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HDTV Wunderscheiben (Vorschau)

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Ihr Ratgeber für Audio, Video und Heimkino<br />

83 PLASMA-<br />

UND LCD-TVS<br />

AUF EINEN<br />

BLICK<br />

TRAUTES HEIM<br />

passende Möbel für<br />

Loewe, Pioneer & Co.<br />

WUNDERSCHEIBEN<br />

Messerscharfe Bilder, besserer Klang,<br />

größerer Speicher<br />

HUMAX & PACE<br />

Softwareprobleme bei<br />

Sat-Receivern gelöst?<br />

BLU-RAY DISC<br />

Warum die Herstellung<br />

so knifflig ist<br />

ATTRAKTIVES<br />

HEIMKINO<br />

Philips, Dynaudio und<br />

Onkyo im Expertentest<br />

MEHRWERTSTEUER<br />

Vor dem 1. Januar<br />

kaufen und sparen<br />

LCD von JVC


EDITORIAL<br />

Schöne neue Flachbildwelt<br />

Nein, ich nehme die drei Buchstaben nicht in den<br />

Mund, aber viele Flachbildschirme gab es schon auf<br />

der, Sie wissen schon, in Berlin. Ein kurzer Gang<br />

durch die Halle und jedem wurde klar: Die Röhre ist<br />

am Ende. Ist sie das wirklich? Wie ein kleines gallisches<br />

Dorf stemmen sich Samsung und Philips mit<br />

neuen Röhrenfernsehern gegen die drohende Übermacht<br />

und wie den Comichelden gelingt es ihnen mit<br />

Erfolg, wie unser Vergleich ab Seite 50 zeigt.<br />

Trotzdem geht der Trend hin zum Flachbild. Wer jetzt<br />

noch grübelt, ob er sich ein neues Fernsehgerät zulegen oder doch noch lieber<br />

etwas abwarten soll, ist angehalten die Mehrwertsteuer im Blick zu behalten.<br />

Ab 2007 legt diese um drei Prozentpunkte zu. Wie viel das ausmachen<br />

kann bzw. wie viel Sie jetzt noch sparen können, erfahren Sie ab Seite 73. Die<br />

Produktauswahl ist groß und wird glücklicherweise auch bei den <strong>HDTV</strong>-<br />

Receivern größer. Mit der neuen Set-Top-Box aus dem Hause Homecast<br />

bekommen Humax und Pace Zuwachs. Was der neue <strong>HDTV</strong>-Empfänger auf<br />

dem Kasten hat, lesen Sie ab Seite 68. Apropos Messe: Neben unseren „Sparfüchsen“<br />

stellen wir Ihnen in dieser HD+TV ab Seite 28 auch die Highlights<br />

der Photokina vor, angefangen von Beamern über Digitalkameras bis hin zu<br />

Camcordern. Wie man Aufnahmen z. B. mit Camcordern bearbeiten kann<br />

und in ein hochauflösendes Format wandelt, zeigt unser Testbericht der Software<br />

Final Cut Express HD für Apple-Computer ab Seite 36. Richtig spannend<br />

wird es ab Seite 20: Wer gewinnt den Wettlauf zwischen Blu-ray und<br />

HD-DVD? Wir schauen hinter die Kulissen, nennen Ross und Reiter, welches<br />

Unternehmen welchen Standard wirklich unterstützt und geben einen Ausblick<br />

auf den möglichen Gewinner des Rennens. Bei diesem Wettlauf mischt<br />

auch Microsoft ordentlich mit. Der Software-Konzern ist ordentlich ins<br />

Schlingern geraten und versucht, Boden wieder gut zu machen. Wer wissen<br />

will, was hinter den Türen von Microsoft in Redmond ausgetüftelt wird, sollte<br />

die HD+TV ab Seite 40 aufschlagen. Viel Spaß beim Lesen!<br />

www.hdplustv.de<br />

Die<br />

Website<br />

für das<br />

bessere<br />

Fernsehen<br />

Marc Hankmann<br />

Chefredakteur<br />

www.hdplustv.de


Es werde Licht<br />

Platzhirsch Philips bezaubert mit<br />

Ambilight, doch Neueinsteiger Atec<br />

will den Thron<br />

62 46<br />

Mein Heimkino<br />

So richten sich<br />

unsere Leser ein<br />

88<br />

Neue Referenz<br />

Dynaudio betört mit der<br />

Focus-Linie die Sinne<br />

73<br />

Preiskampf<br />

Umgehen Sie die<br />

Steuererhöhung<br />

IN DIESER AUSGABE<br />

TV DIGITAL FERNSEHEN, Ihr Begleitheft<br />

für digitale Kanäle, ernthällt das<br />

komplette Programm für Anixe HD.<br />

Ab November an allen Bahnhofkiosken<br />

und größeren Verkaufsstellen für<br />

1,95 Euro erhältlich, oder kostenlos im<br />

DIGITAL FERNSEHEN-Abo.<br />

NEUES<br />

06 Ein Jahr <strong>HDTV</strong><br />

07 Newsticker<br />

10 Leserbriefe<br />

12 Interview Toshiba:<br />

SED-Start 2007<br />

16 <strong>HDTV</strong> feiert Geburtstag<br />

20 Blu-ray gegen HD DVD<br />

28 Messe: Photokina<br />

STANDARDS<br />

03 Editorial<br />

13 HD+TV-Abo<br />

19 Premiere-Abo<br />

45 Heftnachbestellung<br />

87 Prämien-Abo<br />

INHALTE<br />

31 Neue Formate<br />

32 Programmhöhepunkte auf<br />

Premiere: Star Wars in HD<br />

34 Videospiele für Xbox 360 im<br />

hochauflösenden Gewand<br />

36 Schnittsoftware<br />

Final Cut Expres HD<br />

39 10 Jahre Discobery<br />

40 Hintergrund: Das Microsoftimperium<br />

im Wandel<br />

46 Heimkinofreund<br />

Jetzt neu in Ihrer<br />

TV DIGITAL FERNSEHEN<br />

004 www.hdplustv.de<br />

Titelbild: Aboutpixel.de, Stockxchng, Constantin Film, Paramount Pictures, Philips, Dynaudio<br />

Inhalt: Aboutpixel.de, Dynaudio, Philips, Panasonic, Toshiba, Samsung, Archiv


Wettstreit zweier Formate<br />

Die Blu-ray Disc und HD DVD wollen das Erbe der DVD<br />

antreten. Alle Fakten zum Kampf des Jahres ab Seite 20<br />

www.hdplustv.de<br />

Die<br />

WISSEN<br />

49 Sony find ich gut!<br />

50 Zurück zum Glück:<br />

Röhre statt Flachbild?<br />

54 Evolution MPEG:<br />

Datensalat im Alltag<br />

58 Schwieriger als gedacht:<br />

Fertigung einer Blu-ray Disc<br />

60 Updates für <strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

KAUFBERATUNG<br />

61 Was bringt die Mehrwertsteuererhöhung?<br />

62 Neue LCDs: Philips vs. Atec<br />

66 Schaubild: Full HD<br />

68 <strong>HDTV</strong>-Receiver von Homecast<br />

70 Audio-Receiver von Onkyo:<br />

günstiges Multitalent<br />

73 Drei-Prozent-Hürde: 2006<br />

kaufen und Steuern sparen<br />

84 Zusammenspiel von TV- und<br />

Möbelherstellern<br />

88 Lautsprechertest: Dynaudio


NEUES<br />

Die Revolution frisst ihre Eltern<br />

Wir Deutsche sind doch irgendwie als Technikmuffel bekannt.<br />

Das Fernsehen dümpelte seit der Einführung der schon guten<br />

alten DVB-Technik in der Mottenkiste der Dinge, die „nun mal<br />

so sind, wie sie sind“. Flimmern wurde durch Kästchen im Bild<br />

abgelöst, Schlieren und Nachzieheffekte nervten die Zuschauer.<br />

Der Siegeszug der flachen Fernseher und die Werbesprüche vieler<br />

Hersteller, die ihre Bildverbesserungsverfahren als Allheilmittel<br />

gegen das Grundrauschen im Pantoffelkino ins Feld führen, änderte<br />

nichts am miserablen Signal der deutschen Fernsehsender<br />

und der beschränkten Datenrate der DVD. Vor einem Jahr dann<br />

die Revolution im Einheitspixelmatsch des Heimkinos: <strong>HDTV</strong>. Als<br />

erster wirklicher HD-Sender startete Premiere, kurz davor stahl<br />

sogar ProSieben mit hochgerechnetem Filmmaterial Georg Kofler<br />

die Show. Nur sechs Monate zuvor erlebte <strong>HDTV</strong> auf der CeBIT<br />

2005 den Aha-Effekt bei den Zuschauern. Bei allen Herstellern<br />

lief auf alten und neuen Displays HD-Material aus Übersee, dass<br />

dem Messebesucher ein erstauntes „Oooh“ entlockte. Ich kann<br />

mich daran noch so genau erinnern, weil es mir ebenso erging. Zu<br />

diesem Zeitpunkt war nahezu überall das gleiche Demomaterial zu<br />

sehen, blühende Pflanzenteppiche und Spinnen in kaum gekannter<br />

Detail-aufnahme. Auf der Funkausstellung 2005 waren HD-Inhalte<br />

noch immer Mangelware. Zur Funkausstellung starteten wir<br />

auch unsere HD+TV, aus Überzeugung, dass diese Technologie die<br />

Fernsehzuschauer noch lange Zeit bewegen wird. Noch weit vor<br />

Start des ersten HD-Senders informierten wir über Technik, Inhalte<br />

und vor allem über die faszinierenden Bilder. Heute gibt der Erfolg<br />

<strong>HDTV</strong> (und unserer Zeitschrift) Recht: Nicht nur Premiere sendet<br />

HD-Programme, sondern mutige Fernsehpioniere wie Anixe HD<br />

prägen der TV-Revolution Ihren persönlichen Stempel auf. Das<br />

ist gut so, bringt es doch einen Innovationsschub für eine ganze<br />

Industrie und dem Zuschauer seit langem mal wieder eine echte<br />

Revolution ins Haus. Deshalb versprechen wir: Unsere Berichte<br />

bleiben an der neuen Technik dran, wir besprechen kritisch sowohl<br />

die Produkte, als auch die Inhalte. Denn <strong>HDTV</strong> soll Ihnen Spaß<br />

machen. Dafür werden wir sorgen. Ob es ihrem alten Röhren-TV<br />

nun passt oder nicht.<br />

Stefan Goedecke<br />

Herausgeber HD+TV<br />

006 www.hdplustv.de


xxx<br />

xxxx CT<br />

Weihnachten ohne Playstation<br />

Im Gegensatz zum Ausland scheint Europa für Sony nur das fünfte Rad am<br />

Wagen darzustellen, denn der Konsolenstart der Playstation 3 verzögert sich<br />

bis mindestens März 2007. Dagegen werden Japan und die USA pünktlich<br />

im November beliefert. Aufgrund von Lieferengpässen der Leseköpfe des<br />

neuen Blu-ray-Laufwerkes musste Sony die angepeilte Liefermenge von zwei<br />

Millionen Stück drastisch kürzen, weshalb eine Veröffentlichung in Europa<br />

zu Gunsten des Auslands zurückgezogen wurde. Käufer, welche bereits<br />

50 Euro in ein Auslieferungszertifikat investierten, können diese Summe<br />

zurückfordern, da Sony gegen den vereinbarten Vertrag verstößt. In Japan<br />

werden die Konsumenten sogar mit einem Schnäppchen bedacht. Die Playstation<br />

3 kostet dort in der kleineren 20 Gigabyte Variante nur 335 Euro und<br />

besitzt sogar einen HDMI-Ausgang. Somit fiel der Preis der Konsole um<br />

gut 20 Prozent. Sony reagiert damit auf die zunehmende schlechte Presse,<br />

welche den Preis der Playstation 3 äußerst negativ bewertete. Zudem will<br />

sich der Konzern gegen die erstarkte Konkurrenz rüsten, schließlich sorgt<br />

Nintendo mit der neuen Konsole Wii für Rekordbestellungen und positive<br />

Resonanz. Die Europäer werden trotz fünfmonatiger Verspätung nicht<br />

von Sonys spendabler Geste profitieren, denn hierzulande kostet die Playstation<br />

3 weiterhin 499 Euro oder gar 599 Euro, falls die kleinere Variante<br />

nicht geliefert werden sollte. Hoffentlich behält Sony den HDMI-Ausgang<br />

in beiden Modellen bei, um den Käufern Probleme mit HDCP zu ersparen.<br />

Einzig über HDMI ist über das Jahr 2010 hinaus die reibungslose Wiedergabe<br />

von Filmen gewährleistet. CT<br />

ewsticker<br />

Bilder: Apple, Sony<br />

Apple startet Filmportal<br />

Mit iTunes 7 hat Apple eine Erweiterung der beliebten<br />

Musik-Jukebox vorgenommen. Neben<br />

neuen Features wie Album- und Cover-Flow-<br />

Ansicht für Musik werden nun auch TV-Serien<br />

und Spielfilme angeboten. Der iTunes-Store vertreibt<br />

in den USA über 75 Spielfilme von Walt<br />

Disney, Pixar, Touchstone Pictures und Miramax<br />

Films, die man ab dem Tag ihrer DVD-Veröffentlichung<br />

sowohl kaufen als auch herunterladen<br />

und dann auf dem Computer oder iPod wiedergeben<br />

kann. Im Angebot des Stores sind u. a.<br />

Filme wie „Pirates of the Carribbean: The Curse<br />

of the Black Pearl“, „Shakespeare in Love“, „The<br />

Shakespeare in Love als iTune<br />

Princess Diaries“, „Toy Story“, „The Incredibles“<br />

oder „The Rock“. Alle Videos aus dem iTunes-Store haben laut Anbieter mit einer Auflösung von<br />

640 × 480 nahezu DVD-Qualität – eine viermal höhere Auflösung als bisher. Allerdings sind die<br />

TV-Serien und Spielfilme nur in den USA erhältlich. Die Verfügbarkeit der Videoclips ist von<br />

Land zu Land unterschiedlich. Der iTunes-Store ist im iTunes 7 für Mac und Windows enthalten<br />

und kann ab sofort kostenlos heruntergeladen werden. Demnächst soll der iTV-Player von Apple<br />

auf den Markt kommen, mit dem Filme dann auch auf dem Flachbildfernseher geschaut werden<br />

können. Der Name iTV sei zunächst ein Arbeitstitel. Die Set-Top-Box fürs Fernsehgerät könnte<br />

drahtlos Filme auf den Fernseher streamen, kündigte Apple an. Die Box wird einem Mini Mac<br />

ähneln und mit HDMI-Schnittstelle, USB, Ethernet und optischem Audioausgang versehen sein.<br />

Mittels einer Apple Remote Fernbedienung könne das Gerät gesteuert werden. Der iTV soll im<br />

ersten Quartal 2007 auf den Markt kommen und für 299 Dollar erhältlich sein. AN<br />

Neues | HD+TV | 6.2006 007


Die Niederlande im Blu-ray-Fieber<br />

Nachdem Philips erst mit einem Jahr Verzögerung den passenden <strong>HDTV</strong>-<br />

Receiver für den TV-Empfang via Satellit auf den Markt brachte, verzichten<br />

die Niederländer auch auf einen raschen Einstieg ins Blu-ray-Geschäft. Der<br />

Philips-Player BDP 9000 wird erst im nächsten Jahr für zirka 999 Euro auf<br />

den Markt kommen. Die technischen Daten lassen aber schon einmal aufhorchen:<br />

Der Player soll Bilder in voller 1 080p-Qualität ausgeben und voraussichtlich<br />

HDMI 1.3 unterstützen. Wir üben uns in Geduld. CT<br />

HDV für die Hosentasche<br />

Canon bringt mit dem HDV-Camcorder eine Videokamera auf den<br />

Markt, die zum einen winzig klein ist und zum anderen wahrhaft große<br />

Bilder leisten kann. Das Drei-Chip-Modell ist perfekt für den Einstieg in<br />

die HD-Welt. Der HV-10 bietet ein zehnfaches Zoomobjektiv und eine<br />

Auflösung von 1 920 × 1 080 Pixeln. Der aus der Kamerareihe des Herstellers<br />

adaptierte CMOS-Sensor bietet dabei überzeugende Bildqualität<br />

und gestochen scharfe Bilder. Zusammen mit dem „Highspeed Autofocus“<br />

und dem 2,7-Zoll-Breitbildmonitor entgeht einem nur schwer<br />

etwas vor der Linse. Die Kamera ist ab sofort für 1 399 Euro im Handel erhältlich.<br />

Wenn Sie die passende Schnittsoftware dazu suchen, dann werfen Sie einen Blick auf<br />

unseren Test der Software Final Cut Express HD von Apple, welchen Sie ab Seite 36<br />

in diesem Heft finden. MG<br />

Kirk & Co. in <strong>HDTV</strong><br />

Die unendlichen Weiten erstrahlen demnächst in völlig neuer, hochauflösender<br />

Pracht. Wie Paramount offiziell bestätigte, wird die<br />

originale Star-Trek-Serie (TOS) nach und nach einer kompletten<br />

Überarbeitung unterzogen. Die 79 Folgen erhalten moderne Spezialeffekte<br />

und einen digitalen Stereosoundtrack. In den USA veröffentlicht<br />

CBS Domestic Televisions die remasterte Version zum 40.<br />

Geburtstag der Enterprise-Abenteuer. Dazu wurden die Episoden<br />

unter anderem in ein HD-Format konvertiert. Die Veränderungen<br />

betreffen in erster Linie die Außenansicht der Raumschiffe sowie<br />

Szenen auf außerirdischen Planeten. Im Vorspann erleben die Fans<br />

jetzt eine neu aufgenommene Orchestervariante der Originalmusik.<br />

William Shatners Eröffnungsmonolog „Space, the final frontier …“<br />

bleibt in digitaler Form erhalten. Vorerst werden Kirk und seine Crew nur im US-Fernsehen<br />

zu sehen sein, langfristig aber sicherlich auch auf Blu-ray oder HD-DVD erscheinen. Es ist zu<br />

erwarten, dass nicht alle die bearbeiteten Folgen begrüßen, doch Vulkanier Spock würde die<br />

Modernisierung durchaus logisch finden, wenn nicht sogar faszinierend. MA<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Canon, JVC, Philips<br />

008 www.hdplustv.de


Geheimakte JVC<br />

Es gab auf der IFA nur selten wirklich Revolutionäres<br />

und wenn, dann einzig hinter verschlossenen Türen.<br />

Am JVC-Stand verbarg sich eines dieser Geheimverstecke,<br />

in denen die Prototypen für das kommende<br />

Jahr präsentiert wurden. Wie immer galt absolutes<br />

Filmverbot und auch unsere Worte müssen wir leider<br />

mit Bedacht wählen, denn die Weitergabe vieler Informationen<br />

wurde strengstens untersagt. Zwei der JVC-<br />

Highlights dürfen wir Ihnen dennoch vorstellen: Zum<br />

einen den neuen D-ILA-Projektor, der seinem großen<br />

Bruder der JVC-Professional-Abteilung zum Verwechseln<br />

ähnlich sieht. In der letzten Ausgabe hatten wir<br />

den 17 000 Euro teuren Projektor getestet und waren<br />

durchweg begeistert. Das aktuelle kompaktere Modell<br />

von JVC Consumer bietet ebenfalls die fantastische<br />

Verarbeitung, die volle HD-Auflösung und sogar eine<br />

gleichwertige Optik. Der Projektor akzeptiert Bildsignale<br />

bis 1 080p und soll Kontrastraten bis 10 000:1<br />

erreichen. Da der Preis unter 7 000 Euro liegen wird,<br />

sollten alle Kinoliebhaber bereits zu sparen beginnen,<br />

denn so günstig gab es eine gleichwertige Bildqualität<br />

noch nie.<br />

Ganz ohne Konkurrenz ist der neue JVC-Projektor<br />

jedoch nicht, denn Sony bringt mit dem VPL-VW50<br />

ebenfalls einen Full-HD-Projektor mit ähnlicher Technik<br />

und vergleichbaren Leistungsdaten. Wir sind gespannt,<br />

welches Gerät am Ende den Testsieg davontragen<br />

kann.<br />

Winzig und dennoch leistungsstark: Der neue JVC-Festplatten-<br />

Camcorder nimmt Bilder mit der vollen HD-Auflösung auf, ein<br />

Novum<br />

Exklusive Aufnahme<br />

HD-Material ist im Alltag immer noch Mangelware,<br />

weshalb JVC mit dem neuen HD-Festplatten-Camcorder<br />

eine günstige Alternative für alle Hobbyfilmer anbietet.<br />

Das Besondere am JVC Everio ist, neben seinen<br />

kompakten Maßen, die Auflösung. Statt der bisher genutzten<br />

1 440 × 1 080 Bildpunkte filmt der Camcorder<br />

die volle HD-Auflösung von 1 920 × 1 080 Pixel. Somit<br />

nutzen Sie Ihren neuen Full-HD-Fernseher gekonnt<br />

aus und verschenken kein Detail. Der Everio erscheint,<br />

wie auch JVCs neuer Projektor, in der ersten Jahreshälfte<br />

2007.<br />

Und sonst?<br />

Im Tresorraum von JVC gaben gleich mehrere Neuheiten<br />

ihr Stelldichein. Alle Produkte sind dabei mit<br />

großer Liebe auf den Heimkinogebrauch entwickelt<br />

und zudem äußerst ansprechend gestaltet worden. Mit<br />

diesen Produkten präsentiert sich JVC komplett runderneuert<br />

und spätestens im kommenden Jahr wird<br />

auch die Konkurrenz aufhorchen – wir genießen bis<br />

dahin die Vorfreude. CT<br />

ewsticker<br />

Der neue JVC D-ILA New offeriert<br />

hochauflösende helle Bilder zum<br />

Sparpreis. Im Frühjahr 2007 beginnt<br />

die schöne neue Kinowelt<br />

Neues | HD+TV | 6.2006 009


Postkasten<br />

Passt 1.1 auf 1.3?<br />

Meine Frage bezieht sich auf die digitale<br />

Übertragung der neuen High-Definition-Medien.<br />

Einerseits wird geschrieben,<br />

dass HDMI 1.3 benötigt wird, um die vollständige<br />

Datenrate von Blu-ray Disc und<br />

HD DVDs empfangen zu können. Andererseits<br />

zeigt man einen Blu-ray-Spieler mit<br />

HDMI-1.1-Verbindung zum LCD-Fernseher.<br />

Was soll man jetzt nun glauben? Dabei<br />

spreche ich nur von den Bilddaten. Ich besitze<br />

einen LCD-Fernseher mit 1 366 × 768<br />

Pixel und wollte mir die neue Playstation 3<br />

kaufen. Sie besitzt die neue Verbindung 1.3,<br />

mein LCD aber nicht. Was ist notwendig,<br />

um die HD-Medien in bester Qualität zu<br />

sehen.<br />

RENE DITTRICH<br />

HDMI 1.3 wird ausschließlich zur Übertragung<br />

der neuen Tonformate sowie zukünftiger<br />

Bildformate genutzt. <strong>HDTV</strong>, wie es<br />

Premiere oder künftig auch die Playstation 3<br />

mit Blu-ray sowie Toshibas HD DVD zeigt,<br />

ist natürlich über HDMI 1.1 übertragbar – in<br />

voller Qualität. Wenn es Ihnen also nicht um<br />

die neuen Tonformate geht (hier auf passende<br />

Player und Audio-Receiver sowie Datenträger<br />

zu warten, wird im Moment eh eine<br />

langfristige Angelegenheit), dann können Sie<br />

alle beschriebenen Geräte kaufen, ohne auf<br />

Probleme zu stoßen. HDMI 1.3 ist vollständig<br />

abwärtskompatibel zu HDMI 1.1.<br />

Im Breitbild-Format<br />

Ich habe seit einiger Zeit beobachtet, dass<br />

die meisten Programme ihre Sendungen<br />

im Breitbild-Format übertragen. Vorher<br />

waren bei meinem Samsung-Plasma-Gerät<br />

(102 Zentimeter) diese Sendungen über<br />

die Einstellung „automatisch breit“ auf<br />

dem ganzen Bildschirm zu sehen. Wieso<br />

wurden hier Änderungen vorgenommen?<br />

Wurde dies von Ihnen auch schon festgestellt?<br />

DIETER HILLMANN<br />

Dies haben Sie richtig beobachtet. Der<br />

Hintergrund: Viele Zuschauer haben ihren<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver per HDMI an ihren Plasma<br />

oder LCD angeschlossen. Die Mehrzahl der<br />

Fernseher erlaubte jedoch keine Änderung<br />

des Bildformats am HDMI-Eingang. Die<br />

Möglichkeit, die Einstellung „automatisch<br />

breit“ einzustellen, hatten viele am HDMI-<br />

Eingang somit nicht, weshalb das Bild nie auf<br />

die volle Breite des Bildschirms vergrößert<br />

werden konnte. Die Sender haben nun reagiert<br />

und senden alle 16 : 9-Sendungen mit<br />

einer Erkennung, wodurch sämtliche Fernseher<br />

automatisch den richtigen Bildmodus<br />

wählen. Die theoretisch bessere Bildqualität<br />

von HDMI 1.3 spielt aktuell kaum eine Rolle,<br />

da es noch keine Displays gibt, die diese Version<br />

verwenden. Das vorhanden Potenzial<br />

kommt erst mit den neuen Geräten voll zur<br />

Entfaltung.<br />

Receiver wird ignoriert<br />

Ich habe einen Panasonic TH42-PV60E<br />

und einen Humax PR-HD1000 in Betrieb<br />

genommen und bin begeistert. Einziger<br />

Wermutstropfen: Wenn ich den Panasonic-<br />

Fernseher einschalte, wobei der Humax-<br />

Receiver bereits gestartet ist, erkennt der<br />

TH42-PV60E die Set-Top-Box nicht. Er will<br />

auf den internen TV-Tuner zugreifen, den<br />

ich logischerweise gar nicht an eine Antenne<br />

angeschlossen habe, und greift deshalb<br />

auf einen Scart-Eingang zu. Ich muss also<br />

immer die HDMI-Quelle extra anwählen,<br />

obwohl ich im Menü des Fernsehers die<br />

Option „HDMI-An“ eingestellt habe.<br />

HEINZ HELLER<br />

Wie Sie schreiben, erkennt der Panasonic<br />

den Humax nur dann nicht automatisch am<br />

HDMI-Eingang, wenn der Humax bereits<br />

angeschalten wurde. Da bei HDMI verschiedene<br />

Versionen (1.1, 1.2, 1.2a) existieren,<br />

kann es unter Umständen zu Schwierigkeiten<br />

kommen. Es ist nicht auszuschließen,<br />

dass bei den beiden Geräten unterschiedliche<br />

Versionen zum Einsatz kommen. Ebenfalls<br />

möglich: Eine Störung durch ein fehlerhaftes<br />

oder schlechtes HDMI-Kabel. Wir habe<br />

Ihre Anfrage an die Hersteller weitergeleitet,<br />

da wir das Problem an eigenen Geräten nicht<br />

verifizieren konnten. Gleiches raten wir Ihnen.<br />

Kein Empfang mehr<br />

Ich habe vor zwei Jahren einen Receiver<br />

gekauft und HD 1 angesehen. Ich bekam<br />

eine Karte, welche mir bis 31. Dezember<br />

2010 den Empfang zusicherte. Dies hat<br />

auch geklappt, bis der Sender zum 31. Dezember<br />

2005 auf Astra 23,5 Grad wechselte.<br />

Jetzt habe ich meine Antenne umgebaut<br />

und empfange auf Astra 23,5 Grad<br />

allerdings nur HD 5. HD 1 ist verschlüsselt.<br />

HD 2 nicht vorhanden. Man könnte meinen,<br />

den Sender gibt es nicht. Was kann<br />

ich tun, um den Sender zu empfangen?<br />

LOTHAR HARTMANN<br />

Im Grunde dürfte sich an Ihren Voraussetzungen<br />

HD 1 zu empfangen nichts geändert<br />

haben. Es ist jedoch möglich, dass Ihr Receiver<br />

mehr Zeit benötigt, um das Freischaltsignal<br />

der Sender zu empfangen. Daher raten<br />

wir Ihnen, das Programm nicht nur kurzfristig,<br />

sondern länger einzuschalten. Dies dürf-<br />

010 www.hdplustv.de


te in der Regel für die Freischaltung genügen.<br />

Sofern dies keinen Erfolg bringt, sollten<br />

Sie sich direkt an den Betreiber Euro 1080<br />

wenden. Sie finden ihn im Internet unter<br />

www.euro1080.tv.<br />

Adaptersuche<br />

Ich habe mir einen <strong>HDTV</strong>-Receiver bestellt<br />

und festgestellt, dass ich für die Verbindung<br />

zu meinem Fernseher einen HDMI/<br />

DVI-Adapter benötige. Im Handel habe ich<br />

DVI-I- und DVI-D-Adapter gefunden. Wo<br />

liegt der Unterschied?<br />

STEFAN NITSCHMANN<br />

Das I in DVI-I steht für den englischen Begriff<br />

„integrated“, also die Übertragung der<br />

Daten analog und digital. DVI-D kann indes<br />

nur digitale Informationen weiterleiten.<br />

Zudem existiert noch DVI-A, welches nur<br />

analog funktioniert und dementsprechend<br />

selten ist. Im Normalfall dürften DVI-D-<br />

Adapter etwas preiswerter ausfallen.<br />

<strong>HDTV</strong> über Antenne?<br />

Mein LCD-Fernseher von Sharp besitzt einen<br />

eingebauten DVB-T-Tuner. Jetzt musste<br />

ich lesen, dass ich für den Empfang von<br />

<strong>HDTV</strong> noch einen zusätzlichen Receiver<br />

brauche. Warum werden die HD-Programme<br />

nicht auch über DVB-T versendet?<br />

NORBERT KRÄMER<br />

Bei der Übertragung von <strong>HDTV</strong>-Programmen<br />

via DVB-T würde sich die Anzahl der<br />

Sender pro Kanal radikal reduzieren. Wo<br />

derzeit noch vier digitale Kanäle in guter<br />

PAL-Qualität Platz finden, wären es in einer<br />

MPEG-2-Kodierung lediglich noch einer.<br />

Die MPEG-4-Kompression macht immerhin<br />

zwei möglich. Zudem befindet sich das<br />

digitale Antennenfernsehen weiterhin im<br />

Aufbau. Erst 2010 soll es flächendeckend<br />

eingeführt sein. In zahlreichen Regionen<br />

können aktuell auch nur die Programme<br />

der öffentlich-rechtlichen Sender empfangen<br />

werden. Das Interesse der privaten Anbieter<br />

beschränkt sich auf die großen Ballungsgebiete.<br />

Allerdings könnte die Situation durch<br />

die Weiterentwicklung auf DVB-T2 deutlich<br />

besser werden. Dabei würde Ihnen der eingebaute<br />

Receiver jedoch kaum weiterhelfen,<br />

da dieser Standard hier nicht implementiert<br />

ist. An einem Sat- oder Kabelanschluss für<br />

<strong>HDTV</strong> führt derzeit kein Weg vorbei.<br />

Unvermeidliche Spuren<br />

Sie raten „Symbole wie Fernsehlogos …<br />

nicht zu lange auf dem Bildschirm anzuzeigen.“<br />

Ich meine, dass man die lästigen<br />

Senderlogos gar nicht ausblenden kann,<br />

womit ein Einbrenneffekt ja gar nicht zu<br />

vermeiden wäre. Ich bitte um Aufklärung.<br />

PETER WEHRLI<br />

Die einzige Möglichkeit die besteht, ist z. B.<br />

bei Sendungen im 4 : 3-Format den „Auto-<br />

Zoom“ oder „14 : 9-Zoom“ zu betätigen.<br />

Hierbei schneidet der Fernseher ein paar<br />

Bildzeilen oben und unten ab, wodurch die<br />

Logos entfallen. Bei Fußballübertragungen<br />

ist dies natürlich wenig sinnvoll, aber man<br />

sollte jede Chance nutzen, um keine statischen<br />

Bildinhalte anzuzeigen. Es sollte aber<br />

Service im Netz<br />

Datenbank<br />

Seit kurzem bieten wir einen Online-Service, der Ihnen bei der Suche nach einem<br />

neuen Projektor oder TV-Gerät helfen soll. Unter www.hdplustv.de/hdliste finden<br />

Sie eine Datenbank, in welche die Hersteller ihre Produkte eintragen können. Diese<br />

Liste wird ständig durch die Unternehmen und unsere Redaktion auf dem aktuellsten<br />

Stand gehalten. Haben die Geräte bereits ein Testergebnis durch unser<br />

Magazin erhalten, erfahren Sie das Ergebnis ebenfalls in der Auflistung. Zudem<br />

können die Produktdetails auf einer Seite angezeigt und ausgedruckt werden.<br />

Fehlerteufel<br />

In der Marktübersicht der letzten Ausgabe haben wir dem Loewe Modus L42 lediglich<br />

eine Auflösung von 1 024 × 768 Pixel eingeräumt. Stattdessen kann das Gerät<br />

1 024 × 1 024 Bildpunkte darstellen.<br />

Brandstelle<br />

In der letzten Ausgabe haben wir uns intensiv mit dem Thema Einbrennen beschäftigt.<br />

So intensiv, dass uns bei der Überschrift des Artikels auf S. 48 eine kleine<br />

Unstimmigkeit entging. Natürlich muss es „Gebrandmarkt“ heißen.<br />

Ihre Wünsche, Fragen und Kritik schicken Sie an:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Lauchstädter Straße 20, 04229 Leipzig<br />

oder einfach per elektronischer Post an leserbriefe@hdplustv.de<br />

keine Panik ausbrechen, wenn trotzdem solche<br />

Elemente im Bild sind. Jeder Plasma zeigt<br />

Einbrenneffekte, denn oftmals gibt es keinerlei<br />

Möglichkeit, statische Bildinhalte zu vermeiden<br />

– ob diese immer störend ins Auge<br />

fallen, ist aber auch Ansichtssache.<br />

Alternative Rückprojektion<br />

Da LCD- oder Plasma-TVs für mich zu teuer<br />

sind, überlege ich ein Rückprojektions-TV<br />

zu kaufen. Worauf muss ich achten?<br />

ALEXANDER KLEIBER<br />

Bei einem Rückprojektionsfernseher müssen<br />

Sie beachten, ein Gerät mit HDMI-Eingang<br />

und „HD ready“-Siegel zu kaufen. Bislang<br />

finden Sie in diesem Segment DLP-Rückprojektionsfernseher<br />

und HD-ILA-Fernseher.<br />

Diese kosten zwischen 1 800 und 5 000 Euro<br />

bei Größen von 42 bis 65 Zoll. Dabei müssen<br />

Sie bedenken, dass Sie alle 7 000 Stunden<br />

eine Lampe ersetzen müssen, die dann noch<br />

einmal mit rund 400 Euro zu Buche schlägt.<br />

Rückprojektions-Fernseher bieten viel Bildqualität<br />

für wenig Euro. Noch günstiger<br />

kommen Sie nur noch mit einem Projektor<br />

ans Ziel.


Die Zukunft des Fernsehens<br />

Auf der diesjährigen IFA wurden wir zum wiederholten Male Zeuge, wie eine Technologie<br />

die bisherigen Flachbildschirme überlistete: SED. Toshibas und Canons Neuentwicklung<br />

heimste ein weiteres Mal den Preis für das beste Bild der Messe ein. Doch es ist still geworden<br />

um die vielversprechende Technik. So still, dass es bereits ernsthafte Zweifel an der Veröffentlichung<br />

von SED gibt. Wir hakten nach und befragten den Produktmanager Toshibas,<br />

Sascha Lange, über den Aufbruch in ein neues Fernsehzeitalter.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

SED steht für die Abkürzung „Surface-Conduction-Electron-Emitter-Display“<br />

– was verbirgt sich hinter diesem<br />

sperrigen Begriff?<br />

Der Begriff fasst kurz die Arbeitsweise von SED zusammen.<br />

Elektronen werden abgefeuert (Electron Emitter),<br />

treffen auf die Displayoberfläche und bringen dort ein<br />

Phosphor zum Leuchten (Surface-Conduction).<br />

In Deutschland verbinden viele Menschen die drei Buchstaben<br />

mit einer gesellschaftlich schwierigen Zeit. Werden<br />

Sie im deutschen Markt auf die Nennung der drei<br />

Buchstaben verzichten?<br />

Diese Problematik ist uns bewusst. Vor der Markteinführung<br />

werden wir dieses Thema ganz sicher noch sehr<br />

ausführlich besprechen. Die Abkürzung SED war eine<br />

weltweite Entscheidung von Canon und Toshiba. Wir<br />

müssen auch ins Kalkül ziehen, ob es sinnvoll ist, eine<br />

Technologie nur in Deutschland anders zu benennen.<br />

Welche Vorteile besitzt SED gegenüber LCDs und<br />

Plasmas?<br />

SED ist in einigen Bereichen besser als LCD und Plasma:<br />

Die Farbreproduktion ist am natürlichsten, der<br />

Schwarzwert und damit der Kontrast am besten. Auch<br />

die Reaktionszeit ist am schnellsten, womit das Potenzial<br />

für eine absolut einwandfreie Bewegungsdarstellung<br />

gegeben ist. Zudem ist der Stromverbrauch deutlich<br />

geringer als bei LCD und Plasma. Insgesamt kann man<br />

also sagen, dass SED in Bildqualität und Stromverbrauch<br />

neue Maßstäbe setzt.<br />

Welche Auflösungen sind mit SED möglich? Spielt die<br />

Bildgröße dabei eine Rolle?<br />

Das erste SED-Produkt wird mit einer Auflösung von<br />

1 920 × 1 080 Bildpunkten auf den Markt kommen.<br />

Theoretisch werden auch höhere Auflösungen möglich<br />

sein, falls diese in Zukunft gebraucht werden sollten.<br />

Die Bildschirmgröße spielt dabei immer eine Rolle, weil<br />

eine kleinere Bildschirmgröße immer bedeutet, dass das<br />

einzelne Subpixel kleiner werden muss. Grundsätzlich<br />

ist die Miniaturisierung von Subpixeln aufgrund der<br />

Produktionsweise von SED einfacher als bei Plasma.<br />

012 www.hdplustv.de


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Heftes) bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig, per Post oder Fax gekündigt habe. Maßgeblich ist der Tag der Absendung (Poststempel genügt).<br />

Bitte beachten Sie: Die Auslieferung des Schnupperabos erfolgt erst nach Zahlungseingang.<br />

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Lauchstädter Straße 20<br />

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Mir ist bekannt, dass ich innerhalb von 2 Wochen nach Bestellung ohne Begründung bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Lauchstädter Str. 20,<br />

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Die Tendenz wird aber in Richtung kleinerer Diagonalen<br />

gehen, denn wir möchten SED schließlich auch<br />

im Massenmarkt durchsetzen. Dass wir deutlich größere<br />

Bildschirme produzieren, ist zwar denkbar, halte<br />

ich aber nicht für realistisch. Toshiba hatte noch nie<br />

die Strategie, sich an einem Wettstreit um das größte<br />

Display zu beteiligen. Wir beschränken uns lieber auf<br />

Größen, mit denen der Verbraucher auch noch etwas<br />

anfangen kann.<br />

Sascha Lange, Produktmanager bei Toshiba Europa, setzt große<br />

Hoffnungen in SED<br />

Daher sind theoretisch auch hohe Auflösungen für kleinere<br />

Bildschirmdiagonalen möglich.<br />

SED wurde bislang regelmäßig verschoben. Wann können<br />

wir mit einem ersten käuflichen Fernseher rechnen?<br />

SED wurde zunächst für 2006 angekündigt und hat sich<br />

auf 2007 verschoben. Die Entwicklung fundamental<br />

neuer Technologien enthält eine ganze Reihe Unbekannter.<br />

Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass sich neue<br />

Technologien verzögern. Ein Jahr ist da ehrlich gesagt<br />

noch ein ganz positiver Wert. Nun ist die Panelproduktion<br />

für Juli 2007 geplant. Wann wir dann in Europa<br />

auch Fernseher mit SED-Panel kaufen können, ist noch<br />

nicht entschieden.<br />

Welche Bildgrößen strebt Toshiba mit dieser Technologie<br />

an?<br />

Das erste SED-Panel wird in 55 Zoll gefertigt werden.<br />

Weitere Größen sind derzeit noch nicht entschieden.<br />

Läuft Toshiba bei der Veröffentlichung von SED nicht<br />

Gefahr, die Leistung der eigenen LCDs zu untergraben?<br />

Sicher wird SED auch die Leistung der eigenen LCD-<br />

Fernseher übersteigen. Man darf aber nicht vergessen,<br />

dass das erste Modell einen sehr großen Bildschirm<br />

von 55 Zoll haben wird. Bis SED in großen Stückzahlen<br />

auch für haushaltsübliche Bildschirmgrößen verfügbar<br />

ist, wird noch einige Zeit vergehen. Unsere LCD-Fernseher<br />

sind also weiterhin eine gute Option für den Konsumenten.<br />

Wer sich heute einen Fernseher zulegt, kauft<br />

LCD und der nächste wird dann ein SED.<br />

Wie wirtschaftlich arbeitet SED?<br />

Zur Lebensdauer können wir derzeit noch keine gesicherten<br />

Angaben machen, weil die Langzeittests noch<br />

nicht abgeschlossen sind. Der Stromverbrauch hängt<br />

von der Bildschirmgröße und den gezeigten Bildinhalten<br />

ab. Grundsätzlich kann man sagen, dass SED etwa<br />

ein Drittel von Plasma und zwei Drittel von LCD verbraucht.<br />

Werden Plasma- und LCD-Hersteller umschwenken?<br />

Das Interesse anderer Firmen während der IFA war riesig.<br />

Wie hier unsere Strategie aussehen wird, steht noch<br />

nicht fest.<br />

Es gibt nicht wenige Leser, die auf SED bereits mehrere<br />

Monate gewartet haben. Lohnt sich eine weitere<br />

Wartezeit auf die Produkteinführung im kommenden<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Toshiba<br />

Live dabei<br />

Da die SED-Vorführung nur mit limitierten Eintrittskarten<br />

möglich war, wollen wir Ihnen unsere<br />

Eindrücke der Präsentation schildern. Im<br />

Gegensatz zum letzten Jahr, wurde der SED-<br />

Fernseher nicht mehr im Vergleich zu LCDs<br />

und Plasmas, sondern einzeln vorgeführt. Die<br />

anfänglichen Bedenken, die Qualität könnte<br />

abgenommen haben, wurden aber bereits in<br />

den ersten Sekunden widerlegt. Der Schwarzwert<br />

von SED ist gigantisch. Das Schwarz des<br />

Bildschirmes ist absolut null und Sie sehen in<br />

den dunkelsten Flächen kein Nachleuchten. Die<br />

Schattierungen und farblichen Abstufungen<br />

sind sehr viel feiner, als es mit LCD- und Plasmafernsehern<br />

bislang möglich erscheint. Zudem ist<br />

der Kontrast schier unendlich, denn die Leuchtkraft<br />

von SED ist hoch. So erhellte der Mond die<br />

Szenerie in kühlem Licht, während der vordere<br />

Flusslauf und das angrenzende Bauwerk sanft<br />

in der Nacht verschwanden. Ebenfalls beeindruckend<br />

zeigten sich die Reaktionszeiten. So paddelten<br />

die Boote in hoher Geschwindigkeit aber<br />

jederzeit scharf am Auge des Betrachters vorbei<br />

und selbst bei Bewegungen blieben alle Details<br />

bestehen.<br />

Wir könnten hier noch Stunden damit verbringen,<br />

Ihnen die Vorzüge von SED näher zu<br />

bringen, aber wir möchten es kurz machen:<br />

Toshibas SED-Fernseher ist immer noch wie vor<br />

einem Jahr der Quantensprung in der Bildqualität.<br />

Wird ein hochwertiges <strong>HDTV</strong>-Material zugespielt,<br />

so scheinen Sie durch ein Fenster zu<br />

blicken. Wir hatten nach kurzer Zeit den Fernseher<br />

völlig vergessen und schauten gebannt auf<br />

die Natur des Bildes. Keine andere Technologie<br />

lässt derzeit die Grenzen zwischen Aufnahme<br />

und Wirklichkeit so gekonnt zerfließen.<br />

In Anbetracht der Ankündigung, den angedachten<br />

Preis von 9 000 Euro für den 55-Zoller<br />

bis zum Erscheinungstermin massiv nach unten<br />

zu schrauben, können wir nur hoffen, dass SED<br />

wirklich Mitte nächsten Jahres erscheint. Ein<br />

tägliches Nachtgebet dürfte bis dahin nicht<br />

schaden.<br />

014 www.hdplustv.de


Vor internationaler Presse schlug sich<br />

Sascha Lange auf der diesjährigen IFA<br />

wacker, doch die kritischen Fragen<br />

der Journalisten nehmen zu – wann<br />

kommt SED?<br />

Jahr oder empfehlen Sie für den <strong>HDTV</strong>-Einstand einen<br />

bereits käuflich erhältlichen LCD oder Plasma?<br />

Wenn jemand einen High-End-55-Zoll-Fernseher kaufen<br />

möchte und noch etwas Zeit hat, dann lohnt sich<br />

das Warten. Ansonsten, wie vorher schon erwähnt, sollte<br />

ein guter LCD jetzt die erste Wahl sein. SED ist dann für<br />

den nächsten Fernseher eine Option.<br />

Die Röhrenfernseher bieten selbst heute noch eine<br />

beeindruckende Bildqualität. Denken Sie, SED wird die<br />

wahre Nachfolge der Röhre antreten?<br />

Das denke ich. SED bringt alle Vorteile der Bildröhre<br />

mit, aber die Nachteile der Bildröhre – wie Probleme<br />

mit Linearität, Geometrie oder Konvergenz – sind bei<br />

SED kein Thema mehr. Somit ist SED nicht nur in<br />

Sachen Bautiefe der Bildröhre einen Schritt voraus. Ein<br />

echter Bildröhren-Nachfolger sollte in allen Dimensionen<br />

besser sein und das ist nur SED.<br />

LCD-Fernseher weisen die höchsten Umsatzraten auf.<br />

Siegt am Ende vielleicht nicht die beste Technologie,<br />

sondern die wirtschaftlich attraktivste?<br />

Das wirtschaftlich attraktivste muss nicht immer am<br />

günstigsten sein. SED wird sicherlich einen gewissen,<br />

aber fairen Aufpreis zu LCD beinhalten. Aus der Marktforschung<br />

wissen wir, dass eine nicht unwesentliche<br />

Zahl von Flachbildkäufern durchaus bereit ist, einen<br />

Aufpreis für gute Bildqualität zu zahlen. Das sind SED-<br />

Kunden. Es wird natürlich auch Verbraucher geben, die<br />

lieber etwas weniger zahlen und dafür zum Kompromiss<br />

bereit sind. Das sind dann die Kunden von LCD.<br />

Beides wird also gut nebeneinander existieren können.<br />

In Sachen Wirtschaftlichkeit darf man auch nicht den<br />

geringen Stromverbrauch vergessen, der die Folgekosten<br />

von SED niedrig hält.<br />

Die Preise von LCDs und Plasmas sinken von Monat zu<br />

Monat. Wird SED zum Start preislich konkurrenzfähig<br />

sein?<br />

Das ist unser Ziel. Konkurrenzfähig bedeutet allerdings<br />

nicht preisgleich. Es bedeutet, dass der Mehrpreis für<br />

das deutlich bessere Paket ein gerechtfertigter Aufpreis<br />

sein soll.<br />

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Ein Jahr HD(+)TV<br />

Eigentlich ist es ja traurig, wenn zur Geburtstagsfeier nicht alle kommen, die gemeinhin zu<br />

den Großen in der TV-Branche gezählt werden. So scharen sich um die Torte nur eine Hand<br />

voll Privatsender, die dem hochauflösenden Fernsehen zum Einjährigen gratulieren und die<br />

Korken knallen lassen. HD+TV ist mit dabei.<br />

VON MARC HANKMANN<br />

016 www.hdplustv.de


Neben den Pionieren von Euro1080<br />

können sich ProSiebenSat.1, Premiere<br />

und Anixe ein Stück vom<br />

Geburtstagskuchen schmecken lassen. Der<br />

Satellitenbetreiber Astra schenkt noch etwas<br />

Champagner nach und der eine oder andere<br />

Kabelnetzinhaber schaut auch vorbei. Von<br />

ARD und ZDF fehlt jede Spur.<br />

Die anwesenden Gratulanten werden sich<br />

noch an die Kopfscherzen nach den Partys<br />

zum <strong>HDTV</strong>-Start erinnern. Doch drehen<br />

wir das Rad der Zeit noch ein wenig weiter<br />

zurück. Deutschland schaut noch auf kleine<br />

4 : 3–Fernseher, da kündigt Premiere die<br />

hochauflösende TV-Zukunft an und selbst<br />

ARD und ZDF bewegten sich mit ihrem Ja<br />

zur 16 : 9–Ausstrahlung der Fußball-WM in<br />

Richtung besseres Fernsehen. Die Internationale<br />

Funkausstellung erstaunte ihre Besucher<br />

mit LCDs und Plasmas, die weitaus schärfere<br />

und detailreichere Bilder zeigten, als sie bisher<br />

bekannt waren.<br />

Für besseres Fernsehen<br />

Passend zur Funkausstellung konnte der geneigte<br />

Leser zum ersten Mal in der HD+TV<br />

blättern. Dort erfuhr er alles über das bessere<br />

Fernsehen, den Start von <strong>HDTV</strong>, welcher das<br />

Heimkino-Erlebnis in eine neue Dimension<br />

führte.<br />

Neben ausführlichen Tests und Hintergrundberichten<br />

informierten wir auch über<br />

die Pläne von Premiere. Der Pay-TV-Sender<br />

visierte den November 2005 als Start seines<br />

HD-Angebots an. Die Preise ließen aber<br />

schon im Vorfeld aufhorchen. Das bessere<br />

Fernsehen schien auch gleichzeitig das teurere<br />

Fernsehen zu werden.<br />

Doch neben dem Unterföhringer Bezahlsender<br />

tat sich insbesondere die ProSiebenSat.1-<br />

Gruppe in Sachen hochauflösende TV-Bilder<br />

hervor. In der Testphase strahlten ProSieben<br />

und Sat.1 erste Filme wie „Men in Black 2“,<br />

„Spiderman“ oder den eigenproduzierten<br />

Zweiteiler „Die Nibelungen“ in HD-Bildern<br />

aus. Die Vorzeichen sahen also gut aus, doch<br />

es sollte alles anders kommen.<br />

Zunächst ließ ProSiebenSat.1 auf der Funkausstellung<br />

in Berlin die Bombe platzen. Sat.1<br />

HD und ProSieben HD sollten im Oktober<br />

2005 während der Medientage München,<br />

dem führenden Fachkongress der TV-Branche,<br />

über Satellit mit der Ausstrahlung beginnen,<br />

noch vor dem angekündigten Start<br />

von Premiere.<br />

„HD ready“ und die Boxen<br />

Der Boom der Flachbildfernseher setzte<br />

bereits vor der IFA 2005 ein. Der alte Röhrenfernseher<br />

musste in immer mehr Wohnzimmern<br />

den Platz für seinen flachen Nachfolger<br />

räumen. Damit der Verbraucher auch<br />

sicher sein konnte, ein zukunftsfähiges Gerät<br />

zu kaufen, wurde Anfang 2005 das „HD ready“-Logo<br />

eingeführt, das nur der Flat-Screen<br />

bekam, der auch die geforderten technischen<br />

Spezifikationen einhalten konnte.<br />

Die Hardware-Frage auf der Fernseherseite<br />

war also gelöst, doch das Problem waren<br />

die Empfangsboxen. Die erste Generation<br />

an <strong>HDTV</strong>-Receivern arbeitete noch mit dem<br />

Komprimierungsverfahren MPEG-2, dass<br />

mit dem Start von ProSieben und Sat.1 HD<br />

durch MPEG-4 abgelöst wurde. Die MPEG-<br />

2-Boxen waren also ungeeignet. Doch die<br />

ersten MPEG-4-Receiver ließen lange auf<br />

sich warten.<br />

Zähneknirschend musste Premiere den Start<br />

seines <strong>HDTV</strong>-Angebots auf Dezember 2005<br />

verschieben. Die Ursache lag in den Chips<br />

für die Set-Top-Boxen, die nicht rechtzeitig<br />

zur Verfügung standen. So drückten bei den<br />

Medientagen in München Bayerns Landesvater<br />

Edmund Stoiber, Guillaume de Posh,<br />

Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1<br />

AG und Wolf-Dieter Ring, Präsident der<br />

Bayerischen Landeszentrale für neue Medien,<br />

auf den roten Knopf, doch bis auf die Besucher<br />

des Kongresses konnte niemand den<br />

<strong>HDTV</strong>-Start in Deutschland miterleben.<br />

Schwere Geburt im Kabel<br />

Erst im Januar 2006 gelang es Pace, die erste<br />

MPEG-4-Box für den Sat-Empfang in großen<br />

Stückzahlen auszuliefern. In 2005 wurden<br />

lediglich rund 4 000 Modelle des Typs<br />

DS 810KP an den Handel ausgegeben.<br />

HD+TV übte sich zu dieser Zeit in Aufklärungsarbeit<br />

und lies die Leser hinter die<br />

LED-Technologie schauen oder warf den<br />

Blick in die Zukunft und verglich Blu-ray<br />

mit HD DVD. Zudem konnten die HD+TV-<br />

Leser dank der beigefügten DVD von Ottonia<br />

auf ihrem Rechner hochauflösende Bilder<br />

bestaunen.<br />

In der zweiten Ausgabe stellten wir auch<br />

schon den zweiten <strong>HDTV</strong>-Receiver, den<br />

PR-HD1000 von Humax, vor. Somit waren<br />

wenigstens die Satellitenzuschauer versorgt.<br />

Indes mussten sich Kabelhaushalte, die ebenfalls<br />

die neue <strong>HDTV</strong>-Welt sehen wollten, in<br />

Geduld üben.<br />

Die Netzbetreiber standen gehörig unter<br />

Druck, wollten sie doch ihr Versprechen einlösen<br />

und die Fußball-WM in <strong>HDTV</strong> zeigen.<br />

Letztendlich gelang es gerade noch rechtzeitig,<br />

die Technik in den Kabelkopfstationen<br />

für das hochauflösende Fernsehen fit zu machen.<br />

Im Mai 2006 präsentierte Humax passend<br />

den ersten HD-Kabelreceiver.<br />

Angebot wird größer<br />

Mit dem Start des hochauflösenden Fernsehens<br />

im Kabel scheint der Knoten geplatzt.<br />

Im Mai stößt Anixe HD zur <strong>HDTV</strong>-Familie<br />

dazu. Es ist der erste Free-TV-Sender, der<br />

Premiere trumpfte mit der Fußball-WM in <strong>HDTV</strong> auf.<br />

Bislang hat der Bezahlsender nach eigenen Angaben<br />

40 000 H D-Abonnenten<br />

Walküren im Heimkino: Sat. 1 zeigte das Literatur-<br />

Epos „Die Nibelungen“ in <strong>HDTV</strong><br />

Nicht mehr als Symbolcharakter: Ring, de Posh und<br />

Stoiber starten ProSieben HD und Sat.1 HD, allein<br />

schauen kann es keiner – es fehlt an Empfangsboxen<br />

Neues | HD+TV | 6.2006 017


Die Industrie einigte sich<br />

erstaunlich schnell auf<br />

das „HD ready“-Logo für<br />

Wiedergabegeräte, das für<br />

die <strong>HDTV</strong>-Tauglichkeit des<br />

Fernsehers steht<br />

ausschließlich High Definition-Bilder zeigt. Allerdings<br />

haben auch inzwischen ProSieben HD und Sat.1 HD die<br />

Bildqualität des Nicht-HD-Anteils im Programm so weit<br />

hochgefahren, dass ein Unterschied zum nativen <strong>HDTV</strong><br />

kaum noch erkennbar ist. Selbst die Öffentlich-Rechtlichen,<br />

bisher mit Aussagen zum hochauflösenden Fernsehen<br />

eher sparsam, lassen sich aus der Reserve locken. Vorsichtig<br />

äußern sich ARD und ZDF dazu, die Olympischen<br />

Spiele 2008 in Peking in <strong>HDTV</strong> übertragen zu wollen.<br />

HD+TV widmet sich der praktischen Seite und erklärt,<br />

wie all diese Sat-Programme in wenigen Schritten empfangen<br />

werden können. Das Magazin für das bessere<br />

Fernsehen berichtet ausführlich aus Las Vegas von der<br />

Consumer Electronic Show und den Olympischen Winterspielen<br />

in Turin, die von Eutelsat in HD übertragen<br />

wurden.<br />

Selbst ist der Mann<br />

Apropos Praxis: Dass die HD+TV nicht nur Wissenswertes<br />

und Hintergründe für eine gemütliche Lesestunde<br />

liefert, belegt unser Workshop zum Bau des eigenen<br />

Heimkinos. Über mehrere Ausgaben begleiteten wir die<br />

handwerklich geschickten Redakteure der HD+TV bei<br />

der Einrichtung eines Heimkinoraums. Ausführlich wurden<br />

die einzelnen Schritte erklärt sowie Tipps und Tricks<br />

an die Hand gegeben, so dass der Heimkino-Fan dem<br />

Griff zum eigenen Werkzeug nur schwer wiederstehen<br />

konnte. Nach der WM ist vor der IFA. Im Fokus des Interesses<br />

stand im Sommer 2006 das Kopf-an-Kopf-Rennen<br />

der DVD-Nachfolger Blu-ray und HD DVD. Beide<br />

Lager bemühten sich um die Gunst der Konsumenten,<br />

die zunächst der HD DVD zufallen sollte, denn es gelang<br />

Toshiba als erstes einen HD-DVD-Player zu präsentieren,<br />

den HD+TV in der Juli/August-Ausgabe ausgiebig vorstellte.<br />

Doch das Blu-ray-Lager warf bereits seine Schatten in<br />

Form der Playstation 3 voraus. Was als einfache Spielekonsole<br />

begann, ist in der dritten Generation viel mehr.<br />

Die PS3 soll der erste Blu-ray-Player in Europa sein. Doch<br />

auch hier gab es einen Rückschlag. Der Start der Playstation<br />

3 musste auf Anfang 2007 verschoben werden – mehr<br />

Zeit für HD DVD Pluspunkte zu sammeln.<br />

Passend zur neuen Bildqualität dank der HD DVD bringt<br />

die HD+TV ein großes Spezial zum Thema Bild. Begriffe<br />

wie Auflösung, Bildschärfe, Interpolieren oder Farbtreue<br />

wurden erklärt und der Leser erfuhr, wie er daheim am<br />

neuen Flachbildschirm die optimale Bildqualität herausholen<br />

kann.<br />

Boom geht weiter<br />

Ein Jahr nach dem Start des hochauflösenden Fernsehens<br />

ist zwar der Wettlauf zwischen HD DVD und Blu-ray<br />

noch nicht entschieden, aber <strong>HDTV</strong> ist inzwischen auch<br />

in Deutschland angekommen. Das bewies unter anderem<br />

die diesjährige IFA, die noch nie in ihrer Geschichte so<br />

viele Flachbildschirme auf einem Fleck gesehen haben<br />

dürfte.<br />

Mussten die ersten <strong>HDTV</strong>-Empfangsboxen noch mit einigen<br />

Software-Updates für den einwandfreien Betrieb<br />

versehen werden, melden sich nun auch andere Hersteller<br />

wie Philips oder Homecast zu Wort und kündigen ihrerseits<br />

eigene <strong>HDTV</strong>-Receiver an. Der Endverbraucher<br />

wird also demnächst aus einer Vielzahl an Boxenmodellen<br />

wählen dürfen.<br />

Ungleich größer ist jedoch das Angebot an LCDs, Plasmas<br />

oder Beamern. Neue Technologien wie SED halten<br />

Einzug ins Heimkino. Die Qualität steigt immer weiter.<br />

Bestes Beispiel ist hierfür Full HD. HD+TV ist auch nach<br />

einem Jahr nicht müde, Ihnen die neuesten Entwicklungen<br />

vorzustellen, aktuelle Produkte zu testen und hinter<br />

die Kulissen der Branche zu blicken. Deswegen haben wir<br />

allen Grund zum Feiern und eigentlich auch alle <strong>HDTV</strong>ler<br />

– nach dem zugegeben etwas holprigen Start. Auf das<br />

nächste Jahr mit brillanten Bildern!<br />

Die <strong>HDTV</strong>-Pioniere unter den Set-Top-Boxen: der DS 810KP von Pace (links) und der PR-HD1000 von Humax (rechts)<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Medientage München, PR, Premiere, Sat.1, Thomson<br />

018 www.hdplustv.de


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von 29,99 Euro. Änderungen vorbehalten.<br />

** Das HD+TV-Abonnement verlängert sich automatisch um jeweils 1 Jahr zu den dann gültigen Abo-Konditionen, wenn nicht binnen 7 Tagen nach Erhalt der 5. Ausgabe per Post oder Fax bei der<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Lauchstädter Straße 20, 04229 Leipzig gekündigt wurde.<br />

*** Empfang im Netz von Kabel Deutschland: Für ein 12- oder 24-Monats-Abo in Verbindung mit einer 5er-Kombi 9,99 Euro pro Monat; bei Einzelbuchung oder in anderer Paket-Kombination 14,90 Euro<br />

pro Monat. zzgl. einmaliger Aktivierungsgebühr in Höhe von 49,99 Euro; bei Zubuchung eines PREMIERE Paketes beträgt die einmalige Aktivierungsgebühr insgesamt 49,99 Euro. Empfang im Netz<br />

von Kabel BW: 14,90 Euro pro Monat bei Abschluss eines 12- oder 24-Monats-Abos. zzgl. einmaliger Aktivierungsgebühr in Höhe von 9,90 Euro.


Blu-ray gegen<br />

HD DVD<br />

Es könnte so schön sein: Pünktlich zum<br />

diesjährigen Weihnachtsfest würden<br />

die neuen Spielfilme in HD auf einem<br />

DVD-Nachfolger die hoffnungsvollen<br />

Heimkinofreunde verzaubern. Doch es<br />

kam bekanntlich anders. Ein unnötiger<br />

Formatkrieg tobt zwischen der Blu-ray<br />

und HD DVD. Wer nicht den richtigen<br />

Player samt den passenden Scheiben<br />

kauft, sieht sprichwörtlich in die Röhre,<br />

denn kompatibel sind die Formate<br />

nicht – noch nicht.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

020 www.hdplustv.de


Wenn Sie auf den nächsten Seiten<br />

solche Sätze wie „Blu-ray hat gewonnen,<br />

die HD DVD ist tot“<br />

lesen wollen, so müssen wir Sie enttäuschen.<br />

Weder das eine noch das andere Lager kann<br />

sich im Formatstreit bislang durchsetzen,<br />

auch wenn einige Journalisten die Anzahl<br />

der Messestände auf der IFA zum Anlass<br />

nahmen, um einen schnellen Abgesang auf<br />

die HD DVD anzustimmen.<br />

Neue Bilder, neue Klänge<br />

Auf Blu-ray und HD DVD liegen alle Filme<br />

in voller Auflösung von zwei Millionen Bildpunkten<br />

vor. Die meisten Player gestatten<br />

die Ausgabe im 1 080p-Format. Damit ist<br />

die Darstellung der maximalen Auflösung<br />

von 1 920 × 1 080 Bildpunkten gemeint. „P“<br />

signalisiert Vollbilder, so dass Ihr Fernseher<br />

oder Projektor in jeder Sekunde 24 komplette<br />

Filmbilder anzeigt. Alle Modelle rechnen die<br />

Bilder in einem aufwändigen Verfahren in 60<br />

Bilder um, da „HD ready“-Geräte einzig 50<br />

und 60 Hertz, nicht aber 24, 48 oder 72 Hertz<br />

unterstützen müssen. Fernseher, die eine solche<br />

Bilderzahl bei höchster Auflösung verarbeiten,<br />

erkennen Sie am Aufdruck: 1 080p24.<br />

Sollte Ihr Player einzig das Bildformat 1 080i<br />

darstellen, so muss der Fernseher oder Projektor<br />

die Bilder erst zusammenfügen, was in<br />

flimmernden Kanten resultieren kann. Wer<br />

bereits einen „HD ready“-Fernseher ohne<br />

die volle HD-Auflösung besitzt, muss nicht<br />

verzagen, denn jeder Player kann das Format<br />

auch auf 1 280 × 720 Pixel herunterrechnen.<br />

Erste Tests zeigen aber, dass selbst bei Fernsehern<br />

mit kleineren Auflösungen, wie Plasmas,<br />

die Player auf 1 080i eingestellt werden<br />

sollten, um die volle Schärfe beizubehalten.<br />

Neben den neuen Bildformaten begleiten<br />

die Blu-ray und HD DVD natürlich bessere<br />

Tonformate. Mit Dolby TrueHD und DTS-<br />

HD erleben Sie die Filmklänge sprichwörtlich<br />

hochauflösend. Bisherige Tonspuren<br />

waren komprimiert, d. h. einzelne Details<br />

fielen dem Speicherplatz zum Opfer und die<br />

Auflösung war eingeschränkt. Vereinfacht<br />

ausgedrückt legte sich bislang ein sanfter<br />

Schleier wie Mehltau über das akustische<br />

Geschehen, und besonders in Filmmusiken<br />

wirkten Chorgesänge seltsam gehemmt. Die<br />

Barriere zwischen wirklicher Aufnahme und<br />

Reproduktion wird nun gekonnt durchstoßen,<br />

denn die Tonspur auf dem Datenträger<br />

entspricht 1 : 1 der Aufnahme. Leider können<br />

die verlustfreien Tonformate digital nur über<br />

HDMI 1.3 übertragen werden. Der einzige<br />

Player, der dieses Jahr mit der neuen Schnittstelle<br />

erscheint, ist der Toshiba HD-EX1. Um<br />

die Klänge zu den Lautsprechern zu leiten,<br />

müssen Sie zusätzlich einen Audio-Receiver<br />

mit HDMI 1.3 erstehen, welche bislang<br />

aber immer noch nicht angekündigt worden.<br />

Aufgrund der mangelnden Verbreitung der<br />

HDMI-1.3-Schnittstelle verzichteten viele<br />

Filmstudios bisher auf die neuen Tonformate<br />

und präsentierten ihre Filme weiterhin im<br />

althergebrachten Dolby-Digital- und DTS-<br />

Klang.<br />

Wer seinen alten Audio-Receiver weiterhin<br />

nutzen, aber trotzdem den hochauflösenden<br />

Klang erleben möchte, sollte folgenden<br />

Hinweis beachten. Über einen 5.1-Ausgang<br />

kann der DVD-Player die neuen Tonformate<br />

decodieren und analog zum Receiver führen.<br />

Alternativ können Sie über HDMI 1.1 den<br />

entschlüsselten Datenstrom als PCM-Format<br />

digital zum Receiver leiten. In beiden Fällen<br />

bestimmt jedoch maßgeblich der Player den<br />

Klang, weshalb Sie auf hochwertige Bauteile<br />

achten sollten.<br />

Sonnenuntergang<br />

Mit den neuen Datenträgern hält ein verbesserter<br />

Kopierschutz Einzug: AACS. Das<br />

Advanced Access Content System ist bei<br />

Blu-ray zwingend vorgeschrieben und bei<br />

HD DVD optional. AACS ist vereinfacht<br />

ausgedrückt eine Geheimbotschaft, die alle<br />

Filme, Abspielgeräte und Sendungen identifiziert.<br />

Mit diesem Schlüssel können die<br />

Filmstudios bestimmen, wie oft eine Kopie<br />

des Films erstellt oder auf welchen Playern<br />

dieser abgespielt werden darf. Somit können<br />

Sie einen Film durchaus auf einem Computer<br />

abspeichern und im hauseigenen Netzwerk<br />

weiterleiten. Für jeden Film können<br />

jedoch andere Richtlinien gelten, denn allein<br />

die Studios bestimmen die Sicherheitsstufe<br />

in AACS. Im schlimmsten Fall können Sie<br />

einen Film überhaupt nicht abspielen, wenn<br />

Ihr Gerät als „schwarzes Schaf“ erkannt wurde.<br />

Nachdem ein bestimmter AACS-Schlüssel<br />

geknackt wurde, könnten die Studios die<br />

Wiedergabe auf allen Playern untersagen, die<br />

diesen Schlüssel besitzen. Deshalb besitzen<br />

alle Player einen Netzwerkanschluss, um Daten<br />

aus dem Internet empfangen zu können<br />

und ihre Software auf den neusten Stand zu<br />

bringen. Die ersten spürbaren Auswirkungen<br />

von AACS liegen noch in weiter Ferne. Nach<br />

2010 dürfen alle AACS-konformen Abspielgeräte<br />

die hochauflösenden Bilder nur noch<br />

über digitale Verbindungen wie HDMI ausgeben.<br />

Für analoge Bildausgänge wie YUV<br />

heißt es dann: Sonnenuntergang. Ab 2014<br />

sollen, nach dem Willen der Industrie, sogar<br />

ausschließlich digitale AACS-konforme<br />

Schnittstellen verbaut werden – das Ende der<br />

analogen Bildära rückt unaufhörlich näher.<br />

Mächtige Verbündete<br />

Betrachtet man die bloße Anzahl der Firmen,<br />

welche die einzelnen Formate unterstützen,<br />

so liegen die Vorteile bei der Blu-ray-Fraktion.<br />

Neben bekannten Vertretern wie Sony,<br />

Panasonic oder Philips, scharen die Gründer<br />

über 170 Verbündete um sich, die zum Teil<br />

auch aus dem HD-DVD-Lager stammen. So<br />

besitzen Sanyo und NEC ebenfalls Lizenzen<br />

Technisch besser, aber teurer<br />

Obwohl die Schreib- und Leseköpfe der beiden Formate gleich sind und mit einem blau-violetten<br />

Laser operieren, ist die Blu-ray-Disc fortschrittlicher und kann weitaus größere Datenmengen<br />

verarbeiten. Die Daten der Blu-ray liegen weitaus näher an der Oberfläche, weshalb<br />

der Laser im Gegensatz zur HD DVD anders justiert werden muss. Diese verwendet mit 0,6<br />

Millimeter den exakten Abstand von der Informationsschicht zur Oberfläche wie eine herkömmliche<br />

DVD. Das erleichtert nicht nur die Produktion, sondern kann die HD DVD auch<br />

abwärtskompatibel gestalten.<br />

Speicherplatz<br />

25 GB (6 einlagige DVDs) einlagig 15 GB (3,5 einlagigen DVDs)<br />

50 GB zweilagig 30 GB<br />

200 GB bisheriges Maximum 45 GB<br />

Wissen | HD+TV | 6.2006 021


um Blu-ray-Laufwerke zu bauen. Gegen diese<br />

Masse könnte die HD DVD eigentlich nur<br />

wenige Monate bestehen, wenn nicht mit Intel<br />

und Microsoft, sowie weiteren Vertretern<br />

der IT-Branche der Großteil des Computermarktes<br />

hinter dem Format stehen würde.<br />

Die HD DVD erzielt insgesamt die größte<br />

Reichweite, denn es wird kaum einen Computer<br />

geben, in dem kein HD-DVD-Laufwerk<br />

seine Dienste verrichtet. Sieht man den<br />

Erfolg der DVD in den letzten acht Jahren,<br />

so kommt man zu einem überraschenden<br />

Ergebnis: Die Verbreitung der Filmscheibe<br />

wurde vor allem durch den PC-Markt vorangetrieben.<br />

Erst die Massenproduktion und<br />

stetige Preissenkung verhalf den Playern zum<br />

Durchbruch. Selbst wenn die PC-Laufwerke<br />

nicht zum Abspielen von Filmen genutzt<br />

wurden, so ermöglichte deren Produktion<br />

die Durchdringung des Marktes und die Verdrängung<br />

der CD-Laufwerke. Die nahe Verwandtschaft<br />

zum Computer nutzte Toshiba<br />

mit ihren amerikanischen und japanischen<br />

HD-DVD-Playern gekonnt aus. Dank NEC-<br />

Laufwerk und PC-Komponenten startete die<br />

HD DVD mit einem Zeitvorsprung von fast<br />

zwei Monaten vor der Blu-ray.<br />

Blu-ray macht Fehler<br />

Als der erste Samsung Blu-ray-Abspieler die<br />

Bühne betrat, war HD auf einem Datenträger<br />

bereits ein alter Hut. Schwerwiegender<br />

als der zeitliche Rückstand zeigte sich jedoch<br />

die schlechte Bildqualität des Players. Zwar<br />

räumte Samsung ein, dass ein Programmfehler<br />

die Rauschunterdrückung permanent aktivierte<br />

und so dem Bild die Schärfe raubte,<br />

aber Experten kennen den wirklichen Grund<br />

der dürftigen Bilder: Sony. Der Konzern, der<br />

wie kein anderer die Geschicke von Blu-ray<br />

lenkt und diktiert, patzte bei fast allen Titeln.<br />

Sony produzierte einzig einlagige Blu-rays<br />

und nutzte darüber hinaus den veralteten<br />

MPEG-2-Codec. Mit niedrigen Bit-Raten<br />

und einem kleinen Speicherplatz konnte die<br />

Blu-ray samt Samsung-Spieler gegen die konkurrierende<br />

HD DVD keinen Blumentopf<br />

gewinnen. Die Bilder der Filme „House of<br />

Flying Daggers“ oder „Das fünfte Element“<br />

waren verwaschen und unscharf. Selbst eine<br />

hochskalierte DVD sah mit einem sehr guten<br />

DVD-Player je nach Szene besser aus. Von<br />

dem versprochenen überlegenen Bildformat<br />

samt riesiger Speicherkapazität blieb nur<br />

noch der Traum von Besserung übrig.<br />

Archivierung<br />

Im Gegensatz zu den Hardware-Herstellern<br />

und Filmstudios zeigt sich der PC-Markt<br />

offen für beide Systeme. So können Sie<br />

zum Start der neuen Medien Rohlinge und<br />

Brennprogramme für Blu-ray und HD DVD<br />

erstehen. Mit Preisen von 15 bis 20 Euro pro<br />

Rohling sind die neuen Datenträger aber<br />

noch äußerst kostspielig.<br />

Sonys Hochmut<br />

Ein neues Format mit neuen Herstellungsmechanismen<br />

zum Erfolg zu verhelfen, ist<br />

alles andere als leicht. Sony versprach nicht<br />

zu viel, als der Konzern die rosige Zukunft<br />

von Blu-ray ausmalte: Riesige Speichermengen,<br />

beeindruckende Bilder, hochauflösende<br />

Klänge und interaktive Elemente sowie<br />

einfache Bedienung. Blu-ray ist tatsächlich<br />

das modernere Format und ginge es allein<br />

um die Technik, so würde Blu-ray gewinnen.<br />

Doch Sony müsste es eigentlich besser<br />

wissen, schließlich hatte der Konzern in den<br />

siebziger Jahren mit dem Betamax-System<br />

ebenfalls das fortschrittlichere Format am<br />

Markt. Zum Schluss setzte sich jedoch die<br />

VHS-Videokassette von JVC durch – ein Zeichen,<br />

dass es mehr braucht, als technische<br />

Innovationen.<br />

Die zwar verschobene aber immer noch frühe<br />

Einführung der HD DVD brachte Sony<br />

in Zugzwang. Weder konnte der Konzern<br />

50-Gigabyte-Datenträger in großer Stückzahl<br />

fertigen, noch die Filme im modernen<br />

MPEG-4- oder VC-1-Standard komprimieren.<br />

So überraschte es auch nicht, als die ersten<br />

Filme mit den erwähnten Bildschwächen<br />

zu kämpfen hatten. Anstatt den Start jedoch<br />

nach hinten zu verschieben und anfang<br />

dieses Jahres zuzugeben, dass Blu-ray noch<br />

nicht marktreif ist, holte Sony den Journalisten<br />

die Sterne vom Himmel und gaukelte<br />

sich damit ins eigene Debakel. Denn viel<br />

schlimmer als die schlechte Bildqualität trifft<br />

es nun das Zugpferd des Konzerns, die Playstation<br />

3. Um die Verkäufe im Mutterland<br />

Japan und den wichtigen US-Markt nicht zu<br />

gefährden, strich Sony die Einführung der<br />

PS3 in Europa gänzlich. Zwar gab Sony den<br />

neuen Termin mit März 2007 an, aber ob bis<br />

dahin die notwendigen Leseköpfe für das<br />

Blu-ray-Laufwerk in ausreichender Stückzahl<br />

vorhanden sind, scheint fraglich. Nun<br />

ist Sony an dieser Misere nahezu unschuldig,<br />

aber weshalb ein solch wichtiger Konzern<br />

vier Tage vor dem PS3-GAU auf der IFA vor<br />

der internationalen Presse noch deren Auslieferung<br />

für November 2006 proklamiert, ist<br />

nicht nachvollziehbar. Sony verspielt damit<br />

in nur vier Monaten sämtlichen Kredit bei<br />

seinen Partnern und Kunden.<br />

Der Hausfeind Sonys, Microsoft, lacht sich<br />

derweil ins Fäustchen. Die Xbox 360 verkauft<br />

sich gut, wenn auch nicht überragend<br />

und die HD DVD steht besonders bei Kritikern<br />

und Käufern weit oben. Doch auch<br />

Microsoft muss sich Kritik gefallen lassen. So<br />

wurde bereits zum Start der Xbox 360 über<br />

ein HD-DVD-Laufwerk nachgedacht. Der<br />

Konzern erkannte jedoch schnell, dass im<br />

Jahr 2005 die Massenmarkttauglichkeit der<br />

Konsole in ernsthafte Gefahr geraten wäre,<br />

denn die benötigten Leseköpfe können bis<br />

heute nicht in ausreichender Stückzahl geliefert<br />

werden. So vertagte Microsoft das neue<br />

Laufwerk und will es stattdessen zum diesjährigen<br />

Weihnachtsgeschäft auf den Markt<br />

werfen.<br />

Entzweite Zwillinge<br />

Auf dem Papier gleichen sich Blu-ray und<br />

HD DVD wie eine DVD der anderen. Weder<br />

der Durchmesser noch das Aussehen unterscheidet<br />

sich. Beide Formate akzeptieren die<br />

Kodierungen MPEG-2, MPEG-4 und VC-1.<br />

Beide Scheiben unterstützen die neuen Tonformate<br />

Dolby Digital Plus, DTS-HD und<br />

DolbyTrueHD. Beide arbeiten mit dem Kopierschutz<br />

AACS, verfügen über interaktive<br />

022 www.hdplustv.de


Bild: Philips<br />

Menüs und das Wichtigste: Beide Formate<br />

bieten den Speicherplatz für drei Stunden<br />

Film in voller HD-Auflösung samt hochauflösendem<br />

Ton. Weshalb nun dieser Formatkrieg?<br />

Hinter den Kulissen geht es meist ums<br />

Prinzip. Während der IFA überraschte es<br />

uns auf der HD-DVD-Pressekonferenz deshalb<br />

nicht, wenn von Enttäuschungen über<br />

die gebrochenen Versprechen seitens einiger<br />

Blu-ray-Anhänger gesprochen wurde und<br />

das Wort „Ehre“ fiel. Für die großen Firmen<br />

wie Microsoft, Panasonic, Sony und Toshiba<br />

dreht es sich tatsächlich um persönliche<br />

Konflikte und Geld. Nun, nach jahrelangen<br />

Debatten, sind die Fronten der über 250<br />

beteiligten Firmen verhärtet. Microsoft will<br />

den Videocodec VC-1 als Standardkompression<br />

behaupten, denn mit Windows XP und<br />

zukünftig Windows Vista stellt das Unternehmen<br />

das passende Betriebssystem bereit.<br />

Obwohl VC-1 als einer der besten Komprimierungsstandards<br />

gilt, sträubt sich das Bluray-Lager<br />

vehement gegen dessen Nutzung.<br />

Anstatt Microsoft eine neue Einnahmequelle<br />

abseits des PC-Bereiches zu bescheren, versteift<br />

man sich stattdessen auf MPEG-2 und<br />

Das Ende des Krieges<br />

Falls Sie bislang glaubten, dass allein die Heimkinoanhänger über den Erfolg der neuen Medien<br />

entscheiden, sollten Sie schleunigst umdenken. In unserem Überblick zeigen wir die fünf<br />

größten Austragungsorte, auf denen die Auseinandersetzung entschieden wird. Die Erfolgschancen<br />

beziehen sich dabei einzig auf die Durchsetzung des jeweiligen Formats. Die Bewertungen<br />

unterliegen den subjektiven Auswertungen der bestehenden Marktentwicklungen.<br />

Blu-ray<br />

Mit den meisten Filmfirmen und Herstellern<br />

besitzt die Blu-ray die größte Verbreitung.<br />

Bislang hapert es allerdings noch an<br />

der Qualität und den Preisen.<br />

Durch die Isolierung von Microsoft und<br />

Intel kann Blu-ray den PC-Markt nicht erobern.<br />

Apple ist trotz guter Umsätze noch<br />

keine Gefahr für die PC-Branche. Anbieter<br />

wie Dell sorgen jedoch für Auftrieb.<br />

Die Playstation 3 ist trotz der Anlaufschwierigkeiten<br />

der klare Favorit. Die<br />

Vorgänger gehören zu den bestverkauftesten<br />

Spielekonsolen aller Zeiten. Zudem<br />

integriert Sony Blu-ray gewissenhaft ins<br />

neue Produkt.<br />

Apple plant nach dem Musikportal<br />

iTunes ein eigenes Filmportal. Sollten die<br />

Filmfirmen Apple unterstützen, ist eine<br />

Verbreitung der Filme auch auf Blu-ray nur<br />

eine Zeitfrage. Disney gehört zu einem der<br />

ersten Anbieter.<br />

Mit ihren Design-Computern und einfacher<br />

Bedienbarkeit will Apple die MACs auch im<br />

Wohnzimmer etablieren. Noch ist die Verbreitung<br />

aber zu gering. Firmen wie Philips<br />

bauen jedoch Windows-PCs mit<br />

Blu-ray-Laufwerken.<br />

Die Spielfilme<br />

HD DVD<br />

Erfolgschancen*<br />

60 % 40 %<br />

Der PC-Markt<br />

Erfolgschancen*<br />

30 % 70 %<br />

Der Konsolenmarkt<br />

Erfolgschancen*<br />

70 % 30 %<br />

Das Internet<br />

Erfolgschancen*<br />

70 % 30 %<br />

Das digitale Wohnzimmer<br />

Erfolgschancen*<br />

50 % 50 %<br />

* Die Angaben symbolisieren einzig die Durchsetzung von Blu-ray und HD DVD und sind rein spekulativ<br />

Die Rückendeckung ist durch den Einstieg<br />

von Warner und Paramount ins Blu-ray Geschäft<br />

geschwächt. Qualitativ und preislich<br />

hat die HD DVD aber noch die Nase vorn.<br />

Die Dual Disc birgt Potenzial, der fehlende<br />

Regionalcode für die Filmstudios jedoch<br />

Gefahren.<br />

Microsoft und Intel stehen hinter der<br />

HD DVD und auch die IT-Branche sowie die<br />

Massenmarkthersteller von Laufwerken<br />

fördern das Produkt – ein klarer Vorteil.<br />

Die Xbox 360 ist trotz Zeitvorsprung nur<br />

im Internet-Gaming unangreifbar. Speziell<br />

am japanischen Markt besitzt Microsoft<br />

bislang keine Chance. Das HD-DVD-Laufwerk<br />

ist nur Zusatz und kann keine Spiele<br />

wiedergeben.<br />

Microsoft verlor gegen Google den Wettkampf<br />

um die beliebteste Suchmaschine<br />

und unterlag Apple mit ihrem Musik-Portal.<br />

Die Chancen für eine Kehrtwende im<br />

Filmmarkt stehen schlecht.<br />

Die Windows Media Center Edition ist Bestandteil<br />

fast aller Komplett-PCs. Dennoch<br />

blieb den Windows-Computern der Einzug<br />

ins Wohnzimmer bislang verwehrt, denn<br />

die Qualität lässt immer noch zu Wünschen<br />

übrig.<br />

Fazit: Noch sind die Chancen ausgeglichen, mit leichten Vorteilen bei der Blu-ray. Sollte Microsoft<br />

jedoch gegen Apple und Sony verlieren, wird sich auch der HD-DVD-Vertreter der Blu-ray<br />

zuwenden. Auf der Gegenseite müssten Apple und Sony entscheidende Fehler begehen, um<br />

Blu-ray zu Fall zu bringen.<br />

MPEG-4. Ersteres benötigt einen immensen<br />

Speicherbedarf, um annähernd die Bildqualität<br />

von VC-1 zu erreichen. Nur mit einer<br />

doppelt bis dreifachen Datenrate schafft es<br />

MPEG-2 mit dem Microsoft-Codec gleichzuziehen,<br />

doch den benötigten Speicherplatz<br />

hierfür hält noch nicht einmal eine zweilagige<br />

Blu-ray bereit. Vielversprechender verlaufen<br />

dagegen die Versuche mit MPEG-4. Das<br />

Pendant zu VC-1 liefert gestochen scharfe<br />

Bilder bei geringem Speicherhunger. Der<br />

Erfolgshit „Ice Age“ von 20th Century Fox<br />

ist einer der ersten Blu-ray-Filme, welcher<br />

MPEG-4 nutzt. So dürften Cid, Manny und<br />

Co. trotz klirrender Kälte und einlagiger Disc<br />

zu keinem Zeitpunkt die nötige Bildqualität<br />

ausgehen.<br />

Trugschluss<br />

Seit der Einführung der Blu-ray wird vor allem<br />

die größere Speichermenge als wesentlicher<br />

Vorteil gegenüber der HD DVD angesehen.<br />

Verwendet man einen modernen Kompressions-Codec<br />

wie VC-1, so genügen für einen<br />

dreistündigen Film samt zweier verlustfreier<br />

Tonspuren rund 28 Gigabyte an Speicher. Mit<br />

30 Gigabyte besitzt eine zweilagige HD DVD<br />

damit genügend Freiraum, um selbst bei<br />

Überlänge beste Bild- und Tonqualitäten zu<br />

übertragen. Dies beweisen zudem die ersten<br />

Filme in VC-1, die je nach Sorgfalt und Qualität<br />

der Vorlage eine bislang nicht gekannte<br />

Qualität aufzeigen. Die Blu-ray-Disc mit<br />

50 Gigabyte kann sich trotz des größeren<br />

Speichers nicht absetzen. Zudem scheint die<br />

Herstellung einer zweilagigen Blu-ray problematischer<br />

als vermutet, denn die meisten<br />

Scheiben müssen sich mit 25 Gigabyte begnügen.<br />

Durch die Verwendung von MPEG-4<br />

und dem identischen Filmmaster werden Filme<br />

auf Blu-ray nur unwesentlich besser als<br />

ihre HD-DVD-Kollegen aussehen – bislang<br />

gibt gar das kleinere Speicherformat den Ton<br />

und das Bild an. Somit steht Blu-ray vor einem<br />

eigens kreierten Konflikt: Für MPEG-2<br />

reicht selbst eine Blu-ray-Scheibe nur selten<br />

aus und für die schnelle Verbreitung von<br />

MPEG-4 und VC-1 fehlt im Moment noch<br />

die Logistik.<br />

Keine Grenzen<br />

Im Gegensatz zur Blu-ray werden alle<br />

HD DVDs ohne Regionalcode ausgeliefert.<br />

Somit können Sie alle internationalen Er-<br />

Wissen | HD+TV | 6.2006 023


Weshalb ein neuer Datenträger?<br />

Bilder verraten mehr als tausend Worte, weshalb wir Ihnen ein Vergleichsbild zwischen einer<br />

HD-DVD-Fassung und der DVD-Version des Peter-Jackson-Films „King Kong“ in einer repräsentativen<br />

Nachbearbeitung zeigen<br />

scheinungen auch auf den europäischen<br />

Playern wiedergeben. Für die Filmstudios<br />

birgt dieser Umstand jedoch das Risiko, dass<br />

Filmimporteure bereits vor dem deutschen<br />

Kinostart die Filme auf HD DVD erwerben<br />

können, denn zwischen den internationalen<br />

Veröffentlichungsterminen liegen meist<br />

mehrere Monate. Bildruckler, die aus der<br />

Bildwandlung der 24 Filmbilder resultieren,<br />

will Toshiba durch neue Rechenvorgänge<br />

komplett ausmerzen. Musikvideos, welche<br />

standardmäßig in 50 Hertz ausgegeben werden,<br />

rechnen die Toshiba-Player ebenfalls in<br />

60 Hertz um. Eine Darstellung in 50 Hertz<br />

wird erst nach einem Software-Update möglich<br />

sein.<br />

Kleiner Erfolg<br />

In der Gunst der Käufer steht die HD DVD<br />

im Ausland unbestritten vorn. Die bessere<br />

Bildqualität machte selbst die Anlaufzeiten<br />

von bis zu 60 Sekunden bei den Toshiba-<br />

Playern vergessen. Die eingeschränkte Speichergröße<br />

von 15 Gigabyte pro Schicht aber<br />

auch die Nähe zu Microsoft offenbarte sich<br />

zudem als Segen. Sämtliche Filme nutzen<br />

den modernen Videocodec VC-1 und bieten<br />

eine zum Teil exzellente Bildqualität, die<br />

ihre Blu-ray-Pendants verblassen lassen. Auf<br />

Die ersten Player<br />

Auf Seiten der HD DVD bietet einzig Toshiba die passenden Abspielgeräte<br />

für den Heimkinomarkt an. Mit zwei Modellen und günstigen Preisen von<br />

599 Euro für den HD-E1 sowie 899 Euro für den großen Bruder HD-XE1 liefern<br />

die HD-DVD-Player jedoch einen gelungenen Einstand ins hochauflösende<br />

Zeitalter. Besitzer von Full-HD-Fernsehern und Projektoren sollten sich noch bis<br />

Dezember gedulden, denn einzig das teure Modell kann die volle HD-Auflösung<br />

von 1 080p ausgeben. In ganz anderen Preissphären schweben die ersten<br />

Blu-ray-Player von Panasonic und Samsung. Zwischen 1 299 Euro für den<br />

Samsung BD-P1000 und 1 499 Euro für den Pansonic DMP-BD10 müssen Sie im<br />

Oktober und November beim Fachhändler einplanen. Panasonic, Samsung und<br />

Toshibas erste Player unterstützen jedoch nicht die neuen Tonformate Dolby<br />

TrueHD und DTS-HD, weshalb sie mit diesen das volle Potenzial der neuen<br />

Scheiben noch nicht ausreizen können.<br />

Wie diese Player im direkten Vergleich und gegenüber herkömmlichen DVD-<br />

Spielern abschneiden, lesen Sie in der kommenden Ausgabe. Bis dahin lohnt<br />

ein Blick auf die Datenblätter.<br />

Dank eines Memory-Card-Readers können Sie über den Samsung Blu-ray-Abspieler<br />

auch Ihre Fotos hochauflösend betrachten. Wir hoffen nur, dass Samsung die Bildfehler<br />

des amerikanischen Modells abstellt<br />

024 www.hdplustv.de<br />

Rein äußerlich erkennen<br />

Sie einzig an der Farbgebung<br />

den Unterschied<br />

zwischen Blu-ray und<br />

HD DVD. Erstere erstrahlen<br />

in einer blauen Hülle,<br />

während letztere mit der<br />

Signalfarbe Rot auf sich<br />

aufmerksam machen. Spezielle<br />

Dual-Disc-HD-DVDs<br />

können Sie auch im DVD-<br />

Player abspielen. Diese<br />

Bieten neben der HD-DVDauch<br />

eine DVD-Schicht<br />

Der Panasonic Blu-ray-Player besitzt eine aufwändige Videoverarbeitung, mit<br />

der selbst normale DVDs in neuem Glanz erstrahlen. Leider unterstützt er<br />

noch nicht die neuen Tonformate<br />

Der größere HD-DVD-Player von Toshiba unterstützt alle benötigten Bildund<br />

Tonformate der Zukunft und verfügt über die neueste HDMI-Schnittstelle.<br />

Leider müssen wir uns noch bis Dezember gedulden


Bilder: Panasonic, Samsung, Sony Pictures Entertainment, Studio Canal, Toshiba, Universal<br />

der IFA in Berlin erklärten uns Anhänger<br />

des Blu-ray-Lagers, weshalb gerade die Bildqualität<br />

bei der HD DVD momentan hochwertiger<br />

ausfällt: „Wollen Sie einen Film auf<br />

HD DVD in VC-1 produzieren, so haben<br />

Sie in der Regel einen Ansprechpartner. Will<br />

ein Studio einen Film auf Blu-ray veröffentlichen,<br />

fehlt im Moment noch eine richtige<br />

Anlaufstelle.“ Daher erweist sich die breite<br />

Unterstützung der Firmen nicht immer als<br />

vorteilhaft, denn im Moment kocht jedes<br />

Studio sein eigenes Süppchen. Somit wird<br />

auch in Europa die Bildqualität der ersten<br />

Blu-ray-Scheiben stark schwanken, während<br />

die Käufer einer HD DVD durchgängig mit<br />

einem hohen technischen Niveau rechnen<br />

können. Besserung bei der Blu-ray ist jedoch<br />

in Sicht, denn das Filmstudio 20th Century<br />

Fox arbeitet eng mit Panasonic an der technisch<br />

makellosen Vorstellung ihrer ersten<br />

Filme zusammen.<br />

Schwache Gegenwehr<br />

Anstatt den positiven Trend mit einer hohen<br />

Stückzahl an verkauften Playern zu<br />

untermauern, liefert Toshiba diese nur in<br />

winzigen Stückzahlen aus. 10 000 HD-DVD-<br />

Player erwarten uns Europäer zum Start des<br />

neuen Formats. Im Ausland sind bislang<br />

kaum mehr Abspieler über die Ladentheke<br />

gewandert. Mit dieser Basis macht sich Toshiba<br />

für den gleichzeitigen Start der Blu-ray<br />

leicht angreifbar, denn Sony liefert mindestens<br />

500 000 Playstation 3 aus und könnte<br />

die installierte Basis von Blu-ray-Playern<br />

gegenüber der HD DVD leicht verzehnfachen.<br />

Microsoft schürt mit der Xbox 360<br />

zwar ebenfalls die HD-DVD-Euphorie, aber<br />

der vermutlich hohe Preis von 20 bis 25 Euro<br />

und die ebenfalls nicht gigantischen Stückzahlen<br />

werden Sonys Blu-ray-Start kaum beeinflussen<br />

können.<br />

NEC, seines Zeichens engster Verbündeter<br />

Toshibas im Formatkrieg, besitzt nunmehr<br />

beide Lizenzen und könnte durchaus auch<br />

Blu-ray-Laufwerke fertigen – im Moment<br />

steht man jedoch noch eisern zur HD DVD.<br />

Fragt man die Beteiligten, wie die HD DVD<br />

jemals gegen die Blu-ray gewinnen könnte,<br />

erhält man eine überraschende Antwort: „Es<br />

könnten sich auch beide Formate durchsetzen.“<br />

In Anbetracht der riesigen Unterstützung<br />

der Blu-ray und der besseren technischen<br />

Ausgangslage scheint es schwer zu<br />

glauben, dass die HD DVD jemals die Bluray<br />

bezwingen könnte. Dabei möchten wir<br />

das Format keineswegs geringer stellen, denn<br />

die HD DVD ist im Moment das günstigere<br />

Format mit der besseren Filmqualität. Die<br />

eingeschränkte Unterstützung resultiert in<br />

einem hohen allgemeinen Qualitätsbewusstsein,<br />

während man im Blu-ray-Lager schnell<br />

vom Regen in die Traufe gelangt. Blu-ray hat<br />

es jedoch selbst in der Hand. Sobald sich der<br />

VC-1- oder MPEG-4-Codec nicht nur in den<br />

Datenblättern, sondern auch in der Realität<br />

durchsetzt und zweilagige Scheiben in Zukunft<br />

zur Norm werden, wird Blu-ray eine<br />

ebenbürtige Bildqualität aufweisen können.<br />

Ein vorzeitiges Scheitern der HD DVD halten<br />

wir für unwahrscheinlich, denn die Interessenkonflikte<br />

zwischen der CE- und IT-<br />

Branche sind nicht unerheblich. Stattdessen<br />

werden Kombilaufwerke im kommenden<br />

Jahr den Formatkrieg auf eine bislang unbekannte<br />

Art und Weise entschärfen: Zwei<br />

Formate, für ein besseres Bild. Auf der Funkausstellung<br />

versicherte man uns, dass die<br />

notwendige Technologie bereits existiert und<br />

nur noch nach der günstigsten Herstellung<br />

gesucht wird. Die Laufwerke werden bereits<br />

im ersten Quartal 2007 erwartet, wenn auch<br />

zunächst für den PC. Spätestens zur kommenden<br />

IFA wird sich der erste Unmut über<br />

zwei sich streitende Formate hoffentlich gelegt<br />

haben, dann nämlich, wenn beide vereint<br />

sind.<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Toshiba<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Toshiba<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Panasonic<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Modell<br />

HD-E1<br />

Modell<br />

HD-XE1<br />

Modell<br />

DMP-BD10<br />

Modell<br />

BD-P1000<br />

Preis in Euro 599,–<br />

Preis in Euro 899,–<br />

Preis in Euro 1 499,–<br />

Preis in Euro 1 299,–<br />

Typ<br />

HD-DVD-Player<br />

Typ<br />

HD-DVD-Player<br />

Typ<br />

Blu-ray-Player<br />

Typ<br />

Blu-ray-Player<br />

Maße (B/H/T)<br />

430 × 65,5 × 345 mm<br />

Maße (B/H /T) k. A.<br />

Maße (B/H/T) k. A.<br />

Maße (B/H/T)<br />

430 × 79 × 325 mm<br />

Gewicht k. A.<br />

Gewicht k. A.<br />

Gewicht k. A.<br />

Gewicht<br />

4,2 kg<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Farben<br />

Silber<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Erscheinungstermin<br />

November<br />

Erscheinungstermin<br />

Dezember<br />

Erscheinungstermin<br />

November<br />

Erscheinungstermin<br />

Oktober<br />

HD-Auflösungen<br />

Disc-Formate<br />

Tonformate<br />

Anschlüsse<br />

720p, 1 080i<br />

HD DVD Video,<br />

DVD-ROM, DVD-R,<br />

DVD-R DL, DVD-<br />

RW, CD, CD-R,<br />

CD-RW<br />

Dolby Digital,<br />

Dolby Digital Plus,<br />

Dolby TrueHD,<br />

DTS, MPEG-Audio,<br />

PCM<br />

Video/S-Video,<br />

YUV, Audio-2-<br />

Kanal, Digital<br />

optisch, HDMI 1.2,<br />

Ethernet<br />

HD-Auflösungen<br />

Disc-Formate<br />

Tonformate<br />

Anschlüsse<br />

720p, 1080i, 1080p<br />

HD DVD Video,<br />

DVD-ROM, DVD-R,<br />

DVD-R DL, DVD-RW,<br />

CD, CD-R, CD-RW<br />

Dolby Digital Plus,<br />

Dolby TrueHD, DTS-<br />

HD, Dolby Digital,<br />

DTS, MPEG-Audio,<br />

PCM<br />

Video/S-Video, YUV,<br />

Audio-2+5.1-Kanal,<br />

Digital Coaxial,<br />

Digital optisch,<br />

HDMI 1.3, Ethernet,<br />

RS-232<br />

HD-Auflösungen<br />

Disc-Formate<br />

Tonformate*<br />

Anschlüsse<br />

720p, 1080i,<br />

1080p24<br />

Blu-ray-Disc, DVD-<br />

Audio/-Video, DVD-<br />

RAM, DVD-R/RW,<br />

DVD-R/DL, DVD+R/<br />

DL, CD, CD-R/RW<br />

Dolby Digital,<br />

Dolby Digital Plus,<br />

DTS, MPEG-Audio,<br />

PCM<br />

SCART, S-Video,<br />

YUV, Audio 7.1-<br />

Kanal, Digital<br />

Coaxial, Digital<br />

optisch, HDMI 1.2<br />

HD-Auflösungen<br />

Disc-Formate<br />

Tonformate<br />

Anschlüsse<br />

720p, 1080i, 1080p<br />

Blu-ray-Disc, DVD-<br />

ROM, DVD-RAM,<br />

DVD±R, DVD±RW,<br />

CD-ROM, CD-R/-<br />

RW, Memory Card<br />

Dolby Digital, DTS,<br />

MPEG-Audio, PCM,<br />

Dolby Digital Plus<br />

Video/S-Video,<br />

YUV, HDMI 1.2,<br />

Digital Coaxial,<br />

Digital optisch,<br />

Audio-5.1-Kanal<br />

* Update für Dolby TrueHD und DTS-HD in Planung<br />

Wissen | HD+TV | 6.2006 025


Der Kampf der Giganten<br />

Auf diesen zwei Seiten erspähen Sie alle<br />

Firmen und Filmstudios, die Blu-ray und<br />

HD DVD unterstützen. Dabei sind auch jene<br />

Firmen abgedruckt, die einzig Lizenzen für<br />

eine mögliche Produktion erworben haben.<br />

Electronic Arts besitzt beispielsweise Lizenzen<br />

für die Spieleproduktion der Playstation 3.<br />

Da Sonys Konsole auch in Spielen auf Blu-ray<br />

zurückgreift, steigt die Liste weitaus stärker<br />

an, als bei der HD-DVD-Fraktion. Wir geben<br />

aber zu bedenken, dass Firmen wie Intel<br />

und Microsoft auf der HD-DVD-Seite eine<br />

ungleich höhere Gewichtung aufweisen, als<br />

viele Vertreter auf der Gegenseite. Interessant<br />

sind vor allem die Vorgehensweisen von PC-<br />

Software-Herstellern wie Nero, Sonic oder<br />

Cyberlink. Diese verhalten sich, wie auch<br />

viele Datenträgerhersteller, völlig neutral und<br />

unterstützen beide Formate.<br />

1K Studios, LLC Adobe Alticast Corporation AMC Co. Ltd. Aplix Arvato<br />

Storage Media GmbH Asahi Kasei Microsystems Co. Ltd. Ashampoo Technology<br />

GmbH & Co. KG Atmel Corporation Avid Technology Inc. BASF<br />

AG Basler Vision Technologies BenQ Bose Corporation B & W Group<br />

Cannery Cheertek Inc. Cinram International Inc. Coding Technologies<br />

GmbH Cryptography Research Inc. Daewoo Electronics Corporation Datarius<br />

Technologies GmbH DCA Inc. Degussa Eclipse Data Technologies<br />

Electronic Arts Inc. Elpida Memory, Inc. Esmertec ESS Technology GalleryPlayer Media Networks Hie<br />

Electronics, Inc. Hitachi, Ltd. Horizon Semiconductor Ltd. Infomedia Inc. Intersil Corporation ISMM<br />

Korea Ltd. JVC Kikusui Electronics Corporation Koninklijke Philips Electronics N.V. Laser Pacific Media<br />

Corp. Lauda Co. Ltd. Lead Data Inc. Leader Electronics Corp. Linn Products Ltd. Lintec Corporation<br />

LSI Logic Lite-On I.T. MainConcept AG Maxell Media Tek Inc. Meguro Electronics Corporation<br />

Memorex Meridian Audio Ltd. Metta Technology Mitsubishi Electric Corporation Mitsumi Electric<br />

Co. Ltd. Must Technology Co. Ltd. MX Entertainment Netflix Inc. Newtech Infosystems Inc. Nexamp<br />

Systems Technology Inc. NTT Electronics Corporation Ono Sokki Co. Ltd Open Technology Co. Ltd.<br />

OPT Corporation Optodisc Technology Corporation Orbit Corp. Osmosys S.A. Pinnacle Systems PoINT<br />

Software & Systems GmbH PowerFile Primera Technology Inc. Prodisc Technology Inc. Quanta Storage<br />

Inc. Realtek Semiconductor Corp. Renesas Technology Corp. Rimage Corporation Shibasoku Co. Shinano<br />

Kenshi Co. Ltd. Sigma Design, Inc. singulus Technologies Sonopress ST Microelectronics Steag<br />

TA-Optik GmbH Sumitomo Bakelite Sun Microsystems Sunext Tao Group Limited Targray Technology<br />

International Inc. TDK Corporation Texas Instruments Japan Limited Trailer Park UmeDisc Ltd. Universal<br />

Music Group Verbatim Victor Company of Japan Limited Videon Central, Inc. Vivendi Universal<br />

Games Yamaha Corporation Yokogawa Electric Corporation Zenith Zentek Technology Japan, Inc.<br />

ZOOtech Ltd. Zoran Corporation<br />

+<br />

Almedio Alpine Electronics Inc. ArcSoft Inc. Audio-<br />

Dev AB B.H.A. Corporation Bandai Visual Co. Ltd.<br />

Broadcom Corporation CMC Magnetics Corporation<br />

CyberLink Corporation D & M Holdings Inc. Daikin Industries,<br />

Ltd. Daxon Technology Inc. Dr. Schwab Inspection Technology GmbH DTS, Inc. Expert Magnetics<br />

Corp. Fuji Fujitsu Funai Electric Co. Gear Software Hoei Sangyo Co. Ltd. Imagica Corp. Imation<br />

Corporation Infodisc Technology Co. InterVideo Inc. Kadokawa Holdings Inc. Kaleidescape Inc. Kitano<br />

Co. Ltd. Konica Minolta Opto Inc. Lenovo M2 Engineering AB Mitsui Chemicals, Inc. Moser Baer India<br />

Ltd NEC Electronics Corporation Nero AG Nichia Corporation Nikkatsu Corporation Omnibus Japan<br />

Inc. Origin Electric Co. Ldt. Pixela Corporation Pony Canyon Enterprise Prodisc Technology Inc. Pulstec<br />

Industrial Co. LTD Ricoh Company Ltd. Ritek Corporation Sonic Solutions Taiyo Yuden Co. Ltd. Teac<br />

Corporation Teijin Chemicals Ltd. Thomson SA Toei Video Co. Ltd. Toho Company, Ltd. Toppan Printing<br />

Co. Ltd Toptica Photonics AG Unaxis Balzers Ltd. Visionare Corporation<br />

Acer Inc. Acses Co. Ltd. Ad Seeds Co. Ltd Altech ADS Co. Ldt. Beko Elektronik<br />

CDN Corporation, Ldt. Daiko Co. Ltd. Dedicated Devices, Inc. Deluxe Media<br />

Inc. DigiOn, Inc. Digital Site Corporation Disc Labo Corp. Diskware Co., Ltd.<br />

Ebistrade, Inc. Enteractive GmbH Entertainment Network Inc. Exa International Finepack. Co. Ltd.<br />

Hamamatsu Metrix co.ltd. Hitachi High-Technologies Corporation IDE-AVA Interchannel, Ltd. ITRI JP<br />

Co. Ltd Justsystem Corporation Kinyosha Printing Co.Ltd. McRay Corporation Megan Media Holdings<br />

Bhd Memory-Tech Corporation Mitomo Co. LTD Mitsubishi Kagaku Media Co. Ltd. / Verbatim Nihon<br />

VTR Inc. Onken Corporation Outpost FX (AB) International Pegasys, Inc. Pico House Co. Ltd. Planet<br />

Associate Co.Ldt. Protron Digital Inc. Pryaid Records Inc. Q-Tec, Inc. Query Inc Sanken Media Product<br />

Co. Ltd. Shibaura Mechatronics Corporation Sumitomo Heavy Industries Ltd. Super Vision, Inc. Toemi<br />

Media Solutions Limited Tokyo Laboratory Ltd. Toshiba Samsung Storage Technology Corporation Toshiba<br />

EMI Limited Toyo Recording Co. Ldt. Transmix Co. Ltd. Trendy Corporation Ulead Systems, Inc. U-Tech<br />

Media Corp. VAP inc.<br />

026 www.hdplustv.de


Auf Seiten der Filmstudios trumpft Blu-ray<br />

mit den größeren Namen auf. Zudem stehen<br />

die Chancen schlecht, dass Sony oder Disney<br />

jemals eine HD DVD produzieren werden.<br />

Warner und Paramount traten demgegenüber<br />

aus dem alleinigen HD-DVD-Lager<br />

aus und beliefern nun beide Formate. Dieser<br />

Entwicklung könnte auch Universal folgen,<br />

die momentan im Alleingang den Erfolg der<br />

HD DVD forcieren. Die Schwester Universal<br />

Music ist bereits zum Blu-ray-Lager gewechselt.<br />

Dennoch sind Filmfans bei der HD DVD<br />

goldrichtig aufgehoben, denn alle Filme besitzen<br />

eine durchweg gute Bildqualität. Besonders<br />

Warner legt sich mächtig ins Zeug<br />

und liefert auf HD DVD einen Vorzeigefilm<br />

nach dem anderen ab. Die meist späteren<br />

Veröffentlichungen auf Blu-ray können technisch<br />

noch nicht überzeugen.<br />

Filmstudios Filme Cover<br />

Das Omen Die Fantastischen Vier Liga der außergewöhnlichen<br />

Gentleman Hinter feindlichen<br />

Linien Kiss of the Dragon Speed The Transporter<br />

X-Men 1–3 Ice Age 1+2 Walk the Line<br />

Bilder: 20th Century Fox Film, Buena Vista International, Lions Gate Entertainment, MGM, Paramount, Sony Pictures Entertainment, Studio Canal, Universal, Walt Disney Pictures, Warner Bros. Entertainment<br />

Eight Below Dinosaurier Das Vermächtnis der<br />

Tempelritter Glory Road Jay and Silent Bob<br />

Strike Back The Haunted Mansion The Brothers<br />

Grimm The Great Raid Nur noch 60 Sekunden<br />

Dark Water Fluch der Karibik<br />

Devil‘s Rejects Lord of War The Punisher Saw<br />

See No Evil Terminator 2 Reservoir Dogs T2:<br />

Judgment Day Total Recall Dune Rambo<br />

Basic Instinct 2 Das Fünfte Element The Da Vinci<br />

Code Der Exorzismus der Emily Rose DesperadoHitch<br />

Hostel House of Flying Daggers Ritter<br />

aus Leidenschaft Underworld Evolution Ultraviolett<br />

Specie Spiderman SWAT Terminator<br />

+ Filmstudios + Filme + Cover<br />

Aeon Flux Four Brothers Manchurian Candidate<br />

Mission Impossible 1–3 Nacho Libre Payback<br />

Pitch Black Sahara Sleppy Hollow Sky Captain<br />

and the World of Tomorrow Star Trek The Italian<br />

Job Tomb Raider U2: Rattle and Hum We<br />

Were Soldiers World Trade Center<br />

ATL Batman Caddyshack Charlie und die Schokoladenfabrik<br />

Full Metall Jacket Harry Potter<br />

Herr der Ringe Trilogie House of Wax Last Samurai<br />

Matrix Trilogie Million Dollar Baby Oceans<br />

Eleven + Twelve Poseidon Rumor has it Superman<br />

Syriana Training Day Troja<br />

Filmstudios Filme Cover<br />

Basic Instinct Elephant King Kong (1933) The<br />

Fog Der Pianist Rambo 1–3 Total Recall La<br />

Haine<br />

Apollo 13 Brokeback Mountain Children of Men<br />

Chronicles of Riddick Dantes Peak Das Comeback<br />

Der Knochenjäger Die Mumie Dune<br />

End of Days Jarhead King Kong (2005) Land of<br />

the Dead Miami Vice München Ray Serenity<br />

Slither Van Hellsing Waterworld<br />

Wissen | HD+TV | 6.2006 027


Der richtige Durchblick<br />

Bruno Uhl, der am 6. Mai 1950 die Geburtsstunde der Photokina einleitete, ahnte wohl nicht,<br />

dass die Messe in den kommenden 56 Jahren zu solchen Dimensionen heranwachsen würde.<br />

Die ständig steigende Zahl an Interessierten und der Industrie beschert der diesjährigen Photokina<br />

1 600 Aussteller. Somit entwickelte sie sich in den letzten Jahren zu der wichtigsten<br />

Messe für Fotografie weltweit. HD+TV stellt die Neuheiten der diesjährigen Photokina vor.<br />

VON MARTIN GÜNTHER<br />

028 www.hdplustv.de


Die Kleine<br />

Auf zahlreiche Angebote folgt großzügige<br />

Verwirrung, denn wer vor<br />

der Entscheidung steht, ein neues<br />

Kameramodell zu kaufen, hat oft die Qual<br />

der Wahl. Welches System für Sie das richtige<br />

ist und welchen Zweck die zukünftige<br />

Fotoausrüstung erfüllen soll, ist selbst für<br />

informierte Nutzer nicht immer einfach zu<br />

beantworten. Wir versuchen, auf dem steinigen<br />

Weg der Entscheidung mit Rat und<br />

Tat zur Seite zu stehen.<br />

Besonders die kleinen Kompaktkameras<br />

mit Digitaltechnologie scheinen es dem<br />

Verbraucher angetan zu haben. Wachsende<br />

Absätze zeichnen ein deutliches Bild. Die<br />

praktischen Hosentaschenknipsen ersetzen<br />

die revolutionären Kleinbildkameras längst<br />

vergangener Tage. Sie sind einfach zu bedienen,<br />

sehr benutzerfreundlich im Umgang<br />

und erschwinglich. Somit bilden sie ein<br />

Hauptsegment auf dem Kameramarkt der<br />

Zukunft.<br />

Die Kleine<br />

Panasonic, im Heimkinosegment bekannt<br />

durch seine Flachbildfernseher, hat auch<br />

den Kameramarkt fest im Griff. Die Lumix<br />

betitelte Kamerareihe erfährt mit der<br />

DMC-LX2 ihre erneute Renaissance. Mit<br />

zehn Millionen Bildpunkten im 16 : 9-Breitbildformat<br />

und einem Vierfach-Zoom,<br />

erweist sich die knapp 200 Gramm leichte<br />

Kamera als Problemlöser für hochwertige<br />

Fotoaufnahmen. Für Panasonic typisch ist<br />

der optische Bildstabilisator gegen zittrige<br />

Hände und die Anpassung des ISO-Wertes,<br />

welche dieses Mal auf Wunsch sogar vollautomatisch<br />

geschieht. So können Sie sicher<br />

sein, dass alle Aufnahmen eine respektable<br />

Schärfe aufweisen. Störende Rauschmuster<br />

und Farbsäume merzt hingegen der neue<br />

Bildprozessor aus, indem er gleichartige<br />

Muster und Fehlfarben in Sekundenbruchteilen<br />

analysiert.<br />

Die Großen<br />

Hat man das Einfangen des Momentes<br />

perfektioniert, steht dem Kauf einer semiprofessionellen<br />

oder professionellen Spiegelreflexkamera<br />

nichts mehr im Weg. Wechselbare<br />

Objektive, hohe Auflösungen und<br />

zahlreiche technische Finessen lassen die<br />

Kreativität und natürlich auch die Qualität<br />

der Belichtungen wachsen. Bei diesen Modellen<br />

kommt es besonders auf Haptik und<br />

Bildverarbeitung an. Es sollte von daher gut<br />

überlegt werden, da es Wechselobjektive nur<br />

systemexklusiv zu kaufen gibt und somit ein<br />

Markenumstieg schnell zum kostspieligen<br />

Fiasko werden kann.<br />

Rein von der Optik und Beschaffenheit bieten<br />

diese Kameras Leidenschaft pur auf dem<br />

Gebiet der Fotografie. Tiefenschärfe, selbst<br />

definierbare Belichtungszeiten und Farbräume<br />

stellen schon längst keine Seltenheit<br />

mehr dar. Dies eröffnet dem ambitionierten<br />

Fotografen ungeahnte Möglichkeiten der<br />

Bildgestaltung im Vergleich zu den kleinen<br />

Knipsern. Auch die Aufstockung der Ausrüstung<br />

um mehrere Objektive, Blitzgeräte<br />

und Filter ermöglicht nicht nur die Verbesserung<br />

der Fotos, sondern auch die persönliche<br />

Weiterentwicklung des eigenen fotografischen<br />

Könnens.<br />

Profi für daheim<br />

Hersteller Canon dominiert die Kameraszene<br />

mit seinem Erfolgsmodell Canon EOS<br />

350D. Die handliche und günstige Kamera<br />

bietet bereits eine Bildqualität, der selbst<br />

Werbefotografen ihr Vertrauen schenken.<br />

Das neue Spitzenmodell im Profibereich<br />

lautet aber EOS 30D.<br />

Die ebenfalls von Canon erhältlichen Teleund<br />

Weitwinkelobjektive lassen Ihrem<br />

Selbstverwirklichungsdrang freien Lauf.<br />

Nachspiel<br />

Nicht selten entstehen durch die Vorzüge der<br />

Digitaltechnologie an einem durchschnittlichen<br />

Urlaubstag um die 100 Fotos. Erinnert<br />

man sich an die graue Vorzeit, dann mussten<br />

damals fast drei Filme an einem Tag daran<br />

glauben. Auf 14 Tage Urlaub gerechnet<br />

entstehen somit weit über 1 000 Bilder. Das<br />

Problem des Transportes und der Speicherung<br />

ist in der heutigen Zeit durch schnelle<br />

CF-Karten in allerlei Größen oder gebrannte<br />

DVDs schnell gelöst. Komplizierter wird<br />

es, aus dieser Vielzahl an Fotos die 30 besten<br />

herauszupicken und den Rest trotzdem sinnvoll<br />

zu archivieren. Der Markt hält auch für<br />

diese Problematik zahlreiche Möglichkeiten<br />

bereit. Wer seine Bilder jedoch nachbearbeiten<br />

will, ist nicht selten auf kostspielige Bildbearbeitungslösungen<br />

angewiesen. In aller<br />

Neueste Technik kostet: Panasonics Lumix LX2<br />

ist mit 549 Euro fast so teuer wie eine Spiegelreflexkamera<br />

Die Großen<br />

Deutlich größer, aber im Alltagsbetrieb<br />

wesentlich komfortabler schlägt Panasonics<br />

FZ50 die Brücke von kompakten zu Profikameras.<br />

Die Digitale kostet 679 Euro<br />

Die Canon EOS 30D definiert den Standard für<br />

großformatige Aufnahmen – an ihr müssen sich<br />

alle Konkurrenten messen lassen<br />

Nikon erweist sich mit der D200 als ebenbürtiger<br />

Widersacher zur EOS-Reihe von Canon –<br />

hier entscheidet letztendlich der persönliche<br />

Geschmack und das Portemonnaie<br />

Neues | HD+TV | 6.2006 029


Munde ist das viel gepriesene Photoshop<br />

des Softwareboliden Adobe. Dies ist auch<br />

in einer kostengünstigen Variante für den<br />

Hobbyfotografen zu haben und bietet alle<br />

notwendigen Werkzeuge, um die Fotos ins<br />

rechte Licht zu rücken. Ein Tick exklusiver<br />

ist hier Apples Fotoprogramm Aperture.<br />

Mit dem Slogan „Von Profis für Profis“ bietet<br />

die jüngst auf der Photokina vorgestellte<br />

Version 1.5 alle Werkzeuge, die der Fotograf<br />

benötigt, um seine Bilder zu verwalten, zu<br />

bearbeiten und zu präsentieren. Flüssig und<br />

intuitiv gestaltet sich die Oberfläche des<br />

Programms. Dennoch sind ein paar Regeln<br />

beim Umgang mit einer Bildbearbeitungssoftware<br />

zu beachten.<br />

Farbtopf<br />

Zunächst müssen Sie Ihren Aufnahmen<br />

eine angemessene Farbgebung bescheren.<br />

Bei längeren Ausflügen kann es durchaus<br />

passieren, dass die Sonneneinstrahlung und<br />

damit die Farbtemperatur sehr stark variiert.<br />

Wollen Sie nun unterschiedliche Fotos<br />

zu einer großen Tapete verknüpfen, sind<br />

die Gesichter einmal mehr, einmal weniger<br />

rötlich gefärbt. Die Kamera versucht zwar<br />

automatisch, einen neutralen Farbwert zu<br />

halten, aber dies klappt in der Praxis nur<br />

unzureichend.<br />

Mit modernen Bearbeitungsprogrammen<br />

lassen sich Bilder im Nachhinein völlig frei<br />

anpassen. Erst recht, wenn die Bilddateien<br />

im RAW-Format vorliegen, welches moderne<br />

DSLRs beherrschen. Denn hierbei kann<br />

im Nachhinein die Farbtemperatur und<br />

Blendenkorrektur direkt auf die Rohdaten<br />

gerechnet werden, wobei keinerlei Qualitätsverlust<br />

entsteht.<br />

Kampf dem ISO<br />

Licht ist das Lebenselixier aller Kameras. Bei<br />

Innenaufnahmen mit schlechter Beleuchtung<br />

oder nächtlichem Mondschein reicht<br />

das Licht aber kaum noch aus, um scharfe<br />

Bilder zu ermöglichen. Die Kamera setzt<br />

hier die Belichtungszeit höher, damit das<br />

wenige Licht über einen langen Zeitraum<br />

den Sensor „stimulieren“ kann.<br />

Digitale Kameras verstärken nun die eintreffenden<br />

Bildinformationen, selbst wenn<br />

die Lichtleistung der Umgebung nicht ausreicht,<br />

um alle Details sichtbar zu machen.<br />

Auf dem Foto sehen Sie dann rote, grüne<br />

oder andersfarbige Bildpunkte – das so genannte<br />

Pixelrauschen. Mit einem Fotofilter<br />

gegen das Rauschen können Sie im Nachhinein<br />

diesen Fehler rückgängig machen.<br />

Das Programm versucht dabei, die wahllos<br />

eingefärbten Bildpunkte, wie grüne Pixel im<br />

blauen Himmel, selbstständig zu ermitteln<br />

und diese den benachbarten Bildpunkten<br />

anzugleichen. Übertreiben sollten Sie es mit<br />

der Rauschkorrektur aber nicht, denn durch<br />

die Farbangleichung entstehen Unschärfen,<br />

die dem Bild seine Brillanz rauben können.<br />

Für die Ewigkeit<br />

Jeder Bearbeitungstyp findet die richtige<br />

Software. Wer das Fotografieren liebt, wird<br />

auch etwas mehr Zeit in die Nachbearbeitung<br />

seiner geschossenen Bilder investieren.<br />

In diesem Fall sollte ruhig etwas mehr<br />

Geld in eine ordentliche Software gesteckt<br />

werden, um ein solides Nachbearbeitungswerkzeug<br />

zu erhalten. Das zahlt sich auf jeden<br />

Fall aus. Wer erst einmal in die Welt der<br />

Nachbearbeitung hineinschnuppern möchte,<br />

sollte zu Gimp greifen. Die kostenfreie<br />

Software ist „State of the art“ unter den freien<br />

Bearbeitungswerkzeugen und beherrscht<br />

alle Funktionen, die auch die teuren Programme<br />

bieten.<br />

Als Brücke zwischen Verwaltung, Bearbeitung<br />

und Präsentation sollte man zu Apples<br />

Aperture greifen. Auf Apple-Rechnern<br />

lauffähig, bietet es alles, was man von einem<br />

professionellen Werkzeug für Fotografen<br />

erwartet. Bleibt nur noch die Überlegung<br />

der Langzeitarchivierung.<br />

Die Lebensdauer von Kleinbildfilmen liegt<br />

bei etwa 100 Jahren. Bei digitalen Bildern<br />

muss sich der Fotograf mit mehreren Hürden<br />

auseinandersetzen. Zum einen spielt<br />

das Dateiformat eine wesentliche Rolle. Die<br />

Langlebigkeit reduziert sich drastisch auf<br />

nicht mehr als zehn Jahre, was Softwareversionen<br />

und Betriebssystemwechseln zu verdanken<br />

sein wird. Zum anderen die Art des<br />

Datenträgers. Der beste Weg digitale Bilder<br />

zu archivieren ist in Form von Papierabzügen.<br />

Diese können ohne weiteres bei richtiger<br />

Lagerung mehrere Jahrzehnte überdauern.<br />

Trotz fortschreitender Technik kommt<br />

man somit wieder an den Ursprung des Bildes<br />

zurück – Ironie des Schicksals.<br />

Bilder: Adobe, Canon, Corel, Gimp, Nikon, Panasonic<br />

Brandneu auf der Photokina vorgestellt –<br />

Apple Aperture. Intuitive Bedienung und<br />

erstklassige Bearbeitungsmöglichkeiten<br />

zum Preis: 299 Euro<br />

Geht nicht, gibt’s nicht: Mit der Profisoftware<br />

Adobe Creative Suite 2 ab<br />

1 599 Euro setzen Sie die Gesetze der<br />

Natur außer Kraft<br />

Nicht ganz so flexibel wie Photoshop,<br />

aber mit 598 Euro nur halb so teuer:<br />

Corel Draw Graphics Suite X3 bietet<br />

ebenso viele Werkzeuge<br />

Kostenfrei und dennoch leistungsfähig<br />

gestaltet sich die frei erhältliche Software<br />

Gimp, den Download finden Sie unter<br />

www.gimp.org<br />

030 www.hdplustv.de


INHALTE<br />

Marc Hankmann<br />

Chefredakteur<br />

Ein wahrer Kompromiss liegt erst dann vor, wenn keiner der Beteiligten<br />

mit ihm richtig zufrieden ist, heißt ein geflügeltes Wort. Am<br />

Ende steht der Kompromiss, davor ist Hauen und Stechen an der<br />

Tagesordnung. Was in erster Linie noch an Verhandlungen zwischen<br />

Arbeitgeber und -nehmer erinnert, verhält sich bei der Suche<br />

nach standardisierten Technologien nicht anders – bestes Beispiel:<br />

Blu-ray und HD-DVD.<br />

Der eine Vorteil hier, der andere dort, ein Nachteil da und ein weiterer<br />

wieder hier. Momentan gleicht es einer Kaffeesatzleserei, wenn<br />

man Aussagen darüber treffen will, welche der beiden Scheiben wir<br />

in Zukunft in unser Wiedergabegerät legen werden. Dabei sind ihre<br />

Unterschiede noch nicht einmal auf den ersten Blick ersichtlich,<br />

wie etwa anno dazumal, als die große schwarze LP vom kleinen<br />

CD-Silberling aufs Altenteil geschoben wurde.<br />

Schaut man sich aber beispielsweise genauer an, wer hinter welcher<br />

Scheibe steckt, fällt auf, dass die IT-Branche die Flagge der<br />

HD-DVD hochhält, während die Blu-ray-Farben von der Unterhaltungselektronik<br />

getragen werden. Teilen sich hier die Branchen<br />

das traute Heim auf? Werden wir im Arbeitszimmer am PC die<br />

HD-DVD nutzen und im Wohnzimmer die Blu-ray? Nein, ganz so<br />

wird es nicht kommen, denn auch die Hollywood-Studios spielen<br />

hierbei ihre gewichtige Rolle. Dennoch: Derzeit liegen keine handfesten<br />

Fakten vor, die das Aussterben einer der beiden Silberlinge<br />

untermauern würde. Vielmehr wird es Kombi-Laufwerke geben,<br />

sowohl für den PC als auch für den DVD-Player.<br />

Ob dies der Weisheit letzter Schluss ist, sei dahingestellt, denn am<br />

Ende des Tages steht die große Unbekannte: der Verbraucher. Des<br />

Öfteren hat er für wahre „Hoppla-Erlebnisse“ in der Industrie gesorgt.<br />

Keiner sah den Erfolg der SMS voraus, keiner den des iPods.<br />

Dass der Endkonsument nicht immer rational vorgeht, davon können<br />

Sony und JVC ein Lied singen. Betamax lieferte das qualitativ<br />

hochwertigere Bild, doch VHS hat sich durchgesetzt.<br />

Der Blick in die Zukunft reicht also noch nicht aus, um einen der<br />

beiden Standards zum Sieger zu küren. Doch eines ist bereits heute<br />

sicher: Selbst wenn sich einer von beiden durchsetzt, die gute alte<br />

DVD wird immer noch laufen. Und die ist ein gar nicht mal so<br />

schlechter Kompromiss.<br />

Das Hoppla-Erlebnis<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2006 031


In den nächsten Wochen auf den HD-Kanälen von Premiere, Pro Sieben und Sat.1.<br />

PROGRAMMHÖHEPUNKTE<br />

STAR WARS<br />

SCIENCE FICTION<br />

LAND OF THE DEAD<br />

HORROR<br />

Teil IV: Premiere HD Film, Fr, 20. 10. 06, 20.15 Uhr, Sa, 21. 10. 06, 4.30 Uhr, So, 22. 10. 06,<br />

ab 9.15 Uhr: „Premiere Spezial: Star Wars – Die ganze Saga“ – alle sechs Teile<br />

Premiere HD Film, Do, 26. 10. 06, 12.20 Uhr, Fr, 27. 10. 06, 2.55 Uhr,<br />

Mi, 1. 11. 06, 0.00 Uhr, D o, 2. 11. 06, 15.05 Uhr<br />

VOM SUCHEN UND FINDEN DER LIEBE KOMÖDIE<br />

Premiere HD Film, Do, 26. 10. 06, 12.20 Uhr, Fr, 27. 10. 06, 2.55 Uhr, Mi, 1. 11. 06, 0.00 Uhr,<br />

Do, 2. 11. 06, 15.05 Uhr<br />

Bilder: 20th Century Fox, Constantin Film, Lucasfilm, Universal, ZDF


IN <strong>HDTV</strong><br />

MILLION DOLLAR BABY<br />

SPORT/DRAMA<br />

Premiere HD Film, Mi, 18. 10. 06, 20.15 Uhr, Do, 19. 10. 06,<br />

14.30 Uhr, So, 29. 10. 06, 1.35 Uhr, M o, 30. 10. 06, 18.05 Uhr<br />

GARFIELD<br />

KOMÖDIE<br />

HOUSE OF THE FLYING DAGGERS<br />

ACTION<br />

Premiere HD Film, Di, 17. 10. 06, 20.15 Uhr, Mi, 18. 10. 06,<br />

15.50 Uhr, Sa, 28. 10. 06, 17.05 Uhr, S o, 29. 10. 06, 7.15 Uhr<br />

ALEXANDER<br />

HISTORIENFILM<br />

Premiere HD Film, Di, 17. 10. 06, 6.35 Uhr und 15.50 Uhr,<br />

Mi, 25. 10. 06, 20.15 Uhr, D o, 26. 10. 06, 14.10 Uhr<br />

Premiere HD Film, So, 22. 10. 06, 22.30 Uhr, Mo, 23. 10. 06, 12.55 Uhr, Fr, 27. 10. 06, 8.25 Uhr und<br />

16.50 Uhr, Sa, 4. 11. 06, 5.55 Uhr und 14.50 Uhr<br />

WEITERE PROGRAMMHIGHLIGHTS<br />

Film Sender Genre Termin<br />

Im Feuer Premiere HD Film Actiondrama Mo, 16. 10., 22.00 Uhr<br />

Sky Captain Premiere HD Film Actionfilm Di, 17. 10., 12.30 Uhr, Mi, 25. 10., 23.05 Uhr<br />

Die Promoterin Premiere HD Film Sport Mi, 18. 10., 0.45 Uhr, Fr, 3. 11., 8.20 Uhr<br />

White Noise Premiere HD Film Trickfilm Do, 19. 10., 9.10 Uhr, So, 29. 10., 18.35 Uhr<br />

Team America Premiere HD Film Actionfilm Do, 19. 10., 16.40 Uhr, Fr, 10. 11., 15.45 Uhr<br />

Batman Begins Premiere HD Film Science-Fiction Do, 19. 10., 12.15 Uhr und 21.55 Uhr<br />

Darf ich bitten? Premiere HD Film Tanzfilm Sa, 21. 10., 16.45 Uhr, So, 1. 11., 11.30 Uhr und 22.15 Uhr<br />

Freaky Friday ProSieben HD Komödie So, 22. 10., 20.15 Uhr<br />

Das Schwiegermonster Premiere HD Film Komödie Mo, 23. 10., 9.25 Uhr und 21.45 Uhr, So, 5. 11., 18.35 Uhr<br />

Shrek 2 Premiere HD Film Animation Mo, 23. 10., 6.20 Uhr und 18.40 Uhr<br />

Resident Evil: Apokalypse Premiere HD Film Horror Do, 26. 10., 0.50 Uhr, Di, 31. 10., 17.00 Uhr<br />

Amityville Horror Premiere HD Film Horror Fr, 27. 10., 22.05 Uhr, Sa, 28. 10., 12.00 Uhr<br />

Alien vs. Predator Premiere HD Film Science Fiction Fr, 27.10., 10.25 und 23.35, Sa, 4.11., 21.55 Uhr<br />

Peter Pan Sat.1 HD Fantasy Sa, 28. 10., 20.15 Uhr<br />

Die Geistervilla ProSieben HD Komödie So, 29. 10., 20.15 Uhr<br />

Coach Carter Premiere HD Film Sport Mo, 30. 10., 20.15 Uhr, Mi, 8. 11., 22.00 Uhr,<br />

Tiefseetaucher Premiere HD Film Komödie Fr, 1. 11., 20.15 Uhr, Sa, 2. 11., 3.30 Uhr<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2006 033


Spielehöhepunkte in <strong>HDTV</strong><br />

Mit der Xbox 360 und der Playstation 3 gibt es erstmals hochauflösendes Bildmaterial auf<br />

Konsolen zu sehen. In den kommenden Wochen zeigen die folgenden Spiele, was die Programmierer<br />

aus den Geräten herausholen können.<br />

VON MARIO HESS<br />

Pro Evolution Soccer 6<br />

Für die Fans von virtuellen Ballkunststücken<br />

beginnt das Fußball-Highlight 2007 in<br />

diesem Monat. Stilecht darf der Zocker den<br />

neuesten Streich von Konami-Stardesigner<br />

Shingo „Seabass“ Takatsuka in Angriff nehmen:<br />

Pro Evolution Soccer 6. Bereits der Vorgänger<br />

überzeugte durch nahezu perfekte<br />

physikalische Eigenschaften und realistischen<br />

Spielspaß. In Sachen Grafik dürften die Besitzer<br />

einer Xbox 360 noch einen Schlag mehr<br />

erwarten. Daneben verspricht der 38-jährige<br />

Japaner echtes Stadiongefühl durch eine<br />

höhere Anzahl an verschiedenen Spielmodi<br />

sowie mehr echte Lizenzen. Wenn nun noch<br />

die nervigen Moderatoren aus Version 5 ersetzt<br />

werden, bleiben keine Wünsche offen.<br />

NHL 07<br />

Im Gegensatz zur realen nordamerikanischen<br />

Eishockeyliga starten die animierten<br />

Kufenflitzer in jedem Jahr pünktlich mit der<br />

Saison. EA Sports hat den Klassiker erneut<br />

komplett überarbeitet. Die Gamer vor den<br />

Bildschirmen dürfen sich auf die verbesserte<br />

Steuerung und den erweiterten Managermodus<br />

einstellen. Als Sahnehaube haben die<br />

Macher sämtliche Teams der Deutschen Eishockey<br />

Liga DEL integriert. Eine Anfängergeeignete<br />

Steuerung, Steigerungen bei der<br />

Künstlichen Intelligenz (KI) und ein, wie bei<br />

der vorhergehenden Version, unbezwingbarer<br />

Torwart begleiten uns auf der Xbox 360 –<br />

zumindest bis zum kommenden Jahr.<br />

NBA 2K7<br />

Beim Titelkampf um die Krone als beste Basketballumsetzung<br />

kommt es wieder zum<br />

Aufeinandertreffen der Giganten: NBA 2K7<br />

gegen NBA Live 2007. Im Wettstreit um den<br />

früheren Starttermin darf das Spiel von Take 2<br />

hierzulande als Gewinner gefeiert werden –<br />

wenn auch nur mit einem Vorsprung von<br />

sieben Tagen. Ob das allerdings für den Gesamtsieg<br />

reicht? Die Chancen stehen nicht<br />

schlecht. Slam Dunks, Rebounds oder Fastbreaks:<br />

Selten sah eine Basketballumsetzung<br />

ansprechender aus. Es fliegen die Trikots und<br />

die Kulisse tobt. Den letzten Ritterschlag verleiht<br />

Miami Heat-Star Shaquille O’Neal, der<br />

das Cover ziert. NBA 2K7 ist ein echter Dreipunktetreffer.<br />

Hersteller Konami<br />

Genre<br />

Sport<br />

HD-Konsole Xbox 360<br />

Release-Datum Oktober 2006<br />

Hersteller Electronic Arts<br />

Genre<br />

Sport<br />

HD-Konsole Xbox 360<br />

Release-Datum September 2006<br />

Hersteller Take 2<br />

Genre<br />

Sport<br />

HD-Konsole Xbox 360, Playstation 3*<br />

Release-Datum Oktober 2006<br />

034 www.hdplustv.de


NBA Live 2007<br />

Splinter Cell DOUBLE AGENT<br />

FIFA 07<br />

Electronic Arts setzt zum spektakulären<br />

Sprung auf den Korb an. Mit der jüngsten<br />

Variante kommt der Spieler in den Genuss<br />

von beinahe fotorealistischen Basketball-<br />

Szenen. Die hochauflösende Grafik erlaubt<br />

detailreiche Aufnahmen aller NBA-Stars. Dabei<br />

muss der Fan auch auf kleine Extravaganzen<br />

wie Tätowierungen oder Frisuren nicht<br />

verzichten. Dank verschiedener Schwierigkeitsgrade,<br />

der bekannten Freestyle-Steuerung<br />

und diversen Trainingsmöglichkeiten<br />

sollte der Einstieg im Nu gelingen. Auch hier<br />

gilt: Macht die KI mit, steht dem dauerhaften<br />

Spaß nichts mehr im Weg. Dirk Nowitzki<br />

ist nach einigen Einheiten kein Gegner mehr<br />

für uns – wenn auch nur am Controller.<br />

Sam Fisher ist zurück und sieht besser aus,<br />

als je zuvor. Im vierten Teil der Erfolgsreihe<br />

um den Topspion von US-Autor Tom Clancy<br />

muss unser Agent nun eine Terroristengruppe<br />

infiltrieren, um die Welt zu retten. Am<br />

Spielprinzip hat sich wenig geändert: Gegner<br />

müssen ausgeschaltet, geheime Anlagen<br />

sabotiert werden und wer sich im Schatten<br />

hält, lebt bekanntermaßen länger. Radikale<br />

Shooter-Einlagen bleiben weiterhin die Ausnahme.<br />

Die Sound- und Spracheffekte besaßen<br />

schon beim Vorgänger Spielfilmniveau,<br />

was wohl beibehalten wird. „Double Agent“<br />

wird neben der PC- und der Xbox-360-Version<br />

auch zu den Launch-Titeln von Nintendos<br />

Wii-Konsole gehören.<br />

Mit brandneuer Engine soll der Toptitel das<br />

Beste aus der Microsoft-Konsole herausholen<br />

und die Krone im Duell mit Konami zurückerobern.<br />

Zwei Jahre Entwicklungszeit<br />

stecken in der innovativen Fußballsimulation.<br />

So wurde sowohl an der Steuerung als<br />

auch an der Ballphysik ordentlich gefeilt.<br />

Eine Online-Komponente macht aus dem<br />

Wohnzimmerspaß ein grenzenloses Erlebnis,<br />

womit FIFA 07 endgültig zum echten Sport<br />

wird. Insgesamt beinhaltet der EA-Titel 27<br />

Ligen aus über 20 Nationen, aktuell gültige<br />

Spielpläne sowie einen realistischen Managermodus.<br />

Ob das reicht, erfährt die wartende<br />

Fangemeinde ab Ende Oktober.<br />

Hersteller Electronic Arts<br />

Genre<br />

Sport<br />

HD-Konsole Xbox 360<br />

Release-Datum Oktober 2006<br />

Hersteller Ubi Soft<br />

Genre<br />

Action<br />

HD-Konsole Xbox 360<br />

Release-Datum Oktober 2006<br />

Hersteller Electronic Arts<br />

Genre<br />

Sport<br />

HD-Konsole Xbox 360<br />

Release-Datum Oktober 2006<br />

Gears of War<br />

Call of Duty 3<br />

Need for Speed Carbon<br />

Ist dies der heißerwartete Halo-Killer? Zumindest<br />

die ersten Eindrücke lassen den<br />

Action-Knaller der Saison erwarten. Leider<br />

machen das Entwicklerteam und Microsoft<br />

ein großes Geheimnis aus „Gears of War“.<br />

Eine Demo wird vor dem Releasetermin nicht<br />

veröffentlicht. Wenigstens durften die sehnsuchtsvoll<br />

wartenden Spieler schon einige<br />

Eindrücke erhaschen. Wenn der Ego-Horror-<br />

Shooter nun hält, was er verspricht, gehört<br />

er zu den absoluten Highlights auf der Xbox<br />

360. Die Dolby-Digital-Kulisse donnert, die<br />

Graphik-Engine ist bombastisch und das HD-<br />

Bild ist spielfilmreif. Warten wir ab, was die<br />

Programmierer uns liefern. Sicher ist nur eines:<br />

Das wird nichts für Zartbesaitete.<br />

Schon im Vorfeld stöhnten die PC-Anhänger<br />

auf, als Activision-Chef Bobby Kotick<br />

verkündete, dass der kommende Streich der<br />

Call-of-Duty-Reihe eine reine Konsolenangelegenheit<br />

sein wird. Dafür freuen sich Besitzer<br />

einer aktuellen Spielebox umso mehr.<br />

Als alliierter Soldat stürmen Sie in diesem<br />

Ego-Shooter das Schlachtfeld, wobei die Umgebungsphysik<br />

jetzt praktisch unendliche Interaktionsmöglichkeiten<br />

mit der Umwelt garantiert:<br />

Häuserwände brechen zusammen,<br />

Gegenstände zerschmettern. Wie immer<br />

gibt es anspruchsvolle Missionen, tadellose<br />

Grafik, einen Mehrspielermodus sowie keine<br />

Jugendfreigabe.<br />

Gib Gas, ich will Spaß. Der Adrenalinkick<br />

ist mit dem nächsten Need-for-Speed-Teil<br />

vorprogrammiert. Zum ersten Mal dürfen<br />

sich die Fahrer im Team beweisen, um die<br />

Vorherrschaft auf den Straßen der Stadt zu<br />

erhalten. Driften und tunen gehören selbstverständlich<br />

zum Geschäft. Wer dagegen seinen<br />

Wagen bis auf das kleinste Detail selber<br />

gestalten will, bekommt die Möglichkeit einzelne<br />

Elemente nach Wunsch zu verformen.<br />

Carbon zeigt sich als würdige Weiterentwicklung<br />

der Reihe und wird für stundenlanges<br />

Fahrvergnügen sorgen. Und keine Angst<br />

vor der Polizei. Etwas Nitro und Sie sind über<br />

alle Berge. Auf echten Straßen leider nicht<br />

erlaubt.<br />

Bilder: Konami, Electronic Arts, Take 2, Ubi Soft, Microsoft, Activision<br />

Hersteller Microsoft<br />

Genre<br />

Action<br />

HD-Konsole Xbox 360<br />

Release-Datum November 2006<br />

Hersteller Activision<br />

Genre<br />

Action<br />

HD-Konsole Xbox 360, Playstation 3*<br />

Release-Datum November 2006<br />

Hersteller Electronic Arts<br />

Genre<br />

Rennsspiel<br />

HD-Konsole Xbox 360, Playstation 3*<br />

Release-Datum Oktober 2006<br />

* angekündigt<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2006 035


Montage des Augenblicks<br />

Im zweiten Teil unserer Serie über Schnittsoftware nehmen wir Apples Final Cut Express HD<br />

für Sie unter die Lupe. Die Software läuft ausschließlich auf Apple-Rechnern und dürfte damit<br />

für alle „Obstfreunde“ die Alternative zu zahlreichen anderen Programmen sein.<br />

VON MARTIN GÜNTHER<br />

Eine kleine, unscheinbare Schachtel mit mächtigem Inhalt.<br />

Drei vollwertige Programme, die den Videoschnitt von A<br />

bis Z komplett abdecken<br />

Gerade, wenn die Tage wieder kürzer<br />

werden und die Temperaturen<br />

sinken, ist die Zeit gekommen, um<br />

all die selbst gedrehten Sommervideos zu<br />

schneiden. Zweifelsfrei ist der Videoschnitt<br />

oder die Filmmontage eine Kunst und gleichzeitig<br />

eine Philosophie. Wie soll dies dem<br />

Hobbyfilmer nahe gebracht werden? Apples<br />

Final Cut Express HD bietet dazu alles in einer<br />

Box. Gleich drei vollwertige Programme,<br />

inklusive umfassendes Zusatzmaterial auf<br />

DVD oder CD, werden geliefert.<br />

Die Installation<br />

Die Installation der Software geht Appletypisch<br />

sehr einfach von der Hand und ist<br />

ohne ein längeres Studium der Bedienungsanleitung<br />

möglich. Satte 14 Gigabyte an Daten<br />

müssen auf die Festplatte kopiert werden.<br />

Dafür bekommt der ambitionierte Videofan<br />

ein komplettes Paket an Arbeitsutensilien.<br />

Zum einen die eigentliche Schnittsoftware<br />

Final Cut Express sowie die Audiosoftware<br />

Soundtrack Express, mit der sich Audiomaterial<br />

in vielen Arten bearbeiten und selbst<br />

erstellen lässt und zum anderen Live Type.<br />

Damit lassen sich animierte Titel in vielen<br />

Varianten anfertigen. Somit sind alle notwendigen<br />

Werkzeuge vorhanden, um sofort<br />

loslegen zu können. Weiterhin finden wir in<br />

der Verpackung noch ein DVD-Tutorial und<br />

ein kurzes Einleitungsheft über die wichtigsten<br />

Funktionen. Rund eine halbe Stunde<br />

dauert die Installation auf einem herkömm-<br />

036 www.hdplustv.de


lichen G4-Rechner. Da die Software in Universal Binary<br />

vorliegt, kann sie alternativ auch auf den neuen Intel-basierten<br />

Macs benutzt werden. Die Systemvoraussetzungen<br />

verlangen einen ein Gigahertz schnellen Prozessor und<br />

mindestens einen Gigabyte RAM für die HDV-Funktionen.<br />

Nach der Installation sind alle Pakete, Programme<br />

und die Musik installiert. Das beigelegte Tutorial stellt<br />

ein sehr sinnvolles Hilfsmittel dar. Leider ist dieses nur in<br />

Englisch vorhanden. Nichtsdestotrotz werden die Funktionen,<br />

gerade dem Einsteiger, spielend nahe gebracht,<br />

so dass er nach relativ kurzer Zeit mit allen Funktionen<br />

vertraut ist.<br />

Bild: Photocase.com<br />

Das Benutzer-Interface<br />

Dank der sehr übersichtlichen Menü- und Fensterstruktur<br />

findet sich der Videoliebhaber sehr gut zurecht. Auf<br />

Grund der umfangreichen Funktionen empfiehlt es sich<br />

dennoch, das Tutorial einmal komplett anzuschauen,<br />

auch wenn die Versuchung sehr groß ist, gleich die Software<br />

ausprobieren zu wollen. Man wird sehen, viele Dinge<br />

gehen dann wesentlich flüssiger und sicherer von der<br />

Hand.<br />

Um das Material auf die Festplatte zu spielen, verbindet<br />

man ganz einfach die Mini-DV- oder HDV-Kamera via<br />

Firewire mit dem Mac. Auch von anderen Quellen kann<br />

Bildmaterial importiert werden.<br />

Die Kamera wird vom Rechner automatisch erkannt und<br />

Einspieloptionen werden in Dialogform geboten. Sind<br />

die Clips eingelesen, gestaltet sich der eigentliche Videoschnitt<br />

sehr übersichtlich. Besonders Freunde des „Drag<br />

& Drop“ kommen voll auf ihre Kosten. Die verschiedenen<br />

Fenster, wie z. B. <strong>Vorschau</strong> und Hauptfenster sowie<br />

die „Timeline“ und das Clipfenster agieren interaktiv<br />

miteinander. Ein bereits beschnittener Clip kann einfach<br />

mit der Maus an die entsprechende Stelle gezogen werden.<br />

Das Programm bietet dabei noch eine Vielzahl an<br />

Ein- bzw. Überblendeffekten oder Positionierungsvarianten<br />

an.<br />

Mit den so genannten Keyframes können außerdem<br />

Marker erstellt werden, die dann mit bestimmten Effekten<br />

belegt werden können und sich zudem noch komplett<br />

automatisieren lassen. Viele nützliche Effekte stehen<br />

dem Nutzer hierbei zur Verfügung. Vom Schwarz-Weiß-<br />

Look bis hin zu Slow-Motion-Effekten kann nahezu alles<br />

realisiert werden. Der Kreativität sind fast keine Grenzen<br />

gesetzt. Innerhalb von nur einer Stunde kann man sich in<br />

die grundlegenden Funktionen einfuchsen sodass bereits<br />

erste akzeptable Ergebnisse erzielbar sind. Generell sind<br />

in der Software bis zu 99 Video- und Audiospuren möglich.<br />

Mehr wird der Normalnutzer selten benötigen.<br />

Final Cut Express ist klar aufgebaut und sehr übersichtlich strukturiert. Links oben werden alle Dateien<br />

und Verzeichnisse in frei skalierbarer Größe angezeigt, in der oberen Mitte befindet sich das <strong>Vorschau</strong>fenster<br />

und links oben der „Main-Viewer“, wo die in der Time-Line (unten) geschnittenen Sequenzen<br />

angezeigt werden<br />

Live Type – der Titelgenerator<br />

Das Final Cut Express-Paket umfasst neben dem eigentlichen<br />

Schnittprogramm auch den mächtigen Titelgenerator<br />

namens Live Type. Dieser ermöglicht es in wenigen<br />

Schritten komplexe Titelgestaltungen mit schicken Effekten<br />

vorzunehmen. Mit einer Vielzahl an Schriften, bewegten<br />

Hintergründen, Ein-, Aus- und Überblendfunktionen<br />

ausgestattet, lässt sich im Handumdrehen aus einem Urlaubsvideo<br />

ein spritziger und unterhaltsamer Clip kreieren.<br />

Alle Vorlagen sind in HD-fähiger Auflösung fertig<br />

für den Einsatz im Final-Cut-Projekt. Sie werden separat<br />

abgespeichert und können, wie auch die Videoclips,<br />

per „Drag & Drop“ einfach in das vorhandene Projekt<br />

eingearbeitet werden. Falls es Änderungen geben sollte,<br />

kann man direkt und mit nur einem Mausklick aus dem<br />

Projekt die Titelsequenz verändern; sehr einfach, da der<br />

Workflow nicht unterbrochen werden muss. Die Oberfläche<br />

fügt sich gut in das Gesamtprojekt ein und lässt die<br />

meisten Funktionen intuitiv anwählen.<br />

Neben den zahlreichen Bearbeitungsmöglichkeiten und<br />

Titelvarianten lässt auch die Vielzahl an Hintergründen<br />

und Möglichkeiten den Titel zu gestalten, kaum Wünsche<br />

offen – eine sehr sinnvolle Erweiterung zur Komplettierung<br />

der Möglichkeiten innerhalb der Schnittsoftware.<br />

Soundtrack – Musik zum Film<br />

Was wäre ein Film ohne entsprechende Musik dazu?<br />

Wahrscheinlich gar nichts. Doch bevor man irgendeine<br />

langweilige Musik lieblos dazu abspielen lässt, kann man<br />

sich selbst als Komponist versuchen. Eines sei vorweggenommen:<br />

Soundtrack, die mitgelieferte Audio-Software,<br />

macht einfach nur Spaß. Neben einer guten Einbindung<br />

in das Software-Trio bietet der Musik-Sequenzer alle<br />

Möglichkeiten, die man an ein semiprofessionelles Audioprogramm<br />

stellen kann. Tausende von Samples in<br />

verschiedenen Variationen stehen bereit und ohne langes<br />

Einlesen kann man sofort beginnen. Per „Drag & Drop“<br />

können die Audio-Samples in das Projektfenster gezogen<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2006 037


für die nötige Feinheit und Dynamik noch<br />

eine Bassgitarre und ein paar Streicher –<br />

fertig ist die Filmmusik.<br />

Mit wenig Aufwand kommt der Hobby-<br />

Komponist schnell zu einem tollen Ergebnis.<br />

Nicht allein deshalb hat sich die Software<br />

in kurzer Zeit zum Redaktionsliebling entpuppt.<br />

Augenringe und Schlafmangel waren<br />

die Folge des nächtlichen Komponierens.<br />

Nicht nur zu einem Film, sondern auch völlig<br />

allein können Stücke erarbeitet werden.<br />

Zu guter Letzt können die immerhin 32 Audiospuren<br />

einzeln mit hochwertigen Plug-<br />

Ins bestückt werden. Eine Vielzahl stammt<br />

aus dem Top-Produkt Apple Logic.<br />

Der mächtige Titelgenerator gliedert sich perfekt in die Produktlinie ein und bietet neben vielen Schriften auch<br />

bewegte Hintergründe und ausgefeilte Effekte. Links oben befindet sich die <strong>Vorschau</strong>, daneben die beiden Reiter<br />

für den eigentlichen Text, die Hintergründe und Effekte. Unten, wie im Schnittprogramm, befindet sich die Time-<br />

Line. Alle Hintergründe, Texte und Überblendeffekte können so visualisiert werden<br />

Der Spaßmacher schlechthin. Das ultimative Musik-, Kreativ-, Produktions- und Soundtrackwerkzeug. Hier ist der<br />

Name Programm: Soundtrack Express. Ein vollwertiges Musikprogramm, welches dem Film den letzten Schliff<br />

verleiht. Einfach das geschnittene Video laden und in der Bibliothek zwischen tausenden Samples die richtigen<br />

per „Drag & Drop“ einfügen und nach belieben kombinieren und musizieren<br />

werden. Das Video bekommt eine separate<br />

Spur, so dass daran synchron gearbeitet<br />

werden kann. Ein passendes Musikstück ist<br />

schnell zusammengeschoben, denn die einzelnen<br />

Tracks passen sich automatisch dem<br />

vorher festgelegten Tempo an und lassen<br />

sich in der Länge passend zum Rest einfach<br />

mit der Maus ziehen. Besonders behilflich<br />

ist der „Sample-Browser“. Mit ihm kann<br />

man systematisch die Bibliothek nach passenden<br />

Sequenzen durchstöbern. Ein bisschen<br />

Beat hier und ein paar Gitarren da,<br />

Von A bis Z<br />

Nach dem Vertonen des frisch geschnittenen<br />

Werkes spielt man das komplette Projekt<br />

einfach in HD-Qualität aus, ganz gleich,<br />

ob es vorher in HD geschnitten wurde oder<br />

nicht. Hierbei stehen folgende Varianten zur<br />

Verfügung: das Ausspielen auf eine Videokamera,<br />

der Export als Quick-Time-Datei oder<br />

die Konvertierung in ein anderes Videoformat.<br />

Somit steht jedem die hochauflösende<br />

Welt zur Verfügung, denn selbst auf einem<br />

iPod können die fertigen Filme betrachtet<br />

werden.<br />

Nach einiger Eingewöhnungszeit und dank<br />

des guten Tutorials ist der Einsteiger in der<br />

Lage, einen kompletten Film zu schneiden.<br />

Vom ersten Titel mit rauschenden Orchesterklängen<br />

und bewegendem Vorspann bis<br />

hin zum krachenden Ende mit allerlei Spezialeffekten<br />

und dem Hollywood-Abspann<br />

sind alle Möglichkeiten denkbar. Das kann<br />

schnell süchtig machen, wie unsere Redakteure<br />

selbst erfahren mussten.<br />

Apples Konzept geht also auf: Eine komplexe<br />

Schnittsoftware mit dem nötigen Feingefühl<br />

für die technisch Unversierten; ein Paket,<br />

bei dem man so schnell nichts vermissen<br />

wird. Die Kosten von rund 300 Euro sind<br />

sehr gut angelegt, vorausgesetzt die nötige<br />

Rechenleistung ist vorhanden. Ein kräftiger<br />

Prozessor, wie etwa der Intel Core Duo mit<br />

2 Gigahertz, und ausreichend Arbeitsspeicher,<br />

hier dürfen es schon ein oder besser<br />

gleich zwei Gigabyte sein, werden benötigt.<br />

Dann macht das Arbeiten erst richtig Spaß.<br />

Den Besitzern von älteren Rechnern raten<br />

wir von einer Video-bearbeitung, speziell<br />

von HD-Material, mit Final Cut Express allerdings<br />

ab. Ein rundes Paket, mit dem man<br />

es zwar nicht ins Kino schaffen wird, jedoch<br />

seinem Bekanntenkreis so manch neidischen<br />

Blick entlocken kann. Schließlich lässt es sich<br />

dann ganz locker auf die Frage: „Hast du das<br />

alles selbst gemacht?“, mit einem stolzen:<br />

„Ja!“ antworten.<br />

In der nächsten Ausgabe der HD+TV lesen<br />

Sie alles über Adobe Premiere Pro.<br />

038 www.hdplustv.de


Die Welt entdecken<br />

Auch wenn die großen Entdeckungsfahrten längst Geschichte sind, gibt es auf unserem<br />

Planeten noch genügend Neues zu entdecken. Dies ist seit nunmehr zehn Jahren die<br />

Botschaft der deutschen Sender von Discovery, die uns die Welt mit ihren Dokumentationen<br />

näher bringen – seit Oktober 2005 auch in HD.<br />

VON THOMAS MEYER<br />

Zwar sind die großen Expeditionen eines<br />

da Gamas, Livingstones oder von<br />

Humboldts schon lange vorbei, doch<br />

lässt uns die Neugier auf ferne Länder mit ihren<br />

Menschen, Tieren und Pflanzen einfach<br />

nicht los. Insofern war es alles andere als eine<br />

Schnapsidee, als der US-Amerikaner John<br />

Hendricks 1985 Discovery Channel gründete.<br />

Die Nachfrage nach hochwertigen Geschichts-<br />

und Naturdokumentationen, selbst<br />

wenn man für sie extra bezahlen müsste, war<br />

vorhanden – und schon drei Jahre nach der<br />

Gründung verzeichnete der Pay-TV-Sender<br />

32 Millionen Abonnenten.<br />

Angespornt von diesem beachtlichen Erfolg<br />

wurde das Discovery-Format über die Jahre<br />

weiterentwickelt und exportiert. Zurzeit existieren<br />

weltweit 17 Sender. Discovery Communications,<br />

dessen Ableger die Bereiche<br />

Natur, Tierwelt, Gesundheit, Wissenschaft<br />

sowie Technik, Geschichte, Abenteuer und<br />

Reisen abbilden, ist in 170 Ländern tätig und<br />

erreicht weltweit 1,4 Milliarden Abonnenten.<br />

1996 expandierten die US-Amerikaner nach<br />

Deutschland und brachten Discovery Channel<br />

drei Jahre später auf der Plattform des<br />

Pay-TV-Anbieters Premiere unter. Im April<br />

2004 ging Animal Planet auf Sendung. Seit<br />

März 2005 kann man bei Premiere auch den<br />

Kanal Discovery Geschichte abonnieren, so<br />

dass die Zahl der Premiere-Kunden mit einem<br />

Abo-Paket inklusive Discovery-Sendern<br />

mittlerweile bei über zwei Millionen liegt.<br />

Form und Inhalt<br />

Bei Fachhändlern wird der Sender Discovery<br />

HD, der im Oktober 2005 als einer von drei<br />

hochauflösenden Premiere-Kanälen startete,<br />

zu Verkaufszwecken gern eingeschaltet, denn<br />

hochauflösende Aufnahmen von Eisbären,<br />

Wracks in der Tiefsee oder tropischen Regenwäldern<br />

bringen die Vorzüge eines <strong>HDTV</strong>tauglichen<br />

Flachbildfernsehers erst richtig<br />

zur Geltung. Die Bilder sind so detailgetreu,<br />

dass man den Eindruck gewinnt, selbst gerade<br />

in fernen Gefilden unterwegs zu sein – ein<br />

besseres Verkaufsargument für „HD ready“-<br />

Fernseher gibt es wohl nicht.<br />

Discovery achtet jedoch nicht nur auf die<br />

technische Qualität der HD-Aufnahmen.<br />

Mindestens genauso wichtig ist die Qualität<br />

der Inhalte. Discovery bietet zu 100 Prozent<br />

„Non-Fiction-Unterhaltung“, d. h. alle Produktionen<br />

basieren auf sorgfältig recherchierten<br />

Ereignissen und Forschungsergebnissen.<br />

Dort, wo die moderne Wissenschaft<br />

bislang nur sehr wenige Erkenntnisse gewinnen<br />

konnte, wie z. B. bei der Entstehung und<br />

Beschaffenheit des Weltalls, werden hingegen<br />

die plausibelsten Theorien dargestellt.<br />

Entertainment für Männer<br />

Bemerkenswert ist, dass fast 100 Prozent<br />

der auf Discovery HD ausgestrahlten Dokumentationen<br />

von den Amerikanern selbst<br />

produziert wurden. Da das hochauflösende<br />

Fernsehformat in den USA schon länger in<br />

Gebrauch ist, stammen viele Produktionen<br />

von den Schwestersendern aus Übersee. Ähnlich<br />

wie bei Discovery Geschichte, wo man<br />

vor allem bei Dokumentationen zur Zeitgeschichte<br />

mit Spiegel TV zusammenarbeitet,<br />

soll der Anteil deutscher bzw. europäischer<br />

Produktionen jedoch langfristig steigen.<br />

Mit Spiegel TV und der Development Company<br />

for Television Program (DCTP) schloss<br />

Discovery Communications im März dieses<br />

Jahres einen weiteren lukrativen Deal ab. Die<br />

US-Amerikaner übernahmen von den beiden<br />

Unternehmen 98 Prozent der Anteile an<br />

dem deutschen Free-TV-Sender XXP, der seit<br />

dem 1. September unter dem neuen Namen<br />

DMAX sendet.<br />

Mit dem neuen Namen ging auch eine Neuausrichtung<br />

des Senders einher. DMAX bezeichnet<br />

sich als „Factual-Entertainment-<br />

Kanal für Männer“ und sendet für diese<br />

Zielgruppe vornehmlich Dokumentationen,<br />

Talkshows, Human-Interest-Beiträge und<br />

Reality-Shows, die aus deutscher und internationaler<br />

Produktion stammen. Was sich<br />

auf den ersten Blick so gar nicht nach Discovery<br />

anhört, macht nach Ansicht von Patrick<br />

Hörl, Geschäftsführer Discovery Networks<br />

Deutschland, unter den hierzulande<br />

herrschenden Marktgegebenheiten durchaus<br />

Sinn. „Gerade im Free-TV können wir durch<br />

DMAX neue Zuschauer erreichen und haben<br />

die Möglichkeit, unser Werbegeschäft auszuweiten“,<br />

so Hörl gegenüber HD+TV. „Insbesondere<br />

in einem Markt wie Deutschland, in<br />

dem Pay-TV-Kanäle nur neun Prozent der<br />

Haushalte erreichen, ist das wichtig.“<br />

Die technischen Voraussetzungen für einen<br />

Erfolg sind jedenfalls gegeben, denn der Sender<br />

ist via Kabel und DVB-T für rund 70 Prozent<br />

der Haushalte zu empfangen und wird<br />

darüber hinaus auch via Satellit ausgestrahlt.<br />

Und auch die ersten Zahlen stimmen: Während<br />

in der ersten Woche nach dem Start nur<br />

0,2 Prozent der 14- bis 49-jährigen männlichen<br />

TV-Zuschauer bei DMAX eingeschaltet<br />

hatten, waren es in der Woche danach schon<br />

1,2 Prozent.<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2006 039


„Erfolg ist ein lausiger<br />

Lehrer. Er verführt schlaue<br />

Menschen zu denken,<br />

dass sie nicht verlieren<br />

können.“<br />

Bill Gates<br />

040 www.hdplustv.de


Die Welt verstehen<br />

Reifer ist er geworden, der Microsoft Co-Gründer Bill Gates. Der im Oktober 51 Jahre alt<br />

gewordene Gates dankt ab und entlässt sein Lebenswerk in eine ungewisse Zukunft. Bis 2008<br />

werde er sich um eine reibungslose Übergabe bemühen, doch die Zeichen für eine rosige<br />

Zukunft stehen schlecht, denn der riesige Dampfer Microsoft gerät ein ums andere Mal ins<br />

Fahrwasser von Kartellbehörden und Konkurrenten.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Es gibt kaum ein Unternehmen, dass unser tägliches<br />

Leben mehr geprägt hat als die Redmonder Softwareschmiede<br />

Microsoft. Der Name steht heute<br />

nicht nur für das Betriebssystem Windows, sondern auch<br />

für Computer und das Internet. Doch die goldenen Zeiten<br />

scheinen vorüber, denn mit Apple und Google wächst<br />

große Konkurrenz heran.<br />

Andere Zeiten<br />

Die Monopolstellung des Konzerns geht in das Jahr 1995<br />

zurück. Mit Windows 95 festigte Microsoft seine Alleinstellung<br />

im PC-Bereich und lieferte sogar kostenlos ein<br />

Programm für den Internetzugang: den Internet-Explorer.<br />

Obwohl für die Kunden keinerlei Nachteile durch<br />

die kostenlose Dreingabe entstanden, wertete das Justizministerium<br />

der USA den Vorstoß als unrechtmäßig und<br />

bezichtigte Microsoft 1997 der Ausnutzung ihrer monopolistischen<br />

Stellung. Zwei Jahre lang hätte Microsoft Anbieter<br />

von Computern indirekt gezwungen, neben dem<br />

Betriebssystem auch ausschließlich den Internet Explorer<br />

anzubieten.<br />

Tatsächlich integrierte Microsoft den Internet Explorer<br />

nicht ohne Hintergedanken ins eigene Betriebssystem<br />

Windows, denn der Hauptkonkurrent Netscape war 1995<br />

der unangefochtene Marktführer. Infolge der Einspeisung<br />

in Windows und zahlreicher Verbesserungen gelang<br />

es Microsoft jedoch, 1998 am Erzfeind vorbei zu ziehen<br />

und 1999 diese Vormacht zu festigen.<br />

Netscape Chef Marc Andreesen musste hingegen den<br />

Konkurs seiner Firma bekannt geben. Somit hatte Microsoft<br />

in nur vier Jahren den Wettlauf um die Benutzerführung<br />

des Internets gewonnen, denn 1995 war der Internet<br />

Explorer bestenfalls ein Versuch. Ein halbes Jahrzehnt<br />

später konnte sich Microsoft nicht nur mit dem Marktführer<br />

Netscape messen, sondern ihn in Qualität weit<br />

überflügeln. Fast 85 Prozent der Menschen weltweit nutzten<br />

im scheidenden Jahrtausend den Internet Explorer.<br />

An diesem Beispiel erkennt man die Zielstrebigkeit des<br />

Konzerns, der nicht als erster einen Markt besetzt, sondern<br />

durch sinnvolle Verbesserungen bereits bestehende<br />

Produktlinien erweitert. Doch wo Microsoft seinen Platz<br />

einfordert, scheint kein Platz für die unmittelbare Konkurrenz.<br />

Bill Gates verteidigt die Microsoft-Strategie vehement.<br />

So habe das Unternehmen am Beispiel von Netscape keinesfalls<br />

den Mitbewerber mit unlauteren Mitteln vom<br />

Markt verdrängt, sondern durch die Verbesserung des<br />

eigenen Produktes, den Internet Explorer, die technologische<br />

Marktführerschaft letztendlich gewonnen. Kritiker<br />

werfen dem Unternehmen bis heute jedoch die Geheimhaltung<br />

wichtiger Windows-Strukturen vor, sodass einzig<br />

Microsoft den vollen Einblick in das Betriebssystem habe<br />

und mit seinen Produkten die beste Leistung erzielen<br />

könne. Bill Gates bezeichnet solche Vorwürfe jedoch als<br />

ungerechtfertigt, schließlich habe Microsoft jederzeit Gespräche<br />

mit seinen Partnern, wie auch Marc Andreesen<br />

geführt, in denen die Unterstützung durch Windows zugesichert<br />

wurde. Den Vorschlag der Kommission, Netscape<br />

vollständig in Windows zu integrieren, sei dagegen<br />

absurd. Schließlich sei man in wirtschaftlicher Sicht ein<br />

Konkurrent und Windows ist und bleibt ein Microsoft-<br />

Produkt. Zudem gibt es neben Netscape noch weitere<br />

Mitbewerber, die ebenfalls integriert werden müssten.<br />

Die Integration des Internet Explorers in Windows ist<br />

dagegen die logische Konsequenz, schließlich erwarte der<br />

Käufer eines Betriebssystems, dass dieses vom Start weg<br />

Internet fähig sei.<br />

Die Bürde des Marktführers<br />

Microsoft besitzt das meistverkaufteste Betriebssystem<br />

der Welt, doch diese Auszeichnung wurde Bill Gates ein<br />

ums andere Mal zum Verhängnis. Immer wieder versucht<br />

Der reichste Mann der Welt<br />

Bill Gates, geboren als<br />

William Bill Henry Gates am<br />

28. Oktober 1955 in Seattle,<br />

ist das zweite von drei<br />

Kindern der für damalige<br />

Verhältnisse bereits wohlhabenden<br />

Gates-Familie.<br />

Gates gilt in Mathematik und<br />

Wirtschaft als hochbegabt.<br />

Mit seinem ehemaligen Schulfreund<br />

Paul Allen gründete<br />

der spätere Vorsitzende 1975<br />

Microsoft (Foto: Gründungsmitglieder<br />

1978). In den 80er<br />

Jahren erschien MS-DOS,<br />

zunächst noch für IBM<br />

entwickelt. Das Betriebssystem<br />

legte den Grundstein für<br />

Microsofts spätere Monopolstellung.<br />

Der finanzielle<br />

Erfolg stellte sich jedoch erst<br />

1990 ein, als Windows 3.0 das<br />

Licht der Welt erblickte.<br />

Heute besitzt Gates ein<br />

Vermögen von 42 Milliarden<br />

Euro und ist damit bereits<br />

zum zwölften Mal der<br />

reichste Bewohner unseres<br />

Erdballs.<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2006 041


Der Schlüssel zum Erfolg: Mit über einjähriger Verspätung<br />

soll das neue Windows Vista im Januar auf<br />

den Markt kommen. Vista wird der Ausgangspunkt<br />

für Microsofts Musik- und Spieleplattform, sowie der<br />

neuen Suchmaschine „live“<br />

Microsoft nach dem Beispiel des Internet Explorers<br />

eigene Zusatzprogramme kostenlos in<br />

die Software zu integrieren. Damit läuft das<br />

Unternehmen jederzeit Gefahr, von den Kartellbehörden<br />

abgemahnt zu werden, schließlich<br />

würden Produkte von Fremdherstellern<br />

benachteiligt. Vereinfacht ausgedrückt hieße<br />

dies: Wenn Volkswagen die breite Mehrheit<br />

der Automobile weltweit herstellt, müssten<br />

sie BMW und Mercedes erlauben, Motoren<br />

dafür herzustellen und diese ebenfalls einbauen.<br />

Neben dem Internet Explorer war es somit<br />

vorhersehbar, dass der Media Player, welcher<br />

Videos und Musik in Windows abspielt,<br />

ebenfalls in die Ungnade der Kartellbehörden<br />

fiel. Die EU-Kommission entschied, dass<br />

Microsoft wegen “Missbrauchs seines Quasi-Monopols<br />

gegen die EG-Wettbewerbsregeln“<br />

verstoßen habe und verhängte das<br />

Rekordbußgeld von 497 Millionen Euro. Das<br />

Geld floss 2004 direkt in die Kasse des EU-<br />

Haushaltes, so dass Länder wie Deutschland<br />

vom Microsoft-Obolus profitierten.<br />

Schüsse vor den Bug<br />

Mit dem Erfolg des portablen MP3-Players<br />

iPod hatte Microsoft nicht gerechnet und<br />

dass sogar das Internet-Musikportal Nummer<br />

eins in Apples Hände fallen würde, hätten<br />

sich die Microsoft-Mannen wohl in ihren<br />

schlimmsten Träumen nicht ausgemalt. Dabei<br />

wirkte alles so friedlich, als Apple-Chef<br />

Steve Jobs 1997 den Schulterschluss mit<br />

Microsoft bekannt gab und diese das Unternehmen<br />

mit 150 Millionen Dollar vor dem<br />

Ruin retteten. Apple, seines Zeichens abgeschlagener<br />

Außenseiter und Konkurrent auf<br />

dem Computermarkt in den 80er und 90er<br />

Jahren, sorgte mit dem iPod hingegen für<br />

eine neue Zeiterscheinung. Vielleicht war es<br />

jener Augenblick, in dem Jobs seine Visionen<br />

von einem modernen Apple samt MP3-Playern<br />

und Design-Computern voraussah und<br />

Microsoft den hoffnungslos Unterlegenen<br />

unterschätzte. Immerhin beendete Apple<br />

den Streit um die angeblich abgekupferten<br />

Elemente durch Windows, und Microsoft<br />

lieferte dem Konkurrenten Netscape den<br />

wichtigen Todesstoß. Zudem war der MAC<br />

für Microsoft bis dahin eine profitable Einnahmequelle<br />

- doch die Wiederbelebung des<br />

Unternehmens kommt Microsoft nun teuer<br />

zu stehen.<br />

Mit fast drei viertel der Marktanteile bei Playern<br />

und dem Musikportal iTunes ist Apple<br />

der Monopolist des MP3-Musikmarktes und<br />

wird nun seinerseits Ziel für Mitbewerber.<br />

So bekundete Real Networks Interesse, seine<br />

Dateien auf dem iPod abspielen zu können<br />

und Rio Audio will auf seinen Playern die<br />

iTunes-Stücke wiedergeben. Doch Firmengründer<br />

Steve Jobs sieht keine Notwendigkeit<br />

in der Unterstützung. Mit den Worten:<br />

„Der iPod funktioniert bereits mit dem weltweit<br />

führenden Musikdienst, und der iTunes<br />

Music Store funktioniert mit dem weltweit<br />

führenden digitalen Musik-Player,” erhielten<br />

die Interessenten eine klare Abfuhr. Da<br />

die Konkurrenz weit abgeschlagen sei, sehe<br />

Apple keinen Grund mit ihnen zusammenzuarbeiten<br />

und mit gut 75 Prozent Marktanteil<br />

ist diese Einstellung durchaus berechtigt.<br />

So wurde Microsoft plötzlich vom Gejagten<br />

zum Jäger und trat der Arbeitsgruppe der<br />

Consumer Electronics Association (CEA)<br />

bei, deren Anliegen eine standardisierte<br />

Schnittstelle für tragbare Medienabspielgeräte<br />

ist. Da der iPod eigene Schnittstellen<br />

besitzt, die einzig Apple am Markt etabliert,<br />

sieht Microsoft seine Marktdominanz mit<br />

Windows und seinem Media Player in Gefahr.<br />

Mit einer universellen Schnittstelle ließe<br />

sich dieser Makel beheben, doch Apple weigert<br />

sich bislang der Arbeitsgruppe beizutreten.<br />

Stattdessen werden Zubehörteile speziell<br />

für den iPod angeboten, woraus bereits ein<br />

eigener Markt entsteht. So ist der iPod mehr<br />

als ein Musik-Player, er symbolisiert Apples<br />

Weg aus dem Computer- und in den Unterhaltungsmarkt,<br />

mit eigener Technik, Schnittstelle<br />

und Software.<br />

Ein Unglück kommt selten ...<br />

Microsofts größter Fehler im Kampf um<br />

Marktanteile war die Ignorierung des zweiten<br />

Trends: die Internetsuchmaschine. Das<br />

1998 noch unbekannte Google stieg innerhalb<br />

von wenigen Jahren zum größten Microsoft-Konkurrenten<br />

auf, auch wenn die<br />

Suchmaschine bislang kein Betriebssystem<br />

ersetzen kann. Der Weg dorthin ist aber keine<br />

Utopie. So besitzt Google eines der größten<br />

Rechnernetzwerke der Welt und wäre durchaus<br />

imstande, eine kostenlose Plattform für<br />

Office, Mail und Shopping anzubieten. Das<br />

kostenlose Betriebssystem Linux könnte<br />

hierbei das Bindeglied zwischen dem Haus-<br />

Bilder: Microsoft, Sony, Apple, Archiv<br />

042 www.hdplustv.de


„Von deinen unzufriedensten Kunden kannst du am meisten lernen.“<br />

Bill Gates<br />

computer und einer entsprechenden Plattform<br />

darstellen. Microsoft kann diesem<br />

Treiben bislang nur tatenlos zusehen, denn<br />

die neue Suchmaschine „live“ ist bislang nur<br />

Zierde. Wann Microsoft eine ebenbürtige<br />

Suchmaschine anbieten kann, steht damit<br />

noch in den Sternen und Bill Gates selbst<br />

spricht von einer Entscheidung in frühestens<br />

fünf Jahren. Inzwischen weiß niemand so<br />

gut über die Gepflogenheiten der Nutzer Bescheid<br />

wie Google: Wer sucht was, wer kauft<br />

was, Google kennt die Interessen seiner Nutzer<br />

und ist so für alle Werbekunden eine gelungene<br />

Plattform, um Produkte zielgerichtet<br />

zu vermarkten. So verwundert der schnelle<br />

Aufstieg innerhalb von sieben Jahren kaum:<br />

Die Suchmaschine und ihre Gründer überholten<br />

Coca Cola und IBM im Marktwert<br />

und nehmen nun Microsoft ins Visier. Der<br />

Schulterschluss mit Microsoft-Erzfeind Sun<br />

Microsystems stellt einen weiteren Meilenstein<br />

des Google-Aufstiegs dar. Durch neue<br />

Softwarepakete wie E-Mail, Google Talk, Internet-Telefonie<br />

und eigener Office-Software,<br />

wildert Google hemmungslos in den Gefilden<br />

von Microsoft und versetzt dem Riesen<br />

kleine Nadelstiche, die in ihrer Vielzahl klaffende<br />

Wunden hinterlassen können, von denen<br />

sich selbst Microsoft nur schwer erholt.<br />

Dem nicht genug verlor Microsoft den Chefentwickler<br />

Dr. Kai-Fu Lee an Google, der für<br />

die Entwicklung und Einführung verschiedener<br />

Suchtechnologien verantwortlich war.<br />

Alles andere als ein Wettstreit zwischen Monopolisten<br />

sind die Zensuren des Internets in<br />

China. Neben Amnesty International klagten<br />

weitere Menschenrechtsvertretungen über<br />

den wirtschaftlichen Missbrauch von Cisco,<br />

Google, Microsoft, Nortel, Sun und Yahoo.<br />

So hätten sich die Firmen aus geschäftlichen<br />

Beziehungen dem Druck der chinesischen<br />

Behörden gebeugt und regierungskritische<br />

Einträge gesperrt oder die Verfasser kritischer<br />

Texte veröffentlicht. Die betroffenen Firmen<br />

wiesen jedoch jede Schuld von sich und verwiesen<br />

auf die im Lande geltenden Gesetze,<br />

denen Folge geleistet werden müsse.<br />

Visionär Gates<br />

Im höheren Alter geht der Firmengründer<br />

nur noch selten auf direkten Konfrontationskurs<br />

und gibt sich in der Öffentlichkeit<br />

höchst diplomatisch und vorausschauend.<br />

So gingen laut Gates die bisherigen<br />

Im Spielemarkt greift Microsoft<br />

mit der Xbox360 den Platzhirsch<br />

Sony an. Durch die geringe Stückzahl<br />

der Playstation 3 (hinten)<br />

hat der Bill Gates Konzern gute<br />

Karten für ein erfolgreiches<br />

Weihnachtsgeschäft<br />

Bestrebungen im Internet dahin, dass möglichst<br />

viele Informationen für ein weites<br />

Themenfeld abrufbar sind. Der nächste<br />

Schritt muss nun in der Vereinfachung des<br />

Findens dieser Nachrichten bestehen, denn<br />

die Suche nach Informationen ist zeit- und<br />

kostenaufwändig. Der Informationsüberfluss<br />

ist eines der größten Probleme unserer<br />

Zeit. Täglich erreichen einen Angestellten<br />

zehnmal mehr E-Mails als noch vor rund<br />

zehn Jahren. Das Wichtige vom Unwichtigen<br />

zu trennen, ist dabei der Hauptschwerpunkt<br />

aller Anstrengungen.<br />

Die Software der Zukunft sollte deshalb<br />

intelligent handeln, sodass sie einen Mitarbeiter<br />

beim Erfüllen einer zeitbeschränkten<br />

Aufgabe vor allen unnötigen Anrufen und<br />

E-Mails bewahrt und so sicher stellt, dass Sie<br />

oder Er sich einzig auf die Aufgabe konzentrieren<br />

kann.<br />

Weiterhin müssen die bereits bestehenden<br />

Informationen für alle leicht ersichtlich und<br />

verständlich aufbereitet werden, damit nicht<br />

jeder Nachkomme das Rad neu erfinden<br />

muss, sondern auf dem aufbauen kann, was<br />

bereits geschaffen wurde.<br />

So steht die Information, wie man einen<br />

Computer bedient oder ins Internet gelangt,<br />

in jeder Beschreibung. Doch obwohl die<br />

meisten von uns diese Informationen nachlesen<br />

können, verstehen es nicht alle. Das<br />

Wissen, wie man einen Computer bedient,<br />

braucht also mehr als eine einfache Auffindung<br />

des Handbuchs.<br />

Die Frage der Erreichbarkeit spielt eine<br />

ebenso große Rolle. Eine Studie besagt, dass<br />

Sie mit rund 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit<br />

einen Arbeitskollegen nicht telefonisch<br />

erreichen, sondern lediglich den Anrufbeantworter.<br />

Eine weitere Studie errechnete,<br />

dass ein Viertel der Mitarbeiter rund drei<br />

Tage im Jahr damit zubringt, andere zu erreichen.<br />

Wenn der Glücksfall eintritt, jemanden<br />

sofort am Telefon zu haben, so ist dies noch<br />

lange keine Garantie, dass dieser Zeit für ein<br />

Gespräch hat.<br />

Mehrere Telefonnummern, Passwörter, Zugänge<br />

und E-Mail-Adressen sorgen weiterhin<br />

für unvermeidliches Chaos, denn neben den<br />

Arbeitsadressen besitzen viele noch private.<br />

In Zukunft wird es eine universelle Anlaufstelle<br />

geben und Sie können mit einfachen<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2006 043


Noch ist nicht viel vom Google-Konkurrenten zu<br />

sehen. Auf www.live.com soll laut Gates in fünf Jahren<br />

die beste Suchmaschine der Welt zu finden sein<br />

Der neue Media-Player Zune (vorn) soll den Apple iPod (hinten) in die Schranken weisen. Eine drahtlose Übertragung<br />

von Bildern, Musik und Videos hat der Microsoft-Player dem großen Vorbild bereits voraus<br />

Windows<br />

1985 Windows 1.0<br />

1987 Windows 2.0<br />

1990 Windows 3.0<br />

1993 Windows NT 3.1<br />

1995 Windows 95<br />

1996 Windows NT 4.0<br />

1998 Windows 98<br />

2000 Windows ME<br />

Windows 2000 (NT 5.0)<br />

2001 Windows XP (NT 5.1)<br />

2004 Windows Media Center<br />

Edition 2004<br />

2007 Windows Vista (NT 6.0)<br />

Handgriffen alle Arbeitsabläufe schneller strukturieren.<br />

Die Informationen befinden sich nicht mehr länger auf<br />

der Festplatte, sondern sind übergangslos im Internet<br />

vertreten. Sie werden nicht mehr zwischen der Oberfläche<br />

ihres Computers und dem Internet unterscheiden<br />

können.<br />

Noch sind Computer trotz aller Beliebtheit weniger zugänglich<br />

als Fernseher, Handys oder Autos. Dennoch<br />

werden sie diesen Rückstand aufholen, durch grafisch<br />

simple Benutzerführungen und immer kleiner werdende<br />

Elektronik, die den Platz für andere Ideen schafft.<br />

Viele von Gates Ideen sind sogar bereits Realität, nur<br />

wurden sie nicht von Microsoft, sondern vorrangig durch<br />

Konkurrenten wie Apple und Google verwirklicht.<br />

Langer Atem<br />

Mit dem neuen MP3-Player Zune, welcher zusammen<br />

mit Toshiba entwickelt wurde, und der Internetsuchmaschine<br />

„live“ versucht Microsoft, verlorenen Boden<br />

wieder gutzumachen. Die Xbox, welche den Internetgedanken<br />

in die Videospielwelt transferierte, markiert den<br />

Beginn von Microsofts Streben aus dem Softwaremarkt<br />

auszubrechen und eigene Produkte zu entwickeln. Die<br />

HD-DVD im Heimkinobereich ist Microsofts Eintrittskarte<br />

in das Wohnzimmer. Bislang scheiterten alle Versuche<br />

mit Windows und dem PC. Das neue Format setzt<br />

vorrangig auf den eigenen Bildstandard VC-1 und könnte<br />

Microsofts Wunsch nach der öffentlichen Verbreitung<br />

wahr werden lassen, wenn sich die HD-DVD tatsächlich<br />

durchsetzt. Auf dem Heimkinomarkt stehen die Mehrzahl<br />

der Konkurrenten jedoch hinter der Blu-ray, Apples<br />

iPod dominiert den mobilen Musikmarkt, Google ist die<br />

Suchmaschine schlechthin und die Xbox hat es schwer<br />

gegen die Playstation zu bestehen. Somit kämpft Bill<br />

Gates gegen die Welt, aber sollte sein Schachzug dennoch<br />

gelingen, steht Microsoft allein auf weiter Flur und würde<br />

das Internet, den Computer, die Kinder- und Wohnzimmer<br />

sowie die Musikszene dominieren – eine Vorstellung,<br />

die selbst dem Firmengründer einen kalten Schauer über<br />

den Rücken laufen lassen dürfte.<br />

Für eine bessere Welt<br />

Der Reichtum Bill Gates kommt auch den Benachteiligten<br />

der so genannten Dritten Welt zu Gute. Nachdem Warren<br />

Buffet, der zweitreichste Mann der Welt, der Bill & Melinda<br />

Gates Stiftung den Großteil seines Vermögens gespendet<br />

hat, ist die Einrichtung die einflussreichste der<br />

Welt. Die Bill & Melinda Gates Stiftung orientiert sich an<br />

jenen Idealen, die auch Microsoft auszeichnen: Anstatt,<br />

dass andere die Arbeit ungenügend ausüben, vollende sie<br />

am besten selbst.<br />

Kritiker fürchten nun, dass Gates nicht nur mit Microsoft<br />

den Software-Markt dominiert, sondern auch auf dem<br />

Bereich der Bildung, Gesundheit und Entwicklungshilfe<br />

eine Art Monopol anstreben könnte. Die Gelder aus der<br />

Stiftung übersteigen bereits die Mittel für Hilfsprojekte<br />

aus anderen Quellen wie den internationalen Organisationen.<br />

Mit der Macht der Milliarden könnte die Stiftung<br />

auch in gesellschaftliche Strukturen eingreifen und so den<br />

Werdegang ganzer Entwicklungsländer beeinflussen. Das<br />

schließt die Förderung von Schulen, Universitäten und<br />

Bibliotheken oder deren Ausstattung mit Computern ein.<br />

Geld wird auch für Katastrophenhilfe und die Forschung<br />

für genetisch veränderte Lebensmittel ausgegeben. Gates<br />

und die Stiftung halten ebenfalls Aktien an Pharma-Konzernen<br />

inne und arbeiten mit anderen Geldgebern wie<br />

der Hearst Corp., der General Electric Capital Corp sowie<br />

mit Banken zusammen.<br />

So bleiben selbst die humanitären Zwecke nicht frei von<br />

spekulativen Gedanken und Bill Gates steht auch außerhalb<br />

seines selbst errichteten Lebenswerkes Microsoft in<br />

der Schusslinie der Kritiker.<br />

Ob man Microsoft hasst oder liebt, ist eine Frage der persönlichen<br />

Einstellung. Was würden wir tun, um unsere<br />

Ideen durchzusetzen? Wie weit würden wir gehen, damit<br />

wir innerhalb der Marktwirtschaft die besten Produkte<br />

abliefern und weltweit etwas bewegen könnten? Am Ende<br />

dieser Fragen steht meist das Schlagwort Fortschritt und<br />

damit Bill Gates selbst. Eines ist jedoch gewiss: Wer Microsoft<br />

verstehen lernt, der versteht den Lauf der Welt.<br />

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seiner Frau Monika auch immer plüschige Kinobesucher ein


Bärlinale in Potsdam<br />

Was macht ein kleiner Junge, der sein ganzes Taschengeld regelmäßig<br />

jeden Sonntag im Kino um die Ecke ausgibt, wenn er mal<br />

groß ist und ein eigenes Haus besitzt? Ganz klar – er baut sich sein<br />

eigenes Kino. Michael Döpp aus Groß Glienicke bei Potsdam hat<br />

diesen Traum wahr gemacht und sich im Keller seines schmucken<br />

Reihenhauses mitten im Havelland sein eigenes filmisches Kleinod<br />

geschaffen.<br />

VON THOMAS BUTZMANN<br />

Wie im richtigen Kino, der Projektor strahlt aus einem Nebenraum<br />

Doch die Kindheitserlebnisse waren nicht der alleinige<br />

Auslöser. Eine Überschwemmung der<br />

Kelleranlagen aufgrund eines Unwetters vor<br />

mehreren Jahren und der darauf folgenden nötigen Wiederherstellung<br />

des Gewölbes ließen Michael Döpp den<br />

Entschluss fassen, doch sein eigenes kleines Heimkino in<br />

den tristen Kellerraum zu integrieren. Aber es sollte keine<br />

Planung auf dem Reißbrett sein, sondern mehr eine<br />

kontinuierliche Vervollständigung. Zwei Jahre nahm sich<br />

der Hausherr als Ziel, dann sollte das Werk beendet sein,<br />

jedoch ohne Hektik und zu strenger zeitlicher Vorgabe.<br />

Materialien waren vorerst genug vorhanden – die Kellerrenovierung<br />

nach dem Hochwasser ließ<br />

genügend Reste zurück. Ansonsten wurde<br />

verwendet, was gerade vorhanden war.<br />

Auch Materialien und Zubehör aus<br />

Zeitungsannoncen wurden nicht verschmäht.<br />

Die Kinositze wurden bei<br />

einem Gebrauchthändler besorgt und<br />

in eigener Arbeit aufbereitet. Denn<br />

darauf kann Michael Döpp besonders<br />

stolz sein: Fast das gesamte Heimkino<br />

wurde in Eigenarbeit errichtet und kostete,<br />

die technischen Geräte mal ausgenommen,<br />

nur rund 500 Euro – ein Musterbeispiel, wie man<br />

aus wenig viel machen kann. Nur der geraffte Vorhang<br />

vor der Leinwand wurde professionell angefertigt und<br />

vor Ort angepasst. Die sonstige Einrichtung stammt aus<br />

der Kreativität und Schaffenskraft des Hauseigentümers<br />

und seiner Frau – so z. B. auch das aufklappbare Regal für<br />

Player und Reveiver, ein Popcorntisch aus Holzresten und<br />

eine Kinologe, die auf Gasbetonsteinen gebaut ist. Dabei<br />

wirkt der gesamte Raum ganz und gar nicht „zusammen<br />

gezimmert“. Ganz im Gegenteil: Eine wohlige Kinoatmosphäre<br />

durchströmt den Besucher, wenn er den perfekt<br />

gedämmten und gemütlich eingerichteten Raum betritt,<br />

der in keiner Weise „selbst gemacht“ erscheint, sondern<br />

einen überaus professionell errichteten Eindruck macht.<br />

Besonders raffiniert wurde der Beamer untergebracht. Da<br />

der Raum nicht unbedingt kinogemäße Abmessungen<br />

besaß, wurde kurzerhand die der Leinwand gegenüberliegende<br />

Wand kurz über Kopfhöhe durchbrochen. In die<br />

Öffnung kam eine kippbare Scheibe, dahinter der DLP-<br />

Beamer. Somit verschwand der Projektor „Kino-like“<br />

hinter Glas und war zugleich elegant versteckt – sicher der<br />

optisch cleverste Clou des Raumes. Doch auch die Leinwand<br />

kann sich sehen lassen. Knapp 2,4 Meter breit kann<br />

sie hinter einem Vorhang versteckt werden, der im zugezogenen<br />

Zustand von vier Strahlern von unten beleuchtet<br />

wird. Dies vermittelt eine wahrlich realistische Vorfreude<br />

auf den Film, wirkt das Ganze doch wie eine Kleinausführung<br />

aus einem der alten großen Schaupaläste.<br />

Ein aufklappbares Regal beherbergt Player und Receiver<br />

Inhalte | HD+TV | 6.2006 047


Das Heimkino der Familie Döpp als Schema dargestellt<br />

Gemütliche und perfekte Kinoatmosphäre bietet das Heimkino im heimischen Keller<br />

Der Zugang zum Heimkino bedarf ebenfalls einer besonderen<br />

Erwähnung. Kein schnöder und liebloser Kellergang<br />

erwartet den Besucher beim Hinunterschreiten<br />

der Treppe. Im Gegenteil, dem Gast fallen sofort die gerahmten<br />

Filmposter links und rechts an den Wänden des<br />

farblich dem Kinothema angepassten Ganges auf. Auch<br />

die Frau des Hauses steht wacker hinter ihrem Mann und<br />

unterstützt ihn so gut es geht. So wechselte an speziellen<br />

Feiertagen schon mal der eine oder andere Einrichtungsgegenstand<br />

den Besitzer und sei es „nur“ eine DVD mit<br />

dem neuesten Blockbuster. Sogar die technische Gerätschaft<br />

wurde gemeinsam ausgesucht und gekauft.<br />

So dauerte es nur rund ein Jahr statt der geplanten zwei,<br />

bis der Filmsaal bereit für die erste Aufführung war und<br />

mit einem Jodie-Foster-Film eröffnet wurde. Fertig war<br />

das Ganze aber noch längst nicht. So konnte Michael<br />

Döpp über die Jahre eine stattliche kleine Sammlung an<br />

Filmdevotionalien in seine Sammlung aufnehmen, wie<br />

etwa die komplette Alien-Reihe, dekorativ aufbewahrt in<br />

einem beeindruckend wirkenden Kopf der fiesen Außerirdischen.<br />

Auf kleinste Details wurde ebenfalls akribisch<br />

Wert gelegt. So findet sich über der Ausgangstür ein kleines<br />

Notausgangsschild – wie im richtigen Kino. Besonderes<br />

Liebhabertum zeigt sich im Vorhandensein eines originalen<br />

Kinogongs auf Kassette, welcher zu besonderen<br />

Anlässen auch lautstark erklingt.<br />

Trotz der vollständigen Ausrüstung mit Receiver, DVD-<br />

Player, DLP-Projektor und einer Surroundanlage sieht<br />

Michael Döpp jedoch noch lange kein Ende bei der Ausgestaltung<br />

seines Kleinods. Neue Geräte soll es irgendwann<br />

einmal geben – natürlich HD-tauglich und technisch auf<br />

dem neuesten Stand. Die Dekoration des Raumes ist sowieso<br />

ständig im Wachsen begriffen. Ob vom Flohmarkt<br />

und als Geschenk von Freunden und Bekannten – mehr<br />

und mehr filmbezogene Gegenstände zieren das Kino auf<br />

das Liebevollste.<br />

Selbst an die Stunden ist gedacht, in denen Familie Döpp<br />

einmal nicht den neuesten Blockbuster verfolgt. Dann<br />

sind die bequemen Stühle besetzt von Plüschbären der<br />

verschiedensten Größen und Ausführungen – eine echte<br />

Bärlinale eben.<br />

Die Leinwand mit Vorhang und Beleuchtung versehen, versprüht<br />

professionellen Charme<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Michael Döpp<br />

048 www.hdplustv.de


WISSEN<br />

Christian Trozinski<br />

CvD HD+TV<br />

Liebes Sony,<br />

ich begleite deinen Werdegang seit dem Erfolg deiner Röhrenfernseher.<br />

Immer schon war ich von deinem Trinitron-Fernseher<br />

begeistert und was ist schon ein Mini-iPod gegen einen handfesten<br />

Walkman? Die Playstation 2 schloss ich ebenfalls ins Herz, obwohl<br />

ich zunächst die Sega-Flagge in meinem Zimmer gehisst hatte.<br />

Doch liebes Sony, ich mache mir Sorgen. Nachdem du jahrelang<br />

den neuesten Trends nicht ganz folgen konntest, scheinst du nun<br />

Wiedergutmachung leisten zu wollen. So sind deine LCD-Fernseher<br />

vielleicht nicht kreativ, aber immerhin gut. Auch deine Digitalkameras<br />

und Notebooks gefallen mir, ja, ich hab sogar selbst welche.<br />

Mit der Playstation 3 kommen nun vor allem die Japaner an einen<br />

günstigen Blu-ray-Player und Spiele zocken kann man damit ja<br />

auch vorzüglich. Nur was ist mit mir? Die 50 Euro Anzahlung habe<br />

ich wieder, doch eine PS 3 bleibt mir verwehrt. Könntest du nicht<br />

ein Auge zudrücken und Europa ebenfalls einen spielereichen Winter<br />

bescheren? Gerade in der tristen Weihnachtszeit könnten neue<br />

Filme und Spiele meine Freude wecken. Ich bezahl auch mehr als<br />

die, denen du die PS 3 zum Dumpingpreis verkaufen musst.<br />

Passend zur neuen Konsole steht übrigens der günstige Projektor<br />

VPL-VW50 im Fokus meines Interesses. Falls das mit der Playstation<br />

3 dieses Jahr nicht klappen sollte, möchte ich den Projektor<br />

in der kommenden Ausgabe unseren Lesern vorstellen. Drum<br />

erbarme dich und schenke uns ein wenig Fröhlichkeit in der Weihnachtszeit.<br />

Ich warte und schaue in der Zwischenzeit nach Japan,<br />

wo die Sonne tatsächlich früher aufzugehen scheint.<br />

Dein Christian<br />

Sony find ich gut!<br />

Wissen | HD+TV | 6.2006 049


Eine Frage der Röhre<br />

Seit dem Aufkommen von LCD und Plasma scheint das Schicksal der Röhre besiegelt. Auf der<br />

IFA waren die „Dicken“ jedenfalls nur als historische Ausstellungsstücke zu sehen. Die HD-<br />

Röhrenfernseher von Samsung und Philips zeigen jedoch, dass das von Karl-Ferdinand Braun<br />

entwickelte System noch lange nicht zum alten Eisen gehört.<br />

VON THOMAS MEYER<br />

Der Auftritt von Samsung bei der Internationalen<br />

Funkausstellung war<br />

mehr als imposant. Die komplette<br />

Halle 20 hatten die Koreaner angemietet,<br />

um vor allem LCD- und Plasmafernseher<br />

mit gigantischen Bilddiagonalen jenseits der<br />

100 Zoll zu präsentieren. Auch zwei Hallen<br />

weiter bei Philips bekam der geneigte Besucher<br />

mitunter den Eindruck, von den Riesen<br />

erschlagen zu werden. Das Unwohlsein wurde<br />

beim Nachfragen der Preise noch einmal<br />

ein wenig gesteigert – für mehrere Tausend<br />

Euro dürften sich die meisten eher einen gebrauchten<br />

Kleinwagen kaufen. Kein Wunder<br />

also, dass der Samsung WS-32Z409 und der<br />

Philips 32PW9551 vom HD+TV-Team in<br />

Berlin nicht gesichtet wurden. Die beiden<br />

HD-tauglichen Röhrenfernseher können<br />

erstens vom ästhetischen Gesichtspunkt her<br />

einfach nichts gegen einen 102-Zoll-Plasma<br />

ausrichten, hätten dafür aber so manchem<br />

Anzeige<br />

050 www.hdplustv.de


Bilder: Auerbach Verlag, Philips, Photocase.com, Samsung<br />

konzerneigenen Flachbildfernseher beim Preis die Schau<br />

gestohlen. Schließlich kosten der Philips mit 799,99 Euro<br />

und der Samsung mit 899 Euro (unverbindliche Preisempfehlung)<br />

noch nicht mal die Hälfte dessen, was man<br />

für einen gleichgroßen LCD-Fernseher auf den Tisch<br />

blättern muss. Wer sich zudem ein wenig in den einschlägigen<br />

Online-Shops umschaut, kann das eine oder andere<br />

Schnäppchen ergattern. Dort ist der Samsung schon<br />

für rund 600 Euro zu haben, während der Philips bereits<br />

für zirka 500 Euro feilgeboten wird. Grund genug also für<br />

HD+TV, sich die beiden, für hochauflösendes Fernsehen<br />

geeigneten, Röhrenfernseher näher anzusehen.<br />

Röhre in Klavierlack<br />

Vor allem der Samsung hat keinen Grund, sich beim Design<br />

vor der flachen Konkurrenz zu verstecken – schließlich<br />

ist er mit 415 Millimetern Bautiefe etwa dreimal so<br />

dick wie ein handelsüblicher LCD, aber rund 30 Prozent<br />

weniger tief als ein klassischer Röhrenfernseher. Dieses<br />

von Samsung „Slimfit“ getaufte Prinzip verleiht dem<br />

WS-32Z409 nicht nur beim simplen Aufstellen auf einem<br />

Fernsehertisch eine ansehnliche Erscheinung, sondern ist<br />

auch praktisch bei Einbauwänden, deren Einbautiefen<br />

meist nicht über einem halben Meter liegen. In seinem<br />

16 : 9-Bildformat und edel anmutenden Klavierlack-Finish<br />

lässt der Samsung zudem von vorn betrachtet erst<br />

auf den zweiten Blick vermuten, dass es sich um einen<br />

Röhrenfernseher handelt.<br />

Der WS-32Z409 gefällt nicht nur durch eine ansprechende<br />

äußere Schale, sondern auch durch handfeste innere<br />

Werte. Das Gerät verfügt über eine HDMI-Schnittstelle,<br />

Bild-in-Bild-Funktion und Samsungs Nano-Pigment-<br />

Technologie. Dadurch wird nach Angaben der Koreaner<br />

eine verbesserte Phosphorbeschichtung erreicht, die wiederum<br />

für mehr Helligkeit und Kontrast sowie für eine<br />

optimale Farbwiedergabe sorgt. Der 100-Hertz-Fernseher<br />

soll aber auch klanglich überzeugen. Dafür sind zwei<br />

Lautsprecher, Turbo-Sound und SRS Wow Sound an<br />

Bord.<br />

Silberkasten mit inneren Werten<br />

Der Philips 32PW9551 verfügt wie der Samsung über<br />

eine HDMI-Schnittstelle und kann neben der normalen<br />

PAL- auch die beiden HD-Auflösungen 720p und 1 080i<br />

darstellen. Trotzdem etikettieren die Niederländer im Gegensatz<br />

zu den Koreanern den silberfarbenen 16 : 9-Kasten<br />

der „Cineos“-Reihe nicht mit dem<br />

„HD ready“-, sondern einem speziellen<br />

„HD prepared“-Logo.<br />

„Bei einer Bildröhre gibt<br />

Der Samsung WS-32Z409<br />

passt dank des neuen Slimfit-Prinzips<br />

perfekt in jeden<br />

Wohnzimmerschrank


es keine direkte Zuordnung der einzelnen Zeilen auf dem Bildschirm“,<br />

so Jens-Christoph Bidlingmaier, Senior Business Manager bei Philips<br />

Consumer Electronics, gegenüber HD+TV. „Daher kann die Angabe<br />

,HD ready’ aus unserer Sicht bei einem Röhrengerät nicht erfolgen.“<br />

Dabei hat der 32PW9551 neben HDMI, Komponenten-Eingang und<br />

100-Hertz-Bildfrequenz gleich zwei ausgeklügelte Bildverbesserungstechnologien<br />

zu bieten. Der „Pixel Plus“-Prozessor erhöht die Anzahl<br />

der Zeilen sowie der Pixel pro Zeile und macht das Bild so schärfer,<br />

detailgetreuer und tiefer. Der „Active Control Plus“-Lichtsensor misst<br />

die eingehenden analogen Signale und gleicht die Bildeinstellungen<br />

dementsprechend an. Zudem wird die Helligkeit des TV-Bildes dem<br />

Umgebungslicht angepasst. Beim Klang der HD-Röhre wird laut Philips<br />

dank „Virtual Dolby Surround“ das „Gefühl von Dolby Pro Logic“<br />

erzeugt, ohne zusätzliche Rear-Lautsprecher zu benötigen.<br />

Vor- und Nachteile<br />

Die Röhrenfernseher spielen gegenüber der teureren Flachbildkonkurrenz<br />

ihre traditionellen Stärken in einigen Bereichen aus. Vor allem<br />

begeistern die „Dicken“ durch natürliche Kontraste und lebendige<br />

Farben, wodurch das Bild tiefer wirkt als bei LCD-Fernsehern.<br />

Auch Nachzieheffekte, bei durch das Bild huschenden Fußbällen, die<br />

so manchem Flachbildfernseher Schwierigkeiten bereiten, sind für<br />

die Röhre ein Fremdwort. Da für Röhrenfernseher bauartbedingt bei<br />

32 Zoll Bilddiagonale Schluss ist und Plasmas fast ausschließlich in<br />

Größen ab 42 Zoll Bilddiagonale produziert werden, ist eigentlich<br />

nur der LCD der direkte Konkurrent der Röhre. Größter Vorteil der<br />

LCD-Fernseher gegenüber den HD-Röhren ist neben dem geringeren<br />

Stromverbrauch die matte Oberfläche, die für Lichtreflexe weniger<br />

anfällig ist als die Glasscheibe des Röhrenfernsehers. Zudem gibt es<br />

beim LCD anders als bei der Röhre, die jedes Bild Zeile für Zeile neu<br />

aufbauen muss, kein Bildflimmern – das freut auf Dauer die Augen.<br />

Diese können sich auch an einer hervorragenden Konvergenz freuen,<br />

denn im Gegensatz zur Röhre stellt der LCD auch die Ränder des TV-<br />

Bildes ohne Verzerrungen da.<br />

Unverhofftes Comeback<br />

Mit dem Samsung WS-32Z409 und Philips 32PW9551 ist der Röhre<br />

dennoch ein unverhofftes Comeback geglückt. In den meisten Disziplinen<br />

sind die beiden Geräte natürlich den moderneren LCDs unterlegen,<br />

doch dafür sind sie unschlagbar billig. Für HD-Freunde mit<br />

kleinerem Geldbeutel oder als Zweitfernseher dürften sie daher sehr<br />

interessant sein. Es könnte sogar sein, dass die Familie der HD-Röhren<br />

größer wird – zumindest will man das bei Philips nicht ausschließen.<br />

„Wir haben das Ziel, jetzt und auch in Zukunft Röhrenfernseher<br />

anzubieten – solange es dafür einen Markt gibt“, so Bidlingmaier.<br />

„Die Nachfrage nach hochwertigen Röhrengeräten ist jedenfalls vorhanden.“<br />

Fragt sich nur, wie lange noch.<br />

Edles Klavierlack-Design: Der nur 415 Millimeter tiefe<br />

Samsung WS-32Z409 macht auch in Einbauschränken<br />

eine gute Figur<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Modell<br />

WS-32Z409<br />

Preis in Euro 899,–<br />

Info<br />

www.samsung.de<br />

Typ<br />

Röhre<br />

Maße (B/H/T) in cm 91 × 75 × 42<br />

Gewicht in kg 53,2<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Sichtbare Bilddiagonale<br />

in cm<br />

76<br />

Betrieb/Stand-by 160 W/3 W<br />

<strong>HDTV</strong>-fähig<br />

Ja<br />

Silberling mit inneren Werten: Im Philips 32PW9551<br />

arbeiten gleich zwei Bildverbesserungstechnologien<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Philips<br />

Modell<br />

32PW9551<br />

Preis in Euro 799,99<br />

Info<br />

www.philips.de<br />

Typ<br />

Röhre<br />

Maße (B/H/T) in cm 86 × 55 × 53<br />

Gewicht in kg 50<br />

Farben<br />

Silber<br />

Sichtbare Bilddiagonale<br />

in cm<br />

76<br />

Betrieb/Stand-by 115 W/1 W<br />

<strong>HDTV</strong>-fähig<br />

Ja<br />

052 www.hdplustv.de


Aus <strong>HDTV</strong>-PROFI<br />

wird HAI-END<br />

HAI-END GbR<br />

Liebknechtstr. 35<br />

39108 Magdeburg<br />

Tel. (0391) 5 06 76 39<br />

Fax (0391) 5 06 78 85<br />

www.hai-end.com


MPEG entschlüsselt<br />

Das Kompressionsverfahren MPEG können Sie jederzeit im Fernsehen, auf DVD und zukünftig<br />

auch in <strong>HDTV</strong> bei seiner Arbeit bewundern, oder vielmehr auch nicht, denn obwohl bei jedem<br />

Bild eine Komprimierung der Daten stattfindet, sehen unsere Augen nur Bilder – keine Zahlen<br />

oder einen Matrix-ähnlichen Geheimcode. Schauen Sie mit uns hinter die Kulissen einer durch<br />

und durch bewegenden Geschichte der Moving Picture Experts Group.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

054 www.hdplustv.de


Vor über 20 Jahren erblickte eine<br />

Scheibe das Licht der Welt, welche<br />

unseren Globus seitdem im Sturm<br />

eroberte – die CD. Mit gerade einmal 650<br />

Megabyte Speicher mussten Spielfilme auf<br />

mehrere CDs in einzelne Kapitel abgespeichert<br />

oder die Bildqualität drastisch reduziert<br />

werden. Die blockartigen Darstellungen und<br />

winzigen Bildgrößen sind heute bestenfalls<br />

bei Internetübertragungen brauchbar. Nicht<br />

nur der Datenspeicherplatz war verschwindend<br />

gering, auch die Art der Kompression<br />

blieb hinter der heutigen Entwicklung zurück.<br />

Mit MPEG änderte sich dies schlagartig.<br />

Ein internationales Gremium entwickelte<br />

Standards für eine Verschlüsselung von Bewegtbildern<br />

und griff dabei auf bereits etablierte<br />

Strukturen aus Standbildern zurück.<br />

Die bislang erschienenen Formate MPEG-1,<br />

MPEG-2 und MPEG-4 verfolgen dabei alle<br />

das gleiche Ziel: eine hohe Bildqualität bei<br />

möglichst geringer Datenrate.<br />

Der 1993 als Standard eingeführte MPEG-1-<br />

Algorithmus lieferte bereits eine brauchbare<br />

Bildqualität und reichte für die privaten<br />

Urlaubsaufnahmen völlig aus. Heutzutage<br />

ist vom ersten MPEG allerdings nur das Namenskürzel<br />

aktuell, denn die Qualität hinkte<br />

heutigen Standards weit hinterher. Immerhin<br />

kann das MPEG-1-Audio-Layer-III-Format,<br />

besser bekannt als MP3, noch heute<br />

Umsatzerfolge verbuchen und markiert weiterhin<br />

den Standard für komprimierte Tonaufnahmen.<br />

Mit MPEG-2 begann jedoch der wichtige<br />

Schritt Richtung Kinoqualität. Auf der DVD<br />

muss sich der MPEG-2-Datenstrom mit<br />

durchschnittlich sechs Megabit pro Sekunde<br />

(MBit/s) begnügen, weshalb die Bildqualität<br />

hier merklich schlechter als z. B. bei Blu-ray<br />

ausfällt, welches die siebenfache Datenmenge<br />

verkraftet. Der neueste Spross MPEG-4 bietet<br />

die größtmögliche Flexibilität aller MPEG-<br />

Formate. Ob große oder kleine Datenpakete –<br />

MPEG-4 eignet sich für Internetfernsehen<br />

ebenso wie für <strong>HDTV</strong> via Satellit. Wenn Sie<br />

sich nun fragen, weshalb es keine Nummer<br />

drei gibt, so sei Ihnen gesagt, dass die Inhalte<br />

für MPEG-3 bereits in MPEG-2 verwirklicht<br />

werden konnten.<br />

Der Zahn der Zeit<br />

Auf Blu-ray und HD-DVD erleben Sie Filmbilder<br />

gestochen scharf. Wie im linken Bild genießen<br />

Sie die volle Bildqualität des Kinooriginals. Per<br />

MPEG-4-Kodierung verbraucht ein Zwei-Stunden-Film<br />

samt Ton nicht mehr als eine einlagige<br />

HD-DVD mit 15 GB Speicher<br />

Beamtenstaat<br />

Sie kennen bestimmt das folgende Horrorszenario:<br />

In einem Aktenberg voller Rechnungen,<br />

Klauseln und Gesetzen suchen Sie<br />

nach dem einen wichtigen Dokument. Wie<br />

schön wäre es im Büro oder Zuhause, wenn<br />

man die Akten einfach winzig klein machen<br />

könnte und erst bei Gebrauch wieder groß.<br />

Im Fotobereich hat sich die Datenreduzierung<br />

bereits durchgesetzt. Früher haben wir<br />

einen Film in den Fotoapparat eingelegt, ein<br />

Bild geschossen und den belichteten Film<br />

zum Fotoladen gebracht. Heute schießen<br />

wir oft Bilder mit Digitalkameras ohne Film.<br />

Dennoch werden die Bilder später entwickelt<br />

und uns als Ausdrucke überreicht. Wir sehen<br />

demnach die gleichen Bilder wie mit einer<br />

Filmrolle, aber statt dieser stecken heutzutage<br />

kleine Plastikkarten, die Speicherchips, in<br />

den Apparaten – wie ist das möglich?<br />

Die MPEG-2-Kompression bräuchte bei gleicher<br />

Qualität nahezu das doppelte, ohne sichtbare<br />

Vorteile. Für die beliebten DVDs steht nur<br />

ein Speicherplatz von 8,5 GB zur Verfügung,<br />

das Resultat: Das Bild wirkt durch die geringe<br />

Auflösung unscharf, die Farbtreue nimmt ab<br />

Liebling, ich habe die Daten<br />

geschrumpft<br />

Um viele Fotos auf einem Speicherchip zu<br />

bannen, bedarf es einer Datenreduktion. Die<br />

Kompression hierfür nennt sich JPEG. Aus<br />

64 Bildpunkten (8 × 8 Blöcken) berechnet<br />

die Kompression eine Abwandlung der ursprünglichen<br />

Daten. Anstatt also jeden Bildpunkt<br />

mit Farbe und Position zu speichern,<br />

wird ein Muster erstellt. Nach diesem Muster<br />

werden die Daten platzsparend „gepackt“.<br />

Für Videos kommen die bekannten MPEG-<br />

Formate zum Einsatz, die sich dieses Vorgehen<br />

ebenfalls zunutze machen. Mittels der<br />

diskreten Kosinus-Transformation (DCT)<br />

werden die Daten umgewandelt und anschließend<br />

quantisiert.<br />

Eine Filmrolle besitzt fast unendlich viele<br />

Farbinformationen sowie Bildpunkte. Dennoch<br />

sind in einem Bild mehrere Bildpunkte<br />

gleichfarbig. Durch DCT unterscheidet<br />

MPEG wichtige von unwichtigen Bildinhalten.<br />

So werden wie bei JPEG identische Pixel<br />

erkannt und nur einmal abgespeichert. Es<br />

findet demnach keine Reduktion der Daten<br />

statt, sondern nur eine bessere Platzverteilung,<br />

im technischen Sinne eine Komprimierung<br />

von Speicher. Falls die Kompression jedoch<br />

zu hoch gewählt wurde, können Sie die<br />

MPEG-Blöcke auf ihrem Fernseher sehen –<br />

das Blockrauschen.<br />

MPEG kann Daten aber auch reduzieren.<br />

Hierbei werden Informationen unwiederbringlich<br />

gelöscht. Da unsere Fernseher eine<br />

festgelegte Anzahl von Bildpunkten besitzen,<br />

wird hier bereits die größte Datenmenge eingespart,<br />

denn je kleiner die Auflösung, desto<br />

weniger Bildpunkte und geringer die Informationen<br />

– das Bild wird qualitativ schlechter,<br />

aber der Speicherbedarf geringer. Um<br />

bei der Qualität nicht rigoros den Rotstift<br />

ansetzen zu müssen, arbeitet MPEG-4 nach<br />

einem interessanten Grundschema: Nur sich<br />

bewegende Objekte werden berechnet und<br />

allein deren Anfangs- und Endzustand als<br />

Bild abgespeichert.<br />

Dieses Verfahren ist mit einem Theaterstück<br />

vergleichbar. Auch hier ändert sich das Bühnenbild<br />

nicht, sondern nur die Positionen<br />

der Darsteller und die Requisiten. Das erste<br />

Bild des Theaterstückes ist unser Ausgangsbild,<br />

das komplett übertragen wird. Dieses<br />

Bild wird als „Intra-Frame“ (I-Frame) bezeichnet.<br />

Dieser I-Frame ist damit unsere<br />

Bühne, die unverändert erhalten bleibt. Nun<br />

beginnen sich die Akteure vor dem Bühnen-<br />

Wissen | HD+TV | 6.2006 055


ild zu bewegen. Die Kompression ermittelt<br />

den Endpunkt des Schauspielers, den<br />

so genannten „Predictive-Frame“ (P-Frame).<br />

Dieser enthält alle Veränderungen, im<br />

Vergleich zum I-Frame. Im Theaterbeispiel<br />

symbolisiert der P-Frame nicht nur unsere<br />

Darsteller, die sich auf der Bühne bewegen,<br />

sondern schließt auch alle Bereiche ein, die<br />

der Darsteller zuvor verdeckte und die nun<br />

wieder sichtbar sind. Legt man den P-Frame<br />

über den I-Frame, erhält man das vollständige<br />

Bild. Zwischen den einzelnen P-Frames<br />

werden die übrigen Einzelbilder nur noch als<br />

„Bidirectional Frame“ (B-Frame) abgebildet.<br />

Diese enthalten keine eigentlichen Bilddaten,<br />

sondern Bewegungsvektoren, die die Veränderungen<br />

zwischen den P-Frames beschreiben.<br />

Unser sich bewegender Darsteller muss<br />

also nicht ständig neu abgespeichert werden,<br />

sondern es wird einzig seine Richtung bis<br />

zum Endpunkt erfasst. I-, P- und B-Frame<br />

bilden die so genannten Bildgruppen (GoP =<br />

Group of Pictures).<br />

Durch diesen Prozess wird die Datenmenge<br />

massiv gekürzt. Statt 24 Filmbilder pro Sekunde<br />

einzeln komplett abzuspeichern, wird<br />

die Theaterbühne einmalig abgelegt. Die<br />

laufenden Akteure werden in Anfangs- und<br />

Endpunkt kategorisiert und am Ende wird<br />

dieser Ortswechsel als ein Pfad gespeichert.<br />

MPEG-4 verfügt über eine ganze Palette weiterer<br />

Neuerungen. Ursprünglicher Grund<br />

zur Definition dieses neuen Formats war die<br />

Einführung interaktiver Elemente in digitalen<br />

Videoströmen. So lassen sich MPEG-4-<br />

Computeranimationen und vom Hintergrundbild<br />

unabhängige Einblendungen viel<br />

einfacher realisieren. Es können dabei mehrere<br />

Bilder überlagert werden. Ein Moderator<br />

vor einer Wetterkarte ist ebenso möglich,<br />

wie die Einblendung einer weiteren Perspektive<br />

bei einer Sportübertragung. Aber viel<br />

wichtiger als die Multimedia-Funktionen ist<br />

die Einführung eines neuen Kompressionsalgorithmus<br />

für die I- und P-Frames. Mit der<br />

Wavlet-Kompression lassen sich Bilder bis zu<br />

viermal effizienter als mit dem bisher verwendeten<br />

JPEG-Verfahren komprimieren.<br />

Auch viele andere Firmen und Forschungseinrichtungen<br />

haben weltweit entscheidend<br />

zum Erfolg von MPEG-4 beigetragen, etwa<br />

die Fraunhofer Gesellschaft oder das Heinrich-Hertz-Institut.<br />

Mit dem VC-1-Format<br />

hat sich auch der Branchenriese Microsoft<br />

dem MPEG-4 Standard angeschlossen.<br />

Farbverlust<br />

Eine weitere Form der Datenspeicherung betrifft<br />

die Farbcodierung. Ein Videobild ist aus<br />

den Farben Rot, Grün und Blau aufgebaut<br />

(RGB-Signal). Die MPEG-Verschlüsselung<br />

kann allerdings mit dem kaum reduzierten<br />

YUV-Verfahren arbeiten. Das Y-Signal gibt<br />

dabei die Helligkeitsinformationen weiter.<br />

Die U- und V-Signale kümmern sich um die<br />

Einfärbung des Bildes. YUV 4:4:4 beinhaltet<br />

die volle Farbinformation, d. h. jeder Helligkeitspunkt<br />

(Y-Signal) wird komplett eingefärbt<br />

(U- und V-Signal). Bei YUV 4:2:2 erhält<br />

nur jeder zweite horizontale Bildpunkt<br />

die Farbinformationen, die anderen sind<br />

schwarzweiß. Die Elektronik muss nun den<br />

Farbverlust ausgleichen – der Vorgang nennt<br />

sich „Chroma Upsampling“, also Farbabtastung<br />

und Hochrechnung. Mit dem YUV-<br />

Format 4:2:0 wird weiterer Speicherplatz<br />

eingespart, da hier sowohl horizontal als<br />

auch vertikal jeder zweite Bildpunkt schwarzweiß<br />

bleibt. Bereits bei der DVD wird YUV<br />

4:2:0 zur Farbdarstellung genutzt. Unserem<br />

Auge ist es zu verdanken, dass wir fast keinen<br />

Unterschied zwischen einem RGB- und<br />

YUV-Bild sehen, denn empfindlich sind wir<br />

vor allem bei Helligkeitsunterschieden, aber<br />

nicht bei farblichen Differenzierungen. HD-<br />

Quellen wie Blu-ray und HD-DVD bieten<br />

aufgrund ihres großen Speicherplatzes jedoch<br />

genügend Raum für die farbechtere<br />

YUV-4:2:2-Variante. Somit steigt nicht nur<br />

die Schärfe, sondern auch der Farbeindruck.<br />

MPEG-4 ist neben dem Komprimierungscodec<br />

für <strong>HDTV</strong> über Satellit auch der Standard<br />

für Toshibas HD-DVD-Player sowie<br />

So funktioniert MPEG<br />

Das erste Bild zeigt den I-Frame. Hierbei wird das<br />

komplette Bild gespeichert, mit allen Details. Sie<br />

hätten somit ein Foto, wie Sie es von einer Digitalkamera<br />

her kennen. Je mehr I-Frames verwendet<br />

werden, desto höher ist die Bildqualität – aber<br />

auch der Speicherverbrauch<br />

Um vom I-Frame zum P-Frame zu gelangen, müssen<br />

Zwischenbilder, die so gennanten B-Frames<br />

erzeugt werden. Hier wird nicht das komplette<br />

Bild gespeichert, sondern nur die Richtung unseres<br />

Fahrzeugs anhand von Pfaden<br />

Unser Auto hat seine Position verändert. Im Gegensatz<br />

zum ersten Bild wird jedoch nicht das<br />

komplette Bild gespeichert, sondern einzig die<br />

Veränderungen. Der so genannte P-Frame ermittelt<br />

die neue Stelle unseres Autos und den in Bild<br />

1 verdeckten Hintergrund


ein alternatives Verfahren für Blu-ray. Die Datenersparnis gegenüber dem<br />

Kino-Original ist schier gigantisch und die Qualität trotz allem sehr hoch.<br />

Doch auch die beste Komprimierung weist Schwächen auf, denn sie entfernt<br />

letztendlich Daten, die unwiederbringlich verloren sind. Vielleicht<br />

ist Ihnen auf dem Premiere-HD-Sportkanal einmal aufgefallen, dass bei<br />

einer Fußballübertragung das Spielfeld einmal scharf und einmal verwaschen<br />

dargestellt ist. Bewegt sich die Kamera nicht, sondern verharrt in<br />

Ruhe, können Sie jeden Grashalm einzeln zählen. Die MPEG-Kompression<br />

legt hier das Spielfeld als ein nicht bewegtes Foto, als I-Frame ab – nur<br />

die Spieler bewegen sich. Somit bleibt der Rasen scharf, denn er muss nur<br />

einmal berechnet werden. Schwenkt die Kamera jedoch, verwischt der Rasen.<br />

MPEG müsste nun jeden Grashalm und jeden Fan auf der Tribüne<br />

in einem neuen Bild komplett erstellen – hierfür fehlt jedoch Speicher.<br />

Somit werden die Bildinhalte anhand weniger I-Frames geschätzt, was in<br />

einem Verlust an Details mündet. Immerhin kann MPEG in der zweiten<br />

und vierten Version auf eine variable Datenrate zurückgreifen. Besitzt das<br />

Motiv wenig Bildinhalte, so ist die Datenrate gering und wenig Speicher<br />

wird benötigt. Je komplexer das Bild und je größer die Bewegung, desto<br />

mehr Datenrate steht MPEG zur Verfügung, um die Bildqualität nicht<br />

merklich schlechter werden zu lassen. Bei einer Fußballübertragung sind<br />

jedoch solch hochkomplexen Bildinhalte vorhanden, dass auch die beste<br />

Komprimierung ein verschwommenes Bild ausgibt, solange die Kamera<br />

nicht stillsteht.<br />

Somit bleibt festzuhalten, dass uns MPEG sehr hohe Qualitäten auf kleinstem<br />

Raum ins Wohnzimmer bringt. Der Idealfall wird jedoch erst Realität,<br />

wenn die Daten überhaupt nicht mehr komprimiert werden müssen, sondern<br />

verlustfrei übertragen werden. In Anbetracht der rasanten Entwicklung<br />

wird dies in den nächsten 50 Jahren sicherlich der Fall sein, aber bis<br />

dahin genießen wir das <strong>HDTV</strong>-Programm wie es ist in vollen Zügen und<br />

mit MPEG.<br />

Die Farbe macht’s<br />

Um Speicherplatz einzusparen, werden speziell auf DVDs die<br />

Farbinformationen verringert. Nicht Jeder Bildpunkt auf der<br />

DVD ist somit eingefärbt, sondern schlichtweg schwarzweiß.<br />

Natürlich sehen Sie die farblosen Pixel nicht, denn jeder Fernseher<br />

oder Projektor färbt diese ein. Je nachdem, wie intelligent<br />

die Elektronik die Bildpunkte farbig hinterlegt, umso<br />

näher erreicht das Bild das Kino-Original<br />

Um den Datenhunger zu verringern, kann jede zweite Spalte<br />

farblos abgespeichert werden (YUV 4:2:2)<br />

Auf DVD und oft auch bei Satellitenübertragungen werden<br />

MPEG-Dateien im YUV-Format 4:2:0 abgespeichert. Hierbei<br />

ist nur noch jeder vierte Bildpunkt farbig, drei viertel des Bildes<br />

ist schwarzweiß<br />

So sollte es sein: Jeder Pixel des Bildes ist eingefärbt (YUV 4:4:4). Dieser Wunsch<br />

ist leider nur selten Realität, denn der Speicherverbrauch ist immens<br />

Die Elektronik eines Fernsehers oder Projektors färbt den<br />

Großteil der Pixel anhand der wenigen farbigen Bildpunkte<br />

ein. Wählt sie dabei die falsche Methode, so kommt es zum<br />

„Chroma Upsampling Error“<br />

Wissen | HD+TV | 6.2006 057


Doppelte Schicht<br />

Blu-ray kämpft mit Startschwierigkeiten. Einige der Probleme liegen in der extrem anspruchsvollen<br />

Herstellung des DVD-Nachfolgeformats. Aus diesem Grund wirft HD+TV einen Blick auf<br />

den Produktionsprozess.<br />

VON MARIO HESS<br />

Der erste Eindruck war ernüchternd.<br />

Im Vergleich mit dem Konkurrenzprodukt<br />

HD DVD blieb die Bildqualität<br />

der Blu-ray Disc hinter den Erwartungen<br />

zurück. Die Begründung des Qualitätsunterschieds<br />

war schnell gefunden. Bisher wurden<br />

alle in den USA ausgelieferten Blu-ray-Filme<br />

ausschließlich in MPEG-2 kodiert. Damit<br />

sank die Bitrate bei der Übertragung auf ein<br />

deutlich zu niedriges Niveau. Abhilfe könnte<br />

ein Umstieg auf den Codec VC-1 bieten,<br />

der bereits bei der HD DVD im Einsatz ist.<br />

Noch mangelt es jedoch an der notwendigen<br />

kompatiblen Kodiersoftware für die Bluray<br />

Discs. Kurzfristig dürfte somit kaum Besserung<br />

eintreten. Alternativ setzen die Filmstudios<br />

auf die Entwicklung von MPEG-4-<br />

AVC-Encodern, welche die Bitrate weiter optimieren.<br />

Ob der Einsatz des neuen Codecs<br />

allerdings hält, was er verspricht, erfährt der<br />

Kunde frühestens im November. Dann will<br />

Fox mehrere Discs mit diesem Format auf<br />

den Markt bringen. Auf diesen Scheiben soll<br />

zudem das DTS-HD-Tonformat erstmals<br />

Verwendung finden, womit auch beim Klang<br />

ein Aufwärtstrend zu verzeichnen wäre. Als<br />

Sahnehäubchen kündigten die Hersteller die<br />

Verwendung des Interaktivitätsformats BD-J<br />

an. In den aktuellen Veröffentlichungen<br />

wurde kaum mehr als die übliche Standard-<br />

DVD-Menüstruktur geboten.<br />

Kapazitätsprobleme<br />

Das vorrangige Handicap der Blu-ray Disc<br />

liegt aber in einem Mangel an Speicherkapazität<br />

– eine paradoxe Erkenntnis, sollte das<br />

Format doch bis zu 50 Gigabyte an Daten<br />

fassen. Diese Angabe gilt unglücklicherweise<br />

lediglich für die Dual-Layer-Variante, auf der<br />

Informationen in zwei Schichten gesichert<br />

werden. Stattdessen findet die einlagige Version<br />

mit der Hälfte des Fassungsvermögens<br />

Verwendung. Aufgrund des weniger komplexen<br />

Produktionsprozesses kann die HD<br />

DVD dagegen bis zu 30 Gigabyte fassen –<br />

klarer Vorteil für das Konkurrenzformat.<br />

Geht es nach der Blu-ray-Fraktion, soll sich<br />

dieser Zustand schnellstmöglich wieder ändern.<br />

Inzwischen haben zwei Firmen eine Dual-<br />

Layer-Technologie für die Blu-ray Disc<br />

entwickelt: Panasonic und TDK. Während<br />

Panasonic damit die vorbespielten Filmversionen<br />

ausstattet, richtet sich das Interesse<br />

Bilder: Panasonic, TDK<br />

Rotationsbeschichtung<br />

Deckschicht<br />

Bisher führte die Rotationsbeschichtung meist zu einem ungleichmäßigen<br />

Ergebnis. Durch das Drehen der Scheibe wurde die aufgetragene Schicht zum<br />

Rand hin leicht erhöht. Für die Blu-ray-Disc muss allerdings eine völlig einheitliche<br />

Ebene geschaffen werden, da es sonst zu Lesefehlern kommen kann<br />

Aus diesem Grund entwickelte unter anderem TDK das Spin-Coating-<br />

Verfahren weiter. Bei der neuen Methode läuft das Kunstharz wesentlich<br />

gleichmäßiger über die Oberfläche und wird bei der Rotation nicht zum<br />

Rand hin „aufgeschwemmt“<br />

058 www.hdplustv.de


Querschnitte<br />

einlagige Blu-ray Disc<br />

zweilagige Blu-ray Disc<br />

Formgebung<br />

25 GB 50 GB<br />

Schutzschicht<br />

Schutzschicht<br />

Deckschicht<br />

Deckschicht<br />

Halb-durchlässige Schicht<br />

Reflektierende Schicht<br />

Objekt-Linse<br />

NA:0.85<br />

Substrat<br />

Substrat<br />

Transparente Zwischenschicht<br />

Reflektierende Schicht<br />

Mit dem Auge ist der Unterschied zwischen einer 25- und einer 50-<br />

Gigabyte-Blu-ray-Scheibe nicht zu erkennen. Im Aufbau gibt es allerdings<br />

mehrere Unterschiede<br />

Wellenlänge:<br />

405 nm<br />

Struktur einer einlagigen sowie einer zweilagigen Blu-ray Disc<br />

von TDK vorwiegend auf die beschreibbaren<br />

R- (Recordable) und RE-Scheiben (Rewritable).<br />

Ausschlaggebend für die Nutzung<br />

zweier Speicherlagen ist das so genannte<br />

Spin-Coating-Verfahren – die Rotationsbeschichtung.<br />

Ganz neu ist das System nicht.<br />

Auch bei der Herstellung von Microchips in<br />

der Systemtechnik findet diese Lösung vielfach<br />

Anwendung. Spin Coating sorgt für den<br />

Auftrag eines dünnen Films auf ein Substrat.<br />

Im Fall der Blu-ray Disc wird damit eine filigrane<br />

Deckschicht aufgebracht.<br />

Extra dünne Decke<br />

Mit nur 0,1 mm ist der Cover Layer hauchdünn.<br />

Direkt darunter befindet sich die eigentliche<br />

Speicherschicht. Da der blau-violette<br />

Laser des Blu-ray-Formats mit einer<br />

sehr kurzen Wellenlänge arbeitet und die<br />

Datenpunkte extrem dicht nebeneinander<br />

liegen, führt schon die kleinste Unebenheit in<br />

der Oberfläche zu einer Ablenkung. Um dem<br />

entgegenzuwirken, muss die Deckschicht extrem<br />

präzise aufliegen. Mittels Spin Coating<br />

kann das dafür verwendete Kunstharz auf<br />

einer rotierenden Disc aufgetragen werden.<br />

Die Zentrifugalkraft verteilt das flüssige Material<br />

noch bevor es aushärtet. Im Gegensatz<br />

zu der herkömmlichen Technik, die Höhenunterschiede<br />

von bis zu 60 Mikrometer<br />

zwischen dem inneren und äußeren Bereich<br />

verursacht, ermöglicht die von TDK und Panasonic<br />

genutzte Entwicklung eine absolut<br />

gleichmäßige Beschichtung. Das Problem<br />

der Lesefehler soll damit der Vergangenheit<br />

angehören. Am Ende härtet die Schicht unter<br />

Bestrahlung aus und erhält eine Schutzlage<br />

gegen Fingerabdrücke und Kratzer.<br />

Alternativkonzept<br />

Blu-ray-Vorreiter Sony bevorzugt indes ein<br />

alternatives Verfahren. Dabei wird das Aufkleben<br />

der Filmschicht praktiziert. Nach<br />

Berechnungen von Branchenkennern würde<br />

das jedoch Materialkosten von über einem<br />

Dollar pro Stück verursachen – in der<br />

Massenfertigung ein inakzeptables Ergebnis.<br />

Insbesondere der Space-Layer, der den Abstand<br />

zwischen den beiden Speicherschichten<br />

ausfüllt, sorgt für Kopfschmerzen bei den<br />

Entwicklern. Die 25 Mikrometer dicke Ebene<br />

muss für den Laser optisch völlig transparent<br />

sein, was eine besondere Anforderung an die<br />

Verarbeitung stellt. Die Toleranzen sind entsprechend<br />

gering. Nicht immer gelingt dies<br />

ohne Fehler.<br />

Sonderschichten<br />

Mit seinem Engagement hat Panasonic den<br />

Mitstreitern Sony und Philips inzwischen<br />

den Rang als Blu-ray-Vorzeigeunternehmen<br />

abgelaufen. Ende des Jahres will der Konzern<br />

die ersten zweilagig vorbespielten BD-ROMs<br />

ausliefern. Dafür installierten die Techniker<br />

eigens eine Fertigungsanlage in den Hollywood<br />

Laboratory in Los Angeles. Daneben<br />

rüstet der Konzern die Sony-Vaio-Notebooks<br />

mit Blu-ray-Laufwerken aus und wird einen<br />

eigenen Player, den DMP-BP10, auf den<br />

Markt bringen. Dennoch wird es schwierig,<br />

den Vorsprung der HD DVD wieder aufzuholen.<br />

Dafür müssen die beteiligten Firmen<br />

eventuell noch an Geschwindigkeit zulegen.<br />

Ein paar zusätzliche Sonderschichten bleiben<br />

wohl nicht aus.<br />

Vergleich unter dem Mikroskop<br />

Blu-ray<br />

DVD<br />

Unter dem Mikroskop offenbart sich das Geheimnis der Blu-ray Disc.<br />

Die Daten auf der Scheibe werden deutlich dichter nebeneinander<br />

geschrieben<br />

Hier der Vergleich mit einer Standard-DVD. Durch die Verwendung<br />

unterschiedlicher Laser steigt die Aufnahmekapazität der Blu-ray Disc<br />

um ein Vielfaches<br />

Wissen | HD+TV | 6.2006 059


Problemkiller<br />

In den letzten Ausgaben haben wir drei<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver unter die Lupe genommen.<br />

Neben dem Humax PR-HD 1000 gehörten<br />

auch der Pace DS810KP sowie der<br />

Kabelreceiver PR-HD 1000C von Humax<br />

zu den Testprobanden. Dabei stellten<br />

wir einige Schwächen an den Geräten<br />

fest. Die Hersteller zeigten sich bemüht,<br />

diese auszumerzen. Wir wollen<br />

genauer wissen, ob dies gelungen ist.<br />

VON RICARDO PETZOLD<br />

Humax PR-H D 1000<br />

Beginnen möchten wir beim Humax-<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver für den Satellitenempfang.<br />

Im Test in der Ausgabe 2.2006<br />

bemängelten wir unter anderem die<br />

Umschaltgeschwindigkeit zwischen den<br />

einzelnen Programmen. Dieses Problem<br />

steht zwar auf der Liste von Humax,<br />

konnte aber bis heute nicht zu unserer<br />

Zufriedenheit gelöst werden. Die Box<br />

benötigt immer noch drei lange Sekunden,<br />

um zwischen zwei Programmen im<br />

SDTV-Modus umzuschalten. Bei HD-<br />

Inhalten ist es ungleich länger.<br />

Gelöst wurde hingegen das von uns kurz<br />

vor der Fußball-Weltmeisterschaft angesprochene<br />

Problem des BBC-<strong>HDTV</strong>-<br />

Empfangs. Seit der Softwareversion<br />

1.0.21 können Sie auch die über 28,2<br />

Grad Ost verbreiteten <strong>HDTV</strong>-Sendungen<br />

des britischen TV-Anbieters empfangen.<br />

Da die BBC ihr Programm uncodiert<br />

verbreitet, sind viele Zuschauer an dieser<br />

Empfangsmöglichkeit sehr interessiert.<br />

Der Humax kann nun das Programm<br />

BBC HD fehlerfrei und in sehr guter<br />

Qualität auf dem Bildschirm wiedergeben.<br />

Zu den bisher ungelösten Problemen<br />

zählt jedoch das Durchschleifen des<br />

HDMI-Signals durch einen AV-Receiver.<br />

Nach Angaben des Herstellers arbeitet<br />

man aber weiterhin fieberhaft an dem<br />

Problem und möchte es mit zukünftigen<br />

Updates lösen. Aktuell ist bei diesem Receiver<br />

die Softwareversion 1.0.21.<br />

Pace DS810KP<br />

Pace hat in seinen Boxen die Software<br />

aktualisiert. Seit dem Ende August ausgestrahlten<br />

Update auf die Version 1.0.44<br />

kann auch mit dem Pace-Empfänger das<br />

BBC-Programm im hochauflösenden<br />

Modus gesehen werden. Zuverlässiger<br />

sind mit dem Update auch die Reaktionen<br />

der Fernbedienung geworden. Bisher<br />

konnte es schon passieren, dass nicht jeder<br />

Tastendruck zum Erfolg führte. Dies<br />

ist nun beseitigt.<br />

Die größten Verbesserungen hat Pace<br />

allerdings bei der Verarbeitung von<br />

Common-Interface-Modulen erreicht.<br />

Mittlerweile werden fast alle Module in<br />

der Box erkannt und die abonnierten<br />

Kanäle decodiert. So ist es unter anderem<br />

möglich den ORF, Easy TV oder<br />

auch Arena mit Hilfe eines zusätzlichen<br />

CI-Moduls zu schauen. Dies war zum<br />

Testzeitpunkt im März dieses Jahres leider<br />

noch nicht der Fall.<br />

Ebenfalls haben sich die Umschaltzeiten<br />

des Pace verbessert. Mit knapp drei Sekunden<br />

sind sie nun mit denen des Humax<br />

PR-HD 1000 vergleichbar – schnell<br />

ist allerdings immer noch etwas anderes.<br />

Humax PR- HD 1000C<br />

Auch für den Kabelreceiver stand kurz<br />

vor Redaktionsschluss ein weiteres Update<br />

bereit. Es handelt sich um die Softwareversion<br />

1.00.15, welche direkt über<br />

das Kabelnetz heruntergeladen werden<br />

kann. Dieses behebt bei vielen Nutzern<br />

das Problem mit den Sonderkanälen<br />

S02 und S03, welches erst in den letzten<br />

Wochen entstanden ist. Durch Kanalumbelegungen<br />

des Kabelanbieters Kabel<br />

Deutschland nutzen die öffentlich rechtlichen<br />

Pakete von ARD und ZDF neuerdings<br />

diese Sonderkanäle. Zuschauer,<br />

die mit einem PR-HD 1000C fernsehen,<br />

hatten mit enormen Störungen auf den<br />

Sendern der öffentlich-rechtlichen Veranstalter<br />

zu kämpfen. Einige konnten<br />

sogar die besagten Kanäle überhaupt<br />

nicht mehr empfangen. Grund dafür ist<br />

eine Überreaktion des Tuners gewesen,<br />

die mit dem neuen Update tatsächlich<br />

behoben wird.<br />

Wie beim Satellitenmodell hat sich allerdings<br />

an den Umschaltzeiten noch nichts<br />

getan. Hier muss weiterhin auf kommende<br />

Updates gewartet werden.<br />

Zuverlässiger dank Updates<br />

Die Softwareverbesserungen optimieren nach und nach die bereits verkauften <strong>HDTV</strong>-Empfänger.<br />

Die größten Fortschritte hat dabei Pace gemacht. Da die Box in unserem Test im März<br />

allerdings auf dem letzten Platz landete, sind diese auch dringend nötig gewesen. Es bleibt zu<br />

hoffen, dass die Hersteller ihre Geräte noch weiter optimieren, damit sich neben der schon<br />

jetzt optimalen Bildqualität auch der Bedienkomfort weiter verbessert.<br />

060 www.hdplustv.de


KAUFBERATUNG<br />

Uwe Gajowski<br />

Redaktion HD+TV<br />

Am 31. Dezember 2006 steht uns ein tränenreicher Abschied bevor.<br />

Nicht nur vom laufenden Kalenderjahr müssen wir uns trennen,<br />

vielmehr von der sechzehnprozentigen Mehrwertsteuer, im Amtsdeutsch<br />

auch als Umsatzsteuer bezeichnet. Ab 1. Januar nächsten<br />

Jahres zahlen wir beim Einkauf mit 19 Prozent Mehrwertsteuer<br />

satte drei Prozentpunkte mehr. Da stellt sich die Frage, ob man<br />

ohnehin vorgesehene Anschaffungen schnell noch vorzieht, den<br />

LCD-Fernseher, den Plasma, den Audio-Receiver … Eine heikle<br />

Entscheidung, wo doch eh am Ende des Geldes noch so viel Monat<br />

übrig ist. Dank der Merkels und Münteferings nimmt uns der<br />

Staat die Sorge darüber weitgehend ab, was wir mit erklecklichen<br />

Teilen unseres sauer verdienten Geldes anfangen. Vater Staat kassiert<br />

es gleich selbst ein. Insofern dürften vorgezogene Anschaffungen<br />

in diesem Jahr Sinn machen, denn etliche Hersteller werden<br />

zum 1. Januar die bisherigen Preisschilder gegen höherprozentige<br />

austauschen.<br />

Freilich, als Käufer sollte man immer ganz genau hinschauen, welches<br />

oberflächlich super aussehende Gerät auch handfeste innere<br />

Werte und einen attraktiven Preis besitzt. Denn oftmals entpuppt<br />

sich ein vermeintliches „Superschnäppchen“ als überteuerter Ladenhüter,<br />

Steuer hin oder her. Daher gilt: Preisvergleich, Preisvergleich,<br />

Preisvergleich.<br />

Apropos Schnäppchen: Dem Finanzamt lässt sich allerdings auf<br />

andere Art ein Schnippchen schlagen, denn die Umsatzsteuer gilt<br />

nur für das Inland. Im Ausland kauft man hingegen steuerfrei ein,<br />

das kennt der Mitbürger von den Duty-free-Shops auf den Flughäfen<br />

oder von den Butterfahrten nach Helgoland. Inland im Sinne<br />

des Gesetzes umfasst das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland<br />

mit Ausnahme der Insel Helgoland, der Freihäfen und von Büsingen<br />

am Hochrhein. Die Gemeinde Büsingen am Hochrhein gehört<br />

zwar zum Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg, ist jedoch<br />

gänzlich von den Schweizer Kantonen Schaffhausen, Zürich und<br />

Thurgau umgeben. Das Gute an dieser Lage: Es gilt im 1 429 Einwohner<br />

zählenden Büsingen die Schweizer Mehrwertsteuer. Die<br />

beträgt horrende 7,6 Prozent.<br />

Auf nach Büsingen!<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 061


Maskenball der<br />

Flachbildfernseher<br />

Im Fachhandelsmarkt erscheinen alle Fernseher in einem makellosen Licht und besonders die<br />

Leuchtstarken stechen im Vergleich hervor. Zuhause kommt meist das böse Erwachen, denn<br />

die Lichtverhältnisse sind weitaus subtiler. Der Vergleichstest zwischen dem Philips 37PF9731<br />

und Atec AV371DS zeigt einmal mehr, dass der erste Eindruck täuschen kann.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

LCD-Fernseher sind besonders für ihre<br />

hellen Bilder berühmt. Selbst bei Sonnenlicht<br />

erwecken die Bilder einen<br />

kontraststarken Eindruck. Im Gegensatz zur<br />

Helligkeit mangelt es aber am Schwarzwert.<br />

Dunkle Bildszenen erstrahlten bislang milchig,<br />

was besonders in Filmen unangenehm<br />

ins Auge fällt. Die fehlende Tiefe im Bild wollen<br />

die Hersteller in der neuesten Fernsehgeneration<br />

jedoch ausmerzen. So vertraut<br />

Philips auf eine neue Hintergrundbeleuchtung<br />

samt dynamischem Kontrast. Auf der<br />

IFA konnten sich die Besucher bereits ein<br />

Bild von den neuen LCDs machen. In den<br />

hell erleuchteten Hallen bezauberten die<br />

Fernseher die Zuschauer mit einem kunstvollen<br />

Rundumlicht. Anders als bei öffentlichen<br />

Vorführungen muss sich Philips nun im<br />

schummrigen Wohnzimmerlicht behaupten<br />

und gerade dort herrschen bislang unangefochten<br />

die Plasmas.<br />

062 www.hdplustv.de


Der Neueinsteiger Atec, welcher im Heimatland Korea<br />

bereits seit 15 Jahren Fernseher fertigt, will mit besserer<br />

Bildqualität und niedrigen Preisen seinem Konkurrenten<br />

den Platz an der Sonne streitig machen.<br />

Gewinnertyp<br />

Der Philips PF9731 wurde just mit der Auszeichnung<br />

„Europas High-End LCD-Fernseher des Jahres“ gekrönt.<br />

Bereits mit seiner Erscheinung macht der Flachbildkönig<br />

klar, weshalb: Obwohl alle Elemente aus Kunststoff<br />

gefertigt sind, erweckt die schwarz glänzende Front einen<br />

famosen Eindruck. Leider setzt sich dieser positive<br />

Umstand nicht beim Standfuß und der Fernbedienung<br />

fort. Beide sind zwar immer noch mit „gut“ zu bewerten,<br />

aber Philips konnte es bereits besser. Der Vorläufer<br />

37PF9830, welchen wir ebenfalls testeten, lieferte einen<br />

mit Motor drehbaren Standfuß sowie eine stabile und<br />

dennoch ergonomische Fernbedienung. Der neue Ferngeber<br />

ist in unseren Augen mit seinen harten Kanten und<br />

der neuen Tastenanordnung ein Rückschritt. Auch der<br />

Standfuß lässt sich nur noch per Muskelkraft bewegen.<br />

Immerhin wurde der Preis um 200 Euro gesenkt und<br />

statt einer HDMI-Schnittstelle sind nun deren zwei verfügbar.<br />

Generell schmückt sich der Philips mit allen derzeit<br />

angesagten Schnittstellen. So stehen Ihnen neben den<br />

obligatorischen Scart-Eingängen auch zwei USB- und<br />

eine Speicherkartenschnittstelle sowie eine DVB-T-Empfangseinheit<br />

zur Verfügung. Selbst einen Einschub für CI-<br />

Module (Common Interface), welche mit einer entsprechenden<br />

Smartcard zur Freischaltung von Bezahlkanälen<br />

vonnöten sind, finden Sie auf der Rückseite. Für Deutschland<br />

ist diese Dreingabe zwar noch Zukunftsmusik, aber<br />

sobald DVB-T wie in Frankreich zum Teil verschlüsselt<br />

ausgestrahlt werden sollte, sind Sie mit dem Philips auf<br />

der sicheren Seite.<br />

Dieses Niveau kann der Atec nicht aufbieten. Bereits die<br />

Anmutung und das seitliche Tastenfeld wirken deutlich<br />

kostengünstiger. Der Ferngeber ist haptisch durchaus gelungen,<br />

doch die uniformen Tasten sind für den Durchblick<br />

nicht gerade förderlich. Auf der Anschlussseite<br />

gibt es keine Überraschungen. So bietet Atec einzig eine<br />

HDMI-Schnittstelle und verzichtete auf Kartenleser oder<br />

USB-Anschlüsse. Immerhin bietet der VGA-Eingang den<br />

direkten Kontakt zum PC oder Laptop.<br />

Mehr Licht denn Schatten gibt es bei der Bedienungsanleitung<br />

des Philips. Anstatt ausführlich auf die Schlagworte<br />

„Clear LCD“, „Pixel Plus“ und „DNR“ einzugehen,<br />

verschweigt die Anleitung sämtliche Auswirkungen der<br />

Bildoptimierer. Dieses Versäumnis ist umso trauriger, da<br />

sich Philips richtig ins Zeug gelegt hat und fast alle wichtigen<br />

Parameter einzeln anpasste. So dürfen Sie erstmalig<br />

die Schärfeoptimierung „Pixel Plus“ und die Bewegungsglättung<br />

„Digital Natural Motion“ getrennt einstellen.<br />

Zudem spendierte Philips Farbregler, um eine kinokonforme<br />

Einfärbung des Bildes zu ermöglichen. „Clear<br />

LCD“ ist hingegen eine Neuentwicklung und lässt verwaschenen<br />

Bewegtbildern kaum eine Chance. Eine gewisse<br />

Unschärfe bei schnellen Laufschriften ist aber weiterhin<br />

erkennbar. Somit bietet Philips das komplette Angebot<br />

an neusten Technologien und relativiert bis zu diesem<br />

Zeitpunkt zumindest den hohen Preis des 37-Zollers.<br />

Im Bildmenü des Atec erblickten wir das komplette Gegenteil.<br />

In simpler Grafik können Sie nur die nötigsten<br />

Bildveränderungen vornehmen. So gestattet es der Atec<br />

Helligkeit, Kontrast und Schärfe zu beeinflussen. Die<br />

Farbtemperatur steuern Sie hingegen durch Voreinstellungen<br />

wie warm, normal und kalt. Somit wird bereits im<br />

Menü der Preisunterschied deutlich, denn einen Lichtsensor<br />

oder Bildoptimierer finden Sie im Atec nicht.<br />

Der Vorhang fällt<br />

Wie von den Vorgängern bekannt, erwartet Sie nach dem<br />

Einschalten des Philips die Qual der Wahl. In jeweils zwei<br />

Bildern zeigt der Fernseher verschiedene Voreinstellun-<br />

Die Verarbeitung<br />

geht in Ordnung,<br />

die Tastengestaltung<br />

hingegen nicht. Hier<br />

wirkt ein Knopf wie<br />

jeder andere<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips, Stockxchng<br />

Drehen unmöglich: Wer den Atec schwenken möchte, sollte eine<br />

drehbare Unterlage besitzen<br />

Der Atec LCD wirkt ebenso reserviert wie sein Bild: Im Fachhandel<br />

hätten wir ihn glatt übersehen<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 063


Die harten Kanten und<br />

wenig ergonomischen<br />

Tasten beweisen: Design<br />

ist hier wichtiger als<br />

Handhabung<br />

gen, aus denen Sie wählen dürfen. Anstatt den Kontrast<br />

und die Helligkeit mit Schiebereglern anzupassen, wählen<br />

Sie einzig aus Fotos den gewünschten Bildeindruck<br />

und der Fernseher passt die Werte automatisch an. Auch<br />

für den Ton steht diese Erstinstallation zur Verfügung,<br />

so dass Sie nicht erschrecken sollten, falls der Fernseher<br />

laute Musik von sich gibt. Leider wiegt diese einsteigerfreundliche<br />

Installation die Kunden im falschen Glauben,<br />

das Bild richtig eingestellt zu haben. Als wir im Nachhinein<br />

die Bildwerte überprüften, mussten wir fast durchweg<br />

die Regler nachträglich anpassen.<br />

Im Auslieferungszustand brilliert der Philips mit einem<br />

gleißend hellen Bild, das alle Mitbewerber dunkler erscheinen<br />

lässt. Besonders in Verkaufsräumen besitzt der<br />

Philips damit große Vorteile. Leider erkauft sich der Hersteller<br />

diese Werte mit einem verfälschten Helligkeitsanstieg<br />

und übertriebenen Hell-Dunkel-Abstufungen. Zusammen<br />

mit der nachträglichen Bewegungsglättung und<br />

Farbanpassung wirken die Bilder sehr künstlich. Mittels<br />

den weitreichenden Einstellungen lassen sich diese Nachteile<br />

aber schnell ausmerzen.<br />

Atecs Fernseher plagen ähnliche Probleme. Der LCD ist<br />

extrem hell aber im Vergleich zum Philips können Sie<br />

diese Helligkeit auch nach der Kalibrierung sehen. Die<br />

Farbdeckung gelingt dem Außenseiter ein wenig besser,<br />

so dass Farbtöne gesättigter erscheinen. Diese guten Werte<br />

sind jedoch im Direktvergleich nicht ersichtlich, denn<br />

ein zu hoher Blauwert färbt die Szenerie kühl. Durch den<br />

Blauüberschuss im Bild wirkt der Wüstensand violett<br />

und die Akteure trotz hoher Tagestemperaturen leicht<br />

unterkühlt. Dieser Effekt verschlimmert sich, falls Sie<br />

nicht frontal zum Fernseher sitzen, sondern leicht außerhalb<br />

der Mitte. Dann verschwimmen die Farben unter<br />

einer violetten Wolke und der Zuschauer wähnt sich in<br />

Trance. Eher blau als schwarz sind auch die dunklen Bildpartien<br />

zu bezeichnen, die der Atec aber kaum darstellen<br />

kann. Sein Schwarzwert ist dermaßen erhellt, dass man<br />

hier eher von grau sprechen kann. Die mangelnde Tiefe<br />

im Zusammenhang mit einer Blaufärbung gibt dem Bild<br />

eine ganz eigene Note, nur Pluspunkte kann der Atec damit<br />

nicht sammeln.<br />

Der Philips verliert seinerseits nach der Kalibrierung auf<br />

die Kinonorm rund drei viertel seiner ursprünglichen<br />

Leider nicht motorisiert: Der Fernseher muss per Hand arretiert werden<br />

Helligkeit und zusammen mit einem nur knapp überdurchschnittlichen<br />

Schwarzwert bleibt so ein geringer<br />

Kontrast übrig. Schwerwiegender als die Messwerte sind<br />

jedoch die Bildmängel. So spendierte Philips seinem<br />

kostspieligen Spross keinen Vollbildkonverter, der Filmbildern<br />

das Flimmern austreibt oder diagonale Linien bei<br />

Videoaufnahmen glättet. Zur Bundesligazeit sollten Sie<br />

deshalb über flimmernde Tornetze hinwegsehen können.<br />

Der Blickwinkel ist ebenfalls nur magerer Durchschnitt,<br />

denn einzig bei einer frontalen Sicht auf den Fernseher<br />

bleiben die Farben erhalten. Zwar ist der Philips um Klassen<br />

besser als der Atec, aber im Vergleich zu den neuesten<br />

Entwicklungen der Konkurrenz haben auch die Niederländer<br />

das Nachsehen.<br />

Atec spendierte seinem Fernseher keinerlei interne Elektronik,<br />

zumindest erwecken die Bilder diesen Eindruck.<br />

Spielen Sie verrauschtes Bildmaterial zu, sehen Sie jeden<br />

Bildfehler, denn eine intelligente Nachbearbeitung offeriert<br />

der Atec nicht. Zudem skaliert der Fernseher nur<br />

ungenügend. Anstatt die wenigen Bildpunkte auf eine<br />

höhere Auflösung umzurechnen, erwarten Sie verwa-<br />

Der Idealfall: Können Sie den Philips vor einer weißen Wand<br />

positionieren, erleuchtet das Ambilight die Umgebung und der<br />

Fernseher wird zum Kunstwerk<br />

064 www.hdplustv.de


schene grobschlechte Aufnahmen. Im Direktvergleich<br />

wirkte das Bild des Philips in<br />

unseren Augen wie <strong>HDTV</strong>-Material, obwohl<br />

wir nur ein normales Fernsehbild abspielten.<br />

Mit seinen zwei Millionen Bildpunkten und<br />

„Pixel Plus HD“ zeigt der Philips eines der<br />

schärfsten Bilder seiner Klasse. Wenngleich<br />

die Bildgröße von 37 Zoll fast schon unterdimensioniert<br />

für die hohe Bildpunkteanzahl<br />

ausfällt, bleibt Ihnen dank der Nachschärfung<br />

auch aus größeren Betrachtungsabständen<br />

die hohe Detailtreue erhalten. Leider<br />

akzeptiert der Fernseher keine Signale im<br />

1 080p-Format, weshalb Sie die hohe Auflösung<br />

in Halbbildern, also 1 080i zuspielen<br />

müssen. Durch die nur durchschnittliche interne<br />

Konvertierung des Philips, können Sie<br />

flimmernde Kanten somit nicht umgehen.<br />

Zum Überfluss müssen Sie bei der 1 080i-<br />

Zuspielung mit einer grünen Linie Vorlieb<br />

nehmen, die den oberen Bildbereich säumt.<br />

Am zweiten HDMI-Eingang zeigte der Philips<br />

nur zerrissene Bilder, womit die zweite<br />

Schnittstelle unseres Testgerätes unbrauchbar<br />

war. Auf unsere Punktbewertung hat dieser<br />

Fehler jedoch keinen Einfluss, da wir hier<br />

von einem Einzelfall ausgehen.<br />

Keine Zugabe<br />

Der Philips-Fernseher spaltet die Redaktion.<br />

Auf der einen Seite zeigt sich der neue LCD-<br />

Fernseher dank dreier Lichter von seiner erhellenden<br />

Seite. Das „Ambilight“ bereichert<br />

den Sehgenuss, wenn man die Leuchtkraft<br />

nicht überstrapaziert. Zu schnell läuft man<br />

dann Gefahr eher auf die Lichter, als auf den<br />

Film zu achten. Auch das Bedienkonzept,<br />

mitsamt der reichhaltigen Ausstattung verdient<br />

ein großes Lob. Im Bildbereich müssen<br />

wir aber gleich mehrere Dinge beanstanden.<br />

In einem öffentlichen Verkaufsraum mit starkem<br />

Umgebungslicht spielt der Philips seine<br />

Konkurrenten zwar an die Wand, aber gerade<br />

im wichtigen Bereich der Filmwiedergabe<br />

und den damit verbundenen Normen sinkt<br />

diese Qualität auf ein Mittelmaß zusammen.<br />

Da wir ausschließlich die Fernseher nach<br />

Kinonorm einstellen und bewerten, erhält<br />

der Philips in der Bildwertung bedeutend<br />

weniger Punkte als konkurrierende Plasmafernseher<br />

von Pioneer, Panasonic oder<br />

NEC. Im Fernsehbetrieb sowie bei starkem<br />

Sonnenlichteinfall kann der Philips dagegen<br />

überzeugen, auch wenn er in den Standardwerten<br />

die Bilder stets künstlich verfremdet<br />

und Spielfilmen so ihr Flair nimmt. Denn<br />

ist die Maske des Philips bei dunkler Umgebung<br />

erst einmal gefallen, sind die Defizite<br />

im Bild größer, als die Kaufsumme erwarten<br />

lässt. Somit ist der neue Philips-LCD ein<br />

guter Fernseher, samt hoher Auflösung und<br />

augenfreundlichem Ambilight – die besten<br />

Kinobilder zeigen aber mittlerweile andere<br />

Hersteller.<br />

Atec ist es nicht gelungen, mit ihrem Einstand<br />

für einen Achtungserfolg zu sorgen.<br />

Das verbaute Samsung-LCD-Panel verrichtet<br />

seine Arbeit zwar gut, was Helligkeit und<br />

Farbdeckung beweisen, aber der Blaustich<br />

und der geringe Betrachtungswinkel sorgten<br />

in der Testredaktion für Missmut. Bereits wenige<br />

Zentimeter von der mittleren Position<br />

entfernt, sehen Sie vornehmlich ein blaues,<br />

eindimensionales Bild. Weder können die<br />

Aufnahmen mit ihrer Natürlichkeit noch Detailfreudigkeit<br />

punkten. Atec täte gut daran,<br />

sich bei den Mitbewerbern das eine oder andere<br />

Merkmal abzuschauen. Falls Sie dennoch<br />

zu diesem Produkt greifen wollen, empfehlen<br />

wir Ihnen einen DVD-Player mit HDMI-<br />

Ausgang und guter Elektronik. Dadurch<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Atec<br />

Modell<br />

AV371DS<br />

Preis in Euro 1999,–<br />

Info<br />

www.ateceurope.com<br />

Typ<br />

LCD<br />

Maße (B/H/T) in mm 95 × 70,4 × 27,9<br />

Gewicht in kg 32<br />

Farben<br />

Schwarz<br />

Betrieb/Stand-by in Watt 170/5,4<br />

Kontrast 275 : 1<br />

Auflösung 1366 × 768<br />

„HD ready”<br />

ja<br />

Atec AV371DS<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 12 von 20<br />

können Sie<br />

die Schaltkreise des<br />

Atec fast gänzlich umgehen<br />

und so dem Bild zumindest<br />

das Kantenflimmern austreiben und die<br />

Schärfe erhöhen. Gegen violette Sandstrände<br />

und pechschwarze Schattierungen<br />

können Sie jedoch nichts ausrichten.<br />

Philips verlässt damit als deutlicher Sieger<br />

den Vergleichstest, aber eine sehr gute Wertung<br />

bleibt auch dem Niederländer verwehrt.<br />

Für beide Hersteller heißt es nachsitzen, um<br />

die Schwächen im Bild und etwaige Kinderkrankheiten<br />

beim Nachfolgemodell auszumerzen.<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

14 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

31 von 60<br />

Atec AV371DS<br />

AUSGABE 6.2006<br />

Gesamt 57 von 100<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Philips<br />

Modell<br />

37PF9731<br />

Preis in Euro 3799,–<br />

Info<br />

www.philips.de<br />

Typ<br />

LCD<br />

Maße (B/H/T) in mm 116 × 92,3 × 29<br />

Gewicht in kg 26<br />

Farben<br />

Schwarz glänzend<br />

Betrieb/Stand-by in Watt 140/0,5<br />

Kontrast 280 : 1<br />

Auflösung 1920 × 1080<br />

„HD ready”<br />

ja<br />

Philips 37PF9731<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 19 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

16 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

42 von 60<br />

Philips 37PF9731<br />

AUSGABE 6.2006<br />

Gesamt 77 von 100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 065


<strong>HDTV</strong>-Auflösung von<br />

1 920 × 1 080 Bildpunkten<br />

In dieser Grafik sehen Sie ein Bild, welches die volle HD-Auflösung (Full HD)<br />

unterstützt. Aufgrund der geringen Größe, fallen die Unterschiede zum unteren<br />

Bild je nach Abstand weit weniger gravierend aus, als zunächst angenommen.<br />

Im unteren Kasten sehen Sie deshalb eine Vergrößerung des Bildes.<br />

Dieser Ausschnitt zeigt die Bildqualität bei doppelter Bildgröße. Somit erkennen<br />

Sie, dass erst bei sehr großen Bilddiagonalen die volle HD-Auflösung ihre<br />

Vorteile ausspielt, während bei kleinen Bilddiagonalen die geringere Auflösung<br />

bereits ausreicht.


<strong>HDTV</strong>-Auflösung von<br />

1 280 × 720 Bildpunkten<br />

Dieser Ausschnitt symbolisiert die Bildqualität bei<br />

doppelter Bildgröße.


Familienzuwachs<br />

Zwei <strong>HDTV</strong>-Receiver sind bereits seit einem guten<br />

drei viertel Jahr auf dem Markt. Auch wenn die<br />

Schwächen der beiden Geräte dank zahlreicher Updates<br />

abgenommen haben, laufen die offiziell von<br />

Premiere lizenzierten Receiver noch längst<br />

nicht problemfrei. Zuwachs erhält die Boxenfamilie<br />

von Homecast. Ob<br />

es der HS5101 CI besser<br />

kann, wollen wir im<br />

nachfolgenden Test<br />

feststellen.<br />

VON RICARDO PETZOLD<br />

Gut verpackt erreicht die Box unser<br />

Testlabor. Schon beim Auspacken<br />

merken wir, dass Homecast das Rad<br />

nicht neu erfunden hat und auf Bewährtes<br />

setzt. Die Fernbedienung entspricht der von<br />

den bereits bekannten Homecast-Boxen. Der<br />

Receiver selbst ist ansehnlich gestaltet. Dank<br />

der abgerundeten Front mit einem alphanumerischen<br />

Display passt sich die <strong>HDTV</strong>-<br />

Set-Top-Box jedem Wohnzimmer an, wenngleich<br />

sich Heimkinoenthusiasten gewiss<br />

noch etwas mehr gewünscht hätten.<br />

Wie bereits Humax und Pace hat auch<br />

Homecast auf eine Plastikfront gesetzt und<br />

auch die Hi-Fi-Rack-Maße ignoriert. Wer<br />

diese Äußerlichkeiten wünscht, muss wohl<br />

oder übel weiter warten. Wenn Sie hingegen<br />

mehr auf die Technik geben, finden Sie im<br />

HS5101 CI einen neuen Weggefährten. Hinter<br />

der Frontklappe versteckt, befinden sich<br />

zwei CI-Schnittstellen. Über diese ist es möglich,<br />

das Gerät Pay-TV-tauglich zu machen.<br />

Auch die Rückseite des mit 300 Euro recht<br />

preiswerten HD-Receivers kann sich durchaus<br />

sehen lassen. Speziell der HDMI-Ausgang<br />

sowie das YUV-Set sind für den perfekten<br />

HD-Genuss am Beamer oder Flachbildfernseher<br />

optimal geeignet.<br />

Beim Ton setzt Homecast auf einen optischen<br />

Digitalausgang. Doch auch die analogen<br />

Schnittstellen bleiben keinesfalls außen<br />

vor. Zwei Scartbuchsen sowie ein Cinch-Set<br />

stehen dafür zur Verfügung. Vermisst haben<br />

wir lediglich eine USB-Schnittstelle, um<br />

Softwareupdates schneller in die Box zu bekommen,<br />

sowie einen S-Video-Anschluss.<br />

Umschalten ohne Kaffeepause<br />

Homecast lässt es sich nicht nehmen, die Box<br />

mit einer fertigen Kanalliste auszuliefern.<br />

Diese ist allerdings nicht auf dem neusten<br />

Stand, so dass vor dem endgültigen Genuss<br />

des HD-Materials noch ein automatischer<br />

Suchlauf auf dem Astra-Satelliten erledigt<br />

werden muss. Nach dessen Abschluss entscheiden<br />

wir uns lieber noch einen Blick auf<br />

die Software zu werfen, ob auch die aktuelle<br />

Version auf dem Empfänger ist. Aufgrund<br />

der Schnelllebigkeit ist dies nicht der Fall<br />

und die Box lädt eine tagesaktuelle Software<br />

herunter. Dieser Schritt benötigt etwas Zeit,<br />

da die Software für die <strong>HDTV</strong>-Empfänger<br />

doch etwas größer ist als die herkömmlicher<br />

Boxen. Nach knapp einer halben Stunde ist<br />

der Receiver aber endgültig betriebsbereit<br />

und wir legen los. Dabei fällt der kompletten<br />

Testmannschaft sofort die Umschaltgeschwindigkeit<br />

auf. Bei SDTV-Programmen<br />

gibt es keine Unterschiede zu herkömmlichen<br />

MPEG-2-Receivern und auch die<br />

<strong>HDTV</strong>-Umschaltgeschwindigkeit kann sich<br />

mit knapp zwei Sekunden sehen lassen. Dies<br />

liegt nicht zuletzt daran, dass Homecast auch<br />

bei der Software nicht auf ein neues Pferd<br />

gesetzt hat, sondern lediglich die bekannten<br />

CI-Receiver weiterentwickelt hat.<br />

Deutlich spürbar wird das auch nach dem<br />

Aufrufen des Hauptmenüs. Dieses ist nahezu<br />

identisch mit dem des beliebten S5001 CI.<br />

Besonders interessant ist die Box auch für<br />

Anwender, die gern mehr als nur die <strong>HDTV</strong>-<br />

Kanäle von Astra und Hot Bird sehen wollen.<br />

Dank einer reichhaltigen Satellitenvorprogrammierung<br />

sowie der Unterstützung der<br />

Motorenprotokolle DiSEqC 1.2 und USALS<br />

kann der Homecast optimal zur Steuerung<br />

von Drehanlagen genutzt werden. Mittels<br />

dieser Funktion ist es uns im Test möglich,<br />

auch die Sender der BBC zu empfangen. Der<br />

HS5101 CI ist dabei der erste <strong>HDTV</strong>-Recei-<br />

An der Rückseite des Silberlings sind fast alle wichtigen Anschlüsse zu finden. Über die HDMI-Schnittstelle erhalten<br />

Sie das beste Bild<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

068 www.hdplustv.de


ver, der diese sofort und ohne Software-Update<br />

darstellen kann. Bei der Verarbeitung<br />

der CI-Module macht der Set-Top-Box so<br />

schnell keine andere <strong>HDTV</strong>-Box etwas vor.<br />

Alle unsere CI-Module werden problemlos<br />

erkannt. Mit dem beliebten Alphacrypt-Modul<br />

können die <strong>HDTV</strong>-Programme von Premiere<br />

jedoch nicht dargestellt werden. Abhilfe<br />

schaffen frei programmierbare Module<br />

aus dem Internet, die leider nur mit nicht<br />

lizensierter Software ihre Dienst verrichten –<br />

dies jedoch mit passender Abo-Karte auch<br />

bei den Premiere-HD-Sendern.<br />

Kleine Schwächen im Bildtest<br />

Im direkten Bildvergleich mit dem Humax<br />

PR-HD 1000 zeigt der Homecast erstmals<br />

leichte Schwächen. Wie wir an unserem Testfernseher,<br />

dem Panasonic TH42PV60E, feststellen<br />

müssen, treten während des <strong>HDTV</strong>-<br />

Betriebs kleinen Störungen in Form von<br />

Bildrucklern auf. Auf Nachfrage bestätigte<br />

uns der koreanische Hersteller, dass man<br />

daran bereits arbeite und dieses Manko mit<br />

kommenden Software-Updates behoben<br />

werden soll. Ansonsten unterscheidet sich<br />

die Bildqualität kaum von der des Humaxoder<br />

Pace-Receivers. Im <strong>HDTV</strong>-Betrieb sind<br />

alle Details genau erkennbar. Auch zwischen<br />

den Übertragungsnormen YUV und HDMI<br />

stellen wir nur minimale Qualitätsunterschiede<br />

zugunsten der voll digitalen HDMI-<br />

Schnittstelle fest. Sämtliche Bildformate, die<br />

der Receiver empfängt, lassen sich in eine<br />

dieser drei Auflösungen hoch- oder runterskalieren.<br />

Die neue Box konnte im Test besonders<br />

durch Schnelligkeit und einfache Bedienung<br />

überzeugen. Speziell die Umschaltzeiten begeistern<br />

uns. Kleine Schwächen stellen wir<br />

allerdings bei der Bildqualität fest. Bleibt<br />

zu hoffen, dass der Hersteller diese wie versprochen<br />

schnell behebt, um den guten Gesamteindruck<br />

des flotten Receivers nicht zu<br />

trüben.<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Homecast<br />

Modell<br />

HS5101 CI<br />

Preis in Euro 319,–<br />

Info<br />

www.homecast.de<br />

Typ<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver Satellit<br />

Maße (B/H/T) in mm 360 × 60 × 280<br />

Gewicht<br />

2,6 kg<br />

Farben<br />

Silber<br />

Betrieb/Stand-by<br />

14/9 Watt<br />

Umschaltgeschwindigkeit 1,5 sec<br />

Auflösung<br />

1080 i, 720 p, 576 p<br />

embedded CA –<br />

Common Interface 2<br />

Homecast HS5101 CI<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 24 von 30<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

34 von 40<br />

Wiedergabequalität<br />

23 von 30<br />

Homecast HS5101 CI<br />

GUT<br />

AUSGABE 6.2006<br />

Gesamt 81 von 100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

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Sparsamer<br />

Rockstar<br />

Vor kurzem kosteten Heimkino-Receiver<br />

mit HDMI-Anschlüssen noch ein kleines<br />

Vermögen. Bis jetzt, denn mit dem Onkyo<br />

TX-SR647E etabliert das japanische Unternehmen<br />

Vollausstattung auch in der Einsteigerklasse.<br />

Doch günstig ist ein Angebot<br />

bekanntlich erst, wenn auch die Qualität<br />

stimmt, was im Falle unseres Tests bedeutet:<br />

Wie gut klingt der kleine Onkyo wirklich?<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

070 www.hdplustv.de


Weniger als 1 000 Euro für einen<br />

AV-Receiver, das gab es in den<br />

bisherigen Tests noch nie. Mit<br />

699 Euro ist der Receiver TX-SR647E um die<br />

Hälfte günstiger als andere Konkurrenten<br />

mit HDMI-Schnittstellen. Die Verarbeitung<br />

sowie Gesamtausstattung lassen keine kritischen<br />

Worte aufkommen. So wandelt der<br />

Onkyo analoge Bildquellen wie Video- und<br />

S-Video-Signale sogar in digitale Bildströme<br />

um. Somit können Sie sämtliche Sat-Receiver,<br />

DVD-Player und Spielekonsolen mit<br />

dem Onkyo verbinden und nur noch ein<br />

HDMI-Kabel zum Flachbildschirm legen.<br />

Einen Vollbildkonverter oder Skalierer hat<br />

der Onkyo-Receiver zwar nicht im Gepäck,<br />

aber negative Einflüsse auf das Bild hat seine<br />

Weiterleitung nicht. Betrachtet man den AV-<br />

Receiver aus der Nähe und nimmt ihn einmal<br />

in beide Hände, so lässt höchstens das leichte<br />

Gewicht Rückschlüsse auf die Preisklasse zu.<br />

Besonders die gelungene Front und der massive<br />

Lautstärkeregler brauchen sich nicht vor<br />

teuren Konkurrenten zu verstecken. Seichte<br />

Kritik muss Onkyo nur wegen des mangelnden<br />

Ein-/Aus-Schalters und des wackeligen<br />

Netzkabels hinnehmen. Bereits die Lautsprecheranschlüsse<br />

trösten jedoch über diese<br />

Mängel im Detail hinweg.<br />

Im Handbuch werden alle Funktionen des<br />

Receivers anschaulich erklärt, auch wenn<br />

speziell die Videoverarbeitung nur schwerlich<br />

zu durchschauen ist. Im Begleitheft<br />

wird nämlich neben dem hier getesteten<br />

TX-SR647E auch der kleinere TX-SR604E<br />

erklärt, welcher weniger Funktionen aufbietet.<br />

Die Sonderausstattung des größeren<br />

Receivers entdecken Sie dabei meist in einer<br />

Randnotiz.<br />

Mitgedacht<br />

Sowohl mit der Fernbedienung als auch bei<br />

der Einrichtung haben Sie leichtes Spiel. Zum<br />

einen ist der Ferngeber intelligent strukturiert<br />

und provoziert keine Vertipper und zum<br />

anderen müssen Sie nur das Einmessmikrofon<br />

einstöpseln, woraufhin der TX-SR647E<br />

ohne weiteres Zutun in den Einmessvorgang<br />

springt. Einmal „Enter“ gedrückt und der Receiver<br />

ermittelt die Lautstärke und Abstände<br />

der Boxen souverän. Selbst unseren Subwoofer<br />

konnte der Onkyo korrekt einpegeln. Einzig<br />

die Übergangsfrequenz zum Subwoofer<br />

und die Größe unserer Lautsprecher gab der<br />

Receiver falsch aus und ließ sich von einer<br />

Basserhöhung in unserem Raum in die Irre<br />

führen. Infolgedessen deklarierte der Onkyo<br />

unsere zierlichen Kompaktlautsprecher als<br />

riesige Standboxen.<br />

Zusätzlich kann der Onkyo natürlich Ihre<br />

Lautsprecher an den Raum anpassen. Dabei<br />

verwendet der Hersteller jenes Einmesssystem,<br />

welches auch in Denon-Receivern<br />

sein Tagwerk verrichtet: Audyssey. Der Receiver<br />

ermittelt hierbei drei Messpunkte<br />

und sorgt mit einer leichten Absenkung der<br />

Höhen für ein erweitertes Klangfeld, indem<br />

mehrere Personen den exakt gleichen Höreindruck<br />

gewinnen. Denon verbaut hier<br />

zwar eine aufwändigere Version mit sechs<br />

bis acht Messpunkten im Raum, aber auch<br />

die Onkyo-Variante sorgt für ein stimmiges<br />

Gesamtbild – eine gewissenhafte Einmessung<br />

vorausgesetzt. Aufgrund seiner kleineren<br />

Rechenleistung benötigt die Einmessung<br />

jedoch eine kleine Ewigkeit. Wer allerdings<br />

einen akustisch optimierten Raum besitzt,<br />

kann Audyssey natürlich auch ausschalten,<br />

denn am besten klingt der Onkyo immer<br />

noch unverfälscht.<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

Sämtliche Tastenfelder sind aus Plastik, doch der Lautstärke-Regler sowie die Blende erstrahlen im gebürsteten<br />

Aluminium. Einen Ein-/Aus-Schalter hätte Onkyo trotz Preiskampf dennoch spendieren dürfen<br />

Anpassungsfähig<br />

Wie bereits geschildert, arbeitet die automatische<br />

Einmessung des Receivers für Entfernungs-<br />

und Pegeleinstellungen präzise<br />

genug, um ihr vertrauen zu können. Legen<br />

Sie selbst Hand an, können Sie die Übergangsfrequenzen<br />

jedoch für jeden Lautsprecher<br />

einzeln einstellen. Wenn Sie also einen<br />

großen Standlautsprecher besitzen, trennen<br />

Sie diesen bei 40 Hertz und die kleineren<br />

Rücklautsprecher bei 80 Hertz. Demgegenüber<br />

steht eine umständliche Einrichtung<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 071


der Eingangssignale. Wer seinen<br />

DVD-Player am ersten optischen<br />

Eingang anschließt, kann<br />

nur am Gerät selbst durch die<br />

Taste „Digital Input“ diesen bestimmen.<br />

Weder im Bildmenü<br />

noch auf der Fernbedienung<br />

findet sich eine fernsteuerbare<br />

bequemere Alternative.<br />

Um eine zeitrichtige Wiedergabe<br />

von Bild und Ton zu garantieren,<br />

können Sie den Onkyo per Audio-Delay<br />

anpassen. Halten Sie<br />

nur die Eingangswahltasten wie<br />

Video 1–3 oder DVD für vier<br />

Sekunden gedrückt und schon<br />

können Sie den Ton verzögern,<br />

damit ihr DVD-Player oder<br />

Fernseher noch Bildbearbeitungen<br />

vornehmen kann. Wen Lautstärkeunterschiede<br />

schon immer<br />

zur Verzweiflung gebracht haben,<br />

kann für jeden Bildeingang<br />

eine Voreinstellung treffen. Wie<br />

beim ungleich teureren Yamaha<br />

RX-V2600 bestimmen Sie eine<br />

Mindest- und Maximallautstärke<br />

und machen so den Griff zum<br />

Lautstärkeregler fast überflüssig.<br />

Was kostet Klang?<br />

Eine der interessantesten Fragen ist mit Sicherheit,<br />

wie viel Klang ein AV-Receiver für<br />

699 Euro bietet. Im Falle des Onkyo können<br />

wir dies schon einmal mit den Worten<br />

„überraschend viel“ beantworten. Nach der<br />

Einmessung und einer nachträglichen Feineinstellung<br />

klang der kleine Onkyo wie seine<br />

großen Brüder: klar, vollmundig und zuweilen<br />

sogar raffiniert. Dabei schien der Onkyo<br />

Sie ist weder beleuchtet<br />

noch hochwertig, aber<br />

sie funktioniert. Im<br />

Gegensatz zu manchen<br />

Experimenten, ist die<br />

traditionelle Fernbedienung<br />

schnell erlernt<br />

den Frequenzbereich zuweilen<br />

zu spreizen und tiefe sowie hohe<br />

Frequenzen deutlich herauszuarbeiten.<br />

Im direkten Vergleich<br />

mit einem 2 000-Euro-Receiver<br />

fällt der Onkyo keineswegs ab.<br />

Natürlich ist das Klangbild bei<br />

einem direkten Vergleich weitaus<br />

enger und gezwungener,<br />

aber bereits eine falsche Aufstellung<br />

Ihrer Lautsprecher kann<br />

einen viel größeren negativen<br />

Effekt hervorrufen.<br />

Zu diesem Zweck haben wir<br />

mehrere Testhörer in einem<br />

Blindtest den Onkyo mit fast<br />

dreifach so teuren AV-Receivern<br />

vergleichen lassen. Einmal<br />

haben wir die Lautsprecher zu<br />

Ungunsten des teuren Boliden<br />

etwas enger zusammengeschoben,<br />

mit dem Ergebnis, dass<br />

viele den Onkyo für das bessere<br />

Gerät hielten. Ähnlich verhält es<br />

sich mit der Lautstärke. Unwissende<br />

stuften immer das lautere<br />

Vergleichsobjekt als das bessere<br />

ein, unabhängig vom hohen<br />

Preisunterschied. Deshalb müssen<br />

Sie bei einem Vergleich beim<br />

Händler schon genau hinhören<br />

und darauf hoffen, dass der Händler alle Parameter<br />

fair eingestellt hat, denn um Klassen<br />

schlechter als seine teuren AV-Genossen erschallt<br />

der Onkyo keineswegs.<br />

Wer keine Möglichkeit hat, in Sekundenbruchteilen<br />

mit kostspieligeren Mitbewerbern<br />

den Onkyo zu vergleichen, wird kaum<br />

Details vermissen. Dafür arbeitet der TX-<br />

SR647E feinste Bestandteile zu gut heraus.<br />

Wer somit eine deutliche Verbesserung erzielen<br />

möchte, darf nicht davor zurückschrecken,<br />

den doppelten bis dreifachen Preis des<br />

Onkyo investieren zu müssen. Die Zeiten, in<br />

denen Einstiegsreceiver mittels klangverfälschender<br />

Maßnahmen auf sich aufmerksam<br />

machen mussten, sind mit dem TX-SR647E<br />

ein für alle Mal vorbei. Der Onkyo klingt<br />

überall ein wenig zurückhaltender als die<br />

Elite, aber eben nicht oberflächlich. Wer bislang<br />

dem Heimkinogenuss wegen finanzieller<br />

Nöte entsagen musste, erhält hier eine gut<br />

klingende Einladung. Sicher gab es bereits<br />

vor dem Onkyo eine Audyssey-Einmessung,<br />

HDMI-Videoverarbeitung, Lautstärkeanpassungen<br />

für jeden Eingang sowie die präzise<br />

Angleichung aller Lautsprecher, aber nicht<br />

für 699 Euro.<br />

Normalerweise werden Geburtstagskinder<br />

von anderen beglückt, doch Onkyo dreht<br />

den Spieß zum 60-jährigen Firmenjubiläum<br />

um: Wir sind positiv überrascht.<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Onkyo<br />

Modell<br />

TX-SR647E<br />

Preis in Euro 699,–<br />

Info<br />

www.onkyo.de<br />

Typ<br />

AV-Receiver<br />

Maße (B/H/T) in mm 435 × 174 × 377<br />

Gewicht<br />

11,4 kg<br />

Farben<br />

Silber, Schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 150 W / 0,5 W<br />

Formate<br />

PLII/x, DTS NEO, DD/EX, DTS/ES<br />

Sonstiges<br />

HDMI, Audio-Delay, Multi-Room<br />

Auto-Einmessung ja<br />

Onkyo TX-SR647E<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 18 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

18 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

46 von 60<br />

Gesamt 82 von 100<br />

Onkyo TX-SR647E<br />

AUSGABE 6.2006<br />

Aufgeräumt und einfach zu durchschauen ist die Rückseite. Per Zone-2-Anschluss versorgt der Onkyo auch die<br />

Stereoanlage im Nebenraum<br />

072 www.hdplustv.de<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft


Sparen, sparen, sparen<br />

Nehmen Sie die<br />

Drei-Prozent-Hürde<br />

Noch bevor die Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent ab 1. Januar<br />

2007 die Staatskassen klingeln lässt, können Sie die Gunst der Stunde ergreifen<br />

und die neuesten Modelle der Hersteller noch in diesem Jahr erstehen.<br />

Wir stellen Ihnen den Großteil der besten Produkte im Winter vor.


Fernseher<br />

SIE SPAREN<br />

51, 70 €<br />

Sharp LC-37XD1E 1 999 Euro<br />

Anstatt an der LCD-Serie festzuhalten, die in<br />

der letzten HD+TV angekündigt wurde, ist diese<br />

kurzfristig eingestampft und die Aquos-Highgrade-<br />

Serie aus der Taufe gehoben worden. Mit neuer<br />

Hintergrundbeleuchtung für natürliche Hautfarben<br />

faszinierten die Sharp-LCDs auf der diesjährigen<br />

IFA. Der LC-37XD1E beherbergt zwei Millionen<br />

Bildpunkte im schicken Design und kostet nur noch<br />

1 999 statt der bislang veranschlagten 2 499 Euro –<br />

wer kann da noch widerstehen? CT<br />

www.sharp.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 51,70 Euro<br />

Rückkehr mit voller Leistung 2 599 Euro<br />

Telefunken ist wieder da und verlässt sich nicht alleine auf<br />

den guten Namen. Der 37-Zoll-Visium-LCD-Fernseher vereint<br />

innovatives Design mit neuester Full-HD-Technologie. Zudem<br />

erfüllt das Gerät sämtliche Voraussetzungen, die mit der Erteilung<br />

des „HD ready“-Logos verbunden sind. Optional bietet<br />

Telefunken den Flachbildfernseher mit integriertem Digitaltuner<br />

für DVB-T an. Ebenfalls optional ist eine mitgelieferte<br />

Senderbox für den drahtlosen Empfang. Bis zu drei Wände<br />

können somit zwischen Anschluss und TV-Gerät liegen. MA<br />

www.telefunken.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 67,22 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

67, 22 €<br />

SIE SPAREN<br />

51, 70 €<br />

Toshiba 32WLT68P 1 999 Euro<br />

LCD-Fernsehern sagt man bislang eine träge Reaktionszeit<br />

nach. Mit dem neuen Toshiba WLT68P gehören<br />

verwaschene Bilder aber endgültig der Vergangenheit<br />

an. Der Hersteller verdoppelte die Bildrate auf 100 Hertz<br />

und verkürzte so die Darstellungszeit jedes einzelnen<br />

Bildes um die Hälfte. Um dennoch die Geschwindigkeit<br />

der Wiedergabe beizubehalten, werden Zwischenbilder<br />

berechnet. Lohn des Aufwands sind die schärfsten<br />

bewegten Bilder der LCD-Geschichte. Trotz der kleineren<br />

<strong>HDTV</strong>-Auflösung erstrahlen Sendungen dank Pixel Processing<br />

IV messerscharf. Damit keine Anschlussprobleme<br />

für die Nutzer aufkommen, spendiert Toshiba gleich drei<br />

HDMI-Eingänge. CT<br />

www.toshiba.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 51,70 Euro<br />

Bilder: Sharp, Telefunken, Toshiba, Sony Pictures: „Klick“ im Kino, Constatin Film: „Das Parfüm“ im Kino<br />

074 www.hdplustv.de


Anzeige<br />

Mit Pioneer ist alles möglich 4 199 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

108, 50 €<br />

Sowohl ein DVB-T-Tuner als auch ein analoger TV-Tuner sind im PDP-507XD integriert<br />

und natürlich ist er „HD ready“. Ein Kontrastverhältnis von 4 000 : 1 sorgt für scharfe<br />

Bilder, die man bei seinen Abmessungen auch braucht, denn er ist mit immerhin 50 Zoll<br />

(127 Zentimeter) Bildschirmdiagonale nicht gerade der Kleinste. Bezüglich der Anschlüsse<br />

bleiben kaum Wünsche offen: Er verfügt u. a. über zwei HDMI- und drei Scart-Eingänge<br />

sowie über einen Component-Video-, S-Video-, Composite-AV- und PC-Eingang.<br />

Ferner besitzt der PDP-507XD einen optischen und analogen Audio- sowie Subwoofer-<br />

Ausgang. Die Bild-in-Bild-Funktion ermöglicht es, auf einen anderen Kanal umzuschalten,<br />

ohne das laufende Programm unterbrechen zu müssen. AN<br />

www.pioneer.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 108,50 Euro<br />

LG rüstet auf für die Zukunft 2 299 Euro<br />

Bilder: LG, Pioneer, 20th Century Fox: „Little Miss Sunshine“ ab dem 30. 11. 2006 im Kino<br />

Als flexibel und komfortabel beschreibt LG den LCD,<br />

der für sein Aussehen prämiert wurde. Der „HD ready“-42LC2RR<br />

mit 106 Zentimeter Bildschirmdiagonale<br />

(42 Zoll) besitzt einen 80-Gigabyte-Festplattenrecorder.<br />

Durch die Timeshift-Funktion wird flexibleres Fernsehen<br />

möglich. Der Gang zum Kühlschrank kann jederzeit<br />

angetreten werden, da man das Programm unterbrechen<br />

und zu beliebiger Zeit fortsetzen kann. Für<br />

Aufnahmen in High Definition (HD) stehen 20 Stunden,<br />

für Standard Definition (SD) 33 Stunden zur Verfügung.<br />

Das Kontrastverhältnis von 1 600 : 1 und die Bildhelligkeit<br />

von 500 cd/qm sowie Progressive Scan und 16,7 Millionen<br />

Farben versprechen realitätsnahe Bilder. Damit nicht unnötig<br />

Platz im Wohnzimmer vergeudet werden muss, ist<br />

die Nutzung des 42LC2RR als PC-Monitor möglich. AN<br />

www.lge.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 59,50 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

59, 50 €


Fernseher<br />

Auf die Persönlichkeit abgestimmt 4 500 Euro<br />

Innovative Konzepte aus Kronach sind nichts Neues. Dennoch erwartet den Heimkino-Freund mit der Individual-<br />

Compose-Reihe eine besondere Symbiose aus Darstellung und Klang. Im Mittelpunkt steht dabei die Kombination<br />

von großformatigen LCD-Flachbildschirmen mit einer optisch stimmigen Audio-Lösung. Beim Loewe Individual<br />

40 Compose besteht diese aus einem Flat-TV mit 101 Zentimeter Bildschirmdiagonale. Das hochauflösende<br />

Full-HD-Panel (1 920 × 1 080 Pixel) besticht mit nie gekannter Brillanz. Um der ganzheitlichen Philosophie von<br />

Loewe treu zu bleiben, haben die Entwickler einen <strong>HDTV</strong>-Empfänger integriert. Premiere-Zuschauer verwenden<br />

einfach eine der beiden CI-Schnittstellen. Eigens für den Sound ist der Individual 40 Compose mit einem individuell<br />

platzierbaren Centerspeaker, zwei Frontlautsprechern sowie einem aktiven Subwoofer ausgestattet. MA<br />

www.loewe.de<br />

SIE SPAREN<br />

77, 56 €<br />

Der Erste seiner Art 2 999 Euro<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 116,38 Euro<br />

Vom Pioniergeist beseelt, trägt nun erstmals ein Plasma-TV<br />

von Metz das „HD ready“-Logo. Der 42 HD besitzt dementsprechend<br />

alle wünschenswerten Details eines modernen<br />

Flachbildfernsehers. Über den HDMI-Eingang lassen sich Spielfilme<br />

ohne weiteres in exzellenter Qualität auf dem Schirm<br />

darstellen. Eine Auflösung von 1 024 × 768 Pixel sowie ein Kontrastverhältnis<br />

von 10 000 : 1 sprechen für sich. Imposant auch<br />

die Ausmaße: stattliche 106 Zentimeter Bildschirmdiagonale<br />

bringt das Gerät mit. Der spezielle 3D-Panorama-Sound sorgt<br />

für ein echtes Klangerlebnis. Ganz nach belieben können die<br />

mitgelieferten Lautsprecher direkt am Gerät fixiert oder seitlich<br />

davon angebracht werden. MA<br />

www.metz.de<br />

SIE SPAREN<br />

116, 38 €<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 77,56 Euro<br />

Bilder: Loewe, Metz, Panasonic, 20th Century Fox: „Der Teufel trägt Prada“ ab dem 12. 10. 2006 im Kino,<br />

„Pathfinder“ ab dem 11. 01. 2007 im Kino, Concorde Filmverleh GmbH: „Der Weiße Planet“ ab dem 28. 12. 2006 im Kino<br />

Panasonic TH-65PX600 ca. 12 999 Euro<br />

Gegen ihn wirken alle Fernseher wie Spielzeug. Der<br />

neue Panasonic-Plasma in XXL-Kinogröße bietet die<br />

gleiche Bildqualität wie seine kleineren Brüder. Aufgrund<br />

der vollen HD-Auflösung samt 1 080p-Unterstützung<br />

werden die Details aber noch plastischer herausgearbeitet<br />

und die riesige Bilddiagonale tut ihr Übriges,<br />

um jeden Fernsehabend zum Erlebnis werden zu lassen.<br />

Die kommende Stromrechnung könnte allerdings<br />

ebenfalls zum Abenteuer mutieren, denn der Stromverbrauch<br />

beträgt 720 Watt. CT<br />

www.panasonic.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 284,48 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

284, 48 €<br />

076 www.hdplustv.de


Scharfe Farbvielfalt 4 499 Euro<br />

Bilder: Samsung, Hitachi, Sony Pictures: „James Bond 007 Casino Royal“ ab dem 23. 11. 2006 im Kino, „Jagdfieber“ ab dem 09. 11. 2006 im Kino<br />

Mit einer dynamischen Kontrastrate von 10 000 : 1 übertrifft<br />

der LE-40M91B das Übliche. Aufgrund der so genannten<br />

LED-Backlight-Technologie werden gute Schwarzwerte<br />

und schnelle Reaktionszeiten ermöglicht. Eine Vielzahl von<br />

Leuchtdioden (LEDs) werden bei dieser Technologie mit<br />

dem Effekt eingesetzt, dass das Panel an jedem beliebigen<br />

Bildschirmpunkt mit der gleichen Hintergrundbeleuchtung<br />

arbeitet und so den Bildschirm gut ausleuchtet. Darüber<br />

hinaus verfügt der LE-40M91B über sagenhafte 25,7<br />

Milliarden darstellbare Farben. Selbstredend ist er mit<br />

einer Auflösung von 1 366 × 768 Pixeln „HD ready“. Auch<br />

in puncto Schnittstellen überzeugt er: u. a. zwei HDMI-<br />

Schnittstellen, zwei Scart-Anschlüsse sowie jeweils ein<br />

USB-, Cinch-, PC- und S-Video-Anschluss. AN<br />

www.samsung.de<br />

SIE SPAREN<br />

69, 80 €<br />

Volle Auflösung 5 899 Euro<br />

Der neue Sony-LCD-TV KDL-46X2000 der neuen<br />

Bravia-X-Serie bietet mit seinem 46-Zoll-Display<br />

volle HD-Auflösung auf 1 920 × 1 080 Bildpunkten.<br />

Er besticht nicht nur durch sein elegantes Design,<br />

sondern auch durch seine hochwertigen Ausstattungsmerkmale.<br />

An Anschlüssen findet der Nutzer<br />

zwei HDMI-Schnittstellen, zwei YUV-Eingänge und<br />

drei Scart-Terminals. Somit ist der LCD bestens für<br />

die Zukunft ausgerüstet. Durch die neue Bildverarbeitung<br />

„Live Colour Creation“ wird das Bildrauschen<br />

vermindert und die Farbdarstellung deutlich<br />

verbessert. Die ebenfalls hoch entwickelte Hintergrundbeleuchtung,<br />

die in reinem Weiß erstrahlt,<br />

erweitert zusätzlich den Farbraum und sorgt somit<br />

für eine besonders naturgetreue und realistische<br />

Abbildung. MG<br />

www.sony.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 116,50 Euro<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 152,56 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

116, 50 €<br />

HD-Premiere 2 699 Euro<br />

Hitachi stellt mit seinem neuen 42-Zoll-Plasma<br />

42PD9700 das weltweit erste Plasma-Panel mit einer<br />

Auflösung von 1 024 × 1 080 Bildpunkten vor. Die<br />

neue Displaytechnologie ist in der Lage, volle 1 080<br />

Zeilen anzuzeigen und somit gut fünf Prozent mehr<br />

Bild. Mit der Kombination des „Hitachi Picture Master“-HD-Chipsatzes<br />

der zweiten Generation kommen<br />

satte 68,8 Milliarden Farben mit mehr Schärfe,<br />

Lebendigkeit und Tiefe auf die Mattscheibe. Zusätzlich<br />

zu den technischen Finessen wurde die Gehäuseoberfläche<br />

des Gerätes entspiegelt und gegen<br />

Lichteinfall geschützt. Ein integrierter DVB-T-Tuner<br />

ermöglicht den Empfang von digitalem Fernsehen<br />

und zahlreiche Eingänge, u. a. zwei HDMI-Schnittstellen,<br />

Video-, S-Video- und Component-Buchsen,<br />

sorgen für die nötigen Anschlüsse. MG<br />

www.hitachi.de<br />

SIE SPAREN<br />

152, 56 €<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 69,80 Euro<br />

Fernseher<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 077


Beamer<br />

SIE SPAREN<br />

46, 14 €<br />

Kontraststarkes Heimkino 1 900 Euro<br />

Panasonic PT AE1000 3 999Euro<br />

Mitsubishi hat es vorgemacht und Panasonic zieht<br />

nach. Der neuste LCD-Projektor-Spross überrascht mit<br />

der höchsten <strong>HDTV</strong>-Auflösung samt firmeneigener<br />

Smooth-Screen-Technologie. Dabei werden die Leiterbahnen<br />

unscharf gezeichnet und so das berüchtigte<br />

Fliegengitter wirksam minimiert. Mit seiner dynamischen<br />

Gammakorrektur und 14-Bit-Farbtiefe scheint<br />

der Panasonic das LCD-Lager gehörig aufzumischen.<br />

Der Preis stimmt dagegen etwas bedenklich, denn<br />

das Bild wird nur schwer mit dem Sony VPL VW 50<br />

konkurrieren können – wir warten dennoch gespannt<br />

auf die ersten Testmuster. CT<br />

Mit dem PJ-TX300 von Hitachi kommt ein schicker und<br />

sehr leiser Beamer in deutsche Wohnzimmer. Er überzeugt<br />

besonders durch seine elegante Optik in schwarzem<br />

Klavierlack und dem besonderen Flüstermodus, der<br />

gerade einmal 26 Dezibel an Geräuschpegel produziert.<br />

Neben seinen hervorragenden Bildeigenschaften und<br />

dem hohen Kontrast von 10 000:1 kann er durch eine<br />

hochwertige Super-ED-Optik überzeugen, die aus aspherischen<br />

Linsen besteht. Zusammen mit der 10-Bit-Bildbearbeitung<br />

und der 3LCD-Technologie bringt er satte Farben<br />

und scharfe Bilder an die Wand. MG<br />

www.hitachi.de<br />

SIE SPAREN<br />

103, 42 €<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 49,14 Euro<br />

www.panasonic.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 103,42 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

129, 28 €<br />

Sony VPL VW 50 4 999 Euro<br />

Ein Full-HD-Projektor für unter 10 000 Euro? Was vor der<br />

IFA wie ein Traum erschien, macht Sony tatsächlich wahr.<br />

Für gerade einmal die Hälfte bietet der neue Projektor<br />

zwei Millionen Bildpunkte und verarbeitet alle Signale bis<br />

1 080p24. Die Technik basiert auf Sonys SXRD-Panel, die<br />

eine gewisse Ähnlichkeit zu LCDs aufweisen, aber über<br />

bessere technische Voraussetzungen verfügen. Für Sie bedeutet<br />

dies helle und kontrastreiche Bilder zum Spartarif.<br />

Der Sony VPL VW 50 darf sich zu Recht als eines der besten<br />

Preis-Leistungs-Angebote des Jahres bezeichnen. CT<br />

www.sony.com<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 129,28 Euro<br />

Bilder: Sanyo, Sim2. Sony, Hitachi, Panasonic, Sharp<br />

078 www.hdplustv.de


Maßgeschneidert 1 799 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

Mit dem neuen Heimkinoprojektor PLV-Z5 bringt<br />

Sanyo als Nachfolger des erfolgreichen PLV-Z4<br />

seinen neuen universell einsetzbaren Beamer auf<br />

den Markt. Die Auflösung des Gerätes beträgt<br />

1 280 × 720 Bildpunkte und kann somit HD-Material<br />

scharf und präzise abbilden. Die zwei integrierten<br />

HDMI-Schnittstellen machen ihn ohne lästiges Umstecken<br />

der Bildquellen zum Wohnzimmerliebling.<br />

Auch lässt sich der Projektor dank der horizontalen<br />

und vertikalen Lensshift-Funktion an verschiedene<br />

Raumverhältnisse perfekt anpassen. Mit einer Bildhelligkeit<br />

von 1 100 ANSI Lumen, bei einer Ausleuchtung<br />

von 85 Prozent, bringt er ein sattes Kontrastverhältnis<br />

von 10 000 : 1 auf die Leinwand, welches<br />

sogar seinen Vorgänger noch übertrumpft. MG<br />

258, 60 €<br />

Heimkinosonne 9 999 Euro<br />

Sharp bringt mit dem XV-Z21000 einen neuen<br />

Full-HD-DLP-Projektor auf den Markt. Das Gerät<br />

verfügt über satte 1 000 ANSI Lumen, die ein<br />

sagenhaftes Kontrastverhältnis von 12 000 : 1 auf<br />

die Leinwand zaubern. Mit der vollen HD-Auflösung<br />

von 1 920 × 1 080 Bildpunkten zeigt er<br />

scharfe und präzise hochauflösende Bilder. Durch<br />

die neuartige motorbetriebene Iris, mit dreistufiger,<br />

mechanischer Blendeneinstellung kann man<br />

bequem vom Sofa aus den Projektor bedienen<br />

und durch das vorhandene Lensshift perfekt<br />

justieren. Zwei HDMI-Schnittstellen, ein DVI- und<br />

ein analoger Komponenteneingang runden die<br />

Ausstattung des Gerätes ab. MG<br />

www.sharp.de Mehrwertsteuerersparnis: 258,60 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

46, 53 €<br />

Beamer<br />

www.sanyo.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 46,53 Euro<br />

Sim2 HT3000 16 000 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

413, 79 €<br />

Wenn es einen Projektor gibt, der allein mit<br />

seinen technischen Daten für Aufruhr sorgt,<br />

so ist es der HT3000 von Sim2. Im Inneren des<br />

Designgehäuses schlummert der neue DLP-Chip<br />

mit voller HD-Auflösung. Zusammen mit einer<br />

leistungsstarken Lampe bildet dieser eines der<br />

kontrastreichsten Bilder aller Projektoren ab – ob<br />

dies allein den hohen Preis rechtfertigt, wagen<br />

wir jedoch zu bezweifeln. Auf der IFA schlugen<br />

die neuen DLP-Projektoren aber alle Konkurrenten<br />

durch die unglaubliche Bildtiefe. CT<br />

www.sim2.at Mehrwertsteuerersparnis: 413,79 Euro<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 079


Beamer<br />

SIE SPAREN<br />

103, 19 €<br />

Flexibel einsetzbar 3 990 Euro<br />

Mitsubishi Electric setzt erneut Standards. Mit dem<br />

HC5000 präsentiert das Unternehmen einen der ersten<br />

LCD-Heimkinoprojektoren mit der vollen HD-Auflösung<br />

von 1 920 × 1 080 Pixeln. Auch sonst wird auf höchste Qualität<br />

geachtet. Ein Kontrastverhältnis von 10 000 : 1 sorgt<br />

für eine optimale Bilddarstellung, die Lichtstärke beträgt<br />

glatte 1 000 ANSI Lumen. Doch der HC5000 beeindruckt<br />

vor allem durch seine Flexibilität. Mittels motorisiertem<br />

horizontalen und vertikalen Lensshift sowie 1,6-fachem<br />

Zoom kann der Projektor an jede Raum- und Leinwandgröße<br />

angepasst werden. Der Abstand kann zwischen<br />

1,5 und 15,2 Meter gewählt werden – perfekt für jedes<br />

Wohnzimmer oder das eigene Heimkino. Für 3 990 Euro<br />

ist der Mitsubishi-Projektor ein echtes Highlight. MA<br />

www.mitsubishi-evs.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 103,19 Euro<br />

Edle Premium-Klasse 6 999 Euro<br />

Mit dem H 81 zeigt Optoma wieder einmal,<br />

worauf es bei einem High-End-Gerät ankommt.<br />

Der Full-HD-DLP-Projektor besitzt einen externen<br />

Prozessor sowie zahlreiche Anschlussmöglichkeiten.<br />

Drei HDMI- und zwei YUV-Ausgänge<br />

gehören zum Standard. Um den Filmgenuss nicht<br />

zu stören, wurde die Lautstärke auf 28 Dezibel<br />

reduziert. Optimal sind ebenso die Kontrastwerte<br />

(1 300 ANSI Lumen) sowie die Helligkeit (12 000 : 1).<br />

Optoma versichert zusätzlich eine Lampenlebensdauer<br />

von 2 000 bis 3 000 Stunden im Eco-Mode,<br />

womit langfristiger Spaß garantiert ist. Über einen<br />

1,2-fachen Zoom kann der Projektor auf die gängigen<br />

Leinwandgrößen eingestellt werden. Optoma<br />

liefert das Gerät mit Zubehör ab November für<br />

6 999 Euro aus, wobei zusätzlich Kosten für eine<br />

externe Videobox anfallen die 1 080p ausgeben<br />

kann, beispielsweise Optomas HD3000, welche<br />

noch einmal mit 1 899 Euro zu Buche schlägt. MA<br />

www.optoma.co.uk Mehrwertsteuerersparnis: 181 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

387, 93 €<br />

Harmonie in Vollendung 15 000 Euro<br />

Kinovergnügen ohne Grenzen verspricht der VP-11S1<br />

von Marantz. Dank voller HD-Auflösung, auch bekannt<br />

als 1 080p, ermöglicht der Projektor eine völlig neue<br />

<strong>HDTV</strong>-Erfahrung. Dafür verwendet der VP-11S1 die<br />

hochentwickelte DLP-Technologie mit zwei Millionen<br />

mikroskopischen Spiegeln – doppelt so viele wie der<br />

bisherige VP-12S4. Marantz erschafft auf diesem Weg ein<br />

harmonisches Bild, das die sichtbare Pixelstruktur nahezu<br />

eliminiert. Staubgeschützte Optik und eine zweifach<br />

gesicherte Gehäusestruktur gehören in dieser Klasse<br />

selbstverständlich dazu. Zudem verfügt das kommende<br />

Marantz-Flagschiff über hervorragende Kontrastwerte<br />

(6 500 : 1). Die CEC-Fehlerkorrekturtechnik sorgt für<br />

scharfe Kanten. Zwei HDMI- und zwei HD-Komponenteneingänge<br />

dürfen nicht fehlen. Selbstverständlich muss<br />

der Aufwand auch bezahlt werden. Knapp 15 000 Euro<br />

wollen für das exzellente Kleinod investiert sein. MA<br />

www.marantz.com<br />

SIE SPAREN<br />

181, 00 €<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 387,93 Euro<br />

Bilder: Mitsubishi, Optoma, Marantz, Denon, Panasonic, Harman Kardon<br />

080 www.hdplustv.de


Denon DVD-2930 899 Euro<br />

Blu-ray hin, HD DVD her: Die DVD wird uns auch noch die nächsten Jahre begleiten. Mit<br />

dem Denon-DVD-Player können Sie die Scheiben dabei gehörig aufpolieren. Ähnlich wie im<br />

großen Bruder DVD-3930 werkelt ein potenter Chip, um die geringe Auflösung bis 1 080p<br />

hochzurechnen. Das sieht zwar immer noch nicht wie echtes HD aus, überzeugte uns aber<br />

bereits im 3 499 Euro teuren Denon-DVD-A1XV. CT<br />

www.denon.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 23,25 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

23, 25 €<br />

DVD-Player<br />

Harman Kardon DVD-47 499 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

12, 91 €<br />

Dass Gutes immer ein wenig länger dauert, ist man bei Harman Kardon bereits<br />

gewohnt. Der DVD-47 bündelt aber wieder alle Zutaten für einen Testsieger.<br />

Dank pixelbasierter Abtastung erfolgt die Hochrechnung des Bildes bis auf 1 080i<br />

ohne Mängel und dass die Klangqualität stimmt, ist bei einem Harman-Kardon-<br />

Produkt selbstverständlich. Für gerade einmal 499 Euro erhalten Sie einen guten<br />

Player im ausklingenden DVD-Zeitalter. CT<br />

www.harmankardon.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 12,91 Euro<br />

Panasonic S99 349 Euro<br />

Günstig und dennoch vielseitig präsentiert sich Panasonics neuer DVD-Player. Neben DVD-Video<br />

und DVD-Audio spielt der S99 auch MP3s und JPG-CDs in bester Qualität ab. Als Herzstück<br />

fungiert ein 12-bit-/216-MHz-Videowandler samt Faroudjas DCDi-Technologie. Für den<br />

guten Ton sorgt ein hochwertiger Digital-Analog-Wandler. Per Audio-Only-Schaltung legen<br />

Sie die komplette Videosektion lahm und erhöhen nachträglich den Klanggenuss. CT<br />

www.panasonic.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 9 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

9 €<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 081


AV-Receiver<br />

SIE SPAREN<br />

33, 59 €<br />

Klangkünstler 1 299 Euro<br />

Yamaha bringt mit dem Receiver RX-V2700 einen AV-Receiver mit neuen Maßstäben auf den Markt. Er beherrscht<br />

die automatische Raumeinmessung jetzt auch mit der Frequenzanpassung des Subwoofers unterhalb der 63-Hertz-<br />

Grenze. Dies sorgt gerade in komplexen Räumen für eine saubere Basswiedergabe. Auch kann der Receiver mit<br />

den neuen DSP-Raumklang-Programmen überzeugen, die eine noch größere Zahl von Schallreflexionen berechnen<br />

können und somit angehörtes Material noch besser abbilden. Auch die spezielle Anordnung der Audio- und Videoplatinen<br />

im Inneren des Receivers sorgt für eine saubere Signalverarbeitung und kurze Signalwege. Die integrierte<br />

USB-Schnittstelle oder die Erweiterung mit dem optionalen iPod-Dock-Connector lassen kaum Wünsche offen. MG<br />

www.yamaha.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 33,59 Euro<br />

082 www.hdplustv.de<br />

Der Soundmacher 1 800 Euro<br />

Mit dem AV-Receiver SR8001 von Marantz, dem<br />

Nachfolger des schon fast legendären SR8500,<br />

erhält das Wohnzimmer einen neuen Mittelpunkt.<br />

Mit 7.1-Surround und vier HDMI-Eingängen sowie<br />

zwei HDMI-Ausgängen und der Fähigkeit, analoge<br />

Signale auf den HDMI-Ausgang zu konvertieren,<br />

lässt er kaum Wünsche offen. Als Steuerzentrale<br />

und mit modernster Ausstattung, wie etwa<br />

dem automatischen Einmesssystem, optimiert er<br />

nicht nur den Klang, sondern transportiert ein hohes<br />

Maß an Qualität in das Heimkino. Unterstützt<br />

wird er dabei von der volldiskreten Aufbauweise<br />

und hochwertigen Digitalkomponenten, die nicht<br />

nur den Ton, sondern auch das Bild in hoher Qualität<br />

transportieren. MG<br />

www.marantz.de Mehrwertsteuerersparnis: 46,55 Euro<br />

SIE SPAREN<br />

64, 63 €<br />

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46, 55 €<br />

Flaggschiff voraus 2 499 Euro<br />

Harman Kardon präsentiert sein neues 7.2-Kanal-Receiver-Flaggschiff,<br />

den AVR 745. Er kommt mit zwei<br />

HDMI-Schnittstellen daher, die auf einen Ausgang zusammengelegt<br />

werden können. Dank der hochwertigen<br />

Faroudja-DCDi-Prozessoren kann die Videoverarbeitung<br />

und –skalierung bis zum Format 720p/1 080i<br />

ermöglicht werden. Die aktuellste automatische<br />

Raumakustikanpassung ermöglicht neutralen Klang.<br />

Dieser ermittelt die akustischen Eigenschaften des<br />

Wohnraumes und kalibriert automatisch alle Lautsprecher<br />

inklusive der zwei Subwoofer-Kanäle.<br />

Auch Mehrraumfunktionalität und MP3-kompatible<br />

Docking-Varianten für iPods sind für den Boliden kein<br />

Problem. MG<br />

www.harman-kardon.de Mehrwertsteuerersparnis: 64,63 Euro<br />

Bilder: Harman Kardon, Marantz, Yamaha, Onkyo, KEF Audio, Heco-Audio


SIE SPAREN<br />

23, 27 €<br />

Surround Sound aus nur zwei Boxen<br />

Damit das Wohnzimmer von massigen Boxen verschont bleibt, verspricht<br />

KEF einen Raumklang von fünf Speakern aus jeweils zwei<br />

sichtbaren Gehäusen. Die Lautsprecher Fivetwoseven und Fivetwoeleven<br />

liefern in Kombination mit handelsüblichen Multichannel<br />

AV-Receivern bzw. AV-Verstärkern vollwertigen Raumklang. Die<br />

normalerweise hinten im Raum positionierten Surround-Boxen<br />

wurden komplett in die zwei Frontspeaker eingebaut. Sie arbeiten<br />

als Flächenstrahler und erzeugen ein Surround-Klangfeld von 360<br />

Grad. Der Fivetwoseven verfügt über sieben Chassis und einen Frequenzgang<br />

von 100 Hz bis 30 kHz. Die Empfindlichkeit beträgt 87<br />

Dezibel und 104 Dezibel wurden bei dem maximalen Schalldruck<br />

gemessen. Die Impedanz beträgt acht Ohm. Für den Fivetwoeleven<br />

mit elf Chassis reicht der Frequenzgang von 90 Hz bis 30 kHz. Die<br />

Empfindlichkeit liegt bei 87 Dezibel, der maximale Schalldruck bei<br />

109 Dezibel. Acht Ohm wurden bei der Impedanz gemessen. Die<br />

vom Hersteller empfohlenen Preise betragen beim Fivetwoseven<br />

500 Euro, beim Fivetwoeleven 900 Euro pro Stück. AN<br />

www.kefaudio.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 23 Euro<br />

Lautsprecher<br />

Familie Celan stellt sich vor<br />

Heco präsentiert mit der neuen Celan-Serie sieben Lautsprechern,<br />

bestehend aus 2-, 2,5- und 3-Wege-Bassreflex-Systeme,<br />

einem Center-Lautsprecher und einem Bassreflex-Subwoofer. Herz<br />

der Lautsprecherserie sind neue Chassis, die für die vorgesehenen Frequenzbereiche<br />

optimiert wurden. So ist der Celan Center 3 (siehe Foto), preislich mit<br />

499 Euro (UVP) im Mittelfeld, ein Drei-Wege-Centerspeaker mit Tieftöner, Mitteltöner<br />

und Nano-Hochtöner. In der Holzfurnierausführung (Buche, Kirsche, Rosenholz) bzw.<br />

beim Silber Glanzlack verbergen sich Wirkungsgrade von 91 Dezibel, ein Frequenzbereich<br />

von 30 Hz bis 50 kHz und Impedanzwerte von vier bis acht Ohm. Die Preise der<br />

restlichen Celan-Familienmitglieder liegen zwischen 349 und 999 Euro. AN<br />

SIE SPAREN<br />

12, 90 €<br />

www.heco-audio.det<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 9-26 Euro<br />

Für Saitenliebhaber 1 499 Euro<br />

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38, 76 €<br />

Gitarrenhersteller Takamine und Onkyo tun sich zusammen. Das<br />

Ergebnis sind die Lautsprecher D-TK10 im Gewand einer Gitarre.<br />

Technisch verfügen die Lautsprecher über Zwei-Wege-Bassreflex-<br />

Gehäuse, vier Ohm Impedanz und einen Wirkungsgrad von 80<br />

Dezibel. Töne werden im Frequenzbereich von 50 Hz bis 100 kHz<br />

ausgegeben, der maximale Schalldruck beträgt 80 Dezibel. Um<br />

Interferenzen im Hoch- und Tieftonbereich zu verhindern, wurde<br />

die Technologie „Aero Acoustic Drive“ integriert. Das modern<br />

gestylte, nach musikalischen Gesichtspunkten konstruierte Mahagoni-Gehäuse<br />

ist äußerst stabil und mit 2,9 Kilogramm recht<br />

leicht. Eine gute Figur machen die Lautsprecher allemal. Für<br />

1 499 Euro pro Stück (UVP) gehören sie Ihnen. AN<br />

www.onkyo.de<br />

Mehrwertsteuerersparnis: 38,76 Euro<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 083


Schöner wohnen<br />

Flachbildfernseher sind an sich schon Designstücke, durch die Integration<br />

in ein ansprechendes Ambiente gewinnen sie aber noch einmal an Ausstrahlung.<br />

Deshalb beschreiten Hersteller von hochwertigen Fernsehern und<br />

Möbeln vermehrt gemeinsame Wege.<br />

VON THOMAS MEYER<br />

Frau und Mann sind einfach zu verschieden. Sie hat<br />

ein feines Gespür für das Kombinieren von Farben<br />

und Formen und ist damit die perfekte Wohnungseinrichterin.<br />

Er hingegen hat ein Faible für die Finessen<br />

der modernen Technik und duldet nur einen absoluten<br />

Highend-Fernseher im heimischen Wohnzimmer. Der<br />

Konflikt ist quasi vorprogrammiert.<br />

Spätestens seit dem Aufkommen formschöner<br />

LCD- und Plasma-Fernseher kann<br />

der Widerspruch zwischen Design<br />

und Funktionalität jedoch gelöst<br />

werden. Zum einen machen die<br />

flachen Schönlinge sowohl frei stehend<br />

als auch als „Wandgemälde“<br />

eine gute Figur. Zum anderen hat<br />

der Kunde beim Kauf eines neuen<br />

TV-Geräts nicht mehr nur die<br />

Auswahl zwischen einem schwarzen<br />

und einem silbernen Gehäuse.<br />

Loewe und Interlübke<br />

Vorreiter auf dem Gebiet der individualisierten Flachbildfernseher<br />

ist Loewe mit seiner „Individual“-Reihe,<br />

die vom Individual 26 mit 26-Zoll-Bilddiagonale bis zum<br />

Individual 40 Selection mit 40-Zoll-Bilddiagonale reicht.<br />

Die Reihe heißt nicht nur übersetzt „individuell“, sie ist es<br />

auch, denn bei 441 verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten<br />

dürfte für die meisten Geschmäcker etwas dabei<br />

sein. Der Premiumkunde kann bei den <strong>HDTV</strong>-fähigen<br />

LCD-Fernsehern nicht nur zwischen sieben Gehäuseund<br />

neun Intarsienfarben wählen. Loewe bietet zudem<br />

auch insgesamt sieben Aufstelllösungen an: Vom traditionellen<br />

Standfuß bis zur aparten Wandhalterung ist alles<br />

dabei. Und wer möchte, kann seinen Wunschfernseher<br />

sogar online konfigurieren und sich ein Angebot per E-<br />

Mail schicken lassen.<br />

Um jedoch auch den ausgefallensten Kundenwünschen<br />

Rechnung zu tragen, ging Loewe vor einem Jahr eine<br />

exklusive Partnerschaft mit dem Edelmöbelhersteller Interlübke<br />

aus dem westfälischen Rheda-Wiedenbrück ein.<br />

„Beide Partner haben hohe Design- und Qualitätsansprüche<br />

und verfolgen einen Systemgedanken mit individuellen,<br />

zukunftssicheren Produkten“, so Henrik Rutenbeck,<br />

Bereichsleiter Marketing bei Loewe, gegenüber HD+TV.<br />

„Zudem sprechen wir vergleichbare Zielgruppen mit vergleichbarer<br />

Unternehmensphilosophie an.“<br />

Fortan können Fernseher und Peripheriegeräte wie Receiver<br />

oder DVD-Recorder aus dem fränkischen Kronach<br />

Bilder: Interlübke, Loewe, Musterring, Sharp<br />

084 www.hdplustv.de


mit Farben und Oberflächen aus dem Repertoire des Edelmöbelherstellers<br />

bestellt werden und genauso haben Interlübke-Kunden umgekehrt<br />

die Möglichkeit, Möbel mit Loewe-eigenen Oberflächen und<br />

Farben zu kaufen. Zur gemeinsamen Vermarktung wurden deutschlandweit<br />

bereits mehr als 50 regionale Kooperationsverträge zwischen<br />

Loewe- und Interlübke-Fachhändlern getroffen. Dabei werden die<br />

Fernseher allerdings immer noch beim Loewe-Händler gekauft, während<br />

die Möbel nach wie vor Sache des Interlübke-Vertreters sind.<br />

Durch die simple Farb- und Oberflächenangleichung wird schon<br />

ein Mehr an Harmonie erreicht. Wem das nicht genügt, kann seine<br />

Loewe-Geräte auch in komplette Möbelkonzepte von Interlübke integrieren.<br />

Aus Rheda-Wiedenbrück kommen hierzu vor allem spezielle<br />

Schränke. Diese ermöglichen es entweder, die Loewe-Fernseher ganz<br />

präsent an der Außenseite des Möbelstücks anzubringen oder lassen<br />

die TV-Geräte dezent in ihrem voluminösen Inneren verschwinden.<br />

Gediegenes Understatement<br />

Auch wenn dies gegensätzlich erscheint, im Grunde genommen verfolgen<br />

die Designer mit beiden Ansätzen das Ziel des ganzheitlichen<br />

„Wohn-TV-Konzeptes“, d. h. auch der Fernseher wird als Designelement<br />

und weniger als elektronisches Gerät betrachtet. Demzufolge<br />

kommt es in erster Linie darauf an, dass der Fernseher auch im ausgeschalteten<br />

Zustand nicht die Gesamtästhetik durchbricht. Kabel und<br />

anderes weniger schön aussehendes technisches Zubehör verschwinden<br />

nach dieser Philosophie ebenfalls hinter Rahmen oder Möbelfronten.<br />

Während also ein kleiner Bildschirm, der einem Spiegel ähnlich in die<br />

Vorderseite einer Schrankschublade integriert wird, auch als schwarze<br />

Fläche nicht stört, gehören vor allem großflächige Displays bei<br />

Nichtgebrauch stilvoll versteckt. Perfekt gelöst wird dieses Vorhaben<br />

durch das von Werner Aisslinger kreierte Sideboard „Cube“, das den<br />

Loewe-TV mittels motorischer Hubfunktion in sein Inneres versenkt.<br />

Der Clou: Das „Verschlucken“ des Fernsehers wird über eine spezielle<br />

Loewe-Fernbedienung gesteuert – besonders praktisch, wenn Loewe-<br />

Fernseher und Interlübke-Sideboard im Schlafzimmer stehen und<br />

man schon im Bett liegt.<br />

Das Design nicht nur schön, sondern auch funktionell sein kann,<br />

beweist auch das von Loewe und Interlübke gemeinsam entwickelte<br />

Schwenkarmsystem. Diese Metallkonstruktion mit Scharnieren wird<br />

in die Vitrine „Studimo“ eingebaut und hält den Loewe-Fernseher,<br />

der auf diese Weise in alle nur erdenklichen Richtungen geschwenkt<br />

werden kann. Dadurch kann man quasi vom ganzen Raum aus fernsehen<br />

und seine Wohnzimmermöbel platzieren, ohne auf den Standort<br />

des Fernsehers Rücksicht zu nehmen.<br />

Sharp und Musterring<br />

Bei seiner Suche nach einem geeigneten Partner aus der Möbelbranche<br />

wurde auch Sharp in Rheda-Wiedenbrück fündig. „Hochwertige<br />

Unterhaltungselektronikprodukte verlangen geradezu nach einer<br />

perfekten Inszenierung“, so Frank Bolten, Geschäftsführer von Sharp<br />

Electronics Germany/Austria, zur Begründung. „Zusammen mit Musterring<br />

können wir dem Kunden eine ganzheitliche, technisch perfekte<br />

Lösung für sein individuelles Heimkino anbieten.“ Erste Früchte<br />

der Zusammenarbeit waren bereits auf der Internationalen Möbel-<br />

Sharp und Musterrring<br />

Große Klappe: Bei der Musterring-Wohnwand „Ricardo“ ist der<br />

Sharp in ein Rückpaneel eingebaut, das mitsamt Fernseher nach<br />

vorne geklappt werden kann<br />

Vor und zurück: Beim Schlafzimmer- und Apartmentprogramm<br />

„Indira“ ist der „Aquos“ in eine Schublade montiert, in deren Inneren<br />

sich z. B. DVDs samt Player verstecken können<br />

Fernsehen beim Essen: Bei der Kochzeile „Cadeo“ verschwindet<br />

der LCD-Fernseher bei Bedarf hinter dem oberen Schrankteil<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 085


messe zu sehen. In Köln präsentierte Sharp<br />

zusammen mit dem Edelmöbelhersteller aus<br />

dem Westfälischen den größten integrierten<br />

LCD-Fernseher der Welt mit einer Bilddiagonale<br />

von 1,65 Meter.<br />

Auch wenn Sharp und Musterring – anders<br />

als Loewe und Interlübke – nicht Gehäuseund<br />

Intarsienfarben miteinander abstimmen,<br />

ermöglicht die Zusammenarbeit von<br />

Fernseher- und Möbelproduzent eine fast<br />

flächenbündige Integration der LCD-TVs<br />

Loewe und Interlübke<br />

der „Aquos“-Reihe. Das Angebot reicht von<br />

relativ simplen Anwendungen wie der Schiebetür,<br />

hinter der der Sharp-Fernseher beim<br />

„Euro Wohnsystem“ verschwindet, bis hin zu<br />

ausgetüftelten Lösungen wie bei der Wohnwand<br />

„Ricardo“, wo der „Aquos“ bündig in<br />

ein Rückpaneel eingesetzt wird. Bei Bedarf<br />

kann das Paneel inklusive eingebautem Fernseher<br />

auch nach vorne geklappt werden, um<br />

einen anderen Blickwinkel zu ermöglichen.<br />

Für die Wohnküche gedacht, ist der Raumteiler<br />

„Trento“. Wer sowohl vom Küchentisch<br />

als auch vom Sofa aus fernsehen möchte,<br />

stellt den Sharp auf dieses Medienelement,<br />

das um fast 360 Grad gedreht werden kann.<br />

Intelligent sind vor allem die Platz sparenden<br />

Lösungen aus dem Hause Musterring.<br />

Bei Schlafzimmer- und Apartmentschränken<br />

des „Indira“-Programms wird ein kleiner<br />

Sharp-LCD in das Paneel einer Schublade integriert.<br />

Öffnet man die Schublade, versteckt<br />

sich dahinter z. B. die DVD-Sammlung samt<br />

dem dazugehörigen Player, der an den Fernseher<br />

angeschlossen ist. Gleiches gilt auch für<br />

die Wohnwand „Tarragona“, bis auf dass hier<br />

der Fernseher nur zu einer Seite hin seitlich<br />

geschwenkt werden kann.<br />

1.<br />

2.<br />

Überall fernsehen: Der Loewe-LCD wird per metallenem<br />

Schwenkarm an Interlübkes Vitrine „Studimo“ befestigt<br />

und kann so vom ganzen Raum aus eingesehen werden<br />

Wettkochen mit Biolek<br />

Während sich Loewe und Interlübke bei ihren<br />

gemeinsamen „Möbel-Unterhaltungselektronik-Konzepten“<br />

auf Wohn- und<br />

Schlafzimmer beschränken, gehen Sharp<br />

und Musterring auch in die Küche. Bei der<br />

Kochzeile „Cadeo“ wird der LCD in ein vertikal<br />

bewegliches Schubfach eingebaut. Wenn<br />

man keine Verunreinigungen der Fernseheroberfläche<br />

riskieren oder gerade nicht fernsehen<br />

möchte, verschwindet das Schubfach<br />

elegant hinter dem oberen Schrankelement.<br />

Hat man Lust synchron mitzukochen, während<br />

Alfred Biolek, Tim Mälzer oder Rainer<br />

Calmund im TV den Kochlöffel schwingen,<br />

kann man das Schubfach wieder herunterlassen.<br />

Der obligatorische Geschmackstest<br />

bei den Fernsehköchen findet jedoch weiterhin<br />

ohne den Zuschauer statt.<br />

3. 4. 5.<br />

Wie von Geisterhand: Durch eine integrierte motorische Hubfunktion wird der Loewe-Fernseher<br />

stilvoll im Sideboard „Cube“ versenkt<br />

086 www.hdplustv.de


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Datum, Unterschrift<br />

Einfach ausschneiden, ausfüllen und per Fax an (03 41) 1 49 55-11 oder mit der Post einsenden.


Im Fokus der Musik<br />

Der hauchdünne Esotec-<br />

Gewebehochtöner verzerrt<br />

selbst bei höchsten Frequenzen<br />

nicht. Ein kraftvoller<br />

Neodym-Magnet<br />

treibt die Seidenkalotte zu<br />

Höchstleistungen<br />

„Dänen lügen nicht“, mit diesem Aufdruck begrüßten uns die neuen Dynaudio-Focus-Lautsprecher.<br />

Wie in jeder Weisheit schwingt dabei immer ein<br />

wenig Wahrheit mit, so dass wir uns bereits vor dem Probehören auf eines<br />

einstellten: reinen, unverfälschten Klang.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

In ihrem dunklen Echtholzgehäuse samt schwarzer<br />

Frontabdeckung wirken die Dynaudio Focus fast<br />

schon angriffslustig. Das sich nach hinten verjüngende<br />

Gehäuse hält nicht nur unliebsame Resonanzen im<br />

Inneren fern, sondern gibt den Lautsprechern ein zeitgemäß<br />

modernes Antlitz.<br />

Ein wenig mehr vom spendablen Auftreten hätten die<br />

Hersteller auch dem Zubehör zukommen lassen können,<br />

denn es gibt weder einen Unterleger für den Center-Lautsprecher,<br />

noch Gummifüße für den sicheren Stand. Der<br />

optionale Standfuß für die Focus 200 C kostet nochmals<br />

99 Euro. Dagegen versöhnen die stabilen Lautsprecherklemmen,<br />

die, typisch Dynaudio, nur ein Paar Boxenkabel<br />

aufnehmen. Die Trennung des Hoch- und Mitteltöners<br />

wird im Inneren von einer aufwändigen Frequenzweiche<br />

überbrückt. Im Gegensatz zu manch anderer Technik erwerben<br />

Sie mit der Focus-Linie eine Investition für die<br />

Zukunft, denn die Vorgängerin hielt sich länger als ein<br />

Jahrzehnt am Lautsprechermarkt.<br />

Qualitätspreis<br />

Mit 800 Euro für die größeren Kompaktlautsprecher<br />

Focus 140, rund 900 Euro für den Center 200 C und<br />

600 Euro für die kleineren Focus 110 summiert sich ein<br />

Multikanalset auf 3 700 Euro – ohne Subwoofer wohlgemerkt.<br />

Damit übersteigt das Focus-Set in seinem Wert<br />

den Großteil unserer bisherigen Lautsprechersysteme.<br />

Somit waren die Erwartungen hoch, als die Lautsprecher<br />

088 www.hdplustv.de


unseren Hörraum betraten. Die Größe der Focus 140<br />

zeigte bereits die Grundtonstärke des Kompaktlautsprechers,<br />

welcher auch tiefe Frequenzen manierlich aufbereiten<br />

kann. Die fast identischen Focus 110 steigen nicht<br />

ganz so tief in den Basskeller, aber wer einen potenten<br />

Subwoofer sein Eigen nennt und hauptsächlich bei THXkonformer<br />

80-Hertz-Frequenz trennt, erhält bereits ausreichend<br />

Volumen, um auch die größten Schlachten in<br />

brachialer Lautstärke zu überstehen.<br />

Ehrliche Haut<br />

In unserem Hörraum trat das Dynaudio-Focus-Set unter<br />

anderem gegen den Preis-Leistungs-Champion von Monitor<br />

Audio, das Silver-RS-Set, an. Zunächst gaben sich<br />

die Dänen überraschend zurückhaltend. So funkelten<br />

die Gitarrensaiten unserer Aufnahmen bedeutend weniger,<br />

als bei der Konkurrenz. Die Focus-Linie hält ihren<br />

Hochtonbereich im Zaum, aber verschweigt kein Detail.<br />

Es sind mit Sicherheit keine Lautsprecher, welche sofort<br />

in ihren Bann ziehen, um den Hörer anschließend festzunageln.<br />

Die Dynaudio schmeicheln vielmehr durch ihre<br />

neutrale Auslegung, denn besonders in komplizierten<br />

sowie lautstarken Arrangements, wie im Album Picaresque<br />

der Gruppe Decemberists, lassen sich die Dynaudios<br />

niemals aus der Fassung bringen. Jederzeit genießen Sie<br />

einen klaren, im Hochtonbereich minimal schöngefärbten<br />

runden Klang, welcher das spielende Orchester in den<br />

Raum transferiert, ohne einen der spielenden Protagonisten<br />

zu bevormunden. Auch mit zerbrechlichen Stimmen<br />

und ausgefallenen musikalischen Einflüssen kommen die<br />

Focus außerordentlich gut zurecht. Vereinfacht ausgedrückt,<br />

können Sie diese Lautsprecher mit allem füttern,<br />

was ihr CD-Schrank hergibt. Wir haben bisher noch keinen<br />

Schallwandler vernommen, der in dieser strikten Art<br />

und Weise jedwede Eigendynamik vermeidet, um einzig<br />

das zu spielende Material wiederzugeben.<br />

Die Ruhe im Sturm<br />

Im Filmbereich wollten wir die Dynaudio dann im<br />

Ridley Scott Doppelpack „Gladiator“ und „Königreich<br />

der Himmel“ aus der Reserve locken. Die dynamische<br />

Tonuntermalung im feinsten DTS-Klang beeindruckt<br />

durch ihre Weite, Wucht und Klarheit, wie kaum eine<br />

andere Produktion. Mittels der unverfärbten dänischen<br />

Lautsprecher entging uns keine Silbe der Dialoge. Selbst<br />

im größten Getümmel sind die Schreie deutlich zu vernehmen<br />

und vor allem stressfrei. Auf den Schlachtfeldern<br />

konnten auch die heftigen Einschläge der Brandbomben<br />

nicht die umherfliegenden Pfeile und herrenlosen Pferde<br />

maskieren, wie es mit anderen Lautsprechern der Fall<br />

war. Niemals betäuben die Dynaudio Focus Ihre Ohren,<br />

um sich nachhaltig Gehör zu verschaffen.<br />

Die spezielle, vermeintlich richtige Auslegung erkauft<br />

sich der Hersteller aber auch mit Kompromissen, die in<br />

unserer Redaktion heiß diskutiert wurden. So sind die<br />

Focus keine Lautsprecher, die das Klanggeschehen vom<br />

Boxenkorpus lösen können und dreidimensional mitten<br />

in den Raum stellen. Stattdessen binden sie alle Klänge an<br />

sich und fokussieren die Gleichberechtigung aller Instrumente.<br />

Was sehr lobenswert erscheint, dürfte den Dyn-<br />

Ein Paar Klemmen reicht<br />

aus: Die Ansteuerung des<br />

Hoch- und Tieftöners übernimmt<br />

die Frequenzweiche<br />

Focus 220<br />

Focus 110<br />

Neben den getesteten Kompaktlautsprechern<br />

samt großem Center stehen noch die Focus 220<br />

zum Kauf bereit. Die Echtholzfurniere sind in<br />

vier Farben erhältlich<br />

Focus 200 C<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 089


audios speziell bei einem kurzen Hörvergleich<br />

einige Nachteile einbringen, denn die<br />

meisten Konkurrenzlautsprecher in dieser<br />

Preisklasse besitzen einen eigenen Charakter,<br />

der zwar auf eine Verfälschung des Originals<br />

hinausläuft, aber auch als persönliche Note<br />

empfunden wird. Den Focus ein solches<br />

Merkmal zuzusprechen, fällt schwer, denn<br />

mit keiner CD und keinem Film konnten<br />

wir ihre ausgeglichene Spielweise durchbrechen.<br />

Hört man die Lautsprecher aber über<br />

mehrere Stunden auch bei hohen Pegeln,<br />

so stellt sich keine Müdigkeit ein. Zwar gibt<br />

es Lautsprecher, die das Obertonspektrum<br />

farbenfroher und plastischer auskleiden,<br />

der Preis dafür ist jedoch hoch: So mussten<br />

wir im Lied „16 Military Wives“ sogar unsere<br />

Ohren zuhalten, denn die von uns hoch<br />

gelobten Monitor Audio überstrapazierten<br />

schlichtweg unser Gehör. Dagegen spielten<br />

die Dynaudios unvermindert gelassen und<br />

dennoch ehrlich. Im Gegensatz dazu schälen<br />

die Briten bei akustischen Gitarren das letzte<br />

Quäntchen Präzision aus den Saiten und<br />

stechen die Dänen in ihrer Zurückhaltung<br />

etwas aus. Aufgrund ihrer ausladenden Größe<br />

stellen die Focus 140 Instrumente jedoch<br />

weitaus körperhafter dar, als es die zierlichen<br />

Monitor Audio jemals könnten. Selbst die<br />

Schwestern Focus 110 können hier beinahe<br />

mithalten und spielen mit jener Ausgeglichenheit,<br />

die auch die größeren Focus 140<br />

auszeichnet. Im Hochtonbereich wirken sie<br />

allerdings ein wenig plakativer, so dass uns<br />

die größeren Dynaudios am Ende doch mehr<br />

zusagten.<br />

Box im Schafspelz<br />

Die Dynaudios haben uns überzeugt. Nachdem<br />

in den ersten Minuten ein wenig Ernüchterung<br />

eintrat, ob der unpersönlichen<br />

Spielweise, so sehr faszinierten die Lautsprecher<br />

nach längeren Höreindrücken. Speziell<br />

bei Konzertpegeln geht das Dynaudio-Konzept<br />

auf: Kein Ton tanzt aus der Reihe und<br />

der Hörer kann sich sämtlichen Einzelheiten<br />

der Aufnahme annehmen, ohne einen unangenehmen<br />

Zwischenton befürchten zu müssen.<br />

Es ist einfach eine Wohltat, wenn die<br />

Blue Man Group auf der DVD „The Complex<br />

Rock Tour“ kunstvoll das Trommelfell<br />

massiert, ohne dass der Hörer vor Schreck<br />

fluchtartig das Zimmer verlässt.<br />

Somit können wir nach etlichen Hörstunden<br />

eine Kaufempfehlung aussprechen, die<br />

in mehrerer Hinsicht allgemeingültig ist. Die<br />

Dynaudio Focus sind ein Standard bei allen<br />

Tonträgern. Sie klingen zwar nicht so lebhaft<br />

und verspielt wie manch andere Box, aber<br />

hinter diesen Wesenszügen stecken meist<br />

klangliche Anpassungen, denen Dynaudio<br />

ganz klar abschwört: Hier kommt wirklich<br />

nur das aus den Lautsprechern, was in<br />

der Aufnahme steckt. „Dänen lügen nicht“,<br />

diesen Ausspruch können wir bejahen,<br />

auch wenn wir uns ein wenig mehr Extrovertiertheit<br />

gewünscht hätten. Auch ist der<br />

Hochtonbereich ein wenig zu rund, so dass<br />

Streichern an manchen Stellen der letzte Biss<br />

fehlt. Nichtsdestotrotz erreichen die Dynaudios<br />

das bislang höchste Klangergebnis, denn<br />

sie sind universell einsetzbar und kommen<br />

mit allen Aufnahmen hervorragend zurecht.<br />

Zudem entsprach selten eine Produktbezeichnung<br />

so sehr dem Klangcharakter. Die<br />

Dynaudios stellen sich in den Fokus der Musik<br />

und nicht umgekehrt. Wollen Sie Ihre<br />

Tonträger entspannt genießen, aber dennoch<br />

lautstark erleben, erhalten Sie hier unsere<br />

Empfehlung.<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Dynaudio<br />

Modell<br />

Focus Linie<br />

Preis in Euro 3700,–<br />

Info<br />

www.dynaudio.de<br />

Typ<br />

2-Wege-Lautsprecher<br />

Maße (B/H/T) in cm 20,3 × 35,0 × 29,5<br />

Gewicht<br />

8,5 kg<br />

Farben<br />

Kirsche, Ahorn, Palisander,<br />

Schwarz<br />

magnetisch<br />

abgeschirmt<br />

ja<br />

Dynaudio Focus Line<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 18 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

9 von 10<br />

Wiedergabequalität<br />

61 von 70<br />

Gesamt 88 von 100<br />

Dynaudio Focus Line<br />

AUSGABE 6.2006<br />

090 www.hdplustv.de<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft


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Telefon: (03 41) 9 40 50 77, Fax: (03 41) 9 40 50 17<br />

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Telefon: (04 41) 97 09 90, Fax: (04 41) 97 09 91 01<br />

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Telefon: (04 91) 92 56 60, Fax: (04 91) 9 25 66 68<br />

telepoint.leer@telepoint.de<br />

PLZ 3<br />

Hannover<br />

Auditorium GmbH Ziese & Giese<br />

Berliner Allee 9–11, PLZ 30175<br />

Telefon: (05 11) 32 44 30, Fax: (05 11) 32 98 21<br />

info@ziesegiese.de<br />

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<strong>HDTV</strong>-Profi.de<br />

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Telefon: (03 92 04) 8 22 25, Fax: (03 92 04) 9 15 87<br />

www.hdtv-profi.de, info@hdtv-profi.de<br />

PLZ 5<br />

Köln<br />

Euphonia GmbH<br />

An Groß St. Martin 5, PLZ 50667<br />

Telefon: (02 21) 9 25 70 20<br />

PLZ 6<br />

Offenbach<br />

Hifi Im Hinterhof GmbH<br />

Geleitstr. 50, PLZ 63067<br />

Telefon: (069) 88 86 09<br />

PLZ 7<br />

Gemmrigheim<br />

Scottys – Beamer<br />

Hauptstr. 49, PLZ 74376<br />

Telefon: (0 71 43) 84 14 01, Fax: (0 71 43) 84 14 00<br />

info@scottys-beamer.de<br />

Freiburg<br />

Hifi Müller GmbH<br />

Bernhardtstr. 2, PLZ 79098<br />

Telefon: (07 61) 50 88 62<br />

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Ja, ich möchte das Magazin HD+TV in meinem Geschäft verkaufen. Meine Adresse wird ab der nächstmöglichen<br />

Ausgabe im Fachhandelsverzeichnis geführt. Bitte liefern Sie mir ab der nächstmöglichen Ausgabe<br />

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Klassentreffen<br />

In dieser Ausgabe im<br />

Test: Dynaudio Focus<br />

In unserer Übersicht finden Sie eine Auswahl<br />

bislang getesteter Produkte mit einer Wortbewertung,<br />

welche die Vor- und Nachteile<br />

auf den Punkt bringt. Alle Komponenten sind<br />

in alphabetischer Reihenfolge geordnet. Die<br />

Nachfolgeprodukte ersetzen bei gleicher oder<br />

besserer Bewertung den Vorgänger.<br />

Modell Ansicht Testurteil Bewertung Preis Info Ausgabe<br />

Lautsprecher<br />

Dali<br />

Ikon<br />

Ein spielfreudiges Set, dass müden<br />

Anlagen und muffigen Räumen<br />

Leben einhaucht.<br />

Gut<br />

82<br />

3 500,– www.dali.dk 05/06<br />

Dynaudio<br />

Focus<br />

Nicht günstig, aber gnadenlos gut:<br />

Solch eine angenehm ausgeglichene<br />

Spielweise hören Sie selten. Testsystem<br />

ohne Subwoofer.<br />

Sehr gut<br />

88<br />

3 700,– www.dynaudio.de 06/06<br />

Audio-Receiver/Verstärker<br />

Marantz<br />

SR9600<br />

Seine mächtigen Endstufen und das<br />

puristische Äußere täuschen: Der<br />

Marantz ist ein filigraner Musikexperte,<br />

der in Stereo wie in Multikanal<br />

glänzt.<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

3 499,– www.marantz.de 05/06<br />

Onkyo<br />

TX-SR647E<br />

Unglaublich günstiger, erwachsen<br />

aufspielender Heimkinoreceiver<br />

mit HDMI. Audyssey-Automatikeinmessung.<br />

Gut<br />

82<br />

699,– www.onkyo.de 06/06<br />

Yamaha<br />

RX-V2600<br />

DVD-Player<br />

Mehr Ausstattung zum kleineren<br />

Preis gibt es nicht. Klanglich spielt<br />

der Yamaha dank seiner Nachbearbeitungsprogramme<br />

ganz vorn mit.<br />

Sehr gut<br />

87<br />

1 299,– www.yamaha-hifi.de 05/06<br />

Denon<br />

DVD-A1XV<br />

Ehre, wem Ehre gebührt: Denon<br />

baut den besten DVD-Player aller<br />

Zeiten. So lässt sich die Wartezeit auf<br />

HD DVD und Blu-ray verschmerzen.<br />

Ausgezeichnet<br />

94<br />

3 499,– www.denon.de 05/06<br />

Marantz<br />

DV-9600<br />

Marantz macht fast alles richtig:<br />

Besonders der Klang überzeugt auf<br />

ganzer Linie. Wäre doch nur der<br />

Vollbildkonverter stabiler ...<br />

Sehr gut<br />

88<br />

1 999,– www.marantz.de 05/06<br />

Sony<br />

DVP-NS9100ES<br />

Klanglich tadelloser, fantastisch verarbeiteter<br />

Player. Gutes, aber nicht<br />

herausragendes Bild.<br />

Gut<br />

84<br />

1 600,– www.sony.de 03/06<br />

TV-Geräte<br />

JVC<br />

HD-56ZR7<br />

Der Rückpro auf HD-ILA-Basis zeigt<br />

riesige Bilder ohne Fliegengitter.<br />

Ausleuchtung mit Schwächen.<br />

Gut<br />

75<br />

3 499,– www.jvc.de 03/06<br />

Loewe<br />

Individual 32<br />

Erstklassige Verarbeitung und tolles<br />

Design. Bildqualität könnte besser<br />

sein.<br />

Gut<br />

74<br />

2 899,– www.loewe.de 03/06<br />

092 www.hdplustv.de


NEC<br />

PX-42XR4<br />

Plasma-Fernseher mit ausgezeichneten<br />

Einstelloptionen und erstklassiger<br />

Signalverarbeitung. Für die<br />

Überall-Montage bestens geeignet.<br />

Gut<br />

80<br />

2 800,– www.nec.de 04/06<br />

Panasonic<br />

TH-42PV60E<br />

Exzellentes Plasma-Display mit einem<br />

hervorragenden Kontrastwert<br />

und zwei HDMI-Schnittstellen.<br />

Gut<br />

77<br />

2 199,– www.panasonic.de 04/06<br />

Philips<br />

37PF9731<br />

Mit Ambilight ein Kunstwerk. Bildtechnisch<br />

gut, aber nicht spitze. Für<br />

einen 37-Zoller sehr hoher Preis.<br />

Gut<br />

77<br />

3 799,– www.philips.de 06/06<br />

Pioneer<br />

PDP-436RXE<br />

Willkommen zurück: Pioneer<br />

erkämpft sich den Thron der Flachbildfernseher<br />

ein zweites Mal.<br />

Gut<br />

84<br />

3 099,– www.pioneer.de 05/06<br />

Sony<br />

KDL-V32A11E<br />

Farblich gut abgestimmter LCD der<br />

bei HDMI zur Hochform aufläuft.<br />

Mäßiger Vollbildkonverter.<br />

Gut<br />

77<br />

1 999,– www.sony.de 03/06<br />

Toshiba<br />

32WL58P<br />

Nicht mehr der Neueste, aber immer<br />

noch taufrisch. LCD mit gutem<br />

Kontrast und präziser Signalverarbeitung.<br />

Gut<br />

79<br />

1 999,– www.toshiba.de 04/06<br />

Projektoren<br />

JVC<br />

DLA-HD10K<br />

Optoma<br />

HD72i<br />

Sony<br />

HS60<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

Homecast<br />

HS 5101 CI<br />

Humax<br />

PR-HD1000C<br />

<strong>HDTV</strong>-Spielkonsole<br />

Die Sonne unter den Projektoren:<br />

Gleißend hell, bezaubernd, atemberaubend.<br />

Der Preis ist hoch, die<br />

empfundene Freude noch größer.<br />

Externer Scaler und Videoprozessor<br />

oder DVD-Player mit 1080p-Bildaus-<br />

gang sind Pflicht.<br />

DLP-Projektor mit guter Lichtleistung.<br />

Brillant Color für leuchtende<br />

Farben. Störrisch in der Aufstellung.<br />

LCD-Projektor mit gigantischem<br />

Schwarzwert. Unter der geringen<br />

Helligkeit leidet jedoch die Bildwirkung.<br />

Schnell und einfach zu bedienender<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver. Einzig bei der Wiedergabequalität<br />

zeigt die Box kleine<br />

Schwächen.<br />

Erster Kabelreceiver für den <strong>HDTV</strong>-<br />

Empfang, gute Bild und Tonausgabe,<br />

einfache Bedienung<br />

Sehr gut<br />

86<br />

Gut<br />

71<br />

Gut<br />

73<br />

Gut<br />

81<br />

Gut<br />

82<br />

17500,– www.jvcpro.de 05/06<br />

2199,– www.optoma.de 04/06<br />

2499,– www.sony.de 04/06<br />

319,– www.homecast.de 06/06<br />

399,– www.humax-digital.de 05/06<br />

Microsoft<br />

Xbox 360<br />

Leistungsmonster für fantastische<br />

3D-Grafik. Lautes DVD-Laufwerk mit<br />

durchschnittlicher Wiedergabe.<br />

Gut<br />

84<br />

399,– www.xbox.com 03/06<br />

Schnittsoftware<br />

Final Cut<br />

Express HD<br />

Exzellentes Schnittprogramm für Video<br />

und Audio. Sowohl in der Handhabung<br />

als auch im Umfang ideal<br />

für Einsteiger und Fortgeschrittene.<br />

Leider nicht für Windows Computer,<br />

sondern einzig für MACs.<br />

Sehr gut 299,– www.apple.de 06/06<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 093


Marktübersicht 83 ×<br />

Hersteller Modell Preis in Euro <strong>HDTV</strong>-Anschluss Auflösung Bilddiagonale Farben Maße B/H/T in cm Gewicht in kg<br />

Flachbildschirme LCD<br />

Fujitsu Siemens Myrica V32-1 1 159,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Grau 58 × 79,2 × 24 19,3<br />

Fujitsu Siemens Myrica V40-1 1 900,– DVI 1 366 × 768 40 Zoll Grau 58,1 × 96,9 × 24 28<br />

Grundig LXW82-9620Dolby 1 800,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 82 × 62 × 25 25<br />

Grundig Lenaro 37 k. A. 2 × HDMI 1 920 × 1 080 37 Zoll Grau 96,3 × 70,7 × 27,5 29<br />

Grundig Elegance 40 3 450,– DVI 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 105 × 71 × 11 35<br />

Hitachi 32LD6600 1 690,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 92 × 52 × 11 20<br />

Hitachi 32LD7200 2 250,– HDMI, DVI 1 366 × 768 32 Zoll Grau 101 × 62 × 32 25<br />

Hitachi 37LD6600 2 349,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 93 × 65 × 10 25<br />

Humax LDE-32TPVR 3 000,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 84 × 60 × 22 31<br />

Humax LDE-40 TPVR 2 900,– DVI 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 123,5 × 69,9 × 25,2 34<br />

JVC LT-32R70BU 1 499,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 80 × 59,1 × 24,4 17,9<br />

JVC LT-37R70BU 2 199,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 91,9 × 64,94 × 31,1 23,2<br />

JVC LT-40S70 2 999,– 2 × HDMI 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 100 × 72,05 × 29,3 29,3<br />

JVC LT-40Z70BU k. A. 2 × HDMI 1 366 × 768 40 Zoll Grau 100 × 67,05 × 11,73 24,5<br />

LG 37LP1DA 3 299.– HDMI, DVI 1 366 × 768 37 Zoll Grau 116 × 72 × 25 33<br />

Loewe Individual 32 2900,– HDMI 1366 × 768 32 Zoll<br />

Schwarz, Cream,<br />

Titan, Bronze<br />

82 × 57 × 10 27<br />

Marantz LC3201 2460,– DVI 1366 × 768 32 Zoll Schwarz 77 × 46 × 9 15<br />

Metz Talio 32 S 3 000,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Silber 80 × 65 × 11 20<br />

Metz Milos 37 S 3 700,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Silber 109 × 60 × 12 21<br />

Panasonic TX-32LX60F 1 599,– 2 × HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 79 × 66 × 30 19<br />

Panasonic TX-32LX500F 1 999,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 85,7 × 62,4 × 30 k. A.<br />

Panasonic TX-32LX600F 1 990,– 2 × HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 85,7 × 62,4 × 30 22,5<br />

Philips 32PF9831 2 699,– 2 × HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 86,9 × 62,5 × 11,4 20,4<br />

Philips 37PF9831 3 799,– 2 × HDMI 1 920 × 1 080 37 Zoll Schwarz 99,1 × 70,7 × 11,4 26<br />

Philips 42PF9831 4 999,– 2 × HDMI 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 127,9 × 87,2 × 11,4 38<br />

Sagem HD L32-T 1 799,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 104 × 56 × 14 24,5<br />

Samsung LE-32M61B 2 399,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 80 × 56 × 11 19<br />

Samsung LE-40PF71B 3 199,– 2 × HDMI 1 920 × 1 080 40 Zoll Schwarz 99,4 × 69,6 × 29 31,6<br />

Samsung LE-40M91B 4 299,– 2 × HDMI 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 99,4 × 69,6 × 32,6 31,6<br />

Samsung LE-46M51B 5 999,– HDMI 1 366 × 768 46 Zoll Schwarz 113 × 75 × 14 37<br />

Sharp LC-32GA8E 1 199,– 2 × HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 80,4 × 63,6 × 27,2 19<br />

Sharp LC-32GD7E 2 399,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Titan k. A. k. A.<br />

Sharp LC-37GD7E 2 999,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Titan k. A. k. A.<br />

Sharp LC-52XD1E 4 499,– 2 × HDMI 1 920 × 1 080 52 Zoll Schwarz 126,3 × 86,9 × 30,9 40<br />

Sony KDL 32V2000 1 900,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 79,2 × 59,3 × 21,9 k. A.<br />

Sony KDL 40S2000 2 650,– HDMI 1 366 × 768 40 Zoll Anthrazit 98,8 × 71,6 × 33,4 k. A.<br />

Sony KDL 46V2000 4 499,– HDMI 1 366 × 768 46 Zoll Schwarz 112 × 80,5 × 33,4 k. A.<br />

Sony KDL 46X2000 5 900,– 2 × HDMI 1 920 × 1 080 46 Zoll Schwarz 126,2 × 79,5 × 32,2 39,1<br />

Telefunken 42TLF7012 1 999,– 2 × HDMI 1 920 × 1 080 42 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />

Thomson 32LB130S5 1 599,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Weiß 96 × 56 × 18 23<br />

Thomson 32LB220B4 2 000,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 95 × 62 × 26 23<br />

Thomson 37LB330B5 2 800,– HDMI 1 920 × 1 080 37 Zoll Schwarz 109 × 71 × 25 33<br />

Thomson 46LB330B5 4 500,– HDMI 1 920 × 1 080 46 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />

Toshiba 37WL67Z k. A. 2 × HDMI 1 920 × 1 080 37 Zoll Schwarz 104,4 × 77,5 × 35,2 k. A.<br />

Toshiba 37WL68 k. A. 3 × HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 91,6 × 67,6 × 29,8 22,6<br />

Toshiba 42WL67Z k. A. 2 × HDMI 1 920 × 1 080 42 Zoll Schwarz 91,6 × 68,8 × 30 k. A.<br />

Viewsonic N3260w 1 399,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Grau 82 × 65 × 23 21,5<br />

Viewsonic N3760w 1 599,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Grau 96 × 73 × 28 31<br />

094 www.hdplustv.de


Hersteller Modell Preis in Euro <strong>HDTV</strong>-Anschluss Auflösung Bilddiagonale Farben Maße B/H/T in cm Gewicht in kg<br />

Flachbildschirme Plasma<br />

Conrac Syros 42 HD 1999,– HDMI, DVI 1024 × 768 42 Zoll Silber 103 × 62,6 × 9,7 38<br />

Cytronix CX-P42H 2800,– DVI 1024 × 768 42 Zoll Silber 104 × 64 × 9 38<br />

Cytronix CX-P50H 4000,– DVI 1366 × 768 50 Zoll Silber 122 × 73 × 9 65<br />

Fujitsu Siemens Myrica P42-2 2200,– DVI 1024 × 768 42 Zoll Grau 104 × 64 × 11 45<br />

Fujitsu Siemens Myrica P50-2 3000,– DVI 1366 × 768 50 Zoll Grau 121 × 72 × 9 54<br />

Fujitsu/Plasmavision P63XHA40US 18000,– HDMI 1366 × 768 63 Zoll Silber 150 × 99 × 12 72<br />

Fujitsu/Plasmavision P55XHA40US 9000,– HDMI 1366 × 768 55 Zoll Silber 138 × 80 × 13 55<br />

Grundig Elegance 42 2699,– HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 109 × 65,3 × 10 36<br />

Grundig Xephia 42 1999,– HDMI, DVI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 105,5 × 75 × 10 39<br />

Hitachi 42PD6600 2699,– HDMI 1024 × 1024 42 Zoll Schwarz 105 × 79 × 30 41<br />

Hitachi 42PD9700 3299,– HDMI 1024 × 1080 42 Zoll Schwarz 113 × 65 × 10 37<br />

Hyundai<br />

Imagequest<br />

Vvuon Q421H 2 400,– DVI 1 024 × 1 080 42 Zoll Schwarz 93 × 53 × k. A. k. A.<br />

LG 42PX5R 2999,– HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 125 × 65 × 10 34<br />

LG 50PY2R 5999,– HDMI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz 142 × 84 × 11 52<br />

LG 60PY2R 12000,– HDMI 1366 × 768 60 Zoll Schwarz 166,6 × 102,2 × 15 93<br />

Loewe Modus L 42 2999,– HDMI 1024 × 1024 42 Zoll Platin 107 × 74 × 14 38<br />

Loewe Xelos A42 4700,– HDMI 1024 × 1024 42 Zoll Platin 107 × 74 × 11 40<br />

Marantz PD4201 3990,– DVI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 103 × 63 × 8 26<br />

NEC 42XR5 k. A. k. A. k. A. k. A. k. A. k. A. k. A.<br />

NEC 50XR6 k. A. k. A. k. A. k. A. k. A. k. A. k. A.<br />

NEC 61XM5 k. A. k. A. k. A. k. A. k. A. k. A. k. A.<br />

Panasonic TH-37PV60E 1999,– 2 × HDMI 1024 × 768 37 Zoll Schwarz 92 × 65 × 10 26<br />

Panasonic TH-42PV45E 2099,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Silber 102 × 70,5 × 9,5 30<br />

Panasonic TH-42PV60E 2199,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 102 × 71 × 10 30<br />

Panasonic TH-65PX600E 11000,– 3 × HDMI 1920 × 1080 65 Zoll Schwarz 155,4 × 98,5 × 14,5 k. A.<br />

Phocus PDP50MHS 3500,– DVI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz 125 × 77 × 9 54<br />

Pioneer PDP-427XD 2799,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 104 × 67,9 × 11,5 32<br />

Pioneer PDP-436XDE 3799,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 108 × 63 × 9 26<br />

Pioneer PDP-506XDE 5299,– 2 × HDMI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz 122 × 72 × 9 32<br />

Pioneer PDP-507XD 4199,– 2 × HDMI 1365 × 768 50 Zoll Schwarz 122,4 × 71,7 × 11,5 35<br />

Samsung PS-42P7H 2799,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 105,5 × 71,3 × 9,6 33<br />

Samsung PS-42Q7H 2299,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 105,5 × 71,3 × 9,6 33<br />

Samsung PS-50P7H 3999,– 2 × HDMI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz 122,7 × 80,2 × 9,6 43<br />

Thomson 42PB130S5 2299,– HDMI 1024 × 768 42 Zoll Silber k. A. k. A.<br />

Yamaha PDM-4220 3500,– HDMI 1024 × 1024 42 Zoll Schwarz 103 × 64 × 10 36<br />

Inserenten<br />

Anixe<br />

HD U2<br />

Astra<br />

U4<br />

Denon 50/51<br />

DIGITAL FERNSEHEN 97<br />

FRK Kongress 3<br />

HAI-End 53<br />

http://shop.auerbach-verlag.de 19<br />

InFocus<br />

U3<br />

Monitor Audio 15<br />

www.digital-tested.de 75<br />

www.hdplustv.de 5<br />

Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 095


HD-Kanäle via Satellit<br />

In unserer Sat-Frequenzübersicht finden Sie ab sofort alle wichtigen Daten zu den in <strong>HDTV</strong><br />

ausgestrahlten Programmen. Die Kanäle sind nach Satellit und Frequenz geordnet. Neuaufschaltungen<br />

werden zur besseren Übersicht markiert.<br />

Sender Sprache Norm Codierung Frequenz Polarisation SR FEC<br />

Astra 19,2 Grad Ost<br />

Premiere HD Film deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11914 horizontal 27500 9/10<br />

Premiere HD Thema deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11914 horizontal 27500 9/10<br />

Premiere HD Sport deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11914 horizontal 27500 9/10<br />

Astra HD/Arte HD* eng/fra MPEG-2/DVB-S – 12168 vertikal 27500 5/6<br />

Eventment fra MPEG-4/DVB-S Mediaguard 12363 vertikal 27500 3/4<br />

National Geographic HD fra MPEG-4/DVB-S Mediaguard 12363 vertikal 27500 3/4<br />

Canal + HD fra MPEG-2/DVB-S – 12581 vertikal 22000 5/6<br />

Anixe HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 12722 horizontal 22000 2/3<br />

Astra HD/Arte HD* eng MPEG-4/DVB-S2 – 12722 horizontal 22000 2/3<br />

ProSieben HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 12722 horizontal 22000 2/3<br />

Sat.1 HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 12722 horizontal 22000 2/3<br />

Hot Bird 13 Grad Ost<br />

TPS HD/Arte HD* fra MPEG-4/DVB-S2 Viaccess/frei 10834 vertikal 27500 3/4<br />

TPS Star HD fra MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 10834 vertikal 27500 3/4<br />

Luxe TV fra MPEG-2/DVB-S – 11242 vertikal 27500 3/4<br />

TVN HD pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11408 horizontal 27500 2/3<br />

Sky Sport HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 3/4<br />

Next HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 3/4<br />

Sky Cinema HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 3/4<br />

National Geographic HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 3/4<br />

Türksat 42 Grad Ost<br />

Kanal D HD tur MPEG-4/DVB-S2 – 11985 horizontal 6666 3/4<br />

Eutelsat W4 36 Grad Ost<br />

HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12111 horizontal 26500 3/4<br />

HD 2 eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12111 horizontal 26500 3/4<br />

HD 5 eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12111 horizontal 26500 3/4<br />

Astra 2 28,2 Grad Ost<br />

BBC Promo eng MPEG-4/DVB-S – 10847 vertikal 22000 5/6<br />

National Geographic HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11798 horizontal 28250 3/4<br />

Sky Movies 9 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11798 horizontal 28250 3/4<br />

Sky Sports HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11798 horizontal 28250 3/4<br />

Artsworld eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11324 vertikal 28250 3/4<br />

Discovery HD UK eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11324 vertikal 28250 3/4<br />

Sky Box Office HD 2 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11324 vertikal 28250 3/4<br />

Sky Retail HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11324 vertikal 28250 3/4<br />

Sky Box Office HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />

Sky Movies 10 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />

Sky One UK HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />

Astra 3A 23,5 Grad Ost<br />

HD 1 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />

HD 2 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />

HD 5 eng MPEG-2/DVB-S – 10758 vertikal 22000 7/8<br />

<strong>HDTV</strong>-Promo eng MPEG-4/DVB-S2 – 11720 horizontal 25000 3/4<br />

Eutelsat W3 7 Grad Ost<br />

HD 1 NL eng MPEG-4/DVB-S2 – 10880 vertikal 17360 3/4<br />

HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 10880 vertikal 17360 3/4<br />

HD 5 Promo eng MPEG-4/DVB-S2 – 10880 vertikal 17360 3/4<br />

Luxe HD fra MPEG-4/DVB-S2 – 10899 vertikal 9404 3/4<br />

Atlantic Bird 3 5 Grad Ost<br />

TPS HD Promo fra MPEG-2/DVB-S – 11469 horizontal 20618 1/2<br />

NRJ HD fra MPEG-4/DVB-S2 – 11470 vertikal 29764 7/8<br />

M6 HD fra MPEG-4/DVB-S2 – 11470 vertikal 29764 7/8<br />

Sirius 5 Grad Ost<br />

HD 1 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 12245 vertikal 27500 7/8<br />

HD 2 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 12245 vertikal 27500 7/8<br />

HD 5 eng MPEG-2/DVB-S – 12245 vertikal 27500 7/8<br />

Thor 0,8 Grad West<br />

CMore HD eng MPEG-2/DVB-S Conax 11389 horizontal 24500 7/8<br />

SVT HD promo swe MPEG-4/DVB-S2 Conax 11434 vertikal 25000 2/3<br />

SVT HD promo swe MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12380 vertikal 25000 2/3<br />

* nur sporadisch aufgeschalten<br />

096 www.hdplustv.de<br />

Frequenzen in MHz, SR = Symbolrate, FEC = Forward Error Correction (Fehlerkorrektur),<br />

Neuaufschaltungen


Unser Tipp, wenn Sie wirklich<br />

ALLES über das digitale<br />

Fernsehen erfahren möchten:<br />

Jeden Monat neu am Kiosk<br />

und täglich aktuell unter www.digitalfernsehen.de


Impressum<br />

Das IFA-Kontrastprogramm<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />

Tel. (03 41) 1 49 55-0 • Fax (0341) 1 49 55-11<br />

Herausgeber<br />

Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />

Stefan Hofmeir, Florian Pötzsch<br />

Chefredaktion (ViSdP)<br />

Marc Hankmann<br />

Schnappschüsse<br />

von der IFA<br />

Miss IFA kam ganz groß raus<br />

Mein Gott, ist der in die Breite gegangen<br />

... der Fernseher natürlich<br />

Ich habe keine Ahnung, was Ihre<br />

Worte bedeuten, aber ich mag Sie<br />

trotzdem<br />

Chef vom Dienst<br />

Christian Trozinski<br />

Produktionsleitung<br />

Uwe Gajowski<br />

Grafikdesign<br />

Susann Beutlich, Thomas Butzmann, Romy Ebert,<br />

Tobias Ehleben, Janine Hirsch, Kati Landherr,<br />

Linda Wenzel<br />

Redaktion:<br />

Frank Bitterhof, Rainer Bücken, Hubert Gertis, Ulrike<br />

Geßler, Martin Günther, Mario Hess, Frank Meinzenbach,<br />

Thomas Meyer, Anke Niklas, Eva Nowitzki,<br />

Ricardo Petzold, Patricia Hinrichs, Susanne Sprotte,<br />

Falko Theuner, Jeannine Völkel<br />

Anschrift<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Redaktion HD+TV<br />

Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />

leserbriefe@hdplustv.de<br />

www.hdplustv.de<br />

Kannst du mich bitte am Hals kraulen? Ja, so ist gut<br />

Wie praktisch, 70er-Jahre-Tapetenmuster<br />

endlich als Fernseher<br />

Anzeigen<br />

Nicole Kühn, Benjamin Mächler, Carsten Philipp<br />

Tel. (03 41) 1 49 55-0<br />

Fax (03 41) 1 49 55-11<br />

anzeigen@hdplustv.de<br />

<strong>Vorschau</strong><br />

1.2007<br />

Nur einer kann gewinnen<br />

Die ersten Player für Blu-ray Disc<br />

und HD DVD im Test<br />

Abonnenten<br />

Nadine Helbig, Stephanie Kurz<br />

Tel. (03 41) 1 49 55-22<br />

Fax (03 41) 1 49 55-11<br />

abo@hdplustv.de<br />

Vertrieb<br />

MZV Moderner Zeitschriften<br />

Vertrieb GmbH & Co. KG<br />

Breslauer Straße 5, D-85386 Eching<br />

Tel. (0 89) 3 19 06-0, Fax: (0 89) 3 19 06-113<br />

info@mzv.de, www.mzv.de<br />

Aus der Krise<br />

Wie heimische Lichtspielhäuser<br />

die Flaute überwinden können<br />

ISSN: 1861-1737<br />

Erscheinungsweise: 6-mal im Jahr<br />

Einzelpreis Deutschland: 4,90 Euro<br />

Jahresabo Deutschland: 24,90 Euro<br />

Jahresabo Ausland: 34,90 Euro<br />

Voll oder nicht voll?<br />

Lohnt sich der Kauf eines teuren<br />

Full-HD-Fernsehers?<br />

Herzlichen Glückwunsch<br />

Wir prämieren die besten<br />

Heimkinogeräte<br />

Die nächste Ausgabe erscheint<br />

am 8. Dezember 2006<br />

Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten<br />

Bilder: Messe Berlin GmbH, Stock.Xchng<br />

Druck<br />

Dierichs Druck + Media GmbH, Kassel<br />

© 2006 von Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Leipzig.<br />

Vervielfältigung und Verbreitung von Artikeln, Grafiken, Fotos<br />

durch jedes Medium ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher<br />

Genehmigung des Verlags gestattet.<br />

Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Gewähr für die<br />

Richtigkeit der Angaben übernommen werden. Schutzrechte<br />

auf Produktnamen oder Produkte sind in den einzelnen<br />

Artikeln nicht zwingend erwähnt. Namentliche oder mit<br />

Initialen gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die<br />

Meinung der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte<br />

Manuskripte, Datenträger und Fotos übernimmt der Verlag<br />

keine Haftung. Die Zustimmung zum Abdruck wird<br />

vorausgesetzt. Der Autor erklärt mit der Einsendung von<br />

Material, dass dieses frei von Rechten Dritter ist. Mit der<br />

Honorierung von Manuskripten, Fotos und anderem Material<br />

erwirbt der Verlag die Rechte daran. Gerichtsstand ist Leipzig<br />

098 www.hdplustv.de

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