Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Ihr Ratgeber für Audio, Video und Heimkino<br />
83 PLASMA-<br />
UND LCD-TVS<br />
AUF EINEN<br />
BLICK<br />
TRAUTES HEIM<br />
passende Möbel für<br />
Loewe, Pioneer & Co.<br />
WUNDERSCHEIBEN<br />
Messerscharfe Bilder, besserer Klang,<br />
größerer Speicher<br />
HUMAX & PACE<br />
Softwareprobleme bei<br />
Sat-Receivern gelöst?<br />
BLU-RAY DISC<br />
Warum die Herstellung<br />
so knifflig ist<br />
ATTRAKTIVES<br />
HEIMKINO<br />
Philips, Dynaudio und<br />
Onkyo im Expertentest<br />
MEHRWERTSTEUER<br />
Vor dem 1. Januar<br />
kaufen und sparen<br />
LCD von JVC
EDITORIAL<br />
Schöne neue Flachbildwelt<br />
Nein, ich nehme die drei Buchstaben nicht in den<br />
Mund, aber viele Flachbildschirme gab es schon auf<br />
der, Sie wissen schon, in Berlin. Ein kurzer Gang<br />
durch die Halle und jedem wurde klar: Die Röhre ist<br />
am Ende. Ist sie das wirklich? Wie ein kleines gallisches<br />
Dorf stemmen sich Samsung und Philips mit<br />
neuen Röhrenfernsehern gegen die drohende Übermacht<br />
und wie den Comichelden gelingt es ihnen mit<br />
Erfolg, wie unser Vergleich ab Seite 50 zeigt.<br />
Trotzdem geht der Trend hin zum Flachbild. Wer jetzt<br />
noch grübelt, ob er sich ein neues Fernsehgerät zulegen oder doch noch lieber<br />
etwas abwarten soll, ist angehalten die Mehrwertsteuer im Blick zu behalten.<br />
Ab 2007 legt diese um drei Prozentpunkte zu. Wie viel das ausmachen<br />
kann bzw. wie viel Sie jetzt noch sparen können, erfahren Sie ab Seite 73. Die<br />
Produktauswahl ist groß und wird glücklicherweise auch bei den <strong>HDTV</strong>-<br />
Receivern größer. Mit der neuen Set-Top-Box aus dem Hause Homecast<br />
bekommen Humax und Pace Zuwachs. Was der neue <strong>HDTV</strong>-Empfänger auf<br />
dem Kasten hat, lesen Sie ab Seite 68. Apropos Messe: Neben unseren „Sparfüchsen“<br />
stellen wir Ihnen in dieser HD+TV ab Seite 28 auch die Highlights<br />
der Photokina vor, angefangen von Beamern über Digitalkameras bis hin zu<br />
Camcordern. Wie man Aufnahmen z. B. mit Camcordern bearbeiten kann<br />
und in ein hochauflösendes Format wandelt, zeigt unser Testbericht der Software<br />
Final Cut Express HD für Apple-Computer ab Seite 36. Richtig spannend<br />
wird es ab Seite 20: Wer gewinnt den Wettlauf zwischen Blu-ray und<br />
HD-DVD? Wir schauen hinter die Kulissen, nennen Ross und Reiter, welches<br />
Unternehmen welchen Standard wirklich unterstützt und geben einen Ausblick<br />
auf den möglichen Gewinner des Rennens. Bei diesem Wettlauf mischt<br />
auch Microsoft ordentlich mit. Der Software-Konzern ist ordentlich ins<br />
Schlingern geraten und versucht, Boden wieder gut zu machen. Wer wissen<br />
will, was hinter den Türen von Microsoft in Redmond ausgetüftelt wird, sollte<br />
die HD+TV ab Seite 40 aufschlagen. Viel Spaß beim Lesen!<br />
www.hdplustv.de<br />
Die<br />
Website<br />
für das<br />
bessere<br />
Fernsehen<br />
Marc Hankmann<br />
Chefredakteur<br />
www.hdplustv.de
Es werde Licht<br />
Platzhirsch Philips bezaubert mit<br />
Ambilight, doch Neueinsteiger Atec<br />
will den Thron<br />
62 46<br />
Mein Heimkino<br />
So richten sich<br />
unsere Leser ein<br />
88<br />
Neue Referenz<br />
Dynaudio betört mit der<br />
Focus-Linie die Sinne<br />
73<br />
Preiskampf<br />
Umgehen Sie die<br />
Steuererhöhung<br />
IN DIESER AUSGABE<br />
TV DIGITAL FERNSEHEN, Ihr Begleitheft<br />
für digitale Kanäle, ernthällt das<br />
komplette Programm für Anixe HD.<br />
Ab November an allen Bahnhofkiosken<br />
und größeren Verkaufsstellen für<br />
1,95 Euro erhältlich, oder kostenlos im<br />
DIGITAL FERNSEHEN-Abo.<br />
NEUES<br />
06 Ein Jahr <strong>HDTV</strong><br />
07 Newsticker<br />
10 Leserbriefe<br />
12 Interview Toshiba:<br />
SED-Start 2007<br />
16 <strong>HDTV</strong> feiert Geburtstag<br />
20 Blu-ray gegen HD DVD<br />
28 Messe: Photokina<br />
STANDARDS<br />
03 Editorial<br />
13 HD+TV-Abo<br />
19 Premiere-Abo<br />
45 Heftnachbestellung<br />
87 Prämien-Abo<br />
INHALTE<br />
31 Neue Formate<br />
32 Programmhöhepunkte auf<br />
Premiere: Star Wars in HD<br />
34 Videospiele für Xbox 360 im<br />
hochauflösenden Gewand<br />
36 Schnittsoftware<br />
Final Cut Expres HD<br />
39 10 Jahre Discobery<br />
40 Hintergrund: Das Microsoftimperium<br />
im Wandel<br />
46 Heimkinofreund<br />
Jetzt neu in Ihrer<br />
TV DIGITAL FERNSEHEN<br />
004 www.hdplustv.de<br />
Titelbild: Aboutpixel.de, Stockxchng, Constantin Film, Paramount Pictures, Philips, Dynaudio<br />
Inhalt: Aboutpixel.de, Dynaudio, Philips, Panasonic, Toshiba, Samsung, Archiv
Wettstreit zweier Formate<br />
Die Blu-ray Disc und HD DVD wollen das Erbe der DVD<br />
antreten. Alle Fakten zum Kampf des Jahres ab Seite 20<br />
www.hdplustv.de<br />
Die<br />
WISSEN<br />
49 Sony find ich gut!<br />
50 Zurück zum Glück:<br />
Röhre statt Flachbild?<br />
54 Evolution MPEG:<br />
Datensalat im Alltag<br />
58 Schwieriger als gedacht:<br />
Fertigung einer Blu-ray Disc<br />
60 Updates für <strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
KAUFBERATUNG<br />
61 Was bringt die Mehrwertsteuererhöhung?<br />
62 Neue LCDs: Philips vs. Atec<br />
66 Schaubild: Full HD<br />
68 <strong>HDTV</strong>-Receiver von Homecast<br />
70 Audio-Receiver von Onkyo:<br />
günstiges Multitalent<br />
73 Drei-Prozent-Hürde: 2006<br />
kaufen und Steuern sparen<br />
84 Zusammenspiel von TV- und<br />
Möbelherstellern<br />
88 Lautsprechertest: Dynaudio
NEUES<br />
Die Revolution frisst ihre Eltern<br />
Wir Deutsche sind doch irgendwie als Technikmuffel bekannt.<br />
Das Fernsehen dümpelte seit der Einführung der schon guten<br />
alten DVB-Technik in der Mottenkiste der Dinge, die „nun mal<br />
so sind, wie sie sind“. Flimmern wurde durch Kästchen im Bild<br />
abgelöst, Schlieren und Nachzieheffekte nervten die Zuschauer.<br />
Der Siegeszug der flachen Fernseher und die Werbesprüche vieler<br />
Hersteller, die ihre Bildverbesserungsverfahren als Allheilmittel<br />
gegen das Grundrauschen im Pantoffelkino ins Feld führen, änderte<br />
nichts am miserablen Signal der deutschen Fernsehsender<br />
und der beschränkten Datenrate der DVD. Vor einem Jahr dann<br />
die Revolution im Einheitspixelmatsch des Heimkinos: <strong>HDTV</strong>. Als<br />
erster wirklicher HD-Sender startete Premiere, kurz davor stahl<br />
sogar ProSieben mit hochgerechnetem Filmmaterial Georg Kofler<br />
die Show. Nur sechs Monate zuvor erlebte <strong>HDTV</strong> auf der CeBIT<br />
2005 den Aha-Effekt bei den Zuschauern. Bei allen Herstellern<br />
lief auf alten und neuen Displays HD-Material aus Übersee, dass<br />
dem Messebesucher ein erstauntes „Oooh“ entlockte. Ich kann<br />
mich daran noch so genau erinnern, weil es mir ebenso erging. Zu<br />
diesem Zeitpunkt war nahezu überall das gleiche Demomaterial zu<br />
sehen, blühende Pflanzenteppiche und Spinnen in kaum gekannter<br />
Detail-aufnahme. Auf der Funkausstellung 2005 waren HD-Inhalte<br />
noch immer Mangelware. Zur Funkausstellung starteten wir<br />
auch unsere HD+TV, aus Überzeugung, dass diese Technologie die<br />
Fernsehzuschauer noch lange Zeit bewegen wird. Noch weit vor<br />
Start des ersten HD-Senders informierten wir über Technik, Inhalte<br />
und vor allem über die faszinierenden Bilder. Heute gibt der Erfolg<br />
<strong>HDTV</strong> (und unserer Zeitschrift) Recht: Nicht nur Premiere sendet<br />
HD-Programme, sondern mutige Fernsehpioniere wie Anixe HD<br />
prägen der TV-Revolution Ihren persönlichen Stempel auf. Das<br />
ist gut so, bringt es doch einen Innovationsschub für eine ganze<br />
Industrie und dem Zuschauer seit langem mal wieder eine echte<br />
Revolution ins Haus. Deshalb versprechen wir: Unsere Berichte<br />
bleiben an der neuen Technik dran, wir besprechen kritisch sowohl<br />
die Produkte, als auch die Inhalte. Denn <strong>HDTV</strong> soll Ihnen Spaß<br />
machen. Dafür werden wir sorgen. Ob es ihrem alten Röhren-TV<br />
nun passt oder nicht.<br />
Stefan Goedecke<br />
Herausgeber HD+TV<br />
006 www.hdplustv.de
xxx<br />
xxxx CT<br />
Weihnachten ohne Playstation<br />
Im Gegensatz zum Ausland scheint Europa für Sony nur das fünfte Rad am<br />
Wagen darzustellen, denn der Konsolenstart der Playstation 3 verzögert sich<br />
bis mindestens März 2007. Dagegen werden Japan und die USA pünktlich<br />
im November beliefert. Aufgrund von Lieferengpässen der Leseköpfe des<br />
neuen Blu-ray-Laufwerkes musste Sony die angepeilte Liefermenge von zwei<br />
Millionen Stück drastisch kürzen, weshalb eine Veröffentlichung in Europa<br />
zu Gunsten des Auslands zurückgezogen wurde. Käufer, welche bereits<br />
50 Euro in ein Auslieferungszertifikat investierten, können diese Summe<br />
zurückfordern, da Sony gegen den vereinbarten Vertrag verstößt. In Japan<br />
werden die Konsumenten sogar mit einem Schnäppchen bedacht. Die Playstation<br />
3 kostet dort in der kleineren 20 Gigabyte Variante nur 335 Euro und<br />
besitzt sogar einen HDMI-Ausgang. Somit fiel der Preis der Konsole um<br />
gut 20 Prozent. Sony reagiert damit auf die zunehmende schlechte Presse,<br />
welche den Preis der Playstation 3 äußerst negativ bewertete. Zudem will<br />
sich der Konzern gegen die erstarkte Konkurrenz rüsten, schließlich sorgt<br />
Nintendo mit der neuen Konsole Wii für Rekordbestellungen und positive<br />
Resonanz. Die Europäer werden trotz fünfmonatiger Verspätung nicht<br />
von Sonys spendabler Geste profitieren, denn hierzulande kostet die Playstation<br />
3 weiterhin 499 Euro oder gar 599 Euro, falls die kleinere Variante<br />
nicht geliefert werden sollte. Hoffentlich behält Sony den HDMI-Ausgang<br />
in beiden Modellen bei, um den Käufern Probleme mit HDCP zu ersparen.<br />
Einzig über HDMI ist über das Jahr 2010 hinaus die reibungslose Wiedergabe<br />
von Filmen gewährleistet. CT<br />
ewsticker<br />
Bilder: Apple, Sony<br />
Apple startet Filmportal<br />
Mit iTunes 7 hat Apple eine Erweiterung der beliebten<br />
Musik-Jukebox vorgenommen. Neben<br />
neuen Features wie Album- und Cover-Flow-<br />
Ansicht für Musik werden nun auch TV-Serien<br />
und Spielfilme angeboten. Der iTunes-Store vertreibt<br />
in den USA über 75 Spielfilme von Walt<br />
Disney, Pixar, Touchstone Pictures und Miramax<br />
Films, die man ab dem Tag ihrer DVD-Veröffentlichung<br />
sowohl kaufen als auch herunterladen<br />
und dann auf dem Computer oder iPod wiedergeben<br />
kann. Im Angebot des Stores sind u. a.<br />
Filme wie „Pirates of the Carribbean: The Curse<br />
of the Black Pearl“, „Shakespeare in Love“, „The<br />
Shakespeare in Love als iTune<br />
Princess Diaries“, „Toy Story“, „The Incredibles“<br />
oder „The Rock“. Alle Videos aus dem iTunes-Store haben laut Anbieter mit einer Auflösung von<br />
640 × 480 nahezu DVD-Qualität – eine viermal höhere Auflösung als bisher. Allerdings sind die<br />
TV-Serien und Spielfilme nur in den USA erhältlich. Die Verfügbarkeit der Videoclips ist von<br />
Land zu Land unterschiedlich. Der iTunes-Store ist im iTunes 7 für Mac und Windows enthalten<br />
und kann ab sofort kostenlos heruntergeladen werden. Demnächst soll der iTV-Player von Apple<br />
auf den Markt kommen, mit dem Filme dann auch auf dem Flachbildfernseher geschaut werden<br />
können. Der Name iTV sei zunächst ein Arbeitstitel. Die Set-Top-Box fürs Fernsehgerät könnte<br />
drahtlos Filme auf den Fernseher streamen, kündigte Apple an. Die Box wird einem Mini Mac<br />
ähneln und mit HDMI-Schnittstelle, USB, Ethernet und optischem Audioausgang versehen sein.<br />
Mittels einer Apple Remote Fernbedienung könne das Gerät gesteuert werden. Der iTV soll im<br />
ersten Quartal 2007 auf den Markt kommen und für 299 Dollar erhältlich sein. AN<br />
Neues | HD+TV | 6.2006 007
Die Niederlande im Blu-ray-Fieber<br />
Nachdem Philips erst mit einem Jahr Verzögerung den passenden <strong>HDTV</strong>-<br />
Receiver für den TV-Empfang via Satellit auf den Markt brachte, verzichten<br />
die Niederländer auch auf einen raschen Einstieg ins Blu-ray-Geschäft. Der<br />
Philips-Player BDP 9000 wird erst im nächsten Jahr für zirka 999 Euro auf<br />
den Markt kommen. Die technischen Daten lassen aber schon einmal aufhorchen:<br />
Der Player soll Bilder in voller 1 080p-Qualität ausgeben und voraussichtlich<br />
HDMI 1.3 unterstützen. Wir üben uns in Geduld. CT<br />
HDV für die Hosentasche<br />
Canon bringt mit dem HDV-Camcorder eine Videokamera auf den<br />
Markt, die zum einen winzig klein ist und zum anderen wahrhaft große<br />
Bilder leisten kann. Das Drei-Chip-Modell ist perfekt für den Einstieg in<br />
die HD-Welt. Der HV-10 bietet ein zehnfaches Zoomobjektiv und eine<br />
Auflösung von 1 920 × 1 080 Pixeln. Der aus der Kamerareihe des Herstellers<br />
adaptierte CMOS-Sensor bietet dabei überzeugende Bildqualität<br />
und gestochen scharfe Bilder. Zusammen mit dem „Highspeed Autofocus“<br />
und dem 2,7-Zoll-Breitbildmonitor entgeht einem nur schwer<br />
etwas vor der Linse. Die Kamera ist ab sofort für 1 399 Euro im Handel erhältlich.<br />
Wenn Sie die passende Schnittsoftware dazu suchen, dann werfen Sie einen Blick auf<br />
unseren Test der Software Final Cut Express HD von Apple, welchen Sie ab Seite 36<br />
in diesem Heft finden. MG<br />
Kirk & Co. in <strong>HDTV</strong><br />
Die unendlichen Weiten erstrahlen demnächst in völlig neuer, hochauflösender<br />
Pracht. Wie Paramount offiziell bestätigte, wird die<br />
originale Star-Trek-Serie (TOS) nach und nach einer kompletten<br />
Überarbeitung unterzogen. Die 79 Folgen erhalten moderne Spezialeffekte<br />
und einen digitalen Stereosoundtrack. In den USA veröffentlicht<br />
CBS Domestic Televisions die remasterte Version zum 40.<br />
Geburtstag der Enterprise-Abenteuer. Dazu wurden die Episoden<br />
unter anderem in ein HD-Format konvertiert. Die Veränderungen<br />
betreffen in erster Linie die Außenansicht der Raumschiffe sowie<br />
Szenen auf außerirdischen Planeten. Im Vorspann erleben die Fans<br />
jetzt eine neu aufgenommene Orchestervariante der Originalmusik.<br />
William Shatners Eröffnungsmonolog „Space, the final frontier …“<br />
bleibt in digitaler Form erhalten. Vorerst werden Kirk und seine Crew nur im US-Fernsehen<br />
zu sehen sein, langfristig aber sicherlich auch auf Blu-ray oder HD-DVD erscheinen. Es ist zu<br />
erwarten, dass nicht alle die bearbeiteten Folgen begrüßen, doch Vulkanier Spock würde die<br />
Modernisierung durchaus logisch finden, wenn nicht sogar faszinierend. MA<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Canon, JVC, Philips<br />
008 www.hdplustv.de
Geheimakte JVC<br />
Es gab auf der IFA nur selten wirklich Revolutionäres<br />
und wenn, dann einzig hinter verschlossenen Türen.<br />
Am JVC-Stand verbarg sich eines dieser Geheimverstecke,<br />
in denen die Prototypen für das kommende<br />
Jahr präsentiert wurden. Wie immer galt absolutes<br />
Filmverbot und auch unsere Worte müssen wir leider<br />
mit Bedacht wählen, denn die Weitergabe vieler Informationen<br />
wurde strengstens untersagt. Zwei der JVC-<br />
Highlights dürfen wir Ihnen dennoch vorstellen: Zum<br />
einen den neuen D-ILA-Projektor, der seinem großen<br />
Bruder der JVC-Professional-Abteilung zum Verwechseln<br />
ähnlich sieht. In der letzten Ausgabe hatten wir<br />
den 17 000 Euro teuren Projektor getestet und waren<br />
durchweg begeistert. Das aktuelle kompaktere Modell<br />
von JVC Consumer bietet ebenfalls die fantastische<br />
Verarbeitung, die volle HD-Auflösung und sogar eine<br />
gleichwertige Optik. Der Projektor akzeptiert Bildsignale<br />
bis 1 080p und soll Kontrastraten bis 10 000:1<br />
erreichen. Da der Preis unter 7 000 Euro liegen wird,<br />
sollten alle Kinoliebhaber bereits zu sparen beginnen,<br />
denn so günstig gab es eine gleichwertige Bildqualität<br />
noch nie.<br />
Ganz ohne Konkurrenz ist der neue JVC-Projektor<br />
jedoch nicht, denn Sony bringt mit dem VPL-VW50<br />
ebenfalls einen Full-HD-Projektor mit ähnlicher Technik<br />
und vergleichbaren Leistungsdaten. Wir sind gespannt,<br />
welches Gerät am Ende den Testsieg davontragen<br />
kann.<br />
Winzig und dennoch leistungsstark: Der neue JVC-Festplatten-<br />
Camcorder nimmt Bilder mit der vollen HD-Auflösung auf, ein<br />
Novum<br />
Exklusive Aufnahme<br />
HD-Material ist im Alltag immer noch Mangelware,<br />
weshalb JVC mit dem neuen HD-Festplatten-Camcorder<br />
eine günstige Alternative für alle Hobbyfilmer anbietet.<br />
Das Besondere am JVC Everio ist, neben seinen<br />
kompakten Maßen, die Auflösung. Statt der bisher genutzten<br />
1 440 × 1 080 Bildpunkte filmt der Camcorder<br />
die volle HD-Auflösung von 1 920 × 1 080 Pixel. Somit<br />
nutzen Sie Ihren neuen Full-HD-Fernseher gekonnt<br />
aus und verschenken kein Detail. Der Everio erscheint,<br />
wie auch JVCs neuer Projektor, in der ersten Jahreshälfte<br />
2007.<br />
Und sonst?<br />
Im Tresorraum von JVC gaben gleich mehrere Neuheiten<br />
ihr Stelldichein. Alle Produkte sind dabei mit<br />
großer Liebe auf den Heimkinogebrauch entwickelt<br />
und zudem äußerst ansprechend gestaltet worden. Mit<br />
diesen Produkten präsentiert sich JVC komplett runderneuert<br />
und spätestens im kommenden Jahr wird<br />
auch die Konkurrenz aufhorchen – wir genießen bis<br />
dahin die Vorfreude. CT<br />
ewsticker<br />
Der neue JVC D-ILA New offeriert<br />
hochauflösende helle Bilder zum<br />
Sparpreis. Im Frühjahr 2007 beginnt<br />
die schöne neue Kinowelt<br />
Neues | HD+TV | 6.2006 009
Postkasten<br />
Passt 1.1 auf 1.3?<br />
Meine Frage bezieht sich auf die digitale<br />
Übertragung der neuen High-Definition-Medien.<br />
Einerseits wird geschrieben,<br />
dass HDMI 1.3 benötigt wird, um die vollständige<br />
Datenrate von Blu-ray Disc und<br />
HD DVDs empfangen zu können. Andererseits<br />
zeigt man einen Blu-ray-Spieler mit<br />
HDMI-1.1-Verbindung zum LCD-Fernseher.<br />
Was soll man jetzt nun glauben? Dabei<br />
spreche ich nur von den Bilddaten. Ich besitze<br />
einen LCD-Fernseher mit 1 366 × 768<br />
Pixel und wollte mir die neue Playstation 3<br />
kaufen. Sie besitzt die neue Verbindung 1.3,<br />
mein LCD aber nicht. Was ist notwendig,<br />
um die HD-Medien in bester Qualität zu<br />
sehen.<br />
RENE DITTRICH<br />
HDMI 1.3 wird ausschließlich zur Übertragung<br />
der neuen Tonformate sowie zukünftiger<br />
Bildformate genutzt. <strong>HDTV</strong>, wie es<br />
Premiere oder künftig auch die Playstation 3<br />
mit Blu-ray sowie Toshibas HD DVD zeigt,<br />
ist natürlich über HDMI 1.1 übertragbar – in<br />
voller Qualität. Wenn es Ihnen also nicht um<br />
die neuen Tonformate geht (hier auf passende<br />
Player und Audio-Receiver sowie Datenträger<br />
zu warten, wird im Moment eh eine<br />
langfristige Angelegenheit), dann können Sie<br />
alle beschriebenen Geräte kaufen, ohne auf<br />
Probleme zu stoßen. HDMI 1.3 ist vollständig<br />
abwärtskompatibel zu HDMI 1.1.<br />
Im Breitbild-Format<br />
Ich habe seit einiger Zeit beobachtet, dass<br />
die meisten Programme ihre Sendungen<br />
im Breitbild-Format übertragen. Vorher<br />
waren bei meinem Samsung-Plasma-Gerät<br />
(102 Zentimeter) diese Sendungen über<br />
die Einstellung „automatisch breit“ auf<br />
dem ganzen Bildschirm zu sehen. Wieso<br />
wurden hier Änderungen vorgenommen?<br />
Wurde dies von Ihnen auch schon festgestellt?<br />
DIETER HILLMANN<br />
Dies haben Sie richtig beobachtet. Der<br />
Hintergrund: Viele Zuschauer haben ihren<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver per HDMI an ihren Plasma<br />
oder LCD angeschlossen. Die Mehrzahl der<br />
Fernseher erlaubte jedoch keine Änderung<br />
des Bildformats am HDMI-Eingang. Die<br />
Möglichkeit, die Einstellung „automatisch<br />
breit“ einzustellen, hatten viele am HDMI-<br />
Eingang somit nicht, weshalb das Bild nie auf<br />
die volle Breite des Bildschirms vergrößert<br />
werden konnte. Die Sender haben nun reagiert<br />
und senden alle 16 : 9-Sendungen mit<br />
einer Erkennung, wodurch sämtliche Fernseher<br />
automatisch den richtigen Bildmodus<br />
wählen. Die theoretisch bessere Bildqualität<br />
von HDMI 1.3 spielt aktuell kaum eine Rolle,<br />
da es noch keine Displays gibt, die diese Version<br />
verwenden. Das vorhanden Potenzial<br />
kommt erst mit den neuen Geräten voll zur<br />
Entfaltung.<br />
Receiver wird ignoriert<br />
Ich habe einen Panasonic TH42-PV60E<br />
und einen Humax PR-HD1000 in Betrieb<br />
genommen und bin begeistert. Einziger<br />
Wermutstropfen: Wenn ich den Panasonic-<br />
Fernseher einschalte, wobei der Humax-<br />
Receiver bereits gestartet ist, erkennt der<br />
TH42-PV60E die Set-Top-Box nicht. Er will<br />
auf den internen TV-Tuner zugreifen, den<br />
ich logischerweise gar nicht an eine Antenne<br />
angeschlossen habe, und greift deshalb<br />
auf einen Scart-Eingang zu. Ich muss also<br />
immer die HDMI-Quelle extra anwählen,<br />
obwohl ich im Menü des Fernsehers die<br />
Option „HDMI-An“ eingestellt habe.<br />
HEINZ HELLER<br />
Wie Sie schreiben, erkennt der Panasonic<br />
den Humax nur dann nicht automatisch am<br />
HDMI-Eingang, wenn der Humax bereits<br />
angeschalten wurde. Da bei HDMI verschiedene<br />
Versionen (1.1, 1.2, 1.2a) existieren,<br />
kann es unter Umständen zu Schwierigkeiten<br />
kommen. Es ist nicht auszuschließen,<br />
dass bei den beiden Geräten unterschiedliche<br />
Versionen zum Einsatz kommen. Ebenfalls<br />
möglich: Eine Störung durch ein fehlerhaftes<br />
oder schlechtes HDMI-Kabel. Wir habe<br />
Ihre Anfrage an die Hersteller weitergeleitet,<br />
da wir das Problem an eigenen Geräten nicht<br />
verifizieren konnten. Gleiches raten wir Ihnen.<br />
Kein Empfang mehr<br />
Ich habe vor zwei Jahren einen Receiver<br />
gekauft und HD 1 angesehen. Ich bekam<br />
eine Karte, welche mir bis 31. Dezember<br />
2010 den Empfang zusicherte. Dies hat<br />
auch geklappt, bis der Sender zum 31. Dezember<br />
2005 auf Astra 23,5 Grad wechselte.<br />
Jetzt habe ich meine Antenne umgebaut<br />
und empfange auf Astra 23,5 Grad<br />
allerdings nur HD 5. HD 1 ist verschlüsselt.<br />
HD 2 nicht vorhanden. Man könnte meinen,<br />
den Sender gibt es nicht. Was kann<br />
ich tun, um den Sender zu empfangen?<br />
LOTHAR HARTMANN<br />
Im Grunde dürfte sich an Ihren Voraussetzungen<br />
HD 1 zu empfangen nichts geändert<br />
haben. Es ist jedoch möglich, dass Ihr Receiver<br />
mehr Zeit benötigt, um das Freischaltsignal<br />
der Sender zu empfangen. Daher raten<br />
wir Ihnen, das Programm nicht nur kurzfristig,<br />
sondern länger einzuschalten. Dies dürf-<br />
010 www.hdplustv.de
te in der Regel für die Freischaltung genügen.<br />
Sofern dies keinen Erfolg bringt, sollten<br />
Sie sich direkt an den Betreiber Euro 1080<br />
wenden. Sie finden ihn im Internet unter<br />
www.euro1080.tv.<br />
Adaptersuche<br />
Ich habe mir einen <strong>HDTV</strong>-Receiver bestellt<br />
und festgestellt, dass ich für die Verbindung<br />
zu meinem Fernseher einen HDMI/<br />
DVI-Adapter benötige. Im Handel habe ich<br />
DVI-I- und DVI-D-Adapter gefunden. Wo<br />
liegt der Unterschied?<br />
STEFAN NITSCHMANN<br />
Das I in DVI-I steht für den englischen Begriff<br />
„integrated“, also die Übertragung der<br />
Daten analog und digital. DVI-D kann indes<br />
nur digitale Informationen weiterleiten.<br />
Zudem existiert noch DVI-A, welches nur<br />
analog funktioniert und dementsprechend<br />
selten ist. Im Normalfall dürften DVI-D-<br />
Adapter etwas preiswerter ausfallen.<br />
<strong>HDTV</strong> über Antenne?<br />
Mein LCD-Fernseher von Sharp besitzt einen<br />
eingebauten DVB-T-Tuner. Jetzt musste<br />
ich lesen, dass ich für den Empfang von<br />
<strong>HDTV</strong> noch einen zusätzlichen Receiver<br />
brauche. Warum werden die HD-Programme<br />
nicht auch über DVB-T versendet?<br />
NORBERT KRÄMER<br />
Bei der Übertragung von <strong>HDTV</strong>-Programmen<br />
via DVB-T würde sich die Anzahl der<br />
Sender pro Kanal radikal reduzieren. Wo<br />
derzeit noch vier digitale Kanäle in guter<br />
PAL-Qualität Platz finden, wären es in einer<br />
MPEG-2-Kodierung lediglich noch einer.<br />
Die MPEG-4-Kompression macht immerhin<br />
zwei möglich. Zudem befindet sich das<br />
digitale Antennenfernsehen weiterhin im<br />
Aufbau. Erst 2010 soll es flächendeckend<br />
eingeführt sein. In zahlreichen Regionen<br />
können aktuell auch nur die Programme<br />
der öffentlich-rechtlichen Sender empfangen<br />
werden. Das Interesse der privaten Anbieter<br />
beschränkt sich auf die großen Ballungsgebiete.<br />
Allerdings könnte die Situation durch<br />
die Weiterentwicklung auf DVB-T2 deutlich<br />
besser werden. Dabei würde Ihnen der eingebaute<br />
Receiver jedoch kaum weiterhelfen,<br />
da dieser Standard hier nicht implementiert<br />
ist. An einem Sat- oder Kabelanschluss für<br />
<strong>HDTV</strong> führt derzeit kein Weg vorbei.<br />
Unvermeidliche Spuren<br />
Sie raten „Symbole wie Fernsehlogos …<br />
nicht zu lange auf dem Bildschirm anzuzeigen.“<br />
Ich meine, dass man die lästigen<br />
Senderlogos gar nicht ausblenden kann,<br />
womit ein Einbrenneffekt ja gar nicht zu<br />
vermeiden wäre. Ich bitte um Aufklärung.<br />
PETER WEHRLI<br />
Die einzige Möglichkeit die besteht, ist z. B.<br />
bei Sendungen im 4 : 3-Format den „Auto-<br />
Zoom“ oder „14 : 9-Zoom“ zu betätigen.<br />
Hierbei schneidet der Fernseher ein paar<br />
Bildzeilen oben und unten ab, wodurch die<br />
Logos entfallen. Bei Fußballübertragungen<br />
ist dies natürlich wenig sinnvoll, aber man<br />
sollte jede Chance nutzen, um keine statischen<br />
Bildinhalte anzuzeigen. Es sollte aber<br />
Service im Netz<br />
Datenbank<br />
Seit kurzem bieten wir einen Online-Service, der Ihnen bei der Suche nach einem<br />
neuen Projektor oder TV-Gerät helfen soll. Unter www.hdplustv.de/hdliste finden<br />
Sie eine Datenbank, in welche die Hersteller ihre Produkte eintragen können. Diese<br />
Liste wird ständig durch die Unternehmen und unsere Redaktion auf dem aktuellsten<br />
Stand gehalten. Haben die Geräte bereits ein Testergebnis durch unser<br />
Magazin erhalten, erfahren Sie das Ergebnis ebenfalls in der Auflistung. Zudem<br />
können die Produktdetails auf einer Seite angezeigt und ausgedruckt werden.<br />
Fehlerteufel<br />
In der Marktübersicht der letzten Ausgabe haben wir dem Loewe Modus L42 lediglich<br />
eine Auflösung von 1 024 × 768 Pixel eingeräumt. Stattdessen kann das Gerät<br />
1 024 × 1 024 Bildpunkte darstellen.<br />
Brandstelle<br />
In der letzten Ausgabe haben wir uns intensiv mit dem Thema Einbrennen beschäftigt.<br />
So intensiv, dass uns bei der Überschrift des Artikels auf S. 48 eine kleine<br />
Unstimmigkeit entging. Natürlich muss es „Gebrandmarkt“ heißen.<br />
Ihre Wünsche, Fragen und Kritik schicken Sie an:<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Lauchstädter Straße 20, 04229 Leipzig<br />
oder einfach per elektronischer Post an leserbriefe@hdplustv.de<br />
keine Panik ausbrechen, wenn trotzdem solche<br />
Elemente im Bild sind. Jeder Plasma zeigt<br />
Einbrenneffekte, denn oftmals gibt es keinerlei<br />
Möglichkeit, statische Bildinhalte zu vermeiden<br />
– ob diese immer störend ins Auge<br />
fallen, ist aber auch Ansichtssache.<br />
Alternative Rückprojektion<br />
Da LCD- oder Plasma-TVs für mich zu teuer<br />
sind, überlege ich ein Rückprojektions-TV<br />
zu kaufen. Worauf muss ich achten?<br />
ALEXANDER KLEIBER<br />
Bei einem Rückprojektionsfernseher müssen<br />
Sie beachten, ein Gerät mit HDMI-Eingang<br />
und „HD ready“-Siegel zu kaufen. Bislang<br />
finden Sie in diesem Segment DLP-Rückprojektionsfernseher<br />
und HD-ILA-Fernseher.<br />
Diese kosten zwischen 1 800 und 5 000 Euro<br />
bei Größen von 42 bis 65 Zoll. Dabei müssen<br />
Sie bedenken, dass Sie alle 7 000 Stunden<br />
eine Lampe ersetzen müssen, die dann noch<br />
einmal mit rund 400 Euro zu Buche schlägt.<br />
Rückprojektions-Fernseher bieten viel Bildqualität<br />
für wenig Euro. Noch günstiger<br />
kommen Sie nur noch mit einem Projektor<br />
ans Ziel.
Die Zukunft des Fernsehens<br />
Auf der diesjährigen IFA wurden wir zum wiederholten Male Zeuge, wie eine Technologie<br />
die bisherigen Flachbildschirme überlistete: SED. Toshibas und Canons Neuentwicklung<br />
heimste ein weiteres Mal den Preis für das beste Bild der Messe ein. Doch es ist still geworden<br />
um die vielversprechende Technik. So still, dass es bereits ernsthafte Zweifel an der Veröffentlichung<br />
von SED gibt. Wir hakten nach und befragten den Produktmanager Toshibas,<br />
Sascha Lange, über den Aufbruch in ein neues Fernsehzeitalter.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
SED steht für die Abkürzung „Surface-Conduction-Electron-Emitter-Display“<br />
– was verbirgt sich hinter diesem<br />
sperrigen Begriff?<br />
Der Begriff fasst kurz die Arbeitsweise von SED zusammen.<br />
Elektronen werden abgefeuert (Electron Emitter),<br />
treffen auf die Displayoberfläche und bringen dort ein<br />
Phosphor zum Leuchten (Surface-Conduction).<br />
In Deutschland verbinden viele Menschen die drei Buchstaben<br />
mit einer gesellschaftlich schwierigen Zeit. Werden<br />
Sie im deutschen Markt auf die Nennung der drei<br />
Buchstaben verzichten?<br />
Diese Problematik ist uns bewusst. Vor der Markteinführung<br />
werden wir dieses Thema ganz sicher noch sehr<br />
ausführlich besprechen. Die Abkürzung SED war eine<br />
weltweite Entscheidung von Canon und Toshiba. Wir<br />
müssen auch ins Kalkül ziehen, ob es sinnvoll ist, eine<br />
Technologie nur in Deutschland anders zu benennen.<br />
Welche Vorteile besitzt SED gegenüber LCDs und<br />
Plasmas?<br />
SED ist in einigen Bereichen besser als LCD und Plasma:<br />
Die Farbreproduktion ist am natürlichsten, der<br />
Schwarzwert und damit der Kontrast am besten. Auch<br />
die Reaktionszeit ist am schnellsten, womit das Potenzial<br />
für eine absolut einwandfreie Bewegungsdarstellung<br />
gegeben ist. Zudem ist der Stromverbrauch deutlich<br />
geringer als bei LCD und Plasma. Insgesamt kann man<br />
also sagen, dass SED in Bildqualität und Stromverbrauch<br />
neue Maßstäbe setzt.<br />
Welche Auflösungen sind mit SED möglich? Spielt die<br />
Bildgröße dabei eine Rolle?<br />
Das erste SED-Produkt wird mit einer Auflösung von<br />
1 920 × 1 080 Bildpunkten auf den Markt kommen.<br />
Theoretisch werden auch höhere Auflösungen möglich<br />
sein, falls diese in Zukunft gebraucht werden sollten.<br />
Die Bildschirmgröße spielt dabei immer eine Rolle, weil<br />
eine kleinere Bildschirmgröße immer bedeutet, dass das<br />
einzelne Subpixel kleiner werden muss. Grundsätzlich<br />
ist die Miniaturisierung von Subpixeln aufgrund der<br />
Produktionsweise von SED einfacher als bei Plasma.<br />
012 www.hdplustv.de
JETZT ABO<br />
SICHERN!<br />
Abonnieren Sie jetzt HD+TV und Sie<br />
erhalten Ihre Ausgabe immer pün ktlich<br />
und bequem ins Haus!<br />
Jahresabo<br />
6 Ausgaben für 24,90 Euro (Einzelpreis 4,15 Euro)<br />
Schnupperabo<br />
2 Ausgaben für 10,00 Euro (Einzelpreis 5,00 Euro)<br />
Ja, ich abonniere HD+TV als:<br />
Jahresabo – 6 Ausgaben für 24,90 Euro*<br />
Bitte deutlich in Druckschrift ausfüllen:<br />
Schnupperabo – 2 Ausgaben für 10,00 Euro (Einzelpreis 5,00 Euro)<br />
Das Abonnement verlängert sich zu den dann gültigen Abo-Konditionen um jeweils ein Jahr, wenn ich nicht spätestens 7 Tage nach Erhalt des fünften Heftes (bzw. beim Schnupperabo nach Erhalt des zweiten<br />
Heftes) bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig, per Post oder Fax gekündigt habe. Maßgeblich ist der Tag der Absendung (Poststempel genügt).<br />
Bitte beachten Sie: Die Auslieferung des Schnupperabos erfolgt erst nach Zahlungseingang.<br />
Firma, Abteilung<br />
Name, Vorname<br />
Straße, Hausnummer<br />
PLZ<br />
Ort<br />
Bitte einsenden an:<br />
Auerbach Verlag<br />
und Infodienste GmbH<br />
– Leserservice –<br />
Lauchstädter Straße 20<br />
04229 Leipzig<br />
Ich bezahle per Kreditkarte per Bankeinzug per Rechnung<br />
Daten für die Zahlung per Kreditkarte:<br />
Daten für die Zahlung per Bankeinzug:<br />
oder per Fax an:<br />
(0341) 14955-11<br />
Name des Karteninhabers<br />
Kartennummer<br />
Kartenprüfnummer<br />
Kontoinhaber<br />
Kontonummer<br />
oder schnell im Internet:<br />
www.hdplustv.de/abo<br />
Gültigkeit der Karte<br />
Visa Mastercard American Express<br />
Bankleitzahl<br />
Geldinstitut<br />
Mir ist bekannt, dass ich innerhalb von 2 Wochen nach Bestellung ohne Begründung bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Lauchstädter Str. 20,<br />
04229 Leipzig, per Post oder Fax widerrufen kann. Maßgeblich ist der Tag der Absendung (Poststempel genügt).<br />
Datum, Unterschrift<br />
* EU-Ausland 34,90 Euro<br />
Einfach ausschneiden, ausfüllen und per Fax an (03 41) 1 49 55-11 oder mit der Post einsenden.
Die Tendenz wird aber in Richtung kleinerer Diagonalen<br />
gehen, denn wir möchten SED schließlich auch<br />
im Massenmarkt durchsetzen. Dass wir deutlich größere<br />
Bildschirme produzieren, ist zwar denkbar, halte<br />
ich aber nicht für realistisch. Toshiba hatte noch nie<br />
die Strategie, sich an einem Wettstreit um das größte<br />
Display zu beteiligen. Wir beschränken uns lieber auf<br />
Größen, mit denen der Verbraucher auch noch etwas<br />
anfangen kann.<br />
Sascha Lange, Produktmanager bei Toshiba Europa, setzt große<br />
Hoffnungen in SED<br />
Daher sind theoretisch auch hohe Auflösungen für kleinere<br />
Bildschirmdiagonalen möglich.<br />
SED wurde bislang regelmäßig verschoben. Wann können<br />
wir mit einem ersten käuflichen Fernseher rechnen?<br />
SED wurde zunächst für 2006 angekündigt und hat sich<br />
auf 2007 verschoben. Die Entwicklung fundamental<br />
neuer Technologien enthält eine ganze Reihe Unbekannter.<br />
Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass sich neue<br />
Technologien verzögern. Ein Jahr ist da ehrlich gesagt<br />
noch ein ganz positiver Wert. Nun ist die Panelproduktion<br />
für Juli 2007 geplant. Wann wir dann in Europa<br />
auch Fernseher mit SED-Panel kaufen können, ist noch<br />
nicht entschieden.<br />
Welche Bildgrößen strebt Toshiba mit dieser Technologie<br />
an?<br />
Das erste SED-Panel wird in 55 Zoll gefertigt werden.<br />
Weitere Größen sind derzeit noch nicht entschieden.<br />
Läuft Toshiba bei der Veröffentlichung von SED nicht<br />
Gefahr, die Leistung der eigenen LCDs zu untergraben?<br />
Sicher wird SED auch die Leistung der eigenen LCD-<br />
Fernseher übersteigen. Man darf aber nicht vergessen,<br />
dass das erste Modell einen sehr großen Bildschirm<br />
von 55 Zoll haben wird. Bis SED in großen Stückzahlen<br />
auch für haushaltsübliche Bildschirmgrößen verfügbar<br />
ist, wird noch einige Zeit vergehen. Unsere LCD-Fernseher<br />
sind also weiterhin eine gute Option für den Konsumenten.<br />
Wer sich heute einen Fernseher zulegt, kauft<br />
LCD und der nächste wird dann ein SED.<br />
Wie wirtschaftlich arbeitet SED?<br />
Zur Lebensdauer können wir derzeit noch keine gesicherten<br />
Angaben machen, weil die Langzeittests noch<br />
nicht abgeschlossen sind. Der Stromverbrauch hängt<br />
von der Bildschirmgröße und den gezeigten Bildinhalten<br />
ab. Grundsätzlich kann man sagen, dass SED etwa<br />
ein Drittel von Plasma und zwei Drittel von LCD verbraucht.<br />
Werden Plasma- und LCD-Hersteller umschwenken?<br />
Das Interesse anderer Firmen während der IFA war riesig.<br />
Wie hier unsere Strategie aussehen wird, steht noch<br />
nicht fest.<br />
Es gibt nicht wenige Leser, die auf SED bereits mehrere<br />
Monate gewartet haben. Lohnt sich eine weitere<br />
Wartezeit auf die Produkteinführung im kommenden<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Toshiba<br />
Live dabei<br />
Da die SED-Vorführung nur mit limitierten Eintrittskarten<br />
möglich war, wollen wir Ihnen unsere<br />
Eindrücke der Präsentation schildern. Im<br />
Gegensatz zum letzten Jahr, wurde der SED-<br />
Fernseher nicht mehr im Vergleich zu LCDs<br />
und Plasmas, sondern einzeln vorgeführt. Die<br />
anfänglichen Bedenken, die Qualität könnte<br />
abgenommen haben, wurden aber bereits in<br />
den ersten Sekunden widerlegt. Der Schwarzwert<br />
von SED ist gigantisch. Das Schwarz des<br />
Bildschirmes ist absolut null und Sie sehen in<br />
den dunkelsten Flächen kein Nachleuchten. Die<br />
Schattierungen und farblichen Abstufungen<br />
sind sehr viel feiner, als es mit LCD- und Plasmafernsehern<br />
bislang möglich erscheint. Zudem ist<br />
der Kontrast schier unendlich, denn die Leuchtkraft<br />
von SED ist hoch. So erhellte der Mond die<br />
Szenerie in kühlem Licht, während der vordere<br />
Flusslauf und das angrenzende Bauwerk sanft<br />
in der Nacht verschwanden. Ebenfalls beeindruckend<br />
zeigten sich die Reaktionszeiten. So paddelten<br />
die Boote in hoher Geschwindigkeit aber<br />
jederzeit scharf am Auge des Betrachters vorbei<br />
und selbst bei Bewegungen blieben alle Details<br />
bestehen.<br />
Wir könnten hier noch Stunden damit verbringen,<br />
Ihnen die Vorzüge von SED näher zu<br />
bringen, aber wir möchten es kurz machen:<br />
Toshibas SED-Fernseher ist immer noch wie vor<br />
einem Jahr der Quantensprung in der Bildqualität.<br />
Wird ein hochwertiges <strong>HDTV</strong>-Material zugespielt,<br />
so scheinen Sie durch ein Fenster zu<br />
blicken. Wir hatten nach kurzer Zeit den Fernseher<br />
völlig vergessen und schauten gebannt auf<br />
die Natur des Bildes. Keine andere Technologie<br />
lässt derzeit die Grenzen zwischen Aufnahme<br />
und Wirklichkeit so gekonnt zerfließen.<br />
In Anbetracht der Ankündigung, den angedachten<br />
Preis von 9 000 Euro für den 55-Zoller<br />
bis zum Erscheinungstermin massiv nach unten<br />
zu schrauben, können wir nur hoffen, dass SED<br />
wirklich Mitte nächsten Jahres erscheint. Ein<br />
tägliches Nachtgebet dürfte bis dahin nicht<br />
schaden.<br />
014 www.hdplustv.de
Vor internationaler Presse schlug sich<br />
Sascha Lange auf der diesjährigen IFA<br />
wacker, doch die kritischen Fragen<br />
der Journalisten nehmen zu – wann<br />
kommt SED?<br />
Jahr oder empfehlen Sie für den <strong>HDTV</strong>-Einstand einen<br />
bereits käuflich erhältlichen LCD oder Plasma?<br />
Wenn jemand einen High-End-55-Zoll-Fernseher kaufen<br />
möchte und noch etwas Zeit hat, dann lohnt sich<br />
das Warten. Ansonsten, wie vorher schon erwähnt, sollte<br />
ein guter LCD jetzt die erste Wahl sein. SED ist dann für<br />
den nächsten Fernseher eine Option.<br />
Die Röhrenfernseher bieten selbst heute noch eine<br />
beeindruckende Bildqualität. Denken Sie, SED wird die<br />
wahre Nachfolge der Röhre antreten?<br />
Das denke ich. SED bringt alle Vorteile der Bildröhre<br />
mit, aber die Nachteile der Bildröhre – wie Probleme<br />
mit Linearität, Geometrie oder Konvergenz – sind bei<br />
SED kein Thema mehr. Somit ist SED nicht nur in<br />
Sachen Bautiefe der Bildröhre einen Schritt voraus. Ein<br />
echter Bildröhren-Nachfolger sollte in allen Dimensionen<br />
besser sein und das ist nur SED.<br />
LCD-Fernseher weisen die höchsten Umsatzraten auf.<br />
Siegt am Ende vielleicht nicht die beste Technologie,<br />
sondern die wirtschaftlich attraktivste?<br />
Das wirtschaftlich attraktivste muss nicht immer am<br />
günstigsten sein. SED wird sicherlich einen gewissen,<br />
aber fairen Aufpreis zu LCD beinhalten. Aus der Marktforschung<br />
wissen wir, dass eine nicht unwesentliche<br />
Zahl von Flachbildkäufern durchaus bereit ist, einen<br />
Aufpreis für gute Bildqualität zu zahlen. Das sind SED-<br />
Kunden. Es wird natürlich auch Verbraucher geben, die<br />
lieber etwas weniger zahlen und dafür zum Kompromiss<br />
bereit sind. Das sind dann die Kunden von LCD.<br />
Beides wird also gut nebeneinander existieren können.<br />
In Sachen Wirtschaftlichkeit darf man auch nicht den<br />
geringen Stromverbrauch vergessen, der die Folgekosten<br />
von SED niedrig hält.<br />
Die Preise von LCDs und Plasmas sinken von Monat zu<br />
Monat. Wird SED zum Start preislich konkurrenzfähig<br />
sein?<br />
Das ist unser Ziel. Konkurrenzfähig bedeutet allerdings<br />
nicht preisgleich. Es bedeutet, dass der Mehrpreis für<br />
das deutlich bessere Paket ein gerechtfertigter Aufpreis<br />
sein soll.<br />
Anzeige
Ein Jahr HD(+)TV<br />
Eigentlich ist es ja traurig, wenn zur Geburtstagsfeier nicht alle kommen, die gemeinhin zu<br />
den Großen in der TV-Branche gezählt werden. So scharen sich um die Torte nur eine Hand<br />
voll Privatsender, die dem hochauflösenden Fernsehen zum Einjährigen gratulieren und die<br />
Korken knallen lassen. HD+TV ist mit dabei.<br />
VON MARC HANKMANN<br />
016 www.hdplustv.de
Neben den Pionieren von Euro1080<br />
können sich ProSiebenSat.1, Premiere<br />
und Anixe ein Stück vom<br />
Geburtstagskuchen schmecken lassen. Der<br />
Satellitenbetreiber Astra schenkt noch etwas<br />
Champagner nach und der eine oder andere<br />
Kabelnetzinhaber schaut auch vorbei. Von<br />
ARD und ZDF fehlt jede Spur.<br />
Die anwesenden Gratulanten werden sich<br />
noch an die Kopfscherzen nach den Partys<br />
zum <strong>HDTV</strong>-Start erinnern. Doch drehen<br />
wir das Rad der Zeit noch ein wenig weiter<br />
zurück. Deutschland schaut noch auf kleine<br />
4 : 3–Fernseher, da kündigt Premiere die<br />
hochauflösende TV-Zukunft an und selbst<br />
ARD und ZDF bewegten sich mit ihrem Ja<br />
zur 16 : 9–Ausstrahlung der Fußball-WM in<br />
Richtung besseres Fernsehen. Die Internationale<br />
Funkausstellung erstaunte ihre Besucher<br />
mit LCDs und Plasmas, die weitaus schärfere<br />
und detailreichere Bilder zeigten, als sie bisher<br />
bekannt waren.<br />
Für besseres Fernsehen<br />
Passend zur Funkausstellung konnte der geneigte<br />
Leser zum ersten Mal in der HD+TV<br />
blättern. Dort erfuhr er alles über das bessere<br />
Fernsehen, den Start von <strong>HDTV</strong>, welcher das<br />
Heimkino-Erlebnis in eine neue Dimension<br />
führte.<br />
Neben ausführlichen Tests und Hintergrundberichten<br />
informierten wir auch über<br />
die Pläne von Premiere. Der Pay-TV-Sender<br />
visierte den November 2005 als Start seines<br />
HD-Angebots an. Die Preise ließen aber<br />
schon im Vorfeld aufhorchen. Das bessere<br />
Fernsehen schien auch gleichzeitig das teurere<br />
Fernsehen zu werden.<br />
Doch neben dem Unterföhringer Bezahlsender<br />
tat sich insbesondere die ProSiebenSat.1-<br />
Gruppe in Sachen hochauflösende TV-Bilder<br />
hervor. In der Testphase strahlten ProSieben<br />
und Sat.1 erste Filme wie „Men in Black 2“,<br />
„Spiderman“ oder den eigenproduzierten<br />
Zweiteiler „Die Nibelungen“ in HD-Bildern<br />
aus. Die Vorzeichen sahen also gut aus, doch<br />
es sollte alles anders kommen.<br />
Zunächst ließ ProSiebenSat.1 auf der Funkausstellung<br />
in Berlin die Bombe platzen. Sat.1<br />
HD und ProSieben HD sollten im Oktober<br />
2005 während der Medientage München,<br />
dem führenden Fachkongress der TV-Branche,<br />
über Satellit mit der Ausstrahlung beginnen,<br />
noch vor dem angekündigten Start<br />
von Premiere.<br />
„HD ready“ und die Boxen<br />
Der Boom der Flachbildfernseher setzte<br />
bereits vor der IFA 2005 ein. Der alte Röhrenfernseher<br />
musste in immer mehr Wohnzimmern<br />
den Platz für seinen flachen Nachfolger<br />
räumen. Damit der Verbraucher auch<br />
sicher sein konnte, ein zukunftsfähiges Gerät<br />
zu kaufen, wurde Anfang 2005 das „HD ready“-Logo<br />
eingeführt, das nur der Flat-Screen<br />
bekam, der auch die geforderten technischen<br />
Spezifikationen einhalten konnte.<br />
Die Hardware-Frage auf der Fernseherseite<br />
war also gelöst, doch das Problem waren<br />
die Empfangsboxen. Die erste Generation<br />
an <strong>HDTV</strong>-Receivern arbeitete noch mit dem<br />
Komprimierungsverfahren MPEG-2, dass<br />
mit dem Start von ProSieben und Sat.1 HD<br />
durch MPEG-4 abgelöst wurde. Die MPEG-<br />
2-Boxen waren also ungeeignet. Doch die<br />
ersten MPEG-4-Receiver ließen lange auf<br />
sich warten.<br />
Zähneknirschend musste Premiere den Start<br />
seines <strong>HDTV</strong>-Angebots auf Dezember 2005<br />
verschieben. Die Ursache lag in den Chips<br />
für die Set-Top-Boxen, die nicht rechtzeitig<br />
zur Verfügung standen. So drückten bei den<br />
Medientagen in München Bayerns Landesvater<br />
Edmund Stoiber, Guillaume de Posh,<br />
Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1<br />
AG und Wolf-Dieter Ring, Präsident der<br />
Bayerischen Landeszentrale für neue Medien,<br />
auf den roten Knopf, doch bis auf die Besucher<br />
des Kongresses konnte niemand den<br />
<strong>HDTV</strong>-Start in Deutschland miterleben.<br />
Schwere Geburt im Kabel<br />
Erst im Januar 2006 gelang es Pace, die erste<br />
MPEG-4-Box für den Sat-Empfang in großen<br />
Stückzahlen auszuliefern. In 2005 wurden<br />
lediglich rund 4 000 Modelle des Typs<br />
DS 810KP an den Handel ausgegeben.<br />
HD+TV übte sich zu dieser Zeit in Aufklärungsarbeit<br />
und lies die Leser hinter die<br />
LED-Technologie schauen oder warf den<br />
Blick in die Zukunft und verglich Blu-ray<br />
mit HD DVD. Zudem konnten die HD+TV-<br />
Leser dank der beigefügten DVD von Ottonia<br />
auf ihrem Rechner hochauflösende Bilder<br />
bestaunen.<br />
In der zweiten Ausgabe stellten wir auch<br />
schon den zweiten <strong>HDTV</strong>-Receiver, den<br />
PR-HD1000 von Humax, vor. Somit waren<br />
wenigstens die Satellitenzuschauer versorgt.<br />
Indes mussten sich Kabelhaushalte, die ebenfalls<br />
die neue <strong>HDTV</strong>-Welt sehen wollten, in<br />
Geduld üben.<br />
Die Netzbetreiber standen gehörig unter<br />
Druck, wollten sie doch ihr Versprechen einlösen<br />
und die Fußball-WM in <strong>HDTV</strong> zeigen.<br />
Letztendlich gelang es gerade noch rechtzeitig,<br />
die Technik in den Kabelkopfstationen<br />
für das hochauflösende Fernsehen fit zu machen.<br />
Im Mai 2006 präsentierte Humax passend<br />
den ersten HD-Kabelreceiver.<br />
Angebot wird größer<br />
Mit dem Start des hochauflösenden Fernsehens<br />
im Kabel scheint der Knoten geplatzt.<br />
Im Mai stößt Anixe HD zur <strong>HDTV</strong>-Familie<br />
dazu. Es ist der erste Free-TV-Sender, der<br />
Premiere trumpfte mit der Fußball-WM in <strong>HDTV</strong> auf.<br />
Bislang hat der Bezahlsender nach eigenen Angaben<br />
40 000 H D-Abonnenten<br />
Walküren im Heimkino: Sat. 1 zeigte das Literatur-<br />
Epos „Die Nibelungen“ in <strong>HDTV</strong><br />
Nicht mehr als Symbolcharakter: Ring, de Posh und<br />
Stoiber starten ProSieben HD und Sat.1 HD, allein<br />
schauen kann es keiner – es fehlt an Empfangsboxen<br />
Neues | HD+TV | 6.2006 017
Die Industrie einigte sich<br />
erstaunlich schnell auf<br />
das „HD ready“-Logo für<br />
Wiedergabegeräte, das für<br />
die <strong>HDTV</strong>-Tauglichkeit des<br />
Fernsehers steht<br />
ausschließlich High Definition-Bilder zeigt. Allerdings<br />
haben auch inzwischen ProSieben HD und Sat.1 HD die<br />
Bildqualität des Nicht-HD-Anteils im Programm so weit<br />
hochgefahren, dass ein Unterschied zum nativen <strong>HDTV</strong><br />
kaum noch erkennbar ist. Selbst die Öffentlich-Rechtlichen,<br />
bisher mit Aussagen zum hochauflösenden Fernsehen<br />
eher sparsam, lassen sich aus der Reserve locken. Vorsichtig<br />
äußern sich ARD und ZDF dazu, die Olympischen<br />
Spiele 2008 in Peking in <strong>HDTV</strong> übertragen zu wollen.<br />
HD+TV widmet sich der praktischen Seite und erklärt,<br />
wie all diese Sat-Programme in wenigen Schritten empfangen<br />
werden können. Das Magazin für das bessere<br />
Fernsehen berichtet ausführlich aus Las Vegas von der<br />
Consumer Electronic Show und den Olympischen Winterspielen<br />
in Turin, die von Eutelsat in HD übertragen<br />
wurden.<br />
Selbst ist der Mann<br />
Apropos Praxis: Dass die HD+TV nicht nur Wissenswertes<br />
und Hintergründe für eine gemütliche Lesestunde<br />
liefert, belegt unser Workshop zum Bau des eigenen<br />
Heimkinos. Über mehrere Ausgaben begleiteten wir die<br />
handwerklich geschickten Redakteure der HD+TV bei<br />
der Einrichtung eines Heimkinoraums. Ausführlich wurden<br />
die einzelnen Schritte erklärt sowie Tipps und Tricks<br />
an die Hand gegeben, so dass der Heimkino-Fan dem<br />
Griff zum eigenen Werkzeug nur schwer wiederstehen<br />
konnte. Nach der WM ist vor der IFA. Im Fokus des Interesses<br />
stand im Sommer 2006 das Kopf-an-Kopf-Rennen<br />
der DVD-Nachfolger Blu-ray und HD DVD. Beide<br />
Lager bemühten sich um die Gunst der Konsumenten,<br />
die zunächst der HD DVD zufallen sollte, denn es gelang<br />
Toshiba als erstes einen HD-DVD-Player zu präsentieren,<br />
den HD+TV in der Juli/August-Ausgabe ausgiebig vorstellte.<br />
Doch das Blu-ray-Lager warf bereits seine Schatten in<br />
Form der Playstation 3 voraus. Was als einfache Spielekonsole<br />
begann, ist in der dritten Generation viel mehr.<br />
Die PS3 soll der erste Blu-ray-Player in Europa sein. Doch<br />
auch hier gab es einen Rückschlag. Der Start der Playstation<br />
3 musste auf Anfang 2007 verschoben werden – mehr<br />
Zeit für HD DVD Pluspunkte zu sammeln.<br />
Passend zur neuen Bildqualität dank der HD DVD bringt<br />
die HD+TV ein großes Spezial zum Thema Bild. Begriffe<br />
wie Auflösung, Bildschärfe, Interpolieren oder Farbtreue<br />
wurden erklärt und der Leser erfuhr, wie er daheim am<br />
neuen Flachbildschirm die optimale Bildqualität herausholen<br />
kann.<br />
Boom geht weiter<br />
Ein Jahr nach dem Start des hochauflösenden Fernsehens<br />
ist zwar der Wettlauf zwischen HD DVD und Blu-ray<br />
noch nicht entschieden, aber <strong>HDTV</strong> ist inzwischen auch<br />
in Deutschland angekommen. Das bewies unter anderem<br />
die diesjährige IFA, die noch nie in ihrer Geschichte so<br />
viele Flachbildschirme auf einem Fleck gesehen haben<br />
dürfte.<br />
Mussten die ersten <strong>HDTV</strong>-Empfangsboxen noch mit einigen<br />
Software-Updates für den einwandfreien Betrieb<br />
versehen werden, melden sich nun auch andere Hersteller<br />
wie Philips oder Homecast zu Wort und kündigen ihrerseits<br />
eigene <strong>HDTV</strong>-Receiver an. Der Endverbraucher<br />
wird also demnächst aus einer Vielzahl an Boxenmodellen<br />
wählen dürfen.<br />
Ungleich größer ist jedoch das Angebot an LCDs, Plasmas<br />
oder Beamern. Neue Technologien wie SED halten<br />
Einzug ins Heimkino. Die Qualität steigt immer weiter.<br />
Bestes Beispiel ist hierfür Full HD. HD+TV ist auch nach<br />
einem Jahr nicht müde, Ihnen die neuesten Entwicklungen<br />
vorzustellen, aktuelle Produkte zu testen und hinter<br />
die Kulissen der Branche zu blicken. Deswegen haben wir<br />
allen Grund zum Feiern und eigentlich auch alle <strong>HDTV</strong>ler<br />
– nach dem zugegeben etwas holprigen Start. Auf das<br />
nächste Jahr mit brillanten Bildern!<br />
Die <strong>HDTV</strong>-Pioniere unter den Set-Top-Boxen: der DS 810KP von Pace (links) und der PR-HD1000 von Humax (rechts)<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Medientage München, PR, Premiere, Sat.1, Thomson<br />
018 www.hdplustv.de
JETZT IN UNSEREM ONLINE-SHOP<br />
24 Monate PREMIERE<br />
5er-Kombi + HD<br />
Pace-<strong>HDTV</strong>-Receiver für Satellitenempfang<br />
(Humax PR-HD1000C für Kabelempfang)<br />
1 Jahr<br />
HD+TV gratis **<br />
PREMIERE HD FILM: Filmhighlights, preisgekrönte<br />
Serien und zahlreiche TV-Erstausstrahlungen.<br />
PREMIERE HD THEMA: Die besten Dokumentationen<br />
über Natur, Reise, Wissenschaft, Lifestyle u. v. m.<br />
PREMIERE HD SPORT: Nationale &<br />
internationale Top Sport-Events<br />
Starten Sie mit diesem erstklassigen Angebot in die Zukunft der<br />
Fernsehunterhaltung! Erleben Sie 24 Monate die ganze Vielfalt von PREMIERE<br />
einschließlich PREMIERE HD: das besondere Fernseherlebnis in einer ganz neuen<br />
Dimension. Gestochen scharfe Bilder, brillante Farben und ein satter Sound<br />
geben Ihnen das Gefühl, hautnah dabei zu sein.<br />
Für begeisterte Fussball-Anhänger gibt es jetzt neu in unserem Online-Shop:<br />
zum Angebot dazu buchbar für nur 9,99 Euro***/mtl.<br />
oder stand alone für nur 14,90 Euro***/mtl.<br />
Bestellen Sie jetzt ganz einfach und bequem unter<br />
http://shop.auerbach-verlag.de<br />
oder t elefonisch u nter ( 0341) 1495529<br />
Ihre Ansprechpartner sind Nadine Helbig und Stephanie Kurz<br />
* Preis für die angebotenen Receiver bei Abschluss eines PREMIERE 5er-Kombi + HD Abonnements inkl. der drei PREMIERE-HD-Kanäle für insgesamt 44,99 Euro monatlich bei 24 Monaten Laufzeit. Im<br />
Empfangsgebiet von Kabel Deutschland ist PREMIERE HD THEMA nicht zu empfangen. Sie sparen 111,94 Euro im Vergleich zum Einzelkauf. Angebot gilt zzgl. einmaliger Aktivierungsgebühr in Höhe<br />
von 29,99 Euro. Änderungen vorbehalten.<br />
** Das HD+TV-Abonnement verlängert sich automatisch um jeweils 1 Jahr zu den dann gültigen Abo-Konditionen, wenn nicht binnen 7 Tagen nach Erhalt der 5. Ausgabe per Post oder Fax bei der<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Lauchstädter Straße 20, 04229 Leipzig gekündigt wurde.<br />
*** Empfang im Netz von Kabel Deutschland: Für ein 12- oder 24-Monats-Abo in Verbindung mit einer 5er-Kombi 9,99 Euro pro Monat; bei Einzelbuchung oder in anderer Paket-Kombination 14,90 Euro<br />
pro Monat. zzgl. einmaliger Aktivierungsgebühr in Höhe von 49,99 Euro; bei Zubuchung eines PREMIERE Paketes beträgt die einmalige Aktivierungsgebühr insgesamt 49,99 Euro. Empfang im Netz<br />
von Kabel BW: 14,90 Euro pro Monat bei Abschluss eines 12- oder 24-Monats-Abos. zzgl. einmaliger Aktivierungsgebühr in Höhe von 9,90 Euro.
Blu-ray gegen<br />
HD DVD<br />
Es könnte so schön sein: Pünktlich zum<br />
diesjährigen Weihnachtsfest würden<br />
die neuen Spielfilme in HD auf einem<br />
DVD-Nachfolger die hoffnungsvollen<br />
Heimkinofreunde verzaubern. Doch es<br />
kam bekanntlich anders. Ein unnötiger<br />
Formatkrieg tobt zwischen der Blu-ray<br />
und HD DVD. Wer nicht den richtigen<br />
Player samt den passenden Scheiben<br />
kauft, sieht sprichwörtlich in die Röhre,<br />
denn kompatibel sind die Formate<br />
nicht – noch nicht.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
020 www.hdplustv.de
Wenn Sie auf den nächsten Seiten<br />
solche Sätze wie „Blu-ray hat gewonnen,<br />
die HD DVD ist tot“<br />
lesen wollen, so müssen wir Sie enttäuschen.<br />
Weder das eine noch das andere Lager kann<br />
sich im Formatstreit bislang durchsetzen,<br />
auch wenn einige Journalisten die Anzahl<br />
der Messestände auf der IFA zum Anlass<br />
nahmen, um einen schnellen Abgesang auf<br />
die HD DVD anzustimmen.<br />
Neue Bilder, neue Klänge<br />
Auf Blu-ray und HD DVD liegen alle Filme<br />
in voller Auflösung von zwei Millionen Bildpunkten<br />
vor. Die meisten Player gestatten<br />
die Ausgabe im 1 080p-Format. Damit ist<br />
die Darstellung der maximalen Auflösung<br />
von 1 920 × 1 080 Bildpunkten gemeint. „P“<br />
signalisiert Vollbilder, so dass Ihr Fernseher<br />
oder Projektor in jeder Sekunde 24 komplette<br />
Filmbilder anzeigt. Alle Modelle rechnen die<br />
Bilder in einem aufwändigen Verfahren in 60<br />
Bilder um, da „HD ready“-Geräte einzig 50<br />
und 60 Hertz, nicht aber 24, 48 oder 72 Hertz<br />
unterstützen müssen. Fernseher, die eine solche<br />
Bilderzahl bei höchster Auflösung verarbeiten,<br />
erkennen Sie am Aufdruck: 1 080p24.<br />
Sollte Ihr Player einzig das Bildformat 1 080i<br />
darstellen, so muss der Fernseher oder Projektor<br />
die Bilder erst zusammenfügen, was in<br />
flimmernden Kanten resultieren kann. Wer<br />
bereits einen „HD ready“-Fernseher ohne<br />
die volle HD-Auflösung besitzt, muss nicht<br />
verzagen, denn jeder Player kann das Format<br />
auch auf 1 280 × 720 Pixel herunterrechnen.<br />
Erste Tests zeigen aber, dass selbst bei Fernsehern<br />
mit kleineren Auflösungen, wie Plasmas,<br />
die Player auf 1 080i eingestellt werden<br />
sollten, um die volle Schärfe beizubehalten.<br />
Neben den neuen Bildformaten begleiten<br />
die Blu-ray und HD DVD natürlich bessere<br />
Tonformate. Mit Dolby TrueHD und DTS-<br />
HD erleben Sie die Filmklänge sprichwörtlich<br />
hochauflösend. Bisherige Tonspuren<br />
waren komprimiert, d. h. einzelne Details<br />
fielen dem Speicherplatz zum Opfer und die<br />
Auflösung war eingeschränkt. Vereinfacht<br />
ausgedrückt legte sich bislang ein sanfter<br />
Schleier wie Mehltau über das akustische<br />
Geschehen, und besonders in Filmmusiken<br />
wirkten Chorgesänge seltsam gehemmt. Die<br />
Barriere zwischen wirklicher Aufnahme und<br />
Reproduktion wird nun gekonnt durchstoßen,<br />
denn die Tonspur auf dem Datenträger<br />
entspricht 1 : 1 der Aufnahme. Leider können<br />
die verlustfreien Tonformate digital nur über<br />
HDMI 1.3 übertragen werden. Der einzige<br />
Player, der dieses Jahr mit der neuen Schnittstelle<br />
erscheint, ist der Toshiba HD-EX1. Um<br />
die Klänge zu den Lautsprechern zu leiten,<br />
müssen Sie zusätzlich einen Audio-Receiver<br />
mit HDMI 1.3 erstehen, welche bislang<br />
aber immer noch nicht angekündigt worden.<br />
Aufgrund der mangelnden Verbreitung der<br />
HDMI-1.3-Schnittstelle verzichteten viele<br />
Filmstudios bisher auf die neuen Tonformate<br />
und präsentierten ihre Filme weiterhin im<br />
althergebrachten Dolby-Digital- und DTS-<br />
Klang.<br />
Wer seinen alten Audio-Receiver weiterhin<br />
nutzen, aber trotzdem den hochauflösenden<br />
Klang erleben möchte, sollte folgenden<br />
Hinweis beachten. Über einen 5.1-Ausgang<br />
kann der DVD-Player die neuen Tonformate<br />
decodieren und analog zum Receiver führen.<br />
Alternativ können Sie über HDMI 1.1 den<br />
entschlüsselten Datenstrom als PCM-Format<br />
digital zum Receiver leiten. In beiden Fällen<br />
bestimmt jedoch maßgeblich der Player den<br />
Klang, weshalb Sie auf hochwertige Bauteile<br />
achten sollten.<br />
Sonnenuntergang<br />
Mit den neuen Datenträgern hält ein verbesserter<br />
Kopierschutz Einzug: AACS. Das<br />
Advanced Access Content System ist bei<br />
Blu-ray zwingend vorgeschrieben und bei<br />
HD DVD optional. AACS ist vereinfacht<br />
ausgedrückt eine Geheimbotschaft, die alle<br />
Filme, Abspielgeräte und Sendungen identifiziert.<br />
Mit diesem Schlüssel können die<br />
Filmstudios bestimmen, wie oft eine Kopie<br />
des Films erstellt oder auf welchen Playern<br />
dieser abgespielt werden darf. Somit können<br />
Sie einen Film durchaus auf einem Computer<br />
abspeichern und im hauseigenen Netzwerk<br />
weiterleiten. Für jeden Film können<br />
jedoch andere Richtlinien gelten, denn allein<br />
die Studios bestimmen die Sicherheitsstufe<br />
in AACS. Im schlimmsten Fall können Sie<br />
einen Film überhaupt nicht abspielen, wenn<br />
Ihr Gerät als „schwarzes Schaf“ erkannt wurde.<br />
Nachdem ein bestimmter AACS-Schlüssel<br />
geknackt wurde, könnten die Studios die<br />
Wiedergabe auf allen Playern untersagen, die<br />
diesen Schlüssel besitzen. Deshalb besitzen<br />
alle Player einen Netzwerkanschluss, um Daten<br />
aus dem Internet empfangen zu können<br />
und ihre Software auf den neusten Stand zu<br />
bringen. Die ersten spürbaren Auswirkungen<br />
von AACS liegen noch in weiter Ferne. Nach<br />
2010 dürfen alle AACS-konformen Abspielgeräte<br />
die hochauflösenden Bilder nur noch<br />
über digitale Verbindungen wie HDMI ausgeben.<br />
Für analoge Bildausgänge wie YUV<br />
heißt es dann: Sonnenuntergang. Ab 2014<br />
sollen, nach dem Willen der Industrie, sogar<br />
ausschließlich digitale AACS-konforme<br />
Schnittstellen verbaut werden – das Ende der<br />
analogen Bildära rückt unaufhörlich näher.<br />
Mächtige Verbündete<br />
Betrachtet man die bloße Anzahl der Firmen,<br />
welche die einzelnen Formate unterstützen,<br />
so liegen die Vorteile bei der Blu-ray-Fraktion.<br />
Neben bekannten Vertretern wie Sony,<br />
Panasonic oder Philips, scharen die Gründer<br />
über 170 Verbündete um sich, die zum Teil<br />
auch aus dem HD-DVD-Lager stammen. So<br />
besitzen Sanyo und NEC ebenfalls Lizenzen<br />
Technisch besser, aber teurer<br />
Obwohl die Schreib- und Leseköpfe der beiden Formate gleich sind und mit einem blau-violetten<br />
Laser operieren, ist die Blu-ray-Disc fortschrittlicher und kann weitaus größere Datenmengen<br />
verarbeiten. Die Daten der Blu-ray liegen weitaus näher an der Oberfläche, weshalb<br />
der Laser im Gegensatz zur HD DVD anders justiert werden muss. Diese verwendet mit 0,6<br />
Millimeter den exakten Abstand von der Informationsschicht zur Oberfläche wie eine herkömmliche<br />
DVD. Das erleichtert nicht nur die Produktion, sondern kann die HD DVD auch<br />
abwärtskompatibel gestalten.<br />
Speicherplatz<br />
25 GB (6 einlagige DVDs) einlagig 15 GB (3,5 einlagigen DVDs)<br />
50 GB zweilagig 30 GB<br />
200 GB bisheriges Maximum 45 GB<br />
Wissen | HD+TV | 6.2006 021
um Blu-ray-Laufwerke zu bauen. Gegen diese<br />
Masse könnte die HD DVD eigentlich nur<br />
wenige Monate bestehen, wenn nicht mit Intel<br />
und Microsoft, sowie weiteren Vertretern<br />
der IT-Branche der Großteil des Computermarktes<br />
hinter dem Format stehen würde.<br />
Die HD DVD erzielt insgesamt die größte<br />
Reichweite, denn es wird kaum einen Computer<br />
geben, in dem kein HD-DVD-Laufwerk<br />
seine Dienste verrichtet. Sieht man den<br />
Erfolg der DVD in den letzten acht Jahren,<br />
so kommt man zu einem überraschenden<br />
Ergebnis: Die Verbreitung der Filmscheibe<br />
wurde vor allem durch den PC-Markt vorangetrieben.<br />
Erst die Massenproduktion und<br />
stetige Preissenkung verhalf den Playern zum<br />
Durchbruch. Selbst wenn die PC-Laufwerke<br />
nicht zum Abspielen von Filmen genutzt<br />
wurden, so ermöglichte deren Produktion<br />
die Durchdringung des Marktes und die Verdrängung<br />
der CD-Laufwerke. Die nahe Verwandtschaft<br />
zum Computer nutzte Toshiba<br />
mit ihren amerikanischen und japanischen<br />
HD-DVD-Playern gekonnt aus. Dank NEC-<br />
Laufwerk und PC-Komponenten startete die<br />
HD DVD mit einem Zeitvorsprung von fast<br />
zwei Monaten vor der Blu-ray.<br />
Blu-ray macht Fehler<br />
Als der erste Samsung Blu-ray-Abspieler die<br />
Bühne betrat, war HD auf einem Datenträger<br />
bereits ein alter Hut. Schwerwiegender<br />
als der zeitliche Rückstand zeigte sich jedoch<br />
die schlechte Bildqualität des Players. Zwar<br />
räumte Samsung ein, dass ein Programmfehler<br />
die Rauschunterdrückung permanent aktivierte<br />
und so dem Bild die Schärfe raubte,<br />
aber Experten kennen den wirklichen Grund<br />
der dürftigen Bilder: Sony. Der Konzern, der<br />
wie kein anderer die Geschicke von Blu-ray<br />
lenkt und diktiert, patzte bei fast allen Titeln.<br />
Sony produzierte einzig einlagige Blu-rays<br />
und nutzte darüber hinaus den veralteten<br />
MPEG-2-Codec. Mit niedrigen Bit-Raten<br />
und einem kleinen Speicherplatz konnte die<br />
Blu-ray samt Samsung-Spieler gegen die konkurrierende<br />
HD DVD keinen Blumentopf<br />
gewinnen. Die Bilder der Filme „House of<br />
Flying Daggers“ oder „Das fünfte Element“<br />
waren verwaschen und unscharf. Selbst eine<br />
hochskalierte DVD sah mit einem sehr guten<br />
DVD-Player je nach Szene besser aus. Von<br />
dem versprochenen überlegenen Bildformat<br />
samt riesiger Speicherkapazität blieb nur<br />
noch der Traum von Besserung übrig.<br />
Archivierung<br />
Im Gegensatz zu den Hardware-Herstellern<br />
und Filmstudios zeigt sich der PC-Markt<br />
offen für beide Systeme. So können Sie<br />
zum Start der neuen Medien Rohlinge und<br />
Brennprogramme für Blu-ray und HD DVD<br />
erstehen. Mit Preisen von 15 bis 20 Euro pro<br />
Rohling sind die neuen Datenträger aber<br />
noch äußerst kostspielig.<br />
Sonys Hochmut<br />
Ein neues Format mit neuen Herstellungsmechanismen<br />
zum Erfolg zu verhelfen, ist<br />
alles andere als leicht. Sony versprach nicht<br />
zu viel, als der Konzern die rosige Zukunft<br />
von Blu-ray ausmalte: Riesige Speichermengen,<br />
beeindruckende Bilder, hochauflösende<br />
Klänge und interaktive Elemente sowie<br />
einfache Bedienung. Blu-ray ist tatsächlich<br />
das modernere Format und ginge es allein<br />
um die Technik, so würde Blu-ray gewinnen.<br />
Doch Sony müsste es eigentlich besser<br />
wissen, schließlich hatte der Konzern in den<br />
siebziger Jahren mit dem Betamax-System<br />
ebenfalls das fortschrittlichere Format am<br />
Markt. Zum Schluss setzte sich jedoch die<br />
VHS-Videokassette von JVC durch – ein Zeichen,<br />
dass es mehr braucht, als technische<br />
Innovationen.<br />
Die zwar verschobene aber immer noch frühe<br />
Einführung der HD DVD brachte Sony<br />
in Zugzwang. Weder konnte der Konzern<br />
50-Gigabyte-Datenträger in großer Stückzahl<br />
fertigen, noch die Filme im modernen<br />
MPEG-4- oder VC-1-Standard komprimieren.<br />
So überraschte es auch nicht, als die ersten<br />
Filme mit den erwähnten Bildschwächen<br />
zu kämpfen hatten. Anstatt den Start jedoch<br />
nach hinten zu verschieben und anfang<br />
dieses Jahres zuzugeben, dass Blu-ray noch<br />
nicht marktreif ist, holte Sony den Journalisten<br />
die Sterne vom Himmel und gaukelte<br />
sich damit ins eigene Debakel. Denn viel<br />
schlimmer als die schlechte Bildqualität trifft<br />
es nun das Zugpferd des Konzerns, die Playstation<br />
3. Um die Verkäufe im Mutterland<br />
Japan und den wichtigen US-Markt nicht zu<br />
gefährden, strich Sony die Einführung der<br />
PS3 in Europa gänzlich. Zwar gab Sony den<br />
neuen Termin mit März 2007 an, aber ob bis<br />
dahin die notwendigen Leseköpfe für das<br />
Blu-ray-Laufwerk in ausreichender Stückzahl<br />
vorhanden sind, scheint fraglich. Nun<br />
ist Sony an dieser Misere nahezu unschuldig,<br />
aber weshalb ein solch wichtiger Konzern<br />
vier Tage vor dem PS3-GAU auf der IFA vor<br />
der internationalen Presse noch deren Auslieferung<br />
für November 2006 proklamiert, ist<br />
nicht nachvollziehbar. Sony verspielt damit<br />
in nur vier Monaten sämtlichen Kredit bei<br />
seinen Partnern und Kunden.<br />
Der Hausfeind Sonys, Microsoft, lacht sich<br />
derweil ins Fäustchen. Die Xbox 360 verkauft<br />
sich gut, wenn auch nicht überragend<br />
und die HD DVD steht besonders bei Kritikern<br />
und Käufern weit oben. Doch auch<br />
Microsoft muss sich Kritik gefallen lassen. So<br />
wurde bereits zum Start der Xbox 360 über<br />
ein HD-DVD-Laufwerk nachgedacht. Der<br />
Konzern erkannte jedoch schnell, dass im<br />
Jahr 2005 die Massenmarkttauglichkeit der<br />
Konsole in ernsthafte Gefahr geraten wäre,<br />
denn die benötigten Leseköpfe können bis<br />
heute nicht in ausreichender Stückzahl geliefert<br />
werden. So vertagte Microsoft das neue<br />
Laufwerk und will es stattdessen zum diesjährigen<br />
Weihnachtsgeschäft auf den Markt<br />
werfen.<br />
Entzweite Zwillinge<br />
Auf dem Papier gleichen sich Blu-ray und<br />
HD DVD wie eine DVD der anderen. Weder<br />
der Durchmesser noch das Aussehen unterscheidet<br />
sich. Beide Formate akzeptieren die<br />
Kodierungen MPEG-2, MPEG-4 und VC-1.<br />
Beide Scheiben unterstützen die neuen Tonformate<br />
Dolby Digital Plus, DTS-HD und<br />
DolbyTrueHD. Beide arbeiten mit dem Kopierschutz<br />
AACS, verfügen über interaktive<br />
022 www.hdplustv.de
Bild: Philips<br />
Menüs und das Wichtigste: Beide Formate<br />
bieten den Speicherplatz für drei Stunden<br />
Film in voller HD-Auflösung samt hochauflösendem<br />
Ton. Weshalb nun dieser Formatkrieg?<br />
Hinter den Kulissen geht es meist ums<br />
Prinzip. Während der IFA überraschte es<br />
uns auf der HD-DVD-Pressekonferenz deshalb<br />
nicht, wenn von Enttäuschungen über<br />
die gebrochenen Versprechen seitens einiger<br />
Blu-ray-Anhänger gesprochen wurde und<br />
das Wort „Ehre“ fiel. Für die großen Firmen<br />
wie Microsoft, Panasonic, Sony und Toshiba<br />
dreht es sich tatsächlich um persönliche<br />
Konflikte und Geld. Nun, nach jahrelangen<br />
Debatten, sind die Fronten der über 250<br />
beteiligten Firmen verhärtet. Microsoft will<br />
den Videocodec VC-1 als Standardkompression<br />
behaupten, denn mit Windows XP und<br />
zukünftig Windows Vista stellt das Unternehmen<br />
das passende Betriebssystem bereit.<br />
Obwohl VC-1 als einer der besten Komprimierungsstandards<br />
gilt, sträubt sich das Bluray-Lager<br />
vehement gegen dessen Nutzung.<br />
Anstatt Microsoft eine neue Einnahmequelle<br />
abseits des PC-Bereiches zu bescheren, versteift<br />
man sich stattdessen auf MPEG-2 und<br />
Das Ende des Krieges<br />
Falls Sie bislang glaubten, dass allein die Heimkinoanhänger über den Erfolg der neuen Medien<br />
entscheiden, sollten Sie schleunigst umdenken. In unserem Überblick zeigen wir die fünf<br />
größten Austragungsorte, auf denen die Auseinandersetzung entschieden wird. Die Erfolgschancen<br />
beziehen sich dabei einzig auf die Durchsetzung des jeweiligen Formats. Die Bewertungen<br />
unterliegen den subjektiven Auswertungen der bestehenden Marktentwicklungen.<br />
Blu-ray<br />
Mit den meisten Filmfirmen und Herstellern<br />
besitzt die Blu-ray die größte Verbreitung.<br />
Bislang hapert es allerdings noch an<br />
der Qualität und den Preisen.<br />
Durch die Isolierung von Microsoft und<br />
Intel kann Blu-ray den PC-Markt nicht erobern.<br />
Apple ist trotz guter Umsätze noch<br />
keine Gefahr für die PC-Branche. Anbieter<br />
wie Dell sorgen jedoch für Auftrieb.<br />
Die Playstation 3 ist trotz der Anlaufschwierigkeiten<br />
der klare Favorit. Die<br />
Vorgänger gehören zu den bestverkauftesten<br />
Spielekonsolen aller Zeiten. Zudem<br />
integriert Sony Blu-ray gewissenhaft ins<br />
neue Produkt.<br />
Apple plant nach dem Musikportal<br />
iTunes ein eigenes Filmportal. Sollten die<br />
Filmfirmen Apple unterstützen, ist eine<br />
Verbreitung der Filme auch auf Blu-ray nur<br />
eine Zeitfrage. Disney gehört zu einem der<br />
ersten Anbieter.<br />
Mit ihren Design-Computern und einfacher<br />
Bedienbarkeit will Apple die MACs auch im<br />
Wohnzimmer etablieren. Noch ist die Verbreitung<br />
aber zu gering. Firmen wie Philips<br />
bauen jedoch Windows-PCs mit<br />
Blu-ray-Laufwerken.<br />
Die Spielfilme<br />
HD DVD<br />
Erfolgschancen*<br />
60 % 40 %<br />
Der PC-Markt<br />
Erfolgschancen*<br />
30 % 70 %<br />
Der Konsolenmarkt<br />
Erfolgschancen*<br />
70 % 30 %<br />
Das Internet<br />
Erfolgschancen*<br />
70 % 30 %<br />
Das digitale Wohnzimmer<br />
Erfolgschancen*<br />
50 % 50 %<br />
* Die Angaben symbolisieren einzig die Durchsetzung von Blu-ray und HD DVD und sind rein spekulativ<br />
Die Rückendeckung ist durch den Einstieg<br />
von Warner und Paramount ins Blu-ray Geschäft<br />
geschwächt. Qualitativ und preislich<br />
hat die HD DVD aber noch die Nase vorn.<br />
Die Dual Disc birgt Potenzial, der fehlende<br />
Regionalcode für die Filmstudios jedoch<br />
Gefahren.<br />
Microsoft und Intel stehen hinter der<br />
HD DVD und auch die IT-Branche sowie die<br />
Massenmarkthersteller von Laufwerken<br />
fördern das Produkt – ein klarer Vorteil.<br />
Die Xbox 360 ist trotz Zeitvorsprung nur<br />
im Internet-Gaming unangreifbar. Speziell<br />
am japanischen Markt besitzt Microsoft<br />
bislang keine Chance. Das HD-DVD-Laufwerk<br />
ist nur Zusatz und kann keine Spiele<br />
wiedergeben.<br />
Microsoft verlor gegen Google den Wettkampf<br />
um die beliebteste Suchmaschine<br />
und unterlag Apple mit ihrem Musik-Portal.<br />
Die Chancen für eine Kehrtwende im<br />
Filmmarkt stehen schlecht.<br />
Die Windows Media Center Edition ist Bestandteil<br />
fast aller Komplett-PCs. Dennoch<br />
blieb den Windows-Computern der Einzug<br />
ins Wohnzimmer bislang verwehrt, denn<br />
die Qualität lässt immer noch zu Wünschen<br />
übrig.<br />
Fazit: Noch sind die Chancen ausgeglichen, mit leichten Vorteilen bei der Blu-ray. Sollte Microsoft<br />
jedoch gegen Apple und Sony verlieren, wird sich auch der HD-DVD-Vertreter der Blu-ray<br />
zuwenden. Auf der Gegenseite müssten Apple und Sony entscheidende Fehler begehen, um<br />
Blu-ray zu Fall zu bringen.<br />
MPEG-4. Ersteres benötigt einen immensen<br />
Speicherbedarf, um annähernd die Bildqualität<br />
von VC-1 zu erreichen. Nur mit einer<br />
doppelt bis dreifachen Datenrate schafft es<br />
MPEG-2 mit dem Microsoft-Codec gleichzuziehen,<br />
doch den benötigten Speicherplatz<br />
hierfür hält noch nicht einmal eine zweilagige<br />
Blu-ray bereit. Vielversprechender verlaufen<br />
dagegen die Versuche mit MPEG-4. Das<br />
Pendant zu VC-1 liefert gestochen scharfe<br />
Bilder bei geringem Speicherhunger. Der<br />
Erfolgshit „Ice Age“ von 20th Century Fox<br />
ist einer der ersten Blu-ray-Filme, welcher<br />
MPEG-4 nutzt. So dürften Cid, Manny und<br />
Co. trotz klirrender Kälte und einlagiger Disc<br />
zu keinem Zeitpunkt die nötige Bildqualität<br />
ausgehen.<br />
Trugschluss<br />
Seit der Einführung der Blu-ray wird vor allem<br />
die größere Speichermenge als wesentlicher<br />
Vorteil gegenüber der HD DVD angesehen.<br />
Verwendet man einen modernen Kompressions-Codec<br />
wie VC-1, so genügen für einen<br />
dreistündigen Film samt zweier verlustfreier<br />
Tonspuren rund 28 Gigabyte an Speicher. Mit<br />
30 Gigabyte besitzt eine zweilagige HD DVD<br />
damit genügend Freiraum, um selbst bei<br />
Überlänge beste Bild- und Tonqualitäten zu<br />
übertragen. Dies beweisen zudem die ersten<br />
Filme in VC-1, die je nach Sorgfalt und Qualität<br />
der Vorlage eine bislang nicht gekannte<br />
Qualität aufzeigen. Die Blu-ray-Disc mit<br />
50 Gigabyte kann sich trotz des größeren<br />
Speichers nicht absetzen. Zudem scheint die<br />
Herstellung einer zweilagigen Blu-ray problematischer<br />
als vermutet, denn die meisten<br />
Scheiben müssen sich mit 25 Gigabyte begnügen.<br />
Durch die Verwendung von MPEG-4<br />
und dem identischen Filmmaster werden Filme<br />
auf Blu-ray nur unwesentlich besser als<br />
ihre HD-DVD-Kollegen aussehen – bislang<br />
gibt gar das kleinere Speicherformat den Ton<br />
und das Bild an. Somit steht Blu-ray vor einem<br />
eigens kreierten Konflikt: Für MPEG-2<br />
reicht selbst eine Blu-ray-Scheibe nur selten<br />
aus und für die schnelle Verbreitung von<br />
MPEG-4 und VC-1 fehlt im Moment noch<br />
die Logistik.<br />
Keine Grenzen<br />
Im Gegensatz zur Blu-ray werden alle<br />
HD DVDs ohne Regionalcode ausgeliefert.<br />
Somit können Sie alle internationalen Er-<br />
Wissen | HD+TV | 6.2006 023
Weshalb ein neuer Datenträger?<br />
Bilder verraten mehr als tausend Worte, weshalb wir Ihnen ein Vergleichsbild zwischen einer<br />
HD-DVD-Fassung und der DVD-Version des Peter-Jackson-Films „King Kong“ in einer repräsentativen<br />
Nachbearbeitung zeigen<br />
scheinungen auch auf den europäischen<br />
Playern wiedergeben. Für die Filmstudios<br />
birgt dieser Umstand jedoch das Risiko, dass<br />
Filmimporteure bereits vor dem deutschen<br />
Kinostart die Filme auf HD DVD erwerben<br />
können, denn zwischen den internationalen<br />
Veröffentlichungsterminen liegen meist<br />
mehrere Monate. Bildruckler, die aus der<br />
Bildwandlung der 24 Filmbilder resultieren,<br />
will Toshiba durch neue Rechenvorgänge<br />
komplett ausmerzen. Musikvideos, welche<br />
standardmäßig in 50 Hertz ausgegeben werden,<br />
rechnen die Toshiba-Player ebenfalls in<br />
60 Hertz um. Eine Darstellung in 50 Hertz<br />
wird erst nach einem Software-Update möglich<br />
sein.<br />
Kleiner Erfolg<br />
In der Gunst der Käufer steht die HD DVD<br />
im Ausland unbestritten vorn. Die bessere<br />
Bildqualität machte selbst die Anlaufzeiten<br />
von bis zu 60 Sekunden bei den Toshiba-<br />
Playern vergessen. Die eingeschränkte Speichergröße<br />
von 15 Gigabyte pro Schicht aber<br />
auch die Nähe zu Microsoft offenbarte sich<br />
zudem als Segen. Sämtliche Filme nutzen<br />
den modernen Videocodec VC-1 und bieten<br />
eine zum Teil exzellente Bildqualität, die<br />
ihre Blu-ray-Pendants verblassen lassen. Auf<br />
Die ersten Player<br />
Auf Seiten der HD DVD bietet einzig Toshiba die passenden Abspielgeräte<br />
für den Heimkinomarkt an. Mit zwei Modellen und günstigen Preisen von<br />
599 Euro für den HD-E1 sowie 899 Euro für den großen Bruder HD-XE1 liefern<br />
die HD-DVD-Player jedoch einen gelungenen Einstand ins hochauflösende<br />
Zeitalter. Besitzer von Full-HD-Fernsehern und Projektoren sollten sich noch bis<br />
Dezember gedulden, denn einzig das teure Modell kann die volle HD-Auflösung<br />
von 1 080p ausgeben. In ganz anderen Preissphären schweben die ersten<br />
Blu-ray-Player von Panasonic und Samsung. Zwischen 1 299 Euro für den<br />
Samsung BD-P1000 und 1 499 Euro für den Pansonic DMP-BD10 müssen Sie im<br />
Oktober und November beim Fachhändler einplanen. Panasonic, Samsung und<br />
Toshibas erste Player unterstützen jedoch nicht die neuen Tonformate Dolby<br />
TrueHD und DTS-HD, weshalb sie mit diesen das volle Potenzial der neuen<br />
Scheiben noch nicht ausreizen können.<br />
Wie diese Player im direkten Vergleich und gegenüber herkömmlichen DVD-<br />
Spielern abschneiden, lesen Sie in der kommenden Ausgabe. Bis dahin lohnt<br />
ein Blick auf die Datenblätter.<br />
Dank eines Memory-Card-Readers können Sie über den Samsung Blu-ray-Abspieler<br />
auch Ihre Fotos hochauflösend betrachten. Wir hoffen nur, dass Samsung die Bildfehler<br />
des amerikanischen Modells abstellt<br />
024 www.hdplustv.de<br />
Rein äußerlich erkennen<br />
Sie einzig an der Farbgebung<br />
den Unterschied<br />
zwischen Blu-ray und<br />
HD DVD. Erstere erstrahlen<br />
in einer blauen Hülle,<br />
während letztere mit der<br />
Signalfarbe Rot auf sich<br />
aufmerksam machen. Spezielle<br />
Dual-Disc-HD-DVDs<br />
können Sie auch im DVD-<br />
Player abspielen. Diese<br />
Bieten neben der HD-DVDauch<br />
eine DVD-Schicht<br />
Der Panasonic Blu-ray-Player besitzt eine aufwändige Videoverarbeitung, mit<br />
der selbst normale DVDs in neuem Glanz erstrahlen. Leider unterstützt er<br />
noch nicht die neuen Tonformate<br />
Der größere HD-DVD-Player von Toshiba unterstützt alle benötigten Bildund<br />
Tonformate der Zukunft und verfügt über die neueste HDMI-Schnittstelle.<br />
Leider müssen wir uns noch bis Dezember gedulden
Bilder: Panasonic, Samsung, Sony Pictures Entertainment, Studio Canal, Toshiba, Universal<br />
der IFA in Berlin erklärten uns Anhänger<br />
des Blu-ray-Lagers, weshalb gerade die Bildqualität<br />
bei der HD DVD momentan hochwertiger<br />
ausfällt: „Wollen Sie einen Film auf<br />
HD DVD in VC-1 produzieren, so haben<br />
Sie in der Regel einen Ansprechpartner. Will<br />
ein Studio einen Film auf Blu-ray veröffentlichen,<br />
fehlt im Moment noch eine richtige<br />
Anlaufstelle.“ Daher erweist sich die breite<br />
Unterstützung der Firmen nicht immer als<br />
vorteilhaft, denn im Moment kocht jedes<br />
Studio sein eigenes Süppchen. Somit wird<br />
auch in Europa die Bildqualität der ersten<br />
Blu-ray-Scheiben stark schwanken, während<br />
die Käufer einer HD DVD durchgängig mit<br />
einem hohen technischen Niveau rechnen<br />
können. Besserung bei der Blu-ray ist jedoch<br />
in Sicht, denn das Filmstudio 20th Century<br />
Fox arbeitet eng mit Panasonic an der technisch<br />
makellosen Vorstellung ihrer ersten<br />
Filme zusammen.<br />
Schwache Gegenwehr<br />
Anstatt den positiven Trend mit einer hohen<br />
Stückzahl an verkauften Playern zu<br />
untermauern, liefert Toshiba diese nur in<br />
winzigen Stückzahlen aus. 10 000 HD-DVD-<br />
Player erwarten uns Europäer zum Start des<br />
neuen Formats. Im Ausland sind bislang<br />
kaum mehr Abspieler über die Ladentheke<br />
gewandert. Mit dieser Basis macht sich Toshiba<br />
für den gleichzeitigen Start der Blu-ray<br />
leicht angreifbar, denn Sony liefert mindestens<br />
500 000 Playstation 3 aus und könnte<br />
die installierte Basis von Blu-ray-Playern<br />
gegenüber der HD DVD leicht verzehnfachen.<br />
Microsoft schürt mit der Xbox 360<br />
zwar ebenfalls die HD-DVD-Euphorie, aber<br />
der vermutlich hohe Preis von 20 bis 25 Euro<br />
und die ebenfalls nicht gigantischen Stückzahlen<br />
werden Sonys Blu-ray-Start kaum beeinflussen<br />
können.<br />
NEC, seines Zeichens engster Verbündeter<br />
Toshibas im Formatkrieg, besitzt nunmehr<br />
beide Lizenzen und könnte durchaus auch<br />
Blu-ray-Laufwerke fertigen – im Moment<br />
steht man jedoch noch eisern zur HD DVD.<br />
Fragt man die Beteiligten, wie die HD DVD<br />
jemals gegen die Blu-ray gewinnen könnte,<br />
erhält man eine überraschende Antwort: „Es<br />
könnten sich auch beide Formate durchsetzen.“<br />
In Anbetracht der riesigen Unterstützung<br />
der Blu-ray und der besseren technischen<br />
Ausgangslage scheint es schwer zu<br />
glauben, dass die HD DVD jemals die Bluray<br />
bezwingen könnte. Dabei möchten wir<br />
das Format keineswegs geringer stellen, denn<br />
die HD DVD ist im Moment das günstigere<br />
Format mit der besseren Filmqualität. Die<br />
eingeschränkte Unterstützung resultiert in<br />
einem hohen allgemeinen Qualitätsbewusstsein,<br />
während man im Blu-ray-Lager schnell<br />
vom Regen in die Traufe gelangt. Blu-ray hat<br />
es jedoch selbst in der Hand. Sobald sich der<br />
VC-1- oder MPEG-4-Codec nicht nur in den<br />
Datenblättern, sondern auch in der Realität<br />
durchsetzt und zweilagige Scheiben in Zukunft<br />
zur Norm werden, wird Blu-ray eine<br />
ebenbürtige Bildqualität aufweisen können.<br />
Ein vorzeitiges Scheitern der HD DVD halten<br />
wir für unwahrscheinlich, denn die Interessenkonflikte<br />
zwischen der CE- und IT-<br />
Branche sind nicht unerheblich. Stattdessen<br />
werden Kombilaufwerke im kommenden<br />
Jahr den Formatkrieg auf eine bislang unbekannte<br />
Art und Weise entschärfen: Zwei<br />
Formate, für ein besseres Bild. Auf der Funkausstellung<br />
versicherte man uns, dass die<br />
notwendige Technologie bereits existiert und<br />
nur noch nach der günstigsten Herstellung<br />
gesucht wird. Die Laufwerke werden bereits<br />
im ersten Quartal 2007 erwartet, wenn auch<br />
zunächst für den PC. Spätestens zur kommenden<br />
IFA wird sich der erste Unmut über<br />
zwei sich streitende Formate hoffentlich gelegt<br />
haben, dann nämlich, wenn beide vereint<br />
sind.<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Toshiba<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Toshiba<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Panasonic<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Samsung<br />
Modell<br />
HD-E1<br />
Modell<br />
HD-XE1<br />
Modell<br />
DMP-BD10<br />
Modell<br />
BD-P1000<br />
Preis in Euro 599,–<br />
Preis in Euro 899,–<br />
Preis in Euro 1 499,–<br />
Preis in Euro 1 299,–<br />
Typ<br />
HD-DVD-Player<br />
Typ<br />
HD-DVD-Player<br />
Typ<br />
Blu-ray-Player<br />
Typ<br />
Blu-ray-Player<br />
Maße (B/H/T)<br />
430 × 65,5 × 345 mm<br />
Maße (B/H /T) k. A.<br />
Maße (B/H/T) k. A.<br />
Maße (B/H/T)<br />
430 × 79 × 325 mm<br />
Gewicht k. A.<br />
Gewicht k. A.<br />
Gewicht k. A.<br />
Gewicht<br />
4,2 kg<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
Farben<br />
Silber<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
Erscheinungstermin<br />
November<br />
Erscheinungstermin<br />
Dezember<br />
Erscheinungstermin<br />
November<br />
Erscheinungstermin<br />
Oktober<br />
HD-Auflösungen<br />
Disc-Formate<br />
Tonformate<br />
Anschlüsse<br />
720p, 1 080i<br />
HD DVD Video,<br />
DVD-ROM, DVD-R,<br />
DVD-R DL, DVD-<br />
RW, CD, CD-R,<br />
CD-RW<br />
Dolby Digital,<br />
Dolby Digital Plus,<br />
Dolby TrueHD,<br />
DTS, MPEG-Audio,<br />
PCM<br />
Video/S-Video,<br />
YUV, Audio-2-<br />
Kanal, Digital<br />
optisch, HDMI 1.2,<br />
Ethernet<br />
HD-Auflösungen<br />
Disc-Formate<br />
Tonformate<br />
Anschlüsse<br />
720p, 1080i, 1080p<br />
HD DVD Video,<br />
DVD-ROM, DVD-R,<br />
DVD-R DL, DVD-RW,<br />
CD, CD-R, CD-RW<br />
Dolby Digital Plus,<br />
Dolby TrueHD, DTS-<br />
HD, Dolby Digital,<br />
DTS, MPEG-Audio,<br />
PCM<br />
Video/S-Video, YUV,<br />
Audio-2+5.1-Kanal,<br />
Digital Coaxial,<br />
Digital optisch,<br />
HDMI 1.3, Ethernet,<br />
RS-232<br />
HD-Auflösungen<br />
Disc-Formate<br />
Tonformate*<br />
Anschlüsse<br />
720p, 1080i,<br />
1080p24<br />
Blu-ray-Disc, DVD-<br />
Audio/-Video, DVD-<br />
RAM, DVD-R/RW,<br />
DVD-R/DL, DVD+R/<br />
DL, CD, CD-R/RW<br />
Dolby Digital,<br />
Dolby Digital Plus,<br />
DTS, MPEG-Audio,<br />
PCM<br />
SCART, S-Video,<br />
YUV, Audio 7.1-<br />
Kanal, Digital<br />
Coaxial, Digital<br />
optisch, HDMI 1.2<br />
HD-Auflösungen<br />
Disc-Formate<br />
Tonformate<br />
Anschlüsse<br />
720p, 1080i, 1080p<br />
Blu-ray-Disc, DVD-<br />
ROM, DVD-RAM,<br />
DVD±R, DVD±RW,<br />
CD-ROM, CD-R/-<br />
RW, Memory Card<br />
Dolby Digital, DTS,<br />
MPEG-Audio, PCM,<br />
Dolby Digital Plus<br />
Video/S-Video,<br />
YUV, HDMI 1.2,<br />
Digital Coaxial,<br />
Digital optisch,<br />
Audio-5.1-Kanal<br />
* Update für Dolby TrueHD und DTS-HD in Planung<br />
Wissen | HD+TV | 6.2006 025
Der Kampf der Giganten<br />
Auf diesen zwei Seiten erspähen Sie alle<br />
Firmen und Filmstudios, die Blu-ray und<br />
HD DVD unterstützen. Dabei sind auch jene<br />
Firmen abgedruckt, die einzig Lizenzen für<br />
eine mögliche Produktion erworben haben.<br />
Electronic Arts besitzt beispielsweise Lizenzen<br />
für die Spieleproduktion der Playstation 3.<br />
Da Sonys Konsole auch in Spielen auf Blu-ray<br />
zurückgreift, steigt die Liste weitaus stärker<br />
an, als bei der HD-DVD-Fraktion. Wir geben<br />
aber zu bedenken, dass Firmen wie Intel<br />
und Microsoft auf der HD-DVD-Seite eine<br />
ungleich höhere Gewichtung aufweisen, als<br />
viele Vertreter auf der Gegenseite. Interessant<br />
sind vor allem die Vorgehensweisen von PC-<br />
Software-Herstellern wie Nero, Sonic oder<br />
Cyberlink. Diese verhalten sich, wie auch<br />
viele Datenträgerhersteller, völlig neutral und<br />
unterstützen beide Formate.<br />
1K Studios, LLC Adobe Alticast Corporation AMC Co. Ltd. Aplix Arvato<br />
Storage Media GmbH Asahi Kasei Microsystems Co. Ltd. Ashampoo Technology<br />
GmbH & Co. KG Atmel Corporation Avid Technology Inc. BASF<br />
AG Basler Vision Technologies BenQ Bose Corporation B & W Group<br />
Cannery Cheertek Inc. Cinram International Inc. Coding Technologies<br />
GmbH Cryptography Research Inc. Daewoo Electronics Corporation Datarius<br />
Technologies GmbH DCA Inc. Degussa Eclipse Data Technologies<br />
Electronic Arts Inc. Elpida Memory, Inc. Esmertec ESS Technology GalleryPlayer Media Networks Hie<br />
Electronics, Inc. Hitachi, Ltd. Horizon Semiconductor Ltd. Infomedia Inc. Intersil Corporation ISMM<br />
Korea Ltd. JVC Kikusui Electronics Corporation Koninklijke Philips Electronics N.V. Laser Pacific Media<br />
Corp. Lauda Co. Ltd. Lead Data Inc. Leader Electronics Corp. Linn Products Ltd. Lintec Corporation<br />
LSI Logic Lite-On I.T. MainConcept AG Maxell Media Tek Inc. Meguro Electronics Corporation<br />
Memorex Meridian Audio Ltd. Metta Technology Mitsubishi Electric Corporation Mitsumi Electric<br />
Co. Ltd. Must Technology Co. Ltd. MX Entertainment Netflix Inc. Newtech Infosystems Inc. Nexamp<br />
Systems Technology Inc. NTT Electronics Corporation Ono Sokki Co. Ltd Open Technology Co. Ltd.<br />
OPT Corporation Optodisc Technology Corporation Orbit Corp. Osmosys S.A. Pinnacle Systems PoINT<br />
Software & Systems GmbH PowerFile Primera Technology Inc. Prodisc Technology Inc. Quanta Storage<br />
Inc. Realtek Semiconductor Corp. Renesas Technology Corp. Rimage Corporation Shibasoku Co. Shinano<br />
Kenshi Co. Ltd. Sigma Design, Inc. singulus Technologies Sonopress ST Microelectronics Steag<br />
TA-Optik GmbH Sumitomo Bakelite Sun Microsystems Sunext Tao Group Limited Targray Technology<br />
International Inc. TDK Corporation Texas Instruments Japan Limited Trailer Park UmeDisc Ltd. Universal<br />
Music Group Verbatim Victor Company of Japan Limited Videon Central, Inc. Vivendi Universal<br />
Games Yamaha Corporation Yokogawa Electric Corporation Zenith Zentek Technology Japan, Inc.<br />
ZOOtech Ltd. Zoran Corporation<br />
+<br />
Almedio Alpine Electronics Inc. ArcSoft Inc. Audio-<br />
Dev AB B.H.A. Corporation Bandai Visual Co. Ltd.<br />
Broadcom Corporation CMC Magnetics Corporation<br />
CyberLink Corporation D & M Holdings Inc. Daikin Industries,<br />
Ltd. Daxon Technology Inc. Dr. Schwab Inspection Technology GmbH DTS, Inc. Expert Magnetics<br />
Corp. Fuji Fujitsu Funai Electric Co. Gear Software Hoei Sangyo Co. Ltd. Imagica Corp. Imation<br />
Corporation Infodisc Technology Co. InterVideo Inc. Kadokawa Holdings Inc. Kaleidescape Inc. Kitano<br />
Co. Ltd. Konica Minolta Opto Inc. Lenovo M2 Engineering AB Mitsui Chemicals, Inc. Moser Baer India<br />
Ltd NEC Electronics Corporation Nero AG Nichia Corporation Nikkatsu Corporation Omnibus Japan<br />
Inc. Origin Electric Co. Ldt. Pixela Corporation Pony Canyon Enterprise Prodisc Technology Inc. Pulstec<br />
Industrial Co. LTD Ricoh Company Ltd. Ritek Corporation Sonic Solutions Taiyo Yuden Co. Ltd. Teac<br />
Corporation Teijin Chemicals Ltd. Thomson SA Toei Video Co. Ltd. Toho Company, Ltd. Toppan Printing<br />
Co. Ltd Toptica Photonics AG Unaxis Balzers Ltd. Visionare Corporation<br />
Acer Inc. Acses Co. Ltd. Ad Seeds Co. Ltd Altech ADS Co. Ldt. Beko Elektronik<br />
CDN Corporation, Ldt. Daiko Co. Ltd. Dedicated Devices, Inc. Deluxe Media<br />
Inc. DigiOn, Inc. Digital Site Corporation Disc Labo Corp. Diskware Co., Ltd.<br />
Ebistrade, Inc. Enteractive GmbH Entertainment Network Inc. Exa International Finepack. Co. Ltd.<br />
Hamamatsu Metrix co.ltd. Hitachi High-Technologies Corporation IDE-AVA Interchannel, Ltd. ITRI JP<br />
Co. Ltd Justsystem Corporation Kinyosha Printing Co.Ltd. McRay Corporation Megan Media Holdings<br />
Bhd Memory-Tech Corporation Mitomo Co. LTD Mitsubishi Kagaku Media Co. Ltd. / Verbatim Nihon<br />
VTR Inc. Onken Corporation Outpost FX (AB) International Pegasys, Inc. Pico House Co. Ltd. Planet<br />
Associate Co.Ldt. Protron Digital Inc. Pryaid Records Inc. Q-Tec, Inc. Query Inc Sanken Media Product<br />
Co. Ltd. Shibaura Mechatronics Corporation Sumitomo Heavy Industries Ltd. Super Vision, Inc. Toemi<br />
Media Solutions Limited Tokyo Laboratory Ltd. Toshiba Samsung Storage Technology Corporation Toshiba<br />
EMI Limited Toyo Recording Co. Ldt. Transmix Co. Ltd. Trendy Corporation Ulead Systems, Inc. U-Tech<br />
Media Corp. VAP inc.<br />
026 www.hdplustv.de
Auf Seiten der Filmstudios trumpft Blu-ray<br />
mit den größeren Namen auf. Zudem stehen<br />
die Chancen schlecht, dass Sony oder Disney<br />
jemals eine HD DVD produzieren werden.<br />
Warner und Paramount traten demgegenüber<br />
aus dem alleinigen HD-DVD-Lager<br />
aus und beliefern nun beide Formate. Dieser<br />
Entwicklung könnte auch Universal folgen,<br />
die momentan im Alleingang den Erfolg der<br />
HD DVD forcieren. Die Schwester Universal<br />
Music ist bereits zum Blu-ray-Lager gewechselt.<br />
Dennoch sind Filmfans bei der HD DVD<br />
goldrichtig aufgehoben, denn alle Filme besitzen<br />
eine durchweg gute Bildqualität. Besonders<br />
Warner legt sich mächtig ins Zeug<br />
und liefert auf HD DVD einen Vorzeigefilm<br />
nach dem anderen ab. Die meist späteren<br />
Veröffentlichungen auf Blu-ray können technisch<br />
noch nicht überzeugen.<br />
Filmstudios Filme Cover<br />
Das Omen Die Fantastischen Vier Liga der außergewöhnlichen<br />
Gentleman Hinter feindlichen<br />
Linien Kiss of the Dragon Speed The Transporter<br />
X-Men 1–3 Ice Age 1+2 Walk the Line<br />
Bilder: 20th Century Fox Film, Buena Vista International, Lions Gate Entertainment, MGM, Paramount, Sony Pictures Entertainment, Studio Canal, Universal, Walt Disney Pictures, Warner Bros. Entertainment<br />
Eight Below Dinosaurier Das Vermächtnis der<br />
Tempelritter Glory Road Jay and Silent Bob<br />
Strike Back The Haunted Mansion The Brothers<br />
Grimm The Great Raid Nur noch 60 Sekunden<br />
Dark Water Fluch der Karibik<br />
Devil‘s Rejects Lord of War The Punisher Saw<br />
See No Evil Terminator 2 Reservoir Dogs T2:<br />
Judgment Day Total Recall Dune Rambo<br />
Basic Instinct 2 Das Fünfte Element The Da Vinci<br />
Code Der Exorzismus der Emily Rose DesperadoHitch<br />
Hostel House of Flying Daggers Ritter<br />
aus Leidenschaft Underworld Evolution Ultraviolett<br />
Specie Spiderman SWAT Terminator<br />
+ Filmstudios + Filme + Cover<br />
Aeon Flux Four Brothers Manchurian Candidate<br />
Mission Impossible 1–3 Nacho Libre Payback<br />
Pitch Black Sahara Sleppy Hollow Sky Captain<br />
and the World of Tomorrow Star Trek The Italian<br />
Job Tomb Raider U2: Rattle and Hum We<br />
Were Soldiers World Trade Center<br />
ATL Batman Caddyshack Charlie und die Schokoladenfabrik<br />
Full Metall Jacket Harry Potter<br />
Herr der Ringe Trilogie House of Wax Last Samurai<br />
Matrix Trilogie Million Dollar Baby Oceans<br />
Eleven + Twelve Poseidon Rumor has it Superman<br />
Syriana Training Day Troja<br />
Filmstudios Filme Cover<br />
Basic Instinct Elephant King Kong (1933) The<br />
Fog Der Pianist Rambo 1–3 Total Recall La<br />
Haine<br />
Apollo 13 Brokeback Mountain Children of Men<br />
Chronicles of Riddick Dantes Peak Das Comeback<br />
Der Knochenjäger Die Mumie Dune<br />
End of Days Jarhead King Kong (2005) Land of<br />
the Dead Miami Vice München Ray Serenity<br />
Slither Van Hellsing Waterworld<br />
Wissen | HD+TV | 6.2006 027
Der richtige Durchblick<br />
Bruno Uhl, der am 6. Mai 1950 die Geburtsstunde der Photokina einleitete, ahnte wohl nicht,<br />
dass die Messe in den kommenden 56 Jahren zu solchen Dimensionen heranwachsen würde.<br />
Die ständig steigende Zahl an Interessierten und der Industrie beschert der diesjährigen Photokina<br />
1 600 Aussteller. Somit entwickelte sie sich in den letzten Jahren zu der wichtigsten<br />
Messe für Fotografie weltweit. HD+TV stellt die Neuheiten der diesjährigen Photokina vor.<br />
VON MARTIN GÜNTHER<br />
028 www.hdplustv.de
Die Kleine<br />
Auf zahlreiche Angebote folgt großzügige<br />
Verwirrung, denn wer vor<br />
der Entscheidung steht, ein neues<br />
Kameramodell zu kaufen, hat oft die Qual<br />
der Wahl. Welches System für Sie das richtige<br />
ist und welchen Zweck die zukünftige<br />
Fotoausrüstung erfüllen soll, ist selbst für<br />
informierte Nutzer nicht immer einfach zu<br />
beantworten. Wir versuchen, auf dem steinigen<br />
Weg der Entscheidung mit Rat und<br />
Tat zur Seite zu stehen.<br />
Besonders die kleinen Kompaktkameras<br />
mit Digitaltechnologie scheinen es dem<br />
Verbraucher angetan zu haben. Wachsende<br />
Absätze zeichnen ein deutliches Bild. Die<br />
praktischen Hosentaschenknipsen ersetzen<br />
die revolutionären Kleinbildkameras längst<br />
vergangener Tage. Sie sind einfach zu bedienen,<br />
sehr benutzerfreundlich im Umgang<br />
und erschwinglich. Somit bilden sie ein<br />
Hauptsegment auf dem Kameramarkt der<br />
Zukunft.<br />
Die Kleine<br />
Panasonic, im Heimkinosegment bekannt<br />
durch seine Flachbildfernseher, hat auch<br />
den Kameramarkt fest im Griff. Die Lumix<br />
betitelte Kamerareihe erfährt mit der<br />
DMC-LX2 ihre erneute Renaissance. Mit<br />
zehn Millionen Bildpunkten im 16 : 9-Breitbildformat<br />
und einem Vierfach-Zoom,<br />
erweist sich die knapp 200 Gramm leichte<br />
Kamera als Problemlöser für hochwertige<br />
Fotoaufnahmen. Für Panasonic typisch ist<br />
der optische Bildstabilisator gegen zittrige<br />
Hände und die Anpassung des ISO-Wertes,<br />
welche dieses Mal auf Wunsch sogar vollautomatisch<br />
geschieht. So können Sie sicher<br />
sein, dass alle Aufnahmen eine respektable<br />
Schärfe aufweisen. Störende Rauschmuster<br />
und Farbsäume merzt hingegen der neue<br />
Bildprozessor aus, indem er gleichartige<br />
Muster und Fehlfarben in Sekundenbruchteilen<br />
analysiert.<br />
Die Großen<br />
Hat man das Einfangen des Momentes<br />
perfektioniert, steht dem Kauf einer semiprofessionellen<br />
oder professionellen Spiegelreflexkamera<br />
nichts mehr im Weg. Wechselbare<br />
Objektive, hohe Auflösungen und<br />
zahlreiche technische Finessen lassen die<br />
Kreativität und natürlich auch die Qualität<br />
der Belichtungen wachsen. Bei diesen Modellen<br />
kommt es besonders auf Haptik und<br />
Bildverarbeitung an. Es sollte von daher gut<br />
überlegt werden, da es Wechselobjektive nur<br />
systemexklusiv zu kaufen gibt und somit ein<br />
Markenumstieg schnell zum kostspieligen<br />
Fiasko werden kann.<br />
Rein von der Optik und Beschaffenheit bieten<br />
diese Kameras Leidenschaft pur auf dem<br />
Gebiet der Fotografie. Tiefenschärfe, selbst<br />
definierbare Belichtungszeiten und Farbräume<br />
stellen schon längst keine Seltenheit<br />
mehr dar. Dies eröffnet dem ambitionierten<br />
Fotografen ungeahnte Möglichkeiten der<br />
Bildgestaltung im Vergleich zu den kleinen<br />
Knipsern. Auch die Aufstockung der Ausrüstung<br />
um mehrere Objektive, Blitzgeräte<br />
und Filter ermöglicht nicht nur die Verbesserung<br />
der Fotos, sondern auch die persönliche<br />
Weiterentwicklung des eigenen fotografischen<br />
Könnens.<br />
Profi für daheim<br />
Hersteller Canon dominiert die Kameraszene<br />
mit seinem Erfolgsmodell Canon EOS<br />
350D. Die handliche und günstige Kamera<br />
bietet bereits eine Bildqualität, der selbst<br />
Werbefotografen ihr Vertrauen schenken.<br />
Das neue Spitzenmodell im Profibereich<br />
lautet aber EOS 30D.<br />
Die ebenfalls von Canon erhältlichen Teleund<br />
Weitwinkelobjektive lassen Ihrem<br />
Selbstverwirklichungsdrang freien Lauf.<br />
Nachspiel<br />
Nicht selten entstehen durch die Vorzüge der<br />
Digitaltechnologie an einem durchschnittlichen<br />
Urlaubstag um die 100 Fotos. Erinnert<br />
man sich an die graue Vorzeit, dann mussten<br />
damals fast drei Filme an einem Tag daran<br />
glauben. Auf 14 Tage Urlaub gerechnet<br />
entstehen somit weit über 1 000 Bilder. Das<br />
Problem des Transportes und der Speicherung<br />
ist in der heutigen Zeit durch schnelle<br />
CF-Karten in allerlei Größen oder gebrannte<br />
DVDs schnell gelöst. Komplizierter wird<br />
es, aus dieser Vielzahl an Fotos die 30 besten<br />
herauszupicken und den Rest trotzdem sinnvoll<br />
zu archivieren. Der Markt hält auch für<br />
diese Problematik zahlreiche Möglichkeiten<br />
bereit. Wer seine Bilder jedoch nachbearbeiten<br />
will, ist nicht selten auf kostspielige Bildbearbeitungslösungen<br />
angewiesen. In aller<br />
Neueste Technik kostet: Panasonics Lumix LX2<br />
ist mit 549 Euro fast so teuer wie eine Spiegelreflexkamera<br />
Die Großen<br />
Deutlich größer, aber im Alltagsbetrieb<br />
wesentlich komfortabler schlägt Panasonics<br />
FZ50 die Brücke von kompakten zu Profikameras.<br />
Die Digitale kostet 679 Euro<br />
Die Canon EOS 30D definiert den Standard für<br />
großformatige Aufnahmen – an ihr müssen sich<br />
alle Konkurrenten messen lassen<br />
Nikon erweist sich mit der D200 als ebenbürtiger<br />
Widersacher zur EOS-Reihe von Canon –<br />
hier entscheidet letztendlich der persönliche<br />
Geschmack und das Portemonnaie<br />
Neues | HD+TV | 6.2006 029
Munde ist das viel gepriesene Photoshop<br />
des Softwareboliden Adobe. Dies ist auch<br />
in einer kostengünstigen Variante für den<br />
Hobbyfotografen zu haben und bietet alle<br />
notwendigen Werkzeuge, um die Fotos ins<br />
rechte Licht zu rücken. Ein Tick exklusiver<br />
ist hier Apples Fotoprogramm Aperture.<br />
Mit dem Slogan „Von Profis für Profis“ bietet<br />
die jüngst auf der Photokina vorgestellte<br />
Version 1.5 alle Werkzeuge, die der Fotograf<br />
benötigt, um seine Bilder zu verwalten, zu<br />
bearbeiten und zu präsentieren. Flüssig und<br />
intuitiv gestaltet sich die Oberfläche des<br />
Programms. Dennoch sind ein paar Regeln<br />
beim Umgang mit einer Bildbearbeitungssoftware<br />
zu beachten.<br />
Farbtopf<br />
Zunächst müssen Sie Ihren Aufnahmen<br />
eine angemessene Farbgebung bescheren.<br />
Bei längeren Ausflügen kann es durchaus<br />
passieren, dass die Sonneneinstrahlung und<br />
damit die Farbtemperatur sehr stark variiert.<br />
Wollen Sie nun unterschiedliche Fotos<br />
zu einer großen Tapete verknüpfen, sind<br />
die Gesichter einmal mehr, einmal weniger<br />
rötlich gefärbt. Die Kamera versucht zwar<br />
automatisch, einen neutralen Farbwert zu<br />
halten, aber dies klappt in der Praxis nur<br />
unzureichend.<br />
Mit modernen Bearbeitungsprogrammen<br />
lassen sich Bilder im Nachhinein völlig frei<br />
anpassen. Erst recht, wenn die Bilddateien<br />
im RAW-Format vorliegen, welches moderne<br />
DSLRs beherrschen. Denn hierbei kann<br />
im Nachhinein die Farbtemperatur und<br />
Blendenkorrektur direkt auf die Rohdaten<br />
gerechnet werden, wobei keinerlei Qualitätsverlust<br />
entsteht.<br />
Kampf dem ISO<br />
Licht ist das Lebenselixier aller Kameras. Bei<br />
Innenaufnahmen mit schlechter Beleuchtung<br />
oder nächtlichem Mondschein reicht<br />
das Licht aber kaum noch aus, um scharfe<br />
Bilder zu ermöglichen. Die Kamera setzt<br />
hier die Belichtungszeit höher, damit das<br />
wenige Licht über einen langen Zeitraum<br />
den Sensor „stimulieren“ kann.<br />
Digitale Kameras verstärken nun die eintreffenden<br />
Bildinformationen, selbst wenn<br />
die Lichtleistung der Umgebung nicht ausreicht,<br />
um alle Details sichtbar zu machen.<br />
Auf dem Foto sehen Sie dann rote, grüne<br />
oder andersfarbige Bildpunkte – das so genannte<br />
Pixelrauschen. Mit einem Fotofilter<br />
gegen das Rauschen können Sie im Nachhinein<br />
diesen Fehler rückgängig machen.<br />
Das Programm versucht dabei, die wahllos<br />
eingefärbten Bildpunkte, wie grüne Pixel im<br />
blauen Himmel, selbstständig zu ermitteln<br />
und diese den benachbarten Bildpunkten<br />
anzugleichen. Übertreiben sollten Sie es mit<br />
der Rauschkorrektur aber nicht, denn durch<br />
die Farbangleichung entstehen Unschärfen,<br />
die dem Bild seine Brillanz rauben können.<br />
Für die Ewigkeit<br />
Jeder Bearbeitungstyp findet die richtige<br />
Software. Wer das Fotografieren liebt, wird<br />
auch etwas mehr Zeit in die Nachbearbeitung<br />
seiner geschossenen Bilder investieren.<br />
In diesem Fall sollte ruhig etwas mehr<br />
Geld in eine ordentliche Software gesteckt<br />
werden, um ein solides Nachbearbeitungswerkzeug<br />
zu erhalten. Das zahlt sich auf jeden<br />
Fall aus. Wer erst einmal in die Welt der<br />
Nachbearbeitung hineinschnuppern möchte,<br />
sollte zu Gimp greifen. Die kostenfreie<br />
Software ist „State of the art“ unter den freien<br />
Bearbeitungswerkzeugen und beherrscht<br />
alle Funktionen, die auch die teuren Programme<br />
bieten.<br />
Als Brücke zwischen Verwaltung, Bearbeitung<br />
und Präsentation sollte man zu Apples<br />
Aperture greifen. Auf Apple-Rechnern<br />
lauffähig, bietet es alles, was man von einem<br />
professionellen Werkzeug für Fotografen<br />
erwartet. Bleibt nur noch die Überlegung<br />
der Langzeitarchivierung.<br />
Die Lebensdauer von Kleinbildfilmen liegt<br />
bei etwa 100 Jahren. Bei digitalen Bildern<br />
muss sich der Fotograf mit mehreren Hürden<br />
auseinandersetzen. Zum einen spielt<br />
das Dateiformat eine wesentliche Rolle. Die<br />
Langlebigkeit reduziert sich drastisch auf<br />
nicht mehr als zehn Jahre, was Softwareversionen<br />
und Betriebssystemwechseln zu verdanken<br />
sein wird. Zum anderen die Art des<br />
Datenträgers. Der beste Weg digitale Bilder<br />
zu archivieren ist in Form von Papierabzügen.<br />
Diese können ohne weiteres bei richtiger<br />
Lagerung mehrere Jahrzehnte überdauern.<br />
Trotz fortschreitender Technik kommt<br />
man somit wieder an den Ursprung des Bildes<br />
zurück – Ironie des Schicksals.<br />
Bilder: Adobe, Canon, Corel, Gimp, Nikon, Panasonic<br />
Brandneu auf der Photokina vorgestellt –<br />
Apple Aperture. Intuitive Bedienung und<br />
erstklassige Bearbeitungsmöglichkeiten<br />
zum Preis: 299 Euro<br />
Geht nicht, gibt’s nicht: Mit der Profisoftware<br />
Adobe Creative Suite 2 ab<br />
1 599 Euro setzen Sie die Gesetze der<br />
Natur außer Kraft<br />
Nicht ganz so flexibel wie Photoshop,<br />
aber mit 598 Euro nur halb so teuer:<br />
Corel Draw Graphics Suite X3 bietet<br />
ebenso viele Werkzeuge<br />
Kostenfrei und dennoch leistungsfähig<br />
gestaltet sich die frei erhältliche Software<br />
Gimp, den Download finden Sie unter<br />
www.gimp.org<br />
030 www.hdplustv.de
INHALTE<br />
Marc Hankmann<br />
Chefredakteur<br />
Ein wahrer Kompromiss liegt erst dann vor, wenn keiner der Beteiligten<br />
mit ihm richtig zufrieden ist, heißt ein geflügeltes Wort. Am<br />
Ende steht der Kompromiss, davor ist Hauen und Stechen an der<br />
Tagesordnung. Was in erster Linie noch an Verhandlungen zwischen<br />
Arbeitgeber und -nehmer erinnert, verhält sich bei der Suche<br />
nach standardisierten Technologien nicht anders – bestes Beispiel:<br />
Blu-ray und HD-DVD.<br />
Der eine Vorteil hier, der andere dort, ein Nachteil da und ein weiterer<br />
wieder hier. Momentan gleicht es einer Kaffeesatzleserei, wenn<br />
man Aussagen darüber treffen will, welche der beiden Scheiben wir<br />
in Zukunft in unser Wiedergabegerät legen werden. Dabei sind ihre<br />
Unterschiede noch nicht einmal auf den ersten Blick ersichtlich,<br />
wie etwa anno dazumal, als die große schwarze LP vom kleinen<br />
CD-Silberling aufs Altenteil geschoben wurde.<br />
Schaut man sich aber beispielsweise genauer an, wer hinter welcher<br />
Scheibe steckt, fällt auf, dass die IT-Branche die Flagge der<br />
HD-DVD hochhält, während die Blu-ray-Farben von der Unterhaltungselektronik<br />
getragen werden. Teilen sich hier die Branchen<br />
das traute Heim auf? Werden wir im Arbeitszimmer am PC die<br />
HD-DVD nutzen und im Wohnzimmer die Blu-ray? Nein, ganz so<br />
wird es nicht kommen, denn auch die Hollywood-Studios spielen<br />
hierbei ihre gewichtige Rolle. Dennoch: Derzeit liegen keine handfesten<br />
Fakten vor, die das Aussterben einer der beiden Silberlinge<br />
untermauern würde. Vielmehr wird es Kombi-Laufwerke geben,<br />
sowohl für den PC als auch für den DVD-Player.<br />
Ob dies der Weisheit letzter Schluss ist, sei dahingestellt, denn am<br />
Ende des Tages steht die große Unbekannte: der Verbraucher. Des<br />
Öfteren hat er für wahre „Hoppla-Erlebnisse“ in der Industrie gesorgt.<br />
Keiner sah den Erfolg der SMS voraus, keiner den des iPods.<br />
Dass der Endkonsument nicht immer rational vorgeht, davon können<br />
Sony und JVC ein Lied singen. Betamax lieferte das qualitativ<br />
hochwertigere Bild, doch VHS hat sich durchgesetzt.<br />
Der Blick in die Zukunft reicht also noch nicht aus, um einen der<br />
beiden Standards zum Sieger zu küren. Doch eines ist bereits heute<br />
sicher: Selbst wenn sich einer von beiden durchsetzt, die gute alte<br />
DVD wird immer noch laufen. Und die ist ein gar nicht mal so<br />
schlechter Kompromiss.<br />
Das Hoppla-Erlebnis<br />
Inhalte | HD+TV | 6.2006 031
In den nächsten Wochen auf den HD-Kanälen von Premiere, Pro Sieben und Sat.1.<br />
PROGRAMMHÖHEPUNKTE<br />
STAR WARS<br />
SCIENCE FICTION<br />
LAND OF THE DEAD<br />
HORROR<br />
Teil IV: Premiere HD Film, Fr, 20. 10. 06, 20.15 Uhr, Sa, 21. 10. 06, 4.30 Uhr, So, 22. 10. 06,<br />
ab 9.15 Uhr: „Premiere Spezial: Star Wars – Die ganze Saga“ – alle sechs Teile<br />
Premiere HD Film, Do, 26. 10. 06, 12.20 Uhr, Fr, 27. 10. 06, 2.55 Uhr,<br />
Mi, 1. 11. 06, 0.00 Uhr, D o, 2. 11. 06, 15.05 Uhr<br />
VOM SUCHEN UND FINDEN DER LIEBE KOMÖDIE<br />
Premiere HD Film, Do, 26. 10. 06, 12.20 Uhr, Fr, 27. 10. 06, 2.55 Uhr, Mi, 1. 11. 06, 0.00 Uhr,<br />
Do, 2. 11. 06, 15.05 Uhr<br />
Bilder: 20th Century Fox, Constantin Film, Lucasfilm, Universal, ZDF
IN <strong>HDTV</strong><br />
MILLION DOLLAR BABY<br />
SPORT/DRAMA<br />
Premiere HD Film, Mi, 18. 10. 06, 20.15 Uhr, Do, 19. 10. 06,<br />
14.30 Uhr, So, 29. 10. 06, 1.35 Uhr, M o, 30. 10. 06, 18.05 Uhr<br />
GARFIELD<br />
KOMÖDIE<br />
HOUSE OF THE FLYING DAGGERS<br />
ACTION<br />
Premiere HD Film, Di, 17. 10. 06, 20.15 Uhr, Mi, 18. 10. 06,<br />
15.50 Uhr, Sa, 28. 10. 06, 17.05 Uhr, S o, 29. 10. 06, 7.15 Uhr<br />
ALEXANDER<br />
HISTORIENFILM<br />
Premiere HD Film, Di, 17. 10. 06, 6.35 Uhr und 15.50 Uhr,<br />
Mi, 25. 10. 06, 20.15 Uhr, D o, 26. 10. 06, 14.10 Uhr<br />
Premiere HD Film, So, 22. 10. 06, 22.30 Uhr, Mo, 23. 10. 06, 12.55 Uhr, Fr, 27. 10. 06, 8.25 Uhr und<br />
16.50 Uhr, Sa, 4. 11. 06, 5.55 Uhr und 14.50 Uhr<br />
WEITERE PROGRAMMHIGHLIGHTS<br />
Film Sender Genre Termin<br />
Im Feuer Premiere HD Film Actiondrama Mo, 16. 10., 22.00 Uhr<br />
Sky Captain Premiere HD Film Actionfilm Di, 17. 10., 12.30 Uhr, Mi, 25. 10., 23.05 Uhr<br />
Die Promoterin Premiere HD Film Sport Mi, 18. 10., 0.45 Uhr, Fr, 3. 11., 8.20 Uhr<br />
White Noise Premiere HD Film Trickfilm Do, 19. 10., 9.10 Uhr, So, 29. 10., 18.35 Uhr<br />
Team America Premiere HD Film Actionfilm Do, 19. 10., 16.40 Uhr, Fr, 10. 11., 15.45 Uhr<br />
Batman Begins Premiere HD Film Science-Fiction Do, 19. 10., 12.15 Uhr und 21.55 Uhr<br />
Darf ich bitten? Premiere HD Film Tanzfilm Sa, 21. 10., 16.45 Uhr, So, 1. 11., 11.30 Uhr und 22.15 Uhr<br />
Freaky Friday ProSieben HD Komödie So, 22. 10., 20.15 Uhr<br />
Das Schwiegermonster Premiere HD Film Komödie Mo, 23. 10., 9.25 Uhr und 21.45 Uhr, So, 5. 11., 18.35 Uhr<br />
Shrek 2 Premiere HD Film Animation Mo, 23. 10., 6.20 Uhr und 18.40 Uhr<br />
Resident Evil: Apokalypse Premiere HD Film Horror Do, 26. 10., 0.50 Uhr, Di, 31. 10., 17.00 Uhr<br />
Amityville Horror Premiere HD Film Horror Fr, 27. 10., 22.05 Uhr, Sa, 28. 10., 12.00 Uhr<br />
Alien vs. Predator Premiere HD Film Science Fiction Fr, 27.10., 10.25 und 23.35, Sa, 4.11., 21.55 Uhr<br />
Peter Pan Sat.1 HD Fantasy Sa, 28. 10., 20.15 Uhr<br />
Die Geistervilla ProSieben HD Komödie So, 29. 10., 20.15 Uhr<br />
Coach Carter Premiere HD Film Sport Mo, 30. 10., 20.15 Uhr, Mi, 8. 11., 22.00 Uhr,<br />
Tiefseetaucher Premiere HD Film Komödie Fr, 1. 11., 20.15 Uhr, Sa, 2. 11., 3.30 Uhr<br />
Inhalte | HD+TV | 6.2006 033
Spielehöhepunkte in <strong>HDTV</strong><br />
Mit der Xbox 360 und der Playstation 3 gibt es erstmals hochauflösendes Bildmaterial auf<br />
Konsolen zu sehen. In den kommenden Wochen zeigen die folgenden Spiele, was die Programmierer<br />
aus den Geräten herausholen können.<br />
VON MARIO HESS<br />
Pro Evolution Soccer 6<br />
Für die Fans von virtuellen Ballkunststücken<br />
beginnt das Fußball-Highlight 2007 in<br />
diesem Monat. Stilecht darf der Zocker den<br />
neuesten Streich von Konami-Stardesigner<br />
Shingo „Seabass“ Takatsuka in Angriff nehmen:<br />
Pro Evolution Soccer 6. Bereits der Vorgänger<br />
überzeugte durch nahezu perfekte<br />
physikalische Eigenschaften und realistischen<br />
Spielspaß. In Sachen Grafik dürften die Besitzer<br />
einer Xbox 360 noch einen Schlag mehr<br />
erwarten. Daneben verspricht der 38-jährige<br />
Japaner echtes Stadiongefühl durch eine<br />
höhere Anzahl an verschiedenen Spielmodi<br />
sowie mehr echte Lizenzen. Wenn nun noch<br />
die nervigen Moderatoren aus Version 5 ersetzt<br />
werden, bleiben keine Wünsche offen.<br />
NHL 07<br />
Im Gegensatz zur realen nordamerikanischen<br />
Eishockeyliga starten die animierten<br />
Kufenflitzer in jedem Jahr pünktlich mit der<br />
Saison. EA Sports hat den Klassiker erneut<br />
komplett überarbeitet. Die Gamer vor den<br />
Bildschirmen dürfen sich auf die verbesserte<br />
Steuerung und den erweiterten Managermodus<br />
einstellen. Als Sahnehaube haben die<br />
Macher sämtliche Teams der Deutschen Eishockey<br />
Liga DEL integriert. Eine Anfängergeeignete<br />
Steuerung, Steigerungen bei der<br />
Künstlichen Intelligenz (KI) und ein, wie bei<br />
der vorhergehenden Version, unbezwingbarer<br />
Torwart begleiten uns auf der Xbox 360 –<br />
zumindest bis zum kommenden Jahr.<br />
NBA 2K7<br />
Beim Titelkampf um die Krone als beste Basketballumsetzung<br />
kommt es wieder zum<br />
Aufeinandertreffen der Giganten: NBA 2K7<br />
gegen NBA Live 2007. Im Wettstreit um den<br />
früheren Starttermin darf das Spiel von Take 2<br />
hierzulande als Gewinner gefeiert werden –<br />
wenn auch nur mit einem Vorsprung von<br />
sieben Tagen. Ob das allerdings für den Gesamtsieg<br />
reicht? Die Chancen stehen nicht<br />
schlecht. Slam Dunks, Rebounds oder Fastbreaks:<br />
Selten sah eine Basketballumsetzung<br />
ansprechender aus. Es fliegen die Trikots und<br />
die Kulisse tobt. Den letzten Ritterschlag verleiht<br />
Miami Heat-Star Shaquille O’Neal, der<br />
das Cover ziert. NBA 2K7 ist ein echter Dreipunktetreffer.<br />
Hersteller Konami<br />
Genre<br />
Sport<br />
HD-Konsole Xbox 360<br />
Release-Datum Oktober 2006<br />
Hersteller Electronic Arts<br />
Genre<br />
Sport<br />
HD-Konsole Xbox 360<br />
Release-Datum September 2006<br />
Hersteller Take 2<br />
Genre<br />
Sport<br />
HD-Konsole Xbox 360, Playstation 3*<br />
Release-Datum Oktober 2006<br />
034 www.hdplustv.de
NBA Live 2007<br />
Splinter Cell DOUBLE AGENT<br />
FIFA 07<br />
Electronic Arts setzt zum spektakulären<br />
Sprung auf den Korb an. Mit der jüngsten<br />
Variante kommt der Spieler in den Genuss<br />
von beinahe fotorealistischen Basketball-<br />
Szenen. Die hochauflösende Grafik erlaubt<br />
detailreiche Aufnahmen aller NBA-Stars. Dabei<br />
muss der Fan auch auf kleine Extravaganzen<br />
wie Tätowierungen oder Frisuren nicht<br />
verzichten. Dank verschiedener Schwierigkeitsgrade,<br />
der bekannten Freestyle-Steuerung<br />
und diversen Trainingsmöglichkeiten<br />
sollte der Einstieg im Nu gelingen. Auch hier<br />
gilt: Macht die KI mit, steht dem dauerhaften<br />
Spaß nichts mehr im Weg. Dirk Nowitzki<br />
ist nach einigen Einheiten kein Gegner mehr<br />
für uns – wenn auch nur am Controller.<br />
Sam Fisher ist zurück und sieht besser aus,<br />
als je zuvor. Im vierten Teil der Erfolgsreihe<br />
um den Topspion von US-Autor Tom Clancy<br />
muss unser Agent nun eine Terroristengruppe<br />
infiltrieren, um die Welt zu retten. Am<br />
Spielprinzip hat sich wenig geändert: Gegner<br />
müssen ausgeschaltet, geheime Anlagen<br />
sabotiert werden und wer sich im Schatten<br />
hält, lebt bekanntermaßen länger. Radikale<br />
Shooter-Einlagen bleiben weiterhin die Ausnahme.<br />
Die Sound- und Spracheffekte besaßen<br />
schon beim Vorgänger Spielfilmniveau,<br />
was wohl beibehalten wird. „Double Agent“<br />
wird neben der PC- und der Xbox-360-Version<br />
auch zu den Launch-Titeln von Nintendos<br />
Wii-Konsole gehören.<br />
Mit brandneuer Engine soll der Toptitel das<br />
Beste aus der Microsoft-Konsole herausholen<br />
und die Krone im Duell mit Konami zurückerobern.<br />
Zwei Jahre Entwicklungszeit<br />
stecken in der innovativen Fußballsimulation.<br />
So wurde sowohl an der Steuerung als<br />
auch an der Ballphysik ordentlich gefeilt.<br />
Eine Online-Komponente macht aus dem<br />
Wohnzimmerspaß ein grenzenloses Erlebnis,<br />
womit FIFA 07 endgültig zum echten Sport<br />
wird. Insgesamt beinhaltet der EA-Titel 27<br />
Ligen aus über 20 Nationen, aktuell gültige<br />
Spielpläne sowie einen realistischen Managermodus.<br />
Ob das reicht, erfährt die wartende<br />
Fangemeinde ab Ende Oktober.<br />
Hersteller Electronic Arts<br />
Genre<br />
Sport<br />
HD-Konsole Xbox 360<br />
Release-Datum Oktober 2006<br />
Hersteller Ubi Soft<br />
Genre<br />
Action<br />
HD-Konsole Xbox 360<br />
Release-Datum Oktober 2006<br />
Hersteller Electronic Arts<br />
Genre<br />
Sport<br />
HD-Konsole Xbox 360<br />
Release-Datum Oktober 2006<br />
Gears of War<br />
Call of Duty 3<br />
Need for Speed Carbon<br />
Ist dies der heißerwartete Halo-Killer? Zumindest<br />
die ersten Eindrücke lassen den<br />
Action-Knaller der Saison erwarten. Leider<br />
machen das Entwicklerteam und Microsoft<br />
ein großes Geheimnis aus „Gears of War“.<br />
Eine Demo wird vor dem Releasetermin nicht<br />
veröffentlicht. Wenigstens durften die sehnsuchtsvoll<br />
wartenden Spieler schon einige<br />
Eindrücke erhaschen. Wenn der Ego-Horror-<br />
Shooter nun hält, was er verspricht, gehört<br />
er zu den absoluten Highlights auf der Xbox<br />
360. Die Dolby-Digital-Kulisse donnert, die<br />
Graphik-Engine ist bombastisch und das HD-<br />
Bild ist spielfilmreif. Warten wir ab, was die<br />
Programmierer uns liefern. Sicher ist nur eines:<br />
Das wird nichts für Zartbesaitete.<br />
Schon im Vorfeld stöhnten die PC-Anhänger<br />
auf, als Activision-Chef Bobby Kotick<br />
verkündete, dass der kommende Streich der<br />
Call-of-Duty-Reihe eine reine Konsolenangelegenheit<br />
sein wird. Dafür freuen sich Besitzer<br />
einer aktuellen Spielebox umso mehr.<br />
Als alliierter Soldat stürmen Sie in diesem<br />
Ego-Shooter das Schlachtfeld, wobei die Umgebungsphysik<br />
jetzt praktisch unendliche Interaktionsmöglichkeiten<br />
mit der Umwelt garantiert:<br />
Häuserwände brechen zusammen,<br />
Gegenstände zerschmettern. Wie immer<br />
gibt es anspruchsvolle Missionen, tadellose<br />
Grafik, einen Mehrspielermodus sowie keine<br />
Jugendfreigabe.<br />
Gib Gas, ich will Spaß. Der Adrenalinkick<br />
ist mit dem nächsten Need-for-Speed-Teil<br />
vorprogrammiert. Zum ersten Mal dürfen<br />
sich die Fahrer im Team beweisen, um die<br />
Vorherrschaft auf den Straßen der Stadt zu<br />
erhalten. Driften und tunen gehören selbstverständlich<br />
zum Geschäft. Wer dagegen seinen<br />
Wagen bis auf das kleinste Detail selber<br />
gestalten will, bekommt die Möglichkeit einzelne<br />
Elemente nach Wunsch zu verformen.<br />
Carbon zeigt sich als würdige Weiterentwicklung<br />
der Reihe und wird für stundenlanges<br />
Fahrvergnügen sorgen. Und keine Angst<br />
vor der Polizei. Etwas Nitro und Sie sind über<br />
alle Berge. Auf echten Straßen leider nicht<br />
erlaubt.<br />
Bilder: Konami, Electronic Arts, Take 2, Ubi Soft, Microsoft, Activision<br />
Hersteller Microsoft<br />
Genre<br />
Action<br />
HD-Konsole Xbox 360<br />
Release-Datum November 2006<br />
Hersteller Activision<br />
Genre<br />
Action<br />
HD-Konsole Xbox 360, Playstation 3*<br />
Release-Datum November 2006<br />
Hersteller Electronic Arts<br />
Genre<br />
Rennsspiel<br />
HD-Konsole Xbox 360, Playstation 3*<br />
Release-Datum Oktober 2006<br />
* angekündigt<br />
Inhalte | HD+TV | 6.2006 035
Montage des Augenblicks<br />
Im zweiten Teil unserer Serie über Schnittsoftware nehmen wir Apples Final Cut Express HD<br />
für Sie unter die Lupe. Die Software läuft ausschließlich auf Apple-Rechnern und dürfte damit<br />
für alle „Obstfreunde“ die Alternative zu zahlreichen anderen Programmen sein.<br />
VON MARTIN GÜNTHER<br />
Eine kleine, unscheinbare Schachtel mit mächtigem Inhalt.<br />
Drei vollwertige Programme, die den Videoschnitt von A<br />
bis Z komplett abdecken<br />
Gerade, wenn die Tage wieder kürzer<br />
werden und die Temperaturen<br />
sinken, ist die Zeit gekommen, um<br />
all die selbst gedrehten Sommervideos zu<br />
schneiden. Zweifelsfrei ist der Videoschnitt<br />
oder die Filmmontage eine Kunst und gleichzeitig<br />
eine Philosophie. Wie soll dies dem<br />
Hobbyfilmer nahe gebracht werden? Apples<br />
Final Cut Express HD bietet dazu alles in einer<br />
Box. Gleich drei vollwertige Programme,<br />
inklusive umfassendes Zusatzmaterial auf<br />
DVD oder CD, werden geliefert.<br />
Die Installation<br />
Die Installation der Software geht Appletypisch<br />
sehr einfach von der Hand und ist<br />
ohne ein längeres Studium der Bedienungsanleitung<br />
möglich. Satte 14 Gigabyte an Daten<br />
müssen auf die Festplatte kopiert werden.<br />
Dafür bekommt der ambitionierte Videofan<br />
ein komplettes Paket an Arbeitsutensilien.<br />
Zum einen die eigentliche Schnittsoftware<br />
Final Cut Express sowie die Audiosoftware<br />
Soundtrack Express, mit der sich Audiomaterial<br />
in vielen Arten bearbeiten und selbst<br />
erstellen lässt und zum anderen Live Type.<br />
Damit lassen sich animierte Titel in vielen<br />
Varianten anfertigen. Somit sind alle notwendigen<br />
Werkzeuge vorhanden, um sofort<br />
loslegen zu können. Weiterhin finden wir in<br />
der Verpackung noch ein DVD-Tutorial und<br />
ein kurzes Einleitungsheft über die wichtigsten<br />
Funktionen. Rund eine halbe Stunde<br />
dauert die Installation auf einem herkömm-<br />
036 www.hdplustv.de
lichen G4-Rechner. Da die Software in Universal Binary<br />
vorliegt, kann sie alternativ auch auf den neuen Intel-basierten<br />
Macs benutzt werden. Die Systemvoraussetzungen<br />
verlangen einen ein Gigahertz schnellen Prozessor und<br />
mindestens einen Gigabyte RAM für die HDV-Funktionen.<br />
Nach der Installation sind alle Pakete, Programme<br />
und die Musik installiert. Das beigelegte Tutorial stellt<br />
ein sehr sinnvolles Hilfsmittel dar. Leider ist dieses nur in<br />
Englisch vorhanden. Nichtsdestotrotz werden die Funktionen,<br />
gerade dem Einsteiger, spielend nahe gebracht,<br />
so dass er nach relativ kurzer Zeit mit allen Funktionen<br />
vertraut ist.<br />
Bild: Photocase.com<br />
Das Benutzer-Interface<br />
Dank der sehr übersichtlichen Menü- und Fensterstruktur<br />
findet sich der Videoliebhaber sehr gut zurecht. Auf<br />
Grund der umfangreichen Funktionen empfiehlt es sich<br />
dennoch, das Tutorial einmal komplett anzuschauen,<br />
auch wenn die Versuchung sehr groß ist, gleich die Software<br />
ausprobieren zu wollen. Man wird sehen, viele Dinge<br />
gehen dann wesentlich flüssiger und sicherer von der<br />
Hand.<br />
Um das Material auf die Festplatte zu spielen, verbindet<br />
man ganz einfach die Mini-DV- oder HDV-Kamera via<br />
Firewire mit dem Mac. Auch von anderen Quellen kann<br />
Bildmaterial importiert werden.<br />
Die Kamera wird vom Rechner automatisch erkannt und<br />
Einspieloptionen werden in Dialogform geboten. Sind<br />
die Clips eingelesen, gestaltet sich der eigentliche Videoschnitt<br />
sehr übersichtlich. Besonders Freunde des „Drag<br />
& Drop“ kommen voll auf ihre Kosten. Die verschiedenen<br />
Fenster, wie z. B. <strong>Vorschau</strong> und Hauptfenster sowie<br />
die „Timeline“ und das Clipfenster agieren interaktiv<br />
miteinander. Ein bereits beschnittener Clip kann einfach<br />
mit der Maus an die entsprechende Stelle gezogen werden.<br />
Das Programm bietet dabei noch eine Vielzahl an<br />
Ein- bzw. Überblendeffekten oder Positionierungsvarianten<br />
an.<br />
Mit den so genannten Keyframes können außerdem<br />
Marker erstellt werden, die dann mit bestimmten Effekten<br />
belegt werden können und sich zudem noch komplett<br />
automatisieren lassen. Viele nützliche Effekte stehen<br />
dem Nutzer hierbei zur Verfügung. Vom Schwarz-Weiß-<br />
Look bis hin zu Slow-Motion-Effekten kann nahezu alles<br />
realisiert werden. Der Kreativität sind fast keine Grenzen<br />
gesetzt. Innerhalb von nur einer Stunde kann man sich in<br />
die grundlegenden Funktionen einfuchsen sodass bereits<br />
erste akzeptable Ergebnisse erzielbar sind. Generell sind<br />
in der Software bis zu 99 Video- und Audiospuren möglich.<br />
Mehr wird der Normalnutzer selten benötigen.<br />
Final Cut Express ist klar aufgebaut und sehr übersichtlich strukturiert. Links oben werden alle Dateien<br />
und Verzeichnisse in frei skalierbarer Größe angezeigt, in der oberen Mitte befindet sich das <strong>Vorschau</strong>fenster<br />
und links oben der „Main-Viewer“, wo die in der Time-Line (unten) geschnittenen Sequenzen<br />
angezeigt werden<br />
Live Type – der Titelgenerator<br />
Das Final Cut Express-Paket umfasst neben dem eigentlichen<br />
Schnittprogramm auch den mächtigen Titelgenerator<br />
namens Live Type. Dieser ermöglicht es in wenigen<br />
Schritten komplexe Titelgestaltungen mit schicken Effekten<br />
vorzunehmen. Mit einer Vielzahl an Schriften, bewegten<br />
Hintergründen, Ein-, Aus- und Überblendfunktionen<br />
ausgestattet, lässt sich im Handumdrehen aus einem Urlaubsvideo<br />
ein spritziger und unterhaltsamer Clip kreieren.<br />
Alle Vorlagen sind in HD-fähiger Auflösung fertig<br />
für den Einsatz im Final-Cut-Projekt. Sie werden separat<br />
abgespeichert und können, wie auch die Videoclips,<br />
per „Drag & Drop“ einfach in das vorhandene Projekt<br />
eingearbeitet werden. Falls es Änderungen geben sollte,<br />
kann man direkt und mit nur einem Mausklick aus dem<br />
Projekt die Titelsequenz verändern; sehr einfach, da der<br />
Workflow nicht unterbrochen werden muss. Die Oberfläche<br />
fügt sich gut in das Gesamtprojekt ein und lässt die<br />
meisten Funktionen intuitiv anwählen.<br />
Neben den zahlreichen Bearbeitungsmöglichkeiten und<br />
Titelvarianten lässt auch die Vielzahl an Hintergründen<br />
und Möglichkeiten den Titel zu gestalten, kaum Wünsche<br />
offen – eine sehr sinnvolle Erweiterung zur Komplettierung<br />
der Möglichkeiten innerhalb der Schnittsoftware.<br />
Soundtrack – Musik zum Film<br />
Was wäre ein Film ohne entsprechende Musik dazu?<br />
Wahrscheinlich gar nichts. Doch bevor man irgendeine<br />
langweilige Musik lieblos dazu abspielen lässt, kann man<br />
sich selbst als Komponist versuchen. Eines sei vorweggenommen:<br />
Soundtrack, die mitgelieferte Audio-Software,<br />
macht einfach nur Spaß. Neben einer guten Einbindung<br />
in das Software-Trio bietet der Musik-Sequenzer alle<br />
Möglichkeiten, die man an ein semiprofessionelles Audioprogramm<br />
stellen kann. Tausende von Samples in<br />
verschiedenen Variationen stehen bereit und ohne langes<br />
Einlesen kann man sofort beginnen. Per „Drag & Drop“<br />
können die Audio-Samples in das Projektfenster gezogen<br />
Inhalte | HD+TV | 6.2006 037
für die nötige Feinheit und Dynamik noch<br />
eine Bassgitarre und ein paar Streicher –<br />
fertig ist die Filmmusik.<br />
Mit wenig Aufwand kommt der Hobby-<br />
Komponist schnell zu einem tollen Ergebnis.<br />
Nicht allein deshalb hat sich die Software<br />
in kurzer Zeit zum Redaktionsliebling entpuppt.<br />
Augenringe und Schlafmangel waren<br />
die Folge des nächtlichen Komponierens.<br />
Nicht nur zu einem Film, sondern auch völlig<br />
allein können Stücke erarbeitet werden.<br />
Zu guter Letzt können die immerhin 32 Audiospuren<br />
einzeln mit hochwertigen Plug-<br />
Ins bestückt werden. Eine Vielzahl stammt<br />
aus dem Top-Produkt Apple Logic.<br />
Der mächtige Titelgenerator gliedert sich perfekt in die Produktlinie ein und bietet neben vielen Schriften auch<br />
bewegte Hintergründe und ausgefeilte Effekte. Links oben befindet sich die <strong>Vorschau</strong>, daneben die beiden Reiter<br />
für den eigentlichen Text, die Hintergründe und Effekte. Unten, wie im Schnittprogramm, befindet sich die Time-<br />
Line. Alle Hintergründe, Texte und Überblendeffekte können so visualisiert werden<br />
Der Spaßmacher schlechthin. Das ultimative Musik-, Kreativ-, Produktions- und Soundtrackwerkzeug. Hier ist der<br />
Name Programm: Soundtrack Express. Ein vollwertiges Musikprogramm, welches dem Film den letzten Schliff<br />
verleiht. Einfach das geschnittene Video laden und in der Bibliothek zwischen tausenden Samples die richtigen<br />
per „Drag & Drop“ einfügen und nach belieben kombinieren und musizieren<br />
werden. Das Video bekommt eine separate<br />
Spur, so dass daran synchron gearbeitet<br />
werden kann. Ein passendes Musikstück ist<br />
schnell zusammengeschoben, denn die einzelnen<br />
Tracks passen sich automatisch dem<br />
vorher festgelegten Tempo an und lassen<br />
sich in der Länge passend zum Rest einfach<br />
mit der Maus ziehen. Besonders behilflich<br />
ist der „Sample-Browser“. Mit ihm kann<br />
man systematisch die Bibliothek nach passenden<br />
Sequenzen durchstöbern. Ein bisschen<br />
Beat hier und ein paar Gitarren da,<br />
Von A bis Z<br />
Nach dem Vertonen des frisch geschnittenen<br />
Werkes spielt man das komplette Projekt<br />
einfach in HD-Qualität aus, ganz gleich,<br />
ob es vorher in HD geschnitten wurde oder<br />
nicht. Hierbei stehen folgende Varianten zur<br />
Verfügung: das Ausspielen auf eine Videokamera,<br />
der Export als Quick-Time-Datei oder<br />
die Konvertierung in ein anderes Videoformat.<br />
Somit steht jedem die hochauflösende<br />
Welt zur Verfügung, denn selbst auf einem<br />
iPod können die fertigen Filme betrachtet<br />
werden.<br />
Nach einiger Eingewöhnungszeit und dank<br />
des guten Tutorials ist der Einsteiger in der<br />
Lage, einen kompletten Film zu schneiden.<br />
Vom ersten Titel mit rauschenden Orchesterklängen<br />
und bewegendem Vorspann bis<br />
hin zum krachenden Ende mit allerlei Spezialeffekten<br />
und dem Hollywood-Abspann<br />
sind alle Möglichkeiten denkbar. Das kann<br />
schnell süchtig machen, wie unsere Redakteure<br />
selbst erfahren mussten.<br />
Apples Konzept geht also auf: Eine komplexe<br />
Schnittsoftware mit dem nötigen Feingefühl<br />
für die technisch Unversierten; ein Paket,<br />
bei dem man so schnell nichts vermissen<br />
wird. Die Kosten von rund 300 Euro sind<br />
sehr gut angelegt, vorausgesetzt die nötige<br />
Rechenleistung ist vorhanden. Ein kräftiger<br />
Prozessor, wie etwa der Intel Core Duo mit<br />
2 Gigahertz, und ausreichend Arbeitsspeicher,<br />
hier dürfen es schon ein oder besser<br />
gleich zwei Gigabyte sein, werden benötigt.<br />
Dann macht das Arbeiten erst richtig Spaß.<br />
Den Besitzern von älteren Rechnern raten<br />
wir von einer Video-bearbeitung, speziell<br />
von HD-Material, mit Final Cut Express allerdings<br />
ab. Ein rundes Paket, mit dem man<br />
es zwar nicht ins Kino schaffen wird, jedoch<br />
seinem Bekanntenkreis so manch neidischen<br />
Blick entlocken kann. Schließlich lässt es sich<br />
dann ganz locker auf die Frage: „Hast du das<br />
alles selbst gemacht?“, mit einem stolzen:<br />
„Ja!“ antworten.<br />
In der nächsten Ausgabe der HD+TV lesen<br />
Sie alles über Adobe Premiere Pro.<br />
038 www.hdplustv.de
Die Welt entdecken<br />
Auch wenn die großen Entdeckungsfahrten längst Geschichte sind, gibt es auf unserem<br />
Planeten noch genügend Neues zu entdecken. Dies ist seit nunmehr zehn Jahren die<br />
Botschaft der deutschen Sender von Discovery, die uns die Welt mit ihren Dokumentationen<br />
näher bringen – seit Oktober 2005 auch in HD.<br />
VON THOMAS MEYER<br />
Zwar sind die großen Expeditionen eines<br />
da Gamas, Livingstones oder von<br />
Humboldts schon lange vorbei, doch<br />
lässt uns die Neugier auf ferne Länder mit ihren<br />
Menschen, Tieren und Pflanzen einfach<br />
nicht los. Insofern war es alles andere als eine<br />
Schnapsidee, als der US-Amerikaner John<br />
Hendricks 1985 Discovery Channel gründete.<br />
Die Nachfrage nach hochwertigen Geschichts-<br />
und Naturdokumentationen, selbst<br />
wenn man für sie extra bezahlen müsste, war<br />
vorhanden – und schon drei Jahre nach der<br />
Gründung verzeichnete der Pay-TV-Sender<br />
32 Millionen Abonnenten.<br />
Angespornt von diesem beachtlichen Erfolg<br />
wurde das Discovery-Format über die Jahre<br />
weiterentwickelt und exportiert. Zurzeit existieren<br />
weltweit 17 Sender. Discovery Communications,<br />
dessen Ableger die Bereiche<br />
Natur, Tierwelt, Gesundheit, Wissenschaft<br />
sowie Technik, Geschichte, Abenteuer und<br />
Reisen abbilden, ist in 170 Ländern tätig und<br />
erreicht weltweit 1,4 Milliarden Abonnenten.<br />
1996 expandierten die US-Amerikaner nach<br />
Deutschland und brachten Discovery Channel<br />
drei Jahre später auf der Plattform des<br />
Pay-TV-Anbieters Premiere unter. Im April<br />
2004 ging Animal Planet auf Sendung. Seit<br />
März 2005 kann man bei Premiere auch den<br />
Kanal Discovery Geschichte abonnieren, so<br />
dass die Zahl der Premiere-Kunden mit einem<br />
Abo-Paket inklusive Discovery-Sendern<br />
mittlerweile bei über zwei Millionen liegt.<br />
Form und Inhalt<br />
Bei Fachhändlern wird der Sender Discovery<br />
HD, der im Oktober 2005 als einer von drei<br />
hochauflösenden Premiere-Kanälen startete,<br />
zu Verkaufszwecken gern eingeschaltet, denn<br />
hochauflösende Aufnahmen von Eisbären,<br />
Wracks in der Tiefsee oder tropischen Regenwäldern<br />
bringen die Vorzüge eines <strong>HDTV</strong>tauglichen<br />
Flachbildfernsehers erst richtig<br />
zur Geltung. Die Bilder sind so detailgetreu,<br />
dass man den Eindruck gewinnt, selbst gerade<br />
in fernen Gefilden unterwegs zu sein – ein<br />
besseres Verkaufsargument für „HD ready“-<br />
Fernseher gibt es wohl nicht.<br />
Discovery achtet jedoch nicht nur auf die<br />
technische Qualität der HD-Aufnahmen.<br />
Mindestens genauso wichtig ist die Qualität<br />
der Inhalte. Discovery bietet zu 100 Prozent<br />
„Non-Fiction-Unterhaltung“, d. h. alle Produktionen<br />
basieren auf sorgfältig recherchierten<br />
Ereignissen und Forschungsergebnissen.<br />
Dort, wo die moderne Wissenschaft<br />
bislang nur sehr wenige Erkenntnisse gewinnen<br />
konnte, wie z. B. bei der Entstehung und<br />
Beschaffenheit des Weltalls, werden hingegen<br />
die plausibelsten Theorien dargestellt.<br />
Entertainment für Männer<br />
Bemerkenswert ist, dass fast 100 Prozent<br />
der auf Discovery HD ausgestrahlten Dokumentationen<br />
von den Amerikanern selbst<br />
produziert wurden. Da das hochauflösende<br />
Fernsehformat in den USA schon länger in<br />
Gebrauch ist, stammen viele Produktionen<br />
von den Schwestersendern aus Übersee. Ähnlich<br />
wie bei Discovery Geschichte, wo man<br />
vor allem bei Dokumentationen zur Zeitgeschichte<br />
mit Spiegel TV zusammenarbeitet,<br />
soll der Anteil deutscher bzw. europäischer<br />
Produktionen jedoch langfristig steigen.<br />
Mit Spiegel TV und der Development Company<br />
for Television Program (DCTP) schloss<br />
Discovery Communications im März dieses<br />
Jahres einen weiteren lukrativen Deal ab. Die<br />
US-Amerikaner übernahmen von den beiden<br />
Unternehmen 98 Prozent der Anteile an<br />
dem deutschen Free-TV-Sender XXP, der seit<br />
dem 1. September unter dem neuen Namen<br />
DMAX sendet.<br />
Mit dem neuen Namen ging auch eine Neuausrichtung<br />
des Senders einher. DMAX bezeichnet<br />
sich als „Factual-Entertainment-<br />
Kanal für Männer“ und sendet für diese<br />
Zielgruppe vornehmlich Dokumentationen,<br />
Talkshows, Human-Interest-Beiträge und<br />
Reality-Shows, die aus deutscher und internationaler<br />
Produktion stammen. Was sich<br />
auf den ersten Blick so gar nicht nach Discovery<br />
anhört, macht nach Ansicht von Patrick<br />
Hörl, Geschäftsführer Discovery Networks<br />
Deutschland, unter den hierzulande<br />
herrschenden Marktgegebenheiten durchaus<br />
Sinn. „Gerade im Free-TV können wir durch<br />
DMAX neue Zuschauer erreichen und haben<br />
die Möglichkeit, unser Werbegeschäft auszuweiten“,<br />
so Hörl gegenüber HD+TV. „Insbesondere<br />
in einem Markt wie Deutschland, in<br />
dem Pay-TV-Kanäle nur neun Prozent der<br />
Haushalte erreichen, ist das wichtig.“<br />
Die technischen Voraussetzungen für einen<br />
Erfolg sind jedenfalls gegeben, denn der Sender<br />
ist via Kabel und DVB-T für rund 70 Prozent<br />
der Haushalte zu empfangen und wird<br />
darüber hinaus auch via Satellit ausgestrahlt.<br />
Und auch die ersten Zahlen stimmen: Während<br />
in der ersten Woche nach dem Start nur<br />
0,2 Prozent der 14- bis 49-jährigen männlichen<br />
TV-Zuschauer bei DMAX eingeschaltet<br />
hatten, waren es in der Woche danach schon<br />
1,2 Prozent.<br />
Inhalte | HD+TV | 6.2006 039
„Erfolg ist ein lausiger<br />
Lehrer. Er verführt schlaue<br />
Menschen zu denken,<br />
dass sie nicht verlieren<br />
können.“<br />
Bill Gates<br />
040 www.hdplustv.de
Die Welt verstehen<br />
Reifer ist er geworden, der Microsoft Co-Gründer Bill Gates. Der im Oktober 51 Jahre alt<br />
gewordene Gates dankt ab und entlässt sein Lebenswerk in eine ungewisse Zukunft. Bis 2008<br />
werde er sich um eine reibungslose Übergabe bemühen, doch die Zeichen für eine rosige<br />
Zukunft stehen schlecht, denn der riesige Dampfer Microsoft gerät ein ums andere Mal ins<br />
Fahrwasser von Kartellbehörden und Konkurrenten.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Es gibt kaum ein Unternehmen, dass unser tägliches<br />
Leben mehr geprägt hat als die Redmonder Softwareschmiede<br />
Microsoft. Der Name steht heute<br />
nicht nur für das Betriebssystem Windows, sondern auch<br />
für Computer und das Internet. Doch die goldenen Zeiten<br />
scheinen vorüber, denn mit Apple und Google wächst<br />
große Konkurrenz heran.<br />
Andere Zeiten<br />
Die Monopolstellung des Konzerns geht in das Jahr 1995<br />
zurück. Mit Windows 95 festigte Microsoft seine Alleinstellung<br />
im PC-Bereich und lieferte sogar kostenlos ein<br />
Programm für den Internetzugang: den Internet-Explorer.<br />
Obwohl für die Kunden keinerlei Nachteile durch<br />
die kostenlose Dreingabe entstanden, wertete das Justizministerium<br />
der USA den Vorstoß als unrechtmäßig und<br />
bezichtigte Microsoft 1997 der Ausnutzung ihrer monopolistischen<br />
Stellung. Zwei Jahre lang hätte Microsoft Anbieter<br />
von Computern indirekt gezwungen, neben dem<br />
Betriebssystem auch ausschließlich den Internet Explorer<br />
anzubieten.<br />
Tatsächlich integrierte Microsoft den Internet Explorer<br />
nicht ohne Hintergedanken ins eigene Betriebssystem<br />
Windows, denn der Hauptkonkurrent Netscape war 1995<br />
der unangefochtene Marktführer. Infolge der Einspeisung<br />
in Windows und zahlreicher Verbesserungen gelang<br />
es Microsoft jedoch, 1998 am Erzfeind vorbei zu ziehen<br />
und 1999 diese Vormacht zu festigen.<br />
Netscape Chef Marc Andreesen musste hingegen den<br />
Konkurs seiner Firma bekannt geben. Somit hatte Microsoft<br />
in nur vier Jahren den Wettlauf um die Benutzerführung<br />
des Internets gewonnen, denn 1995 war der Internet<br />
Explorer bestenfalls ein Versuch. Ein halbes Jahrzehnt<br />
später konnte sich Microsoft nicht nur mit dem Marktführer<br />
Netscape messen, sondern ihn in Qualität weit<br />
überflügeln. Fast 85 Prozent der Menschen weltweit nutzten<br />
im scheidenden Jahrtausend den Internet Explorer.<br />
An diesem Beispiel erkennt man die Zielstrebigkeit des<br />
Konzerns, der nicht als erster einen Markt besetzt, sondern<br />
durch sinnvolle Verbesserungen bereits bestehende<br />
Produktlinien erweitert. Doch wo Microsoft seinen Platz<br />
einfordert, scheint kein Platz für die unmittelbare Konkurrenz.<br />
Bill Gates verteidigt die Microsoft-Strategie vehement.<br />
So habe das Unternehmen am Beispiel von Netscape keinesfalls<br />
den Mitbewerber mit unlauteren Mitteln vom<br />
Markt verdrängt, sondern durch die Verbesserung des<br />
eigenen Produktes, den Internet Explorer, die technologische<br />
Marktführerschaft letztendlich gewonnen. Kritiker<br />
werfen dem Unternehmen bis heute jedoch die Geheimhaltung<br />
wichtiger Windows-Strukturen vor, sodass einzig<br />
Microsoft den vollen Einblick in das Betriebssystem habe<br />
und mit seinen Produkten die beste Leistung erzielen<br />
könne. Bill Gates bezeichnet solche Vorwürfe jedoch als<br />
ungerechtfertigt, schließlich habe Microsoft jederzeit Gespräche<br />
mit seinen Partnern, wie auch Marc Andreesen<br />
geführt, in denen die Unterstützung durch Windows zugesichert<br />
wurde. Den Vorschlag der Kommission, Netscape<br />
vollständig in Windows zu integrieren, sei dagegen<br />
absurd. Schließlich sei man in wirtschaftlicher Sicht ein<br />
Konkurrent und Windows ist und bleibt ein Microsoft-<br />
Produkt. Zudem gibt es neben Netscape noch weitere<br />
Mitbewerber, die ebenfalls integriert werden müssten.<br />
Die Integration des Internet Explorers in Windows ist<br />
dagegen die logische Konsequenz, schließlich erwarte der<br />
Käufer eines Betriebssystems, dass dieses vom Start weg<br />
Internet fähig sei.<br />
Die Bürde des Marktführers<br />
Microsoft besitzt das meistverkaufteste Betriebssystem<br />
der Welt, doch diese Auszeichnung wurde Bill Gates ein<br />
ums andere Mal zum Verhängnis. Immer wieder versucht<br />
Der reichste Mann der Welt<br />
Bill Gates, geboren als<br />
William Bill Henry Gates am<br />
28. Oktober 1955 in Seattle,<br />
ist das zweite von drei<br />
Kindern der für damalige<br />
Verhältnisse bereits wohlhabenden<br />
Gates-Familie.<br />
Gates gilt in Mathematik und<br />
Wirtschaft als hochbegabt.<br />
Mit seinem ehemaligen Schulfreund<br />
Paul Allen gründete<br />
der spätere Vorsitzende 1975<br />
Microsoft (Foto: Gründungsmitglieder<br />
1978). In den 80er<br />
Jahren erschien MS-DOS,<br />
zunächst noch für IBM<br />
entwickelt. Das Betriebssystem<br />
legte den Grundstein für<br />
Microsofts spätere Monopolstellung.<br />
Der finanzielle<br />
Erfolg stellte sich jedoch erst<br />
1990 ein, als Windows 3.0 das<br />
Licht der Welt erblickte.<br />
Heute besitzt Gates ein<br />
Vermögen von 42 Milliarden<br />
Euro und ist damit bereits<br />
zum zwölften Mal der<br />
reichste Bewohner unseres<br />
Erdballs.<br />
Inhalte | HD+TV | 6.2006 041
Der Schlüssel zum Erfolg: Mit über einjähriger Verspätung<br />
soll das neue Windows Vista im Januar auf<br />
den Markt kommen. Vista wird der Ausgangspunkt<br />
für Microsofts Musik- und Spieleplattform, sowie der<br />
neuen Suchmaschine „live“<br />
Microsoft nach dem Beispiel des Internet Explorers<br />
eigene Zusatzprogramme kostenlos in<br />
die Software zu integrieren. Damit läuft das<br />
Unternehmen jederzeit Gefahr, von den Kartellbehörden<br />
abgemahnt zu werden, schließlich<br />
würden Produkte von Fremdherstellern<br />
benachteiligt. Vereinfacht ausgedrückt hieße<br />
dies: Wenn Volkswagen die breite Mehrheit<br />
der Automobile weltweit herstellt, müssten<br />
sie BMW und Mercedes erlauben, Motoren<br />
dafür herzustellen und diese ebenfalls einbauen.<br />
Neben dem Internet Explorer war es somit<br />
vorhersehbar, dass der Media Player, welcher<br />
Videos und Musik in Windows abspielt,<br />
ebenfalls in die Ungnade der Kartellbehörden<br />
fiel. Die EU-Kommission entschied, dass<br />
Microsoft wegen “Missbrauchs seines Quasi-Monopols<br />
gegen die EG-Wettbewerbsregeln“<br />
verstoßen habe und verhängte das<br />
Rekordbußgeld von 497 Millionen Euro. Das<br />
Geld floss 2004 direkt in die Kasse des EU-<br />
Haushaltes, so dass Länder wie Deutschland<br />
vom Microsoft-Obolus profitierten.<br />
Schüsse vor den Bug<br />
Mit dem Erfolg des portablen MP3-Players<br />
iPod hatte Microsoft nicht gerechnet und<br />
dass sogar das Internet-Musikportal Nummer<br />
eins in Apples Hände fallen würde, hätten<br />
sich die Microsoft-Mannen wohl in ihren<br />
schlimmsten Träumen nicht ausgemalt. Dabei<br />
wirkte alles so friedlich, als Apple-Chef<br />
Steve Jobs 1997 den Schulterschluss mit<br />
Microsoft bekannt gab und diese das Unternehmen<br />
mit 150 Millionen Dollar vor dem<br />
Ruin retteten. Apple, seines Zeichens abgeschlagener<br />
Außenseiter und Konkurrent auf<br />
dem Computermarkt in den 80er und 90er<br />
Jahren, sorgte mit dem iPod hingegen für<br />
eine neue Zeiterscheinung. Vielleicht war es<br />
jener Augenblick, in dem Jobs seine Visionen<br />
von einem modernen Apple samt MP3-Playern<br />
und Design-Computern voraussah und<br />
Microsoft den hoffnungslos Unterlegenen<br />
unterschätzte. Immerhin beendete Apple<br />
den Streit um die angeblich abgekupferten<br />
Elemente durch Windows, und Microsoft<br />
lieferte dem Konkurrenten Netscape den<br />
wichtigen Todesstoß. Zudem war der MAC<br />
für Microsoft bis dahin eine profitable Einnahmequelle<br />
- doch die Wiederbelebung des<br />
Unternehmens kommt Microsoft nun teuer<br />
zu stehen.<br />
Mit fast drei viertel der Marktanteile bei Playern<br />
und dem Musikportal iTunes ist Apple<br />
der Monopolist des MP3-Musikmarktes und<br />
wird nun seinerseits Ziel für Mitbewerber.<br />
So bekundete Real Networks Interesse, seine<br />
Dateien auf dem iPod abspielen zu können<br />
und Rio Audio will auf seinen Playern die<br />
iTunes-Stücke wiedergeben. Doch Firmengründer<br />
Steve Jobs sieht keine Notwendigkeit<br />
in der Unterstützung. Mit den Worten:<br />
„Der iPod funktioniert bereits mit dem weltweit<br />
führenden Musikdienst, und der iTunes<br />
Music Store funktioniert mit dem weltweit<br />
führenden digitalen Musik-Player,” erhielten<br />
die Interessenten eine klare Abfuhr. Da<br />
die Konkurrenz weit abgeschlagen sei, sehe<br />
Apple keinen Grund mit ihnen zusammenzuarbeiten<br />
und mit gut 75 Prozent Marktanteil<br />
ist diese Einstellung durchaus berechtigt.<br />
So wurde Microsoft plötzlich vom Gejagten<br />
zum Jäger und trat der Arbeitsgruppe der<br />
Consumer Electronics Association (CEA)<br />
bei, deren Anliegen eine standardisierte<br />
Schnittstelle für tragbare Medienabspielgeräte<br />
ist. Da der iPod eigene Schnittstellen<br />
besitzt, die einzig Apple am Markt etabliert,<br />
sieht Microsoft seine Marktdominanz mit<br />
Windows und seinem Media Player in Gefahr.<br />
Mit einer universellen Schnittstelle ließe<br />
sich dieser Makel beheben, doch Apple weigert<br />
sich bislang der Arbeitsgruppe beizutreten.<br />
Stattdessen werden Zubehörteile speziell<br />
für den iPod angeboten, woraus bereits ein<br />
eigener Markt entsteht. So ist der iPod mehr<br />
als ein Musik-Player, er symbolisiert Apples<br />
Weg aus dem Computer- und in den Unterhaltungsmarkt,<br />
mit eigener Technik, Schnittstelle<br />
und Software.<br />
Ein Unglück kommt selten ...<br />
Microsofts größter Fehler im Kampf um<br />
Marktanteile war die Ignorierung des zweiten<br />
Trends: die Internetsuchmaschine. Das<br />
1998 noch unbekannte Google stieg innerhalb<br />
von wenigen Jahren zum größten Microsoft-Konkurrenten<br />
auf, auch wenn die<br />
Suchmaschine bislang kein Betriebssystem<br />
ersetzen kann. Der Weg dorthin ist aber keine<br />
Utopie. So besitzt Google eines der größten<br />
Rechnernetzwerke der Welt und wäre durchaus<br />
imstande, eine kostenlose Plattform für<br />
Office, Mail und Shopping anzubieten. Das<br />
kostenlose Betriebssystem Linux könnte<br />
hierbei das Bindeglied zwischen dem Haus-<br />
Bilder: Microsoft, Sony, Apple, Archiv<br />
042 www.hdplustv.de
„Von deinen unzufriedensten Kunden kannst du am meisten lernen.“<br />
Bill Gates<br />
computer und einer entsprechenden Plattform<br />
darstellen. Microsoft kann diesem<br />
Treiben bislang nur tatenlos zusehen, denn<br />
die neue Suchmaschine „live“ ist bislang nur<br />
Zierde. Wann Microsoft eine ebenbürtige<br />
Suchmaschine anbieten kann, steht damit<br />
noch in den Sternen und Bill Gates selbst<br />
spricht von einer Entscheidung in frühestens<br />
fünf Jahren. Inzwischen weiß niemand so<br />
gut über die Gepflogenheiten der Nutzer Bescheid<br />
wie Google: Wer sucht was, wer kauft<br />
was, Google kennt die Interessen seiner Nutzer<br />
und ist so für alle Werbekunden eine gelungene<br />
Plattform, um Produkte zielgerichtet<br />
zu vermarkten. So verwundert der schnelle<br />
Aufstieg innerhalb von sieben Jahren kaum:<br />
Die Suchmaschine und ihre Gründer überholten<br />
Coca Cola und IBM im Marktwert<br />
und nehmen nun Microsoft ins Visier. Der<br />
Schulterschluss mit Microsoft-Erzfeind Sun<br />
Microsystems stellt einen weiteren Meilenstein<br />
des Google-Aufstiegs dar. Durch neue<br />
Softwarepakete wie E-Mail, Google Talk, Internet-Telefonie<br />
und eigener Office-Software,<br />
wildert Google hemmungslos in den Gefilden<br />
von Microsoft und versetzt dem Riesen<br />
kleine Nadelstiche, die in ihrer Vielzahl klaffende<br />
Wunden hinterlassen können, von denen<br />
sich selbst Microsoft nur schwer erholt.<br />
Dem nicht genug verlor Microsoft den Chefentwickler<br />
Dr. Kai-Fu Lee an Google, der für<br />
die Entwicklung und Einführung verschiedener<br />
Suchtechnologien verantwortlich war.<br />
Alles andere als ein Wettstreit zwischen Monopolisten<br />
sind die Zensuren des Internets in<br />
China. Neben Amnesty International klagten<br />
weitere Menschenrechtsvertretungen über<br />
den wirtschaftlichen Missbrauch von Cisco,<br />
Google, Microsoft, Nortel, Sun und Yahoo.<br />
So hätten sich die Firmen aus geschäftlichen<br />
Beziehungen dem Druck der chinesischen<br />
Behörden gebeugt und regierungskritische<br />
Einträge gesperrt oder die Verfasser kritischer<br />
Texte veröffentlicht. Die betroffenen Firmen<br />
wiesen jedoch jede Schuld von sich und verwiesen<br />
auf die im Lande geltenden Gesetze,<br />
denen Folge geleistet werden müsse.<br />
Visionär Gates<br />
Im höheren Alter geht der Firmengründer<br />
nur noch selten auf direkten Konfrontationskurs<br />
und gibt sich in der Öffentlichkeit<br />
höchst diplomatisch und vorausschauend.<br />
So gingen laut Gates die bisherigen<br />
Im Spielemarkt greift Microsoft<br />
mit der Xbox360 den Platzhirsch<br />
Sony an. Durch die geringe Stückzahl<br />
der Playstation 3 (hinten)<br />
hat der Bill Gates Konzern gute<br />
Karten für ein erfolgreiches<br />
Weihnachtsgeschäft<br />
Bestrebungen im Internet dahin, dass möglichst<br />
viele Informationen für ein weites<br />
Themenfeld abrufbar sind. Der nächste<br />
Schritt muss nun in der Vereinfachung des<br />
Findens dieser Nachrichten bestehen, denn<br />
die Suche nach Informationen ist zeit- und<br />
kostenaufwändig. Der Informationsüberfluss<br />
ist eines der größten Probleme unserer<br />
Zeit. Täglich erreichen einen Angestellten<br />
zehnmal mehr E-Mails als noch vor rund<br />
zehn Jahren. Das Wichtige vom Unwichtigen<br />
zu trennen, ist dabei der Hauptschwerpunkt<br />
aller Anstrengungen.<br />
Die Software der Zukunft sollte deshalb<br />
intelligent handeln, sodass sie einen Mitarbeiter<br />
beim Erfüllen einer zeitbeschränkten<br />
Aufgabe vor allen unnötigen Anrufen und<br />
E-Mails bewahrt und so sicher stellt, dass Sie<br />
oder Er sich einzig auf die Aufgabe konzentrieren<br />
kann.<br />
Weiterhin müssen die bereits bestehenden<br />
Informationen für alle leicht ersichtlich und<br />
verständlich aufbereitet werden, damit nicht<br />
jeder Nachkomme das Rad neu erfinden<br />
muss, sondern auf dem aufbauen kann, was<br />
bereits geschaffen wurde.<br />
So steht die Information, wie man einen<br />
Computer bedient oder ins Internet gelangt,<br />
in jeder Beschreibung. Doch obwohl die<br />
meisten von uns diese Informationen nachlesen<br />
können, verstehen es nicht alle. Das<br />
Wissen, wie man einen Computer bedient,<br />
braucht also mehr als eine einfache Auffindung<br />
des Handbuchs.<br />
Die Frage der Erreichbarkeit spielt eine<br />
ebenso große Rolle. Eine Studie besagt, dass<br />
Sie mit rund 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit<br />
einen Arbeitskollegen nicht telefonisch<br />
erreichen, sondern lediglich den Anrufbeantworter.<br />
Eine weitere Studie errechnete,<br />
dass ein Viertel der Mitarbeiter rund drei<br />
Tage im Jahr damit zubringt, andere zu erreichen.<br />
Wenn der Glücksfall eintritt, jemanden<br />
sofort am Telefon zu haben, so ist dies noch<br />
lange keine Garantie, dass dieser Zeit für ein<br />
Gespräch hat.<br />
Mehrere Telefonnummern, Passwörter, Zugänge<br />
und E-Mail-Adressen sorgen weiterhin<br />
für unvermeidliches Chaos, denn neben den<br />
Arbeitsadressen besitzen viele noch private.<br />
In Zukunft wird es eine universelle Anlaufstelle<br />
geben und Sie können mit einfachen<br />
Inhalte | HD+TV | 6.2006 043
Noch ist nicht viel vom Google-Konkurrenten zu<br />
sehen. Auf www.live.com soll laut Gates in fünf Jahren<br />
die beste Suchmaschine der Welt zu finden sein<br />
Der neue Media-Player Zune (vorn) soll den Apple iPod (hinten) in die Schranken weisen. Eine drahtlose Übertragung<br />
von Bildern, Musik und Videos hat der Microsoft-Player dem großen Vorbild bereits voraus<br />
Windows<br />
1985 Windows 1.0<br />
1987 Windows 2.0<br />
1990 Windows 3.0<br />
1993 Windows NT 3.1<br />
1995 Windows 95<br />
1996 Windows NT 4.0<br />
1998 Windows 98<br />
2000 Windows ME<br />
Windows 2000 (NT 5.0)<br />
2001 Windows XP (NT 5.1)<br />
2004 Windows Media Center<br />
Edition 2004<br />
2007 Windows Vista (NT 6.0)<br />
Handgriffen alle Arbeitsabläufe schneller strukturieren.<br />
Die Informationen befinden sich nicht mehr länger auf<br />
der Festplatte, sondern sind übergangslos im Internet<br />
vertreten. Sie werden nicht mehr zwischen der Oberfläche<br />
ihres Computers und dem Internet unterscheiden<br />
können.<br />
Noch sind Computer trotz aller Beliebtheit weniger zugänglich<br />
als Fernseher, Handys oder Autos. Dennoch<br />
werden sie diesen Rückstand aufholen, durch grafisch<br />
simple Benutzerführungen und immer kleiner werdende<br />
Elektronik, die den Platz für andere Ideen schafft.<br />
Viele von Gates Ideen sind sogar bereits Realität, nur<br />
wurden sie nicht von Microsoft, sondern vorrangig durch<br />
Konkurrenten wie Apple und Google verwirklicht.<br />
Langer Atem<br />
Mit dem neuen MP3-Player Zune, welcher zusammen<br />
mit Toshiba entwickelt wurde, und der Internetsuchmaschine<br />
„live“ versucht Microsoft, verlorenen Boden<br />
wieder gutzumachen. Die Xbox, welche den Internetgedanken<br />
in die Videospielwelt transferierte, markiert den<br />
Beginn von Microsofts Streben aus dem Softwaremarkt<br />
auszubrechen und eigene Produkte zu entwickeln. Die<br />
HD-DVD im Heimkinobereich ist Microsofts Eintrittskarte<br />
in das Wohnzimmer. Bislang scheiterten alle Versuche<br />
mit Windows und dem PC. Das neue Format setzt<br />
vorrangig auf den eigenen Bildstandard VC-1 und könnte<br />
Microsofts Wunsch nach der öffentlichen Verbreitung<br />
wahr werden lassen, wenn sich die HD-DVD tatsächlich<br />
durchsetzt. Auf dem Heimkinomarkt stehen die Mehrzahl<br />
der Konkurrenten jedoch hinter der Blu-ray, Apples<br />
iPod dominiert den mobilen Musikmarkt, Google ist die<br />
Suchmaschine schlechthin und die Xbox hat es schwer<br />
gegen die Playstation zu bestehen. Somit kämpft Bill<br />
Gates gegen die Welt, aber sollte sein Schachzug dennoch<br />
gelingen, steht Microsoft allein auf weiter Flur und würde<br />
das Internet, den Computer, die Kinder- und Wohnzimmer<br />
sowie die Musikszene dominieren – eine Vorstellung,<br />
die selbst dem Firmengründer einen kalten Schauer über<br />
den Rücken laufen lassen dürfte.<br />
Für eine bessere Welt<br />
Der Reichtum Bill Gates kommt auch den Benachteiligten<br />
der so genannten Dritten Welt zu Gute. Nachdem Warren<br />
Buffet, der zweitreichste Mann der Welt, der Bill & Melinda<br />
Gates Stiftung den Großteil seines Vermögens gespendet<br />
hat, ist die Einrichtung die einflussreichste der<br />
Welt. Die Bill & Melinda Gates Stiftung orientiert sich an<br />
jenen Idealen, die auch Microsoft auszeichnen: Anstatt,<br />
dass andere die Arbeit ungenügend ausüben, vollende sie<br />
am besten selbst.<br />
Kritiker fürchten nun, dass Gates nicht nur mit Microsoft<br />
den Software-Markt dominiert, sondern auch auf dem<br />
Bereich der Bildung, Gesundheit und Entwicklungshilfe<br />
eine Art Monopol anstreben könnte. Die Gelder aus der<br />
Stiftung übersteigen bereits die Mittel für Hilfsprojekte<br />
aus anderen Quellen wie den internationalen Organisationen.<br />
Mit der Macht der Milliarden könnte die Stiftung<br />
auch in gesellschaftliche Strukturen eingreifen und so den<br />
Werdegang ganzer Entwicklungsländer beeinflussen. Das<br />
schließt die Förderung von Schulen, Universitäten und<br />
Bibliotheken oder deren Ausstattung mit Computern ein.<br />
Geld wird auch für Katastrophenhilfe und die Forschung<br />
für genetisch veränderte Lebensmittel ausgegeben. Gates<br />
und die Stiftung halten ebenfalls Aktien an Pharma-Konzernen<br />
inne und arbeiten mit anderen Geldgebern wie<br />
der Hearst Corp., der General Electric Capital Corp sowie<br />
mit Banken zusammen.<br />
So bleiben selbst die humanitären Zwecke nicht frei von<br />
spekulativen Gedanken und Bill Gates steht auch außerhalb<br />
seines selbst errichteten Lebenswerkes Microsoft in<br />
der Schusslinie der Kritiker.<br />
Ob man Microsoft hasst oder liebt, ist eine Frage der persönlichen<br />
Einstellung. Was würden wir tun, um unsere<br />
Ideen durchzusetzen? Wie weit würden wir gehen, damit<br />
wir innerhalb der Marktwirtschaft die besten Produkte<br />
abliefern und weltweit etwas bewegen könnten? Am Ende<br />
dieser Fragen steht meist das Schlagwort Fortschritt und<br />
damit Bill Gates selbst. Eines ist jedoch gewiss: Wer Microsoft<br />
verstehen lernt, der versteht den Lauf der Welt.<br />
044 www.hdplustv.de
Ausgabe verpasst?<br />
Glück gehabt! Jetzt unseren Nachbestellservice nutzen!<br />
Ausgabe 2.2006<br />
Ausgabe 3.2006<br />
Ich bestelle die angekreuzten<br />
Hefte der HD+TV und lege je<br />
Exemplar sechs Euro in bar oder<br />
in Form von Briefmarken bei.<br />
Ihre Daten:<br />
Name<br />
Vorname<br />
Straße, Hausnummer<br />
Fit für den Empfang: Alles wissenswerte<br />
zur Installation einer <strong>HDTV</strong>fähigen<br />
Sat-Anlage!<br />
Erlebniskino, neue Tonformate und<br />
Sonys Cell-Chip – blicken Sie mit uns<br />
hinter die Kulissen der Zukunft.<br />
PLZ, Ort<br />
Ausgabe 4.2006<br />
Ausgabe 5.2006<br />
Datum, Unterschrift<br />
Die DVD-Nachfolger HD-DVD und<br />
Blue-ray: Was bieten die neuen<br />
Scheiben neben besseren Bildern?<br />
Welche Technologie bietet das beste<br />
Bild? Wir geben die Antworten.<br />
Spezial: So treiben Sie Plasmas das<br />
Einbrennen aus.<br />
Einfach Coupon ausschneiden, in Druckschrift ausfüllen und per Post einsenden.<br />
Bitte gewünschte Ausgabe(n) ankreuzen:<br />
2005<br />
1.2005<br />
2006<br />
1.2006<br />
2.2006<br />
3.2006<br />
4.2006<br />
5.2006<br />
Bitte einsenden an:<br />
Auerbach Verlag<br />
und Infodienste GmbH<br />
– Leserservice –<br />
Lauchstädter Straße 20<br />
04229 Leipzig
046 www.hdplustv.de<br />
Zur heimischen Filmpremiere finden sich neben Michael Döpp und<br />
seiner Frau Monika auch immer plüschige Kinobesucher ein
Bärlinale in Potsdam<br />
Was macht ein kleiner Junge, der sein ganzes Taschengeld regelmäßig<br />
jeden Sonntag im Kino um die Ecke ausgibt, wenn er mal<br />
groß ist und ein eigenes Haus besitzt? Ganz klar – er baut sich sein<br />
eigenes Kino. Michael Döpp aus Groß Glienicke bei Potsdam hat<br />
diesen Traum wahr gemacht und sich im Keller seines schmucken<br />
Reihenhauses mitten im Havelland sein eigenes filmisches Kleinod<br />
geschaffen.<br />
VON THOMAS BUTZMANN<br />
Wie im richtigen Kino, der Projektor strahlt aus einem Nebenraum<br />
Doch die Kindheitserlebnisse waren nicht der alleinige<br />
Auslöser. Eine Überschwemmung der<br />
Kelleranlagen aufgrund eines Unwetters vor<br />
mehreren Jahren und der darauf folgenden nötigen Wiederherstellung<br />
des Gewölbes ließen Michael Döpp den<br />
Entschluss fassen, doch sein eigenes kleines Heimkino in<br />
den tristen Kellerraum zu integrieren. Aber es sollte keine<br />
Planung auf dem Reißbrett sein, sondern mehr eine<br />
kontinuierliche Vervollständigung. Zwei Jahre nahm sich<br />
der Hausherr als Ziel, dann sollte das Werk beendet sein,<br />
jedoch ohne Hektik und zu strenger zeitlicher Vorgabe.<br />
Materialien waren vorerst genug vorhanden – die Kellerrenovierung<br />
nach dem Hochwasser ließ<br />
genügend Reste zurück. Ansonsten wurde<br />
verwendet, was gerade vorhanden war.<br />
Auch Materialien und Zubehör aus<br />
Zeitungsannoncen wurden nicht verschmäht.<br />
Die Kinositze wurden bei<br />
einem Gebrauchthändler besorgt und<br />
in eigener Arbeit aufbereitet. Denn<br />
darauf kann Michael Döpp besonders<br />
stolz sein: Fast das gesamte Heimkino<br />
wurde in Eigenarbeit errichtet und kostete,<br />
die technischen Geräte mal ausgenommen,<br />
nur rund 500 Euro – ein Musterbeispiel, wie man<br />
aus wenig viel machen kann. Nur der geraffte Vorhang<br />
vor der Leinwand wurde professionell angefertigt und<br />
vor Ort angepasst. Die sonstige Einrichtung stammt aus<br />
der Kreativität und Schaffenskraft des Hauseigentümers<br />
und seiner Frau – so z. B. auch das aufklappbare Regal für<br />
Player und Reveiver, ein Popcorntisch aus Holzresten und<br />
eine Kinologe, die auf Gasbetonsteinen gebaut ist. Dabei<br />
wirkt der gesamte Raum ganz und gar nicht „zusammen<br />
gezimmert“. Ganz im Gegenteil: Eine wohlige Kinoatmosphäre<br />
durchströmt den Besucher, wenn er den perfekt<br />
gedämmten und gemütlich eingerichteten Raum betritt,<br />
der in keiner Weise „selbst gemacht“ erscheint, sondern<br />
einen überaus professionell errichteten Eindruck macht.<br />
Besonders raffiniert wurde der Beamer untergebracht. Da<br />
der Raum nicht unbedingt kinogemäße Abmessungen<br />
besaß, wurde kurzerhand die der Leinwand gegenüberliegende<br />
Wand kurz über Kopfhöhe durchbrochen. In die<br />
Öffnung kam eine kippbare Scheibe, dahinter der DLP-<br />
Beamer. Somit verschwand der Projektor „Kino-like“<br />
hinter Glas und war zugleich elegant versteckt – sicher der<br />
optisch cleverste Clou des Raumes. Doch auch die Leinwand<br />
kann sich sehen lassen. Knapp 2,4 Meter breit kann<br />
sie hinter einem Vorhang versteckt werden, der im zugezogenen<br />
Zustand von vier Strahlern von unten beleuchtet<br />
wird. Dies vermittelt eine wahrlich realistische Vorfreude<br />
auf den Film, wirkt das Ganze doch wie eine Kleinausführung<br />
aus einem der alten großen Schaupaläste.<br />
Ein aufklappbares Regal beherbergt Player und Receiver<br />
Inhalte | HD+TV | 6.2006 047
Das Heimkino der Familie Döpp als Schema dargestellt<br />
Gemütliche und perfekte Kinoatmosphäre bietet das Heimkino im heimischen Keller<br />
Der Zugang zum Heimkino bedarf ebenfalls einer besonderen<br />
Erwähnung. Kein schnöder und liebloser Kellergang<br />
erwartet den Besucher beim Hinunterschreiten<br />
der Treppe. Im Gegenteil, dem Gast fallen sofort die gerahmten<br />
Filmposter links und rechts an den Wänden des<br />
farblich dem Kinothema angepassten Ganges auf. Auch<br />
die Frau des Hauses steht wacker hinter ihrem Mann und<br />
unterstützt ihn so gut es geht. So wechselte an speziellen<br />
Feiertagen schon mal der eine oder andere Einrichtungsgegenstand<br />
den Besitzer und sei es „nur“ eine DVD mit<br />
dem neuesten Blockbuster. Sogar die technische Gerätschaft<br />
wurde gemeinsam ausgesucht und gekauft.<br />
So dauerte es nur rund ein Jahr statt der geplanten zwei,<br />
bis der Filmsaal bereit für die erste Aufführung war und<br />
mit einem Jodie-Foster-Film eröffnet wurde. Fertig war<br />
das Ganze aber noch längst nicht. So konnte Michael<br />
Döpp über die Jahre eine stattliche kleine Sammlung an<br />
Filmdevotionalien in seine Sammlung aufnehmen, wie<br />
etwa die komplette Alien-Reihe, dekorativ aufbewahrt in<br />
einem beeindruckend wirkenden Kopf der fiesen Außerirdischen.<br />
Auf kleinste Details wurde ebenfalls akribisch<br />
Wert gelegt. So findet sich über der Ausgangstür ein kleines<br />
Notausgangsschild – wie im richtigen Kino. Besonderes<br />
Liebhabertum zeigt sich im Vorhandensein eines originalen<br />
Kinogongs auf Kassette, welcher zu besonderen<br />
Anlässen auch lautstark erklingt.<br />
Trotz der vollständigen Ausrüstung mit Receiver, DVD-<br />
Player, DLP-Projektor und einer Surroundanlage sieht<br />
Michael Döpp jedoch noch lange kein Ende bei der Ausgestaltung<br />
seines Kleinods. Neue Geräte soll es irgendwann<br />
einmal geben – natürlich HD-tauglich und technisch auf<br />
dem neuesten Stand. Die Dekoration des Raumes ist sowieso<br />
ständig im Wachsen begriffen. Ob vom Flohmarkt<br />
und als Geschenk von Freunden und Bekannten – mehr<br />
und mehr filmbezogene Gegenstände zieren das Kino auf<br />
das Liebevollste.<br />
Selbst an die Stunden ist gedacht, in denen Familie Döpp<br />
einmal nicht den neuesten Blockbuster verfolgt. Dann<br />
sind die bequemen Stühle besetzt von Plüschbären der<br />
verschiedensten Größen und Ausführungen – eine echte<br />
Bärlinale eben.<br />
Die Leinwand mit Vorhang und Beleuchtung versehen, versprüht<br />
professionellen Charme<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Michael Döpp<br />
048 www.hdplustv.de
WISSEN<br />
Christian Trozinski<br />
CvD HD+TV<br />
Liebes Sony,<br />
ich begleite deinen Werdegang seit dem Erfolg deiner Röhrenfernseher.<br />
Immer schon war ich von deinem Trinitron-Fernseher<br />
begeistert und was ist schon ein Mini-iPod gegen einen handfesten<br />
Walkman? Die Playstation 2 schloss ich ebenfalls ins Herz, obwohl<br />
ich zunächst die Sega-Flagge in meinem Zimmer gehisst hatte.<br />
Doch liebes Sony, ich mache mir Sorgen. Nachdem du jahrelang<br />
den neuesten Trends nicht ganz folgen konntest, scheinst du nun<br />
Wiedergutmachung leisten zu wollen. So sind deine LCD-Fernseher<br />
vielleicht nicht kreativ, aber immerhin gut. Auch deine Digitalkameras<br />
und Notebooks gefallen mir, ja, ich hab sogar selbst welche.<br />
Mit der Playstation 3 kommen nun vor allem die Japaner an einen<br />
günstigen Blu-ray-Player und Spiele zocken kann man damit ja<br />
auch vorzüglich. Nur was ist mit mir? Die 50 Euro Anzahlung habe<br />
ich wieder, doch eine PS 3 bleibt mir verwehrt. Könntest du nicht<br />
ein Auge zudrücken und Europa ebenfalls einen spielereichen Winter<br />
bescheren? Gerade in der tristen Weihnachtszeit könnten neue<br />
Filme und Spiele meine Freude wecken. Ich bezahl auch mehr als<br />
die, denen du die PS 3 zum Dumpingpreis verkaufen musst.<br />
Passend zur neuen Konsole steht übrigens der günstige Projektor<br />
VPL-VW50 im Fokus meines Interesses. Falls das mit der Playstation<br />
3 dieses Jahr nicht klappen sollte, möchte ich den Projektor<br />
in der kommenden Ausgabe unseren Lesern vorstellen. Drum<br />
erbarme dich und schenke uns ein wenig Fröhlichkeit in der Weihnachtszeit.<br />
Ich warte und schaue in der Zwischenzeit nach Japan,<br />
wo die Sonne tatsächlich früher aufzugehen scheint.<br />
Dein Christian<br />
Sony find ich gut!<br />
Wissen | HD+TV | 6.2006 049
Eine Frage der Röhre<br />
Seit dem Aufkommen von LCD und Plasma scheint das Schicksal der Röhre besiegelt. Auf der<br />
IFA waren die „Dicken“ jedenfalls nur als historische Ausstellungsstücke zu sehen. Die HD-<br />
Röhrenfernseher von Samsung und Philips zeigen jedoch, dass das von Karl-Ferdinand Braun<br />
entwickelte System noch lange nicht zum alten Eisen gehört.<br />
VON THOMAS MEYER<br />
Der Auftritt von Samsung bei der Internationalen<br />
Funkausstellung war<br />
mehr als imposant. Die komplette<br />
Halle 20 hatten die Koreaner angemietet,<br />
um vor allem LCD- und Plasmafernseher<br />
mit gigantischen Bilddiagonalen jenseits der<br />
100 Zoll zu präsentieren. Auch zwei Hallen<br />
weiter bei Philips bekam der geneigte Besucher<br />
mitunter den Eindruck, von den Riesen<br />
erschlagen zu werden. Das Unwohlsein wurde<br />
beim Nachfragen der Preise noch einmal<br />
ein wenig gesteigert – für mehrere Tausend<br />
Euro dürften sich die meisten eher einen gebrauchten<br />
Kleinwagen kaufen. Kein Wunder<br />
also, dass der Samsung WS-32Z409 und der<br />
Philips 32PW9551 vom HD+TV-Team in<br />
Berlin nicht gesichtet wurden. Die beiden<br />
HD-tauglichen Röhrenfernseher können<br />
erstens vom ästhetischen Gesichtspunkt her<br />
einfach nichts gegen einen 102-Zoll-Plasma<br />
ausrichten, hätten dafür aber so manchem<br />
Anzeige<br />
050 www.hdplustv.de
Bilder: Auerbach Verlag, Philips, Photocase.com, Samsung<br />
konzerneigenen Flachbildfernseher beim Preis die Schau<br />
gestohlen. Schließlich kosten der Philips mit 799,99 Euro<br />
und der Samsung mit 899 Euro (unverbindliche Preisempfehlung)<br />
noch nicht mal die Hälfte dessen, was man<br />
für einen gleichgroßen LCD-Fernseher auf den Tisch<br />
blättern muss. Wer sich zudem ein wenig in den einschlägigen<br />
Online-Shops umschaut, kann das eine oder andere<br />
Schnäppchen ergattern. Dort ist der Samsung schon<br />
für rund 600 Euro zu haben, während der Philips bereits<br />
für zirka 500 Euro feilgeboten wird. Grund genug also für<br />
HD+TV, sich die beiden, für hochauflösendes Fernsehen<br />
geeigneten, Röhrenfernseher näher anzusehen.<br />
Röhre in Klavierlack<br />
Vor allem der Samsung hat keinen Grund, sich beim Design<br />
vor der flachen Konkurrenz zu verstecken – schließlich<br />
ist er mit 415 Millimetern Bautiefe etwa dreimal so<br />
dick wie ein handelsüblicher LCD, aber rund 30 Prozent<br />
weniger tief als ein klassischer Röhrenfernseher. Dieses<br />
von Samsung „Slimfit“ getaufte Prinzip verleiht dem<br />
WS-32Z409 nicht nur beim simplen Aufstellen auf einem<br />
Fernsehertisch eine ansehnliche Erscheinung, sondern ist<br />
auch praktisch bei Einbauwänden, deren Einbautiefen<br />
meist nicht über einem halben Meter liegen. In seinem<br />
16 : 9-Bildformat und edel anmutenden Klavierlack-Finish<br />
lässt der Samsung zudem von vorn betrachtet erst<br />
auf den zweiten Blick vermuten, dass es sich um einen<br />
Röhrenfernseher handelt.<br />
Der WS-32Z409 gefällt nicht nur durch eine ansprechende<br />
äußere Schale, sondern auch durch handfeste innere<br />
Werte. Das Gerät verfügt über eine HDMI-Schnittstelle,<br />
Bild-in-Bild-Funktion und Samsungs Nano-Pigment-<br />
Technologie. Dadurch wird nach Angaben der Koreaner<br />
eine verbesserte Phosphorbeschichtung erreicht, die wiederum<br />
für mehr Helligkeit und Kontrast sowie für eine<br />
optimale Farbwiedergabe sorgt. Der 100-Hertz-Fernseher<br />
soll aber auch klanglich überzeugen. Dafür sind zwei<br />
Lautsprecher, Turbo-Sound und SRS Wow Sound an<br />
Bord.<br />
Silberkasten mit inneren Werten<br />
Der Philips 32PW9551 verfügt wie der Samsung über<br />
eine HDMI-Schnittstelle und kann neben der normalen<br />
PAL- auch die beiden HD-Auflösungen 720p und 1 080i<br />
darstellen. Trotzdem etikettieren die Niederländer im Gegensatz<br />
zu den Koreanern den silberfarbenen 16 : 9-Kasten<br />
der „Cineos“-Reihe nicht mit dem<br />
„HD ready“-, sondern einem speziellen<br />
„HD prepared“-Logo.<br />
„Bei einer Bildröhre gibt<br />
Der Samsung WS-32Z409<br />
passt dank des neuen Slimfit-Prinzips<br />
perfekt in jeden<br />
Wohnzimmerschrank
es keine direkte Zuordnung der einzelnen Zeilen auf dem Bildschirm“,<br />
so Jens-Christoph Bidlingmaier, Senior Business Manager bei Philips<br />
Consumer Electronics, gegenüber HD+TV. „Daher kann die Angabe<br />
,HD ready’ aus unserer Sicht bei einem Röhrengerät nicht erfolgen.“<br />
Dabei hat der 32PW9551 neben HDMI, Komponenten-Eingang und<br />
100-Hertz-Bildfrequenz gleich zwei ausgeklügelte Bildverbesserungstechnologien<br />
zu bieten. Der „Pixel Plus“-Prozessor erhöht die Anzahl<br />
der Zeilen sowie der Pixel pro Zeile und macht das Bild so schärfer,<br />
detailgetreuer und tiefer. Der „Active Control Plus“-Lichtsensor misst<br />
die eingehenden analogen Signale und gleicht die Bildeinstellungen<br />
dementsprechend an. Zudem wird die Helligkeit des TV-Bildes dem<br />
Umgebungslicht angepasst. Beim Klang der HD-Röhre wird laut Philips<br />
dank „Virtual Dolby Surround“ das „Gefühl von Dolby Pro Logic“<br />
erzeugt, ohne zusätzliche Rear-Lautsprecher zu benötigen.<br />
Vor- und Nachteile<br />
Die Röhrenfernseher spielen gegenüber der teureren Flachbildkonkurrenz<br />
ihre traditionellen Stärken in einigen Bereichen aus. Vor allem<br />
begeistern die „Dicken“ durch natürliche Kontraste und lebendige<br />
Farben, wodurch das Bild tiefer wirkt als bei LCD-Fernsehern.<br />
Auch Nachzieheffekte, bei durch das Bild huschenden Fußbällen, die<br />
so manchem Flachbildfernseher Schwierigkeiten bereiten, sind für<br />
die Röhre ein Fremdwort. Da für Röhrenfernseher bauartbedingt bei<br />
32 Zoll Bilddiagonale Schluss ist und Plasmas fast ausschließlich in<br />
Größen ab 42 Zoll Bilddiagonale produziert werden, ist eigentlich<br />
nur der LCD der direkte Konkurrent der Röhre. Größter Vorteil der<br />
LCD-Fernseher gegenüber den HD-Röhren ist neben dem geringeren<br />
Stromverbrauch die matte Oberfläche, die für Lichtreflexe weniger<br />
anfällig ist als die Glasscheibe des Röhrenfernsehers. Zudem gibt es<br />
beim LCD anders als bei der Röhre, die jedes Bild Zeile für Zeile neu<br />
aufbauen muss, kein Bildflimmern – das freut auf Dauer die Augen.<br />
Diese können sich auch an einer hervorragenden Konvergenz freuen,<br />
denn im Gegensatz zur Röhre stellt der LCD auch die Ränder des TV-<br />
Bildes ohne Verzerrungen da.<br />
Unverhofftes Comeback<br />
Mit dem Samsung WS-32Z409 und Philips 32PW9551 ist der Röhre<br />
dennoch ein unverhofftes Comeback geglückt. In den meisten Disziplinen<br />
sind die beiden Geräte natürlich den moderneren LCDs unterlegen,<br />
doch dafür sind sie unschlagbar billig. Für HD-Freunde mit<br />
kleinerem Geldbeutel oder als Zweitfernseher dürften sie daher sehr<br />
interessant sein. Es könnte sogar sein, dass die Familie der HD-Röhren<br />
größer wird – zumindest will man das bei Philips nicht ausschließen.<br />
„Wir haben das Ziel, jetzt und auch in Zukunft Röhrenfernseher<br />
anzubieten – solange es dafür einen Markt gibt“, so Bidlingmaier.<br />
„Die Nachfrage nach hochwertigen Röhrengeräten ist jedenfalls vorhanden.“<br />
Fragt sich nur, wie lange noch.<br />
Edles Klavierlack-Design: Der nur 415 Millimeter tiefe<br />
Samsung WS-32Z409 macht auch in Einbauschränken<br />
eine gute Figur<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Samsung<br />
Modell<br />
WS-32Z409<br />
Preis in Euro 899,–<br />
Info<br />
www.samsung.de<br />
Typ<br />
Röhre<br />
Maße (B/H/T) in cm 91 × 75 × 42<br />
Gewicht in kg 53,2<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
Sichtbare Bilddiagonale<br />
in cm<br />
76<br />
Betrieb/Stand-by 160 W/3 W<br />
<strong>HDTV</strong>-fähig<br />
Ja<br />
Silberling mit inneren Werten: Im Philips 32PW9551<br />
arbeiten gleich zwei Bildverbesserungstechnologien<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Philips<br />
Modell<br />
32PW9551<br />
Preis in Euro 799,99<br />
Info<br />
www.philips.de<br />
Typ<br />
Röhre<br />
Maße (B/H/T) in cm 86 × 55 × 53<br />
Gewicht in kg 50<br />
Farben<br />
Silber<br />
Sichtbare Bilddiagonale<br />
in cm<br />
76<br />
Betrieb/Stand-by 115 W/1 W<br />
<strong>HDTV</strong>-fähig<br />
Ja<br />
052 www.hdplustv.de
Aus <strong>HDTV</strong>-PROFI<br />
wird HAI-END<br />
HAI-END GbR<br />
Liebknechtstr. 35<br />
39108 Magdeburg<br />
Tel. (0391) 5 06 76 39<br />
Fax (0391) 5 06 78 85<br />
www.hai-end.com
MPEG entschlüsselt<br />
Das Kompressionsverfahren MPEG können Sie jederzeit im Fernsehen, auf DVD und zukünftig<br />
auch in <strong>HDTV</strong> bei seiner Arbeit bewundern, oder vielmehr auch nicht, denn obwohl bei jedem<br />
Bild eine Komprimierung der Daten stattfindet, sehen unsere Augen nur Bilder – keine Zahlen<br />
oder einen Matrix-ähnlichen Geheimcode. Schauen Sie mit uns hinter die Kulissen einer durch<br />
und durch bewegenden Geschichte der Moving Picture Experts Group.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
054 www.hdplustv.de
Vor über 20 Jahren erblickte eine<br />
Scheibe das Licht der Welt, welche<br />
unseren Globus seitdem im Sturm<br />
eroberte – die CD. Mit gerade einmal 650<br />
Megabyte Speicher mussten Spielfilme auf<br />
mehrere CDs in einzelne Kapitel abgespeichert<br />
oder die Bildqualität drastisch reduziert<br />
werden. Die blockartigen Darstellungen und<br />
winzigen Bildgrößen sind heute bestenfalls<br />
bei Internetübertragungen brauchbar. Nicht<br />
nur der Datenspeicherplatz war verschwindend<br />
gering, auch die Art der Kompression<br />
blieb hinter der heutigen Entwicklung zurück.<br />
Mit MPEG änderte sich dies schlagartig.<br />
Ein internationales Gremium entwickelte<br />
Standards für eine Verschlüsselung von Bewegtbildern<br />
und griff dabei auf bereits etablierte<br />
Strukturen aus Standbildern zurück.<br />
Die bislang erschienenen Formate MPEG-1,<br />
MPEG-2 und MPEG-4 verfolgen dabei alle<br />
das gleiche Ziel: eine hohe Bildqualität bei<br />
möglichst geringer Datenrate.<br />
Der 1993 als Standard eingeführte MPEG-1-<br />
Algorithmus lieferte bereits eine brauchbare<br />
Bildqualität und reichte für die privaten<br />
Urlaubsaufnahmen völlig aus. Heutzutage<br />
ist vom ersten MPEG allerdings nur das Namenskürzel<br />
aktuell, denn die Qualität hinkte<br />
heutigen Standards weit hinterher. Immerhin<br />
kann das MPEG-1-Audio-Layer-III-Format,<br />
besser bekannt als MP3, noch heute<br />
Umsatzerfolge verbuchen und markiert weiterhin<br />
den Standard für komprimierte Tonaufnahmen.<br />
Mit MPEG-2 begann jedoch der wichtige<br />
Schritt Richtung Kinoqualität. Auf der DVD<br />
muss sich der MPEG-2-Datenstrom mit<br />
durchschnittlich sechs Megabit pro Sekunde<br />
(MBit/s) begnügen, weshalb die Bildqualität<br />
hier merklich schlechter als z. B. bei Blu-ray<br />
ausfällt, welches die siebenfache Datenmenge<br />
verkraftet. Der neueste Spross MPEG-4 bietet<br />
die größtmögliche Flexibilität aller MPEG-<br />
Formate. Ob große oder kleine Datenpakete –<br />
MPEG-4 eignet sich für Internetfernsehen<br />
ebenso wie für <strong>HDTV</strong> via Satellit. Wenn Sie<br />
sich nun fragen, weshalb es keine Nummer<br />
drei gibt, so sei Ihnen gesagt, dass die Inhalte<br />
für MPEG-3 bereits in MPEG-2 verwirklicht<br />
werden konnten.<br />
Der Zahn der Zeit<br />
Auf Blu-ray und HD-DVD erleben Sie Filmbilder<br />
gestochen scharf. Wie im linken Bild genießen<br />
Sie die volle Bildqualität des Kinooriginals. Per<br />
MPEG-4-Kodierung verbraucht ein Zwei-Stunden-Film<br />
samt Ton nicht mehr als eine einlagige<br />
HD-DVD mit 15 GB Speicher<br />
Beamtenstaat<br />
Sie kennen bestimmt das folgende Horrorszenario:<br />
In einem Aktenberg voller Rechnungen,<br />
Klauseln und Gesetzen suchen Sie<br />
nach dem einen wichtigen Dokument. Wie<br />
schön wäre es im Büro oder Zuhause, wenn<br />
man die Akten einfach winzig klein machen<br />
könnte und erst bei Gebrauch wieder groß.<br />
Im Fotobereich hat sich die Datenreduzierung<br />
bereits durchgesetzt. Früher haben wir<br />
einen Film in den Fotoapparat eingelegt, ein<br />
Bild geschossen und den belichteten Film<br />
zum Fotoladen gebracht. Heute schießen<br />
wir oft Bilder mit Digitalkameras ohne Film.<br />
Dennoch werden die Bilder später entwickelt<br />
und uns als Ausdrucke überreicht. Wir sehen<br />
demnach die gleichen Bilder wie mit einer<br />
Filmrolle, aber statt dieser stecken heutzutage<br />
kleine Plastikkarten, die Speicherchips, in<br />
den Apparaten – wie ist das möglich?<br />
Die MPEG-2-Kompression bräuchte bei gleicher<br />
Qualität nahezu das doppelte, ohne sichtbare<br />
Vorteile. Für die beliebten DVDs steht nur<br />
ein Speicherplatz von 8,5 GB zur Verfügung,<br />
das Resultat: Das Bild wirkt durch die geringe<br />
Auflösung unscharf, die Farbtreue nimmt ab<br />
Liebling, ich habe die Daten<br />
geschrumpft<br />
Um viele Fotos auf einem Speicherchip zu<br />
bannen, bedarf es einer Datenreduktion. Die<br />
Kompression hierfür nennt sich JPEG. Aus<br />
64 Bildpunkten (8 × 8 Blöcken) berechnet<br />
die Kompression eine Abwandlung der ursprünglichen<br />
Daten. Anstatt also jeden Bildpunkt<br />
mit Farbe und Position zu speichern,<br />
wird ein Muster erstellt. Nach diesem Muster<br />
werden die Daten platzsparend „gepackt“.<br />
Für Videos kommen die bekannten MPEG-<br />
Formate zum Einsatz, die sich dieses Vorgehen<br />
ebenfalls zunutze machen. Mittels der<br />
diskreten Kosinus-Transformation (DCT)<br />
werden die Daten umgewandelt und anschließend<br />
quantisiert.<br />
Eine Filmrolle besitzt fast unendlich viele<br />
Farbinformationen sowie Bildpunkte. Dennoch<br />
sind in einem Bild mehrere Bildpunkte<br />
gleichfarbig. Durch DCT unterscheidet<br />
MPEG wichtige von unwichtigen Bildinhalten.<br />
So werden wie bei JPEG identische Pixel<br />
erkannt und nur einmal abgespeichert. Es<br />
findet demnach keine Reduktion der Daten<br />
statt, sondern nur eine bessere Platzverteilung,<br />
im technischen Sinne eine Komprimierung<br />
von Speicher. Falls die Kompression jedoch<br />
zu hoch gewählt wurde, können Sie die<br />
MPEG-Blöcke auf ihrem Fernseher sehen –<br />
das Blockrauschen.<br />
MPEG kann Daten aber auch reduzieren.<br />
Hierbei werden Informationen unwiederbringlich<br />
gelöscht. Da unsere Fernseher eine<br />
festgelegte Anzahl von Bildpunkten besitzen,<br />
wird hier bereits die größte Datenmenge eingespart,<br />
denn je kleiner die Auflösung, desto<br />
weniger Bildpunkte und geringer die Informationen<br />
– das Bild wird qualitativ schlechter,<br />
aber der Speicherbedarf geringer. Um<br />
bei der Qualität nicht rigoros den Rotstift<br />
ansetzen zu müssen, arbeitet MPEG-4 nach<br />
einem interessanten Grundschema: Nur sich<br />
bewegende Objekte werden berechnet und<br />
allein deren Anfangs- und Endzustand als<br />
Bild abgespeichert.<br />
Dieses Verfahren ist mit einem Theaterstück<br />
vergleichbar. Auch hier ändert sich das Bühnenbild<br />
nicht, sondern nur die Positionen<br />
der Darsteller und die Requisiten. Das erste<br />
Bild des Theaterstückes ist unser Ausgangsbild,<br />
das komplett übertragen wird. Dieses<br />
Bild wird als „Intra-Frame“ (I-Frame) bezeichnet.<br />
Dieser I-Frame ist damit unsere<br />
Bühne, die unverändert erhalten bleibt. Nun<br />
beginnen sich die Akteure vor dem Bühnen-<br />
Wissen | HD+TV | 6.2006 055
ild zu bewegen. Die Kompression ermittelt<br />
den Endpunkt des Schauspielers, den<br />
so genannten „Predictive-Frame“ (P-Frame).<br />
Dieser enthält alle Veränderungen, im<br />
Vergleich zum I-Frame. Im Theaterbeispiel<br />
symbolisiert der P-Frame nicht nur unsere<br />
Darsteller, die sich auf der Bühne bewegen,<br />
sondern schließt auch alle Bereiche ein, die<br />
der Darsteller zuvor verdeckte und die nun<br />
wieder sichtbar sind. Legt man den P-Frame<br />
über den I-Frame, erhält man das vollständige<br />
Bild. Zwischen den einzelnen P-Frames<br />
werden die übrigen Einzelbilder nur noch als<br />
„Bidirectional Frame“ (B-Frame) abgebildet.<br />
Diese enthalten keine eigentlichen Bilddaten,<br />
sondern Bewegungsvektoren, die die Veränderungen<br />
zwischen den P-Frames beschreiben.<br />
Unser sich bewegender Darsteller muss<br />
also nicht ständig neu abgespeichert werden,<br />
sondern es wird einzig seine Richtung bis<br />
zum Endpunkt erfasst. I-, P- und B-Frame<br />
bilden die so genannten Bildgruppen (GoP =<br />
Group of Pictures).<br />
Durch diesen Prozess wird die Datenmenge<br />
massiv gekürzt. Statt 24 Filmbilder pro Sekunde<br />
einzeln komplett abzuspeichern, wird<br />
die Theaterbühne einmalig abgelegt. Die<br />
laufenden Akteure werden in Anfangs- und<br />
Endpunkt kategorisiert und am Ende wird<br />
dieser Ortswechsel als ein Pfad gespeichert.<br />
MPEG-4 verfügt über eine ganze Palette weiterer<br />
Neuerungen. Ursprünglicher Grund<br />
zur Definition dieses neuen Formats war die<br />
Einführung interaktiver Elemente in digitalen<br />
Videoströmen. So lassen sich MPEG-4-<br />
Computeranimationen und vom Hintergrundbild<br />
unabhängige Einblendungen viel<br />
einfacher realisieren. Es können dabei mehrere<br />
Bilder überlagert werden. Ein Moderator<br />
vor einer Wetterkarte ist ebenso möglich,<br />
wie die Einblendung einer weiteren Perspektive<br />
bei einer Sportübertragung. Aber viel<br />
wichtiger als die Multimedia-Funktionen ist<br />
die Einführung eines neuen Kompressionsalgorithmus<br />
für die I- und P-Frames. Mit der<br />
Wavlet-Kompression lassen sich Bilder bis zu<br />
viermal effizienter als mit dem bisher verwendeten<br />
JPEG-Verfahren komprimieren.<br />
Auch viele andere Firmen und Forschungseinrichtungen<br />
haben weltweit entscheidend<br />
zum Erfolg von MPEG-4 beigetragen, etwa<br />
die Fraunhofer Gesellschaft oder das Heinrich-Hertz-Institut.<br />
Mit dem VC-1-Format<br />
hat sich auch der Branchenriese Microsoft<br />
dem MPEG-4 Standard angeschlossen.<br />
Farbverlust<br />
Eine weitere Form der Datenspeicherung betrifft<br />
die Farbcodierung. Ein Videobild ist aus<br />
den Farben Rot, Grün und Blau aufgebaut<br />
(RGB-Signal). Die MPEG-Verschlüsselung<br />
kann allerdings mit dem kaum reduzierten<br />
YUV-Verfahren arbeiten. Das Y-Signal gibt<br />
dabei die Helligkeitsinformationen weiter.<br />
Die U- und V-Signale kümmern sich um die<br />
Einfärbung des Bildes. YUV 4:4:4 beinhaltet<br />
die volle Farbinformation, d. h. jeder Helligkeitspunkt<br />
(Y-Signal) wird komplett eingefärbt<br />
(U- und V-Signal). Bei YUV 4:2:2 erhält<br />
nur jeder zweite horizontale Bildpunkt<br />
die Farbinformationen, die anderen sind<br />
schwarzweiß. Die Elektronik muss nun den<br />
Farbverlust ausgleichen – der Vorgang nennt<br />
sich „Chroma Upsampling“, also Farbabtastung<br />
und Hochrechnung. Mit dem YUV-<br />
Format 4:2:0 wird weiterer Speicherplatz<br />
eingespart, da hier sowohl horizontal als<br />
auch vertikal jeder zweite Bildpunkt schwarzweiß<br />
bleibt. Bereits bei der DVD wird YUV<br />
4:2:0 zur Farbdarstellung genutzt. Unserem<br />
Auge ist es zu verdanken, dass wir fast keinen<br />
Unterschied zwischen einem RGB- und<br />
YUV-Bild sehen, denn empfindlich sind wir<br />
vor allem bei Helligkeitsunterschieden, aber<br />
nicht bei farblichen Differenzierungen. HD-<br />
Quellen wie Blu-ray und HD-DVD bieten<br />
aufgrund ihres großen Speicherplatzes jedoch<br />
genügend Raum für die farbechtere<br />
YUV-4:2:2-Variante. Somit steigt nicht nur<br />
die Schärfe, sondern auch der Farbeindruck.<br />
MPEG-4 ist neben dem Komprimierungscodec<br />
für <strong>HDTV</strong> über Satellit auch der Standard<br />
für Toshibas HD-DVD-Player sowie<br />
So funktioniert MPEG<br />
Das erste Bild zeigt den I-Frame. Hierbei wird das<br />
komplette Bild gespeichert, mit allen Details. Sie<br />
hätten somit ein Foto, wie Sie es von einer Digitalkamera<br />
her kennen. Je mehr I-Frames verwendet<br />
werden, desto höher ist die Bildqualität – aber<br />
auch der Speicherverbrauch<br />
Um vom I-Frame zum P-Frame zu gelangen, müssen<br />
Zwischenbilder, die so gennanten B-Frames<br />
erzeugt werden. Hier wird nicht das komplette<br />
Bild gespeichert, sondern nur die Richtung unseres<br />
Fahrzeugs anhand von Pfaden<br />
Unser Auto hat seine Position verändert. Im Gegensatz<br />
zum ersten Bild wird jedoch nicht das<br />
komplette Bild gespeichert, sondern einzig die<br />
Veränderungen. Der so genannte P-Frame ermittelt<br />
die neue Stelle unseres Autos und den in Bild<br />
1 verdeckten Hintergrund
ein alternatives Verfahren für Blu-ray. Die Datenersparnis gegenüber dem<br />
Kino-Original ist schier gigantisch und die Qualität trotz allem sehr hoch.<br />
Doch auch die beste Komprimierung weist Schwächen auf, denn sie entfernt<br />
letztendlich Daten, die unwiederbringlich verloren sind. Vielleicht<br />
ist Ihnen auf dem Premiere-HD-Sportkanal einmal aufgefallen, dass bei<br />
einer Fußballübertragung das Spielfeld einmal scharf und einmal verwaschen<br />
dargestellt ist. Bewegt sich die Kamera nicht, sondern verharrt in<br />
Ruhe, können Sie jeden Grashalm einzeln zählen. Die MPEG-Kompression<br />
legt hier das Spielfeld als ein nicht bewegtes Foto, als I-Frame ab – nur<br />
die Spieler bewegen sich. Somit bleibt der Rasen scharf, denn er muss nur<br />
einmal berechnet werden. Schwenkt die Kamera jedoch, verwischt der Rasen.<br />
MPEG müsste nun jeden Grashalm und jeden Fan auf der Tribüne<br />
in einem neuen Bild komplett erstellen – hierfür fehlt jedoch Speicher.<br />
Somit werden die Bildinhalte anhand weniger I-Frames geschätzt, was in<br />
einem Verlust an Details mündet. Immerhin kann MPEG in der zweiten<br />
und vierten Version auf eine variable Datenrate zurückgreifen. Besitzt das<br />
Motiv wenig Bildinhalte, so ist die Datenrate gering und wenig Speicher<br />
wird benötigt. Je komplexer das Bild und je größer die Bewegung, desto<br />
mehr Datenrate steht MPEG zur Verfügung, um die Bildqualität nicht<br />
merklich schlechter werden zu lassen. Bei einer Fußballübertragung sind<br />
jedoch solch hochkomplexen Bildinhalte vorhanden, dass auch die beste<br />
Komprimierung ein verschwommenes Bild ausgibt, solange die Kamera<br />
nicht stillsteht.<br />
Somit bleibt festzuhalten, dass uns MPEG sehr hohe Qualitäten auf kleinstem<br />
Raum ins Wohnzimmer bringt. Der Idealfall wird jedoch erst Realität,<br />
wenn die Daten überhaupt nicht mehr komprimiert werden müssen, sondern<br />
verlustfrei übertragen werden. In Anbetracht der rasanten Entwicklung<br />
wird dies in den nächsten 50 Jahren sicherlich der Fall sein, aber bis<br />
dahin genießen wir das <strong>HDTV</strong>-Programm wie es ist in vollen Zügen und<br />
mit MPEG.<br />
Die Farbe macht’s<br />
Um Speicherplatz einzusparen, werden speziell auf DVDs die<br />
Farbinformationen verringert. Nicht Jeder Bildpunkt auf der<br />
DVD ist somit eingefärbt, sondern schlichtweg schwarzweiß.<br />
Natürlich sehen Sie die farblosen Pixel nicht, denn jeder Fernseher<br />
oder Projektor färbt diese ein. Je nachdem, wie intelligent<br />
die Elektronik die Bildpunkte farbig hinterlegt, umso<br />
näher erreicht das Bild das Kino-Original<br />
Um den Datenhunger zu verringern, kann jede zweite Spalte<br />
farblos abgespeichert werden (YUV 4:2:2)<br />
Auf DVD und oft auch bei Satellitenübertragungen werden<br />
MPEG-Dateien im YUV-Format 4:2:0 abgespeichert. Hierbei<br />
ist nur noch jeder vierte Bildpunkt farbig, drei viertel des Bildes<br />
ist schwarzweiß<br />
So sollte es sein: Jeder Pixel des Bildes ist eingefärbt (YUV 4:4:4). Dieser Wunsch<br />
ist leider nur selten Realität, denn der Speicherverbrauch ist immens<br />
Die Elektronik eines Fernsehers oder Projektors färbt den<br />
Großteil der Pixel anhand der wenigen farbigen Bildpunkte<br />
ein. Wählt sie dabei die falsche Methode, so kommt es zum<br />
„Chroma Upsampling Error“<br />
Wissen | HD+TV | 6.2006 057
Doppelte Schicht<br />
Blu-ray kämpft mit Startschwierigkeiten. Einige der Probleme liegen in der extrem anspruchsvollen<br />
Herstellung des DVD-Nachfolgeformats. Aus diesem Grund wirft HD+TV einen Blick auf<br />
den Produktionsprozess.<br />
VON MARIO HESS<br />
Der erste Eindruck war ernüchternd.<br />
Im Vergleich mit dem Konkurrenzprodukt<br />
HD DVD blieb die Bildqualität<br />
der Blu-ray Disc hinter den Erwartungen<br />
zurück. Die Begründung des Qualitätsunterschieds<br />
war schnell gefunden. Bisher wurden<br />
alle in den USA ausgelieferten Blu-ray-Filme<br />
ausschließlich in MPEG-2 kodiert. Damit<br />
sank die Bitrate bei der Übertragung auf ein<br />
deutlich zu niedriges Niveau. Abhilfe könnte<br />
ein Umstieg auf den Codec VC-1 bieten,<br />
der bereits bei der HD DVD im Einsatz ist.<br />
Noch mangelt es jedoch an der notwendigen<br />
kompatiblen Kodiersoftware für die Bluray<br />
Discs. Kurzfristig dürfte somit kaum Besserung<br />
eintreten. Alternativ setzen die Filmstudios<br />
auf die Entwicklung von MPEG-4-<br />
AVC-Encodern, welche die Bitrate weiter optimieren.<br />
Ob der Einsatz des neuen Codecs<br />
allerdings hält, was er verspricht, erfährt der<br />
Kunde frühestens im November. Dann will<br />
Fox mehrere Discs mit diesem Format auf<br />
den Markt bringen. Auf diesen Scheiben soll<br />
zudem das DTS-HD-Tonformat erstmals<br />
Verwendung finden, womit auch beim Klang<br />
ein Aufwärtstrend zu verzeichnen wäre. Als<br />
Sahnehäubchen kündigten die Hersteller die<br />
Verwendung des Interaktivitätsformats BD-J<br />
an. In den aktuellen Veröffentlichungen<br />
wurde kaum mehr als die übliche Standard-<br />
DVD-Menüstruktur geboten.<br />
Kapazitätsprobleme<br />
Das vorrangige Handicap der Blu-ray Disc<br />
liegt aber in einem Mangel an Speicherkapazität<br />
– eine paradoxe Erkenntnis, sollte das<br />
Format doch bis zu 50 Gigabyte an Daten<br />
fassen. Diese Angabe gilt unglücklicherweise<br />
lediglich für die Dual-Layer-Variante, auf der<br />
Informationen in zwei Schichten gesichert<br />
werden. Stattdessen findet die einlagige Version<br />
mit der Hälfte des Fassungsvermögens<br />
Verwendung. Aufgrund des weniger komplexen<br />
Produktionsprozesses kann die HD<br />
DVD dagegen bis zu 30 Gigabyte fassen –<br />
klarer Vorteil für das Konkurrenzformat.<br />
Geht es nach der Blu-ray-Fraktion, soll sich<br />
dieser Zustand schnellstmöglich wieder ändern.<br />
Inzwischen haben zwei Firmen eine Dual-<br />
Layer-Technologie für die Blu-ray Disc<br />
entwickelt: Panasonic und TDK. Während<br />
Panasonic damit die vorbespielten Filmversionen<br />
ausstattet, richtet sich das Interesse<br />
Bilder: Panasonic, TDK<br />
Rotationsbeschichtung<br />
Deckschicht<br />
Bisher führte die Rotationsbeschichtung meist zu einem ungleichmäßigen<br />
Ergebnis. Durch das Drehen der Scheibe wurde die aufgetragene Schicht zum<br />
Rand hin leicht erhöht. Für die Blu-ray-Disc muss allerdings eine völlig einheitliche<br />
Ebene geschaffen werden, da es sonst zu Lesefehlern kommen kann<br />
Aus diesem Grund entwickelte unter anderem TDK das Spin-Coating-<br />
Verfahren weiter. Bei der neuen Methode läuft das Kunstharz wesentlich<br />
gleichmäßiger über die Oberfläche und wird bei der Rotation nicht zum<br />
Rand hin „aufgeschwemmt“<br />
058 www.hdplustv.de
Querschnitte<br />
einlagige Blu-ray Disc<br />
zweilagige Blu-ray Disc<br />
Formgebung<br />
25 GB 50 GB<br />
Schutzschicht<br />
Schutzschicht<br />
Deckschicht<br />
Deckschicht<br />
Halb-durchlässige Schicht<br />
Reflektierende Schicht<br />
Objekt-Linse<br />
NA:0.85<br />
Substrat<br />
Substrat<br />
Transparente Zwischenschicht<br />
Reflektierende Schicht<br />
Mit dem Auge ist der Unterschied zwischen einer 25- und einer 50-<br />
Gigabyte-Blu-ray-Scheibe nicht zu erkennen. Im Aufbau gibt es allerdings<br />
mehrere Unterschiede<br />
Wellenlänge:<br />
405 nm<br />
Struktur einer einlagigen sowie einer zweilagigen Blu-ray Disc<br />
von TDK vorwiegend auf die beschreibbaren<br />
R- (Recordable) und RE-Scheiben (Rewritable).<br />
Ausschlaggebend für die Nutzung<br />
zweier Speicherlagen ist das so genannte<br />
Spin-Coating-Verfahren – die Rotationsbeschichtung.<br />
Ganz neu ist das System nicht.<br />
Auch bei der Herstellung von Microchips in<br />
der Systemtechnik findet diese Lösung vielfach<br />
Anwendung. Spin Coating sorgt für den<br />
Auftrag eines dünnen Films auf ein Substrat.<br />
Im Fall der Blu-ray Disc wird damit eine filigrane<br />
Deckschicht aufgebracht.<br />
Extra dünne Decke<br />
Mit nur 0,1 mm ist der Cover Layer hauchdünn.<br />
Direkt darunter befindet sich die eigentliche<br />
Speicherschicht. Da der blau-violette<br />
Laser des Blu-ray-Formats mit einer<br />
sehr kurzen Wellenlänge arbeitet und die<br />
Datenpunkte extrem dicht nebeneinander<br />
liegen, führt schon die kleinste Unebenheit in<br />
der Oberfläche zu einer Ablenkung. Um dem<br />
entgegenzuwirken, muss die Deckschicht extrem<br />
präzise aufliegen. Mittels Spin Coating<br />
kann das dafür verwendete Kunstharz auf<br />
einer rotierenden Disc aufgetragen werden.<br />
Die Zentrifugalkraft verteilt das flüssige Material<br />
noch bevor es aushärtet. Im Gegensatz<br />
zu der herkömmlichen Technik, die Höhenunterschiede<br />
von bis zu 60 Mikrometer<br />
zwischen dem inneren und äußeren Bereich<br />
verursacht, ermöglicht die von TDK und Panasonic<br />
genutzte Entwicklung eine absolut<br />
gleichmäßige Beschichtung. Das Problem<br />
der Lesefehler soll damit der Vergangenheit<br />
angehören. Am Ende härtet die Schicht unter<br />
Bestrahlung aus und erhält eine Schutzlage<br />
gegen Fingerabdrücke und Kratzer.<br />
Alternativkonzept<br />
Blu-ray-Vorreiter Sony bevorzugt indes ein<br />
alternatives Verfahren. Dabei wird das Aufkleben<br />
der Filmschicht praktiziert. Nach<br />
Berechnungen von Branchenkennern würde<br />
das jedoch Materialkosten von über einem<br />
Dollar pro Stück verursachen – in der<br />
Massenfertigung ein inakzeptables Ergebnis.<br />
Insbesondere der Space-Layer, der den Abstand<br />
zwischen den beiden Speicherschichten<br />
ausfüllt, sorgt für Kopfschmerzen bei den<br />
Entwicklern. Die 25 Mikrometer dicke Ebene<br />
muss für den Laser optisch völlig transparent<br />
sein, was eine besondere Anforderung an die<br />
Verarbeitung stellt. Die Toleranzen sind entsprechend<br />
gering. Nicht immer gelingt dies<br />
ohne Fehler.<br />
Sonderschichten<br />
Mit seinem Engagement hat Panasonic den<br />
Mitstreitern Sony und Philips inzwischen<br />
den Rang als Blu-ray-Vorzeigeunternehmen<br />
abgelaufen. Ende des Jahres will der Konzern<br />
die ersten zweilagig vorbespielten BD-ROMs<br />
ausliefern. Dafür installierten die Techniker<br />
eigens eine Fertigungsanlage in den Hollywood<br />
Laboratory in Los Angeles. Daneben<br />
rüstet der Konzern die Sony-Vaio-Notebooks<br />
mit Blu-ray-Laufwerken aus und wird einen<br />
eigenen Player, den DMP-BP10, auf den<br />
Markt bringen. Dennoch wird es schwierig,<br />
den Vorsprung der HD DVD wieder aufzuholen.<br />
Dafür müssen die beteiligten Firmen<br />
eventuell noch an Geschwindigkeit zulegen.<br />
Ein paar zusätzliche Sonderschichten bleiben<br />
wohl nicht aus.<br />
Vergleich unter dem Mikroskop<br />
Blu-ray<br />
DVD<br />
Unter dem Mikroskop offenbart sich das Geheimnis der Blu-ray Disc.<br />
Die Daten auf der Scheibe werden deutlich dichter nebeneinander<br />
geschrieben<br />
Hier der Vergleich mit einer Standard-DVD. Durch die Verwendung<br />
unterschiedlicher Laser steigt die Aufnahmekapazität der Blu-ray Disc<br />
um ein Vielfaches<br />
Wissen | HD+TV | 6.2006 059
Problemkiller<br />
In den letzten Ausgaben haben wir drei<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver unter die Lupe genommen.<br />
Neben dem Humax PR-HD 1000 gehörten<br />
auch der Pace DS810KP sowie der<br />
Kabelreceiver PR-HD 1000C von Humax<br />
zu den Testprobanden. Dabei stellten<br />
wir einige Schwächen an den Geräten<br />
fest. Die Hersteller zeigten sich bemüht,<br />
diese auszumerzen. Wir wollen<br />
genauer wissen, ob dies gelungen ist.<br />
VON RICARDO PETZOLD<br />
Humax PR-H D 1000<br />
Beginnen möchten wir beim Humax-<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver für den Satellitenempfang.<br />
Im Test in der Ausgabe 2.2006<br />
bemängelten wir unter anderem die<br />
Umschaltgeschwindigkeit zwischen den<br />
einzelnen Programmen. Dieses Problem<br />
steht zwar auf der Liste von Humax,<br />
konnte aber bis heute nicht zu unserer<br />
Zufriedenheit gelöst werden. Die Box<br />
benötigt immer noch drei lange Sekunden,<br />
um zwischen zwei Programmen im<br />
SDTV-Modus umzuschalten. Bei HD-<br />
Inhalten ist es ungleich länger.<br />
Gelöst wurde hingegen das von uns kurz<br />
vor der Fußball-Weltmeisterschaft angesprochene<br />
Problem des BBC-<strong>HDTV</strong>-<br />
Empfangs. Seit der Softwareversion<br />
1.0.21 können Sie auch die über 28,2<br />
Grad Ost verbreiteten <strong>HDTV</strong>-Sendungen<br />
des britischen TV-Anbieters empfangen.<br />
Da die BBC ihr Programm uncodiert<br />
verbreitet, sind viele Zuschauer an dieser<br />
Empfangsmöglichkeit sehr interessiert.<br />
Der Humax kann nun das Programm<br />
BBC HD fehlerfrei und in sehr guter<br />
Qualität auf dem Bildschirm wiedergeben.<br />
Zu den bisher ungelösten Problemen<br />
zählt jedoch das Durchschleifen des<br />
HDMI-Signals durch einen AV-Receiver.<br />
Nach Angaben des Herstellers arbeitet<br />
man aber weiterhin fieberhaft an dem<br />
Problem und möchte es mit zukünftigen<br />
Updates lösen. Aktuell ist bei diesem Receiver<br />
die Softwareversion 1.0.21.<br />
Pace DS810KP<br />
Pace hat in seinen Boxen die Software<br />
aktualisiert. Seit dem Ende August ausgestrahlten<br />
Update auf die Version 1.0.44<br />
kann auch mit dem Pace-Empfänger das<br />
BBC-Programm im hochauflösenden<br />
Modus gesehen werden. Zuverlässiger<br />
sind mit dem Update auch die Reaktionen<br />
der Fernbedienung geworden. Bisher<br />
konnte es schon passieren, dass nicht jeder<br />
Tastendruck zum Erfolg führte. Dies<br />
ist nun beseitigt.<br />
Die größten Verbesserungen hat Pace<br />
allerdings bei der Verarbeitung von<br />
Common-Interface-Modulen erreicht.<br />
Mittlerweile werden fast alle Module in<br />
der Box erkannt und die abonnierten<br />
Kanäle decodiert. So ist es unter anderem<br />
möglich den ORF, Easy TV oder<br />
auch Arena mit Hilfe eines zusätzlichen<br />
CI-Moduls zu schauen. Dies war zum<br />
Testzeitpunkt im März dieses Jahres leider<br />
noch nicht der Fall.<br />
Ebenfalls haben sich die Umschaltzeiten<br />
des Pace verbessert. Mit knapp drei Sekunden<br />
sind sie nun mit denen des Humax<br />
PR-HD 1000 vergleichbar – schnell<br />
ist allerdings immer noch etwas anderes.<br />
Humax PR- HD 1000C<br />
Auch für den Kabelreceiver stand kurz<br />
vor Redaktionsschluss ein weiteres Update<br />
bereit. Es handelt sich um die Softwareversion<br />
1.00.15, welche direkt über<br />
das Kabelnetz heruntergeladen werden<br />
kann. Dieses behebt bei vielen Nutzern<br />
das Problem mit den Sonderkanälen<br />
S02 und S03, welches erst in den letzten<br />
Wochen entstanden ist. Durch Kanalumbelegungen<br />
des Kabelanbieters Kabel<br />
Deutschland nutzen die öffentlich rechtlichen<br />
Pakete von ARD und ZDF neuerdings<br />
diese Sonderkanäle. Zuschauer,<br />
die mit einem PR-HD 1000C fernsehen,<br />
hatten mit enormen Störungen auf den<br />
Sendern der öffentlich-rechtlichen Veranstalter<br />
zu kämpfen. Einige konnten<br />
sogar die besagten Kanäle überhaupt<br />
nicht mehr empfangen. Grund dafür ist<br />
eine Überreaktion des Tuners gewesen,<br />
die mit dem neuen Update tatsächlich<br />
behoben wird.<br />
Wie beim Satellitenmodell hat sich allerdings<br />
an den Umschaltzeiten noch nichts<br />
getan. Hier muss weiterhin auf kommende<br />
Updates gewartet werden.<br />
Zuverlässiger dank Updates<br />
Die Softwareverbesserungen optimieren nach und nach die bereits verkauften <strong>HDTV</strong>-Empfänger.<br />
Die größten Fortschritte hat dabei Pace gemacht. Da die Box in unserem Test im März<br />
allerdings auf dem letzten Platz landete, sind diese auch dringend nötig gewesen. Es bleibt zu<br />
hoffen, dass die Hersteller ihre Geräte noch weiter optimieren, damit sich neben der schon<br />
jetzt optimalen Bildqualität auch der Bedienkomfort weiter verbessert.<br />
060 www.hdplustv.de
KAUFBERATUNG<br />
Uwe Gajowski<br />
Redaktion HD+TV<br />
Am 31. Dezember 2006 steht uns ein tränenreicher Abschied bevor.<br />
Nicht nur vom laufenden Kalenderjahr müssen wir uns trennen,<br />
vielmehr von der sechzehnprozentigen Mehrwertsteuer, im Amtsdeutsch<br />
auch als Umsatzsteuer bezeichnet. Ab 1. Januar nächsten<br />
Jahres zahlen wir beim Einkauf mit 19 Prozent Mehrwertsteuer<br />
satte drei Prozentpunkte mehr. Da stellt sich die Frage, ob man<br />
ohnehin vorgesehene Anschaffungen schnell noch vorzieht, den<br />
LCD-Fernseher, den Plasma, den Audio-Receiver … Eine heikle<br />
Entscheidung, wo doch eh am Ende des Geldes noch so viel Monat<br />
übrig ist. Dank der Merkels und Münteferings nimmt uns der<br />
Staat die Sorge darüber weitgehend ab, was wir mit erklecklichen<br />
Teilen unseres sauer verdienten Geldes anfangen. Vater Staat kassiert<br />
es gleich selbst ein. Insofern dürften vorgezogene Anschaffungen<br />
in diesem Jahr Sinn machen, denn etliche Hersteller werden<br />
zum 1. Januar die bisherigen Preisschilder gegen höherprozentige<br />
austauschen.<br />
Freilich, als Käufer sollte man immer ganz genau hinschauen, welches<br />
oberflächlich super aussehende Gerät auch handfeste innere<br />
Werte und einen attraktiven Preis besitzt. Denn oftmals entpuppt<br />
sich ein vermeintliches „Superschnäppchen“ als überteuerter Ladenhüter,<br />
Steuer hin oder her. Daher gilt: Preisvergleich, Preisvergleich,<br />
Preisvergleich.<br />
Apropos Schnäppchen: Dem Finanzamt lässt sich allerdings auf<br />
andere Art ein Schnippchen schlagen, denn die Umsatzsteuer gilt<br />
nur für das Inland. Im Ausland kauft man hingegen steuerfrei ein,<br />
das kennt der Mitbürger von den Duty-free-Shops auf den Flughäfen<br />
oder von den Butterfahrten nach Helgoland. Inland im Sinne<br />
des Gesetzes umfasst das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland<br />
mit Ausnahme der Insel Helgoland, der Freihäfen und von Büsingen<br />
am Hochrhein. Die Gemeinde Büsingen am Hochrhein gehört<br />
zwar zum Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg, ist jedoch<br />
gänzlich von den Schweizer Kantonen Schaffhausen, Zürich und<br />
Thurgau umgeben. Das Gute an dieser Lage: Es gilt im 1 429 Einwohner<br />
zählenden Büsingen die Schweizer Mehrwertsteuer. Die<br />
beträgt horrende 7,6 Prozent.<br />
Auf nach Büsingen!<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 061
Maskenball der<br />
Flachbildfernseher<br />
Im Fachhandelsmarkt erscheinen alle Fernseher in einem makellosen Licht und besonders die<br />
Leuchtstarken stechen im Vergleich hervor. Zuhause kommt meist das böse Erwachen, denn<br />
die Lichtverhältnisse sind weitaus subtiler. Der Vergleichstest zwischen dem Philips 37PF9731<br />
und Atec AV371DS zeigt einmal mehr, dass der erste Eindruck täuschen kann.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
LCD-Fernseher sind besonders für ihre<br />
hellen Bilder berühmt. Selbst bei Sonnenlicht<br />
erwecken die Bilder einen<br />
kontraststarken Eindruck. Im Gegensatz zur<br />
Helligkeit mangelt es aber am Schwarzwert.<br />
Dunkle Bildszenen erstrahlten bislang milchig,<br />
was besonders in Filmen unangenehm<br />
ins Auge fällt. Die fehlende Tiefe im Bild wollen<br />
die Hersteller in der neuesten Fernsehgeneration<br />
jedoch ausmerzen. So vertraut<br />
Philips auf eine neue Hintergrundbeleuchtung<br />
samt dynamischem Kontrast. Auf der<br />
IFA konnten sich die Besucher bereits ein<br />
Bild von den neuen LCDs machen. In den<br />
hell erleuchteten Hallen bezauberten die<br />
Fernseher die Zuschauer mit einem kunstvollen<br />
Rundumlicht. Anders als bei öffentlichen<br />
Vorführungen muss sich Philips nun im<br />
schummrigen Wohnzimmerlicht behaupten<br />
und gerade dort herrschen bislang unangefochten<br />
die Plasmas.<br />
062 www.hdplustv.de
Der Neueinsteiger Atec, welcher im Heimatland Korea<br />
bereits seit 15 Jahren Fernseher fertigt, will mit besserer<br />
Bildqualität und niedrigen Preisen seinem Konkurrenten<br />
den Platz an der Sonne streitig machen.<br />
Gewinnertyp<br />
Der Philips PF9731 wurde just mit der Auszeichnung<br />
„Europas High-End LCD-Fernseher des Jahres“ gekrönt.<br />
Bereits mit seiner Erscheinung macht der Flachbildkönig<br />
klar, weshalb: Obwohl alle Elemente aus Kunststoff<br />
gefertigt sind, erweckt die schwarz glänzende Front einen<br />
famosen Eindruck. Leider setzt sich dieser positive<br />
Umstand nicht beim Standfuß und der Fernbedienung<br />
fort. Beide sind zwar immer noch mit „gut“ zu bewerten,<br />
aber Philips konnte es bereits besser. Der Vorläufer<br />
37PF9830, welchen wir ebenfalls testeten, lieferte einen<br />
mit Motor drehbaren Standfuß sowie eine stabile und<br />
dennoch ergonomische Fernbedienung. Der neue Ferngeber<br />
ist in unseren Augen mit seinen harten Kanten und<br />
der neuen Tastenanordnung ein Rückschritt. Auch der<br />
Standfuß lässt sich nur noch per Muskelkraft bewegen.<br />
Immerhin wurde der Preis um 200 Euro gesenkt und<br />
statt einer HDMI-Schnittstelle sind nun deren zwei verfügbar.<br />
Generell schmückt sich der Philips mit allen derzeit<br />
angesagten Schnittstellen. So stehen Ihnen neben den<br />
obligatorischen Scart-Eingängen auch zwei USB- und<br />
eine Speicherkartenschnittstelle sowie eine DVB-T-Empfangseinheit<br />
zur Verfügung. Selbst einen Einschub für CI-<br />
Module (Common Interface), welche mit einer entsprechenden<br />
Smartcard zur Freischaltung von Bezahlkanälen<br />
vonnöten sind, finden Sie auf der Rückseite. Für Deutschland<br />
ist diese Dreingabe zwar noch Zukunftsmusik, aber<br />
sobald DVB-T wie in Frankreich zum Teil verschlüsselt<br />
ausgestrahlt werden sollte, sind Sie mit dem Philips auf<br />
der sicheren Seite.<br />
Dieses Niveau kann der Atec nicht aufbieten. Bereits die<br />
Anmutung und das seitliche Tastenfeld wirken deutlich<br />
kostengünstiger. Der Ferngeber ist haptisch durchaus gelungen,<br />
doch die uniformen Tasten sind für den Durchblick<br />
nicht gerade förderlich. Auf der Anschlussseite<br />
gibt es keine Überraschungen. So bietet Atec einzig eine<br />
HDMI-Schnittstelle und verzichtete auf Kartenleser oder<br />
USB-Anschlüsse. Immerhin bietet der VGA-Eingang den<br />
direkten Kontakt zum PC oder Laptop.<br />
Mehr Licht denn Schatten gibt es bei der Bedienungsanleitung<br />
des Philips. Anstatt ausführlich auf die Schlagworte<br />
„Clear LCD“, „Pixel Plus“ und „DNR“ einzugehen,<br />
verschweigt die Anleitung sämtliche Auswirkungen der<br />
Bildoptimierer. Dieses Versäumnis ist umso trauriger, da<br />
sich Philips richtig ins Zeug gelegt hat und fast alle wichtigen<br />
Parameter einzeln anpasste. So dürfen Sie erstmalig<br />
die Schärfeoptimierung „Pixel Plus“ und die Bewegungsglättung<br />
„Digital Natural Motion“ getrennt einstellen.<br />
Zudem spendierte Philips Farbregler, um eine kinokonforme<br />
Einfärbung des Bildes zu ermöglichen. „Clear<br />
LCD“ ist hingegen eine Neuentwicklung und lässt verwaschenen<br />
Bewegtbildern kaum eine Chance. Eine gewisse<br />
Unschärfe bei schnellen Laufschriften ist aber weiterhin<br />
erkennbar. Somit bietet Philips das komplette Angebot<br />
an neusten Technologien und relativiert bis zu diesem<br />
Zeitpunkt zumindest den hohen Preis des 37-Zollers.<br />
Im Bildmenü des Atec erblickten wir das komplette Gegenteil.<br />
In simpler Grafik können Sie nur die nötigsten<br />
Bildveränderungen vornehmen. So gestattet es der Atec<br />
Helligkeit, Kontrast und Schärfe zu beeinflussen. Die<br />
Farbtemperatur steuern Sie hingegen durch Voreinstellungen<br />
wie warm, normal und kalt. Somit wird bereits im<br />
Menü der Preisunterschied deutlich, denn einen Lichtsensor<br />
oder Bildoptimierer finden Sie im Atec nicht.<br />
Der Vorhang fällt<br />
Wie von den Vorgängern bekannt, erwartet Sie nach dem<br />
Einschalten des Philips die Qual der Wahl. In jeweils zwei<br />
Bildern zeigt der Fernseher verschiedene Voreinstellun-<br />
Die Verarbeitung<br />
geht in Ordnung,<br />
die Tastengestaltung<br />
hingegen nicht. Hier<br />
wirkt ein Knopf wie<br />
jeder andere<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Philips, Stockxchng<br />
Drehen unmöglich: Wer den Atec schwenken möchte, sollte eine<br />
drehbare Unterlage besitzen<br />
Der Atec LCD wirkt ebenso reserviert wie sein Bild: Im Fachhandel<br />
hätten wir ihn glatt übersehen<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 063
Die harten Kanten und<br />
wenig ergonomischen<br />
Tasten beweisen: Design<br />
ist hier wichtiger als<br />
Handhabung<br />
gen, aus denen Sie wählen dürfen. Anstatt den Kontrast<br />
und die Helligkeit mit Schiebereglern anzupassen, wählen<br />
Sie einzig aus Fotos den gewünschten Bildeindruck<br />
und der Fernseher passt die Werte automatisch an. Auch<br />
für den Ton steht diese Erstinstallation zur Verfügung,<br />
so dass Sie nicht erschrecken sollten, falls der Fernseher<br />
laute Musik von sich gibt. Leider wiegt diese einsteigerfreundliche<br />
Installation die Kunden im falschen Glauben,<br />
das Bild richtig eingestellt zu haben. Als wir im Nachhinein<br />
die Bildwerte überprüften, mussten wir fast durchweg<br />
die Regler nachträglich anpassen.<br />
Im Auslieferungszustand brilliert der Philips mit einem<br />
gleißend hellen Bild, das alle Mitbewerber dunkler erscheinen<br />
lässt. Besonders in Verkaufsräumen besitzt der<br />
Philips damit große Vorteile. Leider erkauft sich der Hersteller<br />
diese Werte mit einem verfälschten Helligkeitsanstieg<br />
und übertriebenen Hell-Dunkel-Abstufungen. Zusammen<br />
mit der nachträglichen Bewegungsglättung und<br />
Farbanpassung wirken die Bilder sehr künstlich. Mittels<br />
den weitreichenden Einstellungen lassen sich diese Nachteile<br />
aber schnell ausmerzen.<br />
Atecs Fernseher plagen ähnliche Probleme. Der LCD ist<br />
extrem hell aber im Vergleich zum Philips können Sie<br />
diese Helligkeit auch nach der Kalibrierung sehen. Die<br />
Farbdeckung gelingt dem Außenseiter ein wenig besser,<br />
so dass Farbtöne gesättigter erscheinen. Diese guten Werte<br />
sind jedoch im Direktvergleich nicht ersichtlich, denn<br />
ein zu hoher Blauwert färbt die Szenerie kühl. Durch den<br />
Blauüberschuss im Bild wirkt der Wüstensand violett<br />
und die Akteure trotz hoher Tagestemperaturen leicht<br />
unterkühlt. Dieser Effekt verschlimmert sich, falls Sie<br />
nicht frontal zum Fernseher sitzen, sondern leicht außerhalb<br />
der Mitte. Dann verschwimmen die Farben unter<br />
einer violetten Wolke und der Zuschauer wähnt sich in<br />
Trance. Eher blau als schwarz sind auch die dunklen Bildpartien<br />
zu bezeichnen, die der Atec aber kaum darstellen<br />
kann. Sein Schwarzwert ist dermaßen erhellt, dass man<br />
hier eher von grau sprechen kann. Die mangelnde Tiefe<br />
im Zusammenhang mit einer Blaufärbung gibt dem Bild<br />
eine ganz eigene Note, nur Pluspunkte kann der Atec damit<br />
nicht sammeln.<br />
Der Philips verliert seinerseits nach der Kalibrierung auf<br />
die Kinonorm rund drei viertel seiner ursprünglichen<br />
Leider nicht motorisiert: Der Fernseher muss per Hand arretiert werden<br />
Helligkeit und zusammen mit einem nur knapp überdurchschnittlichen<br />
Schwarzwert bleibt so ein geringer<br />
Kontrast übrig. Schwerwiegender als die Messwerte sind<br />
jedoch die Bildmängel. So spendierte Philips seinem<br />
kostspieligen Spross keinen Vollbildkonverter, der Filmbildern<br />
das Flimmern austreibt oder diagonale Linien bei<br />
Videoaufnahmen glättet. Zur Bundesligazeit sollten Sie<br />
deshalb über flimmernde Tornetze hinwegsehen können.<br />
Der Blickwinkel ist ebenfalls nur magerer Durchschnitt,<br />
denn einzig bei einer frontalen Sicht auf den Fernseher<br />
bleiben die Farben erhalten. Zwar ist der Philips um Klassen<br />
besser als der Atec, aber im Vergleich zu den neuesten<br />
Entwicklungen der Konkurrenz haben auch die Niederländer<br />
das Nachsehen.<br />
Atec spendierte seinem Fernseher keinerlei interne Elektronik,<br />
zumindest erwecken die Bilder diesen Eindruck.<br />
Spielen Sie verrauschtes Bildmaterial zu, sehen Sie jeden<br />
Bildfehler, denn eine intelligente Nachbearbeitung offeriert<br />
der Atec nicht. Zudem skaliert der Fernseher nur<br />
ungenügend. Anstatt die wenigen Bildpunkte auf eine<br />
höhere Auflösung umzurechnen, erwarten Sie verwa-<br />
Der Idealfall: Können Sie den Philips vor einer weißen Wand<br />
positionieren, erleuchtet das Ambilight die Umgebung und der<br />
Fernseher wird zum Kunstwerk<br />
064 www.hdplustv.de
schene grobschlechte Aufnahmen. Im Direktvergleich<br />
wirkte das Bild des Philips in<br />
unseren Augen wie <strong>HDTV</strong>-Material, obwohl<br />
wir nur ein normales Fernsehbild abspielten.<br />
Mit seinen zwei Millionen Bildpunkten und<br />
„Pixel Plus HD“ zeigt der Philips eines der<br />
schärfsten Bilder seiner Klasse. Wenngleich<br />
die Bildgröße von 37 Zoll fast schon unterdimensioniert<br />
für die hohe Bildpunkteanzahl<br />
ausfällt, bleibt Ihnen dank der Nachschärfung<br />
auch aus größeren Betrachtungsabständen<br />
die hohe Detailtreue erhalten. Leider<br />
akzeptiert der Fernseher keine Signale im<br />
1 080p-Format, weshalb Sie die hohe Auflösung<br />
in Halbbildern, also 1 080i zuspielen<br />
müssen. Durch die nur durchschnittliche interne<br />
Konvertierung des Philips, können Sie<br />
flimmernde Kanten somit nicht umgehen.<br />
Zum Überfluss müssen Sie bei der 1 080i-<br />
Zuspielung mit einer grünen Linie Vorlieb<br />
nehmen, die den oberen Bildbereich säumt.<br />
Am zweiten HDMI-Eingang zeigte der Philips<br />
nur zerrissene Bilder, womit die zweite<br />
Schnittstelle unseres Testgerätes unbrauchbar<br />
war. Auf unsere Punktbewertung hat dieser<br />
Fehler jedoch keinen Einfluss, da wir hier<br />
von einem Einzelfall ausgehen.<br />
Keine Zugabe<br />
Der Philips-Fernseher spaltet die Redaktion.<br />
Auf der einen Seite zeigt sich der neue LCD-<br />
Fernseher dank dreier Lichter von seiner erhellenden<br />
Seite. Das „Ambilight“ bereichert<br />
den Sehgenuss, wenn man die Leuchtkraft<br />
nicht überstrapaziert. Zu schnell läuft man<br />
dann Gefahr eher auf die Lichter, als auf den<br />
Film zu achten. Auch das Bedienkonzept,<br />
mitsamt der reichhaltigen Ausstattung verdient<br />
ein großes Lob. Im Bildbereich müssen<br />
wir aber gleich mehrere Dinge beanstanden.<br />
In einem öffentlichen Verkaufsraum mit starkem<br />
Umgebungslicht spielt der Philips seine<br />
Konkurrenten zwar an die Wand, aber gerade<br />
im wichtigen Bereich der Filmwiedergabe<br />
und den damit verbundenen Normen sinkt<br />
diese Qualität auf ein Mittelmaß zusammen.<br />
Da wir ausschließlich die Fernseher nach<br />
Kinonorm einstellen und bewerten, erhält<br />
der Philips in der Bildwertung bedeutend<br />
weniger Punkte als konkurrierende Plasmafernseher<br />
von Pioneer, Panasonic oder<br />
NEC. Im Fernsehbetrieb sowie bei starkem<br />
Sonnenlichteinfall kann der Philips dagegen<br />
überzeugen, auch wenn er in den Standardwerten<br />
die Bilder stets künstlich verfremdet<br />
und Spielfilmen so ihr Flair nimmt. Denn<br />
ist die Maske des Philips bei dunkler Umgebung<br />
erst einmal gefallen, sind die Defizite<br />
im Bild größer, als die Kaufsumme erwarten<br />
lässt. Somit ist der neue Philips-LCD ein<br />
guter Fernseher, samt hoher Auflösung und<br />
augenfreundlichem Ambilight – die besten<br />
Kinobilder zeigen aber mittlerweile andere<br />
Hersteller.<br />
Atec ist es nicht gelungen, mit ihrem Einstand<br />
für einen Achtungserfolg zu sorgen.<br />
Das verbaute Samsung-LCD-Panel verrichtet<br />
seine Arbeit zwar gut, was Helligkeit und<br />
Farbdeckung beweisen, aber der Blaustich<br />
und der geringe Betrachtungswinkel sorgten<br />
in der Testredaktion für Missmut. Bereits wenige<br />
Zentimeter von der mittleren Position<br />
entfernt, sehen Sie vornehmlich ein blaues,<br />
eindimensionales Bild. Weder können die<br />
Aufnahmen mit ihrer Natürlichkeit noch Detailfreudigkeit<br />
punkten. Atec täte gut daran,<br />
sich bei den Mitbewerbern das eine oder andere<br />
Merkmal abzuschauen. Falls Sie dennoch<br />
zu diesem Produkt greifen wollen, empfehlen<br />
wir Ihnen einen DVD-Player mit HDMI-<br />
Ausgang und guter Elektronik. Dadurch<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Atec<br />
Modell<br />
AV371DS<br />
Preis in Euro 1999,–<br />
Info<br />
www.ateceurope.com<br />
Typ<br />
LCD<br />
Maße (B/H/T) in mm 95 × 70,4 × 27,9<br />
Gewicht in kg 32<br />
Farben<br />
Schwarz<br />
Betrieb/Stand-by in Watt 170/5,4<br />
Kontrast 275 : 1<br />
Auflösung 1366 × 768<br />
„HD ready”<br />
ja<br />
Atec AV371DS<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 12 von 20<br />
können Sie<br />
die Schaltkreise des<br />
Atec fast gänzlich umgehen<br />
und so dem Bild zumindest<br />
das Kantenflimmern austreiben und die<br />
Schärfe erhöhen. Gegen violette Sandstrände<br />
und pechschwarze Schattierungen<br />
können Sie jedoch nichts ausrichten.<br />
Philips verlässt damit als deutlicher Sieger<br />
den Vergleichstest, aber eine sehr gute Wertung<br />
bleibt auch dem Niederländer verwehrt.<br />
Für beide Hersteller heißt es nachsitzen, um<br />
die Schwächen im Bild und etwaige Kinderkrankheiten<br />
beim Nachfolgemodell auszumerzen.<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
14 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
31 von 60<br />
Atec AV371DS<br />
AUSGABE 6.2006<br />
Gesamt 57 von 100<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Philips<br />
Modell<br />
37PF9731<br />
Preis in Euro 3799,–<br />
Info<br />
www.philips.de<br />
Typ<br />
LCD<br />
Maße (B/H/T) in mm 116 × 92,3 × 29<br />
Gewicht in kg 26<br />
Farben<br />
Schwarz glänzend<br />
Betrieb/Stand-by in Watt 140/0,5<br />
Kontrast 280 : 1<br />
Auflösung 1920 × 1080<br />
„HD ready”<br />
ja<br />
Philips 37PF9731<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 19 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
16 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
42 von 60<br />
Philips 37PF9731<br />
AUSGABE 6.2006<br />
Gesamt 77 von 100<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 065
<strong>HDTV</strong>-Auflösung von<br />
1 920 × 1 080 Bildpunkten<br />
In dieser Grafik sehen Sie ein Bild, welches die volle HD-Auflösung (Full HD)<br />
unterstützt. Aufgrund der geringen Größe, fallen die Unterschiede zum unteren<br />
Bild je nach Abstand weit weniger gravierend aus, als zunächst angenommen.<br />
Im unteren Kasten sehen Sie deshalb eine Vergrößerung des Bildes.<br />
Dieser Ausschnitt zeigt die Bildqualität bei doppelter Bildgröße. Somit erkennen<br />
Sie, dass erst bei sehr großen Bilddiagonalen die volle HD-Auflösung ihre<br />
Vorteile ausspielt, während bei kleinen Bilddiagonalen die geringere Auflösung<br />
bereits ausreicht.
<strong>HDTV</strong>-Auflösung von<br />
1 280 × 720 Bildpunkten<br />
Dieser Ausschnitt symbolisiert die Bildqualität bei<br />
doppelter Bildgröße.
Familienzuwachs<br />
Zwei <strong>HDTV</strong>-Receiver sind bereits seit einem guten<br />
drei viertel Jahr auf dem Markt. Auch wenn die<br />
Schwächen der beiden Geräte dank zahlreicher Updates<br />
abgenommen haben, laufen die offiziell von<br />
Premiere lizenzierten Receiver noch längst<br />
nicht problemfrei. Zuwachs erhält die Boxenfamilie<br />
von Homecast. Ob<br />
es der HS5101 CI besser<br />
kann, wollen wir im<br />
nachfolgenden Test<br />
feststellen.<br />
VON RICARDO PETZOLD<br />
Gut verpackt erreicht die Box unser<br />
Testlabor. Schon beim Auspacken<br />
merken wir, dass Homecast das Rad<br />
nicht neu erfunden hat und auf Bewährtes<br />
setzt. Die Fernbedienung entspricht der von<br />
den bereits bekannten Homecast-Boxen. Der<br />
Receiver selbst ist ansehnlich gestaltet. Dank<br />
der abgerundeten Front mit einem alphanumerischen<br />
Display passt sich die <strong>HDTV</strong>-<br />
Set-Top-Box jedem Wohnzimmer an, wenngleich<br />
sich Heimkinoenthusiasten gewiss<br />
noch etwas mehr gewünscht hätten.<br />
Wie bereits Humax und Pace hat auch<br />
Homecast auf eine Plastikfront gesetzt und<br />
auch die Hi-Fi-Rack-Maße ignoriert. Wer<br />
diese Äußerlichkeiten wünscht, muss wohl<br />
oder übel weiter warten. Wenn Sie hingegen<br />
mehr auf die Technik geben, finden Sie im<br />
HS5101 CI einen neuen Weggefährten. Hinter<br />
der Frontklappe versteckt, befinden sich<br />
zwei CI-Schnittstellen. Über diese ist es möglich,<br />
das Gerät Pay-TV-tauglich zu machen.<br />
Auch die Rückseite des mit 300 Euro recht<br />
preiswerten HD-Receivers kann sich durchaus<br />
sehen lassen. Speziell der HDMI-Ausgang<br />
sowie das YUV-Set sind für den perfekten<br />
HD-Genuss am Beamer oder Flachbildfernseher<br />
optimal geeignet.<br />
Beim Ton setzt Homecast auf einen optischen<br />
Digitalausgang. Doch auch die analogen<br />
Schnittstellen bleiben keinesfalls außen<br />
vor. Zwei Scartbuchsen sowie ein Cinch-Set<br />
stehen dafür zur Verfügung. Vermisst haben<br />
wir lediglich eine USB-Schnittstelle, um<br />
Softwareupdates schneller in die Box zu bekommen,<br />
sowie einen S-Video-Anschluss.<br />
Umschalten ohne Kaffeepause<br />
Homecast lässt es sich nicht nehmen, die Box<br />
mit einer fertigen Kanalliste auszuliefern.<br />
Diese ist allerdings nicht auf dem neusten<br />
Stand, so dass vor dem endgültigen Genuss<br />
des HD-Materials noch ein automatischer<br />
Suchlauf auf dem Astra-Satelliten erledigt<br />
werden muss. Nach dessen Abschluss entscheiden<br />
wir uns lieber noch einen Blick auf<br />
die Software zu werfen, ob auch die aktuelle<br />
Version auf dem Empfänger ist. Aufgrund<br />
der Schnelllebigkeit ist dies nicht der Fall<br />
und die Box lädt eine tagesaktuelle Software<br />
herunter. Dieser Schritt benötigt etwas Zeit,<br />
da die Software für die <strong>HDTV</strong>-Empfänger<br />
doch etwas größer ist als die herkömmlicher<br />
Boxen. Nach knapp einer halben Stunde ist<br />
der Receiver aber endgültig betriebsbereit<br />
und wir legen los. Dabei fällt der kompletten<br />
Testmannschaft sofort die Umschaltgeschwindigkeit<br />
auf. Bei SDTV-Programmen<br />
gibt es keine Unterschiede zu herkömmlichen<br />
MPEG-2-Receivern und auch die<br />
<strong>HDTV</strong>-Umschaltgeschwindigkeit kann sich<br />
mit knapp zwei Sekunden sehen lassen. Dies<br />
liegt nicht zuletzt daran, dass Homecast auch<br />
bei der Software nicht auf ein neues Pferd<br />
gesetzt hat, sondern lediglich die bekannten<br />
CI-Receiver weiterentwickelt hat.<br />
Deutlich spürbar wird das auch nach dem<br />
Aufrufen des Hauptmenüs. Dieses ist nahezu<br />
identisch mit dem des beliebten S5001 CI.<br />
Besonders interessant ist die Box auch für<br />
Anwender, die gern mehr als nur die <strong>HDTV</strong>-<br />
Kanäle von Astra und Hot Bird sehen wollen.<br />
Dank einer reichhaltigen Satellitenvorprogrammierung<br />
sowie der Unterstützung der<br />
Motorenprotokolle DiSEqC 1.2 und USALS<br />
kann der Homecast optimal zur Steuerung<br />
von Drehanlagen genutzt werden. Mittels<br />
dieser Funktion ist es uns im Test möglich,<br />
auch die Sender der BBC zu empfangen. Der<br />
HS5101 CI ist dabei der erste <strong>HDTV</strong>-Recei-<br />
An der Rückseite des Silberlings sind fast alle wichtigen Anschlüsse zu finden. Über die HDMI-Schnittstelle erhalten<br />
Sie das beste Bild<br />
Bilder: Auerbach Verlag<br />
068 www.hdplustv.de
ver, der diese sofort und ohne Software-Update<br />
darstellen kann. Bei der Verarbeitung<br />
der CI-Module macht der Set-Top-Box so<br />
schnell keine andere <strong>HDTV</strong>-Box etwas vor.<br />
Alle unsere CI-Module werden problemlos<br />
erkannt. Mit dem beliebten Alphacrypt-Modul<br />
können die <strong>HDTV</strong>-Programme von Premiere<br />
jedoch nicht dargestellt werden. Abhilfe<br />
schaffen frei programmierbare Module<br />
aus dem Internet, die leider nur mit nicht<br />
lizensierter Software ihre Dienst verrichten –<br />
dies jedoch mit passender Abo-Karte auch<br />
bei den Premiere-HD-Sendern.<br />
Kleine Schwächen im Bildtest<br />
Im direkten Bildvergleich mit dem Humax<br />
PR-HD 1000 zeigt der Homecast erstmals<br />
leichte Schwächen. Wie wir an unserem Testfernseher,<br />
dem Panasonic TH42PV60E, feststellen<br />
müssen, treten während des <strong>HDTV</strong>-<br />
Betriebs kleinen Störungen in Form von<br />
Bildrucklern auf. Auf Nachfrage bestätigte<br />
uns der koreanische Hersteller, dass man<br />
daran bereits arbeite und dieses Manko mit<br />
kommenden Software-Updates behoben<br />
werden soll. Ansonsten unterscheidet sich<br />
die Bildqualität kaum von der des Humaxoder<br />
Pace-Receivers. Im <strong>HDTV</strong>-Betrieb sind<br />
alle Details genau erkennbar. Auch zwischen<br />
den Übertragungsnormen YUV und HDMI<br />
stellen wir nur minimale Qualitätsunterschiede<br />
zugunsten der voll digitalen HDMI-<br />
Schnittstelle fest. Sämtliche Bildformate, die<br />
der Receiver empfängt, lassen sich in eine<br />
dieser drei Auflösungen hoch- oder runterskalieren.<br />
Die neue Box konnte im Test besonders<br />
durch Schnelligkeit und einfache Bedienung<br />
überzeugen. Speziell die Umschaltzeiten begeistern<br />
uns. Kleine Schwächen stellen wir<br />
allerdings bei der Bildqualität fest. Bleibt<br />
zu hoffen, dass der Hersteller diese wie versprochen<br />
schnell behebt, um den guten Gesamteindruck<br />
des flotten Receivers nicht zu<br />
trüben.<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Homecast<br />
Modell<br />
HS5101 CI<br />
Preis in Euro 319,–<br />
Info<br />
www.homecast.de<br />
Typ<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver Satellit<br />
Maße (B/H/T) in mm 360 × 60 × 280<br />
Gewicht<br />
2,6 kg<br />
Farben<br />
Silber<br />
Betrieb/Stand-by<br />
14/9 Watt<br />
Umschaltgeschwindigkeit 1,5 sec<br />
Auflösung<br />
1080 i, 720 p, 576 p<br />
embedded CA –<br />
Common Interface 2<br />
Homecast HS5101 CI<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 24 von 30<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
34 von 40<br />
Wiedergabequalität<br />
23 von 30<br />
Homecast HS5101 CI<br />
GUT<br />
AUSGABE 6.2006<br />
Gesamt 81 von 100<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Anzeige<br />
8 Wir suchen Sie!<br />
Der Auerbach Verlag möchte sich vergrößern. Für unsere<br />
Publikationen DIGITAL FERNSEHEN, DIGITAL TESTED und<br />
HD+TV suchen wir an unseren Standorten in Leipzig,<br />
Bonn und München zum nächstmöglichen Zeitpunkt<br />
neue Mitarbeiter:<br />
Einen Anzeigenverkäufer (m/w)<br />
Sie sind jung, dynamisch, kontaktfreudig und Sie haben<br />
Spaß, gemeinsam mit unserem Mediateam unsere<br />
Kunden zu beraten und neue Kunden zu gewinnen. Hohe<br />
Flexibilität, Durchsetzungsstärke, Belastbarkeit und unternehmerisches<br />
Denken runden Ihr Profi l ab.<br />
Praktikanten/Berufseinsteiger<br />
Sie sollten Student der BWL/VWL, der Journalistik,<br />
Publizistik, Germanistik, Kommunikationswissenschaften,<br />
Politik-, Rechts- oder der Naturwissenschaften sein<br />
bzw. ein Design- oder Medienstudium absolvieren. Bei<br />
uns erhalten Sie Einblick in ein aufstrebendes Print- und<br />
Marketinghaus.<br />
Senden Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen an:<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Geschäftsführung Florian Pötzsch<br />
Lauchstädter Str. 20<br />
04229 Leipzig<br />
job@auerbach-verlag.de<br />
Bewerbungen per E-Mail werden bevorzugt.<br />
www.auerbach-verlag.de
Sparsamer<br />
Rockstar<br />
Vor kurzem kosteten Heimkino-Receiver<br />
mit HDMI-Anschlüssen noch ein kleines<br />
Vermögen. Bis jetzt, denn mit dem Onkyo<br />
TX-SR647E etabliert das japanische Unternehmen<br />
Vollausstattung auch in der Einsteigerklasse.<br />
Doch günstig ist ein Angebot<br />
bekanntlich erst, wenn auch die Qualität<br />
stimmt, was im Falle unseres Tests bedeutet:<br />
Wie gut klingt der kleine Onkyo wirklich?<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
070 www.hdplustv.de
Weniger als 1 000 Euro für einen<br />
AV-Receiver, das gab es in den<br />
bisherigen Tests noch nie. Mit<br />
699 Euro ist der Receiver TX-SR647E um die<br />
Hälfte günstiger als andere Konkurrenten<br />
mit HDMI-Schnittstellen. Die Verarbeitung<br />
sowie Gesamtausstattung lassen keine kritischen<br />
Worte aufkommen. So wandelt der<br />
Onkyo analoge Bildquellen wie Video- und<br />
S-Video-Signale sogar in digitale Bildströme<br />
um. Somit können Sie sämtliche Sat-Receiver,<br />
DVD-Player und Spielekonsolen mit<br />
dem Onkyo verbinden und nur noch ein<br />
HDMI-Kabel zum Flachbildschirm legen.<br />
Einen Vollbildkonverter oder Skalierer hat<br />
der Onkyo-Receiver zwar nicht im Gepäck,<br />
aber negative Einflüsse auf das Bild hat seine<br />
Weiterleitung nicht. Betrachtet man den AV-<br />
Receiver aus der Nähe und nimmt ihn einmal<br />
in beide Hände, so lässt höchstens das leichte<br />
Gewicht Rückschlüsse auf die Preisklasse zu.<br />
Besonders die gelungene Front und der massive<br />
Lautstärkeregler brauchen sich nicht vor<br />
teuren Konkurrenten zu verstecken. Seichte<br />
Kritik muss Onkyo nur wegen des mangelnden<br />
Ein-/Aus-Schalters und des wackeligen<br />
Netzkabels hinnehmen. Bereits die Lautsprecheranschlüsse<br />
trösten jedoch über diese<br />
Mängel im Detail hinweg.<br />
Im Handbuch werden alle Funktionen des<br />
Receivers anschaulich erklärt, auch wenn<br />
speziell die Videoverarbeitung nur schwerlich<br />
zu durchschauen ist. Im Begleitheft<br />
wird nämlich neben dem hier getesteten<br />
TX-SR647E auch der kleinere TX-SR604E<br />
erklärt, welcher weniger Funktionen aufbietet.<br />
Die Sonderausstattung des größeren<br />
Receivers entdecken Sie dabei meist in einer<br />
Randnotiz.<br />
Mitgedacht<br />
Sowohl mit der Fernbedienung als auch bei<br />
der Einrichtung haben Sie leichtes Spiel. Zum<br />
einen ist der Ferngeber intelligent strukturiert<br />
und provoziert keine Vertipper und zum<br />
anderen müssen Sie nur das Einmessmikrofon<br />
einstöpseln, woraufhin der TX-SR647E<br />
ohne weiteres Zutun in den Einmessvorgang<br />
springt. Einmal „Enter“ gedrückt und der Receiver<br />
ermittelt die Lautstärke und Abstände<br />
der Boxen souverän. Selbst unseren Subwoofer<br />
konnte der Onkyo korrekt einpegeln. Einzig<br />
die Übergangsfrequenz zum Subwoofer<br />
und die Größe unserer Lautsprecher gab der<br />
Receiver falsch aus und ließ sich von einer<br />
Basserhöhung in unserem Raum in die Irre<br />
führen. Infolgedessen deklarierte der Onkyo<br />
unsere zierlichen Kompaktlautsprecher als<br />
riesige Standboxen.<br />
Zusätzlich kann der Onkyo natürlich Ihre<br />
Lautsprecher an den Raum anpassen. Dabei<br />
verwendet der Hersteller jenes Einmesssystem,<br />
welches auch in Denon-Receivern<br />
sein Tagwerk verrichtet: Audyssey. Der Receiver<br />
ermittelt hierbei drei Messpunkte<br />
und sorgt mit einer leichten Absenkung der<br />
Höhen für ein erweitertes Klangfeld, indem<br />
mehrere Personen den exakt gleichen Höreindruck<br />
gewinnen. Denon verbaut hier<br />
zwar eine aufwändigere Version mit sechs<br />
bis acht Messpunkten im Raum, aber auch<br />
die Onkyo-Variante sorgt für ein stimmiges<br />
Gesamtbild – eine gewissenhafte Einmessung<br />
vorausgesetzt. Aufgrund seiner kleineren<br />
Rechenleistung benötigt die Einmessung<br />
jedoch eine kleine Ewigkeit. Wer allerdings<br />
einen akustisch optimierten Raum besitzt,<br />
kann Audyssey natürlich auch ausschalten,<br />
denn am besten klingt der Onkyo immer<br />
noch unverfälscht.<br />
Bilder: Auerbach Verlag<br />
Sämtliche Tastenfelder sind aus Plastik, doch der Lautstärke-Regler sowie die Blende erstrahlen im gebürsteten<br />
Aluminium. Einen Ein-/Aus-Schalter hätte Onkyo trotz Preiskampf dennoch spendieren dürfen<br />
Anpassungsfähig<br />
Wie bereits geschildert, arbeitet die automatische<br />
Einmessung des Receivers für Entfernungs-<br />
und Pegeleinstellungen präzise<br />
genug, um ihr vertrauen zu können. Legen<br />
Sie selbst Hand an, können Sie die Übergangsfrequenzen<br />
jedoch für jeden Lautsprecher<br />
einzeln einstellen. Wenn Sie also einen<br />
großen Standlautsprecher besitzen, trennen<br />
Sie diesen bei 40 Hertz und die kleineren<br />
Rücklautsprecher bei 80 Hertz. Demgegenüber<br />
steht eine umständliche Einrichtung<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 071
der Eingangssignale. Wer seinen<br />
DVD-Player am ersten optischen<br />
Eingang anschließt, kann<br />
nur am Gerät selbst durch die<br />
Taste „Digital Input“ diesen bestimmen.<br />
Weder im Bildmenü<br />
noch auf der Fernbedienung<br />
findet sich eine fernsteuerbare<br />
bequemere Alternative.<br />
Um eine zeitrichtige Wiedergabe<br />
von Bild und Ton zu garantieren,<br />
können Sie den Onkyo per Audio-Delay<br />
anpassen. Halten Sie<br />
nur die Eingangswahltasten wie<br />
Video 1–3 oder DVD für vier<br />
Sekunden gedrückt und schon<br />
können Sie den Ton verzögern,<br />
damit ihr DVD-Player oder<br />
Fernseher noch Bildbearbeitungen<br />
vornehmen kann. Wen Lautstärkeunterschiede<br />
schon immer<br />
zur Verzweiflung gebracht haben,<br />
kann für jeden Bildeingang<br />
eine Voreinstellung treffen. Wie<br />
beim ungleich teureren Yamaha<br />
RX-V2600 bestimmen Sie eine<br />
Mindest- und Maximallautstärke<br />
und machen so den Griff zum<br />
Lautstärkeregler fast überflüssig.<br />
Was kostet Klang?<br />
Eine der interessantesten Fragen ist mit Sicherheit,<br />
wie viel Klang ein AV-Receiver für<br />
699 Euro bietet. Im Falle des Onkyo können<br />
wir dies schon einmal mit den Worten<br />
„überraschend viel“ beantworten. Nach der<br />
Einmessung und einer nachträglichen Feineinstellung<br />
klang der kleine Onkyo wie seine<br />
großen Brüder: klar, vollmundig und zuweilen<br />
sogar raffiniert. Dabei schien der Onkyo<br />
Sie ist weder beleuchtet<br />
noch hochwertig, aber<br />
sie funktioniert. Im<br />
Gegensatz zu manchen<br />
Experimenten, ist die<br />
traditionelle Fernbedienung<br />
schnell erlernt<br />
den Frequenzbereich zuweilen<br />
zu spreizen und tiefe sowie hohe<br />
Frequenzen deutlich herauszuarbeiten.<br />
Im direkten Vergleich<br />
mit einem 2 000-Euro-Receiver<br />
fällt der Onkyo keineswegs ab.<br />
Natürlich ist das Klangbild bei<br />
einem direkten Vergleich weitaus<br />
enger und gezwungener,<br />
aber bereits eine falsche Aufstellung<br />
Ihrer Lautsprecher kann<br />
einen viel größeren negativen<br />
Effekt hervorrufen.<br />
Zu diesem Zweck haben wir<br />
mehrere Testhörer in einem<br />
Blindtest den Onkyo mit fast<br />
dreifach so teuren AV-Receivern<br />
vergleichen lassen. Einmal<br />
haben wir die Lautsprecher zu<br />
Ungunsten des teuren Boliden<br />
etwas enger zusammengeschoben,<br />
mit dem Ergebnis, dass<br />
viele den Onkyo für das bessere<br />
Gerät hielten. Ähnlich verhält es<br />
sich mit der Lautstärke. Unwissende<br />
stuften immer das lautere<br />
Vergleichsobjekt als das bessere<br />
ein, unabhängig vom hohen<br />
Preisunterschied. Deshalb müssen<br />
Sie bei einem Vergleich beim<br />
Händler schon genau hinhören<br />
und darauf hoffen, dass der Händler alle Parameter<br />
fair eingestellt hat, denn um Klassen<br />
schlechter als seine teuren AV-Genossen erschallt<br />
der Onkyo keineswegs.<br />
Wer keine Möglichkeit hat, in Sekundenbruchteilen<br />
mit kostspieligeren Mitbewerbern<br />
den Onkyo zu vergleichen, wird kaum<br />
Details vermissen. Dafür arbeitet der TX-<br />
SR647E feinste Bestandteile zu gut heraus.<br />
Wer somit eine deutliche Verbesserung erzielen<br />
möchte, darf nicht davor zurückschrecken,<br />
den doppelten bis dreifachen Preis des<br />
Onkyo investieren zu müssen. Die Zeiten, in<br />
denen Einstiegsreceiver mittels klangverfälschender<br />
Maßnahmen auf sich aufmerksam<br />
machen mussten, sind mit dem TX-SR647E<br />
ein für alle Mal vorbei. Der Onkyo klingt<br />
überall ein wenig zurückhaltender als die<br />
Elite, aber eben nicht oberflächlich. Wer bislang<br />
dem Heimkinogenuss wegen finanzieller<br />
Nöte entsagen musste, erhält hier eine gut<br />
klingende Einladung. Sicher gab es bereits<br />
vor dem Onkyo eine Audyssey-Einmessung,<br />
HDMI-Videoverarbeitung, Lautstärkeanpassungen<br />
für jeden Eingang sowie die präzise<br />
Angleichung aller Lautsprecher, aber nicht<br />
für 699 Euro.<br />
Normalerweise werden Geburtstagskinder<br />
von anderen beglückt, doch Onkyo dreht<br />
den Spieß zum 60-jährigen Firmenjubiläum<br />
um: Wir sind positiv überrascht.<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Onkyo<br />
Modell<br />
TX-SR647E<br />
Preis in Euro 699,–<br />
Info<br />
www.onkyo.de<br />
Typ<br />
AV-Receiver<br />
Maße (B/H/T) in mm 435 × 174 × 377<br />
Gewicht<br />
11,4 kg<br />
Farben<br />
Silber, Schwarz<br />
Betrieb/Stand-by 150 W / 0,5 W<br />
Formate<br />
PLII/x, DTS NEO, DD/EX, DTS/ES<br />
Sonstiges<br />
HDMI, Audio-Delay, Multi-Room<br />
Auto-Einmessung ja<br />
Onkyo TX-SR647E<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 18 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
18 von 20<br />
Wiedergabequalität<br />
46 von 60<br />
Gesamt 82 von 100<br />
Onkyo TX-SR647E<br />
AUSGABE 6.2006<br />
Aufgeräumt und einfach zu durchschauen ist die Rückseite. Per Zone-2-Anschluss versorgt der Onkyo auch die<br />
Stereoanlage im Nebenraum<br />
072 www.hdplustv.de<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft
Sparen, sparen, sparen<br />
Nehmen Sie die<br />
Drei-Prozent-Hürde<br />
Noch bevor die Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent ab 1. Januar<br />
2007 die Staatskassen klingeln lässt, können Sie die Gunst der Stunde ergreifen<br />
und die neuesten Modelle der Hersteller noch in diesem Jahr erstehen.<br />
Wir stellen Ihnen den Großteil der besten Produkte im Winter vor.
Fernseher<br />
SIE SPAREN<br />
51, 70 €<br />
Sharp LC-37XD1E 1 999 Euro<br />
Anstatt an der LCD-Serie festzuhalten, die in<br />
der letzten HD+TV angekündigt wurde, ist diese<br />
kurzfristig eingestampft und die Aquos-Highgrade-<br />
Serie aus der Taufe gehoben worden. Mit neuer<br />
Hintergrundbeleuchtung für natürliche Hautfarben<br />
faszinierten die Sharp-LCDs auf der diesjährigen<br />
IFA. Der LC-37XD1E beherbergt zwei Millionen<br />
Bildpunkte im schicken Design und kostet nur noch<br />
1 999 statt der bislang veranschlagten 2 499 Euro –<br />
wer kann da noch widerstehen? CT<br />
www.sharp.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 51,70 Euro<br />
Rückkehr mit voller Leistung 2 599 Euro<br />
Telefunken ist wieder da und verlässt sich nicht alleine auf<br />
den guten Namen. Der 37-Zoll-Visium-LCD-Fernseher vereint<br />
innovatives Design mit neuester Full-HD-Technologie. Zudem<br />
erfüllt das Gerät sämtliche Voraussetzungen, die mit der Erteilung<br />
des „HD ready“-Logos verbunden sind. Optional bietet<br />
Telefunken den Flachbildfernseher mit integriertem Digitaltuner<br />
für DVB-T an. Ebenfalls optional ist eine mitgelieferte<br />
Senderbox für den drahtlosen Empfang. Bis zu drei Wände<br />
können somit zwischen Anschluss und TV-Gerät liegen. MA<br />
www.telefunken.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 67,22 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
67, 22 €<br />
SIE SPAREN<br />
51, 70 €<br />
Toshiba 32WLT68P 1 999 Euro<br />
LCD-Fernsehern sagt man bislang eine träge Reaktionszeit<br />
nach. Mit dem neuen Toshiba WLT68P gehören<br />
verwaschene Bilder aber endgültig der Vergangenheit<br />
an. Der Hersteller verdoppelte die Bildrate auf 100 Hertz<br />
und verkürzte so die Darstellungszeit jedes einzelnen<br />
Bildes um die Hälfte. Um dennoch die Geschwindigkeit<br />
der Wiedergabe beizubehalten, werden Zwischenbilder<br />
berechnet. Lohn des Aufwands sind die schärfsten<br />
bewegten Bilder der LCD-Geschichte. Trotz der kleineren<br />
<strong>HDTV</strong>-Auflösung erstrahlen Sendungen dank Pixel Processing<br />
IV messerscharf. Damit keine Anschlussprobleme<br />
für die Nutzer aufkommen, spendiert Toshiba gleich drei<br />
HDMI-Eingänge. CT<br />
www.toshiba.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 51,70 Euro<br />
Bilder: Sharp, Telefunken, Toshiba, Sony Pictures: „Klick“ im Kino, Constatin Film: „Das Parfüm“ im Kino<br />
074 www.hdplustv.de
Anzeige<br />
Mit Pioneer ist alles möglich 4 199 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
108, 50 €<br />
Sowohl ein DVB-T-Tuner als auch ein analoger TV-Tuner sind im PDP-507XD integriert<br />
und natürlich ist er „HD ready“. Ein Kontrastverhältnis von 4 000 : 1 sorgt für scharfe<br />
Bilder, die man bei seinen Abmessungen auch braucht, denn er ist mit immerhin 50 Zoll<br />
(127 Zentimeter) Bildschirmdiagonale nicht gerade der Kleinste. Bezüglich der Anschlüsse<br />
bleiben kaum Wünsche offen: Er verfügt u. a. über zwei HDMI- und drei Scart-Eingänge<br />
sowie über einen Component-Video-, S-Video-, Composite-AV- und PC-Eingang.<br />
Ferner besitzt der PDP-507XD einen optischen und analogen Audio- sowie Subwoofer-<br />
Ausgang. Die Bild-in-Bild-Funktion ermöglicht es, auf einen anderen Kanal umzuschalten,<br />
ohne das laufende Programm unterbrechen zu müssen. AN<br />
www.pioneer.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 108,50 Euro<br />
LG rüstet auf für die Zukunft 2 299 Euro<br />
Bilder: LG, Pioneer, 20th Century Fox: „Little Miss Sunshine“ ab dem 30. 11. 2006 im Kino<br />
Als flexibel und komfortabel beschreibt LG den LCD,<br />
der für sein Aussehen prämiert wurde. Der „HD ready“-42LC2RR<br />
mit 106 Zentimeter Bildschirmdiagonale<br />
(42 Zoll) besitzt einen 80-Gigabyte-Festplattenrecorder.<br />
Durch die Timeshift-Funktion wird flexibleres Fernsehen<br />
möglich. Der Gang zum Kühlschrank kann jederzeit<br />
angetreten werden, da man das Programm unterbrechen<br />
und zu beliebiger Zeit fortsetzen kann. Für<br />
Aufnahmen in High Definition (HD) stehen 20 Stunden,<br />
für Standard Definition (SD) 33 Stunden zur Verfügung.<br />
Das Kontrastverhältnis von 1 600 : 1 und die Bildhelligkeit<br />
von 500 cd/qm sowie Progressive Scan und 16,7 Millionen<br />
Farben versprechen realitätsnahe Bilder. Damit nicht unnötig<br />
Platz im Wohnzimmer vergeudet werden muss, ist<br />
die Nutzung des 42LC2RR als PC-Monitor möglich. AN<br />
www.lge.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 59,50 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
59, 50 €
Fernseher<br />
Auf die Persönlichkeit abgestimmt 4 500 Euro<br />
Innovative Konzepte aus Kronach sind nichts Neues. Dennoch erwartet den Heimkino-Freund mit der Individual-<br />
Compose-Reihe eine besondere Symbiose aus Darstellung und Klang. Im Mittelpunkt steht dabei die Kombination<br />
von großformatigen LCD-Flachbildschirmen mit einer optisch stimmigen Audio-Lösung. Beim Loewe Individual<br />
40 Compose besteht diese aus einem Flat-TV mit 101 Zentimeter Bildschirmdiagonale. Das hochauflösende<br />
Full-HD-Panel (1 920 × 1 080 Pixel) besticht mit nie gekannter Brillanz. Um der ganzheitlichen Philosophie von<br />
Loewe treu zu bleiben, haben die Entwickler einen <strong>HDTV</strong>-Empfänger integriert. Premiere-Zuschauer verwenden<br />
einfach eine der beiden CI-Schnittstellen. Eigens für den Sound ist der Individual 40 Compose mit einem individuell<br />
platzierbaren Centerspeaker, zwei Frontlautsprechern sowie einem aktiven Subwoofer ausgestattet. MA<br />
www.loewe.de<br />
SIE SPAREN<br />
77, 56 €<br />
Der Erste seiner Art 2 999 Euro<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 116,38 Euro<br />
Vom Pioniergeist beseelt, trägt nun erstmals ein Plasma-TV<br />
von Metz das „HD ready“-Logo. Der 42 HD besitzt dementsprechend<br />
alle wünschenswerten Details eines modernen<br />
Flachbildfernsehers. Über den HDMI-Eingang lassen sich Spielfilme<br />
ohne weiteres in exzellenter Qualität auf dem Schirm<br />
darstellen. Eine Auflösung von 1 024 × 768 Pixel sowie ein Kontrastverhältnis<br />
von 10 000 : 1 sprechen für sich. Imposant auch<br />
die Ausmaße: stattliche 106 Zentimeter Bildschirmdiagonale<br />
bringt das Gerät mit. Der spezielle 3D-Panorama-Sound sorgt<br />
für ein echtes Klangerlebnis. Ganz nach belieben können die<br />
mitgelieferten Lautsprecher direkt am Gerät fixiert oder seitlich<br />
davon angebracht werden. MA<br />
www.metz.de<br />
SIE SPAREN<br />
116, 38 €<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 77,56 Euro<br />
Bilder: Loewe, Metz, Panasonic, 20th Century Fox: „Der Teufel trägt Prada“ ab dem 12. 10. 2006 im Kino,<br />
„Pathfinder“ ab dem 11. 01. 2007 im Kino, Concorde Filmverleh GmbH: „Der Weiße Planet“ ab dem 28. 12. 2006 im Kino<br />
Panasonic TH-65PX600 ca. 12 999 Euro<br />
Gegen ihn wirken alle Fernseher wie Spielzeug. Der<br />
neue Panasonic-Plasma in XXL-Kinogröße bietet die<br />
gleiche Bildqualität wie seine kleineren Brüder. Aufgrund<br />
der vollen HD-Auflösung samt 1 080p-Unterstützung<br />
werden die Details aber noch plastischer herausgearbeitet<br />
und die riesige Bilddiagonale tut ihr Übriges,<br />
um jeden Fernsehabend zum Erlebnis werden zu lassen.<br />
Die kommende Stromrechnung könnte allerdings<br />
ebenfalls zum Abenteuer mutieren, denn der Stromverbrauch<br />
beträgt 720 Watt. CT<br />
www.panasonic.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 284,48 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
284, 48 €<br />
076 www.hdplustv.de
Scharfe Farbvielfalt 4 499 Euro<br />
Bilder: Samsung, Hitachi, Sony Pictures: „James Bond 007 Casino Royal“ ab dem 23. 11. 2006 im Kino, „Jagdfieber“ ab dem 09. 11. 2006 im Kino<br />
Mit einer dynamischen Kontrastrate von 10 000 : 1 übertrifft<br />
der LE-40M91B das Übliche. Aufgrund der so genannten<br />
LED-Backlight-Technologie werden gute Schwarzwerte<br />
und schnelle Reaktionszeiten ermöglicht. Eine Vielzahl von<br />
Leuchtdioden (LEDs) werden bei dieser Technologie mit<br />
dem Effekt eingesetzt, dass das Panel an jedem beliebigen<br />
Bildschirmpunkt mit der gleichen Hintergrundbeleuchtung<br />
arbeitet und so den Bildschirm gut ausleuchtet. Darüber<br />
hinaus verfügt der LE-40M91B über sagenhafte 25,7<br />
Milliarden darstellbare Farben. Selbstredend ist er mit<br />
einer Auflösung von 1 366 × 768 Pixeln „HD ready“. Auch<br />
in puncto Schnittstellen überzeugt er: u. a. zwei HDMI-<br />
Schnittstellen, zwei Scart-Anschlüsse sowie jeweils ein<br />
USB-, Cinch-, PC- und S-Video-Anschluss. AN<br />
www.samsung.de<br />
SIE SPAREN<br />
69, 80 €<br />
Volle Auflösung 5 899 Euro<br />
Der neue Sony-LCD-TV KDL-46X2000 der neuen<br />
Bravia-X-Serie bietet mit seinem 46-Zoll-Display<br />
volle HD-Auflösung auf 1 920 × 1 080 Bildpunkten.<br />
Er besticht nicht nur durch sein elegantes Design,<br />
sondern auch durch seine hochwertigen Ausstattungsmerkmale.<br />
An Anschlüssen findet der Nutzer<br />
zwei HDMI-Schnittstellen, zwei YUV-Eingänge und<br />
drei Scart-Terminals. Somit ist der LCD bestens für<br />
die Zukunft ausgerüstet. Durch die neue Bildverarbeitung<br />
„Live Colour Creation“ wird das Bildrauschen<br />
vermindert und die Farbdarstellung deutlich<br />
verbessert. Die ebenfalls hoch entwickelte Hintergrundbeleuchtung,<br />
die in reinem Weiß erstrahlt,<br />
erweitert zusätzlich den Farbraum und sorgt somit<br />
für eine besonders naturgetreue und realistische<br />
Abbildung. MG<br />
www.sony.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 116,50 Euro<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 152,56 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
116, 50 €<br />
HD-Premiere 2 699 Euro<br />
Hitachi stellt mit seinem neuen 42-Zoll-Plasma<br />
42PD9700 das weltweit erste Plasma-Panel mit einer<br />
Auflösung von 1 024 × 1 080 Bildpunkten vor. Die<br />
neue Displaytechnologie ist in der Lage, volle 1 080<br />
Zeilen anzuzeigen und somit gut fünf Prozent mehr<br />
Bild. Mit der Kombination des „Hitachi Picture Master“-HD-Chipsatzes<br />
der zweiten Generation kommen<br />
satte 68,8 Milliarden Farben mit mehr Schärfe,<br />
Lebendigkeit und Tiefe auf die Mattscheibe. Zusätzlich<br />
zu den technischen Finessen wurde die Gehäuseoberfläche<br />
des Gerätes entspiegelt und gegen<br />
Lichteinfall geschützt. Ein integrierter DVB-T-Tuner<br />
ermöglicht den Empfang von digitalem Fernsehen<br />
und zahlreiche Eingänge, u. a. zwei HDMI-Schnittstellen,<br />
Video-, S-Video- und Component-Buchsen,<br />
sorgen für die nötigen Anschlüsse. MG<br />
www.hitachi.de<br />
SIE SPAREN<br />
152, 56 €<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 69,80 Euro<br />
Fernseher<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 077
Beamer<br />
SIE SPAREN<br />
46, 14 €<br />
Kontraststarkes Heimkino 1 900 Euro<br />
Panasonic PT AE1000 3 999Euro<br />
Mitsubishi hat es vorgemacht und Panasonic zieht<br />
nach. Der neuste LCD-Projektor-Spross überrascht mit<br />
der höchsten <strong>HDTV</strong>-Auflösung samt firmeneigener<br />
Smooth-Screen-Technologie. Dabei werden die Leiterbahnen<br />
unscharf gezeichnet und so das berüchtigte<br />
Fliegengitter wirksam minimiert. Mit seiner dynamischen<br />
Gammakorrektur und 14-Bit-Farbtiefe scheint<br />
der Panasonic das LCD-Lager gehörig aufzumischen.<br />
Der Preis stimmt dagegen etwas bedenklich, denn<br />
das Bild wird nur schwer mit dem Sony VPL VW 50<br />
konkurrieren können – wir warten dennoch gespannt<br />
auf die ersten Testmuster. CT<br />
Mit dem PJ-TX300 von Hitachi kommt ein schicker und<br />
sehr leiser Beamer in deutsche Wohnzimmer. Er überzeugt<br />
besonders durch seine elegante Optik in schwarzem<br />
Klavierlack und dem besonderen Flüstermodus, der<br />
gerade einmal 26 Dezibel an Geräuschpegel produziert.<br />
Neben seinen hervorragenden Bildeigenschaften und<br />
dem hohen Kontrast von 10 000:1 kann er durch eine<br />
hochwertige Super-ED-Optik überzeugen, die aus aspherischen<br />
Linsen besteht. Zusammen mit der 10-Bit-Bildbearbeitung<br />
und der 3LCD-Technologie bringt er satte Farben<br />
und scharfe Bilder an die Wand. MG<br />
www.hitachi.de<br />
SIE SPAREN<br />
103, 42 €<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 49,14 Euro<br />
www.panasonic.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 103,42 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
129, 28 €<br />
Sony VPL VW 50 4 999 Euro<br />
Ein Full-HD-Projektor für unter 10 000 Euro? Was vor der<br />
IFA wie ein Traum erschien, macht Sony tatsächlich wahr.<br />
Für gerade einmal die Hälfte bietet der neue Projektor<br />
zwei Millionen Bildpunkte und verarbeitet alle Signale bis<br />
1 080p24. Die Technik basiert auf Sonys SXRD-Panel, die<br />
eine gewisse Ähnlichkeit zu LCDs aufweisen, aber über<br />
bessere technische Voraussetzungen verfügen. Für Sie bedeutet<br />
dies helle und kontrastreiche Bilder zum Spartarif.<br />
Der Sony VPL VW 50 darf sich zu Recht als eines der besten<br />
Preis-Leistungs-Angebote des Jahres bezeichnen. CT<br />
www.sony.com<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 129,28 Euro<br />
Bilder: Sanyo, Sim2. Sony, Hitachi, Panasonic, Sharp<br />
078 www.hdplustv.de
Maßgeschneidert 1 799 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
Mit dem neuen Heimkinoprojektor PLV-Z5 bringt<br />
Sanyo als Nachfolger des erfolgreichen PLV-Z4<br />
seinen neuen universell einsetzbaren Beamer auf<br />
den Markt. Die Auflösung des Gerätes beträgt<br />
1 280 × 720 Bildpunkte und kann somit HD-Material<br />
scharf und präzise abbilden. Die zwei integrierten<br />
HDMI-Schnittstellen machen ihn ohne lästiges Umstecken<br />
der Bildquellen zum Wohnzimmerliebling.<br />
Auch lässt sich der Projektor dank der horizontalen<br />
und vertikalen Lensshift-Funktion an verschiedene<br />
Raumverhältnisse perfekt anpassen. Mit einer Bildhelligkeit<br />
von 1 100 ANSI Lumen, bei einer Ausleuchtung<br />
von 85 Prozent, bringt er ein sattes Kontrastverhältnis<br />
von 10 000 : 1 auf die Leinwand, welches<br />
sogar seinen Vorgänger noch übertrumpft. MG<br />
258, 60 €<br />
Heimkinosonne 9 999 Euro<br />
Sharp bringt mit dem XV-Z21000 einen neuen<br />
Full-HD-DLP-Projektor auf den Markt. Das Gerät<br />
verfügt über satte 1 000 ANSI Lumen, die ein<br />
sagenhaftes Kontrastverhältnis von 12 000 : 1 auf<br />
die Leinwand zaubern. Mit der vollen HD-Auflösung<br />
von 1 920 × 1 080 Bildpunkten zeigt er<br />
scharfe und präzise hochauflösende Bilder. Durch<br />
die neuartige motorbetriebene Iris, mit dreistufiger,<br />
mechanischer Blendeneinstellung kann man<br />
bequem vom Sofa aus den Projektor bedienen<br />
und durch das vorhandene Lensshift perfekt<br />
justieren. Zwei HDMI-Schnittstellen, ein DVI- und<br />
ein analoger Komponenteneingang runden die<br />
Ausstattung des Gerätes ab. MG<br />
www.sharp.de Mehrwertsteuerersparnis: 258,60 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
46, 53 €<br />
Beamer<br />
www.sanyo.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 46,53 Euro<br />
Sim2 HT3000 16 000 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
413, 79 €<br />
Wenn es einen Projektor gibt, der allein mit<br />
seinen technischen Daten für Aufruhr sorgt,<br />
so ist es der HT3000 von Sim2. Im Inneren des<br />
Designgehäuses schlummert der neue DLP-Chip<br />
mit voller HD-Auflösung. Zusammen mit einer<br />
leistungsstarken Lampe bildet dieser eines der<br />
kontrastreichsten Bilder aller Projektoren ab – ob<br />
dies allein den hohen Preis rechtfertigt, wagen<br />
wir jedoch zu bezweifeln. Auf der IFA schlugen<br />
die neuen DLP-Projektoren aber alle Konkurrenten<br />
durch die unglaubliche Bildtiefe. CT<br />
www.sim2.at Mehrwertsteuerersparnis: 413,79 Euro<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 079
Beamer<br />
SIE SPAREN<br />
103, 19 €<br />
Flexibel einsetzbar 3 990 Euro<br />
Mitsubishi Electric setzt erneut Standards. Mit dem<br />
HC5000 präsentiert das Unternehmen einen der ersten<br />
LCD-Heimkinoprojektoren mit der vollen HD-Auflösung<br />
von 1 920 × 1 080 Pixeln. Auch sonst wird auf höchste Qualität<br />
geachtet. Ein Kontrastverhältnis von 10 000 : 1 sorgt<br />
für eine optimale Bilddarstellung, die Lichtstärke beträgt<br />
glatte 1 000 ANSI Lumen. Doch der HC5000 beeindruckt<br />
vor allem durch seine Flexibilität. Mittels motorisiertem<br />
horizontalen und vertikalen Lensshift sowie 1,6-fachem<br />
Zoom kann der Projektor an jede Raum- und Leinwandgröße<br />
angepasst werden. Der Abstand kann zwischen<br />
1,5 und 15,2 Meter gewählt werden – perfekt für jedes<br />
Wohnzimmer oder das eigene Heimkino. Für 3 990 Euro<br />
ist der Mitsubishi-Projektor ein echtes Highlight. MA<br />
www.mitsubishi-evs.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 103,19 Euro<br />
Edle Premium-Klasse 6 999 Euro<br />
Mit dem H 81 zeigt Optoma wieder einmal,<br />
worauf es bei einem High-End-Gerät ankommt.<br />
Der Full-HD-DLP-Projektor besitzt einen externen<br />
Prozessor sowie zahlreiche Anschlussmöglichkeiten.<br />
Drei HDMI- und zwei YUV-Ausgänge<br />
gehören zum Standard. Um den Filmgenuss nicht<br />
zu stören, wurde die Lautstärke auf 28 Dezibel<br />
reduziert. Optimal sind ebenso die Kontrastwerte<br />
(1 300 ANSI Lumen) sowie die Helligkeit (12 000 : 1).<br />
Optoma versichert zusätzlich eine Lampenlebensdauer<br />
von 2 000 bis 3 000 Stunden im Eco-Mode,<br />
womit langfristiger Spaß garantiert ist. Über einen<br />
1,2-fachen Zoom kann der Projektor auf die gängigen<br />
Leinwandgrößen eingestellt werden. Optoma<br />
liefert das Gerät mit Zubehör ab November für<br />
6 999 Euro aus, wobei zusätzlich Kosten für eine<br />
externe Videobox anfallen die 1 080p ausgeben<br />
kann, beispielsweise Optomas HD3000, welche<br />
noch einmal mit 1 899 Euro zu Buche schlägt. MA<br />
www.optoma.co.uk Mehrwertsteuerersparnis: 181 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
387, 93 €<br />
Harmonie in Vollendung 15 000 Euro<br />
Kinovergnügen ohne Grenzen verspricht der VP-11S1<br />
von Marantz. Dank voller HD-Auflösung, auch bekannt<br />
als 1 080p, ermöglicht der Projektor eine völlig neue<br />
<strong>HDTV</strong>-Erfahrung. Dafür verwendet der VP-11S1 die<br />
hochentwickelte DLP-Technologie mit zwei Millionen<br />
mikroskopischen Spiegeln – doppelt so viele wie der<br />
bisherige VP-12S4. Marantz erschafft auf diesem Weg ein<br />
harmonisches Bild, das die sichtbare Pixelstruktur nahezu<br />
eliminiert. Staubgeschützte Optik und eine zweifach<br />
gesicherte Gehäusestruktur gehören in dieser Klasse<br />
selbstverständlich dazu. Zudem verfügt das kommende<br />
Marantz-Flagschiff über hervorragende Kontrastwerte<br />
(6 500 : 1). Die CEC-Fehlerkorrekturtechnik sorgt für<br />
scharfe Kanten. Zwei HDMI- und zwei HD-Komponenteneingänge<br />
dürfen nicht fehlen. Selbstverständlich muss<br />
der Aufwand auch bezahlt werden. Knapp 15 000 Euro<br />
wollen für das exzellente Kleinod investiert sein. MA<br />
www.marantz.com<br />
SIE SPAREN<br />
181, 00 €<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 387,93 Euro<br />
Bilder: Mitsubishi, Optoma, Marantz, Denon, Panasonic, Harman Kardon<br />
080 www.hdplustv.de
Denon DVD-2930 899 Euro<br />
Blu-ray hin, HD DVD her: Die DVD wird uns auch noch die nächsten Jahre begleiten. Mit<br />
dem Denon-DVD-Player können Sie die Scheiben dabei gehörig aufpolieren. Ähnlich wie im<br />
großen Bruder DVD-3930 werkelt ein potenter Chip, um die geringe Auflösung bis 1 080p<br />
hochzurechnen. Das sieht zwar immer noch nicht wie echtes HD aus, überzeugte uns aber<br />
bereits im 3 499 Euro teuren Denon-DVD-A1XV. CT<br />
www.denon.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 23,25 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
23, 25 €<br />
DVD-Player<br />
Harman Kardon DVD-47 499 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
12, 91 €<br />
Dass Gutes immer ein wenig länger dauert, ist man bei Harman Kardon bereits<br />
gewohnt. Der DVD-47 bündelt aber wieder alle Zutaten für einen Testsieger.<br />
Dank pixelbasierter Abtastung erfolgt die Hochrechnung des Bildes bis auf 1 080i<br />
ohne Mängel und dass die Klangqualität stimmt, ist bei einem Harman-Kardon-<br />
Produkt selbstverständlich. Für gerade einmal 499 Euro erhalten Sie einen guten<br />
Player im ausklingenden DVD-Zeitalter. CT<br />
www.harmankardon.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 12,91 Euro<br />
Panasonic S99 349 Euro<br />
Günstig und dennoch vielseitig präsentiert sich Panasonics neuer DVD-Player. Neben DVD-Video<br />
und DVD-Audio spielt der S99 auch MP3s und JPG-CDs in bester Qualität ab. Als Herzstück<br />
fungiert ein 12-bit-/216-MHz-Videowandler samt Faroudjas DCDi-Technologie. Für den<br />
guten Ton sorgt ein hochwertiger Digital-Analog-Wandler. Per Audio-Only-Schaltung legen<br />
Sie die komplette Videosektion lahm und erhöhen nachträglich den Klanggenuss. CT<br />
www.panasonic.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 9 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
9 €<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 081
AV-Receiver<br />
SIE SPAREN<br />
33, 59 €<br />
Klangkünstler 1 299 Euro<br />
Yamaha bringt mit dem Receiver RX-V2700 einen AV-Receiver mit neuen Maßstäben auf den Markt. Er beherrscht<br />
die automatische Raumeinmessung jetzt auch mit der Frequenzanpassung des Subwoofers unterhalb der 63-Hertz-<br />
Grenze. Dies sorgt gerade in komplexen Räumen für eine saubere Basswiedergabe. Auch kann der Receiver mit<br />
den neuen DSP-Raumklang-Programmen überzeugen, die eine noch größere Zahl von Schallreflexionen berechnen<br />
können und somit angehörtes Material noch besser abbilden. Auch die spezielle Anordnung der Audio- und Videoplatinen<br />
im Inneren des Receivers sorgt für eine saubere Signalverarbeitung und kurze Signalwege. Die integrierte<br />
USB-Schnittstelle oder die Erweiterung mit dem optionalen iPod-Dock-Connector lassen kaum Wünsche offen. MG<br />
www.yamaha.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 33,59 Euro<br />
082 www.hdplustv.de<br />
Der Soundmacher 1 800 Euro<br />
Mit dem AV-Receiver SR8001 von Marantz, dem<br />
Nachfolger des schon fast legendären SR8500,<br />
erhält das Wohnzimmer einen neuen Mittelpunkt.<br />
Mit 7.1-Surround und vier HDMI-Eingängen sowie<br />
zwei HDMI-Ausgängen und der Fähigkeit, analoge<br />
Signale auf den HDMI-Ausgang zu konvertieren,<br />
lässt er kaum Wünsche offen. Als Steuerzentrale<br />
und mit modernster Ausstattung, wie etwa<br />
dem automatischen Einmesssystem, optimiert er<br />
nicht nur den Klang, sondern transportiert ein hohes<br />
Maß an Qualität in das Heimkino. Unterstützt<br />
wird er dabei von der volldiskreten Aufbauweise<br />
und hochwertigen Digitalkomponenten, die nicht<br />
nur den Ton, sondern auch das Bild in hoher Qualität<br />
transportieren. MG<br />
www.marantz.de Mehrwertsteuerersparnis: 46,55 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
64, 63 €<br />
SIE SPAREN<br />
46, 55 €<br />
Flaggschiff voraus 2 499 Euro<br />
Harman Kardon präsentiert sein neues 7.2-Kanal-Receiver-Flaggschiff,<br />
den AVR 745. Er kommt mit zwei<br />
HDMI-Schnittstellen daher, die auf einen Ausgang zusammengelegt<br />
werden können. Dank der hochwertigen<br />
Faroudja-DCDi-Prozessoren kann die Videoverarbeitung<br />
und –skalierung bis zum Format 720p/1 080i<br />
ermöglicht werden. Die aktuellste automatische<br />
Raumakustikanpassung ermöglicht neutralen Klang.<br />
Dieser ermittelt die akustischen Eigenschaften des<br />
Wohnraumes und kalibriert automatisch alle Lautsprecher<br />
inklusive der zwei Subwoofer-Kanäle.<br />
Auch Mehrraumfunktionalität und MP3-kompatible<br />
Docking-Varianten für iPods sind für den Boliden kein<br />
Problem. MG<br />
www.harman-kardon.de Mehrwertsteuerersparnis: 64,63 Euro<br />
Bilder: Harman Kardon, Marantz, Yamaha, Onkyo, KEF Audio, Heco-Audio
SIE SPAREN<br />
23, 27 €<br />
Surround Sound aus nur zwei Boxen<br />
Damit das Wohnzimmer von massigen Boxen verschont bleibt, verspricht<br />
KEF einen Raumklang von fünf Speakern aus jeweils zwei<br />
sichtbaren Gehäusen. Die Lautsprecher Fivetwoseven und Fivetwoeleven<br />
liefern in Kombination mit handelsüblichen Multichannel<br />
AV-Receivern bzw. AV-Verstärkern vollwertigen Raumklang. Die<br />
normalerweise hinten im Raum positionierten Surround-Boxen<br />
wurden komplett in die zwei Frontspeaker eingebaut. Sie arbeiten<br />
als Flächenstrahler und erzeugen ein Surround-Klangfeld von 360<br />
Grad. Der Fivetwoseven verfügt über sieben Chassis und einen Frequenzgang<br />
von 100 Hz bis 30 kHz. Die Empfindlichkeit beträgt 87<br />
Dezibel und 104 Dezibel wurden bei dem maximalen Schalldruck<br />
gemessen. Die Impedanz beträgt acht Ohm. Für den Fivetwoeleven<br />
mit elf Chassis reicht der Frequenzgang von 90 Hz bis 30 kHz. Die<br />
Empfindlichkeit liegt bei 87 Dezibel, der maximale Schalldruck bei<br />
109 Dezibel. Acht Ohm wurden bei der Impedanz gemessen. Die<br />
vom Hersteller empfohlenen Preise betragen beim Fivetwoseven<br />
500 Euro, beim Fivetwoeleven 900 Euro pro Stück. AN<br />
www.kefaudio.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 23 Euro<br />
Lautsprecher<br />
Familie Celan stellt sich vor<br />
Heco präsentiert mit der neuen Celan-Serie sieben Lautsprechern,<br />
bestehend aus 2-, 2,5- und 3-Wege-Bassreflex-Systeme,<br />
einem Center-Lautsprecher und einem Bassreflex-Subwoofer. Herz<br />
der Lautsprecherserie sind neue Chassis, die für die vorgesehenen Frequenzbereiche<br />
optimiert wurden. So ist der Celan Center 3 (siehe Foto), preislich mit<br />
499 Euro (UVP) im Mittelfeld, ein Drei-Wege-Centerspeaker mit Tieftöner, Mitteltöner<br />
und Nano-Hochtöner. In der Holzfurnierausführung (Buche, Kirsche, Rosenholz) bzw.<br />
beim Silber Glanzlack verbergen sich Wirkungsgrade von 91 Dezibel, ein Frequenzbereich<br />
von 30 Hz bis 50 kHz und Impedanzwerte von vier bis acht Ohm. Die Preise der<br />
restlichen Celan-Familienmitglieder liegen zwischen 349 und 999 Euro. AN<br />
SIE SPAREN<br />
12, 90 €<br />
www.heco-audio.det<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 9-26 Euro<br />
Für Saitenliebhaber 1 499 Euro<br />
SIE SPAREN<br />
38, 76 €<br />
Gitarrenhersteller Takamine und Onkyo tun sich zusammen. Das<br />
Ergebnis sind die Lautsprecher D-TK10 im Gewand einer Gitarre.<br />
Technisch verfügen die Lautsprecher über Zwei-Wege-Bassreflex-<br />
Gehäuse, vier Ohm Impedanz und einen Wirkungsgrad von 80<br />
Dezibel. Töne werden im Frequenzbereich von 50 Hz bis 100 kHz<br />
ausgegeben, der maximale Schalldruck beträgt 80 Dezibel. Um<br />
Interferenzen im Hoch- und Tieftonbereich zu verhindern, wurde<br />
die Technologie „Aero Acoustic Drive“ integriert. Das modern<br />
gestylte, nach musikalischen Gesichtspunkten konstruierte Mahagoni-Gehäuse<br />
ist äußerst stabil und mit 2,9 Kilogramm recht<br />
leicht. Eine gute Figur machen die Lautsprecher allemal. Für<br />
1 499 Euro pro Stück (UVP) gehören sie Ihnen. AN<br />
www.onkyo.de<br />
Mehrwertsteuerersparnis: 38,76 Euro<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 083
Schöner wohnen<br />
Flachbildfernseher sind an sich schon Designstücke, durch die Integration<br />
in ein ansprechendes Ambiente gewinnen sie aber noch einmal an Ausstrahlung.<br />
Deshalb beschreiten Hersteller von hochwertigen Fernsehern und<br />
Möbeln vermehrt gemeinsame Wege.<br />
VON THOMAS MEYER<br />
Frau und Mann sind einfach zu verschieden. Sie hat<br />
ein feines Gespür für das Kombinieren von Farben<br />
und Formen und ist damit die perfekte Wohnungseinrichterin.<br />
Er hingegen hat ein Faible für die Finessen<br />
der modernen Technik und duldet nur einen absoluten<br />
Highend-Fernseher im heimischen Wohnzimmer. Der<br />
Konflikt ist quasi vorprogrammiert.<br />
Spätestens seit dem Aufkommen formschöner<br />
LCD- und Plasma-Fernseher kann<br />
der Widerspruch zwischen Design<br />
und Funktionalität jedoch gelöst<br />
werden. Zum einen machen die<br />
flachen Schönlinge sowohl frei stehend<br />
als auch als „Wandgemälde“<br />
eine gute Figur. Zum anderen hat<br />
der Kunde beim Kauf eines neuen<br />
TV-Geräts nicht mehr nur die<br />
Auswahl zwischen einem schwarzen<br />
und einem silbernen Gehäuse.<br />
Loewe und Interlübke<br />
Vorreiter auf dem Gebiet der individualisierten Flachbildfernseher<br />
ist Loewe mit seiner „Individual“-Reihe,<br />
die vom Individual 26 mit 26-Zoll-Bilddiagonale bis zum<br />
Individual 40 Selection mit 40-Zoll-Bilddiagonale reicht.<br />
Die Reihe heißt nicht nur übersetzt „individuell“, sie ist es<br />
auch, denn bei 441 verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten<br />
dürfte für die meisten Geschmäcker etwas dabei<br />
sein. Der Premiumkunde kann bei den <strong>HDTV</strong>-fähigen<br />
LCD-Fernsehern nicht nur zwischen sieben Gehäuseund<br />
neun Intarsienfarben wählen. Loewe bietet zudem<br />
auch insgesamt sieben Aufstelllösungen an: Vom traditionellen<br />
Standfuß bis zur aparten Wandhalterung ist alles<br />
dabei. Und wer möchte, kann seinen Wunschfernseher<br />
sogar online konfigurieren und sich ein Angebot per E-<br />
Mail schicken lassen.<br />
Um jedoch auch den ausgefallensten Kundenwünschen<br />
Rechnung zu tragen, ging Loewe vor einem Jahr eine<br />
exklusive Partnerschaft mit dem Edelmöbelhersteller Interlübke<br />
aus dem westfälischen Rheda-Wiedenbrück ein.<br />
„Beide Partner haben hohe Design- und Qualitätsansprüche<br />
und verfolgen einen Systemgedanken mit individuellen,<br />
zukunftssicheren Produkten“, so Henrik Rutenbeck,<br />
Bereichsleiter Marketing bei Loewe, gegenüber HD+TV.<br />
„Zudem sprechen wir vergleichbare Zielgruppen mit vergleichbarer<br />
Unternehmensphilosophie an.“<br />
Fortan können Fernseher und Peripheriegeräte wie Receiver<br />
oder DVD-Recorder aus dem fränkischen Kronach<br />
Bilder: Interlübke, Loewe, Musterring, Sharp<br />
084 www.hdplustv.de
mit Farben und Oberflächen aus dem Repertoire des Edelmöbelherstellers<br />
bestellt werden und genauso haben Interlübke-Kunden umgekehrt<br />
die Möglichkeit, Möbel mit Loewe-eigenen Oberflächen und<br />
Farben zu kaufen. Zur gemeinsamen Vermarktung wurden deutschlandweit<br />
bereits mehr als 50 regionale Kooperationsverträge zwischen<br />
Loewe- und Interlübke-Fachhändlern getroffen. Dabei werden die<br />
Fernseher allerdings immer noch beim Loewe-Händler gekauft, während<br />
die Möbel nach wie vor Sache des Interlübke-Vertreters sind.<br />
Durch die simple Farb- und Oberflächenangleichung wird schon<br />
ein Mehr an Harmonie erreicht. Wem das nicht genügt, kann seine<br />
Loewe-Geräte auch in komplette Möbelkonzepte von Interlübke integrieren.<br />
Aus Rheda-Wiedenbrück kommen hierzu vor allem spezielle<br />
Schränke. Diese ermöglichen es entweder, die Loewe-Fernseher ganz<br />
präsent an der Außenseite des Möbelstücks anzubringen oder lassen<br />
die TV-Geräte dezent in ihrem voluminösen Inneren verschwinden.<br />
Gediegenes Understatement<br />
Auch wenn dies gegensätzlich erscheint, im Grunde genommen verfolgen<br />
die Designer mit beiden Ansätzen das Ziel des ganzheitlichen<br />
„Wohn-TV-Konzeptes“, d. h. auch der Fernseher wird als Designelement<br />
und weniger als elektronisches Gerät betrachtet. Demzufolge<br />
kommt es in erster Linie darauf an, dass der Fernseher auch im ausgeschalteten<br />
Zustand nicht die Gesamtästhetik durchbricht. Kabel und<br />
anderes weniger schön aussehendes technisches Zubehör verschwinden<br />
nach dieser Philosophie ebenfalls hinter Rahmen oder Möbelfronten.<br />
Während also ein kleiner Bildschirm, der einem Spiegel ähnlich in die<br />
Vorderseite einer Schrankschublade integriert wird, auch als schwarze<br />
Fläche nicht stört, gehören vor allem großflächige Displays bei<br />
Nichtgebrauch stilvoll versteckt. Perfekt gelöst wird dieses Vorhaben<br />
durch das von Werner Aisslinger kreierte Sideboard „Cube“, das den<br />
Loewe-TV mittels motorischer Hubfunktion in sein Inneres versenkt.<br />
Der Clou: Das „Verschlucken“ des Fernsehers wird über eine spezielle<br />
Loewe-Fernbedienung gesteuert – besonders praktisch, wenn Loewe-<br />
Fernseher und Interlübke-Sideboard im Schlafzimmer stehen und<br />
man schon im Bett liegt.<br />
Das Design nicht nur schön, sondern auch funktionell sein kann,<br />
beweist auch das von Loewe und Interlübke gemeinsam entwickelte<br />
Schwenkarmsystem. Diese Metallkonstruktion mit Scharnieren wird<br />
in die Vitrine „Studimo“ eingebaut und hält den Loewe-Fernseher,<br />
der auf diese Weise in alle nur erdenklichen Richtungen geschwenkt<br />
werden kann. Dadurch kann man quasi vom ganzen Raum aus fernsehen<br />
und seine Wohnzimmermöbel platzieren, ohne auf den Standort<br />
des Fernsehers Rücksicht zu nehmen.<br />
Sharp und Musterring<br />
Bei seiner Suche nach einem geeigneten Partner aus der Möbelbranche<br />
wurde auch Sharp in Rheda-Wiedenbrück fündig. „Hochwertige<br />
Unterhaltungselektronikprodukte verlangen geradezu nach einer<br />
perfekten Inszenierung“, so Frank Bolten, Geschäftsführer von Sharp<br />
Electronics Germany/Austria, zur Begründung. „Zusammen mit Musterring<br />
können wir dem Kunden eine ganzheitliche, technisch perfekte<br />
Lösung für sein individuelles Heimkino anbieten.“ Erste Früchte<br />
der Zusammenarbeit waren bereits auf der Internationalen Möbel-<br />
Sharp und Musterrring<br />
Große Klappe: Bei der Musterring-Wohnwand „Ricardo“ ist der<br />
Sharp in ein Rückpaneel eingebaut, das mitsamt Fernseher nach<br />
vorne geklappt werden kann<br />
Vor und zurück: Beim Schlafzimmer- und Apartmentprogramm<br />
„Indira“ ist der „Aquos“ in eine Schublade montiert, in deren Inneren<br />
sich z. B. DVDs samt Player verstecken können<br />
Fernsehen beim Essen: Bei der Kochzeile „Cadeo“ verschwindet<br />
der LCD-Fernseher bei Bedarf hinter dem oberen Schrankteil<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 085
messe zu sehen. In Köln präsentierte Sharp<br />
zusammen mit dem Edelmöbelhersteller aus<br />
dem Westfälischen den größten integrierten<br />
LCD-Fernseher der Welt mit einer Bilddiagonale<br />
von 1,65 Meter.<br />
Auch wenn Sharp und Musterring – anders<br />
als Loewe und Interlübke – nicht Gehäuseund<br />
Intarsienfarben miteinander abstimmen,<br />
ermöglicht die Zusammenarbeit von<br />
Fernseher- und Möbelproduzent eine fast<br />
flächenbündige Integration der LCD-TVs<br />
Loewe und Interlübke<br />
der „Aquos“-Reihe. Das Angebot reicht von<br />
relativ simplen Anwendungen wie der Schiebetür,<br />
hinter der der Sharp-Fernseher beim<br />
„Euro Wohnsystem“ verschwindet, bis hin zu<br />
ausgetüftelten Lösungen wie bei der Wohnwand<br />
„Ricardo“, wo der „Aquos“ bündig in<br />
ein Rückpaneel eingesetzt wird. Bei Bedarf<br />
kann das Paneel inklusive eingebautem Fernseher<br />
auch nach vorne geklappt werden, um<br />
einen anderen Blickwinkel zu ermöglichen.<br />
Für die Wohnküche gedacht, ist der Raumteiler<br />
„Trento“. Wer sowohl vom Küchentisch<br />
als auch vom Sofa aus fernsehen möchte,<br />
stellt den Sharp auf dieses Medienelement,<br />
das um fast 360 Grad gedreht werden kann.<br />
Intelligent sind vor allem die Platz sparenden<br />
Lösungen aus dem Hause Musterring.<br />
Bei Schlafzimmer- und Apartmentschränken<br />
des „Indira“-Programms wird ein kleiner<br />
Sharp-LCD in das Paneel einer Schublade integriert.<br />
Öffnet man die Schublade, versteckt<br />
sich dahinter z. B. die DVD-Sammlung samt<br />
dem dazugehörigen Player, der an den Fernseher<br />
angeschlossen ist. Gleiches gilt auch für<br />
die Wohnwand „Tarragona“, bis auf dass hier<br />
der Fernseher nur zu einer Seite hin seitlich<br />
geschwenkt werden kann.<br />
1.<br />
2.<br />
Überall fernsehen: Der Loewe-LCD wird per metallenem<br />
Schwenkarm an Interlübkes Vitrine „Studimo“ befestigt<br />
und kann so vom ganzen Raum aus eingesehen werden<br />
Wettkochen mit Biolek<br />
Während sich Loewe und Interlübke bei ihren<br />
gemeinsamen „Möbel-Unterhaltungselektronik-Konzepten“<br />
auf Wohn- und<br />
Schlafzimmer beschränken, gehen Sharp<br />
und Musterring auch in die Küche. Bei der<br />
Kochzeile „Cadeo“ wird der LCD in ein vertikal<br />
bewegliches Schubfach eingebaut. Wenn<br />
man keine Verunreinigungen der Fernseheroberfläche<br />
riskieren oder gerade nicht fernsehen<br />
möchte, verschwindet das Schubfach<br />
elegant hinter dem oberen Schrankelement.<br />
Hat man Lust synchron mitzukochen, während<br />
Alfred Biolek, Tim Mälzer oder Rainer<br />
Calmund im TV den Kochlöffel schwingen,<br />
kann man das Schubfach wieder herunterlassen.<br />
Der obligatorische Geschmackstest<br />
bei den Fernsehköchen findet jedoch weiterhin<br />
ohne den Zuschauer statt.<br />
3. 4. 5.<br />
Wie von Geisterhand: Durch eine integrierte motorische Hubfunktion wird der Loewe-Fernseher<br />
stilvoll im Sideboard „Cube“ versenkt<br />
086 www.hdplustv.de
JETZT ABONNIEREN UND<br />
PRÄMIE SICHERN!<br />
2-Jahres-Abo HD+TV<br />
+3 m HDMI-Kabel<br />
– High Quality<br />
ohne Zuzahlung!<br />
2-Jahres-Abo HD+TV<br />
+HDMI-switch box<br />
– 4 HDMI-Input-Buchsen und 1 HDMI-Output-Buchse<br />
– 4 Schalter, um die Eingabegeräte auszuwählen<br />
– digital, unkomprimiert, Highspeed<br />
– unterstützt digitale Auflösungen gemäß Standard 1080i<br />
Zuzahlung nur 54,90 EUR<br />
2-Jahres-Abo HD+TV<br />
+5 m HDMI-Kabel<br />
– High Quality<br />
Zuzahlung nur 15,00 EUR<br />
Ja, ich abonniere HD+TV als: 2-Jahres-Abo – 12 Ausgaben zum Preis von 49,80 EUR<br />
Das Abonnement verlängert sich zu den dann gültigen Abo-Konditionen um jeweils ein Jahr, wenn ich nicht spätestens 7 Tagen nach Erhalt des zehnten Heftes<br />
per Post oder Fax bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig, gekündigt habe.<br />
Bitte beachten Sie: Die Auslieferung des Abos und der Prämie erfolgt erst nach Zahlungseingang. Angebot gilt nur in Deutschland.<br />
Bitte deutlich in Druckschrift ausfüllen:<br />
Firma, Abteilung<br />
Name, Vorname<br />
Ich wähle folgende Prämie:<br />
3 m HDMI-Kabel<br />
ohne Zuzahlung<br />
5 m HDMI-Kabel<br />
Zuzahlung:15,00 EUR<br />
HDMI-switch box<br />
Zuzahlung: 54,90 EUR<br />
Sobald der Gesamtbetrag bei uns eingegangen ist, erhalten Sie Ihre<br />
Prämie zugeschickt.<br />
Straße, Hausnummer<br />
PLZ<br />
Ort<br />
Ich bezahle per Kreditkarte per Bankeinzug per Rechnung<br />
Daten für die Zahlung per Kreditkarte:<br />
Daten für die Zahlung per Bankeinzug:<br />
Bitte einsenden an:<br />
Auerbach Verlag<br />
und Infodienste GmbH<br />
– Leserservice –<br />
Lauchstädter Straße 20<br />
04229 Leipzig<br />
Name des Karteninhabers<br />
Kartennummer<br />
Kontoinhaber<br />
oder per Fax an:<br />
(0341) 14955-11<br />
Kartenprüfnummer<br />
Gültigkeit der Karte<br />
Kontonummer<br />
Bankleitzahl<br />
Geldinstitut<br />
oder schnell im Internet:<br />
www.hdplustv.de/abo<br />
Visa Mastercard American Express<br />
Mir ist bekannt, dass ich innerhalb von 2 Wochen nach Bestellung ohne Begründung bei der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Lauchstädter Str. 20,<br />
04229 Leipzig, per Post oder Fax widerrufen kann. Maßgeblich ist der Tag der Absendung (Poststempel genügt).<br />
Datum, Unterschrift<br />
Einfach ausschneiden, ausfüllen und per Fax an (03 41) 1 49 55-11 oder mit der Post einsenden.
Im Fokus der Musik<br />
Der hauchdünne Esotec-<br />
Gewebehochtöner verzerrt<br />
selbst bei höchsten Frequenzen<br />
nicht. Ein kraftvoller<br />
Neodym-Magnet<br />
treibt die Seidenkalotte zu<br />
Höchstleistungen<br />
„Dänen lügen nicht“, mit diesem Aufdruck begrüßten uns die neuen Dynaudio-Focus-Lautsprecher.<br />
Wie in jeder Weisheit schwingt dabei immer ein<br />
wenig Wahrheit mit, so dass wir uns bereits vor dem Probehören auf eines<br />
einstellten: reinen, unverfälschten Klang.<br />
VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />
In ihrem dunklen Echtholzgehäuse samt schwarzer<br />
Frontabdeckung wirken die Dynaudio Focus fast<br />
schon angriffslustig. Das sich nach hinten verjüngende<br />
Gehäuse hält nicht nur unliebsame Resonanzen im<br />
Inneren fern, sondern gibt den Lautsprechern ein zeitgemäß<br />
modernes Antlitz.<br />
Ein wenig mehr vom spendablen Auftreten hätten die<br />
Hersteller auch dem Zubehör zukommen lassen können,<br />
denn es gibt weder einen Unterleger für den Center-Lautsprecher,<br />
noch Gummifüße für den sicheren Stand. Der<br />
optionale Standfuß für die Focus 200 C kostet nochmals<br />
99 Euro. Dagegen versöhnen die stabilen Lautsprecherklemmen,<br />
die, typisch Dynaudio, nur ein Paar Boxenkabel<br />
aufnehmen. Die Trennung des Hoch- und Mitteltöners<br />
wird im Inneren von einer aufwändigen Frequenzweiche<br />
überbrückt. Im Gegensatz zu manch anderer Technik erwerben<br />
Sie mit der Focus-Linie eine Investition für die<br />
Zukunft, denn die Vorgängerin hielt sich länger als ein<br />
Jahrzehnt am Lautsprechermarkt.<br />
Qualitätspreis<br />
Mit 800 Euro für die größeren Kompaktlautsprecher<br />
Focus 140, rund 900 Euro für den Center 200 C und<br />
600 Euro für die kleineren Focus 110 summiert sich ein<br />
Multikanalset auf 3 700 Euro – ohne Subwoofer wohlgemerkt.<br />
Damit übersteigt das Focus-Set in seinem Wert<br />
den Großteil unserer bisherigen Lautsprechersysteme.<br />
Somit waren die Erwartungen hoch, als die Lautsprecher<br />
088 www.hdplustv.de
unseren Hörraum betraten. Die Größe der Focus 140<br />
zeigte bereits die Grundtonstärke des Kompaktlautsprechers,<br />
welcher auch tiefe Frequenzen manierlich aufbereiten<br />
kann. Die fast identischen Focus 110 steigen nicht<br />
ganz so tief in den Basskeller, aber wer einen potenten<br />
Subwoofer sein Eigen nennt und hauptsächlich bei THXkonformer<br />
80-Hertz-Frequenz trennt, erhält bereits ausreichend<br />
Volumen, um auch die größten Schlachten in<br />
brachialer Lautstärke zu überstehen.<br />
Ehrliche Haut<br />
In unserem Hörraum trat das Dynaudio-Focus-Set unter<br />
anderem gegen den Preis-Leistungs-Champion von Monitor<br />
Audio, das Silver-RS-Set, an. Zunächst gaben sich<br />
die Dänen überraschend zurückhaltend. So funkelten<br />
die Gitarrensaiten unserer Aufnahmen bedeutend weniger,<br />
als bei der Konkurrenz. Die Focus-Linie hält ihren<br />
Hochtonbereich im Zaum, aber verschweigt kein Detail.<br />
Es sind mit Sicherheit keine Lautsprecher, welche sofort<br />
in ihren Bann ziehen, um den Hörer anschließend festzunageln.<br />
Die Dynaudio schmeicheln vielmehr durch ihre<br />
neutrale Auslegung, denn besonders in komplizierten<br />
sowie lautstarken Arrangements, wie im Album Picaresque<br />
der Gruppe Decemberists, lassen sich die Dynaudios<br />
niemals aus der Fassung bringen. Jederzeit genießen Sie<br />
einen klaren, im Hochtonbereich minimal schöngefärbten<br />
runden Klang, welcher das spielende Orchester in den<br />
Raum transferiert, ohne einen der spielenden Protagonisten<br />
zu bevormunden. Auch mit zerbrechlichen Stimmen<br />
und ausgefallenen musikalischen Einflüssen kommen die<br />
Focus außerordentlich gut zurecht. Vereinfacht ausgedrückt,<br />
können Sie diese Lautsprecher mit allem füttern,<br />
was ihr CD-Schrank hergibt. Wir haben bisher noch keinen<br />
Schallwandler vernommen, der in dieser strikten Art<br />
und Weise jedwede Eigendynamik vermeidet, um einzig<br />
das zu spielende Material wiederzugeben.<br />
Die Ruhe im Sturm<br />
Im Filmbereich wollten wir die Dynaudio dann im<br />
Ridley Scott Doppelpack „Gladiator“ und „Königreich<br />
der Himmel“ aus der Reserve locken. Die dynamische<br />
Tonuntermalung im feinsten DTS-Klang beeindruckt<br />
durch ihre Weite, Wucht und Klarheit, wie kaum eine<br />
andere Produktion. Mittels der unverfärbten dänischen<br />
Lautsprecher entging uns keine Silbe der Dialoge. Selbst<br />
im größten Getümmel sind die Schreie deutlich zu vernehmen<br />
und vor allem stressfrei. Auf den Schlachtfeldern<br />
konnten auch die heftigen Einschläge der Brandbomben<br />
nicht die umherfliegenden Pfeile und herrenlosen Pferde<br />
maskieren, wie es mit anderen Lautsprechern der Fall<br />
war. Niemals betäuben die Dynaudio Focus Ihre Ohren,<br />
um sich nachhaltig Gehör zu verschaffen.<br />
Die spezielle, vermeintlich richtige Auslegung erkauft<br />
sich der Hersteller aber auch mit Kompromissen, die in<br />
unserer Redaktion heiß diskutiert wurden. So sind die<br />
Focus keine Lautsprecher, die das Klanggeschehen vom<br />
Boxenkorpus lösen können und dreidimensional mitten<br />
in den Raum stellen. Stattdessen binden sie alle Klänge an<br />
sich und fokussieren die Gleichberechtigung aller Instrumente.<br />
Was sehr lobenswert erscheint, dürfte den Dyn-<br />
Ein Paar Klemmen reicht<br />
aus: Die Ansteuerung des<br />
Hoch- und Tieftöners übernimmt<br />
die Frequenzweiche<br />
Focus 220<br />
Focus 110<br />
Neben den getesteten Kompaktlautsprechern<br />
samt großem Center stehen noch die Focus 220<br />
zum Kauf bereit. Die Echtholzfurniere sind in<br />
vier Farben erhältlich<br />
Focus 200 C<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 089
audios speziell bei einem kurzen Hörvergleich<br />
einige Nachteile einbringen, denn die<br />
meisten Konkurrenzlautsprecher in dieser<br />
Preisklasse besitzen einen eigenen Charakter,<br />
der zwar auf eine Verfälschung des Originals<br />
hinausläuft, aber auch als persönliche Note<br />
empfunden wird. Den Focus ein solches<br />
Merkmal zuzusprechen, fällt schwer, denn<br />
mit keiner CD und keinem Film konnten<br />
wir ihre ausgeglichene Spielweise durchbrechen.<br />
Hört man die Lautsprecher aber über<br />
mehrere Stunden auch bei hohen Pegeln,<br />
so stellt sich keine Müdigkeit ein. Zwar gibt<br />
es Lautsprecher, die das Obertonspektrum<br />
farbenfroher und plastischer auskleiden,<br />
der Preis dafür ist jedoch hoch: So mussten<br />
wir im Lied „16 Military Wives“ sogar unsere<br />
Ohren zuhalten, denn die von uns hoch<br />
gelobten Monitor Audio überstrapazierten<br />
schlichtweg unser Gehör. Dagegen spielten<br />
die Dynaudios unvermindert gelassen und<br />
dennoch ehrlich. Im Gegensatz dazu schälen<br />
die Briten bei akustischen Gitarren das letzte<br />
Quäntchen Präzision aus den Saiten und<br />
stechen die Dänen in ihrer Zurückhaltung<br />
etwas aus. Aufgrund ihrer ausladenden Größe<br />
stellen die Focus 140 Instrumente jedoch<br />
weitaus körperhafter dar, als es die zierlichen<br />
Monitor Audio jemals könnten. Selbst die<br />
Schwestern Focus 110 können hier beinahe<br />
mithalten und spielen mit jener Ausgeglichenheit,<br />
die auch die größeren Focus 140<br />
auszeichnet. Im Hochtonbereich wirken sie<br />
allerdings ein wenig plakativer, so dass uns<br />
die größeren Dynaudios am Ende doch mehr<br />
zusagten.<br />
Box im Schafspelz<br />
Die Dynaudios haben uns überzeugt. Nachdem<br />
in den ersten Minuten ein wenig Ernüchterung<br />
eintrat, ob der unpersönlichen<br />
Spielweise, so sehr faszinierten die Lautsprecher<br />
nach längeren Höreindrücken. Speziell<br />
bei Konzertpegeln geht das Dynaudio-Konzept<br />
auf: Kein Ton tanzt aus der Reihe und<br />
der Hörer kann sich sämtlichen Einzelheiten<br />
der Aufnahme annehmen, ohne einen unangenehmen<br />
Zwischenton befürchten zu müssen.<br />
Es ist einfach eine Wohltat, wenn die<br />
Blue Man Group auf der DVD „The Complex<br />
Rock Tour“ kunstvoll das Trommelfell<br />
massiert, ohne dass der Hörer vor Schreck<br />
fluchtartig das Zimmer verlässt.<br />
Somit können wir nach etlichen Hörstunden<br />
eine Kaufempfehlung aussprechen, die<br />
in mehrerer Hinsicht allgemeingültig ist. Die<br />
Dynaudio Focus sind ein Standard bei allen<br />
Tonträgern. Sie klingen zwar nicht so lebhaft<br />
und verspielt wie manch andere Box, aber<br />
hinter diesen Wesenszügen stecken meist<br />
klangliche Anpassungen, denen Dynaudio<br />
ganz klar abschwört: Hier kommt wirklich<br />
nur das aus den Lautsprechern, was in<br />
der Aufnahme steckt. „Dänen lügen nicht“,<br />
diesen Ausspruch können wir bejahen,<br />
auch wenn wir uns ein wenig mehr Extrovertiertheit<br />
gewünscht hätten. Auch ist der<br />
Hochtonbereich ein wenig zu rund, so dass<br />
Streichern an manchen Stellen der letzte Biss<br />
fehlt. Nichtsdestotrotz erreichen die Dynaudios<br />
das bislang höchste Klangergebnis, denn<br />
sie sind universell einsetzbar und kommen<br />
mit allen Aufnahmen hervorragend zurecht.<br />
Zudem entsprach selten eine Produktbezeichnung<br />
so sehr dem Klangcharakter. Die<br />
Dynaudios stellen sich in den Fokus der Musik<br />
und nicht umgekehrt. Wollen Sie Ihre<br />
Tonträger entspannt genießen, aber dennoch<br />
lautstark erleben, erhalten Sie hier unsere<br />
Empfehlung.<br />
Ausstattung<br />
Hersteller<br />
Dynaudio<br />
Modell<br />
Focus Linie<br />
Preis in Euro 3700,–<br />
Info<br />
www.dynaudio.de<br />
Typ<br />
2-Wege-Lautsprecher<br />
Maße (B/H/T) in cm 20,3 × 35,0 × 29,5<br />
Gewicht<br />
8,5 kg<br />
Farben<br />
Kirsche, Ahorn, Palisander,<br />
Schwarz<br />
magnetisch<br />
abgeschirmt<br />
ja<br />
Dynaudio Focus Line<br />
Ausstattung/<br />
Verarbeitung 18 von 20<br />
Benutzerfreundlichkeit<br />
9 von 10<br />
Wiedergabequalität<br />
61 von 70<br />
Gesamt 88 von 100<br />
Dynaudio Focus Line<br />
AUSGABE 6.2006<br />
090 www.hdplustv.de<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft
<strong>HDTV</strong>-Fachhändler<br />
Ihr Fachhändler erklärt Ihnen alle Vorzüge von <strong>HDTV</strong> und berät Sie gern beim Kauf.<br />
PLZ 0<br />
Leipzig<br />
Heimkino Klohs<br />
Eugertstr. 8 HH, PLZ 04177<br />
Telefon: (03 41) 9 40 50 77, Fax: (03 41) 9 40 50 17<br />
Stollberg<br />
ACR Resch<br />
Auerstr. 11a, PLZ 09366<br />
Telefon: (03 72 96) 8 35 08<br />
PLZ 1<br />
Berlin<br />
Megascreen <strong>HDTV</strong><br />
Ritterfelddamm 169, PLZ 14089<br />
Telefon: (030) 36 43 30 30, Fax: (030) 36 43 30 50<br />
megascreenhome@aol.com<br />
PLZ 2<br />
Delingsdorf<br />
Happy Cinema<br />
Wiesengrund 1, PLZ 22941<br />
Telefon: (0 45 32) 2 67 92 93<br />
Oldenburg<br />
Telepoint<br />
Posthalterweg 2c, PLZ 26129<br />
Telefon: (04 41) 97 09 90, Fax: (04 41) 97 09 91 01<br />
telepoint.oldenburg@telepoint.de<br />
PLZ 2<br />
Leer<br />
Telepoint<br />
Nültermoorer Str. 2, PLZ 26789<br />
Telefon: (04 91) 92 56 60, Fax: (04 91) 9 25 66 68<br />
telepoint.leer@telepoint.de<br />
PLZ 3<br />
Hannover<br />
Auditorium GmbH Ziese & Giese<br />
Berliner Allee 9–11, PLZ 30175<br />
Telefon: (05 11) 32 44 30, Fax: (05 11) 32 98 21<br />
info@ziesegiese.de<br />
Niederndodeleben<br />
<strong>HDTV</strong>-Profi.de<br />
Habichtweg 16, PLZ 39167<br />
Telefon: (03 92 04) 8 22 25, Fax: (03 92 04) 9 15 87<br />
www.hdtv-profi.de, info@hdtv-profi.de<br />
PLZ 5<br />
Köln<br />
Euphonia GmbH<br />
An Groß St. Martin 5, PLZ 50667<br />
Telefon: (02 21) 9 25 70 20<br />
PLZ 6<br />
Offenbach<br />
Hifi Im Hinterhof GmbH<br />
Geleitstr. 50, PLZ 63067<br />
Telefon: (069) 88 86 09<br />
PLZ 7<br />
Gemmrigheim<br />
Scottys – Beamer<br />
Hauptstr. 49, PLZ 74376<br />
Telefon: (0 71 43) 84 14 01, Fax: (0 71 43) 84 14 00<br />
info@scottys-beamer.de<br />
Freiburg<br />
Hifi Müller GmbH<br />
Bernhardtstr. 2, PLZ 79098<br />
Telefon: (07 61) 50 88 62<br />
BESTELLFORMULAR<br />
Ja, ich möchte das Magazin HD+TV in meinem Geschäft verkaufen. Meine Adresse wird ab der nächstmöglichen<br />
Ausgabe im Fachhandelsverzeichnis geführt. Bitte liefern Sie mir ab der nächstmöglichen Ausgabe<br />
_______ Exemplare der HD+TV (Verkaufspreis 4,90 Euro).<br />
Mindestbestellmenge 5 Exemplare. Bei Ausgaben mit CD/DVD bitte den eventuell erhöhten Heftpreis beachten.<br />
Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund der hohen Rabatte kein Remissionsrecht bieten können.<br />
Es gelten folgende Sonderkonditionen:<br />
Kein Risiko: Sie können die Belieferung jederzeit kündigen*.<br />
Menge/Preis (inkl. Porto/Versand) 5 Hefte 17,09 Euro (25% Rabatt)<br />
10 Hefte 31,90 Euro (30% Rabatt)<br />
15 Hefte 44,43 Euro (35% Rabatt)<br />
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise.<br />
Formular ausschneiden,<br />
ausfüllen und einsenden an:<br />
Auerbach Verlag<br />
und Infodienste GmbH<br />
Lauchstädter Str. 20<br />
04229 Leipzig<br />
oder schnell per Fax<br />
(03 41) 1 49 55-11<br />
Ihre Rechnungsanschrift:<br />
Bezahlung:<br />
Firma<br />
Name/Abteilung<br />
Straße/Hausnummerw<br />
PLZ/Ort/Land<br />
per Lastschrift<br />
halbjährlich (2,5% Rabatt)<br />
BLZ/Geldinstitut<br />
Kontonummer<br />
Kontoinhaber<br />
per Rechnung<br />
jährlich (5 % Rabatt)<br />
Telefon/Fax/E-Mail-Adresse<br />
Datum/Ihre Unterschrift<br />
Ort, Datum<br />
Unterschrift<br />
* Der Eintrag verlängert sich automatisch, wenn nicht per Post oder Fax ber der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH gekündigt wurde.
Klassentreffen<br />
In dieser Ausgabe im<br />
Test: Dynaudio Focus<br />
In unserer Übersicht finden Sie eine Auswahl<br />
bislang getesteter Produkte mit einer Wortbewertung,<br />
welche die Vor- und Nachteile<br />
auf den Punkt bringt. Alle Komponenten sind<br />
in alphabetischer Reihenfolge geordnet. Die<br />
Nachfolgeprodukte ersetzen bei gleicher oder<br />
besserer Bewertung den Vorgänger.<br />
Modell Ansicht Testurteil Bewertung Preis Info Ausgabe<br />
Lautsprecher<br />
Dali<br />
Ikon<br />
Ein spielfreudiges Set, dass müden<br />
Anlagen und muffigen Räumen<br />
Leben einhaucht.<br />
Gut<br />
82<br />
3 500,– www.dali.dk 05/06<br />
Dynaudio<br />
Focus<br />
Nicht günstig, aber gnadenlos gut:<br />
Solch eine angenehm ausgeglichene<br />
Spielweise hören Sie selten. Testsystem<br />
ohne Subwoofer.<br />
Sehr gut<br />
88<br />
3 700,– www.dynaudio.de 06/06<br />
Audio-Receiver/Verstärker<br />
Marantz<br />
SR9600<br />
Seine mächtigen Endstufen und das<br />
puristische Äußere täuschen: Der<br />
Marantz ist ein filigraner Musikexperte,<br />
der in Stereo wie in Multikanal<br />
glänzt.<br />
Ausgezeichnet<br />
90<br />
3 499,– www.marantz.de 05/06<br />
Onkyo<br />
TX-SR647E<br />
Unglaublich günstiger, erwachsen<br />
aufspielender Heimkinoreceiver<br />
mit HDMI. Audyssey-Automatikeinmessung.<br />
Gut<br />
82<br />
699,– www.onkyo.de 06/06<br />
Yamaha<br />
RX-V2600<br />
DVD-Player<br />
Mehr Ausstattung zum kleineren<br />
Preis gibt es nicht. Klanglich spielt<br />
der Yamaha dank seiner Nachbearbeitungsprogramme<br />
ganz vorn mit.<br />
Sehr gut<br />
87<br />
1 299,– www.yamaha-hifi.de 05/06<br />
Denon<br />
DVD-A1XV<br />
Ehre, wem Ehre gebührt: Denon<br />
baut den besten DVD-Player aller<br />
Zeiten. So lässt sich die Wartezeit auf<br />
HD DVD und Blu-ray verschmerzen.<br />
Ausgezeichnet<br />
94<br />
3 499,– www.denon.de 05/06<br />
Marantz<br />
DV-9600<br />
Marantz macht fast alles richtig:<br />
Besonders der Klang überzeugt auf<br />
ganzer Linie. Wäre doch nur der<br />
Vollbildkonverter stabiler ...<br />
Sehr gut<br />
88<br />
1 999,– www.marantz.de 05/06<br />
Sony<br />
DVP-NS9100ES<br />
Klanglich tadelloser, fantastisch verarbeiteter<br />
Player. Gutes, aber nicht<br />
herausragendes Bild.<br />
Gut<br />
84<br />
1 600,– www.sony.de 03/06<br />
TV-Geräte<br />
JVC<br />
HD-56ZR7<br />
Der Rückpro auf HD-ILA-Basis zeigt<br />
riesige Bilder ohne Fliegengitter.<br />
Ausleuchtung mit Schwächen.<br />
Gut<br />
75<br />
3 499,– www.jvc.de 03/06<br />
Loewe<br />
Individual 32<br />
Erstklassige Verarbeitung und tolles<br />
Design. Bildqualität könnte besser<br />
sein.<br />
Gut<br />
74<br />
2 899,– www.loewe.de 03/06<br />
092 www.hdplustv.de
NEC<br />
PX-42XR4<br />
Plasma-Fernseher mit ausgezeichneten<br />
Einstelloptionen und erstklassiger<br />
Signalverarbeitung. Für die<br />
Überall-Montage bestens geeignet.<br />
Gut<br />
80<br />
2 800,– www.nec.de 04/06<br />
Panasonic<br />
TH-42PV60E<br />
Exzellentes Plasma-Display mit einem<br />
hervorragenden Kontrastwert<br />
und zwei HDMI-Schnittstellen.<br />
Gut<br />
77<br />
2 199,– www.panasonic.de 04/06<br />
Philips<br />
37PF9731<br />
Mit Ambilight ein Kunstwerk. Bildtechnisch<br />
gut, aber nicht spitze. Für<br />
einen 37-Zoller sehr hoher Preis.<br />
Gut<br />
77<br />
3 799,– www.philips.de 06/06<br />
Pioneer<br />
PDP-436RXE<br />
Willkommen zurück: Pioneer<br />
erkämpft sich den Thron der Flachbildfernseher<br />
ein zweites Mal.<br />
Gut<br />
84<br />
3 099,– www.pioneer.de 05/06<br />
Sony<br />
KDL-V32A11E<br />
Farblich gut abgestimmter LCD der<br />
bei HDMI zur Hochform aufläuft.<br />
Mäßiger Vollbildkonverter.<br />
Gut<br />
77<br />
1 999,– www.sony.de 03/06<br />
Toshiba<br />
32WL58P<br />
Nicht mehr der Neueste, aber immer<br />
noch taufrisch. LCD mit gutem<br />
Kontrast und präziser Signalverarbeitung.<br />
Gut<br />
79<br />
1 999,– www.toshiba.de 04/06<br />
Projektoren<br />
JVC<br />
DLA-HD10K<br />
Optoma<br />
HD72i<br />
Sony<br />
HS60<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
Homecast<br />
HS 5101 CI<br />
Humax<br />
PR-HD1000C<br />
<strong>HDTV</strong>-Spielkonsole<br />
Die Sonne unter den Projektoren:<br />
Gleißend hell, bezaubernd, atemberaubend.<br />
Der Preis ist hoch, die<br />
empfundene Freude noch größer.<br />
Externer Scaler und Videoprozessor<br />
oder DVD-Player mit 1080p-Bildaus-<br />
gang sind Pflicht.<br />
DLP-Projektor mit guter Lichtleistung.<br />
Brillant Color für leuchtende<br />
Farben. Störrisch in der Aufstellung.<br />
LCD-Projektor mit gigantischem<br />
Schwarzwert. Unter der geringen<br />
Helligkeit leidet jedoch die Bildwirkung.<br />
Schnell und einfach zu bedienender<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver. Einzig bei der Wiedergabequalität<br />
zeigt die Box kleine<br />
Schwächen.<br />
Erster Kabelreceiver für den <strong>HDTV</strong>-<br />
Empfang, gute Bild und Tonausgabe,<br />
einfache Bedienung<br />
Sehr gut<br />
86<br />
Gut<br />
71<br />
Gut<br />
73<br />
Gut<br />
81<br />
Gut<br />
82<br />
17500,– www.jvcpro.de 05/06<br />
2199,– www.optoma.de 04/06<br />
2499,– www.sony.de 04/06<br />
319,– www.homecast.de 06/06<br />
399,– www.humax-digital.de 05/06<br />
Microsoft<br />
Xbox 360<br />
Leistungsmonster für fantastische<br />
3D-Grafik. Lautes DVD-Laufwerk mit<br />
durchschnittlicher Wiedergabe.<br />
Gut<br />
84<br />
399,– www.xbox.com 03/06<br />
Schnittsoftware<br />
Final Cut<br />
Express HD<br />
Exzellentes Schnittprogramm für Video<br />
und Audio. Sowohl in der Handhabung<br />
als auch im Umfang ideal<br />
für Einsteiger und Fortgeschrittene.<br />
Leider nicht für Windows Computer,<br />
sondern einzig für MACs.<br />
Sehr gut 299,– www.apple.de 06/06<br />
Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 093
Marktübersicht 83 ×<br />
Hersteller Modell Preis in Euro <strong>HDTV</strong>-Anschluss Auflösung Bilddiagonale Farben Maße B/H/T in cm Gewicht in kg<br />
Flachbildschirme LCD<br />
Fujitsu Siemens Myrica V32-1 1 159,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Grau 58 × 79,2 × 24 19,3<br />
Fujitsu Siemens Myrica V40-1 1 900,– DVI 1 366 × 768 40 Zoll Grau 58,1 × 96,9 × 24 28<br />
Grundig LXW82-9620Dolby 1 800,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 82 × 62 × 25 25<br />
Grundig Lenaro 37 k. A. 2 × HDMI 1 920 × 1 080 37 Zoll Grau 96,3 × 70,7 × 27,5 29<br />
Grundig Elegance 40 3 450,– DVI 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 105 × 71 × 11 35<br />
Hitachi 32LD6600 1 690,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 92 × 52 × 11 20<br />
Hitachi 32LD7200 2 250,– HDMI, DVI 1 366 × 768 32 Zoll Grau 101 × 62 × 32 25<br />
Hitachi 37LD6600 2 349,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 93 × 65 × 10 25<br />
Humax LDE-32TPVR 3 000,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 84 × 60 × 22 31<br />
Humax LDE-40 TPVR 2 900,– DVI 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 123,5 × 69,9 × 25,2 34<br />
JVC LT-32R70BU 1 499,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 80 × 59,1 × 24,4 17,9<br />
JVC LT-37R70BU 2 199,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 91,9 × 64,94 × 31,1 23,2<br />
JVC LT-40S70 2 999,– 2 × HDMI 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 100 × 72,05 × 29,3 29,3<br />
JVC LT-40Z70BU k. A. 2 × HDMI 1 366 × 768 40 Zoll Grau 100 × 67,05 × 11,73 24,5<br />
LG 37LP1DA 3 299.– HDMI, DVI 1 366 × 768 37 Zoll Grau 116 × 72 × 25 33<br />
Loewe Individual 32 2900,– HDMI 1366 × 768 32 Zoll<br />
Schwarz, Cream,<br />
Titan, Bronze<br />
82 × 57 × 10 27<br />
Marantz LC3201 2460,– DVI 1366 × 768 32 Zoll Schwarz 77 × 46 × 9 15<br />
Metz Talio 32 S 3 000,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Silber 80 × 65 × 11 20<br />
Metz Milos 37 S 3 700,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Silber 109 × 60 × 12 21<br />
Panasonic TX-32LX60F 1 599,– 2 × HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 79 × 66 × 30 19<br />
Panasonic TX-32LX500F 1 999,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 85,7 × 62,4 × 30 k. A.<br />
Panasonic TX-32LX600F 1 990,– 2 × HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 85,7 × 62,4 × 30 22,5<br />
Philips 32PF9831 2 699,– 2 × HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 86,9 × 62,5 × 11,4 20,4<br />
Philips 37PF9831 3 799,– 2 × HDMI 1 920 × 1 080 37 Zoll Schwarz 99,1 × 70,7 × 11,4 26<br />
Philips 42PF9831 4 999,– 2 × HDMI 1 366 × 768 42 Zoll Schwarz 127,9 × 87,2 × 11,4 38<br />
Sagem HD L32-T 1 799,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 104 × 56 × 14 24,5<br />
Samsung LE-32M61B 2 399,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 80 × 56 × 11 19<br />
Samsung LE-40PF71B 3 199,– 2 × HDMI 1 920 × 1 080 40 Zoll Schwarz 99,4 × 69,6 × 29 31,6<br />
Samsung LE-40M91B 4 299,– 2 × HDMI 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 99,4 × 69,6 × 32,6 31,6<br />
Samsung LE-46M51B 5 999,– HDMI 1 366 × 768 46 Zoll Schwarz 113 × 75 × 14 37<br />
Sharp LC-32GA8E 1 199,– 2 × HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 80,4 × 63,6 × 27,2 19<br />
Sharp LC-32GD7E 2 399,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Titan k. A. k. A.<br />
Sharp LC-37GD7E 2 999,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Titan k. A. k. A.<br />
Sharp LC-52XD1E 4 499,– 2 × HDMI 1 920 × 1 080 52 Zoll Schwarz 126,3 × 86,9 × 30,9 40<br />
Sony KDL 32V2000 1 900,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 79,2 × 59,3 × 21,9 k. A.<br />
Sony KDL 40S2000 2 650,– HDMI 1 366 × 768 40 Zoll Anthrazit 98,8 × 71,6 × 33,4 k. A.<br />
Sony KDL 46V2000 4 499,– HDMI 1 366 × 768 46 Zoll Schwarz 112 × 80,5 × 33,4 k. A.<br />
Sony KDL 46X2000 5 900,– 2 × HDMI 1 920 × 1 080 46 Zoll Schwarz 126,2 × 79,5 × 32,2 39,1<br />
Telefunken 42TLF7012 1 999,– 2 × HDMI 1 920 × 1 080 42 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />
Thomson 32LB130S5 1 599,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Weiß 96 × 56 × 18 23<br />
Thomson 32LB220B4 2 000,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 95 × 62 × 26 23<br />
Thomson 37LB330B5 2 800,– HDMI 1 920 × 1 080 37 Zoll Schwarz 109 × 71 × 25 33<br />
Thomson 46LB330B5 4 500,– HDMI 1 920 × 1 080 46 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />
Toshiba 37WL67Z k. A. 2 × HDMI 1 920 × 1 080 37 Zoll Schwarz 104,4 × 77,5 × 35,2 k. A.<br />
Toshiba 37WL68 k. A. 3 × HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 91,6 × 67,6 × 29,8 22,6<br />
Toshiba 42WL67Z k. A. 2 × HDMI 1 920 × 1 080 42 Zoll Schwarz 91,6 × 68,8 × 30 k. A.<br />
Viewsonic N3260w 1 399,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Grau 82 × 65 × 23 21,5<br />
Viewsonic N3760w 1 599,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Grau 96 × 73 × 28 31<br />
094 www.hdplustv.de
Hersteller Modell Preis in Euro <strong>HDTV</strong>-Anschluss Auflösung Bilddiagonale Farben Maße B/H/T in cm Gewicht in kg<br />
Flachbildschirme Plasma<br />
Conrac Syros 42 HD 1999,– HDMI, DVI 1024 × 768 42 Zoll Silber 103 × 62,6 × 9,7 38<br />
Cytronix CX-P42H 2800,– DVI 1024 × 768 42 Zoll Silber 104 × 64 × 9 38<br />
Cytronix CX-P50H 4000,– DVI 1366 × 768 50 Zoll Silber 122 × 73 × 9 65<br />
Fujitsu Siemens Myrica P42-2 2200,– DVI 1024 × 768 42 Zoll Grau 104 × 64 × 11 45<br />
Fujitsu Siemens Myrica P50-2 3000,– DVI 1366 × 768 50 Zoll Grau 121 × 72 × 9 54<br />
Fujitsu/Plasmavision P63XHA40US 18000,– HDMI 1366 × 768 63 Zoll Silber 150 × 99 × 12 72<br />
Fujitsu/Plasmavision P55XHA40US 9000,– HDMI 1366 × 768 55 Zoll Silber 138 × 80 × 13 55<br />
Grundig Elegance 42 2699,– HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 109 × 65,3 × 10 36<br />
Grundig Xephia 42 1999,– HDMI, DVI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 105,5 × 75 × 10 39<br />
Hitachi 42PD6600 2699,– HDMI 1024 × 1024 42 Zoll Schwarz 105 × 79 × 30 41<br />
Hitachi 42PD9700 3299,– HDMI 1024 × 1080 42 Zoll Schwarz 113 × 65 × 10 37<br />
Hyundai<br />
Imagequest<br />
Vvuon Q421H 2 400,– DVI 1 024 × 1 080 42 Zoll Schwarz 93 × 53 × k. A. k. A.<br />
LG 42PX5R 2999,– HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 125 × 65 × 10 34<br />
LG 50PY2R 5999,– HDMI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz 142 × 84 × 11 52<br />
LG 60PY2R 12000,– HDMI 1366 × 768 60 Zoll Schwarz 166,6 × 102,2 × 15 93<br />
Loewe Modus L 42 2999,– HDMI 1024 × 1024 42 Zoll Platin 107 × 74 × 14 38<br />
Loewe Xelos A42 4700,– HDMI 1024 × 1024 42 Zoll Platin 107 × 74 × 11 40<br />
Marantz PD4201 3990,– DVI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 103 × 63 × 8 26<br />
NEC 42XR5 k. A. k. A. k. A. k. A. k. A. k. A. k. A.<br />
NEC 50XR6 k. A. k. A. k. A. k. A. k. A. k. A. k. A.<br />
NEC 61XM5 k. A. k. A. k. A. k. A. k. A. k. A. k. A.<br />
Panasonic TH-37PV60E 1999,– 2 × HDMI 1024 × 768 37 Zoll Schwarz 92 × 65 × 10 26<br />
Panasonic TH-42PV45E 2099,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Silber 102 × 70,5 × 9,5 30<br />
Panasonic TH-42PV60E 2199,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 102 × 71 × 10 30<br />
Panasonic TH-65PX600E 11000,– 3 × HDMI 1920 × 1080 65 Zoll Schwarz 155,4 × 98,5 × 14,5 k. A.<br />
Phocus PDP50MHS 3500,– DVI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz 125 × 77 × 9 54<br />
Pioneer PDP-427XD 2799,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 104 × 67,9 × 11,5 32<br />
Pioneer PDP-436XDE 3799,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 108 × 63 × 9 26<br />
Pioneer PDP-506XDE 5299,– 2 × HDMI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz 122 × 72 × 9 32<br />
Pioneer PDP-507XD 4199,– 2 × HDMI 1365 × 768 50 Zoll Schwarz 122,4 × 71,7 × 11,5 35<br />
Samsung PS-42P7H 2799,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 105,5 × 71,3 × 9,6 33<br />
Samsung PS-42Q7H 2299,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 105,5 × 71,3 × 9,6 33<br />
Samsung PS-50P7H 3999,– 2 × HDMI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz 122,7 × 80,2 × 9,6 43<br />
Thomson 42PB130S5 2299,– HDMI 1024 × 768 42 Zoll Silber k. A. k. A.<br />
Yamaha PDM-4220 3500,– HDMI 1024 × 1024 42 Zoll Schwarz 103 × 64 × 10 36<br />
Inserenten<br />
Anixe<br />
HD U2<br />
Astra<br />
U4<br />
Denon 50/51<br />
DIGITAL FERNSEHEN 97<br />
FRK Kongress 3<br />
HAI-End 53<br />
http://shop.auerbach-verlag.de 19<br />
InFocus<br />
U3<br />
Monitor Audio 15<br />
www.digital-tested.de 75<br />
www.hdplustv.de 5<br />
Kaufberatung | HD+TV | 6.2006 095
HD-Kanäle via Satellit<br />
In unserer Sat-Frequenzübersicht finden Sie ab sofort alle wichtigen Daten zu den in <strong>HDTV</strong><br />
ausgestrahlten Programmen. Die Kanäle sind nach Satellit und Frequenz geordnet. Neuaufschaltungen<br />
werden zur besseren Übersicht markiert.<br />
Sender Sprache Norm Codierung Frequenz Polarisation SR FEC<br />
Astra 19,2 Grad Ost<br />
Premiere HD Film deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11914 horizontal 27500 9/10<br />
Premiere HD Thema deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11914 horizontal 27500 9/10<br />
Premiere HD Sport deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11914 horizontal 27500 9/10<br />
Astra HD/Arte HD* eng/fra MPEG-2/DVB-S – 12168 vertikal 27500 5/6<br />
Eventment fra MPEG-4/DVB-S Mediaguard 12363 vertikal 27500 3/4<br />
National Geographic HD fra MPEG-4/DVB-S Mediaguard 12363 vertikal 27500 3/4<br />
Canal + HD fra MPEG-2/DVB-S – 12581 vertikal 22000 5/6<br />
Anixe HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 12722 horizontal 22000 2/3<br />
Astra HD/Arte HD* eng MPEG-4/DVB-S2 – 12722 horizontal 22000 2/3<br />
ProSieben HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 12722 horizontal 22000 2/3<br />
Sat.1 HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 12722 horizontal 22000 2/3<br />
Hot Bird 13 Grad Ost<br />
TPS HD/Arte HD* fra MPEG-4/DVB-S2 Viaccess/frei 10834 vertikal 27500 3/4<br />
TPS Star HD fra MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 10834 vertikal 27500 3/4<br />
Luxe TV fra MPEG-2/DVB-S – 11242 vertikal 27500 3/4<br />
TVN HD pol MPEG-4/DVB-S2 Conax 11408 horizontal 27500 2/3<br />
Sky Sport HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 3/4<br />
Next HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 3/4<br />
Sky Cinema HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 3/4<br />
National Geographic HD ita MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 3/4<br />
Türksat 42 Grad Ost<br />
Kanal D HD tur MPEG-4/DVB-S2 – 11985 horizontal 6666 3/4<br />
Eutelsat W4 36 Grad Ost<br />
HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12111 horizontal 26500 3/4<br />
HD 2 eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12111 horizontal 26500 3/4<br />
HD 5 eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12111 horizontal 26500 3/4<br />
Astra 2 28,2 Grad Ost<br />
BBC Promo eng MPEG-4/DVB-S – 10847 vertikal 22000 5/6<br />
National Geographic HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11798 horizontal 28250 3/4<br />
Sky Movies 9 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11798 horizontal 28250 3/4<br />
Sky Sports HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11798 horizontal 28250 3/4<br />
Artsworld eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11324 vertikal 28250 3/4<br />
Discovery HD UK eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11324 vertikal 28250 3/4<br />
Sky Box Office HD 2 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11324 vertikal 28250 3/4<br />
Sky Retail HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11324 vertikal 28250 3/4<br />
Sky Box Office HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />
Sky Movies 10 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />
Sky One UK HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />
Astra 3A 23,5 Grad Ost<br />
HD 1 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />
HD 2 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />
HD 5 eng MPEG-2/DVB-S – 10758 vertikal 22000 7/8<br />
<strong>HDTV</strong>-Promo eng MPEG-4/DVB-S2 – 11720 horizontal 25000 3/4<br />
Eutelsat W3 7 Grad Ost<br />
HD 1 NL eng MPEG-4/DVB-S2 – 10880 vertikal 17360 3/4<br />
HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Irdeto 10880 vertikal 17360 3/4<br />
HD 5 Promo eng MPEG-4/DVB-S2 – 10880 vertikal 17360 3/4<br />
Luxe HD fra MPEG-4/DVB-S2 – 10899 vertikal 9404 3/4<br />
Atlantic Bird 3 5 Grad Ost<br />
TPS HD Promo fra MPEG-2/DVB-S – 11469 horizontal 20618 1/2<br />
NRJ HD fra MPEG-4/DVB-S2 – 11470 vertikal 29764 7/8<br />
M6 HD fra MPEG-4/DVB-S2 – 11470 vertikal 29764 7/8<br />
Sirius 5 Grad Ost<br />
HD 1 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 12245 vertikal 27500 7/8<br />
HD 2 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 12245 vertikal 27500 7/8<br />
HD 5 eng MPEG-2/DVB-S – 12245 vertikal 27500 7/8<br />
Thor 0,8 Grad West<br />
CMore HD eng MPEG-2/DVB-S Conax 11389 horizontal 24500 7/8<br />
SVT HD promo swe MPEG-4/DVB-S2 Conax 11434 vertikal 25000 2/3<br />
SVT HD promo swe MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12380 vertikal 25000 2/3<br />
* nur sporadisch aufgeschalten<br />
096 www.hdplustv.de<br />
Frequenzen in MHz, SR = Symbolrate, FEC = Forward Error Correction (Fehlerkorrektur),<br />
Neuaufschaltungen
Unser Tipp, wenn Sie wirklich<br />
ALLES über das digitale<br />
Fernsehen erfahren möchten:<br />
Jeden Monat neu am Kiosk<br />
und täglich aktuell unter www.digitalfernsehen.de
Impressum<br />
Das IFA-Kontrastprogramm<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />
Tel. (03 41) 1 49 55-0 • Fax (0341) 1 49 55-11<br />
Herausgeber<br />
Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />
Stefan Hofmeir, Florian Pötzsch<br />
Chefredaktion (ViSdP)<br />
Marc Hankmann<br />
Schnappschüsse<br />
von der IFA<br />
Miss IFA kam ganz groß raus<br />
Mein Gott, ist der in die Breite gegangen<br />
... der Fernseher natürlich<br />
Ich habe keine Ahnung, was Ihre<br />
Worte bedeuten, aber ich mag Sie<br />
trotzdem<br />
Chef vom Dienst<br />
Christian Trozinski<br />
Produktionsleitung<br />
Uwe Gajowski<br />
Grafikdesign<br />
Susann Beutlich, Thomas Butzmann, Romy Ebert,<br />
Tobias Ehleben, Janine Hirsch, Kati Landherr,<br />
Linda Wenzel<br />
Redaktion:<br />
Frank Bitterhof, Rainer Bücken, Hubert Gertis, Ulrike<br />
Geßler, Martin Günther, Mario Hess, Frank Meinzenbach,<br />
Thomas Meyer, Anke Niklas, Eva Nowitzki,<br />
Ricardo Petzold, Patricia Hinrichs, Susanne Sprotte,<br />
Falko Theuner, Jeannine Völkel<br />
Anschrift<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Redaktion HD+TV<br />
Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />
leserbriefe@hdplustv.de<br />
www.hdplustv.de<br />
Kannst du mich bitte am Hals kraulen? Ja, so ist gut<br />
Wie praktisch, 70er-Jahre-Tapetenmuster<br />
endlich als Fernseher<br />
Anzeigen<br />
Nicole Kühn, Benjamin Mächler, Carsten Philipp<br />
Tel. (03 41) 1 49 55-0<br />
Fax (03 41) 1 49 55-11<br />
anzeigen@hdplustv.de<br />
<strong>Vorschau</strong><br />
1.2007<br />
Nur einer kann gewinnen<br />
Die ersten Player für Blu-ray Disc<br />
und HD DVD im Test<br />
Abonnenten<br />
Nadine Helbig, Stephanie Kurz<br />
Tel. (03 41) 1 49 55-22<br />
Fax (03 41) 1 49 55-11<br />
abo@hdplustv.de<br />
Vertrieb<br />
MZV Moderner Zeitschriften<br />
Vertrieb GmbH & Co. KG<br />
Breslauer Straße 5, D-85386 Eching<br />
Tel. (0 89) 3 19 06-0, Fax: (0 89) 3 19 06-113<br />
info@mzv.de, www.mzv.de<br />
Aus der Krise<br />
Wie heimische Lichtspielhäuser<br />
die Flaute überwinden können<br />
ISSN: 1861-1737<br />
Erscheinungsweise: 6-mal im Jahr<br />
Einzelpreis Deutschland: 4,90 Euro<br />
Jahresabo Deutschland: 24,90 Euro<br />
Jahresabo Ausland: 34,90 Euro<br />
Voll oder nicht voll?<br />
Lohnt sich der Kauf eines teuren<br />
Full-HD-Fernsehers?<br />
Herzlichen Glückwunsch<br />
Wir prämieren die besten<br />
Heimkinogeräte<br />
Die nächste Ausgabe erscheint<br />
am 8. Dezember 2006<br />
Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten<br />
Bilder: Messe Berlin GmbH, Stock.Xchng<br />
Druck<br />
Dierichs Druck + Media GmbH, Kassel<br />
© 2006 von Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Leipzig.<br />
Vervielfältigung und Verbreitung von Artikeln, Grafiken, Fotos<br />
durch jedes Medium ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher<br />
Genehmigung des Verlags gestattet.<br />
Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Gewähr für die<br />
Richtigkeit der Angaben übernommen werden. Schutzrechte<br />
auf Produktnamen oder Produkte sind in den einzelnen<br />
Artikeln nicht zwingend erwähnt. Namentliche oder mit<br />
Initialen gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die<br />
Meinung der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte<br />
Manuskripte, Datenträger und Fotos übernimmt der Verlag<br />
keine Haftung. Die Zustimmung zum Abdruck wird<br />
vorausgesetzt. Der Autor erklärt mit der Einsendung von<br />
Material, dass dieses frei von Rechten Dritter ist. Mit der<br />
Honorierung von Manuskripten, Fotos und anderem Material<br />
erwirbt der Verlag die Rechte daran. Gerichtsstand ist Leipzig<br />
098 www.hdplustv.de