Soundset des Rampagents zu mechanisch<br />
Preis/Leistung:<br />
sehr gut<br />
www.flightm.com 69
Ist der Flusipilot ein<br />
echter Pilot?<br />
Um mich gleich vorweg unbeliebt<br />
zu machen, starte ich meine neue<br />
Artikelreihe mit einer immer wiederkehrenden<br />
Frage.<br />
Kann ein Flusipilot einen richtigen<br />
Flieger fliegen?<br />
Nein – klar und deutlich muss das<br />
mal gesagt werden. Mögen die<br />
Add-ons wie PMDG, iFly, Wilco<br />
und alle anderen auch noch so detailliert<br />
sein, ich traue mir zu eine<br />
sehr hohe Wette abzuschließen,<br />
dass keiner zurechtkommen würde,<br />
wenn die beiden überbezahlten<br />
Knöpfchendrücker ganz vorne zeitgleich<br />
einen Herzinfarkt erleiden<br />
würden.<br />
Die Gründe sind vielfältig. Zum einen<br />
das Cockpit. Kein Bildschirm,<br />
sondern alles real. Überall blinkt<br />
und leuchtet irgendwas, Systeme,<br />
die man weder beim Namen nennen<br />
könnte noch von deren Existenz<br />
wusste. Außerdem sind die<br />
modernen Flugzeuge nicht umsonst<br />
auf ein Zwei-bis-Drei-Mann-<br />
Cockpit ausgelegt. Wenn jemand<br />
online fliegt, weiß er zumindest<br />
mal, worum es beim ersten Punkt<br />
gehen wird, reine Offlinepiloten<br />
scheiden hier schon aus. Aber spielen<br />
wir das Szenario einmal gemeinsam<br />
durch:<br />
Die zwei Kasper vorne sind tot,<br />
wir eigentlich schon in Ferienstimmung<br />
und erfreuen uns am Bordfilm.<br />
Die Flugbegleiterin greift zum<br />
Hörer:<br />
Kann hier jemand fliegen??<br />
Natürlich, ich bin PMDG-Pilot und<br />
bei der letzten IFR Tour auch schon<br />
dort gewesen, wo wir hinwollen!<br />
Na dann kommen sie mal ins Cockpit<br />
junger Mann …<br />
Das wird so nie passieren, alleine<br />
schon wegen der Weltuntergangsstimmung<br />
in der Kabine, wenn die<br />
Flugbegleiter durchblicken lassen,<br />
dass die Piloten tot sind, aber wir<br />
denken ja nur mal laut.<br />
Vorne angekommen werden die<br />
zwei Expiloten aus den Sitzen gekarrt,<br />
damit der neue Pilot Platz<br />
hat.<br />
Am Kapitänsitz natürlich. Mist, wir<br />
sind zu klein und sitzen viel zu weit<br />
weg, wie ging das mit der Sitzverstellung?<br />
Egal erstmal, weiß der<br />
ATC schon Bescheid, dass ich nun<br />
vorne rechts sitze und keiner, der<br />
das gelernt hat? Vermutlich nicht,<br />
da beide ja gleichzeitig verstorben<br />
sind. Also, mal unten Bescheid geben.<br />
Die Suche nach der linken<br />
Strg-Taste gestaltet sich schon einmal<br />
schwierig, weil keine Tastatur<br />
vorhanden ist. Wo das Sprechfunkgerät<br />
ist, wissen die meisten, davon<br />
gehe ich aus. Deren Bedienung<br />
unterscheidet sich nicht. Aber, wo<br />
bekomme ich die Frequenz her?<br />
Durch die Wiederbelebungsversuche<br />
und das Auffinden eines Ersatzpiloten<br />
haben wir doch schon<br />
einiges an Weg zurückgelegt. Klar,<br />
dass der ATC unten auch schon<br />
unruhig geworden ist. Der eine,<br />
weil keiner den Hand-off bestätigt<br />
hat, und der nächste, weil wir da<br />
momentan einfach mal ungefragt<br />
in seinem Luftraum unsere Route<br />
abfliegen. Seit den Vorfällen des 11.<br />
September reagieren die da unten<br />
ganz schön allergisch auf derartig<br />
schweigende Flieger. Das Ende<br />
vom Lied: Wir werden von zwei<br />
Eurofightern irgendwo über Spanien<br />
abgeschossen, weil wir die Frequenz<br />
nicht gefunden haben.<br />
Sollten wir noch beim ATC sein,<br />
glaubt mir, das merkt man sehr<br />
früh, wenn das Callsign der Airline<br />
alle zwanzig Sekunden gerufen<br />
wird (der Vorteil, wir wissen dann<br />
sogar, wie wir heißen!) und sich der<br />
ATC schon bei anderen Flugzeugführern<br />
über uns und unseren Zustand<br />
erkundigt. Wo ist die Sprechtaste?<br />
Am Steuerhorn der 737 sind<br />
doch einige Knöpfchen, darunter<br />
derjenige, der mir die Kommunikation<br />
zum Boden ermöglicht. Je<br />
nach Alter des Flugzeugs und/oder<br />
Tageszeit kann man die Beschriftung<br />
sehen oder auch nicht. Nun,<br />
dann schauen wir uns die unterschiedlichen<br />
Funktionen des Steuerhorns<br />
mal genauer an:<br />
Trimmung, Autopilot Disengage,<br />
Trimmung, und die Sprechtaste.<br />
Nur wo ist Letztere?<br />
70 <strong>Flight</strong>!
Christian Ebner<br />
Der Autor ist Verkehrspilot und hat bereits<br />
1800 Flugstunden auf der Boeing 737 BBJ2 gesammelt.<br />
Wissen<br />
Einfache Antwort, auf der<br />
Hinterseite des Steuerhorns, bedienbar<br />
mit dem Zeigefinger.<br />
Wann wärst man da draufgekommen?<br />
Nächste Suche, wo ist der Autothrottle<br />
Disengage Button?<br />
Das wäre gut zu wissen, um nach<br />
der Landung auch anhalten zu<br />
können. Das nützt uns alles nichts,<br />
wenn wir den Flughafen und die<br />
Anflugprozeduren nicht auswendig<br />
kennen und die Piloten die Charts<br />
irgendwo hier im (dunklen?) Cockpit<br />
versteckt haben.<br />
Weitere Funktionen, die im Flieger<br />
für eine sichere Landung unbedingt<br />
notwendig sind, erspare ich uns,<br />
denn selbst die FMC sind nicht alle<br />
gleich aufgebaut. Bleibt nämlich<br />
noch die Human Performance, die<br />
das Fatalste in so einer Lage wäre.<br />
Ich erinnere mich noch ganz genau<br />
an meine ersten IFR-Flugstunden<br />
in der C172. Ich habe mich gefreut<br />
wie ein kleiner Schuljunge, dass ich<br />
nun endlich richtig fliegen darf, mit<br />
den Großen mitspielen, am ILS tanzen<br />
und Holdings fliegen, dass es<br />
nur so rappelt.<br />
Schnell stellte ich fest: IFR-Fliegen<br />
ist nicht gleich IFR-fliegen. Ob man<br />
nun rein nach den Flugregeln, aber<br />
bei schönstem Wetter unterwegs ist<br />
oder wirklich in einer Wolkensuppe<br />
mit null Sicht fliegt, ist ein brutaler<br />
Unterschied. Letzteres, also „actual<br />
IFR“ war für mich trotz der Vorfreude<br />
die Hölle pur. Durch die Vorwärtsgeschwindigkeit,<br />
aber die fehlenden<br />
visuellen Referenzpunkte<br />
wie einen Berg, Erdsicht oder einen<br />
Ozean wurde mir einfach nur<br />
kotzübel, sodass mein Fluglehrer<br />
übernehmen musste. Grund dafür<br />
ist unser Gleichgewichtssinn. Dieser<br />
hat sein Zentrum im Innenohr,<br />
ist aber gleichzeitig auch mit dem<br />
Kleinhirn, den Augen und anderen<br />
Reflexen verbunden. Man spürt<br />
etwas, das man anders sieht und<br />
fühlt, da kennt sich das Kleinhirn<br />
irgendwann einmal nicht mehr aus<br />
und gibt einige Warnsignale ab:<br />
Schwindel und Übelkeit in meinem<br />
Fall. Ich meinte immer, ich würde<br />
eine Linkskurve fliegen, dabei hatte<br />
ich einen Bank von etwa 3 Grad<br />
nach rechts!<br />
Im weiteren Verlauf erlernte ich<br />
das Grundgerüst eines Piloten:<br />
Vertraue niemals deinen Gefühlen,<br />
sondern ausschließlich den Instrumenten!<br />
So viel aus meiner Erfahrung mit<br />
meinen Leistungsgrenzen beim ersten<br />
Actual-IFR-Flug. Ich möchte<br />
nicht in einem Ferienbomber sitzen,<br />
wo vorne ein PMDG-Pilot die<br />
Charts gegen den Kotzbeutel ausgetauscht<br />
hat, ihr etwa? Vom Stress<br />
aufgrund der lebensbedrohenden<br />
Situation ganz zu schweigen …<br />
In den kommenden Ausgaben<br />
werden wir uns mal ansehen, wie<br />
richtig geflogen wird, Themen, die<br />
zum einen interessant sind, aber<br />
auch am heimischen PC verinnerlicht<br />
werden können. Wir beschäftigen<br />
uns mit OM, SOP, diversen<br />
Briefings und Procedures – mein<br />
kleiner Einblick in die Welt des<br />
richtigen Fliegens, inklusive eines<br />
Vergleichstests der manuellen Steuerung<br />
einer Boeing 737, der A320<br />
und der MD11.<br />
Christian Ebner<br />
fortsetzung folgt ...<br />
Bilder: Florian Venus<br />
www.flightm.com 71<br />
FLIGHT!
Vom Computer ins Cockpit,<br />
mein Weg zur ATPL - Teil 1<br />
Ich möchte mich zunächst einmal<br />
vorstellen: Mein Name ist Patrick<br />
Dorn, ich bin 19 Jahre alt und im<br />
wunderschönen Mühlenkreis in<br />
Nordrhein-Westfalen aufgewachsen.<br />
Seit Kindestagen war es mein<br />
Traum eines Tages ein großes Verkehrsflugzeug<br />
zu steuern. Aber<br />
ich will ganz vorne anfangen. Wie<br />
wahrscheinlich die meisten von<br />
uns habe ich die ersten eigenen Erfahrungen<br />
mit einem Flugzeug am<br />
heimischen Computer gemacht.<br />
Ich habe mir damals einen, für<br />
heutige Standards, absolut schlechten<br />
Flugsimulator gekauft. Keine<br />
Software von <strong>Microsoft</strong>, sondern<br />
wirklich billigstes Material. Aber<br />
für die ersten eigenen Erfahrungen<br />
mit Instrumenten hat es gereicht.<br />
Ich begann damals gleich im Cockpit<br />
ohne irgendeine Anleitung zu<br />
lesen. Die Instrumentierungen<br />
wirkten am Anfang schon fast ein<br />
wenig einschüchternd, wurde aber<br />
mit der Zeit immer klarer. Nach<br />
stundenlangem hin und her habe<br />
ich dann mal einen ILS-Anflug auf<br />
Palma de Mallorca zusammengebracht,<br />
was für mich zu der Zeit ein<br />
absolutes Erfolgserlebnis auf dieser<br />
Ebene war. Obwohl ich damals mit<br />
den drei Buchstaben I-L-S nicht<br />
wirklich was anfangen konnte. Mit<br />
dem FSX begann dann auch für<br />
mich die moderne Welt der Flugsimulation.<br />
Zunächst nur mit Freunden<br />
über das Internet, entdeckte ich<br />
sehr schnell das Online-Netzwerk<br />
IVAO und meldete mich sogleich<br />
auch an. Ich stellte mich also damals<br />
mit meiner 737, die aus dem<br />
FSX, nach Berlin-Tegel und verband<br />
mich mit dem Netzwerk. Damals<br />
war EDBB_APP online und wurde<br />
von einem bekannten Controller<br />
aus Berlin kontrolliert. In meiner<br />
Unwissenheit habe ich einfach die<br />
Triebwerke gestartet und mich auf<br />
den Weg zur Runway gemacht, bis<br />
ich dann schnell einen so genannten<br />
„Force-Act“ bekam und mich<br />
umgehend beim Radar melden<br />
musste. Ich wechselte also etwas<br />
verunsichert auf die Frequenz und<br />
meldete mich. So machte ich meine<br />
ersten Erfahrungen mit Flugfunk.<br />
So flog ich dann, wann immer ich<br />
konnte meine Stunden zusammen.<br />
Ich kaufte mir zeitnah die PMDG<br />
737, die meine Geduld noch einmal<br />
auf die Probe stellte. So lernte<br />
ich die komplexen Systeme einer<br />
Boeing 737 NG kennen. Mittlerweile<br />
habe ich auf dem Flieger so<br />
einige Stunden zusammengebracht<br />
und fühle mich in einem echten<br />
737 Cockpit schon fast heimisch.<br />
Irgendwann reichte der Simulator<br />
nicht mehr und ich machte mich<br />
auf dem Weg zum örtlichen Segelflugplatz.<br />
Dort angemeldet kam<br />
ich meinem Traum von Fliegen ein<br />
Stückchen näher - aber auch das<br />
reichte mir noch nicht.<br />
Ich wollte meinen<br />
Kindheitstraum wahr<br />
werden lassen!<br />
Also habe ich mich auf die Suche<br />
nach einer geeigneten Flugschule<br />
gemacht. Ich fuhr durch ganz<br />
Deutschland und klapperte sämtliche<br />
Info-Tage ab, bis ich nach<br />
Österreich gekommen bin. Mich<br />
zogen wahrscheinlich die Berge<br />
an, die nach Abschluss meiner Ausbildung<br />
nebenbei eine Alpeneinweisung<br />
mit sich brachten. Schnell<br />
stieß ich auf die EAA Aviation<br />
72 <strong>Flight</strong>!
Tagesaktuelle News sind auch in meinem Blog<br />
unter www.atpleaa.blogspot.com zu finden!<br />
Wissen<br />
Academy. Eine junge und professionelle<br />
Flugschule gleich am Airport<br />
in Salzburg. Ich hörte mir also den<br />
Vortrag vom Team an, alles passte!<br />
Die Flotte, zwei Katana DA-20 C1,<br />
eine Cessna 172 und eine DA-42,<br />
machten einen super Eindruck auf<br />
mich und schienen sich sehr gut für<br />
eine Pilotenausbildung zu eignen.<br />
Ich erledigte also alle Formalitäten<br />
und melde mich zum Oktober-Kurs<br />
2011 an.<br />
So war es also soweit,<br />
ich wurde Pilot!<br />
Schnell stand auch schon der „Big<br />
Day“ vor der Tür. Es begann mit<br />
einer generellen Einweisung in die<br />
Ausbildung, die Flieger, die Flugschule,<br />
usw...<br />
Danach folgten mehrere Wochen<br />
PPL-Theorie, die wir alle erfolgreich<br />
mit einem internen Test bestanden<br />
und abschlossen.<br />
Ich mache eine „Integrated-Ausbildung“.<br />
Das bedeutet, dass ich am Ende nur<br />
eine Prüfung bei den Ämtern ablegen<br />
muss und das ist die ATPL-Prüfung.<br />
Der Vorteil zu der deutschen<br />
Verfahrensweise, ist die, dass man<br />
in Österreich nicht alle Fächer auf<br />
einmal ablegen muss, sondern es<br />
step-by-step erledigen kann. Auch<br />
das war für mich ein großer Pluspunkt.<br />
Also, die Theorie war nun abgeschlossen,<br />
jetzt wurde es richtig<br />
spannend. Wir begannen damit<br />
unsere 5 Simulator-Stunden abzufliegen.<br />
Nach einem kurzen Briefing warfen<br />
wir einen Blick in die Karten,<br />
besprachen den Anflug auf Salzburg<br />
(Steuerkurse, Geschwindigkeiten....)<br />
und starteten. Ich begann<br />
als PIC (Pilot-in-command), also als<br />
verantwortlicher Pilot auf der linken<br />
Seite. Nachdem die Triebwerke<br />
gestartet waren und wir die „After-<br />
Engine-Start-Checklist“ abgearbeitet<br />
hatten, holte der Co-Pilot die<br />
Rollfreigabe ein und wir begannen<br />
das Rollen zur Startbahn 34, heute<br />
starteten wir also in Nord-Westliche<br />
Richtung.<br />
Dann folgten Platzrunden, insgesamt<br />
6. Also starten, 90° nach links,<br />
dann nach kurzer Zeit wieder 90°<br />
nach links, somit befanden wir<br />
uns dann im Gegenkurs zur Bahn,<br />
dann wieder 90° nach links und<br />
dann wieder 90° nach links. 4x90°<br />
= 360°, deshalb auch PlatzRUNDE.<br />
Nach dem Anflug kurz aufsetzen,<br />
Klappen auf Take-Off Stellung und<br />
sofort wieder das Gas reinschieben<br />
und den Flieger in die Luft heben.<br />
Beim 7. Mal ging es nach Start dann<br />
auf 340° erstmal ein bisschen geradeaus,<br />
bis plötzlich der Künstliche<br />
Horizont ausfiel, eines der wichtigsten<br />
Instrumente im Flugzeug.<br />
Er zeigt mir die aktuelle Lage des<br />
Fliegers im Raum.<br />
Dann fiel noch der Turn and Bank<br />
Coordinator, der mir die Schräglage<br />
zeigt, aus. Relativ zügig kam<br />
dann die Aufforderung einen<br />
„three sixty“, also eine 360° Kurve,<br />
zu fliegen. Allerdings hatte ich ja<br />
kein Instrument mehr, dass mir die<br />
aktuelle Schräglage anzeigt, also<br />
orientierten wir uns einfach am<br />
natürlichen Horizont und schauten<br />
aus dem Fenster.<br />
Als alle Instrumente wieder „alive“<br />
waren, machten wir uns auf den<br />
Weg zurück zum Airport. Anflug<br />
in der Abenddämmerung, Aufsetzen,<br />
Abrollen und Triebwerke aus.<br />
Wir lernten dann in den folgende<br />
Stunden schon ein bisschen Radio-<br />
Navigation, also auf VOR‘s zufliegen,<br />
Radials anschneiden und fliegen,<br />
sowie ILS-Anflüge.<br />
Es war genau so, wie ich es mir vorgestellt<br />
hatte.<br />
Jetzt freue ich mich natürlich umso<br />
mehr auf die ersten realen Flugstunden<br />
auf der Katana DA-20 C1.<br />
Dazu in der nächsten Ausgabe der<br />
zweite Teil.<br />
Patrick Dorn<br />
FLIGHT!<br />
www.flightm.com 73
Virtuelles Bus-„Fliegen“<br />
Liebe Leser,<br />
das Airbus Tutorial haben wir mit<br />
der erfolgreichen Landung in München<br />
ja bereits in der letzten Ausgabe<br />
abgeschlossen. Kurz nach Druck<br />
erreichte mich jedoch eine freundliche<br />
Mail aus Wolfratshausen, zum<br />
Abschluss der Serie doch einmal<br />
einen Flug unter Crew-Coordination-Regeln<br />
in einem Homecockpit<br />
durchzuführen. Damit möchte<br />
ich meine Serie endgültig ausklingen<br />
lassen und mich nochmals<br />
herzlich bei Gerald Maritschnegg<br />
(www.cockpit-simulator.de) für das<br />
freundliche Angebot bedanken.<br />
Airbus Tutorial Part 5<br />
Nach knapp einstündiger Anreise<br />
aus dem Norden Münchens und einer<br />
Runde Smalltalk über die Fliegerei<br />
bereite ich gemeinsam mit<br />
Gerald bereits unseren heutigen<br />
Flug von Düsseldorf nach München<br />
vor. Als Pilot-Flying nehme<br />
ich auf der rechten Seite Platz und<br />
bereite zunächst die MCDU für den<br />
kurzen Hüpfer Richtung Südosten<br />
vor. Kalte, sibirische Luft lässt nahezu<br />
ganz Deutschland bibbern,<br />
noch dazu weht ein kräftiger Wind<br />
aus östlicher Richtung, weshalb wir<br />
heute die Piste 05R in Düsseldorf<br />
für den Start einplanen.<br />
Nach dem Preflight Setup lesen wir<br />
die erste Checkliste und holen uns<br />
unsere Clearance bei Düsseldorf<br />
Ground. Zügig räume ich meinen<br />
Arbeitsplatz auf, starte die APU und<br />
hole die Pushback Clearance. Nach<br />
dem Starten beider Triebwerke rollen<br />
wir wie geplant zur Runway<br />
05R und bereiten uns auf den Start<br />
vor. Die Takeoff Clearance kommt<br />
aus den Headsets und Gerald übergibt<br />
mir mit „You have controls“<br />
die Steuerung. Mittels eines eingebauten<br />
Bodyshakers in meinem<br />
Sitz spüre ich die Beschleunigung<br />
und das Rütteln des Flugzeugs<br />
deutlich, von links höre ich „100<br />
knots“ und bestätige dies mit „checked“.<br />
Bei „rotate“ ziehe ich den Sidestick<br />
zu mir und der Airbus hebt<br />
seine Nase in den nordrhein-westfälischen<br />
Himmel. Das Fluggefühl des<br />
Sidesticks ist durchaus angenehm<br />
und positiv, dies konnte ich bereits<br />
bei einigen vorherigen Besuchen in<br />
verschiedenen Simulatoren feststellen.<br />
Während mein Pilot-Monitoring<br />
uns also bei Langen Radar anmeldet,<br />
fliege ich das Flugzeug noch<br />
einige Zeit von Hand. Nachdem wir<br />
über einige Zwischenhöhen auf<br />
unsere Reiseflughöhe von 31 000<br />
Fuß freigegeben wurden, und nach<br />
einem weiteren Frequenzwechsel<br />
auch einen Direct Richtung Dinkelsbühl<br />
bekommen haben, wird<br />
die Atmosphäre im Cockpit wieder<br />
ruhiger und entspannter. Während<br />
unseres Reiseflugs haben wir Zeit,<br />
uns über die Fliegerei, die Technik<br />
hinter dem Simulator und einiges<br />
anderes zu unterhalten – zum<br />
74 <strong>Flight</strong>!
Wissen<br />
perfekten Fliegertalk<br />
hätte nur noch eine<br />
Flugbegleiterin mit<br />
einem Kaffee und<br />
einem Snack gefehlt.<br />
Die Zeit verging im<br />
wahrsten Sinne des<br />
Wortes wie im Fluge,<br />
wir bereiteten uns<br />
also auf den Anflug<br />
vor und erbaten noch<br />
auf der Frequenz<br />
von Langen unseren<br />
Sinkflug. Wie bereits<br />
in Düsseldorf<br />
erwarten uns auch<br />
in München ein mittelstarker<br />
Wind aus<br />
östlicher Richtung<br />
sowie Temperaturen im unteren<br />
einstelligen Bereich unter dem Nullpunkt.<br />
In der MCDU haben wir bereits<br />
die Piste 08L eingegeben und<br />
verlassen und uns einen langen Rollweg<br />
zum Gate zu ersparen.<br />
Trotz unseres rechtzeitig eingeleiteten<br />
Sinkflugs sind wir beim<br />
Umschalten auf die Frequenz der<br />
Münchener Anflugkontrolle immer<br />
noch etwas zu hoch, dies ist aber<br />
dank der Speedbrakes kein Problem.<br />
Wie erwartet teilt uns der Anfluglotse<br />
mit, dass wir die Bahn 08L<br />
zu erwarten haben. Bereits nach unserem<br />
letzten Wegpunkt BURAM<br />
bekommen wir Vektoren und somit<br />
das Abfliegen der Transition erspart,<br />
die wir vorsichtshalber bereits in die<br />
MCDU eingetippt hatten. Um uns<br />
herum herrschte ordentlich Verkehr,<br />
weshalb wir bis zuletzt auch<br />
eine recht hohe Geschwindigkeitsrestriktion<br />
von 250 Knoten hatten,<br />
dank des langen Endanflugs und<br />
der Luftbremsen konnten wir diese<br />
aber dann auch zügig abbauen.<br />
erhalten. Stufenweise reduzieren<br />
wir die Geschwindigkeit und fahren<br />
die Klappen sowie das Fahrwerk aus.<br />
Die Bahn habe ich bereits sehr früh<br />
in Sicht, beim Minimum können<br />
wir unseren Anflug also fortsetzen.<br />
Wir überfliegen die Schwelle perfekt<br />
auf dem Gleitpfad, ich beginne<br />
damit das Flugzeug abzufangen und<br />
den Schub herauszunehmen. Trotz<br />
eines etwas längeren Ausschwebens<br />
können wir die Bahn noch über den<br />
ersten Schnellabrollweg verlassen,<br />
die Bremsen und der Umkehrschub<br />
haben uns relativ zügig heruntergebremst.<br />
Vom Tower werden wir Richtung<br />
Entry N4 geschickt, von dort an<br />
übernimmt uns der Apron bis zu unserem<br />
Parkplatz. Nach Abschalten<br />
der Triebwerke lesen wir noch die<br />
letzte Checkliste und beenden einen<br />
interessanten und spannenden Flug.<br />
FLIGHT!<br />
besprechen noch die Landung und<br />
ein eventuelles Durchstartverfah-<br />
ren. Die Landebahn ist mit 4000 m<br />
mehr als ausreichend lang, dennoch<br />
wollen wir die Autobrakes auf Me-<br />
dium stellen und mit Full Reverse<br />
bremsen, um die Runway schnell zu<br />
Unmittelbar nach dem Intercepten<br />
des ILS schalte ich den Autopiloten<br />
und den Autothrust aus und fliege<br />
den Airbus die letzten paar Meilen<br />
von Hand. Der Anfluglotse schickt<br />
uns weiter zu München Tower, von<br />
dem wir sofort die Landefreigabe<br />
Vielen Dank an dieser Stelle auch<br />
noch an die freundlichen Onlinelotsen<br />
von VATSIM, die unseren Flug<br />
mit professionellem ATC begleitet<br />
haben.<br />
Florian Venus<br />
www.flightm.com 75
Das <strong>Flight</strong>! <strong>Magazin</strong><br />
übernimmt „Computer Pilot“<br />
Im Zuge der neuen weltweiten<br />
Herausforderungen auf dem<br />
Markt der Flugsimulation wird das<br />
deutschsprachige <strong>Flight</strong>! <strong>Magazin</strong><br />
zum 1. März 2012 das englischsprachige<br />
<strong>Magazin</strong> „Computer Pilot<br />
„übernehmen. Über den Kaufpreis<br />
wurde Stillschweigen vereinbart.<br />
76 <strong>Flight</strong>!<br />
Die Computer Pilot ist in den Vereinigten<br />
Staaten von Amerika und<br />
in Australien das meistverkaufte<br />
<strong>Magazin</strong> zum Thema Flugsimulation.<br />
Die englischsprachige Fachzeitschrift<br />
wird <strong>Flight</strong>!, das führende<br />
deutschsprachige <strong>Magazin</strong>, ergänzen.<br />
Computer Pilot erscheint<br />
zweimonatlich in einer Auflage<br />
von über 11.000 Exemplaren, das<br />
<strong>Flight</strong>! <strong>Magazin</strong> wird weiterhin unverändert<br />
monatlich erscheinen.<br />
Die bekannte Redaktion und das<br />
Layoutteam der Computer Pilot<br />
werden an dem <strong>Magazin</strong> weiterarbeiten,<br />
der Umfang wird weiterhin<br />
84 Seiten in zweimonatlicher Erscheinungsweise<br />
betragen.<br />
Die Aboverwaltung werden beide<br />
<strong>Magazin</strong>e zusammenlegen mit<br />
dem Hauptverwaltungsstandort in<br />
Europa und einem Serviceangebot<br />
in den Vereinigten Staaten. Beide<br />
<strong>Magazin</strong>e werden von der maui<br />
artwork AG mit Sitz in Luxemburg<br />
herausgegeben.<br />
Die Preise der Computer Pilot für<br />
Kunden in europäischen Ländern<br />
wird attraktiver, so wird er in Großbritannien<br />
in Zukunft 24,95 Pfund<br />
betragen und in den Euroländern<br />
39,95 Euro. In den Vereinigten<br />
Staaten wird das Abo für sechs Ausgaben<br />
nach wie vor mit 24,95 US-<br />
Dollar berechnet. Für 2013 ist eine<br />
„UK Edition“ geplant.<br />
Die Internetpräsenz der Computer<br />
Pilot.com wird neu aufgebaut und<br />
ab März tägliche Meldungen rund<br />
um die Flugsimulation am PC veröffentlichen,<br />
Chefredakteur des<br />
neuen Onlineportals wird Francois<br />
A. Dumas. Neu zu Computer Pilot<br />
wechseln Marc Goergen und Urs<br />
Wildermuth in die Redaktion. Die<br />
Anzeigenverwaltung wird zusammengelegt<br />
und von maui artwork<br />
betreut.<br />
Als erste gemeinsame Computer Pilot<br />
wird die Ausgabe Juni/Juli 2012<br />
am 22. Mai 2012 erscheinen, das<br />
erste gemeinsame <strong>Flight</strong>! <strong>Magazin</strong><br />
am 30. März 2012.<br />
Alle Kunden der Computer Pilot<br />
werden Ende Februar schriftlich<br />
über die neuen Termine und Angebote<br />
informiert. Die Abos der Computer<br />
Pilot werden anerkannt und<br />
weiter beliefert.<br />
Mit der Übernahme entsteht die<br />
weltweit führende gedruckte Informationsquelle<br />
rund um die Flugsimulation<br />
am PC und das einzige<br />
Unternehmen, das gedruckte Flugsimulations-<strong>Magazin</strong>e<br />
in mehreren<br />
Sprachen anbietet. Firmensitz des<br />
Verlags ist Luxemburg. Die Computer<br />
Pilot ist das meist verkaufte <strong>Magazin</strong><br />
rund um die Flugsimulation<br />
in den Vereinigten Staaten, Kanada<br />
sowie Australien, das <strong>Flight</strong>! <strong>Magazin</strong><br />
in Deutschland, der Schweiz und<br />
Österreich.<br />
<strong>Flight</strong>! magazine takes<br />
over Computer Pilot<br />
As part of the new global challenges<br />
within the flight simulation market,<br />
the German-language <strong>Flight</strong>! <strong>Magazin</strong>e<br />
will take over the English-language<br />
Computer Pilot magazine on<br />
March 1, 2012. It has been agreed to<br />
keep the purchase price confidential.<br />
Computer Pilot is the best-selling<br />
flight simulation magazine in the<br />
USA and Australia. The Englishlanguage<br />
trade publication will<br />
complement <strong>Flight</strong>!, which is the<br />
leading German-language magazine.<br />
Computer Pilot is published<br />
every two months with a circulation<br />
of over 11,000 copies, while <strong>Flight</strong>!
FLIGHT!<br />
Community<br />
<strong>Magazin</strong>e will continue to come out<br />
each month as usual.<br />
The familiar editorial staff and layout<br />
team from Computer Pilot will<br />
continue to work on the magazine,<br />
which will continue to comprise 84<br />
pages and appear every two months.<br />
The subscription management departments<br />
for the two magazines<br />
will be consolidated with the head<br />
office in Europe and a service department<br />
in the USA. Both magazines<br />
will be published by maui artwork<br />
AG based in Luxembourg.<br />
The price of Computer Pilot is being<br />
made more attractive for customers<br />
in European countries; for instance<br />
it will cost £24.95 in the United<br />
Kingdom and € 39.95 in the Euro<br />
countries. In the US, a subscription<br />
for six issues will still cost $24.95.<br />
A United Kingdom edition in the<br />
newsstands is planned for 2013.<br />
The website of Computer Pilot.<br />
com will be redesigned, and daily<br />
articles about PC flight simulation<br />
will be published on it starting in<br />
March. The editor-in-chief of the<br />
new online portal will be Francois<br />
A. Dumas. Marc Goergen and Urs<br />
Wildermuth will be joining the<br />
editorial team at Computer Pilot.<br />
Advertising management will be<br />
consolidated and assisted by maui<br />
artwork.<br />
The June/July 2012 issue, published<br />
on 22 May 2012, will be the first<br />
joint issue of Computer Pilot, while<br />
the first joint <strong>Flight</strong>! magazine will<br />
come out on 30 March 2012.<br />
All Computer Pilot customers will<br />
be informed in writing of the new<br />
dates and offers at the end of February.<br />
Computer Pilot subscriptions<br />
will still remain valid and will continue<br />
to be delivered.<br />
The takeover creates the world’s<br />
leading printed information source<br />
about PC flight simulation and the<br />
only company that offers flight simulation<br />
magazines in several languages.<br />
The publishing company is<br />
based in Luxembourg. Computer<br />
Pilot is the leading <strong>Magazin</strong>e in the<br />
United States, Canada and Australia,<br />
the <strong>Flight</strong>! <strong>Magazin</strong>e in Germany,<br />
Switzerland and Austria.<br />
www.flightm.com 77
Die Best of Liste!<br />
Kategorie Produkt Ausgabe Bewertung Testurteil Preis<br />
Flugzeug PMDG Boeing 737 NGX März 2012 9,5 Hervorragend 59,99 €<br />
Flugzeug Katana 4X (Marcel Felde) Juni 2011 9,0 Hervorragend 29,95 €<br />
Flugzeug <strong>Flight</strong>1 Ult. Airliner Collection: Super 80 Juni 2011 9,0 Hervorragend 49,99 €<br />
Flugzeug A2A Wings of POWER II: B17 August 2011 8,9 Hervorragend 32,99 $<br />
Flugzeug iFly 737 NG FSX Juli 2011 8,9 Hervorragend 49,95 €<br />
Flugzeug ORBX Lancair IV-P März 2011 8,9 Sehr gut 34,95 €<br />
Flugzeug Carenado Malibu Jetprop März 2012 8,8 Sehr gut 37,95 $<br />
Flugzeug Cessna 337 Skymaster Okt. 2011 8,8 Sehr gut 34,95 $<br />
Flugzeug Wilga X Januar 2012 8,6 Sehr gut 17,95 €<br />
Flugzeug iFly 737 NG FS9 März 2011 8,6 Sehr gut 49,95 €<br />
Flugzeug Aerosoft H36 DimonaX Juli 2011 8,6 Sehr gut 24,95 €<br />
Flugzeug Carenado Cessna CT210M Centurion II Sept. 2011 8,6 Sehr gut 34,95 $<br />
Flugzeug <strong>Flight</strong>1 DC-2 Juni 2011 8,4 Sehr gut 39,90 €<br />
Flugzeug Aerospool WT9 Dynamic Juni 2011 8,4 Gut 21,50 €<br />
Flugzeug Embraer E-Jets v.2 175 and 195 März 2011 8,4 Sehr gut 39,95 €<br />
Flugzeug Wilco Airbus Series Evolution Vol. 1 April 2011 8,3 Sehr gut 59,95 €<br />
Flugzeug Captain Sim Boeing 707 Base Pack Mai 2011 8,3 Sehr gut 29,99 €<br />
Flugzeug AirSimmer A320 Basic Edition (FS9) Mai 2011 8,3 Gut ab 35,90 €<br />
Flugeug D******** Rafale Nov. 2011 8,2 Sehr gut 26,18 €<br />
Flugzeug Aerosoft Airbus X April 2011 8,2 Gut ab 37,95 €<br />
Flugzeug Harrier Jump Jet Juli 2011 8,1 Sehr gut ab 27,95 €<br />
Flugzeug Iris C-27J Spartan Nov. 2011 8,0 Gut 40,.46 €<br />
Flugzeug Carenado Cessna 340 April 2011 8,0 Gut 21,50 €<br />
Flugzeug Just <strong>Flight</strong> Comet Jetliner August 2011 7,9 Gut 31,60 €<br />
Flugzeug Just <strong>Flight</strong> 757 Freemium Januar 2012 7.8 Hervorragend kostenlos<br />
Flugzeug Just<strong>Flight</strong> DC-3 Legends of <strong>Flight</strong> April 2011 7,8 Sehr gut 25,50 €<br />
Flugzeug Just <strong>Flight</strong> Vickers Viscount Januar 2012 7,7 Gut 25,50 €<br />
Flugzeug Embraer Phenom Novemb. 11 7,7 Mangelhaft 39,90 €<br />
Flugzeug Just <strong>Flight</strong> A320 Jetliner Mai 2011 6,4 Ausreichend ab 19,35 €<br />
Flugzeug AFS Design A320Neo Feb 2012 2,4 Finger weg! 19,98 €<br />
Flugzeug 737 Pilot in Command Evolution (Wilco) Feb 2012 7,3 Sehr gut 39,95 €<br />
Die Liste wird mit jeder Ausgabe fortgesetzt ....<br />
78 <strong>Flight</strong>!<br />
Sie haben eine Ausgabe verpasst?<br />
Kein Problem, diese können Sie bequem nachbestellen<br />
unter nachbestellen.flightm.com
Kategorie Produkt Ausgabe Bewertung Testurteil Preis<br />
Szenerie German Airports Team - Friedrichshafen X März 2012 9,2 Hervorragend 14,95 €<br />
Szenerie simwings - Gibraltar X 9,1 Hervorragend 19,95 €<br />
Szenerie Mega Airport München 2011 9,1 Hervorragend ab 24,95 €<br />
Szenerie ORBX – Cairns Intl. Airport 9,1 Hervorragend ab 24 €<br />
Szenerie Bern-Belp X FlyLogic 9,1 Sehr gut 25,99 €<br />
Szenerie ORBX – Cushman Meadows 9,1 Hervorragend 24,00 €<br />
Szenerie ORBX – FTX- NA WA56 & WA79 9,1 Sehr gut 24,95 $<br />
Szenerie ORBX - Essendon Airport 9,1 Hervorragend 32,95 AUD<br />
Szenerie ORBX - Port Macquarie Airport 9,1 Hervorragend 23,95 $<br />
Szenerie Altenrhein X 9,1 Hervorragend 25,99 €<br />
Szenerie ORBX – Fall City und Diamond Point 9,1 Hervorragend 29,95 €<br />
Szenerie flyTampa - flyAthens FS9/FSX 9,0 Hervorragend 26,18 €<br />
Szenerie ORBX - Melbourne Intl. V2 9,0 Hervorragend 29,95 €<br />
Szenerie ORBX – Brisbane Intl. V1.2 9,0 Hervorragend 29,95 €<br />
Szenerie Sim-wings Anchorage X 8,9 Hervorragend 24,95 €<br />
Szenerie ORBX New Zealand – Southern Islands März 2012 8,8 Sehr gut 39,95 €<br />
Szenerie Corfu X 8,7 Sehr gut 17,95 €<br />
Szenerie Antarctica X 8,6 Sehr gut 34,99 €<br />
Szenerie German Airfields 11 Südbayern 8,6 Sehr gut 27,95 €<br />
Szenerie UK2000 London City Xtreme 8,6 Gut 22,10 €<br />
Szenerie Zürich Live X 8,5 Hervorragend 16,06 €<br />
Szenerie Drzewiecki Design Krakow Balice 8,4 Sehr gut 20 €<br />
Szenerie LimeSim Airfields & German Airfields Free 8,4 Sehr gut 5,95 €<br />
Szenerie Mega Airport Zürich X 8,4 Sehr gut ab 24,95 €<br />
Szenerie FlyTampa Chicago Midway 8,4 Sehr gut 23,50 €<br />
Szenerie Maastricht-Aachen X März 2012 8,4 Sehr gut 14,95 €<br />
Szenerie German Airports 1 - Stuttgart X 8,2 Gut (Box: Ausgezeichnet) ab 17,95 €<br />
Szenerie Aerosoft Nice Côte d`Azur X 8,2 Sehr gut 17,95 €<br />
Szenerie flyTampa Tampa rebooted 2 8,2 Gut 22,00 €<br />
Szenerie UK2000 – Bristol Xtreme V3 8,2 Gut 17,50 €<br />
Szenerie „Dangerous Airports 1“ 8,1 Hervorragend 17,95 €<br />
Szenerie Vilnius International X 8,1 Gut 19,95 €<br />
Szenerie SAMUI INTL VTSM FSX 7,9 Gut 9,99 €<br />
Szenerie FS-Addon Ben Gurion X 7,8 Ausreichend 23,74 €<br />
Szenerie Aerosoft Weeze X 7,8 Ausreichend 15,95 €<br />
Szenerie Frankfurt Egelsbach X März 2012 7,6 Gut<br />
Szenerie US Cities X Las Vegas 7,7 Gut 14,95 €<br />
Szenerie <strong>Flight</strong>Beam KSFO X 7,7 Gut 24,18 €<br />
Szenerie Sua S‘Dei Angkor, Siem Reap 7,3 Gut 11,90 €<br />
Szenerie Aerosoft Iceland X 7,3 Befriedigend 24,95 €<br />
Szenerie Thai Creation Paro Int. 7,2 Sehr gut 14,87 €<br />
Szenerie EireSim London Luton Ultimate 7,0 Gut 18,99 €<br />
Szenerie Xin Chao Bai International 6,4 Mittelmässig 20,82 €<br />
Szenerie Keflavik X 6,2 Mittelmässig 17,95 €<br />
Szenerie LatinVFR Miami International März 2012 5,9 Mangelhaft 24,98 €<br />
Szenerie Blueprint KJFK New York John F Kennedy März 2012 5,8 Finger weg! 22,60 €<br />
Szenerie France VFR Bale Mulhouse X 5,2 Mangelhaft 19,99 €<br />
Szenerie ARABIAN AIRPORTS X: MUSCAT 4,1 Mangelhaft 14,99 €
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80 <strong>Flight</strong>!
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03 ¦ März 2012<br />
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