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HDTV Super-TVs (Vorschau)

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MAGAZIN<br />

3D-SPEZIALIST<br />

SONYS EINZIGARTIGE<br />

3D-BRILLE GETESTET<br />

ULTRA<br />

Trends Tests Hintergründe Entertainment<br />

LG 65LA9709<br />

PHILIPS 60PFL6008K<br />

SAMSUNG UE65F8090<br />

SAMSUNG UE60F7090<br />

SAMSUNG UE46F6510<br />

SONY KDL-40W905A<br />

SONY KDL-42W805A<br />

SONY KDL-42W655A<br />

TOSHIBA 58M8365D<br />

22<br />

TESTS<br />

SUPER-<strong>TVs</strong><br />

9 FERNSEHER VON 40 BIS 65 ZOLL IM XXL-TEST<br />

STARKE BILDQUALITÄT, REDUZIERTE PREISE<br />

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Goodbye Plasma: Das<br />

Ende einer Technikära<br />

Es klingt rückblickend wie eine Ironie der<br />

Geschichte: Panasonics erste Plasmafernseher<br />

wurden 1998 für die <strong>HDTV</strong>-<br />

Darstellung der Olympischen Winterspiele in<br />

Nagano produziert, 2014 wird dagegen kein<br />

neuer Plasmafernseher mehr erscheinen, trotz<br />

der Olympischen Winterspiele in Sochi. Die<br />

Entscheidung Panasonics, vollständig von der<br />

Plasma-TV-Herstellung zurückzutreten, kam<br />

nicht wirklich überraschend, mit einer derartigen<br />

Geschwindigkeit des Rückzugs haben aber nur<br />

die wenigsten gerechnet. Ab sofort sollen keine<br />

neuen Plasmafernseher mehr vom Band laufen,<br />

der aktuelle Bestand wird ausverkauft und die<br />

letzten Geräte mit attraktiven Garantieverlängerungen<br />

feilgeboten. Die größeren technischen<br />

Fortschritte, gerade im nahenden Ultra-HD-<br />

Zeitalter, sind aufseiten der LCD-Technik zu<br />

verzeichnen, die in wichtigen Bildkriterien zur<br />

Plasmatechnik aufgeschlossen hat. Durch die<br />

deutlich bessere Energieeffizienz dank stromsparender<br />

LED-Beleuchtung prognostizierten<br />

„Ab sofort sollen keine<br />

neuen Plasmafernseher mehr vom<br />

Band laufen. Der aktuelle<br />

Bestand wird ausverkauft.“<br />

Bewegte Bilder statt Fotos<br />

Hands-on-Video<br />

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Können mich die Bässe der schlanken<br />

nuLine 284 auch verblüffen?<br />

Klingt die ultrakompakte nuLine 24<br />

echt soooo groß?<br />

Wie fühlen sich 20-Hertz-Bässe von<br />

einem Nubert Subwoofer an?<br />

Wie faszinierend klingt High End mit<br />

den erschwinglichen nuVeros?<br />

Ist Heimkino mit Nubert Surroundsets<br />

wahrhaftig so spektakulär?<br />

Was begeistert tausende Kunden im<br />

Nubert Gästebuch?<br />

Marktforscher bereits seit Jahren die endgültige<br />

Dominanz der LCD-Technik. Panasonic hielt an<br />

der alternativen Plasmatechnologie solange fest,<br />

bis ein Ende des Wachstums im XXL-TV-Segment<br />

absehbar war. Mittlerweile sind LCD-Fernseher<br />

ebenso im Großbildformat erhältlich wie<br />

Plasmafernseher, auch wenn letztere in Sachen<br />

Preis-Leistung ungeschlagen bleiben. Unser Tipp:<br />

Entgegen dem Markttrend lohnt es sich, Panasonics<br />

aktuelles Plasma-TV-Sortiment mit in die<br />

Kaufentscheidung einzubeziehen, denn bereits<br />

der scheidende Plasma-TV-Hersteller Pioneer<br />

demonstrierte mit den „Kuro“ getauften Fernsehern<br />

eindrucksvoll, dass die allgemeine Meinung<br />

über eine Technologie nicht gleichbedeutend<br />

mit ihrer Qualität ist. Wir sagen an dieser Stelle:<br />

Danke Panasonic, für viele spannende Jahre<br />

mit immer neuen technologischen Höhenflügen<br />

im Plasma-TV-Bereich. Die obligatorische<br />

Nachfolgetechnik steht bereits in den Startlöchern:<br />

OLED-Fernseher sollen die technischen<br />

Möglichkeiten bei der Bilddarstellung ausloten<br />

und die Plasmatechnologie beerben. Bereits 2014<br />

könnten erste OLED-TV-Modelle von Panasonic<br />

in den Regalen der Fachhändler stehen – es bleibt<br />

also weiterhin spannend!<br />

IHRE REDAKTION DER <strong>HDTV</strong><br />

Lesen Sie auch ...<br />

DIGITAL FERNSEHEN. Das Medienmagazin berichtet<br />

monatlich über alles Wissenswerte rund um das Thema<br />

Digital-TV.<br />

Die nächste Ausgabe der <strong>HDTV</strong><br />

erscheint am 20. Dezember.<br />

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Wo die wilden Kerle wohnen<br />

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Nova Zembla<br />

Der Hypnotiseur<br />

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Inhalt 8/2013<br />

Hintergründe<br />

08 | 4K: Die Pixelrevolution<br />

Viermal mehr Bildpunkte als Full HD bietet 4K<br />

bzw. Ultra HD auf dem Papier, doch wie wirkt<br />

sich das Pixelplus in der Praxis aus? Unsere<br />

neunseitige Titelstory führt Sie durch alle Bereiche<br />

der 4K-Produktion und 4K-Darstellung.<br />

Tests<br />

77<br />

Virtuelle Realität:<br />

Sonys 3D-Kopfkino<br />

20<br />

LG 65LA9709:<br />

UHD-TV im Test<br />

58<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

im Vergleich<br />

08<br />

4K beerbt Full HD:<br />

Exklusive Titelstory<br />

66<br />

Blu-ray-Player<br />

mit 4K-Upscaling<br />

20 | LG 65LA9709<br />

24 | Flachbild-<strong>TVs</strong> der 60-Zoll-Klasse<br />

25 | Samsung UE65F8090<br />

28 | Samsung UE60F7090<br />

32 | Philips 60PFL6008K<br />

36 | Toshiba 58M8365D<br />

40 | Flachbild-<strong>TVs</strong> der 40-Zoll-Klasse<br />

41 | Sony KDL-42W655A<br />

44 | Sony KDL-42W805A<br />

47 | Sony KDL-40W905A<br />

50 | Samsung UE46F6510<br />

54 | Testübersicht Flachbild-<strong>TVs</strong><br />

56 | Testhintergründe<br />

58 | <strong>HDTV</strong>-Receiver im Vergleich<br />

59 | Prismcube Ruby<br />

60 | Panasonic DMR-HST230<br />

61 | Technisat DIGIT ISIO S<br />

62 | Dreambox DM7020<br />

64 | VU+ Duo2<br />

65 | Kathrein UFS924<br />

66 | Blu-ray-Player im Vergleich<br />

67 | LG BP730<br />

68 | Sony BDP-S5100<br />

70 | Panasonic DMP-BDT335<br />

71 | Philips BDP7750<br />

72 | Samsung BD-F7500<br />

74 | Projektor Benq W1080ST<br />

77 | 3D-Kopfkino Sony<br />

Bilder Titel: Auerbach Verlag, Dream Multimedia, LG, Panasonic, Samsung, Sony, Universal, Warner • Bilder Inhalt: Astra, LG, Nvidia, Samsung, Sony, Studiocanal, Universal, Warner<br />

6 | 8.2013


Entertainment<br />

80 | Man Of Steel<br />

Die jüngste Verfilmung des <strong>Super</strong>man-Mythos<br />

beeindruckt durch kolossale Kämpfe. Ob im<br />

Actionbombast die Geschichte zu kurz kommt,<br />

verrät unser Test der Blu-ray-3D-Fassung.<br />

82 | The Place Beyond The Pines<br />

Wuchtiges und doch kunstvolles Vater-Sohn-<br />

Drama, das man garantiert nie wieder vergisst:<br />

Die perfekte Kombination aus Drama, Spannung<br />

und Anspruch.<br />

84 | 3D-Dokus<br />

Entgegen dem abflauenden 3D-Bekenntnis der<br />

TV-Hersteller erscheinen immer mehr aufsehenerregende<br />

3D-Produktionen. Wir stellen in<br />

unserem 3D-Special aktuelle Naturdokus vor.<br />

88 | Die Croods<br />

Ein Lichtblick in der Flut mittelmäßiger Animationsfilme,<br />

voller Witz und Kreativität, bei dem<br />

sowohl die Croods als auch die Tiere einen Stein<br />

im Brett jedes Familienmitgliedes haben werden.<br />

90 | Ich – einfach unverbesserlich 2<br />

Exsuperbösewicht Gru bekommt weibliche Konkurrenz<br />

und die genialen Minions stehlen wieder<br />

einmal allen die Schau: Dieser Film verspricht<br />

Chaos und Spaß ohne Ende.<br />

80<br />

Man Of<br />

Steel<br />

82<br />

The Place Beyond<br />

The Pines<br />

Standards:<br />

03 | Editorial<br />

15 | Schnupperabo<br />

35 | 16-Ausgaben-Abo<br />

53 | Heftnachbestellung<br />

92 | Filme / Spiele<br />

94 | Fachhändler<br />

98 | Impressum<br />

90<br />

Ich – einfach unverbesserlich 2<br />

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Ultra HD: Jeder Pixel zählt<br />

Derzeit stößt man beim Thema UHD<br />

bzw. 4K vorrangig auf Abneigung,<br />

denn für die meisten Verbraucher<br />

ist der technische Wettstreit um immer mehr<br />

Bildpunkte kaum nachvollziehbar. In unserer<br />

Titelstory gehen wir deshalb ins Detail und<br />

beantworten von der Aufnahme bis zur Wiedergabe<br />

alle Fragen rund um das Zukunftsthema<br />

der ultrahohen Auflösung.<br />

Wer das Kleingedruckte liest, wird feststellen,<br />

dass UHD nicht gleich 4K ist. Im Unterhaltungselektronikbereich<br />

hat sich die Bezeichnung<br />

UHD durchgesetzt, als direktes Nachfolgeformat<br />

des aktuellen Full-HD-Standards. In Pixeln<br />

ausgedrückt: Die derzeitige Auflösung von<br />

1 920 × 1 080 Bildpunkten steigt auf 3 840 × 2 160<br />

Bildpunkte an. Da sich sowohl die horizontale<br />

als auch vertikale Auflösung verdoppeln,<br />

vervierfacht sich die Pixelanzahl, aus rund zwei<br />

Millionen Pixeln werden rund acht Millionen.<br />

Durch die einfache Umrechnung gelingt es<br />

UHD-Fernsehern, niedriger aufgelöste Bildinhalte<br />

in Full-HD-Auflösung ohne Probleme auf<br />

die höhere Auflösung umzurechnen. 4K wird<br />

oftmals im Gleichklang mit UHD genannt und<br />

„Probleme bereitet weniger die<br />

Vermischung der Bezeichnungen 4K<br />

und UHD, sondern die Übertragung<br />

eines Kinofilms in das Wohnzimmer.“<br />

insbesondere Sony macht sich den 4K-Begriff<br />

zunutze, da der Hersteller auch Kinosäle mit<br />

passender 4K-Technik ausstattet. Im Kern ist 4K<br />

aber nicht mit UHD identisch, da das 16 : 9-Bildformat<br />

im Kino ein anderes Seitenverhältnis als<br />

das 16 : 9-Format im Wohnzimmer aufweist.<br />

Dadurch berechnet sich auch die Auflösung<br />

abweichend: 2 160 Bildzeilen sind bei UHD und<br />

4K gleichermaßen vorhanden, die horizontale<br />

Auflösung beträgt im Kino aber 4 096 Pixel – das<br />

Kinoformat ist damit etwas breiter. Probleme<br />

bereitet weniger die Vermischung der Bezeichnungen<br />

4K und UHD, sondern die Übertragung<br />

eines Kinofilms in das Wohnzimmer. Da nahezu<br />

alle aktuellen UHD-Geräte für den Heimgebrauch<br />

3 840 Pixel in der Bildbreite aufweisen,<br />

Kinokameras und -projektoren aber mit 4 096<br />

Bildpunkten arbeiten, gibt es nur zwei Möglichkeiten:<br />

Das komplette Bild umrechnen oder<br />

Bildinformationen abschneiden. In der Praxis<br />

wird sich letztere Lösung etablieren, da die<br />

Umrechnung von 4 096 Bildpunkten auf 3 840<br />

Pixel nicht ohne Verluste machbar wäre, zumal<br />

die vertikale Auflösung bei beiden Formaten<br />

mit 2160 Bildzeilen identisch ist. Vielleicht<br />

erleben wir mit der obligatorischen Blu-ray-<br />

Bilder: Nvidia, Sony, Sony Pictures<br />

8 | 8.2013


Ab einer bestimmten<br />

Schwelle sind nebeneinanderliegende<br />

Bildpunkte<br />

nicht mehr vom Auge getrennt<br />

zu erfassen (maximales Auflösungsvermögen).<br />

Ein Full-HD-Monitor in 27<br />

Zoll erreicht bei einer Entfernung von knapp 50<br />

Zentimetern nur die Hälfte des Auflösungsvermögens<br />

unseres Auges und einzelne Pixel sind noch erkennbar.<br />

Ein 27-Zoll-4K-Monitor reizt bei gleichem<br />

Sitzabstand dagegen unser Auflösungspotenzial<br />

fast vollständig aus. Damit entspricht der optimale<br />

Sitzabstand bei 4K dem 1,5-fachen der Bildhöhe,<br />

während Sie einzelne Pixel bei einem<br />

27-Zoll-Full-HD-Monitor erst ab einem<br />

Sitzabstand von einem Meter (dreifache Bildhöhe)<br />

nicht mehr getrennt wahrnehmen.<br />

Bilddiagonale: 27 Zoll<br />

Abstand: 50 cm<br />

Echte 4K-Qualität<br />

schon jetzt erleben<br />

Ben Berraondo,<br />

Senior European PR Manager Nvidia<br />

Disc-Generation 2.0 aber auch eine faustdicke<br />

Überraschung und Filmstudios veröffentlichen<br />

ihre Werke im originalen Kinoformat. Davon<br />

profitieren würden derzeit einzig Besitzer von<br />

Sonys 4K-Projektoren, denn diese verfügen über<br />

Bildchips, die tatsächlich 4 096 × 2 160 Bildpunkte<br />

verlustfrei umsetzen können.<br />

Zu hochauflösend für die Augen?<br />

Je höher die Auflösung eines Bildschirms, desto<br />

kleiner sollte der Sitzabstand ausfallen, damit die<br />

zusätzlichen Details wirklich wahrgenommen<br />

werden können. Vereinfacht gilt folgende Regel:<br />

Bei einer SD-Auflösung sollten Sie die sechsfache<br />

Bildhöhe vom Fernseher entfernt sitzen, bei Full<br />

HD auf die dreifache Bildhöhe heranrücken und<br />

bei Ultra HD die Sitzentfernung auf die 1,5-fache<br />

Bildhöhe des Fernsehers begrenzen. Wissenschaftlich<br />

gesehen wird es komplizierter, denn<br />

das Auflösungsvermögen des Auges lässt sich<br />

mathematisch exakt bestimmen. Dabei gilt es zu<br />

beachten, dass sich die Sehschärfe von Person<br />

zu Person unterscheidet und auch der Bildinhalt<br />

auf die empfundene Schärfe Einfluss nimmt:<br />

Je stärker sich zwei Bildpunkte im Kontrast<br />

„Bei Ultra HD sollten<br />

Sie die Sitzentfernung<br />

auf die 1,5-fache Bildhöhe<br />

des Fernsehers begrenzen.“<br />

voneinander unterscheiden, desto einfach fällt<br />

es uns, diese zu differenzieren. Der sogenannte<br />

Snellen-Index, eine Sehtafel mit immer kleiner<br />

werdenden Zeichen, dient hierbei als Referenz<br />

und wird zur Ermittlung der Sehschärfe<br />

zurate gezogen. Je kleiner die Buchstaben, desto<br />

geringer grenzen sich die Konturen voneinander<br />

ab – ab einer gewissen Schwelle verschwimmen<br />

die Konturen und die Buchstaben sind nicht<br />

mehr lesbar. Durch die Umrechnung des Sehabstands<br />

und der Größe der Buchstaben kann das<br />

Auflösungsvermögen in Bogen- bzw. Winkelminuten<br />

angegeben und so die Sehschärfe für jedes<br />

Auge exakt ermittelt werden. Doch neben dem<br />

Auflösungsvermögen spielt die eigene Empfindung<br />

eine große Rolle, denn je näher man an<br />

einen Bildschirm heranrückt, desto mehr wird<br />

Erste Set-Top-Boxen für den UHD-TV-Empfang sind<br />

bereits in Entwicklung, Technicolor kümmert sich hierbei<br />

um die Lizenzierung und technische Unterstützung bei der<br />

Verwendung des neuen H.265-Decoders. Gleichfalls arbeitet<br />

Technicolor eng mit der Filmbranche zusammen, um<br />

bestmögliche Bildqualität im gesamten Produktionsprozess<br />

zu gewährleisten.<br />

Herr Berraondo, warum ist 4K für das Computerspielerlebnis<br />

von Bedeutung?<br />

Bei 4K werden mehr als 8 Millionen Bildpunkte<br />

übertragen und dies ist ein gewaltiger Sprung im Vergleich<br />

zu Full HD. Viele Konsumenten können diesen<br />

Qualitätssprung noch gar nicht richtig einordnen: Der<br />

Unterschied ist viel deutlicher als die Weiterentwicklung<br />

von <strong>HDTV</strong> 720p zu <strong>HDTV</strong> 1 080p. Wir sprechen<br />

bei 4K von einer vierfachen Pixelanzahl und dies hat<br />

eine riesige Auswirkung auf das Gamingerlebnis. Vergleichbar<br />

ist dieser Sprung mit der Entwicklung von<br />

SD Richtung Full HD. Mit der 4K-Auflösung müssen<br />

die Texturen, die die Designer entworfen haben, qualitativ<br />

nicht länger komprimiert werden, man erkennt<br />

jedes Detail der Vorlage und diagonale Linien werden<br />

fast ohne Treppenstufen wahrgenommen.<br />

Wird wirklich immer echte 4K-Qualität in<br />

Spielen geboten oder werden viele Grafiken<br />

nur hochgerechnet?<br />

Bei den meisten aktuellen Spielen handelt es sich um<br />

ein 4K-Upscaling, d. h. die Texturqualität ist nur Full<br />

HD und die Grafikkarte berechnet die zusätzlichen<br />

Bildpunkte. Neue Spiele wie „Assassin's Creed: Black<br />

Flag“ und „Watch Dogs“ werden in echter 4K-Qualität<br />

auf dem PC erscheinen und eine dramatisch bessere<br />

Texturqualität aufweisen. PC-Enthusiasten können<br />

mit Nvidia Surround bereits heute extrem hohe<br />

Auflösungen in Spielen erleben, die Auflösung berechnet<br />

sich dabei durch mehrere Full-HD-Displays.<br />

Viele PC-Gamer ziehen es aber vor, an einem großen<br />

Monitor zu spielen, weshalb ein 4K-Display die beste<br />

Option darstellt. Natürlich ist auch die Kombination<br />

aus 4K und Nvidia Surround möglich: Wir demonstrierten<br />

bereits Spiele auf drei 4K-Displays.<br />

Wie sieht Ihre Grafikkartenempfehlung aus?<br />

Für das Spielen in 4K empfehlen wir eine Nvidia<br />

GTX780, die 3 Gigabyte Speicher bietet oder eine<br />

GTX Titan, die über 6 Gigabyte Speicher verfügt. Mit<br />

einer Grafikkarte müssen kleine Kompromisse bei<br />

den Grafikeinstellungen eingegangen werden oder<br />

man muss bei der Bildrate Abstriche machen – 30<br />

Bilder pro Sekunde sind hier die Norm. Um alle<br />

Details in 4K-Auflösung zu genießen und die Bildrate<br />

auf 60 Bilder pro Sekunde zu erhöhen, empfehlen wir<br />

die<br />

SLI-Konfiguration, also mehrere Grafikkarten<br />

weiter auf Seite 10<br />

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G-Sync von Nvidia könnte eine Revolution am Displaymarkt auslösen: Statt festgelegter Bildfrequenzen steuert die<br />

Grafikkarte Displays dynamisch und erreicht damit die bestmögliche Bildqualität ohne Ruckler und Tearing.<br />

das Sichtfeld ausgefüllt. Nicht nur im Kinosaal,<br />

sondern auch im Wohnzimmer bestimmt hautsächlich<br />

das eigene Gefühl, was als angenehm<br />

oder unangenehm empfunden wird. Wer im<br />

Kino die letzte Sitzreihe vorzieht und auch im<br />

Wohnzimmer große Sitzabstände und konservative<br />

Bildgrößen anstrebt, wird trotz optimaler<br />

Sehschärfe kaum ein 4K-Erlebnis verspüren.<br />

Wo kommen die Inhalte her?<br />

Der einfachste Weg zu 4K-Inhalten führt<br />

über einen Computer: Wird ein moderner<br />

PC mit einem UHD-Fernseher verbunden,<br />

erscheint nicht nur die Desktopoberfläche in<br />

4K-Auflösung, sondern auch der Webbrowser<br />

mitsamt der Bildersuche, Google Maps oder<br />

sogar Videos auf Youtube erstrahlen in neuem<br />

Glanz. Eine potente Internetdatenleitung<br />

vorausgesetzt, sind 4K-Videoinhalte kostenlos<br />

streambar, Anspieltipps sind hierbei 4K-Videos<br />

von Tom Lowe sowie Jacob und Katie Schwarz.<br />

Im Fotobereich klappt die 4K-Darstellung noch<br />

einfacher: Da nahezu jede aktuelle Kamera weit<br />

mehr als 8 Megapixel aufweist, eignen sich Fotos<br />

optimal für eine ultrahochauflösende Diashow.<br />

Wie viel kostet ein 4K-Gaming-PC?<br />

2 × Grafikkarte Nvidia Geforce<br />

GTX780 (SLI-Verbund)<br />

Prozessor Intel i7-4770K<br />

Mainboard<br />

Arbeitsspeicher<br />

16 Gigabyte DDR3<br />

Festplatte SSD-Laufwerk<br />

320 Gigabyte Speicher<br />

Blu-ray-Laufwerk<br />

Kompaktes Gehäuse<br />

Leiser Lüfter und Netzteil<br />

Windows-Betriebssystem<br />

2 × 500 Euro<br />

300 Euro<br />

75 Euro<br />

150 Euro<br />

300 Euro<br />

100 Euro<br />

70 Euro<br />

120 Euro<br />

75 Euro<br />

Panasonics UHD-Fernseher TX-L65WT600E<br />

macht all diese Zuspielungen sogar ohne Einsatz<br />

eines PC möglich: 4K-Fotos und -Videos<br />

spielen Sie per SD-Karte oder USB-Stick zu und<br />

Internet inhalte (Google Maps, Youtube) rufen<br />

„Wer große Sitzabstände und<br />

konservative Bildgrößen anstrebt,<br />

wird trotz optimaler Sehschärfe kaum<br />

ein 4K-Erlebnis verspüren.“<br />

Sie mit dem integrierten UHD-Webbrowser in<br />

ultrahochauflösender Qualität auf. Diese Möglichkeit<br />

bieten andere UHD-Fernseher derzeit<br />

nicht, die 4K-Diashow lässt sich aber bei nahezu<br />

allen UHD-<strong>TVs</strong> ohne Umwege umsetzen.<br />

Gamingbranche als 4K-Vorreiter<br />

Derzeit dominiert die Berichterstattung über die<br />

neuen Spielekonsolen PS4 und Xbox One die<br />

Medienlandschaft, doch in Sachen Leistungsfähigkeit<br />

hinken diese aktuellen Hochleistungs-<br />

PCs hinterher. So bieten die Spielekonsolen<br />

Wer bei maximalen Details in 4K-Auflösung ruckelfrei<br />

spielen möchte, kommt um einen High-End-PC mit zwei<br />

Hochleistungsgrafikkarten nicht herum. Knapp 2 200<br />

Euro sollten Sie aktuell für eine zukunftssichere 4K-<br />

Gaming-PC-Lösung einplanen.<br />

in einem Verbund zu betreiben. Dadurch erhöht sich<br />

gleichzeitig der verfügbare Speicher: Mit zwei GTX780<br />

würden 6 GB und mit zwei Titan-Grafikkarten 12 GB<br />

Speicher für Spiele zur Verfügung stehen. Maximal<br />

sind drei Grafikkarten im SLI-Verbund möglich, also<br />

18 GB Grafikspeicher in einem System. Neben Ubisoft<br />

arbeiten wir stark mit Activision und Infinity Ward<br />

zusammen, um die bestmögliche 4K-Qualität aus „Call<br />

Of Duty: Ghosts“ herauszukitzeln.<br />

Was unterscheidet Computergrafiken von<br />

einem normalen Videostream?<br />

Computergrafiken weisen eine deutlich höhere Farbtiefe<br />

und Bandbreite als Videosignale auf. Videosignale in<br />

4K werden häufig nur in geringer Bildrate übertragen<br />

und es handelt sich nicht um eine Echtzeitberechnung,<br />

sondern nur einen Videostrom, der weitergereicht<br />

und verarbeitet wird. Deshalb ist es heutzutage<br />

kein Problem, 4K-Videos mit leistungsschwächeren<br />

Grafikkarten darzustellen. Der gravierende Unterschied<br />

zwischen einer reinen Videoausgabe und einer<br />

Grafikberechnung besteht darin, dass es keinen echten<br />

Zusammenhang zwischen der Bildrate der Grafikkarte<br />

und der Bildrate des Displays gibt. Durch die<br />

Echtzeitberechnung schwankt die Bildrate in Spielen<br />

permanent, mal können 120 Bilder pro Sekunde<br />

erzeugt werden, in einer anderen Szene dagegen nur<br />

60 Bilder pro Sekunde. Displays und Fernseher haben<br />

dagegen einen festen Rhythmus, d. h. das Bild wird 60<br />

Mal pro Sekunde aktualisiert, was 60 Hertz entspricht.<br />

Liefert die Grafikkarte weniger als 60 Bilder pro Sekunde,<br />

wird der Fernseher identische Bilder mehrmals<br />

hintereinander zeigen, was dann in der Praxis zu<br />

Bildrucklern führt. Ein ähnliches Problem gab es bei<br />

Flachbildfernsehern, wenn diese das 1 080p24-Signal<br />

einer Blu-ray Disc in 60 Hertz umwandelten, was<br />

ebenfalls Mikroruckler erzeugte. Deshalb bieten viele<br />

aktuelle <strong>TVs</strong> die Option, das 1 080p24-Signal ohne<br />

Wandlung darzustellen. Ein anderer Extremfall tritt<br />

ein, wenn die Grafikkarte mehr Bilder erzeugt, als<br />

der Monitor pro Sekunde verarbeiten kann. Ist die<br />

Synchronisation zwischen TV und Grafikkarte nicht<br />

aktiviert, sendet die Grafikkarte bereits das nächste<br />

Bild, obwohl der Monitor noch dabei ist, das erste<br />

Bild aufzubauen. Dadurch entsteht Tearing (das Bild<br />

„zerreißt“, Anm. d. Red.).<br />

Und wie kann man diese Probleme umgehen?<br />

Nvidia bietet erstmals eine Lösung namens G-Sync,<br />

dabei wird das Scaler-Modul im Display ersetzt,<br />

sodass die Grafikkarte sämtliche Bildverarbeitung<br />

übernehmen kann, ohne vom Monitor oder Fernseher<br />

ausgebremst zu werden. Die Grafikkarte steuert die<br />

Bilddarstellung des Monitors dynamisch, anstatt, dass<br />

der Monitor durch eine festgelegte Bildwiederholrate<br />

die Grafikkarte in der Leistung limitiert. Mit G-Sync<br />

treten weder Ruckler noch Tearing auf, die Darstellung<br />

erscheint flüssiger und die Eingabeverzögerung wird<br />

minimiert.<br />

Was benötigt man, um G-Sync zu erleben?<br />

Um die G-Sync-Technologie nutzen zu können,<br />

benötigt man eine Nvidia-GTX-Grafikkarte und einen<br />

Monitor, der G-Sync unterstützt. Wir arbeiten mit<br />

Displayherstellern wie Asus, Benq, Viewsonic und<br />

Philips zusammen, die erste Displays zeitnah auf den<br />

Markt bringen werden, darunter auch Monitore im<br />

16 : 10-Seitenverhältnis und mit 4K-Bildauflösung. Als<br />

Verbindung zwischen Grafikkarte und Display dient<br />

derzeit ein Displayportkabel, wir arbeiten aber daran,<br />

G-Sync auch für HDMI anbieten zu können.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Bilder: Fractal Design, Nvidia<br />

10 | 8.2013


Samsung F9090<br />

DER NEUE SAMSUNG UHD TV.<br />

MIT 4 X HÖHERER ALS FULL HD.<br />

UHD ist ab jetzt Programm: Die neuen Samsung UHD <strong>TVs</strong> bieten die extrem hohe<br />

Bildschirmauflösung von 3.840 x 2.150 Pixel. Dadurch hat das TV-Bild vier Mal so<br />

viele Pixel wie aktuelle Full-HD-TV-Geräte und steht der Wirklichkeit fast in nichts<br />

mehr nach. Für seine Bildqualität erhielt der UHD TV F9090 in der Oktober-Ausgabe<br />

der Zeitschrift Heimkino (10–11/2013) bereits die Traumnote 1,1. Vor allem die<br />

Upscaling-Funktion (Quadmatic Picture Engine), die hochgerechnete Full-HD-Bilder<br />

fast wie echtes UHD-Material aussehen lässt, überzeugte die Tester. Natürlich<br />

steht Ihnen auch die ganze Welt von Smart TV offen: Von Apps bis Web können Sie<br />

jederzeit alle Vorteile des vernetzten Fernsehens nutzen.<br />

Immer auf dem neuesten Stand der Technik dank One Connect Box: Jedes UHD<br />

TV-Modell besitzt eine One Connect Box, die getrennt vom TV-Gerät aufgestellt<br />

wird und alle Anschlüsse, den Prozessor und den Tuner enthält. Dadurch wird jeglicher<br />

Kabelsalat von Anfang an verhindert. Und dank dieser innovativen Technologie<br />

können Samsung Kunden sicher sein, dass ihr Fernseher immer up to date<br />

ist. Ändern sich technische Standards, tauschen Sie einfach die One Connect Box<br />

gegen eine neue aus und Ihr UHD TV ist wieder aktuell und vor allem eins –<br />

zukunftssicher. Damit sind die neuen Samsung UHD <strong>TVs</strong> Fernseher der nächsten<br />

Generationen. Sehen ist Samsung.<br />

samsung.de/uhd-tv<br />

Einzeltest


von Sony und Microsoft nicht die Möglichkeit,<br />

Games in 4K-Auflösung zu berechnen und<br />

oftmals weisen Spiele nur eine Bildrate von<br />

30 Bildern pro Sekunde auf. Ganz anders<br />

die Möglichkeiten mit aktuellen PCs: Dank<br />

Hochleistungsgrafikkarten (im Optimalfall zwei<br />

Grafikkarten im Parallelbetrieb) ist eine echte<br />

4K-Auflösungsqualität bereits heute möglich<br />

und dies bei butterweichen 60 Bildern pro Sekunde.<br />

Als Nadelöhr erweisen sich allerdings die<br />

Schnittstellen, denn HDMI 2.0 wird erst in den<br />

nächsten Monaten Einzug halten und aktuelle<br />

HDMI-1.4-Anschlüsse limitieren die Bildausgabe<br />

auf 30 Bilder pro Sekunde. Abhilfe schafft<br />

hier die Displayportschnittstelle, die nahezu alle<br />

Vorzüge von HDMI 2.0 bietet. Wer bereits heute<br />

in einen 4K-fähigen PC investiert, sollte deshalb<br />

auf die Displayportschnittstelle zur Bildübertragung<br />

setzen. Leider ist mit Panasonics TX-<br />

L65WT600E derzeit nur ein UHD-Fernseher<br />

erhältlich, der einen entsprechenden Anschluss<br />

zur Verfügung stellt.<br />

Fernsehempfang in Ultra HD<br />

Bereits zur IFA starteten SES Astra und Sky<br />

UHD-Teststreams, die allerdings nur mit Receiver-Prototypen<br />

empfangen werden konnten. Ursache<br />

ist hierfür die neue Datenkomprimierung<br />

HEVC. Bilddaten müssen komprimiert werden,<br />

um sie praxistauglich abspeichern und übertragen<br />

zu können. Im Videobereich stolpert man<br />

deshalb häufig über Begriffe wie MPEG, H.264,<br />

H.265 (HEVC), allesamt Komprimierungsverfahren,<br />

um Daten schlanker zu verpacken. Der<br />

Trick dabei: Gleichen sich Bildpunkte anhand<br />

der Farbinformationen, können diese Daten<br />

einmal abgespeichert werden, anstatt die Informationen<br />

für jedes Einzelbild erneut abzulegen.<br />

Nach einem ähnlichen Verfahren arbeitet die<br />

Komprimierung von Videostreams: Gemeinsamkeiten<br />

von aufeinanderfolgenden Bildern werden<br />

erkannt, sodass diese aus wenigen Informationen<br />

rekonstruiert werden können. Dieser Prozess<br />

erfordert allerdings Rechenleistung, denn je<br />

mehr das Endgerät anhand des Datenstroms<br />

rekonstruieren muss, desto leistungsfähiger<br />

müssen die Prozessoren zur Verarbeitung<br />

„Dank Hochleistungsgrafikkarten<br />

ist eine echte<br />

4K-Auflösungsqualität<br />

bereits heute möglich.“<br />

ausfallen. Bei der aktuellen Blu-ray Disc kommt<br />

als Speicherstandard das H.264-Format zum<br />

Einsatz, das zukünftig durch das Nachfolgeformat<br />

H.265 abgelöst wird. Der Vorteil von H.265:<br />

Bei gleichbleibender Bildqualität halbiert sich<br />

der Speicherbedarf der Videobilder – die Daten<br />

werden effizienter gepackt und weisen trotz des<br />

geringeren Speicherplatzes keine sichtbaren<br />

Qualitätsverluste auf. Nachteil: H.265 schluckt<br />

deutlich mehr Rechenleistung, weshalb neue<br />

Chipsätze und damit neue Hardware aufseiten<br />

der Bildzuspielung (TV-Receiver, Blu-ray-Player<br />

etc.) notwendig werden. Übersetzt bedeutet dies<br />

auch, dass aktuell integrierte Tuner in Flachbildfernsehern<br />

nicht kompatibel zur U<strong>HDTV</strong>-<br />

Ausstrahlung sein werden und Sie mit aktuellen<br />

Ultra-HD-Fernsehern auf externe Set-Top-<br />

Boxen mit H.265-Decodierung angewiesen sind.<br />

Die Ausnahme von dieser Regel sollen LGs neue<br />

UHD-TV-Modelle der Serie LA9709 sein, die<br />

den H.265-Decoder bereits eingebaut haben.<br />

Wo bleibt der Blu-ray-Nachfolger?<br />

Während das Thema 4K in nahezu allen Unterhaltungselektronikbereichen<br />

konkrete Formen<br />

annimmt, scheint man aufseiten der Filmvermarktung<br />

auf Blu-ray Disc den Trend zur besseren<br />

Bildqualität zu verschlafen. Im Hintergrund<br />

sind die Eckdaten aber schon festgezurrt: Die<br />

Blu-ray Disc 2.0 soll Datenträger mit rund 100<br />

Gigabyte Speicher etablieren und den Komprimierungsstandard<br />

H.265 einsetzen. Dadurch lassen<br />

sich Kinofilme in 4K-Auflösung selbst in 3D<br />

mit höherer Bildrate speichern, als die bislang<br />

üblichen 24 Bilder pro Sekunde. HDMI 2.0 wird<br />

in neuen Blu-ray-Disc-Playern Einzug halten,<br />

es bleibt aber abzuwarten, ob bereits 2014 mit<br />

4K-Playern und passenden 4K-Filmen gerechnet<br />

Full HD<br />

4K<br />

Full HD<br />

4K<br />

4K-Gaming<br />

Mit einem Hochleistungscomputer lassen sich zwar nahezu alle Spiele<br />

in 4K-Auflösung darstellen, doch nur wenige bieten echte 4K-Detailpracht.<br />

Neben „Assassin‘s Creed 4“ (Bild) werden auch „Watch Dogs“<br />

und „Call Of Duty: Ghosts“ mit entsprechend ultrahochauflösenden<br />

Texturpaketen ausgeliefert. Da auch flimmernde Konturen durch<br />

Abwesenheit glänzen, übertrumpft die PC-Fassung die Versionen für<br />

PS4 und Xbox One um ein Vielfaches.<br />

Bilder: Panasonic, Philips, Samsung, Sony, Technicolor, Ubisoft<br />

12 | 8.2013


werden darf. Sonys Entscheidung, 4K-Filme<br />

via Mediaplayer in den USA auf den Markt zu<br />

bringen, ist für 4K-Filmfans hierzulande nur ein<br />

schwacher Trost, denn die 4K-Box wird es wohl<br />

nicht nach Deutschland schaffen. Stattdessen<br />

setzt Sony auf die Vermarktung von „Mastered<br />

in 4K“-Filmen: Diese Versionen bieten eine bessere<br />

Abtastung und einen erweiterten Farbraum,<br />

weisen aber nur eine Full-HD-Auflösung auf.<br />

„Die Blu-ray Disc 2.0<br />

soll Datenträger mit<br />

rund 100 Gigabyte<br />

Speicher etablieren.“<br />

Sonys Argument: Werden 4K-Inhalte heruntergerechnet<br />

und anschließend mit dem gleichen<br />

Verfahren wieder auf 4K hochgerechnet, entsteht<br />

dennoch eine bessere Detailschärfe. Die wahrgenommene<br />

Bildschärfe unterscheidet sich in jedem<br />

Fall: Durch Kontrasttricks wird eine höhere<br />

Auflösung suggeriert. Treten Sie aber nah an den<br />

Bildschirm heran, ist der Unterschied zu echtem<br />

4K deutlich erkennbar, denn einmal verlorene<br />

Details lassen sich nicht mehr rekonstruieren.<br />

Fernseher als Innovationsmotor<br />

Keine Frage: Die letzten Wochen waren für unsere<br />

Tester so spannend wie selten zuvor, denn nahezu<br />

alle großen Hersteller stellten sich unseren<br />

Testkriterien mit neuen UHD-Fernsehern. Im<br />

Kern handelt es sich bei der ersten Generation<br />

aber nur um eine Evolution, denn die LCD-<br />

Technik und Edge-LED-Rahmenbeleuchtung<br />

sind auch im UHD-Zeitalter der Antriebsmotor,<br />

mit allen bekannten Stärken und Schwächen<br />

Sonys Mediaplayer FMP-X1 ist nicht in Deutschland erhältlich ll h und dbietet einzig UHD-TV-Käufern in den USA den<br />

Zugang zu Kinofilmen in echter 4K-Qualität. Hierzulande sind „Mastered in 4K“-Blu-ray Discs erhältlich, die aber<br />

keine 4K-Auflösung, sondern nur bewährte Full-HD-Qualität bieten. Es handelt sich schlicht um eine hochwertige<br />

Abtastung des Filmmasters.<br />

der Full-HD-Geräte. Dennoch beeindruckt die<br />

gigantische Auflösung auf kurzer Distanz: Eine<br />

derartige Detailpracht werden Sie auf keinem<br />

Full-HD-Fernseher bestaunen können, feine<br />

Details fallen dort unweigerlich dem gröberen<br />

Pixelraster zum Opfer. Um die letzten Zweifler<br />

zu überzeugen, müssen die Hersteller aber<br />

Klartext reden, denn wer von Konsumenten<br />

zwischen 4 000 und 35 000 Euro für einen<br />

UHD-Fernseher oder -Projektor verlangt, sollte<br />

Technikfans gerade dann nicht im Regen stehen<br />

lassen, wenn nicht implementierte Standards wie<br />

HEVC und HDMI 2.0 aus einem Zukunftsgerät<br />

allzu schnell ein Auslaufmodell zu machen drohen.<br />

Wertstabilität ist bereits in diesem frühen<br />

Stadium der 4K-Einführung nicht erkennbar:<br />

UHD-Fernseher wurden wenige Wochen nach<br />

der Markteinführung um knapp 1 000 Euro im<br />

Preis gesenkt bzw. werden zu deutlich geringeren<br />

Marktpreisen als die UVP angeboten.<br />

Nur die Bildgröße zählt<br />

Angesichts der hohen Pixeldichte von 4K-<br />

Material sollten Sie beim Umstieg auf UHD die<br />

Bilddiagonale Ihres Fernsehers nicht zu klein<br />

wählen – UHD-Fernseher in 55 Zoll eignen<br />

sich eher als XXL-Monitore. Optimal geeignet<br />

sind Fernseher jenseits der 65 Zoll, um auch bei<br />

UHD-Fernseher mit 3 840 × 2 160 Bildpunkten und HDMI-2.0-Unterstützung<br />

Modell<br />

Panasonic<br />

TX-L65WT600E (65 Zoll)<br />

Philips<br />

65PFL9708S (65 Zoll)<br />

Samsung<br />

UE55F9090 (55 Zoll)<br />

Sony<br />

KD-55X9005A (55 Zoll)<br />

Preis bei Einführung 6 999 Euro 5 199 Euro 4 999 Euro (65 Zoll: 6 999 Euro) 4 499 Euro (65 Zoll: 6 999 Euro)<br />

Aktueller Marktpreis 5 999 Euro 4 499 Euro 3 499 Euro, (65 Zoll: 4 999 Euro) 3 999 Euro, (65 Zoll: 5 499 Euro)<br />

Schnittstellen und UHD-<br />

Funktionen<br />

Echte HDMI-2.0-Kompatibilität<br />

(maximale Farbauflösung bei<br />

UHD), Displayport 1.2a, UHD-<br />

Webbrowser, Google Maps und<br />

Youtube in 4K<br />

HDMI-2.0-Hardwareupdate in<br />

Vorbereitung für 2014 (Zugang zu<br />

HDMI-Signalboard)<br />

HDMI-2.0-Hardwareupdate in<br />

Vorbereitung für 2014<br />

(austauschbare Anschlussbox)<br />

HDMI-2.0-kompatibel: UHD-<br />

Videoverarbeitung mit bis zu<br />

60 Bildern pro Sekunde (bei<br />

reduzierter Farbauflösung)<br />

Obwohl immer mehr UHD-fähige Fernseher auf den Markt kommen, sind derzeit nur wenige zum HDMI-2.0-Standard kompatibel. 2013 werden voraussichtlich nur<br />

Panasonics TX-L65WT600E und Sonys X9005-Serie 4K-Signale mit 60 Bildern pro Sekunde unterstützen, Samsung und Philips kündigten Hardwareupdates für 2014 an. Andere<br />

Hersteller erteilten auf Nachfrage den Themen HDMI 2.0 und 4K mit 60 Bildern pro Sekunde eine Absage. Durch den unerwarteten Preissturz sollte sich die Marktdurchdringung<br />

von UHD-Fernsehern bereits zum Jahresende beschleunigen, 2014 werden auch kleinere Bilddiagonalen zu noch attraktiveren Preisen auf den Markt kommen.<br />

www.hdtvmagazin.com 13


Videodatenraten eines Kinofilms im Vergleich<br />

Medium<br />

Sony F65 (4K-<br />

Aufzeichnung)<br />

Blu-ray Disc<br />

(Full HD)<br />

UHD-Empfang<br />

(4K-Teststream)<br />

HD-Empfang<br />

(1 080i / 720p)<br />

DVD<br />

(SD)<br />

UHD-Testbilder nach Maß<br />

Datenrate pro<br />

Sekunde Film<br />

(Durchschnitt)<br />

Speicherbedarf<br />

für 1 h Film<br />

(gerundet)<br />

2 000 Megabit 30 Megabit 20 Megabit 10 Megabit 6 Megabit<br />

900 Gigabyte 13,5 Gigabyte 9 Gigabyte 4,5 Gigabyte 2,7 Gigabyte<br />

Im Vergleich zur Aufnahme und dem originalen digitalen Filmmaterial, ist die Speicheranforderung für den Heimbereich<br />

geradezu winzig. Möglich wird dies durch eine starke Datenkomprimierung, insbesondere der Farbinformationen.<br />

Abständen von drei bis vier Metern die höhere<br />

Auflösung wahrnehmen zu können. Da die Preise<br />

in diesen Größenregionen aber sehr schnell<br />

ansteigen, sind Projektoren im UHD-Zeitalter<br />

meist die richtige Wahl, um das Aha-Erlebnis in<br />

die eigenen vier Wände zu holen. Hersteller JVC<br />

kündigte jüngst die neue Projektorengeneration<br />

an, die mit Preisen ab 5 000 Euro (DLA-X500R)<br />

deutlich günstiger als Sonys 4K-Beitrag namens<br />

„Nur Sonys Projektor bietet<br />

tatsächlich eine 4K-Auflösung,<br />

während JVC weiterhin auf<br />

Full-HD-Panel setzt.“<br />

VPL-VW500ES (9 900 Euro) ausfällt. Doch der<br />

Unterschied liegt hier ausnahmsweise nicht<br />

im Detail, denn nur Sonys Projektor bietet<br />

tatsächlich eine 4K-Auflösung, während JVC<br />

weiterhin auf Full-HD-Panel setzt, die durch einen<br />

Zusatzfilter die 4K-Auflösung interpolieren.<br />

Im Unterschied zum Vorjahr akzeptieren JVCs<br />

Projektoren nun auch 4K-Signale am HDMI-<br />

Eingang, verglichen mit der Detailschärfe eines<br />

Unterschiede bei 4K-Projektoren<br />

JVCs Projektoren bieten<br />

eine Full-HD-Auflösung,<br />

4K-Qualität wird hierbei<br />

nur durch einen Zusatzfilter<br />

simuliert. Das Eingangssignal<br />

wird allerdings in echtem 4K<br />

mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde<br />

verarbeitet, solange die<br />

Farbauflösung und Farbtiefe<br />

reduziert werden.<br />

VPL-VW500ES ziehen die Projektoren aber den<br />

Kürzeren. Dafür legt JVC die Karten aufseiten<br />

der HDMI-Schnittstellen ehrlich auf den<br />

Tisch: Wie Sony arbeitet man mit HDMI-1.4-<br />

Schnittstellen und erreicht durch eine niedrigere<br />

Farbauflösung und Farbtiefe die 4K-Bildverarbeitung<br />

mit 60 Bildern pro Sekunde. Sony macht<br />

es beim VPL-VW500ES nicht besser, bezeichnet<br />

diese Lösung aber mit HDMI 2.0.<br />

Aufnahme kontra Wiedergabe<br />

Im Fotobereich nennt sich das Komprimierungsverfahren<br />

JPEG – trotz Auflösungen von<br />

20 Megapixeln und mehr bleiben die Bilddaten<br />

schlank genug, um tausende Bilder auf einer<br />

Speicherkarte abzulegen. Viele professionellere<br />

Fotoapparate bieten zusätzlich die Möglichkeit,<br />

von JPEG auf RAW umzuschalten – dadurch<br />

explodieren die Bildgrößen, allerdings werden<br />

die Bilddaten nicht „kastriert“. Gemeint ist<br />

damit vor allem die Farbtiefe: JPEG arbeitet,<br />

ebenso wie komprimierte Videodaten, mit<br />

einer Farbtiefe von 8 Bit, d. h., dass jede Farbe<br />

256 mögliche Abstufungen aufweisen kann.<br />

Das Problem: Bilder mit weichen Verläufen<br />

zeigen unter Umständen Falschkonturen, da zu<br />

Sonys VPL-VW500ES liefert<br />

echte 4K-Bildschärfe und dies<br />

in originaler Kinoauflösung mit<br />

4 096 × 2 160 Bildpunkten. Im Vergleich<br />

zu JVCs Projektoren steigt<br />

die Detailschärfe deutlich. Aufseiten<br />

des Bildsignals akzeptiert der<br />

VPL-VW500ES die 4K-Auflösung<br />

mit 60 Bildern pro Sekunde<br />

ebenfalls nur bei reduzierter<br />

Farbauflösung und -tiefe.<br />

Klaus Burosch,<br />

Inhaber Burosch Audio-Video-Technik<br />

Herr Burosch, 8 Millionen Bildpunkte bietet<br />

mittlerweile jede Smartphonekamera. Welchen<br />

Aufwand betreiben Sie für die Erstellung<br />

Ihrer Testbilder?<br />

Unsere Realbilder, die wir für die essentielle<br />

Gegenkontrolle unserer zuvor mit Testbildern<br />

ermittelten Ergebnisse benutzen, produzieren wir<br />

mit professionellem Equipment. Hierfür verwenden<br />

wir eine spezielle Scannerkamera die 70 Megapixel<br />

liefert und eigentlich für Luftbildaufnahmen u. a. im<br />

Militärbereich eingesetzt wird. Dazu kommt noch<br />

die Nikon-D800E-Vollformatspiegelreflexkamera.<br />

Somit legen wir besonders großen Wert darauf, dass<br />

unser Testmaterial höchsten Ansprüchen genügt,<br />

um als Referenz für die <strong>TVs</strong> von heute und morgen<br />

zu dienen – Handybilder kommen da nicht infrage.<br />

Unsere Testbilder, auf der anderen Seite, basieren auf<br />

mathematischen Skripten und sind keine grafischen<br />

Zeichnungen, um auch hier eine maximale Signalqualität<br />

garantieren zu können.<br />

Muss man bei der UHD-Testbilderstellung<br />

besondere Dinge beachten?<br />

Interessant ist, dass wir bei UHD von zwei Auflösungen<br />

sprechen: einmal die geläufigeren 3 840 × 2 160<br />

Bildpunkte für den TV-Bereich und 4 096 × 2 160 Pixel<br />

im Kino und im professionellen Projektorenbereich.<br />

Selbstverständlich erstellen wir all unsere Test- und<br />

Realbilder in beiden Auflösungen. Außerdem werden<br />

wir den größeren Farbraum berücksichtigen.<br />

Sind UHD-Fernseher den Full-HD-TV-Modellen<br />

generell vorzuziehen?<br />

Viele beklagen das fehlende native Material für<br />

4K-<strong>TVs</strong> und Beamer. Trotzdem wird UHD immer<br />

populärer und hält in immer mehr Wohnzimmern<br />

und Heimkinos Einzug, und das zu Recht! Schon<br />

jetzt wurden einige Filme in 4K aufgenommen und<br />

auch die Upscaler in vielen UHD-<strong>TVs</strong> und -Beamern<br />

machen einen tollen Eindruck. Die vierfache Auflösung<br />

macht das Filmeschauen noch intensiver und<br />

erlebbarer. Und auch beim Thema HDMI 2.0 ist die<br />

Industrie zum Beispiel mit Updates gewappnet.<br />

Ab welcher Bilddiagonale macht UHD Ihrer<br />

Meinung nach Sinn?<br />

Bei UHD heißt es „ranrücken“ und den größtmöglichen<br />

Fernseher kaufen, um den vollen Effekt<br />

genießen zu können. Die 84-Zoll-UHD-Modelle sind<br />

natürlich in jedem Wohnzimmer klasse, der 55-Zöller<br />

sollte es schon mindestens sein.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Bilder: Burosch, JVC, Sony<br />

14 | 8.2013


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Bilder: Auerbach Verlag , KSM<br />

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progressive Snowboard-Action<br />

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Außergewöhnliche 4K-Bilder mit Sonys F65-Filmkamera<br />

der Anzahl der Bilder, sodass wir für 60 Bilder pro Sekunde<br />

mit knapp 5 Gigabit pro Sekunde arbeiten.<br />

Peter Sykes, Strategic Marketing Manager,<br />

Digital Cinematography<br />

Richard Lewis,<br />

4K Digital Cinematography Specialist<br />

Herr Lewis, wie schätzen Sie die Qualität der<br />

Aufnahmen der F65 im Vergleich zu denen<br />

bisheriger HD-Kameras ein?<br />

Richard Lewis: Die F65 ist die einzige Kamera, deren<br />

Bildchip ein Qualitätsniveau liefert, bei denen alle<br />

4K-Pixel des Videobildes durch jeweils einen grünen<br />

Pixel des Bildsensors abgedeckt werden. Somit ist<br />

das 4K-Format bei der Ausgabe mit dem 4K-Format<br />

bei der Aufnahme qualitativ gleichwertig. Der Farbraum<br />

der F65 übersteigt selbst die Möglichkeiten<br />

von analogem Film und unsere Aufnahmetechnik<br />

ermöglicht eine verlustfreie Aufzeichnung der Daten<br />

in 16-Bit-Farbauflösung (pro RGB-Kanal, Anm. d.<br />

Red.). Bei der Konzeption der Kamera wurde genau<br />

darauf geachtet, zu keinem Zeitpunkt der Aufnahme<br />

Qualitätskompromisse eingehen zu müssen. Das Geheimnis<br />

der F65 ist die Balance, um in den Bereichen<br />

Auflösung, Farbauflösung, Dynamikumfang und<br />

Rauschverhalten ein gleiches Level bieten zu können.<br />

Solch ein Qualitätsniveau schlägt sich doch<br />

sicher bei den Datenmengen nieder, oder?<br />

Richard Lewis: Bei der verlustfreien Aufzeichnung<br />

mit 24 Bildern pro Sekunde arbeiten wir mit rund<br />

2 Gigabit pro Sekunde. Eine Besonderheit der F65<br />

liegt in der Skalierung der Datenmengen: Wird die<br />

Anzahl der Bilder erhöht, erhöht sich auch die Datenmenge.<br />

Das klingt trivial, aber bei den meisten Filmkameras<br />

bleibt die Bitrate nahezu gleichwertig und<br />

es wird einzig mit einer stärkeren Komprimierung<br />

der Daten gearbeitet. Bei unserer Kamera bleibt die<br />

Qualität jedes Einzelbildes erhalten, unabhängig von<br />

Herr Sykes, droht der Filmdreh durch die<br />

neue Technik immer komplexer zu werden?<br />

Peter Sykes: Anhand der Filme „After Earth“ von<br />

Sony Pictures, „Oblivion“ von Universal oder die<br />

neue UK-Produktion „Belle“ ist ersichtlich, dass<br />

die F65 bereits in vielen neuen Filmproduktionen<br />

Verwendung findet. Es ist vergleichsweise einfach,<br />

die aufgenommenen Bilder im späteren Workflow<br />

weiterzuverarbeiten und deren Qualität auf die<br />

Anforderungen abzustimmen. Im Gegensatz zur<br />

späteren Veröffentlichung in einem bestimmten<br />

Format wie Full HD oder 4K gibt es bei der Aufnahme<br />

kein zurück mehr, weshalb diese immer in<br />

bestmöglicher Qualität erfolgen sollte. Mit der F65<br />

produziert man seine Aufnahme „zukunftssicher“,<br />

denn niemand weiß heute, wie die Bilddarstellung<br />

der Zukunft aussieht: HD, 4K oder 8K. Ein gutes<br />

Beispiel für einen zeitlosen Klassiker ist der Film<br />

„Laurence von Arabien“, dessen Aufnahmen wurden<br />

im Sony-Studio Colorworks in Culver City drei Jahre<br />

lang restauriert. Die Blu-ray-Fassung bietet eine<br />

exzellente Qualität, dies ist aber nur möglich, weil<br />

die Aufnahme mit der zum Drehzeitpunkt besten<br />

Technik durchgeführt wurde.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

wenig Informationen für einen weichen Verlauf<br />

gespeichert werden. Noch extremer äußert sich<br />

das Problem, wenn Bilder bearbeitet werden:<br />

Die 256 möglichen Abstufungen reduzieren sich<br />

dann weiter, weil Kontraste erhöht und das Bildsignal<br />

enger zusammengefasst werden – Abrisse<br />

bei Verläufen sind dann meist unvermeidlich.<br />

Das RAW-Format kennt diese Schwächen<br />

nicht, denn jede Farbe wird dort in bis zu 16 Bit<br />

gespeichert, was mehr als 65 000 Abstufungen<br />

ermöglicht. Auch bei extremer Nachbearbeitung<br />

hat das Bild noch genügend Reserven, um<br />

störende Falschkonturen zu vermeiden. Am<br />

Ende der Bearbeitungskette kann das finale Bild<br />

wieder in JPEG gewandelt werden – die Qualität<br />

reduziert sich zwar, ist aber einer nachbearbeiteten<br />

JPEG-Aufnahme immer noch haushoch<br />

überlegen. Somit lohnt es aufseiten der<br />

Aufnahme, mit einer extrem hohen Datenrate<br />

die Signale aufzuzeichnen und erst am Ende der<br />

Kette die Daten zu schrumpfen.<br />

Datenratenexplosion<br />

Während auf der einen Seite versucht wird,<br />

durch effiziente Komprimierungsverfahren die<br />

Daten kompakt zu halten, ist am anderen Ende<br />

der Qualitätsliga eine Explosion der Datenmenge<br />

unvermeidlich. Sollen während einer<br />

4K-Videoaufnahme keine Kompromisse bei der<br />

Speicherung eingegangen werden und die Daten<br />

die optimale Ausgangsbasis für eine spätere Bearbeitung<br />

bieten, so beträgt die Datenmenge pro<br />

60 Minuten Film fast ein Terrabyte, was 20 Bluray<br />

Discs entspricht. Erhöht man die Bildanzahl<br />

von 24 auf 60, steigt die Datenmenge weiter um<br />

das 2,5-Fache, andernfalls ist eine stärkere Komprimierung<br />

bereits bei der Aufnahme unvermeidlich.<br />

Anhand dieser gigantischen Zahlen<br />

wird auch für den Laien deutlich, dass Filmmaterial<br />

nur im Kino nahezu verlustfrei übertragen<br />

werden kann: Filme werden dort auf terrabytegroßen<br />

Festplatten gespeichert und sind nicht<br />

den technischen Limitierungen unterworfen,<br />

wie die Filmverbreitung auf Datenträgern im<br />

„Filmmaterial kann<br />

derzeit nur im Kino<br />

nahezu verlustfrei<br />

übertragen werden.“<br />

Homecinema-Segment. Einzig im Computer-<br />

Gamesbereich spielt Speicherplatz kaum noch<br />

eine Rolle, schließlich werden Spiele meist komplett<br />

auf der Festplatte installiert, bevor gezockt<br />

werden kann. Die Zeit der eingeschränkten<br />

Auflösung für die verwendeten Grafiken ist<br />

somit vorbei: Neue Spiele wie „Call Of Duty:<br />

Ghosts“ benötigen 40 Gigabyte Festplattenspeicher,<br />

also fast eine ganze Blu-ray, um sämtliche<br />

Texturen in 4K-Qualität abzuspeichern. Stellt<br />

man diese Speicheranforderungen ins Verhältnis<br />

zu den Möglichkeiten aktueller Internetüber-<br />

tragungen oder Satellitenausstrahlungen wird<br />

schnell ersichtlich, dass die Qualitätsschere im<br />

UHD-Zeitalter trotz gleicher Pixelanzahl sehr<br />

weit auseinandergehen wird.<br />

Wechsel von HDMI 1.4 zu 2.0<br />

Während der Displayportstandard im Computerbereich<br />

der HDMI-Schnittstelle technologisch<br />

immer weiter vorauseilte, legte die<br />

weiter auf Seite 18<br />

Sonys F65-Filmkamera zeichnet nahezu verlustfrei in<br />

4K-Qualität auf. Farbumfang und Farbauflösung der<br />

Bilder übersteigen die Möglichkeiten von Consumer-<br />

Wiedergabegeräten um ein Vielfaches.<br />

Bilder: Disney, Sony<br />

16 | 8.2013


Komprimiert<br />

Original<br />

Komprimiert<br />

Komprimiert<br />

Original<br />

Original<br />

Das Original bleibt unerreicht<br />

Zwar versprechen Hersteller von UHD-Fernsehern<br />

und Anbieter von UHD-Videomaterial eine Bildqualität,<br />

die kaum von der Wirklichkeit zu unterschieden<br />

ist, doch unterschlagen die meisten Anbieter ein nicht<br />

unwesentliches Detail. Um UHD-Inhalte in Umlauf<br />

zu bringen, müssen die Daten komprimiert werden.<br />

Im Videobereich soll dies zukünftig durch den neuen<br />

H.265-Codec (HEVC) geschehen. Bei jeder Komprimierung<br />

nimmt die Bildqualität aber unweigerlich<br />

ab, insbesondere die Einsparungen aufseiten der<br />

Farbauflösung nimmt deutlichen Einfluss auf finale<br />

Qualität. In diesem Beispiel haben wir ein ultrahochauflösendes<br />

Bild des Films „Thor 2“ auf gängige<br />

UHD-Videoqualität reduziert. Hierbei verstärken sich<br />

die Farbabstufungen und die Detailschärfe wird in<br />

Mitleidenschaft gezogen. Trotz identischer Pixelanzahl<br />

erscheinen die Bildausschnitte unterschiedlich scharf<br />

und in dunklen Bereichen nimmt die Farbpräzision<br />

der komprimierten Bilder ab. Diese Effekte treten<br />

insbesondere dann auf, wenn das UHD-Material für<br />

eine TV-Ausstrahlung oder Internetverbreitung stark<br />

komprimiert werden muss. Selbst auf einer möglichen<br />

Blu-ray Disc 2.0 werden Sie nicht die gleiche Qualität<br />

des Originalfilmmaterials erhalten. Im Kino sind<br />

Filme auf terrabytegroßen Festplatten abgelegt, um die<br />

Komprimierung so gering wie möglich zu halten.<br />

Farbauflösung verstehen: Die Wahrheit hinter den Megapixeln<br />

4 : 2 : 0 4 : 2 : 2 4 : 4 : 4<br />

Helligkeitsauflösung<br />

Farbauflösung<br />

Gesamtauflösung<br />

Kamerasensoren nach dem Bayer-Prinzip (links) besitzen doppelt so viele grüne Pixel wie<br />

rote und blaue, da Grün die meiste Helligkeit der Grundfarben transportiert und dadurch<br />

Bildrauschen gemindert wird. Generell ist jedem Bildpunkt nur eine Farbinformation zugeordnet.<br />

Ein 24-Megapixel-Sensor besitzt somit 12 Megapixel mit hoher Grünempfindlichkeit<br />

und nur jeweils 6 Megapixel mit hoher Rot- und Blauempfindlichkeit. Flachbildfernseher<br />

unterteilen dagegen jeden einzelnen Bildpunkt (rechts) in rote, grüne und blaue Subpixel,<br />

sodass ein UHD-TV umgerechnet über knapp 24 Millionen Subpixel verfügt.<br />

Um Videodaten kompakt zu halten, wird die Farbauflösung drastisch reduziert, dies gilt für<br />

SD-, Full-HD- und UHD-Videos gleichermaßen. Die Farbauflösung beträgt dann nur ein<br />

Viertel der Schwarz-Weiß-Auflösung (4 : 2 : 0), d. h. vier Bildpunkte teilen sich jeweils die gleiche<br />

Farbinformation. Ohne Datenkomprimierung (z. B. bei einer hochwertigen Aufnahme)<br />

steht dem Bildinhalt die volle Farbauflösung (4 : 4 : 4) zur Verfügung. Aufgrund gigantischer<br />

Datenmengen ist diese Qualität meist nur im Foto- und Kinobereich realisierbar, während<br />

Videobilder z. B. auf DVD oder Blu-ray Disc im 4 : 2 : 0-Format veröffentlicht werden.<br />

www.hdtvmagazin.com 17


Full HD<br />

UHD<br />

Testbilder von Burosch bzw. Fotos in ultrahoher Auflösung zeigen die Stärken der neuen UHD-Flachbildfernseher. Während auf einem Full-HD-Display feinste Details unweigerlich<br />

verpixelt bzw. unscharf wirken, erscheinen sämtliche Bildinformationen auf einem UHD-Fernseher messerscharf. Dieser Unterschied ist aber nur bei kurzen Sitzabständen und Standbildern<br />

deutlich erkennbar, sobald sich Bildinhalte bewegen oder Sie die Entfernung zum Display vergrößern, nimmt die wahrgenommene Auflösung ab.<br />

HDMI 2.0: Besser zu spät als nie<br />

Datenrate<br />

HDMI-Organisation mit knapp vierjähriger<br />

Verspätung nach: HDMI 2.0 beerbt die aktuelle<br />

HDMI-1.4-Version und verdoppelt nahezu die<br />

Datenrate. Somit lassen sich 4K-Bildinhalte bei<br />

hoher Farbauflösung mit bis zu 60 Bildern pro<br />

Sekunde übertragen, was z. B. die ruckelfreie<br />

Darstellung von Sportinhalten ermöglicht.<br />

Gleichfalls lassen sich 3D-Inhalte in 4K-<br />

Auflösung wiedergeben und Kinofilme werden<br />

zukünftig in voller Auflösung im 21 : 9-Format<br />

zur Verfügung stehen, denn die aus dem DVD-<br />

Bereich bekannte anamorphe Speicherung kehrt<br />

zurück. Hierbei werden die Bildinhalte verzerrt<br />

abgelegt, um die volle vertikale Auflösung zu<br />

nutzen. Erst das Endgerät (Fernseher, Projektor)<br />

entzerrt das Bild und es erscheinen die<br />

bekannten Cinemascope-Balken. Bei aktuellen<br />

Filmen auf Blu-ray Disc werden die schwarzen<br />

Balken als tatsächliche Bildinformation gespeichert<br />

und dabei reduzieren sich die 1 080 Bildzeilen<br />

der Full-HD-Auflösung auf knapp 800.<br />

Verwirrung besteht derzeit bei der HDMI-2.0-<br />

Unterstützung im TV-Bereich, denn Sony kündigte<br />

an, aktuelle TV-Modelle und Projektoren<br />

HDMI 1.4 HDMI 2.0 Displayport 1.2<br />

10 Gigabit pro Sekunde<br />

(8,2 Gigabit effektiv)<br />

18 Gigabit pro Sekunde<br />

(14,4 Gigabit effektiv)<br />

21 Gigabit pro Sekunde<br />

(17 Gigabit effektiv)<br />

Taktrate 340 Megahertz 600 Megahertz 540 Megahertz<br />

Auflösung<br />

Bildrate 4K (bei<br />

hoher Farbtiefe und<br />

Farbauflösung)<br />

3 840 × 2 160 Pixel<br />

(auch 4 096 × 2 160 Pixel)<br />

„HDMI 2.0 beerbt die<br />

aktuelle HDMI-1.4-Version<br />

und verdoppelt nahezu<br />

die Datenrate.“<br />

3 840 × 2 160 Pixel<br />

(auch 4 096 × 2 160 Pixel)<br />

3 840 × 2 160 Pixel<br />

(auch 4 096 × 2 160 oder<br />

4 096 × 2 560 Pixel)<br />

24 Bilder pro Sekunde 60 Bilder pro Sekunde 60 Bilder pro Sekunde<br />

Bildformat 16 : 9 16 : 9, 21 : 9 16 : 9, 16 : 10<br />

Die HDMI-Version 2.0 ist ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zum aktuellen HDMI-1.4-Standard und für die<br />

ruckelfreie UHD-Wiedergabe unverzichtbar. Im PC-Bereich gelten diese Standards dank Displayport bereits seit 2009.<br />

zu HDMI 2.0 kompatibel zu machen. Hierbei<br />

bedient sich Sony eines Tricks: Zwar verarbeiten<br />

die UHD-Fernseher der X9005-Serie und die<br />

4K-Projektoren VPL-VW1000ES und VPL-<br />

VW500ES zukünftig 4K-Signale mit bis zu 60<br />

Bildern pro Sekunde, allerdings nur bei minimaler<br />

Farbtiefe und Farbauflösung (8 Bit, 4 : 2 : 0).<br />

Im Gegensatz dazu ermöglicht Panasonic mit<br />

dem UHD-TV TX-L65WT600E die „echte“<br />

HDMI-2.0-Unterstützung, sodass auch 4K-<br />

Signale mit 60 Bildern pro Sekunde bei nahezu<br />

voller Farbauflösung und Farbtiefe übertragen<br />

werden können. Samsung und Philips stellen<br />

HDMI-2.0-Hardwareupdates für 2014 in Aussicht,<br />

bei anderen Anbietern herrscht dagegen<br />

noch Schweigen. Neue HDMI-Kabel benötigen<br />

Sie im Übrigen nicht: Wer qualitativ hochwertige<br />

Highspeedkabel besitzt, braucht sich um die<br />

UHD-Übertragung keine Sorgen zu machen.<br />

4K ist nah am Original<br />

Durch 4K werden wir so nah dran sein am<br />

Original wie noch nie zuvor und der neue<br />

Bildstandard hat das Zeug, zum einheitlichen<br />

Maßstab für Kinos und Wohnzimmer zu werden.<br />

Gleichermaßen bewegen wir uns immer<br />

mehr an der Wahrnehmungsschwelle und<br />

abseits der Kinosäle, die durch riesige Leinwände<br />

und kurze Sitzabständen ungemein von der<br />

4K-Auflösung profitieren, werden es vor allem<br />

Computer spiele sein, die durch 4K in einem<br />

neuen Glanz erstrahlen. Der Auflösungstrend<br />

leitet gleichzeitig das Ende der Plasmatechnologie<br />

ein: 4K-Plasmafernseher für den Wohnzimmergebrauch<br />

werden aufgrund der hohen<br />

Energieaufnahme nicht auf den Markt kommen,<br />

LCD- und OLED-<strong>TVs</strong> gehört die 4K-Zukunft.<br />

Das Paradoxe: Sobald sich Bilder schnell bewegen,<br />

bieten Plasma-<strong>TVs</strong> Auflösungsvorteile<br />

gegenüber LCD-Fernsehern. Bei der Angabe der<br />

Auflösung ist deshalb noch viel Theorie im Spiel<br />

und in der Praxis gelingt es den ersten UHD-<br />

Fernsehern nicht immer, sich von sehr guten<br />

Full-HD-Fernsehern qualitativ abzusetzen.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Bilder: Burosch<br />

18 | 8.2013


Das Testmagazin<br />

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Der Bildrahmen ist<br />

schlank und mit einer<br />

Metallblende versehen,<br />

die Displayscheibe<br />

äußerst stabil gefertigt.<br />

165 cm<br />

Ausstattung<br />

LG<br />

65LA9709<br />

8/2013<br />

Bildqualität<br />

LG<br />

65LA9709<br />

8/2013<br />

Statt einer Edge-LED-<br />

Beleuchtung setzt LG bei<br />

diesem Fernseher auf eine<br />

echte LED-Hintergrundbeleuchtung<br />

mit 144<br />

Sektoren.<br />

Die integrierte Kamera<br />

fährt nach manueller<br />

Betätigung aus dem<br />

Gehäuse. Wahlweise<br />

lässt sich der Fernseher<br />

über Handbewegungen<br />

steuern.<br />

Die Lautsprecherleiste<br />

fährt erst im Betrieb nach<br />

unten und verschwindet<br />

beim Ausschalten wieder<br />

im Gehäuse.<br />

Der über die gesamte<br />

Bildbreite verlaufende<br />

Standfuß lässt den imposanten<br />

TV sicher am Ort<br />

des Geschehens thronen.<br />

LG 65LA9709<br />

Polfilter-3D-Brillen garantieren ein angenehmes 3D-<br />

Erlebnis. Durch die UHD-Auflösung des Fernsehers<br />

werden Blu-ray-3D-Inhalte verlustfrei umgesetzt.<br />

Dachten wir, im UHD-TV-Markt bereits<br />

alles gesehen und getestet zu haben,<br />

belehrt uns LG mit dem neuen Ultra-<br />

HD-Fernseher 65LA9709 eines Besseren. Doch<br />

rechtfertigen mehr als 8 Millionen Bildpunkte<br />

und eine echte LED-Hintergrundbeleuchtung<br />

den stolzen Preis von knapp 7 000 Euro?<br />

Bereits beim Aufbau wird klar, dass dieser Fernseher<br />

zu den beeindruckendsten Modellen gehört,<br />

das Sie sich derzeit ins Wohnzimmer stellen<br />

können. Der Clou ist die Lautsprecherkonstruktion:<br />

Auf der Rückseite ist ein Tief-Mitteltonlautsprecher<br />

integriert und schalten Sie den 65LA9709<br />

ein, fährt eine kleine Soundbar nach unten aus<br />

dem Gehäuse. Durch dieses Verfahren wird der<br />

Hochtonbereich nicht indirekt, sondern ohne<br />

Umwege zum Sitzplatz übertragen. Neben der<br />

virtuellen Surround-Sound-Option lohnt es sich,<br />

die Clear-Voice-Funktion auszuprobieren.<br />

TV-Funktion als Dreingabe<br />

Die umfangreichen Einrichtungsmöglichkeiten,<br />

inklusive Unicable-Installation und die Steuerung<br />

von Satellitendrehanlagen gefallen, Doppeltuner<br />

und eine Bild-in-Bild-Darstellung suchen<br />

Sie aber vergebens. Auch die Vorsortierung der<br />

Sender sowie die Aufbereitung des elektronischen<br />

Programmführers ist weniger komfortable als bei<br />

manchem Konkurrenten gelöst, sodass externe<br />

Empfänger den Aufpreis durchaus lohnen. Im<br />

Multimediabereich verarbeitet der Fernseher<br />

eine Vielzahl an Videoformaten und LG<br />

„Das IPS-LCD-Panel garantiert, dass<br />

Sie über die gesamte Bildfläche einen<br />

einheitlichen Kontrast- und<br />

Farbeindruck wahrnehmen.“<br />

integrierte im Gegensatz zum Vorjahr auch die<br />

UHD-Unterstützung via USB-Zuspielung. Die<br />

beworbene H.265- bzw. HEVC-Decodierung<br />

klappte mit unseren Testvideos leider nicht, der<br />

Hersteller verspricht aber, dass der neue Codec bei<br />

zukünftigen U<strong>HDTV</strong>-Ausstrahlungen reibungslos<br />

unterstützt wird. Über den integrierten Webbrowser<br />

ist keine UHD-Darstellungsqualität erreichbar:<br />

Google Maps und Youtube zeigen sich nur in<br />

HD-Qualität. Flexibel zeigt sich der Fernseher<br />

bei der Wiedergabe von Filmen im 21 : 9-Format:<br />

Die Bildfläche lässt sich fast stufenlos vergrößern<br />

und die schwarzen Balken verschwinden mittels<br />

Bildbeschnitt auf Wunsch gänzlich. Leider lässt<br />

sich der Bildbeschnitt nur bei HD-Inhalten durch<br />

die Formatoption „Just Scan“ komplett umgehen.<br />

Aufwändige UHD-Technik<br />

LG setzt beim 65LA9709 auf eine echte LED-Hintergrundbeleuchtung,<br />

d. h. die gesamte Bildfläche<br />

wird durch ein Raster aus LEDs vollflächig<br />

ausgeleuchtet. Beim 65-Zoll-Modell ermittelten<br />

wir 12 × 12 Sektoren, was 144 Zonen entspricht.<br />

Innerhalb dieser Zonen justiert der Fernseher<br />

die Helligkeit der LEDs dynamisch: Je dunkler<br />

der Bildinhalt, desto schwächer werden die LEDs<br />

angesteuert und desto besser fällt die Schwarzdarstellung<br />

aus. Durch das Raster ist es nicht<br />

nur möglich Kinobalken in Filmen fast komplett<br />

Schwarz darzustellen, auch bei komplexeren Bildinhalten<br />

verhilft die LED-Ansteuerung zu einer<br />

immensen Kontraststeigerung. Im Test verrichtete<br />

die LED-Ansteuerung selbst dann ihren Dienst,<br />

wenn der passende Menüpunkt ausgeschaltet<br />

Bilder: Auerbach Verlag, LG<br />

20 | 8.2013


wurde, die beste Schwarzdarstellung erzielten wir<br />

in der Voreinstellung „Tief “. Da LG auf ein IPS-<br />

Panel mit vergleichsweise niedrigem Basiskontrast<br />

setzt, variiert die Qualität der Schwarzdarstellung<br />

abhängig vom Bildinhalt und blicken Sie diagonal<br />

auf die Displayfläche, ist eine Aufhellung im Bereich<br />

der LED-Zonen erkennbar. Störende Überbelichtungen<br />

treten nur selten auf, vorwiegend<br />

werden Farbmuster übersättigt wiedergegeben<br />

und Details können verloren gehen. Wollen Sie<br />

dies vermeiden, sollten Sie den Kontrast reduzieren<br />

– dadurch opfern Sie aber Bildhelligkeit.<br />

Die Krux mit der Perfektion<br />

Für den größten Wermutstropfen sorgt die von<br />

uns gelobte Hintergrundbeleuchtung. Zwar ist die<br />

Helligkeitsverteilung sehr gut, aufgrund der geringen<br />

Bautiefe ist das LED-Raster teilweise aber<br />

durch eine leichte Schattenbildung (vorwiegend<br />

vertikale Streifen) sichtbar. Zusätzlich kann bei<br />

sich schnell bewegenden Hell-Dunkel-Mustern<br />

das Auf- und Abblenden der LEDs durch ein<br />

leichtes Helligkeitspumpen registriert werden.<br />

IPS beflügelt UHD<br />

Durch das blickwinkelstabile IPS-Panel ist der<br />

65LA9709 der einzige aktuelle UHD-Fernseher,<br />

der eine gleichbleibend gute Bildqualität auf allen<br />

Sitzplätzen ermöglicht. Die optimale Sitzplatzentfernung<br />

beträgt bei der UHD-Darstellung mit<br />

3 840 × 2 160 Bildpunkten die 1,5-fache Bildhöhe,<br />

weshalb Sie beim 65LA9709 auch auf 1,2 Meter<br />

heranrücken können, ohne eine Unschärfe wahrzunehmen<br />

– die Zuspielung von Fotos oder Videos<br />

in UHD-Auflösung vorausgesetzt. Maximal<br />

unterstützt der 65LA9709 sogar Eingangssignale<br />

mit 4K-Auflösung (4 096 × 2 160 Pixel). Einer tollen<br />

Bildqualität stehen leider mäßige Voreinstellungen<br />

gegenüber, gerade der Unterbelichtung in<br />

dunklen Bildbereichen ist schwer beizukommen.<br />

Hauttöne zeigen sich<br />

etwas orangefarben<br />

und Farbmitteltöne<br />

übersättigt. Die<br />

Detailnachschärfung<br />

des Fernsehers<br />

könnte noch<br />

aggressiver zu<br />

Werke gehen, denn<br />

der Gesamteindruck<br />

ist immer etwas weicher<br />

als bei manchem<br />

Konkurrenten. Zudem<br />

fällt die Bewegtbildschärfe<br />

mit einem<br />

100-Hertz-Niveau<br />

zwar gut, aber eben<br />

nicht perfekt aus – der<br />

55LA8609 bietet ein<br />

noch schärferes Niveau.<br />

Den IPS-Vorteil<br />

vermag aber auch der<br />

65LA9709 auszuspielen:<br />

Die kompakte Fernbedienung erlaubt die Mauszeigersteuerung<br />

über Handbewegungen.<br />

In dunklen Bildbereichen treten keine verstärkten<br />

Nachzieh- oder Schliereneffekte auf, wie es häufig<br />

bei kontraststärkeren, aber blickwinkelabhängigen<br />

LCD-Panels der Fall ist. Damit Sie von der guten<br />

Bewegtbildschärfe profitieren, müssen Sie die<br />

Zwischenbildberechnung aktivieren, die Filme<br />

entweder leicht ruckelig wie im Kino oder stufenlos<br />

flüssiger zeichnen kann. Im Test erwiesen sich<br />

einzig schnelle Kamerafahrten, vor allem in diagonaler<br />

Bildrichtung, als Hürde, dann ruckelte das<br />

„Da das Polfilter-Raster selbst auf<br />

kurzer Entfernung kaum erkennbar ist,<br />

können Sie den Sitzabstand in 3D stark<br />

reduzieren und in helle sowie kontraststarke<br />

3D-Welten eintauchen.“<br />

Bild kurzzeitig. Gaming-Fans werden mit diesem<br />

Fernseher leider nicht glücklich: Die Eingabeverzögerung<br />

ist selbst im Spielmodus derart hoch,<br />

dass sich Videospiele kaum steuern lassen.<br />

Eintauchen in 3D<br />

Im 3D-Betrieb setzt LG auf das Polfilter-<br />

Verfahren, das eine optimale Bildtrennung und<br />

flimmerfreie 3D-Wiedergabe garantiert. Die<br />

Auflösung halbiert sich zwar im Vergleich zur<br />

2D-Wiedergabe (aus 3 840 × 2 160 Bildpunkten<br />

werden 3 840 × 1 080 Pixel pro Auge), die vertikale<br />

Auflösung reicht aber aus, um 3D-Filme auf Bluray<br />

verlustfrei umzusetzen. Da das Polfilter-Raster<br />

selbst auf kurzer Entfernung kaum erkennbar ist,<br />

können Sie den Sitzabstand in 3D stark reduzieren<br />

und in helle sowie kontraststarke 3D-Welten<br />

eintauchen. Voraussetzung ist hierbei, dass Sie<br />

den Fernseher auf Augenhöhe installieren, da der<br />

Polfilter nur gerichtet funktioniert und zu starke<br />

Blickwinkelabweichungen in vertikaler Richtung<br />

den 3D-Effekt aufheben.<br />

Exklusive Alleinstellungsmerkmale<br />

Im Bild beweist LG durch eine echte LED-<br />

Hintergrundbeleuchtung, das blickwinkelstabile<br />

IPS-Panel und die flimmerfreie Polfilter-3D-<br />

Darstellung, dass es derzeit kaum einen besseren<br />

Kompromiss bei der 65-Zoll-Bilddarstellung gibt.<br />

Durch die fehlende HDMI-2.0-Kompatibilität ist<br />

eine UHD-Einspeisung von Videobildern aber nur<br />

mit 30 Bildern pro Sekunde gesichert.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Was uns gefällt<br />

+ Gute Bildschärfe und Bildkontrast<br />

+ Weiter Blickwinkel, toller Klang<br />

+ Exzellente 3D-Darstellung<br />

+ HEVC-Unterstützung<br />

Was uns stört<br />

– LED-Raster als Schatten sichtbar<br />

– Bewegtbildschärfe nicht perfekt<br />

– Stromverbrauch und Eingabeverzögerung hoch<br />

– HDMI-2.0-Upgrade nicht in Planung<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Bildmodus<br />

ISF<br />

Beleuchtung 100<br />

Kontrast<br />

100 (beste Helligkeit),<br />

60 (beste Durchzeichnung)<br />

Helligkeit 50<br />

H. Schärfe 15<br />

V. Schärfe 15<br />

Farbe 50 (55 wenn Kontrast 60)<br />

Tint 0<br />

Dynamischer Kontrast Aus<br />

<strong>Super</strong> Resolution Hoch<br />

Farbskala<br />

Standard<br />

Konturverstärkung Ein<br />

Farbfilter<br />

Aus<br />

Gamma 2.2<br />

Farbtemp. Warm 2<br />

Methode<br />

2 Punkt<br />

Muster<br />

Außen<br />

Punkte Hoch R –13, G –5, B 0<br />

Farbmanagement Alles Standard<br />

Rauschunterdrückung Aus<br />

MPEG-<br />

Rauschunterdrückung Aus<br />

Schwarzwert<br />

Tief<br />

LED Lok. Dimming Tief<br />

Tru Motion Benutzer, De-Judder 0 – 7,<br />

De-Blur 10<br />

Format<br />

Just Scan<br />

www.hdtvmagazin.com 21


LG 65LA9709<br />

Details<br />

Preis<br />

Farbe<br />

Maße (B × H × T)<br />

Gewicht<br />

Bauweise<br />

Auflösung<br />

Tuner<br />

Festplattenaufzeichnung<br />

3D<br />

WLAN<br />

Stromverbrauch<br />

Zubehör<br />

Fernbedienung<br />

3D-Brille<br />

Kamera<br />

6 999 Euro<br />

Schwarz<br />

145 × 91 × 4 cm<br />

44 kg<br />

Direct-LED-LCD<br />

3 840 × 2 160 Pixel<br />

DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />

ja, extern USB<br />

ja (Polfilter-Technik)<br />

ja (intern)<br />

100 – 320 Watt<br />

Smart-Control-Fernbedienung mit<br />

Mauszeigersteuerung, keine Zifferntasten<br />

4 × Polfilter-Brille (2 × Gaming-Brille)<br />

ja, intern<br />

Anschlüsse<br />

3 × HDMI (3D, ARC, CEC, MHL) 1 × Scart 1 × Komponente<br />

3 × USB (1x USB 3.0) 1 × Kopfhörer 1 × digital optisch<br />

1 × Netzwerk<br />

Sonderfunktionen<br />

HbbTV, DLNA Client, Skype, Miracast, Youtube, NFC<br />

Videoformate<br />

3GP, ASF, AVI, DivX, H.265 (HEVC), MKV, MOV, MP4, MPEG, TS, TP, WMV<br />

TV-Funktionen<br />

Einschaltzeit TV<br />

ca. 7 Sekunden (ca. 17 Sekunden bis<br />

Smart-TV-Menü erscheint)<br />

Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2,5 Sekunden<br />

Bildformatwahl<br />

teilweise unvollständig, Bildbeschnitt<br />

bei SD<br />

Bild-in-Bild<br />

nein (nur im Webbrowser-Betrieb)<br />

EPG<br />

7-Tage-EPG, kein Bild und Ton, wenig<br />

Informationen auf einem Blick, nach dem<br />

Ausschalten gehen Daten verloren<br />

Gaming<br />

Eingabeverzögerung im TV-Modus sehr hoch (>200 ms), schlecht spielbar<br />

Spielemodus<br />

hoch (115 ms), kaum spielbar, als<br />

Szenenwahl voreingestellt, Bildeinstellung<br />

ändert sich<br />

Helligkeit/Schwarzwert<br />

Leuchtkraft 350 cd/m 2<br />

Schwarzwert


www.heftkaufen.de/pdf-downloads.html<br />

Testberichte jetzt als Einzelabruf!<br />

17<br />

Tischgrills<br />

im Test<br />

14 <strong>TVs</strong><br />

im Test<br />

Komplette Tests und fundierte Beratung von<br />

den Testexperten. Jetzt bequem als Download.<br />

Die 7 besten Fernseher 2013 im Test · Die neuen Top-<strong>TVs</strong> von LG, Panasonic und Sony im Test · Smart <strong>TVs</strong> von Metz, Panasonic, Philips<br />

und Samsung im Test · Neuer Thronfolger? VU+ DUO2 mit Enigma 2 im Test · Fritz!Box Fon WLAN 7390 im Test · Bose Wave Music System III im<br />

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im Test · 11 mobile Induktionskochfelder im Test 2012 · 14 Rasentrimmer im Test · 17 Entsafter im Test · 9 Eismaschinen im Test 2013 u.v.m.<br />

12<br />

Rasenmäher<br />

im Test<br />

10 HiFi-<br />

Systeme<br />

im Test<br />

Bilder: Lux Tools, Philips, Samsung, Teufel


Im Reich der TV-Giganten<br />

Lange galten Plasmafernseher als das<br />

Maß der Dinge im XXL-TV-Segment<br />

doch diese Dominanz ist nun endgültig<br />

vorbei. Riesige Bilddiagonalen zu attraktiven<br />

Preisen bieten mittlerweile auch die stromsparenden<br />

LED-LCDs und unser Test der<br />

60-Zoll-TV-Klasse beweist einmal mehr, dass<br />

sich Energieeffizienz und Bildqualität nicht<br />

ausschließen müssen.<br />

Hätte uns vor einigen Jahren ein Hersteller<br />

erklärt, dass man riesige Bilddiagonalen mittels<br />

weniger LEDs auszuleuchten vermag und ein<br />

65-Zoll-Fernseher im Betrieb nicht mehr verbraucht<br />

als ein 32-Zoll-Röhen-TV, dann hätten<br />

wir ihn vermutlich für verrückt erklärt. Doch<br />

die LED-LCD-Technik hat sich zur unumstritten<br />

effizientesten Bildtechnologie weiterentwickelt<br />

und legt dieses Jahr auch in Sachen Bildgröße<br />

nach. Mit Flachbildfernsehern der 60-Zoll-<br />

Klasse lassen sich kinoähnliche Verhältnisse<br />

im Wohnzimmer realisieren und neben dem<br />

Energiesparfaktor spielt die LED-LCD-Technik<br />

auch bei der Bildqualität alle Trümpfe aus. So<br />

erreichen LCD-<strong>TVs</strong> durch den Kontrastfilter<br />

eine satte Schwarzwiedergabe bei Tageslicht und<br />

dank der potenten LED-Beleuchtung zeigen<br />

sich die Bilder in voller Brillanz. Kompromisse<br />

müssen einzig bei der Ausleuchtungsgenauigkeit<br />

und häufig auch beim Blickwinkel eingegangen<br />

werden, hierbei gibt es von Modell zu Modell<br />

allerdings gravierende Unterschiede.<br />

Überraschungen und Enttäuschungen<br />

Unser Test aktueller 60-Zoll-Fernseher von<br />

Philips, Samsung und Toshiba glich einer<br />

„Wer sich einen Fehlgriff leistet,<br />

muss mit aufgehellten<br />

Bildecken und einer fleckigen<br />

Ausleuchtung rechnen.“<br />

Achterbahnfahrt: Von positiven Überraschungen<br />

bis zur regelrechten Enttäuschung war alles<br />

vertreten. Einmal mehr zeigte sich, dass die<br />

Fertigung eines LED-LCDs in derart riesigen<br />

Bilddiagonalen kein Kinderspiel ist und gerade<br />

die homogene Lichtverteilung über die gesamte<br />

Bildfläche keine Qualitätskompromisse zulässt.<br />

Wer sich einen Fehlgriff leistet, muss mit aufgehellten<br />

Bildecken und einer fleckigen Ausleuchtung<br />

rechnen. Der Verkaufspreis der <strong>TVs</strong> spielt<br />

zu unserer Überraschung nicht die tragende<br />

Rolle: Zwei Testkandidaten sind für eine unverbindlichen<br />

Preisempfehlung von 1 999 Euro<br />

erhältlich, qualitativ trennen sie aber Welten.<br />

Samsung dominiert Vergleichstest<br />

Die größte Diskrepanz zwischen TV-Modellen<br />

der gleichen Herstellerserie besteht häufig in der<br />

Qualität der Bewegtbildschärfe. Zwar vermitteln<br />

Hersteller durch eine einheitliche Hertzangabe<br />

häufig den Eindruck von einer identischen Bildqualität,<br />

doch in der Praxis erscheinen schnelle<br />

Bildbewegungen auf einem XXL-TV nicht<br />

selten qualitativ schlechter als bei Modellen der<br />

40- oder 50-Zoll-Klasse. Als einer der wenigen<br />

Hersteller demonstriert Samsung, dass eine<br />

gleichbleibend gute Qualität über alle Bildgrößen<br />

gewährleistet werden kann, und dabei neigt<br />

Samsung sogar zum Understatement. So stellte<br />

sich die F7090-Serie als qualitativ absolut gleichwertig<br />

im Vergleich zur F8090-Serie heraus,<br />

obwohl die Herstellerangabe bei den F7090-Modellen<br />

leicht schlechter ausfällt. Da sich Samsung<br />

in keinem Bildbereich echte Schwächen erlaubt,<br />

war dem Hersteller der Testsieg am Ende nicht<br />

zu nehmen.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Bilder: Samsung<br />

24 | 8.2013


Schlanker Rahmen trotz<br />

Kamera und Doppeltunern:<br />

Samsung setzt auf<br />

Ausstattung, ohne das Design<br />

zu vernachlässigen.<br />

165 cm<br />

Ausstattung<br />

Samsung<br />

UE65F8090<br />

8/2013<br />

Bildqualität<br />

Der Bildeindruck überzeugt<br />

bei frontaler Sitzposition,<br />

seitlich betrachtet<br />

bleicht das Bild dagegen<br />

spürbar aus.<br />

Samsung<br />

UE65F8090<br />

8/2013<br />

Der geschwungene<br />

Standfuß macht<br />

optisch eine<br />

Menge her und<br />

das Display hängt<br />

angenehm tief.<br />

Die beiliegende Shutter-Brille wird<br />

per Knopfzelle gespeist, die Datenübermittlung<br />

erfolgt per Bluetooth.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />

Samsung UE65F8090<br />

Samsung vermeidet beim UE65F8090 jede<br />

Spielerei und formt einen Fernseher wie<br />

aus einem Block gefräst. Ob das Design der<br />

Bildqualität überlegen ist, verrät unser Test.<br />

Der geschwungene Standfuß steht im Kontrast<br />

zur klaren Linienführung des Fernsehers, trotz<br />

des schlanken Rahmens und Gehäuses integriert<br />

Samsung Kamera und Doppeltuner und verhüllt<br />

die Anschlüsse hinter einer Blende. Ist eine der<br />

mitgelieferten Fernbedienungen gerade nicht auffindbar,<br />

reagiert der Fernseher auch auf Sprache<br />

und Gesten, alternativ lassen sich die wichtigsten<br />

Funktionen direkt am Gerät über einen Minijoystick<br />

steuern. Ganz ohne Kompromisse geht es<br />

aber dann doch nicht: Nur eine CI-Schnittstelle,<br />

eng beieinanderliegende Tuner-Anschlüsse und<br />

Adapterkabel für analoge Videoeingänge schmälern<br />

die Installationsmöglichkeiten und in Sachen<br />

Bedienung ist Samsungs Konzept nicht frei von<br />

Fehlern. So leitet Sie der Fernseher zwar mustergültig<br />

durch wichtige Einstellungen, wer bei der<br />

LNB- und DiSEqC-Einrichtung aber nicht die<br />

richtige Auswahl trifft, wird keine Programme in<br />

der Liste vorfinden. Einmal installiert präsentieren<br />

sich Sender aber gut vorsortiert und mittels Doppeltunern<br />

und Bild-in-Bild-Funktion lassen sich<br />

„Der UE65F8090 imponiert durch<br />

seine sehr gute Bewegtbildschärfe<br />

und Samsung bleibt der eigenen Linie<br />

treu, in allen Bilddiagonalen die bestmögliche<br />

Panelqualität abzuliefern.“<br />

zwei TV-Inhalte zeitgleich auf dem Bildschirm<br />

darstellen – die Bild- und Tonzuordnung ist dabei<br />

flexibel, einzig externe HDMI-Quellen sind auf<br />

das Hauptfenster beschränkt. Starten Sie den Mitschnitt<br />

von Sendungen über eine USB-Festplatte,<br />

dürfen Sie gleichzeitig den Sender wechseln, allerdings<br />

nicht zwei Aufnahmen parallel durchführen.<br />

Schnelle Start- und Ladezeiten sowie ein übersichtlicher<br />

elektronischer Programmführer lassen<br />

Sie zügig durch die TV-Informationen wandern,<br />

sind Sie im Besitz eines Samsung-Tablets, streamen<br />

Sie sogar kopiergeschützte TV-Inhalte über<br />

das WLAN-Netz. Apropos WLAN: Der drahtlose<br />

Internetzugang ist durch die WPS-Unterstützung<br />

nur einen Tastendruck entfernt und Samsungs<br />

Onlineportal bietet eine Fülle von Apps. Die<br />

Kinofilmsektion lässt aktuelle Neuerscheinungen<br />

aber vermissen und Youtube mussten wir erst<br />

umständlich installieren. Während die stockende<br />

Bedienung enttäuscht, fällt die Bildqualität dank<br />

Einsatz aller Bildregler überzeugend aus. Etwas<br />

mehr Geschwindigkeit haben wir uns bei der<br />

Umsetzung von Eingabebefehlen erhofft, denn<br />

selbst im Spielemodus (der über das Systemmenü<br />

aufgerufen werden muss) fällt die Eingabeverzögerung<br />

zu hoch aus.<br />

Für Kinofilme gemacht<br />

Dank des guten Bildkontrasts und der tollen Helligkeit<br />

wissen Filmausflüge zu beeindrucken und<br />

www.hdtvmagazin.com 25


dies nicht nur in 2D, sondern auch in 3D. Doppelkonturen<br />

sind während der plastischen Bildwiedergabe<br />

nur in dunklen Bereichen sichtbar und<br />

die kompakten Shutter-Brillen überzeugen durch<br />

Tragekomfort. Die besten Sitzplätze sind bei diesem<br />

TV aber limitiert: Weichen Sie nur etwas von<br />

der mittleren Position ab und blicken Sie seitlich<br />

auf den Fernseher, bleichen die Bilder aus. Infolge<br />

der riesigen Bildfläche sind leichte Ungenauigkeiten<br />

bei der Ausleuchtung erkennbar, neben einer<br />

dezenten Streifenbildung weisen die Bildecken<br />

eine Aufhellung auf (Flashlights), da die LEDs von<br />

beiden Bildseiten Richtung Bildmitte abstrahlen.<br />

In Kinofilmen im 21 : 9-Format ist dieser Effekt<br />

nachteilig, da die schwarzen Kinobalken an den<br />

Ecken aufgehellt erscheinen. Eine Bildoption verspricht<br />

Linderung: Mittels „Kinoschwarz“ können<br />

Sie den oberen und unteren Bereich abdunkeln,<br />

die LEDs drosseln dabei die Helligkeit und die<br />

Kinobalken färben sich fast tiefschwarz, zusätzlich<br />

sparen Sie rund 25 Watt im laufenden Betrieb ein.<br />

Dieser Effekt ist allerdings bildinhaltsabhängig<br />

und ein echtes Dimming, das den Bildkontrast<br />

steigert, findet sich bei diesem Fernseher nicht.<br />

Noch effektiver lässt sich die Helligkeit (und damit<br />

auch die Schwarzdarstellung) durch den Lichtsensor<br />

optimieren: Stellen Sie im Optionsmenü genau<br />

jene Mindesthelligkeit ein, bei der Schwarz auch<br />

im dunklen Zimmer tiefschwarz erscheint und<br />

fortan wird der Fernseher die Bildbrillanz automatisch<br />

auf Ihr Wohnzimmer<br />

abgleichen.<br />

Dringend optimieren<br />

sollte Samsung die<br />

Voreinstellung des<br />

Bildformats: Selbst im<br />

Filmmodus weist der<br />

Fernseher einen Bildbeschnitt<br />

auf, dieser<br />

lässt sich nachträglich<br />

Mit der Zweitfernbedienung steuern Sie den TV mittels<br />

Sprachbefehlen oder per Touchpad.<br />

in den Bildformateinstellungen ausschalten, allerdings<br />

nur für Full-HD-Inhalte.<br />

Das Samsung-Versprechen<br />

Der UE65F8090 imponiert durch seine sehr<br />

gute Bewegtbildschärfe und Samsung bleibt der<br />

eigenen Linie treu, in allen Bilddiagonalen die<br />

bestmögliche Panelqualität abzuliefern. Der<br />

65-Zoll-Koloss bildet schnelle Bildbewegungen<br />

schärfer ab als viele Konkurrenten (selbst UHD-<br />

„Wer auf UHD-Auflösung verzichten<br />

kann, findet im UE65F8090 eine<br />

XXL-Alternative zum UE55F9090.“<br />

Fernseher), einzig in dunklen Bereichen zeigen<br />

sich Nachzieheffekte (leichte Schlierenbildung),<br />

was aber nur selten zu beobachten ist. Samsung<br />

lässt Ihnen bei der Bildverarbeitung zudem die<br />

freie Wahl: Kinofilme erleben Sie leicht ruckelig<br />

mit Unschärfen wie im Kino oder sehr weich und<br />

flüssig. Kurze Aussetzer und leichte Artefakte<br />

sind bei der Zwischenbildberechnung zwar zu<br />

verzeichnen, das Gesamtniveau dürfte aber jeden<br />

Filmfan zufriedenstellen. Mit diesen Qualitäten<br />

kann die Farbdarstellung nicht ganz mithalten:<br />

Der UE65F8090 zeichnet Hauttöne etwas zu warm<br />

und geringe Farbsättigungen zu kräftig, insbesondere<br />

im Rot-, Gelb- und Grünbereich. Möglichkeiten<br />

zur Korrektur sind zwar vorhanden, richtig<br />

neutral erscheint das Gesamtergebnis aber nicht.<br />

Zudem weist der Fernseher in sehr dunklen Bereichen<br />

eine leichte Unterbelichtung auf – durch<br />

den eingeschränkten Blickwinkel hellen sich diese<br />

Bereiche umgekehrt auf, wenn Sie nicht exakt<br />

mittig vor dem Fernseher sitzen.<br />

Starker Konkurrent<br />

Wer auf UHD-Auflösung verzichten kann,<br />

findet im UE65F8090 eine XXL-Alternative<br />

zum UE55F9090: Für beide Fernseher verlangt<br />

Samsung rund 4 000 Euro, bei Sitzabständen ab<br />

drei Metern imponiert die größere Bilddiagonale<br />

des UE65F8090 aber sichtlich mehr. Unabhängig<br />

von Vergleichen demonstriert Samsung einmal<br />

mehr eindrucksvoll, dass die Panelqualität in<br />

allen Bildgrößenklassen überzeugend ausfallen<br />

kann und Sie keine Kompromisse im Vergleich zu<br />

kompakteren <strong>TVs</strong> eingehen müssen.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Was uns gefällt<br />

+ Sehr gute Bildschärfe und Helligkeit<br />

+ Kinobalkendimming für Filme im 21 : 9-Format<br />

+ Doppeltuner, Bild-in-Bild, updatefähig<br />

+ Leicht, energieeffizient, optisch modern<br />

Was uns stört<br />

– Bei seitlicher Betrachtung bleicht Bild aus<br />

– Leichte Defizite bei der Ausleuchtung<br />

– Für Gaming nur zweite Wahl<br />

– Tonwiedergabe und Bedienung nicht optimal<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Bildmodus<br />

Film<br />

Hintergrundbel. 20<br />

Kontrast 100<br />

Helligkeit 45<br />

Schärfe 20<br />

Farbe 50<br />

Farbton<br />

G50 R50<br />

Bildformat<br />

Bildanpassung<br />

Optimalkontrast Aus oder Gering<br />

Schwarzton<br />

Aus<br />

Hautton 0<br />

Farbraum<br />

Auto<br />

Weißabgleich Offset R/G/B: 25/25/25,<br />

Gain R/G/B: 12/20/25<br />

10P Weißabgleich Aus<br />

Gamma 0<br />

Farbton Warm 2<br />

Digital aufbereiten Aus oder Auto<br />

MPEG-Rauschfilter Aus<br />

HDMI-Schwarzp. Gering<br />

Motion Plus<br />

Benutzerdefiniert,<br />

Unschärfeminderung: 10,<br />

Judder-Minderung: 0 - 7<br />

LED Clear Motion Ein<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />

26 | 8.2013


Samsung UE65F8090<br />

Details<br />

Preis<br />

Farbe<br />

Maße (B × H × T)<br />

Gewicht<br />

Bauweise<br />

Auflösung<br />

Tuner<br />

Festplattenaufzeichnung<br />

3D<br />

WLAN<br />

Stromverbrauch<br />

Zubehör<br />

Fernbedienung<br />

3D-Brille<br />

Kamera<br />

3 999 Euro<br />

Anthrazit<br />

144,7 × 87,3 × 3,8 cm<br />

27 kg<br />

Edge-LED-LCD<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

DVB-S/-C/-T (Doppeltuner, Unicable)<br />

ja, extern USB<br />

ja (Shutter-Technik)<br />

ja (intern)<br />

65 – 170 Watt<br />

Standardfernbedienung (TM1390A),<br />

Touchfernbedienung mit Mikrofon<br />

(TM1240A)<br />

2 × Shutter-Brille SSG-5100GB<br />

ja, intern<br />

Anschlüsse<br />

4 × HDMI (3D, ARC, CEC, MHL) 3 × USB 1 × Netzwerk<br />

1 × Scart (Adapter) 1 × Erweiterungsschnittstelle<br />

1 × Komponente (Adapter) 1 × Kopfhörer 1 × digital optisch<br />

Sonderfunktionen<br />

HbbTV, DLNA Client, Skype, Streaming auf Tablet, Youtube<br />

Videoformate<br />

3GPP, ASF, AVI, FLV, MKV, MOV, MP4, MPEG, SVAF, TS, VRO, WMV<br />

TV-Funktionen<br />

Einschaltzeit TV<br />

ca. 5 Sekunden<br />

Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2 Sekunden<br />

Bildformatwahl<br />

eingeschränkt, Bildbeschnitt bei SD<br />

Bild-in-Bild<br />

ja, flexible Fenster- und Tonzuordnung<br />

EPG<br />

7-Tage-EPG, übersichtlich, Bild-in-Bild,<br />

schnelle Ladezeit, Daten nur per<br />

Umschaltung aktualisierbar, Datenverlust<br />

nach dem Ausschalten<br />

Gaming<br />

Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (105 ms), kaum spielbar<br />

Spielemodus<br />

mäßig spielbar (75 ms), umständlich im<br />

Systemmenü aktivierbar, nur Standardbildmodus<br />

wählbar<br />

Helligkeit/Schwarzwert<br />

Leuchtkraft<br />

350 cd/m 2 (300 cd/m 2 mit LED<br />

Clear Motion)<br />

Schwarzwert 0,04 – 0,08 cd/m 2<br />

Dimming<br />

ja, nur Kinobalken<br />

Lichtsensor<br />

ja, Mindesthelligkeit einstellbar<br />

Helligkeitsverteilung<br />

85 % 85 % 85 %<br />

85 % 100 % 80 %<br />

90 % 85 % 85 %<br />

Durchzeichnung<br />

dunkle Bereiche leicht unterbelichtet, Gammakorrektur möglich<br />

Bildschärfe<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Detailnachschärfung<br />

nur Standardschärferegler<br />

Bewegtbildschärfe<br />

exzellent, 400-Hertz-Niveau<br />

Nachzieheffekte<br />

gering, in dunklen Bereichen aber auffällig<br />

Filmglättung<br />

in 10 Stufen regelbar (Motion Plus),<br />

ab Stufe 6 ruckelfrei, ab Stufe 7 nehmen<br />

Artefakte zu<br />

Farbdarstellung<br />

Farbraum<br />

leicht übersättigte Rot-, Gelb- und<br />

Grüntöne, Hauttöne etwas zu warm<br />

Farbtemperatur<br />

leichter Blauviolettschimmer in sehr<br />

dunklen Bereichen, ansonsten neutral<br />

Bildfehler<br />

Blickwinkel<br />

stark eingeschränkt, Bild bleicht aus<br />

Clouding/Streifenbildung sichtbar (Flashlights) /gering<br />

Farbblitzer/Pixelrauschen nein/nein<br />

Abgestufte Farbübergänge gering<br />

Tonwiedergabe<br />

Qualität<br />

blechern, bei hoher Lautstärke<br />

komprimiert<br />

Einstellungen<br />

umfangreich, Equalizer vorhanden<br />

Automatische Lautstärkekorrektur ja (2 Stufen)<br />

3D-Darstellung<br />

Helligkeit 120 cd/m 2<br />

Doppelkonturen (Crosstalk) gering, nur in dunklen Bereichen auffällig<br />

3D-Brille flimmerfrei<br />

nein<br />

Auflösung<br />

Full-HD-3D<br />

www.hdtvmagazin.com 27


Optisch und in Sachen<br />

Ausstattung ist der<br />

UE60F7090 nahezu<br />

gleichwertig zur F8090-<br />

Serie.<br />

152 cm<br />

Ausstattung<br />

Samsung<br />

UE60F7090<br />

8/2013<br />

Seitlich betrachtet bleicht<br />

das Bild spürbar aus, perfekt<br />

aufgestellt kann der<br />

Kontrast aber begeistern.<br />

Bildqualität<br />

Samsung<br />

UE60F7090<br />

8/2013<br />

Die beiliegende Shutter-Brille<br />

ist leicht und angenehm zu<br />

tragen, Knopfzellen sorgen<br />

für die Energiezufuhr. Die<br />

Datenübertragung erfordert<br />

durch Bluetooth keinen direkten<br />

Sichtkontakt zum TV bzw.<br />

3D-Sender.<br />

TESTSIEGER<br />

60-Zoll-TV-Vergleich<br />

Samsung<br />

UE60F7090<br />

8/2013<br />

Samsung UE60F7090<br />

Das Samsung-Logo<br />

am Standfuß ist an<br />

das Display gekoppelt<br />

und beleuchtet. Drehbar<br />

ist der TV nicht.<br />

Dass sich hinter Samsungs UE60F7090<br />

der Preis-Leistungs-Tipp in der<br />

60-Zoll-Liga verbirgt, ist angesichts der<br />

starken Konkurrenz aus dem eigenen Hause nur<br />

schwer vorstellbar. So ist Samsungs F6000-Serie<br />

deutlich günstiger und die Modellreihe F8090<br />

in 65 Zoll nur 700 Euro teurer. Doch ohne<br />

zuviel verraten zu wollen: Samsung ist mit dem<br />

UE60F7090 ein exzellenter Kompromiss aus<br />

Bildgröße, Qualität und Preis gelungen.<br />

Optisch unterscheidet sich der UE60F7090 kaum<br />

vom UE65F8090: Das Display ist vergleichbar<br />

schlank und wartet mit allen Anschlüssen,<br />

digitalen Doppeltunern und einer integrierten<br />

Kamera auf. Der Standfuß ist allerdings nach<br />

traditioneller Form gefertigt und eine Blende, welche<br />

die Anschlüsse verbirgt, findet sich nicht im<br />

Lieferumfang. Wer auf eine 360-Grad-Optik wert<br />

legt, ist mit der F8090-Serie somit besser bedient.<br />

Ganz anders bei der Ausstattung: Shutter-Brillen<br />

für den 3D-Genuss, zwei Fernbedienungen und<br />

alle weiteren Vorteile der F8090-Serie finden sich<br />

auch beim UE60F7090 wieder. Das Tunerkonzept<br />

überzeugt durch die gleichzeitige Einspeisung<br />

zweier TV-Signale und wird eine Aufnahme über<br />

eine USB-Festplatte gestartet, können Sie weiterhin<br />

den Sender wechseln. Zwei Aufnahmen sind<br />

aber nicht möglich und Pay-TV-Fans müssen mit<br />

nur einer CI-Schnittstelle vorliebnehmen. Im TV-<br />

Alltag gefallen die schnellen Start- und Umschaltzeiten<br />

des Fernsehers, Sonderfunktionen wie die<br />

flexible Bild-in-Bild-Darstellung lassen sich durch<br />

„Weshalb Samsung den UE60F7090 in<br />

Sachen Bewegtbildschärfe schlechter<br />

einstuft, als den UE65F8090, erschließt<br />

sich uns nicht, denn im Test zeigte sich<br />

der UE60F7090 als absolut ebenbürtig.“<br />

Umwege über das Bildmenü optimal bedienen.<br />

Die im Systemmenü versteckten Einstellungen<br />

zum Lichtsensor und Spielemodus lohnen den<br />

Umweg: So lässt sich beim „Ökosensor“ die<br />

Mindesthelligkeit vorgeben und der Fernseher<br />

vermeidet ein zu starkes Herabdimmen der Hintergrundbeleuchtung,<br />

falls in Ihrem Wohnzimmer<br />

die Lichter ausgehen. Der Spielemodus reduziert<br />

die Eingabeverzögerung drastisch und zu unserer<br />

Überraschung reagiert der UE60F7090 sogar flinker<br />

auf Eingabebefehle als der UE65F8090.<br />

Hell und kontraststark<br />

Unsere Energiemessung und Analyse der Edge-<br />

LED-Beleuchtung bestätigten, dass sich der<br />

UE60F7090 kaum vom UE65F8090 unterscheidet<br />

und dank der etwas geringeren Bilddiagonale<br />

fällt die Bildbrillanz sogar nochmals besser aus.<br />

Somit eignet sich der Fernseher auch für sehr helle<br />

Wohnzimmer und der Kontrastfilter sorgt für<br />

tiefes Schwarz bei Tageslicht. Überaus brillant ist<br />

auch die 3D-Darstellung gelungen, sodass kaum<br />

Kompromisse im Vergleich zur Polfilter-Technik<br />

eingegangen werden müssen: Der UE60F7090<br />

bietet die bessere Bildauflösung, zeigt in dunklen<br />

Bereichen aber Doppelkonturen. Während die<br />

Ausleuchtungsgenauigkeit der Bildfläche nahezu<br />

mustergültig ausfällt, sind eine leichte Streifenbildung<br />

und Flashlights erkennbar – die seitlich<br />

installierten LEDs erhellen alle vier Bildecken. Im<br />

normalen TV-Betrieb ist dieser Nachteil kaum<br />

erkennbar, werden Filme im 21 : 9-Format mit<br />

schwarzen Balken dargestellt, können die Flash-<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />

28 | 8.2013


lights aber vom Film ablenken. Abhilfe schafft<br />

die „Kinoschwarz“-Funktion, hierbei werden<br />

die oberen und unteren LED-Reihen abgedunkelt,<br />

die Balken erscheinen tiefschwarz und die<br />

Flashlights verschwinden – gleichfalls sinkt der<br />

Stromverbrauch um 25 Watt. Diese nützliche<br />

Funktion reagiert aber bildinhaltsabhängig und<br />

steht z. B. beim Videoportal Youtube nicht zur<br />

Verfügung. Apropos Youtube-App: Der Zugang<br />

zum weltgrößten Videoportal ist nicht vorinstalliert<br />

und die App enttäuschte im Test durch lange<br />

Ladezeiten und eine stockende Bedienung.<br />

Mehrwerte für Profis<br />

Samsungs UE60F7090 zeigt im Filmmodus<br />

eine glaubhafte Darstellung, allerdings trägt der<br />

Hersteller in Sachen Farben etwas zu dick auf,<br />

sodass der Gesamteindruck zu bunt erscheint.<br />

Einzig das Farbmanagement, das alle Farben<br />

getrennt behandelt, schafft hier Abhilfe. Wer sich<br />

mit zu warmen Hauttönen, überbrillanten Grünund<br />

Gelbtönen sowie zu dunklen Rottönen nicht<br />

zufriedengeben will, sollte unseren Workshop am<br />

Ende dieses Tests studieren. Besser hat Samsung<br />

die Durchzeichnung in Griff, denn von Überoder<br />

Unterbelichtungen bleiben Sie bei diesem TV<br />

verschont. Ist der Fernseher neutral eingestellt,<br />

hilft die Bildoption „Optimalkontrast“, kontrastschwache<br />

Bildinhalte aufzuwerten und dem Bild<br />

subjektiv zu mehr Tiefe zu verhelfen. Auch beim<br />

Rauschfilter „Digital<br />

aufbereiten“ lohnt<br />

das Ausprobieren,<br />

falls die Quelle kein<br />

perfektes Signal liefert.<br />

Farbabstufungen<br />

zeigen sich bei diesem<br />

Fernseher nur selten,<br />

Möglichkeiten Farbverläufe<br />

zu glätten<br />

bietet der UE60F7090<br />

aber nicht, zudem<br />

Die Hauptfernbedienung punktet durch das Ziffernfeld,<br />

der Zweitvariante vereinfacht die Internetnavigation.<br />

hätten wir uns eine bessere Detailnachschärfung<br />

gewünscht, da der Schärferegler sehr schnell<br />

Doppelkonturen erzeugt. Weshalb Samsung<br />

den UE60F7090 in Sachen Bewegtbildschärfe<br />

schlechter einstuft, als den UE65F8090, erschließt<br />

sich uns nicht, denn im Test zeigte sich<br />

der UE60F7090 als absolut ebenbürtig. Unschärfen<br />

treten auch bei schnellen Objektbewegungen<br />

kaum auf und durch die stufenlose Filmglättung<br />

entscheiden Sie allein, ob Kameraschwenks leicht<br />

„Im Fernsehalltag leistet der<br />

UE60F7090 durch seine<br />

Schnelligkeit und den Funktionsumfang<br />

treue Dienste.“<br />

ruckelig wie im Kino oder superflüssig dargestellt<br />

werden sollen. Lediglich in dunklen Bereichen<br />

können Nachzieheffekte und eine leichte Schlierenbildung<br />

auftreten, dieser Effekt lässt sich aber<br />

häufig nur in Testsequenzen provozieren. Der in<br />

den Voreinstellungen auftretende Bildbeschnitt<br />

lässt sich einzig bei Full-HD-Quellen über das<br />

Bildformat „Bildanpassung“ ausmerzen.<br />

Samsungs Geheimtipp<br />

Weder in Sachen Ausstattung noch in Sachen<br />

Bildqualität müssen Sie beim UE60F7090<br />

Kompromisse im Vergleich zum UE65F8090<br />

in Kauf nehmen, sodass der Fernseher einen<br />

echten Kauftipp darstellt. Mit etwas Fachwissen<br />

lässt sich das Bild äußerst natürlich einstellen<br />

und die exzellente Bildhelligkeit sowie sehr gute<br />

Schwarzdarstellung machen jeden Filmabend<br />

zum Erlebnis. Der Blickwinkel zeigt sich zwar<br />

ebenso eingeschränkt wie die Tonqualität der<br />

integrierten Lautsprecher, durch den attraktiven<br />

Preispunkt sollten externe Lautsprecher das Budget<br />

jedoch nicht überstrapazieren. Im Fernsehalltag<br />

leistet der UE60F7090 durch seine Schnelligkeit<br />

und den Funktionsumfang treue Dienste, die<br />

aufwändig gestalteten Menüs können aber nicht<br />

immer darüber hinwegtäuschen, dass die Handhabung<br />

zuweilen komplex ausfällt. Wer nicht<br />

den Aufpreis für Samsungs F8090-Serie zahlen<br />

möchte, findet im UE60F7090 einen nahezu<br />

gleichwertigen Spielpartner, der in Sachen Preis-<br />

Leistung den hauseigenen Konkurrenten sogar<br />

einen Schritt voraus ist.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Was uns gefällt<br />

+ Sehr gute Bildschärfe und Helligkeit<br />

+ Kinobalkendimming für Filme im 21 : 9-Format<br />

+ Doppeltuner, Bild-in-Bild, updatefähig<br />

+ Leicht, energieeffizient, optisch modern<br />

Was uns stört<br />

– Bei seitlicher Betrachtung bleicht Bild aus<br />

– Leichte Defizite bei der Ausleuchtung<br />

– Unflexible Bildformatanpassung<br />

– Tonwiedergabe und Bedienung nicht optimal<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Bildmodus<br />

Film<br />

Hintergrundbel. 20<br />

Kontrast 100<br />

Helligkeit 45<br />

Schärfe 20<br />

Farbe 50<br />

Farbton<br />

G50 R50<br />

Bildformat<br />

Bildanpassung<br />

Optimalkontrast Aus oder Gering<br />

Schwarzton<br />

Aus<br />

Hautton -5<br />

Farbraum<br />

Auto<br />

Weißabgleich Offset R/G/B: 25/25/25,<br />

Gain R/G/B: 16/16/25<br />

10P Weißabgleich Aus<br />

Gamma 0<br />

Farbton Warm 1<br />

Digital aufbereiten Aus oder Auto<br />

MPEG-Rauschfilter Aus<br />

HDMI-Schwarzp. Gering<br />

Motion Plus<br />

Benutzerdefiniert,<br />

Unschärfeminderung: 10,<br />

Judder-Minderung: 0 - 7<br />

LED Clear Motion Ein<br />

www.hdtvmagazin.com 29


Samsung UE60F7090<br />

Details<br />

Preis<br />

Farbe<br />

Maße (B × H × T)<br />

Gewicht<br />

Bauweise<br />

Auflösung<br />

Tuner<br />

Festplattenaufzeichnung<br />

3D<br />

WLAN<br />

Stromverbrauch<br />

Zubehör<br />

Fernbedienung<br />

3D-Brille<br />

Kamera<br />

3 299 Euro<br />

Silber<br />

135 × 82,9 × 3,5 cm<br />

25,3 kg<br />

Edge-LED-LCD<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

DVB-S/-C/-T (Doppeltuner, Unicable)<br />

ja, extern USB<br />

ja (Shutter-Technik)<br />

ja (intern)<br />

65 – 170 Watt<br />

Standardfernbedienung (TM1390A),<br />

Touchfernbedienung mit<br />

Mikrofon (TM1240A)<br />

2 × Shutter-Brille SSG-5100 GB<br />

ja, intern<br />

Anschlüsse<br />

4 × HDMI (3D, ARC, CEC, MHL) 1 × Scart (Adapter) 1 × Netzwerk<br />

1 × Komponente (Adapter) 1 × Erweiterungsschnittstelle<br />

1 × Kopfhörer 3 × USB 1 × digital optisch<br />

Sonderfunktionen<br />

HbbTV, DLNA Client, Skype, Streaming auf Tablet, Youtube<br />

Videoformate<br />

3GPP, ASF, AVI, FLV, MKV, MOV, MP4, MPEG, SVAF, TS, VRO, WMV<br />

TV-Funktionen<br />

Einschaltzeit TV<br />

ca. 6,5 Sekunden<br />

Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2 Sekunden<br />

Bildformatwahl<br />

eingeschränkt, Bildbeschnitt bei SD<br />

Bild-in-Bild<br />

EPG<br />

ja, flexible Fenster- und Tonzuordnung<br />

7-Tage-EPG, übersichtlich, Bild-in-Bild,<br />

schnelle Ladezeit, Daten nur per<br />

Umschaltung aktualisierbar,<br />

Datenverlust nach dem Ausschalten<br />

Gaming<br />

Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (115 ms), kaum spielbar<br />

Spielemodus<br />

gut spielbar (45 ms), umständlich im<br />

Systemmenü aktivierbar, nur<br />

Standardbildmodus wählbar<br />

Helligkeit/Schwarzwert<br />

Leuchtkraft<br />

400 cd/m 2 (350 cd/m 2 mit<br />

LED Clear Motion)<br />

Schwarzwert 0,05 – 0,10 cd/m 2<br />

Dimming<br />

ja, nur Kinobalken<br />

Lichtsensor<br />

ja, Mindesthelligkeit einstellbar<br />

Helligkeitsverteilung<br />

80 % 85 % 80 %<br />

85 % 100 % 85 %<br />

85 % 80 % 85 %<br />

Durchzeichnung<br />

bereits in Voreinstellung ausgeglichen, Gammakorrektur möglich<br />

Bildschärfe<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Detailnachschärfung<br />

nur Standardschärferegler<br />

Bewegtbildschärfe<br />

exzellent, 400-Hertz-Niveau<br />

Nachzieheffekte<br />

gering, in dunklen Bereichen sichtbar<br />

Filmglättung<br />

in 10 Stufen regelbar (Motion Plus), ab<br />

Stufe 6 ruckelfrei, ab Stufe 7 nehmen<br />

Artefakte zu<br />

Farbdarstellung<br />

Farbraum<br />

übersättigte Rot-, Gelb- und Grüntöne,<br />

Hauttöne etwas zu warm<br />

Farbtemperatur<br />

leichter Blauviolettschimmer in sehr<br />

dunklen Bereichen, ansonsten neutral<br />

Bildfehler<br />

Blickwinkel<br />

stark eingeschränkt, Bild bleicht aus<br />

Clouding/Streifenbildung sichtbar (Flashlights) / gering<br />

Farbblitzer/Pixelrauschen nein / nein<br />

Abgestufte Farbübergänge gering<br />

Tonwiedergabe<br />

Qualität<br />

blechern, bei hoher Lautstärke<br />

komprimiert<br />

Einstellungen<br />

umfangreich, Equalizer vorhanden<br />

Automatische Lautstärkekorrektur ja (2 Stufen)<br />

3D-Darstellung<br />

Helligkeit 130 cd/m 2<br />

Doppelkonturen (Crosstalk) gering, nur in dunklen Bereichen auffällig<br />

3D-Brille flimmerfrei<br />

nein<br />

Auflösung<br />

Full-HD-3D<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

30 | 8.2013


Farbkalibrierung<br />

für Profis<br />

1<br />

Samsung stimmt den UE60F7090 farblich nicht ganz neutral ab,<br />

sodass Grün- und Gelbtöne überbrillant erscheinen und Rottöne<br />

etwas zu dunkel wirken. Auch zeigen sich Hauttöne zu warm und<br />

der Gesamteindruck ist etwas zu bunt. Das komplexe Farbmanagement<br />

kann diese Nachteile deutlich mindern, die Bedienung erläutern wir<br />

Ihnen auf dieser Seite im Detail.<br />

Der erste Weg führt in das Bildmenü. Hier sollten Sie die Einstellungen unserer<br />

Vorgaben übernehmen. Für eine noch genauere Farbabstimmung müssen Sie die<br />

„erweiterten Einstellungen“ aufrufen.<br />

2 3<br />

In den erweiterten Einstellungen haben Sie die Möglichkeit, Hauttöne anzupassen.<br />

Die leichte Übersättigung können Sie zwar nicht ausmerzen, die Einstellung<br />

-5 sorgt aber für eine neutralere Abstimmung. Um die Farben gezielt zu optimieren,<br />

müssen Sie den Farbraum auf „benutzerdefiniert“ umschalten.<br />

Jede Farbe beinhaltet Sättigungsregler, z. B. wird die Brillanz von Rot durch den<br />

Rotregler gesteuert, die Sättigung nimmt durch Blau- und Grünanteile ab. Den<br />

Farbton Magenta beeinflussen Sie durch Blau und Rot, da Magenta eine Mischfarbe<br />

darstellt. Durch unser Farbdreieck behalten Sie den Überblick.<br />

4<br />

Nach der Kalibrierung zeigt der UE60F7090 eine deutlich bessere Präzision bei der Farbdarstellung. Zwar sind unsere Einstellungen nicht optimal für alle Geräte geeignet, dennoch<br />

können sie als Anhaltspunkt für eine Optimierung dienen. Rot: R50/G4/B50, Grün: R10/G50/B10, Blau: R4/G4/B50, Gelb: R50/G50/B15, Cyan: R0/G50/B50, Magenta: R50/G4/B50.<br />

www.hdtvmagazin.com 31


Der 60PFL6008K wartet<br />

mit einem schmalen<br />

Rahmen auf, Videokamera<br />

und Doppeltuner sind<br />

aber nicht an Bord.<br />

152 cm<br />

Ausstattung<br />

Philips<br />

60PFL6008K<br />

8/2013<br />

Bildqualität<br />

Durch das blickwinkelstabile<br />

IPS-LCD-Panel<br />

bereiten Filme auch im<br />

Freundeskreis Spaß.<br />

Philips<br />

60PFL6008K<br />

8/2013<br />

KAUFTIPP<br />

60-Zoll-TV-Vergleich<br />

Philips<br />

60PFL6008K<br />

8/2013<br />

Passend zum Bildinhalt<br />

erzeugt das zweiseitige<br />

Ambilight ein beeindruckendes<br />

Farbenspiel.<br />

Philips 60PFL6008K<br />

Vier Polfilter-Brillen<br />

liegen dem Fernseher bei.<br />

Doppelkonturen haben Sie<br />

im 3D-Betrieb nicht zu<br />

befürchten, vorausgesetzt,<br />

Sie stellen den Fernseher<br />

auf Augenhöhe auf.<br />

Dass große Bilddiagonalen keine ebenso<br />

großen Löcher in der Geldbörse hinterlassen<br />

müssen, beweist Philips mit dem<br />

60PFL6008K. Ist der 60PFL6008K damit der<br />

Geheimtipp der XXL-TV-Klasse?<br />

Durch aktuelle Updates gelang es Philips, die<br />

diesjährigen <strong>TVs</strong> schneller zum Start zu bewegen,<br />

statt ehemals rund 20 Sekunden vergehen noch<br />

etwa 12 Sekunden, bevor der Fernseher das laufende<br />

TV-Bild anzeigt. Rufen Sie umgehend den<br />

elektronischen Programmführer auf, werden Sie<br />

jedoch von einem Ladebalken und einem leeren<br />

EPG-Bildschirm begrüßt. Erst nach Rückkehr in<br />

den laufenden TV-Modus und erneutem EPG-<br />

Aufruf gibt der Fernseher die Senderinfos frei,<br />

die nach dem Ausschalten auch nicht verloren<br />

gehen. Pluspunkte sammelt der Fernseher bei<br />

der Ersteinrichtung: Zunächst wird die LNB-<br />

Belegung ermittelt, bevor es zum Sendersuchlauf<br />

geht. Drahtlose Internetverbindungen lassen sich<br />

dank WPS-Unterstützung einfach aufbauen – ein<br />

Tas tendruck am Router genügt. Generell blüht<br />

der Fernseher durch eine Onlineverbindung<br />

auf: Der Online-EPG bietet im Vergleich zum<br />

Standardprogrammführer TV-Bild inklusive Ton,<br />

Inhalte können vom oder zum Tablet gestreamt<br />

werden, im vielseitigen Onlineangebot stöbern Sie<br />

„Wer den aktuellen 3D-Kinoblockbuster<br />

„Gravity“ im Kino bestaunt<br />

hat, findet im 60PFL6008K den<br />

passenden Spielpartner.“<br />

vergangene TV-Inhalte auf und streamen über das<br />

Netzwerk TV-Aufnahmen an andere <strong>TVs</strong> (diese<br />

benötigen nur eine Einbindung ins Netzwerk und<br />

kein separates DVB-Signal). Die Bedienung des<br />

Fernsehers fällt allerdings hakelig aus und lange<br />

Ladezeiten erfordern viel Geduld. Damit Sie beim<br />

Surfen im Internet die Adressen ebenso komfortabel<br />

eingeben können wie die Programmnummer<br />

im TV-Betrieb, integrierte Philips eine Tastatur<br />

auf der Rückseite der Fernbedienung. Durch<br />

Kippsensoren erkennt die Eingabehilfe, welche<br />

Seite gerade in Verwendung ist, was eine Fehlbedienung<br />

verhindert. Im Gegensatz zu den Topmodellen<br />

fehlt einzig die Mauszeigersteuerung.<br />

Überzeugender Kompromiss<br />

Das blickwinkelstabile IPS-LCD-Panel liefert ein<br />

natürliches Bild, selbst wenn Sie seitlich auf den<br />

Fernseher schauen. Die eingeschränkte Kontrastdarstellung<br />

gleicht Philips durch ein Vollbilddimming<br />

aus, hierbei werden die LEDs passend<br />

zum Bildinhalt in der Helligkeit gedrosselt, der<br />

Signalpegel von helleren Pixeln aber angehoben.<br />

Dies führt zu einem deutlich höheren Kontrast,<br />

allerdings erscheinen Details zuweilen überbelichtet.<br />

Auch gilt die Kontrastoptimierung immer<br />

für das ganze Bild, sodass kleine Leuchtpunkte<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />

32 | 8.2013


Die Fernbedienung bietet eine vollwertige Tastatur, die<br />

Mauszeigersteuerung ist darüber aber nicht möglich.<br />

ausreichen, um die Schwarzdarstellung des gesamten<br />

Bildes negativ zu beeinflussen. Einen stärkeren<br />

Effekt haben wir von „Clear LCD“ erhofft: Die<br />

pulsierende LED-Beleuchtung soll durch wandernde<br />

schwarze Balken die Bewegtbildschärfe<br />

verbessern, was angesichts der idealen Anordnung<br />

der LED-Leisten (links und rechts) auch optimal<br />

funktionieren müsste, in der Praxis ergibt sich<br />

aber nur ein unwesentlicher Schärfegewinn. Somit<br />

kann Philips aus dem 100-Hertz-Panel keine<br />

superscharfen Bewegtbilder zaubern. Philips<br />

typisch überzeugt die Helligkeit, auch wenn die<br />

Farbvoreinstellung durch einen Grünschimmer<br />

auf sich aufmerksam macht. Im Test zeigte der<br />

Fernseher zudem Schwächen bei der Erkennung<br />

des anliegenden HDMI-Signals: Unsere PS3<br />

zeigte nur ausgewaschene Bilder, da der Fernseher<br />

nicht den Standard-TV-Video-, sondern den<br />

erweiterten RGB-Modus voraussetzte, was im<br />

Systemmenü der PS3 glücklicherweise eingestellt<br />

werden kann. PC-Signale stellte der Fernseher<br />

nicht korrekt dar, wenn die Farbinformationen<br />

im YCbCr-Format weitergereicht wurden – erst<br />

die RGB-Wandlung sorgte für neutrale Farben.<br />

Während die Helligkeitsverteilung gerade mit<br />

Blick auf die große Bilddiagonale überzeugend<br />

ausfällt, sind aufgehellte Bildkanten und dunkle<br />

Streifen im Praxisbetrieb wahrnehmbar. Filme<br />

stellt der Fernseher auf Wunsch superflüssig dar,<br />

selbst die niedrigste Stufe der Zwischenbildberechnung<br />

eliminiert jeden Mikroruckler. Der<br />

dadurch entstehende Bildeindruck ist gerade im<br />

3D-Betrieb eine Offenbarung, denn Sie können<br />

sich auf jedes Bilddetail konzentrieren und haben<br />

eher das Gefühl, durch ein Fenster zu blicken.<br />

Wer den aktuellen Kinoblockbuster „Gravity“ im<br />

Kino bestaunt hat, findet im 60PFL6008K den passenden<br />

Spielpartner. Selbst die 3D-Wandlung hat<br />

Philips besser im Griff als die Konkurrenz, sodass<br />

die 3D-Taste auch einmal dann gedrückt werden<br />

„Das blickwinkelstabile IPS-LCD-Panel<br />

liefert ein natürliches Bild, selbst wenn<br />

Sie seitlich auf den TV schauen.“<br />

sollte, wenn ein 2D-Film abgespielt wird. Die im<br />

3D-Modus halbierte Auflösung pro Auge infolge<br />

des Polfilter-Rasters ist bei dieser Bilddiagonale<br />

zwar nicht unerheblich, ab drei Meter Sitzabstand<br />

aber kaum noch wahrnehmbar.<br />

Alleinstellungsmerkmale<br />

Wenn im Wohnzimmer die Lichter ausgehen,<br />

müssen Sie dennoch nicht im Dunkeln verharren,<br />

denn der 60PFL6008K wartet mit rückseitig<br />

installierten LEDs auf, die passend zum Bildinhalt<br />

in der jeweiligen Farbe leuchten (Ambilight).<br />

Stellen Sie den Fernseher vor eine im Optimalfall<br />

weiße Wand (abweichende Wandfarben können<br />

im Optionsmenü vorgegeben werden), erweitertet<br />

sich scheinbar das Bild und die Lichtaura zieht Sie<br />

noch tiefer ins Bildgeschehen hinein. Der direkten<br />

Konkurrenz ebenfalls einen Schritt voraus ist<br />

Philips beim Klang, denn mittels getrennter Hochund<br />

Mitteltöner erschallt der 60PFL6008K bei<br />

geringen Lautstärken nicht so blechern wie viele<br />

Konkurrenten, einzig das bei tiefen Frequenzen<br />

leicht vibrierende Gehäuse schmälert den guten<br />

Ansatz. Zuguterletzt spendiert Philips dem<br />

60PFL6008K eine Detailnachschärfung, die bei<br />

behutsamem Einsatz Konturen feiner zeichnet,<br />

ohne dass das Bild künstlich erscheint.<br />

Faszinierend eigenständig<br />

Mittels Detailnachschärfung, superflüssiger<br />

Filmdarstellung, flimmerfreier 3D-Wiedergabe<br />

und Ambilight kreieren Sie mit dem Philips<br />

60PFL6008K einen ganz eigenen Filmlook. Wer<br />

3D-Kinofilme ohne Projektor zu einem günstigen<br />

Preis ins Wohnzimmer holen möchte, sollte sich<br />

Was uns gefällt<br />

+ Gute Bildschärfe, natürliche Farben<br />

+ Vollbilddimming, breiter Blickwinkel<br />

+ Butterweiche Filmbilder, überzeugendes 3D<br />

+ Ambilight für beeindruckenden Lichteffekt<br />

Was uns stört<br />

– Farbabstufungen, Ausleuchtung nicht optimal<br />

– Bewegtbildschärfe nur 100-Hertz-Niveau<br />

– Keine Doppeltuner, kein Bild-in-Bild<br />

– Lange Ladezeiten, stockende Bedienung<br />

den 60PFL6008K unbedingt anschauen, im<br />

alltäglichen TV-Betrieb muss Philips hingegen<br />

noch die Bediengeschwindigkeit verbessern, um<br />

aus dem 60PFL6008K ein echtes Allroundtalent<br />

zu machen.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Bildeinstellung Film<br />

Kontrast des Backlights 100<br />

Farbe 50<br />

Schärfe 1<br />

Rauschunterdrückung Aus<br />

MPEG Rauschunt. Aus<br />

Perfect Natural Motion Aus oder Mittel<br />

Clear LCD<br />

Ein<br />

Erweiterte Schärfe Ein<br />

Dynamic Contrast Aus oder Mittel<br />

Dynamische Hintergr. Standard oder<br />

Optimales Bild<br />

Farboptimierung Aus oder Mittel<br />

Lichtsensor<br />

Aus<br />

Gamma 0<br />

Farbtemperatur Personalisiert<br />

Rot-Weißwert 125,<br />

Grün-Weißwert 94,<br />

Blau-Weißwert 60,<br />

Rot-Schwarzwert 0,<br />

Grün-Schwarzwert –2,<br />

Blau-Schwarzwert –4<br />

Videokontrast 100<br />

Helligkeit 50<br />

Bildformat<br />

nicht skaliert<br />

www.hdtvmagazin.com 33


Philips 60PFL6008K<br />

Details<br />

Preis<br />

1 999 Euro<br />

Farbe<br />

Anthrazit<br />

Maße (B × H × T)<br />

135,2 × 85,7 × 3,7 cm<br />

Gewicht<br />

27 kg<br />

Bauweise<br />

Edge-LED-LCD<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Tuner<br />

DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />

Festplattenaufzeichnung<br />

ja, extern USB<br />

3D<br />

ja (Polfilter-Technik)<br />

WLAN<br />

ja (intern)<br />

Stromverbrauch<br />

60 – 170 Watt<br />

Zubehör<br />

Fernbedienung<br />

Fernbedienung mit Tastatur<br />

3D-Brille<br />

4 × Polfilter-Brille (PTA468)<br />

Kamera<br />

nein, extern optional<br />

Anschlüsse<br />

4 × HDMI (3D, ARC, CEC) 1 × Scart (Adapter) 3 × USB<br />

1 × Komponente (Adapter) 1 × Netzwerk 1 × Kopfhörer<br />

1 × digital optisch<br />

Sonderfunktionen<br />

HbbTV, DLNA Client+Server, Skype, Miracast, Youtube, Ambilight<br />

Videoformate<br />

3GP, AVCHD, ASF, AVI, DivX, MKV, MOV, MP4, MPEG, TS, PS, WMV<br />

TV-Funktionen<br />

Einschaltzeit TV<br />

ca. 12 Sekunden<br />

Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 3 Sekunden<br />

Bildformatwahl<br />

unvollständig, kein Bildbeschnitt bei SD<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

EPG<br />

7-Tage-EPG, kein Bild und Ton (alternativ<br />

Online-EPG mit Bild und Ton), lange<br />

Ladezeit, Daten nur per Umschaltung<br />

aktualisierbar, nach dem Ausschalten<br />

gehen Daten nicht verloren<br />

Gaming<br />

Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (130 ms), kaum spielbar<br />

Spielemodus<br />

gut spielbar (50 ms), in den Bildeinstellungen<br />

aktivierbar (Spiel oder<br />

Computer), Bildeinstellung bleibt erhalten<br />

Helligkeit/Schwarzwert<br />

Leuchtkraft 300 cd/m 2<br />

Schwarzwert 0,03 – 0,25 cd/m 2<br />

Dimming<br />

Vollbilddimming<br />

Lichtsensor<br />

ja, nur automatischer Helligkeitsabgleich<br />

Helligkeitsverteilung<br />

85 % 75 % 80 %<br />

75 % 100 % 75 %<br />

80 % 70 % 75 %<br />

Durchzeichnung<br />

dezente Unterbelichtung in hellen Bereichen<br />

Bildschärfe<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Detailnachschärfung<br />

ja, über Schärferegler und erweiterte<br />

Schärfe<br />

Bewegtbildschärfe<br />

gut, 100-Hertz-Niveau<br />

Nachzieheffekte<br />

gering<br />

Filmglättung<br />

auffällige Filmglättung selbst in niedrigster<br />

Stufe, leichte Artefakte, meist flüssige<br />

Bewegungsabläufe<br />

Farbdarstellung<br />

Farbraum<br />

Farbtemperatur<br />

Bildfehler<br />

Blickwinkel<br />

Clouding/Streifenbildung<br />

Farbblitzer/Pixelrauschen<br />

Abgestufte Farbübergänge<br />

Tonwiedergabe<br />

Qualität<br />

Einstellungen<br />

Automatische Lautstärkekorrektur<br />

gut abgestimmter Farbraum selbst in<br />

Werkseinstellung, Blautöne sichtbar<br />

abweichend<br />

leichter Grünschimmer in<br />

Werkseinstellung, nach Korrektur<br />

annähernd neutral<br />

nahezu uneingeschränkt<br />

sichtbar/sichtbar<br />

nein/nein<br />

sichtbar<br />

ausgewogenes Klangbild, bei hoher<br />

Lautstärke vibriert Gehäuse<br />

umfangreich, Equalizer vorhanden<br />

ja<br />

3D-Darstellung<br />

Helligkeit 100 cd/m 2<br />

Doppelkonturen (Crosstalk) nicht sichtbar (nur bei vertikaler<br />

Blickwinkelabweichung)<br />

3D-Brille flimmerfrei<br />

Auflösung<br />

ja<br />

halbierte Full-HD-Auflösung<br />

(1 920 × 540 Bildpunkte pro Auge)<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

34 | 8.2013


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Das Abonnement verlängert sich automatisch<br />

um jeweils ein weiteres Jahr zu<br />

den dann geltenden Konditionen, wenn<br />

nicht spätestens 7 Tage nach Erhalt der<br />

15. Ausgabe schriftlich per Post oder<br />

Fax bei Auerbach Verlag und Infodienste<br />

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Die Chroniken von Narnia –<br />

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Bilder: Auerbach Verlag<br />

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zwei Wochen nach Bestellung ohne<br />

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04317 Leipzig per Post oder Fax widerrufen<br />

kann. Maßgeblich ist der Tag der<br />

Absendung (Poststempel genügt).<br />

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Post akzeptiert.<br />

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Full-HD-Testbildern, für perfekte<br />

TV-Bildeinstellungen!


Das grazile Design kann<br />

nicht gänzlich über den<br />

Plastiklook hinwegtäuschen.<br />

147 cm<br />

Ausstattung<br />

Toshiba<br />

58M8365D<br />

8/2013<br />

Umfangreiche Bildeinstellungen,<br />

aber dennoch ist<br />

kein neutraler Abgleich<br />

möglich: Toshiba setzt<br />

einen USB-Sensor für die<br />

Gamma-Korrektur voraus.<br />

Bildqualität<br />

Toshiba<br />

58M8365D<br />

8/2013<br />

Toshiba integriert nicht<br />

nur HDMI-Schnittstellen,<br />

sondern auch einen Scartund<br />

PC-VGA-Eingang.<br />

Viele Anschlüsse stehen<br />

leider nach hinten ab,<br />

was die Wandinstallation<br />

erschwert.<br />

Auch beim Standfuß gilt:<br />

Das Design überzeugt,<br />

der Kunststofflook hingegen<br />

weniger.<br />

Zwei Shutter-Brillen<br />

liegen dem Fernseher<br />

bei, diese werden per<br />

Knopfzelle gespeist.<br />

Ärgerlich: Die Bügel<br />

fallen allzu schnell aus<br />

der Verankerung.<br />

Toshiba 58M8365D<br />

Das Thema Smart TV ist weiterhin<br />

in aller Munde und anhand des<br />

58M8365D von Toshiba erkennt man<br />

deutlich, welche Fortschritte die TV-Hersteller<br />

im Multimediabereich machen. Ob sich<br />

im Gleichklang die Bildqualität trotz stetig<br />

sinkender Preise verbessert, haben wir im<br />

Testlabor untersucht.<br />

Vergessen sind die tristen Menüs und eingeschränkten<br />

Onlinefunktionen der letztjährigen<br />

Toshiba-<strong>TVs</strong>, denn der Hersteller integriert im<br />

58M8365D einen modernen Einrichtungsassistenten<br />

und eine runderneuerte Smart-TV-<br />

Plattform. Diese gliedert sich nach Themengebieten<br />

und listet TV-Inhalte auf, ganz gleich<br />

ob diese per Internet oder TV-Anschluss empfangen<br />

werden. Das erspart ein umständliches<br />

Suchen zwischen der Online- und Offline-Welt.<br />

Den Zugang zum Internet erleichtert der Fernseher<br />

auf Wunsch über die WPS-Erkennung<br />

Ihres WLAN-Routers, sodass die zeitraubende<br />

Eingabe der Passwortsicherung entfällt. Wollen<br />

Sie die Videotelefonie Skype nutzen, müssen Sie<br />

aber zunächst eine externe kompatible Videokamera<br />

erwerben. Leider kann die Handhabung<br />

des Fernsehers den guten Ideen Toshibas<br />

nicht folgen: Weder ist die Fernbedienung für<br />

Smart-TV-Funktionen geeignet, noch lassen<br />

die stockende Bedienung und die sehr langen<br />

Ladezeiten Freude im TV-Alltag aufkommen.<br />

„Toshiba integriert im 58M8365D<br />

einen modernen Einrichtungsassistenten<br />

und eine runderneuerte<br />

Smart-TV-Plattform.“<br />

Allein 20 Sekunden vergehen, bis der Fernseher<br />

eingeschaltet ist, ganze 80 Sekunden genehmigt<br />

sich der 58M8365D, um nach dem Starten das<br />

Bildmenü zu öffnen – in der Zwischenzeit erblicken<br />

Sie neben dem laufenden TV-Programm<br />

nur einen Ladebalken. Auf Doppeltuner oder<br />

eine Bild-in-Bild-Funktion müssen Sie zudem<br />

verzichten, einzig beim integrierten Webbrowser<br />

lassen sich TV-Bilder parallel einblenden.<br />

Beim elektronischen Programmführer läuft im<br />

Hintergrund immerhin der Ton der aktuellen<br />

Sendung, viele Zusatzinfos sind aber erst auf<br />

Tastendruck ersichtlich. Der Onlineprogrammführer<br />

unterscheidet sich kaum vom Offline-<br />

EPG, dafür können Sie die Programmübersicht<br />

mittels Tablet auch gänzlich ohne TV-Unterstützung<br />

abrufen. Die vergleichsweise hohe<br />

Eingabeverzögerung lässt sich im Spielemodus<br />

auf ein angenehmes Maß drosseln. Besitzer von<br />

älteren Notebooks werden sich über den PC-<br />

Eingang freuen, der sogar Full-HD-Signale verarbeitet.<br />

Beachten Sie bei der Installation, dass<br />

ein Großteil der Anschlüsse nach hinten absteht<br />

und der Wandabstand bei einer hängenden<br />

Installation großzügig ausfallen sollte.<br />

Nachgeschärft<br />

Toshibas Bildverarbeitung leistet auch in diesem<br />

Jahr wertvolle Dienste, um eine sehr gute Bildschärfe<br />

aus dem Eingangssignal herauszuholen.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Toshiba<br />

36 | 8.2013


Die kontrastbasierte Schärfeanhebung „Resolution+“<br />

hebt Details plakativer hervor, ohne das<br />

gesamte Bild unnatürlich erscheinen zu lassen.<br />

Schade, dass sich diese nützliche Technik nicht<br />

in Stufen regulieren lässt und Sie einzig die<br />

Vorgaben „Ein“ oder „Aus“ wählen können.<br />

Ruckelfrei fernsehen?<br />

Die Bewegtbildschärfe des 100-Hertz-LCD-<br />

Panels wird durch die Zwischenbildberechnung<br />

auf ein 200-Hertz-Niveau angehoben, einzig<br />

in dunklen Bereichen sind Nachzieheffekte<br />

unvermeidbar. Weniger geglückt ist Toshiba die<br />

Filmglättung: Diese zeichnet ab der Stufe Mittel<br />

Filmbilder deutlich flüssiger, ständige Aussetzer<br />

und häufige Artefakte enttäuschen aber. Dass<br />

die Bewegungsglättung im 3D-Modus nicht<br />

verfügbar ist, wiegt doppelt schwer: Durch<br />

die 60-Hertz-Wandlung ruckeln Kinofilme<br />

in 3D stärker als im Original und durch die<br />

vergleichsweise geringe Bildhelligkeit fällt die<br />

plastische 3D-Wiedergabe unter Tageslichtbedingungen<br />

ernüchternd aus. Doppelkonturen<br />

sind demgegenüber nur in dunklen Bereichen<br />

erkennbar.<br />

Für Smart-TV-Funktionen eignet sich die Fernbedienung<br />

nicht, im TV-Alltag leistet sie aber gute Dienste.<br />

LEDs im Einsatz<br />

Die Schwarzdarstellung soll durch die dynamische<br />

Hintergrundbeleuchtung (LED-Leisten<br />

links und rechts) gesteigert werden, dahinter<br />

verbirgt sich aber nur<br />

eine äußerst eingeschränkte<br />

Helligkeitsautomatik.<br />

Werden dunkle<br />

Bildinhalte dargestellt,<br />

drosseln die Leuchtdioden<br />

die Lichtintensität<br />

vollautomatisch,<br />

brillante Details werden<br />

aber im Gleichklang nur<br />

noch matt dargestellt.<br />

Da das Dimming einzig<br />

bei sehr dunklen Bildern<br />

eingreift, hält sich<br />

der Mehrwert in Grenzen.<br />

Stattdessen stechen<br />

die Ausleuchtungsmängel<br />

hervor: Statt in der<br />

Bildmitte schimmerte<br />

unser Testgerät an der<br />

linken unteren Bildecke<br />

am hellsten, mehrere<br />

Helligkeitsinseln<br />

sorgten für eine fleckige<br />

Schwarzdarstellung. In<br />

hellen Bildbereichen<br />

zeigte sich eine durchgehende<br />

Streifenbildung<br />

und blicken Sie seitlich<br />

auf die Bildfläche,<br />

bleichen dunkle Details<br />

und Farben aus. Ein<br />

Toshiba-Markenzeichen,<br />

der extrem flexible Lichtsensor, ist beim<br />

58M8365D leider nicht vertreten, sodass Sie<br />

den Helligkeitsabgleich nur aus- oder einschalten<br />

dürfen, ohne die Mindesthelligkeit vorab<br />

festlegen zu können.<br />

„Toshibas Bildverarbeitung leistet<br />

auch in diesem Jahr wertvolle Dienste,<br />

um eine sehr gute Bildschärfe aus<br />

dem Eingangssignal herauszuholen.“<br />

Helfer gesucht<br />

Die Bildabstimmung gelang Toshiba alles andere<br />

als präzise, denn dunkle Details gehen bei<br />

diesem Fernseher fast verloren. Eine Gammakorrektur,<br />

die dieses Problem behebt, ist nur<br />

per USB-Sensor möglich, der dem Gerät aber<br />

nicht beliegt. Die Farbtreue lässt ebenfalls zu<br />

wünschen übrig: Im Auslieferungszustand ist<br />

das Bild sehr warm oder zu kühl abgestimmt,<br />

Hauttöne sind selbst nach der Kalibrierung<br />

nicht ganz natürlich. Zwar integriert Toshiba<br />

Farbfilter zur Korrektur und Erkennung von<br />

fehlerhaften Bildeinstellungen, doch Einsteigern<br />

dürften die Bildeinstellungen zuviel abverlangen.<br />

Für jene Nutzer ist die Voreinstellung<br />

„Autoview“ gedacht: Der Fernseher passt hierbei<br />

selbständig alle Bildparameter an Ihre Lichtverhältnisse<br />

an, wirklich neutral erscheint das<br />

Ergebnis aber auch mit dieser Vorgabe nicht.<br />

Immerhin bieten verschiedene Bildspeicherbänke<br />

die Möglichkeit, eine Voreinstellung für<br />

Tag und Nacht abzulegen und mit geringem<br />

Aufwand abzurufen. Den im Auslieferungszustand<br />

aktivierten Bildbeschnitt können Sie<br />

einzig bei Full-HD- und PC-Signalen ausmerzen,<br />

denn nur dann stehen bei der Bildgröße die<br />

Optionen „nativ“ bzw. „PC“ zur Verfügung. Auf<br />

dem gleichen Niveau wie die Bildvoreinstellung<br />

bewegt sich die Tonqualität: Trotz des klangvollen<br />

Namens Audyssey gibt der Fernseher<br />

nur blecherne Töne von sich, die automatische<br />

Lautstärkeanpassung verhindert aber, dass Sie<br />

schwankende Lautstärken zu befürchten haben.<br />

Die Nachteile überwiegen<br />

Toshibas Bildverarbeitung und die modern<br />

gestalteten Bedien- und Onlineoberflächen<br />

sind die Pluspunkte des 58M8365D. Allerdings<br />

Was uns gefällt<br />

+ Sehr gute Bildschärfe<br />

+ Guter Bildkontrast<br />

+ Umfangreiche Onlinefunktionen<br />

+ Schmaler Bildrahmen<br />

Was uns stört<br />

– Eingeschränkter Blickwinkel<br />

– Schlecht voreingestellt, USB-Sensor notwendig<br />

– Fleckige Ausleuchtung, Streifenbildung<br />

– Lange Ladezeiten, stockende Bedienung<br />

stechen die Fehler in der Bildabstimmung sowie<br />

die schlechte Ausleuchtungsgenauigkeit stärker<br />

hervor und bei der Bedienung verlangt Toshiba<br />

von Ihnen starke Nerven: Wartezeiten von bis<br />

zu 80 Sekunden sind eindeutig zu viel. Somit<br />

erreicht der 58M8365D nicht die Wertungsregion<br />

der direkten Konkurrenz und wir können<br />

keinen Kauftipp vergeben.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Bildmodus<br />

Hollywood Pro<br />

Panelhelligkeit 100<br />

Kontrast 100<br />

Helligkeit 0<br />

Farbe 0<br />

Farbton 0<br />

Schärfe 0<br />

Colour Master Aus<br />

Farbtemperatur Warm<br />

Autom. Helligkeit. Je nach Wunsch<br />

Dyn. Hintergrundbel. Gering<br />

Schwarz/Weiß Level Aus<br />

Rauschunterdrück. Aus<br />

Resolution+<br />

Ein<br />

Clear Scan<br />

Standard oder Mittel<br />

Weißabgleich<br />

Offset R/G/B 0/0/–1<br />

Gain R/G/B –10/–9/1<br />

Bildgröße<br />

Nativ<br />

www.hdtvmagazin.com 37


Toshiba 58M8365D<br />

Details<br />

Preis<br />

1 999 Euro<br />

Farbe<br />

Schwarz/Silber<br />

Maße (B × H × T)<br />

130,6 × 85 × 5,7 cm<br />

Gewicht<br />

28 kg<br />

Bauweise<br />

Edge-LED-LCD<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Tuner<br />

DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />

Festplattenaufzeichnung<br />

ja, extern USB<br />

3D<br />

ja (Shutter-Technik)<br />

WLAN<br />

ja (intern)<br />

Stromverbrauch<br />

50 – 135 Watt<br />

Zubehör<br />

Fernbedienung<br />

Standardfernbedienung (CT-90430)<br />

3D-Brille<br />

2 × Shutter-Brille (FPT-AG03)<br />

Kamera<br />

nein, extern optional<br />

Anschlüsse<br />

4 × HDMI (3D, ARC, CEC, MHL) 1 × Scart 1 × PC<br />

1 × Komponente 2 × USB 1 × Netzwerk<br />

1 × Kopfhörer 1 × digital optisch<br />

Sonderfunktionen<br />

HbbTV, DLNA Client, Skype, Widi (Miracast)+EPG auf Tablet, Youtube<br />

Videoformate<br />

3GPP, ASF, AVI, DivX, FLV, MKV, MOV, MP4, MPEG, PS, TS, VOB, WMV<br />

TV-Funktionen<br />

Einschaltzeit TV<br />

ca. 20 Sekunden<br />

(80 Sekunden bis Bildmenü erscheint)<br />

Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 3,5 Sekunden<br />

Bildformatwahl<br />

flexibel, Bildbeschnitt bei SD<br />

Bild-in-Bild<br />

nein (nur bei Webbrowser)<br />

EPG<br />

7-Tage-EPG, wenig Zusatzinformationen<br />

auf einen Blick, kein Bild aber Ton, Daten<br />

nur per Umschaltung aktualisierbar,<br />

Datenverlust nach dem Ausschalten<br />

(alternativ Online-EPG)<br />

Gaming<br />

Eingabeverzögerung im TV-Modus sehr hoch (150 ms), mäßig spielbar<br />

Spielemodus<br />

gut spielbar (50 ms), Bildmodus „Spiel“,<br />

Bildeinstellungen gehen verloren<br />

Helligkeit/Schwarzwert<br />

Leuchtkraft 300 cd/m 2<br />

Schwarzwert 0,08 – 0,22 cd/m 2<br />

Dimming<br />

ja, nur Vollbilddimming<br />

Lichtsensor<br />

ja, nur automatischer Helligkeitsabgleich<br />

Helligkeitsverteilung<br />

80 % 60 % 85 %<br />

80 % 85 % 75 %<br />

100 % 60 % 80 %<br />

Durchzeichnung<br />

starke Unterbelichtung, Gammakorrektur nur durch USB-Sensor möglich<br />

(USB-Sensor nicht mitgeliefert)<br />

Bildschärfe<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Detailnachschärfung<br />

Resolution+<br />

(kontrastbasierte Nachschärfung)<br />

Bewegtbildschärfe<br />

sehr gut, 200-Hertz-Niveau<br />

Nachzieheffekte<br />

Filmglättung<br />

Farbdarstellung<br />

Farbraum<br />

Farbtemperatur<br />

Bildfehler<br />

Blickwinkel<br />

Clouding/Streifenbildung<br />

Farbblitzer/Pixelrauschen<br />

Abgestufte Farbübergänge<br />

Tonwiedergabe<br />

Qualität<br />

Einstellungen<br />

Automatische Lautstärkekorrektur<br />

in dunklen Bereichen sichtbar<br />

ab Stufe Mittel flüssig, aber häufige<br />

Aussetzer und Artefakte<br />

abweichende Blautöne, übersättigte<br />

Rot- und Gelbtöne, Hauttöne zu warm<br />

Voreinstellungen deutlich zu warm oder zu<br />

kühl, nach Kalibrierung nicht gänzlich<br />

neutral<br />

eingeschränkt, Bild bleicht aus<br />

deutlich sichtbar / deutlich sichtbar<br />

nein / nein<br />

gering<br />

Voreinstellung blechern, nach Korrektur<br />

etwas fülliger aber kaum Fundament<br />

umfangreich, Equalizer vorhanden<br />

ja (2 Stufen)<br />

3D-Darstellung<br />

Helligkeit 50 cd/m 2<br />

Doppelkonturen (Crosstalk) gering, nur in dunklen Bereichen sichtbar<br />

3D-Brille flimmerfrei<br />

nein<br />

Auflösung<br />

Full-HD-3D<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

38 | 8.2013


Weiß, schwer und informativ.<br />

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3 gegen Samsung<br />

Samsung ist auch in diesem Jahr der<br />

unumstrittene Platzhirsch im Flachbild-<br />

TV-Bereich und die jeweiligen LED-<br />

LCD-Modelle rangieren oftmals weit oben<br />

in den Testlisten. Doch ist Samsung wirklich<br />

unschlagbar?<br />

Mit dem UE46F6510 wählten wir eines der<br />

beliebtesten Samsung-TV-Modelle aus. Der<br />

Fernseher kommt nicht nur in Schwarz, sondern<br />

auch im bildschönen Weißton daher und lässt<br />

in Sachen Ausstattung und Bildqualität auf dem<br />

Papier kaum Nachteile gegenüber den deutlich<br />

teureren Samsung-TV-Serien erkennen. Da die<br />

Marktpreise weit unterhalb der angegebenen<br />

UVP von 999 Euro liegen, gilt der UE46F6510 als<br />

echter Geheimtipp. Mit gleich drei Konkurrenzfernsehern<br />

wollten wir Samsung herausfordern,<br />

das Besondere: Alle Kandidaten stammen von<br />

Sony und belegen unterschiedliche Preispunkte.<br />

Einstiegs- bis Profiklasse<br />

Sonys W655-Serie steht stellvertretend für die<br />

Einstiegsklasse, das W805-Modell muss sich im<br />

direkten Duell mit dem UE46F6510 messen und<br />

Sonys W905-Serie markiert das obere Ende der<br />

Leistungsskala im diesjährigen Full-HD-Bereich,<br />

kostet aber einen satten Aufpreis. Unser Test<br />

des UE46F6510 bestätigte die Vorschusslorbeeren,<br />

die diesem Fernseher vorauseilen: Für<br />

deutlich unter 1 000 Euro bietet Samsung eine<br />

Qualität, wie man sie sonst nur bei deutlich<br />

teureren TV-Geräten vorfindet. Doch kann Sony<br />

kontern? Der Test des Einstiegsmodells W655<br />

offenbarte, dass Sony in der Einstiegsklasse<br />

Akzente zu setzen weiß und der Fernseher z. B.<br />

als Gaming-Monitor eine hervorragende Figur<br />

macht, den Vergleich mit dem UE46F6510 aber<br />

verliert. Sehr nahe dran, aber technologisch<br />

komplett unterschiedlich, gestaltet sich Sonys<br />

W805: Wer auf maximale Helligkeit, Blickwinkelstabilität<br />

und angenehmes 3D Wert legt, ist<br />

mit diesem Fernseher sehr gut beraten. Doch in<br />

Summe bleibt Samsungs UE46F6510 weiterhin<br />

vorn, Bewegtbildschärfe und Bildkontrast<br />

spielen schlichtweg in einer eigenen Liga in<br />

diesem Preissegment. Somit musste Sony mit<br />

dem W905 alles in die Waagschale werfen, was<br />

der Hersteller technologisch in diesem Jahr<br />

im 40-Zoll-Segment hervorgebracht hat, und<br />

tatsächlich: Mit dem W905 gelingt es Sony, den<br />

UE46F6510 von Samsung hinter sich zu lassen.<br />

Bildschärfe, Bildkontrast und Farbdarstellung<br />

sind dem Samsung-Modell nochmals überlegen<br />

und selbst im Vergleich mit den hauseigenen<br />

Ultra-HD-Fernsehern der X9005-Serie kann der<br />

W905 in den Bereichen Bewegtbildschärfe und<br />

Bildkontrast punkten.<br />

Vorteil für die Edge-LED-Technik?<br />

Unser Test der 40-Zoll-LCD-Liga bestätigte<br />

einmal mehr, dass es Herstellern in dieser Größenklasse<br />

deutlich leichter fällt, die schwierige<br />

Abstimmung bei der Ausleuchtung in den Griff<br />

zu bekommen. Bei der Edge-LED-LCD-Technik<br />

werden Leuchtdioden nur im Randbereich der<br />

Bildfläche eingesetzt und die LEDs strahlen indirekt<br />

Richtung Bildmitte. Durch eine Lichtleiterfolie<br />

soll die Ausleuchtung am Ende über die gesamte<br />

Bildfläche homogen erscheinen. Während<br />

wir im XXL-TV-Segement regelmäßig eine leicht<br />

fleckige Ausleuchtung bemängeln, meisterten die<br />

40-Zoll-Kandidaten den Testlauf mit Bravour.<br />

Somit stechen die kompakten Flachbildfernseher<br />

nicht nur in Sachen Preis-Leistung positiv<br />

hervor, sondern bieten auch verglichen mit den<br />

größeren TV-Klassen einige Vorteile.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Bilder: © Abstractus Designus - Fotolia.com, Samsung, Sony, Universal Pictures<br />

40 | 8.2013


Der schlanke Rahmen<br />

und auffällige Standfuß<br />

machen den Fernseher<br />

zum Hingucker. Das<br />

Netzteil ist bei diesem TV<br />

ausgelagert.<br />

107 cm<br />

Ausstattung<br />

Sony<br />

KDL-42W655A<br />

8/2013<br />

Bildqualität<br />

Der Fernseher eignet sich<br />

bestens als Spielemonitor:<br />

Die Eingabeverzögerung<br />

ist verschwindend gering.<br />

Sony<br />

KDL-42W655A<br />

8/2013<br />

Auf Sonderausstattungen<br />

wie 3D, eine integrierte<br />

Kamera oder Doppeltuner<br />

müssen Sie verzichten.<br />

Sony KDL-42W655A<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

Die Veröffentlichung der PS4 steht<br />

kurz bevor, was liegt also näher,<br />

nach dem passenden Fernseher für<br />

den ungetrübten Spielgenuss Ausschau zu<br />

halten. Fündig wird man bei Sony bereits im<br />

Einstiegssegment: Der KDL-42W655A setzt<br />

Eingabebefehle fast verzögerungsfrei um<br />

und ist damit auch als Monitorersatz eine<br />

Empfehlung.<br />

Aufseiten der Ausstattung hat Sonys günstiger<br />

Einstieg in die Full-HD-Welt natürlich weitaus<br />

mehr zu bieten als ein Monitor, Einschnitte im<br />

Vergleich zu höherpreisigen <strong>TVs</strong> sind einzig<br />

bei den Anschlüssen zu verzeichnen: Nur zwei<br />

HDMI-Eingänge und eine USB-Schnittstelle<br />

sind integriert und die Tuner-Buchsen für Kabel<br />

und Satellit liegen sehr eng beieinander, was die<br />

Installation etwas erschwert. Ungewöhnlich ist<br />

ebenfalls, dass das Netzteil ausgelagert wurde,<br />

obwohl der Fernseher im Anschlussbereich eine<br />

deutlich höhere Bautiefe aufweist.<br />

Fernsehen unkompliziert<br />

Der KDL-42W655A wartet mit allen wichtigen<br />

TV-Funktionen auf: Über eine externe<br />

USB-Festplatte können Sie Inhalte aufzeichnen,<br />

der elektronische Programmführer führt<br />

Sie flink durch das TV-Angebot und mittels<br />

drahtloser oder drahtgebundener Internetanbindung<br />

stehen Ihnen Videoportale und das<br />

umfangreiche Sony Entertainment Network zur<br />

Verfügung. Wer noch tiefer in die technischen<br />

Menüs vordringt, kann die Bildspiegelung von<br />

mobilen Endgeräten auf den TV aktivieren,<br />

eine automatisch ins Bild fahrende Kanalliste<br />

aktivieren, sobald die Programmtaste gedrückt<br />

„Ein- und Umschaltzeiten sind verschwindend<br />

gering und die Kanalliste<br />

ist ab Werk vorbildlich vorsortiert.“<br />

wird, den EPG auf den Onlinemodus umstellen<br />

(Daten gehen dann nach dem Ausschalten nicht<br />

verloren), oder die Bild-in-Bild-Darstellung<br />

aktivieren, die sich so vielseitig wie bei kaum<br />

einem anderen TV-Hersteller zeigt. So lassen<br />

sich Bildgröße und Tonwiedergabe immer<br />

optimal auf zwei Quellen abstimmen. Beim TV-<br />

Empfang gibt sich Sony ebenfalls keine Blöße:<br />

Ein- und Umschaltzeiten sind verschwindend<br />

gering, die Kanalliste ab Werk vorbildlich<br />

vorsortiert (manuelle Sortierung startet nach<br />

Sendereinrichtung) und generell agiert der<br />

KDL-42W655A direkt und flink auf die Eingabebefehle.<br />

Einzig bei abweichender LNB-Konfiguration<br />

einer Satellitenanlage stört der Umweg<br />

über den automatischen Satellitensuchlauf samt<br />

kompletter Neuinstallation der Sender.<br />

Schneller als andere <strong>TVs</strong><br />

Fragt man Profivideospieler, was das wichtigste<br />

Kriterium beim Gaming ist, so lautet<br />

die Antwort: Reaktionsgeschwindigkeit. Für<br />

Fernseher bedeutet das übersetzt: Je schneller<br />

Eingabebefehle in Bilder umgesetzt werden,<br />

desto zufriedener ist der Profigamer. Technische<br />

Laien achten hierbei oftmals auf die Hertzangaben<br />

der Fernseher, im Glauben, dass möglichst<br />

hohe Zahlen eine höhere Schnelligkeit bei der<br />

Bilddarstellung bedeuten. In Wahrheit ist es<br />

aber umgekehrt: Je stärker der Fernseher ins<br />

Bildsignal eingreift, desto verzögerter fällt die<br />

Bildwiedergabe aus. Sony bewirbt den KDL-<br />

42W655A mit Motionflow XR200, im Test stellte<br />

sich der Fernseher aber als reiner Monitor<br />

heraus: keine Zwischenbildberechnung, keine<br />

Filmglättung, kein 100- oder gar 200-Hertz-<br />

Niveau bei schnellen Bildbewegungen. Dadurch<br />

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wirken rasante Darstellungen weich und Kinofilme<br />

behalten ihren ruckeligen Charme. Die<br />

60-Hertz-Qualität bringt aber auch Vorteile:<br />

Stellen Sie den Bildmodus auf „Spiel“, reduziert<br />

der Fernseher die Eingabeverzögerung fast auf<br />

Monitorniveau – derart schnell setzt kein anderer<br />

von uns getesteter Fernseher Eingabebefehle<br />

um. Damit eignet sich der KDL-42W655A<br />

optimal für reaktionsschnelle Videospiele, auch<br />

wenn aufseiten der Bewegtbildschärfe tendenziell<br />

weiche Bilder in Kauf genommen werden<br />

müssen. Was technisch eigentlich möglich<br />

wäre, zeigt die Bildoption „LED-Bel. Modus“:<br />

Schalten Sie diese ein, erscheinen schnelle<br />

Bewegtbilder deutlich schärfer, dafür sinkt die<br />

Bildhelligkeit dramatisch und das Bild flimmert<br />

im Takt des Eingangssignals. Besser sieht es bei<br />

ruhigen Bildern aus: Die Detailnachschärfung<br />

Reality Creation ist auch bei diesem Sony-TV<br />

an Bord, sodass einzelne Bildpunkte noch kontraststärker<br />

herausgearbeitet werden können<br />

und hochauflösende Games noch brillanter erstrahlen<br />

– wer den Regler nicht überstrapaziert,<br />

muss auch nicht mit unschönen Nebenwirkungen<br />

rechnen.<br />

Auch für Filme geeignet?<br />

Dem günstigen Kaufpreis entsprechend fehlt<br />

beim KDL-42W655A jegliche Form der LED-<br />

Kontrastoptimierung.<br />

Zudem setzt Sony<br />

nur auf eine LED-<br />

Leiste an der Unterkante,<br />

sodass die<br />

Bildhelligkeit nach<br />

oben hin abnimmt<br />

und die Ausleuchtungsgenauigkeit<br />

nicht perfekt ausfällt.<br />

Wollen Sie aufgehellten<br />

Schwarzbereichen<br />

(z. B. Kinobalken)<br />

entgegenwirken,<br />

können Sie einzig<br />

den Regler der<br />

Hintergrundbeleuchtung<br />

drosseln,<br />

woraufhin aber die<br />

Gesamthelligkeit<br />

des Bildes reduziert<br />

wird. Ein Alleinstellungsmerkmal<br />

stellt<br />

der Lichtbegrenzer<br />

dar: Aktivieren Sie<br />

diesen Punkt im<br />

Bildmenü, drosselt<br />

der Fernseher einzig<br />

die Helligkeit von<br />

großen Weißflächen,<br />

damit Sie in den<br />

Abendstunden nicht<br />

geblendet werden.<br />

In diesem Modus<br />

Die Standardfernbedienung ohne NFC-Erkennung leistet<br />

im TV-Betrieb dennoch gute Dienste.<br />

verhält sich der KDL-42W655A fast wie ein<br />

Plasma-TV. In Sachen Farbtreue erwartet Sie<br />

je nach Voreinstellung eine zu kühle oder zu<br />

warme Wiedergabe, was aber durch die Vielzahl<br />

an manuellen Bildreglern ausgeglichen werden<br />

kann. Neben der Detailnachschärfung Reality<br />

Creation punktet der KDL-42W655A auch<br />

bei der Farbdarstellung durch eine weitere<br />

Besonderheit: Die Aktivierung der „gleichmäßigen<br />

Abstufung“ unterbindet störende<br />

„Der KDL-42W655A ist ein Tipp für<br />

Preisbewusste, die auf der Suche<br />

nach einem Zweitfernseher oder<br />

Gaming-Monitor sind.“<br />

Falschkonturen bei Farbverläufen, wie sie häufig<br />

bei Internetvideos anzutreffen sind. Dunkle<br />

wie helle Bereiche weisen keine Über- oder<br />

Unterbelichtungen auf, sodass der Gesamteindruck<br />

besonders im Bildmodus „Anwender“<br />

natürlich erscheint. Ein anderes Bild ergibt<br />

sich, wenn Sie leicht seitlich auf die Bildfläche<br />

blicken, denn dann bleichen Farben aus und<br />

dunkle Bereiche hellen sich stark auf. Beim Ton<br />

sind Sie auf externe Helferlein angewiesen, um<br />

Kinofilme eindrucksvoll wiederzugeben – passende<br />

Soundbars finden Sie auch bei Sony, diese<br />

erweitern den Multimediaumfang des <strong>TVs</strong> um<br />

die fehlende NFC-Unterstützung.<br />

Als Zweitfernseher empfehlenswert<br />

Zum perfekten Wohnzimmer-TV fehlen<br />

dem KDL-42W655A eine ausgefeilte LED-<br />

Ansteuerung und Zwischenbildberechnung,<br />

damit schnelle TV-Bilder nicht verwischen<br />

und Kinofilme auf Wunsch ruckelfrei ablaufen.<br />

Dem Thema 3D erteilt Sony eine Absage, in<br />

Anbetracht des fairen Preises und der nochmals<br />

niedrigeren Marktpreise ist der KDL-42W655A<br />

dennoch ein ideales Einstiegsgerät, das zugleich<br />

optisch eine gute Figur macht. Der schmale<br />

Rahmen lässt den TV zierlich wirken, die Betriebsgeschwindigkeit<br />

könnte besser kaum sein<br />

und trotz abgespeckter Ausstattung sind alle<br />

wichtigen TV-Funktionen an Bord. Somit ist<br />

der KDL-42W655A ein Tipp für Preisbewusste,<br />

die auf der Suche nach einem Zweitfernseher<br />

oder Gaming-Monitor sind.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Was uns gefällt<br />

+ Gute Voreinstellungen, flink im Betrieb<br />

+ Detailnachschärfung und weiche Farbübergänge<br />

+ Umfangreiche TV-Funktionen, Bild-in-Bild<br />

+ Äußerst geringe Eingabeverzögerung<br />

Was uns stört<br />

– Bei seitlicher Betrachtung bleicht Bild aus<br />

– Bewegtbildschärfe nur auf 60-Hertz-Niveau<br />

– Kein Dimming, keine Zwischenbildberechnung<br />

– Wenig Anschlüsse, kein 3D<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Bild-Modus<br />

Anwender<br />

Hintergrundlicht Max<br />

Kontrast<br />

Max<br />

Helligkeit 50<br />

Farbe 50<br />

Farbton 0<br />

Farbtemperatur Warm 1<br />

Bildschärfe 50<br />

Dyn. Rauschunterdrückung<br />

Aus<br />

MPEG-Rauschunterdrückung<br />

Aus<br />

Pixel-Rauschunterdrückung<br />

Auto<br />

Reality Creation Manuell<br />

Video-Bereich-Erk. Aus<br />

Auflösung 25<br />

Rauschfilter<br />

Min<br />

Gleichm. Abstufung Hoch<br />

Filmmodus<br />

Autom.<br />

Schwarzkorrektur Aus<br />

Verb. Kontrastanh. Aus<br />

Gamma 0<br />

Autom. Lichtbegrenzer Aus<br />

Weißbetonung Aus<br />

Weißabgleich<br />

Gain R/G/B –2/0/–10<br />

Bias R/G/B 0/0/0<br />

Detailverbesserung Aus<br />

Randverbesserung Aus<br />

Haut-Naturalisierung Aus<br />

LED-Beweg. Modus Aus<br />

Home/Anzeige/<br />

Bildschirm einstellen Anzeigebereich +1<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

42 | 8.2013


Sony KDL-42W655A<br />

Details<br />

Preis<br />

749 Euro<br />

Farbe<br />

Schwarz, Silber (W656)<br />

Maße (B × H × T)<br />

95,4 × 59,5 × 6,9 cm<br />

Gewicht<br />

11 kg<br />

Bauweise<br />

Edge-LED-LCD<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Tuner<br />

DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />

Festplattenaufzeichnung<br />

ja, extern USB<br />

3D<br />

nein<br />

WLAN<br />

ja (intern)<br />

Stromverbrauch<br />

35 – 70 Watt<br />

Zubehör<br />

Fernbedienung<br />

Standardfernbedienung (RM-ED053)<br />

3D-Brille –<br />

Kamera<br />

nein, extern optional<br />

Anschlüsse<br />

2 × HDMI (ARC, CEC, MHL) 1 × Scart 1 × Komponente<br />

1 × USB 1 × Kopfhörer 1 × digital optisch<br />

1 × Netzwerk<br />

Sonderfunktionen<br />

HbbTV, DLNA Client, Skype, Bildspiegelung + EPG auf Tablet, Youtube,<br />

Sony Entertainment Network<br />

Videoformate<br />

3GPP, AVI, AVCHD, MKV, MOV, MP4, MPEG, TS, WMV<br />

TV-Funktionen<br />

Einschaltzeit TV<br />

ca. 3 Sekunden<br />

Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2,5 Sekunden<br />

Bildformatwahl<br />

flexibel, kein Bildbeschnitt bei SD<br />

Bild-in-Bild<br />

ja, flexible Fenster- und Tonzuordnung<br />

EPG<br />

7-Tage-EPG, übersichtlich, viele<br />

Zusatzinformationen, Bild-in-Bild, Daten<br />

nur per Umschaltung aktualisierbar,<br />

Datenverlust nach dem Ausschalten<br />

(alternativ Online-EPG)<br />

Gaming<br />

Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (70 ms), befriedigend spielbar<br />

Spielemodus<br />

exzellent spielbar (15 ms), Szenenanwahl<br />

„Spiel“, Bildeinstellungen gehen verloren<br />

Helligkeit/Schwarzwert<br />

Leuchtkraft 250 cd/m 2<br />

(50 cd/m 2 mit Modus „LED-Beweg.“)<br />

Schwarzwert 0,05 – 0,08 cd/m 2<br />

Dimming<br />

Lichtsensor<br />

nein<br />

ja, nur automatischer Helligkeitsabgleich<br />

(zusätzlich Lichtbegrenzer)<br />

Helligkeitsverteilung<br />

65 % 70 % 65 %<br />

75 % 100 % 75 %<br />

85 % 90 % 85 %<br />

Durchzeichnung<br />

präzise Durchzeichnung bereits in Voreinstellung<br />

Bildschärfe<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Detailnachschärfung<br />

ja, Reality Creation (kontrastbasierter<br />

Schärferegler)<br />

Bewegtbildschärfe<br />

befriedigend, 60-Hertz-Niveau<br />

Nachzieheffekte<br />

gering<br />

Filmglättung<br />

nicht vorhanden<br />

Farbdarstellung<br />

Farbraum<br />

Farbtemperatur<br />

Bildfehler<br />

Blickwinkel<br />

Clouding/Streifenbildung<br />

Farbblitzer/Pixelrauschen<br />

Abgestufte Farbübergänge<br />

Tonwiedergabe<br />

Qualität<br />

Einstellungen<br />

Automatische Lautstärkekorrektur<br />

3D-Darstellung<br />

Helligkeit –<br />

Doppelkonturen (Crosstalk) –<br />

3D-Brille flimmerfrei –<br />

Auflösung –<br />

Blau- und Grüntöne leicht abweichend,<br />

Rottöne etwas dunkel, Hauttöne leicht<br />

orange<br />

Voreinstellungen zu warm oder zu kühl,<br />

nach Kalibrierung äußerst präzise<br />

eingeschränkt, Bild bleicht aus<br />

gering / gering<br />

nein / nein<br />

nein<br />

blechern, kaum Mitten und Tiefen,<br />

dennoch hohe Lautstärke möglich<br />

umfangreich, Equalizer vorhanden<br />

ja (2 Stufen)<br />

www.hdtvmagazin.com 43


Der KDL-42W805A ist<br />

optisch kaum vom günstigeren<br />

KDL-42W655A zu<br />

unterscheiden, bietet aber<br />

deutliche Vorteile beim<br />

Bild und der Ausstattung.<br />

107 cm<br />

Ausstattung<br />

Sony<br />

KDL-42W805A<br />

8/2013<br />

Bildqualität<br />

Das blickwinkelstabile<br />

IPS-Panel sorgt für einen<br />

guten Bildeindruck bei<br />

seitlicher Betrachtung.<br />

Derart helle Bilder sehen<br />

Sie nur selten.<br />

Sony<br />

KDL-42W805A<br />

8/2013<br />

Vier praktische Polfilterbrillen liegen dem Fernseher<br />

bei. Achtung: Der Polfilter des Fernsehers setzt eine<br />

extrem tiefe Sitzposition voraus, damit 3D-Inhalte<br />

ohne Doppelkonturen wahrgenommen werden.<br />

Dieser Fernseher eignet sich für<br />

Gaming-Freunde: Die Eingabeverzögerung<br />

fällt äußerst gering aus.<br />

Sony KDL-42W805A<br />

Sony hat dieses Jahr im TV-Bereich einen<br />

regelrechten Lauf: Die extrem günstige<br />

Serie W655 eignet sich perfekt für Videospieler,<br />

die Oberklasseserie W905 punktet<br />

durch den brandneuen Triluminos-Filter und<br />

die High-End-Linie X9005 bringt das UHD-<br />

Schärfeerlebnis ins Wohnzimmer. Der von uns<br />

getestete KDL-42W805A wartet ebenfalls mit<br />

vielen Alleinstellungsmerkmalen und einem<br />

äußerst attraktiven Preis auf.<br />

Der Aufpreis zur W655-Serie ist allein durch<br />

die bessere Anschlussbestückung (4 × HDMI,<br />

3 × USB) und die Zweitfernbedienung mit<br />

NFC-Erkennung gerechtfertigt. Dem nicht<br />

genug, legt Sony auch bei Bildqualität nach: Der<br />

KDL-42W805A zeigt dank des blickwinkelstabilen<br />

IPS-Panels einen gleichbleibend guten<br />

Bildeindruck, ganz gleich, ob Sie frontal oder<br />

seitlich auf die Bildfläche schauen. Einzig bei<br />

einer gleichzeitig vertikalen und horizontalen<br />

Abweichung bleichen dunkle Bereiche stark aus<br />

und das Bild wirkt zu kühl. Diese Freiheiten<br />

kann der Fernseher im 3D-Betrieb nicht ausspielen:<br />

Das flimmerfreie Polfilter-Verfahren eignet<br />

sich zwar perfekt für den Wohnzimmereinsatz,<br />

die Abstrahlcharakteristik des Filters erfordert<br />

aber eine sehr tiefe Sitzposition – in unserem<br />

Fall mussten wir uns vom Sofa auf den Teppich<br />

setzen, um Doppelkonturen zu vermeiden. Wollen<br />

Sie den Fernseher für 3D nutzen, sollten Sie<br />

den TV somit etwas höher installieren, um die<br />

bestmögliche 3D-Qualität zu erreichen. Dank<br />

der immensen Helligkeitsreserven zeigt der<br />

KDL-42W805A 3D-Bilder fast so brillant, wie<br />

vergleichbare Fernseher 2D-Bilder.<br />

Überzeugendes TV-Konzept<br />

Sieht man von der leicht umständlichen<br />

LNB-Konfiguration ab, die sich etwas zu gut<br />

in den Abläufen des automatischen Suchlaufes<br />

„Wer nicht bereit ist, 1 000 Euro oder<br />

mehr für einen Flachbildfernseher<br />

auszugeben, findet im KDL-42W805A<br />

eines der stärksten Angebote des<br />

aktuellen TV-Marktes.“<br />

versteckt, ist der KDL-42W805A ein umgänglicher<br />

Spielpartner im TV-Alltag. Neben dem<br />

praktischen elektronischen Programmführer<br />

(Offline- oder Onlinevariante wählbar)<br />

offenbaren die Bild-in-Bild-Darstellung und die<br />

Kanallis tenvorschau vielseitige Möglichkeiten,<br />

die man bei anderen <strong>TVs</strong> vergeblich sucht.<br />

Besitzer von mobilen Endgeräten können den<br />

EPG bequem einsehen oder Inhalte spiegeln –<br />

die NFC-Erkennung der Zweitfernbedienung<br />

erleichtert die Kommunikation zwischen Fernseher<br />

und Smartphone. Im Internetbereich punktet<br />

der KDL-42W805A durch eine überzeugende<br />

Bildqualität beim Videoportal Youtube und dem<br />

Direktzugang zum Sony Entertainment Network.<br />

Ein- und Umschaltzeiten des Fernsehers sind<br />

zudem weit überdurchschnittlich, sodass auch<br />

ungeduldige TV-Zuschauer auf ihre Kosten<br />

kommen. Tipp: Im Auslieferungszustand zeigt<br />

der Fernseher einen Bildbeschnitt, der sich im<br />

Hauptmenü über „Anzeige/Bildschirm einstellen“<br />

beseitigen lässt. Hierzu müssen Sie einzig<br />

den Anzeigebereich von 0 auf +1 stellen.<br />

Sonnenbrillen aufsetzen<br />

Ein weiterer Vorteil zur W655-Serie zeigt sich in<br />

der Bildhelligkeit: Zwar wird die Bildfläche beim<br />

KDL-42W805A ebenfalls nur durch eine LED-<br />

Leiste an der Unterkante ausgeleuchtet, die Bildhelligkeit<br />

fällt aber mehr als doppelt so hoch aus.<br />

Damit ist der Fernseher einer der brillantesten<br />

Flachbild-<strong>TVs</strong> am Markt und kann in nahezu<br />

allen Wohnräumen eingesetzt werden. Messtechnisch<br />

zeigen sich einzig bei der Farbwiedergabe<br />

und Schwarzdarstellung Nachteile: Mit hohen<br />

Sättigungsgraden erscheinen Grüntöne eher<br />

gelblich und Cyanfarben leicht ausgewaschen.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

44 | 8.2013


Infolge des IPS-Panels und des fehlenden LED-<br />

Dimmings sind schwarze Bereiche eher dunkelgrau<br />

– in den Abendstunden empfehlen wir<br />

deshalb die Aktivierung des Lichtsensors oder<br />

die Motionflow-Vorgaben „Klar“ oder „Klar<br />

Plus“, um die Gesamthelligkeit abzusenken und<br />

die Schwarzdarstellung subjektiv aufzuwerten.<br />

Die nahezu unbegrenzten Helligkeitsreserven<br />

eröffnen noch eine zweite Option, die sich<br />

positiv auf das Bild auswirkt: Sonys Zwischenbildberechnung<br />

Motionflow profitiert ungemein<br />

von den potenten LEDs.<br />

Schärfer als gedacht<br />

Im Kern ist Sonys KDL-42W805A ein<br />

100-Hertz-Fernseher, der schnelle Bewegtbilder<br />

deutlich unschärfer als die LCD-Premiumklasse<br />

zeigt, die auf einem 200-Hertz-LCD-Panel aufbauen.<br />

Durch die extremen Helligkeitsreserven<br />

können Sie im Praxisbetrieb aber getrost Helligkeit<br />

„opfern“, um die Bewegtbildschärfe dramatisch<br />

zu verbessern. Sonys Zwischenbildberechnung<br />

Motionflow halbiert in den Modi „Klar“<br />

und „Klar Plus“ jeweils die Bildhelligkeit, da<br />

eingefügte Schwarzphasen die Brillanz drosseln.<br />

Die Unschärfeeffekte werden in Gleichklang aber<br />

sehr stark reduziert. Somit erreicht der KDL-<br />

42W805A spielend ein 200-Hertz-Niveau und<br />

dank des IPS-Panels<br />

zeigen sich auch in<br />

dunklen Bereichen<br />

keine störenden<br />

Nachzieheffekte.<br />

Einzig für Freunde<br />

des ruckelfreien<br />

Wie den Topmodellen Sonys liegt dem KDL-42W805A<br />

eine Zweitfernbedienung mit NFC-Erkennung bei.<br />

„Die Bewegtbildschärfe erreicht<br />

spielend ein 200-Hertz-Niveau und<br />

dank des IPS-Panels zeigen sich<br />

auch in dunklen Bereichen keine<br />

störenden Nachzieheffekte.“<br />

Filmvergnügens ist der KDL-42W805A nur<br />

zweite Wahl, denn superflüssig laufen Kinoinhalte<br />

erst im Modus „Weich“, dann reduziert<br />

sich die Bewegtbildschärfe aber auf 100-Hertz-<br />

Qualität. Das zweite Schärfeplus verspricht die<br />

kontrastbasierte Detailnachschärfung „Reality<br />

Creation“. In der Voreinstellung „Automatisch“<br />

zeigt sich das Bild künstlich und auch das<br />

Bildrauschen wird verstärkt, mit einer manuellen<br />

Vorgabe findet sich aber der passende Kompromiss<br />

aus Detailschärfe und Natürlichkeit. In<br />

Summe zeigen sich Bildinhalte deutlich beeindruckender<br />

und der KDL-42W805A vermittelt<br />

eine bessere Bildqualität, als es das Preisschild<br />

vermuten lässt.<br />

Die Alternative in der Einstiegsklasse<br />

Wer nicht bereit ist, 1 000 Euro oder mehr für<br />

einen Flachbildfernseher auszugeben, findet im<br />

KDL-42W805A eines der stärksten Angebote<br />

des aktuellen TV-Marktes. Durch die Zwischenbildberechnung,<br />

extreme Bildhelligkeit, das<br />

blickwinkelstabile IPS-Panel und die Polfilter-3D-Wiedergabe<br />

ist der KDL-42W805A dem<br />

KDL-42W655A deutlich voraus und aufseiten<br />

der Ausstattung müssen Sie keine Kompromisse<br />

im Vergleich zu den deutlich teureren Sony-<br />

TV-Serien W905 und X9005 eingehen. Durch<br />

die exzellente Detailnachschärfung Reality<br />

Creation können Sie Inhalte noch plastischer<br />

darstellen und die nahtlose Wiedergabe von<br />

Farbübergängen lässt die Darstellung jederzeit<br />

gefällig wirken. Die vergleichsweise geringe<br />

Bilddiagonale von 42 Zoll beflügelt zudem die<br />

Wiedergabe im Praxisbetrieb: Im Vergleich zum<br />

bereits von uns getesteten 47-Zoll-Modell zeigte<br />

der KDL-42W805A kaum Clouding und eine<br />

sehr geringe Streifenbildung, sodass auch der<br />

subjektive Eindruck rundum überzeugt. Einziges<br />

echtes Manko: Die Tonqualität reicht selbst für<br />

TV-Inhalte nur selten aus, sodass eine Soundbar<br />

gleich mit geordert werden sollte.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Was uns gefällt<br />

+ Gute Voreinstellungen, stabiler Blickwinkel<br />

+ Sehr gute Bildschärfe, sehr hohe Helligkeit<br />

+ Umfangreiche TV-Funktionen, Bild-in-Bild<br />

+ Geringe Eingabeverzögerung, flink im Betrieb<br />

Was uns stört<br />

– Mäßige Schwarzdarstellung, kein Dimming<br />

– Extrem tiefe Sitzposition für 3D notwendig<br />

– Voreinstellung mit Bildbeschnitt<br />

– Mäßige Tonqualität<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Modus<br />

Anwender<br />

Hintergrundlicht<br />

Max<br />

Kontrast<br />

Max<br />

Helligkeit 50<br />

Farbe 54<br />

Farbton 0<br />

Farbtemperatur Warm 1<br />

Bildschärfe 50<br />

Dyn. Rauschunterdr. Aus<br />

MPEG-Rauschunterdr. Aus<br />

Pixelrauschunterdr. Auto<br />

Reality Creation<br />

Manuell<br />

Video-Bereich-Erk. Aus<br />

Auflösung 25<br />

Rauschfilter<br />

Min<br />

Gleichmäßige Abstufung Hoch<br />

Motionflow<br />

Klar<br />

Filmmodus<br />

Autom.<br />

Schwarzkorrektur Aus<br />

Verb. Kontrastanhebung Aus<br />

Gamma 0<br />

Autom. Lichtbegrenzer Aus<br />

Weißbetonung<br />

Aus<br />

Weißabgleich<br />

Gain R/G/B –4/0/–12<br />

Bias R/G/B 0/0/0<br />

Detailverbesserung Aus<br />

Randverbesserung Aus<br />

Haut-Naturalisierung Aus<br />

LED-Beweg. Modus Aus<br />

Home/Anzeige/<br />

Bildschirm einstellen Anzeigebereich +1<br />

www.hdtvmagazin.com 45


Sony KDL-42W805A<br />

Details<br />

Preis<br />

949 Euro<br />

Farbe<br />

Schwarz, Silber (W807)<br />

Maße (B × H × T)<br />

97,1 × 60,9 × 6,3 cm<br />

Gewicht<br />

14,4 kg<br />

Bauweise<br />

Edge-LED-LCD<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Tuner<br />

DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />

Festplattenaufzeichnung<br />

ja, extern USB<br />

3D<br />

ja (Polfilter-Technik)<br />

WLAN<br />

ja (intern)<br />

Stromverbrauch<br />

40 – 100 Watt<br />

Zubehör<br />

Fernbedienung<br />

Standardfernbedienung (RM-ED052),<br />

Zweitfernbedienung mit NFC<br />

3D-Brille<br />

4 x Polfilter-Brille (TDG-500P)<br />

Kamera<br />

nein, extern optional<br />

Anschlüsse<br />

4 × HDMI (3D, ARC, CEC, MHL) 1 × Scart 1 × Komponente<br />

3 × USB 1 × Kopfhörer 1 × digital optisch<br />

1 × Netzwerk<br />

Sonderfunktionen<br />

HbbTV, DLNA Client, Skype, Bildspiegelung + EPG auf Tablet, Youtube,<br />

Sony Entertainment Network, NFC<br />

Videoformate<br />

3GPP, AVI, AVCHD, MKV, MOV, MP4, MPEG, TS, WMV<br />

TV-Funktionen<br />

Einschaltzeit TV<br />

ca. 3 Sekunden<br />

Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2,5 Sekunden<br />

Bildformatwahl<br />

flexibel, kein Bildbeschnitt bei SD<br />

Bild-in-Bild<br />

ja, flexible Fenster- und<br />

Tonzuordnung<br />

EPG<br />

7-Tage-EPG, übersichtlich, viele Zusatzinformationen,<br />

Bild-in-Bild, Daten nur<br />

per Umschaltung aktualisierbar,<br />

Datenverlust nach dem Ausschalten<br />

(alternativ Online-EPG)<br />

Gaming<br />

Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (110 ms), mäßig spielbar<br />

Spielemodus<br />

exzellent spielbar (20 ms), Szenenanwahl<br />

„Spiel“, Bildeinstellungen gehen verloren<br />

Helligkeit/Schwarzwert<br />

Leuchtkraft 600 cd/m 2 (300 cd/m 2 Modus „Klar“, 150 cd/m 2<br />

Modus „Klar Plus“, 120 cd/m 2 Modus „Impuls“)<br />

Schwarzwert 0,5 cd/m 2 (0,25 cd/m 2 Modus „Klar“, 0,13 cd/m 2<br />

Modus „Klar Plus“, 0,10 cd/m 2 Modus „Impuls“)<br />

Dimming<br />

Lichtsensor<br />

nein<br />

ja, nur automatischer Helligkeitsabgleich<br />

(zusätzlich Lichtbegrenzer)<br />

Helligkeitsverteilung<br />

75 % 80 % 70 %<br />

75 % 100 % 75 %<br />

70 % 75 % 70 %<br />

Durchzeichnung<br />

präzise Durchzeichnung, dezente Überbelichtung in sehr dunklen Bereichen<br />

Bildschärfe<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Detailnachschärfung<br />

ja, Reality Creation (kontrastbasierter<br />

Schärferegler)<br />

Bewegtbildschärfe<br />

sehr gut, 200-Hertz-Niveau<br />

Nachzieheffekte<br />

kaum sichtbar<br />

Filmglättung<br />

ab Stufe „Weich“ flüssig, aber Artefakte<br />

Farbdarstellung<br />

Farbraum<br />

Farbtemperatur<br />

gut abgestimmt, mit steigender Sättigung<br />

abweichende Grün-, Magenta- und Rottöne,<br />

Cyantöne leicht ausgewaschen<br />

Voreinstellungen zu warm oder zu kühl,<br />

nach Kalibrierung annähernd präzise<br />

Bildfehler<br />

Blickwinkel<br />

nahezu uneingeschränkt<br />

Clouding/Streifenbildung sehr gering / gering<br />

Farbblitzer/Pixelrauschen nein / nein<br />

Abgestufte Farbübergänge nein<br />

Tonwiedergabe<br />

Qualität<br />

blechern, kaum Mitten und Tiefen,<br />

dennoch hohe Lautstärke möglich<br />

Einstellungen<br />

umfangreich, Equalizer vorhanden<br />

Automatische Lautstärkekorrektur ja (2 Stufen)<br />

3D-Darstellung<br />

Helligkeit 200 cd/m 2<br />

Doppelkonturen (Crosstalk) nicht sichtbar (bei tiefer Sitzposition)<br />

3D-Brille flimmerfrei<br />

ja<br />

Auflösung<br />

halbierte Full-HD-Auflösung<br />

(1 920 × 540 Pixel)<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

46 | 8.2013


Der schlanke Rahmen<br />

schimmert an den Kanten<br />

leicht bläulich, das<br />

Sony-Logo wird durch<br />

eine LED-Beleuchtung<br />

aufgewertet.<br />

102 cm<br />

Ausstattung<br />

Sony<br />

KDL-40W905A<br />

8/2013<br />

Bildqualität<br />

Doppeltuner und eine<br />

Kamera sind nicht im TV<br />

integriert, Funktionsumfang<br />

und Ausstattung<br />

überzeugen dennoch.<br />

Sony<br />

KDL-40W905A<br />

8/2013<br />

Sony kombiniert bei<br />

diesem Fernseher<br />

bestmöglichen Kontrast,<br />

Schärfe und Farbtreue zu<br />

einem Referenzbild.<br />

TESTSIEGER<br />

40-Zoll-TV-Vergleich<br />

Sony<br />

KDL-40W905A<br />

8/2013<br />

Zwei Shutter-Brillen liegen dem Fernseher<br />

bei, verglichen zur Polfilter-Darstellung der<br />

W805-Serie fällt die Bildhelligkeit leicht<br />

enttäuschend aus.<br />

Der Kontrastfilter liefert ein sattes Schwarz<br />

auch bei Tageslicht, neben leichten Spiegelungen<br />

sollten Sie den eingeschränkten<br />

Blickwinkel des Fernsehers beachten.<br />

Sony KDL-40W905A<br />

Während andere LED-LCD-Fernseher<br />

häufig nur ganz knapp unsere<br />

4-Punktemarke im Bereich der<br />

Bildqualität erreichen, kratzt Sony mit dem<br />

KDL-40W905A bereits an der nächsthöheren<br />

Bewertung. Ist der KDL-40W905A damit die<br />

Referenz am Flachbild-TV-Markt?<br />

eine kontrastbasierte Schärfeanhebung, die Details<br />

plakativer herausstellt und subjektiv für ein plastischeres<br />

Gesamtergebnis sorgt. Objektkonturen<br />

zeigen sich infolgedessen zwar etwas grob, bei<br />

wohnzimmerüblichen Sitzabständen funktioniert<br />

der Schärfetrick aber exzellent. Auf mindestens<br />

gleichem Niveau spielt der Bildkontrast: Sony setzt<br />

Details in dunklen Bereichen werden dabei nicht<br />

unterschlagen, sodass die exzellente Schwarzdarstellung<br />

nicht zulasten der Detailgenauigkeit geht.<br />

Das Beste: Trotz der beeindruckenden Bildqualität<br />

begnügt sich der KDL-40W905A mit 40 bis<br />

70 Watt – kein Fernseher am Markt bietet mehr<br />

Bildqualität pro Watt.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

Farbtreue, Bildkontrast, Bildschärfe: Anhand<br />

dieser Faktoren lassen sich gute Fernseher von<br />

weniger guten unterscheiden. Dass es Sony mit<br />

dem KDL-40W905A jedoch gelingt, in allen<br />

Bereichen die Messlatte noch ein wenig höher<br />

zu legen, beeindruckt selbst verwöhnte Technikfans.<br />

Sony treibt das 200-Hertz-LCD-Panel<br />

zur absoluten Höchstleistung, sodass Sie die<br />

Motionflow-Zwischenbildberechnung nicht<br />

zwangsweise auf „Klar“ oder „Klar Plus“ stellen<br />

und damit Helligkeit opfern müssen. Bereits im<br />

Standardmodus oder der Option Weich, die flüssige<br />

Filmbilder generiert, sind Unschärfen kaum<br />

auszumachen und Nachzieheffekte in dunklen<br />

Bildbereichen glänzen durch Abwesenheit. Für<br />

den letzten Schärfekick sorgt die Reality Creation,<br />

„Kein Fernseher am Markt bietet<br />

mehr Bildqualität pro Watt.“<br />

auf zwei LED-Leisten (linke und rechte Bildkante)<br />

und unterteilt diese in 2 × 4 Sektoren. Abhängig<br />

vom Bildinhalt dosieren die LEDs die Helligkeit<br />

vollautomatisch und soll tiefes Schwarz dargestellt<br />

werden, drosseln die LEDs die Helligkeit. Durch<br />

eine kombinierte Signalpegelanhebung steigert der<br />

Fernseher im Gleichklang die Brillanz von Bildpunkten,<br />

die infolge des Dimmings zu matt erscheinen<br />

würden – in Summe erreicht Sonys LED-<br />

LCD dadurch einen überragenden Kontrast, wie<br />

man ihn bestenfalls von Plasmafernsehern kennt.<br />

Farben wie kein anderer<br />

Sony wirbt mit der erweiterten Farbraumdarstellung<br />

Triluminos, im TV-Menü müssen Sie<br />

diese Funktion unverständlicherweise über den<br />

Regler „Farbbrillanz“ aktivieren. Fortan „dehnt“<br />

der Fernseher das Farbspektrum weit über den<br />

regulären Farbraum hinaus und zeichnet satte<br />

Farbtöne, die für andere LED-LCDs unerreichbar<br />

sind. Da derzeit aber keine Quelle einen derartigen<br />

Farbraum liefert, wirkt das Gesamtergebnis<br />

zuweilen künstlich – einzig bei Videospielen und<br />

Animationsfilmen aktivierten wir die zusätzliche<br />

Farbbrillanz. Unsere Zurückhaltung hat aber<br />

einen einfachen Grund: Die Abstimmung ohne<br />

Farbbooster gelang Sony derart natürlich und<br />

überzeugend, dass man die Farbraumerweiterung<br />

www.hdtvmagazin.com 47


nicht vermisst. Stattdessen erfreuten wir uns an<br />

natürlichen Gesichtstönen und Naturaufnahmen.<br />

Sonys Bildverarbeitung merzt sogar Bildfehler<br />

aus, sodass Sie abgestufte Farbverläufe glätten<br />

können, ohne die Bildschärfe negativ zu beeinflussen.<br />

Nicht vollends überzeugen konnte uns der<br />

KDL-40W905A im 3D-Betrieb: Doppelkonturen<br />

halten sich zwar im Hintergrund und kommen<br />

erst in dunklen Bereichen zum Vorschein, die<br />

Bildhelligkeit fällt aber nur befriedigend aus.<br />

Wichtige Punkte verliert der Fernseher zudem<br />

durch die mäßige Ausleuchtungsgenauigkeit:<br />

Bildecken und -kanten sind sichtbar abgedunkelt.<br />

Dafür treten in dunklen Bereichen keine<br />

Helligkeitsinseln auf und auch von sichtbaren<br />

dunklen Streifen bleiben Sie verschont. Regelrecht<br />

allergisch reagiert der KDL-40W905A auf<br />

Blickwinkelabweichungen: Farben und dunkle<br />

Bereiche bleichen aus und das Bild färbt sich<br />

Blauviolett. Sobald der Fernseher aber optimal auf<br />

den Sitzplatz ausgerichtet wurde, spielen diese Defizite<br />

keine Rolle mehr und im direkten Vergleich<br />

mit den Konkurrenten zeigt der KDL-40W905A<br />

das, was man für diesen Kaufpreis erwartet: Das<br />

bessere Bild.<br />

Flinker Fernsehbegleiter<br />

Nicht nur in Sachen Bild, sondern auch im TV-<br />

Alltag kann der KDL-40W905A punkten. Auf<br />

Doppeltuner müssen Sie zwar verzichten, schnelle<br />

Lade- und Umschaltzeiten, flinke Menüs und ein<br />

praktischer elektronischer<br />

Programmführer<br />

gehören beim<br />

KDL-40W905A aber<br />

Die Zweitfernbedienung wartet mit einem NFC-Chip für<br />

die Synchronisation zwischen TV und Smartphone auf.<br />

zum guten Ton. Gaming-Fans erfreuen sich an<br />

kaum spürbaren Eingabeverzögerungen, sobald<br />

der Fernseher in den Spielemodus versetzt wurde.<br />

Im Auslieferungszustand zeigt der KDL-40W905A<br />

einen Bildbeschnitt, diesen können Sie aber durch<br />

die Formateinstellung umgehen und selbst SD-<br />

Bildquellen zeigen auf Wunsch keine abgeschnittenen<br />

Pixel. Per Bild-in-Bild stellen Sie TV-Inhalte<br />

neben externen Quellen dar, schalten den Ton der<br />

beiden Bildinhalte mit nur einem Tastendruck<br />

„Im direkten Vergleich mit den<br />

Konkurrenten zeigt der KDL-40W905A<br />

das, was man für diesen Kaufpreis<br />

erwartet: Das bessere Bild.“<br />

um und variieren stufenlos die Bildgröße. Sind Sie<br />

mit einem Tablet oder Smartphone ausgestattet,<br />

können Sie die Programminformationen einsehen,<br />

ohne das laufende TV-Bild unterbrechen zu müssen,<br />

oder den Bildinhalt auf den TV spiegeln – die<br />

kleine Zusatzfernbedienung erleichtert dabei die<br />

Erkennung, falls Ihr Smartphone mit einem NFC-<br />

Chip ausgestattet ist.<br />

Qualität perfektioniert<br />

Ungeachtet der kleinen Mängel im Detail zelebriert<br />

Sony mit dem KDL-40W905A Filmbilder<br />

auf einem Niveau, das für andere LED-LCDs<br />

unerreichbar ist. Selbst die hauseigenen Ultra-<br />

HD-Fernseher müssen angesichts der makellosen<br />

Bewegtbildschärfe und Kontraststärke des KDL-<br />

40W905A zurückstecken und einzig Plasmafernseher<br />

vermögen es, diesem LED-LCD im Heimkinoumfeld<br />

Paroli zu bieten. Im Gegensatz zum Bild<br />

verleitet die Klangwiedergabe des Fernsehers nach<br />

dem Einschalten lediglich dazu, den Fernseher<br />

stumm zu schalten, Schuld daran ist aber nicht die<br />

Qualität der Lautsprecher, sondern Sonys Voreinstellungen.<br />

Zögern Sie deshalb nicht, sämtliche<br />

Optionen wie „komprimierter Ton“, „Klangverstärker“<br />

und „Klangverbesserer“ hinzuzuschalten,<br />

um aus einem schrecklich blechernen Klang einen<br />

überzeugenden druckvollen Ton zu zaubern.<br />

Knapp 1 400 Euro sind für einen 40-Zoll-Fernseher<br />

angesichts stetig fallender Preise eine stolze<br />

Summe, wer die aktuelle Referenz im bezahlbaren<br />

Flachbild-LED-LCD-Bereich aber nicht missen<br />

möchte, sollte zugreifen.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Was uns gefällt<br />

+ Präzise Farben, exzellente Schärfe<br />

+ Toller Bildkontrast, sattes Schwarz<br />

+ Umfangreiche TV-Funktionen, Bild-in-Bild<br />

+ Geringe Eingabeverzögerung, flink im Betrieb<br />

Was uns stört<br />

– Eingeschränkter Blickwinkel<br />

– Blaufärbung bei seitlicher Betrachtung<br />

– Bildkanten deutlich abgedunkelt<br />

– Schlechte Tonvoreinstellung<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Bild-Modus<br />

Anwender<br />

Hintergrundlicht Max<br />

Kontrast<br />

Max<br />

Helligkeit 50<br />

Farbe 52<br />

Farbton 0<br />

Farbtemperatur Warm 2<br />

Bildschärfe 50<br />

Dyn. Rauschunterdrückung<br />

Aus<br />

MPEG-Rauschunterdrückung<br />

Aus<br />

Pixel-Rauschunterdrückung<br />

Auto<br />

Reality Creation Manuell<br />

Video-Bereich-<br />

Erkennung<br />

Aus<br />

Auflösung 25<br />

Rauschfilter<br />

Min<br />

Gleichmäßige<br />

Abstufung<br />

Hoch<br />

Motionflow<br />

Standard, Weich oder Klar<br />

Filmmodus<br />

Autom.<br />

Schwarzkorrektur Aus<br />

Verb. Kontrastanhebung Aus<br />

Gamma –1<br />

Dyn. LED-Steuerung Standard<br />

Autom. Lichtbegrenzer Aus<br />

Weißbetonung Aus<br />

Farbbrillanz<br />

Aus<br />

Weißabgleich<br />

Gain R/G/B –5/–6/0<br />

Bias R/G/B 0/0/0<br />

Detailverbesserung Aus<br />

Randverbesserung Aus<br />

Haut-Naturalisierung Aus<br />

Home/Anzeige/<br />

Bildschirm einstellen Anzeigebereich +1<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

48 | 8.2013


Sony KDL-40W905A<br />

Details<br />

Preis<br />

Farbe<br />

Maße (B × H × T)<br />

Gewicht<br />

Bauweise<br />

Auflösung<br />

Tuner<br />

Festplattenaufzeichnung<br />

3D<br />

WLAN<br />

Stromverbrauch<br />

Zubehör<br />

Fernbedienung<br />

3D-Brille<br />

Kamera<br />

1 399 Euro<br />

Schwarz<br />

91,7 × 57,4 × 6 cm<br />

14,4 kg<br />

Edge-LED-LCD<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />

ja, extern USB<br />

ja (Shutter-Technik)<br />

ja (intern)<br />

40 – 70 Watt<br />

Standardfernbedienung (RM-ED052),<br />

Zweitfernbedienung mit NFC<br />

2 × Shutter-Brille (TDG-BT400A)<br />

nein, extern optional<br />

Anschlüsse<br />

4 × HDMI (3D, ARC, CEC, MHL) 1 × Komponente 1 × Scart<br />

1 × digital optisch 1 × Kopfhörer 3 × USB<br />

1 × Netzwerk<br />

Sonderfunktionen<br />

HbbTV, DLNA Client, Skype, Bildspiegelung+EPG auf Tablet, Youtube,<br />

Sony Entertainment Network, NFC<br />

Videoformate<br />

3GPP, AVCHD, AVI, MKV, MOV, MP4, MPEG, TS, WMV<br />

TV-Funktionen<br />

Einschaltzeit TV<br />

ca. 3 Sekunden<br />

Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2,5 Sekunden<br />

Bildformatwahl<br />

flexibel, kein Bildbeschnitt bei SD<br />

Bild-in-Bild<br />

EPG<br />

ja, flexible Fenster- und Tonzuordnung<br />

7-Tage-EPG, übersichtlich, viele<br />

Zusatzinformationen, Bild-in-Bild, Daten<br />

nur per Umschaltung aktualisierbar,<br />

Datenverlust nach dem Ausschalten<br />

(alternativ Online-EPG)<br />

Gaming<br />

Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (110 ms), kaum spielbar<br />

Spielemodus<br />

exzellent spielbar (20 ms), Szenenanwahl<br />

„Spiel", Bildeinstellungen gehen verloren<br />

Helligkeit/Schwarzwert<br />

Leuchtkraft<br />

290 cd/m 2 (240 cd/m 2 Modus „Klar“,<br />

180 cd/m 2 Modus „Klar Plus“)<br />

Schwarzwert


Rahmen und Rückwand<br />

des UE46F6510 sind ganz<br />

in Weiß gehalten, selbst<br />

das Netzkabel passt sich<br />

diesem Look an.<br />

117 cm<br />

Ausstattung<br />

Samsung<br />

UE46F6510<br />

8/2013<br />

Fernsehr einsetzen<br />

Bildqualität<br />

Samsung<br />

UE46F6510<br />

8/2013<br />

Der eingeschränkte<br />

Blickwinkel kann den<br />

Gesamteindruck kaum<br />

schmälern: Dieser Fernseher<br />

bietet eine exzellente<br />

Bildqualität.<br />

KAUFTIPP<br />

40-Zoll-TV-Vergleich<br />

Samsung<br />

UE46F6510<br />

8/2013<br />

Keine Kompromisse: Dem<br />

UE46F6510 liegen die gleichen<br />

federleichten Shutter-Brillen wie<br />

Samsungs Topmodellen bei.<br />

Aufseiten der Verarbeitung und Ausstattung ist der<br />

UE46F6510 Samsungs Topmodellen unterlegen, einen<br />

drehbaren Standfuß bietet aber nur der F6510.<br />

Samsung UE46F6510<br />

Es gibt sie noch, die großen Überraschungen<br />

am TV-Markt. Auf dem Papier stellt<br />

der UE46F6510 nur ein TV-Modell aus<br />

Samsungs gehobener Einstiegsklasse dar, das<br />

für weniger als 1 000 Euro über die Ladentheke<br />

wandert. Dass ausgerechnet solch ein Fernseher<br />

mit den besten Modellen der Topliga<br />

mithalten kann, erscheint auf den ersten Blick<br />

wenig glaubhaft.<br />

Eines vorweg: Samsung kann genauso wenig<br />

zaubern wie andere TV-Hersteller, sodass bei<br />

diesem Kaufpreis Kompromisse unausweichlich<br />

sind. Einsparungen müssen Sie bei den Anschlüssen<br />

in Kauf nehmen, die beim UE46F6510<br />

teilweise nach hinten zeigen und damit die<br />

Wandinstallation erschweren. Die Doppeltuner<br />

fielen ebenfalls dem Rotstift zum Opfer und das<br />

Smart-Evolution-Kit, das die Leistungsfähigkeit<br />

der Internetoberfläche steigern soll, kann nicht<br />

am UE46F6510 andocken. Zu wünschen wäre<br />

es gewesen, denn die Bedienung des Fernsehers<br />

geht etwas stockend und ruckelig vonstatten, da<br />

Samsung auch bei den Prozessoren zur Datenverarbeitung<br />

gespart hat. Kurzum: Wer heute<br />

und in Zukunft ruckelfrei durch alle Onlinemenüs<br />

scrollen will, ist mit den Serien F7090<br />

und F8090 besser bedient. Pluspunkte sammelt<br />

der UE46F6510 aber dennoch, denn das weiße<br />

Gehäuse und die in Weiß gekleideten Fernbedienungen<br />

sind ein echter Hingucker. Auch auf<br />

eine integrierte WLAN-Funktion (inklusive<br />

WPS-Erkennung) müssen Sie nicht verzichten.<br />

„Was Samsung mit diesem Fernseher<br />

abliefert ist absurd – absurd gut.“<br />

Wollen Sie die Videotelefonie Skype nutzen, sind<br />

Sie jedoch auf eine externe Kamera angewiesen.<br />

Abgespeckt aber prall gefüllt<br />

Im Fernsehalltag dürften die integrierten<br />

Tuner für alle digitalen Empfangswege in den<br />

meisten Fällen ausreichen, wer Aufnahmen auf<br />

USB-Speichermedien tätigt, darf das laufende<br />

Programm aber nicht wechseln. Der elektronische<br />

Programmführer und die praktische Bildin-Bild-Darstellung<br />

sind beim UE46F6510 ohne<br />

Abstriche integriert, aufgrund der schwächeren<br />

Prozessoren kann die Navigation aber etwas<br />

stocken. Nützliche Zusatzfunktionen wie der<br />

Spielemodus, der die Eingabeverzögerung minimiert,<br />

oder der Lichtsensor, der die Bildhelligkeit<br />

auf Ihr Wunschniveau herunterregelt, wurden<br />

von Samsung gut versteckt im Systemmenü<br />

abgelegt und auch die reichhaltigen Bildeinstellungen<br />

dürften Einsteiger überfordern. Hat man<br />

die anfängliche Scheu überwunden und sich mit<br />

allen Optionen vertraut gemacht, avanciert der<br />

Fernseher aber zum treuen Spielpartner im TV-<br />

Alltag. Wichtiger Hinweis für alle Blu-ray-Fans:<br />

Werden Full-HD-Signale zugespielt, lässt sich<br />

der Bildbeschnitt des Fernsehers ausschalten,<br />

hierzu müssen Sie in den Bildeinstellungen das<br />

Bildformat auf „Bildanpassung“ umschalten.<br />

Besser als die Herstellerangaben<br />

Im UE46F6510 arbeitet ein 100-Hertz-LCD-<br />

Panel, sodass sehr schnelle Bildinhalte zur<br />

Unschärfe neigen. Aktivieren Sie neben der<br />

stufenlos eingreifenden Zwischenbildberechnung<br />

den Zusatz „LED Clear Motion“, ist von<br />

einer 100-Hertz-Limitierung jedoch nichts<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />

50 | 8.2013


Trotz des günstigen Preises legt Samsung zusätzlich eine<br />

Zweitfernbedienung mit Touchpad und Mikrofon bei.<br />

mehr zu sehen: Samsungs UE46F6510 liefert<br />

im Praxisbetrieb eine ebenso mustergültige<br />

Bewegtbildschärfe wie die Serien F7090 und<br />

F8090 und ist zugleich der erste Fernseher<br />

mit 100-Hertz-Panel, der in diese Regionen<br />

vordringt. Samsungs Trick: Eingefügte Schwarzbilder<br />

„löschen“ die Informationen beim<br />

Bildwechsel und es entsteht ein extrem scharfer<br />

Gesamteindruck, ganz gleich wie schnell sich<br />

Bildinhalte bewegen. Nachteil dieses Verfahrens:<br />

Im Vergleich zur F7090- und F8090-Serie, die<br />

auf ein 200-Hertz-Panel zurückgreifen, fällt<br />

die Bildhelligkeit des UE46F6510 um knapp 40<br />

Prozent schlechter aus. Als Kompromiss können<br />

Sie den „Optimalkontrast“ in geringer Stufe hinzuschalten,<br />

der das Eingangssignal nicht zu stark<br />

verändert, die Brillanz aber erhöht. In einem<br />

Detail ist der UE46F6510 den hauseigenen<br />

Topmodellen sogar einen Schritt voraus: Da das<br />

Panel des UE46F6510 nicht bis an die Leistungsgrenze<br />

getrieben wird, zeigen sich in dunklen<br />

Bereichen kaum Nachzieheffekte bzw. Schlieren.<br />

Diese außergewöhnliche Leistung in Sachen<br />

Bewegtbildschärfe ist umso erstaunlicher, da<br />

im UE46F6510 nur eine LED-Leiste an der<br />

Unterkante verbaut wurde. Nachteile bezüglich<br />

der Ausleuchtung ergeben sich nur im Hinblick<br />

auf die Helligkeitsverteilung, denn zu den<br />

Bildecken fällt die Brillanz etwas ab. Störende<br />

Aufhellungen in dunklen Bereichen (Clouding<br />

und Flashlights)<br />

waren aber selbst im<br />

stockdunklen Raum<br />

nicht zu erkennen<br />

und eine dezente<br />

Streifenbildung nur<br />

selten zu beobachten.<br />

Bei der Option<br />

„Schwarzoptimierung“<br />

handelt es sich<br />

um einen automatischen<br />

Helligkeitsabgleich,<br />

sodass bei dunklen Bildinhalten die<br />

LED-Licht intensität automatisch heruntergeregelt<br />

wird (einen Signalpegelabgleich von hellen<br />

Flächen konnten wir nicht feststellen). Damit<br />

liefert der Fernseher gute Schwarzwerte selbst<br />

im Heimkinozimmer. Einzig bei einer seitlichen<br />

Betrachtung der Bildfläche bleichen Farben<br />

und dunkle Bereiche schnell aus, sodass Sie den<br />

TV immer optimal auf den Sitzplatz ausrichten<br />

sollten. So gut wie die Bewegtbildschärfe und<br />

„Samsungs UE46F6510 liefert im<br />

Praxisbetrieb eine ebenso<br />

mustergültige Bewegtbildschärfe<br />

wie die Serien F7090 und F8090.“<br />

die Kontrastdarstellung fällt die Farbwiedergabe<br />

mit den Werkseinstellungen nicht aus.<br />

Das Bild ist zu warm oder zu kühl abgestimmt<br />

und Grün- sowie Gelbtöne zeigen sich etwas<br />

überbrillant. Mittels komplexer Farb einstellung<br />

lassen sich diese Nachteile mildern, in der Praxis<br />

ist eine punktgenaue Abstimmung aber nahezu<br />

unmöglich. Durch die sehr guten Qualitäten in<br />

der 2D-Darstellung punktet der Fernseher auch<br />

im 3D-Betrieb. Eigentlich sollten Doppelkonturen<br />

durch das 100-Hertz-LCD-Panel und<br />

die Shutter-Technik ständige Begleiter sein,<br />

doch Samsung optimierte das Zusammenspiel<br />

zwischen Brille und Fernseher derart gut, dass<br />

einzig in dunklen Bereichen Geisterbilder<br />

auftauchen. Eine echte Schwäche erlaubt sich<br />

der Fernseher lediglich beim Klang: Ganz egal<br />

welche Voreinstellung Sie wählen, das Gesamtergebnis<br />

klingt immer blechern und indirekt.<br />

Samsungs weißer Ritter<br />

Was Samsung mit diesem Fernseher abliefert<br />

ist absurd – absurd gut. Mit Marktpreisen von<br />

deutlich unter 1 000 Euro bietet der UE46F6510<br />

eine Qualität, wie sie bislang in dieser Preisklasse<br />

als unerreichbar galt. Somit erlangt der<br />

UE46F6510 völlig zurecht als erster Fernseher<br />

dieser Preisklasse unsere 4-Sterne-Auszeichnung<br />

bei der Bildqualität und demonstriert damit<br />

eindrucksvoll, dass die Gesamtabstimmung<br />

eines Flachbildfernsehers immer noch wichtiger<br />

ist, als die Diskussionen über Hertzzahlen und<br />

Pixelauflösung.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Was uns gefällt<br />

+ Sehr gute Bildschärfe und guter Kontrast<br />

+ Außergewöhnliches Preis-Leistungsverhältnis<br />

+ Bild-in-Bild, viele Onlinefunktionen<br />

+ Leicht, energieeffizient, in Weiß erhältlich<br />

Was uns stört<br />

– Bei seitlicher Betrachtung bleicht Bild aus<br />

– Helligkeit bei bester Bildeinstellung begrenzt<br />

– Unflexible Bildformatanpassung<br />

– Tonwiedergabe und Bedienung nicht optimal<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Modus<br />

Film<br />

Hintergrundbel. 20<br />

Kontrast 100<br />

Helligkeit 45<br />

Schärfe 20<br />

Farbe 50<br />

Farbton G 50 R 50<br />

Bildformat<br />

Bildanpassung<br />

Optimalkontrast Aus oder Gering<br />

Schwarzton<br />

Aus<br />

Hautton –5<br />

Farbraum<br />

Auto<br />

Weißabgleich Offset R/G/B: 25/25/25,<br />

Gain R/G/B: 7/17/25<br />

10 P Weißabgleich Aus<br />

Gamma 0<br />

Farbton Warm 2<br />

Digital aufbereiten Aus oder Auto<br />

MPEG-Rauschfilter Aus<br />

HDMI-Schwarzp. Gering<br />

Motion Plus<br />

Benutzerdefiniert,<br />

Unschärfeminderung: 10,<br />

Judder-Minderung: 0 – 7<br />

LED Clear Motion Ein<br />

Schwarzoptimierung Gering oder Hoch<br />

www.hdtvmagazin.com 51


Samsung UE46F6510<br />

Details<br />

Preis<br />

Farbe<br />

Maße (B × H × T)<br />

Gewicht<br />

Bauweise<br />

Auflösung<br />

Tuner<br />

Festplattenaufzeichnung<br />

3D<br />

WLAN<br />

Stromverbrauch<br />

Zubehör<br />

Fernbedienung<br />

999 Euro<br />

Weiß<br />

104 × 68,2 × 4,7 cm<br />

13 kg<br />

Edge-LED-LCD<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

DVB-S/-C/-T (Einzeltuner, Unicable)<br />

ja, extern USB<br />

ja (Shutter-Technik)<br />

ja (intern)<br />

45 – 115 Watt<br />

Standardfernbedienung (TM1390A),<br />

Touchfernbedienung mit Mikrofon<br />

(TM1240)<br />

2× Shutter-Brille SSG-5100GB<br />

nein, extern optional<br />

3D-Brille<br />

Kamera<br />

Anschlüsse<br />

4 × HDMI (3D, ARC, CEC) 1 × Scart 1 × Komponente<br />

3 × USB 1 × Kopfhörer 1 × digital optisch<br />

1 × Netzwerk<br />

Sonderfunktionen<br />

HbbTV, DLNA Client, Skype, Streaming auf Tablet, Youtube<br />

Videoformate<br />

3GPP, ASF, AVI, FLV, MKV, MOV, MP4, MPEG, SVAF, TS, VRO, WMV<br />

TV-Funktionen<br />

Einschaltzeit TV<br />

ca. 7 Sekunden<br />

Umschaltzeit <strong>HDTV</strong>-Sender ca. 2,5 Sekunden<br />

Bildformatwahl<br />

eingeschränkt, Bildbeschnitt bei SD<br />

Bild-in-Bild<br />

ja, flexible Fenster- und Tonzuordnung<br />

EPG<br />

7-Tage-EPG, übersichtlich, Bild-in-Bild,<br />

Ladezeit könnte schneller sein, Daten nur<br />

per Umschaltung aktualisierbar, Datenverlust<br />

nach dem Ausschalten<br />

Gaming<br />

Eingabeverzögerung im TV-Modus hoch (105 ms), kaum spielbar<br />

Spielemodus<br />

gut spielbar (45 ms), umständlich im<br />

Systemmenü aktivierbar, nur Standardbild<br />

modus wählbar<br />

Helligkeit/Schwarzwert<br />

Leuchtkraft<br />

300 cd/m 2 (200 cd/m 2 mit<br />

LED Clear Motion)<br />

Schwarzwert 0,04 – 0,08 cd/m 2<br />

Dimming<br />

ja, nur Vollbilddimming<br />

Lichtsensor<br />

ja, Mindesthelligkeit einstellbar<br />

Helligkeitsverteilung<br />

65 % 80 % 65 %<br />

80 % 100 % 80 %<br />

65 % 80 % 65 %<br />

Durchzeichnung<br />

bereits in Voreinstellung ausgeglichene Durchzeichnung, Gammakorrektur möglich<br />

Bildschärfe<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Detailnachschärfung<br />

nur Standardschärferegler<br />

Bewegtbildschärfe<br />

exzellent, 400-Hertz-Niveau<br />

Nachzieheffekte<br />

kaum sichtbar<br />

Filmglättung<br />

in 10 Stufen regelbar (Motion Plus),<br />

ab Stufe 6 ruckelfrei, ab Stufe 7 nehmen<br />

Artefakte zu<br />

Farbdarstellung<br />

Farbraum<br />

überbrillante Gelb- und Grüntöne,<br />

sehr satte Rottöne<br />

Farbtemperatur<br />

Voreinstellung zu warm oder zu kühl,<br />

nach Einstellung neutral<br />

Bildfehler<br />

Blickwinkel<br />

stark eingeschränkt, Bild bleicht aus<br />

Clouding/Streifenbildung nicht sichtbar / gering<br />

Farbblitzer/Pixelrauschen nein / nein<br />

Abgestufte Farbübergänge gering<br />

Tonwiedergabe<br />

Qualität<br />

blechern, bei hoher Lautstärke<br />

komprimiert<br />

Einstellungen<br />

umfangreich, Equalizer vorhanden<br />

Automatische Lautstärkekorrektur ja (2 Stufen)<br />

3D-Darstellung<br />

Helligkeit 80 cd/m 2<br />

Doppelkonturen (Crosstalk) gering, nur in dunklen Bereichen auffällig<br />

3D-Brille flimmerfrei<br />

nein<br />

Auflösung<br />

Full-HD-3D<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

52 | 8.2013


Je Bestellung inkl. GRATIS CD<br />

mit Full-HD-Testbildern, für<br />

perfekte TV-Bildeinstellungen!<br />

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der HD+TV und bezahle je Exemplar<br />

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Zwickau, BLZ: 870 700 24,<br />

Konto-Nr.: 365 11 97 00)<br />

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Ausgabe 2/2013<br />

Ausgabe 3/2013<br />

Ausgabe 4/2013<br />

2005<br />

1/2005<br />

2006<br />

1/2006<br />

2/2006<br />

3/2006<br />

4/2006<br />

5/2006<br />

6/2006<br />

2008<br />

2/2008<br />

3/2008<br />

4/2008<br />

5/2008<br />

6/2008<br />

2009<br />

1/2009<br />

2/2009<br />

3/2009<br />

4/2009<br />

6/2009<br />

2011<br />

1/2011<br />

2/2011<br />

3/2011<br />

4/2011<br />

5/2011<br />

6/2011<br />

2012<br />

1/2012<br />

2/2012<br />

3/2012<br />

4/2012<br />

5/2012<br />

6/2012<br />

2007<br />

1/2007<br />

2/2007<br />

3/2007<br />

4/2007<br />

5/2007<br />

6/2007<br />

2010<br />

1/2010<br />

2/2010<br />

3/2010<br />

4/2010<br />

5/2010<br />

6/2010<br />

2013<br />

1/2013<br />

2/2013<br />

3/2013<br />

4/2013<br />

5/2013<br />

6/2013<br />

7/2013<br />

Ausverkaufte Hefte als PDF-Download<br />

auf www.heftkaufen.de erhältlich<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

Ausgabe 5/2013<br />

Ausgabe 6/2013<br />

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Ausgabe 7/2013<br />

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Fernseher über 65 Zoll<br />

Fernseher über 49 Zoll<br />

RANKING<br />

In unserer Wertungsübersicht<br />

finden Sie eine Auswahl bislang<br />

getesteter <strong>TVs</strong>. Unsere Bewertung<br />

orientiert sich einzig an<br />

der Produktqualität.<br />

LG 84LM960V (UHD)<br />

Bildqualität<br />

B&O Beovision 11<br />

Bildqualität<br />

Panasonic TX-L55WTW60<br />

Bildqualität<br />

Philips 65PFL9708S (UHD)<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

19 999 Euro 4/2013 www.lge.de<br />

11 099 Euro 1/2013 www.bang-olufsen.de<br />

2 999 Euro 4/2013 www.panasonic.de<br />

5 199 Euro 7/2013 www.philips.de<br />

Samsung UE75ES9090<br />

Bildqualität<br />

LG 55LA8609<br />

Bildqualität<br />

Panasonic TX-P55STW60<br />

Bildqualität<br />

Samsung UE55F9090 (UHD)<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

7 999 Euro 1/2013 www.samsung.de<br />

2 599 Euro 6/2013 www.lge.de<br />

1 699 Euro 7/2013 www.panasonic.de<br />

4 999 Euro 7/2013 www.samsung.de<br />

Samsung UE75F6470<br />

Bildqualität<br />

LG 60LA8609<br />

Bildqualität<br />

Panasonic TX-P60ZT60E<br />

Bildqualität<br />

Samsung UE60F7090<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

5 999 Euro 7/2013 www.samsung.de<br />

3 199 Euro 7/2013 www.lge.de<br />

4 499 Euro 4/2013 www.panasonic.de<br />

3 299 Euro 8/2013 www.samsung.de<br />

Samsung UE85S9 (UHD)<br />

Bildqualität<br />

LG 65LA9709<br />

Bildqualität<br />

Panasonic TX-P65VTW60<br />

Bildqualität<br />

Samsung PS64F8590<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

34 999 Euro 6/2013 www.samsung.de<br />

Sharp LC-70LE857E<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

4 499 Euro 5/2013 www.sharp.de<br />

Sony KD-84X9005 (UHD)<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

24 999 Euro 6/2012 www.sony.de<br />

6 999 Euro 8/2013 www.lge.de<br />

Loewe Reference ID 55<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

7 500 Euro 5/2013 www.loewe.de<br />

Panasonic TX-L65WT600E (UHD)<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

6 999 Euro 7/2013 www.panasonic.de<br />

3 799 Euro 5/2013 www.panasonic.de<br />

Philips 60PFL6008<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

1 999 Euro 8/2013 www.philips.de<br />

Philips 55PDL8908S<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

2 999 Euro 5/2013 www.philips.de<br />

3 999 Euro 5/2013 www.samsung.de<br />

Samsung UE65F8090<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

3 999 Euro 8/2013 www.samsung.de<br />

Sony KD-65X9005A (UHD)<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

5 499 Euro 5/2013 www.sony.de<br />

Bilder: Auerbach Verlag, B&O, LG, Loewe, Metz, Panasonic, Philips, Samsung, Sharp, Sony, Toshiba<br />

54 | 7.2013


Fernseher unter 49 Zoll<br />

Sony KD-55X9005A (UHD)<br />

Bildqualität<br />

Loewe Individual Slim Frame 46 DR+<br />

Bildqualität<br />

Philips 47PFL7108K<br />

Bildqualität<br />

Sony KDL-42W656A<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

3 999 Euro 7/2013 www.sony.de<br />

5 670 Euro 2/2013 www.loewe.de<br />

1 599 Euro 3/2013 www.philips.de<br />

749 Euro 8/2013 www.sony.de<br />

Sony KDL-55W905A<br />

Bildqualität<br />

Metz Aurus 47 3D Media Twin R<br />

Bildqualität<br />

Samsung UE46F6510<br />

Bildqualität<br />

Sony KDL-42W805A<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

2 799 Euro 4/2013 www.sony.de<br />

3 999 Euro 5/2012 www.metz.de<br />

999 Euro 8/2013 www.samsung.de<br />

949 Euro 8/2013 www.sony.de<br />

Toshiba 58M8365<br />

Bildqualität<br />

Panasonic TX-L47DTW60<br />

Bildqualität<br />

Samsung UE46F8090<br />

Bildqualität<br />

Sony KDL-47W805A<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

1 999 Euro 8/2013 www.toshiba.de<br />

1 799 Euro 3/2013 www.panasonic.de<br />

2 099 Euro 3/2013 www.samsung.de<br />

1 499 Euro 5/2013 www.sony.de<br />

Philips 46PFL8008S<br />

Bildqualität<br />

Sony KDL-40W905A<br />

Bildqualität<br />

Toshiba 46TL968G<br />

Bildqualität<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung<br />

1 699 Euro 7/2013 www.philips.de<br />

1 399 Euro 8/2013 www.sony.de<br />

1 099 Euro 1/2013 www.toshiba.de<br />

Gaming-Ranking<br />

Eine hohe Hertzzahl steht nicht stellvertretend für eine schnelle Reaktionszeit des Fernsehers:<br />

Je höher der Aufwand bei der Bildberechnung, desto träger werden Eingaben umgesetzt. Unser<br />

Ranking verschafft Ihnen einen schnellen Überlick über die Gaming-Tauglichkeit aktueller <strong>TVs</strong>.<br />

Hersteller TV-Serie TV-Typ<br />

Eingabeverzögerung<br />

(Spielmodus)<br />

LG LA9709 LED-LCD (UHD) 115 ms<br />

LG LA8600 LED-LCD 50 ms<br />

LG LA7400 LED-LCD 40 ms<br />

LG LA6400 LED-LCD 60 ms<br />

LG 84LM960 LED-LCD (UHD) 75 ms<br />

Panasonic ETW60 LED-LCD 35 ms<br />

Panasonic DTW60 LED-LCD 35 ms<br />

Panasonic WTW60 LED-LCD 35 ms<br />

Panasonic WT600 LED-LCD (UHD) 35 ms<br />

Panasonic ZT60E Plasma 40 ms<br />

Panasonic VTW60 Plasma 40 ms<br />

Panasonic GTW60 Plasma 45 ms<br />

Panasonic STW60 Plasma 75 ms<br />

Philips PFL6008 LED-LCD 50 ms<br />

Philips PFL8008 LED-LCD 50 ms<br />

Philips PFL9708 LED-LCD (UHD) 60 ms<br />

Hersteller TV-Serie TV-Typ<br />

Eingabeverzögerung<br />

(Spielmodus)<br />

Samsung F9090 LED-LCD (UHD) 65 ms<br />

Samsung F8090 LED-LCD 45 ms<br />

Samsung F6400 LED-LCD 45 ms<br />

Samsung F7090 LED-LCD 45 ms<br />

Samsung PSF8590 Plasma 60 ms<br />

Sharp LE625 LED-LCD 60 ms<br />

Sharp LE857 LED-LCD 60 ms<br />

Sharp LE757 LED-LCD 60 ms<br />

Sony W656 LED-LCD 15 ms<br />

Sony W805 LED-LCD 20 ms<br />

Sony W905 LED-LCD 20 ms<br />

Sony X9005 LED-LCD (UHD) 40 ms<br />

Sony R470 LED-LCD 45 ms<br />

Toshiba L4363 LED-LCD 30 ms<br />

Toshiba L7363 LED-LCD 50 ms<br />

Toshiba M8365 LED-LCD 50 ms<br />

geringe Verzögerung (optimal spieletauglich) spürbare Verzögerung starke Verzögerung<br />

www.hdtvmagazin.com 55


Testhintergründe<br />

Auf dieser Doppelseite erhalten Sie wichtige Tipps zur Bildoptimierung und Einblicke in unsere<br />

komplexen Messgraphen: Vor dem Studieren unserer Tests unbedingt lesen!<br />

Glossar<br />

Einschaltzeit: Beschreibt die Geschwindigkeit, mit der<br />

ein Fernseher vom Stand-by in den Betrieb wechselt.<br />

Umschaltzeit: Gibt die Zeit an, die während eines<br />

Programmwechsels zwischen zwei <strong>HDTV</strong>-Sendern auf<br />

unterschiedlichen Transpondern verstreicht.<br />

Bildformatwahl: Kennzeichnet die Möglichkeiten des<br />

Fernsehers, unterschiedliche Bildformate wie 4 : 3 und<br />

21 : 9 ins 16 : 9-Displayformat zu konvertieren und Inhalte<br />

ohne Bildbeschnitt (Overscan) wiederzugeben.<br />

EPG: Beschreibt die Qualität des elektronischen Programmführers.<br />

Eingabeverzögerung: Gibt die Verzögerung der Bilddarstellung<br />

bei Eingabebefehlen an. Videospiele lassen<br />

sich bei einer Eingabeverzögerung bis 20 Millisekunden<br />

sehr gut steuern, Werte über 60 Millisekunden beeinträchtigen<br />

die Spielbarkeit.<br />

Spielemodus: Beschreibt die Qualität des für Videospiele<br />

optimierten Bildmodus'.<br />

Leuchtkraft: Gibt die maximale Helligkeit des Fernsehers<br />

an. 45 cd/m 2 sind vergleichbar zur Bildhelligkeit in<br />

guten Kinosälen, 100 cd/m 2 sind für dunkle Wohnzimmer<br />

ausreichend, ab 200 cd/m 2 ist die Bilddarstellung<br />

auch in sehr hellen Wohnzimmern kontrastreich.<br />

Dimming: Beschreibt die Fähigkeit des Fernsehers,<br />

die Hintergrundeleuchtung unabhängig in Zonen zu<br />

steuern. Dadurch wird eine bestmögliche Schwarz- und<br />

Weißdarstellung in jedem Bild gewährleistet.<br />

Helligkeitsverteilung: Beschreibt die Ausleuchtung<br />

der gesamten Bildfläche in Prozent, aufgeteilt in Sektoren.<br />

Häufig weisen bei Edge-LED-LCDs die Randbereiche<br />

eine niedrigere Helligkeit als die Bildmitte auf.<br />

Detailnachschärfung: Beschreibt die Fähigkeit des<br />

Fernsehers, Objektkonturen kontraststark herauszuarbeiten,<br />

ohne Doppelkonturen zu erzeugen.<br />

Filmglättung: Beschreibt eine spezielle Funktion der<br />

Zwischenbildberechnung, bei der zusätzlich eingefügte<br />

Bilder bei Kinofilmen für einen ruckelfreien Bewegungsablauf<br />

sorgen.<br />

Clouding: Beschreibt eine ungenaue Ausleuchtung,<br />

wie sie vor allem bei Edge-LEDs auftreten kann. Dunkle<br />

Bereiche erscheinen dabei leicht fleckig.<br />

Farbtemperaturmessung. Die Ziffern<br />

der unteren Skala geben die Helligkeitsstufen<br />

an, beginnend bei 5 (sehr dunkel)<br />

bis 100 (Weiß). Die Balken sollten im<br />

Idealfall bei 100 Prozent liegen, sonst<br />

treten Verfärbungen auf.<br />

Farbraummessung mit abnehmender<br />

Sättigung. Die äußersten Punkte kennzeichnen<br />

den maximalen Farbraum,<br />

den das Display darstellen kann. Die<br />

inneren Punkte zeigen die Farbgenauigkeit<br />

bei geringerer Intensität.<br />

Die Delta-E-Analyse der Farbraummessung<br />

kennzeichnet die wahrgenommene<br />

Farbabweichung. Werte unter 1 sind<br />

kaum erkennbar, Abweichungen über<br />

3 sind im direkten Vergleich bereits<br />

sichtbar.<br />

Die Luminanzanalyse<br />

der Farben<br />

kennzeichnet ihre<br />

Leuchtkraft. Die<br />

grauen Balken<br />

symbolisieren die<br />

Referenzwerte.<br />

Delta-E-Analyse<br />

der Durchzeichnung.<br />

Liegen die<br />

grauen Balken<br />

unterhalb der<br />

grünen Linie, sind<br />

die Abweichungen<br />

kaum erkennbar.<br />

Durchzeichnung. Die Ziffern unten geben<br />

die Helligkeitsstufen an, beginnend<br />

bei 5 (sehr dunkel) bis 100 (Weiß). Liegen<br />

Balken unterhalb von 2,2 tritt eine<br />

Überbelichtung auf, liegen sie oberhalb,<br />

kommt es zur Unterbelichtung.<br />

Messung der Sonderfarben. Spezielle<br />

Farbtöne wie Gold und Braun<br />

oder auch Hauttöne werden häufig<br />

nicht genau dargestellt. Anhand der<br />

Messpunkte können Sie die jeweilige<br />

Farbverschiebung erkennen.<br />

Die Delta-E-Analyse der Messung der<br />

Sonderfarben kennzeichnet die wahrgenommene<br />

Abweichung. Werte unter<br />

1 sind kaum erkennbar, Abweichungen<br />

über 3 sind im direkten Vergleich bereits<br />

sichtbar.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Burosch<br />

56 | 8.2013


Voreinstellung<br />

Nahezu jedes Fernsehermodell bietet<br />

vorgefertigte Einstellungen, die mit<br />

„Dynamik“ (auch „Kühl“), „Standard“<br />

oder „Kino“ (auch „Weich“)<br />

bezeichnet werden. „Dynamik“<br />

ist der Modus mit der größten<br />

Leuchtkraft, das Bild wirkt hell, aber<br />

bläulich; Farben, Kontraste sowie<br />

Schärfe sind maßlos überbetont<br />

(Bild oben) und das Gesamtergebnis<br />

wirkt künstlich. „Standard“ erscheint<br />

im direkten Vergleich milder und<br />

kommt dem natürlichen Abbild der<br />

Wirklichkeit näher. „Kino“ ergibt<br />

den neu tralsten Eindruck, das Bild<br />

wirkt aber kontrastschwächer und<br />

dunkler (Bild unten). Eine neutrale<br />

Voreinstellung bietet beste Voraussetzungen<br />

für eine nachfolgende<br />

Bildoptimierung.<br />

Helligkeit<br />

Der Helligkeitsregler beeinflusst nicht<br />

die Helligkeit des Bildes, sondern die<br />

Differenzierung der Schwarzbereiche.<br />

Eine zu hohe Regelung reduziert den<br />

Kontrast, dunkle Bereiche wirken<br />

grau (Bild oben). Ist der Wert zu<br />

niedrig, sehen Sie keinerlei Abstufungen<br />

in dunklen Szenen (Bild unten).<br />

Die richtige Helligkeit ist dann<br />

eingestellt, wenn der Hintergrund des<br />

Testbildes tiefschwarz erscheint und<br />

alle weiteren Kästen voneinander zu<br />

unterscheiden sind. Der sogenannte<br />

HDMI-Schwarzwert („erweitert“<br />

oder „eingeschränkt“) beeinflusst<br />

die abgebildeten Graustufen. Die<br />

Abstimmung von Bildquelle und<br />

Fernseher sollte immer den gleichen<br />

Wertebereich aufweisen (Videonorm<br />

entspricht „eingeschränkt“).<br />

Kontrast<br />

Die Bildbrillanz steuern Sie nicht<br />

über den Helligkeits-, sondern den<br />

Kontrastregler. Erhöhen Sie den<br />

Kontrast so lange, bis das Weiß des<br />

Hintergrundes brillant erscheint und<br />

dennoch alle Graustufen sichtbar<br />

bleiben. Ein zu hoher Kontrast verschluckt<br />

Abstufungen (Bild oben),<br />

ein zu geringer Wert lässt das Weiß<br />

flau erscheinen (Bild unten). Ein<br />

Hinweis an alle Plasma-TV-Besitzer:<br />

Durch die Vielzahl an weißen Flächen<br />

im Testbild reduziert die Elektronik<br />

die Helligkeit automatisch.<br />

Nutzen Sie nach Optimierung des<br />

Bildkontrasts das Testbild ebenfalls<br />

zur Einstellung der Hintergrundbeleuchtung<br />

und des Lichtsensors, um<br />

die Bildhelligkeit auf Ihr Wohnzimmer<br />

abzustimmen.<br />

Farbe<br />

Um die Farbsättigung richtig<br />

einzustellen, sollten Sie die Farbe<br />

zunächst reduzieren: Das Burosch-<br />

Universaltestbild erscheint matt (Bild<br />

oben). Nun muss der Farbregler so<br />

weit nach rechts justiert werden,<br />

bis alle Farben klar erkennbar sind,<br />

die Inhalte der Kästen aber nicht<br />

ineinanderlaufen. Die Farbsättigung<br />

ist dann zu hoch, wenn die Kästen<br />

innerhalb der Farbfelder nicht mehr<br />

sichtbar sind (Bild unten) und die<br />

Hauttöne unnatürlich erscheinen.<br />

Einige Modelle bieten die Wahl des<br />

Farbraums zwischen „Normal“ und<br />

„Erweitert“ (auch „x.v.Color“). Der<br />

„normale“ Farbraum entspricht<br />

meist dem Videostandard, was<br />

gerade Gesichtstönen zu mehr<br />

Natürlichkeit verhilft.<br />

Farbtemperatur<br />

Das Mischverhältnis der drei<br />

Grundfarben ist für die neutrale<br />

Graustufendarstellung verantwortlich.<br />

Rot, Grün und Blau im gleichen<br />

Verhältnis ergeben je nach Helligkeit<br />

Weiß, Grau oder Schwarz, zudem<br />

nimmt die Farbtemperatur starken<br />

Einfluss auf die Darstellungsgenauigkeit<br />

von Hauttönen. Mit dem<br />

Burosch-Testbild „Farbe“ können<br />

Sie dies überprüfen. Im Idealfall entsprechen<br />

die Hauttöne der Quelle.<br />

Wechseln Sie auf die Farbtemperaturen<br />

„Normal“ oder „Kalt“, werden<br />

Sie einen Blauüberschuss bemerken<br />

(Bild oben). Ist der Wert zu niedrig,<br />

färbt sich der Bildinhalt rötlich<br />

(Bild unten). Für eine neutrale<br />

Darstellung bietet sich häufig die<br />

Voreinstellung „Warm“ an.<br />

Bildschärfe<br />

Mit dem Schärfetestbild können<br />

Sie den Mittelweg aus Schärfe und<br />

Natürlichkeit finden. Drehen Sie<br />

zunächst den Regler nach links:<br />

Das Bild wird unscharf (Bild oben).<br />

Erhöhen Sie nun die Schärfe, bis um<br />

feine Linien weiße Ränder zu sehen<br />

sind (Bild unten). Reduzieren Sie<br />

daraufhin die Schärfe, bis die Doppelkonturen<br />

verschwinden. Um die<br />

Quelle möglichst genau abzubilden,<br />

sollten Sie die Schärfe direkt am<br />

Fernseher und nicht vom Sitzplatz<br />

aus einstellen. Spielen Sie die<br />

Bilder in HD-Qualität zu, sollte das<br />

Bildformat „Nicht skaliert“ gewählt<br />

werden. Falls Sie die Testbilder via<br />

DVD zuspielen, nimmt die Signalverarbeitung<br />

des Players Einfluss auf<br />

die Bildung von Doppelkonturen.<br />

www.hdtvmagazin.com 57


<strong>HDTV</strong>-Receiver<br />

für grenzenlosen Programmgenuss<br />

Trotz der fortschreitenden Integration der<br />

Empfangstechnik in Flachbildfernseher<br />

bieten Set-Top-Boxen unschätzbare<br />

Vorteile für <strong>HDTV</strong>-Fans.<br />

Grob lässt sich der Markt in zwei Lager aufteilen:<br />

Auf der einen Seite finden Sie die CI-Plus-Receiver,<br />

mit denen der Sky- und HD-Plus-Empfang<br />

problemlos möglich ist, denn diese werden<br />

offiziell von den Pay-TV-Anbietern unterstützt.<br />

Strenge Kopierschutzrichtlinien untersagen aber<br />

oftmals die Aufzeichnung von TV-Inhalten,<br />

sodass Technikfans nicht das gesamte Potenzial<br />

der Receiver ausnutzen können. Auf der anderen<br />

Seite stehen die, von Laien als „Bastlerboxen“<br />

verschrienen Linux-Receiver, die nahezu keine<br />

Grenzen beim Empfang und der Aufzeichnung<br />

setzen, vorausgesetzt, das passende Modul bzw.<br />

die „richtige“ Software schlummern im Gerät.<br />

50 : 50<br />

Unser Testfeld ist fair geteilt: Zum einen die<br />

CI-Plus-Fraktion mit Kathrein, Panasonic und<br />

Technisat, zum anderen das Linux-Lager mit<br />

Abcom, Dream Multimedia und VU+. Im Vergleich<br />

bestätigten und widerlegten die Hersteller<br />

manches Vorurteil, so können CI-Plus-Receiver<br />

in der Praxis durchaus durch Freiheiten überzeugen<br />

und Linux-Geräte auch ohne PC-Kenntnisse<br />

benutzerfreundlich ausfallen. Bereits bekannte<br />

Trends spiegelten sich dennoch wider: An die<br />

Ausstattungsfülle der Linux-Receiver kam kein<br />

CI-Plus-Gerät heran, insbesondere die Möglichkeit,<br />

Tuner zu tauschen und bis zu vier gleichzeitig<br />

zu integrieren, machen die Linux-Geräte zur<br />

unbestrittenen Referenz für <strong>HDTV</strong>-Profis. Die<br />

CI-Plus-Receiver richten sich dagegen an „normale“<br />

TV-Zuschauer, die möglichst einfach alle<br />

freien und kopiergeschützten Inhalte wiedergeben<br />

möchten, ohne nach passender Software oder<br />

Modulen Ausschau halten zu müssen.<br />

Sicherheit kontra Möglichkeiten<br />

Mit CI-Plus-Receivern sind Sie auf der sicheren<br />

Seite, denn diese werden von Sky und HD Plus<br />

offiziell unterstützt. Die langwierige Authentifizierung<br />

der Pay-TV-Smartcards kann allerdings<br />

Nerven kosten und so ist der Blick über den Tellerrand<br />

hilfreich, um Alternativen zu erkennen.<br />

Dass sich der Empfang von Pay-TV-Inhalten mit<br />

Linux-Receivern immer am Rande der Legalität<br />

bewegt, ist den Programmanbietern zwar ein<br />

Dorn im Auge, die vereinfachte und häufig auch<br />

schnellere Programmdarstellung der Linux-Receiver<br />

sollte für die CI-Plus-Verfechter aber Ansporn<br />

sein, um die eigene Plattform auch auf offiziellem<br />

Wege noch benutzerfreundlicher zu gestalten.<br />

RICARDO PETZOLD, MIKE BAUERFEIND<br />

Bilder: Auerbach Verlag, SES Astra<br />

58 | 8.2013


Beim Prismcube handelt es sich um einen<br />

PVR-Receiver mit Doppeltuner für den<br />

Satellitenempfang, der die Aufnahme auf<br />

integrierten oder externen Datenträgern erlaubt.<br />

Das Netzteil ist bei dem kompakten Gerät ausgelagert.<br />

Um einen 2,5-Zoll-Datenspeicher einzubauen,<br />

muss nur eine kleine Klappe auf der Unterseite<br />

aufgeschraubt werden. Natürlich lassen sich<br />

auch externe USB-Datenträger an der Box betreiben.<br />

Wer allerdings auf die Geschwindigkeit von<br />

SATA setzen will, muss auf die interne Variante<br />

ausweichen. Wie gewünscht startet die Box mit<br />

einem Installationsassistenten. Den Suchlauf will<br />

die Box während der Einrichtung durchführen,<br />

unser Tipp: Ignorieren Sie die Aufforderung zum<br />

Start der Kanalsuche, denn diese benötigt viel Zeit<br />

und bringt eine unsortierte Liste zum Vorschein.<br />

Wir empfehlen nach Abschluss der Erstinstallation,<br />

direkt ins Installationsmenü zu wechseln und<br />

dort den Punkt Updates auszuwählen. Neben dem<br />

Softwareupdate kann hier auch eine vorsortierte<br />

Senderliste heruntergeladen werden. Abseits der<br />

Linux-typischen langsamen Startzeit überzeugt<br />

der Ruby mit schnellen Umschaltzeiten sowie<br />

dem stylischen OSD-Layout. Der EPG steht leider<br />

aktuell nur in der Multikanalvorschau bereit,<br />

hier wäre eine Umschaltmöglichkeit zwischen<br />

Multi- und Einzelkanal noch wünschenswert.<br />

Gelungen ist, dass sowohl die Vor- als auch die<br />

Nachlaufzeit jeder Aufnahme einmalig im Menü<br />

konfiguriert werden kann. Nachteilig fällt auf,<br />

dass sich maximal zwei Programme parallel mitschneiden<br />

lassen. Im Wiedergabemenü werden<br />

chronologisch die aufgenommenen Events mit<br />

einem kleinen Screenshot sowie der Sender und<br />

Sendungskennung ausgegeben. Das Setzen von<br />

Bookmarks ist dabei möglich, wodurch Werbung<br />

Abcom Prismcube Ruby<br />

Die außergewöhnliche Fernbedienung<br />

bietet sogar eine<br />

Tastatur, dafür sucht man einen<br />

Ziffernblock aber vergebens.<br />

Dieser muss über Umwege mit<br />

der „Num-Look“-Taste aktiviert<br />

werden.<br />

schnell übersprungen werden kann. Multimedial<br />

überzeugt das Gerät vor allem durch seine<br />

grandiosen Mediaplayer-Eigenschaften. Dies<br />

war auch nicht anders zu erwarten, schließlich<br />

stammt die Software aus diesem Bereich. Egal<br />

ob MKV-Filmdateien, MP3-Musikstücke oder<br />

Bilder in diversen Formaten, der Prismcube Ruby<br />

„CI-Plus-Gegner finden im Prismcube<br />

Ruby eine echte Alternative:<br />

Sämtliche auf den Testkarten freigeschalteten<br />

Kanäle wurden decodiert.“<br />

gibt diese problemlos und zuverlässig wieder.<br />

CI-Plus-Gegner finden im Prismcube Ruby eine<br />

echte Alternative: Der integrierte Kartenleser<br />

unterstützt in der Grundversion das Conax-<br />

Verschlüsselungssystem, unsere Testmodule,<br />

darunter auch die alternativen Decodierhelfer<br />

VU+ Allcam, Gigablue-Cam und das Diablo-Cam<br />

wurden ordnungsgemäß erkannt und sämtliche<br />

freigeschalten Kanäle decodiert. Der Empfangstuner<br />

überzeugt vor allem mit seiner guten Empfindlichkeit.<br />

Die DiSEqC-Unterstützung muss<br />

sich ebenfalls nicht verstecken, denn neben dem<br />

Grundprotokoll 1.0 werden auch DiSEqC 1.1 sowie<br />

die Drehanlagensteuerungsprotokolle DiSEqC<br />

1.2 und USALS unterstützt. Einzig Unicable kann<br />

aktuell nicht mit dem Gerät verwendet werden.<br />

Keine Schwächen stellen wir beim ausgegebenen<br />

Bildmaterial fest: Alle Testsequenzen sowie auch<br />

die live wiedergegebenen TV-Sender werden in<br />

guter Qualität ausgegeben. Natürlich können<br />

dabei sämtliche Auflösungen zwischen 480i und<br />

1 080p frei gewählt werden.<br />

Ausstattung<br />

Abcom<br />

Prismcube Ruby<br />

8/2013<br />

Darstellung & Empfang<br />

Abcom<br />

Prismcube Ruby<br />

8/2013<br />

Neben der schick gestalteten Front trumpft der Receiver durch ein LC-Display auf, das den Kanalnamen des aktuell<br />

gewählten Senders anzeigt. Im rechten Bereich sind hinter einer Klappe je ein Kartenleser sowie CI-Schacht versteckt,<br />

USB-Schnittstellen gibt es dagegen nur auf der Rückseite. Aufgrund der kompakten Bauform ist das Netzteil extern.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Schnelle Umschaltzeiten<br />

+ Doppeltuner, flexible Decodierung<br />

+ Einfacher Festplatteneinbau<br />

+ Umfangreiche Medienwiedergabe<br />

Was uns stört<br />

– Langsame Startzeit<br />

– Kein Unicable integriert<br />

– Aufnahme nur für zwei Sendungen<br />

– Sky nicht offiziell unterstützt<br />

Details<br />

Hersteller<br />

Abcom<br />

Modell<br />

Prismcube Ruby<br />

Preis<br />

290 Euro<br />

Maße (B × H × T) 22,5 × 5,5 × 22,0 cm<br />

Gewicht<br />

2,1 kg<br />

Stromverbrauch 11,0 W<br />

Ausstattung<br />

Tuner DVB-S/-C/-T 2/0/0<br />

DiSEqC 1.0/1.1/1.2 +/+/+<br />

Unicable/JESS –/–<br />

HD Plus/HD Plus (CI+) +/–<br />

Sky/Sky (CI+) +/–<br />

Festplatte<br />

intern oder extern<br />

PVR/Time-Shift +/+<br />

HbbTV/Smart TV +/+<br />

WLAN<br />

integriert<br />

HDMI-CEC +<br />

Betrieb<br />

Auflösung 576i, 576p, 720p,<br />

1 080i, 1 080p<br />

EPG Einzel-/Multikanal +/+<br />

Bild in Bild (PiP) HD/SD –/+<br />

Parallelaufnahme (Anzahl) 2<br />

Startzeit/Umschaltzeit ca. 85 s/ca. 1,5 s<br />

www.hdtvmagazin.com 59


Panasonic DMR-HST230<br />

Die Fernbedienung kommt im<br />

gewohnten Panasonic-Look<br />

daher, viele Funktionen lassen<br />

sich direkt ansteuern. Vorsicht<br />

bei der „Stop“-Taste: Aufnahmen<br />

werden ohne Sicherheitsabfrage<br />

beendet.<br />

Ausstattung<br />

Panasonic<br />

DMR-HST230<br />

8/2013<br />

Darstellung & Empfang<br />

Panasonic<br />

DMR-HST230<br />

8/2013<br />

Panasonics Sat-Receiver macht auch ohne DVD- oder Blu-ray-Laufwerk eine gute Figur. Neben Doppeltunern und<br />

riesiger Festplatte warten umfangreiche Onlinefunktionen auf Sie.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Große Festplatte, Doppeltuner<br />

+ Unterstützt Sky und HD Plus<br />

+ Einfache Bedienung, App-Steuerung<br />

+ Mediastreaming, HbbTV, Skype, WLAN<br />

Was uns stört<br />

– Keine Drehanlagensteuerung<br />

– Time-Shift nicht optimal gelöst<br />

– Aufzeichnung nur für zwei Sendungen<br />

– CI-Plus-Aufnahmerestriktionen<br />

Details<br />

Hersteller<br />

Panasonic<br />

Modell<br />

DMR-HST230<br />

Preis<br />

479 Euro<br />

Maße (B × H × T) 30,0 × 5,2 × 17,9 cm<br />

Gewicht<br />

1,6 kg<br />

Stromverbrauch 15,5 W<br />

Ausstattung<br />

Tuner DVB-S/-C/-T 2/0/0<br />

DiSEqC 1.0/1.1/1.2 +/–/–<br />

Unicable/JESS +/–<br />

HD Plus/HD Plus (CI+) –/+<br />

Sky/Sky (CI+) –/+<br />

Festplatte<br />

integriert, 1 000 GB<br />

PVR/Time-Shift +/+<br />

HbbTV/Smart TV +/+<br />

WLAN<br />

integriert<br />

HDMI-CEC<br />

+ (Viera Link)<br />

Betrieb<br />

Auflösung 576i, 576p, 720p,<br />

1 080i, 1 080p<br />

EPG Einzel-/Multikanal –/+<br />

Bild in Bild (PiP) HD/SD –/–<br />

Parallelaufnahme (Anzahl) 2<br />

Startzeit/Umschaltzeit ca. 18 s/ca. 1,5 s<br />

Kombinierte DVD- oder Blu-ray-Geräte mit<br />

Sat-Empfang gibt es von Panasonic schon<br />

länger, mit dem DMR-HST230 ist seit<br />

mehr als 10 Jahren aber erstmals wieder ein reiner<br />

Satellitenempfänger des Herstellers erhältlich.<br />

Ausgeliefert wird das Gerät mit einer 1 Terabyte<br />

großen internen Festplatte, zwei CI-Plus-Slots<br />

sowie einigen interessanten Zusatzfeatures. Wie<br />

von TV-Geräten und Blu-ray-Recordern von<br />

Panasonic gewohnt, geht die Installation problemlos<br />

von der Hand. Die Empfangssituation<br />

wird vom Gerät gut erkannt, im Rahmen der Installation<br />

kann der Receiver auch Multifeed-Anlagen<br />

(DiSEqC 1.0) analysieren und selbstständig<br />

konfigurieren. Schwieriger wird es für Besitzer<br />

von Unicable-Anlagen, denn die entsprechenden<br />

Einstellungen können erst nach der Installation<br />

im dafür vorgesehenen Einstellungsmenü vorgenommen<br />

werden. Etwas magerer sieht es bei<br />

der Unterstützung spezieller Anlagen aus: Weder<br />

DiSEqC 1.1 für größere Multifeed-Systeme noch<br />

eine Drehanlagensteuerung sind integriert. Die<br />

während der Installation gefundenen Sender<br />

sind bereits ordentlich einsortiert, das manuelle<br />

Einstellungsmenü ist allerdings etwas versteckt.<br />

Insgesamt vier Favoritenlisten lassen eine differenzierte<br />

Sortierung der gewünschten Sender<br />

zu. Praktischerweise gibt es für die Senderlisten<br />

auch eine nützliche Export- und Importfunktion.<br />

Wer bereits ein Gerät von Panasonic besitzt,<br />

wird sich aufgrund der identischen Grafik<br />

und über weite Strecken vergleichbare Benutzerführung<br />

auf der Set-Top-Box sehr schnell<br />

zurechtfinden. Dank integriertem Twin-Tuner<br />

kann der DMR-HST230 seine Aufnahmefunktionen<br />

voll ausspielen: Unabhängig Fernsehen<br />

und Aufnehmen ist genauso möglich wie die<br />

parallele Aufzeichnung von zwei unterschiedlichen<br />

Sendungen. Dann ist aber der Wechsel<br />

auf ein anderes Programm nicht mehr möglich.<br />

Selbstverständlich verfügt der DMR-HST230<br />

auch über Time-Shift. Da es sich um ein automatisches<br />

Time-Shift handelt, kann das laufende<br />

Programm bis zum Beginn des Kanalwechsels<br />

zurückgespult werden. Etwas umständlich sind<br />

die Aufnahmefunktionen nur während der<br />

Time-Shift-Nutzung: Die Record-Taste ist dann<br />

ohne Funktion, erst wenn Sie in den Livebetrieb<br />

„Dank Netzwerkschnittstelle und<br />

eingebautem WLAN eignet sich der<br />

DMR-HST230 auch als Hybridreceiver:<br />

Neben HbbTV steht der Internetdienst<br />

‚Viera Connect‘ zur Verfügung.“<br />

zurückkehren, kann ein Mitschnitt gestartet<br />

werden. Eine Übernahme der bereits hinterlegten<br />

Time-Shift-Daten als Aufnahme bietet der<br />

Panasonic leider nicht. Sowohl HD Plus als auch<br />

Sky sind über die offiziellen Module empfangbar,<br />

wobei hier eine dauerhafte Aufzeichnung aufgrund<br />

der Restriktionen von CI Plus unterbunden<br />

wird. Auch alternative Module verrichteten<br />

im Test problemlos ihre Arbeit im Gerät. Leider<br />

sind die beiden Slots auf der Rückseite platziert,<br />

was den Wechsel von Karte oder Modul im<br />

Alltag ein wenig umständlich gestaltet. Dank<br />

Netzwerkschnittstelle und eingebautem WLAN<br />

eignet sich der DMR-HST230 auch als Hybridreceiver:<br />

Neben HbbTV steht der Internetdienst<br />

„Viera Connect“ zur Verfügung und über die<br />

App „DigaPlayer“ lässt sich der Receiver per<br />

Smartphone fernsteuern. Ein zweites Programm<br />

kann außerdem auf das Tablet gestreamt werden.<br />

Mit „Remote Recording“ sind Sendungen von<br />

unterwegs aus programmierbar.<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

60 | 8.2013


Technisat DIGIT ISIO S<br />

Statt der normalen Fernbedienung<br />

liegt der Sonderedition ein<br />

edler Signalgeber mit beleuchteten<br />

Tasten und gebürsteter<br />

Aluminiumoberfläche bei. Wird<br />

die Fernbedienung nicht genutzt,<br />

kann sie im Ständer auf dem<br />

Wohnzimmertisch abgestellt<br />

werden.<br />

Technisch basiert der DIGIT ISIO S auf dem<br />

erfolgreichen Hybridreceiver DIGIT ISIO<br />

S1, wird jedoch zusätzlich mit einer HD-<br />

Plus-Karte ausgeliefert, die ein Jahr kostenlosen<br />

Zugang zur hochauflösenden Fernsehwelt diverser<br />

Privatsender erlaubt. Das Gerät ist demzufolge<br />

HD-Plus-zertifiziert und kann ohne zusätzliches<br />

CI-Plus-Modul betrieben werden. Positiv fällt<br />

die automatische Sendersortierung ISIPRO auf,<br />

der Programmlistenmanager sorgt dafür, dass bei<br />

Frequenzänderungen alle Kanäle am richtigen<br />

Platz zu finden sind. Beim Einrichten kann hier<br />

festgelegt werden, welche Regionalprogramme für<br />

den Nutzer relevant sind. Der Dienst Watchme<br />

beinhaltet eine größere Anzahl an zusätzlichen<br />

Kanälen, welche über IPTV empfangen werden<br />

können. Der ISIO S verfügt über einen Twin-<br />

Tuner, der mit zahlreichen Anlagen betrieben<br />

werden kann. Unterstützt werden DiSEqC-<br />

Systeme in der Version 1.0 sowie Drehanlagen<br />

und Unicable. Damit lässt sich der Receiver recht<br />

flexibel betreiben. Etwas schwach ist der Tuner,<br />

der weniger für den Extremempfang geeignet ist.<br />

Bei stärkeren Satelliten, wie es in der Regel der Fall<br />

sein wird, fällt dieser Umstand allerdings nicht ins<br />

Gewicht. Neben einer automatischen Suche gibt es<br />

auch einen manuellen Suchlauf, der das schnelle<br />

Hinzufügen neuer Sender erlaubt. Ausgeliefert<br />

wird das Gerät ohne interne Festplatte. Eine Nachrüstung<br />

ist nicht vorgesehen. Stattdessen können<br />

PVR-Funktionen über extern angeschlossene<br />

Datenträger genutzt werden. Dank Twin-Tuner<br />

sind bis zu zwei parallele Aufnahmen möglich.<br />

Dann aber kann der Kanal nicht mehr gewechselt<br />

werden, ohne eine Aufnahme zu unterbrechen.<br />

Auch HD-Plus-Aufnahmen sind in Verbindung<br />

mit dem internen Kartenleser möglich. Diese unterliegen<br />

jedoch aufgrund der Restriktionen einigen<br />

Einschränkungen, wie Verknüpfung mit dem<br />

Aufnahmegerät und einer Vorspulsperre. Freie<br />

Aufnahmen können uneingeschränkt hin- und<br />

herkopiert werden. Die Benutzung des Gerätes<br />

gestaltet sich sehr einfach und intuitiv. Alle Menüs<br />

sind verständlich und klar beschriftet. Zudem<br />

„Der Programmlistenmanager sorgt<br />

dafür, dass bei Frequenzänderungen<br />

alle Kanäle am richtigen Platz zu<br />

finden sind.“<br />

gibt es immer die Möglichkeit, über die blaue<br />

Taste auf der Fernbedienung auf die Hilfefunktion<br />

zurückzugreifen, falls man bei der Benutzung<br />

doch einmal nicht weiterkommt. Auf Eingaben<br />

reagiert der Receiver schnell und ohne merkliche<br />

Verzögerung und die Kanalumschaltung geht<br />

flott von der Hand. Hier gibt es neben den bereits<br />

erwähnten Watchme-Kanälen auch HbbTV-<br />

Empfang über den roten Knopf. Beim Druck<br />

auf die „WWW“-Taste öffnet sich auf den ersten<br />

Blick nur ein schmales Auswahlmenü mit einigen<br />

Nachrichtendiensten. Doch der Schein trügt, denn<br />

Technisat verfolgt hier ein etwas anderes Bedienkonzept<br />

als die Mitbewerber: Apps sind dort in<br />

einer Kanalliste aufrufbar und sind wie Sender<br />

auswählbar. So gibt es zahlreiche Mediatheken,<br />

Angebote vieler Lokalsender oder auch Video-on-<br />

Demand-Dienste. Der Zugriff auf andere Geräte<br />

im Netzwerk ist über DLNA und Datenfreigabe<br />

möglich. Umgekehrt kann der DIGIT ISIO S auch<br />

als Server fungieren und eigene Dienste über das<br />

Netz verfügbar machen.<br />

KAUFTIPP<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver-Test<br />

Technisat<br />

DIGIT ISIO S<br />

8/2013<br />

Ausstattung<br />

Technisat<br />

DIGIT ISIO S<br />

8/2013<br />

Darstellung & Empfang<br />

Technisat<br />

DIGIT ISIO S<br />

8/2013<br />

An der Front sorgt das alphanumerische Display für Durchblick, über die Bedienknöpfe lassen sich sämtliche Grundfunktionen<br />

des Gerätes auch ohne Fernbedienung nutzen. Hinter einer Klappe auf der rechten Seite verbergen sich zwei<br />

CI-Plus-Schächte und zwei Kartenleser für Nagravision.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Doppeltuner, zwei Kartenleser<br />

+ Unterstützt Sky und HD Plus<br />

+ Praktische Sendersortierung<br />

+ Mediastreaming, HbbTV<br />

Was uns stört<br />

– Festplatte nur extern<br />

– Recording nur für zwei Sendungen<br />

– CI-Plus-Aufnahmerestriktionen<br />

– WLAN nicht integriert<br />

Details<br />

Hersteller<br />

Technisat<br />

Modell<br />

DIGIT ISIO S<br />

Preis<br />

349 Euro<br />

Maße (B × H × T) 31,0 × 5,2 × 20,0 cm<br />

Gewicht<br />

1,6 kg<br />

Stromverbrauch 10,6 W<br />

Ausstattung<br />

Tuner DVB-S/-C/-T 2/0/0<br />

DiSEqC 1.0/1.1/1.2 +/–/+<br />

Unicable/JESS +/–<br />

HD Plus/HD Plus (CI+) +/+<br />

Sky/Sky (CI+) –/+<br />

Festplatte<br />

nur extern<br />

PVR/Time-Shift +/+<br />

HbbTV/Smart TV +/+<br />

WLAN<br />

extern, USB-Stick<br />

HDMI-CEC<br />

+ (TechniLink)<br />

Betrieb<br />

Auflösung 576i, 576p, 720p,<br />

1 080i, 1 080p<br />

EPG Einzel-/Multikanal +/+<br />

Bild in Bild (PiP) HD/SD –/+<br />

Parallelaufnahme (Anzahl) 2<br />

Startzeit/Umschaltzeit ca. 27 s/ca. 1,5 s<br />

www.hdtvmagazin.com 61


Dream Multimedia DM 7020HD V2<br />

Die Fernbedienung dürfte gern<br />

hochwertiger ausfallen, die Tastenanordnung<br />

und Bedienung<br />

weiß aber dennoch zu gefallen.<br />

HIGHLIGHT<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver-Test<br />

Dream Multimedia<br />

DM 7020HD V2<br />

8/2013<br />

Ausstattung<br />

Dream Multimedia<br />

DM 7020HD V2<br />

8/2013<br />

Darstellung & Empfang<br />

Dream Multimedia<br />

DM 7020HD V2<br />

8/2013<br />

Die Front überzeugt mit einem einfarbigen OLED-Display, das Grafiken und Schrift in brillanter Qualität anzeigt.<br />

Hinter der in Klavierlackoptik gestalteten Frontklappe verbergen sich zwei Kartenleser sowie zwei CI-Schnittstellen.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Doppeltuner, zwei Kartenleser<br />

+ Wechseltuner (DVB-S/-C/-T möglich)<br />

+ Flexibler Festplatteneinbau<br />

+ Bis zu acht Aufnahmen parallel<br />

Was uns stört<br />

– Sehr lange Startzeit<br />

– WLAN nicht integriert<br />

– Kein HDMI-CEC (nur durch Plug-ins)<br />

– Sky nicht offiziell unterstützt<br />

Details<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Maße (B × H × T)<br />

Gewicht<br />

Stromverbrauch<br />

Ausstattung<br />

Tuner DVB-S/-C/-T<br />

Dream Multimedia<br />

DM 7020HD V2<br />

519 Euro<br />

37,5 × 7,5 × 23,2 cm<br />

2,5 kg<br />

24 W<br />

2/2/2 (2 gleichzeitig<br />

installierbar)<br />

DiSEqC 1.0/1.1/1.2 +/+/+<br />

Unicable/JESS +/–<br />

HD Plus/HD Plus (CI+) +/–<br />

Sky/Sky (CI+) +/–<br />

Festplatte<br />

intern und extern<br />

PVR/Time-Shift +/+<br />

HbbTV/Smart TV +/+<br />

WLAN<br />

extern, USB-Stick<br />

HDMI-CEC<br />

– (nur durch Plug-ins)<br />

Betrieb<br />

Auflösung 576i, 576p, 720p,<br />

1080i, 1080p<br />

EPG Einzel-/Multikanal +/+<br />

Bild in Bild (PiP) HD/SD –/+<br />

Parallelaufnahme (Anzahl) 8<br />

Startzeit/Umschaltzeit ca. 95 s/ca. 1,5 s<br />

Das Modell DM 7020HD V2 ist das derzeitige<br />

Flaggschiff im Portfolio von Dream<br />

Multimedia. Neben einem größeren<br />

Speicher wird die Enigma2-Box mit dem neuen<br />

Betriebssystem OE 3.0 ausgeliefert und kann<br />

somit auf vorzügliche Multimedia eigenschaften<br />

zurückgreifen. Die Rückseite weist die Videoschnittstellen<br />

HDMI, Scart und FBAS auf,<br />

Komponentenausgänge suchen wir hingegen vergebens.<br />

Dream Multimedia hat der DM 7020HD<br />

zudem zwei Wechseltuneranschlüsse spendiert,<br />

sodass der Sat-Receiver auch fit für DVB-C und<br />

DVB-T gemacht werden kann. Unzeitgemäß<br />

ist dagegen das Festhalten am 400-Megahertz-<br />

Hauptprozessor: Der direkte Wettbewerb macht<br />

hier mittlerweile mit Hauptprozessoren bis<br />

1,3 GHz von sich reden. Beim Flash-Speicher<br />

setzt Dream dagegen auf großzügige 1 Gigabyte<br />

Speicherplatz, während der Arbeitsspeicher auf<br />

512 MB aufgerüs tet wurde. Zudem kann eine<br />

Festplatte – wahlweise in den Größen 2,5 oder 3,5<br />

Zoll – intern verbaut werden. Bei der Erstinstallation<br />

können Dreamboxen schon immer mit einem<br />

perfekten Installationsmenü auftrumpfen. Nun<br />

setzt der Hersteller noch einen drauf und liefert<br />

seine neue DM7020 HD komplett vorinstalliert<br />

aus. Einmal mehr gilt die Devise: anschließen,<br />

einschalten und fernsehen. In der Kanalliste gibt<br />

es nun für jeden Satelliten vier Einträge: Kanäle,<br />

Anbieter, neu und FTA, letzterer ermöglicht das<br />

schnelle Zappen durch die frei ausgestrahlten<br />

Sender eines Satelliten. Auch die Umschaltgeschwindigkeit<br />

hat mit 1,25 s noch einmal zugenommen.<br />

Aufnahmen werden grundlegend mit<br />

EPG-Namen, Zusatzinfos und allen Tonspuren im<br />

TS-Format auf dem angeschlossenen Datenträger<br />

abgelegt. Dank des Schnitteditors kann Werbung<br />

bequem direkt mit der Box entfernt werden. Wer<br />

es etwas komfortabler mag, kann natürlich auch<br />

auf PC-Software zum Schneiden zurückgreifen.<br />

Im DVB-S2-Betrieb überzeugt die Dreambox mit<br />

einer uneingeschränkten DiSEqC-Verabeitung.<br />

Alle Protokolle werden restlos und uneingeschränkt<br />

unterstützt. Auch Unicable bereitet dem<br />

Gerät keinerlei Probleme. Der empfangsstarke<br />

Tuner zeigt erst bei einer Drosselung von 88,5<br />

dBm erste Schwächen. Anhand spezieller Testsequenzen<br />

wird deutlich, dass die DM 7020HD<br />

„Dream liefert die DM7020 HD<br />

komplett vorinstalliert aus. Einmal<br />

mehr gilt die Devise: anschließen,<br />

einschalten und fernsehen.“<br />

auch in Sachen Bildqualität nicht enttäuscht. Die<br />

Sequenzen werden ohne sichtbare Fehler und mit<br />

hoher Detailgenauigkeit wiedergegeben. Dank der<br />

wählbaren Videomodi kann der Nutzer selbst entscheiden,<br />

mit welcher Auflösung die Box das Bild<br />

zum Flachbildfernseher weitertransportieren soll.<br />

Dank der perfekten Netzwerkunterstützung kann<br />

die Übertragung zwischen Dreambox und PC<br />

über eine FTP-Verbindung erfolgen. Mithilfe installierbarer<br />

Plug-ins können auch MP3-Dateien,<br />

Bilder und Videos bequem aus dem heimischen<br />

Netzwerk wiedergegeben werden. Wenn die Daten<br />

auf Ihrem PC freigegeben sind, kann die Dreambox<br />

diese ohne Probleme aufspüren und wiedergeben.<br />

Plugins für Mediatheken gab es in diversen<br />

Dreambox-Images schon eine längere Zeit, neu<br />

ist, dass nun auch HbbTV mit der DM 7020HD<br />

funktioniert und dies ausgesprochen flott. Durch<br />

Softwareerweiterungen kann der Receiver um weitere<br />

Multimediaanwendungen aufgestockt werden<br />

und per Skins, die für das Menüdesign zuständig<br />

sind, lässt sich das Gerät individuell einrichten.<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

62 | 8.2013


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VU+ legt nicht nur<br />

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Fernbedienung bei,<br />

auch ein zweiter kleinerer<br />

Signalgeber mit<br />

rückseitiger QWERTZ-<br />

Tastatur ist enthalten.<br />

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<strong>HDTV</strong>-Receiver-Test<br />

VU+<br />

DUO2<br />

8/2013<br />

Ausstattung<br />

VU+<br />

DUO2<br />

8/2013<br />

Darstellung & Empfang<br />

VU+<br />

DUO2<br />

8/2013<br />

Was uns gefällt<br />

+ Vierfachtuner, zwei Kartenleser<br />

+ Wechseltuner (DVB-S/-C/-T möglich)<br />

+ Schneller Betrieb und Senderwechsel<br />

+ Mehr als zwölf Aufnahmen parallel<br />

Was uns stört<br />

– Startzeit gut, aber nicht perfekt<br />

– Für Einsteiger zu komplex<br />

– PC-Kenntnisse von Vorteil<br />

– Sky nicht offiziell unterstützt<br />

Details<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Maße (B × H × T)<br />

Gewicht<br />

Stromverbrauch<br />

Ausstattung<br />

Tuner DVB-S/-C/-T<br />

VU+<br />

DUO2<br />

499 Euro<br />

38,0 × 6,0 × 29,0 cm<br />

4,0 kg<br />

25 W<br />

2/2/2 (4 gleichzeitig<br />

installierbar)<br />

DiSEqC 1.0/1.1/1.2 +/+/+<br />

Unicable/JESS +/–<br />

HD Plus/HD Plus (CI+) +/–<br />

Sky/Sky (CI+) +/–<br />

Festplatte<br />

intern und extern<br />

PVR/Time-Shift +/+<br />

HbbTV/Smart TV +/+<br />

WLAN<br />

intern<br />

HDMI-CEC +<br />

Betrieb<br />

Auflösung 576i, 576p, 720p,<br />

1 080i, 1 080p<br />

EPG Einzel-/Multikanal +/+<br />

Bild in Bild (PiP) HD/SD +/+<br />

Parallelaufnahme (Anzahl) > 12<br />

Startzeit/Umschaltzeit ca. 35 s/< 1 s<br />

Neben einem zentralen Grafikdisplay wurde dem DUO2 ein farbiges LC-Display spendiert, das Senderinfos und Systeminterna<br />

wie die Prozessorauslastung anzeigt. Rechts hinter einer Klappe befinden sich noch zwei CI-Schächte, zwei<br />

Kartenleser, eine USB-Buchse sowie der einzige Knopf am Gerät – die Power-Taste.<br />

J<br />

e nach Kundenwunsch kann der DUO2 mit<br />

internem Datenträger, Twin-Tuner oder sogar<br />

Quad-Tuner geordert werden. Insgesamt<br />

vier Empfänger sorgen dann für maximalen Sat-<br />

Genuss oder Mischbetrieb mit DVB-C/-T. Anders<br />

als bei regulären Sat-Receivern können Sie beim<br />

DUO2 eine eigene grafische Oberfläche aufspielen.<br />

Für den Betrieb haben wir uns für das aktuelle<br />

VTi-Image entschieden, eine Linux-Software,<br />

die vom Hersteller empfohlen wird. 35 Sekunden<br />

vergingen, bis das Fernsehprogramm nach dem<br />

Einschalten zu sehen war – das ist vergleichbar<br />

zu „normalen“ Sat-Receivern und einsamer<br />

Rekord im Linux-Lager. Zugegeben, etwas Doping<br />

ist hier im Spiel: Neben dem mit 2-Gigabyte-<br />

Arbeitsspeicher sowie 1-Gigabyte-Flash-RAM<br />

werkelt auch ein Dualcore-Prozessor mit 1,3 GHz<br />

im Gerät. Diese „Überdimensionierung“ steigert<br />

den Bedien komfort, alles geht deutlich schneller<br />

von der Hand. Die Kanalumschaltung ist ebenfalls<br />

flink und lässt sich mit der Stoppuhr kaum noch<br />

ermitteln. Auch der Tuner profitiert von der hohen<br />

Prozessorgeschwindigkeit und absolvierte im<br />

Test einen Blindscan auf Astra 19,2 Grad Ost in<br />

knapp 5 Minuten. Die Einbindung in lokale Netzwerke<br />

und das Abspielen von Filmen, Fotos oder<br />

Musik von einem NAS-Server oder anderen Geräten<br />

im Netzwerk ist mit diesem Gerät problemlos<br />

möglich. Über die speziell für Android entwickelte<br />

App „VU+ Player“ ist die Fernsteuerung und das<br />

Programmstreaming möglich. Neu ist das Transcoding-Konzept<br />

von VU+: Dank des leistungsstarken<br />

Prozessors kann das Videosignal in eine<br />

geringere Auflösung heruntergerechnet werden.<br />

Der Nutzer hat bei der App die Wahl zwischen<br />

High, Medium und Low. Während das im lokalen<br />

Netzwerk sicherlich nicht von solch großer<br />

Bedeutung ist, kommt die Transcoding-Funktion<br />

einer mobilen Nutzung sehr entgegen. Ist das<br />

Gerät richtig eingerichtet, kann beispielsweise<br />

vom WLAN im Hotel auf die Box zugegriffen<br />

und das Programm gestreamt werden. Dass sich<br />

der DUO2 auch als Aufnahmemaschine anbietet,<br />

zeigen nicht zuletzt die zahlreichen Anschlüsse<br />

wie drei USB-Buchsen sowie eSATA. Am komfortabelsten<br />

nutzen Sie die Aufnahme natürlich mit<br />

interner Festplatte. Das Gerät ist zur Nachrüstung<br />

mit einer 3,5- oder 2,5-Zoll-Festplatte vorbereitet,<br />

„Natürlich interessierte es uns,<br />

wie viele Aufnahmen gleichzeitig<br />

möglich sind. Nach zwölf parallelen<br />

Aufzeichnungen gaben wir aber auf.“<br />

kann aber beim Händler mit integrierter Platte<br />

erworben werden. Natürlich interessierte es uns,<br />

wie viele Aufnahmen gleichzeitig möglich sind.<br />

Daher starteten wir auf diversen HD-Sendern den<br />

Mitschnitt – und gaben nach 12 parallelen Aufzeichnungen<br />

auf. Selbstverständlich ist auch Time-<br />

Shift möglich. Am komfortabelsten gelingt das<br />

mit dem Plug-in „Permanenttimeshift“ aus dem<br />

Extras-Menü. Dann startet die Box automatisch<br />

das Time-Shift und der Nutzer kann im aktuellen<br />

Programm problemlos bis zum Beginn der Wiedergabe<br />

zurückspulen. Da hierzu die Festplatte<br />

ständig in Betrieb ist, bietet sich natürlich der<br />

Einsatz einer leisen und stromsparenden SSD an.<br />

Dank integrierter CI-Schnittstellen (zwei Stück)<br />

und weiterer zwei Kartenschächte ist das Gerät<br />

selbstverständlich auch zum Empfang von Pay-TV<br />

geeignet. CI-Plus-Module, wie die von HD Plus<br />

und Sky, lassen sich allerdings nicht verwenden.<br />

Stattdessen verrichten alternative Module wie<br />

das Twin-Cam Gigablue oder das VU+ Allcam<br />

problemlos ihren Dienst.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Kathrein<br />

64 | 8.2013


Obwohl sich Kathrein mit diesem Produkt<br />

stark der Internetunterhaltung zuwendet,<br />

können Sie ohne Internetzwang<br />

Programme in bester <strong>HDTV</strong>-Qualität via Satellit<br />

empfangen und Inhalte ohne Kopierschutz, wie<br />

die der öffentlich-rechtlichen Sender, auf die interne<br />

Festplatte bannen. Dank des großzügigen Speichers<br />

von 500 oder 1 000 Gigabyte sind Serienaufnahmen<br />

kein Problem. Besonders praktisch<br />

gelingt die Programmplanung oder die Suche nach<br />

bestimmten Darstellern über den elektronischen<br />

Programmführer: Einfach den passenden Inhalt<br />

auswählen, Aufnahme drücken und schon landet<br />

die Sendung auf der Festplatte. Wenn Sie ganz<br />

auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie die<br />

Vor- und Nachlaufzeit der Aufnahme anpassen.<br />

Falls Sie Pay-TV in Form von Sky, HD Plus oder<br />

anderen Anbietern nutzen, stehen gleich zwei<br />

CI-Plus-Schächte für entsprechende Smartcards<br />

zur Verfügung. Einzig Aufnahmen werden hierbei<br />

häufig unterbunden. Um verpasste Sendungen, die<br />

nicht eigens aufgezeichnet wurden, nachzuholen,<br />

bietet sich die HbbTV-Funktion an: Bei aktiver<br />

Internetleitung reicht ein Druck auf die rote Taste<br />

der Fernbedienung aus, um die Onlinemediatheken<br />

der Sender einzusehen. Eine Diashow<br />

des letzten Urlaubs gelingt durch den verbauten<br />

SD-Kartenslot an der Vorderseite besonders<br />

einfach, alternativ stehen USB-Anschlüsse bereit.<br />

Verfügen Sie über ein Smartphone, haben Sie via<br />

App direkten Zugriff auf Programminformationen.<br />

Gleich zwei Anschlüsse für Satellitensignale<br />

lassen Ihnen die freie Wahl, ob Sie während einer<br />

Aufnahme einen anderen Sender wiedergeben<br />

wollen. Ebenfalls erlaubt es der Receiver, eine<br />

permanente Aufzeichnung durchzuführen, sodass<br />

Sie das laufende Programm einfach anhalten<br />

Kathrein UFS924<br />

Durch ausreichend große Tasten<br />

und die leicht geschwungene<br />

Form liegt die Fernbedienung gut<br />

in der Hand. Steuerkreuz und<br />

Programm- sowie Lautstärkeregler<br />

dürften aber enger<br />

beieinanderliegen.<br />

(die Daten werden daraufhin auf der Festplatte<br />

zwischengespeichert) und zu einem beliebigen<br />

Zeitpunkt fortsetzen. Wer noch tiefer in den<br />

Installationsprozess vordringt, entdeckt praktische<br />

Möglichkeiten einer Einkabelinstallation, einer<br />

Drehanlagensteuerung, sowie die Unterstützung<br />

mehrerer Satelliten. Zum Glück schlägt sich<br />

„Schalten Sie einen Kanal um,<br />

sollten Sie Ihre Blicke dem Display<br />

zuwenden, denn dieses zeigt den Titel<br />

der laufenden Sendung sowie die<br />

verbleibende Spieldauer an.“<br />

derlei Einsatzvielfalt nicht in einer komplizierten<br />

Bedienung nieder, denn sowohl die vorsortierte<br />

Kanalliste als auch die nachträglichen Anpassungen<br />

gehen selbsterklärend vonstatten. Schalten<br />

Sie einen Kanal um, sollten Sie Ihre Blicke dem<br />

Display zuwenden, denn dieses zeigt den Titel<br />

der laufenden Sendung sowie die verbleibende<br />

Spieldauer an. Damit Sie Kathreins UFS924 auch<br />

besonders einfach mit der Fernsteuerung Ihres<br />

Fernsehers bedienen können, verfügt der Receiver<br />

über HDMI-CEC. Ähnlich benutzerfreundlich<br />

verhält sich der Receiver im Netzwerk, denn<br />

auch wenn sich der UFS924 im Stand-by-Betrieb<br />

befindet, können externe Netzwerkgeräte ihn zum<br />

Aufwachen überreden, um auf Daten zuzugreifen<br />

und via PC die Aufnahmen zu bearbeiten. Im<br />

Gegensatz zu Einstiegsreceivern ist die Bildausgabe<br />

in 1 080p möglich, d. h. Ihr Fernseher erhält<br />

mundgerecht die benötigte Full-HD-Auflösung,<br />

ohne zusätzliche Berechnungsschritte durchführen<br />

zu müssen.<br />

Ausstattung<br />

Kathrein<br />

UFS924<br />

8/2013<br />

Darstellung & Empfang<br />

Kathrein<br />

UFS924<br />

8/2013<br />

Ein praktisches Display, ausreichend Bedienknöpfe, SD- und USB-Anschlüsse sowie zwei CI-Plus-Schnittstellen machen<br />

den UFS924 zum komfortablen Alleinunterhalter.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Große Festplatte, Doppeltuner<br />

+ Unterstützt Sky und HD Plus<br />

+ Einfache Bedienung, App-Unterstützung<br />

+ Mediastreaming, HbbTV<br />

Was uns stört<br />

– Bild in Bild eingeschränkt<br />

– HbbTV träge, WLAN nicht integriert<br />

– Recording nur für zwei Sendungen<br />

– CI-Plus-Aufnahmerestriktionen<br />

Details<br />

Hersteller<br />

Kathrein<br />

Modell<br />

UFS924<br />

Preis<br />

439 Euro<br />

Maße (B × H × T) 43,5 × 6,7 × 27,3 cm<br />

Gewicht<br />

3,6 kg<br />

Stromverbrauch 18,6 W<br />

Ausstattung<br />

Tuner DVB-S/-C/-T 2/0/0<br />

DiSEqC 1.0/1.1/1.2 +/+/+<br />

Unicable/JESS +/–<br />

HD Plus/HD Plus (CI+) –/+<br />

Sky/Sky (CI+) –/+<br />

Festplatte<br />

integriert, 1 000 GB<br />

PVR/Time-Shift +/+<br />

HbbTV/Smart TV +/+<br />

WLAN<br />

extern, USB-Stick<br />

HDMI-CEC +<br />

Betrieb<br />

Auflösung 576i, 576p, 720p,<br />

1080i, 1080p<br />

EPG Einzel-/Multikanal +/+<br />

Bild in Bild (PiP) HD/SD –/+<br />

Parallelaufnahme (Anzahl) 2<br />

Startzeit/Umschaltzeit ca. 28 s/ca. 1,5 s<br />

www.hdtvmagazin.com 65


Hochauflösend und smart<br />

Viele Geräte der aktuellen Blu-ray-<br />

Player-Generation glänzen nicht nur<br />

mit Full-HD-Bildern, sondern können<br />

Filme auch mit 3 840 × 2 160 Bildpunkten<br />

ausgeben. Einen passenden Ultra-HD-Flachbildfernseher<br />

oder -Projektor natürlich vorausgesetzt.<br />

Zudem locken die multimedialen<br />

Abspieler mit viel mehr Funktionen als nur der<br />

schnöden Wiedergabe von Blu-rays.<br />

In diesem Testfeld müssen sich aktuelle Modelle<br />

von Sony, Panasonic, Samsung, LG und Philips<br />

behaupten. Im Testlabor steht dabei natürlich<br />

die Bildqualität an erster Stelle und neben der<br />

hochauflösenden Full-HD-Bildausgabe von einer<br />

Blu-ray Disc, müssen sich die Abspieler auch bei<br />

der DVD-Wiedergabe beweisen. An dieser Stelle<br />

zeigen die Bildchips, wie effizient sie SD-Material<br />

aufwerten können. Auf der Anschlussseite wird<br />

seit einiger Zeit übrigens massiv gekürzt und<br />

alle Geräte verfügen im Grunde nur noch über<br />

digitale Audio- und Videoausgänge; vereinzelt<br />

finden sich aber auch noch analoge Surround-<br />

Buchsen wieder. Aufseiten der Ausstattung<br />

gehört das interne WLAN-Modul bereits zum<br />

guten Ton und der kabellose Internetzugang<br />

oder Netzwerkzugriff gestaltet sich als äußerst<br />

komfortabel – ein Testkandidat funkt gar mit<br />

300 Mbit pro Sekunde. Im Vergleich zu aktuellen<br />

Smart-<strong>TVs</strong> wirkt das Onlineangebot jedoch<br />

etwas eingeschränkt und bei einigen Herstellern<br />

vermissten wir etwa Video-on-Demand-<br />

Anbieter, die man auf Fernsehern des Herstellers<br />

durchaus findet. Zudem ist das App-Angebot<br />

oft nur von minderer Qualität und diverse ruckelnde<br />

Minispiele und unzählige Wetter-Applikationen<br />

versprühen nur wenig Charme. Dieses<br />

Schicksal teilen die Blu-ray-Player aber mit den<br />

Smart-<strong>TVs</strong>. Die Bedienung der Apps gelingt bei<br />

Letzteren dank spezieller Fernbedienungen weitaus<br />

angenehmer und in diesem Testfeld müssen<br />

Sie für eine komfortable Steuerung im Grunde<br />

immer auf die App des Herstellers zugreifen,<br />

denn etwa Texteingaben über die beiliegende<br />

Fernbedienung werden zum Geduldsspiel. Beim<br />

Streaming im Netzwerk glänzen nahezu alle<br />

Kandidaten mit HD-Fähigkeiten. Videotelefonate<br />

via Skype können Sie aber nur mit zwei<br />

Geräten führen. Bei der Leistungsaufnahme<br />

werden Rekorde aufgestellt und ein Großteil der<br />

Blu-ray-Player begnügt sich im Filmbetrieb mit<br />

weniger als zehn Watt. Da macht der Filmabend<br />

doch gleich noch mehr Spaß.<br />

DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Bilder: Auerbach Verlag, LG, Sony<br />

66 | 8.2013


Ist der Karton erst einmal geöffnet und der<br />

Blu-ray-Player entnommen, fällt sofort die<br />

rundlich geformte Fernbedienung auf. Die<br />

Magic Remote verfügt zudem nur über sehr<br />

wenig Tasten und setzt mittels eines verbauten<br />

Beschleunigungssensors voll auf Bewegungssteuerung;<br />

ganz dem Konzept der Spielkonsole Wii U<br />

von Nintendo folgend. Im Betrieb steuern Sie so<br />

einen Mauspfeil auf dem Bildschirm mit Bewegungen<br />

aus dem Handgelenk. Das funktioniert<br />

angenehm flüssig und präzise, wenngleich der<br />

Pfeil mitunter etwas versetzt zu den Bewegungen<br />

reagiert. In diesem Fall sollten Sie die Fernbedienung<br />

für eine Zentrierung schütteln. Vor<br />

allem die Internetfunktionen und der Browser<br />

profitieren von der Art der Steuerung, im Bluray-Betrieb<br />

müssen Sie aufgrund der wenigen<br />

Tasten aber immer ein On-Screen-Menü aufrufen,<br />

um etwa ins Menü der Disc zu kommen.<br />

Der Zugriff auf die Onlineinhalte gelingt im<br />

Übrigen kabellos per WLAN und die Bedienung<br />

gestaltet sich aufgrund des Dual-Core-Prozessors<br />

als weitgehend flüssig. Der BP730 kann sich<br />

auch mit Geräten über Wi-Fi Direct verbinden.<br />

In diesem Fall benötigen Sie keinen Router als<br />

Vermittler. Demnach kommunizieren etwa<br />

geeignete Android-Geräte mit dem Abspieler<br />

und via Miracast wird der Bildschirminhalt<br />

1:1 an den BP730 weitergeleitet. So können Sie<br />

etwa auf dem Smartphone gespeicherte Fotos<br />

und Videos auf dem Fernseher betrachten.<br />

Dank NFC-Sensor (Nahfeldkommunikation)<br />

kann eine Verbindung auch durch ein einfaches<br />

Auflegen des Smarthpones an den beliebig<br />

positionierbaren „Tag-On“-Sticker erfolgen.<br />

Apple-Geräte bleiben an dieser Stelle außen vor.<br />

Besitzen Sie ein iPhone oder iPad, können Sie<br />

aber auf die kostenlose LG-AV-Remote-App<br />

zurückgreifen und über diese den Blu-ray-Player<br />

komplett inklusive Texteingabe im Internetbrowser<br />

steuern. Zudem können Sie den Ton<br />

LG BP730<br />

des Abspielers auf ein mobiles Gerät übertragen<br />

und von dort per Kopfhörer genießen, um<br />

Ihre Umgebung nicht zu stören. Eine Kamera<br />

kann aber nicht angeschlossen werden und Sie<br />

müssen auf Skype-Videotelefonate verzichten.<br />

Das App-Angebot des Abspielers gibt sich<br />

ungemein vielfältig, bis auf die VoD-Angebote<br />

„Der BP730 punktet neben NFC mit<br />

Wi-Fi Direct und Filme von Blu-ray<br />

Discs können auch in Ultra-HD-<br />

Auflösung ausgegeben werden.“<br />

wie etwa Maxdome oder Watchever und das<br />

Videoportal Youtbube versprühen die Angebote<br />

jedoch wenig Attraktivität. Im Netzwerk gibt<br />

sich der BP730 universell und wir konnten mit<br />

dem Twonky-Server auf dem Testcomputer auch<br />

HD-Filme im MKV- und MOV-Format streamen;<br />

diese Formate werden natürlich auch via<br />

USB wiedergegeben. Natürlich können Sie mit<br />

dem Multimediatalent auch Blu-rays schauen<br />

und die Bildqualität gibt sich tadellos. Neben<br />

den normalen Scheiben werden auch Blu-ray<br />

3Ds verdaut. Da der Abspieler über einen<br />

speziellen Videochip verfügt, können Blu-rays<br />

auch in Ultra HD mit 3 840 × 2 160 Bildpunkten<br />

ausgegeben werden, die native 4K-Wiedergabe<br />

von Fotos oder Videos beherrscht der Player<br />

aber nicht. DVDs werden angenehm scharf und<br />

nahezu ohne Kantenflimmern aufbereitet. Der<br />

BP730 ist übrigens von der flinken Sorte und<br />

weist selbst ohne Schnellstartmodus eine Bootzeit<br />

von nur rund zehn Sekunden auf. Zudem<br />

werden auch komplexe Blu-rays in Rekordzeit<br />

eingelesen. Im Filmbetrieb hört man das Laufwerk<br />

aber leicht rauschen und auch minimal<br />

sirren. Aus zwei Metern Abstand ist das aber im<br />

Grunde nicht mehr wahrnehmbar.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Sehr gute Bildqualität, Ultra-HD-Upscaling<br />

+ NFC, Wi-Fi Direct, WLAN intern<br />

+ Extrem flink im Betrieb<br />

+ Niedriger Stromverbrauch<br />

Was uns stört<br />

– Software im Betrieb nicht immer stabil<br />

– Wenig Anschlüsse, kein HDMI-CEC, kein Skype<br />

– Fernbedienung nicht jedermanns Sache<br />

– Keine 4K-Foto- oder -Videodarstellung<br />

Details<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Maße (B × H × T)<br />

Stromverbrauch<br />

LG<br />

BP730<br />

199 Euro<br />

43 × 3,8 × 20,3 cm<br />

10 W<br />

Ausstattung<br />

3D +<br />

UHD (4K) +<br />

WLAN<br />

integriert<br />

Smart TV +<br />

Youtube +<br />

Skype –<br />

DLNA +<br />

HDMI-CEC –<br />

Die Magic Remote ermöglicht<br />

es, einen Mauspfeil wie bei<br />

Nintendos Wii aus dem Handgelenk<br />

zu steuern.<br />

Ausstattung<br />

LG<br />

BP730<br />

8/2013<br />

Bildqualität<br />

LG<br />

BP730<br />

8/2013<br />

LGs Blu-ray-Player sieht auf den ersten Blick richtig schick aus. Leider ist die gebürstete Aluminium-Optik aber mehr<br />

Schein als Sein, denn das Gehäuse besteht komplett aus Plastik.<br />

Betrieb<br />

Auflösung 576p, 720p, 1 080i,<br />

1 080p, 2 160p<br />

Bootzeit<br />

10 s<br />

Startzeit Blu-ray 22 s<br />

Bildeinstellungen –<br />

www.hdtvmagazin.com 67


Sony BDP-S5100<br />

KAUFTIPP<br />

Blu-ray-Player-Vergleich<br />

Sony<br />

BDP-S5100<br />

8/2013<br />

Klein, praktisch, handlich: Über<br />

die Fernbedienung haben Sie zu<br />

jedem Zeitpunkt alle Funktionen<br />

im Griff.<br />

Ausstattung<br />

Bildqualität<br />

Sony<br />

BDP-S5100<br />

8/2013<br />

Sony<br />

BDP-S5100<br />

8/2013<br />

Schick: Das Quartz-Design steht auch den Blu-ray-Playern aus dem Hause Sony. Die Verarbeitungsqualität kann<br />

weitestgehend überzeugen, das Plastikgehäuse schmälert den Gesamteindruck jedoch empfindlich.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Sehr gute Bildqualität<br />

+ WLAN intern, SACD-Unterstützung<br />

+ Günstiger Marktpreis<br />

+ Niedriger Stromverbrauch<br />

Was uns stört<br />

– Plastikgehäuse<br />

– Wenig Anschlüsse, kein NFC, Skype, Miracast<br />

– Keine Bildverbesserer, kein UHD-Upscaling<br />

– Laufwerk hörbar, langsame Startzeit<br />

Details<br />

Hersteller<br />

Sony<br />

Modell<br />

BDP-S5100<br />

Preis<br />

159 Euro<br />

Maße (B × H × T) 36 × 4,3 × 19,9 cm<br />

Stromverbrauch 6 W<br />

Ausstattung<br />

3D +<br />

UHD (4K) –<br />

WLAN<br />

integriert<br />

Smart TV +<br />

Youtube +<br />

Skype –<br />

DLNA +<br />

HDMI-CEC +<br />

Betrieb<br />

Auflösung 576p, 720p,<br />

1 080i, 1 080p<br />

Bootzeit<br />

25 s<br />

Startzeit Blu-ray 29 s<br />

Bildeinstellungen –<br />

Wahnsinn: Sonys BDP-S5110 veranschlagt<br />

im Blu-ray-Betrieb noch<br />

nicht einmal sechs Watt und punktet<br />

dabei mit einer hervorragenden Bildqualität. So<br />

werden Blockbuster von Blu-ray Disc ohne Makel<br />

abgespielt und mittels Triluminos kann auch<br />

ein erweiterter Farbraum wiedergegeben werden.<br />

Wenngleich dazu auch andere Abspieler in der<br />

Lage sind, Sony schmückt das Merkmal eben nur<br />

mit einer eigenen Bezeichnung aus. Ganz zeitgemäß<br />

können natürlich auch 3D-Filme abgespielt<br />

werden. Auf die Bildausgabe in der Ultra-HD-<br />

Auflösung mit 3 840 × 2 160 Bildpunkten müssen<br />

Sie jedoch verzichten und dieses Ausstattungsmerkmal<br />

ist immer noch dem Vorjahresmodell<br />

BDP-S790 vorbehalten. Neben der mustergültigen<br />

Blu-ray-Wiedergabe wertet der Videochip<br />

des BDP-S5100 auch Ihre DVD-Sammlung auf<br />

und die Darstellung wird ansprechend auf die<br />

volle Full-HD-Auflösung „aufgeblasen“. Die<br />

Signalelektronik weiß auch mit der Vollbildwandlung<br />

effizient umzugehen und so werden<br />

Filme nahezu komplett von flimmernden Kanten<br />

befreit wiedergegeben. Weitere Bildverbesserer<br />

in Form einer Rauschunterdrückung sucht man<br />

leider vergebens und Sonys aus dem Smart-TV-<br />

Bereich bekannte X-Reality-Engine glänzt mit<br />

Abwesenheit. Aufseiten der Ausstattung wird<br />

vor allem mit vielfältigen Internetangeboten<br />

wieder Boden gutgemacht. Dank dem internen<br />

WLAN-Modul gelingt der Abruf kabellos und<br />

über das Sony Entertainment Network können<br />

Sie neben kostenpflichtigen HD-Filmen auch<br />

Musik abrufen. Praktisch: Dafür ist nur ein<br />

globaler Account nötig, der dann für alle Sony-<br />

Geräte, Playstation, AV-Receiver usw., gültig ist.<br />

Klassikfans freuen sich über die App der Berliner<br />

Philharmoniker, über die Sie im Abomodell<br />

Konzerte in HD-Auflösung und Surround-<br />

„Sony beeindruckt im Test mit<br />

kristallklaren Full-HD-Bildern bei<br />

einer verschwindend geringen<br />

Leistungsaufnahme von noch nicht<br />

einmal sechs Watt.“<br />

Sound erleben können. Über den Browser surfen<br />

Sie wie vom Computer gewohnt Internetseiten<br />

an. Dabei sollten Sie aber unbedingt auf die kostenlos<br />

erhältliche TV-Side-View-App für Appleund<br />

Android-Geräte zurückgreifen, denn so<br />

können Sie Internetadressen bequem über den<br />

berührungsempfindlichen Bildschirm eingeben.<br />

Letztlich ist es natürlich auch möglich, den<br />

BDP-S5100 über die App zu bedienen. Im Netzwerk<br />

konnten wir im Test problemlos auch HD-<br />

Filme im MKV- und MOV-Format wiedergeben;<br />

einzige Voraussetzung dafür ist aber eine andere<br />

Serversoftware als der Windows Media Player,<br />

denn über diesen blieb das Bild beim Aufruf<br />

der MKV-Datei schwarz. Skype oder NFC sind<br />

leider nicht mit an Bord, dafür können Sie im<br />

sogenannten Partymodus Musik von Tablet-<br />

PCs und Smartphones via WLAN direkt an den<br />

Blu-ray-Player schicken und so Ihre Musik über<br />

die Heimkinoanlage abspielen. Im Betrieb glänzt<br />

der BDP-S5100 mit flinken Reaktionszeiten<br />

und auch komplexe Discs sind im Nu geladen.<br />

Das Laufwerk rauscht und brummt während<br />

der Blu-ray-Wiedergabe nur dezent und ist aus<br />

rund zwei Metern kaum noch wahrnehmbar.<br />

Rückseitig beschränkt sich Sony auf nur wenige<br />

digitale Buchsen und einen Mehrkanalausgang<br />

sucht man vergeblich. Audiophile stimmt der<br />

Hersteller aber mit der Unterstützung von <strong>Super</strong><br />

Audio CDs milde.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

68 | 8.2013


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Panasonic DMP-BDT335<br />

Ausstattung<br />

Panasonic<br />

DMP-BDT335<br />

8/2013<br />

Bildqualität<br />

Panasonic<br />

DMP-BDT335<br />

8/2013<br />

Die Fernbedienung wirkt etwas<br />

überladen und das Tastenlayout<br />

ist nicht immer verständlich.<br />

Die silbrige Erscheinung besteht leider nur aus Plastik, mach aber dennoch einiges her. Die blaue Beleuchtung an der<br />

Front kann auch abgeschaltet werden und die Anzeige ist dimmbar.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Sehr gute Bildqualität, Ultra-HD-Upscaling<br />

+ Skype, Wi-Fi Direct, Miracast, WLAN intern<br />

+ Zweiter HDMI-Ausgang, SD-Slot<br />

+ Youtube in Full-HD-Qualität<br />

Was uns stört<br />

– Plastikgehäuse, Laufwerk rauscht<br />

– Einlese- und Bootgeschwindigkeit<br />

– Fehler beim Streamen von Videos<br />

– Keine 4K-Foto- oder -Videodarstellung<br />

Details<br />

Hersteller<br />

Panasonic<br />

Modell<br />

DMP-BDT335<br />

Preis<br />

249 Euro<br />

Maße (B × H × T) 43 × 4,1 × 18,1 cm<br />

Stromverbrauch 9,5 W<br />

Ausstattung<br />

3D +<br />

UHD (4K) +<br />

WLAN<br />

integriert<br />

Smart TV +<br />

Youtube +<br />

Skype +<br />

DLNA +<br />

HDMI-CEC +<br />

Betrieb<br />

Auflösung 576p, 720p, 1 080i,<br />

1 080p, 2 160p<br />

Bootzeit<br />

32 s<br />

Startzeit Blu-ray 28 s<br />

Bildeinstellungen +<br />

Das silberne Gehäuse des DMP-BDT335<br />

sieht ungemein schick aus und auch<br />

der Formfaktor weiß sich in Szene zu<br />

setzen. Hinter der Frontklappe befinden sich<br />

USB-Anschlüsse und der SD-Karteneinschub.<br />

Wenn sich das Laufwerk öffnet, wird die Klappe<br />

übrigens automatisch heruntergeklappt. Nach<br />

dem Einlegen einer Blu-ray Disc fängt das<br />

Laufwerk deutlich hörbar an zu rauschen und<br />

wird erst in späteren Kapiteln des Films leiser,<br />

da der Laser zum Lesen von innen nach außen<br />

wandert und in Zuge dessen die Rotationsgeschwindigkeit<br />

der Disc abnimmt. Wenn<br />

die Surround-Anlage läuft, nimmt man das<br />

Betriebsgeräusch aber nicht mehr wahr. Ohne<br />

den stromfressenden Schnellstartmodus lässt<br />

sich der Blu-ray-Player ganz schön Zeit und<br />

ist nach dem Einschalten erst nach über einer<br />

halben Minute einsatzbereit. Komplexe Discs<br />

fordern auch ihren Tribut und lassen ebenfalls<br />

etwas auf sich warten. Im Betrieb punktet der<br />

DMP-BDT335 dann aber mit einer geringen<br />

Leistungsaufnahme und Filme von Blu-ray<br />

fordern weniger als zehn Watt ein. Praktisch:<br />

Auf der Rückseite findet sich ein zweiter<br />

HDMI-Ausgang, über den Sie zum Beispiel den<br />

Ton separat weiterleiten können. Fernab davon<br />

gibt sich das Anschlussfeld übersichtlich und<br />

neben dem optischen Tonausgang finden Sie<br />

noch eine Netzwerkschnittstelle; die Hersteller<br />

haben sich seit einiger Zeit von analogen<br />

Audio- und Videoanschlüssen verabschiedet<br />

und einen analogen Mehrkanalausgang für etwa<br />

5.1-Sound finden Sie nur noch selten. Der Zugriff<br />

auf die Internet- und Netzwerkfunktionen<br />

gelingt dank WLAN-Modul kabellos und Sie<br />

haben Zugriff auf Facebook, diverse Mediatheken<br />

von TV-Sendern und einige Video-on-<br />

Demand-Anbieter nebst Youtube. Auch die<br />

„Panasonic punktet mit einem zweiten<br />

HDMI-Ausgang, einem<br />

SD-Karteneinschub und der<br />

Bildausgabe im UHD-Format mit<br />

3 840 × 2 160 Bildpunkten.“<br />

HD-Videotelefonie ist mittels einer optional<br />

erhältlichen Skype kamera möglich. Im Netzwerk<br />

gibt sich der DMP-BDT335 überraschend<br />

eingeschränkt und im Test konnten wir selbst<br />

über die Twonky-Serversoftware einem HD-<br />

Film im MOV-Format nur ruckelnd wiedergeben;<br />

die MKV-Dateien wurden gar nicht erst<br />

angezeigt. Von USB-Datenträgern können Sie<br />

beide Formate dann aber problemlos wiedergeben.<br />

Dank Wi-Fi Direct bauen mobile Geräte<br />

auch ohne Router eine direkte Verbindung mit<br />

dem Blu-ray-Abspieler auf und mittels Miracast<br />

kann der Bildschirminhalt eines geeigneten<br />

Android-Gerätes als Videostream 1:1 über den<br />

DMP-BDT335 auf den Fernseher geschickt<br />

werden. Letztlich können Sie mittels des Internetbrowsers<br />

auch im Internet surfen. Echter<br />

Komfort kommt aber aufgrund der dafür nicht<br />

geeigneten Fernbedienung nicht auf. Die Bildqualität<br />

bewegt sich auf sehr hohem Niveau und<br />

Blockbuster von Blu-ray Disc werden mit einer<br />

tadellosen Bildschärfe und Farbigkeit wiedergeben.<br />

Sie können die Bildausgabe auch minimal<br />

nachbearbeiten und etwa in Bezug auf die<br />

Schärfe, Kontrast usw. anpassen. Zudem werden<br />

Bilder auf Wunsch in der UHD-Auflösung mit<br />

3 840 × 2 160 Pixeln ausgegeben. DVDs profitieren<br />

ebenfalls vom potenten Videochip, die<br />

Darstellung gelingt zwar minimal zackig, dafür<br />

aber nahezu komplett flimmerfrei.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic, Philips<br />

70 | 8.2013


Philips BDP7750<br />

Der BDP7750 kommt in edlem Schwarz<br />

daher und wirkt auf den ersten Blick<br />

angenehm wertig. Das Gehäuse besteht<br />

aber nur aus Plastik, was den Gesamteindruck<br />

leicht schmälert. Auf der Anschlussseite lässt<br />

der Blu-ray-Player kaum Wünsche offen und<br />

neben den gängigen digitalen Schnittstellen will<br />

Philips mit dem analogen 5.1-Audioausgang<br />

auch audiophile Filmfans glücklich machen;<br />

derartige Buchsen sind heutzutage nur noch<br />

äußerst selten anzutreffen und der Ton wird<br />

in der Regel via HDMI weitergeleitet. Über<br />

die USB-Anschlüsse verwalten Sie problemlos<br />

portable Wechselspeicher und können darauf<br />

befindliche Medien abspielen. Im Test war es<br />

ohne Weiteres möglich, hochauflösende Filme<br />

im MKV-Container ruckelfrei darzustellen und<br />

auch Clips im MOV-Format wurden anstandslos<br />

erkannt. Zu Ihrem Netzwerk baut der<br />

BDP7750 auch kabellosen Kontakt auf; dabei<br />

kommt ein äußerst leistungsfähiges Funkmodul<br />

zum Einsatz, das auch im 5-Gigahertz-Bereich<br />

zurechtkommt und Verbindungen mit bis<br />

zu 300 Mbit/s aufbaut. Haben Sie auf Ihrem<br />

Computer etwa den Twonky-Mediaserver<br />

installiert, können Sie die bereits genannten<br />

Dateitypen auch problemlos über das Netzwerk<br />

streamen. Dank Wi-Fi Direct können Sie via<br />

Miracast mit einem geeigneten Android-Gerät<br />

auch eine Direktverbindung ohne Routereinsatz<br />

mit dem Blu-ray-Abspieler aufbauen. In einem<br />

derartigen Szenario wird der Bildschirminhalt<br />

des Tablet-PCs oder Smartphones 1 : 1 über den<br />

BDP7750 auf den Fernseher geschickt. Darüber<br />

hinaus haben Sie Zugriff auf unzählige Apps,<br />

wenngleich an dieser Stelle Quantität klar vor<br />

Qualität geht. Die Mediatheken der TV-Sender<br />

machen an dieser Stelle natürlich absolut Sinn,<br />

viele Anwendungen wirken aber eher als Füllmaterial<br />

und zudem hätte auch eine Wetter-App<br />

völlig ausgereicht. Auch das Video-on-Demand-<br />

Angebot fällt im Vergleich zu dem der Smart-<br />

<strong>TVs</strong> ernüchternd aus und namenhafte Anbieter<br />

wie etwa Maxdome sucht man vergebens.<br />

Pluspunkte sammelt Philips wiederum mit der<br />

Skype-Unterstützung, leider liegt die Kamera<br />

„Der BDP7750 gibt Blu-rays mit UHD-<br />

Auflösung aus und DVDs erstrahlen<br />

dank einer potenten Nachbearbeitung<br />

in neuem Glanz.“<br />

dem Abspieler nicht bei. Der Player bootet auch<br />

ohne Schnellstartmodus relativ fix und komplexe<br />

Blu-ray Discs werden verhältnismäßig zügig<br />

eingelesen. Dabei rauscht das Laufwerk nur<br />

minimal; während die Disc im Laufwerk rotiert,<br />

sind aber dezente Klickgeräusche zu vernehmen.<br />

Aus einem gängigen Betrachtungsabstand<br />

von rund 2,5 Metern fällt das aber kaum noch<br />

auf und läuft der Film, übertönt der Sound der<br />

Anlage die Betriebsgeräusche. Das Menü gibt<br />

sich übrigens eher schlicht, lässt sich aber angenehm<br />

flink bedienen. Die Internetfunktionen<br />

steuern Sie besser über die kostenlose App für<br />

Android- und Apple-Geräte. Blu-rays werden<br />

mit einer tadellosen Bildqualität wiedergeben<br />

und erstrahlen in feinster Full-HD-Auflösung.<br />

Dank der UHD-Unterstützung können Sie<br />

Bilder auch mit bis zu 3 840 x 2 160 Bildpunkten<br />

ausgeben; die Skalierung erfolgt automatisch.<br />

DVDs erstrahlen zudem in neuem Glanz, denn<br />

neben der ansprechend knackigen und nahezu<br />

flimmerfreien Darstellung können Sie Bilder<br />

auch nachschärfen oder Rauschen effizient<br />

entfernen.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Sehr gute Bildqualität, Ultra-HD-Upscaling<br />

+ Skype, Wi-Fi Direct, Miracast, WLAN intern<br />

+ WLAN mit bis zu 300 Mbit/s<br />

+ Surround-Ausgänge<br />

Was uns stört<br />

– Plastikgehäuse<br />

– Einlesegeschwindigkeit behäbig<br />

– Laufwerk im Betrieb leicht hörbar<br />

– Keine 4K-Foto- oder -Videodarstellung<br />

Details<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Maße (B × H × T)<br />

Stromverbrauch<br />

Philips<br />

BDP7750<br />

199 Euro<br />

43,5 × 4,2 × 23 cm<br />

10,6 W<br />

Ausstattung<br />

3D +<br />

UHD (4K) +<br />

WLAN<br />

integriert<br />

Smart TV +<br />

Youtube +<br />

Skype +<br />

DLNA +<br />

HDMI-CEC +<br />

Ausstattung<br />

Philips<br />

BDP7750<br />

8/2013<br />

Bildqualität<br />

Philips<br />

BDP7750<br />

8/2013<br />

Im Blu-ray-Betrieb macht die<br />

Fernbedienung eine gute Figur.<br />

Geht es aber um die Onlinefunktionen,<br />

sollten Sie besser auf die<br />

kostenlose App für Apple- und<br />

Android-Geräte zurückgreifen.<br />

Als einer der wenigen Probanden im Test, können Sie den Blu-ray-Player von Philips auch für die Videotelefonie via<br />

Skype nutzen. Die Kamera müssen Sie aber separat erstehen.<br />

Betrieb<br />

Auflösung 576p, 720p, 1 080i,<br />

1 080p, 2 160p<br />

Bootzeit<br />

20 s<br />

Startzeit Blu-ray 30 s<br />

Bildeinstellungen +<br />

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Samsung BD-F7500<br />

TESTSIEGER<br />

Blu-ray-Player-Vergleich<br />

Samsung<br />

BD-F7500<br />

8/2013<br />

Ausstattung<br />

Bildqualität<br />

Die Fernbedienung gibt sich<br />

etwas überladen und bei den<br />

Internetfunktionen leidet die<br />

Bedienung. Vor allem der Mauszeiger<br />

im Browser lässt sich nur<br />

im Schneckentempo steuern.<br />

Samsung<br />

BD-F7500<br />

8/2013<br />

Samsung<br />

BD-F7500<br />

8/2013<br />

Samsungs Topmodell sieht edel aus, doch auch hier besteht das Gehäuse nur aus Plastik. Technisch lockt der Blu-ray-<br />

Player dafür mit allerlei Sonderfunktionen.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Sehr gute Bildqualität, Ultra-HD-Upscaling<br />

+ Wi-Fi Direct, WLAN intern<br />

+ Extrem schnelle Bootzeit<br />

+ Zweiter HDMI-Ausgang, Surround-Ausgänge<br />

Was uns stört<br />

– Plastikgehäuse<br />

– Kein Skype<br />

– Höchster Stromverbrauch im Testfeld<br />

– Keine 4K-Foto- oder -Videodarstellung<br />

Details<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Modell<br />

BP-7500<br />

Preis<br />

249 Euro<br />

Maße (B × H × T) 43 × 4,3 × 20,1 cm<br />

Stromverbrauch 14 W<br />

Ausstattung<br />

3D +<br />

UHD (4K) +<br />

WLAN<br />

integriert<br />

Smart TV +<br />

Youtube +<br />

Skype –<br />

DLNA +<br />

HDMI-CEC +<br />

Betrieb<br />

Auflösung 576p, 720p, 1 080i,<br />

1 080p, 2 160p<br />

Bootzeit<br />

7 s<br />

Startzeit Blu-ray 27 s<br />

Bildeinstellungen +<br />

Mit dem BD-F7500 will Samsung Filme<br />

von Blu-ray Disc noch beeindruckender<br />

erscheinen lassen, denn der<br />

Abspieler kann die Bildausgabe auf Wunsch<br />

auf die UHD-Auflösung mit 3 840 × 2 160<br />

Bildpunkten hochskalieren. Dafür benötigen<br />

Sie natürlich einen passenden Flachbildfernseher<br />

oder Projektor, ansonsten bleibt das Bild<br />

schwarz. Aber auch ohne die UHD-Option ist<br />

die Bildqualität über jeden Zweifel erhaben<br />

und Blockbuster erstrahlen knackscharf. Selbst<br />

Filme auf DVD werden sichtbar aufgewertet<br />

und effektiv auf die Full-HD-Auflösung<br />

hochgerechnet. Die Darstellung erfolgt zudem<br />

nahezu flimmerfrei und kann auf Wunsch auch<br />

noch im Detail, etwa über eine Rauschunterdrückung,<br />

optimiert werden. Die Aufwertung<br />

greift aber weniger effizient als bei den aktuellen<br />

Flachbildfernsehern von Samsung ein. Optisch<br />

gibt sich der BD-F7500 schick, das Plastikgehäuse<br />

sollte aber nicht verheimlicht werden.<br />

Aufseiten der Ausstattung glänzt im Grunde<br />

nur die Skype-Kompatibilität mit Abwesenheit<br />

und der Blu-ray-Player hat viele Internet- und<br />

Streamingfunktionen mit an Bord. So konnten<br />

wir im Test etwa problemlos hochauflösende<br />

Filme im MOV- und MKV-Container streamen<br />

und diese Dateitypen wurden auch von einem<br />

USB-Speicher ruckelfrei abgespielt. Natürlich<br />

stehen Ihnen jede Mege Apps zur Verfügung<br />

und vom sozialen Netzwerk Facebook, über<br />

den Musikstreamingdienst Deezer, bis hin zum<br />

Video-on-Demand-Anbieter Watchever sind<br />

viele attraktive Angebote vorzufinden. Letztlich<br />

steht auch ein Browser zum Surfen im Internet<br />

zur Verfügung, die Bedienung ist hierbei über<br />

die Fernbedienung jedoch nur im Schneckentempo<br />

möglich. Hier schafft die kostenlose App<br />

für Apple- und Android-Geräte zumindest<br />

etwas Abhilfe. Die Verbindung zum Internet<br />

findet zeitgemäß natürlich kabellos über WLAN<br />

statt. Dank der Wi-Fi-Direct-Unterstützung<br />

ist es zudem möglich, einen direkten Kontakt<br />

zwischen dem BD-F7500 und einem mobilen<br />

Gerät aufzubauen; in diesem Fall ist kein Router<br />

nötig. Im Betrieb gibt sich der Blu-ray-Player<br />

fühlbar flink und selbst ohne Schnellstartmodus<br />

steht die Bedienoberfläche bereits nach sage<br />

„Der BD-F7500 punktet mit vielfältigen<br />

Anschlüssen, einer tadellosen<br />

Bildqualität und einer sehr hohen<br />

Bedien- und Bootgeschwindigkeit. “<br />

und schreibe sieben Sekunden zur Verfügung.<br />

Komplexe Discs werden auch relativ zügig<br />

eingelesen. Das Menü zeigt sich schick und<br />

auch hier wird eine hohe Bediengeschwindigkeit<br />

an den Tag gelegt. Im Filmbetrieb rauscht<br />

das Laufwerk nur ganz dezent und ist somit<br />

kaum wahrnehmbar. Die Leistungsaufnahme<br />

fällt mit über 14 Watt zwar immer noch gering<br />

aus, wenngleich manch anderer Player der<br />

Konkurrenz bereits unter der Zehn-Watt-Marke<br />

arbeitet. Auch auf der Anschlussseite kann der<br />

BD-F7500 Punkte sammeln und über den zweiten<br />

HDMI-Ausgang können Sie etwa den Ton<br />

separat an einen AV-Receiver weiterleiten. Zudem<br />

ist es möglich, über die analogen Ausgänge<br />

ein komplettes Surround-Set direkt anzuschließen.<br />

Bilder können ausschließlich digital per<br />

HDMI ausgegeben werden und Samsung hat<br />

sich, wie im Grunde alle Hersteller im Blu-ray-<br />

Player-Bereich, von den analogen Videoausgängen<br />

verabschiedet, was der Gesamtqualität aber<br />

keinen Abbruch tut.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />

72 | 8.2013


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verschließt die Gehäuseunterseite<br />

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eingefahrenen Zustand.<br />

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Projektion geeignet<br />

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Polyesterstoff<br />

„PureMatEX“ hat<br />

0,93 Gain und<br />

Moiré-Vorbeugung.<br />

• Mit der IR-Fernbedienung<br />

lässt sich<br />

die Leinwand stufenlos<br />

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Julia Repmann (27)<br />

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Ausstattung<br />

Benq<br />

W1080ST<br />

8/2013<br />

Bildqualität<br />

Benq<br />

W1080ST<br />

8/2013<br />

Der Lüfter ist selbst im Ecomodus<br />

deutlich hörbar. Im Gegenzug<br />

heizt sich der Projektor aber<br />

kaum auf.<br />

Dank der gewölbten optischen<br />

Einheit können Sie bereits aus<br />

kleinsten Entfernungen XXL-<br />

Bilder projizieren.<br />

Die Fernbedienung gibt Signale<br />

via Infrarot weiter. Diese werden<br />

von der Leinwand zurück auf den<br />

Empfänger reflektiert.<br />

Benq W1080ST<br />

Im Grunde handelt es sich beim W1080ST<br />

optisch und in Bezug auf die Technik um einen<br />

W1070. Neben der höheren Seriennummer<br />

ist aber das ST am Ende der Produktbezeichnung<br />

der ausschlaggebende Faktor. Dieses<br />

Kürzel steht für Short Throw und der W1080ST<br />

ist demnach in die Riege der Kurzdistanzprojektoren<br />

einzuordnen.<br />

Charakteristisch für diese Geräteklasse ist eine<br />

spezielle gewölbte Optik, die es erlaubt, verglichen<br />

mit herkömmlichen Projektoren, aus gleichem<br />

Abstand ein doppelt so großes Bild zu projizieren.<br />

Das ist besonders in kleinen Wohnzimmern<br />

praktisch und im Test haben wir aus 1,5 Metern<br />

Entfernung bereits eine zwei Meter breite Leinwand<br />

gefüllt. Das macht den W1080ST bei der<br />

Aufstellung besonders flexibel, wenngleich der<br />

Projektor der Preisklasse entsprechend über keine<br />

Lens-Shift-Funktion verfügt und Sie das Bild<br />

nicht verschieben können; an dieser Stelle muss<br />

also der Projektor genauestens justiert und auf die<br />

Leinwand abgestimmt werden. Eine Zoomfunktion<br />

ist aber vorhanden, sodass die Größe der<br />

Projektion in einem kleinen Rahmen angepasst<br />

werden kann. Da der W1080ST vergleichsweise<br />

klein und leicht ist, lässt er sich ohne viel<br />

Aufwand korrekt ausrichten. Dank der Kurzdistanzoptik<br />

kann der Aufbau zudem näher an der<br />

Projektionsfläche stattfinden, sodass während<br />

eines Filmabends niemand durch den Lichtweg<br />

„Der Kurzdistanzprojektor projiziert<br />

strahlende XXL-Bilder aus geringer<br />

Entfernung und beeindruckt mit<br />

toller 3D-Darstellung.“<br />

bzw. durch das Bild laufen muss. Dank der beiliegenden<br />

Tasche ist der W1080ST voll auf Mobilität<br />

ausgelegt und kann im Nu für einen Videospielabend<br />

bei Freunden eingepackt werden.<br />

Farben aus Hollywood<br />

Bei der Projektionstechnik setzt Benq auf die<br />

DLP-Technik. Der Preisklasse entsprechend<br />

kommt dabei das Ein-Chip-Verfahren zum Einsatz<br />

und die Farben werden über ein rotierendes<br />

Farbrad im Lichtweg erzeugt. Technisch bedingt<br />

sind Farbblitzer an kontraststarken Kanten<br />

(Regenbogeneffekt) nicht vermeidbar. Die Wahrnehmung<br />

dieses Effekts variiert aber von Person<br />

zu Person und nimmt mit geringerer Gesamthelligkeit<br />

der Projektion ab. Im abgedunkelten<br />

Heimkino und kalibrierten, farbneutralen Modus<br />

sind die Blitzer dann seltener wahrnehmbar.<br />

Damit Farben möglichst unverfälscht und wie<br />

von den Filmschaffenden gewollt reproduziert<br />

werden, müssen Sie lediglich den Cinema-Bildmodus<br />

aktivieren. Postwendend erstrahlen die<br />

Primär- und Sekundärfarben nahezu der <strong>HDTV</strong>-<br />

Norm entsprechend. Im Detail kommt es aber im<br />

Grünbereich zu leichten Abweichungen, da die<br />

Darstellung auf Bildhelligkeit getrimmt ist. Auch<br />

Rot gerät etwas aus dem Ruder. Eine perfekte<br />

Anpassung über das interne Farbmanagement<br />

ist im Übrigen leider nicht möglich. Insgesamt<br />

gelingt die Abbildung von Zuspielungen aber<br />

ausgeglichen und wirkt nicht überzuckert. Zudem<br />

werden auch Sonderfarben nahezu optimal<br />

dargestellt und die Leuchtkraft aller Farben fällt<br />

untereinander sehr ausgeglichen aus. Verwunderlich:<br />

Aktivieren Sie im Menü die Farbtemperatur<br />

Warm, erstrahlt das Bild nahezu komplett ohne<br />

Blauanteil, was zu einem merklichen Farbstich in<br />

Richtung Grün und Rot führt. Im Test aktivierten<br />

wir anschließend die Voreinstellung Normal und<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Benq<br />

74 | 8.2013


starteten die Kalibrierung der Farbtemperatur.<br />

Mit nur wenigen Handgriffen konnten wir dem<br />

W1080ST dann eine nahezu mustergültige, von<br />

einem Farbstich befreite Abbildung entlocken.<br />

Auch die Durchzeichnung gibt sich den Messungen<br />

zufolge vorbildlich und dabei werden weder<br />

Details verschluckt noch überbetont. Bei der<br />

Bewegtbildschärfe muss der Kurzdistanzprojektor<br />

aber der fehlenden Zwischenbildberechnung<br />

Tribut zollen, denn Kameraschwenks in einem<br />

Kinofilm werden deutlichen unschärfer als eine<br />

ruhige Szene abgebildet. Die statische Bildschärfe<br />

kann wiederum voll und ganz überzeugen. An<br />

dieser Stelle können Sie den Schärferegler im<br />

Menü ruhig voll aufziehen, denn selbst in der<br />

höchsten Stufe wirkt die Darstellung nicht überschärft<br />

und die 1 920 × 1 080 Bildpunkte sorgen<br />

für eine extrem knackige<br />

Abbildung. Vorbildlich:<br />

Trotz der Kurzdistanzoptik<br />

kommt es kaum zu<br />

Verzerrungen im Randbereich<br />

der Projektion<br />

und auch die Farbsäume<br />

um Objektkanten halten<br />

sich erfreulich zurück.<br />

Heller als LED-LCD<br />

In puncto Leuchtkraft<br />

erreicht der W1080ST<br />

durchaus Rekordwerte<br />

und erstrahlt im hohen<br />

Lampenmodus und mit<br />

aktivierter Brillant-<br />

Color-Option teils heller<br />

als aktuelle LED-LCD-<br />

Fernseher. In diesem<br />

Bildmodus müssen Sie<br />

aber mit einer stark<br />

verfälschten Farbdarstellung<br />

leben. Für ein<br />

Die Minifernbedienung wirkt etwas überladen. Standardfunktionen<br />

sind aber gut zu erreichen.<br />

Fußballspiel am Tag sollte das aber vollkommen<br />

in Ordnung gehen und dank der Leuchtreserven<br />

können Sie die Projektionen bis zu einem<br />

gewissen Grad auch bei vorhandenem Umgebungslicht<br />

realisieren. Im Ecomodus pendelt<br />

sich die Leistungsaufnahme übrigens bei rund<br />

200 Watt ein; die 300-Watt-Marke wird auch im<br />

hohen Lampenmodus nicht durchbrochen. Der<br />

Lüfter ist leider in jedem Lampenmodus deutlich<br />

hörbar, wenngleich das Rauschen im Zuge<br />

des Sounds eines actionreichen Blockbusters<br />

untergeht. Im schon angesprochenen farbneutralen<br />

Modus erstrahlt der Kurzdistanzprojektor<br />

immer noch heller als ein Plasmafernseher,<br />

dennoch sollte der Filmabend im Optimalfall<br />

unter gedämpften Lichtverhältnissen stattfinden.<br />

Aufgrund der Preisklasse wurde der Lichtweg<br />

des W1080ST hinsichtlich der Vermeidung<br />

von Restlicht nur wenig optimiert und die<br />

Schwarzdarstellung kann nicht überzeugen. So<br />

wirken dunkle Bildanteile eher gräulich und<br />

die Kontrastdarstellung gelingt nur auf einem<br />

befriedigenden Niveau. 3D-Bilder werden mittels<br />

Shutter-Brillen realisiert. Leider liegen dem<br />

W1080ST keine bei und die Brillen müssen separat<br />

erworben werden. An dieser Stelle können Sie<br />

auch auf Modelle von Drittherstellern zurückgreifen,<br />

die mit rund 30 Euro etwas günstiger<br />

sind. Dank der extrem schnellen Schaltzeiten der<br />

DLP-Technik gelingt die plastische Darstellung<br />

Was uns gefällt<br />

+ Sehr helle Bilder<br />

+ Gute Farbdarstellung<br />

+ Riesige Bilder aus kurzer Distanz<br />

+ Tolle 3D-Darstellung<br />

Was uns stört<br />

– Mäßige Schwarzdarstellung, Farbblitzer<br />

– Kein Lens Shift zur Bildverschiebung<br />

– 3D sehr dunkel<br />

– Lüfter deutlich hörbar<br />

komplett von Doppelkonturen befreit. Das<br />

macht richtig Spaß, nur leider reduziert sich die<br />

Leuchtkraft im 3D-Modus auf ein Minimum und<br />

Sie sollten möglichst in einem komplett dunklen<br />

Raum in die greifbaren Welten abtauchen.<br />

DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Standardmodus Cinema<br />

Helligkeit 50<br />

Kontrast 50<br />

Farbe 50<br />

Farbton 50<br />

Bildschärfe 15<br />

Farbtemperatur Normal<br />

Lampenleistung Je nach Wunsch<br />

Rauschreduktion 8<br />

Farbtemperatur-<br />

Feineinstellung Alles Standard bis auf:<br />

Grün +94, Blau +97<br />

Gamma-Auswahl 2.2<br />

Brillant Color Aus<br />

Farbmanagement Alles Standard<br />

Der Kurzdistanzprojektor W1080ST verfügt über genügend digitale und analoge Ein- und Ausgänge. Heimkino-Enthusiasten können das Gerät zudem über die R-232-Schnittstelle<br />

mit Befehlen speisen und dank des 12-Volt-Triggers kann auch eine automatisch ausfahrbare Leinwand direkt angesteuert werden.<br />

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Benq W1080ST<br />

Details<br />

Preis<br />

1 199 Euro<br />

Farbe<br />

Weiß<br />

Maße (B × H × T)<br />

31,2 × 10,4 × 24,4 cm<br />

Gewicht<br />

2,85 kg<br />

Bauweise<br />

DLP<br />

Auflösung<br />

1920 x 1080 Pixel<br />

Lampenlaufzeit<br />

6 000 h (Eco)<br />

3D<br />

ja (Shutter-Technik)<br />

Stromverbrauch<br />

200–275 Watt<br />

Zubehör<br />

Fernbedienung<br />

Standardfernbedienung (Infrarot)<br />

3D-Brille<br />

nein, optional erhältlich<br />

Anschlüsse<br />

2 × HDMI (3D) 1 × Komponente 1 × PC<br />

1 × Audio in 1 × Kopfhörer 1 × USB<br />

1 × R232 1 × 12-V-Trigger<br />

Sonderfunktionen<br />

Lautsprecher, projiziert XXL-Bilder aus geringem Abstand<br />

Projektor-Funktionen<br />

Einschaltzeit<br />

ca. 30 Sekunden<br />

Lautstärke<br />

35 – 40 db (A)<br />

Bildformatwahl<br />

flexibel, kein Bildbeschnitt bei SD<br />

Bild-in-Bild<br />

nein<br />

Gaming<br />

Eingabeverzögerung<br />

niedrig (30 ms), gut spielbar<br />

Spielemodus<br />

nicht vorhanden<br />

Helligkeit/Schwarzwert<br />

Leuchtkraft<br />

250 cd/m 2 (400 cd/m 2 hoher Lampenmodus)<br />

Schwarzwert 0,18 cd/m 2<br />

Helligkeitsverteilung<br />

55 % 70 % 50 %<br />

60 % 100 % 50 %<br />

55 % 80 % 50 %<br />

Durchzeichnung<br />

präzise Durchzeichnung bereits in der Voreinstellung<br />

Bildschärfe<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Detailnachschärfung<br />

ja, über Schärferegler (kontrastbasiert)<br />

Bewegtbildschärfe<br />

befriedigend, 60-Hertz-Niveau<br />

Nachzieheffekte<br />

kaum sichtbar<br />

Filmglättung<br />

nicht vorhanden<br />

Farbdarstellung<br />

Farbraum<br />

Grüntöne leicht ins Gelbliche verschoben,<br />

Rottöne mit steigender Sättigung kräftig<br />

Farbtemperatur<br />

Voreinstellungen deutlich zu warm, nach<br />

Kalibrierung präzise<br />

Bildfehler<br />

Farbsäume / Verzerrungen gering / gering<br />

Farbblitzer / Pixelrauschen sichtbar / gering<br />

Abgestufte Farbübergänge gering<br />

Tonwiedergabe<br />

Qualität<br />

bestenfalls auf Telefonhörerniveau<br />

Einstellungen<br />

nicht vorhanden<br />

Automatische Lautstärkekorrektur nicht vorhanden<br />

3D-Darstellung<br />

Helligkeit 40 cd/m 2<br />

Doppelkonturen (Crosstalk) nicht wahrnehmbar<br />

3D-Brille flimmerfrei<br />

nein<br />

Auflösung<br />

Full-HD-3D<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

76 | 8.2013


Sony HMZ-T3W<br />

Bilder: Sony<br />

Sie wollen OLED-Bildtechnologie,<br />

eine gebogene Bildfläche und riesige<br />

Bilddiagonale, sind aber nicht bereit,<br />

knapp 8 000 Euro für einen OLED-Fernseher<br />

zu investieren? Dann könnte Sonys neueste<br />

Version des 3D-Kopfkinos genau die richtige<br />

Empfehlung für Sie sein.<br />

Falls Sie noch nie etwas von Sonys 3D-Kopfkino<br />

gehört haben, zunächst ein Blick zurück: 2011<br />

veröffentlichte Sony mit dem HMZ-T1 das erste<br />

3D-Kopfkino mit HD-Auflösung und OLED-<br />

Technik. Zwei kleine Minidisplays erscheinen<br />

durch vorgelagerte Linsen wie eine XXL-Leinwand<br />

und die optische Illusion, tatsächlich in<br />

„Jetzt veröffentlicht Sony<br />

die dritte Version des<br />

3D-Kopfkinos und diese<br />

unterscheidet sich gravierend<br />

vom Vorgängermodell.“<br />

einem Heimkino zu sitzen und auf ein riesiges<br />

Bild zu blicken, ist nahezu perfekt geglückt. Mit<br />

knapp 420 Gramm wog die 3D-Brille aber deutlich<br />

zu viel und durch die ungünstige Gewichtsverlagerung<br />

nach vorn, sowie die seltsam angebrachten<br />

Halteriemen, drückte das 3D-Kopfkino<br />

schmerzhaft auf die Nase und gegen die Stirn.<br />

Mit dem Nachfolgemodell HMZ-T2 war<br />

Besserung in Sicht, denn Sony verringerte das<br />

Gewicht auf knapp 330 Gramm und setzte auf<br />

eine dezent schlankere Konstruktion. In Summe<br />

war das HMZ-T2 angenehmer, aber längst nicht<br />

angenehm zu tragen. Jetzt veröffentlicht Sony<br />

die dritte Version des 3D-Kopfkinos und diese<br />

unterscheidet sich gravierender vom Vorgängermodell,<br />

als man zunächst vermuten würde.<br />

Mit oder ohne Kabel?<br />

Beim Auspacken des HMZ-T3W fallen neben<br />

der Videobrille zwei kleine Kästen auf, während<br />

beim Vorgängermodell nur eine Box beilag.<br />

Des Rätsels Lösung ist die neue Drahtlosverbindung:<br />

Das HDMI-Kabel der Quelle wird<br />

wie gehabt an der Videobox angedockt, diese<br />

kommuniziert aber wahlweise ohne Kabel mit<br />

dem neuen Empfänger und dies innerhalb einer<br />

Reichweite von fünf Metern. Da der Drahtlosempfänger<br />

gleichzeitig Energielieferant (Akku)<br />

für die 3D-Brille ist, kommen Sie um ein Kabel<br />

am Ende doch nicht herum. Dennoch weiß die<br />

neue Bewegungsfreiheit zu gefallen und im Test<br />

klappte die Erkennung zwischen Sender und<br />

Empfänger ohne Aussetzer, selbst bei Full-HD-<br />

Signalen in 1 080p und 3D. Wer der Bild- und<br />

Tonübertragung über den Äther misstraut, kann<br />

immer noch zur bewährten HDMI-Verkabelung<br />

greifen. Die Entscheidung zur drahtlosen oder<br />

drahtgebundenen Verkabelungen nimmt großen<br />

Einfluss auf die Akkuleistung: Mit direkter<br />

HDMI-Verbindung hält das HMZ-T3W knapp<br />

sieben Stunden am Stück durch, mittels aktiver<br />

Drahtlosverbindung nur knapp drei Stunden.<br />

Der integrierte Akku ist nach drei bis vier<br />

Stunden wieder vollständig geladen, alternativ<br />

können Sie die Akkubox auch permanent mit<br />

Details<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis<br />

Maße (B × H × T)<br />

Gewicht<br />

Stromverbrauch<br />

Ausstattung<br />

HDMI-Eingänge<br />

HDMI-Ausgänge<br />

Drahtlosübertragung<br />

Technik<br />

Bauweise<br />

Auflösung<br />

3D<br />

Kopfhörer<br />

Sony<br />

HMZ-T3W<br />

1 299 Euro<br />

18,9 cm × 14,8 cm × 27 cm<br />

320 g<br />

11 Watt Kopfkino,<br />

8 Watt AV-Box<br />

3 (AV-Box),<br />

1 (Akku-Box)<br />

2 (Kopfkino, TV)<br />

Ja (Bild + Ton)<br />

OLED-3D-Kopfkino<br />

1 280 × 720 Pixel<br />

Ja<br />

Mitgeliefert, In-Ear<br />

(Anschlussmöglichkeit<br />

für alle Kopfhörer)<br />

www.hdtvmagazin.com 77


Strom versorgen. Schalten Sie das 3D-Kopfkino<br />

ab, schleift die Videobox das Signal auf Wunsch<br />

zu einem Fernseher durch (beachten Sie bei der<br />

Verkabelung unbedingt die korrekte Zuweisung).<br />

Maximal drei externe Zuspieler docken<br />

an der Videobox an, dank der MHL-Schnittstelle<br />

lassen sich Smartphones nicht nur zur<br />

Bildausgabe überreden, sondern deren Akkus<br />

gleichzeitig auftanken.<br />

Wirklich praktisch?<br />

Während Sie bei einem Flachbildfernseher einfach<br />

nur gemütlich vor dem TV Platz nehmen<br />

müssen, heißt es beim HMZ-T3W „handgreiflich“<br />

zu werden. Das Stirnpolster lässt sich per<br />

Schalter nach vorn verschieben, der obere Halteriemen<br />

nahezu stufenlos von hinten nach vorn<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Bildmodus<br />

Anwender<br />

Kontrast 100<br />

Helligkeit 50<br />

Farbe 50<br />

Farbtemperatur Natürlich<br />

Panel-Ansteuerung Klar<br />

Klares Schwarz +6<br />

Bildschärfe Hoch +2<br />

Bildschärfe Mittel +2<br />

Rauschunterdr. Aus<br />

Kontrast-Remaster Aus<br />

Anzeigegröße 100 %<br />

Bildschirm<br />

Je nach Wunsch<br />

24p-True-Cinema Ein<br />

Filmkonvertierung Auto<br />

Overscan<br />

Aus<br />

Bildformat<br />

Wide<br />

bewegen. Somit lastet das immer noch stolze<br />

Gewicht von 320 Gramm nicht länger vollständig<br />

im Nasenbereich, sondern die 3D-Brille<br />

liegt besser auf dem Kopf auf. Allerdings gibt<br />

es noch immer einen Haken: Wird der hintere<br />

Halteriemen nicht straff genug angezogen, kippt<br />

die Brille sehr schnell nach vorn. Da bereits<br />

wenige Millimeter Abweichung ausreichen, um<br />

das Bild unschärfer darzustellen, ist die exakte<br />

Ausrichtung des 3D-Kopfkinos nach wie vor ein<br />

schwieriger Balanceakt. Die bequemste Haltung<br />

erzielten wir im Liegen mit angewinkelter Kopfstütze,<br />

während uns im Sitzen das Gewicht des<br />

3D-Kopfkinos schon nach kurzer Zeit ermüdete.<br />

Sony wäre somit gut beraten, das mittlerweile<br />

in der dritten Generation überarbeitete Design<br />

gänzlich über Bord zu werfen und die Auflagefläche<br />

im Gesichtsbereich deutlich zu vergrößern:<br />

Winzige Auflageflächen lassen keinen Tragekomfort<br />

aufkommen, Druckstellen bilden sich<br />

binnen weniger Minuten. Durch die drahtlose<br />

Bild- und Tonübertragung sowie den Einsatz eigener<br />

Kopfhörer kann das HMZ-T3W dennoch<br />

Ein externer Akku speist die 3D-Brille und muss als einziges<br />

Zusatzgerät direkt verkabelt werden. Bild- und Ton<br />

gelangen auf Wunsch drahtlos zur AV-Box, die maximal<br />

drei HDMI-Quellen Anschluss bietet. Kopfhörer docken<br />

entweder an der 3D-Brille oder an der AV-Box an.<br />

gegenüber den Vorgängermodellen punkten,<br />

wirklich massenmarkttauglich erscheint das<br />

Konzept aber nach wie vor nicht. Gleiches gilt<br />

für die mitgelieferten Lichtblocker: Die Gummieinlagen<br />

lassen sich nur umständlich installieren,<br />

fallen dafür aber umso schneller wieder aus<br />

der Verankerung.<br />

OLED-Bildqualität<br />

Auch wenn wir aufgrund der vorgelagerten<br />

Linsen keine detaillierten Messwerte ermitteln<br />

konnten, fällt die Darstellungsqualität<br />

des HMZ-T3W hochgradig natürlich aus.<br />

Bei der Farbwiedergabe verzichtet Sony auf<br />

einen Bonbon-Look und der satte Kontrast<br />

der OLED-Technik lässt Filmbilder ungemein<br />

plastisch erscheinen. Um den Effekt einer gekrümmten<br />

Leinwand nachzustellen, können Sie<br />

die Bildschirmeinstellung verändern, woraufhin<br />

2D-Bilder leicht gebogen erscheinen. Dieser<br />

Effekt ist leider nicht im 3D-Modus anwählbar.<br />

Aufseiten der Bildbrillanz und Abschottung<br />

gegenüber Restlicht sind jedoch keine Vorteile<br />

Lautstärkeregler, Ein-Aus-Schalter<br />

und Navigationsknopf lassen keine<br />

Sehnsucht nach einer Fernbedienung<br />

aufkommen.<br />

Innerhalb des Nasenaufsatzes<br />

befindet sich ein kleiner<br />

Sensor: Legen Sie die Brille ab,<br />

schaltet sich das Bild automatisch<br />

aus und die OLED-Displays<br />

werden geschont.<br />

Der Abstand beider Linsen lässt sich<br />

durch zwei Regler justieren. Nur wenn Sie<br />

das HMZ-T3W auf Ihren Augenabstand<br />

optimieren, erscheinen Bilder wirklich<br />

scharf.<br />

Bilder: Sony<br />

78 | 8.2013


zu den Vorgängermodellen erkennbar. Ohne<br />

Lichtblocker erscheint die Bildfläche stark<br />

aufgehellt und mit der Bildhelligkeit eines<br />

Flachbildfernsehers kann das 3D-Kopfkino<br />

nicht konkurrieren. Zudem fehlt eine Zwischenbildberechnung,<br />

um die Bewegtbildschärfe zu<br />

optimieren und Filmbilder flüssiger ablaufen zu<br />

lassen. Als Kompromiss können Sie den Panel-<br />

„Blicken Sie auf die<br />

winzigen Displays<br />

des HMZ-T3W, haben Sie<br />

wirklich den Eindruck, Sie<br />

säßen vor einer Leinwand.“<br />

Ansteuerungsmodus auf „Klar“ umschalten,<br />

woraufhin Dunkelphasen zwischen den Bildern<br />

eingestreut werden und schnelle Bewegungen<br />

deutlich schärfer erscheinen – die Bildhelligkeit<br />

nimmt aber im Gleichklang ab. Damit Kinofilme<br />

im Blu-ray-Kinoformat nicht ruckeln, sollten<br />

Sie 24p-True-Cinema aktivieren, woraufhin das<br />

HMZ-T3W die 60-Hertz-Wandlung umgeht.<br />

Doch auch hier kein Vorteil ohne Nachteil: Je<br />

nach Eingangsfrequenz kommt es zum Großflächenflimmern<br />

und die Bewegtbildschärfe fällt<br />

nicht optimal aus.<br />

Illusion geglückt<br />

Blicken Sie auf die winzigen Displays des HMZ-<br />

T3W, haben Sie wirklich den Eindruck, Sie<br />

säßen vor einer Leinwand. Durch ein vorgelagertes<br />

Linsensystem wird Ihnen eine entfernte<br />

Sitzposition vorgetäuscht und mit Ausnahme<br />

der sichtbaren Bildränder der Displays ist die<br />

Illusion fast perfekt. Das komplette Sichtfeld<br />

füllen die OLED-Displays allerdings nicht aus,<br />

stattdessen wählte Sony eine gesunde Mischung<br />

aus Bildgröße und wahrgenommener Entfernung.<br />

Falls Sie die Bildgröße dennoch unangenehm<br />

empfinden, können Sie die Anzeigegröße<br />

um drei Stufen auf bis zu 70 Prozent reduzieren.<br />

Die Displayauflösung wird mit 1 280 × 720 Bildpunkten<br />

angegeben, was erst einmal nach nicht<br />

viel klingt, in der Praxis aber keinesfalls verpixelte<br />

Bilder nach sich zieht. Vor dem Betrachten<br />

der Bilder sollten Sie allerdings den Abstand<br />

der Linsen auf Ihren Augenabstand angleichen<br />

und die Brille exakt ausrichten, sonst treten<br />

Unschärfen (vor allem in den Randbereichen)<br />

störend zutage. Die Pixelstruktur ist nahezu<br />

unsichtbar, lediglich die Grundschärfe lässt ein<br />

wenig zu wünschen übrig, insbesondere dann,<br />

wenn man vorab einen 4K-Fernseher im 3D-<br />

Betrieb bestaunt hat. Mittels zweier Schärferegler<br />

können Sie den subjektiven Detaileindruck<br />

etwas verbessern, Flachbildfernseher bieten hier<br />

aber ein noch plastischeres Niveau. Die 3D-<br />

Darstellung profitiert von den getrennten Displays<br />

ungemein: Es gibt keine Doppelkonturen,<br />

keine Helligkeitsunterschiede im Vergleich zum<br />

2D-Betrieb und keinerlei Qualitätsverlust. Beim<br />

Ton setzen Sie am besten auf potente Kopfhörer,<br />

um den vollen Kinosound zu genießen. Neben<br />

den virtuellen Surround-Modi stehen Ihnen<br />

auch Decoder für Tonspuren in Dolby Digital<br />

und DTS zur Verfügung.<br />

Weiterentwicklung hat ihren Preis<br />

Keine Frage: Mit dem HMZ-T3W stellte Sony<br />

den bislang ausgereiftesten Vertreter des 3D-<br />

Kopfkinos in die Regale. Doch so sehr sich das<br />

Design und der Tragekomfort weiterentwickeln,<br />

so sehr stagniert die Bildtechnik und die<br />

Handhabung. Noch immer ist das 3D-Kopfkino<br />

umständlich auf die Kopfform einzustellen und<br />

die Gummieinlagen zur Lichtabschottung sind<br />

kaum praxisgerecht verwendbar. Die vergleichsweise<br />

geringe Auflösung von 1 280 × 720<br />

Bildpunkten ist in Zeiten von Ultra HD dezent<br />

veraltet und die fehlende Zwischenbildberechnung<br />

macht Kompromisse bei der Bewegtbilddarstellung<br />

unvermeidbar. Kontrast, Farbdarstellung<br />

und 3D-Wirkung können dagegen mit<br />

der besten TV- und Videotechnik Schritt halten<br />

und durch die kompakte Größe können Sie Ihr<br />

ganz privates Heimkino nahezu überall genießen.<br />

Dass Sony den Preis seit der ersten Generation<br />

schrittweise erhöht hat und das HMZ-T3W<br />

stolze 1 300 Euro kostet, ist da nur ein kleiner<br />

Wermutstropfen, denn das Vorgängermodell<br />

HMZ-T2 bleibt weiterhin erhältlich und wurde<br />

im Preis auf 700 Euro gesenkt.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Was uns gefällt<br />

+ OLED-Bildqualität im XXL-Format<br />

+ Absolut natürlicher 3D-Eindruck<br />

+ Drahtlose Bild- und Tonübertragung<br />

+ Verbessertes Tragegefühl<br />

Was uns stört<br />

– Hoher Preisaufschlag zu HMZ-T2<br />

– Perfekte Bildschärfe schwer erreichbar<br />

– Keine Zwischenbildberechnung<br />

– Immer noch nicht praktisch zu tragen<br />

Zwar befinden sich Ihre Augen nur wenige Zentimeter vor den OLED-<br />

Displays, durch die vorgelagerten Linsensysteme erscheint die Bildfläche<br />

jedoch meterweit entfernt. Der subjektive Eindruck entspricht dem<br />

Blickfeld von den hinteren Sitzreihen im Kinosaal aus.<br />

www.hdtvmagazin.com 79


80 | 8.2013<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Warner Home, DC


Wer „sorgt“ sich um <strong>Super</strong>man?<br />

Martha<br />

Kent<br />

(Diane<br />

Lane) freut<br />

sich über<br />

die Rückkehr<br />

ihres<br />

Sohnes.<br />

Kevin<br />

Costner<br />

spielt den<br />

irdischen<br />

Ziehvater<br />

Jonathan<br />

Kent.<br />

Verstorben,<br />

aber<br />

unvergessen:<br />

Jor-El<br />

(Russel<br />

Crowe) als<br />

Übervater.<br />

Äschert<br />

<strong>Super</strong>mans<br />

Heimat ein:<br />

General<br />

Zod<br />

(Michael<br />

Shannon).<br />

Ist es ein Vogel? Ein Flugzeug? Oder doch<br />

nur ein Außerirdischer, der seine <strong>Super</strong>kräfte<br />

aus der Sonnenstrahlung zieht und<br />

eine Vorliebe für rot-blaue Schlafanzüge hat? In<br />

jedem Fall ist es die Rückkehr eines Kinohelden,<br />

der einen Neustart redlich verdient hat.<br />

Die übermenschlichen Fähigkeiten hängen von<br />

den Genen ab, weshalb die Filmhandlung auf<br />

Krypton beginnt, dem Heimatplaneten des kleinen<br />

Babys namens Kal-El. Lara Lor-Van (Ayelet<br />

Zurer) und Jor-El (Russel Crowe) sind wohl das,<br />

was man bei uns als umweltbewusste, nachhaltig<br />

denkende Liberale betiteln würde. Sie sind also<br />

gegen die konservativen Ansichten der amtierenden<br />

Regierung, die gierig den Kern Kryptons<br />

abbaut und damit das Schicksal des Planeten besiegelt<br />

hat. Des Weiteren legt der Staat ein Ständesystem<br />

vor, das das Schicksal eines jeden noch vor<br />

der Geburt genetisch festlegt. Um jene Einschränkung<br />

zu umgehen und ihrem Sohn sämtliche<br />

Möglichkeiten seiner freien Entfaltung offen zu<br />

halten, haben sich die beiden für eine natürliche<br />

Geburt entschieden, was gegen das höchste<br />

Gesetz verstößt. Jene genetische Vorsehung sorgt<br />

dafür, dass General Zod (Michael Shannon) zum<br />

ultimativenVerteidiger der Bevölkerung Kryptons<br />

wird. Seine Interesse am Erhalt seiner Spezies ist<br />

dabei so groß und unflexibel in ihn eingebrannt,<br />

dass er nur noch einen Putsch und die gewaltsame<br />

Übernahme der Regierung als Lösung<br />

sieht. Auf diesem Wege wird aus seinem früheren<br />

Verbündeten Jor-El ein Gegner, da dieser einen<br />

anderen Weg des Erhalts sieht und daher gegen<br />

den Agressor kämpft. Sich der aussichtslosen Lage<br />

ihrer Heimat bewusst, hat Lara bereits die Erde<br />

als neuen Planeten für ihr Baby ausgesucht und<br />

schickt es auch sogleich mit der gesamten kulturellen<br />

Information ihres Heimatplaneten versehen<br />

in einer Weltraumkapsel los, als die Militärgewalt<br />

in ihr Zuhause eindringt. Der Planet geht unter<br />

und mit ihm jegliche Wurzel des zukünftigen<br />

<strong>Super</strong>man. Dieser landet sicher und geborgen im<br />

Farmstaat Kansas und wird von Jonathan (Kevin<br />

Costner) und Martha Kent (Diane Lane), einem<br />

kinderlosen Ehepaar, gefunden und aufgezogen.<br />

Jugendjahre in Geborgenheit<br />

Der Rest ist Geschichte, wie es so schön heißt –<br />

erzählt durch diverse Flashbacks die den umherziehenden<br />

Gelegenheitsarbeiter Clark Kent<br />

(Henry Cavill) gelegentlich befallen. Er erinnert<br />

sich nicht nur an die guten Werte, die ihm seine<br />

irdischen Eltern beibrachten, sondern auch<br />

an den Tag, als er das erste Mal ein gewisses<br />

Gespräch mit seinem Vater hatte. Dabei ging es<br />

weniger um die Sache zwischen Männern und<br />

Frauen, als vielmehr um die Tatsache, dass er<br />

nicht von dieser Welt stammt und er besser seine<br />

<strong>Super</strong>kräfte im Zaum halten sollte, wenn ihm<br />

etwas am normalen Leben liegt. Auf seiner Reise<br />

durch Kanada hört Clark durch Zufall von einem<br />

mysteriösen, jahrtausende alten Objekt, das<br />

sich in der Arktis unter einer dicken Eisschicht<br />

befindet. Und dieser bitterkalte Ort der Einsamkeit<br />

soll jener Ort werden, an dem er sowohl ein<br />

Relikt aus seiner Vergangenheit wie auch seine<br />

Zukunft finden soll. Lois Lane (Amy Adams),<br />

ihres Zeichens Sensations-Reporterin, ist nämlich<br />

„Wenn eine ganze Welt untergeht<br />

oder auch Metropolis zu Schutt und<br />

Asche zerlegt wird, gibt es ordentlich<br />

Futter für die Ohren.“<br />

ebenfalls hinter diesem Geheimnis her, dass zur<br />

Story ihres Lebens werden soll. Alles in allem ist<br />

„Man Of Steel“ aber nicht nur die Entstehungsgeschichte<br />

des <strong>Super</strong>helden schlechthin. Es ist auch<br />

der fortgeführte Kampf eines Sohnes, der die<br />

Prinzipien seiner Eltern (der leiblichen und der<br />

Adoptiveltern) gegen eine unerbittliche Macht<br />

von außen schützen möchte. Dennoch ist dieser<br />

Film natürlich auch ein riesiges Actionspektakel,<br />

bei dem man sich vor Kinobombast kaum noch<br />

retten kann.<br />

Man Of Steel von Warner Home ab 25. Oktober auf Blu-ray.<br />

<strong>Super</strong>-Bild<br />

Die Anfangssequenz auf Krypton spielt bereits<br />

mit ihren visuellen Muskeln, denn der Detailgrad,<br />

die Schärfe und die filigranen Strukturen<br />

sowie Texturen sind in ihrer Qualität beispiellos.<br />

Was der Zuschauer in der Luftschlacht auf<br />

Krypton zu sehen bekommt, sind visuelle Effekte<br />

vom Feinsten – ein Heimkinoerlebnis der Referenzklasse,<br />

ein Effektfeuerwerk das Ihnen Augen,<br />

Ohren und Mund öffnen wird, so unglaublich<br />

packend und schön ist es. Zugleich fallen aber<br />

auch das düstere Flair und die leichte Wackelkamera<br />

auf, die den Look erwachsener und<br />

authentischer machen sollen. Auf der Erde wird<br />

es dann sogar noch düsterer. Wartete Krypton<br />

hauptsächlich mit einer orangen Farbgebung auf,<br />

so verströmt die Erde pure Kälte. Der Kontrast<br />

ist hier noch höher als zuvor, wodurch Details<br />

und dunkle Strukturen verschwinden (anders<br />

als bei den Krypton-Szenen). Die Schärfe ist<br />

dagegen absolut gewaltig, obwohl offensichtlich<br />

zwischen der 5K-Red-One-Kamera und diversen<br />

Arri-Cams gewechselt wurde. Die Körnung ist<br />

stärker, was besonders bei einigen überbelichteten<br />

und von Lensflare-Effekten durchsetzten<br />

Sequenzen in den hellen Bereichen auffällt. Die<br />

konvertierte stereoskopische 3D-Komponente<br />

macht eine gute Figur, schwierige Sequenzen<br />

wie etwa der Endkampf zwischen <strong>Super</strong>man<br />

und Zod erhielten aber eine sehr geringe Tiefe,<br />

da sie unglaublich schnelle Kameraschwenks<br />

enthalten und darüber hinaus auch noch zwei<br />

Männer zeigen, die mit einer großen Rasanz auf<br />

die Kamera zufliegen und sich wieder von ihr<br />

entfernen. Generell gibt es aber immer mehrere<br />

Elemente auf verschiedenen Tiefenebenen, die<br />

auch in extremeren Fällen wie etwa Close-ups<br />

relativ rund wirken. Somit lässt sich durchaus<br />

von einem Mehrwert sprechen, der die Effekte<br />

wie z. B. die Laserstrahlen aus den Augen greifbar<br />

werden lässt.<br />

<strong>Super</strong>-Sound<br />

Ein weiteres Highlight ist der Ton. Wenn eine<br />

ganze Welt untergeht und zu Schutt und Asche<br />

zerlegt wird, gibt es ordentlich Futter für die<br />

Ohren. Allein die erhabenen und epischen<br />

Momente, die von Hans Zimmers pulsierendem<br />

Soundtrack empor gehoben werden, sind dafür<br />

gedacht Heimkinogeschichte zu schreiben.<br />

Diese Lobeshymne gilt allerdings nur für den<br />

englischen Originalton. Zugleich sei die Warnung<br />

ausgesprochen, dass der Startschuss zum actionreichen<br />

Finale<br />

fast eine Stunde<br />

vor Filmende fällt<br />

und von da an<br />

Daueraction auf<br />

den Zuschauer<br />

einprasselt.<br />

FALKO THEUNER<br />

www.hdtvmagazin.com 81


Dem noch nicht einmal 40 Jahre<br />

alten Amerikaner Derek Cianfrance<br />

gehört zweifelsohne eine der stärksten<br />

Stimmen einer jungen, unverbrauchten<br />

Filmemacher-Generation. Scheinbar ist er ein<br />

ausgesprochener Familienmensch, drehen sich<br />

seine Werke doch stets um die verschiedenen<br />

Konstellationen in diesem faszinierenden Mikrokosmos<br />

der menschlichen Befindlichkeit.<br />

Sein Debüt „Brother Tied“ erforschte – wie der<br />

Titel schon verrät – die Rivalität zweier Brüder;<br />

sein umjubelter Independenthit „Blue Valentine“<br />

sezierte die mannigfaltigen Verästelungen einer<br />

kriselnden Ehe. Sein endgültiger Durchbruch<br />

(der „The Place Beyond The Pines“ ohne jeden<br />

Zweifel ist) stellt nun eine weitere klassische<br />

Familienkonstellation in den Mittelpunkt: Väter<br />

und Söhne. Eine innige, eine komplexe, oftmals<br />

eine schwierige Beziehung; ein Thema, so alt wie<br />

die Menschheit selbst. Der Film unterliegt einer<br />

strengen Dreiteilung: Jedes Kapitel rückt eine<br />

neue Figur und damit auch eine neue Variante<br />

des Vater-Sohn-Konflikts in den Fokus. Da<br />

ist der draufgängerische Motorrad-Stuntman<br />

Luke (Ryan Gosling), der die Freiheit liebt wie<br />

nichts anderes, plötzlich aber mit der Tatsache<br />

konfrontiert wird, dass er vor einiger Zeit einen<br />

Sohn gezeugt hat. Unfähig, seiner Verantwortung<br />

auf herkömmlichem Wege gerecht zu werden,<br />

verlegt er sich auf spektakuläre Bank überfälle,<br />

um zumindest die materielle Versorgung seines<br />

eigenen Fleisch und Blutes sicherzustellen. Im<br />

zweiten Part kreuzt sich sein gefährlicher Weg auf<br />

fatale Weise mit dem idealistischen jungen Cop<br />

Avery (Bradley Cooper), der mit der moralischen<br />

Unterstützung seines Vaters einen gigantischen<br />

Korruptionsskandal in den eigenen Reihen aufdecken<br />

will. Das Finale setzt dem Ganzen dann<br />

viele Jahre später die Krone auf: Natürlich sei hier<br />

nichts verraten, aber wie das geniale Skript und<br />

die meisterhafte Regie sämtliche Fäden zusammenführt<br />

und in einem ohne jede Übertreibung<br />

unvergesslichen Finale kulminieren lässt, das ist<br />

schon ganz, ganz großes Kino!<br />

Frühes Meisterwerk<br />

„The Place Beyond The Pines“ ist ein außergewöhnlicher,<br />

ein beeindruckender, ein wirklich<br />

großer Film. Eigentlich sind es fast drei Filme in<br />

einem, mit drei überragenden Hauptdarstellern<br />

(der junge Dane DeHaan in Episode drei sei<br />

hier ausdrücklich erwähnt!). Mit Ryan Gosling,<br />

Bradley Cooper und Eva Mendes hat Cianfrance<br />

Bilder: Studiocanal<br />

82 | 8.2013


zudem drei absolut zugkräftige Namen des jungen<br />

Hollywood an Bord, die auch ein weiteres Publikum<br />

außerhalb seines gewohnten Programmkino-Umkreises<br />

ansprechen. Der Streifen galt schon<br />

kurz nach seinem internationalen Kinostart als<br />

heißer Kandidat auf den Film des Jahres, obwohl<br />

2013 gerade mal halb rum war – und daran hat<br />

bisher höchstens Alfonso Cuaróns „Gravity“<br />

ernsthaft etwas ändern können. Das alles ist<br />

sicher keine leichte Kost, aber auch nicht zu abgehoben<br />

oder „arthausig“: Einfach ein perfektes<br />

„Einfach anschauen, genießen und<br />

sich von diesem einmaligen Kinokunstwerk<br />

gefangen nehmen lassen!“<br />

Zweieinhalb-Stunden-Epos, dessen hochkomplexe<br />

Struktur ob der genialen Erzählweise wie<br />

das Einfachste und Logischste der Welt anmutet.<br />

Ein gutes Zeichen für einen guten Film ist sicherlich,<br />

wenn einem solch eine doch sehr großzügige<br />

Laufzeit ganz passend erscheint, wenn man keine<br />

Minute des Gesehenen missen möchte und am<br />

Ende all die unendlich vielen kleinen Puzzleteile<br />

ein großes, stimmiges Ganzes ergeben.<br />

Soundkulisse (bedrohliches Waldesrauschen,<br />

röhrende Motorräder,<br />

heulende Polizeisirenen) entsteht<br />

ein akustisches Pendant,<br />

das der vielschichtigen<br />

Story sowie den mächtigen<br />

Bildern absolut das<br />

Wasser reichen kann.<br />

Die Optik setzt mit<br />

klassischem 35-Millimeter-Material<br />

auf ein sehr<br />

markantes Filmkorn,<br />

einen kompromisslos<br />

cinematischen, sehr<br />

authentischen Look, für<br />

den im Englischen der<br />

schöne Begriff „gritty“<br />

(etwa „rau“ oder „bissig“)<br />

geprägt wurde. Also einfach<br />

anschauen, genießen und sich<br />

von diesem einmaligen Kinokunstwerk<br />

gefangen nehmen<br />

lassen!<br />

TIEMO WEISENSEEL<br />

Gelebtes Kino, durch und durch<br />

Dazu gehört auch ein fantastisches musikalisches<br />

Thema, das stetig über<br />

allem schwebt: „Fratres“, vom<br />

estnischen Komponisten<br />

Arvo Pärt, in all seinen<br />

verschiedenen Versionen<br />

und Instrumentationen.<br />

In Kombination mit der<br />

dynamischen und sehr<br />

abwechslungsreichen<br />

The Place Beyond The Pines von Studiocanal ab 7. November auf Blu-ray<br />

www.hdtvmagazin.com 83


Aufregende<br />

Dokumentationen<br />

in 3D<br />

Die dritte Dimension ist inzwischen<br />

nicht mehr nur den großen Kinoen.<br />

Auch an-<br />

Blockbustern vorbehalten.<br />

dere Medien wie z. B. Konzertmitschnitte oder<br />

in diesem Fall Dokumentationen n nutzen die<br />

zusätzliche Tiefe, um den Zuschauer stärker<br />

in ihren Bann zu ziehen bzw. umgekehrt, das<br />

Geschehen näher an den Zuschauer uer holen.<br />

heranzu-<br />

Anders als im fiktiven Film gehört es zur Aufgabe<br />

einer Dokumentation, Wissen zu vermitteln<br />

und es zu veranschaulichen. Diesen „Lehrauftrag“<br />

nehmen die meisten hochwertigen Dokus<br />

glücklicherweise ernst, wobei es immer eine<br />

Kunst ist, etwas zu vermitteln und gleichzeitig<br />

auch den Zuhörer bzw. Zuschauer mit dem Stoff<br />

zu fesseln. Besonders in der heutigen Zeit, in der<br />

Dokumentationen in großen Mengen dargeboten<br />

und über die verschiedensten Medien<br />

bezogen werden können, ist es für die Macher<br />

solcher Filme umso schwieriger, neue Themengebiete<br />

zu erschließen, also ihrem Publikum<br />

etwas zu bieten, was es noch nie zuvor gesehen<br />

hat. Daher gewinnt die Frage nach der Form<br />

zunehmend an Bedeutung. Bekannte Themen<br />

erhalten so ihren neuen Reiz, da sie aus neuen<br />

Perspektiven, mit aktueller Kameratechnik oder<br />

auch in beeindruckendem 3D gedreht werden.<br />

Gerade Letzteres scheint prädestiniert für das<br />

Dokutainment zu sein, sozusagen eine neue<br />

Stufe des filmischen Erlebens von Dingen, die<br />

man so aus dem Alltag vielleicht nicht kennt.<br />

Aus diesem Grund veröffentlicht Universal<br />

Pictures eine ganze Reihe an unterschiedlichen<br />

Dokumentationen auf Blu-ray 3D, von denen<br />

wir Ihnen vier Stück vorstellen.<br />

Wundervolles Afrika 3D<br />

Den Anfang macht das klassischste Dokuthema<br />

schlechthin: „Wundervolles Afrika 3D“.<br />

In diesem 3D-Film folgt der rote Faden der<br />

Bilder: Universal Pictures<br />

84 | 8.2013


Wanderung der Gnus, die in einem Jahreszyklus<br />

dem Wasser bzw. den Regenwolken folgen.<br />

Begleitet werden sie von weiteren Pflanzenfressern<br />

wie den Zebras, sodass sich eine der<br />

größten Bewegungen der Welt bildet. Auf ihrem<br />

beschwerlichen Weg durch die afrikanische<br />

Savanne passieren die Gnus viele Gefahren wie<br />

etwa die Krokodile, die das Auftauchen der leckeren<br />

Zwischenmahlzeit mit großer Vorfreude<br />

erwarten. Zugleich schließen sich der Tierbewegung<br />

auch geübte Jäger wie der Schakal an und<br />

die Aasfresser kreisen über der Herde, in der<br />

Hoffnung auf den nächsten Kadaver. „Wundervolles<br />

Afrika 3D“ zeigt dieses organische<br />

Überwesen namens „Tierwanderung“ mit all<br />

seinen Facetten und nutzt die Exkurse zu den<br />

Tieren, denen die Gnus auf ihrem Weg begegnen,<br />

als willkommene Abwechslung. Darüber<br />

hinaus stellt es auch die Verbindung zum großen<br />

Ganzen her. Die stereoskopische Komponente<br />

kann sich dank der sorgfältig ausgewählten<br />

Perspektiven sehen lassen. Die Grundtiefe zeigt<br />

sich durchgängig angenehm, ohne es mit der<br />

Tiefe zu übertreiben. Hält sich mal ein Tier im<br />

Vordergrund auf, so hebt es sich perfekt vom<br />

Hintergrund ab – eine Bildaufteilung, die die<br />

gesamte 3D-Regie definiert. Dies reicht, um eine<br />

glaubwürdige Plastizität zu erzeugen.<br />

Räuber der Ozeane 3D<br />

Die zweite Doku „Räuber der Ozeane“ weiß<br />

diesen Effekt aber noch zu toppen. Hier befindet<br />

sich die Kamera nämlich unter Wasser, weshalb<br />

ein jedes frei schwebende Partikelchen eine Tiefenebene<br />

im Raum erhält. An diesen grandiosen<br />

Aufnahmen lässt sich ohne Zweifel erkennen,<br />

dass der Film mit einem 3D-Kamerarig gedreht<br />

wurde. Kunterbunte Fische tummeln sich direkt<br />

vor den Augen des Betrachters und die Haie<br />

schwimmen majestätisch im Hintergrund.<br />

Natürlich sind sie die großen Stars dieser Doku.<br />

Diese thematische Bevorteilung haben sie sich<br />

aber auch redlich verdient, denn Haie sind<br />

nachweislich die effizientesten und besten Jäger<br />

der Weltmeere. Schon seit vielen Millionen<br />

von Jahren existieren sie, ohne sich großartig<br />

verändert zu haben, was ein Hinweis auf ihre<br />

exzellente Überlebensstrategie sowie auf ihren<br />

äußerst effizienten Körperbau gibt. So behandelt<br />

„Kunterbunte Fische tummeln sich<br />

direkt vor den Augen des Betrachters<br />

und die Haie schwimmen<br />

majestätisch im Hintergrund.“<br />

Der Weltraum – unendliche Weiten … und so viele<br />

Phänomene, die der Mensch alle begreifen möchte.<br />

die Doku die interessantesten Hai-Arten vom<br />

ungefähr 90 Zentimeter kleinen Dornhai bis<br />

hin zum gigantische 20 Meter langen Walhai.<br />

Der Größenunterschied wird jeweils in einer<br />

anschaulichen Computergrafik verdeutlicht,<br />

in der das entsprechende Tier mit Menschen<br />

verglichen wird. Jeder dieser Haie besitzt ein<br />

hochsensibles Nervengeflecht unter der Haut sowie<br />

eine Hochleistungsnase, die die Umgebung<br />

ähnlich einem Radar sehr genau wahrnimmt.<br />

Zu den galanten Pianoklängen des Soundtracks<br />

lassen sich aber auch noch andere interessante<br />

Räuber des Meeres beobachten wie z. B. die<br />

Muräne und der Adlerrochen. Trotz des oftmals<br />

trüben Wassers bleibt die Sicht ganz ungehindert<br />

und der 3D-Effekt entfaltet seine volle,<br />

beeindruckende Wirkung. Durch ihn taucht der<br />

Betrachter voll und ganz in die Unterwasserwelt<br />

ein und vergisst dabei auch mal die echte<br />

Welt um sich herum. Begleitet wird die Doku<br />

von einem sehr guten und durchstrukturierten<br />

Kommentar, sodass auch ein Lerneffekt nicht<br />

ausbleibt.<br />

Das Universum 3D<br />

Einen solchen gibt es auch bei der Weltraum-<br />

Doku „Das Universum 3D“. In dieser werden<br />

anhand hochwertiger Computergrafiken die<br />

wichtigsten Phänomene in den Weiten des Universums<br />

demonstriert und erklärt. Angefangen<br />

www.hdtvmagazin.com 85


hätten sie nie etwas anderes gemacht. Mit professionellem<br />

Kameraequipment, das von kleinen<br />

Helmkameras bis zu großen 3D-Kamerarigs<br />

reicht, lassen sie den Zuschauer direkt an ihren<br />

schwindelerregenden Erlebnissen teilhaben.<br />

Und tatsächlich gelingt es ihnen, einen Hauch<br />

von Freiheit zu vermitteln und die Lust zu<br />

wecken, auch selber einmal etwas in dieser<br />

Richtung zu versuchen. So verlockend sich solch<br />

ein Szenario für eine 3D-Umsetzung anhört, so<br />

schwierig ist aber auch die Produktion eines solchen<br />

Filmes. Aus gutem Grund wurde daher auf<br />

einen großen 3D-Effekt verzichtet, sobald der<br />

Kameramann selbst auf den Skiern steht oder<br />

sich irgendwo herunter fallen lässt. Gerade hier<br />

sind die Aufnahmen dermaßen verwackelt, dass<br />

bei einem stereoskopischen Effekt eine große<br />

Irritation der Augen stattfinden würde. Zudem<br />

sind einige Kameraschwenks viel zu schnell für<br />

einen 3D-Film, weshalb es ganz gut ist, dass der<br />

Effekt an diesen Stellen stark zurückgeschraubt<br />

wurde. Doch keine Sorge, die subjektiven (Ego-)<br />

„Mit professionellem Kameraequipment<br />

lassen sie den Zuschauer<br />

an ihren schwindelerregenden<br />

Erlebnissen teilhaben. “<br />

bei der Erde und ihren besonderen<br />

Eigenschaften, die für das<br />

Leben unerlässlich sind, arbeitet sich der Film<br />

von Planet zu Planet durch das ganze Sonnensystem.<br />

Dabei wird auch deutlich gemacht, wie<br />

der Mensch an die Fakten gelangt, die viele Millionen<br />

Kilometer entfernt auf ihre Erkundung<br />

warten. Obwohl uns zahlreiche Science-Fiction-<br />

Filme weismachen wollen, dass der Mensch<br />

einfach mal so auf fremde Planeten reisen kann,<br />

haben es die Astronauten bislang „nur“ auf den<br />

Mond geschafft (wenn überhaupt). Logischerweise<br />

gibt es distanzielle Schwierigkeiten bei<br />

sich ständig bewegenden Himmelskörpern, die<br />

z. B. wie der Mars in 16-Jahres-Zyklen zwischen<br />

über 50 und 400 Millionen Kilometern in der<br />

Entfernung zur Erde variieren. Statt Menschen<br />

werden also Erkundungssonden mit Kameras<br />

und Übertragungsgeräten ins All geschickt, die<br />

aus der Entfernung Bilder von den Planetenoberflächen<br />

schießen oder auch Spektralanalysen<br />

durchführen sollen. Die dreidimensionale<br />

Tiefe der vorliegenden Doku ist vorsichtig angesetzt,<br />

was an den oftmals geringen 3D-Details<br />

liegt, die das All manchmal zum flachen, leicht<br />

gewölbten Hintergrund werden lassen, vor dem<br />

sich dann das runde Beobachtungsobjekt befindet.<br />

Es gibt aber auch Szenen, die genau das<br />

Gegenteil zeigen und eine gute Partikelanzahl<br />

vorweisen, durch die die Kamera dann schwebt.<br />

Auch die zerklüftete Mondoberfläche nimmt<br />

mit ihren Kratern plastische Dimensionen an.<br />

Hier fährt die Kamera über Originalaufnahmen,<br />

die dank des 3D-Verfahrens fast fühlbar wirken.<br />

Der Kontrast ist topp, während die Schärfe und<br />

die Farbdarstellung knapp an einem „sehr gut“<br />

vorbeischlittern.<br />

Speedriding 3D<br />

Das vierte hier vorgestellte Genre-Beispiel<br />

ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Extrem<br />

unter den 3D-Dokus. Es handelt von einer<br />

noch relativ jungen Extremsportart, die es in<br />

dieser Form erst seit 2001 gibt: das Speedriding.<br />

Erfunden wurde sie von Fred Fugen, einem<br />

Profiparaglider, der seinen Lieblingssport mit<br />

dem Skifahren verbinden wollte und es auch<br />

schaffte. Schon wenige Jahre nach den ersten<br />

Versuchen ist Speedriding zum Trend geworden<br />

und wird als extrem coole Verschmelzung des<br />

Gleitens am Boden und in der Luft geschätzt.<br />

Mit der vorliegenden Doku „Speedriding 3D“<br />

begleiten Sie drei der besten Sportler dieser<br />

Disziplin bei einem atemberaubenden Ausflug.<br />

Maxence Cavalade, Jerome Band und Francois<br />

Bon schweben durch die Lüfte, springen von<br />

Klippen und fahren durch den Schnee, als<br />

Perspektiven reichen schon, um vollends in den<br />

Spaß hineingesogen zu werden. Einstellungen,<br />

die keine Kamerabewegung erfordern, sind wiederum<br />

mit einer beeindruckend großen Tiefe<br />

versehen, sodass Sie die grandiosen Bergpanoramen<br />

in vollen Zügen genießen können. Sehr stylisch<br />

sind übrigens auch die dreidimensionalen<br />

Texte, die links und rechts neben den jeweiligen<br />

Extremsportlern auftauchen und genau auf<br />

seiner Höhe schweben. Alles in allem ist dieser<br />

Trip also ein vollkommen rundes 3D-Abenteuer.<br />

Je nach verwendeter Kamera-Art variieren die<br />

Bildparameter. So liefern die Helm- und Handkameras<br />

eher durchschnittliche Bilder, während<br />

die mit weniger flexiblem Equipment geschossenen<br />

Szenen erstklassige Schärfe mit einem<br />

Überschwang an Details, satten Farben und<br />

einem perfekten Kontrast bieten. Unvergesslich<br />

bleibt auch der Soundtrack, eine Auswahl an<br />

energiegeladener Musik, die die sichtbare Action<br />

unterstützt.<br />

FALKO THEUNER<br />

„Räuber der Ozeane“, „Wundervolles Afrika“, „Das Universum“, „Speedriding“ von Universal auf 3D-Blu-ray.<br />

Bilder: Universal Pictures<br />

86 | 8.2013


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Science-Fiction-Ausgabe der<br />

BLU-RAY TEST erschienen<br />

Zurück in die Zukunft? In Anlehnung an<br />

den berühmten Filmtitel mag man sich<br />

die Frage stellen, ob sich das Science-<br />

Fiction-Genre nicht „schleichend“ zunehmend<br />

pessimistischen Szenarien zuwendet – frei<br />

nach dem Motto: „Früher war sogar die<br />

Zukunft besser!“ Denn inzwischen weiß man<br />

ja mit viel technischem Einsatz Massen an<br />

Zombies und Aliens, oder eben auch düstere,<br />

beklemmende Szenarien rund um den „letzten<br />

Menschen“ darzustellen.<br />

Aber ein Querschnitt der alten und neuen<br />

Science-Fiction-Titel zeigt: Es wurden schon<br />

immer sowohl die Technikvisionäre als auch die<br />

Sozialpessimisten bedient. Und Sci-Fi-Horror<br />

gab es eben auch von Anfang an, lange bevor<br />

jemand wie H. R. Giger dafür sorgte, dass Aliens<br />

nicht mehr wirklich nach Pappmaché aussahen.<br />

Auch wenn es scheint, dass es aktuell etwas<br />

www.pageplace.de/<br />

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weniger (und weniger naiven) Technikenthusiasmus<br />

gibt, findet auch heute noch jeder<br />

seinen eigenen Geschmack bedient, wenn<br />

er nur lange genug in den „unendlichen<br />

Weiten“ des Science-Fiction-Regals stöbert.<br />

Um den Fans der unendlichen Weiten en des<br />

Weltraums das Stöbern zu erleichtern, rn,<br />

hat der Auerbach Verlag in der aktuellen<br />

Ausgabe der BLU-RAY TEST einen n höchst<br />

präsentablen und repräsentativen Querschnitt<br />

durch das Genre aufgelistet. t. über<br />

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zu den bekanntesten<br />

Filmen und Serien sind hier zu finden,<br />

von „Metropolis“ bis „Oblivion“, von<br />

„Star Trek“ zu „Star Wars“, von „Blade Runner“<br />

und „Dune“ bis hin zu „Moon“.<br />

Die Science-Fiction-Ausgabe der BLU-RAY<br />

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Bilder: Auerbach Verlag


Mit „Die Croods“ liefern die<br />

Schöpfer von „Drachen zähmen<br />

leicht gemacht“ (2010) und „Lilo<br />

& Stitch“ (2002) Spaß und Action für die<br />

ganze Familie in farbenprächtigen Bildern.<br />

Die Croods sind eine ganz normale, prähistorische<br />

Familie, die vom übervorsichtigen<br />

Familienoberhaupt Grug (Uwe Ochsenknecht)<br />

geleitet, höchstens zur Jagd nach<br />

Nahrung aus ihrer Höhle heraus kommt.<br />

Nur Tocher Eep (Janin Reinhardt) rebellliert<br />

gegen den spießigen Alltagstrott ihrer Familie<br />

und sehnt sich nach den unendlichen<br />

Möglichkeiten, die ihr die Welt außerhalb<br />

der steinzeitlichen vier Wände zu bieten<br />

hat. Irgendwann soll sich ihr Wunsch nach<br />

Freiheit jedoch auf eine Weise erfüllen,<br />

mit dem selbst die abenteuerlustige Eep<br />

nicht einverstanden gewesen wäre, denn<br />

infolge eines Erdrutsches stürzt die Höhle<br />

ein und die ganze Familie muss sich einen<br />

neuen, sicheren Unterschlupf suchen. Dabei<br />

begegnen sie nicht nur unzähligen wilden<br />

Tieren und beeindruckenden Landschaften,<br />

sondern auch dem umherziehenden Guy<br />

(Kostja Ullmann), der einen Kopf voller<br />

neuzeitlicher Ideen hat und auch den von<br />

Eep gehörig verdreht. Er prophezeit ihnen<br />

das Ende der Welt und rät, sich schleunigst<br />

auf den Weg in Sicherheit zu machen. Von<br />

ihm geleitet beginnt die Suche der Familienmitglieder<br />

nach einem neuen Zuhause und<br />

einem Platz, der sie vor den einstürzenden<br />

Erdmassen und ausbrechenden Vulkanen<br />

beschützt. Vater Grug passen diese neuartigen<br />

Entwicklungen dagegen gar<br />

nicht und er versucht mit aller<br />

Macht, die Familientradition<br />

aufrechtzuerhalten,<br />

die besagt: „Neu ist immer<br />

schlecht“. Dies bezieht sich<br />

dabei nicht nur auf die allgemeine<br />

Situation, sondern auch<br />

auf Guy, der mit seinen<br />

Ideen und seiner<br />

zunehmenden<br />

Sympathie beim Rest der Familie so ganz<br />

das Gegenteil zum konservativen Grug ist.<br />

Besonders im englischen Original ist die<br />

Synchronisation hochkarätig mit Nicolas<br />

Cage als Grug, Emma Stone als Eep, Ryan<br />

Reynolds als Guy oder Catherine Keener als<br />

Mutter Ugga besetzt, in der deutschen Version<br />

sind dafür u. a. Uwe Ochsenknecht, Kostja<br />

Ullmann und Janin Reinhardt zu nennen.<br />

Perfekte Familienkonstellation<br />

Die bunt durcheinandergewürfelte Familienkonstellation<br />

sorgt dabei für die beste<br />

Situationskomik, auch wenn das Schema<br />

nicht wirklich neu ist. Von der rüstigen und<br />

nervigen Schwiegermutter, dem verzweifelten<br />

und grummeligen Vater und dem<br />

dicklichen Tollpatsch als Bruder ist zusammen<br />

mit der stillen, geduldigen Mutter und<br />

Eep als kluger und rebellierender Tochter<br />

nahezu jedes Klischee vorhanden, dass auch<br />

aus amerikanischen Sitcoms bekannt sein<br />

dürfte. In „Die Croods“ funktioniert das<br />

Konzept aber vortrefflich, ohne sich dabei<br />

Bilder: 20th Century Fox<br />

88 | 8.2013


Jede Familie braucht ein Haustier: Auch daran mangelt es den Croods nicht, obwohl die<br />

vermeintlichen Schoßtiere etwas überdimensional ausfallen.<br />

Ein urtümlicher Vogel verteidigt hartnäckig sein Nest vor der flinken Eep, die Nahrung<br />

für ihre Familie beschaffen will.<br />

in Kitsch oder leere Phrasen zu verlieren.<br />

Dabei fällt es auch keineswegs störend auf,<br />

dass der Zuschauer nicht selten an Filme<br />

wie „Avatar“ (2009) oder „Ice Age“ (2002)<br />

erinnert wird, einerseits durch die bunte<br />

und unendlich kreative Flora und Fauna, in<br />

die die Croods schlittern, andererseits durch<br />

das prähistorische Thema an sich. Letztendlich<br />

ist es dem einzigartigen Humor zu<br />

verdanken, der sich aus den verschiedenen<br />

Ecken und Kanten der Figuren ergibt, dass<br />

„Die bunt durcheinandergewürfelte<br />

Familienkonstellation sorgt<br />

für die beste Situationskomik.“<br />

in keiner Sekunde des Films Langeweile<br />

aufkommt und sich sowohl die ganz Kleinen<br />

als auch die Erwachsenen über die familiären<br />

Streitereien amüsieren können. Wenn<br />

nicht gerade die gelungenen Dialoge für den<br />

einen oder anderen Lacher sorgen, schaffen<br />

es die Protagonisten auch so, sich durch ihre<br />

Eigenheiten in die witzigsten Situationen zu<br />

bringen. Dabei wird auch nicht an Action<br />

gespart, die der Familie und dem Zuschauer<br />

keine Atempause gönnt. Die rasanten<br />

Verfolgungsjagden sind gekonnt und mitreißend<br />

inszeniert. Bereits die Eröffnungsszene,<br />

in der die Croods ihrem Mittagessen<br />

in bester Football-Manier hinterher jagen,<br />

stimmt auf das restliche Geschehen ein, in<br />

dem sich eine atemlose Fahrt ins Ungewisse<br />

an die nächste reiht.<br />

Hintergründig vermittelte Evolution<br />

Dabei geht es in dem Film nicht allein um<br />

den Sinneswandel des Vaters oder um die<br />

Entwicklung der Familienbande, es ist ebenso<br />

eine Geschichte von Evolution. Neben<br />

neuen Erfindungen, wie beispielsweise Schuhen<br />

und Faultieren als improvisierte Gürtel,<br />

wird auch das Feuer entdeckt, das Guy – den<br />

Croods weit voraus – als Erster vorzeigen<br />

kann. Dem gegenüber steht die Naivität und<br />

die ängstliche Neugier der Höhlenfamilie,<br />

die den Neuerungen teils skeptisch und<br />

ablehnend, teils panisch bis euphorisch<br />

gegenübersteht. Das Plädoyer für mehr<br />

Offenheit und Neugier für die Welt verstärkt<br />

sich durch den Gegensatz vom sicherheitsfanatischen<br />

Grug gegenüber der<br />

weltoffenen Eep, die sich aus<br />

gutem Grund zu Guy und der<br />

großen weiten Welt hingezogen<br />

fühlt. Anpassung an neue Umgebungen<br />

und Lebensumstände, die unserer<br />

Spezies zum Überleben verhalf, ist<br />

ebenso Thema wie mehr Toleranz<br />

und familiärer Zusammenhalt.<br />

Wunderschöne Bilder in 3D<br />

Ein optimales Filmvergnügen bietet t neben<br />

der inhaltlichen Qualität auch die mit einer<br />

schier unendlichen Kreativität ins Leben<br />

gerufene Umgebung der steinzeitlichen<br />

Erde, bei der besonders die außergewöhn-ewöhnliche,<br />

und dabei ziemlich niedliche Tierwelt<br />

hervorzuheben ist. In einer Gegend, wo die<br />

Farben einem nur so ins Auge springen,<br />

leben neben fleischfressenden Vogelschwärmen<br />

oder süßen Elefantenratten auch zahl-<br />

reiche Raubtiere, die den Croods ans Leder<br />

wollen. Die Optik dabei ist in jeder Szene<br />

perfekt, die Farben klar und die Welt voller<br />

Details, die es zu bestaunen gilt. Die<br />

3D-Effekte runden die schönen Bilder<br />

treffend ab und lassen den Zuschauer uer<br />

über im Raum fliegende Staubkörner<br />

nur so staunen. Neben den ganzen<br />

nach vorne<br />

stechenden<br />

Einzelheiten ist<br />

die Tiefe ebenso<br />

beeindruckend<br />

und gibt den<br />

Blick frei in die<br />

liebevoll gestal-<br />

teten Landschaften, von der Felsschlucht bis<br />

hin zum dichten Urwald.<br />

Der Ton wäre ebenfalls nahezu makellos,<br />

wenn nicht die Räumlichkeit an der einen<br />

oder anderen Stelle etwas besser hätte ausfallen<br />

können. Ansonsten ist der Soundtrack<br />

passend auf jede Szene, ob actionreich oder<br />

ruhig, abgestimmt, woran man einmal<br />

mehr erkennt, dass Alan Silvestri sein<br />

Komponistenhandwerk meisterhaft<br />

beherrscht. Die gut 100 Minuten<br />

an Bonusmaterial bieten vor allem<br />

für Kinder interessante Features,<br />

etwa eine angeleitete Malschule, bei der<br />

das Zeichnen der Croods Schritt für<br />

Schritt erlernt werden kann.<br />

SUSANNE RICHTER<br />

Die Croods von 20th Century Fox ab 18. Oktober auf Blu-ray.<br />

www.hdtvmagazin.com 89


90 | 8.2013<br />

Bilder: Universal Pictures


Vor genau drei Jahren schlug „Ich –<br />

Einfach unverbesserlich“ in den Kinos<br />

ein wie eine Bombe. Das hatte es schon<br />

lange nicht mehr gegeben, dass ein Film, den<br />

wirklich niemand auf dem Schirm hatte, quasi<br />

aus dem Nichts zum weltweiten Blockbuster<br />

wurde und das achtfache seiner Produktionskosten<br />

(ca. 70 Millionen Dollar) wieder einspielte!<br />

Die heiß erwartete Fortsetzung hat dieses Traumergebnis<br />

in diesem Kinosommer sogar noch<br />

einmal gesteigert – mit rund 900 Millionen Dollar<br />

Umsatz wurde „Ich – Einfach unverbesserlich<br />

2“ zum unangefochtenen Animations-Hit des<br />

Jahres. Das verantwortliche Studio „Illumination<br />

Entertainment“ (die Animationsabteilung von<br />

Universal) hat sich damit endgültig als neuer „Big<br />

Player“ im lukrativen Geschäft der computergenerierten<br />

Familienanimation etabliert.<br />

Neue Feinde, neue Liebe<br />

Die Story von Teil zwei ist schnell erzählt: Exsuperbösewicht<br />

Gru lebt einträchtig mit seinen drei<br />

zum Knuddeln süßen Mädels und seiner nach wie<br />

vor bestens gelaunten Horde von gelben „Minions“<br />

zusammen (die zum Totlachen komischen<br />

Diener des Bösen ... mehr zu ihrer Herkunft gibt<br />

es dann in Teil drei!). Seine Pläne zur Übernahme<br />

der Weltherrschaft hat er aufgegeben – doch<br />

die Produktion des „besten Wackelpuddings<br />

der Welt“, auf die er seine kleinen Helferlein<br />

angesetzt hat, läuft alles andere als planmäßig<br />

und langweilt ihn zusehends. Als plötzlich ein<br />

neuer <strong>Super</strong>schurke auf den Plan tritt, der ein<br />

gefährliches Zombie-Serum in seinen Besitz<br />

gebracht hat, wechselt er die Seiten und heftet sich<br />

dem geheimnisvollen „El Macho“ an die Fersen.<br />

Unterstütz wird er dabei von der dynamischen<br />

Lucy, einer mit allen Wassern gewaschenen Geheimagentin<br />

der „Anti-Verbrecher-Liga“. Obwohl<br />

sie sich anfangs spinnefeind sind, kommt sich<br />

das ungleiche Paar im Laufe seiner turbulenten<br />

Mission näher und näher …<br />

Gags, Zitate, Sensationen!<br />

Der deutlich an den aktuellen Zombie-Hype und<br />

die ewig-junge „James Bond“-Reihe angelehnten<br />

Grundidee wird sowohl bei den Figuren, der<br />

„Mit rund 900 Millionen Dollar<br />

Umsatz wurde ‚Ich – Einfach unverbesserlich<br />

2‘ zum unangefochtenen<br />

Animations-Hit des Jahres.“<br />

Musik, den Gadgets als auch den verrückten<br />

Fahrzeugen augenzwinkernd Rechnung getragen.<br />

Doch auch andere Kinodenkmäler bekommen ihr<br />

Fett weg: Wer rechnet zum Beispiel mit expliziten<br />

„Alien“-Zitaten (auch noch die grauslige Geburtsszene!)<br />

in einem ausgesprochenen Animationsfilm?!<br />

Solche wunderbaren Details machen<br />

den Streifen für ein filmbegeistertes erwachsenes<br />

Publikum noch runder und interessanter –<br />

was allerdings nicht heißen soll, dass man den<br />

aberwitzigen und durchgedrehten Rest nicht auch<br />

jenseits des „Kiddie-Alters“ in vollen Zügen genießen<br />

könnte: Die genialen Minions stehlen wieder<br />

einmal allen die Schau und verbreiten Chaos und<br />

Spaß ohne Ende! Dass für Sommer 2015 bereits<br />

ein eigenes Spin-off mit den knallgelben Tunichtguten<br />

angekündigt ist, erscheint angesichts ihrer<br />

unglaublichen Beliebtheit in sämtlichen Altersklassen<br />

nur folgerichtig. Man darf gespannt sein,<br />

wie die Macher es hinbekommen wollen, dass ihr<br />

ObGru und dLucy sich am Ende wohl hlkriegen? ?Die neue<br />

weibliche Hauptfigur ist ein Volltreffer!<br />

herrlich komisches Kauderwelsch erhalten bleibt<br />

und doch gleichzeitig eine amüsante und interessante<br />

Story transportiert wird.<br />

Sicherer Referenzkandidat<br />

Wie bei jedem CGI-Film wirkte die 3D-Version<br />

im Kino noch einmal um ein Vielfaches lebendiger<br />

und aufregender als die „flache“ Variante –<br />

wer also die Möglichkeit hat, den Film auch<br />

zu Hause in der dritten Dimension zu genießen,<br />

sollte unbedingt zur Blu-ray 3D greifen.<br />

Ansonsten kann man sich wie schon bei Teil eins<br />

sicherlich auf nahezu perfekte Bild- und Tonwerte<br />

freuen. Comedienne Martina Hill als chronsprecherin der anfangs<br />

herrlich schnippischen,<br />

Syn-<br />

später aber sehr liebenswerten<br />

Geheimagentin<br />

Lucy (keine schlechte<br />

Charakterentwicklung<br />

für einen „Kinderfilm“!),<br />

macht ihre Sache wie<br />

erwartet sehr gut und<br />

fügt sich nahtlos ein<br />

ins tolle Sprecherensemble.<br />

Unumstrittenes<br />

Highlight des Bonusmaterials<br />

werden<br />

wohl die drei neuen<br />

Minion-Kurzfilme<br />

sein – von diesen<br />

wuseligen Krawallmachern<br />

kann man<br />

einfach nie genug<br />

bekommen!<br />

TIEMO WEISENSEEL<br />

Agnes, Edith und Margo stehen diesmal weniger im<br />

Mittelpunkt, haben aber natürlich auch ihre Momente.<br />

Ich – Einfach unverbesserlich 2 von Universal Pictures ab 7. November auf Blu-ray<br />

www.hdtvmagazin.com 91


Need For Speed Rivals<br />

Schon seit 1994 existiert die Rennspielserie und im<br />

mittlerweile 20. Teil können Sie wieder in einer offenen<br />

Spielwelt um die Wette fahren. Dabei sammeln Sie<br />

Punkte, mit denen neue Autos gekauft oder vorhandene<br />

getunt und optisch aufgehübscht werden können. Je<br />

länger Sie Siege erringen, desto mehr steigen neben<br />

den Punkten auch die Multiplikatoren für diese. Aber<br />

Vorsicht, die Polizei ist auf der Jagd nach Rasern und<br />

werden Sie erwischt, sind alle Punkte futsch. Also heißt<br />

es, zu überlegen: Ein weiterer Sieg bringt mehr Punkten<br />

ein, birgt aber auch ein höheres Risiko. Dabei haben Sie<br />

jederzeit die Wahl, selbst auf die Seite der Gesetzeshüter<br />

zu wechseln. Ab dem 21. November können Sie auf PC,<br />

PS3, Xbox 360 und Xbox One Gas geben, die Version<br />

für Sonys Playstation 4 erscheint eine Woche später zum<br />

Start der Konsole.<br />

Gran Turismo 6<br />

Namhafte Autohersteller arbeiteten mit Polyphony<br />

Digital auch für diesen Teil der Rennsportserie<br />

zusammen und so werden „Vision Cars“ im Spiel<br />

zu fahren sein, die in der Realität nicht über das<br />

Prototypenstadium hinausgekommen sind. Mehr<br />

als 1 000 Autos und 30 Strecken stehen Rennspielfans<br />

zur Verfügung. Auf den bekanntesten<br />

Die Eiskönigin – völlig unverfroren<br />

Das Königreich Arendelle liegt in einem ewigen Winter<br />

und so beschließt die Königstochter Anna, sich auf<br />

die Suche nach ihrer älteren Schwester Elsa zu begeben.<br />

Begleitet wird sie vom Bergbewohner Kristoff, der schon<br />

vorher vom Eishandel lebte. Dazu gesellt sich noch das<br />

treue Rentier Sven mit seinem schiefen Geweih. Nur wenn<br />

sie Elsa besiegen können, wird deren Frostzauber aufgehoben<br />

und das Königreich ist gerettet. Auf ihrer Reise durch<br />

die frostige Welt haben sie einigen magischen Hindernissen<br />

und geheimnisvollen Trollen zu trotzen. Aber sie treffen<br />

auch auf den trotteligen Schneemann Olaf, der sich ihnen<br />

anschließt und irgendwie auch eine Hilfe sein kann. Die<br />

Eiskönigin hat indes schon eine Schneemann-Armee zusammengestellt.<br />

Walt Disneys Animationsfilm gibt’s ab dem<br />

28. November im Kino.<br />

können sowohl Tag- als auch Nachtrennen<br />

gefahren werden und später sollen monatlich<br />

neue Strecken und Fahrzeuge mit<br />

kostenpflichten Downloads hinzukommen.<br />

Die Fahrphysik der Rennsimulation wurde<br />

nochmals verbessert, indem auf neue Reifen-<br />

und Aufhängungsmodelle Wert gelegt<br />

wurde, die im Zusammenspiel mit den<br />

verschiedenen Fahrbahnoberflächen für<br />

realistische Bodenhaftung sorgen soll. Zusätzlich<br />

hat auch<br />

die Aerodynamik<br />

mehr Einfluss auf<br />

das Fahrgefühl.<br />

Gran Turismo 6 ist<br />

ab 6. Dezember für<br />

Die Tribute von Panem 2<br />

Nachdem Katniss Everdeen (Jennifer<br />

Lawrence) gemeinsam mit Peeta<br />

Mellark die Hunger Games des ersten<br />

Filmes überlebt haben, müssen sie<br />

für den Präsidenten Snow (Donald<br />

Sutherland) als Liebespaar in der<br />

Öffentlichkeit posieren. Auf den<br />

Propagandatouren durch die Distrikte<br />

sehen sie die brutale Unterdrückung<br />

der Bevölkerung, aber auch Anzeichen<br />

eines Widerstandes. Katniss ist<br />

eine Hoffnungsträgerin geworden,<br />

eine Rebellion scheint sich anzubahnen.<br />

Das merken auch Snow und<br />

sein Berater (Philip Seymor Hoffman)<br />

und sie entscheiden sich, die Spielregeln<br />

in den 75. Hungerspielen zu<br />

ändern und nur Gewinner gegeneinander<br />

antreten zu lassen, natürlich<br />

auch Katniss und Peeta. Während des<br />

Kampfes ums Überlebens merken sie,<br />

dass es noch einen größeren Plan gibt,<br />

dessen Teil sie sind. Kinostart ist der<br />

21. November.<br />

PS3 erhältlich, wahlweise in einer limitierten Sonderauflage mit<br />

exklusiven Rennwagen und Extracredits für virtuelle Einkäufe.<br />

Bilder: Electronic Arts, Polyphony Digital, Twentieth Century Fox Home Entertainment, Walt Disney Studios Home Entertainment, Warner Bros. Entertainment,Warner Home Video,<br />

92 | 8.2013


Der Hobbit: Smaugs Einöde<br />

Bilbo Beutlin ist mit den 13 Zwergen weiterhin auf dem Weg zur<br />

Heimat der Zwerge, dem Berg Erebor. Dort ist inzwischen der<br />

Drache Smaug aus seinem Schlaf erwacht und wird für die Menschen<br />

der nahe gelegenen Seestadt Esgaroth zur Bedrohung. Doch die<br />

Abenteuertruppe muss zunächst durch den Düsterwald marschieren,<br />

wo sich Riesenspinnen auf neue Nahrung freuen. Bilbo kann diese<br />

Gefahr zwar abwenden, aber prompt sind schon die Waldelben an der<br />

Reihe, die wahrlich nicht gut auf Zwerge zu sprechen sind. Um einer<br />

Gefangenschaft zu entgehen, muss Bilbo den Ring abermals benutzen.<br />

Zu allem Überdruss verfolgt sie weiterhin der bleiche Ork anführer<br />

Azog mit seinen Horden, der mit Thorin, dem Zwergenkönig, noch<br />

eine Rechnung offen hat. Ab 12. Dezember wird auch dieser Teil mit<br />

48 statt 24 Bildern pro Sekunde in HFR 3D im Kino laufen.<br />

Pacific Rim<br />

Eine weltweite Bedrohung steigt aus den Tiefen<br />

des Pazifik hervor. Monster in Titanengröße<br />

greifen Städte an, Millionen Menschen sterben.<br />

Um dem entgegenzutreten, werden riesige<br />

Kampfmaschinen gebaut, die „Jaeger“, welche<br />

jeweils durch zwei Piloten gesteuert werden.<br />

Die Zusammenarbeit erfolgt über eine neurale<br />

Verbindung, darum sind es in der Regel<br />

Familienmitglieder, die die Roboter synchron<br />

bewegen und kämpfen lassen. Erste Siege lassen<br />

die Menschheit hoffen, doch nach Jahren des<br />

Krieges, in denen die Ungeheuer immer größer<br />

und die Verluste häufiger werden, soll das<br />

Jaeger-Programm eingestellt werden. Kann ein<br />

letzter Einsatz noch etwas ändern?<br />

Endlich gibt es wieder einen richtigen Monsterfilm<br />

und die Viecher sind wirklich riesig.<br />

Neben den langen gewaltigen Kämpfen zeigt der<br />

Film mit seinen Figuren auch einige mensch-<br />

Wolverine: Weg des Kriegers<br />

Im Zweiten Weltkrieg rettete Wolverine dem<br />

japanischen Soldaten Yashida das Leben.<br />

Nun erhält Logan in der Gegenwart von ihm<br />

ein ungewöhnliches Angebot. Der alte Mann<br />

ist Chef eines mächtigen Hightech-Konzerns<br />

und eine feindliche Organisation will das<br />

Imperium übernehmen. Er kann Wolverines<br />

Kräfte übernehmen, um sich selbst zu heilen,<br />

doch das Happy End bleibt aus, Yashida<br />

stirbt und Logan flüchtet mit dessen Enkelin<br />

Mariko in ein Fischerdorf. Sie soll die<br />

Leitung des Konzerns übernehmen und wird<br />

natürlich entführt. Zu allem Überfluss heilen<br />

auf einmal Wolverines Wunden nicht mehr,<br />

hat Yashidas Ärztin etwas damit zu tun? Als<br />

Hilfe und Bodyguard gesellt sich Yashidas<br />

Adoptivtochter Yukio dazu, die kämpferisch<br />

ziemlich heftig austeilen kann. Der Film bietet<br />

eine ehrliche Action aus den Kampfstilen<br />

der Samurai und Ninja. Wolverines Krallen<br />

sind am Ende aber doch schärfer und härter<br />

als jedes Metall. Ab dem 29. November auf<br />

Blu-ray erhältlich.<br />

liche Schicksale. Ab 22. November ist die Bluray<br />

u. a. auch als Steelbook erhältlich.<br />

Lone Ranger<br />

John Reid (Armie Hammer) ist frischgebackener Anwalt<br />

und kehrt in seine Heimat, den Wilden Westen zurück.<br />

Dort möchte er per Gesetz für Recht und Ordnung sorgen.<br />

Sein Bruder Dan ist Anführer der Texas Rangers und<br />

hat dieses Ideal schon aufgegeben. Unterwegs wird der<br />

Zug, in dem John sitzt, überfallen und zerstört, weil eine<br />

Gangsterbande ihren Boss Cavendish befreit. Auch der<br />

Indianer Tonto (Johnny Depp) sitzt als Gefangener mit<br />

im Zug und wird bei dem Durcheinander von John daran<br />

gehindert, den Bösewicht zu erschießen. Als beide Brüder<br />

mit den Rangern den frisch entkommenen Oberfiesling<br />

Cavendish verfolgen, findet Dan einen grausamen Tod<br />

und John folgt ihm beinahe. Der etwas eigenartige Tonto<br />

findet ihn in der Wüste und peppelt John wieder auf. Mit<br />

einer Maske versehen will John sich und die Familie seines<br />

Bruders schützen, während er für Gerechtigkeit sorgt.<br />

Gemeinsam mit Tonto nimmt er sich der Aufgabe an. Ab<br />

5. Dezember auf Blu-ray erhältlich.<br />

www.hdtvmagazin.com 93


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Stereo, Surround oder beides?<br />

Zuerst sollte jeder Kunde sich selbst die Frage beantworten: Wie ist das<br />

Mengenverhältnis zwischen den konsumierten Filmen und der Musik?<br />

Oft ist die Wahl schon hier geklärt. Weiter sollte er sein Budget prüfen. Bei<br />

gleichem Budget ist klar, dass eine ausgeklügelte Stereo-Anlage dramatisch<br />

besser klingen muss. Allein die Anzahl der Endstufen macht deutlich,<br />

dass die 7 oder 9 Endstufen des AV-Receivers nicht an die Qualität von 2<br />

Endstufen des Stereo-Verstärkers heranreichen können! An dieser Stelle<br />

fragt der Kunde meist ob ein wenig geschultes Ohr („…ich bin ja Otto-<br />

Normalverbraucher“) genau das noch hören kann. Bisher haben alle den<br />

Unterschied wahrnehmen können. Und unter den vielen verschiedenen<br />

Probanden waren auch hochbetagte Omis dabei! Fazit: Surround ist schön<br />

aber deutlich teurer. Zum Glück bieten auch Hersteller wie CREEK oder<br />

Naim Kombilösungen an.<br />

Ist Streaming unverzichtbar oder neumodisches Zeug?<br />

Natürlich steht Streaming im Focus des Kunden. Aktuell haben wir mindestens<br />

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Streaming ergänzen will, es gibt verschiedenste Lösungen dafür.


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42289 Wuppertal, Tel.: (02 02) 55 50 53<br />

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Hitseller.de GmbH<br />

Hochkampstraße 68 D<br />

45881 Gelsenkirchen<br />

Telefon: (02 09) 15 78 09 23<br />

Fax: (02 09) 15 78 09 39<br />

E-Mail: vertrieb@hitseller.de<br />

Internet: www.hitseller.de<br />

Marken-Highlights: Apple, Canon, Dream, LG, Onkyo, Panasonic,<br />

Philips, Samsung, Sony, Technotrend, Telestar<br />

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Godesberger Str. 30<br />

53842 Troisdorf<br />

Telefon: (02 24 1) 88 10 90<br />

Fax: (02 24 1) 88 10 9 19<br />

E-Mail: info@satking.de<br />

Internet: www.satking.de<br />

Marken-Highlights: Benq, Dreambox, LG, Epson, Fantec, Ferguson,<br />

Humax, Octagon, Opticum, Panasonic, Philips, Samsung, Sharp,<br />

Tizzbird, Topfield, Unibox, Vu+<br />

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Epson EH TW9000W<br />

Interview<br />

Warum sollten videointeressierte Kunden zum Fachhändler gehen?<br />

Heutzutage gibt es eine Riesenauswahl an Sat/Kabel-Empfangsgeräten, da fällt es<br />

dem Interessenten schwer, sich das richtige Gerät auszusuchen. Wir als Fachhändler<br />

erklären ihm die Unterschiede vor Ort.<br />

Muss es immer die neueste Technik sein?<br />

Als Mann vom Fach sitze ich selbstverständlich immer direkt an der Quelle. Hier<br />

sollte aber jeder individuell für sich entscheiden, welche Technik für ihn persönlich<br />

Sinn macht. Bei einigen Kunden bedient ein solides Grundgerät die Ansprüche<br />

vollkommen. Und wenn es dann mal mehr sein soll, kommt der Kunde gern wieder,<br />

wenn er sich beim ersten Mal gut beraten fühlte.<br />

Lieber 2D oder 3D oder beides?<br />

Mit einem entsprechend großen Bildschirm ist 3D in den eigenen vier Wänden<br />

durchaus eine spannende Abwechslung. Ich habe das Gefühl, dass dieses Erlebnis<br />

zu Hause auch gerade erst eine Entwicklung durchmacht. Unsere Kinder werden<br />

viel selbstverständlicher mit 3D-Technologie umgehen. Bis dahin wird es auch fast<br />

ausschließlich 3D-Inhalte geben. Noch fehlt es zum Teil an Content.<br />

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Internet: www.hifi1.de<br />

Marken-Highlights: Denon, Elac, KEF, Loewe, Marantz, NAD, Onkyo,<br />

Panasonic, Pioneer, Samsung, Yamaha<br />

Serviceangebot: 0 % Finanzierung, Fachberatung, Vorführung, Reparaturservice,<br />

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Fax: (0 72 47) 20 70-600<br />

E-Mail: info@loewe-galerie-linkenheim.de<br />

Internet: www.loewe-galerie-linkenheim.de<br />

Marken-Highlights: Galaxis, Grundig, Hirschmann, Humax, Loewe,<br />

Kathrein, Nokia, Spaun, Technisat, Wisi<br />

Serviceangebot<br />

Präsentationsräume 1<br />

<strong>HDTV</strong>-Vorstellung/3D-Vorstellung/<br />

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ja/ja/ja<br />

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zuhause testen<br />

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Mein Lieblingsfernseher<br />

Loewe Reference und<br />

Individual<br />

Interview<br />

Warum sollten videointeressierte Kunden zum Fachhändler gehen?<br />

Unser Anliegen ist es, dem Kunden Gesamtlösungen in Premiumqualität<br />

anzubieten. Als spezialisierter Fachhändler, können wir unseren Kunden<br />

die individuellere Beratung, die innovativeren Produkte und den besseren<br />

Service anbieten, als der Wettbewerber in der Fläche oder im Internet.<br />

Dies belegen insbesondere auch die Auszeichnungen von Markt Intern,<br />

dem Branchen-Fachmagazin, zum 1A-Fachgeschäft und 1A-Fachwerkstatt<br />

– nunmehr das 7. Jahr in Folge.<br />

Sind HbbTV-Dienste und Internetvideostreaming-Angebote nur etwas für die<br />

jüngere Zielgruppe?<br />

Nein, definitiv nicht. Neue Funktionen, wie z.B. die Loewe „follow<br />

me„- Funktion, oder auch VoD sind für jeden interessant, der gerne etwas<br />

mehr Komfort und Content erwartet. Das „lineare Fernsehen“ gehört<br />

meiner Meinung nach, bald der Vergangenheit an. Hierfür werden der<br />

weitere Ausbau der Vernetzbarkeit aller Komponenten und das Thema<br />

HbbTV weiterhin wichtige Meilensteine in der Entwicklung sein. Der<br />

moderne Power-User hat es mit Geräten zu tun, die das Internet als<br />

Unterhaltungsquelle eingemeinden und über das Heimnetzwerk auch<br />

gleich noch Kontakte zu allerlei Festplatten und Computern aufnehmen.<br />

Somit sind Tablet-PCs und Smartphones die Navigatoren der Zukunft.<br />

Das Zusammenspiel der Loewe-Fernseher und iPhone oder iPad als<br />

Bedienungseinheit ist heute bei Loewe schon Standard.<br />

Marken-Highlights: Arcam, Bang & Olufsen, Bose, Bowers & Wilkins,<br />

Denon, Dynaudio, Elac, Epson, Focal, Geithain, Infocus, KEF, Loewe,<br />

Marantz, Metz, Onkyo, Panasonic, Philips, Pioneer, Samsung, Sharp,<br />

Sim2, Sony, T+A, Toshiba, Yamaha<br />

Serviceangebot: 0 % Finanzierung, Fachberatung, Tests der Wunschgeräte<br />

zu Hause, Inzahlungnahme, Lieferservice, Montage, Reparatur,<br />

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Telefon: (0341) 3 55 79 141<br />

Hörzone GmbH, Balanstraße 34,<br />

81669 München, Tel.: (0 89) 7 21 10 06<br />

Conrad Sound sehen, Schwarzbrunnweg 5,<br />

87665 Mauerstetten, Tel.: (0 83 41) 9 95 87 65<br />

KLANGRAUM Wohnraumstudio, Am Brunnenwässerle 2,<br />

88085 Langenargen, Tel.: (0 75 43) 91 28 94<br />

KONTAKT<br />

Preise:<br />

regionale Händler:<br />

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2c, 3c je mm 2,90 Euro<br />

4c<br />

je mm 3,80 Euro<br />

überregionale Händler:<br />

s/w<br />

je mm 2,90 Euro<br />

2c, 3c je mm 3,90 Euro<br />

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je mm 4,40 Euro<br />

Berechnung:<br />

Anzahl der Spalten × Höhe der Anzeige × Millimeterpreis. Eine<br />

Seite besteht aus drei Textspalten. Jede Spalte ist 62,5 mm breit<br />

und 263 mm hoch. Spaltenanzahl und Anzeigenhöhe sind frei<br />

wählbar (Mindestformat 1-spaltig 20 mm).<br />

Rabatte:<br />

Auf Anfrage sind Kombirabatte bei einer Jahresbuchung (8<br />

Ausgaben) möglich.<br />

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Denise Göhler<br />

Telefon:<br />

(03 41) 3 55 79 – 141


Motivierter Aufsteiger<br />

4K-Zertifizierungsprogramm, das aus der<br />

Integration der Technicolor-4K-Image-Certified-HDMI-Ports<br />

in die Thomson W9 UHD-<br />

Fernseher ab 2014 besteht, um das Up scaling<br />

von 2K-Inhalten auf nahezu 4K-Qualität zu<br />

gewährleisten. Thomson wird wiederum von<br />

Technicolor im Bereich Fernseher auf dem<br />

europäischen Markt an TCL lizenziert.<br />

Wie differenzieren sich die Marken?<br />

TCL positioniert sich als eine Marke der jungen<br />

Generation, während die Marke Thomson sich<br />

eher an Familien richtet.<br />

Impressum<br />

Verleger:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Oststraße 40 – 44, 04317 Leipzig<br />

Tel. (03 41) 3 55 79 - 100 • Fax (03 41) 3 55 79 - 111<br />

Herausgeber:<br />

Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />

Stefan Hofmeir, Florian Pötzsch<br />

Chefredaktion (ViSdP):<br />

Christian Trozinski<br />

Redaktion:<br />

Sören Hilbrecht, Susanne Richter,<br />

Dennis Schirrmacher, Katharina Stöckl (Lektorat),<br />

Falko Theuner, Tiemo Weisenseel<br />

Antoine Salome, Marketing Director von TCL Europe.<br />

Der Markt der Flachbildfernseher ist<br />

im Wandel und immer neue Marken<br />

betreten die Bühne, während alteingesessene<br />

Hersteller ums Überleben kämpfen.<br />

Die Marke TCL verbindet dabei globale<br />

Trends: Effiziente Fertigung und technisches<br />

Know-how. Wir sprachen mit Marketing<br />

Director Antoine Salome über die Positionierung<br />

der Marke TCL im Haifischbecken der<br />

Unterhaltungselektronik.<br />

Herr Salome, wie positionieren sich die<br />

Marken TCL, Thomson und Technicolor und<br />

inwiefern kooperieren diese?<br />

Thomson liefert seit über 120 Jahren innovative<br />

und zuverlässige Technologie für Home Entertainment<br />

und TCL vertreibt<br />

Fernseher unter der Marke<br />

Thomson. Durch die Fusion mit<br />

der TV-Division von Thomson<br />

(Eigentümer der Marken RCA<br />

und Thomson) wird TCL zum<br />

bedeutendsten Hersteller von<br />

Fernsehgeräten und ist laut<br />

DisplaySearch-Report 2013 der<br />

drittgrößte TV-Hersteller der<br />

Welt. Technicolor als weltweiter<br />

Technologieführer im Medien-<br />

und Entertainment-Bereich<br />

ist auch TCLs Partner beim<br />

Welche Rolle spielen dabei der deutsche und<br />

europäische Markt?<br />

TCL konzentriert sich in Europa auf die Länder<br />

Frankreich, Deutschland, Spanien, Polen und<br />

Italien. In diesem Umfang hat TCL als Gruppe<br />

einen Marktanteil von rund drei Prozent. Im<br />

Jahr 2013 ist TCL die am schnellsten wachsende<br />

Marke, was Volumen und Umsatz betrifft. In<br />

Deutschland kam die TCL-Marke erstmals im<br />

Mai 2012 auf den Markt und genießt schnelles<br />

Wachstum dank der Zusammenarbeit mit<br />

Karcher, Marketingunterstützung (z. B. Partnerschaft<br />

mit Marvel bei „Iron Man 3“) und der<br />

erfolgreichen Lancierung der Color-Line-Serie.<br />

In den kommenden Monaten wird TCL weiterhin<br />

seine Bereitschaft zeigen, erschwingliche<br />

Innovationen und Technologien (d. h. UHD)<br />

auf dem deutschen Markt anzubieten.<br />

Auf welche Produktionskapazitäten können<br />

Sie zurückgreifen?<br />

TCL verfügt seit August 2011 über ein hochmodernes<br />

China-Star-Panel-Werk der Generation<br />

8.5 in Shenzhen, China und hat zudem<br />

eine Fabrik in Żyrardów, Polen. Das vertikal<br />

integrierte Geschäftsmodell von TCL stellt<br />

einen Mehrwert für die Marke auf dem Markt<br />

dar. Die 4K-Technologie ist die nächste Hürde<br />

des TV-Erlebnisses und wird dazu beitragen,<br />

die Verbrauchererwartungen in Bezug auf das<br />

Preis-Leistungs-Verhältnis zu erhöhen.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Grafikdesign:<br />

Lisa Breyer, Therèse Herold, Stephan Krause,<br />

Stefan Kretzschmar, Ronny Labotzke,<br />

Katharina Schreckenbach (Leitung), Kim Trank,<br />

Annemarie Votrubec<br />

Anschrift:<br />

Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />

Redaktion <strong>HDTV</strong><br />

Oststraße 40 – 44, 04317 Leipzig<br />

leserbriefe@hdtvmagazin.com<br />

www.hdtvmagazin.com<br />

Anzeigen:<br />

Linda Hartmann, Simone Läßig,<br />

Franziska Lipus, Benjamin Mächler,<br />

Carsten Philipp (Leitung)<br />

Tel. (03 41) 3 55 79 - 120<br />

Fax (03 41) 3 55 79 - 111<br />

anzeigen@av.de<br />

Abonnenten:<br />

Denise Göhler<br />

Tel. (03 41) 3 55 79 - 140<br />

Fax (03 41) 3 55 79 - 111<br />

abo@av.de<br />

Vertrieb:<br />

MZV Moderner Zeitschriften<br />

Vertrieb GmbH & Co. KG<br />

Breslauer Straße 5, 85386 Eching<br />

Tel. (0 89) 3 19 06 - 0, Fax: (0 89) 3 19 06 - 113<br />

info@mzv.de, www.mzv.de<br />

ISSN: 1861-1737<br />

Erscheinungsweise: 8-mal im Jahr<br />

Einzelpreis Deutschland: 4,99 Euro<br />

Jahresabo Deutschland: 34,90 Euro<br />

2-Jahresabo Deutschland: 74,90 Euro<br />

Jahresabo Ausland: 44,90 Euro<br />

Druck:<br />

Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG., Kassel<br />

© 2013 von Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Leipzig.<br />

Vervielfältigung und Verbreitung von Artikeln, Grafiken, Fotos<br />

durch jedes Medium ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher<br />

Genehmigung des Verlages gestattet. Die Interviews geben<br />

die Meinungen der Interviewpartner wieder. Diese muss nicht<br />

der Meinung des Verlages entsprechen. Für die Aussagen des<br />

Interviewpartners wird keine Haftung übernommen.<br />

Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Gewähr für die<br />

Richtigkeit der Angaben übernommen werden. Schutzrechte<br />

auf Produktnamen oder Produkte sind in den einzelnen<br />

Artikeln nicht zwingend erwähnt. Namentliche oder mit<br />

Initialen gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die<br />

Meinung der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte<br />

Manuskripte, Datenträger und Fotos übernimmt der Verlag<br />

keine Haftung. Die Zustimmung zum Abdruck wird<br />

vorausgesetzt. Der Autor erklärt mit der Einsendung von<br />

Material, dass dieses frei von Rechten Dritter ist. Mit der<br />

Honorierung von Manuskripten, Fotos und anderem Material<br />

erwirbt der Verlag die Rechte daran. Gerichtsstand ist Leipzig.<br />

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