HDTV Super-TVs (Vorschau)
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MAGAZIN<br />
3D-SPEZIALIST<br />
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ULTRA<br />
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22<br />
TESTS<br />
SUPER-<strong>TVs</strong><br />
9 FERNSEHER VON 40 BIS 65 ZOLL IM XXL-TEST<br />
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Goodbye Plasma: Das<br />
Ende einer Technikära<br />
Es klingt rückblickend wie eine Ironie der<br />
Geschichte: Panasonics erste Plasmafernseher<br />
wurden 1998 für die <strong>HDTV</strong>-<br />
Darstellung der Olympischen Winterspiele in<br />
Nagano produziert, 2014 wird dagegen kein<br />
neuer Plasmafernseher mehr erscheinen, trotz<br />
der Olympischen Winterspiele in Sochi. Die<br />
Entscheidung Panasonics, vollständig von der<br />
Plasma-TV-Herstellung zurückzutreten, kam<br />
nicht wirklich überraschend, mit einer derartigen<br />
Geschwindigkeit des Rückzugs haben aber nur<br />
die wenigsten gerechnet. Ab sofort sollen keine<br />
neuen Plasmafernseher mehr vom Band laufen,<br />
der aktuelle Bestand wird ausverkauft und die<br />
letzten Geräte mit attraktiven Garantieverlängerungen<br />
feilgeboten. Die größeren technischen<br />
Fortschritte, gerade im nahenden Ultra-HD-<br />
Zeitalter, sind aufseiten der LCD-Technik zu<br />
verzeichnen, die in wichtigen Bildkriterien zur<br />
Plasmatechnik aufgeschlossen hat. Durch die<br />
deutlich bessere Energieeffizienz dank stromsparender<br />
LED-Beleuchtung prognostizierten<br />
„Ab sofort sollen keine<br />
neuen Plasmafernseher mehr vom<br />
Band laufen. Der aktuelle<br />
Bestand wird ausverkauft.“<br />
Bewegte Bilder statt Fotos<br />
Hands-on-Video<br />
www.youtube.com/digitalfernsehende<br />
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Können mich die Bässe der schlanken<br />
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Klingt die ultrakompakte nuLine 24<br />
echt soooo groß?<br />
Wie fühlen sich 20-Hertz-Bässe von<br />
einem Nubert Subwoofer an?<br />
Wie faszinierend klingt High End mit<br />
den erschwinglichen nuVeros?<br />
Ist Heimkino mit Nubert Surroundsets<br />
wahrhaftig so spektakulär?<br />
Was begeistert tausende Kunden im<br />
Nubert Gästebuch?<br />
Marktforscher bereits seit Jahren die endgültige<br />
Dominanz der LCD-Technik. Panasonic hielt an<br />
der alternativen Plasmatechnologie solange fest,<br />
bis ein Ende des Wachstums im XXL-TV-Segment<br />
absehbar war. Mittlerweile sind LCD-Fernseher<br />
ebenso im Großbildformat erhältlich wie<br />
Plasmafernseher, auch wenn letztere in Sachen<br />
Preis-Leistung ungeschlagen bleiben. Unser Tipp:<br />
Entgegen dem Markttrend lohnt es sich, Panasonics<br />
aktuelles Plasma-TV-Sortiment mit in die<br />
Kaufentscheidung einzubeziehen, denn bereits<br />
der scheidende Plasma-TV-Hersteller Pioneer<br />
demonstrierte mit den „Kuro“ getauften Fernsehern<br />
eindrucksvoll, dass die allgemeine Meinung<br />
über eine Technologie nicht gleichbedeutend<br />
mit ihrer Qualität ist. Wir sagen an dieser Stelle:<br />
Danke Panasonic, für viele spannende Jahre<br />
mit immer neuen technologischen Höhenflügen<br />
im Plasma-TV-Bereich. Die obligatorische<br />
Nachfolgetechnik steht bereits in den Startlöchern:<br />
OLED-Fernseher sollen die technischen<br />
Möglichkeiten bei der Bilddarstellung ausloten<br />
und die Plasmatechnologie beerben. Bereits 2014<br />
könnten erste OLED-TV-Modelle von Panasonic<br />
in den Regalen der Fachhändler stehen – es bleibt<br />
also weiterhin spannend!<br />
IHRE REDAKTION DER <strong>HDTV</strong><br />
Lesen Sie auch ...<br />
DIGITAL FERNSEHEN. Das Medienmagazin berichtet<br />
monatlich über alles Wissenswerte rund um das Thema<br />
Digital-TV.<br />
Die nächste Ausgabe der <strong>HDTV</strong><br />
erscheint am 20. Dezember.<br />
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Coriolanus<br />
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TV-Bildeinstellungen!
Inhalt 8/2013<br />
Hintergründe<br />
08 | 4K: Die Pixelrevolution<br />
Viermal mehr Bildpunkte als Full HD bietet 4K<br />
bzw. Ultra HD auf dem Papier, doch wie wirkt<br />
sich das Pixelplus in der Praxis aus? Unsere<br />
neunseitige Titelstory führt Sie durch alle Bereiche<br />
der 4K-Produktion und 4K-Darstellung.<br />
Tests<br />
77<br />
Virtuelle Realität:<br />
Sonys 3D-Kopfkino<br />
20<br />
LG 65LA9709:<br />
UHD-TV im Test<br />
58<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
im Vergleich<br />
08<br />
4K beerbt Full HD:<br />
Exklusive Titelstory<br />
66<br />
Blu-ray-Player<br />
mit 4K-Upscaling<br />
20 | LG 65LA9709<br />
24 | Flachbild-<strong>TVs</strong> der 60-Zoll-Klasse<br />
25 | Samsung UE65F8090<br />
28 | Samsung UE60F7090<br />
32 | Philips 60PFL6008K<br />
36 | Toshiba 58M8365D<br />
40 | Flachbild-<strong>TVs</strong> der 40-Zoll-Klasse<br />
41 | Sony KDL-42W655A<br />
44 | Sony KDL-42W805A<br />
47 | Sony KDL-40W905A<br />
50 | Samsung UE46F6510<br />
54 | Testübersicht Flachbild-<strong>TVs</strong><br />
56 | Testhintergründe<br />
58 | <strong>HDTV</strong>-Receiver im Vergleich<br />
59 | Prismcube Ruby<br />
60 | Panasonic DMR-HST230<br />
61 | Technisat DIGIT ISIO S<br />
62 | Dreambox DM7020<br />
64 | VU+ Duo2<br />
65 | Kathrein UFS924<br />
66 | Blu-ray-Player im Vergleich<br />
67 | LG BP730<br />
68 | Sony BDP-S5100<br />
70 | Panasonic DMP-BDT335<br />
71 | Philips BDP7750<br />
72 | Samsung BD-F7500<br />
74 | Projektor Benq W1080ST<br />
77 | 3D-Kopfkino Sony<br />
Bilder Titel: Auerbach Verlag, Dream Multimedia, LG, Panasonic, Samsung, Sony, Universal, Warner • Bilder Inhalt: Astra, LG, Nvidia, Samsung, Sony, Studiocanal, Universal, Warner<br />
6 | 8.2013
Entertainment<br />
80 | Man Of Steel<br />
Die jüngste Verfilmung des <strong>Super</strong>man-Mythos<br />
beeindruckt durch kolossale Kämpfe. Ob im<br />
Actionbombast die Geschichte zu kurz kommt,<br />
verrät unser Test der Blu-ray-3D-Fassung.<br />
82 | The Place Beyond The Pines<br />
Wuchtiges und doch kunstvolles Vater-Sohn-<br />
Drama, das man garantiert nie wieder vergisst:<br />
Die perfekte Kombination aus Drama, Spannung<br />
und Anspruch.<br />
84 | 3D-Dokus<br />
Entgegen dem abflauenden 3D-Bekenntnis der<br />
TV-Hersteller erscheinen immer mehr aufsehenerregende<br />
3D-Produktionen. Wir stellen in<br />
unserem 3D-Special aktuelle Naturdokus vor.<br />
88 | Die Croods<br />
Ein Lichtblick in der Flut mittelmäßiger Animationsfilme,<br />
voller Witz und Kreativität, bei dem<br />
sowohl die Croods als auch die Tiere einen Stein<br />
im Brett jedes Familienmitgliedes haben werden.<br />
90 | Ich – einfach unverbesserlich 2<br />
Exsuperbösewicht Gru bekommt weibliche Konkurrenz<br />
und die genialen Minions stehlen wieder<br />
einmal allen die Schau: Dieser Film verspricht<br />
Chaos und Spaß ohne Ende.<br />
80<br />
Man Of<br />
Steel<br />
82<br />
The Place Beyond<br />
The Pines<br />
Standards:<br />
03 | Editorial<br />
15 | Schnupperabo<br />
35 | 16-Ausgaben-Abo<br />
53 | Heftnachbestellung<br />
92 | Filme / Spiele<br />
94 | Fachhändler<br />
98 | Impressum<br />
90<br />
Ich – einfach unverbesserlich 2<br />
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Ultra HD: Jeder Pixel zählt<br />
Derzeit stößt man beim Thema UHD<br />
bzw. 4K vorrangig auf Abneigung,<br />
denn für die meisten Verbraucher<br />
ist der technische Wettstreit um immer mehr<br />
Bildpunkte kaum nachvollziehbar. In unserer<br />
Titelstory gehen wir deshalb ins Detail und<br />
beantworten von der Aufnahme bis zur Wiedergabe<br />
alle Fragen rund um das Zukunftsthema<br />
der ultrahohen Auflösung.<br />
Wer das Kleingedruckte liest, wird feststellen,<br />
dass UHD nicht gleich 4K ist. Im Unterhaltungselektronikbereich<br />
hat sich die Bezeichnung<br />
UHD durchgesetzt, als direktes Nachfolgeformat<br />
des aktuellen Full-HD-Standards. In Pixeln<br />
ausgedrückt: Die derzeitige Auflösung von<br />
1 920 × 1 080 Bildpunkten steigt auf 3 840 × 2 160<br />
Bildpunkte an. Da sich sowohl die horizontale<br />
als auch vertikale Auflösung verdoppeln,<br />
vervierfacht sich die Pixelanzahl, aus rund zwei<br />
Millionen Pixeln werden rund acht Millionen.<br />
Durch die einfache Umrechnung gelingt es<br />
UHD-Fernsehern, niedriger aufgelöste Bildinhalte<br />
in Full-HD-Auflösung ohne Probleme auf<br />
die höhere Auflösung umzurechnen. 4K wird<br />
oftmals im Gleichklang mit UHD genannt und<br />
„Probleme bereitet weniger die<br />
Vermischung der Bezeichnungen 4K<br />
und UHD, sondern die Übertragung<br />
eines Kinofilms in das Wohnzimmer.“<br />
insbesondere Sony macht sich den 4K-Begriff<br />
zunutze, da der Hersteller auch Kinosäle mit<br />
passender 4K-Technik ausstattet. Im Kern ist 4K<br />
aber nicht mit UHD identisch, da das 16 : 9-Bildformat<br />
im Kino ein anderes Seitenverhältnis als<br />
das 16 : 9-Format im Wohnzimmer aufweist.<br />
Dadurch berechnet sich auch die Auflösung<br />
abweichend: 2 160 Bildzeilen sind bei UHD und<br />
4K gleichermaßen vorhanden, die horizontale<br />
Auflösung beträgt im Kino aber 4 096 Pixel – das<br />
Kinoformat ist damit etwas breiter. Probleme<br />
bereitet weniger die Vermischung der Bezeichnungen<br />
4K und UHD, sondern die Übertragung<br />
eines Kinofilms in das Wohnzimmer. Da nahezu<br />
alle aktuellen UHD-Geräte für den Heimgebrauch<br />
3 840 Pixel in der Bildbreite aufweisen,<br />
Kinokameras und -projektoren aber mit 4 096<br />
Bildpunkten arbeiten, gibt es nur zwei Möglichkeiten:<br />
Das komplette Bild umrechnen oder<br />
Bildinformationen abschneiden. In der Praxis<br />
wird sich letztere Lösung etablieren, da die<br />
Umrechnung von 4 096 Bildpunkten auf 3 840<br />
Pixel nicht ohne Verluste machbar wäre, zumal<br />
die vertikale Auflösung bei beiden Formaten<br />
mit 2160 Bildzeilen identisch ist. Vielleicht<br />
erleben wir mit der obligatorischen Blu-ray-<br />
Bilder: Nvidia, Sony, Sony Pictures<br />
8 | 8.2013
Ab einer bestimmten<br />
Schwelle sind nebeneinanderliegende<br />
Bildpunkte<br />
nicht mehr vom Auge getrennt<br />
zu erfassen (maximales Auflösungsvermögen).<br />
Ein Full-HD-Monitor in 27<br />
Zoll erreicht bei einer Entfernung von knapp 50<br />
Zentimetern nur die Hälfte des Auflösungsvermögens<br />
unseres Auges und einzelne Pixel sind noch erkennbar.<br />
Ein 27-Zoll-4K-Monitor reizt bei gleichem<br />
Sitzabstand dagegen unser Auflösungspotenzial<br />
fast vollständig aus. Damit entspricht der optimale<br />
Sitzabstand bei 4K dem 1,5-fachen der Bildhöhe,<br />
während Sie einzelne Pixel bei einem<br />
27-Zoll-Full-HD-Monitor erst ab einem<br />
Sitzabstand von einem Meter (dreifache Bildhöhe)<br />
nicht mehr getrennt wahrnehmen.<br />
Bilddiagonale: 27 Zoll<br />
Abstand: 50 cm<br />
Echte 4K-Qualität<br />
schon jetzt erleben<br />
Ben Berraondo,<br />
Senior European PR Manager Nvidia<br />
Disc-Generation 2.0 aber auch eine faustdicke<br />
Überraschung und Filmstudios veröffentlichen<br />
ihre Werke im originalen Kinoformat. Davon<br />
profitieren würden derzeit einzig Besitzer von<br />
Sonys 4K-Projektoren, denn diese verfügen über<br />
Bildchips, die tatsächlich 4 096 × 2 160 Bildpunkte<br />
verlustfrei umsetzen können.<br />
Zu hochauflösend für die Augen?<br />
Je höher die Auflösung eines Bildschirms, desto<br />
kleiner sollte der Sitzabstand ausfallen, damit die<br />
zusätzlichen Details wirklich wahrgenommen<br />
werden können. Vereinfacht gilt folgende Regel:<br />
Bei einer SD-Auflösung sollten Sie die sechsfache<br />
Bildhöhe vom Fernseher entfernt sitzen, bei Full<br />
HD auf die dreifache Bildhöhe heranrücken und<br />
bei Ultra HD die Sitzentfernung auf die 1,5-fache<br />
Bildhöhe des Fernsehers begrenzen. Wissenschaftlich<br />
gesehen wird es komplizierter, denn<br />
das Auflösungsvermögen des Auges lässt sich<br />
mathematisch exakt bestimmen. Dabei gilt es zu<br />
beachten, dass sich die Sehschärfe von Person<br />
zu Person unterscheidet und auch der Bildinhalt<br />
auf die empfundene Schärfe Einfluss nimmt:<br />
Je stärker sich zwei Bildpunkte im Kontrast<br />
„Bei Ultra HD sollten<br />
Sie die Sitzentfernung<br />
auf die 1,5-fache Bildhöhe<br />
des Fernsehers begrenzen.“<br />
voneinander unterscheiden, desto einfach fällt<br />
es uns, diese zu differenzieren. Der sogenannte<br />
Snellen-Index, eine Sehtafel mit immer kleiner<br />
werdenden Zeichen, dient hierbei als Referenz<br />
und wird zur Ermittlung der Sehschärfe<br />
zurate gezogen. Je kleiner die Buchstaben, desto<br />
geringer grenzen sich die Konturen voneinander<br />
ab – ab einer gewissen Schwelle verschwimmen<br />
die Konturen und die Buchstaben sind nicht<br />
mehr lesbar. Durch die Umrechnung des Sehabstands<br />
und der Größe der Buchstaben kann das<br />
Auflösungsvermögen in Bogen- bzw. Winkelminuten<br />
angegeben und so die Sehschärfe für jedes<br />
Auge exakt ermittelt werden. Doch neben dem<br />
Auflösungsvermögen spielt die eigene Empfindung<br />
eine große Rolle, denn je näher man an<br />
einen Bildschirm heranrückt, desto mehr wird<br />
Erste Set-Top-Boxen für den UHD-TV-Empfang sind<br />
bereits in Entwicklung, Technicolor kümmert sich hierbei<br />
um die Lizenzierung und technische Unterstützung bei der<br />
Verwendung des neuen H.265-Decoders. Gleichfalls arbeitet<br />
Technicolor eng mit der Filmbranche zusammen, um<br />
bestmögliche Bildqualität im gesamten Produktionsprozess<br />
zu gewährleisten.<br />
Herr Berraondo, warum ist 4K für das Computerspielerlebnis<br />
von Bedeutung?<br />
Bei 4K werden mehr als 8 Millionen Bildpunkte<br />
übertragen und dies ist ein gewaltiger Sprung im Vergleich<br />
zu Full HD. Viele Konsumenten können diesen<br />
Qualitätssprung noch gar nicht richtig einordnen: Der<br />
Unterschied ist viel deutlicher als die Weiterentwicklung<br />
von <strong>HDTV</strong> 720p zu <strong>HDTV</strong> 1 080p. Wir sprechen<br />
bei 4K von einer vierfachen Pixelanzahl und dies hat<br />
eine riesige Auswirkung auf das Gamingerlebnis. Vergleichbar<br />
ist dieser Sprung mit der Entwicklung von<br />
SD Richtung Full HD. Mit der 4K-Auflösung müssen<br />
die Texturen, die die Designer entworfen haben, qualitativ<br />
nicht länger komprimiert werden, man erkennt<br />
jedes Detail der Vorlage und diagonale Linien werden<br />
fast ohne Treppenstufen wahrgenommen.<br />
Wird wirklich immer echte 4K-Qualität in<br />
Spielen geboten oder werden viele Grafiken<br />
nur hochgerechnet?<br />
Bei den meisten aktuellen Spielen handelt es sich um<br />
ein 4K-Upscaling, d. h. die Texturqualität ist nur Full<br />
HD und die Grafikkarte berechnet die zusätzlichen<br />
Bildpunkte. Neue Spiele wie „Assassin's Creed: Black<br />
Flag“ und „Watch Dogs“ werden in echter 4K-Qualität<br />
auf dem PC erscheinen und eine dramatisch bessere<br />
Texturqualität aufweisen. PC-Enthusiasten können<br />
mit Nvidia Surround bereits heute extrem hohe<br />
Auflösungen in Spielen erleben, die Auflösung berechnet<br />
sich dabei durch mehrere Full-HD-Displays.<br />
Viele PC-Gamer ziehen es aber vor, an einem großen<br />
Monitor zu spielen, weshalb ein 4K-Display die beste<br />
Option darstellt. Natürlich ist auch die Kombination<br />
aus 4K und Nvidia Surround möglich: Wir demonstrierten<br />
bereits Spiele auf drei 4K-Displays.<br />
Wie sieht Ihre Grafikkartenempfehlung aus?<br />
Für das Spielen in 4K empfehlen wir eine Nvidia<br />
GTX780, die 3 Gigabyte Speicher bietet oder eine<br />
GTX Titan, die über 6 Gigabyte Speicher verfügt. Mit<br />
einer Grafikkarte müssen kleine Kompromisse bei<br />
den Grafikeinstellungen eingegangen werden oder<br />
man muss bei der Bildrate Abstriche machen – 30<br />
Bilder pro Sekunde sind hier die Norm. Um alle<br />
Details in 4K-Auflösung zu genießen und die Bildrate<br />
auf 60 Bilder pro Sekunde zu erhöhen, empfehlen wir<br />
die<br />
SLI-Konfiguration, also mehrere Grafikkarten<br />
weiter auf Seite 10<br />
www.hdtvmagazin.com 9
G-Sync von Nvidia könnte eine Revolution am Displaymarkt auslösen: Statt festgelegter Bildfrequenzen steuert die<br />
Grafikkarte Displays dynamisch und erreicht damit die bestmögliche Bildqualität ohne Ruckler und Tearing.<br />
das Sichtfeld ausgefüllt. Nicht nur im Kinosaal,<br />
sondern auch im Wohnzimmer bestimmt hautsächlich<br />
das eigene Gefühl, was als angenehm<br />
oder unangenehm empfunden wird. Wer im<br />
Kino die letzte Sitzreihe vorzieht und auch im<br />
Wohnzimmer große Sitzabstände und konservative<br />
Bildgrößen anstrebt, wird trotz optimaler<br />
Sehschärfe kaum ein 4K-Erlebnis verspüren.<br />
Wo kommen die Inhalte her?<br />
Der einfachste Weg zu 4K-Inhalten führt<br />
über einen Computer: Wird ein moderner<br />
PC mit einem UHD-Fernseher verbunden,<br />
erscheint nicht nur die Desktopoberfläche in<br />
4K-Auflösung, sondern auch der Webbrowser<br />
mitsamt der Bildersuche, Google Maps oder<br />
sogar Videos auf Youtube erstrahlen in neuem<br />
Glanz. Eine potente Internetdatenleitung<br />
vorausgesetzt, sind 4K-Videoinhalte kostenlos<br />
streambar, Anspieltipps sind hierbei 4K-Videos<br />
von Tom Lowe sowie Jacob und Katie Schwarz.<br />
Im Fotobereich klappt die 4K-Darstellung noch<br />
einfacher: Da nahezu jede aktuelle Kamera weit<br />
mehr als 8 Megapixel aufweist, eignen sich Fotos<br />
optimal für eine ultrahochauflösende Diashow.<br />
Wie viel kostet ein 4K-Gaming-PC?<br />
2 × Grafikkarte Nvidia Geforce<br />
GTX780 (SLI-Verbund)<br />
Prozessor Intel i7-4770K<br />
Mainboard<br />
Arbeitsspeicher<br />
16 Gigabyte DDR3<br />
Festplatte SSD-Laufwerk<br />
320 Gigabyte Speicher<br />
Blu-ray-Laufwerk<br />
Kompaktes Gehäuse<br />
Leiser Lüfter und Netzteil<br />
Windows-Betriebssystem<br />
2 × 500 Euro<br />
300 Euro<br />
75 Euro<br />
150 Euro<br />
300 Euro<br />
100 Euro<br />
70 Euro<br />
120 Euro<br />
75 Euro<br />
Panasonics UHD-Fernseher TX-L65WT600E<br />
macht all diese Zuspielungen sogar ohne Einsatz<br />
eines PC möglich: 4K-Fotos und -Videos<br />
spielen Sie per SD-Karte oder USB-Stick zu und<br />
Internet inhalte (Google Maps, Youtube) rufen<br />
„Wer große Sitzabstände und<br />
konservative Bildgrößen anstrebt,<br />
wird trotz optimaler Sehschärfe kaum<br />
ein 4K-Erlebnis verspüren.“<br />
Sie mit dem integrierten UHD-Webbrowser in<br />
ultrahochauflösender Qualität auf. Diese Möglichkeit<br />
bieten andere UHD-Fernseher derzeit<br />
nicht, die 4K-Diashow lässt sich aber bei nahezu<br />
allen UHD-<strong>TVs</strong> ohne Umwege umsetzen.<br />
Gamingbranche als 4K-Vorreiter<br />
Derzeit dominiert die Berichterstattung über die<br />
neuen Spielekonsolen PS4 und Xbox One die<br />
Medienlandschaft, doch in Sachen Leistungsfähigkeit<br />
hinken diese aktuellen Hochleistungs-<br />
PCs hinterher. So bieten die Spielekonsolen<br />
Wer bei maximalen Details in 4K-Auflösung ruckelfrei<br />
spielen möchte, kommt um einen High-End-PC mit zwei<br />
Hochleistungsgrafikkarten nicht herum. Knapp 2 200<br />
Euro sollten Sie aktuell für eine zukunftssichere 4K-<br />
Gaming-PC-Lösung einplanen.<br />
in einem Verbund zu betreiben. Dadurch erhöht sich<br />
gleichzeitig der verfügbare Speicher: Mit zwei GTX780<br />
würden 6 GB und mit zwei Titan-Grafikkarten 12 GB<br />
Speicher für Spiele zur Verfügung stehen. Maximal<br />
sind drei Grafikkarten im SLI-Verbund möglich, also<br />
18 GB Grafikspeicher in einem System. Neben Ubisoft<br />
arbeiten wir stark mit Activision und Infinity Ward<br />
zusammen, um die bestmögliche 4K-Qualität aus „Call<br />
Of Duty: Ghosts“ herauszukitzeln.<br />
Was unterscheidet Computergrafiken von<br />
einem normalen Videostream?<br />
Computergrafiken weisen eine deutlich höhere Farbtiefe<br />
und Bandbreite als Videosignale auf. Videosignale in<br />
4K werden häufig nur in geringer Bildrate übertragen<br />
und es handelt sich nicht um eine Echtzeitberechnung,<br />
sondern nur einen Videostrom, der weitergereicht<br />
und verarbeitet wird. Deshalb ist es heutzutage<br />
kein Problem, 4K-Videos mit leistungsschwächeren<br />
Grafikkarten darzustellen. Der gravierende Unterschied<br />
zwischen einer reinen Videoausgabe und einer<br />
Grafikberechnung besteht darin, dass es keinen echten<br />
Zusammenhang zwischen der Bildrate der Grafikkarte<br />
und der Bildrate des Displays gibt. Durch die<br />
Echtzeitberechnung schwankt die Bildrate in Spielen<br />
permanent, mal können 120 Bilder pro Sekunde<br />
erzeugt werden, in einer anderen Szene dagegen nur<br />
60 Bilder pro Sekunde. Displays und Fernseher haben<br />
dagegen einen festen Rhythmus, d. h. das Bild wird 60<br />
Mal pro Sekunde aktualisiert, was 60 Hertz entspricht.<br />
Liefert die Grafikkarte weniger als 60 Bilder pro Sekunde,<br />
wird der Fernseher identische Bilder mehrmals<br />
hintereinander zeigen, was dann in der Praxis zu<br />
Bildrucklern führt. Ein ähnliches Problem gab es bei<br />
Flachbildfernsehern, wenn diese das 1 080p24-Signal<br />
einer Blu-ray Disc in 60 Hertz umwandelten, was<br />
ebenfalls Mikroruckler erzeugte. Deshalb bieten viele<br />
aktuelle <strong>TVs</strong> die Option, das 1 080p24-Signal ohne<br />
Wandlung darzustellen. Ein anderer Extremfall tritt<br />
ein, wenn die Grafikkarte mehr Bilder erzeugt, als<br />
der Monitor pro Sekunde verarbeiten kann. Ist die<br />
Synchronisation zwischen TV und Grafikkarte nicht<br />
aktiviert, sendet die Grafikkarte bereits das nächste<br />
Bild, obwohl der Monitor noch dabei ist, das erste<br />
Bild aufzubauen. Dadurch entsteht Tearing (das Bild<br />
„zerreißt“, Anm. d. Red.).<br />
Und wie kann man diese Probleme umgehen?<br />
Nvidia bietet erstmals eine Lösung namens G-Sync,<br />
dabei wird das Scaler-Modul im Display ersetzt,<br />
sodass die Grafikkarte sämtliche Bildverarbeitung<br />
übernehmen kann, ohne vom Monitor oder Fernseher<br />
ausgebremst zu werden. Die Grafikkarte steuert die<br />
Bilddarstellung des Monitors dynamisch, anstatt, dass<br />
der Monitor durch eine festgelegte Bildwiederholrate<br />
die Grafikkarte in der Leistung limitiert. Mit G-Sync<br />
treten weder Ruckler noch Tearing auf, die Darstellung<br />
erscheint flüssiger und die Eingabeverzögerung wird<br />
minimiert.<br />
Was benötigt man, um G-Sync zu erleben?<br />
Um die G-Sync-Technologie nutzen zu können,<br />
benötigt man eine Nvidia-GTX-Grafikkarte und einen<br />
Monitor, der G-Sync unterstützt. Wir arbeiten mit<br />
Displayherstellern wie Asus, Benq, Viewsonic und<br />
Philips zusammen, die erste Displays zeitnah auf den<br />
Markt bringen werden, darunter auch Monitore im<br />
16 : 10-Seitenverhältnis und mit 4K-Bildauflösung. Als<br />
Verbindung zwischen Grafikkarte und Display dient<br />
derzeit ein Displayportkabel, wir arbeiten aber daran,<br />
G-Sync auch für HDMI anbieten zu können.<br />
Vielen Dank für das Gespräch.<br />
Bilder: Fractal Design, Nvidia<br />
10 | 8.2013
Samsung F9090<br />
DER NEUE SAMSUNG UHD TV.<br />
MIT 4 X HÖHERER ALS FULL HD.<br />
UHD ist ab jetzt Programm: Die neuen Samsung UHD <strong>TVs</strong> bieten die extrem hohe<br />
Bildschirmauflösung von 3.840 x 2.150 Pixel. Dadurch hat das TV-Bild vier Mal so<br />
viele Pixel wie aktuelle Full-HD-TV-Geräte und steht der Wirklichkeit fast in nichts<br />
mehr nach. Für seine Bildqualität erhielt der UHD TV F9090 in der Oktober-Ausgabe<br />
der Zeitschrift Heimkino (10–11/2013) bereits die Traumnote 1,1. Vor allem die<br />
Upscaling-Funktion (Quadmatic Picture Engine), die hochgerechnete Full-HD-Bilder<br />
fast wie echtes UHD-Material aussehen lässt, überzeugte die Tester. Natürlich<br />
steht Ihnen auch die ganze Welt von Smart TV offen: Von Apps bis Web können Sie<br />
jederzeit alle Vorteile des vernetzten Fernsehens nutzen.<br />
Immer auf dem neuesten Stand der Technik dank One Connect Box: Jedes UHD<br />
TV-Modell besitzt eine One Connect Box, die getrennt vom TV-Gerät aufgestellt<br />
wird und alle Anschlüsse, den Prozessor und den Tuner enthält. Dadurch wird jeglicher<br />
Kabelsalat von Anfang an verhindert. Und dank dieser innovativen Technologie<br />
können Samsung Kunden sicher sein, dass ihr Fernseher immer up to date<br />
ist. Ändern sich technische Standards, tauschen Sie einfach die One Connect Box<br />
gegen eine neue aus und Ihr UHD TV ist wieder aktuell und vor allem eins –<br />
zukunftssicher. Damit sind die neuen Samsung UHD <strong>TVs</strong> Fernseher der nächsten<br />
Generationen. Sehen ist Samsung.<br />
samsung.de/uhd-tv<br />
Einzeltest
von Sony und Microsoft nicht die Möglichkeit,<br />
Games in 4K-Auflösung zu berechnen und<br />
oftmals weisen Spiele nur eine Bildrate von<br />
30 Bildern pro Sekunde auf. Ganz anders<br />
die Möglichkeiten mit aktuellen PCs: Dank<br />
Hochleistungsgrafikkarten (im Optimalfall zwei<br />
Grafikkarten im Parallelbetrieb) ist eine echte<br />
4K-Auflösungsqualität bereits heute möglich<br />
und dies bei butterweichen 60 Bildern pro Sekunde.<br />
Als Nadelöhr erweisen sich allerdings die<br />
Schnittstellen, denn HDMI 2.0 wird erst in den<br />
nächsten Monaten Einzug halten und aktuelle<br />
HDMI-1.4-Anschlüsse limitieren die Bildausgabe<br />
auf 30 Bilder pro Sekunde. Abhilfe schafft<br />
hier die Displayportschnittstelle, die nahezu alle<br />
Vorzüge von HDMI 2.0 bietet. Wer bereits heute<br />
in einen 4K-fähigen PC investiert, sollte deshalb<br />
auf die Displayportschnittstelle zur Bildübertragung<br />
setzen. Leider ist mit Panasonics TX-<br />
L65WT600E derzeit nur ein UHD-Fernseher<br />
erhältlich, der einen entsprechenden Anschluss<br />
zur Verfügung stellt.<br />
Fernsehempfang in Ultra HD<br />
Bereits zur IFA starteten SES Astra und Sky<br />
UHD-Teststreams, die allerdings nur mit Receiver-Prototypen<br />
empfangen werden konnten. Ursache<br />
ist hierfür die neue Datenkomprimierung<br />
HEVC. Bilddaten müssen komprimiert werden,<br />
um sie praxistauglich abspeichern und übertragen<br />
zu können. Im Videobereich stolpert man<br />
deshalb häufig über Begriffe wie MPEG, H.264,<br />
H.265 (HEVC), allesamt Komprimierungsverfahren,<br />
um Daten schlanker zu verpacken. Der<br />
Trick dabei: Gleichen sich Bildpunkte anhand<br />
der Farbinformationen, können diese Daten<br />
einmal abgespeichert werden, anstatt die Informationen<br />
für jedes Einzelbild erneut abzulegen.<br />
Nach einem ähnlichen Verfahren arbeitet die<br />
Komprimierung von Videostreams: Gemeinsamkeiten<br />
von aufeinanderfolgenden Bildern werden<br />
erkannt, sodass diese aus wenigen Informationen<br />
rekonstruiert werden können. Dieser Prozess<br />
erfordert allerdings Rechenleistung, denn je<br />
mehr das Endgerät anhand des Datenstroms<br />
rekonstruieren muss, desto leistungsfähiger<br />
müssen die Prozessoren zur Verarbeitung<br />
„Dank Hochleistungsgrafikkarten<br />
ist eine echte<br />
4K-Auflösungsqualität<br />
bereits heute möglich.“<br />
ausfallen. Bei der aktuellen Blu-ray Disc kommt<br />
als Speicherstandard das H.264-Format zum<br />
Einsatz, das zukünftig durch das Nachfolgeformat<br />
H.265 abgelöst wird. Der Vorteil von H.265:<br />
Bei gleichbleibender Bildqualität halbiert sich<br />
der Speicherbedarf der Videobilder – die Daten<br />
werden effizienter gepackt und weisen trotz des<br />
geringeren Speicherplatzes keine sichtbaren<br />
Qualitätsverluste auf. Nachteil: H.265 schluckt<br />
deutlich mehr Rechenleistung, weshalb neue<br />
Chipsätze und damit neue Hardware aufseiten<br />
der Bildzuspielung (TV-Receiver, Blu-ray-Player<br />
etc.) notwendig werden. Übersetzt bedeutet dies<br />
auch, dass aktuell integrierte Tuner in Flachbildfernsehern<br />
nicht kompatibel zur U<strong>HDTV</strong>-<br />
Ausstrahlung sein werden und Sie mit aktuellen<br />
Ultra-HD-Fernsehern auf externe Set-Top-<br />
Boxen mit H.265-Decodierung angewiesen sind.<br />
Die Ausnahme von dieser Regel sollen LGs neue<br />
UHD-TV-Modelle der Serie LA9709 sein, die<br />
den H.265-Decoder bereits eingebaut haben.<br />
Wo bleibt der Blu-ray-Nachfolger?<br />
Während das Thema 4K in nahezu allen Unterhaltungselektronikbereichen<br />
konkrete Formen<br />
annimmt, scheint man aufseiten der Filmvermarktung<br />
auf Blu-ray Disc den Trend zur besseren<br />
Bildqualität zu verschlafen. Im Hintergrund<br />
sind die Eckdaten aber schon festgezurrt: Die<br />
Blu-ray Disc 2.0 soll Datenträger mit rund 100<br />
Gigabyte Speicher etablieren und den Komprimierungsstandard<br />
H.265 einsetzen. Dadurch lassen<br />
sich Kinofilme in 4K-Auflösung selbst in 3D<br />
mit höherer Bildrate speichern, als die bislang<br />
üblichen 24 Bilder pro Sekunde. HDMI 2.0 wird<br />
in neuen Blu-ray-Disc-Playern Einzug halten,<br />
es bleibt aber abzuwarten, ob bereits 2014 mit<br />
4K-Playern und passenden 4K-Filmen gerechnet<br />
Full HD<br />
4K<br />
Full HD<br />
4K<br />
4K-Gaming<br />
Mit einem Hochleistungscomputer lassen sich zwar nahezu alle Spiele<br />
in 4K-Auflösung darstellen, doch nur wenige bieten echte 4K-Detailpracht.<br />
Neben „Assassin‘s Creed 4“ (Bild) werden auch „Watch Dogs“<br />
und „Call Of Duty: Ghosts“ mit entsprechend ultrahochauflösenden<br />
Texturpaketen ausgeliefert. Da auch flimmernde Konturen durch<br />
Abwesenheit glänzen, übertrumpft die PC-Fassung die Versionen für<br />
PS4 und Xbox One um ein Vielfaches.<br />
Bilder: Panasonic, Philips, Samsung, Sony, Technicolor, Ubisoft<br />
12 | 8.2013
werden darf. Sonys Entscheidung, 4K-Filme<br />
via Mediaplayer in den USA auf den Markt zu<br />
bringen, ist für 4K-Filmfans hierzulande nur ein<br />
schwacher Trost, denn die 4K-Box wird es wohl<br />
nicht nach Deutschland schaffen. Stattdessen<br />
setzt Sony auf die Vermarktung von „Mastered<br />
in 4K“-Filmen: Diese Versionen bieten eine bessere<br />
Abtastung und einen erweiterten Farbraum,<br />
weisen aber nur eine Full-HD-Auflösung auf.<br />
„Die Blu-ray Disc 2.0<br />
soll Datenträger mit<br />
rund 100 Gigabyte<br />
Speicher etablieren.“<br />
Sonys Argument: Werden 4K-Inhalte heruntergerechnet<br />
und anschließend mit dem gleichen<br />
Verfahren wieder auf 4K hochgerechnet, entsteht<br />
dennoch eine bessere Detailschärfe. Die wahrgenommene<br />
Bildschärfe unterscheidet sich in jedem<br />
Fall: Durch Kontrasttricks wird eine höhere<br />
Auflösung suggeriert. Treten Sie aber nah an den<br />
Bildschirm heran, ist der Unterschied zu echtem<br />
4K deutlich erkennbar, denn einmal verlorene<br />
Details lassen sich nicht mehr rekonstruieren.<br />
Fernseher als Innovationsmotor<br />
Keine Frage: Die letzten Wochen waren für unsere<br />
Tester so spannend wie selten zuvor, denn nahezu<br />
alle großen Hersteller stellten sich unseren<br />
Testkriterien mit neuen UHD-Fernsehern. Im<br />
Kern handelt es sich bei der ersten Generation<br />
aber nur um eine Evolution, denn die LCD-<br />
Technik und Edge-LED-Rahmenbeleuchtung<br />
sind auch im UHD-Zeitalter der Antriebsmotor,<br />
mit allen bekannten Stärken und Schwächen<br />
Sonys Mediaplayer FMP-X1 ist nicht in Deutschland erhältlich ll h und dbietet einzig UHD-TV-Käufern in den USA den<br />
Zugang zu Kinofilmen in echter 4K-Qualität. Hierzulande sind „Mastered in 4K“-Blu-ray Discs erhältlich, die aber<br />
keine 4K-Auflösung, sondern nur bewährte Full-HD-Qualität bieten. Es handelt sich schlicht um eine hochwertige<br />
Abtastung des Filmmasters.<br />
der Full-HD-Geräte. Dennoch beeindruckt die<br />
gigantische Auflösung auf kurzer Distanz: Eine<br />
derartige Detailpracht werden Sie auf keinem<br />
Full-HD-Fernseher bestaunen können, feine<br />
Details fallen dort unweigerlich dem gröberen<br />
Pixelraster zum Opfer. Um die letzten Zweifler<br />
zu überzeugen, müssen die Hersteller aber<br />
Klartext reden, denn wer von Konsumenten<br />
zwischen 4 000 und 35 000 Euro für einen<br />
UHD-Fernseher oder -Projektor verlangt, sollte<br />
Technikfans gerade dann nicht im Regen stehen<br />
lassen, wenn nicht implementierte Standards wie<br />
HEVC und HDMI 2.0 aus einem Zukunftsgerät<br />
allzu schnell ein Auslaufmodell zu machen drohen.<br />
Wertstabilität ist bereits in diesem frühen<br />
Stadium der 4K-Einführung nicht erkennbar:<br />
UHD-Fernseher wurden wenige Wochen nach<br />
der Markteinführung um knapp 1 000 Euro im<br />
Preis gesenkt bzw. werden zu deutlich geringeren<br />
Marktpreisen als die UVP angeboten.<br />
Nur die Bildgröße zählt<br />
Angesichts der hohen Pixeldichte von 4K-<br />
Material sollten Sie beim Umstieg auf UHD die<br />
Bilddiagonale Ihres Fernsehers nicht zu klein<br />
wählen – UHD-Fernseher in 55 Zoll eignen<br />
sich eher als XXL-Monitore. Optimal geeignet<br />
sind Fernseher jenseits der 65 Zoll, um auch bei<br />
UHD-Fernseher mit 3 840 × 2 160 Bildpunkten und HDMI-2.0-Unterstützung<br />
Modell<br />
Panasonic<br />
TX-L65WT600E (65 Zoll)<br />
Philips<br />
65PFL9708S (65 Zoll)<br />
Samsung<br />
UE55F9090 (55 Zoll)<br />
Sony<br />
KD-55X9005A (55 Zoll)<br />
Preis bei Einführung 6 999 Euro 5 199 Euro 4 999 Euro (65 Zoll: 6 999 Euro) 4 499 Euro (65 Zoll: 6 999 Euro)<br />
Aktueller Marktpreis 5 999 Euro 4 499 Euro 3 499 Euro, (65 Zoll: 4 999 Euro) 3 999 Euro, (65 Zoll: 5 499 Euro)<br />
Schnittstellen und UHD-<br />
Funktionen<br />
Echte HDMI-2.0-Kompatibilität<br />
(maximale Farbauflösung bei<br />
UHD), Displayport 1.2a, UHD-<br />
Webbrowser, Google Maps und<br />
Youtube in 4K<br />
HDMI-2.0-Hardwareupdate in<br />
Vorbereitung für 2014 (Zugang zu<br />
HDMI-Signalboard)<br />
HDMI-2.0-Hardwareupdate in<br />
Vorbereitung für 2014<br />
(austauschbare Anschlussbox)<br />
HDMI-2.0-kompatibel: UHD-<br />
Videoverarbeitung mit bis zu<br />
60 Bildern pro Sekunde (bei<br />
reduzierter Farbauflösung)<br />
Obwohl immer mehr UHD-fähige Fernseher auf den Markt kommen, sind derzeit nur wenige zum HDMI-2.0-Standard kompatibel. 2013 werden voraussichtlich nur<br />
Panasonics TX-L65WT600E und Sonys X9005-Serie 4K-Signale mit 60 Bildern pro Sekunde unterstützen, Samsung und Philips kündigten Hardwareupdates für 2014 an. Andere<br />
Hersteller erteilten auf Nachfrage den Themen HDMI 2.0 und 4K mit 60 Bildern pro Sekunde eine Absage. Durch den unerwarteten Preissturz sollte sich die Marktdurchdringung<br />
von UHD-Fernsehern bereits zum Jahresende beschleunigen, 2014 werden auch kleinere Bilddiagonalen zu noch attraktiveren Preisen auf den Markt kommen.<br />
www.hdtvmagazin.com 13
Videodatenraten eines Kinofilms im Vergleich<br />
Medium<br />
Sony F65 (4K-<br />
Aufzeichnung)<br />
Blu-ray Disc<br />
(Full HD)<br />
UHD-Empfang<br />
(4K-Teststream)<br />
HD-Empfang<br />
(1 080i / 720p)<br />
DVD<br />
(SD)<br />
UHD-Testbilder nach Maß<br />
Datenrate pro<br />
Sekunde Film<br />
(Durchschnitt)<br />
Speicherbedarf<br />
für 1 h Film<br />
(gerundet)<br />
2 000 Megabit 30 Megabit 20 Megabit 10 Megabit 6 Megabit<br />
900 Gigabyte 13,5 Gigabyte 9 Gigabyte 4,5 Gigabyte 2,7 Gigabyte<br />
Im Vergleich zur Aufnahme und dem originalen digitalen Filmmaterial, ist die Speicheranforderung für den Heimbereich<br />
geradezu winzig. Möglich wird dies durch eine starke Datenkomprimierung, insbesondere der Farbinformationen.<br />
Abständen von drei bis vier Metern die höhere<br />
Auflösung wahrnehmen zu können. Da die Preise<br />
in diesen Größenregionen aber sehr schnell<br />
ansteigen, sind Projektoren im UHD-Zeitalter<br />
meist die richtige Wahl, um das Aha-Erlebnis in<br />
die eigenen vier Wände zu holen. Hersteller JVC<br />
kündigte jüngst die neue Projektorengeneration<br />
an, die mit Preisen ab 5 000 Euro (DLA-X500R)<br />
deutlich günstiger als Sonys 4K-Beitrag namens<br />
„Nur Sonys Projektor bietet<br />
tatsächlich eine 4K-Auflösung,<br />
während JVC weiterhin auf<br />
Full-HD-Panel setzt.“<br />
VPL-VW500ES (9 900 Euro) ausfällt. Doch der<br />
Unterschied liegt hier ausnahmsweise nicht<br />
im Detail, denn nur Sonys Projektor bietet<br />
tatsächlich eine 4K-Auflösung, während JVC<br />
weiterhin auf Full-HD-Panel setzt, die durch einen<br />
Zusatzfilter die 4K-Auflösung interpolieren.<br />
Im Unterschied zum Vorjahr akzeptieren JVCs<br />
Projektoren nun auch 4K-Signale am HDMI-<br />
Eingang, verglichen mit der Detailschärfe eines<br />
Unterschiede bei 4K-Projektoren<br />
JVCs Projektoren bieten<br />
eine Full-HD-Auflösung,<br />
4K-Qualität wird hierbei<br />
nur durch einen Zusatzfilter<br />
simuliert. Das Eingangssignal<br />
wird allerdings in echtem 4K<br />
mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde<br />
verarbeitet, solange die<br />
Farbauflösung und Farbtiefe<br />
reduziert werden.<br />
VPL-VW500ES ziehen die Projektoren aber den<br />
Kürzeren. Dafür legt JVC die Karten aufseiten<br />
der HDMI-Schnittstellen ehrlich auf den<br />
Tisch: Wie Sony arbeitet man mit HDMI-1.4-<br />
Schnittstellen und erreicht durch eine niedrigere<br />
Farbauflösung und Farbtiefe die 4K-Bildverarbeitung<br />
mit 60 Bildern pro Sekunde. Sony macht<br />
es beim VPL-VW500ES nicht besser, bezeichnet<br />
diese Lösung aber mit HDMI 2.0.<br />
Aufnahme kontra Wiedergabe<br />
Im Fotobereich nennt sich das Komprimierungsverfahren<br />
JPEG – trotz Auflösungen von<br />
20 Megapixeln und mehr bleiben die Bilddaten<br />
schlank genug, um tausende Bilder auf einer<br />
Speicherkarte abzulegen. Viele professionellere<br />
Fotoapparate bieten zusätzlich die Möglichkeit,<br />
von JPEG auf RAW umzuschalten – dadurch<br />
explodieren die Bildgrößen, allerdings werden<br />
die Bilddaten nicht „kastriert“. Gemeint ist<br />
damit vor allem die Farbtiefe: JPEG arbeitet,<br />
ebenso wie komprimierte Videodaten, mit<br />
einer Farbtiefe von 8 Bit, d. h., dass jede Farbe<br />
256 mögliche Abstufungen aufweisen kann.<br />
Das Problem: Bilder mit weichen Verläufen<br />
zeigen unter Umständen Falschkonturen, da zu<br />
Sonys VPL-VW500ES liefert<br />
echte 4K-Bildschärfe und dies<br />
in originaler Kinoauflösung mit<br />
4 096 × 2 160 Bildpunkten. Im Vergleich<br />
zu JVCs Projektoren steigt<br />
die Detailschärfe deutlich. Aufseiten<br />
des Bildsignals akzeptiert der<br />
VPL-VW500ES die 4K-Auflösung<br />
mit 60 Bildern pro Sekunde<br />
ebenfalls nur bei reduzierter<br />
Farbauflösung und -tiefe.<br />
Klaus Burosch,<br />
Inhaber Burosch Audio-Video-Technik<br />
Herr Burosch, 8 Millionen Bildpunkte bietet<br />
mittlerweile jede Smartphonekamera. Welchen<br />
Aufwand betreiben Sie für die Erstellung<br />
Ihrer Testbilder?<br />
Unsere Realbilder, die wir für die essentielle<br />
Gegenkontrolle unserer zuvor mit Testbildern<br />
ermittelten Ergebnisse benutzen, produzieren wir<br />
mit professionellem Equipment. Hierfür verwenden<br />
wir eine spezielle Scannerkamera die 70 Megapixel<br />
liefert und eigentlich für Luftbildaufnahmen u. a. im<br />
Militärbereich eingesetzt wird. Dazu kommt noch<br />
die Nikon-D800E-Vollformatspiegelreflexkamera.<br />
Somit legen wir besonders großen Wert darauf, dass<br />
unser Testmaterial höchsten Ansprüchen genügt,<br />
um als Referenz für die <strong>TVs</strong> von heute und morgen<br />
zu dienen – Handybilder kommen da nicht infrage.<br />
Unsere Testbilder, auf der anderen Seite, basieren auf<br />
mathematischen Skripten und sind keine grafischen<br />
Zeichnungen, um auch hier eine maximale Signalqualität<br />
garantieren zu können.<br />
Muss man bei der UHD-Testbilderstellung<br />
besondere Dinge beachten?<br />
Interessant ist, dass wir bei UHD von zwei Auflösungen<br />
sprechen: einmal die geläufigeren 3 840 × 2 160<br />
Bildpunkte für den TV-Bereich und 4 096 × 2 160 Pixel<br />
im Kino und im professionellen Projektorenbereich.<br />
Selbstverständlich erstellen wir all unsere Test- und<br />
Realbilder in beiden Auflösungen. Außerdem werden<br />
wir den größeren Farbraum berücksichtigen.<br />
Sind UHD-Fernseher den Full-HD-TV-Modellen<br />
generell vorzuziehen?<br />
Viele beklagen das fehlende native Material für<br />
4K-<strong>TVs</strong> und Beamer. Trotzdem wird UHD immer<br />
populärer und hält in immer mehr Wohnzimmern<br />
und Heimkinos Einzug, und das zu Recht! Schon<br />
jetzt wurden einige Filme in 4K aufgenommen und<br />
auch die Upscaler in vielen UHD-<strong>TVs</strong> und -Beamern<br />
machen einen tollen Eindruck. Die vierfache Auflösung<br />
macht das Filmeschauen noch intensiver und<br />
erlebbarer. Und auch beim Thema HDMI 2.0 ist die<br />
Industrie zum Beispiel mit Updates gewappnet.<br />
Ab welcher Bilddiagonale macht UHD Ihrer<br />
Meinung nach Sinn?<br />
Bei UHD heißt es „ranrücken“ und den größtmöglichen<br />
Fernseher kaufen, um den vollen Effekt<br />
genießen zu können. Die 84-Zoll-UHD-Modelle sind<br />
natürlich in jedem Wohnzimmer klasse, der 55-Zöller<br />
sollte es schon mindestens sein.<br />
Vielen Dank für das Gespräch.<br />
Bilder: Burosch, JVC, Sony<br />
14 | 8.2013
JETZT TESTEN<br />
3 ×<br />
für nur 13,90 Euro<br />
+ 3D Blu-ray Disc<br />
Bilder: Auerbach Verlag , KSM<br />
Atemberaubende Bilder,<br />
progressive Snowboard-Action<br />
und eine packende und<br />
kurzweilige Geschichte.<br />
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Außergewöhnliche 4K-Bilder mit Sonys F65-Filmkamera<br />
der Anzahl der Bilder, sodass wir für 60 Bilder pro Sekunde<br />
mit knapp 5 Gigabit pro Sekunde arbeiten.<br />
Peter Sykes, Strategic Marketing Manager,<br />
Digital Cinematography<br />
Richard Lewis,<br />
4K Digital Cinematography Specialist<br />
Herr Lewis, wie schätzen Sie die Qualität der<br />
Aufnahmen der F65 im Vergleich zu denen<br />
bisheriger HD-Kameras ein?<br />
Richard Lewis: Die F65 ist die einzige Kamera, deren<br />
Bildchip ein Qualitätsniveau liefert, bei denen alle<br />
4K-Pixel des Videobildes durch jeweils einen grünen<br />
Pixel des Bildsensors abgedeckt werden. Somit ist<br />
das 4K-Format bei der Ausgabe mit dem 4K-Format<br />
bei der Aufnahme qualitativ gleichwertig. Der Farbraum<br />
der F65 übersteigt selbst die Möglichkeiten<br />
von analogem Film und unsere Aufnahmetechnik<br />
ermöglicht eine verlustfreie Aufzeichnung der Daten<br />
in 16-Bit-Farbauflösung (pro RGB-Kanal, Anm. d.<br />
Red.). Bei der Konzeption der Kamera wurde genau<br />
darauf geachtet, zu keinem Zeitpunkt der Aufnahme<br />
Qualitätskompromisse eingehen zu müssen. Das Geheimnis<br />
der F65 ist die Balance, um in den Bereichen<br />
Auflösung, Farbauflösung, Dynamikumfang und<br />
Rauschverhalten ein gleiches Level bieten zu können.<br />
Solch ein Qualitätsniveau schlägt sich doch<br />
sicher bei den Datenmengen nieder, oder?<br />
Richard Lewis: Bei der verlustfreien Aufzeichnung<br />
mit 24 Bildern pro Sekunde arbeiten wir mit rund<br />
2 Gigabit pro Sekunde. Eine Besonderheit der F65<br />
liegt in der Skalierung der Datenmengen: Wird die<br />
Anzahl der Bilder erhöht, erhöht sich auch die Datenmenge.<br />
Das klingt trivial, aber bei den meisten Filmkameras<br />
bleibt die Bitrate nahezu gleichwertig und<br />
es wird einzig mit einer stärkeren Komprimierung<br />
der Daten gearbeitet. Bei unserer Kamera bleibt die<br />
Qualität jedes Einzelbildes erhalten, unabhängig von<br />
Herr Sykes, droht der Filmdreh durch die<br />
neue Technik immer komplexer zu werden?<br />
Peter Sykes: Anhand der Filme „After Earth“ von<br />
Sony Pictures, „Oblivion“ von Universal oder die<br />
neue UK-Produktion „Belle“ ist ersichtlich, dass<br />
die F65 bereits in vielen neuen Filmproduktionen<br />
Verwendung findet. Es ist vergleichsweise einfach,<br />
die aufgenommenen Bilder im späteren Workflow<br />
weiterzuverarbeiten und deren Qualität auf die<br />
Anforderungen abzustimmen. Im Gegensatz zur<br />
späteren Veröffentlichung in einem bestimmten<br />
Format wie Full HD oder 4K gibt es bei der Aufnahme<br />
kein zurück mehr, weshalb diese immer in<br />
bestmöglicher Qualität erfolgen sollte. Mit der F65<br />
produziert man seine Aufnahme „zukunftssicher“,<br />
denn niemand weiß heute, wie die Bilddarstellung<br />
der Zukunft aussieht: HD, 4K oder 8K. Ein gutes<br />
Beispiel für einen zeitlosen Klassiker ist der Film<br />
„Laurence von Arabien“, dessen Aufnahmen wurden<br />
im Sony-Studio Colorworks in Culver City drei Jahre<br />
lang restauriert. Die Blu-ray-Fassung bietet eine<br />
exzellente Qualität, dies ist aber nur möglich, weil<br />
die Aufnahme mit der zum Drehzeitpunkt besten<br />
Technik durchgeführt wurde.<br />
Vielen Dank für das Gespräch.<br />
wenig Informationen für einen weichen Verlauf<br />
gespeichert werden. Noch extremer äußert sich<br />
das Problem, wenn Bilder bearbeitet werden:<br />
Die 256 möglichen Abstufungen reduzieren sich<br />
dann weiter, weil Kontraste erhöht und das Bildsignal<br />
enger zusammengefasst werden – Abrisse<br />
bei Verläufen sind dann meist unvermeidlich.<br />
Das RAW-Format kennt diese Schwächen<br />
nicht, denn jede Farbe wird dort in bis zu 16 Bit<br />
gespeichert, was mehr als 65 000 Abstufungen<br />
ermöglicht. Auch bei extremer Nachbearbeitung<br />
hat das Bild noch genügend Reserven, um<br />
störende Falschkonturen zu vermeiden. Am<br />
Ende der Bearbeitungskette kann das finale Bild<br />
wieder in JPEG gewandelt werden – die Qualität<br />
reduziert sich zwar, ist aber einer nachbearbeiteten<br />
JPEG-Aufnahme immer noch haushoch<br />
überlegen. Somit lohnt es aufseiten der<br />
Aufnahme, mit einer extrem hohen Datenrate<br />
die Signale aufzuzeichnen und erst am Ende der<br />
Kette die Daten zu schrumpfen.<br />
Datenratenexplosion<br />
Während auf der einen Seite versucht wird,<br />
durch effiziente Komprimierungsverfahren die<br />
Daten kompakt zu halten, ist am anderen Ende<br />
der Qualitätsliga eine Explosion der Datenmenge<br />
unvermeidlich. Sollen während einer<br />
4K-Videoaufnahme keine Kompromisse bei der<br />
Speicherung eingegangen werden und die Daten<br />
die optimale Ausgangsbasis für eine spätere Bearbeitung<br />
bieten, so beträgt die Datenmenge pro<br />
60 Minuten Film fast ein Terrabyte, was 20 Bluray<br />
Discs entspricht. Erhöht man die Bildanzahl<br />
von 24 auf 60, steigt die Datenmenge weiter um<br />
das 2,5-Fache, andernfalls ist eine stärkere Komprimierung<br />
bereits bei der Aufnahme unvermeidlich.<br />
Anhand dieser gigantischen Zahlen<br />
wird auch für den Laien deutlich, dass Filmmaterial<br />
nur im Kino nahezu verlustfrei übertragen<br />
werden kann: Filme werden dort auf terrabytegroßen<br />
Festplatten gespeichert und sind nicht<br />
den technischen Limitierungen unterworfen,<br />
wie die Filmverbreitung auf Datenträgern im<br />
„Filmmaterial kann<br />
derzeit nur im Kino<br />
nahezu verlustfrei<br />
übertragen werden.“<br />
Homecinema-Segment. Einzig im Computer-<br />
Gamesbereich spielt Speicherplatz kaum noch<br />
eine Rolle, schließlich werden Spiele meist komplett<br />
auf der Festplatte installiert, bevor gezockt<br />
werden kann. Die Zeit der eingeschränkten<br />
Auflösung für die verwendeten Grafiken ist<br />
somit vorbei: Neue Spiele wie „Call Of Duty:<br />
Ghosts“ benötigen 40 Gigabyte Festplattenspeicher,<br />
also fast eine ganze Blu-ray, um sämtliche<br />
Texturen in 4K-Qualität abzuspeichern. Stellt<br />
man diese Speicheranforderungen ins Verhältnis<br />
zu den Möglichkeiten aktueller Internetüber-<br />
tragungen oder Satellitenausstrahlungen wird<br />
schnell ersichtlich, dass die Qualitätsschere im<br />
UHD-Zeitalter trotz gleicher Pixelanzahl sehr<br />
weit auseinandergehen wird.<br />
Wechsel von HDMI 1.4 zu 2.0<br />
Während der Displayportstandard im Computerbereich<br />
der HDMI-Schnittstelle technologisch<br />
immer weiter vorauseilte, legte die<br />
weiter auf Seite 18<br />
Sonys F65-Filmkamera zeichnet nahezu verlustfrei in<br />
4K-Qualität auf. Farbumfang und Farbauflösung der<br />
Bilder übersteigen die Möglichkeiten von Consumer-<br />
Wiedergabegeräten um ein Vielfaches.<br />
Bilder: Disney, Sony<br />
16 | 8.2013
Komprimiert<br />
Original<br />
Komprimiert<br />
Komprimiert<br />
Original<br />
Original<br />
Das Original bleibt unerreicht<br />
Zwar versprechen Hersteller von UHD-Fernsehern<br />
und Anbieter von UHD-Videomaterial eine Bildqualität,<br />
die kaum von der Wirklichkeit zu unterschieden<br />
ist, doch unterschlagen die meisten Anbieter ein nicht<br />
unwesentliches Detail. Um UHD-Inhalte in Umlauf<br />
zu bringen, müssen die Daten komprimiert werden.<br />
Im Videobereich soll dies zukünftig durch den neuen<br />
H.265-Codec (HEVC) geschehen. Bei jeder Komprimierung<br />
nimmt die Bildqualität aber unweigerlich<br />
ab, insbesondere die Einsparungen aufseiten der<br />
Farbauflösung nimmt deutlichen Einfluss auf finale<br />
Qualität. In diesem Beispiel haben wir ein ultrahochauflösendes<br />
Bild des Films „Thor 2“ auf gängige<br />
UHD-Videoqualität reduziert. Hierbei verstärken sich<br />
die Farbabstufungen und die Detailschärfe wird in<br />
Mitleidenschaft gezogen. Trotz identischer Pixelanzahl<br />
erscheinen die Bildausschnitte unterschiedlich scharf<br />
und in dunklen Bereichen nimmt die Farbpräzision<br />
der komprimierten Bilder ab. Diese Effekte treten<br />
insbesondere dann auf, wenn das UHD-Material für<br />
eine TV-Ausstrahlung oder Internetverbreitung stark<br />
komprimiert werden muss. Selbst auf einer möglichen<br />
Blu-ray Disc 2.0 werden Sie nicht die gleiche Qualität<br />
des Originalfilmmaterials erhalten. Im Kino sind<br />
Filme auf terrabytegroßen Festplatten abgelegt, um die<br />
Komprimierung so gering wie möglich zu halten.<br />
Farbauflösung verstehen: Die Wahrheit hinter den Megapixeln<br />
4 : 2 : 0 4 : 2 : 2 4 : 4 : 4<br />
Helligkeitsauflösung<br />
Farbauflösung<br />
Gesamtauflösung<br />
Kamerasensoren nach dem Bayer-Prinzip (links) besitzen doppelt so viele grüne Pixel wie<br />
rote und blaue, da Grün die meiste Helligkeit der Grundfarben transportiert und dadurch<br />
Bildrauschen gemindert wird. Generell ist jedem Bildpunkt nur eine Farbinformation zugeordnet.<br />
Ein 24-Megapixel-Sensor besitzt somit 12 Megapixel mit hoher Grünempfindlichkeit<br />
und nur jeweils 6 Megapixel mit hoher Rot- und Blauempfindlichkeit. Flachbildfernseher<br />
unterteilen dagegen jeden einzelnen Bildpunkt (rechts) in rote, grüne und blaue Subpixel,<br />
sodass ein UHD-TV umgerechnet über knapp 24 Millionen Subpixel verfügt.<br />
Um Videodaten kompakt zu halten, wird die Farbauflösung drastisch reduziert, dies gilt für<br />
SD-, Full-HD- und UHD-Videos gleichermaßen. Die Farbauflösung beträgt dann nur ein<br />
Viertel der Schwarz-Weiß-Auflösung (4 : 2 : 0), d. h. vier Bildpunkte teilen sich jeweils die gleiche<br />
Farbinformation. Ohne Datenkomprimierung (z. B. bei einer hochwertigen Aufnahme)<br />
steht dem Bildinhalt die volle Farbauflösung (4 : 4 : 4) zur Verfügung. Aufgrund gigantischer<br />
Datenmengen ist diese Qualität meist nur im Foto- und Kinobereich realisierbar, während<br />
Videobilder z. B. auf DVD oder Blu-ray Disc im 4 : 2 : 0-Format veröffentlicht werden.<br />
www.hdtvmagazin.com 17
Full HD<br />
UHD<br />
Testbilder von Burosch bzw. Fotos in ultrahoher Auflösung zeigen die Stärken der neuen UHD-Flachbildfernseher. Während auf einem Full-HD-Display feinste Details unweigerlich<br />
verpixelt bzw. unscharf wirken, erscheinen sämtliche Bildinformationen auf einem UHD-Fernseher messerscharf. Dieser Unterschied ist aber nur bei kurzen Sitzabständen und Standbildern<br />
deutlich erkennbar, sobald sich Bildinhalte bewegen oder Sie die Entfernung zum Display vergrößern, nimmt die wahrgenommene Auflösung ab.<br />
HDMI 2.0: Besser zu spät als nie<br />
Datenrate<br />
HDMI-Organisation mit knapp vierjähriger<br />
Verspätung nach: HDMI 2.0 beerbt die aktuelle<br />
HDMI-1.4-Version und verdoppelt nahezu die<br />
Datenrate. Somit lassen sich 4K-Bildinhalte bei<br />
hoher Farbauflösung mit bis zu 60 Bildern pro<br />
Sekunde übertragen, was z. B. die ruckelfreie<br />
Darstellung von Sportinhalten ermöglicht.<br />
Gleichfalls lassen sich 3D-Inhalte in 4K-<br />
Auflösung wiedergeben und Kinofilme werden<br />
zukünftig in voller Auflösung im 21 : 9-Format<br />
zur Verfügung stehen, denn die aus dem DVD-<br />
Bereich bekannte anamorphe Speicherung kehrt<br />
zurück. Hierbei werden die Bildinhalte verzerrt<br />
abgelegt, um die volle vertikale Auflösung zu<br />
nutzen. Erst das Endgerät (Fernseher, Projektor)<br />
entzerrt das Bild und es erscheinen die<br />
bekannten Cinemascope-Balken. Bei aktuellen<br />
Filmen auf Blu-ray Disc werden die schwarzen<br />
Balken als tatsächliche Bildinformation gespeichert<br />
und dabei reduzieren sich die 1 080 Bildzeilen<br />
der Full-HD-Auflösung auf knapp 800.<br />
Verwirrung besteht derzeit bei der HDMI-2.0-<br />
Unterstützung im TV-Bereich, denn Sony kündigte<br />
an, aktuelle TV-Modelle und Projektoren<br />
HDMI 1.4 HDMI 2.0 Displayport 1.2<br />
10 Gigabit pro Sekunde<br />
(8,2 Gigabit effektiv)<br />
18 Gigabit pro Sekunde<br />
(14,4 Gigabit effektiv)<br />
21 Gigabit pro Sekunde<br />
(17 Gigabit effektiv)<br />
Taktrate 340 Megahertz 600 Megahertz 540 Megahertz<br />
Auflösung<br />
Bildrate 4K (bei<br />
hoher Farbtiefe und<br />
Farbauflösung)<br />
3 840 × 2 160 Pixel<br />
(auch 4 096 × 2 160 Pixel)<br />
„HDMI 2.0 beerbt die<br />
aktuelle HDMI-1.4-Version<br />
und verdoppelt nahezu<br />
die Datenrate.“<br />
3 840 × 2 160 Pixel<br />
(auch 4 096 × 2 160 Pixel)<br />
3 840 × 2 160 Pixel<br />
(auch 4 096 × 2 160 oder<br />
4 096 × 2 560 Pixel)<br />
24 Bilder pro Sekunde 60 Bilder pro Sekunde 60 Bilder pro Sekunde<br />
Bildformat 16 : 9 16 : 9, 21 : 9 16 : 9, 16 : 10<br />
Die HDMI-Version 2.0 ist ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zum aktuellen HDMI-1.4-Standard und für die<br />
ruckelfreie UHD-Wiedergabe unverzichtbar. Im PC-Bereich gelten diese Standards dank Displayport bereits seit 2009.<br />
zu HDMI 2.0 kompatibel zu machen. Hierbei<br />
bedient sich Sony eines Tricks: Zwar verarbeiten<br />
die UHD-Fernseher der X9005-Serie und die<br />
4K-Projektoren VPL-VW1000ES und VPL-<br />
VW500ES zukünftig 4K-Signale mit bis zu 60<br />
Bildern pro Sekunde, allerdings nur bei minimaler<br />
Farbtiefe und Farbauflösung (8 Bit, 4 : 2 : 0).<br />
Im Gegensatz dazu ermöglicht Panasonic mit<br />
dem UHD-TV TX-L65WT600E die „echte“<br />
HDMI-2.0-Unterstützung, sodass auch 4K-<br />
Signale mit 60 Bildern pro Sekunde bei nahezu<br />
voller Farbauflösung und Farbtiefe übertragen<br />
werden können. Samsung und Philips stellen<br />
HDMI-2.0-Hardwareupdates für 2014 in Aussicht,<br />
bei anderen Anbietern herrscht dagegen<br />
noch Schweigen. Neue HDMI-Kabel benötigen<br />
Sie im Übrigen nicht: Wer qualitativ hochwertige<br />
Highspeedkabel besitzt, braucht sich um die<br />
UHD-Übertragung keine Sorgen zu machen.<br />
4K ist nah am Original<br />
Durch 4K werden wir so nah dran sein am<br />
Original wie noch nie zuvor und der neue<br />
Bildstandard hat das Zeug, zum einheitlichen<br />
Maßstab für Kinos und Wohnzimmer zu werden.<br />
Gleichermaßen bewegen wir uns immer<br />
mehr an der Wahrnehmungsschwelle und<br />
abseits der Kinosäle, die durch riesige Leinwände<br />
und kurze Sitzabständen ungemein von der<br />
4K-Auflösung profitieren, werden es vor allem<br />
Computer spiele sein, die durch 4K in einem<br />
neuen Glanz erstrahlen. Der Auflösungstrend<br />
leitet gleichzeitig das Ende der Plasmatechnologie<br />
ein: 4K-Plasmafernseher für den Wohnzimmergebrauch<br />
werden aufgrund der hohen<br />
Energieaufnahme nicht auf den Markt kommen,<br />
LCD- und OLED-<strong>TVs</strong> gehört die 4K-Zukunft.<br />
Das Paradoxe: Sobald sich Bilder schnell bewegen,<br />
bieten Plasma-<strong>TVs</strong> Auflösungsvorteile<br />
gegenüber LCD-Fernsehern. Bei der Angabe der<br />
Auflösung ist deshalb noch viel Theorie im Spiel<br />
und in der Praxis gelingt es den ersten UHD-<br />
Fernsehern nicht immer, sich von sehr guten<br />
Full-HD-Fernsehern qualitativ abzusetzen.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Bilder: Burosch<br />
18 | 8.2013
Das Testmagazin<br />
für Video, Audio und digitale Technik<br />
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Der Bildrahmen ist<br />
schlank und mit einer<br />
Metallblende versehen,<br />
die Displayscheibe<br />
äußerst stabil gefertigt.<br />
165 cm<br />
Ausstattung<br />
LG<br />
65LA9709<br />
8/2013<br />
Bildqualität<br />
LG<br />
65LA9709<br />
8/2013<br />
Statt einer Edge-LED-<br />
Beleuchtung setzt LG bei<br />
diesem Fernseher auf eine<br />
echte LED-Hintergrundbeleuchtung<br />
mit 144<br />
Sektoren.<br />
Die integrierte Kamera<br />
fährt nach manueller<br />
Betätigung aus dem<br />
Gehäuse. Wahlweise<br />
lässt sich der Fernseher<br />
über Handbewegungen<br />
steuern.<br />
Die Lautsprecherleiste<br />
fährt erst im Betrieb nach<br />
unten und verschwindet<br />
beim Ausschalten wieder<br />
im Gehäuse.<br />
Der über die gesamte<br />
Bildbreite verlaufende<br />
Standfuß lässt den imposanten<br />
TV sicher am Ort<br />
des Geschehens thronen.<br />
LG 65LA9709<br />
Polfilter-3D-Brillen garantieren ein angenehmes 3D-<br />
Erlebnis. Durch die UHD-Auflösung des Fernsehers<br />
werden Blu-ray-3D-Inhalte verlustfrei umgesetzt.<br />
Dachten wir, im UHD-TV-Markt bereits<br />
alles gesehen und getestet zu haben,<br />
belehrt uns LG mit dem neuen Ultra-<br />
HD-Fernseher 65LA9709 eines Besseren. Doch<br />
rechtfertigen mehr als 8 Millionen Bildpunkte<br />
und eine echte LED-Hintergrundbeleuchtung<br />
den stolzen Preis von knapp 7 000 Euro?<br />
Bereits beim Aufbau wird klar, dass dieser Fernseher<br />
zu den beeindruckendsten Modellen gehört,<br />
das Sie sich derzeit ins Wohnzimmer stellen<br />
können. Der Clou ist die Lautsprecherkonstruktion:<br />
Auf der Rückseite ist ein Tief-Mitteltonlautsprecher<br />
integriert und schalten Sie den 65LA9709<br />
ein, fährt eine kleine Soundbar nach unten aus<br />
dem Gehäuse. Durch dieses Verfahren wird der<br />
Hochtonbereich nicht indirekt, sondern ohne<br />
Umwege zum Sitzplatz übertragen. Neben der<br />
virtuellen Surround-Sound-Option lohnt es sich,<br />
die Clear-Voice-Funktion auszuprobieren.<br />
TV-Funktion als Dreingabe<br />
Die umfangreichen Einrichtungsmöglichkeiten,<br />
inklusive Unicable-Installation und die Steuerung<br />
von Satellitendrehanlagen gefallen, Doppeltuner<br />
und eine Bild-in-Bild-Darstellung suchen<br />
Sie aber vergebens. Auch die Vorsortierung der<br />
Sender sowie die Aufbereitung des elektronischen<br />
Programmführers ist weniger komfortable als bei<br />
manchem Konkurrenten gelöst, sodass externe<br />
Empfänger den Aufpreis durchaus lohnen. Im<br />
Multimediabereich verarbeitet der Fernseher<br />
eine Vielzahl an Videoformaten und LG<br />
„Das IPS-LCD-Panel garantiert, dass<br />
Sie über die gesamte Bildfläche einen<br />
einheitlichen Kontrast- und<br />
Farbeindruck wahrnehmen.“<br />
integrierte im Gegensatz zum Vorjahr auch die<br />
UHD-Unterstützung via USB-Zuspielung. Die<br />
beworbene H.265- bzw. HEVC-Decodierung<br />
klappte mit unseren Testvideos leider nicht, der<br />
Hersteller verspricht aber, dass der neue Codec bei<br />
zukünftigen U<strong>HDTV</strong>-Ausstrahlungen reibungslos<br />
unterstützt wird. Über den integrierten Webbrowser<br />
ist keine UHD-Darstellungsqualität erreichbar:<br />
Google Maps und Youtube zeigen sich nur in<br />
HD-Qualität. Flexibel zeigt sich der Fernseher<br />
bei der Wiedergabe von Filmen im 21 : 9-Format:<br />
Die Bildfläche lässt sich fast stufenlos vergrößern<br />
und die schwarzen Balken verschwinden mittels<br />
Bildbeschnitt auf Wunsch gänzlich. Leider lässt<br />
sich der Bildbeschnitt nur bei HD-Inhalten durch<br />
die Formatoption „Just Scan“ komplett umgehen.<br />
Aufwändige UHD-Technik<br />
LG setzt beim 65LA9709 auf eine echte LED-Hintergrundbeleuchtung,<br />
d. h. die gesamte Bildfläche<br />
wird durch ein Raster aus LEDs vollflächig<br />
ausgeleuchtet. Beim 65-Zoll-Modell ermittelten<br />
wir 12 × 12 Sektoren, was 144 Zonen entspricht.<br />
Innerhalb dieser Zonen justiert der Fernseher<br />
die Helligkeit der LEDs dynamisch: Je dunkler<br />
der Bildinhalt, desto schwächer werden die LEDs<br />
angesteuert und desto besser fällt die Schwarzdarstellung<br />
aus. Durch das Raster ist es nicht<br />
nur möglich Kinobalken in Filmen fast komplett<br />
Schwarz darzustellen, auch bei komplexeren Bildinhalten<br />
verhilft die LED-Ansteuerung zu einer<br />
immensen Kontraststeigerung. Im Test verrichtete<br />
die LED-Ansteuerung selbst dann ihren Dienst,<br />
wenn der passende Menüpunkt ausgeschaltet<br />
Bilder: Auerbach Verlag, LG<br />
20 | 8.2013
wurde, die beste Schwarzdarstellung erzielten wir<br />
in der Voreinstellung „Tief “. Da LG auf ein IPS-<br />
Panel mit vergleichsweise niedrigem Basiskontrast<br />
setzt, variiert die Qualität der Schwarzdarstellung<br />
abhängig vom Bildinhalt und blicken Sie diagonal<br />
auf die Displayfläche, ist eine Aufhellung im Bereich<br />
der LED-Zonen erkennbar. Störende Überbelichtungen<br />
treten nur selten auf, vorwiegend<br />
werden Farbmuster übersättigt wiedergegeben<br />
und Details können verloren gehen. Wollen Sie<br />
dies vermeiden, sollten Sie den Kontrast reduzieren<br />
– dadurch opfern Sie aber Bildhelligkeit.<br />
Die Krux mit der Perfektion<br />
Für den größten Wermutstropfen sorgt die von<br />
uns gelobte Hintergrundbeleuchtung. Zwar ist die<br />
Helligkeitsverteilung sehr gut, aufgrund der geringen<br />
Bautiefe ist das LED-Raster teilweise aber<br />
durch eine leichte Schattenbildung (vorwiegend<br />
vertikale Streifen) sichtbar. Zusätzlich kann bei<br />
sich schnell bewegenden Hell-Dunkel-Mustern<br />
das Auf- und Abblenden der LEDs durch ein<br />
leichtes Helligkeitspumpen registriert werden.<br />
IPS beflügelt UHD<br />
Durch das blickwinkelstabile IPS-Panel ist der<br />
65LA9709 der einzige aktuelle UHD-Fernseher,<br />
der eine gleichbleibend gute Bildqualität auf allen<br />
Sitzplätzen ermöglicht. Die optimale Sitzplatzentfernung<br />
beträgt bei der UHD-Darstellung mit<br />
3 840 × 2 160 Bildpunkten die 1,5-fache Bildhöhe,<br />
weshalb Sie beim 65LA9709 auch auf 1,2 Meter<br />
heranrücken können, ohne eine Unschärfe wahrzunehmen<br />
– die Zuspielung von Fotos oder Videos<br />
in UHD-Auflösung vorausgesetzt. Maximal<br />
unterstützt der 65LA9709 sogar Eingangssignale<br />
mit 4K-Auflösung (4 096 × 2 160 Pixel). Einer tollen<br />
Bildqualität stehen leider mäßige Voreinstellungen<br />
gegenüber, gerade der Unterbelichtung in<br />
dunklen Bildbereichen ist schwer beizukommen.<br />
Hauttöne zeigen sich<br />
etwas orangefarben<br />
und Farbmitteltöne<br />
übersättigt. Die<br />
Detailnachschärfung<br />
des Fernsehers<br />
könnte noch<br />
aggressiver zu<br />
Werke gehen, denn<br />
der Gesamteindruck<br />
ist immer etwas weicher<br />
als bei manchem<br />
Konkurrenten. Zudem<br />
fällt die Bewegtbildschärfe<br />
mit einem<br />
100-Hertz-Niveau<br />
zwar gut, aber eben<br />
nicht perfekt aus – der<br />
55LA8609 bietet ein<br />
noch schärferes Niveau.<br />
Den IPS-Vorteil<br />
vermag aber auch der<br />
65LA9709 auszuspielen:<br />
Die kompakte Fernbedienung erlaubt die Mauszeigersteuerung<br />
über Handbewegungen.<br />
In dunklen Bildbereichen treten keine verstärkten<br />
Nachzieh- oder Schliereneffekte auf, wie es häufig<br />
bei kontraststärkeren, aber blickwinkelabhängigen<br />
LCD-Panels der Fall ist. Damit Sie von der guten<br />
Bewegtbildschärfe profitieren, müssen Sie die<br />
Zwischenbildberechnung aktivieren, die Filme<br />
entweder leicht ruckelig wie im Kino oder stufenlos<br />
flüssiger zeichnen kann. Im Test erwiesen sich<br />
einzig schnelle Kamerafahrten, vor allem in diagonaler<br />
Bildrichtung, als Hürde, dann ruckelte das<br />
„Da das Polfilter-Raster selbst auf<br />
kurzer Entfernung kaum erkennbar ist,<br />
können Sie den Sitzabstand in 3D stark<br />
reduzieren und in helle sowie kontraststarke<br />
3D-Welten eintauchen.“<br />
Bild kurzzeitig. Gaming-Fans werden mit diesem<br />
Fernseher leider nicht glücklich: Die Eingabeverzögerung<br />
ist selbst im Spielmodus derart hoch,<br />
dass sich Videospiele kaum steuern lassen.<br />
Eintauchen in 3D<br />
Im 3D-Betrieb setzt LG auf das Polfilter-<br />
Verfahren, das eine optimale Bildtrennung und<br />
flimmerfreie 3D-Wiedergabe garantiert. Die<br />
Auflösung halbiert sich zwar im Vergleich zur<br />
2D-Wiedergabe (aus 3 840 × 2 160 Bildpunkten<br />
werden 3 840 × 1 080 Pixel pro Auge), die vertikale<br />
Auflösung reicht aber aus, um 3D-Filme auf Bluray<br />
verlustfrei umzusetzen. Da das Polfilter-Raster<br />
selbst auf kurzer Entfernung kaum erkennbar ist,<br />
können Sie den Sitzabstand in 3D stark reduzieren<br />
und in helle sowie kontraststarke 3D-Welten<br />
eintauchen. Voraussetzung ist hierbei, dass Sie<br />
den Fernseher auf Augenhöhe installieren, da der<br />
Polfilter nur gerichtet funktioniert und zu starke<br />
Blickwinkelabweichungen in vertikaler Richtung<br />
den 3D-Effekt aufheben.<br />
Exklusive Alleinstellungsmerkmale<br />
Im Bild beweist LG durch eine echte LED-<br />
Hintergrundbeleuchtung, das blickwinkelstabile<br />
IPS-Panel und die flimmerfreie Polfilter-3D-<br />
Darstellung, dass es derzeit kaum einen besseren<br />
Kompromiss bei der 65-Zoll-Bilddarstellung gibt.<br />
Durch die fehlende HDMI-2.0-Kompatibilität ist<br />
eine UHD-Einspeisung von Videobildern aber nur<br />
mit 30 Bildern pro Sekunde gesichert.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Was uns gefällt<br />
+ Gute Bildschärfe und Bildkontrast<br />
+ Weiter Blickwinkel, toller Klang<br />
+ Exzellente 3D-Darstellung<br />
+ HEVC-Unterstützung<br />
Was uns stört<br />
– LED-Raster als Schatten sichtbar<br />
– Bewegtbildschärfe nicht perfekt<br />
– Stromverbrauch und Eingabeverzögerung hoch<br />
– HDMI-2.0-Upgrade nicht in Planung<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Bildmodus<br />
ISF<br />
Beleuchtung 100<br />
Kontrast<br />
100 (beste Helligkeit),<br />
60 (beste Durchzeichnung)<br />
Helligkeit 50<br />
H. Schärfe 15<br />
V. Schärfe 15<br />
Farbe 50 (55 wenn Kontrast 60)<br />
Tint 0<br />
Dynamischer Kontrast Aus<br />
<strong>Super</strong> Resolution Hoch<br />
Farbskala<br />
Standard<br />
Konturverstärkung Ein<br />
Farbfilter<br />
Aus<br />
Gamma 2.2<br />
Farbtemp. Warm 2<br />
Methode<br />
2 Punkt<br />
Muster<br />
Außen<br />
Punkte Hoch R –13, G –5, B 0<br />
Farbmanagement Alles Standard<br />
Rauschunterdrückung Aus<br />
MPEG-<br />
Rauschunterdrückung Aus<br />
Schwarzwert<br />
Tief<br />
LED Lok. Dimming Tief<br />
Tru Motion Benutzer, De-Judder 0 – 7,<br />
De-Blur 10<br />
Format<br />
Just Scan<br />
www.hdtvmagazin.com 21
LG 65LA9709<br />
Details<br />
Preis<br />
Farbe<br />
Maße (B × H × T)<br />
Gewicht<br />
Bauweise<br />
Auflösung<br />
Tuner<br />
Festplattenaufzeichnung<br />
3D<br />
WLAN<br />
Stromverbrauch<br />
Zubehör<br />
Fernbedienung<br />
3D-Brille<br />
Kamera<br />
6 999 Euro<br />
Schwarz<br />
145 × 91 × 4 cm<br />
44 kg<br />
Direct-LED-LCD<br />
3 840 × 2 160 Pixel<br />
DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />
ja, extern USB<br />
ja (Polfilter-Technik)<br />
ja (intern)<br />
100 – 320 Watt<br />
Smart-Control-Fernbedienung mit<br />
Mauszeigersteuerung, keine Zifferntasten<br />
4 × Polfilter-Brille (2 × Gaming-Brille)<br />
ja, intern<br />
Anschlüsse<br />
3 × HDMI (3D, ARC, CEC, MHL) 1 × Scart 1 × Komponente<br />
3 × USB (1x USB 3.0) 1 × Kopfhörer 1 × digital optisch<br />
1 × Netzwerk<br />
Sonderfunktionen<br />
HbbTV, DLNA Client, Skype, Miracast, Youtube, NFC<br />
Videoformate<br />
3GP, ASF, AVI, DivX, H.265 (HEVC), MKV, MOV, MP4, MPEG, TS, TP, WMV<br />
TV-Funktionen<br />
Einschaltzeit TV<br />
ca. 7 Sekunden (ca. 17 Sekunden bis<br />
Smart-TV-Menü erscheint)<br />
Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2,5 Sekunden<br />
Bildformatwahl<br />
teilweise unvollständig, Bildbeschnitt<br />
bei SD<br />
Bild-in-Bild<br />
nein (nur im Webbrowser-Betrieb)<br />
EPG<br />
7-Tage-EPG, kein Bild und Ton, wenig<br />
Informationen auf einem Blick, nach dem<br />
Ausschalten gehen Daten verloren<br />
Gaming<br />
Eingabeverzögerung im TV-Modus sehr hoch (>200 ms), schlecht spielbar<br />
Spielemodus<br />
hoch (115 ms), kaum spielbar, als<br />
Szenenwahl voreingestellt, Bildeinstellung<br />
ändert sich<br />
Helligkeit/Schwarzwert<br />
Leuchtkraft 350 cd/m 2<br />
Schwarzwert
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Testberichte jetzt als Einzelabruf!<br />
17<br />
Tischgrills<br />
im Test<br />
14 <strong>TVs</strong><br />
im Test<br />
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10 HiFi-<br />
Systeme<br />
im Test<br />
Bilder: Lux Tools, Philips, Samsung, Teufel
Im Reich der TV-Giganten<br />
Lange galten Plasmafernseher als das<br />
Maß der Dinge im XXL-TV-Segment<br />
doch diese Dominanz ist nun endgültig<br />
vorbei. Riesige Bilddiagonalen zu attraktiven<br />
Preisen bieten mittlerweile auch die stromsparenden<br />
LED-LCDs und unser Test der<br />
60-Zoll-TV-Klasse beweist einmal mehr, dass<br />
sich Energieeffizienz und Bildqualität nicht<br />
ausschließen müssen.<br />
Hätte uns vor einigen Jahren ein Hersteller<br />
erklärt, dass man riesige Bilddiagonalen mittels<br />
weniger LEDs auszuleuchten vermag und ein<br />
65-Zoll-Fernseher im Betrieb nicht mehr verbraucht<br />
als ein 32-Zoll-Röhen-TV, dann hätten<br />
wir ihn vermutlich für verrückt erklärt. Doch<br />
die LED-LCD-Technik hat sich zur unumstritten<br />
effizientesten Bildtechnologie weiterentwickelt<br />
und legt dieses Jahr auch in Sachen Bildgröße<br />
nach. Mit Flachbildfernsehern der 60-Zoll-<br />
Klasse lassen sich kinoähnliche Verhältnisse<br />
im Wohnzimmer realisieren und neben dem<br />
Energiesparfaktor spielt die LED-LCD-Technik<br />
auch bei der Bildqualität alle Trümpfe aus. So<br />
erreichen LCD-<strong>TVs</strong> durch den Kontrastfilter<br />
eine satte Schwarzwiedergabe bei Tageslicht und<br />
dank der potenten LED-Beleuchtung zeigen<br />
sich die Bilder in voller Brillanz. Kompromisse<br />
müssen einzig bei der Ausleuchtungsgenauigkeit<br />
und häufig auch beim Blickwinkel eingegangen<br />
werden, hierbei gibt es von Modell zu Modell<br />
allerdings gravierende Unterschiede.<br />
Überraschungen und Enttäuschungen<br />
Unser Test aktueller 60-Zoll-Fernseher von<br />
Philips, Samsung und Toshiba glich einer<br />
„Wer sich einen Fehlgriff leistet,<br />
muss mit aufgehellten<br />
Bildecken und einer fleckigen<br />
Ausleuchtung rechnen.“<br />
Achterbahnfahrt: Von positiven Überraschungen<br />
bis zur regelrechten Enttäuschung war alles<br />
vertreten. Einmal mehr zeigte sich, dass die<br />
Fertigung eines LED-LCDs in derart riesigen<br />
Bilddiagonalen kein Kinderspiel ist und gerade<br />
die homogene Lichtverteilung über die gesamte<br />
Bildfläche keine Qualitätskompromisse zulässt.<br />
Wer sich einen Fehlgriff leistet, muss mit aufgehellten<br />
Bildecken und einer fleckigen Ausleuchtung<br />
rechnen. Der Verkaufspreis der <strong>TVs</strong> spielt<br />
zu unserer Überraschung nicht die tragende<br />
Rolle: Zwei Testkandidaten sind für eine unverbindlichen<br />
Preisempfehlung von 1 999 Euro<br />
erhältlich, qualitativ trennen sie aber Welten.<br />
Samsung dominiert Vergleichstest<br />
Die größte Diskrepanz zwischen TV-Modellen<br />
der gleichen Herstellerserie besteht häufig in der<br />
Qualität der Bewegtbildschärfe. Zwar vermitteln<br />
Hersteller durch eine einheitliche Hertzangabe<br />
häufig den Eindruck von einer identischen Bildqualität,<br />
doch in der Praxis erscheinen schnelle<br />
Bildbewegungen auf einem XXL-TV nicht<br />
selten qualitativ schlechter als bei Modellen der<br />
40- oder 50-Zoll-Klasse. Als einer der wenigen<br />
Hersteller demonstriert Samsung, dass eine<br />
gleichbleibend gute Qualität über alle Bildgrößen<br />
gewährleistet werden kann, und dabei neigt<br />
Samsung sogar zum Understatement. So stellte<br />
sich die F7090-Serie als qualitativ absolut gleichwertig<br />
im Vergleich zur F8090-Serie heraus,<br />
obwohl die Herstellerangabe bei den F7090-Modellen<br />
leicht schlechter ausfällt. Da sich Samsung<br />
in keinem Bildbereich echte Schwächen erlaubt,<br />
war dem Hersteller der Testsieg am Ende nicht<br />
zu nehmen.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Bilder: Samsung<br />
24 | 8.2013
Schlanker Rahmen trotz<br />
Kamera und Doppeltunern:<br />
Samsung setzt auf<br />
Ausstattung, ohne das Design<br />
zu vernachlässigen.<br />
165 cm<br />
Ausstattung<br />
Samsung<br />
UE65F8090<br />
8/2013<br />
Bildqualität<br />
Der Bildeindruck überzeugt<br />
bei frontaler Sitzposition,<br />
seitlich betrachtet<br />
bleicht das Bild dagegen<br />
spürbar aus.<br />
Samsung<br />
UE65F8090<br />
8/2013<br />
Der geschwungene<br />
Standfuß macht<br />
optisch eine<br />
Menge her und<br />
das Display hängt<br />
angenehm tief.<br />
Die beiliegende Shutter-Brille wird<br />
per Knopfzelle gespeist, die Datenübermittlung<br />
erfolgt per Bluetooth.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />
Samsung UE65F8090<br />
Samsung vermeidet beim UE65F8090 jede<br />
Spielerei und formt einen Fernseher wie<br />
aus einem Block gefräst. Ob das Design der<br />
Bildqualität überlegen ist, verrät unser Test.<br />
Der geschwungene Standfuß steht im Kontrast<br />
zur klaren Linienführung des Fernsehers, trotz<br />
des schlanken Rahmens und Gehäuses integriert<br />
Samsung Kamera und Doppeltuner und verhüllt<br />
die Anschlüsse hinter einer Blende. Ist eine der<br />
mitgelieferten Fernbedienungen gerade nicht auffindbar,<br />
reagiert der Fernseher auch auf Sprache<br />
und Gesten, alternativ lassen sich die wichtigsten<br />
Funktionen direkt am Gerät über einen Minijoystick<br />
steuern. Ganz ohne Kompromisse geht es<br />
aber dann doch nicht: Nur eine CI-Schnittstelle,<br />
eng beieinanderliegende Tuner-Anschlüsse und<br />
Adapterkabel für analoge Videoeingänge schmälern<br />
die Installationsmöglichkeiten und in Sachen<br />
Bedienung ist Samsungs Konzept nicht frei von<br />
Fehlern. So leitet Sie der Fernseher zwar mustergültig<br />
durch wichtige Einstellungen, wer bei der<br />
LNB- und DiSEqC-Einrichtung aber nicht die<br />
richtige Auswahl trifft, wird keine Programme in<br />
der Liste vorfinden. Einmal installiert präsentieren<br />
sich Sender aber gut vorsortiert und mittels Doppeltunern<br />
und Bild-in-Bild-Funktion lassen sich<br />
„Der UE65F8090 imponiert durch<br />
seine sehr gute Bewegtbildschärfe<br />
und Samsung bleibt der eigenen Linie<br />
treu, in allen Bilddiagonalen die bestmögliche<br />
Panelqualität abzuliefern.“<br />
zwei TV-Inhalte zeitgleich auf dem Bildschirm<br />
darstellen – die Bild- und Tonzuordnung ist dabei<br />
flexibel, einzig externe HDMI-Quellen sind auf<br />
das Hauptfenster beschränkt. Starten Sie den Mitschnitt<br />
von Sendungen über eine USB-Festplatte,<br />
dürfen Sie gleichzeitig den Sender wechseln, allerdings<br />
nicht zwei Aufnahmen parallel durchführen.<br />
Schnelle Start- und Ladezeiten sowie ein übersichtlicher<br />
elektronischer Programmführer lassen<br />
Sie zügig durch die TV-Informationen wandern,<br />
sind Sie im Besitz eines Samsung-Tablets, streamen<br />
Sie sogar kopiergeschützte TV-Inhalte über<br />
das WLAN-Netz. Apropos WLAN: Der drahtlose<br />
Internetzugang ist durch die WPS-Unterstützung<br />
nur einen Tastendruck entfernt und Samsungs<br />
Onlineportal bietet eine Fülle von Apps. Die<br />
Kinofilmsektion lässt aktuelle Neuerscheinungen<br />
aber vermissen und Youtube mussten wir erst<br />
umständlich installieren. Während die stockende<br />
Bedienung enttäuscht, fällt die Bildqualität dank<br />
Einsatz aller Bildregler überzeugend aus. Etwas<br />
mehr Geschwindigkeit haben wir uns bei der<br />
Umsetzung von Eingabebefehlen erhofft, denn<br />
selbst im Spielemodus (der über das Systemmenü<br />
aufgerufen werden muss) fällt die Eingabeverzögerung<br />
zu hoch aus.<br />
Für Kinofilme gemacht<br />
Dank des guten Bildkontrasts und der tollen Helligkeit<br />
wissen Filmausflüge zu beeindrucken und<br />
www.hdtvmagazin.com 25
dies nicht nur in 2D, sondern auch in 3D. Doppelkonturen<br />
sind während der plastischen Bildwiedergabe<br />
nur in dunklen Bereichen sichtbar und<br />
die kompakten Shutter-Brillen überzeugen durch<br />
Tragekomfort. Die besten Sitzplätze sind bei diesem<br />
TV aber limitiert: Weichen Sie nur etwas von<br />
der mittleren Position ab und blicken Sie seitlich<br />
auf den Fernseher, bleichen die Bilder aus. Infolge<br />
der riesigen Bildfläche sind leichte Ungenauigkeiten<br />
bei der Ausleuchtung erkennbar, neben einer<br />
dezenten Streifenbildung weisen die Bildecken<br />
eine Aufhellung auf (Flashlights), da die LEDs von<br />
beiden Bildseiten Richtung Bildmitte abstrahlen.<br />
In Kinofilmen im 21 : 9-Format ist dieser Effekt<br />
nachteilig, da die schwarzen Kinobalken an den<br />
Ecken aufgehellt erscheinen. Eine Bildoption verspricht<br />
Linderung: Mittels „Kinoschwarz“ können<br />
Sie den oberen und unteren Bereich abdunkeln,<br />
die LEDs drosseln dabei die Helligkeit und die<br />
Kinobalken färben sich fast tiefschwarz, zusätzlich<br />
sparen Sie rund 25 Watt im laufenden Betrieb ein.<br />
Dieser Effekt ist allerdings bildinhaltsabhängig<br />
und ein echtes Dimming, das den Bildkontrast<br />
steigert, findet sich bei diesem Fernseher nicht.<br />
Noch effektiver lässt sich die Helligkeit (und damit<br />
auch die Schwarzdarstellung) durch den Lichtsensor<br />
optimieren: Stellen Sie im Optionsmenü genau<br />
jene Mindesthelligkeit ein, bei der Schwarz auch<br />
im dunklen Zimmer tiefschwarz erscheint und<br />
fortan wird der Fernseher die Bildbrillanz automatisch<br />
auf Ihr Wohnzimmer<br />
abgleichen.<br />
Dringend optimieren<br />
sollte Samsung die<br />
Voreinstellung des<br />
Bildformats: Selbst im<br />
Filmmodus weist der<br />
Fernseher einen Bildbeschnitt<br />
auf, dieser<br />
lässt sich nachträglich<br />
Mit der Zweitfernbedienung steuern Sie den TV mittels<br />
Sprachbefehlen oder per Touchpad.<br />
in den Bildformateinstellungen ausschalten, allerdings<br />
nur für Full-HD-Inhalte.<br />
Das Samsung-Versprechen<br />
Der UE65F8090 imponiert durch seine sehr<br />
gute Bewegtbildschärfe und Samsung bleibt der<br />
eigenen Linie treu, in allen Bilddiagonalen die<br />
bestmögliche Panelqualität abzuliefern. Der<br />
65-Zoll-Koloss bildet schnelle Bildbewegungen<br />
schärfer ab als viele Konkurrenten (selbst UHD-<br />
„Wer auf UHD-Auflösung verzichten<br />
kann, findet im UE65F8090 eine<br />
XXL-Alternative zum UE55F9090.“<br />
Fernseher), einzig in dunklen Bereichen zeigen<br />
sich Nachzieheffekte (leichte Schlierenbildung),<br />
was aber nur selten zu beobachten ist. Samsung<br />
lässt Ihnen bei der Bildverarbeitung zudem die<br />
freie Wahl: Kinofilme erleben Sie leicht ruckelig<br />
mit Unschärfen wie im Kino oder sehr weich und<br />
flüssig. Kurze Aussetzer und leichte Artefakte<br />
sind bei der Zwischenbildberechnung zwar zu<br />
verzeichnen, das Gesamtniveau dürfte aber jeden<br />
Filmfan zufriedenstellen. Mit diesen Qualitäten<br />
kann die Farbdarstellung nicht ganz mithalten:<br />
Der UE65F8090 zeichnet Hauttöne etwas zu warm<br />
und geringe Farbsättigungen zu kräftig, insbesondere<br />
im Rot-, Gelb- und Grünbereich. Möglichkeiten<br />
zur Korrektur sind zwar vorhanden, richtig<br />
neutral erscheint das Gesamtergebnis aber nicht.<br />
Zudem weist der Fernseher in sehr dunklen Bereichen<br />
eine leichte Unterbelichtung auf – durch<br />
den eingeschränkten Blickwinkel hellen sich diese<br />
Bereiche umgekehrt auf, wenn Sie nicht exakt<br />
mittig vor dem Fernseher sitzen.<br />
Starker Konkurrent<br />
Wer auf UHD-Auflösung verzichten kann,<br />
findet im UE65F8090 eine XXL-Alternative<br />
zum UE55F9090: Für beide Fernseher verlangt<br />
Samsung rund 4 000 Euro, bei Sitzabständen ab<br />
drei Metern imponiert die größere Bilddiagonale<br />
des UE65F8090 aber sichtlich mehr. Unabhängig<br />
von Vergleichen demonstriert Samsung einmal<br />
mehr eindrucksvoll, dass die Panelqualität in<br />
allen Bildgrößenklassen überzeugend ausfallen<br />
kann und Sie keine Kompromisse im Vergleich zu<br />
kompakteren <strong>TVs</strong> eingehen müssen.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Was uns gefällt<br />
+ Sehr gute Bildschärfe und Helligkeit<br />
+ Kinobalkendimming für Filme im 21 : 9-Format<br />
+ Doppeltuner, Bild-in-Bild, updatefähig<br />
+ Leicht, energieeffizient, optisch modern<br />
Was uns stört<br />
– Bei seitlicher Betrachtung bleicht Bild aus<br />
– Leichte Defizite bei der Ausleuchtung<br />
– Für Gaming nur zweite Wahl<br />
– Tonwiedergabe und Bedienung nicht optimal<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Bildmodus<br />
Film<br />
Hintergrundbel. 20<br />
Kontrast 100<br />
Helligkeit 45<br />
Schärfe 20<br />
Farbe 50<br />
Farbton<br />
G50 R50<br />
Bildformat<br />
Bildanpassung<br />
Optimalkontrast Aus oder Gering<br />
Schwarzton<br />
Aus<br />
Hautton 0<br />
Farbraum<br />
Auto<br />
Weißabgleich Offset R/G/B: 25/25/25,<br />
Gain R/G/B: 12/20/25<br />
10P Weißabgleich Aus<br />
Gamma 0<br />
Farbton Warm 2<br />
Digital aufbereiten Aus oder Auto<br />
MPEG-Rauschfilter Aus<br />
HDMI-Schwarzp. Gering<br />
Motion Plus<br />
Benutzerdefiniert,<br />
Unschärfeminderung: 10,<br />
Judder-Minderung: 0 - 7<br />
LED Clear Motion Ein<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />
26 | 8.2013
Samsung UE65F8090<br />
Details<br />
Preis<br />
Farbe<br />
Maße (B × H × T)<br />
Gewicht<br />
Bauweise<br />
Auflösung<br />
Tuner<br />
Festplattenaufzeichnung<br />
3D<br />
WLAN<br />
Stromverbrauch<br />
Zubehör<br />
Fernbedienung<br />
3D-Brille<br />
Kamera<br />
3 999 Euro<br />
Anthrazit<br />
144,7 × 87,3 × 3,8 cm<br />
27 kg<br />
Edge-LED-LCD<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
DVB-S/-C/-T (Doppeltuner, Unicable)<br />
ja, extern USB<br />
ja (Shutter-Technik)<br />
ja (intern)<br />
65 – 170 Watt<br />
Standardfernbedienung (TM1390A),<br />
Touchfernbedienung mit Mikrofon<br />
(TM1240A)<br />
2 × Shutter-Brille SSG-5100GB<br />
ja, intern<br />
Anschlüsse<br />
4 × HDMI (3D, ARC, CEC, MHL) 3 × USB 1 × Netzwerk<br />
1 × Scart (Adapter) 1 × Erweiterungsschnittstelle<br />
1 × Komponente (Adapter) 1 × Kopfhörer 1 × digital optisch<br />
Sonderfunktionen<br />
HbbTV, DLNA Client, Skype, Streaming auf Tablet, Youtube<br />
Videoformate<br />
3GPP, ASF, AVI, FLV, MKV, MOV, MP4, MPEG, SVAF, TS, VRO, WMV<br />
TV-Funktionen<br />
Einschaltzeit TV<br />
ca. 5 Sekunden<br />
Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2 Sekunden<br />
Bildformatwahl<br />
eingeschränkt, Bildbeschnitt bei SD<br />
Bild-in-Bild<br />
ja, flexible Fenster- und Tonzuordnung<br />
EPG<br />
7-Tage-EPG, übersichtlich, Bild-in-Bild,<br />
schnelle Ladezeit, Daten nur per<br />
Umschaltung aktualisierbar, Datenverlust<br />
nach dem Ausschalten<br />
Gaming<br />
Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (105 ms), kaum spielbar<br />
Spielemodus<br />
mäßig spielbar (75 ms), umständlich im<br />
Systemmenü aktivierbar, nur Standardbildmodus<br />
wählbar<br />
Helligkeit/Schwarzwert<br />
Leuchtkraft<br />
350 cd/m 2 (300 cd/m 2 mit LED<br />
Clear Motion)<br />
Schwarzwert 0,04 – 0,08 cd/m 2<br />
Dimming<br />
ja, nur Kinobalken<br />
Lichtsensor<br />
ja, Mindesthelligkeit einstellbar<br />
Helligkeitsverteilung<br />
85 % 85 % 85 %<br />
85 % 100 % 80 %<br />
90 % 85 % 85 %<br />
Durchzeichnung<br />
dunkle Bereiche leicht unterbelichtet, Gammakorrektur möglich<br />
Bildschärfe<br />
Auflösung<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
Detailnachschärfung<br />
nur Standardschärferegler<br />
Bewegtbildschärfe<br />
exzellent, 400-Hertz-Niveau<br />
Nachzieheffekte<br />
gering, in dunklen Bereichen aber auffällig<br />
Filmglättung<br />
in 10 Stufen regelbar (Motion Plus),<br />
ab Stufe 6 ruckelfrei, ab Stufe 7 nehmen<br />
Artefakte zu<br />
Farbdarstellung<br />
Farbraum<br />
leicht übersättigte Rot-, Gelb- und<br />
Grüntöne, Hauttöne etwas zu warm<br />
Farbtemperatur<br />
leichter Blauviolettschimmer in sehr<br />
dunklen Bereichen, ansonsten neutral<br />
Bildfehler<br />
Blickwinkel<br />
stark eingeschränkt, Bild bleicht aus<br />
Clouding/Streifenbildung sichtbar (Flashlights) /gering<br />
Farbblitzer/Pixelrauschen nein/nein<br />
Abgestufte Farbübergänge gering<br />
Tonwiedergabe<br />
Qualität<br />
blechern, bei hoher Lautstärke<br />
komprimiert<br />
Einstellungen<br />
umfangreich, Equalizer vorhanden<br />
Automatische Lautstärkekorrektur ja (2 Stufen)<br />
3D-Darstellung<br />
Helligkeit 120 cd/m 2<br />
Doppelkonturen (Crosstalk) gering, nur in dunklen Bereichen auffällig<br />
3D-Brille flimmerfrei<br />
nein<br />
Auflösung<br />
Full-HD-3D<br />
www.hdtvmagazin.com 27
Optisch und in Sachen<br />
Ausstattung ist der<br />
UE60F7090 nahezu<br />
gleichwertig zur F8090-<br />
Serie.<br />
152 cm<br />
Ausstattung<br />
Samsung<br />
UE60F7090<br />
8/2013<br />
Seitlich betrachtet bleicht<br />
das Bild spürbar aus, perfekt<br />
aufgestellt kann der<br />
Kontrast aber begeistern.<br />
Bildqualität<br />
Samsung<br />
UE60F7090<br />
8/2013<br />
Die beiliegende Shutter-Brille<br />
ist leicht und angenehm zu<br />
tragen, Knopfzellen sorgen<br />
für die Energiezufuhr. Die<br />
Datenübertragung erfordert<br />
durch Bluetooth keinen direkten<br />
Sichtkontakt zum TV bzw.<br />
3D-Sender.<br />
TESTSIEGER<br />
60-Zoll-TV-Vergleich<br />
Samsung<br />
UE60F7090<br />
8/2013<br />
Samsung UE60F7090<br />
Das Samsung-Logo<br />
am Standfuß ist an<br />
das Display gekoppelt<br />
und beleuchtet. Drehbar<br />
ist der TV nicht.<br />
Dass sich hinter Samsungs UE60F7090<br />
der Preis-Leistungs-Tipp in der<br />
60-Zoll-Liga verbirgt, ist angesichts der<br />
starken Konkurrenz aus dem eigenen Hause nur<br />
schwer vorstellbar. So ist Samsungs F6000-Serie<br />
deutlich günstiger und die Modellreihe F8090<br />
in 65 Zoll nur 700 Euro teurer. Doch ohne<br />
zuviel verraten zu wollen: Samsung ist mit dem<br />
UE60F7090 ein exzellenter Kompromiss aus<br />
Bildgröße, Qualität und Preis gelungen.<br />
Optisch unterscheidet sich der UE60F7090 kaum<br />
vom UE65F8090: Das Display ist vergleichbar<br />
schlank und wartet mit allen Anschlüssen,<br />
digitalen Doppeltunern und einer integrierten<br />
Kamera auf. Der Standfuß ist allerdings nach<br />
traditioneller Form gefertigt und eine Blende, welche<br />
die Anschlüsse verbirgt, findet sich nicht im<br />
Lieferumfang. Wer auf eine 360-Grad-Optik wert<br />
legt, ist mit der F8090-Serie somit besser bedient.<br />
Ganz anders bei der Ausstattung: Shutter-Brillen<br />
für den 3D-Genuss, zwei Fernbedienungen und<br />
alle weiteren Vorteile der F8090-Serie finden sich<br />
auch beim UE60F7090 wieder. Das Tunerkonzept<br />
überzeugt durch die gleichzeitige Einspeisung<br />
zweier TV-Signale und wird eine Aufnahme über<br />
eine USB-Festplatte gestartet, können Sie weiterhin<br />
den Sender wechseln. Zwei Aufnahmen sind<br />
aber nicht möglich und Pay-TV-Fans müssen mit<br />
nur einer CI-Schnittstelle vorliebnehmen. Im TV-<br />
Alltag gefallen die schnellen Start- und Umschaltzeiten<br />
des Fernsehers, Sonderfunktionen wie die<br />
flexible Bild-in-Bild-Darstellung lassen sich durch<br />
„Weshalb Samsung den UE60F7090 in<br />
Sachen Bewegtbildschärfe schlechter<br />
einstuft, als den UE65F8090, erschließt<br />
sich uns nicht, denn im Test zeigte sich<br />
der UE60F7090 als absolut ebenbürtig.“<br />
Umwege über das Bildmenü optimal bedienen.<br />
Die im Systemmenü versteckten Einstellungen<br />
zum Lichtsensor und Spielemodus lohnen den<br />
Umweg: So lässt sich beim „Ökosensor“ die<br />
Mindesthelligkeit vorgeben und der Fernseher<br />
vermeidet ein zu starkes Herabdimmen der Hintergrundbeleuchtung,<br />
falls in Ihrem Wohnzimmer<br />
die Lichter ausgehen. Der Spielemodus reduziert<br />
die Eingabeverzögerung drastisch und zu unserer<br />
Überraschung reagiert der UE60F7090 sogar flinker<br />
auf Eingabebefehle als der UE65F8090.<br />
Hell und kontraststark<br />
Unsere Energiemessung und Analyse der Edge-<br />
LED-Beleuchtung bestätigten, dass sich der<br />
UE60F7090 kaum vom UE65F8090 unterscheidet<br />
und dank der etwas geringeren Bilddiagonale<br />
fällt die Bildbrillanz sogar nochmals besser aus.<br />
Somit eignet sich der Fernseher auch für sehr helle<br />
Wohnzimmer und der Kontrastfilter sorgt für<br />
tiefes Schwarz bei Tageslicht. Überaus brillant ist<br />
auch die 3D-Darstellung gelungen, sodass kaum<br />
Kompromisse im Vergleich zur Polfilter-Technik<br />
eingegangen werden müssen: Der UE60F7090<br />
bietet die bessere Bildauflösung, zeigt in dunklen<br />
Bereichen aber Doppelkonturen. Während die<br />
Ausleuchtungsgenauigkeit der Bildfläche nahezu<br />
mustergültig ausfällt, sind eine leichte Streifenbildung<br />
und Flashlights erkennbar – die seitlich<br />
installierten LEDs erhellen alle vier Bildecken. Im<br />
normalen TV-Betrieb ist dieser Nachteil kaum<br />
erkennbar, werden Filme im 21 : 9-Format mit<br />
schwarzen Balken dargestellt, können die Flash-<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />
28 | 8.2013
lights aber vom Film ablenken. Abhilfe schafft<br />
die „Kinoschwarz“-Funktion, hierbei werden<br />
die oberen und unteren LED-Reihen abgedunkelt,<br />
die Balken erscheinen tiefschwarz und die<br />
Flashlights verschwinden – gleichfalls sinkt der<br />
Stromverbrauch um 25 Watt. Diese nützliche<br />
Funktion reagiert aber bildinhaltsabhängig und<br />
steht z. B. beim Videoportal Youtube nicht zur<br />
Verfügung. Apropos Youtube-App: Der Zugang<br />
zum weltgrößten Videoportal ist nicht vorinstalliert<br />
und die App enttäuschte im Test durch lange<br />
Ladezeiten und eine stockende Bedienung.<br />
Mehrwerte für Profis<br />
Samsungs UE60F7090 zeigt im Filmmodus<br />
eine glaubhafte Darstellung, allerdings trägt der<br />
Hersteller in Sachen Farben etwas zu dick auf,<br />
sodass der Gesamteindruck zu bunt erscheint.<br />
Einzig das Farbmanagement, das alle Farben<br />
getrennt behandelt, schafft hier Abhilfe. Wer sich<br />
mit zu warmen Hauttönen, überbrillanten Grünund<br />
Gelbtönen sowie zu dunklen Rottönen nicht<br />
zufriedengeben will, sollte unseren Workshop am<br />
Ende dieses Tests studieren. Besser hat Samsung<br />
die Durchzeichnung in Griff, denn von Überoder<br />
Unterbelichtungen bleiben Sie bei diesem TV<br />
verschont. Ist der Fernseher neutral eingestellt,<br />
hilft die Bildoption „Optimalkontrast“, kontrastschwache<br />
Bildinhalte aufzuwerten und dem Bild<br />
subjektiv zu mehr Tiefe zu verhelfen. Auch beim<br />
Rauschfilter „Digital<br />
aufbereiten“ lohnt<br />
das Ausprobieren,<br />
falls die Quelle kein<br />
perfektes Signal liefert.<br />
Farbabstufungen<br />
zeigen sich bei diesem<br />
Fernseher nur selten,<br />
Möglichkeiten Farbverläufe<br />
zu glätten<br />
bietet der UE60F7090<br />
aber nicht, zudem<br />
Die Hauptfernbedienung punktet durch das Ziffernfeld,<br />
der Zweitvariante vereinfacht die Internetnavigation.<br />
hätten wir uns eine bessere Detailnachschärfung<br />
gewünscht, da der Schärferegler sehr schnell<br />
Doppelkonturen erzeugt. Weshalb Samsung<br />
den UE60F7090 in Sachen Bewegtbildschärfe<br />
schlechter einstuft, als den UE65F8090, erschließt<br />
sich uns nicht, denn im Test zeigte sich<br />
der UE60F7090 als absolut ebenbürtig. Unschärfen<br />
treten auch bei schnellen Objektbewegungen<br />
kaum auf und durch die stufenlose Filmglättung<br />
entscheiden Sie allein, ob Kameraschwenks leicht<br />
„Im Fernsehalltag leistet der<br />
UE60F7090 durch seine<br />
Schnelligkeit und den Funktionsumfang<br />
treue Dienste.“<br />
ruckelig wie im Kino oder superflüssig dargestellt<br />
werden sollen. Lediglich in dunklen Bereichen<br />
können Nachzieheffekte und eine leichte Schlierenbildung<br />
auftreten, dieser Effekt lässt sich aber<br />
häufig nur in Testsequenzen provozieren. Der in<br />
den Voreinstellungen auftretende Bildbeschnitt<br />
lässt sich einzig bei Full-HD-Quellen über das<br />
Bildformat „Bildanpassung“ ausmerzen.<br />
Samsungs Geheimtipp<br />
Weder in Sachen Ausstattung noch in Sachen<br />
Bildqualität müssen Sie beim UE60F7090<br />
Kompromisse im Vergleich zum UE65F8090<br />
in Kauf nehmen, sodass der Fernseher einen<br />
echten Kauftipp darstellt. Mit etwas Fachwissen<br />
lässt sich das Bild äußerst natürlich einstellen<br />
und die exzellente Bildhelligkeit sowie sehr gute<br />
Schwarzdarstellung machen jeden Filmabend<br />
zum Erlebnis. Der Blickwinkel zeigt sich zwar<br />
ebenso eingeschränkt wie die Tonqualität der<br />
integrierten Lautsprecher, durch den attraktiven<br />
Preispunkt sollten externe Lautsprecher das Budget<br />
jedoch nicht überstrapazieren. Im Fernsehalltag<br />
leistet der UE60F7090 durch seine Schnelligkeit<br />
und den Funktionsumfang treue Dienste, die<br />
aufwändig gestalteten Menüs können aber nicht<br />
immer darüber hinwegtäuschen, dass die Handhabung<br />
zuweilen komplex ausfällt. Wer nicht<br />
den Aufpreis für Samsungs F8090-Serie zahlen<br />
möchte, findet im UE60F7090 einen nahezu<br />
gleichwertigen Spielpartner, der in Sachen Preis-<br />
Leistung den hauseigenen Konkurrenten sogar<br />
einen Schritt voraus ist.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Was uns gefällt<br />
+ Sehr gute Bildschärfe und Helligkeit<br />
+ Kinobalkendimming für Filme im 21 : 9-Format<br />
+ Doppeltuner, Bild-in-Bild, updatefähig<br />
+ Leicht, energieeffizient, optisch modern<br />
Was uns stört<br />
– Bei seitlicher Betrachtung bleicht Bild aus<br />
– Leichte Defizite bei der Ausleuchtung<br />
– Unflexible Bildformatanpassung<br />
– Tonwiedergabe und Bedienung nicht optimal<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Bildmodus<br />
Film<br />
Hintergrundbel. 20<br />
Kontrast 100<br />
Helligkeit 45<br />
Schärfe 20<br />
Farbe 50<br />
Farbton<br />
G50 R50<br />
Bildformat<br />
Bildanpassung<br />
Optimalkontrast Aus oder Gering<br />
Schwarzton<br />
Aus<br />
Hautton -5<br />
Farbraum<br />
Auto<br />
Weißabgleich Offset R/G/B: 25/25/25,<br />
Gain R/G/B: 16/16/25<br />
10P Weißabgleich Aus<br />
Gamma 0<br />
Farbton Warm 1<br />
Digital aufbereiten Aus oder Auto<br />
MPEG-Rauschfilter Aus<br />
HDMI-Schwarzp. Gering<br />
Motion Plus<br />
Benutzerdefiniert,<br />
Unschärfeminderung: 10,<br />
Judder-Minderung: 0 - 7<br />
LED Clear Motion Ein<br />
www.hdtvmagazin.com 29
Samsung UE60F7090<br />
Details<br />
Preis<br />
Farbe<br />
Maße (B × H × T)<br />
Gewicht<br />
Bauweise<br />
Auflösung<br />
Tuner<br />
Festplattenaufzeichnung<br />
3D<br />
WLAN<br />
Stromverbrauch<br />
Zubehör<br />
Fernbedienung<br />
3D-Brille<br />
Kamera<br />
3 299 Euro<br />
Silber<br />
135 × 82,9 × 3,5 cm<br />
25,3 kg<br />
Edge-LED-LCD<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
DVB-S/-C/-T (Doppeltuner, Unicable)<br />
ja, extern USB<br />
ja (Shutter-Technik)<br />
ja (intern)<br />
65 – 170 Watt<br />
Standardfernbedienung (TM1390A),<br />
Touchfernbedienung mit<br />
Mikrofon (TM1240A)<br />
2 × Shutter-Brille SSG-5100 GB<br />
ja, intern<br />
Anschlüsse<br />
4 × HDMI (3D, ARC, CEC, MHL) 1 × Scart (Adapter) 1 × Netzwerk<br />
1 × Komponente (Adapter) 1 × Erweiterungsschnittstelle<br />
1 × Kopfhörer 3 × USB 1 × digital optisch<br />
Sonderfunktionen<br />
HbbTV, DLNA Client, Skype, Streaming auf Tablet, Youtube<br />
Videoformate<br />
3GPP, ASF, AVI, FLV, MKV, MOV, MP4, MPEG, SVAF, TS, VRO, WMV<br />
TV-Funktionen<br />
Einschaltzeit TV<br />
ca. 6,5 Sekunden<br />
Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2 Sekunden<br />
Bildformatwahl<br />
eingeschränkt, Bildbeschnitt bei SD<br />
Bild-in-Bild<br />
EPG<br />
ja, flexible Fenster- und Tonzuordnung<br />
7-Tage-EPG, übersichtlich, Bild-in-Bild,<br />
schnelle Ladezeit, Daten nur per<br />
Umschaltung aktualisierbar,<br />
Datenverlust nach dem Ausschalten<br />
Gaming<br />
Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (115 ms), kaum spielbar<br />
Spielemodus<br />
gut spielbar (45 ms), umständlich im<br />
Systemmenü aktivierbar, nur<br />
Standardbildmodus wählbar<br />
Helligkeit/Schwarzwert<br />
Leuchtkraft<br />
400 cd/m 2 (350 cd/m 2 mit<br />
LED Clear Motion)<br />
Schwarzwert 0,05 – 0,10 cd/m 2<br />
Dimming<br />
ja, nur Kinobalken<br />
Lichtsensor<br />
ja, Mindesthelligkeit einstellbar<br />
Helligkeitsverteilung<br />
80 % 85 % 80 %<br />
85 % 100 % 85 %<br />
85 % 80 % 85 %<br />
Durchzeichnung<br />
bereits in Voreinstellung ausgeglichen, Gammakorrektur möglich<br />
Bildschärfe<br />
Auflösung<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
Detailnachschärfung<br />
nur Standardschärferegler<br />
Bewegtbildschärfe<br />
exzellent, 400-Hertz-Niveau<br />
Nachzieheffekte<br />
gering, in dunklen Bereichen sichtbar<br />
Filmglättung<br />
in 10 Stufen regelbar (Motion Plus), ab<br />
Stufe 6 ruckelfrei, ab Stufe 7 nehmen<br />
Artefakte zu<br />
Farbdarstellung<br />
Farbraum<br />
übersättigte Rot-, Gelb- und Grüntöne,<br />
Hauttöne etwas zu warm<br />
Farbtemperatur<br />
leichter Blauviolettschimmer in sehr<br />
dunklen Bereichen, ansonsten neutral<br />
Bildfehler<br />
Blickwinkel<br />
stark eingeschränkt, Bild bleicht aus<br />
Clouding/Streifenbildung sichtbar (Flashlights) / gering<br />
Farbblitzer/Pixelrauschen nein / nein<br />
Abgestufte Farbübergänge gering<br />
Tonwiedergabe<br />
Qualität<br />
blechern, bei hoher Lautstärke<br />
komprimiert<br />
Einstellungen<br />
umfangreich, Equalizer vorhanden<br />
Automatische Lautstärkekorrektur ja (2 Stufen)<br />
3D-Darstellung<br />
Helligkeit 130 cd/m 2<br />
Doppelkonturen (Crosstalk) gering, nur in dunklen Bereichen auffällig<br />
3D-Brille flimmerfrei<br />
nein<br />
Auflösung<br />
Full-HD-3D<br />
Bilder: Auerbach Verlag<br />
30 | 8.2013
Farbkalibrierung<br />
für Profis<br />
1<br />
Samsung stimmt den UE60F7090 farblich nicht ganz neutral ab,<br />
sodass Grün- und Gelbtöne überbrillant erscheinen und Rottöne<br />
etwas zu dunkel wirken. Auch zeigen sich Hauttöne zu warm und<br />
der Gesamteindruck ist etwas zu bunt. Das komplexe Farbmanagement<br />
kann diese Nachteile deutlich mindern, die Bedienung erläutern wir<br />
Ihnen auf dieser Seite im Detail.<br />
Der erste Weg führt in das Bildmenü. Hier sollten Sie die Einstellungen unserer<br />
Vorgaben übernehmen. Für eine noch genauere Farbabstimmung müssen Sie die<br />
„erweiterten Einstellungen“ aufrufen.<br />
2 3<br />
In den erweiterten Einstellungen haben Sie die Möglichkeit, Hauttöne anzupassen.<br />
Die leichte Übersättigung können Sie zwar nicht ausmerzen, die Einstellung<br />
-5 sorgt aber für eine neutralere Abstimmung. Um die Farben gezielt zu optimieren,<br />
müssen Sie den Farbraum auf „benutzerdefiniert“ umschalten.<br />
Jede Farbe beinhaltet Sättigungsregler, z. B. wird die Brillanz von Rot durch den<br />
Rotregler gesteuert, die Sättigung nimmt durch Blau- und Grünanteile ab. Den<br />
Farbton Magenta beeinflussen Sie durch Blau und Rot, da Magenta eine Mischfarbe<br />
darstellt. Durch unser Farbdreieck behalten Sie den Überblick.<br />
4<br />
Nach der Kalibrierung zeigt der UE60F7090 eine deutlich bessere Präzision bei der Farbdarstellung. Zwar sind unsere Einstellungen nicht optimal für alle Geräte geeignet, dennoch<br />
können sie als Anhaltspunkt für eine Optimierung dienen. Rot: R50/G4/B50, Grün: R10/G50/B10, Blau: R4/G4/B50, Gelb: R50/G50/B15, Cyan: R0/G50/B50, Magenta: R50/G4/B50.<br />
www.hdtvmagazin.com 31
Der 60PFL6008K wartet<br />
mit einem schmalen<br />
Rahmen auf, Videokamera<br />
und Doppeltuner sind<br />
aber nicht an Bord.<br />
152 cm<br />
Ausstattung<br />
Philips<br />
60PFL6008K<br />
8/2013<br />
Bildqualität<br />
Durch das blickwinkelstabile<br />
IPS-LCD-Panel<br />
bereiten Filme auch im<br />
Freundeskreis Spaß.<br />
Philips<br />
60PFL6008K<br />
8/2013<br />
KAUFTIPP<br />
60-Zoll-TV-Vergleich<br />
Philips<br />
60PFL6008K<br />
8/2013<br />
Passend zum Bildinhalt<br />
erzeugt das zweiseitige<br />
Ambilight ein beeindruckendes<br />
Farbenspiel.<br />
Philips 60PFL6008K<br />
Vier Polfilter-Brillen<br />
liegen dem Fernseher bei.<br />
Doppelkonturen haben Sie<br />
im 3D-Betrieb nicht zu<br />
befürchten, vorausgesetzt,<br />
Sie stellen den Fernseher<br />
auf Augenhöhe auf.<br />
Dass große Bilddiagonalen keine ebenso<br />
großen Löcher in der Geldbörse hinterlassen<br />
müssen, beweist Philips mit dem<br />
60PFL6008K. Ist der 60PFL6008K damit der<br />
Geheimtipp der XXL-TV-Klasse?<br />
Durch aktuelle Updates gelang es Philips, die<br />
diesjährigen <strong>TVs</strong> schneller zum Start zu bewegen,<br />
statt ehemals rund 20 Sekunden vergehen noch<br />
etwa 12 Sekunden, bevor der Fernseher das laufende<br />
TV-Bild anzeigt. Rufen Sie umgehend den<br />
elektronischen Programmführer auf, werden Sie<br />
jedoch von einem Ladebalken und einem leeren<br />
EPG-Bildschirm begrüßt. Erst nach Rückkehr in<br />
den laufenden TV-Modus und erneutem EPG-<br />
Aufruf gibt der Fernseher die Senderinfos frei,<br />
die nach dem Ausschalten auch nicht verloren<br />
gehen. Pluspunkte sammelt der Fernseher bei<br />
der Ersteinrichtung: Zunächst wird die LNB-<br />
Belegung ermittelt, bevor es zum Sendersuchlauf<br />
geht. Drahtlose Internetverbindungen lassen sich<br />
dank WPS-Unterstützung einfach aufbauen – ein<br />
Tas tendruck am Router genügt. Generell blüht<br />
der Fernseher durch eine Onlineverbindung<br />
auf: Der Online-EPG bietet im Vergleich zum<br />
Standardprogrammführer TV-Bild inklusive Ton,<br />
Inhalte können vom oder zum Tablet gestreamt<br />
werden, im vielseitigen Onlineangebot stöbern Sie<br />
„Wer den aktuellen 3D-Kinoblockbuster<br />
„Gravity“ im Kino bestaunt<br />
hat, findet im 60PFL6008K den<br />
passenden Spielpartner.“<br />
vergangene TV-Inhalte auf und streamen über das<br />
Netzwerk TV-Aufnahmen an andere <strong>TVs</strong> (diese<br />
benötigen nur eine Einbindung ins Netzwerk und<br />
kein separates DVB-Signal). Die Bedienung des<br />
Fernsehers fällt allerdings hakelig aus und lange<br />
Ladezeiten erfordern viel Geduld. Damit Sie beim<br />
Surfen im Internet die Adressen ebenso komfortabel<br />
eingeben können wie die Programmnummer<br />
im TV-Betrieb, integrierte Philips eine Tastatur<br />
auf der Rückseite der Fernbedienung. Durch<br />
Kippsensoren erkennt die Eingabehilfe, welche<br />
Seite gerade in Verwendung ist, was eine Fehlbedienung<br />
verhindert. Im Gegensatz zu den Topmodellen<br />
fehlt einzig die Mauszeigersteuerung.<br />
Überzeugender Kompromiss<br />
Das blickwinkelstabile IPS-LCD-Panel liefert ein<br />
natürliches Bild, selbst wenn Sie seitlich auf den<br />
Fernseher schauen. Die eingeschränkte Kontrastdarstellung<br />
gleicht Philips durch ein Vollbilddimming<br />
aus, hierbei werden die LEDs passend<br />
zum Bildinhalt in der Helligkeit gedrosselt, der<br />
Signalpegel von helleren Pixeln aber angehoben.<br />
Dies führt zu einem deutlich höheren Kontrast,<br />
allerdings erscheinen Details zuweilen überbelichtet.<br />
Auch gilt die Kontrastoptimierung immer<br />
für das ganze Bild, sodass kleine Leuchtpunkte<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />
32 | 8.2013
Die Fernbedienung bietet eine vollwertige Tastatur, die<br />
Mauszeigersteuerung ist darüber aber nicht möglich.<br />
ausreichen, um die Schwarzdarstellung des gesamten<br />
Bildes negativ zu beeinflussen. Einen stärkeren<br />
Effekt haben wir von „Clear LCD“ erhofft: Die<br />
pulsierende LED-Beleuchtung soll durch wandernde<br />
schwarze Balken die Bewegtbildschärfe<br />
verbessern, was angesichts der idealen Anordnung<br />
der LED-Leisten (links und rechts) auch optimal<br />
funktionieren müsste, in der Praxis ergibt sich<br />
aber nur ein unwesentlicher Schärfegewinn. Somit<br />
kann Philips aus dem 100-Hertz-Panel keine<br />
superscharfen Bewegtbilder zaubern. Philips<br />
typisch überzeugt die Helligkeit, auch wenn die<br />
Farbvoreinstellung durch einen Grünschimmer<br />
auf sich aufmerksam macht. Im Test zeigte der<br />
Fernseher zudem Schwächen bei der Erkennung<br />
des anliegenden HDMI-Signals: Unsere PS3<br />
zeigte nur ausgewaschene Bilder, da der Fernseher<br />
nicht den Standard-TV-Video-, sondern den<br />
erweiterten RGB-Modus voraussetzte, was im<br />
Systemmenü der PS3 glücklicherweise eingestellt<br />
werden kann. PC-Signale stellte der Fernseher<br />
nicht korrekt dar, wenn die Farbinformationen<br />
im YCbCr-Format weitergereicht wurden – erst<br />
die RGB-Wandlung sorgte für neutrale Farben.<br />
Während die Helligkeitsverteilung gerade mit<br />
Blick auf die große Bilddiagonale überzeugend<br />
ausfällt, sind aufgehellte Bildkanten und dunkle<br />
Streifen im Praxisbetrieb wahrnehmbar. Filme<br />
stellt der Fernseher auf Wunsch superflüssig dar,<br />
selbst die niedrigste Stufe der Zwischenbildberechnung<br />
eliminiert jeden Mikroruckler. Der<br />
dadurch entstehende Bildeindruck ist gerade im<br />
3D-Betrieb eine Offenbarung, denn Sie können<br />
sich auf jedes Bilddetail konzentrieren und haben<br />
eher das Gefühl, durch ein Fenster zu blicken.<br />
Wer den aktuellen Kinoblockbuster „Gravity“ im<br />
Kino bestaunt hat, findet im 60PFL6008K den passenden<br />
Spielpartner. Selbst die 3D-Wandlung hat<br />
Philips besser im Griff als die Konkurrenz, sodass<br />
die 3D-Taste auch einmal dann gedrückt werden<br />
„Das blickwinkelstabile IPS-LCD-Panel<br />
liefert ein natürliches Bild, selbst wenn<br />
Sie seitlich auf den TV schauen.“<br />
sollte, wenn ein 2D-Film abgespielt wird. Die im<br />
3D-Modus halbierte Auflösung pro Auge infolge<br />
des Polfilter-Rasters ist bei dieser Bilddiagonale<br />
zwar nicht unerheblich, ab drei Meter Sitzabstand<br />
aber kaum noch wahrnehmbar.<br />
Alleinstellungsmerkmale<br />
Wenn im Wohnzimmer die Lichter ausgehen,<br />
müssen Sie dennoch nicht im Dunkeln verharren,<br />
denn der 60PFL6008K wartet mit rückseitig<br />
installierten LEDs auf, die passend zum Bildinhalt<br />
in der jeweiligen Farbe leuchten (Ambilight).<br />
Stellen Sie den Fernseher vor eine im Optimalfall<br />
weiße Wand (abweichende Wandfarben können<br />
im Optionsmenü vorgegeben werden), erweitertet<br />
sich scheinbar das Bild und die Lichtaura zieht Sie<br />
noch tiefer ins Bildgeschehen hinein. Der direkten<br />
Konkurrenz ebenfalls einen Schritt voraus ist<br />
Philips beim Klang, denn mittels getrennter Hochund<br />
Mitteltöner erschallt der 60PFL6008K bei<br />
geringen Lautstärken nicht so blechern wie viele<br />
Konkurrenten, einzig das bei tiefen Frequenzen<br />
leicht vibrierende Gehäuse schmälert den guten<br />
Ansatz. Zuguterletzt spendiert Philips dem<br />
60PFL6008K eine Detailnachschärfung, die bei<br />
behutsamem Einsatz Konturen feiner zeichnet,<br />
ohne dass das Bild künstlich erscheint.<br />
Faszinierend eigenständig<br />
Mittels Detailnachschärfung, superflüssiger<br />
Filmdarstellung, flimmerfreier 3D-Wiedergabe<br />
und Ambilight kreieren Sie mit dem Philips<br />
60PFL6008K einen ganz eigenen Filmlook. Wer<br />
3D-Kinofilme ohne Projektor zu einem günstigen<br />
Preis ins Wohnzimmer holen möchte, sollte sich<br />
Was uns gefällt<br />
+ Gute Bildschärfe, natürliche Farben<br />
+ Vollbilddimming, breiter Blickwinkel<br />
+ Butterweiche Filmbilder, überzeugendes 3D<br />
+ Ambilight für beeindruckenden Lichteffekt<br />
Was uns stört<br />
– Farbabstufungen, Ausleuchtung nicht optimal<br />
– Bewegtbildschärfe nur 100-Hertz-Niveau<br />
– Keine Doppeltuner, kein Bild-in-Bild<br />
– Lange Ladezeiten, stockende Bedienung<br />
den 60PFL6008K unbedingt anschauen, im<br />
alltäglichen TV-Betrieb muss Philips hingegen<br />
noch die Bediengeschwindigkeit verbessern, um<br />
aus dem 60PFL6008K ein echtes Allroundtalent<br />
zu machen.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Bildeinstellung Film<br />
Kontrast des Backlights 100<br />
Farbe 50<br />
Schärfe 1<br />
Rauschunterdrückung Aus<br />
MPEG Rauschunt. Aus<br />
Perfect Natural Motion Aus oder Mittel<br />
Clear LCD<br />
Ein<br />
Erweiterte Schärfe Ein<br />
Dynamic Contrast Aus oder Mittel<br />
Dynamische Hintergr. Standard oder<br />
Optimales Bild<br />
Farboptimierung Aus oder Mittel<br />
Lichtsensor<br />
Aus<br />
Gamma 0<br />
Farbtemperatur Personalisiert<br />
Rot-Weißwert 125,<br />
Grün-Weißwert 94,<br />
Blau-Weißwert 60,<br />
Rot-Schwarzwert 0,<br />
Grün-Schwarzwert –2,<br />
Blau-Schwarzwert –4<br />
Videokontrast 100<br />
Helligkeit 50<br />
Bildformat<br />
nicht skaliert<br />
www.hdtvmagazin.com 33
Philips 60PFL6008K<br />
Details<br />
Preis<br />
1 999 Euro<br />
Farbe<br />
Anthrazit<br />
Maße (B × H × T)<br />
135,2 × 85,7 × 3,7 cm<br />
Gewicht<br />
27 kg<br />
Bauweise<br />
Edge-LED-LCD<br />
Auflösung<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
Tuner<br />
DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />
Festplattenaufzeichnung<br />
ja, extern USB<br />
3D<br />
ja (Polfilter-Technik)<br />
WLAN<br />
ja (intern)<br />
Stromverbrauch<br />
60 – 170 Watt<br />
Zubehör<br />
Fernbedienung<br />
Fernbedienung mit Tastatur<br />
3D-Brille<br />
4 × Polfilter-Brille (PTA468)<br />
Kamera<br />
nein, extern optional<br />
Anschlüsse<br />
4 × HDMI (3D, ARC, CEC) 1 × Scart (Adapter) 3 × USB<br />
1 × Komponente (Adapter) 1 × Netzwerk 1 × Kopfhörer<br />
1 × digital optisch<br />
Sonderfunktionen<br />
HbbTV, DLNA Client+Server, Skype, Miracast, Youtube, Ambilight<br />
Videoformate<br />
3GP, AVCHD, ASF, AVI, DivX, MKV, MOV, MP4, MPEG, TS, PS, WMV<br />
TV-Funktionen<br />
Einschaltzeit TV<br />
ca. 12 Sekunden<br />
Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 3 Sekunden<br />
Bildformatwahl<br />
unvollständig, kein Bildbeschnitt bei SD<br />
Bild-in-Bild<br />
nein<br />
EPG<br />
7-Tage-EPG, kein Bild und Ton (alternativ<br />
Online-EPG mit Bild und Ton), lange<br />
Ladezeit, Daten nur per Umschaltung<br />
aktualisierbar, nach dem Ausschalten<br />
gehen Daten nicht verloren<br />
Gaming<br />
Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (130 ms), kaum spielbar<br />
Spielemodus<br />
gut spielbar (50 ms), in den Bildeinstellungen<br />
aktivierbar (Spiel oder<br />
Computer), Bildeinstellung bleibt erhalten<br />
Helligkeit/Schwarzwert<br />
Leuchtkraft 300 cd/m 2<br />
Schwarzwert 0,03 – 0,25 cd/m 2<br />
Dimming<br />
Vollbilddimming<br />
Lichtsensor<br />
ja, nur automatischer Helligkeitsabgleich<br />
Helligkeitsverteilung<br />
85 % 75 % 80 %<br />
75 % 100 % 75 %<br />
80 % 70 % 75 %<br />
Durchzeichnung<br />
dezente Unterbelichtung in hellen Bereichen<br />
Bildschärfe<br />
Auflösung<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
Detailnachschärfung<br />
ja, über Schärferegler und erweiterte<br />
Schärfe<br />
Bewegtbildschärfe<br />
gut, 100-Hertz-Niveau<br />
Nachzieheffekte<br />
gering<br />
Filmglättung<br />
auffällige Filmglättung selbst in niedrigster<br />
Stufe, leichte Artefakte, meist flüssige<br />
Bewegungsabläufe<br />
Farbdarstellung<br />
Farbraum<br />
Farbtemperatur<br />
Bildfehler<br />
Blickwinkel<br />
Clouding/Streifenbildung<br />
Farbblitzer/Pixelrauschen<br />
Abgestufte Farbübergänge<br />
Tonwiedergabe<br />
Qualität<br />
Einstellungen<br />
Automatische Lautstärkekorrektur<br />
gut abgestimmter Farbraum selbst in<br />
Werkseinstellung, Blautöne sichtbar<br />
abweichend<br />
leichter Grünschimmer in<br />
Werkseinstellung, nach Korrektur<br />
annähernd neutral<br />
nahezu uneingeschränkt<br />
sichtbar/sichtbar<br />
nein/nein<br />
sichtbar<br />
ausgewogenes Klangbild, bei hoher<br />
Lautstärke vibriert Gehäuse<br />
umfangreich, Equalizer vorhanden<br />
ja<br />
3D-Darstellung<br />
Helligkeit 100 cd/m 2<br />
Doppelkonturen (Crosstalk) nicht sichtbar (nur bei vertikaler<br />
Blickwinkelabweichung)<br />
3D-Brille flimmerfrei<br />
Auflösung<br />
ja<br />
halbierte Full-HD-Auflösung<br />
(1 920 × 540 Bildpunkte pro Auge)<br />
Bilder: Auerbach Verlag<br />
34 | 8.2013
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nicht spätestens 7 Tage nach Erhalt der<br />
15. Ausgabe schriftlich per Post oder<br />
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GmbH, Oststraße 40 – 44, 04317 Leipzig<br />
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Bilder: Auerbach Verlag<br />
Mir ist bekannt, dass ich innerhalb von<br />
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kann. Maßgeblich ist der Tag der<br />
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inklusive IBAN und SWIFT-Code/BIC, per<br />
Post akzeptiert.<br />
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Visa Mastercard American Express<br />
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Bankleitzahl<br />
Geldinstitut<br />
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Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Oststraße 40 – 44, 04317 Leipzig 0341–355 79-140 0341–355 79-111 abo@av.de<br />
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TV-Bildeinstellungen!
Das grazile Design kann<br />
nicht gänzlich über den<br />
Plastiklook hinwegtäuschen.<br />
147 cm<br />
Ausstattung<br />
Toshiba<br />
58M8365D<br />
8/2013<br />
Umfangreiche Bildeinstellungen,<br />
aber dennoch ist<br />
kein neutraler Abgleich<br />
möglich: Toshiba setzt<br />
einen USB-Sensor für die<br />
Gamma-Korrektur voraus.<br />
Bildqualität<br />
Toshiba<br />
58M8365D<br />
8/2013<br />
Toshiba integriert nicht<br />
nur HDMI-Schnittstellen,<br />
sondern auch einen Scartund<br />
PC-VGA-Eingang.<br />
Viele Anschlüsse stehen<br />
leider nach hinten ab,<br />
was die Wandinstallation<br />
erschwert.<br />
Auch beim Standfuß gilt:<br />
Das Design überzeugt,<br />
der Kunststofflook hingegen<br />
weniger.<br />
Zwei Shutter-Brillen<br />
liegen dem Fernseher<br />
bei, diese werden per<br />
Knopfzelle gespeist.<br />
Ärgerlich: Die Bügel<br />
fallen allzu schnell aus<br />
der Verankerung.<br />
Toshiba 58M8365D<br />
Das Thema Smart TV ist weiterhin<br />
in aller Munde und anhand des<br />
58M8365D von Toshiba erkennt man<br />
deutlich, welche Fortschritte die TV-Hersteller<br />
im Multimediabereich machen. Ob sich<br />
im Gleichklang die Bildqualität trotz stetig<br />
sinkender Preise verbessert, haben wir im<br />
Testlabor untersucht.<br />
Vergessen sind die tristen Menüs und eingeschränkten<br />
Onlinefunktionen der letztjährigen<br />
Toshiba-<strong>TVs</strong>, denn der Hersteller integriert im<br />
58M8365D einen modernen Einrichtungsassistenten<br />
und eine runderneuerte Smart-TV-<br />
Plattform. Diese gliedert sich nach Themengebieten<br />
und listet TV-Inhalte auf, ganz gleich<br />
ob diese per Internet oder TV-Anschluss empfangen<br />
werden. Das erspart ein umständliches<br />
Suchen zwischen der Online- und Offline-Welt.<br />
Den Zugang zum Internet erleichtert der Fernseher<br />
auf Wunsch über die WPS-Erkennung<br />
Ihres WLAN-Routers, sodass die zeitraubende<br />
Eingabe der Passwortsicherung entfällt. Wollen<br />
Sie die Videotelefonie Skype nutzen, müssen Sie<br />
aber zunächst eine externe kompatible Videokamera<br />
erwerben. Leider kann die Handhabung<br />
des Fernsehers den guten Ideen Toshibas<br />
nicht folgen: Weder ist die Fernbedienung für<br />
Smart-TV-Funktionen geeignet, noch lassen<br />
die stockende Bedienung und die sehr langen<br />
Ladezeiten Freude im TV-Alltag aufkommen.<br />
„Toshiba integriert im 58M8365D<br />
einen modernen Einrichtungsassistenten<br />
und eine runderneuerte<br />
Smart-TV-Plattform.“<br />
Allein 20 Sekunden vergehen, bis der Fernseher<br />
eingeschaltet ist, ganze 80 Sekunden genehmigt<br />
sich der 58M8365D, um nach dem Starten das<br />
Bildmenü zu öffnen – in der Zwischenzeit erblicken<br />
Sie neben dem laufenden TV-Programm<br />
nur einen Ladebalken. Auf Doppeltuner oder<br />
eine Bild-in-Bild-Funktion müssen Sie zudem<br />
verzichten, einzig beim integrierten Webbrowser<br />
lassen sich TV-Bilder parallel einblenden.<br />
Beim elektronischen Programmführer läuft im<br />
Hintergrund immerhin der Ton der aktuellen<br />
Sendung, viele Zusatzinfos sind aber erst auf<br />
Tastendruck ersichtlich. Der Onlineprogrammführer<br />
unterscheidet sich kaum vom Offline-<br />
EPG, dafür können Sie die Programmübersicht<br />
mittels Tablet auch gänzlich ohne TV-Unterstützung<br />
abrufen. Die vergleichsweise hohe<br />
Eingabeverzögerung lässt sich im Spielemodus<br />
auf ein angenehmes Maß drosseln. Besitzer von<br />
älteren Notebooks werden sich über den PC-<br />
Eingang freuen, der sogar Full-HD-Signale verarbeitet.<br />
Beachten Sie bei der Installation, dass<br />
ein Großteil der Anschlüsse nach hinten absteht<br />
und der Wandabstand bei einer hängenden<br />
Installation großzügig ausfallen sollte.<br />
Nachgeschärft<br />
Toshibas Bildverarbeitung leistet auch in diesem<br />
Jahr wertvolle Dienste, um eine sehr gute Bildschärfe<br />
aus dem Eingangssignal herauszuholen.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Toshiba<br />
36 | 8.2013
Die kontrastbasierte Schärfeanhebung „Resolution+“<br />
hebt Details plakativer hervor, ohne das<br />
gesamte Bild unnatürlich erscheinen zu lassen.<br />
Schade, dass sich diese nützliche Technik nicht<br />
in Stufen regulieren lässt und Sie einzig die<br />
Vorgaben „Ein“ oder „Aus“ wählen können.<br />
Ruckelfrei fernsehen?<br />
Die Bewegtbildschärfe des 100-Hertz-LCD-<br />
Panels wird durch die Zwischenbildberechnung<br />
auf ein 200-Hertz-Niveau angehoben, einzig<br />
in dunklen Bereichen sind Nachzieheffekte<br />
unvermeidbar. Weniger geglückt ist Toshiba die<br />
Filmglättung: Diese zeichnet ab der Stufe Mittel<br />
Filmbilder deutlich flüssiger, ständige Aussetzer<br />
und häufige Artefakte enttäuschen aber. Dass<br />
die Bewegungsglättung im 3D-Modus nicht<br />
verfügbar ist, wiegt doppelt schwer: Durch<br />
die 60-Hertz-Wandlung ruckeln Kinofilme<br />
in 3D stärker als im Original und durch die<br />
vergleichsweise geringe Bildhelligkeit fällt die<br />
plastische 3D-Wiedergabe unter Tageslichtbedingungen<br />
ernüchternd aus. Doppelkonturen<br />
sind demgegenüber nur in dunklen Bereichen<br />
erkennbar.<br />
Für Smart-TV-Funktionen eignet sich die Fernbedienung<br />
nicht, im TV-Alltag leistet sie aber gute Dienste.<br />
LEDs im Einsatz<br />
Die Schwarzdarstellung soll durch die dynamische<br />
Hintergrundbeleuchtung (LED-Leisten<br />
links und rechts) gesteigert werden, dahinter<br />
verbirgt sich aber nur<br />
eine äußerst eingeschränkte<br />
Helligkeitsautomatik.<br />
Werden dunkle<br />
Bildinhalte dargestellt,<br />
drosseln die Leuchtdioden<br />
die Lichtintensität<br />
vollautomatisch,<br />
brillante Details werden<br />
aber im Gleichklang nur<br />
noch matt dargestellt.<br />
Da das Dimming einzig<br />
bei sehr dunklen Bildern<br />
eingreift, hält sich<br />
der Mehrwert in Grenzen.<br />
Stattdessen stechen<br />
die Ausleuchtungsmängel<br />
hervor: Statt in der<br />
Bildmitte schimmerte<br />
unser Testgerät an der<br />
linken unteren Bildecke<br />
am hellsten, mehrere<br />
Helligkeitsinseln<br />
sorgten für eine fleckige<br />
Schwarzdarstellung. In<br />
hellen Bildbereichen<br />
zeigte sich eine durchgehende<br />
Streifenbildung<br />
und blicken Sie seitlich<br />
auf die Bildfläche,<br />
bleichen dunkle Details<br />
und Farben aus. Ein<br />
Toshiba-Markenzeichen,<br />
der extrem flexible Lichtsensor, ist beim<br />
58M8365D leider nicht vertreten, sodass Sie<br />
den Helligkeitsabgleich nur aus- oder einschalten<br />
dürfen, ohne die Mindesthelligkeit vorab<br />
festlegen zu können.<br />
„Toshibas Bildverarbeitung leistet<br />
auch in diesem Jahr wertvolle Dienste,<br />
um eine sehr gute Bildschärfe aus<br />
dem Eingangssignal herauszuholen.“<br />
Helfer gesucht<br />
Die Bildabstimmung gelang Toshiba alles andere<br />
als präzise, denn dunkle Details gehen bei<br />
diesem Fernseher fast verloren. Eine Gammakorrektur,<br />
die dieses Problem behebt, ist nur<br />
per USB-Sensor möglich, der dem Gerät aber<br />
nicht beliegt. Die Farbtreue lässt ebenfalls zu<br />
wünschen übrig: Im Auslieferungszustand ist<br />
das Bild sehr warm oder zu kühl abgestimmt,<br />
Hauttöne sind selbst nach der Kalibrierung<br />
nicht ganz natürlich. Zwar integriert Toshiba<br />
Farbfilter zur Korrektur und Erkennung von<br />
fehlerhaften Bildeinstellungen, doch Einsteigern<br />
dürften die Bildeinstellungen zuviel abverlangen.<br />
Für jene Nutzer ist die Voreinstellung<br />
„Autoview“ gedacht: Der Fernseher passt hierbei<br />
selbständig alle Bildparameter an Ihre Lichtverhältnisse<br />
an, wirklich neutral erscheint das<br />
Ergebnis aber auch mit dieser Vorgabe nicht.<br />
Immerhin bieten verschiedene Bildspeicherbänke<br />
die Möglichkeit, eine Voreinstellung für<br />
Tag und Nacht abzulegen und mit geringem<br />
Aufwand abzurufen. Den im Auslieferungszustand<br />
aktivierten Bildbeschnitt können Sie<br />
einzig bei Full-HD- und PC-Signalen ausmerzen,<br />
denn nur dann stehen bei der Bildgröße die<br />
Optionen „nativ“ bzw. „PC“ zur Verfügung. Auf<br />
dem gleichen Niveau wie die Bildvoreinstellung<br />
bewegt sich die Tonqualität: Trotz des klangvollen<br />
Namens Audyssey gibt der Fernseher<br />
nur blecherne Töne von sich, die automatische<br />
Lautstärkeanpassung verhindert aber, dass Sie<br />
schwankende Lautstärken zu befürchten haben.<br />
Die Nachteile überwiegen<br />
Toshibas Bildverarbeitung und die modern<br />
gestalteten Bedien- und Onlineoberflächen<br />
sind die Pluspunkte des 58M8365D. Allerdings<br />
Was uns gefällt<br />
+ Sehr gute Bildschärfe<br />
+ Guter Bildkontrast<br />
+ Umfangreiche Onlinefunktionen<br />
+ Schmaler Bildrahmen<br />
Was uns stört<br />
– Eingeschränkter Blickwinkel<br />
– Schlecht voreingestellt, USB-Sensor notwendig<br />
– Fleckige Ausleuchtung, Streifenbildung<br />
– Lange Ladezeiten, stockende Bedienung<br />
stechen die Fehler in der Bildabstimmung sowie<br />
die schlechte Ausleuchtungsgenauigkeit stärker<br />
hervor und bei der Bedienung verlangt Toshiba<br />
von Ihnen starke Nerven: Wartezeiten von bis<br />
zu 80 Sekunden sind eindeutig zu viel. Somit<br />
erreicht der 58M8365D nicht die Wertungsregion<br />
der direkten Konkurrenz und wir können<br />
keinen Kauftipp vergeben.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Bildmodus<br />
Hollywood Pro<br />
Panelhelligkeit 100<br />
Kontrast 100<br />
Helligkeit 0<br />
Farbe 0<br />
Farbton 0<br />
Schärfe 0<br />
Colour Master Aus<br />
Farbtemperatur Warm<br />
Autom. Helligkeit. Je nach Wunsch<br />
Dyn. Hintergrundbel. Gering<br />
Schwarz/Weiß Level Aus<br />
Rauschunterdrück. Aus<br />
Resolution+<br />
Ein<br />
Clear Scan<br />
Standard oder Mittel<br />
Weißabgleich<br />
Offset R/G/B 0/0/–1<br />
Gain R/G/B –10/–9/1<br />
Bildgröße<br />
Nativ<br />
www.hdtvmagazin.com 37
Toshiba 58M8365D<br />
Details<br />
Preis<br />
1 999 Euro<br />
Farbe<br />
Schwarz/Silber<br />
Maße (B × H × T)<br />
130,6 × 85 × 5,7 cm<br />
Gewicht<br />
28 kg<br />
Bauweise<br />
Edge-LED-LCD<br />
Auflösung<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
Tuner<br />
DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />
Festplattenaufzeichnung<br />
ja, extern USB<br />
3D<br />
ja (Shutter-Technik)<br />
WLAN<br />
ja (intern)<br />
Stromverbrauch<br />
50 – 135 Watt<br />
Zubehör<br />
Fernbedienung<br />
Standardfernbedienung (CT-90430)<br />
3D-Brille<br />
2 × Shutter-Brille (FPT-AG03)<br />
Kamera<br />
nein, extern optional<br />
Anschlüsse<br />
4 × HDMI (3D, ARC, CEC, MHL) 1 × Scart 1 × PC<br />
1 × Komponente 2 × USB 1 × Netzwerk<br />
1 × Kopfhörer 1 × digital optisch<br />
Sonderfunktionen<br />
HbbTV, DLNA Client, Skype, Widi (Miracast)+EPG auf Tablet, Youtube<br />
Videoformate<br />
3GPP, ASF, AVI, DivX, FLV, MKV, MOV, MP4, MPEG, PS, TS, VOB, WMV<br />
TV-Funktionen<br />
Einschaltzeit TV<br />
ca. 20 Sekunden<br />
(80 Sekunden bis Bildmenü erscheint)<br />
Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 3,5 Sekunden<br />
Bildformatwahl<br />
flexibel, Bildbeschnitt bei SD<br />
Bild-in-Bild<br />
nein (nur bei Webbrowser)<br />
EPG<br />
7-Tage-EPG, wenig Zusatzinformationen<br />
auf einen Blick, kein Bild aber Ton, Daten<br />
nur per Umschaltung aktualisierbar,<br />
Datenverlust nach dem Ausschalten<br />
(alternativ Online-EPG)<br />
Gaming<br />
Eingabeverzögerung im TV-Modus sehr hoch (150 ms), mäßig spielbar<br />
Spielemodus<br />
gut spielbar (50 ms), Bildmodus „Spiel“,<br />
Bildeinstellungen gehen verloren<br />
Helligkeit/Schwarzwert<br />
Leuchtkraft 300 cd/m 2<br />
Schwarzwert 0,08 – 0,22 cd/m 2<br />
Dimming<br />
ja, nur Vollbilddimming<br />
Lichtsensor<br />
ja, nur automatischer Helligkeitsabgleich<br />
Helligkeitsverteilung<br />
80 % 60 % 85 %<br />
80 % 85 % 75 %<br />
100 % 60 % 80 %<br />
Durchzeichnung<br />
starke Unterbelichtung, Gammakorrektur nur durch USB-Sensor möglich<br />
(USB-Sensor nicht mitgeliefert)<br />
Bildschärfe<br />
Auflösung<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
Detailnachschärfung<br />
Resolution+<br />
(kontrastbasierte Nachschärfung)<br />
Bewegtbildschärfe<br />
sehr gut, 200-Hertz-Niveau<br />
Nachzieheffekte<br />
Filmglättung<br />
Farbdarstellung<br />
Farbraum<br />
Farbtemperatur<br />
Bildfehler<br />
Blickwinkel<br />
Clouding/Streifenbildung<br />
Farbblitzer/Pixelrauschen<br />
Abgestufte Farbübergänge<br />
Tonwiedergabe<br />
Qualität<br />
Einstellungen<br />
Automatische Lautstärkekorrektur<br />
in dunklen Bereichen sichtbar<br />
ab Stufe Mittel flüssig, aber häufige<br />
Aussetzer und Artefakte<br />
abweichende Blautöne, übersättigte<br />
Rot- und Gelbtöne, Hauttöne zu warm<br />
Voreinstellungen deutlich zu warm oder zu<br />
kühl, nach Kalibrierung nicht gänzlich<br />
neutral<br />
eingeschränkt, Bild bleicht aus<br />
deutlich sichtbar / deutlich sichtbar<br />
nein / nein<br />
gering<br />
Voreinstellung blechern, nach Korrektur<br />
etwas fülliger aber kaum Fundament<br />
umfangreich, Equalizer vorhanden<br />
ja (2 Stufen)<br />
3D-Darstellung<br />
Helligkeit 50 cd/m 2<br />
Doppelkonturen (Crosstalk) gering, nur in dunklen Bereichen sichtbar<br />
3D-Brille flimmerfrei<br />
nein<br />
Auflösung<br />
Full-HD-3D<br />
Bilder: Auerbach Verlag<br />
38 | 8.2013
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3 gegen Samsung<br />
Samsung ist auch in diesem Jahr der<br />
unumstrittene Platzhirsch im Flachbild-<br />
TV-Bereich und die jeweiligen LED-<br />
LCD-Modelle rangieren oftmals weit oben<br />
in den Testlisten. Doch ist Samsung wirklich<br />
unschlagbar?<br />
Mit dem UE46F6510 wählten wir eines der<br />
beliebtesten Samsung-TV-Modelle aus. Der<br />
Fernseher kommt nicht nur in Schwarz, sondern<br />
auch im bildschönen Weißton daher und lässt<br />
in Sachen Ausstattung und Bildqualität auf dem<br />
Papier kaum Nachteile gegenüber den deutlich<br />
teureren Samsung-TV-Serien erkennen. Da die<br />
Marktpreise weit unterhalb der angegebenen<br />
UVP von 999 Euro liegen, gilt der UE46F6510 als<br />
echter Geheimtipp. Mit gleich drei Konkurrenzfernsehern<br />
wollten wir Samsung herausfordern,<br />
das Besondere: Alle Kandidaten stammen von<br />
Sony und belegen unterschiedliche Preispunkte.<br />
Einstiegs- bis Profiklasse<br />
Sonys W655-Serie steht stellvertretend für die<br />
Einstiegsklasse, das W805-Modell muss sich im<br />
direkten Duell mit dem UE46F6510 messen und<br />
Sonys W905-Serie markiert das obere Ende der<br />
Leistungsskala im diesjährigen Full-HD-Bereich,<br />
kostet aber einen satten Aufpreis. Unser Test<br />
des UE46F6510 bestätigte die Vorschusslorbeeren,<br />
die diesem Fernseher vorauseilen: Für<br />
deutlich unter 1 000 Euro bietet Samsung eine<br />
Qualität, wie man sie sonst nur bei deutlich<br />
teureren TV-Geräten vorfindet. Doch kann Sony<br />
kontern? Der Test des Einstiegsmodells W655<br />
offenbarte, dass Sony in der Einstiegsklasse<br />
Akzente zu setzen weiß und der Fernseher z. B.<br />
als Gaming-Monitor eine hervorragende Figur<br />
macht, den Vergleich mit dem UE46F6510 aber<br />
verliert. Sehr nahe dran, aber technologisch<br />
komplett unterschiedlich, gestaltet sich Sonys<br />
W805: Wer auf maximale Helligkeit, Blickwinkelstabilität<br />
und angenehmes 3D Wert legt, ist<br />
mit diesem Fernseher sehr gut beraten. Doch in<br />
Summe bleibt Samsungs UE46F6510 weiterhin<br />
vorn, Bewegtbildschärfe und Bildkontrast<br />
spielen schlichtweg in einer eigenen Liga in<br />
diesem Preissegment. Somit musste Sony mit<br />
dem W905 alles in die Waagschale werfen, was<br />
der Hersteller technologisch in diesem Jahr<br />
im 40-Zoll-Segment hervorgebracht hat, und<br />
tatsächlich: Mit dem W905 gelingt es Sony, den<br />
UE46F6510 von Samsung hinter sich zu lassen.<br />
Bildschärfe, Bildkontrast und Farbdarstellung<br />
sind dem Samsung-Modell nochmals überlegen<br />
und selbst im Vergleich mit den hauseigenen<br />
Ultra-HD-Fernsehern der X9005-Serie kann der<br />
W905 in den Bereichen Bewegtbildschärfe und<br />
Bildkontrast punkten.<br />
Vorteil für die Edge-LED-Technik?<br />
Unser Test der 40-Zoll-LCD-Liga bestätigte<br />
einmal mehr, dass es Herstellern in dieser Größenklasse<br />
deutlich leichter fällt, die schwierige<br />
Abstimmung bei der Ausleuchtung in den Griff<br />
zu bekommen. Bei der Edge-LED-LCD-Technik<br />
werden Leuchtdioden nur im Randbereich der<br />
Bildfläche eingesetzt und die LEDs strahlen indirekt<br />
Richtung Bildmitte. Durch eine Lichtleiterfolie<br />
soll die Ausleuchtung am Ende über die gesamte<br />
Bildfläche homogen erscheinen. Während<br />
wir im XXL-TV-Segement regelmäßig eine leicht<br />
fleckige Ausleuchtung bemängeln, meisterten die<br />
40-Zoll-Kandidaten den Testlauf mit Bravour.<br />
Somit stechen die kompakten Flachbildfernseher<br />
nicht nur in Sachen Preis-Leistung positiv<br />
hervor, sondern bieten auch verglichen mit den<br />
größeren TV-Klassen einige Vorteile.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Bilder: © Abstractus Designus - Fotolia.com, Samsung, Sony, Universal Pictures<br />
40 | 8.2013
Der schlanke Rahmen<br />
und auffällige Standfuß<br />
machen den Fernseher<br />
zum Hingucker. Das<br />
Netzteil ist bei diesem TV<br />
ausgelagert.<br />
107 cm<br />
Ausstattung<br />
Sony<br />
KDL-42W655A<br />
8/2013<br />
Bildqualität<br />
Der Fernseher eignet sich<br />
bestens als Spielemonitor:<br />
Die Eingabeverzögerung<br />
ist verschwindend gering.<br />
Sony<br />
KDL-42W655A<br />
8/2013<br />
Auf Sonderausstattungen<br />
wie 3D, eine integrierte<br />
Kamera oder Doppeltuner<br />
müssen Sie verzichten.<br />
Sony KDL-42W655A<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
Die Veröffentlichung der PS4 steht<br />
kurz bevor, was liegt also näher,<br />
nach dem passenden Fernseher für<br />
den ungetrübten Spielgenuss Ausschau zu<br />
halten. Fündig wird man bei Sony bereits im<br />
Einstiegssegment: Der KDL-42W655A setzt<br />
Eingabebefehle fast verzögerungsfrei um<br />
und ist damit auch als Monitorersatz eine<br />
Empfehlung.<br />
Aufseiten der Ausstattung hat Sonys günstiger<br />
Einstieg in die Full-HD-Welt natürlich weitaus<br />
mehr zu bieten als ein Monitor, Einschnitte im<br />
Vergleich zu höherpreisigen <strong>TVs</strong> sind einzig<br />
bei den Anschlüssen zu verzeichnen: Nur zwei<br />
HDMI-Eingänge und eine USB-Schnittstelle<br />
sind integriert und die Tuner-Buchsen für Kabel<br />
und Satellit liegen sehr eng beieinander, was die<br />
Installation etwas erschwert. Ungewöhnlich ist<br />
ebenfalls, dass das Netzteil ausgelagert wurde,<br />
obwohl der Fernseher im Anschlussbereich eine<br />
deutlich höhere Bautiefe aufweist.<br />
Fernsehen unkompliziert<br />
Der KDL-42W655A wartet mit allen wichtigen<br />
TV-Funktionen auf: Über eine externe<br />
USB-Festplatte können Sie Inhalte aufzeichnen,<br />
der elektronische Programmführer führt<br />
Sie flink durch das TV-Angebot und mittels<br />
drahtloser oder drahtgebundener Internetanbindung<br />
stehen Ihnen Videoportale und das<br />
umfangreiche Sony Entertainment Network zur<br />
Verfügung. Wer noch tiefer in die technischen<br />
Menüs vordringt, kann die Bildspiegelung von<br />
mobilen Endgeräten auf den TV aktivieren,<br />
eine automatisch ins Bild fahrende Kanalliste<br />
aktivieren, sobald die Programmtaste gedrückt<br />
„Ein- und Umschaltzeiten sind verschwindend<br />
gering und die Kanalliste<br />
ist ab Werk vorbildlich vorsortiert.“<br />
wird, den EPG auf den Onlinemodus umstellen<br />
(Daten gehen dann nach dem Ausschalten nicht<br />
verloren), oder die Bild-in-Bild-Darstellung<br />
aktivieren, die sich so vielseitig wie bei kaum<br />
einem anderen TV-Hersteller zeigt. So lassen<br />
sich Bildgröße und Tonwiedergabe immer<br />
optimal auf zwei Quellen abstimmen. Beim TV-<br />
Empfang gibt sich Sony ebenfalls keine Blöße:<br />
Ein- und Umschaltzeiten sind verschwindend<br />
gering, die Kanalliste ab Werk vorbildlich<br />
vorsortiert (manuelle Sortierung startet nach<br />
Sendereinrichtung) und generell agiert der<br />
KDL-42W655A direkt und flink auf die Eingabebefehle.<br />
Einzig bei abweichender LNB-Konfiguration<br />
einer Satellitenanlage stört der Umweg<br />
über den automatischen Satellitensuchlauf samt<br />
kompletter Neuinstallation der Sender.<br />
Schneller als andere <strong>TVs</strong><br />
Fragt man Profivideospieler, was das wichtigste<br />
Kriterium beim Gaming ist, so lautet<br />
die Antwort: Reaktionsgeschwindigkeit. Für<br />
Fernseher bedeutet das übersetzt: Je schneller<br />
Eingabebefehle in Bilder umgesetzt werden,<br />
desto zufriedener ist der Profigamer. Technische<br />
Laien achten hierbei oftmals auf die Hertzangaben<br />
der Fernseher, im Glauben, dass möglichst<br />
hohe Zahlen eine höhere Schnelligkeit bei der<br />
Bilddarstellung bedeuten. In Wahrheit ist es<br />
aber umgekehrt: Je stärker der Fernseher ins<br />
Bildsignal eingreift, desto verzögerter fällt die<br />
Bildwiedergabe aus. Sony bewirbt den KDL-<br />
42W655A mit Motionflow XR200, im Test stellte<br />
sich der Fernseher aber als reiner Monitor<br />
heraus: keine Zwischenbildberechnung, keine<br />
Filmglättung, kein 100- oder gar 200-Hertz-<br />
Niveau bei schnellen Bildbewegungen. Dadurch<br />
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wirken rasante Darstellungen weich und Kinofilme<br />
behalten ihren ruckeligen Charme. Die<br />
60-Hertz-Qualität bringt aber auch Vorteile:<br />
Stellen Sie den Bildmodus auf „Spiel“, reduziert<br />
der Fernseher die Eingabeverzögerung fast auf<br />
Monitorniveau – derart schnell setzt kein anderer<br />
von uns getesteter Fernseher Eingabebefehle<br />
um. Damit eignet sich der KDL-42W655A<br />
optimal für reaktionsschnelle Videospiele, auch<br />
wenn aufseiten der Bewegtbildschärfe tendenziell<br />
weiche Bilder in Kauf genommen werden<br />
müssen. Was technisch eigentlich möglich<br />
wäre, zeigt die Bildoption „LED-Bel. Modus“:<br />
Schalten Sie diese ein, erscheinen schnelle<br />
Bewegtbilder deutlich schärfer, dafür sinkt die<br />
Bildhelligkeit dramatisch und das Bild flimmert<br />
im Takt des Eingangssignals. Besser sieht es bei<br />
ruhigen Bildern aus: Die Detailnachschärfung<br />
Reality Creation ist auch bei diesem Sony-TV<br />
an Bord, sodass einzelne Bildpunkte noch kontraststärker<br />
herausgearbeitet werden können<br />
und hochauflösende Games noch brillanter erstrahlen<br />
– wer den Regler nicht überstrapaziert,<br />
muss auch nicht mit unschönen Nebenwirkungen<br />
rechnen.<br />
Auch für Filme geeignet?<br />
Dem günstigen Kaufpreis entsprechend fehlt<br />
beim KDL-42W655A jegliche Form der LED-<br />
Kontrastoptimierung.<br />
Zudem setzt Sony<br />
nur auf eine LED-<br />
Leiste an der Unterkante,<br />
sodass die<br />
Bildhelligkeit nach<br />
oben hin abnimmt<br />
und die Ausleuchtungsgenauigkeit<br />
nicht perfekt ausfällt.<br />
Wollen Sie aufgehellten<br />
Schwarzbereichen<br />
(z. B. Kinobalken)<br />
entgegenwirken,<br />
können Sie einzig<br />
den Regler der<br />
Hintergrundbeleuchtung<br />
drosseln,<br />
woraufhin aber die<br />
Gesamthelligkeit<br />
des Bildes reduziert<br />
wird. Ein Alleinstellungsmerkmal<br />
stellt<br />
der Lichtbegrenzer<br />
dar: Aktivieren Sie<br />
diesen Punkt im<br />
Bildmenü, drosselt<br />
der Fernseher einzig<br />
die Helligkeit von<br />
großen Weißflächen,<br />
damit Sie in den<br />
Abendstunden nicht<br />
geblendet werden.<br />
In diesem Modus<br />
Die Standardfernbedienung ohne NFC-Erkennung leistet<br />
im TV-Betrieb dennoch gute Dienste.<br />
verhält sich der KDL-42W655A fast wie ein<br />
Plasma-TV. In Sachen Farbtreue erwartet Sie<br />
je nach Voreinstellung eine zu kühle oder zu<br />
warme Wiedergabe, was aber durch die Vielzahl<br />
an manuellen Bildreglern ausgeglichen werden<br />
kann. Neben der Detailnachschärfung Reality<br />
Creation punktet der KDL-42W655A auch<br />
bei der Farbdarstellung durch eine weitere<br />
Besonderheit: Die Aktivierung der „gleichmäßigen<br />
Abstufung“ unterbindet störende<br />
„Der KDL-42W655A ist ein Tipp für<br />
Preisbewusste, die auf der Suche<br />
nach einem Zweitfernseher oder<br />
Gaming-Monitor sind.“<br />
Falschkonturen bei Farbverläufen, wie sie häufig<br />
bei Internetvideos anzutreffen sind. Dunkle<br />
wie helle Bereiche weisen keine Über- oder<br />
Unterbelichtungen auf, sodass der Gesamteindruck<br />
besonders im Bildmodus „Anwender“<br />
natürlich erscheint. Ein anderes Bild ergibt<br />
sich, wenn Sie leicht seitlich auf die Bildfläche<br />
blicken, denn dann bleichen Farben aus und<br />
dunkle Bereiche hellen sich stark auf. Beim Ton<br />
sind Sie auf externe Helferlein angewiesen, um<br />
Kinofilme eindrucksvoll wiederzugeben – passende<br />
Soundbars finden Sie auch bei Sony, diese<br />
erweitern den Multimediaumfang des <strong>TVs</strong> um<br />
die fehlende NFC-Unterstützung.<br />
Als Zweitfernseher empfehlenswert<br />
Zum perfekten Wohnzimmer-TV fehlen<br />
dem KDL-42W655A eine ausgefeilte LED-<br />
Ansteuerung und Zwischenbildberechnung,<br />
damit schnelle TV-Bilder nicht verwischen<br />
und Kinofilme auf Wunsch ruckelfrei ablaufen.<br />
Dem Thema 3D erteilt Sony eine Absage, in<br />
Anbetracht des fairen Preises und der nochmals<br />
niedrigeren Marktpreise ist der KDL-42W655A<br />
dennoch ein ideales Einstiegsgerät, das zugleich<br />
optisch eine gute Figur macht. Der schmale<br />
Rahmen lässt den TV zierlich wirken, die Betriebsgeschwindigkeit<br />
könnte besser kaum sein<br />
und trotz abgespeckter Ausstattung sind alle<br />
wichtigen TV-Funktionen an Bord. Somit ist<br />
der KDL-42W655A ein Tipp für Preisbewusste,<br />
die auf der Suche nach einem Zweitfernseher<br />
oder Gaming-Monitor sind.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Was uns gefällt<br />
+ Gute Voreinstellungen, flink im Betrieb<br />
+ Detailnachschärfung und weiche Farbübergänge<br />
+ Umfangreiche TV-Funktionen, Bild-in-Bild<br />
+ Äußerst geringe Eingabeverzögerung<br />
Was uns stört<br />
– Bei seitlicher Betrachtung bleicht Bild aus<br />
– Bewegtbildschärfe nur auf 60-Hertz-Niveau<br />
– Kein Dimming, keine Zwischenbildberechnung<br />
– Wenig Anschlüsse, kein 3D<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Bild-Modus<br />
Anwender<br />
Hintergrundlicht Max<br />
Kontrast<br />
Max<br />
Helligkeit 50<br />
Farbe 50<br />
Farbton 0<br />
Farbtemperatur Warm 1<br />
Bildschärfe 50<br />
Dyn. Rauschunterdrückung<br />
Aus<br />
MPEG-Rauschunterdrückung<br />
Aus<br />
Pixel-Rauschunterdrückung<br />
Auto<br />
Reality Creation Manuell<br />
Video-Bereich-Erk. Aus<br />
Auflösung 25<br />
Rauschfilter<br />
Min<br />
Gleichm. Abstufung Hoch<br />
Filmmodus<br />
Autom.<br />
Schwarzkorrektur Aus<br />
Verb. Kontrastanh. Aus<br />
Gamma 0<br />
Autom. Lichtbegrenzer Aus<br />
Weißbetonung Aus<br />
Weißabgleich<br />
Gain R/G/B –2/0/–10<br />
Bias R/G/B 0/0/0<br />
Detailverbesserung Aus<br />
Randverbesserung Aus<br />
Haut-Naturalisierung Aus<br />
LED-Beweg. Modus Aus<br />
Home/Anzeige/<br />
Bildschirm einstellen Anzeigebereich +1<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
42 | 8.2013
Sony KDL-42W655A<br />
Details<br />
Preis<br />
749 Euro<br />
Farbe<br />
Schwarz, Silber (W656)<br />
Maße (B × H × T)<br />
95,4 × 59,5 × 6,9 cm<br />
Gewicht<br />
11 kg<br />
Bauweise<br />
Edge-LED-LCD<br />
Auflösung<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
Tuner<br />
DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />
Festplattenaufzeichnung<br />
ja, extern USB<br />
3D<br />
nein<br />
WLAN<br />
ja (intern)<br />
Stromverbrauch<br />
35 – 70 Watt<br />
Zubehör<br />
Fernbedienung<br />
Standardfernbedienung (RM-ED053)<br />
3D-Brille –<br />
Kamera<br />
nein, extern optional<br />
Anschlüsse<br />
2 × HDMI (ARC, CEC, MHL) 1 × Scart 1 × Komponente<br />
1 × USB 1 × Kopfhörer 1 × digital optisch<br />
1 × Netzwerk<br />
Sonderfunktionen<br />
HbbTV, DLNA Client, Skype, Bildspiegelung + EPG auf Tablet, Youtube,<br />
Sony Entertainment Network<br />
Videoformate<br />
3GPP, AVI, AVCHD, MKV, MOV, MP4, MPEG, TS, WMV<br />
TV-Funktionen<br />
Einschaltzeit TV<br />
ca. 3 Sekunden<br />
Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2,5 Sekunden<br />
Bildformatwahl<br />
flexibel, kein Bildbeschnitt bei SD<br />
Bild-in-Bild<br />
ja, flexible Fenster- und Tonzuordnung<br />
EPG<br />
7-Tage-EPG, übersichtlich, viele<br />
Zusatzinformationen, Bild-in-Bild, Daten<br />
nur per Umschaltung aktualisierbar,<br />
Datenverlust nach dem Ausschalten<br />
(alternativ Online-EPG)<br />
Gaming<br />
Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (70 ms), befriedigend spielbar<br />
Spielemodus<br />
exzellent spielbar (15 ms), Szenenanwahl<br />
„Spiel“, Bildeinstellungen gehen verloren<br />
Helligkeit/Schwarzwert<br />
Leuchtkraft 250 cd/m 2<br />
(50 cd/m 2 mit Modus „LED-Beweg.“)<br />
Schwarzwert 0,05 – 0,08 cd/m 2<br />
Dimming<br />
Lichtsensor<br />
nein<br />
ja, nur automatischer Helligkeitsabgleich<br />
(zusätzlich Lichtbegrenzer)<br />
Helligkeitsverteilung<br />
65 % 70 % 65 %<br />
75 % 100 % 75 %<br />
85 % 90 % 85 %<br />
Durchzeichnung<br />
präzise Durchzeichnung bereits in Voreinstellung<br />
Bildschärfe<br />
Auflösung<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
Detailnachschärfung<br />
ja, Reality Creation (kontrastbasierter<br />
Schärferegler)<br />
Bewegtbildschärfe<br />
befriedigend, 60-Hertz-Niveau<br />
Nachzieheffekte<br />
gering<br />
Filmglättung<br />
nicht vorhanden<br />
Farbdarstellung<br />
Farbraum<br />
Farbtemperatur<br />
Bildfehler<br />
Blickwinkel<br />
Clouding/Streifenbildung<br />
Farbblitzer/Pixelrauschen<br />
Abgestufte Farbübergänge<br />
Tonwiedergabe<br />
Qualität<br />
Einstellungen<br />
Automatische Lautstärkekorrektur<br />
3D-Darstellung<br />
Helligkeit –<br />
Doppelkonturen (Crosstalk) –<br />
3D-Brille flimmerfrei –<br />
Auflösung –<br />
Blau- und Grüntöne leicht abweichend,<br />
Rottöne etwas dunkel, Hauttöne leicht<br />
orange<br />
Voreinstellungen zu warm oder zu kühl,<br />
nach Kalibrierung äußerst präzise<br />
eingeschränkt, Bild bleicht aus<br />
gering / gering<br />
nein / nein<br />
nein<br />
blechern, kaum Mitten und Tiefen,<br />
dennoch hohe Lautstärke möglich<br />
umfangreich, Equalizer vorhanden<br />
ja (2 Stufen)<br />
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Der KDL-42W805A ist<br />
optisch kaum vom günstigeren<br />
KDL-42W655A zu<br />
unterscheiden, bietet aber<br />
deutliche Vorteile beim<br />
Bild und der Ausstattung.<br />
107 cm<br />
Ausstattung<br />
Sony<br />
KDL-42W805A<br />
8/2013<br />
Bildqualität<br />
Das blickwinkelstabile<br />
IPS-Panel sorgt für einen<br />
guten Bildeindruck bei<br />
seitlicher Betrachtung.<br />
Derart helle Bilder sehen<br />
Sie nur selten.<br />
Sony<br />
KDL-42W805A<br />
8/2013<br />
Vier praktische Polfilterbrillen liegen dem Fernseher<br />
bei. Achtung: Der Polfilter des Fernsehers setzt eine<br />
extrem tiefe Sitzposition voraus, damit 3D-Inhalte<br />
ohne Doppelkonturen wahrgenommen werden.<br />
Dieser Fernseher eignet sich für<br />
Gaming-Freunde: Die Eingabeverzögerung<br />
fällt äußerst gering aus.<br />
Sony KDL-42W805A<br />
Sony hat dieses Jahr im TV-Bereich einen<br />
regelrechten Lauf: Die extrem günstige<br />
Serie W655 eignet sich perfekt für Videospieler,<br />
die Oberklasseserie W905 punktet<br />
durch den brandneuen Triluminos-Filter und<br />
die High-End-Linie X9005 bringt das UHD-<br />
Schärfeerlebnis ins Wohnzimmer. Der von uns<br />
getestete KDL-42W805A wartet ebenfalls mit<br />
vielen Alleinstellungsmerkmalen und einem<br />
äußerst attraktiven Preis auf.<br />
Der Aufpreis zur W655-Serie ist allein durch<br />
die bessere Anschlussbestückung (4 × HDMI,<br />
3 × USB) und die Zweitfernbedienung mit<br />
NFC-Erkennung gerechtfertigt. Dem nicht<br />
genug, legt Sony auch bei Bildqualität nach: Der<br />
KDL-42W805A zeigt dank des blickwinkelstabilen<br />
IPS-Panels einen gleichbleibend guten<br />
Bildeindruck, ganz gleich, ob Sie frontal oder<br />
seitlich auf die Bildfläche schauen. Einzig bei<br />
einer gleichzeitig vertikalen und horizontalen<br />
Abweichung bleichen dunkle Bereiche stark aus<br />
und das Bild wirkt zu kühl. Diese Freiheiten<br />
kann der Fernseher im 3D-Betrieb nicht ausspielen:<br />
Das flimmerfreie Polfilter-Verfahren eignet<br />
sich zwar perfekt für den Wohnzimmereinsatz,<br />
die Abstrahlcharakteristik des Filters erfordert<br />
aber eine sehr tiefe Sitzposition – in unserem<br />
Fall mussten wir uns vom Sofa auf den Teppich<br />
setzen, um Doppelkonturen zu vermeiden. Wollen<br />
Sie den Fernseher für 3D nutzen, sollten Sie<br />
den TV somit etwas höher installieren, um die<br />
bestmögliche 3D-Qualität zu erreichen. Dank<br />
der immensen Helligkeitsreserven zeigt der<br />
KDL-42W805A 3D-Bilder fast so brillant, wie<br />
vergleichbare Fernseher 2D-Bilder.<br />
Überzeugendes TV-Konzept<br />
Sieht man von der leicht umständlichen<br />
LNB-Konfiguration ab, die sich etwas zu gut<br />
in den Abläufen des automatischen Suchlaufes<br />
„Wer nicht bereit ist, 1 000 Euro oder<br />
mehr für einen Flachbildfernseher<br />
auszugeben, findet im KDL-42W805A<br />
eines der stärksten Angebote des<br />
aktuellen TV-Marktes.“<br />
versteckt, ist der KDL-42W805A ein umgänglicher<br />
Spielpartner im TV-Alltag. Neben dem<br />
praktischen elektronischen Programmführer<br />
(Offline- oder Onlinevariante wählbar)<br />
offenbaren die Bild-in-Bild-Darstellung und die<br />
Kanallis tenvorschau vielseitige Möglichkeiten,<br />
die man bei anderen <strong>TVs</strong> vergeblich sucht.<br />
Besitzer von mobilen Endgeräten können den<br />
EPG bequem einsehen oder Inhalte spiegeln –<br />
die NFC-Erkennung der Zweitfernbedienung<br />
erleichtert die Kommunikation zwischen Fernseher<br />
und Smartphone. Im Internetbereich punktet<br />
der KDL-42W805A durch eine überzeugende<br />
Bildqualität beim Videoportal Youtube und dem<br />
Direktzugang zum Sony Entertainment Network.<br />
Ein- und Umschaltzeiten des Fernsehers sind<br />
zudem weit überdurchschnittlich, sodass auch<br />
ungeduldige TV-Zuschauer auf ihre Kosten<br />
kommen. Tipp: Im Auslieferungszustand zeigt<br />
der Fernseher einen Bildbeschnitt, der sich im<br />
Hauptmenü über „Anzeige/Bildschirm einstellen“<br />
beseitigen lässt. Hierzu müssen Sie einzig<br />
den Anzeigebereich von 0 auf +1 stellen.<br />
Sonnenbrillen aufsetzen<br />
Ein weiterer Vorteil zur W655-Serie zeigt sich in<br />
der Bildhelligkeit: Zwar wird die Bildfläche beim<br />
KDL-42W805A ebenfalls nur durch eine LED-<br />
Leiste an der Unterkante ausgeleuchtet, die Bildhelligkeit<br />
fällt aber mehr als doppelt so hoch aus.<br />
Damit ist der Fernseher einer der brillantesten<br />
Flachbild-<strong>TVs</strong> am Markt und kann in nahezu<br />
allen Wohnräumen eingesetzt werden. Messtechnisch<br />
zeigen sich einzig bei der Farbwiedergabe<br />
und Schwarzdarstellung Nachteile: Mit hohen<br />
Sättigungsgraden erscheinen Grüntöne eher<br />
gelblich und Cyanfarben leicht ausgewaschen.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
44 | 8.2013
Infolge des IPS-Panels und des fehlenden LED-<br />
Dimmings sind schwarze Bereiche eher dunkelgrau<br />
– in den Abendstunden empfehlen wir<br />
deshalb die Aktivierung des Lichtsensors oder<br />
die Motionflow-Vorgaben „Klar“ oder „Klar<br />
Plus“, um die Gesamthelligkeit abzusenken und<br />
die Schwarzdarstellung subjektiv aufzuwerten.<br />
Die nahezu unbegrenzten Helligkeitsreserven<br />
eröffnen noch eine zweite Option, die sich<br />
positiv auf das Bild auswirkt: Sonys Zwischenbildberechnung<br />
Motionflow profitiert ungemein<br />
von den potenten LEDs.<br />
Schärfer als gedacht<br />
Im Kern ist Sonys KDL-42W805A ein<br />
100-Hertz-Fernseher, der schnelle Bewegtbilder<br />
deutlich unschärfer als die LCD-Premiumklasse<br />
zeigt, die auf einem 200-Hertz-LCD-Panel aufbauen.<br />
Durch die extremen Helligkeitsreserven<br />
können Sie im Praxisbetrieb aber getrost Helligkeit<br />
„opfern“, um die Bewegtbildschärfe dramatisch<br />
zu verbessern. Sonys Zwischenbildberechnung<br />
Motionflow halbiert in den Modi „Klar“<br />
und „Klar Plus“ jeweils die Bildhelligkeit, da<br />
eingefügte Schwarzphasen die Brillanz drosseln.<br />
Die Unschärfeeffekte werden in Gleichklang aber<br />
sehr stark reduziert. Somit erreicht der KDL-<br />
42W805A spielend ein 200-Hertz-Niveau und<br />
dank des IPS-Panels<br />
zeigen sich auch in<br />
dunklen Bereichen<br />
keine störenden<br />
Nachzieheffekte.<br />
Einzig für Freunde<br />
des ruckelfreien<br />
Wie den Topmodellen Sonys liegt dem KDL-42W805A<br />
eine Zweitfernbedienung mit NFC-Erkennung bei.<br />
„Die Bewegtbildschärfe erreicht<br />
spielend ein 200-Hertz-Niveau und<br />
dank des IPS-Panels zeigen sich<br />
auch in dunklen Bereichen keine<br />
störenden Nachzieheffekte.“<br />
Filmvergnügens ist der KDL-42W805A nur<br />
zweite Wahl, denn superflüssig laufen Kinoinhalte<br />
erst im Modus „Weich“, dann reduziert<br />
sich die Bewegtbildschärfe aber auf 100-Hertz-<br />
Qualität. Das zweite Schärfeplus verspricht die<br />
kontrastbasierte Detailnachschärfung „Reality<br />
Creation“. In der Voreinstellung „Automatisch“<br />
zeigt sich das Bild künstlich und auch das<br />
Bildrauschen wird verstärkt, mit einer manuellen<br />
Vorgabe findet sich aber der passende Kompromiss<br />
aus Detailschärfe und Natürlichkeit. In<br />
Summe zeigen sich Bildinhalte deutlich beeindruckender<br />
und der KDL-42W805A vermittelt<br />
eine bessere Bildqualität, als es das Preisschild<br />
vermuten lässt.<br />
Die Alternative in der Einstiegsklasse<br />
Wer nicht bereit ist, 1 000 Euro oder mehr für<br />
einen Flachbildfernseher auszugeben, findet im<br />
KDL-42W805A eines der stärksten Angebote<br />
des aktuellen TV-Marktes. Durch die Zwischenbildberechnung,<br />
extreme Bildhelligkeit, das<br />
blickwinkelstabile IPS-Panel und die Polfilter-3D-Wiedergabe<br />
ist der KDL-42W805A dem<br />
KDL-42W655A deutlich voraus und aufseiten<br />
der Ausstattung müssen Sie keine Kompromisse<br />
im Vergleich zu den deutlich teureren Sony-<br />
TV-Serien W905 und X9005 eingehen. Durch<br />
die exzellente Detailnachschärfung Reality<br />
Creation können Sie Inhalte noch plastischer<br />
darstellen und die nahtlose Wiedergabe von<br />
Farbübergängen lässt die Darstellung jederzeit<br />
gefällig wirken. Die vergleichsweise geringe<br />
Bilddiagonale von 42 Zoll beflügelt zudem die<br />
Wiedergabe im Praxisbetrieb: Im Vergleich zum<br />
bereits von uns getesteten 47-Zoll-Modell zeigte<br />
der KDL-42W805A kaum Clouding und eine<br />
sehr geringe Streifenbildung, sodass auch der<br />
subjektive Eindruck rundum überzeugt. Einziges<br />
echtes Manko: Die Tonqualität reicht selbst für<br />
TV-Inhalte nur selten aus, sodass eine Soundbar<br />
gleich mit geordert werden sollte.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Was uns gefällt<br />
+ Gute Voreinstellungen, stabiler Blickwinkel<br />
+ Sehr gute Bildschärfe, sehr hohe Helligkeit<br />
+ Umfangreiche TV-Funktionen, Bild-in-Bild<br />
+ Geringe Eingabeverzögerung, flink im Betrieb<br />
Was uns stört<br />
– Mäßige Schwarzdarstellung, kein Dimming<br />
– Extrem tiefe Sitzposition für 3D notwendig<br />
– Voreinstellung mit Bildbeschnitt<br />
– Mäßige Tonqualität<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Modus<br />
Anwender<br />
Hintergrundlicht<br />
Max<br />
Kontrast<br />
Max<br />
Helligkeit 50<br />
Farbe 54<br />
Farbton 0<br />
Farbtemperatur Warm 1<br />
Bildschärfe 50<br />
Dyn. Rauschunterdr. Aus<br />
MPEG-Rauschunterdr. Aus<br />
Pixelrauschunterdr. Auto<br />
Reality Creation<br />
Manuell<br />
Video-Bereich-Erk. Aus<br />
Auflösung 25<br />
Rauschfilter<br />
Min<br />
Gleichmäßige Abstufung Hoch<br />
Motionflow<br />
Klar<br />
Filmmodus<br />
Autom.<br />
Schwarzkorrektur Aus<br />
Verb. Kontrastanhebung Aus<br />
Gamma 0<br />
Autom. Lichtbegrenzer Aus<br />
Weißbetonung<br />
Aus<br />
Weißabgleich<br />
Gain R/G/B –4/0/–12<br />
Bias R/G/B 0/0/0<br />
Detailverbesserung Aus<br />
Randverbesserung Aus<br />
Haut-Naturalisierung Aus<br />
LED-Beweg. Modus Aus<br />
Home/Anzeige/<br />
Bildschirm einstellen Anzeigebereich +1<br />
www.hdtvmagazin.com 45
Sony KDL-42W805A<br />
Details<br />
Preis<br />
949 Euro<br />
Farbe<br />
Schwarz, Silber (W807)<br />
Maße (B × H × T)<br />
97,1 × 60,9 × 6,3 cm<br />
Gewicht<br />
14,4 kg<br />
Bauweise<br />
Edge-LED-LCD<br />
Auflösung<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
Tuner<br />
DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />
Festplattenaufzeichnung<br />
ja, extern USB<br />
3D<br />
ja (Polfilter-Technik)<br />
WLAN<br />
ja (intern)<br />
Stromverbrauch<br />
40 – 100 Watt<br />
Zubehör<br />
Fernbedienung<br />
Standardfernbedienung (RM-ED052),<br />
Zweitfernbedienung mit NFC<br />
3D-Brille<br />
4 x Polfilter-Brille (TDG-500P)<br />
Kamera<br />
nein, extern optional<br />
Anschlüsse<br />
4 × HDMI (3D, ARC, CEC, MHL) 1 × Scart 1 × Komponente<br />
3 × USB 1 × Kopfhörer 1 × digital optisch<br />
1 × Netzwerk<br />
Sonderfunktionen<br />
HbbTV, DLNA Client, Skype, Bildspiegelung + EPG auf Tablet, Youtube,<br />
Sony Entertainment Network, NFC<br />
Videoformate<br />
3GPP, AVI, AVCHD, MKV, MOV, MP4, MPEG, TS, WMV<br />
TV-Funktionen<br />
Einschaltzeit TV<br />
ca. 3 Sekunden<br />
Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2,5 Sekunden<br />
Bildformatwahl<br />
flexibel, kein Bildbeschnitt bei SD<br />
Bild-in-Bild<br />
ja, flexible Fenster- und<br />
Tonzuordnung<br />
EPG<br />
7-Tage-EPG, übersichtlich, viele Zusatzinformationen,<br />
Bild-in-Bild, Daten nur<br />
per Umschaltung aktualisierbar,<br />
Datenverlust nach dem Ausschalten<br />
(alternativ Online-EPG)<br />
Gaming<br />
Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (110 ms), mäßig spielbar<br />
Spielemodus<br />
exzellent spielbar (20 ms), Szenenanwahl<br />
„Spiel“, Bildeinstellungen gehen verloren<br />
Helligkeit/Schwarzwert<br />
Leuchtkraft 600 cd/m 2 (300 cd/m 2 Modus „Klar“, 150 cd/m 2<br />
Modus „Klar Plus“, 120 cd/m 2 Modus „Impuls“)<br />
Schwarzwert 0,5 cd/m 2 (0,25 cd/m 2 Modus „Klar“, 0,13 cd/m 2<br />
Modus „Klar Plus“, 0,10 cd/m 2 Modus „Impuls“)<br />
Dimming<br />
Lichtsensor<br />
nein<br />
ja, nur automatischer Helligkeitsabgleich<br />
(zusätzlich Lichtbegrenzer)<br />
Helligkeitsverteilung<br />
75 % 80 % 70 %<br />
75 % 100 % 75 %<br />
70 % 75 % 70 %<br />
Durchzeichnung<br />
präzise Durchzeichnung, dezente Überbelichtung in sehr dunklen Bereichen<br />
Bildschärfe<br />
Auflösung<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
Detailnachschärfung<br />
ja, Reality Creation (kontrastbasierter<br />
Schärferegler)<br />
Bewegtbildschärfe<br />
sehr gut, 200-Hertz-Niveau<br />
Nachzieheffekte<br />
kaum sichtbar<br />
Filmglättung<br />
ab Stufe „Weich“ flüssig, aber Artefakte<br />
Farbdarstellung<br />
Farbraum<br />
Farbtemperatur<br />
gut abgestimmt, mit steigender Sättigung<br />
abweichende Grün-, Magenta- und Rottöne,<br />
Cyantöne leicht ausgewaschen<br />
Voreinstellungen zu warm oder zu kühl,<br />
nach Kalibrierung annähernd präzise<br />
Bildfehler<br />
Blickwinkel<br />
nahezu uneingeschränkt<br />
Clouding/Streifenbildung sehr gering / gering<br />
Farbblitzer/Pixelrauschen nein / nein<br />
Abgestufte Farbübergänge nein<br />
Tonwiedergabe<br />
Qualität<br />
blechern, kaum Mitten und Tiefen,<br />
dennoch hohe Lautstärke möglich<br />
Einstellungen<br />
umfangreich, Equalizer vorhanden<br />
Automatische Lautstärkekorrektur ja (2 Stufen)<br />
3D-Darstellung<br />
Helligkeit 200 cd/m 2<br />
Doppelkonturen (Crosstalk) nicht sichtbar (bei tiefer Sitzposition)<br />
3D-Brille flimmerfrei<br />
ja<br />
Auflösung<br />
halbierte Full-HD-Auflösung<br />
(1 920 × 540 Pixel)<br />
Bilder: Auerbach Verlag<br />
46 | 8.2013
Der schlanke Rahmen<br />
schimmert an den Kanten<br />
leicht bläulich, das<br />
Sony-Logo wird durch<br />
eine LED-Beleuchtung<br />
aufgewertet.<br />
102 cm<br />
Ausstattung<br />
Sony<br />
KDL-40W905A<br />
8/2013<br />
Bildqualität<br />
Doppeltuner und eine<br />
Kamera sind nicht im TV<br />
integriert, Funktionsumfang<br />
und Ausstattung<br />
überzeugen dennoch.<br />
Sony<br />
KDL-40W905A<br />
8/2013<br />
Sony kombiniert bei<br />
diesem Fernseher<br />
bestmöglichen Kontrast,<br />
Schärfe und Farbtreue zu<br />
einem Referenzbild.<br />
TESTSIEGER<br />
40-Zoll-TV-Vergleich<br />
Sony<br />
KDL-40W905A<br />
8/2013<br />
Zwei Shutter-Brillen liegen dem Fernseher<br />
bei, verglichen zur Polfilter-Darstellung der<br />
W805-Serie fällt die Bildhelligkeit leicht<br />
enttäuschend aus.<br />
Der Kontrastfilter liefert ein sattes Schwarz<br />
auch bei Tageslicht, neben leichten Spiegelungen<br />
sollten Sie den eingeschränkten<br />
Blickwinkel des Fernsehers beachten.<br />
Sony KDL-40W905A<br />
Während andere LED-LCD-Fernseher<br />
häufig nur ganz knapp unsere<br />
4-Punktemarke im Bereich der<br />
Bildqualität erreichen, kratzt Sony mit dem<br />
KDL-40W905A bereits an der nächsthöheren<br />
Bewertung. Ist der KDL-40W905A damit die<br />
Referenz am Flachbild-TV-Markt?<br />
eine kontrastbasierte Schärfeanhebung, die Details<br />
plakativer herausstellt und subjektiv für ein plastischeres<br />
Gesamtergebnis sorgt. Objektkonturen<br />
zeigen sich infolgedessen zwar etwas grob, bei<br />
wohnzimmerüblichen Sitzabständen funktioniert<br />
der Schärfetrick aber exzellent. Auf mindestens<br />
gleichem Niveau spielt der Bildkontrast: Sony setzt<br />
Details in dunklen Bereichen werden dabei nicht<br />
unterschlagen, sodass die exzellente Schwarzdarstellung<br />
nicht zulasten der Detailgenauigkeit geht.<br />
Das Beste: Trotz der beeindruckenden Bildqualität<br />
begnügt sich der KDL-40W905A mit 40 bis<br />
70 Watt – kein Fernseher am Markt bietet mehr<br />
Bildqualität pro Watt.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
Farbtreue, Bildkontrast, Bildschärfe: Anhand<br />
dieser Faktoren lassen sich gute Fernseher von<br />
weniger guten unterscheiden. Dass es Sony mit<br />
dem KDL-40W905A jedoch gelingt, in allen<br />
Bereichen die Messlatte noch ein wenig höher<br />
zu legen, beeindruckt selbst verwöhnte Technikfans.<br />
Sony treibt das 200-Hertz-LCD-Panel<br />
zur absoluten Höchstleistung, sodass Sie die<br />
Motionflow-Zwischenbildberechnung nicht<br />
zwangsweise auf „Klar“ oder „Klar Plus“ stellen<br />
und damit Helligkeit opfern müssen. Bereits im<br />
Standardmodus oder der Option Weich, die flüssige<br />
Filmbilder generiert, sind Unschärfen kaum<br />
auszumachen und Nachzieheffekte in dunklen<br />
Bildbereichen glänzen durch Abwesenheit. Für<br />
den letzten Schärfekick sorgt die Reality Creation,<br />
„Kein Fernseher am Markt bietet<br />
mehr Bildqualität pro Watt.“<br />
auf zwei LED-Leisten (linke und rechte Bildkante)<br />
und unterteilt diese in 2 × 4 Sektoren. Abhängig<br />
vom Bildinhalt dosieren die LEDs die Helligkeit<br />
vollautomatisch und soll tiefes Schwarz dargestellt<br />
werden, drosseln die LEDs die Helligkeit. Durch<br />
eine kombinierte Signalpegelanhebung steigert der<br />
Fernseher im Gleichklang die Brillanz von Bildpunkten,<br />
die infolge des Dimmings zu matt erscheinen<br />
würden – in Summe erreicht Sonys LED-<br />
LCD dadurch einen überragenden Kontrast, wie<br />
man ihn bestenfalls von Plasmafernsehern kennt.<br />
Farben wie kein anderer<br />
Sony wirbt mit der erweiterten Farbraumdarstellung<br />
Triluminos, im TV-Menü müssen Sie<br />
diese Funktion unverständlicherweise über den<br />
Regler „Farbbrillanz“ aktivieren. Fortan „dehnt“<br />
der Fernseher das Farbspektrum weit über den<br />
regulären Farbraum hinaus und zeichnet satte<br />
Farbtöne, die für andere LED-LCDs unerreichbar<br />
sind. Da derzeit aber keine Quelle einen derartigen<br />
Farbraum liefert, wirkt das Gesamtergebnis<br />
zuweilen künstlich – einzig bei Videospielen und<br />
Animationsfilmen aktivierten wir die zusätzliche<br />
Farbbrillanz. Unsere Zurückhaltung hat aber<br />
einen einfachen Grund: Die Abstimmung ohne<br />
Farbbooster gelang Sony derart natürlich und<br />
überzeugend, dass man die Farbraumerweiterung<br />
www.hdtvmagazin.com 47
nicht vermisst. Stattdessen erfreuten wir uns an<br />
natürlichen Gesichtstönen und Naturaufnahmen.<br />
Sonys Bildverarbeitung merzt sogar Bildfehler<br />
aus, sodass Sie abgestufte Farbverläufe glätten<br />
können, ohne die Bildschärfe negativ zu beeinflussen.<br />
Nicht vollends überzeugen konnte uns der<br />
KDL-40W905A im 3D-Betrieb: Doppelkonturen<br />
halten sich zwar im Hintergrund und kommen<br />
erst in dunklen Bereichen zum Vorschein, die<br />
Bildhelligkeit fällt aber nur befriedigend aus.<br />
Wichtige Punkte verliert der Fernseher zudem<br />
durch die mäßige Ausleuchtungsgenauigkeit:<br />
Bildecken und -kanten sind sichtbar abgedunkelt.<br />
Dafür treten in dunklen Bereichen keine<br />
Helligkeitsinseln auf und auch von sichtbaren<br />
dunklen Streifen bleiben Sie verschont. Regelrecht<br />
allergisch reagiert der KDL-40W905A auf<br />
Blickwinkelabweichungen: Farben und dunkle<br />
Bereiche bleichen aus und das Bild färbt sich<br />
Blauviolett. Sobald der Fernseher aber optimal auf<br />
den Sitzplatz ausgerichtet wurde, spielen diese Defizite<br />
keine Rolle mehr und im direkten Vergleich<br />
mit den Konkurrenten zeigt der KDL-40W905A<br />
das, was man für diesen Kaufpreis erwartet: Das<br />
bessere Bild.<br />
Flinker Fernsehbegleiter<br />
Nicht nur in Sachen Bild, sondern auch im TV-<br />
Alltag kann der KDL-40W905A punkten. Auf<br />
Doppeltuner müssen Sie zwar verzichten, schnelle<br />
Lade- und Umschaltzeiten, flinke Menüs und ein<br />
praktischer elektronischer<br />
Programmführer<br />
gehören beim<br />
KDL-40W905A aber<br />
Die Zweitfernbedienung wartet mit einem NFC-Chip für<br />
die Synchronisation zwischen TV und Smartphone auf.<br />
zum guten Ton. Gaming-Fans erfreuen sich an<br />
kaum spürbaren Eingabeverzögerungen, sobald<br />
der Fernseher in den Spielemodus versetzt wurde.<br />
Im Auslieferungszustand zeigt der KDL-40W905A<br />
einen Bildbeschnitt, diesen können Sie aber durch<br />
die Formateinstellung umgehen und selbst SD-<br />
Bildquellen zeigen auf Wunsch keine abgeschnittenen<br />
Pixel. Per Bild-in-Bild stellen Sie TV-Inhalte<br />
neben externen Quellen dar, schalten den Ton der<br />
beiden Bildinhalte mit nur einem Tastendruck<br />
„Im direkten Vergleich mit den<br />
Konkurrenten zeigt der KDL-40W905A<br />
das, was man für diesen Kaufpreis<br />
erwartet: Das bessere Bild.“<br />
um und variieren stufenlos die Bildgröße. Sind Sie<br />
mit einem Tablet oder Smartphone ausgestattet,<br />
können Sie die Programminformationen einsehen,<br />
ohne das laufende TV-Bild unterbrechen zu müssen,<br />
oder den Bildinhalt auf den TV spiegeln – die<br />
kleine Zusatzfernbedienung erleichtert dabei die<br />
Erkennung, falls Ihr Smartphone mit einem NFC-<br />
Chip ausgestattet ist.<br />
Qualität perfektioniert<br />
Ungeachtet der kleinen Mängel im Detail zelebriert<br />
Sony mit dem KDL-40W905A Filmbilder<br />
auf einem Niveau, das für andere LED-LCDs<br />
unerreichbar ist. Selbst die hauseigenen Ultra-<br />
HD-Fernseher müssen angesichts der makellosen<br />
Bewegtbildschärfe und Kontraststärke des KDL-<br />
40W905A zurückstecken und einzig Plasmafernseher<br />
vermögen es, diesem LED-LCD im Heimkinoumfeld<br />
Paroli zu bieten. Im Gegensatz zum Bild<br />
verleitet die Klangwiedergabe des Fernsehers nach<br />
dem Einschalten lediglich dazu, den Fernseher<br />
stumm zu schalten, Schuld daran ist aber nicht die<br />
Qualität der Lautsprecher, sondern Sonys Voreinstellungen.<br />
Zögern Sie deshalb nicht, sämtliche<br />
Optionen wie „komprimierter Ton“, „Klangverstärker“<br />
und „Klangverbesserer“ hinzuzuschalten,<br />
um aus einem schrecklich blechernen Klang einen<br />
überzeugenden druckvollen Ton zu zaubern.<br />
Knapp 1 400 Euro sind für einen 40-Zoll-Fernseher<br />
angesichts stetig fallender Preise eine stolze<br />
Summe, wer die aktuelle Referenz im bezahlbaren<br />
Flachbild-LED-LCD-Bereich aber nicht missen<br />
möchte, sollte zugreifen.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Was uns gefällt<br />
+ Präzise Farben, exzellente Schärfe<br />
+ Toller Bildkontrast, sattes Schwarz<br />
+ Umfangreiche TV-Funktionen, Bild-in-Bild<br />
+ Geringe Eingabeverzögerung, flink im Betrieb<br />
Was uns stört<br />
– Eingeschränkter Blickwinkel<br />
– Blaufärbung bei seitlicher Betrachtung<br />
– Bildkanten deutlich abgedunkelt<br />
– Schlechte Tonvoreinstellung<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Bild-Modus<br />
Anwender<br />
Hintergrundlicht Max<br />
Kontrast<br />
Max<br />
Helligkeit 50<br />
Farbe 52<br />
Farbton 0<br />
Farbtemperatur Warm 2<br />
Bildschärfe 50<br />
Dyn. Rauschunterdrückung<br />
Aus<br />
MPEG-Rauschunterdrückung<br />
Aus<br />
Pixel-Rauschunterdrückung<br />
Auto<br />
Reality Creation Manuell<br />
Video-Bereich-<br />
Erkennung<br />
Aus<br />
Auflösung 25<br />
Rauschfilter<br />
Min<br />
Gleichmäßige<br />
Abstufung<br />
Hoch<br />
Motionflow<br />
Standard, Weich oder Klar<br />
Filmmodus<br />
Autom.<br />
Schwarzkorrektur Aus<br />
Verb. Kontrastanhebung Aus<br />
Gamma –1<br />
Dyn. LED-Steuerung Standard<br />
Autom. Lichtbegrenzer Aus<br />
Weißbetonung Aus<br />
Farbbrillanz<br />
Aus<br />
Weißabgleich<br />
Gain R/G/B –5/–6/0<br />
Bias R/G/B 0/0/0<br />
Detailverbesserung Aus<br />
Randverbesserung Aus<br />
Haut-Naturalisierung Aus<br />
Home/Anzeige/<br />
Bildschirm einstellen Anzeigebereich +1<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
48 | 8.2013
Sony KDL-40W905A<br />
Details<br />
Preis<br />
Farbe<br />
Maße (B × H × T)<br />
Gewicht<br />
Bauweise<br />
Auflösung<br />
Tuner<br />
Festplattenaufzeichnung<br />
3D<br />
WLAN<br />
Stromverbrauch<br />
Zubehör<br />
Fernbedienung<br />
3D-Brille<br />
Kamera<br />
1 399 Euro<br />
Schwarz<br />
91,7 × 57,4 × 6 cm<br />
14,4 kg<br />
Edge-LED-LCD<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />
ja, extern USB<br />
ja (Shutter-Technik)<br />
ja (intern)<br />
40 – 70 Watt<br />
Standardfernbedienung (RM-ED052),<br />
Zweitfernbedienung mit NFC<br />
2 × Shutter-Brille (TDG-BT400A)<br />
nein, extern optional<br />
Anschlüsse<br />
4 × HDMI (3D, ARC, CEC, MHL) 1 × Komponente 1 × Scart<br />
1 × digital optisch 1 × Kopfhörer 3 × USB<br />
1 × Netzwerk<br />
Sonderfunktionen<br />
HbbTV, DLNA Client, Skype, Bildspiegelung+EPG auf Tablet, Youtube,<br />
Sony Entertainment Network, NFC<br />
Videoformate<br />
3GPP, AVCHD, AVI, MKV, MOV, MP4, MPEG, TS, WMV<br />
TV-Funktionen<br />
Einschaltzeit TV<br />
ca. 3 Sekunden<br />
Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2,5 Sekunden<br />
Bildformatwahl<br />
flexibel, kein Bildbeschnitt bei SD<br />
Bild-in-Bild<br />
EPG<br />
ja, flexible Fenster- und Tonzuordnung<br />
7-Tage-EPG, übersichtlich, viele<br />
Zusatzinformationen, Bild-in-Bild, Daten<br />
nur per Umschaltung aktualisierbar,<br />
Datenverlust nach dem Ausschalten<br />
(alternativ Online-EPG)<br />
Gaming<br />
Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (110 ms), kaum spielbar<br />
Spielemodus<br />
exzellent spielbar (20 ms), Szenenanwahl<br />
„Spiel", Bildeinstellungen gehen verloren<br />
Helligkeit/Schwarzwert<br />
Leuchtkraft<br />
290 cd/m 2 (240 cd/m 2 Modus „Klar“,<br />
180 cd/m 2 Modus „Klar Plus“)<br />
Schwarzwert
Rahmen und Rückwand<br />
des UE46F6510 sind ganz<br />
in Weiß gehalten, selbst<br />
das Netzkabel passt sich<br />
diesem Look an.<br />
117 cm<br />
Ausstattung<br />
Samsung<br />
UE46F6510<br />
8/2013<br />
Fernsehr einsetzen<br />
Bildqualität<br />
Samsung<br />
UE46F6510<br />
8/2013<br />
Der eingeschränkte<br />
Blickwinkel kann den<br />
Gesamteindruck kaum<br />
schmälern: Dieser Fernseher<br />
bietet eine exzellente<br />
Bildqualität.<br />
KAUFTIPP<br />
40-Zoll-TV-Vergleich<br />
Samsung<br />
UE46F6510<br />
8/2013<br />
Keine Kompromisse: Dem<br />
UE46F6510 liegen die gleichen<br />
federleichten Shutter-Brillen wie<br />
Samsungs Topmodellen bei.<br />
Aufseiten der Verarbeitung und Ausstattung ist der<br />
UE46F6510 Samsungs Topmodellen unterlegen, einen<br />
drehbaren Standfuß bietet aber nur der F6510.<br />
Samsung UE46F6510<br />
Es gibt sie noch, die großen Überraschungen<br />
am TV-Markt. Auf dem Papier stellt<br />
der UE46F6510 nur ein TV-Modell aus<br />
Samsungs gehobener Einstiegsklasse dar, das<br />
für weniger als 1 000 Euro über die Ladentheke<br />
wandert. Dass ausgerechnet solch ein Fernseher<br />
mit den besten Modellen der Topliga<br />
mithalten kann, erscheint auf den ersten Blick<br />
wenig glaubhaft.<br />
Eines vorweg: Samsung kann genauso wenig<br />
zaubern wie andere TV-Hersteller, sodass bei<br />
diesem Kaufpreis Kompromisse unausweichlich<br />
sind. Einsparungen müssen Sie bei den Anschlüssen<br />
in Kauf nehmen, die beim UE46F6510<br />
teilweise nach hinten zeigen und damit die<br />
Wandinstallation erschweren. Die Doppeltuner<br />
fielen ebenfalls dem Rotstift zum Opfer und das<br />
Smart-Evolution-Kit, das die Leistungsfähigkeit<br />
der Internetoberfläche steigern soll, kann nicht<br />
am UE46F6510 andocken. Zu wünschen wäre<br />
es gewesen, denn die Bedienung des Fernsehers<br />
geht etwas stockend und ruckelig vonstatten, da<br />
Samsung auch bei den Prozessoren zur Datenverarbeitung<br />
gespart hat. Kurzum: Wer heute<br />
und in Zukunft ruckelfrei durch alle Onlinemenüs<br />
scrollen will, ist mit den Serien F7090<br />
und F8090 besser bedient. Pluspunkte sammelt<br />
der UE46F6510 aber dennoch, denn das weiße<br />
Gehäuse und die in Weiß gekleideten Fernbedienungen<br />
sind ein echter Hingucker. Auch auf<br />
eine integrierte WLAN-Funktion (inklusive<br />
WPS-Erkennung) müssen Sie nicht verzichten.<br />
„Was Samsung mit diesem Fernseher<br />
abliefert ist absurd – absurd gut.“<br />
Wollen Sie die Videotelefonie Skype nutzen, sind<br />
Sie jedoch auf eine externe Kamera angewiesen.<br />
Abgespeckt aber prall gefüllt<br />
Im Fernsehalltag dürften die integrierten<br />
Tuner für alle digitalen Empfangswege in den<br />
meisten Fällen ausreichen, wer Aufnahmen auf<br />
USB-Speichermedien tätigt, darf das laufende<br />
Programm aber nicht wechseln. Der elektronische<br />
Programmführer und die praktische Bildin-Bild-Darstellung<br />
sind beim UE46F6510 ohne<br />
Abstriche integriert, aufgrund der schwächeren<br />
Prozessoren kann die Navigation aber etwas<br />
stocken. Nützliche Zusatzfunktionen wie der<br />
Spielemodus, der die Eingabeverzögerung minimiert,<br />
oder der Lichtsensor, der die Bildhelligkeit<br />
auf Ihr Wunschniveau herunterregelt, wurden<br />
von Samsung gut versteckt im Systemmenü<br />
abgelegt und auch die reichhaltigen Bildeinstellungen<br />
dürften Einsteiger überfordern. Hat man<br />
die anfängliche Scheu überwunden und sich mit<br />
allen Optionen vertraut gemacht, avanciert der<br />
Fernseher aber zum treuen Spielpartner im TV-<br />
Alltag. Wichtiger Hinweis für alle Blu-ray-Fans:<br />
Werden Full-HD-Signale zugespielt, lässt sich<br />
der Bildbeschnitt des Fernsehers ausschalten,<br />
hierzu müssen Sie in den Bildeinstellungen das<br />
Bildformat auf „Bildanpassung“ umschalten.<br />
Besser als die Herstellerangaben<br />
Im UE46F6510 arbeitet ein 100-Hertz-LCD-<br />
Panel, sodass sehr schnelle Bildinhalte zur<br />
Unschärfe neigen. Aktivieren Sie neben der<br />
stufenlos eingreifenden Zwischenbildberechnung<br />
den Zusatz „LED Clear Motion“, ist von<br />
einer 100-Hertz-Limitierung jedoch nichts<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />
50 | 8.2013
Trotz des günstigen Preises legt Samsung zusätzlich eine<br />
Zweitfernbedienung mit Touchpad und Mikrofon bei.<br />
mehr zu sehen: Samsungs UE46F6510 liefert<br />
im Praxisbetrieb eine ebenso mustergültige<br />
Bewegtbildschärfe wie die Serien F7090 und<br />
F8090 und ist zugleich der erste Fernseher<br />
mit 100-Hertz-Panel, der in diese Regionen<br />
vordringt. Samsungs Trick: Eingefügte Schwarzbilder<br />
„löschen“ die Informationen beim<br />
Bildwechsel und es entsteht ein extrem scharfer<br />
Gesamteindruck, ganz gleich wie schnell sich<br />
Bildinhalte bewegen. Nachteil dieses Verfahrens:<br />
Im Vergleich zur F7090- und F8090-Serie, die<br />
auf ein 200-Hertz-Panel zurückgreifen, fällt<br />
die Bildhelligkeit des UE46F6510 um knapp 40<br />
Prozent schlechter aus. Als Kompromiss können<br />
Sie den „Optimalkontrast“ in geringer Stufe hinzuschalten,<br />
der das Eingangssignal nicht zu stark<br />
verändert, die Brillanz aber erhöht. In einem<br />
Detail ist der UE46F6510 den hauseigenen<br />
Topmodellen sogar einen Schritt voraus: Da das<br />
Panel des UE46F6510 nicht bis an die Leistungsgrenze<br />
getrieben wird, zeigen sich in dunklen<br />
Bereichen kaum Nachzieheffekte bzw. Schlieren.<br />
Diese außergewöhnliche Leistung in Sachen<br />
Bewegtbildschärfe ist umso erstaunlicher, da<br />
im UE46F6510 nur eine LED-Leiste an der<br />
Unterkante verbaut wurde. Nachteile bezüglich<br />
der Ausleuchtung ergeben sich nur im Hinblick<br />
auf die Helligkeitsverteilung, denn zu den<br />
Bildecken fällt die Brillanz etwas ab. Störende<br />
Aufhellungen in dunklen Bereichen (Clouding<br />
und Flashlights)<br />
waren aber selbst im<br />
stockdunklen Raum<br />
nicht zu erkennen<br />
und eine dezente<br />
Streifenbildung nur<br />
selten zu beobachten.<br />
Bei der Option<br />
„Schwarzoptimierung“<br />
handelt es sich<br />
um einen automatischen<br />
Helligkeitsabgleich,<br />
sodass bei dunklen Bildinhalten die<br />
LED-Licht intensität automatisch heruntergeregelt<br />
wird (einen Signalpegelabgleich von hellen<br />
Flächen konnten wir nicht feststellen). Damit<br />
liefert der Fernseher gute Schwarzwerte selbst<br />
im Heimkinozimmer. Einzig bei einer seitlichen<br />
Betrachtung der Bildfläche bleichen Farben<br />
und dunkle Bereiche schnell aus, sodass Sie den<br />
TV immer optimal auf den Sitzplatz ausrichten<br />
sollten. So gut wie die Bewegtbildschärfe und<br />
„Samsungs UE46F6510 liefert im<br />
Praxisbetrieb eine ebenso<br />
mustergültige Bewegtbildschärfe<br />
wie die Serien F7090 und F8090.“<br />
die Kontrastdarstellung fällt die Farbwiedergabe<br />
mit den Werkseinstellungen nicht aus.<br />
Das Bild ist zu warm oder zu kühl abgestimmt<br />
und Grün- sowie Gelbtöne zeigen sich etwas<br />
überbrillant. Mittels komplexer Farb einstellung<br />
lassen sich diese Nachteile mildern, in der Praxis<br />
ist eine punktgenaue Abstimmung aber nahezu<br />
unmöglich. Durch die sehr guten Qualitäten in<br />
der 2D-Darstellung punktet der Fernseher auch<br />
im 3D-Betrieb. Eigentlich sollten Doppelkonturen<br />
durch das 100-Hertz-LCD-Panel und<br />
die Shutter-Technik ständige Begleiter sein,<br />
doch Samsung optimierte das Zusammenspiel<br />
zwischen Brille und Fernseher derart gut, dass<br />
einzig in dunklen Bereichen Geisterbilder<br />
auftauchen. Eine echte Schwäche erlaubt sich<br />
der Fernseher lediglich beim Klang: Ganz egal<br />
welche Voreinstellung Sie wählen, das Gesamtergebnis<br />
klingt immer blechern und indirekt.<br />
Samsungs weißer Ritter<br />
Was Samsung mit diesem Fernseher abliefert<br />
ist absurd – absurd gut. Mit Marktpreisen von<br />
deutlich unter 1 000 Euro bietet der UE46F6510<br />
eine Qualität, wie sie bislang in dieser Preisklasse<br />
als unerreichbar galt. Somit erlangt der<br />
UE46F6510 völlig zurecht als erster Fernseher<br />
dieser Preisklasse unsere 4-Sterne-Auszeichnung<br />
bei der Bildqualität und demonstriert damit<br />
eindrucksvoll, dass die Gesamtabstimmung<br />
eines Flachbildfernsehers immer noch wichtiger<br />
ist, als die Diskussionen über Hertzzahlen und<br />
Pixelauflösung.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Was uns gefällt<br />
+ Sehr gute Bildschärfe und guter Kontrast<br />
+ Außergewöhnliches Preis-Leistungsverhältnis<br />
+ Bild-in-Bild, viele Onlinefunktionen<br />
+ Leicht, energieeffizient, in Weiß erhältlich<br />
Was uns stört<br />
– Bei seitlicher Betrachtung bleicht Bild aus<br />
– Helligkeit bei bester Bildeinstellung begrenzt<br />
– Unflexible Bildformatanpassung<br />
– Tonwiedergabe und Bedienung nicht optimal<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Modus<br />
Film<br />
Hintergrundbel. 20<br />
Kontrast 100<br />
Helligkeit 45<br />
Schärfe 20<br />
Farbe 50<br />
Farbton G 50 R 50<br />
Bildformat<br />
Bildanpassung<br />
Optimalkontrast Aus oder Gering<br />
Schwarzton<br />
Aus<br />
Hautton –5<br />
Farbraum<br />
Auto<br />
Weißabgleich Offset R/G/B: 25/25/25,<br />
Gain R/G/B: 7/17/25<br />
10 P Weißabgleich Aus<br />
Gamma 0<br />
Farbton Warm 2<br />
Digital aufbereiten Aus oder Auto<br />
MPEG-Rauschfilter Aus<br />
HDMI-Schwarzp. Gering<br />
Motion Plus<br />
Benutzerdefiniert,<br />
Unschärfeminderung: 10,<br />
Judder-Minderung: 0 – 7<br />
LED Clear Motion Ein<br />
Schwarzoptimierung Gering oder Hoch<br />
www.hdtvmagazin.com 51
Samsung UE46F6510<br />
Details<br />
Preis<br />
Farbe<br />
Maße (B × H × T)<br />
Gewicht<br />
Bauweise<br />
Auflösung<br />
Tuner<br />
Festplattenaufzeichnung<br />
3D<br />
WLAN<br />
Stromverbrauch<br />
Zubehör<br />
Fernbedienung<br />
999 Euro<br />
Weiß<br />
104 × 68,2 × 4,7 cm<br />
13 kg<br />
Edge-LED-LCD<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />
ja, extern USB<br />
ja (Shutter-Technik)<br />
ja (intern)<br />
45 – 115 Watt<br />
Standardfernbedienung (TM1390A),<br />
Touchfernbedienung mit Mikrofon<br />
(TM1240)<br />
2× Shutter-Brille SSG-5100GB<br />
nein, extern optional<br />
3D-Brille<br />
Kamera<br />
Anschlüsse<br />
4 × HDMI (3D, ARC, CEC) 1 × Scart 1 × Komponente<br />
3 × USB 1 × Kopfhörer 1 × digital optisch<br />
1 × Netzwerk<br />
Sonderfunktionen<br />
HbbTV, DLNA Client, Skype, Streaming auf Tablet, Youtube<br />
Videoformate<br />
3GPP, ASF, AVI, FLV, MKV, MOV, MP4, MPEG, SVAF, TS, VRO, WMV<br />
TV-Funktionen<br />
Einschaltzeit TV<br />
ca. 7 Sekunden<br />
Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2,5 Sekunden<br />
Bildformatwahl<br />
eingeschränkt, Bildbeschnitt bei SD<br />
Bild-in-Bild<br />
ja, flexible Fenster- und Tonzuordnung<br />
EPG<br />
7-Tage-EPG, übersichtlich, Bild-in-Bild,<br />
Ladezeit könnte schneller sein, Daten nur<br />
per Umschaltung aktualisierbar, Datenverlust<br />
nach dem Ausschalten<br />
Gaming<br />
Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (105 ms), kaum spielbar<br />
Spielemodus<br />
gut spielbar (45 ms), umständlich im<br />
Systemmenü aktivierbar, nur Standardbild<br />
modus wählbar<br />
Helligkeit/Schwarzwert<br />
Leuchtkraft<br />
300 cd/m 2 (200 cd/m 2 mit<br />
LED Clear Motion)<br />
Schwarzwert 0,04 – 0,08 cd/m 2<br />
Dimming<br />
ja, nur Vollbilddimming<br />
Lichtsensor<br />
ja, Mindesthelligkeit einstellbar<br />
Helligkeitsverteilung<br />
65 % 80 % 65 %<br />
80 % 100 % 80 %<br />
65 % 80 % 65 %<br />
Durchzeichnung<br />
bereits in Voreinstellung ausgeglichene Durchzeichnung, Gammakorrektur möglich<br />
Bildschärfe<br />
Auflösung<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
Detailnachschärfung<br />
nur Standardschärferegler<br />
Bewegtbildschärfe<br />
exzellent, 400-Hertz-Niveau<br />
Nachzieheffekte<br />
kaum sichtbar<br />
Filmglättung<br />
in 10 Stufen regelbar (Motion Plus),<br />
ab Stufe 6 ruckelfrei, ab Stufe 7 nehmen<br />
Artefakte zu<br />
Farbdarstellung<br />
Farbraum<br />
überbrillante Gelb- und Grüntöne,<br />
sehr satte Rottöne<br />
Farbtemperatur<br />
Voreinstellung zu warm oder zu kühl,<br />
nach Einstellung neutral<br />
Bildfehler<br />
Blickwinkel<br />
stark eingeschränkt, Bild bleicht aus<br />
Clouding/Streifenbildung nicht sichtbar / gering<br />
Farbblitzer/Pixelrauschen nein / nein<br />
Abgestufte Farbübergänge gering<br />
Tonwiedergabe<br />
Qualität<br />
blechern, bei hoher Lautstärke<br />
komprimiert<br />
Einstellungen<br />
umfangreich, Equalizer vorhanden<br />
Automatische Lautstärkekorrektur ja (2 Stufen)<br />
3D-Darstellung<br />
Helligkeit 80 cd/m 2<br />
Doppelkonturen (Crosstalk) gering, nur in dunklen Bereichen auffällig<br />
3D-Brille flimmerfrei<br />
nein<br />
Auflösung<br />
Full-HD-3D<br />
Bilder: Auerbach Verlag<br />
52 | 8.2013
Je Bestellung inkl. GRATIS CD<br />
mit Full-HD-Testbildern, für<br />
perfekte TV-Bildeinstellungen!<br />
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bar<br />
(den Betrag habe ich in bar beigelegt)<br />
Banküberweisung<br />
(den Betrag habe ich auf folgendes<br />
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Zwickau, BLZ: 870 700 24,<br />
Konto-Nr.: 365 11 97 00)<br />
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Ausgabe 2/2013<br />
Ausgabe 3/2013<br />
Ausgabe 4/2013<br />
2005<br />
1/2005<br />
2006<br />
1/2006<br />
2/2006<br />
3/2006<br />
4/2006<br />
5/2006<br />
6/2006<br />
2008<br />
2/2008<br />
3/2008<br />
4/2008<br />
5/2008<br />
6/2008<br />
2009<br />
1/2009<br />
2/2009<br />
3/2009<br />
4/2009<br />
6/2009<br />
2011<br />
1/2011<br />
2/2011<br />
3/2011<br />
4/2011<br />
5/2011<br />
6/2011<br />
2012<br />
1/2012<br />
2/2012<br />
3/2012<br />
4/2012<br />
5/2012<br />
6/2012<br />
2007<br />
1/2007<br />
2/2007<br />
3/2007<br />
4/2007<br />
5/2007<br />
6/2007<br />
2010<br />
1/2010<br />
2/2010<br />
3/2010<br />
4/2010<br />
5/2010<br />
6/2010<br />
2013<br />
1/2013<br />
2/2013<br />
3/2013<br />
4/2013<br />
5/2013<br />
6/2013<br />
7/2013<br />
Ausverkaufte Hefte als PDF-Download<br />
auf www.heftkaufen.de erhältlich<br />
Bilder: Auerbach Verlag<br />
Ausgabe 5/2013<br />
Ausgabe 6/2013<br />
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Ausgabe 7/2013<br />
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04317 Leipzig<br />
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Fernseher über 65 Zoll<br />
Fernseher über 49 Zoll<br />
RANKING<br />
In unserer Wertungsübersicht<br />
finden Sie eine Auswahl bislang<br />
getesteter <strong>TVs</strong>. Unsere Bewertung<br />
orientiert sich einzig an<br />
der Produktqualität.<br />
LG 84LM960V (UHD)<br />
Bildqualität<br />
B&O Beovision 11<br />
Bildqualität<br />
Panasonic TX-L55WTW60<br />
Bildqualität<br />
Philips 65PFL9708S (UHD)<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
19 999 Euro 4/2013 www.lge.de<br />
11 099 Euro 1/2013 www.bang-olufsen.de<br />
2 999 Euro 4/2013 www.panasonic.de<br />
5 199 Euro 7/2013 www.philips.de<br />
Samsung UE75ES9090<br />
Bildqualität<br />
LG 55LA8609<br />
Bildqualität<br />
Panasonic TX-P55STW60<br />
Bildqualität<br />
Samsung UE55F9090 (UHD)<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
7 999 Euro 1/2013 www.samsung.de<br />
2 599 Euro 6/2013 www.lge.de<br />
1 699 Euro 7/2013 www.panasonic.de<br />
4 999 Euro 7/2013 www.samsung.de<br />
Samsung UE75F6470<br />
Bildqualität<br />
LG 60LA8609<br />
Bildqualität<br />
Panasonic TX-P60ZT60E<br />
Bildqualität<br />
Samsung UE60F7090<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
5 999 Euro 7/2013 www.samsung.de<br />
3 199 Euro 7/2013 www.lge.de<br />
4 499 Euro 4/2013 www.panasonic.de<br />
3 299 Euro 8/2013 www.samsung.de<br />
Samsung UE85S9 (UHD)<br />
Bildqualität<br />
LG 65LA9709<br />
Bildqualität<br />
Panasonic TX-P65VTW60<br />
Bildqualität<br />
Samsung PS64F8590<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
34 999 Euro 6/2013 www.samsung.de<br />
Sharp LC-70LE857E<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
4 499 Euro 5/2013 www.sharp.de<br />
Sony KD-84X9005 (UHD)<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
24 999 Euro 6/2012 www.sony.de<br />
6 999 Euro 8/2013 www.lge.de<br />
Loewe Reference ID 55<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
7 500 Euro 5/2013 www.loewe.de<br />
Panasonic TX-L65WT600E (UHD)<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
6 999 Euro 7/2013 www.panasonic.de<br />
3 799 Euro 5/2013 www.panasonic.de<br />
Philips 60PFL6008<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
1 999 Euro 8/2013 www.philips.de<br />
Philips 55PDL8908S<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
2 999 Euro 5/2013 www.philips.de<br />
3 999 Euro 5/2013 www.samsung.de<br />
Samsung UE65F8090<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
3 999 Euro 8/2013 www.samsung.de<br />
Sony KD-65X9005A (UHD)<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
5 499 Euro 5/2013 www.sony.de<br />
Bilder: Auerbach Verlag, B&O, LG, Loewe, Metz, Panasonic, Philips, Samsung, Sharp, Sony, Toshiba<br />
54 | 7.2013
Fernseher unter 49 Zoll<br />
Sony KD-55X9005A (UHD)<br />
Bildqualität<br />
Loewe Individual Slim Frame 46 DR+<br />
Bildqualität<br />
Philips 47PFL7108K<br />
Bildqualität<br />
Sony KDL-42W656A<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
3 999 Euro 7/2013 www.sony.de<br />
5 670 Euro 2/2013 www.loewe.de<br />
1 599 Euro 3/2013 www.philips.de<br />
749 Euro 8/2013 www.sony.de<br />
Sony KDL-55W905A<br />
Bildqualität<br />
Metz Aurus 47 3D Media Twin R<br />
Bildqualität<br />
Samsung UE46F6510<br />
Bildqualität<br />
Sony KDL-42W805A<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
2 799 Euro 4/2013 www.sony.de<br />
3 999 Euro 5/2012 www.metz.de<br />
999 Euro 8/2013 www.samsung.de<br />
949 Euro 8/2013 www.sony.de<br />
Toshiba 58M8365<br />
Bildqualität<br />
Panasonic TX-L47DTW60<br />
Bildqualität<br />
Samsung UE46F8090<br />
Bildqualität<br />
Sony KDL-47W805A<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
1 999 Euro 8/2013 www.toshiba.de<br />
1 799 Euro 3/2013 www.panasonic.de<br />
2 099 Euro 3/2013 www.samsung.de<br />
1 499 Euro 5/2013 www.sony.de<br />
Philips 46PFL8008S<br />
Bildqualität<br />
Sony KDL-40W905A<br />
Bildqualität<br />
Toshiba 46TL968G<br />
Bildqualität<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
Ausstattung<br />
1 699 Euro 7/2013 www.philips.de<br />
1 399 Euro 8/2013 www.sony.de<br />
1 099 Euro 1/2013 www.toshiba.de<br />
Gaming-Ranking<br />
Eine hohe Hertzzahl steht nicht stellvertretend für eine schnelle Reaktionszeit des Fernsehers:<br />
Je höher der Aufwand bei der Bildberechnung, desto träger werden Eingaben umgesetzt. Unser<br />
Ranking verschafft Ihnen einen schnellen Überlick über die Gaming-Tauglichkeit aktueller <strong>TVs</strong>.<br />
Hersteller TV-Serie TV-Typ<br />
Eingabeverzögerung<br />
(Spielmodus)<br />
LG LA9709 LED-LCD (UHD) 115 ms<br />
LG LA8600 LED-LCD 50 ms<br />
LG LA7400 LED-LCD 40 ms<br />
LG LA6400 LED-LCD 60 ms<br />
LG 84LM960 LED-LCD (UHD) 75 ms<br />
Panasonic ETW60 LED-LCD 35 ms<br />
Panasonic DTW60 LED-LCD 35 ms<br />
Panasonic WTW60 LED-LCD 35 ms<br />
Panasonic WT600 LED-LCD (UHD) 35 ms<br />
Panasonic ZT60E Plasma 40 ms<br />
Panasonic VTW60 Plasma 40 ms<br />
Panasonic GTW60 Plasma 45 ms<br />
Panasonic STW60 Plasma 75 ms<br />
Philips PFL6008 LED-LCD 50 ms<br />
Philips PFL8008 LED-LCD 50 ms<br />
Philips PFL9708 LED-LCD (UHD) 60 ms<br />
Hersteller TV-Serie TV-Typ<br />
Eingabeverzögerung<br />
(Spielmodus)<br />
Samsung F9090 LED-LCD (UHD) 65 ms<br />
Samsung F8090 LED-LCD 45 ms<br />
Samsung F6400 LED-LCD 45 ms<br />
Samsung F7090 LED-LCD 45 ms<br />
Samsung PSF8590 Plasma 60 ms<br />
Sharp LE625 LED-LCD 60 ms<br />
Sharp LE857 LED-LCD 60 ms<br />
Sharp LE757 LED-LCD 60 ms<br />
Sony W656 LED-LCD 15 ms<br />
Sony W805 LED-LCD 20 ms<br />
Sony W905 LED-LCD 20 ms<br />
Sony X9005 LED-LCD (UHD) 40 ms<br />
Sony R470 LED-LCD 45 ms<br />
Toshiba L4363 LED-LCD 30 ms<br />
Toshiba L7363 LED-LCD 50 ms<br />
Toshiba M8365 LED-LCD 50 ms<br />
geringe Verzögerung (optimal spieletauglich) spürbare Verzögerung starke Verzögerung<br />
www.hdtvmagazin.com 55
Testhintergründe<br />
Auf dieser Doppelseite erhalten Sie wichtige Tipps zur Bildoptimierung und Einblicke in unsere<br />
komplexen Messgraphen: Vor dem Studieren unserer Tests unbedingt lesen!<br />
Glossar<br />
Einschaltzeit: Beschreibt die Geschwindigkeit, mit der<br />
ein Fernseher vom Stand-by in den Betrieb wechselt.<br />
Umschaltzeit: Gibt die Zeit an, die während eines<br />
Programmwechsels zwischen zwei <strong>HDTV</strong>-Sendern auf<br />
unterschiedlichen Transpondern verstreicht.<br />
Bildformatwahl: Kennzeichnet die Möglichkeiten des<br />
Fernsehers, unterschiedliche Bildformate wie 4 : 3 und<br />
21 : 9 ins 16 : 9-Displayformat zu konvertieren und Inhalte<br />
ohne Bildbeschnitt (Overscan) wiederzugeben.<br />
EPG: Beschreibt die Qualität des elektronischen Programmführers.<br />
Eingabeverzögerung: Gibt die Verzögerung der Bilddarstellung<br />
bei Eingabebefehlen an. Videospiele lassen<br />
sich bei einer Eingabeverzögerung bis 20 Millisekunden<br />
sehr gut steuern, Werte über 60 Millisekunden beeinträchtigen<br />
die Spielbarkeit.<br />
Spielemodus: Beschreibt die Qualität des für Videospiele<br />
optimierten Bildmodus'.<br />
Leuchtkraft: Gibt die maximale Helligkeit des Fernsehers<br />
an. 45 cd/m 2 sind vergleichbar zur Bildhelligkeit in<br />
guten Kinosälen, 100 cd/m 2 sind für dunkle Wohnzimmer<br />
ausreichend, ab 200 cd/m 2 ist die Bilddarstellung<br />
auch in sehr hellen Wohnzimmern kontrastreich.<br />
Dimming: Beschreibt die Fähigkeit des Fernsehers,<br />
die Hintergrundeleuchtung unabhängig in Zonen zu<br />
steuern. Dadurch wird eine bestmögliche Schwarz- und<br />
Weißdarstellung in jedem Bild gewährleistet.<br />
Helligkeitsverteilung: Beschreibt die Ausleuchtung<br />
der gesamten Bildfläche in Prozent, aufgeteilt in Sektoren.<br />
Häufig weisen bei Edge-LED-LCDs die Randbereiche<br />
eine niedrigere Helligkeit als die Bildmitte auf.<br />
Detailnachschärfung: Beschreibt die Fähigkeit des<br />
Fernsehers, Objektkonturen kontraststark herauszuarbeiten,<br />
ohne Doppelkonturen zu erzeugen.<br />
Filmglättung: Beschreibt eine spezielle Funktion der<br />
Zwischenbildberechnung, bei der zusätzlich eingefügte<br />
Bilder bei Kinofilmen für einen ruckelfreien Bewegungsablauf<br />
sorgen.<br />
Clouding: Beschreibt eine ungenaue Ausleuchtung,<br />
wie sie vor allem bei Edge-LEDs auftreten kann. Dunkle<br />
Bereiche erscheinen dabei leicht fleckig.<br />
Farbtemperaturmessung. Die Ziffern<br />
der unteren Skala geben die Helligkeitsstufen<br />
an, beginnend bei 5 (sehr dunkel)<br />
bis 100 (Weiß). Die Balken sollten im<br />
Idealfall bei 100 Prozent liegen, sonst<br />
treten Verfärbungen auf.<br />
Farbraummessung mit abnehmender<br />
Sättigung. Die äußersten Punkte kennzeichnen<br />
den maximalen Farbraum,<br />
den das Display darstellen kann. Die<br />
inneren Punkte zeigen die Farbgenauigkeit<br />
bei geringerer Intensität.<br />
Die Delta-E-Analyse der Farbraummessung<br />
kennzeichnet die wahrgenommene<br />
Farbabweichung. Werte unter 1 sind<br />
kaum erkennbar, Abweichungen über<br />
3 sind im direkten Vergleich bereits<br />
sichtbar.<br />
Die Luminanzanalyse<br />
der Farben<br />
kennzeichnet ihre<br />
Leuchtkraft. Die<br />
grauen Balken<br />
symbolisieren die<br />
Referenzwerte.<br />
Delta-E-Analyse<br />
der Durchzeichnung.<br />
Liegen die<br />
grauen Balken<br />
unterhalb der<br />
grünen Linie, sind<br />
die Abweichungen<br />
kaum erkennbar.<br />
Durchzeichnung. Die Ziffern unten geben<br />
die Helligkeitsstufen an, beginnend<br />
bei 5 (sehr dunkel) bis 100 (Weiß). Liegen<br />
Balken unterhalb von 2,2 tritt eine<br />
Überbelichtung auf, liegen sie oberhalb,<br />
kommt es zur Unterbelichtung.<br />
Messung der Sonderfarben. Spezielle<br />
Farbtöne wie Gold und Braun<br />
oder auch Hauttöne werden häufig<br />
nicht genau dargestellt. Anhand der<br />
Messpunkte können Sie die jeweilige<br />
Farbverschiebung erkennen.<br />
Die Delta-E-Analyse der Messung der<br />
Sonderfarben kennzeichnet die wahrgenommene<br />
Abweichung. Werte unter<br />
1 sind kaum erkennbar, Abweichungen<br />
über 3 sind im direkten Vergleich bereits<br />
sichtbar.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Burosch<br />
56 | 8.2013
Voreinstellung<br />
Nahezu jedes Fernsehermodell bietet<br />
vorgefertigte Einstellungen, die mit<br />
„Dynamik“ (auch „Kühl“), „Standard“<br />
oder „Kino“ (auch „Weich“)<br />
bezeichnet werden. „Dynamik“<br />
ist der Modus mit der größten<br />
Leuchtkraft, das Bild wirkt hell, aber<br />
bläulich; Farben, Kontraste sowie<br />
Schärfe sind maßlos überbetont<br />
(Bild oben) und das Gesamtergebnis<br />
wirkt künstlich. „Standard“ erscheint<br />
im direkten Vergleich milder und<br />
kommt dem natürlichen Abbild der<br />
Wirklichkeit näher. „Kino“ ergibt<br />
den neu tralsten Eindruck, das Bild<br />
wirkt aber kontrastschwächer und<br />
dunkler (Bild unten). Eine neutrale<br />
Voreinstellung bietet beste Voraussetzungen<br />
für eine nachfolgende<br />
Bildoptimierung.<br />
Helligkeit<br />
Der Helligkeitsregler beeinflusst nicht<br />
die Helligkeit des Bildes, sondern die<br />
Differenzierung der Schwarzbereiche.<br />
Eine zu hohe Regelung reduziert den<br />
Kontrast, dunkle Bereiche wirken<br />
grau (Bild oben). Ist der Wert zu<br />
niedrig, sehen Sie keinerlei Abstufungen<br />
in dunklen Szenen (Bild unten).<br />
Die richtige Helligkeit ist dann<br />
eingestellt, wenn der Hintergrund des<br />
Testbildes tiefschwarz erscheint und<br />
alle weiteren Kästen voneinander zu<br />
unterscheiden sind. Der sogenannte<br />
HDMI-Schwarzwert („erweitert“<br />
oder „eingeschränkt“) beeinflusst<br />
die abgebildeten Graustufen. Die<br />
Abstimmung von Bildquelle und<br />
Fernseher sollte immer den gleichen<br />
Wertebereich aufweisen (Videonorm<br />
entspricht „eingeschränkt“).<br />
Kontrast<br />
Die Bildbrillanz steuern Sie nicht<br />
über den Helligkeits-, sondern den<br />
Kontrastregler. Erhöhen Sie den<br />
Kontrast so lange, bis das Weiß des<br />
Hintergrundes brillant erscheint und<br />
dennoch alle Graustufen sichtbar<br />
bleiben. Ein zu hoher Kontrast verschluckt<br />
Abstufungen (Bild oben),<br />
ein zu geringer Wert lässt das Weiß<br />
flau erscheinen (Bild unten). Ein<br />
Hinweis an alle Plasma-TV-Besitzer:<br />
Durch die Vielzahl an weißen Flächen<br />
im Testbild reduziert die Elektronik<br />
die Helligkeit automatisch.<br />
Nutzen Sie nach Optimierung des<br />
Bildkontrasts das Testbild ebenfalls<br />
zur Einstellung der Hintergrundbeleuchtung<br />
und des Lichtsensors, um<br />
die Bildhelligkeit auf Ihr Wohnzimmer<br />
abzustimmen.<br />
Farbe<br />
Um die Farbsättigung richtig<br />
einzustellen, sollten Sie die Farbe<br />
zunächst reduzieren: Das Burosch-<br />
Universaltestbild erscheint matt (Bild<br />
oben). Nun muss der Farbregler so<br />
weit nach rechts justiert werden,<br />
bis alle Farben klar erkennbar sind,<br />
die Inhalte der Kästen aber nicht<br />
ineinanderlaufen. Die Farbsättigung<br />
ist dann zu hoch, wenn die Kästen<br />
innerhalb der Farbfelder nicht mehr<br />
sichtbar sind (Bild unten) und die<br />
Hauttöne unnatürlich erscheinen.<br />
Einige Modelle bieten die Wahl des<br />
Farbraums zwischen „Normal“ und<br />
„Erweitert“ (auch „x.v.Color“). Der<br />
„normale“ Farbraum entspricht<br />
meist dem Videostandard, was<br />
gerade Gesichtstönen zu mehr<br />
Natürlichkeit verhilft.<br />
Farbtemperatur<br />
Das Mischverhältnis der drei<br />
Grundfarben ist für die neutrale<br />
Graustufendarstellung verantwortlich.<br />
Rot, Grün und Blau im gleichen<br />
Verhältnis ergeben je nach Helligkeit<br />
Weiß, Grau oder Schwarz, zudem<br />
nimmt die Farbtemperatur starken<br />
Einfluss auf die Darstellungsgenauigkeit<br />
von Hauttönen. Mit dem<br />
Burosch-Testbild „Farbe“ können<br />
Sie dies überprüfen. Im Idealfall entsprechen<br />
die Hauttöne der Quelle.<br />
Wechseln Sie auf die Farbtemperaturen<br />
„Normal“ oder „Kalt“, werden<br />
Sie einen Blauüberschuss bemerken<br />
(Bild oben). Ist der Wert zu niedrig,<br />
färbt sich der Bildinhalt rötlich<br />
(Bild unten). Für eine neutrale<br />
Darstellung bietet sich häufig die<br />
Voreinstellung „Warm“ an.<br />
Bildschärfe<br />
Mit dem Schärfetestbild können<br />
Sie den Mittelweg aus Schärfe und<br />
Natürlichkeit finden. Drehen Sie<br />
zunächst den Regler nach links:<br />
Das Bild wird unscharf (Bild oben).<br />
Erhöhen Sie nun die Schärfe, bis um<br />
feine Linien weiße Ränder zu sehen<br />
sind (Bild unten). Reduzieren Sie<br />
daraufhin die Schärfe, bis die Doppelkonturen<br />
verschwinden. Um die<br />
Quelle möglichst genau abzubilden,<br />
sollten Sie die Schärfe direkt am<br />
Fernseher und nicht vom Sitzplatz<br />
aus einstellen. Spielen Sie die<br />
Bilder in HD-Qualität zu, sollte das<br />
Bildformat „Nicht skaliert“ gewählt<br />
werden. Falls Sie die Testbilder via<br />
DVD zuspielen, nimmt die Signalverarbeitung<br />
des Players Einfluss auf<br />
die Bildung von Doppelkonturen.<br />
www.hdtvmagazin.com 57
<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />
für grenzenlosen Programmgenuss<br />
Trotz der fortschreitenden Integration der<br />
Empfangstechnik in Flachbildfernseher<br />
bieten Set-Top-Boxen unschätzbare<br />
Vorteile für <strong>HDTV</strong>-Fans.<br />
Grob lässt sich der Markt in zwei Lager aufteilen:<br />
Auf der einen Seite finden Sie die CI-Plus-Receiver,<br />
mit denen der Sky- und HD-Plus-Empfang<br />
problemlos möglich ist, denn diese werden<br />
offiziell von den Pay-TV-Anbietern unterstützt.<br />
Strenge Kopierschutzrichtlinien untersagen aber<br />
oftmals die Aufzeichnung von TV-Inhalten,<br />
sodass Technikfans nicht das gesamte Potenzial<br />
der Receiver ausnutzen können. Auf der anderen<br />
Seite stehen die, von Laien als „Bastlerboxen“<br />
verschrienen Linux-Receiver, die nahezu keine<br />
Grenzen beim Empfang und der Aufzeichnung<br />
setzen, vorausgesetzt, das passende Modul bzw.<br />
die „richtige“ Software schlummern im Gerät.<br />
50 : 50<br />
Unser Testfeld ist fair geteilt: Zum einen die<br />
CI-Plus-Fraktion mit Kathrein, Panasonic und<br />
Technisat, zum anderen das Linux-Lager mit<br />
Abcom, Dream Multimedia und VU+. Im Vergleich<br />
bestätigten und widerlegten die Hersteller<br />
manches Vorurteil, so können CI-Plus-Receiver<br />
in der Praxis durchaus durch Freiheiten überzeugen<br />
und Linux-Geräte auch ohne PC-Kenntnisse<br />
benutzerfreundlich ausfallen. Bereits bekannte<br />
Trends spiegelten sich dennoch wider: An die<br />
Ausstattungsfülle der Linux-Receiver kam kein<br />
CI-Plus-Gerät heran, insbesondere die Möglichkeit,<br />
Tuner zu tauschen und bis zu vier gleichzeitig<br />
zu integrieren, machen die Linux-Geräte zur<br />
unbestrittenen Referenz für <strong>HDTV</strong>-Profis. Die<br />
CI-Plus-Receiver richten sich dagegen an „normale“<br />
TV-Zuschauer, die möglichst einfach alle<br />
freien und kopiergeschützten Inhalte wiedergeben<br />
möchten, ohne nach passender Software oder<br />
Modulen Ausschau halten zu müssen.<br />
Sicherheit kontra Möglichkeiten<br />
Mit CI-Plus-Receivern sind Sie auf der sicheren<br />
Seite, denn diese werden von Sky und HD Plus<br />
offiziell unterstützt. Die langwierige Authentifizierung<br />
der Pay-TV-Smartcards kann allerdings<br />
Nerven kosten und so ist der Blick über den Tellerrand<br />
hilfreich, um Alternativen zu erkennen.<br />
Dass sich der Empfang von Pay-TV-Inhalten mit<br />
Linux-Receivern immer am Rande der Legalität<br />
bewegt, ist den Programmanbietern zwar ein<br />
Dorn im Auge, die vereinfachte und häufig auch<br />
schnellere Programmdarstellung der Linux-Receiver<br />
sollte für die CI-Plus-Verfechter aber Ansporn<br />
sein, um die eigene Plattform auch auf offiziellem<br />
Wege noch benutzerfreundlicher zu gestalten.<br />
RICARDO PETZOLD, MIKE BAUERFEIND<br />
Bilder: Auerbach Verlag, SES Astra<br />
58 | 8.2013
Beim Prismcube handelt es sich um einen<br />
PVR-Receiver mit Doppeltuner für den<br />
Satellitenempfang, der die Aufnahme auf<br />
integrierten oder externen Datenträgern erlaubt.<br />
Das Netzteil ist bei dem kompakten Gerät ausgelagert.<br />
Um einen 2,5-Zoll-Datenspeicher einzubauen,<br />
muss nur eine kleine Klappe auf der Unterseite<br />
aufgeschraubt werden. Natürlich lassen sich<br />
auch externe USB-Datenträger an der Box betreiben.<br />
Wer allerdings auf die Geschwindigkeit von<br />
SATA setzen will, muss auf die interne Variante<br />
ausweichen. Wie gewünscht startet die Box mit<br />
einem Installationsassistenten. Den Suchlauf will<br />
die Box während der Einrichtung durchführen,<br />
unser Tipp: Ignorieren Sie die Aufforderung zum<br />
Start der Kanalsuche, denn diese benötigt viel Zeit<br />
und bringt eine unsortierte Liste zum Vorschein.<br />
Wir empfehlen nach Abschluss der Erstinstallation,<br />
direkt ins Installationsmenü zu wechseln und<br />
dort den Punkt Updates auszuwählen. Neben dem<br />
Softwareupdate kann hier auch eine vorsortierte<br />
Senderliste heruntergeladen werden. Abseits der<br />
Linux-typischen langsamen Startzeit überzeugt<br />
der Ruby mit schnellen Umschaltzeiten sowie<br />
dem stylischen OSD-Layout. Der EPG steht leider<br />
aktuell nur in der Multikanalvorschau bereit,<br />
hier wäre eine Umschaltmöglichkeit zwischen<br />
Multi- und Einzelkanal noch wünschenswert.<br />
Gelungen ist, dass sowohl die Vor- als auch die<br />
Nachlaufzeit jeder Aufnahme einmalig im Menü<br />
konfiguriert werden kann. Nachteilig fällt auf,<br />
dass sich maximal zwei Programme parallel mitschneiden<br />
lassen. Im Wiedergabemenü werden<br />
chronologisch die aufgenommenen Events mit<br />
einem kleinen Screenshot sowie der Sender und<br />
Sendungskennung ausgegeben. Das Setzen von<br />
Bookmarks ist dabei möglich, wodurch Werbung<br />
Abcom Prismcube Ruby<br />
Die außergewöhnliche Fernbedienung<br />
bietet sogar eine<br />
Tastatur, dafür sucht man einen<br />
Ziffernblock aber vergebens.<br />
Dieser muss über Umwege mit<br />
der „Num-Look“-Taste aktiviert<br />
werden.<br />
schnell übersprungen werden kann. Multimedial<br />
überzeugt das Gerät vor allem durch seine<br />
grandiosen Mediaplayer-Eigenschaften. Dies<br />
war auch nicht anders zu erwarten, schließlich<br />
stammt die Software aus diesem Bereich. Egal<br />
ob MKV-Filmdateien, MP3-Musikstücke oder<br />
Bilder in diversen Formaten, der Prismcube Ruby<br />
„CI-Plus-Gegner finden im Prismcube<br />
Ruby eine echte Alternative:<br />
Sämtliche auf den Testkarten freigeschalteten<br />
Kanäle wurden decodiert.“<br />
gibt diese problemlos und zuverlässig wieder.<br />
CI-Plus-Gegner finden im Prismcube Ruby eine<br />
echte Alternative: Der integrierte Kartenleser<br />
unterstützt in der Grundversion das Conax-<br />
Verschlüsselungssystem, unsere Testmodule,<br />
darunter auch die alternativen Decodierhelfer<br />
VU+ Allcam, Gigablue-Cam und das Diablo-Cam<br />
wurden ordnungsgemäß erkannt und sämtliche<br />
freigeschalten Kanäle decodiert. Der Empfangstuner<br />
überzeugt vor allem mit seiner guten Empfindlichkeit.<br />
Die DiSEqC-Unterstützung muss<br />
sich ebenfalls nicht verstecken, denn neben dem<br />
Grundprotokoll 1.0 werden auch DiSEqC 1.1 sowie<br />
die Drehanlagensteuerungsprotokolle DiSEqC<br />
1.2 und USALS unterstützt. Einzig Unicable kann<br />
aktuell nicht mit dem Gerät verwendet werden.<br />
Keine Schwächen stellen wir beim ausgegebenen<br />
Bildmaterial fest: Alle Testsequenzen sowie auch<br />
die live wiedergegebenen TV-Sender werden in<br />
guter Qualität ausgegeben. Natürlich können<br />
dabei sämtliche Auflösungen zwischen 480i und<br />
1 080p frei gewählt werden.<br />
Ausstattung<br />
Abcom<br />
Prismcube Ruby<br />
8/2013<br />
Darstellung & Empfang<br />
Abcom<br />
Prismcube Ruby<br />
8/2013<br />
Neben der schick gestalteten Front trumpft der Receiver durch ein LC-Display auf, das den Kanalnamen des aktuell<br />
gewählten Senders anzeigt. Im rechten Bereich sind hinter einer Klappe je ein Kartenleser sowie CI-Schacht versteckt,<br />
USB-Schnittstellen gibt es dagegen nur auf der Rückseite. Aufgrund der kompakten Bauform ist das Netzteil extern.<br />
Was uns gefällt<br />
+ Schnelle Umschaltzeiten<br />
+ Doppeltuner, flexible Decodierung<br />
+ Einfacher Festplatteneinbau<br />
+ Umfangreiche Medienwiedergabe<br />
Was uns stört<br />
– Langsame Startzeit<br />
– Kein Unicable integriert<br />
– Aufnahme nur für zwei Sendungen<br />
– Sky nicht offiziell unterstützt<br />
Details<br />
Hersteller<br />
Abcom<br />
Modell<br />
Prismcube Ruby<br />
Preis<br />
290 Euro<br />
Maße (B × H × T) 22,5 × 5,5 × 22,0 cm<br />
Gewicht<br />
2,1 kg<br />
Stromverbrauch 11,0 W<br />
Ausstattung<br />
Tuner DVB-S/-C/-T 2/0/0<br />
DiSEqC 1.0/1.1/1.2 +/+/+<br />
Unicable/JESS –/–<br />
HD Plus/HD Plus (CI+) +/–<br />
Sky/Sky (CI+) +/–<br />
Festplatte<br />
intern oder extern<br />
PVR/Time-Shift +/+<br />
HbbTV/Smart TV +/+<br />
WLAN<br />
integriert<br />
HDMI-CEC +<br />
Betrieb<br />
Auflösung 576i, 576p, 720p,<br />
1 080i, 1 080p<br />
EPG Einzel-/Multikanal +/+<br />
Bild in Bild (PiP) HD/SD –/+<br />
Parallelaufnahme (Anzahl) 2<br />
Startzeit/Umschaltzeit ca. 85 s/ca. 1,5 s<br />
www.hdtvmagazin.com 59
Panasonic DMR-HST230<br />
Die Fernbedienung kommt im<br />
gewohnten Panasonic-Look<br />
daher, viele Funktionen lassen<br />
sich direkt ansteuern. Vorsicht<br />
bei der „Stop“-Taste: Aufnahmen<br />
werden ohne Sicherheitsabfrage<br />
beendet.<br />
Ausstattung<br />
Panasonic<br />
DMR-HST230<br />
8/2013<br />
Darstellung & Empfang<br />
Panasonic<br />
DMR-HST230<br />
8/2013<br />
Panasonics Sat-Receiver macht auch ohne DVD- oder Blu-ray-Laufwerk eine gute Figur. Neben Doppeltunern und<br />
riesiger Festplatte warten umfangreiche Onlinefunktionen auf Sie.<br />
Was uns gefällt<br />
+ Große Festplatte, Doppeltuner<br />
+ Unterstützt Sky und HD Plus<br />
+ Einfache Bedienung, App-Steuerung<br />
+ Mediastreaming, HbbTV, Skype, WLAN<br />
Was uns stört<br />
– Keine Drehanlagensteuerung<br />
– Time-Shift nicht optimal gelöst<br />
– Aufzeichnung nur für zwei Sendungen<br />
– CI-Plus-Aufnahmerestriktionen<br />
Details<br />
Hersteller<br />
Panasonic<br />
Modell<br />
DMR-HST230<br />
Preis<br />
479 Euro<br />
Maße (B × H × T) 30,0 × 5,2 × 17,9 cm<br />
Gewicht<br />
1,6 kg<br />
Stromverbrauch 15,5 W<br />
Ausstattung<br />
Tuner DVB-S/-C/-T 2/0/0<br />
DiSEqC 1.0/1.1/1.2 +/–/–<br />
Unicable/JESS +/–<br />
HD Plus/HD Plus (CI+) –/+<br />
Sky/Sky (CI+) –/+<br />
Festplatte<br />
integriert, 1 000 GB<br />
PVR/Time-Shift +/+<br />
HbbTV/Smart TV +/+<br />
WLAN<br />
integriert<br />
HDMI-CEC<br />
+ (Viera Link)<br />
Betrieb<br />
Auflösung 576i, 576p, 720p,<br />
1 080i, 1 080p<br />
EPG Einzel-/Multikanal –/+<br />
Bild in Bild (PiP) HD/SD –/–<br />
Parallelaufnahme (Anzahl) 2<br />
Startzeit/Umschaltzeit ca. 18 s/ca. 1,5 s<br />
Kombinierte DVD- oder Blu-ray-Geräte mit<br />
Sat-Empfang gibt es von Panasonic schon<br />
länger, mit dem DMR-HST230 ist seit<br />
mehr als 10 Jahren aber erstmals wieder ein reiner<br />
Satellitenempfänger des Herstellers erhältlich.<br />
Ausgeliefert wird das Gerät mit einer 1 Terabyte<br />
großen internen Festplatte, zwei CI-Plus-Slots<br />
sowie einigen interessanten Zusatzfeatures. Wie<br />
von TV-Geräten und Blu-ray-Recordern von<br />
Panasonic gewohnt, geht die Installation problemlos<br />
von der Hand. Die Empfangssituation<br />
wird vom Gerät gut erkannt, im Rahmen der Installation<br />
kann der Receiver auch Multifeed-Anlagen<br />
(DiSEqC 1.0) analysieren und selbstständig<br />
konfigurieren. Schwieriger wird es für Besitzer<br />
von Unicable-Anlagen, denn die entsprechenden<br />
Einstellungen können erst nach der Installation<br />
im dafür vorgesehenen Einstellungsmenü vorgenommen<br />
werden. Etwas magerer sieht es bei<br />
der Unterstützung spezieller Anlagen aus: Weder<br />
DiSEqC 1.1 für größere Multifeed-Systeme noch<br />
eine Drehanlagensteuerung sind integriert. Die<br />
während der Installation gefundenen Sender<br />
sind bereits ordentlich einsortiert, das manuelle<br />
Einstellungsmenü ist allerdings etwas versteckt.<br />
Insgesamt vier Favoritenlisten lassen eine differenzierte<br />
Sortierung der gewünschten Sender<br />
zu. Praktischerweise gibt es für die Senderlisten<br />
auch eine nützliche Export- und Importfunktion.<br />
Wer bereits ein Gerät von Panasonic besitzt,<br />
wird sich aufgrund der identischen Grafik<br />
und über weite Strecken vergleichbare Benutzerführung<br />
auf der Set-Top-Box sehr schnell<br />
zurechtfinden. Dank integriertem Twin-Tuner<br />
kann der DMR-HST230 seine Aufnahmefunktionen<br />
voll ausspielen: Unabhängig Fernsehen<br />
und Aufnehmen ist genauso möglich wie die<br />
parallele Aufzeichnung von zwei unterschiedlichen<br />
Sendungen. Dann ist aber der Wechsel<br />
auf ein anderes Programm nicht mehr möglich.<br />
Selbstverständlich verfügt der DMR-HST230<br />
auch über Time-Shift. Da es sich um ein automatisches<br />
Time-Shift handelt, kann das laufende<br />
Programm bis zum Beginn des Kanalwechsels<br />
zurückgespult werden. Etwas umständlich sind<br />
die Aufnahmefunktionen nur während der<br />
Time-Shift-Nutzung: Die Record-Taste ist dann<br />
ohne Funktion, erst wenn Sie in den Livebetrieb<br />
„Dank Netzwerkschnittstelle und<br />
eingebautem WLAN eignet sich der<br />
DMR-HST230 auch als Hybridreceiver:<br />
Neben HbbTV steht der Internetdienst<br />
‚Viera Connect‘ zur Verfügung.“<br />
zurückkehren, kann ein Mitschnitt gestartet<br />
werden. Eine Übernahme der bereits hinterlegten<br />
Time-Shift-Daten als Aufnahme bietet der<br />
Panasonic leider nicht. Sowohl HD Plus als auch<br />
Sky sind über die offiziellen Module empfangbar,<br />
wobei hier eine dauerhafte Aufzeichnung aufgrund<br />
der Restriktionen von CI Plus unterbunden<br />
wird. Auch alternative Module verrichteten<br />
im Test problemlos ihre Arbeit im Gerät. Leider<br />
sind die beiden Slots auf der Rückseite platziert,<br />
was den Wechsel von Karte oder Modul im<br />
Alltag ein wenig umständlich gestaltet. Dank<br />
Netzwerkschnittstelle und eingebautem WLAN<br />
eignet sich der DMR-HST230 auch als Hybridreceiver:<br />
Neben HbbTV steht der Internetdienst<br />
„Viera Connect“ zur Verfügung und über die<br />
App „DigaPlayer“ lässt sich der Receiver per<br />
Smartphone fernsteuern. Ein zweites Programm<br />
kann außerdem auf das Tablet gestreamt werden.<br />
Mit „Remote Recording“ sind Sendungen von<br />
unterwegs aus programmierbar.<br />
Bilder: Auerbach Verlag<br />
60 | 8.2013
Technisat DIGIT ISIO S<br />
Statt der normalen Fernbedienung<br />
liegt der Sonderedition ein<br />
edler Signalgeber mit beleuchteten<br />
Tasten und gebürsteter<br />
Aluminiumoberfläche bei. Wird<br />
die Fernbedienung nicht genutzt,<br />
kann sie im Ständer auf dem<br />
Wohnzimmertisch abgestellt<br />
werden.<br />
Technisch basiert der DIGIT ISIO S auf dem<br />
erfolgreichen Hybridreceiver DIGIT ISIO<br />
S1, wird jedoch zusätzlich mit einer HD-<br />
Plus-Karte ausgeliefert, die ein Jahr kostenlosen<br />
Zugang zur hochauflösenden Fernsehwelt diverser<br />
Privatsender erlaubt. Das Gerät ist demzufolge<br />
HD-Plus-zertifiziert und kann ohne zusätzliches<br />
CI-Plus-Modul betrieben werden. Positiv fällt<br />
die automatische Sendersortierung ISIPRO auf,<br />
der Programmlistenmanager sorgt dafür, dass bei<br />
Frequenzänderungen alle Kanäle am richtigen<br />
Platz zu finden sind. Beim Einrichten kann hier<br />
festgelegt werden, welche Regionalprogramme für<br />
den Nutzer relevant sind. Der Dienst Watchme<br />
beinhaltet eine größere Anzahl an zusätzlichen<br />
Kanälen, welche über IPTV empfangen werden<br />
können. Der ISIO S verfügt über einen Twin-<br />
Tuner, der mit zahlreichen Anlagen betrieben<br />
werden kann. Unterstützt werden DiSEqC-<br />
Systeme in der Version 1.0 sowie Drehanlagen<br />
und Unicable. Damit lässt sich der Receiver recht<br />
flexibel betreiben. Etwas schwach ist der Tuner,<br />
der weniger für den Extremempfang geeignet ist.<br />
Bei stärkeren Satelliten, wie es in der Regel der Fall<br />
sein wird, fällt dieser Umstand allerdings nicht ins<br />
Gewicht. Neben einer automatischen Suche gibt es<br />
auch einen manuellen Suchlauf, der das schnelle<br />
Hinzufügen neuer Sender erlaubt. Ausgeliefert<br />
wird das Gerät ohne interne Festplatte. Eine Nachrüstung<br />
ist nicht vorgesehen. Stattdessen können<br />
PVR-Funktionen über extern angeschlossene<br />
Datenträger genutzt werden. Dank Twin-Tuner<br />
sind bis zu zwei parallele Aufnahmen möglich.<br />
Dann aber kann der Kanal nicht mehr gewechselt<br />
werden, ohne eine Aufnahme zu unterbrechen.<br />
Auch HD-Plus-Aufnahmen sind in Verbindung<br />
mit dem internen Kartenleser möglich. Diese unterliegen<br />
jedoch aufgrund der Restriktionen einigen<br />
Einschränkungen, wie Verknüpfung mit dem<br />
Aufnahmegerät und einer Vorspulsperre. Freie<br />
Aufnahmen können uneingeschränkt hin- und<br />
herkopiert werden. Die Benutzung des Gerätes<br />
gestaltet sich sehr einfach und intuitiv. Alle Menüs<br />
sind verständlich und klar beschriftet. Zudem<br />
„Der Programmlistenmanager sorgt<br />
dafür, dass bei Frequenzänderungen<br />
alle Kanäle am richtigen Platz zu<br />
finden sind.“<br />
gibt es immer die Möglichkeit, über die blaue<br />
Taste auf der Fernbedienung auf die Hilfefunktion<br />
zurückzugreifen, falls man bei der Benutzung<br />
doch einmal nicht weiterkommt. Auf Eingaben<br />
reagiert der Receiver schnell und ohne merkliche<br />
Verzögerung und die Kanalumschaltung geht<br />
flott von der Hand. Hier gibt es neben den bereits<br />
erwähnten Watchme-Kanälen auch HbbTV-<br />
Empfang über den roten Knopf. Beim Druck<br />
auf die „WWW“-Taste öffnet sich auf den ersten<br />
Blick nur ein schmales Auswahlmenü mit einigen<br />
Nachrichtendiensten. Doch der Schein trügt, denn<br />
Technisat verfolgt hier ein etwas anderes Bedienkonzept<br />
als die Mitbewerber: Apps sind dort in<br />
einer Kanalliste aufrufbar und sind wie Sender<br />
auswählbar. So gibt es zahlreiche Mediatheken,<br />
Angebote vieler Lokalsender oder auch Video-on-<br />
Demand-Dienste. Der Zugriff auf andere Geräte<br />
im Netzwerk ist über DLNA und Datenfreigabe<br />
möglich. Umgekehrt kann der DIGIT ISIO S auch<br />
als Server fungieren und eigene Dienste über das<br />
Netz verfügbar machen.<br />
KAUFTIPP<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver-Test<br />
Technisat<br />
DIGIT ISIO S<br />
8/2013<br />
Ausstattung<br />
Technisat<br />
DIGIT ISIO S<br />
8/2013<br />
Darstellung & Empfang<br />
Technisat<br />
DIGIT ISIO S<br />
8/2013<br />
An der Front sorgt das alphanumerische Display für Durchblick, über die Bedienknöpfe lassen sich sämtliche Grundfunktionen<br />
des Gerätes auch ohne Fernbedienung nutzen. Hinter einer Klappe auf der rechten Seite verbergen sich zwei<br />
CI-Plus-Schächte und zwei Kartenleser für Nagravision.<br />
Was uns gefällt<br />
+ Doppeltuner, zwei Kartenleser<br />
+ Unterstützt Sky und HD Plus<br />
+ Praktische Sendersortierung<br />
+ Mediastreaming, HbbTV<br />
Was uns stört<br />
– Festplatte nur extern<br />
– Recording nur für zwei Sendungen<br />
– CI-Plus-Aufnahmerestriktionen<br />
– WLAN nicht integriert<br />
Details<br />
Hersteller<br />
Technisat<br />
Modell<br />
DIGIT ISIO S<br />
Preis<br />
349 Euro<br />
Maße (B × H × T) 31,0 × 5,2 × 20,0 cm<br />
Gewicht<br />
1,6 kg<br />
Stromverbrauch 10,6 W<br />
Ausstattung<br />
Tuner DVB-S/-C/-T 2/0/0<br />
DiSEqC 1.0/1.1/1.2 +/–/+<br />
Unicable/JESS +/–<br />
HD Plus/HD Plus (CI+) +/+<br />
Sky/Sky (CI+) –/+<br />
Festplatte<br />
nur extern<br />
PVR/Time-Shift +/+<br />
HbbTV/Smart TV +/+<br />
WLAN<br />
extern, USB-Stick<br />
HDMI-CEC<br />
+ (TechniLink)<br />
Betrieb<br />
Auflösung 576i, 576p, 720p,<br />
1 080i, 1 080p<br />
EPG Einzel-/Multikanal +/+<br />
Bild in Bild (PiP) HD/SD –/+<br />
Parallelaufnahme (Anzahl) 2<br />
Startzeit/Umschaltzeit ca. 27 s/ca. 1,5 s<br />
www.hdtvmagazin.com 61
Dream Multimedia DM 7020HD V2<br />
Die Fernbedienung dürfte gern<br />
hochwertiger ausfallen, die Tastenanordnung<br />
und Bedienung<br />
weiß aber dennoch zu gefallen.<br />
HIGHLIGHT<br />
<strong>HDTV</strong>-Receiver-Test<br />
Dream Multimedia<br />
DM 7020HD V2<br />
8/2013<br />
Ausstattung<br />
Dream Multimedia<br />
DM 7020HD V2<br />
8/2013<br />
Darstellung & Empfang<br />
Dream Multimedia<br />
DM 7020HD V2<br />
8/2013<br />
Die Front überzeugt mit einem einfarbigen OLED-Display, das Grafiken und Schrift in brillanter Qualität anzeigt.<br />
Hinter der in Klavierlackoptik gestalteten Frontklappe verbergen sich zwei Kartenleser sowie zwei CI-Schnittstellen.<br />
Was uns gefällt<br />
+ Doppeltuner, zwei Kartenleser<br />
+ Wechseltuner (DVB-S/-C/-T möglich)<br />
+ Flexibler Festplatteneinbau<br />
+ Bis zu acht Aufnahmen parallel<br />
Was uns stört<br />
– Sehr lange Startzeit<br />
– WLAN nicht integriert<br />
– Kein HDMI-CEC (nur durch Plug-ins)<br />
– Sky nicht offiziell unterstützt<br />
Details<br />
Hersteller<br />
Modell<br />
Preis<br />
Maße (B × H × T)<br />
Gewicht<br />
Stromverbrauch<br />
Ausstattung<br />
Tuner DVB-S/-C/-T<br />
Dream Multimedia<br />
DM 7020HD V2<br />
519 Euro<br />
37,5 × 7,5 × 23,2 cm<br />
2,5 kg<br />
24 W<br />
2/2/2 (2 gleichzeitig<br />
installierbar)<br />
DiSEqC 1.0/1.1/1.2 +/+/+<br />
Unicable/JESS +/–<br />
HD Plus/HD Plus (CI+) +/–<br />
Sky/Sky (CI+) +/–<br />
Festplatte<br />
intern und extern<br />
PVR/Time-Shift +/+<br />
HbbTV/Smart TV +/+<br />
WLAN<br />
extern, USB-Stick<br />
HDMI-CEC<br />
– (nur durch Plug-ins)<br />
Betrieb<br />
Auflösung 576i, 576p, 720p,<br />
1080i, 1080p<br />
EPG Einzel-/Multikanal +/+<br />
Bild in Bild (PiP) HD/SD –/+<br />
Parallelaufnahme (Anzahl) 8<br />
Startzeit/Umschaltzeit ca. 95 s/ca. 1,5 s<br />
Das Modell DM 7020HD V2 ist das derzeitige<br />
Flaggschiff im Portfolio von Dream<br />
Multimedia. Neben einem größeren<br />
Speicher wird die Enigma2-Box mit dem neuen<br />
Betriebssystem OE 3.0 ausgeliefert und kann<br />
somit auf vorzügliche Multimedia eigenschaften<br />
zurückgreifen. Die Rückseite weist die Videoschnittstellen<br />
HDMI, Scart und FBAS auf,<br />
Komponentenausgänge suchen wir hingegen vergebens.<br />
Dream Multimedia hat der DM 7020HD<br />
zudem zwei Wechseltuneranschlüsse spendiert,<br />
sodass der Sat-Receiver auch fit für DVB-C und<br />
DVB-T gemacht werden kann. Unzeitgemäß<br />
ist dagegen das Festhalten am 400-Megahertz-<br />
Hauptprozessor: Der direkte Wettbewerb macht<br />
hier mittlerweile mit Hauptprozessoren bis<br />
1,3 GHz von sich reden. Beim Flash-Speicher<br />
setzt Dream dagegen auf großzügige 1 Gigabyte<br />
Speicherplatz, während der Arbeitsspeicher auf<br />
512 MB aufgerüs tet wurde. Zudem kann eine<br />
Festplatte – wahlweise in den Größen 2,5 oder 3,5<br />
Zoll – intern verbaut werden. Bei der Erstinstallation<br />
können Dreamboxen schon immer mit einem<br />
perfekten Installationsmenü auftrumpfen. Nun<br />
setzt der Hersteller noch einen drauf und liefert<br />
seine neue DM7020 HD komplett vorinstalliert<br />
aus. Einmal mehr gilt die Devise: anschließen,<br />
einschalten und fernsehen. In der Kanalliste gibt<br />
es nun für jeden Satelliten vier Einträge: Kanäle,<br />
Anbieter, neu und FTA, letzterer ermöglicht das<br />
schnelle Zappen durch die frei ausgestrahlten<br />
Sender eines Satelliten. Auch die Umschaltgeschwindigkeit<br />
hat mit 1,25 s noch einmal zugenommen.<br />
Aufnahmen werden grundlegend mit<br />
EPG-Namen, Zusatzinfos und allen Tonspuren im<br />
TS-Format auf dem angeschlossenen Datenträger<br />
abgelegt. Dank des Schnitteditors kann Werbung<br />
bequem direkt mit der Box entfernt werden. Wer<br />
es etwas komfortabler mag, kann natürlich auch<br />
auf PC-Software zum Schneiden zurückgreifen.<br />
Im DVB-S2-Betrieb überzeugt die Dreambox mit<br />
einer uneingeschränkten DiSEqC-Verabeitung.<br />
Alle Protokolle werden restlos und uneingeschränkt<br />
unterstützt. Auch Unicable bereitet dem<br />
Gerät keinerlei Probleme. Der empfangsstarke<br />
Tuner zeigt erst bei einer Drosselung von 88,5<br />
dBm erste Schwächen. Anhand spezieller Testsequenzen<br />
wird deutlich, dass die DM 7020HD<br />
„Dream liefert die DM7020 HD<br />
komplett vorinstalliert aus. Einmal<br />
mehr gilt die Devise: anschließen,<br />
einschalten und fernsehen.“<br />
auch in Sachen Bildqualität nicht enttäuscht. Die<br />
Sequenzen werden ohne sichtbare Fehler und mit<br />
hoher Detailgenauigkeit wiedergegeben. Dank der<br />
wählbaren Videomodi kann der Nutzer selbst entscheiden,<br />
mit welcher Auflösung die Box das Bild<br />
zum Flachbildfernseher weitertransportieren soll.<br />
Dank der perfekten Netzwerkunterstützung kann<br />
die Übertragung zwischen Dreambox und PC<br />
über eine FTP-Verbindung erfolgen. Mithilfe installierbarer<br />
Plug-ins können auch MP3-Dateien,<br />
Bilder und Videos bequem aus dem heimischen<br />
Netzwerk wiedergegeben werden. Wenn die Daten<br />
auf Ihrem PC freigegeben sind, kann die Dreambox<br />
diese ohne Probleme aufspüren und wiedergeben.<br />
Plugins für Mediatheken gab es in diversen<br />
Dreambox-Images schon eine längere Zeit, neu<br />
ist, dass nun auch HbbTV mit der DM 7020HD<br />
funktioniert und dies ausgesprochen flott. Durch<br />
Softwareerweiterungen kann der Receiver um weitere<br />
Multimediaanwendungen aufgestockt werden<br />
und per Skins, die für das Menüdesign zuständig<br />
sind, lässt sich das Gerät individuell einrichten.<br />
Bilder: Auerbach Verlag<br />
62 | 8.2013
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Speichermedium von Dream<br />
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VU+ legt nicht nur<br />
eine neu entwickelte<br />
Fernbedienung bei,<br />
auch ein zweiter kleinerer<br />
Signalgeber mit<br />
rückseitiger QWERTZ-<br />
Tastatur ist enthalten.<br />
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<strong>HDTV</strong>-Receiver-Test<br />
VU+<br />
DUO2<br />
8/2013<br />
Ausstattung<br />
VU+<br />
DUO2<br />
8/2013<br />
Darstellung & Empfang<br />
VU+<br />
DUO2<br />
8/2013<br />
Was uns gefällt<br />
+ Vierfachtuner, zwei Kartenleser<br />
+ Wechseltuner (DVB-S/-C/-T möglich)<br />
+ Schneller Betrieb und Senderwechsel<br />
+ Mehr als zwölf Aufnahmen parallel<br />
Was uns stört<br />
– Startzeit gut, aber nicht perfekt<br />
– Für Einsteiger zu komplex<br />
– PC-Kenntnisse von Vorteil<br />
– Sky nicht offiziell unterstützt<br />
Details<br />
Hersteller<br />
Modell<br />
Preis<br />
Maße (B × H × T)<br />
Gewicht<br />
Stromverbrauch<br />
Ausstattung<br />
Tuner DVB-S/-C/-T<br />
VU+<br />
DUO2<br />
499 Euro<br />
38,0 × 6,0 × 29,0 cm<br />
4,0 kg<br />
25 W<br />
2/2/2 (4 gleichzeitig<br />
installierbar)<br />
DiSEqC 1.0/1.1/1.2 +/+/+<br />
Unicable/JESS +/–<br />
HD Plus/HD Plus (CI+) +/–<br />
Sky/Sky (CI+) +/–<br />
Festplatte<br />
intern und extern<br />
PVR/Time-Shift +/+<br />
HbbTV/Smart TV +/+<br />
WLAN<br />
intern<br />
HDMI-CEC +<br />
Betrieb<br />
Auflösung 576i, 576p, 720p,<br />
1 080i, 1 080p<br />
EPG Einzel-/Multikanal +/+<br />
Bild in Bild (PiP) HD/SD +/+<br />
Parallelaufnahme (Anzahl) > 12<br />
Startzeit/Umschaltzeit ca. 35 s/< 1 s<br />
Neben einem zentralen Grafikdisplay wurde dem DUO2 ein farbiges LC-Display spendiert, das Senderinfos und Systeminterna<br />
wie die Prozessorauslastung anzeigt. Rechts hinter einer Klappe befinden sich noch zwei CI-Schächte, zwei<br />
Kartenleser, eine USB-Buchse sowie der einzige Knopf am Gerät – die Power-Taste.<br />
J<br />
e nach Kundenwunsch kann der DUO2 mit<br />
internem Datenträger, Twin-Tuner oder sogar<br />
Quad-Tuner geordert werden. Insgesamt<br />
vier Empfänger sorgen dann für maximalen Sat-<br />
Genuss oder Mischbetrieb mit DVB-C/-T. Anders<br />
als bei regulären Sat-Receivern können Sie beim<br />
DUO2 eine eigene grafische Oberfläche aufspielen.<br />
Für den Betrieb haben wir uns für das aktuelle<br />
VTi-Image entschieden, eine Linux-Software,<br />
die vom Hersteller empfohlen wird. 35 Sekunden<br />
vergingen, bis das Fernsehprogramm nach dem<br />
Einschalten zu sehen war – das ist vergleichbar<br />
zu „normalen“ Sat-Receivern und einsamer<br />
Rekord im Linux-Lager. Zugegeben, etwas Doping<br />
ist hier im Spiel: Neben dem mit 2-Gigabyte-<br />
Arbeitsspeicher sowie 1-Gigabyte-Flash-RAM<br />
werkelt auch ein Dualcore-Prozessor mit 1,3 GHz<br />
im Gerät. Diese „Überdimensionierung“ steigert<br />
den Bedien komfort, alles geht deutlich schneller<br />
von der Hand. Die Kanalumschaltung ist ebenfalls<br />
flink und lässt sich mit der Stoppuhr kaum noch<br />
ermitteln. Auch der Tuner profitiert von der hohen<br />
Prozessorgeschwindigkeit und absolvierte im<br />
Test einen Blindscan auf Astra 19,2 Grad Ost in<br />
knapp 5 Minuten. Die Einbindung in lokale Netzwerke<br />
und das Abspielen von Filmen, Fotos oder<br />
Musik von einem NAS-Server oder anderen Geräten<br />
im Netzwerk ist mit diesem Gerät problemlos<br />
möglich. Über die speziell für Android entwickelte<br />
App „VU+ Player“ ist die Fernsteuerung und das<br />
Programmstreaming möglich. Neu ist das Transcoding-Konzept<br />
von VU+: Dank des leistungsstarken<br />
Prozessors kann das Videosignal in eine<br />
geringere Auflösung heruntergerechnet werden.<br />
Der Nutzer hat bei der App die Wahl zwischen<br />
High, Medium und Low. Während das im lokalen<br />
Netzwerk sicherlich nicht von solch großer<br />
Bedeutung ist, kommt die Transcoding-Funktion<br />
einer mobilen Nutzung sehr entgegen. Ist das<br />
Gerät richtig eingerichtet, kann beispielsweise<br />
vom WLAN im Hotel auf die Box zugegriffen<br />
und das Programm gestreamt werden. Dass sich<br />
der DUO2 auch als Aufnahmemaschine anbietet,<br />
zeigen nicht zuletzt die zahlreichen Anschlüsse<br />
wie drei USB-Buchsen sowie eSATA. Am komfortabelsten<br />
nutzen Sie die Aufnahme natürlich mit<br />
interner Festplatte. Das Gerät ist zur Nachrüstung<br />
mit einer 3,5- oder 2,5-Zoll-Festplatte vorbereitet,<br />
„Natürlich interessierte es uns,<br />
wie viele Aufnahmen gleichzeitig<br />
möglich sind. Nach zwölf parallelen<br />
Aufzeichnungen gaben wir aber auf.“<br />
kann aber beim Händler mit integrierter Platte<br />
erworben werden. Natürlich interessierte es uns,<br />
wie viele Aufnahmen gleichzeitig möglich sind.<br />
Daher starteten wir auf diversen HD-Sendern den<br />
Mitschnitt – und gaben nach 12 parallelen Aufzeichnungen<br />
auf. Selbstverständlich ist auch Time-<br />
Shift möglich. Am komfortabelsten gelingt das<br />
mit dem Plug-in „Permanenttimeshift“ aus dem<br />
Extras-Menü. Dann startet die Box automatisch<br />
das Time-Shift und der Nutzer kann im aktuellen<br />
Programm problemlos bis zum Beginn der Wiedergabe<br />
zurückspulen. Da hierzu die Festplatte<br />
ständig in Betrieb ist, bietet sich natürlich der<br />
Einsatz einer leisen und stromsparenden SSD an.<br />
Dank integrierter CI-Schnittstellen (zwei Stück)<br />
und weiterer zwei Kartenschächte ist das Gerät<br />
selbstverständlich auch zum Empfang von Pay-TV<br />
geeignet. CI-Plus-Module, wie die von HD Plus<br />
und Sky, lassen sich allerdings nicht verwenden.<br />
Stattdessen verrichten alternative Module wie<br />
das Twin-Cam Gigablue oder das VU+ Allcam<br />
problemlos ihren Dienst.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Kathrein<br />
64 | 8.2013
Obwohl sich Kathrein mit diesem Produkt<br />
stark der Internetunterhaltung zuwendet,<br />
können Sie ohne Internetzwang<br />
Programme in bester <strong>HDTV</strong>-Qualität via Satellit<br />
empfangen und Inhalte ohne Kopierschutz, wie<br />
die der öffentlich-rechtlichen Sender, auf die interne<br />
Festplatte bannen. Dank des großzügigen Speichers<br />
von 500 oder 1 000 Gigabyte sind Serienaufnahmen<br />
kein Problem. Besonders praktisch<br />
gelingt die Programmplanung oder die Suche nach<br />
bestimmten Darstellern über den elektronischen<br />
Programmführer: Einfach den passenden Inhalt<br />
auswählen, Aufnahme drücken und schon landet<br />
die Sendung auf der Festplatte. Wenn Sie ganz<br />
auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie die<br />
Vor- und Nachlaufzeit der Aufnahme anpassen.<br />
Falls Sie Pay-TV in Form von Sky, HD Plus oder<br />
anderen Anbietern nutzen, stehen gleich zwei<br />
CI-Plus-Schächte für entsprechende Smartcards<br />
zur Verfügung. Einzig Aufnahmen werden hierbei<br />
häufig unterbunden. Um verpasste Sendungen, die<br />
nicht eigens aufgezeichnet wurden, nachzuholen,<br />
bietet sich die HbbTV-Funktion an: Bei aktiver<br />
Internetleitung reicht ein Druck auf die rote Taste<br />
der Fernbedienung aus, um die Onlinemediatheken<br />
der Sender einzusehen. Eine Diashow<br />
des letzten Urlaubs gelingt durch den verbauten<br />
SD-Kartenslot an der Vorderseite besonders<br />
einfach, alternativ stehen USB-Anschlüsse bereit.<br />
Verfügen Sie über ein Smartphone, haben Sie via<br />
App direkten Zugriff auf Programminformationen.<br />
Gleich zwei Anschlüsse für Satellitensignale<br />
lassen Ihnen die freie Wahl, ob Sie während einer<br />
Aufnahme einen anderen Sender wiedergeben<br />
wollen. Ebenfalls erlaubt es der Receiver, eine<br />
permanente Aufzeichnung durchzuführen, sodass<br />
Sie das laufende Programm einfach anhalten<br />
Kathrein UFS924<br />
Durch ausreichend große Tasten<br />
und die leicht geschwungene<br />
Form liegt die Fernbedienung gut<br />
in der Hand. Steuerkreuz und<br />
Programm- sowie Lautstärkeregler<br />
dürften aber enger<br />
beieinanderliegen.<br />
(die Daten werden daraufhin auf der Festplatte<br />
zwischengespeichert) und zu einem beliebigen<br />
Zeitpunkt fortsetzen. Wer noch tiefer in den<br />
Installationsprozess vordringt, entdeckt praktische<br />
Möglichkeiten einer Einkabelinstallation, einer<br />
Drehanlagensteuerung, sowie die Unterstützung<br />
mehrerer Satelliten. Zum Glück schlägt sich<br />
„Schalten Sie einen Kanal um,<br />
sollten Sie Ihre Blicke dem Display<br />
zuwenden, denn dieses zeigt den Titel<br />
der laufenden Sendung sowie die<br />
verbleibende Spieldauer an.“<br />
derlei Einsatzvielfalt nicht in einer komplizierten<br />
Bedienung nieder, denn sowohl die vorsortierte<br />
Kanalliste als auch die nachträglichen Anpassungen<br />
gehen selbsterklärend vonstatten. Schalten<br />
Sie einen Kanal um, sollten Sie Ihre Blicke dem<br />
Display zuwenden, denn dieses zeigt den Titel<br />
der laufenden Sendung sowie die verbleibende<br />
Spieldauer an. Damit Sie Kathreins UFS924 auch<br />
besonders einfach mit der Fernsteuerung Ihres<br />
Fernsehers bedienen können, verfügt der Receiver<br />
über HDMI-CEC. Ähnlich benutzerfreundlich<br />
verhält sich der Receiver im Netzwerk, denn<br />
auch wenn sich der UFS924 im Stand-by-Betrieb<br />
befindet, können externe Netzwerkgeräte ihn zum<br />
Aufwachen überreden, um auf Daten zuzugreifen<br />
und via PC die Aufnahmen zu bearbeiten. Im<br />
Gegensatz zu Einstiegsreceivern ist die Bildausgabe<br />
in 1 080p möglich, d. h. Ihr Fernseher erhält<br />
mundgerecht die benötigte Full-HD-Auflösung,<br />
ohne zusätzliche Berechnungsschritte durchführen<br />
zu müssen.<br />
Ausstattung<br />
Kathrein<br />
UFS924<br />
8/2013<br />
Darstellung & Empfang<br />
Kathrein<br />
UFS924<br />
8/2013<br />
Ein praktisches Display, ausreichend Bedienknöpfe, SD- und USB-Anschlüsse sowie zwei CI-Plus-Schnittstellen machen<br />
den UFS924 zum komfortablen Alleinunterhalter.<br />
Was uns gefällt<br />
+ Große Festplatte, Doppeltuner<br />
+ Unterstützt Sky und HD Plus<br />
+ Einfache Bedienung, App-Unterstützung<br />
+ Mediastreaming, HbbTV<br />
Was uns stört<br />
– Bild in Bild eingeschränkt<br />
– HbbTV träge, WLAN nicht integriert<br />
– Recording nur für zwei Sendungen<br />
– CI-Plus-Aufnahmerestriktionen<br />
Details<br />
Hersteller<br />
Kathrein<br />
Modell<br />
UFS924<br />
Preis<br />
439 Euro<br />
Maße (B × H × T) 43,5 × 6,7 × 27,3 cm<br />
Gewicht<br />
3,6 kg<br />
Stromverbrauch 18,6 W<br />
Ausstattung<br />
Tuner DVB-S/-C/-T 2/0/0<br />
DiSEqC 1.0/1.1/1.2 +/+/+<br />
Unicable/JESS +/–<br />
HD Plus/HD Plus (CI+) –/+<br />
Sky/Sky (CI+) –/+<br />
Festplatte<br />
integriert, 1 000 GB<br />
PVR/Time-Shift +/+<br />
HbbTV/Smart TV +/+<br />
WLAN<br />
extern, USB-Stick<br />
HDMI-CEC +<br />
Betrieb<br />
Auflösung 576i, 576p, 720p,<br />
1080i, 1080p<br />
EPG Einzel-/Multikanal +/+<br />
Bild in Bild (PiP) HD/SD –/+<br />
Parallelaufnahme (Anzahl) 2<br />
Startzeit/Umschaltzeit ca. 28 s/ca. 1,5 s<br />
www.hdtvmagazin.com 65
Hochauflösend und smart<br />
Viele Geräte der aktuellen Blu-ray-<br />
Player-Generation glänzen nicht nur<br />
mit Full-HD-Bildern, sondern können<br />
Filme auch mit 3 840 × 2 160 Bildpunkten<br />
ausgeben. Einen passenden Ultra-HD-Flachbildfernseher<br />
oder -Projektor natürlich vorausgesetzt.<br />
Zudem locken die multimedialen<br />
Abspieler mit viel mehr Funktionen als nur der<br />
schnöden Wiedergabe von Blu-rays.<br />
In diesem Testfeld müssen sich aktuelle Modelle<br />
von Sony, Panasonic, Samsung, LG und Philips<br />
behaupten. Im Testlabor steht dabei natürlich<br />
die Bildqualität an erster Stelle und neben der<br />
hochauflösenden Full-HD-Bildausgabe von einer<br />
Blu-ray Disc, müssen sich die Abspieler auch bei<br />
der DVD-Wiedergabe beweisen. An dieser Stelle<br />
zeigen die Bildchips, wie effizient sie SD-Material<br />
aufwerten können. Auf der Anschlussseite wird<br />
seit einiger Zeit übrigens massiv gekürzt und<br />
alle Geräte verfügen im Grunde nur noch über<br />
digitale Audio- und Videoausgänge; vereinzelt<br />
finden sich aber auch noch analoge Surround-<br />
Buchsen wieder. Aufseiten der Ausstattung<br />
gehört das interne WLAN-Modul bereits zum<br />
guten Ton und der kabellose Internetzugang<br />
oder Netzwerkzugriff gestaltet sich als äußerst<br />
komfortabel – ein Testkandidat funkt gar mit<br />
300 Mbit pro Sekunde. Im Vergleich zu aktuellen<br />
Smart-<strong>TVs</strong> wirkt das Onlineangebot jedoch<br />
etwas eingeschränkt und bei einigen Herstellern<br />
vermissten wir etwa Video-on-Demand-<br />
Anbieter, die man auf Fernsehern des Herstellers<br />
durchaus findet. Zudem ist das App-Angebot<br />
oft nur von minderer Qualität und diverse ruckelnde<br />
Minispiele und unzählige Wetter-Applikationen<br />
versprühen nur wenig Charme. Dieses<br />
Schicksal teilen die Blu-ray-Player aber mit den<br />
Smart-<strong>TVs</strong>. Die Bedienung der Apps gelingt bei<br />
Letzteren dank spezieller Fernbedienungen weitaus<br />
angenehmer und in diesem Testfeld müssen<br />
Sie für eine komfortable Steuerung im Grunde<br />
immer auf die App des Herstellers zugreifen,<br />
denn etwa Texteingaben über die beiliegende<br />
Fernbedienung werden zum Geduldsspiel. Beim<br />
Streaming im Netzwerk glänzen nahezu alle<br />
Kandidaten mit HD-Fähigkeiten. Videotelefonate<br />
via Skype können Sie aber nur mit zwei<br />
Geräten führen. Bei der Leistungsaufnahme<br />
werden Rekorde aufgestellt und ein Großteil der<br />
Blu-ray-Player begnügt sich im Filmbetrieb mit<br />
weniger als zehn Watt. Da macht der Filmabend<br />
doch gleich noch mehr Spaß.<br />
DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Bilder: Auerbach Verlag, LG, Sony<br />
66 | 8.2013
Ist der Karton erst einmal geöffnet und der<br />
Blu-ray-Player entnommen, fällt sofort die<br />
rundlich geformte Fernbedienung auf. Die<br />
Magic Remote verfügt zudem nur über sehr<br />
wenig Tasten und setzt mittels eines verbauten<br />
Beschleunigungssensors voll auf Bewegungssteuerung;<br />
ganz dem Konzept der Spielkonsole Wii U<br />
von Nintendo folgend. Im Betrieb steuern Sie so<br />
einen Mauspfeil auf dem Bildschirm mit Bewegungen<br />
aus dem Handgelenk. Das funktioniert<br />
angenehm flüssig und präzise, wenngleich der<br />
Pfeil mitunter etwas versetzt zu den Bewegungen<br />
reagiert. In diesem Fall sollten Sie die Fernbedienung<br />
für eine Zentrierung schütteln. Vor<br />
allem die Internetfunktionen und der Browser<br />
profitieren von der Art der Steuerung, im Bluray-Betrieb<br />
müssen Sie aufgrund der wenigen<br />
Tasten aber immer ein On-Screen-Menü aufrufen,<br />
um etwa ins Menü der Disc zu kommen.<br />
Der Zugriff auf die Onlineinhalte gelingt im<br />
Übrigen kabellos per WLAN und die Bedienung<br />
gestaltet sich aufgrund des Dual-Core-Prozessors<br />
als weitgehend flüssig. Der BP730 kann sich<br />
auch mit Geräten über Wi-Fi Direct verbinden.<br />
In diesem Fall benötigen Sie keinen Router als<br />
Vermittler. Demnach kommunizieren etwa<br />
geeignete Android-Geräte mit dem Abspieler<br />
und via Miracast wird der Bildschirminhalt<br />
1:1 an den BP730 weitergeleitet. So können Sie<br />
etwa auf dem Smartphone gespeicherte Fotos<br />
und Videos auf dem Fernseher betrachten.<br />
Dank NFC-Sensor (Nahfeldkommunikation)<br />
kann eine Verbindung auch durch ein einfaches<br />
Auflegen des Smarthpones an den beliebig<br />
positionierbaren „Tag-On“-Sticker erfolgen.<br />
Apple-Geräte bleiben an dieser Stelle außen vor.<br />
Besitzen Sie ein iPhone oder iPad, können Sie<br />
aber auf die kostenlose LG-AV-Remote-App<br />
zurückgreifen und über diese den Blu-ray-Player<br />
komplett inklusive Texteingabe im Internetbrowser<br />
steuern. Zudem können Sie den Ton<br />
LG BP730<br />
des Abspielers auf ein mobiles Gerät übertragen<br />
und von dort per Kopfhörer genießen, um<br />
Ihre Umgebung nicht zu stören. Eine Kamera<br />
kann aber nicht angeschlossen werden und Sie<br />
müssen auf Skype-Videotelefonate verzichten.<br />
Das App-Angebot des Abspielers gibt sich<br />
ungemein vielfältig, bis auf die VoD-Angebote<br />
„Der BP730 punktet neben NFC mit<br />
Wi-Fi Direct und Filme von Blu-ray<br />
Discs können auch in Ultra-HD-<br />
Auflösung ausgegeben werden.“<br />
wie etwa Maxdome oder Watchever und das<br />
Videoportal Youtbube versprühen die Angebote<br />
jedoch wenig Attraktivität. Im Netzwerk gibt<br />
sich der BP730 universell und wir konnten mit<br />
dem Twonky-Server auf dem Testcomputer auch<br />
HD-Filme im MKV- und MOV-Format streamen;<br />
diese Formate werden natürlich auch via<br />
USB wiedergegeben. Natürlich können Sie mit<br />
dem Multimediatalent auch Blu-rays schauen<br />
und die Bildqualität gibt sich tadellos. Neben<br />
den normalen Scheiben werden auch Blu-ray<br />
3Ds verdaut. Da der Abspieler über einen<br />
speziellen Videochip verfügt, können Blu-rays<br />
auch in Ultra HD mit 3 840 × 2 160 Bildpunkten<br />
ausgegeben werden, die native 4K-Wiedergabe<br />
von Fotos oder Videos beherrscht der Player<br />
aber nicht. DVDs werden angenehm scharf und<br />
nahezu ohne Kantenflimmern aufbereitet. Der<br />
BP730 ist übrigens von der flinken Sorte und<br />
weist selbst ohne Schnellstartmodus eine Bootzeit<br />
von nur rund zehn Sekunden auf. Zudem<br />
werden auch komplexe Blu-rays in Rekordzeit<br />
eingelesen. Im Filmbetrieb hört man das Laufwerk<br />
aber leicht rauschen und auch minimal<br />
sirren. Aus zwei Metern Abstand ist das aber im<br />
Grunde nicht mehr wahrnehmbar.<br />
Was uns gefällt<br />
+ Sehr gute Bildqualität, Ultra-HD-Upscaling<br />
+ NFC, Wi-Fi Direct, WLAN intern<br />
+ Extrem flink im Betrieb<br />
+ Niedriger Stromverbrauch<br />
Was uns stört<br />
– Software im Betrieb nicht immer stabil<br />
– Wenig Anschlüsse, kein HDMI-CEC, kein Skype<br />
– Fernbedienung nicht jedermanns Sache<br />
– Keine 4K-Foto- oder -Videodarstellung<br />
Details<br />
Hersteller<br />
Modell<br />
Preis<br />
Maße (B × H × T)<br />
Stromverbrauch<br />
LG<br />
BP730<br />
199 Euro<br />
43 × 3,8 × 20,3 cm<br />
10 W<br />
Ausstattung<br />
3D +<br />
UHD (4K) +<br />
WLAN<br />
integriert<br />
Smart TV +<br />
Youtube +<br />
Skype –<br />
DLNA +<br />
HDMI-CEC –<br />
Die Magic Remote ermöglicht<br />
es, einen Mauspfeil wie bei<br />
Nintendos Wii aus dem Handgelenk<br />
zu steuern.<br />
Ausstattung<br />
LG<br />
BP730<br />
8/2013<br />
Bildqualität<br />
LG<br />
BP730<br />
8/2013<br />
LGs Blu-ray-Player sieht auf den ersten Blick richtig schick aus. Leider ist die gebürstete Aluminium-Optik aber mehr<br />
Schein als Sein, denn das Gehäuse besteht komplett aus Plastik.<br />
Betrieb<br />
Auflösung 576p, 720p, 1 080i,<br />
1 080p, 2 160p<br />
Bootzeit<br />
10 s<br />
Startzeit Blu-ray 22 s<br />
Bildeinstellungen –<br />
www.hdtvmagazin.com 67
Sony BDP-S5100<br />
KAUFTIPP<br />
Blu-ray-Player-Vergleich<br />
Sony<br />
BDP-S5100<br />
8/2013<br />
Klein, praktisch, handlich: Über<br />
die Fernbedienung haben Sie zu<br />
jedem Zeitpunkt alle Funktionen<br />
im Griff.<br />
Ausstattung<br />
Bildqualität<br />
Sony<br />
BDP-S5100<br />
8/2013<br />
Sony<br />
BDP-S5100<br />
8/2013<br />
Schick: Das Quartz-Design steht auch den Blu-ray-Playern aus dem Hause Sony. Die Verarbeitungsqualität kann<br />
weitestgehend überzeugen, das Plastikgehäuse schmälert den Gesamteindruck jedoch empfindlich.<br />
Was uns gefällt<br />
+ Sehr gute Bildqualität<br />
+ WLAN intern, SACD-Unterstützung<br />
+ Günstiger Marktpreis<br />
+ Niedriger Stromverbrauch<br />
Was uns stört<br />
– Plastikgehäuse<br />
– Wenig Anschlüsse, kein NFC, Skype, Miracast<br />
– Keine Bildverbesserer, kein UHD-Upscaling<br />
– Laufwerk hörbar, langsame Startzeit<br />
Details<br />
Hersteller<br />
Sony<br />
Modell<br />
BDP-S5100<br />
Preis<br />
159 Euro<br />
Maße (B × H × T) 36 × 4,3 × 19,9 cm<br />
Stromverbrauch 6 W<br />
Ausstattung<br />
3D +<br />
UHD (4K) –<br />
WLAN<br />
integriert<br />
Smart TV +<br />
Youtube +<br />
Skype –<br />
DLNA +<br />
HDMI-CEC +<br />
Betrieb<br />
Auflösung 576p, 720p,<br />
1 080i, 1 080p<br />
Bootzeit<br />
25 s<br />
Startzeit Blu-ray 29 s<br />
Bildeinstellungen –<br />
Wahnsinn: Sonys BDP-S5110 veranschlagt<br />
im Blu-ray-Betrieb noch<br />
nicht einmal sechs Watt und punktet<br />
dabei mit einer hervorragenden Bildqualität. So<br />
werden Blockbuster von Blu-ray Disc ohne Makel<br />
abgespielt und mittels Triluminos kann auch<br />
ein erweiterter Farbraum wiedergegeben werden.<br />
Wenngleich dazu auch andere Abspieler in der<br />
Lage sind, Sony schmückt das Merkmal eben nur<br />
mit einer eigenen Bezeichnung aus. Ganz zeitgemäß<br />
können natürlich auch 3D-Filme abgespielt<br />
werden. Auf die Bildausgabe in der Ultra-HD-<br />
Auflösung mit 3 840 × 2 160 Bildpunkten müssen<br />
Sie jedoch verzichten und dieses Ausstattungsmerkmal<br />
ist immer noch dem Vorjahresmodell<br />
BDP-S790 vorbehalten. Neben der mustergültigen<br />
Blu-ray-Wiedergabe wertet der Videochip<br />
des BDP-S5100 auch Ihre DVD-Sammlung auf<br />
und die Darstellung wird ansprechend auf die<br />
volle Full-HD-Auflösung „aufgeblasen“. Die<br />
Signalelektronik weiß auch mit der Vollbildwandlung<br />
effizient umzugehen und so werden<br />
Filme nahezu komplett von flimmernden Kanten<br />
befreit wiedergegeben. Weitere Bildverbesserer<br />
in Form einer Rauschunterdrückung sucht man<br />
leider vergebens und Sonys aus dem Smart-TV-<br />
Bereich bekannte X-Reality-Engine glänzt mit<br />
Abwesenheit. Aufseiten der Ausstattung wird<br />
vor allem mit vielfältigen Internetangeboten<br />
wieder Boden gutgemacht. Dank dem internen<br />
WLAN-Modul gelingt der Abruf kabellos und<br />
über das Sony Entertainment Network können<br />
Sie neben kostenpflichtigen HD-Filmen auch<br />
Musik abrufen. Praktisch: Dafür ist nur ein<br />
globaler Account nötig, der dann für alle Sony-<br />
Geräte, Playstation, AV-Receiver usw., gültig ist.<br />
Klassikfans freuen sich über die App der Berliner<br />
Philharmoniker, über die Sie im Abomodell<br />
Konzerte in HD-Auflösung und Surround-<br />
„Sony beeindruckt im Test mit<br />
kristallklaren Full-HD-Bildern bei<br />
einer verschwindend geringen<br />
Leistungsaufnahme von noch nicht<br />
einmal sechs Watt.“<br />
Sound erleben können. Über den Browser surfen<br />
Sie wie vom Computer gewohnt Internetseiten<br />
an. Dabei sollten Sie aber unbedingt auf die kostenlos<br />
erhältliche TV-Side-View-App für Appleund<br />
Android-Geräte zurückgreifen, denn so<br />
können Sie Internetadressen bequem über den<br />
berührungsempfindlichen Bildschirm eingeben.<br />
Letztlich ist es natürlich auch möglich, den<br />
BDP-S5100 über die App zu bedienen. Im Netzwerk<br />
konnten wir im Test problemlos auch HD-<br />
Filme im MKV- und MOV-Format wiedergeben;<br />
einzige Voraussetzung dafür ist aber eine andere<br />
Serversoftware als der Windows Media Player,<br />
denn über diesen blieb das Bild beim Aufruf<br />
der MKV-Datei schwarz. Skype oder NFC sind<br />
leider nicht mit an Bord, dafür können Sie im<br />
sogenannten Partymodus Musik von Tablet-<br />
PCs und Smartphones via WLAN direkt an den<br />
Blu-ray-Player schicken und so Ihre Musik über<br />
die Heimkinoanlage abspielen. Im Betrieb glänzt<br />
der BDP-S5100 mit flinken Reaktionszeiten<br />
und auch komplexe Discs sind im Nu geladen.<br />
Das Laufwerk rauscht und brummt während<br />
der Blu-ray-Wiedergabe nur dezent und ist aus<br />
rund zwei Metern kaum noch wahrnehmbar.<br />
Rückseitig beschränkt sich Sony auf nur wenige<br />
digitale Buchsen und einen Mehrkanalausgang<br />
sucht man vergeblich. Audiophile stimmt der<br />
Hersteller aber mit der Unterstützung von <strong>Super</strong><br />
Audio CDs milde.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
68 | 8.2013
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Panasonic DMP-BDT335<br />
Ausstattung<br />
Panasonic<br />
DMP-BDT335<br />
8/2013<br />
Bildqualität<br />
Panasonic<br />
DMP-BDT335<br />
8/2013<br />
Die Fernbedienung wirkt etwas<br />
überladen und das Tastenlayout<br />
ist nicht immer verständlich.<br />
Die silbrige Erscheinung besteht leider nur aus Plastik, mach aber dennoch einiges her. Die blaue Beleuchtung an der<br />
Front kann auch abgeschaltet werden und die Anzeige ist dimmbar.<br />
Was uns gefällt<br />
+ Sehr gute Bildqualität, Ultra-HD-Upscaling<br />
+ Skype, Wi-Fi Direct, Miracast, WLAN intern<br />
+ Zweiter HDMI-Ausgang, SD-Slot<br />
+ Youtube in Full-HD-Qualität<br />
Was uns stört<br />
– Plastikgehäuse, Laufwerk rauscht<br />
– Einlese- und Bootgeschwindigkeit<br />
– Fehler beim Streamen von Videos<br />
– Keine 4K-Foto- oder -Videodarstellung<br />
Details<br />
Hersteller<br />
Panasonic<br />
Modell<br />
DMP-BDT335<br />
Preis<br />
249 Euro<br />
Maße (B × H × T) 43 × 4,1 × 18,1 cm<br />
Stromverbrauch 9,5 W<br />
Ausstattung<br />
3D +<br />
UHD (4K) +<br />
WLAN<br />
integriert<br />
Smart TV +<br />
Youtube +<br />
Skype +<br />
DLNA +<br />
HDMI-CEC +<br />
Betrieb<br />
Auflösung 576p, 720p, 1 080i,<br />
1 080p, 2 160p<br />
Bootzeit<br />
32 s<br />
Startzeit Blu-ray 28 s<br />
Bildeinstellungen +<br />
Das silberne Gehäuse des DMP-BDT335<br />
sieht ungemein schick aus und auch<br />
der Formfaktor weiß sich in Szene zu<br />
setzen. Hinter der Frontklappe befinden sich<br />
USB-Anschlüsse und der SD-Karteneinschub.<br />
Wenn sich das Laufwerk öffnet, wird die Klappe<br />
übrigens automatisch heruntergeklappt. Nach<br />
dem Einlegen einer Blu-ray Disc fängt das<br />
Laufwerk deutlich hörbar an zu rauschen und<br />
wird erst in späteren Kapiteln des Films leiser,<br />
da der Laser zum Lesen von innen nach außen<br />
wandert und in Zuge dessen die Rotationsgeschwindigkeit<br />
der Disc abnimmt. Wenn<br />
die Surround-Anlage läuft, nimmt man das<br />
Betriebsgeräusch aber nicht mehr wahr. Ohne<br />
den stromfressenden Schnellstartmodus lässt<br />
sich der Blu-ray-Player ganz schön Zeit und<br />
ist nach dem Einschalten erst nach über einer<br />
halben Minute einsatzbereit. Komplexe Discs<br />
fordern auch ihren Tribut und lassen ebenfalls<br />
etwas auf sich warten. Im Betrieb punktet der<br />
DMP-BDT335 dann aber mit einer geringen<br />
Leistungsaufnahme und Filme von Blu-ray<br />
fordern weniger als zehn Watt ein. Praktisch:<br />
Auf der Rückseite findet sich ein zweiter<br />
HDMI-Ausgang, über den Sie zum Beispiel den<br />
Ton separat weiterleiten können. Fernab davon<br />
gibt sich das Anschlussfeld übersichtlich und<br />
neben dem optischen Tonausgang finden Sie<br />
noch eine Netzwerkschnittstelle; die Hersteller<br />
haben sich seit einiger Zeit von analogen<br />
Audio- und Videoanschlüssen verabschiedet<br />
und einen analogen Mehrkanalausgang für etwa<br />
5.1-Sound finden Sie nur noch selten. Der Zugriff<br />
auf die Internet- und Netzwerkfunktionen<br />
gelingt dank WLAN-Modul kabellos und Sie<br />
haben Zugriff auf Facebook, diverse Mediatheken<br />
von TV-Sendern und einige Video-on-<br />
Demand-Anbieter nebst Youtube. Auch die<br />
„Panasonic punktet mit einem zweiten<br />
HDMI-Ausgang, einem<br />
SD-Karteneinschub und der<br />
Bildausgabe im UHD-Format mit<br />
3 840 × 2 160 Bildpunkten.“<br />
HD-Videotelefonie ist mittels einer optional<br />
erhältlichen Skype kamera möglich. Im Netzwerk<br />
gibt sich der DMP-BDT335 überraschend<br />
eingeschränkt und im Test konnten wir selbst<br />
über die Twonky-Serversoftware einem HD-<br />
Film im MOV-Format nur ruckelnd wiedergeben;<br />
die MKV-Dateien wurden gar nicht erst<br />
angezeigt. Von USB-Datenträgern können Sie<br />
beide Formate dann aber problemlos wiedergeben.<br />
Dank Wi-Fi Direct bauen mobile Geräte<br />
auch ohne Router eine direkte Verbindung mit<br />
dem Blu-ray-Abspieler auf und mittels Miracast<br />
kann der Bildschirminhalt eines geeigneten<br />
Android-Gerätes als Videostream 1:1 über den<br />
DMP-BDT335 auf den Fernseher geschickt<br />
werden. Letztlich können Sie mittels des Internetbrowsers<br />
auch im Internet surfen. Echter<br />
Komfort kommt aber aufgrund der dafür nicht<br />
geeigneten Fernbedienung nicht auf. Die Bildqualität<br />
bewegt sich auf sehr hohem Niveau und<br />
Blockbuster von Blu-ray Disc werden mit einer<br />
tadellosen Bildschärfe und Farbigkeit wiedergeben.<br />
Sie können die Bildausgabe auch minimal<br />
nachbearbeiten und etwa in Bezug auf die<br />
Schärfe, Kontrast usw. anpassen. Zudem werden<br />
Bilder auf Wunsch in der UHD-Auflösung mit<br />
3 840 × 2 160 Pixeln ausgegeben. DVDs profitieren<br />
ebenfalls vom potenten Videochip, die<br />
Darstellung gelingt zwar minimal zackig, dafür<br />
aber nahezu komplett flimmerfrei.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic, Philips<br />
70 | 8.2013
Philips BDP7750<br />
Der BDP7750 kommt in edlem Schwarz<br />
daher und wirkt auf den ersten Blick<br />
angenehm wertig. Das Gehäuse besteht<br />
aber nur aus Plastik, was den Gesamteindruck<br />
leicht schmälert. Auf der Anschlussseite lässt<br />
der Blu-ray-Player kaum Wünsche offen und<br />
neben den gängigen digitalen Schnittstellen will<br />
Philips mit dem analogen 5.1-Audioausgang<br />
auch audiophile Filmfans glücklich machen;<br />
derartige Buchsen sind heutzutage nur noch<br />
äußerst selten anzutreffen und der Ton wird<br />
in der Regel via HDMI weitergeleitet. Über<br />
die USB-Anschlüsse verwalten Sie problemlos<br />
portable Wechselspeicher und können darauf<br />
befindliche Medien abspielen. Im Test war es<br />
ohne Weiteres möglich, hochauflösende Filme<br />
im MKV-Container ruckelfrei darzustellen und<br />
auch Clips im MOV-Format wurden anstandslos<br />
erkannt. Zu Ihrem Netzwerk baut der<br />
BDP7750 auch kabellosen Kontakt auf; dabei<br />
kommt ein äußerst leistungsfähiges Funkmodul<br />
zum Einsatz, das auch im 5-Gigahertz-Bereich<br />
zurechtkommt und Verbindungen mit bis<br />
zu 300 Mbit/s aufbaut. Haben Sie auf Ihrem<br />
Computer etwa den Twonky-Mediaserver<br />
installiert, können Sie die bereits genannten<br />
Dateitypen auch problemlos über das Netzwerk<br />
streamen. Dank Wi-Fi Direct können Sie via<br />
Miracast mit einem geeigneten Android-Gerät<br />
auch eine Direktverbindung ohne Routereinsatz<br />
mit dem Blu-ray-Abspieler aufbauen. In einem<br />
derartigen Szenario wird der Bildschirminhalt<br />
des Tablet-PCs oder Smartphones 1 : 1 über den<br />
BDP7750 auf den Fernseher geschickt. Darüber<br />
hinaus haben Sie Zugriff auf unzählige Apps,<br />
wenngleich an dieser Stelle Quantität klar vor<br />
Qualität geht. Die Mediatheken der TV-Sender<br />
machen an dieser Stelle natürlich absolut Sinn,<br />
viele Anwendungen wirken aber eher als Füllmaterial<br />
und zudem hätte auch eine Wetter-App<br />
völlig ausgereicht. Auch das Video-on-Demand-<br />
Angebot fällt im Vergleich zu dem der Smart-<br />
<strong>TVs</strong> ernüchternd aus und namenhafte Anbieter<br />
wie etwa Maxdome sucht man vergebens.<br />
Pluspunkte sammelt Philips wiederum mit der<br />
Skype-Unterstützung, leider liegt die Kamera<br />
„Der BDP7750 gibt Blu-rays mit UHD-<br />
Auflösung aus und DVDs erstrahlen<br />
dank einer potenten Nachbearbeitung<br />
in neuem Glanz.“<br />
dem Abspieler nicht bei. Der Player bootet auch<br />
ohne Schnellstartmodus relativ fix und komplexe<br />
Blu-ray Discs werden verhältnismäßig zügig<br />
eingelesen. Dabei rauscht das Laufwerk nur<br />
minimal; während die Disc im Laufwerk rotiert,<br />
sind aber dezente Klickgeräusche zu vernehmen.<br />
Aus einem gängigen Betrachtungsabstand<br />
von rund 2,5 Metern fällt das aber kaum noch<br />
auf und läuft der Film, übertönt der Sound der<br />
Anlage die Betriebsgeräusche. Das Menü gibt<br />
sich übrigens eher schlicht, lässt sich aber angenehm<br />
flink bedienen. Die Internetfunktionen<br />
steuern Sie besser über die kostenlose App für<br />
Android- und Apple-Geräte. Blu-rays werden<br />
mit einer tadellosen Bildqualität wiedergeben<br />
und erstrahlen in feinster Full-HD-Auflösung.<br />
Dank der UHD-Unterstützung können Sie<br />
Bilder auch mit bis zu 3 840 x 2 160 Bildpunkten<br />
ausgeben; die Skalierung erfolgt automatisch.<br />
DVDs erstrahlen zudem in neuem Glanz, denn<br />
neben der ansprechend knackigen und nahezu<br />
flimmerfreien Darstellung können Sie Bilder<br />
auch nachschärfen oder Rauschen effizient<br />
entfernen.<br />
Was uns gefällt<br />
+ Sehr gute Bildqualität, Ultra-HD-Upscaling<br />
+ Skype, Wi-Fi Direct, Miracast, WLAN intern<br />
+ WLAN mit bis zu 300 Mbit/s<br />
+ Surround-Ausgänge<br />
Was uns stört<br />
– Plastikgehäuse<br />
– Einlesegeschwindigkeit behäbig<br />
– Laufwerk im Betrieb leicht hörbar<br />
– Keine 4K-Foto- oder -Videodarstellung<br />
Details<br />
Hersteller<br />
Modell<br />
Preis<br />
Maße (B × H × T)<br />
Stromverbrauch<br />
Philips<br />
BDP7750<br />
199 Euro<br />
43,5 × 4,2 × 23 cm<br />
10,6 W<br />
Ausstattung<br />
3D +<br />
UHD (4K) +<br />
WLAN<br />
integriert<br />
Smart TV +<br />
Youtube +<br />
Skype +<br />
DLNA +<br />
HDMI-CEC +<br />
Ausstattung<br />
Philips<br />
BDP7750<br />
8/2013<br />
Bildqualität<br />
Philips<br />
BDP7750<br />
8/2013<br />
Im Blu-ray-Betrieb macht die<br />
Fernbedienung eine gute Figur.<br />
Geht es aber um die Onlinefunktionen,<br />
sollten Sie besser auf die<br />
kostenlose App für Apple- und<br />
Android-Geräte zurückgreifen.<br />
Als einer der wenigen Probanden im Test, können Sie den Blu-ray-Player von Philips auch für die Videotelefonie via<br />
Skype nutzen. Die Kamera müssen Sie aber separat erstehen.<br />
Betrieb<br />
Auflösung 576p, 720p, 1 080i,<br />
1 080p, 2 160p<br />
Bootzeit<br />
20 s<br />
Startzeit Blu-ray 30 s<br />
Bildeinstellungen +<br />
www.hdtvmagazin.com 71
Samsung BD-F7500<br />
TESTSIEGER<br />
Blu-ray-Player-Vergleich<br />
Samsung<br />
BD-F7500<br />
8/2013<br />
Ausstattung<br />
Bildqualität<br />
Die Fernbedienung gibt sich<br />
etwas überladen und bei den<br />
Internetfunktionen leidet die<br />
Bedienung. Vor allem der Mauszeiger<br />
im Browser lässt sich nur<br />
im Schneckentempo steuern.<br />
Samsung<br />
BD-F7500<br />
8/2013<br />
Samsung<br />
BD-F7500<br />
8/2013<br />
Samsungs Topmodell sieht edel aus, doch auch hier besteht das Gehäuse nur aus Plastik. Technisch lockt der Blu-ray-<br />
Player dafür mit allerlei Sonderfunktionen.<br />
Was uns gefällt<br />
+ Sehr gute Bildqualität, Ultra-HD-Upscaling<br />
+ Wi-Fi Direct, WLAN intern<br />
+ Extrem schnelle Bootzeit<br />
+ Zweiter HDMI-Ausgang, Surround-Ausgänge<br />
Was uns stört<br />
– Plastikgehäuse<br />
– Kein Skype<br />
– Höchster Stromverbrauch im Testfeld<br />
– Keine 4K-Foto- oder -Videodarstellung<br />
Details<br />
Hersteller<br />
Samsung<br />
Modell<br />
BP-7500<br />
Preis<br />
249 Euro<br />
Maße (B × H × T) 43 × 4,3 × 20,1 cm<br />
Stromverbrauch 14 W<br />
Ausstattung<br />
3D +<br />
UHD (4K) +<br />
WLAN<br />
integriert<br />
Smart TV +<br />
Youtube +<br />
Skype –<br />
DLNA +<br />
HDMI-CEC +<br />
Betrieb<br />
Auflösung 576p, 720p, 1 080i,<br />
1 080p, 2 160p<br />
Bootzeit<br />
7 s<br />
Startzeit Blu-ray 27 s<br />
Bildeinstellungen +<br />
Mit dem BD-F7500 will Samsung Filme<br />
von Blu-ray Disc noch beeindruckender<br />
erscheinen lassen, denn der<br />
Abspieler kann die Bildausgabe auf Wunsch<br />
auf die UHD-Auflösung mit 3 840 × 2 160<br />
Bildpunkten hochskalieren. Dafür benötigen<br />
Sie natürlich einen passenden Flachbildfernseher<br />
oder Projektor, ansonsten bleibt das Bild<br />
schwarz. Aber auch ohne die UHD-Option ist<br />
die Bildqualität über jeden Zweifel erhaben<br />
und Blockbuster erstrahlen knackscharf. Selbst<br />
Filme auf DVD werden sichtbar aufgewertet<br />
und effektiv auf die Full-HD-Auflösung<br />
hochgerechnet. Die Darstellung erfolgt zudem<br />
nahezu flimmerfrei und kann auf Wunsch auch<br />
noch im Detail, etwa über eine Rauschunterdrückung,<br />
optimiert werden. Die Aufwertung<br />
greift aber weniger effizient als bei den aktuellen<br />
Flachbildfernsehern von Samsung ein. Optisch<br />
gibt sich der BD-F7500 schick, das Plastikgehäuse<br />
sollte aber nicht verheimlicht werden.<br />
Aufseiten der Ausstattung glänzt im Grunde<br />
nur die Skype-Kompatibilität mit Abwesenheit<br />
und der Blu-ray-Player hat viele Internet- und<br />
Streamingfunktionen mit an Bord. So konnten<br />
wir im Test etwa problemlos hochauflösende<br />
Filme im MOV- und MKV-Container streamen<br />
und diese Dateitypen wurden auch von einem<br />
USB-Speicher ruckelfrei abgespielt. Natürlich<br />
stehen Ihnen jede Mege Apps zur Verfügung<br />
und vom sozialen Netzwerk Facebook, über<br />
den Musikstreamingdienst Deezer, bis hin zum<br />
Video-on-Demand-Anbieter Watchever sind<br />
viele attraktive Angebote vorzufinden. Letztlich<br />
steht auch ein Browser zum Surfen im Internet<br />
zur Verfügung, die Bedienung ist hierbei über<br />
die Fernbedienung jedoch nur im Schneckentempo<br />
möglich. Hier schafft die kostenlose App<br />
für Apple- und Android-Geräte zumindest<br />
etwas Abhilfe. Die Verbindung zum Internet<br />
findet zeitgemäß natürlich kabellos über WLAN<br />
statt. Dank der Wi-Fi-Direct-Unterstützung<br />
ist es zudem möglich, einen direkten Kontakt<br />
zwischen dem BD-F7500 und einem mobilen<br />
Gerät aufzubauen; in diesem Fall ist kein Router<br />
nötig. Im Betrieb gibt sich der Blu-ray-Player<br />
fühlbar flink und selbst ohne Schnellstartmodus<br />
steht die Bedienoberfläche bereits nach sage<br />
„Der BD-F7500 punktet mit vielfältigen<br />
Anschlüssen, einer tadellosen<br />
Bildqualität und einer sehr hohen<br />
Bedien- und Bootgeschwindigkeit. “<br />
und schreibe sieben Sekunden zur Verfügung.<br />
Komplexe Discs werden auch relativ zügig<br />
eingelesen. Das Menü zeigt sich schick und<br />
auch hier wird eine hohe Bediengeschwindigkeit<br />
an den Tag gelegt. Im Filmbetrieb rauscht<br />
das Laufwerk nur ganz dezent und ist somit<br />
kaum wahrnehmbar. Die Leistungsaufnahme<br />
fällt mit über 14 Watt zwar immer noch gering<br />
aus, wenngleich manch anderer Player der<br />
Konkurrenz bereits unter der Zehn-Watt-Marke<br />
arbeitet. Auch auf der Anschlussseite kann der<br />
BD-F7500 Punkte sammeln und über den zweiten<br />
HDMI-Ausgang können Sie etwa den Ton<br />
separat an einen AV-Receiver weiterleiten. Zudem<br />
ist es möglich, über die analogen Ausgänge<br />
ein komplettes Surround-Set direkt anzuschließen.<br />
Bilder können ausschließlich digital per<br />
HDMI ausgegeben werden und Samsung hat<br />
sich, wie im Grunde alle Hersteller im Blu-ray-<br />
Player-Bereich, von den analogen Videoausgängen<br />
verabschiedet, was der Gesamtqualität aber<br />
keinen Abbruch tut.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />
72 | 8.2013
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W1080ST<br />
8/2013<br />
Bildqualität<br />
Benq<br />
W1080ST<br />
8/2013<br />
Der Lüfter ist selbst im Ecomodus<br />
deutlich hörbar. Im Gegenzug<br />
heizt sich der Projektor aber<br />
kaum auf.<br />
Dank der gewölbten optischen<br />
Einheit können Sie bereits aus<br />
kleinsten Entfernungen XXL-<br />
Bilder projizieren.<br />
Die Fernbedienung gibt Signale<br />
via Infrarot weiter. Diese werden<br />
von der Leinwand zurück auf den<br />
Empfänger reflektiert.<br />
Benq W1080ST<br />
Im Grunde handelt es sich beim W1080ST<br />
optisch und in Bezug auf die Technik um einen<br />
W1070. Neben der höheren Seriennummer<br />
ist aber das ST am Ende der Produktbezeichnung<br />
der ausschlaggebende Faktor. Dieses<br />
Kürzel steht für Short Throw und der W1080ST<br />
ist demnach in die Riege der Kurzdistanzprojektoren<br />
einzuordnen.<br />
Charakteristisch für diese Geräteklasse ist eine<br />
spezielle gewölbte Optik, die es erlaubt, verglichen<br />
mit herkömmlichen Projektoren, aus gleichem<br />
Abstand ein doppelt so großes Bild zu projizieren.<br />
Das ist besonders in kleinen Wohnzimmern<br />
praktisch und im Test haben wir aus 1,5 Metern<br />
Entfernung bereits eine zwei Meter breite Leinwand<br />
gefüllt. Das macht den W1080ST bei der<br />
Aufstellung besonders flexibel, wenngleich der<br />
Projektor der Preisklasse entsprechend über keine<br />
Lens-Shift-Funktion verfügt und Sie das Bild<br />
nicht verschieben können; an dieser Stelle muss<br />
also der Projektor genauestens justiert und auf die<br />
Leinwand abgestimmt werden. Eine Zoomfunktion<br />
ist aber vorhanden, sodass die Größe der<br />
Projektion in einem kleinen Rahmen angepasst<br />
werden kann. Da der W1080ST vergleichsweise<br />
klein und leicht ist, lässt er sich ohne viel<br />
Aufwand korrekt ausrichten. Dank der Kurzdistanzoptik<br />
kann der Aufbau zudem näher an der<br />
Projektionsfläche stattfinden, sodass während<br />
eines Filmabends niemand durch den Lichtweg<br />
„Der Kurzdistanzprojektor projiziert<br />
strahlende XXL-Bilder aus geringer<br />
Entfernung und beeindruckt mit<br />
toller 3D-Darstellung.“<br />
bzw. durch das Bild laufen muss. Dank der beiliegenden<br />
Tasche ist der W1080ST voll auf Mobilität<br />
ausgelegt und kann im Nu für einen Videospielabend<br />
bei Freunden eingepackt werden.<br />
Farben aus Hollywood<br />
Bei der Projektionstechnik setzt Benq auf die<br />
DLP-Technik. Der Preisklasse entsprechend<br />
kommt dabei das Ein-Chip-Verfahren zum Einsatz<br />
und die Farben werden über ein rotierendes<br />
Farbrad im Lichtweg erzeugt. Technisch bedingt<br />
sind Farbblitzer an kontraststarken Kanten<br />
(Regenbogeneffekt) nicht vermeidbar. Die Wahrnehmung<br />
dieses Effekts variiert aber von Person<br />
zu Person und nimmt mit geringerer Gesamthelligkeit<br />
der Projektion ab. Im abgedunkelten<br />
Heimkino und kalibrierten, farbneutralen Modus<br />
sind die Blitzer dann seltener wahrnehmbar.<br />
Damit Farben möglichst unverfälscht und wie<br />
von den Filmschaffenden gewollt reproduziert<br />
werden, müssen Sie lediglich den Cinema-Bildmodus<br />
aktivieren. Postwendend erstrahlen die<br />
Primär- und Sekundärfarben nahezu der <strong>HDTV</strong>-<br />
Norm entsprechend. Im Detail kommt es aber im<br />
Grünbereich zu leichten Abweichungen, da die<br />
Darstellung auf Bildhelligkeit getrimmt ist. Auch<br />
Rot gerät etwas aus dem Ruder. Eine perfekte<br />
Anpassung über das interne Farbmanagement<br />
ist im Übrigen leider nicht möglich. Insgesamt<br />
gelingt die Abbildung von Zuspielungen aber<br />
ausgeglichen und wirkt nicht überzuckert. Zudem<br />
werden auch Sonderfarben nahezu optimal<br />
dargestellt und die Leuchtkraft aller Farben fällt<br />
untereinander sehr ausgeglichen aus. Verwunderlich:<br />
Aktivieren Sie im Menü die Farbtemperatur<br />
Warm, erstrahlt das Bild nahezu komplett ohne<br />
Blauanteil, was zu einem merklichen Farbstich in<br />
Richtung Grün und Rot führt. Im Test aktivierten<br />
wir anschließend die Voreinstellung Normal und<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Benq<br />
74 | 8.2013
starteten die Kalibrierung der Farbtemperatur.<br />
Mit nur wenigen Handgriffen konnten wir dem<br />
W1080ST dann eine nahezu mustergültige, von<br />
einem Farbstich befreite Abbildung entlocken.<br />
Auch die Durchzeichnung gibt sich den Messungen<br />
zufolge vorbildlich und dabei werden weder<br />
Details verschluckt noch überbetont. Bei der<br />
Bewegtbildschärfe muss der Kurzdistanzprojektor<br />
aber der fehlenden Zwischenbildberechnung<br />
Tribut zollen, denn Kameraschwenks in einem<br />
Kinofilm werden deutlichen unschärfer als eine<br />
ruhige Szene abgebildet. Die statische Bildschärfe<br />
kann wiederum voll und ganz überzeugen. An<br />
dieser Stelle können Sie den Schärferegler im<br />
Menü ruhig voll aufziehen, denn selbst in der<br />
höchsten Stufe wirkt die Darstellung nicht überschärft<br />
und die 1 920 × 1 080 Bildpunkte sorgen<br />
für eine extrem knackige<br />
Abbildung. Vorbildlich:<br />
Trotz der Kurzdistanzoptik<br />
kommt es kaum zu<br />
Verzerrungen im Randbereich<br />
der Projektion<br />
und auch die Farbsäume<br />
um Objektkanten halten<br />
sich erfreulich zurück.<br />
Heller als LED-LCD<br />
In puncto Leuchtkraft<br />
erreicht der W1080ST<br />
durchaus Rekordwerte<br />
und erstrahlt im hohen<br />
Lampenmodus und mit<br />
aktivierter Brillant-<br />
Color-Option teils heller<br />
als aktuelle LED-LCD-<br />
Fernseher. In diesem<br />
Bildmodus müssen Sie<br />
aber mit einer stark<br />
verfälschten Farbdarstellung<br />
leben. Für ein<br />
Die Minifernbedienung wirkt etwas überladen. Standardfunktionen<br />
sind aber gut zu erreichen.<br />
Fußballspiel am Tag sollte das aber vollkommen<br />
in Ordnung gehen und dank der Leuchtreserven<br />
können Sie die Projektionen bis zu einem<br />
gewissen Grad auch bei vorhandenem Umgebungslicht<br />
realisieren. Im Ecomodus pendelt<br />
sich die Leistungsaufnahme übrigens bei rund<br />
200 Watt ein; die 300-Watt-Marke wird auch im<br />
hohen Lampenmodus nicht durchbrochen. Der<br />
Lüfter ist leider in jedem Lampenmodus deutlich<br />
hörbar, wenngleich das Rauschen im Zuge<br />
des Sounds eines actionreichen Blockbusters<br />
untergeht. Im schon angesprochenen farbneutralen<br />
Modus erstrahlt der Kurzdistanzprojektor<br />
immer noch heller als ein Plasmafernseher,<br />
dennoch sollte der Filmabend im Optimalfall<br />
unter gedämpften Lichtverhältnissen stattfinden.<br />
Aufgrund der Preisklasse wurde der Lichtweg<br />
des W1080ST hinsichtlich der Vermeidung<br />
von Restlicht nur wenig optimiert und die<br />
Schwarzdarstellung kann nicht überzeugen. So<br />
wirken dunkle Bildanteile eher gräulich und<br />
die Kontrastdarstellung gelingt nur auf einem<br />
befriedigenden Niveau. 3D-Bilder werden mittels<br />
Shutter-Brillen realisiert. Leider liegen dem<br />
W1080ST keine bei und die Brillen müssen separat<br />
erworben werden. An dieser Stelle können Sie<br />
auch auf Modelle von Drittherstellern zurückgreifen,<br />
die mit rund 30 Euro etwas günstiger<br />
sind. Dank der extrem schnellen Schaltzeiten der<br />
DLP-Technik gelingt die plastische Darstellung<br />
Was uns gefällt<br />
+ Sehr helle Bilder<br />
+ Gute Farbdarstellung<br />
+ Riesige Bilder aus kurzer Distanz<br />
+ Tolle 3D-Darstellung<br />
Was uns stört<br />
– Mäßige Schwarzdarstellung, Farbblitzer<br />
– Kein Lens Shift zur Bildverschiebung<br />
– 3D sehr dunkel<br />
– Lüfter deutlich hörbar<br />
komplett von Doppelkonturen befreit. Das<br />
macht richtig Spaß, nur leider reduziert sich die<br />
Leuchtkraft im 3D-Modus auf ein Minimum und<br />
Sie sollten möglichst in einem komplett dunklen<br />
Raum in die greifbaren Welten abtauchen.<br />
DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Standardmodus Cinema<br />
Helligkeit 50<br />
Kontrast 50<br />
Farbe 50<br />
Farbton 50<br />
Bildschärfe 15<br />
Farbtemperatur Normal<br />
Lampenleistung Je nach Wunsch<br />
Rauschreduktion 8<br />
Farbtemperatur-<br />
Feineinstellung Alles Standard bis auf:<br />
Grün +94, Blau +97<br />
Gamma-Auswahl 2.2<br />
Brillant Color Aus<br />
Farbmanagement Alles Standard<br />
Der Kurzdistanzprojektor W1080ST verfügt über genügend digitale und analoge Ein- und Ausgänge. Heimkino-Enthusiasten können das Gerät zudem über die R-232-Schnittstelle<br />
mit Befehlen speisen und dank des 12-Volt-Triggers kann auch eine automatisch ausfahrbare Leinwand direkt angesteuert werden.<br />
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Benq W1080ST<br />
Details<br />
Preis<br />
1 199 Euro<br />
Farbe<br />
Weiß<br />
Maße (B × H × T)<br />
31,2 × 10,4 × 24,4 cm<br />
Gewicht<br />
2,85 kg<br />
Bauweise<br />
DLP<br />
Auflösung<br />
1920 x 1080 Pixel<br />
Lampenlaufzeit<br />
6 000 h (Eco)<br />
3D<br />
ja (Shutter-Technik)<br />
Stromverbrauch<br />
200–275 Watt<br />
Zubehör<br />
Fernbedienung<br />
Standardfernbedienung (Infrarot)<br />
3D-Brille<br />
nein, optional erhältlich<br />
Anschlüsse<br />
2 × HDMI (3D) 1 × Komponente 1 × PC<br />
1 × Audio in 1 × Kopfhörer 1 × USB<br />
1 × R232 1 × 12-V-Trigger<br />
Sonderfunktionen<br />
Lautsprecher, projiziert XXL-Bilder aus geringem Abstand<br />
Projektor-Funktionen<br />
Einschaltzeit<br />
ca. 30 Sekunden<br />
Lautstärke<br />
35 – 40 db (A)<br />
Bildformatwahl<br />
flexibel, kein Bildbeschnitt bei SD<br />
Bild-in-Bild<br />
nein<br />
Gaming<br />
Eingabeverzögerung<br />
niedrig (30 ms), gut spielbar<br />
Spielemodus<br />
nicht vorhanden<br />
Helligkeit/Schwarzwert<br />
Leuchtkraft<br />
250 cd/m 2 (400 cd/m 2 hoher Lampenmodus)<br />
Schwarzwert 0,18 cd/m 2<br />
Helligkeitsverteilung<br />
55 % 70 % 50 %<br />
60 % 100 % 50 %<br />
55 % 80 % 50 %<br />
Durchzeichnung<br />
präzise Durchzeichnung bereits in der Voreinstellung<br />
Bildschärfe<br />
Auflösung<br />
1 920 × 1 080 Pixel<br />
Detailnachschärfung<br />
ja, über Schärferegler (kontrastbasiert)<br />
Bewegtbildschärfe<br />
befriedigend, 60-Hertz-Niveau<br />
Nachzieheffekte<br />
kaum sichtbar<br />
Filmglättung<br />
nicht vorhanden<br />
Farbdarstellung<br />
Farbraum<br />
Grüntöne leicht ins Gelbliche verschoben,<br />
Rottöne mit steigender Sättigung kräftig<br />
Farbtemperatur<br />
Voreinstellungen deutlich zu warm, nach<br />
Kalibrierung präzise<br />
Bildfehler<br />
Farbsäume / Verzerrungen gering / gering<br />
Farbblitzer / Pixelrauschen sichtbar / gering<br />
Abgestufte Farbübergänge gering<br />
Tonwiedergabe<br />
Qualität<br />
bestenfalls auf Telefonhörerniveau<br />
Einstellungen<br />
nicht vorhanden<br />
Automatische Lautstärkekorrektur nicht vorhanden<br />
3D-Darstellung<br />
Helligkeit 40 cd/m 2<br />
Doppelkonturen (Crosstalk) nicht wahrnehmbar<br />
3D-Brille flimmerfrei<br />
nein<br />
Auflösung<br />
Full-HD-3D<br />
Bilder: Auerbach Verlag<br />
76 | 8.2013
Sony HMZ-T3W<br />
Bilder: Sony<br />
Sie wollen OLED-Bildtechnologie,<br />
eine gebogene Bildfläche und riesige<br />
Bilddiagonale, sind aber nicht bereit,<br />
knapp 8 000 Euro für einen OLED-Fernseher<br />
zu investieren? Dann könnte Sonys neueste<br />
Version des 3D-Kopfkinos genau die richtige<br />
Empfehlung für Sie sein.<br />
Falls Sie noch nie etwas von Sonys 3D-Kopfkino<br />
gehört haben, zunächst ein Blick zurück: 2011<br />
veröffentlichte Sony mit dem HMZ-T1 das erste<br />
3D-Kopfkino mit HD-Auflösung und OLED-<br />
Technik. Zwei kleine Minidisplays erscheinen<br />
durch vorgelagerte Linsen wie eine XXL-Leinwand<br />
und die optische Illusion, tatsächlich in<br />
„Jetzt veröffentlicht Sony<br />
die dritte Version des<br />
3D-Kopfkinos und diese<br />
unterscheidet sich gravierend<br />
vom Vorgängermodell.“<br />
einem Heimkino zu sitzen und auf ein riesiges<br />
Bild zu blicken, ist nahezu perfekt geglückt. Mit<br />
knapp 420 Gramm wog die 3D-Brille aber deutlich<br />
zu viel und durch die ungünstige Gewichtsverlagerung<br />
nach vorn, sowie die seltsam angebrachten<br />
Halteriemen, drückte das 3D-Kopfkino<br />
schmerzhaft auf die Nase und gegen die Stirn.<br />
Mit dem Nachfolgemodell HMZ-T2 war<br />
Besserung in Sicht, denn Sony verringerte das<br />
Gewicht auf knapp 330 Gramm und setzte auf<br />
eine dezent schlankere Konstruktion. In Summe<br />
war das HMZ-T2 angenehmer, aber längst nicht<br />
angenehm zu tragen. Jetzt veröffentlicht Sony<br />
die dritte Version des 3D-Kopfkinos und diese<br />
unterscheidet sich gravierender vom Vorgängermodell,<br />
als man zunächst vermuten würde.<br />
Mit oder ohne Kabel?<br />
Beim Auspacken des HMZ-T3W fallen neben<br />
der Videobrille zwei kleine Kästen auf, während<br />
beim Vorgängermodell nur eine Box beilag.<br />
Des Rätsels Lösung ist die neue Drahtlosverbindung:<br />
Das HDMI-Kabel der Quelle wird<br />
wie gehabt an der Videobox angedockt, diese<br />
kommuniziert aber wahlweise ohne Kabel mit<br />
dem neuen Empfänger und dies innerhalb einer<br />
Reichweite von fünf Metern. Da der Drahtlosempfänger<br />
gleichzeitig Energielieferant (Akku)<br />
für die 3D-Brille ist, kommen Sie um ein Kabel<br />
am Ende doch nicht herum. Dennoch weiß die<br />
neue Bewegungsfreiheit zu gefallen und im Test<br />
klappte die Erkennung zwischen Sender und<br />
Empfänger ohne Aussetzer, selbst bei Full-HD-<br />
Signalen in 1 080p und 3D. Wer der Bild- und<br />
Tonübertragung über den Äther misstraut, kann<br />
immer noch zur bewährten HDMI-Verkabelung<br />
greifen. Die Entscheidung zur drahtlosen oder<br />
drahtgebundenen Verkabelungen nimmt großen<br />
Einfluss auf die Akkuleistung: Mit direkter<br />
HDMI-Verbindung hält das HMZ-T3W knapp<br />
sieben Stunden am Stück durch, mittels aktiver<br />
Drahtlosverbindung nur knapp drei Stunden.<br />
Der integrierte Akku ist nach drei bis vier<br />
Stunden wieder vollständig geladen, alternativ<br />
können Sie die Akkubox auch permanent mit<br />
Details<br />
Hersteller<br />
Modell<br />
Preis<br />
Maße (B × H × T)<br />
Gewicht<br />
Stromverbrauch<br />
Ausstattung<br />
HDMI-Eingänge<br />
HDMI-Ausgänge<br />
Drahtlosübertragung<br />
Technik<br />
Bauweise<br />
Auflösung<br />
3D<br />
Kopfhörer<br />
Sony<br />
HMZ-T3W<br />
1 299 Euro<br />
18,9 cm × 14,8 cm × 27 cm<br />
320 g<br />
11 Watt Kopfkino,<br />
8 Watt AV-Box<br />
3 (AV-Box),<br />
1 (Akku-Box)<br />
2 (Kopfkino, TV)<br />
Ja (Bild + Ton)<br />
OLED-3D-Kopfkino<br />
1 280 × 720 Pixel<br />
Ja<br />
Mitgeliefert, In-Ear<br />
(Anschlussmöglichkeit<br />
für alle Kopfhörer)<br />
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Strom versorgen. Schalten Sie das 3D-Kopfkino<br />
ab, schleift die Videobox das Signal auf Wunsch<br />
zu einem Fernseher durch (beachten Sie bei der<br />
Verkabelung unbedingt die korrekte Zuweisung).<br />
Maximal drei externe Zuspieler docken<br />
an der Videobox an, dank der MHL-Schnittstelle<br />
lassen sich Smartphones nicht nur zur<br />
Bildausgabe überreden, sondern deren Akkus<br />
gleichzeitig auftanken.<br />
Wirklich praktisch?<br />
Während Sie bei einem Flachbildfernseher einfach<br />
nur gemütlich vor dem TV Platz nehmen<br />
müssen, heißt es beim HMZ-T3W „handgreiflich“<br />
zu werden. Das Stirnpolster lässt sich per<br />
Schalter nach vorn verschieben, der obere Halteriemen<br />
nahezu stufenlos von hinten nach vorn<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Bildmodus<br />
Anwender<br />
Kontrast 100<br />
Helligkeit 50<br />
Farbe 50<br />
Farbtemperatur Natürlich<br />
Panel-Ansteuerung Klar<br />
Klares Schwarz +6<br />
Bildschärfe Hoch +2<br />
Bildschärfe Mittel +2<br />
Rauschunterdr. Aus<br />
Kontrast-Remaster Aus<br />
Anzeigegröße 100 %<br />
Bildschirm<br />
Je nach Wunsch<br />
24p-True-Cinema Ein<br />
Filmkonvertierung Auto<br />
Overscan<br />
Aus<br />
Bildformat<br />
Wide<br />
bewegen. Somit lastet das immer noch stolze<br />
Gewicht von 320 Gramm nicht länger vollständig<br />
im Nasenbereich, sondern die 3D-Brille<br />
liegt besser auf dem Kopf auf. Allerdings gibt<br />
es noch immer einen Haken: Wird der hintere<br />
Halteriemen nicht straff genug angezogen, kippt<br />
die Brille sehr schnell nach vorn. Da bereits<br />
wenige Millimeter Abweichung ausreichen, um<br />
das Bild unschärfer darzustellen, ist die exakte<br />
Ausrichtung des 3D-Kopfkinos nach wie vor ein<br />
schwieriger Balanceakt. Die bequemste Haltung<br />
erzielten wir im Liegen mit angewinkelter Kopfstütze,<br />
während uns im Sitzen das Gewicht des<br />
3D-Kopfkinos schon nach kurzer Zeit ermüdete.<br />
Sony wäre somit gut beraten, das mittlerweile<br />
in der dritten Generation überarbeitete Design<br />
gänzlich über Bord zu werfen und die Auflagefläche<br />
im Gesichtsbereich deutlich zu vergrößern:<br />
Winzige Auflageflächen lassen keinen Tragekomfort<br />
aufkommen, Druckstellen bilden sich<br />
binnen weniger Minuten. Durch die drahtlose<br />
Bild- und Tonübertragung sowie den Einsatz eigener<br />
Kopfhörer kann das HMZ-T3W dennoch<br />
Ein externer Akku speist die 3D-Brille und muss als einziges<br />
Zusatzgerät direkt verkabelt werden. Bild- und Ton<br />
gelangen auf Wunsch drahtlos zur AV-Box, die maximal<br />
drei HDMI-Quellen Anschluss bietet. Kopfhörer docken<br />
entweder an der 3D-Brille oder an der AV-Box an.<br />
gegenüber den Vorgängermodellen punkten,<br />
wirklich massenmarkttauglich erscheint das<br />
Konzept aber nach wie vor nicht. Gleiches gilt<br />
für die mitgelieferten Lichtblocker: Die Gummieinlagen<br />
lassen sich nur umständlich installieren,<br />
fallen dafür aber umso schneller wieder aus<br />
der Verankerung.<br />
OLED-Bildqualität<br />
Auch wenn wir aufgrund der vorgelagerten<br />
Linsen keine detaillierten Messwerte ermitteln<br />
konnten, fällt die Darstellungsqualität<br />
des HMZ-T3W hochgradig natürlich aus.<br />
Bei der Farbwiedergabe verzichtet Sony auf<br />
einen Bonbon-Look und der satte Kontrast<br />
der OLED-Technik lässt Filmbilder ungemein<br />
plastisch erscheinen. Um den Effekt einer gekrümmten<br />
Leinwand nachzustellen, können Sie<br />
die Bildschirmeinstellung verändern, woraufhin<br />
2D-Bilder leicht gebogen erscheinen. Dieser<br />
Effekt ist leider nicht im 3D-Modus anwählbar.<br />
Aufseiten der Bildbrillanz und Abschottung<br />
gegenüber Restlicht sind jedoch keine Vorteile<br />
Lautstärkeregler, Ein-Aus-Schalter<br />
und Navigationsknopf lassen keine<br />
Sehnsucht nach einer Fernbedienung<br />
aufkommen.<br />
Innerhalb des Nasenaufsatzes<br />
befindet sich ein kleiner<br />
Sensor: Legen Sie die Brille ab,<br />
schaltet sich das Bild automatisch<br />
aus und die OLED-Displays<br />
werden geschont.<br />
Der Abstand beider Linsen lässt sich<br />
durch zwei Regler justieren. Nur wenn Sie<br />
das HMZ-T3W auf Ihren Augenabstand<br />
optimieren, erscheinen Bilder wirklich<br />
scharf.<br />
Bilder: Sony<br />
78 | 8.2013
zu den Vorgängermodellen erkennbar. Ohne<br />
Lichtblocker erscheint die Bildfläche stark<br />
aufgehellt und mit der Bildhelligkeit eines<br />
Flachbildfernsehers kann das 3D-Kopfkino<br />
nicht konkurrieren. Zudem fehlt eine Zwischenbildberechnung,<br />
um die Bewegtbildschärfe zu<br />
optimieren und Filmbilder flüssiger ablaufen zu<br />
lassen. Als Kompromiss können Sie den Panel-<br />
„Blicken Sie auf die<br />
winzigen Displays<br />
des HMZ-T3W, haben Sie<br />
wirklich den Eindruck, Sie<br />
säßen vor einer Leinwand.“<br />
Ansteuerungsmodus auf „Klar“ umschalten,<br />
woraufhin Dunkelphasen zwischen den Bildern<br />
eingestreut werden und schnelle Bewegungen<br />
deutlich schärfer erscheinen – die Bildhelligkeit<br />
nimmt aber im Gleichklang ab. Damit Kinofilme<br />
im Blu-ray-Kinoformat nicht ruckeln, sollten<br />
Sie 24p-True-Cinema aktivieren, woraufhin das<br />
HMZ-T3W die 60-Hertz-Wandlung umgeht.<br />
Doch auch hier kein Vorteil ohne Nachteil: Je<br />
nach Eingangsfrequenz kommt es zum Großflächenflimmern<br />
und die Bewegtbildschärfe fällt<br />
nicht optimal aus.<br />
Illusion geglückt<br />
Blicken Sie auf die winzigen Displays des HMZ-<br />
T3W, haben Sie wirklich den Eindruck, Sie<br />
säßen vor einer Leinwand. Durch ein vorgelagertes<br />
Linsensystem wird Ihnen eine entfernte<br />
Sitzposition vorgetäuscht und mit Ausnahme<br />
der sichtbaren Bildränder der Displays ist die<br />
Illusion fast perfekt. Das komplette Sichtfeld<br />
füllen die OLED-Displays allerdings nicht aus,<br />
stattdessen wählte Sony eine gesunde Mischung<br />
aus Bildgröße und wahrgenommener Entfernung.<br />
Falls Sie die Bildgröße dennoch unangenehm<br />
empfinden, können Sie die Anzeigegröße<br />
um drei Stufen auf bis zu 70 Prozent reduzieren.<br />
Die Displayauflösung wird mit 1 280 × 720 Bildpunkten<br />
angegeben, was erst einmal nach nicht<br />
viel klingt, in der Praxis aber keinesfalls verpixelte<br />
Bilder nach sich zieht. Vor dem Betrachten<br />
der Bilder sollten Sie allerdings den Abstand<br />
der Linsen auf Ihren Augenabstand angleichen<br />
und die Brille exakt ausrichten, sonst treten<br />
Unschärfen (vor allem in den Randbereichen)<br />
störend zutage. Die Pixelstruktur ist nahezu<br />
unsichtbar, lediglich die Grundschärfe lässt ein<br />
wenig zu wünschen übrig, insbesondere dann,<br />
wenn man vorab einen 4K-Fernseher im 3D-<br />
Betrieb bestaunt hat. Mittels zweier Schärferegler<br />
können Sie den subjektiven Detaileindruck<br />
etwas verbessern, Flachbildfernseher bieten hier<br />
aber ein noch plastischeres Niveau. Die 3D-<br />
Darstellung profitiert von den getrennten Displays<br />
ungemein: Es gibt keine Doppelkonturen,<br />
keine Helligkeitsunterschiede im Vergleich zum<br />
2D-Betrieb und keinerlei Qualitätsverlust. Beim<br />
Ton setzen Sie am besten auf potente Kopfhörer,<br />
um den vollen Kinosound zu genießen. Neben<br />
den virtuellen Surround-Modi stehen Ihnen<br />
auch Decoder für Tonspuren in Dolby Digital<br />
und DTS zur Verfügung.<br />
Weiterentwicklung hat ihren Preis<br />
Keine Frage: Mit dem HMZ-T3W stellte Sony<br />
den bislang ausgereiftesten Vertreter des 3D-<br />
Kopfkinos in die Regale. Doch so sehr sich das<br />
Design und der Tragekomfort weiterentwickeln,<br />
so sehr stagniert die Bildtechnik und die<br />
Handhabung. Noch immer ist das 3D-Kopfkino<br />
umständlich auf die Kopfform einzustellen und<br />
die Gummieinlagen zur Lichtabschottung sind<br />
kaum praxisgerecht verwendbar. Die vergleichsweise<br />
geringe Auflösung von 1 280 × 720<br />
Bildpunkten ist in Zeiten von Ultra HD dezent<br />
veraltet und die fehlende Zwischenbildberechnung<br />
macht Kompromisse bei der Bewegtbilddarstellung<br />
unvermeidbar. Kontrast, Farbdarstellung<br />
und 3D-Wirkung können dagegen mit<br />
der besten TV- und Videotechnik Schritt halten<br />
und durch die kompakte Größe können Sie Ihr<br />
ganz privates Heimkino nahezu überall genießen.<br />
Dass Sony den Preis seit der ersten Generation<br />
schrittweise erhöht hat und das HMZ-T3W<br />
stolze 1 300 Euro kostet, ist da nur ein kleiner<br />
Wermutstropfen, denn das Vorgängermodell<br />
HMZ-T2 bleibt weiterhin erhältlich und wurde<br />
im Preis auf 700 Euro gesenkt.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Was uns gefällt<br />
+ OLED-Bildqualität im XXL-Format<br />
+ Absolut natürlicher 3D-Eindruck<br />
+ Drahtlose Bild- und Tonübertragung<br />
+ Verbessertes Tragegefühl<br />
Was uns stört<br />
– Hoher Preisaufschlag zu HMZ-T2<br />
– Perfekte Bildschärfe schwer erreichbar<br />
– Keine Zwischenbildberechnung<br />
– Immer noch nicht praktisch zu tragen<br />
Zwar befinden sich Ihre Augen nur wenige Zentimeter vor den OLED-<br />
Displays, durch die vorgelagerten Linsensysteme erscheint die Bildfläche<br />
jedoch meterweit entfernt. Der subjektive Eindruck entspricht dem<br />
Blickfeld von den hinteren Sitzreihen im Kinosaal aus.<br />
www.hdtvmagazin.com 79
80 | 8.2013<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Warner Home, DC
Wer „sorgt“ sich um <strong>Super</strong>man?<br />
Martha<br />
Kent<br />
(Diane<br />
Lane) freut<br />
sich über<br />
die Rückkehr<br />
ihres<br />
Sohnes.<br />
Kevin<br />
Costner<br />
spielt den<br />
irdischen<br />
Ziehvater<br />
Jonathan<br />
Kent.<br />
Verstorben,<br />
aber<br />
unvergessen:<br />
Jor-El<br />
(Russel<br />
Crowe) als<br />
Übervater.<br />
Äschert<br />
<strong>Super</strong>mans<br />
Heimat ein:<br />
General<br />
Zod<br />
(Michael<br />
Shannon).<br />
Ist es ein Vogel? Ein Flugzeug? Oder doch<br />
nur ein Außerirdischer, der seine <strong>Super</strong>kräfte<br />
aus der Sonnenstrahlung zieht und<br />
eine Vorliebe für rot-blaue Schlafanzüge hat? In<br />
jedem Fall ist es die Rückkehr eines Kinohelden,<br />
der einen Neustart redlich verdient hat.<br />
Die übermenschlichen Fähigkeiten hängen von<br />
den Genen ab, weshalb die Filmhandlung auf<br />
Krypton beginnt, dem Heimatplaneten des kleinen<br />
Babys namens Kal-El. Lara Lor-Van (Ayelet<br />
Zurer) und Jor-El (Russel Crowe) sind wohl das,<br />
was man bei uns als umweltbewusste, nachhaltig<br />
denkende Liberale betiteln würde. Sie sind also<br />
gegen die konservativen Ansichten der amtierenden<br />
Regierung, die gierig den Kern Kryptons<br />
abbaut und damit das Schicksal des Planeten besiegelt<br />
hat. Des Weiteren legt der Staat ein Ständesystem<br />
vor, das das Schicksal eines jeden noch vor<br />
der Geburt genetisch festlegt. Um jene Einschränkung<br />
zu umgehen und ihrem Sohn sämtliche<br />
Möglichkeiten seiner freien Entfaltung offen zu<br />
halten, haben sich die beiden für eine natürliche<br />
Geburt entschieden, was gegen das höchste<br />
Gesetz verstößt. Jene genetische Vorsehung sorgt<br />
dafür, dass General Zod (Michael Shannon) zum<br />
ultimativenVerteidiger der Bevölkerung Kryptons<br />
wird. Seine Interesse am Erhalt seiner Spezies ist<br />
dabei so groß und unflexibel in ihn eingebrannt,<br />
dass er nur noch einen Putsch und die gewaltsame<br />
Übernahme der Regierung als Lösung<br />
sieht. Auf diesem Wege wird aus seinem früheren<br />
Verbündeten Jor-El ein Gegner, da dieser einen<br />
anderen Weg des Erhalts sieht und daher gegen<br />
den Agressor kämpft. Sich der aussichtslosen Lage<br />
ihrer Heimat bewusst, hat Lara bereits die Erde<br />
als neuen Planeten für ihr Baby ausgesucht und<br />
schickt es auch sogleich mit der gesamten kulturellen<br />
Information ihres Heimatplaneten versehen<br />
in einer Weltraumkapsel los, als die Militärgewalt<br />
in ihr Zuhause eindringt. Der Planet geht unter<br />
und mit ihm jegliche Wurzel des zukünftigen<br />
<strong>Super</strong>man. Dieser landet sicher und geborgen im<br />
Farmstaat Kansas und wird von Jonathan (Kevin<br />
Costner) und Martha Kent (Diane Lane), einem<br />
kinderlosen Ehepaar, gefunden und aufgezogen.<br />
Jugendjahre in Geborgenheit<br />
Der Rest ist Geschichte, wie es so schön heißt –<br />
erzählt durch diverse Flashbacks die den umherziehenden<br />
Gelegenheitsarbeiter Clark Kent<br />
(Henry Cavill) gelegentlich befallen. Er erinnert<br />
sich nicht nur an die guten Werte, die ihm seine<br />
irdischen Eltern beibrachten, sondern auch<br />
an den Tag, als er das erste Mal ein gewisses<br />
Gespräch mit seinem Vater hatte. Dabei ging es<br />
weniger um die Sache zwischen Männern und<br />
Frauen, als vielmehr um die Tatsache, dass er<br />
nicht von dieser Welt stammt und er besser seine<br />
<strong>Super</strong>kräfte im Zaum halten sollte, wenn ihm<br />
etwas am normalen Leben liegt. Auf seiner Reise<br />
durch Kanada hört Clark durch Zufall von einem<br />
mysteriösen, jahrtausende alten Objekt, das<br />
sich in der Arktis unter einer dicken Eisschicht<br />
befindet. Und dieser bitterkalte Ort der Einsamkeit<br />
soll jener Ort werden, an dem er sowohl ein<br />
Relikt aus seiner Vergangenheit wie auch seine<br />
Zukunft finden soll. Lois Lane (Amy Adams),<br />
ihres Zeichens Sensations-Reporterin, ist nämlich<br />
„Wenn eine ganze Welt untergeht<br />
oder auch Metropolis zu Schutt und<br />
Asche zerlegt wird, gibt es ordentlich<br />
Futter für die Ohren.“<br />
ebenfalls hinter diesem Geheimnis her, dass zur<br />
Story ihres Lebens werden soll. Alles in allem ist<br />
„Man Of Steel“ aber nicht nur die Entstehungsgeschichte<br />
des <strong>Super</strong>helden schlechthin. Es ist auch<br />
der fortgeführte Kampf eines Sohnes, der die<br />
Prinzipien seiner Eltern (der leiblichen und der<br />
Adoptiveltern) gegen eine unerbittliche Macht<br />
von außen schützen möchte. Dennoch ist dieser<br />
Film natürlich auch ein riesiges Actionspektakel,<br />
bei dem man sich vor Kinobombast kaum noch<br />
retten kann.<br />
Man Of Steel von Warner Home ab 25. Oktober auf Blu-ray.<br />
<strong>Super</strong>-Bild<br />
Die Anfangssequenz auf Krypton spielt bereits<br />
mit ihren visuellen Muskeln, denn der Detailgrad,<br />
die Schärfe und die filigranen Strukturen<br />
sowie Texturen sind in ihrer Qualität beispiellos.<br />
Was der Zuschauer in der Luftschlacht auf<br />
Krypton zu sehen bekommt, sind visuelle Effekte<br />
vom Feinsten – ein Heimkinoerlebnis der Referenzklasse,<br />
ein Effektfeuerwerk das Ihnen Augen,<br />
Ohren und Mund öffnen wird, so unglaublich<br />
packend und schön ist es. Zugleich fallen aber<br />
auch das düstere Flair und die leichte Wackelkamera<br />
auf, die den Look erwachsener und<br />
authentischer machen sollen. Auf der Erde wird<br />
es dann sogar noch düsterer. Wartete Krypton<br />
hauptsächlich mit einer orangen Farbgebung auf,<br />
so verströmt die Erde pure Kälte. Der Kontrast<br />
ist hier noch höher als zuvor, wodurch Details<br />
und dunkle Strukturen verschwinden (anders<br />
als bei den Krypton-Szenen). Die Schärfe ist<br />
dagegen absolut gewaltig, obwohl offensichtlich<br />
zwischen der 5K-Red-One-Kamera und diversen<br />
Arri-Cams gewechselt wurde. Die Körnung ist<br />
stärker, was besonders bei einigen überbelichteten<br />
und von Lensflare-Effekten durchsetzten<br />
Sequenzen in den hellen Bereichen auffällt. Die<br />
konvertierte stereoskopische 3D-Komponente<br />
macht eine gute Figur, schwierige Sequenzen<br />
wie etwa der Endkampf zwischen <strong>Super</strong>man<br />
und Zod erhielten aber eine sehr geringe Tiefe,<br />
da sie unglaublich schnelle Kameraschwenks<br />
enthalten und darüber hinaus auch noch zwei<br />
Männer zeigen, die mit einer großen Rasanz auf<br />
die Kamera zufliegen und sich wieder von ihr<br />
entfernen. Generell gibt es aber immer mehrere<br />
Elemente auf verschiedenen Tiefenebenen, die<br />
auch in extremeren Fällen wie etwa Close-ups<br />
relativ rund wirken. Somit lässt sich durchaus<br />
von einem Mehrwert sprechen, der die Effekte<br />
wie z. B. die Laserstrahlen aus den Augen greifbar<br />
werden lässt.<br />
<strong>Super</strong>-Sound<br />
Ein weiteres Highlight ist der Ton. Wenn eine<br />
ganze Welt untergeht und zu Schutt und Asche<br />
zerlegt wird, gibt es ordentlich Futter für die<br />
Ohren. Allein die erhabenen und epischen<br />
Momente, die von Hans Zimmers pulsierendem<br />
Soundtrack empor gehoben werden, sind dafür<br />
gedacht Heimkinogeschichte zu schreiben.<br />
Diese Lobeshymne gilt allerdings nur für den<br />
englischen Originalton. Zugleich sei die Warnung<br />
ausgesprochen, dass der Startschuss zum actionreichen<br />
Finale<br />
fast eine Stunde<br />
vor Filmende fällt<br />
und von da an<br />
Daueraction auf<br />
den Zuschauer<br />
einprasselt.<br />
FALKO THEUNER<br />
www.hdtvmagazin.com 81
Dem noch nicht einmal 40 Jahre<br />
alten Amerikaner Derek Cianfrance<br />
gehört zweifelsohne eine der stärksten<br />
Stimmen einer jungen, unverbrauchten<br />
Filmemacher-Generation. Scheinbar ist er ein<br />
ausgesprochener Familienmensch, drehen sich<br />
seine Werke doch stets um die verschiedenen<br />
Konstellationen in diesem faszinierenden Mikrokosmos<br />
der menschlichen Befindlichkeit.<br />
Sein Debüt „Brother Tied“ erforschte – wie der<br />
Titel schon verrät – die Rivalität zweier Brüder;<br />
sein umjubelter Independenthit „Blue Valentine“<br />
sezierte die mannigfaltigen Verästelungen einer<br />
kriselnden Ehe. Sein endgültiger Durchbruch<br />
(der „The Place Beyond The Pines“ ohne jeden<br />
Zweifel ist) stellt nun eine weitere klassische<br />
Familienkonstellation in den Mittelpunkt: Väter<br />
und Söhne. Eine innige, eine komplexe, oftmals<br />
eine schwierige Beziehung; ein Thema, so alt wie<br />
die Menschheit selbst. Der Film unterliegt einer<br />
strengen Dreiteilung: Jedes Kapitel rückt eine<br />
neue Figur und damit auch eine neue Variante<br />
des Vater-Sohn-Konflikts in den Fokus. Da<br />
ist der draufgängerische Motorrad-Stuntman<br />
Luke (Ryan Gosling), der die Freiheit liebt wie<br />
nichts anderes, plötzlich aber mit der Tatsache<br />
konfrontiert wird, dass er vor einiger Zeit einen<br />
Sohn gezeugt hat. Unfähig, seiner Verantwortung<br />
auf herkömmlichem Wege gerecht zu werden,<br />
verlegt er sich auf spektakuläre Bank überfälle,<br />
um zumindest die materielle Versorgung seines<br />
eigenen Fleisch und Blutes sicherzustellen. Im<br />
zweiten Part kreuzt sich sein gefährlicher Weg auf<br />
fatale Weise mit dem idealistischen jungen Cop<br />
Avery (Bradley Cooper), der mit der moralischen<br />
Unterstützung seines Vaters einen gigantischen<br />
Korruptionsskandal in den eigenen Reihen aufdecken<br />
will. Das Finale setzt dem Ganzen dann<br />
viele Jahre später die Krone auf: Natürlich sei hier<br />
nichts verraten, aber wie das geniale Skript und<br />
die meisterhafte Regie sämtliche Fäden zusammenführt<br />
und in einem ohne jede Übertreibung<br />
unvergesslichen Finale kulminieren lässt, das ist<br />
schon ganz, ganz großes Kino!<br />
Frühes Meisterwerk<br />
„The Place Beyond The Pines“ ist ein außergewöhnlicher,<br />
ein beeindruckender, ein wirklich<br />
großer Film. Eigentlich sind es fast drei Filme in<br />
einem, mit drei überragenden Hauptdarstellern<br />
(der junge Dane DeHaan in Episode drei sei<br />
hier ausdrücklich erwähnt!). Mit Ryan Gosling,<br />
Bradley Cooper und Eva Mendes hat Cianfrance<br />
Bilder: Studiocanal<br />
82 | 8.2013
zudem drei absolut zugkräftige Namen des jungen<br />
Hollywood an Bord, die auch ein weiteres Publikum<br />
außerhalb seines gewohnten Programmkino-Umkreises<br />
ansprechen. Der Streifen galt schon<br />
kurz nach seinem internationalen Kinostart als<br />
heißer Kandidat auf den Film des Jahres, obwohl<br />
2013 gerade mal halb rum war – und daran hat<br />
bisher höchstens Alfonso Cuaróns „Gravity“<br />
ernsthaft etwas ändern können. Das alles ist<br />
sicher keine leichte Kost, aber auch nicht zu abgehoben<br />
oder „arthausig“: Einfach ein perfektes<br />
„Einfach anschauen, genießen und<br />
sich von diesem einmaligen Kinokunstwerk<br />
gefangen nehmen lassen!“<br />
Zweieinhalb-Stunden-Epos, dessen hochkomplexe<br />
Struktur ob der genialen Erzählweise wie<br />
das Einfachste und Logischste der Welt anmutet.<br />
Ein gutes Zeichen für einen guten Film ist sicherlich,<br />
wenn einem solch eine doch sehr großzügige<br />
Laufzeit ganz passend erscheint, wenn man keine<br />
Minute des Gesehenen missen möchte und am<br />
Ende all die unendlich vielen kleinen Puzzleteile<br />
ein großes, stimmiges Ganzes ergeben.<br />
Soundkulisse (bedrohliches Waldesrauschen,<br />
röhrende Motorräder,<br />
heulende Polizeisirenen) entsteht<br />
ein akustisches Pendant,<br />
das der vielschichtigen<br />
Story sowie den mächtigen<br />
Bildern absolut das<br />
Wasser reichen kann.<br />
Die Optik setzt mit<br />
klassischem 35-Millimeter-Material<br />
auf ein sehr<br />
markantes Filmkorn,<br />
einen kompromisslos<br />
cinematischen, sehr<br />
authentischen Look, für<br />
den im Englischen der<br />
schöne Begriff „gritty“<br />
(etwa „rau“ oder „bissig“)<br />
geprägt wurde. Also einfach<br />
anschauen, genießen und sich<br />
von diesem einmaligen Kinokunstwerk<br />
gefangen nehmen<br />
lassen!<br />
TIEMO WEISENSEEL<br />
Gelebtes Kino, durch und durch<br />
Dazu gehört auch ein fantastisches musikalisches<br />
Thema, das stetig über<br />
allem schwebt: „Fratres“, vom<br />
estnischen Komponisten<br />
Arvo Pärt, in all seinen<br />
verschiedenen Versionen<br />
und Instrumentationen.<br />
In Kombination mit der<br />
dynamischen und sehr<br />
abwechslungsreichen<br />
The Place Beyond The Pines von Studiocanal ab 7. November auf Blu-ray<br />
www.hdtvmagazin.com 83
Aufregende<br />
Dokumentationen<br />
in 3D<br />
Die dritte Dimension ist inzwischen<br />
nicht mehr nur den großen Kinoen.<br />
Auch an-<br />
Blockbustern vorbehalten.<br />
dere Medien wie z. B. Konzertmitschnitte oder<br />
in diesem Fall Dokumentationen n nutzen die<br />
zusätzliche Tiefe, um den Zuschauer stärker<br />
in ihren Bann zu ziehen bzw. umgekehrt, das<br />
Geschehen näher an den Zuschauer uer holen.<br />
heranzu-<br />
Anders als im fiktiven Film gehört es zur Aufgabe<br />
einer Dokumentation, Wissen zu vermitteln<br />
und es zu veranschaulichen. Diesen „Lehrauftrag“<br />
nehmen die meisten hochwertigen Dokus<br />
glücklicherweise ernst, wobei es immer eine<br />
Kunst ist, etwas zu vermitteln und gleichzeitig<br />
auch den Zuhörer bzw. Zuschauer mit dem Stoff<br />
zu fesseln. Besonders in der heutigen Zeit, in der<br />
Dokumentationen in großen Mengen dargeboten<br />
und über die verschiedensten Medien<br />
bezogen werden können, ist es für die Macher<br />
solcher Filme umso schwieriger, neue Themengebiete<br />
zu erschließen, also ihrem Publikum<br />
etwas zu bieten, was es noch nie zuvor gesehen<br />
hat. Daher gewinnt die Frage nach der Form<br />
zunehmend an Bedeutung. Bekannte Themen<br />
erhalten so ihren neuen Reiz, da sie aus neuen<br />
Perspektiven, mit aktueller Kameratechnik oder<br />
auch in beeindruckendem 3D gedreht werden.<br />
Gerade Letzteres scheint prädestiniert für das<br />
Dokutainment zu sein, sozusagen eine neue<br />
Stufe des filmischen Erlebens von Dingen, die<br />
man so aus dem Alltag vielleicht nicht kennt.<br />
Aus diesem Grund veröffentlicht Universal<br />
Pictures eine ganze Reihe an unterschiedlichen<br />
Dokumentationen auf Blu-ray 3D, von denen<br />
wir Ihnen vier Stück vorstellen.<br />
Wundervolles Afrika 3D<br />
Den Anfang macht das klassischste Dokuthema<br />
schlechthin: „Wundervolles Afrika 3D“.<br />
In diesem 3D-Film folgt der rote Faden der<br />
Bilder: Universal Pictures<br />
84 | 8.2013
Wanderung der Gnus, die in einem Jahreszyklus<br />
dem Wasser bzw. den Regenwolken folgen.<br />
Begleitet werden sie von weiteren Pflanzenfressern<br />
wie den Zebras, sodass sich eine der<br />
größten Bewegungen der Welt bildet. Auf ihrem<br />
beschwerlichen Weg durch die afrikanische<br />
Savanne passieren die Gnus viele Gefahren wie<br />
etwa die Krokodile, die das Auftauchen der leckeren<br />
Zwischenmahlzeit mit großer Vorfreude<br />
erwarten. Zugleich schließen sich der Tierbewegung<br />
auch geübte Jäger wie der Schakal an und<br />
die Aasfresser kreisen über der Herde, in der<br />
Hoffnung auf den nächsten Kadaver. „Wundervolles<br />
Afrika 3D“ zeigt dieses organische<br />
Überwesen namens „Tierwanderung“ mit all<br />
seinen Facetten und nutzt die Exkurse zu den<br />
Tieren, denen die Gnus auf ihrem Weg begegnen,<br />
als willkommene Abwechslung. Darüber<br />
hinaus stellt es auch die Verbindung zum großen<br />
Ganzen her. Die stereoskopische Komponente<br />
kann sich dank der sorgfältig ausgewählten<br />
Perspektiven sehen lassen. Die Grundtiefe zeigt<br />
sich durchgängig angenehm, ohne es mit der<br />
Tiefe zu übertreiben. Hält sich mal ein Tier im<br />
Vordergrund auf, so hebt es sich perfekt vom<br />
Hintergrund ab – eine Bildaufteilung, die die<br />
gesamte 3D-Regie definiert. Dies reicht, um eine<br />
glaubwürdige Plastizität zu erzeugen.<br />
Räuber der Ozeane 3D<br />
Die zweite Doku „Räuber der Ozeane“ weiß<br />
diesen Effekt aber noch zu toppen. Hier befindet<br />
sich die Kamera nämlich unter Wasser, weshalb<br />
ein jedes frei schwebende Partikelchen eine Tiefenebene<br />
im Raum erhält. An diesen grandiosen<br />
Aufnahmen lässt sich ohne Zweifel erkennen,<br />
dass der Film mit einem 3D-Kamerarig gedreht<br />
wurde. Kunterbunte Fische tummeln sich direkt<br />
vor den Augen des Betrachters und die Haie<br />
schwimmen majestätisch im Hintergrund.<br />
Natürlich sind sie die großen Stars dieser Doku.<br />
Diese thematische Bevorteilung haben sie sich<br />
aber auch redlich verdient, denn Haie sind<br />
nachweislich die effizientesten und besten Jäger<br />
der Weltmeere. Schon seit vielen Millionen<br />
von Jahren existieren sie, ohne sich großartig<br />
verändert zu haben, was ein Hinweis auf ihre<br />
exzellente Überlebensstrategie sowie auf ihren<br />
äußerst effizienten Körperbau gibt. So behandelt<br />
„Kunterbunte Fische tummeln sich<br />
direkt vor den Augen des Betrachters<br />
und die Haie schwimmen<br />
majestätisch im Hintergrund.“<br />
Der Weltraum – unendliche Weiten … und so viele<br />
Phänomene, die der Mensch alle begreifen möchte.<br />
die Doku die interessantesten Hai-Arten vom<br />
ungefähr 90 Zentimeter kleinen Dornhai bis<br />
hin zum gigantische 20 Meter langen Walhai.<br />
Der Größenunterschied wird jeweils in einer<br />
anschaulichen Computergrafik verdeutlicht,<br />
in der das entsprechende Tier mit Menschen<br />
verglichen wird. Jeder dieser Haie besitzt ein<br />
hochsensibles Nervengeflecht unter der Haut sowie<br />
eine Hochleistungsnase, die die Umgebung<br />
ähnlich einem Radar sehr genau wahrnimmt.<br />
Zu den galanten Pianoklängen des Soundtracks<br />
lassen sich aber auch noch andere interessante<br />
Räuber des Meeres beobachten wie z. B. die<br />
Muräne und der Adlerrochen. Trotz des oftmals<br />
trüben Wassers bleibt die Sicht ganz ungehindert<br />
und der 3D-Effekt entfaltet seine volle,<br />
beeindruckende Wirkung. Durch ihn taucht der<br />
Betrachter voll und ganz in die Unterwasserwelt<br />
ein und vergisst dabei auch mal die echte<br />
Welt um sich herum. Begleitet wird die Doku<br />
von einem sehr guten und durchstrukturierten<br />
Kommentar, sodass auch ein Lerneffekt nicht<br />
ausbleibt.<br />
Das Universum 3D<br />
Einen solchen gibt es auch bei der Weltraum-<br />
Doku „Das Universum 3D“. In dieser werden<br />
anhand hochwertiger Computergrafiken die<br />
wichtigsten Phänomene in den Weiten des Universums<br />
demonstriert und erklärt. Angefangen<br />
www.hdtvmagazin.com 85
hätten sie nie etwas anderes gemacht. Mit professionellem<br />
Kameraequipment, das von kleinen<br />
Helmkameras bis zu großen 3D-Kamerarigs<br />
reicht, lassen sie den Zuschauer direkt an ihren<br />
schwindelerregenden Erlebnissen teilhaben.<br />
Und tatsächlich gelingt es ihnen, einen Hauch<br />
von Freiheit zu vermitteln und die Lust zu<br />
wecken, auch selber einmal etwas in dieser<br />
Richtung zu versuchen. So verlockend sich solch<br />
ein Szenario für eine 3D-Umsetzung anhört, so<br />
schwierig ist aber auch die Produktion eines solchen<br />
Filmes. Aus gutem Grund wurde daher auf<br />
einen großen 3D-Effekt verzichtet, sobald der<br />
Kameramann selbst auf den Skiern steht oder<br />
sich irgendwo herunter fallen lässt. Gerade hier<br />
sind die Aufnahmen dermaßen verwackelt, dass<br />
bei einem stereoskopischen Effekt eine große<br />
Irritation der Augen stattfinden würde. Zudem<br />
sind einige Kameraschwenks viel zu schnell für<br />
einen 3D-Film, weshalb es ganz gut ist, dass der<br />
Effekt an diesen Stellen stark zurückgeschraubt<br />
wurde. Doch keine Sorge, die subjektiven (Ego-)<br />
„Mit professionellem Kameraequipment<br />
lassen sie den Zuschauer<br />
an ihren schwindelerregenden<br />
Erlebnissen teilhaben. “<br />
bei der Erde und ihren besonderen<br />
Eigenschaften, die für das<br />
Leben unerlässlich sind, arbeitet sich der Film<br />
von Planet zu Planet durch das ganze Sonnensystem.<br />
Dabei wird auch deutlich gemacht, wie<br />
der Mensch an die Fakten gelangt, die viele Millionen<br />
Kilometer entfernt auf ihre Erkundung<br />
warten. Obwohl uns zahlreiche Science-Fiction-<br />
Filme weismachen wollen, dass der Mensch<br />
einfach mal so auf fremde Planeten reisen kann,<br />
haben es die Astronauten bislang „nur“ auf den<br />
Mond geschafft (wenn überhaupt). Logischerweise<br />
gibt es distanzielle Schwierigkeiten bei<br />
sich ständig bewegenden Himmelskörpern, die<br />
z. B. wie der Mars in 16-Jahres-Zyklen zwischen<br />
über 50 und 400 Millionen Kilometern in der<br />
Entfernung zur Erde variieren. Statt Menschen<br />
werden also Erkundungssonden mit Kameras<br />
und Übertragungsgeräten ins All geschickt, die<br />
aus der Entfernung Bilder von den Planetenoberflächen<br />
schießen oder auch Spektralanalysen<br />
durchführen sollen. Die dreidimensionale<br />
Tiefe der vorliegenden Doku ist vorsichtig angesetzt,<br />
was an den oftmals geringen 3D-Details<br />
liegt, die das All manchmal zum flachen, leicht<br />
gewölbten Hintergrund werden lassen, vor dem<br />
sich dann das runde Beobachtungsobjekt befindet.<br />
Es gibt aber auch Szenen, die genau das<br />
Gegenteil zeigen und eine gute Partikelanzahl<br />
vorweisen, durch die die Kamera dann schwebt.<br />
Auch die zerklüftete Mondoberfläche nimmt<br />
mit ihren Kratern plastische Dimensionen an.<br />
Hier fährt die Kamera über Originalaufnahmen,<br />
die dank des 3D-Verfahrens fast fühlbar wirken.<br />
Der Kontrast ist topp, während die Schärfe und<br />
die Farbdarstellung knapp an einem „sehr gut“<br />
vorbeischlittern.<br />
Speedriding 3D<br />
Das vierte hier vorgestellte Genre-Beispiel<br />
ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Extrem<br />
unter den 3D-Dokus. Es handelt von einer<br />
noch relativ jungen Extremsportart, die es in<br />
dieser Form erst seit 2001 gibt: das Speedriding.<br />
Erfunden wurde sie von Fred Fugen, einem<br />
Profiparaglider, der seinen Lieblingssport mit<br />
dem Skifahren verbinden wollte und es auch<br />
schaffte. Schon wenige Jahre nach den ersten<br />
Versuchen ist Speedriding zum Trend geworden<br />
und wird als extrem coole Verschmelzung des<br />
Gleitens am Boden und in der Luft geschätzt.<br />
Mit der vorliegenden Doku „Speedriding 3D“<br />
begleiten Sie drei der besten Sportler dieser<br />
Disziplin bei einem atemberaubenden Ausflug.<br />
Maxence Cavalade, Jerome Band und Francois<br />
Bon schweben durch die Lüfte, springen von<br />
Klippen und fahren durch den Schnee, als<br />
Perspektiven reichen schon, um vollends in den<br />
Spaß hineingesogen zu werden. Einstellungen,<br />
die keine Kamerabewegung erfordern, sind wiederum<br />
mit einer beeindruckend großen Tiefe<br />
versehen, sodass Sie die grandiosen Bergpanoramen<br />
in vollen Zügen genießen können. Sehr stylisch<br />
sind übrigens auch die dreidimensionalen<br />
Texte, die links und rechts neben den jeweiligen<br />
Extremsportlern auftauchen und genau auf<br />
seiner Höhe schweben. Alles in allem ist dieser<br />
Trip also ein vollkommen rundes 3D-Abenteuer.<br />
Je nach verwendeter Kamera-Art variieren die<br />
Bildparameter. So liefern die Helm- und Handkameras<br />
eher durchschnittliche Bilder, während<br />
die mit weniger flexiblem Equipment geschossenen<br />
Szenen erstklassige Schärfe mit einem<br />
Überschwang an Details, satten Farben und<br />
einem perfekten Kontrast bieten. Unvergesslich<br />
bleibt auch der Soundtrack, eine Auswahl an<br />
energiegeladener Musik, die die sichtbare Action<br />
unterstützt.<br />
FALKO THEUNER<br />
„Räuber der Ozeane“, „Wundervolles Afrika“, „Das Universum“, „Speedriding“ von Universal auf 3D-Blu-ray.<br />
Bilder: Universal Pictures<br />
86 | 8.2013
ANZEIGE<br />
Science-Fiction-Ausgabe der<br />
BLU-RAY TEST erschienen<br />
Zurück in die Zukunft? In Anlehnung an<br />
den berühmten Filmtitel mag man sich<br />
die Frage stellen, ob sich das Science-<br />
Fiction-Genre nicht „schleichend“ zunehmend<br />
pessimistischen Szenarien zuwendet – frei<br />
nach dem Motto: „Früher war sogar die<br />
Zukunft besser!“ Denn inzwischen weiß man<br />
ja mit viel technischem Einsatz Massen an<br />
Zombies und Aliens, oder eben auch düstere,<br />
beklemmende Szenarien rund um den „letzten<br />
Menschen“ darzustellen.<br />
Aber ein Querschnitt der alten und neuen<br />
Science-Fiction-Titel zeigt: Es wurden schon<br />
immer sowohl die Technikvisionäre als auch die<br />
Sozialpessimisten bedient. Und Sci-Fi-Horror<br />
gab es eben auch von Anfang an, lange bevor<br />
jemand wie H. R. Giger dafür sorgte, dass Aliens<br />
nicht mehr wirklich nach Pappmaché aussahen.<br />
Auch wenn es scheint, dass es aktuell etwas<br />
www.pageplace.de/<br />
de/magazine/blu-raytest.html<br />
weniger (und weniger naiven) Technikenthusiasmus<br />
gibt, findet auch heute noch jeder<br />
seinen eigenen Geschmack bedient, wenn<br />
er nur lange genug in den „unendlichen<br />
Weiten“ des Science-Fiction-Regals stöbert.<br />
Um den Fans der unendlichen Weiten en des<br />
Weltraums das Stöbern zu erleichtern, rn,<br />
hat der Auerbach Verlag in der aktuellen<br />
Ausgabe der BLU-RAY TEST einen n höchst<br />
präsentablen und repräsentativen Querschnitt<br />
durch das Genre aufgelistet. t. über<br />
60 Tests und zahlreiche Hintergrundeinformationen<br />
zu den bekanntesten<br />
Filmen und Serien sind hier zu finden,<br />
von „Metropolis“ bis „Oblivion“, von<br />
„Star Trek“ zu „Star Wars“, von „Blade Runner“<br />
und „Dune“ bis hin zu „Moon“.<br />
Die Science-Fiction-Ausgabe der BLU-RAY<br />
TEST gibt es ab sofort und exklusiv zum Download<br />
bei Pageplace.de und auf OnlineKiosk.de.<br />
limitierte Stückzahl als<br />
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www.onlinekiosk.de/<br />
zeitschriften/detail/<br />
blu-ray_test/<br />
757086.369.html<br />
Bilder: Auerbach Verlag
Mit „Die Croods“ liefern die<br />
Schöpfer von „Drachen zähmen<br />
leicht gemacht“ (2010) und „Lilo<br />
& Stitch“ (2002) Spaß und Action für die<br />
ganze Familie in farbenprächtigen Bildern.<br />
Die Croods sind eine ganz normale, prähistorische<br />
Familie, die vom übervorsichtigen<br />
Familienoberhaupt Grug (Uwe Ochsenknecht)<br />
geleitet, höchstens zur Jagd nach<br />
Nahrung aus ihrer Höhle heraus kommt.<br />
Nur Tocher Eep (Janin Reinhardt) rebellliert<br />
gegen den spießigen Alltagstrott ihrer Familie<br />
und sehnt sich nach den unendlichen<br />
Möglichkeiten, die ihr die Welt außerhalb<br />
der steinzeitlichen vier Wände zu bieten<br />
hat. Irgendwann soll sich ihr Wunsch nach<br />
Freiheit jedoch auf eine Weise erfüllen,<br />
mit dem selbst die abenteuerlustige Eep<br />
nicht einverstanden gewesen wäre, denn<br />
infolge eines Erdrutsches stürzt die Höhle<br />
ein und die ganze Familie muss sich einen<br />
neuen, sicheren Unterschlupf suchen. Dabei<br />
begegnen sie nicht nur unzähligen wilden<br />
Tieren und beeindruckenden Landschaften,<br />
sondern auch dem umherziehenden Guy<br />
(Kostja Ullmann), der einen Kopf voller<br />
neuzeitlicher Ideen hat und auch den von<br />
Eep gehörig verdreht. Er prophezeit ihnen<br />
das Ende der Welt und rät, sich schleunigst<br />
auf den Weg in Sicherheit zu machen. Von<br />
ihm geleitet beginnt die Suche der Familienmitglieder<br />
nach einem neuen Zuhause und<br />
einem Platz, der sie vor den einstürzenden<br />
Erdmassen und ausbrechenden Vulkanen<br />
beschützt. Vater Grug passen diese neuartigen<br />
Entwicklungen dagegen gar<br />
nicht und er versucht mit aller<br />
Macht, die Familientradition<br />
aufrechtzuerhalten,<br />
die besagt: „Neu ist immer<br />
schlecht“. Dies bezieht sich<br />
dabei nicht nur auf die allgemeine<br />
Situation, sondern auch<br />
auf Guy, der mit seinen<br />
Ideen und seiner<br />
zunehmenden<br />
Sympathie beim Rest der Familie so ganz<br />
das Gegenteil zum konservativen Grug ist.<br />
Besonders im englischen Original ist die<br />
Synchronisation hochkarätig mit Nicolas<br />
Cage als Grug, Emma Stone als Eep, Ryan<br />
Reynolds als Guy oder Catherine Keener als<br />
Mutter Ugga besetzt, in der deutschen Version<br />
sind dafür u. a. Uwe Ochsenknecht, Kostja<br />
Ullmann und Janin Reinhardt zu nennen.<br />
Perfekte Familienkonstellation<br />
Die bunt durcheinandergewürfelte Familienkonstellation<br />
sorgt dabei für die beste<br />
Situationskomik, auch wenn das Schema<br />
nicht wirklich neu ist. Von der rüstigen und<br />
nervigen Schwiegermutter, dem verzweifelten<br />
und grummeligen Vater und dem<br />
dicklichen Tollpatsch als Bruder ist zusammen<br />
mit der stillen, geduldigen Mutter und<br />
Eep als kluger und rebellierender Tochter<br />
nahezu jedes Klischee vorhanden, dass auch<br />
aus amerikanischen Sitcoms bekannt sein<br />
dürfte. In „Die Croods“ funktioniert das<br />
Konzept aber vortrefflich, ohne sich dabei<br />
Bilder: 20th Century Fox<br />
88 | 8.2013
Jede Familie braucht ein Haustier: Auch daran mangelt es den Croods nicht, obwohl die<br />
vermeintlichen Schoßtiere etwas überdimensional ausfallen.<br />
Ein urtümlicher Vogel verteidigt hartnäckig sein Nest vor der flinken Eep, die Nahrung<br />
für ihre Familie beschaffen will.<br />
in Kitsch oder leere Phrasen zu verlieren.<br />
Dabei fällt es auch keineswegs störend auf,<br />
dass der Zuschauer nicht selten an Filme<br />
wie „Avatar“ (2009) oder „Ice Age“ (2002)<br />
erinnert wird, einerseits durch die bunte<br />
und unendlich kreative Flora und Fauna, in<br />
die die Croods schlittern, andererseits durch<br />
das prähistorische Thema an sich. Letztendlich<br />
ist es dem einzigartigen Humor zu<br />
verdanken, der sich aus den verschiedenen<br />
Ecken und Kanten der Figuren ergibt, dass<br />
„Die bunt durcheinandergewürfelte<br />
Familienkonstellation sorgt<br />
für die beste Situationskomik.“<br />
in keiner Sekunde des Films Langeweile<br />
aufkommt und sich sowohl die ganz Kleinen<br />
als auch die Erwachsenen über die familiären<br />
Streitereien amüsieren können. Wenn<br />
nicht gerade die gelungenen Dialoge für den<br />
einen oder anderen Lacher sorgen, schaffen<br />
es die Protagonisten auch so, sich durch ihre<br />
Eigenheiten in die witzigsten Situationen zu<br />
bringen. Dabei wird auch nicht an Action<br />
gespart, die der Familie und dem Zuschauer<br />
keine Atempause gönnt. Die rasanten<br />
Verfolgungsjagden sind gekonnt und mitreißend<br />
inszeniert. Bereits die Eröffnungsszene,<br />
in der die Croods ihrem Mittagessen<br />
in bester Football-Manier hinterher jagen,<br />
stimmt auf das restliche Geschehen ein, in<br />
dem sich eine atemlose Fahrt ins Ungewisse<br />
an die nächste reiht.<br />
Hintergründig vermittelte Evolution<br />
Dabei geht es in dem Film nicht allein um<br />
den Sinneswandel des Vaters oder um die<br />
Entwicklung der Familienbande, es ist ebenso<br />
eine Geschichte von Evolution. Neben<br />
neuen Erfindungen, wie beispielsweise Schuhen<br />
und Faultieren als improvisierte Gürtel,<br />
wird auch das Feuer entdeckt, das Guy – den<br />
Croods weit voraus – als Erster vorzeigen<br />
kann. Dem gegenüber steht die Naivität und<br />
die ängstliche Neugier der Höhlenfamilie,<br />
die den Neuerungen teils skeptisch und<br />
ablehnend, teils panisch bis euphorisch<br />
gegenübersteht. Das Plädoyer für mehr<br />
Offenheit und Neugier für die Welt verstärkt<br />
sich durch den Gegensatz vom sicherheitsfanatischen<br />
Grug gegenüber der<br />
weltoffenen Eep, die sich aus<br />
gutem Grund zu Guy und der<br />
großen weiten Welt hingezogen<br />
fühlt. Anpassung an neue Umgebungen<br />
und Lebensumstände, die unserer<br />
Spezies zum Überleben verhalf, ist<br />
ebenso Thema wie mehr Toleranz<br />
und familiärer Zusammenhalt.<br />
Wunderschöne Bilder in 3D<br />
Ein optimales Filmvergnügen bietet t neben<br />
der inhaltlichen Qualität auch die mit einer<br />
schier unendlichen Kreativität ins Leben<br />
gerufene Umgebung der steinzeitlichen<br />
Erde, bei der besonders die außergewöhn-ewöhnliche,<br />
und dabei ziemlich niedliche Tierwelt<br />
hervorzuheben ist. In einer Gegend, wo die<br />
Farben einem nur so ins Auge springen,<br />
leben neben fleischfressenden Vogelschwärmen<br />
oder süßen Elefantenratten auch zahl-<br />
reiche Raubtiere, die den Croods ans Leder<br />
wollen. Die Optik dabei ist in jeder Szene<br />
perfekt, die Farben klar und die Welt voller<br />
Details, die es zu bestaunen gilt. Die<br />
3D-Effekte runden die schönen Bilder<br />
treffend ab und lassen den Zuschauer uer<br />
über im Raum fliegende Staubkörner<br />
nur so staunen. Neben den ganzen<br />
nach vorne<br />
stechenden<br />
Einzelheiten ist<br />
die Tiefe ebenso<br />
beeindruckend<br />
und gibt den<br />
Blick frei in die<br />
liebevoll gestal-<br />
teten Landschaften, von der Felsschlucht bis<br />
hin zum dichten Urwald.<br />
Der Ton wäre ebenfalls nahezu makellos,<br />
wenn nicht die Räumlichkeit an der einen<br />
oder anderen Stelle etwas besser hätte ausfallen<br />
können. Ansonsten ist der Soundtrack<br />
passend auf jede Szene, ob actionreich oder<br />
ruhig, abgestimmt, woran man einmal<br />
mehr erkennt, dass Alan Silvestri sein<br />
Komponistenhandwerk meisterhaft<br />
beherrscht. Die gut 100 Minuten<br />
an Bonusmaterial bieten vor allem<br />
für Kinder interessante Features,<br />
etwa eine angeleitete Malschule, bei der<br />
das Zeichnen der Croods Schritt für<br />
Schritt erlernt werden kann.<br />
SUSANNE RICHTER<br />
Die Croods von 20th Century Fox ab 18. Oktober auf Blu-ray.<br />
www.hdtvmagazin.com 89
90 | 8.2013<br />
Bilder: Universal Pictures
Vor genau drei Jahren schlug „Ich –<br />
Einfach unverbesserlich“ in den Kinos<br />
ein wie eine Bombe. Das hatte es schon<br />
lange nicht mehr gegeben, dass ein Film, den<br />
wirklich niemand auf dem Schirm hatte, quasi<br />
aus dem Nichts zum weltweiten Blockbuster<br />
wurde und das achtfache seiner Produktionskosten<br />
(ca. 70 Millionen Dollar) wieder einspielte!<br />
Die heiß erwartete Fortsetzung hat dieses Traumergebnis<br />
in diesem Kinosommer sogar noch<br />
einmal gesteigert – mit rund 900 Millionen Dollar<br />
Umsatz wurde „Ich – Einfach unverbesserlich<br />
2“ zum unangefochtenen Animations-Hit des<br />
Jahres. Das verantwortliche Studio „Illumination<br />
Entertainment“ (die Animationsabteilung von<br />
Universal) hat sich damit endgültig als neuer „Big<br />
Player“ im lukrativen Geschäft der computergenerierten<br />
Familienanimation etabliert.<br />
Neue Feinde, neue Liebe<br />
Die Story von Teil zwei ist schnell erzählt: Exsuperbösewicht<br />
Gru lebt einträchtig mit seinen drei<br />
zum Knuddeln süßen Mädels und seiner nach wie<br />
vor bestens gelaunten Horde von gelben „Minions“<br />
zusammen (die zum Totlachen komischen<br />
Diener des Bösen ... mehr zu ihrer Herkunft gibt<br />
es dann in Teil drei!). Seine Pläne zur Übernahme<br />
der Weltherrschaft hat er aufgegeben – doch<br />
die Produktion des „besten Wackelpuddings<br />
der Welt“, auf die er seine kleinen Helferlein<br />
angesetzt hat, läuft alles andere als planmäßig<br />
und langweilt ihn zusehends. Als plötzlich ein<br />
neuer <strong>Super</strong>schurke auf den Plan tritt, der ein<br />
gefährliches Zombie-Serum in seinen Besitz<br />
gebracht hat, wechselt er die Seiten und heftet sich<br />
dem geheimnisvollen „El Macho“ an die Fersen.<br />
Unterstütz wird er dabei von der dynamischen<br />
Lucy, einer mit allen Wassern gewaschenen Geheimagentin<br />
der „Anti-Verbrecher-Liga“. Obwohl<br />
sie sich anfangs spinnefeind sind, kommt sich<br />
das ungleiche Paar im Laufe seiner turbulenten<br />
Mission näher und näher …<br />
Gags, Zitate, Sensationen!<br />
Der deutlich an den aktuellen Zombie-Hype und<br />
die ewig-junge „James Bond“-Reihe angelehnten<br />
Grundidee wird sowohl bei den Figuren, der<br />
„Mit rund 900 Millionen Dollar<br />
Umsatz wurde ‚Ich – Einfach unverbesserlich<br />
2‘ zum unangefochtenen<br />
Animations-Hit des Jahres.“<br />
Musik, den Gadgets als auch den verrückten<br />
Fahrzeugen augenzwinkernd Rechnung getragen.<br />
Doch auch andere Kinodenkmäler bekommen ihr<br />
Fett weg: Wer rechnet zum Beispiel mit expliziten<br />
„Alien“-Zitaten (auch noch die grauslige Geburtsszene!)<br />
in einem ausgesprochenen Animationsfilm?!<br />
Solche wunderbaren Details machen<br />
den Streifen für ein filmbegeistertes erwachsenes<br />
Publikum noch runder und interessanter –<br />
was allerdings nicht heißen soll, dass man den<br />
aberwitzigen und durchgedrehten Rest nicht auch<br />
jenseits des „Kiddie-Alters“ in vollen Zügen genießen<br />
könnte: Die genialen Minions stehlen wieder<br />
einmal allen die Schau und verbreiten Chaos und<br />
Spaß ohne Ende! Dass für Sommer 2015 bereits<br />
ein eigenes Spin-off mit den knallgelben Tunichtguten<br />
angekündigt ist, erscheint angesichts ihrer<br />
unglaublichen Beliebtheit in sämtlichen Altersklassen<br />
nur folgerichtig. Man darf gespannt sein,<br />
wie die Macher es hinbekommen wollen, dass ihr<br />
ObGru und dLucy sich am Ende wohl hlkriegen? ?Die neue<br />
weibliche Hauptfigur ist ein Volltreffer!<br />
herrlich komisches Kauderwelsch erhalten bleibt<br />
und doch gleichzeitig eine amüsante und interessante<br />
Story transportiert wird.<br />
Sicherer Referenzkandidat<br />
Wie bei jedem CGI-Film wirkte die 3D-Version<br />
im Kino noch einmal um ein Vielfaches lebendiger<br />
und aufregender als die „flache“ Variante –<br />
wer also die Möglichkeit hat, den Film auch<br />
zu Hause in der dritten Dimension zu genießen,<br />
sollte unbedingt zur Blu-ray 3D greifen.<br />
Ansonsten kann man sich wie schon bei Teil eins<br />
sicherlich auf nahezu perfekte Bild- und Tonwerte<br />
freuen. Comedienne Martina Hill als chronsprecherin der anfangs<br />
herrlich schnippischen,<br />
Syn-<br />
später aber sehr liebenswerten<br />
Geheimagentin<br />
Lucy (keine schlechte<br />
Charakterentwicklung<br />
für einen „Kinderfilm“!),<br />
macht ihre Sache wie<br />
erwartet sehr gut und<br />
fügt sich nahtlos ein<br />
ins tolle Sprecherensemble.<br />
Unumstrittenes<br />
Highlight des Bonusmaterials<br />
werden<br />
wohl die drei neuen<br />
Minion-Kurzfilme<br />
sein – von diesen<br />
wuseligen Krawallmachern<br />
kann man<br />
einfach nie genug<br />
bekommen!<br />
TIEMO WEISENSEEL<br />
Agnes, Edith und Margo stehen diesmal weniger im<br />
Mittelpunkt, haben aber natürlich auch ihre Momente.<br />
Ich – Einfach unverbesserlich 2 von Universal Pictures ab 7. November auf Blu-ray<br />
www.hdtvmagazin.com 91
Need For Speed Rivals<br />
Schon seit 1994 existiert die Rennspielserie und im<br />
mittlerweile 20. Teil können Sie wieder in einer offenen<br />
Spielwelt um die Wette fahren. Dabei sammeln Sie<br />
Punkte, mit denen neue Autos gekauft oder vorhandene<br />
getunt und optisch aufgehübscht werden können. Je<br />
länger Sie Siege erringen, desto mehr steigen neben<br />
den Punkten auch die Multiplikatoren für diese. Aber<br />
Vorsicht, die Polizei ist auf der Jagd nach Rasern und<br />
werden Sie erwischt, sind alle Punkte futsch. Also heißt<br />
es, zu überlegen: Ein weiterer Sieg bringt mehr Punkten<br />
ein, birgt aber auch ein höheres Risiko. Dabei haben Sie<br />
jederzeit die Wahl, selbst auf die Seite der Gesetzeshüter<br />
zu wechseln. Ab dem 21. November können Sie auf PC,<br />
PS3, Xbox 360 und Xbox One Gas geben, die Version<br />
für Sonys Playstation 4 erscheint eine Woche später zum<br />
Start der Konsole.<br />
Gran Turismo 6<br />
Namhafte Autohersteller arbeiteten mit Polyphony<br />
Digital auch für diesen Teil der Rennsportserie<br />
zusammen und so werden „Vision Cars“ im Spiel<br />
zu fahren sein, die in der Realität nicht über das<br />
Prototypenstadium hinausgekommen sind. Mehr<br />
als 1 000 Autos und 30 Strecken stehen Rennspielfans<br />
zur Verfügung. Auf den bekanntesten<br />
Die Eiskönigin – völlig unverfroren<br />
Das Königreich Arendelle liegt in einem ewigen Winter<br />
und so beschließt die Königstochter Anna, sich auf<br />
die Suche nach ihrer älteren Schwester Elsa zu begeben.<br />
Begleitet wird sie vom Bergbewohner Kristoff, der schon<br />
vorher vom Eishandel lebte. Dazu gesellt sich noch das<br />
treue Rentier Sven mit seinem schiefen Geweih. Nur wenn<br />
sie Elsa besiegen können, wird deren Frostzauber aufgehoben<br />
und das Königreich ist gerettet. Auf ihrer Reise durch<br />
die frostige Welt haben sie einigen magischen Hindernissen<br />
und geheimnisvollen Trollen zu trotzen. Aber sie treffen<br />
auch auf den trotteligen Schneemann Olaf, der sich ihnen<br />
anschließt und irgendwie auch eine Hilfe sein kann. Die<br />
Eiskönigin hat indes schon eine Schneemann-Armee zusammengestellt.<br />
Walt Disneys Animationsfilm gibt’s ab dem<br />
28. November im Kino.<br />
können sowohl Tag- als auch Nachtrennen<br />
gefahren werden und später sollen monatlich<br />
neue Strecken und Fahrzeuge mit<br />
kostenpflichten Downloads hinzukommen.<br />
Die Fahrphysik der Rennsimulation wurde<br />
nochmals verbessert, indem auf neue Reifen-<br />
und Aufhängungsmodelle Wert gelegt<br />
wurde, die im Zusammenspiel mit den<br />
verschiedenen Fahrbahnoberflächen für<br />
realistische Bodenhaftung sorgen soll. Zusätzlich<br />
hat auch<br />
die Aerodynamik<br />
mehr Einfluss auf<br />
das Fahrgefühl.<br />
Gran Turismo 6 ist<br />
ab 6. Dezember für<br />
Die Tribute von Panem 2<br />
Nachdem Katniss Everdeen (Jennifer<br />
Lawrence) gemeinsam mit Peeta<br />
Mellark die Hunger Games des ersten<br />
Filmes überlebt haben, müssen sie<br />
für den Präsidenten Snow (Donald<br />
Sutherland) als Liebespaar in der<br />
Öffentlichkeit posieren. Auf den<br />
Propagandatouren durch die Distrikte<br />
sehen sie die brutale Unterdrückung<br />
der Bevölkerung, aber auch Anzeichen<br />
eines Widerstandes. Katniss ist<br />
eine Hoffnungsträgerin geworden,<br />
eine Rebellion scheint sich anzubahnen.<br />
Das merken auch Snow und<br />
sein Berater (Philip Seymor Hoffman)<br />
und sie entscheiden sich, die Spielregeln<br />
in den 75. Hungerspielen zu<br />
ändern und nur Gewinner gegeneinander<br />
antreten zu lassen, natürlich<br />
auch Katniss und Peeta. Während des<br />
Kampfes ums Überlebens merken sie,<br />
dass es noch einen größeren Plan gibt,<br />
dessen Teil sie sind. Kinostart ist der<br />
21. November.<br />
PS3 erhältlich, wahlweise in einer limitierten Sonderauflage mit<br />
exklusiven Rennwagen und Extracredits für virtuelle Einkäufe.<br />
Bilder: Electronic Arts, Polyphony Digital, Twentieth Century Fox Home Entertainment, Walt Disney Studios Home Entertainment, Warner Bros. Entertainment,Warner Home Video,<br />
92 | 8.2013
Der Hobbit: Smaugs Einöde<br />
Bilbo Beutlin ist mit den 13 Zwergen weiterhin auf dem Weg zur<br />
Heimat der Zwerge, dem Berg Erebor. Dort ist inzwischen der<br />
Drache Smaug aus seinem Schlaf erwacht und wird für die Menschen<br />
der nahe gelegenen Seestadt Esgaroth zur Bedrohung. Doch die<br />
Abenteuertruppe muss zunächst durch den Düsterwald marschieren,<br />
wo sich Riesenspinnen auf neue Nahrung freuen. Bilbo kann diese<br />
Gefahr zwar abwenden, aber prompt sind schon die Waldelben an der<br />
Reihe, die wahrlich nicht gut auf Zwerge zu sprechen sind. Um einer<br />
Gefangenschaft zu entgehen, muss Bilbo den Ring abermals benutzen.<br />
Zu allem Überdruss verfolgt sie weiterhin der bleiche Ork anführer<br />
Azog mit seinen Horden, der mit Thorin, dem Zwergenkönig, noch<br />
eine Rechnung offen hat. Ab 12. Dezember wird auch dieser Teil mit<br />
48 statt 24 Bildern pro Sekunde in HFR 3D im Kino laufen.<br />
Pacific Rim<br />
Eine weltweite Bedrohung steigt aus den Tiefen<br />
des Pazifik hervor. Monster in Titanengröße<br />
greifen Städte an, Millionen Menschen sterben.<br />
Um dem entgegenzutreten, werden riesige<br />
Kampfmaschinen gebaut, die „Jaeger“, welche<br />
jeweils durch zwei Piloten gesteuert werden.<br />
Die Zusammenarbeit erfolgt über eine neurale<br />
Verbindung, darum sind es in der Regel<br />
Familienmitglieder, die die Roboter synchron<br />
bewegen und kämpfen lassen. Erste Siege lassen<br />
die Menschheit hoffen, doch nach Jahren des<br />
Krieges, in denen die Ungeheuer immer größer<br />
und die Verluste häufiger werden, soll das<br />
Jaeger-Programm eingestellt werden. Kann ein<br />
letzter Einsatz noch etwas ändern?<br />
Endlich gibt es wieder einen richtigen Monsterfilm<br />
und die Viecher sind wirklich riesig.<br />
Neben den langen gewaltigen Kämpfen zeigt der<br />
Film mit seinen Figuren auch einige mensch-<br />
Wolverine: Weg des Kriegers<br />
Im Zweiten Weltkrieg rettete Wolverine dem<br />
japanischen Soldaten Yashida das Leben.<br />
Nun erhält Logan in der Gegenwart von ihm<br />
ein ungewöhnliches Angebot. Der alte Mann<br />
ist Chef eines mächtigen Hightech-Konzerns<br />
und eine feindliche Organisation will das<br />
Imperium übernehmen. Er kann Wolverines<br />
Kräfte übernehmen, um sich selbst zu heilen,<br />
doch das Happy End bleibt aus, Yashida<br />
stirbt und Logan flüchtet mit dessen Enkelin<br />
Mariko in ein Fischerdorf. Sie soll die<br />
Leitung des Konzerns übernehmen und wird<br />
natürlich entführt. Zu allem Überfluss heilen<br />
auf einmal Wolverines Wunden nicht mehr,<br />
hat Yashidas Ärztin etwas damit zu tun? Als<br />
Hilfe und Bodyguard gesellt sich Yashidas<br />
Adoptivtochter Yukio dazu, die kämpferisch<br />
ziemlich heftig austeilen kann. Der Film bietet<br />
eine ehrliche Action aus den Kampfstilen<br />
der Samurai und Ninja. Wolverines Krallen<br />
sind am Ende aber doch schärfer und härter<br />
als jedes Metall. Ab dem 29. November auf<br />
Blu-ray erhältlich.<br />
liche Schicksale. Ab 22. November ist die Bluray<br />
u. a. auch als Steelbook erhältlich.<br />
Lone Ranger<br />
John Reid (Armie Hammer) ist frischgebackener Anwalt<br />
und kehrt in seine Heimat, den Wilden Westen zurück.<br />
Dort möchte er per Gesetz für Recht und Ordnung sorgen.<br />
Sein Bruder Dan ist Anführer der Texas Rangers und<br />
hat dieses Ideal schon aufgegeben. Unterwegs wird der<br />
Zug, in dem John sitzt, überfallen und zerstört, weil eine<br />
Gangsterbande ihren Boss Cavendish befreit. Auch der<br />
Indianer Tonto (Johnny Depp) sitzt als Gefangener mit<br />
im Zug und wird bei dem Durcheinander von John daran<br />
gehindert, den Bösewicht zu erschießen. Als beide Brüder<br />
mit den Rangern den frisch entkommenen Oberfiesling<br />
Cavendish verfolgen, findet Dan einen grausamen Tod<br />
und John folgt ihm beinahe. Der etwas eigenartige Tonto<br />
findet ihn in der Wüste und peppelt John wieder auf. Mit<br />
einer Maske versehen will John sich und die Familie seines<br />
Bruders schützen, während er für Gerechtigkeit sorgt.<br />
Gemeinsam mit Tonto nimmt er sich der Aufgabe an. Ab<br />
5. Dezember auf Blu-ray erhältlich.<br />
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Stereo, Surround oder beides?<br />
Zuerst sollte jeder Kunde sich selbst die Frage beantworten: Wie ist das<br />
Mengenverhältnis zwischen den konsumierten Filmen und der Musik?<br />
Oft ist die Wahl schon hier geklärt. Weiter sollte er sein Budget prüfen. Bei<br />
gleichem Budget ist klar, dass eine ausgeklügelte Stereo-Anlage dramatisch<br />
besser klingen muss. Allein die Anzahl der Endstufen macht deutlich,<br />
dass die 7 oder 9 Endstufen des AV-Receivers nicht an die Qualität von 2<br />
Endstufen des Stereo-Verstärkers heranreichen können! An dieser Stelle<br />
fragt der Kunde meist ob ein wenig geschultes Ohr („…ich bin ja Otto-<br />
Normalverbraucher“) genau das noch hören kann. Bisher haben alle den<br />
Unterschied wahrnehmen können. Und unter den vielen verschiedenen<br />
Probanden waren auch hochbetagte Omis dabei! Fazit: Surround ist schön<br />
aber deutlich teurer. Zum Glück bieten auch Hersteller wie CREEK oder<br />
Naim Kombilösungen an.<br />
Ist Streaming unverzichtbar oder neumodisches Zeug?<br />
Natürlich steht Streaming im Focus des Kunden. Aktuell haben wir mindestens<br />
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mit einer komplett neuen Anlage wagt oder die gute alte Anlage mit<br />
Streaming ergänzen will, es gibt verschiedenste Lösungen dafür.
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Epson EH TW9000W<br />
Interview<br />
Warum sollten videointeressierte Kunden zum Fachhändler gehen?<br />
Heutzutage gibt es eine Riesenauswahl an Sat/Kabel-Empfangsgeräten, da fällt es<br />
dem Interessenten schwer, sich das richtige Gerät auszusuchen. Wir als Fachhändler<br />
erklären ihm die Unterschiede vor Ort.<br />
Muss es immer die neueste Technik sein?<br />
Als Mann vom Fach sitze ich selbstverständlich immer direkt an der Quelle. Hier<br />
sollte aber jeder individuell für sich entscheiden, welche Technik für ihn persönlich<br />
Sinn macht. Bei einigen Kunden bedient ein solides Grundgerät die Ansprüche<br />
vollkommen. Und wenn es dann mal mehr sein soll, kommt der Kunde gern wieder,<br />
wenn er sich beim ersten Mal gut beraten fühlte.<br />
Lieber 2D oder 3D oder beides?<br />
Mit einem entsprechend großen Bildschirm ist 3D in den eigenen vier Wänden<br />
durchaus eine spannende Abwechslung. Ich habe das Gefühl, dass dieses Erlebnis<br />
zu Hause auch gerade erst eine Entwicklung durchmacht. Unsere Kinder werden<br />
viel selbstverständlicher mit 3D-Technologie umgehen. Bis dahin wird es auch fast<br />
ausschließlich 3D-Inhalte geben. Noch fehlt es zum Teil an Content.<br />
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E-Mail: info@loewe-galerie-linkenheim.de<br />
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Kathrein, Nokia, Spaun, Technisat, Wisi<br />
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Loewe Reference und<br />
Individual<br />
Interview<br />
Warum sollten videointeressierte Kunden zum Fachhändler gehen?<br />
Unser Anliegen ist es, dem Kunden Gesamtlösungen in Premiumqualität<br />
anzubieten. Als spezialisierter Fachhändler, können wir unseren Kunden<br />
die individuellere Beratung, die innovativeren Produkte und den besseren<br />
Service anbieten, als der Wettbewerber in der Fläche oder im Internet.<br />
Dies belegen insbesondere auch die Auszeichnungen von Markt Intern,<br />
dem Branchen-Fachmagazin, zum 1A-Fachgeschäft und 1A-Fachwerkstatt<br />
– nunmehr das 7. Jahr in Folge.<br />
Sind HbbTV-Dienste und Internetvideostreaming-Angebote nur etwas für die<br />
jüngere Zielgruppe?<br />
Nein, definitiv nicht. Neue Funktionen, wie z.B. die Loewe „follow<br />
me„- Funktion, oder auch VoD sind für jeden interessant, der gerne etwas<br />
mehr Komfort und Content erwartet. Das „lineare Fernsehen“ gehört<br />
meiner Meinung nach, bald der Vergangenheit an. Hierfür werden der<br />
weitere Ausbau der Vernetzbarkeit aller Komponenten und das Thema<br />
HbbTV weiterhin wichtige Meilensteine in der Entwicklung sein. Der<br />
moderne Power-User hat es mit Geräten zu tun, die das Internet als<br />
Unterhaltungsquelle eingemeinden und über das Heimnetzwerk auch<br />
gleich noch Kontakte zu allerlei Festplatten und Computern aufnehmen.<br />
Somit sind Tablet-PCs und Smartphones die Navigatoren der Zukunft.<br />
Das Zusammenspiel der Loewe-Fernseher und iPhone oder iPad als<br />
Bedienungseinheit ist heute bei Loewe schon Standard.<br />
Marken-Highlights: Arcam, Bang & Olufsen, Bose, Bowers & Wilkins,<br />
Denon, Dynaudio, Elac, Epson, Focal, Geithain, Infocus, KEF, Loewe,<br />
Marantz, Metz, Onkyo, Panasonic, Philips, Pioneer, Samsung, Sharp,<br />
Sim2, Sony, T+A, Toshiba, Yamaha<br />
Serviceangebot: 0 % Finanzierung, Fachberatung, Tests der Wunschgeräte<br />
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s/w<br />
je mm 2,90 Euro<br />
2c, 3c je mm 3,90 Euro<br />
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je mm 4,40 Euro<br />
Berechnung:<br />
Anzahl der Spalten × Höhe der Anzeige × Millimeterpreis. Eine<br />
Seite besteht aus drei Textspalten. Jede Spalte ist 62,5 mm breit<br />
und 263 mm hoch. Spaltenanzahl und Anzeigenhöhe sind frei<br />
wählbar (Mindestformat 1-spaltig 20 mm).<br />
Rabatte:<br />
Auf Anfrage sind Kombirabatte bei einer Jahresbuchung (8<br />
Ausgaben) möglich.<br />
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Denise Göhler<br />
Telefon:<br />
(03 41) 3 55 79 – 141
Motivierter Aufsteiger<br />
4K-Zertifizierungsprogramm, das aus der<br />
Integration der Technicolor-4K-Image-Certified-HDMI-Ports<br />
in die Thomson W9 UHD-<br />
Fernseher ab 2014 besteht, um das Up scaling<br />
von 2K-Inhalten auf nahezu 4K-Qualität zu<br />
gewährleisten. Thomson wird wiederum von<br />
Technicolor im Bereich Fernseher auf dem<br />
europäischen Markt an TCL lizenziert.<br />
Wie differenzieren sich die Marken?<br />
TCL positioniert sich als eine Marke der jungen<br />
Generation, während die Marke Thomson sich<br />
eher an Familien richtet.<br />
Impressum<br />
Verleger:<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Oststraße 40 – 44, 04317 Leipzig<br />
Tel. (03 41) 3 55 79 - 100 • Fax (03 41) 3 55 79 - 111<br />
Herausgeber:<br />
Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />
Stefan Hofmeir, Florian Pötzsch<br />
Chefredaktion (ViSdP):<br />
Christian Trozinski<br />
Redaktion:<br />
Sören Hilbrecht, Susanne Richter,<br />
Dennis Schirrmacher, Katharina Stöckl (Lektorat),<br />
Falko Theuner, Tiemo Weisenseel<br />
Antoine Salome, Marketing Director von TCL Europe.<br />
Der Markt der Flachbildfernseher ist<br />
im Wandel und immer neue Marken<br />
betreten die Bühne, während alteingesessene<br />
Hersteller ums Überleben kämpfen.<br />
Die Marke TCL verbindet dabei globale<br />
Trends: Effiziente Fertigung und technisches<br />
Know-how. Wir sprachen mit Marketing<br />
Director Antoine Salome über die Positionierung<br />
der Marke TCL im Haifischbecken der<br />
Unterhaltungselektronik.<br />
Herr Salome, wie positionieren sich die<br />
Marken TCL, Thomson und Technicolor und<br />
inwiefern kooperieren diese?<br />
Thomson liefert seit über 120 Jahren innovative<br />
und zuverlässige Technologie für Home Entertainment<br />
und TCL vertreibt<br />
Fernseher unter der Marke<br />
Thomson. Durch die Fusion mit<br />
der TV-Division von Thomson<br />
(Eigentümer der Marken RCA<br />
und Thomson) wird TCL zum<br />
bedeutendsten Hersteller von<br />
Fernsehgeräten und ist laut<br />
DisplaySearch-Report 2013 der<br />
drittgrößte TV-Hersteller der<br />
Welt. Technicolor als weltweiter<br />
Technologieführer im Medien-<br />
und Entertainment-Bereich<br />
ist auch TCLs Partner beim<br />
Welche Rolle spielen dabei der deutsche und<br />
europäische Markt?<br />
TCL konzentriert sich in Europa auf die Länder<br />
Frankreich, Deutschland, Spanien, Polen und<br />
Italien. In diesem Umfang hat TCL als Gruppe<br />
einen Marktanteil von rund drei Prozent. Im<br />
Jahr 2013 ist TCL die am schnellsten wachsende<br />
Marke, was Volumen und Umsatz betrifft. In<br />
Deutschland kam die TCL-Marke erstmals im<br />
Mai 2012 auf den Markt und genießt schnelles<br />
Wachstum dank der Zusammenarbeit mit<br />
Karcher, Marketingunterstützung (z. B. Partnerschaft<br />
mit Marvel bei „Iron Man 3“) und der<br />
erfolgreichen Lancierung der Color-Line-Serie.<br />
In den kommenden Monaten wird TCL weiterhin<br />
seine Bereitschaft zeigen, erschwingliche<br />
Innovationen und Technologien (d. h. UHD)<br />
auf dem deutschen Markt anzubieten.<br />
Auf welche Produktionskapazitäten können<br />
Sie zurückgreifen?<br />
TCL verfügt seit August 2011 über ein hochmodernes<br />
China-Star-Panel-Werk der Generation<br />
8.5 in Shenzhen, China und hat zudem<br />
eine Fabrik in Żyrardów, Polen. Das vertikal<br />
integrierte Geschäftsmodell von TCL stellt<br />
einen Mehrwert für die Marke auf dem Markt<br />
dar. Die 4K-Technologie ist die nächste Hürde<br />
des TV-Erlebnisses und wird dazu beitragen,<br />
die Verbrauchererwartungen in Bezug auf das<br />
Preis-Leistungs-Verhältnis zu erhöhen.<br />
Vielen Dank für das Gespräch.<br />
Grafikdesign:<br />
Lisa Breyer, Therèse Herold, Stephan Krause,<br />
Stefan Kretzschmar, Ronny Labotzke,<br />
Katharina Schreckenbach (Leitung), Kim Trank,<br />
Annemarie Votrubec<br />
Anschrift:<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Redaktion <strong>HDTV</strong><br />
Oststraße 40 – 44, 04317 Leipzig<br />
leserbriefe@hdtvmagazin.com<br />
www.hdtvmagazin.com<br />
Anzeigen:<br />
Linda Hartmann, Simone Läßig,<br />
Franziska Lipus, Benjamin Mächler,<br />
Carsten Philipp (Leitung)<br />
Tel. (03 41) 3 55 79 - 120<br />
Fax (03 41) 3 55 79 - 111<br />
anzeigen@av.de<br />
Abonnenten:<br />
Denise Göhler<br />
Tel. (03 41) 3 55 79 - 140<br />
Fax (03 41) 3 55 79 - 111<br />
abo@av.de<br />
Vertrieb:<br />
MZV Moderner Zeitschriften<br />
Vertrieb GmbH & Co. KG<br />
Breslauer Straße 5, 85386 Eching<br />
Tel. (0 89) 3 19 06 - 0, Fax: (0 89) 3 19 06 - 113<br />
info@mzv.de, www.mzv.de<br />
ISSN: 1861-1737<br />
Erscheinungsweise: 8-mal im Jahr<br />
Einzelpreis Deutschland: 4,99 Euro<br />
Jahresabo Deutschland: 34,90 Euro<br />
2-Jahresabo Deutschland: 74,90 Euro<br />
Jahresabo Ausland: 44,90 Euro<br />
Druck:<br />
Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG., Kassel<br />
© 2013 von Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Leipzig.<br />
Vervielfältigung und Verbreitung von Artikeln, Grafiken, Fotos<br />
durch jedes Medium ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher<br />
Genehmigung des Verlages gestattet. Die Interviews geben<br />
die Meinungen der Interviewpartner wieder. Diese muss nicht<br />
der Meinung des Verlages entsprechen. Für die Aussagen des<br />
Interviewpartners wird keine Haftung übernommen.<br />
Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Gewähr für die<br />
Richtigkeit der Angaben übernommen werden. Schutzrechte<br />
auf Produktnamen oder Produkte sind in den einzelnen<br />
Artikeln nicht zwingend erwähnt. Namentliche oder mit<br />
Initialen gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die<br />
Meinung der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte<br />
Manuskripte, Datenträger und Fotos übernimmt der Verlag<br />
keine Haftung. Die Zustimmung zum Abdruck wird<br />
vorausgesetzt. Der Autor erklärt mit der Einsendung von<br />
Material, dass dieses frei von Rechten Dritter ist. Mit der<br />
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