26.02.2014 Aufrufe

CONNECTED HOME Der groߟe Smart-Home-Ratgeber (Vorschau)

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02.2014 // connected-home.de<br />

In Neuem<br />

Glanz<br />

Die CES Anfang Januar<br />

wurde einmal mehr ihrem<br />

Ruf als Trends für das Jahr<br />

setzende Technikschau gerecht.<br />

Und kaum ein Thema war auf der<br />

Messe in der Spielerstadt Las Vegas<br />

stärker präsent als Heimvernetzung,<br />

Hausautomation und das<br />

Andreas Frank und Andreas Stumptner<br />

Leitender Redakteur / Chefredakteur vernetzte Leben im Alltag.<br />

Es besteht daher für uns kein Zweifel: 2014 wird das große Jahr der <strong>Smart</strong>-<br />

<strong>Home</strong>-Lösungen. Die dazu nötige Technik ist reif und ausgefeilt. Viele Produkte<br />

sind nicht mehr nur elektronische Spielerei, sondern können das Leben und Wohnen<br />

zu Hause und unterwegs wirklich erleichtern, vereinfachen und verbessern.<br />

<strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong> will Ihnen deshalb ab sofort nicht nur regelmäßiger als<br />

bisher als kompetenter <strong>Ratgeber</strong> zur Seite stehen. Abgesehen von einer Sommerpause<br />

gibt es uns nun monatlich. Die Redaktion hat das Magazin auch komplett<br />

überarbeitet: sowohl optisch als auch vor allem in puncto Rubrizierung und Themenauswahl.<br />

Nicht mehr allein die Technik steht künftig im Mittelpunkt, sondern<br />

auch deren sinnvolle und vernünftige Integration in Wohnung und Haus. Wir werden<br />

noch mehr als bisher Wohnbeispiele aus der Praxis zeigen und diejenigen<br />

Experten zu Wort kommen lassen, die längst aus eigener Erfahrung wissen, was<br />

ein echtes Connected <strong>Home</strong> ausmacht, wie das Auf- und Umrüsten funktioniert<br />

und wie sich clevere Technik in bestehende Wohnsituationen integrieren lässt.<br />

Kurzum: Wir wollen Sie, liebe Leser, noch mehr als bisher für das Connected<br />

<strong>Home</strong> gewinnen und Sie mit überraschenden Themen faszinieren. Lassen Sie sich<br />

von unserer Begeisterung anstecken!<br />

Viel Spaß beim Lesen!<br />

Unsere Autoren<br />

Günther Ohland<br />

<strong>Der</strong> Erste Vorsitzende der <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-<br />

Initiative Deutschland e.V. beschreibt als<br />

Buchautor, wie jeder sein Haus selbst intelligenter<br />

machen kann. In der neuen<br />

Serie <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> im Eigenbau (ab<br />

Seite 68) gibt er Tipps aus seiner langjährigen<br />

Praxiserfahrung.<br />

Draht zur<br />

Redaktion<br />

Werden Sie unser Fan unter<br />

Karl-Gerhard Haas<br />

Er begann seine Journalistenlaufbahn<br />

1983 bei einer Lokalzeitung. Von 1988 bis<br />

1995 war er Redakteur des Schwesterblatts<br />

VIDEO. Heute arbeitet er als freier<br />

Autor. Seine Leidenschaft für Heimvernetzung<br />

konnte er ganz im <strong>Smart</strong>-<br />

<strong>Home</strong>-<strong>Ratgeber</strong> (ab Seite 19) ausleben.<br />

www.facebook.com/connectedhome.magazin.<br />

Lernen<br />

Sie die Redaktion kennen,<br />

blicken Sie hinter die Kulissen<br />

und geben Sie uns Ihr Feedback.<br />

Außerdem erhalten Sie<br />

spannende News und Trends.<br />

Stefan Schickedanz<br />

Seit über 25 Jahren testet er Lautsprecher<br />

und hat schon alle Boxen-Typen einer<br />

ausführlichen Hörprobe unterzogen.<br />

Für diese Ausgabe waren es On-Wall-<br />

Speaker (ab Seite 90). Dabei war er<br />

richtig angetan vom Klangpotenzial dieser<br />

kompakten, eleganten Schallwandler.<br />

3


Inhalt<br />

46 | Leichte Küche<br />

Clevere Hilfe beim Drei-Gänge-Menü:<br />

Intelligente Geräte und Gadgets<br />

vereinfachen das Kochen enorm.<br />

20 | Willkommen im<br />

smarten Zuhause<br />

Sie wollen Ihr Heim schlau machen?<br />

Unser ausführlicher <strong>Ratgeber</strong> zum<br />

vernetzten Wohnen sagt Ihnen, wie.<br />

60 | die geste zählt<br />

Die Zukunft der Steuerung wird sehr<br />

aufregend: Womit werden wir unsere<br />

Geräte bedienen? Wir schauen in die<br />

Kristallkugel und bieten einen Ausblick.<br />

40 | wächters des schlafs<br />

Nach dem Rechten sehen, ohne aufzustehen, ist<br />

ein Traum für gestresste Eltern – aber mit den<br />

neusten Babyphones und Kameras ein Kinderspiel!<br />

4


02.2014 // connected-home.de<br />

06 Aktuell<br />

06 | Trends für das Heim der Zukunft<br />

14 | Das ist <strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong><br />

19 Titelthema<br />

20 | Leitfaden zur Heimvernetzung: Alles zu den<br />

verschiedenen Lösungen mit ihren Vor- und Nachteilen<br />

30 | Aller Anfang ist smart: Unser Redakteur Roland<br />

Seibt berichtet von seinem intelligenten Heim.<br />

34 | Das vernetzte Traumhaus: Was ist besser als<br />

eine Villa am See? Wenn sie auch noch smart ist.<br />

39 Wohnen & Leben<br />

40 | Kinder-Cam: Selbst Babyphones werden<br />

erwachsen – wir zeigen die neueste Technik.<br />

46 | Bon Appetit: Mit intelligenten Geräten kocht sich<br />

das Essen fast von allein.<br />

52 | Gadgets: Clevere Helfer für das Fenster<br />

54 | Eine schöne Scheune: Besuch in einem der<br />

ungewöhnlichsten Showrooms Deutschlands<br />

58 | <strong>Der</strong> Sessel für Paare: Unser Möbelstück des<br />

Monats ist ein außergewöhnlicher Zweisitzer.<br />

59 Steuern & Vernetzen<br />

60 | Womit die Zukunft steuert: Gesten, Stimme<br />

oder Brille – die Fernbedienung von morgen<br />

68 | <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> im Eigenbau: Im ersten Teil unserer<br />

neuen Serie geht es um Sensoren und Aktoren.<br />

74 | Kleine Revolution: Was der Mini-PC Raspberry Pi<br />

alles möglich macht<br />

80 | Neuer Alleskönner: Rademachers <strong>Home</strong>Pilot im<br />

Test – hat er das Zeug zum Universal-Gateway?<br />

90 | Kleine Wandmusik<br />

Klang im ganzen Haus, aber nirgendwo<br />

sind störende Boxen zu finden: On-Wall-<br />

Lautsprecher machen es möglich.<br />

85 Sehen & Hören<br />

86 | TV total genial: <strong>Der</strong> TV-Server Cen.Sys zeigt, wie<br />

man Multiroom-Fernsehen richtig macht.<br />

90 | <strong>Der</strong> Klang in der Wand: On-Wall-Speaker<br />

verstecken geschickt tollen Sound.<br />

03 | Editorial<br />

18 | Connected World<br />

66 | Checks: Neue Geräte im Kurztest<br />

79 | Meinung: Experte Günther Ohland spricht Klartext<br />

96 | Forum: Ihre Fragen, unsere Antworten<br />

97 | Impressum<br />

Wir haben vier On-Wall-<br />

Lautsprecher getestet:<br />

von Canton, KEF, Nubert<br />

(siehe Bild) und PSB.<br />

5


News & Trends<br />

Intel zeigt als Prototyp eine smarte Kaffeetasse<br />

mit Display, die Daten von Sensoren am Babystrampler<br />

für die Eltern auswertet.<br />

Trends für das<br />

Heim der Zukunft<br />

Vom Babymonitor an der Kaffeetasse bis zum Fingernagel-PC: Wir stellen Trends, Neuheiten und<br />

Produkte vor, die <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> und Technik in diesem Jahr prägen werden.<br />

Von Stefan von Gagern<br />

Withings Aura ermittelt Schlafphasen<br />

und hüllt den Raum passend in<br />

Farben, die Einschlafen oder Aufwachen<br />

unterstützen.<br />

Eine gute Grundlage für einen<br />

tiefen Blick in die Kristallkugel<br />

gibt es jedes Jahr gleich zu Beginn.<br />

Anfang Januar findet die Fachmesse<br />

CES (Consumer Electronics<br />

Show) in Las Vegas statt, wo alle namhaften<br />

Hersteller der Elektronik-<br />

Branche ihre Neuheiten vorstellen.<br />

Das Thema „<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>“ war dieses<br />

Jahr eines der Top-Themen.<br />

Das Heim der Zukunft<br />

kennt seine Bewohner<br />

<strong>Der</strong> koreanische Elektronik-Gigant<br />

Samsung zum Beispiel stellte seine<br />

Vision vom Heim der Zukunft<br />

in den Mittelpunkt. Dieses intelligente<br />

Zuhause kennt laut<br />

Samsung seine Bewohner genau und<br />

wartet mit Produkten auf, die auf deren<br />

Vorlieben reagieren. „Wir brauchen<br />

ein Zuhause, das unsere Bedürfnisse<br />

versteht,“ so Samsung-Geschäftsführer<br />

Boo-Keun Yoon. „Stellen<br />

Sie sich vor, einen Anruf vom<br />

Kühlschrank aus anzunehmen, ohne<br />

überhaupt das <strong>Smart</strong>phone in die<br />

Hand nehmen zu müssen“. Nur ein<br />

mögliches Szenario von vielen.<br />

Samsung sieht „<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>“ dieses<br />

Jahr als den Wachstumsbereich<br />

mit dem meisten Potenzial und betonte,<br />

wie gut man als Hersteller, der alles<br />

vom Chip über das Display bis hin<br />

zum Kühlschrank in der Produktpalette<br />

habe, aufgestellt sei. <strong>Der</strong> erste<br />

Schritt werde ein neuer „<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong><br />

Service“ sein. Über eine zentrale App<br />

mit Cloud-Anbindung sollen alle Geräte<br />

vom <strong>Smart</strong> TV über mobile De-<br />

6


02.2014 // connected-home.de<br />

vices wie Tablet und <strong>Smart</strong>phone bis<br />

zu den Wearables wie die Galaxy<br />

Gear <strong>Smart</strong>watch miteinander verbunden<br />

sein und so diverse Geräte<br />

im Haushalt steuern können.<br />

Samsung zeigte Beispielszenarien:<br />

„Gehe aus“ in die <strong>Smart</strong>watch gesprochen<br />

genügt, um alle unnötigen<br />

Stromverbraucher wie Klimaanlage<br />

oder Licht beim Verlassen<br />

des Hauses auszuschalten. Ein<br />

Befehl wie „Filmmodus“ dimmt<br />

die Lichter und schaltet TV,<br />

Soundbar und weitere Geräte in<br />

den richtigen Modus.<br />

<strong>Der</strong> Trend geht zur kompletten<br />

Haussteuerung, zudem sollen bekannte<br />

Geräte besser bedienbar<br />

werden. Zum Beispiel <strong>Smart</strong> TVs:<br />

Samsung bringt dazu eine neue Version<br />

der Fernbedienung auf den<br />

Markt, die mit Gestensteuerung auf<br />

einem Touchpad und Sprachbefehlen<br />

das Navigieren in Menüs und Inhalten<br />

ermöglicht. Es reicht, damit den<br />

gewünschten Filmtitel in die Fernbedienung<br />

zu sprechen, um zum Inhalt<br />

direkt zu navigieren.<br />

Mehr Technik<br />

zum Anziehen<br />

Wearable Computing war ein Topthema<br />

bei den Ausstellern auf der<br />

CES. Künftig soll nicht mehr nur das<br />

<strong>Smart</strong>phone immer dabei sein. Einige<br />

gerade vorgestellte Geräte meint man<br />

jedoch schon gesehen zu haben.<br />

Sonys <strong>Smart</strong>Band, ein Armband<br />

mit eingebautem Schrittzähler und<br />

mehr, erinnert stark an den bekannten<br />

Aktivitätstracker Nike+ Fuelband<br />

SE. Über Bluetooth soll das Sony-<br />

Gadget alle Aktivitäten des Tages<br />

in einer Lifelog-App aufzeichnen.<br />

Das animierte<br />

Android-Programm zeichnet<br />

alle Aktivitäten auf,<br />

Nutzer können jederzeit<br />

alles abrufen und Revue<br />

passieren lassen. Das<br />

<strong>Smart</strong>Band kann dabei<br />

unterscheiden, ob man<br />

geht, läuft, Fahrrad fährt,<br />

mit Bahn oder Auto unterwegs<br />

war und wie gut man<br />

geschlafen hat. Zudem soll<br />

das Armband auch warnen,<br />

wenn das Wetter schlecht wird.<br />

Besondere Momente lassen sich<br />

Die neue Version der<br />

<strong>Smart</strong>-TV-Fernbedienung<br />

arbeitet mit<br />

Gesten und Sprachbefehlen.<br />

Sony steigt mit dem<br />

<strong>Smart</strong>Band in den<br />

Markt der Aktivitätstracker<br />

ein.<br />

mit Bookmark-Funktion auf Knopfdruck<br />

hervorheben.<br />

Schlaf-Monitoring war im letzten<br />

Jahr schwer in Mode. <strong>Der</strong> französische<br />

Hersteller Withings will mit<br />

seinem Aura-System (ab Frühjahr<br />

für 299 Euro) jetzt einen Schritt<br />

weiter gehen. Nun werden nicht<br />

mehr nur der Schlaf überwacht<br />

und die Aufweckzeit optimiert,<br />

das Aura-System will auch aktiv<br />

die Schlafphasen unterstützen.<br />

Das System ermittelt zunächst die<br />

verschiedenen Schlafmuster. Dazu<br />

wird ein weich verpackter Sensor<br />

unter die Matratze gelegt. Dieser<br />

sendet die Daten an das Gerät<br />

auf dem Nachttisch. Das reagiert<br />

dann mit – laut Hersteller wissenschaftlich<br />

geprüften – Licht- und<br />

Klang-Programmen, die den Schlaf<br />

erholsamer machen sollen. Dabei<br />

kommen diverse Farben aus der<br />

dimmbaren LED-Lampe zum Einsatz.<br />

Diese sollen die Melatonin-Produktion<br />

im Körper anregen, ein für<br />

den Schlaf-Wach-Rhythmus wichtiges<br />

körpereigenes Hormon: Es wirkt<br />

entspannend beim Einschlafen und<br />

aufmunternd vor dem Aufwachen.<br />

Die gesammelten Daten lassen sich<br />

in der zugehörigen Aura-App überwachen.<br />

Mini-PC in SD-Kartengröße<br />

Mikrochip-Spezialist Intel schickt mit<br />

dem Edison einen Mini-PC ins Rennen,<br />

der kaum größer als eine SD-<br />

Karte ausfällt. Drinnen steckt laut<br />

Hersteller ein „vollständiger PC der<br />

Pentium-Klasse“ samt Flash-Speicher,<br />

Linux-Unterstützung,<br />

WLAN und Bluetooth. Um das<br />

Potenzial für Edison zu demonstrieren,<br />

präsentiert Intel<br />

eine Vision für das Babysitten<br />

der Zukunft: Ein<br />

Kleinkind trägt in einem<br />

Strampler eingefügte Sensoren<br />

des Herstellers Mimo<br />

(http://mimobaby.<br />

com), die unter anderem<br />

Temperatur und Atmung<br />

messen. Dank des Mini-<br />

Computers Edison sollen<br />

die Daten auf allen möglichen<br />

Alltagsgegenständen<br />

angezeigt werden können.<br />

Zum Beispiel auf einer LED-Kaf­<br />

Fakten<br />

Über...<br />

...das Heim der Zukunft<br />

stellte Samsung auf der<br />

CES in Las Vegas vor. Hier<br />

die wichtigsten:<br />

01 | Technologie verändert<br />

sich durch Konsumenten, da sie<br />

bestimmte Produkte bevorzugen.<br />

02 | In den letzten zehn<br />

Jahren haben Konsumenten neue<br />

Technik schneller als je zuvor<br />

angenommen.<br />

03 | Sieben Jahre brauchten<br />

Handys, um sich zu verbreiten, das<br />

<strong>Smart</strong>phone nur vier.<br />

04 | In den nächsten zehn<br />

Jahren sollen neuer Technologien<br />

noch schneller akzeptiert werden.<br />

05 | Bald werden 60% der<br />

Bevölkerung in Städten leben.<br />

Städte müssen daher smarter<br />

werden.<br />

06 | 2014 werden eine Milliarde<br />

Menschen über 60 Jahre alt<br />

sein. Technologie macht das Leben<br />

Älterer komfortabler.<br />

07 | Die Häufigkeit von<br />

Umwelteinflüssen wie Unwettern<br />

ist um 200% gestiegen. Die Schutzfunktion<br />

des Heims der Zukunft<br />

wird wichtiger.<br />

08 | 11 Millionen US-Amerikaner<br />

nehmen ihre Arbeit mit nach<br />

Hause. Das Zuhause soll flexibel und<br />

produktiv sein, um Inhalte erstellen<br />

oder genießen zu können.<br />

09 | Das Heim der Zukunft<br />

soll unsere Gewohnheiten verstehen<br />

und uns jederzeit informieren.<br />

10 | Samsungs Vision: Tablets,<br />

<strong>Smart</strong>phone, <strong>Smart</strong> TV und <strong>Smart</strong>watch<br />

steuern zentral alle Geräte.<br />

7


News & Trends<br />

Technik erklärt<br />

WeMo Maker Kit für<br />

<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> im Eigenbau<br />

Das WeMo Maker Kit ist ein Traum für Bastler und soll mit allem<br />

funktionieren, was einen Ein-/aus-Schalter mit Niedrigspannung<br />

besitzt. Somit sollen versierte Heimwerker in der Lage sein,<br />

alltägliche Geräte selbst mit WeMo-Intelligenz nachzurüsten.<br />

01 | Modul verbinden<br />

Das kleine Steuermodul wird mit Niedrigspannung-Geräten direkt verdrahtet.<br />

WeMo kann laut Hersteller eine große Bandbreite von 5-Volt-DC-Sensoren per<br />

<strong>Smart</strong>phone oder Tablet steuern.<br />

feetasse: Bei guten Werten leuchtet<br />

ein grüner Smiley, bei Warnung ein<br />

rotes Alarmsignal. Intel will ab Mitte<br />

des Jahres eine Plattform für Entwickler<br />

zur Verfügung stellen und<br />

möchte mit Initiativen und Produkten<br />

die Innovation bei den Wearables<br />

noch zusätzlich beschleunigen.<br />

Überwachung ist nicht nur wichtig<br />

für das Kind, sondern auch für<br />

die Eltern: <strong>Der</strong> Hersteller Sen.se hat<br />

ein Gerät im Programm, das auf<br />

den eigene Besitzer aufpassen<br />

soll. Mother (Preis: 222 US-Dollar),<br />

so der passende Name, ermittelt<br />

mithilfe kleiner Sensoren<br />

(Mo tion Cookies) das Verhalten<br />

und mahnt in bestimmten<br />

Situationen, etwa wenn Bewegungsmangel<br />

auftritt. Und beim<br />

Verlassen der Wohnung kümund<br />

WeMo <strong>Smart</strong>-LED-Glühbirnen<br />

steigt der Hersteller in die Lichtsteuerung<br />

ein. Mit den Neuheiten soll es<br />

besonders einfach sein, das heimische<br />

Licht von überall aus per <strong>Smart</strong>phone<br />

einzeln oder in Gruppen zu steuern<br />

und zu kontrollieren. So kann das<br />

Licht auf die auf- oder untergehende<br />

Sonne reagieren, von unterwegs aus<br />

gesteuert werden, sich einschalten,<br />

wenn sich Einbrecher nähern, und im<br />

ganzen Haus in Gruppen ein- und<br />

ausgeschaltet werden.<br />

Mit dem Lighting<br />

Starter Set steuert<br />

WeMo jetzt auch<br />

die Beleuchtung.<br />

8<br />

02 | Steuerung per App<br />

Zum Einsatz kommt die gleiche kostenlose WeMo App, mit<br />

der bisherige Produkte des Herstellers wie die Steckdosen<br />

WeMo Switch gesteuert werden. Jedes Gerät, das mit dem<br />

Steuermodul verdrahtet wird, hängt damit im WeMo-Ökosystem.<br />

Es können so Geräte per Sensordaten kontrolliert<br />

werden: zum Beispiel der Sprinkler, der ausgeht, sobald<br />

Feuchtigkeit im Garten gemessen wird.<br />

03 | Automatisierung per IFTTT<br />

Mit dem Automatisierungssystem If-this-then-that (IFTTT.<br />

com) lassen sich Abläufe, sogenannte „Rezepte“, erstellen.<br />

Beispiel: Checkt man das Zuhause über Foursquare, schaltet<br />

sich der Teekocher oder der Gartensprinkler an.<br />

Die Erinnerungs- und<br />

Überwachungs-Zentrale<br />

Mother wird<br />

mit vier Sensoren,<br />

Mo tion Cookies genannt,<br />

ausgeliefert.<br />

mert sich die „Mutter“ um das Herunterdrehen<br />

der Heizung. In der hübsch<br />

gemachten Tablet-App lassen sich<br />

Aktivitäten im Comic-Stil lesen.<br />

Künftig soll die „Mutter“ noch viel<br />

mehr protokollieren, etwa: Wie viele<br />

Tassen Kaffee pro Tag wurden getrunken,<br />

wer ist wann und wie oft anwesend,<br />

wie viele Medikamente wurden<br />

eingenommen, wurden die Zähne<br />

geputzt? Erinnern kann Mother<br />

auch per Push-Benachrichtigung.<br />

WeMo sieht das Licht<br />

WeMo, Belkins Familie einfach<br />

zu installierender Heimautomationsprodukte,<br />

bekommt in<br />

diesem Jahr Zuwachs. Mit dem<br />

neuen WeMo<br />

LED Licht-<br />

Starter-Set<br />

<strong>Smart</strong>phone-Tablet-Hybrid<br />

Asus (www.asus.de), der Erfinder des<br />

Netbooks, ist für mutige Produkte bekannt.<br />

<strong>Der</strong> jüngste Wurf ist das Pad-<br />

Fone, eine Kreuzung aus <strong>Smart</strong>phone<br />

und Tablet. Kaufen kann man es als<br />

reines <strong>Smart</strong>phone (549 Euro mit 16<br />

GByte) oder als Bundle mit der Pad-<br />

FoneStation (799 Euro), die es in ein<br />

Tablet verwandelt. Es soll einen für<br />

3D-Spiele geeigneten schnellen Prozessor<br />

enthalten. Eine 13-Megapixel-<br />

Kamera und eine LTE-Datenverbindung<br />

runden das Paket ab.<br />

Nun hat Asus auch das Padfone mini<br />

vorgestellt. Bei der kompakten Padfone-Version<br />

kann ein 4-Zoll-<strong>Smart</strong>phone<br />

in ein 7-Zoll-Tablet eingedockt<br />

werden. An Bord sind 8 GByte interner<br />

Speicher, ein 1,6-GHz-Prozessor und<br />

eine 8-Megapixel-Kamera. Das Padfone<br />

mini soll im zweiten Quartal erhältlich<br />

sein, der Preis ist noch offen.<br />

<strong>Der</strong> <strong>Smart</strong>phone-Tablet-<br />

Hybrid Padfone<br />

kommt dieses Jahr in<br />

einer Mini-Version.


02.2014 // connected-home.de<br />

Ein Funk-Empfangsmodul<br />

ist mit etwas<br />

Technik-Wissen schnell in<br />

der Unterputz- oder Abzweigdose<br />

installiert.<br />

Sesam, öffne dich!<br />

Mit Funksendern von Schellenberg lassen sich Rollläden und Markisen im<br />

ganzen Haus ganz einfach steuern. Das ist nicht nur äußerst bequem,<br />

sondern kann auch Strom sparen.<br />

Wer kennt das nicht? Die<br />

Sonne kommt heraus, und<br />

schon wird man durch das<br />

Fenster geblendet. Kaum ist man aufgestanden<br />

und hat die Rollläden heruntergelassen,<br />

schiebt sich eine Wolke<br />

vor die Sonne und man sitzt im<br />

Dunklen. Also muss man wieder aufstehen<br />

und zum Fenster oder zum<br />

Schalter an der Wand laufen.<br />

Im Zeitalter, in dem fast alle Geräte<br />

fernsteuerbar sind, erscheint so etwas<br />

ziemlich archaisch. Deswegen bietet<br />

das deutsche Unternehmen Schellenberg<br />

Markisen und Rollläden an, die<br />

jeder Hausbesitzer selbst installieren<br />

kann und die bequem mit einem<br />

Funk-Handsender bedient werden<br />

können.<br />

Für nahezu alle gängigen Arten<br />

von Rollläden und Markisen liefert<br />

Schellenberg elektrische Antriebe.<br />

Die Bandbreite reicht von Rollladen-<br />

Gurtantrieben über per Akku betriebene<br />

Markisenantriebe bis hin zu integrierbaren<br />

Lösungen, die im Rollladenkasten<br />

oder in der Markise verschwinden.<br />

Damit lässt sich auch die eigene Klimaregulierung<br />

optimieren: Die Wärme<br />

der Sonne und die Restwärme innerhalb<br />

des Hauses sind so besser<br />

nutzbar. Die Folge: eine deutliche Einsparung<br />

bei den Heizkosten.<br />

25 Antriebe, nur ein Sender<br />

<strong>Der</strong> große Vorteil der Funkfernbedienung<br />

von Schellenberg ist, dass nur<br />

ein Gerät nötig ist,<br />

um bis zu 25 Antriebe<br />

im ganzen Haus<br />

oder in der Wohnung<br />

zu steuern. Fünf Motoren<br />

können dabei parallel bedient<br />

werden. Diese lassen sich in jeweils<br />

fünf Kanälen bündeln.<br />

Das System erweitern<br />

Die Erweiterung des Systems ist ganz<br />

einfach mit einer Einlerntaste möglich.<br />

Dazu stellt der Nutzer den gewünschten<br />

Kanal ein und drückt<br />

gleichzeitig die Programmiertasten<br />

an dem Funk-Handsender und an<br />

dem entsprechenden Antrieb – und<br />

schon lassen sich Markisen und Rollläden<br />

bequem fernsteuern.<br />

Lichtblick auf<br />

Knopfdruck: Nie<br />

mehr von Fenster<br />

zu Fenster laufen,<br />

ein paar Knopfdrücke<br />

auf der Fernbedienung<br />

genügen.<br />

Alles im Griff<br />

Schellenberg bietet auch einen Fenstergriff an, in dem sich<br />

eine komplette kleine Alarmanlage versteckt. Ein 3D-Bewegungssensor<br />

reagiert auf das Aufhebeln oder Einschlagen<br />

der Scheibe und löst ein 115 Dezibel lautes Alarmsignal aus.<br />

Die Montage ist kinderleicht und der Preis beträgt 80 Euro.<br />

9


News & Trends<br />

Kurz &<br />

Knapp<br />

Zusammen mit der<br />

US-Firma Casa-<br />

Tunes entwickelt,<br />

erinnert der Music<br />

Server stark an den<br />

12-Zonen-Multiroom-<br />

Tuner der Amerikaner.<br />

Luftgezähmt<br />

Mit dem HDMI-Dongle Airtame<br />

kann der Desktop von einem PC<br />

auf einen HD-Fernseher übertragen<br />

werden. Es ist auch möglich,<br />

den Bildschirm zu erweitern. Zudem<br />

kann man auf mehrere<br />

Screens spiegeln. Ein Preis für<br />

das Gerät ist noch nicht bekannt.<br />

viel platz für musik<br />

www.loxone.com<br />

Die Firma Loxone, die mit ihrem Miniserver eine <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-Nachrüstlösung<br />

anbietet, erweitert ihr Sortiment jetzt auch auf Multiroom-Audio.<br />

Unter dem Namen Music Server (1.600 Euro) nimmt das Unternehmen<br />

raumübergreifenden Klang in sein Angebot auf. Punkten kann das Gerät<br />

schon einmal beim Speicherplatz: Ein Terabyte sollte selbst für die Kollektionen<br />

sammelfreudigster Musikfans ausreichen. Außerdem ist der Music<br />

Server zu Apple AirPlay kompatibel. Parallel zu dem Gerät, das acht Zonen<br />

ansteuern kann, bietet Loxone auch eigene Verstärker und Lautsprecher an.<br />

Bosch vernetzt<br />

Haushaltriese Bosch macht sich<br />

für Vernetzung stark und hat dafür<br />

eine Initiative gegründet: Die<br />

Bosch Connected Devices<br />

and Solutions GmbH will vor<br />

allem Sensoren und Aktuatoren<br />

produzieren mit Schwerpunkt auf<br />

der Anwendung im <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>.<br />

<strong>Home</strong>plug wächst<br />

<strong>Der</strong> <strong>Home</strong>Plug Industrieverband,<br />

der einen einheitlichen<br />

Powerline-Standard unterstützt,<br />

hat Zuwachs bekommen. Neu<br />

dabei sind unter anderem BMW,<br />

Hisense und Texas Instruments.<br />

die Sonne im blick<br />

www.rwe-smarthome.de<br />

Die <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-Lösung von RWE erweitert ihr Software-Angebot um<br />

zwei Apps. Bisher konnte man mit der App Power Control solar bereits sehen,<br />

wieviel Strom die Photovoltaikanlage gerade produziert. Die neue App<br />

Power Control solar Premium wertet zusätzlich den Verbrauch aus und<br />

zeigt die Stromkosten direkt an. Sie kostet 9,95 Euro im Jahr. Mit der App<br />

Storage compact control kann der Nutzer den aktuellen Batteriestand<br />

des RWE-Solarstromspeichers im Blick behalten. Dadurch kann der Speicher<br />

gezielter eingesetzt werden. Die App kostet einmalig 5,95 Euro.<br />

Mehr Kontrolle über<br />

den Strom aus der<br />

Solaranlage versprechen<br />

die beiden<br />

neuen Apps für RWE<br />

<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>.<br />

Lenovo speichert<br />

<strong>Der</strong> weltgrößte PC-Hersteller<br />

Lenovo steigt jetzt auch in das<br />

Geschäft mit Netzwerkspeichern<br />

ein. Mit bis zu 6 TByte Speicher,<br />

kostenloser App und Auto-Upload<br />

soll der Beacon das Datenspeichern<br />

noch einfacher machen.<br />

Ein Preis ist noch nicht bekannt.<br />

10


02.2014 // connected-home.de<br />

Interview mit dean wright<br />

„Permanent mit Technik verbunden“<br />

Robocop ist ein Remake des Kultklassikers aus<br />

den 80ern. Was ist diesmal anders?<br />

Es ist ein Aspekt, der heute sehr relevant geworden ist: die<br />

Vermischung von Mensch und Technologie. Das ist das Motiv,<br />

das sich durch die Neuverfilmung zieht. Ich denke, das<br />

ist hochaktuell. Wir sind jeden Tag permanent mit Technik<br />

verbunden. Unser Film geht noch ein paar Schritte weiter:<br />

Unser Held Alex Murphy wird nicht nur abhängig von der<br />

Technologie, er wird selbst zur Technologie.<br />

Wie stellen Sie die Dualität zwischen Mensch und<br />

Maschine im Film heraus?<br />

Wir haben bei den Spezialeffekten das volle Spektrum der<br />

Möglichkeiten genutzt: von einem Anzug am Set über per<br />

Computergrafik erweiterte oder ersetzte Kostümteile bis hin<br />

zu komplett per CGI generierten Robotern. Wir haben also<br />

praktisch Technologie genutzt, um den Film zu schaffen, in<br />

dem wir über Technologie diskutieren (lacht).<br />

Was hat Sie bei Optik und Design inspiriert?<br />

Obwohl wir uns mehrfach im Film vor dem Original verbeugen,<br />

wollen wir einen Schritt weiter, weg vom Mann im<br />

Anzug, gehen. Dennoch soll nicht alles einfach nach CGI<br />

aussehen. Daher nutzen wir wann immer möglich einen echten<br />

Schauspieler in einem Anzug. Damit es nicht danach<br />

aussieht, haben wir mit Computertechnik den Roboter aber<br />

so aussehen lassen, dass er eigentlich nicht von einem Menschen<br />

im Anzug gespielt werden kann. In ein paar Szenen<br />

ersetzen wir seine Gliedmaßen durch Robotik-Prothesen.<br />

Das sieht fast schockierend echt aus.<br />

Könnten uns bald Roboter im Leben helfen – so<br />

wie es im Film dargestellt wird?<br />

Die Handlung des Films ist gar nicht so weit weg. Er spielt<br />

nicht umsonst im Jahr 2028. Die Frage ist: Wenn man so<br />

eine Technologie erfindet, wer hat die Kontrolle da rüber?<br />

Wer setzt hier die Grenzen? Das sind die Dinge, die im Film<br />

schiefgehen, und ich denke, das passt gut in unsere Zeit.<br />

Wenn Geschäftsinteressen wichtiger werden als Individuen,<br />

wer trifft am Ende die Entscheidungen? Wem gehören solche<br />

Roboter und wer kontrolliert sie?<br />

Würden Sie sich nach den Dreharbeiten immer<br />

noch einen Staubsaugerroboter kaufen?<br />

Ich habe tatsächlich schon vor einigen Jahren einen für meine<br />

Mutter gekauft, aber nie selbst benutzt. Wissen Sie was?<br />

Ich glaube, ich warte noch ein bisschen (lacht).<br />

Wir sprachen mit Dean Wright, Chef des<br />

Special Effects Teams von „Robocop“<br />

(deutscher Kinostart: 6.2.14), über die Neuverfilmung,<br />

warum sie hochaktuell ist und wie<br />

die Zukunft mit Robotern aussehen könnte.<br />

Zwei in eins mit 2.1<br />

www.jbl.com<br />

<strong>Der</strong> JBL Voyager von Harman vereint zwei Klangwelten in sich. Zum einen<br />

ist er ein kompaktes 2.1-Lautsprechersystem für den Schreibtisch.<br />

Gleichzeitig ist er auch ein mobiler Bluetooth-Lautsprecher etwa für<br />

das <strong>Smart</strong>phone oder den MP3-Player in der Größe eines Handtellers.<br />

Das mobile Teil kann einfach aus dem ganzen Gerät herausgelöst<br />

und mitgenommen werden. Verwenden kann man es<br />

dann nicht nur als mobiler Lautsprecher, sondern auch als<br />

Freisprechanlage. Wieder angedockt, wird daraus ein 2.1-System,<br />

gleichzeitig wird der Lithium-Ionen-Akku aufgeladen.<br />

249 Euro kostet der 2-in-1-Lautsprecher.<br />

Bis zu fünf Stunden soll der<br />

Akku des mobilen Teils des Lautsprechers<br />

halten. Dieser lädt sich,<br />

wieder zusammengesetzt, automatisch<br />

auf, über USB lassen<br />

sich allerdings auch weitere Geräte<br />

darüber aufladen.<br />

11


News & Trends<br />

App des Monats von Dominik Drozdowski<br />

Fit mit Beat<br />

Sport und Musik gehören für viele Menschen zusammen – sei es beim Joggen,<br />

Fahrradfahren oder Gewichtheben. Doch ein Schmusesong beim Laufen ist wenig<br />

motivierend. Die Macher der iPhone-App TempoRun haben eine Lösung.<br />

Das Programm ordnet die Musik<br />

auf dem iPhone in zehn verschiedene<br />

Geschwindigkeiten ein. So<br />

kann man je nach ausgeübter<br />

Sportart eine Playlist von Songs<br />

auswählen, die in etwa den gleichen<br />

Beat haben und zu der aktuell<br />

ausgeübten Tätigkeit passen.<br />

Das unsichtbare Touchpad<br />

Die Bedienung von <strong>Smart</strong>phones und Tablets mittels Touchscreen<br />

ist schon längst Standard geworden. Für herkömmliche<br />

Laptops und PCs sowie <strong>Smart</strong> TVs ist diese Variante<br />

der Bedienung allerdings bisher eher unpraktisch. Das amerikanische<br />

Start-up-Unternehmen Haptix hat einen Sensor<br />

entwickelt, mit dem sich jede Oberfläche in einen Touchpad<br />

verwandeln lässt. Egal ob Fenster, Tisch oder ein Bildschirm,<br />

das Gerät scannt die Hände auf der Oberfläche, auf die es<br />

gerichtet ist, und ermöglicht so Multitouch-Kontrolle. Mithilfe<br />

von zwei Kameras werden die Finger der Hand dabei<br />

sogar schon in 3D getrackt, bevor sie die ausgewählte Oberfläche<br />

berühren. So kann man Haptix etwa auch über das<br />

Keyboard legen. Wenn man dann jedoch tippen will, erkennt<br />

es der Sensor ebenfalls automatisch. Mit lediglich 3 cm x 3<br />

cm x 8 cm Größe ist das Gerät außerordentlich kompakt und<br />

verfügt über einen Blickwinkel von 120 Grad. <strong>Der</strong> Haptix-<br />

Sensor wurde erfolgreich über Crowdfunding finanziert;<br />

wann es ihn im Laden geben wird, ist allerdings noch nicht<br />

bekannt. Man kann ihn aber schon jetzt für 59 US-Dollar<br />

(ca. 43 Euro) vorbestellen.<br />

Ganz ähnlich funktioniert auch die evoMouse von<br />

Celluon (ca. 59 Euro). <strong>Der</strong> Sensor mit USB-Anschluss wird<br />

einfach auf die Oberfläche, etwa einem Tisch, gestellt. Ein<br />

Infrarotlicht beleuchtet einen Bereich vor dem Gerät, ein<br />

Sensor trackt dann die Bewegungen in diesem Bereich und<br />

erkennt gängige Multitouch-Gesten, wie man sie vom<br />

<strong>Smart</strong>phone oder Tablet kennt. Celluon verkauft des Weiteren<br />

auch ein virtuelles Laser-Keyboard namens Magic<br />

Cube (139 Euro), welches auf die Tischfläche projiziert<br />

wird. Dieses gibt es auch in Kombination mit der evoMouse<br />

unter dem Namen Epic (153 Euro). Mehr zu innovativen<br />

Steuerungslösungen lesen Sie ab Seite 60.<br />

01 | Evomouse<br />

www.ractiv.com<br />

Die evoMouse ist nicht nur niedlich anzuschauen,<br />

in ihrem kompakten Inneren versteckt sich<br />

auch clevere Technik: Infrarotlicht und ein Bewegungssensor<br />

erlaubem Multitouch-Bedienung<br />

auf jeder ebenen Oberfläche. <strong>Der</strong> Anschluss am<br />

Rechner erfolgt über USB, das Gerät ist sowohl<br />

zu Windows als auch Mac kompatibel.<br />

Ähnlich wie viele Webcams<br />

kann der Haptix<br />

Sensor an den Monitor<br />

des PCs oder Laptops<br />

angeklinkt werden. So<br />

wird aus der Tastatur<br />

eine Multitouch-Oberfläche.<br />

Jede andere ebene<br />

Fläche kann allerdings<br />

ebenso benutzt werden.<br />

Zurzeit unterstützt das<br />

Gerät nur Windows und<br />

Ubuntu, Android und OS<br />

X sollen folgen.<br />

02 | haptix<br />

www.celluon.com<br />

12


02.2014 // connected-home.de<br />

NEU<br />

FUNKTECHNIK<br />

<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> Ninja<br />

www.ninjablocks.com<br />

Ninjasphere ist eine <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-Lösung, welche die<br />

Bewohner mit in die Vernetzung einbindet. Möglich<br />

macht das ein Triangulationssystem, das die Geräte im<br />

Zuhause in einem dreidimensionalen Raum ortet. Dafür<br />

benötigt man die futuristische Basisstation, genannt<br />

Spheramid, und mindestens zwei „Waypoints“ in<br />

Form von Funksteckdosen oder USB-Sticks. Mit Bluetooth<br />

Low Energy Tags, die es etwa für Haustierhalsbänder<br />

oder Schlüsselanhänger gibt, kann das System<br />

auch Menschen und Haustiere orten.<br />

Kompatibel ist das System unter anderem zu Produkten<br />

von Belkin sowie zu Philips Hue. Zudem soll Spheramid<br />

mit Gestenkontrolle steuerbar sein. Das Produkt wurde<br />

durch Crowdfunding finanziert. Wann es erhältlich sein<br />

wird und wieviel es kosten soll, ist noch offen.<br />

ELECTRONIC<br />

Per Knopfdruck kostengünstig und<br />

einfach zur Hausautomatisierung<br />

Mehr Komfort für Ihr Zuhause durch leistungsstarke<br />

Funk-Technik von Schellenberg. Mit individueller Steuerung<br />

per Funk-Handsender automatisieren Sie Ihre Rollläden,<br />

Markisen und Tore.<br />

Bande knüpfen<br />

www.razerzone.com/nabu<br />

Sogenannte Wearables liegen voll im Trend, seien es<br />

Fitnessbänder oder <strong>Smart</strong>watches. Die Lücke zwischen<br />

beiden will nun Razer mit dem Nabu schließen, das<br />

noch im ersten Quartal 2014 erhältlich sein soll. Das<br />

intelligente Armband verfügt über zwei OLED-Bildschirme.<br />

Darüber können sowohl <strong>Smart</strong>phone-Benachrichtigungen<br />

angezeigt werden als auch Sensordaten<br />

des Bands selbst wie Schrittzahl oder Puls. Zudem<br />

kann man damit – im wahrsten Sinne per Handschlag –<br />

soziale Kontakte knüpfen.<br />

Rollladenantriebe<br />

Markisenantriebe<br />

Garagentorantriebe<br />

Außentorantriebe<br />

Alarmgriffe<br />

Alle unsere Produkte sind für die Selbstmontage entwickelt.<br />

Unsere zukunftssicheren <strong>Smart</strong><strong>Home</strong>-Systeme finden Sie in<br />

Ihrem Bau- oder Fachmarkt und in gut sortierten Online-Shops.<br />

Alfred Schellenberg GmbH . An den Weiden 31 . D-57078 Siegen<br />

Tel 0271 89056-0 . Fax 0271 89056-800<br />

info@schellenberg.de . www.schellenberg.de<br />

13


Service<br />

Das ist<br />

Connected<br />

<strong>Home</strong><br />

Twitter<br />

twitter.com/CONNEC-<br />

TED_<strong>HOME</strong><br />

Gut vernetzt im ganzen Haus: Das ist der Wunsch vieler <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-Fans. Wie er in<br />

Erfüllung geht, das sagt Ihnen <strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong>, das Magazin für modernes und<br />

vernetztes Wohnen. Wir sind Ihr kompetenter <strong>Ratgeber</strong>, wenn es um die clevere<br />

Steuerung von Licht, Heizung, Jalousien, Alarmanlage oder Musiksystem geht.<br />

Facebook<br />

facebook.com/connectedhome.magazin<br />

google+<br />

google.com/<br />

+Connected-homeDe<br />

E-Mail<br />

redaktion@connected-home.de<br />

Die Telekom hat mit QIVICON<br />

vor Kurzem eine intelligente<br />

Steuerung für Licht, Strom<br />

und Heizung auf den Markt gebracht.<br />

<strong>Der</strong> Fertighaushersteller Baufritz integriert<br />

seit Neuestem eine smarte<br />

Grundausstattung in seine Immobilien.<br />

Auch TV-Spezialist TechniSat<br />

steht mit einer Hausautomationslösung<br />

in den Startlöchern. Heimvernetzung<br />

ist das Topthema in den unterschiedlichsten<br />

Branchen.<br />

Dementsprechend boomt das Angebot.<br />

Den Verbraucher freut es: Nie<br />

zuvor konnte er aus einer solch großen<br />

Produktpalette wählen. Nie zuvor war<br />

<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> so günstig. Und nie zuvor<br />

hatte er die Möglichkeit, seinen<br />

Traum vom <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> so einfach<br />

selbst zu verwirklichen.<br />

Dafür, dass Sie sich in diesem Angebotsdschungel<br />

nicht verirren, sorgt<br />

<strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong>. In ausführlichen<br />

<strong>Ratgeber</strong>n erfahren Sie, wie Sie<br />

die optimale Steuerung für Ihr Zuhause<br />

finden – egal, ob es sich um die Automation<br />

von Licht, Heizung oder<br />

Rollläden handelt, ob Sie Musik und<br />

Filme in verschiedene Räume streamen<br />

oder in Ihrem Haus für mehr Sicherheit<br />

sorgen wollen. Damit Sie das<br />

ideale Produkt finden, liefern wir dazu<br />

kompetente Tests. Die Produkte müssen<br />

dabei nicht nur dem ausführlichen<br />

Praxis-Check standhalten, sondern<br />

sich auch im Testlabor beweisen.<br />

Sie wollen wissen, was mit Heimvernetzung<br />

alles möglich ist? Das vermitteln<br />

unsere Vor-Ort-Reportagen.<br />

Wir besuchen Häuser und Show-<br />

rooms, die zeigen, wie clever sich<br />

Häuser und Wohnungen vernetzen<br />

lassen. Außerdem sind wir auf allen<br />

großen Messen unterwegs, um Ihnen<br />

die neuesten Trends rund um dieses<br />

faszinierende Thema zu präsentieren.<br />

Tipps von Experten<br />

Sie wollen Ihr <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> selbst umsetzen?<br />

Dann sind Sie hier genau richtig.<br />

In dieser Ausgabe starten wir die<br />

Serie „<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> im Eigenbau“.<br />

Außerdem erhalten Sie von unseren<br />

erfahrenen Experten laufend Tipps<br />

und Tricks. So läuft in Ihrem vernetzten<br />

Zuhause immer alles rund.<br />

Damit Sie stets auf dem Laufenden<br />

bleiben, informieren wir Sie zehnmal<br />

im Jahr mit unserem Magazin. Diese<br />

Ausgabe erscheint in einem komplett<br />

Im INternet<br />

Besuchen Sie uns auf unserer Web-<br />

site connected-home.de! Dort<br />

finden Sie alles rund um die intelligente<br />

Heimververnetzung: tagesaktuelle<br />

News, viele Tests und ausführliche<br />

<strong>Ratgeber</strong>. Über eine spezielle<br />

mobile Website können Sie via<br />

<strong>Smart</strong>phone alle Informationen<br />

bequem abrufen. Jede Ausgabe der<br />

<strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong> können Sie<br />

auch bequem auf Ihrem Tablet lesen.<br />

14


02.2014 // connected-home.de<br />

Gewinnspiel<br />

Back in Black: Am 6.<br />

Februar kommt das<br />

Remake des Action-<br />

Klassikers Robocop<br />

ins Kino.<br />

Gewinnen Sie<br />

Fernseher<br />

und Tablet<br />

überarbeiteten Layout, um das moderne<br />

vernetzte Wohnen noch übersichtlicher,<br />

anschaulicher und faszinierender<br />

zu präsentieren.<br />

Frisches Design<br />

> In der Rubrik Aktuelle Trends versorgen<br />

wir Sie mit allen wichtigten<br />

News rund um Heimvernetzung. Unsere<br />

Experten liefern Hintergrund-<br />

Infos, erklären und fragen nach.<br />

> In Wohnen & Leben zeigen wir,<br />

wie es sich mit smarter Technik bequemer<br />

und einfacher wohnen lässt.<br />

> Steuern & Vernetzen erklärt die<br />

technischen Hintergründe, bietet ausführliche<br />

Workshops und harte Tests.<br />

> In Sehen & Hören geht es schließlich<br />

um die vielfältigen Möglichkeiten<br />

des vernetzten Entertainments: wie<br />

Sie zu Hause in jeden Raum Filme und<br />

Musik streamen, welche neuen Möglichkeiten<br />

smarte Fernseher und Musikanlagen<br />

bieten und nicht zuletzt,<br />

wie clever die Unterhaltungselektronik<br />

mit Licht oder Jalousien zusammenarbeiten<br />

kann.<br />

Außer im gedruckten Heft können<br />

Sie durch jede Ausgabe der CON-<br />

NECTED <strong>HOME</strong> auch auf Ihrem Tablet<br />

oder <strong>Smart</strong>phone blättern. Die<br />

<strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong>-App finden Sie<br />

in Apple iTunes, im Google play Store<br />

sowie in jedem anderen wichtigen<br />

Online-Kiosk.<br />

Science-Fiction-Fans aufgepasst: Am 6. Februar startet<br />

das actiongeladene Remake von Robocop in den Kinos.<br />

<strong>Der</strong> Polizist Alex Murphy (Joel Kinnaman) wird nach einem<br />

Unfall zum perfekten Verbrecherjäger umgebaut: halb Mensch,<br />

halb Maschine. Doch unter dem gepanzerten Äußeren schlägt noch<br />

immer ein fühlendes Herz. Und das passt dem Unternehmen, das<br />

den stählernen Gesetzeshüter erschaffen hat, gar nicht…<br />

Wie die Tricks des imposanten Remakes entstanden und wie smarte<br />

Technik in der Zukunft aussehen könnte, hat uns der Special-<br />

Effects-Verantwortliche Dean Wright verraten (siehe Seite 10).<br />

Zum Kinostart des Spektakels verlosen wir ein Tablet und einen<br />

Fernseher von Haier. Das Mini PAD-781 zum Preis von rund 230<br />

Euro mit edlem Vollaluminiumgehäuse ist laut Haier das dünnste<br />

Tablet-PC weltweit und überzeugt durch sein brillantes 7,85-Zoll-<br />

HD-IPS-Display und den starken 1,6-GHz-Quad-Core-Prozessor.<br />

<strong>Der</strong> Full-HD-Fernseher LE39M600SF zum Preis von rund 370<br />

Euro besitzt einen Triple-TV-Tuner und ermöglicht via MHL das Anzeigen<br />

von Inhalten Ihres <strong>Smart</strong>phones oder Tablets auf dem Fernseher.<br />

Zudem können Sie mit den Funktionen Timeshift und USB-<br />

Recording ganz leicht Sendungen aufnehmen oder kurz pausieren,<br />

wenn ein wichtiger Anruf kommt.<br />

Um Fernseher und Tablet von Haier zu gewinnen, möchten wir<br />

von Ihnen wissen, wie Ihnen die neue <strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong> gefällt.<br />

Gehen Sie auf www.connected-home.de/gewinnspiel und<br />

beantworten Sie ein paar kurze Fragen.<br />

Einsendeschluss ist der 20.02.2014.<br />

<strong>Der</strong> Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

<strong>Smart</strong>es Upgrade für Ihr Zuhause: Gewinnen<br />

Sie mit etwas Glück einen Full-HD-Fernseher<br />

und ein ultraschlankes Tablet von Haier.<br />

15


1&1 DSL<br />

INTERNET<br />

UND TELEFON<br />

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WLAN-Modem mit bis zu<br />

450 MBit/s, Telefonanlage<br />

und Heimnetzwerk in einem.<br />

*1&1 Surf-Flat 6.000 für 24 Monate 19,99 €/Monat, danach 24,99 €/Monat. Inklusive Internet-Flat. Telefonie (Privatkunden): für 2,9 ct/Min. ins dt. Festnetz oder immer kostenlos für 5,– €/Monat<br />

mehr mit der 1&1 Telefon-Flat. Anrufe in alle dt. Mobilfunknetze 19,9 ct/Min. Samsung Galaxy Tab 3 für 0,– € inklusive bei 1&1 Doppel-Flat 16.000 für 34,99 €/Monat oder bei 1&1 Doppel-Flat<br />

50.000 für 39,99 €/Monat. 1&1 DSL ist in den meisten Anschlussbereichen verfügbar. 1&1 <strong>Home</strong>Server für 0,– € (Hardware-Versand 9,60 €). 24 Monate Mindestvertragslaufzeit.


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Connected World<br />

connected world<br />

Weltreise<br />

U S A<br />

Egal ob iPod touch, iPad oder<br />

iPhone: Alle Apple-Geräte<br />

passen zu Savant.<br />

Auf den Apfel gesetzt<br />

In unserer Reihe „Connected World“ schauen wir über den Tellerrand und stellen <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-<br />

Lösungen aus anderen Ländern vor. Den Anfang macht das US-amerikanische System mit dem<br />

Namen „Savant“, das voll und ganz auf die Verknüpfung mit Apple setzt.<br />

Die Kontrollgeräte für das <strong>Smart</strong>-<br />

<strong>Home</strong>-Angebot von Savant sind<br />

Geräte, die sowieso bereits viele<br />

Haushalte ihr Eigen nennen: iPhone, iPad<br />

und iPod touch. Auch der zentrale Server des<br />

Automationssystems kommt von Apple in<br />

Form eines Mac Mini.<br />

Für die Beleuchtung gibt es den <strong>Smart</strong><br />

Lighting Controller, der auch ohne Zentrale<br />

für die Lichtsteuerung über WiFi benutzt<br />

werden kann. Für die Lichtquellen müssen<br />

noch Schalter oder Dimmer von Savant anstatt<br />

der herkömmlichen Schalter und Dimmer<br />

installiert werden.<br />

Ähnlich funktionieren die Multiroom-<br />

Audio- und-Videolösungen. Für den Ton gibt<br />

es den <strong>Smart</strong>Audio SSA-4000-Receiver, der<br />

bis zu sechs Audioquellen und bis zu zwölf<br />

Räume ansteuern kann. Mit Verbindung<br />

zum Server spielt er auch eigene Musiksammlungen<br />

ab sowie gängige Streaming-<br />

Dienste wie Spotify, Last.fm oder TuneIn.<br />

<strong>Der</strong> SSV-1000-Video-Receiver übernimmt<br />

die Bildübertragung und verfügt über eigene<br />

Videoverarbeitung inklusive Skalierung. Unter<br />

dem Namen <strong>Smart</strong> Media gibt es auch<br />

kombinierte Audio-Video-Receiver als Multiroom-Audio-<br />

oder als 5.1-Variante. <strong>Der</strong><br />

Savant-Medienserver zeigt erneut die enge<br />

Apple-Kooperation: Er basiert auf iTunes.<br />

Sparen trotz Klimaanlage<br />

Auch das Innenraumklima lässt sich mit Savant<br />

kontrollieren. Dafür bietet die Firma<br />

kabellose Raumthermostate an. So lassen<br />

sich nicht nur die Heizung, sondern auch die<br />

in den USA weit verbreiteten Klimaanlagen<br />

steuern und programmieren.<br />

Auch Energiesparen ist jenseits des Großen<br />

Teichs immer mehr ein Thema. Deswegen<br />

bietet Savant mit dem <strong>Smart</strong>Energy Monitor<br />

eine Überwachungsstation für den<br />

Stromverbrauch an. Sie wird an den zentralen<br />

Verteilerkasten angeschlossen und kommuniziert<br />

mit der Zentrale via WLAN. Im<br />

Zusammenspiel mit Licht- und Heizungssteuerung<br />

können so auch eigene Sparszenarien<br />

programmiert werden.<br />

Bei der Steuerung des <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-Systems<br />

setzt Savant natürlich wieder ganz auf<br />

Apple: iPad und iPhone sind für die Bedienung<br />

ideal. Ein besonders innovatives Feature<br />

fürs iPad ist dabei TrueImage. Mit diesem<br />

Feature kann man auf einem Abbild<br />

eines Raums auf das entsprechende Gerät<br />

tippen und dieses direkt steuern – eine praktische<br />

Alternative zu umständlichen Menüs.<br />

Dominik<br />

Drozdowski<br />

schaut beim Reisen im<br />

Ausland zuerst immer nach, wie<br />

das Hotelzimmer vernetzt ist.<br />

Seine E-Mail-Adresse:<br />

ddrozdowski@wekanet.de<br />

18


02.2014 // connected-home.de<br />

<strong>Der</strong> groSSe<br />

<strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-<br />

<strong>Ratgeber</strong><br />

Seite 20<br />

Das schlaue<br />

Zuhause<br />

Einbaulösung vom Händler<br />

oder selbst nachrüsten? Wir<br />

geben einen Überblick über alle<br />

<strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-Möglichkeiten.<br />

Seite 23<br />

Insellösungen<br />

Ein System eines Anbieters steuert<br />

das ganze Haus: Das hat viele<br />

Vor-, aber auch einige Nachteile.<br />

Seite 26<br />

Offene Systeme<br />

Hersteller übergreifende Standards<br />

sorgen für größere Freiheit bei der<br />

Geräteauswahl.<br />

Seite 30<br />

Selbst umrüsten<br />

Unser Redakteur Roland Seibt<br />

wagte den Selbstversuch und<br />

vernetzte sein Heim.<br />

Seite 34<br />

Profis am Werk<br />

Diese smarte Villa besticht durch<br />

exquisite Haustechnik auf höchstem<br />

Niveau.<br />

19


Titel <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-<strong>Ratgeber</strong><br />

und Es<br />

werde<br />

Licht!<br />

Von Karl-Gerhard Haas<br />

Sie möchten Licht, Heizung und Alarmanlage aus der Ferne oder automatisch<br />

steuern? Kein Problem, sagen die Hersteller entsprechender Systeme. Im Detail<br />

ist es dann doch nicht so einfach. Wir bringen Licht ins Dunkel.<br />

Alles im Griff: Viele<br />

Haussteuerungssysteme<br />

lassen sich auch<br />

per App vom<br />

<strong>Smart</strong>phone oder<br />

Tablet aus dirigieren.<br />

Im Bild die Busch-<br />

Jaeger-Comfort-App.<br />

Wenn jemand eine Reise tut,<br />

so kann er was erzählen“,<br />

heißt es in einem Gedicht<br />

von Matthias Clau dius aus dem Jahr<br />

1786. Das gilt auch für die Reise in die<br />

Welt der Haussteuerung und -automatisierung.<br />

Denn die Technik fasziniert:<br />

Verlassen die Bewohner das<br />

Haus, schaltet sich überall von selbst<br />

das Licht aus und genauso wieder ein,<br />

wenn die Familie abends das Gebäude<br />

betritt. In der dunklen Jahreszeit gaukeln<br />

zufällig ein- und ausgeschaltete<br />

Lampen Einbrechern die Anwesenheit<br />

der Bewohner vor. Rollläden öffnen<br />

und schließen sich je nach Tageszeit<br />

automatisch; beginnt es zu regnen,<br />

schließt sich das Dachfenster.<br />

Einmal programmiert, wärmt die Heizung<br />

die Wohnung nur, wenn es nötig<br />

ist, und spart so Energie. Im Winter<br />

heizt die intelligente Steuerung rechtzeitig<br />

ein, sodass man abends nicht in<br />

einer kalten Wohnung landet.<br />

Das hört sich toll an. Doch wer versucht,<br />

sich auf dem Markt der Haussteuerungsprodukte<br />

einen Überblick<br />

zu verschaffen, kann diesen schnell<br />

verlieren. Insellösungen und mehr<br />

oder weniger offene Funk- und kabelgebundene<br />

Standards Dutzender Anbieter<br />

versprechen alle Ähnliches: die<br />

problemlose Steuerung der Haustechnik.<br />

Gleichzeitig tauschen sich in einschlägigen<br />

Internet-Foren frustrierte<br />

Anwender da rüber aus, was mit ihrer<br />

Anlage gerade nicht funktioniert.<br />

Aktor, Sensor, Schaltzentralen<br />

Egal, welche Haussteuerungslösung<br />

man wählt: Allen gemeinsam sind das<br />

Funktionsprinzip (und der fundamentale<br />

Unterschied zum klassischen<br />

Lichtschalter oder Heizungsregler). In<br />

einer konventionellen Verdrahtung<br />

führt etwa vom Sicherungskasten eine<br />

230-Volt-Leitung zur Zimmerdecke,<br />

wo üblicherweise eine Leuchte ange-<br />

bracht wird. <strong>Der</strong> Lichtschalter liegt in<br />

dieser Leitung und unterbricht oder<br />

schließt unmittelbar den Stromkreis.<br />

Bei einer Haussteuerungslösung ist<br />

der Lichtschalter technisch betrachtet<br />

ein Sensor, der einen Schaltzustand<br />

erkennt. Er übermittelt diesen per<br />

Funk oder Signalleitung an einen Aktor,<br />

im konkreten Fall also an ein am<br />

Deckenkontakt (oder ebenfalls im<br />

Schaltschrank) untergebrachtes Relais.<br />

Erst dieses stellt die Stromversorgung<br />

der Leuchte her. Diese Trennung<br />

von Schalter und Schalt-Auslöser ist<br />

Voraussetzung für jede Zeit- oder<br />

Fernsteuerung.<br />

Viele Gebäudesteuerungen können<br />

einfache Schalt- und Regelvorgänge<br />

autark erledigen. Vollen Komfort bieten<br />

die meisten Systeme erst, wenn sie<br />

mit einer Schaltzentrale verknüpft<br />

werden. In der Praxis können dies eigenständige<br />

Geräte sein, aber auch<br />

entsprechend ausgerüstete PCs oder<br />

sogar Netzwerk-Router wie AVMs<br />

populäre FRITZ!Box.<br />

Neu bauen oder nachrüsten?<br />

Für den potenziellen Anwender lautet<br />

die wichtigste Frage: Baue ich ein ei-<br />

20


02.2014 // connected-home.de<br />

checkliste für den kauf<br />

Mehr Überblick dank unseres ausführlichen Fragenkatalogs:<br />

Kreisen Sie die Auswahl der richtigen Hausautomationslösung<br />

ein.<br />

genes Haus oder saniere es von Grund<br />

auf, habe also alle Möglichkeiten,<br />

Haussteuerungstechnik einzubauen?<br />

Oder soll ein existierendes Gebäude<br />

oder gar eine Mietwohnung ohne großen<br />

Aufwand nachgerüstet werden?<br />

Im Neubau oder bei der Grundsanierung<br />

ist die zuverlässigste Haussteuerungstechnik<br />

die mit eigenen<br />

Steuerleitungen, in der Fachsprache<br />

„Bus“ genannt. <strong>Der</strong> Hersteller übergreifende<br />

De-facto-Standard ist KNX.<br />

In Deutschland bedienen überwiegend<br />

mittelständische Unternehmen,<br />

für die Preiskampf ein Fremdwort ist,<br />

den KNX-Markt. Wer beim Hausbau<br />

alles, was sinnvollerweise ferngesteuert<br />

werden kann, per KNX steuern<br />

will, muss mit Auslagen von mehreren<br />

Zehntausend Euro rechnen.<br />

Bevor Sie erschrecken: Für den typischen<br />

Hausbauer mit begrenztem<br />

Etat empfiehlt sich die Salamitaktik.<br />

Beim Bau werden zu allen Stellen, an<br />

denen geschaltet oder geregelt werden<br />

soll, Busleitungen unter Putz verlegt;<br />

dabei handelt es sich im Prinzip um<br />

einen Telefondraht. Wo nötig und<br />

sinnvoll (etwa zu den Rollladenkästen),<br />

führt auch eine 230-Volt-Leitung<br />

Zentralkomitee: Viele<br />

Systeme lassen sich<br />

von kompakten<br />

Bedien-Panels aus<br />

steuern.<br />

hin. Beim typischen Einfamilienhaus<br />

kostet die Busverkabelung etwa 2.000<br />

Euro – eine überschaubare Investition<br />

in die Zukunftssicherheit des Gebäudes.<br />

Die eigentliche Steuertechnik installiert<br />

man dann nach Bedarf und<br />

Kassenlage.<br />

Alle anderen verfügbaren Steuersysteme<br />

arbeiten mit Signalen, die per<br />

Funk oder Stromleitung übermittelt<br />

werden. Funk ist aus Prinzip nicht so<br />

zuverlässig wie eine Drahtverbindung.<br />

Um Signale per Stromleitung zu<br />

übertragen, muss sich an den Stellen,<br />

wo Sensoren oder Aktoren arbeiten<br />

sollen, ein Stromanschluss befinden.<br />

Je nach den technischen Details des<br />

Stromnetzes von Haus oder Wohnung<br />

hakt es dennoch mit der Datenübertragung.<br />

Funk – günstig und universell<br />

Trotz der Funk-Schwächen: Auch im<br />

Neubau nutzen viele Hausbesitzer<br />

funkbasierte Systeme. Das Angebot ist<br />

riesig: Neben proprietären Systemen<br />

(von denen viele vom selben Lieferanten<br />

stammen: eQ-3) gibt es Hersteller<br />

übergreifende, offene Funkstandards,<br />

mit denen Produkte vieler Firmen<br />

Was alles soll gesteuert werden?<br />

Haben Sie die Möglichkeit, Busleitungen zu<br />

installieren?<br />

Von wo aus soll gesteuert werden? Nur vom Haus/<br />

Grundstück aus oder auch von unterwegs?<br />

Falls Sie es von unterwegs steuern wollen: Wie<br />

einfach ist das System zu erreichen? Direkt aus dem<br />

Internet oder nur über Dienste/Webseiten, die vom<br />

Hersteller bereitgestellt werden?<br />

Falls Sie Funktechnik nutzen wollen oder müssen:<br />

Wie sehr muss sie vor fremdem Zugriff/Datenspionage<br />

sicher sein?<br />

Wer soll steuern dürfen? Nur Sie oder auch andere<br />

Familienmitglieder und Kinder?<br />

Reicht eine spezielle Fernbedienung oder soll die<br />

Steuerung auch per <strong>Smart</strong>phone/Tablet-PC möglich<br />

sein?<br />

Inwieweit spielt das Wetter (und damit Wind-/<br />

Feuchtigkeits-/Temperatursensoren) eine Rolle? Soll<br />

sich das Dachfenster bei Regen automatisch schließen,<br />

sollen die Jalousien bei Sonne herunterfahren,<br />

soll die Heizung anspringen, wenn es kalt ist, müssen<br />

für Ihr Wunschsystem entsprechende Sensoren<br />

lieferbar sein und an sinnvollen Stellen im/am Gebäude<br />

montiert werden können?<br />

Wollen Sie das System selbst installieren oder das<br />

einem Fachmann überlassen?<br />

Haben Sie mögliche Erweiterungen bedacht?<br />

Soll das System nur mehr Komfort bieten oder<br />

wollen Sie dadurch auch Heizenergie und/oder Strom<br />

sparen?<br />

Inwieweit sollen Telefon-/Computernetz und<br />

Unterhaltungselektronik, insbesondere ein Heimkino,<br />

mit in die Steuerung einbezogen werden?<br />

Wollen Sie eine (Video-)Türsprechstelle ins System<br />

einbinden?<br />

Soll das System auch zur Gebäudeüberwachung<br />

dienen und zur Alarmanlage ausgebaut werden<br />

können?<br />

Sollen Komponenten des Hausautomatisierungssystems<br />

ohne Zentralsteuerung miteinander arbeiten<br />

und Daten austauschen können?<br />

Wie betriebssicher muss das System sein? Wenn<br />

sich die Rollläden einmal nicht automatisch öffnen, ist<br />

dies nicht dramatisch, wenn die Heizung aber nicht<br />

läuft und sich nirgendwo im Haus mehr das Licht<br />

einschaltet, wäre das sehr beeinträchtigend.<br />

Wollen Sie sämtliche Komponenten des Systems<br />

bei einem eventuellen Wohnungswechsel ausbauen<br />

und mitnehmen können?<br />

21


Titel <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-<strong>Ratgeber</strong><br />

Interview<br />

mit Carsten Kröning,<br />

Medientechniker bei Die Tech, Wildau bei Berlin<br />

„Immer den Bedarf ermitteln“<br />

Wenn ein Kunde sich für die Haussteuerung an<br />

Ihren Betrieb wendet: Was empfehlen Sie ihm?<br />

Unsere erste Wahl sind KNX-basierte Systeme, vornehmlich<br />

von Gira. <strong>Der</strong> Standard ist betriebssicher, zudem wissen<br />

wir bei KNX aus Erfahrung: Die Technik funktioniert<br />

auch im Alltag Hersteller übergreifend.<br />

Und wenn Sie in einem Altbau die Wände nicht<br />

für die Busleitungen aufschlagen können?<br />

Dann verwenden wir vorzugsweise Tebis von Berker/Hager.<br />

Das wird auch als KNX TX oder Quicklink vermarktet und<br />

kann drahtgebundene KNX-Installationen erweitern, aber<br />

auch als reines Funksystem arbeiten. Für einfache Funktionen<br />

wie Licht schalten oder Jalousien bewegen geht dies ohne<br />

ETS-Installations-Software oder spezielle Programmier-<br />

Computer. Im April 2014 soll zudem das von Gira und JUNG<br />

entwickelte eNet verfügbar sein, auf das wir schon sehr gespannt<br />

sind. Das ist zwar ein proprietäres System, aber mit<br />

großer Komponentenauswahl.<br />

Wir haben aber auch schon Kunden gehabt, deren Wünsche<br />

wir am besten und günstigsten mit Produkten wie <strong>Smart</strong><strong>Home</strong><br />

von RWE erfüllen konnten. Wir versuchen im Vorfeld immer,<br />

den tatsächlichen Bedarf des Interessenten zu ermitteln.<br />

Wenn eine simple Lösung den geforderten Zweck<br />

erfüllt, schwatzen wir den Käufern keine teurere<br />

Lösung auf.<br />

Wenn Kunden Sie rufen, weil sie mit einem vorhandenen<br />

Heimautomatisierungssystem nicht zufrieden<br />

sind – welche Fehler finden Sie dort vor?<br />

Oft haben sich die Käufer für geschlossene Systeme entschieden.<br />

Die bringen gleich zwei Probleme mit sich: Wenn eine<br />

bestimmte Funktion beziehungsweise die dafür nötige Komponente<br />

vom jeweiligen Hersteller nicht angeboten wird,<br />

schaut der Kunde in die Röhre. Manche Hersteller bieten<br />

auch günstige Einsteigerpakete an, die Erweiterungen sind<br />

dann aber unangemessen teuer.<br />

Wir sehen es immer wieder: Wenn man einmal das praktische<br />

Potenzial der Haussteuerung entdeckt hat und schätzt,<br />

kommt der Wunsch nach mehr. Von daher würde ich jedem<br />

Interessenten für Heimautomatisierung empfehlen, Hersteller<br />

übergreifende Standards zu wählen.<br />

Damit sind wir nochmal bei KNX: Dem System<br />

eilt der Ruf voraus, teuer zu sein.<br />

Da ist was dran. Allerdings kommt in den Markt langsam<br />

Bewegung. Wir nutzen für die eigentliche Schalttechnik<br />

mittlerweile oft Produkte von Anbietern wie MDT oder Zennio,<br />

die nur ein Drittel des branchenüblichen Preises kosten.<br />

Bei den Tastern und Kontrollelementen hat auch der<br />

Kunde Wahlmöglichkeiten und muss sich nicht für die<br />

teuerste Schalterserie entscheiden.<br />

Gibt es einen Rat, den Sie Kunden geben würden,<br />

die sich für Haussteuerung interessieren?<br />

Ich würde in jedem Fall ein System verwenden, das mir meldet,<br />

ob ein Befehl angekommen ist und ausgeführt wurde.<br />

In den technischen Unterlagen wird dies als „bidirektional“<br />

bezeichnet. Gerade bei Funksystemen weiß ich sonst nicht,<br />

ob die Anlage tut, was ich will.<br />

steller die Produkte oder den ganzen<br />

Betrieb ein, hat man allerdings Pech.<br />

Sicherer ist man auf jeden Fall mit<br />

Hersteller übergreifenden Systemen.<br />

EnOcean, Z-Wave und ZigBee sind<br />

verbreitet, aber auch KNX-Produkte<br />

Funk ist nachrüstbar,<br />

aber nicht so betriebssicher<br />

wie Bussysteme<br />

gibt es in Kombination mit Funk. Details<br />

zu den verschiedenen Systemen<br />

lesen Sie auf den folgenden Seiten.<br />

Unabhängig davon, für welche<br />

Technik Sie sich entscheiden, eines<br />

gilt für alle Heimvernetzungssysteme:<br />

Ohne Fachkenntnisse machen sich<br />

arbeiten. Da scheint die Wahl einfach:<br />

proprietäre Formate sind schlecht, offene<br />

gut.<br />

Ganz so einfach ist es aber nicht.<br />

Denn manche proprietären Steuersysteme<br />

sind so verbreitet, dass sie auch<br />

von Fremdsystemen unterstützt<br />

werden. Umgekehrt berichten<br />

Praktiker von Produkten,<br />

die denselben offenen<br />

Funkstandard nutzen, sich<br />

aber nicht untereinander verstehen.<br />

In der Praxis sollte man pragmatisch<br />

vorgehen: Wenn ein System zu<br />

einem vertretbaren Preis die Funktionen,<br />

Zugriffs-, Steuer- und Ausbaumöglichkeiten<br />

bietet, die Sie benötigen,<br />

kann durchaus proprietäre Technik<br />

in Frage kommen. Stellt der Hernur<br />

lebensmüde Hobbybastler an der<br />

Haus- oder Wohnungselektrik zu<br />

schaffen. Sollen konventionelle Unterputzdosen<br />

durch fernsteuerbare ersetzt<br />

werden, kann man das zwar<br />

selbst erledigen, sollte aber im eigenen<br />

Interesse die Installation von<br />

einem Elektriker abnehmen<br />

lassen. Für viele Systeme gibt<br />

es aus diesem Grund auch nur<br />

Komponenten, die ohne einen<br />

Eingriff in elektrische Anlagen<br />

auskommen; dazu gehören<br />

etwa Zwischensteckdosen, Einsätze<br />

für Lampengewinde und Heizkörperventile.<br />

Die wichtigsten Kriterien für den<br />

Kauf der entsprechenden Systeme<br />

sind auf unserer Checkliste auf Seite<br />

21 zusammengefasst.<br />

22


02.2014 // connected-home.de<br />

Alles aus<br />

einer Hand<br />

Viele Hersteller bieten eigene („proprietäre“) Systeme zur Haussteuerung an. Das<br />

verspricht ein reibungsloses Zusammenspiel aller Komponenten – aber wenn es<br />

schlecht läuft, fühlen sich Kunden auf der Hardware-Insel wie Schiffbrüchige.<br />

Hausmarke: Bei Produkten<br />

wie digital-<br />

STROM handelt es<br />

sich um proprietäre<br />

Systeme.<br />

Die Briten machen’s vor: Viele<br />

bezeichnen ihre Lage als<br />

„splendid isolation“, also als<br />

großartige Trennung vom Rest der<br />

Welt. In der Tat: Auf einer Insel schadet<br />

es nicht, wenn alle auf der falschen<br />

Straßenseite fahren oder Netzstecker<br />

und (früher) Fernsehstandards verwendet<br />

werden, die zum Rest der Welt<br />

nicht so recht passen wollen. Hauptsache,<br />

es funktioniert im Königreich.<br />

Bei proprietären Haussteuerungssystemen<br />

ist in der Theorie die Lage<br />

ähnlich: Sie spielen nur mit Komponenten<br />

des jeweiligen Herstellers zusammen.<br />

Gibt es in dessen Sortiment<br />

etwas nicht oder stellt eine Firma gar<br />

die Serie ein, hat der Kunde Pech.<br />

In der Praxis ist es nicht ganz so<br />

dramatisch: So gibt es durchaus Systeme,<br />

die mit Fremdprodukten zusammenarbeiten.<br />

Zwischenzeitlich<br />

betriebssicher, aber eher für Neubauten<br />

oder die Grundsanierung eines<br />

Altbaus interessant. Funklösungen<br />

taugen auch für die Nachrüstung oder<br />

Mietwohnungen.<br />

Das wichtigste Kriterium (neben<br />

dem Preis) sollte bei der Auswahl sein:<br />

Deckt mein Wunschsystem alle Funktionen<br />

ab, die ich jetzt und in naher<br />

Zukunft brauche? Wie gut wird es von<br />

Drittanbietern unterstützt?<br />

Manche Systeme kommen für viele<br />

Funktionen ohne eine zentrale Steuereinheit<br />

aus, andere können selbst<br />

ein paar triviale Funksteckdosen nur<br />

über einen eigenen Server steuern.<br />

Das hat Folgen für den Aufwand bei<br />

der Inbetriebnahme und die Preise.<br />

Bei vielen Herstellern zeichnet sich<br />

ein Funktionsschwerpunkt ab. Mal<br />

steht die Unterhaltungselektronik im<br />

Vordergrund, mal die Lichtsteuehaben<br />

sich sogar Firmen darauf spezialisiert,<br />

mit eigenen Steuereinheiten<br />

die Produkte mehrerer Herstellerstandards<br />

zu unterstützen (siehe die Tabelle<br />

auf Seite 24/25).<br />

Im Haussteuerungsmarkt herrscht<br />

Goldgräberstimmung – das Angebot<br />

ist extrem unübersichtlich, weshalb<br />

unsere Tabelle keinen Anspruch auf<br />

Vollständigkeit erhebt. Zudem hat<br />

<strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong> aus ein paar<br />

Funksteckdosen bestehende, nicht<br />

ausbaufähige Minimal-Sets aus dem<br />

Baumarkt nicht berücksichtigt.<br />

Auf Draht – oder nicht<br />

Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal<br />

der Haussteuerungssysteme<br />

ist: Übermitteln sie primär die Steuersignale<br />

per Draht oder Funk? Drahtgebundene<br />

Systeme wie digital-<br />

STROM, Loxone oder myGekko sind<br />

23


Titel <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-<strong>Ratgeber</strong><br />

2<br />

1 Häuslich: RWE<br />

<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> ist als<br />

typische Nachrüstlösung<br />

auch für Mietwohnungen<br />

interessant.<br />

1<br />

2 Umfangreiches<br />

Sortiment: <strong>Home</strong>-<br />

Matic lockt mit der<br />

Zahl der verfügbaren<br />

Komponenten.<br />

3 Alles neu: Loxone<br />

positioniert sich als<br />

günstige KNX-Alternative<br />

für den Neubau<br />

oder die Sanierung.<br />

3<br />

rung, mal die Heizungsregelung. Wer<br />

für Innenräume und/oder den Außenbereich<br />

Bewegungsmelder benötigt,<br />

sollte die Sortimente der Hersteller<br />

daraufhin durchforsten. Soll gar<br />

eine komplette Alarmanlage ins System<br />

integriert werden, muss sie ebenfalls<br />

vom Wunschlieferanten angeboten<br />

werden.<br />

Die Systeme einiger Anbieter lassen<br />

sich nur über das Internet in Betrieb<br />

nehmen, was nach <strong>CONNECTED</strong>-<br />

<strong>HOME</strong>-Meinung nicht ideal ist. Wer<br />

sicher sein will, dass funkbasierte<br />

Systeme einen Befehl erhalten und<br />

ausgeführt haben, sollte Produkte bevorzugen,<br />

die dies melden – in unserer<br />

Tabelle finden Sie dies unter dem Kriterium<br />

„Bidirektionalität“.<br />

Für umfangreiche Installationen ist<br />

wichtig, wie weit die Funksignale reichen.<br />

Intelligente Systeme bauen ein<br />

sogenanntes vermaschtes Netz auf.<br />

Das heißt: Jede Komponente eines<br />

Systems fungiert als Funkbrücke und<br />

stellt so den Empfang sicher. Unabhängig<br />

davon reichen niedrige Frequenzen<br />

weiter als hohe und durchdringen<br />

auch Wände besser – hier<br />

versprechen Produkte,<br />

die auf 433 Megahertz<br />

(das sind 433 Millionen<br />

Schwingungen<br />

pro Sekunde) funken,<br />

größere Reichweiten.<br />

Die Steuerung der<br />

Gebäudetechnik per <strong>Smart</strong>phone<br />

wird von den meisten Nutzern begrüßt.<br />

Wichtig ist, dass das Betriebssystem<br />

ihres <strong>Smart</strong>phones unterstützt<br />

wird. Plattformunabhängig ist die<br />

Steuerung per Webbrowser. Wollen<br />

Sie auch von unterwegs beispielsweise<br />

die Heizung einschalten können,<br />

In der Praxis sind<br />

proprietäre Systeme<br />

nicht immer beschränkt<br />

muss das System den Zugriff über das<br />

Internet ermöglichen.<br />

Viele funkbasierte Systeme übertragen<br />

die Steuerkommandos unverschlüsselt.<br />

Das klingt zunächst nach<br />

einem starken Sicherheitsrisiko. In der<br />

Praxis ist es nicht so dramatisch: Ein<br />

Angreifer müsste ja als<br />

Erstes wissen, welches<br />

System in Ihrem Gebäude<br />

zum Einsatz<br />

kommt, und zudem in<br />

den meisten Fällen<br />

auch noch die richtige<br />

Geräteadresse in Erfahrung bringen.<br />

Auch das Belauschen der Befehle, die<br />

ja nur Sekundenbruchteile dauern, ist<br />

für potenzielle Bösewichte ein eher<br />

mühsames Unterfangen. Aber ganz<br />

klar: Wer höchste Sicherheit fordert,<br />

muss auf Produkte achten, die verschlüsselt<br />

kommunizieren.<br />

Produkt CasaControl digitalStrom eNet FreeControl FS 20 <strong>Home</strong>Easy <strong>Home</strong>Matic <strong>Home</strong>Pilot<br />

Wichtige Anbieter Pearl Aizo Gira / JUNG Kopp Conrad, ELV Conrad, Elro (<strong>Smart</strong>wares) ELV (eQ-3) Rademacher<br />

Internet www.pearl.de www.digitalstrom.com www.gira.de www.kopp.eu www.conrad.de/elv.de www.elro.eu/ www.homematic.com www.homepilot.de<br />

Typische Installation Selbstinstallation durch Profi durch Profi Selbstinstallation Selbstinstallation Selbstinstallation Selbstinstallation / d. Profi Selbstinstallation / d. Profi<br />

Technik<br />

433 MHz / 2,4 GHz,<br />

proprietär<br />

drahtgebunden,<br />

Datenübertragung per<br />

Strommnetz<br />

868 MHz Funk / eigenes,<br />

IP-basiertes Protokoll<br />

868 MHz 868 MHz Funk 433 MHz 868 MHz Funk / Draht 433 MHz („Duofern“),<br />

vom Hersteller unterstützte<br />

Z-Wave-Produkte<br />

Wichtige verfügbare<br />

Komponenten<br />

Bewegungsmelder,<br />

Heizungssteuerung /<br />

-thermostat, Lampen/<br />

Lampenfassungen,<br />

Rollladensteuerung,<br />

Taster, Türkontakt<br />

Taster, Aktoren, Server<br />

Aktoren, Funksteckdosen,<br />

Sensoren, Taster<br />

Aktoren, Alarmanlage,<br />

Bewegungsmelder, Rollladensteuerung,<br />

Taster<br />

Aktoren, Bewegungsmelder,<br />

Fensterkontakt, Fernbedienung,<br />

Funksteckdosen,<br />

Heizungssteuerung,<br />

Türklingel<br />

Aktoren, Funksteckdosen,<br />

Sensoren<br />

Aktoren, Alarmtechnik,<br />

Funksteckdosen,<br />

Heizungsventile,<br />

Jalousiensteuerung,<br />

Lüftungssteuerung,<br />

Sensoren<br />

Bidrektional abhängig von Basisstation • • – – – • •<br />

Aufbau vermaschter Netze – – k. A. – – – – •<br />

Steuerzentrale nötig – • k. A. – – – – –<br />

Steuerung per <strong>Smart</strong>phone/Webbrowser/Internet<br />

• / geplant / geplant • / • / • k. A. – / – / – • / • / • – / – / – • / • / • • / • / •<br />

Signale verschlüsselt k. A. – (leitungsgebunden) k. A. – – – • •<br />

Internet-Verbindung zum – – k. A. – – – – –<br />

Einrichten/Bedienen nötig<br />

Anmerkungen – Philips-Hue-Einbindung,<br />

Netatmo, Sonos, En-<br />

Ocean ab Frühjahr 2014,<br />

weitere Komponenten<br />

voraussichtlich ab April<br />

2014 verfügbar<br />

– – – viele Komponenten<br />

zum Unterputzeinbau,<br />

vorhandene Lichtschalter<br />

weiter benutzbar<br />

–<br />

Aktoren, Funksteckdosen,<br />

Heizungsthermostate,<br />

Jalousiensteuerung,<br />

Sensoren<br />

24


02.2014 // connected-home.de<br />

BrückenSchlag<br />

Geräte von Drittanbietern bringen proprietäre Standards unter einen Hut.<br />

Brückenprodukte verbinden Systeme verschiedener Anbieter. Gibt es bei einem Hersteller das gewünschte<br />

Produkt nicht, bedient man sich aus einem anderen Programm. Die wichtigsten Systeme:<br />

EZcontrol<br />

Anbieter: Rose + Herleth<br />

Internet: www.ezcontrol.de<br />

Preis EZcontrol XS 1: 189 Euro,<br />

im Vollausbau 349 Euro.<br />

Unterstützte Funkprotokolle: Berker-/<br />

Gira-/JUNG-Funkmanagementsystem,<br />

Conrad/ELV FS 10/FS 20/ FHT 80 B-2/3-<br />

Heizungssteuerung, Conrad RSL, Elro AB<br />

400/AB 440/AB 601/<strong>Home</strong>Easy/Flamingo-<br />

Rauchmelder, Intertechno, KlikAanKlikUit,<br />

Kopp F.C. (nur v1), Marmitek, Oase InScenio,<br />

REV Telecomfort, Philips SBC SP370,<br />

RS-200, Warema EWFS-Rolladensteuerungen.<br />

Per optionalen Infrarot-Umsetzer ist<br />

auch die Steuerung von Unterhaltungselektronik<br />

möglich.<br />

<strong>Home</strong>Wizard<br />

Anbieter: Elro (<strong>Smart</strong>wares)<br />

Internet: www.homewizard.de<br />

Preis: ab 239 Euro<br />

(Zentrale mit zusätzlichen Funksteckdosen)<br />

Unterstützte Funkprotokolle: CoCo,<br />

Cresta, Elro AB 600, Flamingo AB 440,<br />

Foscam, Intertechno, Irox, Somfy, Wattcher<br />

Mediola<br />

Anbieter: Mediola (siehe Bild)<br />

Internet: www.mediola.de<br />

Preis: ab 249 Euro<br />

Unterstützte Funkprotokolle: Elro<br />

<strong>Home</strong> Control, FS 20, <strong>Home</strong>Easy , <strong>Home</strong>Matic,<br />

Intertechno, Kopp Free-control, McPower<br />

Multi Comfort, Roiscock, X10, dazu Infrarot-<br />

Unterstützung zur Steuerung von Unterhaltungselektronik,<br />

bei der Premium-Variante<br />

zusätzlich Abus Privest, EnOcean-Aktoren,<br />

Insta-Funkbus, I-tec-Jalousien , Warema<br />

EWFS und Infrarot-Unterstützung für B&O.<br />

myGekko<br />

Anbieter: Ekon, in Deutschland: Stöckl<br />

Internet: www.my-gekko.com<br />

Preis: ab 1.300 Euro<br />

Unterstützte Funkprotokolle: EnOcean/<br />

WiFi. Unterstützte Bussysteme: Bacnet,<br />

DALI, eKey, GMS, KNX, M-Bus, Modbus<br />

RTU/ASCII/TCP-IP, myfare. Schrack-/<br />

Telenot-Alarmanlagen, Aktoren, Sensoren<br />

und Taster von Beckhoff, Elsner, myGekko,<br />

Phoenix, Thies und Wago, Barix-/Bose-/<br />

RTI-/Sonos-Audioanlagen<br />

QIVICON<br />

Anbieter: EnBW, Telekom<br />

Internet: www.qivicon.com<br />

Preis: 299 Euro<br />

Unterstützte Funkprotokolle: <strong>Home</strong>-<br />

Matic, ZigBee (nur Telekom), weitere per<br />

USB-Stick möglich, unterschiedliche<br />

Produkte, unterschiedliche Oberflächen<br />

Für Tüftler: FRITZ!Box<br />

mit FHEM<br />

Die verbreiteten AVM-FRITZ!Boxen steuern<br />

nicht nur per DECT die Funkbausteine des<br />

Herstellers an. Für das alte und demnächst<br />

auch für das aktuelle Top-Modell, also die<br />

Typen 7390 und 7490, gibt es eine erweiterte<br />

Firmware im „FRITZ!Labor“. Sie bringt einen<br />

sogenannten FHEM-Server mit. Das Kürzel<br />

steht für „Freundliche Hausautomatisierung<br />

und Energie-Messung“ und meint einen<br />

Perl-basierten Server. Zusammen mit einem<br />

etwa 50 Euro teuren USB-Stick, „CUL“<br />

genannt (für CC1101 USB Lite, also einen mit<br />

diesem Funkmodul bestückten USB-Stick)<br />

steuert die FRITZ!Box unzählige Geräte, unter<br />

anderem solche des Typs 1Wire, Allnet, Davis<br />

VantagePro2, EM 1000, EnOcean, ESA2000,<br />

FHT80b, Firmata, FRITZ!DECT, FS 20, HMS,<br />

<strong>Home</strong>Easy, <strong>Home</strong>Matic, Intertechno, JeeLink,<br />

KNX, LIRC, MAX!, Oregon Scientific, pan-<br />

Stamp, Philips Hue, RFXCOM, S 300, Tell-<br />

Stick, webio, X 10, Z-Wave sowie Fernseher<br />

von LG, Panasonic und Samsung, die Sonos-<br />

Musikspieler und Verstärker von Yamaha.<br />

Bevor jetzt Jubel ausbricht: Wer mit FHEM<br />

arbeiten will, sollte Erfahrung im Umgang mit<br />

Skriptsprachen mitbringen (oder bereit sein,<br />

sich diese anzueignen). Die Software selbst ist<br />

frei verfügbar; einen Blick auf http://fhem.<br />

de und die AVM-Website ist sie allemal wert.<br />

Produkt iComfort iConnect Loxone <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> <strong>Smart</strong><strong>Home</strong> Solar Manager Synco Living Techni<strong>Home</strong><br />

Wichtige Anbieter REV-Ritter eSaver Loxone RWE B.E.G. E.ON Siemens TechniSat<br />

Internet www.rev.de www.esavers.eu www.loxone.com www.rwe-smarthome.de www.beg.de www.eon.de www.siemens.de www.technisat.com<br />

Typische Installation Selbstinstallation Selbstinstallation durch Profi Selbstinstallation Selbstinstallation / d. Profi durch Profi Selbstinstallation Selbstinstallation<br />

Technik 868 MHz 868 MHz drahtgebunden, 24-Volt-<br />

Steuerleitung, KNX-<br />

Gateway vorhanden<br />

Wichtige verfügbare<br />

Komponenten<br />

Funksteckdosen,<br />

Fernsteuerung, Jalousiensteuerung,<br />

Taster<br />

Funksteckdosen,<br />

Sensoren<br />

Tür-Sprechstellen,<br />

Musikserver, KNX-<br />

Schnittstelle, erweiterbar<br />

um 1-Wire, DMX, En-<br />

Ocean, Modbus, RS-232,<br />

RS-485 und Infrarot<br />

868 MHz Funk 868 MHz, (proprietäre<br />

Z-Wave-Variante), Erweiterung<br />

per Powerline<br />

möglich<br />

Funksteckdosen,<br />

Heizungsthermostate,<br />

Leuchteneinsätze,<br />

Bewegungsmelder,<br />

Tür- / Fenstersensoren,<br />

Unterputzschalter<br />

Aktoren, Bewegungsmelder,<br />

Fensterkontakte,<br />

Funksteckdosen,<br />

Heizungsthermostate,<br />

Rauchmelder<br />

868 MHz (proprietäre<br />

Z-Wave- / ZigBee- / Jen-<br />

Net-IP-Variante)<br />

Funksteckdosen,<br />

Stromerzeugungs-/<br />

-verbrauchanzeigen,<br />

Steuerzentrale<br />

868 MHz Funk 868 MHz, (proprietäre<br />

Z-Wave-Variante)<br />

Funksteckdosen, Rauchmelder,<br />

Heizungssteuerung,<br />

Temperaturfühler,<br />

Alarmanlage,<br />

Jalousiensteuerung,<br />

Fensterkontakte<br />

Aktoren, Bewegungsmelder,<br />

Fensterkontakte,<br />

Funksteckdosen,<br />

Heizungsthermostat,<br />

Kamera, Rauchmelder<br />

Bidrektional • • drahtgebunden • • • • •<br />

Aufbau vermaschter Netze – – drahtgebunden – • • – •<br />

Steuerzentrale nötig – (optional) • • • – • • •<br />

Steuerung per <strong>Smart</strong>phone/Webbrowser/Internet<br />

• (mit Steuerzentrale) • / – / • • / • / • • / • / • geplant / geplant /– • / • / • • / • / • • / • / •<br />

/ – / •<br />

Signale verschlüsselt – • drahtgebunden • – • • abhängig von Komponenten<br />

Internet-Verbindung zum<br />

Einrichten/Bedienen nötig<br />

– – – • – • – •<br />

Anmerkungen – – zentral gesteuertes<br />

System, arbeitet mit<br />

Standard-Lichtschaltern<br />

– – ab Frühjahr 2014,<br />

Schwerpunkt auf<br />

Steuerung/Kontrolle von<br />

Photovoltaikanlagen<br />

Schwerpunkt auf<br />

Heizungssteuerung<br />

25


Titel <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-<strong>Ratgeber</strong><br />

Free & Easy<br />

26<br />

„Offene, Hersteller übergreifende Standards“ – das klingt nach reibungslosem<br />

Zusammenspiel aller beteiligten Komponenten. In der Praxis heißt „offen“<br />

leider nicht immer kompatibel.<br />

Die Befürworter offener Standards<br />

predigen es seit Jahrzehnten:<br />

Nur, was Hersteller<br />

übergreifend konzipiert wird, funktioniert<br />

universell und schützt Investitionen<br />

in Produkte. Im Prinzip<br />

stimmt das auch. Geht es um Haussteuerung,<br />

folgt dem „im Prinzip“ jedoch<br />

ein „Ja, aber…“ Denn offen und<br />

Hersteller übergreifend heißt<br />

nicht immer interoperabel.<br />

Betrachten wir zunächst<br />

den Kompatibilitäts-Musterknaben<br />

KNX, früher auch EIB<br />

(Europäischer Installationsbus)<br />

genannt. Das System ist<br />

weltweit vertreten, die Liste der teilnehmenden<br />

Firmen auf der KNX-<br />

Webseite ist riesig. Praktiker berichten:<br />

Wenn KNX draufsteht, spielen<br />

Komponenten unterschiedlicher Hersteller<br />

nicht nur auf dem Papier reibungslos<br />

zusammen, sondern auch in<br />

Hersteller übergreifende<br />

Kompatibilität<br />

bleibt oft ein Wunschtraum<br />

der Wirklichkeit. Allerdings sind die<br />

meisten KNX-Komponenten teuer –<br />

und leider auch das Programm, das<br />

man fast immer braucht, um KNX-<br />

Systeme zu administrieren. Die Engineering<br />

Tool Software (ETS) kostet<br />

mehrere Hundert Euro. Manche Hersteller<br />

haben – zum Leidwesen derjenigen,<br />

die täglich damit arbeiten müssen<br />

– für ihre Produkte Erweiterungen<br />

(„Plugins“) zur ETS geschrieben, die<br />

nicht immer stabil sind. Dieses Problem<br />

betrifft allerdings nur die Installation<br />

und die Programmierung der<br />

Haussteuerung – nicht den laufenden<br />

Betrieb.<br />

Als leitungsgebundenes Bussystem<br />

ist KNX sehr betriebssicher. Wer sich<br />

tatsächlich aus den Programmen verschiedener<br />

Anbieter die für seine<br />

Wünsche idealen Produkte herauspicken<br />

möchte, dürfte mit KNX die wenigsten<br />

Probleme haben.<br />

Anders sieht es bei funkbasierten<br />

Lösungen aus: Hier knirscht es in der<br />

Praxis wesentlich öfter.<br />

Wohlgemerkt: unter Produkten<br />

desselben Standards (siehe<br />

Tabelle, Seite 27).<br />

Beispiel: Im Prinzip unterstützt<br />

die FRITZ!Box von<br />

AVM nicht nur die Funksteckdose<br />

aus eigenem Hause, sondern<br />

auch die Produkte von Gigaset<br />

aus der Elements-Reihe. In der Praxis<br />

muss die Firmware der FRITZ!Box die<br />

neuen Bausteine kennen, muss AVM<br />

die Benutzeroberfläche an die neuen<br />

Funktionen der „Elements“ anpassen.


02.2014 // connected-home.de<br />

Das gilt sinngemäß für alle Funkprodukte:<br />

Wenn eine Steuerzentrale mit<br />

einer bestimmten Funktion oder Bauteilegruppe<br />

nichts anfangen kann,<br />

bleiben die entsprechenden Produkte<br />

im Heimnetz nutzlos.<br />

Andere Fakten können das Zusammenspiel<br />

im digitalen Haus ebenfalls<br />

verkomplizieren. Nur ausgewählte<br />

EnOcean-Produkte kennen einen<br />

Rückkanal, können also bestätigen,<br />

dass ein Befehl ausgeführt wurde.<br />

Beim Licht ist kein Rückkanal wenig<br />

dramatisch: Ist man im Haus, sieht<br />

man ja, ob es eingeschaltet wurde.<br />

Wenn man aber nicht weiß, ob der<br />

Heizkessel im Keller wirklich angesprungen<br />

ist, ist das nicht so praktisch.<br />

Ein anderes Thema: Dieselbe Technik<br />

bedeutet aus Prinzip keine Kompatibilität.<br />

In unserer Übersicht der<br />

proprietären Systeme finden sich<br />

mehrere Ableger des – eigentlich –<br />

Hersteller übergreifenden Z-Wave. So<br />

ähnlich, wie in einem auf dem Internet-Protokoll<br />

(IP) basierenden Netzwerk<br />

unterschiedlichste Daten transportiert<br />

werden können, solange sie<br />

nur dieses Protokoll einhalten, können<br />

auch Z-Wave-Komponenten eigene,<br />

für die Konkurrenz nicht verständliche<br />

Dialekte sprechen. Gleiches gilt<br />

für ZigBee: Auch hier setzen Hersteller<br />

trotz identischer Technologie oft<br />

auf Insellösungen.<br />

Wer auf höchste Sicherheit Wert<br />

legt, wird sich für Funkkomponenten<br />

entscheiden, die ihre Signale verschlüsseln.<br />

Dann müssen aber alle<br />

beteiligten Komponenten die Verschlüsselung<br />

beherrschen.<br />

Aus dem Chaos der nicht kompatiblen<br />

offenen Systeme versuchen diverse<br />

Marktteilnehmer sich mithilfe<br />

weißer Listen zu retten: Initiativen wie<br />

<strong>Smart</strong> Eco System oder der Anbieter<br />

<strong>Home</strong>e spezifizieren Produkte, die<br />

untereinander bzw. mit den eigenen<br />

Komponenten harmonieren.<br />

Man sieht: In der Praxis ist die große<br />

Hersteller übergreifende Freiheit leider<br />

doch arg eingeschränkt. Wer Bauteile<br />

verschiedener Hersteller im<br />

smarten Haus kombinieren will, muss<br />

sich im Vorfeld darüber informieren,<br />

ob sie harmonieren – oder sicherstellen,<br />

dass er die Komponenten zurückgeben<br />

kann, falls sie nicht wie gewünscht<br />

zusammenspielen.<br />

Alles unter einem Hut<br />

Nicht nur proprietäre Haussteuerungen lassen<br />

sich dank Drittanbietern kombinieren. Auch<br />

für die Firmen übergreifenden Standards gibt<br />

es Mittler zwischen den Welten.<br />

<strong>Home</strong>e<br />

Anbieter: Codeatelier<br />

Internet: www.hom.ee<br />

Preis: ab 149 Euro<br />

Das junge Unternehmen <strong>Home</strong>e packt die drei<br />

Funkstandards EnOcean, Z-Wave und ZigBee in<br />

kleine Kisten: Die Basisstation lässt sich um<br />

Module für die jeweils gewünschten Systeme<br />

erweitern. In Zukunft dürfte die Technik um<br />

weitere Standards ergänzt werden. <strong>Home</strong>e<br />

spezifiziert Komponenten, die zuverlässig mit<br />

dem eigenen Produkt funktionieren.<br />

<strong>Smart</strong> Eco System<br />

Anbieter: Dimplex, Platinum<br />

Internet: www.smarteco-system.com<br />

Preis: noch nicht bekannt<br />

Einen in Teilen ähnlichen Ansatz verfolgt die<br />

<strong>Smart</strong>-Eco-System-Allianz: Ihr Schwerpunkt liegt<br />

auf der Gebäudetechnik, insbesondere der<br />

Heizungssteuerung und Energieerzeugung.<br />

Initiator ist die Nürnberger Diehl-Gruppe. Diehl<br />

hat die zentrale Steuerung entworfen; vermarktet<br />

werden soll sie aber über die Töchter Platinum<br />

und Dimplex. Fürs Erste setzt das smarte Ökosystem<br />

auf EnOcean und Z-Wave. ZigBee steht aber<br />

bereits auf der Liste der Allianz-Mitglieder. <strong>Der</strong><br />

Diehl-Gedanke: Man spezifiziert Produkte, die mit<br />

der Zentraleinheit reibungslos zusammenarbeiten.<br />

Selbstverständlich verweigert sich die Diehl-<br />

Zentralsteuerung nicht anderen EnOcean- oder<br />

Z-Wave-Produkten – aber wenn dann etwas nicht<br />

funktioniert, ist es das Problem des Kunden. Ab<br />

dem Frühjahr 2014 soll die <strong>Smart</strong>-Eco-Systemzentrale<br />

im Handel sein.<br />

QIVICON<br />

Anbieter: EnBW, Telekom<br />

Internet: www.qivicon.com<br />

Preis: 299 Euro<br />

Das von Telekom und EnBW angebotene<br />

QIVICON (siehe auch Seite 25) ist ein Wanderer<br />

zwischen den Welten: Es unterstützt sowohl das<br />

proprietäre <strong>Home</strong>Matic als auch EnOcean-Produkte.<br />

Per USB-Stick können weitere Funksysteme<br />

kontrolliert werden.<br />

Produkt KNX DECT-ULE EnOcean Z-Wave ZigBee<br />

Wichtige Anbieter<br />

Berker, Busch-Jaeger,<br />

Gira, Hager, JUNG,<br />

Lingg&Janke, MDT,<br />

Merten, Sys-Tec, Theben,<br />

Zennio<br />

AVM („Fritz“), Gigaset Eltako, E.ON,<br />

Kieback&Peter, Omnio,<br />

Peha, Somfy, Sys-Tec,<br />

Telefunken, Thermokon,<br />

Viessmann, Wago,<br />

Zumtobel<br />

Buffalo, Danfoss,<br />

Diehl, Duco, DuneHD,<br />

Enerwave, FlexControl,<br />

LG Electronics, Merten,<br />

Motorola, NEC, Rademacher,<br />

Sharp, Zyxel<br />

Belkin, Buffalo, Cisco,<br />

Comcast, Epson, Huawei,<br />

LG Electronics, Motorola,<br />

Oki, Panasonic, Philips,<br />

Plugwise, Samsung,<br />

Siemens, Sony, Texas<br />

Instruments, Toshiba<br />

Internet www.knx.org www.etsi.org www.enocean.com www.z-wavealliance.org www.zigbee.org<br />

Kurzbeschreibung<br />

Wichtige verfügbare<br />

Komponenten<br />

drahtgebundenes Bussystem,<br />

Funkerweiterung<br />

möglich<br />

Aktoren, Heizungssteuerung,<br />

Jalousiensteuerung,<br />

Rauchmelder,<br />

Sensoren, Taster,<br />

Türsprechstellen – umfangreichstes<br />

Sortiment<br />

im Markt<br />

Erweiterung des<br />

Standards für Schnurlostelefone<br />

Funksteckdosen,<br />

Bewegungsmelder,<br />

Türkontakte<br />

Stapelbar: Jeder Klotz<br />

von <strong>Home</strong>e steht für<br />

einen Standard. Zur<br />

Zeit werden die drei<br />

am meisten verbreiteten<br />

Funksysteme unterstützt.<br />

funkbasiertes System,<br />

viele Komponenten<br />

kommen ohne Batterien<br />

aus, Energie wird per<br />

Piézo-Element oder<br />

Solarzelle erzeugt<br />

Aktoren, Heizungssteuerung,<br />

Jalousiensteuerung,<br />

Rauchmelder,<br />

Sensoren, Taster,<br />

Zugangskontrolle<br />

funkbasiertes System (in<br />

Europa 868 MHz)<br />

Aktoren, Heizungssteuerung,<br />

Jalousiensteuerung,<br />

Rauchmelder,<br />

Sensoren, Taster,<br />

Zugangskontrolle<br />

Bidrektional • • • (ausgewählte Komp.) • •<br />

funkbasiertes System<br />

(in Europa 2,4 GHz und<br />

868 MHz)<br />

Aktoren, Heizungssteuerung,<br />

Jalousiensteuerung,<br />

Rauchmelder,<br />

Sensoren, Taster,<br />

Zugangskontrolle<br />

27


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Sie sehen sofort, welche Geräte in<br />

welchem Raum eingeschaltet sind.<br />

Push:<br />

Lassen Sie sich bei ausgelösten<br />

Interaktionen<br />

eine Nachricht senden.<br />

Benötigt Deluxe-Modell NX-<br />

5068–301<br />

Interaktion:<br />

Interaktionen festlegen:<br />

z. B. Sirene geht an, falls<br />

die Tür geöffnet wird.<br />

Benötigt Deluxe-Modell NX-<br />

5068–301<br />

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Lampen:<br />

ein oder<br />

aus –Sie<br />

haben den<br />

Überblick.<br />

Heizkörper:<br />

Temperatur<br />

regeln –auch<br />

bequem aus<br />

der Ferne.<br />

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Basis-Station Easy:<br />

Funk-Steckdosen und<br />

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steuern.<br />

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Basis-Station Deluxe:<br />

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Funk-Steckdosen im 3er-Set<br />

Bestell-Nr. NX-5101–301 statt 1 u 39,90 € 19,90<br />

Funk-Lampenfassung E27<br />

Bestell-Nr. NX-5064–301 statt 1 u 29,90 € 14,90<br />

Fernbedienung für Steckdosen &-E27-Fassungen<br />

Bis zu 5 Funk-Steckdosen oder -Lampenfassungen steuern.<br />

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Steckdosen sind separat steuerbar.<br />

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Funk-Lichtschalter, Wippenschalter<br />

Ersetzt ganz einfach Ihren Standard-Lichtschalter. Den<br />

Wippenschalter können Sie von Hand bedienen.Oder Sie<br />

steuern die Beleuchtung via App.<br />

Bestell-Nr. NX-5107–301 statt 1 u 24,90 € 14,90<br />

Funk-Lichtschalter doppelt, Wippenschalter<br />

Ersetzt ganz einfach Ihren Standard-Lichtschalter.<br />

Bestell-Nr. NX-5108–301 statt 1 u 29,90 € 19,90<br />

Funk-Lichtschalter für draußen (IP44)<br />

Wippenschalter,geeignet für den Außenbereich.<br />

Bestell-Nr. NX-5109–301 statt 1 u 49,90 € 24,90<br />

Funkschalter Unterputz<br />

Für die unauffällige Montage in Unterputzdosen.Steuern<br />

Sie den verdrahteten Schalter einfach via App.<br />

Bestell-Nr. NX-5111–301 statt 0 u 29,90 € 9,90<br />

Funk-Doppelschalter Unterputz<br />

Für die unauffällige Montage in Unterputzdosen.Steuern<br />

Sie die verdrahteten Schalter einfach via App.<br />

Bestell-Nr. NX-5112–301 statt 0 u 34,99 € 14,90<br />

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Titel <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-<strong>Ratgeber</strong><br />

Mein<br />

<strong>Smart</strong>es<br />

Haus<br />

Von Roland Seibt<br />

Ein Redakteur sollte das Thema, über das er schreibt,<br />

auch leben. Um Planung, Installation und Bewährung<br />

eines intelligenten Hauses auszuprobieren, habe ich<br />

meinen Neubau mit <strong>Home</strong>Matic ausgestattet.<br />

Aller Anfang ist schwer, wie<br />

man so schön sagt, und so<br />

war es auch bei diesem Projekt.<br />

Es handelte sich zwar um einen<br />

Neubau, doch die Automatisierung<br />

musste als Nachrüstlösung installiert<br />

werden. Das Massiv-Fertighaus wurde<br />

nämlich weitgehend von der Stange<br />

in der Fabrik gefertigt, und eine<br />

smarte Steuerung war damals noch<br />

nicht vorgesehen. Die umfassende Eigenleistung<br />

kam mir als Hobby-Elektroniker<br />

aber durchaus entgegen.<br />

Das richtige System<br />

Die Suche nach dem richtigen System<br />

stellte sich bereits als große Herausforderung<br />

dar. Am besten sollte es<br />

alles können: Licht genauso steuern<br />

wie Jalousien und die Heizung, dazu<br />

Feuer- und Wasserschäden melden,<br />

Alarme bei Einbrüchen auslösen,<br />

aber auch Fenster, die<br />

Haustür sowie die Garagen<br />

überwachen und öffnen.<br />

Zudem sollten sich das Heimkino<br />

und alle AV-Anlagen in Steuerszenarien<br />

einbinden lassen. Die Anfrage bei<br />

drei Elektrikern aus der Umgebung<br />

ergab bei diesen Anforderungen Angebote<br />

mit völlig überzogenen Preisvorstellungen.<br />

In Baumärkten gab es keinerlei Hilfe,<br />

doch die Recherche im Internet ergab<br />

schnell ein System, das den breit<br />

gefächerten Ansprüchen an die Funktionalität<br />

gewachsen sein sollte:<br />

<strong>Home</strong>Matic. Die Technik wird von der<br />

Firma eQ-3 hergestellt, die auch für<br />

andere bekannte Systeme die Hardware<br />

liefert. <strong>Der</strong> Distributor ELV war<br />

mir aus Hobby-Elektronikzeiten noch<br />

bestens als zuverlässiger Partner –<br />

auch in puncto Bausätze – bekannt.<br />

<strong>Home</strong>Matic arbeitet über Funk<br />

(868,3 MHz, sicheres Protokoll) oder<br />

verkabelt. Das macht die Aufrüstung<br />

von jeder bestehenden Hauselektrik<br />

leicht. Wer von jedem Lichtschalter<br />

(Taster) einen Klingeldraht zum Si-<br />

30


02.2014 // connected-home.de<br />

Damit alles variabel<br />

programmiert werden<br />

kann, misst dieser<br />

Wettersensor Temperatur,<br />

Luftfeuchtigkeit,<br />

Helligkeit, Windstärke,<br />

Windrichtung<br />

und Regenmenge.<br />

Baujahr 2011<br />

Mit über 50 Aktoren und<br />

Sensoren ist der Automationsgrad<br />

dieses Hauses hoch.<br />

Dennoch wird man nicht von<br />

Bedienkomplexität erschlagen.<br />

Alles Nötige wird wie von<br />

Geisterhand geregelt – genau<br />

dann, wenn man es manuell<br />

erledigt hätte.<br />

cherungskasten legen kann, kommt<br />

mit dieser Variante besonders sparsam<br />

weg. Ein Hutschienen modul für<br />

zwölf Taster und sieben Lampen kostet<br />

nur 120 Euro, die intelligente Steuerzentrale<br />

CCU-2 nur 150 Euro (plus<br />

Gateway 80 Euro).<br />

Viele Funksensoren und Aktoren<br />

werden per Batterie betrieben. Da war<br />

die Angst groß, ständig die Energiebündel<br />

wechseln zu müssen, was ja<br />

Zeit und Geld kostet. Die kommunizierte<br />

Betriebsdauer einer Ladung von<br />

zwei Jahren können wir nun bestätigen,<br />

und wenn man bedenkt, dass ein<br />

mit Strom versorgter Schalter ständig<br />

ca. 0,5 Watt verbraucht, kommt man<br />

auch auf Kosten von einem Euro pro<br />

Jahr. Batterien sind nicht teurer, nur<br />

öko logisch nachteilig.<br />

Nicht völlig in Luft aufgelöst haben<br />

sich die Bedenken, dass ein Stahlbetonhaus<br />

die Funkwellen behindern<br />

könnte. Tatsächlich kommt es ab und<br />

zu vor, dass eine Jalousie nicht di-<br />

Links: Die <strong>Home</strong>Matic-Steuerzentrale<br />

CCU-1 verschwindet<br />

mit der Hauselektronik<br />

hinter einer<br />

großen Schiebetür in<br />

der Küche.<br />

Rechts: Die 16 Tasten<br />

der Fernbedienung<br />

steuern durch kurzes<br />

oder langes Drücken<br />

andere Funktionen<br />

oder Szenarien an.<br />

Links: Nichts ist einfacher<br />

zu bedienen als<br />

ein Wippenschalter.<br />

Hier sind auch Funksender,<br />

-Empfänger<br />

und Aktoren für die<br />

Automation integriert.<br />

Rechts: Die flachen<br />

OLED-Wandschalter<br />

haben 40 Befehle<br />

übersichtlich im Griff.<br />

31


Titel <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-<strong>Ratgeber</strong><br />

2<br />

1<br />

Das Ziel war es, möglichst alle Steuerungswünsche<br />

unter einen technologischen Hut zu<br />

bekommen – und das preiswert mit viel<br />

Eigenleistung. Mit dem System <strong>Home</strong>Matic<br />

ist das sehr gut gelungen. Doch zur Installation<br />

ist etwas Elektriker-Know-how nötig und<br />

für die Bereiche Konzeption und Programmierung<br />

sollte man sich Fachwissen anlesen.<br />

rekt schließt. Die neuen Zwischenstecker-Aktoren<br />

mit Funkweiterleitung<br />

haben wir jedoch noch nicht ausprobiert.<br />

Seit zwei Jahren läuft das gesamte<br />

System prächtig und wurde seitdem<br />

immer weiter ausgebaut. Diese Haussteuerung<br />

ist ein richtig tolles Hobby<br />

geworden, da immer etwas an der<br />

Programmierung verbessert werden<br />

kann. So fahren jetzt die Jalousien auf<br />

der Wetterseite nachts auf Schlitzstellung,<br />

wenn die Außentemperatur unter<br />

null Grad sinkt und es draußen<br />

feucht ist. Im ersten Winter hatten<br />

die starken Rollomotoren zwei Jalousien<br />

durchgerissen, die an den Fensterbänken<br />

mit dickem Eis festgefroren<br />

waren.<br />

Die Möglichkeiten von <strong>Home</strong>Matic<br />

sind immens. Es gibt sogar eine Community,<br />

die Add-ons programmiert.<br />

Das erleichtert es, bei Alarmen oder<br />

anderen Ereignissen kostenlos E-<br />

Mails zu versenden oder über den<br />

Dienst meine-homematic.de sehr<br />

preisgünstig SMS-Nachrichten zu<br />

schicken sowie abhörsicher alles Nötige<br />

von jedem Ort auf der Welt zu<br />

steuern.<br />

Die Erweiterung WebMatic (siehe<br />

Bild im <strong>Smart</strong>phone auf Seite 30) stellt<br />

eine hübsche Web-Oberfläche bereit,<br />

mit der jeder Browser komfortabel<br />

zum Steuerpult wird. Alternativ sind<br />

gute Apps für Ta blets (wie etwa<br />

<strong>Home</strong>24, siehe Bild oben) und <strong>Smart</strong>phones<br />

sogar kostenlos erhältlich.<br />

Programmierung schwer,<br />

Bedienung leicht<br />

Gerade weil so viel möglich ist, sind<br />

die Zusammenstellung und die Programmierung<br />

des Systems komplex.<br />

Die Bedienungsanleitungen geben<br />

Auskunft über den elektrischen Anschluss<br />

und die Kopplung, jedoch<br />

kaum mehr. Dass in der Zentrale erst<br />

einmal Räume und Gewerke definiert<br />

werden sollten und neu angemeldete<br />

Geräte an der richtigen Stelle sinnvolle<br />

Namen benötigen, das muss man<br />

erst einmal lernen. Die Einrichtung<br />

eines <strong>Home</strong>Matic-Systems ist also<br />

nichts für Einsteiger, doch professionelle<br />

Hilfe wird man kaum bekommen,<br />

da ein Elektriker an den Komponenten<br />

zu wenig verdient.<br />

32


02.2014 // connected-home.de<br />

5<br />

Gutes Teamwork<br />

1 Die Automatisierung der 14 Jalousien im Haus hat sich<br />

als die schwierigste Programmierung herausgestellt. Sie öffnen<br />

und schließen zu gesonderten Zeiten am Wochenende und an<br />

Feiertagen zu unterschiedlichen Positionen hin. Natürlich ist alles<br />

abhängig von Tageszeit, Dunkelheit und Sonneneinstrahlung (zur<br />

Beschattung). Jedoch auch Außentemperatur, Zimmertemperatur<br />

und Regenmenge werden bedacht. Und bei einem Feueralarm<br />

öffnen sie sich alle.<br />

3<br />

4<br />

2 Licht ist das Erste, an das man bei Haus-Automatisierung<br />

denkt. Die Erfahrung zeigt, dass vor allem Szenarien, in denen<br />

man direkt mehrere Aktionen auslöst, eine wirkliche Erleichterung<br />

im Alltag bringen. Eine Lichtsteuerung nach Bewegungsmelder<br />

nebst Anwesenheitssimulation wurde nur in den Fluren<br />

umgesetzt. Es geht ansonsten kaum einfacher als mit klassischen<br />

Schaltern.<br />

3 Es ist schon ein sehr beruhigendes Gefühl, wenn unter der<br />

Spüle und an der Waschmaschine Feuchtigkeitssensoren<br />

sitzen, die bei Rohrbrüchen die Alarmglocke läuten und SMS<br />

bzw. E-Mails verschicken.<br />

4 Die Steuerung der Heizung ist gar nicht so trivial wie<br />

gedacht, da die Wärmepumpe und die Druckerzeugung des<br />

Kessels schon zu intelligent sind. So können die Ventile am<br />

Heizkörper kaum abschätzen, wie weit sie sich öffnen müssen,<br />

damit eine gewisse Wärmeleistung abgegeben wird.<br />

5 Die sechs Feuermelder im Haus sind nicht nur untereinander<br />

vernetzt, geben also alle Alarm, wenn einer losgeht, sie<br />

melden der Zentrale auch, wenn es brennt. Diese aktiviert dann<br />

wieder die Außensirene, fährt die Rollos hoch, schaltet alle<br />

Lichter an und verschickt SMS und E-Mails.<br />

Wenn das System aber erst einmal<br />

steht, geht die Bedienung leicht und<br />

komfortabel vonstatten. Klassische<br />

Licht- und Rolloschalter werden wie<br />

gehabt genutzt, und die eigentliche<br />

Automatisierung läuft unbemerkt ab.<br />

Eine Fernbedienung im Wohnzimmer<br />

steuert mit 19 Tasten gezielt Szenarien;<br />

die OLED-Display-Schalter im<br />

Erd- und Obergeschoss zeigen an, was<br />

man gerade schaltet. Und ab und zu<br />

bekommt man eine E-Mail vom Haus,<br />

wenn eine Batterie leer ist, oder eine<br />

SMS, wenn der Rauchmelder in der<br />

Küche bemerkt, dass ein Steak angebraten<br />

wird. Die smarte Technik soll<br />

das Leben vereinfachen und sicherer<br />

machen, und das gelingt ihr in diesem<br />

Haus sehr gut.<br />

Die Installation<br />

ist komplex<br />

Die Einrichtung des <strong>Home</strong>Matic-<br />

Systems ist nichts für Laien. Zwar<br />

werden die Komponenten auf<br />

Knopfdruck erkannt, doch alles zu<br />

sortieren, benennen und dann in<br />

Abhängigkeit zueinander zu<br />

programmieren, ist ein anspruchsvolles<br />

Hobby, das viel Spaß macht.<br />

Die dafür verantwortliche originale<br />

Web-Oberfläche der Zentrale (Bild)<br />

ist eher etwas für Programmierer,<br />

bietet jedoch alle Optionen bis hin<br />

zum direkten Scripting.<br />

33


Titel <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-<strong>Ratgeber</strong><br />

Von Andreas Frank<br />

Schöne<br />

Aussichten<br />

34<br />

Ein eigenes Haus direkt am See mit wunderbarem Ausblick: Diesen Traum<br />

hat sich Stefan Beer verwirklicht. Gleichzeitig hat er seine Villa bis ins letzte<br />

Detail mit erstklassiger Haustechnik vernetzt. Wir haben ihn besucht.


02.2014 // connected-home.de<br />

Vor dieser edlen Villa<br />

im Bauhaus-Stil ist<br />

der Falkensee kaum<br />

zu sehen: Innen verzaubert<br />

ein traumhafter<br />

Ausblick.<br />

Abzugshaube Fehlanzeige:<br />

Hier wird der<br />

Dunst zwischen den<br />

beiden Kochfeldern<br />

gleich am Entstehungsort<br />

abgesaugt.<br />

Die eindeutige Kennzeichnung der<br />

Schalter vereinfacht das Steuern<br />

ungemein.<br />

Daten & Fakten<br />

Alles Wichtige zur smarten Villa am Flankensee<br />

auf einen Blick:<br />

Hausautomationssystem: Albrecht JUNG,<br />

www.jung.de<br />

Installation: Beer Haustechnik,<br />

www.beer-haustechnik.de<br />

Systemintegrator: Frank Thieme,<br />

www.ingft.de<br />

Architekt: Andreas Richter,<br />

www.architekt-andreas-richter.de<br />

KNX-Steuerung: System mit zwei Linien<br />

und 70 Teilnehmern<br />

Mediensteuerung: Multiroom-System mit<br />

Russound-Controller und KNX-Schnittstelle<br />

Musik-Streaming: per Apple TV und AirPort<br />

Express<br />

Schalter und Taster: Serie LS von JUNG<br />

Erbaut: 2010<br />

Wohnfläche: 260 Quadratmeter<br />

Vor dem Haus bleibt der wundervolle<br />

Ausblick verborgen:<br />

auf den Flankensee, der unweit<br />

von Berlin inmitten von Wäldern<br />

und Wiesen zum Baden oder zu<br />

Bootstouren einlädt. <strong>Der</strong> Besitzer der<br />

Villa ist Stefan Beer, Geschäftsführer<br />

von Beer Haustechnik. Er hat hier<br />

nicht nur sein eigenes Traumhaus gebaut,<br />

sondern zugleich ein Referenzobjekt:<br />

Er will seinen Kunden zeigen,<br />

was mit Hausvernetzung auf Basis des<br />

Busstandards KNX möglich ist.<br />

<strong>Der</strong> Blick auf den See wird erst frei,<br />

wenn wir das Haus betreten. Zwischen<br />

Küche und Esstisch blicken wir<br />

auf eine neun Meter breite Fensterfront<br />

und dahinter auf den ruhigen<br />

blauen Flankensee. Diese Aussicht<br />

wird uns im Haus immer wieder begegnen:<br />

im Wohnzimmer ein Stockwerk<br />

tiefer, im Bad eine Etage höher<br />

sowie im Schlafzimmer.<br />

Automatisch Energie sparen<br />

Wer jetzt vermutet, dass aufgrund dieser<br />

riesigen Fensterfront sinnlos Energie<br />

verbraucht wird, liegt falsch. „Ich<br />

will mir dieses Haus auch im Alter<br />

leisten können“, erklärt Stefan Beer.<br />

Ein möglichst geringer Energieverbrauch<br />

zu möglichst geringen Kosten<br />

ist deshalb eines seiner obersten Ziele.<br />

Um das zu erreichen, setzt Beer zum<br />

einen auf Wärmeschutzverglasung.<br />

Zum anderen baut er auf vernetzte<br />

Haustechnik. Stefan Beer vertraut dabei<br />

vor allem auf KNX-Komponenten<br />

der Firma JUNG. Dadurch konnte er<br />

Szenen wie diese festlegen: Steigt die<br />

Außentemperatur über 20 Grad,<br />

schaltet die Heizung auf Kühlung.<br />

Sinkt sie aber unter 15 Grad, fahren<br />

die Jalousien nicht mehr he runter. So<br />

heizen die Sonnenstrahlen das Haus<br />

auf. Das spart Energie, hält die Betriebskosten<br />

gering und sorgt außerdem<br />

für ein prima Klima.<br />

Weitere Maßnahmen gegen hohe<br />

Energiekosten: Für Warmwasser sorgt<br />

die Sole/Wasser-Wärmepumpe SIC<br />

12HKE von Novelan mit vier Erdbohrungen.<br />

Für angenehmes Licht sind<br />

LED-Lampen zuständig.<br />

Energie sparen bedeutet für Stefan<br />

Beer niemals Verzicht auf Komfort. So<br />

wird die Fußbodenheizung nicht<br />

35


Titel <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-<strong>Ratgeber</strong><br />

Hier verwöhnt nicht<br />

nur die Dusche<br />

RainSky von Dornbracht.<br />

Hier gibt es<br />

auch einen tollen Ausblick<br />

auf den See.<br />

Mit dem JUNG Facility<br />

Pilot hat Stefan Beer die<br />

Haustechnik gut im Blick<br />

und kann sie steuern.<br />

nur für jeden Raum geregelt, sondern<br />

auch in Abhängigkeit davon, ob die<br />

Bewohner anwesend sind. Die RGB-<br />

Lampen sind in programmierbare<br />

Lichtszenen eingebunden. Auf Knopfdruck<br />

ist deshalb Behaglichkeit angesagt.<br />

Ein Bewegungsmelder sorgt<br />

gleichzeitig für mehr Energieeffizienz.<br />

Hinter all dieser Intelligenz steckt<br />

der Facility Pilot Server von JUNG.<br />

Hier laufen alle Strippen zusammen,<br />

die die KNX-Steuerbefehle zu Schaltern,<br />

zur Heizung oder zu den Jalousien<br />

transportieren.<br />

Was alles mit diesem System möglich<br />

ist, kann man bereits im Eingangsbereich<br />

erahnen. Hier ist der<br />

<strong>Smart</strong> Pilot von JUNG installiert.<br />

Über dieses Touch-Display hat Stefan<br />

Bereits 1912 wurde<br />

die heutige<br />

Albrecht Jung<br />

GmbH & Co. KG<br />

gegründet. Zu den<br />

Produkten gehören<br />

intelligente<br />

Haussteuerungslösungen,<br />

Steckdosen,<br />

Dimmer,<br />

Türsprechanlagen<br />

und Schalter (hier<br />

die LS-Serie).<br />

Beer Überblick über sein gesamtes<br />

Haus: Er sieht, welche Lampen in welchem<br />

Raum brennen oder wie warm<br />

es dort ist. Zudem kann er in verschiedene<br />

Räume und in den Garten blicken,<br />

da dort Überwachungskameras<br />

von Mobotix installiert sind. Zusätzlich<br />

steuert Stefan Beer über den<br />

<strong>Smart</strong> Pilot sein Haus. Temperatur<br />

hoch oder Licht aus: Dafür ist nur ein<br />

Fingertipp nötig. Die gleichen Möglichkeiten<br />

hat er auch über sein iPhone<br />

oder iPad – selbst außer Haus.<br />

Zugriff von unterwegs<br />

Über einen VPN-Zugang greift er etwa<br />

von seinem Büro auf sein Haus zu:<br />

Um zu sehen, ob zu Hause alles in<br />

Ordnung ist, aber auch wenn er mit<br />

Kunden spricht, um zu zeigen, was mit<br />

einem <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> möglich ist: „Besonders<br />

überzeugend ist das Zusammenspiel<br />

der Steuerung auf dem iPad.<br />

Es beweist seine Funktionsfähigkeit<br />

über die Bilder, die von den am Haus<br />

installierten Kameras in Echtzeit geliefert<br />

werden.“<br />

Besteht bei den Kunden ein konkretes<br />

Interesse an der Vernetzung ihres<br />

zukünftigen Hauses, lädt sie Stefan<br />

Beer zu einem Vor-Ort-Besuch in der<br />

Villa ein: Er demonstriert, wie praktisch<br />

ein Fingerprint-Sensor von Gira<br />

an der Haustür sein kann und dass<br />

man sich keine Gedanken mehr über<br />

Schlüssel machen muss. Oder welche<br />

Vorteile ein Multiroom-Audiosystem<br />

bietet. Hier ist es der CAV6.6-Control-<br />

36


02.2014 // connected-home.de<br />

Mit Seeblick speisen: Stefan<br />

Beer hat dieses Vergnügen<br />

jeden Tag.<br />

Auch komplexe Lichtprogramme lassen sich<br />

per Fingertipp auf die Wandtaster starten.<br />

Ein Server für alles<br />

<strong>Der</strong> JUNG Facility Pilot Server (Mitte) ist das Zentrum der<br />

Haussteuerung in der Villa von Stefan Beer. Er besitzt Schnittstellen<br />

unter anderem für KNX, LAN und DVI. Wird der LAN-<br />

Anschluss mit einem WLAN-Router verbunden, können iPhone<br />

und iPad drahtlos das Haus kontrollieren. Fest montierte Touch-<br />

Displays von JUNG sind per LAN-Kabel vernetzt. Um direkt auf<br />

den Server zugreifen zu können, lassen sich ein Monitor per DVI<br />

sowie Maus und Tastatur per USB anschließen.<br />

ler-Verstärker von Russound, der die<br />

Musik im ganzen Haus verteilt, etwa<br />

auch an die In-Wall-Lautsprecher von<br />

Sonance. So lässt sich über das Touch-<br />

Panel im Eingang festlegen, welche<br />

Musik auf welcher Etage gespielt werden<br />

soll.<br />

Musik in jedem Raum<br />

Zusätzlich nutzt Stefan Beer Apples<br />

Streaming-Technologie AirPlay, da er<br />

gerne Spotify auf seinem iPhone und<br />

seinem iPad verwendet. So schickt er<br />

seinen Lieblingssong per Knopfdruck<br />

zum Medienplayer Apple TV oder zum<br />

Musik-Streamer AirPort Express, die<br />

ebenfalls in das Russound-Multiroom-System<br />

eingebunden sind. Ergänzt<br />

wird das Entertainment-Erlebnis<br />

durch einen Loewe-TV samt dem<br />

passenden Surround-System der<br />

deutschen Edelmarke.<br />

Dass sich die Technik perfekt ins<br />

Wohnambiente einfügt, war ein wichtiges<br />

Anliegen für Stefan Beer. Daher<br />

hat er sich für JUNG entschieden: Das<br />

minimalistische Design der Schalter<br />

der LS-Serie gab den Ausschlag. Denn<br />

Beer ist ein großer Fan des Bauhaus-<br />

Stils. Um sein Eigenheim nach diesen<br />

Vorstellungen umzusetzen, hat er mit<br />

dem Chemnitzer Architekten Andreas<br />

Richter zusammengearbeitet. Dabei<br />

entstand die kubistische Form des<br />

Hauses. Und so dominieren jetzt auch<br />

in allen Räumen die Farben Schwarz<br />

und Weiß – mit Ausnahme des Kinderzimmers.<br />

Die Oberflächen der Möbel<br />

verzichten auf Verzierungen, sodass<br />

das ganze Haus eine Architektur-<br />

und Design-Sprache spricht.<br />

Um all diese Schätze hinreichend zu<br />

schützen, ist die Sicherheitstechnik<br />

ebenso clever wie der Rest des Hauses.<br />

Darum hat sich der Systemintegrator<br />

Frank Thieme gekümmert. Überwachungs<br />

kameras, Bewegungsmelder<br />

und Jalousien arbeiten optimal zusammen:<br />

<strong>Der</strong> Bewegungsmelder löst<br />

bei Bedarf auch Alarm aus. Eine Anwesenheitssimulation<br />

steuert die Beleuchtung,<br />

wenn Beer verreist ist.<br />

Eines ist klar: Bei all der faszinierenden<br />

Technik ließe es sich in diesem<br />

perfekt designten Haus auch ganz ohne<br />

die herrliche Aussicht wunderbar<br />

leben.<br />

37


FRAGEN ZU SMARTPHONE UND CO?<br />

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CONNECT 2/2014<br />

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02.2014 // connected-home.de<br />

Wohnen<br />

& LEBEN<br />

Seite 46<br />

<strong>Smart</strong>es Kochen<br />

Zahlreiche intelligente Gadgets<br />

und smarte Produkte machen<br />

die Zubereitung von leckeren<br />

Gerichten deutlich komfortabler.<br />

Seite 40<br />

Schlaue Babyphones<br />

Überwachung kann auch etwas Gutes sein –<br />

wenn es um das eigene Neugeborene geht.<br />

Neue Technik macht dies noch cleverer.<br />

Seite 52<br />

Gadgets für das Fenster<br />

Putzroboter, Sicherheitssensoren und Luftmesser:<br />

Praktische Gadgets machen auch das<br />

Fenster zum Teil des intelligenten Heims.<br />

Seite 54<br />

Scheune mit Showroom<br />

Ein verfallenes Gebäude wird zum Referenzobjekt<br />

für <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>. Wir haben das<br />

ungewöhnliche Haus besucht.<br />

39


wohnen & leben Babyphones<br />

Schlaf,<br />

Kindlein<br />

Schlaf!<br />

Von Christine Schonschek<br />

Babyphone, <strong>Smart</strong>phone, DECT-Telefon oder doch ein moderner Baby-Monitor? Bei<br />

den Möglichkeiten zur Überwachung des schlafenden Nachwuchses stehen werdende<br />

Eltern vor der Qual der Wahl. <strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong> gibt einen Überblick.<br />

40<br />

Junge Eltern möchten ihrem kleinen<br />

Liebling möglichst nahe sein. Doch das<br />

ist nicht immer möglich. Zum Glück<br />

gibt es technische Helfer, mit denen die Geräusche<br />

und teilweise auch Bilder aus dem<br />

Kinderzimmer übertragen werden können –<br />

zum Teil ans andere Ende der Welt. Damit<br />

können die Eltern mit ihrem Sprössling in<br />

Verbindung bleiben. Viele Babyphones sind<br />

mittlerweile mit einer Gegensprechfunktion<br />

versehen, damit Eltern beruhigend auf ihr<br />

Kind einreden können, bis sie das Kinderzimmer<br />

erreicht haben. Während das Baby schläft,<br />

können Mama und Papa einen Film ansehen,<br />

essen oder andere Dinge tun.<br />

Abhängig vom Modell der Geräte sind verschiedene<br />

Überwachungsarten möglich. Neben<br />

der klassischen Geräuschüberwachung<br />

gibt es auch Produkte, die mit einem Bewegungsmelder<br />

oder einer Videokamera ausgestattet<br />

sind. Manche Geräte nehmen auch Veränderungen<br />

der Temperatur und Luftfeuchtigkeit<br />

im Kinderzimmer wahr.<br />

Viele Hersteller bieten Babyphones an.<br />

Doch nicht nur die Auswahl an Marken ist riesig,<br />

auch die technischen Möglichkeiten der<br />

Übertragung sind breit gefächert. Des-


02.2014 // connected-home.de<br />

viele optionen<br />

Je nach Technik haben Übertragungsart<br />

(kabelgebunden<br />

oder via Funk) oder Stromversorgung<br />

(Batterien, Akkus oder<br />

Netzstecker) Vor- und Nachteile.<br />

Bei der Suche nach dem<br />

richtigen Überwachungsgerät<br />

sollten Eltern also eigene<br />

Gewohnheiten überprüfen.<br />

Foto: shutterstock.de<br />

41


wohnen & leben Babyphones<br />

Kurzer Überblick über die<br />

möglichen Übertragungsarten<br />

über Kabel<br />

LAN:<br />

nahezu keine Strahlenbelastung, besserer<br />

Klang, weniger Störungen, freie Kanalwahl<br />

ein LAN-Port und eine Steckdose in der<br />

Nähe werden benötigt<br />

Stromnetz / Telefonnetz:<br />

nahezu keine Strahlenbelastung, weder<br />

Nachladen von Akkus noch Batteriewechsel<br />

erforderlich<br />

freie Steck- bzw. Telefondosen werden in<br />

der Nähe der Kind- und Elterneinheit gebraucht,<br />

eingeschränkte Mobilität, eventuell<br />

fallen Telefongebühren an<br />

über Funk<br />

DECT / ECO-DECT:<br />

besserer Klang, weniger Störungen, freie Kanalwahl, fast optimale Mobilität<br />

höhere Strahlenbelastung, geringe Akkulaufzeiten, eventuell fallen Telefongebühren<br />

an<br />

Wi-Fi / WLAN:<br />

besserer Klang, weniger Störungen, freie Kanalwahl, fast optimale Mobilität<br />

höhere Strahlenbelastung, geringe Akkulaufzeiten<br />

Analog (40 MHz):<br />

meist günstiger Anschaffungspreis; geringere<br />

Strahlenbelastung, höhere Mobilität<br />

schlechtere Klangqualität, häufiger Störungen, begrenzte Kanalwahl<br />

halb ist es gut, sich zunächst einmal<br />

einen Eindruck zu verschaffen, wie<br />

die verschiedenen Daten übertragen<br />

werden.<br />

Praktische Ausstattungsdetails<br />

Die Auswahl an Geräten ist ebenso<br />

umfangreich wie die weiteren Eigenschaften<br />

der Babyphones. Bei kabellosen<br />

Geräten sollte man auf eine Anzeige<br />

für den Batteriewechsel bzw. für<br />

den La dezustand des Akkus achten.<br />

Die Eltern einheit sollte so konzipiert<br />

sein, dass sie leicht am Körper oder an<br />

der Kleidung befestigt werden kann.<br />

Praktische Ausstattungsdetails, um<br />

das Kind zu beruhigen, sind die Gegensprech-<br />

und die Wiegenlied-<br />

Funktion sowie die Nachtlicht-Option.<br />

Damit den Eltern auch in lauter<br />

Umgebung nichts entgeht, sind Funktionen<br />

wie die optische Geräuschanzeige,<br />

der Vibrationsalarm und die<br />

Reichweitenkontrolle von Vorteil. Beruhigend<br />

für die Eltern kann auch die<br />

Temperatur-Überwachung sein – vor<br />

allem dann, wenn das Kind krank ist.<br />

Neben den klassischen Geräten, die<br />

nur die Geräusche aus dem Babyzimmer<br />

wiedergeben, gibt es inzwischen<br />

Babyphones, die auf die sogenannte<br />

Elterneinheit Live-Bilder aus dem<br />

Kinderzimmer übermitteln. Mit solchen<br />

Video-Babyphones können die<br />

Eltern sich rasch ein Bild davon machen,<br />

ob das Kind wirklich schläft.<br />

Dafür sollte das Display der Elterneinheit<br />

eine ausreichende Größe haben.<br />

Bei den Video-Baby-Überwachungsgeräten<br />

gibt es zwei verschiedene<br />

Varianten: Die einen sind mit<br />

einer eigenen Elterneinheit versehen.<br />

Die anderen, meist WiFi-/WLAN-fähigen<br />

Kameras übertragen die Bilder<br />

auf ein <strong>Smart</strong> phone, einen PC oder ein<br />

Tablet. Letztere können später, wenn<br />

das Baby größer ist, auch zur Hausüberwachung<br />

genutzt werden.<br />

Video-Babyphones im Angebot haben<br />

zum Beispiel bekannte Marken<br />

wie Janosch by Beurer, Philips Avent,<br />

Motorola, Samsung und NUK.<br />

So wird das Kind zum TV-Star<br />

Praktisch sind die Kameras, die Bilder<br />

aus dem Kinderzimmer senden, auf<br />

jeden Fall. Aber nicht jeder möchte<br />

beim Fernsehen immer auf die Elterneinheit<br />

schauen. Und das muss auch<br />

nicht sein, um das Kind im Blick behalten<br />

zu können. Denn schließlich<br />

lassen sich die Bilder des Nachwuchses<br />

auch auf einen Fernseher übertra-<br />

Einen hohen Tragekomfort<br />

bietet die Elterneinheit<br />

des Janosch<br />

by Beurer<br />

JBY 93 (ca. 40 Euro),<br />

die einfach am Handgelenk<br />

getragen wird.<br />

Das Video-Babyphone<br />

Motorola<br />

MBP34T (ca. 200<br />

Euro) eignet sich mit<br />

dem zugehörigen Etui<br />

ideal für Reisen.<br />

42


02.2014 // connected-home.de<br />

Das digitale Babyphone mit<br />

Videofunktion Philips<br />

SCD603/00 (170 Euro) fängt<br />

mithilfe der automatischen<br />

Infrarot-Nachtsichtfunktion<br />

auch Bilder im Dunkeln ein.<br />

Das Anglecare<br />

AC401 (170 Euro) vereint<br />

Babyphone und<br />

Bewegungsmelder in<br />

einem Gerät und schlägt<br />

Alarm bei Atempausen,<br />

die länger als 20 Sekunden<br />

dauern. Möglich<br />

machen dies die beiden<br />

Sensormatten, welche<br />

unter der Matratze jede<br />

noch so geringe Bewegung<br />

wie das Atmen<br />

registrieren.<br />

gen. Damit wird das eigene Kind garantiert<br />

zum TV-Star.<br />

Möglich macht dies etwa Grundig<br />

mit seiner Baby Watch für 170 Euro.<br />

Damit lassen sich die Bilder aus dem<br />

Kinderzimmer während des Fernsehens<br />

auf dem LED-TV einblenden. Die<br />

Kamera nimmt mit ihrer 360-Grad-<br />

Bewegungs- und Geräuscherkennung<br />

Veränderungen im Babyzimmer wahr<br />

und überträgt die Bilder über eine<br />

Applikation auf Grundig <strong>Smart</strong> TVs –<br />

jedoch ausschließlich auf Geräte der<br />

zweiten Generation.<br />

Wie die Grundig Pressestelle CON-<br />

NECTED <strong>HOME</strong> gegenüber erklärt<br />

hat, sei eine Übertragung der Bilder<br />

auf ein <strong>Smart</strong>phone via App nicht<br />

geplant. In vertikaler und horizontaler<br />

Position lässt sich die IP Cam über eine<br />

Fernbedienung steuern. In einem<br />

dunklen Raum schaltet sich die Kamera<br />

automatisch in den Nachtsichtmodus.<br />

Die Grundig Baby Watch ist<br />

über LAN-Kabel oder WLAN ans<br />

Heimnetzwerk anschließbar.<br />

Auf einem Fernseher, der die Picture-in-Picture-Funktion<br />

(PiP) unterstützt,<br />

können auch von anderen Kameras<br />

Live-Bilder aus dem Kinderzimmer<br />

wiedergegeben werden. Dies<br />

ermöglichen etwa die Video-Babyphone-Modelle<br />

SEW-3034 (<strong>Smart</strong>-<br />

View) und SEW-3035 (SecureView)<br />

von Samsung. Dazu verbindet der<br />

Nutzer die Elterneinheit über ein A/C-<br />

Kabel mit einem PiP-tauglichen TV.<br />

Alternativen zum Babyphone<br />

Im Prinzip hat jedes Babyphone nur<br />

eine begrenzte Zeit, in der es unbedingt<br />

gebraucht wird. Umso interessanter<br />

können für Familien Alternativen<br />

zum klassischen Babyphone sein.<br />

Neben den schon erwähnten IP-<br />

Webcams, die über eine App steuerbar<br />

sind, können auch schnurlose Telefone<br />

als Babyphone genutzt werden.<br />

Fast jedes DECT-fähige Telefon ist<br />

beispielsweise über die FRITZ!Box von<br />

AVM als Babyphone verwendbar.<br />

Aber auch, wenn keine FRITZ!Box als<br />

Router im Heimnetzwerk vorhanden<br />

ist, gibt es etliche DECT-Telefone, die<br />

mit einer Babyphone-Funktion versehen<br />

sind. Dazu gehören zum Beispiel<br />

DECT-Telefone von Gigaset, Panasonic,<br />

Philips, T-<strong>Home</strong>, Grundig, Hagenuk,<br />

Swisscom und Swissvoice. Bei<br />

DECT-fähigen Geräten spielt vor allem<br />

eine möglichst geringe Strahlung<br />

eine wichtige Rolle (ECO-DECT), damit<br />

das Kleinkind vor schädli-<br />

Via iPhone App kann beim Belkin F8J007<br />

WeMoBaby (100 Euro) die Lichtstimmung im<br />

Kinderzimmer gesteuert werden. Natürlich lässt<br />

sich das Baby auch beim Schlafen betrachten.<br />

<strong>Der</strong> Medisana <strong>Smart</strong> Baby Monitor (110 Euro) lässt sich<br />

flexibel im Haus aufstellen. Er überträgt die aufgenommenen<br />

Bilder via LAN oder WLAN direkt an ein Android- oder iOSfähiges<br />

Endgerät bzw. an einen Windows-PC oder Mac.<br />

43


wohnen & leben Babyphones<br />

Das <strong>Smart</strong>phone als Babyphone<br />

Entsprechende Apps machen es möglich.<br />

Nicht nur mit dem Festnetztelefon, sondern auch mit zwei <strong>Smart</strong>phones und entsprechender<br />

App kann man in das Kinderzimmer hineinhorchen oder -schauen. Auch auf Reisen kann<br />

damit das daheim vergessene Babyphone ersetzt werden. Sowohl für Android als auch für<br />

iPhone und iPad sind verschiedene Baby-Monitor- bzw. Babyphone Apps verfügbar. Hier<br />

einige Tipps, wie das Handy als Babyphone-Ersatz funktioniert und was zu beachten ist.<br />

Gebraucht werden zwei Mobiltelefone. Eines dient<br />

als Sender mit der installierten Babyphone-App und das<br />

zweite als Empfänger. Letzteres muss nicht unbedingt ein<br />

<strong>Smart</strong>phone sein.<br />

Das sendende Mobiltelefon gehört in das Kinderzimmer.<br />

Um Elektrosmog zu minimieren, sollte man es<br />

möglichst weit entfernt vom Babybett aufstellen. Die<br />

Entfernung gleicht man aus, indem man den Geräuschpegel<br />

sensibler einstellt.<br />

Das <strong>Smart</strong>phone beim Kind auf stumm schalten,<br />

damit es nicht durch eingehende Anrufe geweckt wird.<br />

Vor dem Verlassen des Raums sollte man sich vergewissern,<br />

dass die Akkus genügend geladen sind.<br />

Prüfen Sie, ob Handy-Empfang möglich ist.<br />

Um hohe Telefonkosten im Ausland zu vermeiden,<br />

sollten Sie die Mailboxen beider Telefone deaktivieren.<br />

Nehmen Sie eingehende Alarm-Anrufe nicht an, sondern<br />

gehen Sie ins Zimmer, um nach dem Kind zu schauen.<br />

chem Elektrosmog geschützt ist.<br />

Längst nicht alle schnurlosen Telefone,<br />

die sich für die Baby-Überwachung<br />

eignen, sind mit einem ECO-DECT-<br />

Modus versehen. Solche Geräte sollten<br />

idealerweise in einem gebührenden<br />

Abstand zur Wiege aufgestellt<br />

werden.<br />

Aufgrund seines strahlungsarmen<br />

Betriebs wurde das H+H<br />

Babyruf MBF 3333 mit<br />

dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet.<br />

ÖKO-Test<br />

stellt regelmäßig Babyphones<br />

auf den Prüfstand.<br />

Für das ÖKO-<br />

TEST Jahrbuch Kleinkinder<br />

für 2013 wurden 17 Babyphones<br />

einem umfangreichen Test unterzogen.<br />

Vor allem wegen der DECT-<br />

Technologie wurde fast die Hälfte<br />

aller Geräte mit „mangelhaft“ oder<br />

gar „ungenügend“ bewertet.<br />

WiFi-fähige Babyphones<br />

Egal, ob es die viel reisenden Eltern<br />

oder die entfernt lebenden Großeltern<br />

sind, das Kind aus der Ferne zu betrachten<br />

klingt für viele erst einmal<br />

sehr verlockend. Mit WLAN-fähigen<br />

Baby-Videophones ist das auch technisch<br />

kein Hindernis mehr. Diese<br />

Überwachungskameras senden ihre<br />

Bilder an <strong>Smart</strong> phones, Tablets oder<br />

andere Computer. Eine drahtlose Video-Überwachung<br />

über die Vorkommnisse<br />

im Kinderzimmer machen<br />

verschiedene oft als Baby- Monitore<br />

bezeichnete Systeme möglich.<br />

Auf der IFA 2013 hat etwa Moto rola<br />

die WLAN-Babykamera BLINK1 vorgestellt.<br />

Bilder aus dem Kinderzimmer<br />

auf <strong>Smart</strong>phones, Tablets und PCs<br />

übertragen unter anderem auch der<br />

Medisana <strong>Smart</strong> Baby Monitor, der<br />

Samsung Wireless Baby Monitor<br />

„Wichtig ist, dass die Webcam<br />

nicht frei über das Internet<br />

verfügbar ist!“<br />

SEW-3037, der Belkin WeMo Baby<br />

Monitor, der SWITEL BSW100 oder<br />

der Philips In.Sight Baby Monitor.<br />

Mithilfe der FRITZ!App Cam lassen<br />

sich ebenfalls Bilder aus dem Kinderzimmer<br />

auf einem anderen Gerät anzeigen.<br />

Dazu wird ein <strong>Smart</strong>phone so<br />

positioniert, dass es über die integrierte<br />

Kamera Bilder vom Kind aufnehmen<br />

kann. Mit einem zweiten <strong>Smart</strong>phone<br />

oder Tablet lässt sich die Kamera<br />

des im Kinderzimmer befindlichen<br />

Gerätes steuern.<br />

Ein wichtiges Thema:<br />

Sicherheit<br />

Bei allem Komfort darf man das Thema<br />

Sicherheit keinesfalls vernachlässigen.<br />

So ist gerade bei WLAN-fähigen<br />

Babyphones der Schutz vor potenziellen<br />

Hacker-Angriffen ein sehr<br />

wichtiger Punkt.<br />

Hierzu hat <strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong><br />

bei den Sicherheitsexperten von Kaspersky<br />

Lab nachgefragt: Wie kann eine<br />

WLAN-fähige Webcam generell<br />

so abgesichert werden, dass sich kein<br />

Unbefugter den Live-Stream anschauen<br />

kann? Und was ist beim<br />

Passwortschutz zu beachten?<br />

Die Antwort von<br />

Marco Preuß, Director,<br />

Europe, Global Research<br />

& Analysis Team: „Wichtig<br />

ist, dass die Webcam<br />

nicht frei über das Internet<br />

verfügbar ist. Hier<br />

bieten zum Beispiel VPNs (Virtual<br />

Private Networks) eine entsprechende<br />

Absicherung.“ Wenn die Kamera über<br />

WLAN verbunden ist, soll das WLAN<br />

zudem entsprechend geschützt – das<br />

heißt: verschlüsselt – sein.<br />

Auch empfiehlt es sich, Sicherheitsfunktionen<br />

zu aktivieren wie etwa den<br />

Passwort-/Zugriffsschutz. Das Passwort<br />

muss entsprechend komplex<br />

sein: Es sollte aus mindestens acht<br />

Zeichen und darin enthaltenen Sonderzeichen<br />

bestehen, um gegen einfaches<br />

Bruteforcing (das heißt: maschinelles<br />

Testen verschiedener Passwörter)<br />

zu schützen.<br />

Eine WLAN-fähige Baby-Überwachungskamera<br />

sollte keinesfalls<br />

„blind“ mit den Standardeinstellungen<br />

genutzt werden.<br />

44


PER APP<br />

Heizung, Lampen, Rauchmelder und Co. mit<br />

einer App von überall steuern – das funktioniert<br />

zum Beispiel mit „<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> von der Telekom“.<br />

Mit Hilfe der App senken Hausbesitzer und<br />

Mieter ihren Energieverbrauch und sorgen<br />

gleichzeitig für mehr Komfort und Sicherheit.<br />

Wer Heizung und Co. dezentral steuert,<br />

kann kräftig sparen. Laut einer<br />

Studie des Borderstep Instituts für Innovation<br />

und Nachhaltigkeit reduziert sich der<br />

Bedarf an Heizenergie damit um 30 Prozent.<br />

Möglich machen das zum Beispiel <strong>Smart</strong><br />

<strong>Home</strong>-Lösungen. Mit „<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> von der<br />

Telekom“ lässt sich die Heizung bequem von<br />

unterwegs bedienen und die Temperatur in<br />

einzelnen Räumen oder im ganzen Haus per<br />

<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>-App bis auf ein Grad genau einstellen.<br />

Auch Zwischenstecker für Lampen,<br />

Fernseher und Co. schalten Hausbesitzer<br />

und Mieter mit der App ein und aus. Das alles<br />

spart nachhaltig Energie. Darüber hinaus<br />

sorgt die App für mehr Sicherheit. Denn über<br />

sein <strong>Smart</strong>phone prüft der Hausherr, ob Türen<br />

und Fenster offen oder zu sind. Wird eine<br />

Tür während seiner Abwesenheit geöffnet<br />

oder der Rauchmelder schlägt Alarm, erhält<br />

er über die App automatisch eine Nachricht.<br />

Das gilt auch, wenn zum Beispiel das Fenster<br />

im Bad noch offen ist. Praktisch: Zusätzlich<br />

schaltet die Heizung dann auf Sparflamme.<br />

STARTERPAKET DER TELEKOM<br />

Die <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>-App ist Teil eines Starterpakets<br />

der Telekom, bestehend aus einer Basisstation<br />

und vier <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>-Geräten wie Heiz-<br />

körperthermostaten, Rauchmeldern, Tür- und<br />

Fensterkontakten sowie Zwischensteckern für<br />

Elektrogeräte. Sie läuft auf Geräten mit iOS- und<br />

Android-Betriebssystem. In der App lassen sich<br />

Einstellungen für die Geräte oder Situationen<br />

für bestimmte Räume einrichten und verwalten.<br />

Auch zeitgesteuerte Situationen sind möglich.<br />

Zum Beispiel das „Szenario Abwesend“:<br />

Arbeitet man unter der Woche von 8 bis 18 Uhr,<br />

läuft die Heizung in diesem Zeitraum automatisch<br />

nur mit einer niedrigen Temperatur.<br />

„<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> von der Telekom“ basiert auf<br />

der QIVICON <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>-Plattform. Entwi-<br />

ckelt und initiiert wurde QIVICON von der<br />

Deutschen Telekom in Kooperation mit führenden<br />

Industrie-Unternehmen wie EnBW,<br />

eQ-3, Miele und Samsung. Gemeinsam wollen<br />

sie die Entwicklung des „<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>"<br />

vorantreiben und herstellerübergreifende<br />

Lösungen für Kunden auf den Markt bringen.<br />

Das Besondere: Die QIVICON-Plattform<br />

ist mit unterschiedlichen Partner-Produkten<br />

kompatibel und lässt sich jederzeit um weitere<br />

Module erweitern.<br />

Jetzt über www.smarthome.de<br />

oder in ausgewählten<br />

Telekom Shops buchen.<br />

„JETZT SMART <strong>HOME</strong> VON DER TELEKOM BUCHEN“<br />

■ Starterpaket mit Basisstation, <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>-App und vier <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>-Geräten<br />

■ Für Haus, Mietwohnung oder Büro<br />

■ App im App-Store (iTunes oder Google Play) kostenlos runterladen<br />

■ Selbst installieren, direkt nutzen, bei Umzug Geräte mitnehmen und weiter verwenden


wohnen & leben smarte küche<br />

Intelligenz<br />

für die Küche<br />

Von Stefan von Gagern<br />

Im Wohnzimmer, im Auto und in anderen Lebensbereichen ist es längst normal, dass<br />

alles „digital“ und „smart“ wird. Die Küche hat sich erstaunlich lange gesträubt,<br />

doch langsam zieht auch hier die Sensor- und App-Intelligenz ein.<br />

<strong>Der</strong> Internet-Kühlschrank ist<br />

fast schon ein Inbegriff des<br />

„Internets der Dinge“, wie<br />

man heute bekanntlich vernetzte Alltagsgegenstände<br />

nennt. Geredet wird<br />

über ihn schon sehr lange. Fast schon<br />

seit einer Ewigkeit, zumindest nach<br />

der Internet-Zeitrechnung: „Telefonierende<br />

Kühl truhen, sprechende<br />

Kühlschränke und Heizungen mit<br />

Anschluss zum Internet – schon bald<br />

sollen Computer auch im Haushalt<br />

das Kommando übernehmen“,<br />

schrieb David Rosenthal 1998 in der<br />

Wochen zeitung DIE ZEIT. Bei den<br />

Heizungen und überhaupt im Wohnzimmer<br />

ist das längst passiert, der<br />

Internet-Kühlschrank bleibt hingegen<br />

bis heute im Reich der Exoten.<br />

Ist die Küche also die letzte Bastion<br />

altmodischer, wenn überhaupt, nur<br />

behäbig technisierter Geräte? Die<br />

App-Intelligenz ist auch hier angekommen,<br />

jedoch anders als gedacht:<br />

Auf Tablets boomen seit Jahren Rezept-Apps,<br />

weil sie viel mehr können<br />

als ihre gedruckten Vorbilder. Auf dem<br />

Tablet-Bildschirm sehen Gerichte<br />

nicht nur brillant und lecker aus,<br />

Kochanleitungen können mit Videos<br />

und Interaktivität aufgepeppt, Zutaten<br />

nachgesehen und Einkaufszettel wie<br />

Ernährungspläne erstellt werden.<br />

Kochgeräte mit App-Intelligenz<br />

Eigentlich fehlt nur wenig, um die<br />

App-Intelligenz mit Hardware zu<br />

kombinieren: Ähnlich wie in anderen<br />

Lebensbereichen (etwa im Sport)<br />

müssen in althergebrachte Geräte nur<br />

einige Sensoren eingebaut werden,<br />

die mit den Apps Werte austauschen<br />

können. Schon ist der Kochtopf fähig,<br />

sich zu melden, wenn der nächste<br />

Schritt im Rezept bereit, das Gericht<br />

durchgegart ist oder droht anzubrennen.<br />

Erste marktreife Geräte sind<br />

schon von namhaften Herstellern auf<br />

dem Markt beziehungsweise geplant.<br />

Die zweite Idee – neben dem Einsatz<br />

als Kochhilfe – ist ähnlich wie bei<br />

App-unterstützten Waschmaschinen,<br />

die Zeitersparnis. Wenn das Gulasch<br />

eine Stunde schmoren muss, kann<br />

man sich währenddessen dank einer<br />

App künftig im Wohnzimmer mit anderen<br />

Dingen beschäftigen.<br />

Tablets und <strong>Smart</strong>phones bewirken<br />

auch umgekehrt einen Effekt auf Küchengeräte,<br />

die Elektronik enthalten:<br />

Die nähert sich in Bedienung und<br />

Funktionsweise immer mehr Touchscreens<br />

und Apps an. Hier ist noch viel<br />

Spielraum für benutzerfreundlichere<br />

Oberflächen: Man denke nur daran,<br />

wie oft man an gewöhnlichen Herden<br />

die falsche Platte oder Elektroöfen<br />

einschaltet, aber nicht heizt.<br />

Die Küche ist eine riesige Spielwiese,<br />

in der sich Erfinder austoben können.<br />

An vielen Geräten wie etwa dem<br />

Wasserkocher gab es seit Jahrzehnten<br />

kaum Veränderungen. Daher entstehen<br />

derzeit viele Ideen, wie diverse<br />

Crowdfunding- (auf Deutsch etwa<br />

„Schwarmfinanzierung“) und Erfinder-Portale<br />

zeigen. Freuen wir uns<br />

also auf viele Innovationen in den<br />

nächsten Jahren. Bis dahin stellen wir<br />

Ihnen einige marktreife Produkte und<br />

Prototypen vor.<br />

46<br />

Zubehör<br />

fürs Tablet in<br />

der Küche<br />

<strong>Der</strong> simpelste und günstigste Einstieg<br />

in die Welt der smarten Küche besteht<br />

darin, sein Tablet zum Kochen mitzunehmen.<br />

Spezielles Zubehör macht den<br />

Einsatz in der Küche leichter.


02.2014 // connected-home.de<br />

Nicht nur auf <strong>Smart</strong>phones<br />

und Tablets,<br />

auch auf dem Backofen<br />

halten künftig<br />

Touchscreen und<br />

Gesten Einzug.<br />

bewertungen<br />

Einige der vorgestellten Produkte<br />

konnten wir antesten.<br />

Bei Vorankündigungen und<br />

Prototypen geben wir diese<br />

Einschätzungen:<br />

✱✱✱✱✱ überragend<br />

✱✱✱✱ sehr gut<br />

✱✱✱ gut<br />

✱✱ befriedigend<br />

✱ ausreichend<br />

Wandhalter und Bilderrahmen<br />

Horizon (www.just-mobile.eu, Preis: 59,95 Euro) von Just<br />

Mobile ist eine stabile Alu-Wandhalterung aus Aluminium fürs iPad. In<br />

der Küche verwandelt sie das Tablet ins ultimative Kochbuch dank der<br />

vielen erhältlichen Koch-Apps. Abseits vom Kochen dient es als<br />

digitaler Bilderrahmen oder Entertainment-Center. Passgenaue<br />

Gummieinsätze sorgen ohne komplizierte Befestigung für Halt für<br />

iPad 1 bis 4, jeweils im Hoch- oder Querformat.<br />

Kosten: ✱ ✱ // Nutzen: ✱ ✱ ✱ ✱ // Spaß: ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Fazit: Edler Wandhalter, der auch ohne iPad gut aussieht.<br />

47


wohnen & leben smarte küche<br />

Tablet sauber im Blick<br />

Es gibt viele iPad- und Tablet-Ständer, jedoch nur<br />

einen, der speziell für die Küche gemacht ist: <strong>Der</strong><br />

Belkin Chef Stand plus Stylus (www.belkin.<br />

com, Preis: 34,99 Euro) stellt das Tablet im<br />

Hoch- oder Querformat neben der Arbeitsplatte<br />

stabil auf. <strong>Der</strong> Ständer passt zu fast allen Tablets,<br />

auch inklusive ihrer Schutzhüllen. <strong>Der</strong> mitgelieferte<br />

Stift erlaubt Scrollen und Blättern durch die<br />

Rezepte, auch mit vom Teig verklebten Fingern.<br />

Kosten: ✱ ✱ ✱ ✱ // Nutzen: ✱ ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Spaß: ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Fazit: Genial simple Lösung für die Tablet-<br />

Bedienung beim Kochen.<br />

Tablet Als Kühlschrankmagnet<br />

Wer sein Tablet fest, aber ohne Werkzeug montieren möchte, nutzt den Belkin Fridge Mount (www.<br />

belkin.com, Preis: 39,99 Euro). Mit starken Klebestreifen lässt sich die Hülle an glatten Oberflächen<br />

wie dem Kühlschrank montieren und später ohne Rückstände wieder entfernen. Das iPad (oder andere<br />

7- bis 10-Zoll-Tablets) schnappt ein und wird mit Magnetstreifen gehalten.<br />

Kosten: ✱ ✱ ✱ ✱ // Nutzen: ✱ ✱ ✱ // Spaß: ✱ ✱ ✱<br />

Fazit: Einfache Alternative zum Wandhalter – ein magnetischer Kühlschrank vorausgesetzt.<br />

Das ultimative Küchenradio<br />

<strong>Der</strong> Streaming-Lautsprecher Sonos PLAY:1 (www.sonos.<br />

com, Preis: 199 Euro) ist nur so groß wie eine Zuckerdose und<br />

findet dementsprechend leicht in der Küche seinen Platz. Er<br />

braucht nur eine Steckdose, dann empfängt er im WLAN so<br />

ziemlich alle Musik dieser Welt: Neben Tausenden Internet- und<br />

Lokalradiosendern streamt er Spotify, Napster, Last.fm, simfy,<br />

Hörbücher von Audible und vieles mehr. Steuern lässt er sich<br />

über komfortable Gratis-Apps von iPhone, iPad, Android-<strong>Smart</strong>phones,<br />

PC und Mac. Gleichzeitig bietet er den günstigsten<br />

Einstieg in die Welt der Multiroom-Systeme von Sonos. Es<br />

können nach und nach weitere Player gekauft werden, die<br />

verschiedene Räume beschallen – auch kombiniert als Stereopaar<br />

für die Party.<br />

Am erstaunlichsten aber ist sein Sound: Er klingt mindestens<br />

wie ein doppelt so großer Lautsprecher, sehr dynamisch und<br />

auch bei hoher Lautstärke verzerrungsfrei. Auch Dunst in der<br />

Küche beeinträchtigt ihn nicht: <strong>Der</strong> PLAY:1 wurde von den<br />

Entwicklern in extrem hoher Luftfeuchtigkeit getestet und kann<br />

ausdrücklich auch in Bad und Küche eingesetzt werden.<br />

Kosten: ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ // Nutzen: ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ // Spaß: ✱ ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Fazit: Sonos‘ kleines Soundwunder sorgt für pure Begeisterung.<br />

48


02.2014 // connected-home.de<br />

<strong>Smart</strong>er kochen<br />

Rezept-Apps waren nur der Anfang.<br />

Jetzt stehen die ersten smarten Kocher<br />

und Kochtöpfe mit eingebauten Sensoren<br />

am Start, die zu einem ganz neuen<br />

und viel einfacheren Kocherlebnis<br />

führen können.<br />

Kosten: –<br />

Nutzen: ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Spaß: ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Fazit: Klingt nach dem<br />

Koch-Konzept der Zukunft!<br />

Halbautomatisch Kochen<br />

Im letzten Jahr stellte Philips den Jamie Oliver <strong>Home</strong>Cooker vor (www.philips.de/homecooker): einen Kochtopf, der Kochen<br />

trotz Zeitmangel möglich machen soll: Temperatur auswählen, Zeitschaltuhr einstellen und ein Rühraufsatz erledigt sogar das Umrühren<br />

automatisch. In diesem Jahr präsentierte dasselbe Team auf der IFA den Prototypen für den <strong>Home</strong>Cooker neXt. Er soll mit<br />

eingebautem WLAN und einer App durch die gesamte Zubereitung führen. Die App kann automatisch die Hitze regeln und auf<br />

Warmhalten umschalten, wenn die Kochphase beendet ist. Das Ziel dabei ist es, das „unbeaufsichtigte Kochen“ möglich zu machen<br />

und freie Zeit für Zwischendurch-Beschäftigungen zu gewinnen. <strong>Home</strong>Cooker neXt befindet sich noch in der Konzeptphase, und der<br />

Hersteller lässt auch noch offen, wann mit dem Marktstart zu rechnen ist.<br />

Kosten: ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Nutzen: ✱ ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Spaß: ✱ ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Fazit: Kochen mit App<br />

funktioniert super!<br />

Bluetooth-Kochassistent<br />

Alles spielt, alles übt, einer kocht – aber nicht die Mutter, sondern der digitale Kochtopf.<br />

So präsentiert WMF sein Cook Assist System (www.wmf.de), das einen Sensor im<br />

Glasdeckel des Dampfgarers WMF Vitalis nutzt. <strong>Der</strong> Sensor misst die Temperatur im<br />

Garraum und sendet sie per Bluetooth an die App. <strong>Der</strong> Koch muss dann nur noch sein<br />

<strong>Smart</strong>phone anstatt des Topfes im Auge behalten. <strong>Der</strong> Kochassistent signalisiert, wenn<br />

es etwas zu tun gibt, ansonsten kann man sich anderweitig beschäftigen.<br />

Man gewinnt nicht nur Zeit, es soll auch besser schmecken: Es ist möglich, gleichzeitig<br />

Fisch, Fleisch und Gemüse zu garen – und trotz unterschiedlicher Zeiten soll jede Speise<br />

damit punktgenau von al dente bis gaumenzart gelingen. Zutaten und Garzeiten können in<br />

der App ausgewählt und eingestellt werden. Praktisch: <strong>Der</strong> Sensor kann für 129 Euro<br />

einzeln gekauft und zu kompatiblen Töpfen nachgerüstet werden.<br />

Simple Küchengeräte neu erfunden<br />

Vom Eierbecher bis zur Milchtüte – smarte Technik wirkt erstaunlich<br />

faszinierend. Wer hätte den simplen Küchengeräten ein derart<br />

enormes Verbesserungspotenzial zugetraut?<br />

Kosten: ✱ ✱ ✱<br />

Nutzen: ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Spaß: ✱ ✱ ✱<br />

Fazit: Für Teetrinker<br />

unverzichtbar!<br />

WLan-Teeküche<br />

Kurz nach dem Aufwachen aufs virtuelle Knöpfchen im <strong>Smart</strong>phone drücken und wenn man in die<br />

Küche kommt, brodelt schon das Tee- oder Kaffeewasser: Das ist die Idee hinter iKettle, einem<br />

App-gesteuerten Edelstahl-Wasserkocher. Seine Basis ist mit einem WLAN-Modul ausgerüstet, die<br />

den Kessel je nach Steuerbefehl von der dazugehörigen App auf dem <strong>Smart</strong>phone anheizt. So spart<br />

man nicht nur Zeit und den mehrfachen Gang in die Küche, um sich einen Tee zu brühen – der<br />

Kocher kann auch verschiedene Temperaturen ansteuern: für Milch, Kaffee, Grün- oder Schwarztee.<br />

Zudem gibt es einen Warmhaltemodus. Die Tasten sind nicht nur auf der Basisstation, sondern auch<br />

in der App vorhanden. Mit 118 Euro ist der iKettle deutlich teurer also gewöhnliche Wasserkocher.<br />

Wem die gesparten Wege das Geld wert sind, der kann ihn beim britischen Gadget-Spezialisten<br />

Firebox (www.firebox.com) vorbestellen. Erhältlich soll der iKettle dann Ende Januar sein.<br />

49


wohnen & leben smarte küche<br />

messen ohne stress<br />

<strong>Der</strong> Messbecher in der Küche könne ebenfalls ein Update gebrauchen, dachten sich die Designer<br />

J. Ryan Eder und Chris Daniels. Beim Ideenportal Tuvie (www.tuvie.com) zeigen die Erfinder<br />

ihren Digital <strong>Smart</strong> Measure Cup, einen Messbecher mit LCD-Bildschirm im Griff. Er soll das<br />

Abmessen verschiedener Lebensmittel vereinfachen, indem er Maßeinheit und Menge im<br />

Display einfach ablesbarer nebeneinander zeigt – etwa Milliliter und Tassen für Wasser.<br />

So spart man sich das Chaos mit verschieden nebeneinander aufgedruckten Skalen beim<br />

Ablesen. Zudem ist das Vorwählen einer Zielmenge möglich. <strong>Der</strong> intelligente Messbecher<br />

warnt dann, wenn sie erreicht ist. Für die Reinigung kann das Display abgenommen<br />

werden. <strong>Der</strong> Measure Cup soll noch im Herbst auf den Markt kommen, der Preis ist<br />

noch unbekannt.<br />

Kosten: – // Nutzen: ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ // Spaß: ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Fazit: Spart viel Kopfzerbrechen sowie verunglückte Rezepte.<br />

Rezept-<br />

Waage<br />

100 Gramm Mehl, eine Tasse Wasser...<br />

Warum eigentlich nicht gleich<br />

die Rezepte in eine Waage einbauen?<br />

Die Beurer KS 800 (Preis: 99,99 Euro,<br />

www.beurer.com) kommt mit 100 Koch- und<br />

Backrezepten. Per Bluetooth lassen sich weitere aus der App<br />

an die Waage schicken. Per Sensortaste lässt sich dann von Arbeitsschritt<br />

zu Arbeitsschritt navigieren, die Hintergrundbeleuchtung und eine große<br />

Schrift im Display sorgen für gute Lesbarkeit. So bleibt das Tablet sauber und aus der<br />

Küche fern. <strong>Der</strong> Akku der smarten Waage kann per USB wieder aufgeladen werden.<br />

Kosten: ✱ ✱ ✱ ✱ // Nutzen: ✱ ✱ ✱ ✱ // Spaß: ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Fazit: Gelungene Integration von Rezepten ins Küchengerät.<br />

Mehr Intelligenz im Kühlschrank<br />

Die typischen Behälter im Kühlschrank sollen smarter werden und verdorbene Ware<br />

verhindern. Crowdsourcing und Erfinder-Portale zeigen, wie viel Raum für neue Ideen<br />

noch bleibt, sobald Software Alltagsgegenstände aufwertet. Und auch der Schrank<br />

selbst wird technisch aufgemotzt – sogar mit Android-Betriebssystem.<br />

Milchflasche ohne Vorkosten<br />

Wie viel besser Alltagsgegenstände wie eine Plastikmilchflasche aus dem Kühlschrank<br />

werden können, sobald Software ins Spiel kommt, zeigt Milk Maid, ein Prototyp einer<br />

smarten Milchflasche, der gerade versucht, per Crowdsourcing über das Erfinderportal<br />

Quirky (www.quirky.com) an den Start zu gehen. Die Grundidee: eine Milchflasche, die<br />

erstens besser aussieht als der Standard-Plastikkübel, und zweitens sagt, wann die Milch<br />

sauer wird. Die iPhone-App zeigt nicht nur an, wie viel Milch noch im Behälter übrig ist;<br />

sobald der PH-Wert auf einen bestimmten Wert sinkt und die Milch droht, sauer zu<br />

werden, warnt die App per SMS-Nachricht. Das erübrigt das Vorkosten der Milch und<br />

hilft beim Einkaufen. In Aktion ist Milk Maid auf YouTube zu sehen.<br />

Kosten: – // Nutzen: ✱ ✱ ✱ ✱ // Spaß: ✱ ✱ ✱<br />

Fazit: Kann böse Überraschungen ersparen.<br />

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02.2014 // connected-home.de<br />

Eierschachtel mit Köpfchen<br />

Neben der Milchflasche kann man auf dem Erfinderportal<br />

Quirky auch einen Prototyp der smarten Eierschachtel mit<br />

dem Arbeitstitel Egg Minder bestaunen (http://bit.ly/<br />

19Wkhrn). <strong>Der</strong> Eierbehälter hat in jeder Mulde einen Lichtsensor,<br />

der nicht nur feststellen kann, welche Slots gefüllt<br />

sind, sondern über das Datum verrät, welches Ei das älteste<br />

ist. <strong>Der</strong> Eierbehälter ist mit einem WLAN-Modul ausgerüstet<br />

und funkt die Daten an die iPhone-App, die dann beim<br />

Verbrauchen der Eier und Einkaufen hilft. <strong>Der</strong>zeit bereitet<br />

das Team die Produktion und den Marktstart vor.<br />

Kosten: – // Nutzen: ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Spaß: ✱ ✱ ✱<br />

Fazit: Das lästige Problem mit alten Eiern ist gelöst!<br />

Kühlschrank mit Android und Evernote<br />

Was Samsung im letzten Jahr auf der CES vorgestellt hat, kommt der Legende vom Internet-Kühlschrank<br />

schon recht nahe: <strong>Der</strong> Samsung T9000 kommt mit einem Touchscreen und Android-Betriebssystem,<br />

auf dem bekannte Apps laufen. Zum Beispiel kann die Einkaufsliste per EverNote von<br />

mehreren Usern gleichzeitig genutzt werden. <strong>Der</strong> Einkäufer im Supermarkt kann in Echtzeit sehen,<br />

wenn Daheimgebliebene fehlende Lebensmittel in die Liste am Kühlschrank eintragen. Über die App<br />

der Rezept-Website Epicurious (www.epicurious.com) lassen sich die Lebensmittel aus dem<br />

Kühlschrank eintippen – jedoch noch ohne jegliche Automatik – und die Plattform schlägt passende<br />

Rezeptideen vor. Noch lässt die deutsche Markteinführung des High-End-Kühlschranks auf sich<br />

warten, wurde jedoch auf der CES 2012 noch für 2013 angekündigt. Zudem soll der T9000 den<br />

Startschuss für eine Reihe smarter Küchengeräte von Samsung geben.<br />

Kosten: – // Nutzen: ✱ ✱ // Spaß: ✱ ✱<br />

Fazit: Eigentlich nur ein eingebautes Mini-Tablet – noch wenig überzeugend.<br />

Klassische Küchengeräte<br />

mit Bedienung à la <strong>Smart</strong>phone<br />

Küchengeräte werden teilweise auch selbst mit Bedienkonzepten<br />

à la Apps und <strong>Smart</strong> Devices ausgerüstet. Hier ein Beispiel.<br />

Backofen mit Touchscreen<br />

AEG Elektrolux möchte mit seinem Bedienkonzept ExSight (www.aeg.de) die Bedienung<br />

von Küchengeräten intuitiver machen. Dazu wird wie auf dem <strong>Smart</strong>phone getippt, gewischt<br />

und berührt – allerdings auf einem TFT-Touchscreen, der zum Beispiel an der Frontseite<br />

des Backofens eingebaut ist. So können direkt im Ofen Lieblingsrezepte gespeichert und<br />

abgerufen werden, und der Ofen kann beantworten, wie lange der Schweinebraten<br />

schmoren muss. Das ExSight-Bediensystem kommt mit einer Datenbank verschiedener<br />

Speisekategorien und kann Empfehlungen zu Beheizungsart, Temperaturwahl und<br />

Gardauer geben. Bisher sind die neuen Bedien-Panels in einem Dampfgarer und Backofen<br />

erhältlich.<br />

Kosten: ✱ ✱ // Nutzen: ✱ ✱ ✱ ✱ // Spaß: ✱ ✱ ✱ ✱<br />

Fazit: Lichtblick in eine Zukunft mit intuitiveren Küchengeräten!<br />

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wohnen & Leben Gadgets<br />

Alles fürs...<br />

Von Stefan von Gagern<br />

...Fenster!<br />

Das Fenster klingt zunächst nicht unbedingt nach der Spielwiese für raffinierte Technik.<br />

Wir beweisen das Gegenteil und zeigen, warum Gadgets gerade hier unverzichtbare Helfer<br />

statt nur Gimmicks sind.<br />

Lüften mit System<br />

www.domoone.de<br />

Es wird gerne unterschätzt, wie wichtig Frischluft in der Wohnung ist. Die Spülmaschine,<br />

die Dusche und der <strong>Home</strong>trainer-Workout produzieren ständig Feuchtigkeit in den<br />

vier Wänden. Wer ab und zu den Durchzug vergisst, riskiert Schimmel, Ungezieferbefall<br />

und sogar Gesundheitsprobleme wie Atemwegserkrankungen. Wer hingegen die Feuchtigkeit<br />

regelmäßig vertreibt, spart zudem Heizkosten. Was steckt dahinter? Feuchte<br />

Luft wird kühler wahrgenommen. Also dreht man die Heizung höher auf als nötig. Das<br />

belastet den Geldbeutel.<br />

Mit AirControl, einer Kombination aus App und Sensoren, soll das Lüften und Überwachen<br />

des Raumklimas auch für Vergessliche systematisch und einfach werden. Daten<br />

liefert ein <strong>Home</strong>Connect-System, das mit drei Innen- und einem Außensensor verbunden<br />

ist. Die App teilt dann mit, wann man die schädliche Luftfeuchtigkeit durchs Fenster<br />

herauslassen sollte. Aber Lüften ist nicht immer gut: Wenn es draußen feuchter als<br />

drinnen ist, empfiehlt die App, die Fenster geschlossen zu lassen, statt zusätzliche<br />

Feuchtigkeit hereinzulassen. AirControl können Sie auf der Hersteller-Website vorbestellen;<br />

es soll im ersten Quartal dieses Jahres verfügbar sein.<br />

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02.2014 // connected-home.de<br />

Nie Mehr Geld aus dem Fenster<br />

www.rwe-smarthome.de<br />

Jeder kennt das: Kaum hat man das Haus verlassen, fragt man sich: „Hab ich die Türen<br />

und Fenster zugemacht?“ Das sorgt für mulmige Gefühle, schließlich sind gekippte<br />

Fenster nicht nur ein Problem, wenn es hereinregnet, sondern immer auch eine herzliche<br />

Einladung für Einbrecher. Schluss damit machen – und gleichzeitig Energie sparen –<br />

möchte der RWE <strong>Smart</strong><strong>Home</strong> Tür- und Fenstersensor. Er wird unauffällig im<br />

Fensterflügel und -rahmen installiert. Ein magnetischer Kontakt kann weitergeben, ob<br />

das Fenster offen oder geschlossen ist. <strong>Der</strong> Status der Fenster ist dann am Computer<br />

oder unterwegs per <strong>Smart</strong>phone abrufbar.<br />

Richtig interessant wird das Konzept beim Energiesparen. <strong>Der</strong> Sensor unterhält sich<br />

dafür mit anderen RWE-<strong>Smart</strong><strong>Home</strong>-Geräten . So sind Automatismen wie „Fenster<br />

zum Lüften auf – Heizung drosselt sich runter“ und umgekehrt das Hochregeln nach<br />

dem Schließen des Fensters aktivier- oder programmierbar. Den Fenstersensor und die<br />

Zentrale gibt es (ab 39,95 Euro pro Sensor und 189 Euro für die Zentrale) im Online-<br />

Shop. RWE hat aus seinen Geräten verschiedene Pakete geschnürt, etwa ein Sicherheits-<br />

und ein Energiesparpaket.<br />

Fenster putzen adé!<br />

www.ecovacs.de<br />

Daran, dass Staubsaugerroboter ihre Bahnen durch die Wohnung ziehen,<br />

haben sich viele längst gewöhnt. Ecovacs will das Erfolgsrezept auf die Fenster<br />

übertragen. Nicht nur lästige Putzarbeit soll mit dem Roboter Winbot<br />

W710 (Preis: 299 Euro) Vergangenheit sein, sondern auch die Besenkammer<br />

voller Eimer, Lappen und Reinigungsmittel. <strong>Der</strong> Winbot saugt sich an die<br />

Scheibe, soll stabil halten und geräuscharm seine Bahnen ziehen. So leise,<br />

dass Gespräche und Musikhören möglich sind.<br />

Ein Knopfdruck – am Gerät oder per Fernbedienung – startet die Reinigung.<br />

Beim ersten Einsatz erfasst die Software die Fenstergröße und sucht sich<br />

automatisch einen möglichst effizienten Fahrweg. Für die Reinigung kombiniert<br />

das System Nass- und Trockenreinigung und verspricht – ohne Wasser<br />

oder Abzieher – saubere Fenster und fleckenfreie Fensterbretter. <strong>Der</strong> Winbot<br />

W710 kann auf allen glatten Fensteroberflächen arbeiten – auch außen. Im<br />

Außeneinsatz muss er mit einem zusätzlichen Sicherheitssystem per Drahtseil<br />

befestigt werden.<br />

Funkender<br />

Fenstergriff<br />

www.somfy.de<br />

„Warum Sender am Fenster montieren, wenn sie<br />

auch direkt in bestehende Teile eingebaut werden<br />

können?“, lautet ungefähr die Idee hinter<br />

funkbasierten Fenstergriffen von Hoppe Secu-<br />

Signal. Diese können direkt mit dem Tahoma<br />

Connect-Hausautomations-System von Somfy<br />

funken. Jedes Standardfenster kann mit einem<br />

Hoppe-SecuSignal-Fenstergriff nachgerüstet<br />

werden. Dann ist das Fenster mit einem Sender<br />

ausgestattet, der Zustände wie „auf“, „zu“ oder<br />

„gekippt“ erkennt und meldet.<br />

Am <strong>Smart</strong>phone, Tablet und PC schaut man<br />

künftig nicht nur, ob die Fenster offen oder geschlossen<br />

sind – und spart sich Kontrollgänge<br />

zum Haus zurück –, es lassen sich in der App<br />

auch Szenarien für Griffstellungen der Fenster<br />

erstellen: „Fenster zu, Rolladen runter“ oder<br />

„Fenster gekippt, Rolladen halb runter“ sind nur<br />

zwei Beispiele. Clever: Die Sender brauchen weder<br />

Kabel noch Batterien. Ihre benötigte Energie<br />

erzeugen sie selbst, sobald der Fenstergriff gedreht<br />

wird. Auch sonst verspricht der Hersteller<br />

Wartungsfreiheit. Fachhändler erstellen Angebote<br />

für maßgeschneiderte TaHoma-Systeme.<br />

53


Deutschlands beste<br />

Showrooms<br />

Wohnen & Leben Die besten Showrooms<br />

Wunderscheune<br />

Technik<br />

zum anfassen<br />

Seit 17 Jahren beschäftigen<br />

sich Carsten Kröning und seine<br />

DieTech GmbH mit modernster<br />

Gebäudesystemtechnik, u.a. von<br />

Gira und Revox. In der Scheune<br />

kann man dies selbst erleben.<br />

54


02.2014 // connected-home.de<br />

Eine funktionierende Badewanne<br />

und blaue Schafe machen die<br />

Scheune zum Hingucker.<br />

Daten & Fakten<br />

Auf 250 m² hat Carsten Kröning seinen<br />

ungewöhnlichen Showroom im Berliner<br />

Vorort Wildau aufgebaut.<br />

Um 1900 wurde das ursprüngliche Haus<br />

gebaut, das beim Kauf durch den<br />

System integrator fast eine Ruine war.<br />

Sieben Monate dauerte der Umbau, bis<br />

der Bürobetrieb des Hauses, der gleichzeitig<br />

das Hauptquartier von Krönings<br />

Firma ist, aufgenommen werden konnte.<br />

Historisch trifft futuristisch: Eine über einhundert Jahre alte Scheune<br />

wird dank einer kompletten Sanierung und professionellen Vernetzung<br />

zu einem Vorzeigeprojekt für interessierte Hausbauer.<br />

Von Dominik Drozdowski<br />

Wer den Berliner Vorort<br />

Wildau besucht, entdeckt<br />

ein ganz besonderes Haus.<br />

Mit einer Ladestation für Elektrofahrzeuge,<br />

blauen Kunstschafen und einem<br />

Schriftzug, der auffällig auf die<br />

Wand projiziert wird, fällt das Gebäude<br />

sofort auf. Auch ein zweiter Blick<br />

lohnt sich, denn „Die Scheune“ ist<br />

einer der originellsten <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong><br />

Showrooms Deutschlands.<br />

Dem Gira- und Revox-Händler<br />

Carsten Kröning ist er ans Herz gewachsen.<br />

Als er das marode Gebäude,<br />

von dem in weiten Teilen nur noch die<br />

Wände standen, erwarb, erklärten<br />

Freunde und Familie den Systemintegrator<br />

für verrückt. Doch er bewies<br />

ihnen das Gegenteil und machte daraus<br />

in Rekordzeit ein Vorzeigehaus<br />

für vernetztes Wohnen.<br />

Gira als Grundlage<br />

Besonders stolz ist Kröning auf das<br />

harmonische Zusammenspiel der einzelnen<br />

Komponenten: „Alles ist eine<br />

stimmige Einheit und passt zueinander“.<br />

Das zentrale Nervensystem des<br />

Hauses ist ein KNX-EIB-System von<br />

Gira. Im <strong>Home</strong> Server laufen alle Verbindungen<br />

zusammen und können<br />

über LCD-Wand-Panels, aber auch<br />

eine App für <strong>Smart</strong>phone und Tablet<br />

bedient werden. Das fängt schon vor<br />

dem Haus an.<br />

Eine Bewässerungsanlage springt<br />

nur an, wenn der Boden zu trocken<br />

wird und kein Regen angekündigt ist.<br />

Außenlautsprecher von James Loudspeaker<br />

sorgen für Musik. Diese sind<br />

ebenso wie alle Boxen innerhalb der<br />

Scheune in eine Revox-Hi-Fi-Anlage<br />

eingebunden. <strong>Der</strong>en Kernstück ist ein<br />

Revox-M10-Multiroom-System im<br />

Technikraum, an dem zwölf Nebenraumverstärker<br />

angeschlossen sind,<br />

die in vier Zonen unterteilt sind. Ein M<br />

100 Receiver im zentralen Wohnraum<br />

dient zum Ansteuern des Systems per<br />

App oder über den Gira <strong>Home</strong> Server.<br />

Im zentralen Heimkinobereich<br />

kann man Filme auf einem Samsung-<br />

HD-Fernseher betrachten oder per<br />

Knopfdruck automatisch einen SIM2-<br />

Beamer aus der Decke ausfahren lassen.<br />

Die 5.1-Anlage, ebenfalls von Revox,<br />

sorgt mit G-Sound-Prestige-Boxen<br />

für echtes Kino-Feeling.<br />

Fast schon versteckt unter der Treppe<br />

befindet sich noch eine Küchenzeile<br />

mit Miele@home-Technik: Die<br />

Dunstabzugshaube ist mit dem Ceran-Induktionsfeld<br />

des Herds vernetzt.<br />

Die Treppe führt in die oberen<br />

Büroräume von Krönings Firma „Die-<br />

Tech GmbH“.<br />

Die Licht-Scheune<br />

RGBW-LEDs von Brumberg beleuchten<br />

das Haus. Die sogenannten vita-<br />

Die Multi-Room-<br />

Audioanlage kann<br />

über einen M-100<br />

von Revox per App<br />

angesteuert werden.<br />

LEDs können nicht nur die Farbe<br />

wechseln, sondern verändern auch die<br />

Wärme des Weißlichts in einem Spektrum<br />

von 2.000 bis 10.000 Kelvin. Das<br />

richtige Weißlicht zur richtigen Tageszeit<br />

hat nachweislich einen positiven<br />

Effekt auf den menschlichen Biorhythmus.<br />

Die LEDs von Brumberg<br />

sind bisher die einzigen intelligenten<br />

Leuchten, die das können.<br />

Nicht nur Deckenlampen im Wohnzimmerbereich,<br />

auch LED-Leisten in<br />

Küche und Bad sowie Strahler im Garten<br />

sind in die Lichtsteuerung eingebunden.<br />

So kann man per Fingertipp<br />

auf das Farbrad in der entsprechenden<br />

App die Scheune innen und außen in<br />

allen Farben des Regenbogens erstrahlen<br />

lassen. Die Lampen lassen<br />

sich auch dimmen und beliebig mit<br />

Szenarien etwa für gemütliche Heimkino-Atmosphäre<br />

programmieren.<br />

Ein Trog wird zum Luxusbad<br />

Das Wohnzimmer ist bereits beeindruckend,<br />

doch wenn man sich in den<br />

Badbereich begibt, eröffnen sich ganz<br />

neue Perspektiven. Das fängt schon<br />

mit der Badewanne an, denn diese ist<br />

in den Boden eingelassen. Doch das<br />

ist noch lange nicht das Interessanteste<br />

daran. Das Besondere: Mit Lautsprechern,<br />

die sich bei befüllter Wanne<br />

unter Wasser befinden, wird dieses<br />

selbst zum Klangkörper.<br />

55


Wohnen & Leben Die besten Showrooms<br />

1<br />

2<br />

4<br />

Dabei war der ursprüngliche Zweck<br />

dieser Ecke in der Scheune weit weniger<br />

luxuriös: Dort stand nämlich der<br />

Schweinetrog. Allerdings wird auch<br />

die Badewanne nicht mehr lange dort<br />

verweilen. Carsten Kröning plant, als<br />

nächstes Anschauobjekt die Dusche<br />

Horizontal Shower von Dornbracht<br />

statt der Wanne einzubauen.<br />

<strong>Der</strong>weil kann man sich schon mit<br />

der bereits eingebauten Dusche, die<br />

ebenso wie die Badewanne von Kohler<br />

stammt, in der traditionellen Vertikalen<br />

vergnügen. Auch sie steckt voller<br />

cleverer Technik: So kommt aus dem<br />

Moxie-Duschkopf über Bluetooth Musik<br />

geplätschert, und bei den vertikal<br />

an der Wand und an der Decke ange-<br />

Wand. In ihrer Heimat USA ist das<br />

stylische Gerät bereits ein Verkaufsschlager.<br />

Leider ist es eigentlich nicht<br />

zu deutschen Systemen kompatibel.<br />

Carsten Kröning hat es trotzdem mit<br />

dem Heizungssystem der Scheune<br />

verknüpft, sodass man hier einen der<br />

wenigen Orte Deutschlands vorfindet,<br />

in dem man das Gerät ausprobieren<br />

kann.<br />

Auch die Toiletten tragen die Marke<br />

Kohler. Zwischen zwei eher traditionellen,<br />

aber laut Hersteller eine Menge<br />

Wasser sparenden Kohler-Replay-<br />

Exemplaren kann man mit der Numi-<br />

Variante im absoluten Luxus schwelgen.<br />

In asiatischen Ländern schon<br />

längst gang und gäbe, sind vollautobrachten<br />

Water-Title-Wasserdüsen<br />

lassen sich individuell Stärke und<br />

Temperatur einstellen. Über ein wasserdichtes<br />

DTV-Bedien-Panel kann<br />

man auf die Revox-Anlage zugreifen<br />

und so durch Radiosender oder die eigene<br />

Playlist skippen.<br />

Töpfchen mit Köpfchen<br />

Eigentlich der unspektakulärste Bereich<br />

in jedem Haus ist sicherlich das<br />

WC. Aber selbst diesem entlockt Kröning<br />

in seiner Scheune ganz neue Seiten.<br />

Und zwar nicht nur dank der<br />

Farb-LEDs von Brumberg, die auch<br />

hier für Atmosphäre sorgen.<br />

Die erste Überraschung ist eine<br />

Nest-Heizungssteuerung an der<br />

Die Heizungssteuerung<br />

Nest überzeugt durch<br />

ihr ansprechendes<br />

Design und leichte<br />

Bedienung.<br />

56


02.2014 // connected-home.de<br />

3<br />

1 Im Badbereich des Showrooms gibt<br />

es unter anderem eine in den Boden<br />

abgesenkte Badewanne mit Unterwasser-Lautsprechern.<br />

2 Sogar High-Tech-Toiletten werden<br />

präsentiert: vom Pissoir mit automatischem<br />

Deckel bis zum WC mit beheiztem<br />

Sitz, Heizgebläse für die Füße und<br />

Intimspülung.<br />

3 Die Flaggen vor der Scheune sind<br />

eigentlich überflüssig. Das ungewöhnliche<br />

Gebäude fällt beim Vorbeifahren auch<br />

ohne sie sofort ins Auge.<br />

4 Wo eine komplett vernetzte<br />

Wohnwelt entstanden ist, standen vor<br />

der Renovierung nur noch die Wände des<br />

über hundert Jahre alten Hauses.<br />

5<br />

5 Platz sparend unter der Treppe<br />

eingebaut, befindet sich eine Küchenzeile<br />

mit vernetzter Beleuchtung und<br />

intelligenten Haushaltsgeräten<br />

von Miele.<br />

matische Toiletten hierzulande noch<br />

immer ein kurioses Novum.<br />

Die Numi lässt in Sachen Komfort<br />

keine Wünsche offen. Toilettenpapier<br />

ist überflüssig dank einer eingebauten<br />

Intimspülung und anschließender<br />

Gebläsetrocknung. Damit nicht genug:<br />

<strong>Der</strong> Toilettensitz ist beheizt und<br />

sogar die Füße werden mit einem warmen<br />

Luftstrom vor dem Auskühlen<br />

bewahrt. Da will man das WC fast gar<br />

nicht mehr verlassen.<br />

Mit Heizen nicht geizen<br />

Auch bei der Heizung hat Kröning auf<br />

Vernetzung und vor allem auf Effizienz<br />

gesetzt. Die Dachfenster von Daikin<br />

öffnen und schließen sich automa­<br />

Komplett „analog“<br />

sind die Hühner in<br />

der Scheune. Sie<br />

legen sogar Eier, die<br />

man nach dem Besuch<br />

des Showrooms<br />

mitnehmen kann.<br />

tisch je nach eingestellter Temperatur,<br />

und eine Stiebel-Solarthermie-Anlage<br />

auf dem Dach sorgt für Warmwasser<br />

und Heizwärme. Reicht diese nicht<br />

aus, ist auch noch ein intelligenter Pelletofen<br />

von Oranier an das Gira-System<br />

angeschlossen. Er beheizt zum<br />

Teil direkt den großen Wohnraum,<br />

gibt seine Wärmeenergie bei Bedarf<br />

aber auch ans Heizsystem von Daikin<br />

weiter. Für Komfort sorgt zusätzlich<br />

eine Fußbodenheizung auf der kompletten<br />

240-m²-Fläche.<br />

Eier aus dem <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong><br />

Bei all der intelligenten Technik könnte<br />

man glatt vergessen, dass es sich bei<br />

dem Gebäude um eine Scheune mit<br />

einem kleinen Bauernhof handelt. Um<br />

daran zu erinnern, schenkten Freunde<br />

Carsten Kröning einige Legehennen.<br />

<strong>Der</strong>en Eier gibt es als Souvenir beim<br />

Besuch der Scheune dazu.<br />

Für seine Anstrengungen konnte<br />

Kröning mit seiner Firma bereits Lorbeeren<br />

einheimsen: Mit dem Elmar<br />

erhielt er im Dezember den Preis des<br />

Markenforums der Elektrobranche.<br />

Die Nachbarn standen dem vernetzten<br />

Haus zunächst reserviert gegenüber:<br />

„Die Reaktionen waren eher<br />

zurückhaltend, aber schon neugierig.<br />

Aber innerhalb der letzten Wochen<br />

trauen sich die Wildauer auch in die<br />

Scheune“, verrät Kröning. Wir empfehlen<br />

Ihnen, sich auch zu trauen.<br />

57


wohnen & leben möbel des monats<br />

wohntipp<br />

Möbel des Monats<br />

w<br />

S WAY<br />

Allein oder zu zweit<br />

schaukeln – der Sessel<br />

SWAY macht’s möglich.<br />

Schaukelstuhl für zwei<br />

In unserer neuen Rubrik „Möbel des Monats“ zeigt Ihnen die Lifestyle-Bloggerin Jennifer Seelig<br />

jeden Monat ein ganz besonderes Möbelstück. Den Anfang macht SWAY, ein genial simples<br />

Design-Highlight des Hamburgers Markus Krauss.<br />

Schaukelsessel, Sofa oder Chaiselongue<br />

– SWAY ist ein Möbelstück,<br />

das auf vielfältige Weise genutzt<br />

werden kann und in dem man sich sofort<br />

wohlfühlt. Die einzigartige Idee stammt<br />

vom Hamburger Designer Markus Krauss.<br />

Das Besondere an SWAY: Die gesamte<br />

Sitzschale ist gleichwertig gepolstert. Dadurch<br />

kann man zu zweit darauf sitzen und<br />

liegen. Außerdem hat Markus Krauss einen<br />

Tele skop-Mechanismus entwickelt, sodass<br />

sich SWAY in den jeweiligen Endpositionen<br />

feststellen und somit wie eine Chaiselongue<br />

oder ein Sofa benutzen lässt. Trotz der vielen<br />

Möglichkeiten ist der Schaukelsessel kein<br />

wuchtiges Möbelstück, das den Raum dominiert:<br />

SWAY vermittelt das Gefühl von<br />

Leichtigkeit – nicht nur, weil man darin so<br />

schön schaukeln kann.<br />

„Die Idee hinter SWAY ist schon ein paar<br />

Jahre alt. Das war damals meine Abschlussarbeit<br />

zu meinem Produktdesignstudium.<br />

Ich hatte schon immer eine Schwäche für<br />

Schaukelstühle. Es ist einfach so schön entspannend.<br />

Zu zweit ist das doch noch schöner”,<br />

so Markus Krauss über sein Design.<br />

Jeder SWAY-Sessel ist „handmade in Germany“:<br />

Es werden ausschließlich ausgesuchte<br />

Produkte verarbeitet. Die Sitzfläche<br />

ist mit Kvadrat Stoff (Hallingdal 65) gepolstert<br />

und in fünf verschiedenen Farben erhältlich.<br />

Das Stahlgestell ist pulverbeschichtet<br />

und der Käufer hat auch hier die<br />

Wahl: Schwarz oder Weiß – je nachdem, wie<br />

es Ihr persönlicher Wohnstil vorgibt. Auf<br />

markuskrauss.com kann man sich die verschiedenen<br />

Modelle anschauen und auch<br />

kaufen. Ein echtes Schmuckstück, das sich<br />

in jedem Wohnstil wohlfühlt. Let’s sway!<br />

Jennifer Seelig<br />

Seit 2011 bloggt sie auf Flatmaids.de<br />

über schöne Dinge, die das Leben<br />

bereichern – wie Selbstgemachtes,<br />

Designerschätze und witzige Gadgets.<br />

58


02.2014 // connected-home.de<br />

Steuern &<br />

Vernetzen<br />

Seite 68<br />

Bauanleitung<br />

fürs <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong><br />

Das intelligente Haus,<br />

selbstgebaut in fünf einfachen<br />

Schritten: Den Anfang machen<br />

Sensoren und Aktoren.<br />

Seite 60<br />

Steuer frei<br />

Hand, Stimme und Brille – damit werden<br />

wir schon bald unsere Geräte bedienen.<br />

Seite 74<br />

Kleiner Großer<br />

<strong>Der</strong> Mini-PC Raspberry Pi ist ein wahrer<br />

Alleskönner für die Heimvernetzung.<br />

Seite 80<br />

Alles auf Autopilot<br />

Rademachers <strong>Home</strong>Pilot versucht sich<br />

als universelle Lösung – wir testen ihn.<br />

59


Steuern & Vernetzen Die Zukunft der Steuerung<br />

Von Dominik Drozdowski<br />

Ro-Butler<br />

Noch sind intelligente, humanoide Roboter als<br />

Helfer im Haushalt reine Zukunftsmusik. Aber<br />

dank Spracherkennung und -steuerung hören<br />

Prototypen wie der Nao von Aldebaran<br />

Robotics immerhin schon aufs Wort.<br />

60


02.2014 // connected-home.de<br />

Womit wir<br />

bald steuern<br />

Die gute alte Fernbedienung ist ein Auslaufmodell, denn schon längst gibt es smartere<br />

Möglichkeiten, Geräte zu steuern. Ob mit Gesten, mit der Stimme oder mit einer intelligenten<br />

Brille: Wir verraten Ihnen die neuen Steuerungstrends.<br />

gesellen, stößt das Konzept Fernbedienung<br />

an seine Grenzen. Denn niemand<br />

will ernsthaft auch noch Heizung,<br />

Rollläden, Licht, Fenster, Tür<br />

oder Haushaltsgeräte damit bedienen<br />

müssen. Daher wird bei Komplett-<br />

Installationen eher mit LCD-Wall-<br />

Panels oder Bedien-Tablets gearbeitet.<br />

Dank des Siegeszugs des <strong>Smart</strong>phones<br />

und des Prinzips App lassen<br />

sich auch immer mehr Geräte per<br />

Handy bedienen. Doch auch dabei<br />

wird das <strong>Smart</strong>phone wie eine Fern-<br />

Kaum zu glauben, aber die<br />

Fernsteuerung ist tatsächlich<br />

schon über fünfzig Jahre alt.<br />

In dieser Zeit ist sie zu einem festen<br />

Bestandteil eines jeden Wohnzimmers<br />

geworden. Im Laufe der Jahre sind jedoch<br />

immer mehr Geräte wie Receiver,<br />

Stereoanlage und DVD-Player<br />

dazugekommen. Schon bald wusste<br />

man nicht mehr, wohin mit den ganzen<br />

Kontrollgeräten. Spätestens, wenn<br />

sich im Zuge der Hausvernetzung<br />

noch mehr ansteuerbare Geräte dazubedienung<br />

genutzt. Daher ist es wahrscheinlich,<br />

dass es sich hierbei nur um<br />

eine Zwischenlösung handelt. Doch<br />

was kommt danach?<br />

Hand und Mund<br />

In den letzten Jahren werden zwei alternative<br />

Arten der Steuerung immer<br />

gesellschaftsfähiger: Bedienung durch<br />

Gesten und Stimmeingabe.<br />

<strong>Der</strong> Science-Fiction-Film „Minority<br />

Report“ aus dem Jahr 2002 zeigte zum<br />

ersten Mal auf nachvollziehbare<br />

Die allsehenden augen<br />

Echte Gestenkontrolle ohne zusätzliche<br />

Hilfsmittel erfordert eine Mischung aus<br />

komplexen Kameras und Sensoren.<br />

Dabei unterscheidet man grundsätzlich<br />

zwei Verfahren:<br />

Bei Kameras mit Time of Flight<br />

(TOF) bzw. Laufzeitverfahren<br />

wird ein Lichtstrahl im infraroten<br />

Bereich ausgesendet. Dessen<br />

Reflexion wird wiederum von einem<br />

Sensor erfasst. Dabei wird die Zeit<br />

gemessen, die das Licht für die<br />

Rückkehr zum Sensor benötigt. Das<br />

ist schließlich die Grundlage für die<br />

Berechnung eines 3D-Scans des<br />

angestrahlten Bereichs.<br />

Auf einem anderen Prinzip beruht das<br />

Verfahren der Streifenprojektion<br />

bzw. Streifenlicht-Optometrie.<br />

Dabei wird ein Muster projiziert, das<br />

herkömmlicherweise aus Streifen<br />

besteht. Diese sind parallel und in<br />

unterschiedlichen Abständen angeordnet.<br />

Da die Streifen durch Objekte, auf<br />

die sie treffen, verzerrt werden, lassen<br />

sich so mithilfe von einer oder zwei<br />

Kameras ebenfalls 3D-Modelle der<br />

angestrahlten Objekte berechnen.<br />

Diese Technik kommt beim Sensor in<br />

den Kinect-Kameras für die Xbox 360<br />

zum Einsatz, auch wenn dieser Infrarot-Punkte<br />

statt Streifen projiziert<br />

und misst.<br />

Auch der Leap-Motion-Sensor arbeitet<br />

mit Streifenprojektion. Dieses Verfahren<br />

wird inzwischen auch beim Vermessen<br />

von Tatorten, in der Zahnmedizin<br />

und in der Pathologie angewandt.<br />

Eine TOF-Kamera sendet Infrarotlicht<br />

aus, ein Sensor misst die Reflexion und<br />

berechnet daraus 3D-Daten.<br />

Bei der Streifenprojektion entsteht das<br />

3D-Modell (links), indem projizierte<br />

Muster (rechts) gemessen werden.<br />

61


Steuern & Vernetzen Die Zukunft der Steuerung<br />

1 2<br />

1 Deutlich kompakter<br />

und zehnmal so<br />

genau wie die Kinect<br />

ist der Sensor von<br />

Leap Motion.<br />

3<br />

2 Einfach per USB in<br />

den Computer eingesteckt,<br />

macht er<br />

sofort Gestensteuerung<br />

möglich.<br />

3 Ganz anders als<br />

Leap funktioniert das<br />

Myo-Armband: Es<br />

misst Muskelbewegungen<br />

im Oberarm.<br />

4 Mit dem Kinect<br />

Sensor der Xbox One<br />

kann sogar der ganze<br />

Körper erfasst<br />

werden.<br />

Weise, wie Gesten für die Steuerung<br />

eines Computers genutzt werden<br />

könnten. In dem Film sieht man den<br />

von Tom Cruise verkörperten Helden<br />

mithilfe eines mit Sensoren besetzten<br />

Handschuhs ein Terminal bedienen.<br />

Erdacht hat die damals verblüffende<br />

Zukunftsvision der Wissenschaftler<br />

John Underkoffler (siehe das Interview<br />

auf Seite 63).<br />

Spielend steuern<br />

Drei Jahre später sorgte Nintendo mit<br />

der Spielkonsole Wii und vor allem mit<br />

der Steuerungseinheit Wiimote für<br />

Aufsehen. Dabei handelt es sich jedoch<br />

nicht um „echtes“ Motion Tracking.<br />

Denn tatsächlich wird die Bewegung<br />

durch einen Beschleunigungssensor<br />

im Controller gemessen.<br />

Komplexe Bewegungsabläufe oder<br />

Handgesten können damit nicht erfasst<br />

werden. Trotzdem werden Fernbedienungen<br />

mit solchen Accelerometern<br />

als „3D-Mäuse“ immer beliebter,<br />

etwa um damit <strong>Smart</strong> TVs zu steuern.<br />

Den Körper zum Controller zu machen<br />

schaffte erst die Kinect von Mi-<br />

crosofts Spielkonsole Xbox 360. Sie<br />

erkennt den gesamten Körper des<br />

Steuernden und reagiert auf seine<br />

Körperbewegungen. Neben der Variante<br />

für die Xbox-Spiele bietet Microsoft<br />

auch eine weitestgehend mit<br />

der Konsolenversion identische Kinect<br />

4<br />

für Windows Desktops an. So lassen<br />

sich auch PCs, Laptops und Tablets<br />

damit bedienen.<br />

Ein Sprung nach vorn<br />

Die Kinect hat jedoch entscheidende<br />

Nachteile: Sie ist relativ groß und benötigt<br />

einen gewissen Abstand für die<br />

Bedienung. Das mag am <strong>Smart</strong> TV<br />

funktionieren, am Laptop ist es eher<br />

unpraktisch.<br />

Die Gestensteuerung von Leap Motion<br />

ist deutlich kompakter. Nicht viel<br />

größer als eine Streichholzschachtel,<br />

kann der Sensor per USB an den Computer<br />

angeschlossen werden. In einem<br />

Bereich über dem Sensor werden dann<br />

Finger- und Handgesten erfasst. Mit<br />

etwas Übung kann man dann etwa<br />

mit einem Finger schreiben oder wie<br />

auf einem Touchscreen Dinge vergrößern<br />

und verkleinern. Leap bietet in<br />

einem eigenen App-Shop mehrere<br />

Programme an, mit denen man etwa<br />

Google Earth oder Windows 8 steuern<br />

kann. Einen ausführlichen Test der<br />

Leap Motion lesen Sie auf Seite 66.<br />

Mit HP und Asus hat Leap bereits<br />

Partnerschaften geschlossen, damit<br />

diese ihre Laptops und Keyboards ab<br />

Werk mit einem integrierten Leap Motion<br />

Controller ausstatten können. An<br />

einer Integration in <strong>Smart</strong>phones und<br />

Tablets wird ebenfalls gearbeitet. Und<br />

auch <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-Anwendungen<br />

sind in Planung, wie uns Michael<br />

„Gestensteuerung erlaubt<br />

es Menschen, endlich wieder<br />

Kreativ zu sein.“<br />

Michael Buckwald, Mitbegründer und Geschäftsführer von Leap Motion<br />

62


02.2014 // connected-home.de<br />

Interview mit John Underkoffler<br />

<strong>Der</strong> Film „Minority<br />

Report“ von Steven<br />

Spielberg (erhältlich<br />

auf DVD und Blu-ray)<br />

ist schon jetzt ein<br />

Sci-Fi-Klassiker.<br />

DER ZUKUNFTSVISIONÄR<br />

Als Sie die Gestensteuerung im Science-Fiction-<br />

Film Minority Report entworfen hatten, hätten<br />

Sie geglaubt, dass sie so schnell Realität wird?<br />

Es war bereits Realität, da das System im Film auf einem<br />

Projekt basierte, das ich als Student des MIT entwickelt hatte.<br />

Aber der Film erlaubt es mir, diese Ideen zu vereinfachen<br />

und zu verfeinern. Dass diese Version von Gestenkontrolle<br />

so schnell Wirklichkeit wird, hätte ich aber nicht erwartet.<br />

Wie haben Zuschauer denn auf den Film reagiert?<br />

Sie waren begeistert von den Szenen im Film, in denen die<br />

Gestensteuerung gezeigt wurde. <strong>Der</strong> Film ist jetzt zwölf<br />

Jahre alt und Journalisten schreiben immer noch darüber.<br />

Und zwar nicht nur, weil es cool aussieht, was es tut – deshalb<br />

mochte Steven Spielberg auch diese Idee. Zuschauer<br />

mögen Kausalität, und diese Szenen zeigen deutlich, wie<br />

und warum die Figuren diese Technik benutzen.<br />

War die Entscheidung, daraus ein tatsächliches<br />

Produkt zu machen, vom Film beeinflusst?<br />

Ja, sehr sogar. Es war faszinierend, wie die Zuschauer reagierten.<br />

Dazu gab es auch noch viele Artikel. Das war tatsächlich<br />

der Beweggrund für uns, Oblong zu gründen. Die<br />

Zeit war reif. Und schließlich haben wir es mit der größen<br />

Fokusgruppe der Welt getestet. (lacht)<br />

Welches Ziel verfolgt Ihre Firma Oblong?<br />

Wir entwickeln eigentlich ein Betriebssystem für Gestensteuerung.<br />

Seit 30 Jahren gab es keine wirklich neue Benutzeroberfläche.<br />

Und die versuchen wir mit unserem Produkt<br />

namens G-Speak zu erschaffen.<br />

Was ist der Vorteil von Gestensteuerung?<br />

Es bindet den menschlichen Körper mit ein. Mit einer Computermaus<br />

nutzt man gar nicht das Potenzial der Hände<br />

aus. Denn diese sind in der Lage, sehr unterschiedliche und<br />

subtile Aufgaben auszuführen. Die Hand ist ein perfektes<br />

Input/Output-Gerät. Eine Schnittstelle, die darauf beruht,<br />

wie eben die Gestensteuerung, hat eine hohe Bandbreite im<br />

Unterschied zu einer Maus. Außerdem aktiviert man mit<br />

Gesten- oder Körpersteuerung nicht nur den visuellen, sondern<br />

auch den muskulären Teils des Gehirns. So eröffnen<br />

sich fantastische neue Möglichkeiten für die Interaktion von<br />

Mensch und Maschine.<br />

Wird eher Gesten- oder Sprachkontrolle in Zukunft<br />

dominant werden?<br />

Verschiedene Eingabemöglichkeiten werden miteinander verschmelzen.<br />

Aber Sprache allein ist schlecht geeignet, Räumliches<br />

zu beschreiben. Und auf einem Computerbildschirm<br />

ist das meiste zweidimensional angeordnet.<br />

Was halten Sie von Google Glass?<br />

Das größte Problem mit Glass ist, dass es vor allem ein Gerät<br />

für die Ausgabe ist. Es gibt keine wirklich gute Eingabemöglichkeit.<br />

Das wurde anscheinend vergessen. Damit ist<br />

es nicht wirklich eine gute Benutzeroberfläche. Denn der<br />

Mensch muss seine Bedürfnisse ausdrücken können.<br />

Die Benutzeroberflächen von Science-Fiction-<br />

Filmen wie „Minority Report“ (siehe Bild) und<br />

„Ironman“ beruhen auf Konzepten von John<br />

Underkoffler. Mit seiner Firma Oblong arbeitet<br />

er auch an ihrer realen Umsetzung.<br />

63


Steuern & Vernetzen Die Zukunft der Steuerung<br />

1<br />

2<br />

1 Die Firma Nuance entwickelt<br />

auch Lösungen für das<br />

Diktieren von Texten, etwa<br />

mit der Dragon Notes<br />

App.<br />

2 In Form von Nina bietet<br />

Nuance außerdem einen<br />

sprachgesteuerten virtuellen<br />

Assistenten für verschiedene<br />

Kundenservice-Apps an.<br />

Buckwald, einer der Leap-Gründer,<br />

bestätigt hat: „Schon jetzt gibt es jede<br />

Menge Leute, die Leap an einen Computer<br />

anschließen und dann damit ihr<br />

<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> steuern. Aber letzendlich<br />

ist es unser Ziel, dass man mit Leap<br />

ein Hausautomatisierungssystem<br />

auch direkt bedienen kann.“<br />

Auch andere Entwickler arbeiten an<br />

der Gestenkontrolle für Computer. So<br />

will Intel bereits in diesem Jahr in seinen<br />

Rechnern 3D-Kameras anbieten,<br />

mit denen berührungslose Steuerung<br />

möglich ist. Die Technologie dafür<br />

kommt vom belgischen Unternehmen<br />

SoftKinetic. Es bietet auch Kameras<br />

an, mit denen man Fernseher bedienen<br />

kann, sowie Gestenerfassung in<br />

Fahrzeugen. Auch die separat verkaufte<br />

Kamera der PlayStation 4 funktioniert<br />

mit SoftKinetic-Technik.<br />

Einen ganz anderen Weg geht das<br />

Start-up-Unternehmen Thalmic mit<br />

dem Myo-Armband. Das Band wird<br />

um den Unterarm geschnallt und<br />

misst dann nicht nur dessen Bewegungen<br />

mit Accelerometern, sondern<br />

trackt mit Sensoren auch die Muskeln,<br />

die Fingerbewegungen auslösen.<br />

Aus Worten werden Taten<br />

Die Sprachsteuerung ist eine noch ältere<br />

Zukunftsvision. Schon im Raumschiff<br />

Enterprise konnten Mr. Spock<br />

und Co. ihrem Computer verbal Befehle<br />

erteilen. Die Science-Fiction-<br />

Serie wurde ab 1966 in den USA und<br />

ab 1972 in Deutschland ausgestrahlt.<br />

Bis diese Vision Wirklichkeit wurde,<br />

verging jedoch viel Zeit. Tatsächlich<br />

begann die Forschung im Bereich<br />

Spracherkennung bereits in den 60er-<br />

Jahren. Aber lange Zeit standen die<br />

Forscher vor scheinbar unüberwindbaren<br />

technischen Hürden, sodass<br />

maximal einige Dutzend Einzelwörter<br />

erkannt werden konnten. Erst in den<br />

Achtzigern gab es den Durchbruch,<br />

als IBM 1984 ein System vorstellte, das<br />

5.000 Wörter erkennen konnte. Sieben<br />

Jahre später präsentierte IBM auf der<br />

CeBIT ein Programm, das in der Lage<br />

war, zwischen 20.000 und 30.000<br />

Wörter zu identifizieren: Marktreif<br />

wurde IBM ViaVoice 1997.<br />

Zur selben Zeit erschien mit Dragon<br />

Naturally Speaking von Nuance der<br />

Wie die Zukunft der Sprachsteuerung aussehen<br />

kann, zeigt Nuance zusammen mit der Firma<br />

Aldebaran am Beispiel des Roboters Nao.<br />

Die intelligente Maschine kann sich mittels<br />

Spracherkennung und einer großen<br />

Wortdatenbank mit Menschen unterhalten.<br />

64


02.2014 // connected-home.de<br />

„In zehn bis zwanzig Jahren<br />

wird sprachsteuerung<br />

ganz normal sein.“<br />

Reimund Schmald, Marketing Manager in der Mobile Division bei Nuance Communications<br />

erste Konkurrent. Während ViaVoice<br />

schnell wieder verschwand, wurde aus<br />

Nuance einer der weltweit größten<br />

Anbieter von Spracherkennungs- und<br />

Sprachsteuerungs-Software.<br />

So bietet Nuance mit der Plattform<br />

Dragon TV die Möglichkeit, Fernseher<br />

zu steuern. Das funktioniert zum Beispiel<br />

mit der „Magic Fernbedienung“<br />

von Cinema 3D <strong>Smart</strong> TVs von LG.<br />

Auch Entertain, das TV-Streaming-<br />

Angebot der Telekom, lässt sich mit<br />

Dragon TV bedienen: über die kostenlos<br />

erhältliche Entertain Remote Control<br />

App für Apple und Android. Dass<br />

der Rest der Wohnung bald folgen<br />

wird, steht für Reimund Schmald fest:<br />

„Wir sind heute schon im Wohnzimmer,<br />

dann sind wir in zehn Jahren<br />

auch in der Küche.“<br />

Siri, der sprachgesteuerte Assistent<br />

in Apple iPhones und iPads, funktioniert<br />

ebenfalls mit Nuance-Technik.<br />

Ert machte Sprachsteuerung erst salonfähig<br />

und sorgte dafür, dass sie<br />

zum Standard in <strong>Smart</strong>phones wurde.<br />

Auch Microsoft arbeitet schon seit<br />

1993 an Spracherkennung für seine<br />

Betriebssysteme. Seit Windows XP<br />

sind sie Standard. Die Xbox 360 sowie<br />

der Nachfolger Xbox One nutzen<br />

ebenfalls Spracherkennung über die<br />

Kinect-Kamera. Diese ist vor allem bei<br />

der neuesten Konsole bereits sehr ausgereift.<br />

Dabei wirken Bewegungssensor<br />

und Mikrofon zusammen, indem<br />

der sprechende Nutzer erfasst wird,<br />

sodass sich die Kamera auf ihn ausrichten<br />

kann, und zusätzlich noch seine<br />

Lippenbewegungen gelesen werden,<br />

um falsches Verstehen zu minimieren.<br />

In dieser Synthese aus Sprache<br />

und Gesten sieht auch Reimund<br />

Schmald die Zukunft: „Wenn man<br />

beides kombiniert, könnte man die<br />

Spracherkennung noch verbessern.<br />

Ich denke, beides wird am Ende zusammenspielen.“<br />

Ausblick durch die Brille<br />

Ein ganz besonderes Produkt sorgte<br />

bereits für viele Schlagzeilen: Google<br />

Glass. Die intelligente Brille, die Bilder<br />

direkt ins Auge projiziert, wurde sowohl<br />

als Innovation gefeiert als auch<br />

als Privatsphärenkiller verteufelt. Tatsächlich<br />

eröffnet das Gerät ganz neue<br />

Möglichkeiten. Das Stichwort ist<br />

„Augmented Reality“: Hierbei werden<br />

virtuelle Elemente über ein Abbild der<br />

Realität gelegt, mit denen man dann<br />

interagieren kann.<br />

Wenn man mit Google Glass allerdings<br />

die Hände selbst tracken könnte,<br />

dann wäre es möglich, mit den virtuellen<br />

Objekten so zu interagieren wie<br />

mit Dingen in der realen Welt. Wie so<br />

etwas aussehen könnte, zeigt etwa das<br />

Crowdfunding-Projekt Meta 1. Dabei<br />

wurde eine Moverio-3D-Brille von<br />

Epson mit einer 3D-Tracking-Kamera<br />

von SoftKinetic kombiniert.<br />

Eine etwas andere Vision der Zukunft<br />

verfolgt man bei Nuance. „Ich<br />

denke in zehn bis zwanzig Jahren<br />

werden wir kleine <strong>Home</strong>-Roboter bei<br />

uns zu Hause rumlaufen haben. Dem<br />

sagen Sie ‚Hol mir mal eine Flasche<br />

Bier!‘ Dann läuft er los und holt Ihnen<br />

was“, prophezeit Reimund Schmald.<br />

Wie so etwas ausehen kann, zeigen<br />

die Nao-Roboter von Aldebaran mit<br />

Software von Nuance. Bier holen können<br />

sie allerdings noch nicht.<br />

Fazit<br />

Egal ob Gestensteuerung,<br />

Spracheingabe oder eine<br />

Datenbrille wie Google Glass:<br />

Die Revolution der Bedienung<br />

kommt bestimmt, auch im<br />

vernetzten Zuhause.<br />

Brillante brille<br />

<strong>Der</strong> Google Glass-Minicomputer am<br />

Brillengestell projiziert Bilder direkt in die<br />

Augen. Durch eine Kamera können die<br />

Bilder auch über die tatsächliche Realität<br />

gelegt werden. Man spricht dann von<br />

erweiterter Realität (Augmented Reality).<br />

Trotz eingebauter Kamera,<br />

Projektor und 16<br />

GByte Speicher wiegt<br />

Google Glass gerade<br />

einmal 50 Gramm.<br />

65


Service<br />

Checks<br />

Weitere KurzteSTS &<br />

neue Produkte unter<br />

connected-home.de<br />

An dieser Stelle unterziehen wir besonders intelligente und vernetzte Produkte einem Schnelltest und bewerten sie nach<br />

Qualität, Praxistauglichkeit und Preis. Darunter fallen auch Produkte, die uns kurz vor Redaktionsschluss erreicht haben.<br />

Ausführliche Tests zu einem späteren Zeitpunkt sind nicht ausgeschlossen.<br />

1 2<br />

Diese Armbanduhr kann fast alles, was ein<br />

<strong>Smart</strong>phone kann. Sogar Fotos schießt die<br />

<strong>Smart</strong>watch simvalley AW-414.Go.<br />

Leap Motion 100 ¤<br />

Testurteil: gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Hände hoch! Mit Leap Motion kann jeder Computer<br />

mit Gesten gesteuert werden – ein bisschen<br />

Grafikpower vorausgesetzt.<br />

simvalley AW-414.Go 200 ¤<br />

Testurteil: gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

1 Die geste zählt<br />

Nicht weniger als ein technischer Quantensprung soll der Leap<br />

Motion Controller für knapp 100 Euro sein. Das Gerät zur<br />

Gestensteuerung ist nicht größer als eine Streichholzschachtel<br />

und wird einfach per USB an den Rechner angeschlossen. Dann<br />

werden in einem dreidimensionalen Raum über dem Sensorfeld<br />

Hände und Finger auf den Millimeter genau getrackt. Über den<br />

App Store Airspace lassen sich Programme für die Steuerung<br />

herunterladen, die vor allem aus teilweise kostenpflichtigen Spielen,<br />

3D-Präsentationen und 3D-Design-Anwendungen bestehen.<br />

Interessant für die breite Masse dürften die App für Windows 7<br />

und 8 sowie das Steuern von Google Earth sein.<br />

Installation und Einrichtung von Leap Motion sind kinderleicht,<br />

die Bedienung erfordert allerdings – buchstäblich – etwas Fingerspitzengefühl.<br />

So darf man sich nicht wundern, wenn man in<br />

Google Earth zunächst herumnavigiert wie Quax, der Bruchpilot.<br />

Fazit: Zurzeit ist das Gerät noch eher eine Spielerei, mit noch<br />

mehr praktischen Anwendungen sowie einer (bereits angekündigten)<br />

Überarbeitung der Steuerungs-Software hat der Controller<br />

jedoch noch viel Potenzial. Mehr zum Thema lesen Sie im<br />

Beitrag „Womit wir bald steuern“ ab Seite 60.<br />

DD<br />

2 Die schlaue uhr<br />

Mit dem Armschmuck telefonieren: <strong>Smart</strong>waches wie die simvalley<br />

AW-414.Go machen es möglich. Aber erst mit einem<br />

verbundenen Bluetooth-Headset ist es wirklich komfortabel.<br />

Überhaupt steht diese Armbanduhr einem <strong>Smart</strong>phone in kaum<br />

etwas nach. Einschübe für Micro-SIM- und SD-Speicherkarten,<br />

Bluetooth 4.0, WLAN, GPS zum Navigieren, eine 3-Megapixel-<br />

Kamera sowie mobiles Internet – so die Eckdaten. Dank ausreichend<br />

Rechenpower und AMOLED-Touch-Display lässt sich flüssig<br />

durch die Menüs des Android-4.2.2.-Systems surfen, jedoch<br />

aufgrund des kleinen 4-cm-Bildschirms weit weniger übersichtlich<br />

als mit einem <strong>Smart</strong>phone. Das Gummi-Armband sowie das<br />

Uhrgehäuse aus Metall wirken robust.<br />

Fazit: Zum komfortablen Internet-Surfen ist die <strong>Smart</strong>watch<br />

weniger geeignet. Doch wer sie etwa beim Sport als Weg-Tracker<br />

einsetzen will, für den ist sie eine preiswerte Lösung. AF<br />

3 Highspeed-Router<br />

Das neue AVM-Topmodell FRITZ!Box 7490 hat den Turbo<br />

eingeschaltet. Im 2,4-GHz-Band liegt die Datenübertragung bei<br />

über 200 Mbit/s. Im 5-GHz-Band mit 802.11ac sind Werte zwi-<br />

66


02.2014 // connected-home.de<br />

3<br />

High-End-Router: Die<br />

FRITZ!Box 7490 funkt<br />

rasend schnell Daten<br />

durch die Luft.<br />

AVM FRITZ!Box 7490 289 ¤<br />

Testurteil: überragend<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

5<br />

Je nach Gusto: Käufer<br />

können bei der Hi-Fi-<br />

Anlage sonoroCD<br />

zwischen fünf Farben<br />

wählen.<br />

4<br />

Gewicht, Wasser, Fett,<br />

Knochen- und Muskelmasse<br />

ermittelt<br />

diese intelligente<br />

Diagnosewaage.<br />

Sonoro sonoroCD 399 ¤<br />

Testurteil: gut<br />

Preis/Leistung: gut<br />

<strong>Smart</strong>LAB fit+ 89 ¤<br />

Testurteil: sehr gut<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

schen 420 und 550 Mbit/s möglich. Die Leistungsaufnahme ist<br />

mit sieben Watt sehr gering. Anstelle von USB 2.0 besitzt die<br />

7490 nun USB-3.0-Ports. Im Schreib-Lese-Test vom NTFS-<br />

Speicher haben wir sieben bzw. 12 MByte gemessen. Die Ausstattungs-<br />

und Funktionsmerkmale sind sehr üppig. Dazu zählen<br />

unter anderem Telefonanlage (IP/ISDN/analog), DECT-Basisstation,<br />

Medien- und VPN-Server, ein komfortabler Fernzugang sowie<br />

diverse Apps für <strong>Smart</strong>phones.<br />

Fazit: Die neue FRITZ!Box entspricht funktional einer 7390 –<br />

jedoch mit brachialer Funkleistung. Wer einen leistungsstarken<br />

AC-Router mit konkurrenzloser Funktionalität sucht, liegt mit der<br />

FRITZ!Box 7490 richtig.<br />

Michael Seemann<br />

4 Sanft Einschlafen<br />

Mit Wecker, Snooze-Funktion und Uhrzeit-Anzeige fühlt sich<br />

sonoroCD im Schlafzimmer pudelwohl. Und man muss mit der<br />

Hi-Fi-Anlage vom deutschen Hersteller Sonoro vor dem Einschlafen<br />

nie mehr auf seine Lieblingsmusik verzichten – dank<br />

CD-Player, Analog-Eingang, Bluetooth, Radio für FM und DAB+.<br />

Uns hat sonoroCD durch sein solides Holzgehäuse begeistert,<br />

was sich auch im Listenpreis von knapp 400 Euro niederschlägt.<br />

Genau richtig fürs Schlafzimmer: <strong>Der</strong> Klang ist sehr angenehm<br />

unaufdringlich und natürlich, jedoch nicht vollends audiophil.<br />

Fazit: sonoroCD bietet ein gelungenes Gesamtpaket und ist damit<br />

die ideale Musikanlage für das Schlafzimmer.<br />

AF<br />

5 Den Körper überwachen<br />

Diese Waage nimmt es genau: Die <strong>Smart</strong>LAB fit+ zeigt nicht<br />

nur das Gewicht in 0,1-kg-Schritten an, sondern auch Körperwasser<br />

und -fett sowie Knochen- und Muskelmasse. Für das Ermitteln<br />

der Daten muss der Besitzer Körpergröße, Geschlecht<br />

und Alter angeben. Damit die ganze Familie diese Diagnose-<br />

Waage nutzen kann, lassen sich acht Benutzerprofile anlegen.<br />

Das Bewerten der Messergebnisse erfolgt mittels der entsprechenden<br />

Tabellen im Benutzerhandbuch. Die Daten lassen sich<br />

aber auch auf andere Geräte drahtlos übertragen, wenn sie ebenfalls<br />

den ANT-Standard unterstützen: etwa auf den Computer<br />

mit ANT-USB-Stick. So lassen sich die Messergebnisse über<br />

das Online-Portal fitmefit.com protokollieren.<br />

Fazit: Anfangs war die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig.<br />

Jetzt funktioniert die solide verarbeitete Waage reibungslos und<br />

ist damit ein hilfreicher täglicher Begleiter.<br />

AF<br />

67


steuern & vernetzen <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> im Eigenbau<br />

SimpEl &<br />

<strong>Smart</strong><br />

Von Günther Ohland<br />

In einer intelligenten Wohnung zu leben ist toll. Viele Routinearbeiten erledigt das<br />

<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> besser als die Bewohner – auch dann, wenn niemand zu Hause ist. Dazu<br />

muss man weder Millionär sein noch neu bauen. In fünf Schritten zeigen wir, wie Sie<br />

Ihr Haus ganz einfach selbst smart machen: Wir haben alles selbst ausprobiert.<br />

Das Haus oder die Wohnung<br />

selbst smart zu machen ist<br />

weder besonders schwierig<br />

noch teuer. Im Gegensatz zur landläufigen<br />

Meinung liegt der Hauptanteil<br />

der Arbeit darin, zu definieren,<br />

was man wirklich möchte und was<br />

nicht. Löcher für neue Kabel zu bohren<br />

werden wir dabei völlig vermeiden.<br />

Auch wird heute ein <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong><br />

nicht mehr in einer kryptischen Programmiersprache<br />

programmiert. Das<br />

hat der Hersteller der von uns verwendeten<br />

Software für uns getan.<br />

Als „<strong>Smart</strong><strong>Home</strong>r“ konfigurieren<br />

Sie die Software für Ihr Heim, so wie<br />

Sie wünschen, dass es reagieren soll.<br />

Sie bestimmen die Regeln, allerdings<br />

nicht in einer Computer-Programmiersprache.<br />

Das geht fast so einfach,<br />

wie mit PowerPoint eine Präsentation<br />

zu erstellen.<br />

> Schritt 1:<br />

Das richtige System finden<br />

Da wir uns in erster Linie mit bereits<br />

bestehenden Gebäuden befassen, haben<br />

wir eine einfach nachrüstbare<br />

und von jedem Heimwerker<br />

installierbare Technik<br />

ausgewählt. Da<br />

keine Kabel verlegt<br />

werden sollen, nutzen<br />

wir Funktechnik. Aus den zur<br />

Verfügung stehenden funkbasierten<br />

Systemen haben wir uns bewusst<br />

nicht für einen bestimmten Hersteller,<br />

sondern für einen Standard entschieden,<br />

den weltweit viele Hersteller unterstützen:<br />

EnOcean. Diese Technik<br />

ist international standardisiert (ISO/<br />

IEC 14543-3-10). Sie können also davon<br />

ausgehen, dass Sie auch noch in<br />

vielen Jahren passende Erweiterungen<br />

für Ihr <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> erhalten können.<br />

EnOcean hat viele weitere Vorzüge.<br />

Die meisten Sensoren – und das sind<br />

auch Schalter – benötigen weder Kabel<br />

noch Batterien. <strong>Der</strong> Clou von En­<br />

Ocean ist, dass die Elektronik ihre<br />

Energie aus Umgebungslicht, Bewegung<br />

und Temperaturunterschieden<br />

gewinnt. Keine Magie, sondern nur<br />

Physik. EnOcean-Module sind dadurch<br />

wartungsfrei. Die sehr geringe<br />

Funkstrahlung belegt ein Öko-Gutachten,<br />

dass Sie im Internet nachlesen<br />

können (unter www.enocean.com.de/<br />

safety-human-health/).<br />

Sensoren und Aktoren<br />

Zwei Begriffen begegnen wir immer<br />

wieder: Sensoren und Aktoren. Sensoren<br />

nehmen Messwerte auf, Aktoren<br />

führen Schaltvorgänge durch. Ein<br />

Sensor misst Licht, Temperatur,<br />

Feuchte, Bewegung, Strom und vieles<br />

68


02.2014 // connected-home.de<br />

<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> im Eigenbau<br />

S e r<br />

i e<br />

Günther<br />

Ohland<br />

<strong>Der</strong> Autor mehrerer Bücher<br />

über Technik und Nutzen von<br />

<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> ist u.a. Erster<br />

Vorsitzender der <strong>Smart</strong><strong>Home</strong><br />

Initiative Deutschland. Sein<br />

Haus hat er selbst nachträglich<br />

mit der hier beschriebenen<br />

Technik smart umgebaut.<br />

mehr. Auch ein Lichtschalter ist in unserer<br />

Terminologie ein Sensor. Er meldet,<br />

wenn jemand die Taste gedrückt<br />

hat. Aktoren sind die eigentlichen<br />

Schalter und Dimmer, die Licht oder<br />

Motoren ein- bzw. ausschalten.<br />

Sensoren und Aktoren lassen<br />

sich direkt miteinander verbinden<br />

(anlernen), doch dann fehlt<br />

die Möglichkeit, mit logischen<br />

Regeln einzugreifen. Woher soll<br />

ein Aktor wissen, wann bei Ihnen<br />

zu Hause die Sonne aufgeht<br />

und dass Sie die Jalousien um 22:07<br />

Uhr herunterfahren lassen wollen,<br />

außer am Sonntag? Dafür benötigen<br />

wir die „zentrale Intelligenz“, den Gebäuderechner<br />

mit seiner Software.<br />

> Schritt 2:<br />

Die optimale Software<br />

Bei der Auswahl der Software haben<br />

wir uns für das Schweizer Produkt<br />

my<strong>Home</strong>Control (mHC) entschieden.<br />

Diese bewährte Software erfüllt unsere<br />

Anforderungen an leichte „Programmierbarkeit“,<br />

Sicherheit und<br />

Wartbarkeit und verfügt über eine<br />

sehr große Palette an unterstützten<br />

Systemen. Dies ist wichtig, weil wir ja<br />

nicht nur Licht anknipsen, sondern<br />

auch Kameras visualisieren, die Kühltruhe<br />

überwachen und die Unter-<br />

69


steuern & vernetzen <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> im Eigenbau<br />

Aufbau der<br />

EnOcean-<br />

Wandsender<br />

Alle EnOcean-Wandsender sind prinzipiell<br />

gleich aufgebaut. Unterschiede finden sich nur<br />

im Design und im verwendeten Kunststoff.<br />

In der Mitte befindet sich der Energiewandler,<br />

der den Druck des Fingers in eine elektrische<br />

Spannung umsetzt. Jeder Energiewandler kann<br />

grundsätzlich vier Schaltkanäle bedienen. Das<br />

Element wird in eine Tragplatte geklipst. Diese<br />

lässt sich auf jede Oberfläche kleben oder schrauben.<br />

Auf das Element wird dann die Schaltwippe<br />

oder eine Doppelwippe gesteckt. Die meisten<br />

Hersteller legen bei der Lieferung sowohl Einzel-<br />

als auch Doppelwippen bei. So lässt sich<br />

auch später noch aus einer Einzelschaltstelle<br />

eine doppelte machen und umgekehrt. Den<br />

Abschluss bildet der Designrahmen.<br />

70<br />

<strong>Der</strong> EnOcean-Energiewandler<br />

macht durch<br />

Induktion aus dem Fingerdruck<br />

elektrischen Strom.<br />

Auf den Wandler werden<br />

eine Schaltwippe und eine<br />

Montageplatte geklipst.<br />

So sieht der fertige En­<br />

Ocean-Doppelwippen-<br />

Wandsender im Designrahmen<br />

aus.<br />

haltungselektronik einbinden wollen.<br />

Zudem wird es immer interessanter,<br />

selbst per Photovoltaik erzeugten<br />

Strom im eigenen Haus zu verwenden.<br />

Auch dafür bietet my<strong>Home</strong>Control<br />

die passenden Schnittstellen und<br />

Software-Module.<br />

Auch einige Hardware-Hersteller<br />

verwenden die my<strong>Home</strong>Control-Software<br />

unter eigenem Markennamen,<br />

ebenso setzen renommierte Fertighaushersteller<br />

auf die Schweizer Lösung.<br />

Sie sind mit diesem Projekt also<br />

erstens auf der sicheren Seite und<br />

zweitens in bester Gesellschaft.<br />

> Schritt 3:<br />

EnOcean kennenlernen<br />

So sieht die my<strong>Home</strong>Control-Bedienoberfläche<br />

eines Musterhauses in der Schweiz aus.<br />

Temperaturen, Rollläden und Leuchten – alles<br />

ist jederzeit im Blick.<br />

Bevor wir in Gebäuderechner, Visualisierungs-Displays<br />

und Software investieren,<br />

wollen wir EnOcean-Sensoren<br />

und -Aktoren praktisch kennenlernen.<br />

Unser erstes Ziel ist es, mit einem<br />

Sensor einen Aktor dazu zu bringen,<br />

eine Leuchte einzuschalten. Dazu benötigen<br />

wir einen sogenannten<br />

Wandsender und einen 230-Volt-Aktor.<br />

Als Wandsender bezeichnet man<br />

das, was wir bisher einen Lichtschalter<br />

nannten. Ein EnOcean-Lichtschalter<br />

(Wandsender) schaltet selbst aber<br />

nichts. Er sendet ein Funktelegramm,<br />

wenn seine Taste oben gedrückt wird,<br />

wenn sie losgelassen wird, wenn sie<br />

unten gedrückt wird und wenn sie<br />

auch dort losgelassen wird. Im Telegramm<br />

enthalten ist die weltweit einmalige<br />

Identifikationsnummer des<br />

Energiewandlers im Wandsender.<br />

Diese ist nicht veränderbar. Es gibt damit<br />

eine feste Zuordnung einer Sendernummer<br />

zu einem angelernten<br />

Empfänger (Aktor). Es kann also nicht<br />

passieren, dass der Wandsender Ihres<br />

Nachbarn bei Ihnen das Licht einschaltet.<br />

Ein EnOcean-Wandsender lässt<br />

sich auf fast jede Oberfläche schrauben<br />

oder kleben. Das könnte eine<br />

Wand mit Tapete, ein Möbelstück oder<br />

sogar eine Glasscheibe sein. Und<br />

wenn Sie wollen, müssen Sie den<br />

Wandsender nirgends montieren. Sie<br />

könnten ihn als Fernbedienung im<br />

Haus überallhin mitnehmen. Diese<br />

Eigenschaft machen sich bettlägerige<br />

Menschen oder solche, die auf einen<br />

Rollstuhl angewiesen sind, zunutze.<br />

Sie befestigen den Wandsender am<br />

Bett oder Rollstuhl. Es gibt auch Fälle,<br />

in denen Wandsender im Kinderzimmer<br />

mit den Kindern „mitwachsen“.<br />

Aktoren verstehen<br />

Nun ist die Senderseite fertig und wir<br />

wenden uns dem Aktor zu. Wir wollen<br />

eine Stehlampe schalten. Als Aktor<br />

haben wir uns – um nicht mit blanken<br />

Drähten arbeiten zu müssen – für einen<br />

sogenannten Zwischenstecker<br />

entschieden. Zwischenstecker gibt es<br />

in drei Versionen: einfach nur einund<br />

ausschalten, dimmen und schalten<br />

sowie schalten und Strom messen.


02.2014 // connected-home.de<br />

www.myhomecontrol.ch<br />

Allround-<br />

Talent<br />

Einfacher<br />

Einstieg<br />

Am Anfang benötigen wir nur einen<br />

Wandsender und einen Aktor. Sie<br />

können jeden EnOcean-Wandsender<br />

oder Aktor von jedem beliebigen<br />

Hersteller verwenden. Dies sind<br />

unsere Vorschläge:<br />

my<strong>Home</strong>Control vereint in einem Paket Steuerung und Visualisierung des<br />

Hauses. Das individuelle Projekt lässt sich frei definieren und gestalten. Praktisch:<br />

Es sind keine Programmierkenntnisse erforderlich. Bei der Projekterstellung werden<br />

die Funktionen einfach mit der Maus grafisch verknüpft.<br />

Zu den Stärken zählen beispielsweise, dass viele komplexe Aufgaben bereits als<br />

fertige Software-Bausteine zur Verfügung stehen: etwa die Beschattung nach<br />

Sonnenstand, Lichtintensität und Temperaturen oder Gartenbewässerung sowie<br />

Lichtszenen und Abwesenheitssimulation. Einzigartig ist auch die Möglichkeit,<br />

Gewerke übergreifend zu bearbeiten. So lassen sich neben Licht, Jalousien und<br />

Heizung auch beliebige TV-Geräte und Hi-Fi-Systeme steuern.<br />

Neben EnOcean-Sensoren und Aktoren wird der im Zählerwesen weit verbreitete<br />

Modbus unterstützt. Auch beliebige Fremdsysteme lassen sich per Datenschnittstelle<br />

integrieren. Jedes PC-Programm kann aus my<strong>Home</strong>Control direkt aufgerufen<br />

werden. Zudem ist my<strong>Home</strong>Control übersichtlich: Das Erscheinungsbild der Touch-<br />

Display-Oberfläche ist frei definierbar. Die Zustände von Licht und Jalousien werden<br />

in Echtzeit grafisch dargestellt.<br />

Hier wird gedrückt<br />

4-Kanal-Wandsender für die<br />

Einzelmontage<br />

Hersteller: PEHA<br />

Modell: FU-BLS N<br />

Preis: 45 Euro<br />

oder<br />

Hersteller: Eltako<br />

Modell: FT4F<br />

Preis: 45 Euro<br />

Alle drei Versionen werden auf die<br />

gleiche Weise verwendet. Wir nutzen<br />

hier die Schaltversion.<br />

Solch ein Schalt- oder Dimm-Aktor<br />

enthält einen EnOcean-Funkempfänger<br />

und die Schaltelektronik. Für<br />

Technik-Interessierte: <strong>Der</strong> Aktor<br />

schaltet immer im Spannungs-Null-<br />

Durchgang. Dadurch entsteht kein<br />

Schaltfunke, der die Schaltkontakte<br />

wie bei konventionellen Lichtschaltern<br />

verbrennen lässt, und es entsteht<br />

auch keine hochfrequente Strahlung.<br />

> Schritt 4:<br />

Sensor und Aktor koppeln<br />

Das Verbinden von Wandsender und<br />

Schaltsteckdose, also Sensor und Aktor,<br />

nennt man „Anlernen“. Die Steckdose<br />

lernt ihren „Partner“ Wandsender<br />

kennen und führt später seine und<br />

nur seine Befehle aus. Leider sind die<br />

den Produkten beiliegenden Bedienungsanleitungen<br />

für Laien nicht immer<br />

leicht verständlich. Deshalb<br />

kommt hier die „Schritt-für-Schritt-<br />

Backanleitung“:<br />

Stecken Sie den Zwischenstecker in<br />

die Steckdose. Stecken Sie einen Verbraucher,<br />

beispielsweise eine Stehlampe,<br />

in die Steckdose des Zwischensteckers.<br />

Drücken Sie den kleinen<br />

rechten schwarzen Knopf (siehe Kasten<br />

rechts). Nun müsste sich die angeschlossene<br />

Stehlampe (lokal) ein- und<br />

ausschalten lassen. Die Schalttechnik<br />

funktioniert also schon. Falls nicht,<br />

hat die Steckdose keinen Strom oder<br />

das Leuchtmittel ist defekt. Sofern<br />

Hier wird geschaltet<br />

Dieser Zwischenstecker schaltet<br />

230 Volt.<br />

Hersteller Eltako<br />

Modell: FSUD (Dimmer)<br />

Preis: 128 Euro<br />

oder<br />

Modell: FSVA (mit Strommessung)<br />

Preis: 119 Euro<br />

oder<br />

Modell: FSSA (nur Schalter)<br />

Preis: 112 Euro<br />

71


steuern & vernetzen <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> im Eigenbau<br />

Aktor-Bauformen<br />

Unterputz-Dimm-Aktor<br />

An den Schraubklemmen werden<br />

sowohl die Leuchte als auch die 230<br />

Volt Versorgungsspannung angeschlossen.<br />

Die Einstellschrauben<br />

dienen dazu, den Aktor anzulernen<br />

und einzustellen.<br />

Reiheneinbauelement<br />

Das Reiheneinbauelement ist nur etwas für Spezialisten<br />

und wird in erster Linie im Neubau eingesetzt.<br />

Diese Elemente sind preislich günstiger als Unterputz-<br />

Module und lassen sich optimal im Schaltschrank<br />

einbauen. Diese Elemente werden wir für unser<br />

<strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-Projekt nicht verwenden.<br />

Sie eine Energiesparlampe verwenden,<br />

müssen Sie ein paar Sekunden<br />

waren, weil das Leuchtmittel Anlaufzeit<br />

benötigt.<br />

Und so funktioniert der Anlernvorgang:<br />

Drücken Sie kurz auf den linken<br />

schwarzen Taster am Zwischenstecker<br />

und dann einmal auf den rechten<br />

Taster. Nun sollte die rote LED einmal<br />

aufleuchten. Jetzt nehmen Sie den<br />

Wandsender in die Hand und drücken<br />

eine beliebige Taste. Die rote LED am<br />

Aktor erlischt. Das war schon alles. Ab<br />

sofort schalten Sie die Leuchte an diesem<br />

Zwischenstecker mit diesem<br />

Wandsender.<br />

Sie können weitere Wandsender am<br />

selben Zwischenstecker anlernen. Dazu<br />

gehen Sie genauso vor wie oben<br />

beschrieben. Sie können auch mehrere<br />

Zwischenstecker an einem Wandsender<br />

anlernen. Mit einem Fingerdruck<br />

reagieren dann alle angelernten<br />

Leuchten gleichzeitig.<br />

Zugegeben, das war nicht wirklich<br />

<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>, das hätten Sie auch mit<br />

einem billigen Fernschalt-Set aus dem<br />

Baumarkt geschafft. Aber wir wollen<br />

ja in den nächsten Folgen deutlich<br />

mehr erreichen. Dazu nutzen wir diese<br />

beiden Komponenten: Wandtaster<br />

und Aktor.<br />

> Schritt 5:<br />

Andere Aktor-Bauformen<br />

<strong>Der</strong> Zwischenstecker ist unkompliziert<br />

und flexibel einsetzbar, allerdings<br />

optisch nicht wirklich elegant.<br />

Ein echtes <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> zeichnet sich<br />

unter anderem dadurch aus, dass man<br />

die Technik nicht sieht. Es sollten weniger<br />

Schalter an den Wänden zu sehen<br />

sein als bei einer konventionellen<br />

Installation. Dazu muss man die Aktoren<br />

unsichtbar machen. Hierfür stehen<br />

uns Unterputz-Aktoren und Reiheneinbauelemente<br />

zur Verfügung.<br />

Bei beiden hat der Installateur mit<br />

blanken Kupferdrähten zu tun. Das<br />

kann lebensgefährlich sein. Deshalb<br />

lautet unsere Warnung an alle Hobby-<br />

Heimwerker: Überlassen Sie diese<br />

Arbeit dem Fachmann!<br />

<strong>Der</strong> Unterputz-Aktor passt exakt in<br />

die Schalterdose, in der heute Ihr<br />

Lichtschalter oder Dimmer untergebracht<br />

ist. Insofern gilt auch hier: keine<br />

neuen Kabel und kein Schmutz.<br />

Mithilfe der beiden Einstellschrauben<br />

werden dieser Aktor an einem Sensor<br />

angelernt und weitere Einstellungen<br />

vorgenommen. <strong>Der</strong> Elektriker Ihres<br />

Vertrauens entfernt also den alten<br />

Schalter oder Dimmer und baut stattdessen<br />

dieses Modul in die Installationsdose<br />

ein. Sie lernen das Modul an<br />

und bestimmen, was und wann es etwas<br />

für Sie tut. Sie können einen<br />

Wandsender auf die Öffnung in der<br />

Wand kleben oder diese auch mit Tapete<br />

verschließen.<br />

So geht es weiter<br />

In der nächsten Folge beschäftigen wir<br />

uns mit dem Gebäuderechner, der<br />

Software und dem EnOcean-Gateway.<br />

Wir lernen die Wandsender und<br />

die Aktoren an. Wir schalten das Licht<br />

bei Sonnenuntergang für zwei Stunden<br />

ein.<br />

Die weiteren Themen entnehmen<br />

Sie bitte dem <strong>Vorschau</strong>kasten rechts.<br />

Und nun wünschen wir Ihnen viel<br />

Spaß bei Ihren ersten Schritten zum<br />

eigenen <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong>.<br />

<strong>Vorschau</strong><br />

Folge 2:<br />

Rechner und Software<br />

> Einführung in die Steuer- und<br />

Visualisierungs-Software<br />

> Installation und Konfiguration<br />

der Software<br />

> Anlernen der vorhandenen<br />

Sensoren und Aktoren<br />

> Erstes Projekt<br />

Folge 3:<br />

Sparen mit smarten<br />

Rollos und Heizung<br />

> Fensterstatus anzeigen<br />

> Rollos intelligent fahren<br />

> Heizung aus, wenn Fenster auf<br />

> Zeit- und Temperaturprofile<br />

Folge 4: Sicherheit<br />

selbstgemacht<br />

> Rauchmelder mit Rollo und Licht<br />

clever vernetzen<br />

> Bewegungsmelder<br />

> Rollo-Aussperrschutz<br />

> E-Mail-Warnung bei Alarm<br />

Folge 5: Mit Kamera<br />

und <strong>Smart</strong>phone das<br />

<strong>Smart</strong> <strong>Home</strong> steuern<br />

> Integration einer IP-Kamera<br />

> Fernsteuerung per <strong>Smart</strong>phone,<br />

Internet-Browser und Tablet<br />

> Ausblick auf Photovoltaik-Manager,<br />

Vitalparameter-Messgeräte,<br />

Internet-Wetterdienst, Steuerung<br />

von Multimedia-Geräten und von<br />

Haushaltsgeräten<br />

72


Gewinnen Sie in jeder Disziplin.<br />

Starke Ideen.<br />

Praktische Anleitungen.<br />

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Steuern & Vernetzen Rasperry PI<br />

74


02.2014 // connected-home.de<br />

Himbeertörtchen<br />

Von Günther Ohland<br />

Raspberry Pi nennt sich ein neuer, sehr kompakter und preiswerter Computer, der<br />

weltweit für Furore sorgt. Doch nicht nur Technik-Freaks finden Gefallen an dem Winzling,<br />

auch in der Gebäudetechnik erledigt er inzwischen Aufgaben, für die ein klassischer<br />

Rechner bisher viel zu teuer und aufwendig war.<br />

<strong>Der</strong> Raspberry Pi (kurz: RasPi)<br />

ist ein Ein-Platinen-Rechner<br />

in Kreditkartengröße und<br />

gehört damit zu den kleinsten Computern<br />

der Welt. Dennoch ist er ein<br />

vollwertiger PC. Er eignet sich für<br />

zahlreiche Anwendungen: So kann er<br />

etwa als Web-Server und Media-Center-PC<br />

dienen oder für Steuerungsaufgaben<br />

eingesetzt werden.<br />

Zur Ausstattung des Raspberry Pi<br />

gehören zwei USB-2.0-Schnittstellen,<br />

ein Netzwerk-Anschluss und Ausgänge<br />

für Bild und Ton. <strong>Der</strong> Raspberry Pi<br />

hat keine Festplatte, sondern besitzt<br />

stattdessen einen SD-Kartenslot. Die<br />

Stromversorgung erfolgt über ein Steckernetzteil<br />

mit einem vom Mobiltelefon<br />

bekannten Micro-USB-Anschluss.<br />

Das alles gibt es schon für 35 Euro zuzüglich<br />

SD-Karte, Gehäuse und Netzteil.<br />

Ausgelöst wurde die Entwicklung<br />

dieses preisgünstigen Rechners durch<br />

die sinkende Anzahl der Informatikstudenten<br />

und durch schlechter werdende<br />

Vorkenntnisse der Informatikstudienanfänger<br />

an der Universität<br />

von Cambridge.<br />

Zum Eperimentieren animieren<br />

Die Professoren vermuteten, dass<br />

Computer meist zu teuer und komplex<br />

sind und Eltern ihren Kindern häufig<br />

verbieten, auf dem Familien-PC zu<br />

experimentieren. Man wollte Jugendlichen<br />

einen günstigen Computer zum<br />

Ausprobieren und Programmieren<br />

geben. Kinder und Jugendliche, die<br />

nicht nur mit fertigen Games spielen,<br />

sondern selbst programmieren, bringen<br />

bessere Voraussetzungen für das<br />

Informatikstudium mit.<br />

Am 5. Mai 2009 wurde im britischen<br />

Caldecote, South Cambridgeshire, die<br />

Raspberry Pi Foundation als Stiftung<br />

und Wohltätigkeitsorganisation gegründet.<br />

Sie entwickelte in zwei Stufen<br />

den heutigen Rechenzwerg.<br />

Sofort nachdem die Verfügbarkeit<br />

einer ersten kleinen Serie angekündigt<br />

war, war das „Himbeertörtchen“<br />

vergriffen. Inzwischen wird es in ausreichenden<br />

Mengen professionell produziert.<br />

Es hat sich eine weltweite<br />

Raspberry-Pi-Gemeinde entwickelt,<br />

die täglich neue Erweiterungs-Hardware,<br />

Software und Anwendungen<br />

entwickelt. Die Netzgemeinde hat<br />

auch sofort ein Forum gegründet:<br />

www.forum-raspberrypi.de.<br />

Kraftzwerg<br />

Auf der Grundfläche einer Kreditkarte bietet der Rasp berry<br />

Pi alles, was einen Computer ausmacht: einen Prozessor,<br />

Speicher, ein Netzwerk, einen Tastaturanschluss und<br />

sogar einen Full-HD-HDMI-Controller. Bis heute wurden<br />

schon fast zwei Millionen Exemplare dieser Mikrorechner<br />

verkauft.<br />

75


Steuern & Vernetzen Rasperry PI<br />

Vernetzt im ganzen Haus<br />

Einer der Raspberry-Pi-Pioniere in<br />

Deutschland ist das Wolfsburger Unternehmen<br />

net4home GmbH. Seit Ende<br />

der 90er-Jahre ist net4home in der<br />

Gebäudetechnik tätig. Das Ziel ist die<br />

übergreifende Vernetzung aller relevanten<br />

Gewerke mittels Gebäude-<br />

Bus-System, deren Visualisierung und<br />

Steuerung. Den Bewohnern<br />

soll ein echter Mehrwert<br />

entstehen.<br />

Die Geschäftsführer sowie<br />

die Mitarbeiter wohnen<br />

und arbeiten selbst bereits<br />

jahrelang in vollautomatisierten<br />

Gebäuden. Sie kennen<br />

daher die aufkommenden<br />

Wünsche sehr gut und<br />

können Kunden viele Anregungen<br />

aus eigenem Erleben<br />

vermitteln. <strong>Der</strong> Raspberry<br />

Pi stellt eine gute Ergänzung<br />

zum firmeneigenen net4home-Gebäudesystem<br />

dar.<br />

<strong>Smart</strong>e Event-Gastronomie<br />

Im kleinen Niedersächsischen Ort<br />

Nordsteimke sollte die Event-Gastronomie<br />

„Ideenherd“ smart gemacht<br />

werden. Das heißt, mit der heute verfügbaren<br />

Technik für mehr Komfort<br />

und weniger Energieverbrauch ausgestattet<br />

werden. Indem die Gäste in die<br />

Steuerung per iPod und iPad eingebunden<br />

werden, sollte sich auch die<br />

Außenwirkung des „Ideenherds“ verbessern.<br />

Mehr Sicherheit durch verschiedene<br />

Alarmierungen war ebenfalls<br />

gewünscht.<br />

Das gesamte Objekt wurde mit dem<br />

net4home-Gebäudesystem realisiert.<br />

Kaum zu glauben: Vor dem<br />

Umbau war der „Ideenherd“<br />

ein Pferdestall.<br />

Das Ziel war es, dem Kunden eine<br />

zentrale Steuerung in die Hand zu<br />

geben. Neben der App n4hRemote<br />

sollte kein weiteres Bedienungselement<br />

zum Einsatz kommen, um Fehlerquellen<br />

durch zu viele Bedienmöglichkeiten<br />

auszuschließen.<br />

Die fünf Fernbedienungen durch<br />

fünf Apps zu ersetzen, die der Nutzer<br />

nacheinander aufrufen muss, wäre<br />

jedoch kein Fortschritt. Daher haben<br />

die Wolfsburger Techniker für die<br />

Multimedia- und Lichtsteuerung den<br />

Standard DMX (Digital MultipleX) genutzt.<br />

Als Schnittstelle zum Raspberry<br />

PI verwendeten sie die DMX-USB-<br />

Pro-Box von EnTec. So ist nun alles<br />

unter einem Dach in einer App und<br />

lässt sich gleichartig bedienen.<br />

Eine Steuerung<br />

für alles<br />

<strong>Der</strong> Raspberry Pi war für<br />

die Umsetzung des Projekts<br />

die ideale Lösung: <strong>Der</strong> Mikrorechner<br />

verfügt über<br />

klassische PC-Schnittstellen.<br />

Das lokale Netzwerk<br />

und die USB-Schnittstellen<br />

eröffnen unendliche Anwendungsmöglichkeiten.<br />

Zusätzlich gibt es aufsteckbare<br />

Platinen beispielsweise<br />

zur Ansteuerung von Z-Wave-Sensoren<br />

und Aktoren oder auch digitale<br />

und analoge Ein- und Ausgänge.<br />

Beim Projekt „Ideenküche“ hat net-<br />

4home die Aufgaben Licht-DMX-<br />

Steuerung, Zeitschaltuhr, GSM (Mobilfunk),<br />

Internet-Wetterzentrale und<br />

Alarmzentrale anstatt mit einem kleinen<br />

Industrierechner mit einem RasPi<br />

gelöst. Das klingt wenig spektakulär,<br />

bietet aber viele Vorteile. Ein intelli-<br />

Einfach wohlfühlen: Das indirekte<br />

RGB-LED-Licht schafft eine<br />

behagliche Atmosphäre.<br />

Ganz schön smart: <strong>Der</strong> Gastraum<br />

im „Ideenherd“ glänzt mit innovativen<br />

Beleuchtungskonzepten.<br />

76


02.2014 // connected-home.de<br />

gentes System wie der RasPi kann sich<br />

selbst konfigurieren, indem es seine<br />

Umgebung abfragt: „Welche Module<br />

sind bei mir angeschlossen?“ Damit<br />

lassen sich nicht parametrierte Module<br />

direkt aus dem Karton auf der Baustelle<br />

verbauen und beim ersten Start<br />

automatisch adressieren.<br />

Da die kleinen Computer in einem<br />

Netzwerk miteinander verbunden<br />

sind, kann man sie mit bekannten und<br />

bewährten Software-Werkzeugen<br />

verwalten. Konfiguration, Wartung<br />

und Fehleranalyse sind aus der Ferne<br />

ohne Anfahrtszeiten des Elektroinstallateurs<br />

möglich. Dienste aus dem<br />

Internet lassen sich bequem nutzen:<br />

zum Beispiel die Wettervorhersage,<br />

um zu erfahren, dass die Pflanzen<br />

heute nicht gegossen werden müssen,<br />

da es wahrscheinlich morgen regnet.<br />

Durch weitere Schnittstellen in<br />

Hard- und Software ergeben sich<br />

noch mehr Vorteile. So gibt es neben<br />

der Kopplung zu DMX Steuerungen<br />

für Husqvarna-Mähroboter, Klima-<br />

Geräte von Guntamatic, Mitsubishi,<br />

Daikin und für viele weitere Geräte.<br />

Angenehme Lichtstimmung<br />

<strong>Der</strong> ehemalige Pferdestall ist dank des<br />

Raspberry Pi heute ein Paradebeispiel<br />

für smarte Vernetzung. Im Einzelnen<br />

RGB-Farbsteuerung für eine nette<br />

Atmosphäre. Im Lager und in den<br />

Kühlräumen gibt es eine Zeitsteuerung<br />

und eine Bewegungserkennung.<br />

Am Haupteingang befindet sich ein<br />

zentraler Aus-Schalter. Panik-Taster<br />

im gesamten Gebäude sorgen überall<br />

für 100 Prozent Licht. Das ist sinnvoll<br />

im Brandfall, aber auch für Reiniraspberry<br />

pi im Detail<br />

1<br />

3<br />

bedeutet das dimmbare Lichtkreise in<br />

allen Räumen für eine angenehmere<br />

Stimmung. Hierzu zählen der Saal,<br />

der Eingangsbereich, der Raum „Ideenherd<br />

2“ und die Terrassen. Die indirekte<br />

Wandbeleuchtung und die Deckenlampen<br />

sind deshalb getrennt<br />

steuerbar. Im Saal sorgen acht Deckenkreise<br />

und ein Wandkreis per<br />

4<br />

2<br />

1 <strong>Der</strong> LAN-Anschluss übertragt maximal 100 Mbit/s. 2 Über die HDMI-Schnittstelle<br />

kann der Raspberry Pi selbst Videos in Full HD (1080p) wiedergeben. 3 An die zwei<br />

USB-2.0-Buchsen lassen sich Tastatur, Festplatten oder externe Schnittstellen wie etwa<br />

für DMX anschließen. 4 Analogausgänge besitzt der Raspberry Pi in Form von FBAS-<br />

Video (gelb) und einer Stereo-Klinkenbuchse (blau).<br />

Beliebter Treffpunkt:<br />

Betreiber<br />

und Gäste fühlen<br />

sich wohl und der<br />

Raspberry PI<br />

sorgt für optimales<br />

Licht.<br />

77


Steuern & Vernetzen Rasperry PI<br />

Passend zum RasPi<br />

gibt es ein aufsteckbares<br />

DMX-Erweiterungsmodul.<br />

78<br />

gungsarbeiten und den<br />

Aufbau vor Events.<br />

Vor und während einer<br />

Veranstaltung können<br />

die Beleuchtung<br />

und die akustische Untermalung<br />

in vorher<br />

konfigurierte Szenarien<br />

übergehen. Dazu werden<br />

die Lichter automatisch<br />

gedimmt und die<br />

Musik auf eine bestimmte Lautstärke eingestellt. Je nach<br />

Tageszeit lassen sich zudem bestimmte Stimmungen erzeugen:<br />

beispielsweise zu Essenszeiten, bei der Vorbereitung<br />

und beim Aufbau. Schaltbare Steckdosen außen und innen<br />

versorgen außerdem zeitgerecht den Weihnachtsbaum und<br />

die Halloween-Kürbisse mit Strom.<br />

Auch die Beamer-Steuerung ist smart. Sobald jemand<br />

den Projektor einschaltet, fährt die entsprechende Leinwand<br />

herunter, die Saalbeleuchtung und die Fensterbeschattung<br />

passen sich an.<br />

Außerdem richtet sich die Außenbeleuchtung des Gebäudes<br />

nach dem Sonnenuntergang. Zugleich schaltet sich<br />

die Innenbeleuchtung in Abhängigkeit von der Tageszeit,<br />

der gewünschten Stimmung und der tatsächlichen Lichtverhältnisse<br />

ein und aus.<br />

Optimales Klima<br />

Um eine angenehme Wohlfühltemperatur zu erreichen und<br />

gleichzeitig Heizenergie zu sparen, sind die Bereiche Eingang,<br />

Saal und die Arbeitszone unabhängig voneinander<br />

regelbar. Dabei berücksichtigt der Raspberry Pi den Zustand<br />

der Fenster und Türen. Selbst das Klima der Kühlräume<br />

und Weinkeller überwacht er.<br />

Bewegungsmelder und Fensterkontakte für Lichtsteuerung<br />

und Klima dienen gleichzeitig als Alarmanlage. Dazu<br />

wird beim Verlassen des Gebäudes angezeigt, ob „alles geschlossen“<br />

ist. Bei Einbruchalarm werden der Wachschutz<br />

und das Management per Wählgerät informiert. Rauchund<br />

Wassermelder sind ebenfalls an das System angeschlossen.<br />

Statt Schlüssel besitzt das Personal Transponder-Karten<br />

für Leser an den Außentüren.<br />

Für die Visualisierung und Bedienung sind mehrere<br />

Apple iPod touchs und iPads vorgesehen. Zusätzlich stehen<br />

Touch-PCs in den Funktionsräumen. Mehrere IP-Kameras<br />

verschaffen dem Personal jederzeit einen guten Überblick,<br />

um sich quasi unsichtbar um das Wohl der Gäste kümmern<br />

zu können.<br />

Heimvernetzung zum Sparpreis<br />

<strong>Der</strong> Raspberry Pi verbraucht nur ca. 3 Watt<br />

Strom. Das entspricht 25 kWh pro Jahr bei<br />

einem 24-Stunden-Betrieb. Berücksichtigt<br />

man den heutigen Strompreis, ergeben<br />

sich Betriebskosten von ca. 5 Euro pro<br />

Jahr. Die Anschaffung des Systems mit<br />

RasPi, Netzteil, Gehäuse und Speicherkarte<br />

kostet ca. 50 Euro. Wer will da noch sagen,<br />

dass Hausvernetzung teuer sei?<br />

Auch dAS kann „RasPi“<br />

Babbage stellt Felix Baumgartners Rekord ein<br />

Engländer sind für ihre spleenigen Ideen bekannt.<br />

Nun hat einer von ihnen, Dave Akerman (http://<br />

www.daveakerman.com/), es mal wieder allen<br />

gezeigt. Sein Teddy Babbage hat den Stratosphären-<br />

Weltrekord von Felix Baumgartner übertrumpft. Per<br />

Ballon stieg das Stofftier bis auf 39 km auf. <strong>Der</strong><br />

Raspberry Pi lieferte während des Fluges Live-Bilder<br />

und Messwerte und sorgte schließlich dafür, dass<br />

Babbage absprang und sicher zur Erde zurückkehrte.<br />

Raspberry Pi schützt Nashörner<br />

Ein englisches Unternehmen nutzt den Raspberry Pi,<br />

um ein Kamerasystem zur Überwachung von Nashörnern<br />

in Kenias Tsavo-Nationalpark zu steuern. Die<br />

Kamera schickt ihre Bilddaten quasi in Echtzeit über<br />

Satellit aus dem Park zum kenianischen Wildlife<br />

Service. Nachts nutzt die Kamera Infrarot-LEDs als<br />

Blitz, um die Tiere nicht zu stören und die Wilderer<br />

nicht auf sie aufmerksam zu machen. <strong>Der</strong> Raspberry<br />

Pi funkt die Kamerabilder an den Wildlife Service im<br />

Nationalpark. Dadurch lässt sich die Wanderung der<br />

Tiere mit nur geringer Verzögerung beobachten und –<br />

wenn notwendig – eingreifen.<br />

Zunächst sollen 100 Kameramodule auf Raspberry-<br />

Pi-Basis eingesetzt werden. Die Herausforderung für<br />

die Entwickler war es, ein robustes Überwachungssystem<br />

zu entwickeln, das sowohl extreme Wetterbedingungen<br />

als auch Tierangriffen standhält.<br />

Viele weitere Ideen wurden schon realisiert. Mehr Info<br />

dazu im Forum unter www.raspberrypi.org.<br />

Eine „nashornfeste“ Outdoor-Kamera, gesteuert mit einem<br />

Raspberry Pi, sendet Live-Bilder an den Wildlife Service.


02.2014 // connected-home.de<br />

Meinung<br />

Kabel<br />

oder<br />

Funk?<br />

Wer in der Vergangenheit ein<br />

smartes Haus haben wollte, hatte<br />

gar keine andere Wahl, als ein<br />

kabelgebundenes Bussystem wie KNX,<br />

LCN, BACNET oder LON einzusetzen. Ohne<br />

Kabel ging es nicht. Auch heute schwört<br />

die Elektroinstallationsgemeinde auf die<br />

solide Kupferverbindung. Die nicht unbegründete<br />

Meinung lautet: „Kabel funktioniert<br />

immer, da gehen keine Signale verloren.“<br />

Funk dagegen ist vielen zu unsicher.<br />

Hier werden offensichtlich Äpfel mit Birnen<br />

verglichen. Ein schlecht geplantes,<br />

nachlässig installiertes und dilettantisch<br />

programmiertes Kabel-KNX-Projekt ist äußerst<br />

unbefriedigend und macht dem Installateur<br />

über Jahre eine Menge Ärger. Ein dagegen<br />

sauber aus gemessenes und konfiguriertes<br />

Funksystem läuft dauerhaft störungsfrei.<br />

Es liegt also nicht an der<br />

Technologie, sondern an der Qualität der<br />

Komponenten, der Planung und der handwerklichen<br />

Ausführung.<br />

In den zurückliegenden Jahren hat sich<br />

die Funktechnologie weltweit viele Freunde<br />

gemacht. Große Konzerne wie SAP, Hotelketten<br />

wie NH und auch mehrere große Fertighaushersteller<br />

setzen beispielsweise auf<br />

den batterielosen EnOcean-Funk. Elektroinstallateure<br />

nehmen diese Entwicklung<br />

nur am Rande wahr. Für die meisten Handwerksbetriebe<br />

ist Funk auch heute immer<br />

noch höchstens ein Lückenfüller. Manchen<br />

dämmert es inzwischen, dass eine Technologie,<br />

die für die Nachrüstung gut geeignet<br />

ist, auch im Neubau so verkehrt nicht sein<br />

kann. Aber soll man deshalb auf die bewährten<br />

Systeme KNX und LCN verzichten?<br />

Wieder alles neu lernen, obwohl die<br />

traditionellen Bussysteme gerade so richtig<br />

beherrscht werden? Also Kabel oder Funk?<br />

Die Realität ist dann doch etwas weniger<br />

schwarzweiß. Neben „entweder oder“ gibt<br />

es auch ein „sowohl als auch“. Aktoren, also<br />

Dimmer und Schalter, benötigen auch bei<br />

Funk 230 Volt und damit ein Kabel, denn es<br />

soll ja etwas geschaltet oder gedimmt werden.<br />

Wenn immer möglich, sollten Aktoren<br />

gut aufgeräumt im Zählerschrank untergebracht<br />

werden. Das liebt nicht nur der Elektriker,<br />

es spart auch Kosten.<br />

Die Sensorik dagegen ist dort montiert,<br />

wo bedient und gemessen wird, nämlich in<br />

den Wohnräumen an den Wänden. Hier ist<br />

Flexibilität gefragt. Lichtschalter 15 Zentimeter<br />

nach rechts gefällig? Raumtemperatursensor<br />

einen Meter verlegen, weil am<br />

alten Platz jetzt ein Schrank stehen soll? Da<br />

ist Funk unschlagbar. Warum also nicht beide<br />

Welten verbinden: Aktorik mit KNX oder<br />

LCN und Sensorik mit Funk. Die entsprechenden<br />

Koppler zwischen beiden Welten,<br />

beispielsweise für EnOcean und KNX, gibt<br />

es inzwischen schon in der dritten Generation<br />

und sogar von mehreren Anbietern.<br />

So lassen sich die Vorteile beider Technologien<br />

beim Neubau und bei der Gebäudesanierung<br />

sinnvoll verbinden. Spätere Erweiterungen<br />

– schließlich soll ein Gebäude<br />

länger als 30 Jahre stehen, bis saniert werden<br />

muss – sind dann ohne viel Aufwand<br />

dank Funk meistens kabellos machbar.<br />

Günther Ohland,<br />

Technik-Journalist, Buchautor und<br />

Erster Vorsitzender der <strong>Smart</strong><strong>Home</strong><br />

Initiative Deutschland e.V., E-Mail:<br />

go@smarthome-deutschland.de<br />

79


steuern & vernetzen Starter-Kit<br />

Die Bedienung des<br />

<strong>Home</strong>Pilot ist auch<br />

über eine kostenlose<br />

App möglich – selbst<br />

von unterwegs.<br />

Von Peter Pernsteiner // Fotos: P. Pernsteiner, Rademacher<br />

Die neue Freiheit<br />

Ein USB-Stick macht’s möglich: <strong>Der</strong> <strong>Home</strong>Pilot von Rademacher steuert jetzt auch<br />

<strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-Komponenten nach dem Z-Wave-Standard. Das bedeutet eine deutlich<br />

größere Produktauswahl. Wir haben die erweiterte Universal-Zentrale ausprobiert.<br />

Die <strong>Home</strong>Pilot-Zentrale von<br />

Rademacher funktionierte<br />

bislang nur auf Basis von<br />

Komponenten des proprietären Rollo-<br />

<strong>Home</strong>Control-Systems. Komfortabel<br />

kann der Besitzer damit seit Längerem<br />

Rohrmotoren für Markisen und Rollläden<br />

automatisieren.<br />

Die Inbetriebnahme ist eine einfache<br />

Angelegenheit: per Netzwerkkabel<br />

am Router anschließen und in eine<br />

der beiden USB-Buchsen den mitgelieferten<br />

434,5-MHz-Funkstick für die<br />

Rollo<strong>Home</strong>Control-Komponenten<br />

einstecken – fertig. Die schick gestylte<br />

Zentrale kann direkt in der Steckdose<br />

platziert werden, lässt sich aber auch<br />

über ein 180 cm langes Netzkabel abgesetzt<br />

betreiben.<br />

Praktisch: Zur Konfiguration ist<br />

keine Computer-Software erforderlich;<br />

ein simpler Browser auf einem<br />

PC, Mac oder Tablet genügt, denn in<br />

der Zentrale ist ein Webserver integriert.<br />

Ihn erreicht man ab Werk unter<br />

der Adresse http://homepilot.local<br />

oder unter seiner lokalen IP-Adresse.<br />

Später kann ein individueller Name<br />

festgelegt werden – im Test beispielsweise<br />

„Connected<strong>Home</strong>“.<br />

Am linken Rand der übersichtlichen<br />

Browser-Bedienoberfläche befinden<br />

sich fünf Touch-Felder für die Grundfunktionen<br />

„Favoriten“, „Geräte“,<br />

„Szenen & Automation“, „Sensoren“<br />

und „Konfiguration“. Unter „Konfiguration“<br />

lassen sich interaktiv Aktoren,<br />

Sensoren, Funktionsgruppen und<br />

Szenen einrichten sowie diverse Einstellungen<br />

vornehmen. Jeder Komponente<br />

kann der Nutzer einen Namen<br />

und eine Beschreibung geben.<br />

Angemeldete Aktoren sind per<br />

Browser im Menü „Geräte“ schaltbar.<br />

Alternativ gibt es eine Gratis-<strong>Smart</strong>-<br />

80


02.2014 // connected-home.de<br />

Die <strong>Home</strong>Pilot-Zentrale<br />

kann entweder per<br />

Stromkabel abgesetzt<br />

betrieben werden oder<br />

wie hier im Bild direkt<br />

in einer Steckdose<br />

platziert werden.<br />

<strong>Home</strong>Pilot braucht keine<br />

spezielle Software, denn<br />

die Bedienung sowie die<br />

Konfigurierung erfolgen<br />

ganz einfach per Webbrowser<br />

und sind sogar<br />

mit einem normalen Laptop<br />

möglich.<br />

Für Einsteiger bietet Rademacher ein<br />

Energiespar-Set, bestehend aus der<br />

Zentrale mit zwei Funksticks, zwei<br />

Heizkörperthermostaten, einem<br />

Tür-/Fensterkontakt und einer Funksteckdose<br />

mit integriertem Z-Wave-<br />

Repeater zur Reichweiten-Erhöhung<br />

in Gebäuden.<br />

In der Grundversion<br />

hat die <strong>Home</strong>Pilot-<br />

Zentrale einen USB-<br />

Funkstick für 434,5<br />

MHz (Rollo<strong>Home</strong>Control-System).<br />

Optional<br />

lässt sie sich über einen<br />

zusätzlichen Funkstick<br />

für den Z-Wave-<br />

Standard bei 868,42<br />

MHz erweitern.<br />

phone/Tablet-App. Sie erlaubt aber<br />

keine Konfiguration, sondern nur die<br />

Bedienung. Im „Szenen & Automationen“-Menü<br />

lassen sich Aktoren mit<br />

Bedingungen wie Sensorparameter<br />

oder Uhrzeit verknüpfen.<br />

Zum Rollo<strong>Home</strong>Control-Sortiment<br />

gehören Funksteckdosen, Gurtwickler,<br />

Rauchmelder, Rohrmotoren,<br />

Steckdosen, Unterputz-Aktoren,<br />

Wandtaster sowie ein vielseitiger Outdoor-Umweltsensor<br />

mit Helligkeitsmesser,<br />

Niederschlagserfassung,<br />

Temperaturfühler, Windmesser und<br />

ebenfalls integriertem Rohrmotor-<br />

Aktor für eine Markise. Einen Bewegungsmelder<br />

gibt es von Rademacher<br />

bisher nicht. Das könnte sich jetzt aber<br />

ändern, denn seit Kurzem lässt sich<br />

die <strong>Home</strong>Pilot-Zentrale mit Aktoren<br />

und Sensoren nach dem Hersteller<br />

übergreifenden Z-Wave-Funkstandard<br />

auf 868,42 MHz betreiben. Hierzu<br />

muss nur der für 125 Euro gelistete<br />

Z-Wave-Stick in den zweiten USB-<br />

Slot der Zentrale gesteckt werden.<br />

Attraktives Energiespar-Set<br />

Wer keine <strong>Home</strong>Pilot-Zentrale hat,<br />

kann im Fachhandel ein gut ausge-<br />

stattetes Energiespar-Set erwerben,<br />

das neben der Zentrale die zwei USB-<br />

Funksticks für Rollo<strong>Home</strong>Control und<br />

Z-Wave beinhaltet. Dazu gibt es zwei<br />

Z-Wave-Heizkörper-Thermostate, einen<br />

-Tür-/Fensterkontakt sowie eine<br />

-Funksteckdose, die sogar als Repeater<br />

zur Reichweitenerhöhung dient.<br />

Dank erweiterter Software ist die<br />

<strong>Home</strong>Pilot-Zentrale jetzt noch flexibler<br />

und komfortabler. So kann der<br />

Nutzer den Heizkörper an bestimmten<br />

Wochentagen zur Morgendämmerung<br />

und/oder Abenddämmerung<br />

verstellen. Dabei lassen sich auch<br />

81


steuern & vernetzen Starter-Kit<br />

Rademacher <strong>Home</strong>Pilot<br />

(mit DuoFern-Stick)<br />

349 Euro<br />

Ausstattung:<br />

Bedienung:<br />

Verarbeitung:<br />

Testurteil: gut<br />

Preis/Leistung: gut<br />

Fazit: Dank Erweiterung auf Z-Wave<br />

ist der Rademacher <strong>Home</strong>Pilot jetzt<br />

wesentlich universeller einsetzbar.<br />

Steckbrief<br />

Hersteller:Rademacher<br />

Produkt: <strong>Home</strong>Pilot Energie-Sparset<br />

Zentrale:<strong>Home</strong>Pilot<br />

Geräteart:<br />

LAN-Gateway für<br />

rollo<strong>Home</strong>-Control-System und Z-Wave<br />

Abm. (BxHxT): 6,5 x 5,4 x 9,6 cm<br />

Schnittstellen: RJ45, 2x USB für Funksticks<br />

App/Software: Web-Interface und App<br />

<strong>Smart</strong>phone-Fernzugang:kostenlos<br />

Funkfrequenzen: 434,5 bzw. 868,42 MHz<br />

Funkstandard:<br />

proprietär<br />

(Rollo<strong>Home</strong>Control) bzw. Z-Wave<br />

Kommunikation: beide Frequenzen<br />

bidirektional<br />

Leistungsaufnahme der Base:<br />

4,6 Watt (durchschnittlich mit beiden USB<br />

Funksticks – entspricht 40,3 kWh pro Jahr)<br />

Preis:<br />

739 Euro<br />

Zubehör im Lieferumfang: <strong>Home</strong>Pilot-<br />

Basis, USB-Funkstick für Rollo<strong>Home</strong>Control-<br />

System, USB-Funkstick für Z-Wave, Funk-<br />

Fenster/Tür-Kontakt, Funk-Steckdose<br />

inklusive Z-Wave-Repeater zur Reichweitenvergrößerung,<br />

zweimal Danfoss-Funk-Heizkörperthermostat<br />

Per <strong>Smart</strong>phone-App lässt sich <strong>Home</strong>Pilot<br />

komfortabel bedienen, aber nicht konfigurieren.<br />

Die Bedienung und<br />

auch die Konfiguration<br />

per Webbrowser<br />

sind gut durchdacht.<br />

Im Redaktionstest<br />

wurden zwei Funksteckdosen<br />

und zwei<br />

Heizkörperthermostate<br />

am System angemeldet.<br />

Für jede Komponente<br />

können individuell<br />

ein Name und eine<br />

Beschreibung festgelegt<br />

werden.<br />

<strong>Der</strong> elegante Z-Wave-Thermostatkopf von Danfoss ist 7,8 cm lang und hat<br />

5,1 cm Durchmesser. Zur lokalen Überprüfung des per Funk vorgegebenen Sollwertes<br />

tippt man einmal kurz auf die Taste unter dem kleinen Display. Daraufhin<br />

wird das Display für zehn Sekunden sichtbar und auch hinterleuchtet.<br />

Offset-Zeiten programmieren – also<br />

beispielsweise 23 Minuten nach Sonnenuntergang.<br />

Zudem kann der Nutzer<br />

festgelegen, wann spätestens geschaltet<br />

werden soll. Die Dämmerungszeiten<br />

errechnet der <strong>Home</strong>Pilot<br />

anhand des individuell<br />

speicherbaren<br />

Postleitzahlenbereichs.<br />

Au f Wu n sch<br />

kann er Feiertage<br />

individuell nach<br />

Bundesland verwenden. Bei Bedarf<br />

handhabt die Zentrale Feiertage wie<br />

Sonntage.<br />

Automatisiert können jetzt auch E-<br />

Mails bei der Auslösung von Szenen<br />

verschickt werden. Hierzu muss der<br />

Nutzer die E-Mail-Adresse und das<br />

Mail-Provider-Passwort via Web-<br />

Interface in der Zentrale speichern.<br />

Zur Konfiguration<br />

des <strong>Home</strong>Pilot genügt ein<br />

simpler Webbrowser<br />

<strong>Der</strong>zeit unterstützt der <strong>Home</strong>Pilot<br />

allerdings nur die Anbieter Google<br />

Mail, web.de und GMX.<br />

So toll alles funktioniert, noch gibt<br />

es eine Schwäche: die Übersichtlichkeit<br />

beim Programmieren von Szenen.<br />

Beispiel Temperatursteuerung:<br />

Die<br />

Wohnung soll an<br />

g e w ü n s c h t e n<br />

Wochentagen zu<br />

festgelegten Uhrzeiten<br />

eine bestimmte<br />

Wärme aufweisen. Wer drei<br />

oder mehr Temperatur-Levels definieren<br />

möchte, braucht für jeden eine eigene<br />

Szene. Zum Überprüfen der<br />

Schaltzeiten muss der Nutzer ständig<br />

zwischen den Szenen hin- und herspringen.<br />

Besser wäre es, wenn alle<br />

Levels in einem gemeinsamen Diagramm<br />

visualisiert würden.<br />

Fazit<br />

<strong>Home</strong>Pilot hat zwar noch<br />

etwas Verbesserungspotenzial,<br />

ist aber bereits jetzt ein sehr<br />

ausgeklügeltes Automatisierungssystem<br />

mit faszinierenden<br />

Möglichkeiten und einer<br />

bequemen Bedienung per<br />

Browser oder App. Dank<br />

Systemerweiterung auf den<br />

Z-Wave-Standard ist diese<br />

Lösung jetzt auch wesentlich<br />

universeller nutzbar. Und<br />

sicherlich bringt der Einsatz<br />

von standardisierten Z-Wave-<br />

Komponenten bald auch<br />

Kostenvorteile, denn aktuell ist<br />

das System von Rademacher<br />

preislich noch eher am oberen<br />

Ende der Skala angesiedelt.<br />

82


02.2014 // connected-home.de<br />

Markt<br />

10 x im Jahr<br />

<strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong> Markt<br />

Egal ob Heizung, Licht, Musiksystem oder Jalousien: Sie alle kommunizieren heute<br />

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Firmenstempel<br />

Nadine Stiegler<br />

WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH<br />

Richard-Reitzner-Allee 2<br />

85540 Haar bei München<br />

Tel.: 089 25556-1125<br />

E-Mail: nstiegler@wekanet.de<br />

Termine<br />

Ausgabe Anzeigenschluss EVT<br />

03/2014 24.01.2014 21.02.2014<br />

04/2024 21.02.2014 21.03.2014<br />

05/2014 26.03.2014 25.04.2014<br />

06/2014 30.04.2014 30.05.2014<br />

07/2014 20.06.2014 18.07.2014<br />

08/2014 14.08.2014 12.09.2014<br />

09/2014 18.09.2014 17.10.2014<br />

10/2014 24.10.2014 21.11.2014<br />

01/2015 21 .1 1 .2014 19.12.2014<br />

Preise<br />

Insertationsgröße<br />

Schaltungsdauer / Preis<br />

1x ab 3x ab 4x<br />

1/4 Seite 1.500 € 1.000 € 700 €<br />

1/3 Seite 1.750 € 1.100 € 850 €<br />

1/2 Seite 2.000 € 1.200 € 1.000 €<br />

1/1 Seite 2.500 € 1.600 € 1.250 €<br />

Formate<br />

Insertationsgröße Satzspiegel<br />

1/4 Seite B 185 mm x H 62 mm<br />

1/3 Seite hoch B 58 mm x H 248 mm<br />

1/2 Seite quer B 185 mm x H 124 mm<br />

1/1 Seite B 185 mm x H 248 mm<br />

Bitte buchen Sie mich verbindlich für folgende Ausgaben:<br />

❑ 03/2014 ❑ 04/2014 ❑ 05/2014 ❑ 06/2014<br />

❑ 07/2014 ❑ 08/2014 ❑ 09/2014 ❑ 10/2014<br />

❑ 01/2015<br />

Im folgenden Format:<br />

❑ 1/4 Seite ❑ 1/3 Seite ❑ 1/2 Seite ❑ 1/1 Seite<br />

Auf Anfrage sind auch gerne mm-Preise<br />

möglich. Eine Marktseite besteht aus drei<br />

Textspalten.<br />

Mindestformat: 1-spaltig, 20 mm.<br />

83


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<strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong> erscheint im Verlag WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH,<br />

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WK 40H0 E02


02.2014 // connected-home.de<br />

Sehen<br />

& Hören<br />

Seite 90<br />

Wand aus Sound<br />

On-Wall-Speaker bringen die<br />

Wände zum Klingen. Das spart<br />

Platz im Zuhause, und trotzdem<br />

kann man überall Musik<br />

genießen. Wir haben vier<br />

Systeme getestet.<br />

Seite 86<br />

Freie Senderwahl<br />

Mit dem Multiroom-Videosystem von<br />

Cen.Sys wird für Filmfans und Vielgucker<br />

ein Traum endlich Wirklichkeit.<br />

85


Sehen & Hören Multiroom-TV-System<br />

Zusammen mit dem Cen.Touchscreen wird<br />

der Cen.Sys-Client zum Fernseher mit Videorekorder<br />

und integrierter Heimsteuerung.<br />

Cen.Sys lässt sich auch<br />

über System-Fernbedienungen<br />

steuern –etwa<br />

mit der Gerätesteuerung<br />

von Bang&Olufsen.<br />

Fernsehen mit<br />

Zimmer-Service<br />

Ein System, das jeden Raum mit Live-Programm, Aufnahmen und Filmkonserven<br />

versorgt, das wär‘s! Das bieten die TV-Server des deutschen Entwicklers Cen.Sys –<br />

auf Wunsch inklusive Heimkino- oder Heimsteuerung.<br />

Von Reinhard Otter<br />

Eine Multiroom-Musikanlage<br />

zu installieren stellt heute kein<br />

echtes Problem mehr dar. Systeme<br />

von Sonos, Raumfeld und anderen<br />

Herstellern lassen sich fast schon<br />

per Plug&Play in Betrieb nehmen.<br />

Nicht zuletzt wegen ihres leicht beherrschbaren<br />

Komforts werden sie<br />

immer beliebter, <strong>CONNECTED</strong><br />

<strong>HOME</strong> berichtet regelmäßig darüber.<br />

Aber Multi-Room-Fernsehen? Ein<br />

zentraler Server, der das TV-Programm<br />

empfängt, aufnimmt, sortiert<br />

und via Netzwerk an Clients überall<br />

dorthin streamt, wo ein Flat-TV steht?<br />

Mit einheitlicher Menüoberfläche,<br />

einfacher Steuerung und maximalem<br />

Komfort? Das hätte was.<br />

Und das gibt es auch. In Deggendorf,<br />

ganz im Osten von Bayern, ist die<br />

Cen.Sys GmbH & Co. KG zu Hause:<br />

nach unserer Kenntnis der einzige<br />

Anbieter in Deutschland, von dem<br />

man echtes Multiroom-Fernsehen erhält.<br />

Cen.Sys lebt Multiroom selbst: In<br />

Deggendorf befinden sich nur die Firmenzentrale<br />

und die Fertigung edler<br />

Gehäuseteile. <strong>Der</strong> Chefentwickler hat<br />

sein Labor am Bodensee, die Netzwerk-<br />

und die Steuerungs-Integration<br />

der Systeme finden teils in Lübeck und<br />

teils bei Heilbronn statt.<br />

Empfang auf vier<br />

bis zwölf Tunern<br />

Ähnlich wie die Unternehmensstruktur<br />

sind auch die Cen.Sys-Produkte<br />

auf hohem Niveau vernetzt. Zu einem<br />

System gehören stets ein Server sowie<br />

einer oder mehrere Clients. Alle Geräte<br />

basieren auf PC-Technik, von der<br />

beim Betrieb aber nichts zu sehen ist.<br />

Die Cen.Server arbeiten mit einem angepassten<br />

Linux-Betriebssystem. Als<br />

Clients dienen Mini-PCs mit einem<br />

Embedded-Windows-7-System, auf<br />

dem die Cen.Sys-Entwickler ihre eigene<br />

TV-Software programmiert haben.<br />

Diese bietet eine übersichtliche<br />

Menüoberfläche für den Einsatz am<br />

TV und auf der Leinwand.<br />

Server gibt es in verschiedenen<br />

Größen. <strong>Der</strong> kompakte Cen.Server<br />

fürs Hi-Fi-Rack mit vier digitalen Kabel-<br />

oder Sat-Empfangsteilen und fünf<br />

2-Tera byte-Festplatten stellt den Einstieg<br />

dar. Daneben gibt es drei Modelle<br />

für den Einbau in 19-Zoll-Racks:<br />

Cen.Server L, XL und XXL. Die Server<br />

unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich<br />

Speichervolumen und der<br />

Anzahl an Tunern: Das größte Modell<br />

kann zwölf Transponder gleichzeitig<br />

empfangen und Sendungen auf 28<br />

4-Terabyte-Fest platten speichern. <strong>Der</strong>en<br />

Kapazität reduziert sich durch die<br />

Datenspeicherung per RAID5-Sicherung<br />

zwar, genug Platz für viele Wochen<br />

Aufnahmen bieten sie dennoch.<br />

86


02.2014 // connected-home.de<br />

1<br />

3<br />

2<br />

4<br />

1 <strong>Der</strong> Programm-Guide zeigt detaillierte Sendungs-Infos und<br />

bezieht das Server-Archiv ein: Blaue Uhrzeiten vor einer Sendung<br />

bedeuten, dass sie schon aufgenommen wurde. Ist die Überschrift<br />

blau, liegt die Aufnahme in HD vor, ein komplett blauer<br />

Text steht für Filme, die von Blu-ray eingespielt wurden. Laufende<br />

Sendungen sind grün, programmierte gelb markiert.<br />

2 Neue Aufnahmen lassen sich ins System importieren. Dafür<br />

verbindet der Cen.Sys-Server die EPG-Infos mit einer großen<br />

Filmdatenbank und holt das Filmcover plus alle weiteren Infos<br />

ins System. Diese Daten kann man um eine Bewertung und<br />

technische Daten wie etwa das Bildformat ergänzen.<br />

3 Neun gleich große oder ein größeres und fünf kleinere<br />

TV- und Videofenster kann Cen.Sys auf dem Flat-TV zeigen.<br />

Neben parallel laufenden Fernsehsendern lassen sich so auch<br />

Bilder von Überwachungs- oder Türkameras anzeigen.<br />

4 Cen.Sys kann auch ein Heimsteuerungssystem von Gira<br />

einbinden. Die Gira-Oberflächen lassen sich dabei über das Cen.<br />

Sys-Menü befehligen. Umgekehrt lassen sich auch die Grundfunktionen<br />

der Cen.Sys-Server und -Clients in Gira-Befehlsfolgen<br />

integrieren und so über Gira-Schalter oder -Panels steuern. So<br />

lässt sich etwa die Musikwiedergabe zentral starten, sobald<br />

jemand das Wohnzimmerlicht einschaltet.<br />

Reicht der Speicherplatz nicht, lässt<br />

sich der Cen.Server XXL mit nochmals<br />

20 4-TByte-Festplatten erweitern.<br />

Die Server kosten zwischen knapp<br />

10.000 und 40.000 Euro, der kleinste<br />

Client ist ab 3.500 Euro zu haben. Den<br />

wahren Wert der Cen.Sys-Komponenten<br />

macht aber vor allem ihre<br />

Software aus – trotz der aufwendigen<br />

Geräte.<br />

Alles fürs TV-Archiv<br />

Als zentralen Bestandteil seines TV-<br />

Netzwerkes bietet Cen.Sys einen detaillierten<br />

elektronischen Progamm-<br />

Guide (EPG), der das Fernsehprogramm<br />

und auf dem Server gespeicherte<br />

Filme berücksichtigt (siehe<br />

oben). Die EPG-Daten stammen aus<br />

der Redaktion von TV-Movie und werden<br />

auf dem Fernseher auch so dargestellt,<br />

wie man das von Progammheften<br />

kennt. <strong>Der</strong> Unterschied: Per<br />

Knopfdruck lässt sich die Schriftgröße<br />

ändern, sodass der EPG auf großen<br />

und kleinen TV-Schirmen ähnlich gut<br />

lesbar ist. Hier lassen sich Sendungen<br />

per Knopfdruck zur Aufnahme progammieren.<br />

Um Dubletten im Archiv<br />

zu vermeiden, markiert der Programm-Guide<br />

alle Filme, Serien und<br />

sonstigen Sendungen farbig, die bereits<br />

auf dem Server lagern. Er unterscheidet<br />

dabei zwischen SD- und HD-<br />

Mitschnitten sowie von einer Blu-ray<br />

Disc kopierten Filmen. Tatsächlich<br />

lassen sich auf dem Server Blu-ray-<br />

Filme archivieren, aber nicht weitergeben.<br />

Ab Werk funktioniert das nur<br />

mit Discs ohne Kopierschutz.<br />

In erster Linie geht es bei Cen.Sys<br />

aber um TV-Mitschnitte, von denen<br />

der Server fast beliebig viele gleichzeitig<br />

anlegen kann, solange die Kapazitäten<br />

der DVB-Empfangskarten und<br />

der Festplatten im Server nicht überfordert<br />

sind. So kann bereits der<br />

kleinste Cen.Sys-Server mit seinen<br />

vier Empfangskarten fünf und mehr<br />

Sendungen gleichzeitig mitschneiden,<br />

sofern einige davon auf demselben<br />

Transponder oder Kabelkanal ausgestrahlt<br />

werden.<br />

Aufnahmen lassen sich einzeln im<br />

EPG anlegen oder als Serien programmieren.<br />

In Vorbereitung für eines der<br />

nächsten Updates sind laut Cen.Sys-<br />

Erfinder Oliver Klitzing auch Daueraufnahmen,<br />

mit denen man in den<br />

großen Servern seine Lieblingssender<br />

jeweils über mehrere Tage hinweg<br />

speichern kann, um deren Programme<br />

dann jederzeit sehen zu können.<br />

Was bislang nicht funktioniert, sind<br />

Auto-Aufnahmen – etwa alle Filme<br />

eines bestimmten Schauspielers.<br />

Mitschnitte landen zunächst in einem<br />

Aufnahmeverzeichnis, wo man<br />

sie anschauen, löschen und bear-<br />

87


Sehen & Hören Multiroom-TV-System<br />

Cen.Server & Station Cen.Server XXL Cen.Mini Cen.Taurus<br />

Das System<br />

fürs HiFi-Rack<br />

TV-MaSChine<br />

mit Daten-Silo<br />

Film-Abspieler<br />

ohne Blu-ray<br />

<strong>Der</strong> Client für<br />

High-End-Fans<br />

<strong>Der</strong> derzeit kleinste Server<br />

(rechts) hat vier DVB-S- oder<br />

-C-Tuner sowie fünf Festplatten<br />

à zwei Terabyte (Preis:<br />

9.900 Euro). Über spezielle<br />

Pay-TV-Kartenleser lassen<br />

sich verschlüsselte HD+-und<br />

Sky-Kanäle empfangen und<br />

frei aufnehmen.<br />

Client mit BD-Player<br />

Die Cen.Station (links) für<br />

3.990 Euro empfängt TV-<br />

Streams vom Server, kann<br />

Blu-ray-Filme abspielen oder<br />

deren Inhalt auf den Server<br />

importieren. Das klappt aber<br />

ab Werk nur mit Blu-ray Discs<br />

ohne Kopierschutz .<br />

Cen.Sys-Server gibt es mit<br />

vier, sechs, acht oder zwölf<br />

Tunern. Letzerer ist der Cen.<br />

Server XXL, der, abgesehen<br />

von seiner riesigen Kapazität<br />

(28-mal 4 TByte), seinen<br />

vielen Tunern und dem Preis<br />

von fast 40.000 Euro, dieselben<br />

Aufgaben erfüllt wie<br />

der Kleinste – nur wesentlich<br />

mehr davon gleichzeitig.<br />

Zusatz-Funktionen<br />

Auf Wunsch lassen sich die<br />

Funktionen der Server mit<br />

Überwachungskameras,<br />

iTunes-Wiedergabe und die<br />

Anbindung an Sonos-Multiroom-Systeme<br />

erweitern.<br />

Für zusätzliche Räume und<br />

die versteckte Montage im<br />

Schrank oder TV-Rack ist der<br />

Cen.Mini-Client (3.490 Euro)<br />

geeignet. Er enthält die gleiche<br />

Technik wie in der Cen-<br />

Station, aber kein Laufwerk.<br />

Vielfältige Steuerung<br />

Die Cen.Sys-Clients werden<br />

über externe Steuerungssysteme<br />

kontrolliert – etwa einen<br />

angeschlossenen RTI-Controller<br />

oder die Systemsteuerung<br />

einer B&O-Audio-Video-<br />

Anlage. Zudem bietet Cen.Sys<br />

eine Schnittstelle für die Anbindung<br />

an Gira-Hausautomationsserver.<br />

Wer seine TV-Technik gern<br />

gut sichtbar zelebriert, der<br />

greift zum Cen.Taurus (6.990<br />

Euro). Technisch ist der mit<br />

der Cen-Station identisch,<br />

doch optisch steht er neben<br />

anderen High-End-Geräten<br />

besonders brillant da – egal<br />

ob von B&O oder Burmester.<br />

Top-Gehäuse-Finish<br />

Das Aluminium-Gehäuse des<br />

Cen.Taurus wird in Kleinstserien<br />

aus vollen 10-Kilogramm-<br />

Blöcken gefräst, von Hand<br />

poliert und mit Klarlack<br />

überzogen. Vorn thront ein<br />

bläulich illuminierter Ein-/<br />

aus-Taster aus Edelstahl.<br />

Eine bequeme Möglichkeit<br />

der Cen.Sys-<br />

Steuerung bietet die<br />

rti-Funkfernbedienung.<br />

<strong>Der</strong>en<br />

Oberfläche und Bedienlogik<br />

sind auch in<br />

Form einer iPhone-<br />

App zu haben.<br />

beiten kann. Sie lassen sich dort mit<br />

wenigen Handgriffen von den Pufferzeiten<br />

vor und nach dem Film sowie<br />

von Werbung befreien. Laut Oliver<br />

Klitzing werden mit Cen.Sys-Servern<br />

allerdings überwiegend Mitschnitte<br />

von Pay-TV-Sendern von Sky angefertigt.<br />

Sky-fähige Kartenleser haben die<br />

Server an Bord.<br />

Im nächsten Schritt lassen sich Aufnahmen<br />

in die dauerhafte Filmsammlung<br />

übernehmen. Dafür ruft die Software<br />

von Cen.Sys alle cineastischen<br />

Daten zu Spielfilmen oder Serien aus<br />

einem großen Online-Verzeichnis ab<br />

und sichert diese mit dem Film auf<br />

dem Server. Dazu zählen auch eine<br />

Inhaltsbeschreibung und das DVD-<br />

Cover des Titels. Weitere Infos lassen<br />

sich manuell hinterlegen, wie etwa eine<br />

Bewertung, das Bildformat (16:9<br />

oder CinemaScope) sowie die Angabe,<br />

ob es sich um einen 3D-Film handelt.<br />

Mit diesen Daten kann der Cen.Sys-<br />

Client bei der Wiedergabe etwa einen<br />

angeschlossenen Beamer und die zugehörige<br />

Leinwand in den richtigen<br />

Betriebsmodus schalten. Für Cinemascope<br />

etwa lassen sich so die Leinwand-Maskierung<br />

oder der Zoomfaktor<br />

des Beamers anpassen.<br />

Das so strukturierte Filmarchiv lagert<br />

zusammen mit den eingespielten<br />

Daten von Film-Discs zentral im Server.<br />

Über jeden Cen.Sys-Client im<br />

Netzwerk kann man in diesem wachsenden<br />

Archiv stöbern und dabei nach<br />

Genres, Schauspielern oder Regisseuren<br />

suchen. Die Filmdaten sind erstklassig<br />

und umfassend – Cen.Sys holt<br />

sie von der Website eines großen Videoanbieters,<br />

der alle Titel listet, die es<br />

auf DVD oder Blu-ray Disc gibt. Andere<br />

Sendungen wie etwa Sportübertragungen,<br />

Shows oder reine TV-Filme<br />

werden zusammen mit den Daten aus<br />

dem Programm-Guide archiviert.<br />

Clients als Film-Player<br />

Die Wiedergabe wird – wie alle anderen<br />

Steuerungsaufgaben – über den<br />

jeweiligen Cen.Sys-Client gestartet<br />

und gesteuert. Jeder Client im Multiroom-TV-Netzwerk<br />

hat ab Werk denselben<br />

Zugriff auf das Archiv. Dabei<br />

tauschen sich die Abrufgeräte über<br />

ihre Aktivitäten aus, und man kann<br />

einen Film im Wohnzimmer anhal ten,<br />

um ihn im Schlafzimmer von der<br />

Stopp-Position aus weiter zu sehen.<br />

Die Steuerungslogik von Cen.Sys<br />

sitzt in den Clients: Hier wird die markante<br />

Bedienoberfläche zusammengestellt,<br />

hier werden logische Verknüpfungen<br />

zwischen Filmen und<br />

88


02.2014 // connected-home.de<br />

Hightech made in Germany<br />

Cen.Sys (www.censys.de) ist ein Unternehmen von<br />

„Überzeugungstätern“. Gründer, Chef und Cen.Sys-Erfinder<br />

Oliver Klitzing aus Deggendorf (unten) entwickelte<br />

2004 die ersten Konzepte für Multiroom-TV-Empfang<br />

und Server-Aufnahmen. Sein Antrieb: „Ich wollte so ein<br />

System und konnte nicht verstehen, warum es das nicht<br />

gibt“. Bislang sind Cen.Sys-Anlagen über eine gute<br />

Handvoll Händler zu haben, die das System auch selbst<br />

vorführen – zum Beispiel beim HiFi-Forum Beiersdorf<br />

(siehe Heft 6/13, Seite 54). Jedes ausgelieferte System<br />

wird passend zur vorhandenen oder geplanten Audio-<br />

Video-Anlage und zu deren Steuerung konfiguriert sowie<br />

von Fachleuten installiert. Nach dem Kauf betreut Cen.<br />

Sys die Kundenanlagen per Fernwartung via Internet.<br />

Die nahtlose Anbindung an Flat-TVs und AV-Anlagen<br />

von Bang & Olufsen brachte auch eine Kooperation ein:<br />

Cen.Sys-Systeme stehen bei immer mehr B&O-Händlern<br />

zur Vorführung bereit. Für Kunden- und Messepräsentationen<br />

sowie Händlerschulungen gibt es auch fertig konfigurierte,<br />

mobile Cen.Sys-Anlagen (unten links).<br />

ihren Genre- oder Schauspieler-Infos<br />

berechnet. Steuern lässt sich das Menü<br />

auf unterschiedliche Weisen. Als<br />

Basis dienen ein am Client angeschlossener<br />

RTI-Controller und eine<br />

zugehörige Infrarot-Fernbedienung.<br />

Beides wird auch häufig für Heimkino-Installationen<br />

eingesetzt.<br />

<strong>Der</strong> RTI-Controller kommuniziert<br />

über eine Treiber-Software mit dem<br />

angeschlossenen Cen.Sys-Client und<br />

kann von diesem auch Befehle entgegennehmen<br />

– etwa bezüglich der Jalousien,<br />

Raumbeleuchtung, Beamer<br />

und der Leinwand, wenn ein Film gestartet,<br />

pausiert oder beendet wird.<br />

Statt der Infrarot-Fernbedienung lässt<br />

sich auch eine RTI-Funksteuerung<br />

oder ein iPhone mit RTI-App einsetzen<br />

(siehe Bild, Seite 88 unten). Beide<br />

werden für Cen.Sys angepasst und<br />

zeigen auch Infos an – etwa das aktuelle<br />

Film-Cover.<br />

Volle Kontrolle am B&O-TV<br />

Daneben lassen sich Cen.Sys-Funktionen<br />

auch über die Systemsteuerung<br />

von Bang&Olufsen-TVs nutzen – di-<br />

rekt über die Fernbedienung des Flat-<br />

TVs. Dafür genügt eine Verbindung<br />

über die PUC-Steuerungsleitung vom<br />

BeoVision-TV zum Cen.Sys-Client,<br />

der Rest ist Software-Konfiguration.<br />

Dann steuert der TV-Zuschauer das<br />

Multiroom-TV-System mit derselben<br />

Fernbedienung wie die B&O-Anlage.<br />


Wer im Wohnzimmer eine B&O-<br />

An lage hat, im Heimkino oder Schlafzimmer<br />

aber auf andere Technik setzt,<br />

der kann die Steuerungssysteme auch<br />

mischen. Da ein Cen.Sys-System ohnehin<br />

inklusive Konfiguration und<br />

Installation verkauft wird, kümmert<br />

sich der Händler in Zusammenarbeit<br />

mit den Cen. Sys-Technikern um die<br />

individuelle Konfiguration.<br />

Sicherheit und mehr<br />

Cen.Sys kann viel mehr als nur TV.<br />

<strong>Der</strong> Server speichert auch Fotosammlungen<br />

und Musik für eine Multiroom-Anlage.<br />

Für die Audio-Ausspielung<br />

setzt Cen.Sys indes auf das bewährte<br />

Sonos-System, das sich auch<br />

in die Steuerung einbinden lässt. Cen.<br />

Sys erfasst auch Videobilder von Webcams<br />

und Türkameras – für den<br />

schnellen Blick vor die Haustür oder<br />

für dauerhafte Überwachungen mit<br />

Videoaufzeichnungen.<br />

Zuletzt bietet das System auch Multi-Screen-Fernsehen.<br />

Auf einem einzelnen<br />

TV-Gerät lassen sich bis zu<br />

neun Programme oder Kamerabilder<br />

parallel anzeigen. Ein netter Nebeneffekt:<br />

So sind bis zu neun SD-Sendungen<br />

in annähernd originalgetreuer<br />

Auflösung auf riesigen UHD-TVs zu<br />

sehen – und zwar zeitgleich.<br />

Fazit<br />

Cen.Sys kann für sich in<br />

Anspruch nehmen, das einzige<br />

echte Multiroom-TV-System<br />

anzubieten. Wer es einmal<br />

erlebt hat, der möchte es nicht<br />

mehr missen. Leider müssen<br />

die meisten von uns zu lange<br />

darauf sparen. Für alle anderen<br />

gilt: viel Vergnügen damit!<br />

89


sehen & hören On-Wall-Lautsprecher<br />

Unser Autor<br />

Stefan Schickedanz testet seit über<br />

25 Jahren Hi-Fi-Boxen. 1999<br />

startete er mit dem Apple AirPort<br />

ins WiFi-Zeitalter. Das führte 2004<br />

zu einem Aufsehen erregenden<br />

Report über mangelnde E-Mail-Sicherheit,<br />

über den er auf Spiegel<br />

Online und in Spiegel TV berichtete.<br />

T-Online besserte daraufhin nach.<br />

90


02.2014 // connected-home.de<br />

Ich höre<br />

was, Was<br />

Du nicht...<br />

Von Stefan Schickedanz<br />

Wer hören, aber nichts sehen will, muss bohren. Dieser Grundsatz gilt auch bei<br />

On-Wall-Lautsprechern. <strong>Der</strong> Vorteil: <strong>Der</strong> Arbeitsaufwand fällt bei diesen unauffälligen<br />

Boxen deutlich kleiner aus als bei Einbaulösungen. Doch wie klingen sie?<br />

Aufgeklopfte Wände, Staub<br />

und Schutt, hohe Handwerkerrechnungen:<br />

Die Vorbehalte<br />

gegen Einbaulautsprecher lassen<br />

viele Ästheten trotz stilistischer Bedenken<br />

zu konventionellen Standoder<br />

Regalboxen greifen. Dabei wissen<br />

viele nicht, dass sie das Beste aus<br />

beiden Welten mit einer Zwitterlösung<br />

vereinen könnten. On-Wall-Lautsprecher<br />

lassen sich mit einer Bohrmaschine<br />

und etwas handwerklichem Geschick<br />

ohne viel Dreck und Mühe an<br />

der Wand oder Decke aufhängen.<br />

Serienhelden<br />

Drei der vier von uns getesteten<br />

Wandlautsprecher stellen Ergänzungen<br />

zu bestehenden Serien dar:<br />

> Die Canton-Boxen gehören zur erfolgreichen<br />

GLE-Serie,<br />

> die von Nubert zur nuVero-Reihe<br />

> und die PSB-On-Walls bereichern<br />

die Imagine-Serie.<br />

Die damit einhergehende Verwandtschaft<br />

bei Chassis und Abstimmung<br />

eröffnet ungeahnte Kombinationsmöglichkeiten<br />

mit Stand- und Regalboxen<br />

der entsprechenden Serien.<br />

Damit eignen sich diese Problemlöser<br />

vorzüglich als Surround-Ergänzung<br />

vorhandener Stereosysteme.<br />

Was die flachen Supermodelle aus<br />

der T-Serie von KEF betrifft, bietet sich<br />

indes nur eine Kombination an – und<br />

zwar die mit einem Subwoofer. Den<br />

gibt es sogar aus derselben Baureihe.<br />

<strong>Der</strong> T-2 ist eine geschlossene Konstruktion,<br />

die vor der Wand kaum auffällt<br />

und mit ihren schwarzen oder<br />

weißen Hochglanz-Oberflächen sehr<br />

schick aussieht.<br />

Grundsätzlich lassen sich auch die<br />

drei anderen Boxen mit Subwoofern<br />

kombinieren. Doch damit würde man<br />

einen Teil der optischen Vorzüge ohne<br />

Not opfern. Abgesehen davon, dass<br />

Subs sich nicht so unauffällig in die<br />

Einrichtung integrieren lassen wie die<br />

Satelliten, reicht deren Gehäusevolumen<br />

in Verbindung mit dem in den<br />

unteren Oktaven verstärkenden<br />

Systeme im Test:<br />

Canton GLE 417 OnWall 570 ¤<br />

KEF T301/T-2 850 ¤<br />

Nubert nuVero 5 1.200 ¤<br />

PSB W1 800 ¤<br />

Gemeinsam abhängen: On-Wall-Boxen wie<br />

die PSB W1 eignen sich bestens zum Anbringen<br />

neben dem Flat-Screen.<br />

91


sehen & hören On-Wall-Lautsprecher<br />

Canton GLE 417 OnWall 570 ¤ KEF T301/T-2 850 ¤<br />

1 Klang:<br />

1<br />

Verarbeitung:<br />

Ausstattung:<br />

Testurteil: sehr gut<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

Fazit: Sehr ausgewogener,<br />

differenzierter Klang, einfaches<br />

Gehäuse mit Top-Chassis<br />

2<br />

Steckbrief<br />

Vertrieb:Canton<br />

Internet:www.canton.de<br />

Abm. (BxHxT): 17 x 52 x 8,5 cm<br />

Gewicht:<br />

3,9 kg<br />

Bauprinzip: 2-Wege Bassreflex<br />

Besonderheiten:Passivmembran<br />

1 Folienfurnier und ein schnörkelloses Gehäuse kennzeichnen<br />

die Canton GLE 417 OnWall. An der Wand aufgehängt, fällt sie<br />

kaum auf. Dennoch ermöglicht die Zwei-Wege-Bassreflexbox mit<br />

ihrer zusätzlichen Passivmembran richtig satte Bässe. Nur Lautstärken<br />

auf Party-Niveau überfordern den Flachbau etwas – das<br />

ist bei dem günstigen Preis aber absolut zu verschmerzen.<br />

2 Steife, leichte Aluminium-Membran mit Wave-Sicke für<br />

langen, gleichmäßigen Hub – damit haben sich Canton-Boxen in<br />

Hi-Fi-Zirkeln einen tollen Ruf erworben. Von den selbst entwickelten<br />

Chassis der Traditionsmarke aus dem Taunusgebirge<br />

profitiert auch die On-Wall-Lösung.<br />

2<br />

Klang:<br />

Verarbeitung:<br />

Ausstattung:<br />

Testurteil: sehr gut<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

Fazit: Kann ohne Subwoofer<br />

sehr laut spielen, aber richtig<br />

rund wird‘s erst mit Bassmodul.<br />

1 Die kleine, flache Engländerin<br />

sollte man klanglich nicht unterschätzen.<br />

Die geschlossene<br />

2,5-Wege-Box produziert zwar<br />

keinen mit einem konventionellen<br />

Lautsprecher vergleichbaren Bass,<br />

sie versucht aber auch nicht, ihn<br />

durch Abstimmtricks vorzugaukeln.<br />

Und sie kann sehr laut spielen,<br />

ohne zu verzerren. Sie klingt<br />

ausgesprochen frisch und recht<br />

differenziert mit feinen, keinesfalls<br />

giftigen Höhen. 2 Mehr Spaß mit<br />

Bass: Wer sich den Subwoofer<br />

spart, versäumt etwas. Mit dem<br />

T-2 (einzeln: 250 Euro) bietet die<br />

T301 vollwertiges Hi-Fi-Vergüngen<br />

bei minimaler Sichtbarkeit.<br />

Steckbrief<br />

Vertrieb:<br />

GP Acoustics<br />

Internet:www.kefaudio.de<br />

Abm. (BxHxT): 60 x 14 x 3,5 cm<br />

(Sub) 38 x 37 x 17,7 cm<br />

Gewicht:<br />

1,5 / 13 kg<br />

Bauprinzip: 2,5-Wege, geschlossen<br />

Besonderheiten:Raumanpassung<br />

Effekt der Rückwand völlig aus, um<br />

auf sich gestellt ein Wohnzimmer ordentlich<br />

zu beschallen.<br />

Selbst die ultraflache KEF-Box – sie<br />

ist dank zwei spezieller, lediglich 2,8<br />

cm tiefer Langhub-Bässen nur 3,5 cm<br />

dick – produzierte einen ausreichenden<br />

Bass. Die Kombination mit einem<br />

Subwoofer ist aber ratsam. Dann stellt<br />

sich wie bei den drei Konkurrenten tadellose<br />

Hi-Fi-Qualität ein. <strong>Der</strong> mit einer<br />

250-Watt-Digitalendstufe aktivierte<br />

T-2 wurde für Wandaufstellung<br />

konstruiert und verfügt über eine<br />

dreistufige Raumanpassung für 0, 6<br />

oder 12 dB Boost bei 40 Hz.<br />

Konstruktionsvielfalt<br />

So ähnlich wie unterm Strich die<br />

klanglichen Ergebnisse waren, so unterschiedlich<br />

gingen die Hersteller bei<br />

der Konstruktion ihrer Lautsprecher<br />

vor. Canton führte vor einigen Jahren<br />

eine sehr ansehnliche Serie für Hausbauer<br />

ein. Zu dieser vielseitigen Pro-<br />

House-Serie zählen neben In-Wallund<br />

In-Ceiling- auch On-Wall-Lautsprecher,<br />

die durch eine besonders<br />

aufwendige Ausführung auffallen.<br />

Doch die Hessen haben mit dem<br />

GLE 417 OnWall auch in ihrer günstigen<br />

GLE-Reihe einen vom Preis her<br />

sehr attraktiven Wandlautsprecher im<br />

Programm. Nicht einmal 600 Euro<br />

kostet ein Paar der in schwarzem oder<br />

weißem Esche-Dekor erhältlichen<br />

Zwei-Wege-Bassreflex-Boxen. Mag<br />

ihr Gehäuse im Vergleich zu den mehr<br />

als doppelt so teuren Mitbewerbern<br />

von Nubert oder PSB auch etwas einfach<br />

erscheinen, fahren sie doch<br />

Chassis-Technik vom Feinsten auf. Im<br />

besonders flachen und unauffälligen<br />

Gehäuse des Zwei-Wege-Bassreflexsystems<br />

sorgen zwei Aluminium-Tief-<br />

Mitteltöner in Verbindung mit einer<br />

Passivmembran für ein sattes Tieftonfundament.<br />

Die Wave-Sicke der<br />

11-cm-Treiber ermöglicht große, lineare<br />

Membranhübe, was ebenfalls der<br />

Tieftonwiedergabe zugutekommt. Die<br />

Hochtonwiedergabe übernimmt eine<br />

2,5-cm-Gewebekalotte – eine Kombination,<br />

die sich auch in vielen konventionellen<br />

Canton-Boxen bestens bewährt<br />

hat.<br />

Die integrierte Wandhalterung hat<br />

Vor- und Nachteile. Sie vereinfacht die<br />

Aufhängung erheblich, doch eignet<br />

sich die gesamte Konstruktion des<br />

Lautsprechers weder für die Deckenmontage<br />

noch für die freie Aufstellung.<br />

Die Hessen haben hier klare<br />

92


02.2014 // connected-home.de<br />

1<br />

2<br />

Nubert nuVero 5 1.200 ¤<br />

Klang:<br />

Verarbeitung:<br />

Ausstattung:<br />

Testurteil: überragend<br />

Preis/Leistung: überragend<br />

Fazit: Schwäbische Solidität<br />

mit hoher Funktionalität, die<br />

ihren Preis hat.<br />

Steckbrief<br />

Vertrieb:Nubert<br />

Internet:www.nubert.de<br />

Abm. (BxHxT): 47 x 20,3 x 15 cm<br />

Gewicht:<br />

9 kg<br />

Bauprinzip: 2-Wege, geschlossen<br />

Besonderh.:Bi-Amping-Klemmen<br />

1 Die nuVero 5 wurde nach dem sogenannten D‘Appolito-<br />

Prinzip konstruiert. Ihr Gewebe-Hochtöner sitzt genau in der<br />

Mitte zwischen den beiden langhubig ausgelegten 15-cm-Tief-<br />

Mitteltönern mit Glasfaser-Sandwich-Membran. 2 Mit ihrem<br />

soliden Haltebügel lässt sich die Nubert-Box stufenlos schwenken<br />

und sogar stehend auf einer Unterlage betreiben. Um den<br />

vielfältigen Aufstellungsmöglichkeiten gerecht zu werden, sorgen<br />

zwei getrennte Schalter für Bass und Höhen für eine optimale<br />

Klanganpassung. Das aufwendig verarbeitete, in vielen modischen<br />

Farben erhältliche Gehäuse macht mit oder ohne Abdeckgitter<br />

eine tolle Figur.<br />

PSB W1 1.600 ¤<br />

Klang:<br />

Verarbeitung:<br />

Ausstattung:<br />

Testurteil: überragend<br />

Preis/Leistung: sehr gut<br />

Fazit: <strong>Der</strong> audiophile Außenseiter<br />

klingt satt und sauber im<br />

Bass und sanft in den Höhen.<br />

Für ein Stereosystem eignet sich<br />

die W1 perfekt – auch auf beiden<br />

Seiten eines Flatscreens angebracht.<br />

Sie lässt sich auch quer mit<br />

den mitgelieferten Standfüßen<br />

betreiben, etwa als hochwertiger<br />

Center-Lautsprecher unter einem<br />

Flat-TV, das auf einem Bord steht.<br />

In diesem Fall empfiehlt sich die<br />

vom Grundprinzip her gleiche W3,<br />

die aber mit größerer Spannweite<br />

zur Integration beider Front-Kanäle<br />

und eines zusätzlichen Center-Kanals<br />

in einem gemeinsamen Alu -<br />

gehäuse aufwartet. In Verbindung<br />

mit dem 1.600 Euro teuren Front-<br />

System eignen sich die W1 perfekt<br />

als Surround-Boxen.<br />

Steckbrief<br />

Vertrieb:PSB<br />

Internet:www.psb-lautsprecher.de<br />

Abm. (BxHxT): 70 x 14 x 8,2 cm<br />

Gewicht:<br />

4,2 kg<br />

Bauprinzip: 2-Wege m. Passivradiator<br />

Besonderheiten: Standfüße<br />

Prioritäten gesetzt und sich auf die<br />

primäre Aufgabe konzentriert, einen<br />

günstigen, leicht zu handhabenden,<br />

unauffälligen und dabei klangstarken<br />

Wandlautsprecher zu bauen.<br />

Freie Aufstellung<br />

Die anderen Testkandidaten proben<br />

den Spagat. Den Boxen liegen Standfüße<br />

für eine freie Aufstellung bei.<br />

Bei den besonders aufwendig verarbeiteten<br />

Nubert-Boxen sind sie bereits<br />

vormontiert. <strong>Der</strong> steife, solide gelagerte<br />

Stahlbügel der nuVero 5 eignet sich<br />

sowohl für die Wand- als auch für die<br />

Deckenmontage und gestattet sogar<br />

die Aufstellung auf einer Unterlage.<br />

Zudem lässt sich die Box in einem weiten<br />

Bereich von rund 180 Grad stufenlos<br />

auf jeden beliebigen Hörplatz anwinkeln.<br />

Wegen ihres großen Einsatz-<br />

bereichs baute der schwäbische Tüftler<br />

Günther Nubert noch einen Kippschalter<br />

zur Bassanpassung ein. <strong>Der</strong><br />

gewährleistet, dass der Tieftonbereich<br />

nicht zu dünn klingt, wenn die geschlossene<br />

Zwei-Wege-Box im frei<br />

stehenden Betrieb ohne die rückseitige<br />

Verstärkung durch die Wand auskommen<br />

muss. Zudem gibt es an der<br />

Rückseite noch einen zweiten Schalter,<br />

mit dem sich die Höhen in drei<br />

Stufen feintunen lassen.<br />

Wem diese raffinierten Regelungen<br />

noch nicht genug Flexibilität bieten,<br />

der kann der Box aus Schwäbisch<br />

Gmünd noch mit dem separat erhältlichen<br />

ATM-5-Modul für 280 Euro auf<br />

die Sprünge helfen. <strong>Der</strong> Einfluss auf<br />

den Bass ist gerade bei freier Aufstellung<br />

beachtlich. <strong>Der</strong> Frequenzgang<br />

läuft dann mit einem geringen Abfall<br />

von nur drei Dezibel bis 55 Hz hinunter,<br />

während ohne das für Experten<br />

gedachte Extra bei 90 Hz Schluss ist.<br />

Höchste Natürlichkeit<br />

Die Marke PSB ist ein Akronym für<br />

Paul & Sue Barton. So heißt die Gründerfamilie<br />

des zur kanadischen Firma<br />

Lenbrook, dem Mutterhaus des bekannten<br />

Elektronikherstellers N.A.D.,<br />

gehörenden Lautsprecherherstellers.<br />

Die audiophil abgestimmten Boxen<br />

von PSB sind bekannt für höchste<br />

Natürlichkeit.<br />

Die Grundpfeiler davon finden sich<br />

auch in der aus einem soliden Aluprofil<br />

gefertigten W1. Die Mitten und<br />

Bässe übernehmen zwei 10 cm durchmessende<br />

Chassis mit Ton-/Keramikverstärktem<br />

Polypropylen-Konus, die<br />

Höhen bedient eine 2,5-cm-Ti-<br />

93


sehen & hören On-Wall-Lautsprecher<br />

Versteckte Lautsprecher<br />

so lassen sich boxen Einbauen.<br />

Wer Lautsprecher perfekt in den Raum integrieren möchte, hat drei Alternativen, die mit unterschiedlichem Aufwand verbunden<br />

sind: Wandeinbau, Deckeneinbau oder einfach aufhängen. Wir haben die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen<br />

Prinzipien miteinander vergleichen. Einen klaren Sieger gibt es nicht, nur ideale Lösungen für bestimmte Zwecke.<br />

In-Wall-Systeme<br />

Ihre Entwickler können wegen der<br />

bekannten Einsatzweise Frequenzgang<br />

und Abstrahlcharakteristik viel<br />

spezifischer abstimmen, als es etwa<br />

bei einer vielseitig verwendbaren<br />

Lautsprecherbox möglich ist. Optisch<br />

fügen sie sich ebenfalls perfekt in<br />

den Raum ein.<br />

Wenn der Aufwand keine Rolle<br />

spielt, die beste Installationslösung.<br />

Liefert oftmals bessere Resultate, als<br />

sie sich mit sperrigen Boxen erzielen<br />

lassen. Vorteile in der Abbildung und<br />

im Bass. Weitgehend unsichtbar.<br />

Sehr hoher Einbauaufwand.<br />

In-Ceiling-Systeme<br />

Viele Haus- und Wohnungsbesitzer<br />

hängen die Decken ab, um beispielsweise<br />

Leuchten zu integrieren. Bei<br />

dieser Gelegenheit lassen sich die<br />

Deckeneinbau-Lautsprecher leicht<br />

mit unterbringen. Das ist zumindest<br />

einfacher als Wandeinbau.<br />

Weniger auffällig geht nicht, als<br />

Boxen in der Decke zu verstecken.<br />

Eine Klangabbildung mit Bühne<br />

oder Ortung auf dem Bildschirm ist<br />

damit nicht möglich. Nur als Hintergrundbeschallung<br />

oder für die<br />

Surround-Kanäle im Heimkino<br />

geeignet. Hoher Einbauaufwand.<br />

On-Wall-Systeme<br />

Aus Sicht von Innenarchitekten<br />

stellen die an der Wand – in manchen<br />

Fällen unter der Decke – aufgehängten<br />

Boxen vielleicht einen Kompromiss<br />

dar. Dafür kann man sie<br />

problemlos anbringen und beim<br />

Auszug wieder abmontieren.<br />

Wer ein paar Löcher bohren<br />

kann, hat keine Probleme mit der<br />

Installation. Ideal für Mietwohnungen,<br />

zudem eine kostengünstige<br />

Lösung. Klanglich kaum Einbußen<br />

gegenüber normalen Lautsprechern.<br />

Von unsichtbar sind die On-Wall-<br />

Boxen noch meilenweit entfernt.<br />

tankalotte mit Ferrofluidkühlung. Die<br />

soliden Anschlussklemmen eignen<br />

sich sowohl für Bananenstecker als<br />

auch fürs Einklemmen konventioneller<br />

Kabel. Hier wird deutlich, dass niemand<br />

befürchten muss, dass Wandlautsprecher,<br />

die eher ein auf Design<br />

achtendes Publikum ansprechen,<br />

konventionellen Hi-Fi-Boxen in der<br />

Technik hinterherhinken.<br />

Vor allem brauchen sich die On-<br />

Wall-Lautsprecher in puncto Klang<br />

nicht zu verstecken. Bereits die besonders<br />

günstige Canton-Box überzeugte<br />

durch ein sehr ausgewogenes Klangbild<br />

mit transparenten Mitten und fein<br />

aufgelösten Obertönen. Am meisten<br />

verblüffte jedoch der für das kleine<br />

Gehäusevolumen sehr satte, saubere<br />

Bass. Wie die anderen Boxen eignete<br />

sich die GLE 417 für alle Musikstile.<br />

Nur in einem Punkt konnte sie nicht<br />

mit den teureren Mitbewerbern mithalten:<br />

Tiefe Bässe bei hohen Pegeln,<br />

etwa bei den Drums am Anfang des<br />

Eagles-Klassikers „Hotel California“,<br />

führten zu Verzerrungen, aber immerhin<br />

nicht zu bleibenden Schäden.<br />

Demgegenüber konnte die extrem<br />

flache KEF tiefe Bässe zwar nicht hörbar<br />

machen, aber klaglos verdauen.<br />

Sie kann ihre wahren Qualitäten erst<br />

mit dem Subwoofer ausspielen – dann<br />

aber richtig. Das Team spielte satt,<br />

spritzig und erzeugte einen großen,<br />

plastischen Raum.<br />

Erstaunlich, mit welcher Autorität<br />

die Nubert aufspielte. Sie wirkte körperhaft,<br />

farbenprächtig und satt im<br />

Bass. Dazu kam eine sehr hohe Klangreinheit,<br />

selbst bei extremen Pegeln.<br />

Das war Hi-Fi ohne Kompromisse.<br />

Auf vergleichbarem Niveau, wenn<br />

auch mit anderen Prioritäten, agierte<br />

die PSB. Sie wirkte geringfügig dunkler,<br />

erdiger als die anderen und hatte<br />

einen besonders trockenen, „schwarzen“<br />

Bass, während die nuVero im<br />

Oberbass weich wirkte. Ingesamt<br />

spielten alle On-Wall-Systeme auf<br />

bemerkenswertem Niveau.<br />

Fazit<br />

Alle vier Boxen lieferten<br />

äußerst natürliche, spritzige<br />

Klangergebnisse. Doch für jene,<br />

die aufs Geld schauen, ist die<br />

kompakte Canton der absolute<br />

Geheimtipp.<br />

94


JETZT IM HANDEL! DAs<br />

NEuE DMAx MAgAZIN.<br />

dmax-magazin.de


Service<br />

Das<br />

Team<br />

Ihre Meinung<br />

IntereSSiert<br />

Sie fragen – wir Antworten<br />

Andreas<br />

Frank<br />

Experte für Medien-<br />

Receiver, <strong>Home</strong>-Server<br />

und Netzwerk-Fragen<br />

Yasmin<br />

Vetterl<br />

TV-Fachfrau und<br />

Spezialistin für Design<br />

und neue Medien<br />

Sie möchten Ihr Zuhause intelligent machen, aber<br />

wissen nicht, wie? Oder Sie würden gern erfahren,<br />

welche Ihrer Geräte miteinander vernetzbar sind?<br />

Fragen Sie uns – wir freuen uns auf Ihre Zuschriften.<br />

Schreiben Sie uns per Post an:<br />

<strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong>, „Leserbriefe“,<br />

Richard-Reitzner-Allee 2, 85540 Haar.<br />

Auch auf dem Kurznachrichtendienst<br />

Twitter kann man uns finden unter<br />

twitter.com/<strong>CONNECTED</strong>_<strong>HOME</strong><br />

Reinhard<br />

Otter<br />

Fachmann für sämtliche<br />

Video-, Netzwerk- und<br />

Online-Themen<br />

Dominik<br />

Drozdowski<br />

Experte für Online-<br />

Trends, Lichtlösungen<br />

und vernetztes Fahren<br />

Frank-Oliver<br />

Grün<br />

Spezialist für smarten<br />

Sound und intelligente<br />

Technik im Bad<br />

Roland<br />

Seibt<br />

Profi für HD-Medien,<br />

TV-Geräte und<br />

Hausautomation<br />

Günther<br />

Ohland<br />

Fachmann für intelligente<br />

und praxisorientierte<br />

Heimvernetzung<br />

markus<br />

wölfel<br />

Ansprechpartner für<br />

Bild-, Netzwerk- und<br />

<strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-Themen<br />

Oder schicken Sie eine E-Mail an<br />

unsere Redaktion:<br />

redaktion@connected-home.de.<br />

DVD-Sammlung auf<br />

Nas digitalisieren<br />

Meine DVD-Sammlung hat über<br />

die Jahre eine beträchtliche<br />

Größe erreicht, sodass ich mich<br />

gezwungen sehe, nach Alternativen<br />

zum DVD-Regal zu suchen.<br />

Was läge also näher, als meine<br />

Sammlung auf mein NAS-Laufwerk<br />

zu speichern und von dort<br />

aus bei Bedarf abzurufen, um sie<br />

dann auf TV, iPad oder anderen<br />

Geräten abzuspielen?<br />

Können Sie mir verraten, wie ich<br />

diese Idee (auf legalem Wege!)<br />

am besten umsetzen könnte?<br />

Oder gibt es eine Art „DVD-<br />

Wechsler“ mit USB- und/oder<br />

LAN-Anschluss, in den ich meine<br />

DVDs „auslagern“ könnte?<br />

<br />

Robert Foerster, Fürth<br />

Das Digitalisieren der Filmsammlung<br />

für die Speicherung auf einem herkömmlichen<br />

Netzwerkspeicher ist leider nur<br />

möglich, wenn man den Kopierschutz<br />

illegal umgeht. Eine legale Möglichkeit<br />

bietet etwa der Medienserver Cinema<br />

One von Kaleidescape, über den wir in<br />

der <strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong> 01/14<br />

berichtet haben. Dabei können DVDund<br />

Blu-ray Discs (aber auch Musik-<br />

CDs) direkt über das Laufwerk auf der<br />

Festplatte gespeichert werden, die etwa<br />

Natürlich haben wir ebenso eine Seite<br />

bei Facebook: www.facebook.com/<br />

connectedhome.magazin<br />

Platz für 600 DVDs bietet. Zumindest<br />

Blu-rays müssen aus rechtlichen Gründen<br />

aber physikalisch im Laufwerk<br />

liegen, auch wenn sie von der Festplatte<br />

abgespielt werden. Deswegen empfiehlt<br />

sich zusätzlich die Anschaffung des<br />

DV700 Disc Vault, in dem bis zu 320<br />

Discs gelagert werden können. Zusammen<br />

kosten die beiden Geräte allerdings<br />

stolze 10.000 Euro, der Medienserver<br />

allein kostet 4.250 Euro.<br />

Die Digitalisierung erfolgt über das<br />

System von Ultraviolet (www.uvvu.<br />

com), das sich in Deutschland in der<br />

Beta-Testphase befindet. Unabhängig von<br />

Kaleidescape können damit gekaufte<br />

Filme oder Serien als digitale Kopien<br />

online gestreamt werden – vorausgesetzt,<br />

sie sind mit einem entsprechenden Code<br />

versehen. Auch ohne Ultraviolet gibt es<br />

ja bereits Digital Copy Codes, mit denen<br />

man sich legale Kopien auch herunterladen<br />

kann, zu vielen Blu-rays und DVDs<br />

dazu.<br />

Reichweite von<br />

<strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-Funk<br />

Ich hatte mir überlegt, mein<br />

Einfamilienhaus (zwei Stockwerke,<br />

158 qm) mit Funk zu<br />

vernetzen, eventuell inklusive<br />

Garten. Jetzt mache ich mir<br />

Sorgen, dass das Funksignal nicht<br />

durch die Wände oder die Decke<br />

96


02.2014 // connected-home.de<br />

Nachgefragt<br />

Welches Gerät?<br />

<strong>Smart</strong>phone oder Tablet: Beide Geräte sind für <strong>Smart</strong> <strong>Home</strong><br />

prädestiniert. Wir haben unsere Leser gefragt, welches Gerät bei<br />

ihnen zu Hause vorhanden ist.<br />

31 % | <strong>Smart</strong>phones<br />

6 % | Tablets<br />

54 % | Beides<br />

Impressum<br />

Redaktion<br />

Herausgeber: Kai Riecke<br />

Bereichsleitung Unterhaltungselektronik<br />

und Chefredaktion: Andreas Stumptner (V.i.S.d.P.)<br />

Leitender Redakteur: Andreas Frank (af)<br />

Redaktion: Dominik Drozdowski (dd), Roland Seibt (rs),<br />

Yasmin Vetterl (yv)<br />

Chef vom Dienst: Thomas Bruer<br />

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Stefan von Gagern,<br />

Karl-Gerhard Haas, Günther Ohland, Reinhard Otter, Peter<br />

Pernsteiner, Christine Schonschek, Jennifer Seelig, Michael<br />

Seemann, Stefan Schickedanz<br />

Projektleiterin: Andrea Socher<br />

Redaktionsassistenz: Gerlinde Drobe (089 25556-1111)<br />

Leitung Layout: Sandra Bauer, Silvia Schmidberger<br />

Layout: Andreas Geyh<br />

Titellayout: Robert Biedermann<br />

Fotografie: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />

So erreichen Sie die Redaktion:<br />

Telefon: 089 25556-1111, Fax: 089 25556-1625,<br />

E-Mail: redaktion@connected-home.de<br />

Anzeigenabteilung<br />

Ihr Kontakt zum Anzeigenteam:<br />

Tel.: 089 25556-1171, Fax: 089 25556-1196<br />

Director Direct Sales: Martin Schmiedel<br />

Anzeigenverkauf: Vedran Budimir,<br />

Tel.: 089 25556-1181, vbudimir@wekanet.de<br />

9 % | weder noch<br />

kommt bzw. die Reichweite nicht<br />

ausreicht, um auch die komplette<br />

Wohnfläche zu vernetzen. Ist<br />

denn Funk in dem Fall überhaupt<br />

sinnvoll?<br />

Herbert Meier, Hamburg<br />

Die meisten drahtlosen <strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-<br />

Funklösungen operieren in einem<br />

Frequenzbereich von 868 MHz. Im<br />

Gegensatz zum Bereich um 2.400 MHz,<br />

auf dem etwa Bluetooth und WLAN<br />

funken, dringen diese Funkwellen schon<br />

einmal besser durch Wände und reichen<br />

weiter. Trotzdem reicht etwa der ZigBee-<br />

Funkstandard je nach Bausubstanz nur<br />

10 bis 75 Meter und Z-Wave ca. 30<br />

Meter weit.<br />

Doch die Hersteller haben für diese<br />

Probleme bereits Abhilfe geschaffen.<br />

Im Fall von ZigBee fungieren einige<br />

der vernetzten Geräte gleichzeitig als<br />

Router und können so im Zusammenspiel<br />

mit der Basisstation ein Netzwerk<br />

bilden und die Befehle weiterleiten.<br />

Ähnlich funktioniert auch das System bei<br />

Z-Wave. Hier gibt es ebenfalls mehrere<br />

Netzwerkknoten, die miteinander und<br />

mit der Zentrale verbunden sind.<br />

Insgesamt kann ein Z-Wave-System<br />

sogar aus bis zu 232 dieser Knoten<br />

bestehen.<br />

Falls jedoch die Reichweite zwischen den<br />

Komponenten zu groß für ein solches<br />

Funknetzwerk sein sollte – beispielsweise<br />

wenn man auch noch die Gartenlaube auf<br />

dem Grundstück mit einbinden möchte –,<br />

sollte man auf ein kabelgebundenes<br />

System wie Powerline oder KNX zurückgreifen<br />

oder auf eine Kombination aus<br />

drahtlos und verkabelt.<br />

Steckdosen selbst<br />

installieren<br />

Ich würde bei mir gern neue<br />

Steckdosen einbauen. Was muss<br />

ich dabei beachten?<br />

<br />

Klaus Haberg, Leipzig<br />

Eigentlich sollte man grundsätzlich bei<br />

Arbeiten am 230-Volt-Netz einen<br />

Elektriker hinzuziehen. Eine Steckdose<br />

oder einen Lichtschalter kann man mit<br />

etwas Geschick aber auch selbst installieren.<br />

Dabei sollte man jedoch immer<br />

darauf achten, dass an der Leitung<br />

garantiert kein Strom fließt. Dafür<br />

müssen Sie zunächst die Sicherung<br />

herausdrehen, an dem die Steckdose<br />

hängt.<br />

Achtung: Stromkreise in Küche und Bad<br />

sind oft an die Flursicherung angeschlossen.<br />

Deswegen sollte man unbedingt die<br />

Spannung prüfen, und zwar mit einem<br />

zweipoligen Spannungsprüfer. Ein Ende<br />

halten Sie an die Strom führende Leitung,<br />

das andere an den Neutral- und<br />

dann an den Schutzleiter.<br />

Direktmarkt/Stellenmarkt:<br />

Nadine Stiegler, Tel.: 089 25556-1125, nstiegler@wekanet.de<br />

Leitung Sales Corporate Publishing & Media Services:<br />

Richard Spitz, Tel.: 089 25556-1108, rspitz@wekanet.de<br />

Head of Digital Sales:<br />

Christian Heger, Tel.: 089 25556-1162, cheger@wekanet.de<br />

Anzeigendisposition: Sylvia Buck,<br />

Tel.: 089 25556-1109, sbuck@wekanet.de<br />

Sonderdrucke: Vedran Budimir,<br />

Tel.: 089 25556-1181, vbudimir@wekanet.de<br />

Anzeigengrundpreise:<br />

Es gilt die Preisliste Nr. 4 vom 1.1.2014<br />

Verlag<br />

Vertrieb: Bettina Huber, Tel.: 089 25556-1491<br />

ISSN: 2196-3444<br />

Vertrieb Handel:<br />

MZV, Moderner Zeitschriftenvertrieb GmbH & Co. KG,<br />

Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim, E-Mail: MZV@mzv.de,<br />

Tel.: 089 31906-0, Fax: 089 31906-113<br />

Leitung Herstellung: Marion Stephan<br />

Technik: JournalMedia GmbH, Richard-Reitzner-Allee 2,<br />

85540 Haar bei München<br />

Druck: Vogel Druck und Medienservice,<br />

Leibnitzstr. 5, 97204 Höchberg<br />

Geschäftsführer:<br />

Kai Riecke, Wolfgang Materna, Werner Mützel<br />

© 2014 WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH<br />

Höhere Gewalt entbindet den Verlag von der Lieferungspflicht,<br />

Ersatzansprüche können nicht anerkannt werden. Alle Rechte<br />

vorbehalten.<br />

© by WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH. Die Zeitschrift und<br />

alle in ihr ent hal tenen Beiträge und Abbildungen sind<br />

urheberrechtlich geschützt. Mit Aus nah me der gesetzlich<br />

zugelassenen Fälle ist eine Verwertung ohne Einwilligung des<br />

Verlags strafbar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und<br />

Bilder übernimmt der Verlag keine Haftung. Ein Anspruch auf<br />

Ausfall honorar, Archivgebühren und dergl. besteht nicht.<br />

Erfüllungsort und Gerichtsstand ist München.<br />

Einzelheftpreis: 6,00 Euro<br />

Jahresabonnement Inland (10 Ausgaben): 57,90 Euro.<br />

Studenten erhalten gegen Vorlage einer Immatrikulationsbescheinigung<br />

einen Nachlass von 10% auf den Abonnementpreis.<br />

Jahresabonnement Schweiz:<br />

sfr 115,80, EU-Ausland: 66,40 Euro.<br />

Weitere Auslandspreise auf Anfrage.<br />

Abovertrieb/Einzelheft-<br />

Nachbestellung & Kundenservice:<br />

Burda Direct GmbH, Postfach 180, 77649 Offenburg,<br />

ein Hubert Burda Media Unternehmen,<br />

Telefon: 0781 6394548; Fax: 0781 6394549<br />

E-Mail: weka@burdadirect.de<br />

Bestell-E-Mail: weka-bestell@burdadirect.de<br />

Anschrift des Verlages<br />

WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH<br />

Richard-Reitzner-Allee 2, 85540 Haar bei München<br />

Telefon: 089 25556-1000, Fax: 089 25556-1199<br />

Alleinige Gesellschafterin der WEKA MEDIA<br />

PUBLISHING GmbH ist die WEKA Holding GmbH & Co.<br />

KG, Kissing, vertreten durch ihre Komplementärin, die<br />

WEKA Holding Beteiligungs-GmbH<br />

97


Service<br />

<strong>Vorschau</strong><br />

Die nächste<br />

Ausgabe erscheint<br />

am 21.02.2014<br />

Musik aus dem Duschkopf,<br />

ein Fernseher im Spiegel<br />

und eine beheizte Toilette:<br />

Die Möglichkeiten für<br />

vernetzte und intelligente<br />

Technik im Badezimmer<br />

sind vielfältig. Wir geben<br />

einen Überblick über die<br />

verschiedenen Produkte<br />

und Tipps für die richtige<br />

Installation.<br />

das bad ist smart<br />

Vernetzte<br />

Lösungen<br />

In der nächsten Ausgabe unterziehen wir gleich mehrere<br />

<strong>Smart</strong>-<strong>Home</strong>-Angebote ausführlichen Tests. Lesen Sie,<br />

welche Lösung für Ihre Vision des smarten Heims die<br />

richtige ist.<br />

98<br />

immer<br />

im blick<br />

Wenn Sie unterwegs nach dem<br />

Rechten in den eigenen vier Wänden<br />

schauen wollen, gibt es zahlreiche<br />

vernetzte Überwachungslösungen<br />

zur Auswahl. Wir werfen einen Blick<br />

auf die allsehenden Augen.<br />

Filme aus<br />

dem netz<br />

Online-Videotheken erfreuen sich<br />

immer größerer Beliebtheit. Erfahren<br />

Sie im nächsten Heft, welche der<br />

Anbieter echte Kassenhits sind.<br />

<strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong><br />

ist Medienpartner von


fest im Würgegriff. Über 40 Prozent<br />

Volkskrankheit<br />

WLAN-Schwäche<br />

Jetzt endlich geheilt!<br />

SCHOCKIERENDE BILDER!<br />

WiFi-Experten schlagen Alarm!<br />

Die WLAN-Schwäche hat Deutschland<br />

rs M. : Ich fiel in ein Empfangsloch!<br />

der Deutschen beklagen sich bereits<br />

über Symptome wie elender Empfang,<br />

Folgen des fatalen Funk-Fehlens zu<br />

unterschätzen! „Es begann bei mir mit<br />

WLAN-Warten und Ladebalken-Lan-<br />

geweile! Forscher warnen davor, die<br />

EZIAL: Aachener Unternehmen erfindet WLAN neu!<br />

dLAN ® 500 WiFi<br />

dem Umzug in eine neue Wohnung“,<br />

ENDLICH:<br />

WLAN IN JEDEM RAUM!<br />

Revolutionär einfach<br />

WLAN überall<br />

Bester Empfang für <strong>Smart</strong>phone und Tablet<br />

WiFi haben sie ein Konzentrat entwickelt, das bei nur<br />

einmaligem Einstecken alle Symptome sofort lindert.<br />

Mehr Infos unter<br />

www.devolo.de/wi-fi<br />

The Network Innovation<br />

Dabei ist nur eine Nebenwirkung bekannt!<br />

Bei allen Probanten stellte<br />

dem E


„Besserer Klang durch Forschung“<br />

DANKE<br />

für Ihre Bestätigung!<br />

Ein Leserpreis zeigt die hohe Wertschätzung unserer Produkte durch diejenigen, für die sie gemacht sind:<br />

Er bestätigt unsere Arbeit für Sie, unsere aktuellen und zukünftigen Kunden.<br />

Jetzt haben Sie, die Leser des Fachmagazins <strong>CONNECTED</strong> <strong>HOME</strong>, bei der Vergabe des Leserpreises<br />

„connecTED Award 2013“ in der Kategorie Multi-Room-Audio<br />

mit großem Vorsprung Bose auf den 1. Platz gewählt.<br />

Wir bedanken uns bei Ihnen für diese besondere Auszeichnung, die für uns<br />

nicht nur Bestätigung, sondern auch Ansporn und Verpflichtung für die Zukunft ist.<br />

Bose GmbH •Max-Planck-Str. 36 • D-61381 Friedrichsdorf • Tel.: (0 61 72) 71 04-0 • Fax: (0 61 72) 71 04-19 • Internet: www.bose.de<br />

Bose Ges.m.b.H. • Wienerbergstr. 7 • A-1100 Wien • Tel.: (01) 6040434-0 • Fax: (01) 6040434-23 • Internet: www.bose.at

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