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HDTV LCD vs Plasma (Vorschau)

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NR. 5 SEPTEMBER/OKTOBER 2006 Deutschland: € 4,90 Österreich: € 5,65 Schweiz: SFR 9,80 BeNeLux: € 5,80<br />

Ihr Ratgeber für Audio, Video und Heimkino<br />

83 PLASMA-<br />

UND <strong>LCD</strong>-TVS<br />

AUF EINEN<br />

BLICK<br />

MEISTERHAFT<br />

JVC-Projektor für<br />

Perfektionisten<br />

<strong>LCD</strong> VS PLASMA<br />

Die neuen Großbildfernseher im Vergleich<br />

BRANDSCHUTZ<br />

So schützen Sie<br />

Ihren <strong>Plasma</strong> vor<br />

dem Einbrennen<br />

<strong>HDTV</strong> IM KABEL<br />

Erster Receiver im Test<br />

IFA 2006<br />

Die neuen<br />

Technik-<br />

Highlights<br />

DIE<br />

BESTEN HD-<br />

PROGRAMME<br />

AUF EINEN<br />

BLICK<br />

TRAUMKLANG<br />

Dali, Marantz und Yamaha<br />

erfüllen Heimkinoträume<br />

<strong>LCD</strong> von JVC


EDITORIAL<br />

Mehr als Fernsehen<br />

Vielleicht haben Sie es bemerkt. Die HD+TV ist nicht<br />

mehr das Magazin für das bessere Fernsehen. Die<br />

HD+TV ist mehr als „Flimmerkiste an“ und tolle Bilder<br />

bewundern. Unsere regelmäßigen Leser wissen, dass wir<br />

uns nicht nur dem Fernsehen widmen. Beste Beispiele<br />

hierfür sind unser Lautsprechervergleich in dieser Ausgabe<br />

ab Seite 66 oder der Test des neuen DVD-Players von<br />

Denon ab Seite 70.<br />

Selbstverständlich werden wir auch weiterhin über das<br />

bessere Fernsehen, über <strong>HDTV</strong>, berichten. Gründe dafür<br />

sind zur Genüge vorhanden. Gerade in letzter Zeit wurden einige HD-Programme<br />

über Satellit aufgeschaltet. Einen Überblick erhalten Sie ab Seite 26. Und auch<br />

im Kabel wird es hochauflösend. Daher testen wir für Sie den ersten <strong>HDTV</strong>-<br />

Kabelreceiver von Humax. Ab der Seite 74 erfahren Sie, wie die Box in unserem<br />

Testlabor abgeschnitten hat.<br />

Für gestochen scharfe Bilder interessieren sich nicht nur die Freunde des Heimkinos.<br />

Auch die Gamer frohlocken über detailreiche und realitätsnahe Spiele für<br />

ihre Konsolen. Für sie wird es ab Seite 28 interessant, wenn wir die hochauflösenden<br />

Highlights für Playstation und Xbox vorstellen. Sie sehen, mit reinem Fernsehen<br />

hat dies nicht mehr viel zu tun.<br />

Deswegen haben wir die Zeile unter dem Titel der HD+TV angepasst: Ihr Ratgeber<br />

für Audio, Video und Heimkino. Ohne pathetisch klingen oder gar aus der<br />

Passion eine Religion machen zu wollen, die Faszination von Bild und Klang, die<br />

Sie wie auch uns in den Bann gezogen hat, ist unsere Antriebsfeder. Tauchen Sie<br />

ein in die Welt der flachen TV-Riesen und sanften Verstärker, der großen Bildund<br />

einmaligen Klangerlebnisse. Nutzen Sie die HD+TV als Ihren persönlichen<br />

Navigator durch die Vielfalt von Ton und Farben.<br />

Marc Hankmann<br />

Chefredakteur<br />

Anzeige


Nur die Größe zählt<br />

JVC und Pioneer im Wettstreit<br />

um die besten Bilder<br />

62<br />

12<br />

Auf nach Berlin<br />

Infos und Produkte der<br />

Internationalen Funkausstellung<br />

2006<br />

88<br />

Klassenbester<br />

JVC Professionals Ausnahmeprojektor<br />

unter der Lupe<br />

48<br />

Schleichende Gefahr<br />

Sind Einbrenneffekte bei<br />

<strong>Plasma</strong>s zu vermeiden?<br />

IN DIESER AUSGABE<br />

Lesen Sie auch DIGITAL FERNSEHEN<br />

Das Medienmagazin berichtet jeden<br />

Monat aktuell über alles Wissenswerte<br />

rund um das Digital-TV. Die<br />

aktuelle Ausgabe ist jetzt am Kiosk<br />

erhältlich.<br />

NEUES<br />

06 Wir wollen doch nur spielen<br />

07 Newsticker<br />

10 Leserbriefe<br />

12 IFA 2006<br />

19 Aufruf Heimkino<br />

20 Tschüss HDCP<br />

STANDARDS<br />

03 Editorial<br />

21 HD+TV Abonnement<br />

91 Fachhändlerverzeichnis<br />

92 Testübersicht<br />

94 Marktübersicht<br />

95 Inserenten<br />

96 Frequenzen<br />

98 <strong>Vorschau</strong>/Impressum<br />

INHALTE<br />

22 Spielfilm = Spiel + Film<br />

23 Geschichte Loewe<br />

26 Programmhöhepunkte<br />

28 Spielen in HD<br />

32 Ottonia HD-Produktion<br />

36 Die neue Kunst der <strong>LCD</strong>s<br />

39 Bundesliga in <strong>HDTV</strong><br />

42 Neue HD-Sender<br />

004 www.hdplustv.de<br />

Titelbild: Pioneer, Warner Bros. – „Superman Returns“ ab 17. 08. 2006 im Kino, Messe Berlin GmbH, photocase.com, Auerbach Verlag


Die Revanche<br />

Deutschlands Fachhändler im Visier der<br />

HD+TV-Fahnder. Umfangreicher Vergleichstest<br />

zwischen einfachen und spezialisierten<br />

Fachgeschäften auf Seite 84<br />

WISSEN<br />

44 Heimwerkers Leid<br />

46 Heimkinobau<br />

48 Einbrennen bei <strong>Plasma</strong>s<br />

50 HDMI-Kabel anschließen<br />

54 Raumakustik<br />

58 <strong>HDTV</strong>-Schnittsoftware<br />

KAUFBERATUNG<br />

61 Servicewüste Deutschland<br />

62 Gutes Bild: Pioneer gegen JVC<br />

66 Guter Klang: Dali und Eclipse<br />

70 Denon DVD-Player<br />

74 Humax-<strong>HDTV</strong>-Kabelreceiver<br />

76 Marantz AV-Kombi<br />

80 Yamaha Audio-Receiver<br />

84 Fachhändler im Test<br />

88 JVC-Professional-Projektor<br />

Anzeige<br />

Inhalt: Auerbach Verlag, Buena Vista – „Fluch der Karibik 2“ jetzt im Kino, JVC, Messe Berlin GmbH, Pioneer, Warner Bros. – „Superman Returns“ ab 17. 08. 2006 im Kino


NEUES<br />

Wir wollen doch nur spielen<br />

Ich war neulich bei der Blue-Man-Group in Berlin am Potsdamer<br />

Platz. Falls Sie mit dem Namen nichts in Verbindung bringen: Es<br />

handelt sich um eine knapp 90-minütige Show aus Comedy, Musik,<br />

abgedrehten Ideen und viel, viel Farbe. Weshalb ich Ihnen das<br />

erzähle? Nun, ich kann mich kaum zurückerinnern, dass mich eine<br />

Show jemals so in ihren Bann gezogen hat. Die 90 Minuten vergingen<br />

wie im Flug und trotz der happigen Eintrittspreise von 65 Euro<br />

bereue ich keinen Cent, im Gegenteil, ich werde diese Show ein<br />

zweites Mal besuchen.<br />

Die IFA 2006 bezeichnet sich selbst ebenfalls als Show. Klar ist sie<br />

vordergründig eine Ausstellungsmesse für Konsumenten, Presse<br />

und Fachbesucher, aber vor meinem geistigen Auge sehe ich sie<br />

bereits, die leicht bekleideten Damen, die im Dreivierteltakt Saltos<br />

schlagen, die Kugelschreiber werfenden Marktschreier und belanglosen<br />

Statisten. Ich sehe Menschenschlangen, die für eine Wundertüte<br />

voller Werbeprospekte Schlange stehen, endlose Tunnel und<br />

Türme von ewig gleichen Flachbildfernsehern und mein besonderer<br />

Favorit: Der Prominente, der mir einen neuen Internetvertrag<br />

aufschwatzen will. Nein, die kreativen Momente sind bei solch<br />

einem Mega-Event nicht gerade leicht zu finden, doch wird sie es<br />

geben: Kleine aber feine Heimkinos, welche magisch anziehen,<br />

ruhige Musikräume zur Entspannung und Spiele zum Mitmachen,<br />

die alle Technikängste verscheuchen. Deshalb liebe Hersteller, seid<br />

bitte ein wenig unkonventionell, überrascht uns und seid ruhig mal<br />

ein wenig albern.<br />

Denn eines steht ganz sicher fest: Mit dem größten Fernseher, dem<br />

kleinsten Handy oder der teuersten Anlage locken Sie keinen Hund<br />

mehr hinter dem Ofen hervor.<br />

Christian Trozinski<br />

C. v. D. HD+TV<br />

006 www.hdplustv.de


Bilder: Stefan Hofmeir<br />

HDMI-Konsortium beschließt neuen Standard<br />

Hersteller, die vom boomenden HD-Markt profitieren<br />

möchten, kommen an der HDMI-Schnittstelle nicht<br />

vorbei: Die Hollywood-Studios unterstützen nur Formate,<br />

die über den in HDMI eingebauten HDCP-Kopierschutz<br />

Bild und Ton ausgeben. Darüber hinaus ist<br />

HDMI neben DVI eine von zwei Schnittstellen, die ein<br />

Gerät haben muss, um das „HD ready“-Logo zu tragen.<br />

Marktforscher gehen davon aus, dass in diesem<br />

Jahr weltweit zirka 60 Millionen Geräte mit HDMI-<br />

Anschluss verkauft werden.<br />

Nun hat das HDMI-Konsortium um Hitachi, Matsushita,<br />

Philips, Silicon Image, Sony, Thomson und<br />

Thoshiba die aktuelle Version seines Standards für<br />

die Verbindungen von hochauflösenden Videogeräten<br />

beschlossen. Stolz präsentierten Leslie Chard<br />

(Foto oben, links) und Brett Gaines (Foto oben,<br />

rechts), Präsident und Hauptgeschäftsführer<br />

der Firma Silicon Image, zu der die HDMI<br />

Licensing LLC gehört, die Ergebnisse.<br />

Danach sieht HDMI 1.3 vor allem eine Verdoppelung<br />

der Bandbreite vor, die für höhere<br />

Farbtiefen und neue Tonformate genutzt<br />

werden soll. HDMI-1.3-Geräte sollen durch<br />

Software-Updates für kommende Geschwindigkeiten<br />

aufgerüstet werden können und sind<br />

abwärtskompatibel zu früheren Versionen. Neu<br />

ist auch ein kleinerer Stecker: Der so genannte<br />

„Mini Connector“ (Foto unten) soll vor allem<br />

für mobile Endgeräte wie Camcorder genutzt<br />

werden. Hersteller, die HDMI in ihre Geräte einbauen<br />

möchten, müssen ab November zudem nur noch<br />

10 000 statt 15 000 US-Dollar Lizenzgebühren pro<br />

Jahr bezahlen. Dadurch sollen vor allem chinesische<br />

Hersteller dazu gebracht werden, den digitalen Multimedia-Standard<br />

zu nutzen. So würde HDMI einerseits<br />

weiter verbreitet und andererseits die in der Volksrepublik<br />

weit verbreitete Unsitte der Raubkopiererei<br />

eingedämmt.<br />

Das erste Produkt mit HDMI 1.3 soll die Playstation 3<br />

sein, deren Markteinführung für das Jahresende erwartet<br />

wird. Mit der breiten Einführung von HDMI<br />

1.3 ist nicht vor 2007 zu rechnen. Die Präsentation<br />

von HDMI 1.3 ist auch als Gegenmaßnahme gegen<br />

UDI 1.0 gedacht. UDI („Unified Display Interface“)<br />

soll sich nach dem Willen des Chip-<br />

Herstellers Intel als universeller Anschluss für<br />

die Übertragung von digitalen Daten-, Bildund<br />

Tonsignalen etablieren.<br />

Die „UDI Special Interest Group“, zu der auch<br />

Apple, LG, Philips, ATI und Samsung gehören,<br />

möchte den Standard UDI 1.0 noch in diesem<br />

Sommer verabschieden. Erste Geräte und Kabel<br />

sollen dann spätestens im März 2007 auf den<br />

Markt kommen. Ebenso wie HDMI ist auch UDI<br />

kompatibel zu bisherigen Standards und unterstützt<br />

den Kopierschutzstandard HDCP. Geräte mit DVIund<br />

HDMI-Ausgang sollen mittels eines speziellen<br />

Adapters weiter betrieben werden können. TM<br />

ewsticker


1 080i für Profis<br />

Mit Einführung der Kameramodelle XH A1 und XH G1 stellt Canon die neuen Flaggschiffe<br />

unter den HDV-Camcordern vor. Mit drei CCD-Sensoren, die jeweils eine Auflösung von<br />

1,67 Millionen Megapixeln besitzen, kann direkt in 1 080i aufgezeichnet werden. Eingefangen<br />

werden die Bilder dabei von einem hochwertigen Objektiv aus der Canon L-Serie.<br />

Professionelle Anschlüsse für Ton und Video unterstreichen den Standard des Oberklassemodells<br />

XH-G1. Abgerundet wird das High-End-Gerät von der 25F-Frame-<br />

Aufnahmefunktion, die mit speziellem Cine-Gamma-Filter versehen werden<br />

kann, um einen möglichst kinonahen Look zu erzeugen. Da beide Kameras<br />

aufgenommenes Material in voller HD-Auflösung (1 920 × 1 080 Pixel) ermöglichen,<br />

ist eine reibungslose Weiterverarbeitung auf 16 : 9-Displays möglich.<br />

Dank des eingebauten Instant-Autofocus ist das Problem der richtigen<br />

Schärfe passé. Die Kontrolle der Bilder erfolgt bei beiden Modellen über den<br />

2,8 Zoll großen Bildschirm. Ein neues Konzept bildet auch die in das Gehäuse<br />

integrierte Stromversorgung. Dadurch werden äußere Einflüsse minimiert und<br />

die Kamera läuft auch bei niedrigen Temperaturen normal weiter. MG<br />

Ab November 2006 werden beide<br />

Kameras im Handel verfügbar<br />

sein. Die Preise belaufen sich auf<br />

6 999 Euro für die XH-G1 und<br />

3 999 Euro für die XH-H1.<br />

Eurosport plant HD-Kanal<br />

Unter dem Arbeitstitel „Eurosport HD“ arbeitet der europäische<br />

Sportsender derzeit an einem hochauflösenden<br />

Bezahlprogramm. „Die Pläne sind in der Schublade. Wir<br />

können relativ kurzfristig starten“, kündigte ein Sprecher gegenüber<br />

HD+TV an. Allerdings sei frühestens Anfang 2007<br />

mit dem Beginn der Ausstrahlung zu rechnen. Der neue Kanal<br />

soll vorwiegend Inhalte zeigen, für die Eurosport bereits<br />

eigene Rechte besitzt. Unter anderem setzen die Macher auf<br />

die Grand-Slam-Turniere im Tennis sowie die FIA Tourenwagen-WM.<br />

Aber auch Fußball- und Leichtathletikfans dürften auf<br />

ihre Kosten kommen. Der Preis für den Pay-TV-Kanal steht indes<br />

noch nicht fest. Ebenso sei noch nicht entschieden, ob über Kabel<br />

oder via Satellit ausgestrahlt wird. Darüber führt Eurosport gerade Gespräche<br />

mit den entsprechenden Plattformbetreibern. Zunächst soll der<br />

HD-Sender in Deutsch, Englisch und Französisch an den Start gehen. Für<br />

später sind weitere Sprachen angedacht. MA<br />

Bilder: Toshiba, Sonavis, Eurosport, Dream, Canon, Auerbach Verlag


Traumbox für <strong>HDTV</strong><br />

Dream Multimedia steht für Innovation beim<br />

Fernsehempfang. Das beweist der Hersteller mit<br />

dem neuen Gerät Dreambox DM 8000 einmal<br />

mehr. Bei der ersten Linuxbox mit <strong>HDTV</strong>-Verarbeitung<br />

sorgen zwei integrierte DVB-S2-Tuner, die um<br />

zwei weitere DVB-S, -T oder –C-Tuner erweitert werden können, für den Empfang der Kanäle.<br />

Des Weiteren machen zwei CI-Schächte, ein YUV-, ein HDMI-Anschluss, drei USB-Schnittstellen und ein Netzwerkanschluss<br />

die Box zukunftssicher. Die Aufnahme und das Archivieren von HD-Material ist mit der optionalen Einbindung<br />

von S-ATA Geräten wie Festplatten und DVD-Brenner kein Problem. Ein MiniPCI-Slot sowie das große OLED-Display<br />

runden die zukunftssichere Ausstattung ab. Dank des Linux-Betriebssystems sind alle weiteren Updates und Erweiterungen<br />

jederzeit kinderleicht durchführbar. Dream bietet die DM 8000 in Schwarz und Silber an. RP<br />

Erster <strong>HDTV</strong>-Recorder<br />

Sonavis hat seinen Home Entertainment Server für<br />

den <strong>HDTV</strong>-Empfang aufgerüstet. Sonavis One bietet<br />

daneben auch einen Festplatten- und DVD-Recorder<br />

mitsamt Player sowie einen Internetzugang und einen<br />

E-Mail-Client. Damit dürfte das Gerät der erste erhältliche<br />

<strong>HDTV</strong>-Empfänger sein, mit dem die HD-Sender<br />

auch aufgezeichnet werden können. Passend zum Server<br />

bietet Sonavis auch Clients an, um im trauten Heim<br />

ein Netzwerk installieren zu können. Die Sonavis One<br />

basiert auf Windows XP und wird ausschließlich im<br />

gehobenen Fachhandel angeboten. MH<br />

Godzilla<br />

Frisch aus Japan kommt der neue übergroße HD-DVD-<br />

Recorder von Toshiba. Der RD-A1 wiegt 15 Kilogramm<br />

und ist fast einen halben Meter breit sowie tief. Eine integrierte<br />

Festplatte mit einem Terrabyte Speicher und der<br />

eingebaute HD-DVD-Brenner lassen bisherige DVD-<br />

Player einschließlich der angekündigten Blu-ray-Konkurrenz<br />

verblassen. Dabei fällt der Preis mit umgerechnet<br />

2 700 Euro zwar hoch, aber keinesfalls unfair aus, schließlich<br />

kosten hochwertige DVD-Player in Deutschland<br />

weitaus mehr. CT<br />

Nur im gehobenen Fachhandel für rund<br />

4 400 Euro zu haben: Sonavis One<br />

ewsticker<br />

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Postkasten<br />

Wo bleibt die<br />

Programmvorschau?<br />

Als aufmerksamer Leser Ihrer meist täglich<br />

wechselnden Hinweise in Bezug auf <strong>HDTV</strong><br />

vermisse ich den aktuellen Stand der jetzt<br />

verfügbaren <strong>HDTV</strong>-Kanäle in Deutschland.<br />

Sat.1 bzw. ProSieben senden doch mittlerweile<br />

nicht mehr in <strong>HDTV</strong>, oder?<br />

Wichtig wären auch rechtzeitige Hinweise<br />

darauf, wann mit Hilfe des Astra-HD-Kanals<br />

HD-Produktionen bereitgestellt werden<br />

(zuletzt die zeitversetzte Oper „Don<br />

Juan” aus Berlin). Weiterhin interessiert<br />

mich, wie Premiere sein HD-Angebot auszuweiten<br />

gedenkt; z. B. weitere Sportübertragungen<br />

nach Beendigung der Fußball-WM.<br />

JOHANNES NAGEL<br />

Natürlich bemühen wir uns, neues HD-<br />

Futter rechtzeitig anzukündigen, aber leider<br />

verweisen uns die Sender nur auf die herausgegebenen<br />

Informationen des Pressearchi<strong>vs</strong>.<br />

Durch einen Programmvorlauf von sechs<br />

Wochen und den Druckabgabeterminen<br />

können wir leider nur drei Wochen im Heft<br />

nach vorn blicken. Im Internet werden wir<br />

jedoch bald die neue Sparte „Programme“<br />

einführen, die wir regelmäßig aktualisieren.<br />

Sie finden die Informationen unter „Inhalte“<br />

oder per Direkteingabe von www.hdplustv.<br />

de/hd_rubrik_30558.html.<br />

ProSiebenSat.1 haben die <strong>HDTV</strong>-Ausstrahlungen<br />

im Zuge der WM ausgesetzt, aber<br />

nicht abgeschafft – bereits zum Erscheinen<br />

dieser Ausgabe sind viele neue Filme in HD<br />

gesendet worden.<br />

Verzerrte Bilder<br />

Ich habe kürzlich den Satellitenreceiver<br />

Humax PR-HD1000 erworben. Das Gerät<br />

ist über das HDMI-Kabel und einen<br />

HDMI-DVI-Adapter mit meinem Samsung<br />

<strong>LCD</strong>-Fernseher verbunden. Sendungen,<br />

die im 16 : 9-Format ausgestrahlt werden,<br />

zeigt das Gerät von öffentlich-rechtlichen<br />

Kanälen (WM-Spiele) über den gesamten<br />

Fernsehbildschirm an. Sendungen im 16 : 9-<br />

Format von privaten Sendern (ProSieben,<br />

Sat.1 etc.) haben oben und unten, rechts<br />

und links einen Rand.<br />

Den Rand rechts und links bekomme ich<br />

noch weg, indem ich den Fernseher auf<br />

das Format 16 : 9 und den Receiver auf das<br />

Fernsehformat 4 : 3 umstelle. Allerdings ist<br />

das nicht im Sinne des Erfinders und das<br />

Bild ist in die Breite verzerrt. Schaue ich<br />

das Bild über den Scart-Anschluss, kann ich<br />

die Bildschirmfläche über die Zoom-Funktion<br />

des Fernsehers komplett ausfüllen.<br />

Dies geht aber nicht im DVI-Modus.<br />

Bitte erklären Sie mir, wie ich Sendungen<br />

im 16 : 9-Format von privaten Fernsehsendern<br />

vor allem Sat.1 HD und ProSieben HD<br />

über den kompletten Bildschirm über den<br />

HDMI/DVI-Anschluss schauen kann. Warum<br />

funktioniert das bei Öffentlich-Rechtlichen,<br />

nicht aber bei den Privaten?<br />

FALK DENKE<br />

Im Moment können Sie leider nichts an diesem<br />

Problem ändern, außer auf Scart umzuschalten.<br />

Viele neue <strong>LCD</strong>-Fernseher bieten<br />

mittlerweile die Möglichkeit, die Auto-Format-Funktion<br />

auch über HDMI und DVI<br />

zu aktivieren. Immerhin, wie von ProSiebenSat.1<br />

bestätigt, wird sich in Zukunft die<br />

Lage auch für Sie schnell verbessern: „Die<br />

von Ihnen beschriebene Problematik ist uns<br />

bewusst und rührt aus der Tatsache, dass innerhalb<br />

der ProSiebenSat.1-Gruppe sehr viele<br />

Inhalte im so genannten Letterbox-Format<br />

(Balken oben und unten) vorliegen. Bei einer<br />

Ausstrahlung im Format 4 : 3, wie sie innerhalb<br />

der ProSiebenSat.1-Gruppe derzeit<br />

noch üblich ist, ergibt sich bei der einfachen<br />

Upkonversion auf unseren beiden HD-Kanälen<br />

der von Ihnen beschriebe Effekt mit<br />

einem rundum schwarzen Balken, sofern es<br />

sich nicht um native HD-Inhalte handelt.<br />

Dieses Erscheinungsbild gehört allerdings<br />

schon bald der Vergangenheit an, da unsere<br />

Experten der ProSiebenSat.1-Produktion<br />

durch professionelles Re-Scaling in den<br />

kommenden Tagen ein bildschirmfüllendes<br />

Fernsehvergnügen im Format 16:9 auch bei<br />

hochkonvertierten Inhalten ermöglichen<br />

werden.“<br />

Fotoalbum in HD<br />

Ich bin seit einigen Monaten Leser Ihrer<br />

Zeitschrift und interessiere mich für einen<br />

<strong>HDTV</strong>-Fernseher, auf dem ich dann auch Digitalfotos<br />

präsentieren kann. Mit welchem<br />

DVD-Player bzw. mit welchem Brennprogramm<br />

kann ich die Bilder so aufbereiten,<br />

dass ich die <strong>HDTV</strong>-Auflösung auch nutzen<br />

kann?<br />

HERIBERT GELLER<br />

Entweder kaufen Sie sich einen DVD-Player<br />

mit HDMI-Ausgang, der JPEG-Fotos in HD<br />

wiedergeben kann, wie z. B. den Samsung<br />

HD950 oder Sie kaufen sich einen Flachbildschirm<br />

mit Speicherkartenleser. Dort können<br />

Sie Ihren Speicherstick einfach am Fernseher<br />

andocken (darauf achten, dass Ihre Speicherkarte<br />

unterstützt wird).<br />

Falls Sie sich für die Variante per DVD-Player<br />

entscheiden, müssen Sie nur Ihre Fotos aus<br />

dem Speicherordner auf das CD-Laufwerk<br />

ziehen und dann mit der rechten Maustas-<br />

010 www.hdplustv.de


te auf das CD-Laufwerk-Symbol klicken.<br />

Es steht dann „Dateien auf CD schreiben“.<br />

Somit werden Ihre JPEG-Dateien auf die<br />

CD kopiert, unter Windows XP ohne extra<br />

Programm. Alternativ können Sie natürlich<br />

auch einen Laptop oder PC an den Fernseher<br />

anschließen.<br />

Schwarzer Peter?<br />

Können Sie bitte einschätzen, ob mein<br />

Ende 2004 gekaufter <strong>LCD</strong>-TV 30 <strong>LCD</strong> B03B<br />

von Thomson mit dem <strong>HDTV</strong>-Receiver Humax<br />

PR-HD1000 hochauflösend kommunizieren<br />

würde?<br />

Von Thomson wurde mir bestätigt, dass<br />

diese Ausführung des <strong>LCD</strong>-TV (Typ 30 <strong>LCD</strong><br />

B03B) „HD-fähig” sei (obwohl nicht mit<br />

dem „HD-Ready”-Logo etikettiert). Von<br />

den technischen Daten meines <strong>LCD</strong>-TV<br />

kenne ich nur die Auflösung (1280 × 720),<br />

nicht das Kontrastverhältnis, und weiß,<br />

dass das Gerät keinen HDMI, sondern<br />

„nur” einen DVI-Anschluss besitzt.<br />

JOHANNES RECKZEH<br />

Wichtig sind die vier Buchstaben „HDCP”.<br />

Können Sie diese am DVI-Anschluss am<br />

Fernseher oder in der Bedienungsanleitung<br />

entdecken, sehen Sie sämtliches Bildmaterial,<br />

ansonsten bleibt der Bildschirm bei<br />

Premiere HD Film schwarz. Die anderen<br />

Premiere-HD-Sender laufen ohne HDCP-<br />

Kopierschutz, weshalb Sie diese auch über<br />

den DVI-Eingang bewundern dürfen.<br />

Das Beste zum Schluss: Die DVD-Nachfolger<br />

HD-DVD und Blu-ray benötigen bis 2011<br />

voraussichtlich nur einen YUV-Eingang um<br />

HD-Bilder darzustellen, mehr dazu lesen Sie<br />

auf Seite 20.<br />

Fußball-Arena<br />

Als Stammleser bitte ich Sie bei den aktuellen<br />

Receivern zu erwähnen, ob die<br />

aktuellen Geräte von Humax, Pace und<br />

Kathrein Arena mittels CI-Modulen entschlüsseln<br />

können. Stimmt es, dass der<br />

Receiver von Kathrein baugleich mit dem<br />

Pace DS 810KP ist?<br />

FRANK BRUENING<br />

Die auf dem Markt befindlichen Geräte verfügen<br />

alle über eine oder zwei CI-Schnittstellen.<br />

Unter Zuhilfenahme eines Alphacryptoder<br />

Cryptoworks-CI-Moduls können Sie<br />

somit auch die neuen Arena-Kanäle mit ihrem<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver empfangen. Allerdings<br />

sollten Sie beachten, dass Arena die Bundesliga<br />

in dieser Saison nur im normalen PAL-<br />

Standard anbietet. Auf <strong>HDTV</strong>, wie etwa bei<br />

Premiere, müssen Sie leider verzichten.<br />

Die zweite Teilfrage können wir bejahen. Die<br />

beiden Receiver sind tatsächlich identisch.<br />

Wie uns Kathrein auf der Messe Anga Cable<br />

in Köln mitteilte, soll allerdings schon<br />

im Herbst eine eigene Box des Rosenheimer<br />

Herstellers auf den Markt kommen.<br />

Anschluss gefunden<br />

Kampf dem Sommerloch<br />

Bonusartikel<br />

Nach 100 Seiten ist unser Heft zu Ende, doch die Artikel noch lange nicht. Unter<br />

www.hdplustv.de/hdtv/hd_capsel_99220.html finden Sie neben Workshops noch<br />

Einstellungshilfen zu den getesteten Fernsehern. Zudem berichten wir ausführlich<br />

über Denons automatische Einmessung Audessey.<br />

Missverständnis<br />

Aus dem Testbericht des Denon AVR 4306 der letzten Ausgabe konnte interpretiert<br />

werden, dass der Denon HD-Bilder in 1 080i über HDMI auf 720 herunterkonvertieren<br />

kann. Dies ist nicht möglich. Der Denon skaliert die Bildquellen der analogen<br />

Eingänge auf 720p oder 1 080i – HD-Material – über HDMI eingespeist – leitet er<br />

1 : 1 durch.<br />

Ankündigung<br />

Der versprochene Artikel über MPEG-4 musste aus Platzgründen auf die kommende<br />

Ausgabe verschoben werden.<br />

Ihre Wünsche, Fragen und Kritik schicken Sie an:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Lauchstädter Straße 20, 04229 Leipzig<br />

oder einfach per elektronischer Post an leserbriefe@hdplustv.de<br />

Ich habe mir vor kurzem einen neuen <strong>Plasma</strong>bildschirm<br />

gekauft, der <strong>HDTV</strong>-fähig ist.<br />

Ich habe jedoch zu Hause einen Kabelanschluss.<br />

Könnt ihr mir sagen, wann es<br />

<strong>HDTV</strong> via Kabel geben wird oder eine Alternative<br />

aufzeigen?<br />

PATRIC FISCHERMANN<br />

<strong>HDTV</strong> wird bereits heute in vielen Kabelnetzen<br />

übertragen. Kabel Deutschland sendet<br />

seit einigen Wochen die Programme Premiere<br />

Sport HD sowie Premiere Film HD<br />

im hochauflösenden Standard in all ihren<br />

Kabelnetzen. Auch der Kabelanbieter Kabel<br />

BW überträgt eine Reihe von HD-Kanälen<br />

in seinen Netzen. Neben den Premiere-Sendern<br />

können Sie dort auch die Sender Pro-<br />

Sieben HD, Sat.1 HD und Anixe HD sehen.<br />

Weitere Netzbetreiber werden mit der Übertragung<br />

in den nächsten Wochen folgen.<br />

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Netzbetreiber<br />

wirklich <strong>HDTV</strong> überträgt, fragen<br />

Sie bei ihm bitte direkt an. Einen passenden<br />

Receiver zum Empfang des „neuen Fernsehens“<br />

testen wir für Sie auf den Seiten 74 und<br />

75 in dieser Ausgabe. Sollte Ihr Netzbetreiber<br />

keine <strong>HDTV</strong>-Kanäle einspielen wollen, bleibt<br />

Ihnen nur der Wechsel zum Satellitenfernsehen.<br />

Was Sie dazu benötigen, zeigten wir in<br />

der Ausgabe 2.2006. Diese können Sie über<br />

den Nachbestellservice anfordern.


012 www.hdplustv.de


Keine Chance in diesem Jahr. Neben<br />

Pioneer (im Bild der BDP-HD1) sagen<br />

auch Sharp und Philips „no“ zur Markteinführung<br />

2006 in Deutschland<br />

In den USA liegt Toshibas günstiger HD-<br />

DVD-Player in der Gunst der Kritiker vorn.<br />

Wir hätten nichts dagegen, wenn Toshiba<br />

auch hierzulande rasch tätig wird<br />

Wunderwelt<br />

Es ist, als wäre sie erst gestern gewesen: Die neue IFA steht in den Startlöchern<br />

und öffnet ihre Pforten von nun an jährlich. Begleiten Sie uns durch<br />

die kommenden Highlights der größten Messe für Unterhaltungselektronik.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Die Fußball-WM rief die größte Euphoriewelle in<br />

Deutschland seit der Wiedervereinigung hervor,<br />

doch anstatt den prophezeiten Absatzboom bei<br />

Flachbildfernsehern herbeizuführen, feierten die Fans<br />

lieber in trauter internationaler Gesellschaft auf den Fan-<br />

Festen. Gut so, meinen wir, schließlich verkaufen sich<br />

<strong>LCD</strong>s und <strong>Plasma</strong>s auch ohne das runde Leder besser<br />

als die kaum noch produzierte Röhre. Ganz im Zeichen<br />

von „flach, flacher, Flachbild“ wachsen nicht nur die Ausmaße<br />

auf durchschnittlich 42 Zoll bei <strong>Plasma</strong> und <strong>LCD</strong>,<br />

sondern auch die Auflösungen. In diesem Jahr stehen<br />

alle neuen Fernseher unter dem Merkmal 1 080p, was<br />

der höchsten <strong>HDTV</strong>-Auflösung entspricht. Somit treffen<br />

die Bildinformationen der HD-Kanäle pixelgenau bei<br />

den Fernsehern ein und eine Skalierung entfällt. Wie zu<br />

Zeiten der Röhre ist somit ein weiterer Fortschritt vollbracht,<br />

denn die ausgestrahlten Inhalte sind identisch mit<br />

den technischen Ausstattungen.<br />

Vorsprung durch Technik<br />

Die zwei Millionen Marke bei den Bildpunkten ist nunmehr<br />

erreicht, doch streben Hersteller wie Sharp oder<br />

Philips nach weiteren Wegen, das Bilderlebnis zu steigern.<br />

Die japanischen Marktführer mit den fünf Buchstaben<br />

setzen hierbei auf eine vierte Primärfarbe. Anstatt auf Rot,<br />

Grün und Blau zu vertrauen, gesellt sich Karmesin-Rot<br />

Starke PC-Fraktion<br />

In den USA ist sie schon im Handel: die HD-<br />

DVD. Wann der DVD-Erbe samt Abspielgerät<br />

auch in Deutschland in die Haushalte<br />

einziehen kann, erläutert Frank Eschholz,<br />

Produktmanager von Toshiba Europe im Gespräch<br />

mit HD+TV.<br />

Die HD-DVD besitzt in Japan und den USA<br />

einen Zeitvorsprung vor dem Konkurrenten<br />

Blu-ray – sind Sie zufrieden mit dem Start?<br />

Unsere amerikanischen Kollegen konnten<br />

innerhalb der ersten fünf Wochen zirka 70<br />

Prozent aller ausgelieferten HD-DVD-Player<br />

verkaufen. Die restlichen werden zu Demozwecken<br />

vom Handel nicht verkauft.<br />

Wie lange kann Toshiba im Alleingang<br />

gegen die Blu-ray-Fraktion bestehen? Wann<br />

ziehen andere Hersteller nach?<br />

Wir fühlen uns nicht allein gelassen! Über<br />

die Hälfte der PC-Hersteller hat bereits die<br />

Unterstützung von HD-DVD zugesagt.<br />

Wann rechnen Sie mit dem Start der HD-<br />

DVD in Deutschland?<br />

Wir sprechen im Augenblick mit allen<br />

Studios, um einen reibungslosen Start im<br />

vierten Quartal vorzubereiten. Sie können<br />

davon ausgehen, dass zum Start von HD-<br />

DVD deutlich mehr Titel in Europa verfügbar<br />

sein werden als in den USA und Japan.<br />

Wird der Preis ebenso attraktiv ausfallen<br />

wie im Rest der Welt?<br />

Leider ist der empfohlene Verkaufspreis<br />

noch nicht festgelegt. Wir werden ihn auf<br />

unserer großen HD-DVD-Pressekonferenz<br />

am 1. September auf der IFA bekannt<br />

geben. Allerdings muss man<br />

bedenken, dass europäische<br />

Händler mit größeren<br />

Gewinnspannen als USamerikanische<br />

kalkulieren.


Nicht zu unterschätzen: Im<br />

PC- und Laptop-Markt geht<br />

der Kampf der DVD-Nachfolger<br />

weiter. Sony (rechts)<br />

und Toshiba (links) bieten<br />

für 2 999 Euro den hochauflösenden<br />

Bildspaß für<br />

unterwegs<br />

Jetzt im 16 : 9-Format mit zehn<br />

Megapixeln ... (Die Bilder der Panasonic-Kamera<br />

Lumix DMC-LX2<br />

natürlich, nicht die Frau)<br />

Realistischere Farben und eine völlig veränderte<br />

Wohnwelt will Sharp auf der anstehenden<br />

IFA präsentieren. HD+TV sprach mit<br />

Marketing-Managerin Petra Siegfanz.<br />

Ihre neuen <strong>LCD</strong>-Fernseher arbeiten mit einer<br />

vierten Primärfarbe für natürlichere Bilder.<br />

Warum reichen Rot, Grün und Blau nicht<br />

mehr aus?<br />

Mit den herkömmlichen Farben der Hintergrundbeleuchtung<br />

Rot, Grün und Blau<br />

lassen sich mit Sicherheit brillante Bilder<br />

erzeugen. Doch auch hier bleibt die Technologie<br />

nicht stehen. Ein oft geäußerter<br />

Kritikpunkt an der <strong>LCD</strong>-Technologie ist die<br />

hinzu. Unter den Namen LC-37GE1E<br />

startet Sharp seine neue „High Grade“-<br />

Produktreihe und gibt der <strong>LCD</strong>-Technologie ein Merkmal,<br />

das bislang untergeordnet schien: Natürlichkeit.<br />

Dank der vierten Primärfarbe wirken Bilder lebhafter<br />

und realistischer, ohne durch künstliche Tricks Aufsehen<br />

zu erregen. Mit einer Auflösung von 1 920 × 1 080 Bildpunkten<br />

und schnellen Reaktionszeiten bleiben sogar<br />

Fußballübertragungen in HD jederzeit scharf.<br />

Einen etwas anderen Weg wählt Philips, um die Konsumenten<br />

zur niederländischen Ware greifen zu lassen.<br />

Mittels „Overdrive Control“ nahm sich der Hersteller<br />

der Trägheit der <strong>LCD</strong>-Kristalle an und verringerte<br />

die Reaktionszeit. Die neue Philips-Aptura-<br />

Hintergrundbeleuchtung sendet nicht dauerhaft<br />

Licht aus, sondern senkt die Helligkeit der Bildbereiche<br />

in dunklen Bildinhalten. Somit leuchten<br />

die Pixel nur dann, wenn sie wirklich leuchten<br />

sollen. Auf dem IFA-Preview wurde diese Technologie<br />

ausgestellt und überraschte sogar verwöhnte<br />

<strong>Plasma</strong>besitzer. Aufgrund der zugeschalteten Pixel-<br />

Plus-Nachbearbeitung wirkte das abgespielte Fußballmaterial<br />

jedoch künstlich.<br />

Mehrgleisig<br />

Neben den <strong>Plasma</strong>- und <strong>LCD</strong>-only-Herstellern liefern<br />

Hitachi und LG ein breites Produktsortiment durch<br />

alle Produktsparten. Hitachi bietet mit dem 55PD9700<br />

einen der größten <strong>Plasma</strong>fernseher der Messe. Zwar<br />

besitzt der Bildriese mit 1,40 Meter Bilddiagonale nur<br />

Mehr als Rot, Grün und Blau<br />

subjektiv empfundene „Unnatürlichkeit“<br />

des Bildes. Mit unserer neuen 4-Wellenlängentechnologie<br />

fügen wir der Hintergrundbeleuchtung<br />

eine LED-Komponente im<br />

tiefroten Bereich hinzu und erreichen damit<br />

eine enorm verbesserte Farbsättigung vor<br />

allem bei Rot-Tönen und eine zunehmend<br />

realistischere Farbdarstellung – besonders<br />

deutlich zu sehen bei der Darstellung von<br />

Hauttönen.<br />

Etwas verwirrend fanden wir die neuen<br />

Produktnamen Sharp Entry, High Grade und<br />

Premium – sind bisherige Spitzenmodelle<br />

plötzlich nur noch Einstiegsprodukte?<br />

die kleine <strong>HDTV</strong>-Auflösung,<br />

aber der integrierte<br />

Subwoofer,<br />

Kartenleser, DVB-<br />

T-Empfänger sowie<br />

zwei HDMI-<br />

Eingänge lassen nur<br />

wenig Wünsche offen. Im Gegensatz zur dominanten<br />

<strong>Plasma</strong>schiene bei großen Bildflächen dominiert die<br />

wohnzimmertaugliche 32-Zoll-Liga durchweg das <strong>LCD</strong>-<br />

Angebot. Der LG 42LC2RR verzückt mit einem integrierten<br />

Festplattenrecorder und ausgezeichneten Antlitz –<br />

den Red Dot Design Award 2006 für Innovation und Bedienkomfort<br />

konnte LG bereits für sich verbuchen.<br />

Purzelbaum und Handstand in luftigen<br />

Höhen erwarten Sie beim Cirque<br />

du soleil<br />

Wunschlos glücklich<br />

Der Trend zur All-inclusive-Ausstattung nimmt auch bei<br />

Loewe und Humax immer weiter zu. Das neue Flaggschiff<br />

der Design-Fernseher aus deutschen Landen lautet<br />

Loewe Individual 46 Compose. Bereits als Komplettpaket<br />

mit DVB-T-, DVB-C- und DVB-S- Empfänger sowie<br />

Common Interface ausgestattet (Kartenschächte für Pay-<br />

TV) oder nachträglich erweiterbar, setzt Loewe die Messlatte<br />

für das Fernsehen der Neuzeit. Sogar einen <strong>HDTV</strong>-<br />

Empfänger für MPEG-2 und MPEG-4 liefert der Loewe<br />

Compose und wird damit zur alleinigen Zentrale für Ihr<br />

Wohnzimmer ohne zusätzliche Set-Top-Box, Kabel und<br />

Fernbedienungen. Zwar nur in 32 Zoll erhältlich, aber<br />

keinen Ausstattungspunkt schlechter ist der Humax LDE<br />

HD-32S. Für 1 999 Euro erhalten Sie einen <strong>LCD</strong> mit integriertem<br />

<strong>HDTV</strong>-Tuner und sogar DCDI. Wem all diese<br />

technischen Fachbegriffe nur ein großes Fragezeichen<br />

entlocken, dem sei gesagt: Ein besseres Preis-Leistungsverhältnis<br />

werden Sie momentan kaum ausfindig machen.<br />

Natürlich geht es immer noch einen Schritt besser,<br />

oder individueller, denn für den Loewe Individual stehen<br />

Nein, sicherlich nicht. Doch auch hier gelten<br />

zwei Grundsätze: Erstens nimmt die Diversifikation<br />

der <strong>LCD</strong>-TVs am Markt immer<br />

weiter zu und zweitens ist auch die technologische<br />

Entwicklung noch nicht am Ende<br />

angelangt. Für Sharp heißt dies, dass wir<br />

heutige „High-End“-Modelle zukünftig im<br />

Standard-Segment sehen. Im<br />

High-Grade- und Premium-Segment<br />

kommen die<br />

neuesten Sharp-Technologien<br />

wie z. B. unsere<br />

Full-HD-Panel zuerst<br />

zum Einsatz.<br />

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High-End-Heimkino vom Spezialisten<br />

Yamaha RX-V 2600<br />

7.1 Kanal AV-Receiver<br />

titan oder schwarz<br />

Panasonic TH-37PV60E<br />

94 cm HD ready <strong>Plasma</strong>-TV<br />

Dreambox DM 7025<br />

Digitaler Satelliten-Receiver<br />

1127 Euro oder<br />

ab 36,10 Euro/Monat*<br />

1687 Euro oder<br />

ab 54,10 Euro/Monat*<br />

548 Euro oder<br />

ab 48,10 Euro/Monat*<br />

<strong>LCD</strong>- & <strong>Plasma</strong>-TV<br />

Philips 23PF5321 691 €<br />

Toshiba 32WL66Z 1042 €<br />

Philips 32PF9731D 1986 €<br />

LG 42PX 5R 2268 €<br />

Samsung LE-37S71B 1529 €<br />

Pioneer PD P-506XDE 4769 €<br />

AV-Receiver<br />

Sherwood R-965 1599 €<br />

Harman Kardon AVR 635 907 €<br />

Yamaha RX-V 559 Titan 395 €<br />

Pioneer VSX-516-S 299 €<br />

Yamaha RX-V 4600 Titan 1178 €<br />

Pioneer VSX-2016AV-S 999 €<br />

Lautsprecher<br />

Canton LE 190 598 €<br />

Canton CD 300 998 €<br />

quadral Argentum 09 Buche 593 €<br />

quadral Argentum 03 Buche 319 €<br />

Pioneer S-V240-QL 259 €<br />

Pioneer S-V520-W 548 €<br />

DVD-Recorder & -Player<br />

Sherwood SD-860 499 €<br />

Pioneer DV-696AV-S 179 €<br />

Yamaha DVD-S 1500 Titan 277 €<br />

Yamaha DVD-S 2500 Titan 662 €<br />

Pioneer DVR-630H-S 721 €<br />

Pioneer DVR-540H-S 449 €<br />

Sherwood HSB-600<br />

HDMI-Umschalter<br />

Humax PR-HD 1000 S<br />

<strong>HDTV</strong> Satelliten-Receiver<br />

Pace DS 810 KP<br />

<strong>HDTV</strong> Satelliten-Receiver<br />

399 Euro 374 Euro 374 Euro<br />

Wir sind autorisierter Händler für: Pioneer, Canton, Premiere, Quadral, Sherwood<br />

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Der erste Blu-ray-Player Europas für das<br />

Heimkino ist eine Spielekonsole. Es bleibt<br />

abzuwarten, ob Sony mit der Playstation 3<br />

dieser Spagat gelingt<br />

neben den Gehäusefarben<br />

Silber und Schwarz weitere<br />

Kunst- und Naturstoffe<br />

als Intarsien zur<br />

Verfügung.<br />

Harter Kampf<br />

Die <strong>LCD</strong>-Technologie schreitet mühelos voran,<br />

doch auch die <strong>Plasma</strong>schiene will nicht<br />

zurückstecken. Einen Wettstreit haben die<br />

kontraststarken Bildriesen aber bereits an<br />

ihre Flüssigkristall-Widersacher verloren:<br />

die Auflösung. Während alle <strong>LCD</strong>-Fernseher<br />

ab 37 Zoll in voller HD-Pracht erstrahlen,<br />

zeigen die 42-Zoll-<strong>Plasma</strong>s eine<br />

Million Bildpunkte, also nur die Hälfte. So<br />

kümmern sich die Förderer der <strong>Plasma</strong>zellen<br />

Panasonic, Pioneer und Samsung vorrangig<br />

um höhere Kontrastwerte und damit<br />

verbundene räumlichere Bilder, natürliche<br />

Farbtreue und einen geringeren Stromverbrauch.<br />

Zumindest Pioneer können wir<br />

nach dem IFA Preview einen gelungenen<br />

Der große Trend der IFA 2006: PCs im<br />

wohnzimmerfreundlichen Gehäuse, im<br />

Bild das Philips Media Center 9350i<br />

Der neue Pioneer PDP-427XD<br />

ist nur noch als „One-Body“-<br />

Variante erhältlich – die externe<br />

Set-Top-Box hat ausgedient<br />

Messeauftritt attestieren. Der in dieser Ausgabe getestete<br />

<strong>Plasma</strong> PDP-436 erhält seinen obligatorischen Nachfolger.<br />

Dieser offeriert zwar eine etwas gesteigerte Bildgüte,<br />

aber gemessen am eigenen Standard schafft Pioneer nur<br />

die Evolution statt Revolution.<br />

Letztere gibt es vom <strong>Plasma</strong>-only-Entwickler dennoch.<br />

Der PDP5000EX ist der bislang einzige öffentlich präsentierte<br />

und käuflich erwerbbare Full-HD-<strong>Plasma</strong>. Satte<br />

zwei Millionen <strong>Plasma</strong>zellen auf engstem Raum säumen<br />

den schwarz lackierten <strong>Plasma</strong>hünen. Um die doppelte<br />

Anzahl an Bildpunkten bei gleicher Größe zu realisieren,<br />

mussten die <strong>Plasma</strong>zellen um 47 Prozent schrumpfen.<br />

Fast schon überflüssig zu erwähnen: Auch das Firmenflaggschiff<br />

bietet die altbewährten Bildverarbeitungstechnologien<br />

der aktuellen <strong>Plasma</strong>generation. Dank seiner<br />

hohen Auflösung kann der PDP5000EX das Blu-ray-Format<br />

1 080p24 punktgenau und ohne Bildumrechnungen<br />

darstellen, womit Sie die zukünftigen Filme genau wie im<br />

richtigen Kino bestaunen dürfen. Leider wird der Preis<br />

einen Käuferansturm verhindern, denn mit rund 8 500<br />

Euro ist der 50-Zoller einer der teuersten Fernseher der<br />

Messe.<br />

Die ersten ohne Verwischeffekt: Sowohl der Philips 37PF9731D links,<br />

als auch der Toshiba 37WLT68P rechts bieten scharfe Bewegtbilder.<br />

Bei Philips gibt es die volle HD-Auflösung noch dazu<br />

Größer als groß<br />

Wir schwelgen mit dem JVC Professional Projektor<br />

HD10K bereits auf Wolke Sieben (Test auf Seite 88), doch<br />

gerade im bezahlbaren Projektionssegment läutet die IFA<br />

die <strong>HDTV</strong>-Welle erst ein. Alle Beteiligten warten sehnsüchtig<br />

auf die neuen <strong>LCD</strong>-Panel von Epson, die gleich<br />

Im Mittelpunkt steht das Fernsehgerät<br />

Attraktive Designkonzepte und individuelle<br />

Lösungen – dafür steht Loewe auch auf<br />

dieser IFA. Loewe-Sprecher Roland Raithel<br />

sprach mit HD+TV über TV- und<br />

Möbeltrends.<br />

Einige Ihrer Konkurrenten<br />

beginnen ebenfalls<br />

auf den Möbel- und<br />

Designtrend aufzuspringen<br />

– sind Sie stolz<br />

auf Ihre Vorreiterrolle?<br />

Loewe Individual ist in seiner<br />

Klasse das umsatzstärkste<br />

<strong>LCD</strong>-<br />

Fernsehgerät am Markt. Deshalb sind wir<br />

schon sehr stolz auf diese Innovation.<br />

Sie bieten Ihren Kunden Designfernseher,<br />

Designlautsprecher und Designmöbel – wird<br />

Loewe zum Hausbauer?<br />

Im Mittelpunkt der Loewe Aktivitäten<br />

steht das Fernsehgerät. Wir bauen das TV<br />

zur großen Heimkino-Anlage aus und<br />

zeigen zur diesjährigen IFA neue individuelle<br />

Audio-Konzepte. Die Inszenierung<br />

im Wohnumfeld, Aufstelllösungen sind für<br />

Loewe ein strategisch wichtiges Thema.<br />

Das TV-Gerät wird künftig auch Aufgaben<br />

der Vernetzung übernehmen – von Multiroom-Fähigkeit<br />

bis zur Vernetzung mit dem<br />

Heim-PC. Aber zum Hausbauer werden wir<br />

deshalb noch lange nicht.<br />

Bis auf Premiere HD ist der <strong>HDTV</strong>-Zug ein<br />

wenig ins Stocken geraten. Läuft die Software<br />

der Hardware hinterher?<br />

<strong>HDTV</strong> ist für Loewe ein ganz zentrales<br />

Thema. Allerdings sind im Markt noch<br />

viele Standards und Rahmenbedingungen<br />

zu definieren, um entsprechende Endgeräte<br />

anbieten zu können. Das reicht von der<br />

einheitlichen Verschlüsselungstechnik bis zu<br />

digitalen Rechten.


Der einzige <strong>Plasma</strong>, in dem die volle Dosis<br />

<strong>HDTV</strong> steckt. Der Pioneer PDP-5000EX besitzt<br />

als einziger Vertreter zwei Millionen Bildpunkte<br />

Sharp baut nicht nur Fernseher, sondern auch<br />

DLP-Projektoren. Der neue XV-Z3000 erfreut<br />

sogar Miss IFA – sein realer Kontrastwert von<br />

6 000 : 1 lässt aber auch uns aufhorchen<br />

Bei Fujitsu Siemens denken die Geräte mit: Das<br />

vernetzte Heim steuert alles aus einer Hand<br />

Schmale Lautsprecher, großer Klang:<br />

Loewe rüstet seine bildschönen Individual-Fernseher<br />

akustisch aus<br />

mehrere Technikfliegen<br />

mit einer Klappe schlagen:<br />

Keine Alterungserscheinung<br />

und nachlassende<br />

Bildqualität im Langzeitbetrieb,<br />

doppelt so hohe<br />

Kontrast- und Auflösungswerte<br />

sowie ein Preis um<br />

3 500 Euro. Sollte sich<br />

dieser Wunschtraum verwirklichen,<br />

genießen Sie in<br />

Kürze Bilder über zwei Meter Diagonale<br />

in voller HD-Auflösung. Die konkurrierende<br />

DLP-Sparte um Erfinder Texas Instruments<br />

gibt sich zwar auskunftsfreudiger,<br />

aber dennoch kaum euphorisch. Die<br />

neuen Projektoren mit zwei Millionen<br />

Kippspiegeln kosten 10 000 Euro, Marantz<br />

verlangt für seinen neuen Schützling<br />

VPL-11S1 gar weitere 50 Prozent<br />

Aufschlag. Somit könnte Epson der<br />

große Gegenschlag im Massenmarkt<br />

gelingen, wenn die Geräte rechtzeitig<br />

zur Weihnachtssaison in die Händlerregale<br />

gelangen und die versprochene<br />

Haltbarkeitsverbesserung keine Marketing-Seifenblase<br />

darstellt.<br />

Blau gegen blau<br />

Auf der IFA feiern die beiden DVD-<br />

Nachfolger Blu-ray und HD-DVD<br />

ihre Europapremiere, doch im Rest<br />

der Welt sind sie fast schon wieder ein alter<br />

Hut. Beide Formate sind seit Juni in Japan<br />

und USA flächendeckend erhältlich, doch<br />

die Begeisterungsstürme bleiben bislang<br />

aus. Während wir bereits in der letzten<br />

Ausgabe über die langsame Bediengeschwindigkeit<br />

des Toshiba HD-DVD-<br />

Der neue Hitachi <strong>LCD</strong>-Projektor PJ-TX300 kommt mit den runderneuerten<br />

Epson-Panel für 1 899 Euro – leider nur mit einer Million<br />

Bildpunkten<br />

Players berichtet haben, floppte Samsungs Blu-ray-Einstand<br />

auf ganzer Linie. Dabei sind kurioser Weise nicht<br />

die koreanischen Entwickler Schuld, sondern vor allem<br />

Sony. Ausgerechnet bei der Bildqualität patzen nämlich<br />

die veröffentlichten Scheiben durch ihre weichgezeichnete<br />

Darstellung. Sony produziert sämtliches Filmmaterial<br />

in MPEG-2 (dem bisherigen Kompressionsformat der<br />

DVD) und liefert nur einseitig beschriebene Scheiben<br />

in den Handel. Somit reduziert sich die anfangs gigantische<br />

Speichermenge von 50 Gigabyte auf die Hälfte –<br />

selbst die HD-DVDs bieten mit 30 Gigabyte mehr. Zudem<br />

schwören diese auf den fortschrittlichen Kompressionsstandard<br />

VC-1 von Microsoft. Inzwischen räumte<br />

Samsung zwar Probleme mit der integrierten Software<br />

des Players ein, woraus der Unschärfeeffekt resultieren<br />

soll, aber selbst mit neuen Programmstrukturen per Update<br />

wird die Bildqualität unter der des Herausforderers<br />

bleiben. Auf dem IFA Preview in Hamburg wurden indes<br />

alle Träume auf eine diesjährige rasche Einführung der<br />

neuen Formate zerschlagen. Weder Pioneer, noch Sharp<br />

oder Philips werden in diesem Jahr Player auf den deutschen<br />

Markt bringen. Recorder zur Datenspeicherung<br />

und PC-Laufwerke haben hingegen gute Aussichten. So<br />

wird Sony am 17. November die Playstation 3 wohl allein<br />

als einziger Blu-ray-Vertreter auf weiter Flur stehen. Falls<br />

sich bis dahin die Bildqualität der hauseigenen Filme<br />

nicht erheblich steigert, wird auch die beliebte Spielekonsole<br />

einen schweren Stand haben. Bleibt als einzige Hoffnung<br />

Toshiba, doch müssen diese gegen eine wahre Flut<br />

von prominenten Herstellern aus dem Blu-ray-Lager fast<br />

im Alleingang bestehen – mit aktuellen Filmhighlights<br />

könnte der Kampf aber für die kostengünstige HD-DVD<br />

entschieden werden.<br />

Bilder: a-ha, Auerbach Verlag, Loewe, Messe Berlin GmbH, Toshiba, PR, Sharp<br />

Der Sound der IFA<br />

Pop aus Norwegen<br />

Was sagen Ihnen die Namen Morten Harket, Magne Furuholmen und<br />

Paul Waaktaar-Savoy? Richtig – es sind die Mitglieder der Popband a-<br />

ha. Am Eröffnungsabend der Funkausstellung geben die Norweger ihr<br />

einziges Konzert in Deutschland. Den Durchbruch schaffte<br />

a-ha im Herbst 1985 mit „Take on me“ sowie einem<br />

zeitlosen Videoclip, in dem Sänger Morton Harket als<br />

gezeichnete Figur auftritt. Ein echter Klassiker aus den<br />

Achtzigern. Derzeit touren die drei Jungs mit ihrem<br />

neuen Album „Analogue“ durch Europa bevor sie<br />

im Herbst ins Aufnahmestudio zurückkehren. Für<br />

die Besucher der IFA stoppt a-ha am 31. August um<br />

20 Uhr im Sommergarten auf dem Messegelände. Direkt<br />

im Anschluss folgt das traditionelle Feuerwerk.<br />

Tickets: 39 Euro<br />

Programm IFA Sommergarten<br />

a-ha 31. August 2006<br />

Funkturmfeuerwerk 31. August 2006<br />

Dieter Thomas Kuhn 5. September 2006<br />

IFA 1.–6. September<br />

Im Vorverkauf<br />

Tageskarte<br />

An der Tageskasse<br />

Tageskarte<br />

Tageskarte ermäßigt<br />

9,50 Euro<br />

13,00 Euro<br />

9,50 Euro<br />

018 www.hdplustv.de


Quid pro quo<br />

Das Prinzip der Aufforderung ist<br />

bekannt. Übertragen lautet sie<br />

„Eine Hand wäscht die andere.“<br />

Diesmal präsentieren wir Ihnen den<br />

letzten Teil unseres Heimkinobaus<br />

und gewähren einen Blick in den<br />

fertigen Filmsaal. Nun sind Sie am<br />

Zug.<br />

Bilder: Stockxchng, Auerbach Verlag<br />

Meist fängt es langsam an. Eine Hifi-Anlage für<br />

den perfekten Hörgenuss veredelt die Einrichtung,<br />

danach bringen hochwertige Lautsprecher<br />

endlich Surround-Sound in die gute Stube. Zufrieden<br />

könnten wir uns zurücklehnen, um dem Klang<br />

der CDs zu lauschen. Doch weit gefehlt. Ist erst für satte<br />

Rundumbeschallung gesorgt, naht die Stunde der Videokomponenten.<br />

Mit dem heimtückischen Heimkinofieber<br />

infiziert, folgen nacheinander DVD-Player, AV-Receiver<br />

und Breitbildfernseher. Das Gefühl, ein abgeschlossenes<br />

Werk vor sich zu haben, stellt sich jedoch nur selten ein.<br />

Irgendwo gibt es immer Feinheiten, an denen weiterhin<br />

gefeilt werden will. Hier könnte ein Projektor hinpassen,<br />

da die überdimensionale Leinwand. Für das hochauflösende<br />

TV-Gefühl fehlt lediglich noch die geeignete Set-<br />

Top-Box. Fertig? Nun ja, zumindest vorerst. Vielleicht<br />

sollte das ganze Paket demnächst in einen anderen Raum<br />

umziehen, bevor der Partner endgültig die Reißleine zieht<br />

und die Wohnung fluchtartig verlässt. Kommt Ihnen dieser<br />

Ablauf bekannt vor? Dann sind Sie genau die richtige<br />

Person für uns.<br />

Aufruf!<br />

Egal ob groß oder klein – wir bieten von nun an in jeder<br />

Ausgabe die Möglichkeit, Ihr persönliches Audio- und<br />

Videodomizil vorzustellen.<br />

Lassen Sie uns und unsere Leser von Ihrem Wissen profitieren.<br />

Welche Geräte wurden angeschafft? Wie planen<br />

Sie weiter? Erklären Sie, welches Konzept hinter der Anlage<br />

steckt und ermöglichen Sie uns einen ganz individuellen<br />

Einblick. Wir bieten Ihnen den Platz, um sich<br />

vorzustellen.<br />

Melden Sie sich!<br />

Wir stellen Sie und Ihr Heimkino ausgiebig vor.<br />

Senden Sie einfach eine Mail an heimkino@hdplustv.de<br />

oder per Post:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Stichwort: Heimkino<br />

Lauchstädter Straße 20<br />

04229 Leipzig<br />

Wir freuen uns über Ihre Zuschriften!<br />

Neues | HD+TV | 5.2006 019


Unwetterzone HDMI<br />

Es war das größte Eingeständnis seit der Einführung<br />

von <strong>HDTV</strong>: Bis 2011 sollen alle HD-Inhalte über Blu-ray<br />

und HD-DVD auch über YUV sichtbar sein. Somit sind<br />

HDMI-Schnittstellen nicht mehr zwingend für die hochauflösenden<br />

Bilder notwendig. Lesen Sie alles über die<br />

Sensation des Jahres!<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Als die ersten Meldungen im Internet<br />

die Runde machten, war es für<br />

die letzte Ausgabe bereits zu spät.<br />

Sollte HDMI wirklich nur eine Alternative<br />

statt der bislang publizierten Notwendigkeit<br />

sein? Sony und Microsoft heißen die beiden<br />

Unternehmen, die sich vermeintlich vor die<br />

Kundschaft stellen und HDCP bis 2011 eliminieren.<br />

Der Grund für den Sinneswandel<br />

liegt nicht im europäischen Markt, sondern<br />

im Ausland verborgen. In den USA und Japan<br />

wurde <strong>HDTV</strong> bereits im Jahr 2000 umfassend<br />

eingeführt. Damals existierte zur<br />

Übertragung jedoch nur YUV als Möglichkeit<br />

die hochauflösenden Bilder auszugeben.<br />

Mit der Einführung von HDMI wurde zwar<br />

ein allumfassender Standard geschaffen, um<br />

sämtliche Bild- und Tonformate digital zu<br />

übertragen (siehe HDMI-Artikel auf Seite<br />

7), aber nur wenige besitzen in den USA und<br />

Japan diese Schnittstelle.<br />

Um nicht an der Kundschaft vorbei zu entwickeln,<br />

laufen die ersten Toshiba HD-DVD-<br />

Player auch über YUV zur Hochform auf.<br />

Sieg der Konsolen<br />

Das Multimilliarden-Dollar-Unternehmen<br />

Microsoft lieferte mit der Xbox360 die erste<br />

HD-fähige Spielekonsole der Welt aus. Um<br />

sämtliche Käufer mit HD-Fernsehern anzusprechen,<br />

verzichtete Microsoft auf die kaum<br />

vorhandene HDMI-Schnittstelle und liefert<br />

einzig eine Übertragung per YUV mit. Ende<br />

dieses Jahres wird die Xbox 360 per HD-<br />

DVD-Laufwerk erweitert, doch ohne HDMI<br />

schien das Vorhaben sinnlos. Deshalb erwirkte<br />

das Unternehmen als starkes Mitglied<br />

des HD-DVD-Forums ein Zeitfenster bis<br />

2011. Alle ausgelieferten Filme werden ohne<br />

HDCP ausgeliefert und können so auch über<br />

YUV in voller Qualität genossen werden.<br />

Hierzu eine Stellungnahme von Microsoft<br />

Deutschland: „Wir können von unserer Seite<br />

nur betonen, dass jeder, der ein HD-DVD-<br />

Zubehörteil kauft, damit auch HD-DVDs<br />

anschauen können wird, unabhängig vom<br />

eingesetzten Xbox-360-System und der eingesetzten<br />

AV-Komponente. Wir arbeiten hier<br />

innerhalb derselben Beschränkungen, die<br />

auch für jedes andere HD-Abspielgerät – inklusive<br />

Bluray – gelten.“<br />

Sonys Kampf mit der Playstation 3 verlief<br />

ähnlich. In der Sparversion der Playstation 3<br />

für 499 Euro schrumpft die Festplattengröße<br />

auf 20 GB und der Kartenleser entfällt. Auch<br />

die HDMI-Schnittstelle fällt dem Rotstift<br />

zum Opfer, aber dies wird keine Auswirkungen<br />

auf die Filmwiedergabe haben! Ebenso<br />

wie Microsoft errang Sony als Mitglied<br />

des konkurrierenden Blu-ray-Forums ein<br />

Zeitfenster bis 2011 für die Filmwiedergabe<br />

ohne HDCP. Sony Computer Entertainment<br />

Deutschland wollte gegenüber HD+TV keine<br />

offizielle Stellungnahme abgeben, bestätigte<br />

aber die Freischaltung bis 2011 von oberster<br />

Stelle.<br />

Dieser Schritt ist indes nachvollziehbar,<br />

denn selbst ohne den Schutz HDCP scheint<br />

eine verlustfreie Kopie bislang unmöglich.<br />

Mit 30 GB bei der HD-DVD und 50 GB bei<br />

Blu-ray ist der Speicherbedarf für Kopien<br />

immens. Somit ist der größte Schutz der<br />

neuen Datenträger ihre immense Größe. Für<br />

Premiere hat dieser Schritt womöglich keine<br />

Konsequenzen, denn Premiere HD-Film<br />

wird auch weiterhin einzig über HDMI mit<br />

HDCP gesendet.<br />

Ungewissheit Europa<br />

Im Rest der Welt sind die Weichenstellungen<br />

klar: Bis 2011 (und vielleicht darüber hinaus),<br />

kommen alle in den Genuss von <strong>HDTV</strong>,<br />

ganz gleich, welche Anschlüsse die HD-Geräte<br />

besitzen. In Europa wurde die <strong>HDTV</strong>-<br />

Welle jedoch im Gleichschritt mit HDMI<br />

eingeführt. Fast sämtliche Flachbildfernseher<br />

und Projektoren besitzen hierzulande einen<br />

HDMI- oder DVI-Eingang, welche HDCP<br />

unterstützen. Somit ist die Verlockung für die<br />

Hersteller groß, nicht wie der Rest der Welt<br />

auf HDCP zu verzichten. Ungeachtet dieses<br />

Verwirrspiels ergeben sich für Sie jedoch nur<br />

Vorteile. Falls Sie in letzter Zeit einen Fernseher<br />

mit HDMI gekauft haben, oder willens<br />

sind, diesen zu erstehen, gibt Ihnen HDMI<br />

die Sicherheit, auch über 2010 hinaus noch<br />

<strong>HDTV</strong>-Bilder sehen zu können. Diejenigen,<br />

die bereits einen HD-fähigen Projektor oder<br />

Fernseher ohne HDMI besitzen, können sich<br />

bis 2011 entspannt zurücklehnen und über<br />

YUV die hochauflösenden Bilder genießen.<br />

Es gibt Sie also noch, die Vernunftentscheidungen<br />

im Sinne des Kunden.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Archiv<br />

020 www.hdplustv.de


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INHALTE<br />

Spielfilm = Spiel + Film<br />

Während der Fußball-WM saß ich mit Gleichgesinnten vor der<br />

Neuerwerbung meines Freundes: ein <strong>Plasma</strong>-TV. Wir bestaunten<br />

Gerät und Bildqualität. Nach dem wenig erquickenden Gekicke<br />

wollten wir uns erheben und den Heimweg antreten, als unser<br />

Gastgeber seine Playstation hervorholte, um uns ein neues Spiel zu<br />

präsentieren.<br />

„Was wird das denn jetzt?“ haben wir uns leicht gelangweilt gefragt,<br />

bis wir plötzlich bemerkten, dass die Sonne langsam aufging und<br />

wir die Nacht durch Buzz gespielt hatten. Wer seine Freude an „You<br />

don’t know Jack“ hatte, wird Buzz lieben. Und er wird noch mehr<br />

Spaß haben, wenn mit Freunden vor einem Flachbildfernseher „gebuzzt“<br />

wird.<br />

Dabei bleibt das Spiel grafisch recht simpel, lässt also das Potenzial<br />

des hier angeschlossenen <strong>Plasma</strong>s völlig außer Acht. Doch Gamer<br />

wissen: Auch ihre Welt ist hochauflösend geworden und nichts setzt<br />

den Konsolenbesitzer mehr in Entzücken als ausgefeilte und realistische<br />

Grafiken. Der kleine PC-Monitor war einmal ...<br />

In jungen Jahren haben wir fremde Welten erobert, sind per Hyperraum<br />

durch unzählige Universen gereist und waren Öl-, Industrieund<br />

Aktien-Tycoon zugleich. Später dann haben wir den Joystick<br />

durch das Gamepad ersetzt, nicht weniger müde in fremde Welten<br />

abzutauchen. Was einst vorm Fernseher mit Strichen und eckigen<br />

Bällen begann, nahm seinen Weg über Commodore, Amiga und<br />

PC bis zurück zum Ursprung: dem Fernseher. Hier wächst etwas<br />

zusammen, was zusammen gehört: Spielspaß und exzellente Bilddarstellung,<br />

vom Surround Sound einmal ganz zu schweigen. Das<br />

Wort Spielfilm bekommt eine völlig neue Bedeutung. Seien Sie Ihr<br />

eigener Regisseur, kreieren Sie Ihren eigenen Spiel-Film. Wer jetzt<br />

nicht „Start Game“ drückt, ist ein 4 : 3-Muffel!<br />

Marc Hankmann<br />

Chefredakteur HD+TV<br />

022 www.hdplustv.de


Deutsches Urgestein<br />

Der neu entdeckte Patriotismus der Fußballweltmeisterschaft weckte unser Land aus einer lang<br />

anhaltenden Lethargie. Dabei gibt es Unternehmen, die bereits seit mehreren Jahrzehnten die<br />

Landesfarben emporhalten und durch Qualität und Innovation „Made in Germany“ beeindrucken.<br />

Mit Loewe zeigen wir den steinigen Weg eines Unternehmens auf der Suche nach Erfolg,<br />

Ruhm und seinen Wurzeln.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Im Mai dieses Jahres verließ der letzte Röhrenfernseher<br />

die Fertigungswerke von Loewe in Kronach. Nun<br />

sind es die flachen <strong>LCD</strong>-Fernseher, mit denen das<br />

Unternehmen um neue Kundschaft buhlt. Doch fernab<br />

der künstlerischen Ader der neuen Individual-Baureihe<br />

führen uns die Anfänge Loewes zurück in eine Zeit, in der<br />

Radios die größte technische Errungenschaft der Unterhaltungselektronik<br />

darstellten.<br />

Auf Sendung<br />

Siegmund Loewe, der zweite Sohn des Arztes Ludwig<br />

Loewe war ein begabter Schüler und dennoch verwehrten<br />

ihm seine schlechten Noten in Astronomie das angedachte<br />

Studium. Siegmund war sich seiner Fähigkeiten in<br />

den Naturwissenschaften aber durchaus bewusst und so<br />

folgten der Besuch einer Fachschule und Vorlesungen am<br />

Kaiserin-Augusta Gymnasium. 1905 standen ihm sogar<br />

die Tore von Telefunken offen, an deren Arbeitszeiten er<br />

sich aber nicht gewöhnen konnte. Früh aufstehen war für<br />

Siegmund eine Qual, doch konnte er bis spät in die Nacht<br />

hinein sein Tagwerk verrichten. Diesem Eifer standen jedoch<br />

die gesetzlichen Zeiten im Wege, sodass ein frühzeitiger<br />

Ausstieg aus der Arbeitswelt unvermeidlich war.<br />

Ein eigenes Forschungslabor in Berlin Kreuzberg, Gitschiner<br />

Straße 108 nahe des Reichspatentamts war nun<br />

Siegmunds Wohnung und Arbeitsplatz zugleich. Als er<br />

1920 von der Firma Huth gar den Auftrag erhielt, die Entwicklung<br />

der Funktechnik in Amerika zu studieren, war<br />

der Grundstein seiner späteren Firma gelegt. Während<br />

seines Aufenthalts nach Kriegsende traf Siegmund Loewe<br />

den amerikanischen Funkpionier Lee de Forest und zeigte<br />

sich von der amerikanischen Funkamateurbewegung<br />

mehr als beeindruckt. Mit all den Heerscharen von neuen<br />

Informationen, schrieb Siegmund seine Vision auf ein<br />

Papier, das in Deutschland für Stirnrunzeln sorgte:<br />

„Lassen Sie mich das Projekt so entwickeln, wie ich es<br />

mir gelöst denke: es besteht in jeder Stadt der Welt eine<br />

Organisation, welche vermietete (oder verkaufte) kleine<br />

Apparate instand hält, welche auf den ersten Blick<br />

Phonographen zu sein scheinen. Denn sie haben Schall-<br />

Namensfindung<br />

Radiofrequenz GmbH (1923),<br />

Radio AG D. S. Loewe (1929),<br />

Löwe Radio AG (1940),<br />

Opta Radio AG (1942),<br />

Loewe Opta AG (1949),<br />

Loewe Opta GmbH (1964),<br />

Loewe AG (1999)<br />

Inhalte | HD+TV | 5.2006 023


Eine Fertigungsstraße im Wandel der Zeit. In den Dreißiger Jahren schraubten noch Menschen die Apparate zusammen, heute sind es moderne Roboter<br />

trichter und geben nach dem Einlegen eines<br />

Schalters Musik von sich und wechseln ihr<br />

Programm unaufhörlich. Nach einfachem<br />

Drücken eines Knopfes an dem Apparat verschwindet<br />

die Musik, dafür hört man politische<br />

Nachrichten aus aller Welt. Ein anderer<br />

Knopf gibt die letzten Börsenkurse, ein weiterer<br />

Vorlesungen aus den besten Büchern,<br />

Märchen für Kinder, Anzeigen, Reklame alles<br />

was überhaupt zu hören ist, gibt der Apparat<br />

auf Druck des entsprechenden Knopfes. (...)<br />

Das ganze Vergnügen braucht nicht mehr als<br />

ein Cent pro Tag zu kosten. Abnutzung und<br />

Betriebskosten sind minimal.“<br />

Was Siegmund Loewe hier anpries, ist eine<br />

technologische Neuerung, die so unvorstellbar<br />

war, dass die Verantwortlichen an ein<br />

Hirngespinst glaubten – Siegmund Loewe<br />

erschuf das Radio.<br />

Zurück in der Wirklichkeit<br />

Nachdem seine euphorischen Worte jedoch<br />

auf Vorbehalte stießen und Siegmund Loewe<br />

nach Berlin zurückbeordert wurde, löste<br />

er seine vertraglichen Verbindungen zu<br />

Huth und versuchte seine Visionen selbst zu<br />

verwirklichen. Zwar konnte der 1923 eingeführte<br />

Rundfunk nicht mit seinen Ideen<br />

standhalten, aber sein Brief drückt deutlich<br />

seine Geschäftsidee aus, die nun auf fruchtbaren<br />

Boden stieß.<br />

Das größte Problem bestand jedoch in einer<br />

fehlenden Liberalisierung des Rundfunks.<br />

So hatte während des Ersten Weltkriegs das<br />

Kriegsministerium die Kontrolle inne, danach<br />

die Soldatenräte und letztendlich die<br />

Reichspost. Somit konnten deutsche Unternehmen<br />

ihre Produkte nur exportieren und<br />

dies vorrangig in die USA. Doch die Überschwemmung<br />

des Marktes führte zu einer<br />

Absatzstockung und ein starker Binnenmarkt<br />

war nun mehr denn je erwünscht. Nach den<br />

Expansionen in den Jahren 1923 und 1924<br />

entwickelten sich die Geschäfte günstig. Im<br />

April 1924 beschäftigte Loewe bereits 600<br />

Personen. 1925 folgte nach den fetten Jahren<br />

jedoch die Krise. Eine Patentverletzungsklage<br />

durch Telefunken legte die Röhrenfertigung<br />

still. Ein verlustreiches Jahr ließ sich so nicht<br />

abwenden.<br />

„Der Grund für die außerordentliche Schwierigkeit,<br />

in der wir uns befinden, ist neben der<br />

unerträglichen allgemeinen Situation darin<br />

zu erblicken, dass wir technisch bei der Serien-<br />

Fabrikation unserer Apparate noch nicht zu<br />

dem Erfolge gelangt sind, der für mich unbedingt<br />

Voraussetzung dafür ist, dass die Apparate<br />

herausgehen dürfen. (...) Infolgedessen<br />

arbeite ich nunmehr meistens nicht nur<br />

die halben, sondern die ganzen Nächte und<br />

kann kaum noch auf meinen Beinen stehen.<br />

Es hilft aber alles nicht. Wir müssen durch<br />

diese Sache hindurch.“, so notiert Loewe damals.<br />

Aus Ton wird Bild<br />

Die Entwicklung des Fernsehens erforderte<br />

ein großes Kapitalaufkommen, so dass Loewe<br />

die Gründung einer Studiengesellschaft<br />

vorschlug. Am 11. Juni 1929 wurde die Fernseh<br />

AG gegründet, welche aus Loewe, Baird<br />

Television (London), Bosch und Zeiss Ikon<br />

AG bestand. Schwerpunkt der Arbeiten der<br />

AG lag auf dem Empfängergebiet. Zum Einsatz<br />

kamen die Nipkow-Scheibe und die<br />

Spiegelschraube nach Okolicsanyi. Die Bildhelligkeit<br />

und Zeilenanzahl konnte so gesteigert<br />

und die Synchronität verbessert werden.<br />

1932 wurde ein Empfänger mit Braunscher<br />

Röhre vorgestellt. Mit einem neuen Aufnahmeverfahren<br />

(Zwischenfilmverfahren)<br />

wurden Sendungen bereits 1932 mit nur 15<br />

Sekunden Verzögerung ausgestrahlt. Gleichzeitig<br />

herrschte in den Laboratorien Loewes<br />

reges Treiben. Mit einer Investition von über<br />

200 000 Reichsmark fertigte das Unternehmen<br />

Braunsche Röhren für Oszillographen<br />

auf eigene Rechnung. Der deutsche Naturwissenschaftler<br />

Manfred von Ardenne verbesserte<br />

die Lebensdauer von 100 Stunden<br />

um das zehnfache und eigene Oszillographenröhren<br />

erhöhten Helligkeit und Punktschärfe,<br />

wovon Loewe dankend profitierte.<br />

Erste Vorführung<br />

Seine weiteren Forschungen mündeten 1930<br />

in der ersten Vorführung seiner Elektronenstrahlröhre:<br />

„Die Bilder im Format von ungefähr<br />

10 mal 10 Zentimeter ließen sich bis auf<br />

zwei Meter Entfernung noch gut und lichtstark<br />

erkennen.“ Mit Manfred von Ardenne<br />

gelang Loewe in kürzester Zeit der Sprung an<br />

die technologische Spitze. Doch keine Liebe<br />

hält ewig und so kam es bereits 1932 zum<br />

Zerwürfnis. Ausstehende Schadensersatzansprüche<br />

wegen unbefugter Vorveröffentlichung<br />

und unerlaubte Handlungen seitens<br />

Ardennes ließen den erst jüngst verlängerten<br />

Loewe-Ardenne-Vertrag zerbröckeln.<br />

Die Zusammenarbeit von Siegmund und seinem<br />

Bruder David L. Loewe war alles andere<br />

als harmonisch. „Es ist meine Absicht, zu<br />

dem frühest möglichen Zeitpunkte aus der<br />

geschäftlichen Verbindung mit meinem Bruder<br />

auszuscheiden“, gab Siegmund zu Protokoll.<br />

Dass es bei Loewe selbst nicht immer<br />

geordnet zuging, zeigen die Umstände des<br />

Leiters der Röhrenfertigung Paul Kapteyn:<br />

„So machte ich damals meine erste Erfahrung<br />

bei der Firma Loewe: ‚Hilf Dir selbst, so<br />

hilft Dir Gott‘, und die zweite: ‚Improvisation<br />

ist Alles‘.“<br />

Mittels neuer Allstromröhren gelang Loewe<br />

die Besetzung einer neuen Marktnische. Da<br />

in Deutschland Gleich- und Wechselstromnetze<br />

existierten, mussten viele Verbraucher<br />

Bilder: Loewe, Textquelle: Ortsempfänger, Volksfernseher und Optaphon<br />

024 www.hdplustv.de


Die Zusammenarbeit zwischen Siegmund Loewe (links) und Manfred von Ardenne<br />

(Mitte) war fruchtbar aber nur von kurzer Dauer<br />

Dr. Rainer Hecker (links) und Gerhard Schaas (rechts) zusammen mit Produktionsleiter<br />

Wolf-Dieter Gerke verpackten das letzte Bildröhren-Fernsehgerät von Loewe<br />

bei einem Wohnungsumzug die Netzteile<br />

oder ganze Geräte austauschen. Trotz der<br />

späten Markteinführung 1934 konnten sich<br />

die Allstromgeräte sofort am Markt durchsetzen,<br />

bis Ende der 30er der Gleichstrom<br />

abgesetzt und Wechselstrom als Standard<br />

definiert wurde.<br />

Der als Volksempfänger betitelte Fernseher<br />

kostete jedoch weit mehr, als sich das Volk<br />

leisten konnte. Der Name ‚Volks-Fernseher‘<br />

wurde jedoch immer wieder von der Presse<br />

als solcher publiziert, was der Beliebtheit<br />

nur zuträglich war. Selbst der ein Jahr später<br />

erschienene Nachfolger kostete immer noch<br />

2 500 Reichsmark.<br />

Loewe im Reich Nummer Drei<br />

Am 15. Juni 1933 meldete Karl Hintze die<br />

Arisierung von Aufsichtsrat und Vorstand,<br />

auch wenn Siegmund Loewe als einziger<br />

Jude im Unternehmen bleiben durfte. David<br />

Ludwig Loewe verließ das Unternehmen<br />

auch aus persönlichen Gründen und ging<br />

nach Großbritannien. Infolge der Umstellungen<br />

in der Führungsetage hatte Loewe<br />

mit Problemen zu kämpfen und sah sich in<br />

seinen Entwicklungsarbeiten behindert. So<br />

wurde durch die Reichspost versucht, Loewe<br />

von der Funkausstellung 1933 fern zu halten.<br />

Dies scheiterte jedoch, gleichwohl die Vertretung<br />

Loewes, Kurt Schlesinger, beim Auftritt<br />

von Adolf Hitler und Joseph Goebbels<br />

den Stand verlassen musste, da er jüdischer<br />

Abstammung war. Schlimmer als die persönliche<br />

Diskriminierung war allerdings die<br />

Auslöschung des Namens aus den Gedächtnissen<br />

der Menschen. So wurde Loewe trotz<br />

seiner Forschungen und Entwicklungen nirgends<br />

erwähnt, die Identität des Unternehmens<br />

fast gänzlich begraben. Der ausgewanderte<br />

Bruder David L. Loewe hatte indessen<br />

aus seinem Exil die Firmen Telefunken und<br />

Philips für seinen Unternehmensanteil interessiert,<br />

um die Fernsehentwicklung nicht in<br />

NS-Hände fallen zu lassen. Siegmund Loewe<br />

versuchte dagegen diese Anteile zurückzukaufen.<br />

Durch geschicktes Vorgehen konnte<br />

er einen finanziellen Schaden zwar abwenden,<br />

aber ein bereits groß angelegtes Projekt<br />

ging an den Konkurrenten Telefunken.<br />

Die einzige Chance, den finanziellen Kahlschlag<br />

abzuwenden, bestand in einer Kooperation<br />

und so suchte und fand Loewe den<br />

Schulterschluss mit Telefunken. „Die Verhandlungen<br />

mit Loewe über das Vertragswerk,<br />

welche im Januar/Februar 1936 zum<br />

Abschluss kamen, haben sich über lange Zeit<br />

(...) hingezogen (...), wobei der nicht-arische<br />

Charakter der Firma Loewe niemals auch<br />

nur gestreift wurde.“ Diese wohlgesonnenen<br />

Worte eines Telefunken-Vertreters zeigte<br />

die Wahrheit jedoch in einem unwirklichen<br />

Licht. Im Dezember 1937 hatte sich herausgestellt,<br />

dass Siegmund Loewe immer noch<br />

der jüdischen Religion zugeordnet und trotz<br />

seines Austritts nun als „Mischling ersten<br />

Grades“ geführt wurde. Somit blieb Siegmund<br />

Loewe keine andere Wahl, als sein Unternehmen<br />

und Deutschland zu verlassen,<br />

sein Name wurde aus dem Handelsregister<br />

entfernt. Er reiste am 26. Oktober 1939 in<br />

die USA und nahm am 31. August 1944 die<br />

amerikanische Staatsbürgerschaft an. In New<br />

York übernahm er die Geschäftsführung<br />

der dortigen Loewe Gesellschaft. Im Dritten<br />

Reich wurde aus Radio AG D. S. Loewe die<br />

Löwe Radio AG und mit der Streichung der<br />

Initialen D für David und S für Siegmund<br />

wurde die Arisierung nach außen hin deutlich<br />

gemacht.<br />

Zurück zum Erfolg<br />

Dem Zusammenbruch des „Dritten Reiches“<br />

folgten die auferstandenen Ruinen,<br />

deren wirtschaftlicher Aufschwung erst 1967<br />

unterbrochen wurde. Neben der Erholung<br />

Loewes sind es besonders die gegründeten<br />

Versandhäuser Neckermann und Quelle sowie<br />

der Radio- und Fernsehentwickler Grundig,<br />

welche die Wirtschaft ankurbelten.<br />

Loewe konnte an alte Röhrenradioerfolge<br />

nicht anknüpfen. Der Entwicklungsbereich<br />

nahm nicht mehr den Stellenwert der<br />

Vorkriegszeit ein. Das Unternehmen hatte<br />

Schwierigkeiten, andere Geschäftsbereiche<br />

wie Tonband- und Videogeräte zu erschließen.<br />

Die gescheiterte Markteinführung des<br />

Optaphons und Optacords lassen keinen<br />

Zweifel daran, dass innovative Produkte zwar<br />

vorhanden waren, aber deren Vermarktung<br />

nicht gelang.<br />

Mit dem Tod Siegmund Loewes am 2. Mai<br />

1962 endete die Geschichte des Unternehmens.<br />

Der Gründungsvater war bis ans Ende<br />

seiner Tage kinderlos geblieben. Als Erben<br />

hatte er seine Frau Clara wie auch seine Geschwister<br />

Bernhard und Clara eingesetzt. Es<br />

stellte sich rasch heraus, dass an der Weiterführung<br />

des Unternehmens kein Interesse<br />

bestand. Fernab jeglicher Öffentlichkeit<br />

kaufte Philips das deutsche Traditionsunternehmen,<br />

machte dies aber erst 20 Jahre später,<br />

1984/85, publik.<br />

Im Jahr 1999 dann die rigorose Weichenstellung.<br />

Zurück zur Unabhängigkeit, zurück<br />

zu Innovationen, zurück nach Deutschland.<br />

Heute jagt ein Umsatzplus das nächste und<br />

auch fernab jeder Wirtschaftlichkeit braucht<br />

sich die neue Geschäftsleitung rund um Dr.<br />

Rainer Hecker nicht vor den Gründervätern<br />

zu verstecken – sie wären stolz auf ihre Erben<br />

und das neu erstarkte Loewe gewesen.<br />

Inhalte | HD+TV | 5.2006 025


Diese Filme halten die HD-Kanäle von Premiere und Sat.1 in den nächsten Wochen für Sie bereit.<br />

PROGRAMMHÖHEPUNKTE<br />

ALFIE<br />

LIEBESKOMÖDIE<br />

DIE DOLMETSCHERIN THRILLER<br />

Premiere HD Film, So, 13. 08., 20.15 Uhr, Fr, 18. 08., 12.25 Uhr, Mi, 30. 08., 18.30 Uhr, Di, 05. 09.,<br />

17.00 Uhr, D i, 12. 09., 20.15 Uhr<br />

SHREK 2<br />

Premiere HD Film, Fr, 01. 09., 8.40 Uhr und 21.55 Uhr<br />

ANIMATION<br />

Premiere HD Film, Sa, 12. 08., 15.10 Uhr, Di, 22. 08., 20.15 Uhr, 04. 09., 20.15 Uhr<br />

Bilder: Premiere, Dreamworks, Paramount, Miramax, Universal, UIP, Sony Pictures<br />

026 www.hdplustv.de


IN <strong>HDTV</strong><br />

HELLBOY<br />

FANTASY<br />

RAY<br />

BIOGRAFIE<br />

Premiere HD Film, Sa, 19. 08., 22.00 Uhr, So, 20. 08.,<br />

12.45 Uhr, Do, 14. 09., 22.05 Uhr, Fr, 15. 09., 11.35 Uhr<br />

AVIATOR<br />

BIOGRAFIE<br />

Premiere HD Film, So, 03. 09., 20.15 Uhr und 4.35 Uhr<br />

Premiere HD Film, Mi, 23. 08., 8.05 Uhr und 20.15 Uhr, Di, 12. 09., 09.35 Uhr und 22.00 Uhr<br />

WEITERE PROGRAMMHIGHLIGHTS<br />

Film Sender Genre Termin<br />

Hautnah Premiere HD Film Drama Sa, 12. 08., 22.05 Uhr, So, 13. 08., 13.35 Uhr<br />

Hidalgo Premiere HD Film Abenteuer So, 13. 08., 11.20 Uhr und 22.00 Uhr<br />

Es bleibt in der Familie Sat.1 HD Komödie Mo, 14. 08., 20.15 Uhr<br />

Saw Premiere HD Film Horror Mo, 14. 08., 23.40 Uhr, Do, 07. 09., 2.10 Uhr<br />

Head in the Clouds Premiere HD Film Liebesdrama Di, 15. 08., 21.55 Uhr, Mo, 04. 09., 12.30 Uhr<br />

Team America Premiere HD Film Trickfilm Mi, 16. 08., 23.35 Uhr, Fr, 01. 09., 12.25 Uhr<br />

In 80 Tagen um die Welt Premiere HD Film Abenteuer Sa, 19. 08., 13.00 Uhr, Mo, 04. 09., 21.50 Uhr<br />

Sky Captain Premiere HD Film Science-Fiction Sa, 26. 08., 16.45 Uhr, Do, 31. 08., 18.30 Uhr<br />

Shaun of the Dead Premiere HD Film Horro-Komödie So, 20. 08., 16.40 Uhr, Do, 14. 09., 18.35 Uhr<br />

Collateral Premiere HD Film Thriller Mo, 21. 08., 16.30 Uhr, Do, 31. 08., 22.10 Uhr<br />

Wenn Träume fliegen lernen Premiere HD Film Drama Di, 22. 08., 21.50 Uhr, So, 03. 09., 18.35 Uhr<br />

Der Wixxer Premiere HD Film Komödie Mi, 23. 08., 15.15 Uhr, Mo, 11. 09., 7.25 Uhr<br />

The Butterfly Effect Premiere HD Film Science-Fiction Fr, 25. 08., 9.15 Uhr, Fr, 25. 08., 23.45 Uhr<br />

Constantine Premiere HD Film Fantasy-Action So, 27. 08., 18.15 Uhr, Sa, 09. 09., 20.15 Uhr<br />

Die Journalistin Sat.1 HD Thriller Mo, 28. 08., 20.15 Uhr<br />

Sideways Premiere HD Film Komödie Di, 29. 08., 20.15 Uhr, Mi, 13. 09., 22.05 Uhr<br />

Kill Bill: Vol.2 Premiere HD Film Actionfilm So, 03. 09., 8.25 Uhr und 23.00 Uhr<br />

Tauchfahrt zur Bismarck Discovery HD Dokumentation So, 03. 09., 20.15 Uhr, Mo 04. 09., 17.50 Uhr<br />

Inhalte | HD+TV | 5.2006 027


Parallelwelt<br />

Videospiele haben in Deutschland noch<br />

immer einen schlechten Ruf. Von Kinderspielen,<br />

Killerspielen oder Intelligenztötern<br />

reicht hier die Spanne der<br />

öffentlichen Berichterstattung. Doch<br />

Videospiele sind bei weitem nicht mehr<br />

nur die hüpfenden kleinen Männchen,<br />

die sich von einem Level zum nächsten<br />

vorarbeiten – Videospiele sind Unterhaltung<br />

pur, vor allem im Heimkino.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

028 www.hdplustv.de


Mit der Microsoft Xbox 360 begann Ende 2005<br />

eine neue Ära der Spielekultur. Anstatt wie<br />

bislang mit PAL-Auflösung und Stereoton all<br />

jene anzusprechen, die <strong>Plasma</strong>s, <strong>LCD</strong>s und Audio-Receiver<br />

nur als Fremdworte begreifen, wandte sich Microsoft<br />

Höherem zu. Mit perfektem Dolby-Digital-Klang sowie<br />

<strong>HDTV</strong>-Auflösung schwelgen Spieler in aller Welt bereits<br />

in fremden Welten. Dabei reicht die Spanne der bislang<br />

erschienenen Titel von beliebten Sportarten wie Boxen,<br />

Golf, Tennis oder Fußball bis hin zu realistischen Simulationen.<br />

Boxenstopp<br />

Um die Xbox 360 startklar zu machen, bedarf es weit<br />

mehr als einem alten Röhrenfernseher. Mit ihrem YUV-<br />

Ausgang sendet die Konsole ihre hochauflösenden Bilder<br />

am liebsten zu Flachbildschirmen oder Projektoren.<br />

Durch den Verzicht auf HDMI und HDCP können auch<br />

Besitzer älterer <strong>HDTV</strong>-Fernseher und -Beamer die Spiele<br />

in voller Pracht genießen.<br />

Die Tonsausgabe gestaltet sich auf den ersten Blick ein wenig<br />

umständlich. Anstatt der Konsole einen eigenen optischen<br />

oder koaxialen Tonsausgang zu spendieren, wird<br />

das optische Kabel an der Videostrippe angedockt – auf<br />

die Qualität hat diese ungewöhnliche Lösung glücklicherweise<br />

keine Auswirkungen. Im Hauptmenü der Xbox 360<br />

müssen Sie zunächst ein paar Vorkehrungen treffen. Der<br />

Videoausgang muss als „720p“ oder „1 080i“ markiert<br />

und Dolby Digital auf „an“ gestellt werden. Spiele wie<br />

Oblivion unterstützen sogar die höhere HD-Auflösung<br />

von 1 080i, so dass die Bildnorm nicht nur Makulatur ist.<br />

Spiele und Filme in HD-Qualität<br />

Links: Die Playstation 3 mit integriertem Blu-ray-Laufwerk<br />

Rechts: Die Xbox 360 samt HD-DVD-Laufwerk.<br />

Spielen wie Gott in Frankreich<br />

Zugegeben, unser knapp 20 000 Euro teurer Projektor erscheint<br />

auf den ersten Blick etwas überdimensioniert für<br />

die Xbox 360, doch als die ersten Bilder von „Need for<br />

Speed Most Wanted“ die Leinwand erhellten, war klar:<br />

So müssen Bilder in HD aussehen! Dank der immensen<br />

Lichtleistung des Projektors (Test auf Seite 88) trat auch<br />

nach Stunden kein Ermüdungseffekt für die Augen ein.<br />

Zudem konnte die Xbox 360 mit aller Macht zeigen, welcher<br />

Quantensprung seit der letzten Xbox erreicht wurde.<br />

Die Sichtweite der fast durchgängig befahrbaren Region<br />

protzt mit einem realistischen Tag-Nacht-Wechsel, filigranen<br />

Details an den Karosserien der Edelkarossen und<br />

einem hübschen Schadensmodell. Die Steuerung gewinnt<br />

zwar keinen Realitätspreis, aber selten hat man einen Porsche<br />

mit 200 km/h so angenehm durch den Nachmittagsverkehr<br />

des angrenzenden Highways gesteuert. Besonders<br />

beeindruckend fällt auch die Soundkulisse aus. Unter den<br />

Brückenpfeilern hören Sie jede Strebe, im Tunnel färbt<br />

sich das Klangspektrum realistisch hallend und die Motorengeräusche<br />

beim Start lassen das Wohnzimmer erzittern.<br />

Zudem ist es immer wieder ein Erlebnis, nach einem<br />

Ihre Meinung<br />

Videospiele haben sich im<br />

Massenmarkt etabliert. In<br />

der HD+TV möchten wir<br />

Spiele in Zukunft gleichberechtigt<br />

neben Filmen in<br />

dieser Rubrik vorstellen und<br />

bewerten. Welche Meinung<br />

vertreten Sie zu diesem<br />

Thema? Greifen Sie in Ihrer<br />

Freizeit zum Controller?<br />

Würden Sie sich eine<br />

Konsole ins Wohnzimmer<br />

stellen? Schreiben Sie uns<br />

Ihre Meinung an<br />

leserpost@hdplustv.de oder<br />

die bekannte Adresse:<br />

Auerbach Verlag,<br />

Lauchstädter Straße 20,<br />

04229 Leipzig.<br />

Inhalte | HD+TV | 5.2006 029


Die Videospielikone der Neunziger,<br />

Lara Croft, eroberte neben den<br />

Spielekonsolen auch die Leinwand<br />

Regenschauer und dem nachfolgenden Tunnel<br />

von der Sonne geblendet in das bildschöne<br />

Panorama zu rasen und garantiert ohne<br />

Strafzettel davon zu kommen. Die Polizei<br />

wird im Spiel zur Zielscheibe für Massenkarambolagen<br />

und Blechschäden, ganz in der<br />

Tradition von Hollywoods besten Actionfilmen.<br />

Dabei erleben Sie die umherfliegenden<br />

Streifenwagen auf Wunsch in Zeitlupe und<br />

mit fünf Lautsprechern raumgreifend über<br />

den eigenen Köpfen.<br />

Ganz andere, weil leise Töne, schlägt hingegen<br />

das Rollenspiel Oblivion an. Unser Spiel des<br />

Monats der HD+TV 03/06 begeistert durch<br />

seine grenzenlose Freiheit. Hier können Sie<br />

der spannenden Geschichte folgen und die<br />

gigantische Landmasse erkunden, die ähnlich<br />

wie Neuseeland in der „Herr der Ringe“-Trilogie<br />

mit ihren Wäldern und Seen<br />

für Urlaubsstimmung sorgt. Das größte<br />

Potenzial spielt Oblivion jedoch Abseits<br />

der Rahmenhandlung aus. Beweisen<br />

Sie sich als Dieb, Händler<br />

oder Arenenkämpfer, steigen Sie in<br />

der Gunst der Gilden oder betreten<br />

Sie die Höllentore Oblivions – einen<br />

größeren Abenteuerplatz werden<br />

Sie nirgends finden. Im Heimkino<br />

lädt die freigiebige Natur zum<br />

Staunen ein. Unter dem Blätterdach werden<br />

die Sonnenstrahlen realistisch gebrochen,<br />

Regen und aufziehende Gewitter plätschern<br />

und poltern aus allen Lautsprechern, die meditative<br />

Hintergrundmusik nervt selbst nach<br />

Stunden nicht und ein Bad im kühlen Nass<br />

ist in den heißen Sommertagen eine Wohltat.<br />

Oblivion ist eines jener Spiele, für die man<br />

den Jahresurlaub opfern könnte, ohne danach<br />

ein schlechtes Gewissen zu haben.<br />

Sport treiben<br />

Wer kennt es nicht: In jungen Jahren wurde<br />

der eigene Körper zu sportlichen Höchstleistungen<br />

getrieben, doch die Arbeitszeiten<br />

und Anstrengungen lassen einen nach dem<br />

täglichen Feierabend nur noch erschöpft in<br />

den Sessel fallen. Zum Glück gibt es einige<br />

Sporttitel, welche die alte Liebe wieder aufleben<br />

lassen, ohne den Körper mit Muskelkater<br />

zu bestrafen. In Top Spin 2 schwingen<br />

Sie Ihren Tennisschläger so behände wie<br />

einst Steffi Graf oder Pete Sampras. Obwohl<br />

die Darstellung der Sportler und des Spielfelds<br />

gefällt, zeigt sich das größte Plus bei der<br />

Steuerung. Für Lob, Slice oder den namensgebenden<br />

Topspin stehen eigene Knöpfe zur<br />

Verfügung. Je nachdem, wie lange Sie diese<br />

gedrückt halten, Ihre Figur zum Ball steht<br />

und Sie die Richtungstaste betätigen, schlagen<br />

Sie ein Ass oder den Ball mehrere Meter<br />

ins Aus. Topspin 2 honoriert die längere<br />

Spieldauer wie kaum ein zweites Spiel, denn<br />

Anfänger stehen Profis nur chancenlos gegenüber<br />

– hier hilft nur üben, üben, üben!<br />

Brachialer und grafisch imposanter treffen<br />

die Boxer im Spiel „Fight Night Round 3“<br />

aufeinander. Wenn die Kinnlade bei einem<br />

Aufprall in Zeitlupe deformiert wird, der<br />

Fragen und Antworten für Videospielneulinge<br />

Können Videospiele süchtig machen?<br />

Ja. Spiele sind meist nach dem Schema: „Bestehe<br />

eine Aufgabe und erhalte dafür eine Belohnung“,<br />

aufgebaut. Je weiter man in Spielen<br />

vordringt, desto besser werden nicht nur die eigenen<br />

Fähigkeiten als Spieler, sondern meist auch<br />

die Figur oder das Vehikel im Spiel. Es gibt eine<br />

positive Suchterscheinung, in der sich die Spieler<br />

trotz aller Widrigkeiten und schweren Aufgaben<br />

im Spiel ermuntern weiter zu machen und so<br />

persönliche Erfolge feiern. Von einer negativen<br />

Suchterscheinung spricht man, wenn andere Lebensbereiche<br />

wie der Freundeskreis, die Familie<br />

oder Freizeit und Sport vernachlässigt werden.<br />

Dabei sollten Sie aber Ruhe bewahren. Wenn ein<br />

Jugendlicher eine Woche lang durchgängig ein<br />

Spiel absolviert, ist das kein Grund zur Sorge –<br />

nach einem langen Spielemarathon sollte die<br />

Konsole aber erst einmal für mehrere Tage bei<br />

Seite gelegt und sich anderen Dingen zugewendet<br />

werden.<br />

Gibt es Unterschiede zwischen Filmen und<br />

Spielen?<br />

Obwohl die Darstellung in Spielen immer mehr<br />

an Filme heranreicht, gibt es einen wesentlichen<br />

Unterschied: Interaktivität. Damit ist die Einflussnahme<br />

der Spieler auf das Geschehen gemeint.<br />

Filme werden als „passive Unterhaltung“, Spiele<br />

als „aktive Unterhaltung“ bezeichnet. Während<br />

Sie im Film nur die Dinge sehen, die Regisseur<br />

und Kameramann aufgenommen haben, können<br />

Sie in Spielen jeden Winkel der Spielwelt erkunden.<br />

Zudem laufen Filme immer bis zum Schluss,<br />

während in Spielen für den Abspann meist eine<br />

große Leistung erbracht werden muss.<br />

Sind Spiele mit Schusswaffen und kriegerischer<br />

Handlung gefährlich?<br />

Alle Verpackungen ziert eine Altersbeschränkung.<br />

Die unverbindliche Altersfreigabe sollte<br />

von den Eltern überprüft werden. Spiele mit<br />

Schusswaffen sind grundsätzlich ungefährlich,<br />

schließlich fügen Spieler niemanden ein Leid zu.<br />

Allerdings können solche Titel die Hemmschwelle<br />

zur Gewaltbereitschaft senken, aber auch Aggressionen<br />

abbauen – dies ist bei jedem Spieler<br />

unterschiedlich. Grundsätzlich gilt: Informieren<br />

Sie sich über die Inhalte, die Ihre Kinder spielen.<br />

Ein Verbot bei besonders gewalttätigen Titeln<br />

nützt in der Regel nichts – die Kinder werden<br />

durch den Freundeskreis weiterhin an diese Titel<br />

herankommen. Zudem sorgt ein Verbot nur dafür,<br />

dass die Begehrlichkeit steigt.<br />

Kriegsspiele sind ebenso wie Kriegsfilme ein heißes<br />

Eisen. Die meisten Spiele sind jedoch Anti-<br />

Kriegs-Spiele, in denen der Spieler den Wahnsinn<br />

und die Verzweiflung eines solchen Ausnahmezustands<br />

hautnah miterlebt. Die Zeit scheint<br />

hier aber alle Wunden zu heilen, denn römische<br />

Feldzüge werden heute als geschichtlich wertvoll<br />

angesehen. Ob man willens ist, sich auf solche<br />

Szenarien einzulassen, muss jeder selbst entscheiden.<br />

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Subwoofer jeden Schlag in der eigenen Magengegend<br />

spürbar macht und sich Zuschauer<br />

im Heimkino fragen: „Ist das echt oder ein<br />

Spiel?“, dann verschwinden die Grenzen zwischen<br />

Fiktion und Realität.<br />

Freizeitkultur<br />

Die Videospiele sind angekommen im Heimkino,<br />

soviel steht nach ausgiebigen Spielstunden<br />

fest. Dabei beeindrucken nicht nur<br />

die spielerischen Qualitäten, sondern auch<br />

das Drumherum. Während viele DVDs ein<br />

weichgezeichnetes Bild mit Artefakten plagt,<br />

erleben Sie mit der Xbox 360 seit fast einem<br />

Jahr <strong>HDTV</strong> in voller Pracht. Sowohl die<br />

Grafikeffekte als auch der Klang, bestehend<br />

aus Soundeffekten und Hintergrundmusik,<br />

brauchen sich nicht vor Filmproduktionen<br />

zu verstecken. In Zusammenhang mit dem<br />

einmaligen Mittendrin-Gefühl vergeht die<br />

Zeit wie im Fluge, selbst wenn Sie auf dem<br />

virtuellen Golfplatz in Seelenruhe den Ball in<br />

den nächsten Sandbunker schlagen. Mit der<br />

Playstation 3 wird Sony auf den <strong>HDTV</strong>-Zug<br />

am 17. November aufspringen und die ehemals<br />

blockigen und piepsenden Männchen<br />

mit lebensechter Mimik und Gestik auf die<br />

eigene Leinwand werfen. Wer Videospiele in<br />

Zukunft immer noch meidet, verpasst zwar<br />

nicht das Leben, aber dafür ganz großes Kino<br />

für Jung und Alt.<br />

Oben: Der Hoffnungsträger Halo 3 ist Microsofts Absatzgarant für 2007. Peter Jackson, Regisseur des „Herr der Ringe“-<br />

Epos kümmert sich indessen um die Filmumsetzung. Links: Die Macht des Ringes: Auf der Xbox 360 geht die Schlacht<br />

um Mittelerde in die zweite Runde. Rechts: In Assassin‘s Creed ziehen Sie als Attentäter durch das Heilige Land<br />

Fragen und Antworten für Heimkinoneulinge<br />

Was bedeuten die Abkürzungen HDMI, YUV,<br />

720p und 1 080i?<br />

HDMI steht für High Definition Multimedia Interface.<br />

Diese Verbindung ersetzt in Zukunft den<br />

Scart-Stecker und überträgt alle Bild- und Tonformate<br />

mit einem Kabel. Durch die digitale Übertragung<br />

treten keinerlei Qualitätsverluste auf. Die<br />

Playstation 3 (PS3) von Sony unterstützt HDMI.<br />

YUV ist eine weitere Möglichkeit, Bilder in HD-<br />

Qualität zu übertragen, aber keinen Ton. Durch<br />

die analoge Übertragung können minimale Verluste<br />

entstehen, die aber in der Realität keine Rolle<br />

spielen. Die Xbox 360 unterstützt nur YUV.<br />

720p und 1 080i sind die zwei Bildformate für<br />

<strong>HDTV</strong>, also das hochauflösende (schärfere) Fernsehen.<br />

720p bietet 50 Bilder pro Sekunde mit knapp<br />

900 000 Bildpunkten (1 280 × 720) – „p“ steht für<br />

Vollbilder (progressive), also 50 komplette Bilder.<br />

1 080i liefert 50 Bilder pro Sekunde mit zwei<br />

Millionen Bildpunkten (1 920 × 1 080) – „i“ steht<br />

für Halbbilder (interlace). Hier sehen Sie nicht<br />

50 komplette Bilder sondern nur die Hälfte der<br />

vertikalen Auflösung, nämlich 540 Bildzeilen. Die<br />

restlichen 540 Bildzeilen werden vom Fernseher<br />

oder Projektor interpoliert, also errechnet. Somit<br />

reduziert sich die dargestellte Auflösung auf<br />

knapp eine Million Bildpunkte (1 920 × 540). Filme<br />

auf HD-DVD werden mit der vollen Auflösung<br />

von zwei Millionen Bildpunkten dargestellt, indem<br />

die Bildzahl von 50 auf 25 halbiert wird und<br />

zwei Halbbilder (1 920 × 540) zu einem Vollbild<br />

(1 920 × 1 080) ver schmelzen.<br />

1 080p steht für die höchste <strong>HDTV</strong>-Auflösung.<br />

Hier sehen Sie zu jeder Sekunde zwei Millionen<br />

Bildpunkte – die Playstation 3 unterstützt als einzige<br />

Konsole das Format 1 080p.<br />

Was benötige ich, um meine Playstation 3<br />

und Xbox 360 auszureizen?<br />

Neben einem HD-ready-<strong>Plasma</strong>, -<strong>LCD</strong> oder -Projektor<br />

benötigen Sie einen Audioreceiver, der den<br />

Mehrkanalton entschlüsselt sowie ein Lautsprecherset<br />

mit mindestens fünf Boxen plus Subwoofer<br />

(Tieftonlautsprecher). In der HD+TV testen<br />

wir sämtliche Heimkinoprodukte in der Rubrik<br />

Kaufberatung, die hierfür infrage kommen. Von<br />

Computerherstellern, die ebenfalls solche Ware<br />

produzieren, sollten Sie Abstand nehmen – hier<br />

ist die Qualität meist schlechter als von spezialisierten<br />

Herstellern.<br />

Kann ich die PS3 und Xbox 360 auch an einem<br />

herkömmlichen Fernseher betreiben?<br />

Ja, aber nur mit großen Defiziten. Gerade die grafische<br />

Darstellung ist das große Aushängeschild<br />

der neuen Konsolen und diese kommt vorrangig<br />

durch die hohe Auflösung zum Tragen. Besitzen<br />

Sie lediglich einen alten Röhrenfernseher, sollten<br />

Sie eher zu den Vorgängerkonsolen greifen und<br />

auf einen <strong>HDTV</strong>-Fernseher sparen.<br />

Inhalte | HD+TV | 5.2006 031


Kriegsschauplatz Kunst<br />

Als 1939 der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall auf Polen beginnt, startet zur gleichen Zeit<br />

an allen Fronten der vorstoßenden Wehrmacht ein Kreuzzug ganz anderer Art, mit ähnlichen<br />

Motiven, jedoch mit eigenen Regeln und Zielen. Gier auf der einen Seite und die Sorge um<br />

das Erbe vergangener Epochen auf der anderen sind Sinnbild für die perfiden Kunstraube in<br />

der Nazizeit. Dies wurde jetzt anhand eines ausgewählten Präzedenzfalls von der Ottonia<br />

Media in Zusammenarbeit mit Arte, ORF und Avro filmisch rekonstruiert – als Zweiteiler und<br />

im <strong>HDTV</strong>-Format. HD+TV hat sich vor Ort beim Dreh überzeugt, dass dabei eine Dokumentation<br />

der besonderen Art entsteht.<br />

VON THOMAS BUTZMANN<br />

Zwischen zwei LKWs voller High-Tech-<br />

Equipment sitzt eine Rotarmistin auf<br />

einem Campingstuhl vor einer maroden<br />

Hauswand, schneidig gekleidet, die<br />

Haare fest zu zwei Zöpfen gebunden. Über<br />

ihr zischt ein Schwall Haarspray auf sie herab.<br />

Ein letztes Mal huscht der Pinsel über das<br />

Gesicht. Gleich wird sie in der Scheune nebenan<br />

wichtige Karten studieren und weitgreifende<br />

Entscheidungen treffen. „Die Soldaten<br />

sollen sich bitte umziehen!“, ruft die<br />

Aufnahmeleiterin Sandra Neundorf. „Schon<br />

dabei.“ antwortet es aus einem der größeren<br />

Transporter, welcher zum mobilen Kostümlager<br />

umgerüstet wurde. Drei junge Männer<br />

sind gerade erfolgreich dabei, zu Soldaten<br />

der Roten Armee zu mutieren. Wuschelige<br />

Haare verschwinden unter einem Käppi,<br />

etwas Gel hilft dabei. Wir begeben uns in<br />

die Scheune, etwas unsicher, ob der extrem<br />

baufälligen Optik, um in den wenigen Minuten<br />

vor Drehbeginn auf einen athletischen<br />

Mann mit farbenfrohem Hemd, kurzen<br />

Haaren und verschmitztem Lächeln zu treffen.<br />

Hannes Schuler, der Regisseur, sitzt auf<br />

einer alten Kiste und studiert gerade einen<br />

Drehbuchauszug. Er empfängt uns gelassen.<br />

Geduldig möchte er uns, trotz des Zeitdrucks,<br />

einige Fragen beantworten. Gleich<br />

am Anfang wirft er ein, dass an diesem Pro-<br />

Bilder: Thomas Butzmann<br />

032 www.hdplustv.de


jekt, welches eine Co-Produktion deutscher,<br />

französischer, österreichischer und niederländischer<br />

Stationen ist, viele weitere internationale<br />

Partner beteiligt sind. Man arbeitet<br />

unter anderem auch mit Sendern aus der<br />

Schweiz, aus Finnland, Australien sowie aus<br />

Kanada zusammen. Überdies wird das Projekt<br />

von zahlreichen Förderern unterstützt,<br />

wie der Mitteldeutschen Medienstiftung und<br />

eventuell sogar von Media, der Filmförderung<br />

der Europäischen Union. Das macht<br />

ihn stolz. „Der Zeitplan ist knapp bemessen.“,<br />

sagt Hannes Schuler jedoch, „Mitte August<br />

soll die Postproduktion beendet und das<br />

Material fertig geschnitten und vertont sein.<br />

Die Ausstrahlung soll schon gegen Ende diesen<br />

Jahres erfolgen.“ Eine Veröffentlichung<br />

im <strong>HDTV</strong>-Format ist jedoch eher unwahrscheinlich.<br />

„Wir produzieren zwar in <strong>HDTV</strong>,<br />

der fertige Schnitt wird aber im SD-Format<br />

erstellt.“<br />

Alles muss stimmen<br />

Um uns herum wird es jetzt unruhiger. Dekorationsgegenstände<br />

wie altes Kartenmaterial,<br />

betagte Mappen sowie eine obligatorische<br />

Wodkaflasche werden fein säuberlich<br />

auf ein provisorisch anmutendes Tischgestell<br />

drapiert. Die Beleuchtungscrew schaut<br />

wieder und wieder gen Scheunendecke, um<br />

die Lichtmenge abzuschätzen, die durch das<br />

mehr als durchlöcherte Dach harte Schatten<br />

in den Innenraum wirft.<br />

Genauso oft werden auch Korrekturen an<br />

den massiven Schwerlaststativen auf allen<br />

Seiten des Sets gemacht. Darauf befinden<br />

sich entweder große aufgespannte schwarze<br />

Tücher oder überdimensionale Strahler, vor<br />

die eine Art Zelt aus milchigem weißen Stoff<br />

gezogen wurde. Dies sorgt für eine gleichmäßige<br />

Lichtverteilung. Wir bedanken uns kurz<br />

bei Hannes Schuler und verziehen uns in<br />

eine Ecke der Scheune, in der wir möglichst<br />

wenig stören und doch genau verfolgen<br />

können was geschieht.<br />

Auf dem Set wird eine Mischung<br />

aus Englisch und Deutsch gesprochen,<br />

auch ein paar französische Wortfetzen<br />

sind zu vernehmen. Sie stammen von<br />

Etienne C. de Grammont, dem Kameramann,<br />

Franzose und Mitte fünfzig, jedoch mit einem<br />

geradezu lausbübischen Schmunzeln,<br />

wenn eine seiner eben geäußerten Order unverzüglich<br />

zu seiner vollsten Zufriedenheit<br />

umgesetzt wurde.<br />

Die Aufnahmeleiterin gibt das Startzeichen.<br />

„Achtung! Aufnahme!“, „Ton läuft“, erwidert<br />

der Techniker mit den großen Kopfhörern<br />

in der hinteren Ecke. „Set“ ist leise<br />

aber bestimmt von Etienne de Grammont<br />

zu hören. „And Action!“ – das ist Hannes<br />

Schulers Zeichen für die Schauspieler und<br />

Komparsen am Set. Es ist totenstill in dem<br />

maroden Gebäude und erst jetzt hört man<br />

das Zwitschern der Vögel außerhalb des Gebäudes<br />

in der heißen Nachmittagssonne. Ein<br />

Lächeln huscht über jedes Gesicht im Raum.<br />

„Das passt schon“, gibt uns der Tontechniker<br />

durch ein Kopfzeichen zu verstehen. Die<br />

Rotarmistin beginnt konzentriert, sich mit<br />

dem vor ihr liegenden Kartenmaterial auseinanderzusetzen.<br />

Die Spannung in Hannes<br />

Schulers Gesicht ist sichtbar. Er verfolgt auf<br />

einem kleinen hochauflösenden Bildschirm<br />

jede kleinste Bewegung im Sichtfeld der Kamera,<br />

jederzeit bereit, die Szene durch einen<br />

kurzen Zuruf abzubrechen.<br />

Zwei Soldaten betreten den Schauplatz, salutieren<br />

kurz, greifen sich dann eine geschlossene<br />

Kiste und verlassen den Raum. Ein weiterer<br />

Soldat erscheint mit einer Depesche,<br />

übergibt hastig und die Rotarmistin beginnt,<br />

sie in Anwesenheit eines zweiten hochrangigen<br />

Uniformierten zu lesen. „Stop!“, ertönt<br />

es lautstark aus Schulers Mund. „Abbruch!“,<br />

gibt die Aufnahmeleiterin durch ihr Funkgerät<br />

durch. „Eure Ausgangspositionen sind zu<br />

weit vom Tisch entfernt“, gibt der Regisseur<br />

den zwei Protagonisten der Szene<br />

zu verstehen.<br />

Auch das Licht sagt Oberbeleuchter<br />

Mario Erdenberger<br />

nicht zu. Aufnahmeleiterin<br />

Sandra Neundorf<br />

gibt die Anweisung<br />

weiter. „Zwei Minuten<br />

für das Licht.“<br />

Etwa eine Stunde<br />

dauert es noch,<br />

dann ist die Szene<br />

optimal abgedreht<br />

– Hannes Schuler und sein Team<br />

sind ambitioniert und anspruchsvoll, zeigen,<br />

dass sie Perfektionisten sind.<br />

Nix mit Ausruhen<br />

Die Mittagspause im Anschluss ist kurz, aber<br />

entspannt. „Gestern Nacht haben wir bis vier<br />

Uhr gedreht, deshalb heute etwas später angefangen.“,<br />

erklärt uns Sascha Beier, der Producer<br />

des Projekts, „dafür sind wir nun leider<br />

etwas hinter dem Zeitplan.“<br />

Die Crew bespricht bei Pizza und Apfelschorle<br />

die nächste Szene – mit einem sogenannten<br />

Steiger, einer Arbeitsbühne, die bis zu 20 Meter<br />

nach oben ausgefahren werden kann, soll<br />

die Kamera Flügel bekommen. Zuvor müssen<br />

die drei jungen Männer, die eben noch<br />

der Roten Armee dienten, eine Verwandlung<br />

in Mitglieder der deutschen Truppen vollziehen.<br />

„Wir sind schon beim Umziehen“, ist<br />

von den Dreien zu hören. Doch Tina Lebacher,<br />

zuständig für die Maske, grinst und<br />

zückt einen Rasierer. „Aber das reicht nicht –<br />

die Stoppeln müssen ab.“ Der Außenspiegel<br />

eines Vans und ein Glas mit Wasser sind die<br />

Utensilien – das ganze Team ist amüsiert. In<br />

schwindelrerregender Höhe positioniert Kameraassistent<br />

Mathias Schulze die Sony HD-<br />

Kamera.<br />

Die Sonne brennt mittlerweile unbarmherzig<br />

auf das Set hernieder. Zu allem Übel<br />

muss auch noch die Straße von Staub und<br />

Steinchen befreit werden, um das darunterliegende<br />

Pflaster für den Dreh zu Vorschein<br />

zu bringen. Producer Sascha Beier lässt sich<br />

nicht lumpen und nimmt den Besen zur<br />

Hand. Unter allgemeiner Belustigung steht er<br />

Sekunden später in einer mächtigen Staubwolke,<br />

doch nach wenigen Minuten sieht der<br />

Weg wie frisch verlegt aus. Ein betagter LKW<br />

sowie ein wunderschöner schwarzer Mercedes<br />

170 aus den Vierzigern sind essentielle<br />

Bestandteile der folgenden dynamischen<br />

Szene. Mehrere Soldaten besteigen im Laufschritt<br />

den LKW. Ein Mann mittleren Alters,<br />

durch einen langen Mantel und Schlapphut<br />

wie ein Geheimagent anmutend, nimmt has-<br />

Regisseur Hannes Schuler Inhalte | HD+TV | 5.2006 033


Eine der Szenen: zwei hochrangige russische<br />

Offiziere versuchen, den Aufenthaltsort einer<br />

verschwundenen Kostbarkeit zu ermitteln<br />

tig im Mercedes Platz, der gleich darauf mit<br />

Vollgas davonbraust. Hannes Schuler gibt<br />

ebenfalls Gas. Drei verschiedene Einstellungen<br />

möchte er haben, nach nicht einmal 40<br />

Minuten kann er sie als verbucht betrachten.<br />

Circa 800 Meter ist der nächste Schauplatz<br />

entfernt – eine tunnelähnliche Brücke mit einem<br />

nachgebauten Kontrollpunkt, inklusive<br />

Schlagbaum und Wartehäuschen, etwas außerhalb<br />

des Ortes. Kamera und Tontechnik<br />

finden im Transporter Platz. Kamerapodest<br />

und Lichtequipment sind schon auf dem<br />

Weg. Wir laufen die wenigen Meter und sind<br />

beeindruckt, als wir das Ziel erreichen – so<br />

gut wie alles ist schon aufgebaut. Das Team<br />

ist eingespielt, jeder weiß, was zu tun ist.<br />

Kein Wunder, man arbeitete bereits bei mehreren<br />

großen und kleineren Produktionen<br />

zusammen, wie auch während der letzten<br />

<strong>HDTV</strong>-Produktion „Die großen Schlachten“<br />

(HD+TV 1.2005 berichtete).<br />

Das Sonnenlicht verschwindet schon langsam<br />

hinter einem Hügel, Eile ist geboten. Es<br />

soll die letzte Tageslichtszene werden. Auch<br />

hier werden drei verschiedene Einstellungen<br />

benötigt, doch es geht zügig voran. Ein alter<br />

Opel P4 ist Zentrum der Szene, einer Ausweiskontrolle<br />

durch deutsche Soldaten. Die<br />

drei jungen Männer müssen dabei strammstehen<br />

und salutieren. „Wofür habe ich eigentlich<br />

Zivildienst gemacht?“ gibt der eine<br />

zum Besten. Das Set lacht, die Aufnahme ist<br />

wenige Minuten später auch schon im Kasten.<br />

Gerade noch rechtzeitig, denn das Licht<br />

verschwindet just in dem Moment hinter<br />

den Baumwipfeln und wir treten den Rückzug<br />

in die Gemäuer des kleinen Ortes an, wo<br />

die vorletzte Szene des Tages auf ihre Akteure<br />

wartet.<br />

Mächtig gewaltig<br />

Der Innenhof des alten verlassenen Gehöfts<br />

zeichnet ein gespenstisches Bild. Monströse<br />

6-KW-Strahler scheinen die Hauswand<br />

schmelzen zu wollen. Kolossale Reflektoren<br />

leuchten den Innenraum der Stallungen<br />

schaurig aus. Die Szenerie wirkt zwielichtig<br />

und verschwörerisch – und das soll sie auch.<br />

Denn hier findet gleich ein konspiratives<br />

Treffen dunkel bemantelter, schlapphütiger<br />

Gestalten statt, brütend über mysteriösen<br />

Zeichnungen alter Bergwerksstollen.<br />

Das Licht wird immer wieder nachgebessert.<br />

Jeder kleinste Schatten wird ausgiebig<br />

begutachtet und bewertet. Strahler werden<br />

nachjustiert und Folien montiert, die<br />

die Lichtstimmung zusätzlich beeinflussen.<br />

Eine einzelne Kerze wird auf der hüfthohen<br />

Holztruhe angezündet, die als Ablage für die<br />

Zeichnungen dient. Dann gehen drei der<br />

Darsteller hinter eine Wand in Stellung. Sie<br />

werden sich mit zwei weiteren Gestalten an<br />

der Truhe treffen. Auf Kommando von Hannes<br />

Schuler setzt sich das Trio olsenbandengleich<br />

in Bewegung, die Kamera dicht folgend<br />

auf einem Dolly, einem Kamerawagen<br />

auf Schienen. Doch der Dolly mit Etienne de<br />

Grammont auf einem muldenartigen Schemel<br />

steckt plötzlich fest. Die Tür, wodurch<br />

die Schienen gelegt sind, ist zu schmal. Der<br />

Dolly muss neu ausgerichtet werden.<br />

Neuer Versuch. Diesmal klappt es besser,<br />

doch der <strong>Vorschau</strong>bildschirm des Regisseurs<br />

offenbart nicht gewollte Lichtreflexe<br />

auf der Schulter eines der Schauspieler. Die<br />

Lichttechniker haben alle<br />

Hände voll zu tun, bis die<br />

Einstellungen der Strahler<br />

stimmen. „Alles neu auf<br />

Position“, gibt die Aufnahmeleiterin<br />

das Kommando.<br />

„Jetzt qualmen“, ruft Hannes<br />

Schuler. Einer der Männer<br />

an der Truhe zündet sich<br />

eine Zigarette an. Der Dunst<br />

streift durch das weiche Licht der Strahler,<br />

lässt die Atmosphäre im Raum noch gespenstischer<br />

erscheinen. Man hat das Gefühl,<br />

einer dieser Edgar-Wallace-Verfilmungen<br />

beizuwohnen – frei nach dem Motto: dunkle<br />

Ecken, zwielichtige Gestalten, leiernde Spannungsmusik<br />

und dann stirbt irgendjemand<br />

durch eine Hand aus dem Hinterhalt. Doch<br />

hier geht alles gut. Auch mit dem Licht sind<br />

Regisseur und Oberbeleuchter jetzt zufrieden.<br />

Nur wenige Anläufe braucht es, dann ist<br />

auch diese Aufnahme zu einem erfolgreichen<br />

Ende geführt.<br />

Für uns ist es nun Zeit zu gehen. Wir verabschieden<br />

uns vom Team und machen uns auf<br />

den Rückweg, bewegt durch die beklemmende<br />

Atmosphäre der letzten Szene. Erst als wir<br />

die offene Landstraße erreichen, trauen wir<br />

uns endlich, erleichtert auszuatmen.<br />

In großer Erwartung<br />

„Der eigentliche Film wird am Schnittisch<br />

gemacht“, sagt man. Doch schon was wir<br />

selbst sehen durften, ist mehr als vielversprechend.<br />

Mit der stimmigen Atmosphäre der<br />

Szenen sowie der Akribie, die Hannes Schuler<br />

und sein Team an den Tag legen, sind mehr<br />

als gute Voraussetzungen für die Cutter am<br />

Schnittisch geschaffen. Der Autor des Zweiteilers,<br />

Grimme-Preisträger Jan N. Lorenzen,<br />

kann aus unserer Sicht mit der Umsetzung<br />

seines hervorragenden Stoffes sehr zufrieden<br />

sein.<br />

Nur eines wünschen wir uns, was im Moment<br />

leider noch nicht geplant ist – eine Veröffentlichung<br />

des Werkes im <strong>HDTV</strong>-Format.<br />

Die Fesselung des Zuschauers wäre in augenfreundlicher<br />

HD-Auflösung ob der großartig<br />

inszenierten Szenen und der packenden Atmosphäre<br />

komplett. Aber was nicht ist kann<br />

ja dank HD-Aufnahmen noch passieren.


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Wenn Bilder fließen lernen<br />

„Flachbildfernseher“, „Fernsehen im Bilderrahmen“, es gibt viele Beschreibungen für die modernen<br />

Flimmerkisten von heute, wobei „Kasten“ und „Flimmern“ heutzutage keine Rolle<br />

mehr spielen. Was liegt also näher, als die Vorteile eines Gemäldes mit den Fähigkeiten der<br />

modernen <strong>LCD</strong>-Fernseher zu verknüpfen?<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

036 www.hdplustv.de


Bilder: Sharp, Winfried Wolk<br />

Seit über 10 Jahren experimentiert Winfried Wolk<br />

an einer neuen Kunstform. Anstatt wie bislang<br />

mit Pinsel und Farbe eine Momentaufnahme auf<br />

Papier zu übertragen, strebt der Schweriner nach Bewegung.<br />

Doch bevor seine Bilder, dank elektronischer Meisterleistung,<br />

das Laufen oder besser das Fließen lernten,<br />

war es ein langer Weg.<br />

Ich bin, was ich werde<br />

Winfried Wolk studierte Malerei und Grafik in Leipzig.<br />

Damit gehört er zur ersten Schülergeneration der Leipziger<br />

Schule, die international hohes Ansehen genießt.<br />

Seit den 80er Jahren sammelt der Künstler Preise wie<br />

am Fließband und es verwundert kaum, dass seine Werke<br />

mittlerweile weltbekannt sind. So schmücken seine<br />

Bilder das Museo de Bellas Artes de Asturias in Spanien<br />

ebenso, wie den Deutschen Bundestag. Mit seiner technischen<br />

Ader ist Wolk nicht nur ein brillanter Zeichner und<br />

Maler, sondern beherrscht auch die Techniken der Radierung,<br />

Lithografie und des Siebdrucks aus dem Effeff. Dabei<br />

ist der Künstler schon immer einer der vielseitigsten<br />

seiner Zunft gewesen und gestaltete Bücher mit gleicher<br />

Hingabe, wie Keramikreliefs für öffentliche Räume.<br />

Maus ersetzt Pinsel<br />

Seit 1991, als die Computer in ihrer Leistung eine lohnenswerte<br />

Alternative zur althergebrachten Zeichenweise<br />

darstellten, nutzt Wolk diese für seine künstlerischen Geschicke.<br />

Anfangs druckte der Künstler seine digital verfremdeten<br />

Bilder noch aus, doch die Unterschiede zwischen<br />

der Bildschirmdarstellung und dem Druck waren<br />

immens. Bildschirme können jeden einzelnen Bildpunkt<br />

zum Leuchten bringen, während Bilder auf die Lichtverhältnisse<br />

der Umgebung angewiesen sind. So schmerzte<br />

gerade dieser Verlust an Intensität und Farbbrillanz den<br />

Perfektionisten sehr. Die Erkenntnis, dass mit den digitalen<br />

Arbeitsmöglichkeiten die einzelnen Bearbeitungszustände<br />

eines Bildes bewahrt und darüber hinaus ein<br />

sich permanent veränderndes Bild erzeugt werden kann,<br />

legte den Grundstein für die Zukunft. Mit der Markteinführung<br />

der ersten großformatigen flachen <strong>Plasma</strong>-<br />

und <strong>LCD</strong>-Bildschirme krönte der Künstler seinen<br />

Schaffenstrieb mit dem „Display Painting“ umschriebenen<br />

Kunstbegriff. Entgegen der ersten Vermutung<br />

werden die flachen <strong>LCD</strong>-Fernseher dabei nicht bemalt,<br />

sondern zeigen im angeschalteten Zustand die Bilder des<br />

Künstlers. Dabei erscheint auf dem Monitor kein starres<br />

Motiv, sondern reizvolle Collagen, die ständig im Fluss<br />

sind. Einzelne Bildausschnitte verändern sich, nehmen<br />

neue Formen oder Farben an und verwandeln sich langsam<br />

aber stetig in neue Motive. Das Resultat: Der Bildschirm<br />

wirkt lebendig und interessant, ohne mit einer zu<br />

schnellen Bilderabfolge das Auge zu strapazieren. Bislang<br />

werden die Werke durch eingelegte DVDs präsentiert,<br />

doch in Zukunft werden Datenträger wie Blu-ray und<br />

HD-DVD folgen, denn mit höherer Auflösung wirken die<br />

Bilder deutlich klarer und Computer lassen die Illusion<br />

vom „digitalen Bilderrahmen“ bereits heute aufleben.<br />

Sharp macht mobil<br />

Die in sich verschmelzenden, von psychedelisch bis entspannend<br />

anmutenden Bildkreationen entdeckte der<br />

<strong>LCD</strong>-Hersteller Sharp für seine 2001 eingeführte Aquos<br />

Reihe. In den letzten fünf Jahren stieg jedoch nicht nur die<br />

Bildqualität, sondern auch die Quantität der Pixel – Bilddiagonalen<br />

von 42 Zoll und mehr sind heute keine Utopie<br />

mehr. Die Käuferschicht dieser Fernseh-Giganten ist dabei<br />

nicht nur auf perfekte Bildqualität, sondern auch auf<br />

Ästhetik aus. „Und hier sehe ich einen wichtigen Ansatz,<br />

um für meine Kunst eine Plattform zu schaffen“, so Wolk.<br />

Im ausgeschalteten Zustand sind nämlich alle Fernseher<br />

grau und fallen im neumodischen Wohnzimmer eher unangenehm<br />

auf. Dass Display-Paintings eine phantasievolle<br />

Alternative für eben jene Zeit ist, wenn kein Programm<br />

läuft, wurde bei Sharp schnell erkannt. „Mit seinen Display-Paintings<br />

schafft Winfried Wolk eine wunderbare<br />

Symbiose aus Kunst und High Tech“, so Frank Bolten, Geschäftsführer<br />

Sharp Electronics Germany/Austria. Dass<br />

gerade ein <strong>LCD</strong>-Hersteller den Künstler unterstützt ist<br />

natürlich kein Zufall, denn nur langsam wechselnde Bilder<br />

würden auf <strong>Plasma</strong>s schnell den unrühmlichen Einbrenneffekt<br />

provozieren. So sind die Bilder Winfried Wolks<br />

nicht nur eine neue Kunstform, sondern auch eine zusätzliche<br />

Werbung für die <strong>LCD</strong>-Technologie, denn neben<br />

Sharp können Sie die Bilder natürlich auch auf allen anderen<br />

<strong>LCD</strong>s bestaunen und manchen <strong>Plasma</strong>besitzer vor<br />

Neid erblassen lassen. Wir sind uns jedoch sicher: Nach<br />

dem Erfolg von Winfried Wolks digitaler Kunstform ist es<br />

nur eine Frage der Zeit, bis auch Besitzer von <strong>Plasma</strong>fernsehern<br />

ihre eigene Kunstrichtung bestaunen dürfen.<br />

Inhalte | HD+TV | 5.2006 037


„Es lag auf der Hand, neue Wege zu gehen.“<br />

Winfried Wolk lernte sein Handwerk an der HGB in<br />

Leipzig und schuf mit den Display Paintings eine neue<br />

Kunstform<br />

Welche Eingebung hat Sie zur elektronischen<br />

Kunstdarstellung geführt?<br />

Mich haben immer schon die unterschiedlichsten<br />

Werktechniken fasziniert. So habe<br />

ich nicht nur mit den verschiedensten<br />

Materialien auf verschiedenste Malgründe<br />

gemalt, ich habe mich auch mit den wichtigsten<br />

grafischen Techniken beschäftigt.<br />

Als nach 1990 auch uns dann der Computer<br />

zugänglich war, haben mich natürlich die<br />

digitalen Möglichkeiten fasziniert.<br />

Da sich aufgrund der gesellschaftlichen<br />

Veränderungen auch die Bedingungen<br />

für die Künstler gravierend veränderten,<br />

es gab z. B. keine der Galerien mehr, die<br />

meine Arbeiten vertreten hatten, lag es auf<br />

der Hand, ohne Wehmut ganz neue Wege<br />

zu versuchen. So entgeht man sowieso am<br />

besten der für Künstler tödlichen Situation,<br />

einmal gefundene Wege bis zum Erbrechen<br />

zu absolvieren und sich selbst immerzu zu<br />

reproduzieren.<br />

Ein Gemälde steht Zeit seines Lebens still<br />

doch Ihre Werke bewegen sich – unscheinbar,<br />

fast schon hypnotisch. Sind Ihre Werke<br />

die neue Kunstform dieses Jahrhunderts?<br />

Solche Prognosen möchte ich nicht stellen.<br />

Aber ich bin überzeugt, dass die besten meiner<br />

digitalen Malereien eine Bereicherung<br />

der bisherigen Kunstlandschaft darstellen<br />

und neue Akzente setzen, eben weil sie nicht<br />

Video-Kunst und nicht Computeranimation<br />

sind, sondern etwas Neues, eine digitale<br />

Kunstform, die das traditionelle Tafelbild<br />

mit neuen Mitteln weiterführt und um eine<br />

Zeitkomponente erweitert.<br />

Wie können wir uns den Produktionsprozess<br />

vorstellen?<br />

Bei der künstlerischen Arbeit mit den<br />

digitalen Medien ist es eigentlich ähnlich<br />

wie beim Arbeiten mit dem Pinsel auf der<br />

Leinwand. Natürlich habe ich eine Idee<br />

und ich habe Bildmaterial, das diese Idee<br />

transportieren soll. Und dann bearbeite<br />

ich das Material im Sinne meiner Idee<br />

und beobachte die Ergebnisse. Nur sind<br />

es eben andere Werkzeuge, mit denen ich<br />

jetzt arbeite und das digitale Material ist ein<br />

anderes als die Radierplatte beispielsweise.<br />

Aber man muss es genauso gut kennen<br />

und beherrschen wie eben die Radierplatte,<br />

wenn man zu akzeptablen Ergebnissen<br />

kommen will.<br />

Das ist allerdings viel komplizierter, weil<br />

dieses digitale Material nicht so einfach zu<br />

greifen, eigentlich immateriell ist.<br />

Wahren Ihre Bilder aufgrund abstrakter<br />

Datenträger eine höhere Distanz als ein<br />

normales Bild?<br />

Ich weiß das nicht. Jedenfalls im Moment<br />

beobachte ich noch eine erhebliche und<br />

verbreitete Technikunsicherheit oder Technik-Angst.<br />

Auch mir macht das Programmieren<br />

eines Videorecorders graue Haare.<br />

Aber die jungen Leute wachsen mit all der<br />

neuen Technik auf, sie haben kaum Probleme<br />

und in wenigen Jahren werden noch viel<br />

mehr Bereiche des täglichen Lebens durch<br />

den Einsatz modernster Technik bestimmt<br />

werden. Die großformatigen Flachbildschirme<br />

sind ja erst seit ganz kurzer Zeit wirklich<br />

eingeführt. Wenn es Normalität sein wird,<br />

mindestens einen 32-Zoll-Bildschirm an der<br />

Wand zu haben, mit dem man eben nicht<br />

nur Fernsehprogramme ansieht, sondern<br />

den man für alle möglichen Aktionen nutzt,<br />

wird es wohl diese Distanz nicht geben.<br />

Auch der Computer wird eine ganz selbstverständliche<br />

Rolle in allen privaten Entertainment-Bereichen<br />

haben. Das beginnt<br />

doch gerade erst!<br />

Welche Rolle spielt der Hersteller Sharp bei<br />

der Veröffentlichung Ihrer Werke?<br />

Sharp hat die erste größere Präsentation<br />

meiner Display-Paintings im Jahre 2001<br />

im Berliner Museum für Kommunikation<br />

durch eine großzügige Förderung möglich<br />

gemacht. Sharp hat mir durch diese Förderung<br />

auch den Einstieg in das doch sehr<br />

kostenaufwändige technische Equipment<br />

ermöglicht, so dass ich heute wirklich alles<br />

an meinem Rechner in meinem Studio<br />

selbst machen kann und damit die Kontrolle<br />

über alle Vorgänge behalte. Die Manager<br />

von Sharp haben die Chance erkannt, die<br />

meine digitalen Bilder für die großformatigen<br />

Flachbildschirme bietet: die Bildschirme<br />

erhalten eine neue Nutzungsmöglichkeit<br />

im künstlerischen Sektor, originell und<br />

anspruchsvoll.<br />

Ihre Bilder können einzig durch Technik<br />

dargestellt werden. Wie abhängig sind Sie<br />

als Künstler von der <strong>LCD</strong>-Technologie?<br />

Es ist richtig, dass meine Bilder nur durch<br />

eine ganz konkrete Technik realisiert werden<br />

können. Aber das war doch schon<br />

immer so. Ich kann ein Bild ohne Farbe,<br />

Pinsel und Leinwand oder andere traditionelle<br />

Materialien auch nicht realisieren. Ich<br />

weiß nicht, ob ich von der <strong>LCD</strong>-Technik<br />

abhängig bin. Im Moment ist das die optimalste<br />

Möglichkeit, meine Display-Paintings<br />

sichtbar zu machen. Sicher wird es<br />

über kurz oder lang ganz neue technische<br />

Möglichkeiten geben, die vielleicht noch<br />

besser geeignet sind, noch lichtstärker, noch<br />

farbbrillanter, noch höher aufgelöst. Und<br />

natürlich ist auch das <strong>Plasma</strong>-Panel ein<br />

spannendes Medium, wenn das Problem<br />

des Einbrennens ausgeschaltet ist.<br />

Ein <strong>LCD</strong>-Fernseher verbraucht gerade bei<br />

hoher Leuchtkraft sehr viel Strom. Sehen<br />

Sie die laufenden Kosten für Ihre Werke als<br />

ein Problem?<br />

Ich glaube nicht, dass jemand meine Bilder<br />

ununterbrochen laufen lässt. Sie werden<br />

üblicherweise ja nur auf dem Bildschirm<br />

laufen, wenn man den Raum nutzt und das<br />

Bild braucht, es sehen will. Und ich denke,<br />

es wird dann sein, wenn auch Fernsehen<br />

laufen würde. Es wird meiner Einschätzung<br />

nach kaum zu einer zeitlich umfangreicheren<br />

Nutzung der Geräte kommen. Und<br />

die Frage des hohen Stromverbrauchs wird<br />

sicherlich ebenso in absehbarer Zeit gelöst<br />

werden wie viele andere technische Probleme<br />

auch.<br />

038 www.hdplustv.de


Fokus aufs runde Leder<br />

Der neue Pay-TV-Sender Arena zeigt die Bundesliga via Satellit und Kabel, Premiere hingegen<br />

über das VDSL-Glasfasernetz der Telekom. Die meisten Fans werden jedoch Bayern, HSV,<br />

Werder & Co nicht in HD-Qualität über den Rasen stürmen sehen.<br />

VON THOMAS MEYER<br />

Pünktlich zum Start der neuen Fußball-Bundesliga-Saison<br />

am 11. August<br />

wird es ein Arena-Paket bei Premiere<br />

geben. 9,6 Millionen Haushalte im Netz von<br />

Kabel Deutschland können so doch noch<br />

Bundesliga live sehen. Premiere-Abonnenten<br />

mit Kabel-Deutschland-Anschluss werden<br />

den unerwarteten Kompromiss auch mit einem<br />

weinenden Auge betrachten. Man hat<br />

zwar als Bestandskunde des Bezahlsenders<br />

das Recht, zu gleichbleibenden Konditionen<br />

weiter Bundesliga-Fußball live zu sehen und<br />

bekommt von der Arena-Reporterriege um<br />

Oliver Welke, Werner Hansch und Günther<br />

Koch auch noch alle Spiele der 2. Bundesliga<br />

live kommentiert, aber keines der Spiele wird<br />

in hochauflösender Bildqualität zu sehen<br />

sein. Auch Arena-Abonnenten schauen in<br />

die Röhre – egal, ob sie ihr Programm via Satellit<br />

oder über die Kabelnetze von Ish, Iesy,<br />

Tele Columbus, Kabel Baden-Württemberg<br />

sowie einiger kleinerer Kabelnetzbetreiber,<br />

die Eutelsats Kabelkiosk anbieten, empfangen.<br />

„Es wird noch einige Wochen bzw. Monate<br />

dauern, bis wir die Bundesliga auch in<br />

HD zeigen“, so eine Arena-Sprecherin gegenüber<br />

HD+TV. „Wir werden dann rechtzeitig<br />

bekannt geben, wann wir das eine Spiel pro<br />

Spieltag, das von der DFL in HD produziert<br />

wird, hochauflösend ausstrahlen.“<br />

Bei Arena will man sich nach eigener Aussage<br />

zunächst darauf konzentrieren, „ein gutes<br />

Produkt“ auf die Beine zu stellen und dessen<br />

unfallfreie Ausstrahlung im normalen<br />

SD-Standard zu sichern. „Umfragen haben<br />

zudem gezeigt, dass Bundesliga-Übertragungen<br />

in HD vom Endverbraucher als nicht<br />

so wichtig angesehen werden“, heißt es aus<br />

München. „Zwar haben schon viele einen<br />

HD-tauglichen Fernseher, aber nur die Wenigsten<br />

auch einen HD-Receiver.“<br />

Premiere via VDSL<br />

Für die HD-Gemeinde bedeutet die Entscheidung<br />

von Arena einen herben Rückschlag.<br />

Schließlich hatte Premiere die Top-<br />

Spiele der Bundesliga seit Dezember 2005 im<br />

hochauflösenden Format übertragen. Nun<br />

gehen HD-Fans mit Satelliten- und Kabelempfang<br />

leer aus, obwohl die Übertragung<br />

von HD-Bildern für die Plattformanbieter<br />

Astra, Kabel Baden-Württemberg und Kabel<br />

Deutschland technisch kein Problem wäre.<br />

Besser geht es da den rund drei Millionen<br />

040 www.hdplustv.de


Bilder: Deutsche Telekom/Premiere,T-Online<br />

Haushalten in den Städten Berlin, Hamburg, München,<br />

Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Leipzig, Hannover<br />

und Nürnberg/Fürth, die die Live-Übertragungen<br />

von der 1. und 2. Bundesliga über das VDSL-Netz der<br />

Deutschen Telekom empfangen können. Mit dem Telefonkonzern<br />

hatte Premiere eine weitreichende Kooperation<br />

vereinbart. Das Premiere-Team um Marcel Reif, das<br />

um die FC-Bayern-Koryphäen Franz Beckenbauer und<br />

Karl-Heinz Rummenigge erweitert wird, kommentiert<br />

gewohnt kompetent das Geschehen auf dem grünen Rasen,<br />

dafür überträgt die Telekom alle Kanäle des Pay-TV-<br />

Anbieters über sein neues, superschnelles Glasfasernetz.<br />

Von dieser Zusammenarbeit profitieren auch fußballbegeisterte<br />

HD-Fans, denn via VDSL wird das Top-Spiel<br />

eines jeden Spieltages auch in hochauflösender Qualität<br />

übertragen. Und das Beste ist: Das wöchentliche HD-<br />

Match ist bereits im Paket „Bundesliga von Premiere<br />

powered by T-Com“ enthalten. Nachteil: Wer später einmal<br />

Premiere HD über T-Home, die Internet-TV-Plattform<br />

der Telekom, abonniert, muss „Bundesliga von<br />

Premiere powered by T-Com“, hinzubuchen, um die<br />

Bundesliga in HD zu sehen. T-Home wird allerdings erst<br />

im Oktober starten. Mit dabei sind neben Premiere unter<br />

anderem ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1.<br />

Kein billiges Vergnügen<br />

Das VDSL-Netz, über das Premiere verbreitet wird, wird<br />

zunächst Bandbreiten von bis zu 25 Megabit pro Sekunde<br />

und damit paralleles Fernsehen, Telefonieren und Internet-Surfen<br />

ermöglichen. Diesen Service lässt sich die<br />

Telekom gut bezahlen. Um nämlich die Bundesliga via<br />

VDSL zu sehen, muss der Kunde ein komplettes Triple-<br />

Play-Paket der Telekom dazubestellen (siehe Tabelle).<br />

Wer bis zum 21. August bestellt, bekommt die Bundesliga<br />

umsonst und zahlt während der ersten fünf Monate<br />

80,84 Euro und danach erst die vollen 90,97 Euro im<br />

Monat. Wer bis Ende September bestellt, bekommt zudem<br />

die Installationskosten für den VDSL-Anschluss erlassen.<br />

Selbst der Receiver, über den Fernsehen geguckt wird,<br />

der T-Home X300T, kostet 89 Euro und ist nur eine reine<br />

Streaming-Box, d. h. er verfügt über keine interaktiven<br />

Zusatzfunktionen, die Internetfernsehen so attraktiv machen<br />

könnten. Andererseits ist der X300T <strong>HDTV</strong>-fähig<br />

und besitzt neben einer HDMI-Schnittstelle mit integriertem<br />

HDCP-Kopierschutz auch eine 80 Gigabyte große<br />

Festplatte und eine Timeshift-Funktion. Zudem ist ein<br />

DVB-T-Tuner mit an Bord, der erst zu einem späteren<br />

Zeitpunkt durch ein Software-Update aktiviert wird.<br />

König Kunde<br />

Premiere und Deutsche Telekom glauben fest an den<br />

Erfolg des gemeinsamen Bundesliga-Pakets. „Mehr als<br />

die Hälfte unserer Abonnenten hat schon einen DSL-<br />

Anschluss“, so Premiere-Vorstandsvorsitzender Georg<br />

Kofler. „Im August können immerhin 15 Prozent unserer<br />

Abonnenten das Bundesliga-Paket bestellen. Zum<br />

Jahresende werden es sogar 30 Prozent sein.“ Auch Walter<br />

Raizner, zuständiges Vorstandsmitglied bei der Telekom-<br />

Festnetztochter T-Com, gibt sich optimistisch. „Ende<br />

2006 werden sechs Millionen Haushalte VDSL bestellen<br />

können, Ende 2007 sogar 13 Millionen“, so Raizner. „Die<br />

Bundesliga wird dabei das Zugpferd sein, damit Zuschauer<br />

von Satellit und Kabel zu VDSL wechseln.“<br />

Die meisten Premiere- und T-Com-Kunden in den<br />

VDSL-Ausbaugebieten, die nach dem Willen der Partner<br />

zu den ersten Kunden gehören sollen, haben jedoch einen<br />

Vertrag mit einem TV-Kabelnetzbetreiber. Aus diesem<br />

können sie in den meisten Fällen erst nach einer langen<br />

Laufzeit oder gar nicht herauskommen. Im Extremfall<br />

müsste diese Zielgruppe für den Kabelanschluss 15 Euro<br />

und für den VDSL-Anschluss 80 bzw. 90 Euro pro Monat<br />

bezahlen. Hinzu kämen die 89 Euro für einen neuen<br />

Receiver, die diese Kunden ebenfalls aus eigener Tasche<br />

beisteuern müssten. Ob unter diesen Umständen eine,<br />

so Kofler, „kritische Masse“ zusammenkommt, um das<br />

gemeinsame Angebot von Premiere und Telekom zum<br />

Erfolg werden zu lassen, bleibt abzuwarten.<br />

Das kostet Bundesliga via VDSL<br />

Bundesliga von Premiere powered by T-Com<br />

T-Net-Anschluss<br />

VDSL-Anschluss<br />

VDSL-Flatrate und Internet-TV<br />

VoIP (Internet-Telefonie)<br />

Gesamt<br />

9,95 Euro pro Monat<br />

15,95 Euro pro Monat<br />

34,99 Euro pro Monat<br />

19,95 Euro pro Monat<br />

9,95 Euro pro Monat<br />

90,79 Euro pro Monat*<br />

* Bei Bestellung bis 21. August entfällt die Gebühr von 9,95 Euro monatlich für<br />

„Bundesliga von Premiere powered by T-Com“<br />

Quelle: T-Online/Premiere<br />

<strong>HDTV</strong> via VDSL: Der T-Home X 300 T, der zusammen mit „Bundesliga<br />

von Premiere powered by T-Com“ angeboten wird, ist „HD ready“<br />

Inhalte | HD+TV | 5.2006 041


Kulturprogramm in <strong>HDTV</strong><br />

Die Vielfalt an Sendern in <strong>HDTV</strong> wächst weiter. Neben neuen Pay-Sendern<br />

kann mittlerweile auch die beliebte Oper Carmen in <strong>HDTV</strong> gesehen werden.<br />

Wir stellen Ihnen alle neuen Sender vor und zeigen, was Sie zum Empfang<br />

der Programme benötigen.<br />

VON RICARDO PETZOLD<br />

Beginnen möchten wir mit einem Neuzugang aus<br />

Frankreich. Luxe TV soll das näher bringen, was<br />

auch <strong>HDTV</strong> ist – nämlich Luxus. In dem Programm,<br />

welches neben dem <strong>HDTV</strong>-Standard auch in<br />

normalem MPEG-2 ausgestrahlt wird, werden Luxusprodukte<br />

angeboten und den interessierten Zuschauern näher<br />

gebracht. So können die Interessenten sich dort ihre<br />

neue Yacht, ihr neues Auto oder auch eine Villa anschauen.<br />

Dank der <strong>HDTV</strong>-Übertragung ist das Bild besonders<br />

scharf, so dass selbst kleinste Details an den Luxusgütern<br />

sichtbar werden. Ausgestrahlt wird der Sender über Hot<br />

Bird 13 Grad Ost, Frequenz 11,248 GHz vertikal (SR<br />

27500, FEC 3/4) in uncodiertem MPEG-4. Als Sprache<br />

ist derzeit nur französisch verfügbar. Allerdings plant der<br />

Anbieter das Programm um weitere Sprachversionen zu<br />

ergänzen. Wann dies geschehen wird, und ob auch ein<br />

deutscher Sprachkanal angedacht ist, konnte uns Luxe<br />

TV bis Redaktionsschluss nicht mitteilen.<br />

Opern in <strong>HDTV</strong><br />

Doch nicht nur für die besser betuchten Leute ging in den<br />

vergangen Wochen ein neuer Kanal auf Sendung. Dank<br />

042 www.hdplustv.de


Bilder: Auerbach Verlag, Arena Oper Hamburg<br />

Arte HD können sich auch Kulturliebhaber<br />

an den besonders scharfen Bildern erfreuen.<br />

Der französische Kulturkanal strahlt sowohl<br />

über Hot Bird 13 Grad Ost als auch über Astra<br />

19,2 Grad Ost ausgewählte Sendungen im<br />

hochauflösenden Standard aus. Im Juli zählte<br />

unter anderem Bizets Oper „Carmen“ zu<br />

den Highlights des sporadisch ausgestrahlten<br />

Senders. Arte wird bis auf weiteres ausgewählte<br />

Sendungen in <strong>HDTV</strong> senden.<br />

Da dazu kein eigener Kanal benötigt wird,<br />

nutzt der Kultursender Kapazität innerhalb<br />

der TPS-Plattform auf der Hot-Bird-Frequenz<br />

10,758 GHz vertikal (SR 27500, FEC<br />

3/4), sowie auf den Astra-Promo-Kanälen<br />

auf 19,2 Grad Ost. Über Astra wird sowohl in<br />

MPEG-2 auf der Frequenz 12,168 GHz vertikal<br />

(SR 27500, FEC 5/6) sowie in MPEG-4 auf<br />

12,722 GHz horizontal (SR 22000, FEC 2/3)<br />

gesendet. Somit kann das Programm auch<br />

mit älteren Receivern wie etwa dem Quali-<br />

TV-Empfänger dargestellt werden. Für die<br />

Zukunft ist geplant, die <strong>HDTV</strong>-Inhalte kontinuierlich<br />

zu erweitern und in einigen Jahren<br />

einen eigenen Kanal zu füllen. Bis dahin<br />

soll das derzeitige Modell im Joint Venture<br />

mit Astra und TPS fortgeführt werden.<br />

Mehr Programm dank Upgrade<br />

Doch nicht nur die Aufschaltung neuer Kanäle<br />

bringt mehr hochauflösende Sender<br />

zum Vorschein. Dank eines Ende Juli über<br />

Satellit verbreiteten Softwareupdates für<br />

den Humax HD-PR1000 ist es endlich möglich,<br />

auch das <strong>HDTV</strong>-Angebot der BBC in<br />

Deutschland zu nutzen. Bisher blieben die<br />

Besitzer des Premiere-zertifizierten Receivers<br />

bei der BBC außen vor. Pünktlich nach der<br />

WM, die die BBC ebenso wie Premiere komplett<br />

in <strong>HDTV</strong> zeigte, wurde eine neue Software<br />

für den Empfänger freigegeben. Diese<br />

kann direkt über den Astra-Satelliten 19,2<br />

Grad Ost empfangen werden. Im Regelfall<br />

sucht die Empfangsbox nach einem Neustart<br />

selbstständig nach neuer Software und Sie<br />

müssen den Download nur noch bestätigen.<br />

Wer das hochauflösende Programm des britischen<br />

Fernsehens BBC sehen will, benötigt<br />

allerdings neben dem Softwareupdate auch<br />

noch eine zweite Antenne, die auf 28,2 Grad<br />

Ost ausgerichtet ist. Dabei sind die Bewohner<br />

im westlichen Teil Deutschlands im Vorteil.<br />

Sie können den Sender bereits mit Schüsseln<br />

ab 60 Zentimeter Durchmesser empfangen.<br />

Im äußersten Osten, also an der polnischen<br />

und tschechischen Grenze, sind minimal 150<br />

Zentimeter Antennendurchmesser für den<br />

störungsfreien Empfang nötig. Wer sich das<br />

Programm des HD-Kanals am Tage zu Gemüte<br />

führt, wird auf den ersten Blick enttäuscht<br />

sein. Da auch die BBC noch nicht<br />

über genügend Material verfügt, um einen<br />

24-Stunden-Kanal zu füllen, zeigt BBC HD<br />

tagsüber einen Werbetrailer. Das ändert sich<br />

am Abend aber rasch. Hier können <strong>HDTV</strong>-<br />

Filme sowie Konzerte in brillanter Bildqualität<br />

bewundert werden. Neben dem perfekten<br />

Bild legt das britische Fernsehen aber auch<br />

großen Wert auf den Ton. Alle Sendungen<br />

werden in Dolby Digital 5.1 ausgestrahlt. Das<br />

Einschalten des BBC-HD-Senders lohnt sich<br />

allemal.<br />

Fußball ohne <strong>HDTV</strong><br />

Leider gibt es nicht nur von Neuzugängen<br />

beim hochauflösenden Fernsehen zu berichten.<br />

Bedingt durch die Rechtevergabe<br />

der Bundesliga an Arena müssen Fußballbegeisterte<br />

auf die <strong>HDTV</strong>-Übertragung der<br />

Bundesligaspiele in der kommenden Saison<br />

verzichten. Bisher zeigte der Pay-TV-Veranstalter<br />

Premiere an jedem Spieltag eine Begegnung<br />

live in <strong>HDTV</strong>.<br />

Dies gibt es bei Arena aus den verschiedensten<br />

Gründen nicht. Arena selbst begründet<br />

dies damit, dass die DFL derzeit kein <strong>HDTV</strong>-<br />

Signal anbieten kann. Allerdings dürfte ein<br />

weiterer Grund die fehlende Übertragungskapazität<br />

über Satellit und im Kabel sein. Auf<br />

dem bisher von Arena angemieteten Astra-<br />

Transponder ist keine <strong>HDTV</strong>-Übertragung<br />

möglich, da die gesamte Kapazität für die<br />

parallele Übertragung der einzelnen Spiele<br />

benötigt wird. Bleibt zu hoffen, dass sich<br />

im Laufe der Saison daran etwas ändert und<br />

auch Arena dem Fan, der Fußball in bester<br />

Bildqualität sehen möchte, eine Chance gibt.<br />

Neue Pay-TV-Angebote<br />

Auch auf dem Pay-TV-Sektor sind einige<br />

Neuzugänge zu verbuchen. Polen hat nun<br />

ebenfalls zwei eigene <strong>HDTV</strong>-Kanäle. Die<br />

Sender TVN HD sowie Polsat HD Sport sind<br />

verschlüsselt über Hot Bird zu empfangen.<br />

Während Polsat Sport HD bereits zur Fußball-WM<br />

einige Spiele live übertragen hat<br />

und offiziell im Polsat-Paket auf 13 Grad<br />

Ost ausgestrahlt wird, sendet TVN HD noch<br />

unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Programm<br />

wird in Conax codiert und dient derzeit<br />

nur als Test. In den kommenden Wochen<br />

soll es sowohl in die Polsat-Plattform als<br />

auch bei Cyfra+ eingebunden werden.<br />

Auch die Skandinavier schlafen nicht. Das<br />

schwedische Staatsfernsehen SVT testet derzeit<br />

auf der Position 1 Grad West einen eigenen<br />

<strong>HDTV</strong>-Kanal. Neben der BBC ist Schweden<br />

somit das zweite europäische Land, wo<br />

bereits öffentlich-rechtliches Fernsehen<br />

hochauflösend ausgestrahlt wird. Der Sender<br />

wird, wie alle Programme von SVT, auf<br />

dieser Position in Conax verschlüsselt.<br />

Ebenfalls getestet wird an einem niederländischen<br />

Projekt. Der belgische <strong>HDTV</strong>-Pionier<br />

Euro 1080 will in den kommenden Wochen<br />

von seinem Programm HD 1 eine spezielle<br />

Version für das Nachbarland anbieten. Diese<br />

wird bereits auf Eutelsat W 3,7 Grad West<br />

uncodiert getestet.<br />

Mit HD 1 Niederlande startet Euro 1080 den ersten<br />

länderspezifischen Ableger des paneuropäischen<br />

<strong>HDTV</strong>-Kanals HD 1<br />

Von der Yacht über wertvolles Kristall bis hin zum<br />

Goldschmuck präsentiert Luxe TV alles, was das Herz<br />

der Reichen und Schönen begehrt<br />

Inhalte | HD+TV | 5.2006 043


WISSEN<br />

Heimwerkers Leid<br />

Ich muss ein Geständnis ablegen: Ich bin handwerklich vollkommen<br />

untalentiert. Selbst der Bau eines einfachen IKEA-Regals<br />

Marke „Sten“ überfordert mich völlig. Acht Schrauben auf jeder<br />

Seite und ein paar Bretter werden zum schier unüberwindbaren<br />

Hindernis. Umso paradoxer scheint meine persönliche Faszination<br />

für Werkzeuge. Hammer, Akkubohrer, diverse Aufsätze, Schleifgerät<br />

und Stichsäge – der Fundus wächst jeden Monat. Ein unglaubliches<br />

Glücksgefühl erfüllt mich beim Betrachten der ganzen Pracht.<br />

Ab und an muss ich mir aber beweisen, dass all diese technischen<br />

Spielereien nicht umsonst angeschafft wurden. Zuletzt bei der<br />

Montage des eigenen Heimkinos. Ohne rechten Plan endete die Arbeit<br />

mit wackligen Lautsprecherständern und einem Wandbehang,<br />

der unter starken Verlusten gegen die unbarmherzige Schwerkraft<br />

kämpft. Den durch Bücher stabilisierten Fernsehtisch überlasse ich<br />

dabei ganz ihrer Vorstellungskraft. Insgesamt ein einziges Fiasko.<br />

Erst dank hilfreicher Mitmenschen fand der Selbstversuch noch<br />

einen gütigen Abschluss. Diese gaben mir auch einen gut gemeinten<br />

Ratschlag mit auf den Weg, den ich Ihnen nicht vorenthalten<br />

will: Es gibt günstigere Gelegenheiten, als seine mangelnden Heimwerker-Fähigkeiten<br />

rund um teures Audio- und Videoequipment<br />

auszuprobieren. Tröstlich scheint mir allein der Gedanke, dass der<br />

psychische Defekt, sich für einen begabten Bastler zu halten, nicht<br />

auf mich beschränkt ist. Ein Blick auf die Besucher eines Baumarkts<br />

genügt, um zahlreiche Gleichgesinnte zu entdecken. Sollten<br />

Sie sich angesprochen fühlen, dann melden Sie sich bei mir. Vielleicht<br />

sollten wir gemeinsam eine Selbsthilfegruppe gründen.<br />

Mario Hess<br />

Redaktion HD+TV<br />

044 www.hdplustv.de


Ausgabe verpasst?<br />

Glück gehabt! Jetzt unseren Nachbestellservice nutzen!<br />

Ausgabe 1.2006<br />

Ausgabe 2.2006<br />

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Hefte der HD+TV und lege je<br />

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Erlebniskino, neue Tonformate und<br />

Sonys Cell-Chip – blicken Sie mit uns<br />

hinter die Kulissen der Zukunft.<br />

Die DVD-Nachfolger HD-DVD und<br />

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Auerbach Verlag<br />

und Infodienste GmbH<br />

– Leserservice –<br />

Lauchstädter Straße 20<br />

04229 Leipzig


Heimkinoschöpfung 3. Buch HD+TV<br />

Wir gehen über zum Endspurt. Das Do-it-yourself-Team von HD+TV widmet sich zum<br />

Abschluss des Heimkinobaus der Soundanlage und dem perfekten Klang.<br />

VON MARIO HESS<br />

Und ER sprach: Höret die Stimmen<br />

Nach dem wir uns in der letzten Ausgabe ausgiebig<br />

mit der Projektorinstallation und der<br />

Beleuchtung beschäftigt haben, dreht sich<br />

diesmal alles um den Klang. Um für ein exzellentes<br />

Sounderlebnis zu sorgen, wählt das<br />

Team am sechsten Aufbautag einige hochwertige<br />

Lautsprecher von Monitor Audio. Die<br />

Frontlautsprecher werden, wenn möglich, in<br />

einer Ebene vor der Leinwand platziert. Alle<br />

Boxen sollten dabei den gleichen Abstand<br />

zum Hörer einhalten. Damit der Schall nicht<br />

diffus in alle Richtungen abgelenkt wird, lassen<br />

wir ausreichend Platz zu den Außenwänden.<br />

Der Center erhält seinen Standpunkt,<br />

dem Namen entsprechend, in der Mitte dieser<br />

beiden. Entgegen der bisherigen Struktur<br />

werden die hinteren Surroundlautsprecher<br />

nicht unbedingt nach dem Hörer ausgerichtet.<br />

Rechts und links bewegen wir die Boxen<br />

in die Ecken. Der Tieftöner (auch Subwoofer<br />

genannt) erhält seinen Platz neben dem<br />

rechten oder linken Frontlautsprecher oder,<br />

sofern genügend Abstand zwischen den Kinostühlen<br />

und der Rückwand besteht, im<br />

hinteren Raumabschnitt. Alle Lautsprecher<br />

bekommen zudem einen hochwertigen<br />

Standfuß, der unseren Hörgenuss deutlich<br />

fördert. Passend zur Einrichtung, stammen<br />

diese von Li Ko Design.<br />

Direkt unter der Leinwand platzieren<br />

wir die Frontlautsprecher – dabei auf<br />

die richtigen Abstände achten<br />

Und ER sprach: Prüfe den Ton<br />

Am AV-Receiver, hier der Sony DVP-NS 7100,<br />

regulieren wir die Größe der Lautsprecher.<br />

In der Regel sollte die Einstellung „small“ bei<br />

Kompaktlautsprechern für perfekten Klang<br />

sorgen, Standboxen klingen unter „large“<br />

besser. Die Einstellung der Übergangsfre-<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

046 www.hdplustv.de


Direkt am AV-Receiver werden die Lautsprecher<br />

angepasst<br />

Für eine störungsfreie Übertragung sorgen unter<br />

anderem goldene Kontakte<br />

Der finale Griff<br />

zum Tacker:<br />

Unter dem Tuch<br />

verschwinden<br />

die Kabel<br />

Hochwerige Bananenstecker sorgen für eine exzellente<br />

Übertragung der Signale<br />

quenz steuert danach den Bassübergang zum<br />

Subwoofer. 80 Hertz bringen meist ein zufrieden<br />

stellendes Ergebnis.<br />

Mittels eines optischen Entfernungsmessers<br />

stellen wir nun die Abstände für jeden einzelnen<br />

Lautsprecher fest. Sollten Sie nur ein<br />

normales Maßband besitzen: Keine Angst,<br />

das funktioniert ebenso – nur nicht ganz<br />

so präzise. Alle ermittelten Angaben werden<br />

umgehend in den Receiver eingegeben.<br />

Über das eingebaute Testrauschen sowie mit<br />

einem Pegelmessgerät ermitteln wir daraufhin<br />

die unterschiedlichen Lautstärken. Dann<br />

wird die Übergangsfrequenz am Subwoofer<br />

festgelegt. Da Subwoofer nicht geradlinig<br />

spielen, sondern ihre Lautstärke je nach Frequenz<br />

steigt und fällt, ist es unumgänglich,<br />

für einen gleichmäßigen Verlauf zu sorgen.<br />

Bei den meisten Tieftönern ist die maximale<br />

Frequenz – erkennbar am rechten Anschlag<br />

– am besten geeignet. So auch in unserem<br />

Aufbau.<br />

Und ER sprach: Seid verbunden!<br />

Zum Finale heißt es noch einmal die Ärmel<br />

hochkrempeln. Es geht an das Verlegen der<br />

Kabel. Für alle Verbindungen gilt: Eine gute<br />

Schirmung und vergoldete Kontakte sind<br />

Pflicht für störungsfreie Übertragungen. In<br />

unserem Beispiel verbrauchen wir insgesamt<br />

150 Meter Kabel. Um die Wege zu den Lautsprechern<br />

zu überwinden, greifen wir auf die<br />

bereits vorhandenen Kabelkanäle zurück.<br />

Weiterhin besitzt die Anlage zahlreiche Verbindungen,<br />

die mittels HDMI-Kabel zustande<br />

kommen. Zuerst schließen wir auf diese<br />

Weise den DVD-Player (einen Sony 9000 ES)<br />

an den AV-Receiver an. Hierbei ist darauf zu<br />

achten, die Geräte niemals zu stapeln. Die<br />

Schaltzentralen erhitzen sich extrem, was<br />

unweigerlich in einem Defekt endet. Wahlweise<br />

gibt der DVD-Player die Toninformationen<br />

auch über I-Link oder Koaxialkabel<br />

weiter. Ein Vorteil von I-Link besteht darin,<br />

dass die hochauflösenden Tonformate SACD<br />

und DVD-Audio ebenfalls übertragbar sind.<br />

Per HDMI-Kabel werden indes alle Bildund<br />

Tonsignale parallel transportiert. Ein<br />

Manko wollen wir aber nicht verschweigen:<br />

die Übertragungslänge. Maximal können Sie<br />

damit Entfernungen bis zu zehn Metern zwischen<br />

Gerät A und B überbrücken. Danach<br />

bricht die Verbindung ab oder die Kabel werden<br />

unerschwinglich teuer.<br />

Verwendet wurden diesmal:<br />

AV-Receiver<br />

ab 750 Euro<br />

DVD-Player<br />

ab 450 Euro<br />

Lautsprecher:<br />

2400 Eur o<br />

Lautsprecherkabel: 20 Euro/Meter<br />

YUV-Kabel:<br />

150 Euro<br />

HDMI-Kabel:<br />

250 Euro<br />

Stecker/ Zubehör:<br />

100 Euro<br />

Und ER sprach: Nochmal mit Gefühl<br />

Das letzte Kabel liegt versteckt hinter dem<br />

Tuch und die Kontakte sind alle kontrolliert.<br />

Wir sind fast fertig. Bleibt nur noch der finale<br />

Griff zum Tacker. Bisher hängt der Molton,<br />

der für die gute Akustik notwendig ist,<br />

nur an einer schmalen Leiste unter der Decke.<br />

Wie schon beim ersten Mal, setzen wir<br />

vorsichtig alle ein bis zwei Zentimeter eine<br />

Klammer. Um die unschönen Metallelemente<br />

zu verstecken, bringen wir schwarze Zierleisten<br />

an. Diese gibt es fertig im Baumarkt<br />

oder Marke „Eigenbau“. Vor der eigentlichen<br />

Premiere des Heimkinos steht ein Testlauf<br />

bevor. Wir legen eine DVD in den Player und<br />

überprüfen die Bild- und Tonqualität. Letzte<br />

Regulierungen am Subwoofer sowie an den<br />

Surroundlautsprechern werden vorgenommen.<br />

Die Sprachverständlichkeit des Centers<br />

sollte immer gewahrt bleiben. Zudem muss<br />

auf die Übergänge zwischen den verschiedenen<br />

Lautsprechern geachtet werden. Wenn<br />

diese unbemerkt vonstatten gehen, ist die<br />

Anlage korrekt eingerichtet. Damit ist der<br />

Heimkinobau abgeschlossen ...<br />

Und ER sprach: Viel Spaß!<br />

... und alles was noch fehlt, sind zahlreiche<br />

Gäste zur Einweihung. Das Heimwerker-<br />

Team von HD+TV kann sich bis zur nächsten<br />

Aufgabe zufrieden zurücklehnen. Wir<br />

hoffen, Sie konnten ein paar Tipps für das<br />

eigene Heimkino mitnehmen. Film ab, Ton<br />

läuft, und Action!<br />

Gemeinsam vollbracht:<br />

Zur Einweihung<br />

fehlte nur das<br />

Popcorn<br />

Wissen | HD+TV | 5.2006 047


Gebranntmarkt<br />

In der Theorie haben <strong>LCD</strong>-Fernseher gegenüber <strong>Plasma</strong>s einen großen Vorteil:<br />

Standbilder können nicht einbrennen. <strong>Plasma</strong>s sagt man hingegen eine Anfälligkeit<br />

für dieses Phänomen nach, so dass helle Bildanteile selbst dann noch<br />

nachleuchten, wenn sie eigentlich gar nicht mehr leuchten sollen. Wir gingen<br />

der Frage nach, ob und wann aktuelle Fernseher tatsächlich einbrennen.<br />

Vorkehrungen<br />

Vermeiden Sie die Bild-<br />

Voreinstellung „Dynamik“.<br />

Bei dieser wird nicht nur der<br />

Bildeindruck verfälscht,<br />

sondern auch der Weißanteil<br />

massiv verstärkt. Dies sorgt<br />

für einen schnelleren<br />

Verbrauch des Phosphors<br />

bei <strong>Plasma</strong>s und einer<br />

rascher sinkenden<br />

Leuchtkraft. Wählen Sie<br />

stattdessen immer „Kino“<br />

oder „Standard“. Setzen Sie<br />

zudem den Stromverbrauch<br />

per Energiesparoption<br />

herab – dies schont nicht<br />

nur den Geldbeutel, sondern<br />

auch die <strong>Plasma</strong>zellen.<br />

<strong>Plasma</strong>s besitzen zwar den großen Vorteil, dass ihre<br />

Bildpunkte selbst leuchten und somit keine Hintergrundbeleuchtung<br />

benötigen, aber dies führt<br />

auch zu einem gravierenden Nachteil: dem Einbrenneffekt.<br />

Einfach ausgedrückt blitzt jeder Bildpunkt eines<br />

<strong>Plasma</strong>s in der Sekunde mehrmals auf, je öfter, desto<br />

heller ist dieser Bildpunkt. Wenn die Helligkeit jedoch<br />

permanent unverändert erstrahlt, „glüht“ der Bildpunkt<br />

nach. Schattenhafte Umrisse zieren daraufhin die folgenden<br />

Bilder.<br />

Sie können nicht verhindern, dass <strong>Plasma</strong>s an Leuchtkraft<br />

verlieren, aber achten Sie darauf, dass Sie den Fernseher<br />

gleichmäßig abnutzen. Viele Filme haben links und<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

rechts oder oben und unten schwarze Balken. Schwarz<br />

ist gleichbedeutend mit „keine Abnutzung für die <strong>Plasma</strong>zellen“.<br />

Schauen Sie häufig solche Sendungen, kann<br />

über mehrere Jahre der Bereich außerhalb der schwarzen<br />

Balken, also das eigentliche Bild, sehr stark an Helligkeit<br />

verlieren, während die Pixel in den schwarzen Balken<br />

noch genau so leuchtstark sind, wie am ersten Tag. Somit<br />

würde ein komplettes 16 : 9-Bild an genau jenen Stellen<br />

heller leuchten, an denen die schwarzen Balken tagtäglich<br />

ihren Platz einnahmen. Vermeiden Sie unter allen Umständen,<br />

schwarze oder weiße Balken auf Ihrem <strong>Plasma</strong><br />

abzubilden und vergrößern Sie das Bild immer so, dass es<br />

den kompletten Bildschirm einnimmt. Es sei jedoch noch<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Photocase.com<br />

048 www.hdplustv.de


Anzeige<br />

Dieses Empfangsbild hilft Ihnen, die Einbrenneffekte<br />

ungeschehen zu machen<br />

So schnell kann’s gehen: Der Schriftzug hat sich eingebrannt<br />

und ist als Schatten sichtbar<br />

einmal ausdrücklich erwähnt, dass dieser Effekt<br />

schleichend auftritt. <strong>Plasma</strong>s verlieren<br />

erst nach mehreren zehntausend Stunden<br />

die Hälfte ihrer ursprünglichen Leuchtstärke.<br />

Schauen Sie beispielsweise sechs Stunden am<br />

Tag fern, so blieben 16 Jahre, bis die Hälfte<br />

der Helligkeit verbraucht ist. Erste Anzeichen<br />

für eine ungleichmäßige Abnutzung treten<br />

aber bereits in den ersten drei Jahren auf.<br />

Der Test<br />

Bis sich Bildinhalte einbrennen, bedarf es<br />

keinesfalls Jahre, sondern nur Minuten. Mit<br />

unserem Testbild, bestehend aus einem Foto<br />

und weißem Text, provozierten wir , dass die<br />

Bildpunkte unterschiedlichen Leuchtstärken<br />

ausgesetzt werden. Nach fünf Minuten war<br />

kein Einbrenneffekt erkennbar.<br />

Zehn Minuten später hätten wir bei unserem<br />

<strong>Plasma</strong> ein Nachleuchten vermutet, doch<br />

auch nach dieser Zeit zeigten sich keinerlei<br />

Abnutzungserscheinungen.<br />

Eine halbe Stunde war inzwischen vergangen.<br />

Bereits hier können wir eine Empfehlung für<br />

eine Foto-Diashow aussprechen. Der <strong>Plasma</strong><br />

zeigte keinerlei Schattenbilder.<br />

60 Minuten: Das Ende unserer Wartezeit.<br />

Während der gleichzeitig angeschaltete JVC-<br />

<strong>LCD</strong> keinerlei Schattenbilder offenbarte,<br />

musste sich der <strong>Plasma</strong> nach knapp einer<br />

Stunde geschlagen geben. Die Schriftzüge<br />

des Testbildes hatten sich eingebrannt und<br />

waren jetzt je nach abgespielten Bildinhalten<br />

störend zu sehen. 60 Minuten sind auf<br />

den ersten Blick eine ausreichende Zeit, aber<br />

bereits bei Videospielen, die mit statischen<br />

Anzeigen aufwarten und mehrere Stunden<br />

am Stück gespielt werden, nicht lange<br />

genug. Somit gilt für <strong>Plasma</strong>s die goldene<br />

Regel, Symbole wie Fernsehlogos oder Texte<br />

von Computern nicht zu lange auf dem<br />

Bildschirm anzuzeigen. Wer länger als eine<br />

Stunde unbewegte Bildinhalte abspielt, wird<br />

immer einen Einbrenneffekt wahrnehmen,<br />

der auch längere Zeit anhält. Übrigens, der<br />

Effekt des Einbrennens und die Entstehung<br />

von Geisterbildern ist nicht nur bei technischen<br />

Vorgängen, sondern auch bei unserem<br />

Auge vorhanden. Fixieren Sie Ihren Blick auf<br />

ein Bild mit hohem Kontrast (schwarz/weiß)<br />

und blicken Sie danach zu einer weißen<br />

Wand, entsteht durch Blinzeln ein invertiertes,<br />

also umgekehrtes Bild. Den Eigenversuch<br />

können Sie unter http://turnpikewesleyan.<br />

org/lifecenter.htm starten. Gehen Sie nah<br />

an Ihren Bildschirm heran und blicken Sie<br />

30 Sekunden auf die vier schwarzen Punkte<br />

in der Mitte des Bildes. Schließen Sie kurz<br />

darauf Ihre Augen oder blinzeln Sie zu einer<br />

weißen Wand – das Geisterbild wird vor Ihren<br />

Augen erscheinen.<br />

Wunderheilung<br />

Mittels eines rauschenden Signals können Sie<br />

das Bild von einem Einbrenneffekt befreien.<br />

Drücken Sie hierzu eine Zifferntaste auf der<br />

Fernbedienung. Der Fernseher schaltet nun<br />

auf einen Sender um, der vom Antennensignal<br />

empfangen wird. Haben Sie kein Antennenkabel<br />

angeschlossen, sehen Sie nur<br />

Schneegestöber, gleichbedeutend mit „kein<br />

Empfang“. Dieses rauschende Bild beinhaltet<br />

nur schwarze und weiße Bildpunkte, die<br />

das Bild und damit die <strong>Plasma</strong>zellen gleichmäßig<br />

„stimulieren“. Trotz dieser einfachen<br />

Möglichkeit Einbrenneffekte rückgängig zu<br />

machen, bedarf es einiger Zeit, bis der Ausgangszustand<br />

wieder hergestellt ist. Unser<br />

Testbild verschwand erst nach über einer<br />

Stunde Schneegestöber.<br />

Den <strong>Plasma</strong> komplett auszuschalten ist leider<br />

nicht vom Erfolg gekrönt, denn acht Stunden<br />

nach unserem Versuch zeigte der <strong>Plasma</strong> im<br />

erneuten Betrieb immer noch die störenden<br />

Schattenbilder.<br />

<br />

Wissen | HD+TV | 5.2006 049


Anschluss gesucht<br />

Die neuen Fernseher und Receiver werden immer komplexer. Anstatt eines<br />

Eingangs finden Sie auf den Rückseiten vieler Geräte ein wahres Paradies für<br />

Stecker aller Formen und Farben. Mit HDMI sollte alles einfacher werden –<br />

nur noch ein Kabel für sämtliche Bild- und Tonformate. Doch selbst wenn Sie<br />

Ihre Heimkinoanlage vermeintlich richtig verkabelt haben, müssen Bild und<br />

Ton noch lange nicht fließen. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Kabelfrage<br />

Achten Sie unbedingt<br />

darauf, hochwertige Kabel<br />

zu verwenden. Mit billigen<br />

Strippen kann sich das Bild<br />

grünlich färben, dunkle<br />

Bildbereiche können an<br />

Durchzeichnung verlieren<br />

oder das Bild fällt komplett<br />

aus. Je größer Ihre<br />

Übertragungslänge ausfällt,<br />

desto größer die Gefahr<br />

eines Bildausfalls. Wer<br />

längere Wegstrecken als<br />

zehn Meter überbrücken<br />

möchte, sollte Signalverstärker<br />

dazwischen schalten.<br />

Produkte für hochwertige<br />

HDMI-Kabel, -Verstärker<br />

und -Verteiler finden Sie<br />

bei Ihrem Fachhändler oder<br />

unter: www.oehlbach.de<br />

und www.cinemateq.de<br />

01<br />

Unsere drei Kandidaten für den vollendeten Heimkinogenuss. Das Ziel ist es, den<br />

Pace-<strong>HDTV</strong>-Receiver und den Harman/Kardon DVD-Player an den Pioneer-<strong>Plasma</strong><br />

anzuschließen. Dieser bietet zwar ausreichend Eingänge, doch wir möchten über einen<br />

Audioreceiver nur noch ein HDMI-Kabel zum <strong>Plasma</strong> führen. Neben dem DVD-<br />

Player könnten Sie auch eine Xbox 360 per YUV-Kabel und weitere HDMI-Kompenenten<br />

verbinden, schließlich bietet der Denon Audio-Receiver AVR4306 genügend<br />

Eingänge.<br />

+ = ?<br />

Bilder: Pioneer, Tobis - „Volver“ jetzt im Kino, Auerbach Verlag<br />

050 www.hdplustv.de


02<br />

Mittels eines HDMI-Kabels verbinden wir<br />

den Pace-Receiver mit dem Denon. Zusätzlich<br />

könnten noch zwei weitere HDMI-Geräte<br />

andocken<br />

03<br />

Vom Denon führt das zweite Kabel zum Pioneer<br />

<strong>Plasma</strong>. Beachten Sie dabei, die richtige<br />

Buchse am Denon zu wählen: HDMI-Out<br />

04<br />

Der Harman/Kardon DVD-Player besitzt keinen<br />

HDMI-Ausgang, so dass wir das YUV-<br />

Bildkabel an die passenden Eingänge am<br />

Denon anschließen. Der Ton fließt über ein<br />

handelsübliches optisches Kabel<br />

05<br />

Wie beim Pioneer müssen manche Geräte<br />

erst zur HDMI-Wiedergabe „überredet“<br />

werden. Die Aktivierung befindet sich hier<br />

versteckt im Menü „Einstellungen, HDMI“<br />

06<br />

Der Denon-Audio-Receiver gibt sofort ein<br />

Bild über HDMI aus, aber leider nur das interne<br />

Menü. Grund hierfür ist die mangelnde<br />

Weiterleitung. Sie müssen dem Denon<br />

erst beibringen, an welchen Eingängen Sie<br />

die Stecker angeschlossen haben<br />

Wissen | HD+TV | 5.2006 051


07<br />

09<br />

Unter HDMI-Input müssen Sie angeben, welchen<br />

HDMI-Eingang Sie verwenden möchten.<br />

Wir entschließen uns am VDP-Eingang<br />

des Receivers, die HDMI-2-Schnittstelle für<br />

den Pace-Receiver zu aktivieren<br />

Für den DVD-Player müssen wir in das Menü<br />

„Component Video Assign“. Dort geben wir<br />

unter dem Punkt „DVD“ den Wert RCA1 ein,<br />

an diesem ist unser Player am Denon angeschlossen<br />

08<br />

Das Bild wird weitergeleitet, der Ton leider<br />

nicht. Gehen Sie wieder in das HDMI-Menü,<br />

in dem Sie bereits das Bild verwaltet haben.<br />

Rechts erkennen Sie den Punkt „Audio“.<br />

Schalten Sie hier von „Amp“ auf „TV“.<br />

„Amp“ steht für Amplifier, also Verstärker<br />

und bedeutet, dass der Denon-Receiver den<br />

Ton ausgibt. In der TV-Stellung gibt der Denon<br />

den Ton einfach zum Fernseher weiter<br />

Der DVD-Player ist per optischem Kabel angeschlossen.<br />

Leider wandelt kein uns bekannter<br />

Receiver die Töne vom optischen<br />

Tonausgang auf den HDMI-Ausgang um, was<br />

für uns leider bedeutet: Kein Ton am Pioneer-<strong>Plasma</strong>.<br />

Somit bleibt Ihnen nichts anderes<br />

übrig, als Lautsprecher am Denon-Receiver<br />

zu betreiben oder den Player direkt am<br />

Pioneer-<strong>Plasma</strong> anzuschließen. Um sämtliche<br />

Videokonvertierungen zu aktiveren, schalten<br />

Sie alle mit „Video Convert“ umschriebenen<br />

Funktionen auf „On“ (siehe zweites und drittes<br />

Bild)<br />

10<br />

Es ist geschafft. Sowohl der Pace-Receiver<br />

als auch der DVD-Player zeigen über den<br />

Pioneer ihre Bilder. Am Denon können Sie<br />

ganz einfach zwischen den Quellen hin und<br />

herschalten. „DVD“ für den Harman/Kardon<br />

und „VDP“ für den Pace<br />

052 www.hdplustv.de


8


Lärmblocker<br />

für den Musikgenuss<br />

Jede Heimkinoanlage produziert Krach. Dabei sind noch nicht einmal die Lautsprecher<br />

Schuld, sondern Ihr Raum. Dieser verschluckt und erhöht einzelne Frequenzen, bis von einem<br />

verträumten Musikstück nichts weiter übrig bleibt, als eine seelenlose Hülle. Wir zeigen Ihnen,<br />

wie Sie Ihrem Heimkino auf die Akustiksprünge helfen und der Musik ihre persönliche<br />

Note zurückgeben.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Wie man in den Wald hinein ruft,<br />

so schallt es hinaus. Diese Weisheit<br />

gilt nicht nur im zwischenmenschlichen<br />

Bereich, sondern auch für den<br />

Heimkinoraum. Stellen Sie sich vor, Sie stehen<br />

auf einer Wiese und rufen nach ihrem<br />

Partner. Dieser steht jedoch nicht in Blickrichtung,<br />

sondern mehrere hundert Meter<br />

hinter Ihnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass<br />

er Ihre Stimme registriert, ist sehr gering. In<br />

einer Kirche hätten Sie hingegen Erfolg, denn<br />

einmal laut hineingerufen, kommt Ihre Stimme<br />

postwendend zurück. Schall, also sämtliche<br />

Töne und Klänge, wird an Oberflächen<br />

reflektiert oder geschluckt. Ein Raum mit<br />

Stoffbezug, ähnlich wie im Kino, klingt gedämpft,<br />

ein Kirchenschiff dagegen lebendig.<br />

Live gegen Konserve<br />

Auf jeder DVD oder CD sind meist nicht<br />

nur Instrumente oder Stimmen enthalten,<br />

sondern auch die Rauminformationen der<br />

Umgebung. Wenn Frodo aus dem Herrn<br />

der Ringe in einer Höhle gegen die Spinne<br />

Kankra kämpft, hören Sie Hallanteile, die den<br />

Stimmen und Effekten beigemischt wurden.<br />

Ohne diese würde Frodo nicht durch eine<br />

Höhle, sondern ein Tonstudio spazieren. Die<br />

Aufnahmen werden demnach in der Tonproduktion<br />

den Bildinhalten so genau wie möglich<br />

nachempfunden.<br />

Anders verhält es sich beim Besuch eines<br />

Live-Konzertes. Hier werden die Instrumente<br />

und die Stimmen durch Mikrofone abgegriffen<br />

und zu den Lautsprechern geschickt.<br />

Die Lautsprecher klingen dabei neutral,<br />

d. h. sie geben einfach nur die Töne wieder,<br />

die per Lautsprecherkabel ankommen. Nun<br />

breitet sich der Schall der Lautsprecher allerdings<br />

aus und erlangt erst jetzt seine eigene<br />

Charakteristik. Wir hören auf einem Konzert<br />

also immer die Töne aus den Lautsprechern,<br />

vermischt mit den Schallanteilen der Umgebung.<br />

Deshalb sprechen Akustiker oftmals<br />

davon, dass der Raum oder das Gebäude keinen<br />

guten Eigenklang besitzt und hier von<br />

einer öffentlichen Vorführung abgesehen<br />

werden sollte.<br />

Zurück in unseren eigenen vier Wänden haben<br />

wir nun aber ein riesiges Dilemma. Genau<br />

wie bei einem Live-Konzert besitzt unser<br />

Raum eine bestimmte Klangnote: Fliesen<br />

klingen grell und hart, Holz stark mittenbetont<br />

und dicke Stoffe muffig. Da aber bereits<br />

alle Klanganteile auf DVD oder CD vorhanden<br />

sind, sollte Ihr Raum überhaupt nicht<br />

klingen. Genau hier trennt sich das Original<br />

von der Reproduktion.<br />

Die günstige Software ist eine mächtige Hilfestellung<br />

für Leute, die wissen was sie tun – „Normalsterbliche“<br />

beauftragen lieber einen Akustiker<br />

Bilder: RTFS, SPL, Stock.xchng, Photocase.com, Auerbach Verlag<br />

054 www.hdplustv.de


Durchsichtig<br />

Neutralität heißt das Zauberwort, denn weder<br />

die Lautsprecher noch der Raum darf<br />

Töne abschwächen, verstärken und verfremden.<br />

Die beste Umgebung für Ihre Heimkinoanlage<br />

wäre somit kein Raum. Da Technik,<br />

Wohnatmosphäre und Natur aber nur<br />

schwierig zu vereinbaren sind, müssen Sie<br />

dafür sorgen, dass Ihre Wände scheinbar<br />

verschwinden. Der Schall soll demnach aus<br />

den Lautsprechern bis zum Hörer gelangen<br />

und an der Wand verstummen. Akustische<br />

Dämmstoffe gibt es reichlich, doch die richtige<br />

Installation ist eine Wissenschaft für sich.<br />

Zudem gibt es wie im Kino eine Richtnorm,<br />

nach der Akustiker den Hörraum ausstatten<br />

– ein schalltoter Raum ist nämlich auch keine<br />

Lösung.<br />

Mittels den auf diesen Seiten vorgestellten<br />

Hilfsmitteln lassen sich bereits deutliche Verbesserungen<br />

erzielen, die mit einem neuen<br />

Verstärker oder Lautsprechern nicht möglich<br />

sind. Der Raum ist der erste und neben den<br />

Lautsprechern wichtigste Faktor – klingt eine<br />

Anlage für mehrere tausend Euro schrecklich,<br />

so steht der Hörraum als erster unter<br />

Verdacht.<br />

Schaumstoff<br />

Der Akustikschaumstoff der Firma RTFS<br />

schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer<br />

Klappe. Die Bass- sowie Höhenabsorber arbeiten<br />

in einem großen Frequenzbereich. So<br />

genügt die Erkenntnis, dass Ihr Raum starke<br />

Dröhngeräusche bei Bässen erzeugt – ob bei<br />

50 oder 60 Hertz ist dabei zweitrangig. Um<br />

die Stärke der Absorption zu erhöhen, sollten<br />

die „Frequenzschlucker“ oben abschließen,<br />

also keinesfalls offen sein – zwei Absorber<br />

übereinander bis unter die Decke sind<br />

hier durchaus empfehlenswert. Falls Sie sich<br />

nun fragen, ob Sie in kleinen Räumen auch<br />

kleinere Absorber verwenden dürfen, so<br />

müssen wir hier differenzieren. Je dicker der<br />

Absorber, desto tiefere Frequenzen werden<br />

geschluckt. Kleinere Blöcke saugen Bassüberhöhungen<br />

erst im oberen Frequenzspektrum<br />

auf, sodass Tiefbassprobleme nur mit großen<br />

Absorbern beseitigt werden können.<br />

Hausbau<br />

Im Internet unter www.cara.de steht Ihnen<br />

ein hilfreiches Online-Programm zur Verfügung,<br />

mit dessen Hilfe Sie ersten Raumproblemen<br />

auf die Schliche kommen. Das vollwertige<br />

Programm können Sie dort ebenfalls<br />

für 50 Euro erwerben. In Cara bauen Sie<br />

Ihr komplettes Wohnzimmer samt Einrichtungsgegenständen,<br />

Lautsprechern und Hörern<br />

nach. Leider erweist sich die Software<br />

eher als Zufluchtsort für Vollprofis, denn<br />

aus den unterschiedlichen Materialien und<br />

Möglichkeiten treffen nur Kenner des Fachs<br />

die richtige Auswahl. Beispielsweise kann es<br />

in Cara durchaus Sinn machen, für die Wohnungsdecke<br />

„Stuhl“ oder „Tisch“ anzugeben,<br />

wenn diese mit dem Holz des eigenen Zimmers<br />

übereinstimmen – Anfängern droht<br />

hier die große Verwirrung.<br />

Guter Klang, schlechter Klang<br />

Nachdem Sie Ihren Raum optimiert haben,<br />

gibt Ihre Anlage nur noch die Toninformationen<br />

wieder, welche auf den Datenträgern<br />

gespeichert sind. Doch was passiert, wenn<br />

die Qualität einer CD schlecht ist? Müssen<br />

Sie nun auf guten Klang verzichten? Keinesfalls,<br />

denn mit einer neutralen Anlage können<br />

Sie ganz leicht herausfinden, was nicht<br />

stimmt. Spielt ein Schlagzeug keine Bässe<br />

oder klingt die Violine verschnupft, so ist die<br />

Aufnahme schuld, nicht Ihre Anlage. Mittels<br />

eines Equalizers, der einzelne Frequenzen<br />

anhebt und senkt, können Sie nun der<br />

Aufnahme zu neuer Frische verhelfen. Dabei<br />

sollten Sie jedoch einen Helfer wählen, der<br />

einfach zu bedienen ist, schließlich muss<br />

jede Aufnahme von neuem angepasst werden.<br />

Fast alle Audio-Receiver bieten hierfür<br />

zwei Regler: „Trebble“ und „Bass“. Mit diesen<br />

können Sie die hohen und tiefen Töne verstärken<br />

oder zurücknehmen. Weitaus besser<br />

arbeiten die Produkte von SPL. Unter www.<br />

soundperformancelab.com finden Sie mit<br />

dem PSD4000 und PSD3000 die optimalen<br />

Helfer für schlecht abgemischte Aufnahmen.<br />

Somit ist die Nachbearbeitung durchaus im<br />

Sinne von Hi-Fi und sich statt schlechter<br />

Aufnahmen dauerhaft zu ärgern, kann die<br />

Der SPL PSD3000 verbessert schlechte Aufnahmen<br />

im Handumdrehen – hier klingt die „Fälschung“<br />

besser als das Original<br />

zugegebene Klangwürze nur zur positiven<br />

Stimmung beitragen. Im Folgenden empfehlen<br />

wir Ihnen das Interview auf der nächsten<br />

Doppelseite mit Farshid Shahlawandian.<br />

Der Meister seines Fachs stattet Hörräume<br />

und Tonstudios im Dauertakt aus – einer der<br />

weiß, wovon er spricht.<br />

Kontaktpersonen rund um das Thema<br />

Heimkinoeinrichtung, Messung und Kalibrierung,<br />

für Bild und Ton finden Sie unter<br />

www.r-t-f-s.de und www.av-consultant.de.<br />

Die riesigen Absorber mit Schenkelmaßen von einem<br />

halben Meter werden mit der Spitze in den Hörraum<br />

ragend in den Zimmerecken platziert<br />

Wissen | HD+TV | 5.2006 055


„Jeder Raum ist anders“<br />

Herr Shahlawandian, wie kommt man dazu, Akustik zu<br />

studieren?<br />

Shahlawandian: Ich wurde schon in jungen Jahren mit<br />

dem Hi-Fi-Virus befallen und begann daher mit dem<br />

Studium der Elektrotechnik. Ein Schlüsselerlebnis hatte<br />

ich in meiner damaligen Studenten-WG.<br />

Hier waren die Vorstellungen von gutem Klang und<br />

Raum noch weit voneinander entfernt, entsprechend<br />

klangen unsere Anlagen auch recht verschieden.<br />

Die Ernüchterung kam, als wir beide Anlagen zusammen<br />

in einem der beiden Räume zum Vergleich aufbauten.<br />

Die Klangunterschiede waren auf ein Minimum<br />

zusammengeschrumpft. Der kahle, große Raum hatte<br />

beiden Anlagen seinen Klangcharakter aufgeprägt. Von<br />

diesem Tag an entschloss ich mich neben der Elektrotechnik<br />

auch Akustik zu studieren.<br />

In den Handelsketten und Händlerangeboten türmt<br />

sich die unterschiedlichste Technik, aber keine Elemente<br />

für raumakustische Optimierungen. Wird Raumakustik<br />

unterschätzt oder spielt der Wohnraum doch nur eine<br />

untergeordnete Rolle?<br />

Shahlawandian: Die Raumakustik ist ein sehr komplexes<br />

Thema und somit auch sehr beratungsintensiv. Somit ist<br />

es für Handelsketten vielleicht nicht so attraktiv. Einfach<br />

einige Absorber zu erwerben und im Raum zu verteilen<br />

kann leicht nach hinten losgehen. Bei den Händlern<br />

stellen wir aber ein immer größeres Interesse fest und<br />

somit wächst auch die Anzahl unserer geschulten Händler<br />

stetig.<br />

„Hätte ich vorher gewusst, wie viel Klangpotenzial in der<br />

Raumakustik steckt, hätte ich zuerst die Raumakustik<br />

verbessert und später den Verstärker gekauft.“<br />

Gibt es für den Anfänger einfach zu realisierende und<br />

immer gültige Ratschläge?<br />

Shahlawandian: Der einzige Satz, der immer gilt, lautet:<br />

Jeder Raum ist anders! Deshalb sollte man vor allem<br />

Anfängern keine pauschalen Ratschläge erteilen. Lassen<br />

Sie mich dies an zwei Beispielen verdeutlichen:<br />

Der erste Fall ist ein Betonkeller mit niedriger Decke,<br />

Teppichboden, ungünstigen Raumdimensionen, vielen<br />

Vorhängen, großen Standboxen in den Ecken und<br />

einem Sitzplatz direkt vor der Wand. Die Nachhallzeit<br />

ist folglich in den Höhen schon recht niedrig und im<br />

Bass viel zu lang. Die Folge: Es dröhnt katastrophal.<br />

In diesem Raum empfehle ich zunächst Absorber vom<br />

Typ “Corner Block B”. Diese absorbieren den Bass und<br />

reflektieren die Höhen. Dadurch wird die Nachhallzeit<br />

linearisiert und das Dröhnen deutlich verringert.<br />

Fall Nummer zwei ist ein Dachgeschosszimmer mit<br />

Parkettboden und kahlen Wänden. Der Hörplatz liegt<br />

wieder direkt vor der Rückwand. Dieser Raum besitzt<br />

Wenn Akustikelemente notwendig sind, weshalb tauchen<br />

in den Bedienungsanleitungen eines Heimkinoreceivers<br />

oder Lautsprechers keinerlei Informationen<br />

über die nützlichen Helfer auf?<br />

Shahlawandian: Es gibt durchaus Hersteller, welche<br />

in Ihren Bedienungsanleitungen mittlerweile auf die<br />

Raumakustik eingehen. Es hat lange gedauert, aber nun<br />

haben auch die Hardwarehersteller das Potenzial der<br />

Raumakustik erkannt. So haben wir z. B. die akustische<br />

Planung des Demokinos der Firma Boston Acoustics<br />

übernommen. Vor 20 Jahren hätte man vielleicht ohne<br />

Zuhilfenahme eines Akustikers einfach einige schwarze<br />

Vorhänge aufgehangen. In diesem Fall wurde jedoch der<br />

komplette Raum zunächst akustisch simuliert und u. a.<br />

sogar der Aufbau einer Trennwand nach unseren Vorgaben<br />

gefertigt.<br />

In welchem Kosten-/Nutzenverhältnis sehen Sie eine<br />

akustische Optimierung im Vergleich zur Hardware?<br />

Shahlawandian: Fast alle unserer Kunden, welche eine<br />

externe Endstufe für Ihre Lautsprecher besitzen, sagen:<br />

056 www.hdplustv.de


in den Mitten und Höhen eine zu hohe Nachhallzeit.<br />

Gleichzeitig können Dachschrägen für eine zu geringe<br />

Nachhallzeit im Bass sorgen. Die Folge ist ein grelles<br />

und dünnes Klangbild. In diesem Raum empfehle ich<br />

zunächst drei Flachabsorber. Je einen an den Seitenwänden,<br />

um die erste Reflexion zu unterdrücken und einen<br />

hinter dem Kopf, um störende Reflexionen von der<br />

Rückwand zu unterdrücken.<br />

Kann die Optimierung auch ins Negative umschlagen,<br />

z. B. durch eine zu starke Dämpfung?<br />

Shahlawandian: Natürlich kann man einen Raum auch<br />

überdämpfen. Vor allem in den Höhen ist dies sehr<br />

leicht möglich, da z. B. Vorhänge, Kissen und Teppiche<br />

in den Höhen sehr viel stärker absorbieren als in den<br />

Mitten. Anzustreben ist immer eine lineare Nachhallzeit.<br />

Abseits Ihrer Akustikelemente geben Sie auch Tipps zur<br />

Installation. Können Aussagen wie: „Große Lautsprecher<br />

sind besser als kleine“ pauschal getroffen werden<br />

oder verhält sich jeder Raum und damit auch der benötigte<br />

Lautsprecher stets anders?<br />

Shahlawandian: Dies hängt sowohl vom Raum, als auch<br />

vom Hörgeschmack ab. Wer in einem zum Dröhnen<br />

neigenden Raum gerne Rockmusik in voller Lautstärke<br />

hört, kommt um Standboxen in Kombination mit vielen<br />

Absorbern wohl nicht herum. Umgekehrt kann man<br />

als Jazzhörer mit kleinen Lautsprechern und weniger<br />

Absorbern auch glücklich werden.<br />

Ist es ein Trugschluss nach Wertung zu kaufen?<br />

Klingt ein Testsieger in einer Fachzeitschrift immer<br />

besser als die Zweit- oder Drittplatzierten?<br />

Shahlawandian: Auch hier passt obiges Beispiel sehr gut.<br />

Was nützt dem Rockhörer das feinaufgelöste Klangbild<br />

des Testsiegerverstärkers, wenn dieser bei gewünschter<br />

Brachiallautstärke anfängt zu verzerren?<br />

Wie viele Subwoofer sollte ein gutes Heimkino<br />

mindestens besitzen, um tieffrequente Probleme<br />

auszumerzen?<br />

Shahlawandian: Wenn man mehrere Subwoofer<br />

benützen möchte, sollte man immer darauf achten,<br />

dass beide dieselbe Entfernung zum Hörplatz besitzen,<br />

da im Bassmanagement bei den meisten Geräten nur<br />

eine Entfernung eingestellt werden kann. In vielen<br />

rechteckigen Räumen haben sich je ein Subwoofer an<br />

den Seitenwänden, jeweils zwischen einem Viertel und<br />

der Hälfte der Raumlänge als Abstand zur Frontwand<br />

bewährt. Das Ausgangssignal des LFE kann durch<br />

Y-Stecker auf die entsprechenden Subwoofer verteilt<br />

werden.<br />

Sind Hilfsmittel für den Privatgebrauch, wie ein<br />

Frequenz- oder Lautstärkemesser eine nützliche<br />

Investition für Hobbyakustiker oder sind die Euros<br />

nur hinausgeworfenes Geld?<br />

Shahlawandian: Als Profi sehe ich die Gefahr solcher<br />

Hilfsmittel in der Hand von Laien natürlich in der<br />

Fehlbedienung. Wenn man ein Pegelmesser z. B. mit<br />

diskreten Frequenzen benutzt, kann man durchaus<br />

akzeptable Werte erhalten. Mit einem Rauschsignal<br />

bekommt man aber je nach Gerät nur den Pegel der<br />

lautesten Frequenz oder einen Mittelwert angezeigt.<br />

Da man solche Geräte für gewöhnlich nur einmal<br />

benutzt, empfehle ich das Geld lieber in den Besuch<br />

eines Profis, wie zum Beispiel den THX-zertifizierten<br />

Techniker Raphael Vogt, zu investieren.<br />

Wenn unsere Leserinnen und Leser ihren eigenen Raum<br />

akustisch optimieren möchten, wie können sie sich an<br />

Sie wenden?<br />

Shahlawandian: Typischerweise erhalten wir von<br />

unseren Kunden einige Fotos des Raumes, einen<br />

Grundriss sowie eine Telefonnummer für einen<br />

Rückruf. Innerhalb einiger Tage rufen wir dann<br />

zurück, erfragen noch einige Details, wie z. B. den<br />

Wandaufbau, und entscheiden dann mit dem Kunden,<br />

welche grundsätzlichen Lösungen es für diesen Raum<br />

gibt. Daraufhin erstellen wir dann eine Simulation des<br />

Raumes und berechnen die erforderlichen Absorber.<br />

Falls gewünscht kommen wir auch zum Kunden nach<br />

Hause.<br />

Und was kostet so eine Simulation inklusive<br />

Berechnung?<br />

Shahlawandian: Dies ist für unsere Kunden kostenlos.<br />

Möchten Sie unseren Leserinnen und Lesern noch etwas<br />

mit auf dem Weg geben oder ein persönliches Anliegen<br />

loswerden?<br />

Shahlawandian: Ich möchte Ihren Lesern nahe legen,<br />

sich auf die eigenen Ohren zu verlassen und viel zu<br />

hören. Fachzeitschriften dienen nicht dazu, einem das<br />

beste Gerät zu empfehlen, welches dann beim billigsten<br />

Anbieter bestellt wird. Anhand von Fachzeitschriften<br />

erhält der Leser die Information, welche er für seine<br />

eigene Vorauswahl benötigt. Diese Geräte der engeren<br />

Wahl sollte man dann beim Fachhändler und in den<br />

eigenen vier Wänden testen.<br />

Herr Shahlawandian, vielen Dank für das<br />

aufschlussreiche Gespräch.<br />

Wissen | HD+TV | 5.2006 057


Filme in Eigenregie<br />

Mit dem Pinnacle Studio Plus beginnen wir unsere Serie der beliebtesten Schnittprogramme.<br />

Für gerade einmal 99 Euro bekommen Sie hier ein vollwertiges Softwareprodukt,<br />

welches nicht nur Ihre Urlaubsaufnahmen auf den Computer überträgt,<br />

sondern Ihnen auch freie Hand bei der Gestaltung lässt. Darüber hinaus können Sie<br />

mit Studio Plus HDV-Aufnahmen bearbeiten – ein Grund für uns, der Software auf<br />

den Zahn zu fühlen.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

058 www.hdplustv.de


Bilder: 20th Century Fox, Auerbach Verlag, Kinowelt, Sony Pictures, Warner Bros.<br />

Bereits bei der Installation von Pinnacle Studio<br />

Plus wird das größte Manko offensichtlich: Die<br />

Geschwindigkeit. So dauerte die Einrichtung eine<br />

kleine Ewigkeit und auch der erste Startvorgang ist eher<br />

etwas für geduldige Naturen. Immerhin können sämtliche<br />

DV- und HDV-Camcorder per Firewire-Anschluss<br />

andocken, was den ersten Frust vergessen macht. Ein<br />

Klick auf „Aufnahme starten“ genügt, um das Material<br />

zu speichern. Selbstverständlich können Sie jederzeit die<br />

Aufnahme unterbrechen oder bestehendes Videomaterial,<br />

welches sich bereits auf der Festplatte befindet, importieren<br />

und so den Aufnahmeprozess in Studio Plus komplett<br />

umgehen.<br />

Für Einsteiger besonders interessant ist die Option<br />

„Smart Movie“. Hierbei handelt es sich um ein einfaches<br />

Programm, mit welchem Sie erste Schritte ohne Fachkenntnisse<br />

im Alleingang bewältigen. Nachdem Sie eine<br />

Videosequenz eingefügt haben, fordert Smart Movie Sie<br />

auf, eine Tonspur einzubinden. Daraufhin wird anhand<br />

des Rhythmus Ihrer Tonspur der Film bearbeitet, so dass<br />

am Ende ein stimmiges Musikvideo vorliegt. Für richtige<br />

Hobbyfilmer ist dieses Feature natürlich nur ein kurzfristiger<br />

Zeitvertreib, weshalb wir uns nun den wichtigen<br />

Funktionen zuwenden.<br />

Bilderbuch<br />

Die automatische Szenenerzeugung ist eine Besonderheit<br />

in Studio Plus. Anstatt Ihren Film komplett roh<br />

zu schneiden, können Sie einzelne Szenen aneinander<br />

reihen. Im Optionsmenü wird ausgewählt, ob diese im<br />

Sekundentakt oder durch bestimmte Bildverläufe automatisch<br />

kreiert werden. So ordnen sich die Bilder nach<br />

Helligkeitswechseln oder vorhandenen Schnitten ganz<br />

ohne Zutun in der Szenenvorschau an.<br />

Mittels Mausklick können Sie nun die Bilder auf das<br />

Storyboard legen und die Reihenfolge der Sequenzen<br />

ändern, den Film kürzen oder seine Richtung umkehren.<br />

Das separate <strong>Vorschau</strong>fenster zeigt dabei jede Sequenz<br />

oder auch den kompletten Film in Echtzeit. Um einzelne<br />

Sequenzen zu schneiden, bietet Pinnacle Studio Plus eine<br />

eigene Zeitleiste, mit Hilfe derer Sie Ihre Szenen per Ziehen<br />

mit dem Mauszeiger verkürzen oder verlängern.<br />

Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, die automatische<br />

Sequenzreihenfolge zu deaktivieren. Mit dem Rasierklingenwerkzeug<br />

können Sie nun ganz konventionell<br />

Ihre Bilder zerteilen und neu aneinanderfügen. Anfänger<br />

brauchen hierbei keine Angst vor Fehlschnitten zu haben,<br />

denn Pinnacle Studio Plus fertigt im Hintergrund jederzeit<br />

Kopien an, um diese Vorgänge wieder rückgängig<br />

machen zu können.<br />

Falls Sie der Automatik treu bleiben, können Sie die vorgegebenen<br />

Szenen einfach kombinieren, um die Anzahl<br />

einzudämmen. Bereits hier erweist sich die Bedienung als<br />

etwas zähflüssig, denn Sie können dabei nur Sequenzen,<br />

Links oben ist die Szenenvorschau platziert – der schmale linke Balken dient zum Anwählen von<br />

Effekten und Klängen. Rechts gibt das <strong>Vorschau</strong>fenster alle Änderungen in Miniaturform aus. Im<br />

großzügig dimensionierten unteren Bereich legen Sie Ihre Filmschnipsel ab und binden die musikalische<br />

Untermalung ein. Insgesamt sind so zwei Videospuren und drei Tonspuren verfügbar. In<br />

der rechten Spalte können Sie durch Anklicken des Schlosses die Bild- und Tonspuren sperren, um<br />

beide unabhängig voneinander zu schneiden<br />

die aufeinander folgen, zusammenstellen und müssen<br />

jede Sequenz einzeln anklicken. Um beispielsweise Szene<br />

eins bis fünf zu verknüpfen, müssen Sie Szene eins, zwei,<br />

drei, vier und fünf anwählen und nach einem Rechtsklick<br />

„Szenen kombinieren“ wählen.<br />

Die entgegengesetzte Unterteilung aufgenommener Szenen<br />

erfolgt hingegen in Sekundenvorgaben. Hat Studio<br />

Plus beispielsweise drei Szenen á 15 Sekunden erstellt<br />

und Sie wollen nur Szenen von fünf Sekunden Länge, so<br />

reicht eine Eingabe und das Programm wandelt die drei<br />

Sequenzen in neun Szenen á fünf Sekunden um.<br />

Spezialeffekte<br />

Um grobkörniges oder farbverfremdetes Material anzupassen,<br />

stehen Ihnen nützliche Hilfsmittel zur Verfügung,<br />

mit denen Sie augenscheinlich fehlerhafte Aufnahmen<br />

ausmerzen. Im Katalog können Sie aus einer Vielzahl von<br />

vorgefertigten Effekten wählen und ganz einfach einfügen.<br />

Ob Sie Ihr Filmmaterial künstlich altern lassen oder<br />

mit modernen Filtern die Dramatik erhöhen, ist einzig<br />

Ihrer Fantasie überlassen. Im <strong>Vorschau</strong>fenster betrachten<br />

Sie jeden ausgewählten Effekt bereits vor der Einbindung<br />

in Ihr Projekt. Leider sind viele grafisch aufwändige<br />

Nachbereitungen gesperrt und müssen erst gegen das entsprechende<br />

Entgelt freigeschalten werden. Dabei stehen<br />

70 Euro und mehr als Zusatzkosten für ein Grafikpaket<br />

ins Haus, was den Wert des gesamten Schnittprogramms<br />

sichtlich relativiert.<br />

Natürlich dürfen Sie nicht nur animierte Filme bearbeiten,<br />

sondern können auch Fotoaufnahmen zu einer<br />

Diashow verknüpfen – beides mixen geht im Übrigen<br />

Wissen | HD+TV | 5.2006 059


Die beiden Zeichen für die Video- und Audioverarbeitung öffnen die wichtigsten Bearbeitungsfunktionen.<br />

Beispielsweise können Sie hier eine Überblendung für Ihre Bilder oder die Nachsynchronisation<br />

durchführen<br />

Einer der größten Nachteile von Pinnacle Studio: Komplexere Bildeffekte müssen per Bezahlung<br />

freigeschalten werden – dieser ist mit neun Euro noch sehr günstig<br />

ebenfalls. Ein Doppelklick auf das Foto und Sie können<br />

dieses noch rotieren lassen, falls es auf dem Kopf stehen<br />

sollte, rote Augen entfernen und per Zoom für eine fließende<br />

Bewegung sorgen. Wer seine Filme mit Text verzieren<br />

möchte, ruft den separaten Editor auf. Nachdem ein<br />

Textfenster über das Bild gezogen wurde, helfen Voreinstellungen<br />

bei der Ausrichtung und kleine Animationen<br />

für eine lebhaftere Darstellung.<br />

Täuschungsmanöver<br />

Wer es wie in Hollywood-Filmen besonders trickreich<br />

mag, kann spätere Aufnahmen per Blue- oder Greenscreen<br />

einspielen. Dabei müssen Sie nur vor einer blauen<br />

oder grünen Wand filmen und das Video als zweite Videospur,<br />

genannt Overlay-Spur einfügen. Mittels Farbpinzette<br />

oder Vorauswahl retuschiert Studio Plus den<br />

grünen oder blauen Hintergrund und Sie sehen nur noch<br />

den eingespielten Bildinhalt – die gefilmte Wand wird<br />

durchsichtig. Somit können Sie im Zoo einen Tigerkäfig<br />

filmen und sich später in diesen hineinretuschieren ohne<br />

den Katzen jemals einen Besuch abgestattet zu haben.<br />

Bildformate im 4 : 3- oder 16 : 9-Format sind dabei kein<br />

Problem, je nach Wunsch können Sie beide Größenverhältnisse<br />

auch kombinieren. Wer in seiner 16 : 9-Produktion<br />

jedoch 4 : 3-Bilder einfügt, muss mit schwarzen Balken<br />

links und rechts leben.<br />

Abgesehen von den grafischen Effekten ist die akustische<br />

Untermalung das bestimmende Stilmittel im Film. Neben<br />

dem Einbinden von Aufzeichnungen und Musikstücken<br />

im WAV- oder MP3-Format, können Sie auch direkt im<br />

Programm Ihre Sprachsamples aufnehmen. Ein Druck<br />

auf das Symbol „Filmkommentare aufzeichnen“ genügt<br />

und es bedarf nur noch eines Mikrofons, um den eigenen<br />

Film neu zu vertonen.<br />

Einsteigerversiert<br />

Studio Plus bietet Anfängern die notwendigen Strukturen,<br />

um sich mit dem Thema Schnitt vertraut zu machen,<br />

aber bietet Fortgeschrittenen letztendlich nicht genügend<br />

Spielraum zur persönlichen Entfaltung. Das verständliche<br />

Handbuch und die Einsteiger-DVD helfen jedoch Unbedarften<br />

bei den ersten Schritten und für DV-Aufnahmen<br />

ist das Programm durchaus zu empfehlen. Anders sieht<br />

die Sache leider bei HDV-Material aus. Pinnacle Studio<br />

Plus verschlingt die Computerressourcen regelrecht und<br />

läuft nicht immer stabil. Auch die Zwangsaktiverung sowie<br />

Updates vor dem Start lassen an der Benutzerfreundlichkeit<br />

zweifeln – ein DSL-Anschluss ist hier Pflicht. Die<br />

Wechsel zwischen den einzelnen Arbeitspaletten und<br />

die unflexible Anordnung der Elemente lässt ebenfalls<br />

nur wenig Freude aufkommen. Somit können wir dem<br />

Produkt leider keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen,<br />

sondern es nur denen ans Herz legen, die ihre<br />

normalen DV-Aufnahmen ein wenig kompakter zusammenschneiden,<br />

aber sich dabei nicht in Unkosten stürzen<br />

möchten. Alle anderen Hobbyfilmer mit der Vorliebe<br />

für HD-Schnitt steigen besser gleich mit Adobe Premiere<br />

Pro 2 oder Final Cut Express HD ein und investieren<br />

dafür nicht nur ein paar Euro, sondern auch ein paar<br />

Übungsstunden mehr. Es lohnt sich.<br />

In der nächsten Ausgabe der HD+TV lesen Sie alles über<br />

Final Cut Express HD.<br />

060 www.hdplustv.de


KAUFBERATUNG<br />

Thomas Meyer<br />

Redaktion HD+TV<br />

Manche Dinge werden sich wohl nie verändern. Neulich, es war<br />

während der Fußball-WM, ging ein guter Freund von mir zu einer<br />

Filiale einer großen deutschen Elektronikhandelskette, um sich<br />

nach einem neuen Fernseher umzuschauen. Ergebnis: gleich null,<br />

denn es war weit und breit kein Verkäufer zu sehen und die kleinen<br />

Schildchen neben den Fernsehern hatten außer einem Preis in<br />

handgemalten roten Ziffern nicht viele Informationen zu bieten.<br />

Die Servicewüste Deutschland kann offensichtlich gar nicht trocken<br />

genug sein, wenn stagnierende Umsätze im Einzelhandel sich<br />

trotz liberalisierter Öffnungszeiten nicht in freundlichem Service<br />

niederschlagen wollen.<br />

Nun, gegen lustlose Verkäufer lässt sich etwas tun: Man informiert<br />

sich einfach vorher in unserem Heft. Das ist umso sinnvoller, wenn<br />

man es im Laden manchmal auch nicht nur mit lust-, sondern auch<br />

noch mit ahnungslosen Verkäufern zu tun hat, wie unser großer<br />

Praxistest ab Seite 84 zeigt. Und damit Sie auf dem neuesten Stand<br />

bleiben, haben wir auch diesmal wieder Fernseher, Receiver, Lautsprecher<br />

und Projektoren unter die Lupe genommen.<br />

Ach ja, Anspruch und Wirklichkeit klaffen nicht immer nur beim<br />

Service auseinander, auch bei den Geräten müsste nach wie vor vieles<br />

nachgebessert werden. Dabei leisten die Techniker ganze Arbeit:<br />

Bildschirme stellen immer brillantere Bilder dar, Receiver schalten<br />

immer schneller um. Aber was bringt das, wenn Gebrauchsanleitung,<br />

Fernbedienung und Bildschirmmenü für Otto Normalverbraucher<br />

ein Buch mit sieben Siegeln bleiben? Natürlich sind<br />

moderne Geräte komplizierter als ihre Vorgänger, aber das Mehr<br />

an Funktionen muss intuitiv bedient werden können. Ansonsten<br />

entpuppen sich die Segnungen des technischen Fortschritts als<br />

klassisches Eigentor für die Hersteller. Schließlich ist die klassische<br />

Mund-zu-Mund-Propaganda auch im dritten Jahrtausend nach<br />

Christi Geburt immer noch das beste Mittel, um Waren an den<br />

Mann zu bringen.<br />

Servicewüste Deutschland<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 061


84<br />

74<br />

Sieg nach Punkten<br />

Der Wettstreit der Fernseher im Bilderrahmenformat geht in seine nächste Runde. Im bunt<br />

gemischten Sommerangebot befindet sich neben dem bislang größten <strong>LCD</strong> von JVC der ehemalige<br />

Thronerbe aller bislang getesteten Fernseher im Test. Der Pioneer PDP-436RXE ist der<br />

Nachfolger der beliebten <strong>Plasma</strong>-Serie und steht im direkten Duell mit Panasonics Viera-Reihe,<br />

die im Bildbereich für neue Superlative sorgte. Doch auch abseits dieses Prestigeduells<br />

kann dieser Test für Sie den entscheidenden Tipp geben, wenn es am Ende heißt, <strong>Plasma</strong><br />

oder <strong>LCD</strong>?<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

062 www.hdplustv.de


Bilder: Auerbach Verlag, Buena Vista – „Fluch der Karibik 2“ jetzt im Kino<br />

Ein wenig ungewohnt ist er schon, der neue Pioneer-<strong>Plasma</strong>.<br />

Während die Modelle mit externem<br />

Media-Receiver flach wie ein Bilderrahmen daher<br />

kommen, ist der PDP-436RXE zwei Zentimeter tiefer. Mit<br />

seinem Gewicht von über 30 Kilogramm ist die Wandmontage<br />

etwas schwieriger, aber dem Antlitz tut dies zum<br />

Glück keinen Abbruch. Bis auf die unteren Lautsprecher<br />

samt Klappe schmückt weiterhin ein schicker lacküberzogener<br />

Rahmen den Bildbereich. Bereits hier wird der<br />

Preisaufschlag im Vergleich zu Panasonics TH-42PV60E<br />

deutlich. Gleiches kann man von der Fernbedienung<br />

leider nicht behaupten. Zwar erstrahlt sie im bekannten<br />

Pioneer-Design und lässt sich dank cleverer Tastenanordnung<br />

auch blind steuern, aber haptisch macht sie nicht<br />

gerade Lust auf verspielte Eingabebefehle. Die Rückseite<br />

zeigt sich aufgeräumt wie man es sich nur wünschen<br />

kann. Mit drei Scart-Anschlüssen bedient Pioneer alle<br />

Anhänger der aussterbenden analogen Gattung, während<br />

HDMI-Besitzer von DVD-Playern und HD-Receivern<br />

bereits vor einem Problem stehen – der Pioneer bietet<br />

einen einzigen HDMI-Eingang. Das kann der JVC-<strong>LCD</strong><br />

besser, denn dieser liefert eine zweite HDMI-Schnittstelle<br />

und sogar eine VGA-Buchse – da kann man auf den<br />

dritten Scart-Eingang gern verzichten. Leider wird Ihnen<br />

der Anschluss über HDMI anfangs unnötig erschwert,<br />

denn die (leider nach unten geneigten) Anschlüsse befinden<br />

sich hinter einer Blende, die abgeschraubt werden<br />

will – den passenden Schaubendreher sollten Sie deshalb<br />

parat halten. Weshalb JVC die HDMI-Buchsen nicht in<br />

die praktisch anliegende seitliche Blende verfrachtet hat,<br />

erschloss sich auch unseren von Natur aus handwerklich<br />

begabten Testredakteuren nicht ganz. Leider verzichtete<br />

JVC auf einen schnellen Anschluss an der Front – hier<br />

kontert Pioneer mit schnell zugänglichen S-Video- und<br />

Video-Buchsen. Das Design des JVC gefällt mit seiner<br />

schlichten Unauffälligkeit. Obwohl der komplette Rahmen<br />

aus Kunststoff gefertigt wurde, werden sich nur wenige<br />

an dem Äußeren stören. Die Fernbedienung ist wie<br />

die des Pioneer allenfalls Durchschnitt und so warten wir<br />

sehnsüchtig weiter auf den Tag, an dem ein Metallferngeber<br />

wie die Philips-Beilagen zum Standard werden.<br />

Die Anschlüsse: Zweimal HDMI und einmal VGA sind zwar nicht<br />

Luxus aber durchweg zeitgemäß. Ein Kartenleser für Fotos hätte das<br />

Paket noch abgerundet<br />

Finster wars<br />

Nachdem wir voller Elan unseren Pace-<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

an den Pioneer angeschlossen hatten, warteten wir sehnsüchtig<br />

auf das eintreffende Bild, doch es passierte nichts.<br />

Im Bildmenü arbeiteten wir uns in die verschachtelten<br />

Einstellungen vor, bis wir auf eine HDMI-Aktivierung<br />

stießen. Kaum hatten wir diese von „Aus“ auf „An“ geregelt,<br />

erstrahlten die Bilder in bester HD-Auflösung.<br />

Weshalb Pioneer den HDMI-Eingang im Auslieferungszustand<br />

ausschaltet, wissen wohl nur die Techniker. Beim<br />

JVC zeigten sich die Bilder nach abgeschraubter Bollwerkblende<br />

ohne Umwege. Der Referenz-DVD-Player<br />

von Denon (Test auf Seite 70) war für die Liga der 40<br />

Zoller gerade gut genug. Im Bildmenü des JVC erblickten<br />

wir die üblichen Regler für Kontrast und Schärfe, aber<br />

eine Anpassung der Gamma und Farbwerte fehlte; einzig<br />

Voreinstellungen sollen hier die Annäherung an das<br />

Ideal bewirken. Im erweiterten Menü fanden sich dann<br />

aber doch noch ein paar Eingriffsmöglichkeiten, die jedoch<br />

nur die automatischen Kontrast- und Farbexpander<br />

beeinflussen.<br />

Ganz anders, im Vergleich zum sporadisch einzustellenden<br />

JVC, offenbart das übersichtlich strukturierte<br />

Menü des Pioneer immer neue Details und Variationen<br />

von Einstellungen. Der PDP-436RXE steht mit all seinen<br />

Rauschreduzierern, Kontrastexpandern, Schärfereglern<br />

und Farbanpassungen bis heute unangefochten da. Kein<br />

anderes <strong>Plasma</strong>-Display lässt sich feinfühliger einstellen<br />

als Pioneers Machwerk. Zwar wurden diese Tugenden in<br />

den letzten Jahren kaum ausgebaut, aber nach so langer<br />

Abstinenz in unseren Testräumen war dieses Eldorado<br />

eine richtige Genugtuung. Bevor hier nun der Eindruck<br />

entsteht, den Pioneer könnte nur ein geschultes Testerauge<br />

bedienen, so können wir eine Entwarnung geben.<br />

Ansprechendes Äußeres<br />

samt stabilen Standfuß.<br />

Für die Wandmontage ist<br />

hingegen handwerkliches<br />

Geschick vonnöten<br />

Besseres Bild<br />

Im Internet unter www.<br />

hdplustv.de/hdtv/hd_capsel_<br />

99220.html finden Sie<br />

unsere Vorgaben für die<br />

Bildeinstellungen am JVC<br />

und Pioneer.<br />

Fühlt sich so gewöhnungsbedürftig<br />

an, wie sie aussieht<br />

– für einen 2 700 Euro<br />

Fernseher erwarten<br />

wir hier mehr<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 063


Schlicht und billig wirkt<br />

die beigelegte Fernbedienung<br />

des Pioneer.<br />

Das bessere Modell<br />

liegt dem 436SXE bei,<br />

für 200 Euro Aufpreis<br />

haben wir hier mehr<br />

Bereits die Grundeinstellungen verhalten sich großartig<br />

und im Standardmodus sowie der Farbtemperatur „tief“,<br />

erstrahlen Filme bereits im farbechten Look. Im direkten<br />

Vergleich der beiden Flachbildfernseher von JVC und<br />

Pioneer fiel überraschend auf, dass der <strong>Plasma</strong> ebenso<br />

hell schien wie der <strong>LCD</strong>. Je näher der Abend rückte, desto<br />

offensichtlicher nahmen wir aber eine gewisse Grundhelligkeit<br />

in schwarzen Bereichen wahr. Sollte Pioneer<br />

tatsächlich beim Schwarzwert patzen, den Panasonic so<br />

erfolgreich auf das Röhrenniveau gesenkt hat? Wir wollten<br />

es genauer wissen und statteten unserem Testlabor<br />

einen Besuch ab.<br />

Schatten und Licht<br />

Unsere Vermutungen haben sich innerhalb kürzester Zeit<br />

bestätigt. Pioneer kann in seiner sechsten <strong>Plasma</strong>-Generation<br />

nicht mehr mit dem „Schwarzen Lord“ von Panasonic<br />

gleichziehen. Der Kontrast hat sich seit der letzten<br />

Generation kaum verbessert, doch treue Leser wissen,<br />

dass ein guter Schwarzwert nur eine Seite der Medaille<br />

darstellt. Mit seiner großen Leuchtkraft kann der Pioneer<br />

problemlos am Tage bestehen und ist der mit Sicherheit<br />

wohnzimmerfreundlichste <strong>Plasma</strong> aller Zeiten. Unsere<br />

Heimkinofans können zwar dem Schwarzwert von Panasonics<br />

Viera-<strong>Plasma</strong> mehr abgewinnen, aber so schillernd<br />

brillante Bilder auch bei Tageslicht offeriert einzig<br />

Pioneer. JVC kann mit der <strong>LCD</strong>-Technik hier nicht mithalten,<br />

muss dies aber auch gar nicht, denn die Technologie<br />

hat andere Stärken. So gibt es hier garantiert keinen<br />

der gefürchteten Einbrenneffekte, unter denen der Pioneer<br />

aufgrund seiner Leuchtstärke ein wenig zu leiden<br />

hat (siehe auch Seite 48). Für einen <strong>LCD</strong> hat JVC dessen<br />

Schwächen überraschend gut im Griff und so geht die<br />

Ausleuchtung durchaus in Ordnung, denn selbst bei der<br />

seitlichen Betrachtung halten sich die Qualitätseinbußen<br />

in Grenzen. Den wohl größten wirtschaftlichen Faktor<br />

sehen wir aber im Stromverbrauch. Der JVC verbraucht<br />

gerade einmal 133 Watt bei heruntergeregelter Hintergrundbeleuchtung<br />

(Helligkeit 1 im Menü). Der Pioneer-<br />

<strong>Plasma</strong> schwankt hingegen von kostensparenden 50 Watt<br />

bei purem Schwarz bis nahe der 300 Watt bei weißen Bildinhalten.<br />

Unser Mittelwert ergibt immerhin noch einen<br />

stolzen Verbrauch von 180 Watt.<br />

Beide Bildschirme überraschen den Käufer mit einer<br />

guten Farbdeckung. Selbst JVC konnte die hier launisch<br />

agierende <strong>LCD</strong>-Technik bändigen und zeigt eine gleichmäßige<br />

Farbtemperatur von schwarz nach weiß – die Voreinstellung<br />

„warm“ vorausgesetzt. Pioneer bietet durch<br />

getrennte Farbregler und der Anpassung aller Primärund<br />

Sekundärfarben eine nochmalige Steigerung. Kein<br />

anderer Fernseher am Markt lässt sich exakter justieren<br />

als der Pioneer-<strong>Plasma</strong>.<br />

Praxissemester<br />

Im Alltagsbetrieb machte der JVC sehr viel Freude, denn<br />

im Gegensatz zum etwas geizigen Pioneer bekommen Sie<br />

hier auch eine Bild-in-Bild-Funktion spendiert, die Ihnen<br />

auf Wunsch sogar zwölf Sender gleichzeitig anzeigt, dann<br />

aber nur in Standbildern. Dies ist aber der einzige echte<br />

Kritikpunkt, den Pioneer vernehmen muss. Vielleicht<br />

haben Sie schon bemerkt, wie hoch unsere Bildwertung<br />

beim Pioneer ausfällt und dies, obwohl doch Panasonic<br />

den 2½-fachen Kontrast aufbieten kann. Die glänzende<br />

Punktwertung verdankt der Pioneer-<strong>Plasma</strong> aber nicht<br />

irgendwelchen Messwerten, sondern der internen Elektronik.<br />

Wir konnten unseren Augen nicht trauen, wie<br />

hochwertig der Pioneer sämtliches Bildmaterial und<br />

alle Eingänge aufpoliert. Der integrierte Vollbildkonverter<br />

arbeitet vorbildlich, die Rauschminderung glänzend<br />

Ein ungewohntes Bild: Statt des externen Media-Receivers verbaut<br />

Pioneer nun sämtliche Technik im Inneren. Wer der alten<br />

Erscheinung nachtrauert, greift zum ebenfalls erhältlichen<br />

Modell 436XDE/FDE<br />

Nur eine HDMI-Schnittstelle ist eine zu wenig. Immerhin verbergen<br />

sich vorn praktische Fronteingänge<br />

064 www.hdplustv.de


und die intelligenten Schärfeaufbesserer wie<br />

ein Kunstwerk. Wir haben selbst mit einer<br />

schlechten Videoverbindung ein durchaus<br />

akzeptables Bild darstellen können und dies<br />

nicht mit einem DVD-Player, der mehrere<br />

tausend Euro kostet, sondern nur den Bruchteil<br />

des Pioneer <strong>Plasma</strong>s. Der JVC-<strong>LCD</strong> muss<br />

hier zwar hinter seinen Testkonkurrenten<br />

zurückstecken, aber läuft im direkten Vergleich<br />

zu den <strong>LCD</strong>-Mitbewerbern ebenfalls<br />

zur Höchstform auf. Über HDMI erleben<br />

Sie ein knackig scharfes Bild, das sowohl in<br />

der Farbtreue als auch im gesamten Bildeindruck<br />

nur wenige Wünsche offen lässt. Eine<br />

Umschaltung auf Scart oder YUV resultiert<br />

in einer geringen Einbuße an Schärfe und<br />

Farbtreue, ohne dass der Bildeindruck nachhaltig<br />

leidet. Einzig der Vollbildkonverter<br />

arbeitet in keiner vorgegebenen Einstellung<br />

so wie von uns erhofft und kann das Bildflimmern<br />

nur am HDMI-Eingang sichtbar<br />

mildern. Somit sollten Sie trotz aller hochwertigen<br />

Technik gleich den passenden<br />

HDMI-DVD-Player und <strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

erstehen, um von vornherein das beste Bild<br />

aus dem JVC herauszukitzeln. Dem Pioneer<br />

sind die Quellen dagegen gleichgültig. Fast<br />

ist man schon geneigt zu sagen, dass sich der<br />

<strong>Plasma</strong> nach schlechtem Bildmaterial sehnt,<br />

um seine dominante Bildverarbeitung zur<br />

Schau stellen zu können.<br />

Nachdem wir beide Fernseher im HDMI-<br />

Modus betrieben hatten, kam die nächste<br />

Überraschung. Trotz seiner geringeren Bildpunkteanzahl<br />

wirkte der Pioneer schärfer als<br />

der JVC. Dies hat der <strong>Plasma</strong> auch seinen automatischen<br />

Helferlein zu verdanken, die in<br />

der Mittelstellung keinerlei negative Auswirkungen<br />

auf das Bild haben, ganz im Gegenteil.<br />

Der subjektive Bildeindruck wird hier<br />

nochmals gesteigert und die Farben besitzen<br />

im Verbund mit der hohen Leuchtkraft eine<br />

ungemeine Anziehungskraft. JVC schlägt<br />

sich aber ebenfalls beachtlich. Die eingebauten<br />

automatischen Bildbooster versprechen<br />

einen Zugewinn an Details aus gutem Bildmaterial.<br />

Geht man einen Meter an den Pioneer-<strong>Plasma</strong><br />

heran, erblickt man doch noch eine für<br />

<strong>Plasma</strong>s typische Schwäche: Alle Bildpunkte<br />

sind keinesfalls ruhig, sondern grieseln.<br />

Dieses Phänomen ist technisch bedingt und<br />

nur Panasonic konnte diesen Schwachpunkt<br />

umgehen, jedoch ebenfalls nicht ohne Nachteile:<br />

Zwar wirken die Bildpunkte des Viera-<br />

<strong>Plasma</strong>s ruhiger aber durch die exakt gleichzeitige<br />

Zündung und Entladung flimmert<br />

das komplette Bild – dies bleibt Ihnen beim<br />

Pioneer wiederum erspart. Somit müssen Sie<br />

selbst entscheiden, welches Übel das kleinere<br />

darstellt.<br />

Für Freunde der Zukunftsscheibe Blu-ray<br />

bietet Pioneer aber noch ein besonders gelungenes<br />

Bonbon: Der PDP-436RXE ist eines<br />

der ersten Geräte überhaupt, welche das<br />

Bildformat 1 080p mit 24 Bildern pro Sekunde<br />

anstandslos entgegennehmen. Damit erleben<br />

Sie in Zukunft alle Filme, wie sie auch<br />

im Kino zu bestaunen sind.<br />

Sieger der Herzen<br />

Im Vergleich zum Panasonic wirkt der<br />

Pioneer zwar ein wenig eindimensionaler im<br />

stockdunklen Heimkino, aber dafür leuchtender<br />

im Wohnzimmer und fehlerfreier bei<br />

schlechterem Bildmaterial. Seine Schärfewiedergabe<br />

ist dem Panasonic sogar noch einen<br />

kleinen Schritt voraus, weshalb HD-Material<br />

auch mit den wenigen Bildpunkten knackig<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Pioneer<br />

Modell<br />

PDP-436RXE<br />

Preis in Euro 3099,–<br />

Info<br />

www.pioneer.de<br />

Typ<br />

<strong>Plasma</strong><br />

Maße (B/H/T) in cm 108 × 70 × 12<br />

Gewicht<br />

31 kg<br />

Farben<br />

schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 180 W/0 W<br />

Kontrast 860 : 1<br />

Auflösung 1024 × 768<br />

<strong>HDTV</strong>-fähig ja<br />

Pioneer PDP-436RXE<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 17 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

15 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

52 von 60<br />

Pioneer PDP-436RXE<br />

AUSGABE 5.2006<br />

Gesamt 84 von 100<br />

scharf erscheint. Somit gelingt es Pioneer mit<br />

Bravour, den Thron der Flachbildfernseher<br />

ein zweites Mal zu erobern und dies sogar<br />

mit deutlichem Abstand zur Konkurrenz.<br />

Am HDMI-Eingang hingegen zeigt auch<br />

der JVC-<strong>LCD</strong> ein durchgehend fehlerfreies,<br />

kinoähnliches Bild, welches auch in einem<br />

direkten Vergleich bestehen kann. Zudem<br />

sind dem <strong>LCD</strong> die <strong>Plasma</strong>-typischen Schwächen<br />

wie Einbrenneffekte oder der hohe<br />

Stromverbrauch fremd. JVC beweist damit,<br />

dass große Bilder in HD keine Frage des<br />

Portemonnaies darstellen.<br />

Wenn es überhaupt vorsichtige Kritik von<br />

unserer Seite am Pioneer gibt, dann ist es seine<br />

unzeitgemäße Anschlussbestückung und<br />

der mit 3 099 Euro etwas hohe Preis. Wer<br />

die neue <strong>Plasma</strong>-Serie aber erst einmal mit<br />

eigenen Augen bestaunen durfte und dem<br />

schwarzen Klavierlack sowie edler Ausstrahlung<br />

verfallen ist, wird auch über den einen<br />

oder anderen Nachteil mit leuchtenden Augen<br />

hinweg sehen oder einfach in die Zukunft<br />

blicken, denn Pioneers siebte <strong>Plasma</strong>generation<br />

steht bereits in den Startlöchern.<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

JVC<br />

Modell<br />

LT-40S70BU<br />

Preis in Euro 2700,–<br />

Info<br />

www.jvc.de<br />

Typ<br />

<strong>LCD</strong><br />

Maße (B/H/T) in cm 100 × 72 × 29<br />

Gewicht<br />

29,3 kg<br />

Farben<br />

schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 133 W/0 W<br />

Kontrast 450 : 1<br />

Auflösung 1366 × 768<br />

<strong>HDTV</strong>-fähig ja<br />

JVC LT-40S70BU<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 17 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

16 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

41 von 60<br />

JVC LT-40S70BU<br />

AUSGABE 5.2006<br />

Gesamt 74 von 100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 065


Zwischen Mozart<br />

und Katzenjammer<br />

Was taugt der größte <strong>Plasma</strong>, wenn der Klang eines Live-Konzertes nur aus den mickrigen<br />

Beipacklautsprechern erschallt. Mit den Dali Ikon- und Eclipse-Lautsprechern testen<br />

wir zwei 5.1-Systeme, die unterschiedlicher nicht sein können, denn am Ende war der<br />

Übergang vom akustischen Lustobjekt zum Trauerspiel fließend.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

066 www.hdplustv.de


Kennen Sie Dali? Diese Frage ist<br />

durchaus berechtigt, kommen die<br />

Boxenbauer doch aus dem beliebten<br />

Urlaubsland Dänemark. Zwischen Viborg<br />

und Aalborg, im Herzen Dänemarks gelegen,<br />

fertigt der Lautsprecherspezialist seit<br />

über 23 Jahren musikalische Möbelstücke<br />

für Freunde des guten Geschmacks. Dabei<br />

werden selbst die Gehäuse von der eigenen<br />

Schreinerei angefertigt und jeden Lautsprecher<br />

ziert ein Etikett mit der Unterschrift<br />

eines Mitarbeiters, welches die Prüfung der<br />

Box bestätigt. Diesen Vorworten fügt sich<br />

der erste Kontakt mit den Ikon nahtlos an.<br />

Unser Set besteht aus den Dali Ikon 6 für<br />

den Frontbereich, einen Dali Vokal 2 Center,<br />

zwei Ikon 5 für die hinteren Kanäle und<br />

einen Ikon Subwoofer. Zu jedem Lautsprecher<br />

finden Sie eine kleine Box, deren Inhalt<br />

fein säuberlich eingelegt ist. Neben einem<br />

Schrauben- samt Imbusschlüssel offenbaren<br />

sich dem neugierigen Auge Spikes. Die spitzen<br />

Unterleger entkoppeln die Lautsprecher<br />

vom Boden und vermeiden so Resonanzprobleme.<br />

Ohne die nützlichen Helferlein würde<br />

das Gehäuse passend zum Fußboden mitschwingen.<br />

Um etwaigen Beschädigungen<br />

am Fußboden vorzubeugen, liefert Dali kleine<br />

Unterlegscheiben gleich mit. Insgesamt<br />

können wir den Dali Ikon-Lautsprechern<br />

die Höchstnote in Ausstattung und Verarbeitung<br />

attestieren, denn selbst die kritischen<br />

Stellen der eingefügten Membranen oder<br />

der oftmals vernachlässigte Kabelanschluss<br />

sind hier edel verarbeitet und fehlerfrei integriert.<br />

Auch die Materialschlacht ist unüblich<br />

in dieser Preisklasse. Für gerade einmal<br />

3 500 Euro erwerben Sie zwei große und zwei<br />

mittlere Standlautsprecher, einen Center<br />

sowie den bassstarken Subwoofer, welcher<br />

die bereits mächtigen Hauptlautsprecher in<br />

Filmspektakeln wie „Krieg der Welten“ perfekt<br />

ergänzt. Apropos ergänzt: Die doppelte<br />

Hochtöner-Ausführung ist kein schmückendes<br />

Beiwerk sondern ebenfalls geteilte Arbeit.<br />

Der Bändchenhochtöner am oberen Ende<br />

spielt Frequenzen jenseits der 14 Kilohertz<br />

weitaus stabiler, als es die darunterliegende<br />

Gewebekalotte vermag.<br />

Bevor wir zum Konkurrenzset von Eclipse<br />

aufbrechen noch eine kleine Warnung. Die<br />

Dali Ikon sind zwar vorbildlich verpackt,<br />

aber das Klettband ist äußerst widerstandsfähig.<br />

Nun bereitet das Aufschneiden mit<br />

einem Cuttermesser zwar nur bedingt Probleme,<br />

die Lautsprecher liegen jedoch zu<br />

nah an der Paketseite, so dass Sie im Übermut<br />

bereits beim Auspacken den kompletten<br />

Lautsprecher ruinieren können. Zumindest<br />

ein Hinweis auf der Paketoberseite wäre hier<br />

dringend vonnöten.<br />

Links: Das Dali-Ikon-Set honoriert seine Kaufsumme mit hohem<br />

Materialeinsatz. Rechts: Die Eclipse-TD-Lautsprecher faszinieren mit<br />

ihrem ungewöhnlichem Design<br />

Ohne Zeit und Raum<br />

Am anderen Ende der Welt, im fernen Japan,<br />

wird Klang zur Wissenschaft. Anstatt<br />

einen gewöhnlichen Holzkasten mit möglichst<br />

vielen Membranen und passenden<br />

Frequenzweichen zu bauen, ging man bei<br />

Fujitsu Ten den konsequentesten aller Wege.<br />

Mit der Eclipse betitelten Lautsprecherreihe<br />

verzichten die Japaner auf sämtlichen Ballast,<br />

der anderen Konstruktionen seit der<br />

Erfindung des Lautsprechers anhaftet. Das<br />

Gehäuse wirkt auf den ersten Blick wie eine<br />

ausufernde Designstudie doch offenbart bei<br />

genauem Hinsehen eine optimal gefertigte<br />

Kapsel, in der stehende Wellen keine Chance<br />

zur Entfaltung besitzen. Vorn schwingt nur<br />

eine einzige Membran, die den kompletten<br />

Frequenzgang von 40 Hertz bis 17 Kilohertz<br />

überträgt. Das Stichwort lautet „Time Domain“.<br />

Damit ist die zeitrichtige Wiedergabe<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 067


Das Innenleben ist<br />

durch den neuartigen<br />

Aufbau sehr<br />

schlicht. Der dünne<br />

Draht samt liebloser<br />

Kontakte widerspricht<br />

jedoch der<br />

stolzen Kaufsumme<br />

Eine modische Erscheinung, die leider nicht nach<br />

Zukunft klingt – die Eclipse TD512 erschallen gewöhnungsbedürftig<br />

Imbusschlüssel, Schraubenschlüssel und Spikes: Das<br />

Zubehör der Lautsprecher gestaltet sich ebenso edel<br />

wie Dalis Verarbeitungskunst<br />

aller Töne verbunden. Eine einzelne Membran<br />

als Zentrum des Klangs sendet sämtliche<br />

Töne zur gleichen Zeit aus, womit sie<br />

gleichzeitig beim Ohr des Hörers eintreffen.<br />

Bisherige Konstruktionen verwenden mehrere<br />

Membranen, die per Frequenzweiche<br />

angepasst werden. Neben der räumlichen<br />

Trennung entsteht so eine leichte Verzögerung<br />

sowie unterschiedliche Abkling- und<br />

Nachschwingraten einer jeden Membran.<br />

In Anbetracht der extrem kostspieligen Kaufsumme<br />

von über 5 500 Euro ist die gebotene<br />

Qualität anfangs überzeugend. Die größeren<br />

Eclipse TD512 (1 250 Euro) wiegen sagenhafte<br />

14 Kilogramm und sind damit drei<br />

Kilogramm schwerer, als die 81 Zentimeter<br />

hohen Dali Ikon 5. Der sauber gefertigte<br />

Standfuß sowie das edle Gehäuse vermitteln<br />

High-End-Feeling pur. Bereits bei der Membran<br />

bröckelt jedoch der Glanz. Das beigelegte<br />

Metallgitter ist wenig stabil und fällt<br />

ohne Zutun aus der Fassung. Die Klebestellen<br />

an der Membran selbst zeugen zwar von<br />

Handarbeit, aber nur bedingt von Liebe zum<br />

Detail. Ein Blick ins Innere der Lautsprecher<br />

ließ uns entsetzt die Stirn runzeln. Zwar ist<br />

der Korpus extrem stabil, aber ein Kabel in<br />

der Haptik eines Klingeldrahtes überbrückt<br />

den Stromanschluss. Auch der einzige Breitbandtöner<br />

sieht von innen alles andere als<br />

hochwertig aus.<br />

Rhythmus im Blut<br />

Im freundlich beschwingten Album „About<br />

a Boy“ sind die Dali Ikon in ihrem Element.<br />

Die melancholische Stimmlage von Badly<br />

Drawn Boy ist zwar, wie die akustischen<br />

Gitarreneinlagen, etwas geschönt, aber die<br />

Spielfreude zieht magisch an. Die Eclipse<br />

TD512 klingen dagegen völlig anders. Gitarren<br />

stehen wie angemeißelt im Raum und<br />

der Eindruck, das Instrument spiele tatsächlich<br />

vor dem Auge des Hörers ist frappierend.<br />

Sobald jedoch das Glockenspiel im Hintergrund<br />

sowie die Stimme des Sängers einsetzt,<br />

ist die Illusion regelrecht zerschmettert. Das<br />

eben noch hineinziehende Klangbild ist<br />

muffig, verschleiert und keinesfalls realistisch.<br />

Zudem benötigen die Eclipse ordentlich<br />

Verstärkerleistung und komprimieren<br />

sehr rasch. Die fehlende Dynamik wurde bei<br />

der Live-Aufzeichnung der Blue Man Group<br />

offensichtlich. Die Dali Ikon tönt jederzeit<br />

befreiter, offener und farbechter. Die Töne<br />

dringen mühelos selbst zu den hintersten<br />

Sitzreihen vor. Je länger und lauter die blauen<br />

Köpfe auf ihre Rohre und Becken schlugen,<br />

desto ermüdender reagierte jedoch unser<br />

Trommelfell. Die Dali klingen keineswegs<br />

neutral, sowohl im Tiefbass als auch bei den<br />

Höhen halfen die Dänen dem preisgünstigen<br />

Set etwas zu optimistisch auf die Sprünge. So<br />

quittierte die extrem ehrliche Aufnahme der<br />

DVD des Öfteren mit einem zu grellen Abbild<br />

des Geschehens. Ein Umschwenken auf<br />

die Eclipse rief keine Begeisterungsstürme<br />

hervor. Bereits aus den technischen Angaben<br />

des Herstellers ist der größte Makel der<br />

Klangexperimente ersichtlich: Die Hochtonwiedergabe<br />

flacht bereits ab 5 Kilohertz<br />

merklich ab. Auf dem Datenblatt gibt Fujitsu<br />

Ten Minus zehn Dezibel bei 17 Kilohertz an,<br />

was nichts anderes bedeutet, als dass die Höhen<br />

in diesem Bereich nur noch halb so laut<br />

erschallen, wie vorgesehen. Fast jeder 200-<br />

Euro-Lautsprecher bietet hier deutlich mehr.<br />

Zudem wirken die Eclipse schrecklich ausgebremst,<br />

was den euphorischen Charakter der<br />

Live-Show im Keim erstickt.<br />

Eine neue Welt<br />

In unserem Filmparcours wusste das Eclipse-<br />

Set anfangs besser zu gefallen, kein Wunder,<br />

schließlich haben wir mit „The New World“<br />

einen überaus sanftmütigen Spielfilm gewählt.<br />

Die Stimmwiedergabe der Eclipse ist<br />

zwar weiterhin etwas flach aber zumindest<br />

nicht gravierend verfälscht. Sobald die ersten<br />

Pfeile durch den Heimkinoraum huschen<br />

und die Konzentration der Hintergrundmusik<br />

gilt, fällt man aber bereits wieder aus<br />

allen Wolken. Die Eclipse können mit ihrer<br />

einzigen Membran zu fast keinem Zeitpunkt<br />

die Stimmung des Films einfangen, sondern<br />

kämpfen in jeder Sekunde mit ihren eigenen<br />

technischen Besonderheiten.<br />

Die Dali Ikon sind da bereits Erholung für die<br />

Ohren. Die markante Wiedergabe kommt in<br />

Filmen sogar etwas besser zur Geltung, weil<br />

hier einzelne Effekte nur kurz andauern und<br />

nicht wie im Musikbereich viele ähnliche<br />

Frequenzbereiche gleichzeitig erschallen. So<br />

störte es überhaupt nicht, dass die Ikon der<br />

Hintergrundmusik mehr Leben einhauchten<br />

und die Kanonenschüsse etwas plakativ den<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

068 www.hdplustv.de


Hörraum erschütterten. Wir müssen dem Set<br />

aber gutschreiben, dass die Lautsprecher niemals<br />

aggressiv klingen. Anstatt wie viele Mitbewerber<br />

auf einen Aluminiumhochtöner zu<br />

setzen, nehmen die Ikon-Membran und das<br />

Bändchen jegliche Schärfe aus dem Klang.<br />

Vielleicht wollte der Hersteller deshalb den<br />

oberen Bereich etwas nach vorn drängen,<br />

was nach unserer Meinung aber keinesfalls<br />

nötig gewesen wäre.<br />

Tot und lebhaft<br />

Noch nie fielen in einem Vergleichstest die<br />

Unterschiede so gravierend aus. Die Eclipse<br />

Lautsprecher sind ein Experiment. Soweit<br />

die zugespielten Frequenzen sich der Membran<br />

des Lautsprechers anpassen, wie bei<br />

Akustikgitarren-Musik, ist dieser Lautsprecherversuch<br />

geglückt. Sobald andere Töne<br />

das Klangbild erweitern, bremsen die Lautsprecher<br />

das Geschehen aber aus und widersprechen<br />

so ihrer eigenen Bestimmung. In<br />

dieser Form sind die Eclipse weder im Preis<br />

noch in der Darbietung konkurrenzfähig.<br />

Ein bekanntes Hifi-Magazin schrieb einmal:<br />

„Auf eine Einstufung verzichten wir indes,<br />

da das Konzept der Time-Domain-Wandler<br />

mit seiner kompromisslosen Konsequenz im<br />

reinsten Wortsinn unvergleichlich ist.“ Wir<br />

geben eine Bewertung: Befriedigend. Nicht<br />

umsonst haben sich im Lautsprechermarkt<br />

gängige Prinzipien durchgesetzt, gegen die<br />

Fujitsu Ten in naiver Art und Weise verstößt:<br />

ein dürftiger Wirkungsgrad, kaum Dynamik<br />

und ein Frequenzgang vom Niveau eines<br />

fehlkonstruierten Lautsprechers. Die britische<br />

Schmiede KEF zeigt vorbildlich, wie<br />

eine zeitrichtige Wiedergabe und fantastische<br />

Darbietung im Einklang stehen kann.<br />

Dali bereitet seinen Hörern mit der Ikon Serie<br />

hingegen ein Geschenk. Für diesen Preis<br />

ist der betriebene Aufwand beispielhaft und<br />

die Detailliebe geht weit über das übliche Niveau<br />

hinaus. Kritische und verwöhnte Ohren<br />

werden zwar mit der lebhaften Abstimmung<br />

ein wenig hadern, aber dafür können die<br />

Ikon auch muffige Räume mit Leben erfüllen.<br />

Zudem dringt der Hochtonbereich auch<br />

in die letzte Sitzreihe vor, was Musikhören<br />

auf allen Plätzen ermöglicht. „Zwischen Mozart<br />

und Katzenjammer“, entscheiden Sie<br />

selbst, welches Lautsprecherset sich hinter<br />

der jeweiligen Metapher verbirgt.<br />

Die Klemmanschlüsse, sowie Metallbrücken sind<br />

sehr massiv gefertigt. Die Verarbeitung der Dali Ikon<br />

beeindruckt<br />

Hoch hinaus wollen die Dali<br />

Ikon Lautsprecher bereits<br />

mit ihrer schieren Größe –<br />

der gute Klang passt sich dem<br />

Erscheinungsbild nahtlos an<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Dali<br />

Modell<br />

Ikon<br />

Preis in Euro 3500,–<br />

Info<br />

www.dali.dk<br />

Typ<br />

Drei-Wege-Lautsprecher<br />

Maße (B/H /T) in c m 190 × 1000 × 33<br />

Gewicht<br />

18 kg<br />

Farben<br />

Eiche hell, Wallnuß hell<br />

magnetisch<br />

abgeschirmt<br />

ja<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Fujitsu Ten<br />

Modell<br />

Eclipse Time Domain<br />

Preis in Euro 5700,–<br />

Info<br />

www.time-domain-audio.de<br />

Typ<br />

Breitbandlautsprecher<br />

Maße (B/H/T) in cm 286 × 372 × 364<br />

Gewicht<br />

14,2 kg<br />

Farben<br />

schwarz<br />

magnetisch<br />

abgeschirmt<br />

ja<br />

Dali Ikon<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 20 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

9 von 10<br />

Wiedergabequalität<br />

53 von 70<br />

Gesamt 82 von 100<br />

Eclips Time Domain<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 18 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

9 von 10<br />

Wiedergabequalität<br />

36 von 70<br />

Gesamt 63 von 100<br />

Dali Ikon<br />

Fujitsu Ten Eclipse TD<br />

AUSGABE 5.2006<br />

AUSGABE 5.2006<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 069


Große Versprechen<br />

Denons DVD-Player DVD-A1XV weckt Erwartungen. Der letzte große DVD-Spieler der<br />

japanischen Traditionsfirma ist mit allem bestückt, was edel und kostspielig ist. Doch für<br />

3 500 Euro erwarten wir mehr, als eine panzerdicke Hülle samt edlem Kern, der interne<br />

Wunder-Chip verspricht HD-Qualität bei DVDs – kann Denon dieses wagemutige Ziel erreichen?<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

070 www.hdplustv.de


Bilder: Auerbach Verlag, Denon<br />

Es gibt DVD-Player, die sind so schmal,<br />

dass sie in die kleinste Spalte des Bücherregals<br />

passen. Es gibt DVD-Player,<br />

welche Sie hochkant aufstellen können und<br />

nicht zu vergessen die großen DVD-Player,<br />

mit stattlichem Gewicht und Ausmaßen eines<br />

Videorecorders. Doch dann gibt es noch<br />

den Denon DVD-A1XV: Ein Ungetüm, ein<br />

Riese, eine bislang nicht gekannte Dimension<br />

des Heimkinos. Höher, tiefer und mit seinen<br />

19 Kilogramm fast doppelt so schwer wie die<br />

großen Konkurrenten von Marantz, Onkyo<br />

und Pioneer, schreit es der A1XV scheinbar<br />

heraus: Hier herrsche nur ich und kein anderer.<br />

Ganz gleich, ob die massiven Standfüße,<br />

die Bedienknöpfe oder die Laufwerkslade –<br />

Denons Riese spielt in seiner eigenen Liga,<br />

in der ihm nur noch Onkyo folgen kann,<br />

doch deren DVD-Player DV-SP1000E kostet<br />

nochmals 1 000 Euro Aufpreis.<br />

Zurück auf dem Boden der Tatsachen ist es<br />

wieder einmal die Fernbedienung, die nicht<br />

ganz mit der sonstigen Klasse mithalten kann.<br />

Denon spendierte seinem Eingabehelfer zwar<br />

eine Hintergrundbeleuchtung, weshalb auch<br />

im dunklen Heimkino die dem Durchblick<br />

helfenden Lichter niemals ausgehen, aber für<br />

3 500 Euro hätten wir uns Metall statt Plastik<br />

gewünscht. Immerhin gibt es praktische<br />

Direktwahltasten für jedes Bildformat.<br />

Entdecke die Möglichkeiten<br />

Auf unseren Fotos können Sie bereits erkennen,<br />

dass die Frontseite des Denons mit allerlei<br />

Logos geschmückt ist. Besonderes Augenmerk<br />

verdient dabei der Aufdruck HQV. In<br />

unserem Spezial der HD+TV-Ausgabe 2.2006<br />

haben wir Sie bereits ausführlich über die<br />

geheimnisvolle Technologie informiert. Falls<br />

Sie den Hintergrundbericht verpasst haben,<br />

folgt hier noch einmal ein kleiner Überblick.<br />

Der Bildprozessor im Denon ist ursprünglich<br />

für Fernsehstudios entwickelt worden,<br />

um normale TV-Signale in <strong>HDTV</strong> umzurechnen.<br />

Durch eine bislang nicht erreichte<br />

Rechenleistung kann der Chip in Echtzeit<br />

die Daten einer DVD so stark aufpolieren,<br />

dass die Bilder den Anschein einer hochauflösenden<br />

Bildquelle besitzen – so zumindest<br />

die Theorie. Dabei nutzt der HQV-Videoprozessor<br />

zwei Vorteile: Zum einen erkennt<br />

er automatisch alle Arten von Videosignalen<br />

und fügt die ankommenden Halbbilder gekonnt<br />

zusammen, zum anderen rechnet er<br />

Mein Name ist Denon DVD-A1XV und ich bin der größte DVD-Player der Welt! Solch eine beeindruckende Gestalt<br />

sieht man selten – der Neid aller Besucher ist Ihnen sicher. Leider wurde unser Testgerät im Betrieb sehr warm<br />

die wenigen Bildpunkte einer DVD effizient<br />

auf bis zu zwei Millionen Bildpunkte um.<br />

Ein intelligenter Schärfeexpander erhöht zudem<br />

nachträglich die Sichtbarkeit von feinen<br />

Details, um einen ähnlichen Schärfeeindruck<br />

wie bei einer HD-Übertragung zu erzeugen.<br />

Ein Blick auf die Rückseite zeigt bereits die<br />

nächsten Stärken von Denons Flaggschiff.<br />

Mit einem HDMI- und DVI-Ausgang können<br />

Sie nicht nur wahlweise ein entsprechendes<br />

Gerät anschließen, sondern gleich zwei<br />

„HD ready“-Fernseher oder Projektoren betreiben,<br />

denn der Denon gibt auf beiden Anschlüssen<br />

ein Signal aus. Per I-Link oder Denon-Link<br />

dürfen Sie sowohl DVD-Audios als<br />

auch SACDs digital übertragen – per HDMI<br />

immerhin DVD-Audio-Daten. Wer an seinem<br />

AV-Receiver keinen dieser Anschlüsse<br />

besitzt, muss sich dennoch nicht grämen,<br />

denn per analogem 5-Kanal-Ausgang und<br />

hochwertigen Wandlern beherrscht der<br />

A1XV die hochauflösenden Musikscheiben<br />

aus dem Effeff. Liebhaber der guten alten<br />

CD sollten jedoch den Zweikanalausgang<br />

wählen, denn Denon spendierte diesem Anschluss<br />

seine eigene Signalverarbeitung.<br />

Majestätsbeleidigung<br />

Darf man einen 3 500-Euro-Player überhaupt<br />

mit zerkratzten DVDs füttern? Onkyo<br />

und Pioneer stellen sich hier vorbildlich vor<br />

Ihre Kundschaft, denn deren Player verkraften<br />

auch grobe Schnitzer auf der anfälligen<br />

Oberfläche. Denon verschließt sich hingegen<br />

einer guten Fehlerkorrektur und so müssen<br />

Sie stets darauf bedacht sein, Ihre DVDs<br />

pfleglich zu behandeln und bei Videotheken<br />

Vorsicht walten zu lassen. Dieser Makel ist<br />

besonders ärgerlich, denn das Laufwerk leistet<br />

sich ansonsten keinerlei Aussetzer. Sowohl<br />

die Geschwindigkeit als auch der unsichtbare<br />

Layerwechsel passt sich dem hochwertigen<br />

Äußeren an – wird eine Filmvorstellung<br />

aber aufgrund eines Kratzers unterbrochen,<br />

schwindet die gute Stimmung dahin.<br />

Viel diskutiert wurde bereits über ein auffällig<br />

lautes Klicken im Inneren des Players. Durch<br />

völlig getrennte Signalwege und hochwertige<br />

mechanische Schaltungen erzeugen Relais<br />

das aus dem Profibereich so beliebte Klickgeräusch.<br />

Für den Einsteiger sind solche Laute<br />

womöglich ungewohnt, aber Denon richtet<br />

sich mit dem A1XV dem Profisektor zu und<br />

dort gehören Relaisschaltungen zum guten<br />

Ton – im wahrsten Sinne des Wortes.<br />

Wie schon beim Denon DVD-3910 konnten<br />

uns die mannigfaltigen Einstellungsmöglichkeiten<br />

des Gerätes begeistern, die dieses<br />

Mal auch komplett am digitalen Bildausgang<br />

tätig sind. Während Sie im Bildbereich vom<br />

Kontrast über die Schärfe bis zur Helligkeitsverteilung<br />

per Gammakurve den A1VX perfekt<br />

an Ihr Display anpassen können, steht<br />

die Tonabteilung ebenfalls in nichts nach.<br />

Die Abstände der Lautsprecher, deren Pegel<br />

und Größe können Sie ebenso angleichen<br />

wie die passende Übergangsfrequenz zum<br />

Subwoofer.<br />

Film ab<br />

In unserem ersten Parcours musste sich der<br />

Denon in allerlei Testsequenzen behaupten<br />

und schlug sich dort außerordentlich wacker.<br />

Die automatische Vollbilderkennung<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 071


arbeitet so gut wie in keinem Player zuvor.<br />

Selbst in kritischen Szenen weiß der Konverter<br />

jederzeit den richtigen Algorithmus anzuwenden<br />

– flimmernde Bildkanten suchen<br />

Sie hier vergebens. Zudem besitzt der Denon<br />

eine Rauschfilterung, die selbst gröbste Unreinheiten<br />

und Artefakte sinnvoll ausmerzt.<br />

Somit haben Sie nicht mehr das Gefühl, eine<br />

digitale Kopie abzuspielen, sondern glauben<br />

vielmehr eine analoge Filmrolle zu sehen.<br />

Mit der verbauten Schärfeaufbesserung sind<br />

wir hingegen nicht ganz glücklich geworden.<br />

Wie bei fast allen Reglern produziert diese<br />

Doppelkonturen, so dass bei erhöhtem Einsatz<br />

die Bildqualität sichtbar leidet – von einer<br />

HD-ähnlichen Qualität kann hier keine Rede<br />

sein. Zurück in den Gefilden Hollywoods genossen<br />

wir die akkurate Farbdarstellung in<br />

Peter Jacksons Kindheitstraum King Kong.<br />

Wenn sich die bewusst pastellfarbene Skyline<br />

vor dem im Morgenlicht schimmernden Empire<br />

State Building wie ein Gemälde ausbreitet<br />

und die holde Blondine mit ihrem haarigen<br />

Beschützer den letzten Augenkontakt<br />

sucht, schürt der Denon Emotionen, anstatt<br />

die Fragen nach der Bildqualität der DVD in<br />

den Vordergrund zu rücken. Ganz gleich welche<br />

Scheibe Sie auch einlegen, der A1XV hält<br />

einen Standard, den viele Konkurrenten vergeblich<br />

suchen. Regelrecht deklassieren kann<br />

der Denon seine Mitbewerber bei Videomaterial.<br />

Hier zeigt der HQV-Prozessor seine<br />

ganze Klasse, was aber kein Wunder ist, denn<br />

schließlich wurde er für die Verbesserung von<br />

Fernsehbildern konzipiert. Leider ist es mit<br />

dem Denon nicht möglich, das Fernsehsignal<br />

durchzuschleifen, weshalb der größte Vorteil<br />

wesentlich geringer wiegt. Einzig bei Bonusmaterial<br />

oder selbst aufgenommenen Filmen<br />

werden Sie die wahren Qualitäten des Bildprozessors<br />

schätzen lernen.<br />

Jederzeit passend gestalten sich auch die<br />

klanglichen Fähigkeiten. Sowohl die hochauflösenden<br />

Datenträger DVD-Audio und<br />

SACD als auch die CD werden mit regelrechter<br />

Wonne dargeboten. Dabei verzettelt sich<br />

der A1XV nicht im oberflächlichen Schönspielen,<br />

sondern versucht die Quelle gemäß<br />

der originalen Aufnahme aufzubereiten.<br />

Das AL24-Processing schafft es sogar, selbst<br />

weniger brauchbarem Material eine neue<br />

Frische zu verleihen, was auch Kritiker von<br />

elektronischer Nachbearbeitung überzeugen<br />

wird. Somit rangiert der Denon musikalisch<br />

ganz weit oben und findet seinen Meister<br />

erst im Onkyo DV-SP1000E. Dieser schlägt<br />

im Bassbereich nochmals trockener zu und<br />

gibt Stimmen und Instrumente einen Tick<br />

körperhafter wieder. Dies sind aber bestenfalls<br />

Nuancen, so dass man bereits mit dem<br />

Denon nichts mehr vermissen wird.<br />

Hohe Ziele<br />

Für einen nicht unwesentlichen Betrag von<br />

3 500 Euro erwerben Sie den besten DVD-<br />

Player aller Zeiten. Diesen Titel trägt der Denon<br />

jedoch nicht, weil er perfekt ist, sondern<br />

weil er mehr leistet als alle anderen Player zuvor.<br />

Sein Bild ist besser, sein Klang nahe am<br />

Optimum und seine Haptik stellt das Non-<br />

Plus-Ultra der maschinellen Herstellung dar.<br />

Doch sind die 3 500 Euro beileibe kein Geschenk,<br />

denn die größten Konkurrenten in<br />

Form der HD-DVD- und Blu-ray-Player stehen<br />

bereits Schlange. Mit dem Denon holen<br />

Sie das letzte Quäntchen Präzision aus Ihren<br />

DVDs aber eben kein HD-Material. Zwar ist<br />

die Gesamtleistung, bestehend aus Schärfedarstellung<br />

und Farbtreue, das bislang maximal<br />

Mögliche, jedoch ist die Quelle, nämlich<br />

die DVD, viel zu schlecht, um hier noch von<br />

weltbewegenden Unterschieden im Verlgeich<br />

zur Konkurrenz zu sprechen. Viele DVDs<br />

werden mittels Rauschreduzierung und<br />

Weichzeichnern bereits in der Produktion<br />

völlig verfälscht, was eine originalgetreue Reproduktion<br />

auch mit der besten Technik gekonnt<br />

vereitelt. Vergleicht man die Bilder des<br />

Denon mit dem Premiere HD-Kanal oder gar<br />

einem Toshiba HD-DVD-Player, so erkennen<br />

selbst Laien, dass es noch einen großen Unterschied<br />

zwischen den aufpolierten Bildern<br />

des Denon und tatsächlichem <strong>HDTV</strong>-Material<br />

gibt. Wer den Denon somit als Alternative<br />

zu den kommenden hochauflösenden<br />

Bildern ansieht, wird enttäuscht werden. Erkennt<br />

man den A1XV aber als das an, was er<br />

im Grunde auch ist, nämlich ein DVD-Player,<br />

so liefert Denon wieder einmal ein Spitzenprodukt<br />

ab. Kann Denon somit wieder für<br />

positive Schlagzeilen sorgen? Ja, denn wenn<br />

überhaupt, so scheitert der DVD-A1XV einzig<br />

an den selbst auferlegten Ansprüchen.<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Denon<br />

Modell<br />

DVD-A1XV<br />

Preis in Euro 3499,–<br />

Info<br />

www.denon.de<br />

Typ<br />

DVD-Player<br />

Maße (B/H/T) in cm 434 × 170 × 432<br />

Gewicht<br />

19 kg<br />

Farben<br />

premium silber<br />

Betrieb/Stand-by 60 W/0,7 W<br />

Formate<br />

CD/MP3/WMA, DVD-Video/<br />

Audio, SACD/HDCD, JPEG<br />

Sonstiges<br />

Denon Link, I-Link, HDMI, DVI<br />

Denon DVD-A1XV<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 20 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

18 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

56 von 60<br />

Gesamt 94 von 100<br />

Denon DVD-A1XV<br />

So soll es sein: Der Denon gibt gleich zwei digitale Bildsignale am HDMI- und DVI-Ausgang aus. Per I-Link und<br />

Denon-Link übertragen Sie alle Tonformate digital. Sämtliche Anschlüsse sind massiv gefertigt und bieten ausreichend<br />

Abstand<br />

AUSGABE 5.2006<br />

072 www.hdplustv.de<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft


ALTERNATIVEN<br />

www.hdplustv.de<br />

Denon DVD-3930 1 499,–<br />

Unsere neue Referenz, der Denon DVD-A1XV bekommt<br />

mächtige Konkurrenz aus eigenem Hause. Der Denon 3930<br />

besitzt ebenfalls die HQV-Technologie für flimmerfreie,<br />

rauscharme Bilder. Mit der 1 080p-Ausgabe hat er seinem<br />

großen Bruder gar eine wichtige Funktion voraus. Das<br />

schönste ist jedoch sein Preis. Mit knapp 1 500 Euro fällt<br />

der neue rund 2 000 Euro günstiger aus, als der auf den<br />

letzten Seiten getestete Edelplayer – ob Denon auch die<br />

Fehlerkorrektur verbessert?<br />

www.denon.jp<br />

Der neue DVD-3930 (kleines Bild) sieht seinem<br />

Vorgänger DVD-3910 zum Verwechseln ähnlich –<br />

seine inneren Werte sind aber runderneuert.<br />

Der Verkaufsstart ist Ende September<br />

Die<br />

Website<br />

für das<br />

bessere<br />

Fernsehen<br />

Panasonics DVD-S97 399,–<br />

In unserem Schwestermagazin DIGITAL TESTED thront er<br />

seit 16 Monaten unangefochten auf dem ersten Platz:<br />

Panasonics DVD-S97 ist ein zeitloser Dauerbrenner. Die<br />

Bildverarbeitung übernehmen die Spezialisten von Faroudja,<br />

Panasonic steuert zudem noch Rauschminderer und<br />

Klangaufbesserer dazu. Falls Sie diesen Player noch erstehen<br />

können, greifen Sie zu – über die Verarbeitung kann<br />

man sicherlich streiten, über das Bild und den günstigen<br />

Anschaffungspreis von 399 Euro wahrlich nicht.<br />

www.panasonic.de<br />

Kaufberatung | HD+TV | 1.2005 073<br />

www.hdplustv.de<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 073


<strong>HDTV</strong> im Kabel<br />

Lange hat es gedauert, doch nun ist es endlich soweit. Mit dem PR-HD1000C von Humax ist<br />

der erste <strong>HDTV</strong>-taugliche Kabelreceiver frei auf dem Markt erhältlich. Was das Gerät zu leisten<br />

vermag, haben wir für Sie im folgenden Test geprüft.<br />

VON RICARDO PETZOLD<br />

Sehnsüchtig warteten die Kabelkunden<br />

auf die erste <strong>HDTV</strong>-Box für den Empfang<br />

der in MPEG-4 codierten Programme.<br />

Humax kann dem als erster Hersteller<br />

ein Ende machen und diese Kunden<br />

beglücken. Dabei greift man nicht zu einer<br />

Neuentwicklung, sondern setzt auf das Gewohnte.<br />

Äußerlich unterscheidet sich die<br />

Box nämlich fast gar nicht von ihrem Bruder,<br />

dem PR-HD1000 für den Satellitenempfang.<br />

Nur das große C an der Front, welches für<br />

Kabel steht, sowie die anderen Tuneranschlüsse<br />

lassen darauf schließen, dass es sich<br />

um einen Kabelreceiver handelt. Somit sind<br />

auch die gewohnten Anschlüsse HDMI, YUV,<br />

zweimal Scart sowie Cinch an der Rückseite<br />

vorhanden. Der optische Tonausgang bringt<br />

zusätzlich den perfekten Hörgenuss. An der<br />

Front ist das LC-Display, das den Kanalnamen<br />

und die Uhrzeit anzeigt, der absolute<br />

Hingucker. Bisher gab es das nur bei der d-<br />

box-Serie sowie dem Humax PDR-9700C<br />

im Kabelbereich. Hinter der Frontklappe<br />

sind zwei CI-Schnittstellen und ein Kartenschacht<br />

versteckt. Somit ist der fast perfekte<br />

Pay-TV-Empfang möglich. Neben der Fernbedienung<br />

sind im Lieferumfang auch noch<br />

ein Scartkabel sowie ein HDMI-Kabel vorhanden.<br />

<strong>HDTV</strong>-Neulinge werden zumindest<br />

letzteres zu schätzen wissen, da HDMI-Kabel<br />

in den meisten Haushalten bisher noch keinen<br />

Einzug gehalten haben.<br />

Inbetriebnahme<br />

Die Installation des Receivers verläuft in<br />

mehreren Schritten. Nachdem alle Kabel zwischen<br />

Receiver, Fernseher und Antennendose<br />

verbunden sind, schalten wir den Silberling<br />

an. Sofort startet er in einem Menü, indem<br />

wir aufgefordert werden, die wichtigsten<br />

Einstellungen zur Sprache und dem Ort zu<br />

treffen. Danach führt der <strong>HDTV</strong>-Empfänger<br />

die Suche nach einem Update durch. Beim<br />

Test ist allerdings bereits die aktuelle Software<br />

installiert, so dass die HD-Box sofort zum<br />

nächsten Schritt, der Kanalsuche, übergeht.<br />

Hierbei zeigen sich die Stärken des Empfängers.<br />

In unserem Testkabelnetz, welches<br />

speziell präpariert ist, um es den Empfängern<br />

nicht zu einfach zu machen, findet der<br />

Humax auf Anhieb alle Sender. Diese werden<br />

vollautomatisch sortiert. Die Erstinstallation<br />

ist abgeschlossen.<br />

Im ersten Testteil betreiben wir den Receiver<br />

an einem Metz Talio 26. Dabei geht es uns um<br />

die Bedienung sowie die Benutzerfreundlichkeit<br />

der Set-Top-Box. Schnell stellen wir fest,<br />

dass die Box die gleiche Sendersortierung<br />

wie sein Satellitenbruder hat. Premiere HD<br />

Film wird brav auf Platz 100 abgelegt, gefolgt<br />

vom Sportkanal in HD sowie den restlichen<br />

Premieresendern. Im Kabel Deutschland-<br />

Netz muss derzeit leider noch auf Discovery<br />

HD verzichtet werden.<br />

Wenn Sie bereits über eine freigeschaltene<br />

Kabel-Smartcard für den <strong>HDTV</strong>-Empfang<br />

verfügen, sollten Sie diese jetzt in den Receiver<br />

stecken. Dabei ist darauf zu achten, dass<br />

der Chip wie bei allen Humax-Geräten nach<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

074 www.hdplustv.de


oben zeigen muss. Im Test erhalten wir sofort<br />

ein Bild auf unserem 26-Zoll-LC-Display. Ist<br />

dies bei Ihnen nicht der Fall, ist entweder<br />

Ihre Karte nicht freigeschaltet oder es gibt<br />

Probleme mit dem Kopierschutz HDCP zwischen<br />

Fernseher und Receiver.<br />

Neben den Premiere-Programmen decodiert<br />

der Empfänger im internen Kartenschacht<br />

auch die Kanäle von Kabel Deutschland zuverlässig.<br />

Dabei können Sie zusätzlich auf<br />

den elektronischen Programmführer der<br />

Sender zurückgreifen. Der PR-HD1000C<br />

überlässt Ihnen dabei die Auswahl der Ansicht.<br />

Sie können entscheiden, ob Sie lieber<br />

die Einzelkanalvorschau oder doch lieber die<br />

Mehrkanalansicht mögen. Sollten Sie einen<br />

DVD- oder Videorecorder an den <strong>HDTV</strong>-<br />

Receiver angeschlossen haben, besteht bei<br />

dem Humax die Möglichkeit, Timer aus dem<br />

Programmführer herauszusetzen.<br />

Neben dem internen Kartenschacht sind die<br />

zwei CI-Schnittstellen des Gerätes für den<br />

Pay-TV-Empfang gedacht. Speziell Nutzer<br />

von Privatkabelnetzen wird dies freuen, da in<br />

diesen Netzen oft auch in Conax oder Cryptoworks<br />

codierte Programme zu finden sind.<br />

Mit Hilfe eines CI-Moduls, wie etwa dem<br />

Alphacrypt, haben Sie die Möglichkeit, auch<br />

diese decodieren zu können.<br />

Nicht überzeugen kann das neue Gerät aus<br />

Oberursel bei den Umschaltzeiten. Ebenso<br />

wie das Satellitenmodell stellt der Kabelreceiver<br />

beim zappen seine Nutzer auf eine<br />

Geduldsprobe. Über zwei Sekunden benötigt<br />

er bei der Umschaltung uncodierter Sender.<br />

Bei codierten und <strong>HDTV</strong>-Programmen verlängert<br />

sich diese Wartezeit noch einmal um<br />

ein bis drei Sekunden. Wegen der Premierevorgaben<br />

muss außerdem ein hoher Standby-Verbrauch<br />

von knapp 14 Watt in Kauf<br />

genommen werden. Der Grund dafür ist die<br />

ständige Prüfung des Gerätes auf Updates.<br />

Das Bild<br />

Wie bereits beim Satellitenmodell zeigt auch<br />

der PR-HD1000C scharfe und farbgetreue<br />

Bilder beim <strong>HDTV</strong>-Empfang. Besonders<br />

Dank des LC-Displays an der Front wirkt das Gerät edel. Es passt sich fast jedem Heimkino perfekt an<br />

diejenigen, die vom analogen Kabel auf<br />

<strong>HDTV</strong> umsteigen, werden von der Brillanz<br />

des Bildes überwältigt sein. Vorraussetzung<br />

ist allerdings ein TV-Gerät mit dem Logo<br />

„HD ready“ sowie eine Verbindung über das<br />

HDMI-Kabel. Bei Geräten, die den HDCP-<br />

Kopierschutz nicht korrekt verarbeiten, gibt<br />

der Humax bei Premiere Film HD kein Bild<br />

über die digitale Bild- und Tonschnittstelle<br />

HDMI aus. Gleiches gilt leider auch, wenn<br />

Sie einen AV-Receiver, wie etwa den im Test<br />

befindlichen Yamaha RX-V2600 zwischen<br />

den Fernseher und den Receiver schalten.<br />

Wenn Sie auf die YUV-Schnittstelle setzen,<br />

müssen Sie bei kopiergeschützten Inhalten<br />

mit einem heruntergerechneten Bild leben.<br />

Ansonsten wird über dieses auch das hochauflösende<br />

Material an den Fernseher oder<br />

den Beamer weitergegeben.<br />

Am Bild selbst gibt es nichts auszusetzen.<br />

Die Bilder werden an unserem Referenzfernseher,<br />

dem Philips 37PF9830, in der gewohnt<br />

guten <strong>HDTV</strong>-Qualität vom Receiver wiedergegeben.<br />

Auch unser Testequipment von<br />

Rohde & Schwarz bereitet dem Kabelempfänger<br />

keinerlei Probleme. Bei der Videoformatumschaltung<br />

für die HDMI- und YUV-<br />

Schnittstelle kann zwischen 576p, 720p und<br />

1 080i gewählt werden. Die dazu benötigte<br />

Funktion finden Sie auf der übersichtlichen<br />

Fernbedienung. Auch die Möglichkeit Bild<br />

und Ton zu synchronisieren, besteht beim<br />

Kabelempfänger aus Oberursel.<br />

Doch nicht nur <strong>HDTV</strong> wird in überzeugender<br />

Qualität von dem Gerät dargestellt. Auch<br />

die SDTV-Signale aus dem Kabel überzeugen<br />

bei der Qualität. Speziell im Kabel ist dies von<br />

Vorteil, da bisher in den meisten Netzen nur<br />

zwei HD-Sender zu sehen sind, und somit<br />

überwiegend SDTV geschaut werden muss.<br />

<strong>HDTV</strong> für alle<br />

Endlich können auch Kabelzuschauer die<br />

hochauflösenden Bilder genießen. Leider<br />

müssen Sie aber noch auf Discovery HD sowie<br />

die <strong>HDTV</strong>-Ableger von Sat.1 und Pro-<br />

Sieben aufgrund von Kapazitätsproblemen<br />

in den Netzen verzichten. Am fehlenden<br />

Empfänger liegt es allerdings nicht mehr. Der<br />

Humax PR-HD1000C überzeugt im Test mit<br />

guten Bildern, ordentlichen Messwerten sowie<br />

einer benutzerfreundlichen Menügestaltung.<br />

Nicht nur für den <strong>HDTV</strong>-Empfang ist<br />

die Kabelbox bestens geeignet.<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Humax<br />

Modell<br />

PR-HD1000C<br />

Preis in Euro 399,–<br />

Info<br />

www.humax.de<br />

Typ<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

Maße (B/H/T) in cm 370 × 60 × 260<br />

Gewicht<br />

2,5 kg<br />

Farben<br />

silber<br />

Betrieb/Stand-by<br />

20/14 Watt<br />

Umschaltgeschwindigkeit 2–3 Sekunden<br />

Bildauflösung<br />

1080i, 720p, 576p<br />

embedded CA<br />

Nagravision<br />

Common Interface 2<br />

Humax PR-HD1000C<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 24 von 30<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

32 von 40<br />

Wiedergabequalität<br />

26 von 30<br />

Gesamt 82 von 100<br />

Humax PR-HD1000C<br />

AUSGABE 5.2006<br />

An der Rückseite des ersten <strong>HDTV</strong>-Receivers fürs Kabel sind alle wichtigen<br />

Anschlüsse zu finden. Über die HDMI-Schnittstelle erhalten Sie das beste Bild<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 075


Sanftmütiger Riese<br />

Mit dem Hersteller Marantz betritt ein weiterer Konzern mit bewegender<br />

Geschichte die Testrubrik der HD+TV. Schon zu heiligen Schallplattenzeiten<br />

machte das Unternehmen aus New York mit edlen Endstufen und Schallplattenspielern<br />

auf sich aufmerksam. Im Jahre 2006 weichen die Tonabnehmer<br />

einem Laser und die Endstufen verschwinden in einer elektronischen Schaltzentrale,<br />

doch der Klang ist immer noch unverwechselbar.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

076 www.hdplustv.de


So günstig wie vor über 50 Jahren gibt es die neuesten<br />

Errungenschaften natürlich nicht, aber mit<br />

3500 Euro für das Topmodell der AV-Receiver liegt<br />

Marantz im Wettbewerb goldrichtig. Weder das immense<br />

Gewicht von 26 Kilogramm noch die stattlichen Ausmaße<br />

brauchen sich vor der Konkurrenz von Denon, Onkyo,<br />

Pioneer und Co. zu verstecken. Leider schmiegt sich die<br />

Front nicht ganz so nahtlos an das Gehäuse und erweckt<br />

eher den Eindruck einer Zierblende. Ein lieb gewonnenes<br />

Kleinod aus alten Tagen behält der Hersteller aber konsequent<br />

bei: Das Gyro-Rad in der Mitte lässt sich wunderbar<br />

altmodisch bedienen und gibt dem Receiver seine<br />

ganz eigene Note. Dass Marantz uns aber nur bei einer<br />

Frequenzsuche am Rad drehen lässt und das nette Feature<br />

ansonsten konsequent meidet, ist weniger fein.<br />

Sein DVD-Player-Bruder DV9600 kommt dagegen fast<br />

als ein Leichtgewicht daher. Immerhin ist die Front ebenfalls<br />

aus gebürstetem Aluminium und die Anschlüsse<br />

hochwertig ausgeführt. Die Laufwerkslade kann mit dieser<br />

Detailversessenheit nicht mithalten und ist ein wenig<br />

klapprig bis schmächtig. Das Laufwerksgeräusch geht<br />

zwar wie die Fehlerkorrektur in Ordnung, aber Bestmarken<br />

suchen Sie hier vergebens.<br />

aber bereits nach kurzer Zeit gehen die wichtigsten Funktionen<br />

in Fleisch und Blut über. Einsteiger begnügen sich<br />

mit den vordefinierten Symbolen und Tasten, Profis entwickeln<br />

am PC ihre eigene Menüführung. Weniger anwenderfreundlich<br />

ist hingegen die Bedienungsanleitung.<br />

Das Nachschlagewerk ist zu kurz gefasst und etwas umständlich<br />

geschrieben, was bei der Einstellungsfülle des<br />

SR9600 nicht gerade förderlich ist.<br />

Eigene Stärken<br />

Ein weiterer Blick auf den Rücken des Marantz-Receivers<br />

zeigt eine Vielzahl von Klemmen. Diese Verbindungsstücke<br />

überbrücken die Vor- und Endstufe des Receivers. Für<br />

Sie ergeben sich daraus zahlreiche Vorteile, denn im Gegensatz<br />

zu herkömmlichen 7-Kanal-Ein- und Ausgängen,<br />

können Sie hier Equalizer durchschleifen, indem Sie die<br />

Vorstufe mit dem Equalizer verbinden und diesen wiederum<br />

an die Endstufe knüpfen. Die strikte Auftrennung<br />

erlaubt es auch, eine externe Vorstufe direkt an die Endstufe<br />

des Marantz zu koppeln und so den Signalweg des<br />

Marantz zu umgehen. Als Beispiel seien hier zukünftige<br />

Receiver genannt, welche die neuen Tonformate Dolby<br />

TrueHD und DTSHD verarbeiten können. Anstatt den<br />

Eine der Wenigen, die<br />

hält, was die Optik<br />

verspricht. Die Marantz-<br />

Fernbedienung ist ein<br />

treuer Begleiter im<br />

komplexen Heimkino<br />

und sieht zudem noch<br />

schick aus<br />

Wolkenkratzer<br />

Das Display des 22 Zentimeter hohen AV-Receiver-Bollwerks<br />

ist ein sinnvoller Kompromiss aus übersichtlicher<br />

Schlichtheit und informativer Auflistung aller Funktionen.<br />

Auf der Rückseite lässt Marantz ebenfalls nichts<br />

anbrennen, denn sowohl die Lautsprecheranschlüsse als<br />

auch die Eingänge für Bild und Ton überzeugen durch<br />

deren Anordnung und Haptik. Wie es sich für einen Receiver<br />

der neuesten Generation gehört, bringt Marantz<br />

HDMI-Schnittstellen mit, deren Funktion jedoch auf das<br />

Weiterreichen der Signale beschränkt ist. Eine Videoquelle<br />

von Video auf HDMI zu wandeln, ist somit nicht möglich.<br />

Immerhin verspricht Marantz die Durchleitung bis<br />

1 080p, weshalb Sie in Zukunft auch Blu-ray-Player in der<br />

höchsten Auflösung durchschleifen können. Ganz ohne<br />

Wandlung müssen Sie beim Marantz-Receiver aber nicht<br />

auskommen, denn zumindest auf die analogen Bildausgänge<br />

wie YUV können Sie Ihre eingehenden Signale umrechnen.<br />

1 080p ist auch das Stichwort des DVD-Players,<br />

denn dieser kann als einer der ersten Geräte überhaupt<br />

eine DVD bis auf die höchste <strong>HDTV</strong>-Auflösung skalieren –<br />

schade nur, dass kaum ein Fernseher dieses Format bislang<br />

unterstützt.<br />

Als einer der wenigen Hersteller legt Marantz seinem Audio-Receiver<br />

SR9600 eine Fernbedienung bei, die diesen<br />

Namen auch verdient. Die vielen Marantz-Anwendern<br />

bereits seit einigen Generationen vergönnte SR3200<br />

schlägt sich im Alltagsbetrieb luxeriös und praktisch zugleich.<br />

Wer noch nie eine Touch-Screen-Fernbedienung<br />

besessen hat, muss sich zwar erst einmal umgewöhnen,<br />

Imposant wirkt der Marantz SR9600 bereits auf unseren Bildern, doch ein wenig mehr vom verspielten<br />

Luxus eines Gyro-Rades hätten wir uns dennoch gewünscht<br />

An analogen Eingängen herrscht wahrlich kein Mangel, aber nur zwei HDMI-Eingänge sind für<br />

die Zukunft etwas wenig. Obwohl der SR9600 keine analogen Signale digitalisieren kann, ist seine<br />

Videoverarbeitung spitze<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 077


Sieht so ein Ferngeber<br />

für einen 2 000-Euro-<br />

Player aus? Bei Marantz<br />

leider schon<br />

Marantz auszumustern, können Sie den neuen Receiver<br />

einfach an die leistungsstarken Endstufen hängen und<br />

sparen so eine Menge Geld oder einfacher ausgedrückt:<br />

Auch mit zukünftigen Audio-Receivern können Sie alle<br />

Vorzüge des Marantz nutzen, indem Sie diese einfach mit<br />

dem 7-Kanal-Eingang verbinden.<br />

Dem DVD-Player spendierte Marantz ebenfalls eine exquisite<br />

Ausstattung. So finden Sie im Videomenü zahlreiche<br />

Regler, mit denen Sie Schärfe, Helligkeit und Kontrast<br />

regeln können. Zudem stehen acht Werte für den Vollbildkonverter<br />

zur Verfügung, die sowohl an Video- als auch<br />

an Filmquellen angepasst sind. Die wichtige Lip-Sync-<br />

Funktion, welche den Ton passend zum Bild verzögert,<br />

ist leider nur am analogen Tonausgang aktiv. Damit wird<br />

dieses wichtige Element fast unbrauchbar. Viel besser gelungen<br />

sind die Rausch- und MPEG-Reduzierer. Wie von<br />

Geisterhand bügelt der Marantz damit selbst starkes Hintergrundrauschen<br />

aus und liefert ein ungemein stimmiges,<br />

weil fehlerfreies Bild. Insgesamt also eine durchweg<br />

positive Leistung, denn sämtliche Einstellungen lassen<br />

sich behutsam abstimmen und auf einen der insgesamt<br />

drei Speicherplätze dauerhaft absichern. Neben den für<br />

Heimkinofans bedeutsamen Funktionen offeriert der<br />

DV9600 noch zusätzliche Boni, wie eine automatische<br />

Abschaltung oder einen „Reinen Modus“, der das Display<br />

und die digitalen Ausgänge abschaltet, was die Klangqualität<br />

über die analogen Ausgänge noch weiter beflügelt.<br />

Vererbter Klang<br />

Der Marantz SR9600 schlägt mit seiner musikalischen<br />

Ausrichtung gänzlich neue Töne an. Sein gesamtes Frequenzspektrum<br />

von tendenziellen weichen, aber dennoch<br />

klaren Höhen bis zum herrlich ausstaffierten Mittel- und<br />

Tiefbassbereich lassen Musikkenner aufhorchen. Dabei<br />

Auf den Bildern wirkt der Marantz unglaublich massiv, in Natura erweckt sein Kampfgewicht<br />

und die labile Laufwerkslade aber keinen unumstößlichen Eindruck<br />

Die weit gestaffelten Anschlüsse und saubere Ausführung aller Kontakte ist eine Wohltat,<br />

nicht nur für gestresste Tester<br />

gelingt dem Marantz ein Spagat, der bislang nur wenigen<br />

Heimkinoreceivern vergönnt ist: Sein Stereoklang ist auf<br />

dem gleichen hohen Niveau, wie seine Mehrkanaldarbietung.<br />

Damit eignet sich der Marantz mehr als alle seine<br />

Konkurrenten der gleichen Preisklasse für CDs oder gar<br />

Schallplatten. Wo mancher Mitbewerber im Stereo-Bereich<br />

sichtlich nervös agiert, strahlt der Marantz eine ungemein<br />

positive Ruhe aus, ohne jedoch in Lethargie zu<br />

verfallen. Herausstechend sind dabei seine Fähigkeiten,<br />

den Frequenzkeller auszuloten und mit einer ungeheuren<br />

Differenzierung jedes Schlagzeug-Solo zum waschechten<br />

Ereignis werden zu lassen. Etwas komplizierter fällt die<br />

Bewertung des Mehrkanalklanges aus, denen Heimkinofreunde<br />

eine noch größere Bedeutung schenken werden.<br />

Zunächst bewahrt der Marantz seine Tugenden aus dem<br />

Stereobereich, so dass Sie selbst in den lautesten Passagen<br />

im Film „Krieg der Welten“ keine einzelne Sprachsilbe<br />

vermissen werden. Auch das tiefe Grollen der aufbrechenden<br />

Straßen erinnert eher an ein tatsächliches Erdbeben<br />

im Heimkinoraum, als an einen Film. Vergleicht<br />

man den Marantz mit einem Denon AVR4306, so sind es<br />

besonders die Endstufen, die hier den Unterschied ausmachen.<br />

Zwar ist der Denon 1500 Euro günstiger und zudem<br />

besser ausgestattet, aber wer einmal die gebündelte<br />

Kraft des Marantz am eigenen Leib gespürt hat, wird nur<br />

noch schwerlich einen Gang zurückschalten wollen.<br />

Dennoch gibt es einen Punkt, an dem sich viele Heimkinogeister<br />

scheiden werden, die Dynamik. Unser Testredakteur<br />

hat zur „Einweihung“ des Receivers zu Peter<br />

Jacksons King Kong gegriffen, denn die filmisch imposante<br />

Umsetzung des Riesenaffen bringt jeden Receiver<br />

zum Ausbruch, nur nicht den Marantz. Vielleicht kennen<br />

Sie die Filmszene, in der unsere blonde Hauptheldin von<br />

einem Tyrannosaurus Rex gejagt wird und sich in Sicherheit<br />

wiegend auf einem Baumstamm versteckt. Wenige<br />

Sekunden darauf erspäht sie das zweite Ungetüm, dessen<br />

riesige Zähne nur wenige Zentimeter neben ihr einschlagen.<br />

Eben jener Augenblick lebt von der Dynamik des<br />

klappernden Gebisses, doch der Marantz scheut sich hier,<br />

laut aufzuspielen. Stattdessen vernehmen Sie die Hintergrundmusik<br />

in vollen Tönen, was dieser Sequenz hörbar<br />

die Spannung nimmt.<br />

Der DVD-Player ist wie sein Receiver-Bruder nahe an<br />

der Perfektion, aber es gibt neben dem plastischen, ungemein<br />

sauberen Bild auch einen großen Ausreißer, der die<br />

Qualität etwas untergräbt: Der Vollbildkonverter. Dieser<br />

fällt allzu leicht aus seinem Rhythmus und hadert mit<br />

flimmernden Objektkanten. Die hohe Kunst, halbe Bilder<br />

zu ganzen zusammenzuweben ist dem Marantz leider<br />

nicht vergönnt, so dass der Player hier hinter den Pioneer<br />

DV-989AVi zurückfällt. Dieser bietet einen ähnlich opulent<br />

ausgestatteten Videoschaltkreis und verzückte selbst<br />

in den Grundeinstellungen mit einer fehlerfreien Darbietung<br />

– bei Video- und Filmmaterial. Die Revanche<br />

078 www.hdplustv.de


folgte aber nur einige Minuten später, als die<br />

ersten CDs und SACDs erschallten. Marantz<br />

bleibt auch bei dem Multiformat-Player seinen<br />

Wurzeln treu und bezirzt den Hörer mit<br />

einer ungemein sauberen, tendenziell etwas<br />

weichen, aber niemals kaschierten Wiedergabe,<br />

welche die Musik erst zum Erlebnis<br />

macht. So war es eine reine Freude, vom behäbig<br />

agierenden Pioneer auf den Marantz<br />

umzuschalten und einen weitaus gelösteren<br />

Hochtonbereich mitsamt einer wohl definierten<br />

Bühne zu lauschen. Klar liegen hier<br />

keine klanglichen Welten zwischen den Playern,<br />

aber dies gilt auch für den Bildbereich,<br />

in dem Marantz bis auf die Vollbildkonvertierung<br />

völlig mühelos selbst mit großen<br />

Brocken wie dem Denon DVD-A1XV (Test<br />

auf Seite 70) mithalten kann und besonders<br />

in klanglichen Sphären keinen Mitbewerber<br />

zu scheuen braucht. Dies bestätigte auch<br />

unser Messlabor, das dem Marantz an allen<br />

Ausgängen Bestnoten bescheinigte.<br />

noch Freude, wenn Sie den Marantz kaum<br />

fordern und eher in erhöhter Zimmerlautstärke<br />

Filme schauen.<br />

Der DVD-Player überzeugt in seiner Handhabung,<br />

Schnelligkeit und Qualität. Der<br />

Klang verdient hierbei eine besondere Auszeichnung,<br />

denn Marantz beweist, dass es<br />

sehr wohl möglich ist, alle am Markt befindlichen<br />

Tonträger angemessen darzubieten.<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Marantz<br />

Modell<br />

DV9600<br />

Preis in Euro 1999,–<br />

Info<br />

www.marantz.de<br />

Typ<br />

DVD-Player<br />

Maße (B/H/T) in cm 440 × 115 × 384<br />

Gewicht<br />

8,6 kg<br />

Farben<br />

silber<br />

Betrieb/Stand-by 24 W/0,4 W<br />

Formate<br />

CD/MP3, DVD-Video/Audio,<br />

SACD, JPEG<br />

Sonstiges<br />

I-Link, HDMI<br />

Marantz DV9600<br />

Die Schwächen in der Vollbildkonvertierung<br />

sowie die dezent lieblosen Bildmenüs und<br />

der Ferngeber können die Euphorie zwar<br />

ein wenig bremsen, aber das Fazit kaum<br />

schmälern: Marantz ist angekommen im<br />

Kreise der Heimkinospezialisten und verbreitet<br />

weder Angst noch Schrecken, sondern<br />

Hörgenuss pur – eine Erfahrung der<br />

emotionalen Art.<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Marantz<br />

Modell<br />

SR9600<br />

Preis in Euro 3499,–<br />

Info<br />

www.marantz.de<br />

Typ<br />

AV-Receiver<br />

Maße (B/H/T) in cm 440 × 218 × 483<br />

Gewicht<br />

26 kg<br />

Farben<br />

Silber, Schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 170 W/0,5 W<br />

Formate<br />

PLII/x, DTS NEO, DD/EX, DTS/ES<br />

Sonstiges<br />

HDMI, Multi-Room, Audio-<br />

Delay, Autoeinmessung<br />

Marantz SR9600<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

Die Alternative<br />

Objektiv betrachtet kostet der Verlust an Dynamik<br />

dem Marantz Receiver SR9600 den<br />

einen oder anderen Bewertungspunkt, aber<br />

subjektiv gesehen eröffnen sich dadurch auch<br />

Chancen. Nicht jeder Hörer kann und will<br />

bei einer Filmvorführung die Schwelle zum<br />

Hausfriedensbruch erreichen. Der SR9600<br />

kann laut aufspielen, wenn der Hörer den<br />

Lautstärkeregler hemmungslos aufdreht und<br />

wird niemals an Zugkraft verlieren – nur die<br />

ganz großen Sprünge vom leisen Wispern<br />

bis zum großen Knall sind anderen Konkurrenten<br />

vorbestimmt. Im Gegensatz zu seinen<br />

Mitbewerbern haben Sie aber auch dann<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 18 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

17 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

53 von 60<br />

Marantz DV9600<br />

AUSGABE 5.2006<br />

Gesamt 88 von 100<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 19 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

18 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

53 von 60<br />

Marantz SR9600<br />

AUSGABE 5.2006<br />

Gesamt 90 von 100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 079


Modernes Eigenheim<br />

Wenn ein AV-Receiver wie der Yamaha RX-V2600 nicht nur Ihre CDs und<br />

DVDs abspielen kann, sondern gleichermaßen einen HDMI-Verteiler, Konverter<br />

und Videoaufbereiter beinhaltet, so kommen selbst Heimkinomuffel ins<br />

Grübeln. Dass die pralle Ausstattung einzig 1 299 Euro kostet, ist dabei sicher<br />

kein Nachteil.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Workshop<br />

Der Equalizer des Yamaha<br />

bietet viel Spielraum für<br />

Experimente, doch wer<br />

zielgerichtet arbeiten will,<br />

sollte wissen, was zu tun ist.<br />

Im Internet unter www.<br />

hdplustv.de/hdtv/hd_capsel_<br />

99220.html finden Sie<br />

deshalb den Einstieg in die<br />

komplexe Welt des Yamaha<br />

RX-V2600.<br />

Vorfreude ist immer die schönste Freude und so ist<br />

es selbst für unsere Testredaktion jedes Mal ein<br />

Erlebnis, wenn die Post ein prall gefülltes Paket<br />

liefert. Im Karton finden Sie neben dem eigentlichen Audio-Receiver<br />

gleich zwei Fernbedienungen. Wenngleich<br />

die erste etwas ausladend und einheitlich wirkt, so finden<br />

Sie alle wichtigen Kommandos mit einem Tastendruck.<br />

Die Zweite dient vorrangig für Multi-Room-Anwendungen.<br />

Der Yamaha ist in der Lage gleichzeitig mehrere Räume<br />

zu beschallen, so können Sie im Heimkinoraum fünf<br />

Lautsprecher und im Büro zwei Boxen betreiben. Das<br />

Gerät selbst kann in seiner Preisklasse zweifelsfrei mithalten,<br />

aber verblasst ein wenig gegen einen Boliden vom<br />

Schlage eines Marantz SR9600. Immerhin kaschierte Yamaha<br />

den Kostenzwang durch einen nahtlosen Übergang<br />

vom Edelmetall zur Plastik. Die Rückseite protzt hingegen<br />

unabhängig von den Erwartungen mit einer Flut<br />

von Eingängen, natürlich inklusive HDMI. Auch nach<br />

dem Einschalten erleben Sie weitaus größeren Luxus als<br />

bei allen noch so teuren AV-Receivern: Das Hauptmenü<br />

ist nicht nur grafisch wunderschön aufbereitet, sondern<br />

spricht durchgängig deutsch. Leider kann aber auch dieser<br />

Umstand nicht über ein Problem hinwegtäuschen:<br />

Der Yamaha RX-V2600 ist der wohl komplexeste aber<br />

auch vielseitigste Receiver aller Zeiten. Zu Beginn empfiehlt<br />

sich der automatische Messvorgang, welcher die<br />

Abstände, Größe und Lautstärke der Boxen eigenständig<br />

ermittelt. Im Nachhinein werden alle Lautsprecher noch<br />

080 www.hdplustv.de


Massiv: Die Frontblende gleitet sanft herab und offenbart<br />

das dahinterliegende Bedienfeld<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Yamaha<br />

an den Hörraum mittels Equalizer angepasst,<br />

aber dies funktioniert leider nur halbherzig.<br />

Dennoch dürfen Sie auf Wunsch alle Parameter<br />

eigenhändig verändern und separat<br />

verewigen. So können Sie die Ergebnisse der<br />

automatischen Einmessung abspeichern,<br />

ihre eigenen Wunschvorstellungen einrichten,<br />

diese ebenfalls abspeichern und anschließend<br />

vergleichen. Auf der Fernbedienung<br />

stehen Ihnen zwei Speicherplätze zur<br />

Verfügung, die direkt mit einem Tastendruck<br />

angewählt werden dürfen – insgesamt stellt<br />

Ihnen Yamaha gar sechs Speicherplätze zur<br />

Verfügung.<br />

Mit Geduld ans Ziel<br />

Um über den Yamaha Bild und Ton wiederzugeben,<br />

müssen Sie zunächst die Eingänge<br />

sortieren. So können Sie festlegen, dass am<br />

DVD-Eingang Ihr Player per HDMI angeschlossen<br />

ist und über die Hochgeschwindigkeitsschnittstelle<br />

seine Daten weiterleitet.<br />

Probleme bei HDCP-geschützten Bildern<br />

auf Premiere HD Film bereitet nur der Humax-<strong>HDTV</strong>-Receiver,<br />

sein Konkurrent von<br />

Pace zeigt seine Bilder ohne Umschweife.<br />

Alternativ können Sie Bild und Ton auch<br />

getrennt zuführen, indem Sie ein optisches<br />

sowie ein YUV-Kabel verwenden. Wem diese<br />

Zuordnung zu umständlich ist, vertraut der<br />

Automatik. Diese leitet alle Signale auf die<br />

aktive Quelle um. Haben Sie beispielsweise<br />

die Xbox 360 am DVD-Eingang angestöpselt<br />

und dort die Automatik des Yamaha aktiviert,<br />

wird dieser am DVD-Eingang Bild und Ton<br />

wiedergeben, ganz egal, ob Sie den Bild- oder<br />

Toneingang Nummer eins, zwei oder drei gewählt<br />

haben. Alternativ können Sie natürlich<br />

jeden Eingang extra definieren.<br />

Von derlei Freiheiten profitieren auch die<br />

Lautsprecher, denn weder die Übernahmefrequenz<br />

für den Subwoofer noch die Einstellungsboni<br />

der restlichen Boxen brauchen<br />

sich vor der Konkurrenz von Denon und Co.<br />

zu verstecken. Einzig eine flexible Bassanpassung<br />

für jedes Boxenpaar haben wir vermisst.<br />

So dürfen Sie leider nicht die vorderen Lautsprecher<br />

bei 40 Hertz und die hinteren bei 80<br />

Hertz trennen, sondern müssen sich für eine<br />

globale Übernahmefrequenz zum Basslautsprecher<br />

entscheiden.<br />

Die große Hauptfernbedienung ist beleuchtet und<br />

bietet alle Funktionen auf einen Tastendruck, da<br />

verschmerzt man auch das uniforme Layout. Mittels<br />

Speicher können Sie ihre alten Ferngeber einfach<br />

umprogrammieren<br />

Geht nicht, gibt’s nicht<br />

Der Yamaha ist der einzige uns bekannte<br />

Receiver, der dem Besitzer freie Hand bei<br />

der Frequenzgangkorrektur lässt. Bislang<br />

mussten Sie auf vorgegebene Werte wie 63,<br />

125 oder 250 Hertz zurückgreifen, konnten<br />

aber womöglich dazwischenliegende Problemzonen<br />

nicht verändern. Yamaha macht<br />

hier Nägel mit Köpfen und spendiert einen<br />

Equalizer, mit dem Sie so gut wie jede Frequenz<br />

zwischen 63 Hertz und 20 Kilohertz<br />

verändern dürfen. Der komplexe Vorgang<br />

zur richtigen Einstellung bei Problemfeldern<br />

würde unseren Testbericht sprengen, weshalb<br />

wir für Sie auf unserer Website einen kleinen<br />

Workshop eingerichtet haben, der Ihnen in<br />

wenigen Schritten erklärt, wie Sie Frequenzen<br />

zielgerichtet verändern können.<br />

Alle Besitzer von Videorekordern, Sat-Receivern<br />

und DVD-Playern freuen sich abseits<br />

der akustischen Optionen auf einen eingebauten<br />

Vollbildkonverter und Skalierer. So<br />

können Sie einen Videorekorder per S-Video<br />

an den Receiver anschließen, woraufhin dieser<br />

auf Wunsch ein HD-Bild am HDMI-Ausgang<br />

darstellt. Natürlich nimmt die Qualität<br />

dabei nicht dramatisch zu, aber in Anbetracht<br />

der oft schlechten Leistungen vieler<br />

Hersteller, das Bild auch am SCART-Eingang<br />

erträglich zu machen, ist dies eine lohnenswerte<br />

Alternative. Zudem ersparen Sie sich<br />

zusätzliche Verteiler, denn alle Geräte docken<br />

am Yamaha an und dieser gibt auf Wunsch<br />

nur mit einem HDMI-Kabel die Bilder an<br />

den <strong>Plasma</strong>, Projektor oder <strong>LCD</strong> weiter.<br />

Wem die unterschiedlichen Lautstärken zwischen<br />

DVDs und Fernsehprogramm bisher<br />

immer Ohrensausen bereiteten, kann auf<br />

die Lautstärkeregelung zurückgreifen: Jedem<br />

Eingang können Sie hier einen Wert zuweisen<br />

und so für ein gleichlautes Klangerlebnis<br />

sorgen. Sollte in späten Abendstunden oder<br />

Mietwohnungen der Nachbarschaftsstreit<br />

drohen, mildert die Dynamikkomprimierung<br />

heftige Lautstärkesprünge ab, die bei<br />

sämtlichen Tonquellen wie Dolby Digital<br />

oder DTS aktiv werden kann.<br />

Raumklang<br />

Die größte Besonderheit des Yamaha liegt<br />

in seinen Klangfeldern verborgen. Wem die<br />

Ausstattungsdetails bislang immer noch zu<br />

kurz kamen, wird spätestens jetzt in Ehr-<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 081


furcht erstarren: Mehr als ein Dutzend Nachbearbeitungsprogramme<br />

für Stereo und<br />

Mehrkanalklang lassen Ihren Träumen freien<br />

Lauf. Richtig angewandt verschmelzen Ihre<br />

fünf oder sieben Lautsprecher zu einer großen<br />

Klangblase und können nicht mehr als<br />

kleine Punktschallquelle ausgemacht werden.<br />

Zuviel Nachhall wirkt jedoch schnell künstlich<br />

und wenn Frodo aus „Herr der Ringe“<br />

im Auenwald ständig mit herumflatternden<br />

Echos zu kämpfen hat, sollten Sie schleunigst<br />

Ihre Einstellungen überprüfen. Leider<br />

macht es Yamaha den Nutzern nicht gerade<br />

einfach. Das Handbuch ist gerade in diesem<br />

Bereich sehr spartanisch ausgefallen und die<br />

einzige Möglichkeit besteht im Ausprobieren.<br />

Wer sich nur wenig Zeit mit den Raumklangprogrammen<br />

nimmt, wird diese schnell<br />

als Spielerei abtun und vergibt so eine der<br />

großen Stärken des Yamaha. Immerhin gibt<br />

es sechs bereits erwähnte Speicherbänke, in<br />

denen einmal gefundene Glückseligkeit abgespeichert<br />

oder Unheil wieder rückgängig<br />

gemacht werden darf.<br />

Metall trifft Plastik: Für den Preis bietet Yamaha eine hervorragende Verarbeitungsqualität, oder hätten Sie<br />

erkannt, dass der linke Knopf nur aus Kunststoff gefertigt wurde?<br />

Endspielreceiver<br />

In klanglicher Hinsicht gibt sich der prall gefüllte<br />

Elektronikkasten überraschend neutral.<br />

Während wir in unseren Hörtests immer auf<br />

der Suche nach markanten Eigenarten sind,<br />

wurden wir hier auch nach Stunden nicht<br />

fündig. Der Yamaha ist deshalb der ideale<br />

Spielpartner für jedermann, dem Effekthascherei<br />

ebenso fremd ist, wie ein übernatürlich<br />

geschöntes Obertonspektrum. Diese<br />

vermeintlich emotionslose Wiedergabe ist<br />

auch dringend vonnöten, denn die Raumklangprogramme<br />

können nur wirken, wenn<br />

die Grundeinstellung möglichst unverfälscht<br />

dargeboten wird. So kommen Freunde des<br />

großen Effektkinos mit den Modus „Spectacle“<br />

auf ihre Kosten, während sanftere Gemüter<br />

im „Adventure“-Modus den idealen<br />

Spielpartner ausfindig machen. Jedes Raumklangprogramm<br />

besitzt bereits in seiner<br />

Grundeinstellung seine spezifischen Charakteristika<br />

und bringt, je nach Filmquelle,<br />

einen spürbaren Zugewinn an Räumlichkeit<br />

und Präzision. Auf der Rückseite des Yamaha<br />

befinden sich noch spezielle Anschlüsse für<br />

Effektkanäle. Anstatt ein 7.1-System mit<br />

zwei rückwärtigen Lautsprechern können<br />

Sie vorn zwei weitere Boxen über den Hauptlautsprechern<br />

anbringen. Diese übertragen<br />

die Raumklanginformationen separat und<br />

erwecken einen voluminösen Klangcharakter<br />

wie im echten Kino.<br />

Ein paar kleine Mängel möchten wir aber<br />

nicht unerwähnt lassen. So besitzt der Vollbildkonverter<br />

im Yamaha nicht die Güte<br />

einer Faroudja-Technologie, welche in den<br />

Denon-Modellen ihren festen Platz findet.<br />

Zudem wirkt sich der Equalizer nur ab<br />

63 Hertz auf die Lautsprecher aus und nicht<br />

auf den Subwoofer. Störende Dröhngeräusche<br />

treten jedoch besonders in tiefen Frequenzen<br />

auf, so dass Yamaha hier in Zukunft<br />

nachbessern sollte. Eine große Warnung betrifft<br />

noch jene, die den Yamaha in ein Regal<br />

stellen wollen: Der Receiver wird auf der<br />

Oberseite heiß. Nun sind wir in solchen Dingen<br />

zwar weniger zimperlich, aber 60 Grad<br />

Celsius sind nahe einer Verletzungsgefahr,<br />

weshalb kein Utensil auf dem Yamaha liegen<br />

bleiben sollte.<br />

Von diesen Nachteilen abgesehen rangiert der<br />

Yamaha problemlos im Kreise der sehr guten<br />

Heimkinoreceiver. Sowohl für Profis, die ihre<br />

Anlage am liebsten per Hand einstellen und<br />

zusätzlich eine gute Endstufe ihr Eigen nennen<br />

wollen, als auch für alle Neueinsteiger<br />

ist der Yamaha-Receiver gleichermaßen eine<br />

gelungene Investition – ein zeitloser Dauer-<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

Yamaha<br />

Modell<br />

RX-V2600<br />

Preis in Euro 1299,–<br />

Info<br />

www-yamaha-hifi.de<br />

Typ<br />

AV-Receiver<br />

Maße (B/H/T) in cm 435 × 171 × 438<br />

Gewicht<br />

17,4 kg<br />

Farben<br />

Titan, Schwarz<br />

Betrieb/Stand-by 150 W/0 W<br />

Formate<br />

PLII/x, DTS NEO, DD/EX, DTS/ES<br />

Sonstiges<br />

HDMI, Multi-Room,<br />

Audio-Delay<br />

Auto-Einmessung ja<br />

Yamaha RX-V2600<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 19 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

18 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

50 von 60<br />

Gesamt 87 von 100<br />

Yamaha RX-V2600<br />

AUSGABE 5.2006<br />

Mit seinen unzähligen Ein- und Ausgängen können Sie Ihren Gerätefuhrpark problemlos erweitern. Die Lautsprecheranschlüsse<br />

für die Presence-Kanäle sind leider sehr schlicht<br />

082 www.hdplustv.de<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft


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Fachhändler unter der Lupe<br />

Flachbildschirme waren dank Fußball-WM der Renner dieses Jahres. Doch um den geeignetsten<br />

Fernseher und die richtige Ausstattung für hochauflösendes TV zu kaufen, bedarf<br />

es kompetenter Beratung. HD+TV war deshalb für Sie unterwegs, um das <strong>HDTV</strong>-Wissen von<br />

Fachhändlern unter die Lupe zu nehmen.<br />

VON THOMAS MEYER<br />

Beratung ist Sache von Fachleuten.<br />

Deshalb wollten wir in unserem<br />

HD+TV-Beratungstest Deutschlands<br />

absolute <strong>HDTV</strong>-Fachleute und ganz normale<br />

Händler der Electronic-Partner-Kette testen.<br />

Den Probanden fühlten wir mit unserem<br />

Fragenkatalog (siehe Kasten) auf den Zahn.<br />

Die Gespräche wurden, um ein reales Kundengespräch<br />

nachzustellen, frei geführt und<br />

anschließend in einem Gedächtnisprotokoll<br />

aufgezeichnet.<br />

Sie hier in Hessen <strong>HDTV</strong> nämlich nicht via<br />

Kabel empfangen.“ Wir fragen nach dem nötigen<br />

<strong>HDTV</strong>-Equipment. „Zusätzlich zu ,HD<br />

ready’-Fernseher und Sat-Anlage brauchen<br />

Sie einen <strong>HDTV</strong>-Receiver und da gibt es welche<br />

von Humax, Pace und Kathrein und demnächst<br />

auch von Philips.“ Von den Receivern<br />

von Homecast und Dream, die demnächst<br />

auf den Markt kommen, sagt er nichts. Nun<br />

erläutert der „Sound Brother“ die Bedeutung<br />

des „HD ready“-Logos und die Eigenschaften<br />

der Auflösungsstandards 720p und 1 080i.<br />

„Von Pioneer gibt es jetzt auch einen 1 080p-<br />

Fernseher“, fügt er ungefragt hinzu. „Leider<br />

ist der noch ein wenig teuer.“ Und da zur<br />

Zeit nur wenig echtes <strong>HDTV</strong> zu sehen sei, rät<br />

er uns, einen Fernseher mit einer mittleren<br />

Auflösung von 1 024 × 1 024 Bildpunkten zu<br />

nehmen.<br />

Wichtig sei auch die Schnittstelle. „HDMI<br />

überträgt Bild und Ton digital, während bei<br />

DVI nur das Bild digital übertragen wird“,<br />

Sound Brothers<br />

Bei Sound Brothers in Kassel springt gleich<br />

ein Verkäufer herbei. Als wir dem jungen<br />

Mann weismachen, wir wollten zu Hause<br />

auf <strong>HDTV</strong> umsteigen, will er wissen, ob<br />

wir unser TV-Programm denn über Satellit<br />

empfingen. „Im Moment“, meint er. „können<br />

Der HD+TV-Fragekatalog<br />

Was benötige ich für <strong>HDTV</strong>?<br />

Was bedeutet „HD ready“?<br />

Was ist HDMI?<br />

Was bedeuten 720p und 1080i und was<br />

von beiden ist besser?<br />

Welcher Hersteller bietet die beste Bildqualität?<br />

Welche Technologie ist bei den verschiedenen<br />

Fernsehergrößen besser: <strong>LCD</strong> oder<br />

<strong>Plasma</strong>?<br />

Welche Sender senden schon in <strong>HDTV</strong>?<br />

Muss ich z. B. Premiere abonnieren?<br />

Unter welchen Umständen kommt auch<br />

ein Projektor in Frage?<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Photocase.com<br />

084 www.hdplustv.de


erklärt er uns. „Ich würde Ihnen aber empfehlen,<br />

einen Fernseher mit HDMI zu nehmen,<br />

wenn später mal Blu-ray kommt.“ Nun<br />

geht es darum, ob man sich nun für einen<br />

<strong>LCD</strong> oder <strong>Plasma</strong> entscheiden solle. „Das<br />

Wichtigste ist der Abstand, aus dem Sie fernsehen,<br />

denn daraus berechnet sich die optimale<br />

Bilddiagonale“, erklärt er uns. „Unter<br />

42 Zoll gibt es fast nur <strong>LCD</strong>s, ab 42 Zoll fast<br />

nur <strong>Plasma</strong>s. Der <strong>Plasma</strong> bietet aber das bessere<br />

Bild: Keine Reaktionszeiten, kein Verwischen,<br />

bessere Auflösung.“<br />

Der Verkäufer kennt alle HD-Kanäle, selbst<br />

die Demokanäle von Canal Plus und Astra.<br />

Er möchte auch die Möglichkeit, einen Beamer<br />

statt eines Fernsehers aufzustellen, nicht<br />

ausschließen. „Man muss den Raum halt nur<br />

ordentlich abdunkeln“, sagt er und öffnet<br />

eine Tür, hinter der sich ein echtes Heimkino<br />

befindet. „Ein Fernseher ist im Alltagsbetrieb<br />

allerdings praktischer.“ Bei den Flachbildschirmen<br />

hebt er besonders Hitachi und<br />

Pioneer hervor, deren Kataloge er uns auch<br />

mit auf den Weg gibt. Zudem bekomme man<br />

bei Sound Brothers für die Dauer des Ausfalls<br />

unter Umständen auch ein Leihgerät<br />

gestellt.<br />

Die Beratung bei Sound Brothers ist freundlich<br />

und kompetent. Leider fällt die <strong>LCD</strong>-Beratung<br />

nicht ausführlich genug aus und auch<br />

die Liste der demnächst erhätlichen HD-Receiver<br />

wird nicht komplett genannt. Deshalb<br />

landen wir bei 95 von 100 Punkten.<br />

Grobi TV<br />

Unser Weg führt uns nach Kaarst bei Düsseldorf,<br />

wo der „Großbildleinwandspezialist“<br />

Grobi TV zu finden ist. In den Laden kommt<br />

man ohne Weiteres allerdings nicht hinein.<br />

„Bitte klingeln“, steht auf der Eingangstür<br />

und auf unser Läuten hin macht eine Frau<br />

auf. „Eigentlich hat unser Berater einen Termin“,<br />

sagt sie. „Aber wir können Sie noch<br />

einschieben.“<br />

Schon wenig später lassen wir uns vom angekündigten<br />

Kollegen begrüßen und die<br />

<strong>HDTV</strong>-Gretchenfrage stellen: „Satellit- oder<br />

Kabelanschluss?“ Und als wir sagen, wir hätten<br />

eine Satellitenschüssel, nickt er nur zustimmend.<br />

Als wir auf den Receiver zu sprechen<br />

kommen, nennt er alle drei verfügbaren<br />

Geräte auf und vergisst nicht die Markteinführung<br />

des Philips. „Zum Aufnehmen“, gibt<br />

der Grobi-Mann zu bedenken, „bräuchten<br />

Sie einen extra Festplattenreceiver.“ Das ist<br />

falsch, denn dafür gibt es bald die Dreambox<br />

DM 8000. Auch der Homecast-HD-Receiver<br />

wurde vom Grobi-Mann unterschlagen.<br />

Dafür demonstriert er anhand von Discovery<br />

HD die Vorteile von echtem HD. „Bei<br />

ProSieben und Sat.1 haben Sie allerdings<br />

nur ab und zu mal einen Film, der in echtem<br />

HD läuft“, schränkt er bei der Auflistung der<br />

HD-Sender ein. „Der Rest wird nur ,aufgeblasen’.“<br />

Die Erklärung, was das genau ist,<br />

bleibt er uns jedoch schuldig. Fast beiläufig<br />

erklärt er lieber die Unterschiede von 720p<br />

und 1 080i und die Spezifikationen von „HD<br />

ready“-Fernsehern. „Wichtig ist“, sagt er,<br />

„dass das Gerät eine HDMI-Schnittstelle mit<br />

integriertem HDCP-Kopierschutz hat. Das<br />

ist zukunftsträchtiger als eine einfache DVI-<br />

Schnittstelle.“ Den genauen Unterschied hat<br />

er jedoch keine Zeit zu erklären, schließlich<br />

steht der Kunde, mit dem er einen Termin<br />

vereinbart hatte, schon im Raum. Lieber klärt<br />

er uns schnell über die Vorzüge von <strong>LCD</strong> und<br />

<strong>Plasma</strong> auf: „Beide haben Vor- und Nachteile,<br />

aber der <strong>Plasma</strong> braucht mehr Strom.“<br />

Einen Beamer schließt er aus: „Lohnt sich<br />

nicht.“ Er möchte uns lieber einen Fernseher<br />

verkaufen, wobei er Pioneer, JVC, Toshiba als<br />

„erfahrungsgemäß gut“ darstellt.<br />

Wir geben trotzdem 90 von 100 Punkten.<br />

Einzige Minuspunkte: Es wurde kein Katalog<br />

mitgegeben und die Punkte HD-Receiver,<br />

Beamer und „aufgeblasenes“ <strong>HDTV</strong> nicht<br />

befriedigend abgefertigt. Wir wollen Grobi<br />

jedoch zugute halten, dass wir beraten wurden,<br />

obwohl wir keinen Termin hatten.<br />

Heimkino+Sound<br />

Weiter geht es nach Oberhausen zu<br />

Heimkino+Sound. Als der Verkäufer dort<br />

nach einem kurzen Telefonat zu uns kommt,<br />

konfrontieren wir ihn mit der Frage nach<br />

einem <strong>HDTV</strong>-fähigen Fernseher. Unser Gegenüber<br />

stellt sicher, dass wir Satellitenempfang<br />

haben und will dann die gewünschte<br />

Größe wissen, denn „ab 42 Zoll gibt’s nun<br />

einmal fast nur <strong>Plasma</strong>s.“ Und da legt er uns<br />

einen Pioneer und Hitachi ans Herz.<br />

Der junge Mann nennt alle HD-Receiver außer<br />

der Dreambox, erklärt die „HD ready“-<br />

Spezifikationen in allen Einzelheiten und<br />

legt dabei besonderen Wert auf die HDMI-<br />

Schnittstelle: „Ein Fernseher mit so einem<br />

Logo darf auch nur DVI haben, aber bei<br />

Gerne wieder: Sound Brothers in Kassel<br />

Bitte klingeln: Bei Grobi TV in Kaarst kommt nicht<br />

jeder ohne weiteres rein<br />

Den Umweg wert: Heimkino+Sound in Oberhausen<br />

HDMI werden Bild und Ton digital übertragen.<br />

Das ist zukunftssicher.“ Wir fragen<br />

noch mal genauer nach, was denn „720p“<br />

und „1 080i“ bedeuteten. Er erklärt den Unterschied<br />

und verweist uns darauf, dass Pioneer<br />

jetzt sogar einen 1 080p-Fernseher auf<br />

den Markt gebracht habe - „leider noch sehr,<br />

sehr teuer.“<br />

Der Verkäufer kennt alle HD-Sender. „Bei<br />

ProSieben und Sat.1“, schränkt er ein, „werden<br />

selten Sendungen in echtem HD ausgestrahlt.“<br />

Das demonstriert er wiederum auf<br />

einem Pioneer anhand von Astra HD. Wir<br />

fragen trotzdem nach einem Projektor und<br />

er meint, dass dieser bei einer Diagonalen ab<br />

2,50 Meter Sinn mache, so denn ein schnell<br />

abzudunkelnder Raum zur Verfügung stehe.<br />

Der Beamer koste zwar weniger als ein traditioneller<br />

Fernseher, aber dafür müsse man<br />

eine Sound-Anlage dazukaufen.<br />

Da uns der Mann von Heimkino+Sound<br />

auch versichert, bei Bedarf einen Leihfernseher<br />

zur Verfügung zu stellen, und uns mit<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 085


Ehrliche Haut: Stangenberg in Duisburg<br />

Katalogen überhäuft, stellen wir gerne ein<br />

gutes Zeugnis aus: 92 von 100 Punkten. Einziger<br />

Minuspunkt war unserer Ansicht nach,<br />

dass der Verkäufer bei den Fernsehern Marken<br />

bevorzugte, ohne genauere Erklärungen<br />

zu geben, und auch nicht alle HD-Receiver<br />

kannte.<br />

Stangenberg<br />

Nachdem die Heimkinospezialisten nun abgehakt<br />

sind, wenden wir uns Fachhändlern<br />

der EP-Kette zu. Wir fahren nach Duisburg-<br />

Buchholz zum EP-Händler Stangenberg.<br />

Hier werden wir von einem Verkäufer beraten,<br />

der das ist, was man im Ruhrpott eine<br />

„ehrliche Haut“ nennt. Er rät uns erst einmal<br />

vom Kauf von <strong>HDTV</strong>-Equipment ab – „auch<br />

wenn ich mir dabei ins eigene Fleisch schneide.“<br />

Wir fragen trotzdem, welche Receiver<br />

und Sender es denn gebe. Die Receiverhersteller<br />

bekommt der Fachhändler bis auf<br />

Dream und Homecast noch alle zusammen,<br />

zeigt aber bei den Sendern deutliches Unwissen:<br />

„Da gibt es zur Zeit nur die drei Kanäle<br />

von Premiere HD via Satellit.“<br />

Die „HD ready“-Spezifikationen und die Unterschiede<br />

zwischen HDMI und DVI kennt<br />

er aus dem Effeff, doch bei den Auflösungen<br />

720p und 1 080i muss er passen. Von dem<br />

Pioneer, der mittlerweile sogar 1 080p bietet,<br />

weiß unser Gegenüber ebenfalls nichts.<br />

Dafür will der Händler trotz auffällig vieler<br />

Metz-Fernseher im Regal keine Marke so<br />

recht favorisieren. Eine eindeutige Meinung<br />

hat unser Gegenüber jedoch bei der Display-<br />

Technologie: „Zur Zeit gibt es ab 42 Zoll fast<br />

nur <strong>Plasma</strong>s und darunter fast nur <strong>LCD</strong>s. In<br />

vier bis fünf Jahren wird der <strong>LCD</strong>-Fernseher<br />

den <strong>Plasma</strong> aber auch bei den großen Bilddiagonalen<br />

ablösen.“ Das ist leider nur in<br />

Teilen richtig, denn Hersteller wie z. B. Panasonic,<br />

die über eigene Fertigungskapazitäten<br />

verfügen, wollen auch in Zukunft am <strong>Plasma</strong><br />

festhalten.<br />

Der Projektor ist für den Duisburger Händler<br />

„nur etwas für Heimkino-Freaks“ mit eigenem<br />

Heimkinoraum. Man solle sich besser<br />

„etwas Ordentliches“ kaufen, will heißen:<br />

einen Fernseher mit vielen Extras wie z. B.<br />

einem austauschbaren Tuner. Deshalb gibt<br />

uns der Stangenberg-Mann auch zur Ansicht<br />

einen Metz-Katalog mit.<br />

Unser Urteil fällt durchwachsen aus: 72 von<br />

100 Punkten. Wir wurden freundlich und<br />

ausführlich beraten, doch leider kannte man<br />

weder alle HD-Sender noch die bald auf den<br />

Sound Brothers<br />

Heimkino+Sound<br />

Grobi TV<br />

<strong>HDTV</strong>-<br />

Grundlagen<br />

52 von 55<br />

<strong>HDTV</strong>-<br />

Grundlagen<br />

52 von 55<br />

<strong>HDTV</strong>-<br />

Grundlagen<br />

52 von 55<br />

Empfehlung<br />

<strong>HDTV</strong>-Geräte<br />

23 von 25<br />

Empfehlung<br />

<strong>HDTV</strong>-Geräte<br />

20 von 25<br />

Empfehlung<br />

<strong>HDTV</strong>-Geräte<br />

20 von 25<br />

<strong>HDTV</strong>-Inhalte 10 von 10<br />

<strong>HDTV</strong>-Inhalte 10 von 10<br />

<strong>HDTV</strong>-Inhalte 9 von 10<br />

Gespräch/<br />

Freundlichkeit<br />

10 von 10<br />

Gespräch/<br />

Freundlichkeit<br />

10 von 10<br />

Gespräch/<br />

Freundlichkeit<br />

9 von 10<br />

Gesamt 95 von 100<br />

Gesamt 92 von 100<br />

Gesamt 90 von 100<br />

Sound Brothers<br />

Heimkino+Sound<br />

Grobi TV<br />

AUSGABE 5.2006<br />

AUSGABE 5.2006<br />

AUSGABE 5.2006<br />

Stangenberg<br />

Fehrenbach<br />

Müller und Zippert<br />

<strong>HDTV</strong>-<br />

Grundlagen<br />

40 von 55<br />

<strong>HDTV</strong>-<br />

Grundlagen<br />

35 von 55<br />

<strong>HDTV</strong>-<br />

Grundlagen<br />

25 von 55<br />

Empfehlung<br />

<strong>HDTV</strong>-Geräte<br />

15 von 25<br />

Empfehlung<br />

<strong>HDTV</strong>-Geräte<br />

13 von 25<br />

Empfehlung<br />

<strong>HDTV</strong>-Geräte<br />

12 von 25<br />

<strong>HDTV</strong>-Inhalte 7 von 10<br />

<strong>HDTV</strong>-Inhalte 10 von 10<br />

<strong>HDTV</strong>-Inhalte 3 von 10<br />

Gespräch/<br />

Freundlichkeit<br />

10 von 10<br />

Gespräch/<br />

Freundlichkeit<br />

6 von 10<br />

Gespräch/<br />

Freundlichkeit<br />

2 von 10<br />

Gesamt 72 von 100<br />

Gesamt 64 von 100<br />

Gesamt 42 von 100<br />

Stangenberg<br />

Fehrenbach<br />

Müller und Zippert<br />

AUSGABE 5.2006<br />

AUSGABE 5.2006<br />

AUSGABE 5.2006<br />

086 www.hdplustv.de Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft


Lust- und ahnungslos: Müller und Zippert in Hilden<br />

Markt kommenden Receiver. Auch die einseitige<br />

Haltung pro <strong>LCD</strong> war nicht nachzuvollziehen.<br />

Müller und Zippert<br />

Unser fahrbarer Untersatz führt uns zum<br />

EP-Fachhändler Müller und Zippert in Hilden.<br />

Den älteren Herrn, der dort bedient,<br />

fragen wir nach dem nötigen <strong>HDTV</strong>-Equipment<br />

und bekommen eine richtige Antwort.<br />

Wir blicken auf das „HD ready“-Logo eines<br />

Fernsehers und fragen nach einer Erklärung,<br />

doch unser Gegenüber hat keine rechte Lust,<br />

weil plötzlich ein Stammkunde eintritt: „Das<br />

heißt, dass Sie damit <strong>HDTV</strong> sehen können.“ –<br />

„Mehr nicht?“, fragen wir noch mal nach.<br />

„Mehr nicht“, brummt er. Nun sind wir hellhörig<br />

geworden und bohren noch mal in<br />

Sachen HDMI, 720p und 1 080i nach. Die<br />

HDMI-Schnittstelle kennt der Mann, nur bei<br />

720p und 1 080i hapert es. „So ein <strong>HDTV</strong>-<br />

Fernseher hat 720 × 1 080 Bildpunkte“, wagt<br />

er allen Ernstes zu behaupten.<br />

Wir sind platt und fragen nach HD-Sendern.<br />

„Da gibt es nur Premiere“, meint er und<br />

bleibt auch bei Nachfrage dabei. Richtig extrem<br />

wird es jedoch bei den Beamern. Nun<br />

gut, im Laden steht kein HD-Beamer, aber<br />

unser Gegenüber leugnet dessen Existenz sogar.<br />

Dafür hat der Händler keinen Liebling<br />

bei den Herstellern. „Wichtig ist, wie groß<br />

der Fernseher sein soll“, sagt er. „Ab 42 Zoll<br />

ist <strong>Plasma</strong> besser, darunter <strong>LCD</strong>.“ Die genauen<br />

Vor- und Nachteile hat er keine Lust zu<br />

erläutern und einen Katalog rückt er auch<br />

nicht heraus.<br />

Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes bedient<br />

und vergeben 42 von 100 Punkten. Immerhin,<br />

die Existenz von <strong>HDTV</strong> ist in Hilden<br />

bekannt, doch ansonsten ist von Kompetenz<br />

und Service am Kunden weit und breit keine<br />

Spur.<br />

Fehrenbach<br />

In Düsseldorf-Eller wartet der letzte Proband.<br />

Beim EP-Händler Fehrenbach angekommen,<br />

werden wir auch gleich von einem<br />

Dem Kunden im Nacken: Fehrenbach in Düsseldorf<br />

Berater in Empfang genommen und korrekt<br />

über das nötige <strong>HDTV</strong>-Equipment informiert,<br />

wenngleich die Markteinführung<br />

der HD-Receiver von Philips, Homecast<br />

und Dream nicht erwähnt wird. Einen HD-<br />

Beamer möchte er uns nicht verkaufen. „Da<br />

braucht man schon einen Raum von sechs<br />

mal sechs Metern“, meint er. Das ist falsch,<br />

denn es geht auch kleiner.<br />

Der Fehrenbach-Berater entpuppt sich als<br />

<strong>Plasma</strong>-Fan. „Brillantere Farben“ und „ein<br />

größerer Betrachtungswinkel“ habe der gegenüber<br />

dem <strong>LCD</strong>, und das bei „nur etwas<br />

mehr Verbrauch“. Wir fragen lieber nach der<br />

Bedeutung von „HD ready“, HDMI, 720p<br />

und 1 080i und bekommen eine ausführliche<br />

Antwort, doch bald schon fängt unser<br />

Gegenüber wieder an, Fernseher von Hitachi<br />

und Loewe anzupreisen. „Auch Panasonic ist<br />

okay“, sagt der Berater. „Von Philips würde<br />

ich hingegen abraten.“<br />

Netterweise bekommen wir noch einen Panasonic-Katalog<br />

und eine aus dem Internet<br />

ausgedruckte Liste mit sämtlichen HD-Sendern.<br />

Das ist mal Service, doch leider drängt<br />

uns der Berater zu bestellen. Das bringt ihm<br />

einen dicken Minuspunkt ein. Zudem schlagen<br />

die feindselige Haltung gegenüber <strong>LCD</strong><br />

und Beamer sowie die Unkenntnis in Sachen<br />

neue HD-Receiver negativ zu Buche.<br />

Das macht summa summarum 64 von 100<br />

Punkten.<br />

Ein breites Feld<br />

Beim HD+TV-Beratungstest ist das Feld breit<br />

gestreut. Die Heimkinospezialisten finden<br />

sich erwartungsgemäß auf dem Treppchen<br />

wieder, wobei sich Heimkino+Sound und<br />

Grobi TV den Sound Brothers nur knapp geschlagen<br />

geben müssen. Die EP-Händler folgen<br />

mit weitem Abstand, wobei Stangenberg<br />

noch am besten abschneidet. Fehrenbach<br />

platziert sich kurz dahinter, während Müller<br />

und Zippert klar den letzten Platz belegen.<br />

Fachliche Fehler gepaart mit unfreundlicher<br />

Beratung – das reicht gerade für ein „ausreichend“.


Leuchtendes Vorbild<br />

Es gibt immer wieder Erlebnisse, die einen den Redaktionsalltag vergessen<br />

lassen. Als der JVC-Projektor HD10K bei uns eintraf, stand die Zeit still: Jeder<br />

wollte ihn sehen, alle wollten ihn anfassen und das, obwohl er mit 17 500<br />

Euro weit außerhalb der finanziellen Möglichkeiten liegt.<br />

VON CHRISTIAN TROZINSKI<br />

088 www.hdplustv.de


Bilder: Auerbach Verlag<br />

Vielleicht kennen Sie noch Roland Emmerichs<br />

Filmerfolg „Independence Day“. Während Außerirdische<br />

die Erde befallen, jubeln die Menschenmassen<br />

den unbekannten Flugobjekten zu. Anstatt<br />

panikartig die Flucht zu ergreifen, bestaunen die Ungläubigen<br />

mit weit aufgerissenen Mündern die Lichtsäulen,<br />

welche kurz darauf ganze Städte verschlingen. Weshalb<br />

wir Ihnen das erzählen? Der JVC HD10K ist eben jenes<br />

Raumschiff, welches seinen Schlund öffnet und ein Inferno<br />

produziert, wie wir es bislang noch nicht gesehen<br />

haben – zum Glück ohne die negativen Spätfolgen für die<br />

Menschheit wie im Film. Aus einer fast gebräuchlichen<br />

UHP-Lampe zaubert JVC Professional eine Bildqualität,<br />

wie man sie sich nur wünschen kann. Bevor wir jedoch<br />

zur Kür in Form des Bildtests übergehen, folgt zu Beginn<br />

die Pflicht, in Form von Auspacken, Anschließen und<br />

Ausmessen.<br />

Raumschiff<br />

Der JVC HD10K ist mit einem halben Meter Breite und<br />

Tiefe ein wahres Ungetüm. Im Vergleich zu seinen eher<br />

gediegenen Vorgängern beweist der Hersteller aber ein<br />

glückliches Händchen für Design, denn selten wurden<br />

solche Ausmaße so geschickt kaschiert. Ein robustes und<br />

wärmeableitendes Aluminiumgehäuse sorgt nicht nur für<br />

eine meisterhafte Haptik, sondern katapultiert das Gewicht<br />

auf das Dreifache eines herkömmlichen Projektors:<br />

17 Kilogramm sollte Ihre Decke verkraften können. Die<br />

komplette Optik sitzt millimetergenau in der Mitte, was<br />

die Planung für die spätere Anbringung deutlich erleichtert.<br />

Die Blicke um den schnörkellosen Aufbau gleiten<br />

schnell ins Leere, denn Anschlüsse oder Tasten suchen Sie<br />

hier anfangs vergebens. Nur auf der Oberseite zieren kleine<br />

LEDs den Metallrücken sowie eine massive Schraube.<br />

Obwohl wir von Natur aus neugierig sind, wollten<br />

wir partout den JVC nicht mit einem Schraubendreher<br />

konfrontieren. Ein Blick in die Bedienungsanleitung offenbart<br />

jedoch den vertikalen Lens-Shift, der sich unter<br />

dieser Schraube befindet. Mit ein wenig Überwindung<br />

entfernten wir den Schutz und tatsächlich: Die Linse des<br />

JVC lässt sich problemlos in ihrer Höhe verstellen. Dabei<br />

kann das Bild um 60 Prozent nach unten sowie zehn<br />

Prozent nach oben justiert werden. Je nachdem, welches<br />

Modell Sie erworben haben, passt sich der Zoom-Bereich<br />

ihren Räumlichkeiten an. Für kleine Räume empfiehlt<br />

sich der HD10KSU. Dessen Linse füllt eine 2,30 Meter<br />

Leinwand aus drei bis vier Meter Entfernung. Für besonders<br />

lange Räume ist hingegen der HD10KU optimiert.<br />

Hier werfen Sie aus vier bis siebeneinhalb Metern ein Bild<br />

formatfüllend zur angegebenen Leinwand.<br />

Ein vollständiges Tastenfeld für alle Einstellungen verbirgt<br />

sich hinter einer Blende. Die handliche und beleuchtete<br />

Fernbedienung lässt jedoch nur wenig Drang verspüren,<br />

den Projektor am Gehäuse steuern zu wollen.<br />

Kontaktadresse<br />

Wie bereits erwähnt bietet der HD10K kaum Anschlüsse.<br />

Bis auf einen DVI-Eingang finden Sie keinerlei Kontaktmöglichkeiten.<br />

Im JVC schlummern auch keine Scaler<br />

oder Vollbildkonverter – die komplette Elektronik wurde<br />

kurzerhand ausgelagert. Deshalb bietet JVC Professional<br />

externe Verteiler und Videoboxen an, die den Projektor<br />

komplettieren. Leider sind diese zusätzlichen Notwendigkeiten<br />

teuer und keinesfalls besser als andere günstigere<br />

Geräte am Markt. Um den Kaufpreis des JVC zumindest<br />

etwas erträglicher zu gestalten, sollten Sie auf einen DVD-<br />

Player ausweichen, der Signale in 1 080p ausgeben kann.<br />

Nur bei diesem Bildformat zeigt der Projektor ohne Scaler<br />

nämlich überhaupt ein Bild. Unsere zwei DVD-Player<br />

dieser Ausgabe, der Marantz DV9600 für 2 000 Euro oder<br />

der Denon DVD-A1XV (mit 1 080p Upgrade) für 3 800<br />

Euro, sind hier lohnenswerte Alternativen.<br />

Vermessen<br />

Im Testlabor riefen die Messwerte Freudenschreie hervor,<br />

denn eine solche Lichtleistung haben wir noch nicht einmal<br />

bei Fernsehern gemessen. Der HD10K ist 60 Prozent<br />

heller als alle bislang getesteten DLP-Projektoren und<br />

fast dreimal brillanter als <strong>LCD</strong>-Einstiegsprojektoren wie<br />

der Sanyo Z4 oder Panasonic PTAE900. Dass bei einem<br />

17 500-Euro-Flaggschiff auch die Schärfe, Ausleuchtung<br />

und die Qualität der Optik stimmt, versteht sich von selbst.<br />

Dennoch haben wir noch das berühmte Haar in der Suppe<br />

gefunden. In Testbildern mit feinen Linien sehen Sie<br />

eine leichte Farbverschiebung (Chromatic Abberation).<br />

Dieses Problems war sich auch JVC bewusst und liefert<br />

die passenden Einstellungen mit, um den Effekt zu mindern.<br />

Leider zeigt dies keinerlei Wirkung, denn obwohl<br />

Sie horizontale und vertikale Linien getrennt bearbeiten<br />

dürfen, sind die Farbverschiebungen an den Bildrändern<br />

immer zu beobachten, ganz gleichgültig, welchen Wert<br />

Sie eingeben. Wir müssen jedoch ausdrücklich betonen,<br />

dass dieses „Problem“ alle uns bekannten Projektoren<br />

aufweisen und dies nur bei wenigen Dezimetern Entfernung<br />

überhaupt erkennbar ist.<br />

Die Kontrastmessung ergab indes weit weniger, als der<br />

Bildeindruck vermittelte. Mit 1 800 : 1 ist der HD10K<br />

kaum kontraststärker als ein <strong>LCD</strong>- oder DLP-Projektor<br />

für ein Zehntel des Preises. Die hohe Leuchtkraft reizt das<br />

Der JVC HD10K ist nicht nur<br />

physisch imposant – seine<br />

Bilder deklassieren selbst<br />

öffentliche Kinos<br />

Nicht edel aber immerhin<br />

praktisch: Die beleuchtete<br />

Fernbedienung übt sich im<br />

britischen Understatement<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 089


Trotz JVC-Emblem ist dieser Videoprozessor von Faroudja. Im Vergleich zu<br />

neuen Technologien, wie der HQV-Videoverarbeitung im Denon, hat die<br />

Videobox jedoch das Nachsehen<br />

Sie als Fazit: Der JVC HD10K ist der beste<br />

Projektor, der bislang unsere Hallen betreten<br />

hat. Dabei sind die Unterschiede zu bisherigen<br />

Beamern nicht mit der Lupe zu suchen,<br />

sondern regelrecht gravierend. Wenn Sie<br />

zusätzliche Investitionen in einen externen<br />

Bildprozessor oder DVD-Player tätigen, gilt<br />

eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Der<br />

HD10K ist leise, extrem sauber konstruiert<br />

und die Folgekosten der Lampe halten sich<br />

in Grenzen.<br />

Abschließend noch ein paar Worte zum Preis.<br />

Mit knapp 20 000 Euro für Projektor und externen<br />

Bildprozessor sind mit Sicherheit viele<br />

Schmerzgrenzen bei weitem überschritten.<br />

Obwohl der HD10K auch außerhalb unserer<br />

Reichweite liegt, so versprüht er eine derartige<br />

Faszination, wie man sie nur an einem<br />

sonnigen Frühlingstag nach einem trüben<br />

Winter verspürt. Dass man diese Leidenschaft<br />

überhaupt käuflich erwerben kann,<br />

verdient dabei ein großes Lob.<br />

Auge jedoch so stark, dass selbst in Nachtsequenzen<br />

der durchschnittliche Schwarzwert<br />

kaum auffällt.<br />

Ganz nach dem Firmennamen Professional,<br />

ist der HD10K bereits sehr gut voreingestellt,<br />

hier gilt die Devise: Auspacken, Anschließen,<br />

Spaß haben.<br />

3D Kino<br />

Ist das <strong>HDTV</strong>? Diese Frage war die wohl<br />

meistgestellte während unser Vorführung<br />

im eigenen Kino. Obwohl wir nur eine herkömmliche<br />

DVD eingeworfen hatten, besaßen<br />

die Bilder solch unglaubliche Ausstrahlungskraft,<br />

dass man sofort an Blu-ray oder<br />

HD-DVD dachte. Man kann dieses Erlebnis<br />

weder in Worte fassen noch in Bildern festhalten,<br />

aber selbst in Anbetracht des Preises<br />

übertrifft diese Vorstellung jede gehegte<br />

Erwartung mühelos. Endlich schafft es ein<br />

Heimkinoprojektor die Helligkeit von Tageslicht<br />

glaubhaft zu simulieren. Sie können<br />

Stunden damit verbringen, Ihre geliebte<br />

Filmsammlung neu zu erkunden, ohne dass<br />

sich ein Ermüdungseffekt einstellen wird.<br />

Mit seinen zwei Millionen Bildpunkten, sowie<br />

der eigenen Bildtechnologie DILA ist der<br />

HD10K frei von Fliegengittern, Farbflecken<br />

oder Farbblitzern. Vergleicht man das Bild<br />

mit einem herkömmlichen <strong>LCD</strong>-Projektor,<br />

so kommt man nur zu einem Schluss: Ein<br />

Unterschied wie Tag und Nacht. Es ist, als<br />

würde die Leinwand vom undurchdringlichen<br />

Schmutz befreit in klarer Sicht erstrahlen.<br />

Kleinere Bildmängel leistete sich fast<br />

ausschließlich der mitgelieferte Bildprozessor.<br />

Sowohl in Filmen als auch bei Videomaterial<br />

kam er des Öfteren aus dem Takt und<br />

zeigte hässlich flimmernde Bildkanten. Mit<br />

unserem Referenzplayer Denon DVD A1XV<br />

konnte dieser Fauxpas aber in Nullkommanichts<br />

ausgemerzt werden.<br />

Weshalb nur 86 Punkte? In unsere Bewertung<br />

fließt natürlich auch die Alltagstauglichkeit<br />

ein und hier besitzt der JVC noch große Reserven.<br />

Er besitzt keinerlei eigene Anschlüsse,<br />

geschweige denn eine interne Elektronik.<br />

Die zusätzlichen Videoboxen sind gut aber<br />

nicht überragend, das Gewicht erschwert<br />

die Deckenmontage, der Stromverbrauch ist<br />

aufgrund der Leuchtkraft nicht zu verachten<br />

und die Lampenlaufzeit ist auf 2 000 Stunden<br />

begrenzt.<br />

So fehlen die Punkte am Ende nicht etwa,<br />

weil der JVC-Projektor sich Schwächen leistet,<br />

sondern weil elementare Dinge schlicht<br />

und ergreifend gänzlich fehlen. Unsere Bildwertung<br />

beinhaltet beispielsweise den Scaler<br />

und Vollbildkonverter. Beide sind entweder<br />

nicht verbaut oder können in den mitgelieferten<br />

externen Boxen nicht mit der Qualität<br />

des Projektors Schritt halten. Somit bleibt für<br />

Ausstattung<br />

Hersteller<br />

JVC Professional<br />

Modell<br />

HD10K<br />

Preis in Euro 17500,–<br />

Info<br />

www.jvcpro.de<br />

Typ<br />

D-ILA<br />

Maße (B/H/T) in cm 513 × 194 × 559<br />

Gewicht 17<br />

Farben<br />

Anthrazit<br />

Betrieb/Stand-by 285 W/7 W<br />

Kontrast 1800 : 1<br />

Auflösung 1920 × 1080<br />

<strong>HDTV</strong>-fähig ja<br />

JVC HD10K<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung 16 von 20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

16 von 20<br />

Wiedergabequalität<br />

54 von 60<br />

JVC HD10K<br />

AUSGABE 5.2006<br />

Gesamt 86 von 100<br />

090 www.hdplustv.de<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft


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Telefon: (03 92 04) 8 22 25, Fax: (03 92 04) 9 15 87<br />

www.hdtv-profi.de, info@hdtv-profi.de<br />

PLZ 5<br />

Köln<br />

Euphonia GmbH<br />

An Groß St. Martin 5, PLZ 50667<br />

Telefon: (02 21) 9 25 70 20<br />

PLZ 6<br />

Offenbach<br />

Hifi Im Hinterhof GmbH<br />

Geleitstr. 50, PLZ 63067<br />

Telefon: (069) 88 86 09<br />

PLZ 7<br />

Böblingen<br />

Sound & Vision<br />

Amalienbadstr. 36, PLZ 71032<br />

Telefon: (0 70 31) 23 49 99<br />

Gemmrigheim<br />

Scottys – Beamer<br />

Hauptstr. 49, PLZ 74376<br />

Telefon: (0 71 43) 84 14 01, Fax: (0 71 43) 84 14 00<br />

info@scottys-beamer.de<br />

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Ort, Datum<br />

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* Der Eintrag verlängert sich automatisch, wenn nicht per Post oder Fax ber der Auerbach Verlag und Infodienste GmbH gekündigt wurde.


Klassentreffen<br />

In dieser Ausgabe im Test:<br />

der HD10K von JVC<br />

In unserer Übersicht finden Sie eine Auswahl<br />

bislang getesteter Produkte mit einer Wortbewertung,<br />

welche die Vor- und Nachteile<br />

auf den Punkt bringt. Alle Komponenten sind<br />

in alphabetischer Reihenfolge geordnet. Die<br />

Nachfolgeprodukte ersetzen bei gleicher oder<br />

besserer Bewertung den Vorgänger.<br />

Modell Ansicht Testurteil Bewertung Preis Info Ausgabe<br />

Lautsprecher<br />

Dali<br />

Ikon<br />

Ein spielfreudiges Set, dass müden<br />

Anlagen und muffigen Räumen<br />

Leben einhaucht<br />

Gut<br />

82<br />

3 500,– www.dali.dk 05/06<br />

Teufel<br />

Theater 8<br />

Großer Klang für das heimische<br />

Kino. Die THX-Ultra2-Zertifizierung<br />

garantiert mörderische Pegel.<br />

Sehr gut<br />

87<br />

3 490,– www.teufel.de 03/06<br />

Audio-Receiver/Verstärker<br />

Denon<br />

AVR-4306<br />

HDMI- und iPod-Anschlüsse sowie<br />

eine perfekte Videoverarbeitung.<br />

Den guten Klang gibt‘s praktisch<br />

gratis.<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

1 999,– www.denon.de 04/06<br />

Marantz<br />

SR9600<br />

Seine mächtigen Endstufen und das<br />

puristische Äußere täuscht: Der Marantz<br />

ist ein filigraner Musikexperte,<br />

der in Stereo wie in Multikanal<br />

glänzt.<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

3 499,– www.marantz.de 05/06<br />

Yamaha<br />

RX-V2600<br />

DVD-Player<br />

Mehr Ausstattung zum kleineren<br />

Preis gibt es nicht. Klanglich spielt<br />

der Yamaha Dank seiner Nachbearbeitungsprogramme<br />

ganz vorn mit.<br />

Sehr gut<br />

87<br />

1 299,– www.yamaha-hifi.de 05/06<br />

Denon<br />

DVD-A1XV<br />

Ehre, wem Ehre gebührt: Denon<br />

baut den besten DVD-Player aller<br />

Zeiten. So lässt sich die Wartezeit auf<br />

HD-DVD und Blu-ray verschmerzen.<br />

Ausgezeichnet<br />

94<br />

3 499,– www.denon.de 05/06<br />

Marantz<br />

DV-9600<br />

Marantz macht fast alles richtig:<br />

Besonders der Klang überzeugt auf<br />

ganzer Linie. Wäre doch nur der<br />

Vollbildkonverter stabiler ...<br />

Sehr gut<br />

88<br />

1 999,– www.marantz.de 05/06<br />

Sony<br />

DVP-NS9100ES<br />

Klanglich tadelloser, fantastisch verarbeiteter<br />

Player. Gutes, aber nicht<br />

herausragendes Bild.<br />

Gut<br />

84<br />

1 600,– www.sony.de 03/06<br />

TV-Geräte<br />

JVC<br />

HD-56ZR7<br />

Der Rückpro auf HD-ILA-Basis zeigt<br />

riesige Bilder ohne Fliegengitter.<br />

Ausleuchtung mit Schwächen.<br />

Gut<br />

75<br />

3 499,– www.jvc.de 03/06<br />

JVC<br />

LT-40S70BU<br />

Für einen <strong>LCD</strong> dieser Größe ist die<br />

Bildqualität gut. Über HDMI lebt der<br />

JVC sichtlich auf<br />

Gut<br />

74<br />

2 700,– www.jvc.de 05/06<br />

092 www.hdplustv.de


Loewe<br />

Individual 32<br />

Erstklassige Verarbeitung und tolles<br />

Design. Bildqualität könnte besser<br />

sein.<br />

Gut<br />

74<br />

2 899,– www.loewe.de 03/06<br />

NEC<br />

PX-42XR4<br />

<strong>Plasma</strong>-Fernseher mit ausgezeichneten<br />

Einstelloptionen und erstklassiger<br />

Signalverarbeitung. Für die<br />

Überall-Montage bestens geeignet.<br />

Gut<br />

80<br />

2 800,– www.nec.de 04/06<br />

Panasonic<br />

TH-42PV60E<br />

Exzellentes <strong>Plasma</strong>-Display mit einem<br />

hervorragenden Kontrastwert<br />

und zwei HDMI-Schnittstellen.<br />

Gut<br />

77<br />

2 199,– www.panasonic.de 04/06<br />

Pioneer<br />

PDP-436RXE<br />

Willkommen zurück: Pioneer<br />

erkämpft sich den Thron der Flachbildfernseher<br />

ein zweites Mal<br />

Gut<br />

84<br />

3 099,– www.pioneer.de 05/06<br />

Sony<br />

KDL-V32A11E<br />

Farblich gut abgestimmter <strong>LCD</strong> der<br />

bei HDMI zur Hochform aufläuft.<br />

Mäßiger Vollbildkonverter.<br />

Gut<br />

77<br />

1 999,– www.sony.de 03/06<br />

Toshiba<br />

32WL58P<br />

Nicht mehr der Neueste, aber immer<br />

noch taufrisch. <strong>LCD</strong> mit gutem<br />

Kontrast und präziser Signalverarbeitung.<br />

Gut<br />

79<br />

1 999,– www.toshiba.de 04/06<br />

Projektoren<br />

JVC<br />

DLA-HD10K<br />

Optoma<br />

HD72i<br />

Sony<br />

HS60<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

Humax<br />

PR-HD1000C<br />

Pace<br />

DS 810KP<br />

<strong>HDTV</strong>-Spielkonsole<br />

Die Sonne unter den Projektoren:<br />

Gleißend hell, bezaubernd, atemberaubend.<br />

Der Preis ist hoch, die<br />

empfundene Freude noch größer.<br />

Externer Scaler und Videoprozessor<br />

oder DVD-Player mit 1080p-Bildaus-<br />

gang sind Pflicht.<br />

DLP-Projektor mit guter Lichtleistung.<br />

Brillant Color für leuchtende<br />

Farben. Störrisch in der Aufstellung.<br />

<strong>LCD</strong>-Projektor mit gigantischem<br />

Schwarzwert. Unter der geringen<br />

Helligkeit leidet jedoch die Bildwirkung.<br />

Erster Kabelreceiver für den <strong>HDTV</strong>-<br />

Empfang, gute Bild und Tonausgabe,<br />

einfache Bedienung<br />

Premiere-<strong>HDTV</strong>-Receiver mit guten<br />

Bild- und Tonwerten. Teils schlimme<br />

Bedienmängel.<br />

Sehr gut<br />

86<br />

Gut<br />

71<br />

Gut<br />

73<br />

Gut<br />

82<br />

Gut<br />

72<br />

17500,– www.jvcpro.de 05/06<br />

2199,– www.optoma.de 04/06<br />

2499,– www.sony.de 04/06<br />

399,– www.humax-digital.de 05/06<br />

499,– www.pacemicro.com 03/06<br />

Microsoft<br />

Xbox 360<br />

Leistungsmonster für fantastische<br />

3D-Grafik. Lautes DVD-Laufwerk mit<br />

durchschnittlicher Wiedergabe.<br />

Gut<br />

84<br />

399,– www.xbox.com 03/06<br />

Schnittsoftware<br />

Pinnacle<br />

Studio Plus<br />

Für DV-Aufnahmen reicht das Studio<br />

Plus für Anfänger völlig aus. Bei<br />

HDV ist die Software überfordert.<br />

Zusätzliche Effektpaletten kosten<br />

Aufpreis.<br />

Befriedigend 99,– www.pinnaclesys.de 05/06<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 093


Marktübersicht 83 ×<br />

Hersteller Modell Preis in Euro <strong>HDTV</strong>-Anschluss Auflösung Bilddiagonale Farben Maße B/H/T in cm Gewicht in kg<br />

Flachbildschirme <strong>LCD</strong><br />

Fujitsu Siemens Jetson J32-1 1 200,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Grau 92 × 55 × 26 20<br />

Fujitsu Siemens Myrica V32-1 1 159,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Grau 580 × 792 × 240 19,3<br />

Fujitsu Siemens Myrica V40-1 1 900,– DVI 1 366 × 768 40 Zoll Grau 581 × 969 × 240 28<br />

Grundig LXW82-9620Dolby 1 800,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 82 × 62 × 25 25<br />

Grundig Elegance 40 3 450,– DVI 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 105 × 71 × 11 35<br />

Grundig Xentia42 3 500,– HDMI 1 366 × 768 42 Zoll Silber 124 × 73 × 11 39<br />

Hitachi 32LD6600 1 690,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 92 × 52 × 11 20<br />

Hitachi 32LD7200 2 250,– HDMI, DVI 1 366 × 768 32 Zoll Grau 101 × 62 × 32 25<br />

Hitachi 37LD6600 2 349,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 93 × 65 × 10 25<br />

Humax LDE-32TPVR 3 000,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 84 × 60 × 22 31<br />

Humax LDE HD32S 1 800,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 812 × 633 × 246 k. A.<br />

Humax LDE-40 TPVR 2 900,– DVI 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 1 235 × 699 × 252 34<br />

Hyundai Q320 1 479,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 77 × 47 × 10 15<br />

JVC LT-32R70BU 1 499,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 800 × 591 × 244 17,9<br />

JVC LT-37R70BU 2 199,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 919 × 649,4 × 311 23,2<br />

JVC LT-40S70 2 999,– 2 × HDMI 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 1 000 × 720.5 × 293 29,3<br />

LG 37LP1DA 3 299.– HDMI, DVI 1 366 × 768 37 Zoll Grau 116 × 72 × 25 33<br />

Loewe Individual 32 2900,– HDMI 1366 × 768 32 Zoll<br />

Schwarz, Cream,<br />

Titan, Bronze<br />

82 × 57 × 10 27<br />

Marantz LC3201 2460,– DVI 1366 × 768 32 Zoll Schwarz 77 × 46 × 9 15<br />

Metz Talio 32 S 3 000,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Silber 80 × 65 × 11 20<br />

Metz Milos 37 S 3 700,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Silber 109 × 60 × 12 21<br />

Panasonic TX-32LX500F 1 999,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 857 × 624 × 300 k. A.<br />

Panasonic TX-32LX60F 1 599,– 2 × HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 79 × 66 × 30 19<br />

Philips 32PF9830/10 2 999,– HDMI, DVI 1 366 × 768 32 Zoll Grau 100 × 61 × 10 20<br />

Philips 37PF9830/10 3 999,– HDMI, DVI 1 920 × 1 080 37 Zoll Silber 113 × 68 × 10 28<br />

Philips 42PF9830/10 5 999,– HDMI, DVI 1 920 × 1 080 42 Zoll Silber 124 × 76 × 10 36<br />

Sagem HD L32-T 1 799,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 104 × 56 × 14 24,5<br />

Samsung LE-32M61B 2 399,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 80 × 56 × 11 19<br />

Samsung LE-40M61B 3 599,– HDMI 1 366 × 768 40 Zoll Schwarz 100 × 68 × 12 28<br />

Samsung LE-46M51B 5 999,– HDMI 1 366 × 768 46 Zoll Schwarz 113 × 75 × 14 37<br />

Sharp LC-32GA8E 1 199,– 2 × HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 804 × 636 × 272 19<br />

Sharp LC-37GA8E 1 599,– 2 × HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 926 × 705 × 305 23<br />

Sharp LC-32GD7E 2 399,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Titan k. A. k. A.<br />

Sharp LC-37GD7E 2 999,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Titan k. A. k. A.<br />

Sharp LC-45GD1E 7 999,– DVI 1 920 × 1 080 45 Zoll Titan 108 × 80 × 31 31<br />

Sony KDL 32V2000 1 900,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 792 × 593 × 219 k. A.<br />

Sony KDL 40S2000 2 650,– HDMI 1 366 × 768 40 Zoll Anthrazit 988 × 716 × 334 k. A.<br />

Sony KDL 46V2000 4 499,– HDMI 1 366 × 768 46 Zoll Schwarz 1 120 × 805 × 334 k. A.<br />

Technisat HD-Vision 32 1 799,– 2 × HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Grau 101 × 58 × 20 19<br />

Thomson 32LB130S5 1 599,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Weiß 96 × 56 × 18 23<br />

Thomson 32LB220B4 2 000,– DVI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 95 × 62 × 26 23<br />

Thomson 37LB330B5 2 800,– HDMI 1 920 × 1 080 37 Zoll Schwarz 109 × 71 × 25 33<br />

Thomson 46LB330B5 4 500,– HDMI 1 920 × 1 080 46 Zoll Schwarz k. A. k. A.<br />

Toshiba 32WL66P 1 600,– 2 × HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Schwarz 80 × 56 × 12 15,9<br />

Toshiba 37WL66P 2 000,– 2 × HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Schwarz 92 × 64 × 12 21<br />

Toshiba 42 WLG 66 P 2 600,– 2 × HDMI 1 920 × 1 080 42 Zoll Schwarz 105 × 73 × 13 27,5<br />

Viewsonic N3260w 1 399,– HDMI 1 366 × 768 32 Zoll Grau 82 × 65 × 23 21,5<br />

Viewsonic N3760w 1 599,– HDMI 1 366 × 768 37 Zoll Grau 96 × 73 × 28 31<br />

094 www.hdplustv.de


Hersteller Modell Preis in Euro <strong>HDTV</strong>-Anschluss Auflösung Bilddiagonale Farben Maße B/H/T in cm Gewicht in kg<br />

Flachbildschirme <strong>Plasma</strong><br />

Conrac Profile 42 HD 2590,– DVI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 104 × 64 × 11 30<br />

Cytronix CX-P42H 2800,– DVI 1024 × 768 42 Zoll Silber 104 × 64 × 9 38<br />

Cytronix CX-P50H 4000,– DVI 1366 × 768 50 Zoll Silber 122 × 73 × 9 65<br />

Fujitsu Siemens Myrica P42-2 2200,– DVI 1024 × 768 42 Zoll Grau 104 × 64 × 11 45<br />

Fujitsu Siemens Myrica P50-2 3000,– DVI 1366 × 768 50 Zoll Grau 121 × 72 × 9 54<br />

Fujitsu/<strong>Plasma</strong>vision P63XHA40US 18000,– HDMI 1366 × 768 63 Zoll Silber 150 × 99 × 12 72<br />

Fujitsu/<strong>Plasma</strong>vision P55XHA40US 9000,– HDMI 1366 × 768 55 Zoll Silber 138 × 80 × 13 55<br />

Grundig PlanaVision 42 2899,– DVI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 103 × 74 × 10 32<br />

Grundig PlanaVision 50 4260,– DVI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz 123 × 83 × 10 53<br />

Hitachi 42PD6600 2699,– HDMI 1024 × 1024 42 Zoll Schwarz 105 × 79 × 30 41<br />

Hitachi 42PD9700 3299,– HDMI 1024 × 1080 42 Zoll Schwarz 113 × 65 × 10 37<br />

Hyundai<br />

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Hyundai<br />

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Hyundai<br />

Imagequest<br />

HQP 421 HR 2 400,– DVI 1 024 × 768 42 Zoll Grau 103 × 63 × 8 30<br />

HQP 501 HR 3 990,– DVI 1 366 × 768 50 Zoll Grau 111 × 62 × 8 43<br />

Vvuon Q421H 2 400,– DVI 1 024 × 1 080 42 Zoll Schwarz 93 × 53 × k. A. k. A.<br />

LG 42PX5R 2999,– HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 125 × 65 × 10 34<br />

LG 50PY2R 5999,– HDMI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz 142 × 84 × 11 52<br />

LG RZ-60 PY10 12330,– DVI 1366 × 768 60 Zoll Schwarz 171 × 86 × 10 66<br />

Loewe Modus L 42 2999,– HDMI 1024 × 768 42 Zoll Platin 107 × 74 × 14 38<br />

Loewe Xelos A42 4700,– HDMI 1024 × 1024 42 Zoll Platin 107 × 74 × 11 40<br />

Marantz PD4201 3990,– DVI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 103 × 63 × 8 26<br />

NEC 42XR4 3000,– HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 103 × 61 × 10 27<br />

NEC 50XR5 4500,– HDMI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz 123 × 74 × 10 45<br />

NEC 50XM5 4400,– DVI 1365 × 768 50 Zoll Schwarz 123 × 74 × 10 45<br />

NEC 61XM4 10600,– DVI 1365 × 768 61 Zoll Schwarz 147 × 88 × 12 61<br />

Panasonic TH-42PV60E 2199,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 102 × 71 × 10 30<br />

Panasonic TH-37PV60E 1999,– 2 × HDMI 1024 × 768 37 Zoll Schwarz 92 × 65 × 10 26<br />

Panasonic TH-65PV500E 9899,– HDMI 1366 × 768 65 Zoll Schwarz 1554 × 985 × 145 84<br />

Phocus PDP50MHS 3500,– DVI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz 125 × 77 × 9 54<br />

Pioneer PDP-436XDE 3799,– 2 × HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 108 × 63 × 9 26<br />

Pioneer PDP-506XDE 5299,– 2 × HDMI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz 122 × 72 × 9 32<br />

Samsung PS-42D51S 2499,– HDMI 1366 × 768 42 Zoll Schwarz, Silber 106 × 79 × 9 45<br />

Samsung PS-42S5H 3299,– HDMI 1024 × 768 42 Zoll Schwarz 106 × 79 × 9 45<br />

Samsung PS-50P5H 5999,– HDMI 1366 × 768 50 Zoll Schwarz, Silber 123 × 83 × 9 52<br />

Thomson 42PB130S5 2299,– HDMI 1024 × 768 42 Zoll Silber k. A. k. A.<br />

Yamaha PDM-4220 3500,– HDMI 1024 × 1024 42 Zoll Schwarz 103 × 64 × 10 36<br />

Inserenten<br />

Denon 8/9<br />

DIGITAL FERNSEHEN 97<br />

DIGITAL TESTED<br />

U3<br />

<strong>HDTV</strong>profi 15<br />

http://shop.auerbach-verlag.de 35<br />

InFocus 17<br />

JVC Consumer Deutschl.<br />

U4<br />

Kathrein 3<br />

Kinowelt 41<br />

Li Ko Design 5<br />

Mitsubishi<br />

U2<br />

Monitor Audio 7<br />

www.digitalfernsehen.de 87<br />

www.digital-tested.de 49<br />

www.hdplustv.de 73<br />

Kaufberatung | HD+TV | 5.2006 095


HD-Kanäle via Satellit<br />

In unserer Sat-Frequenzübersicht finden Sie ab sofort alle wichtigen Daten zu den in <strong>HDTV</strong><br />

ausgestrahlten Programmen. Die Kanäle sind nach Satellit und Frequenz geordnet. Neuaufschaltungen<br />

werden zur besseren Übersicht markiert.<br />

Sender Sprache Norm Codierung Frequenz Polarisation SR FEC<br />

Astra 19,2 Grad Ost<br />

Premiere HD Film deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11914 horizontal 27500 9/10<br />

Premiere HD Thema deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11914 horizontal 27500 9/10<br />

Premiere HD Sport deu MPEG-4/DVB-S2 Nagravision 11914 horizontal 27500 9/10<br />

Astra HD/Arte HD* eng/fra MPEG-2/DVB-S – 12168 vertikal 27500 5/6<br />

Eventment fra MPEG-4/DVB-S Mediaguard 12363 vertikal 27500 3/4<br />

National Geographic HD fra MPEG-4/DVB-S Mediaguard 12363 vertikal 27500 3/4<br />

Canal + HD fra MPEG-2/DVB-S – 12581 vertikal 22000 5/6<br />

Anixe HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 12722 horizontal 22000 2/3<br />

Astra HD/Arte HD* eng MPEG-4/DVB-S2 – 12722 horizontal 22000 2/3<br />

ProSieben HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 12722 horizontal 22000 2/3<br />

Sat.1 HD deu MPEG-4/DVB-S2 – 12722 horizontal 22000 2/3<br />

Hot Bird 13 Grad Ost<br />

TPS HD/Arte HD* fra MPEG-4/DVB-S2 Viaccess/frei 10834 vertikal 27500 3/4<br />

TPS Star HD fra MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 10834 vertikal 27500 3/4<br />

Luxe TV fra MPEG-2/DVB-S – 11242 vertikal 27500 3/4<br />

Sky HD ita MPEG-4/DVB-S2 – 11996 vertikal 27500 3/4<br />

TVN HD pol MPEG 4 / DVB-S2 Conax 11258 horizontal 27500 2/3<br />

Polsat Sport HD pol MPEG 4 / DVB-S Nagravision 12188 vertikal 27500 3/4<br />

Sky Sport HD ita MPEG 4 / DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 3/4<br />

Next HD ita MPEG 4 / DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 3/4<br />

Sky Cinema HD ita MPEG 4 / DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 3/4<br />

National Geographic HD ita MPEG 4 / DVB-S2 Videoguard 11996 vertikal 27500 3/4<br />

Astra 3A 23,5 Grad Ost<br />

HD 1 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />

HD 2 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 10758 vertikal 22000 7/8<br />

HD 5 eng MPEG-2/DVB-S – 10758 vertikal 22000 7/8<br />

Astra 2 28,2 Grad Ost<br />

BBC Promo eng MPEG-4/DVB-S – 10847 vertikal 22000 5/6<br />

National Geographic HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11798 horizontal 28250 3/4<br />

Sky Movies 9 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11798 horizontal 28250 3/4<br />

Sky Sports HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11798 horizontal 28250 3/4<br />

Artsworld eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11324 vertikal 28250 3/4<br />

Discovery HD UK eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11324 vertikal 28250 3/4<br />

Sky Box Office HD 2 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11324 vertikal 28250 3/4<br />

Sky Retail HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 11324 vertikal 28250 3/4<br />

Sky Box Office HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />

Sky Movies 10 eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />

Sky One UK HD eng MPEG-4/DVB-S2 Videoguard 12344 horizontal 28250 3/4<br />

Eutelsat W4 36 Grad Ost<br />

HD 1 eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12111 horizontal 26500 3/4<br />

HD 2 eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12111 horizontal 26500 3/4<br />

HD 5 eng MPEG-4/DVB-S2 Viaccess 12111 horizontal 26500 3/4<br />

Eutelsat W3 7 Grad Ost<br />

HD 1 NL eng MPEG-4/DVB-S2 – 10880 vertikal 17360 3/4<br />

Sirius 5 Grad Ost<br />

HD 1 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 12245 vertikal 27500 7/8<br />

HD 2 eng MPEG-2/DVB-S Irdeto 12245 vertikal 27500 7/8<br />

HD 5 eng MPEG-2/DVB-S – 12245 vertikal 27500 7/8<br />

Thor 0,8 Grad West<br />

CMore HD eng MPEG-2/DVB-S Conax 11389 horizontal 24500 7/8<br />

SVT HD promo swe MPEG 4 / DVB-S2 Viaccess 12380 vertikal 25000 2/3<br />

Atlantic Bird 3 5 Grad Ost<br />

TPS HD Promo fra MPEG-2/ DVB-S – 11469 horizontal 20618 1/2<br />

* nur sporadisch aufgeschalten<br />

096 www.hdplustv.de<br />

Frequenzen in MHz, SR = Symbolrate, FEC = Forward Error Correction (Fehlerkorrektur),<br />

Neuaufschaltungen


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ALLES über das digitale<br />

Fernsehen erfahren möchten:<br />

Jeden Monat neu am Kiosk<br />

und täglich aktuell unter www.digitalfernsehen.de


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Impressum<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />

Tel. (03 41) 1 49 55-0 • Fax (0341) 1 49 55-11<br />

Schnappschüsse<br />

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Farbenrausch: Die Blue Man Group<br />

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Herausgeber<br />

Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />

Stefan Hofmeir, Florian Pötzsch<br />

Chefredaktion (ViSdP)<br />

Marc Hankmann<br />

Chef vom Dienst<br />

Christian Trozinski<br />

Produktionsleitung<br />

Uwe Gajowski<br />

Grafikdesign<br />

Romy Ebert, Tobias Ehleben, Kati Landherr,<br />

Kirsten Weber, Linda Wenzel<br />

Redaktion:<br />

Frank Bitterhof, Thomas Butzmann, Rainer Bücken,<br />

Patricia Hinrichs, Hubert Gertis, Martin Günther, Mario<br />

Hess, Frank Meinzenbach, Thomas Meyer, Anke Niklas,<br />

Eva Nowitzki, Ricardo Petzold, Susanne Sprotte, Falko<br />

Theuner, Jeannine Völkel<br />

Anschrift<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Redaktion HD+TV<br />

Lauchstädter Str. 20, 04229 Leipzig<br />

leserbriefe@hdplustv.de<br />

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Nicole Kühn, Benjamin Mächler, Carsten Philipp<br />

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Die nächste Ausgabe erscheint<br />

am 13. Oktober 2006<br />

Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten<br />

Bilder: Brinkhoff/Mögenburg, Dynaudio<br />

Abonnenten<br />

Nadine Helbig, Stephanie Kurz<br />

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MZV Moderner Zeitschriften<br />

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ISSN: 1861-1737<br />

Erscheinungsweise: 6-mal im Jahr<br />

Einzelpreis Deutschland: 4,90 Euro<br />

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