26.02.2014 Aufrufe

Flight! Magazin Boeing 737NG (Vorschau)

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5. Ausgabe ¦ Deutschland 5 € ¦ Österreich: 5,80 € ¦ Benelux: 5,80 € ¦ Schweiz: 8,90 CHF www.flightm.com<br />

SIMULATOR<br />

X-Plane 10<br />

SZENERIE<br />

Zürich<br />

07 ¦ Juli 2011<br />

FLUGZEUG<br />

Harrier<br />

Jump Jet<br />

ORBX<br />

Melbourne<br />

<strong>Boeing</strong> <strong>737NG</strong><br />

Dimona X ORBX <strong>Boeing</strong> 777


In der letzten Runde überholt.<br />

Nein, nicht nur in der Formel 1 beim grandiosen<br />

Regenrennen in Kanada, sondern auch bei dem Rennen,<br />

wer die erste gute 737 Next Generation für den Zehner<br />

veröffentlicht. Die Chinesen von iFly haben in der letzten<br />

Runde die Entwickler von PMDG überholt und somit die<br />

erste Next Generation für den FSX veröffentlicht. Ob die<br />

Qualität reicht, hat sich Sandra Lammers angeschaut.<br />

Editorial<br />

Last Minute Reviews sind nicht immer das Beste für<br />

unseren Redaktionsblutdruck, aber diesmal war es einfach<br />

ein Muss, noch die Szenerie des Flughafens Zürich zu<br />

besprechen. Kein Anzeichen von einer Monopolstellung,<br />

gleich drei unterschiedliche Szenerien von dem Schweizer<br />

Drehkreuz stehen zum Kauf bereit. Urs Wildermuth,<br />

der den Flughafen wie seine Westentasche kennt, hat die<br />

Szenerie von Aerosoft genauer unter die Lupe genommen,<br />

mit einem überraschenden Ergebnis. Ob die ehemalige<br />

Freewareschmiede FreeZ die Nase vorne behält?<br />

Eine andere monopolistische Stellung könnte beim<br />

X-Plane 10 entstehen. Aerosoft gab bekannt sich den<br />

Vertrieb für den neuen Simulator unter den Nagel gerissen<br />

zu haben, wenn jetzt auch noch die Add-ons aus dem Hause<br />

kommen, entsteht die klassische Marktdominanz. Ob<br />

diese gesund ist für die zukünftige Entwicklung? In einem<br />

<strong>Magazin</strong> wurde bereits mit einem exklusiven Interview<br />

mit dem X-Plane-Entwickler die erste Werbetrommel<br />

gerührt. Dazu kann man nur sagen: Willkommen in der<br />

Marktdominanz.<br />

Darum haben wir uns für einen nüchternen und<br />

externen Blick auf den X-Plane 10 entschieden und Philipp<br />

Münzel um einen Gastkommentar gebeten. Diesen sehr<br />

interessanten Einblick finden Sie auf Seite 14.<br />

Jede Geschichte hat ihren Anfang, auch die der<br />

Nachflieger von Urs, in dieser Ausgabe drucken wir den<br />

aktualisierten ersten dieser Art ab, der vor zehn Jahren in<br />

Der direkte Draht: marc.g@flightm.com<br />

der <strong>Flight</strong>XPress erschien, der Start der neuen Classics-Serie,<br />

dies auf vielfachen Wunsch unserer treuen Leser.<br />

Am Anfang steht auch noch die TripleSeven von Captain<br />

Sim, das neue Geschäftsmodell scheint es immer mehr zu<br />

mögen, unfertige Flugzeuge zu veröffentlichen. Diesmal gibt<br />

es ein sehr gutes Außenmodell, ohne jedoch ein passenden<br />

Panel oder Systeme. Aus dem Grund erfolgt auch keine<br />

Bewertung der Maschine, jedoch eine kurze <strong>Vorschau</strong>, was<br />

uns erwartet. Fair ist der Preis: Die Kunden, die sich jetzt<br />

das Modell kaufen, bekommen einen Gutschein im gleichen<br />

Wert für den Kauf der fertigen Version mit Systemen.<br />

Diese und viele weitere Themen finden Sie in<br />

dieser Sommerausgabe, übrigens die erste, die einzeln<br />

erscheint. Waren Sie zuvor doch im Juli und August eine<br />

Doppelausgabe gewohnt, erscheinen bei dem guten Wetter<br />

in diesem Jahr zum ersten Mal das getrennte Juli- und August-<br />

Exemplar, immerhin in nur zwei Monaten: 168 Seiten pure<br />

Flugsimulation.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der Premiere und der<br />

druckfrischen einzelnen Juli-Ausgabe ihres <strong>Flight</strong>! <strong>Magazin</strong>s.<br />

Marc Goergen<br />

www.flightm.com 3


14 16 20<br />

Gastkommentar: X-Plane 10<br />

CaptainSim‘s <strong>Boeing</strong> 777<br />

iFly <strong>737NG</strong> X<br />

Notams:<br />

Flugzeuge:<br />

facebook.flightm.com<br />

Aboservice<br />

<strong>Flight</strong>! Leserservice<br />

Postfach 10 41 39<br />

40032 Düsseldorf<br />

Tel: +49 211 690 789 940<br />

Fax: +49 211 690 789 50<br />

Email: abo@flightm.com<br />

Web: abo.flightm.com<br />

6: Gewinnen Sie die DC-3 von Just<strong>Flight</strong>!<br />

7: Freeware: Matsapha International<br />

8: FSDT: Reaktion auf Zürich X<br />

9: Die Verkaufscharts<br />

10: Zusammen in einem Boot<br />

Szene:<br />

12: Die Luftbilder<br />

14: X-Plane 10<br />

60: iPilot, Kurs auf Europa<br />

64: AviationExpo 2011 in Bitburg<br />

67: Das <strong>Magazin</strong> für‘s iPad<br />

68: FS Konferenz 2011<br />

74: Best of Liste!<br />

82: <strong>Vorschau</strong> und Impressum<br />

16: CaptainSim‘s <strong>Boeing</strong> 777<br />

22: iFly <strong>737NG</strong> X<br />

28: H36 Dimona<br />

32: Wilco’s Harrier Jump Jet<br />

Szenerie:<br />

38: Aerosoft Nizza X<br />

42: Mega Airport Zürich 2012<br />

48: Siem Reap International<br />

52: ORBX Melbourne V2<br />

56: ORBX Buschfliegen im Doppelpack<br />

Wissen:<br />

70: Die MD11 fliegen - aber wie? Teil 4<br />

76: Nachflieger: Die lange Nacht


28 32 38<br />

H36 Dimona Wilco’s Harrier Jump Jet Nizza X<br />

42<br />

48<br />

52<br />

Mega Airport Zürich 2012<br />

Siem Reap International Airport<br />

Melbourne


Tägliche Meldungen finden Sie unter<br />

Gewinnspiel<br />

Gewinnen Sie die DC-3 von Just<strong>Flight</strong>!<br />

<strong>Flight</strong>m.com Umfrage<br />

des Monats<br />

Einfach diese drei Fragen per Email an<br />

gewinnspiel@flightm.com beantworten und dann<br />

die Daumen drücken.<br />

Die Demo können Sie auf www.justflight.com<br />

herunterladen.<br />

- In welcher <strong>Flight</strong>!-Ausgabe finden Sie<br />

das ausführliche Review der DC-3?<br />

Welche 737 NG für den<br />

FSX kaufen Sie sich?<br />

49% PMDG<br />

27% Beide<br />

24% iFly<br />

NOTAMS<br />

Die <strong>Flight</strong>! wird auch<br />

weiterhin monatlich mit 84<br />

Seiten erscheinen, dies<br />

sind über tausend Seiten<br />

für jeden einzelnen Jahrgang.<br />

In den letzten Monaten<br />

haben sich die Verkaufszahlen<br />

sehr positiv<br />

entwickelt und basiert auf<br />

den vielen Rückmeldungen<br />

in den Leserbriefen,<br />

sind unsere Leser mit dem<br />

interessanten Mix und<br />

dem Umfang von 84 Seiten<br />

sehr zufrieden.<br />

Die Kosten für die einzelnen<br />

Ausgaben steigen<br />

mit dem größeren<br />

- Wie wurde die DC-3 während der<br />

Berliner Luftbrücke genannt?<br />

- Wie hieß die DC-3 unter britischer<br />

Lizenz?<br />

Viel Glück<br />

Aus XL wird Normal!<br />

Umfang und den höheren<br />

Transportkosten weiter,<br />

somit werden wir ab der<br />

September-Ausgabe, den<br />

Einzelverkaufspreis von<br />

5 Euro auf 5,50 Euro erhöhen.<br />

(Ehemaliger FXP<br />

Verkaufspreis). Die Abopreise<br />

bleiben unverändert<br />

niedrig, somit steigt<br />

der Vorteil für Abokunden<br />

weiter an.<br />

Flex! Abo: mit diesem neuen<br />

Aboangebot können<br />

Sie ohne Risiko und mit<br />

Geld zurück Garantie die<br />

<strong>Flight</strong> für nur 4,99 Euro<br />

monatlich nach Hause<br />

schicken lassen. Mehr Infos<br />

zu dem Angebot finden<br />

Sie auf Seite 55.<br />

Wir wünschen Ihnen<br />

weiterhin viel Spaß mit<br />

dem <strong>Flight</strong>! <strong>Magazin</strong>.<br />

Diskussionen<br />

rund um die<br />

kommerziellen<br />

Lizenzen<br />

Die PMDG <strong>737NG</strong> hat mir<br />

der Vorfreude auf die X<br />

Version die knappe Mehrheit<br />

verpasst, jedoch sprechen<br />

sich 76 Prozent für<br />

den Kauf der neuen Version<br />

aus. Die Verspätung in<br />

der Entwicklung dürfte jedoch<br />

auch 24 Prozent der<br />

Kunden dazu gebracht zu<br />

haben, in Zukunft nur noch<br />

die iFly zu fliegen. Somit<br />

erzielt <strong>Flight</strong>1 mit einem<br />

neuen Produkt einen guten<br />

Marktanteil, gegen die altbekannte<br />

PMDG. Wie dieser<br />

Trend sich nach dem<br />

Release verhalten wird?<br />

Stimmen Sie einfach mit<br />

ab, jeden Monat neu auf<br />

www.flightm.com<br />

Koh Samui<br />

In der <strong>Flight</strong>! Juni-Ausgabe<br />

hat das Interview mit<br />

dem Flugsimulator-Berlin<br />

für so manche Diskussion<br />

gesorgt. Die Redaktion<br />

wollte keinesfalls einseitig<br />

berichten und nur die Sicht<br />

der Käufer darstellen, sondern<br />

nur allgemein auf<br />

dem Problem aufmerksam<br />

machen. Wir sind gerne<br />

bereit auch Interviews mit<br />

den Entwicklern, zu dem<br />

Thema “kommerzielle Lizenzen”<br />

abzudrucken,<br />

Freiwillige vor: redaktion@<br />

flightm.com<br />

Die bisher noch relativ<br />

unbekannte Entwicklerschmiede<br />

A_A Sceneries<br />

hat nach neun Monaten<br />

Entwicklungszeit, den<br />

Flughafen Koh Samui<br />

(ICAO Code: VTSM) veröffentlicht.<br />

Auf simmarket.<br />

com können Sie ab sofort<br />

die FS2004-Version für<br />

9,99 Euro erwerben. Die<br />

Anzeige:<br />

6 <strong>Flight</strong>!


www.flightm.com<br />

Freeware: Matsapha International<br />

Die Entwickler Frits Beyer<br />

und Jacques Botha<br />

haben erneut einen afrikanischen<br />

Flughafen als<br />

Freeware veröffentlicht.<br />

Diesmal wurde der Flughafen<br />

Matsapha in Swasiland<br />

umgesetzt. Dieser Airport<br />

ist der betriebsreichste<br />

des Königreiches „Swasiland“<br />

und wird von South<br />

African Airlink und Swaziland<br />

Airlink angeflogen.<br />

Der 13-MB-große Download<br />

ist ausschließlich für<br />

den FSX verfügbar und bei<br />

Avsim sowie flightm.com<br />

erhältlich.<br />

Ground Environment “Africa-<br />

Middle East” (Swasiland)<br />

Beim Publisher <strong>Flight</strong>1 ist<br />

ein weiterer Teil der recht<br />

erfolgreichen Szenerie-<br />

Serie “Ground Environment”<br />

für den FSX erschienen.<br />

In der neuesten<br />

Erweiterung wird das Aussehen<br />

der Böden und des<br />

Autogen im Raum Afrika<br />

und den mittleren Osten<br />

solide aufgefrischt. Desweiteren<br />

werden Updates<br />

für andere, bereits installierte<br />

Produkte der Serie<br />

mitgeliefert, so beispielsweise<br />

auch in Südeuropa,<br />

um einen fließenden<br />

Übergang auf den afrikanischen<br />

Kontinent zu gewährleisten.<br />

Beim Publisher<br />

<strong>Flight</strong>1 ist ein weiterer<br />

Teil der recht erfolgreichen<br />

Szenerie-Serie “Ground<br />

Environment” für den FSX<br />

erschienen. In der neuesten<br />

Erweiterung wird das<br />

Aussehen der Böden und<br />

des Autogen im Raum<br />

Afrika und den mittleren<br />

Osten solide aufgefrischt.<br />

Desweiteren werden Updates<br />

für andere, bereits<br />

installierte Produkte der<br />

Serie mitgeliefert, so beispielsweise<br />

auch in Südeuropa,<br />

um einen fließenden<br />

Übergang auf den<br />

afrikanischen Kontinent zu<br />

gewährleisten.<br />

Veröffentlichung der FSX<br />

Version ist für Anfang Juli<br />

geplant. Die Szenerie enthält<br />

zahlreiche Features,<br />

wie animierte Seerosen<br />

und Busse, hoch aufgelöste<br />

Runway- und Taxiwaytexturen,<br />

und selbstmodellierte<br />

Objekte Ein eigenes<br />

Mesh, sowie Landclass<br />

wird ebenfalls mit<br />

ausgeliefert. Des Weiteren<br />

ist die bekannte Buddha<br />

Statue (im Anflug auf Runway<br />

17), sowie der Tempel<br />

„Wat“ enthalten. Ein AES-<br />

Support durch Oliver Pabst<br />

ist derzeit in Planung.


Tägliche Meldungen finden Sie unter www.flightm.com<br />

FSDT: Reaktion auf den Mega Airport Zürich 2012<br />

9,99 Euro, das ist der neue<br />

Kampfreis mit dem sich<br />

FSDreamteam gegen die<br />

mächtige Aerosoft Konkurrenz<br />

in einer ersten Phase<br />

zur Wehr setzt. Treue Kunden<br />

bekommen zusätzlich<br />

einen 10 Dollar Gutschein,<br />

gültig auf allen Szenerien.<br />

Nicht nur an der Preisschraube<br />

wurde gedreht,<br />

so wurden auch zahlreiche<br />

Verbesserungen angekündigt<br />

für die neue Version<br />

2.0. Zu dem Update gehört<br />

eine neue AFCAD Datei,<br />

die Crosswind AI Traffic<br />

ermöglichen wird, neue<br />

Autogen Objekte, neue<br />

3D Objekte. Die Szenerie<br />

wird interaktiver mit dem<br />

kostenlosen ParkMe und<br />

youcontrol, so werden sich<br />

die Hangartore auf Befehl<br />

öffnen oder die Gates an<br />

die Flugzeuge andocken.<br />

Neben den Verbesserungen<br />

kommen auch einige<br />

Aktualisierungen wie der<br />

neue Schengen B Bereich.<br />

In Zürich kann man ganz<br />

klar sagen, die Konkurrenz<br />

lebt.<br />

www.fsdreamteam.com<br />

FSDT: Neue Bilder von KLAX<br />

Die langwierigen Bauar-<br />

dem<br />

“Theme-Building”<br />

beiten am virtuellen Ab-<br />

scheinen größtenteils ab-<br />

bild des internationalen<br />

geschlossen.<br />

Vereinzelt<br />

Flughafens von Los Ange-<br />

lassen sich sogar erste<br />

les (ICAO: KLAX) schei-<br />

Details des noch im Bau<br />

NOTAMS<br />

nen langsam Früchte zu<br />

tragen, wie die neusten<br />

Bilder im FSDT-Forum<br />

offensichtlich verdeutlichen.<br />

Die Entwicklung<br />

des Hauptkomplexes rund<br />

um den Kontrollturm und<br />

Werbung wirkt<br />

befindlichen “Tom-Bradley-Terminals”<br />

erkennen,<br />

welches bis 2014 neu errichtet<br />

wird und künftig<br />

auch Platz für den Airbus<br />

A380 bieten soll.<br />

LIRN für<br />

den FSX<br />

OryxSim Relaunch<br />

Die Softwareschmiede<br />

OryxSimulationSoftware<br />

- bisher bekannt für<br />

kompletten Webauftritt<br />

sowie das Forum überarbeitet.<br />

Zudem gibt es<br />

Die neuen Preise für Wer-<br />

Auf Avsim.com ist ein Up-<br />

ihre<br />

Freewareszenerien<br />

auch neue Previewbilder<br />

beanzeigen in dem <strong>Flight</strong>!<br />

date für Gianni Mantellinis<br />

von Salalah und Khasab<br />

der kommenden Szenerie<br />

<strong>Magazin</strong> können Sie ab<br />

Freeware-Szenerie<br />

des<br />

- hat heute ihre Pforten<br />

des Flughafens Muscat<br />

sofort unter flightm.com/<br />

Flughafens Neapel (ICAO:<br />

wiedereröffnet. Die Ent-<br />

im Oman. Die Szenerie<br />

media herunterladen.<br />

LIRN) erschienen. Sie ist<br />

wickler möchten in das<br />

befindet sich noch im „Pre-<br />

kostenfrei und ausschließ-<br />

Paywaresegment umstei-<br />

alpha“- Status, also einer<br />

lich für den Flugsimulator<br />

gen und haben daher den<br />

Entwicklungsstufe vor den<br />

X erhältlich. Unteranderem<br />

ersten<br />

Entwicklertests.<br />

wurden die folgenden Sa-<br />

Dennoch sehen die Bilder<br />

chen<br />

angepasst/verbes-<br />

bereits jetzt ansprechen-<br />

sert: Runways, Taxiways,<br />

der aus als die der Free-<br />

Parkpositionen, ILS, Funk-<br />

ware Szenerien.<br />

feuer und die Excludeareale.<br />

Weitere Informationen<br />

www.oryxsim.com<br />

gibt es im Forum der Entwickler<br />

sowie auf<br />

flightm.com.<br />

8 <strong>Flight</strong>!


Tonga von PIS<br />

Die Paywareentwickler<br />

von Pacific Island Simulation,<br />

bekannt durch bemerkenswerte<br />

Szenerien<br />

für den FSX, wie Kosrae<br />

oder die Marshall Inseln,<br />

arbeiten an der Umsetzung<br />

des Königreichens<br />

Tonga. Auf islandsim.com<br />

gibt es schon jetzt einige<br />

beeindruckende Bilder zu<br />

bestaunen. Die Szenerie<br />

zeichnet sich durch einzigartige<br />

Bodentexturen,<br />

Objekte und 3D Gras aus.<br />

Ein Veröffentlichungsdatum<br />

wurde allerdings noch<br />

nicht genannt.<br />

Detroit für den FSX und FS9<br />

Die Entwickler von Blueprint<br />

Simulations haben<br />

eine Szenerie des Flughafens<br />

von Detroit veröffentlicht.<br />

Die ersten Bilder der<br />

Szenerie konnten die Redaktion<br />

nicht wirklich überzeugen.<br />

Sollte es Updates<br />

geben, die diesen ersten<br />

Kobe für den FSX<br />

Phoenix Mesa-Gateway für<br />

FS9 und FSX<br />

Vor kurzem ist eine Freeware<br />

Szenerie des Flughafens<br />

Phoenix Mesa-<br />

Gateway erschienen. Der<br />

24MB-große Download ist<br />

für den FS2004 und auf<br />

www.library.avsim.net erhältlich.<br />

An einer Umsetzung<br />

für den FSX wird der-<br />

Eindruck mildern könnten<br />

werden wir natürlich<br />

an dieser Stelle darüber<br />

berichten. Kosten soll der<br />

Flughafen pro Flugsimulator<br />

rund 15 Euro. Die Szenerie<br />

ist unteranderem auf<br />

simMarket.com erhältlich.<br />

Seit Mitte Juni gibt es auf<br />

Avsim eine neue Freewareszenerie<br />

von Kobe.<br />

Die 70MB-große Datei<br />

enthält photorealistisch<br />

Gebäudetexturen, 3D Objekte,<br />

sowie eindrucksvolle<br />

Nachttexturen und ist ausschließlich<br />

für den FSX erhältlich.<br />

Der Designer plant<br />

eine Paywareumsetzung<br />

von San Diego Lindbergh<br />

Field (ICAO: KSAN), diese<br />

wird unter dem Namen Devinci<br />

Design and Development<br />

verfügbar sein.<br />

zeit noch gearbeitet. Die<br />

Szenerie enthält u. a. 3D<br />

Taxiway Lights, eine photorealistische<br />

Umsetzung<br />

des Flughafengeländes,<br />

sowie animierte Fahrzeuge.<br />

Es besteht auch eine<br />

Kompatibilität für Ultimate<br />

Terrain USA.<br />

DIE MEIST VERKAUFTE SOFTWARE<br />

www.simmarket.com<br />

die TOP 5<br />

FSX Szenerien<br />

1<br />

2<br />

FRENCH<br />

3<br />

4<br />

5<br />

NICE COTE D‘AZUR X<br />

Entwickler: Aerosoft / Peter Werlitz<br />

Preis: 17,95 Euro<br />

Review: Seite 38<br />

Note: 8,2 ¦ Sehr gut<br />

ISLANDS PHOTO<br />

Entwickler: France VFR<br />

Preis: 29,98 Euro<br />

Review: -<br />

Note: -<br />

FLY TO EKCH COPENHAGEN AIRPORT<br />

Entwickler: SCANSIM<br />

Preis: 22,55 Euro<br />

Review: folgt<br />

Note: -<br />

ZURICH X LIVE<br />

Entwickler: FreeZ<br />

Preis: 16,06 Euro<br />

Review: April 2011<br />

Note: 8,5 ¦ Hervorragend<br />

US CITIES X - CLEVELANDV2<br />

Entwickler: Limesim<br />

Preis: 14,95 Euro<br />

Review: April 2011<br />

Note: 7,7 ¦ Gut<br />

FSX Flugzeuge<br />

1<br />

2<br />

AIRBUS<br />

3<br />

4<br />

5<br />

MESSERSCHMITT BF 108 B TAIFUN<br />

Entwickler: Classics Hangar<br />

Preis: 27,85 Euro<br />

Review: -<br />

Note: -<br />

SERIES EVOLUTION VOL.1<br />

ntwickler: Wilco Publishing<br />

Preis: 47,95 Euro<br />

Review: April 2011<br />

Note: 8,1 / Sehr gut<br />

DA20-100 KATANA 4X<br />

Entwickler: Marcel Felde<br />

Preis: 27,95 Euro<br />

Review: Juni 2011<br />

Note: 9,0 ¦ Hervorragend<br />

AIRBUS SERIES EVOLUTION VOL 2<br />

Entwickler: Wilco Publishing<br />

Preis: 37,95 Euro<br />

Review: -<br />

Note: -<br />

FLY THE MADDOG PROF. 2010 EDITION<br />

Entwickler: Leonardo Software<br />

Preis: 49,98 Euro<br />

Review: -<br />

Note: -


Tägliche Meldungen finden Sie unter<br />

www.flightm.com<br />

Hangartalk<br />

NOTAMS<br />

Zusammen in<br />

einem Boot<br />

Eine Familie – so kann<br />

man die Flugsimulationsszene<br />

am besten beschreiben.<br />

s Tool Jeder kennt<br />

jeden, jeder kritisiert<br />

und lobt jeden. Entwickler<br />

in der Flugsimulation<br />

bekommen<br />

öfters mehr Haue als<br />

so mancher Spitzenpolitiker<br />

ab, sicherlich<br />

kein einfacher Job, der<br />

täglich neue Motivation<br />

erfordert. Dabei<br />

sitzen wir doch alle in<br />

einem Boot. Sind die<br />

Entwickler motiviert,<br />

auch durch gute Einnahmequellen,<br />

bekommen<br />

die Kunden ihre<br />

guten und gewünschten<br />

Produkte. Einige<br />

Kritikpunkte mögen<br />

angebracht sein, aber<br />

mir kommt es in manchen<br />

Foren inzwischen<br />

eher so vor, als würde<br />

man aus reiner Langeweile<br />

alles suchen, nur<br />

um die Entwickler der<br />

Produkte zu kritisieren,<br />

ist da etwa ein neuer<br />

Sport entstanden?<br />

Diese Entwicklung<br />

stimmt mich traurig,<br />

mit der Flugsimulation<br />

kann fast kein Entwickler<br />

sein täglich Brot<br />

verdienen, die Einnahmen<br />

sind lediglich eine<br />

kleine Entschädigung<br />

für die aufgewendete<br />

Zeit. Dies erfordert<br />

Respekt für den Einsatz<br />

und die investierte<br />

Zeit.<br />

Die Flugsimulation<br />

muss aufpassen, wie<br />

sie sich nach außen<br />

präsentiert. Wir brauchen<br />

dringend neue<br />

Fans, neue Kunden.<br />

Dafür müssen wir aber<br />

unter uns erst einmal<br />

unsere Kritik und Spielchen<br />

einstellen und<br />

vernünftig an einer<br />

Vermarktungsstrategie<br />

von unserem gemeinsamen<br />

Hobby arbeiten,<br />

ansonsten ist auch<br />

bald das Taschengeld<br />

der Entwickler flöten.<br />

Die Zeit des jeder<br />

für sich dürfte vorbei<br />

sein, eine gemeinsame<br />

Vermarktungsstrategie<br />

muss her.<br />

Marc Goergen<br />

Neue Informationen rund um<br />

SIRX2009!<br />

Vor einiger Zeit entstand<br />

eine neue Entwicklerschmiede,<br />

die schnell von<br />

sich reden machte. Die<br />

Entwickler kündigten eine<br />

hochaufgelöste Europa-<br />

Fotoszenerie für FSX und<br />

X-Plane an. Seit Wochen<br />

hat man von diesem Projekt<br />

schon nichts mehr<br />

gehört. Es wurde schon<br />

lange gemunkelt, dass das<br />

Projekt eingestellt wurde.<br />

Nun aber scheint das<br />

Projekt als Paywareversion<br />

wiederauferstanden<br />

zu sein. Als ein mögliches<br />

Veröffentlichungsdatum<br />

wurde mit September 2011<br />

genannt. Auf der Website<br />

der Entwickler findet man<br />

weitere Informationen.<br />

PMDG steht kurz vor dem Release<br />

Die genauen Details fehlen<br />

noch, das Release<br />

steht jedoch kurz bevor.<br />

Die Entwickler der PMDG<br />

<strong>Boeing</strong> 737 NG X kommen<br />

gut voran und der Zeitplan<br />

wird eingehalten, somit<br />

dürfte die Veröffentlichung<br />

noch in diesem Sommer<br />

anstehen.<br />

10 <strong>Flight</strong>!


Steigen Sie ein in eines der zur Zeit besten Flugzeuge für<br />

den FSX! Dieses Flugzeug hat die wohl beeindruckendste<br />

Featureliste von allen Flugzeugen, die wir je entwickelt<br />

haben. Es ist ein schnittiges Kleinflugzeug, produziert aus<br />

Faserverbundwerkstoffen. Angedacht als Trainingsflugzeug,<br />

dient es heute Privatpiloten, die sich an den sagenhaften<br />

Flugeigenschaften und dem überaus fairen Charterpreis<br />

erfreuen. Wenn ein Produkt den Slogan “As real as it gets” von<br />

Microsoft verdient hat, dann ist es mit Sicherheit die Katana!<br />

Lassen Sie sich von dieser einzigartigen Simulation begeistern.<br />

Neu! Neu! Neu! Neu! Neu!<br />

www.aerosoft.de<br />

Aerosoft GmbH<br />

E-Mail: info@aerosoft.de


Die Luftbilder<br />

In Zeiten von Google Earth, Bing Maps und<br />

wie alle Quellen für Kartenmaterial heißen<br />

mögen, ist der Kunde gewohnt sich die Flughäfen<br />

genauer anzuschauen. Immer häuftiger tritt die<br />

Frage auf, warum wird die Qualität nicht immer im<br />

Flugsimulator umgesetzt?<br />

Wir haben Peter Werlitz gefragt, Produktmanager<br />

im Hause Aerosoft.<br />

<strong>Flight</strong>!: Es gibt unterschiedliche Qualitäten der<br />

Luftbilder, wie können Sie diese erklären?<br />

PW: Zunächst muss man berücksichtigen, dass<br />

Luftbilder in den unterschiedlichen Ländern im<br />

Einkaufspreis sehr schwanken. Des Weiteren spielt<br />

die Auflösung und das Befliegungsdatum eine<br />

große Rolle. In Frankreich sind die Luftbilder generell<br />

um bis zu 100% teuer als in z.B. Deutschland.<br />

Außerdem spielt die Größe (Fläche) des Airports<br />

eine weitere Rolle mit. Und manchmal liegen die<br />

Luftbilder nur in 0,5m /Pixel vor. Auch werden<br />

wiederum Ressourcen verbraucht, wenn man eine<br />

höhere Auflösung einsetzt, was sich auf die Framerate<br />

niederschlägt. Hier gilt es, alles genau abzuwägen!<br />

<strong>Flight</strong>!: Wie wichtig sind die Lufttexturen für eine<br />

Szenerie?<br />

PW: Alles in allen muss man noch den Nutzen sehen,<br />

es handelt sich um eine Flugsimulatorszenerie<br />

und keine Stadt seightseeing tour ;-) Man sieht die<br />

Luftbilder also nur von großer Höhe.<br />

Im Airportbereich, wird das Luftbild durch Detaillayer<br />

mit einer Auflösung von wenigen cm aufgewertet,<br />

so dass die Luftbildunschärfe nicht mehr<br />

auffällt. Dazu werden alle Details (Apronbeschriftung,<br />

Linien, etc.) aus dem Luftbild wegretuschiert<br />

und in mühevoller Handarbeit in hoher Auflösung<br />

wieder aufgebracht. Das sind in etwa 2-3 Monate<br />

Arbeit - nur dafür und das in einer Fulltime von<br />

40 Std./Woche.<br />

12 <strong>Flight</strong>!


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und faire Testurteile<br />

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Monatlich und aktuell<br />

Aktuell: Das <strong>Magazin</strong> erscheint monatlich<br />

11 Jahre Erfahrung<br />

Die Notams, die Szenenews und die<br />

täglichen Meldungen auf <strong>Flight</strong>m.com<br />

IM INTERVIEW<br />

AEROSOFT<br />

TUTORIAL<br />

FMC<br />

FLUGZEUG<br />

AirSimmer<br />

Airbus A320<br />

SZENERIE<br />

FlyTampa<br />

Chicago<br />

05 ¦ Mai 2011<br />

Das kompetente Team<br />

Die Flugsimulation ist<br />

wie man auf den ersten<br />

Blick liest, eine Simulation.<br />

Trotzdem legen<br />

wir als Redaktion viel<br />

Wert darauf, dass unsere<br />

Testurteile über<br />

die Flugzeuge, von<br />

erfahrenen Piloten<br />

geschrieben und bestätigt<br />

werden. Nur wer in einem<br />

realen Cockpit über mehrere<br />

Jahre Erfahrung gesammelt<br />

hat, kann die<br />

Flugeigenschaften sowie<br />

Systeme der einzelnen<br />

Maschinen<br />

bewerten.<br />

richtig<br />

Jetzt mit der Best of Liste!<br />

<strong>Boeing</strong> 707<br />

ORBX Australien San Francisco Airbus A320 Special<br />

Mitten in der Szene: Unsere Insider<br />

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2.50mils<br />

Bar Height: 24.9473mm<br />

Magnification: 96.21%


Gastkommentar<br />

X-Plane 10<br />

X-Plane, unendliche Weiten<br />

… und die sind scharf bis<br />

zum Horizont! Das wird wohl<br />

das Erste sein, was einem Umsteiger<br />

auffällt: Bei X-Plane sind<br />

die Texturen einfach immer<br />

knackscharf. Als ein reiner IFR-<br />

Trainer damals gestartet, ist X-<br />

Plane heute der Maßstab, wie<br />

eine Standardszenerie auszusehen<br />

hat. Wohlgemerkt, ich rede<br />

von der Standardszenerie, nicht<br />

von euren mit vielen hundert<br />

Euro aufgebohrten FSX-Global-<br />

Ultimate-Real-Extreme-Installationen.<br />

Was X-Plane auf vollen<br />

6 Double-Layer-DVDs bereits<br />

mitbringt, schlägt einen Standard-„überall<br />

ist Wüste“-FSX um<br />

der<br />

Längen.<br />

14 <strong>Flight</strong>!<br />

Und die Spatzen pfeifen es ja<br />

bereits von den Dächern: Für<br />

X-Plane 10 wird es Szenerien<br />

von Aerosoft geben. Das war<br />

für mich die Neuigkeit des Jahres:<br />

Der FS-Dinosaurier Aerosoft<br />

entdeckt den Add-on-Markt für<br />

X-Plane, mehr noch, X-Plane 10<br />

selbst wird in Europa von Aerosoft<br />

vertrieben werden. Die Bedeutung<br />

davon kann gar nicht<br />

hoch genug eingeschätzt werden:<br />

Der FSX sieht dem Ende<br />

seines Lebenszyklus entgegen<br />

(bei manchen hat dieser niemals<br />

begonnen, habe ich mir sagen<br />

lassen) und was der Nachfolger-<br />

<strong>Flight</strong> für uns, den harten Kern<br />

der Simmergemeinde, bringen<br />

wird, steht noch völlig in den<br />

Sternen. Ein paar Insiderberichte<br />

lassen das Schlimmste vermuten.<br />

Höchste Zeit also, sich die Alternative<br />

anzusehen. Zunächst<br />

muss man sich darauf einlassen,<br />

dass X-Plane ein Flugsimulator<br />

ist, kein Flugbetriebssimulator.<br />

Der Fokus von X-Plane liegt<br />

auf der Simulation der Aerodynamik<br />

des Flugs. Detaillierte<br />

Airports mit Vorfeldverkehr<br />

und AES-gesteuerten Treppen,<br />

People Flow, Strandschönheiten<br />

in St. Marteen, auf all das muss<br />

(noch!) verzichtet werden. Es<br />

ist aber nur eine Frage der Zeit,<br />

bis die namhaften Designer X-<br />

Plane für sich entdecken. Was<br />

hingegen jetzt schon simuliert<br />

ist, ist beeindruckend:<br />

Vögel fliegen nicht<br />

nur kreischend um<br />

Helgoland herum,<br />

sondern tauchen<br />

manchmal unerwartet<br />

im Schwarm<br />

im Anflug auf, und<br />

wenn man nicht<br />

aufpasst, schlagen<br />

sie krachend auf<br />

Frontscheibe<br />

ein und hinterlassen<br />

große, unappetitliche<br />

Blutflecken.<br />

Wenn man Glück<br />

hat. Wenn man Pech hat,<br />

ergeht es einem wie dereinst<br />

„Captain Sully“ und<br />

man erleidet einen Triebwerks-Totalausfall.<br />

Schattenspiele in X-Plane 10<br />

Eine weitere schöne Eigenschaft<br />

von X-Plane ist<br />

die Plattformunabhängigkeit.<br />

Seien wir mal<br />

ehrlich: so ein<br />

iMac auf dem<br />

Schreibtisch ist<br />

schon schicker<br />

als der übliche<br />

Windows-PC.<br />

X-Plane ist es<br />

aber nicht nur<br />

vollkommen<br />

egal, ob man<br />

Windows, Mac<br />

OS oder Linux<br />

verwendet,<br />

sondern es<br />

hat auch den<br />

Vorteil self-contained<br />

Rechts: Siedlungsbau mit Openstreetmap<br />

zu sein. Eine komplette und Fliegern auf ei-<br />

X-Plane-Installation ist ein Ordner,<br />

nen neuen Rechner<br />

den man von PC zu PC mit-<br />

umzuziehen, ist eine<br />

nehmen kann, sogar zwischen Angelegenheit von Minuten.<br />

PC und Mac. Keine komischen<br />

Abhängigkeiten in der Windows-<br />

Registry! X-Plane mit Szenerien<br />

Wenn ich da an die Tage<br />

denke, die ich schon mit dem<br />

Installieren von FS und seinen


Partikel-Wolken in X-Plane 10<br />

Zusatzprogrammen zugebracht<br />

habe … Überhaupt liegt bei X-<br />

Plane das Verhältnis von „Frickeln<br />

vs. Fliegen“ deutlich günstiger<br />

als beim FSX. Ich kann<br />

mich nicht erinnern, jemals eine<br />

cfg-Datei händisch editiert zu haben.<br />

Für den FSX gibt es ja mittlerweile<br />

sogar Onlineservices,<br />

die einem seine cfg-Dateien optimieren.<br />

Welch ein Wahnsinn!<br />

Aus Sicht des Programmierers<br />

mutet FSUIPC an wie Steinzeit,<br />

wenn man einmal mit dem X-<br />

Plane SDK gearbeitet hat. Doch<br />

das ist nicht mal das Entscheidende.<br />

Als Entwickler hat man<br />

nicht nur Zugriff auf alle Ressourcen<br />

des Simulators, sondern<br />

auch einen direkten Draht<br />

zum Hersteller. Hat irgendjemand<br />

mal einen Fehlerbericht<br />

an Microsoft geschickt, der behoben<br />

wurde? Während die Fehler,<br />

die der FSX nach SP2 immer<br />

noch hat, uns wohl in alle Ewigkeit<br />

erhalten bleiben werden, ist<br />

X-Plane ein lebendes Projekt mit<br />

praktisch monatlichen Updates.<br />

Wenn ich in X-Plane einen Fehler<br />

finde (und das passiert nicht selten),<br />

dann schreibe ich eine Mail<br />

an „Mr. X-Plane“ Austin Meyer.<br />

In der Regel habe ich nach einem<br />

halben Tag eine Antwort und<br />

innerhalb eines Monats einen<br />

Patch.<br />

Was kommt mit<br />

X-Plane 10? Die Standardszenerie<br />

wird nochmal einen gewaltigen<br />

Sprung machen, denn nun<br />

kommen sämtliche Straßen und<br />

Flüsse auf Basis von Openstreetmap<br />

hinzu. Für den Hangar der<br />

Standardflieger hat Laminar<br />

namhafte Free- und Payware-<br />

Designer beauftragt, die 747, das<br />

Spaceshuttle usw. beizusteuern.<br />

Die Videos auf YouTube lassen<br />

einem das Wasser im Munde zusammenlaufen.<br />

AI-Traffic und<br />

ein besseres ATC-System werden<br />

den Offlinefliegern den Wechsel<br />

leichter machen (IVAO + Vatsim<br />

funktioniert ja bereits jetzt<br />

schon).<br />

Mein persönliches Highlight ist<br />

aber das Wetter. Hier folgt X-Plane<br />

wieder der gleichen Philosophie<br />

wie beim Fliegen: Das Wetter<br />

wird nicht nachgeschlagen,<br />

sondern berechnet. In X-Plane<br />

10 steckt die gleiche Physik, die<br />

auch die Wettervorhersage benutzt.<br />

Theoretisch kann man mit<br />

X-Plane 10 das Wetter von „jetzt“<br />

herunterladen, dann die Zeitkompression<br />

hochdrehen, und<br />

man bekommt das Wetter für die<br />

nächsten Stunden berechnet.<br />

Der optisch größte Wow!-<br />

Effekt ist die Lichtsimulation:<br />

Landescheinwerfer können<br />

Szenerieobjekte anstrahlen.<br />

Vorfeld-Laternen können Flugzeuge<br />

beleuchten. Durch die Dachfenster eines<br />

Hangars fällt das Licht auf ein im Hangar<br />

geparktes Flugzeug und man sieht<br />

den Schattenwurf der Fenstersprossen<br />

auf den Tragflächen …<br />

Der FS9 hat für mich endlich einen<br />

würdigen Nachfolger: X-Plane. Und mit<br />

Aerosoft ist endlich ein Player im Markt,<br />

der die Macht hat, die Killer-Add-ons<br />

für X-Plane zu bringen, kurz X-Plane<br />

zu dem Simulator für uns Hardcore-<br />

Simmer zu machen. Wohlgemerkt nur<br />

die Payware-Add-ons. Denn Freeware<br />

haben wir jetzt schon in rauen Mengen!<br />

Philipp Münzel<br />

Szene<br />

Diskutieren Sie mit in<br />

unserem Forum:<br />

www.flightm.com<br />

www.flightm.com 15


CaptainSim‘s <strong>Boeing</strong> 777<br />

zumindest eine Halbe<br />

Keine Steuerung über<br />

Seilzüge, keine zusätzliche<br />

Fahrwerksgruppe trotz großen<br />

Gewichts. Stattdessen wird mit<br />

Fly-by-wire-Technologie und<br />

drei Achsen pro Hauptfahrwerk<br />

geflogen. Ein Außenseiter in der<br />

<strong>Boeing</strong>-Historie. Tripple Seven,<br />

so der Spitzname; offiziell <strong>Boeing</strong><br />

777. Das Angebot auf dem<br />

FS-Markt war bisher nur spärlich.<br />

Zum einen gibt es eine Payware-<br />

Umsetzung der Triple Seven von<br />

Wilco Publishing, zum anderen<br />

bietet Free Sky Project (früher<br />

Project Open Sky) eine Freeware-<br />

Version des Flugzeugs an. Jetzt<br />

probiert Captain Sim sein Glück<br />

und startet wie <strong>Boeing</strong> damals<br />

im Jahr 1990 mit der Umsetzung<br />

der <strong>Boeing</strong> 777-200.<br />

Die <strong>Boeing</strong> 777-200 von<br />

Captain Sim wird Teil der<br />

Produktreihe 777 Captain, die<br />

außerdem die <strong>Boeing</strong> 777-300<br />

und die <strong>Boeing</strong> 777F beinhalten<br />

wird. Wichtig ist, was Captain<br />

Sim mit der <strong>Boeing</strong> 777-200 verkauft,<br />

ist ausschließlich ein halbfertiges<br />

Produkt: das Außenmodell.<br />

Kein virtuelles Cockpit, kein<br />

2D-Panel, kein Sound, keinerlei<br />

Systemtiefe. Es muss also neben<br />

den drei genannten Außenmodellen<br />

auch noch ein weiteres<br />

Paket für das System folgen. Wie<br />

bereits von anderen Captain-<br />

Sim-Produkten bekannt, wird<br />

somit auch die 777 Captain in<br />

ihre Einzelteile zerlegt und dann<br />

verkauft.<br />

Captain Sim vertreibt seine<br />

Produkte ausschließlich über<br />

den eigenen Onlinestore auf der<br />

Website. Nach dem Kauf erhält<br />

man einen Downloadlink auf der<br />

Homepage und eine Bestellnummer<br />

per Mail.<br />

Das 38 Kilobyte große Setup<br />

ist schnell geladen. In diesem<br />

wird man dann dazu<br />

aufgefordert nach Eingabe<br />

der Bestellnummer das Produkt<br />

online zu registrieren.<br />

Komischerweise muss im<br />

Anschluss daran noch das<br />

Hauptverzeichnis des FSX<br />

manuell eingegeben werden,<br />

was für heutige Standards<br />

ungewöhnlich ist. Die<br />

eigentliche Installation ist<br />

dann aber auch zügig abgeschlossen.<br />

Captain Sim hat die <strong>Boeing</strong><br />

777-200 mit sieben verschiedenen<br />

Liveries ausgestattet:<br />

Air France, American Airlines,<br />

British Airways, Japan<br />

Airlines, KLM, Singapore<br />

Airlines und United. Außerdem<br />

wird über die Website<br />

auf etwa 20 weitere Bemalungen<br />

verwiesen, die über<br />

Avsim heruntergeladen<br />

16 <strong>Flight</strong>!


Payware - Flugzeuge<br />

werden können. Diese müssen<br />

dann manuell im entsprechenden<br />

Verzeichnis installiert werden.<br />

Kommen wir nun zum eigentlichen<br />

Produkt. Mit der <strong>Boeing</strong><br />

777-200 liefert Captain Sim ein<br />

detailgeschmücktes Außenmodell<br />

in gewohnter Captain-Sim-<br />

Qualität. Das Produkt weist viele<br />

Ähnlichkeiten zu den bereits<br />

bekannten 757-Captain- und<br />

767-Captain-Paketen auf. Jedoch<br />

lassen sich auch Verbesserungen<br />

an einigen Stellen finden. Schauen<br />

wir uns den Detailreichtum<br />

einmal genauer an. Die <strong>Boeing</strong><br />

777-200 kann wahlweise mit Pratt<br />

& Whitney PW 4000, Rolls-Royce<br />

Trent 800 oder General Electric<br />

GE90 Triebwerken ausgestattet<br />

werden. Das GE90, das beispielsweise<br />

Air France an der <strong>Boeing</strong><br />

777-200 einsetzt, ist bekannt für<br />

die auffallend geschwungene<br />

Form der Fan Blades, die zur Verbesserung<br />

der Aerodynamik beitragen.<br />

Zum Schutz vor Erosion<br />

sind die Schaufeln an der Vorderkante<br />

mit Titan verkleidet. In<br />

der Umsetzung von Captain Sim<br />

erkennt man genau das wieder,<br />

geschwungenen Fan Blades mit<br />

aufsitzendem funkelndem Titan.<br />

Zum Thema Triebwerke gibt<br />

es noch einen weiteren Aspekt,<br />

der erwähnenswert ist: das<br />

Spool-up-Tempo beim Triebwerksstart.<br />

Gestartet werden die<br />

Triebwerke bis auf weiteres über<br />

die bekannte FS-Tastenkombination<br />

Strg und E, denn eine andere<br />

Möglichkeit besteht ja im Moment<br />

noch nicht. Toll anzusehen<br />

ist jetzt, wie die Drehbewegung<br />

der Fan Blades im langsamen<br />

Tempo startet und dann in eine<br />

kontinuierlich beschleunigende<br />

Bewegung übergeht. Die Startup-Sequenz<br />

ist von Captain Sim<br />

also gut umgesetzt worden.<br />

www.flightm.com 17


Bewegen wir unseren Blickwinkel<br />

nun von den Triebwerken<br />

noch ein Stückchen weiter<br />

in Richtung Rumpf. Denn<br />

dort erwartet uns die nächste<br />

Sehenswürdigkeit der Captain-<br />

Sim-Umsetzung, das Main Gear.<br />

Sehr schön gemacht ist das dreiachsige<br />

Hauptfahrwerk. Klar<br />

sichtbar ist hier das gesamte<br />

Bremssystem. Dazu gehören natürlich<br />

die Bremsen selber, aber<br />

auch Hydraulik- und Elektronikleitungen.<br />

Genauso toll umgesetzt<br />

ist der Fahrwerksschacht.<br />

Dort ist nicht nur der Verlauf<br />

von Hydraulik und Elektronik<br />

zu erkennen, sondern auch entsprechende<br />

Abnutzungs- und<br />

Gebrauchsspuren. Und wo wir<br />

gerade von Gebrauchsspuren reden<br />

– Captain Sim hat auch nicht<br />

vergessen, die typische markante<br />

Verschmutzung der mittig an den<br />

Outboard Flaps zu modellieren.<br />

Ein Blick durch die Fenster verrät<br />

uns, dass wir sämtliche Flüge<br />

nicht mehr alleine meistern müssen.<br />

Passagiere sind zu erkennen.<br />

Auch das ist eine lobenswerte<br />

Idee von Captain Sim. Alle diese<br />

Details sind von Captain Sim<br />

sehr gut gemacht und tragen zu<br />

einer viel realistischeren Atmosphäre<br />

bei. Ebenfalls lobenswert<br />

ist das gut modellierte Wingflex<br />

der 777-200. Nach dem Rotieren<br />

auf der Startbahn ist klar zu<br />

erkennen, wie der Auftrieb zunimmt<br />

und die Flügel nach oben<br />

durchgedrückt werden. Dieses<br />

Verhalten der Flügel ist dann<br />

auch im weiteren Steigflug zu<br />

beobachten. Beim Touch Down<br />

auf der Runway sinken die Flügel<br />

dann wieder ab. Also läuft im<br />

Bereich Wingflex alles so, wie es<br />

sein sollte.<br />

18 <strong>Flight</strong>!


Payware - Flugzeuge<br />

Ganz ähnlich sieht es mit dem<br />

Flugverhalten samt Fly-by-wire-<br />

Steuerung aus. Die Größe des<br />

Flugzeugs und entsprechend die<br />

Trägheit machen sich im Kurvenflug<br />

deutlich bemerkbar. Ein<br />

kleiner Kritikpunkt am Kurvenflug<br />

ist, es wurde bis jetzt nicht<br />

berücksichtigt, dass bei höheren<br />

Geschwindigkeiten, also im<br />

fortgeschrittenen Steigflug, im<br />

Reiseflug und zu Anfang des<br />

Sinkflugs, nur das High Speed Aileron<br />

zum Einsatz im Kurvenflug<br />

kommt. Stattdessen arbeitet das<br />

Low Speed Aileron, ganz gleich<br />

in welcher<br />

Flugphase wir<br />

uns befinden,<br />

immer fleißig<br />

mit. Nun mag<br />

dieser Fehler<br />

aber damit begründet<br />

sein,<br />

dass Captain<br />

Sim noch gar<br />

kein System<br />

umgesetzt hat.<br />

Was nicht ist,<br />

kann ja noch<br />

kommen.<br />

Ein weiteres Plus, das aber<br />

schon bekannt ist von Captain<br />

Sim, sind die zahlreichen Funktionen<br />

und Animationen, die am<br />

Boden über ein Control Panel<br />

ausgeführt werden können. Dabei<br />

können nicht nur typische<br />

Dinge des Abfertigungsprozesses<br />

wie Türen, Laderäume, External<br />

Power und Chocks ausgewählt<br />

werden, sondern auch Optionen,<br />

die für die Wartung relevant<br />

sind, wie beispielsweise das Öffnen<br />

verschiedener Access Doors.<br />

Als bisher einziger Hersteller hat<br />

Captain Sim auch die Umsetzung<br />

von Notrutschen vollbracht.<br />

Diese werden ebenfalls über das<br />

Control Panel aktiviert.<br />

Ein weiteres kleines Minus<br />

ist die beiliegende englischsprachige<br />

PDF-Datei. Diese informiert<br />

zum jetzigen Zeitpunkt<br />

auch wirklich nur darüber, was<br />

zum Fliegen des Außenmodells<br />

zwingend wissenswert ist. Schön<br />

wäre es gewesen, wenn Captain<br />

Sim hier schon etwas mehr ins<br />

Detail hätte gehen können.<br />

Was also macht denn nun drei<br />

Mal die Sieben? Richtig, zum<br />

jetzigen Zeitpunkt nur ein halbes<br />

Produkt. Nun ist es schade, dass<br />

wir derzeit ein tolles Außenmodell<br />

von Captain Sim haben, dieses<br />

jedoch nur mit Default Sound<br />

und Default 747 Panel fliegen<br />

können. Daher folgender Tipp:<br />

Auf Avsim ist ein von Detailgrad<br />

her sehr umfangreiches Panel zu<br />

finden. Der Dateiname ist „jb-<br />

777panel_r09“. Das Panel wurde<br />

von Greg Wilson (JB Panels)<br />

entworfen. Das FSX-SP2- oder<br />

das Acceleration-Paket muss<br />

dafür jedoch installiert sein. Je<br />

nach Airline finden sich ebenfalls<br />

auf Avsim gute Soundfiles für<br />

PW4000, GE90 und Trent 800,<br />

die man statt des Default Sounds<br />

verwenden kann. Da die <strong>Boeing</strong><br />

777-200 nur halb fertig ist, wird<br />

von einem Bewertungskasten<br />

zum Produkt abgesehen und<br />

das Komplettpaket samt System<br />

noch einmal in einer späteren<br />

Ausgabe bewertet.<br />

Nicolas Eschenbach<br />

www.flightm.com 19


Die <strong>Boeing</strong> 737 N<br />

Die Neuauflage von iFly<br />

Alle Simulator-Enthusiasten<br />

konnten es kaum erwarten: Wer<br />

bringt die <strong>Boeing</strong> 737 NG für<br />

den FSX am schnellsten auf den<br />

Markt? Nun, trotz der seit langer<br />

Zeit kursierenden Bilder und Videos<br />

hat Ifly als Erster mit seiner<br />

737 NG X das Ziel erreicht. Die<br />

Amerikaner rund um Robert<br />

Randazzo sind jedoch ebenfalls<br />

bereits im Anflug und können<br />

schon das Fahrwerk ausfahren,<br />

die Landung erfolgt noch in den<br />

nächsten Wochen.<br />

Was bringt diese FSX-<br />

Version der iFly mit<br />

sich?<br />

Ich hatte ja bereits vor geraumer<br />

Zeit die FS9-Version<br />

getestet und war gespannt, was<br />

diese Version an neuen Möglichkeiten<br />

und Funktionen mit<br />

sich bringt. Wirklich enttäuscht<br />

wurde ich nicht, aber es fehlte<br />

auch das große Aha-Erlebnis.<br />

Mein erster Blick …. war die<br />

2D-Panel Ansicht und es kam<br />

mir der Gedanke, ich sei versehentlich<br />

im FS9 gelandet. Fast<br />

alles gleich, keine größeren Unterschiede.<br />

Beim Blick aus dem<br />

Cockpitfenster sehe ich natürlich<br />

die typisch, bessere Auflösung<br />

der Außensicht des FSX.<br />

Das 2D-Panel ist genauso aufgelöst<br />

wie die Version zuvor. Hier<br />

muss man aber auch klar sagen,<br />

der FS9 taugt als Simulator nach<br />

wie vor und kann mit so manchen<br />

Systemen des Nachfolgers<br />

FSX mithalten. Bei der Grafik<br />

hat der „Alte“ jedoch klar das<br />

Nachsehen. Die wichtigen<br />

Bildschirme können durch<br />

einen gewohnten Mausklick<br />

vergrößert werden, bei meinem<br />

32-Zoll-Bildschirm erreicht man<br />

schon fast die Originalgröße.<br />

Das geht aber natürlich nur jeweils<br />

für einen kurzen Moment.<br />

Schließlich muss man beim Fliegen<br />

mehr als nur die Bildschirme<br />

sehen. Ich habe, wie immer, auf<br />

meinen zweiten Bildschirm,<br />

leider nur 27 Zoll, das Pedestal<br />

und das Aft Center Panel geschoben.<br />

Auf dem dritten Monitor<br />

läuft das Overhead-Panel.<br />

Nunmehr wird eine FMS CDU<br />

über WLAN durch mein iPad angezeigt<br />

und bedient. Trotzdem<br />

passen das Aft-Overhead und die<br />

Copiloten-Seite noch nicht auf<br />

die Monitore. Die iFly ist natürlich<br />

auch mit ganz normalen Monitoren<br />

ab 19 Zoll aufwärts sehr<br />

gut fliegbar, der besondere Reiz<br />

ist und bleibt es trotzdem durch<br />

die verschiedenen Monitore die<br />

Systemanzeigen zu erweitern.<br />

Das virtuelle Cockpit sieht hervorragend<br />

aus, sowohl von der<br />

Piloten- oder Copiloten-Seite,<br />

ist der Ausblick sehr beachtlich.<br />

Beim Vergleich mit den PMDG-<br />

Bildern kann ich kaum Unterschiede<br />

erkennen. Sicherlich hat<br />

PMDG da noch einige Staubspuren<br />

und Riffelungen an Schaltern<br />

besser hingekriegt, aber ich<br />

ziehe bildlich die Mütze. Tatsächlich<br />

liegt meine Mütze ja seit<br />

2009 im Schrank und verstaubt.<br />

Ob es diese Staubspuren<br />

waren, die die Verzögerung der<br />

PMDG-Entwicklung mit sich<br />

brachten? Bei der iFly merkt<br />

man, hier wurde nach einem<br />

strengen Zeitkonzept gearbeitet,<br />

man wollte unbedingt die erste<br />

gute NG für den FSX auf den<br />

Markt bringen. Trotz diesen hohen<br />

Drucks litt die Qualität nicht.<br />

Sicherlich fehlen einige Details,<br />

20 <strong>Flight</strong>!


G für FSX<br />

HERVORRAGEND<br />

Im Test: iFly <strong>737NG</strong> FSX<br />

Ausgabe: Juli 2011<br />

www.flightm.com<br />

Payware - Flugzeuge<br />

Sandra Lammers<br />

war Lehrerin für ATPL und Sachverständige des LBA und<br />

anschließend viele Jahre als Kapitänin im Lufthansakonzern<br />

bis zum Ruhestand tätig.<br />

aber man muss ja auch den Servicepacks,<br />

die sicherlich folgen<br />

werden, eine Chance geben.<br />

Im virtuellen Cockpit drehen<br />

sich die Trimwheels bei der Betätigung<br />

der Stabilizer Trimmung,<br />

nicht jedoch im 2D-Cockpit.<br />

Dazu ist es mit der Treffgenauigkeit<br />

des Mauszeigers in der<br />

Kürze der Zeit nicht möglich die<br />

Schalter exakt zu treffen. Übrigens,<br />

nicht alle Schalter funktionieren<br />

im VC, entgegen der<br />

Aussage von <strong>Flight</strong>1.<br />

Zur Installation ist zu sagen, bitte<br />

die Tipps von <strong>Flight</strong>1 befolgen,<br />

sonst läuft es nicht. Wenn<br />

man exakt die Hinweise zur<br />

Installation befolgt, funktioniert<br />

die Simulation ausgezeichnet.<br />

Auch die Handbücher und<br />

das Tutorial sind sehr gut und<br />

sollten ausgedruckt werden.<br />

Vorher neue Tinte oder Toner<br />

kaufen, es sind auch hier mehr<br />

als fünfhundert Seiten. Der neue<br />

Konfigurationsmanager hilft<br />

beim Tanken und Beladen, eine<br />

wirklich nützliche Funktion.<br />

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Auf der <strong>Flight</strong>1-Website finden<br />

Sie eine Menge an kostenlosen<br />

Bemalungen und ein Hilfsprogramm<br />

für Luken und Türen.<br />

Ein wahrhaft guter Service, den<br />

man nicht von jedem Publisher<br />

gewohnt ist. Somit ist der Preis<br />

der iFly sehr korrekt und man<br />

kann beruhigt die Geldbörse<br />

öffnen. Für die Kunden der FS9-<br />

Version gibt es zusätzlich einen<br />

satten Rabatt. Das Besondere<br />

an der Preisgestaltung: Im Paket<br />

erhalten Sie alle gängigen Next-<br />

Generation-Versionen der 737,<br />

also von der 600er bis zur 900er<br />

inklusive der BBJs-Modelle.<br />

Genug die Maschine beschrieben<br />

– mein halbes Leben habe<br />

ich vorne im Cockpit verbracht,<br />

jetzt will ich mit der Next Generation<br />

meinen ersehnten Flug<br />

durchführen. Ich habe eben meinen<br />

Checkflug für die Lizenzverlängerung<br />

absolviert, in der<br />

Realität natürlich. Ende Mai habe<br />

ich die Papiere am Nachmittag<br />

beim LBA in Braunschweig abgegeben.<br />

Anfang Juni habe ich nun<br />

schon Post vom LBA, mit der<br />

Verlängerung und der Rechnung.<br />

Das war Raketengeschwindigkeit<br />

beim LBA. Merci vielmals.<br />

www.Qwsim.com<br />

22 <strong>Flight</strong>!


Deshalb fliegen wir auch heute<br />

von Braunschweig. Tatsächlich<br />

stand dort, als ich flog, ein NIKI<br />

Airbus rum, als Akzent fliegen<br />

wir heute in himmelblauer KLM-<br />

Bemalung.<br />

Einige Bemalungen neben der<br />

orangefarbenen Standardlackierung<br />

von iFly werden bei der<br />

Installation bereitgestellt. Auch<br />

die verschiedenen Versionen<br />

-600, -700, -800, -900 und BBJ<br />

kommen direkt auf die Platte.<br />

Wie bereits erwähnt, weitere Lackierungen<br />

gibt es kostenlos auf<br />

der Seite http://library.flight1.<br />

net/?cat=17. Es werden täglich<br />

weitere hochgeladen.<br />

Unser Flieger, eine -800, Widescreen,<br />

steht bereit. Kalt und<br />

dunkel wird sie mir von der<br />

Technik übergeben, alles in den<br />

Büchern ist okay. Getankt mit<br />

Rampweight von 49 Tonnen. Die<br />

Performance reicht für Braunschweig<br />

(BWE), Alternate ist<br />

Hannover (HAJ). Das Wetter ist<br />

tatsächlich CAVOK. Wind leicht<br />

aus 190 Grad. In Braunschweig<br />

ist die Start- und Landebahn 08<br />

in Betrieb. Wir haben mit dem<br />

Wachleiter telefoniert, denn wir<br />

brauchen auch einen Anflug auf<br />

das ILS und das gibt es nur auf<br />

der Bahn 26. Einen Rundgang<br />

um die Maschine nach dem Start<br />

der APU müssen wir machen.<br />

Vorher den Sicherheitscheck,<br />

Fire Warnings und Gear down<br />

geprüft. Dann geht es bei heute<br />

nun schon 30 Grad Celsius Außentemperatur<br />

um den Flieger.<br />

Mit leisem Pfeifen kommt eine<br />

weiß-blaue Falcon 900 um die<br />

Ecke zur 08 gerollt. Das ist eine<br />

Traummaschine für den Executive-Piloten.<br />

Leicht beneide ich die<br />

VW-Crew.<br />

Ich steige zu meinem Checker<br />

ein, der heute auch den<br />

Payware - Flugzeuge<br />

www.flightm.com 23


Copiloten spielt, verlange die<br />

Cockpit Checklist und bitte um<br />

die Anlassfreigabe. Die kommt<br />

mit der Clearance. Es geht IFR<br />

nach Braunschweig, HLZ5 T,<br />

5000 ft, Squawk 3255, wenn airborne,<br />

Bremen Radar auf 131,32<br />

rufen. Wir lassen an, erst Triebwerk<br />

zwei dann eins, danach<br />

zeige ich an, Klötze weg, und<br />

bitte um die nächsten Checklisten,<br />

After Start, Taxi und Before<br />

Take-off. Ich informiere meinen<br />

Kollegen mit dem Departureund<br />

Take-off-Briefing. Dann auf<br />

der Bahn LNAV gearmt und den<br />

TOGA gedrückt. Schon geht<br />

es los. Die fast leere Maschine<br />

rennt los. V1, Vr und es geht in<br />

die Luft, mit V2+10 gestiegen, in<br />

1500 ft above wird Climb Power<br />

gesetzt und wir fahren die Flaps<br />

von 15 zurück, war halt ein Short<br />

Field Take-off. In 5000 ft bei 12,2<br />

DME von HLZ geht es rechts<br />

rum zum VOR und ich werde<br />

nach dem Holding gefragt. Entry<br />

ist von hier ein Parallel Entry, der<br />

Inbound Track ist 207 Grad Standard<br />

rechts herum und wir fliegen<br />

eine Minute inbound mit 210<br />

Knoten. Rein ins Holding und<br />

der Autopilot macht einen solchen<br />

Murks, dass ein IFR-Schüler<br />

von seinem Lehrer mit absoluter<br />

Verachtung gestraft werden würde.<br />

Eine solche vergurkte Entry<br />

Procedure habe ich noch nicht<br />

gesehen, das muss ich noch ein<br />

paar Mal später testen. Vielleicht<br />

müsste man das der ICAO als<br />

Non Standard Entry „bayerische<br />

Doppelbrezel“ melden. Nun, ich<br />

mache das mal von Hand und das<br />

geht so: Man fliege auf das VOR<br />

zu, hier Heading ca. 090 Grad.<br />

Bei Erreichen des VOR Linkskurve<br />

auf den Outbound Kurs<br />

027 Grad und bleibe dabei auf<br />

der Holding-Seite, also nicht in<br />

die Non-Holding-Seite, das wäre<br />

hier östlich vom VOR, driften<br />

lassen. Nach 60 Sekunden links<br />

herum zum VOR zurück. Nach<br />

Überfliegen des VOR rechts auf<br />

den Outbound und die Zeit korrigieren,<br />

damit nachher beim<br />

Inbound-Fliegen 60 Sekunden<br />

herauskommen. Auch der Driftwinkel<br />

wird auf dem Outbound<br />

dreifach korrigiert, damit die<br />

Drift in den Kurven auch kompensiert<br />

wird. Nach der ersten<br />

Runde geht es zum Celle NDB<br />

(CEL), wir steigen auf FL 100<br />

und beginnen mit dem Airwork.<br />

Steilkurve mit 45 Grad Bank<br />

linksherum, dann rechtsherum,<br />

dann einen Cleanstall. Langsamflug,<br />

vollkonfiguriert und eine<br />

Kurve linksherum und rechtsherum<br />

und dann gleich in den<br />

Approach Stall. Nach der Recovery<br />

kommt die Anflugfreigabe.<br />

Radar Heading 170 Grad descent<br />

3000 ft. Cleared NDB Approach<br />

08. Ich bremse auf 170 kts und<br />

schon kommt die Linkskurve<br />

zum Final mit 083 Grad. Auf<br />

dem ND sieht das alles so schön<br />

aus. Wie war früher der NDB-<br />

Das ausführliche Review der FS9 Version<br />

finden Sie in der März Ausgabe.<br />

epaper.flightm.com<br />

24 <strong>Flight</strong>!


Anflug grausam, wenn man nur<br />

ein oder zwei Wackelnadeln auf<br />

dem ADF hatte, denen man innerhalb<br />

von 005 Grad tracken<br />

musste. Der Sinkflug wird heute<br />

schön angezeigt, früher ging<br />

das mit der Stoppuhr. Flaps bis<br />

15 Grad, dann das Gear und die<br />

Flaps auf 30 Grad. Alle Checklisten<br />

fertig lesen und in 670<br />

ft kommt die MDA. Aufwärts<br />

geht es, bei 6 DME HLZ wieder<br />

zum VOR. In 4000ft kommt<br />

die Anflugfreigabe. Über dem<br />

VOR Linkskurve und auf dem<br />

Intercept Radial 207 in Richtung<br />

Platz, runter auf 2500 ft. Das ILS<br />

wird auf beide ILS-Empfänger<br />

mit 108,3 gesetzt. Wenn das ILS<br />

einläuft, ist alles easy. Wieder<br />

die Flaps bis 30, das Gear raus<br />

und runter bis auf 508 ft. Dann<br />

Overshoot und in die Gegenrichtung<br />

wieder zum NDB-Anflug,<br />

diesmal aber mit einem Motor.<br />

Der rechte braucht erst einmal<br />

Pause. Auch da sind alle Check-<br />

iFly Jets - The <strong>737NG</strong> (DVD Edition)<br />

Entwickler: iFly<br />

Kompatibilität: FSX<br />

Web: www.flight1.com<br />

Preis: Ca. 40 €, abhängig vom E/$ Kurs<br />

Pro & Contra:<br />

Ein hervorragendes Programm mit<br />

nahezu allen Schikanen<br />

Sehr schöne Systemtiefe<br />

Gutes aerodynamisches Modell der B 737<br />

Viele Bemalungen kostenlos<br />

Ausführlicher Konfiguration Manager<br />

Nicht alle Bedienelemente funktionieren im VC<br />

FMS/Autopilot Programmierung<br />

bei komplexen Situationen<br />

Installation:<br />

Flugdynamik:<br />

Avionik:<br />

Systemtiefe:<br />

Außenmodell:<br />

Steuercharakteristik:<br />

Visuelles VC:<br />

Handbuch:<br />

Sound:<br />

Preis/Leistung:<br />

Bewertung:<br />

8,9<br />

8/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

hervorragend<br />

Payware - Flugzeuge<br />

www.flightm.com 25


listen, die übrigens zum Download<br />

vorhanden sind oder den<br />

Handbüchern entnommen werden<br />

können, vorhanden. Das<br />

einmotorige Fliegen ist mit dem<br />

leeren Flieger ein Spaß. Dann<br />

wieder Schub und Anfliegen<br />

zur Fullstop-Landung. Autobrake<br />

auf MAX und rein mit dem<br />

Flieger. Wenn der Flieger zeitig<br />

sitzt, die Autobrake off, damit<br />

die Bremsen nicht so heiß werden.<br />

Auf dem Vorfeld jetzt die<br />

letzte Liste und abstellen. Das<br />

war alles bis auf das FMS im Holding<br />

Entry super. Vielleicht gibt<br />

es bald ein Update für das merkwürdige<br />

FMS-Verhalten. Auch<br />

dass der Flieger bei einem „direct<br />

to Waypoint“ eine Rechtskurve<br />

als Magenta Line anzeigt, dann<br />

aber der AP linksherum drehen<br />

will, ist etwas merkwürdig.<br />

Sonst ist alles super. Die Systemtiefe<br />

lädt zum Üben der Verfahren<br />

ein, wenn man sie denn<br />

kennt, es geht aber auch für Anfänger<br />

ganz einfach los.<br />

Die Außenansicht ist sehr<br />

schön und überzeugt mit einer<br />

26 <strong>Flight</strong>!


hohen Qualität, die Framerate<br />

haben wir mit den Mega Airports<br />

getestet. In Frankfurt läuft alles<br />

jedenfalls ruckelfrei, ich habe alle<br />

Schieber rechts, nur die Bodenfahrzeuge<br />

auf 25 %, und arbeite<br />

mit einem 3,6 GHz I7 mit 8 GB<br />

Speicher auf dem EX58 Board<br />

und einer Intel SSD.<br />

Was gibt es zu mäkeln? Im Virtual<br />

Cockpit sind die Klickspots<br />

etwas klein, man muss genau<br />

treffen, Manche Anzeigen, z.B.<br />

elektrischer Stromverbrauch,<br />

sind etwas unrealistisch dargestellt,<br />

die <strong>Flight</strong>-Director-Anzeige<br />

ist etwas ungenau, insgesamt ist<br />

diese FSX-Version als erste richtige<br />

<strong>Boeing</strong>-737-NG-Simulation<br />

auf sehr hohem Niveau gelungen.<br />

Mal sehen, ob es ein Mitbewerber<br />

jemals besser schafft? Der<br />

Preis ist fair, es gibt jede Menge<br />

Flugzeuge einschließlich ETOPS<br />

Langstrecken-BBJs inklusive.<br />

Eine Anmerkung zum Downloadverfahren:<br />

Der Download<br />

soll nur mit dem Internet Explorer<br />

durchgeführt werden. Andere<br />

Webbrowser, z.B. Chrome,<br />

sollen korrupte Dateien produzieren.<br />

Dass der Vertrieb des<br />

Herstellers Vorkehrungen gegen<br />

Raubkopien treffen darf und treffen<br />

muss, ist zugestanden. Die<br />

Installation der Downloadversion<br />

erfordert eine aktive Internetverbindung,<br />

wie gewohnt kann<br />

man den Flieger zuerst auf der<br />

<strong>Flight</strong>1-Website herunterladen,<br />

ehe man diesen dann bei der<br />

Installation kauft. Schwieriger<br />

wird es, wenn der Flusi-PC kein<br />

Internet hat, bei dem Transfer<br />

von Lizenzen kann es zu Komplikationen<br />

kommen. Wenn Sie<br />

allen Problemchen aus dem Weg<br />

gehen wollen, kann ich ganz klar<br />

die Box-Version empfehlen, die<br />

Installation verläuft problemlos<br />

und man braucht nicht zu überlegen,<br />

welchen Browser man<br />

nimmt.<br />

Zu den Antivirus-Ausschalt-<br />

Hinweisen vieler Entwickler<br />

noch ein Gedanke für alle Verschwörungstheoretiker:<br />

Wer<br />

merkt es eigentlich, wenn chinesische<br />

oder russische oder<br />

klingonische Programmierer<br />

veranlasst werden, Schadprogramme<br />

in ihre Software einzubauen,<br />

wenn der Quellcode nicht<br />

von einer unabhängigen Quelle<br />

geprüft werden kann?<br />

Allen Lesern wünsche ich<br />

viel Spaß.<br />

Sandra Lammers<br />

Payware - Flugzeuge<br />

www.flightm.com 27


Die Leichte mit Antrieb<br />

Die von Aerosoft entwickelte<br />

H36 Dimona ist ein Motorsegler<br />

aus dem Hause Diamond Aircraft<br />

aus Österreich. Sie verfügt über<br />

perfekte Segeleigenschaften, ist<br />

mit ihrem Motor aber auch zu<br />

längeren Strecken fähig. Wurde<br />

dies von Aerosoft glaubwürdig<br />

umgesetzt? Kann man damit die<br />

Thermik gut erwischen und längere<br />

Strecken zurücklegen ? Hier<br />

sind meine Antworten darauf.<br />

Nach einem Aerosoft-typischen,<br />

schnellen Download<br />

steht dem Vergnügen nichts<br />

mehr im Wege. Nach der Installation,<br />

wozu keine Internetverbindung<br />

und kein Aerosoft Launcher<br />

benötigt werden, hat man<br />

genügend Zeit sich die Handbücher<br />

durchzusehen. Mitgeliefert<br />

werden eine Checkliste und ein<br />

Manual über die Systeme, jeweils<br />

in Deutsch und in Englisch. Leider<br />

sind nur drei verschiedene<br />

Lackierungen dabei, jede hat<br />

H36 Dimona<br />

jeweils eine andere Cockpit-Ausstattung.<br />

Sobald ich mich einigermaßen<br />

mit den Handbüchern<br />

vertraut gemacht hatte, stellte<br />

ich meine Dimona, mit Kennung<br />

HB-2155, nach Stadtlohn Vreden.<br />

Gesamtbild<br />

Gleich am Anfang darf ich dem<br />

Entwickler gratulieren: Die Animierungen<br />

sind meisterhaft. Es<br />

herrscht vollkommene Detailgetreue<br />

am gesamten Flugzeug.<br />

Alle Zeiger wurden liebevoll angebracht,<br />

genauso die einzelnen<br />

Verschmutzungen an den Glasscheiben<br />

oder Abreibungen an<br />

der Außenseite des Flugzeugs.<br />

Jede Textur ist einfach sagenhaft<br />

und rasend scharf. Es sind nicht<br />

allzu viele Schalter vorhanden,<br />

jedoch sind alle davon zu betätigen.<br />

Jeder Schalter muss auch<br />

immer im Flug betätigt werden,<br />

ansonsten kann es zu Komplikationen<br />

kommen. Dies ist auch<br />

ein Grund, warum es nicht so<br />

tragisch ist, dass nicht so viele<br />

Schalter vorhanden sind. Immerhin<br />

kann man jeden betätigen<br />

und es sind nicht unnötig<br />

Knöpfe animiert. Weiter in der<br />

Außenansicht kann man wieder<br />

keine negativen Punkte finden.<br />

Nirgends fehlt etwas, alles ist<br />

vorhanden und sitzt am richtigen<br />

Platz. Mir persönlich gefallen die<br />

Reifen sehr gut, die Abreibung<br />

daran wurde spitze dargestellt.<br />

Die Krönung unter der Kategorie<br />

Gesamtbild ist der Sound. Es<br />

wurde einfach alles perfekt untergebracht<br />

und hört sich klasse<br />

an. Befindet man sich im Coldand-Dark-Zustand<br />

und möchte<br />

das Flugzeug vorbereiten, empfiehlt<br />

es sich ganz besonders dem<br />

Batteriesound zuzuhören.<br />

28 <strong>Flight</strong>!


Payware - Flugzeuge<br />

Es ist ein wahres Orchester,<br />

wenn man langsam mithört, wie<br />

sich die Batterie hochfährt und<br />

alle anderen Systeme gleichzeitig<br />

harmonieren. Genau dasselbe<br />

beim Start des Propellers.<br />

Anfangs das leise Andrehen des<br />

Propellers, gefolgt von einem<br />

leichten Schnurren und schlussendlich<br />

ein lautstarkes Aufbrummen<br />

des gestarteten Triebwerks.<br />

Genauso hervorragend<br />

ist der Wingflex-Effekt an den<br />

Flügeln. Spielt man ein bisschen<br />

damit und versucht riskante Manöver,<br />

kann man wunderschöne<br />

gebogene Flügel sehen.<br />

Systemtiefe<br />

Die Systemtiefe in der Dimona<br />

wurde wunderbar übernommen.<br />

Ich hatte vor drei Jahren das<br />

Glück, selbst einmal darin mitzufliegen.<br />

Ich muss offen sagen: Es<br />

sind dieselben Vorgänge nötig<br />

wie in der echten Maschine, um<br />

einen erfolgreichen Flug zu absolvieren.<br />

Beginnen wir mit dem<br />

GPS. Es wurde nicht das normale<br />

GPS eingefügt (Gott sei Dank!),<br />

sondern ein eigenes, angepasstes<br />

GPS. Dieses GPS ist hilfreicher<br />

als alles andere. Es wurden viele<br />

Extras eingebaut, welche man<br />

von einem normalen sich niemals<br />

erdenken ließ. Eine der<br />

vielen Funktionen ist die freie<br />

Positionierung der Streckenpunkte.<br />

Dies heißt so viel wie,<br />

dass man sich überall im GPS einen<br />

Punkt zum Anfliegen setzen<br />

kann. Hilfreich ist dies allemal, so<br />

erspart man sich Zeit, um nicht<br />

jedes Mal einen neuen Flugplan<br />

zu laden. Um jeden Flugplatz<br />

anzufliegen, sollte man sich aber<br />

gut in der jeweiligen Region auskennen,<br />

immerhin muss man<br />

den Platz auf der Karte finden.<br />

Das nächste System ist das „C4<br />

Competition“. Dieses Gerät ist<br />

speziell für Segler entwickelt. Es<br />

misst die Höhe, welche man zwischen<br />

Fuß und Meter einstellen<br />

kann, zeigt die Geschwindigkeit<br />

an sowie die Windgeschwindigkeit<br />

mit Windrichtung. Ebenfalls<br />

www.flightm.com 29


sieht man die Temperatur und<br />

Distanz zu dem nächsten Punkt.<br />

Nun aber zum wichtigsten Teil<br />

der Systemtiefe, den Segel- und<br />

Motorflug-Funktionen. Die Dimona<br />

schafft es mit Leichtigkeit<br />

verschiedenste Strecken nur mit<br />

ihrem Propeller abzufliegen.<br />

Mit genügend Treibstoff, einem<br />

Auge auf die Systeme und etwas<br />

Geduld schafft man es durch jedes<br />

Land von A nach B. Aber dies<br />

ist es ja nicht, warum wir uns<br />

die Dimona angeschafft haben.<br />

Immerhin ist es ein Motorsegler.<br />

Ich testete das Flugzeug in<br />

den verschiedensten Situationen:<br />

Triebwerksausfall im Final, nach<br />

dem Start, im Climb oder während<br />

des Reiseflugs. In jeder Situation<br />

ist es möglich die Maschine<br />

butterweich auf der nächsten<br />

Landebahn aufzusetzen. Gut,<br />

dass dies im Final oder Cruise zu<br />

schaffen ist, war mir klar. Was<br />

mich erstaunte, war, wie schnell<br />

die Dimona trotzdem ohne Propeller<br />

noch Höhe gewinnen<br />

konnte mit einer erstaunlichen<br />

Geschwindigkeit. Selbst drei Sekunden<br />

nach dem Start ist es für<br />

den Motorsegler möglich auf<br />

eine gewisse Höhe zu steigen<br />

und im Anschluss sicher zu landen.<br />

Dies macht die Maschine<br />

etwas ganz Besonderes für mich.<br />

Für andere, welche gewagte Segelkunstflüge<br />

probieren, ist dies<br />

auch genau das perfekte Flugzeug.<br />

Der bekannte „freie Fall“<br />

ist einfach nachzustellen und<br />

man hat das Flugzeug wieder<br />

leicht unter Kontrolle. Selbstverständlich<br />

sind diese Stunts nur im<br />

Segelmodus zu empfehlen. Um<br />

nicht ständig den Knüppel zu<br />

halten, lässt sie sich ganz leicht<br />

trimmen. Man muss nur sehr genau<br />

arbeiten, denn das Flugzeug<br />

erzeugt massenhaft Auftrieb.<br />

Dies gilt auch für die Landung.<br />

Die Geschwindigkeit muss exakt<br />

sitzen, da man viel Auftrieb hat.<br />

Fazit<br />

Aerosoft hat mit der H36 Dimona<br />

X einen weiteren Meilenstein<br />

gesetzt. Für mich ist dieses<br />

Flugzeug nun wirklich perfekt.<br />

30 <strong>Flight</strong>!


Aerosoft H36 DimonaX<br />

Extrem gute Texturen, klasse<br />

Animierungen, wunderbare<br />

Sounds und eine ordentlich Systemtiefe<br />

harmonieren vollkommen<br />

miteinander. Selten habe<br />

ich mit einem Flugzeug ohne<br />

Autopilot so viel Spaß empfunden.<br />

Ich kann jedem diesen Motorsegler<br />

empfehlen, bereuen<br />

tut man damit nichts. Der Entwickler<br />

Joachim Schweigler hat<br />

sich hiermit wahrhaftig einen<br />

kräftigen Applaus verdient. Ich<br />

persönlich hätte gerne mal die<br />

Ehre, ihm persönlich die Hand<br />

zu schütteln.<br />

Laurenz Patocka<br />

Entwickler: Joachim Schweigler<br />

Kompatibilität: FSX<br />

Web: www.aerosoft.de<br />

Preis: 24,95 € Download<br />

Pro & Contra:<br />

Texturen<br />

Systemtiefe<br />

Sounds<br />

Animierungen<br />

Handbuch<br />

Wenige Bemalungen<br />

Installation:<br />

Flugdynamik:<br />

Avionik:<br />

Systemtiefe:<br />

Außenmodell:<br />

Steuercharakteristik:<br />

Visuelles VC:<br />

Handbuch:<br />

Sound:<br />

Preis/Leistung:<br />

Bewertung:<br />

sehr gut<br />

8,6<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

Payware - Flugzeuge<br />

www.flightm.com 31


Wilco’s Harrier Jump Jet<br />

Wilco hat eine völlig neue<br />

Auflage des Harriers für<br />

den FSX herausgebracht. Das<br />

Add-on des einzigartigen Senkrechtstarters<br />

sorgt für reichlich<br />

VTOL-Flugspaß.<br />

Geht nicht, gibt’s nicht – So<br />

könnte das Motto der Schöpfer<br />

des Hawker Siddley „Harriers“<br />

vor fast 50 Jahren gelautet haben.<br />

Das komplexeste düsengetriebene<br />

Flugzeug seiner Zeit wurde<br />

von Hawker Siddeley unter Leitung<br />

von Sidney Camm um 1966<br />

im Auftrag der britischen Regierung<br />

entwickelt. Die ersten Prototypen<br />

hoben 1966 ab, die Serienver-sion<br />

folgte ein Jahr später.<br />

Als Senkrechtstarter bezeichnet<br />

man grundsätzlich Starrflügler,<br />

die ohne oder nur mit sehr kurzen<br />

Startstrecken aus-kommen.<br />

Im Fachjargon ist die Bezeichnung<br />

VTOL (Vertical Take-off<br />

and Landing) gebräuchlich. Warum<br />

eigentlich senkrecht, wenn’s<br />

doch einfacher geht? Die Motivation<br />

lieferte wie bei vielen anderen<br />

Innovationen der Luftfahrt<br />

der (kalte) Krieg. Bereits im Ersten<br />

Weltkrieg wurde klar, dass<br />

künftige militärische Konflikte<br />

über die Beherrschung des gegnerischen<br />

wie eigenen Luftraums<br />

entschieden würden. Der Gegner<br />

kann dabei nicht nur in der Luft,<br />

sondern auch bereits am Boden<br />

bekämpft werden, etwa durch<br />

das Zerstören seiner Flugplätze.<br />

Dazu gehören insbesondere die<br />

Start- und Landebahnen. Hierfür<br />

wurden sogar spezielle Bomben<br />

wie die „Durandal“ entwickelt,<br />

die tief unter den Belag eindringen<br />

und erst dann detonieren.<br />

Dadurch sind die Schäden<br />

wesentlich schwieriger und aufwändiger<br />

zu beheben. Militärjets<br />

mit ihren kilometerlangen Startbahnen<br />

werden so kampfunfähig<br />

gemacht. Ein Kampfjet als Senkrechtstarter<br />

oder mit VTOL-<br />

Eigenschaften hat hier natürlich<br />

entscheidende Vorteile.<br />

Die Idee dazu hatten nicht nur<br />

die englischen Flugzeugentwickler.<br />

Pionierarbeit wurde auch in<br />

Deutschland und den USA geleistet.<br />

Der erste sichere Senkrechtstart<br />

eines Fluggeräts wird bereits<br />

1922 dem Oehmichen No.<br />

2 von Étienne Oehmichen zugeschrieben.<br />

Allerdings war dies<br />

ein Quadrocopter. Die erste düsengetriebene<br />

VTOL-Maschine<br />

mit an-nähernder Serienreife war<br />

die deutsche EWR VJ 101 des<br />

Gemeinschaftsunternehmens<br />

der Ernst Heinkel Flugzeugbau<br />

32 <strong>Flight</strong>!


SEHR GUT<br />

Im Test: HARRIER JUMP JET<br />

Ausgabe: Juli 2011<br />

Payware - Flugzeuge<br />

GmbH, der Messerschmitt AG<br />

und der Bölkow GmbH. Dieser<br />

Typ benutzte schwenkbare Gondeltriebwerke<br />

mit Nach-brenner<br />

und hatte 1965 den ersten Flug<br />

mit „Transition“, den heiklen<br />

Übergang vom Schwebe- zum<br />

Geradeausflug.<br />

Nebst Problemen mit der<br />

Fluglagestabilisierung war der<br />

enorme Treibstoffverbrauch<br />

ein Thema: Die VJ 101 benötigte<br />

nebst den zwei Gondeltriebwerken<br />

noch vier weitere für<br />

die VTOL-Fähigkeit. Entsprechend<br />

horrend war der Treibstoffverbrauch.<br />

Die Nachbrennertriebwerke<br />

zerstörten jeden<br />

normalen Asphalt, so dass nur<br />

auf besonders präparier-ten<br />

Flächen Senkrechtstarts und<br />

-landungen möglich wurden.<br />

Schließlich wurde das Projekt<br />

1968 eingestellt. Nebst Deutschland<br />

versuchten sich auch amerikanische<br />

Flugzeugbauer an<br />

Senkrechtstartern, die ebenfalls<br />

nicht über den Prototypenstatus<br />

hinauskamen.<br />

www.flightm.com 33


34 <strong>Flight</strong>!<br />

Schließlich brachte das Design<br />

des Engländers Ralph Hooper<br />

den Durchbruch. Er entwarf das<br />

Flugzeug um das erste Triebwerk<br />

mit Vektorsteuerung von Gordon<br />

Lewis. Das Konzept wurde<br />

mit dem Rolls-Royce Pegasus 103<br />

weiterentwi-ckelt. Seine stufenlos<br />

schwenkbaren Schubdüsen<br />

(Nozzles) erzeugen die nötige<br />

Auftriebsenergie sowohl für den<br />

Schwebe- als auch den Vorwärtsflug.<br />

Die Landeklappen werden<br />

bei Bedarf auch automatisch gesteuert,<br />

was den Pilo-ten entlastet.<br />

Im Langsam- und Schwebeflug<br />

steuert man den Harrier mit<br />

kleinen Schubdüsen. Allerdings<br />

ist der Senk-rechtstart vor einer<br />

Mission meist nicht möglich,<br />

denn das VTOL-Maximalgewicht<br />

ist auf 20 000 Pfund beschränkt.<br />

Daher wird der Harrier zum<br />

SVTOL-Flieger, der mit einer<br />

sehr kurzen Anlaufstrecke auskommt.<br />

Auf Schiffen wird hierfür<br />

eine kleine Rampe benutzt,<br />

etwa wie auf Flugzeugträgern<br />

der „Invincible“-Klasse. Eine Katapulthilfe<br />

benötigt der Harrier<br />

nicht, daher kann er wesentlich<br />

mehr Zuladung aufnehmen.<br />

Dass der Harrier ein Meisterwerk<br />

der Ingenieurskunst ist,<br />

zeigt sich darin, dass es bis heute<br />

keine Konkurrenz gibt oder<br />

gab. Als Erste könnte die VTOL-<br />

Variante des amerikanischen<br />

F-35 Joint-Strikefighters in Frage<br />

kommen, der jedoch noch nicht<br />

ausgereift ist. Der Harrier kann<br />

verschiedene Missionen fliegen,<br />

darunter nebst Bekämpfung von<br />

Luft- und Bodenzielen auch Aufklärung.<br />

Er hat sich bis heute in<br />

zahlreichen Konflikten bewährt.<br />

Am 15. Dezember 2010 endete<br />

die Ära der ersten Harrier-Generation<br />

in Großbritannien. Anfang<br />

der 1970er Jahre entwickelte<br />

McDonnel Douglas die zweite<br />

und wesentlich modernisierte<br />

Generation des Harriers für das<br />

US Marine Corps. Die als AV-8B<br />

II bezeichnete Variante durchlief<br />

mehrere Kampfwertsteigerungen<br />

und fliegt voraussichtlich<br />

noch bis 2020 in verschiedenen<br />

Luftwaf-fen.<br />

Wilco Harrier für den<br />

FSX<br />

Bisher war der Harrier für den<br />

Flugsimulator nur als Freeware<br />

oder Teil von Add-ons wie <strong>Flight</strong><br />

Deck verfügbar. Der Harrier Jump<br />

Jet von Wilco ist jedoch nicht nur<br />

das erste reine Harrier-Add-on,<br />

sondern auch das einzige, das die<br />

VTOL-Eigenschaften


so realitätsnah simuliert. Das<br />

allein schließt eine Version für<br />

den FS2004 aus. Wilco bietet den<br />

Harrier in seinem Onlineshop als<br />

CD/DVD für 23,10 Euro bzw.<br />

24,75 Euro inklusive MwSt. an.<br />

Bei Aerosoft muss man für die<br />

Box-Version jedoch 29,99 Euro<br />

hinblättern. Die Downloaddatei<br />

liefert sieben Texturen in den<br />

FSX-Hangar: vier der Royal Air<br />

Force (GR3) sowie drei FRS1<br />

Sea Harrier der Royal Navy,<br />

erklärt, aber Details wie die Bedienung<br />

des Radars oder wie<br />

man die Bordkanone zuschaltet<br />

nicht. Auch Checklisten sucht<br />

man vergebens. Ich habe diese<br />

sowie das echte Handbuch des<br />

AV8-B Harriers aufgestöbert und<br />

stelle diese im Downloadbereich<br />

zur Verfügung.<br />

Die Texturen sind hochauflösend<br />

und sehr detailliert. Unterschiede<br />

zum echten Vorbild<br />

erst zum VTOL-Flieger wird. Ein<br />

effektvoller Augenschmaus sind<br />

der rauchende Abgasstrahl und<br />

die Staubverwirbelungen beim<br />

Senkrechtstart. Für Sounds wie<br />

auch die Beleuchtung gilt dasselbe.<br />

Die Cockpits wurden mit<br />

wenigen Einschränkungen<br />

der jeweiligen Originalversion<br />

nachempfunden. Vielleicht<br />

wurde zugunsten einer höheren<br />

Payware - Flugzeuge<br />

darunter auch jene, die am Falklandkrieg<br />

von 1982 beteiligt waren.<br />

Ein Paint Kit ist als Download<br />

verfügbar. Das mitgelieferte<br />

PDF-Manual der Box-Version ist<br />

mit seinen 19 Seiten nicht gerade<br />

üppig für so ein komplexes<br />

Add-on. Mit dem erzwungenen<br />

Ausdruck auf A4 quer und einer<br />

Siebenpunktschrift ist ein Sehtest<br />

inbegriffen. Zwar werden<br />

die wichtigsten Manipulationen<br />

konnte ich keine ausmachen.<br />

Altersbedingte Farbnuancen sind<br />

zu vernachlässigen. Abgerundet<br />

wird das Ganze durch Schutzabdeckungen,<br />

Wimpel sowie die<br />

Leiter und einen Stromgenerator<br />

(GPU), der vom Cockpit zugeschaltet<br />

wird. Alle real beweglichen<br />

Teile sind animiert, vom<br />

Triebwerk-Fan über die Steuerflächen<br />

und natürlich auch die<br />

„Nozzles“, mit denen der Harrier<br />

Framerate auf fotorealistische<br />

Bitmaps weitgehend verzichtet.<br />

Völlig neu sind dafür Reflexionen<br />

des Kabinendachs. Die<br />

Sichtverhältnisse durch das Plexiglas<br />

ändern sich je nach Lichteinfall<br />

rapide. Einige Kom-promisse<br />

wurden auch bei der Ausrüstung<br />

gemacht. Einige Originalunterlagen<br />

waren aufgrund noch<br />

gültiger Geheim-haltung nicht<br />

verfügbar. Einige Varianten des<br />

www.flightm.com 35


Wilco-Harriers benutzen dasselbe<br />

Radar mit Kartendarstellung,<br />

was beim echten Modell nicht<br />

der Fall war. Die Karte (analoge<br />

Version der Moving Map) ist<br />

ein Standbild der Goose Green<br />

Area auf den Falklandinseln und<br />

hat rein nostalgischen Sinn. Sowohl<br />

das Radar als auch andere<br />

Instrumente sind aus einer flugtauglichen<br />

Sitzposition von oben<br />

schwer oder gar nicht lesbar.<br />

Zum Glück ist die Schubdüsenanzeige<br />

(VTOL-Gauge) als Sub-<br />

Panel dargestellt. Geflogen wird<br />

nur im 3D-Panel, optional kann<br />

man das HUD als Sub-Panel dazuschalten.<br />

Eigenartig fand ich,<br />

dass auf einigen Schaltern trotz<br />

Maushändchen keine Funktion<br />

hinterlegt ist. Im Handbuch<br />

finde ich dazu keine Erklärung,<br />

aber immerhin dazu, wie etwa<br />

die „Augenlider“ des Laserzielsuchgeräts<br />

(LRMTS) in der<br />

Bugnase geöffnet werden. Hilfreich<br />

für die Navigation ist FSX-<br />

Standard-GPS, aber im Harrier<br />

natürlich ein klarer „Stilbruch“.<br />

Die Bewaffnung kann man im<br />

Cockpit dazu- oder wegschalten.<br />

Die ADEN-Kanone wird mit der<br />

Taste „H“ aktiviert. Das Serienfeuer<br />

konnte ich jedoch nicht<br />

aktivieren. Am Boden genügt<br />

ein Schalter, um „Groundpower“<br />

zu bestellen. Bezüglich der<br />

Flugsteuerung ist die Systemtiefe<br />

aber 100%-ig umgesetzt. Dazu<br />

gehören die erwähnte automatische<br />

Flaps-Steuerung sowie<br />

Warnanzeigen-HUD .<br />

Fliegen mit dem<br />

Harrier<br />

Den echten Harrier kenne ich<br />

natürlich nicht und kann mich<br />

daher nur auf Fachartikel und<br />

Filme stützen. Im Vorder-grund<br />

steht natürlich das VTOL-Verhalten.<br />

Nach einigen Flügen<br />

wird mir bereits klar, dass Wilco<br />

seinen Harrier zu Recht als das<br />

modernste VTOL-Add-on im<br />

FSX bezeichnet. Es beginnt beim<br />

Abfluggewicht, das für einen<br />

VTOL-Start auf 20 000 Pfund<br />

beschränkt ist. Man kann Gas geben<br />

so viel man will, der Harrier<br />

will höchstens vor- statt aufwärts.<br />

Genauso kritisch sind die Stellung<br />

der Schubdüsen wie auch<br />

die Windrichtung. Dafür hat der<br />

Harrier die „Wetterfahne“ auf<br />

der Nase. Starts oder Landungen<br />

mit Rückenwind sollte man unbedingt<br />

vermeiden. Voll beladen<br />

kann man dank der regelbaren<br />

Schubdüsen (50-Grad-Stellung)<br />

nach wenigen Metern abheben.<br />

Alle notwendigen Manipulationen<br />

entsprechen dem Original-<br />

Flughandbuch. Wer will, kann<br />

die Schubdüsensteuerung wie<br />

im echten Flugzeug mit einem<br />

separaten Hebel einem Joystick<br />

zuordnen. Ich bevorzuge hierfür<br />

die Propellerverstellung mit Ctrl<br />

+ F1 bis F4.<br />

Den Harrier zu beherrschen<br />

verlangt vom Piloten auch etwas<br />

vom Talent eines Helikopterpiloten,<br />

denn im Schwebe- oder<br />

Langsamflug weist der Harrier<br />

ähnliche Tücken auf. Einerseits<br />

wird der Auftrieb nur durch einen<br />

abwärts gerich-teten Luftstrom<br />

erzeugt, ohne den der Harrier<br />

wie ein Stein vom Himmel fällt.<br />

Das Beherrschen eines sicheren<br />

Schwe-bezustands ist die Grundlage.<br />

Der Auftrieb erzeugt dabei<br />

ebenso einen Bodeneffekt, von<br />

dem man aber bei ungünsti-gen<br />

Windverhältnissen oder einer<br />

36 <strong>Flight</strong>!


zu großen Querlage „abrutschen“<br />

kann. Das ist in<br />

Bodennähe natürlich fatal.<br />

Er-schwerend kommt hinzu,<br />

dass die Sicht nach außen<br />

für VTOL-Landungen<br />

sehr eingeschränkt ist, vor<br />

allem durch den normalen<br />

Anstellwinkel von 6 Grad.<br />

Gute Sichtreferenzen sind<br />

aber ein Muss, um die Bewegung<br />

in Bodennähe einschätzen<br />

zu können. Unter<br />

30 Knoten werden die<br />

Steuerdüsen wirksam, denn<br />

ab da haben die Steuerflächen<br />

keine aerodynamische<br />

Wirkung mehr. Die kleinen<br />

Schubdüsen sind wirksamer,<br />

als man glaubt. Fein<br />

dosierte Steuereingaben genügen<br />

für die meisten Manöver.<br />

Denn selbst mit leeren<br />

Tanks wiegt der Harrier<br />

noch gut einige Tonnen, die<br />

eine respektable kinetische<br />

Energie entwickeln. Das<br />

Hauptfahrwerk ist nicht<br />

grundlos in der Mitte, um<br />

harte Landungen wegstecken<br />

zu können. Das Triebwerk<br />

reagiert schnell auf<br />

Leistungsänderungen, kann<br />

aber ein Durchsacken auch<br />

nicht verhindern. Im echten<br />

Vogel hilft da nur noch der<br />

Schleudersitz.<br />

Im normalen Vorwärtsflug<br />

fliegt sich der Harrier<br />

seinem Ruf entsprechend<br />

sehr dynamisch und als<br />

Hochdecker stabil. Das Design<br />

des Harriers reduziert<br />

seine Höchstgeschwindigkeit<br />

auf Mach 0,95, was aber<br />

ausreichend ist. Im Luftkampf<br />

besitzt der Harrier<br />

eine einzigartige Trumpfkarte:<br />

Der Pilot kann innerhalb<br />

kürzester Zeit fast auf<br />

null abbremsen, wo-durch<br />

ein gegnerisches Flugzeug<br />

hoffnungslos überschießt<br />

und einem direkt<br />

vor die Flinte kommt.<br />

Auch enge Kurven sind<br />

mit dem (echten) Harrier<br />

dank der Langsamflugeigenschaften<br />

wesentlich<br />

komfortabler zu<br />

fliegen als in konventionellen<br />

Kampfjets. Mit<br />

voll nach vorn gestellten<br />

Schubdüsen kann man<br />

sogar rückwärts „einparken“<br />

… Mit dem Harrier<br />

kann man konventionell<br />

fliegen, auf dem Flugzeugträger<br />

landen oder<br />

mitten im Wald. Eine<br />

passende Freeware-Szenerie<br />

dazu ist die französische<br />

Dijon Longvic<br />

AFB.<br />

Mein Fazit fällt eindeutig<br />

aus: Der Harrier<br />

Jump Jet von Wilco<br />

ist in jeder Hinsicht ein<br />

gelungenes Add-on und<br />

der beste Harrier, den<br />

es je gab. Qualitativ gibt<br />

es außer dem Manual<br />

so gut wie nichts zu<br />

bemängeln. Wilco hat<br />

damit einen vielversprechenden<br />

Sprung in die<br />

Nische der Military Addons<br />

geschafft.<br />

Berthold Paustian<br />

Harrier Jump Jet<br />

Entwickler: Wilco Publishing<br />

Kompatibilität: FSX<br />

Web: www.wilcopub.com<br />

Shop: www.simw.com<br />

Preis: 29,95 € Box , 27,95 € Download<br />

Pro & Contra:<br />

Erstklassiges Außenmodell und akkurate Texturen<br />

Realistisches Flugverhalten mit VTOL-Eigenschaften<br />

Vollständige, reale Animationen und Sounds<br />

Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

Kurzes, schlecht lesbares Handbuch<br />

3D-Cockpit teilweise schlecht lesbar<br />

Einige Schalter sind nicht belegt<br />

Installation:<br />

Flugdynamik:<br />

Avionik:<br />

Systemtiefe:<br />

Außenmodell:<br />

Steuercharakteristik:<br />

Visuelles VC:<br />

Handbuch:<br />

Sound:<br />

Preis/Leistung:<br />

Bewertung:<br />

sehr gut<br />

9/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

7/10<br />

5/10<br />

9/10<br />

Payware - Flugzeuge<br />

8,1<br />

www.flightm.com 37


Côte d‘Azur Aerosoft Nizza<br />

Der Sommerurlaub steht an<br />

und die Reiseanbieter schlagen<br />

sich gegenseitig die Köpfe ein mit<br />

„unschlagbaren“ Angeboten, sei<br />

es auf den Balearen oder im sonstigen<br />

Mittelmeerraum. Wir sehen<br />

uns heute einmal den Flughafen<br />

von Nizza an, der kürzlich<br />

von Aerosoft letztendlich auch<br />

für den „Alten“ veröffentlicht<br />

wurde.<br />

SEHR GUT<br />

Im Test: Aerosoft Nizza X<br />

Ausgabe: Juli 2011<br />

www.flightm.com<br />

38 <strong>Flight</strong>!<br />

In der Realität ist Nizza dank<br />

seiner mittlerweile fast zehn Millionen<br />

Passagiere jährlich nach<br />

den beiden Pariser Flughäfen<br />

Charles De Gaulle und Orly auf<br />

Platz drei der größten Flughäfen<br />

Frankreichs. Sieben Kilometer<br />

westlich vom Stadtzentrum<br />

Nizza gelegen bietet er nicht nur<br />

einen schnellen Transfer in die<br />

Innenstadt, sondern ist vielmehr<br />

auch als Helikopterlandeplatz für<br />

regelmäßige Shuttleflüge nach<br />

Monaco bekannt. Wer schon einmal<br />

in Nizza war, weiß, dass der<br />

Anflug zunächst im 90°-Winkel<br />

zur Landebahn über das Meer<br />

und bereits sehr früh in den<br />

Endanflug führt. Was man doch<br />

nicht alles zur Besänftigung der<br />

reichen Bevölkerung tut, die den<br />

lieblichen Klang von Flugzeugtriebwerken<br />

wohl so gar nicht<br />

mag.<br />

1944 eröffnet verfügt der Airport<br />

heute über zwei Terminals<br />

und zwei parallele Pisten, die<br />

jedoch aufgrund ihres geringen<br />

Abstands nicht unabhängig voneinander<br />

genutzt werden können.<br />

Aus dem deutschsprachigen<br />

Raum ist Nizza bequem zu erreichen,<br />

beispielsweise bieten Lufthansa,<br />

Germanwings, Swiss und<br />

Austrian Non-stop-Flüge von<br />

München, Köln, Zürich, Wien


X<br />

und einigen anderen Flughäfen<br />

an. Interkontinental betrachtet<br />

hat Nizza mit Non-stop-Verbindungen<br />

unter anderem nach<br />

New York und Dubai eher wenig<br />

zu bieten.<br />

Kauf, Installation und<br />

Handbuch<br />

Wie immer stellt sich der Kauf<br />

in Aerosoft-Manier problemlos<br />

dar. 19,99 Euro für die Box-Version<br />

(bei Redaktionsschluss noch<br />

nicht erschienen) und 17,95 Euro<br />

für die Download-Version später<br />

findet sich der Installer auf meiner<br />

Festplatte. Auch die Installation<br />

ist Aerosoft-typisch. Anzumerken<br />

ist, dass Nizza zwar nicht<br />

mit dem Aerosoft Launcher aktiviert<br />

werden muss, aber nach der<br />

Installation von der Installationsroutine<br />

trotzdem gefragt wird,<br />

ob man den Launcher installieren<br />

möchte.<br />

Das Handbuch ist mit fünfzig<br />

Seiten äußert großzügig gestaltet<br />

und bietet dem Kunden in<br />

deutscher, englischer und französischer<br />

Sprache Optimierungsmöglichkeiten<br />

sowie Informationen<br />

zur Szenerie und zum realen<br />

Flughafen.<br />

Ab in den Urlaub<br />

Mit Germanwings gehts von<br />

Köln Richtung Nizza. Nach rund<br />

eineinhalb Stunden Flug befinden<br />

wir uns bereits im gewöhnungsbedürftigen<br />

Anflugverfahren<br />

auf Nizza. Aus der Ferne<br />

gefällt mir der Flughafen schon<br />

sehr gut. Im FSX verwöhnt Aerosoft<br />

den Kunden über den Flughafen<br />

hinaus noch mit Autogen-<br />

Objekten der Stadtbesiedelung<br />

rund um den Flughäfen, FS2004-<br />

Benutzer kommen jedoch leider<br />

nicht in diesen Genuss. Dennoch<br />

macht der Anflug Spaß, nicht zuletzt<br />

weil der Flughafen aus der<br />

Ferne einfach sehr realistisch aussieht.<br />

Nach dem Verlassen der Piste<br />

fällt die schöne Modellierung<br />

der Gebäude auf, die sich konsequent<br />

durch die gesamte Szenerie<br />

zieht. Besonders angetan hat<br />

es mir das 2002 eröffnete Terminal<br />

2, das von außen eher einer<br />

überdimensionalen Salatschüssel<br />

als einem Terminal ähnelt. Hier<br />

wurde mit viel Liebe zum Detail<br />

gearbeitet, bravo. Das alte<br />

Terminal 1 ist eher unscheinbar<br />

und weniger hübsch, dennoch<br />

wurde auch hier schöne und saubere<br />

Arbeit geleistet. Belebt wird<br />

das Flugfeld durch eine Vielzahl<br />

statischer und dynamischer Objekte,<br />

dank AES Light tummeln<br />

sich auch hier viele Fahrzeuge,<br />

die dem ganzen etwas Leben einhauchen.<br />

Die Landseite des Flughafens<br />

ist relativ schnell überblickt. Positiv<br />

auffallend ist die alleeartige<br />

Straße am Terminal 1, die die<br />

einzige Abgrenzung zwischen<br />

den ebenfalls modellierten Hotels<br />

und dem Flughafengelände<br />

ist. Die handplatzierten Bäume<br />

bestätigen hier auf jeden Fall das<br />

klischeehafte Bild einer französischen<br />

Allee – eine Straße, viele<br />

Bäume.<br />

Payware - Szenerie<br />

www.flightm.com 39


Dennoch gibt es natürlich auch<br />

Kritik. Das Luftbild hört direkt<br />

am Flughafenende auf und ist bei<br />

näherer Betrachtung unscharf<br />

und verwaschen, wie leider bei<br />

vielen Add-ons aus dem Hause<br />

Aerosoft. Andere Entwickler wie<br />

FS Dreamteam zeigen hier, dass<br />

es deutlich besser geht. Dennoch<br />

überwiegt der positive Eindruck<br />

deutlich.<br />

Nachtleben<br />

Des Nachts grenzt sich Nizza<br />

deutlich von anderen Flughäfen<br />

ab, so gibt es beispielsweise keine<br />

Anflugbefeuerung. Der besondere<br />

Reiz bei Dunkelheit liegt in der<br />

Beleuchtung. Diese ist sehr stimmig<br />

umgesetzt und verleiht dem<br />

Flugplatz ein sehr angenehmes<br />

und realistisches Flair. Der Ausblick<br />

auf das dunkle Meer, den<br />

spärlich erleuchteten Flughafen<br />

und die aus vollem Glanze<br />

leuchtende Stadt ist auf jeden<br />

Fall einen Flug in den Abendstunden<br />

wert – besonders wenn<br />

man hinter den Bergen noch die<br />

Sonne untergehen sieht.<br />

Zusammenfassend erschließt<br />

sich mir die Nachtbeleuchtung<br />

als durchaus realistisch, im<br />

Handbuch wird ebenfalls Bezug<br />

darauf genommen, dass Nizza<br />

virtuell wie real über keine Taxiway-Centerline-Beleuchtung<br />

verfügt – hier wurde an die Details<br />

gedacht.<br />

Die Wintertapete kann man<br />

sich an der Côte d’Azur natürlich<br />

sparen, dennoch wäre ein anderer<br />

Grünton in der Fototapete<br />

schön gewesen. Der Unterschied<br />

zu Ground Environment Pro beispielsweise<br />

ist in der kalten Jahreszeit<br />

doch etwas zu deutlich.<br />

Nizza – eine Reise<br />

wert?<br />

Auf jeden Fall. Den besonderen<br />

Reiz in Nizza sehe ich nicht<br />

nur an der wunderschön gemachten<br />

Szenerie, sondern vor<br />

allem in der noch wunderschöneren<br />

Umgebung. Meer, Berge,<br />

die Stadt und ein sehenswerter<br />

wie komplizierter An- und Abflug<br />

geben dem Flughafen einen<br />

individuellen Touch. Über die<br />

teilweise problematische Fototapete<br />

kann man hinwegsehen.<br />

Die Framerates waren bei<br />

allen Tests in einem angenehmen<br />

Rahmen und fielen nie unter die<br />

25-fps-Marke. Wer also keine<br />

Probleme mit aktuellen Szenerien<br />

aus dem Hause sim-wings<br />

oder German Airports Team hat,<br />

sollte auch mit Nizza in einem<br />

vergleichbaren Bereich liegen.<br />

Von Deutschland in unter zwei<br />

Stunden erreichbar bietet Nice X<br />

mit seiner detaillierten und schönen<br />

Modellierung einen Anreiz<br />

für einen gemütlichen Feierabendflug<br />

bei einem schönen Glas<br />

Rotwein (sollten Sie im Cockpit<br />

sitzen, natürlich nur Traubensaft),<br />

um einen anstrengenden<br />

Tag schön ausklingen zu lassen.<br />

Bon vol<br />

Florian Venus<br />

40 <strong>Flight</strong>!


Payware - Szenerie<br />

FS9<br />

FS9<br />

Aerosoft Nice Côte d`Azur X<br />

FS9<br />

Entwickler: Peter Werlitz<br />

Kompatibilität: FS9 und FSX<br />

Vertrieb: www.aerosoft.com<br />

Preis Box Version: 19,95 €<br />

Preis Download Version: 17,95 €<br />

Pro & Contra:<br />

Detailreiche Modellierung<br />

Schönes Gesamtbild (besonders im FSX)<br />

Gute Frames<br />

Stadtautogen nur in der FSX Version<br />

Luftbild teilweise unscharf<br />

Bewertung:<br />

8,2<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Effekte<br />

9/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

7/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

Preis/Leistung:<br />

sehr gut<br />

www.flightm.com 41


Zürich zum Zweiten<br />

Aerosoft präsentiert den Mega Airport.<br />

Es ist eher selten, dass vom<br />

selben Airport in kurzer<br />

Zeit zwei Inkarnationen auf den<br />

Markt kommen. Nach Zürich X<br />

Live erschien nun nach Pfingsten<br />

der Mega Airport Zürich von Aerosoft<br />

als weiterer Kandidat, um<br />

dem in die Jahre gekommenen<br />

FS Dreamteam Zürich den Platz<br />

streitig zu machen. Ich erhielt<br />

von dem Autor Peter Werlitz<br />

eine releasefertige Vorabversion,<br />

auf der dieser Test beruht.<br />

Der Flughafen Zürich ist im<br />

Umbruch, wie eigentlich jedes<br />

Luftkreuz der Welt. So entstehen<br />

zurzeit ein neues Bürogebäude<br />

sowie das komplett erneuerte<br />

Fingerdock B, das kürzer als das<br />

alte Dock und visuell als Nicht-<br />

Schengen-Bereich geplant ist<br />

und die bisherigen Docks A und<br />

Midfield entlasten soll. Allein<br />

durch diese Entwicklungen,<br />

aber auch durch die neuen Szenerietechniken<br />

war eine neue<br />

Umsetzung überfällig. Dass sich<br />

Aerosoft deren annimmt, war zu<br />

erwarten und ist auch positiv zu<br />

bewerten, denn die Designqualität<br />

des German-Airport-Teams<br />

ist ja hinreichend bekannt.<br />

Zur Installation und zum<br />

Handbuch kann ich nicht viel sagen,<br />

da mir beide nicht vorliegen.<br />

Der generelle Eindruck der<br />

Szenerie ist der einer soliden<br />

Wertarbeit, wie man es von<br />

den Mega Airports gewohnt ist.<br />

Die Szenerie ist sehr detailliert,<br />

hat AES Lite mitgeliefert und<br />

außerdem einen ein- und ausschaltbaren<br />

Traffic. Sowohl die<br />

Texturen als auch die Objekte<br />

kommen in gewohnter Aerosoft-<br />

Qualität daher und brauchen sich<br />

keinesfalls zu verstecken.<br />

Airside<br />

Fangen wir mit dem Business<br />

End des Flughafens an. Also dort,<br />

wo die Flieger an- und abfliegen,<br />

der „Airside“ oder eben den Betriebsflächen.<br />

Die drei Terminals<br />

von Zürich sind alle detailliert<br />

dargestellt. Interesse weckt dabei<br />

natürlich das neu erstellte<br />

Fingerdock B, das hier der Aktualität<br />

vorgreift, denn noch ist<br />

es im Bau. Damit ist das Dock<br />

nach den Konstruktionsplänen<br />

und vermutlich nach Bildern des<br />

Flughafens Zürich erstellt worden<br />

und erlaubt eine Art „Sneak<br />

Preview“ auf das neue Gebäude.<br />

42 <strong>Flight</strong>!


SEHR GUT<br />

Im Test: Mega Airport Zürich 2012<br />

Ausgabe: Juli 2011<br />

www.flightm.com<br />

Payware - Szenerie<br />

Und dieses erscheint dann auch<br />

im neuen Glanz, mit dem projektierten<br />

Segel auf dem Dach,<br />

das die Besucherterrasse abdeckt<br />

und vor Sonnenstich schützen<br />

soll. Auf dieser tummeln sich in<br />

der Tat auch ein paar Besucher.<br />

Setzt man den Rundgang in<br />

Richtung der Werft fort, findet<br />

man dort zunächst das Tor 101,<br />

das der Hauptzugang für Fahrzeuge<br />

aller Art zum Flughafen<br />

ist. Es ist vorhanden, korrekt<br />

positioniert, wirkt aber etwas<br />

steril. Die Werft selber ist korrekt<br />

und mit schönen Fototexturen<br />

dargestellt. Unschön ist der<br />

krasse Überh ang zur normalen<br />

Autogen-Szenerie, die hinter<br />

der Werft klobige Blöcke produziert,<br />

die es so nicht gibt. Anstelle<br />

dessen wäre das SAT Training<br />

Center und Hilton Hotel<br />

sinnvoller gewesen.<br />

Fährt man in Richtung Uhrzeigersinn<br />

weiter, ist außerhalb des<br />

Geländes das Restaurant Runway<br />

34 zu erkennen. Es geht also<br />

doch, auch mal über den Zaun<br />

zu schauen, da wäre mehr derartiges<br />

drin gewesen. Weiter geht<br />

es zur Post und den Unique Verwaltungsgebäuden<br />

mit der Flughafenfeuerwehr.<br />

Auch sie sind<br />

korrekt und adäquat modelliert.<br />

Nach den Abstellflächen West<br />

erscheint in einer charakteristischen<br />

Beugung eines der Insider-<br />

Wahrzeichen von Zürich: der Heligrill.<br />

Von hier werden sehr viele<br />

der Spotterbilder auf Piste 16/34<br />

geschossen und der Aussichtspunkt<br />

mit Verpflegungsbude<br />

www.flightm.com 43


ist bei Ansässigen beliebt und<br />

bekannt, also soll er auch da sein.<br />

Fährt man die Umfahrungsstraße<br />

weiter, taucht der Feuerwehrübungsplatz<br />

mit seiner DC 8 auf,<br />

dahinter der Erdwall mit der Meteostation,<br />

die aber irgendwie<br />

ein Dimensionsproblem hat. Peter<br />

hat hier Nachbesserung versprochen,<br />

Bilder sind geliefert.<br />

Auch der Parkplatz nördlich des<br />

Flughafens mit seinen Buden ist<br />

adäquat dargestellt.<br />

Ich nehme den Weg zurück in<br />

Richtung Midfield Dock in Angriff,<br />

eine Straße die mir bestens<br />

bekannt ist, fahre ich sie ja regelmäßig<br />

von und nach der Station.<br />

Der Werkplatz und der Feuerwehrsatellit<br />

Nord tauchen auf,<br />

danach der Radarturm und die<br />

De-Icing Pads, die aber noch völlig<br />

leer dastehen. Auch hier soll<br />

noch nachgebessert werden, vielleicht<br />

rechtzeitig auf den Winter.<br />

Das Dock E ist in seiner ganzen<br />

Größe und auch recht schön<br />

44 <strong>Flight</strong>!


Payware - Szenerie<br />

dargestellt und detailliert. Was<br />

auffällt ist, dass es, wie alle anderen<br />

Gebäude auch, recht leer<br />

aussieht. Menschen konnte ich<br />

keine erkennen. Neben dem<br />

Dock geht in Realität ein Tunnel<br />

unter der Piste 28 durch, der hier<br />

fehlt, stattdessen führt die Rampe<br />

einfach in eine Betonwand.<br />

Ansonsten ist das Terminal ansprechend<br />

und korrekt gemacht.<br />

Nachdem ich mich über die<br />

Umfahrungsstraße zurückgearbeitet<br />

habe, treffe ich im GAC<br />

und der Frachtanlage ein. Alles<br />

korrekt, aber wie auch der Rest<br />

etwas steril. Das Operations<br />

Center, wo sich auch mein anderer<br />

Arbeitsplatz befindet, schaut<br />

korrekt aus, der Tunnel aber<br />

zum Beispiel fehlt und ist nicht<br />

mal angedeutet. Weiterfahrt<br />

zum Terminal A, dieses schaut<br />

von allen am natürlichsten aus,<br />

da es eben halt auch kaum Einblicke<br />

nach innen freigibt. Auch<br />

hier genau, detailgetreu und<br />

adäquat. Wertarbeit eben. Das<br />

Gleiche gilt für den Tower und<br />

die umliegenden Gebäude.<br />

Bodentexturen<br />

Die Bodentexturen sind sehr<br />

schön und gliedern sich gut in<br />

die Umwelt ein. Das Zusammenspiel<br />

mit der in dieser Gegend<br />

omnipräsenten Switzerland Professional<br />

X ist hervorragend gelungen.<br />

Generell kann man hier<br />

überhaupt nicht meckern, alles<br />

wie es soll und besser. Auch der<br />

Tarmac sieht sehr echt aus. Ein<br />

Highlight dieser Szenerie ist dazu<br />

die Saisonalumstellung der Texturen.<br />

Auch hier höchste Noten.<br />

Beim mitgelieferten Traffic<br />

wird es enger. Nachdem ich<br />

mir nicht sicher war, ob ich mit<br />

meiner Traffic-Installation Gespenster<br />

sehe oder nicht, habe<br />

ich mir die Screenshots auf der<br />

Aerosoft-Website angesehen,<br />

und tatsächlich: Die Geister der<br />

Swissair sind überall. So schön<br />

es ist, wieder mal eine A330 oder<br />

auch 747 meines alten Brötchengebers<br />

zu sehen, die sind nun<br />

wirklich veraltet. Ansonsten ist<br />

der Verkehr intensiv, steht aber<br />

meist an falschen Plätzen oder<br />

Gates. Die Screenshots bestätigen<br />

dies, daher scheint hier irgendwie<br />

ein „Flugplatz mit Flieger<br />

Füll “-Algorithmus zu wirken<br />

anstatt realer Verkehr.<br />

Der Autoverkehr würde die<br />

mir bestens bekannten Apron-<br />

Security-Leute wohl endgültig<br />

fertig machen. Da fahren lustig<br />

Catering-Fahrzeuge über die<br />

Pisten, auch Passagierbusse wurden<br />

schon bei solchem Frevel<br />

ertappt. Nee, aber so geht’s nun<br />

wirklich nicht. Hier muss etwas<br />

passieren, denn wir sind hier<br />

schließlich auf einem der sichersten<br />

Flughäfen der Welt, wo jeder<br />

Angestellte genau weiß, dass ihm<br />

die Vertreibung aus dem Paradies<br />

droht, wenn er sich so verhält.<br />

www.flightm.com 45


Landseite: Glanz und<br />

Floria<br />

Außerhalb des Flughafenzauns<br />

hat Aerosoft bisher eindeutig die<br />

Nase vorn. Die Landseite mit<br />

ihren Straßenbrücken und<br />

Gebäuden ist deutlich weiter<br />

entwickelt als bei der Konkurrenz.<br />

Die Gebäude selber haben<br />

das gleiche Problem wie überall:<br />

korrekt, aber steril. Unter anderem<br />

sind Vorder- und Rückseite<br />

des neuen Airport-Hotels identisch,<br />

zumindest der untere Teil.<br />

Hinten raus hingegen gibt es<br />

keinen Gästegarten. Ansonsten<br />

jedoch ist hier Lob angebracht,<br />

so sollte so etwas aussehen. Mehr<br />

als genug Designer vergessen,<br />

dass viele Kunden die Landseite<br />

besser kennen als die Air Side,<br />

daher sollten sie sich hier ein Beispiel<br />

nehmen.<br />

Der Verkehr ist auch hier draußen<br />

etwas von den Schuhen, so<br />

verkehren die Ortsbusse vor das<br />

Terminal, was sie in der Realität<br />

nicht tun, denn ihr Standplatz<br />

ist hinter dem Radisson/Parkhaus<br />

1. Aber na gut. Schön sind<br />

hingegen wieder die Parkhäuser<br />

gemacht.<br />

Sehr positiv muss man die<br />

Bepflanzung beurteilen, sowohl<br />

drin wie auch draußen. Auch<br />

hier hat Aerosoft die Nase vorn,<br />

wo Wald ist, steht auch welcher,<br />

wo keiner ist, nicht.<br />

Aus der Ferne<br />

Es ist, wie bei vielen Szenerien,<br />

ersichtlich, dass diese Szenerie<br />

aus der Ferne erstellt und<br />

ohne die Möglichkeit, sie immer<br />

wieder in Augenschein zu nehmen,<br />

programmiert wurde. Das<br />

mag logistisch erklärbar sein,<br />

macht es aber schwierig, sich<br />

gegen Teams mit direktem Zugang<br />

zu den Lokalitäten zu behaupten.<br />

Dies sei nicht als Kritik<br />

verstanden, denn es liegt in der<br />

Natur der Post-911-Welt, dass es<br />

extrem schwierig ist, sich heute<br />

auf Flughäfen zu bewegen.<br />

46 <strong>Flight</strong>!


Ressourcen …<br />

Wie alle Mega Airports ist auch<br />

Zürich primär etwas für High-<br />

End-Rechner. Die Frameraten<br />

bei mir waren deutlich tiefer als<br />

bei anderen Zürich-Szenerien,<br />

was aber durchaus auch damit zu<br />

erklären ist, dass diese Szenerie<br />

hier die kompletteste ist. Mehr<br />

Objekte, tiefere Frames, auch<br />

das ist eine Wahrheit,<br />

die man wertungsfrei<br />

nehmen sollte.<br />

Fazit:<br />

Wertarbeit, aber<br />

etwas steril.<br />

Der Mega Airport Zürich<br />

ist bis heute von der<br />

Gesamtbetrachtung die<br />

kompletteste Packung<br />

für diesen Airport. Viele<br />

Objekte, die den Konkurrenzprodukten<br />

fehlen,<br />

sind hier vorhanden<br />

und korrekt. Nachgearbeitet<br />

werden sollte<br />

beim Traffic und bei der<br />

Atmosphäre. Hier ist Bedarf<br />

vorhanden. Ein Airport<br />

ohne Menschen ist<br />

immer etwas hart zu ertragen,<br />

vor allem wenn<br />

man weiß, wie das wirklich<br />

aussieht. Vielleicht<br />

wäre es besser gewesen,<br />

die bereits vor dem Release<br />

zugesagten Updates<br />

noch abzuwarten,<br />

aber Zeit ist halt Geld.<br />

Wer eine Boxed Version<br />

oder auch ansonsten die<br />

gefälligen Airports von<br />

Aerosoft mag, kann hier<br />

nichts falsch machen.<br />

Urs Wildermuth<br />

Mega Airport Zürich 2012<br />

Entwickler: Peter Werlitz<br />

Kompatibilität: FS9 und FSX<br />

Vertrieb: www.aerosoft.com<br />

Preis Box Version: 25,99 €<br />

Preis Download Version: 24,95 €<br />

Pro & Contra:<br />

Sehr gute Eingliederung ins Terrain<br />

Sehr gute Bodentexturen<br />

Landseite detailreich und weiter als andere<br />

Gebäude größtenteils vollständig und korrekt.<br />

Szenerie wirkt zum Teil etwas steril.<br />

Traffic entspricht nicht der Realität<br />

Szenerie braucht hohe Ressourcen.<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Effekte<br />

Preis/Leistung:<br />

Bewertung:<br />

sehr gut<br />

Payware - Szenerie<br />

8,4<br />

9/10<br />

8/10<br />

10/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

7/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

8/10<br />

www.flightm.com 47


Siem Reap International A<br />

Alles roger in Kambodscha?<br />

In der Ausgabe 04/11 habe ich<br />

den Hauptstadtflughafen Vietnams<br />

von Thai Creation rezensiert.<br />

Inzwischen hat das Team<br />

ein neues Produkt auf den Markt<br />

geworfen, den „Siem Reap-Angkor<br />

International Airport“. Mal<br />

schauen, ob die bei dem ersten<br />

Stück angesprochenen Schwachstellen<br />

gemeistert wurden.<br />

Doch zunächst etwas<br />

Allgemeines<br />

Der Flughafen Siem Reap-Angkor<br />

befindet sich im Nordwesten<br />

von Kambodscha in Siem Reap<br />

nahe der Tempelanlage Angkor<br />

Wat. Er ist zwar flächenmäßig<br />

gesehen nur der zweitgrößte<br />

Airport des Landes, fertigt dafür<br />

aber die meisten Passagiere ab.<br />

Doch sinken diese Zahlen seit<br />

2007. Zudem ist er ein wichtiges<br />

Drehkreuz für Cambodia Angkor<br />

Air, die eng mit Vietnam Airlines<br />

verbunden ist. Das am 28.<br />

August 2006 eröffnete Terminal<br />

wurde von der Archetype Group<br />

entworfen. Fliegerisch gesehen<br />

gibt es hier einiges zu beachten:<br />

Um die umliegenden Tempel vor<br />

den beim Starten oder Landen<br />

entstehenden Vibrationen zu<br />

schützen, sind diese ausschließlich<br />

in bzw. aus südwestlicher<br />

Richtung erlaubt. Diesbezüglich<br />

gibt es Pläne der Regierung, diesen<br />

Airport durch einen 60 km<br />

von Siem Reap entfernten neuen<br />

zu ersetzen.<br />

Nun zum Eigentlichen.<br />

Ist man an der Szenerie interessiert,<br />

erhält man im Handel eine<br />

48 <strong>Flight</strong>!


irport<br />

Payware - Szenerie<br />

31 MB kleine Datei für schmale<br />

11,90 Euro. Vielversprechendes<br />

Bildwerk mit Tempeln lässt mich<br />

auf eine besondere Umsetzung<br />

hoffen. Die Installation ist, wie<br />

bei Hanoi, einfach, schnell und<br />

unkompliziert. Nach dem abgeschlossenen<br />

Vorgang suche ich<br />

verzweifelt eine Dokumentation.<br />

Doch auch dieses Mal bedankt<br />

sich keiner bei mir. Auch nicht<br />

im Internet. Ich finde jedoch ein<br />

Repair- und Uninstall-Tool. Das<br />

gefällt mir sehr gut, denn man<br />

weiß ja nie, was für Modifikationen<br />

herauskommen werden.<br />

Nach dem Laden im Flusi weiß<br />

ich gar nicht, wo ich anfangen<br />

soll, die entdeckten Details häufen<br />

sich. Gute Bodentexturen<br />

und viele Details am Airport<br />

zeichnen diese Szenerie aus.<br />

Seien es die Pflanzen vor dem<br />

Apron, der Teich am Terminal<br />

oder sämtliche Fahrzeuge – wirklich<br />

hervorragend. Was mich allerdings<br />

etwas irritiert, ist, dass<br />

im ärmlichen Kambodscha derartig<br />

viele Neuwagen auf einem<br />

Parkplatz stehen können, auch<br />

wenn es eine gehobene Gegend<br />

wie hier ist. So viele Details<br />

kombiniert mit außerordentlich<br />

guten Frames habe ich selten<br />

gesehen. Allerdings, und jetzt<br />

kommt das Aber: Wie beim letzten<br />

Mal sind auch bei diesem<br />

Produkt die Animationen nicht<br />

gut gelungen. Die Kofferwagen<br />

fahren von Punkt 1 zu Punkt 2<br />

und verschwinden dann einfach<br />

wie bei „The next Uri Geller“. Allerdings<br />

verschwinden sie nicht<br />

mehr, wie bei Hanoi, mitten auf<br />

dem Apron, sondern am Ende<br />

der Straße. Ein bescheidener<br />

Fortschritt ist zu verzeichnen.<br />

www.flightm.com 49


Der Flughafen ist einfach wundervoll.<br />

Texturen sind scharf in<br />

nahezu jedem Winkel. Wow. Auf<br />

geht es also. Die Qualität des Airports<br />

macht Hoffnung und vor<br />

allem Lust auf mehr. Vorbei an<br />

der Feuerwehrstation geht es auf<br />

die Bahn in den Backtrack mit<br />

unserer Cessna. Die Bodentexturen<br />

begeistern mich ebenfalls.<br />

Beim Rollen fallen mir direkt das<br />

3D-PAPI sowie die 3D-Anflugbefeuerung<br />

auf. Klasse.<br />

Los geht’s … „Thrust set“,<br />

und kurze Zeit später ziehen<br />

wir hoch und steigen auf 1500<br />

ft. Ich wage einen ersten Blick<br />

aus dem Flugzeug und halte den<br />

Blickwinkel auch erst einmal, da<br />

ich annahm, dass die Objekte<br />

nachladen müssen. Doch nichts.<br />

Abgesehen von den Tempeln<br />

und den paar Häusern im Anflug<br />

herrscht Dürre auf nur mittelmäßigen<br />

Bodentexturen im<br />

Umfeld des Flughafens. Zu meiner<br />

Enttäuschung enden diese<br />

abrupt, wie bei Hanoi. Schade!<br />

Nun zu den heiß umworbenen<br />

Tempeln. Interessant umgesetzt.<br />

Mit Liebe zum Detail einschließlich<br />

des umschließenden Walds<br />

und der nötigen Zugangswege.<br />

Das gefällt mir. Auch wenn die<br />

Bodentexturen nicht die besten<br />

sind, ist das eine solide Umsetzung.<br />

Apropos, da fällt mir noch<br />

ein positiver Punkt ein: die Gestaltung<br />

der Gewässer. Nun gut,<br />

so viele gibt es in der Umgebung<br />

nicht. Aber die, die in der Nähe<br />

des Flughafens sind, sind sehr gut<br />

dargestellt. Besonders das große<br />

West Baray Bassin (Screen), war<br />

sicherlich eine Herausforderung.<br />

Ich drehe um gen Airport und<br />

setze vor Enttäuschung hart auf.<br />

Doch beim Taxeln sehe ich wieder<br />

den tollen Flughafen, und<br />

das ist ja auch das, worum es hier<br />

geht. Es wird ein Airport verkauft<br />

und nicht die Umgebung.<br />

Auch wenn diese mittlerweile<br />

durch den allgemeinen Anspruch<br />

dazugehört.<br />

Ich warte auf den Sunset, der<br />

heute für 18:20 Uhr angekündigt<br />

ist. Dann verlasse ich Siem<br />

Reap unter der Flugnummer<br />

PG908 (Bangkok Airways) Richtung<br />

Bangkok Suvarnabhumi<br />

mit einem bunt gepainteten<br />

A320. Und auch hier wird wieder<br />

eine Stärke von Thai Creations<br />

sichtbar. Wie bei Hanoi sind<br />

die Nachttexturen brillant und<br />

erzeugen eine herrliche Aura.<br />

Erste Güte. Da möchte ich doch<br />

gar nicht weg. Doch schon sind<br />

wir im Backtrack, „Thrust set …<br />

V1 … Go! … Positive Rate, Gear<br />

up!“ Ich werfe nochmals einen<br />

letzten Blick auf den Flughafen,<br />

sonst kann man in der Nacht sowieso<br />

nichts sehen, in dieser eher<br />

ländlichen Gegend in einem von<br />

Armut geprägten Land.<br />

Enroute wird bei einem<br />

astreinen „Süppchen“ kambodschanischer<br />

Art einmal<br />

zurückgeblickt:<br />

FAZIT<br />

Mein Gesamtbild ist zwar gemischt,<br />

hat aber eine positive Tendenz.<br />

Ich sehe da einen Airport<br />

absoluter Spitzenklasse mit tollen<br />

Texturen bei Tag und Nacht.<br />

Da hat Thai Creation noch ein<br />

Schippchen drauflegen können.<br />

Das Problem mit den Animationen<br />

hat sich zwar verbessert,<br />

ist aber immer noch vorhanden.<br />

Schade! Woran man aber noch<br />

arbeiten sollte, ist die Gestaltung<br />

50 <strong>Flight</strong>!


der Umgebung. Da besteht<br />

noch deutliches<br />

Potenzial nach oben.<br />

Aber auch hier sieht<br />

man schon eine Verbesserung.<br />

Das Team lernt<br />

und verbessert. Somit<br />

spreche ich eine eingeschränkte<br />

Kaufempfehlung<br />

aus. FlyTampa-<br />

Qualität ist das noch<br />

nicht. Der Flughafen an<br />

sich ist dem aber schon<br />

nahe. Wer also mal etwas<br />

Exotisches anfliegen<br />

will, der kann, für<br />

wenig Geld, beruhigt<br />

zugreifen.<br />

Payware - Szenerie<br />

Ich jedenfalls bin zufrieden,<br />

setze meine<br />

A320 in Bangkok weich<br />

auf und freue mich auf<br />

den bereits veröffentlichten<br />

Flughafen Paro,<br />

Bhutan. Mal sehen,<br />

ob sie bei der Szenerie<br />

ihr volles Potenzial<br />

ausnutzen werden.<br />

Dominic Funke<br />

Sua S‘Dei Angkor, Siem Reap International Airport<br />

Entwickler: Thai Creation<br />

Kompatibilität: FS9<br />

Vertrieb: www.simmarket.com<br />

Preis Box Version: 11,90 €<br />

Pro & Contra:<br />

Günstiger Preis<br />

Gute Airport Texturen<br />

Viele Details, Gewässer,<br />

Tempel, 3D Anflugbefeuerung<br />

Gute Performance<br />

3D Anflugbefeuerung<br />

Animationen, auch wenn verbessert<br />

Magere Gestaltung der Umgebung<br />

Abruptes Ende der Umgebungstexturen<br />

Bewertung:<br />

7,3<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Effekte<br />

7/10<br />

7/10<br />

7/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

4/10<br />

8/10<br />

6/10<br />

Preis/Leistung:<br />

gut<br />

www.flightm.com 51


Melbourne V2,<br />

noch besser?<br />

ORBX Szenerien<br />

In den letzten Ausgaben waren<br />

einige Szenerien des australischen<br />

Herstellers ORBX immer<br />

wieder zentraler Punkt unserer<br />

Reviews. In dieser Ausgabe soll<br />

es um Melbourne gehen, für das<br />

Team aus Down Under keineswegs<br />

Neuland: Es handelt sich<br />

bereits um Version 2, die vor einigen<br />

Monaten erschienen ist.<br />

Wie üblich läuft der Kauf der<br />

Downloadversion über flightsimstore.com<br />

ab – und wie gewohnt<br />

für 32,95 Australische<br />

Dollar (ca. 24 Euro). Nach der Bezahlung<br />

steht ein knapp 500 Megabyte<br />

großer Installer mit dem<br />

Wrapper-System des Shops zum<br />

Download bereit. Eine aktive<br />

Internetverbindung zu Beginn<br />

der Installation ist erforderlich,<br />

bevor die Installationsroutine<br />

die Dateien der Erweiterung in<br />

das Flugsimulator-Verzeichnis<br />

kopieren kann.<br />

Der Blick ins Handbuch verrät<br />

neben einigen Informationen<br />

zum Airport selbst auch Tricks<br />

zu optimalen FSX-Einstellung.<br />

Ein Rechner, der ORBXs Meisterwerke<br />

mit maximalen FSX-Settings<br />

flüssig darstellen kann, wird<br />

wohl schwer zu finden sein. Das<br />

ist aber auch gar nicht nötig, da<br />

die Entwickler dem Benutzer so<br />

viele Möglichkeiten lassen, verschiedene<br />

Details ein- und auszublenden,<br />

sodass jeder in der Lage<br />

ist, ein bestmögliches optisches<br />

52 <strong>Flight</strong>!


Thema: Australien!<br />

HERVORRAGEND<br />

Im Test: ORBX Melbourne V2<br />

Ausgabe: Juli 2011<br />

www.flightm.com<br />

Payware - Szenerie<br />

Ergebnis in Abhängigkeit seiner<br />

Rechenleistung zu erzielen.<br />

Was bei Melbourne in der<br />

zweiten Auflage allerdings<br />

noch nicht verfügbar ist, ist das<br />

Augenschmankerl aller neuer<br />

ORBX-Szenerien: PeopleFlow.<br />

Doch wir können sicher davon<br />

ausgehen, dass diese Zusatzfunktion<br />

bald mit einem<br />

Update nachgereicht wird.<br />

Nachdem die entsprechenden<br />

Einstellungen für den<br />

FSX gesetzt sind, machen wir<br />

uns auf den Weg in die zweitgrößte<br />

Metropole Australiens,<br />

gelegen an der südlichen<br />

Spitze des Kontinents. Mit 3,3<br />

Millionen Einwohnern darf<br />

selbstverständlich ein größerer<br />

Verkehrsflughafen nicht fehlen.<br />

Der Brisbane International Airport<br />

befindet sich im Norden<br />

der Stadt, einem Anflug über<br />

die wunderschöne Küste und<br />

das Stadtgebiet steht also nichts<br />

im Weg. Mit einem jährlichen<br />

Passagieraufkommen von<br />

über 21 Millionen Passagieren<br />

und durchgehenden Öffnungszeiten<br />

darf sich Melbourne in<br />

die Liste der größten Verkehrsflughäfen<br />

weltweit einordnen.<br />

ORBX gefiel dieser Airport<br />

anscheinend so gut, dass sie<br />

Version 1 ihrer Umsetzung, die<br />

bereits durch außergewöhnliche<br />

Qualität glänzte, über<br />

Bord warfen, um mit Version<br />

2 erneut Maßstäbe in puncto<br />

Aussehen und Leistung zu<br />

setzen.<br />

www.flightm.com 53


in nichts nach. Vorausgesetzt die<br />

Einstellungen wurden entsprechend<br />

dem Leitfaden aus dem<br />

Handbuch gesetzt. Unter Umständen<br />

ist ein wenig Experimentieren<br />

nötig, bis man ein optimales<br />

Ergebnis erhält, aber dafür<br />

lohnt es sich auf jeden Fall!<br />

54 <strong>Flight</strong>!<br />

Mit einer Auflösung von 7 cm/<br />

Pixel stößt das Luftbild schon an<br />

die Grenzen der FSX-Grafikengine,<br />

bei Produkten der australischen<br />

Entwickler schon längst<br />

Standard. Dieses hochqualitative<br />

Sattelitenfoto ermöglicht es, auf<br />

einen Großteil der sonst üblichen<br />

Bodenpolygone zu verzichten,<br />

was für viele Benutzer einen Leistungsschub<br />

mit sich bringt.<br />

An den Bodentexturen gibt<br />

es also nichts auszusetzen, die<br />

realistische Wiedergabe von<br />

Schmutz- und Gebrauchsspuren<br />

bedingt durch photoreale Texturen<br />

trägt nicht unerheblich<br />

dazu bei.<br />

In der nächsten Ausgabe finden Sie<br />

weitere ORBX-Szenerien<br />

Die 3D-Objekte im Flughafenareal<br />

sind klasse umgesetzt,<br />

hier wurde definitiv nicht an<br />

Mühe und Arbeit gespart. Sehr<br />

detailliert und mit makellosen<br />

Texturen versehen, stehen die<br />

Gebäude ihren realen Vorbildern<br />

in nichts nach. Vereinzelt sind<br />

an den Fluggastbrücken auch<br />

Menschen zu sehen, allerdings<br />

stehen diese mehr oder weniger<br />

regungslos in der Gegend. Hier<br />

fehlt einfach PeopleFlow, das<br />

den Airport zum Leben erwecken<br />

würde. Minuspunkte gibt<br />

es hierfür dennoch nicht, da davon<br />

auszugehen ist, dass auch<br />

die lebendigen Airportbesucher<br />

in nächster Zeit im FSX Einzug<br />

halten.<br />

Was die Performance angeht,<br />

steht auch Melbourne V2<br />

den Szenerien aus dem Hause<br />

ORBX, die wir in den vorherigen<br />

Ausgaben getestet haben,<br />

ORBX Melbourne Intl. V2<br />

Entwickler: ORBX<br />

Kompatibilität: FSX Service Pack 2<br />

Web: www.fullterrain.com<br />

Vertrieb: www.flightandfun.de<br />

Preis Box Version: 29,95 €<br />

Pro & Contra:<br />

Atmosphäre durch PeopleFlow<br />

Details<br />

Texturen<br />

Performance<br />

Gewohnte ORBX Qualität<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Effekte<br />

Preis/Leistung:<br />

Abschließend kann man sagen,<br />

dass ORBX mit der zweiten Umsetzung<br />

von Melbourne erneut<br />

ein Meisterstück in der Umsetzung<br />

von Szenerien geschaffen<br />

hat, das seinen Preis durchaus<br />

rechtfertigt und leistungsmäßig<br />

einwandfrei betrieben werden<br />

kann. Warum können nicht alle<br />

Add-ons denen aus dem Hause<br />

ORBX ähneln? Aber das wäre ja<br />

fast schon langweilig …<br />

Bewertung:<br />

Florian Schlund<br />

9,0<br />

hervorragend<br />

9/10<br />

9/10<br />

10/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

8/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10


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05 ¦ Mai 2011<br />

Die Katana<br />

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<strong>Boeing</strong> 707<br />

MD 11 Tutorial ORBX Super MD-80<br />

06 ¦ Juni 2011<br />

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Tel: +49 211 690 789 940<br />

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Ablauf abbestellt werden. Bitte beachten Sie, dass eine Abokündigung nur zur kommenden<br />

Ausgabe möglich ist.


Buschfliegen im Doppelp<br />

FTX- NA WA56 & WA79<br />

ORBX Szenerien<br />

Das australische Designerteam<br />

ORBX ist weltbekannt<br />

für ihre hervorragenden<br />

Szenerien. Dies wurde schon<br />

oft besprochen sowie bewiesen,<br />

deswegen möchte ich nicht sehr<br />

darauf eingehen. Ich persönlich<br />

hatte nun erstmals die Ehre, zwei<br />

ihrer Szenerien vorzustellen.<br />

Ich möchte diese zwei Produkte<br />

auch als Ehre bezeichnen, denn<br />

man erhält ein Stückchen Weltwunder<br />

in die Flugsimulator-Szenerie<br />

eingebunden. Ich spreche<br />

aber nicht von kleineren, mittleren<br />

oder größeren Flughäfen für<br />

die zivile Luftfahrt, sondern von<br />

Buschfliegerplätzen der Oberschicht.<br />

Wie gewohnt funktioniert<br />

alles fehlerlos bei der Installation.<br />

Schnell die nötigen Registrierungsdaten<br />

eingegeben und<br />

schon kann die virtuelle Buschfliegerwildnis<br />

erkundet werden.<br />

Davor würde ich jedem aber einen<br />

Blick in die mitgelieferten<br />

Manuals raten. Hier wird sehr<br />

gut erklärt, welche die besten<br />

Einstellungen sind, um die vollkommenen<br />

VFR-Gefühle zu bekommen.<br />

Danach kann man sich<br />

gleich in das nächstbeste Flugzeug<br />

schwingen und ein paar<br />

Runden drehen.<br />

Nun aber genauer dazu, wo<br />

diese Kleinflugplätze liegen. Beide<br />

befinden sich im Nordwesten<br />

Amerikas, genauer gesagt im<br />

Bundesstaat Washington. Eine<br />

direkte Route zwischen ihnen<br />

beträgt um die 155 nautische<br />

Meilen. Der nördlichere trägt<br />

den Namen Israel’s Farm und<br />

hat die Kennung WA56. Der südlichere<br />

heißt Walter Sutton’s Private<br />

Strip und trägt die Kennung<br />

WA79. Keiner von ihnen hat eine<br />

feste Landebahn, das bedeutet<br />

also, man muss in mehreren Feldern<br />

die großen Streifen erkennen<br />

und hoffen, dass dies dann doch<br />

die Runway ist.<br />

56 <strong>Flight</strong>!


ack<br />

Payware - Szenerie<br />

Israel’s Farm<br />

Ich begann also meine Erkundungstour<br />

und setzte mich in<br />

mein Trike. Mein erstes Ziel war<br />

WA56. Startbereit stand ich auf<br />

der Startbahn und konnte nur<br />

staunen. Das animierte hohe<br />

Gras ist atemberaubend. Noch<br />

nie zuvor habe ich so ein Feature<br />

gesehen, vor allem so detailliert.<br />

Das Feeling, direkt in der Wildnis<br />

zu sitzen, war bereits da. Also los<br />

ging es und schnell war ich in der<br />

Luft. Leider musste ich bereits<br />

kleine, aber regelmäßige Frameeinbrüche<br />

bemerken. Meine<br />

erste Runde machte dann aber<br />

alles wieder gut. Die Schärfe der<br />

Bodentexturen ist gewaltig. Alles<br />

wirkt so real, dass ich einfach<br />

nicht aufhören wollte in der Luft<br />

zu bleiben. Ich bin mir nicht sicher<br />

dabei, aber meiner Meinung<br />

nach sind selbst die Bäume vollkommen<br />

überarbeitet worden.<br />

Ich setzte nun zum Tiefflug an,<br />

um Flora und Fauna besser zu erkunden<br />

beziehungsweise andere<br />

Gegenstände unter die Lupe zu<br />

nehmen. Langsam kam ich dem<br />

restlichem Aria näher und meine<br />

Gedanken waren richtig. Die Detaillierung<br />

der restlichen Objekte<br />

ist erstaunlich. Häuser, Autos,<br />

Schuppen, Röhren, Kisten, Tonnen<br />

und Baumaschinen, all das<br />

wurde wunderschön animiert.<br />

Bei jeder Ecke und Kante stimmen<br />

die Texturen noch immer<br />

miteinander überein. Als ich die<br />

Motoren abstellte, konnte ich<br />

nicht glauben, was ich hörte.<br />

Schöne Melodien der Vögel<br />

kamen hervor. Dies dürfte das<br />

angepriesene Audio-Tool sein.<br />

Israel‘s Farm<br />

Israel‘s Farm www.flightm.com 57


Walter Suttons Private Strip<br />

Aber nirgends passt dies so gut<br />

rein wie hier. Ein weiteres Highlight<br />

für eine Buschflieger-Szenerie.<br />

Walter Sutton’s Private<br />

Strip<br />

Weiter geht es nun mit WA79.<br />

Ich hatte nun aber vor, von einem<br />

anderen Flughafen in der Nähe<br />

dort hinzufliegen. Also suchte<br />

ich etwas kleines Passendes aus,<br />

setzte mich in meinen BN-2 Inlander<br />

und los ging es. Kurz bevor<br />

ich direkt beim Flughafen<br />

ankam, stellte ich erneut die<br />

Texturenschärfe des Bodens fest.<br />

Genau wie bei WA56 ist alles<br />

haargenau an das Umfeld angepasst<br />

und sanft eingefügt. Erneut<br />

nahm ich meinen kontrollierten<br />

Sturzflug in die Hand, um Gelände<br />

und Objekte zu erkunden.<br />

Ich wiederhole mich ja ungerne,<br />

aber es ist genau dasselbe Paradies<br />

wie bei Israel’s Farm. Dieser<br />

Platz ist jedoch großzügiger<br />

gestaltet, größere Objekte wie<br />

Trucks und LKWs, aber genauso<br />

größere Häuser und Schuppen.<br />

Auf einmal fiel mir etwas Interessantes<br />

bei der Landebahn auf.<br />

Anfangs dachte ich ein Fehler sei<br />

bei der Installation aufgetreten,<br />

denn die Landebahn sah gewellt<br />

aus. Schnell setzte ich zur Landung<br />

an und mein Blick hat mich<br />

nicht getäuscht. Die Landebahn<br />

58 <strong>Flight</strong>!


war stark gewölbt, etwas zu vergleichen<br />

mit Lukla. Doch hier<br />

war der Fall etwas ernster, andauernd<br />

geht es rauf und dann wieder<br />

runter. So viel Spaß bei einer<br />

Landung habe ich selten erlebt.<br />

Auch hier wurde das Gras schön<br />

animiert, es reicht sogar fast zu<br />

meinen Propellern. Die Szenerie<br />

rundherum ist meiner Meinung<br />

nach besser gestaltet. Straßen<br />

grenzen an die Bahnen an, die<br />

nur durch einen niedrigen Stacheldrahtzaun<br />

getrennt werden.<br />

Auf einer Seite der Landebahn<br />

steht direkt eine Stromleitung davor,<br />

dies macht die Landung oder<br />

den Start sehr aufregend. Auch<br />

hier ist das Zwitschern der Vögel<br />

wunderbar zu hören. Rings um<br />

den Flugplatz sind kleine Berge,<br />

die zwar leicht zu bezwingen<br />

sind, aber ein perfektes Extra<br />

darstellen, das die Gegend besser<br />

hervorhebt.<br />

gefleischte VFR-Freunde brauchbar<br />

sind. Hat man eher Freude<br />

an großen Maschinen und großen<br />

Flughäfen, so sollte man das<br />

Geld für etwas anderes sparen.<br />

Hat man auch keine Lust, sich<br />

beide zu kaufen, so würde ich<br />

Walter Sutton’s Private Strip<br />

empfehlen. Das Geld ist hierfür<br />

wesentlich besser angelegt und<br />

man erhält eher das, was man<br />

sich wünschen würde. Abgesehen<br />

davon sind beide Produkte<br />

sehr empfehlenswert. Vor allem<br />

in Kombination macht hier ein<br />

Flug besonders große Laune.<br />

ORBX – FTX- NA WA56 & WA79<br />

Entwickler: ORBX<br />

Kompatibilität: FSX Service Pack 2<br />

Web: www.fullterrain.com<br />

Vertrieb Box: www.flightandfun.de<br />

Israel´s Farm: 24.95 $<br />

Walter Suttons Private Strip: 24.95 $<br />

Pro & Contra:<br />

Exzellente Umsetzung<br />

Texturen<br />

Audio-Tool<br />

Features<br />

Kleinere Frameeinbrüche<br />

Laurenz Patocka<br />

Fazit<br />

Beide VFR-Flugplätze sind<br />

perfekt. Dass die Performance<br />

manchmal nicht nachkommt,<br />

ist zwar etwas bitter, aber dafür,<br />

was das Add-on dann kann, ist<br />

dies verzeihbar. Die Texturen<br />

und Animierungen sind wirklich<br />

traumhaft. Auch das Aero-Tool<br />

mit den Vogelgesängen ist eine<br />

Spitzenidee. Ich möchte aber sagen,<br />

dass diese Plätze nur für ein-<br />

Modellierung<br />

Texturen<br />

Luftbild<br />

Nachttexturen<br />

Objekte<br />

Frames<br />

Umgebung<br />

Details<br />

Effekte<br />

Preis/Leistung:<br />

Bewertung:<br />

sehr gut<br />

9,1<br />

10/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

9/10<br />

10/10<br />

7/10<br />

10/10<br />

9/10<br />

9/10


iPilot, Kurs auf Europa<br />

iPILOT ist Europas erste Kette professioneller<br />

Flugsimulatoren. Luftfahrtfans können sich hier<br />

unter Anleitung eines professionellen Trainers ins<br />

originalgetreu nachgebaute Cockpit eines Passagierjets<br />

setzen und zu einem virtuellen Rundflug<br />

abheben. Im Programm hat iPILOT die bekanntesten<br />

Kurz- und Mittelstreckenjets: <strong>Boeing</strong> 737<br />

und Airbus A320. FLIGHT hat mit CEO Wolfram<br />

Schleuter über die Zukunftspläne von iPILOT<br />

gesprochen.<br />

<strong>Flight</strong>!: Was unterscheidet iPILOT von bestehenden<br />

Anbietern? Flugsimulatoren an sich sind ja keine<br />

neue Idee…!<br />

Name des Unternehmens: iPILOT Ltd.<br />

Gründungsjahr: 2008<br />

Webseite: www.flyiPILOT.de<br />

Gründer & CEO: Wolfram A. Schleuter<br />

iPILOT Standorte:<br />

London (Westfield Shopping Centre), seit Dez. 2009<br />

Kent (Bluewater Shopping Centre), seit Jun. 2009<br />

München (Flughafen Terminal 2, seit Nov. 2010)<br />

Weitere Standorte in Doha und Dubai<br />

WS: Nur leider kostet eine Simulatorstunde bei<br />

etablierten Anbietern, etwa Fluggesellschaften,<br />

schnell einen oberen dreistelligen Betrag für eine<br />

halbe Stunde. Wir waren davon überzeugt, dass es<br />

einen günstigeren Weg geben muss, um professionelle<br />

Simulatorflüge anzubieten – und hatten recht:<br />

Bei iPILOT kosten 30 Minuten Flug 79 Euro, eine<br />

Flugstunde 149 Euro. Ein „Virtual Type Rating“,<br />

also ein ausführliches Training mit verschiedenen<br />

Ausbildungsschritten, kostet 699 Euro. Für diesen<br />

Preis sitzen Sie anderswo gerade mal 30 Minuten<br />

im Cockpit. Dennoch bieten unsere Simulatoren<br />

ein zu 95 Prozent realistisches Flugerlebnis, so dass<br />

nicht nur Laien, sondern selbst Profis bei iPILOT<br />

abheben können.<br />

<strong>Flight</strong>!: Aber irgendwo muss die Kostendifferenz<br />

doch herkommen…?<br />

WS: Richtig, wir haben an den Stellen abgespeckt,<br />

die für unsere Zielgruppe nicht zwingend erforderlich<br />

sind. Unsere Simulatoren sind beispielsweise<br />

„Fixed-base-Simulatoren“, die statisch auf dem<br />

Boden stehen und sich - im Gegensatz zu den<br />

teuren Modellen bei den Airlines - nicht bewegen.<br />

Außerdem sind unsere Stores an stark frequentierten<br />

Standorten zu finden, wo Sie eben auch<br />

Laufkundschaft gewinnen können. Im Terminal 2<br />

am Münchner Flughafen beispielsweise fliegt der<br />

eine oder andere Abholer gerne mal spontan ein<br />

iPilot CEO Wolfram Schleuter<br />

60 <strong>Flight</strong>!


Interview<br />

halbes Stündchen, falls sich der erwartete Flug verzögert.<br />

Dies sorgt für eine hohe Auslastung unserer<br />

Simulatoren und ermöglicht günstigere Preise.<br />

<strong>Flight</strong>!: Welche sind die beliebtesten Flugrouten im<br />

Simulator?<br />

WS: Besonders spektakulär und deshalb natürlich<br />

extrem beliebt sind die Anflüge auf den ehemaligen<br />

Flughafen Kai Tak in Hongkong sowie die<br />

Karibikinsel St. Maarten. Dort ist die Landebahn<br />

nur wenige Meter von einem Badestrand entfernt.<br />

Aufgrund der Szenerie im Simulator besonders faszinierend<br />

ist auch ein Flug über die Alpennordseite<br />

von München nach Innsbruck. Der Flughafen der<br />

Tiroler Landeshauptstadt liegt in einem engen Tal<br />

– im „echten“ Leben benötigen Piloten eine Speziallizenz,<br />

um diesen Airport überhaupt anfliegen<br />

zu dürfen.<br />

<strong>Flight</strong>!: Neben klassischen Simulatorflügen bietet<br />

iPILOT auch Seminare gegen Flugangst.<br />

WS: Jeder dritte Deutsche fliegt mit einem unguten<br />

Gefühl, jeder fünfte leidet bei Flugreisen unter<br />

massiver Angst und Panikattacken – und einem<br />

Großteil dieser Menschen können wir helfen. In<br />

unseren Seminaren erklärt ein Pilot detailliert die<br />

Funktionsweise eines Flugzeugs, demonstriert<br />

Starts und Landungen und erklärt, welche Geräusche<br />

in welchen Phasen eines Fluges auftreten<br />

und welche Bedeutung sie haben. Dadurch wird<br />

die Angst vor dem Unbekannten, die ja oftmals mit<br />

dem Fliegen verbunden ist, auf fast schon spielerische<br />

Weise abgebaut. Außerdem zeigen die Piloten,<br />

dass Jets auch bei Ausfall eines Triebswerks<br />

- einem der Hauptfaktoren für Flugangst - problemlos<br />

weiterfliegen können. Die Besonderheit:<br />

Das Seminar wird exklusiv für den buchenden Teilnehmer<br />

durchgeführt.<br />

www.flightm.com 61


62 <strong>Flight</strong>!<br />

<strong>Flight</strong>!: Wie läuft der erste eigene Simulator in<br />

München?<br />

WS: Die Resonanz hat alle Erwartungen übertroffen.<br />

Wir werden deshalb nicht nur am Standort<br />

München selbst expandieren und neben einem <strong>Boeing</strong><br />

737 Cockpit künftig auch einen Airbus A320-<br />

Simulator anbieten, sondern haben weitere Stores<br />

in Deutschland, aber auch im Ausland geplant.<br />

<strong>Flight</strong>!: Welche Städte hat iPILOT im Blick?<br />

WS: Ab August sind wir in Doha vertreten. Für<br />

diese Niederlassung haben wir den offiziellen „Segen“<br />

von ganz oben und sind ein gemeinsames<br />

Joint-Venture mit der Königlichen Familie von<br />

Katar eingegangen. Konkret in Planung ist außerdem<br />

die Eröffnung von Stores in Dubai und Prag<br />

bis zum Herbst. In Deutschland stehen Frankfurt<br />

und Düsseldorf auf unserer Wunschliste ganz<br />

oben. Insgesamt wollen wir bis 2013 etwa zehn<br />

Standorte in Europa sowie dem Nahen und Mittleren<br />

Osten betreiben.<br />

<strong>Flight</strong>!: Ist iPILOT nicht mittlerweile auch in Berlin<br />

und Dresden vertreten?<br />

WS: Jein. An diesen Standorten arbeiten wir mit<br />

etablierten Anbietern wie „EVS <strong>Flight</strong>training“<br />

oder „<strong>Flight</strong> Simulators Dresden“ zusammen, deren<br />

Simulatorkapazität zusätzlich unter dem Namen<br />

iPILOT bundesweit vermarktet wird. Wie in<br />

der echten Fliegerei bei Codeshare-Flügen erkennt<br />

der Kunde diese Kooperation an einem Zusatz wie<br />

„iPILOT operated by EVS <strong>Flight</strong>training“.<br />

Die Betreiber vor Ort verpflichten sich, den hohen<br />

Anforderungen von iPILOT an den Simulator einerseits,<br />

andererseits aber auch an das Personal vor<br />

Ort gerecht zu werden. Im Gegenzug macht iPI-<br />

LOT diese Standorte über unser Call-Center sowie<br />

unsere Webseite buchbar. Ähnlich dem Modell der<br />

Airline-Allianzen haben wir uns unter dem Namen<br />

„SIM-TEAM“ mit den Anbietern in Berlin und<br />

Dresden zusammengeschlossen und kooperieren<br />

neben der Vermarktung auch bei der Ausbildung<br />

unserer Instruktoren.<br />

<strong>Flight</strong>!: Das heißt, iPILOT bildet Instruktoren<br />

selbst aus?<br />

WS: Richtig, iPILOT sucht laufend Instruktoren<br />

– und zwar sowohl für unsere bestehenden Standorte<br />

in London und München, als auch für Doha,<br />

Dubai und Prag, wo wir in Kürze an den Start gehen.<br />

Eine fliegerische Ausbildung – beispielsweise<br />

eine Privatpilotenlizenz – ist zwar wünschenswert,<br />

aber nicht zwingend erforderlich. Die Ausbildung<br />

erfolgt durch erfahrene Instrukteure aus der SIM-<br />

TEAM-Allianz an unseren Standorten in London<br />

und München. Außerdem suchen wir aktuell einen<br />

Technik-Manager mit Sitz in Deutschland,<br />

der alle unsere iPILOT Standorte betreut. Neben<br />

entsprechender IT-Erfahrung – idealerweise im<br />

Umgang mit Flugsimulatoren – wäre natürlich<br />

eine hohe Affinität zum Thema Luftfahrt ideal.<br />

Bewerbungen neben wir gerne per Email unter<br />

ws@schleuter.biz entgegen.<br />

Das Interview führte Marc Goergen


Aviatio<br />

Die ehemalige amerikanische Air<br />

Base Bitburg war vom 27. bis 29.<br />

Mai 2011 der Treffpunkt für alle,<br />

die die große Leidenschaft der Fliegerei<br />

teilen. Nahe der Grenze zu<br />

Belgien, den Niederlanden, Luxemburg<br />

und Frankreich war dies ein<br />

idealer Ort für die vierte AviationExpo,<br />

Europe‘s Festival of Aviation.<br />

Im Static Display wurde das „Beste<br />

aus der Allgemeinen Luftfahrt“<br />

gezeigt: vom Ultraleichtflugzeug bis<br />

hin zu Business Jets und Hubschraubern.<br />

Sogar Demo-Flüge mit neuen<br />

und gebrauchten Maschinen waren<br />

möglich. Auf der Messe wurden die<br />

neuesten Produkte und Serviceleistungen<br />

rund um die Luftfahrt vorgestellt.<br />

Außerdem tauschte man wertvolle<br />

Tipps aus und knüpfte neue<br />

Kontakte.<br />

So wie auf dem Stand des <strong>Flight</strong>!-<br />

<strong>Magazin</strong>s, wo die Piloten einer echten<br />

Katana (ja, die D-ETLK aus<br />

der Juni-Ausgabe) erschienen und<br />

Aufnahmen von ihrer Maschine<br />

ermöglichten.<br />

r u n<br />

nicht vo<br />

handen<br />

teilweis<br />

nur an<br />

deutung<br />

Am späten Nachmittag warteten<br />

weitere fliegerische Attraktionen<br />

auf die Besucher. Die 3.056 Meter<br />

lange Start- und Landebahn sowie<br />

das große Vorfeld ermöglichten eine<br />

„Flugschau der Superlative“ mit modernen<br />

Flugzeugen und historischen<br />

Militärmaschinen.<br />

Dabei kam es am Sonntag leider zu<br />

einem Zwischenfall. Die erst kürzlich<br />

restaurierte T33 Shooting Star musste<br />

vom Piloten kontrolliert „auf dem<br />

Bauch“ im Feld gelandet werden. Sie<br />

wird aber hoffentlich bald wieder<br />

fliegen.<br />

Text und Fotos: Daniel Kleef<br />

64 <strong>Flight</strong>!


g<br />

r-<br />

,<br />

e<br />

-<br />

s-<br />

nExpo Europe 2011 Bitburg!<br />

Szene<br />

www.flightm.com 65


66 <strong>Flight</strong>!


3. Ausgabe ¦ Deutschland 5 € ¦ Österreich: 5,80 € ¦ Benelux: 5,80 € ¦ Schweiz: 8,90 CHF www.flightm.com<br />

IM INTERVIEW<br />

AEROSOFT<br />

TUTORIAL<br />

FMC<br />

FLUGZEUG<br />

AirSimmer<br />

Airbus A320<br />

05 ¦ Mai 2011<br />

Das <strong>Magazin</strong> für‘s iPad<br />

web: epaper.flightm.com<br />

Szene<br />

SZENERIE<br />

FlyTampa<br />

Chicago<br />

Jetzt mit der Best of Liste!<br />

<strong>Boeing</strong> 707<br />

ORBX Australien San Francisco Airbus A320 Special<br />

BWR: 0.0635mm<br />

2.50mils<br />

Bar Height: 24.9473mm<br />

Magnification: 96.21%<br />

Printer dpi: 1200<br />

www.flightm.com 67


Wieder in Paderborn! Die FLIGHT!<br />

auf der FSKonferenz bei PAD!<br />

Dieses Jahr fand die alljährliche<br />

Flugsimulator Konferenz ihren Weg<br />

wieder zurück nach Paderborn, also<br />

nach Büren, an die Geschäftsstelle<br />

des Publishers und Veranstalters<br />

der Konferenz. Natürlich war auch<br />

die FLIGHT! beim jährlichen Treffen<br />

der Szene anwesend und hat die<br />

Möglichkeit genutzt die Leser kennen<br />

zu lernen und auch andere Kontakte<br />

aufzufrischen.<br />

Die Besucherzahl der Konferenz<br />

konnte nicht ganz die Vorjahreswerte<br />

erreichen, jedoch war das<br />

Event mit den 19 Austellern sehr<br />

angenehm und offen gestaltet. Nach<br />

den Aufbauarbeiten des Standes ging<br />

es nach einer kurzen Nacht wieder<br />

ins Flughafen-Forum um die allerletzten<br />

Vorbereitungen zu treffen.<br />

Zu diesem Zeitpunkt waren bereits<br />

einige Entwickler und Vertreter von<br />

Softwareschmieden aus aller Welt<br />

anwesend. Von der FLIGHT!-Redaktion<br />

waren<br />

Marc Goergen, Martin Brennecke,<br />

Urs Wildermuth, Sandra<br />

Lammers, Armin Klose und<br />

Florian Schlund anwesend und<br />

haben den Lesern mit Rat und<br />

Tat zur Seite gestanden. Im<br />

Anschluss fand die Verleihung<br />

der sim<strong>Flight</strong> und FS <strong>Magazin</strong>-<br />

Awards statt. Auf eine offene<br />

und freie Wahl wurde dieses Jahr<br />

verzichtet, eine Jury verlieh die<br />

Preise. Seit dem zählt Aerosofts<br />

Gibraltar X auch zu den Major<br />

Airports. Eine Awardverleihung<br />

mit einem faden Beigeschmack.<br />

Zum neunten Mal hat sich die<br />

FSKonferenz gejährt und es hat<br />

sich wieder einmal gezeigt, dass<br />

die FSSzene eine sehr lebendige,<br />

freudige und aufgeschlossene<br />

Gemeinschaft ist. Wir freuen<br />

uns bereits jetzt auf das zehnjährige<br />

Jubiläum des Treffens,<br />

dann im Raum München und<br />

werden im nächsten Jahr mit<br />

Sicherheit auch vertreten sein.<br />

Martin Brennecke<br />

Fotos: Florian Schlund<br />

68 <strong>Flight</strong>!<br />

Der <strong>Flight</strong>! Chefredakteur Marc Goergen und Urs Wildermuth im Gespräch mit den Lesern


www.flightm.com 69<br />

Szene


Die MD11 fliegen -<br />

aber wie?<br />

Teil 4<br />

Tutorial<br />

Im vierten und letzten Teil des<br />

eigentlichen Tutorials werden<br />

wir die MD-11 sicher in Malta<br />

landen. Dazu sind einige Schritte<br />

und Prozeduren notwendig, die<br />

ich im Folgenden erläutern und<br />

verständlich machen möchte.<br />

Zunächst einmal rate ich jedem<br />

Neuling auf der MD-11 die<br />

Anflugvorbereitungen möglichst<br />

früh zu beginnen, um zusätzlichen<br />

Stress in der Anflugphase<br />

zu vermeiden. Ziel ist es nämlich,<br />

genau diesen zu vermeiden.<br />

Des Weiteren sollten Sie im<br />

PMDG-Menü jeweils eine Taste<br />

für das Disconnecten des Auto-<br />

piloten und für das Disconnecten<br />

des Autothrottles definieren –<br />

diese werden Sie später noch<br />

brauchen. Außerdem empfiehlt<br />

es sich einen weiteren Knopf<br />

für den Go-Around-Button zu<br />

belegen.<br />

Kommen wir nun aber zum<br />

eigentlichen Flug. Wir sind mittlerweile<br />

seit fast zwei Stunden<br />

unterwegs – Zeit sich die bevorstehende<br />

Landung und den dazugehörigen<br />

Anflug näher anzusehen.<br />

Widmen wir uns also der<br />

F-PLN-Seite im FMC und scrollen<br />

bis zu unserem Zielflughafen<br />

LMML. Nach einem Klick auf<br />

den entsprechenden LSK haben<br />

wir nun mehrere Auswahlmöglichkeiten.<br />

Da wir ja unseren<br />

Anflug auswählen möchten,<br />

klicken wir einmal auf LSK 1R,<br />

um auf die STAR-Seite zu gelangen.<br />

Damit kommen wir auch<br />

schon zur ersten Besonderheit:<br />

Der Flughafen Malta verfügt<br />

über keine veröffentlichte Standard<br />

Arrival Route (STAR). Da<br />

der Wind heute mit 13 Knoten<br />

aus Richtung 310 relativ ungünstig<br />

steht, müssen wir wohl oder<br />

übel Runway 31 nehmen, die von<br />

GZO aus nicht direkt angeflogen<br />

werden kann. In der Realität bekommen<br />

die Flugzeuge deshalb<br />

70 <strong>Flight</strong>!


entweder Radarvektoren oder<br />

fliegen die sogenannte Malta<br />

Transition ab. Diese führt über<br />

das MLT (Malta) VOR und dann<br />

in einer 180°-Schleife auf das<br />

ILS. Wählen wir also zunächst<br />

einmal auf der rechten Seite<br />

ILS31 aus und klicken anschließend<br />

auf Insert. Dann sollte sich<br />

ebenfalls auf der rechten Seite<br />

die Auswahlmöglichkeit für die<br />

MLT Transition bieten. Diese bestätigen<br />

wir ebenfalls und schon<br />

haben wir den gewünschten Anflug<br />

im FMC.<br />

Den Charts lässt sich entnehmen,<br />

dass wir zunächst auf FL70<br />

absinken, uns in einem Holding<br />

über dem Malta NDB auf 4000<br />

ft herunterschrauben und anschließend<br />

die Prozedur für den<br />

sogenannten Teardrop Approach<br />

anfangen sollen. Klicken wir also<br />

einmal auf MLTNB und anschließend<br />

bei LRK 2R auf HOLD, um<br />

ein Holding einzutragen.<br />

Wir nähern uns unserem Top<br />

of Descent, also drehen wir zunächst<br />

einmal die gewünschte<br />

Höhe ein. Nach Überfliegen<br />

des TOD beginnt die MD-11<br />

automatisch mit dem im FMC<br />

programmierten Profil für den<br />

Sinkflug. Die neue Höhe FL70<br />

muss natürlich beim MLT NDB<br />

noch eingetragen werden, das<br />

FMC kennt nur die Höhe 4000<br />

Fuß , bei der der Anflug beginnen<br />

soll. Also klicken wir einmal<br />

auf MLTNB und tragen 7000 als<br />

neue Höhe ein.<br />

Unterhalb des BARO-Drehknopfs,<br />

auf dem wir das aktuelle<br />

QNH eindrehen, befindet sich<br />

noch ein Drehknopf für die Entscheidungshöhe.<br />

Dort drehen<br />

wir 470 ein, diese Höhe lässt sich<br />

aus den Charts entnehmen und<br />

wird in PFD rechts unterhalb des<br />

künstlichen Horizonts angezeigt.<br />

Wir befinden uns nun also im<br />

Holding über dem Flugplatz und<br />

fangen an auf 4000 ft zu sinken.<br />

Bevor wir nun auf das ILS eindrehen,<br />

drücken wir noch den<br />

Autoland-Button oberhalb des<br />

Autoflight-Knopfes im Autopilotenpanel.<br />

Für den Intercept<br />

empfehle ich eine Geschwindigkeit<br />

von maximal 220 Knoten<br />

und eine Klappenstellung von<br />

15°. Die MD-11 folgt nun also<br />

dem Glideslope und Localizer<br />

des ILS. Mir persönlich macht<br />

es immer sehr viel Spaß die MD-<br />

11 von Hand zu fliegen – durch<br />

einmaliges Klicken auf den Autoflight-Disengage-Button<br />

am<br />

Yoke oder auf einen individuell<br />

von Ihnen definierten Knopf<br />

am Joystick oder an der Tastatur<br />

wird der Autopilot ausgeschaltet,<br />

durch nochmaliges Drücken verstummt<br />

der Warnton. Die gleiche<br />

Prozedur wiederholen Sie<br />

für den Autothrottle und schon<br />

fliegen Sie „von Hand“. Fahren<br />

wir die Klappen also schrittweise<br />

Wissen<br />

www.flightm.com 71


72 <strong>Flight</strong>!<br />

auf 35° aus, für heute die finale<br />

Landekonfiguration. Bei kurzen<br />

Bahnen empfehle ich Klappen<br />

50, damit kann noch langsamer<br />

angeflogen werden. Bei 1000 Fuß<br />

sollte sich das Flugzeug in Landekonfiguration<br />

befinden. Durch<br />

die Landing Checklist überprüfen<br />

wir noch einmal, ob die Spoiler<br />

und Autobrakes gearmt und<br />

ob das Fahrwerk sowie die Klappen<br />

ausgefahren sind.<br />

Bei 40 ft beginnen wir die Nase<br />

anzuheben und den Schub zurückzunehmen.<br />

Die Spoiler fahren<br />

automatisch aus und die<br />

Autobrakes bremsen – wie der<br />

Name schon sagt – das Flugzeug<br />

automatisch ab. Nur noch den<br />

Umkehrschub aktivieren und<br />

auf eine plausible Rollgeschwindigkeit<br />

herunterbremsen.<br />

Nach der Landung warten<br />

noch die After Landing Items –<br />

also fahren wir die Klappen wieder<br />

ein, schalten die Landing- &<br />

Strobelights aus und wiederholen<br />

die Prozedur zum Starten der<br />

APU, wie bereits im dritten Teil<br />

des Tutorials beschrieben. Beachten<br />

Sie, dass für das Einschalten<br />

der APU PWR mindestens<br />

ein Triebwerk abgeschaltet werden<br />

muss. Es empfiehlt sich daher<br />

Engine 2 vor dem Drücken<br />

des APU-PWR-Knopfs abzustellen;<br />

zum einen spart es Sprit und<br />

zum anderen verhindern Sie damit,<br />

dass nach dem Abstellen aller<br />

Triebwerke kein Strom mehr<br />

zur Verfügung steht.<br />

Die MD-11 steht nun also auf<br />

ihrer Parkposition in Malta, das<br />

heißt, wir haben es geschafft. Sicherlich<br />

wird anfangs nicht alles<br />

so reibungslos klappen, wie es<br />

in unserem Tutorialflug der Fall<br />

war, aber mit der Zeit gewöhnt<br />

man sich an alle Handgriffe und<br />

Prozeduren. Die Routine tritt mit<br />

der Zeit ein, und MD-11-Fliegen<br />

macht dann ganz besonders viel<br />

Spaß. Empfehlenswert ist es, den<br />

Flug vor Beginn des Sinkflugs<br />

gemeinsam mit dem Panelstate<br />

abzuspeichern, so können Sie<br />

die Prozeduren beliebig oft wiederholen,<br />

ohne jedes Mal einen<br />

neuen Flug starten zu müssen.<br />

In der nächsten Ausgabe werden<br />

wir die Tutorialreihe der MD-11<br />

mit einem Nachflieger abschließen.<br />

Wenn Sie Vorschläge, Kritik<br />

oder Anregungen haben, mailen<br />

Sie diese einfach an die <strong>Flight</strong>!-<br />

Redaktion.<br />

Bis dahin wünsche ich always<br />

happy landings.<br />

Florian Venus<br />

redaktion@flightm.com


• Hochdetailliertes 3D-Cockpit •<br />

• FMS mit SID/STAR von Navigraph •<br />

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Treibstoff-Systeme simuliert<br />

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74 <strong>Flight</strong>!


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Die Liste wird mit jeder<br />

Ausgabe fortgesetzt ....<br />

www.flightm.com 75


Der erste Nachflieger: Die lange Nacht vo<br />

zum nachfliegen im flugsimulator<br />

Echte FXP Classics! Dies ist<br />

der erste originale Nachflieger<br />

von Urs Wildermuth<br />

Vor einiger Zeit wurde im Forum<br />

die Frage aktuell, welches<br />

denn der längste virtuelle Flug<br />

eines Forenmitgliedes gewesen<br />

sei. Da kam mir ein Unternehmen<br />

wieder hoch, welches ich<br />

eigentlich schon lange vergessen<br />

hatte. Man schrieb das Jahr<br />

2000 und gerade hatte eine damals<br />

noch neue Firma namens<br />

Phönix Simulations den ersten<br />

wirklichen Langstreckenflieger<br />

mit FMS und so weiter herausgegeben:<br />

Die <strong>Boeing</strong> 777 für den<br />

FS 2000. Und gleichzeitig nahm<br />

in den USA die auch mittlerweile<br />

aufgekaufte Continental einen<br />

Non-Stop Flug über den Pol<br />

von Newark nach Hong Kong<br />

auf, einen 15 Stunden Trip ohne<br />

Zwischenlandung. Ich flog damals<br />

diesen Flug nach und habe<br />

beim Stöbern einige interessante<br />

Artefakte wieder entdeckt. Ich<br />

möchte daher diesen Flug hier<br />

nochmal in Erinnerung rufen, als<br />

kleinen Denkanstoss was damals<br />

alles möglich gewesen war.<br />

Wieder zu Hause begann ich,<br />

dieses Wirrwarr zu rüsten. Zuerst<br />

galt es, einen SID von Newark<br />

zu finden, der in die richtige<br />

Richtung zeigt. Nach einigem<br />

rätseln entschied ich mich für<br />

einen MASIT SID. Von dort aus<br />

gibt es eine Direktroute nach<br />

Boston. Nach Boston führt die<br />

Luftstrasse J55 nach Norden, hinein<br />

nach Kanada. Nächste Orte<br />

sind Presque Isle, Sept Iles und<br />

Wabush, von wo aus wir in die<br />

Wildnis Kanadas hineinfliegen.<br />

Über Schefferville und Kuujjuaq<br />

erreichen wir Iqualuit oder<br />

Frobisher Bay. Von hier aus geht<br />

es nun wirklich voll Rohr in die<br />

Arktis hinaus. Airways die nach<br />

Norden führen gibt es hier nicht<br />

mehr, wir sind in der Polarzone.<br />

Über Clyde River fliegen wir auf<br />

die Labrador Strasse hinaus zunächst<br />

in Richtung Thule. Dann<br />

drehen wir nach Westen weg<br />

und überfliegen den Wegpunkt<br />

DOGGY Südwestlich von Thule<br />

auf dem Weg zu einem der nördlichsten<br />

Aussenposten der Zivilisation,<br />

der Station Eureka (YEU)<br />

auf 79° Nord, also bereits nördlicher<br />

als auf unserer letzten Expetition<br />

nach Svalbard. Von hier<br />

sind wir über der Polarnacht und<br />

dem Eismeer und fliegen auf den<br />

Nordpool zu.<br />

Die Routenplanung begann<br />

mit <strong>Flight</strong> Ops Center und einer<br />

Auslegeordnung von Karten.<br />

Schnell zeigte sich, dass die<br />

verfügbaren Karten nicht ausreichen.<br />

Also, auf ins AIS des<br />

Flughafens Zürich, und dort zu<br />

einem mir von der Arbeit mit<br />

ATP AROUND THE WORLD<br />

bestens bekannten Drehgestell<br />

mit Karten aller Art. Nach einer<br />

wahren Photokopierorgie hatte<br />

ich mehr oder weniger eine Idee,<br />

wo diese Route etwa durchgehen<br />

könnte.<br />

Plot der Polroute auf einem Profitool. Die Route führt von Newark zuerst nac<br />

hinein, über Frobisher Bay und nahe Thule. Bis auf ein paar wenige Grad übe<br />

geht’s aufs Russische Festland, via Bratsk in die Mongolei, Ulan Batar, Peking<br />

76 <strong>Flight</strong>!


n Newark nach Hong Kong<br />

Etwas südlich des Pols, auf der<br />

Russischen Seite des Polarmeers<br />

liegt der Wegpunkt DEVID, der<br />

den Anfangspunkt des Airways<br />

B480 macht. Dieser Airway führt<br />

aus der Polarregion mitten ins<br />

Russische Festland hinein. Nach<br />

langem Flug über das Eis erreichen<br />

wir beim NDB Kathanga<br />

(HM) wieder Land. Nächste Station<br />

ist Tura, das NDB mit der<br />

Kennung AI, welches wir auch<br />

auf der Route nach Japan immer<br />

wieder überfliegen. Über<br />

das tiefste Sibirien erreichen wir<br />

Bratsk. Von hier aus sind wir<br />

wieder in bekannteren Gefilden,<br />

wo auch wieder Menschen hausen.<br />

Irkutsk und Ulan Batar in<br />

h Boston, danach nach Canada<br />

rfliegen wir den Nordpol, dann<br />

und schliesslich Hong Kong. UFF.<br />

Urs Wildermuth<br />

der Mongolei sind<br />

die nächsten überflogenen<br />

Landmarken.<br />

Danach fliegen<br />

wir auf Peking<br />

zu und von dort<br />

wiederum entlang<br />

Airways in Richtung<br />

Hong Kong.<br />

Wir beschliessen<br />

den Flug mit einem<br />

BAKER STAR und<br />

einem Anflug auf Chek Lap Kok,<br />

dem neuen Flugplatz von Hong<br />

Kong.<br />

Das Zusammenstellen der<br />

Route war schon sehr aufwendig,<br />

nun aber geht’s erst richtig<br />

ans Eingemachte. Ich rechne<br />

die Route zuerst einmal mit einer<br />

747-400 um eine Idee von<br />

der Zeit zu bekommen. Aber,<br />

uff, das reicht nicht. Die 747-400<br />

kann mit normaler Cruiseperformance<br />

diese Strecke nicht<br />

schaffen. Also, nächster Versuch,<br />

kann’s die MD11? Ja, sie kann,<br />

mit M.82 in knapp 15.44 Stunden.<br />

Beide Flieger stossen übrigens an<br />

der Tankkapazität an, sind also<br />

bei weitem nicht am MTOW,<br />

aber es geht schlicht nicht mehr<br />

Treibstoff hinein. Ok, gut, aber<br />

wir wollen ja eine 777-200. Zusammen<br />

mit einem Arbeitskollegen<br />

finden wir eine „freundlich<br />

gesonnene“ Fluggesellschaft und<br />

bestellen einen echten Flugplan<br />

via deren Planungssystem.<br />

Nach gut und gern 20 Versuchen<br />

klappt es, und der ersehnte Plan<br />

rattert heraus. Wow. Die 777<br />

kann diese Strecke wirklich mit<br />

genügend Reserven bewältigen<br />

und hat erst noch Platz für praktisch<br />

eine volle Ladung. Mit gut<br />

5 Meter Telexmaterial unter dem<br />

Arm begebe ich mich nach Hause<br />

und beginne, den FOC Plan<br />

der MD11 manuell zu editieren,<br />

damit Ihr was zum Fliegen habt.<br />

So wird es gegen Mitternacht bis<br />

ich beschliesse, den Flug auf den<br />

nächsten Tag zu verlegen.<br />

2011: Nach 11 Jahren kann<br />

ich es ja sagen. Die „freundliche<br />

Fluggesellschaft“ war Malaysian<br />

die damals die 777 nach Zürich<br />

operierte. Und die 20 Versuche<br />

blieben nicht unbemerkt. Ein<br />

Supervisor im Ops Center von<br />

MAS schrieb einen Telex, was<br />

wir denn treiben. Ich schrieb zurück<br />

und von da an half der gesamte<br />

Malaysian Dispatch mit,<br />

den Flug zu planen. Und kriegten<br />

eine Zeitung geschickt, welche<br />

längere Zeit dort aufgehängt<br />

war. Ausserdem schickte ich vom<br />

Flug die Meldungen, die hier im<br />

Kasten vorhanden sind, per e-<br />

mail nach Kuala Lumpur. Man<br />

sagte mir, die ganzen drei Schichten,<br />

die der Flug dauerte, hätten<br />

mitgefiebert. Ob sowas heute<br />

noch gehen würde?<br />

Am nächsten Nachmittag beginne<br />

ich mit der Programmierung<br />

des FMC und weiterer<br />

Planung, Real Weather laden,<br />

Zeitplanung. Ich realisiere, wenn<br />

ich vor 1800 UTC (1900LT) starte,<br />

muss ich morgen (mein erster Ferientag)<br />

zu früh raus, denn so 4<br />

Stunden vor der Landung muss<br />

ich wieder an dem Kasten sein.<br />

Ok, also lege ich den Start auf<br />

1800 fest. Danach geht die Suche<br />

nach geeigneten Ausweichplät-<br />

Wissen<br />

Der Nachflieger mit Urs Wildermuth<br />

www.flightm.com 77


78 <strong>Flight</strong>!<br />

zen los. Gemäss Vorschrift muss<br />

ein Flugzeug mit 2 Motoren alle<br />

Stunde einen Landeplatz haben,<br />

oder aber nach ETOPS alle 3<br />

Stunden. Das Ergebnis sind die<br />

roten Kreise auf der Karte oben.<br />

Erster Intermediate wird Goose<br />

Bay (CYYR), gefolgt von Iqualit<br />

(CYFB) und Thule (BGTL). Nach<br />

Thule werden wir nach ETOPS<br />

fliegen. Der nächste Flugplatz<br />

auf der Route ist in Russland,<br />

Kathanga (UOHH). Danach geht<br />

es wieder ohne ETOPS, zumindest<br />

bei gutem Wetter, via Myrni<br />

(UERR), Bratsk (UIBB), Ulan Batar<br />

(ZMUB) und Peking (ZBAA)<br />

und schliesslich Wuhan (ZHHH)<br />

nach Hong Kong. Das Wetter,<br />

entsprechend dem Jeppesen Wetter<br />

von FS2000 hole ich mir von<br />

http://weather.noaa.gov. Gott<br />

sei Dank sind alle Plätze brauchbar.<br />

(Wer nun bei ETOPS Bahnhof<br />

versteht, das Kürzel steht<br />

für Extended Twin Operation,<br />

oder „Engines Turning or People<br />

Swim“ wie böse Zungen behaupten.<br />

Dann geht es an die Fuelplanung.<br />

Der Originalflugplan errechnet<br />

einen Verbrauch von<br />

231500 lb. Mit Ausweichflugplatz<br />

Macao und den gesetzlichen<br />

Reserven müssen mindestens<br />

256400 lb in die Tanks, das heisst,<br />

knapp 40000 lb unter dem Maximum.<br />

Da ich aber noch freien<br />

Platz habe und ausserdem den<br />

Verbrauch des FS Flugzeuges<br />

nicht kenne, beschliesse ich, die<br />

Tanks mit 296600 lbs, also bis an<br />

den Stehkragen zu füllen. Ein<br />

weiser Entschluss, wie ich bald<br />

sehe. Wir sind damit am MTOW<br />

von 650000 lb angelangt.<br />

Nachdem die Planung schliesslich<br />

abgeschlossen ist, geht es<br />

„zum Flugzeug“. Zuerst muss<br />

die FMS Route geladen werden,<br />

dank FOC und der erstellten<br />

GPS Route kein Problem. Nach<br />

Pushback und Start up rolle ich<br />

zur Piste 22R in diesigem Wetter.<br />

Um 1818 stehe ich endlich<br />

auf der Piste und gebe Vollgas.<br />

Gleichzeitig poste ich die Departure<br />

Message auf Simpilot.NET.<br />

(Siehe „<strong>Flight</strong>watch“ im Kasten).<br />

Nach dem Start steige ich auf<br />

FL330 und fliege, wie im Originalflugplan<br />

vorgesehen mit<br />

Mach.84. Das FMS zeigt gleich<br />

im Climb erste Probleme auf,<br />

denn es sagt aus, dass ich<br />

60‘000 lb mehr Treibstoff bis<br />

zur Destination brauchen würde.<br />

Hmm. Nun, ich fliege mal<br />

mit M.84 weiter um zu sehen,<br />

wie der Trend anhält. Über den<br />

Abendhimmel fliege ich in Richtung<br />

Boston (Longisland.jpg)<br />

und entlang der Route. Nach 4<br />

Stunden sind wir über Iqualit<br />

mit 230‘000 lb Fuel an Bord. Minimum<br />

ist 191.2, also haben wir<br />

mehr als genug. Doch das FMC<br />

sieht das anders und ist immer<br />

noch der Ansicht, wir würden<br />

es nicht bis Hong Kong schaffen.<br />

Ich beobachte den Trend<br />

weiter. In der Zwischenzeit hole<br />

ich über die ATIS die Wetter von<br />

Frobisher und Thule, die sind immer<br />

noch gut. Über JULET und<br />

DOGGY macht das FMC immer<br />

noch Theater, so beschliesse<br />

ich, über Eureka (YEU) die Geschwindigkeit<br />

zu reduzieren auf<br />

MACH.83, obwohl ich nach Plan<br />

immer noch genug habe. (On<br />

board: 193.0, Required, 155.6,<br />

also fast 18 Tonnen Reserve.) Immerhin,<br />

das FMC gibt jetzt Ruhe<br />

und meint, dass wir es wohl<br />

schaffen würden bis HKG mit 8<br />

Tonnen remaining. Na ja, entweder<br />

weiss das FMC mehr als ich<br />

oder es ist falsch, aber besser auf<br />

der sicheren Seite.<br />

Inzwischen stelle ich auch<br />

eine lustige Erscheinung im ND<br />

fest, welche die Programmierer<br />

wohl nicht bedacht haben.... da<br />

in dieser Simulation die Einstellung<br />

für TRUE TRACK auf dem<br />

EFIS fehlt, fliegen wir immer<br />

noch Magnetic Track. Hier oben<br />

aber ist die Variation brutal, und<br />

so erscheint der Kurs etwas unbrauchbar.<br />

Mit einem geographischen<br />

Kurs von 330 zeigt unser<br />

Heading zwischen 240° und<br />

040° auf einen Leg, ohne dass<br />

wir eine einzige Kurve fliegen.<br />

Das sieht sehr lustig aus.<br />

Nachdem ich meinen Flieger<br />

jetzt auf Kurs weiss, und auch<br />

nochmals einen Mode abgespeichert<br />

habe, überlasse ich den<br />

Flieger dem Copiloten (FMC)<br />

und lege mich ins Bett.


START OF COMPANY FLIGHT PLAN COA100 00.11.17 KEWR-VHHH.000 RLS001<br />

AIRCRAFT N8610A STD 18.00Z ATD ..... ABN .....<br />

TYPE 777-200 STA 10.20 T/D ..... ATA .....<br />

ROUTE INFORMATION<br />

CREW INFORMATION<br />

DIST 7732 TRACK INDEX 110 DISP: / .................<br />

ESAD 7732 COMPONENT H18 PIC: / .................<br />

CRSM R.C CLIMB<br />

WARNINGS :<br />

FUEL CALCULATION: WEIGHT/FUEL BREAK DOWN: (ALL IN 1000lb)<br />

BIAS 1000 ZFW 341.8<br />

TAXI 0.8 00.20 TOF 254.6<br />

VHHH 231.5 15.44 TOW 596.4<br />

RR20 4.5 00.19 TIF 231.5<br />

VMMC* 8.8 00.26 LW 364.9<br />

HOLD 5.8 00.30 REM 23.1<br />

ETOPS 3.2<br />

HF 0.0 AIRPORTS:<br />

MIN 254.6 16.55<br />

ADD 42.0<br />

ACT 296.6<br />

NOTES :<br />

- Route exeeds 105% of GC !<br />

AWY POS FREQ FL MT DIST TME ATO ETO ETA EET FOB MIN<br />

------------------------------------------------------------------------------<br />

KEWR 00.00 254.6<br />

AKILL2 ILSQ2 005 347 002.1 0.00 ..../..../..../00.00 ...../<br />

AKILL2 MERIT 179 033 063.9 0.11 ..../..../..../00.11 ...../<br />

* TOC HFD D-009<br />

N53B HFD 114.90 330 046 030.8 0.05 ..../..../..../00.17 ...../<br />

N53B BOS 112.70 330 038 081.8 0.10 ..../..../..../00.27 ...../239.6<br />

J55 ENE 117.10 330 357 066.3 0.08 ..../..../..../00.35 ...../232.4<br />

J55 FRIAR 330 009 068.7 0.09 ..../..../..../00.43 ...../<br />

J55 PQI 116.40 330 007 159.0 0.20 ..../..../..../01.03 ...../<br />

J561 YYY 115.90 330 336 110.5 0.14 ..../..../..../01.17 ...../222.6<br />

J561 YBC 117.70 330 339 031.3 0.04 ..../..../..../01.21 ...../<br />

J561 YWK 112.30 330 346 235.6 0.29 ..../..../..../01.50 ...../<br />

J561 YKL 112.70 330 334 111.5 0.14 ..../..../..../02.04 ...../<br />

J561 YVP 112.50 330 313 204.8 0.25 ..../..../..../02.30 ...../201.7<br />

J561 YFB 117.40 330 323 339.1 0.42 ..../..../..../03.12 ...../191.1<br />

DIR YCY 0256.0 330 311 405.1 0.50 ..../..../..../04.02 ...../177.2<br />

BR20 JULET 330 306 137.1 0.17 ..../..../..../04.19 ...../<br />

DIR DOGGY 330 269 243.5 0.30 ..../..../..../04.50 ...../<br />

DIR YEU 0205.0 350 253 250.6 0.32 ..../..../..../05.22 ...../155.7<br />

DIR 8790N 350 244 421.7 0.53 ..../..../..../06.15 ...../<br />

DIR DEVID 350 135 178.7 0.23 ..../..../..../06.38 ...../135.7<br />

B480 BISON 350 295 638.9 1.21 ..../..../..../07.58 ...../<br />

B480 TOLIK 350 197 244.4 0.31 ..../..../..../08.29 ...../<br />

B480 HM 0350.0 350 191 200.1 0.25 ..../..../..../08.55 ...../<br />

B480 KEMIT 350 195 115.0 0.15 ..../..../..../09.09 ...../<br />

B480 OVEDA 350 192 152.5 0.19 ..../..../..../09.28 ...../<br />

B480 AI 0430.0 350 190 197.8 0.25 ..../..../..../09.53 ...../91.0<br />

R30T POMAR 350 178 135.6 0.17 ..../..../..../10.10 ...../<br />

R30T VELNA 350 176 175.9 0.22 ..../..../..../10.33 ...../<br />

R30T KEZMA 350 178 008.0 0.01 ..../..../..../10.34 ...../<br />

R30T RITON 350 174 046.4 0.06 ..../..../..../10.40 ...../<br />

R30T BRT 113.60 350 174 110.4 0.14 ..../..../..../10.54 ...../78.2<br />

A91W DOMOR 350 155 134.4 0.17 ..../..../..../11.11 ...../<br />

A91W CS 0420.0 350 156 060.2 0.08 ..../..../..../11.18 ...../<br />

A91 NH 0699.0 350 148 043.8 0.06 ..../..../..../11.24 ...../<br />

A91 IRK 112.30 350 184 029.0 0.04 ..../..../..../11.28 ...../<br />

A91 AM 1005.0 350 143 027.3 0.03 ..../..../..../11.31 ...../<br />

A91 RT 0695.0 350 143 112.0 0.14 ..../..../..../11.45 ...../<br />

A91 SERNA 350 357 002.5 0.01 ..../..../..../11.46 ...../<br />

A91 UDA 116.00 350 173 146.9 0.17 ..../..../..../12.03 ...../<br />

www.flightm.com 79<br />

Wissen<br />

Der Nachflieger mit Urs Wildermuth


flightwatch<br />

MVT<br />

CO001.N8610A.EWR<br />

AD1800/1818 EA1002HKG<br />

TOW:653.1 TOF294.5<br />

ATC <strong>Flight</strong>plan:<br />

-FPL-CO001-IS<br />

-1/772-H-SRDIHXWYZ/S<br />

-KEWR1800<br />

-N0495F330 MERIT N53 BOS J55 PQI J561 YVP/M084/F330 J561 YFB<br />

DCT YCY BR20 JULET DCT DOGGY DCT YEU/M084F350 DCT<br />

8851N14100W/N0488F350 DCT DEVID/N0482F381 B480 AI/K0882S1210<br />

R30T BRT A91W 5530N10222E CS A91 NH/K0885S1160 A91 UDA A575<br />

INTIK/K0876S1140 A575 LR/K0895S1200 DCT VYK A461 DARPO DCT<br />

LZ/K08821S1300 DCT BEMAG R473 SIERA DCT<br />

-VHHH1544 VMMC<br />

-EET/KZBW0003 CZUL0103 CZEG0258 BIRD0408 CZEG0428 PAZA0611<br />

UHMI0615 XXII0619 UEST0621 UODD0642 UOHH0803 UOOO0842<br />

UOTT0901<br />

UNII0942 UIBB1012 UIII1036 ZMBZ1113 ZMSZ1147 ZBPE1212<br />

ZHWH1328<br />

ZSZU1431 VHHK1535<br />

REG/N8610A SEL/QREK<br />

E/1655 P/TBN R/UVE S/M J/LF D/08 290 GRAY<br />

NAV/AUSERP PER C<br />

C/Wildermuth)<br />

FLIGHT WATCH<br />

CO001POS YFB2132 FL330 EST YCY2219 NEXT JULET<br />

FOB 230.1 ETA VHHH 1027<br />

CO001POS YCY2218 FL330 EST JULET2235 NEXT DOGGY<br />

FOB 215.1 ETA VHHH 1027<br />

CO001POS JULET2236 FL330 EST DOGGY2306 NEXT YEU<br />

FOB 210.8 ETA VHHH 1027<br />

CO001POS DOGGY2306 FL330 EST YEU2338 NEXT 8790N<br />

FOB 201.1 ETA VHHH 1044 Expect FR 18.9<br />

LVG 330 TO 350, MACH .83<br />

I decide here to slow our cruise to MACH .83 (previously<br />

.84) as the FMC gave a negative FR figure. This sets us back<br />

in ETA by 17 minutes. So now, we will land at Hong Kong at<br />

1044 UTC with roughly 18000 lbs in tanks. That figure actually<br />

flucturates between 18.9 and 10.9 at the moment.<br />

CO001POS YEU2337 FL350 EST 8790N0030 NEXT DEVID<br />

FOB 193.0 ETA VHHH 1042 Expect FR 14.0<br />

CO001POS VYK0758 FL350 EST VXI0823 NEXT AKOMA<br />

FOB 62.6 ETA VHHH 1053 Expect FR 21.6<br />

MVT<br />

CO001.N8610A.HKG<br />

AA1059/1108<br />

FR 22.0<br />

Nach einem ausgiebigen Crewrest<br />

komme ich über Peking wieder ins<br />

Cockpit und sehe, dass alles soweit in<br />

Ordnung ist und wir immer noch gut<br />

18000 lb über dem Minimum. Also kein Problem<br />

für den Rest des Fluges. Mittlerweile<br />

ist auch das FMC der gleichen Meinung, also<br />

fliegen wir weiter mit M.83 über China. Nach<br />

weiteren 2 Stunden kommen wir über dem<br />

ersten Wegpunkt des Arrivals Baker 1 an. Dieses<br />

Arrival führt über Siera und Cable nach<br />

Baker. Ich höre die ATIS auf 128.20 ab. Wind<br />

360/12kt, 10 km, SCT3500 BKN8500 Temp<br />

19 Dewpoint 14, QNH 3010. Im Prinzip wäre<br />

das ein Anflug auf 07L oder R. Im FMS ist<br />

aber immer noch Kai Tak drinnen... wie sieht<br />

das wohl mit der Szenerie aus? Ist der neue<br />

Platz da oder müssen wir Kai Tak anfliegen?<br />

Nun wird es nochmals spannend. Ich halte<br />

das Sinkprofil ein, mit FL190 über Siera, 130<br />

über Baker. Anflugkarten für Kai Tak habe<br />

ich auch, kein Problem, Originale von Stefan<br />

Schäfer, die müssen ja stimmen. Microsoft hat<br />

wohl hier noch die alten Daten drin, daher ist<br />

Hong Kong noch auf dem alten Flugplatz!<br />

Uff. Na ja, müsste zu machen sein. Der VOR<br />

TD ist da, während TP schweigt, das würde<br />

auf den neuen Platz hinweisen. ILS bekomme<br />

ich keines von Kai Tak, bin aber noch zu weit<br />

weg. Also, was nun? GPS einschalten, und der<br />

zeigt eindeutig Chek Lap Kok. Ok, das wäre<br />

geklärt, dann ist also nur die FMC Datenbank<br />

falsch. Aha, aber im GPS zeigt sich nur eine<br />

Piste. Aber welche? Nun, es wird echt interessant<br />

hier. Das Wetter wird auch ziemlich<br />

turbulent hier. Wir sinken auf 4500 ft, und bekommen<br />

Landsicht. Von Kai Tak ist nichts zu<br />

sehen, wie erwartet. Ok, wir hatten Piste 25L<br />

programmiert, also bleiben wir dabei, trotz<br />

der 3 kt Tailwind. Dann, bei LOTUS rührt<br />

sich das ILS der 25L. Uff. Ein turbulenter Anflug<br />

folgt doch um 1059 UTC setzen wir auf<br />

der Piste 25L auf, Fuel 23600 lbs in Tanks.<br />

Nun noch das Terminal suchen, und Motoren<br />

abstellen. Um 1108 stehen wir an den Blöcken<br />

und haben 22000 lb in den Tanks.<br />

Die Auswertung:<br />

Aktuell Flugplan<br />

Flugzeit: 16: 41 15:44<br />

Mach .83 anstatt .84<br />

Treibstoffverbrauch 272500<br />

231483 41000 lb mehr als Flugplan<br />

80 <strong>Flight</strong>!


A91 UDA 116.00 350 173 146.9 0.17 ..../..../..../12.03 ...../<br />

A575 ANIKU 350 136 141.7 0.18 ..../..../..../12.21 ...../<br />

A575 DN 0380.0 350 137 082.8 0.10 ..../..../..../12.31 ...../<br />

A575 INTIK 350 131 107.6 0.14 ..../..../..../12.45 ...../<br />

A575 PK 0411.0 350 129 005.0 0.01 ..../..../..../12.46 ...../<br />

A575 MANSA 350 118 193.1 0.24 ..../..../..../13.10 ...../<br />

A575 GM 0374.0 350 119 057.5 0.07 ..../..../..../13.17 ...../<br />

A575 LR 0215.0 350 144 041.7 0.05 ..../..../..../13.23 ...../<br />

DIR VYK 112.70 350 190 090.1 0.11 ..../..../..../13.34 ...../44.6<br />

A461 WXI 115.70 370 201 187.0 0.24 ..../..../..../13.58 ...../<br />

A461 AKOMA 370 181 100.7 0.13 ..../..../..../14.10 ...../<br />

A461 ZHO 115.50 370 181 062.2 0.08 ..../..../..../14.18 ...../<br />

A461 OBLIK 370 180 082.0 0.10 ..../..../..../14.29 ...../<br />

A461 ZF 0369.0 370 182 058.3 0.07 ..../..../..../14.36 ...../<br />

A461 LKO 115.80 370 202 093.2 0.12 ..../..../..../14.48 ...../<br />

A461 DAPRO 370 181 039.9 0.05 ..../..../..../14.53 ...../<br />

DIR LZ 0361.0 370 181 097.5 0.12 ..../..../..../15.05 ...../<br />

DIR BEMAG 370 163 101.3 0.13 ..../..../..../15.18 ...../<br />

R473 NS 0333.0 370 162 056.3 0.07 ..../..../..../15.25 ...../<br />

R473 WA 0342.0 370 189 045.8 0.06 ..../..../..../15.31 ...../<br />

R473 PH 0228.0 370 213 071.8 0.09 ..../..../..../15.40 ...../<br />

R473 POU 114.10 370 206 022.4 0.03 ..../..../..../15.43 ...../<br />

DIR SIERA 370 160 066.1 0.08 ..../..../..../15.51 ...../15.8<br />

DIR CABLE 370 359 050.6 0.07 ..../..../..../15.58 ...../<br />

* TOD BAKER D-024<br />

25LBA1 BAKER 274 084 062.4 0.08 ..../..../..../16.06 ...../<br />

25LBA1 MANGO 199 341 025.0 0.04 ..../..../..../16.10 ...../<br />

I25L TD 116.10 079 340 040.1 0.06 ..../..../..../16.16 ...../<br />

I25L TOLOE 058 339 007.0 0.01 ..../..../..../16.17 ...../<br />

I25L LOTUS 045 293 004.3 0.01 ..../..../..../16.18 ...../<br />

VHHH ..../..../..../16.17 ...../15.5<br />

END OF COMPANY FLIGHT PLAN COA100 00.11.17 KEWRVHHH.000 RLS001<br />

MODIFIED FROM ORIGINAL PLAN TO FIT 777-200 USING EXTERNAL PERFORMANCE DATA<br />

Diese Werte sind nicht schlecht<br />

für FS. Was hat die Differenz ausgemacht?<br />

Die Flugzeit wurde länger,<br />

da der Treibstoffverbrauch<br />

bei Mach .84 offensichtlich zu<br />

gross ist. Ich hätte es sicher drauf<br />

ankommen lassen können, aber<br />

die knapp 22000 lb am Ende des<br />

Fluges geben mir wahrscheinlich<br />

recht, denn dies war die Prediction<br />

des FMC in der Luft nach<br />

dem Speedchange. Auch haben<br />

die Winde nicht immer mit dem<br />

Plan übereingestimmt. Der Plan<br />

sah eine Windkomponente von<br />

Plus 18 kts vor, in Wahrheit waren<br />

es etwa +5 kts.<br />

Alles in allem aber war dieser<br />

Flug ein Erlebnis, das wirklich<br />

Eindruck macht. Die 777 von<br />

Phoenix bestätigt den ersten<br />

Eindruck und ihr grossartiges<br />

Flugverhalten vollauf. Für FS<br />

Flugzeuge denke ich ist dieses<br />

Produkt der absoluten Spitzenklasse<br />

zuzuordnen.<br />

BEMERKUNGEN ZUM<br />

FLUGPLAN:<br />

Der beigelegte Flugplan ist<br />

vom Original Modifiziert und<br />

auf die 777 angepasst. Die Daten<br />

stimmen soweit, aber ich habe<br />

nicht alle Fuelzahlen umgerechnet,<br />

nur an verschiedenen Punkten.<br />

Die beigelegte <strong>Flight</strong> Watch<br />

zeigt Euch in etwa wie mein<br />

Flug verlaufen ist. Ich empfehle,<br />

den ganzen Flug mit MACH.83<br />

zu fliegen, danach vielleicht ab<br />

Peking .84 mit Rücksicht auf die<br />

Predictions im FMC.<br />

2011: Wenn ich den damaligen<br />

Flug und den Aufwand, den man<br />

damals brauchte, anschaue, muss<br />

ich sagen, es ist schon extrem,<br />

was sich verändert hat. Damals<br />

war die Phoenix 777 eine Sensation,<br />

heute haben wir fast jeden<br />

Flieger der Welt in höherem Niveau.<br />

Dennoch habe ich nie wieder<br />

einen fast 17 Stündigen Flug<br />

gemacht, noch hätte ich das Gefühl,<br />

eine Abweichung von über<br />

einer Stunde wäre akzeptabel.<br />

Nach den Aussagen einiger, die’s<br />

wissen müssten, ist vermutlich<br />

mein damaliger Flug nahe am<br />

oder sogar ein Weltrekord: Der<br />

längste FS Flug der Geschichte?<br />

Urs Wildermuth<br />

www.flightm.com 81<br />

Wissen<br />

Der Nachflieger mit Urs Wildermuth


Die August-Ausgabe erscheint am<br />

Freitag den 29. Juli 2011<br />

Die September-Ausgabe erscheint am<br />

Freitag den 26. August 2011<br />

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