26.02.2014 Aufrufe

IKZ Haustechnik Biral-Pumpen auch für die Kälte (Vorschau)

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

12 | Juni 2012<br />

magazin <strong>für</strong> gebäude- und energietechnik<br />

Me<strong>die</strong>npartner des zvshk und von shk-Fachverbänden<br />

www.ikz.de<br />

<strong>Biral</strong>-<strong>Pumpen</strong> <strong>auch</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Kälte</strong><br />

Hocheffiziente Kaltwasserpumpe<br />

<strong>für</strong> Mediumtemperaturen bis -10°C<br />

Trinkwasserverordnung 2011 Seite 26<br />

Fußbodenheizung Seite 30<br />

Recht im Handwerksalltag Seite 48


Premium Armaturen + Systeme<br />

MADE IN<br />

GERMANY<br />

„Aquastrom P“ Probenahmeventil<br />

zur praktischen Umsetzung der Trinkwasserverordnung 2011<br />

„Aquastrom P“ Probenahmeventil<br />

<br />

<br />

<br />

Probenahmestellen entsprechend dem DVGW Arbeitsblatt W 551<br />

zur orientierenden Untersuchung<br />

<br />

„Aquastrom C“ Strangregulierventil mit<br />

„Aquastrom P“ Probenahmeventil<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Probenahmestelle<br />

Die neue Trinkwasserverordnung 2011<br />

(TrinkwV) beinhaltet u.a. <strong>die</strong> (vorbeugende)<br />

Untersuchungspflicht auf Legionellen im<br />

Trinkwasser.<br />

Hierzu werden gemäß DVGW W 551<br />

Wasserproben im Gebäude an den üblichen<br />

Zapfstellen entnommen. Außerdem müssen<br />

Probenahmestellen am Wasseraustritt und<br />

am Zirkulationseingang der Warmwasserbereitung<br />

installiert werden.<br />

Oventrop bietet dazu das „Aquastrom P“<br />

Probenahmeventil zur Überprüfung des<br />

Trinkwassers auf Keime und Bakterien an.<br />

Das Ventilgehäuse besteht aus Rotguss, der<br />

Auslaufbogen aus Edelstahl. Die Armatur ist<br />

beflammbar und kann somit desinfiziert<br />

werden.<br />

Alle Oventrop Freistrom-, KFR-, FR-Ventile,<br />

Kugelhähne und Strangregulierventile <strong>für</strong><br />

Trinkwasser können mit Probenahmeventilen<br />

<strong>auch</strong> nachträglich ausgerüstet werden.<br />

Vorteile:<br />

- beflammbares Probenahmeventil <strong>für</strong><br />

hygienisch-mikrobiologische Untersuchungen<br />

gemäß DVGW W 551,<br />

TrinkwV und VDI 6023<br />

- Werkstoff Rotguss/Edelstahl<br />

- metallisch dichtend<br />

- Betätigung mit Imbusschlüssel, insoweit<br />

vor Vandalismus geschützt<br />

- kombinierbar mit den vorteilhaften<br />

Oventrop Freistrom-, KFR-, FR-Ventilen,<br />

Kugelhähnen und Strangregulierventilen<br />

<strong>für</strong> Trinkwasser<br />

- alle Oventrop Armaturen <strong>für</strong> den Trinkwasserbereich<br />

sind aus Materialien<br />

gefertigt, <strong>die</strong> den neuen Grenzwerten<br />

der TrinkwV 2011 sowie aktuellen Normen<br />

und Vorschriften entsprechen<br />

Oventrop bietet zertifizierte Trinkwasser-<br />

Probenehmerschulungen an. Weitere<br />

Informationen und Termine zu <strong>die</strong>sen<br />

Veranstaltungen sind im Internet unter<br />

www.oventrop.de zu finden.<br />

Bitte fordern Sie<br />

weitere Informationen an:<br />

OVENTROP GmbH & Co.KG<br />

Paul-Oventrop-Straße 1<br />

D-59939 Olsberg<br />

Telefon (0 29 62) 82-0<br />

Telefax (0 29 62) 82-400<br />

E-Mail mail@oventrop.de<br />

Internet www.oventrop.de


Standpunkt<br />

Die Kompetenz macht den<br />

Unterschied<br />

Die Sanierung von Bestandsgebäuden<br />

ist ein Tätigkeitsschwerpunkt vieler Handwerksbetriebe.<br />

Die simple Gleichung „Gute<br />

Technik = hohe Effizienz“ geht aber zumindest<br />

in der technischen Gebäudeausrüstung<br />

(oftmals) nicht auf, wie <strong>die</strong> Praxis<br />

anhand messtechnisch begleiteter Objekte<br />

zeigt. Da finden sich Solaranlagen,<br />

<strong>die</strong> über Speicher, Armaturen und Rohrleitungen<br />

so viel Wärme verlieren, wie <strong>die</strong><br />

Sonne über <strong>die</strong> Kollektoren einbringt. Ein<br />

anderes „Nullsummenspiel“ sind Wärmepumpen,<br />

<strong>die</strong> aufgrund falscher Betriebsbedingungen<br />

inakzeptable, niedrige Jahresarbeitszahlen<br />

erreichen. Ebenso finden<br />

sich Brennwertanlagen, <strong>die</strong> nur unregelmäßig<br />

im Kondensationsbetrieb fahren<br />

und ebenfalls unter den technisch erreichbaren<br />

Nutzungsgraden bleiben.<br />

Die Gründe da<strong>für</strong> sind vielfältig und liegen<br />

nicht zuletzt in der heterogenen Gebäudestruktur<br />

und -nutzung: Häufig fehlen<br />

konkrete Bedarfs- oder Verbr<strong>auch</strong>swerte.<br />

Die Folge fehlender relevanter Planungsparameter<br />

sind Über- oder Unterdimensionierungen<br />

von solarthermischen oder<br />

heizungstechnischen Anlagen. Die Komplexität<br />

moderner Anlagentechnik tut ihr<br />

Weiteres dazu. Muss ein Brennwertgerät<br />

<strong>für</strong> den kleinen Leistungsbereich mit einer<br />

hydraulischen Weiche ausgestattet sein,<br />

was unnötige Verluste durch den Wärmeübertrager<br />

(höhere Temperatur im Primärkreis)<br />

und <strong>die</strong> zusätzliche Umwälzpumpe<br />

mit sich zieht? Lassen sich solarthermische<br />

Anlagen nicht schlanker und damit<br />

energieeffizienter bauen? Jede Pumpe, jedes<br />

Stellglied zuviel senkt schließlich <strong>die</strong><br />

Wirtschaftlichkeit. Hier sind <strong>die</strong> Hersteller<br />

gefordert, ihre zweifellos guten Systemlösungen<br />

weiter zu optimieren.<br />

Kunden spielen in <strong>die</strong>sem Zusammenhang<br />

eine ebenfalls nicht zu unterschätzende<br />

Rolle. Regelmäßig kommt es vor,<br />

dass sie eigenwillig Positionen aus dem<br />

Angebot streichen, weil das Budget begrenzt<br />

ist oder <strong>die</strong> Notwendigkeit der Leistung<br />

nicht erkannt wird. Etwa <strong>die</strong> Rohrleitungsdämmung<br />

mit dem Argument, es<br />

selber machen zu wollen, was dann nur<br />

selten passiert. Oder der Kunde besteht<br />

auf einer Heiztechnik, <strong>die</strong> nicht zum Gebäude<br />

passt. Etwa ein Holzvergaser ohne<br />

Pufferspeicher <strong>für</strong> ein gut gedämmtes<br />

Einfamilienhaus oder dem Einsatz einer<br />

Luft-Wasser-Wärmepumpe <strong>für</strong> einen ungedämmten<br />

Altbau. Nicht selten sind es<br />

eben <strong>die</strong>se beratungsresistenten Kunden,<br />

<strong>die</strong> sich nachher über <strong>die</strong> verbaute Technik<br />

beklagen.<br />

Das Fatale bei einer Sanierung: Kleine<br />

Bausünden – mitunter <strong>auch</strong> aus der Vergangenheit<br />

– können nach der Modernisierung<br />

große Wirkung entfalten. Ungedämmte<br />

oder gering gedämmte Trinkwasserzirkulationsleitungen<br />

beispielsweise<br />

können in gut gedämmten Gebäuden (ungewollt)<br />

einen Teil der Heizlast abdecken<br />

– und zur partiellen Überwärmung im Gebäude<br />

führen. Ähnlich ungünstig stellen<br />

sich bisweilen <strong>die</strong> sogenannten Spaghettisysteme<br />

dar, bei denen <strong>die</strong> Heizkörper über<br />

ungedämmte Einzelzuleitungen an einen<br />

zentralen Verteiler angebunden werden.<br />

Diese einfachen Beispiele zeigen, dass<br />

<strong>für</strong> ein ökologisch wie ökonomisch wirtschaftliches<br />

Anlagensystem stets eine<br />

ganzheitliche Betrachtung notwendig ist.<br />

Anlagen von der Stange ja, aber individuell<br />

angepasst auf das Gebäude und seine Nutzer<br />

müssen sie sein. Eine individuelle Beratung<br />

ist das A und O da<strong>für</strong>. Angesichts<br />

der Vielfalt an Systemen und Produkten<br />

keine leichte Aufgabe <strong>für</strong> SHK-Fachleute.<br />

Ohne regelmäßige Branchen-Updates<br />

geht’s schwerlich. Schulungen kosten Zeit<br />

– in der Tat – aber sie sind notwendig und<br />

sinnvoll. Die SHK-Innungsorganisation<br />

bietet ein breites Angebot an produktneutralen<br />

und bundesweit einheitlichen Qualifizierungsmaßnahmen<br />

an. Auch zahlreiche<br />

andere Institutionen haben sich das Thema<br />

Qualifizierung auf <strong>die</strong> Fahnen geschrieben.<br />

Last but not least bieten viele Hersteller<br />

Produkt-, System- und Marketingschulungen<br />

an.<br />

Das Angebot ist also vorhanden. Nutzen<br />

Sie es! Wer im harten Wettbewerb <strong>die</strong> Nase<br />

vorn haben will, muss <strong>die</strong> Klaviatur der<br />

Anlagenplanung und -optimierung schon<br />

in der Beratungsphase beim Kunden rauf<br />

und runter spielen können. Oder anders<br />

ausgedrückt: Die Kompetenz macht den<br />

Unterschied, meint<br />

Markus Sironi<br />

Chefredakteur<br />

m.sironi@strobel-verlag.de<br />

■<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 3


inhalt<br />

titelthemen<br />

26 FAQs zur novellierten Trinkwasserverordnung<br />

Die rund acht Monate alte Trinkwasserverordnung hat eine Reihe<br />

von Pflichten <strong>für</strong> Betreiber und Unternehmen mit sich gebracht.<br />

Damit sind Unsicherheiten entstanden,<br />

<strong>die</strong> der<br />

Beitrag<br />

ausräumen<br />

will.<br />

16<br />

standpunkt<br />

30 Breites Angebot <strong>für</strong> jeden Anwendungsfall<br />

Bei der Sanierung von Wohngebäuden ist ein Trend in Richtung<br />

Flächenheiz- und Kühlsysteme festzustellen. Der Autor der<br />

Marktübersicht hat fast 20 Hersteller zusammengetragen und<br />

stellt ihre Systeme tabellarische gegenüber.<br />

3 Die Kompetenz macht den Unterschied<br />

„Gute Technik“ heißt noch lange nicht „hohe<br />

Effizienz“. Markus Sironi nennt Beispiele aus<br />

der Praxis, in denen <strong>die</strong> versprochene Energieeinsparung<br />

gar nicht eintreten konnte –<br />

weil <strong>die</strong> Rahmenbedingungen nicht<br />

stimmten. Er kennt aber <strong>auch</strong> eine Lösung<br />

aus dem Dilemma.<br />

RUBRIKEN<br />

6 Nachrichten<br />

54 Impressum<br />

55 Termine<br />

55 Regelwerk<br />

56 Glückwünsche<br />

57 Aus der Praxis<br />

58 EDV<br />

58 Urteile<br />

59 Leserbriefe<br />

BRANCHE AKTUELL<br />

48 Beigestellte Materialien - Risikofelder <strong>für</strong> Auftragnehmer<br />

Bei so manchem<br />

Auftrag wird Material<br />

beigestellt, das der<br />

Handwerker einbauen<br />

soll. Dabei<br />

entstehen leicht<br />

Konflikte zwischen<br />

den Parteien, <strong>die</strong><br />

bis in <strong>die</strong> deutsche<br />

Rechtsprechung<br />

hineinreichen.<br />

12 Wohin geht <strong>die</strong> Reise?<br />

Ergebnisse einer Umfrage zu Trends und Entwicklungen<br />

im SHK-Fachhandel und SHK-Handwerk.<br />

16 Pro & Contra: Ist <strong>die</strong> Lüftung über das Fenster auf Grundlage<br />

von Raumluftkennwerten ausreichend?<br />

Heutige Neubauten werden so errichtet, dass ein hygienischer<br />

Luftwechsel nicht mehr stattfinden kann. Das Unternehmen<br />

Klimagriff setzt auf <strong>die</strong> Fensterlüftung: Ein Messinstrument<br />

signalisiert dem Nutzer eine notwendige Lüftung. Kann <strong>die</strong>se<br />

Philosophie eine Alternative zu einer KWL-Anlage sein?<br />

AUS DEN VERBÄNDEN<br />

Nachrichten und Berichte aus dem ZVSHK und von SHK-Landesverbänden.<br />

18 Zentralverband<br />

21 Mecklenburg-Vorpommern<br />

23 Sachsen-Anhalt<br />

24 Pfalz<br />

25 Hessen<br />

4 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


inhalt<br />

REPORTAGE<br />

40 Geringe Investition <strong>für</strong> effiziente Heiztechnik<br />

Contracting in Kooperation mit SHK-Unternehmen bietet eine<br />

Win-win-Situation <strong>für</strong> alle Beteiligten.<br />

51 Von der Nordsee in den Tank<br />

Ein Film dokumentiert den Transport von Flüssiggas.<br />

UNTERNEHMENSFÜHRUNG<br />

48 Beigestellte Materialien - Risikofelder <strong>für</strong> Auftragnehmer<br />

Was vielleicht als freundliches Entgegenkommen empfunden<br />

40<br />

wird, kann sich leicht als rechtliche Falle entpuppen: Der Einbau<br />

beigestellter Materialien im Rahmen eines Auftrags.<br />

<strong>Biral</strong>-<strong>Pumpen</strong> <strong>auch</strong><br />

SANITÄRTECHNIK<br />

LESER-SERVICE <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Kälte</strong><br />

26 FAQs zur novellierten Trinkwasserverordnung<br />

Fragen und Antworten zu Trinkwasserinstallationen in Gebäuden.<br />

HEIZUNGSTECHNIK<br />

30 Breites Angebot <strong>für</strong> jeden Anwendungsfall<br />

Marktübersicht von Fußbodenheizungssystemen,<br />

<strong>die</strong> in der Sanierung zum Einsatz kommen.<br />

66 Auftragsbörse<br />

Projektrecherche mit der <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK leicht gemacht: Wo<br />

wird wann in Deutschland was gebaut?<br />

PRODUKTE<br />

60 Aktueller Querschnitt durch das Produktangebot<br />

der SHK-Industrie.<br />

<strong>Biral</strong>-<strong>Pumpen</strong> <strong>auch</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Kälte</strong><br />

Einsatzgebiet<br />

Gewappnet gegen eisige <strong>Kälte</strong>! Unsere neue Kaltwasserpumpe garantiert <strong>auch</strong><br />

bei Vereisung einen einwandfreien Betrieb, da <strong>die</strong> elektronische Steuerung aufgrund<br />

einer speziellen Isolation vor Kondensationswasser geschützt ist.<br />

Mit <strong>die</strong>ser Variante bieten wir dem Wärmepumpenbauer <strong>die</strong> optimale Lösung an<br />

– eine energieeffi ziente, sichere und platzsparende Pumpe.<br />

Funktionen<br />

<strong>Biral</strong> hat ein spezielles Hocheffiziente Zweikammersystem Kaltwasserpumpe<br />

entwickelt, welches bei der A 12 KW<br />

bis A 401 KW zum<br />

<strong>für</strong><br />

Einsatz<br />

Mediumtemperaturen<br />

kommt. Mit <strong>die</strong>ser Entwicklung<br />

bis -10°C<br />

ist gewährleistet,<br />

dass bei Kondensation keine Feuchtigkeit in <strong>die</strong> Elektronik eindringt und so<br />

weder Schäden noch Ausfälle entstehen.<br />

Nutzen<br />

Hocheffi ziente Kaltwasserpumpen <strong>für</strong> Temperaturen bis -10 °C. Sie verbinden<br />

höchste Energieeffi zienz mit modernster Permanentmagnet-Technologie und<br />

einer hervorragenden Benutzerfreundlichkeit. Energie und Geld sparen mit<br />

höchster Betriebssicherheit.<br />

<strong>Biral</strong> GmbH<br />

Präzisionspumpen<br />

Freiherr-vom-Stein-Weg 15<br />

72108 Rottenburg am Neckar<br />

Hocheffiziente<br />

info@biral.de<br />

Kaltwasserpumpe<br />

<strong>für</strong> Mediumtemperaturen www.biral.de bis -10°C


nachrichten<br />

Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet<br />

Lingen. Die Erwin Müller Gruppe hat an<br />

ihrem Stammsitz in Lingen ein neues Forschungs-<br />

und Entwicklungszentrum eröffnet.<br />

In rund einjähriger Bauzeit entstand<br />

mit einem Investitionsvolumen von<br />

gut 2 Mio. Euro ein Bürotrakt mit Ausstellungs-<br />

und Schulungsräumen sowie ein angeschlossenes<br />

lüftungs- und klimatechnisches<br />

Labor. Auf einer Fläche von insgesamt<br />

1435 m 2 steht den Ingenieuren des<br />

Geschäftsbereiches Emco Klima eine Vielzahl<br />

an Prüfständen und Demonstrationsräumen<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Bereiche Heizen, Kühlen,<br />

Lüften und Filtern zur Verfügung. Darüber<br />

hinaus soll das Labor <strong>auch</strong> externen Auftraggebern<br />

<strong>für</strong> messtechnische Untersuchungen<br />

zur Verfügung gestellt sowie <strong>für</strong><br />

eine Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen<br />

Einrichtungen und Berufsakademien<br />

genutzt werden.<br />

www.emco.de<br />

Taconova vergibt Servicepartner-Verträge <strong>für</strong> Inbetriebnahme und Wartung von Frischwasserund<br />

Ladestationen<br />

Singen. Die Taconova GmbH, Anbieter von<br />

<strong>Haustechnik</strong>-Armaturen und vorgefertigten<br />

<strong>Pumpen</strong>gruppen, erweitert das bisherige<br />

Serviceangebot: Für Inbetriebnahmeund<br />

Wartungsarbeiten an den elektronisch<br />

geregelten Frischwasser- und Speicherladestationen<br />

baut das im südwestdeutschen<br />

Singen ansässige Unternehmen ein Netz<br />

von Servicepartnern auf und bietet serviceorientierten<br />

SHK- und Gebäudetechnik-Fachbetrieben<br />

damit ein zusätzliches<br />

Betätigungsfeld an. Gesucht sind vor allem<br />

SHK- und Energietechnik-Profis mit guten<br />

Kenntnissen in der Anlagentechnik von Solarthermie-<br />

und Pufferspeichersystemen.<br />

Auf <strong>die</strong> Kunden<strong>die</strong>nsttechniker warten dabei<br />

Aufgaben wie <strong>die</strong> Inbetriebnahme von<br />

<strong>Pumpen</strong>gruppen, <strong>die</strong> Kontrolle von Temperaturfühlern<br />

und Verdrahtungen oder<br />

<strong>die</strong> Inbetriebnahme von Kaskadenanlagen<br />

mit einer oder mehreren Frischwasserstationen.<br />

Nach Informationen von Taconova wird<br />

mit den Fachunternehmen ein Servicevertrag<br />

geschlossen, durch den sie in einem<br />

festgelegten Umkreis ihrer Region mit den<br />

Inbetriebnahme- und Wartungsarbeiten sowie<br />

mit der Abwicklung von Garantieleistungen<br />

beauftragt werden. Im Garantiefall<br />

erhält der Servicepartner seine Vergütung<br />

Ein SHK-Servicetechniker<br />

bei Einstellungsarbeiten<br />

an<br />

einer Kaskadenanlage<br />

mit Frischwasserstationen<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Durchfluss-Trinkwassererwärmung.<br />

von Taconova. Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten,<br />

<strong>die</strong> nicht unter den Hersteller-Garantieanspruch<br />

fallen, rechnet der<br />

Servicepartner direkt mit dem Kunden ab.<br />

Zur Einarbeitung in <strong>die</strong> zur Inbetriebnahme<br />

und Wartung nötigen Kenntnisse<br />

erhält der Servicepartner eine umfassende<br />

Produktschulung über Aufbau und<br />

Funktion der Frischwasser- und Speicherladestationen.<br />

Der Aufbau eines Servicepartnernetzes<br />

ist zunächst vorwiegend<br />

im süddeutschen Raum vorgesehen. Ansprechpartner<br />

<strong>für</strong> interessierte Fachunternehmer<br />

ist <strong>die</strong> Geschäftsführung der Taconova<br />

GmbH im südwestdeutschen Singen.<br />

Kontakt: Taconova GmbH, Rudolf-Diesel-<br />

Str. 8, 78224 Singen, Tel.: 07731 982880,<br />

E-Mail: info@taconova.de.<br />

www.taconova.de<br />

6 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


nachrichten<br />

Thilo Segl.<br />

Oertli: Erweiterte<br />

Verantwortlichkeiten<br />

<strong>für</strong> das Management<br />

gegenüber 2010 gesunken. Die<br />

Heizkosten <strong>für</strong> Häuser mit Ölheizung<br />

sind trotzdem um 5 %<br />

gestiegen. Grund hier<strong>für</strong> ist der<br />

Anstieg des Heizölpreises. Weniger<br />

drastisch fiel <strong>die</strong> Energiepreissteigerung<br />

bei Erdgas<br />

(+ 4,5 %) und Fernwärme<br />

(+ 7 %) aus. Die Heizkosten <strong>für</strong><br />

<strong>die</strong>se Energieträger sind infolge<br />

des geringeren Jahresverbr<strong>auch</strong>s<br />

um rund 10 % gesunken.<br />

Das geht aus dem Bundesweiten<br />

Heizspiegel 2012 hervor,<br />

den <strong>die</strong> gemeinnützige co2online<br />

GmbH zum achten Mal veröffentlicht<br />

hat. Für den Heizspiegel<br />

wurden 70 000 Gebäudedaten<br />

aus dem Bundesgebiet<br />

ausgewertet. Die Broschüre ist<br />

inklusive eines Gutscheins <strong>für</strong><br />

ein kostenloses Aktions-Heizgutachten<br />

als PDF auf www.<br />

heizspiegel.de und www.mieterbund.de<br />

verfügbar. Eine gedruckte<br />

Version kann kostenlos<br />

beim Deutschen Mieterbund in<br />

10169 Berlin angefordert werden<br />

– mit dem Kennwort „Heizspiegel“<br />

und einem mit 0,90<br />

Euro frankierten Lang-DIN-<br />

Rückumschlag.<br />

www.co2online.de<br />

Möglingen. Der Heiztechnikhersteller<br />

Oertli hat seine<br />

Führung neu strukturiert.<br />

Verkaufs- und Marketingleiter<br />

Frank Hehl zeichnet neben der<br />

Geschäftsleitung <strong>für</strong> den Export<br />

verantwortlich. Thilo Segl<br />

ist seit Anfang des Jahres als<br />

Vertriebsleiter im Team. Zuvor<br />

war er bei Vaillant und Viega<br />

im Vertrieb tätig. Thomas<br />

Medrow ist zusätzlich zu seiner<br />

Funktion als Technischer<br />

Leiter nun <strong>für</strong> <strong>die</strong> gesamte<br />

Verkaufsabwicklung inklusive<br />

des technischen Kunden<strong>die</strong>nstes<br />

verantwortlich. Der<br />

bisherige Finanzchef Dieter<br />

Schmidt verantwortet nun <strong>auch</strong><br />

<strong>die</strong> Bereiche Einkauf, Logistik<br />

und Controlling.<br />

Oertli hat sich zum Ziel gesetzt,<br />

in den kommenden Jahren<br />

den Marktanteil in Deutschland<br />

durch organisches Wachstum<br />

zu verdoppeln. „Um <strong>die</strong>ses<br />

Ziel zu erreichen, werden wir<br />

unsere Marktpartnerschaft mit<br />

dem verarbeitenden Handwerk<br />

weiter vertiefen und mit neuen<br />

Produkten und Konzepten neue<br />

Marktsegmente erschließen. An<br />

unserem langjährigen und erfolgreichen<br />

Prinzip, <strong>die</strong> Fachfirmen<br />

direkt zu beliefern, werden<br />

wir festhalten“, so Vertriebsleiter<br />

Thilo Segl.<br />

www.oertli.de<br />

Bundesweiter Heizspiegel<br />

erscheint in 8. Auflage<br />

Berlin. Der Heizenergieverbr<strong>auch</strong><br />

von Wohngebäuden ist<br />

2011 infolge des milden Winters<br />

um durchschnittlich 18 %<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK


nachrichten<br />

Gebäudesanierung: 80 % Einsparung möglich, aber teuer<br />

Sind Sie noch ganz dicht?<br />

Hamburg. Eine Reduzierung des Primärenergiebedarfs<br />

in einer Größenordnung<br />

von 80 % – <strong>die</strong>ses Ziel hat <strong>die</strong> Bundesregierung<br />

bis 2050 <strong>für</strong> den Gebäudebereich<br />

vorgegeben. Mit einer umfassenden energetischen<br />

Sanierung können Bestandsbauten<br />

<strong>die</strong>sen Wert schon heute erreichen.<br />

Das belegen Beispiele aus dem Modernisierungswettbewerb<br />

„Aktion Energie-Gewinner“<br />

des Instituts <strong>für</strong> Wärme und Oeltechnik<br />

(IWO). Allerdings mit nicht unerheblichem<br />

Investitionsaufwand: Zwischen<br />

50 000 und 150 000 Euro mussten <strong>die</strong> beteiligten<br />

Hausbesitzer jeweils <strong>für</strong> <strong>die</strong> energetische<br />

Komplettsanierung aufbringen. Pro<br />

Quadratmeter Nutzfläche investierten sie<br />

im Schnitt rund 400 Euro.<br />

„Für viele Hausbesitzer ist eine umfassende<br />

wärmetechnische Modernisierung<br />

nicht finanzierbar oder aufgrund<br />

langer Amortisationszeiten nicht attraktiv.<br />

Deshalb sollten <strong>auch</strong> einzelne Sanierungsmaßnahmen<br />

stärker staatlich gefördert<br />

werden“, sagt IWO-Geschäftsführer<br />

Prof. Christian Küchen. „Denn letztlich<br />

trägt eine große Anzahl von Teilsanierungen<br />

mehr zum Erreichen der energiepolitischen<br />

Ziele bei, als wenige Komplettsanierungen“,<br />

so Küchen weiter.<br />

Eine detaillierte Auswertung von bereits<br />

fertiggestellten Sanierungsobjekten<br />

der „Aktion Energie-Gewinner“ ermöglicht<br />

Aussagen zu Energieeinspareffekten und<br />

Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Einzelmaßnahmen<br />

anhand der real aufgetretenen<br />

Kosten. Mit einer berechneten Primärenergieeinsparung<br />

von durchschnittlich<br />

38 % erweist sich der Einsatz von Brennwerttechnik<br />

in Kombination mit Solarthermie<br />

als <strong>die</strong> effektivste Sanierungsmaßnahme.<br />

Eine verbesserte Fassadendämmung<br />

bringt rund 18 %. Fenster- und Außentüren-Erneuerung<br />

sowie Kellerdeckendämmung<br />

erreichen jeweils eine Reduzierung<br />

des Primärenergiebedarfs um weniger als<br />

10 %. Die Dachdämmung bringt im Schnitt<br />

14 % Energieeinsparung.<br />

Die Kosten je eingesparter Kilowattstunde<br />

Primärenergie betragen bei der Heizungserneuerung<br />

5 Cent. Nur <strong>die</strong> Dämmung<br />

der Kellerdecke schneidet hier besser<br />

ab. Mit 15 Cent erweist sich in der<br />

IWO-Auswertung der Austausch von Fenstern<br />

und Türen als teuerste Sanierungsmaßnahme.<br />

Für das Gros der Hausbesitzer ist <strong>die</strong> Frage,<br />

in welchem Zeitraum sich Sanierungsmaßnahmen<br />

rechnen, wesentlich <strong>für</strong> ihre<br />

Investitionsentscheidung. Bei einem Energiepreisniveau<br />

von sechs bis zehn Cent pro<br />

Kilowattstunde Primärenergie beträgt <strong>die</strong><br />

durchschnittliche Amortisationszeit einer<br />

Komplettsanierung bei den von IWO ausgewerteten<br />

Gebäuden zwischen 20 und 33<br />

Jahren. Der Ersatz einer veralteten Heizung<br />

durch ein Öl-Brennwertgerät mit Solarthermie<br />

amortisiert sich je nach Höhe<br />

der zugrunde gelegten Energiepreise innerhalb<br />

von 10 bis 16 Jahren. Die Dachdämmung<br />

kommt auf Amortisationszeiten<br />

<strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


nachrichten<br />

zwischen 25 und 41 Jahren, der Austausch<br />

von Fenstern und Außentüren auf 46 bis<br />

76 Jahre und <strong>die</strong> Fassadendämmung auf<br />

19 bis 32 Jahre.<br />

Insgesamt werden in der „Aktion Energie-Gewinner”<br />

bislang 65 Sanierungsobjekte<br />

im ganzen Bundesgebiet von IWO begleitet<br />

und gefördert. Das Modell ist einfach<br />

und transparent: Einziges Kriterium<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Förderhöhe ist <strong>die</strong> Einsparung an<br />

Jahresprimärenergie. „Dieses Prinzip eignet<br />

sich <strong>auch</strong> <strong>für</strong> staatliche Fördermodelle“,<br />

betont Prof. Küchen. „Die Bemessung<br />

der Fördersumme an der Höhe der Energieeinsparung<br />

stellt sicher, dass <strong>die</strong> Maßnahmen<br />

zuerst durchgeführt werden, <strong>die</strong><br />

<strong>auch</strong> tatsächlich <strong>die</strong> höchste Energieeinsparung<br />

erzielen.“<br />

Informationen zum Modernisierungswettbewerb<br />

gibt es auf der IWO-Homepage.<br />

www.oelheizung.info/energie-gewinner<br />

Sicher dicht<br />

bis in <strong>die</strong><br />

letzte Ecke!<br />

„Tag des Bades“ 2012: downloaden und dabei sein<br />

Bonn. Erleben Sie Ihr Bad vom Profi. Ich<br />

hab meins schon! – Unter <strong>die</strong>sem Motto<br />

findet am 15. September der von der Vereinigung<br />

Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)<br />

ins Leben gerufene „Tag des Bades“ statt.<br />

Wer als Fachhändler dabei sein möchte,<br />

kann sich ab sofort unter www.sanitaerwirtschaft.de<br />

informieren und anmelden.<br />

Dort stehen der Aktionsfolder inklusive<br />

Aktionsmittel-Bestellfax sowie der <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Teilnehmersuche unter www.gutesbad.de<br />

erforderliche Anmeldebogen zum Download<br />

zur Verfügung; dazu das Aktionslogo<br />

sowie diverse Banner, mit denen sich der<br />

Event schon jetzt auf der eigenen Unternehmens-Site,<br />

im Newsletter oder automatisch<br />

mit jeder E-Mail, <strong>die</strong> man abschickt,<br />

bewerben lässt.<br />

Mit Anmeldung und Registrierung ist<br />

<strong>auch</strong> der Erwerb des Aktionsmittelpaketes<br />

„Vier zum Vorzugspreis“ gegen geringes<br />

Entgelt verbunden. Zu seinen Bestandteilen<br />

zählen Poster, Infoblätter, Gewinnspielkarten<br />

und <strong>die</strong> Aktions-CD mit weiteren<br />

Werbe- und PR-Vorlagen sowie, das ist neu,<br />

eine Checkliste mit Argumenten, <strong>die</strong> Internetpreise<br />

„entwaffnen“ helfen. Außerdem<br />

„Tag des Bades“-Teilnehmer sollten Kunden<br />

schon jetzt auf den bundesweiten Event am<br />

15. September aufmerksam machen.<br />

im Umfang enthalten: der frisch gedruckte,<br />

52-seitige VDS-Ratgeber „RAN an <strong>die</strong><br />

Verbr<strong>auch</strong>er“ im A4-Format, der u. a. den<br />

bisherigen Leitfaden zum „Tag des Bades“<br />

ersetzt.<br />

www.sanitaerwirtschaft.de<br />

www.gutesbad.de<br />

Badkultur<br />

auf<br />

japanisch<br />

Düsseldorf. Der japanische Komplettbadausstatter<br />

TOTO hat seinen Produktkatalog<br />

aktualisiert. Auf knapp 230 Seiten gibt <strong>die</strong><br />

Publikation vielfältige Anregungen, um<br />

Badezimmer in Wohlfühloasen zu verwandeln.<br />

Außerdem werden Informationen zu<br />

den Washlets des Herstellers gegeben: Fünf<br />

verschiedene Modelle mit unterschiedlichen<br />

Funktionen und Komfortstufen werden<br />

angeboten. Die effektive Tornado Flush<br />

Spülung, eine auf Nanotechnologie basierende<br />

Glasur (CeFIONtect) und das randlose<br />

Design nennt TOTO als weitere innovative<br />

Merkmale seiner Dusch-WCs.<br />

Der Katalog kann im Internet angefordert<br />

oder als PDF heruntergeladen werden.<br />

http://eu.toto.com<br />

Das Wannen abdicht band<br />

elastisch, dehnbar, wasserdicht.<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK<br />

www.mepa.de


nachrichten<br />

Das Online-Lernportal der Bad-Akademie ist <strong>für</strong> Seminarteilnehmer als passwortgeschützter Bereich<br />

zu erreichen. Neben dem Meinungsaustausch in Diskussionsforen lassen sich dort gezielt<br />

Fragen stellen und beantworten, <strong>auch</strong> im Live-Chat.<br />

e-Learning mit der Bad-Akademie<br />

Von jedem beliebigen Ort auf Inhalte zugreifen<br />

Bonn. Mit der Bad-Akademie stellt <strong>die</strong> Sanitärbranche<br />

den Marktpartnern nicht nur<br />

ein vertriebsstufenübergreifendes Instrument<br />

zur Weiterbildung, sondern gleichzeitig<br />

<strong>auch</strong> ein wichtiges Werkzeug zum<br />

informellen wie fachlichen Austausch zur<br />

Verfügung. Durch <strong>die</strong> damit verbundene<br />

Einrichtung eines elektronischen Lernportals<br />

können <strong>die</strong> Teilnehmer zudem bis auf<br />

wenige Präsenzschulungen in Schulungszentren<br />

namhafter Sanitärhersteller von jedem<br />

beliebigen Ort aus auf wichtige Ressourcen<br />

und Kontakte zugreifen.<br />

Das Online-Lernportal, das <strong>auch</strong> auf Initiative<br />

der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft<br />

(VDS) auf den Weg gebracht<br />

wurde, ist <strong>für</strong> Seminarteilnehmer als<br />

passwortgeschützter Bereich über www.<br />

bad-akademie.de und den Link eLearning<br />

zu erreichen. Neben dem einfachen Meinungsaustausch<br />

in Diskussionsforen lassen<br />

sich gezielt Fragen stellen und beantworten,<br />

<strong>auch</strong> im Live-Chat. Fotos aus den<br />

Weiterbildungen, Links zu interessanten<br />

Fachartikeln, Kursunterlagen und vieles<br />

mehr können zwischen den Absolventen<br />

und ebenso mit Dozenten ausgetauscht<br />

werden. Letztere haben <strong>die</strong> Möglichkeit,<br />

online aktuelle Termine zu veröffentlichen,<br />

Aufgaben zur Bearbeitung freizugeben<br />

oder inhaltliche und organisatorische<br />

Details zur Verfügung zu stellen.<br />

Darüber hinaus unterrichtet <strong>die</strong> Site alle<br />

User mit übersichtlicher Menüführung und<br />

modernen Contentelementen schnell über<br />

alles Wissenswerte zur Bad-Akademie. Dabei<br />

im Mittelpunkt: <strong>die</strong> Information. Unter<br />

gleichnamigem Menüpunkt finden Interessenten<br />

eine umfangreiche Erläuterung<br />

zum Weiterbildungskonzept. Ferner<br />

erfahren sie mehr über <strong>die</strong> drei Lern-Module,<br />

den Lern-Plan und <strong>die</strong> Dozenten sowie<br />

den möglichen Abschluss. Er führt zunächst<br />

zum „Zertifizierten Bad-Verkäufer“<br />

und mit optionaler Zusatz-Qualifizierung<br />

zum „Zertifizierten Bad-Manager“. Unter<br />

Download kann eine spezielle Bad-Akademie-Broschüre<br />

heruntergeladen werden.<br />

Als gängige Social-Media-Plattform steht<br />

facebook zum Besuch bereit.<br />

Für einen raschen Eindruck von Ablauf<br />

und Programm empfiehlt sich der direkte<br />

Abstecher unter Semester 2012. Wer<br />

danach gleich dabei sein möchte: Unter<br />

Anmeldung können <strong>die</strong> Seminargebühren<br />

und Teilnahmebedingungen eingesehen<br />

werden. Außerdem steht ein Anmeldeformular<br />

als PDF-Datei zum Download<br />

zur Verfügung. Da <strong>die</strong> Teilnehmerzahl begrenzt<br />

ist, empfiehlt Ingrid Heister von<br />

der VDS, <strong>die</strong> u. a. <strong>für</strong> <strong>die</strong> organisatorische<br />

Abwicklung zuständig ist, sich rechtzeitig<br />

vormerken zu lassen und einen Platz<br />

<strong>für</strong> das nächste Semester zu reservieren:<br />

„Je früher desto besser, denn wir stecken<br />

bereits mitten in den Vorbereitungen und<br />

stimmen gerade mit allen Beteiligten den<br />

Plan <strong>für</strong> 2013 ab!“<br />

www.bad-akademie.de<br />

DVGW-Prüfzeichen <strong>für</strong><br />

Judo i-balance<br />

Winnenden. Der Judo i-balance hat <strong>für</strong><br />

seine Kalkschutz-Funktion das DVGW-<br />

Prüfzeichen erhalten. Das Gerät arbeitet<br />

mit einem speziellen Verfahren, bei dem<br />

zur Härtestabilisierung lediglich Strom benötigt<br />

wird. Weder <strong>die</strong> Zugabe von Salz,<br />

noch ein Kartuschenwechsel sind nötig.<br />

Der elektrolytisch arbeitende Kristallgenerator<br />

im i-balance bildet aus dem Wasser<br />

mikroskopisch kleine Impfkristalle. Diese<br />

durchlaufen ein spezielles Selektionsverfahren,<br />

sodass nur optimal kleine Kristalle<br />

in <strong>die</strong> Hauswasserinstallation gelangen.<br />

Dort setzt sich überschüssiger Kalk<br />

bevorzugt auf <strong>die</strong>sen Kristallen an und<br />

nicht an Rohroberflächen oder Heizspiralen.<br />

Rohre und Boiler (bis 80 °C) bleiben<br />

geschützt. Die wertvollen Mineralien Calcium<br />

und Magnesium bleiben erhalten, erklärt<br />

der Hersteller.<br />

Judo i-balance: DVGW-geprüfter Kalkschutz.<br />

Der Kristallgenerator reinigt und spült<br />

sich vollautomatisch. Überschüssiger Kalk<br />

wird durch den integrierten freien Auslauf<br />

in <strong>die</strong> Abflussleitung gespült. Wenn kein<br />

Abwasseranschluss vorhanden ist, dann<br />

erfolgt <strong>die</strong> Reinigung per Knopfdruck in<br />

einen bereitgestellten Eimer.<br />

Eine Besonderheit ist der integrierte Leckageschutz<br />

i-safe. Dieser sorgt im Einfamilienhaus<br />

<strong>für</strong> zusätzliche Sicherheit:<br />

Fließt zum Beispiel bei einem Rohrbruch<br />

unkontrolliert Wasser, erkennt der i-safe<br />

<strong>die</strong>s und sperrt den Wasserfluss ab. Auch<br />

schleichende Wasserverluste, wie eine undichte<br />

Toilettenspülung, werden wahrgenommen<br />

und <strong>die</strong> Wasserzufuhr gestoppt.<br />

www.judo.eu<br />

10 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


Einordnung von Einzelraumfeuerungsanlagen <strong>für</strong> feste<br />

Brennstoffe – Anforderungen der 1. BImSchV<br />

Frankfurt. Die Auslegung der 1. BImSchV ist mitunter ein<br />

schwieriges Unterfangen. Nicht selten werden Anforderungen<br />

falsch interpretiert. Das gilt beispielsweise <strong>für</strong> <strong>die</strong> Einordnung<br />

von Einzelraumfeuerungsanlagen <strong>für</strong> feste Brennstoffe. Dazu informiert<br />

der HKI Industrieverband e.V.: Die 1. BImSchV unterscheidet<br />

im Bereich Wohnraumbeheizung zwischen Einzelraumfeuerungsanlagen<br />

und sonstige Feuerungsanlagen (Heizkessel). In<br />

der Verordnung werden <strong>für</strong> Einzelraumfeuerungsanlagen gesonderte<br />

Anforderungen hinsichtlich Grenzwerte, Überwachung und<br />

Übergangsregelungen gestellt. Für Einzelraumfeuerungsanlagen<br />

<strong>für</strong> feste Brennstoffe wie Kamin öfen, Herde, Kachelöfen, Pellet öfen<br />

oder Kaminheizeinsätze muss der Betreiber einen Nachweis über<br />

<strong>die</strong> Emissionsgrenzwerte und Mindestwirkungsgrade nach Anlage<br />

4 der 1. BImSchV – ermittelt im Rahmen der Typprüfung des Herstellers<br />

– vorlegen. Dagegen müssen sonstige Feuerungsanlagen<br />

<strong>für</strong> feste Brennstoffe, wie etwa Kessel <strong>für</strong> feste Brennstoffe mit einer<br />

Nenn wärmeleistung ≥ 4 kW oder mehr, bei einer Vorortmessung<br />

durch den Schornsteinfeger bestimmte Massenkonzentrationen<br />

<strong>für</strong> Staub und Kohlenstoffmonoxid einhalten.<br />

Ausgenommen von dem Nachweis sind Herde, Saunaöfen und<br />

Einzelraumfeuerungsanlagen mit Wärmespeicher in Gebäuden,<br />

<strong>die</strong> einen Heizwärmebedarf von max. 15 kWh/(m² a) aufweisen<br />

(Passivhaus-Energie-Standard).<br />

Ich mach‘<br />

das je tzt!<br />

Die Erdgas-Modernisierungsaktion:<br />

je tzt anmelden und profitieren!<br />

• Interessenten an einer Heizungsmodernisierung<br />

werden direkt an Sie vermittelt.<br />

• So sichern Sie sich Chancen auf Neugeschäft.<br />

• Das hilft den Modernisierungsstau zu lösen.<br />

www.hki-online.de<br />

News-Ticker<br />

Honeywell <strong>Haustechnik</strong>: neue Mitarbeiter<br />

Mosbach. Die Honeywell GmbH, Sparte <strong>Haustechnik</strong>, hat sich<br />

personell verstärkt: Mike Decker unterstützt seit dem 1. April den<br />

Außen<strong>die</strong>nst in der Region Ost; Martin Pagel übernahm zum 1. Mai<br />

den Posten des Seminarleiters <strong>für</strong> Trinkwassertechnik.<br />

Georg Fischer stärkt Marktstellung<br />

in Nordamerika<br />

Schaffhausen. Georg Fischer hat <strong>die</strong> Übernahme des Rohr- und<br />

Fitting-Herstellers Independent Pipe Products Inc. (IPP) in Dallas<br />

(Texas, USA) bekanntgegeben. Über <strong>die</strong> finanziellen Details wurde<br />

nichts verlautbart.<br />

Grünbeck verstärkt Vertriebsteam<br />

Höchstädt a. d. Donau. Die Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH<br />

hat ihr Vertriebsteam aufgestockt. Alessandro Wirtz verstärkt <strong>die</strong><br />

Werksvertretung Kimmerle Verw. GmbH im Gebiet Mönchengladbach/Krefeld/Düsseldorf/Wuppertal.<br />

In der Werksvertretung Fritz<br />

P. Massar GmbH in Koblenz-Bubenheim ist Joachim Herold neuer<br />

Fachberater im Verkaufsaußen<strong>die</strong>nst.<br />

RWE bezuschusst <strong>Pumpen</strong>tausch<br />

Dortmund. Der Energieversorger RWE fördert den Austausch von<br />

alten, ungeregelten <strong>Pumpen</strong> gegen Hocheffizienzpumpen mit<br />

einem Zuschuss in Höhe von 100-Euro. Profitieren können davon<br />

allerdings nur Kunden, <strong>die</strong> sich <strong>für</strong> eines der Langfristprodukte –<br />

z. B. RWE Strom 36max und RWE Erdgas 36max – entscheiden. Infos<br />

zur Aktion unter www.vorweggehen.de.<br />

Jetzt online<br />

registrieren + gewinnen:<br />

www.moderne -heizung.de<br />

Jetzt anmelden und mit<br />

etwas Glück einen von<br />

10 Tablet-PCs gewinnen!<br />

www.moderne-heizung.de<br />

Jeder Teilnehmer erhält nach der Registrierung ein kostenloses<br />

Aktionspaket. Unter allen SHK-Betrieben, <strong>die</strong> sich bis zum 30.06.2012<br />

anmelden, werden 10 Tablet-PCs verlost. Die Gewinneinlösung ist<br />

beschränkt auf das Gebiet der BRD. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK


Branche aktuell<br />

Handel und Handwerk<br />

Wohin geht <strong>die</strong> Reise?<br />

Trends im Fachhandel und Handwerk: <strong>die</strong> große Distributionsumfrage zur SHK-Branche<br />

Auch wenn <strong>die</strong> Branche mit Argwohn auf den wachsenden Einfluss von Billiganbietern aus dem Internet oder Baumärkten blickt: Im<br />

Großen und Ganzen ist <strong>die</strong> Zusammenarbeit zwischen SHK-Großhandel und den SHK-Installateuren nach wie vor eng und fruchtbar.<br />

Marktforschungsergebnisse von BauInfoConsult zeigen etwa, dass 95 % der Einkäufe von SHK-Betrieben im Fachhandel getätigt werden.<br />

Außerdem ist der Fachhändler <strong>für</strong> <strong>die</strong> Installateure laut weiteren Ergebnissen einer der am häufigsten gewählten Ansprechpartner<br />

und Berater zu Produkten und Systemen – sogar noch vor dem Internet.<br />

Doch wie <strong>für</strong> persönliche Beziehungen gilt <strong>auch</strong> <strong>für</strong> langjährige<br />

Geschäftsbeziehungen: Ohne aktive Beziehungsarbeit kann<br />

das beste Verhältnis abkühlen, wenn Schwierigkeiten nicht rechtzeitig<br />

erkannt und aktuelle Entwicklungen und Veränderungen<br />

verschlafen werden. BauInfoConsult hat daher in Kooperation mit<br />

der <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK eine Umfrage zu den wichtigen aktuellen<br />

Trends und Entwicklungen im SHK-Großhandel und ihren professionellen<br />

Kunden durchgeführt. Dabei zeigen sich häufig Übereinstimmungen,<br />

aber <strong>auch</strong> oft genug bedeutende Wahrnehmungsunterschiede<br />

auf der Handels- und Verarbeiterseite, wie <strong>die</strong> nachfolgenden<br />

Beispiele zeigen.<br />

Verringerung der Lagerfläche vs. kurzfristige Lieferungserwartung<br />

Ein Viertel der interviewten Niederlassungen des SHK-Großhandels<br />

will in den kommenden drei bis fünf Jahren ihren Lagerbestand<br />

verringern und Materialien vermehrt erst dann bestellen,<br />

wenn es konkreten Bedarf da<strong>für</strong> gibt. Verständlich: Schließlich<br />

bindet <strong>die</strong> Unterhaltung von Lagerfläche finanzielle Ressourcen<br />

– und das Risiko, ob er <strong>die</strong> gelagerte Ware überhaupt am Markt<br />

absetzen kann, muss ebenfalls der Händler tragen.<br />

Dabei setzen <strong>die</strong> meisten Händler Verständnis bei ihren Käufern<br />

voraus: Zwei Drittel der befragten Niederlassungen (66 %)<br />

12 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


GIACOMINI – Produkte <strong>für</strong> <strong>die</strong> Praxis.<br />

Clever sein<br />

und doppelt sparen!<br />

Kugelhahn R851TH <strong>für</strong> HEIZUNG & SOLAR.<br />

Der Universal-Kugelhahn ist <strong>für</strong> Temperaturen<br />

bis +185°C geeignet. Daher benötigen Sie <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Einsatzbereiche Heizung und Solar nur ein Modell.<br />

Das reduziert Ihre Lagerhaltung. Treffen Sie <strong>die</strong><br />

richtige Auswahl und sparen Zeit und Geld.<br />

Durchgängiges Isolieren der Rohrleitungen dank<br />

verlängertem T-Griff möglich. Auch <strong>für</strong> weitere<br />

Me<strong>die</strong>n wie z.B. Druckluft, Dampf oder Öl geeignet.<br />

Einfach doppelt gespart.<br />

Unschlagbare Vorteile:<br />

• Temperaturbereich von -20°C bis +185 °C<br />

• Für den Solarbetrieb geeignet<br />

• Glykolgemisch bis 50 %<br />

• Betriebsdruck PN 35<br />

• Voller Durchgang<br />

• Von innen eingesetzte Spindel<br />

• Doppelte O-Ring Abdichtung<br />

• Innovative Hohlkugel<br />

• Auswechselbare Inlays (rot, blau)<br />

• verlängerter T-Griff aus Kunststoff<br />

• Thermometer und Isolierung als Zubehör<br />

• Zertifizierung ISO 14001/9001<br />

• Made in Italy<br />

www.giacomini.de<br />

D-51545 Waldbröl · Tel. +49/2291/7902-0 · info@giacomini.de


Branche aktuell<br />

Handel und Handwerk<br />

sind überzeugt, dass ihre Kunden Verständnis da<strong>für</strong> haben, dass<br />

Lieferzeiten entstehen, weil Materialien erst bestellt werden müssen.<br />

Für <strong>die</strong> SHK-Installateure stellt sich das aber ganz anders<br />

dar: Verständnis <strong>für</strong> längere Lieferzeiten bringen hier deutlich<br />

weniger Befragte auf, als <strong>die</strong> Erfahrungen der Händler erwarten<br />

ließen. Konkret heißt das: Nur ein Viertel der Befragten sind voll<br />

und ganz einverstanden, fast genauso viele sind nicht einverstanden<br />

bzw. einverstanden.<br />

Tägliche Lieferung wird erwartet, Aufpreise werden nicht<br />

akzeptiert<br />

Der Sanierungs- und häufig genug <strong>auch</strong> Reparaturmarkt, auf<br />

dem <strong>die</strong> Mehrheit der Installateure überwiegend tätig ist, ist<br />

schnelllebig und verlangt Händler, <strong>die</strong> schnell und flexibel Ware<br />

anliefern können. Dennoch: Aufpreise <strong>für</strong> mehrere Lieferungen<br />

am Tag akzeptieren <strong>die</strong> Fachleute nicht: Jeder zweite ist überhaupt<br />

nicht und ein weiteres Viertel höchstens eingeschränkt dazu bereit.<br />

Gleichzeitig erwarten zwei Drittel der SHK-Profis jedoch von<br />

ihren Händlern, dass sie mehrmals am Tag Waren liefern können.<br />

Die Erfahrung der Händler deckt sich mit den Erwartungen<br />

der Nachfrageseite: 79 % der SHK-Großhandelsniederlassungen<br />

hat überwiegend den Eindruck gewonnen, dass das Fachhandwerk<br />

keine Aufpreise <strong>für</strong> Mehrfachbelieferung akzeptiert. Dennoch<br />

bietet <strong>die</strong> Mehrheit der Händler (51 %) von sich aus den Kunden<br />

nicht an, sie mehrmals täglich zu beliefern, nur weil <strong>die</strong> Kunden<br />

<strong>die</strong>s unter Umständen erwarten.<br />

„Bankenfunktion“ ist wichtig, wird aber vom Händler als<br />

wichtiger empfunden<br />

Laxe Zahlungsmoral auf der einen Seite, hoher Auftragsdruck<br />

auf der anderen Seite: Viele Bauhandwerker könnten ihre Arbeit<br />

ohne <strong>die</strong> sogenannte „Bankenfunktion“ des Handels kaum bewältigen.<br />

Gerade in der SHK-Branche hat sich daher <strong>die</strong> Praxis eingebürgert,<br />

dass von Handelsseite kreditähnliche Konditionen,<br />

wie z. B. Zahlungsziele von 90 Tagen, gewährt werden. Aus Kundensicht<br />

ist <strong>die</strong>se Vorgehensweise natürlich besonders attraktiv,<br />

weil so <strong>die</strong> eigene Kapitaldecke zur Zwischenfinanzierung gering<br />

bleibt. Das Ausfallrisiko übernimmt oder trägt zumindest weitgehend<br />

der Handel. Auch <strong>die</strong> befragten Vertreter der Handelsniederlassungen<br />

sind sich der Bedeutung solcher Konditionen <strong>für</strong> ihre<br />

Kunden bewusst: 85 % der Händler meinen, dass es <strong>für</strong> ihre Kunden<br />

eine große Rolle spielt, ob ein Händler derartige Konditionen<br />

gewährt oder nicht. Bei den Installateuren räumt zwar ebenfalls<br />

eine sehr hohe Mehrheit (74 %) ein, dass es bei der Entscheidung<br />

<strong>für</strong> einen Händler sehr wichtig sein kann, ob <strong>die</strong>ser <strong>auch</strong> eine<br />

„Bankenfunktion“ übernimmt. Doch immerhin <strong>für</strong> ein knappes<br />

Viertel der Befragten spielen großzügige Zahlungsziele eine weitaus<br />

weniger prominente Rolle.<br />

Eine grundlegende Veränderung erwarten <strong>die</strong> befragten Händler<br />

in naher Zukunft nicht: Im Gegenteil, 76 % meinen sogar, dass<br />

<strong>die</strong> „Bankenfunktion“ des Handels in den kommenden Jahren immer<br />

mehr an Bedeutung gewinnen wird. Bei den SHK-Installateuren<br />

glaubt dagegen wieder eine etwas weniger große Mehrheit<br />

(58 %), dass sie in Zukunft noch mehr auf <strong>die</strong> Bankenfunktion der<br />

Händler angewiesen sein werden. Jeder fünfte Handwerker glaubt<br />

sogar überhaupt nicht, dass sich <strong>die</strong> Konditions-Praxis der Händler<br />

binnen drei bis fünf Jahren ausweiten wird.<br />

Konzentration im SHK-Großhandel: kleinere Margen,<br />

weniger kleine Händler<br />

Der SHK- und <strong>Haustechnik</strong>-Großhandel ist von zunehmenden<br />

Konzentrationen geprägt. Die Auswirkungen davon spüren <strong>auch</strong><br />

14 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


Branche aktuell<br />

Handel und Handwerk<br />

<strong>die</strong> Niederlassungen. Jeweils <strong>die</strong> Hälfte der Niederlassungen<br />

nimmt wahr, dass sich aufgrund des Konzentrationsprozesses<br />

<strong>die</strong> Höhen der Margen verringern und es <strong>für</strong> kleine Händler immer<br />

schwieriger wird, am Markt zu bestehen. Vorteile des Konzentrationsprozesses<br />

sehen nur sehr wenige Niederlassungen –<br />

so etwa <strong>die</strong> 2 %, <strong>die</strong> glauben, dass dadurch interne Prozesse vereinfacht<br />

werden.<br />

DVGW-Zertifizierungen: notwendig, doch oft genug<br />

umgangen<br />

Der letzte aktuelle Trend, dem <strong>die</strong> Befragung nachspürte, war<br />

der Umgang mit DVGW-Zertifikaten in der Branche. Es gibt Niederlassungen,<br />

<strong>die</strong> Produkte ohne DVGW-Zertifizierung anbieten,<br />

selbst wenn <strong>die</strong>s notwendig wäre. 22 % der befragten Handelsniederlassungen<br />

halten <strong>die</strong>s <strong>für</strong> unproblematisch, da sie Produkte<br />

auf <strong>die</strong>se Weise günstiger anbieten können. 17 % meinen, dass<br />

<strong>die</strong> Kunden sowieso nicht nach der Zertifizierung fragen. Nur 8 %<br />

der Händler gaben sich ganz „korrekt“ und äußerten sich strikt<br />

gegen das Anbieten von Produkten ohne DVGW-Zertifizierungen.<br />

Das Thema ist verständlicherweise sensibel: Jede fünfte Niederlassung<br />

wollte sich dazu überhaupt nicht äußern.<br />

Als noch sensibler haben <strong>die</strong> Händler <strong>die</strong> Frage empfunden,<br />

wie viele aus ihrer Branche nach ihrer Einschätzung tatsächlich<br />

Produkte ohne DVGW-Zertifizierung anbieten. 54 % der hierzu befragten<br />

95 Händler gaben hierauf keine Antwort. Aufschlussreich<br />

jedoch: Von denen, <strong>die</strong> eine Schätzung dazu abgaben, meinen nur<br />

2 %, dass kein Händler sich mit solchen Mogeleien abgibt. Dennoch<br />

ist <strong>die</strong> deutliche Mehrheit der Handelsniederlassungen nach Einschätzung<br />

der Händler äußerst korrekt im Umgang mit zertifizierungspflichtigen<br />

Produkten: 88 % vermuten, dass höchstens jeder<br />

vierte Händler Produkte ohne DVGW-Zertifizierung anbietet.<br />

Die Verarbeiter wurden entsprechend gefragt, wie hoch sie den<br />

Anteil der SHK-Installateure am Markt schätzen, <strong>die</strong> trotz Vorschrift<br />

nicht-zertifizierte Produkte verbauen. Auch hier wollten<br />

ganze 36 % der 75 befragten Handwerker lieber keine Aussage<br />

treffen. Die übrigen Befragten schätzten <strong>die</strong> Dunkelziffer der Installateure,<br />

<strong>die</strong> sich ohne Zertifizierung behelfen, deutlich höher<br />

ein als <strong>die</strong> Händler den Anteil ihrer Kollegen schätzten, <strong>die</strong> nicht<br />

zertifizierte Produkte liefern: 58 % der SHK-Installateure schätzt<br />

den Anteil der Handwerker, <strong>die</strong> mit Produkten ohne DVGW-Zertifizierung<br />

arbeiten, auf über ein Viertel.<br />

Die Ergebnisse zu den Distributionstrends in der SHK-Branche<br />

fließen in <strong>die</strong> Jahresanalyse mit ein, <strong>die</strong> BauInfoConsult*, ein<br />

auf <strong>die</strong> Bau- und Installationsbranche spezialisiertes Marktforschungsunternehmen,<br />

jedes Jahr herausgibt. Die aktuelle Jahresanalyse<br />

2012/2013 erscheint im Juli und enthält neben Prognosen<br />

und Kennzahlen zur baulichen Entwicklung in Deutschland <strong>die</strong><br />

Ergebnisse aus über 1000 Interviews unter SHK-Installateuren,<br />

Architekten, Bauunternehmern, Herstellern und Händlern. ■<br />

www.bauinfoconsult.de<br />

+<br />

LUNOtherm<br />

Effizient &<br />

Elegant<br />

Zugelassen nach DIBt<br />

Z-56.212-3473, Z-51.3-242<br />

*) Kontakt: BauInfoConsult, Luegallee 7, 40545 Düsseldorf, Tel.: 211 301 559-0, E-Mail:<br />

info@bauinfoconsult.de.<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK<br />

www.lunos.de


Branche aktuell<br />

Pro & Contra<br />

Ist <strong>die</strong> Lüftung über das Fenster auf<br />

Grundlage von Raumluftkennwerten<br />

ausreichend?<br />

Ein Wohngebäude, das heute im Rahmen der EnEV (Energieeinsparverordnung) errichtet oder umgebaut wird, muss luftundurchlässig<br />

sein. Es heißt aber <strong>auch</strong> in demselben Werk, dass ein ausreichender Mindestluftwechsel sichergestellt werden muss. Um <strong>die</strong>sen<br />

scheinbaren Widerspruch aufzulösen, bieten sich zwei grundsätzliche Alternativen an: Entweder übernimmt der Bewohner <strong>die</strong> Lüftung<br />

selbst, indem er - nach Bedarf - seine Fenster öffnet und wieder schließt. Sein Lüftungsverhalten basiert auf Gewohnheiten,<br />

z. B. morgens, oder nach seinem Empfinden, wenn er also anhand von Gerüchen meint, lüften zu müssen.<br />

Die Fälle häufen sich, Schimmel und erhöhte<br />

Raumluftemissionen sind an der Tagesordnung.<br />

Die Ursache: das notwendige<br />

luftdichte Bauen im Zuge der Energieeinsparverordnung.<br />

Der natürliche Luftwechsel<br />

in älteren Gebäuden sorgte <strong>für</strong> einen<br />

kontinuierlichen Luftaustausch, Schimmel<br />

und Schadstoffbelastung waren nur selten<br />

ein Problem.<br />

Aufgrund der erheblichen Reduzierung<br />

des natürlichen Luftwechsels, z. B. im Zuge<br />

einer Sanierungsmaßnahme, kann man<br />

hier je nach Gebäudetyp und Ausführung<br />

von einem Faktor von 1 : 5 ausgehen. Hierdurch<br />

wird richtiges Lüften durch zusätzliche<br />

Fensterlüftung immer wichtiger.<br />

Die DIN 1946-6 hat sich im Mai 2009<br />

der Sache angenommen und berücksichtigt<br />

im Wesentlichen drei Lüftungsarten:<br />

• <strong>die</strong> nutzerunabhängige Lüftung zum<br />

Gebäudeschutz (Vermeidung von Gebäudeschäden<br />

u. a. Schimmel),<br />

• <strong>die</strong> hygienische Lüftung,<br />

• <strong>die</strong> Spitzenlast-Lüftung (nach Duschen,<br />

Waschen, Kochen).<br />

Pro<br />

Georg Meyer, Geschäftsführer der Klimagriff<br />

GmbH, Solingen<br />

Bevor <strong>die</strong> Frage beantwortet werden<br />

kann, ob <strong>die</strong> Fensterlüftung auf Grundlage<br />

der Raumluftkennwerte ausreichend ist,<br />

sollten wir zunächst einmal <strong>die</strong> Anwendungsfälle<br />

definieren und unterscheiden.<br />

1. öffentliche Gebäude<br />

2. Arbeitsstätten<br />

3. Wohnimmobilien<br />

Bei öffentliche Gebäuden und Arbeitsstätten<br />

muss klar gesagt werden, dass hier<br />

nur sehr bedingt <strong>die</strong> freie Fensterlüftung<br />

zum Ziel führt. Zu viele wechselnde Bedingungen<br />

und Störeinflüsse würden <strong>die</strong> Nutzer<br />

bei ihrer Lüftungsaufgabe überfordern,<br />

<strong>auch</strong> wenn entsprechende Raumluftkennwerte<br />

zur Verfügung stehen.<br />

Im privaten Bereich, also in der Wohnimmobilie,<br />

sieht <strong>die</strong> Sache dagegen ganz<br />

anders aus. Hier ist Nutzung vorwiegend<br />

konstant. Die Objekte werden in der Regel<br />

immer zum gleichen Zweck genutzt, <strong>die</strong> Bewohner<br />

haben einen gleichbleibenden Nutzungsrhythmus.<br />

Somit kommen <strong>für</strong> den privaten Immobilienbereich<br />

folgende sinnvolle Raumluftkennwerte<br />

infrage: Temperatur, Feuchtigkeit,<br />

CO 2<br />

, Luftwechsel. Berücksichtigt man<br />

nun <strong>auch</strong> <strong>die</strong> Parameter Raumvolumen,<br />

Baustandart, Übergabe des Heizsys tems,<br />

Fenstergröße, Lage der Immobilie, Anzahl<br />

der Nutzer – <strong>die</strong>se Parameter <strong>die</strong>nen zur<br />

Berechnung des erforderlichen Luftvolumenstroms<br />

nach DIN 1946-6 –, kann dem<br />

Nutzer eine sinnvolle Lüftungsvorhersage<br />

über Art und Dauer der Lüftung berechnet<br />

und signalisiert werden. Diese Aufgabe<br />

bei der Fensterlüftung kann aktuell nur<br />

der Klimagriff übernehmen. Er speichert<br />

<strong>die</strong> entsprechenden Parameter, berechnet<br />

und signalisiert <strong>die</strong> erforderliche Lüftung.<br />

Aufgrund der fehlenden menschlichen<br />

Sensorik <strong>für</strong> Feuchtigkeit und CO 2<br />

ist es<br />

<strong>für</strong> den Nutzer umso wichtiger, <strong>die</strong>se technische<br />

Unterstützung zu nutzen. Zumal<br />

das Lüften hierdurch zeitlich optiert erfolgen<br />

kann.<br />

Wir haben in Deutschland und vielen<br />

Teilen Europas in der Regel Dreh-Kipp-<br />

Fenster, <strong>die</strong> sehr unterschiedlich genutzt<br />

bzw. <strong>auch</strong> durch „Dauer-Kipp-Lüften“ missbr<strong>auch</strong>t<br />

werden. Die Nutzer müssen das<br />

Lüften neu lernen und br<strong>auch</strong>en hierzu entsprechende<br />

Raumluftkennwerte und Vorhersagen.<br />

Der Öffnungszustand des Fensters muss<br />

<strong>auch</strong> zukünftig in der Anlagentechnik mit<br />

berücksichtigt werden, da richtiges Heizen<br />

ebenfalls notwendiger Bestandteil des Lüftens<br />

ist. Hier kann zukünftig der Klimagriff,<br />

der eine Fensterpositionserkennung<br />

hat, entsprechende Informationen an <strong>die</strong><br />

Anlagentechnik übergeben, um <strong>die</strong>se optimierter<br />

zu betreiben.<br />

Fazit: Bei richtigem Lüften über das<br />

Fens ter und unter Berücksichtigung der<br />

Raumluftkennwerte, ist <strong>die</strong> freie Lüftung<br />

ausreichend und entspricht dem menschlichen<br />

Naturell.<br />

■<br />

16 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


Branche aktuell<br />

Pro & Contra<br />

Doch der Mensch ist nicht mit so feinen Sensoren ausgerüstet, um sicher sagen zu können, ob z.B. der CO 2<br />

-Gehalt noch unter dem<br />

empfohlenen Grenzwert liegt oder ob gelüftet werden sollte. Hier bieten sich Messinstrumente an. Das Unternehmen Klimagriff GmbH<br />

aus Solingen hat einen Fenstergriff herausgebracht, der relevante Raumkennwerte erfasst. Auf ihren Grundlagen zeigt der Fenstergriff<br />

über Leuchtdioden dem Nutzer an, ob eine Lüftung des Raumes notwendig ist, ob das Fenster geschlossen oder ob der Raum beheizt<br />

werden sollte.<br />

Eine andere Alternative ist <strong>die</strong> Installation einer Anlage zur kontrollierten Wohnungslüftung. Sie stellt - ohne dass der Nutzer eingreifen<br />

muss - den Luftaustausch und damit eine <strong>für</strong> <strong>die</strong> Bewohner einwandfreie Lufthygiene sicher. Und das 24 Stunden am Tag. Kann<br />

ein Messinstrument in einem Fenstergriff da mithalten?<br />

Contra<br />

Uwe Schumann, Leiter der Pluggit Academy<br />

der Pluggit GmbH, München<br />

Handlungsgrundlage <strong>für</strong> <strong>die</strong> EnEV (Energieeinsparverordnung)<br />

sind <strong>die</strong> Themen<br />

Energieeffizienz und -einsparung. Mittlerweile<br />

sind <strong>die</strong> <strong>für</strong> Sanierung und Neubau<br />

verwendeten Materialien hocheffizient. Aufgrund<br />

der dichten Bauweise geht Wärme<br />

größtenteils nur noch über <strong>die</strong> Lüftungswärme<br />

verloren – und zwar mehr als 60 %. Diese<br />

Wärme über <strong>die</strong> Fenster ungenutzt verpuffen<br />

zu lassen, kann angesichts der steigenden<br />

Energiepreise nicht gewollt sein.<br />

Nur eine kontrollierte Wohnraumlüftung<br />

verfügt über eine Wärmerückgewinnung.<br />

Mit ihr werden <strong>die</strong> Lüftungsverluste<br />

zu einem großen Teil aufgefangen. Denn<br />

laut einer Stu<strong>die</strong> der Deutschen Energie-<br />

Agentur (dena) lassen sich bei einer kontrollierten<br />

Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung<br />

Einsparungen von mehr<br />

als 60 % beim Lüftungsverlust realisieren.<br />

Bei der Nutzung von Messampeln auf Fenstergriffen<br />

suggerieren <strong>die</strong> Hersteller Einsparpotenziale<br />

von ungefähr 15 %. Da <strong>die</strong><br />

Lüftung dabei aber nutzerabhängig erfolgt,<br />

kann sich <strong>die</strong>ses Einsparpotenzial nur auf<br />

<strong>die</strong>jenigen Personen beziehen, <strong>die</strong> in der<br />

Vergangenheit ihr Fenster dauerhaft geöffnet<br />

hatten. Ansonsten bleibt <strong>die</strong>ses Potenzial<br />

realistisch nicht haltbar.<br />

Die Fensterlüftung mittels einer Anzeige<br />

auf dem Fenstergriff ist als lüftungstechnische<br />

Maßnahme im Sinne der DIN<br />

1946 Teil 6 nicht anwendbar. Die Fensterlüftung<br />

ist, wenn überhaupt noch notwendig,<br />

nur zur Unterstützung lüftungstechnischer<br />

Maßnahmen heranzuziehen.<br />

Selbst wenn <strong>die</strong> Messampel auf dem Fenstergriff<br />

<strong>die</strong> nach Norm geforderten Windsituationen,<br />

<strong>die</strong> Gebäudehöhe, <strong>die</strong> Dichtheitsklasse<br />

und <strong>die</strong> Anforderungen zum<br />

Wärmeschutz unter gebäudespezifischen<br />

Aspekten berücksichtigt, ist hier <strong>die</strong> Anwesenheit<br />

der Nutzer erforderlich. Die erforderliche<br />

Lüftung zum Feuchteschutz und<br />

<strong>auch</strong> <strong>die</strong> reduzierte Lüftung müssen laut<br />

der DIN 1946 Teil 6 <strong>auch</strong> bei zeitweiliger<br />

Abwesenheit des Nutzers ständig gewährleistet<br />

sein. Da hilft <strong>auch</strong> kein optisches<br />

und akustisches Warnsignal.<br />

Es ist unvernünftig, auf eine solche<br />

Messampel als vollwertige Lösung zu setzen,<br />

da Fensterlüftung nur auf Basis von<br />

Windlasten und Temperaturdifferenzen<br />

funktioniert. Im notwendigen Lüftungskonzept<br />

muss der erforderliche Luftwechsel<br />

planerisch berechnet und nachgewiesen<br />

werden, was auf <strong>die</strong>ser Datenbasis<br />

nicht umsetzbar ist.<br />

Weiterer Nachteil: Eine Lüftung über<br />

Fenster muss zwingend über zwei Fassadenseiten<br />

angelegt sein. Sonst ist eine<br />

Querlüftung, also der reelle Luftaustausch,<br />

gar nicht möglich.<br />

Generell ist bei der Installation eines<br />

Wohnraumlüftungssystems darauf zu<br />

achten, dass <strong>die</strong> Zulufträume wie Wohn-,<br />

Schlaf- oder Kinderzimmer mit frischer<br />

Luft versorgt werden. Hingegen hat <strong>die</strong><br />

Entsorgung der verbr<strong>auch</strong>ten Luft über Ablufträume<br />

wie Bad, WC oder Küche zu erfolgen.<br />

Diese Unterteilung ist bei Fensterlüftung<br />

nur bei passender Windrichtung<br />

sicherzustellen.<br />

Insbesondere Allergiker sollten von der<br />

Fensterlüftung <strong>die</strong> Finger lassen. Denn <strong>die</strong><br />

Luft gelangt ungefiltert in den Wohnraum.<br />

Bei einer Wohnraumlüftung sind Filter<br />

Standard. Sie verbessern <strong>die</strong> Luftqualität<br />

und halten Pollen sowie sonstige Allergene<br />

und Feinstaubpartikel draußen.<br />

Richtig absurd wird es, wenn man den<br />

Parameter Schall- und Einbruchschutz hinzuzieht.<br />

Denn durch gekippte Fensterflügel,<br />

sei es <strong>auch</strong> nur über einen definierten<br />

Zeitraum, werden Schallschutzfenster<br />

überflüssig. Und aus Sicht der Versicherer<br />

birgt ein offenes Fenster beim Einbruchschutz<br />

schwer kalkulierbare Risiken.<br />

Fazit: Die Fensterlüftung mittels<br />

Messampel auf dem Fenstergriff kann <strong>die</strong><br />

Anforderungen an heutige Wohngebäude<br />

und das Nutzerverhalten, unabhängig ob<br />

Neubau oder Sanierung, nur unzureichend<br />

erfüllen und birgt planerisch schwer kalkulierbare<br />

Risiken. Damit ist sie keine Alternative<br />

zu einer kontrollierten Wohnraumlüftung.<br />

■<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 17


Aus den Verbänden<br />

Zentralverband<br />

www.zvshk.de<br />

Kurz und Bündig<br />

Stipendium<br />

Sanitär-Spezialist im Ausland?<br />

Wer sich in Deutschland in einer sanitärtechnischen<br />

Ausbildung befindet und zusätzliche<br />

Auslandserfahrungen in einem<br />

Land seiner Wahl sammeln möchte, passt<br />

zu den Voraussetzungen <strong>für</strong> ein einjähriges<br />

Stipendium im Wert bis zu 10 000 US-<br />

Dollar. Seit etlichen Jahren bietet das World<br />

Plumbing Council (WPC), ein globaler Zusammenschluss<br />

nationaler Sanitärverbände,<br />

<strong>die</strong>se Möglichkeit.<br />

Das Programm eröffnet Chancen, seinen<br />

Horizont zu erweitern, in eine fremde<br />

Kultur einzut<strong>auch</strong>en, <strong>die</strong> bestehende Sanitärtechnik<br />

in anderen Teilen der Welt<br />

kennenzulernen und neue Lern- und Unterrichtserfahrungen<br />

zu sammeln. Hinter<br />

allem steht <strong>die</strong> Idee, dass gute Sanitäreinrichtungen<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Gesundheit aller und<br />

<strong>für</strong> einen jeden im Alltag große Bedeutung<br />

haben.<br />

Folgende Punkte sind unter anderem<br />

<strong>für</strong> das Scholarship-Programm der WPC<br />

wichtig:<br />

• Die Bedeutung des Wassers im ausgewählten<br />

Land und <strong>die</strong> Effizienz der dort<br />

vorhandenen Sanitärindustrie.<br />

• Was lässt sich dort über Sanitärsysteme<br />

und Gesundheitssysteme berichten?<br />

• Wie sieht <strong>die</strong> Ausbildung im Gastland<br />

aus und wie beeinflusst eine mangelnde<br />

Sanitärausbildung <strong>die</strong> öffentliche<br />

Gesundheit?<br />

Andere Länder – andere Sanitärtechnik: Mit einem Stipendium der WPC lassen sich vielfältige<br />

Einblicke gewinnen.<br />

In <strong>die</strong> engere Wahl kommen Personen,<br />

<strong>die</strong> ein hohes Engagement <strong>für</strong> <strong>die</strong> Weiterbildung<br />

entweder in der Sanitärindus trie<br />

oder im Sanitärhandwerk besitzen. Wichtig<br />

sind z. B. <strong>auch</strong> folgende Voraussetzungen:<br />

• Anmeldeformular (in Englisch) zum<br />

Edu cation & Training-Stipendium unter<br />

www.worldplumbing.org herunterladen<br />

und ausfüllen,<br />

• mindestens zwei Referenzen und ein<br />

Empfehlungsschreiben des Arbeitgebers<br />

(im Heimatland) sind nötig,<br />

• nach Beendigung des Besuchsprogramms<br />

(Sommer 2013) müssen Absolventen<br />

einen schriftlichen Bericht<br />

verfassen über das Ausbildungssystem,<br />

<strong>die</strong> Standards sowie <strong>die</strong> Technologien<br />

im Gastland.<br />

Der Wert des WPC-Stipendiums beträgt<br />

bis zu 10 000 US-Dollar, womit alle Kosten<br />

<strong>für</strong> Flug, Unterbringung, Verpflegung und<br />

Nebenkosten abgedeckt werden sollen. Der<br />

Bewerbungsschluss ist am 31. Juli 2012.<br />

ZVSHK – Termine – Daten – Informationen (Änderungen vorbehalten)<br />

Datum<br />

Veranstaltung<br />

4./5. Oktober 2012 30. Deutscher Kupferschmiedetag, Titisee-Neustadt<br />

22. – 24. November 2012 GET Nord, Hamburg<br />

27. November 2012 Anhörung „Vertriebswege im Wandel”, Frankfurt/M. o. Köln<br />

12. – 16. März 2013 ISH, Frankfurt/Main<br />

27. November 2013 Deutscher Bauwirtschaftstag, Berlin<br />

ZVSHK Direkt: Tel.: 02241 9299 - 0, Fax: 02241 21351, E-Mail: info@zvshk.de, Internet: www.zvshk.de<br />

18 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


Aus den Verbänden<br />

Ausbildung sichert Zukunft<br />

Jahrestagung der Bundesfachgruppe Klempnertechnik<br />

Für <strong>die</strong> gute Auftragslage br<strong>auch</strong>en <strong>die</strong> Betriebe dringend Fachkräfte. Am besten wäre, es gäbe genügend Nachwuchs. Allerdings<br />

haben Jugendliche diffuse Vorstellungen vom Klempner. Deshalb lohnt <strong>die</strong> Werbung unter Schülern schon jetzt: Im Herbst 2013 kann<br />

das Spenglerhandwerk mit einem neu gestalteten Berufsbild und guten Karriere-Chancen <strong>für</strong> Metallspezialisten an Dach und Fassade<br />

starten.<br />

Die Klempner, Spengler, Flaschner oder<br />

Blechner haben derzeit gut zu tun. Bundesfachgruppenleiter<br />

Ulrich Leib zeigte<br />

sich auf der Tagung am 10. und 11. Mai<br />

2012 in Sankt Augustin zufrieden über <strong>die</strong><br />

wirtschaftliche Lage. Metalldeckungen an<br />

Dach und Fassade haben Konjunktur. Allenfalls<br />

in vereinzelten Regionen der neuen<br />

Bundesländer wünschen sich Klempnerbetriebe<br />

ein besseres Auftragspolster.<br />

Fachkräftemangel weitet sich aus<br />

Längst ist es im SHK-Handwerk schwierig<br />

geworden, gute Fachkräfte zu finden.<br />

Hinzu kommt, dass es unter qualifizierten<br />

Schulabgängern an Interesse mangelt, in<br />

einem der Eckring-Berufe Karriere zu machen.<br />

Die Klempner allerdings sehen sich in einer<br />

besonders schwierigen Ausgangslage.<br />

Kaum ein Jugendlicher will sich überhaupt<br />

mit dem Berufsbild auseinandersetzen, geschweige<br />

denn eine Chance erkennen <strong>für</strong><br />

eine ordentliche Karriere im Handwerk.<br />

Größte Hürde ist das landläufig geltende<br />

Image des Klempners. Jugendliche finden<br />

gar nicht erst den Zugang zum Spezialisten<br />

<strong>für</strong> Metallbekleidungen an Dach und Fassade,<br />

denn in den Köpfen halten sich hartnäckige<br />

Vorurteile über ein Handwerkerleben<br />

zwischen verstopften Abflussrohren<br />

und muffigen Heizungskellern.<br />

Bundesfachgruppenleiter Ulrich Leib engagiert<br />

sich <strong>auch</strong> in Projektgruppen <strong>für</strong> <strong>die</strong> Interessen<br />

der Klempner.<br />

ZVPLAN<br />

SOFTWARE<br />

EINFACH FÖRDERGERECHT PLANEN<br />

Die Software ermöglicht dem Nutzer <strong>die</strong> Optimierung<br />

von Heizungen im Bestand, <strong>die</strong> Berechnung<br />

typischer Ein- und Mehrfamilienhäuser und ist<br />

<strong>auch</strong> <strong>für</strong> den Neubau nutzbar. Das Programm wird<br />

über eine leicht be<strong>die</strong>nbare 3-D-Eingabe gesteuert.<br />

Die Software beinhaltet <strong>die</strong> Datensätze von Oventrop, WILO, Dehoust,<br />

Zehnder, Reflex, Kabelmetal und rechnet förderkonform nach der<br />

Fachregel „Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand“. Fachregel<br />

und Software sind aufeinander abgestimmt. Mehr Informationen<br />

und kostenlose Testversion unter www.zvplan.de<br />

Bei den SHK-Landesinnungsverbänden erhalten Sie <strong>die</strong> Termine<br />

der Seminare ZVPLAN und Optimierung von Heizungsanlagen im<br />

Bestand 2012. SHK-Innungsbetriebe erhalten einen Gutschein<br />

im Wert von 50 € <strong>für</strong> eine Schulung zur Software „ZVPLAN“. Der<br />

Gutschein ist beim zuständigen SHK-Landesinnungsverband einzulösen.<br />

Bestellungen im Onlineshop unter www.zvshk.de, Bestell-Nr. T99,<br />

Preis 350 € zzgl. MwSt., Porto und Versandkosten.<br />

NEU: Mit Gas-Rohrnetzberechnung nach TRGI<br />

Voraussichtlich ab Mai 2012 wird <strong>die</strong> Software um das Zusatzmodul<br />

„Trinkwasserberechung“ erweitert. Aufgrund dessen erhöht<br />

sich ab <strong>die</strong>sem Zeitpunkt der Preis <strong>für</strong> <strong>die</strong> Software<br />

auf 390 €. Im Laufe des Jahres wird den Nutzern<br />

ein kostenpflichtiger Update-Vertrag angeboten. Bis<br />

zu <strong>die</strong>sem Zeitpunkt sind <strong>die</strong> Updates kostenlos.


Aus den Verbänden<br />

Die SHK-Berufsorganisation macht sich<br />

dennoch <strong>für</strong> Aufklärung stark. „Volles<br />

Rohr Zukunft“, <strong>die</strong> Werbekampagne im<br />

Web, ist längst gestartet und will <strong>die</strong> Jugendlichen<br />

dort erreichen, wo sie täglich<br />

über Stunden ansprechbar sind – online.<br />

Peppig aufgemacht, finden Teenager in ihrer<br />

Sprache alle Erstinformationen zu den<br />

Berufsbildern – und können ihr schiefes<br />

Bild vom Klempner oder Spengler korrigieren.<br />

Unter www.vollesrohrzukunft.de besteht<br />

zudem <strong>die</strong> Möglichkeit, via Handwerkersuche<br />

einen Klempnerbetrieb in der Nähe<br />

zu finden – wenn <strong>die</strong>ser als Mitglied der<br />

SHK-Berufsorganisation sein Leistungsangebot<br />

durch entsprechende Eintragungen<br />

gelistet hat. Der Spenglerberuf soll aber<br />

nicht nur am Monitor präsent sein: Die<br />

SHK-Landesfachverbände halten unter anderem<br />

<strong>für</strong> eine Erstinformation zum Berufsbild<br />

des Klempners Druckdaten bereit.<br />

So ist es beispielsweise möglich, <strong>für</strong> einen<br />

Infotag an Schulen oder im eigenen Handwerksbetrieb<br />

Flyer zu erstellen.<br />

Die Werbung <strong>für</strong> das Berufsbild setzt<br />

allerdings eine wichtige Detailarbeit voraus:<br />

Jeder Handwerksbetrieb, der ausbilden<br />

möchte, steht zudem in der Verantwortung,<br />

sich als attraktiver Arbeitgeber zu<br />

zeigen.<br />

Lehrlingszahlen gehen insgesamt<br />

zurück<br />

Zum Lehrlingsbestand der Klempner<br />

zeigt <strong>die</strong> Statistik seit 2007 eine fallende<br />

Fachkunde im Detail: Ulrich Leib erläutert, unter welchen Umständen Feuchtigkeit einen Stehfalz<br />

überwindet und ins Unterdach eindringt.<br />

Tendenz. Waren es vor fünf Jahren noch<br />

insgesamt in Ost und West 1637 Auszubildende,<br />

reduzierte sich das Potenzial<br />

der zukünftigen Fachkräfte im Jahr 2010<br />

auf 1498 und in 2011 auf nur noch 1379.<br />

Mit etwa 470 Neuverträgen <strong>für</strong> das erste<br />

Lehrjahr zeigt sich seit 2010 eine Stabilisierung,<br />

doch der Spitzenwert mit 512 Neuverträgen<br />

im Jahr 2004 liegt lange zurück.<br />

Die Präsenz der Klempnerbetriebe in<br />

einzelnen Regionen ist sehr unterschiedlich.<br />

Bayern und Baden-Württemberg<br />

zählen mit Abstand <strong>die</strong> meisten Betriebe.<br />

Das spiegelt sich <strong>auch</strong> im Abschluss neuer<br />

Lehrverträge wider. Während zum Jahresende<br />

2011 Bayern 272 und Baden-Württemberg<br />

90 neue Spengler-Lehrlinge meldeten,<br />

gab es in anderen Bundesländern<br />

höchstens ein Dutzend neu besetzter Lehrstellen.<br />

Christian Winsel, Referent <strong>für</strong> Klempnertechnik<br />

im ZVSHK: „Konnten <strong>die</strong> Handwerksunternehmer<br />

früher darauf setzen,<br />

dass Jugendliche aus eigenem Interesse<br />

den Weg in <strong>die</strong> Betriebe fanden, so hat sich<br />

das deutlich verändert. Um überhaupt eine<br />

Wahl zu haben, bedarf es unter den Klempnern<br />

Eigeninitiative und möglichst originelle<br />

Werbeaktivitäten.“<br />

Neues Berufsbild – Lehrzeit vorerst<br />

3,5 Jahre<br />

Nach Vorstellung des Bundesministeriums<br />

<strong>für</strong> Wirtschaft und Technologie sollen<br />

neu entwickelte Ausbildungsverordnungen<br />

nicht mehr über drei Jahre hinausgehen.<br />

Die SHK-Berufsorganisation hat sich jedoch<br />

per Mitgliederbeschluss <strong>für</strong> eine<br />

3½-jährige Lehrzeit ausgesprochen. Eine<br />

Einigung ließ sich inzwischen <strong>für</strong> einen<br />

befristeten Zeitraum erzielen: Ab Herbst<br />

2013 startet <strong>für</strong> <strong>die</strong> Klempner-Lehrlinge<br />

ein neues zeitgemäßes Berufsbild, das weiterhin<br />

auf 3½ Jahre angelegt ist. Diese Regelung<br />

gilt bis zum Jahr 2018.<br />

Aufklärung<br />

erwünscht: Viele<br />

Jugendliche haben<br />

falsche Vorstellungen<br />

vom Klempnerberuf<br />

und seinen Chancen.<br />

Regeln im Detail abstimmen<br />

Welche technischen und rechtlichen Vorgaben<br />

sind <strong>für</strong> den Klempnerbetrieb maßgebend?<br />

Schon aus Zeitgründen musste<br />

sich <strong>die</strong> Bundesfachgruppe während ihrer<br />

20 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


Aus den Verbänden<br />

Jahrestagung auf Themenschwerpunkte<br />

und Ergebnisse beschränken. Die Detailarbeit<br />

findet stets in Projektgruppen statt,<br />

über <strong>die</strong> Ulrich Leib in der Bufa berichtete.<br />

Seit dem Frühjahr gibt es <strong>die</strong> allgemeinen<br />

technischen Vertragsbedingungen<br />

ATV DIN 18339 „Klempnerarbeiten“ in einer<br />

endgültigen überarbeiteten Fassung.<br />

Damit stehen den Betrieben zeitgemäße<br />

Rahmenbedingungen zur Verfügung, nach<br />

denen sie ihre Leistungsbeschreibungen<br />

<strong>für</strong> kleine und große Projekte erstellen<br />

können.<br />

Auch sind <strong>die</strong> Klempnerfachregeln inzwischen<br />

auf <strong>die</strong> DIN 18339 abgestimmt.<br />

Im Laufe des Jahres arbeitet der ZVSHK<br />

an einer Kommentierung, damit <strong>die</strong> Fachbetriebe<br />

statt der Fassung von 2001 auf<br />

ein zeitgemäßes Nachschlagewerk zugreifen<br />

können.<br />

In einer weiteren Projektgruppe arbeitet<br />

man an der Harmonisierung zwischen den<br />

Regeln <strong>für</strong> Dachdecker und Klempner, damit<br />

keine Widersprüche oder unterschiedliche<br />

Vorgaben bei der Verarbeitung von<br />

Metall an Dach und Fassade zu Rechtsstreitigkeiten<br />

führen können.<br />

Bei Wandanschlüssen, <strong>die</strong> <strong>auch</strong> das Gewerk<br />

der Stuckateure betreffen, offen bart<br />

sich Kurioses. Ulrich Leib: „Die Praxis<br />

zeigt, dass Niederschläge unter bestimmten<br />

Umständen trotzdem in <strong>die</strong> Fassade<br />

eindringen können, obwohl Spengler und<br />

Stuckateur nach der jeweiligen Fachregel<br />

eine einwandfreie Abdichtungsarbeit erbracht<br />

haben. Hier werden wir gemeinsam<br />

nach Lösungen suchen.“ Doch es geht<br />

nicht nur um feuchten Putz, <strong>auch</strong> Ausführungen<br />

im Bereich von Brandabschnitten<br />

sind nicht ausreichend berücksichtigt. Für<br />

Neuregelungen kann das Merkblatt „Wärmedämm-Verbundsysteme<br />

mit Stuckateurarbeiten“<br />

Grundlage sein, das vor einiger<br />

Zeit in Baden-Württemberg entstand und<br />

auf einen erweiterten, aktualisierten Stand<br />

gebracht werden muss.<br />

Weitere Themen warten darauf, in einer<br />

Projektgruppe erarbeitet zu werden: Die Sicherung<br />

von Schneefängen und Solarhalterungen<br />

sowie falzdichtende Maßnahmen<br />

bei flachgeneigten Dächern.<br />

Länderübergreifende<br />

Zusammenarbeit<br />

Spengler aus Deutschland, Österreich<br />

und der Schweiz haben sich Ende Januar<br />

zu einem Erfahrungsaustausch getroffen.<br />

Dabei vereinbarten <strong>die</strong> Vertreter der drei<br />

Handwerksverbände daraufhin zu arbeiten,<br />

dass <strong>die</strong> handwerklichen Qualifikationen<br />

in den jeweiligen Ländern gegenseitig<br />

anerkannt werden. Auch will man<br />

gemeinsam Schwerpunkte setzen bei Ausund<br />

Weiterbildung sowie bei Forschung<br />

und Entwicklung.<br />

TD ■<br />

MECKLENBURG-VORPOMMERN<br />

www.installateur-mv.de<br />

Offener Dialog mit der Politik<br />

Mitgliederversammlung des Fachverbandes am 3. April 2012 in Berlin<br />

Um dem SHK-Handwerk als Schlüsselhandwerk in der Haus- und Gebäudetechnik und der Umsetzung der energiepolitischen Wende<br />

<strong>die</strong> ihm zukommende Beachtung zukommen zu lassen, hat der neue Landesinnungsmeister des Fachverbandes, Martin Ratzke, <strong>die</strong><br />

Mitgliederversammlung in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin durchführen lassen. Nach dem Motto, wenn <strong>die</strong><br />

Politik nicht zum Handwerk kommt, dann kommt das Handwerk zur Politik, um sich Gehör zu verschaffen.<br />

Nach einer 30-minütigen internen Mitgliederversammlung<br />

wurde im Rahmen einer<br />

öffentlichen Sitzung zwei Stunden über<br />

das SHK-Handwerk bewegende Fragestellungen<br />

diskutiert. Gesprächspartner <strong>für</strong><br />

<strong>die</strong> Delegierten und Gäste waren<br />

• Matthias Lietz (Mitglied des Bundestages<br />

der CDU-Fraktion),<br />

• Dr. Joachim Kadler (Wissenschaftlicher<br />

Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten<br />

Heidrun Bluhm, Die Linke),<br />

• Ministerialdirigent Dr. Arnold Fuchs<br />

(Wirtschaftsministerium M-V),<br />

• Manfred Stather (Präsident des Zentralverbandes<br />

Sanitär Heizung Klima),<br />

• Andreas Müller (stv. Hauptgeschäftsführer<br />

des Zentralverbandes Sanitär<br />

Heizung Klima),<br />

• Martin Ratzke (Landesinnungsmeister<br />

des Fachverbandes SHK M-V,<br />

Mitgliederversammlung einmal anders: Das SHK-Handwerk und Vertreter aus Politik und Wirtschaft<br />

führten eine offene Diskussion.<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 21


Aus den Verbänden<br />

• Hans Müller (Geschäftsführer des Fachverbandes<br />

SHK M-V).<br />

Die Schwerpunktthemen waren <strong>die</strong> Herausforderungen<br />

und <strong>die</strong> Umsetzung der<br />

energiepolitischen Wende, der demografische<br />

Wandel der Gesellschaft und der bestehende<br />

und in der Zukunft akuter werdende<br />

Fachkräftemangel in SHK-Handwerksunternehmen.<br />

In seiner kurzen<br />

Einleitung machte Ratzke deutlich, dass<br />

<strong>die</strong> Gesellschaft vor gewaltigen Herausforderungen<br />

bei der Umsetzung der energiepolitischen<br />

Wende, bei der langfristigen Sicherstellung<br />

des Lebensmittels Trinkwasser<br />

im Wohnumfeld der Bevölkerung sowie<br />

bei der Bewältigung des demografischen<br />

Wandels der Gesellschaft steht. In allen<br />

<strong>die</strong>sen benannten Bereichen sei das SHK-<br />

Handwerk ein Schlüssel bei der Bewältigung<br />

der Aufgaben und entscheidend <strong>für</strong><br />

das Erreichen der Ziele. Die Politik als Verordnungsgeber<br />

und Theoretiker lege <strong>die</strong><br />

Messlatte auf und das Handwerk als Prak-<br />

tiker müsse sie überspringen. Erkennbar<br />

sei allerdings bereits heute, dass mit den<br />

Gesetzen und Verordnungen <strong>die</strong> Ziele nach<br />

Reduzierung klimaschädigender Emissionen<br />

und Energieeinsparungen nicht erreicht<br />

werden könnten. Die Verbandsorganisation<br />

forderte hierbei Nachbesserung.<br />

Die Auslegung der politischen Vorgaben<br />

sei viel zu stark auf den Strombereich<br />

ausgelegt. Die größten Energieeinsparmöglichkeiten<br />

seien im Wärmebereich<br />

und hierbei ganz besonders in der Verbesserung<br />

der Energieeffizienz im Gebäudebestand<br />

zu finden. Hierzu sollte eine Nachbesserung<br />

im Bereich des EEWärmeG (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz)<br />

ähnlich<br />

der Verfahrensweise in Baden-Württemberg<br />

bundesweit angestrebt werden.<br />

Vom Handwerk vorgeschlagen wurde<br />

eine steuerliche Absetzbarkeit der energetischen<br />

Erneuerung im Gebäudebestand.<br />

Handwerk und Politik sollten einen engen<br />

informellen Austausch pflegen, um eine<br />

praxisgerechte Umsetzung der energiepolitischen<br />

Wende sicherzustellen.<br />

Den anwesenden Politikern wurde deutlich<br />

gemacht, dass es eine Differenz zwischen<br />

dem hoch innovativen SHK-Handwerk<br />

und den Schulabgängern gibt: Die<br />

Mehrzahl der Schulabgänger hätten eine<br />

nicht ausreichende Ausbildungsreife, <strong>die</strong><br />

<strong>die</strong> Wirtschaft nicht ausgleichen könne. Es<br />

sei Aufgabe der Politik, hier einen grundsätzlichen<br />

Wandel in der Qualität des Leistungsniveaus<br />

und der Ausbildungsreife<br />

der Schulabgänger sicherzustellen. In der<br />

Wirtschaft bestehe Einigkeit darüber, dass<br />

der Föderalismus im Bildungssystem den<br />

Wirtschaftsstandort Deutschland auf das<br />

äußerste gefährde.<br />

Alle Teilnehmer an der öffentlichen Mitgliederversammlung,<br />

einschließlich der<br />

Gäste aus der Politik, waren sehr angetan<br />

über <strong>die</strong> rege Diskussion. Die Politik<br />

wünscht sich weitergehende Veranstaltungen<br />

<strong>die</strong>ser Art.<br />

■<br />

Verleihung des Titels „Ehrenlandesinnungsmeister“ an Paul Freitag<br />

Im Anschluss an <strong>die</strong> öffentliche Mitgliederversammlung des Fachverbandes wurde der langjährige Landesinnungsmeister, Paul Freitag, in<br />

einer Feierstunde mit dem Titel „Ehrenlandesinnungsmeister des Fachverbandes“ ausgezeichnet. Neben dem neuen Landesinnungsmeister,<br />

Martin Ratzke, würdigte der Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima, Manfred Stather, das außergewöhnliche Engagement<br />

von Paul Freitag innerhalb und außerhalb der Verbandsorganisation.<br />

Als „Mann der ersten Stunde“ führte Paul Freitag 21 Jahre den Fachverband als Landesinnungsmeister. „Er hinterlässt“, so Stather, „seinem<br />

Nachfolger ein wohl bestelltes Haus und einen in <strong>die</strong> Zukunft ausgerichteten Fachverband“. Besonders hob Stather das Engagement von<br />

Paul Freitag <strong>auch</strong> außerhalb der Verbandsorganisation in seiner Innung, in der Handwerkskammer Schwerin, im Kreistag, auf der Kommunalebene<br />

und in seiner Gemeinde hervor. Paul Freitag bedankte sich bei allen Weggefährten während seiner langjährigen ehrenamtlichen<br />

Tätigkeit <strong>für</strong> das entgegengebrachte Vertrauen und <strong>die</strong> gute Zusammenarbeit.<br />

Manfred Stather (r.) würdigte <strong>die</strong> Ver<strong>die</strong>nste und zeichnete Paul Freitag mit dem „Ehrenlandesinnungsmeister“<br />

aus.<br />

Emotional und belustigend schilderte Paul<br />

Freitag Episoden aus der Gründungsgeschichte<br />

des Fachverbandes sowie aus seiner<br />

Ehrenamtstätigkeit.<br />

22 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


Aus den Verbänden<br />

SACHSEN-ANHALT<br />

www.shk-lsa.de<br />

Inhaltsreich, nützlich und kurzweilig<br />

So verlief das letzte Modul des 8. Ehrenamtskollegs, das <strong>die</strong> SHK-Fachverbände Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt<br />

und Thüringen <strong>für</strong> ihre Ehrenamtsträger anboten.<br />

„Fit <strong>für</strong>s Ehrenamt!“ Mit <strong>die</strong>sem Anspruch<br />

schulen <strong>die</strong> Verbände <strong>die</strong>jenigen,<br />

<strong>die</strong> in den Gremien der Innungen oder in<br />

der Verbandsorganisation Verantwortung<br />

übernommen haben oder übernehmen sollen.<br />

Erfurt war vom 10. - 12. Mai <strong>die</strong>ses Jahres<br />

der Austragungsort des 3. Moduls, das<br />

den Abschluss des im Jahr 2011 gestarteten<br />

Kollegs bildete. Gruppen von jeweils etwa<br />

20 Ehrenamtsträgern treffen sich im Rahmen<br />

<strong>die</strong>ser Veranstaltungen in eineinhalb<br />

Jahren drei Mal und absolvieren ein Programm,<br />

das sich mit Fragen der Berufsstandspolitik,<br />

mit Rede- und Vortragstechniken,<br />

Zeitmanagement, Haftungsfragen<br />

und der Öffentlichkeitsarbeit in Innungen<br />

und Verbänden widmet.<br />

Die Veranstalter eint <strong>die</strong> Überzeugung:<br />

Wie bei Wirtschaftsunternehmen entscheiden<br />

<strong>auch</strong> bei Innungen und Verbänden<br />

Menschen über deren Bestand und Leistungsfähigkeit.<br />

Deshalb nimmt <strong>die</strong> praxisbezogene<br />

Diskussion von Erfahrungen in<br />

der Innungs- und Verbandsarbeit bei den<br />

Teilnehmern <strong>auch</strong> einen zentralen Platz bei<br />

den Veranstaltungen ein.<br />

In Erfurt startete das Kolleg mit aktuellen<br />

Daten aus der Branchenentwicklung, <strong>die</strong><br />

Hans-Dieter Karl vom ifo-Institut (München)<br />

vorstellte. Die positiven wirtschaftlichen Signale<br />

müssen <strong>auch</strong> von den Verbandsorganisationen<br />

aufgegriffen werden, um <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Mitglieder Markt zu machen. Die SHK-Organisationen<br />

sind hier trotz unterschiedlicher<br />

Ausgangs- und Umfeldbedingungen<br />

auf einem guten Weg, um wirtschaftliche Interessen<br />

ihrer Mitglieder zu bündeln und in<br />

<strong>die</strong> örtliche Politik einzubringen.<br />

Der zweite Themenkomplex wurde von<br />

Dr. Hans-Michael Dimanski, Geschäftsführer<br />

der SHK-Fachverbände Sachsen-Anhalt<br />

und Thüringen, moderiert. Er befasste sich<br />

mit Fragen der Notwendigkeit und Bedeutung<br />

des Ehrenamts in der Berufsorganisation<br />

und mit dem Zusammenwirken<br />

von Ehrenamt und Hauptamt. Ob <strong>die</strong> Innungs-<br />

und Verbandsarbeit positiv bewertet<br />

werden kann, ist das Ergebnis von Entscheidungen,<br />

<strong>die</strong> <strong>die</strong> ehrenamtlichen und<br />

hauptamtlichen Führungskräfte gemeinsam<br />

getroffen haben.<br />

Die Verarbeitung von Informationen, <strong>die</strong><br />

überzeugende Argumentation und effiziente<br />

Präsentation von Botschaften sind <strong>für</strong><br />

Ehrenamtsträger wichtige methodische Arbeitsfelder.<br />

Rede- und Vortragstechniken<br />

bot Jörg Rosenberger als Trainer der Agentur<br />

„reden ist silber“ aus Bielefeld an. Der<br />

Kommunikationscoach vermittelte in seinem<br />

Workshop das Handwerkszeug zum<br />

überzeugenden und professionellen Auftreten.<br />

Die Einschätzung der Teilnehmer:<br />

außerordentlich nützlich und bestens verwendbar.<br />

André Schnabel begleitete das Team der<br />

deutschen SHK-Teilnehmer an den nächsten<br />

„Worldskills“ und bot einen Einblick<br />

in <strong>die</strong> Arbeit der Nationalmannschaft des<br />

SHK-Handwerks. Die Weltmeisterschaften<br />

junger Fachkräfte im beruflichen Wettbe-<br />

werb bieten <strong>für</strong> <strong>die</strong> Berufsorganisation eine<br />

hervorragende Chance, <strong>für</strong> <strong>die</strong> Attraktivität<br />

der SHK-Berufe zu werben. In Zeiten<br />

des zunehmenden Fachkräftemangels sind<br />

<strong>die</strong> Initiativen der Berufsorganisation zur<br />

Unterstützung der „Worldskills“ deshalb<br />

ein wichtiges Zeichen.<br />

Mit der Pressearbeit und dem Presserecht<br />

befasste sich Dr. Inge Schubert, Pressesprecherin<br />

des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes<br />

Thüringen e. V. Sie vermittelte<br />

Kenntnisse und Anregungen und <strong>für</strong><br />

eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit in<br />

Innungen und Verbänden. Wie bekomme<br />

ich Botschaften in <strong>die</strong> örtliche Lokalpresse?<br />

Wie baue ich Pressemitteilungen auf,<br />

um erfolgreich zu berichten? Wie gehe ich<br />

mit presserechtlichen Problemen um? Das<br />

waren <strong>die</strong> Inhalte ihres Vortrags. „Klappern<br />

gehört zum Handwerk“ und deshalb<br />

gehört eine geschickte Öffentlichkeitsarbeit<br />

zu den Erfolgsfaktoren in der Innungsarbeit.<br />

Am Rande des Kollegs gab es <strong>auch</strong> gute<br />

Gelegenheiten, den Erfahrungsaustausch<br />

in angenehmer Atmosphäre zu pflegen. Die<br />

Stadtführung durch <strong>die</strong> Erfurter Altstadt<br />

und der gemütliche Abend mit den Überraschungsgästen<br />

aus der deutschen Biathlon-Nationalmannschaft<br />

haben <strong>die</strong> Teilnehmer<br />

begeistert. Der Wert des Ehrenamtskollegs<br />

besteht <strong>auch</strong> darin, dass sich <strong>die</strong><br />

Absolventen in regelmäßigen Abständen<br />

treffen, um den kollegialen Austausch von<br />

Erfahrungen aufrechtzuerhalten. ■<br />

Schulung ist wichtig: In kleinen Gruppen und großen Runden werden <strong>die</strong> Ehrenamtsträger fit gemacht <strong>für</strong> ihr Engagement in Innung und Verband.<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 23


Aus den Verbänden<br />

PFALZ<br />

www.fvshk-pfalz.de<br />

SHK-Handwerk setzt Akzente<br />

Fachverbandstag in Kaiserslautern<br />

Fast 300 Teilnehmer zählten <strong>die</strong> Organisatoren des 7. Fachverbandstags, der Anfang Mai im Fritz-Walter-Stadion abgehalten wurde.<br />

In der begleitenden Fachausstellung präsentierten sich 44 Marktpartner der SHK-Branche.<br />

Nach einem ausgiebigen Businessfrühstück<br />

zum Start der Veranstaltung begrüßte<br />

Landesinnungsmeister Fritz Koch<br />

<strong>die</strong> Teilnehmer des Fachverbandstages. Unter<br />

den Gästen waren der Ehren-Landesinnungsmeister<br />

Daniel Löw (Saulheim), <strong>die</strong><br />

Landesinnungsmeister Eckhart Dencker<br />

(Schleswig-Holstein) und Helmut Gosert<br />

(Rheinland-Rheinhessen) sowie der Hauptgeschäftsführer<br />

Martin Weisgerber (Saarland).<br />

Koch bezeichnete <strong>die</strong> Bewältigung<br />

des Fachkräftemangels als große Branchenaufgabe,<br />

<strong>die</strong> nicht auf eine Vertriebsstufe<br />

abgewälzt werden könne. Vor <strong>die</strong>sem<br />

Hintergrund lobte er <strong>die</strong> Nachwuchswerbekampagne<br />

des Zentralverbandes Sanitär<br />

Heizung Klima unter dem Motto „Volles<br />

Rohr Zukunft“.<br />

Koch ging <strong>auch</strong> auf den Internethandel<br />

ein. Die dortigen finanziellen Konditionen<br />

könnten nicht mit Billigstpreisen<br />

bekämpft werden. Stattdessen müsse eine<br />

konsequente und professionelle Aufklärung<br />

der Verbr<strong>auch</strong>er erfolgen, bei der<br />

substanzielle Unterschiede zwischen den<br />

reinen produkt orientierten Preisen der<br />

Online-Anbieter und dem umfassenden<br />

Leistungsportfolio der SHK-Profis gegenübergestellt<br />

werden.<br />

Fachvorträge<br />

Hauptgeschäftsführer Rainer Lunk übernahm<br />

<strong>die</strong> anschließende Moderation des<br />

Fachforums und konnte als ersten Referenten<br />

Bernd Ishorst begrüßen. Der Geschäftsführer<br />

des IZEG (Informationszentrum<br />

Entwässerungstechnik Guss e. V.)<br />

sprach zu den Themen „Die neue DIN 1986,<br />

Teil 4 und 30“ sowie „Zukunftsmarkt Grundstücksentwässerung“.<br />

Er stellte aber <strong>auch</strong><br />

unterschiedliche Sanierungsverfahren vor.<br />

Matthias Wagnitz, Referent <strong>für</strong> Energie<br />

und Wärmetechnik beim Zentralverband<br />

Sanitär Heizung Klima in Potsdam,<br />

sprach zum Thema „Zukunftsmarkt Lüftung<br />

– Anforderungen aus hygienischer<br />

und energetischer Sicht“. Seiner Einschätzung<br />

nach werde der Fachbetrieb zunehmend<br />

mit dem Wunsch von Kunden zur<br />

mechanischen Lüftung konfrontiert. Ohne<br />

<strong>die</strong>se seien bestimmte energetische Standards<br />

undenkbar oder nur mit erheblichem<br />

Aufwand umzusetzen.<br />

Den dritten Vortrag hielt Jakob Köllisch,<br />

Fachgruppenleiter des Fachverbandes Sanitär<br />

Heizung Klima Pfalz, zum Thema<br />

„Optimierung von bestehenden Heizungsanlagen<br />

in Gebäuden“. Er betonte, dass eine<br />

wesentliche Säule der propagierten Energiewende<br />

<strong>die</strong> Energieeffizienz sei. Nur eingesparte<br />

Energie verursache keine Emissionen<br />

und schone gleichzeitig <strong>die</strong> Vorräte.<br />

Er warb <strong>für</strong> eine ganzheitliche Betrachtung<br />

der jeweilig zu optimierenden Heizungsund<br />

Trinkwassererwärmungsanlage auf<br />

Basis einer fun<strong>die</strong>rten Datenaufnahme vor<br />

Ort und einer darauf aufbauenden Nachrechnung<br />

der Anlage. Die Beschränkung<br />

der Aktivitäten lediglich auf den Wärmeerzeuger,<br />

so erläuterte Köllisch, führe nicht<br />

zur Ausschöpfung der möglichen Einsparungspotenziale.<br />

<br />

■<br />

44 Unternehmen begleiteten den Fachverbandstag mit einer Ausstellung und präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen rund um <strong>die</strong> technische<br />

Gebäudeausrüstung.<br />

24 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


<strong>Pumpen</strong> ■ Armaturen ■ Systeme<br />

HESSEN<br />

www.shk-hessen.de<br />

Fachverband intensiviert<br />

Öffentlichkeitsarbeit<br />

Kooperation mit Marburger Agentur<br />

Um bei Verbr<strong>auch</strong>ern und in Fachkreisen<br />

kontinuierlich präsent zu sein, setzt der<br />

SHK-Fachverband mit Sitz in Gießen nun<br />

verstärkt auf Öffentlichkeitsarbeit. Da<strong>für</strong><br />

hat er <strong>die</strong> in Marburg ansässige Agentur<br />

uphoff pr & marketing GmbH ins Boot geholt.<br />

Dr. Karin Uphoff und ihr Team bringen<br />

langjährige Erfahrung in der Betreuung<br />

von Handwerksverbänden und KMU mit.<br />

Insbesondere <strong>auch</strong> aus dem Bereich Sanitär,<br />

Heizung und Klima. In Zeiten von<br />

Fachkräftemangel, Preisdruck und Informationsfluten<br />

in den Me<strong>die</strong>n sei es wichtiger<br />

denn je, <strong>die</strong> eigenen Stärken zu analysieren<br />

und authentisch zu kommunizieren,<br />

so <strong>die</strong> Geschäftsführerin.<br />

Viele Verbände und Betriebe wünschen<br />

sich eine stärkere Präsenz in der Öffentlichkeit.<br />

Das zeigen laut Uphoff <strong>auch</strong> <strong>die</strong><br />

Ergebnisse einer aktuellen Umfrage, <strong>die</strong><br />

sie mit dem Institut <strong>für</strong> angewandte PR<br />

durchgeführt hat (www.institut-fuer-angewandte-pr.de).<br />

„Mit dem Expertenwissen<br />

der mehrfach ausgezeichneten Agentur<br />

werden wir unsere PR-Aktivitäten intensivieren<br />

und unsere mediale Präsenz<br />

deutlich erhöhen“, sagt Manfred Hertle van<br />

Amen, stellvertretender Geschäftsführer<br />

des Fachverbands. <br />

■<br />

Klein, kompakt, kraftvoll.<br />

Ama-Drainer ® -Box Mini.<br />

Automatische Schmutzwasserhebeanlage<br />

zur Überfluraufstellung.<br />

Standardmäßig mit T<strong>auch</strong>motorpumpe<br />

Ama-Drainer®N ausgestattet.<br />

■<br />

■<br />

■<br />

■<br />

■<br />

Schnelle und einfache Installation<br />

Modernes, ansprechendes Design<br />

Hohe Geruchsbindung<br />

Flexibel einsetzbar<br />

Zuverlässig und servicefreundlich<br />

KSB. Der richtige Partner<br />

<strong>für</strong> alle Anwendungen in<br />

der Gebäudetechnik.<br />

Informieren Sie sich jetzt unter<br />

www.ksb.com/gebaeudetechnik<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK


FAQs zur novellierten<br />

Trinkwasserverordnung<br />

Fragen und Antworten zu Trinkwasserinstallationen in Gebäuden<br />

Die Änderung der Trinkwasserverordnung, <strong>die</strong> zum 1. November 2011 in Kraft getreten ist, hat eine Reihe von Pflichten <strong>für</strong> Betreiber<br />

und Unternehmer von Trinkwasserinstallationen gebracht, <strong>die</strong> häufig Fragen in der Praxis aufwerfen. Diese sogenannten FAQs<br />

(Frequently asked Questions) werden nachfolgend durch Dr. Karin Gerhardy, Referentin im Bereich Wasser des Deutschen Verein des<br />

Gas- und Wasserfachs e.V. (DVGW), beantwortet.<br />

Was bedeuten öffentliche und<br />

gewerbliche Tätigkeit in der<br />

Trinkwasserverordnung?<br />

Unter öffentlicher Tätigkeit versteht<br />

<strong>die</strong> Trinkwasserverordnung <strong>die</strong> Abgabe<br />

des Trinkwassers an einen unbestimmten,<br />

wechselnden und nicht durch persönliche<br />

Beziehungen verbundenen Personenkreis<br />

(z. B. Kindergärten, Schulen, Justizvollzugsanstalten).<br />

Unter gewerblicher Tätigkeit versteht<br />

<strong>die</strong> Trinkwasserverordnung, wenn das gezielte<br />

Zurverfügungstellen von Trinkwasser<br />

unmittelbar (Trinken oder Waschen)<br />

oder mittelbar (Zubereitung von Speisen)<br />

durch ein Entgelt (z. B. Miete) abgegolten<br />

wird.<br />

Was ist eine Klein- bzw. Großanlage<br />

nach den allgemein anerkannten<br />

Regeln der Technik?<br />

Kleinanlagen sind alle Anlagen mit<br />

Speicher- oder zentralen Durchfluss-Trinkwassererwärmern<br />

mit einem Inhalt ≤ 400 l<br />

und einem Inhalt ≤ 3 l in jeder Rohrleitung<br />

zwischen dem Abgang des Trinkwassererwärmers<br />

und der Entnahmestelle. Dabei<br />

wird <strong>die</strong> eventuelle Zirkulationsleitung<br />

nicht berücksichtigt. Ein- und Zweifamilienhäuser<br />

sind unabhängig vom Inhalt des<br />

Trinkwassererwärmers und den Inhalten<br />

der Rohrleitungen ebenfalls Kleinanlagen.<br />

Großanlagen sind Anlagen mit Trinkwassererwärmern<br />

mit einem Inhalt > 400 l<br />

und/oder > 3 l Inhalt in mindestens einer<br />

Rohrleitung zwischen dem Abgang des<br />

Trinkwassererwärmers und der Entnahmestelle,<br />

z. B. in Wohngebäuden (außer in Einund<br />

Zweifamilienhäusern), Hotels, Altenheimen,<br />

Krankenhäusern, Bädern, Sportund<br />

Industrieanlagen, Campingplätzen.<br />

Welche Trinkwasseranlagen fallen<br />

unter <strong>die</strong> Untersuchungspflichten<br />

auf Legionellen<br />

(Betreiberuntersuchungen)?<br />

Alle Trinkwasserinstallationen in Gebäuden,<br />

• in denen Trinkwasser im Rahmen einer<br />

öffentlichen oder gewerblichen Tätigkeit<br />

abgegeben wird (z. B. in Kindergärten<br />

oder bei Vermietung von Wohnungen)<br />

und<br />

• <strong>die</strong> eine Großanlagen zur Trinkwassererwärmung<br />

enthalten und<br />

• <strong>die</strong> Duschen oder andere Einrichtungen<br />

enthalten, in denen es zu einer Vernebelung<br />

des Trinkwassers kommt.<br />

Das Einatmen von kleinen Tröpfchen,<br />

sogenannten Aerosolen, kann zu einer Infektion<br />

mit Legionellen führen. Aus <strong>die</strong>sem<br />

Grund müssen Anlagen, <strong>die</strong> tröpfchenbildende<br />

Einheiten wie Duschen enthalten,<br />

untersucht werden.<br />

Anlagen ohne Duschen oder andere<br />

aerosolbildende Einheiten unterliegen<br />

aufgrund der Trinkwasserverordnung<br />

(siehe § 14 Absatz 3) nicht der generellen<br />

Untersuchungspflicht. Hierzu zählen Bürogebäude<br />

oder Kaufhäuser, in denen aus-<br />

26 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


Machen Sie Energieeffizienz<br />

und Trinkwasserhygiene zu<br />

Ihrem System!<br />

KEMPER ThermoSystem<br />

Das KEMPER ThermoSystem KTS vereint höchste Anforderungen an <strong>die</strong><br />

Trinkwasserhygiene, <strong>die</strong> energetische Optimierung sowie Komfort und<br />

Versorgungssicherheit an allen Entnahmestellen. Der Einsatz von KTS<br />

ermöglicht <strong>die</strong> ganzheitliche Planung und Erstellung eines hygienisch<br />

einwandfreien und energieoptimierten Trinkwassererwärmungssystems<br />

in gewohnter KEMPER-Qualität – einschließlich des angebundenen Trinkwasser<br />

Warm-(PWH) und des Zirkulationssystems (PWH-C).<br />

www.kemper-olpe.de


sanitärtechnik<br />

Praxiswissen<br />

aus anderen Verordnungen, Bestimmungen<br />

oder Regelwerken ergeben, z. B. aus:<br />

• den Hygienebestimmungen in Risikobereichen<br />

(z. B. Krankenhaushygieneverordnung),<br />

• der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht<br />

(BGB § 823),<br />

• der Verkehrssicherungspflicht <strong>für</strong> Mitarbeiter,<br />

<strong>auch</strong> nach der Arbeitsstättenverordnung,<br />

• der Fürsorgepflicht als Arbeitgeber.<br />

Die Probenahme in Trinkwasserinstallationen wird durch § 15 der Trinkwasserverordnung geregelt.<br />

Sie schreibt vor, dass zur Probenahme und Wasseranalyse nur akkreditierte Labore zugelassen<br />

sind.<br />

schließlich Toiletten und Waschräume versorgt<br />

werden.<br />

Beispiele: Duschen im Bürogebäude mit<br />

Gewächshaus, eine Arztpraxis oder ein Autohaus<br />

mit Duschen <strong>für</strong> <strong>die</strong> Mitarbeiter fallen<br />

nicht unter <strong>die</strong> generelle Untersuchungspflicht<br />

im Rahmen der Trinkwasserverordnung,<br />

da hier keine gewerbliche Tätigkeit im<br />

Sinn der Trinkwasserverordnung vorliegt.<br />

Das Trinkwasser wird nicht unmittelbar oder<br />

mittelbar zielgerichtet bereitgestellt. Dagegen<br />

fällt ein Fitnessstudio (mit Duschen <strong>für</strong><br />

<strong>die</strong> Trainierenden) unter <strong>die</strong> Untersuchungspflicht,<br />

wenn eine Großanlage in der Trinkwasserinstallation<br />

vorhanden ist.<br />

Hinweis: Hier werden nur <strong>die</strong> Legionellen<br />

betreffenden Betreiberpflichten nach der<br />

Trinkwasserverordnung beschrieben. Neben<br />

<strong>die</strong>sen Pflichten können sich <strong>auch</strong> Pflichten<br />

Wer darf <strong>die</strong> Betreiberuntersuchungen<br />

auf Legionellen im Rahmen<br />

der Trinkwasserverordnung durchführen?<br />

Die Untersuchungen, zu denen <strong>auch</strong> <strong>die</strong><br />

Probennahme in der Trinkwasserinstallation<br />

gehört, dürfen im Rahmen der Trinkwasserverordnung<br />

nur von Laboratorien<br />

durchgeführt werden, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Anforderungen<br />

der Trinkwasserverordnung einhalten<br />

(siehe § 15 Absatz 4).<br />

Die Untersuchungsstellen, <strong>die</strong> <strong>die</strong>se Anforderungen<br />

erfüllen, sind in einer Liste<br />

der zuständigen obersten Landesbehörden<br />

oder einer von ihr benannten Stelle<br />

gelistet. Die Liste der Trinkwasseruntersuchungsstellen<br />

z. B. des Landes Nordrhein-Westfalen<br />

ist <strong>auch</strong> im Internet zu<br />

finden unter www.lanuv.nrw.de/analytik/<br />

trinkw_rv/tw_ustellen.htm. Ist <strong>die</strong> Untersuchungsstelle<br />

in einem Bundesland gelistet,<br />

so kann sie bundesweit Untersuchungen<br />

im Rahmen der Trinkwasserverordnung<br />

durchführen.<br />

Die totraumfreien Installationslösungen <strong>für</strong> <strong>die</strong> gesamte<br />

Trinkwasserinstallation<br />

in der <strong>Haustechnik</strong>!<br />

Georg Fischer GmbH<br />

D-86633 Neuburg/Donau<br />

Phone 08431 5817-0<br />

info.jrg.ps@georgfischer.com<br />

www.jrg.de<br />

H Y G<br />

I E N E<br />

G E P R Ü F T


sanitärtechnik<br />

Praxiswissen<br />

Umweltgerechte<br />

Wasserbehandlung<br />

<strong>für</strong> Großprojekte<br />

Wer ist zur Meldung der Ergebnisse<br />

an das Gesundheitsamt verpflichtet?<br />

Der Betreiber ist verpflichtet, alle Untersuchungsergebnisse<br />

unverzüglich schriftlich<br />

zu dokumentieren und sie spätestens<br />

zwei Wochen nach Abschluss der Untersuchung<br />

an das Gesundheitsamt zu senden<br />

(§ 15 Absatz 3).<br />

Bei Erreichen oder Überschreiten des<br />

technischen Maßnahmenwertes <strong>für</strong> Legionellen<br />

ist der Betreiber verpflichtet, unverzüglich<br />

dem Gesundheitsamt Meldung<br />

zu machen (<strong>die</strong>s gilt <strong>auch</strong> <strong>für</strong> andere Untersuchungen<br />

und Anforderungen im Rahmen<br />

der Trinkwasserverordnung). Empfohlen<br />

wird, dass der Betreiber das von ihm<br />

beauftragte Labor vertraglich verpflichtet,<br />

dass es <strong>die</strong> Nichteinhaltung von Anforderungen<br />

oder Grenzwerten unverzüglich an<br />

das Gesundheitsamt meldet.<br />

Was sind mögliche Inhalte einer<br />

Anzeige an das Gesundheitsamt?<br />

Zu den allgemeinen Angaben gehören<br />

in der Regel <strong>die</strong>:<br />

• Adresse des Unternehmers oder sonstigen<br />

Inhabers der Trinkwasserinstallation<br />

(Anzeigender ist derjenige, der<br />

<strong>die</strong> Verfügungsgewalt über <strong>die</strong> Installation<br />

hat),<br />

• Adresse und Ortsangabe der Trinkwasserinstallation,<br />

• Art der Trinkwasserabgabe (gewerblich<br />

und/oder öffentlich) und<br />

• Angabe, ob ein Strangschema der betrachteten<br />

Trinkwasserinstallation vorliegt?<br />

Zur Trinkwasseranlage müssen meist<br />

folgende Angaben gemacht werden:<br />

• <strong>die</strong> Art der Trinkwassererwärmung<br />

(Speicher oder Durchlauferhitzer),<br />

• <strong>die</strong> Größe des Speichers,<br />

• ob eine Zirkulation vorhanden ist,<br />

• <strong>die</strong> Anzahl der Wohnungen, <strong>die</strong> versorgt<br />

werden,<br />

• ob es Wartungsverträge <strong>für</strong> <strong>die</strong> Trinkwasserinstallation<br />

gibt und<br />

• Probennahmestellen entsprechend dem<br />

DVGW-Arbeitsblatt W 551 vorhanden<br />

sind.<br />

Für den genauen Inhalt einer Anzeige<br />

sollte sich der Betreiber der Trinkwasserinstallation<br />

an sein zuständiges Gesundheitsamt<br />

wenden. Informationen zum zuständigen<br />

Gesundheitsamt gibt es im Internet<br />

unter www.gesundheitsamt.de/alle/<br />

behoerde/ga/d/index_m.htm (nach Eingabe<br />

einer Postleitzahl werden direkt <strong>die</strong><br />

Adress- und Kontaktdaten des <strong>für</strong> <strong>die</strong>sen<br />

Bereich zuständigen Gesundheitsamtes angezeigt).<br />

■<br />

www.dvgw.de<br />

Trinkwasserinstallationen,<br />

in denen Trinkwasser<br />

im Rahmen<br />

einer öffentlichen<br />

oder gewerblichen<br />

Tätigkeit abgegeben<br />

wird und <strong>die</strong> eine<br />

Großanlage zur Trinkwassererwärmung<br />

sowie Duschen oder<br />

andere Einrichtungen<br />

zur Vernebelung des<br />

Trinkwassers enthalten,<br />

unterliegen mindestens<br />

der jährlichen<br />

Untersuchungspflicht<br />

auf Legionellen.<br />

DVGW zertifizierte<br />

Kalkschutzsysteme<br />

permasolvent ® primus<br />

Kalkschutzsysteme <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Trinkwasserinstallation<br />

Schützt Wärmetauscher<br />

wirkungsvoll vor Kalkablagerungen<br />

Bestens geeignet beim<br />

Einsatz von thermischen<br />

Solaranlagen ab einer<br />

Wasserhärte von 12° d<br />

Wertvolle Mineralien<br />

bleiben vollständig im<br />

Trinkwasser erhalten<br />

Optional mit potentialfreiem<br />

Abgang <strong>für</strong> Objekte mit<br />

intelligenten Gebäudemanagementsystemen<br />

erhältlich<br />

UMWELTGERECHTE WASSERBEH A NDLU NG<br />

PT-P 25: 2 m 3 /h<br />

PT-P 40: 4 m 3 /h<br />

PT-P 40/2: 8 m 3 /h<br />

PT-P 40/3: 12 m 3 /h<br />

®<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK<br />

Wasserbehandlung mit Zukunft<br />

perma-trade Wassertechnik GmbH<br />

Röntgenstraße 2 · 71229 Leonberg<br />

Tel. +49 7152 / 9 39 19-0 · Fax +49 7152 / 9 39 19-35<br />

www.perma-trade.de · info@perma-trade.de


heizungstechnik<br />

Flächenheizung<br />

Breites Angebot <strong>für</strong> jeden<br />

Anwendungsfall<br />

Marktübersicht: Fußbodenheizungssysteme <strong>für</strong> <strong>die</strong> Sanierung<br />

Die energetische Sanierung im Baubestand ist von unterschiedlichen Zwängen und Interessen getrieben. Im Fokus steht der Wunsch<br />

nach Versorgungssicherheit mit kostengünstiger Wärme. Hierzu wird fossile Primärenergie durch regenerative Alternativen ersetzt<br />

oder zumindest effizienter arbeitende Gas- und Ölkessel installiert. Eine Auswirkung der energetischen Sanierung der Heizungsanlage<br />

ist <strong>die</strong> verstärkte Anwendung von Flächenheiz- und Kühlsystemen, <strong>die</strong> klassische Wärmekörper ersetzen. Begünstigt wird <strong>die</strong>se Entwicklung<br />

durch ein breites Angebot verschiedenster Systemlösungen.<br />

Bei der Sanierung im Wohnungsbau,<br />

aber <strong>auch</strong> bei gewerblichen Immobilien<br />

sowie in öffentlichen Bauten ist ein<br />

starker Nachfragemarkt <strong>für</strong> Flächenheizund<br />

-kühlsysteme entstanden. Die Basis<br />

zur Entscheidung pro Flächensystem ist<br />

in der Regel <strong>die</strong> Reduzierung des Wärmebedarfes<br />

über eine bessere Gebäudedämmung.<br />

Im unsanierten Gebäude beträgt <strong>die</strong><br />

Heizlast nicht selten mehr als 100 W/m 2 .<br />

Im nach EnEV 2009 gedämmten Gebäude<br />

sinkt sie objektabhängig auf bis 35 W/m 2 .<br />

Die geringere Heizlast führt zum Austausch<br />

der nun überdimensionierten Wärmeerzeuger.<br />

Abhängig von der eingesetzten<br />

Technik sinken neben der Heizlast oftmals<br />

<strong>auch</strong> <strong>die</strong> Systemtemperaturen. Deren<br />

Niveau hat sowohl beim Einbau von Brennwertgeräten<br />

als <strong>auch</strong> bei regenerativen<br />

Wärmequellen einen erheblichen Einfluss<br />

auf den Nutzungsgrad. Daraus folgt, dass<br />

bei der Sanierung wasserführender Heizungsanlagen<br />

Änderungen an der Wärmeverteilung<br />

und Wärmeübergabe notwendig<br />

werden. Von Vorteil sind hier wasserführende<br />

Flächenheizungen, deren Systemtemperaturen<br />

vielfach bei 35/28 °C liegen.<br />

Damit sind sie <strong>die</strong> ideale Ergänzung <strong>für</strong><br />

Wärmeerzeuger, <strong>die</strong> auf eine optimierte<br />

Energieeffizienz konzipiert wurden.<br />

Aspekte zur Festlegung des<br />

geeigneten Systems<br />

Beim nachträglichen Einbau von Flächenheizungs-<br />

und -kühlsystemen in Böden,<br />

Wänden oder Decken sind <strong>die</strong> baulichen<br />

Gegebenheiten <strong>die</strong> entscheidenden<br />

Kriterien. Bei Fußbodenheizungen sind<br />

<strong>die</strong>s in erster Linie <strong>die</strong> realisierbare Aufbauhöhe<br />

sowie <strong>die</strong> statische Belastbarkeit<br />

und <strong>die</strong> Beschaffenheit des Untergrundes.<br />

Ist der Einsatz von Wandflächenheizungen<br />

vorgesehen, kommt es vor allem auf <strong>die</strong><br />

verfügbaren Wandflächen und <strong>die</strong> Beschaffenheit<br />

des Untergrundes an. Hinter den<br />

freien Wandflächen sollte sich keine Installation<br />

befinden. Elektrische Leitungen sind<br />

gegebenenfalls in Leerrohren zu verlegen.<br />

Bei Flächenheiz- und -kühlsystemen unter<br />

Decken ist neben dem Aufbau der Decke<br />

<strong>die</strong> Raumhöhe relevant.<br />

Elektrische Flächenheizungen<br />

Neben wasserführenden Heizungsanlagen<br />

werden <strong>auch</strong> elektrisch betriebene Flächenheizungssysteme<br />

eingesetzt. Die Umwandlung<br />

der elektrischen Energie erfolgt<br />

direkt in der Heizfläche und hat den Vorteil<br />

besonders geringer Umwandlungsverluste.<br />

Die elektrischen Heizleitungen müssen<br />

der Norm IEC 60800 entsprechen und<br />

bestehen aus den funktionstragenden Aufbauelementen<br />

Heizleiter und Isolierhülle.<br />

Dazu kommen als weitere Aufbauelemente<br />

Ummantelungen aus nicht metallenen oder<br />

metallenen Werkstoffen. Stand der Technik<br />

sind bei der elektrischen Direktheizung im<br />

Estrich Heizleitungen mit zwei Heizleitern.<br />

Ein Vorteil <strong>die</strong>ser Beheizungsart ist der sehr<br />

geringe Fußbodenaufbau, ein geringes Gewicht<br />

sowie der Wegfall von Estricharbeiten.<br />

Flächenheiz- und Kühlsysteme kommen zunehmend <strong>auch</strong> bei der Sanierung im Baubestand zur<br />

Anwendung.<br />

Wasserführende Systeme<br />

Diese Ausführungsart wird als Direktheizung<br />

ausgeführt. Die Bestimmung der<br />

Wärme- beziehungsweise Kühlleistung<br />

erfolgt nach DIN EN 1264-5. Wasserführende<br />

Flächenheiz- und Kühlsysteme ermöglichen<br />

aufgrund ihrer niedrigen Systemtemperaturen<br />

den optimalen Betrieb<br />

zeitgemäßer Wärmeerzeuger wie beispielsweise<br />

Wärmepumpen. Die systemspezifischen<br />

Temperaturen erfordern einen geringeren<br />

Temperaturhub und sind <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Leistungsaufnahme des elektrisch angetriebenen<br />

Scroll-Verdichters entscheidend.<br />

Gleichzeitig ist beim Einsatz reversibler<br />

Wärmepumpen in bestimmten Grenzen<br />

eine teilaktive sommerliche Kühlung möglich.<br />

Beim Einsatz anderer Wärmeerzeuger<br />

30 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


heizungstechnik<br />

Flächenheizung<br />

lässt sich über unterschiedliche <strong>Kälte</strong>quellen<br />

<strong>die</strong> Kühlung realisieren. Hierzu zählt<br />

etwa <strong>die</strong> passive Kühlung über natürliche<br />

Wärmesenken, zum Beispiel Grundwasser<br />

oder große Zisternen.<br />

Aufbau von Bodenkonstruktionen<br />

Zur einfacheren Darstellung sind im<br />

Folgenden <strong>die</strong> Anforderungen an den Fußbodenaufbau<br />

bei wasserführenden Heizungssystemen<br />

beschrieben. Stand der<br />

Technik sind hier <strong>die</strong> Ausführungsarten<br />

Nass- und Trockensysteme. Für den Einsatz<br />

von Nassestrichen gibt es drei klassische<br />

Arten der Verlegung: Rohrsysteme<br />

auf Dämmplatte (Bauart A nach DIN 18560-<br />

2), Rohrsysteme in der Dämmplatte (Bauart<br />

B nach DIN 18560-2) und Verbundkonstruktionen,<br />

bei denen das Rohrsystem auf<br />

dem alten Untergrund in einer Ausgleichsmasse<br />

verlegt wird. In der Regel benötigen<br />

<strong>die</strong> Bauarten „A“ und „B“ eine verfügbare<br />

Aufbauhöhe von mindestens 60 mm (exklusive<br />

Dämmung). Der Untergrund muss<br />

massiv ausgeführt sein. Bei der Bewertung<br />

der statischen Eignung ist zu bedenken,<br />

Informative Broschüre<br />

Auch bei der Sanierung im Baubestand ist bei der<br />

Planung und Installation einer Flächenheizung oder<br />

-kühlung <strong>die</strong> Koordination der Gewerke wichtig. Anhaltspunkte<br />

hier<strong>für</strong> liefert <strong>die</strong> Infoschrift „Schnittstellen-Koordination<br />

bei Einsatz von Flächenheizungen<br />

und Flächenkühlungen in bestehenden<br />

Gebäuden.“ Sie beinhaltet eine Reihe von Checklisten<br />

<strong>für</strong> unterschiedliche Gebäude- und Installationsvarianten<br />

und steht auf der Internetseite des<br />

Bundesverbandes Flächenheizungen und Flächenkühlungen<br />

- kurz BVF unter www.flaechenheizung.<br />

de zum Herunterladen bereit.<br />

Niedrigere Flächengewichte und geringere<br />

Aufbauhöhen ergeben sich bei Trockensystemen.<br />

Außerdem ist hier <strong>die</strong> Einbauzeit<br />

bis zum Verlegen der Bodenbeläge<br />

kürzer. Beim Einsatz von Trockenbauplatten<br />

kommen grundsätzlich Fußbodenheizdass<br />

zusätzliche Flächenlasten von bis zu<br />

1,25 kN/m 2 (≈ 130 kg/ m 2 ) abgeleitet werden<br />

müssen. Bei den als NB3 bezeichneten<br />

Verbundkonstruktionen wird das Rohrsystem<br />

auf dem alten Untergrund verlegt<br />

und mit Ausgleichsmasse / Estrich belegt.<br />

Uponor Klett –<br />

1000fach verzahnt<br />

<strong>für</strong> 100 %-igen Halt!<br />

So lässt sich Fußbodenheizung spielend verlegen –<br />

mit Uponor Klett werden <strong>die</strong> werkseits mit Klettband<br />

umwickelten Heizungsrohre PE-Xa RED oder MLCP<br />

RED mit leichtem Druck auf <strong>die</strong> Haftfolie befestigt.<br />

Perfekte Haltekraft ohne Spezialwerkzeuge.<br />

Ein-Mann-Verlegung möglich<br />

Nachträgliche Lagekorrektur der verlegten<br />

Rohre leicht möglich<br />

Praxisgerechte Falt- oder Rollplatten mit<br />

Wärme- und Trittschalldämmung nach<br />

DIN EN 13163 und DIN 4108-10<br />

Flexible Rohrverlegung <strong>für</strong> jede Raumgeometrie<br />

Informieren Sie sich jetzt: www.uponor.de<br />

Uponor GmbH T +49 (0)9521 690-0<br />

Industriestraße 56 F +49 (0)9521 690-105<br />

97437 Haßfurt E info.de@uponor.com


heizungstechnik<br />

Flächenheizung<br />

systeme der Bauart „B“ zur Anwendung.<br />

Diese unterscheiden sich in drei Arten:<br />

Rohrsysteme in Dämmplatte mit Trockenestrich<br />

(TB1); hier werden <strong>die</strong> Heizungsrohre<br />

in Systemdämmplatten verlegt, <strong>die</strong><br />

oftmals mit Wärmeleitblechen ausgestattet<br />

sind; <strong>die</strong> Trockenestrichplatten <strong>die</strong>nen<br />

gleichzeitig als Lastverteilschicht. Rohrsysteme<br />

in Systembodenplatten (mit und<br />

ohne Dämmschicht) werden als TB2 bezeichnet;<br />

hierbei werden <strong>die</strong> Rohre direkt<br />

in der Systemplatte verlegt. Diese <strong>die</strong>nt<br />

gleichzeitig als lastverteilende Schicht und<br />

wird schwimmend auf einer Dämmschicht<br />

verlegt. Rohrsysteme auf Dämmplatte in<br />

Gussasphaltestrich (TB3) erfordern <strong>die</strong><br />

Verwendung von temperaturbeständigen<br />

Dämmmaterialien und Rohrwerkstoffen (in<br />

der Regel Kupferrohre).<br />

Bauliche Voraussetzungen <strong>für</strong><br />

Trockenbausysteme<br />

Der tragende Untergrund muss trocken<br />

und eben sein. Maßgebend ist <strong>die</strong> DIN<br />

18202 Tabelle 3 beziehungsweise beim Einsatz<br />

von Trockenbauplatten Tabelle 4. Können<br />

<strong>die</strong> in der Norm angegebenen Ebenheitstoleranzen<br />

nicht eingehalten werden,<br />

ist eine Niveauausgleichsschicht einzubauen.<br />

Auch hierbei ist wiederum <strong>die</strong> Statik<br />

zu beachten, insbesondere <strong>die</strong> Tragfähigkeit<br />

bei Holzbalkendecken, wobei <strong>auch</strong> <strong>die</strong><br />

Belagsbohlen einbezogen werden müssen.<br />

Mit Blick auf <strong>die</strong> Anforderungen der<br />

EnEV sind <strong>für</strong> alle Einbauarten <strong>die</strong> Mindestwärmeleitwiderstände<br />

der Dämmung<br />

unter den Flächensystemen wichtig. Die<br />

Anforderungen sind in der DIN EN 1264-4<br />

definiert. In der Regel erfüllt bei der Ausführungsart<br />

„Trocken“ <strong>die</strong> Systemdämmung<br />

einen großen Teil der Anforderung.<br />

Falls nötig muss <strong>die</strong> Anforderung durch<br />

den Einbau einer zusätzlichen Teildämmung<br />

sichergestellt werden.<br />

Wand- und Deckensysteme<br />

Neben reinen Fußbodensystemen können<br />

alternativ Wandheizungs- und Kühlsysteme<br />

zur Anwendung kommen. Diese<br />

können auf gemauerten Wänden, Fertigteil-<br />

oder Betonwänden sowie Ständerkonstruktionen<br />

installiert werden. Sie werden<br />

in Rohrsysteme im Wandputz (NW1), Rohrsysteme<br />

in Unterkonstruktionen mit Trockenausbauplatte<br />

(TW1) und Rohrsysteme<br />

in Trockenbauplatten (TW2) unterschieden.<br />

Wandheizungen und -kühlungen sind entsprechend<br />

der erweiterten DIN EN 1264-5<br />

auszuführen. Bei der Renovierung gilt <strong>für</strong><br />

Außenwände der U-Wert 0,24 W/m 2 K gemäß<br />

EnEV. Bei Systemen auf Innenwänden<br />

ist <strong>die</strong> Wärmedämmung auf ihre funktionale<br />

Bedeutung entsprechend den technischen<br />

Anforderungen der Nebenräume<br />

auszulegen.<br />

Speziell in gewerblich genutzten Räumen<br />

ist <strong>die</strong> Deckenheizung eine Alternative,<br />

zumal <strong>die</strong>se im Sommer gleichzeitig<br />

zur Kühlung herangezogen werden kann.<br />

Neben Rohrsystemen im Deckenputz (ND1)<br />

finden vor allem Systeme in Trockenbauplatte<br />

(TD1) Verwendung. Letztere Variante<br />

entspricht der Bauart „A“ der DIN EN 1264.<br />

Der Aufbau <strong>die</strong>ser Systemplatten besteht<br />

aus Trockenbauplatten mit integrierten<br />

Rohrleitungen. Sie werden an der Unterkonstruktion<br />

befestigt und anschließend<br />

in <strong>die</strong> Wärmeverteilsysteme eingebunden.<br />

Bei der Doppelnutzung zur Kühlung<br />

ist eine Taupunktüberwachung notwendig.<br />

Der Taupunkt begrenzt in Abhängigkeit<br />

von Lufttemperatur, Luftdruck und Luftfeuchte<br />

<strong>die</strong> Kühlleistung. Generell gilt: Die<br />

Kühlleistung ist bei Fußbodensystemen geringer<br />

als bei Wandsystemen. Die besten<br />

Ergebnisse werden bei der Deckenkühlung<br />

erzielt, <strong>die</strong> mehr als 65 W/m 2 leistet, während<br />

<strong>die</strong> Kühlleistung bei Fußbodensystemen<br />

etwa 35 W/m 2 beträgt. Auch <strong>die</strong> Systemtemperaturen<br />

unterscheiden sich entsprechend.<br />

19 °C sind der Anhaltspunkt<br />

<strong>für</strong> den Grenzwert <strong>für</strong> im Fußboden verlegte<br />

Kühlflächen. Deckensysteme liegen<br />

etwa um 3 °C darunter.<br />

■<br />

Autor: Dipl.-Ing. Joachim Plate, Geschäftsführer<br />

des Bundesverbandes Flächenheizungen und<br />

Flächenkühlungen.<br />

www.flaechenheizung.de<br />

Anmerkung der Redaktion: Die folgende Marktübersicht<br />

beleuchtet das inzwischen breite<br />

Angebot der Fußbodenheizungssysteme mit<br />

geringen Aufbauhöhen speziell <strong>für</strong> <strong>die</strong> Altbausanierung.<br />

Fortsetzung auf Seite 34<br />

WARMWASSERBEREITUNG<br />

MIT DEM TESTSIEGER<br />

OCHSNER Warmwasser-Wärmepumpe Europa 323 DK<br />

» Mit SmartGrid Funktion – <strong>für</strong> künftige Niedrigtarife und Eigenverbr<strong>auch</strong>s-Vorrang<br />

bei eigener Photovoltaik-Anlage (Solarförderung)<br />

» Testsieger im Prüfzentrum Buchs nach neuester Norm EN 16147<br />

<strong>für</strong> Br<strong>auch</strong>wasser-Wärmepumpen<br />

kontakt@ochsner.de | www.ochsner.de<br />

32 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


RAUMWÄRME I WARMWASSER I SOLAR I ENERGIEMANAGEMENT I KLIMA-LÜFTUNG I STROMERZEUGUNG<br />

Für meine Kunden sind niedrige Betriebskosten<br />

ein Argument. Für mein Autohaus <strong>auch</strong>.<br />

Wolf KG Top mit Energierückgewinnung.<br />

Die Energiekosten steigen Jahr <strong>für</strong> Jahr und erhöhen deutlich <strong>die</strong> Betriebsausgaben. Daher lohnt eine Investition in neueste Klima- und<br />

Lüftungstechnik mit dem Groß-Klimagerät Wolf KG Top: Einfache Planung, Montage und Wartung, höchste Werkstoffqualität und<br />

Verarbeitung, Energierückgewinnung von 90 %, niedrigere Energie- und Betriebskosten und Nachhaltigkeit mit System. Das alles ist <strong>für</strong><br />

alle ein Gewinn.<br />

Sprechen Sie jetzt mit Ihrem Wolf<br />

Systemberater. Mehr Informationen<br />

unter 0 87 51/ 74 11 47 oder unter<br />

www.wolf-klimatechnik.de<br />

Wolf GmbH, Industriestr. 1,<br />

84048 Mainburg<br />

Gerät nach<br />

Wolf GmbH<br />

Industriestr. 1<br />

84048 Mainburg<br />

www.wolf-klimatechnik.de<br />

VDI 6022


heizungstechnik<br />

Flächenheizung<br />

Marktübersicht: Fußbodenheizungssysteme <strong>für</strong> <strong>die</strong> Altbausanierung.<br />

Hersteller<br />

Cufix-Werk<br />

Deutsche Alwa<br />

GmbH<br />

Effidur GmbH EMPUR Produktions GmbH Herotec GmbH<br />

Flächenheizung<br />

Technische Daten Cufix Wabenplattensystem<br />

WP1000 / 2000<br />

Einfachplattensystem<br />

EP10<br />

CUT-THERM PURFLEX-super Dünnschicht-System<br />

DS FN 10<br />

Systemaufbauhöhe 10 mm / 20 mm Ab 28 mm 0 Ab 8 bis 20 mm 17 mm<br />

Gesamtaufbauhöhe * 40 - 60 mm 15 mm / 25 mm, zzgl.<br />

Dämmschicht je nach<br />

Anwendungsfall<br />

Ab 28 mm, zzgl.<br />

Dämmschicht je nach<br />

Anwendungsfall<br />

Ab 40 mm 42 mm Ab 27 mm<br />

Überdeckung mit<br />

Vergussmasse/<br />

Fließestrich<br />

Trockenbausystem<br />

Systembestandteile<br />

Abdeckung/<br />

Verfüllung/<br />

Lastverteilschicht<br />

x x x Nicht notwendig x Ab 5 mm über Rohr<br />

x<br />

Estrich, Gussasphalt Systemfließmörtel Oberbodenbelag Oberbodenbelag Fließspachtelmasse<br />

Systemunterbau<br />

Handelsübliche Dämmung<br />

Wabenplatten aus<br />

verzinktem Stahlblech<br />

Verzinktes Stahlblech<br />

mit Rohrlaschen<br />

Bestehender Zementoder<br />

Anhydritestrich<br />

(mind. 40 mm)<br />

Holzbalkendecken,<br />

Rohbetondecken<br />

Vorgestanzte Folien-<br />

Noppenplatte ohne<br />

Dämmung<br />

Systemrohr<br />

(Rohrwerkstoff)<br />

Sanco-Rohr (Kupfer)<br />

5-Schicht-Vollkunststoff-Verbundrohr (PE-RT),<br />

sauerstoffdicht nach DIN 4726<br />

KLIMAPEX-Heizrohr<br />

PE-RT<br />

KLIMAPEX-Heizrohre<br />

PE-RT, alternativ: PE-<br />

Xa oder PE-Xc<br />

PE-RT Rohr<br />

Rohrquerschnitt 12 mm 8,0 x 1,1 mm / 10 x 1,3 mm 15 x 1,8 mm 15 x 1,8 mm 10 x 1,25 mm<br />

Anordnung<br />

Rohrverlegung<br />

Mäanderförmig Mäanderförmig Mäander- und<br />

schneckenförmig<br />

Schneckenförmig<br />

Idealerweise schneckenförmig<br />

Mäander- und schneckenförmig<br />

Verlegeabstände Beliebig 120 mm 70 / 140 mm 125 mm ≥ 100 mm 50 mm und Vielfache<br />

Produktvarianten<br />

Verlegung in Tichelmann-Kreisen<br />

möglich<br />

*) 60 mm bei Zement-/Fließestrich,<br />

bei Gussasphalt<br />

35 - 45 mm<br />

Zwei Varianten mit<br />

10/20 mm Systemhöhe,<br />

ohne Heizrohr<br />

<strong>auch</strong> als Bodensanierungssystem<br />

einsetzbar<br />

Ausführung mit PUR-THERM Messingverteiler<br />

inkl. Durchflussmengenanzeiger (HKV-D),<br />

PUR-THERM Edelstahlverteiler Ausführung mit<br />

PUR-THERM Messingregelverteiler inkl. Hocheffizeinzpumpe<br />

(HKV-R)<br />

Verlegung <strong>auch</strong> als<br />

Dünnschicht-System<br />

DS FN 14-16 möglich<br />

Anmerkung<br />

Umfangreiches Kabel-<br />

und Funk-Einzelraumtemperatur-Regelungsprogramm<br />

<strong>für</strong><br />

Flächenheizung und/<br />

oder -Kühlung erhältlich<br />

Geringes Eigengewicht,<br />

hohe Tragfähigkeit<br />

bis 5,0 kN/m²,<br />

effiziente Wärmeverteilung<br />

durch Wabenbleche,<br />

geringe Trägheit,<br />

schnelle Belegereife,<br />

Feldgrößen bis<br />

200 m² beheizt und<br />

300 m² unbeheizt<br />

Bodensystem auf<br />

Trennlage, ggf. erhöhte<br />

Estrichüberdeckung<br />

auf Dämmschicht<br />

je nach Anwendungsfall<br />

Umfangreiches Regelungstechnikprogramm in<br />

230V-/24V-Standard, Heizen-Kühlen und Funkausführung.<br />

System CUT-Therm: Rillenfrästechnik:<br />

in den bestehenden Altestrich werden Rillen<br />

gefräst. Diese Rillen nehmen <strong>die</strong> Rohre auf,<br />

d. h. keine zusätzliche Aufbauhöhe. Ideal <strong>für</strong><br />

Renovierung und insbesondere Sanierung<br />

Verlegung auf verschiedenen<br />

Untergründen<br />

wie Estrich,<br />

Beton, Fliesenbelag<br />

oder Holzbalkendecke<br />

möglich. Das System<br />

wird als Verbundkonstruktion<br />

verlegt<br />

Internetadresse www.cufix.de www.effidur.de www.empur.com www.herotec.de<br />

*) Zur Aufbauhöhe ad<strong>die</strong>ren sich ggf. <strong>die</strong> Höhe der Trittschalldämmung und des Oberbelages hinzu.<br />

Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Tabelle beruht auf Angaben der Hersteller und Recherche der <strong>IKZ</strong>-Redaktion.


heizungstechnik<br />

Flächenheizung<br />

IVT GmbH & Co. KG<br />

Kermi GmbH<br />

2011 - 2012<br />

Trockenbausystem<br />

TBS 26-16 AB<br />

Neopor 240 kPa<br />

PRINETO<br />

Dünnschichtsystem<br />

PRINETO<br />

Trockensystem<br />

xnet C15<br />

Dünnschichtsystem<br />

xnet C13<br />

Trockensystem<br />

26 mm 12 mm 30 mm / 50 mm 14 mm 25 mm<br />

Ab 38 mm 22 mm 55 mm / 75 mm Ab 17 mm Ab 45 mm<br />

x<br />

X<br />

x x X<br />

Oberbodenbelag,<br />

Rahmenholz, Trockenbau-Unterboden<br />

TB UB 10, Entkopplungsmatte<br />

EM 4<br />

Nivellierestrich<br />

Trockenestrichplatten<br />

Dünnschicht-Vergussmasssen<br />

Polyethylenfolie<br />

T200 / markt übliche<br />

Trockenbauelemente<br />

Systemplatte aus expan<strong>die</strong>rtem<br />

Neopor<br />

WLG 032 mit aufgeklebten<br />

Wärmeleitblechen<br />

aus Aluminium<br />

Noppenelement<br />

Alukaschierte Nutenelemente<br />

Fertigböden<br />

(z. B. Estriche) oder<br />

Verbund-Bodenbeläge<br />

(z.B. Fliesen)<br />

Flächenfertige<br />

Rohböden (geringe<br />

Unebenheiten)<br />

Metall-Kunststoff-<br />

Verbundrohr<br />

PE-MDX<br />

Mehrschichtverbundrohr<br />

5-Schicht PE-Xc, 5-Schicht PE-RT oder MKV-<br />

Verbundrohr<br />

16 x 2 mm 12 x 2,0 mm 17 x 2,8 mm 10 x 1,3 mm oder<br />

12 x 1,4 mm<br />

Mäanderförmig Mäander- und<br />

schneckenförmig<br />

125 / 250 mm 5 cm Raster (diagonal<br />

7 cm)<br />

14 x 2,0 mm<br />

Mäanderförmig Mäander- und Mäanderförmig<br />

schneckenförmig<br />

120 / 240 mm 55 / 110 / 165 mm 140 / 210 / 280 mm<br />

Trockenbausysteme<br />

in verschiedenen<br />

Dämmstärken, beim<br />

Trockenbau-Unterboden<br />

TB UB 10 <strong>auch</strong><br />

mit Trittschalleigenschaften<br />

Systemaufbau im<br />

Verbund; Aufbau<br />

<strong>auch</strong> mit 2 cm Rohrüberdeckung<br />

auf<br />

Dämmschicht (Trittschall)<br />

möglich<br />

Nutenelemente mit<br />

30 mm und 50 mm<br />

Stärke;<br />

Zubehör: Wendeelemente,<br />

Ausgleichselemente,<br />

Heißschneidegerät<br />

Schwimmende Verlegung<br />

auf xnet<br />

Wärmedämmplatte<br />

PUR 32 mm<br />

Auch mit Lastverteilschicht<br />

aus Estrichmörtel<br />

verarbeitbar,<br />

Direktbelage<br />

z. B. mit<br />

Estrichziegel möglich<br />

Entsprechend dem<br />

Oberbodenbelag ist<br />

eine Verlegung mit<br />

dem Trockenbau-Unterboden<br />

TB UB 10<br />

oder der Entkopplungsmatte<br />

EM 4<br />

möglich. Das System<br />

wird als Verbundkonstruktion<br />

verlegt<br />

Erhältliche Systemkomponenten:<br />

Edelstahlverteiler,<br />

WMZ-Sets, Einzelraumregelung<br />

(230 V<br />

oder Funk), Festwertregelset,<br />

Verteilerschrank<br />

AP<br />

oder UP<br />

Erhältliche Systemkomponenten:<br />

Edelstahlverteiler,<br />

WMZ-Sets, Einzelraumregelung<br />

(230 V<br />

oder Funk), Festwertregelset,<br />

Verteilerschrank<br />

AP<br />

oder UP<br />

Regelstation mini-plus; umfangreiches Programm<br />

an Systemkomponenten erhältlich<br />

www.ivt-rohr.de<br />

www.kermi.de


heizungstechnik<br />

Flächenheizung<br />

Marktübersicht: Fußbodenheizungssysteme <strong>für</strong> <strong>die</strong> Altbausanierung.<br />

Hersteller KME Germany AG & Co. KG Mair Heiztechnik OVENTROP GmbH &<br />

Co. KG<br />

Rettig Germany<br />

Purmo<br />

Technische Daten<br />

cuprotherm<br />

Flächenheizung mit<br />

Gussasphalt<br />

Qtec-<br />

Flächenheizung<br />

Renosonic ThermoFloor System<br />

Noppenplatte NP-R<br />

clickjet S<br />

Systemaufbauhöhe 40 mm 18 mm 13 mm 16 mm<br />

Gesamtaufbauhöhe * 40 mm 50 mm 40 mm 18 mm 17 mm 30 - 40 mm<br />

Überdeckung mit 28 mm Nicht notwendig x x<br />

Vergussmasse/<br />

Fließestrich<br />

Trockenbausystem x x<br />

Systembestandteile<br />

Abdeckung/<br />

Verfüllung/<br />

Lastverteilschicht<br />

Estrich, Gussasphalt Trockenestrichplatten Oberbodenbelag Ausgleichsmasse Estrich, Ausgleichsoder<br />

Nivelliermasse<br />

Systemunterbau<br />

Geeignete Dämmung<br />

<strong>für</strong> Gussasphalt<br />

TBS - Profilplatte Holzfaserplatte Gipsfaserplatte Noppenplatte NP-R Gittermatte<br />

Systemrohr<br />

(Rohrwerkstoff)<br />

Cuprotherm Heizungsrohr<br />

blank<br />

Qtec - Heizungsrohr Alu-Verbundrohr Alu-Verbundrohr PE-RT „Copert“<br />

Kunststoffrohre<br />

PE-Xa<br />

Rohrquerschnitt 12 mm 12 mm 16 x 2 mm 11,6 x 1,5 mm 12 x 2 mm 10 x 1 mm<br />

Anordnung<br />

Rohrverlegung<br />

Schneckenförmig<br />

Mäander- und schneckenförmig<br />

Mäanderförmig Mäanderförmig Mäander- und<br />

schneckenförmig<br />

Mäanderförmig oder<br />

Bifillar<br />

Verlegeabstände 100 bis 300 mm 125 / 250 mm 10 cm 10 cm 50-mm-Raster 100/150/200 mm<br />

Produktvarianten<br />

Anschluss über zentralen Heizkreisverteiler, mit<br />

Einzelraumregelung. Dezentrale Einzelraumregelung<br />

über RTL-Ventil und Tichelmann möglich<br />

Gittermattensystem<br />

zur direkten Montage<br />

auf dem tragenden<br />

Untergrund (ohne<br />

Dämmung). Bei hohen<br />

Lasten und Durchflussmengen<br />

kann<br />

<strong>auch</strong> ein Metallverbundrohr<br />

17 x 2 mm<br />

verwendet werden<br />

Anmerkung<br />

Umfangreiches Kabel- und Funk-Einzelraumtemperatur-<br />

Regelungsprogramm <strong>für</strong> Flächenheizung<br />

und/oder -Kühlung erhältlich<br />

Mit Isolierung und<br />

Trittschallverbesserung<br />

15 dB (A)<br />

Vollständiges<br />

Systemprogramm:<br />

Edelstahlheizkreisverteiler,<br />

Verteilerschränke,<br />

Einzelraumregelung<br />

(drahtgebunden<br />

oder Funk),<br />

Zubehör, etc.<br />

Internetadresse www.kme.de www.mair-heiztechnik.de www.oventrop.de www.purmo.de<br />

*) Zur Aufbauhöhe ad<strong>die</strong>ren sich ggf. <strong>die</strong> Höhe der Trittschalldämmung und des Oberbelages hinzu.<br />

Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Tabelle beruht auf Angaben der Hersteller und Recherche der <strong>IKZ</strong>-Redaktion.


heizungstechnik<br />

Flächenheizung<br />

Tisto-Technik<br />

REHAU AG + Co<br />

ROTEX Heating Systems GmbH<br />

TS 14<br />

Sanierungssystem<br />

10<br />

Trockensystem Monopex mini System 70 mini<br />

35 mm 13 mm 30 mm 25 mm 25 mm<br />

60 - 70 mm Ca. 30 mm 53 mm<br />

x x x x<br />

x<br />

x<br />

Trockenestrich Vergussmasse Trockenestrich/Heizestrich<br />

Estrich<br />

Estrich<br />

Polystyroldämmung Bestehend Nach DIN EN 1264 Noppenplatte Noppenplatte<br />

Die Abläufe mit dem Anker.<br />

Metallverbundrohr RAUTHERM S (PE-Xa) Monopex 14 (PE-Xb) Duo 13 (PE-X)<br />

14 x 2 mm 10 x 1,1 mm 16 x 2,0 mm 14 x 2 mm 13,7 / 9,7 x 1,3 DD<br />

Mäanderförmig Mäanderförmig Mäander- und schneckenförmig<br />

Tisto-Abläufe<br />

Eine Innovation von DALLMER<br />

Tisto heißt <strong>die</strong> Weiterentwicklung <strong>für</strong> Ablaufsysteme<br />

in Verbundabdichtungen und gewährleistet:<br />

Schnelles, sauberes Arbeiten, hohe Sicherheit<br />

und lange Lebensdauer. Damit’s gut abläuft!<br />

75/150/225 mm 2,5 cm und Vielfaches<br />

System <strong>auch</strong> <strong>für</strong><br />

Naßestriche geeignet<br />

125 / 250 mm 75 / 150 / 225 / 300 mm<br />

Neue Folie zur Anbindung an <strong>die</strong><br />

Abdichtschicht<br />

Vollständiges<br />

Systemprogramm:<br />

Edelstahlheizkreisverteiler,<br />

Verteilerschränke,<br />

Einzelraumregelung<br />

(drahtgebunden oder<br />

Funk), Zubehör, etc.<br />

Für Fußbodenheizungen,<br />

welche in<br />

direkter Kombination<br />

mit anderen<br />

Heizflächen z. B.<br />

Heizkörpern ohne<br />

einen zusätzlichen<br />

Heizkreis betrieben<br />

werden<br />

Die Tisto-Anker <strong>für</strong> zusätzlichen<br />

Halt im Estrich<br />

Mehr über <strong>die</strong>ses und andere Produkte von<br />

Dallmer erfahren Sie unter 0800-DALLMER<br />

(3255637) oder auf www.dallmer.de<br />

www.rehau.de/flaechenheizung<br />

www.rotex.de<br />

Damit’s gut abläuft!


heizungstechnik<br />

Flächenheizung<br />

Marktübersicht: Fußbodenheizungssysteme <strong>für</strong> <strong>die</strong> Altbausanierung.<br />

Hersteller Roth Werke GmbH SCHÜTZ GmbH & Co. KGaA Uponor GmbH<br />

Technische Daten<br />

ClimaComfort<br />

Panelsystem<br />

ClimaComfort<br />

Compactsystem<br />

SCHÜTZ R50<br />

SCHÜTZ<br />

Trockenplatte Typ 25<br />

Uponor Minitec<br />

Uponor Siccus<br />

Systemaufbauhöhe 25 mm 14 mm 32 mm 25 mm 12 mm 25 mm<br />

Gesamtaufbauhöhe * Ab 43 mm (Trockenestrichplatte),<br />

Ab 17 mm<br />

52 mm<br />

50 mm Ab 15 mm 50 mm<br />

ab<br />

37 mm (Verbundaufbau<br />

mit tragfähigen<br />

Fliesen oder Mehrschichtparkett)<br />

(Trittschall integriert)<br />

Überdeckung mit<br />

x x x (möglich) x<br />

Vergussmasse/<br />

Fließestrich<br />

Trockenbausystem x x x<br />

Systembestandteile<br />

Abdeckung/<br />

Verfüllung/<br />

Lastverteilschicht<br />

Trockenestrichplatten,<br />

tragfähige Bodenbeläge<br />

Spachtelmassen, <strong>die</strong><br />

<strong>für</strong> Flächenheiz- und<br />

Kühlsysteme geeignet<br />

sind<br />

R50 Hochleistungsboden<br />

20 mm / Fließestrich<br />

mind. 30 mm<br />

Trockenestrich oder<br />

jeder handelsübliche<br />

Estrich<br />

Ausgleichsmasse<br />

Trockenestrich<br />

Systemunterbau EPS-Trägerplatte Systemplatte Systemplatte EPS-<br />

T 32-2<br />

Systemelemente mit<br />

Wärmeleitmodulen<br />

Vorgefertigte Verlegeelemente<br />

mit Heizlamellen<br />

Holzfaserplatten<br />

Systemrohr<br />

(Rohrwerkstoff)<br />

Alu-Laserflex,<br />

DUOPEX S5, X-PERT S5<br />

ClimaComfort S5 PE-Xa Tri-o-flex (Metallverbundrohr)<br />

oder PE-Xa<br />

PE-Xa Rohr<br />

PE-Xa Rohr, MLCP Rohr<br />

Rohrquerschnitt 14 und 16 mm 11 mm 12 x 1,5 mm 14 x 2 mm 9,9 x 1,1 mm 14 x 2 mm, 14 x 1,6 mm<br />

Anordnung<br />

Rohrverlegung<br />

Mäanderförmig<br />

Mäander- und schneckenförmig<br />

Mäander- und schneckenförmig<br />

Mäander- und schneckenförmig<br />

Mäanderförmig<br />

Verlegeabstände<br />

Produktvarianten<br />

14 mm: 100 mm,<br />

200 mm<br />

16 mm: 150, 300 mm<br />

14 mm: Boden, Wand<br />

und Decke, 16 mm nur<br />

Boden<br />

75 mm, 150 mm,<br />

225 mm,<br />

diagonal: 105 mm<br />

Mit Trägerplatte:<br />

Boden mit Rohrfix:<br />

<strong>auch</strong> <strong>für</strong> Wand und<br />

Decke einsetzbar<br />

12 cm / 24 cm 11,5 cm / 23 cm 50, 100, 150 mm 150, 225, 300 mm<br />

Systemplatte <strong>auch</strong><br />

ohne Tritschall in<br />

22 mm verfügbar.<br />

In Kombination<br />

mit Schütz-Hochleistungsboden<br />

erzielt<br />

man eine Aufbauhöhe<br />

von 42 mm<br />

Systemplatte ist <strong>auch</strong><br />

in 30 mm verfügbar.<br />

Auch als Nassputzsystem<br />

<strong>für</strong> Wand und<br />

Decke einsetzbar; zum<br />

Heizen und Kühlen<br />

geeignet<br />

Auch als Trockenbausystem<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Wand<br />

einsetzbar; zum<br />

Heizen und Kühlen<br />

geeignet<br />

Anmerkung<br />

Regelungssystem<br />

Energylogic Touchline/<br />

Funk mit<br />

Raumbe<strong>die</strong>ngeräten<br />

in modernem Design<br />

mit Sensortasten<br />

Regelungssystem<br />

Energylogic Touchline/<br />

Funk mit Raumbe<strong>die</strong>ngeräten<br />

in modernem<br />

Design mit<br />

Sensortasten. Kleinflächenregelungsstation<br />

zum Anschluss<br />

von Flächenheizungen<br />

an bestehende Radiatorheizungen<br />

In der R50-Systemplatte<br />

32-2 ist Trittschall-Verbesserung<br />

bereits integriert. Der<br />

Hochleistungsboden<br />

hat durch seine gerine<br />

Aufbauhöhe eine sehr<br />

schnelle Reaktionszeit<br />

(Heizen/ Kühlen)<br />

Systemplatte in Kombination<br />

mit Trockenestrich<br />

hat eine Aufbauhöhe<br />

von 50 mm<br />

Umfangreiches Verteil- und Regelungsprogramm<br />

<strong>für</strong> Flächenheizung/ -Kühlung erhältlich.<br />

Geothermienutzung über Uponor Horizontalkollektoren,<br />

Erdwärmekörbe, Energiepfähle,<br />

und Erdsonden<br />

Internetadresse www.roth-werke.de www.schuetz.net www.uponor.de<br />

*) Zur Aufbauhöhe ad<strong>die</strong>ren sich ggf. <strong>die</strong> Höhe der Trittschalldämmung und des Oberbelages hinzu.<br />

Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Tabelle beruht auf Angaben der Hersteller und Recherche der <strong>IKZ</strong>-Redaktion.


heizungstechnik<br />

Flächenheizung<br />

Viega GmbH & Co.<br />

KG<br />

Wieland Werke AG<br />

ZEWOTHERM GmbH<br />

Fonterra Reno<br />

cuprotherm<br />

ekoBoden<br />

cuprotherm Mini<br />

ZEWO Flat - Dünnschichtsystem<br />

Klimabodensystem<br />

21 mm 33 mm 0 21 / 33 mm 20 mm / 38 mm 1<br />

30 - 60 mm 48 - 78 mm Gemäß Oberbelag 31 / 43 mm 30 mm / 48 mm 1<br />

(bei 26 dB)<br />

x x Nicht erforderlich x<br />

Der neue Schlammabscheider<br />

DIRTMAG von Caleffi<br />

Schmutzmagnet<br />

Teilweise x x<br />

Vergussmasse<br />

Zement- oder<br />

Calziumsulfatestrich<br />

(Standard)<br />

Bestehender<br />

Altestrich<br />

Nivellierestrich Spachtelmasse /<br />

Gipsfaser-<br />

Ausgleichsplatte 1<br />

Z. B. Hartschaumträgerplatte<br />

Noppenplatte,<br />

darunter ggf.<br />

Wärme-/<br />

Trittschalldämmung<br />

Bestehender<br />

Unterbau<br />

Bestehender Estrich<br />

Bestehender Estrich<br />

Polybuten-Rohr Flexibles Kupferrohr CTX PE-RT Polybuten<br />

12 x 1,3 mm 14 x 2 mm 14 x 2 mm 12 x 2 mm 12 x 1,3 mm<br />

Mäanderförmig Mäander- und schneckenförmig Mäander- und<br />

schneckenförmig<br />

100 mm 75 / 150 / 225 mm Beliebig 100, 150, 200, 250,<br />

300 mm<br />

Direktes Verfliesen<br />

auf der Systemplatte<br />

(ohne Vergussmasse)<br />

oder reines Trockenbausystem<br />

mit Ausbauplatten<br />

möglich<br />

Erhältliche Systemkomponenten:<br />

Vergussmasse,<br />

Verteiler<br />

mit Zubehör, Kleinflächenregelstation,<br />

Einzelraumregelung<br />

und Werkzeuge<br />

www.fußbodenheizung-wissen.de<br />

Auch mit Estrichen<br />

üblicher Dicke kombinierbar.<br />

Umfangreiches<br />

Kabel- und<br />

Funk-Einzelraumtemperatur-Regelungsprogramm<br />

<strong>für</strong> Flächenheizung<br />

und/oder -Kühlung<br />

erhältlich<br />

Trotz geringer Estrichdicke<br />

hohe<br />

Tragfähigkeit.<br />

Fugenfreie Gestaltung<br />

bei Einsatz von<br />

harten Belägen mit<br />

Entkopplungsmatte<br />

möglich<br />

Erhältliche Systemkomponenten:<br />

Verteiler<br />

mit einzeln<br />

absperrbaren Kreisen,<br />

Funk-Einzelraumregelsystem<br />

Rillenfrästechnik: in<br />

den bestehenden<br />

Altestrich werden<br />

Rillen gefräst. Diese<br />

Rillen nehmen <strong>die</strong><br />

Rohre auf, d. h.<br />

keine zusätzliche<br />

Aufbauhöhe. Ideal<br />

<strong>für</strong> Renovierung<br />

und insbesondere<br />

Sanierung<br />

www.wieland-cuprotherm.de<br />

Maximale Kantenlänge<br />

keramischer<br />

Beläge bei Verlegung<br />

mit einer<br />

Trennschicht/Unterdämmung:<br />

60 cm.<br />

Bei Verlegung des<br />

Systems auf einer<br />

Trennschicht/Dämmung<br />

ist mit dem<br />

höheren Systemaufbau<br />

zu rechnen<br />

www.zewotherm.de<br />

Mäanderförmig<br />

100, 200, 300 mm<br />

Maximale Kantenlänge<br />

keramischer<br />

Beläge: 30 cm<br />

1<br />

Bei Oberbelägen <strong>die</strong><br />

verklebt werden, ist<br />

mit dem höheren<br />

Systemaufbau zu<br />

rechnen<br />

Magnetkraft macht’s möglich: Selbst<br />

kleinste metallische Verunreinigungen<br />

separiert der neue DIRTMAG Schlamm -<br />

abscheider von Caleffi. Zusammen mit<br />

seiner entschlammenden Wirkung beugt<br />

er wirkungsvoll Abnutzungserschei -<br />

nungen und mechanischen Schäden in<br />

geschlossenen Wärme- und <strong>Kälte</strong>k reis -<br />

läufen vor. Und nur mit sauberen und<br />

gesunden Trägerme<strong>die</strong>n arbeiten Anlagen<br />

dauerhaft effizient.<br />

Den magnetischen Schlamma bscheider<br />

DIRTMAG (Serie 5463 und 5468) gibt es<br />

+ <strong>für</strong> horizontale und vertikale<br />

Rohrleitungen<br />

+ in den Abmessungen 3/4” – 2”<br />

+ mit und ohne vorgefertigter Isolierung<br />

Caleffi Armaturen GmbH<br />

Daimlerstraße 3<br />

63165 Mühlheim/Main<br />

e-mail: info@caleffi.de<br />

website: www.caleffi.de<br />

tel.: +49 (0)6108/9091-0<br />

39


In einem Projekt der Stadt Hörstel wurden vier kommunale Liegenschaften durch eine Contracting-Kooperation von RWE ED und einem SHK-Betrieb<br />

aus Haselünne energieeffizient technisch saniert. Eine Win-win-Situation <strong>für</strong> Auftraggeber, SHK-Unternehmer und Energie<strong>die</strong>nstleister.<br />

Geringe Investition <strong>für</strong> effiziente<br />

Heiztechnik<br />

Contracting in Kooperation mit SHK-Unternehmen bietet Win-win-Situation <strong>für</strong> alle Beteiligten<br />

Individuell ausgelegte Contracting-Lösungen ermöglichen eine wirtschaftliche und nachhaltige Modernisierung der Energieversorgung,<br />

ohne eigene Investitionen tätigen zu müssen. Neben finanziellen Vorteilen profitieren Contracting-Kunden zudem von deutlichen<br />

Effizienzsteigerungen und einer verbesserten CO 2<br />

-Bilanz. Auch <strong>für</strong> Handwerksbetriebe eröffnet sich hier ein neues, zukunftsfähiges<br />

Geschäftsfeld. So beispielsweise bei einem Projekt in der Stadt Hörstel: Im Zuge der Erneuerung der Heizzentrale von vier<br />

kommunalen Liegenschaften wurde im Rahmen eines Contractings eine neue, effiziente Kombination von Blockheizkraftwerk (BHKW)<br />

und Brennwertkessel installiert.<br />

Die Erneuerung technischer Anlagen zur<br />

Energieerzeugung ist eine sinnvolle Ausgabe,<br />

um deutliche finanzielle Entlastungen<br />

durch moderne Technologien und eine effiziente<br />

Betriebsweise zu bewirken. Doch<br />

häufig wird das zur Verfügung stehende<br />

Kapital vorzugsweise entweder in das Kerngeschäft<br />

investiert oder schlicht als wirtschaftliche<br />

Reserve einbehalten. Ebenso<br />

kann es sein, dass <strong>die</strong> Modernisierung der<br />

Energieversorgung in ökonomisch schwächeren<br />

Phasen oder im Nachgang bereits getätigter<br />

Investitionen erforderlich wird und<br />

der Betreiber demzufolge hier<strong>für</strong> auf keine<br />

zusätzlichen finanziellen Mittel zurückgreifen<br />

kann. Diese Rahmenbedingungen<br />

gestalten eine Auftragsumsetzung seitens<br />

des Fachhandwerks oft äußerst schwierig,<br />

sodass eine Contracting-Lösung einen Ausweg<br />

aus <strong>die</strong>ser Situation bieten kann.<br />

Die „Wärmeinsel“ im Stadtteil Hörstel-Riesenbeck setzt sich aus einer Turnhalle, einem Hallenbad<br />

sowie einem großen, winkelförmigen Gebäudekomplex, in dem sich sowohl <strong>die</strong> Stadtverwaltung<br />

als <strong>auch</strong> <strong>die</strong> Grundschule befinden, zusammen. <br />

Bild: Stadt Hörstel<br />

Contracting in Kooperation mit<br />

einem Handwerksbetrieb<br />

Bei einem Contracting in Kooperation<br />

mit einem Fachhandwerksbetrieb über-<br />

40 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


®<br />

0100_titel2012.indd 1 Titel_012012.indd 1 05.04.12 09:17 09:09<br />

®<br />

Besser inwohnen<br />

Ausgabe 1/2012<br />

D € 4,90 | A € 5,40 | CHF 8,90<br />

4 191858 504904 01<br />

Mai / Juni 2012<br />

Wohntrends 2012<br />

So holen Sie <strong>die</strong> Natur nach Hause<br />

Extra: BAD Ausgabe Mai/Juni/2012<br />

www.in-wohnen.de<br />

Ideen <strong>für</strong> Küche, Bad & komfortables Wohnen<br />

EXTRA:<br />

BAD<br />

AUF ÜBER<br />

60 SEITEN<br />

DAS GEHEIMNIS EINER<br />

GUTEN BADPLANUNG<br />

- Die besten Gestaltungstipps -<br />

WIE SIE DIE RICHTIGE<br />

DUSCHE FINDEN<br />

- Mit großer Produktübersicht -<br />

Wohntrends 2012<br />

So<br />

ENERGIESPAREN<br />

- Mit dem richtigen Licht -<br />

COLOURBLOCKING<br />

Kultiger Hausumbau in London<br />

holen Sie <strong>die</strong><br />

Natur nach Hause<br />

Bestellung<br />

Ich / Wir bestelle(n) ab sofort das 4 x im Jahr erscheinende<br />

Magazin inwohnen zum jährlichen Bezugspreis von € 17,60<br />

(inkl. MwSt. und Versandkosten)<br />

_______________________________________________<br />

Vorname, Name<br />

_______________________________________________<br />

Straße<br />

_______________________________________________<br />

PLZ / Ort<br />

_______________________________________________<br />

Datum<br />

Unterschrift<br />

Jetzt abonnieren!<br />

Ich weiss, dass ich <strong>die</strong>se Vereinbarung innerhalb von 10 Tagen<br />

mit einer schriftlichen Mitteilung an den Verlag widerrufen<br />

kann. Zur Fristwahrung genügt <strong>die</strong> rechtzeitige Absendung.<br />

Das Abonnement gilt <strong>für</strong> ein Kalenderjahr und verlängert sich<br />

um den gleichen Zeitraum, wenn der Bezug nicht ein Vierteljahr<br />

vor Jahresende schriftlich gekündigt wird.<br />

Ich bin damit einverstanden, dass mich der Verlag zu<br />

interessanten Verlagsprodukten per Post, Fax, Telefon<br />

oder E-Mail kontaktiert. Diese Einwilligung kann ich jederzeit<br />

widerrufen. Ich kann der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten<br />

<strong>für</strong> Zwecke der Werbung jederzeit beim Verlag widersprechen.<br />

© arsdigital - Fotolia.com<br />

STROBEL VERLAG GmbH & Co. KG<br />

Postfach 5654, 59806 Arnsberg<br />

Leserservice inwohnen<br />

Tel. 02931 8900-50/54, Fax -38<br />

leserservice@strobel-verlag.de<br />

www.in-wohnen.de<br />

Bitte per Fax zurück an:<br />

02931 8900-38


Reportage<br />

Contracting<br />

über Maßnahmen nach, mit denen <strong>die</strong> Stadt<br />

CO 2<br />

-Emissionen reduzieren und damit ihren<br />

Beitrag zur Energiewende leisten kann.<br />

Im Zuge dessen kam es zu Überlegungen,<br />

ob hier <strong>die</strong> Anschaffung eines Blockheizkraftwerks<br />

(BHKW) eine angemessene<br />

Lösung <strong>für</strong> <strong>die</strong> Stadt sein könnte. Mit der<br />

Anlage lassen sich <strong>die</strong> Vorzüge der Kraft-<br />

Wärme-Kopplung unmittelbar nutzen, da<br />

Strom und Wärme effizient direkt vor Ort<br />

produziert und verbr<strong>auch</strong>t werden.<br />

Um <strong>die</strong> Einsparpotenziale durch den<br />

Betrieb des BHKWs angemessen auszunimmt<br />

ein privater Dienstleister je nach<br />

Kundenwunsch Planung, Installation, Wartung<br />

sowie Betrieb der notwendigen Anlagentechnik<br />

und trägt in jedem Fall sowohl<br />

<strong>die</strong> finanziellen als <strong>auch</strong> <strong>die</strong> technischen<br />

Risiken. Im Gegenzug verpflichtet sich der<br />

Contracting-Kunde, <strong>die</strong> Energie zu vertraglich<br />

vereinbarten Konditionen abzunehmen<br />

und profitiert dabei von günstigeren<br />

und langfristig planbaren Kosten.<br />

Darüber hinaus trägt der Einsatz hocheffizienter<br />

Anlagentechnik zu erheblichen<br />

Primärenergie- und CO 2<br />

-Einsparungen bei.<br />

„Wärmeinsel“ Hörstel-Riesenbeck<br />

Contracting stellt ebenfalls <strong>für</strong> Kommunen<br />

und öffentliche Einrichtungen eine attraktive<br />

Lösung dar. Denn <strong>auch</strong> <strong>für</strong> Städte<br />

und Gemeinden ist wirtschaftliches Handeln<br />

unvermeidlich. Gleichzeitig werden<br />

sie zunehmend vonseiten der Politik in<br />

<strong>die</strong> Pflicht genommen, <strong>die</strong> Energiewende<br />

in öffentlichen Gebäuden einzuläuten.<br />

Vor <strong>die</strong>sen Hintergründen hat sich z. B. <strong>die</strong><br />

nord rhein-westfälische Stadt Hörstel bei<br />

der Energieversorgung der sogenannten<br />

„Wärmeinsel“ <strong>für</strong> eine Contracting-Lösung<br />

entschieden. Die Wärmeinsel im Stadtteil<br />

Riesenbeck setzt sich aus vier räumlich<br />

direkt benachbarten kommunalen Einrichtungen<br />

zusammen: einer Turnhalle, einem<br />

Hallenbad sowie einem großen, winkelförmigen<br />

Gebäudekomplex, in dem sich sowohl<br />

<strong>die</strong> hiesige Stadtverwaltung als <strong>auch</strong><br />

<strong>die</strong> Grundschule befinden.<br />

Die Heiztechnikzentrale der Wärmeinsel<br />

Riesenbeck hat ihren Standort im Kellergeschoss<br />

des Hallenbades. Die Wärmeversorgung<br />

übernahm seit 1994 ein erdgasbetriebener<br />

Brennwertkessel, der mit einer<br />

Leistung von 500 kW nicht nur in dem<br />

Hallenbad und der angrenzenden Turnhalle,<br />

sondern mittels einer 50 m langen<br />

Nah wärmeleitung ebenfalls in der Grundschule<br />

und Stadtverwaltung <strong>für</strong> <strong>die</strong> richtige<br />

Raum- und Wassertemperatur sorgte.<br />

Da der Brennwertkessel nach 15 Jahren Betrieb<br />

nicht mehr dem Stand der Technik<br />

entsprach, wurde 2009 über <strong>die</strong> Erneuerung<br />

der Heizungsanlage diskutiert. Für<br />

<strong>die</strong> Modernisierung sprach zudem <strong>die</strong> Tatsache,<br />

dass <strong>die</strong> Bundesregierung zu <strong>die</strong>sem<br />

Zeitpunkt mit dem Konjunkturprogramm<br />

II <strong>für</strong> Zukunftsinvestitionen von Kommunen<br />

und Ländern Fördermittel zur Verfügung<br />

stellte.<br />

Dezentrale Strom- und<br />

Wärmeerzeugung mit BHKW<br />

Darüber hinaus dachten <strong>die</strong> Verantwortlichen<br />

in Hörstel bereits seit geraumer Zeit<br />

Für eine hohe Auslastung des BHKWs und damit eine effiziente Betriebsweise ist der Wärmebedarf<br />

einer Liegenschaft entscheidend. Diesen deckt <strong>die</strong> „Wärmeinsel“ mit ihren vier Einrichtungen<br />

samt ganzjährig geöffnetem Hallenbad ausreichend ab.<br />

Das BHKW ist so ausgelegt, dass es <strong>die</strong> Wärmegrundlast der zu versorgenden Liegenschaften abdeckt.<br />

Ergänzt wird <strong>die</strong> Anlage durch einen parallel betriebenen Brennwertkessel mit einer Leistung<br />

von 460 kW, der zu Spitzenlastzeiten zugeschaltet wird. <br />

Bild: Voss <strong>Haustechnik</strong><br />

schöpfen, sollten <strong>die</strong> Anlagen eine möglichst<br />

hohe Betriebsstundenzahl und damit<br />

<strong>auch</strong> einen hohen Jahresnutzungsgrad<br />

erreichen. Da der produzierte Strom<br />

ins Netz eingespeist werden kann, ist hier<br />

der Wärmebedarf einer Liegenschaft entscheidend<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Auslastung der Anlage.<br />

Diesen deckt <strong>die</strong> „Wärmeinsel“ mit ihren<br />

vier Einrichtungen samt ganzjährig geöffnetem<br />

Hallenbad ausreichend ab. „Die Ausgangssituation<br />

war wie <strong>für</strong> uns geschaffen.<br />

Auch der Stadtrat stand fraktionsübergreifend<br />

hinter der Idee – vorausgesetzt, dass<br />

42 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


18.500 GWH/JAHR SOLARENERGIE<br />

VERSORGEN IN DEUTSCHLAND<br />

MEHR ALS 5 MILLIONEN HAUSHALTE<br />

SCHOTT Solar ist der richtige Partner <strong>für</strong> das Handwerk. Bei jedem<br />

unserer Module können Sie sich auf Leistungsstabilität verlassen, auf überstrenge<br />

Qualitätsprüfungen und einen Partner, der mit dem Handwerk<br />

auf Augenhöhe e zusammenarbeitet. Mehr Infos unter www.schottsolar.com<br />

Unabhängiger Modultest<br />

von Solarpraxis<br />

und TÜV Rheinland<br />

SCHOTT Solar<br />

SCHOTT PROTECT TM POLY 290<br />

SEHR GUT (–)<br />

pv magazine 02/2011<br />

Bis zu<br />

30 Jahre<br />

Ammoniakbeständigkeit<br />

LEISTUNGS-<br />

GARANTIE<br />

entdecke <strong>die</strong> Sonne


Reportage<br />

Contracting<br />

Vor-Ort-Besprechung der Projektbeteiligten zu den Einzelheiten der neuen Wärme- und Stromversorgung<br />

(v. l.): Johannes Bäumer (Technisches Bauamt der Stadt Hörstel), Christian Voss (Geschäftsführer<br />

der Voss <strong>Haustechnik</strong> GmbH) sowie Rainer Oesting (Kundenbetreuer bei der RWE ED).<br />

Die Installation und <strong>die</strong> Inbetriebnahme der neuen Anlage erfolgten im Rahmen einer exklusiven<br />

Kooperationspartnerschaft durch ein Unternehmen des Fachhandwerks-Verbundes °celseo.<br />

einem BHKW doch noch umgesetzt werden<br />

könnte, überprüfte <strong>die</strong> Kommune als<br />

alternativen Lösungsweg mit mehreren<br />

Anbietern <strong>die</strong> Möglichkeit eines Contractings.<br />

Hier tat sich <strong>die</strong> RWE Energie<strong>die</strong>nstleistungen<br />

GmbH (RWE ED) als zukünftiger<br />

Partner hervor, da das Unternehmen<br />

<strong>die</strong> Stadtverantwortlichen schlichtweg mit<br />

dem besten Gesamtkonzept überzeugte.<br />

Der Dortmunder Energie<strong>die</strong>nstleister übernahm<br />

mit einem sechsstelligen Investitionsvolumen<br />

<strong>die</strong> Finanzierung der neuen<br />

Heizzentrale samt BHKW und ist <strong>für</strong> einen<br />

Zeitraum von zehn Jahren <strong>für</strong> den Be<strong>die</strong><br />

Umsetzung <strong>auch</strong> wirtschaftlich rentabel<br />

ist“, erinnert sich Johannes Bäumer<br />

vom Technischen Bauamt der Stadt Hörstel.<br />

„Eine Überprüfung ergab allerdings,<br />

dass wir nach 15 Jahren Betrieb eine Unterdeckung<br />

von bis zu 50 000 Euro erreichen<br />

würden und damit <strong>die</strong> Anschaffung<br />

eines BHKWs in Eigenregie <strong>für</strong> uns leider<br />

unrentabel war.“ Daraufhin wurde das Vorhaben<br />

zunächst ad acta gelegt.<br />

Contracting – ein profitables Modell<br />

Im Zuge weiterer Überlegungen, wie<br />

<strong>die</strong> favorisierte Energieerzeugung mit<br />

trieb und <strong>die</strong> Wartung der Anlage verantwortlich.<br />

Eine Fernüberwachung durch einen<br />

24-Stunden-Bereitschafts<strong>die</strong>nst sorgt<br />

zudem <strong>für</strong> eine hohe Versorgungssicherheit<br />

der „Wärmeinsel“.<br />

Die mit der Stadt Hörstel vereinbarten<br />

Tarife <strong>für</strong> <strong>die</strong> Energielieferung sind dabei<br />

so kalkuliert, dass der öffentliche Haushalt<br />

im Rahmen des Contractings von deutlichen<br />

Einsparungen sowohl bei den Wärme-<br />

als <strong>auch</strong> bei den Stromkosten profitiert.<br />

„Die vom BHKW erzeugte Energie beziehen<br />

wir zu sehr attraktiven Konditionen<br />

vom Contractor. Das war <strong>für</strong> uns und den<br />

Stadtrat sicherlich eines der ausschlaggebenden<br />

Kriterien da<strong>für</strong>, dass wir uns <strong>für</strong><br />

<strong>die</strong> Contracting-Lösung mit RWE ED entschieden<br />

haben“, erklärt Wilhelm Peters,<br />

Stadtkämmerer der Stadt Hörstel. „Zudem<br />

sind <strong>die</strong> vom Energieträger Erdgas abhängigen<br />

Wärme- und Stromkosten nicht gänzlich<br />

von der Marktpreisentwicklung abgekoppelt.<br />

Es ist eine gewisse Flexibilität, <strong>die</strong><br />

sich möglicherweise durch den Wettbewerb<br />

ergibt, mit in <strong>die</strong> Vertragsgestaltung aufgenommen<br />

worden. So sind <strong>die</strong> Tarife zunächst<br />

lediglich <strong>für</strong> zwei Jahre an den bestehenden<br />

Erdgasliefervertrag gebunden.<br />

Danach können <strong>für</strong> <strong>die</strong> folgenden Zeiträume<br />

neue Preise vereinbart werden. Sollten<br />

wir beispielsweise einen Lieferanten mit<br />

günstigeren Konditionen finden, dann besteht<br />

<strong>die</strong> Möglichkeit, <strong>die</strong>se als Grundlage<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Anpassung der Energiepreise anzuwenden“,<br />

erklärt der Stadtkämmerer.<br />

Die konkrete Umsetzung der Modernisierung<br />

der Heizzentrale erfolgte schließlich<br />

im Frühjahr 2011. Zur Sicherstellung<br />

der Versorgung der „Wärmeinsel“ kamen<br />

ein wärmegeführtes BHKW und ein neuer<br />

Brennwertkessel zum Einsatz. Die Demontage<br />

des veralteten Heizkessels sowie<br />

<strong>die</strong> Installation und <strong>die</strong> Inbetriebnahme<br />

der neuen Anlage erfolgten im Rahmen einer<br />

exklusiven Kooperationspartnerschaft<br />

durch ein Unternehmen des Fachhandwerks-Verbundes<br />

°celseo – der Voss <strong>Haustechnik</strong><br />

GmbH aus Haselünne. Um Beeinträchtigungen<br />

des Schulbetriebes durch <strong>die</strong><br />

Umbaumaßnahmen zu vermeiden, wurde<br />

dabei ein Großteil der Arbeiten innerhalb<br />

der zweiwöchigen Osterferien durchgeführt.<br />

Bereits nach einer Woche konnte <strong>die</strong><br />

Kommune <strong>die</strong> neue Anlage in Betrieb nehmen.<br />

Anschließend wurde das Schwimmbadwasser<br />

aufgeheizt und das Hallenbad<br />

stand direkt nach der Ferienzeit am 2. Mai<br />

wieder uneingeschränkt zur Verfügung.<br />

Für das traditionsreiche SHK-Familienunternehmen<br />

war <strong>die</strong>s das erste Projekt<br />

auf dem Gebiet des Contractings. „Die Ko-<br />

44 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


www.<strong>IKZ</strong>.de/XING<br />

2.024 Mitglieder im Forum Haus- und Gebäudetechnik (Stand: Juni 2012)<br />

AQUAREA - DAS INNOVATIVE<br />

WÄRMEPUMPENSYSTEM<br />

VON PANASONIC<br />

Die ideale Lösung <strong>für</strong> Neu- und Altbauten<br />

· Moderne modulierende Luft-/Wasser-Wärmepumpen zur Minimierung<br />

von Energieverbr<strong>auch</strong> und CO 2 -Emissionen<br />

· Reduzierte Energiekosten dank eines COP von bis zu 4,74<br />

· Große Modellpalette (3-16 kW Heizleistung, Kompakt- oder<br />

Splitsystem, ein- und dreiphasig)<br />

· Drei Ausführungen mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis:<br />

- Aquarea LT - Standard-Wärmepumpe,<br />

Vorlauftemperatur bis 55°C<br />

- Aquarea HT - <strong>für</strong> hohe Vorlauftemperaturen bis 65°C<br />

- Aquarea T-CAP - <strong>für</strong> gleichbleibende Heizleistung<br />

bis -15°C Außentemperatur<br />

PRO Club<br />

· Flexible Anbindungsmöglichkeiten an Solaranlagen und<br />

bestehende Heizsysteme<br />

Aquarea: <strong>für</strong> den modernen Installateur - über den Großhandel!<br />

Gratis registrieren und Mitglied werden<br />

www.panasonicproclub.com<br />

Solaranbindung<br />

Hocheffizientes<br />

Heizen<br />

Umweltverträgliches<br />

<strong>Kälte</strong>mittel<br />

R410A<br />

Heizbetrieb<br />

bis<br />

-20 ºC<br />

AUSSEN-<br />

TEMPERATUR<br />

SOLAR<br />

Br<strong>auch</strong>warmwasser<br />

BWW<br />

www.panasonic.de


Reportage<br />

Contracting<br />

operation mit einem Energie<strong>die</strong>nstleister<br />

ist eine logische Konsequenz aus den zahlreichen<br />

Berührungspunkten, <strong>die</strong> es zwischen<br />

dem Fachhandwerk und der Energiebranche<br />

gibt. Hierzu gehören <strong>die</strong> Bereiche<br />

Wärme, <strong>Kälte</strong> oder Druckluft ebenso<br />

wie <strong>die</strong> gemeinsame Strom- und Wärmeerzeugung<br />

mithilfe der Kraft-Wärme-Kopplung“,<br />

sagt Christian Voss, Geschäftsführer<br />

der Voss <strong>Haustechnik</strong> GmbH. „Contracting<br />

ist zudem ein Geschäftsfeld mit<br />

Zukunft. Denn Kunden kommen auf <strong>die</strong>se<br />

Weise zu einer modernen, energieeffizienten<br />

Anlage, selbst wenn sie gerade nicht<br />

so viel investieren können.“<br />

Effiziente Kombination von BHKW<br />

und Brennwertkessel<br />

Das in Hörstel-Riesenbeck installierte<br />

BHKW verfügt über eine Leistung<br />

von 18 kW elektrisch sowie 36 kW thermisch<br />

und erreicht einen Wirkungsgrad,<br />

der über 90 % liegt. Gemessen an den prognostizierten<br />

6500 Betriebsstunden produziert<br />

das BHKW auf der Wärmeseite etwa<br />

rund 240 000 kWh jährlich und deckt damit<br />

<strong>die</strong> Grundlast der zu versorgenden Liegenschaften.<br />

Ergänzt wird <strong>die</strong> Anlage durch einen<br />

parallel betriebenen Brennwertkessel<br />

mit einer Leistung von 460 kW. Das zusätzliche<br />

Heizgerät liefert <strong>die</strong> über <strong>die</strong> Grundlast<br />

hinaus angeforderte Wärme, indem es<br />

zu Spitzenlastzeiten – beispielsweise im<br />

Winter – zugeschaltet wird. Die Beteiligten<br />

gehen davon aus, dass zur Deckung<br />

des gesamten Wärmebedarfs der vier Einrichtungen<br />

über den Brennwertkessel voraussichtlich<br />

um <strong>die</strong> 560 000 kWh pro Jahr<br />

angefordert werden. Um möglichst lange<br />

und unterbrechungsfreie Laufzeiten des<br />

BHKWs zu ermöglichen, wurde <strong>die</strong> Anlage<br />

zudem durch einen Pufferspeicher mit<br />

einem Volumen von 2200 l komplettiert.<br />

Hier erfolgt <strong>die</strong> Bevorratung der durch das<br />

BHKW erzeugten Wärme.<br />

Gleichzeitig produziert das BHKW<br />

auf das gesamte Jahr bezogen rund<br />

120 000 kWh Strom. „Unsere Annahme ist,<br />

dass <strong>die</strong> Stadt Hörstel wegen zeitweiliger<br />

Überversorgung davon etwa 100 000 kWh<br />

kos tengünstig selbst nutzen kann, während<br />

<strong>die</strong> restlichen 20 000 kWh ins öffentliche<br />

Netz eingespeist werden“, erläutert<br />

Rainer Oesting, Kundenbetreuer bei<br />

der RWE ED und <strong>für</strong> das Projekt der Stadt<br />

Hörstel verantwortlich. „Damit deckt das<br />

BHKW einen Großteil des jährlichen Strombedarfs<br />

der ‚Wärmeinsel’. Und beim Bezug<br />

des darüber hinaus benötigten Stroms hat<br />

der Contracting-Kunde grundsätzlich absolute<br />

Wahlfreiheit.“<br />

Die effiziente Energieerzeugung mit<br />

dem BHKW sowie <strong>die</strong> optimale Auslegung<br />

des Systems haben zudem eine positive<br />

Auswirkung auf <strong>die</strong> Energiebilanz der<br />

vier kommunalen Einrichtungen. Denn je<br />

länger <strong>die</strong> Laufzeiten des BHKWs sind, desto<br />

mehr Strom wird direkt vor Ort produziert<br />

und desto weniger Energie aus Großkraftwerken<br />

bezogen. Auf <strong>die</strong>se Weise reduziert<br />

<strong>die</strong> Stadt Hörstel mit der neuen<br />

Anlage <strong>die</strong> klimaschädlichen CO 2<br />

-Emissionen<br />

um rund 50 t jährlich.<br />

Win-win-Situation <strong>für</strong> alle<br />

Beteiligten<br />

Die eigene Strom- und Wärmeversorgung<br />

mithilfe einer Contracting-Lösung<br />

umzusetzen, bewerten <strong>die</strong> Stadtverantwortlichen<br />

<strong>auch</strong> im Nachhinein als <strong>die</strong> absolut<br />

richtige Entscheidung. Die Kommune<br />

konnte so nicht nur <strong>die</strong> Strom- und Wärmeversorgung<br />

der vier Einrichtungen effizient<br />

sichern, sondern <strong>auch</strong> <strong>die</strong> Investitionskosten<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Modernisierung der alten<br />

Heizungsanlage an anderer Stelle einsetzen.<br />

Hinzu kam, dass <strong>die</strong> Stadtverantwortlichen<br />

nicht auf <strong>die</strong> öffentlichen Mittel aus<br />

dem Konjunkturpaket II verzichten mussten,<br />

da <strong>die</strong>se im Vorfeld der Heizanlagenmodernisierung<br />

<strong>für</strong> eine komplette Flachdachsanierung<br />

des Hallenbades mit einer<br />

Fläche von 1000 m² eingesetzt wurde. Die<br />

Dämmung führte wiederum zu einer erhöhten<br />

Energieeinsparung.<br />

Das BHKW produziert<br />

mit einer Leistung<br />

von 18 kW elektrisch<br />

und 36 kW thermisch<br />

gleichzeitig Strom und<br />

Wärme. Damit deckt<br />

<strong>die</strong> Anlage 50 % des<br />

gesamten Strombedarfes<br />

der „Wärmeinsel“.<br />

Die erfolgreiche Umsetzung derartiger<br />

Projekte setzt eine enge Kooperation zwischen<br />

dem Fachhandwerk und dem Energie<strong>die</strong>nstleister<br />

voraus. Diese zeichnete<br />

sich in Hörstel-Riesenbeck durch eine gemeinsame<br />

Vorbereitungsphase sowie <strong>die</strong><br />

gegenseitige Ergänzung der jeweiligen<br />

Kompetenzen aus. „Beide Kooperationspartner<br />

profitieren von <strong>die</strong>sem Projekt“,<br />

resümiert SHK-Unternehmer Voss. „Der<br />

Contractor hat dank seiner langjährigen<br />

Erfahrung <strong>die</strong> Anlageneffizienz optimal<br />

auf <strong>die</strong> Liegenschaften abgestimmt und<br />

kann sie dadurch gewinnbringend betreiben.<br />

Gleichzeitig ist er als Energielieferer<br />

in der Lage, Strom und Wärme zu sehr attraktiven<br />

Preisen anzubieten. Für uns als<br />

Handwerksbetrieb eröffnet sich hier ein<br />

neues Geschäftsfeld, in das wir unser praktisches<br />

Know-how einbringen können. Darüber<br />

hinaus sind wir während der gesamten<br />

Vertragslaufzeit des Contractings sowohl<br />

<strong>für</strong> RWE ED als <strong>auch</strong> <strong>für</strong> den Kunden<br />

der zentrale Ansprechpartner <strong>für</strong> <strong>die</strong> regelmäßig<br />

durchzuführenden Wartungen<br />

an der neuen Anlage.“ <br />

■<br />

Bilder, soweit nicht anders angegeben: RWE<br />

Energie<strong>die</strong>nstleistungen GmbH, Dortmund<br />

www.rwe-energie<strong>die</strong>nstleistungen.de<br />

www.voss-haustechnik.de<br />

46 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


IFH Intherm in Nürnberg 18. - 21.04.2012<br />

Halle 7 A, Stand 7A.002<br />

Prozessbrennkammer<br />

direktbefeuert<br />

Heizleistung: 20 - 1.850 kW<br />

Material: kpl. Edelstahl<br />

100 % Wirkungsgrad<br />

Modulare Massanpassung möglich<br />

Mit/Ohne Gehäuse<br />

Hochtemperatur-Gerät <strong>für</strong><br />

Schrumpftunnel<br />

Zulufttemperatur: +270 °C<br />

Luftleistung: 8.000 m /h<br />

100 % Wirkungsgrad<br />

einseitig saugender Ventilator mit<br />

vom Luftstrom gekapseltem Antriebsmotor<br />

Material: kpl. Edelstahl<br />

Unser Herzstück –<br />

Das Hochleistungs-Heizregister<br />

nordluft Wärme- und Lüftungstechnik GmbH & Co. KG<br />

Robert - Bosch - Str. 5 · 49393 Lohne · Telefon (0 44 42) 889 0<br />

info@nordluft.com · www.nordluft.com<br />

PARTNER MIT PROFIL<br />

KÖPP<br />

Heizungswasser-<br />

Schutzfilter<br />

COMMERCIAL LINE<br />

Variantenreichtum in seiner<br />

höchsten Ausprägung<br />

WILKEDESIGN<br />

Für den<br />

störungsfreien<br />

Betrieb von<br />

modernen<br />

Heizungsanlagen.<br />

Die neuen Vario Kompaktlüftungsgeräte aus dem Hause<br />

HEINEMANN zeichnen sich vor allem durch ihre hohe Variabilität<br />

bei der Geräteanbringung (Multi positioning), Energieeffizienz und<br />

<strong>die</strong> absolut kompakte Bauart aus. Mit Luftmengen bis 3.500 m³/h<br />

finden Sie ihren optimalen Einsatzbereich in Mehr familienhäusern,<br />

Büros, Gaststätten, Kindergärten, Schulen, Turnhallen uvm.<br />

einfach ausgewählt (1 Basisgerät + verschiedene Zubehörpakete)<br />

schnell installiert (stehend oder deckenhängend)<br />

einfach in Betrieb zu nehmen<br />

leicht zu warten<br />

VDI 6022 ready<br />

Passivhaus-zertifiziert (Vario 1500/2500)<br />

ab Lager lieferbar (beim Großhandel)<br />

koepp.de<br />

WILHELM KÖPP ZELLKAUTSCHUK GMBH &CO.KG<br />

Postfach 370123 • 52035 Aachen • Hergelsbendenstraße 20 • 52080 Aachen, Germany<br />

www.koepp.de • info@koepp.de • T +49 (0)241 166 05-0 • F +49 (0)241 166 05-55<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HaustecHnIK<br />

www.heinemann-gmbh.de


Unternehmensführung<br />

Gewährleistung<br />

Beigestellte Materialien –<br />

Risikofelder <strong>für</strong> Auftragnehmer<br />

Die „Geiz ist geil“-Mentalität hat längst <strong>auch</strong> <strong>die</strong> <strong>Haustechnik</strong> erfasst und bereitet SHK-Unternehmern bei der Abwicklung von Bauverträgen<br />

zusätzliche Schwierigkeiten. Es ist <strong>für</strong> viele Auftraggeber in Mode gekommen, sich Angebote unterbreiten zu lassen und<br />

anschließend via Internet oder Baumarkt eine Preisüberprüfung vorzunehmen. Ergebnis ist dann leider allzu häufig eine Materialbeschaffung<br />

außerhalb der werkvertraglichen Beziehung und <strong>die</strong> Reduzierung des Auftrages auf <strong>die</strong> Einbauleistung der dann beigestellten<br />

Materialien. Eine sachliche Auseinandersetzung zu <strong>die</strong>sem Problemfeld beinhaltet <strong>für</strong> den SHK-Unternehmer neben einem<br />

ausgeprägten Risikobewusstsein <strong>auch</strong> <strong>die</strong> Kenntnis der rechtlichen Konfliktpotenziale, <strong>die</strong> mit dem Einbau beigestellter Materialien<br />

verbunden sind.<br />

Was <strong>für</strong> andere Situationen im Baurecht<br />

<strong>auch</strong> gilt, ist <strong>auch</strong> hier der Grundsatz: Der<br />

sicherste Weg zum Haftungsausschluss<br />

ist <strong>die</strong> Ablehnung risikobeladener Aufträge.<br />

Wie in der Praxis allerdings ebenso oft<br />

festgestellt werden kann: Das rechtliche<br />

Gewissen wird durch betriebswirtschaftliche<br />

Zwänge oder andere Begehrlichkeiten<br />

in den Hintergrund gedrängt. Deshalb<br />

macht es Sinn, <strong>die</strong> rechtlichen Risiken<br />

zu beleuchten und Anregungen zu vermitteln,<br />

wie man mit dem Thema der Materialbeistellung<br />

durch den Kunden – wenn<br />

man es denn schon nicht vermeiden kann,<br />

so doch wenigstens haftungsminimierend<br />

– umgehen kann.<br />

Neben der Beratung gehört <strong>die</strong> Lieferung und<br />

Montage von Materialien zu den originären Aufgaben<br />

des Handwerks.<br />

Vertragsdifferenzierung<br />

Zunächst sind zum Thema „Einbau von<br />

beigestellten Materialien“ zwei vertragstypologische<br />

Grundlinien auseinanderzuhalten:<br />

das Kaufrecht und das Werkvertragsrecht.<br />

Der Kunde bezieht das Material<br />

– aus welchen Quellen <strong>auch</strong> immer – im<br />

Rahmen eines Kaufvertrages. Auf <strong>die</strong>ses<br />

Geschäft hat der SHK-Unternehmer, der<br />

anschließend eine<br />

Einbauleistung im<br />

Zuge eines Werkvertrages<br />

vornehmen<br />

soll, keinen<br />

Einfluss. Dennoch<br />

kann es von Vorteil<br />

sein, wenn sich der<br />

SHK-Unternehmer zu den Grundsätzen<br />

des Kaufrechts auskennt. So könnte der<br />

frühzeitig erteilte Hinweis an den Kunden<br />

zu den Gewährleistungsfristen aus einem<br />

Kauf von Baumaterialien später streitvermeidend<br />

wirken. Dem Kunden, als Käufer<br />

von neuen Materialien, <strong>die</strong> später im Rahmen<br />

eines großen Werkvertrages verbaut<br />

werden (z. B. Errichtung einer Heizungsanlage<br />

oder eines kompletten Bades), steht gegenüber<br />

dem Verkäufer des Materials eine<br />

5-jährige Gewährleistungsfrist <strong>für</strong> etwaige<br />

Gewährleistungsmängel zur Seite. Das<br />

legt der § 438, Abs. 1 Nr. 2 b BGB fest. Ist<br />

der Kunde <strong>auch</strong> noch Verbr<strong>auch</strong>er, hat der<br />

Verkäufer von Materialien ein weiteres Problem:<br />

Zeigt sich innerhalb von sechs Monaten<br />

seit Gefahrübergang ein Sachmangel,<br />

so wird vermutet, dass <strong>die</strong> Sache bereits<br />

bei Gefahrübergang mangelhaft war, es<br />

sei denn, <strong>die</strong>se Vermutung ist mit der Art<br />

der Sache oder des Mangels unvereinbar.<br />

So steht es in § 476 BGB zur Beweislastumkehr<br />

im Verbr<strong>auch</strong>sgüterkauf. Darüber hinaus<br />

ist dem Verkäufer von Materialien in<br />

Verbr<strong>auch</strong>ergeschäften verwehrt, dass er<br />

vom gesetzlichen Leitbild abweichende Gewährleistungsfestlegungen<br />

in den AGB vornimmt.<br />

Schließlich hat der EuGH im Sommer<br />

2011 <strong>die</strong> Verbr<strong>auch</strong>errechte gestärkt,<br />

Der sicherste Weg zum<br />

Haftungsausschluss ist <strong>die</strong><br />

Ablehnung risikobeladener Aufträge.<br />

indem im Falle von mangelhaften Materiallieferungen,<br />

der Verbr<strong>auch</strong>er vom Verkäufer<br />

<strong>auch</strong> <strong>die</strong> notwendigen Aus- und Einbaukosten<br />

ersetzt bekam. Diese Grundkenntnisse<br />

kann der SHK-Unternehmer nutzen,<br />

um einerseits den Kunden über seine Rechte<br />

gegenüber den<br />

Materialverkäufern<br />

aufzuklären und<br />

sich andererseits<br />

vor einer eigenen<br />

Inanspruchnahme<br />

zu schützen, wenn<br />

es um Materialmängel<br />

gehen sollte. Im Zusammenhang mit<br />

dem Abschluss eines Vertrages zum Einbau<br />

beigestellter Materialien könnte der<br />

SHK-Unternehmer den Kunden demnach<br />

wie folgt aufklären: „Wir weisen Sie darauf<br />

hin, dass wir <strong>für</strong> <strong>die</strong> von Ihnen beigestellten<br />

Materialien aus unserem Vertragsverhältnis<br />

nicht haften, sondern Ihnen als<br />

Verbr<strong>auch</strong>er gegenüber dem Verkäufer der<br />

Materialien im Falle deren Mangelhaftigkeit,<br />

Rechte aus dem Verbr<strong>auch</strong>sgüterkauf<br />

gemäß §§ 474 ff BGB zustehen…“ (ein entsprechendes<br />

Formular ist auf der Onlineplattform<br />

des Zentralverbands Sanitär Heizung<br />

Klima – ZVSHK – www.shk-musterschreiben.de<br />

verfügbar).<br />

Das beigestellte Material baut der SHK-<br />

Unternehmer dann im Wege eines Werkvertrages<br />

ein, der zumeist in Form eines<br />

Stundenlohnvertrages abgeschlossen wird.<br />

Als Werkunternehmer erfüllt er entweder<br />

– wenn es um Reparaturen oder z. B. das<br />

Auswechseln einzelner Armaturen oder<br />

Bauteile geht – einen sogenannten „kleinen“<br />

Werkvertrag oder – wenn es um<br />

Neuerrichtungen geht – einen „großen“<br />

Werkvertrag. Aus den unterschiedlichen<br />

Werkvertragsarten ergeben sich bekanntermaßen<br />

unterschiedlich lange Gewährleistungsfristen<br />

(2 Jahre oder 5 Jahre). In<br />

48 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


Unternehmensführung<br />

Gewährleistung<br />

der Werkvertragsbeziehung schuldet der<br />

SHK-Unternehmer seinem Auftraggeber<br />

ein mangelfreies Werk. Das schließt im<br />

Fall beigestellter Materialien grundsätzlich<br />

<strong>auch</strong> deren Mangelfreiheit ein. Der<br />

SHK-Unternehmer trägt demnach ein Haftungsrisiko<br />

<strong>für</strong> Sachen, <strong>die</strong> er nicht besorgt<br />

hat, deren Herkunft er demzufolge nicht<br />

einschätzen kann und <strong>für</strong> <strong>die</strong> etwaige Gewährleistungsrisiken<br />

nicht in <strong>die</strong> Preisbildung<br />

eingeflossen sind. In Kenntnis <strong>die</strong>ser<br />

zusätzlichen Haftungsrisiken ist der<br />

SHK-Unternehmer gut beraten, wenn er<br />

<strong>die</strong>s durch ein Anheben seines Stundenlohnes<br />

zu kompensieren versucht und in<br />

Form einer Bedenkenanmeldung (siehe 4.<br />

Schritt – Prüf- und Hinweispflicht wahrnehmen)<br />

seine Haftung begrenzt.<br />

Ermittlung der Vertragskonstellation<br />

Denkbar sind im Wesentlichen zwei<br />

Konstellationen, in denen SHK-Unternehmer<br />

mit dem Einbau beigestellter Materialien<br />

konfrontiert werden können: Im<br />

Rahmen eines bereits abgeschlossenen<br />

Vertrages kommt der Kunde auf <strong>die</strong> Idee,<br />

Materialien beistellen zu wollen, oder es<br />

wird erst ein Vertrag zum Einbau beigestellter<br />

Materialien angeregt. Bei der ers ten<br />

Variante handelt es sich um eine Störung<br />

eines abgeschlossenen Vertrages, in dem<br />

ein Teil der bereits vereinbarten Leis tung<br />

gekündigt wird und ein neues Vertragselement,<br />

nämlich der Einbau beigestellter<br />

Materialien, dazu kommt.<br />

Beides hat, rechtlich gesehen, negative<br />

Folgen <strong>für</strong> den Auftraggeber. Denn der<br />

SHK-Unternehmer behält bezogen auf <strong>die</strong><br />

Vorprogrammierter Konflikt: Liefert der Auftraggeber zum Einbau bestimmte Materialien, so trifft ihn<br />

<strong>die</strong> Hauptpflicht, taugliche Materialien zu liefern. Nichts desto trotz bleibt der Auftragnehmer weiter<br />

in der Pflicht, ein mangelfreies Werk zu errichten.<br />

gekündigte Teilleistung den gesamten ursprünglichen<br />

Vergütungsanspruch. Er<br />

muss sich nur das anrechnen lassen, was<br />

er nun infolge der<br />

Teilkündigung erspart.<br />

Der Gewinn<br />

z. B. bleibt dem Unternehmer<br />

hinsichtlich<br />

des gekündigten<br />

Leistungsteils<br />

erhalten. Zudem<br />

hat er <strong>die</strong> Möglichkeit (wenn sie denn aktiv<br />

genutzt wird…), <strong>für</strong> <strong>die</strong> Einbauleistung<br />

der beigestellten Materialien nun einen<br />

Hinsichtlich der beigestellten<br />

Materialien trifft den Auftragnehmer<br />

eine Prüf- und Hinweispflicht.<br />

anderen (höheren) Preis durchzusetzen.<br />

Im Ergebnis sind das Argumente, <strong>die</strong> <strong>die</strong><br />

Materialbeistellung während eines Vertrages<br />

<strong>für</strong> den Kunden<br />

im Effekt nicht<br />

billiger, sondern<br />

teurer machen würde.<br />

Wenn das allerdings<br />

nicht vermittelt<br />

wird, wandert<br />

<strong>die</strong> Schwarzer-Peter-Karte<br />

auf <strong>die</strong> Seite des SHK-Unternehmers,<br />

und zwar betriebswirtschaftlich und<br />

haftungsrechtlich.<br />

Energieeffizienz und<br />

Warmwasserkomfort<br />

Die elektronischen Durchlauferhitzer <strong>für</strong> Küche, Bad und Wasch becken<br />

begeistern mit energie sparender Technik. Zuverlässige Elektronik und<br />

komfortable Be<strong>die</strong>nung sorgen <strong>für</strong> angenehmen Warm wassergenuss<br />

bei geringen Verbr<strong>auch</strong>skosten.<br />

Qualität »Made in Germany«<br />

www.clage.de


Unternehmensführung<br />

Gewährleistung<br />

Bei der anderen Variante, wenn ein konkreter<br />

Vertrag zum Einbau beigestellter<br />

Materialien abgeschlossen wird, weiß der<br />

SHK-Unternehmer von Anbeginn, worauf<br />

er sich einlässt. Hier sollte er seine Gestaltungs-<br />

und Verhandlungsmöglichkeiten<br />

ausschöpfen. In <strong>die</strong>ser Situation besteht<br />

<strong>die</strong> beste Chance, den Kunden vom Ansinnen<br />

der Materialbeistellung mit sachlich<br />

nachvollziehbaren<br />

Argumenten abzubringen.<br />

Gelingt<br />

das nicht, wird der<br />

Unternehmer entweder<br />

einen reinen<br />

Stundenlohnvertrag<br />

vereinbaren<br />

oder <strong>die</strong>sen mit einem Angebot von weiteren<br />

fehlenden Materialien oder Kleinteilen<br />

kombinieren. In jedem Fall sollte der<br />

SHK-Unternehmer der präzisen Beschreibung<br />

der von ihm geschuldeten Leis tung<br />

große Aufmerksamkeit widmen.<br />

Vertragsinhalt festlegen<br />

Liefert der Auftraggeber zum Einbau bestimmte<br />

Materialien, trifft ihn <strong>die</strong> Hauptpflicht,<br />

taugliche Materialien zu liefern<br />

(§ 642 BGB). Der Auftragnehmer bleibt <strong>auch</strong><br />

bei beigestellten Materialien in der Hauptpflicht,<br />

dass letztlich das von ihm errichtete<br />

Werk mangelfrei ist (§ 631 BGB). Gerade<br />

weil sich hier ein Konfliktfeld auftut,<br />

wirkt eine klare Absprache zu den beabsichtigten<br />

vertraglichen Inhalten streitvermeidend.<br />

Ausgehend von den Hauptpflichten<br />

ist es ein Gebot der Vertragsklarheit<br />

und Haftungsbegrenzung, Leistungsumfang<br />

und ggf. Schnittstellen zu bestimmen,<br />

und zwar schriftlich. Das beginnt mit dem<br />

präzisen Hinweis, dass bezogen auf <strong>die</strong> beigestellten<br />

Materialien nur der Einbau geschuldet<br />

ist. Zur Abgrenzung der Verantwortung<br />

ist das vom Kunden beigestellte<br />

Material nach Position, Art, Menge, usw.<br />

genau zu bezeichnen. Vorausschauend handelt<br />

der Unternehmer, wenn er mit dem<br />

Kunden Absprachen zur Prüfung der Materialien<br />

schriftlich festhält und über Transport-<br />

oder Baustellenrisiken spricht. Natürlich<br />

hat er mit den beigestellten Materialien<br />

GMBH<br />

Die Anmeldung von Bedenken bei<br />

beigestellten Materialien ist Voraussetzung<br />

<strong>für</strong> eine Haftungsbefreiung.<br />

Die<br />

Nr .1<br />

72581 Dettingen · Vogelsangstr. 26 /2 B<br />

Telefon 0 7123 / 976730 · Fax 976740<br />

info@fawas.de www.fawas.de<br />

sorgsam umzugehen und ggf. schuldhaft<br />

verursachte Schäden zu begleichen. Konflikte<br />

entstehen aber, weil <strong>die</strong>s gerade im<br />

Fall von beigestellten Materialien oft nicht<br />

zweifelsfrei festgestellt werden kann. War<br />

<strong>die</strong> Ecke des Waschbeckens bereits abgebrochen,<br />

als der Unternehmer <strong>die</strong> Verpackung<br />

öffnete, oder ist es ihm bei der Montage<br />

passiert? Der Kunde ist in <strong>die</strong>sem Moment<br />

in der Regel<br />

nicht vor Ort. Dieses<br />

Vertragsproblem ist<br />

eng mit dem Einbau<br />

beigestellter Materialien<br />

verbunden<br />

und kann praktisch<br />

nicht gelöst werden.<br />

Weder ein genereller Haftungsausschluss<br />

<strong>für</strong> den Auftragnehmer, noch <strong>die</strong> Übernahme<br />

der Verantwortung <strong>für</strong> etwaige Transsportschäden<br />

durch den Auftragnehmer<br />

wären hier sachgerecht. Was hier wie vereinbart<br />

werden kann, wird ein „Ritt durch<br />

den Nebel“ bleiben. Als vertraglich vereinbart<br />

gilt nur das, worüber Willensübereinkunft<br />

zwischen den Parteien erzielt wurde.<br />

Beschränkt sich der Unternehmer auf<br />

mündliche Hinweise bzw. Vereinbarungen,<br />

muss er wissen, wie das später gegebenenfalls<br />

bewiesen werden kann. Ergeben sich<br />

aus dem Verlangen des Auftraggebers zur<br />

Verwendung beigestellter Materialien Gefahren<br />

<strong>für</strong> Leib und Leben, sollte der Unternehmer<br />

dazu keinen Vertrag abschließen,<br />

bzw. einen bestehenden Vertrag kündigen.<br />

In <strong>die</strong>sem Fall würde <strong>auch</strong> eine deutliche<br />

Bedenkenanmeldung nicht vor einer Haftung<br />

schützen.<br />

Prüf- und Hinweispflicht<br />

wahrnehmen<br />

Hinsichtlich der beigestellten Materialien<br />

trifft den Auftragnehmer eine Prüfund<br />

Hinweispflicht. Diese Pflicht hat er<br />

immer, unabhängig davon, ob Material im<br />

Verlaufe eines Vertrages beigestellt oder<br />

ein Vertrag dazu erst abgeschlossen wird.<br />

Die Rechtsprechung verlangt vom Unternehmer,<br />

dass er den unerfahrenen Auftraggeber<br />

über eine <strong>für</strong> dessen Bedürfnisse<br />

zweckmäßige Gestaltung der Werkleistung<br />

aufzuklären und ihn bei Reparaturen über<br />

<strong>die</strong> optimalen Realisierungsmöglichkeiten<br />

zu informieren hat. Er muss den Auftraggeber<br />

darauf hinweisen, wenn zu be<strong>für</strong>chten<br />

ist, dass <strong>die</strong> Materialien nicht geeignet<br />

sind. Das sollte er tun, sobald er von den<br />

beizustellenden Materialien Kenntnis nehmen<br />

kann, also entweder bereits bei den<br />

Vertragsverhandlungen oder spätestens<br />

bei Übergabe der Materialien. Die Recht-<br />

sprechung zu den Aufklärungs- und Hinweispflichten<br />

ist umfangreich. Die Tendenz<br />

aus <strong>die</strong>sen Entscheidungen lässt erkennen,<br />

dass <strong>die</strong> Ansprüche an <strong>die</strong> Erfüllung <strong>die</strong>ser<br />

Pflicht immer höher gesetzt werden.<br />

Es gilt der Grundsatz: Je mehr desto besser;<br />

oder: Wer schreibt, der bleibt. Im Mai<br />

letzten Jahres hat sich das OLG Koblenz<br />

(OLG Koblenz, Beschluss vom 03. 05. 2011<br />

- 5 U 141/11) zur differenzierten Hinweispflicht<br />

des Auftragnehmers geäußert: Bedenken<br />

gegen <strong>die</strong> vorgesehene Art der Ausführung<br />

sind hinreichend konkret zu fassen.<br />

Was dabei im Einzelfall erforderlich<br />

ist, hängt <strong>auch</strong> davon ab, ob der Auftraggeber<br />

selbst sachkundig ist. Ist er nicht<br />

sachkundig, muss der Unternehmer intensiver<br />

aufklären.<br />

Der Unternehmer muss <strong>auch</strong> ein eigenes<br />

vitales Interesse an der ordnungsgemäßen<br />

Wahrnahme der Prüfpflicht haben, denn<br />

schließlich hängt <strong>die</strong> Erfüllung seines<br />

Werkvertrages daran. Allein wegen Verletzung<br />

der Prüfpflicht können auf den Unternehmer<br />

Schadenersatzansprüche zukommen,<br />

wenn aus <strong>die</strong>ser Verletzung Mängel<br />

entstehen. Die Anmeldung von Bedenken<br />

des SHK-Unternehmers bei beigestellten<br />

Materialien ist Voraussetzung <strong>für</strong> eine Haftungsbefreiung.<br />

Mit den Bedenken wird<br />

dem Auftraggeber unmissverständlich<br />

mitgeteilt, dass sich mit den beigestellten<br />

Materialien möglicherweise der beabsichtigte<br />

Erfolg nicht einstellt. Dazu genügt bereits<br />

<strong>die</strong> begründete Vermutung. Eine solche<br />

Mitteilung muss inhaltlich eindeutig,<br />

zutreffend, umfassend, klar und verständlich<br />

sein. Reagiert der Auftraggeber darauf<br />

nicht oder ablehnend, sollte der SHK-Unternehmer<br />

nochmals seine Bedenken anmelden.<br />

Die erforderlichen Schreiben dazu<br />

sind auf der Internetplattform des ZVSHK<br />

„Musterschreiben <strong>für</strong> den Baurechtsverkehr“<br />

unter www.shk-musterschreiben.de<br />

mit entsprechenden Verwendungshinweisen<br />

verfügbar. Vor einer Prüfpflicht kann<br />

sich der SHK-Unternehmer allenfalls durch<br />

eine individuelle ausdrückliche vertragliche<br />

Verabredung befreien.<br />

Tipp: Eine weitergehende Behandlung<br />

des Themas finden organisierte Betriebe<br />

im ZVSHK-Merkblatt „Verarbeitung und<br />

Einbau der von Auftraggebern beigestellten<br />

Materialien sowie <strong>die</strong> Haftungssituation<br />

des SHK-Mitgliedsunternehmens“. ■<br />

www.wasserwaermeluft.de<br />

Autor: RA Dr. Hans-Michael Dimanski, Geschäftsführer<br />

der SHK-Landesverbände Sachsen-Anhalt<br />

und Thüringen.<br />

50 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


eportage<br />

Flüssiggas<br />

Von der Nordsee in den Tank<br />

Informative Dokumentation auf <strong>IKZ</strong>.TV<br />

Liquefied Petroleum Gas (LPG), umgangssprachlich als Flüssiggas bezeichnet, kommt hierzulande auf vielseitige Weise zum<br />

Einsatz: Es heizt Wohnräume und Produktionshallen, wird in der Industrie als Prozessenergie eingesetzt, befeuert Gasherde<br />

und sorgt in Form von Autogas <strong>für</strong> entspannte Gesichter an den Zapfsäulen. Rund ein Drittel des deutschen Flüssiggasbedarfs<br />

stammt aus dem Nordseeraum. Von dort gelangt es per Schiff, Schiene und Straße zum Endverbr<strong>auch</strong>er. Über den Weg <strong>die</strong>ser<br />

wertvollen Fracht informiert eine Filmproduktion aus dem Hause Primagas, <strong>die</strong> unter www.ikz.tv angeschaut werden kann.<br />

Rund anderthalb Tage br<strong>auch</strong>t ein Tankschiff<br />

von der norwegischen Hafenstadt<br />

Mongstad bis zum Nordsee Gas Terminal<br />

(NGT) in Brunsbüttel an der schleswigholsteinischen<br />

Küste. Das NGT ist das einzige<br />

Seeimport-Terminal <strong>für</strong> Flüssiggas in<br />

Deutschland und damit einer der wichtigsten<br />

Logistikstandorte der Branche. Hier wird <strong>die</strong><br />

sogenannte „Feldware“ angeliefert, gespeichert<br />

und an <strong>die</strong> verschiedenen Zwischenlager<br />

in Deutschland verteilt. Dabei handelt es<br />

sich um Flüssiggas, das aus den Öl- und Gasfeldern<br />

der Nordsee stammt. Daneben gibt es<br />

noch <strong>die</strong> sogenannte Raffinerieware. So wird<br />

Flüssiggas bezeichnet, das in Raffinerien als<br />

Nebenprodukt entsteht, zum Beispiel bei der<br />

Benzin- und Dieselerzeugung. Rund ein Viertel<br />

des deutschen LPG-Bedarfs wird am NGT<br />

umgeschlagen. Dabei sind anspruchsvolle logistische<br />

und sicherheitstechnische Aufgaben<br />

zu meistern, wie <strong>die</strong> TV-Reportage eindrucksvoll<br />

und anschaulich zeigt.<br />

Beispielsweise wird das LPG flüssig gelagert<br />

und transportiert, weil es in <strong>die</strong>sem<br />

Zustand nur einen Bruchteil (1:260) seines<br />

gasförmigen Volumens besitzt. Um das Gas<br />

zu verflüssigen, wird es unter seinen Siedepunkt<br />

von - 42,1 °C gekühlt. In dem Zustand<br />

ist es fast drucklos und sieht beinahe<br />

aus wie Wasser. Die Lagerung bzw. der<br />

Transport kann in <strong>die</strong>ser tiefkalten Phase<br />

1, 2, 3<br />

FehlerFrei!<br />

Die lösung <strong>für</strong> installateure.<br />

erfolgen. Sie kann aber <strong>auch</strong> unter temperaturabhängigem<br />

Druck bei Plustemperaturen<br />

erfolgen. In der Praxis kommen beide<br />

Varianten zum Einsatz.<br />

Am Zielort angekommen dauert es rund<br />

32 Stunden, bis ein großer Tanker vollständig<br />

entleert ist. Dabei wird das Schiff über<br />

<strong>die</strong> gesamte Löschzeit penibel überwacht.<br />

Es folgt <strong>die</strong> Verladung des flüssigen Gutes<br />

in <strong>die</strong> Eisenbahnkesselwagen, mit denen<br />

rund 70 % der importierten Ware umgeschlagen<br />

und auf den Weg ins Hauptverteilzentrum<br />

nach Maschen im Landkreis<br />

Hamburg gebracht wird. Das restliche<br />

Flüssiggas wird in Straßentankwagen<br />

transportiert. In Maschen lagern <strong>die</strong> Vorräte<br />

in zwei von Erde bedeckten Flüssiggastanks<br />

mit einem Fassungsvermögen<br />

von jeweils 415 000 l. Von dort aus wird das<br />

Flüssiggas wieder abgezapft und per Lkw<br />

an <strong>die</strong> Haushalte in der Region geliefert.<br />

Flüssiggas hat einen Anteil von 1 bis 2 %<br />

am deutschen Gesamtenergieverbr<strong>auch</strong>.<br />

Rund 120 Mio. Privat- und Gewerbekunden<br />

in Europa nutzen den CO 2<br />

-armen Energieträger<br />

zum Heizen, Warmwasserbereiten<br />

und als Kraftstoff <strong>für</strong> Gasfahrzeuge. Das<br />

in Europa vermarktete Flüssiggas stammt<br />

zu 35 % direkt aus der Nordsee. 65 % werden<br />

als Nebenprodukt in Raffinerien gewonnen.<br />

<br />

■<br />

www.primagas.de<br />

www.ikz.tv<br />

1 Fehlercode an Instahelp senden<br />

2 Möglichkeiten: per Handy oder Internet<br />

3 Minuten Zeitaufwand<br />

… und schon kommt <strong>die</strong> Fehlerlösung per SMS!<br />

Jetzt gratis testen unter: www.instahelp.de/aktion<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 51


<strong>IKZ</strong>-Digital<br />

<strong>IKZ</strong>.TV<br />

www.ikz.tv www.ikz.tv www.ikz.tv<br />

101 Sekunden News<br />

Social Media<br />

www.ikz.de/xing www.ikz.de/twitter www.ikz.de/facebook<br />

XING / Twitter / Facebook<br />

Whitepaper<br />

Whitepaper zum Thema:<br />

Endständige Sterilwasserfilter<br />

Whitepaper zum Thema:<br />

Legionellen sichere Erweiterung des<br />

Berliner Hotels California<br />

Whitepaper zum Thema:<br />

Kalk im Trinkwasser<br />

www.ikz.de/wp/pall www.ikz.de/wp/gf www.ikz.de/wp/bwt<br />

Whitepaper - aktuelle Themen


<strong>IKZ</strong>-Digital<br />

www.ikz.tv www.ikz.tv www.ikz.tv<br />

<strong>IKZ</strong>.TV<br />

Messe-TV<br />

www.ikz.de/tool-des-monats www.ikz.de/apps www.ikz.de/termine<br />

Wissen & Service<br />

Tool des Monats / Neue Apps / Termine<br />

Exklusiv-Sponsor der Sonderausgabe<br />

Exklusiv-Sponsor der Sonderausgabe<br />

Raumlufthygiene (2012)<br />

Trinkwasserhygiene (2011)<br />

<strong>IKZ</strong> <strong>für</strong>s iPad - kostenlos im AppStore<br />

<strong>IKZ</strong> <strong>für</strong>s iPad - kostenlos im AppStore<br />

<strong>IKZ</strong> <strong>für</strong>s iPad - kostenlos im AppStore<br />

Mobile<br />

iPad App - Sponsoren


ImprESSUm<br />

<strong>IKZ</strong> <strong>für</strong>s<br />

iPad<br />

Ausgabe Dezember 2010<br />

magazin <strong>für</strong> gebäude- und energietechnik<br />

www.ikz.de<br />

▶<br />

▶<br />

▶<br />

Intuitive Be<strong>die</strong>nung<br />

Komfortable Suchfunktionen<br />

Kostenloser Download im<br />

Apple Zeitungskiosk<br />

Sonderheft<br />

trinkwasserhygiene 2011<br />

<strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK Sonderheft Trinkwasserhygiene ist als iPad-Ausgabe verfügbar!<br />

ImprESSUm<br />

Magazin <strong>für</strong> Verarbeiter in der Sanitär-, Heizungs-, Klima-,<br />

Gebäudetechnik<br />

Me<strong>die</strong>npartner des ZVSHK und von SHK-Fachverbänden<br />

<strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK erscheint im 65. Jahrgang (2012)<br />

(als DZB erstmals im Jahre 1872 erschienen)<br />

Magazin <strong>für</strong> Planer, Berater und Entscheider der Gebäudetechnik<br />

<strong>IKZ</strong>-FACHPLANER erscheint im 7. Jahrgang (2012)<br />

www.ikz.de · www.strobel-verlag.de<br />

Verlag<br />

STROBEL VERLAG GmbH & Co. KG<br />

Postanschrift: Postfach 5654, 59806 Arnsberg<br />

Hausanschrift: Zur Feldmühle 9-11, 59821 Arnsberg,<br />

Telefon: 02931 8900-0, Telefax: 02931 8900-38<br />

Herausgeber<br />

Dipl.-Kfm. Christopher Strobel, Verleger<br />

redaktion<br />

Chefredakteur:<br />

Markus Sironi (verantwortlich im Sinne des Presserechts)<br />

Gas- und Wasserinstallateurmeister, Zentralheizungs- und<br />

Lüftungsbauermeister, gepr. Energieberater ✆ 46<br />

Stv. Chefredakteur: Detlev Knecht, Staatl. gepr. Techniker<br />

(Heizung Lüftung Sanitär), Techn. Betriebswirt ✆ 40<br />

Redakteur: Fabian Blockus, Staatl. gepr. Techniker<br />

(Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik) ✆ 42<br />

Redakteur: Markus Münzfeld, Staatl. gepr. Techniker<br />

(Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik),<br />

Gebäudeenergieberater (HWK) ✆ 43<br />

Redaktions-Sekretariat: Birgit Brosowski ✆ 41<br />

Redaktions-Fax: 02931 8900-48, E-Mail: redaktion@strobel-verlag.de<br />

<strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK Büro Bonn: Thomas Dietrich<br />

c/o Zentralverband Sanitär Heizung Klima<br />

Rathausallee 6, 53757 St. Augustin,<br />

Telefon: 0212 2332211, Telefax: 0212 2332212<br />

Anzeigen<br />

Verkaufsleiter: Uwe Derr (verantwortlich)<br />

Anzeigenmarketing/Unternehmenskommunikation:<br />

Dipl.-Kfm. Peter Hallmann<br />

Anzeigendisposition: Anke Ziegler und Sabine Trost<br />

Anschriften siehe Verlag.<br />

Leiter Online-Me<strong>die</strong>n: Stefan Schütte<br />

E-Mail: s.schuette@strobel-verlag.de<br />

Zurzeit ist Anzeigenpreisliste 2012 gültig. Telefon: 02931 8900-24.<br />

E-Mail: anzeigen@strobel-verlag.de<br />

Vertrieb / Leserservice<br />

Reinhard Heite<br />

E-Mail: r.heite@strobel-verlag.de<br />

Bezugspreise<br />

Die <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK erscheint zweimal monatlich.<br />

Bezugspreis vierteljährlich Euro 32,53 einschl. 7 % MwSt.,<br />

zzgl. Euro 4,50 Versandkosten, Einzelheft: Euro 8,00.<br />

Bezieher der „<strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK“ erhalten bei Abschluss eines<br />

Kombi-Abonnements mit „<strong>IKZ</strong>-ENERGY“ einen um 25 % vergünstigten<br />

Bezugspreis zzgl. Versandkosten.<br />

Der <strong>IKZ</strong>-FACHPLANER erscheint 12-mal im Jahr in Kombination<br />

mit der <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK.<br />

Mitglieder der Fachverbände SHK Bayern, Berlin, Brandenburg<br />

und Mecklenburg-Vorpommern und des Landesverbandes<br />

Gebäude- und Energietechnik Rheinland-Pfalz e.V. erhalten <strong>die</strong><br />

<strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK im Rahmen ihres Mitgliedsbeitrages.<br />

Abonnementbedingungen<br />

Bestellungen sind jederzeit beim Leserservice oder bei Buchhandlungen<br />

im In- und Ausland möglich. Abonnements verlängern sich<br />

um ein Jahr, wenn sie nicht drei Monate vor Ablauf des Bezugsjahres<br />

schriftlich gekündigt werden, außer sie wurden ausdrücklich<br />

befristet abgeschlossen. Abonnementgebühren werden im Voraus<br />

berechnet und sind nach Erhalt der Rechnung ohne Abzug zur<br />

Zahlung fällig oder sie werden per Lastschrift abgebucht. Auslandsabonnements<br />

sind zahlbar ohne Spesen und Kosten <strong>für</strong> den<br />

Verlag. Die Annahme der Zeitschrift verpflichtet Wiederverkäufer<br />

zur Einhaltung der im Impressum angegebenen Bezugspreise.<br />

Sollte <strong>die</strong> Fachzeitschrift aus technischen Gründen oder höherer<br />

Gewalt nicht geliefert werden können, besteht kein Anspruch auf<br />

Nachlieferung oder Erstattung vorausbezahlter Bezugsgelder.<br />

Gerichtsstand <strong>für</strong> Vollkaufleute ist Arnsberg und Hamburg.<br />

Für alle übrigen Kunden gilt <strong>die</strong>ser Gerichtsstand <strong>für</strong> das Mahnverfahren.<br />

Bankverbindungen<br />

Sparkasse Arnsberg-Sundern 10 20 320 (BLZ 466 500 05)<br />

Postbank Dortmund 1647 - 467 (BLZ 440 100 46)<br />

Druckvorstufenproduktion<br />

STROBEL PrePress & Media, Postfach 5654, 59806 Arnsberg<br />

E-Mail: datenannahme@strobel-verlag.de<br />

Herstellung<br />

Siegbert Hahne, Burkhard Schneider<br />

Layout<br />

Christoph Naramski<br />

Druck (Lieferadresse <strong>für</strong> Beihefter und Beilagen)<br />

Dierichs Druck + Media GmbH & Co KG,<br />

Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel<br />

Veröffentlichungen<br />

Zum Abdruck angenommene Beiträge, Manuskripte und Bilder,<br />

einschließlich der Negative, gehen mit Ablieferung in das Eigentum<br />

des Verlages über. Damit erhält er gleichzeitig im Rahmen<br />

der gesetzlichen Bestimmungen das Veröffentlichungs- und Verarbeitungsrecht.<br />

Der Autor räumt dem Verlag das unbeschränkte<br />

Nutzungsrecht ein, seine Beiträge im In- und Ausland und in allen<br />

Sprachen, insbesondere in Printme<strong>die</strong>n, Film, Rundfunk, Datenbanken,<br />

Telekommunikations- und Datennetzen (z. B. Online-<br />

Dienste) sowie auf Datenträgern (z. B. CD-ROM), Diskette usw.<br />

ungeachtet der Übertragungs-, Träger- und Speichertechniken<br />

sowie öffentlich wiederzugeben. Für unaufgefordert eingesandte<br />

Manuskripte übernehmen Verlag und Redaktion keine Gewähr.<br />

Mit Namen gezeichnete Beiträge geben <strong>die</strong> Meinung der Verfasser<br />

wieder und müssen nicht mit der des Verlages übereinstimmen.<br />

Für Werbeaussagen von Herstellern und Inserenten in abgedruckten<br />

Anzeigen haftet der Verlag nicht.<br />

Die Wiedergabe von Gebr<strong>auch</strong>snamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen<br />

und dergleichen in <strong>die</strong>ser Zeitschrift berechtigt<br />

nicht zu der Annahme, dass solche Namen ohne Weiteres von<br />

jedermann benutzt werden dürfen; oft handelt es sich um gesetzlich<br />

geschützte eingetragene Warenzeichen, <strong>auch</strong> wenn sie nicht<br />

als solche gekennzeichnet sind.<br />

Nachdruck, Reproduktion und das Übersetzen in fremde Sprachen<br />

ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet.<br />

Dieses gilt <strong>auch</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong> Aufnahme in elektronische Datenbanken<br />

und Vervielfältigungen auf Datenträgern jeder Art.<br />

Sofern Sie Artikel aus <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK in Ihren internen<br />

elektronischen Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten Sie<br />

<strong>die</strong> erforderlichen Rechte unter www.pressemonitor.de oder unter<br />

Telefon 030 284930, PMG Presse-Monitor GmbH.<br />

Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich<br />

geschützt.<br />

ISSN<br />

0177-3054<br />

Mitglied der AgLa SHK · Erhoben in der LA SHK 2002<br />

Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung<br />

von Werbeträgern (IVW)<br />

Mitglied des Fachinstituts Gebäude-Klima e.V. (FGK)<br />

Anzeigen-Marketing Fachzeitschriften (AMF)<br />

Mitglied des World Plumbing Council<br />

Beilage in <strong>die</strong>ser Ausgabe:<br />

Technische Akademie Esslingen,<br />

73760 Ostfildern (Teilbeilage)<br />

Wir bitten um Beachtung<br />

der <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK-Beilage.<br />

54 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


infothek<br />

Seminare | Kurse | Tagungen | Workshops | Symposien | Kongresse<br />

Veranstaltung Inhalt Datum Ort Kosten Veranstalter<br />

Zehnder Comfosystems Seminarreihe<br />

Das Schulungsangebot will umfassendes Know-how im Bereich<br />

der komfortablen Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung<br />

vermitteln. Von den Grundlagen der Auslegung<br />

und Planung über gesetzliche Regelungen bis zu Inspektion,<br />

Wartung und Behebung von Systemstörungen.<br />

Geniax<br />

Wilo bietet <strong>für</strong> das dezentrale <strong>Pumpen</strong>system in der zweiten<br />

Jahreshälfte Schulungen an. Für Einsteiger wird ein<br />

Grundkurs (ein Tag) angeboten, <strong>für</strong> Fortgeschrittene eine<br />

Intensivschulung (zwei Tage).<br />

Remko-Fachseminare 2012<br />

Das Unternehmen bietet an drei Orten in Deutschland Produktschulungen<br />

<strong>für</strong> Handwerker, Händler und Planer an. Sie<br />

sind in <strong>die</strong> Bereiche Klima, Kaltwasser, Wärme sowie Wärmepumpen<br />

gegliedert und bieten Einblick in das Produktprogramm,<br />

technische Details und Montagemöglichkeiten.<br />

Schulungsprogramm 2012 von Buderus<br />

Bosch Thermotechnik (Buderus Deutschland) bietet ein<br />

bundesweites Schulungsprogramm an, z. B. Öl- und Gas-<br />

Heizkessel, Regeltechnik, Regenerative Energien, Beratung,<br />

Planung, Verkauf, Technik- oder Betriebswirtschaftsforen.<br />

Seminare im Wöhler-Institut Technik<br />

Das Unternehmen bietet Praxisseminare und Produktschulungen<br />

zu den Themen Thermografie, Luftdichtheit an Gebäuden,<br />

Energieeffizienz an Heizungsanlagen inkl. Heizungs-Scheck<br />

sowie Reinigung und Prüfung von Luftleitungen.<br />

Franke Seminarprogramm 2012<br />

In <strong>die</strong>sem Jahr legt Franke den Schwerpunkt der Seminare<br />

auf <strong>die</strong> neue Trinkwasserverordnung und <strong>die</strong> weiteren<br />

aktuellen Änderungen im deutschen und europäischen<br />

Regelwerk.<br />

Grohe Seminarprogramm 2012<br />

Grohe bietet ein umfangreiches Seminarprogramm zu den<br />

Themen:<br />

– Technik und Produkte<br />

– Badplanung und Gestaltung<br />

– Führung und Kommunikation<br />

– Verkaufen und Beraten<br />

– Normen und Richtlinien<br />

11. 7. Lahr Kostenlos Zehnder GmbH<br />

Lahr<br />

Tel.: 07821 586 - 0, Fax: - 411<br />

info@zehnder-systems.de<br />

www.zehnder-systems.de<br />

4. - 5. 7.<br />

17. - 18. 7.<br />

7. - 8. 8.<br />

Nennt<br />

Remko<br />

Nennt<br />

Buderus<br />

München<br />

Dresden<br />

Berlin<br />

Lützen<br />

Lage<br />

Bellenberg<br />

Bundesweit<br />

Kostenlos<br />

Je nach<br />

gewähltem<br />

Kurs<br />

Nennt<br />

Buderus<br />

Nähere Einzelheiten enthält ein Seminarflyer,<br />

der im Internet eingesehen<br />

oder telefonisch bestellt werden kann.<br />

Nähere Einzelheiten enthält ein Seminarflyer,<br />

der im Internet eingesehen<br />

oder telefonisch bestellt werden kann.<br />

Termine, Orte und Kosten nennt eine<br />

Broschüre, <strong>die</strong> <strong>auch</strong> im Internet abrufbar<br />

ist oder bei Grohe angefordert<br />

werden kann.<br />

Wilo SE<br />

Dortmund<br />

Tel.: 0231 4102-6340, Fax: - 7849<br />

Stefanie.schwarz@wilo.com<br />

www.wilo.de<br />

Remko GmbH & Co. KG<br />

Lage<br />

Tel.: 05232 606 - 0, Fax: - 260<br />

info@remko.de<br />

www.remko.de<br />

Bosch Thermotechnik GmbH<br />

Buderus Deutschland<br />

Wetzlar<br />

Tel.: 06441 418 - 0,<br />

Fax: 06441 45602<br />

info@buderus.de<br />

www.buderus.de<br />

Wöhler Messgeräte Kehrgeräte<br />

GmbH<br />

Bad Wünnenberg<br />

Tel.: 02953 73 - 100, Fax: - 250<br />

wit@woehler.de<br />

www.woehler.de<br />

Franke Aquarotter AG<br />

Ludwigsfelde<br />

Tel.: 03378 818 - 383 Fax: - 385<br />

ws-far-schulung.de@franke.com<br />

www.franke.com<br />

Grohe Seminar-Service<br />

Hemer<br />

Tel.: 0180 2456 - 123, Fax: - 124<br />

seminarservice@grohe.com<br />

www.grohe.de<br />

DIN 12831 Beiblatt 2<br />

Heizungsanlagen in Gebäuden –<br />

Verfahren zur Berechnung der Norm-<br />

Heizlast – Beiblatt 2: Vereinfachtes<br />

Verfahren zur Ermittlung der Gebäude-<br />

Heizlast und der Wärmeerzeugerleistung<br />

(Ausgabe: Mai 2012)<br />

Regelwerk<br />

DIN 1988-300<br />

Technische Regeln <strong>für</strong> Trinkwasser-Installationen<br />

–<br />

Teil 300: Ermittlung der<br />

Rohrdurchmesser; Technische<br />

Regel des DVGW<br />

(Ausgabe: Mai 2012)<br />

DIN 1988-200<br />

Technische Regeln <strong>für</strong> Trinkwasser-<br />

Installationen – Teil 200: Installation<br />

Typ A (geschlossenes System) –<br />

Planung, Bauteile, Apparate, Werkstoffe;<br />

Technische Regel des DVGW<br />

(Ausgabe: Mai 2012) ■<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 55


infothek<br />

Glückwünsche<br />

Dr. Martin Viessmann erhält Ehrendoktorwürde<br />

Anlässlich ihrer offiziellen Abschlussfeierlichkeiten 2012<br />

hat <strong>die</strong> University of Wisconsin in Oshkosh dem deutschen Familienunternehmer<br />

Dr. Martin Viessmann <strong>die</strong> Ehrendoktorwürde<br />

(„Doctor of Science, honoris causa“) verliehen. Dieser<br />

außergewöhnlichen Ehrung vorausgegangen ist eine seit Jahren<br />

währende enge Zusammenarbeit zwischen dem international<br />

als Umwelt- und Nachhaltigkeitspionier geltenden deut-<br />

Dr. Martin Viessmann (links) ist mit der Ehrendoktorwürde der University<br />

of Wisconsin ausgezeichnet worden. Das Bild zeigt ihn mit<br />

Universitätskanzler Richard H. Wells.<br />

schen Heiztechnikunternehmen und der Universität im mittleren<br />

Westen der USA. Laut Viessmann verbinde beide <strong>die</strong> feste Überzeugung,<br />

dass <strong>die</strong> zum Klimaschutz und zur Sicherung einer umweltverträglichen,<br />

sicheren und bezahlbaren Energieversorgung notwendige<br />

Energiewende nur im Wege nachhaltigen Handelns gelingen könne.<br />

Dazu zähle neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien vor allem<br />

<strong>die</strong> effizientest mögliche Nutzung aller verfügbaren Energieträger.<br />

Nicht nur bei der Planung und Ausführung der ersten Biogasanlage<br />

nach dem Verfahren der Trockenfermentation in Nordamerika<br />

(BIOFerm), sondern <strong>auch</strong> beim Aufbau des auf dem amerikanischen<br />

Kontinent wegweisenden Umweltforschungslabors und Innovationszentrums<br />

(ERIC Lab) hat Viessmann <strong>die</strong> Universität durch Know-how-<br />

Transfer unterstützen können, wie Kanzler Richard H. Wells in seiner<br />

Laudatio hervorhob: „Dem Engagement <strong>die</strong>ses international bekannten<br />

Pioniers auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien ist es<br />

zu verdanken, dass <strong>die</strong> Universität von Wisconsin, Oshkosh und der<br />

sogenannte „neue Norden“ in Wisconsin als ein richtungsweisendes<br />

Zentrum gesehen werden, wo <strong>die</strong> Zusammenarbeit von Studenten,<br />

Forschern, Unternehmern und Führungskräften <strong>die</strong> Entwicklung<br />

der Erneuerbaren Energien vorantreibt.“<br />

In seinem Dank an <strong>die</strong> Universität drückte Dr. Viessmann seinen<br />

Stolz auf <strong>die</strong> hohe Ehrung aus, <strong>die</strong> er aber auf das Engagement des<br />

gesamten Unternehmens bezog: „Alles, was wir <strong>für</strong> Nachhaltigkeit<br />

tun, ist das Ergebnis von Teamwork. Gemeinsam sind wir fest überzeugt<br />

davon, dass wir unseren heutigen Lebensstandard nur erhalten<br />

und <strong>die</strong> natürlichen Lebensgrundlagen künftiger Generationen<br />

bewahren können, wenn wir nachhaltig handeln.“<br />

Geberit: 20 Jahre Produktionsstandort Lichtenstein/Sachsen<br />

20 Jahre Qualität aus Sachsen, ein Grund zum Feiern: Heute steht der<br />

Name Lichtenstein innerhalb der internationalen Geberit Gruppe <strong>für</strong> einen<br />

spezialisierten und flexiblen Produktionsstandort. Mit den Verfahren<br />

Umformen, Schweißen, Pulverbeschichten und Montieren werden<br />

dort Module der Sanitärtechnik gefertigt. Als Bekenntnis zum Standort<br />

und im Blick auf ein Jubiläumsjahr mit zahlreichen Events in den<br />

neuen Bundesländern feierte Geberit Anfang Mai <strong>die</strong>ses Jahres mit Innungsobermeistern<br />

aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg,<br />

Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sowie mit wichtigen Kunden<br />

und Großhändlern aus <strong>die</strong>sen Bundesländern. „Das Jubiläum war<br />

uns ein besonderes Geschenk an unsere Marktpartner wert“, erklärt<br />

Christian Buhl, Geschäftsführer der Geberit Vertriebs GmbH. Von den<br />

Anfängen 1992 bis heute habe sich das Unternehmen in den damals<br />

noch neuen Bundesländern sehr gut entwickelt.<br />

Der Auftaktveranstaltung in Lichtenstein folgen in den kommenden<br />

zwölf Monaten weitere Events in Ostdeutschland. Die Geberit<br />

Challenge ist mit zwei Terminen in Leipzig und Berlin vor Ort unterwegs.<br />

Aktuelle Badtrends erläutert Jens Wischmann, Geschäftsführer<br />

der Vereinigung der Sanitärwirtschaft (VDS), in Berlin und Dresden.<br />

Hinzu kommen weitere Schulungs- und Weiterbildungsangebote sowie<br />

Schnupperkurse <strong>für</strong> Azubis. Presswerkzeugchecks werden ebenfalls<br />

angeboten, und bei den rund 65 Stationen von „Geberit on Tour“<br />

in Ostdeutschland gibt es Neuheiten kompakt im Trailer zu besichtigen.<br />

Den Abschluss des Jubiläumsjahres bildet der Geberit TopTreff,<br />

zu dem alle zwei Jahre <strong>die</strong> wichtigsten Entscheider der SHK-Branche<br />

geladen sind und der im Mai 2013 in einer der ostdeutschen Metro-<br />

Zum 20-jährigen Jubiläum übergaben <strong>die</strong> Geschäftsführer der Geberit<br />

Lichtenstein GmbH Christian Buhl und Thomas Schweikart am<br />

11. Mai 2012 einen neu errichteten Schulungsraum am Standort offiziell<br />

seiner Bestimmung.<br />

polen stattfindet. Informationen zu den Veranstaltungen<br />

gibt es u. a. im Kundenmagazin Know-how sowie über <strong>die</strong><br />

Geberit Verkaufsberater.<br />

■<br />

56 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


infothek<br />

Do it yourself und seine Folgen<br />

Selbermachen kann manchmal teuer zu stehen kommen. Ein Beleg da<strong>für</strong> sind <strong>die</strong>se<br />

Fotos, <strong>die</strong> uns Jakob Wieland aus Köln zugeschickt hat. Es ist offensichtlich, dass ein<br />

druckloser Untertisch-Warmwasserspeicher mittels einer Druckarmatur <strong>für</strong> Druckspeicher<br />

(mit Sicherheitsventil und Anschlussgruppe) beziehungsweise <strong>für</strong> den Anschluss<br />

ans bestehende Warmwasser-Leitungsnetz eingesetzt wurde. Wieland schreibt<br />

uns: „Durch den auf dem Behälter des Niederdruck-Warmwasserspeichers lastenden<br />

Leitungsdruck ist es hier zum Riss des Behälters und in der Folge zu einem Wasserschaden<br />

gekommen. Scheinbar wurden <strong>die</strong> vorgenannten Bauteile in einem Baumarkt<br />

eingekauft und von dem Mieter selbst eingebaut. Hier zeigt sich, dass <strong>die</strong> Beratung und<br />

der Einbau durch<br />

eine Fachfirma<br />

unerlässlich<br />

sind, zumal in<br />

Baumärkten keine<br />

Fachberatung<br />

stattfindet.“ ■<br />

Aus der Praxis<br />

Zu einem drucklosen<br />

Speicher<br />

gehört <strong>auch</strong> eine<br />

Niederdruckarmatur,<br />

sonst ist der<br />

Wasserschaden<br />

vorprogrammiert.<br />

Haben Sie als SHK-Unternehmer bei Ihrer täglichen Arbeit <strong>auch</strong> mit <strong>die</strong>ser Art von Kuriositäten zu tun? Oder haben Sie eine besonders<br />

anspruchsvolle Installation realisiert? Dann drücken Sie auf den Auslöser und senden uns <strong>die</strong> Bilder zu. Als Dankeschön erhalten Sie <strong>die</strong><br />

aktuelle Ausgabe des Magazins „inwohnen“.<br />

STROBEL VERLAG, Redaktion <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK, Postfach 56 54, 59806 Arnsberg, E-Mail: redaktion@strobel-verlag.de<br />

lindab<br />

we simplify construction<br />

Jetzt ausprobieren!<br />

www.lindqst.com<br />

Schneller, einfacher, Lindab.<br />

Mit lindQST sind alle Infos nur einen Mausklick entfernt!<br />

Sie suchen einen Luftdurchlass oder Kühlbalken? Mit unserem praktischen<br />

„Lindab Quick Selection Tool“, lindQST, finden Sie in wenigen Schritten<br />

das richtige Produkt für Ihre Anwendung.<br />

Mit lindQST ist <strong>die</strong> komplette Produkt-Dokumentation direkt im Internet<br />

verfügbar. Jeder, egal ob Installateur, Planer oder Architekt, hat<br />

direkten Zugang zu allen aktuellen technischen Dokumentationen,<br />

Montageanweisungen und Ausschreibungstexten.<br />

Erleichtern Sie sich Ihre tägliche Arbeit und nutzen Sie lindQST!<br />

www.lindqst.com<br />

Lindab GmbH · Carl-Benz-Weg 18 · 22941 Bargteheide<br />

Telefon 0 45 32/28 59-0 · Fax 0 45 32/28 59-68<br />

www.Lindab.de · E-Mail: lindab@lindab.de<br />

Bargteheide · Berlin · Frankfurt · Köln · Mannheim · Nürnberg · Stuttgart · Weimar


infothek<br />

EDV<br />

Priva Building Intelligence GmbH<br />

Gebäudeenergiemonitoring<br />

Das „Top Control Release 6.6.1“ von Priva will <strong>die</strong> Effizienz<br />

der Gebäudeanlagen weiter steigern. Die Software deckt zahlreiche<br />

Einsatzszenarien ab und ist deshalb <strong>für</strong> eine vollständig<br />

integrierte Gebäudeverwaltung geeignet, mit der sich nicht nur<br />

einzelne, sondern <strong>auch</strong> mehrere Gebäude kontrollieren lassen.<br />

Durch <strong>die</strong> Möglichkeit der Fernauslesung der Messgeräte erlangen<br />

Nutzer einen Überblick über den Energieverbr<strong>auch</strong> und können<br />

kurzfristig Maßnahmen ergreifen, um <strong>die</strong> Energieeffizienz<br />

zu erhöhen.<br />

Zudem schließt sich Priva dem Trend der Ethernet- und Breitbandverbindungen<br />

an und ermöglicht mit dem „Top Control ServeCenter“<br />

neue Funktionen wie den Empfang von E-Mail-Meldungen,<br />

„TC LAN“-Manager-Kommunikation und <strong>die</strong> Unterstützung<br />

von „MS SQL“-Datenbanken. Auch der Internet Explorer 9<br />

ist mit dem System kompatibel. Anfragen zur Software können<br />

Markenpartner an das Unternehmen direkt stellen.<br />

Priva Building Intelligence GmbH, An der Gümpgesbrücke 9,<br />

41564 Kaarst-Holzbüttgen, Tel.: 02131 661 - 970, Fax: - 9712,<br />

info@privaweb.de, www.privaweb.de<br />

Durch eine Fernauslesung der Messgeräte mit der Software „Top Control<br />

Release 6.6.1“ von Priva erlangt der Nutzer einen Überblick über den<br />

Energieverbr<strong>auch</strong> und kann kurzfristig Maßnahmen ergreifen.<br />

Mit der Chefübersicht der Software „büro easy 2012“ hat man seine<br />

Einnahmen- und Ausgabentrends direkt im Blick.<br />

Haufe-Lexware GmbH & Co. KG<br />

Buchhaltungssoftware mit erweiterten Funktionen<br />

Die Kleinunternehmersoftware „büro easy 2012“ erledigt<br />

laut Lexware „Büroarbeit jetzt noch schneller“. Die Software<br />

bietet Tipps und Hilfen, mit denen kleine Handwerksbetriebe<br />

ihre komplette Buchhaltung selbst erledigen können. Bankgeschäfte<br />

können online abgewickelt und Daten an den Steuerberater<br />

übergeben werden. Die neue Chefübersicht präsentiert<br />

sich in vier Hauptbereiche: Kunden, Lieferanten, Mein<br />

Unternehmen und Umsatz. Auf einen Blick findet hier der<br />

SHK-Unternehmer seine Einnahmen- und Ausgabentrends.<br />

Die neue Version fungiert gleichzeitig als Eintrittskarte<br />

zum „Lexware büro easy Internet-Portal“. Hier können <strong>die</strong> Anwender<br />

in einem „Unternehmer-Notfall-Tresor“ alle wichtigen<br />

Dokumente ihres Betriebes ablegen, eine Online-Rechtsberatung<br />

nutzen, Formulare bestellen, ihre Daten sichern und <strong>die</strong><br />

„Ust.ID“-Nr. ihrer EU-Partner prüfen lassen. Die Plattform bietet<br />

<strong>auch</strong> Weiterbildungsmöglichkeiten. Ein e-Trainings-Kurs<br />

im Wert von 98 Euro ist beim Kauf der Software inklusive.<br />

Hierbei kann der Nutzer aus Bereichen wie Marketing, Controlling<br />

oder Mitarbeitergespräche wählen.<br />

Die Software kann unter www.lexware.de/shop <strong>für</strong> 99,90<br />

Euro (Update 79,90 Euro) bestellt werden.<br />

■<br />

solar-rapid ®<br />

Schwimmbad-Heizung<br />

Leichte Montage<br />

Paßt an vorhandene<br />

Schwimmbad-Technik<br />

Direkt vom Hersteller<br />

Infos:<br />

www.roos-system.com<br />

ROOS Freizeitanlagen GmbH<br />

Herrnstr. 40 • D-63674 Altenstadt / IK<br />

Tel.: 06047-2393<br />

Fax: 06047-160332<br />

Vertriebspartner<br />

gesucht<br />

Urteile<br />

Videoüberwachung auf eigenes Grundstück beschränken<br />

Einem Grundstückseigentümer ist es<br />

grundsätzlich gestattet, zum Schutz vor unberechtigten<br />

Übergriffen auf sein Eigentum<br />

seinen Besitz mit Videokameras zu überwachen.<br />

Wichtig indes ist, dass <strong>die</strong>se nicht den<br />

angrenzenden öffentlichen Bereich oder benachbarte<br />

Privatgrundstücke, sondern allein<br />

das eigene Grundstück erfassen. Trotzdem<br />

kann <strong>auch</strong> bei einer solchen Ausrichtung<br />

von Kameras das Persönlichkeitsrecht Dritter<br />

beeinträchtigt sein, nämlich dann, wenn <strong>die</strong>se<br />

eine Über wachung objektiv ernsthaft be<strong>für</strong>chten<br />

müssen. Das ist etwa im Hinblick auf<br />

einen eskalierenden Nachbarstreit oder aufgrund<br />

objektiv verdachterregender Umstände<br />

gerechtfertigt. Allein <strong>die</strong> hypothetische Überwachungsmöglichkeit<br />

durch eine Videokamera<br />

beeinträchtigt das allgemeine Persönlichkeitsrecht<br />

derjenigen, <strong>die</strong> dadurch betroffen<br />

sein könnten, hingegen nicht. Maßgeblich sind<br />

jeweils <strong>die</strong> Umstände des Einzelfalls (Quelle:<br />

Bundesgerichtshof, Az.: VI ZR 176/09).<br />

58 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


infothek<br />

Urteile<br />

Arbeitszeitkonto – Kürzungen nur<br />

aufgrund vorheriger Vereinbarungen<br />

Änderungen an Zeitguthaben sind nicht zulässig.<br />

Das auf einem Arbeitszeitkonto ausgewiesene<br />

Zeitguthaben des Arbeitnehmers darf<br />

der Arbeitgeber nur mit Minusstunden verrechnen,<br />

wenn ihm <strong>die</strong> der Führung des Arbeitszeitkontos<br />

zugrunde liegende Vereinbarung<br />

(Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung, Tarifvertrag)<br />

<strong>die</strong> Möglichkeit dazu eröffnet. Indes<br />

erlauben es weder Tarifvertrag noch Betriebsvereinbarung,<br />

das Arbeitszeitkonto mit Minusstunden<br />

zu belasten, <strong>die</strong> sich aus der Nichtausschöpfung<br />

der tarifvertraglichen Wochenarbeitszeit<br />

in den Dienstplänen ergeben (Quelle:<br />

Bundesarbeitsgericht, Az.: 5 AZR 676/11).<br />

Betriebskostenpauschale –<br />

Vereinbarung bindend<br />

Eine zwischen Mieter und Vermieter vereinbarte<br />

Betriebskostenpauschale gilt. Ein Auskunftsanspruch<br />

zur tatsächlichen Höhe der<br />

bei der Wohnraummiete von einer Pauschale<br />

abgedeckten Nebenkosten kommt nur in Betracht,<br />

wenn konkrete Anhaltspunkte <strong>für</strong> eine<br />

nachträgliche Ermäßigung bestehen. Ermäßigungen<br />

einzelner Betriebskosten sind nicht relevant,<br />

wenn sie durch Erhöhungen in anderen<br />

Bereichen ausgeglichen werden. Grundsätzlich<br />

ist der Vermieter nicht verpflichtet, seine<br />

anfängliche Kalkulation offenzulegen (Quelle:<br />

Bundesgerichtshof, Az.: VIII ZR 106/11). ■<br />

Leserbriefe<br />

Temperaturen im Warmwasser-Leitungsnetz<br />

gemäß Trinkwasser-Verordnung<br />

Jakob Wieland aus Köln schreibt uns: Bei der Diskussion und in Berichten<br />

zu der oben vorgenannten Thematik vermisse ich konkrete Hinweise<br />

auf folgende Probleme:<br />

– Beim Auslauf von Warmwasser mit 60 °C kommt es zu Verbrühungen<br />

auf den Hautflächen (gemäß ärztlicher Auskunft), wobei hier vor allem<br />

Kinder gefährdet sind. Wäre eine sporadische Desinfektion, wie bisher<br />

praktiziert, nicht sinnvoller?<br />

– Als Lösung bieten sich Einhebelmischer mit einer mechanischen Temperaturbegrenzung<br />

an, wobei an solchen Mischern dann keine Wasserprobeentnahmen<br />

mehr möglich sind. In Verbindung mit den vorgenannten<br />

Armaturen wäre der Einsatz eines Probeentnahme-Eckventils, wie<br />

es von der Firma Schell angeboten wird, erforderlich.<br />

– Da bei 60 °C <strong>die</strong> im Wasser gebundene Karbonathärte ausfällt, führt <strong>die</strong><br />

vorgenannte Temperatur bei Warmwasserbereitern unter anderem zu<br />

Schlammablagerungen, wodurch ideale Voraussetzungen <strong>für</strong> <strong>die</strong> Vermehrung<br />

von Legionellen geschaffen werden, zumal <strong>die</strong> Temperaturen<br />

im unteren Bereich des Warmwasserbereiters (Kaltwassereingang) deutlich<br />

unter 60 bis 55 °C liegen.<br />

– Auch führt <strong>die</strong> vorgenannte Temperatur zu Schäden an verzinkten Bauteilen<br />

des Warmwasser-Leitungsnetzes. (Temperaturkorrosion). Es darf<br />

nicht verkannt werden, dass verzinkte Werkstoffe in den vielen alten Anlagen<br />

zu finden sind. Wird hier der Teufel mit dem Belzebub bekämpft?<br />

Soweit <strong>die</strong> Anmerkungen des ö. b. u. v. Sachverständigen aus Köln. Wie<br />

stehen Sie zu den Aussagen von Herrn Wieland? Teilen Sie seine Meinung?<br />

Und wo sehen Sie Lösungsansätze? Schreiben Sie uns! Die <strong>IKZ</strong>-Redak tion<br />

freut sich auf eine sachliche Diskussion.<br />

■<br />

Ihre Meinung erreicht uns unter folgender Anschrift:<br />

STROBEL VERLAG, Redaktion <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK,<br />

Postfach 56 54, 59806 Arnsberg, redaktion@strobel-verlag.de


PRODUKTE<br />

Skoberne GmbH<br />

Vorzeigeimmobilie renoviert<br />

Jochen und Katja Dietz haben in Seeheim an der Bergstraße<br />

eine Immobilie aus den 70er-Jahren erworben, <strong>die</strong><br />

nun auf den heutigen energetischen Standard gebracht<br />

wird. Skoberne lieferte dazu <strong>die</strong> notwendige Abgastechnik.<br />

Im Wohnzimmer steht ein Kaminofen, dessen Abgase<br />

über ein Edelstahlrohr und durch das „Porifix“-Schachtelement<br />

von Skoberne übers Dach geführt wer den. Blickfang im Wohnzimmer: der frei stehende Kaminofen. Die Abgase werden über<br />

Für <strong>die</strong> Gas-Brennwerttechnik im Keller wird ein das „Porifix“-Schachtelement abgeführt.<br />

zweiter Schornstein gebr<strong>auch</strong>t. Die Wahl fiel auf das Modell<br />

„ Skobifix WDVS“: Ein Schacht aus einem speziellen, feuerwiderstandsfähigen Schaumkeramik-Material<br />

ummantelt das Rohr. Der Ringspalt zwischen Kunststoffabgasleitung und<br />

Schacht hinterlüftet das System. Das Deckenanschlusselement zwischen Brennwertfeuerstätte<br />

im Keller und dem Schacht sitzt nicht auf dem EG-Fußboden, sondern außen am Haus<br />

auf Winkelkonsolen. Auch <strong>für</strong> <strong>die</strong> weitere Montage entlang der Hauswand hält Skoberne passende<br />

Produkte im Programm: „Mit einer koaxialen Dachdurchführung kann <strong>die</strong> Mündung<br />

schnell hergestellt und in <strong>die</strong> Dachfläche eingedichtet werden, <strong>die</strong> über <strong>die</strong> Hauswand hinausragt“,<br />

sagt das Unternehmen. Durch Öffnungen in der Wetterhaube wird <strong>die</strong> Verbrennungsluft<br />

angesaugt und an der abgasführenden Kunststoffleitung vorgewärmt.<br />

Skoberne GmbH,<br />

Ostendstr. 1, 64319 Pfungstadt,<br />

Tel.: 06157 8070 - 0, Fax: 82671,<br />

info@skoberne.de,<br />

www.skoberne.de<br />

„Skobifix WDVS“ läuft an der Außenwand<br />

und wird in das Wärmedämmverbundsystem<br />

integriert. Eine Wärmebrücke entsteht<br />

nach Aussage des Herstellers nicht.<br />

Die Abgase des Brennwertkessels werden über das System<br />

„Skobifix WDVS“ (rechts) über Dach geführt.<br />

Kessel AG<br />

Rückstausortiment<br />

in neuer Modulbauweise<br />

Kessel hat sein Rückstausortiment „Pumpfix F“,<br />

„Staufix FKA“ und „SWA“ jetzt modular aufgebaut. Musste<br />

der Handwerker bisher zwölf Rückstauverschlüsse lagern,<br />

um <strong>die</strong> gesamte Produktpalette anbieten zu können, sind<br />

es jetzt nur noch drei. Spitzenden und Muffen in vier Nennweiten<br />

kommen dazu.<br />

Kessel AG, Bahnhofstr. 31, 85101 Lenting,<br />

Tel.: 08456 27 - 0, Fax: - 102, info@kessel.de, www.kessel.de<br />

60 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


PRODUKTE<br />

Energieeffiziente<br />

Schwimmbäder<br />

Travel Charme Ifen Hotel, Kleinwalsertal<br />

Geberit Vertriebs GmbH<br />

Wasserkraft <strong>für</strong> berührungslose Armaturen<br />

Der Generator „HyTronic 185/186“ macht <strong>die</strong> berührungslosen Waschtisch-Armaturen<br />

von Geberit unabhängig von der Energieversorgung. Er wird zwischen der Absperrvorrichtung<br />

der Trinkwasserleitung und dem Anschlussschl<strong>auch</strong> der Waschtischarmatur eingebaut<br />

und über ein Kabel mit der Armatur verbunden. Die Montage erfolgt werkzeuglos.<br />

Sobald <strong>die</strong> Armatur geöffnet wird, treibt das fließende Wasser ein Wasserrad an, das<br />

seine Bewegung zur Stromerzeugung auf einen Dynamo überträgt. Der erzeugte Strom<br />

wird in einem Akku gespeichert, der laut Angaben des Unternehmens eine Lebensdauer<br />

von mindestens 10 Jahren besitzt.<br />

Geberit Vertriebs GmbH, Theuerbachstr. 1, 88630 Pfullendorf, Tel.: 07552 934-1011, Fax: -866,<br />

technik-telefon@geberit.com, www.geberit.de<br />

Energieeffiziente Schwimmbadtechnik ist der<br />

Schlüssel zum Erfolg. Um Kosten zu senken und<br />

<strong>die</strong> Umwelt zu schonen, setzt Ospa daher auf ein<br />

überzeugendes Konzept: Bereits bei der Planung<br />

werden <strong>die</strong> Weichen <strong>für</strong> den wirtschaftlichen und<br />

energieeffizienten Betrieb der Anlagen gestellt.<br />

Da<strong>für</strong> entwickeln wir modernste Schwimmbadtechnik<br />

und intelligente Steuerungscomputer.<br />

Natürliches Kochsalz und hoch wirksames Hydroanthrasit<br />

H sorgen dar über hinaus <strong>für</strong> minimalen<br />

Verbr<strong>auch</strong> an Desinfektionsmittel und geben<br />

natürliches Wohlfühlwasser ohne Chlorgeruch.<br />

Ospa – <strong>die</strong> Technik, <strong>die</strong> sich rechnet und<br />

<strong>die</strong> Umwelt schont!<br />

MAX Europe b.v.<br />

Batteriebetriebene Werkzeuge <strong>für</strong> Profis<br />

Das japanische Unternehmen MAX ist Spezialanbieter von Naglern und Werkzeugen<br />

zum Verbinden von Baustahl. Im Jahr 2004 hat es mit dem Modell „PJR 265“ einen Akku-<br />

Bohrhammer auf den japanischen Markt gebracht, der jetzt <strong>auch</strong> auf den europäischen<br />

Markt kommt. Die Spannungsversorgung<br />

von 25,2 V<br />

übernehmen Lithium-Ionen-Akkus.<br />

„Durch den<br />

Einsatz eines<br />

bürstenlosen<br />

Motors und Sensortechnologie<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Umdrehungskontrolle bietet<br />

er <strong>die</strong> schnellste Bohrgeschwindigkeit in <strong>die</strong>ser<br />

Klasse“, sagt das Unternehmen.<br />

MAX Europe b.v., Camerastraat 19, NL-1322 BB Almere,<br />

Tel.: 0031 36 546 - 9669, Fax: - 3985,<br />

sales@max-europe.com, www.max-europe.com<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK<br />

Ospa Schwimmbadtechnik • www.ospa.info


PRODUKTE<br />

Dehoust GmbH<br />

Sichere Befüllung<br />

Trotz aller Vorsorge- und Vorsichtsmaßnahmen<br />

ist es möglich, dass Heizöl beim<br />

Befüllen der Tanks überläuft. Diese Unsicherheit<br />

auszuräumen, hat sich Dehoust mit<br />

dem Befüllsystem „DE-A-01“ zur Aufgabe gemacht.<br />

Es hat eine integrierte schwimmende<br />

Entnahme und eine Grenzwertgeberkette,<br />

<strong>die</strong> jeden einzelnen Tank beim Befüllen<br />

überwacht. Auch alte Heizöltanks sind mit<br />

dem Servicepaket von Dehoust nachrüstbar.<br />

Dehoust GmbH, Gutenbergstr. 5 - 7,<br />

69181 Leimen, Tel.: 06224 9702 - 0, Fax: - 70,<br />

info@dehoust.de, www.dehoust.de<br />

Das Zubehörpaket „DE-A-01“ unterstützt<br />

<strong>die</strong> sichere Befüllung von Heizöltanks.<br />

Außenluft-Wasser-Wärmepumpe<br />

easy living - good feeling<br />

HWL AS 36 & HWL AS 48 mit R290<br />

Abb. ähnlich<br />

„Regenerativ Plus“ ist eines der vier Wärmepumpenpakete von Airwell. Hier kann eine<br />

Solaranlage und ein Festbrennstoffkessel eingebunden werden.<br />

Airwell Deutschland GmbH<br />

Vier neue<br />

Wärmepumpen-Systempakete<br />

Bekannt <strong>für</strong> seine Produktpalette in der Klimatechnik, kommt das französische<br />

Unternehmen Airwell jetzt mit vier Systempaketen rund um <strong>die</strong> Wärmepumpe<br />

auf den deutschen Markt: von der „Classic“-Variante mit Basisfunktionen<br />

bis hin zur „Regenerativ Plus“-Variante. Herzstück eines jeden<br />

Systempakets ist <strong>die</strong> „Aqu@heat Advance“-Split-Wärmepumpe (Innen- und<br />

Außenmodul), erhältlich in vier Heizstufen von bis zu 3,5 kW <strong>für</strong> Passivhäuser<br />

bis zu maximal 12 kW. „Classic“ bietet serienmäßig <strong>die</strong> Zwei-Speichertechnik<br />

(Trinkwasserspeicher und Pufferspeicher), während<br />

„Classic Plus“ zusätzlich noch mit einer Solaranlage<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Trinkwassererwärmung ausgestattet ist. Beide<br />

made in Germany<br />

+ Heizleistung 5,4 kW & 7,9 kW<br />

(bei A2/W35)<br />

+ sehr guter COP-Wert > 3,5<br />

+ preisgünstige Alternative<br />

+ elektronisches Expansionsventil<br />

+ einfache Montage<br />

wandhängend oder bodenstehend<br />

„ Classic“ Pakete verfügen werkseitig neben der Heizfunktion<br />

über eine Kühlfunktion.<br />

Die Systempakete „Regenerativ“ und „Regenerativ Plus“<br />

gehen einen Schritt weiter. Sie sind smart-grid-fähig und<br />

bieten <strong>die</strong> Möglichkeit, eine thermische Solaranlage sowie<br />

einen Festbrennstoffkessel einzubinden.<br />

Alle Modelle sind mit DC-Invertertechnologie ausgestattet.<br />

Das heißt: Drehzahlgeregelte Gleichstromverdichter<br />

und Gleichstromventilatoren sorgen <strong>für</strong> <strong>die</strong> Anpassung<br />

der Leistung an den jeweiligen Bedarf. Außerdem ermöglicht<br />

<strong>die</strong> Invertertechnologie das „Hochfahren“ der Wärmepumpenleistung<br />

in Zeiten preisgünstigen Stroms.<br />

NEUHEIT 2012<br />

Die Lösung <strong>für</strong> Ihr Haus<br />

info@hautec.eu * www.hautec.eu<br />

Airwell Deutschland GmbH, Berner Str. 43, 60437 Frankfurt,<br />

Tel.: 069 50702 - 0, Fax: - 250,<br />

info@airwell-group.com, www.airwell.de<br />

62 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


PRODUKTE<br />

SCA Hygiene Products AFH Sales GmbH (Tork)<br />

Händehygiene in Arztpraxen<br />

Eine Stu<strong>die</strong> der Stiftung Gesundheit hat ergeben,<br />

dass über 5 % der befragten niedergelassenen Ärzte das<br />

Hygiene niveau in ihrer Praxis als schlecht beurteilen, ein<br />

Viertel als nur mittelmäßig. Auch bei der Händehygiene<br />

räumen Ärzte Defizite ein: Fast 6 % der Ärzte sehen hier<br />

erhebliches Verbesserungspotenzial.<br />

Hygiene ist ein Muss in jeder Arztpraxis. Daher ist es bedeutsam, dass der behandelnde<br />

Arzt und sein Personal sich vor und nach dem Patientenbesuch <strong>die</strong><br />

Hände gründlich waschen, trocknen und desinfizieren.<br />

Schulungen von Praxispersonal und Ärzten können dazu<br />

beitragen, <strong>die</strong> praktizierte Händehygiene zu verbessern. „Nur<br />

wer <strong>die</strong> Abläufe bei der Infektionsübertragung versteht, kann<br />

<strong>die</strong> Motivation aufbringen, immer wieder <strong>die</strong> Hände zu waschen<br />

und zu desinfizieren“, so der Hygieneexperte Dr. Andreas<br />

Schwarzkopf von Tork. Aber <strong>auch</strong> <strong>die</strong> Praxis-Ausstattung<br />

entscheide darüber, wie es um <strong>die</strong> Hygiene bestellt ist. Nach<br />

Erfahrungen des Ausstatters Tork dämmen gute Spendersysteme<br />

<strong>für</strong> Seifen, Desinfektionen und Papierhandtücher <strong>die</strong><br />

Verbreitung von Keimen ein. Für ein vorbildliches Hygiene niveau stehen<br />

<strong>die</strong> Spendersysteme mit berührungsfreien Entnahmefunktionen.<br />

Hygienische Handtuchspender bieten <strong>die</strong> Grundlage da<strong>für</strong>, dass<br />

Nutzer nur mit ihrem eigenen Papierhandtuch in Berührung kommen<br />

und nicht mit dem des Vorgängers oder mit dem Spender selbst.<br />

Kreuzkontaminationen lassen sich so vermeiden. Tork hat einen Sensor-Rollenhandtuchspender<br />

herausgebracht, der „einen hohen Be<strong>die</strong>nkomfort“<br />

und ein „optimales Hygieneniveau bietet“. Es lässt sich <strong>die</strong><br />

Handtuchlänge individuell einstellen und <strong>die</strong> Sensorsteuerung bei<br />

Bedarf deaktivieren.<br />

Die Bedeutung der Händetrocknung wird nach Einschätzung von<br />

Tork oft unterschätzt, sei aber ein grundlegender Bestandteil der Händehygiene.<br />

Wichtig sei eine schnelle und vollständige Trocknung der<br />

Hände. Das Unternehmen empfiehlt <strong>für</strong> Arztpraxen saugkräftige Papierhandtücher.<br />

SCA Hygiene Products AFH Sales GmbH (Tork),<br />

Sandhofer Str. 176, 68305 Mannheim, Tel.: 0621 778 - 4700, Fax: - 134700,<br />

torkmaster@sca.com, www.tork.de<br />

Westaflex GmbH<br />

Schickes Detail<br />

Bei Anlagen zur kontrollierten<br />

Wohnungslüftung<br />

sind <strong>die</strong> Luft auslässe das einzige<br />

sichtbare Zeichen <strong>die</strong>ser<br />

Technik. Und <strong>die</strong> kann der<br />

Endkunde bei Westaflex in<br />

besonderer Form wählen: Acht Designblenden stehen zur<br />

Verfügung. Die Elemente sind in den Nennweite DN 125 und<br />

DN 100 lieferbar.<br />

www waltermeier.com/befeuchtung<br />

WISSEN ZAHLT SICH AUS!<br />

Holen Sie sich <strong>die</strong><br />

kostenlosen Leitfäden<br />

zum Thema<br />

Luftbefeuchtung.<br />

Westaflex GmbH, Thaddäusstr. 5, 33334 Gütersloh,<br />

Tel.: 05241 401 - 0, Fax: - 3411,<br />

westaflex@westa.net, www.westaflex.com<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 63


PRODUKTE<br />

Jeder Erfolg hat seine Geschichte.<br />

WDV/Molliné GmbH<br />

Multifunktionaler<br />

Austauschzähler<br />

Der „RAY“ ist ein elektronischer<br />

Energiezähler mit Flügelradabtastung<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Erfassung<br />

aller abrechnungsrelevanten Daten<br />

eines Heiz-, Kühl- oder Wärmekreislaufs<br />

mit Mediumstemperatur<br />

von 5 °C bis 90 °C. Als<br />

Austauschzähler <strong>für</strong> Ista-Geräte<br />

ist er nun in der Messkapselvariante<br />

<strong>für</strong> das Koax 2“-System bis<br />

Q n 2,5 m³/h lieferbar. Die Kompaktversion<br />

ist von Q n 0,6 bis Q n<br />

10 m³/h <strong>für</strong> <strong>die</strong> Baulängen 110<br />

bis 300 mm verfügbar.<br />

Der Energierechner liefert <strong>die</strong>se<br />

Daten: Zählerstand Energie<br />

und Volumen, momentane Leistung<br />

und Durchfluss, Vor- oder<br />

Rücklauftemperatur. Ein Stichtag<br />

ist einstellbar. Bei einem Mieterwechsel<br />

lässt er sich bis zu 18<br />

Monate rückwirkend zwischenablesen.<br />

Serienmäßig ist der Zähler<br />

mit einer optischen (Infrarot)-<br />

Schnittstelle ausgestattet und<br />

lässt sich per USB- oder Bluetooth-Optokopf<br />

auslesen. Optional<br />

sind systemfähige Datenschnittstellen<br />

möglich. Dazu<br />

zählen z. B. Funk, Analog, M-<br />

Bus, wireless M-Bus-Funk nach<br />

Open-Metering-Standard oder<br />

-Puls. Eine Lithium-Ionen-Batterie<br />

liefert den Strom <strong>für</strong> eine über<br />

12-jährige Betriebsdauer. ■<br />

WDV/Molliné GmbH,<br />

Mönchstr. 58 A, 70191 Stuttgart,<br />

Tel.: 0711 351695 - 0, Fax: - 19,<br />

info@molline.de, www.molline.de<br />

Ingenieur w|m<br />

Elektro-/Versorgungstechnik<br />

Projektleiter <strong>Haustechnik</strong><br />

Kompetenz und Sensibilität sind wesentliche<br />

Merkmale des Führungsstils bei Bosch.<br />

Nutzen Sie <strong>die</strong> Ihnen gegebenen Freiräume<br />

und setzen Sie sich gemeinsam mit uns <strong>für</strong><br />

anspruchsvolle Ziele ein. Die Zentralbereiche<br />

entwickeln und unterstützen <strong>die</strong> mittelund<br />

langfristige Strategie des Unternehmens<br />

und fördern damit ein nachhaltig<br />

wertsteigerndes Wachstum. Die Zentrale<br />

Liegenschafts- und Bauabteilung in Gerlingen<br />

bei Stuttgart plant und realisiert weltweit<br />

Industrie- und Sonderbauten mit hohen<br />

baulichen und technischen Ansprüchen. Die<br />

schnelle, wirtschaftliche Realisierung der<br />

Bauprojekte erfordert ein kompetentes Baumanagement.<br />

Ihre Aufgabe: 3 Fachliche Führung und Ausbildung<br />

interner/externer Fachbauleiter weltweit<br />

3 Steuerung der Inbetriebnahmen von<br />

haustechnischen Anlagen von der Planung<br />

bis zur Übergabe an den Nutzer weltweit<br />

3 Recommissioning von fertiggestellten<br />

Das Branchen-Portal<br />

www.<strong>IKZ</strong>.de<br />

haustechnischen Anlagen weltweit 3 Ableitung<br />

von Verbesserungsmaßnahmen in Planung,<br />

Ausschreibung und Realisierung <strong>für</strong><br />

haustechnische Anlagen weltweit<br />

Ihr Profil: 3 Mehrjährige Erfahrung als Fachbauleiter<br />

ELT/MSR vorzugsweise im internationalen<br />

Industriebau 3 Sehr gute Kenntnisse<br />

der MSR- und Elektrotechnik 3 Fachkenntnisse<br />

im Bereich HLS 3 Gute Englischkenntnisse<br />

3 Mobilität/Reisebereitschaft<br />

Jeder Erfolg hat seinen Anfang.<br />

Bewerben Sie sich jetzt online unter<br />

www.bosch-career.de,<br />

Referenz-Nr. DE00186987<br />

Robert Bosch GmbH<br />

Personalabteilung Gerlingen-Schillerhöhe<br />

Rainer Hörbrand<br />

Telefon 0711 811-48918<br />

www.bosch-career.de<br />

64 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


Unsere Mandantin gehört bundesweit zu den großen und etablierten Planungsunternehmen. Seit der Gründung vor über<br />

50 Jahren hat sie sich zu einem interdisziplinären Architektur- und Ingenieurbüro entwickelt. Als Gesamtplaner koordiniert sie<br />

alle Fachdisziplinen von der ersten Idee über den Entwurf bis zur Schlüsselübergabe und bietet dem Bauherrn damit eine wirtschaftliche<br />

und zeitoptimierte Dienstleistung aus einer Hand. Mehr als 380 Mitarbeiter erbringen in diversen Niederlassungen<br />

Dienstleistungen <strong>für</strong> anspruchsvolle und hochtechnisierte Objekte <strong>für</strong> den Gesundheits-, Verwaltungs-, Industrie-, Freizeit- und<br />

Bildungsbereich.<br />

Wir suchen <strong>für</strong> unsere Mandantin zur Verstärkung des Teams und zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen<br />

Abteilungsleiter TGA (m/w)<br />

mit Projektverantwortung<br />

Standort: Hamburg, Kennziffer: 1617<br />

Ihre Aufgaben:<br />

Als Leiter des TGA-Planungsteams tragen Sie <strong>die</strong> Verantwortung <strong>für</strong> alle versorgungstechnischen Projekte der Niederlassung<br />

in Hamburg über alle Leistungsphasen der HOAI <strong>für</strong> <strong>die</strong> Gewerke Heizungs, Lüftungs-, Sanitär- und <strong>Kälte</strong>technik. Sie halten<br />

engen Kontakt zu den Auftraggebern bzw. Bauherren und allen anderen Projektbeteiligten und sind <strong>für</strong> das Vertragswesen,<br />

<strong>die</strong> Erstellung von Zeitplänen, Rechnungen, Nachtragsangeboten, das Projektcontrolling und <strong>die</strong> Budgetüberwachung zuständig.<br />

Sie führen Ihr motiviertes und qualifiziertes Team zielorientiert und überzeugen ebenso als Projektleiter in der Umsetzung<br />

eigener Projekte. Akquisitorische Fragestellungen sind <strong>für</strong> Sie von Reiz. Im Rahmen der Projektakquisition nutzen Sie Ihre<br />

Netzwerke, knüpfen neue Kontakte, verantworten <strong>die</strong> Angebotsabgabe und führen <strong>die</strong> Vertragsverhandlungen.<br />

Die Anforderungen:<br />

Sie sind Dipl.-Ing. Versorgungstechnik (FH/TU) und haben schon fun<strong>die</strong>rte Erfahrung als Projektleiter in der Bearbeitung<br />

anspruchsvoller und komplexer Projekte mit mehreren Mio. EUR Baukosten gesammelt. Sie verfügen über eine schnelle<br />

Auffassungsgabe, konzeptionelles Denken und <strong>die</strong> Fähigkeit, im Rahmen von Vorverhandlungen gute konstruktive Vorschläge<br />

zu entwickeln, <strong>die</strong> fachlich überzeugen und den Kunden dadurch binden. Mit Ihrer beruflichen Erfahrung, Ihrer persönlichen<br />

Kompetenz sowie Ihrem akquisitorischen Geschick sind Sie in der Lage, Kunden <strong>für</strong> sich zu gewinnen. Sie überzeugen<br />

durch Ihr sicheres und teamorientiertes Auftreten Ihre Mitarbeiter und repräsentieren das Unternehmen optimal nach außen.<br />

Sie kennen sich mit den MS-Office-Programmen aus wie <strong>auch</strong> mit fachspezifischen Programmen (AutoCAD und MEP).<br />

Haben Sie Interesse an <strong>die</strong>ser herausfordernden Aufgabe mit Gestaltungsspielraum oder Fragen? Dann wenden Sie sich<br />

bitte an<br />

TGA Personalberatungs GmbH, Frau Christiane Fölster, Projektleitung<br />

Friedrich-Breuer-Str. 94, 53225 Bonn, Telefon: 0228-42 99 23-23, Telefax: 0228-42 99 23-29<br />

E-Mail: c.foelster@tga-personalberatung.de, Internet: http://www.tga-personalberatung.de<br />

TGA-Anzg_184x130mm 11.05.2006 13:15 Uhr Seite 1<br />

Unser Kunde ist ein leistungsfähiger Anbieter technisch hochwertiger Produkte <strong>für</strong> <strong>die</strong> Lüftungs- und Klimatechnik.<br />

Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation erfolgreich geführt und baut <strong>die</strong> Produktpalette kontinuierlich<br />

durch Neu- und Weiterentwicklungen aus. Das Unternehmen zeichnet sich ebenso als Entwickler, Hersteller und<br />

Lieferant <strong>für</strong> <strong>die</strong> komplette Sensorik in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik <strong>für</strong> anspruchsvolle Komponenten<br />

und Systeme des Brandschutzes sowie der Gas- und CO-Warntechnik aus.<br />

Wir suchen zum nächstmöglichen Termin einen<br />

Vertriebsaußen<strong>die</strong>nstmitarbeiter (m/w)<br />

Großraum Hamburg<br />

Standort: Hamburg, Norddeutschland, Kennziffer: 1621<br />

Ihre Aufgaben:<br />

Als Gebietsverantwortlicher sind Sie <strong>für</strong> <strong>die</strong> Betreuung der bestehenden Kunden und <strong>für</strong> den systematischen<br />

Ausbau des Kundenstammes zuständig. Sie bearbeiten selbstständig und eigenverantwortlich Ihre Region, <strong>die</strong> im<br />

Kerngebiet den Großraum Hamburg ausmacht, und bauen dabei insbesondere den Kontakt zu Regelungsfirmen<br />

und Planungsbüros der <strong>Haustechnik</strong> sowie Anlagenbauern aus.<br />

Die Anforderungen:<br />

Sie verfügen über eine einschlägige technische Ausbildung aus dem Bereich der MSR- oder Elektrotechnik <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Gebäudeautomation oder aus dem Bereich der Versorgungstechnik und können mindestens fünf Jahre erfolgreiche<br />

Vertriebstätigkeit nachweisen. Ihre Erfahrungen haben Sie bei Herstellern, im Großhandel oder bei ausführenden<br />

Unternehmen gesammelt. Idealerweise ist Ihr Lebensmittelpunkt im Raum Hamburg. Bereitschaft zu Reisetätigkeit<br />

einschl. Übernachtungen setzen wir voraus. Wenn Sie eine Aufgabe suchen, in der selbstständiges und eigenverantwortliches<br />

Arbeiten ebenso wie Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Initiative gefragt sind, so finden Sie hier alle Voraussetzungen,<br />

sich persönlich einzubringen.<br />

Interesse?<br />

Wir freuen uns über <strong>die</strong> Zusendung Ihrer aussagefähigen Unterlagen oder über Ihre Kontaktaufnahme.<br />

TGA Personalberatungs GmbH, Frau Sigi-Alice Ortner, Projektleiterin<br />

Friedrich-Breuer-Str. 94, 53225 Bonn, Telefon: 0228-42 99 23-22, Telefax: 0228-42 99 23-29<br />

E-Mail: s.ortner@tga-personalberatung.de, Internet: http://www.tga-personalberatung.de<br />

12/2012 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 65


Leser-Service<br />

Bauinfos<br />

Auftragsbörse<br />

Ein Service in Kooperation mit vipnetzwerk.com<br />

An <strong>die</strong>ser Stelle präsentieren wir regelmäßig Top-Projekte im Bereich Bau-Ausschreibungen. Detailinformationen zu den einzelnen<br />

Projekten können mit dem Info-Coupon per Fax angefordert werden.<br />

ID04111 - Köln: Wohnen am<br />

Gustav-Heinemann-Ufer<br />

Das Kölner Architekturbüro Astoc hat den ersten<br />

Preis <strong>für</strong> <strong>die</strong> Umgestaltung des Kölner Gustav-Heinemann-Ufers<br />

84-88 und 90 gewonnen.<br />

Dort soll ein Gebäude mit Büro- oder Hotelnutzung<br />

entstehen. Nach Osten sind zwei Baukörper<br />

mit ca. 60 Wohnungen geplant. Zwischen<br />

Hochhaus und Alteburger Straße sind weitere 100<br />

Eigen tumswohnungen vorgesehen. Auf dem Gesamtareal<br />

stehen rund 500 Tiefgaragenstellplätze<br />

zur Verfügung, sodass das Quartier autofrei<br />

bleiben wird. Das seit vielen Jahren leerstehende<br />

Bürogebäude der Zurich-Versicherung wird abgebrochen.<br />

Der Bauherr des Quartiers ist eine Arbeitsgemeinschaft<br />

aus der ABG Unternehmensgruppe mit Sitz<br />

in Köln, München und Hamburg sowie der Nixdorf<br />

Vermögensverwaltung, <strong>die</strong> ihre Interessen<br />

durch <strong>die</strong> Garbe Wohnbau Hamburg, wahrnehmen<br />

lässt. Die Beauftragung der prämierten Architekten<br />

wird kurzfristig erfolgen, sodass der<br />

Bebauungsplan zügig in <strong>die</strong> Entwicklung gehen<br />

kann. Mit der Umplanung des BDI-Hochhauses<br />

wurde das Kölner Architekturbüro JSWD bereits<br />

beauftragt. Insgesamt entstehen auf dem Areal<br />

rund 47 000 m² Geschossfläche.<br />

ID04112 - Hanau: Bouwfonds baut<br />

150 Wohnungen<br />

Die Bouwfonds Immobilienentwicklung, Frankfurt<br />

am Main, wird auf einem rund 7400 m²<br />

großen Grundstück an der wallonisch-niederländischen<br />

Kirche in Hanau ca. 150 Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen<br />

sowie eine Tiefgarage mit<br />

180 Stellplätzen bauen. 2013 soll Baubeginn <strong>für</strong><br />

das Projekt Westcarrée sein.<br />

Dazu hat sie mit der Stadt nun einen Letter of Intent<br />

geschlossen. Demzufolge wird <strong>die</strong> Stadt zunächst<br />

das bestehende Erbbaurecht der Baugesellschaft<br />

Hanau auflösen und <strong>die</strong> dort befindlichen<br />

Wohngebäude abreißen. Die Grundstücke<br />

werden dann bis 2014 in vier Abschnitten an<br />

Bouwfonds verkauft. Dabei will <strong>die</strong> Stadt 1,8 Mio.<br />

Euro erzielen.<br />

Das insgesamt rund 33 Mio. Euro schwere Projekt<br />

zählt zum Stadtumbau Hanau. Der damit nach<br />

Abschluss des wettbewerblichen Dialogs betraute<br />

Investor HBB aus Hamburg hatte sich unter anderem<br />

verpflichtet, das Quartier zwischen Hahnen-,<br />

Steinheimer-, Altstraße und Französischer Al-<br />

Projekt des Monats<br />

Projektname:<br />

Projektadresse:<br />

Projekttyp:<br />

Bauvolumen:<br />

Stockwerke: 18<br />

Hanse-Gate, Hamburg<br />

Lübecker Straße/Wallstraße, 22087 Hamburg<br />

Bürogebäude<br />

55 Mio. Euro<br />

Status:<br />

Neubau, in Planung<br />

Baubeginn: 2. Quartal 2013<br />

Fertigstellung: 2. Quartal 2015<br />

Architekt/Planer<br />

SCHILD Architekten Ingenieure, Ulmenstraße 24, 22299 Hamburg<br />

Bauherr:<br />

MAAS & RAFFAY Immobilienentwicklungs- und Management<br />

GmbH, Alsterufer 34, 20354 Hamburg<br />

Baubeschreibung: Geplant ist ein Büroturm (18 Stockwerke). Als Hauptmieter soll<br />

Porsche einziehen.<br />

Bild-Quelle: www.schild-architekten.de<br />

66 <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK 12/2012


Juni 2012<br />

magazin <strong>für</strong> planer, berater und<br />

entscheider der gebäudetechnik<br />

www.ikz.de<br />

ROADSHOW 2012<br />

Behaglichkeit und höchste<br />

Energieeffizienz – zentrale und<br />

dezentrale Luft- und Raumklimatechnik<br />

ganzheitlich<br />

geplant!<br />

13.06.2012 München<br />

14.06.2012 Dortmund<br />

15.06.2012 Frankfurt/Main<br />

12.09.2012 Düsseldorf<br />

13.09.2012 Hannover<br />

14.09.2012 Kassel<br />

19.09.2012 Dresden<br />

20.09.2012 Stuttgart<br />

Zum Inhalt:<br />

www.cci-dialog.de/schulung<br />

Teilnahme anmelden unter E-Mail:<br />

Katrin.Tomaschewski@cci-dialog.de<br />

Sicherheit planen<br />

Mit AL-KO EMCO wird Sicherheit planbar.<br />

Wir sorgen <strong>für</strong> Planungssicherheit. Wir<br />

decken zentrale und dezentrale Raumlufttechnik<br />

komplett ab und haben <strong>die</strong><br />

Schnittstellen im Blick! Eine abgestimmte<br />

MSR sorgt <strong>für</strong> einen optimalen, energieeffi<br />

zienten Betrieb des Gewerkes Lüftung/<br />

Klima und reduziert <strong>die</strong> Investitionskosten.<br />

AL-KO EMCO bietet dem Fachplaner<br />

Sicherheit und innovative Gesamtsysteme.<br />

Damit es bestens funktioniert!<br />

Eine Kooperation<br />

der Firmen:<br />

info@al-ko-emco-klimasysteme.de<br />

www.al-ko-emco-klimasysteme.com<br />

Niedrigstenergiegebäude Seite 8<br />

Flachdachentwässerung Seite 12<br />

Smart Metering Seite 20


+<br />

Wir gratulieren den<br />

folgenden Markenanbietern<br />

zu ihren „ausgezeichneten“ Produkten:<br />

Heizung / Klima<br />

Sanitär<br />

Über den Plus X Award:<br />

Mit mehr als 130 industrieneutralen Jurymitgliedern aus 32 Nationen, 41 kompetenten Partnern<br />

und einem investierten Marketingvolumen von über 25 Mio. Euro ist der Plus X Award heute der<br />

weltgrößte Innovationspreis <strong>für</strong> Technologie, Sport und Lifestyle. Produkte <strong>die</strong> über mindestens<br />

einen „Plus X“ Faktor verfügen werden mit einem Plus X Award Gütesiegel ausgezeichnet.<br />

Auszeichnungswürdig sind neu entwickelte und innovative Technologien, außergewöhnliche<br />

Designs sowie intelligente und einfache Be<strong>die</strong>nkonzepte. Auch Kriterien wie gute ergonomische<br />

und ökologische Produkteigenschaften sowie <strong>die</strong> Verwendung qualitativ hochwertiger<br />

Materialien und deren Verarbeitung führen zusätzlich zu einem nachhaltigen Erzeugnis von<br />

langer Lebensdauer und sind somit ebenfalls auszeichnungswürdig. Der Innovationspreis wurde<br />

als Projekt zur Stärkung der Marke initiiert und befindet sich 2011 im achten Jahr seines Bestehens.<br />

Das PDF der Broschüre finden Sie zum Download unter:<br />

http://plusxaward.de/downloads/image-broschuere/


inhalt/Intro<br />

4 Aktuell<br />

28 Literatur<br />

29 Schaufenster<br />

54 Impressum: <strong>IKZ</strong>-HAUSTECHNIK-Teil<br />

Markt<br />

8 Niedrigstenergiegebäude<br />

Heute Politik in Brüssel, morgen Realität – <strong>auch</strong> in Deutschland.<br />

Sanitär<br />

12 Planung in der Grauzone<br />

Hinweise zu Ungleichheiten der verschiedenen Regelwerke und<br />

Kommentare <strong>für</strong> <strong>die</strong> Entwässerung flacher Dächer.<br />

Heizung<br />

12<br />

Ein neuer Hoffnungsträger<br />

Energieeffizienz und Energieeinsparung<br />

ist allgegenwärtig: Auf<br />

der „Woche der Umwelt“ Anfang<br />

Juni im Schloss Bellevue haben<br />

fast 200 Aussteller ihre Visionen<br />

zu einer energieoptimierten<br />

Welt präsentiert. Der Bundespräsident<br />

höchstpersönlich hat <strong>die</strong><br />

Veranstaltung eröffnet und auf<br />

<strong>die</strong> Notwendigkeit eines verantwortungsvollen<br />

Umgangs mit den<br />

uns zur Verfügung stehenden fossilen<br />

Energieträgern hingewiesen.<br />

Auch <strong>die</strong> technische Gebäudeausrüstung<br />

ist da gemeint, wenngleich er <strong>die</strong> Ingenieure, Techniker<br />

und Meister nicht explizit genannt hat.<br />

Auf seinem Rundgang besuchte er u. a. zwei Aussteller aus der<br />

TGA-Branche (Danfoss und Bosch Solar Energy). Bei einer Gesamtanzahl<br />

von nur gut einem Dutzend ausgewählter Aussteller<br />

kommt dem eine besondere Bedeutung zu. Vorsichtig könnte man<br />

sogar formulieren, dass <strong>die</strong> Politik der Heizungs- und Klimabranche<br />

einen besonderen Stellenwert beimisst, vielleicht sogar einen<br />

gewichtigeren als bisher.<br />

Die Branche hofft nun auf Peter Altmaier, den neuen Mann an der<br />

Spitze des Umweltministeriums. Er hat <strong>die</strong> Aufgabe, <strong>die</strong> von seinem<br />

Vorgänger eingeleitete Energiewende fortzuführen. Die gesamte<br />

TGA-Branche setzt ihre Hoffnungen auf einen Mann, der<br />

<strong>die</strong>ses Ziel mit einem ausgewogenen Mix an Lösungen umsetzt.<br />

Detlev Knecht<br />

stv. Chefredakteur<br />

d.knecht@strobel-verlag.de<br />

16 Auszeichnung auf höchster Ebene<br />

Die Rolle von Gebäudemanagement und Regelungstechnik im<br />

Rahmen von Green Building-Zertifizierungen am Beispiel LEED.<br />

Interview<br />

20 „Unser Ziel ist es, Verbr<strong>auch</strong>er zu Energieexperten zu machen!“<br />

Interview mit Peter Ruwe, Geschäftsführer von ista Deutschland,<br />

zum Thema Smart Metering.<br />

EDV<br />

22 Fernüberwachung von Pumpstationen<br />

Weltweit und 24 Stunden am Tag mit einer Applikation.<br />

Reportage<br />

24 Auf hohem Niveau<br />

Neue Regelwerke <strong>für</strong> <strong>die</strong> Trinkwasserinstallation: Bundesweite<br />

Fachsymposienreihe von Viega findet großen Anklang.<br />

Leserservice<br />

34 Auftragsbörse<br />

Projektrecherche mit dem <strong>IKZ</strong>-FACHPLANER leicht gemacht: Wo<br />

wird wann in Deutschland was gebaut?<br />

24<br />

Juni 2012 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner 3


aktuell<br />

8. Deutscher Planertag mit Focus auf Energieeffizienz Förderprogramm „Kommunale<br />

Energieversorgung“<br />

Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif.<br />

Unterhaching. Unter dem Motto „Ausstieg.<br />

Einstieg. Mehr Rat. Mehr Tat. Mehr<br />

Wert.“ fand am 10. und 11. Mai in Berlin der<br />

8. Deutsche Planertag von Daikin statt. 150<br />

Planer und Architekten trafen sich zum<br />

Informationsaustausch mit Industrie und<br />

Forschung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung<br />

standen <strong>die</strong> Energiewende sowie TGA-<br />

Projektlösungen zur Einsparung von Primärenergie.<br />

Eröffnet wurde <strong>die</strong> Tagung<br />

durch den Klimaforscher Prof. Dr. Mojib<br />

Latif. Er betonte in seinem Vortrag, dass<br />

im Rahmen der Energiewende neben dem<br />

Ausbau der Erneuerbaren Energien <strong>auch</strong><br />

<strong>die</strong> Einsparung von Energie wichtig sei:<br />

„Dabei sind vor allem <strong>auch</strong> Planer und Architekten<br />

gefragt, denn <strong>die</strong> beste Kilowattstunde<br />

ist <strong>die</strong>, <strong>die</strong> wir nicht verbr<strong>auch</strong>en.“<br />

Prof. Dr. Johanna Myrzik (Technische<br />

Universität Dortmund) und Ansgar Thiemann<br />

(Environment Research Center,<br />

DAIKIN Europe N.V.) präsentierten im Anschluss<br />

Ergebnisse des Projektes „Live Labor<br />

Herten“*. In dem Projekt wurde in den<br />

vergangenen zwölf Monaten untersucht,<br />

wie Technologien und Materialien <strong>für</strong> Hülle<br />

und <strong>Haustechnik</strong> in einem gewerblich<br />

genutzten Objekt wirtschaftlich und energieeffizient<br />

als Gesamtkonzept zusammenwirken.<br />

„Das Ziel eines Netto-Null-Energie-<br />

Hauses wurde mehr als erreicht“, so das<br />

Resümee der Referenten.<br />

Ein weiterer Vortrag zeigte das Einsparpotenzial<br />

im Bereich der Informations- und<br />

Kommunikationstechnik auf. Von 50 000<br />

Serverräumen in Deutschland seien 80 % in<br />

den 90er-Jahren gebaut worden. Die weltweiten<br />

CO 2 -Emissionen <strong>die</strong>ses Bereiches<br />

hätten mit einem Anteil von 2 % bereits<br />

das Niveau der globalen CO 2 -Emissionen<br />

des Flugverkehrs erreicht. Ein großes Einsparpotenzial<br />

sei hier beispielsweise in der<br />

technischen Kühlung zu finden.<br />

Dass erhebliche Energieeinsparungen<br />

mit heutigen Technologien möglich sind,<br />

beweisen ebenfalls <strong>die</strong> Projekte, <strong>die</strong> mit<br />

dem Daikin-Planerpreis ausgezeichnet<br />

wurden. In <strong>die</strong>sem Jahr gewann <strong>die</strong> HSE<br />

Technik GmbH & Co. KG mit der energetischen<br />

Sanierung eines 1976 erbauten Bürogebäudes.<br />

In der Immobilie konnte eine<br />

Energieeinsparung von 85 % erzielt werden.<br />

Laut einer Hochrechnung können so<br />

jährlich insgesamt 578 t CO 2 eingespart<br />

werden. Der Preis wurde bereits zum dritten<br />

Mal <strong>für</strong> nachhaltige, planerische Projekte<br />

sowie Heiz- und Klimakonzepte, <strong>die</strong><br />

in hohem Maße Primärenergien einsparen,<br />

vergeben.<br />

*) Wir berichteten im <strong>IKZ</strong>-FACHPLANER,<br />

April-Ausgabe 2011.<br />

www.daikin.de<br />

Berlin. Seit Juni gibt es ein neues KfW-<br />

Förderprogramm, über das kommunale<br />

Unternehmen sowie Kommunen zinsverbilligte<br />

Darlehen <strong>für</strong> Investitionen in <strong>die</strong><br />

Ener gieeffizienz und den Ausbau dezentraler<br />

kommunaler Energieversorgung beantragen<br />

können. Es unterstützt kommunale<br />

Investoren insbesondere bei Investitionen<br />

in den Neubau oder <strong>die</strong> Aufrüstung<br />

von Gas-und-Dampf-Kraftwerken, in eine<br />

flexiblere Stromerzeugung von gasbetriebenen<br />

Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung,<br />

in den Ausbau der Verteilnetze oder<br />

in <strong>die</strong> Installation intelligenter Informations-,<br />

Kommunikations- und Netzsteuerungstechnologien.<br />

Auch der Neu- und<br />

Ausbau von dezentralen Stromspeichern<br />

kann finanziert werden.<br />

Bereits im Jahr 2020 könnte der Strombedarf<br />

wegen der Erzeugungsschwankungen<br />

der Erneuerbaren Energien mit den<br />

in Deutschland verfügbaren Kapazitäten<br />

nicht mehr zu jeder Zeit gedeckt werden.<br />

„Die Weiterentwicklung flexibler konventioneller<br />

Kraftwerke <strong>für</strong> eine sichere Energieversorgung<br />

ist ebenso wichtig wie der<br />

Ausbau der Verteilnetze, intelligenter Netztechnik<br />

sowie leistungsfähiger Speichertechnologien.<br />

Hierbei kommt insbesondere<br />

den Stadtwerken als regionale Energieversorger<br />

eine besondere Bedeutung zu.<br />

Wir wollen sie mit dem neuen Programm,<br />

bei dem wir <strong>die</strong> Darlehen aus unseren eigenen<br />

Mitteln verbilligen, dabei unterstützen,<br />

einen wichtigen Beitrag <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Energiewende im kommunalen Bereich zu<br />

leisten“, sagt Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied<br />

der KfW. Nach Angaben des Verbandes<br />

kommunaler Unternehmen beträgt<br />

der Zubaubedarf von Kraftwerkskapazitäten<br />

21 Gigawatt bis zum Jahr 2025, der<br />

zusätzliche Aus- und Umbaubedarf im Bereich<br />

der Verteilnetze wird auf rund 25<br />

Mrd. Euro bis zum Jahr 2030 geschätzt.<br />

www.kfw.de<br />

Der Planerpreis 2012<br />

wurde von Thomas<br />

Graupensberger,<br />

Daikin Airconditioning<br />

Germany GmbH (Mitte),<br />

an Jan Mößinger,<br />

HSE Technik GmbH &<br />

Co. KG (l.), und Dipl.-<br />

Ing. Ewald Etzel, Etzel<br />

TGA Ingenieurgesellschaft<br />

mbH & Co. KG,<br />

überreicht.<br />

BHKS Almanach 2012 herausgegeben<br />

Industrieverband beschließt<br />

Namensänderung: aus BHKS<br />

wird BTGA<br />

Bonn. Der Bundesindustrieverband Heizungs-,<br />

Klima-, Sanitärtechnik/Technische<br />

Gebäudesysteme hat anlässlich seiner Jahrestagung<br />

im Mai den BHKS-Almanach<br />

4 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


aktuell<br />

2012 herausgegeben. Die jährlich erscheinende<br />

Verbandspublikation präsentiert<br />

zahlreiche Facetten des Wirtschaftszweigs<br />

Gebäudetechnik und gibt dabei einen aktuellen<br />

Überblick über <strong>die</strong> technische<br />

Kompetenz der Branche. Den inhaltlichen<br />

Schwerpunkt bilden neben rechtlichen<br />

und wirtschaftlichen Aspekten technische<br />

Fachartikel, <strong>die</strong> einen Überblick über aktuelle<br />

Trends in der Gebäudetechnik geben.<br />

Die Auswahl der Autoren ist breit gefächert<br />

und setzt sich zusammen aus den<br />

Bereichen Wissenschaft und Forschung, Industrie<br />

sowie aus Experten der Mitgliedsunternehmen<br />

und ihrer Landesverbände.<br />

Die Ausgabe des BHKS-Almanach 2012<br />

ist im Internet unter www.bhks.net im Bereich<br />

„Info<strong>die</strong>nst“ zu finden. Hier besteht<br />

<strong>die</strong> Möglichkeit zum Download sowohl der<br />

einzelnen Beiträge als <strong>auch</strong> der Gesamtausgabe.<br />

Im Rahmen der Mitgliederversammlung<br />

wurde außerdem eine Namensänderung<br />

beschlossen: Künftig firmiert der in Bonn<br />

ansässige Verband unter „Bundesindustrieverband<br />

Technische Gebäudeausrüstung<br />

e.V.“, abgekürzt BTGA. Mit der Na-<br />

mensänderung soll der Entwicklung Rechnung<br />

getragen werden, dass <strong>die</strong> Mitglieder<br />

der Organisation mittlerweile ein deutlich<br />

breiteres Spektrum in der Haus- und Gebäudetechnik<br />

abdecken, als <strong>die</strong>s mit dem<br />

bisherigen Verbandsnamen zum Ausdruck<br />

kam. Der Beschluss wurde bereits beim<br />

Vereinsregister eingereicht.<br />

www.btga.de<br />

2. Schweizer Hygienetagung<br />

Luzern. Am 25. Januar 2013 findet <strong>die</strong><br />

zweite Schweizer Hygienetagung in Luzern<br />

statt. Die Veranstaltung des Schweizerischen<br />

Vereins von Gebäudetechnik-Ingenieuren<br />

(SWKI) und des Vereins Deutscher<br />

Ingenieure e.V. (VDI) will einen<br />

aktuellen Überblick über <strong>die</strong> wichtigsten<br />

Erfahrungen und Konsequenzen zum Thema<br />

Hygiene bieten. Aufgezeigt wird der<br />

aktuelle Stand der Richtlinien und Normen<br />

im Bereich der Luft- und Wasserhygiene.<br />

Außerdem werden <strong>die</strong> Ergebnisse aus<br />

dem Projekt „Hygienezustand von raumlufttechnischen<br />

Anlagen in der Schweiz“<br />

vorgestellt. Auch das Thema Legionellenprävention<br />

in Warmwasseranlagen soll aufgegriffen<br />

werden.<br />

www.swki.ch<br />

ista und GETEC kooperieren im<br />

Contracting-Geschäft<br />

Essen. ista und <strong>die</strong> GETEC AG arbeiten<br />

künftig im Bereich Contracting zusammen.<br />

Unter dem Namen e:duo bietet ista<br />

mit dem neuen Partner individuelle Wärmecontracting-Modelle<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Immobilienwirtschaft<br />

an. Durch <strong>die</strong> Nutzung von<br />

Contracting können sich Eigentümer und<br />

Verwalter auf ihre Kernaufgaben konzentrieren<br />

und müssen sich nicht um <strong>die</strong> Errichtung,<br />

Wartung und Betriebsführung<br />

der Heizungsanlagen kümmern. Die Vereinbarung<br />

fester Energiepreise macht <strong>die</strong><br />

Kosten transparent und langfristig planbar,<br />

betonen <strong>die</strong> Unternehmen.<br />

www.ista.de<br />

www.getec.de<br />

Eine Kooperation der Firmen:<br />

Juni 2012 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner 5


aktuell<br />

Stu<strong>die</strong> stellt Hellstrahlern ein gutes Zeugnis aus<br />

Köln. Mit Gas-Infrarot-Heizstrahlern lässt sich in modernen Hallengebäuden<br />

Wärme energieeffizient und mit hohem Komfort erzeugen.<br />

Als grundsätzlicher energetischer Vorteile erweist sich dabei<br />

<strong>die</strong> direkte Strahlungswirkung der Heizgeräte, <strong>die</strong> eine hohe<br />

thermische Behaglichkeit <strong>auch</strong> bei niedrigerer Lufttemperatur<br />

in den Hallen ermöglicht. Auch in puncto Raumluftqualität erfüllen<br />

<strong>die</strong> Heizgeräte <strong>die</strong> hohe Anforderungen. Dies sind Ergebnisse<br />

einer Stu<strong>die</strong> des ITG Institut <strong>für</strong> Technische Gebäudeausrüstung<br />

Dresden in Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/<br />

Görlitz, <strong>die</strong> im Auftrag der deutschen Sektion von Elvhis, dem europäischen<br />

Leitverband der Hersteller von Infrarot-Heizstrahlern,<br />

durchgeführt wurde. Die Forscher gingen dabei der Frage nach,<br />

wie sich Gas-Infrarot-Hellstrahler in modernen, dichteren Hallengebäuden<br />

hinsichtlich Energieeffizienz, thermischer Behaglichkeit<br />

und Raumluftqualität verhalten. Dazu wurden zehn typische<br />

Hallen mit gutem baulichen Wärmeschutz während des<br />

regulären Heizbetriebs messtechnisch erfasst und danach in Simulationsrechnungen<br />

auf den jährlichen Energiebedarf und weitere<br />

Parameter untersucht.<br />

Beim Thema Schadstoffemission am Arbeitsplatz schneiden <strong>die</strong><br />

Hellstrahler ebenfalls gut ab. In den modernen, dichteren Gebäuden<br />

lagen <strong>die</strong> gemessenen Werte an Kohlendioxid und Kohlenmonoxid<br />

weit unter den entsprechenden Grenzwerten der maximalen<br />

Arbeitsplatz-Konzentration. Die gemessenen Stickoxidkonzentrationen<br />

waren in allen Fällen vernachlässigbar. „Hellstrahler sind<br />

seit vielen Jahren zur Beheizung von Hallengebäuden im Einsatz.<br />

Mit der Stu<strong>die</strong> wollten wir aktuelle Daten zu wichtigen Fragestellungen<br />

liefern. Die guten Untersuchungsergebnisse überraschen<br />

uns nicht, denn schließlich ist <strong>die</strong> Technologie ausgereift, erklärt<br />

Manfred Reinsch, Geschäftsführer GEWEA GmbH & Co KG.<br />

Die Stu<strong>die</strong>nberichte sowie ein zusammenfassender Flyer über<br />

<strong>die</strong> Ergebnisse sind im Internet abrufbar.<br />

www.strahler-stu<strong>die</strong>n.de<br />

8 MW p PV-Leistung auf 100 Supermarkt-Filialen<br />

Geilenkirchen. CentroPlan, ein Joint Venture der Centrosolar<br />

Group AG und der Pohlen Bedachungen GmbH, projektiert auf<br />

den Verkaufsfilialen eines süddeutschen Lebensmittel-Discounters<br />

zurzeit 100 PV-Dachanlagen mit einer Gesamtleistung von<br />

8 MW p , <strong>die</strong> Pohlen Solar, eine 100-prozentige Tochterfirma der<br />

Pohlen Bedachungen, installiert. Im Gegensatz zu bisherigen<br />

Referenzen <strong>für</strong> Industrie und Gewerbe geht es bei <strong>die</strong>sem Großprojekt<br />

weniger um <strong>die</strong> Einspeisung, sondern vor allem um den<br />

Eigenverbr<strong>auch</strong> des selbst erzeugten Stroms, heißt es dazu in<br />

einer Mitteilung. Die Verkaufsfilialen sollen bis zu 45 % ihres<br />

Strombedarfs durch <strong>die</strong> eigenen, im Allgemeinen rund 80 kW p<br />

großen Solaranlagen auf dem Dach abdecken.<br />

Im Rahmen der Stu<strong>die</strong> wurde <strong>auch</strong> das Schichtungsverhalten der Luft bei<br />

Hellstrahler-beheizten Hallen betrachtet.<br />

Der thermische Komfort im Arbeitsbereich wurde von den Forschern<br />

in allen zehn Gebäuden als gut bewertet. Für <strong>die</strong> meisten<br />

untersuchten Hallen zeigte sich im Aufenthaltsbereich zudem keine<br />

merkliche Luftbewegung. Auch das Zugluftrisiko konnte bei geschlossen<br />

Türen/Toren praktisch immer ausgeschlossen werden.<br />

Hellstrahler, so zeigt <strong>die</strong> Stu<strong>die</strong>, können <strong>die</strong> angebotene Heizleistung<br />

dem in Hallengebäuden typischen – zeitlich und räumlich<br />

eingeschränkten – Wärmebedarf optimal anpassen. Sowohl<br />

bei Messungen vor Ort und später in den Simulationsrechnungen<br />

zeigten <strong>die</strong> Hellstrahler kurze Aufheizzeiten von durchschnittlich<br />

1 bis 1,5 h, um eine hinreichende operative Temperatur herzustellen.<br />

Prof. Dr.-Ing. Bert Oschatz vom ITG-Dresden ergänzt<br />

dazu: „Die niedrigere Lufttemperatur im Aufenthaltsbereich in<br />

Verbindung mit der sehr ausgeglichenen vertikalen Temperaturverteilung<br />

dokumentiert <strong>die</strong> Energieeffizienz moderner dezentraler<br />

Strahlungsheizsysteme in Großräumen – <strong>die</strong>s spiegelt <strong>auch</strong> <strong>die</strong><br />

aktuelle energetische Bewertung in der überarbeiteten Fassung<br />

der Normenreihe DIN V 18599 Revision 2011 wider.“<br />

PV-Dachanlage von CentroPlan <strong>für</strong> einen Discounter.<br />

Die Geschäftsstellen der Lebensmittel-Discounter-Kette sollen<br />

sogar lediglich 10 % Solarstrom in das örtliche Stromnetz einspeisen<br />

und bis zu 90 % des erzeugten Stroms selbst verbr<strong>auch</strong>en. Die<br />

hohe Eigenverbr<strong>auch</strong>squote sei möglich, weil <strong>die</strong> solare Stromerzeugung<br />

und der Strombedarf in einem Verkaufsraum im Tagesablauf<br />

zeitlich in weiten Teilen übereinstimmten, heißt es aus<br />

dem Unternehmen. Bislang wurden 70 Anlagen montiert und in<br />

Betrieb genommen.<br />

www.centrosolar-group.com<br />

www.centroplan.de<br />

6 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


aktuell<br />

News-Ticker<br />

ebm-papst baut neues Logistikzentrum<br />

Landshut. Der Ventilatoren- und Motorenhersteller ebm-papst<br />

investiert 11,5 Mio. Euro in ein neues Logistikzentrum. In direkter<br />

Nähe zum Werk und mit Anbindung zur Autobahn A92 soll ein<br />

5000 m² großes Hochregallager entstehen. „Die bisherige Organisation<br />

ist den aktuellen und zukünftigen Wachstumsraten nicht<br />

mehr gewachsen“, erklärt Geschäftsführer Stefan Brandl. Bereits<br />

im Frühjahr 2013 soll das neue Logistikzentrum eröffnet werden.<br />

Daikin: neuer Sales Director<br />

Unterhaching. Dipl.-Ing. Dirk Obländer verantwortet seit Mai als<br />

Sales Director den Vertrieb von Daikin Deutschland. Er wird unterstützt<br />

durch Thomas Graupensberger, der den Bereich Commercial<br />

(Klimatechnik und Wärmepumpen) leitet, und Jochen Eisenhofer,<br />

der <strong>für</strong> den Bereich Industrial (Kaltwasser und <strong>Kälte</strong>technik) zuständig<br />

ist. Obländer war zuvor 16 Jahre bei der Güntner AG & Co.<br />

KG tätig, zuletzt als Vertriebsleiter <strong>für</strong> Europa.<br />

Gesamtkatalog Brandmeldesysteme<br />

Sulzburg. Seit Juni gilt der neue Gesamtkatalog des Hekatron-<br />

Geschäftsbereichs Brandmeldesysteme. Darin enthalten ist der<br />

neue Mehrfachsensormelder CMD 533X zur Detektion von R<strong>auch</strong>,<br />

Wärme und CO. Zudem gibt es auf den mehr als 280 Katalogseiten<br />

zahlreiche Grafiken und Übersichten, <strong>die</strong> aktuellen Kontaktdaten<br />

aller Hekatron-Experten im Außen- und Innen<strong>die</strong>nst sowie viele<br />

Informationen <strong>für</strong> Errichter und Planer. Den Gesamtkatalog gibt’s<br />

online unter www.hekatron.de/professional/downloads/.<br />

Neuer Außen<strong>die</strong>nstmitarbeiter bei Airflow<br />

Rheinbach. Joachim Schenk hat den Vertrieb in Baden Württemberg<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Airflow Lufttechnik GmbH übernommen. Mit seinem<br />

Vertriebsbüro in Stuttgart steht er den Kunden vor Ort zur<br />

Verfügung und löst den bisherigen Ansprechpartner Frank Haase<br />

ab. Neben dem Hauptsitz in Rheinbach verfügt Airflow über Vertriebsbüros<br />

in Bremen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern.<br />

Brennstoffzellen-Heizgeräte: breite Markteinführung<br />

bis 2016 erwartet<br />

Leipzig. Mit über 1 Mio. Betriebsstunden geht das Callux-Projekt<br />

in <strong>die</strong> entscheidende Phase vor der Markteinführung. Die mittlerweile<br />

insgesamt über 200 installierten Geräte der drei Hersteller<br />

Baxi-Innotech, Hexis und Vaillant versorgen schwerpunktmäßig<br />

Ein- und Zweifamilienhäuser mit Wärme und Strom. In Kooperation<br />

mit den fünf Energieversorgern EnBW, E.ON Ruhrgas,<br />

EWE, MVV und VNG werden <strong>die</strong> Anlagen in den jeweiligen Versorgungsgebieten<br />

unter Alltagsbedingungen getestet. Callux-Sprecher<br />

Prof. Dr. Wolfram Münch bewertet das Erreichen von 1 Mio.<br />

Betriebsstunden als wichtigen Meilenstein: „Um Brennstoffzellen-Heizgeräte<br />

zur Marktreife zu führen, müssen alle Beteiligten<br />

Erfahrungen sammeln. Durch das Callux-Projekt gelingt es, gemeinsam<br />

eine möglichst steile Erfahrungskurve zu beschreiten<br />

und <strong>die</strong> angepeilte, breite Markteinführung spätestens bis zum<br />

Ende des Projekts im Jahr 2016 zu vollziehen.“<br />

Die weiteren Aufgaben, <strong>die</strong> im Rahmen des Callux-Projekts <strong>für</strong><br />

<strong>die</strong> nächste Zeit anstehen, sind vielfältig. Neben der Installation<br />

weiterer Anlagen und deren Optimierung <strong>für</strong> den Alltagsbetrieb<br />

und <strong>die</strong> Markt erfordernisse gilt es, <strong>die</strong> Infrastruktur <strong>für</strong> den Betrieb<br />

virtueller Kraftwerke zu erproben. Hierzu wurde bereits<br />

<strong>die</strong> Callux-Box entwickelt, <strong>die</strong> eine Kommunikation und zentrale<br />

Steuerung von Brennstoffzellen-Heizgeräten ermöglicht. Die Vor-<br />

Callux-Sprecher Prof. Dr. Wolfram Münch vor einem Brennstoffzellen-<br />

Heizgerät.<br />

bereitung des Fachhandwerks <strong>für</strong> den Umgang mit der innovativen<br />

Technologie ist ein weiterer Schwerpunkt der anstehenden<br />

Projektarbeit. Prof. Münch sieht insbesondere das Fachhandwerk<br />

als Schlüssel <strong>für</strong> eine erfolgreiche Markteinführung: „Strom erzeugende<br />

Heizungen sind kein Alltagsgeschäft <strong>für</strong> <strong>die</strong> meisten Betriebe.<br />

Da jedoch bereits heute Mikro-KWK-Anlagen mit Verbrennungsmotoren<br />

marktreif sind, müssen wir später bei der Brennstoffzelle<br />

nicht am Nullpunkt anfangen. Zudem engagieren wir<br />

uns bereits jetzt da<strong>für</strong>, <strong>die</strong> spezifischen Inhalte der Technologie<br />

zu vermitteln, indem wir <strong>für</strong> <strong>die</strong> Berufsbildung Informationen bereitstellen<br />

und ein Bildungsnetzwerk knüpfen.“<br />

www.callux.net<br />

S&P-Vertriebsbüro Nord unter neuer Leitung<br />

Darmstadt. Patrick Grube hat Ende April<br />

<strong>die</strong> Leitung des Soler & Palau-Vertriebsbüros<br />

Nord in Hamburg übernommen. Der<br />

36-jährige Installateur- und Heizungsbau-<br />

Meister war zuletzt als technischer Gebäude-Manager<br />

eines großen deutschen Facility-<br />

Management-Unternehmens tätig. Er zeichnet<br />

verantwortlich <strong>für</strong> <strong>die</strong> Betreuung von<br />

Planungs büros, ausführenden Firmen und Patrick Grube.<br />

Großhändlern im Bereich Hamburg/Schleswig-Holstein<br />

sowie Mecklenburg-Vorpommern.<br />

www.soler-palau.de<br />

mobiheat ® GmbH<br />

Marquardtstr. 8<br />

D-86316 Friedberg<br />

Telefon: +49 (0) 821 71011-0<br />

Telefax: +49 (0) 821 71011-900<br />

Ihr Spezialist <strong>für</strong><br />

mobile Wärme<br />

info@mobiheat.de<br />

www.mobiheat.de<br />

Juni 2012 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner 7


Markt<br />

Energie<br />

Niedrigstenergiegebäude<br />

Heute Politik in Brüssel, morgen Realität – <strong>auch</strong> in Deutschland<br />

Das Vorhaben ist ambitioniert: 2021 müssen alle neu errichteten Gebäude einen gegen null gehenden Energieverbr<strong>auch</strong> aufweisen<br />

und mit Erneuerbaren Energien versorgt werden. Dies gilt <strong>für</strong> jedes einzelne EU Land und <strong>für</strong> öffentliche Gebäude bereits ab 2019.<br />

Grundlage da<strong>für</strong> ist <strong>die</strong> EU-Gebäuderichtlinie und deren Überarbeitung aus dem Jahre 2010, <strong>die</strong> durch <strong>die</strong> Energieeinsparverordnung<br />

in deutsches Recht umgesetzt wird. Die Richtlinie, im englischen Original European Performance of Buildings Directive (EPBD) genannt,<br />

definiert Anforderungen <strong>für</strong> „nearly zero energy buildings (NZEB)“. Die deutsche Übersetzung machte daraus offiziell „Niedrigstenergiegebäude“,<br />

in der Diskussion t<strong>auch</strong>en aber <strong>auch</strong> Begriffe wie Nahezu-Nullenergiegebäude“ oder „Fast-Nullenergiegebäude“ auf.<br />

Ein Niedrigstenergiegebäude ist laut<br />

Gebäuderichtlinie „ein Gebäude, das eine<br />

sehr hohe Gesamtenergieeffizienz aufweist.<br />

Der fast bei null liegende oder sehr<br />

geringe Ener giebedarf sollte zu einem ganz<br />

wesentlichen Teil durch Energie aus Erneuerbaren<br />

Quellen – einschließlich Energie<br />

aus Erneuerbaren<br />

Quellen, <strong>die</strong><br />

am Standort oder<br />

in der Nähe erzeugt<br />

wird – gedeckt werden.“<br />

Diese Definition<br />

bietet durch ihre<br />

Kürze und durch <strong>die</strong><br />

Verwendung von Begriffen<br />

wie „fast bei null“ oder „zu einem<br />

wesentlichen Teil“ einen beträchtlichen Interpretationsspielraum.<br />

Dieser ist im politischen<br />

Entscheidungsprozess durchaus nötig,<br />

um einen Konsens innerhalb der 27 europäischen<br />

Mitgliedstaaten zu erreichen.<br />

Im Grunde legt <strong>die</strong> gegebene Definition zunächst<br />

das Grundkonzept <strong>für</strong> NZEB fest,<br />

welches ausdrücklich sowohl eine sehr<br />

hohe Gesamtenergieeffizienz als <strong>auch</strong> ganz<br />

Derzeit gibt es in über der Hälfte der<br />

Mitgliedsstaaten keine offiziell anerkannte<br />

Definition <strong>für</strong> Niedrig- bzw.<br />

Fast-Nullenergiehäuser.<br />

wesentliche Nutzung Erneuerbarer Energien<br />

umfasst.<br />

Neben <strong>die</strong>sem Grundkonzept macht <strong>die</strong><br />

Gebäuderichtlinie den EU Mitgliedsstaaten<br />

<strong>auch</strong> Vorgaben zur Umsetzung. In individuellen<br />

nationalen Plänen ist darzustellen,<br />

wie aus dem Grundkonzept, auf praktikablen<br />

Grundsätzen<br />

beruhende<br />

national angepasste<br />

und angemessene<br />

Definitionen ermittelt<br />

werden. Niedrigstenergiegebäude<br />

lassen sich nicht<br />

über Nacht einführen.<br />

Deshalb ist in den Plänen <strong>auch</strong> darzulegen,<br />

wie der Anteil der Niedrigstenergiegebäude<br />

bis 2021 gesteigert werden soll.<br />

Herausforderungen <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Umsetzung – Stu<strong>die</strong> <strong>für</strong> das Buildings<br />

Performance Institute Europe<br />

Durch den relativ kurzen Zeithorizont<br />

und den großen qualitativen Sprung von<br />

heutigen Anforderungen zu NZEB besteht<br />

ein dringlicher Bedarf an gemeinsamen<br />

Grundsätzen, <strong>die</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong> Umsetzung wirksamer,<br />

praktikabler und gut durchdachter<br />

NZEB-Definitionen von den Mitgliedsstaaten<br />

der EU in Betracht zu ziehen sind.<br />

In einer unter Beratung vom Beratungsunternehmen<br />

Ecofys und dem Dänischen<br />

Gebäudeforschungsinstitut (SBi) durchgeführten<br />

Stu<strong>die</strong> des Buildings Performance<br />

Institute Europe (BPIE) 1 wurde eine Tiefenanalyse<br />

wichtiger Fragestellungen<br />

durchgeführt, <strong>die</strong> mit der Einführung von<br />

Niedrigstenergiehäusern gemäß EPBD<br />

verbunden sind und mögliche Lösungen<br />

erarbeitet. Die Stu<strong>die</strong> betrachtet bestehende<br />

Konzepte und Gebäudenormen, analysiert<br />

<strong>die</strong> wichtigsten methodischen Schwierigkeiten<br />

sowie deren Bedeutung <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

NZEB-Definition und stellt eine Reihe von<br />

Grundsätzen zusammen. Die Auswirkung<br />

<strong>die</strong>ser Grundsätze wurde anhand von Referenzgebäuden<br />

in verschiedenen Klimazonen<br />

Europas untersucht und <strong>die</strong> technologischen,<br />

finanziellen und politischen Auswirkungen<br />

bewertet. Zum Abschluss der<br />

Stu<strong>die</strong> wird auf weiterführende Schritte<br />

verwiesen, <strong>die</strong> <strong>für</strong> eine erfolgreiche Umsetzung<br />

von Niedrigstenergiehäusern notwendig<br />

sind. Insgesamt haben sich <strong>die</strong> Verantwortlichen<br />

der Stu<strong>die</strong> <strong>die</strong> Aufgabe gestellt,<br />

durch praktische Beratung den Weg<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> wirksame Umsetzung der Anforderungen<br />

der EU-Politik zu bereiten.<br />

Wie können NZEBs genauer definiert<br />

werden?<br />

Zu den Zielen der Stu<strong>die</strong> gehörte <strong>auch</strong><br />

<strong>die</strong> Schaffung einer analytischen Grundlage<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Entwicklung nachhaltiger, robuster<br />

und umsetzbarer länderspezifischer Definitionen,<br />

um <strong>die</strong> erfolgreiche Umsetzung der<br />

EU-Richtlinie zu unterstützen. Um NZEBs<br />

Bild 1: CO 2<br />

-Emissionen [kgCO 2<br />

/m²a], Beispiele Einfamilienhaus.<br />

1) Die BPIE Stu<strong>die</strong> ist online verfügbar unter www.ecofys.<br />

com/en/publication/principles-for-nearly-zero-energy-buildings<br />

8 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


Markt<br />

Energie<br />

Erster NZEB-Grundsatz:<br />

Energiebedarf<br />

Anhand einer klar definierten Systemgrenze 1<br />

und der darüber hinweg fließenden Ener gie<br />

<strong>für</strong> den Betrieb des Gebäudes wird <strong>die</strong> gebäudeseitige<br />

energetische Qualität berechnet.<br />

Hierzu bedarf es einer klaren Anleitung.<br />

Anwendungsvorschlag:<br />

Diese Systemgrenze sollte den Energiebedarf<br />

des Gebäudes umfassen. Er<br />

setzt sich zusammen aus Nutzwärme,<br />

-kälte und Strom <strong>für</strong> Raumkühlung und -heizung,<br />

Warmwasser und Beleuchtung (nur<br />

<strong>für</strong> gewerbliche Gebäude) inkl. Verteil- und<br />

Speicherverlusten im Gebäude.<br />

Ergänzung: Der Stromverbr<strong>auch</strong> von Endgeräten<br />

und anderen technischen Anlagen im<br />

Gebäude (z. B. Fahrstühle, Notbeleuchtung<br />

usw.) ließe sich ebenfalls in der NZEB-Definition<br />

als zusätzliche, indikative Pauschale<br />

berücksichtigen, wie <strong>die</strong>s in ähnlicher Weise<br />

<strong>für</strong> den Warmwasserbedarf in den Gebäuderichtlinien<br />

der meisten Mitgliedsstaaten geschieht.<br />

Zweiter NZEB-Grundsatz:<br />

Anteil erneuerbarer Energien<br />

Anhand einer klar definierten Systemgrenze 2<br />

und der darüber hinweg fließenden Ener gie<br />

<strong>für</strong> den Betrieb des Gebäudes wird der Anteil<br />

Erneuerbarer Energie berechnet oder gemessen.<br />

Hierzu bedarf es einer klaren Anleitung.<br />

Anwendungsvorschlag:<br />

Diese Systemgrenze sollte <strong>die</strong> gesamte, dem<br />

Gebäude aus aktiven Versorgungssystemen<br />

zugeführte Energie inkl. Hilfsenergie (<strong>Pumpen</strong>,<br />

Lüfter etc.) umfassen.<br />

Der anrechenbare Anteil Erneuerbarer Energien<br />

umfasst <strong>die</strong> gesamte Energie, <strong>die</strong> vor Ort<br />

(einschließlich des erneuerbaren Anteils von<br />

Wärmepumpen), in der Nähe und extern erzeugt<br />

und dem Gebäude zugeführt wird.<br />

Mehrfachzählungen sind zu vermeiden.<br />

Dritter NZEB-Grundsatz:<br />

Anhand einer klar definierten Systemgrenze<br />

3 werden der mit dem Betrieb des Gebäudes<br />

verbundene Primärenergiebedarf und<br />

<strong>die</strong> CO 2<br />

-Emissionen berechnet. Hierzu bedarf<br />

es einer klaren Anleitung.<br />

Anwendungsvorschlag:<br />

Hierbei handelt es sich um Primärenergiebedarf<br />

und CO 2<br />

-Emissionen, <strong>die</strong> sich aus der<br />

gesamten, dem Gebäude aus aktiven Versorgungssystemen<br />

zugeführten Energie ergeben.<br />

Sollte während eines Bilanzzeitraums mehr<br />

Erneuerbare Energie erzeugt als Energie insgesamt<br />

eingesetzt werden, so sind auf nationaler<br />

Ebene eindeutige Regelungen zur Berücksichtigung<br />

des Nettoexportes zu treffen.<br />

Schlussfolgerung aus dem ersten<br />

NZEB-Grundsatz:<br />

Schwellenwert <strong>für</strong> den Energiebedarf<br />

Für den maximal zulässigen Energiebedarf ist<br />

ein Schwellenwert festzulegen.<br />

Anwendungsvorschlag:<br />

Es wird empfohlen, <strong>die</strong> Mitgliedsstaaten den<br />

Schwellenwert innerhalb eines vorgegebenen<br />

Korridors selbst festlegen zu lassen.<br />

Der Korridor könnte folgendermaßen festgelegt<br />

werden:<br />

● Die Obergrenze (maximal zulässiger Energiebedarf<br />

=> geringster Anspruch) ergibt<br />

sich <strong>für</strong> jeden Gebäudetyp aus dessen kostenoptimalem<br />

Niveau des Energiebedarfs<br />

gemäß EPBD, Artikel 5.<br />

● Die Untergrenze (höchster Anspruch) ergibt<br />

sich aus der besten Technologie, <strong>die</strong><br />

frei verfügbar und am Markt etabliert ist.<br />

Innerhalb <strong>die</strong>ses Korridors können <strong>die</strong> Mitgliedsstaaten<br />

ihre eigene Position abhängig<br />

von ihren länderspezifischen Gegebenheiten<br />

festlegen.<br />

Schlussfolgerung aus dem zweiten<br />

NZEB-Grundsatz:<br />

Schwellenwert <strong>für</strong> den Anteil Erneuerbarer<br />

Energien<br />

Für den Mindestanteil Erneuerbarer Energien<br />

ist ein Schwellenwert festzulegen.<br />

Anwendungsvorschlag:<br />

Zwischen 2021 und 2050 ist der Anteil Erneuerbarer<br />

Energien, der als „ganz wesentlich“<br />

gilt, schrittweise anzuheben.<br />

Ausgangspunkt sollten Best Practice Beispiele<br />

<strong>für</strong> NZEB sein, <strong>die</strong> dann als Vergleichsmaßstab<br />

da<strong>für</strong> <strong>die</strong>nen, was zu vernünftigen Lebenszykluskosten<br />

erreichbar ist. Eine Spanne von<br />

50 % bis 90 % (bzw. 100 %) erscheint dabei<br />

zielführend.<br />

Schlussfolgerung aus dem dritten<br />

NZEB-Grundsatz:<br />

Schwellenwert <strong>für</strong> CO 2<br />

-Emissionen und Primärenergiebedarf<br />

Für den gesamten Primärenergiebedarf und<br />

<strong>die</strong> CO 2<br />

-Emissionen ist ein Schwellenwert<br />

festzulegen.<br />

Anwendungsvorschlag:<br />

Zur Einhaltung der langfristigen Klimaziele<br />

der EU wird empfohlen, <strong>die</strong> aus dem Energiebedarf<br />

resultierenden CO 2<br />

-Emissionen von<br />

Gebäuden auf unter 3 kg CO 2<br />

pro m² und Jahr<br />

zu begrenzen.<br />

Die Gebäuderichtlinie fordert Primärenergie<br />

als Indikator <strong>für</strong> <strong>die</strong> Gesamt-Energieeffizienz<br />

von Gebäuden. Vorgaben <strong>für</strong> Gebäude<br />

sollten sich jedoch ebenfalls an den langfristigen<br />

Klimazielen der EU bis 2050 orientieren.<br />

Demzufolge stellt <strong>die</strong> Einführung eines Indikators<br />

<strong>für</strong> CO 2<br />

-Emissionen von Gebäuden (im<br />

Zusammenhang mit dem Primärenergieindikator<br />

<strong>für</strong> den Energiebedarf) <strong>die</strong> einzige<br />

Möglichkeit dar, <strong>die</strong> Übereinstimmung von<br />

langfristigen Energie- und Klimazielen der EU<br />

zu gewährleisten.<br />

ben bereits langfristige Strategien und Zielstellungen<br />

<strong>für</strong> Niedrigenergiestandards von<br />

Neubauten ausgegeben. Bei den bestehenden<br />

Definitionen gibt es in den verschiedenen<br />

EU-Staaten zwar gemeinsame Ansätze, aber<br />

<strong>auch</strong> deutliche Unterschiede. Die NZEBs Anflächendeckend<br />

umzusetzen, müssen eine<br />

Reihe von Herausforderungen gelöst werden.<br />

Derzeit gibt es in über der Hälfte der<br />

Mitgliedsstaaten keine offiziell anerkannte<br />

Definition <strong>für</strong> Niedrig- bzw. Fast-Nullenergiehäuser.<br />

Verschiedene Mitglieder ha­<br />

forderung der EPBD stellt letztlich keinen<br />

konkreten Baustandard dar, sondern umreißt<br />

eine politische Auflage <strong>die</strong> landesspezifisch<br />

mit Leben gefüllt werden muss.<br />

Bei <strong>die</strong>ser Ausarbeitung verfügen <strong>die</strong><br />

Mitgliedsstaaten über einen großen Hand­<br />

Juni 2012 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner 9


Markt<br />

Energie<br />

Bild 2: Anteil Erneuerbarer Energie am Gesamtenergiebedarf [%], Beispiele Einfamilienhaus.<br />

lungsspielraum. Es besteht jedoch dringend<br />

notwendig ein gemeinsames Verständnis<br />

der beteiligten Kreise (Politik, Projektentwickler/Investoren<br />

sowie Hersteller und Industrie)<br />

<strong>für</strong> NZEBs<br />

im gesamteuropäischen<br />

Kontext zu<br />

erarbeiten. Abgeleitet<br />

davon, sind Leitlinien<br />

<strong>für</strong> nationale<br />

Lösungen bei der Erarbeitung<br />

und Umsetzung nachhaltiger und<br />

praktikabler NZEB-Definitionen notwendig.<br />

An <strong>die</strong>sem Punkt kann durch <strong>die</strong> Stu<strong>die</strong> ein<br />

wichtiger Beitrag geleistet werden.<br />

Nach Analyse aktueller Fragestellungen<br />

rund um NZEBs wurden drei Grundprinzipien<br />

<strong>für</strong> NZEB vorgeschlagen. Für jedes<br />

<strong>die</strong>ser Prinzipien wurden Schlussfolgerungen<br />

gezogen und erforderliche<br />

Die Bauindustrie in der EU erzielte im<br />

Jahr 2009 einen Jahresumsatz von<br />

etwa einer Billion Euro.<br />

Grenzwerte <strong>für</strong> Ener giebedarf, Anteil Erneuerbarer<br />

Energien und entsprechende<br />

CO 2<br />

-Emissionsstufen während der Nutzungsphase<br />

des Gebäudes definiert (siehe<br />

Textkasten).<br />

Praktische<br />

Umsetzung:<br />

Beispielrechnungen<br />

Entsprechend der<br />

beschriebenen Prinzipien sollten NZEBs<br />

CO 2<br />

-Emissionen von weniger als 3 kg/m²<br />

und Jahr <strong>für</strong> Heizung, Kühlung (sofern notwendig),<br />

Warmwasser und Hilfsenergie<br />

aufweisen, was eine grundlegende Verringerung<br />

gegenüber derzeitigen Standards<br />

bedeuten würde. Derzeit liegen <strong>die</strong> CO 2<br />

-<br />

Emissionen <strong>für</strong> eine Doppelhaushälfte im<br />

Neubau in Deutschland bei ca. 15 - 30 kg/<br />

(m² a). Innovative Vorhaben wie beispielsweise<br />

im Rahmen des Förderprogramms<br />

„100 Klimaschutzsiedlungen in NRW“<br />

(Vorgabe ist hier maximal 9 kg CO 2<br />

/(m² a)<br />

liegen schon deutlich darunter 2 . In der Stu<strong>die</strong><br />

wurden entlang der aufgestellten Prinzipien<br />

Umsetzungsvarianten <strong>für</strong> NZEBs in<br />

verschiedenen Ländern Europas zusammengestellt.<br />

Die analysierten Beispiele zeigen,<br />

dass ein Emissionsziel von maximal<br />

3 kg CO 2<br />

/(m² a) und ein Anteil von Erneuerbaren<br />

Energien zwischen 50 und 90 %<br />

durch Kombination von bereits heute am<br />

Markt etablierten Technologien im Bereich<br />

Energieeffizienz und Einsatz Erneuerbarer<br />

Energien möglich ist.<br />

Bild 1 zeigt <strong>die</strong> CO 2<br />

-Emissionen <strong>für</strong> verschiedene<br />

in der Stu<strong>die</strong> berechnete Beispiele.<br />

Alle Varianten wurden standardmäßig<br />

mit einer weitreichenden Wärmedämmung<br />

und hocheffizienten Fenstern<br />

mit 3-Scheibenverglasung und der Nutzung<br />

von Solarsystemen zur Erzeugung<br />

von Warmwasser angenommen. Es zeigt<br />

sich, dass das Limit von 3 kg CO 2<br />

/(m² a)<br />

von verschiedenen Energieversorgungsvarianten<br />

eingehalten werden kann, insbesondere<br />

bei Verwendung von grünem<br />

Strom (bei Wärmepumpen sowie <strong>für</strong> Hilfsenergie)<br />

oder bei Einbindung einer Photovoltaikanlage.<br />

Varianten mit rein fossiler<br />

Versorgung erreichen das formulierte CO 2<br />

-<br />

Ziel in der Regel nicht.<br />

Ein ähnliches Bild ergibt sich <strong>für</strong> den<br />

Anteil Erneuerbarer Energie (Bild 2). Ein<br />

möglicher Mindestwert von z. B. 50 % wird<br />

bei fossilen Systemen nur durch zusätzliche<br />

Erzeugung Erneuerbarer Energien (in<br />

<strong>die</strong>sem Beispiel ca. 2 kW p<br />

) erreicht. Bild 3<br />

stellt <strong>die</strong> Mehrkosten und CO 2<br />

-Emissionen<br />

verschiedener NZEB Varianten dar.<br />

Niedrigstenergiestandard:<br />

Bei Bürogebäuden heute schon<br />

wirtschaftlich umsetzbar<br />

Zum jetzigen Zeitpunkt sind <strong>die</strong> Anforderungen<br />

<strong>für</strong> NZEBs gemäß oben beschriebener<br />

Definition <strong>für</strong> Einfamilienhäuser in<br />

der Regel ohne Förderung (noch) nicht direkt<br />

wirtschaftlich. Bei Mehrkosten im Bereich<br />

von 2 - 5 Euro/(m² a) – hier zeigt sich<br />

<strong>die</strong> Mehrzahl der Lösungen – würde <strong>die</strong>s<br />

<strong>für</strong> ein Haus mit 140 m² Wohnfläche demnach<br />

280 - 700 Euro/Jahr betragen. Bei Bürogebäuden<br />

ist, unter anderem durch <strong>die</strong><br />

in der Regel günstigere Geometrie (hö­<br />

Bild 3: CO 2<br />

-Emissionen und Kosten von nZEBs: Beispiele <strong>für</strong> Einfamilienhaus und Bürogebäude.<br />

2) Der Leitfaden 100 Klimaschutzsiedlungen in NRW ist<br />

online verfügbar unter www.100-klimaschutzsiedlungen.de<br />

10 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


Markt<br />

Energie<br />

Tabelle 1: Übersicht über Marktwachstumsfaktoren.<br />

here Kompaktheit), vielfach schon heute<br />

ein Niedrigstenergiestandard wirtschaftlich<br />

umsetzbar.<br />

Es ist jedoch nicht unwahrscheinlich,<br />

dass mit der Einführung (ab 2021) <strong>die</strong><br />

NZEBs <strong>für</strong> den Bauherren/Investor dann<br />

direkt wirtschaftlich sein werden. Wichtige<br />

Einflussfaktoren sind hier mögliche<br />

weitere Energiekostensteigerungen sowie<br />

Preissenkungen im Rahmen einer breiten<br />

Markteinführung. Ob eine breite Markteinführung<br />

<strong>auch</strong> zu Preissenkungen und<br />

nicht (zumindest kurzfristig durch Verknappung<br />

des Angebots<br />

bei hoher<br />

Nachfrage) zu Preissteigerungen<br />

führt,<br />

wird <strong>auch</strong> von Aufbau<br />

von Produktionskapazitäten<br />

und Erfahrungsund<br />

Know-how-Entwicklung<br />

bei Architekten<br />

und Planern abhängen.<br />

Im Rahmen der Stu<strong>die</strong> wurden <strong>für</strong> eine<br />

Einführung von NZEBS in Europa deutliche<br />

Kapazitätszuwächse ermittelt (Tabelle 1).<br />

Aus dem benötigten Wachstum heraus er­<br />

Aus dem benötigten Wachstum heraus<br />

ergeben sich exzellente Chancen<br />

<strong>für</strong> Marktakteure, <strong>die</strong> frühzeitig ihr<br />

Angebot und Portfolio auf <strong>die</strong> kommende<br />

Herausforderung einstellen.<br />

geben sich exzellente Chancen <strong>für</strong> Marktakteure,<br />

<strong>die</strong> frühzeitig ihr Angebot und Portfolio<br />

auf <strong>die</strong> kommende Herausforderung einstellen<br />

und quasi „NZEB-fit“ sind.<br />

Auch <strong>für</strong> den Gesamtmarkt <strong>für</strong> Energieeffizienz<br />

und Erneuerbare Energien in<br />

der EU ergeben sich durch NZEBs ambitionierte,<br />

aber erreichbare Ziele. Die Bauindustrie<br />

in der EU erzielte im Jahr 2009<br />

einen Jahresumsatz von etwa einer Billion<br />

Euro. Knapp <strong>die</strong> Hälfte <strong>die</strong>ses Betrages<br />

(470 Mrd.) entfallen dabei auf Neubauten.<br />

Gegenwärtig wird das Investitionsvolumen<br />

<strong>für</strong> Wärmepumpen,<br />

Pelletheizungen,<br />

Lüftungsanlagen<br />

mit<br />

Wärmerückgewinnung,<br />

Fenster mit<br />

Dreifachverglasung<br />

und Isolierstoffen<br />

bei Neubauten <strong>für</strong><br />

<strong>die</strong> gesamte EU auf<br />

etwa 23 Mrd. Euro geschätzt.<br />

Erhebliche Investitionen notwendig<br />

Um <strong>die</strong> NZEB-Standards <strong>für</strong> jedes neu<br />

errichtete Gebäude umzusetzen, werden<br />

laut der Stu<strong>die</strong> pro Jahr Investitionen in<br />

einer geschätzten Höhe von etwa 62 Mrd.<br />

Euro benötigt. Dieser Anstieg repräsentiert<br />

eine Erhöhung von insgesamt rund<br />

9 %. Dies stellt ein erhebliches Wachstum<br />

dar, das im Zeitraum bis 2020 mit rund<br />

1 % pro Jahr aber durchaus leistbar scheint.<br />

Abschließend bleibt festzuhalten, dass<br />

NZEBs zwar weitgehende Maßnahmen im<br />

Bereich Energieeffizienz und der Nutzung<br />

Erneuerbarer Energien erfordern, eine<br />

Festlegung auf konkrete Technologien aber<br />

nicht erforderlich scheint und <strong>auch</strong> seitens<br />

der Politik nicht gewünscht ist, um Wettbewerb<br />

und Innovation zu fördern, <strong>die</strong> letztlich<br />

<strong>auch</strong> eine erfolgreiche Umsetzung unterstützen.<br />

Hier wird sich also ein freier<br />

Wettbewerb um <strong>die</strong> besten und wirtschaftlichsten<br />

Gesamtkonzepte und Teilsysteme<br />

entwickeln.<br />

Unterstellt man eine mehrjährige Einführungsphase<br />

von NZEBs mit ansteigenden<br />

Umsetzungszahlen, bevor ab 2021<br />

alle Neubauten als NZEBs ausgeführt werden<br />

müssen, und berücksichtigt man den<br />

nötigen Vorlauf <strong>für</strong> <strong>die</strong> Erarbeitung und<br />

Markteinführung von neuen Systemlösungen,<br />

wird klar, dass keine Zeit zu verlieren<br />

ist. Insbesondere <strong>für</strong> Hersteller von<br />

Komponenten und Systemen bedeutet <strong>die</strong>s,<br />

dass sie ihre Strategie im Neubaubereich<br />

praktisch ab morgen an der Entwicklung<br />

hin zu NZEBs ausrichten müssen. ■<br />

Autoren: Dipl. Ing. Thomas Boermans, Unit Manager<br />

Buildings bei Ecofys; Dr. Andreas Hermelink,<br />

Managing Consultant bei Ecofys<br />

www.ecofys.com<br />

101 Sekunden Branchen-News<br />

▶<br />

▶<br />

▶<br />

▶<br />

Neu: 101 Sekunden Branchen-News<br />

Das Wichtigste auf den Punkt gebracht<br />

Aus der <strong>IKZ</strong>-Redaktion<br />

14-täglich neu<br />

www.<strong>IKZ</strong>.TV<br />

Schauen Sie doch mal vorbei!<br />

Juni 2012 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner 11


Sanitär<br />

Dachentwässerung<br />

Planung in der Grauzone<br />

Hinweise zu Ungleichheiten der verschiedenen Regelwerke und Kommentare <strong>für</strong> <strong>die</strong> Entwässerung flacher<br />

Dächer<br />

Im deutschen Rechtsraum gibt es eine Vielzahl von Richtlinien und DIN-Normen, <strong>die</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong> Ausführung von Gewerken maßgeblich<br />

sind und im Reklamationsfall <strong>auch</strong> als Entscheidungskriterien fungieren. Kaum eine Arbeits- und Anwendungssituation, <strong>die</strong> nicht<br />

mit entsprechenden Kommentaren belegt und beschrieben wird, womit sich Regelwerke als erstklassige Leitlinie <strong>für</strong> mängelfreie,<br />

fachgerechte Gewerke profilieren. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Nicht immer sind <strong>die</strong> Regelwerke absolut eindeutig. Diese Interpretationsspielräume<br />

eröffnen Grauzonen, in denen Theorie und Praxis nicht absolut deckungsgleich sind.<br />

Probleme hat bei der Entwässerung von<br />

Flachdächern niemand gerne. Dennoch<br />

t<strong>auch</strong>en einige mit gewisser Regelmäßigkeit<br />

auf. Bei der Ursachenforschung stößt<br />

man meist auf <strong>die</strong> Grauzonen der unterschiedlichen<br />

Regelwerke, <strong>die</strong> Interpretationsspielräume<br />

zulassen. Diese Grauzonen<br />

gilt es genauer zu betrachten, um spätere<br />

Mängel ausschließen zu können.<br />

Auslauf auf andere Dachflächen<br />

Darf das Regenwasser auf tiefer liegende<br />

Dachflächen abgeleitet werden?<br />

Eine häufig gestellte Frage. Grundsätzlich<br />

„kann in Ausnahmefällen das Regenwasser<br />

gemäß der DIN 1986-100 [1] Punkt 6.3.3<br />

über freie Ausläufe auf niedrigere Dachflächen<br />

abgeleitet werden….“ Allerdings sieht<br />

der Kommentar zur DIN 1986-100 [2] <strong>die</strong>sen<br />

Punkt etwas differenzierter. Nach dem<br />

Punkt 5.3.1 (5) und (6) sowie 6.3.3 ist <strong>die</strong><br />

Ableitung des Regenwassers sowohl von<br />

der Haupt- als <strong>auch</strong> von der Notentwässerung<br />

auf andere Dachflächen nicht zulässig.<br />

Punkt 5.3.1 (5): „… Das … anfallende<br />

Regenwasser … darf nicht auf tiefer liegende<br />

Dachflächen abgeleitet werden.“ Punkt<br />

5.3.1 (6): „… Das Regenwasser aus der Notentwässerung<br />

ist frei auf schadlos überflutbare<br />

Grundstücksflächen abzuleiten.<br />

Es darf … nicht auf andere Dachflächen …<br />

abgeleitet werden.“<br />

Die Ableitung des Regenwassers muss<br />

schnell und kontrolliert erfolgen. So heißt<br />

es gemäß des Kommentars Punkt 6.3.3:<br />

„Umwege über andere Dachflächen bergen<br />

zusätzliche Gefahren und sind zu vermeiden.“<br />

Die Ableitung auf andere Dachflächen<br />

ist gemäß<br />

der DIN 1986-100<br />

in Ausnahmefällen<br />

möglich, aber gemäß<br />

des Kommentars<br />

zu <strong>die</strong>ser Norm<br />

zu vermeiden. Somit<br />

ergeben sich planerische<br />

Freiheiten, wobei <strong>die</strong> Sicherheit des<br />

Gebäudes im Vordergrund stehen sollte.<br />

Eine Kaskadenentwässerung kann u.a.<br />

folgende Gefahren bergen: Überflutung der<br />

tiefer liegenden Fläche, Eindringen des Regenwassers<br />

ins Gebäude über Türen, Rinnen<br />

und Attikaanschluss sowie statische<br />

Überlastung der tiefer liegenden Fläche.<br />

Sowohl der Planer als <strong>auch</strong> der<br />

Ausführende sind beim Versagen der<br />

„Kaskadenentwässerung“ angreifbar.<br />

Dennoch, aus Kostengründen und insbesondere<br />

bei der Sanierung wird oftmals der<br />

Auslauf auf tiefer liegende Dachflächen planerisch<br />

vorgesehen und <strong>auch</strong> ausgeführt.<br />

Stellungnahme:<br />

Kaskadenentwässerung vermeiden<br />

Sowohl der Planer als <strong>auch</strong> der Ausführende<br />

sind beim Versagen der „Kaskadenentwässerung“<br />

angreifbar. Auf Grund<br />

der nicht einsehbaren baulichen Gegebenheiten<br />

und der nicht<br />

kalkulierbaren Gefahren<br />

vertritt beispielsweise<br />

<strong>die</strong> Sita<br />

Bauelemente GmbH<br />

als Hersteller von<br />

Dachabläufen <strong>die</strong><br />

Ansicht, dass ein<br />

Auslauf auf tiefer liegende Dachflächen<br />

grundsätzlich nicht zu beraten und nicht<br />

zu planen ist.<br />

Grauzone: Wasseranstau größer als<br />

100 mm<br />

Eine häufig gestellte Frage: Wie hoch<br />

darf der maximale Wasseranstau bzw. <strong>die</strong><br />

Der Auslauf auf andere Dachflächen kann zu Problemen führen.<br />

Wasserstau > 100 mm während eines Starkregens.<br />

12 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


Sanitär<br />

Dachentwässerung<br />

sem Bereich grundsätzlich<br />

dann umzusetzen,<br />

wenn <strong>die</strong><br />

Temperaturen und<br />

<strong>die</strong> Luftfeuchtigkeit<br />

es erfordern. In der<br />

DIN EN 12056-3 [6] Punkt 7.6.6 heißt es:<br />

„Wo Schwitzwasserbildung Probleme bereiten<br />

kann, sind Regenwasserleitungen innerhalb<br />

von Gebäuden zu dämmen.“ Auch<br />

<strong>die</strong> DIN 1986-100 Punkt 6.3.2 lässt hier Interpretationsspielraum<br />

zu. Sie gibt vor: „Innen<br />

liegende Regenwasserleitungen müssen<br />

gegen Schwitzwasserbildung gedämmt<br />

werden, falls <strong>die</strong> Temperaturen im Gebäude<br />

und <strong>die</strong> Luftfeuchtigkeit <strong>die</strong>s erfordern.“<br />

Entscheidend <strong>für</strong> <strong>die</strong> Betrachtung <strong>die</strong>ser<br />

Problemstellung ist sowohl <strong>die</strong> Temperatur<br />

an der Rohroberfläche als <strong>auch</strong> <strong>die</strong> Raumluftfeuchtigkeit.<br />

Wird <strong>die</strong> Taupunkttemperatur<br />

an der Rohroberfläche unterschritten,<br />

entsteht Schwitzwasser (Kondensat).<br />

Nach dem Kommentar zur DIN 1986-100<br />

„muss bei einer Rohroberflächentempemaximale<br />

Wassersäule sein, mit der ein<br />

Flachdach regelkonform entwässert werden<br />

kann? Bei der Berechnung von Flachdachentwässerungsanlagen<br />

ist ein maximaler<br />

Wasseranstau anzunehmen, ggf.<br />

wird <strong>die</strong>se Last <strong>auch</strong> vom Statiker vorgegeben.<br />

Zur Reduzierung der Notentwässerung<br />

wird dabei immer häufiger eine Wassersäule<br />

größer als 100 mm vom Planer<br />

angegeben. Ist das zulässig? Kein uns bekanntes<br />

Regelwerk verweist auf eine genaue<br />

maximale Höhe der Wassersäule <strong>für</strong><br />

<strong>die</strong> Regenentwässerung.<br />

Lediglich <strong>die</strong> DIN 18195-5 [3] Punkt 6.5<br />

gibt Hinweise darauf, dass „bei planmäßiger<br />

Anstaubewässerung<br />

der Wasserstand<br />

maximal<br />

100 mm betragen<br />

darf.“ Hierbei handelt<br />

es sich um <strong>die</strong><br />

Bewässerung der<br />

Dachbegrünungskulturen<br />

und nicht um eine Regenentwässerung.<br />

Allerdings könnte <strong>die</strong>se Aussage<br />

zu der Annahme führen, dass generell<br />

eine Wassersäule von größer 100 mm<br />

nicht überschritten werden darf. Die DIN<br />

18531 [4] sagt lediglich aus, dass <strong>die</strong> Abdichtung<br />

den zu erwartenden Beanspruchungen<br />

genügen muss. Die Frage, <strong>die</strong> sich<br />

stellt und <strong>die</strong> Herstellern oft gestellt wird,<br />

lautet: Wird sich ein selten und kurzfristig<br />

vorkommender Wasseranstau größer<br />

100 mm schädigend auf <strong>die</strong> Dachabdichtung<br />

auswirken?<br />

Stellungnahme: Leistungsfähigkeit<br />

der Abdichtung klären<br />

Hilfestellung kann hier <strong>die</strong> DIN 18195-<br />

6 [5] „Abdichtung gegen von außen drü-<br />

Der Umfang einer Regen- und Notentwässerungsanlage<br />

ist abhängig<br />

von der Definition des Schutzziels.<br />

ckendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser,<br />

Bemessung und Ausführung“ geben.<br />

Die endgültige Beantwortung der<br />

Frage sollte aber im Verantwortungsbereich<br />

des Herstellers des Abdichtungsmaterials<br />

liegen.<br />

Schwitzwasserdämmung:<br />

Ja oder Nein?<br />

Benötigen innen liegende Regenentwässerungsleitungen<br />

eine Schwitzwasserdämmung?<br />

Oder kann man sich <strong>die</strong>sen<br />

Zusatzaufwand sparen? Eindeutig ist<br />

<strong>die</strong>se Fragestellung nicht zu beantworten.<br />

Den entsprechenden Regelwerken zufolge<br />

ist eine Schwitzwasserdämmung<br />

in <strong>die</strong>-<br />

ratur von 5 °C ab einer Raumlufttemperatur<br />

von 20 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit<br />

von 30 % mit Schwitzwasserbildung<br />

gerechnet werden.“ Bedingt durch<br />

<strong>die</strong> Bautechnik ist speziell bei Neubauten<br />

in der Anfangszeit eine hohe Feuchtigkeit<br />

in den Baukörpern (Beton, Estrich, Putz<br />

etc.) vorhanden. Diese Feuchtigkeit wird<br />

an <strong>die</strong> Raumluft abgegeben. Die relativ<br />

hohe Feuchtigkeit reduziert sich aber im<br />

Laufe der Zeit durch <strong>die</strong> normale Trocknung,<br />

bzw. durch <strong>die</strong> normale Nutzung<br />

des Bauwerks. Dieser Effekt wird speziell<br />

in zwangsbelüfteten Gebäuden durch <strong>die</strong><br />

Konditionierung von relativ trockener Luft<br />

verstärkt. So sind <strong>die</strong>se Gebäude in verhältnismäßig<br />

kurzer Zeit so trocken, dass in aller<br />

Regel keine Gefährdung durch Schwitzwasserbildung<br />

entsteht.<br />

Stellungnahme: Von Fall zu Fall<br />

entscheiden<br />

Über <strong>die</strong> Notwendigkeit einer Schwitzwasserdämmung<br />

kann somit nur dann entschieden<br />

werden, wenn <strong>die</strong> drei Parameter<br />

Rohroberflächentemperatur, Raumlufttemperatur<br />

sowie <strong>die</strong> relative Luftfeuchtigkeit<br />

bekannt sind. Da speziell <strong>die</strong> Rohroberflächentemperatur<br />

stark von der Außentemperatur,<br />

<strong>die</strong> Raumlufttemperatur und <strong>die</strong><br />

relative Luftfeuchtigkeit von der Nutzung<br />

abhängt, muss immer eine Einzelfallbetrachtung<br />

herangezogen werden.<br />

Außergewöhnliches Maß an Schutz<br />

<strong>für</strong> ein Gebäude<br />

Auch <strong>für</strong> Schulgebäude könnte ein außergewöhnlicher<br />

Schutz gefordert werden.<br />

Der Umfang einer Regen- und Notentwässerungsanlage<br />

ist nämlich abhängig von<br />

der Definition des Schutzziels. Wird ein<br />

Das Gussrohr, das eher auf Außentemperaturen reagiert, zeigt schon<br />

Schwitzwasserbildung. Das Kunststoffrohr (noch) nicht.<br />

Auch <strong>für</strong> Schulgebäude könnte ein außergewöhnlicher Schutz gefordert<br />

werden.<br />

Juni 2012 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner 13


Sanitär<br />

Dachentwässerung<br />

Prinzipiell muss der Gebäudebetreiber bzw. Bauherr sein persönliches Schutzziel vorgeben, das<br />

gilt <strong>auch</strong> bei Wohngebäuden.<br />

Stellungnahme: Persönliches<br />

Schutzziel als Kriterium<br />

In Deutschland liegen statistische Regenspenden<br />

vor, <strong>die</strong> gemäß der DIN 1986-<br />

100 zur Berechnung einer Regenentwässerungsanlage<br />

angesetzt werden müssen.<br />

Dadurch entfällt hier <strong>die</strong> Berücksichtigung<br />

eines Sicherheitsfaktors. Die Notentwässeaußergewöhnliches<br />

Maß an Schutz <strong>für</strong><br />

ein Gebäude gefordert, müssen differenziertere<br />

Berechnungsgrundsätze angesetzt<br />

werden. Die DIN EN 12056-3 Punkt<br />

4.2.1 fordert, dass statistische Regenspenden<br />

zu verwenden sind, sofern <strong>die</strong>se vorliegen.<br />

Sollten sie nicht vorliegen, muss gemäß<br />

Punkt 4.2.2 eine „minimale Berechnungsregenspende<br />

als Basis…“ angesetzt<br />

und mit einem Sicherheitsfaktor multipliziert<br />

werden.<br />

Der Sicherheitsfaktor ist abhängig von<br />

der Situation. So sind nach Tabelle 2 der<br />

DIN EN 12056-3 beispielsweise „innen<br />

liegende Dachrinnen in Gebäuden, wo ein<br />

außergewöhnliches Maß an Schutz notwendig<br />

ist, z. B. Krankenhäuser/Theater,<br />

sensible Kommunikationseinrichtungen,<br />

Tabelle 2 aus der DIN EN 12056-3.<br />

Lagerräume <strong>für</strong> Substanzen, <strong>die</strong> durch<br />

Nässe toxische oder entflammbare Gase<br />

abgeben, Gebäude,<br />

in denen besondere<br />

Kunstwerke aufbewahrt<br />

werden“ mit<br />

einem Sicherheitsfaktor<br />

von 3,0 zu berechnen.<br />

Situation<br />

Sicherheitsfaktor<br />

Vorgehängte Dachrinnen 1,0<br />

Vorgehängte Dachrinnen, bei denen überfließendes Wasser unangenehme 1,5<br />

Folgen hat, z. B. über Eingängen von öffentlichen Gebäuden<br />

Innen liegende Dachrinnen und überall dort, wo ungewöhnlich starker Regen<br />

oder Verstopfung in der Dachentwässerungsanlage Wasser in das Gebäu-<br />

2,0<br />

de eindringen lässt.<br />

Innen liegende Dachrinnen in Gebäuden, wo ein außergewöhnliches Maß an 3,0<br />

Schutz notwendig ist, z. B.<br />

● Krankenhäuser/Theater,<br />

● sensible Kommunikationseinrichtungen,<br />

● Lagerräume <strong>für</strong> Substanzen, <strong>die</strong> durch Nässe toxische oder entflammbare<br />

Gase abgeben,<br />

● Gebäude, in denen besondere Kunstwerke aufbewahrt werden.<br />

Prinzipiell muss der<br />

Gebäudebetreiber bzw. Bauherr sein<br />

persönliches Schutzziel vorgeben.<br />

rung sollte jedoch bei Gebäuden mit einem<br />

außergewöhnlichen Maß an Schutz „allein<br />

den Jahrhundertregen r(5,100) entwässern<br />

können“. Vortrefflich lässt sich über <strong>die</strong><br />

Definition „Außergewöhnliches Maß an<br />

Schutz <strong>für</strong> ein Gebäude“ streiten. Hinweise<br />

liefert <strong>die</strong> Tabelle 2 der DIN EN 12056-<br />

3. Prinzipiell muss aber der Gebäudebetreiber<br />

bzw. Bauherr sein persönliches Schutzziel<br />

vorgeben. Erst dann kann der Planer<br />

einer Entwässerungsanlage entsprechend<br />

handeln.<br />

Fazit<br />

Arbeiten in Grauzonen von Bestimmungen<br />

bergen Schwierigkeiten in sich.<br />

Auch wenn finanzielle Zwänge und Gebäudegegebenheiten<br />

eine „kreative Auslegung“<br />

der Regelwerke nahelegen, sollte<br />

langfristige Schadens- und Reklamationsfreiheit<br />

das übergeordnete Ziel sein.<br />

Wer bei Entscheidungen in Grenzbereiche<br />

kommt, sollte sich zuerst mit den Spezialisten<br />

aufseiten der Industrie beraten. Lässt<br />

sich kein eindeutiger, rechtssicherer Standpunkt<br />

finden, ist ein klares Nein zu einer<br />

zweifelhaften Lösung in jedem Fall <strong>die</strong><br />

bessere Antwort.<br />

Unabhängig davon,<br />

ob man sich Chancen<br />

ausrechnet,<br />

aus nervenaufreibenden<br />

Rechtsstreitigkeiten<br />

als Sieger<br />

hervorzugehen,<br />

steht langfris tig gesehen <strong>auch</strong> der Gesamteindruck<br />

des Betriebes auf dem Spiel. ■<br />

Literatur:<br />

[1] DIN 1986-100: Bestimmungen in Verbindung<br />

mit DIN EN 752 und DIN EN 12056<br />

[2] Kommentar zur DIN 1986-100, Herausgeber:<br />

DIN<br />

[3] DIN 18195-5: Abdichtungen gegen nichtdrückendes<br />

Wasser auf Deckenflächen und in<br />

Nassräumen, Bemessung und Ausführung<br />

[4] DIN 18531: Dachabdichtungen - Abdichtungen<br />

<strong>für</strong> nicht genutzte Dächer<br />

[5] DIN 18195-6: Abdichtungen gegen von außen<br />

drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser,<br />

Bemessung und Ausführung<br />

[6] DIN EN 12056-3: Dachentwässerung, Planung<br />

und Bemessung<br />

Autor: Dipl.-Ing. Rainer Pieper, Technischer Leiter<br />

der Sita Bauelemente GmbH<br />

Bilder: Sita<br />

www.sita-bauelemente.de<br />

14 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


Halt und Sicherheit bei<br />

der Heizungsplanung.<br />

Schalten Sie jetzt das ELCO Stabilitätsprogramm <strong>für</strong> Planer (ESP) bei Ihrer Heizungsplanung zu!<br />

Dank kompetenter Planungsunterstützung und eines bedarfsgerechten Planungsservice kommen<br />

Sie bei Ihrer Planung oder in punkto Gewährleistung garantiert nicht ins Schleudern. Auch Ihre<br />

Kunden und der Heizungsinstallateur werden es Ihnen danken: Denn ELCO bietet qualitativ<br />

erstklassige, geprüfte Heizsysteme, <strong>die</strong> in Sachen Effizienz und Nachhaltigkeit unübertrefflich<br />

sind – zu einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis.<br />

Mehr Informationen unter www.elco.de


Heizung<br />

Energieeffizienz<br />

Auszeichnung auf höchster Ebene<br />

Die Rolle von Gebäudemanagement und Regelungstechnik im Rahmen von Green Building-Zertifizierungen am<br />

Beispiel LEED<br />

Gebäude verursachen über ihren Lebenszyklus große Mengen an CO 2<br />

-Emissionen, <strong>die</strong> durch nachhaltiges Bauen und energetische Sanierungen<br />

deutlich reduziert werden können. Einen maßgeblichen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft können<br />

Zertifizierungen von sogenannten „grünen Gebäuden“ (Green Buildings) leisten. Allerdings gibt es derzeit noch keine weltweit<br />

verbindlichen Standards und Kennwerte <strong>für</strong> nachhaltige Gebäude, weshalb <strong>die</strong> Zertifizierung nach verschiedenen Richtlinien erfolgt.<br />

Die bekanntesten sind das US-amerikanische LEED-Zertifikat, der britische BREEAM-Standard und das relativ neue deutsche Gütesiegel<br />

der Deutschen Gesellschaft <strong>für</strong> Nachhaltiges Bauen (DGNB). Für <strong>die</strong> Zertifizierung spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Welchen<br />

Ausschlag das Gebäudemanagement und <strong>die</strong> Regelungstechnik geben, soll im Folgenden genauer betrachtet werden.<br />

Das LEED-Zertifikat wird in vier verschiedenen<br />

Abstufungen erteilt (LEED, LEED Silver, LEED<br />

Gold, LEED Platin).<br />

Da Gebäude zu den Hauptemittenten<br />

von CO 2<br />

-Emissionen zählen, rückten <strong>die</strong>se<br />

Anfang des Jahrtausends in den Fokus<br />

der europäischen Klimapolitik. So sind <strong>die</strong><br />

EU bzw. deren nationale Regierungen zu<br />

einem wichtigen Treiber <strong>für</strong> mehr Nachhaltigkeit<br />

in der Immobilienwirtschaft<br />

geworden. Nach dem von allen EU-Ländern<br />

unterzeichneten Kyoto-Protokoll ist<br />

<strong>die</strong> im Jahr 2002 verabschiedete „Europäische<br />

Richtlinie über <strong>die</strong> Gesamtenergieeffizienz<br />

von Gebäuden“ (EPBD 2002) zum<br />

Ausgangspunkt aller Aktivitäten auf europäischer<br />

und <strong>auch</strong> nationaler Ebene geworden,<br />

<strong>die</strong> den Energieverbr<strong>auch</strong> von Gebäuden<br />

verringern.<br />

Regulatorische Rahmenbedingungen<br />

Die Verabschiedung der EPBD steht in<br />

engem Zusammenhang mit der Abhängigkeit<br />

Europas von außereuropäischen Energielieferanten<br />

und der beschlossenen Reduzierung<br />

von Treibhausgasemissionen.<br />

Die Richtlinie fordert daher alle europäischen<br />

Staaten auf, nationale Standards<br />

und Gesetze zu formulieren, mit denen <strong>die</strong><br />

ehrgeizigen Einsparziele der Europäischen<br />

Union erreicht werden können.<br />

Nach Vorgabe der EU-Kommission soll<br />

bei Umsetzung in nationales Recht der Gesamtenergieverbr<strong>auch</strong><br />

bei Gebäuden bis<br />

2020 um 20 % gegenüber 2007 gesenkt werden<br />

(EPBD 2010). Bis dato haben jedoch<br />

nur knapp über <strong>die</strong> Hälfte der Länder, darunter<br />

Deutschland, <strong>die</strong> Richtlinie in nationales<br />

Recht umgesetzt.<br />

Wo <strong>die</strong> EPBD bereits umgesetzt wurde,<br />

gelten verbindliche Regeln etwa <strong>für</strong> Wärme<br />

und <strong>Kälte</strong>schutz<br />

sowie <strong>für</strong> <strong>die</strong> Effizienz<br />

von Heiz- und<br />

Kühlanlagen. In<br />

Deutschland sind<br />

<strong>die</strong> Anforderungen<br />

der EPBD in der<br />

Ener gieeinsparverordnung (EnEV) formuliert.<br />

Die Verordnung wurde bereits 2004<br />

verabschiedet und seither zweimal aktualisiert<br />

(2007 und 2009; 2012 befindet sich<br />

in Vorbereitung). Geregelt werden in der<br />

EnEV Mindestanforderungen und verbindliche<br />

Werte <strong>für</strong> alle Wohnungsneubauten<br />

und <strong>die</strong> meisten zu errichtenden Nichtwohngebäude.<br />

Zusätzlich ist ein Energieausweis<br />

<strong>für</strong> Neubauten und größere Umbauten<br />

vorgeschrieben, der Auskunft über<br />

den Energieverbr<strong>auch</strong> eines Gebäudes gibt.<br />

„Grüne Gebäude“ sind<br />

derzeit in aller Munde.<br />

Zusätzlich zu den nationalen Gesetzgebungen<br />

werden auf europäischer Ebene<br />

Standards erstellt. Sie sollen als europäische<br />

Norm (EN) zeigen, wie man<br />

energiesparende<br />

Technik erfolgreich<br />

einsetzt. Gremien,<br />

<strong>die</strong> mit Spezialisten<br />

aus vielen europäischen<br />

Ländern besetzt<br />

sind, stellen<br />

<strong>die</strong>se Normen <strong>für</strong> alle Anwender auf. Beispielhaft<br />

kann hier <strong>die</strong> EN 15232 genannt<br />

werden, <strong>die</strong> abhängig von den Installationen<br />

der Gebäudeautomation versucht, <strong>die</strong><br />

resultierende Einsparung zu errechnen.<br />

Zertifizierung von Green Buildings<br />

„Grüne Gebäude“ sind derzeit in aller<br />

Munde. Es gibt kaum eine Premium-Immobilie<br />

ohne eine Zertifizierung. Grund<br />

hier<strong>für</strong> kann beispielsweise eine steigende<br />

Mieternachfrage nach geringen Nebenkos-<br />

Die Grafik zeigt, wie sich gesetzliche Rahmenbedingungen und nachhaltige Zertifizierungssysteme,<br />

<strong>die</strong> freiwillig vorgenommen werden, ergänzen.<br />

16 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


Heizung<br />

Energieeffizienz<br />

ten aufgrund energiesparender Bautechnologien<br />

sein.<br />

Die Betriebskosten eines nach LEED zertifizierten<br />

Gebäudes liegen laut einer Stu<strong>die</strong><br />

der Deutschen Bank rund 8 bis 9 % unter<br />

denen eines konventionellen Gebäudes,<br />

<strong>die</strong> energetischen Einsparungen sogar<br />

bei rund 30 %. Starke Argumente <strong>für</strong> eine<br />

nachhaltige Bauweise.<br />

Zertifizierungssysteme setzen außerdem<br />

klare Orientierungssignale im Immobilienmarkt.<br />

Vorreiter auf <strong>die</strong>sem Gebiet<br />

sind <strong>die</strong> USA, <strong>die</strong> mit der LEED-Zertifizierung<br />

Maßstäbe <strong>für</strong> eine neue Betrachtungsweise<br />

gesetzt haben. Organisationen<br />

in Deutschland (DGNB) und das Vereinig te<br />

Königreich (BREEAM) bieten ebenfalls internationale<br />

Zertifizierungen an.<br />

Drei Zertifizierungssysteme<br />

Ein Zertifizierungssystem <strong>die</strong>nt als Instrument,<br />

<strong>die</strong> Nachhaltigkeit eines Gebäudes<br />

zu bewerten. Sofern ein Gebäude alle<br />

Kriterien <strong>für</strong> nachhaltiges Bauen erfüllt,<br />

wird ein Zertifikat verliehen. Zusätzlich definieren<br />

<strong>die</strong> Systeme Standards <strong>für</strong> Green<br />

Buildings und konkrete Leitlinien <strong>für</strong> Bauherren,<br />

Investoren und Nutzer. Einen einheitlichen<br />

Standard gibt es in Europa noch<br />

nicht, daher können Eigentümer und Verwalter<br />

von Immobilien<br />

zwischen verschiedenen<br />

Systemen wählen.<br />

• BREEAM steht <strong>für</strong><br />

„Building Research<br />

Establishment Environmental<br />

Assesment“ und ist ein<br />

britisches Zertifizierungssystem, das<br />

in Deutschland selten eingesetzt wird.<br />

Hinter BREEAM steht das private Bauforschungsinstitut<br />

BRE (Building Research<br />

Establishment).<br />

• LEED, „Leadership in Energy and Environmental<br />

Design“, stammt aus den<br />

USA und wurde vom U.S. Green Building<br />

Council (USGBC) eingeführt. LEED<br />

wird international und in Deutschland<br />

besonders häufig als Zertifikat verwendet.<br />

Es wird deshalb im Folgenden näher<br />

betrachtet.<br />

Inhaltsverzeichnis der LEED-Broschüre „LEED 2009 FOR NEW CONSTRUCTION and MAJOR RENOVA-<br />

TIONS“ und damit alle Themen, <strong>die</strong> zur erfolgreichen Zertifizierung beitragen.<br />

• DGNB, das Zertifikat der „Deutsche<br />

Gesellschaft <strong>für</strong> Nachhaltiges Bauen“,<br />

ist <strong>die</strong> deutsche Antwort auf <strong>die</strong> Aktivitäten<br />

von LEED und BREEAM. 2009<br />

eingeführt, gilt es<br />

als eines der umfassendsten<br />

Zertifizierungssysteme<br />

weltweit, da es sowohl<br />

ökologische,<br />

ökonomische als<br />

<strong>auch</strong> soziokulturelle Merkmale in <strong>die</strong><br />

Betrachtung mit einbezieht.<br />

Alle drei Verfahren arbeiten mit Auditoren,<br />

<strong>die</strong> das Gebäude während der Planung<br />

und Ausführung begleiten. Nach einem<br />

Punktesystem werden dann <strong>die</strong> entsprechenden<br />

Zertifikate ausgestellt.<br />

Ein Zertifizierungssystem <strong>die</strong>nt als<br />

Instrument, <strong>die</strong> Nachhaltigkeit eines<br />

Gebäudes zu bewerten.<br />

Anforderungskatalog im LEED<br />

Bei der Zertifizierung von Green Buildings<br />

stehen nicht nur das energiesparende<br />

Bauen und Betreiben im Fokus. Vielmehr<br />

geht es um den gesamten Lebenszyklus<br />

des Gebäudes: <strong>die</strong> Herkunft von<br />

Baumaterialien, deren Herstellung und<br />

Entsorgungsweg am Lebensende des Gebäudes,<br />

den Gesamtverbr<strong>auch</strong> von Ressourcen<br />

während der gesamten Benutzungsdauer<br />

und natürlich <strong>auch</strong> um den<br />

gesamten Energieverbr<strong>auch</strong>. Darüber hinaus<br />

finden Spezialisten <strong>für</strong> Heizung, Lüftung<br />

und Klima (HLK) bei LEED zusätzliche<br />

Themen, <strong>die</strong> von anderen Beteiligten<br />

bei der Planung entschieden werden müssen,<br />

z. B. <strong>die</strong> Verkehrsanbindung, <strong>die</strong> Bodenversiegelung<br />

oder das soziale Umfeld.<br />

Alle notwendigen Informationen zum<br />

Zertifikat sind in der aktuellen LEED-Broschüre<br />

„LEED 2009 for new constructions<br />

and major renovations“ zusammengefasst.<br />

Der Anforderungskatalog enthält sieben<br />

Hauptthemen mit diversen Unterthemen<br />

(Credits), <strong>die</strong> mit unterschiedlichen Punkten<br />

bewertet werden:<br />

• nachhaltige Standortentwicklung<br />

(26 mögliche Punkte),<br />

• Wassereffizienz (10 mögliche Punkte),<br />

• Energie und Luftqualität<br />

(35 mögliche Punkte),<br />

Solarthermie<br />

Wärme mit Zukunft.<br />

Technologie vom Feinsten: Extrem leistungsfähige Vakuumröhrenkollektoren mit Heat-Pipe Technologie.<br />

Flach & gut: Flachkollektor mit blauer hochselektiver Vakuumbeschichtung.<br />

Wärme mit System: Komplettpakete mit Kollektoren, Regelung, Solarstation sowie passendem Zubehör.<br />

ZEWOTHERM GmbH . Konrad-Zuse-Ring 34-41 . 53424 Remagen . Tel. (02642) 90 56-0 . Fax (02642) 90 56-19 . www.zewotherm.de


Heizung<br />

Energieeffizienz<br />

• Material und Rohstoffe<br />

(14 mögliche Punkte),<br />

• Nachhaltigkeit im Innenausbau<br />

(15 mögliche Punkte),<br />

• Designinnovationen<br />

(6 mögliche Punkte),<br />

• regionale Priorität<br />

(4 mögliche Punkte).<br />

Für jeden Bereich müssen ein oder mehrere<br />

Mindestvoraussetzungen erfüllt werden.<br />

Ein einfaches Zertifikat erhält ein Gebäude<br />

mit insgesamt 40 - 49 Punkten. Das<br />

Silberzertifikat erfordert 50 - 59 Gesamtpunkte,<br />

das Goldzertifikat 60 - 79 und das<br />

Platin-Zertifikat 80 und mehr Punkte.<br />

Erwartungsgemäß werden <strong>für</strong> eine<br />

LEED-Zertifizierung <strong>die</strong> klassischen Energiethemen<br />

wie Anlagenauswahl, Regenerative<br />

Energien, Gebäudeautomation, Überwachen<br />

von Luftqualität und Verbräuchen<br />

betrachtet und mit einer entsprechend hohen<br />

Punktzahl bewertet. Demzufolge gibt<br />

es <strong>für</strong> <strong>die</strong> Regelungstechnik gute Ansatzpunkte,<br />

einen wirksamen Beitrag zur Zertifizierung<br />

zu leisten.<br />

Die Rolle der Regelungstechnik<br />

Interessant <strong>für</strong> <strong>die</strong> Regelungstechnik<br />

ist der LEED-Zertifizierungsbereich „Energie<br />

und Luftqualität“. Denn hier werden<br />

<strong>die</strong> Anforderungen formuliert, <strong>die</strong> ein Gebäude<br />

in Bezug auf den Energieverbr<strong>auch</strong><br />

erfüllen muss. Zwei Beispiele sollen zeigen,<br />

wie ein HLK-Spezialist dazu beitragen<br />

kann, möglichst viele Punkte <strong>für</strong> eine<br />

Zertifizierung zu erreichen.<br />

●●Beispiel 1: Messen und Verifizieren<br />

Diese Anforderung bezieht sich auf<br />

den Energieverbr<strong>auch</strong> und das Verifizieren<br />

(Überprüfen) der Einsparungen, beispielsweise<br />

im ersten Jahr. Zur Erfüllung<br />

<strong>die</strong>ses Kriteriums ist <strong>die</strong> Gebäudeautomation<br />

mit allen statistischen Verbr<strong>auch</strong>serfassungen<br />

gefragt: Der Gebäudeautomationsexperte<br />

kann Verbr<strong>auch</strong>sreports aller<br />

Energieströme darstellen, <strong>die</strong> etwa über<br />

Wärmemengenzähler (<strong>Kälte</strong>, elektrische<br />

Energie, etc.) erfasst werden. Diese Daten<br />

Dieser Anlagenregler von Honeywell (Centraline)<br />

ist frei programmierbar und erlaubt <strong>die</strong><br />

Integration von Einzelraumreglern, <strong>Pumpen</strong>,<br />

Frequenzumformern oder anderen Geräten. Er<br />

kann als Stand-alone-Anwendung (beispielsweise<br />

in einem Kindergarten) ebenso eingesetzt<br />

werden wie in vernetzten Liegenschaften<br />

(z. B. in Großprojekten).<br />

werden monatlich bzw. jährlich aufbereitet<br />

und visualisiert, um in einem Vergleich mit<br />

gerechneten Daten aus der Planung mögliche<br />

Abweichungen zu korrigieren. Auf<br />

Basis der Analyse können neue Maßnahmen<br />

vorgeschlagen werden.<br />

Um <strong>die</strong> physikalischen Daten zu messen<br />

und mit einer Software aufzubereiten,<br />

hat der Spezialist <strong>die</strong> Möglichkeit, <strong>die</strong> Lösungen<br />

der Industrie einzusetzen. Eine Datenerfassung<br />

kann beispielsweise über einen<br />

Energiemengenzähler, der an DDC-Geräte<br />

angeschlossen ist, geschehen. Über <strong>die</strong><br />

Gebäudeleittechnik und <strong>die</strong> professionelle<br />

Auswertung der Energiesituation werden<br />

Verbräuche transparent, übersichtlich dargestellt<br />

und protokolliert.<br />

●●Beispiel 2: Monitoring der<br />

Luftqualität<br />

Um <strong>die</strong> Anforderungen an das Monitoring<br />

(Überwachen) der Luftqualität zu<br />

erfüllen, ist es notwendig, <strong>die</strong> Lüftungsleistung<br />

und <strong>die</strong> damit verbundene Luftqualität<br />

(CO 2<br />

-Konzentration) statistisch zu<br />

erfassen. Unter Anwendung von kontinuierlich<br />

messenden CO 2<br />

-Fühlern müssen <strong>die</strong><br />

richtigen Luftmengen in allen Gebäudeteilen<br />

erfasst und kontrolliert werden.<br />

Grundsätzlich müssen <strong>für</strong> <strong>die</strong>sen Teil<br />

der Zertifizierung vier Grundbedingungen<br />

erfüllt sein:<br />

1. Es muss sichergestellt werden, dass<br />

<strong>die</strong> Planungsvorgaben des Bauherrn bezüglich<br />

aller energierelevanten Funktionen<br />

durch einen unabhängigen Fachmann bei<br />

der Inbetriebnahme überprüft und dokumentiert<br />

werden.<br />

2. Es muss dokumentiert werden, dass<br />

der Energieverbr<strong>auch</strong> bei einem neuen Gebäude<br />

mindestens 10 % oder bei einer energetischen<br />

Sanierung mindestens 5 % unter<br />

dem im LEED-Bewertungssystem definierten<br />

Standardverbr<strong>auch</strong> liegt.<br />

3. Fluorierte Chlorkohlenwasserstoffe<br />

dürfen bei Neubauten nicht eingesetzt werden.<br />

Bei Renovierungen muss ein Plan vorgelegt<br />

werden, wie und wann auf umweltfreundliche<br />

<strong>Kälte</strong>mittel umgestellt wird.<br />

4. Lüftungsanlagen müssen dem aktuellen<br />

technischen Stand entsprechen.<br />

Die Erfüllung der Kriterien aus Beispiel<br />

1 werden mit drei Punkten, <strong>die</strong> aus Beispiel<br />

2 mit einem Punkt bewertet. Weitere<br />

36 Punkte können durch zusätzliche Maßnahmen<br />

im Bereich der Gebäudeautomation<br />

erzielt werden.<br />

Fazit<br />

Viele Tausend Gebäude sind seit 1996<br />

allein in den USA nach LEED zertifiziert.<br />

Das Interesse an der Zertifizierung liegt<br />

zum einen an gesetzlichen Rahmenbedingungen,<br />

zum anderen erkennen immer<br />

mehr Investoren und Eigentümer <strong>die</strong> Vorteile<br />

einer nachhaltigen Bauweise. Die Immobilien<br />

lassen sich leichter vermieten und<br />

weiterverkaufen, und <strong>auch</strong> Mieter und Betreiber<br />

profitieren, denn sowohl <strong>die</strong> Nebenkosten<br />

als <strong>auch</strong> <strong>die</strong> Betriebskosten fallen<br />

deutlich niedriger aus.<br />

Speziell LEED-Zertifizierungen sind ein<br />

international anerkannter Nachweis <strong>für</strong><br />

nachhaltigere und effizientere Gebäude.<br />

Sind <strong>die</strong> Grundbedingungen erfüllt, so lassen<br />

sich im Neubau allein mithilfe der auf<br />

<strong>die</strong> Gebäudeautomation bezogenen LEED-<br />

Credits <strong>die</strong> nötigen Punkte <strong>für</strong> ein Standard-Zertifikat<br />

erreichen. <br />

■<br />

Hauptelemente der EPBD<br />

● Gemeinsame Methode zur Berechnung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden,<br />

● Mindestanforderung an <strong>die</strong> Gesamtenergieeffizienz neuer Gebäude und bestehender<br />

Gebäude, <strong>die</strong> einer größeren Renovierung unterzogen werden,<br />

● Erstellung von Energieausweisen <strong>für</strong> neue und bestehende Gebäude; <strong>die</strong> Ausweise<br />

dürfen nicht älter als fünf Jahre sein,<br />

● Regelmäßige Inspektionen von Heizkesseln und zentralen Klimaanlagen in Gebäuden<br />

sowie Überprüfung von Heizungsanlagen, deren Kessel mehr als 15 Jahre alt sind.<br />

Autor: Hannes Lütz, Product Manager, CentraLine<br />

(Honeywell GmbH)<br />

www.centraline.com<br />

www.ideal-epbd.eu<br />

www.usgbc.org<br />

www.breeam.org<br />

www.dgnb.de<br />

www.usgbc.org<br />

18 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


Schhht…schhht….Niemandem verraten!<br />

EFFIZIENTE HEIZUNG<br />

bedeutet ERSPARNIS<br />

BAFA<br />

Förderung<br />

BAFA-Förderung <strong>für</strong> Robur Wärmepumpen!<br />

Robur GAHP-A Luft/Wasser Gas-Absorptions-Wärmepumpen<br />

erfüllen <strong>die</strong> Förderkriterien <strong>für</strong> <strong>die</strong> staatliche Förderung<br />

GAHP-A ROBUR<br />

+ 39,4 % Heizkosten Einsparung<br />

+ 165 % Effizienz<br />

+ 39,4 % Erneuerbare Energie<br />

+ 5.500,- € BAFA-Förderung*<br />

Von VDE und DVGW-Forschungsstelle getestet<br />

Mehr unter http://www.robur-gmbh.de<br />

Robur GmbH<br />

Paulinenstraße 94<br />

88046 Friedrichshafen<br />

T +49 (0) 7541 603391 0<br />

F +49 (0) 7541 603391 90<br />

info@robur-gmbh.de www.robur-gmbh.de<br />

* BAFA-Förderung möglich gemäß BAFA-Förderprogramm: z.B. 5.500,- € <strong>für</strong> 1 Robur GAHP A HT LC im Bestandsgebäude.<br />

Mehr unter http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/publikationen/energie_ee_wp_uebersicht.pdf<br />

Robur 2011


Bild: ista Deutschland<br />

„Unser Ziel ist es, Verbr<strong>auch</strong>er zu<br />

Energieexperten zu machen!“<br />

Interview mit Peter Ruwe, Geschäftsführer von ista Deutschland, zum Thema Smart Metering<br />

Die Immobilienwirtschaft steht vor einer großen Herausforderung. Die Energieeinsparung soll gesteigert werden und der Mieter<br />

dabei möglichst wenig bezahlen. Das rückt kostengünstige Lösungen zur Energieeffizienzsteigerung zunehmend in den Fokus. Energie<strong>die</strong>nstleister<br />

wie das Essener Unternehmen ista stellen <strong>die</strong> Steuerung des individuellen Verbr<strong>auch</strong>s in den Mittelpunkt und geben<br />

damit einen wichtigen Impuls im Zeitalter der Energiewende. Peter Ruwe, Geschäftsführer von ista Deutschland, spricht über <strong>die</strong> Rolle<br />

von Smart Metering und wie mit dem Management von Energiedaten Einsparungen von durchschnittlich 15 % erzielt werden können.<br />

<strong>IKZ</strong>-FACHPLANER: Herr Ruwe, Smart Metering<br />

ist ein oft gehörter Begriff. Welche Bedeutung<br />

hat das Thema in puncto Energieeinsparung<br />

bzw. Steigerung der Energieeffizienz<br />

hierzulande?<br />

Peter Ruwe: Smart Meter, also intelligente<br />

Zähler, sind mit Sicherheit ein wichtiger<br />

Baustein <strong>für</strong> mehr Energieeffizienz.<br />

Die aktuelle Diskussion dreht sich insbesondere<br />

um das Thema Strom, wobei darauf<br />

nur 13 % der gesamten Energie im<br />

privaten Haushalt fallen. Der beachtliche<br />

Teil von 87 % hingegen fällt auf den Bereich<br />

Wärme. Hier liegt somit noch großes Einsparpotenzial.<br />

Grundvoraussetzung <strong>für</strong><br />

das Energiesparen ist daher <strong>die</strong> exakte Erfassung<br />

der Verbräuche von Wärme, Wasser,<br />

Strom und Gas – und zwar nicht nur<br />

einmal im Jahr, sondern regelmäßig, am<br />

besten jeden Monat. Auf <strong>die</strong>se Weise erfahren<br />

<strong>die</strong> Verbr<strong>auch</strong>er unmittelbar wie viel<br />

sie verbr<strong>auch</strong>en und können ihr Verhalten<br />

entsprechend anpassen. Als Energie<strong>die</strong>nstleister<br />

stellen wir <strong>die</strong> notwendige Gerätetechnik<br />

und <strong>die</strong> damit<br />

verbundenen<br />

Services zur Verfügung.<br />

Wir nennen<br />

das Smart Submetering.<br />

Letztendlich<br />

liegt es aber beim<br />

Verbr<strong>auch</strong>er selbst, ob er <strong>die</strong> Informationen<br />

zu seinem Vorteil nutzt und damit Energie<br />

und Kosten einspart.<br />

Praxistests haben gezeigt,<br />

dass durchschnittlich 15 % Energie<br />

eingespart werden können.<br />

<strong>IKZ</strong>-FACHPLANER: Woran liegt es ihrer Meinung<br />

nach, dass sich <strong>die</strong> flächendeckende<br />

Verbreitung von Smart Metern aktuell<br />

noch in Grenzen hält?<br />

Peter Ruwe: Wir finden, <strong>die</strong> Politik könnte<br />

das Thema Smart Metering und Energiedatenmanagement<br />

noch stärker fördern. Daher<br />

wartet <strong>die</strong> Branche<br />

<strong>auch</strong> gespannt<br />

auf <strong>die</strong> novellierte<br />

Energieeinsparverordnung<br />

<strong>für</strong> Gebäude<br />

(EnEV), <strong>die</strong> Ende<br />

2012 verabschiedet<br />

werden soll. Hier bleibt abzuwarten, ob man<br />

in der EnEV 2012 <strong>die</strong> Möglichkeiten einer<br />

umfassenden Gebäudeautomatisierung be­<br />

20 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


Interview<br />

Smart Metering<br />

<strong>die</strong> IT-Sicherheit<br />

der Smart Meter zu<br />

schaffen. Aktuell arbeitet<br />

das Bundesamt<br />

<strong>für</strong> Sicherheit<br />

in der Informationstechnik<br />

(BSI) noch<br />

an einem Schutzprofil<br />

<strong>für</strong> Smart Meter.<br />

<strong>IKZ</strong>-FACHPLANER:<br />

Inwiefern profitieren<br />

Akteure aus<br />

dem Bereich Gebäudetechnik<br />

von<br />

Smart Metering und<br />

Energiedatenmanagement?<br />

Peter Ruwe: Energiemanagement<strong>die</strong>nstleis<br />

tun gen und Smart Meter sind auf dem<br />

Vormarsch, <strong>auch</strong> wenn <strong>die</strong> flächendeckende<br />

Verbreitung noch langsam voranschreitet.<br />

Aber langfristig wird <strong>die</strong> Nachfrage steigen,<br />

nicht zuletzt weil <strong>die</strong> Regierung alles<br />

da<strong>für</strong> tun muss, um <strong>die</strong> geplanten Energieziele<br />

zu erreichen. Schon jetzt ist <strong>die</strong><br />

Ausstattung mit Smart Metern <strong>für</strong> Neubauten,<br />

bei größeren Renovierungen und<br />

bei einem Jahresverbr<strong>auch</strong> von mehr als<br />

6000 kWh vorgeschrieben. Fachplaner und<br />

Entscheidungsträger in der Wohnungswirtschaft<br />

sollten sich also unbedingt mit<br />

dem Thema auseinandersetzen und <strong>die</strong> notrücksichtigt.<br />

Intelligente Systeme zur Energieeinsparung<br />

werden künftig immer mehr<br />

an Bedeutung gewinnen. Denn allein durch<br />

Erneuerbare Energien kann <strong>die</strong> Energiewende<br />

nicht gemeis tert werden.<br />

<strong>IKZ</strong>-FACHPLANER: Wie wollen Sie <strong>die</strong> Verbr<strong>auch</strong>er<br />

mit Ihrem Angebot dazu bringen,<br />

<strong>die</strong> Informationen intelligent zu nutzen?<br />

Peter Ruwe: Genau hier liegt <strong>die</strong> Herausforderung.<br />

Intelligente Technik muss zur<br />

tatsächlichen Verhaltensänderung beim<br />

Nutzer führen. Da<strong>für</strong> reicht das reine Erfassen<br />

der Energiedaten natürlich nicht<br />

aus – <strong>die</strong> Messtechnik ist „nur“ <strong>die</strong> Voraussetzung.<br />

Eine ausführliche und leicht<br />

verständliche Aufbereitung der Daten ist<br />

hier erforderlich, um den Nutzer zu erreichen<br />

und zum Energiesparen zu begeistern.<br />

Hier setzt z. B. das Energiedatenmanagement<br />

„premium“ von ista an: In<br />

Verbindung mit einem Funk-Erfassungssystem,<br />

das in der Liegenschaft installiert<br />

ist, steht ein ganzheitliches System zur<br />

Erfassung und Kontrolle der Verbräuche<br />

von Wärme, Wasser, Strom und Gas zur<br />

Verfügung. Die monatlich erfassten Verbr<strong>auch</strong>sdaten<br />

werden verständlich aufbereitet<br />

und im ista Webportal bereitgestellt.<br />

Sowohl Verwalter als <strong>auch</strong> Mieter haben einen<br />

Zugang zum Webportal und können<br />

sich so jederzeit über den aktuellen Stand<br />

der Verbräuche und Kosten informieren.<br />

Damit sind <strong>die</strong> Nutzer in der Lage, ihren<br />

Energieverbr<strong>auch</strong> schon während der laufenden<br />

Heizperiode einzuschätzen und gezielt<br />

zu steuern.<br />

<strong>IKZ</strong>-FACHPLANER: Inwiefern steuern? Was<br />

erkennen <strong>die</strong> Nutzer aus den aufbereiteten<br />

Daten?<br />

Peter Ruwe: Verschiedene Instrumente,<br />

wie beispielsweise <strong>die</strong> Liegenschaftsanalyse,<br />

zeigen den Verbr<strong>auch</strong> und <strong>die</strong> Kosten<br />

<strong>für</strong> den gesamten Liegenschaftsbestand.<br />

Bei der Nutzeranalyse wird auf Nutzerebene<br />

der aktuelle Energieverbr<strong>auch</strong> dem der<br />

beiden Vorjahre gegenübergestellt. Dazu<br />

stellt eine Ampel monatlich den aktuellen<br />

Verbr<strong>auch</strong> als absoluten Wert und als flächennormierten<br />

Kennwert dem Durchschnittswert<br />

gegenüber. Somit ist direkt<br />

sichtbar, ob man im grünen, gelben oder<br />

roten Bereich liegt. Außerdem haben Kunden<br />

<strong>die</strong> Möglichkeit, sich mit Alarmen und<br />

Benachrichtigungen über Veränderungen<br />

informieren zu lassen.<br />

<strong>IKZ</strong>-FACHPLANER: Können Sie <strong>die</strong> Technik,<br />

<strong>die</strong> dem ganzen zugrunde liegt, genauer<br />

beschreiben?<br />

Peter Ruwe: Voraussetzung <strong>für</strong> <strong>die</strong> unterjährige<br />

Erfassung und Aufbereitung<br />

der Daten ist wie gesagt <strong>die</strong> Funktechno­<br />

logie, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Geräte auszeichnet. Über ein<br />

bidirektionales Verfahren, das übrigens<br />

einzigartig am Markt ist, werden <strong>die</strong> Daten<br />

in regelmäßigen Abständen abgefragt.<br />

Bei <strong>die</strong>sem Datenübertragungsverfahren<br />

findet Funkverkehr bis hin zur jeweiligen<br />

Messstelle in beide Richtungen statt. Das<br />

hat den Vorteil, dass <strong>die</strong> Erfassungsgeräte<br />

nicht von sich aus permanent senden, sondern<br />

nur auf Aufforderung.<br />

<strong>IKZ</strong>-FACHPLANER: Stichwort Transparenz:<br />

Über das Energiedatenmanagement sind<br />

viele Daten der Nutzer im Umlauf. Wird der<br />

Nutzer so zum gläsernen Kunden?<br />

Peter Ruwe: Die Energiemanagementleistungen<br />

von ista unterliegen hohen Datenschutzanforderungen.<br />

Um <strong>die</strong> Sicherheit<br />

der übertragenen Daten zu gewährleisten,<br />

werden alle Verbr<strong>auch</strong>sdaten ausschließlich<br />

verschlüsselt an<br />

<strong>die</strong> zentrale Kommunikationseinheit<br />

übermittelt und das<br />

natürlich nur mit<br />

der Zustimmung<br />

des Nutzers. Hier<br />

ist es wichtig, verbindliche<br />

Standards<br />

<strong>für</strong> den technischen<br />

Datenschutz sowie<br />

Eine ausführliche und leicht<br />

verständliche Aufbereitung der Daten<br />

ist erforderlich, um den Nutzer zu<br />

erreichen und zum Energiesparen zu<br />

begeistern.<br />

Peter Ruwe<br />

wendige Infrastruktur schaffen. Moderne<br />

und intelligente Erfassungstechnik ist der<br />

erste Schritt in Richtung Energieeffizienz<br />

und ist beispielsweise im Vergleich zur<br />

Dämmung der Fassade eine kos tengünstige<br />

und vor allem wirkungsvolle Maßnahme.<br />

Und <strong>die</strong> beste Energie ist immer noch <strong>die</strong>,<br />

<strong>die</strong> gar nicht erst verbr<strong>auch</strong>t wird! Das Ziel<br />

sollte daher sein, <strong>die</strong> Verbr<strong>auch</strong>er zu Energieexperten<br />

zu machen. Das können wir<br />

durch <strong>die</strong> Transparenz und verständliche<br />

Aufbereitung der Energiewerte erreichen.<br />

In Praxistests hat sich gezeigt, dass auf <strong>die</strong>se<br />

Weise durchschnittlich 15 % Energie eingespart<br />

werden können.<br />

<strong>IKZ</strong>-FACHPLANER: Abschließend noch ein<br />

Blick über den Tellerrand: Neben der Möglichkeit<br />

der Energieeinsparung durch ein<br />

umfassendes Datenmanagement steckt<br />

<strong>auch</strong> in der Optimierung<br />

der Heizungsanlagen<br />

ein hohes<br />

Einsparpotenzial.<br />

Wie bewerten Sie<br />

<strong>die</strong>se Situation?<br />

Peter Ruwe: Ja,<br />

das ist richtig. 80 %,<br />

das heißt 12 von 15<br />

Mio. Heizungsanlagen<br />

in Deutschland<br />

– alte wie neue –,<br />

arbeiten nicht am<br />

technischen Optimum<br />

und verbr<strong>auch</strong>en<br />

zu viel Energie.<br />

Aus <strong>die</strong>sem<br />

Grund bietet z. B.<br />

ista eine umfangreiche<br />

Heizungsanalyse,<br />

das sogenannte<br />

Heizungs-<br />

EKG an. Wie bei<br />

dem medizinischen<br />

Vorbild überwacht<br />

das Heizungs-EKG<br />

innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden<br />

<strong>die</strong> Heizungsanlage im Gebäude. Die<br />

Ergebnisse lassen Rückschlüsse über das<br />

Optimierungspotenzial im Gebäude zu<br />

und welche Gegenmaßnahmen getroffen<br />

werden sollten. Auf <strong>die</strong>se Weise kann bei<br />

ineffizienten Heizungsanlagen durch <strong>die</strong><br />

einfache Anpassung bestimmter Einstellungen<br />

ein durchschnittliches Energieeinsparergebnis<br />

von 10 bis 30 % erreicht werden.<br />

Das ist eine sehr effektive Maßnahme<br />

ohne große Kosten. Und meistens refinanziert<br />

sich <strong>die</strong> Investition bereits nach wenigen<br />

Monaten.<br />

■<br />

www.ista.de<br />

Juni 2012 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner 21


EDV<br />

Visualisierung<br />

Fernüberwachung von Pumpstationen<br />

Die Fernüberwachung einzelner oder mehrerer Pumpstationen war bisher ein Aufwand, der sich nur mit zusätzlichen Kosten <strong>für</strong><br />

Hard-, Software und Infrastruktur realisieren ließ. Mit der neuen iPhone-Applikation „PumpRemoter“ von Jung <strong>Pumpen</strong> ist <strong>die</strong> Fernüberwachung<br />

weltweit und 24 Stunden am Tag möglich.<br />

Für den Betriebsleiter von Abwasseranlagen<br />

ist <strong>die</strong> Kenntnis des Betriebszustandes<br />

seiner Pumpstationen eine entscheidende<br />

Größe. In vielen Kommunen<br />

werden heute Pumpstationen vom Betriebspersonal<br />

profilaktisch angefahren, um potenzielle<br />

Fehler aufzuspüren. Diese Inspektionsfahrten<br />

kosten nicht nur Geld, sondern<br />

reduzieren <strong>die</strong> Fehlersuche auf das<br />

Zufallsprinzip. In der Regel wird der <strong>Pumpen</strong>ausfall<br />

dann doch durch benachbarte<br />

Anwohner bemerkt, <strong>die</strong> verärgert <strong>die</strong> regionale<br />

Stadtentwässerung informieren.<br />

Eine zentrale Überwachung von Pumpstationen<br />

ist vielerorts noch <strong>die</strong> Ausnahme<br />

und beschränkt sich wenn überhaupt auf<br />

größere Zwischen- und Hauptpumpstationen.<br />

Hier findet in der Regel <strong>die</strong> Überwachung<br />

in der Klärwerkszentrale statt. Im Falle<br />

einer nächtlichen Störmeldung muss das<br />

Betriebspersonal dann erstmal ins Klärwerk<br />

fahren und sich über Art des Fehlers und<br />

Standort der Anlage informieren. Danach<br />

wird <strong>die</strong> gestörte Anlage gezielt angefahren.<br />

Eine Alternative mit Mehrwert<br />

Mit der neuen PumpRemoter-App von<br />

Jung <strong>Pumpen</strong> lässt sich der Anlagenbestand<br />

standortunabhängig vom iPhone,<br />

Darstellung der Pumpstationen<br />

(grün - normaler<br />

Betrieb; gelb -Fehlerfrüherkennung;<br />

rot - Störmeldung).<br />

<strong>Pumpen</strong>station mit<br />

Hochwasseralarm.<br />

iPad oder iPod oder über ein internetfähiges<br />

Terminal überwachen. Eine Kartendarstellung<br />

zeigt <strong>die</strong> zu verantwortenden<br />

Pumpstationen des Abwasserverbandes<br />

und deren aktuellen Betriebszustand. Eine<br />

detaillierte Darstellung der jeweiligen Station<br />

ist mit einem Klick möglich.<br />

Die grafische Visualisierung des betreffenden<br />

<strong>Pumpen</strong>schachtes zeigt alle wichtigen<br />

Parameter auf einen Blick. So wird<br />

neben dem Wasserstand der aktuelle <strong>Pumpen</strong>strom<br />

der installierten <strong>Pumpen</strong>, <strong>die</strong> kumulierten<br />

Betriebsstunden, <strong>die</strong> Schaltzyklen<br />

der Aggregate sowie der Ladezustand<br />

des Akkus (der beim Stromausfall der<br />

Pumpstation <strong>die</strong> entsprechenden Störmeldungen<br />

absendet) angezeigt. Eine Ereignisliste<br />

stellt <strong>die</strong> Änderung der Betriebsarten<br />

der Pumpe dar. Je nach Nutzungsrechten<br />

kann <strong>auch</strong> <strong>die</strong> Fernsteuerung der <strong>Pumpen</strong><br />

zugelassen werden. Fehlermeldungen<br />

werden aufgelistet und zeitgleich den verantwortlichen<br />

Mitarbeitern per SMS oder<br />

E-Mail auf das Smartphone oder den PC<br />

gesendet.<br />

Fehler frühzeitig detektieren<br />

Durch Drehung des Smartphones werden<br />

<strong>die</strong> archivierten Prozessdaten grafisch<br />

Ereignisliste und<br />

Ankündigung des nächsten<br />

Wartungstermins.<br />

angezeigt. Die Ganglinien von <strong>Pumpen</strong>strom<br />

und Wasserniveau im Schacht werden<br />

in verschiedenen Zeitfenstern (Stunde,<br />

Tag, Woche, Monat) dargestellt. Durch<br />

Auswertung <strong>die</strong>ser Daten lassen sich<br />

Rückschlüsse auf den <strong>Pumpen</strong>betrieb ableiten.<br />

So könnte ein Ansteigen des <strong>Pumpen</strong>stroms<br />

z. B. ein Indiz <strong>für</strong> Lagerschäden<br />

sein; ein Abfall der Linie z. B. auf einen<br />

Ganglinie des <strong>Pumpen</strong>stroms und des Wasserniveaus<br />

im Schacht.<br />

Laufradverschleiß hinweisen. Ein gezielter<br />

Inspektionseinsatz hilft hier, Kosten einzusparen.<br />

Die Systembausteine im Überblick<br />

Die Fernüberwachung mittels PumpRemoter<br />

basiert auf folgenden Bausteinen:<br />

Webinterface com.tom: Dieser Baustein<br />

von der Firma Beck IPC verbindet<br />

<strong>die</strong> Pumpstation über LAN, WLAN oder<br />

GPRS mit dem Internet. Über das Internet<br />

tauschen alle angeschlossenen Pumpstationen<br />

ereignisgesteuert, bidirektional<br />

und in Echtzeit Daten mit dem Webportal<br />

aus. Das com.tom Gateway erfasst alle relevanten<br />

Ereignisse aus der Jung <strong>Pumpen</strong>-<br />

Steuerung und stellt <strong>die</strong>se dem Webportal<br />

zur Verfügung. Optional können weitere<br />

Ein- und Ausgänge von Peripherie-Geräten<br />

übermittelt werden.<br />

Datenübertragung: Die Übermittlung<br />

der Daten erfolgt über das Internet und ist<br />

damit auf keine besondere Infrastruktur<br />

wie Standleitung oder <strong>auch</strong> VPN angewiesen.<br />

Alle Daten werden vor der Übermittlung<br />

verschlüsselt.<br />

Webportal Beck: Dieses archiviert alle<br />

eingehenden Daten. Reporting und Alarmierungsfunktionalitäten<br />

werden von dem<br />

Webportal vorgenommen. Beck IPC bietet<br />

zentral alle Dienste, wie Administration,<br />

22 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


EDV<br />

Visualisierung<br />

Kommunikationskomponenten <strong>für</strong> das PumpRemoter-System.<br />

Verwaltung und Datensicherung und stellt<br />

durch professionale Hard- und Software-Architektur<br />

eine hohe Verfügbarkeit sicher.<br />

Alle erfassten Daten werden in der SQL-<br />

Datenbank gesichert, und aus <strong>die</strong>ser werden<br />

dann <strong>die</strong> eingeloggten Smartphones<br />

und Internetterminals be<strong>die</strong>nt. Der Zugang<br />

<strong>für</strong> den Anwender ist passwortgeschützt.<br />

Highcontrol.web: Neben der Einwahl<br />

über das Smartphone besteht <strong>auch</strong> Zugriff<br />

über jedes Internetterminal. Ein Standard-<br />

Browser ermöglicht den Zugang ohne <strong>die</strong><br />

Installation gesonderter Software. Der Betreiber<br />

hat über das HighControl.web <strong>die</strong><br />

gleichen Monitoringfunktionen wie über<br />

das iPhone. Zusätzlich ermöglicht der Zugang<br />

über das Internet das Setzen von Einstellungsparametern<br />

und das Anlegen von<br />

Nutzern (z.B. Betriebspersonal), <strong>die</strong> Zugang<br />

zur Anlagenüberwachung erhalten.<br />

PumpRemoter: Für <strong>die</strong> verantwortlichen<br />

Personen in der Abwasserwirtschaft bietet<br />

das iPhone <strong>die</strong> Möglichkeit, ohne jegliche<br />

Kenntnisse der Prozessleittechnik alle wesentlichen<br />

Parameter der Anlage einzusehen.<br />

Die einfache Be<strong>die</strong>nbarkeit und <strong>die</strong> anschauliche<br />

Darstellung versprechen eine<br />

hohe Akzeptanz beim Betriebspersonal.<br />

Störmeldungen werden augenblicklich mittels<br />

Akustik oder Vibration vermittelt. Die<br />

Alarmierung kann per SMS, E-Mail oder<br />

den Apple Push<strong>die</strong>nst erfolgen.<br />

Und <strong>die</strong> Kosten?<br />

Mit dem hier vorgestellten System ist es<br />

jedem Abwasseranlagenbetreiber möglich,<br />

<strong>auch</strong> kleinere Systeme dezentral zu überwachen.<br />

Die Lösung bietet sich <strong>auch</strong> <strong>für</strong><br />

komplexe Systeme an, kann sich aber <strong>auch</strong><br />

nur auf sensible Pumpstationen beschrän-<br />

Im Schulungsraum von Jung <strong>Pumpen</strong> steht<br />

<strong>die</strong>se Demonstrationsanlage mit Fernüberwachung.<br />

Fachplaner und Anwender können <strong>die</strong><br />

relevanten Daten mit ihrem iPhone oder iPad<br />

abfragen und mit der Realität vergleichen.<br />

ken, <strong>die</strong> oft zur Störung neigen. Neben den<br />

einmaligen Kosten <strong>für</strong> das com.tom Gateway<br />

werden geringfügige monatliche Kosten<br />

<strong>für</strong> das Datenhosting und <strong>die</strong> Kommunikation<br />

zwischen Pumpstation und Webserver<br />

erforderlich, <strong>die</strong> vergleichbar sind<br />

mit einem Mobilfunkvertrag. ■<br />

www.jung-pumpen.de<br />

Autoren: Dr.-Ing. Andreas Kämpf, Jung <strong>Pumpen</strong>;<br />

Jan Ewe, Beck IPC<br />

PeRfekt geSchützt<br />

Wir lassen Sie nicht im Regen stehen.<br />

Sita Flachdachentwässerung – verlässlich, einfach & sicher. Und<br />

immer da, wenn sie gebr<strong>auch</strong>t wird! Das stellt Sita millionenfach<br />

unter Beweis. Mit hoher Leistung, ausgeklügelter Funk tion, bester<br />

Material- und Ferti gungs qualität – sowie allen Garantien.<br />

www.sita-bauelemente.de


in der Trinkwasserinstallation, werden <strong>die</strong><br />

Bakterien wieder aktiv – und sind dann<br />

<strong>auch</strong> wieder infektiös.“ Prof. Kistemann<br />

fordert deshalb eine hygienebewusste Temperaturhaltung<br />

und <strong>die</strong> Beachtung der notwendigen<br />

Wasserdynamik. Dazu gehöre<br />

vor allem der notwendige Wasseraustausch<br />

bei angemessener Durchströmung in allen<br />

Teilstrecken der Trinkwasserinstallation.<br />

Referenten auf den bundesweiten Fachsymposien von Viega: Prof. Klaus Rudat (vorne), Dieter<br />

Hellekes, Dr. Daniel Häußermann, Prof. Dr. Thomas Kistemann, Dipl.-Ing Wolfgang Hentschel und<br />

Dipl.-Ing. Michael Lübbert (v. l. n. r.) klären über <strong>die</strong> Bedeutung der neuen Normen und Regelwerke<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Trinkwasserinstallation auf.<br />

Auf hohem Niveau<br />

Neue Regelwerke <strong>für</strong> <strong>die</strong> Trinkwasserinstallation:<br />

Bundesweite Fachsymposienreihe von Viega findet großen Anklang<br />

Die technischen Regeln <strong>für</strong> Trinkwasserinstallationen befinden sich schon seit vielen<br />

Jahren in der Überarbeitung. Nun ist <strong>die</strong>ser Prozess <strong>für</strong>s Erste abgeschlossen: Nachdem<br />

im April der fünfte und letzte Teil der DIN EN 806 erschienen ist und seit Mai <strong>auch</strong> <strong>die</strong><br />

beiden Ergänzungsnormen DIN 1988-200 und -300 im Weißdruck vorliegen, gehört <strong>die</strong><br />

DIN 1988 alter Fassung der Vergangenheit an. Künftig gilt <strong>für</strong> <strong>die</strong> Planung und Installation<br />

von Trinkwasseranlagen <strong>die</strong> DIN EN 806 Teile 1 - 5 in Verbindung mit den Ergänzungsnormen<br />

der neuen Reihe DIN 1988 (erkennbar an den dreistelligen Teilnummern)<br />

und weiteren bereits etablierten Normen wie DIN EN 1717. Welche Anforderungen sich<br />

daraus <strong>für</strong> <strong>die</strong> hygienebewusste Planungspraxis ergeben und welchen Stellenwert <strong>die</strong><br />

novellierte Trinkwasserverordnung in <strong>die</strong>sem Kontext einnimmt, darüber informiert der<br />

Systemhersteller Viega noch bis September im Rahmen bundesweiter Fachsymposien.<br />

Die <strong>IKZ</strong>-Redaktion war bei der Veranstaltung in Leipzig dabei. Eine Zusammenfassung.<br />

Strukturiertes Vorgehen notwendig<br />

Dass <strong>die</strong>ser Ansatz tatsächlich in jedem<br />

Objekt unabhängig von Nutzung und Größe<br />

umsetzbar ist, machte Fachingenieur<br />

Dipl.-Ing. Michael Lübbert deutlich. Seit<br />

Jahren befasst er sich mit der Auslegung<br />

von Trinkwasserinstallationen in hygienekritischen<br />

Gebäuden wie Krankenhäusern<br />

oder Altenheimen. Aus <strong>die</strong>ser Erfahrung<br />

heraus rät Lübbert bei der Planung<br />

von Trinkwasserinstallationen zu einer<br />

klar strukturierten Vorgehensweise: Um<br />

<strong>die</strong> Vorgaben der Normen und Regelwerke<br />

konkret mit Leben zu füllen, empfiehlt er<br />

beispielsweise <strong>die</strong> Erstellung eines Raumbuches,<br />

wie es mit der neuen DIN 1988-200<br />

zum Teil gefordert wird. Lübbert: „Die Regeln<br />

und Grundsätze <strong>für</strong> <strong>die</strong> hygieneorientierte<br />

Auslegung einer Trinkwasserinstallation<br />

sind immer theoretisch. Durch<br />

das Raumbuch, in dem jede Entnahmestelle<br />

und <strong>die</strong> Art der Nutzung genau spezifiziert<br />

ist, wird <strong>die</strong>se Theorie erst mit<br />

praxisgerechten Werten hinterfüttert.“<br />

So stünden Bedarfswerte <strong>für</strong> <strong>die</strong> Planung<br />

„schwarz auf weiß“ fest – und dementsprechend<br />

könne eine hygienebewusste Rohrleitungsführung<br />

und Systemauslegung<br />

erfolgen. Ideal sei dabei <strong>die</strong> enge Abstimmung<br />

mit dem Bauherrn bzw. dem künftigen<br />

Betreiber, um möglicherweise sogar<br />

noch Einfluss auf <strong>die</strong> Grundrissplanung<br />

Dass „Gebäudetechnik <strong>für</strong> Trinkwasser“<br />

viel mehr ist als nur einige neu gefasste Paragrafen,<br />

wurde schon beim Auftaktvortrag<br />

von Professor Dr. Thomas Kistemann<br />

deutlich. Als Hygieniker führte er seine Zuhörer<br />

tief in <strong>die</strong> Entwicklungsgeschichte<br />

und das Populationsverhalten von Mikroorganismen<br />

ein, bevor er <strong>die</strong> Konsequenzen<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Praxis auf Basis der Anforderungen<br />

der neuen Trinkwasserverordnung erläuterte.<br />

Laut Kistemann sind <strong>für</strong> den Erhalt<br />

der Trinkwassergüte <strong>die</strong> Wechselwirkungen<br />

von Temperatur, Wasseraustausch<br />

und Durchströmung entscheidend. Seine<br />

Botschaft: „Die Endpunktkontrolle reicht<br />

zum Erhalt der Trinkwassergüte nicht aus.<br />

Was wir br<strong>auch</strong>en, ist eine sys temische Betrachtung<br />

der Trinkwasserins tallation.“<br />

Deswegen fordert der Hygienespezialist<br />

unter Berücksichtigung der gegebenen Betriebsbedingungen<br />

eine Bewertung des gesamten<br />

Fließweges bis zur letzten Entnahmestelle<br />

– analog zur VDI 6023.<br />

Ein zentrales Argument <strong>für</strong> <strong>die</strong>se Forderung<br />

sind unter anderem <strong>die</strong> individuellen<br />

Überlebensstrategien, <strong>die</strong> Mikroorganismen<br />

in Trinkwasserinstallationen entwickelt<br />

haben. Prof. Kistemann: „Potenzielle<br />

Krankheitserreger wie Pseudomonaden<br />

und Legionellen können im Biofilm einer<br />

Trinkwasserinstallation in einen lebensfähigen,<br />

aber nicht kultivierbaren Zustand –<br />

den VBNC-Zustand – übertreten. Dadurch<br />

überstehen sie beispielsweise sogar Desinfektionsmaßnahmen.<br />

Ändern sich dann<br />

<strong>die</strong> Betriebs- und Nutzungsbedingungen<br />

Ganz einfach und doch allgemein umfassend:<br />

das „Wirk-Dreieck“ zum Erhalt der Trinkwassergüte.<br />

24 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


Reportage<br />

Weiterbildung<br />

des Architekten nehmen zu können. Lübbert:<br />

„Dann können beispielsweise von Anfang<br />

an <strong>auch</strong> getrennte Steigestränge <strong>für</strong><br />

kalte und warme Rohrleitungen vorgesehen<br />

werden. So gibt es keine kritische Erwärmung<br />

von Trinkwasser kalt auf über<br />

25 °C. Außerdem lassen sich statt langer<br />

Einzelzuleitungen besser Reihen- oder<br />

Ringsysteme einplanen, <strong>die</strong> den Wasseraustausch<br />

<strong>auch</strong> an selten genutzten Entnahmestellen<br />

begünstigen. Das trägt zum<br />

Erhalt der Trinkwassergüte bei und senkt<br />

zugleich <strong>die</strong> Betriebskosten.“<br />

Bestimmungsgemäßer<br />

Betrieb gefordert<br />

Aufgegriffen wurde <strong>die</strong>ser Gedanke<br />

<strong>auch</strong> durch Dipl.-Ing. Wolfgang Hentschel,<br />

der als ehemaliger Sachgebietsleiter am<br />

Amt <strong>für</strong> Gesundheit in der Main-Metropole<br />

hunderte von kontaminierten Trinkwasserinstallationen<br />

untersucht und Konzepte<br />

<strong>für</strong> deren Sanierung entwickelt hat.<br />

Dabei stellte Hentschel immer wieder fest,<br />

dass viele der aufwendigen Sanierungen<br />

nachhaltiger wären, wenn anschließend<br />

<strong>auch</strong> <strong>die</strong> Nutzungsgewohnheiten optimiert<br />

würden. Stattdessen komme es oftmals<br />

durch einen nicht bestimmungsgemäßen<br />

Betrieb über kurz oder lang wieder zu einer<br />

Kontamination. Ein auf einer Datenbank<br />

basierender „Water Safety Plan“, so<br />

<strong>die</strong> Forderung des Praktikers, „ist also gerade<br />

bei komplexen Trinkwasserinstallationen<br />

fast zwingend erforderlich“. Werde<br />

der dann <strong>auch</strong> noch kontinuierlich weiterentwickelt<br />

und dokumentiert, sei eine erfolgreiche<br />

Anlagensanierung nach DVGW-<br />

Arbeitsblatt W 551 sichergestellt.<br />

Geeignete Berechnungsverfahren<br />

Wie entscheidend eine bedarfsgerechte<br />

Dimensionierung der Trinkwasserinstal-<br />

Hygienebewusste Planung von Anfang an: Dipl.-Ing. Lübbert trennt, wenn möglich, sogar schon<br />

in der <strong>Haustechnik</strong>zentrale <strong>die</strong> Bereiche mit Wärmelasten von den Kaltwasser-Installationen<br />

baulich ab.<br />

lationen <strong>für</strong> den Erhalt der Wassergüte bis<br />

zur letzten Entnahmestelle ist, bestätigte in<br />

<strong>die</strong>sem Zusammenhang Prof. Klaus Rudat:<br />

„Wer eine hygienebewusste Rohrleitungsführung<br />

wählt und <strong>die</strong> Auslegung gemäß<br />

DIN 1988-300 vornimmt, konzipiert automatisch<br />

Anlagen, <strong>die</strong> <strong>auch</strong> bestimmungsgemäß<br />

betrieben werden können.“ Selbst spezielle<br />

Teilbereiche, wie ausgedehnte Zirkulationssysteme<br />

oder Ringleitungssysteme in<br />

der Stockwerksverteilung, seien davon nicht<br />

ausgenommen. Prof Rudat warnte ausdrücklich<br />

davor, <strong>die</strong> DIN EN 806-3 zur Dimensionierung<br />

komplexer Trinkwasseranlagen heranzuziehen,<br />

da sich <strong>die</strong> europäische Norm<br />

nur auf „Normal installationen“ (Wohngebäude)<br />

beschränke, zu hohe Belastungswerte<br />

<strong>für</strong> den Spitzendurchfluss angebe und völlig<br />

auf eine Druckverlustberechnung verzichtet<br />

werde. Auch gebe es darin keine Angaben<br />

zur Bemessung von Zirkulationssystemen.<br />

Was den Umgang mit der neuen Berechnungsnorm<br />

DIN 1988-300 angeht, so gab<br />

Prof. Rudat „Entwarnung“: „Wer bisher<br />

hygienebewusst Rohrnetzberechnungen<br />

durchgeführt hat, <strong>für</strong> den wird sich eigentlich<br />

nicht viel ändern.“ Dennoch erforderten<br />

<strong>die</strong> gestiegenen Anforderungen<br />

an <strong>die</strong> Trinkwassergüte insbesondere bei<br />

kombinierten Systemen (Trinkwasser- und<br />

Feuerlöschanlagen) modifizierte und neue<br />

Herangehensweisen. Besonderheiten in<br />

kombinierten Rohrnetzen mit Feuerlöschund<br />

Druckerhöhungsanlagen seien davon<br />

ebenso wenig ausgenommen wie spezielle<br />

Rohrleitungsführungen. „Dazu zählen beispielsweise<br />

<strong>auch</strong> Ringleitungssysteme in<br />

der Stockwerksverteilung. Für <strong>die</strong> ist zwar<br />

das Berechnungsverfahren normativ noch<br />

nicht geregelt, aber in der DIN 1988-300<br />

wird auf ein da<strong>für</strong> hervorragend geeignetes<br />

Verfahren verwiesen“, so Prof. Rudat,<br />

Probleme mit Legionellen<br />

oder Pseudomonaden?<br />

Sicherer Schutz durch<br />

Pall - Wasserfilter -<br />

der 24-Stunden-Lieferservice von Pall<br />

Ihre kostenlose 24-Stunden-Hotline<br />

0 800 - 584 6 584<br />

Juni 2012 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner 25


Reportage<br />

Weiterbildung<br />

der <strong>die</strong>s mit ausführlichen Berechnungsbeispielen<br />

belegte. Mit dem neuen Berechnungsverfahren<br />

seien selbst ausgedehnte<br />

Zirkulationssysteme mit dem sogenannten<br />

Beimischverfahren unter Hygiene- und<br />

Kos tenaspekten weiter zu optimieren.<br />

Ablaufplan eines EDVgestützten<br />

„Water<br />

Safety Plans“ nach<br />

Dipl.-Ing. Wolfgang<br />

Hentschel.<br />

Der Erhalt der Trinkwassergüte kann durch entsprechende Software zusätzlich unterstützt werden,<br />

beispielsweise – wie hier – durch <strong>die</strong> Simulation von Ausstoßzeiten von Rohrleitungen <strong>für</strong><br />

Trinkwasser warm.<br />

Kommunikation ist – neben Fachkenntnis – aus Juristensicht das entscheidende Zauberwort <strong>für</strong><br />

den erfolgreichen TGA-Fachplaner, denn <strong>die</strong> enge Einbindung aller Beteiligten sorgt <strong>für</strong> entsprechende<br />

Klarheit.<br />

Abgestimmt: Software und Systeme<br />

Wie das planerisch und installationstechnisch<br />

durch <strong>die</strong> passende Software sowie<br />

entsprechende Installationssysteme<br />

umzusetzen ist – <strong>auch</strong> darauf gab <strong>die</strong> Veranstaltungsreihe<br />

von Viega eine Antwort.<br />

Schließlich tritt der Systemanbieter schon<br />

seit Langem <strong>für</strong> <strong>die</strong> möglichst „schlanke“<br />

Auslegung von Trinkwasserinstallationen<br />

ein. „Die Anwendung einer auf den Erhalt<br />

der Trinkwassergüte ausgerichteten Planungssoftware<br />

ist da<strong>für</strong> eine entscheidende<br />

Voraussetzung“, so Schulungsleiter<br />

Dieter Hellekes. Mit dem Einsatz durchflussoptimierter<br />

Rohrleitungssysteme sowie<br />

gegebenenfalls dezentraler Spültechnik,<br />

<strong>die</strong> den geforderten Wasseraustausch<br />

sicherstelle, könne sich der Endkunde auf<br />

<strong>die</strong> gewünschte Trinkwassergüte <strong>auch</strong> an<br />

der letzten Entnahmestelle verlassen.<br />

Umfassende Kommunikation<br />

notwendig<br />

Abgerundet wurde das Informationsspektrum<br />

des Fachsymposiums durch<br />

einen Juristen: Dr. Daniel Häußermann.<br />

Sein Ansatz, entlang der planerischen<br />

Leistungskette gemäß den HOAI Phasen<br />

entscheidende Fallstricke <strong>für</strong> <strong>die</strong> Fachplanung<br />

zu benennen, war das eine. Daraus<br />

ableitend aber sofort erfolgreiche Lösungswege<br />

aufzuzeigen – damit konnte er <strong>die</strong><br />

Zuhörer <strong>für</strong> sich einnehmen, statt sie nur<br />

mit „Angst-Szenarien“ wieder in ihre tägliche<br />

Arbeit zu entlassen. So verwies der<br />

Jurist beispielsweise darauf, wie wichtig<br />

auf dem Bau mittlerweile „über das Fachwissen<br />

hinaus <strong>die</strong> umfassende Kommunikation<br />

in alle Richtungen“ geworden<br />

ist. Häußermann: „Die Zeiten sind vorbei,<br />

in denen der Fachplaner im stillen<br />

Kämmerlein sitzen konnte. Kommunikation<br />

in alle Richtungen ist heute von größter<br />

Bedeutung. Für den Fachplaner sollte<br />

es selbstverständlich sein, den Auftraggeber<br />

über wichtige Details speziell zum<br />

bestimmungsgemäßen Betrieb der Trinkwasserinstallation<br />

umfassend zu informieren<br />

und ihm Entscheidungsmöglichkeiten<br />

aufzuzeigen.“ Von entscheidender Bedeutung<br />

sei <strong>die</strong> zeitnahe Dokumentation seiner<br />

Beratungstätigkeit. Es gehe schließlich<br />

<strong>auch</strong> darum, dass der Betreiber seinen Anteil<br />

an der Verantwortung <strong>für</strong> den Erhalt<br />

26 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


Trinkwasserhygiene<br />

<strong>für</strong> Duschanlagen<br />

Moratronic Compact<br />

mit Hygienespülung<br />

Einer von 14 Veranstaltungsorten <strong>für</strong> <strong>die</strong> Viega-Fachsymposien: In Leipzig<br />

lud das Unternehmen in den „Kubus“ ein.<br />

der Trinkwassergüte nach TrinkwV kennt.<br />

„Der Fachplaner kann da<strong>für</strong> letztlich jedoch<br />

immer nur Vorleistungen erbringen<br />

– aber das muss er <strong>auch</strong>“, so Häußermann.<br />

Hier ist eine Teilnahme noch möglich<br />

Die Viega-Veranstaltungsreihe „SYM-<br />

PH2OSIEN“ ist an vielen Orten bereits<br />

komplett ausgebucht. Lediglich in Essen<br />

(11. Juni) und Bremen (13. Juni) sowie an<br />

den beiden Fachsymposien im September<br />

in Rostock und Saarbrücken ist noch eine<br />

Teilnahme möglich. Anmeldeformular und<br />

weitere Informationen finden sich auf der<br />

Viega-Homepage.<br />

■<br />

Bilder: Viega, Attendorn / VDI-Fachbuch Gebäudetechnik<br />

<strong>für</strong> Trinkwasser (Ausgabe 2012)<br />

www.viega.de/Symposium<br />

VDI-Fachbuch vertieft Thematik<br />

Für interessierte Fachplaner,<br />

<strong>die</strong> an der Veranstaltungsreihe<br />

nicht teilnehmen<br />

können, sei auf das<br />

im Buchhandel erhältliche<br />

VDI-Fachbuch „Gebäudetechnik<br />

<strong>für</strong> Trinkwasser“<br />

(ISBN 978-3-642-29545-4)<br />

verwiesen, das alle Teilnehmer<br />

am Ende der Veranstaltung<br />

als Tagungsband<br />

kostenlos erhalten.<br />

Auf über 400 Seiten werden<br />

<strong>die</strong> Inhalte der Vorträge<br />

des Fachsymposiums<br />

mit zahlreichen Abbildungen und Tabellen ausführlich erläutert.<br />

Alle ab sofort geltenden Regelwerke wie <strong>die</strong> nationalen Ergänzungsnormen<br />

der Normenreihe DIN 1988 sind in dem Fachbuch<br />

bereits berücksichtigt.<br />

Mora GmbH, Biedenkamp 3c, 21509 Glinde,<br />

Telefon 040/53 57 08-0, Fax 040/53 57 08-30<br />

E-Mail: info@moraarmatur.de<br />

Juni 2012 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner 27


Literatur<br />

Erdwärme <strong>für</strong> Bürogebäude nutzen<br />

Autoren: Franziska Bockelmann, Norbert<br />

M. Fisch, Herdis Kipry, 2011, 160 Seiten,<br />

17 x 24 cm, Preis: 29,80 Euro, Verlag:<br />

Fraunhofer IRB Verlag, ISBN: 978-3-8167-<br />

8325-1.<br />

Das Kühlen gewinnt besonders in Büround<br />

Verwaltungsgebäuden immer größere<br />

Bedeutung. Oberflächennahe Geothermie<br />

bietet sich in solchen Fällen oftmals als Lösung<br />

an. Das Buch stellt hierzu Systeme<br />

wie Erdwärmesonden, Energiepfähle und<br />

Fundamentabsorber <strong>für</strong> Planer und Handwerker<br />

vor. Normen, Genemigungsfragen<br />

sowie Energie- und Betriebsmonitoring<br />

werden ebenso behandelt wie Grundlagen,<br />

Planung und wirtschaftliche Aspekte. Erfahrungen<br />

aus realisierten Projekten sollen<br />

zudem helfen, <strong>die</strong> Thematik zu veranschaulichen.<br />

Das Werk ist <strong>auch</strong> als E-Book unter der<br />

IBAN 978-3-8167-8364-0 zum Preis von<br />

23,80 Euro auf www.baufachinformation.<br />

de erhältlich.<br />

Versandkostenfreie Buchbestellung:<br />

www.ikz.de/shop<br />

Literatur<br />

Planungshilfen Lüftungstechnik<br />

Autor: Achim Trogisch, 4. überarbeitete<br />

Auflage, 2011, 388 Seiten, 17 x 24 cm,<br />

Preis: 49,00 Euro, Verlag: VDE Verlag,<br />

ISBN: 978-3-8007-3347-7.<br />

Ingenieure und Planer im Bereich der<br />

Technischen Gebäudeausrüstung müssen<br />

häufig <strong>für</strong> ein Bauobjekt das wirkungsvollste<br />

und gleichzeitig wirtschaftlichste<br />

Lüftungs-, Klima- und/oder Kühlsystem<br />

auswählen. Dieses Fachbuch will dem Ingenieur<br />

hier<strong>für</strong> wertvolle Entscheidungshilfen<br />

zur Verfügung stellen.<br />

Es werden Grundlagen wie <strong>die</strong> Berechnung<br />

der Heizlast, der Kühllast, der Raumlufttemperatur<br />

und <strong>die</strong> Auslegung des<br />

Wärmeschutzes erläutert. Um <strong>die</strong> verschiedenen<br />

Systeme beurteilen zu können, stellt<br />

der Autor <strong>die</strong> Unterschiede der freien, der<br />

mechanischen Lüftung und der Luftaufbereitung<br />

heraus. Er zeigt zentrale, dezentrale<br />

und hybride Systeme auf und geht auf<br />

<strong>die</strong> <strong>Kälte</strong>erzeugung, <strong>Kälte</strong>- und Wärmespeicherung<br />

sowie auf alternative Kühlprozesse<br />

wie <strong>die</strong> Betonkernaktivierung ein.<br />

Für <strong>die</strong> überarbeitete Auflage wurden neue<br />

Normen eingearbeitet.<br />

Versandkostenfreie Buchbestellung:<br />

www.ikz.de/shop<br />

Schutz des Trinkwassers<br />

Kommentar zu DIN EN 1717 und<br />

DIN 1988-100<br />

Herausgeber: DIN Deutsches Institut <strong>für</strong><br />

Normung e.V., Zentralverband SHK, 2011,<br />

144 Seiten, DIN A4, Preis: 68,00 Euro, Verlag:<br />

Beuth Verlag, ISBN: 978-3-410-22117-3.<br />

Das Kompendium bündelt <strong>die</strong> thematisch<br />

zusammengehörenden Normenanforderungen<br />

der DIN EN 1717 und der<br />

DIN 1988-100 zum Schutz des Trinkwassers<br />

und liefert ergänzende Informationen.<br />

Mit seinen Erläuterungen will das Werk<br />

dem SHK-Handwerk sowie dem Planer dabei<br />

helfen, <strong>die</strong> komplexe Konzeption aus<br />

europäischen und nationalen Regelwerken<br />

im Zusammenhang zu verstehen und richtig<br />

auszulegen. Bilder und Diagramme sollen<br />

den Normtext veranschaulichen und<br />

durch Beispiele eine praxisgerechte Umsetzung<br />

ermöglichen.<br />

Auszug aus dem Inhalt:<br />

• Anwendungsbereich in Verbindung mit<br />

DIN 1988-100,<br />

• normative Verweisungen in Verbindung<br />

mit DIN 1988-100,<br />

• Verunreinigung von Trinkwasser –<br />

Grundlegende Bemerkungen,<br />

• Bestimmung der Risiken <strong>für</strong> Entnahmestellen<br />

und Apparate sowie Auswahl der<br />

Schutzmaßnahmen,<br />

• Absicherung an der Übergabestelle der<br />

öffentlichen Trinkwasserversorgung.<br />

Das Werk ist ebenfalls als E-Book unter<br />

der IBAN 978-3-410-22118-0 zum oben<br />

genannten Preis auf www.beuth.de erhältlich.<br />

■<br />

Versandkostenfreie Buchbestellung:<br />

www.ikz.de/shop<br />

Bücher, Normen, Richtlinien – alles aus einer Hand<br />

Die hier vorgestellten Bücher sowie DIN-Normen, DVGW-Arbeitsblätter, VDI-Richtlinien<br />

und weitere Fachliteratur können Sie versandkostenfrei (gilt nur <strong>für</strong> Publikationen im<br />

<strong>IKZ</strong>-Buchshop) beziehen über: www.ikz.de/shop<br />

28 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


Schaufenster<br />

Honeywell GmbH, <strong>Haustechnik</strong><br />

Für jede Anwendung <strong>die</strong> passende Lösung<br />

Für den hydraulischen Abgleich von Heizungsanlagen hat Honeywell neben weiteren<br />

Lösungen <strong>die</strong> beiden Regelventile „Kombi-QM“ und „Kombi-VX“ im Programm.<br />

Zwei-Wege-Regelventil<br />

In Heiz- und Kühldecken kommen <strong>die</strong> Zwei-Wege-Regelventile „Kombi-QM“ zum<br />

Einsatz. Diese kombinieren <strong>die</strong> Funktionen eines automatischen, druckunabhängigen<br />

Durchflussreglers mit denen eines stetigen Regelventils. Am Ventil kann zum einen<br />

ein maximaler Volumenstrom eingestellt werden, um den Durchfluss zu begrenzen<br />

und abzugleichen. Zusätzlich zur Mengenbegrenzung besteht <strong>die</strong> Möglichkeit, mit<br />

einem Stellantrieb eine modulierende Regelung über den kompletten Hub zu erreichen.<br />

Insgesamt stehen 39 Voreinstellungen des Durchflusswertes zur Auswahl. Der<br />

Wert ist an einer digitalen Anzeige am Ventileinsatz ablesbar. Honeywell<br />

bietet das Regelventil „Kombi-QM“ in mehreren Varianten an.<br />

„So kann je nach Differenzdruck- und Volumenstrombereich<br />

das passende Ventil<br />

gewählt werden“, heißt es.<br />

Das druckunabhängige<br />

Regelventil<br />

„Kombi-QM“ wird zum hydraulischen Abgleich und<br />

zur Temperaturregelung in Heiz- und Kühl decken<br />

eingesetzt.<br />

Der voreinstellbare<br />

Durchflussregler<br />

„Kombi-VX“ sorgt <strong>für</strong><br />

einen konstanten Durchflusswert<br />

in Heizungs- und Kühlsystemen.<br />

Durchflussregler<br />

Mit dem Durchflussregler „Kombi-VX“ hat Honeywell ein automatisches Regelventil<br />

<strong>für</strong> Heizungs- und Kühlsysteme mit konstantem Volumenstrom im Sortiment. Speziell<br />

in Einrohr-Heizungsanlagen und Anlagen mit Fan-Coils hat das Ventil <strong>die</strong> Aufgabe,<br />

<strong>auch</strong> bei wechselnden Druckverhältnissen <strong>für</strong> einen konstanten Durchfluss zu<br />

sorgen. Dabei kann der Durchflusswert von außen am Ventil voreingestellt werden.<br />

41 Werte stehen zur Auswahl; am Ventileinsatz ist er digital ablesbar. Spült man<br />

<strong>die</strong> Anlage, kann der Ventileinsatz ausgebaut werden. Ein Upgrade zum voreinstellbaren,<br />

druckunabhängigen Regelventil ist möglich. Hier<strong>für</strong> muss der Ventileinsatz<br />

ausgetauscht werden.<br />

„Mit den beiden Ventilen bieten wir <strong>für</strong> alle Anwendungen <strong>die</strong> richtige Lösung“, erklärt<br />

Honeywell. „Der hydraulische Abgleich kann damit einfach und sicher durchgeführt werden.“<br />

Honeywell GmbH, <strong>Haustechnik</strong>, Hardhofweg, 74821 Mosbach,<br />

Tel.: 06261 81 - 0, Fax: - 309, info.haustechnik@honeywell.com, www.honeywell.de<br />

Flir Systems GmbH<br />

Geringere Bildqualität bei gleichbleibender Funktionsvielfalt<br />

Für Anwender, <strong>die</strong> <strong>die</strong> hohe Bildqualität von 640 x 480 Pixeln der Wärmebildkamera<br />

„T620“ bzw. „T640“ nicht benötigen, aber dennoch mit den meisten Funktionen, <strong>die</strong><br />

<strong>die</strong>se beiden Kameras bieten, arbeiten wollen, präsentiert das Unternehmen nun <strong>die</strong><br />

„T600“. Genau wie ihre beiden Schwestermodelle verfügt sie über eine neigbare Objektiveinheit,<br />

sodass sich Messungen und Bilder der Objekte aus verschiedenen Winkeln<br />

aufnehmen lassen.<br />

Die Kamera liefert Wärmebilder mit einer Auflösung<br />

von 480 x 360 Pixeln. Der Messbereich liegt<br />

zwischen -40 °C und +650 °C. Außerdem ist sie mit<br />

einer 5-Megapixel-Tageslichtkamera ausgestattet, <strong>die</strong><br />

durch eine LED-Leuchte <strong>auch</strong> in dunkler Umgebung<br />

genutzt werden kann. Damit liefert sie Bilder, <strong>die</strong> als<br />

Referenz zum Wärmebild verwendet werden können.<br />

Mittels eines Tastendrucks lassen sich Wärmebilder<br />

und Tageslichtbilder gleichzeitig abspeichern.<br />

Flir Systems GmbH, Berner Str. 81, 60437 Frankfurt am Main,<br />

Tel.: 069 950090 - 13, Fax: - 40, flir@flir.com, www.flir.de<br />

Juni 2012 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner 29


Schaufenster<br />

Issendorff KG<br />

Anlagensteuerung per Visualisierungssoftware<br />

Mit der Visualisierungssoftware „LCN-GVS“ lassen sich weltweit beliebig<br />

viele LCN-Anlagen darstellen, steuern und konfigurieren. Die Software<br />

eignet sich besonders <strong>für</strong> <strong>die</strong> Verknüpfung von verschiedenen Anwendungsgebieten<br />

innerhalb des Gebäudes. So können Beleuchtung,<br />

Klimatechnik, Heizungssteuerung, Zutrittskontrolle sowie sonstige<br />

Alarm- und Statusmeldungen auf einer Oberfläche dargestellt und be<strong>die</strong>nt<br />

werden. Sensoren wie der Temperatursensor und der IR-Empfänger<br />

„LCN-GRT“, eine angeschlossene Wetterstation sowie der Präsenzmelder<br />

und Lichtsensor „LCN-GBL“ liefern dabei <strong>die</strong> entsprechenden<br />

Eingangswerte.<br />

Die Software besteht aus zwei Komponenten, dem „LCN-Server“ und<br />

dem „LCN-Web-Interface“. Während der Server <strong>die</strong> zentralen Funktionen<br />

steuert, z. B. Zugangskontrollen, Benutzerverwaltungen und Zeitschaltungen,<br />

ist das Web-Interface <strong>für</strong> <strong>die</strong> Bereitstellung der<br />

Be<strong>die</strong>nungsoberflächen zuständig. Die Funktionen werden<br />

über einen beliebigen Webbrowser be<strong>die</strong>nt. Ein Zugriff ist<br />

über PC, Notebook, iPad oder das Smartphone möglich. Mit<br />

einem „Tableau-Editor“ können Visualisierungen mit frei<br />

definierbaren Steuerelementen, Hintergrundbildern und<br />

animierten Statusmeldern vorgenommen werden.<br />

Issendorff KG, Wellweg 93, 31157 Sarstedt,<br />

Tel.: 05066 998 - 0, Fax: - 899, planung@lcn.de, www.lcn.de<br />

Heinemann GmbH<br />

Lüftungsgeräte mit WRG <strong>für</strong> Schulen und Kindertagesstätten<br />

Die „Vario“-Kompaktlüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung<br />

(WRG) aus dem Hause Heinemann<br />

sind mit einem Kreuzgegenstromwärmeübertrager<br />

ausgestattet und erreichen laut Hersteller einen Wirkungsgrad<br />

von bis zu 90 %. Alle Ventilatoren werden<br />

mit EC-Motoren angetrieben. Das neuste, dritte Gerät<br />

<strong>die</strong>ser Baureihe, das „Vario 3500 SE“, zeigt sich<br />

trotz größerer Abmessungen und höherer Luftleistung<br />

nach Angabe des Unternehmens genauso flexibel<br />

wie <strong>die</strong> zwei kleineren Geräte: Es kann entweder<br />

deckenhängend oder stehend montiert werden<br />

und ist über ein Web-Interface mobil erreichbar. Be<strong>die</strong>nt<br />

wird es über eine digitale Regelung. Die Einsatzbereiche<br />

liegen in Mehrfamilienhäusern, Büros,<br />

Kindertagesstätten sowie Schulen.<br />

Heinemann GmbH, Von-Eichendorff-Str. 59 a,<br />

86911 Dießen, Tel.: 08807 9466 - 0, Fax: - 99,<br />

info@heinemann-gmbh.de, www.heinemann-gmbh.de<br />

30 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


Schaufenster<br />

Dr. Valentin EnergieSoftware GmbH<br />

Planung und Verschattungsanalyse von PV-Freiflächenanlagen<br />

„PV*SOL Expert“, das Simulationsprogramm mit 3-D-Visualisierung<br />

und Verschattungsanalyse von PV-Systemen<br />

des Berliner Unternehmens steht in Version 5.5 bereit. Mit<br />

dem neuen 3-D-Objekt „Freifläche“ können Freiflächenanlagen<br />

(mit bis zu 2000 Modulen) mit und ohne Gefälle in<br />

der 3-D-Visualisierung abgebildet werden. Somit ist neben<br />

der differenzierten Verschattungsanalyse von aufgeständerten<br />

PV-Anlagen auf Gebäuden, <strong>die</strong> schon seit Version 5.0<br />

durchgeführt werden konnte, nun <strong>auch</strong> <strong>die</strong> Verschattungsanalyse<br />

bei Freiflächenanlagen möglich. Weiterhin bietet<br />

<strong>die</strong> neue Version in der 3-D-Visualisierung das gemeinsame<br />

Verschalten mehrerer Belegungsflächen. Die neuesten<br />

differenzierten EEG Vergütungs- und Eigenverbr<strong>auch</strong>sregelungen<br />

können mit ihr ebenfalls komplett abgebildet<br />

und entsprechend prognostiziert werden. Die Software ist<br />

im Onlineshop des Unternehmens unter www.valentin.de<br />

<strong>für</strong> 998 Euro bestellbar.<br />

Mit dem neuen 3-D-Objekt „Freifläche“ der Software „PV*SOL Expert“ können<br />

Freiflächenanlagen mit bis zu 2000 Modulen in der 3-D-Visualisierung abgebildet<br />

werden.<br />

Aschl GmbH<br />

Neues Segment: Parkdeckrinnen <strong>für</strong> wartungsfreie Entwässerung<br />

Viele Planer kennen es: Wasser fließt in Parkhäusern nicht<br />

mehr in den Rinnen ab, sondern sucht sich durch undichte Nahtstellen<br />

eigene Wege. Eine Lösung <strong>für</strong> solche Probleme will der<br />

oberösterreichische Hersteller Aschl gefunden haben. Die Parkdeckrinne<br />

„Securin“.<br />

Das erklärte Ziel war es, in <strong>die</strong>sem <strong>für</strong> das Unternehmen neuen<br />

Segment eine Technik anbieten zu können, <strong>die</strong> hält, was sie verspricht.<br />

„Wir haben zwar viel Erfahrung in anderen Bereichen der<br />

Entwässerung, aber mit der Parkdeckrinne haben wir Neuland betreten“,<br />

schildert Geschäftsführer Ing. Roman Aschl. Durch Knowhow,<br />

Geduld, eine Fülle an Ideen und Versuchen sei es schließlich<br />

gelungen, ein dichtes Produkt zu fertigen.<br />

Als Garant <strong>für</strong> <strong>die</strong> Dichtheit seines Produktes nennt das Unternehmen<br />

folgende Punkte:<br />

• Die Rinne ist verschweißt, der Rinnenboden abgeschrägt. Zusammen<br />

mit den Fixierfüßen zur Verankerung im Boden ergibt<br />

sich eine erhöhte Stabilität.<br />

Ausführung zum Einsatz bei<br />

Kunstharz-Beschichtung.<br />

Ausführung zum Einsatz<br />

bei Gussasphalt.<br />

• Die gelochten Anschlussflansche auf beiden Seiten der Parkdeckrinne<br />

sollen <strong>für</strong> eine maximale Verkrallung mit dem Bodenbelag<br />

sorgen. „Das ist enorm wichtig, denn nur so können Rinne<br />

und Boden eine Einheit bilden, <strong>die</strong> dicht ist“, unterstreicht Clemens<br />

Zechmeister vom technischen Vertrieb.<br />

• Aufgrund der Konstruktion fließt das Wasser immer über <strong>die</strong><br />

Rinne ab, selbst wenn sich im Bodenbelag unmittelbar neben<br />

ihr Dehnungsrisse gebildet haben sollten.<br />

• Rinnen können untereinander verschraubt werden und sind<br />

mittels der mitgelieferten gas- und ölbeständigen Flanschdichtung<br />

abgedichtet.<br />

Die aus Edelstahl gefertigte Parkdeckrinne wird in Längen von<br />

500 bis 6000 mm und in Breiten von 100, 150 und 200 mm produziert.<br />

Sondermaße sind auf Anfrage möglich. Die Einbauhöhe<br />

von 60 mm soll <strong>die</strong> Parkdeckrinne <strong>auch</strong> <strong>für</strong> Sanierungen interessant<br />

machen.<br />

Aschl GmbH, Königstraße 6, 70173 Stuttgart, Tel.: 0800 0087780 - 80,<br />

Fax: - 81, office@aschl-edelstahl.com, www.aschl-edelstahl.com<br />

Juni 2012 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner 31


Schaufenster<br />

Kermi GmbH<br />

Generieren von 3-D-Heizkörpergeometrien im Webbrowser<br />

Das Unternehmen liefert seit vielen Jahren 3-D-Heizkörpergeometrien<br />

in den VDI 3805 Datensätzen. In Zusammenarbeit mit dem BDH<br />

Branchenprojekt „VDI 3805 Webnavigator“ können <strong>die</strong>se nun <strong>auch</strong> online<br />

im Webbrowser generiert und anschließend in AutoCAD oder andere<br />

CAD-Anwendungen integriert werden.<br />

Die gewünschten Heizkörpermodelle lassen sich über verschiedene<br />

Parameter (Serie, Baugröße, Heizleistung, Systemtemperaturen)<br />

recherchieren und anschließend im „Viewer“ als 3-D-Geometrie darstellen.<br />

Das Modul „CAD-Export“ ermöglicht entweder den Dateiexport<br />

als DWG-, DXF-, IFC- oder STEP-Datei sowie <strong>die</strong> direkte Übergabe<br />

nach AutoCAD. Anschließend können SHK-Planer oder Architekten<br />

<strong>die</strong> Kermi-Heizkörpergeometrien in 2-D- oder 3-D-Plänen inklusive<br />

Anschlüssen, technischer Attribute und Textblöcke weiterverarbeiten.<br />

Die Onlineanwendung „VDI 3805 Webnavigator“ kann über www.<br />

kermi.de/webnavigator aufgerufen werden.<br />

Mit dem „VDI 3805 Webnavigator“ können 3-D-Heizkörpergeometrien online<br />

im Webbrowser generiert und anschließend in AutoCAD oder andere CAD-Anwendungen<br />

integriert werden.<br />

Flexijet GmbH<br />

3-D-Raumaufmaß mit Laser system<br />

Mit „Flexijet Room“ stellt das Unternehmen aus Jena laut eigenem<br />

Bekunden „ein völlig neuartiges 3-D-Raumaufmaß“ vor. Das<br />

Laser-Aufmaßsystem erfasst Räume mit speziellen Messfunktionen<br />

und Automatismen. Der Hersteller verspricht: „Wände, Stützen,<br />

Fenster- oder Türöffnungen, aber <strong>auch</strong> Steckdosen und andere<br />

Ausbaudetails können auf <strong>die</strong>se Weise von einer Person erfasst<br />

werden.“ Da<strong>für</strong> wurde eine individuell erweiterbare Bauteilbibliothek<br />

mit verschiedenen Elementen geschaffen,<br />

<strong>die</strong> ausgewählt und in das 3-D-<br />

Aufmaß integriert werden können.<br />

Es lassen sich mehrere Räume aufmessen<br />

und zu kompletten Geschossen<br />

zusammenfügen. Da <strong>die</strong> Messdaten<br />

unmittelbar am Display angezeigt werden,<br />

kann man noch vor Ort prüfen, ob<br />

alles korrekt und vollständig ist. Das<br />

komplette dreidimensionale Aufmaß<br />

lässt sich an 3-D-CAD-, Konstruktions- oder Visualisierungsprogramme<br />

übergeben.<br />

Neben dem zum System gehörenden Tablet-PC „Inspiron Duo“<br />

von Dell kann alternativ <strong>auch</strong> jeder andere unter Windows-XP,<br />

-Vista oder -7 laufende mobile PC eingesetzt werden. Das Komplettpaket<br />

inklusive. Tablet-PC kostet 11 900 Euro und kann unter<br />

Tel.: 03641 3846320 oder office@flexijet.info bestellt werden.<br />

Das mit Tablet-PC be<strong>die</strong>nbare Laser-Aufmaßsystem „Flexijet Room“ erfasst Räume mit speziellen Messfunktionen und Automatismen.<br />

32 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner Juni 2012


Schaufenster<br />

AL-KO Therm GmbH<br />

Komfort im Hotel mittels Vollklimasystemen<br />

Nicht immer sind Hotels in deutschen Städten oder im<br />

europäischen Ausland mit Vollklimasystemen ausgestattet.<br />

Das kann zulasten des Komforts und Behaglichkeitsgefühls<br />

der Gäste gehen. Immer mehr Hotels und Hotelketten<br />

entdecken aber den Behaglichkeitskomfort als vermarktungsfähiges<br />

Argument. So <strong>auch</strong> <strong>die</strong> ETAP-Hotelkette. Sie<br />

wirbt damit, mittels AL-KO-Technik eine Vollklimatisierung<br />

bieten zu können. „Neben einem erhöhten Komfort<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Gäste hilft beispielsweise eine maschinelle Zuund<br />

Abluftanlage mit den Funktionen Heizen und Kühlen<br />

den Betreibern Geld einzusparen“, erklärt der Hersteller.<br />

Ohne eine solche Anlage sei der Gast gezwungen, mehrmals<br />

während seines Aufenthalts <strong>die</strong> Fenster zur Stoßlüftung<br />

zu öffnen, um verbr<strong>auch</strong>te Luft abzuführen. Mit<br />

einer Zu- und Abluftanlage samt Wärmerückgewinnung<br />

(WRG) geht <strong>die</strong>se Wärmeenergie nicht verloren, sondern<br />

wird der kühleren Zuluft wieder zugefügt.<br />

Darüber hinaus sollte nach Meinung des Unternehmens<br />

in Städten und Ballungsräumen <strong>die</strong> Prämisse lauten,<br />

„Lärmbelästigungen von außen auszuschließen oder<br />

zu minimieren“. Dazu gehöre <strong>auch</strong>, dass <strong>die</strong> Fenster in der<br />

Regel komplett geschlossen blieben. „Alles in allem ist eine sorgfältig<br />

geplante Vollklimaanlage eine Investition, <strong>die</strong> sich nachhaltig<br />

rechnet“, unterstreicht AL-KO Therm.<br />

Das zu sehende Zentrallüftungsgerät „AT4“ sorgt in dem ETAP-Hotel Augsburg-<br />

City <strong>für</strong> <strong>die</strong> Beheizung und Kühlung.<br />

AL-KO Therm GmbH, Ichenhauser Str. 14, 89359 Kötz, Tel.: 08221 97 - 0,<br />

Fax: - 8393, info@al-ko.de, www.al-ko.de<br />

Ochsner Wärmepumpen GmbH<br />

Hochtemperatur-Wärmepumpe <strong>für</strong> Großbauten<br />

Während Wärmepumpen <strong>für</strong> <strong>die</strong> Beheizung von Ein- und Mehrfamilienhäusern<br />

laut Meinung von Ochsner heute <strong>die</strong> am meisten<br />

verbreitete Technik darstellen, sind sie <strong>für</strong> Großbauten oder in der<br />

Prozesstechnik noch selten zu finden. Einer der Gründe da<strong>für</strong> ist<br />

<strong>die</strong> meist zu niedrige Heizungsvorlauftemperatur. Somit stellt sich<br />

<strong>die</strong> Herausforderung, eine Wärmepumpe mit entsprechender Leistung<br />

und höheren Vorlauftemperaturen zu entwickeln, damit <strong>auch</strong><br />

Hochtemperatur-Wärmepumpe Typ IWHSS.<br />

großvolumige Bauten mit Hochtemperatur-Wärmeverteilsystemen<br />

umgerüstet werden können.<br />

Für <strong>die</strong>sen Zweck konzipierte das Unternehmen Ochsner <strong>die</strong><br />

Hochtemperatur-Wärmepumpen des Typs „IWHSS“. Die Bewältigung<br />

des benötigten Temperaturhubes von z. B. 10 °C (Wärmequelle/Grundwasser)<br />

auf 95 °C (Wärmenutzung/Heizwasser) wurde<br />

durch einen zweistufigen Kreisprozess gelöst. Für <strong>die</strong> erste Stufe<br />

wurde das <strong>Kälte</strong>mittel „R134a“ gewählt und <strong>für</strong> <strong>die</strong> zweite Stufe<br />

das <strong>Kälte</strong>mittel „ÖKO1“.<br />

Laut Hersteller bestand <strong>die</strong> größte technische Herausforderung<br />

in der hohen Heißgastemperatur bis 160 °C der zweiten Stufe.<br />

Dazu wurde eine besondere Verdichterkonstruktion (Schraubenverdichter)<br />

entwickelt.<br />

Die zweistufigen Maschinen werden <strong>für</strong> Leistungen von<br />

1 90 W bis 750 kW gebaut und können eine Vorlauftemperatur bis<br />

ca. 100 °C bei einer Wärmequelltemperatur von beispielsweise<br />

10 °C erreichen. Sie kann gleichzeitig zum Heizen und Kühlen genutzt<br />

werden. Die einstufige Ausführung „IWHS“ wird vor allem<br />

<strong>für</strong> Prozesse in der chemischen Industrie, Lebensmittel- und Getränke-Industrie<br />

sowie Kraftwerkstechnik <strong>für</strong> Temperaturen der<br />

Wärmequelle von 40 °C bis 50 °C und der Wärmenutzung von<br />

75 °C bis 95 °C eingesetzt. ■<br />

Ochsner Wärmepumpen GmbH, Elxlebener Weg 10, 99310 Arnstadt,<br />

Tel.: 03628 6648 - 0, Fax: - 497, kontakt@ochsner.de, www.ochsner.de<br />

Juni 2012 <strong>IKZ</strong>-Fachplaner 33


Leser-Service<br />

Bauinfos<br />

Auftragsbörse<br />

Ein Service in Kooperation mit der vipnetzwerk.com<br />

An <strong>die</strong>ser Stelle präsentieren wir regelmäßig Top-Projekte im Bereich Bau-Ausschreibungen. Detailinformationen zu den einzelnen<br />

Projekten können mit dem Info-Coupon per Fax angefordert werden.<br />

lee selbst zu bauen oder bauen zu lassen. Letzteres<br />

wurde nun mit der Vergabe des Projekts an<br />

Bouwfonds erfüllt.<br />

ID04114 - Deutschland: Bin-Ham-<br />

Gruppe plant Hotel in Deutschland<br />

Die Bin-Ham-Gruppe aus den Vereinigten Arabischen<br />

Emiraten plant offenbar ein Hotel ihrer<br />

Vier-Sterne-Kette City Seasons in Deutschland.<br />

„Wir sind gerade dabei, ein Objekt in einer<br />

großen deutschen Stadt zu erwerben“, sagte City-Seasons-Geschäftsführer<br />

Mohammad Al Ameri<br />

den Gulf News. Nach einer Renovierung soll das<br />

Hotel noch in <strong>die</strong>sem Jahr eröffnen. Damit wäre<br />

City Seasons erstmals in Europa vertreten.<br />

City Seasons gehört zur Bin-Ham-Gruppe unter<br />

Führung von Sheikh Musallum Salem Bin Ham,<br />

<strong>die</strong> insgesamt 30 Unternehmen unter anderem<br />

aus den Bereichen Ölförderung, Bau oder Immobilieninvestments<br />

umfasst.<br />

ID04116 - Bonner Wohnprojekt<br />

Das Darmstädter Büro Planquadrat Elfes Geskes<br />

Krämer hat sich beim Architektenwettbewerb<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Wohnbebauung an der Deutschherrenstraße<br />

89-95 in Bonn-Bad Godesberg gegen <strong>die</strong><br />

Konkurrenz durchgesetzt. Die von Initiator Soka-<br />

Bau eingesetzte Jury verwies das Büro RAU BV aus<br />

Amsterdam und Johannes Finkelstein Architekten<br />

aus Köln auf <strong>die</strong> Plätze.<br />

Bei dem Projekt geht es um den Bau von 250<br />

Mietwohnungen und einer Kindertagesstätte<br />

auf dem Grundstück des ehemaligen Streitkräfteamtes.<br />

Soka-Bau hatte <strong>die</strong> seit 2006 leer stehende,<br />

27 000 m² große Liegenschaft im September<br />

2011 gekauft. Sie soll <strong>auch</strong> nach dem Bau der<br />

Wohnungen im Eigentum der Soka-Bau bleiben.<br />

Bitte zurück an Fax: 06431 2125 8888<br />

Wir bitten um Zusendung eines kostenfreien, aktuellen Informationspaketes <strong>für</strong><br />

□ Fachhandwerker<br />

□ TGA-Planer<br />

□ Hersteller<br />

□ Detail-Informationen zu folgendem Objekt:<br />

Objekt-Nr.<br />

Unsere Kontaktdaten lauten:<br />

Firma<br />

Straße, Hausnummer<br />

PLZ, Ort<br />

Ansprechpartner<br />