Android User Die Apps des Jahres (Vorschau)

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USER

Save.TV: 60 Tage lang gratis TV-Sendungen aufnehmen

12/2013 • Dezember 2013 • www.android–user.de

Die APPS

des Jahres

Gratis:

Städteführer

nach Wahl

im Wert von

4,99 Euro

n Die besten neuen Apps 2013

n Tops und Flops: Die Auf- und Absteiger-Apps

n Android-Trends: Das erwartet Sie im Jahr 2014

Root

Sony Xperia Play Hacking

Root-Anleitung und Android-4-Installation

HTC Desire 500

Im Test: Einsteiger-Handy von

HTC mit sehr guter Kamera

Über 10 Seiten Tipps & Tricks

n Die besten Root-Apps und -Tipps

n Homescreens organisieren

n Fotos mit Google automatisch sichern

n Eduroam-Netzwerk an der Uni nutzen

Wiko Cink Peax 2

Das aktuell beste

Dual-SIM-Smartphone

für 170 Euro im Test

ROOT

Die besten Root-Tipps

Diese Apps und Kniffe sollten Sie als

Root-Nutzer unbedingt kennen!

n Unbenötigte Apps deaktivieren

n Google-Suche für Musik nutzen

n Musiktipps für Google Play

n App-Rechte einschränken

EUR 5,90*

* Deutschland

4 192368 905908 12

A EUR 6,70 - BeNeLux EUR 6,95

CH sfr 11,80 - E / I EUR 7,95


Service

Editorial

Marcel Hilzinger,

Chefredakteur

Willkommen bei Android User

Warten

auf KitKat

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

eigentlich wollten wir in dieser Ausgabe ja

etwas über das neue Nexus 5 schreiben.

Aber Google ließ die Katze bis zum Redaktionsschluss

nicht aus dem Sack. Die Infos

waren zwar bereits Mitte Oktober alle vorhanden,

aber eben nur als Gerücht. Deshalb

haben wir uns für diese Ausgabe

gegen einen vorschnellen Nexus-5-Artikel

entschieden und warten lieber, bis Google

das Handy und die neue Android-Version

4.4 „KitKat“ auch offiziell vorstellt.

Apps wichtiger als Hardware

Bei den Vorarbeiten zu dieser Ausgabe von

Android User ist uns aufgefallen, dass es

gar nicht so einfach ist, die besten Apps

des Jahres zu finden. 50 aus einer Million

auszuwählen ist schwieriger, als sechs

Richtige beim Lotto zu tippen. Denn dazu

gibt es einfach zu viele gute Apps, von den

tollen Spielen ganz zu schweigen. Nicht zuletzt

zählen bei der Beurteilung auch das

Alter des Nutzers und seine persönlichen

Vorlieben. Denn einfach nur die bekannten

Top-Apps aufzulisten, war uns dann doch

etwas zu einfach, schließlich gibt es viele

unbekannte Android-Schätze, die 2013 den

Weg in den Play Store gefunden haben.

Das Resultat unserer Suche finden Sie in

der Fokus-Strecke dieser Ausgabe von Android

User (der 26. Ausgabe übrigens).

Falls Sie dabei die Spiele vermissen: Wir

bringen in diesem Heft ausnahmsweise

sechs Seiten Spieleneuvorstellungen anstelle

der üblichen zwei.

Welche App ist Ihr Favorit?

Sie treiben viel Sport, kochen für Ihr Leben

gern oder verbringen jedes Wochenende

mit Angeln? Dann haben Sie eventuell eine

ganz besondere Lieblings-App, die wir

noch nicht kennen. Schreiben Sie uns, welche,

und mit etwas Glück gewinnen Sie ein

Jahresabo von Android User. Schicken Sie

uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff

„Mein Favorit“ und dem Link zur App bei

Google Play an die E-Mail-Adresse gewinnspiel@android-user.de.

Unter allen Einsendungen

bis zum Jahresende verlosen wir

fünf Jahresabos.

Ihre Meinung ist gefragt!

Nicht nur für Ihre Lieblings-Apps interessieren

wir uns. Wir möchten auch wissen,

wie Ihnen Android User gefällt – egal, ob

Sie uns regelmäßig oder nur sporadisch

lesen. Wir haben dazu eine Online-Umfrage

zusammengestellt, die sich innerhalb

weniger Minuten beantworten lässt. Bitte

nehmen Sie sich die Zeit, unseren Fragebogen

auszufüllen, damit wir Android User

im kommenden Jahr noch besser machen

können. Sie finden die Umfrage unter

[LINK 1]. Daran teilzunehmen, lohnt sich, da

wir auch hier fünf Jahresabos von Android

User verlosen.

Die letzte Ausgabe von Android User in

diesem Jahr erscheint am 5. Dezember. Bis

dahin wünsche ich Ihnen viel Spaß mit

dem aktuellen Heft von Android User und

eine friedliche Vorweihnachtszeit!

Marcel Hilzinger

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30787

www.androiduser.de/facebook www.androiduser.de/google+ www.androiduser.de/twitter

Android-user.de dEzember 2013 3


Service

Inhalt

Service

3 Editorial

4 Inhalt

6 News

114 Impressum

QR-Code scannen

und Gratis-Artikel

online lesen!

10

Tops und

Flops 2013

Die Auf- und

Absteiger-Apps

Fokus

10 Tops und Flops 2013

Die Auf- und Absteiger des Jahres

16 Beste Newcomer-Apps 2013

Die 15 besten neuen Apps bei

Google Play

24 Beste unbekannte Apps 2013

Diese Apps sind zu Unrecht nur

wenig bekannt

28 Root-App-Geheimtipps 2013

Die besten weniger bekannten

Root-Apps

30 Trends 2014

Das erwartet Sie aus Android-Sicht

Hardware

34 Sony Xperia Z1

Schlägt das Sony die

Top-Handys der Konkurrenz?

38 HTC Desire 500

Schick, günstig und

mit toller Kamera

40 Wiko Cink Peax

Günstiges Dual-SIM-Handy

mit Top-Performance

42 ZTE Grand S Flex

Das taugt das Design-Handy

aus China

44 Acer Iconia B1

Billig oder günstig? Das neue

Spar-Tablet im Test

4 Dezember 2013 Android-User.de


Service

Inhalt

Einsteiger

80 Task-Killer-

Grundlagen

Tasks managen,

Cache leeren,

Apps killen

Tipps & Tricks

84 Musik-Tipps

Neue Musik von The BossHoss

und James Blunt

88 Tipps & Tricks

Praktische Tipps aus

unserer Redaktion

92 Root-Tipps

Boot-Animationen, Übertakten,

Backups und mehr!

96 Eduroam-Setup

So gelingt der

Einstieg ins

WLAN der

Universität

SPIELE

77 Shadowrun Returns

70 Neue Spiele

Unsere Spielevorstellungen

76 Kingdom Rush Frontiers

Das beste Tower-Defense-

Game legt nach

PowerUser

100 ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-

ROMs und Root-Apps

102 ownCloud

Setzen Sie auf Ihre

eigene Datenwolke

106 Pushover

Push-Benachrichtigungen

aufs Handy schicken

106 Pushover

Kurze Push-

Benachrichtigungen in

eigene Skripte integrieren

Düsteres Adventure

mit Rollenspiel-Touch

78 Tegra-News

Neue Spiele aus

Nvidias Tegrazone

110 Xperia-Play-Hacking

Teil1: Root und

Custom-Recovery

58 Meine Apps

APPS

46 App-Empfehlungen

Die Favoriten der Redaktion

52 App-Neuheiten

Die besten neuen Apps bei

Google Play

54 Glympse

Teilen Sie Ihren Standort mit

56 Cloud-Videorekorder

Save.TV und OnlineTvRecorder

im Vergleich

Die Android-User-Redaktion

stellt ihre Lieblings-Apps vor

60 SuperBeam

So schicken Sie problemlos

auch Monster-Dateien vom

Tablet aufs Handy

62 AntTek Explorer EX

Die zweite Generation des

Dateimanagers

64 Taptu

Der News-DJ jongliert mit

Nachrichten

66 Marco Polo

Nicht nur Städteführer, sondern

auch Reisemagazin

68 Mode-Apps

Android organisiert den

Kleiderschrank

QR-Code lesen: So geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App, und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode-Scanner zeigt einen

3. Link auf android-user.de an.

Tippen Sie auf den Link, oder

4. wählen Sie Browser öffnen.

Juli 2012


News

Android-News

Android-News

Archos

Archos Gamepad 2

Archos geht mit seinem Gamepad in die nächste Runde

und präsentiert das Gamepad 2. Das Tablet startet mit

einem hochauflösendem 7-Zoll-Display (1.280 x 800 Pixel)

in den Markt. Neben dem HD-Display kommt das Gamepad

2 mit einem A9 Quad-Core Prozessor mit 1,6 GHz. Außerdem

wurde das Gamepad mit der Mali 400 GPU und 2

GByte Arbeitsspeicher ausgestattet. Das Gerät bringt

einen internen Speicher von 16 GByte mit. Dieser kann mit

einer microSD-Karte um bis zu 64 GByte erweitert werden.

Damit bei der Bedienung beide Daumen zum Einsatz kommen,

ist das Gerät mit zwei Thumbsticks sowie zwei Steuerungs-Tasten

an den beiden oberen Tablet-Seiten ausgerüstet.

Auch das, bereits beim Gampepad 1 verwendete

Mapping-Tool kommt in weiterentwickelter Form zum Einsatz.

Das Tool verknüpft die virtuelle Steuerung von Spielen

mit der physikalischen Steuerung des Gamepad. Zusätzlich

bringt das Gamepad 2 eine Front-Kamera, sowie

einen HDMI-Anschluss mit. Als Betriebssystem verwendet

das Gerät die Android-Version 4.2 Jelly Bean. Ab Ende Oktober

wird das Gamepad 2 in Deutschland und Österreich

zum UVP von 199,99 Euro erhältlich sein.

Nexus-7-Zubehör – Bald verfügbar

Google hat bekannt gegeben, dass es nun ein offizielle Case für das

Nexus 7 im Play Store gibt – in den USA. In den Farben Schwarz,

Weiß, Rot und Blau gibt es die Schutzhülle für 50 Dollar nur in Amerika.

Die Cases sind mit einer weichen Schutzschicht für das Display

ausgestattet und auf der Innenseite des Deckels ist ein dezentes Logo eingraviert.

Kennt man den passenden Link, ist die schwarze Variante auch im

deutschen Play Store gelistet, allerdings ohne Preisangabe und mit dem Status

„bald verfügbar“. Offiziell führt Google als Zubehör nur eine knapp 25 Euro teure Neopren-Hülle

im Angebot. Aber auch diese ist hierzulande nach wie vor nur „bald verfügbar“.

Google

BlackBerry

Kein Samsung für Merkel

Das Samsung Galaxy S3 der Telekom,

das für die Geheimhaltungsstufe VS-

NfD (Nur für den Dienstgebrauch) angepasst

wurde, kommt nicht gut an.

Das abhörsichere „Kanzler-Handy“,

SiMKo 3 hat die Prüfung durch das

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

zwar erfolgreich bestanden,

in den ministeriumsinternen

Tests aber eher schlecht abgeschnitten.

Besonders negativ sind neben der

recht geringen Akkulaufzeit, das Fehlen

von Basics wie etwa W-Lan aufgefallen.

Außerdem ist wohl zu wenig

Speicherplatz auf dem Gerät vorhanden. Das

Gerät von Secusmart habe dagegen überzeugt.

Für die Deutsche Telekom, der damit ein Millionengeschäft

entgeht, ist das natürlich bitter. Aber

des einen Leid ist des anderen Freud. So kommen

nun statt der Telekom das deutsche Unternehmen

Secusmart und der in der Krise stehende Handy-

Spezialist BlackBerry aus Kanada in den Genuss

des Regierungsauftrags ein Handy für unserer Politiker

zu bauen. Nach Aussage von Secusmart

wurden ungefähr 1200 BlackBerry Z10 zu einem

Stückpreis von 2500 Euro bestellt. Das Gerät der

Telekom hätte es deutlich günstiger für „nur“

1700 Euro pro Gerät gegeben.

6

Dezember 2013

Android-User.de


Samsung Galaxy Round

Nachdem LG und Samsung bekanntgegeben hatten, an einem Handy

mit biegsamem AMOLED-Display zu arbeiten, hat Samsung die Katze

inzwischen aus dem Sack gelassen und das Galaxy Round offiziell vorgestellt.

Das neue Galaxy-Smartphone ist in Korea zum Preis von etwas

mehr als 1 Million WON (ca. 750 Euro) zu haben. Damit liegt das Gerät

preislich auf dem Niveau des Note 3, das von Samsung ebenfalls eine

UVP von 749 Euro erhalten hat. Der Internetpreis dürfte erfahrungsgemäß

100 bis 150 Euro niedriger ausfallen.

Auch von der Ausstattung her teilt es mit dem Note 3 viele Gemeinsamkeiten.

So hat Samsung auch hier eine Rückseite aus Leder-Imitation

verbaut und mit seinem 5,7-Zoll-Display in Full-HD-Auflösung ist es

auch fast gleich groß wie das Note 3. Ebenso ist es mit einem Snapdragon

800 und 3 GByte RAM ausgestattet. Vereinfacht gesagt ist das Galaxy

Round also ein gebogenes Note. Allerdings mussten die Designer

Abstriche bei der Funktionalität machen. So fehlt dem 7,5 mm dicken

Galaxy Round etwa der praktische Digitizer-Stift.

Dafür bringt das Round ein paar nette Software-Features mit, die sich

durch das gebogene Design ergeben. Liegt das Handy auf dem Tisch

und tippt man es leicht an, sodass es sich wölbt, dann erscheint ein Infoscreen

mit den wichtigsten Informationen wie Uhrzeit, Wetter oder verpasste

E-Mails. Wendet man die Geste im Musikplayer an, dann springt

das Note zum nächste Track, in der Galerie kann man damit zum nächsten/​vorherigen

Bild wechseln.

Samsung


Samsung

News

Android-News

Aufgeblähte Akkus

beim Galaxy S4

Mit einem unschönen Defekt, hat das Samsung Galaxy

S4 zu kämpfen. Wie Nutzer des Geräts berichten

nimmt die Akkuleistung des Geräts ohne vorherige

Anzeichen plötzlich erheblich ab. Doch damit nicht

genug. Auch von einem Aufquellen des Akkus ist die

Rede, in manchen Fällen wurde sogar das Gerät selbst

beschädigt. Das Unternehmen teilte mit, dass Sie die

Meldungen zur Kenntnis genommen zu haben und

bieten den Betroffenen nun Hilfe an. Betroffen seien,

so die Aussage von Samsung nur „einige sehr wenige

Kunden“. Wie viele Geräte wirklich diesen Defekt aufweisen,

ist nicht bekannt. Wer bei seinem Handy derartige

Problem mit dem Akku feststellt, kann sich an

den Samsung-Service zu wenden und erhält dann kostenlos

einen Austausch-Akku. Woher die Probleme mit

dem Akku kommen, ist bisher nicht bekannt.

Tolino mit neuen Tablets

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft erweitern die Tolino-

Partner (Thalia, Weltbild, Hugendubel, Club Bertelsmann

und die Deutsche Telekom) die Tolino-Gerätefamilie

mit weiteren günstigen Tablets. Ab Mitte November

kommen mit dem Tolino Tab 7 (HD-Display,

179 Euro) und Tab 8,9 (Full-HD-Display, 249 Euro)

zwei neue Tablets in den Handel. Ausgeliefert werden

die Tablets mit vier Gratisbüchern. Ob es

sich dabei immer um die gleichen handelt, oder

ob es eine Wahlmöglichkeit geben wird, ist

nicht bekannt. Die beiden Tablets verwenden

eine 1,5 GHz schnelle Quadcore-CPU, Android

4.2.2 und bieten auch den Google Play Store.

Tolino

Google Play Music in

der Schweiz

Lange hat es gedauert, aber nun ist der

Musik-Streaming-Service von Google Play

Music unter anderem auch in der Schweiz

und Ungarn freigegeben. Im Gegensatz zu

Deutschland, haben die Eidgenossen und

Magyaren nun aber auch die Möglichkeit

All Access zu abonnieren. Wer monatlich

11,95 Franken für die Option „All Inclusive“

bezahlt, hat die

Möglichkeit

mehr als 18 Millionen

Songs zu

streamen. Mit

dem Dienst ist

es natürlich

auch möglich,

einzelne Songs

oder ganze

Alben zu kaufen.

Google kooperiert dafür mit den vier

größten Labels: EMI, Sony, Universal und

Warner. Außerdem sind auch diverse Independent-Labels

mit dabei. Wer sich bis

am 15. November für „All Inclusive“ registriert,

bezahlt 9,95 statt 11,95 Franken pro

Monat. Die ersten 30 Tage sind gratis.

Deutlich günstiger hört man hingegen in

Ungarn. Hier kostet der All-Access-Dienst

monatlich 1650 HUF, wenn man sich bis

zum 15. November registriert. Das entspricht

umgerechnet etwas mehr als 5

Euro oder knapp 7 Schweizer Franken.

Nach dem 15. November wird der Dienst

1950 Forint kosten (6,60 Euro). Die Song-

Auswahl ist dabei komplett identisch.

Google

Oakley

Oakley Airwave 1.5

Im letzten Jahr brachte Oakley die Airwave, die erste Oakley Goggle mit Headup-Display

auf den Markt. Jetzt gibt es eine neue und verbesserte Version der

High-Tech-Skibrille. In das Head-up-Display der Skibrille sind unter anderem

WLAN, GPS und MFi Bluetooth integriert. Durch die eingebauten Sensoren lassen

sich eine Fülle an Informationen und Funktionen über das Display abrufen.

Dazu gehören Infos über die Geschwindigkeit, die Temperatur oder den Höhenunterschied,

der bewältigt wurde. Die Airwave 1.5 erstellt für Sie Sprunganalysen,

indem sie Weite, Höhe und Flugzeit ihres Sprungs misst. Zudem beinhaltet

die neue Goggle eine Navigations-Funktion. Mit dieser

kann auf einer Skigebietskarte der

Standort bestimmt und Pisten aufgefunden

werden. Mit dem Buddy Tracking

lokalisieren Sie Freunde, die ebenfalls

eine Oakley Airwave 1.5, eine Oakley

Airwave Goggle der ersten Serie

oder die Airwave-App auf ihrem

Smartphone einsetzen.

8

Dezember 2013

Android-User.de


HTC

HTC One max

mit 5,9-Zoll-Display

HTC hat mit dem One max ein neues Riesen-Handy mit

einem 5,9-Zoll-Display vorgestellt. Im Inneren des Smartphones

befindet sich ein Qualcomm Snapdragon Quadcore-Prozessor

mit 1,7 GHz. Der Speicher hat eine Kapazität

von 16 GByte und lässt sich mit einer microSD-Karte erweitern.

In seiner Pressemitteilung, teilte HTC außerdem

mit, dass Käufer des Geräts exklusiv 50 GByte Speicherplatz

bei Google Drive kostenlos erhalten.

Das One Max bringt eine Akkukapazität von 3.300 mAh

mit. Durch den optionalen HTC Power Flip Case kann noch

ein Zusatzakku mit weiteren 1.150 mAh hinzugefügt werden.

Das Gerät verfügt außerdem ähnlich wie das neue

iPhone über eine integrierte Fingerabdruck-Scan-Funktion.

Der Scanner auf der Geräterückseite erlaubt das Sperren

oder Entsperren des Bildschirms. Für den Schnellzugriff ist

es möglich, bis zu drei Lieblingsfunktionen mit Fingerabdrücken

zu verknüpfen.

Microsoft bettelt bei HTC

Laut einem aktuellen Report, soll Microsoft HTC darum gebeten

haben, auf seinen Android-Geräten als Option auch

Windows Phone zu installieren. Die Geschichte klingt wie

ein schlechter Scherz, aber glaubt man einem Bericht von

Bloomberg, dann sind die Gespräche zwischen HTC und

Microsoft tatsächlich ernst gemeint.

Demnach soll Terry Myerson, der führende Kopf bei der

Betriebssystem-Entwicklung von Microsoft, vor mit einem

konkreten Vorschlag an HTC herangetreten sein. Myerson

will angeblich auch persönlich bei den HTC-Spitzen vorsprechen.

Das Ziel: HTC soll Windows Phone auf bestimmten

Android-Geräten als Option vorinstalliert anbieten.

Als Gegenleistung für diesen Dienst an Microsoft will man

die Lizenzgebühren für Windows Phone praktisch komplett

streichen. Laut dem Bloomberg-Report sah sich Microsoft

zu dieser Idee gezwungen, nachdem HTC anscheinend

keine weiteren Geräte mit dem Windows-Phone-Betriebssystem

mehr produzieren wollte.


Fokus

Tops und Flops 2013

Shen En-Min, 123RF

Auf- und Absteiger-Apps 2013

Tops und

Flops

Die Konkurrenz bei

Google Play ist groß:

Wer seine App nicht

regelmäßig aktualisiert,

riskiert schnell, von der

Konkurrenz verdrängt zu

werden. Wir stellen die

besten Aufsteiger, aber

auch die Absteiger vor.

Carsten Müller,

Marcel Hilzinger,

Christoph Langner

Um unter den Hunderttausenden

Apps im Google Play Store zu den

populärsten zu gehören, braucht

eine App ein pfiffiges Design, exzellente

Funktionalität und nicht selten auch

eine schwer greifbare Haben-wollen-Ausstrahlung.

Doch auch Apps, die es zu großem

Erfolg gebracht haben, dürfen sich nicht

auf ihren Lorbeeren ausruhen: Die Konkurrenz

schläft nicht – vom Top zum Flop ist es

nicht weit…

Facebook

Facebook [LINK 1] als Flop zu bezeichnen,

würden wir uns nicht

trauen, aber wir sind uns recht sicher,

dass 2013 der Anfang des Abstiegs ist.

Die besten Tage von Facebook

sind vorbei. Viele Nutzer wenden

sich alternativen, kleineren

sozialen Netzwerken zu

und meiden die Facebook-

App, die zudem auch nach dem kompletten

Redesign immer noch in manchen Bereichen

zu wünschen übrig lässt. Auch die Android-

User-Webseite zeigt die Trendwende klar: Vor

rund einem Jahr fanden deutlich mehr Besucher

von Facebook den Weg zu unserer

Homepage als via Google+. Heute sieht das

Bild genau umgekehrt aus.

Google+

Von wegen Geisterstadt: Google+

ist alles andere als eine ausgestorbene

Community. Mit etwas Nachhilfe

von Google hat das Social Network den

Sprung vom Nischenprodukt zum Mainstream

geschafft. Auch wenn die weltweiten

Nutzerzahlen noch weit hinter denen von

Face book zurückliegen, wächst Google+

kontinuierlich. Und aus unserer Sicht das

Wichtigste: Die App [LINK 2] hat 2013 zahlreiche

und gut gemachte Updates erhalten, sodass

sich Google+ bei immer mehr Nutzern

auf dem Handy befindet. Selbst wenn Sie

Google+ aktiv nicht nutzen möchten, lohnt

sich der Blick auf die App allein schon wegen

des Foto-Uploads.

Wunderlist

Es ist ruhig geworden um die sechs

Wunderkinder. Das Berliner Startup

wurde mit cleverem Marketing und

Sprüchen wie „Software soll wieder sexy

sein“ einst im Nullkommanix zum Medienliebling

und zur App-Hoffnung schlechthin.

Die neue App Wunderkit wurde aber recht

zügig wieder eingestampft: Programmfehler

und unzureichende Usability spülten ihr zu

wenig begeisterte Nutzer zu. Was blieb, ist

die kleinere App Wunderlist [LINK 3], die sich

auf To-do-Listen versteht. Die App ist recht

simpel strukturiert und gestattet die Aufstellung

beliebiger Listen über Dinge, die noch

zu erledigen sind –

zum Beispiel Einkaufslisten

oder

Wunschlisten.

Jedem Eintrag

können Sie ein

Datum,

10 Dezember 2013


Fokus

Tops und Flops 2013

eine Erinnerung, Notizen

oder Dateien – zum Beispiel

Fotos – hinzufügen.

Außerdem lässt sich jede

Liste mit Ihren Freunden

teilen, damit man gemeinsam

an Aufgaben arbeiten

kann. Damit erschöpft sich

der Funktionsumfang von

Wunderlist. Wer mehr

will, muss zum Wunderlist-Pro-Abo

greifen, das

mit 4,49 Euro monatlich

(!) ein veritables Loch ins

Portemonnaie reißt.

Google Keep

Wer einfach nur

eine clevere Lösung

für die Erstellung

von Notizen, Aufgaben

und Listen sucht,

der wird seit diesem Jahr bei der App Google

Keep [LINK 4] fündig. Für den Platzhirsch

Google ist es selbstverständlich, dass sich die

App nahtlos in Googles Ökosystem einfügt –

der obligatorische Google-Account sorgt für

die automatische Synchronisation zwischen

allen vorhandenen Geräten und der Weboberfläche

von Google. Die Benutzerführung

ist äußerst intuitiv, die Optik kommt farbenfroh

und frisch daher. In Google Keep lassen

sich Erinnerungen für einzelne Aufgaben definieren

und Fotos anhängen. Neben zeitspezifischen

Erinnerungen bietet die App auch

ortsbezogene an. Auf Wunsch einblendbare

Kontrollkästchen sind ideal, um einzelne

Posten einer Liste abzuhaken. Sprachaufnahmen

runden die Möglichkeiten ab. Wer auf

kollaborative Funktionen verzichten kann,

ist bei Google Keep genau richtig.

Abb. 1: Google+ sieht nicht nur

besser aus als die Facebook-App,

die App ist auch besser.

Facebook Home

Und noch einmal Facebook: Der eigene

Launcher „Home“ [LINK 5]

wurde zum veritablen Flop und

bekam jede Menge Ein-Stern-Bewertungen

bei Google Play. Grund dafür war nicht unbedingt,

dass der Launcher an und für sich

schlecht war, sondern die mangelnden Einstellungsmöglichkeiten

für alternative Newsquellen.

Denn im Unterschied zu Blinkfeed

von HTC, das ebenenfalls News auf dem

Homescreen platziert, zeigt Facebook Home

nur die Meldungen von Facebook an und

keine weiteren Informationen sonst. Bei aller

Kritik hat Facebook Home aber auch etwas

Gutes; Die Chat-Heads sind inzwischen eines

der Lieblingsfeatures bei Messenger-Apps.

Abb. 2: Google Keep bringt farbige

Notizzettel mit praktischen

Funktionen auf den Bildschirm.

Nova Launcher

Wie man einen guten Launcher

macht, zeigt das Entwicklerteam

von TeslaCoil. Egal, ob auf Handy

oder Tablet: Der Nova Launcher [LINK 6] bringt

einfach mehr Spaß in Android 4. Zudem

setzt der Nova Launcher neue Maßstäbe in

puncto Geschwindigkeit und Akkuverbrauch.

Zu den erwähnenswerten Features

gehören die Widgets im Dock und die Icons

für App-Ordner. Auch mehrere Apps auf einmal

zu einem Homescreen hinzuzufügen, ist

mit dem Nova Launcher kein Problem.

Mehr tanken

Die App Mehr tanken [LINK 7] war

lange Zeit für viele Autofahrer ein

unverzichtbares Hilfsmittel, um den

günstigsten Benzinpreis in der Nähe zu ermitteln.

Die App setzte dabei auf die Mitarbeit

der Community, die für das Eintragen

der aktuellen Spritpreise an den Tankstellen

zuständig war. Was in der Theorie gut klingt,

hatte in der Praxis Tücken: So schnell, wie

sich an vielen Tankstellen die Preise nach

oben oder unten entwickeln, kann keine

Community reagieren. Ergo: Die Preise der

Mehr-tanken-Datenbank waren häufig nicht

aktuell und die Praxistauglichkeit der App

dadurch eingeschränkt.

TankenApp

Unter den Aufsteigern ganz vorne

ist die TankenApp von T-Online.de

[LINK 8]. Sie verblüfft mit etwas, das

man dem rosafarbenen Riesen gar nicht zugetraut

hätte: mit tollem Design und innova-

Abb. 3: Der Nova Launcher hat sich

2013 vom Geheimtipp zum besten

Launcher gemausert.

Android-user.de Dezember 2013 11


Fokus

Tops und Flops 2013

Abb. 4: Clever tanken basiert auf

den Meldungen der Community

und hat nun das Nachsehen.

tiver Benutzerführung. Die

App listet nicht nur die

Tankstellen in der Nähe auf,

sondern auch entlang einer

definierbaren Route. Das ist

ideal, wenn man wissen

will, wo das Tanken auf

dem täglichen Arbeitsweg

besonders günstig ist. Die

App stellt außerdem – verblüffend

treffsichere – Prognosen

zur Preisentwicklung

auf und spricht Empfehlungen

aus, wann das Tanken

besonders sinnvoll erscheint.

Während einer

Phase sinkender Preise rät

die App zum Beispiel dazu,

am späteren Abend noch

einen Tankstopp einzuplanen.

Sehr praktisch ist auch

die Darstellung der Benzinpreise

sämtlicher Tankstellen auf einer Karte.

Mit der TankenApp ist der Telekom ein großer

Wurf gelungen. Da nunmehr alle vergleichbaren

Apps mit derselben zentralen

Preisdatenbank arbeiten, liegt der Unterschied

zwischen Top und Flop beim Design

und der Funktionalität. Hier gibt die Tanken-

App eindeutig den Ton an.

Swype

Dass der Touchscreen auch Alternativen

zum klassischen Tippen bietet,

haben die Entwickler von

Swype [LINK 9] früh verstanden. Wischen statt

Tippen war ihre Devise, und recht schnell

war ein Millionenpublikum begeistert. Auf

der Wischtastatur verbindet

der Finger die einzelnen

Buchstaben eines

Wortes miteinander statt

sie einzeln zu tippen. Ein

cleveres Wörterbuch hilft

im Hintergrund, das Wischen

in sinnvolle Wörter

zu übersetzen. Doch inzwischen

bieten sehr viele

Tastaturen eine Swype-

Funktion an, in neuen Android-Geräten

ist die Funktion

sogar standardmäßig

integriert. Die eigenständige

Swype-App kam also

viel zu spät in den Play

Store, und Sie hält auch

funktionell nicht mit der

deutlich schnelleren Konkurrenz

Schritt.

Abb. 5: Die TankenApp liefert Infos

zur günstigsten Tankstelle sowie

eine Benzinpreisprognose.

Abb. 6: Mit den sehr zutreffenden

Wortvorhersagen überzeugt das

Swiftkey-Keyboard in der Praxis.

Swiftkey

Eine Tastatur, die

sich in den letzten

Jahren einen exzellenten

Ruf unter Verfechtern

der klassischen Tipp-

Tastaturen erworben hat,

bläst seit wenigen Monaten

zur Attacke auf Swype:

Swiftkey [LINK 10] schickt sich

an, beide Welten – Wischen

und Tippen – miteinander

zu verschmelzen. Eine Tastatur

für alle(s). Dabei kommen

die bisherigen Stärken

von Swiftkey nun auch den

Wisch-Fans zugute: Allen

voran die verblüffend gute

Wortvorhersage, die mit zunehmender

Nutzung immer

treffsicherer weiß, was Sie

gleich als nächstes Tippen

wollen. Das spart auf Dauer richtig Zeit und

Tipp- oder Wischarbeit! Ebenfalls klasse:

Swiftkey ermöglicht die Nutzung mehrerer

Wörterbücher – etwa Deutsch und Englisch –

zur gleichen Zeit. Und last but not least ist

die Anordnung der Tasten auf dem Screen

bei Swiftkey so elegant und zweckmäßig wie

bei kaum einer anderen Tastatur.

Business Calendar

Keine Frage, Business Calendar

[LINK 11] ist eine der besten Kalender-

Apps, die für Android zu haben

sind. Zu einer Zeit, als es für Android definitiv

noch keine im Geschäftsalltag brauchbare

Kalender gab, hat das deutsche Entwicklerteam

mit seinem Business Calendar

eine Lücke geschlossen.

Die App verbindet dabei

sehr geschickt die vom Google-Kalender

gewohnte Optik

mit einer Vielzahl an Funktionen,

die insbesondere beim

professionellen Einsatz des

Kalenders sinnvoll sind. Business

Calendar besticht durch

eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten,

und auch die

Verwendung von Terminvorlagen

oder der Abruf von Termintexten

aus dem Verlauf

heraus sind für intensive Nutzer

äußerst praktisch. Dennoch

muss Business Calendar

aufpassen, dass ihm nicht die

Butter vom Brot genommen

wird…

12

Dezember 2013

Android-User.de


Fokus

Tops und Flops 2013

Abb. 8: Die Bild-App hat außer ein

paar Schlagzeilen nicht mehr viel

zu bieten.

aCalendar

...denn mit aCalendar

[LINK 12] pirscht

sich seit neuestem

ein Kandidat heran, der es

faustdick hinter den Ohren

hat. In puncto Funktionalität

steht aCalendar kaum mehr

hinter der erfolgreichen Konkurrenz

zurück. Auch er bietet

eine Fülle an Optionen zur

Anpassung der App an die eigenen

Bedürfnisse sowie umfangreiche

Termin-, Erinnerungs-

und Wiederholungsfunktionen.

Lediglich in Sachen

Vorlagen muss aCalendar

passen. Dafür spielt die

App nicht nur gegenüber

Business Calendar, sondern

gegenüber der gesamten Konkurrenz,

in Sachen Optik in

einer völlig eigenen Liga. Der aCalendar sieht

nämlich einfach spitzenmäßig gut aus. Und

das ist nicht etwa nur Kosmetik, sondern mit

einem klaren Mehrwert verbunden: So begeistert

die Tagesansicht mit einer klaren

Struktur, einem zusätzlichen Monatsüberblick

und mit Fotos der Geburtstagskinder

aus Ihren Kontakten. Und dass selbst in der

Monatsübersicht auch auf kleineren Displays

die Termine wirklich noch lesbar sind, ist ein

Novum. Ganz klar: Hier wächst eine Kalender-App

heran, die künftig die Messlatte in

ihrer Kategorie sein wird.

Bild

Bild Dir Deine Meinung? Oder lieber

bei den Öffentlich-Rechtlichen

in der ersten Reihe sitzen? Diese

Frage stellt sich auch für Smartphone-Nutzer.

2013 war für den Springer-Verlag das Jahr

des Wandels von Print hin zu Digital. Und

auch Brancheninsider waren verblüfft, mit

welcher Konsequenz der Verlag agierte:

Selbst langjährige Traditionsblätter wie die

Hörzu wurden kurzerhand abgestoßen, und

mit dem Projekt Digitale Zeitung startete das

Verlagshaus über Nacht das, was andere bisher

nur zu träumen wagten: Online-Inhalte

kosten künftig Geld. In Bezug auf die Bild-

App [LINK 13] ist davon zwar noch wenig zu

spüren, denn aktuell sind viele Inhalte noch

kostenfrei zu lesen. Doch das wird sich über

kurz oder lang signifikant ändern. Ein Kommando

zurück wird sich der Springer-Verlag

nicht leisten. Mit dem Verschwinden kostenloser

Inhalte aus der Bild-App prognostizieren

wir auch einen Rückgang der Nutzer. Zu

Abb. 7: aCalendar gibt sich auch

in der Monatsansicht deutlich auskunftsfreudiger.

stark ist im News-Bereich

der Wettbewerb durch

Spiegel Online oder Apps

wie ZDFheute.

ZDFheute

Insbesondere das

ZDF hat in diesem

Jahr eine

App an den Start gebracht,

die sich sehen lassen

kann. ZDFheute [LINK 14]

überzeugt durch modernes,

geradliniges Design.

Beim Start erfreut bereits

die aus dem Fernsehen bekannte

typische Uhr der

heute-Sendung. Inhaltlich

hat die ZDF-Nachrichtenredaktion

bei der App

ganze Arbeit geleistet. Die

Nachrichten aus Politik,

Wirtschaft, Sport und Gesellschaft werden

nicht nur in Text und Bild dargereicht. Auch

vollständige heute-Ausgaben und weitere

Nachrichtensendungen sind über die App

abrufbar. Das ZDF sowie ZDF Info können

Sie außerdem im Livestream anschauen.

Sehr nützlich ist die Suchfunktion der App,

die nicht nur aktuelle Beiträge, sondern auch

länger zurückliegende Themen findet und

präsentiert. Große Klasse!

Google Maps

Das Android-Smartphone ist immer

dabei, dank bezahlbarer Internet-

Flatrates ist das Gerät ständig online,

und mit Google Maps ist von Haus aus

eine exzellente Offboard-Navigation vorinstalliert.

Kein Wunder, dass die meisten Nutzer

im Auto und auf dem Fahrrad sich kurzerhand

auf das Naheliegende verlassen und

Google Maps benutzen – Navi-Apps von

Drittanbietern haben es schwer. Doch mit

dem Update auf Version 7.x von Google

Maps [LINK 15] hat Google die Usability und

die Geschwindigkeit der App eher verschlechtert

als verbessert. Zwar führt auch

die neue Google-Maps-Navigation so sicher

wie eh und je zum Ziel. Aber die neue Benutzeroberfläche

wirkt selbst auf gut ausgestatteten

Geräten träge, und die Benutzerführung

ist gewöhnungsbedürftig. Da dürften

viele erstmals – oder seit langem wieder –

den Blick über den Tellerrand wagen. Und da

tun sich tatsächlich interessante Alternativen

auf, die über kurz oder lang Google ein

wenig in die Suppe spucken könnten. Daran

ändert auch das jüngste Update nichts.

14

Dezember 2013

Android-User.de


Fokus

Tops und Flops 2013

MapFactor

Navigator

Mit MapFactor Navigator

[LINK 16] ist

eine kostenfreie

Navigationslösung am Start,

die wahlweise auf dem

Open-Source-Kartenmaterial

OpenStreetMap oder auf

dem kostenpflichtigen Material

von TomTom basiert

und damit einen großen

Vorteil gegenüber der Navigation

mit Google Maps aufweist:

Das Kartenmaterial

wird lokal auf dem Smartphone

gespeichert, eine Internetverbindung

ist für die

Navigation nicht notwendig.

Insbesondere auf Reisen im

Ausland ist das ein wertvoller

Pluspunkt, fallen so doch

keine teuren Roamingkosten an. Aber auch

sonst bietet der MapFactor-Navigator eine

ganze Menge Komfort: Zahllose Konfigurationsmöglichkeiten

geben Ihnen Gelegenheit,

die App auf Ihre individuellen Bedürfnisse

anzupassen. Die Genauigkeit der Navigation

lässt keine Wünsche offen, auch die Sprachansagen

kommen laut, klar verständlich und

sehr präzise beim Nutzer an. Die Qualität der

kostenfreien OpenStreetMap-Karten ist inzwischen

auf einem hohen Niveau angekommen

und weist den aktuellen Stand auf. Bei

unseren Tests im Großraum Hamburg waren

in OpenStreetMap sogar neue Verkehrssituationen

– etwa jüngst zu Kreisverkehren umgebaute

Kreuzungen – berücksichtigt, die

den Google-Maps-Karten noch völlig unbekannt

waren. Eine kostenlose App mit mehr

Funktionalität, Offline-

Fähigkeit und stets aktuellem

Kartenmaterial?

Das ist top!

Sicherheits-

Apps

Antiviren-Apps haben

unter IT-Insidern trotz

ihres kommerziellen Erfolgs

einen schlechten

Ruf. Unter Windows

verlangsamen sie das

System und warnen den

User vor Harmlosigkeiten,

nur um ihn in seiner

Entscheidung zu bestätigen,

dass es doch

gut war, das Antiviren-

Abb. 9: Seriös, aber dennoch mit

viel Schick und guten Inhalten,

präsentiert sich die ZDFheute-App.

Programm zu kaufen. Unter

Android scannen Sicherheits-Apps

nicht nur nach

fiesen Programmen, sondern

erlauben Ihnen auch,

das Handy zu orten, es zu

sperren oder gar komplett

zurückzusetzen. So kommt

ein Dieb wenigstens nicht

an Ihre Daten. Der Android

Geräte-Manager leistet dies

nun auch – ein Grund weniger,

eine der vielen ​Security-

Apps für Android zu installieren.

Android

Geräte-Manager

Der Android Geräte-Manager

sitzt

bereits auf Ihrem

Handy, wenn Sie eine aktuelle

Version der Google Play-Dienste [LINK 17]

aus dem Play Store installiert haben. Es gilt

jetzt nur noch, den Dienst auf dem Gerät

auch zu aktivieren – und zwar, bevor Sie Ihr

Handy verlieren oder ein Dieb sich das teure

Stück krallt. Bestimmen Sie dazu unter Einstellungen

| Sicherheit | Geräteadministratoren

den Android Geräte-Manager als App mit

Administratorrechten und legen Sie fest, ob

Sie die Ortung und die Sperrfunktion möchten.

Loggen Sie sich nun aud dem Desktop-

PC im Play Store ein und klicken im Zahnrad-Menü

auf den Android Geräte-Manager

[LINK 18], können Sie alle Ihre Androiden

orten, klingeln lassen, sperren und komplett

zurücksetzten – egal, wo sich das Gerät gerade

befindet. Einzig eine aktive Internetverbindung

ist dazu notwendig.

● ● ●

Abb. 11: Der Android Geräte-Manager weiß, wo Ihr Handy steckt.

Abb. 10: MapFactor überzeugt mit

Kartenmaterial von OpenStreet-

Map und Offline-Tauglichkeit.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30912

Android-user.de Dezember 2013 15


Fokus

Newcomer 2013

Die 15 besten neuen Apps bei Google Play

Newcomer

Andrew Murskiy, 123RF

In diesem Jahr wurden

viele gute neue Apps

veröffentlicht, die es

geschafft haben, sich

zu etablieren. Wir möchten

Ihnen in diesem Artikel

die 15 besten Neueinsteiger

aus 2013 vorstellen.

Samuel Groesch

Google Hangouts, Ingress, Facebook

Home, Instagram, VLC Mediaplayer

und viele mehr: Die

Liste der neuen Apps, die 2013

den Weg in den Play Store gefunden haben,

ist sehr lang. Wir haben für diesen Artikel 15

Apps zusammengestellt, die wir für die besten

Neuerscheinungen des in Bälde abgelaufenen

Jahres halten.

Yahoo Wetter

Seit mit Marissa Mayer eine Ex-

Googlerin Chefin bei Yahoo ist,

bringt der Konzern seine Dienste

auf Vordermann. Dazu gehört auch die eigene

Wetter-App [LINK 1]. Yahoo legt mit der

neuen Version seines Diensts den Schwerpunkt

auf ein ansprechendes und übersichtliches

Design. Es werden orts- und wetterabhängige

Bilder aus dem Flickr-Fotonetzwerk

als Hintergrundbild der Wetterdaten verwendet.

Mit Scrollen wechseln Sie durch die verschiedenen

Sektionen. Von der Vorhersage

über genaue Daten zu Luftfeuchtigkeit, Sichtweite

und dem UV-Index bis hin zu den Zeiten

von Sonnenaufgang und ‐untergang.

Vom Seitenmenü aus legen Sie neue Orte

in der App an, zwischen denen Sie dann einfach

durch Wischen von links nach rechts

wechseln können. Dank der hübschen ortsbezogenen

Bilder und der einfach aufbereiteten

Wetterdaten ist es eine Freude, die

Yahoo-App zu verwenden.

EyeEm

Instagram dürfte seit dem Hype

durch den Facebook-Aufkauf so gut

wie jedem ein Begriff sein. Trotzdem

hat sich das Berliner Start-up EyEm

[LINK 2] zu einem Konkurrenten auf Augenhöhe

gemausert und wartet mit vielen interessanten

sozialen Features auf. Auch bei der

Bildbearbeitung hat das Fotonetzwerk einiges

zu bieten.

Aufgrund der vielen Filter poliert die App

selbst die langweiligsten Bilder zu kleinen

Android-User.de


Fokus

Newcomer 2013

Abb. 1: Die Yahoo-App stellt beim

Scrollen alle Wetterdaten übersichtlich

und schön dar.

Abb. 2: EyeEm mauserte sich 2013

vom Geheimtipp zur echten Instagram-Alternative.

Abb. 3: Farblich markiert, lassen

sich die Einträge in Google Keep

schnell unterscheiden.

Abb. 4: Mit AirDroid verwalten Sie

Ihr Smartphone von jedem beliebigen

PC aus.

Kunstwerken auf. Die Oberfläche ist dunkel

gehalten, orientiert sich aber an Googles Designrichtlinien,

was die Benutzung vereinfacht.

Da EyeEm bei den Nutzerzahlen noch

hinter Instagram liegt, fällt es deutlich leichter,

neue coole Leute mit guten Bildern zu

finden, da einfach die Masse noch nicht so

groß ist. Keywords sind selbstverständlich

vorhanden und vereinfachen die Suche nach

themenbezogenen Fotos. EyeEm ist eine

wirklich interessante Instagram-Alternative,

die durch viele Details Punkte sammelt.

Google Keep

Im März dieses Jahres präsentierte

Google den Notizdienst Keep [LINK 3]

als Android- und Chrome-App.

Dank Google kommt die

App im perfekten Android-

Design daher und besticht

durch das einfach zu bedienende

User-Interface

und sinnvolle Funktionen.

Außer simplen Einträgen

können Sie auch Listen anlegen

oder Fotos zu Notizen

hinzufügen. Keep sortiert

die Notizen automatisch

mit Farben und unterschiedlichen

Fonts. Ein

großer Vorteil von Google

Keep ist die Cloud-Synchronisation:

Dank der

Verbindung mit Ihrem

Google-Konto werden Ihre

Abb. 5: Die App Kontakte+ fasst

alle Infos zu einer Person zentral

an einer Stelle zusammen.

Notizen automatisch auf

all Ihren Google-Geräten

synchronisiert. So schreiben

Sie die Notizen bequem im Browser

Chrome und lesen sie dann auf dem Handy.

AirDroid

AirDroid [LINK 4] ist eine umfangreiche

Applikation, die die Steuerung

Ihres Smartphones über ein eigenes

Web-Interface ermöglicht. Die Verbindung

erfolgt über das lokale Netzwerk, kann aber

auch unterwegs über 3G aufgebaut werden.

Durch das am Computer aufgerufene Web-

Interface lassen sich viele relevante Dinge

rund um das Gerät erledigen. So ermöglicht

AirDroid das Schreiben von SMS bequem am

Computer oder die Bearbeitung von Kontakten.

Solche Dinge, die auf dem meist kleinen

Handy-Display oft nervig und umständlich

Abb. 6: Mit dem Solid Explorer lassen

sich Dateioperationen schnell

und unkompliziert ausführen.

Android-user.de deZEMBER 2013 17


Fokus

Newcomer 2013

Abb. 7: Pie Control bringt die

bekannte Kuchensteuerung auf

jedes Android-Handy.

Abb. 8: Der Musikplayer Now Playing

kombiniert ein schickes Äußeres

mit tollen Funktionen.

werden, lassen sich einfach und bequem am

Computer erledigen. Die kostenlose App bietet

auch Zugriff auf die Dateien des Smartphones.

Bilder, Musik, Videos – fast alles

lässt sich mit AirDroid managen. AirDroid ist

kein Newcomer, aber im April dieses Jahres

veröffentlichten die Entwickler die Version

2.0 mit vielen neuen Funktionen im Play

Store.

Kontakte+

Kontakte+ [LINK 5] hat es sich zur

Aufgabe gemacht, die Android-Kontakteverwaltung

ordentlich aufzupolieren.

Sie fasst Informationen aus unterschiedlichsten

sozialen Kanälen wie Twitter,

Facebook, Google Plus, Foursquare etc. zusammen

und erstellt ein umfassendes Adressbuch.

Dieses System

trägt zu einer erheblichen

Steigerung der Übersichtlichkeit

bei. Sie finden alle

Informationen an einer zentralen

Stelle zusammengetragen.

Die kostenfreie App

bringt auch eine eigene Telefon-App

mit. Dieser Custom

Dialer ist vergleichbar

mit der vorinstallierten Telefon-App,

beinhaltet aber alle

in Kontakte+ abgelegten

Adressen.

Solid Explorer

Ein Smartphone ist

im Grunde genommen

ein vollwertiger

Computer, und so darf

Abb. 9: Tabellenkalkulation in der

Google-Cloud ist mit Quickoffice

einfach gemacht.

Abb. 10: Durch Veränderungen am

Raster schaffen Sie Platz auf Ihrem

Homescreen.

auch hier ein ordentlicher Dateimanager

eigentlich nicht

fehlen. Unter Android empfiehlt

sich dafür der Solid Explorer

[LINK 6]. Die App schlägt

mit 1,54 Euro zu Buche, kann

aber in einer zeitlich begrenzten

Testversion nach Belieben

ausprobiert werden.

Der Explorer kommt mit

einer schönen, anpassbaren

Oberfläche mit Tabs daher. Im

Quermodus stehen zwei verschiedene

Tabs zur Verfügung,

zwischen denen Sie

Dateien ganz einfach hin und

her schieben können. Aber

auch sonst hat der Solid Explorer

viel zu bieten. Dank

der Toolbar am unteren Displayrand

sind die typischen

Aktionen eines Dateimanagers schnell erreicht

und ausgeführt. Längere Aktionen wie

das Verschieben oder Löschen größerer Dateimengen

erledigt die App problemlos im

Hintergrund, während Sie Ihr Gerät normal

weiterverwenden können.

Pie Control

Der von den Paranoid-ROM-Entwicklern

eingeführte Navigationsersatz

findet über die Pie-Control-App

[LINK 7] den Weg auf Smartphones ohne Custom

ROM. Ganz innovativ lässt sich das

Smartphone oder Tablet mit dem sogenannten

Pie (engl.: Kuchen, Torte) steuern. Es erscheint

je nach Konfiguration rechts, links

oder unten bei Wischen von außen nach

innen ein halber „Kuchen“ mit Navigationselementen.

So entsteht die

vollständige Navigation

über Gesten. Einfach am

Rand reinwischen, den Finger

auf das gewünschte Navigationselement

ziehen,

und schon landet man dort.

Mit ein wenig Übung bietet

der Kuchen am Rand eine

sehr intuitive und schnelle

Möglichkeit, das Smartphone

zu bedienen. Abgerundet

wird die Funktionalität

durch die wirklich große

Anpassbarkeit der Konfigurations-App.

Verändern von

Größe, Position, Farbe etc.

ist alles kein Problem in der

kostenlos im Google Play

Store erhältlichen App.

18

DEZEMBER 2013

Android-User.de


Fokus

Newcomer 2013

Abb. 12: Retune fungiert als Fernbedienung

für Ihre bereits gut

gefüllte iTunes-Bibliothek.

Now Playing

Der Entwickler

Jack Underwood

veröffentlichte dieses

Jahr seinen im Holo-Design

gehaltenen Musikplayer

Now Playing [LINK 8]. Die

App basiert teilweise auf

dem Cyanogenmod-Player

Apollo, ist aber dennoch

eine komplett eigenständige

Anwendung. Sie legt den

Fokus auf klasse Optik und

ein gutes Benutzer-Interface.

Dieses ist komplett

nach Googles Designrichtlinien

entworfen und vereint

einfache, intuitive Bedienbarkeit

mit vielen nützlichen

Funktionen. Now Playing

lädt zum Beispiel fehlende

Albencover automatisch aus dem Internet

nach und zeigt in der Interpretenansicht

passende Bilder zu jedem Künstler an.

Alles in allem bekommen Sie mit Now Playing

einen simplen, minimalistischen

Muiskplayer, der aber alle notwendigen

Funktionen für den mobilen Musikgenuss an

Bord hat. Selbst an ein ordentliches Tablet-

Layout hat der Entwickler gedacht. Now

Playing kostet im Play Store 0,80 Euro, es

gibt auch eine Gratisversion zum Testen.

Quickoffice

Google bietet zusätzlich zum eigenen

Cloud-Dienst Google Drive mit

Quickoffice [LINK 9] jetzt auch eine

mobile Office-Suite an. Quickoffice ermöglicht

im Gegensatz zur

Google-Drive-App auch das

Öffnen, Editieren und Erstellen

von Microsoft-Office-Dokumenten.

Unterstützt werden

Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien,

aber bisher

noch keine OpenOffice-Dokumente.

Der Vorteil gegenüber

anderen Office-Suiten

besteht in der Google-Drive-

Integration. Sie können

Google Drive als Cloud nutzen

und trotzdem einfach

auf Ihre Microsoft-Office-

Dokumente zugreifen.

Quickoffice kostete früher

einmal zwischen 13 und 18

Euro, seit der Übernahme

durch Google ist die App jedoch

komplett gratis.

Abb. 11: Die Suche bei Holo Wikipedia

findet problemlos alle Beiträge,

und das in 30 Sprachen!

Abb. 13: Mit der Lieferungen-App

behalten Sie den Überblick über

Ihre Bestellungen.

Nova Launcher

Der Nova Launcher

[LINK 10] gehört

zu den bekanntesten

Custom Launchern. Mit

dieser App können Sie

Ihren Homescreen individuell

gestalten. Im Play Store

gibt es eine Vielzahl an

Themes und Icons für den

Launcher, die schnell etwas

Abwechslung auf das Display

bringen. Die zahlreichen

Einstellungsmöglichkeiten

zum Drawer, zum

Dock und die praktischen

Gesten machen den Nova

Launcher zur Top-App.

Falls Sie mehr Platz auf

dem Homescreen benötigen,

stellen Sie in den

Nova-Einstellungen das Raster einfach feiner

ein, schon ist mehr Platz für Widgets und

Apps. Der Nova Launcher ist gratis, den

kompletten Funktionsumfang bietet allerdings

nur die 3 Euro teure Prime-Version.

Holo Wikipedia

In Zeiten, in denen überall Internet

zur Verfügung steht, ist Wikipedia

sicherlich eine der meistgenutzten

Informationsquellen. Die Enzyklopädie ist

auf dem Computer wie auch auf dem Smartphone

die erste Adresse für Wissen und Informationen.

Der Entwickler von Holo Wikipedia

[LINK 11] hat die mobile Webseite in eine

Android-Applikation gepackt. Das Resultat

zeigt sich im Gegensatz zur offiziellen App

im Holo-Design und erweitert

zudem die Wikipedia-

Webseite um einige Funktionen

wie Merkliste/​Favoriten

oder Vorlesen von Artikeln

via Text to Speech. Die

App ist gratis, und der Entwickler

stellt auch eine 80

Cent teure Pro-Version bereit,

die ein Widget für den

Homescreen und weitere

Features beinhaltet.

Retune

Auch bei Android-

Nutzern erfreut

sich Apples iTunes

als Musikverwaltungsprogramm

großer Beliebtheit.

Retune [LINK 12] ermöglicht

Ihnen die Fernsteuerung

20

DEZEMBER 2013

Android-User.de


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Newcomer 2013

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Abb. 14: DynamicNotifications

zeigt Benachrichtigungen direkt

auf dem Lockscreen an.

von iTunes über jedes beliebige Android-Gerät.

Sie können durch die komplette in iTunes

vorhandene Medienbibliothek navigieren

und Tracks starten oder in die Warteschlange

schieben. Auch die Steuerung der Lautstärke

ist möglich. Die kostenlose Anwendung

überrascht mit einer angenehm simplen Benutzerführung.

Die linke Sidebar dient zur

Navigation zwischen den Kategorien, in der

Mitte haben Sie alle Medien zur Auswahl.

Musik hören über den Computer mit iTunes

macht mit Retune und iTunes richtig Spaß!

Auch wenn das System von einem ungeliebten

Konkurrenten Androids stammt.

Lieferungen

Online bestellen ist bequem, einfach

und schnell. Doch den Paketstatus

aller Lieferungen, die gerade

unterwegs sind, manuell zu verfolgen, kann

manchmal ganz schön aufwendig und unübersichtlich

werden. Die App Lieferungen

[LINK 13] löst dieses Problem und überprüft für

Sie in zeitlich einstellbaren Abständen Ihre

Sendungen und benachrichtigt Sie über Statusänderungen.

Neue Sendungen fügen Sie

simpel über die Sendungsnummer hinzu

oder scannen das Etikett, wenn Sie das Paket

aufgeben. Lieferungen unterstützt zahlreiche

Logistikunternehmen, darunter auch viele

ausländische Firmen. Die Pro-Version verbindet

sich auf Wunsch auch mit Amazon und

fügt dort getätigte Bestellungen automatisch

der Sendungsliste hinzu. Die Grundfunktionen

bekommen Sie kostenlos, wenn diese

Ihnen gefallen, können Sie per In-App-Kauf

für 99 Cent auf die Pro-Version upgraden.

Dynamic--

Notifications

Die von Moto X

bekannten Softwarefeatures

möchten viele Android

User auch auf Ihrem eigenen

Smartphone nutzen.

Die Entwickler von DynamicNotifications

[LINK 14]

bieten eine der zentralen

Funktionen des Motorola-

Smartphones als App zum

Nachrüsten.

Nach der Aktivierung

der kostenfreien Anwendung

schaltet sich das Display

bei eingehenden Benachrichtigungen

ein und

zeigt diese an. Sie können

dann entweder das Gerät

entsperren oder direkt in

die betroffene App wechseln.

In den Einstellungen legen Sie die Displayausschaltzeit

und andere Darstellungsoptionen

fest. Für 1,49 Euro schalten Sie die

Premiumfunktionen frei: Diese beinhalten

einen Nachtmodus, die Möglichkeit für Widgets

und andere interessante Features.

Abb. 15: Shpock macht das Kaufen

und Verkaufen von Gebrauchtem

zum unkomplizierten Prozess.

Shpock

Das Kaufen und Verkaufen über

Online-Flohmärkte wie eBay ist für

viele Leute netter Zeitvertreib und

Hobby. Mittlerweile gibt es Apps, die diesen

Job übernehmen und dabei auch eine soziale

Komponente ins Spiel bringen. Shpock

[LINK 15] ist in diesem Bereich Vorreiter. Die

Android-App zeigt geordnet nach Entfernung

vom eigenen Standort Angebote an. Die wiederum

lassen sich auf Wunsch nach Kategorien

filtern. Dank der Nähe ist der Abwicklungsprozess

unkompliziert und in der Regel

sehr schnell. Aufgrund des persönlichen

Kontakts haben auch Betrüger und Abzocker

deutlich schlechtere Karten.

Jedes Angebot ist mit einem Preis versehen,

Sie können dem Verkäufer jedoch auch

ein eigenes Angebot unterbreiten, das unter

dem angegebenen liegt. Bei Unklarheiten

können Sie dem Anbieter jederzeit eine Frage

zustellen, die dieser dann öffentlich beantworten

kann. Auch Verkaufen ist sehr einfach:

ein Bild vom Produkt schießen, Titel

und Beschreibung eingeben, Preis festlegen

und auf die Käufer warten. Die App ist gut

umgesetzt, läuft schnell und besitzt eine angenehme

Benutzerführung. Shpock ist die

Zukunft des virtuellen Flohmarkts! ● ● ●

22

DEZEMBER 2013

Android-User.de


Fokus

Beste unbekannte Apps

Die Top-5-Geheimtipps

Ersatz-Apps

Denys Rudyi, 123RF

Es gibt Apps, die

benutzt man einfach,

weil sie vorinstalliert

sind. Doch für die meisten

Standardprogramme

gibt es sehr

gute Alternativen. Wir

stellen die Top 5 vor.

Marcel Hilzinger

Wahrscheinlich benutzen mehr

als 50 Prozent aller Android-

Anwender einfach den Standardbrowser,

das Standardkeyboard

und natürlich den Standardlauncher.

Die Apps sind von Haus aus auf dem

Handy und erfüllen Ihren Zweck.

Doch für all diese Programme und viele

weitere gibt es in Googles Play Store sehr

gute und oft auch kostenlose Alternativen,

sodass sich ein Update auf die hier vorgestellten

fünf Apps auf jeden Fall lohnt, auch

wenn Sie von diesen hier vorgestellten Apps

bisher noch nichts gehört haben.

Kii Keyboard

Sie schreiben Ihre E-Mails zum Teil

auch auf Spanisch und Holländisch

und benutzen Wischgesten für die

Eingabe? Dann werden Sie mit der Standardtastatur

von Android nicht unbedingt glücklich.

Das Kii Keyboard [LINK 1] unterstützt

Wischgesten

mit zwei Sprachen. Neben der App selbst

müssen Sie auch die gewünschten Wörterbücher

installieren. Aktuell arbeitet das Kii Keyboard

mit 34 Sprachen, darunter die meisten

europäischen sowie Arabisch, Hebräisch, Japanisch,

Koreanisch und Chinesisch. Die

vielleicht wichtigste Besonderheit ist die Pro-

Version der App. Sie können sämtliche Features

der Pro-Version eine Stunde lang testen,

anschließend richtet die App wieder die

Standardwerte ein. So können Sie in aller

Ruhe ausprobieren, ob Ihnen ein buntes Keyboard

oder eines der übrigen Pro-Features

die 3,23 Euro für die Premiumversion wert

ist. Zu den Premiumfunktionen gehören

unter anderem auch eigene Fonts und Designs

von Go Keyboard sowie die Gestensteuerung,

mit der Sie einfacher an die Pfeilnavigation

oder die Emoticons herankommen.

Die praktische und für Vielschreiber sehr

wichtige Swype-Funktion ist hingegen Teil

der Gratisversion.

Eine weitere Besonderheit ist die Navigationsansicht

der Kii-Tastatur. Sie erreichen

Sie, indem Sie die 123-Taste beziehungsweise

Microfon-Taste unten

links für einen Moment gedrückt

halten und dann aus dem kleinen

Menü das Symbol mit den vier

Pfeilen auswählen. Navigieren

Sie nun mit den

Pfeiltasten an den gewünschten

Ort und drücken

die [Sel]-Taste, können

Sie Textbereiche markieren.

Das klappt enorm gut und

in den meisten Fällen besser als

mit dem bloßen Finger auf dem

Display. Auf die gleiche Art erreichen

Sie auch die zahlreichen

Unicode-Emoticons.

Baidu Browser

Sie haben noch nie etwas

von Baidu gehört? Macht

nichts, aber dann wird es

Zeit, dass Sie eine der größten Internetfirmen

aus dem Reich der Mitte kennenlernen.

Baidu ist praktisch das für China,

wofür Google für die USA steht. Die Firma

24

Dezember 2013

Android-User.de


Fokus

Beste unbekannte Apps

Abb. 1: Mit dem Kii Keyboard

wechseln Sie während der Eingabe

fließend zwischen zwei Sprachen.

Abb. 2: In der Pro-Version des Kii

Keyboard stehen Ihnen auch

andere Fonts zur Verfügung.

Abb. 3: Der recht unbekannte

Baidu Browser verfügt über sehr

viele Einstellungsmöglichkeiten.

Abb. 4: In den Bookmarks des

Baido Browsers gelangen Sie dank

großer Icons schnell zum Ziel.

bietet nicht nur eine sehr tolle und umfangreiche

Suchmaschine an, sondern hat auch

einen recht schnellen Browser für Android-

Geräte im Portfolio [LINK 2].

Zu den Spezialitäten des Baidu Browsers

gehört das Pie-Menü, das sich an einer beliebigen

Stelle am rechten oder linken Displayrand

platzieren lässt. Es bietet Zugriff auf

zentrale Seiten und die Einstellungen des

Browsers. Über Zweifingergesten wechseln

Sie ganz einfach zwischen den Tabs hin und

her oder öffnen einen neuen Tab.

Flash-Support bietet der Baidu Browser

entweder auf Klick bei Bedarf oder vollintegriert

an. Über die Funktion Später lesen speichern

Sie komplette Seiteninhalte zum später

lesen offline auf dem

Handy . Die App kennt

zudem auch einen Nachtund

Vollbildmodus und

viele weitere praktische

Einstellungen, darunter

Tabs und Lesezeichen.

Beim ersten Start des

Browsers fragt die App, ob

Sie T5 von Baidu benutzen

möchten. Dabei handelt es

sich um eine spezielle

HTML-Rendering-Engine,

die für einen bis zu 30 Prozent

schnelleren Seitenaufbau

sorgen soll, allerdings

nicht für alle Handys und

Tablets verfügbar ist. Doch

auch ohne T5 arbeitet der

Baidu Browser recht flott.

Probieren Sie unbedingt Yandex.Shell.

Abb. 5: Das drehbare 3D-Karussell

ist das Erkennungsmerkmal der

auch die Zoomfunktion aus, indem Sie einfach

von links nach rechts über die untere

Menüleiste streichen.

Yandex.Shell

Von China geht es bei diesem App-

Tipp nach Russland. Von hier

stammt die Yandex.Shell [LINK 3], bestehend

aus einem Launcher und einer eigenen

Dialer-App. Wie immer bei einem Custom

Launcher und einem Custom Dialer darf

hier der Hinweis nicht fehlen, dass die beiden

Programme zusammen sehr viele Berechtigungen

benötigen. Da Yandex aber ein

renommierter Entwickler ist, sehen wir keine

Ursache für besonderes Misstrauen.

Abb. 6: Die Yandex.Shell verfügt als

alternativer Launcher auch über

diverse eigene Widgets.

Android-user.de Dezember 2013 25


Fokus

Beste unbekannte Apps

Abb. 7: Im Vollbildmodus sieht der

Anrufdialog von Android ein Stück

besser aus.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30931

Abb. 8: Full Screen Caller ID zeigt

bei eingehenden Telefonaten das

Bild des Anrufers großformatig an.

Die Yandex.Shell ist zunächst mal ein ganz

gewöhnlicher Launcher, bis Sie auf dem

Desktop die Pinch-to-Zoom-Geste anwenden.

Dann zeigt sich das Karussell, eine kreisförmige

Anordnung sämtlicher Homescreens.

Neben optischen Spielereien bringt der Launcher

auch viele praktische Widgets mit und

verfügt über einen tollen App-Drawer mit

Suchfunktion und praktischer Sortierreihenfolge.

Neben dem Launcher enthält die Yandex.Shell

auch einen separaten Dialer, den

Sie aber nicht nutzen müssen, wenn Sie

nicht mögen. Der Yandex-Launcher arbeitet

im Unterschied zu vielen neuen Launchern

auch auf Geräten mit Android 2.3.

Abb. 9: QuickPic lädt Fotos nicht

nur schneller als die Galerie-App,

sondern hat auch mehr zu bieten.

Abb. 10: Wer viele Bilder auf dem

Handy hat, wird das Tempo von

QuickPic zu schätzen wissen.

Full Screen Caller

ID – BIG!

Haben Sie sich

auch schon daran

gestört, dass man

bei einem Anruf auf dem

kleinen Profilbild manchmal

kaum erkennt, wer am anderen

Ende der Leitung

sitzt? Nicht so beim Full

Screen Caller ID [LINK 4]. Die

App zeigt das Foto des Anrufers

bildschirmfüllend an

und sorgt damit für ein

wirklich schönes Anruferlebnis.

Beim Start der App

können Sie wählen, ob sich

die App mit Facebook oder

Google+ verbinden soll.

Die App holt sich dann die

hochauflösenden Profilbilder

direkt von den Social Networks.

Sie können diesen

Schritt aber auch überspringen

und die Bilder von Hand

auswählen.

Full Screen Caller ID ist

eine Holo-App, vergessen Sie

also nicht, über eine Wischgeste

von links die Sidebar zu

öffnen und hier zum Beispiel

das Theme zu wechseln oder

die Einstellungen zu öffnen.

Auch eine erneute Synchronisation

der Fotos stoßen Sie

von hier aus an. Full Screen

Caller ID ist gratis für fünf

Kontakte, aber mit Werbung.

Möchten Sie die App ohne

Werbung und ohne Einschränkungen

nutzen, werden

3,19 Euro fällig.

QuickPic

Die Android-Galerie gehört zu den

Apps, die schon seit geraumer Zeit

kein Update mehr erhalten haben.

Sind Sie auf der Suche nach einer schnellen

Alternative, die zudem auch ein paar praktische

Funktionen mitbringt, dann lohnt sich

ein Blick auf QuickPic [LINK 5].

Wie der Name bereits sagt, konzentriert

sich die App auf das schnelle Laden von Bildern.

Der Unterschied zu anderen Apps ist

dabei spürbar. Auch auf schnellen Smartphones

lädt QuickPic die Fotos deutlich flotter

als die ursprünglich mitgelieferte Galerie-

App. Zu den praktischen Zusatzfunktionen

gehören die Listenansicht anstelle der Kacheln,

rudimentäre Bearbeitungsfunktionen

(Drehen,

Zuschneiden oder Größe ändern)

sowie das Verstecken

von Bildern und Alben.

Zudem können Sie Ordner

von der Suche ausnehmen,

sodass QuickPic nur die Bilder

lädt, die die App auch

wirklich laden soll.

Fazit

Mit diesen fünf eventuell

noch unbekannten Apps

bringen Sie Ihren Android-

Desktop wieder richtig in

Form. Ersetzen Sie alle Standard-Apps

durch die hier

aufgelisteten, dann fühlt

sich auch das älteste Handy

wieder wie neu an. ● ● ●

26

Dezember 2013

Android-User.de


Fokus

Root-App-Geheimtipps

Dieser Fokus-Artikel führt die

Power-User-Tradition fort und

zeigt die besten Root-Apps,

von denen Sie vielleicht

noch gar nichts gehört

haben. Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30911

Xposed Framework/​GravityBox

Für viele ambitionierte Android-User

sind Root-Apps

nicht mehr vom Handy wegzudenken.

Die einen erstellen Backups

mit Titanium Backup, andere spielen

neue ROMs mit dem ROM Manager

ein oder loten die Tiefen des Dateisystems

mit einem Dateimanager aus.

Auch dank Root kann Android einfach

mehr als jedes andere mobile Betriebssystem.

Die „großen“ Root-Apps

möchten wir Ihnen jedoch nicht immer

wieder neu vorstellen, dieser Beitrag

konzentriert sich darum auf die besten

weniger bekannten Root-Apps.

Xposed ist mehr als nur eine einfache

App. Es ist ein umfassendes Framework,

das – um geeignete Module ergänzt

– tiefgreifende Änderungen am

Android-System vornehmen kann. Als

Grundgerüst dient der Xposed Installer,

den Sie als APK-Datei auf Ihrem

Handy einspielen müssen. Aus diesem

heraus installieren Sie dann das

Framework und laden weitere Module

über das Xposed Module Repository

aus dem Netz.

Mit diesen Modulen ändern Sie nun

Kleinigkeiten wie die „Richtung“ der

Lautstärkewippe im Querformat (Swap

Volume Keys in Landscape Mode), erlauben

Google Music, seinen Cache auf

eine externe SD-Speicherkarte auszulagern

(Music2SD) oder verhindern effek-

Screen Recorder

Sie möchten gerne Ihre App

oder ein Custom-ROM ansprechend

präsentieren?

Dann reichen Screenshots nicht aus;

am besten wären Videos, die zeigen,

was Ihre Entwicklung kann! Mit Android-Bordmitteln

lassen sich jedoch

nur Screenshots erstellen, für einen

Screencast braucht es Rootrechte und

Apps wie den SCR Screen Recorder

Pro. Da SCR die Videos direkt auf dem

Handy encodiert, benötigen Sie jedoch

ein schnelles Smartphone. Auf einem

Galaxy Nexus nimmt SCR immerhin

mit 640 x 360 Pixeln bei 15 fps auf.

Flashify

Gehören Sie auch zu den

Usern, die gerne ROMs auf

ausprobieren? Oder verfügt

Ihr Lieblings-ROM nicht über eine eingebaute

Update-Routine, sodass Sie

ein Update immer über den Recovery-

Mode einspielen müssen? In diesem

Fall kommt Flashify wie gerufen: Die

App schiebt über eine schlichte Oberfläche

ROMs auf Ihr Handy und sichert

auf Wunsch auch gleich den Kernel

und das Recovery-Image. Die kostenlose

Version ist im Funktionsumfang

nicht eingeschränkt, erlaubt jedoch nur

das Flashen von drei ROMs am Tag.

Root Call Blocker

Es gibt immer wieder gute

Gründe, warum man von gewissen

Kontakten keine Anrufe

oder SMS erhalten möchte. Sei es,

dass man von einem Callcenter belästigt

wird, von Spam-SMS genervt ist

oder abends ganz einfach ausschließlich

für die Familie erreichbar sein will.

Mit dem Root Call Blocker lassen sich

störende Anrufe gezielt blocken – und

zwar so, dass Sie rein gar nichts von

den unterdrücken Anrufen mitbekommen.

Über auf Wunsch zeitgesteuerte

Black- und Whitelists regeln Sie sehr

einfach, wer Sie wann anklingeln darf.

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28

Dezember 2013

Android-User.de


Fokus

Root-App-Geheimtipps

tiv, dass Apps auf Daten zugreifen

können, die sie nichts angehen

(XPrivacy). Das Modul GravityBox ist

dagegen eine leistungsfähige

Modding-Toolbox.

GravityBox ergänzt ein „Vanilla-

Android“ – also ein unmodifiziertes

Android – um zahlreiche Funktionen,

die Sie von Custom-ROMs

kennen, ohne dass Sie gleich ein

neues ROM installieren müssen.

Testen Sie GravityBox daher nur

auf Geräten mit einem Standard-

Android. Auf Handys mit herstellereigenen

Oberflächen (HTC

Sense, TouchWiz usw.) und Custom-ROMs

wie CyanogenMod oder Paranoid Android

funktioniert GravityBox nicht – die meisten

Funktionen sind dort ohnehin bereits enthalten.

kostenlos

deutsch|Version 2.2|624 KByte

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BBQScreen

Remote Control

Ähnlich wie SCR Screen Recorder

ist auch BBQScreen

eine Root-App für Leute, die

etwas zu vorzuzeigen haben. Mit BBQ-

Screen übertragen Sie den Inhalt Ihres

Handybildschirms über das Netz oder

ein USB-Kabel in ein Fenster auf Ihrem

Desktop-PC oder Notebook. Möchten

Sie etwa Ihre App einer größeren

Gruppe präsentieren, dann schließen

Sie Ihr Notebook wie gewohnt an

einen Beamer an und demonstrieren

damit Ihre App direkt auf dem Handy.

Das Handybild wird in Echtzeit und mit

einer Framerate von etwa 15 fps – bei

einem leistungsstarken Handy – auf die

Leinwand geworfen.

Pie Control

Als eifriger Modder kennen

Sie wahrscheinlich schon das

Paranoid-Android-ROM und

dessen Spezialitäten wie etwa das

praktische Pie-Menü. Mit einem Fingerzeig

auf den Bildschirmrand lässt sich

dieses tortenförmige Menü einblenden

– praktisch bei Geräten mit virtuellen

Tasten wie dem Nexus 4. Pie Control

bringt das Menü auf Handys ab Android

2.2, Root genügt, ein Custom-

ROM ist nicht notwendig. Das gleichnamige

Pie Control von coolace

braucht nicht einmal Rootrechte, funktioniert

aber erst ab Android 4.0.

Cerberus Anti-

Diebstahl

Cerberus ist eine Anti-Diebstahl-App,

wie sie inzwischen

oft im Play Store zu finden ist.

Cerberus wird jedoch etwa schon dann

aktiv, wenn jemand eine neue SIM-

Karte in das Gerät legt. Oder Sie lassen

sich von Cerberus ein Bild der Frontkamera

zusenden, sobald der Dieb auf

das Display tippt. Die meisten Funktionen

von Cerberus arbeiten auch ohne

Rootrechte, doch mit diesen verankern

Sie die Anti-Diebstahl-App so tief im

System, dass sie auch ein Zurücksetzen

auf den Werkszustand überlebt.

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Android-user.de Dezember 2013 29


Fokus

Trends 2014

Das sind die Top-Trends für das Jahr 2014

Androtrends

2013 war ein sehr erfolgreiches

Jahr für Android.

Es wurden mehr

Smartphones und Tablets

denn je verkauft.

Doch was bringt die

Zukunft? Wir zeigen die

Trends. Marcel Hilzinger

Konnte man 2012 noch vorhersagen,

dass sich 2013 die Displaygröße von

Smartphones jenseits der 5 Zoll bewegen

wird, ist eine ähnliche Prognose

für 2014 schlicht lächerlich: Längst gibt

es Android-Geräte in jeder Größe zwischen 3

und 23 Zoll. Doch auch jenseits der Displaygröße

wird uns das Jahr 2014 interessante

Neuerungen bringen. Wir haben die wichtigsten

für Sie zusammengefasst.

Bye-bye iPad

Bei den Handys dominiert Android den Weltmarkt.

Abgesehen von wenigen Ausnahmen

wie der Schweiz oder den USA steht die Zahl

der verkauften Android-Smartphones weit

vor dem entsprechenden iOS-Pendant. 2014

wird Android auch den Tablet-Markt anführen.

Bereits jetzt werden weltweit etwas

mehr Android-Tablets als iPads verkauft,

2014 wird sich dieser Trend verstärken. Das

hängt unter anderem damit zusammen, dass

es im Vergleich zum Vorjahr deutlich bessere

Low-Cost-Hardware für Android gibt und

sich auch Android selbst verbessert hat. Es

spricht deshalb nichts mehr dagegen, sich

2014 ein Android-Tablet um 150 Euro zu kaufen,

solange das Display gut genug ist.

Google will zudem 2014 mehr Wert auf gute

Tablet-Apps legen. Dazu wird es noch in diesem

Monat eine kleine Änderung im Play

Store geben, damit Tablet-Besitzer auch in

erster Linie Tablet-Apps angezeigt bekommen

[LINK 1].

Abb. 1: Google will das Angebot an Tablet-Apps im Play Store deutlich verbessern.

Ultra-HD

Das Sony Xperia Z1 und das Samsung Galaxy

Note 3 sind die ersten Android-Handys, die

Videos in 4K (3840 x 2160 Pixel) aufnehmen.

Möglich macht dies der Snapdragon-800-Prozesor

von Qualcomm. Auch das G2 von LG

kann theoretisch 4K-Videos (auch Ultra-HD

genannt) filmen, LG hat sich jedoch für die

Option Full-HD mit 60 fps entschieden.

Damit lassen sich selbst schnelle Actionsequenzen

ruckelfrei filmen. 2014 wird sich der

30

Dezember 2013

Android-User.de


Fokus

Trends 2014

Ultra-HD-Trend fortsetzen, zumal mit 8K

schon ein potenzieller Nachfolger in den

Startlöchern steht. Der Hauptgrund für die

wachsende Verbreitung der HD-Fähigkeit

liegt hingegen bei sinkenden Preisen für TV-

Geräte: Kostet ein Ultra-HD-Fernseher momentan

noch zwischen 2000 und 3000 Euro,

werden sich die Preise für Einsteigermodelle

bis Ende 2014 gegen 1000 Euro bewegen. Mit

entsprechender Funktechnik macht so auch

das Streamen von 4K-Videos direkt zum

Fernsehgerät Spaß. Aktuell ist das nur in

einem sehr leistungsfähigen WLAN möglich.

Digital Health

Mit Android 4.3 hat Google – endlich – die

Weichen für Bluetooth 4.0 Low Energy gestellt

[LINK 2]. Bluetooth 4.0 unterstützte Android

schon lange, aber ohne das passende

Low-Energy-Profil. Damit kann Android mit

sehr vielen Peripheriegeräte zusammenarbeiten,

die auf dieses äußerst stromsparende

Profil angewiesen sind. Dazu gehören vor

Abb. 3: Mit dem

Muse Headband steuern

Sie Apps über Ihre Gedanken.

allem Messinstrumente im

medizinischen Bereich, aber auch viele Gesundheitsprodukte

für den Consumerbereich,

zum Beispiel Sportarmbänder oder Blutdruckmesser.

Android hat in diesem Segment

noch einen großen Nachholbedarf gegenüber

iOS, auch wenn es bereits Personenwaagen

mit passender Android-App gibt [LINK 3].

HDMI-Sticks

Android auf dem TV hat sich etwa so gut

verkauft wie der Nexus Q von Google. Also

eher schlecht. Umso besser liefen 2013 Android-Geräte,

die sich per HDMI-Stecker an ein

Fernsehgerät anschließen lassen, um damit

Full-HD-Videos anzuschauen oder via Controller

zu spielen. Dieser Trend wird sich 2014

fortsetzen, wobei die HDMI-Dongles noch

kleiner und noch leistungsfähiger und vor

allem auch günstiger werden. Zudem wird

vermehrt das Streaming im Vordergrund stehen.

Der Chromecast-Dongle von Google

kostet zwar nur knapp 40 Dollar, ist aber

hierzulande nach wie vor nicht verfügbar,

also wird es bestimmt schon bald ähnlich

günstige Alternativen geben.

Steuerung

per Gehirn

Brain.apk war schon

immer eine der wichtigsten

Apps für Android-Anwender.

Mit Intelligenz

nichts zu tun haben hingegen

neue Gadgets, die

Hirnströme in elektrische

Signale umwandeln. Mit

diesen Signalen lässt sich

dann zum Beispiel eine

Android-App steuern.

Auch wenn die Technologie

noch in den Anfängen

steckt, birgt sie viel Potenzial.

Stellen Sie sich vor,

wie viel Spaß es machen

muss, Tetris allein durch

Ihren Willen zu spielen und nicht von zu

langsamen Fingern ausgebremst zu werden.

Als eine der ersten Firmen bringt die kanadische

Soft- und Hardwareschmiede Interaxon

noch 2013 ein passendes Stirnband für

Endkunden auf den Markt. Damit kann

man zwar noch keine TV-Sender auswählen,

wie dies bei einigen Konkurrenzprodukten

der Fall ist,

aber dafür ist das Muse Headband

für Entwickler via SDK offen, sodass

wir bestimmt schnell ein paar

Apps für das exklusive Stirnband

sehen werden. Nach der Sprachsteuerung,

die 2013 zum Trend wurde und

im kommenden Jahr bestimmt noch populärer

wird, startet 2014 mit der Gedankensteuerung

ein weiterer heißer Trend. Das

Muse Headband lässt sich übrigens für 280

Dollar bereits bestellen [LINK 4].

Sichere QR-Codes

Haben Sie schon mal ein Konzert ohne Papierticket

besucht, nur mit dem Handy und

einem QR-Code. Wenn ja, ist Ihnen dabei

eventuell aufgefallen, dass man den QR-Code

einfach kopieren und auf einem anderen

Android-Stick für 49,90 Euro

Sie möchten Android auch einmal auf dem TV ausprobieren

und verfügen über ein Gerät mit HDMI-Eingang? Dann holen

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Die Aktion ist gültig vom 7. November bis zum 31. Dezember 2013

und nur, solange der Vorrat reicht.

*Ursprüngliche UVP des Lieferanten, zuzüglich 4,90 Euro Versandkosten, je nach Zahlart.

Abb. 2: Das Sony Xperia Z1 gehört zu

den ersten Android-Smartphones,

die Videos in Ultra-HD aufnehmen.

Sony

Android-user.de Dezember 2013 31


Fokus

Trends 2014

Abb. 4: Die Sony-

Musikanlage SRS-BTX500 verfügt

über NFC zur einfachen Inbetriebnahme.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30920

Handy anzeigen

könnte? Eventuell kommt man auf

diese Weise mit nur einem Ticket zu zweit in

ein Konzert. QR-Codes sind praktisch, aber

alles andere als sicher. Das soll sich 2014 ändern.

Die Firma Cellum hat eine Technik für

bewegte QR-Codes entwickelt (Motion QR),

[LINK 5] bei der statt eines statischen Bilds eine

Art animiertes GIF zum Einsatz kommt, das

bis zu zehn QR-Codes pro Sekunde anzeigt.

Dadurch lässt sich die Menge der gespeicherten

Daten im Code drastisch erhöhen, sodass

man auch biometrische Informationen wie

ein Foto oder eine Kopie eines elektronischen

Ausweises darin speichern kann. Somit stehen

bei der Ticketkontrolle zusätzliche Informationen

zur Verfügung, die eine Fälschung

des Codes deutlich erschwereren. Auch wenn

sich Motion QR nicht durchsetzen sollte: Die

klassischen QR-Codes gehören langsam zum

alten Eisen.

Und NFC?

Kritischen Stimmen zufolge wird sich NFC

nicht durchsetzen, solange Apple die Technik

nicht ins iPhone einbaut. Bisher hatten diese

kritischen Stimmen recht. Das hängt aber

weniger an NFC, sondern daran, dass sich

der Handel nicht auf ein einheitliches System

zur Bezahlung mit dem Handy festlegen

kann. Daran dürfte sich auch 2014 noch

nicht allzuviel ändern, selbst wenn Google

mit Android 4.4 dem bargeldlosen Bezahlen

via Handy etwas mehr Dynamik geben

möchte. Der Durchbruch von NFC wird sich

deshalb vorerst auf eine einzige Gerätekategorie

beschränken: drahtlose Musikanlagen.

Vergessen Sie das umständliche Koppeln via

Bluetooth: Halten Sie einfach das NFC-fähige

Handy an die dafür vorgesehene Stelle an der

HiFi-Anlage, und schon können Sie drahtlos

Musik genießen. Erste Geräte gibt es schon

eine Weile, und auf der IFA wurden sehr

viele neue gezeigt. Schauen Sie sich deshalb

gut um, bevor Sie ein neues Musikdock zu

Weihnachten kaufen. Und wer weiß, vielleicht

steuern Sie ja auf ähnliche Weise bis

Ende 2014 auch den Kühlschrank, die Heizung

und die LED-Glühbirne. Wir lassen uns

überraschen.

Bye-bye Smartwatch

Unsere letzte Trendmeldung bezieht sich auf

die smarten Uhren. 2013 war klar das Trendjahr

für Smartwatches. Aber nachdem nun

so praktisch jede Firma eine entsprechende

Uhr im Angebot hatte und es auch beim Discounter

schon für wenig Geld Uhren zum Telefonieren

gibt, ist das Thema nicht mehr

wirklich top, auch wenn wir bestimmt noch

viele neue Modelle zu sehen bekommen werden.

2014 wird das Jahr der smarten Brillen,

angetrieben von Google Glass, nachgemacht

von Samsung und bestimmt auch schon bald

von anderen Herstellern. Eventuell verschmelzen

ja auch Produkte wie das auf

Seite 31 erwähnte Muse Headband und

Google Glass langfristig in einem Gerät. 2014

– da sind wir uns sicher – wird aber klar im

Zeichen von Google Glass stehen, da können

Samsung & Co. noch so viele interessante

Smartwatches auf den Markt bringen. ● ● ●

64-Bit?

Abb. 5: 2014 werden die smarten Brillen von Google auf immer mehr Köpfen zu sehen sein.

Als Apple das iPhone 5S mit dem ersten 64-Bitfähigen

A7-Prozessor vorstellte, wurde das Unternehmen

von der Android-Presse milde belächelt.

Doch der Wechsel zu 64 Bit ist der

nächste logische Schritt in der Handyentwicklung,

nachdem die CPU-Leistung mit Quad-

Core-Prozessoren und mit 3-GByte-RAM wie

im Galaxy Note 3 bereits kräftig zugelegt hat.

Wir sind uns deshalb ziemlich sicher, noch

2014 die ersten Android-Geräte mit 64-Bit-Support

zu sehen.

32

Dezember 2013

Android-User.de


Hardware

Sony Xperia Z1

Das wasserdichte und ultraschnelle Sony Xperia Z1 im Test

Nachgelegt

Da inzwischen auch günstigste Android-Handys flott arbeiten, konzentrieren

sich die Hersteller auf Features. Bei Sony stehen Display,

Kamera und Wasserdichtigkeit im Vordergrund. Dies ist beim Xperia

Z1 nicht anders, doch auch die Power überzeugt. Christoph Langner

Sony

‚„Plusminus

‚ Wasser- und staubdicht

‚ Leistungsstarker Akku mit

sehr hoher Kapazität

‚ Kopfhörerbuchse direkt zugänglich

‚ Sehr gutes Display

‚ Gute Kamera mit vielen interessanten

Features

„ Deutlich größer und schwerer

als Vorgänger

„ Akku nicht austauschbar

Daran, dass die Handyhersteller

ihre Topgeräte nach nur einem

Jahr gegen neue Modelle austauschen,

haben wir uns gewöhnt.

Neu dagegen ist, dass sich das Handykarussell

inzwischen wie ein Brummkreisel dreht.

Sony hatte sein Xperia Z erst im Januar dieses

Jahres vorgestellt, wir testeten das Gerät

im März 2013, und schon jetzt ist der Nachfolger

im Handel: das Xperia Z1.

Alt und neu ähneln sich stark, das Xperia

Z1 hat jedoch ein wenig mehr Speck auf den

Rippen. Es ist in allen Dimensionen gewachsen

und wiegt mit 169 Gramm (Xperia Z:

146g, HTC One: 143g, Galaxy S4: 130g,

iPhone 5S: 112g) nun fast schon zu viel, um

noch angenehm in der Hand zu liegen. Dafür

lässt es sich dank eines schrägen Rahmens

rund um das Display jetzt besser greifen.

Großer Akku, moderne Technik

Das größere Platzangebot nutzt Sony, um das

Xperia Z1 mit aktueller

Technik auszustatten. Die

Kapazität des Akkus misst

nun 3.050 mAh statt 2.330

mAh. Damit überdauert

das Z1 locker einen langen

Arbeitstag, bei geringer

Nutzung und aktiviertem

Stamina-Modus muss

es erst nach Tagen wieder

ans Netz. Der Akku lässt

sich jedoch nach wie vor

nicht austauschen.

Als Grund für den fest

verbauten Akku nennt

Sony unter anderem die

Abdichtung des Handys

gegen Eindringen von

Staub und Feuchtigkeit.

Wie schon mit dem Xperia

Z können Sie auch mit

dem Z1 baden gehen. Das

Abb. 1: Sonys schicke Xperia-UI

ergänzt Android um einige nützliche

Funktionen.

neue Modell verträgt nach Angaben von

Sony sogar ein halbstündiges Bad in 1,5 Metern

Wassertiefe. Für das Xperia Z galt noch

eine maximale Tiefe von einem Meter.

Ob Sie Ihr Z1 jedoch wirklich mit an den

Strand nehmen sollten, steht auf einem anderen

Blatt. Damit das Handy auch wirklich

wasserdicht ist, müssen alle Deckel sicher

Abb. 2: Die Änderungen Sonys an

Androids Oberfläche sind dezent

gehalten.

34

Dezember 2013

Android-User.de


Hardware

Sony Xperia Z1

Abb. 3: Den App-Drawer können

Sie ganz nach Ihren Wünschen

gestalten.

Abb. 4: Die Laufzeit des Xperia Z1

liegt dank des großen Akkus bei

mehreren Tagen.

Abb. 5: Die sehr gute Kamera des

Sony Xperia Z1 kennt diverse Automatik-

und Filtermodi.

Abb. 6: Die volle Auflösung von 20

Megapixeln steht nur im manuellen

Modus zur Verfügung.

sitzen. Schon ein paar Sandkörner in der

Dichtung können genügen, dass das Handy

im Wasser absäuft. Das Meer sollten Sie generell

meiden: Ausflüge ins Salzwasser sindnach

der Anleitung verboten.

Im Sony-Forum unter talk.sonymobile.com

äußern sich zudem viele Käufer, deren wasserdichte

Sony-Handys das Wasserbad doch

nicht wie versprochen überlebt haben und

bei denen sich Sony nun bockig zeigt, was

die Gewährleistung und Reparatur des guten

Stücks anbelangt.

Apropos Deckel: SIM- und microSD-Karte

liegen unter dünnen Deckeln, die für jeden

Wechsel aus dem Gehäuse gefummelt werden

müssen. Die Kopfhörerbuchse ist jetzt jedoch

– anders als beim Vorgänger – intern

gekapselt und liegt immer frei. Wer gerne

Musik über ein Headset hört, wird diese Änderung

zu schätzen wissen. Drahtloses

Laden über ein Qi-kompatibles Ladegerät beherrscht

jedoch auch das neue Z1 nicht.

Power-Kamera mit 20 MP

Was beim Blick auf die technischen Daten

sofort ins Auge fällt, ist die Kamera mit einer

stolzen Auflösung von 20,7 Megapixeln. Die

Aufnahmen landen in der höchsten Qualitätsstufe

im 4:3-Format und mit 5.248 x

3.936 Bildpunkten im Speicher des Handys.

Diese Auflösung bietet die Kamera-App jedoch

nur dann an, wenn Sie sie bewusst manuell

wählen, im von Haus aus aktiven

„Überlegene Automatik“-Modus fotografiert

das Z1 nur mit 8 Megapixeln.

Ist die Automatik aktiviert, übernimmt die

Software alle notwendigen Einstellungen für

Sie. Gehen Sie nah an ein Motiv – etwa eine

Blume – heran, springt die Kamera automatisch

in den Makromodus. Halten Sie das Objektiv

über einen Text, optimiert die Kamera

die Aufnahme für ein Dokument. Auch bei

Porträts, Aufnahmen von Kleinkindern,

schlechtem Licht oder sich schnell bewegenden

Motiven wie bei der Sportfotografie

wählt die Kamera-App automatisch die passende

Einstellung.

Aufgrund des extrem großen Bildsensors

und der Reduzierung der Aufnahmen auf 8

Megapixel bietet die Kamera im Automatikmodus

ein „virtuelles“ 3-fach-Zoom (entspricht

einem 81-mm-Objektiv bei einer herkömmlichen

Kleinbildkamera), ohne dass die

Bildqualität durch das Heranzoomen leidet.

Bei schlechten Lichtverhältnissen fungiert

eine sehr gute Blitz-LED als Hilfslicht, mit

dem die Kamera so gut fokussiert, dass uns

selbst bei absoluter Dunkelheit im Raum

gute Bilder gelangen.

Des Weiteren bietet die Sony-Kamera zusätzliche

Funktionen – von sinnvoll bis absurd.

Die „Timeshift-Bildfolge“ nimmt Bilder

in konstanter Folge auf. Sobald Sie den Auslöser

drücken, speichert sie über zwei Sekunden

hinweg die nächsten 30 und die letzten

30 Bilder, über einen Bildfächer wählen Sie

die beste Aufnahme aus. So reisen Sie quasi

in der Zeit zurück.

Mit verschiedenen „Bildeffekten“ verleihen

Sie Ihren Aufnahmen einen künstlerischen

Touch, und „Info-Eye“ liefert Ihnen per Bilderkennung

automatisch Informationen zum

Motiv, das Sie gerade aufgenommen haben.

Die „AR-Effekte“ platzieren virtuelle Dino-

Abb. 7: Im Timeshift-Modus suchen

Sie sich die beste Aufnahme der

letzten zwei Sekunden heraus.

Android-user.de Dezember 2013 35


Hardware

Sony Xperia Z1

Abb. 8: Info-Eye erkennt Sehenswürdigkeiten

im Bild und zeigt

Informationen dazu an.

Abb. 9: Wie die Bildeffekte die Aufnahme

verändern, zeigt die Übersicht

in Echtzeit.

Abb. 10: Im AnTuTu-Benchmark

überflügelt das Sony Xperia Z1

seine Konkurrenz um Längen.

Abb. 11: Auch im Vellamo-Test läuft

das Xperia Z1 vor allen Konkurrenten

als Erster ins Ziel.

Sony Xperia Z1

saurier, Schmetterlinge oder Partyhüte in die

Aufnahme – witzig, aber wohl selten nötig.

Kerndaten

Hersteller

Sony

Formfaktor

5,0-Zoll-Smartphone

Auflösung

1920 x 1080 Pixel

Prozessor

2,2 GHz Quadcore Snapdragon S800

Speicher

16 GByte, microSD vorhanden

Kameras

20,7 MP (hinten), 2,2 MP (vorne)

Android-Version Android 4.2.2

Akku

3050 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) 880h/​14h

Gewicht

169 Gramm

Preis (Internet)

580 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 23827

Performance

AnTuTu-Benchmark

33949 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

2915/​1140 Punkte

Android-User-Bewertung

4,8 Punkte

Viel CPU-Power und

ein helles Display

Über die Hardwareausstattung des Sony Xperia

Z1 gibt es nicht viele Worte zu verlieren:

„Top“ bringt es exakt auf den Punkt. Die 2,2

GHz schnelle Quadcore-CPU aus der Snapdragon-800-Reihe

ist jederzeit Herr der Lage.

Zusammen mit stolzen 2 GByte RAM und 16

GByte Speicher übertrifft das Z1 die Leistungswerte

eines Samsung Galaxy S4 (An-

TuTu: 24314, Vellamo/​HTML5: 2134, Vellamo/​METAL:

733) oder eines HTC One (An-

TuTu: 18252, Vellamo/​HTML5: 2411, Vellamo/​METAL:

786) deutlich – aktuell ist das

Sony Xperia Z1 das schnellste Android-

Handy auf dem Markt.

Als Display verwendet Sony im Xperia Z1

wieder einen 5 Zoll großen Full-HD-Touchscreen

mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080

Pixeln. Dank Bravia-Engine 2, Triluminos

und X-Reality ist das Bild aber nochmals besser

als beim Vorgänger. Das Z1 zeigt satte

Farben, eine sehr hohe Helligkeit und gute,

wenn auch nicht perfekte Blickwinkel. Das

Displayglas auf der Front wird wie gehabt

mit einer bruchhemmenden Folie geschützt,

die sich auch abziehen und gegen eine andere

Schutzfolie ersetzen lässt.

Fazit

Sony hat bei Hardware und Ausstattung des

Xperia Z1 nichts falsch gemacht. An Rechenpower,

Display, Kamera, Software und Verarbeitung

lässt sich nichts aussetzen: Besser

geht es aktuell nicht. Unverständnis kommt

nur auf, wenn man sich gerade eben erst ein

brandneues Xperia Z gekauft hat, und nur

wenige Monate später gibt es den besseren

Nachfolger für fast dasselbe Geld. Warum

nicht gleich so?

Störend ist auch der Verzicht auf drahtloses

Laden nach dem Qi-Standard – gerade

bei einem abgekapselten und wasserdichten

Handy wie dem Z1. Wer nicht permanent

den Deckel der USB-Buchse aus dem Gehäuse

angeln möchte, muss sich das als Zubehör

erhältliche Dock kaufen. Dieses lädt

das Xperia Z1 über die zwei auf der linken

Seite freiliegenden Pins ohne nerviges Gefummel

wieder auf.

● ● ●

36

Dezember 2013

Android-User.de


Hardware

HTC Desire 500

HTC

HTC Desire 500 mit BlinkFeed und Android 4.2 im Test

Kleines Wunder

Bei einem Mittelklasse-Handy überlegt man sich, ob man nicht doch lieber noch etwas draufzahlt

und sich ein Topgerät holt, oder ob man besser Geld spart und sich ein günstiges Handy zulegt.

Nicht so beim HTC Desire 500: Hier stimmen Preis und Leistung einfach perfekt. Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Design und Sense 5

‚ Günstiger Preis

‚ Kamera, MicroSD-Slot

„ Homebutton

an der falschen Stelle

„ 4 GByte interner Speicher

HTC beschreitet beim Design des

Desire 500 gleich mehrfach neue

Wege: So sieht das Handy auf der

Rückseite ein bisschen wie das

aktuelle One aus, die Front gleicht eher der

des älteren One X. Auf den ersten Blick wirkt

es so, wie wenn es ein Unibody-Gehäuse

hätte. Die Rückseite lässt sich aber komplett

entfernen, und darunter findet sich nicht nur

ein austauschbarer 1800-mAh-Akku, sondern

neben dem Micro-SIM-Slot auch ein Einschub

für eine MicroSD-Karte. Designtechnisch

besonders gut gelungen ist die Lautstärkewippe,

die sich wie ein Band um das

komplette Gehäuse windet.

Der Einschaltknopf befindet sich auf der

Geräteoberseite. Aufgeladen wird das Gerät

über die Micro-USB-Buchse an der Unterseite.

HTC vertreibt das Desire 500 in den

Farben Gletscherblau, Glutrot und Tarnkappenschwarz,

wobei die rote Version nicht bei

allen Händlern verfügbar ist. Auf Wunsch liefert

HTC das Handy auch mit NFC, aktuell

hat es aber kein Provider in dieser Version im

Angebot (Stand Oktober 2013).

Liebe auf den ersten Blick

Das HTC Desire 500 weiß auf den ersten

Blick zu gefallen. Nicht zu klein, nicht zu

groß, trotz Kunststoffgehäuses solide verarbeitet

und mit einem sehr schönen Display

ausgestattet, das zwar nur 480 x 800 Pixel

anzeigt, aber sehr regelmäßig ausgeleuchtet

ist und auch sehr hell. Dieser erste Eindruck

hält auch bei der vorinstallierten Software

an: Android 4.1.2 mit Sense 5.0 läuft super

flüssig, und man hat in keiner Weise das Gefühl,

nur ein Mittelklassegerät in der Hand

zu halten. Wie bei allen Sense-5-Geräten ist

BlinkFeed vorinstalliert, Sie bekommen also

News und Meldungen von Facebook oder

Twitter auf dem Homescreen präsentiert.

Möchten Sie diese Option nicht nutzen, dann

öffnen Sie die Einstellungen und navigieren

zu Personalisieren | Startseite anpassen. Hier

legen Sie dann einen anderen Homescreen

38

Dezember 2013

Android-User.de


Hardware

HTC Desire 500

Abb. 3: Wie bei allen HTC-Geräten gibt es auch beim Desire 500 den

praktischen Automodus mit großen Buttons.

Abb. 1: Wenn Sie BlinkFeed nicht nutzen

möchten, dann wechseln Sie

einfach den Homescreen aus.

als Startseite fest, indem Sie den gewünschten

Screen gedrückt halten und oben rechts

auf Als Startseite festlegen ziehen.

Beste Kamera

Das Desire 500 ist die ideale Wahl, wenn Sie

ein günstiges Android-Smartphone mit einer

Topkamera suchen. HTC hat im Desire 500

das gleiche Kameramodell verbaut, das auch

im One X und im One S zum Einsatz kommt.

Sie erhalten somit eine der schnellsten Android-Kameras

überhaupt inklusive Serienbildfunktion

und Live-Effekte. Aufgrund der

etwas abgespeckten CPU/​GPU-Kombination

(Snapdragon 200 und Adreno 203) müssen

Sie hingegen auf Full-HD-Videos verzichten.

Auch von den Zoe-Funktionen sind nicht alle

an Bord: So speichert das Desire 500 beim

Fotografieren auch wirklich nur ein Foto, wodurch

es später nicht mehr möglich ist, Details

zu ändern. Dafür sind aber die automatischen

30-Sekunden-Clips verfügbar, die der

HTC-Galerie zu mehr Leben verhelfen.

Schattenseiten

Das Desire 500 verfügt nur über 4 GByte internen

Speicher. Sie kommen also um eine

MicroSD-Karte nicht herum. HTC hat beim

Desire 500 zudem auf den Menübutton verzichtet.

Es gibt nur die Home- und Zurück-

Taste. Das Kontextmenü erreichen Sie durch

Drücken und Gedrückthalten des Homebuttons.

Drücken Sie den Homebutton zwei

Mal, erscheint die App-Übersicht. Ein einzelner

Druck auf die Hometaste bringt Sie zum

Homescreen. Das sind etwas viele Funktionen

für den Homebutton. Aber immerhin hat

es HTC mit Sense 5

endlich geschafft, auf

den hässlichen Streifen

mit den drei Punkten

für das Kontextmenü

zu verzichten. Die Akkulaufzeit

des Desire

500 ist zwar im Standby sehr gut, unter Last

zeigt der 1800-mAh-Akku aber durchaus

Schwächen. Intensivnutzer werden gerade so

über den Tag kommen, für Wenignutzer

reicht eine Akkuladung zwei bis drei Tage.

Abb. 2: Die Kamerasoftware des

Desire 500 verfügt fast über die gleichen

Features wie die des HTC One.

Fazit

Das HTC Desire 500 ist der Beweis dafür,

dass ein gutes Handy nicht teuer sein muss

und dabei auch noch sehr gut aussehen

kann. Uns hat das kleine Desire in jeder Hinsicht

sehr gut gefallen. Die Kamera ist erste

Klasse, und auch wenn Sense 5 nicht so

schnell rennt wie auf dem HTC One, ist es

doch flotter als noch so manche Android-

Oberfläche in der gleichen Preisklasse. ● ● ●

HTC Desire 500

Kerndaten

Hersteller

HTC

Formfaktor

4,3-Zoll-Smartphone

Auflösung

800 x 480 Pixel

Prozessor

1,2 GHz, Quadcore

Speicher

4 GByte (erweiterbar)

Kamera (Haupt/​Front)

8 MP/​1,6 MP

Android-Version Android 4.1.2

Akku

1800 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch)

435h/​12h

Gewicht

123 Gramm

Preis (Internet)

230 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 23843

Performance

AnTuTu-Benchmark

11589 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1657/​384 Punkte

Android-User-Bewertung

4,1 Punkte

Android-user.de Dezember 2013 39


Hardware

Wiko Cink Peax 2

Im Test: Wiko Cink Peax 2

Dual-

SIM

Kauftipp

★★★★★

android-user.de

‚„Plusminus

‚ Schnelle Kamera

‚ Günstiger Preis

‚ Dual-SIM

‚ Gutes Display

„ 4-GByte-Speicher

Gute Dual-SIM-Handys sind immer

noch Mangelware. Vor allem in

der Mittel- und Oberklasse sucht

man meistens vergeblich nach

einem Handy mit zwei SIM-Kartenslots. Das

Cink Peax 2 von Wiko gehört mit seinem

qHD-Display zwar nicht in die Oberklasse,

kostet dafür aber auch nur 170 Euro.

Solide Verarbeitung

Wiko bietet das Cink Peax 2 in den Farben

Schwarz und Weiß an. Außer in der Farbe

unterscheiden sich die beiden Modelle in

einem weiteren Design-Detail: Während die

Rückseite des schwarzen Modells in Klavierlackoptik

gehalten ist und Fingerabdrücke

magisch anzieht, fällt sie beim weißen Modell

etwas matter aus.

Der Einschaltknopf befindet sich rechts

oben und hat einen angenehmen Druckpunkt,

ohne zu lottern. Auf der Geräteoberseite

sitzen der Anschluss für den Klinkenstecker

der Kopfhörer und die Micro-USB-

Buchse zum Aufladen. Links oben finden Sie

die Lautstärkewippe. Hinter dem abnehmbaren

Deckel auf der Rückseite sitzt ein 1800

mAh starker Akku, darüber gibt es Einschübe

für die beiden SIM-Karten sowie

einen Slot für eine MicroSD-Karte.

Auf der Rückseite befinden sich die 8-Megapixel-Kamera

mit Dual-LED-Blitz und ein

Monolautsprecher. Die Frontkamera löst mit

2 Megapixeln auf. Das 540 x 960 Pixel große

Wiko

Seit kurzem gibt es die französische

Handymarke Wiko auch in Deutschland.

Das Alleinstellungsmerkmal

aller Wiko-Geräte ist der Dual-SIM-

Support. Wir haben uns das

Modell Cink Peax 2 im Detail

angeschaut. Marcel Hilzinger

IPS-Display zeigt kräftige und kontrastreiche

Farben. Verzichten müssen Sie hingegen auf

kratzfestes Gorilla-Glas. Zum Lieferumfang

gehört neben Handy, Ladegerät, Kurzanleitung

und USB-Kabel auch ein Headset.

Abstriche müssen Sie beim internen Speicher

machen. Dieser fällt mit 4 GByte nicht

allzu üppig aus, zumal mehr als 1 GByte

schon durch das Android-System belegt sind.

Da man jedoch die MicroSD-Karte als Standardspeicher

einrichten kann, sehen wir das

nicht wirklich als Problem an.

Flotte Software

Auf dem Wiko Cink Peax 2 ist Android 4.1.2

vorinstalliert. Die grafische Oberfläche lehnt

sich stark an Vanilla-Android an, allerdings

hat Wiko jede Menge Apps durch eigene ersetzt.

So finden Sie in den Einstellungen

bunte Icons, und die Anordnung der Icons

im Dock ist ebenfalls leicht angepasst. Die

Hauptprogramme Telefon, SMS und Kontakte

hat Wiko komplett mit eigenen Apps belegt.

Zu den zusätzlich vorinstallierten Apps gehören

ein Videoplayer, eine Radio-App, ein

Dateimanager und ein Soundrecorder. Im

Vergleich zu anderen günstigen „No-Name“-

Androiden mit Quad-Core-Prozessor macht

das Wiko-Handy einen sehr flotten Eindruck.

Das hohe Tempo bestätigen auch unsere

Standard-Benchmarks AnTuTu und Vellamo,

bei denen das Cink Peax 2 nur leicht hinter

den Werten des Snapdragon S4 Pro zurück-

40

Dezember 2013

Android-User.de


Hardware

Wiko Cink Peax 2

bleibt und zum Beispiel besser

als das Nexus 4 abschneidet.

Das Wiko-Handy reagiert

prompt auf Eingaben, und es

traten in den Tests keine

Ruckler auf.

Dual-SIM-fähig

Die Dual-SIM-Funktion arbeitet

wie in allen Android-Geräten

mit zwei SIM-Slots problemlos.

Beide Slots lassen

sich für Anrufe und Datenverbindungen

nutzen. Für Nano-

SIMs benötigen Sie einen Adapter.

Eine gleichzeitige Nutzung

der zwei SIM-Karten ist

hingegen mangels Dual-SIM-

Full-Access nicht möglich. Sie

können also nicht auf der ersten

Karte einen Anruf entgegennehmen,

diesen parken

Anruf an.

und dann über die zweite SIM ein Gespräch

führen.

Multimedia

Wiko hat beim Cink Peax 2 auch an die Details

gedacht: So befinden sich rechts und

links der Aussparung für die Lautsprecher

auf der Rückseite zwei kleine Erhöhungen,

damit das Handy nicht direkt auf dem Lautsprecher

zu liegen kommt und die Musik gut

und laut klingt. Etwas enttäuscht waren wir

hingegen vom Klang über die Kopfhörer. Der

Sound wirkte zu basslastig und wie übersteuert.

Es empfiehlt sich, das Handy mit

passenden Kopfhörern probezuhören, falls

dieser Aspekt relevant ist. Die Gesprächsqualität

ohne Kopfhörer ist gut, die Soundausgabe

über den Mono-Lautsprecher ebenfalls.

Die sehr gute Kamera nimmt Filme bis zu

einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln auf.

Full-HD-Filme lassen sich zwar via Softwaredecoder

mit zusätzlicher Software abspielen

(MX Player), zeigen aber leichte

Ruckler. Videos in 720p laufen auf dem Cink

Peax 2 per Hardwaredecoder problemlos.

Besonders gut gefiel uns am Cink Peax 2

die Fotokamera. Sie überzeugt mit scharfen

Fotos und einem sehr schnellen Autofokus.

HDR und eine Serienbildfunktion gehören

ebenfalls dazu.

Akkulaufzeit

Positiv überrascht waren wir von der Akkulaufzeit

des Wiko-Smartphones. In unseren

Tests kam das Handy auch bei recht intensivem

Gebrauch problemlos über den Tag. Bei

gewöhnlicher Nutzung schafften wir auch

Abb. 1: Der Dialer von Wiko zeigt

große Zahlen und den letzten

mal 48 Stunden. Im Standby und mit aktiver

Internetverbindung kommt das Cink Peax 2

auf drei bis vier Tage.

Fazit

Das Wiko Cinx Peak 2 überzeugt. Die Performance-

und Akkulaufzeit stimmen, und das

Preis-Leistungs-Verhältnis macht das Dual-

SIM-Handy zu einem klaren Kauftipp. Einzig

beim Namen müsste sich Wiko etwas einfallen

lassen: Cink Peax ist einfach zu kompliziert,

um es sich merken zu können. ● ● ●

Wiko Cink Peax 2

Abb. 2: In den Einstellungen legen

Sie fest, welche SIM-Karte Sie wozu

nutzen möchten.

Abb. 3: Bei gewöhnlicher Nutzung

hält der Akku des Cink Peax 2 bis

zu zwei Tage lang durch.

Kerndaten

Hersteller

Wiko

Formfaktor

4,5-Zoll-Smartphone

Auflösung

540 x 960 Pixel

Prozessor

1,2 GHz, Quad-Core, MediaTek MT6589M

Speicher

4 GByte (erweiterbar via MicroSD)

Kamera (Front/​Haupt)

2 MP/​8 MP

Android-Version Android 4.1.2

Akku

1800 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) 192h /11h

Gewicht

124 Gramm

Preis (Internet)

170 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 23841

Performance

AnTuTu-Benchmark

13324 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1413/​455 Punkte

Android-User-Bewertung

4,4 Punkte

Android-user.de Dezember 2013 41


Hardware

ZTE Grand S Flex

Grand S Flex, das erste Designhandy von ZTE

China-

Design

ZTE

Dass Handys nicht nur aufgrund der Taktraten,

der Anzahl ihrer Prozessorkerne und der Kameraauflösung

verkauft werden, ist nun auch bei ZTE

angekommen: Auch das Design muss stimmen.

Beim Grand S Flex ist dies der Fall, doch

passt auch die Technik? Christoph Langner

‚„Plusminus

‚ Ansprechendes Design

‚ Vorinstallierte Apps

deinstallierbar

‚ Schneller LTE-Funk an Bord

‚ UKW-Radio-Funktion

„ Ruckelige Oberfläche

„ Durchschnittliche

Performance

„ Kein Slot für MicroSD-Karten

ZTE stand bisher eher für günstige

China-Androiden als für sexy

Smartphones. Mit dem Grand S

Flex möchte ZTE nun aber auch als

„schick“ gelten. Die Anstrengungen scheinen

sich gelohnt zu haben: ZTE hat 2013 mit dem

vom deutschen Designer Hagen Fendler gestalteten

Gerät den renommierten iF Design

Award gewonnen. Doch Schick ist das eine,

wie sieht es mit der Leistung aus?

Aus ZTE Grand S wird das Flex

Ursprünglich konnte das ZTE Grand S getaufte

Gerät nicht nur mit den äußeren, sondern

auch mit seinen inneren Werten glänzen.

Auf der Elektronikshow CES Anfang des

Jahres vorgestellt, verfügte das Modell über

eine Quadcore-CPU, ein Full-HD-Display mit

einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln und

eine 13-Megapixel-Kamera.

Von dieser Topausstattung ist beim für den

deutschen Markt bestimmten Grand S Flex

jedoch nicht mehr viel übrig geblieben. Dieses

verfügt „nur“ noch über eine Dual-Core-

CPU, ein 720p-Display mit 1280 x 720 Pixeln

und eine 8-Megapixel-Kamera. Solange der

Preis stimmt, muss dies nicht schlecht sein,

doch die Ausstattungsdiät macht sich auch in

der Leistung bemerkbar.

Der 1,2 GHz schnelle Snapdragon S4 Plus

hat spürbar Mühe, die Oberfläche des Handys

ohne Ruckler zu befeuern. Beim Drücken

auf den Home-Key stottert der App-Drawer

ins Bild, das dürfte auf einem aktuellen Dual-

Core-Gerät nicht passieren. Ein zwei Jahre

altes Samsung Galaxy Nexus arbeitet flüssiger

– auch wenn es in den Benchmarks hinter

dem ZTE Grand S Flex liegt. Fürs Spielen

oder für arbeitsintensive Aktionen wie das

gleichzeitige Update zahlreicher Apps ist jedoch

ausreichend Rechenpower vorhanden.

Update auf Android 4.3?

Einer der Gründe für die ruckelnde Oberfläche

könnte das schon recht betagte Android

4.1.2 der ersten Jelly-Bean-Generation sein;

Android 4.3 geht deutlich flotter zur Sache.

Schon im Januar versprach ZTE, das Grand S

zügig auf Android 4.2 zu aktualisieren. Nun

ist Ende Oktober, und ein Update ist nicht in

Sicht (Stand beim Verfassen dieses Artikels)

– ZTE wollte seine Update-Pläne gegenüber

Android User nicht erläutern.

ZTEs hauseigene Android-Oberfläche „Mifavor

UI“ setzt sich nicht groß vom Standard-

Android ab. Homescreen und App-Launcher

sehen auch auf einem Nexus 4 nicht groß anders

aus, wenn auch der ZTE-Launcher deutlich

mehr kann: Damit lassen sich die Apps

unterschiedlich oder von Hand sortieren oder

sogar vor neugierigen Blicken verstecken.

Einzig beim Lockscreen und den vorinstallierten

Apps wie Mi-POP (Ersatz für die

Hardware-Buttons), Mi-Easy-Access (DLNA-

Streaming) und Backup & Restore merkt

man, dass ZTE Hand an Android gelegt hat.

42

Dezember 2013

Android-User.de


Hardware

ZTE Grand S Flex

Teils schluderte ZTE jedoch

bei der sprachlichen Anpassung,

wir konnten Rechtschreibfehler

und einige unverständliche

und krumme

Übersetzungen finden.

Von den 16-GByte-Speicherplatz

des Geräts stehen

Ihnen 1,3 GByte für Apps und

Daten und 11,41 GByte als interne

SD-Speicherkarte zur

Verfügung. Positiv ist, dass

sich alle vorinstallierten Apps

– bis auf die von ZTE und

Google – wie Facebook, Twitter

oder das Kingsoft Office

auch deinstallieren lassen, bei

anderen Herstellern ist dies

oft nicht der Fall.

Design top,

Kamera naja

Design und Wertigkeit der Verarbeitung können

sich für ein ZTE-Handy durchaus sehen

lassen. Alu, Glas oder andere hochwertige

Materialien suchen Sie – außer beim Display

– beim Grand S Flex zwar vergebens, doch

insgesamt ist das Gerät stimmig. Schick hebt

sich das Display vom Unibody ab. Das reduzierte

Design hat aber seinen Preis: Es gibt

nur noch eine Schublade für eine Micro-SIM-

Karte, ein Slot für eine MicroSD-Speicherkarte

oder auch ein austauschbarer Akku

blieben auf der Strecke.

Die Qualität der vorderen Handykamera ist

durchschnittlich, die Kamerasoftware überzeugt

uns jedoch gar nicht. Im HDR-Modus

bleiben über- bzw. unterbelichtete Bereiche

nach wie vor über- oder unterbelichtet, von

HDR spüren wir nicht viel. Im Dunkeln gelingen

dank des anständigen Blitzes ordentliche

Aufnahmen – solange sich das Motiv nicht

bewegt. Die Auslösegeschwindigkeit bei

wenig Licht ist sehr lahm. Der Ton des Lautsprechers

ist für Musikfans ein wenig zu blechern,

für das Freisprechen ist der Klang jedoch

gut und laut genug.

Fazit

Aktuell ist das Grand S Flex noch so neu,

dass sich noch kein Straßenpreis ermitteln

lässt, der Hersteller gibt den UVP jedoch mit

günstigen 299 Euro an. Damit liegt es preislich

deutlich unter einem vergleichbaren

Samsung Galaxy S3 LTE. Dieses ist praktisch

gleich schnell, bietet aber die bessere Kamera,

einen Steckplatz für eine Speicherkarte,

einen austauschbaren Akku und das

aktuellere Android-Betriebssystem (nach

Abb. 1: Über die „App-Blume“ auf

dem Lockscreen starten Sie die für

Sie wichtigsten Apps.

einem Update). Allerdings müssen Sie für

das S III über hundert Euro mehr in ein schickes

LTE-Handy investieren.

ZTE ist auf einem guten Weg! Zwischen

dem Grand S Flex und den ersten ZTE-Handys

liegen Welten. In unserem Fazit muss

sich das Grand S Flex mit dem Galaxy S3 vergleichen

– das Top-Handy der letzten Generation

und immer noch ein klasse Gerät. Um

sich mit diesem Modell messen zu können,

musste ZTE ganze Arbeit leisten. Von daher

meinen wir: Weiter so, ZTE!

● ● ●

ZTE Grand S Flex

Abb. 2: Das System des ZTE Grand

S Flex weicht nur wenig von einem

Standard-Android ab.

Abb. 3: Die unterschiedlichen

Kameramodi konnten uns im Test

wenig überzeugen.

Kerndaten

Hersteller

ZTE

Formfaktor

5,0-Zoll-Smartphone

Auflösung

1280 x 720 Pixel

Prozessor 1,2 GHz, Dual Core, Qualcomm MSM 8930

Speicher

16 GByte

Kameras

8 MP (hinten), 1,0 MP (vorne)

Android-Version Android 4.1.2

Akku

2300 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) 250h/​3h

Gewicht

130 Gramm

Preis (Internet/​UVP)

k.A. / 299 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 24761

Performance

AnTuTu-Benchmark

14089 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 1918/​568 Punkte

Android-User-Bewertung 4,0 Punkte

Android-user.de Dezember 2013 43


Hardware

Acer Iconia B1-710

Das Billig-Tablet Acer Iconia B1-710

Zweittablet

Wie viel Tablet braucht es eigentlich? Schon

beim Nexus 7 hatte Google mit der Devise

„weniger ist mehr“ Erfolg. Mit dem Iconia

B1-710 bringt nun auch Acer ein 7-Zoll-Tablet

zum Kampfpreis. Doch kann man überhaupt

ein brauchbares Tablet für etwas mehr als

100 Euro bauen? Christoph Langner

Acer

‚„Plusminus

‚ In drei Farben lieferbar

‚ Speicher erweiterbar

„ Kamera mit geringer

Auflösung

„ Langsamer Prozessor

„ Keine automatische

Helligkeitsregelung

„ Crapware nicht

deinstallierbar

Im PKW-Bereich hat sich Dacia den Ruf

erobert, schmucklose, aber brauchbare

und vor allen Dingen günstige Autos zu

produzieren. Nicht jeder kann und will

mit einem Wagen einer Premiummarke über

die Straßen walzen. Diese Marktstrategie ist

natürlich nicht nur bei Automobilen gängig,

auch bei Android gibt es Billigheimer. Acer

mit seinem Iconia B1-710 ist so ein Kandidat.

Sein 7-Zoll-Tablet kostet gerade einmal

knapp über 100 Euro.

Acer spart beim Iconia B1

Dafür müssen Sie natürlich Abstriche in Kauf

nehmen: Das Gehäuse ist komplett aus

Kunststoff, lässt sich leicht verwinden, und

auch die Klappe über dem SD-Kartenslot sitzt

lummelig im Gehäuse. Wertig fühlt sich anders

an, aber immerhin gibt es überhaupt

einen Steckplatz für eine Speicherkarte.

Auch bei der Prozessorleistung spüren Sie,

dass der Hersteller den Rotstift angesetzt hat.

Die Dual-Core-CPU tickt zwar mit schnellen

1,2 GHz, doch beim Chip setzt Acer nicht auf

die High-End-Prozessoren von Qualcomm

oder Samsung, sondern auf ein günstiges

Bauteil von MediaTek. So pendeln sich die

Benchmarks etwa auf Höhe eines 2,5 Jahre

alten Samsung Galaxy S2 ein.

Im Betrieb ist das Iconia B1-710 ausreichend

schnell, eine Rakete dürfen Sie aber

natürlich nicht erwarten. Im Browser bauen

sich auch komplexe Webseiten ordentlich

flott auf, und auch das eine oder andere 3D-

Spiel konnte trotz der mageren Prozessorleistung

ohne Ruckeln gezeichnet werden. Wer

mit dem Gerät hauptsächlich seine Mails

checken, ab und zu auf Webseiten browsen

und ein paar Apps nutzen möchte, der

kommt trotz der fehlenden Power zurecht.

Display und Kamera mies

Eher störend ist das von Acer im Iconia B1

verbaute Display. Mit einer Auflösung von

1024 x 600 Pixeln ist es für heutige Verhältnisse

auch für ein günstiges Gerät nicht mehr

zeitgemäß. Doch nicht nur das: Es spiegelt

stark, und schräg auf das Tablet geschaut,

verblassen die Farben zu schnell.

Zudem glänzt der Touchscreen nicht gerade

mit herausragender Schärfe, kleine

Schriften lassen sich sehr schnell nicht mehr

entziffern. Filmfans werden sich am schlechten

Kontrast stoßen: Während dunkler Passagen

erkennen Sie kaum mehr Details im Bild,

daran kranken jedoch viele Displays günsti-

44

Dezember 2013

Android-User.de


Hardware

Acer Iconia B1-710

ger Geräte. Die Helligkeit dürfen

Sie übrigens immer selber

regeln, auf den für eine automatische

Regelung nötigen

Sensor hat Acer verzichtet.

Apropos Film: Der in das

Tablet eingelassene Monolautsprecher

gehört eher zu

den Blechbläsern. Sein Sound

kommt blechern und knarzig

aus dem Gehäuse. Unglücklich

ist hier auch die Position

des Lautsprechers: Legen Sie

das Gerät flach auf den Tisch,

werden dessen Öffnungen

komplett abgedichtet, sodass

kaum mehr ein klarer Ton

entweichen kann.

Wie beim 2012er Nexus 7

verzichtet Acer auch beim

Iconia B1 auf eine nach hinten

gerichtete Kamera, nur auf der Vorderseite

findet sich eine Linse, damit das Gegenüber

Sie beim Skypen oder Videotelefonieren

sehen kann. Diese Kamera arbeitet jedoch lediglich

mit VGA-Auflösung (320 x 240 Pixel),

mehr als ein grob verpixeltes Bild kommt

beim Gesprächspartner also nicht an.

Blankes Android

Beim Android-System setzt Acer auf ein fast

komplett unverändertes Android 4.1.2. Lockscreen,

Homescreen und App-Drawer sehen

auch auf einem Nexus 7 nicht anders aus.

Einzig der Benachrichtigungsleiste hat Acer

zusätzliche Quick-Buttons zum De/​Aktivieren

von WLAN, Bluetooth oder GPS spendiert.

Damit lassen sich auch die Helligkeit,

die Wartezeit bis zum Standby oder das automatische

Drehen des Displays mit wenigen

Klicks regeln.

Um Android mit weiteren Funktionen auszustatten,

hat Acer das System mit zusätzlichen

Apps versehen. Mit McAfee Security

befinden sich bereits eine Sicherheits-App,

mit WildTangend ein extra Spiele-Market,

mit Astro ein Dateimanager und mit Zinio

ein Newsreader auf dem Gerät. Deinstallieren

lassen sich diese Crapware-Apps jedoch

nicht, sie wurden von Acer fest im ROM des

Tablets verbacken – ärgerlich für User, die Ihr

System gerne von Ballast befreien.

Abb. 1: Die Rechenleistung entspricht

den Benchmarks eines

Samsung Galaxy S2.

Fazit

Ein Fazit fällt in Anbetracht der Schwächen

nicht so leicht, doch man muss diese Defizite

in Anbetracht des günstigen Preises relativieren.

Wer billig kauft, bekommt nicht das

Beste, aber ist das Acer Iconia B1-710 günstig?

Wir sagen ja. Das Gerät sollten Sie sich

jedoch nicht als „Haupt-Tablet“ kaufen, sondern

vielleicht als mobilere Ergänzung zu

einem 10-Zoll-Tablet oder als einfaches

Zweitgerät für Ihre Kinder.

Für diesen Zweck wäre es jedoch sinnvoll,

wenn Acer das Tablet auf mindestens Android

4.2 aktualisieren würde. Das System bietet

ab dieser Version nämlich die Option,

mehrere Benutzer zu verwalten. So könnten

Ihre Kinder jeweils mit einem eigenen Account

auf dem Handy arbeiten und kämen

sich nicht mehr in die Quere. ● ● ●

Acer Iconia B1-710

Abb. 2: Der schlichte Homescreen

entspricht praktisch dem eines

Nexus-7-Tablets.

Abb. 3: Nur in der Benachrichtigungsleiste

gibt es von Acer kleine

Anpassungen.

Kerndaten

Hersteller

Acer

Formfaktor

7,0-Zoll-Tablet

Auflösung

1024 x 600 Pixel

Prozessor

1,2 GHz, Dual Core, MediaTek MT6577

Speicher

8 oder 16 GByte, MicroSD vorhanden

Kameras

0,8 MP (vorne)

Android-Version Android 4.1.2

Akku

2640 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) k.A.

Gewicht

340 Gramm

Preis (Internet)

110 Euro (8 GByte), 120 Euro (16 GByte)

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 24949

Performance

AnTuTu-Benchmark

8563 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1268/​329 Punkte

Android-User-Bewertung

2,3 Punkte

Android-user.de Dezember 2013 45


Apps

App-Empfehlungen

In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zehn Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Diana Hahn

Android-User-App-Empfehlungen

Unsere Favoriten

Puzzle Alarm Clock Unlocker

Basisversion kostenlos Pro Version 0,59 Euro

Vor allem, wenn es morgens draußen dunkel und kalt ist, fällt es vielen schwer,

das warme Bett zu verlassen. Oft wird dann die Snooze-Taste am Wecker aufs

Äußerste strapaziert. Doch irgendwann gibt selbst der penetranteste Wecker auf,

Sie verschlafen und kommen zu spät zur Arbeit oder verpassen einen wichtigen Termin.

Wenn Ihnen das schon mal passiert ist, sollten Sie sich die App Puzzle Alarm Clock einmal

näher anschauen. Was auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Wecker aussieht, unterscheidet

sich auf den zweiten deutlich von den übrigen Wecker-Apps, die es im

Play Store gibt. Ein großer Unterschied zu einem „normalen“ Wecker besteht

darin, dass die App überprüft, ob Sie bereits wach genug sind, um den Wecker

ausschalten zu dürfen. Teilweise verwendet die App dafür unkonventionelle

Mittel. Zum Beispiel müssen Sie, nachdem der Wecker geklingelt hat, mehrere

Rechenaufgaben hintereinander lösen.

Wenn die Funktion „Check if I`m awake“ aktiviert ist, bekommen Sie fünf Minuten,

nachdem Sie den Alarm ausgeschaltet haben, eine Benachrichtigung. Tippen

Sie diese nicht innerhalb von fünf Minuten an, startet Ihr Smartphone

einen neuen Alarm. Um Sie zum Aufstehen zu bewegen, sind der App fast alle

Mittel recht. Wenn Sie nämlich einen Alarm verpassen oder die Snooze-Taste

drücken, postet die App auf Facebook, dass Sie nicht aufstehen wollen. Ihre

Freunde dürfen dann eine Bestrafung vorschlagen. Ungewöhnlich, aber bestimmt

wirkungsvoll. Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Enjoystr

kostenlos

Diese Nachricht wird sich in 5 Sekunden selbst zerstören.“ Fast jeder kennt diesen

Satz aus James-Bond-Filmen. Vielleicht haben Sie sich schon mal gewünscht, selbst

Nachrichten mit Selbstzerstörungsmechanismus zu verschicken. Enjoystr macht es

möglich. Die App nutzt zur Nachrichtenübertragung die WLAN- oder 3G-Verbindung

Ihres Smartphones. Wenn der Selbstzerstörungsmechanismus aktiviert ist,

werden Nachrichten nach Ablauf der eingestellten Zeit automatisch vom Smartphone

des Empfängers und dem eigenen gelöscht. Bewertung: ★★★★★

Global News

kostenlos

Die App Global News sorgt dafür, dass Sie stets über das aktuelle Weltgeschehen informiert

sind. Die News-App ist Ihr persönlicher Zeitungskiosk, der über 6000 Zeitungs- und Zeitschriftenwebseiten

aus aller Welt für Sie bereithält. Insgesamt enthält die Anwendung Zeitungen aus

112 Ländern. Interessante Artikel teilen Sie via E-Mail oder über soziale Netzwerke wie Facebook

oder Twitter mit Ihren Freunden. Mit der Offline-Speicherfunktion verwalten Sie besonders

interessante Beiträge, um diese später zu lesen. Bewertung: ★★★★★

46

Dezember 2013

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

AppLock

kostenlos

Mit AppLock schützen Sie Ihre Nachrichten, Anrufe oder Apps vor neugierigen

Blicken. Ihre SMS, Kontakte, E-Mails, den Twitter-Account und

sonstige Apps sperren Sie damit für alle oder auch nur für einen bestimmten

Personenkreis. Wenn Sie die App heruntergeladen haben,

müssen Sie nur noch ein Passwort festlegen, und schon sind Sie startklar.

Entscheiden Sie einfach, welche Apps Sie durch ein Passwort

schützen wollen und welche nicht. Bewertung: ★★★★★

Pheed

kostenlos

Das soziale Netzwerk Pheed existiert seit einem knappen Jahr und hat bereits

einige prominente User. Die App, die die Stärken von anderen sozialen

Netzwerken wie Twitter, Tumblr und Instagram vereint, stellt im Gegensatz zu

diesen nicht die private Kommunikation in den Vordergrund. Was bei Pheed

zählt, ist die öffentliche Selbstpräsentation. Wenn Sie sich auf der Plattform

möglichst wirkungsvoll in Szene setzen wollen, legen Sie sich einen eigenen

Channel an und veröffentlichen auf diesem Texte, Fotos, Videos oder Audiodateien.

Zudem haben Sie die Möglichkeut Ihre veröffentlichten Inhalte mit

einem Copyright-Vermerk zu versehen. Die Anmeldung ist via Facebook,

Twitter oder einer E-Mailadresse möglich. Bewertung: ★★★★★

Event Countown

Widget

kostenlos

Damit Sie nie wieder einen Geburtstag oder gar den Hochzeitstag

vergessen, gibt es die App Event Countdown Widget. Damit Sie an

wichtige Termine oder Ereignisse erinnert werden, lassen sich die

Widgets frei auf Ihrem Homescreen platzieren. Das Widget, das

Sie mit verschiedenen Icons versehen können, zeigt Ihnen die

Tage und Stunden, die bis zu einem von Ihnen eingestellten Ereignis

verbleiben. Bewertung: ★★★★★

WhatStat für WhatsApp

kostenlos

Sind Sie ein Freund von Statistiken? Dann sollten Sie die App WhatStat für WhatsApp ausprobieren.

Sie visualisiert und analysiert Ihre Kommunikation über WhatsApp in Form von Statistiken.

Falls es Sie interessiert, mit wem Sie am häufigsten in Kontakt stehen, ob es Tage gibt, an denen

Sie aktiver sind und zu welcher Uhrzeit Sie die meisten Nachrichten versenden, dann ist WhatStat

die richtige Anwendung für Sie. Auch die Information, wie viele Nachrichten Sie in diesem Monat

über WhatsApp versendet haben, und mit welchem Kontakt Sie die meisten

Nachrichten austauschen.

Bewertung: ★★★★★

Outdoor Survival Guide PRO

3,99 Euro

Kennen Sie Bear Grylls? Wenn Sie diese Frage bejahen, dann interessieren Sie sich

wahrscheinlich für das Thema Survival. Demnach könnte die App Outdoor Survival

Guide Pro der ideale Begleiter für Sie sein. Die App stattet Sie mit den wichtigsten Informationen

aus, um in der Wildnis zurechtzukommen. Sie zeigt Ihnen unter anderem,

welche Insekten essbar sind beziehungsweise, welche Teile Sie zuvor entfernen müssen.

Zudem erklärt sie Ihnen, wie Sie aus vorhandenen Materialien Werkzeug fertigen.

Auch, wie Sie bei Verbrennungen oder anderen Verletzungen vorgehen oder im Notfall

Morsesignale senden, weiß die Anwendung. Bewertung: ★★★★★

Android-user.de Dezember 2013 47


Apps

App-Empfehlungen

Stocard - Kundenkarten

kostenlos

Jeder kennt sie: Plastikkundenkarten – egal ob für’s Shopping oder

das Fitnessstudio. Was vor zehn Jahren noch als schick galt, wird jetzt

mit zunehmender Anzahl zur Last: Viele Geldbeutel platzen vor lauter

Plastikplättchen schon fast aus ihren Nähten. Und die richtige Karte hat man

trotzdem nie zur Hand. Mit Stocard wandern die Daten der Kundenkarten auf

das Smartphone und die Plastikkarten in den Müll.

Nach dem Download ist die Anwendung sofort einsatzbereit. Stocard gehört

nämlich zu den Apps, für die Sie sich nicht erst registrieren müssen, um sie zu

verwenden. Wählen Sie einfach aus, in welchem Land Sie sich gerade aufhalten,

und schon werden die Karten geladen, die

dort verfügbar sind.

Jetzt teilen Sie der App einfach mit, welche Kundenkarten

gespeichert werden sollen. Die Auswahl

ist ausgesprochen groß: Von A wie AWG

über I wie Ikea bis hin zur Kundenkarte bei Zoo

und Co ist bereits eine ganze Menge an Karten

vorhanden. Sollte eine Karte, die Sie benötigen,

noch nicht in der Liste vorhanden sein, fügen

Sie diese einfach als neue Kundenkarte hinzu.

Wer mag, lässt sich mit einem Klick auf die jeweilige

Firmen-Homepage weiterleiten und

stöbert dort im Angebot. Falls Sie zu den Profi-

Shoppern gehören, ordnen Sie mit Hilfe der

Anwendung Ihre Karten nach der Häufigkeit

der Nutzung. Durch diese Funktion haben Sie

Ihre Karte beim nächsten Einkauf schneller

griffbereit. Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Eventbrite

kostenlos

Tickets ausdrucken könnte mit der App Eventbrite schon bald der Vergangenheit

angehören. Denn mit dieser Anwendung haben Sie alle Tickets

und die kompletten Informationen zu gebuchten Veranstaltungen

immer auf Ihrem Handy. Auch unterwegs ermöglicht die Anwendung

es Ihnen, Tickets zu kaufen oder zu entdecken, welche Konzerte und

Shows in Ihrer Nähe stattfinden. Bei der Einlasskontrolle zeigen Sie

dann einfach Ihr elektronisches Ticket vor, das Sie auf Ihrem Smartphone

im Passbook abgelegt haben. Bewertung: ★★★★★

Zapitano

kostenlos

Mit Zapitano bewerten Sie Shows, Filme und Stars, so oft Sie möchten. Wenn ihr Lieblings-

Actionheld im letzten Blockbuster mal wieder besonders herausragend war, dann bewerten

Sie ihn und seine Leistung einfach mit einem „Daumen hoch“. Fanden Sie einen Schauspieler

oder Showmaster hingegen besonders mies, oder war eine Rolle definitiv falsch besetzt,

dann geben Sie dem Film oder der Show ein „Daumen runter“. Sie entscheiden damit, welche

Sendung oder welcher Film für Sie Top oder Flop war. Bewertung: ★★★★★

48

Dezember 2013

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Banking 4A

4,99 Euro

Wenn es Ihnen darum geht, alle Ihre Konten in einer App zu vereinen,

dann ist vielleicht Banking 4A die richtige für Sie. Die Konten bei über

3000 deutschen Kreditinstituten sowie PayPal lassen sich mit dieser App

einfach kontrollieren. Bankgeschäfte wie Überweisungen können Sie

mit Banking 4A auch unterwegs tätigen. Außerdem sind Ihre sensiblen

Finanzdaten im stark verschlüsselten Datentresor sicher aufgehoben.

Neben Überweisungen ins Ausland ist auch das Abrufen von elektronischen

Kontoauszügen möglich. Bewertung: ★★★★★

Tango

kostenlos

Wenn Sie regelmäßig die Freiminuten deutlich überschreiten, die durch Ihren

Mobilfunkvertrag abgedeckt sind, dann wächst Ihre Rechnung schnell in ungeahnte

Höhen. Wenn Sie auch, nachdem Ihre Freiminuten aufgebraucht sind,

ohne zusätzliche Kosten weiter telefonieren möchten, sollten Sie Tango ausprobieren.

Das Prinzip der Anwendung ist einfach: Über WLAN telefonieren Sie

kostenlos mit anderen Nutzern des Netzwerks. Auch Videoanrufe oder Chats

mit Freunden sind mit der App drin. Bewertung: ★★★★★

Skyscanner

kostenlos

Wie wäre es mit Weihnachtsshopping in London oder einem Trip in

die Sonne? Egal, wohin Sie wollen: Mit Skyscanner finden Sie einen

passenden Flug. In die gut strukturierte Suchmaske geben Sie einfach

den Start- und den Zielflughafen ein, wählen den Reisezeitraum,

die Anzahl der Reisenden und die Klasse aus. Die App zeigt

Ihnen dann eine Liste mit passenden Flügen. Wenn Sie kurzfristig

einen Flug brauchen und gleichzeitig auch noch Preise vergleichen

wollen, ist Skyscanner die richtige App für Sie. Die Anwendung

vergleicht 1000 Budget- und Linienfluggesellschaften und mehr

als 1.000.000 Routen miteinander. Bewertung: ★★★★★

Hovering Controls

1,00 Euro

Das Samsung Galaxy S4 bringt die Gestensteuerung von Haus aus mit. Damit Sie, auch wenn

Sie ein anderes Smartphone besitzen, nicht auf die berührungslose Steuerung verzichten müssen,

bringt Hovering Controls diese Art der Bedienung auch auf Ihren Androiden. Sofern Ihr

Smartphone die Android-Version 2.2 sowie einen Näherungssensor besitzt, ist die App für Ihr

Gerät geeignet. Auch das Quick-Glance-Feature ist in der App enthalten. Wenn Sie bei ausgeschaltetem

Bildschirm die Hand über den Sensor bewegen, zeigt Ihr Smartphone den Akkustand,

eingegangenen E-Mails und verpasste Anrufe an. Bewertung: ★★★★★

Line Band – family and friends

kostenlos

Die App Line Band hilft Ihnen dabei, Ihre sozialen Kontakte in Gruppen zu organisieren.

Dies ermöglicht es Ihnen, mit unterschiedlichen Personenkreisen verschiedene

Geschichten aus Ihrem Leben zu teilen. Vielleicht gibt es Dinge aus Ihrem Privatleben,

die die Arbeitskollegen nicht mitbekommen sollen, dann erzählen Sie diese in der

Gruppe, in der Ihre wirklich guten Freunde zu finden sind. Auch für die eigene Familie

lässt sich eine solche Gruppe erstellen. Somit bleiben Ihre Familienangelegenheiten

innerhalb der Familie, auch wenn es mal nicht möglich ist, diese von Angesicht zu Angesicht

zu besprechen. Bewertung: ★★★★★

Android-user.de Dezember 2013 49


Apps

App-Empfehlungen

Timed Process Manager

kostenlos

Möchten Sie einige Prozesse auf Ihrem Smartphone zu bestimmten Zeiten unterdrücken,

damit diese keine Töne mehr von sich geben? Oder sorgen Prozesse, die im Hintergrund laufen,

dafür, dass Ihr Akku schnell leergesaugt wird? Der Timed Process Manager verhindert

all das. Mit der App haben Sie die Möglichkeit, Listen anzulegen. In diese Listen tragen Sie

die Prozesse ein, die unterdrückt werden sollen. Damit Sie wissen, welche Prozesse in welcher

Liste stehen, versehen Sie diese mit Titeln. Wenn Sie Prozesse nur zeitweise unterbinden

wollen, versehen Sie diese mit einer Start- und Stoppzeit. Die Anwendung sorgt dann

dafür, dass die entsprechenden Prozesse angehalten beziehungsweise, nach Ablauf der

Zeit, wieder gestartet werden. Bewertung: ★★★★★

Bauen.de

kostenlos

Vom Neubau über Modernisieren und Renovieren bis zum Einrichten ist

in dieser App alles abgedeckt, was mit dem Thema Bauen zu tun hat.

Mit dem eigenen Grundstück fängt alles an. Bereits hier kommt die

App zum Einsatz. Einfach den gewünschten Ort eingeben, an dem sich

das Grundstück befinden soll, und die App sucht zum Verkauf stehende

Grundstücke heraus, die zu Ihren Kriterien passen. Wer es

gerne einfacher hätte und nicht selbst am Rohbau Hand anlegen

möchte, sucht einfach nach Grundstücken, die bereits bebaut sind.

Auch Leute, die schon in den eigenen vier Wänden wohnen, finden

in der App noch nützliche Tipps. Bewertung: ★★★★★

Arztsuche jameda

kostenlos

Sie sind gerade umgezogen, und jetzt brauchen Sie dringend einen neuen Haus- oder

Zahnarzt. Leider wissen Sie nicht, wo die nächste Arztpraxis ist, und auch nicht, ob der

Arzt gegenüber kompetent und das Personal dort freundlich ist. Jameda will hier Abhilfe

schaffen. Über die Suchfunktion geben Sie ein, wo Sie einen Arzt suchen. Lassen Sie die

App entweder Ihren exakten Standort bestimmen, oder geben Sie eine Stadt beziehungsweise

eine Postleitzahl ein. Wenn Ihr Standort festgelegt ist, geben Sie noch zusätzliche

Kriterien wie etwa das genaue das Fachgebiet des zu suchenden Arztes ein, und die App

zeigt Ihnen umgehend zu Ihrer Auswahl passende Arztpraxen in Ihrer Nähe. Android

User wünscht Ihnen gute Besserung! Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30790

Call Filter Alarm

kostenlos

Da man in der Nacht nicht von Anrufen oder Nachrichten geweckt

werden möchte, lässt man das Smartphone eher ungern

im Standby. Viele versetzen Ihr Handy deshalb in den Flugmodus

oder schalten es ganz aus. Einerseits verhindert das zwar, dass

Sie durch unerwünschte Anrufe geweckt werden, andererseits

sind Sie aber im Notfall nicht auf Ihrem Handy erreichbar. Mit

der App Call Filter Alarm legen Sie nun selbst fest, wer Sie während

des „Sleep Modes“ anrufen darf und bei wem das Handy

stumm bleibt. Nur Personen, die Sie auf die White List gesetzt

haben, erreichen Sie nachts. Bewertung: ★★★★★

50

Dezember 2013

Android-User.de


APPS

Neuheiten

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play

Neuheiten

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen besonders beliebte Apps

vor, die neu auf Google Play

sind oder ein Update erhalten

haben. Diana Hahn

VEVO

kostenlos

testbericht.de

kostenlos

Mit der App testbericht.de haben Sie eine Kombination

aus Testberichten und Preisvergleichen immer

dabei. Wenn Sie nach einem bestimmten Produkt

suchen, wählen Sie es entweder aus der Liste aus,

oder Sie scannen den Barcode. Die App liefert Ihnen

dann günstige Angebote und Erfahrungsberichte.

Ihre Favoriten speichern Sie in der App.

Bewertung: ★★★★★

Bei Vevo handelt es sich, ähnlich wie bei

YouTube, um einen kostenlosen Musikdienst.

Vevo liefert Ihnen Konzertmitschnitte

und Musikvideos von über

21.000 Künstlern. Durch einen Deal zwischen

dem Musikdienst und der Gema

sehen Sie auf dieser Plattform auch Videos,

die bei YouTube in Deutschland

gesperrt sind. In der Rubrik Charts finden

Sie die beliebtesten Videos.

Bewertung: ★★★★★

Vyclone

kostenlos

Die Kernidee der App: Auf den Videos, die Sie

damit erstellen, ist immer das Gleiche zu

sehen, jedoch aus völlig unterschiedlichen

Blickwinkeln. Zunächst werden mehrere Videos

mit verschiedenen Geräten aufgenommen.

Sobald Sie Ihr Filmmaterial in die App

hochgeladen haben, wird es von Vyclone geschnitten

und editiert. So erhalten Sie einen

60 Sekunden langen Zusammenschnitt.

Bewertung: ★★★★★

Practical

English Usage

35,99 Euro

Wenn Sie sich beruflich oder während Ihres

Studiums viel mit der englischen Sprache beschäftigen,

ist die App Practical English Usage

etwas für Sie. Sie liefert schnelle Antworten auf

Fragen zum richtigen Gebrauch der englischen

Sprache wie zum Beispiel:

Was genau ist eigentlich

der Unterschied

zwischen close und

shut? Auch Grammatikfragen

lassen sich mit

Hilfe der integrierten

Suche beantworten.

Geben Sie den gesuchten

Begriff in die Suchmaske

ein, erhalten Sie

eine Trefferliste.

Bewertung: ★★★★★

Runtastic

Six Pack Trainer

Basisversion kostenlos Vollversion 4,99 Euro

Bei Runtastic Six Pack Trainer steht das perfekte

Sixpack im Fokus. Nachdem Sie sich

einen Trainer-Avatar ausgesucht haben, starten

Sie mit Ihrem Training.

Mehr als 50 Übungen für

Ihre Bauchmuskeln bringt

die App mit. Ihre Übungen

wählen Sie passend

zu Ihrem Fitnesslevel

aus. Wer nicht selbst ein

Workout zusammenstellen

möchte, benutzt

einen fertigen Trainingspla

aus der App. .

Bewertung:

★★★★★

52

Dezember 2013

Android-User.de


Apps

Neuheiten

STARTplaner

kostenlos

Die App STARTplaner ist besonders

für Existenzgründer

geeignet. Wenn Sie ein Unternehmen

eröffnen möchten, Ihnen aber noch

das nötige Wissen fehlt, erhalten Sie mit dieser

App einen Leitfaden, der Ihnen Hilfestellung

gibt. In den sechs Phasen der Existenzgründung

versorgt Sie der STARTplaner mit allen wichtigen

Informationen. In jeder Phase hält die App

Tests für Sie bereit, mit deren Hilfe Sie überprüfen,

ob Sie alles beachtet haben. Zudem enthält

sie einen Finanzplanrechner, der Sie bei der Gewinn-

und Verlustrechnung unterstützt.

Bewertung: ★★★★★

Fixie GIF Camera

kostenlos

Mit der Anwendung Fixie GIF Camera erstellen

Sie animierte Bilder. Ohne sich zu registrieren

oder anzumelden, ist diese Anwendung

direkt nach dem Download einsatzbereit. Im

ersten Schritt nehmen Sie einen kurzen Videoclip

von etwa 1,5 Sekunden Dauer auf. Im

zweiten Schritt verschönern Sie nun Ihre Animation

mit Rahmen, Texten in verschiedenen

Schriftarten oder kleinen Doodles. Einige

davon sind bereits in der App vorinstalliert.

Sollten Sie weitere benötigen, besorgen Sie

sich diese über In-App-Käufe.

Bewertung: ★★★★★

Zikk

kostenlos

Wenn Sie auch Familienmitglieder oder

Freunde haben, die mit ihrem Smartphone

nicht zurecht kommen und deshalb auf Ihre

Hilfe angewiesen sind, sollten Sie Zikk ausprobieren.

Mit dieser Anwendung

nehmen Sie für

Freunde oder Familienmitglieder

Einstellungen auf

deren Gerät vor, auch wenn

Sie nicht vor Ort sind. Ähnlich

wie bei WhatsApp registrieren

Sie sich über Ihre

Handynummer. Nach der

Anmeldung, nehmen Sie

entweder selbst Hilfe in

Anspruch, oder Sie helfen

Ihren Kontakten.

Bewertung: ★★★★★

Repix

kostenlos

Die Bildbearbeitungs-App Repix bringt einige

schöne Effekte mit. Neben Rahmen

und Retrofiltern, die sich mittlerweile in

den meisten Apps dieser Art finden, bietet

die Anwendung einige Pinsel, mit

denen man besondere Effekte wie Kratzer

oder Lichtspiegelungen erzeugen

kann. Insgesamt 28 Pinseleffekte, 16 Filter,

11 Rahmen und 6 Cropping-Einstellungen

gibt es in der Anwendung. Durch

die große Auswahl an Tools lassen sich

Schnappschüsse einfach verfremden.

Haben Sie Ihr Foto fertig, speichern Sie

es entweder in Ihrer Galerie auf dem

Handy oder teilen es über Google+,

WhatsApp oder einen anderen Dienst,

den Sie installiert haben.

Bewertung: ★★★★★

Simplenote

kostenlos

Simplenote ist ein elektronisches Notizbuch und hilft Ihnen, Ihre Notizen

zu verwalten. Online und von jedem Rechner aus haben Sie damit die

Möglichkeit, auf Ihre Notizen zuzugreifen. Um sich anzumelden, müssen

Sie Ihre E-Mail-Adresse eingeben und ein Passwort festlegen. Dann kann

es auch schon losgehen. Über den Plus-Button erstellen Sie schnell neue

Notizen, die Sie mit Tags in Kategorien unterteilen. Damit Sie diese später

wiederfinden, hat die App eine Suchfunktion. Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30789

Android-user.de Dezember 2013 53


Apps

Glympse

Glympse übermittelt Ihren Standort in Echtzeit

Ich bin hier

Sergey Konyakin, 123RF

Egal, ob Sie auf dem

Nachhauseweg oder

unterwegs zu einem Termin

sind – manchmal

kommt etwas Unvorhergesehenes

dazwischen.

Mit Glympse teilen Sie

den Wartenden mit, wo

Sie gerade sind.

Diana Hahn

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30915

Wenn Sie Freunden und Familie

Ihre Position mitteilen möchten,

brauchen Sie nicht lange

nach einer geeigneten App zu

suchen. Im Google Play Store gibt es nämlich

zahlreiche Apps, die genau diesen Zweck erfüllen.

Eines haben beinahe alle Anwendungen

gemeinsam, die in diese Kategorie gehören:

Um jemanden zu orten, nutzen sie das

GPS-Signal. Doch was, wenn die zu ortende

Person gerade in einem Gebäude ist?

Ohne Registrierung starten

Um auch dann seinen Standort mitzuteilen,

wenn eine Ortung über GPS nicht möglich

ist, gibt es Apps wie Glympse. Ein großer

Vorteil der App ist, dass keine Registrierung

notwendig ist. Auch eine Verbindung mit

Twitter und Co ist nicht erforderlich, aber

dennoch möglich. Sie machen ein Foto von

sich auf und wählen dann den Empfänger

aus. Wenn Sie kein neues Foto machen wollen,

importieren Sie Ihr Profilbild aus Facebook,

Twitter oder Ihrer Galerie.

Nachdem Sie Ihr Profil erstellt haben, informieren

Sie Ihre Freunde über Ihren aktuellen

Aufenthaltsort in Echtzeit. Dazu schicken

Sie dem ausgewählten Kontakt einen

„Glympse“. Der Empfänger erhält eine E-Mail

Abb.1: Mit Glympse informieren

Sie den Empfänger in Echtzeit über

Ihren Standort.

Abb.2: Wem Sie einen Glympse

geschickt haben, zeigt Ihnen der

Verlauf an.

oder eine Benachrichtigung mit einem Link -

je nachdem, welchen Kanal Sie gewählt

haben. Mit diesem Link verfolgt er Ihren Aufenthaltsort

und die Ankunftszeit.

Sichtbarkeit vorab festlegen

Wie lange Ihr Standort sichtbar bleiben soll,

legen Sie vorab fest. Dazu stellen Sie einfach

einen Timer auf die gewünschte Dauer ein.

Sobald dieser abläuft, ist Ihr Standort nicht

mehr sichtbar. Auch der Glympse-Empfänger

muss Ihnen nicht die ganze Zeit folgen, sondern

beendet die Beobachtung dann, wenn

er keine Lust mehr hat.

Über den Verlauf behalten Sie den Überblick

darüber, wem Sie einen Glympse geschickt

haben und wann dieser abläuft. Nach

Ablauf dieser Frist ist es nur noch möglich,

Ihren letzten Standort einzusehen. Seit dem

Update auf Version 2.21 ist es möglich, den

Standort anderer Personen abzufragen.

Wenn Sie den Glympse per SMS, E-Mail,

Facebook oder Twitter verschicken, braucht

der Empfänger nur ein Web-fähiges Gerät um

sich Ihren Glympse anzuschauen.

Fazit

Wer anderen seinen genauen Standort mitteilen

möchte, für den ist der kostenlose Lokalisierungsdienst

Glympse

die passende App. Auch

für notorische Zuspätkommer

und Trödler ist

Glympse eine gute Möglichkeit,

um ihren Mitmenschen

einen Gefallen zu

tun. Denn wenn Ihre

Freunde wissen, mit wie

viel Verspätung sie rechnen

müssen, lässt sich

zwischenzeitlich vielleicht

doch noch die eine oder

andere Aufgabe erledigen.

Falls Sie oder Ihre Kinder

spät am Abend noch alleine

unterwegs sind, ist

Glympse eine gute Möglichkeit

um der Familie

mitzuteilen, wann das Ziel

erreicht ist. ● ● ●

54

Dezember 2013

Android-User.de


Apps

Save.tv

Oleksandr Plakhotniuk, 123RF

Cloud-Videorekorder unter Android nutzen

Film ab!

Klassische Videorekorder haben ausgedient. Mit einem

An droid-Gerät verpassen Sie Ihre Lieblingssendung auch

außerhalb des eigenen Wohnzimmers nicht. Marko Dragicevic

Ist das legal?

Online-Videorekorder sind ein

Dorn im Auge so mancher TV-

Anstalt. Die Betreiber konnten

sich aber bislang vor Gericht

stets durchsetzen, da Sie bei der

Aufnahme lediglich von Ihrem

Recht auf eine Privatkopie Gebrauch

machen. Sie müssen

also nicht befürchten, einen illegalen

Dienst zu benutzen. Save.

TV hat zudem den Firmensitz in

Deutschland, der des Anbieters

OnlineTvRecorder liegt hingegen

auf den Seychellen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30913

Anbieter von Online-Videorekordern

ermöglichen Ihnen, praktisch

das komplette TV-Programm aufzuzeichnen.

Die Aufnahmen programmieren

Sie bequem und ortsunabhängig

via Android-App und schauen sie auf dem

Handy oder Tablet an. Im Folgenden stellen

wir die Online-Videorekorder Save.TV und

OnlineTvRecorder aus Android-Sicht vor.

Abb. 1: Die Android-App von

Save. TV integrierte praktisch alle

Funktionen der Webseite.

Save.TV

Auf der Webseite

von Save.TV

[LINK 1] kann man

sich für einen kostenlosen

Testaccount registrieren.

Wird dieser nicht fristgemäß

gekündigt, wandelt er

sich nach 14 Tagen in

einen kostenpflichtigen

Zugang um. Der ab 5 Euro

pro Monat angebotene Basisaccount

ist wegen seiner

vielen Einschränkungen

(keine Nutzung via App,

Aufnahmen in niedriger

Auflösung) weniger empfehlenswert.

Die Kosten

des unlimitierten XL-Accounts

richten sich nach

der Länge der Mindestvertragslaufzeit.

Wird diese auf ein Jahr gesetzt,

fallen 9,99 Euro pro Monat an – ein fairer

Preis, wie wir finden.

Nach dem ersten Log-in auf der Save.TV-

Webseite empfängt den Nutzer eine aufgeräumte

und übersichtliche Oberfläche. In

einem EPG, dessen Layout einer Programmzeitschrift

stark ähnelt, programmiert man

aufzunehmende Sendungen. Schon kurz

nach der Ausstrahlung stehen diese 30 Tage

lang als Stream und zum Herunterladen zur

Verfügung. Einen Tag später lässt sich sogar

eine von Werbeblöcken bereinigte Aufnahme

nutzen. Das Video kann man entweder in

der vollen PAL-SD-Auflösung (720 x 576

Pixel) oder als platzsparendere kleinere Datei

(480 x 272 Pixel) abrufen. Die Bildqualität ist

dank variabler Bitrate überraschend gut und

lässt sich auch auf dem neuen Nexus 7 oder

einem Full-HD-Fernseher genießen.

Die App für Save.TV [LINK 2] lässt sich sehr

komfortabel und intuitiv bedienen. Mit wenigen

Fingerzeigen sucht man interessante

Sendungen heraus, ruft eine Liste vollendeter

Abb. 2: Die von Save.TV gespeicherten

Sendungen zeigt die App

in einer übersichtlichen Liste an.

56

Dezember 2013

Android-User.de


Apps

Save.tv

Aufnahmen auf oder schaut

ein Video direkt als Stream

an. In früheren Versionen der

App noch vorhandene Bugs

scheinen inzwischen behoben

zu sein. Auf unseren Testgeräten

(Samsung Galaxy Note,

Nexus 7 2013) traten keinerlei

Abstürze oder Fehler auf. Besonders

gut gefallen hat uns

die Möglichkeit, Filme ohne

Werbeeinblendung zu genießen.

Das klappte in den Tests

sehr gut.

OnlineTvRecorder

OnlineTvRecorder

[LINK 3] wirkt auf en

ersten Blick noch

verlockender als Save.TV: Ein

Premiumaccount ist bereits für eine monatliche

Gebühr von 60 Cent erhältlich. Dafür

muss man nicht einmal ein Abonnement abschließen.

Darüber hinaus existiert die sogenannte

Get-it-all-Wishlist: Aktiviert man

diese, werden von nun an automatisch alle

Sendungen von jeder TV-Station aufgenommen,

sodass Sie keinen Film mehr verpassen.

Doch schon nach kurzer Zeit bemerkt man

leider auch die zahlreichen Schwächen des

Dienstes. So gestaltet sich zwar das Programmieren

von Aufnahmen sowohl auf der Webseite

als auch in der entsprechenden Android-App

[LINK 4] unkompliziert. Doch sobald

man die fertige Sendung ansehen will, wird

recht schnell klar, dass die angebotenen kostenlosen

Accounttypen zu viele Einschränkungen

aufweisen. Einen Premiumaccount

erhält man durch Einzahlung eines Betrags

auf eine Art Prepaidkonto.

Der verbuchte Betrag wird

nun in ein kompliziertes

Punktesystem umgerechnet.

Mittels dieser Punkte kaufen

Sie zusätzliche Leistungen für

den eigenen Account.

Der Download einer Sendung

ist danach trotzdem nur

unter bestimmten Umständen

und zu manchen Uhrzeiten

kostenlos. Oft fällt (auch bei

einem Premiumzugang) ein

zusätzlicher Betrag an.

Manchmal ist dieser sehr gering,

manchmal kann er jedoch

auch umgerechnet 50

Cent für einen einzigen

Download betragen. Über die

Webseite sind Download und

Streamen der Aufnahmen

möglich, in der Android-

App aber nur der Download

für das lokale Betrachten.

Die Mehrzahl der

Sendungen muss nach

dem Herunterladen noch

mit einer zweiten App

[LINK 5] entschlüsselt werden.

Ferner stehen Aufnahmen

erst drei Stunden

nach Ausstrahlungsende

zur Verfügung. Die meisten

Sendungen kann man

lediglich sieben Tage lang

herunterladen, beliebte

Aufnahmen auch noch

nach Monaten – dies jedoch

auch nicht immer.

OnlineTvRecorder bietet

alle Sendungen in einer Auflösung von 576 x

432 Pixeln an. Die 100 Sendungen, die die

Nutzer am Ausstrahlungstag am häufigsten

programmiert haben, werden zusätzlich sowohl

in einem platzsparenden Format (320 x

240 Pixel), in voller PAL-SD-Auflösung (720 x

576 Pixel) und – falls es sich um einen HD-

Fernsehsender handelt – in Full-HD angeboten.

Die Bildqualität von letzterem ist ausgezeichnet,

jedoch enttäuschen insbesondere

die Videos in der Standardauflösung von 576

x 432 Pixeln sehr stark.

Abb. 3: Beim Stream haben Sie die

Wahl zwischen einer Version mit

und ohne Werbung.

Fazit

Insgesamt bietet Save.TV das überzeugendere

und vor allem verständlichere Angebot.

Die App ist einfach zu bedienen, der Dienst

ist transparent, und Save.TV erzeugt durch

die Bank Videos in ordentlicher Qualität.

OnlineTvRecorder bietet

mit der Get-it-all-Wishlist

und den HD-Aufnahmen

interessante Features an,

dennoch überwiegen eher

die Nachteile. Wenn es

möglichst günstig sein soll

und Sie ohnehin nur ab

und zu fernsehen, dann ist

OnlineTvRecorder durchaus

eine gute Wahl. Wer

jedoch regelmäßig Filme

aufnehmen und auch auf

dem Handy oder Tablet

anschauen möchte, fährt

mit Save.tv in jedem Fall

besser. Beachten Sie auch

unser Sonderangebot mit

60 Tagen Gratiszugang zu

Save.TV.

● ● ●

Abb. 4: Die Programmübersicht der

OnlineTvRecorder-App bietet weniger

Informationen als Save.TV.

60 Tage gratis testen

Mit Android User können Sie

den Online-Videorekorder

Save. TV jetzt zwei Monate lang

gratis testen. Dazu öffnen Sie

http:// androiduser. save. tv im

Browser und melden sich über

diese Seite für den Save.TV-

Dienst an. Möchten Sie den

Service nach der Probezeit nicht

länger benutzen, müssen Sie

Ihren Account innerhalb der 60

Tage kündigen. Sonst läuft

Save.TV für 12 Monate zum

Monatspreis von 9,99 Euro als

Abo weiter.

Abb. 5: Heruntergeladene Sendungen

muss man bei OnlineTvRecorder

erst noch entschlüsseln.

Android-user.de Dezember 2013 57


Apps

Meine Apps

Lieblings-Apps der Android-User-Redaktion

Meine Apps

Als Fachmagazin

berichten wir rund um

das Geschehen von

Android mit etwas

Abstand. In der Rubrik

„Meine Apps“ möchten

wir Ihnen jedoch einmal

erzählen, was

unsere persönlichen

App-Favoriten alles können.

Viet Anh Nguyen

Hallo, mein Name ist Viet Anh, und ich bin

Praktikant von Android User. Momentan gehe

ich auf die Staatliche Fachoberschule für Wirtschaft.

Ich benutze mein Smartphone tagtäglich

hauptsächlich wegen WhatsApp und zum

Telefonieren. Da mein Smartphone nicht wirklich

leistungsfähig ist, habe ich persönlich nur

die essenziellen Apps installiert – ich bin sozusagen

der typische Otto-Normal-User.

Als Redakteursneuling absolviere ich gerade mein

Praktikum bei Android User und freue mich darüber,

meine Artikel im Heft veröffentlichen zu

dürfen. Einige der von mir vorgestellten Apps

kennen Sie möglicherweise schon, doch ein kurzer Blick auf

meine Lieblings-Apps schadet nicht – schließlich geht es

hier um die persönlichen Erfahrungen. Folgende Apps aus

dem Play Store kann ich Ihnen guten Gewissens empfehlen.

WhatsApp Messenger

Wer hat heutzutage kein WhatsApp auf seinem

Smartphone? Ich persönlich kenne niemanden.

WhatsApp [LINK 1] ist für mich Alltag. So habe ich

immer die Möglichkeit, mit meinen Freunden in Kontakt zu

bleiben. Was mir besonders gut gefällt, ist, dass ich praktisch

kostenlos Nachrichten wie auch Bilder und Videos

verschicken kann. So viel ich will, so oft ich möchte. Ich

höre immer wieder, wie sich Leute darüber beschweren,

dass nach einer kostenlosen Testphase ein Betrag von 89

Cent jährlich für WhatsApp zu zahlen ist. Ich meine: Was

sind schon 89 Cent, wenn ich bedenke, was ich für SMS bezahlen

müsste, wenn es kein WhatsApp geben würde.

YouTube

Die App war eine meiner ersten Anwendungen, die ich mir installiert habe. Wenn

mir langweilig ist, wenn ich Musik hören möchte, die ich noch nicht gekauft habe,

oder ganz einfach etwas Unterhaltung suche, ist YouTube [LINK 2] die beste App für

Kurzweile. Unterhaltsame Videos oder Musik: Alles ist zu finden. Auf der Videoplattform gibt

es wohl so gut wie jedes Video, das man mal im Internet gesehen

hat. Vor allem habe ich auch einen YouTube-Account,

über den ich mehrere Kanäle abonniert

habe. Da ich versuche, denen so

oft wie möglich zu folgen, ist die You-

Tube-App ein Muss für mich.

Viet Anh Nguyen

Instagram

Ich nutze Instagram seit

noch nicht allzu langer

Zeit. Der Hauptgrund,

warum ich Instagram [LINK 3] verwende,

ist, dass aus meinem Freundeskreis

viele nun Instagram benutzen

und dort auch eher aktiv sind

als bei Facebook. Zwangsläufig bin

ich daher nun auch auf Instagram

aktiv – und folge den Uploads meiner

Freunde. Außerdem ist es ganz

lustig, manche Momente im Leben

auf Fotos festzuhalten und diese

Abb. 1: Mit WhatsApp verschicken

Sie kostenlos Nachrichten, Bilder

oder auch Sprachmitteilungen.

Abb. 2: Die beliebten Videos sehen

Sie auf der Startseite von YouTube

als Videoempfehlungen.

58

Dezember 2013

Android-User.de


Apps

Meine Apps

selber via Instagram mit seinen

Freunden oder auch öffentlich

zu teilen. Ich selbst

benutze Instagram jedoch nur

privat. Mein Profil ist nur für

Freunde zugänglich.

Leo

Abb. 3: Auf der Startseite von Instagram

werden alle Fotos übersicht-

Ich gerate öfter in

Situationen, in

denen ich meine

Englischkenntnisse nutzen

muss. Anstatt in einem Wörterbuch

nachzuschlagen oder

extra nach einer Übersetzung

zu googeln, schnappe ich mir

lieber Leo [LINK 4]. Da ich auch

nur ein Mensch bin, kenne

ich nicht alle Vokabeln. Aber

das ist kein Problem, denn

durch Leo lerne ich einfach lich dargestellt.

und auf die Schnelle alle

Wörter, die ich im Alltag brauche. Leo kann

mit mehr als nur einer Sprachen umgehen:

Neben Englisch bietet die App sieben weitere

verschiedene Sprachen, die jeweils immer

ins Deutsche oder andersherum übersetzt

werden.

MVV Companion

Da ich öfter unterwegs bin, ist die

MVV App sehr nützlich. Ich bevorzuge

MVV Companion [LINK 5] vor

den anderen Fahrplan-Apps, weil sie im Vergleich

zu beispielsweise Öffi oder MVG Fahr-

Info eine sehr genau Wegbeschreibung hat.

Zum Beispiel kann ich bei der App eine genaue

Adresse angeben und nicht nur die Haltestelle.

Dazu zeigt Companion

auch auf einer Karte

an, wo entlang und wie weit

man bis zur nächsten Haltestelle

vom aktuellen Standort

aus gehen muss. Dies

kann sehr hilfreich sein,

wenn man nachts an einem

Ort ist, an dem man vorher

noch nie war, keinen zum

Fragen hat und den Weg

nicht weiß. Auch sonst bietet

die App alle anderen

wichtigen Funktionen.

Vine

Wahrscheinlich

kennen Sie bereits

einige diese kurzen

Mini-Videos, die überall

im Internet veröffentlicht

Abb. 7: KaufDA zeigt Ihnen Angebote

und Prospekte aus zahlreichen

Geschäften.

Abb. 4: Leo übersetzt nicht nur,

sondern bildet beispielsweise

auch die Zeiten für das Verb.

werden. Ich merke mehr und mehr, wie diese

Videos zum Internet-Mainstream werden

oder es eigentlich sogar schon sind. Mit der

kostenlosen App Vine [LINK 6] können Sie solche

Kurz-Videos ganz leicht selbst erstellen

oder in unzähligen dieser „Sieben-Sekunden-

Videos“ per Schlagwort und eingebauter

Suche stöbern. Vine ist sozusagen Instagram

oder Twitter, nur eben mit kurzen Videos.

Jeden Tag laden Menschen aus aller Welt

tausende neue Videos hoch. Viel Unterhaltung

in nur kurzer Zeit, selbst über eine

wacklige Mobilfunkverbindung noch abrufbar.

Falls Ihnen mal langweilig ist oder Sie

einfach nur etwas Lustiges suchen, kann ich

Ihnen diese App nur weiterempfehlen.

kaufDA

Sind Sie wie ich

ein eifriger

Schnäppchenjäger

auf der Suche nach günstige

Deals? KaufDA [LINK 7] ist

eine der hilfreichsten Apps,

wenn es darum geht, günstig

offline einzukaufen. Statt

jedes Prospekt zu durchsuchen

und zu hoffen, dass

ich das Gesuchte im Angebot

finde, geht es mit Hilfe

dieser App viel schneller

und leichter. In kaufDA gebe

ich einfach meinen gewünschten

Artikel ein, und

schon sucht die App die gerade

aktuellen Angebote

dafür heraus. ● ● ●

Abb. 5: Der MVV Companion zeigt

Ihnen auch die Dauer des Fußwegs

zur U-Bahn-Station an.

Abb. 6: Die neuesten Videos der

gefolgten Personen werden alle

auf der Startseite vorgestellt.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30977

Android-user.de Dezember 2013 59


Apps

SuperBeam

Mit SuperBeam Dateien via WiFi Direct versenden

Daten-

Beamer

Google

Daten vom Handy auf

das Tablet zu schicken,

ist auch in Zeiten von

LTE, Bluetooth, NFC und

Co. ein Problem. Super-

Beam baut diese Hürden

ab. Samuel Groesch

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31085

Vor ein paar Jahren war das Übertragen

von Dateien über Bluetooth

-Funk eine echte Herausforderung.

Die Verbindung brach ständig ab,

wenn Sie denn überhaupt einmal zustande

kam – von der Übertragungsgeschwindigkeit

mal ganz zu schweigen. Man möchte meinen,

dass dies mit LTE, NFC & Co. heute kein

Problem mehr darstellen sollte – dem ist aber

leider nicht so.

Wenn Sie sich die herstellereigenen Android-Dienste

wie Android Beam oder S-Beam

einmal ansehen, werden Sie relativ schnell

enttäuscht sein. So toll das in der Werbung

auch immer klingen mag, mehrere Bilder

oder Songs auf einmal zu versenden, ist auch

mit diesen aktuellen Lösungen problematisch.

SuperBeam möchte Ihnen bei diesem

Problem unter die Arme greifen und den Job

auf innovative Weise für Sie erledigen.

Mit SuperBeam

von A nach B

Die Bewertungen im Google Play

Store sprechen Bände: Durchschnittlich

4,8 von 5 Sternen für

SuperBeam – das schafft eine

App selten. Nach der Installation

können Sie gleich loslegen. Einfach

in die Galerie gehen oder

einen Dateimanager starten und

das zu versendende Objekt auswählen.

Danach den Teilen-Dialog

aufrufen und dort auf Super-

Beam tippen.

Die App fragt nun nach, ob

sich das Empfängergerät im selben

WLAN-Netzwerk wie das

Sendegerät befindet. Falls dies

nicht der Fall ist, kappt die Anwendung

eine eventuell schon

Abb. 1: Durch Scannen des QR-

Codes verbindet SuperBeam zwei

Handys per WLAN oder WiFi Direct.

bestehende WLAN-Verbindung und baut anschließend

die Verbindung nicht über das bereits

existierende Netzwerk auf, sondern

spannt ein WiFi-Direct-Netz zwischen beiden

Geräten auf.

Sie müssen, um die Verbindung jetzt aufzubauen,

lediglich mit dem Empfangsgerät

und der SuperBeam-Scanner-App (diese wird

automatisch bei der Installation von Super-

Beam mitgeliefert) den auf dem Sendegerät

angezeigten QR-Code scannen. Alternativ

können Sie in dem Fall, dass beide Geräte

NFC (Near Field Communication) unterstützen,

auch das Sendegerät an das Empfangsgerät

halten und den Screen übertragen.

Start per NFC oder QR-Code

Es ist nicht wichtig, welchen Weg Sie gehen,

beide führen dazu, dass das Sendegerät eine

Verbindung zum Empfangsgerät initiiert und

beginnt, die Dateien zu übertragen. Der Aufbau

der Verbindung kann durchaus einige

Sekunden in Anspruch nehmen, warten Sie

also einfach ab.

Auf beiden Geräten wird nun der Übertragungsfortschritt

übersichtlich dargestellt. Die

Geschwindigkeiten liegen bei einer WiFi-Direct-Übertragung

um die 30 MBit/​s, was etwa

einer Übertragungsdauer von 30 Sekunden

für eine 100 MByte große Datei entspricht.

Abschließend finden sich die übertragenen

Dateien auf dem Empfängergerät im Ordner

/SuperBeam der Speicherkarte und können

ganz normal verwendet werden.

Fazit

SuperBeam weiß zu überzeugen. Die Geschwindigkeit

und Einfachheit, mit der die

App Dateien zwischen zwei Geräten überträgt,

ist super. Und wenn erst einmal alle

Freunde die App installiert haben, können

Sie auch unterwegs schnell Urlaubsbilder,

Songs oder Videos teilen. Und dies sogar,

ohne dass der Traffic Ihnen auf Ihr Datenvolumen

angerechnet wird.

● ● ●

60

Dezember 2013

Android-User.de


Apps

AntTek Explorer EX

Runderneuerter Dateimanager mit Schick und Stil

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Top-Manager

Shen En-Min, 123RF

Dateimanager sollten

mehr leisten, als nur

Daten zu schieben: Sie

sollten Archive entpacken,

auf Cloudspeicher

zugreifen und

auch Texte bearbeiten

können. All das geht mit

dem AntTek Explorer EX

– und noch viel mehr.

Christoph Langner

Dateimanager sind eigentlich relativ

langweilige Werkzeuge. Sie

sollen ihre Aufgabe erledigen und

das möglichst, ohne zu nerven

und aufzuhalten. Der neu gestaltete AntTek

Explorer EX erfüllt genau dies, macht seine

Arbeit jedoch noch ein wenig besser als viele

andere Dateimanager-Apps aus dem Play

Store: Er sieht gut aus, kann Clouddienste

und Netzwerkfreigaben direkt einbinden,

bietet mehrere Panels und vieles mehr!

AntTek Explorer EX

Den AntTek Explorer [LINK 1] gibt es schon

länger im Play Store, doch mit dem AntTek

Explorer EX [LINK 2] findet sich mittlerweile

eine komplett überarbeitete Variante des beliebten

Dateimanagers im Android Market.

Den grundlegenden Aufbau hat sich der

Neue zu großen Teilen von seinem Vorgänger

geborgt, doch viele Details und auch die

Optik wurden wesentlich überarbeitet und

neu gestaltet.

Generell arbeitet AntTek Explorer EX mit

zwei verschiedenen Layouts. Auf Handys

sehen Sie im Hochformat ein Verzeichnis,

halten Sie das Gerät quer, erscheint zusätzlich

eine zweite Ansicht mit den wichtigsten

Verzeichnissen. Per Wischgeste navigieren

Sie von den Explorer-Bookmarks zu den einzelnen

Datenträgern des Geräts. Auf Tablets

sehen Sie generell zwei Ordner – ähnlich wie

beim legendären Norton Commander.

Diese Anordnung ist jedoch nicht in Stein

gemeißelt. So können Sie zum Beispiel auf

Tablets noch eine dritte Ordneransicht

einbauen oder einen

Verzeichnisbaum einblenden

lassen. Auf Handys lassen

sich ebenfalls zwei Spalten

darstellen. Den dafür nötigen

Dialog Multi-Panels erreichen

Sie aber nur dann,

wenn Sie die Seitenleiste aufziehen

und rechts oben auf den

Menübutton tippen oder die Menütaste

Ihres Handys drücken.

Ein Assistent weist Sie am Anfang

auf diese eigenwillige Navigation

hin.

Per Drag & Drop

von A nach B

Egal, auf welchem Gerät: Jederzeit

lässt sich eine Seitenleiste vom

linken Bildschirmrand aufziehen,

über die Sie schnell zu

wichtigen Ordnern oder anderen

Zielen springen können.

Auf Tablets mit ausreichend

Platz auf dem Display zeigt

Ihnen ein Kreisdiagramm an,

wie viel Speicher auf Ihrem Gerät

aktuell noch frei ist. Pro Speichermedium

– etwa für die SD-Karte – zeigt der

AntTek Explorer EX einen Kreis an.

Dateien verschieben Sie einfach per Drag &

Drop von einem Panel zum anderen, so wie

62

Dezember 2013

Android-User.de


Apps

AntTek Explorer EX

Sie es von vielen anderen Dateimanagern auf

dem PC-Desktop kennen – etwa vom Norton

oder Total Commander. Zum Kopieren, Ausschneiden

oder Komprimieren ziehen Sie

eine Datei oder Ordner einfach nach oben

auf eines der Icons in der Aktionsleiste. Drücken

Sie länger auf eine Element, bietet der

AntTek Explorer EX ein Kontextmenü mit

weiteren Funktionen an. Der Button mit dem

Haken in der Toolbar lässt Sie eine Dateiauswahl

anlegen.

Cloudspeicher einbinden

Ebenfalls sehr gelungen ist die Integration

von Cloud- und Netzwerkspeichern in den

Dateimanager. Der AntTek Explorer EX bindet

die Cloudspeicher von Dropbox, Microsoft

SkyDrive, Box und natürlich auch

Google Drive direkt in die Oberfläche der

App ein. Sie können mit den im Netz gelagerten

Dateien arbeiten, als ob sie direkt auf

dem Gerät liegen würden.

Neben den üblichen Cloudspeichern verwalten

Sie mit dem neuen Dateimanager auf

diesem Weg auch Daten via Samba/​Windows-Netzwerkfreigaben,

FTP, FTPS und

SFTP auf Rechnern in Ihrem heimischen

Computernetzwerk oder gar auf Servern im

Internet. Der AntTek Explorer EX dient Ihnen

so als mobiler Knotenpunkt zu allen Ihren

Daten im Netz.

Der Explorer EX wird im Play Store kostenlos

angeboten und verzichtet bisher auch auf

Werbung in der App. Der Dateimanager kann

aber per In-App-Kauf für 2,69 Euro zu einer

Pro-Version aufgerüstet werden. Damit lassen

sich mehrere Dateien per Multithreading

zur selben Zeit an verschiedene Orte kopieren,

beliebig viele Cloudspeicher-Accounts

(auch vom selben Anbieter) nutzen und

auch verschiedene Themes einstellen.

Kostenlos und ohne Werbung

Mit seinen vielen Funktionen spielt der Ant-

Tek Explorer EX in der Oberklasse der Android-Dateimanager.

Dank dern eingebauten

Viewer für viele Dateiformate, der Möglichkeit

ZIP- und RAR-Archive zu öffnen, dem

integrierten Musikplayer und der Möglichkeit,

mit Rootrechten in die Tiefen des Android-Systems

abzutauchen, ist er auch für Power-User

interessant.

Wer sich bereits schon früher einmal die

Pro-Version des Vorgängers gekauft hat,

muss bei der neuen Version nicht noch einmal

bezahlen. Der einstmals kostenpflichtige

Pro-Key der Vorgänger-Version sollte auch

beim Nachfolger aktzeptiert werden. ● ● ●

Abb. 1: Im Querformat ist ausreichend

Platz für zwei Spalten mit verschiedenen

Ordnern.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30767

Abb. 2: Das Einstellungsmenü ist

nur sichtbar, wenn die Seitenleiste

ausgefahren ist.

Abb. 3: Die Ansicht lässt sich im

Quer- wie auch im Hochformat

individuell anpassen.

Abb. 4: Die beliebtesten Clouddienste

bindet der AntTek Explorer

EX wie lokale Ordner ein.

Abb. 5: Musikdateien spielt AntTek

Explorer EX ohne einen externen

Player direkt ab.

Android-user.de Dezember 2013 63


Apps

Taptu

Taptu behält den Überblick über Nachrichten, Facebook und Co.

News-DJ

LLC, 123RF

Mit Taptu sind Sie stets

auf dem Laufenden.

Die kostenlose App

organisiert Ihre Lieblingsnachrichten,

speichert

komplette Beiträge

zum Offline-Lesen

auf dem Handy und

integriert zugleich Ihre

persönlichen News aus

Facebook und Twitter.

Viet Anh Nguyen

Sie wollen nicht immer eine App

nach der anderen durchstöbern,

um alle Neuigkeiten mitzubekommen?

Dann holen Sie sich Taptu

[LINK 1]. Die App ermöglicht es Ihnen, ohne

großen Aufwand den Überblick über News

und Ihre Social Networks zu behalten.

Taptu stellt Ihre Lieblingswebseiten, Blogs

und soziale Netzwerke wie Facebook oder

Twitter in Streams dar. Durch „Taptu Magic“

lernt die News-App, was Sie gerne lesen.

Streams laden

Um einen Stream zu

laden, klicken Sie auf der

Startseite auf das Plus-

Icon. Dort geben Sie in

der oberen Leiste

Streams, Themen,

Web… Ihr gesuchtes

Thema ein oder suchen

sich unter den

Top-Streams direkt

einen der

meist gelesenen

Kanäle

aus.

Sollte Ihr Wunsch-Stream nicht im Katalog

enthalten sein, bauen Sie beliebige Quellen

als RSS-Stream ein. Neben „richtigen“ Nachrichten

können Sie auch News aus Facebook,

LinkedIn und Twitter einblenden lassen.

Nach einer Suche werden Ihnen passende

Quellen oder „Such-Streams“ vorgeschlagen.

Diese durchforsten ausgewählte Streams

nach Schlagwörtern und gliedern sich nahtlos

in den Nachrichten-Stream ein.

Die Reihenfolge der Streams passen Sie über

das Menü der App in der Taptu-Leiste

unter Streams mischen und verschieben

an. Mehrere Streams

kombinieren Sie mit Zusammenfügen

& Löschen zu Themengruppen.

Die Größe der

Thumbnails auf der

Hauptseite ändern Sie

anschließend für

jeden Stream einzeln

über das rechts neben

dem Titel stehende Menü

und den Eintrag Größe anpassen.

Dort lässt sich der Stream

auch löschen, weiterleiten und

aktualisieren.

Artikel lesen

Aus der Hauptseite heraus

stöbern Sie nun

durch Ihre Streams

und öffnen interessante

Artikel mit

einem Klick auf

das Vorschaubild.

Taptu zeigt

Ihnen den Beitrag

dann

ohne Formatierung

und

ohne

das


Apps

Taptu

Drumherum der ursprünglichen Webseite in

vollem Umfang an – ideal für Android-User,

die unterwegs News lesen aber auch Datentraffic

sparen wollen. Möchten Sie den Artikel

archivieren, setzen Sie über die Taptu-

Leiste ein Lesezeichen.

Bei Themengruppen hilft Ihnen Taptu

Magic, die Übersicht zu wahren. Lesen Sie

etwa Sport-Stream von Taptu, dann zeigt die

App zunächst alle Sportnachrichten aus den

Sparten Tennis, Golf, Boxen und mehr an.

Taptu merkt sich nun aber, über welche Themen

Sie am meisten lesen und zeigt Ihnen

nach einer Lernphase nur noch die Sportnews

an, die Sie auch wirklich interessieren.

Diese Auto-Funktion lässt sich auch wieder

deaktivieren: „Taptu Magic“ konfigurieren

Sie für jede Themengruppe individuell,

indem Sie auf der Startseite in das Menü des

Streams gehen, diesen Bearbeiten und dort

den Haken unter Taptu Magic entfernen.

Widgets für den Homescreen

Taptu bietet Ihnen diverse Möglichkeiten zur

Personalisierung an: Design/​Farben, Schriftgröße,

Reihenfolge und Anzahl der Artikel

und das Intervall für die Aktualisierung können

Sie aus dem Hauptmenü und dem Eintrag

Einstellungen an Ihre Wünsche anpassen.

Zudem bietet die App je nach Android-

Version auch eine Handvoll Widgets.

Aktivieren Sie in den Einstellungen unter

Aussehen die Option Internen Browser nutzen,

öffnet Taptu von nun an externe Links

direkt in der App. Dadurch wird besonders

auf langsameren Androiden das Lesen weiterführender

Links beschleunigt, da keine

extra Browser-App geladen werden muss.

News unterwegs

Wer öfter unterwegs ist

und nicht über ein GBytegroßes

Datenpaket verfügt,

wird die Cache-Funktionen

von Taptu zu schätzen

wissen. In den Einstellungen

bestimmen Sie die Anzahl

der zu speichernden

Artikel pro Aktualisierung

oder ob automatisch Bilder

dazu geladen werden sollen

jeweils für mobile und

WLAN-Datenverbindungen

getrennt. Außerdem

haben Sie bei Taptu generell

die Möglichkeit, bereits

geladene Artikel offline

(also ohne aktive Internetverbindung)

zu lesen.

Abb. 2: Zahlreiche Nachrichten-

Quellen sind bereits im Katalog

von Taptu enthalten.

Um dies einzustellen, klicken Sie in der

Taptu-Leiste auf den Menübutton, dort

auf Einstellungen und Aktualisierung.

Für WLAN und Mobilfunknetze geben

Sie vor, ob Bilder geladen und wie viele

Artikel aktualisiert werden sollen oder

ob die App gleich nach dem Start eine

Synchronisierung durchführen soll: Aktualisiere

bei Start.

Wer sicher gehen möchte unterwegs

genügend Lesestoff im Offlinespeicher

vorrätig zu haben, aktiviert die Automatische

Aktualisierung und setzt den

Timer auf die gewünschte Uhrzeit. So

liegen gleich alle wichtigen Nachrichten

auf dem Handy.

Fazit

In unserem Test hat sich Taptu als einfach

bedienbarer Newsreader bewährt.

Für Pendler auf dem Weg zur

Arbeit oder in die Uni ist der integrierte

Offlinespeicher ideal, der automatisch

im Hintergrund mit Inhalten

befüllt wird. Das sich auf Ihre Lesegewohnheiten

anpassende „Magic

Taptu“ hilft, den Überblick über größere

Themengebiete zu behalten,

ohne etwas Wichtiges zu verpassen.

Sollten Sie Ihre Taptu-News auch

einmal auf dem großen Bildschirm

Ihres Desktop-PCs lesen wollen, so können

Sie sich mit einem Ihrer Onlinekonten

von Google, Facebook und Co. auch auf der

Taptu-Homepage [LINK 2] einloggen. Nutzen

Sie dasselbe Login wie in der App (Menü |

Einloggen), wird das Onlineportal mit dem

Handy synchronisiert. ● ● ●

Abb. 3: In Taptu lesen Sie Online-

Artikel aus Ihren News-Streams

ohne unnützes Beiwerk.

Abb. 1: Per Fingerwisch von links

nach rechts durchstöbern Sie die

letzten News.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30853

Android-user.de dezember 2013 65


Marco Polo Reiseführer offline und Travel Magazine

Fernweh

Nähern sich die Temperaturen draußen dem Nullpunkt, dann zieht es

manche Menschen in die Ferne. Wir haben uns dazu zwei Apps von

Marco Polo angeschaut. Marcel Hilzinger

Claudia Mora, 123RF

Marco Polo ist für viele Deutsche

schon fast das Synonym für

Städteführer. Der dahinter stehende

Verlag MairDuMont bietet

aber nicht nur die Reiseführer an, sondern

auch eine Handvoll weiterer Apps. Wir

haben uns den Reiseführer offline und das

Travel Magazine angeschaut.

Der Reiseführer

Zu über 30 Destinationen gibt es

die bekannten City Guides von

Marco Polo [LINK 1] digital, darunter

zu winter-geeigneten wie Andalusien, Dubai

oder Los Angeles. Der Schwerpunkt der App

liegt aber auf europäischen Hauptstädten.

Die App liefert nach dem Start eine Übersicht

der angebotenen Städteführer. Der Reiseführer

für Berlin steht gratis zum Download bereit,

alle anderen kosten jeweils 4,49 Euro.

Wir haben in diesem Test den Budapest-Führer

unter die Lupe genommen, weil wir die

Stadt recht gut kennen und sie sich gut für

einen Wochenendtrip im Winter eignet.

Zunächst fällt auf, dass der Reiseführer recht

textlastig ist. Daran erkennt man das Erbe

des gedruckten Vorgängers. Doch die Inhalte

sind gut geschrieben. Es wurden nicht bloß

die wichtigsten Locations der Stadt aus dem

Internet zusammengesammelt, sondern hier

waren Reiseexperten am Werk, die fundierte

Kenntnisse über den Zielort mitbringen.

Etwas enttäuscht waren wir von der allgemeinen

Einführung, die mit Am Abend beginnt

und zwar nette Infos bereithält, aber

vor Ort nicht wirklich relevant ist. Viel besser

gefiel uns da schon die Rubrik Bloss nicht.

Darin finden Sie wirklich nützliche Tipps, die

Sie als Tourist auch beherzigen sollten. Gefehlt

hat hier lediglich der Hinweis, keine inoffiziellen

Taxis (umgangssprachlich „Hyänen“

genannt) zu benutzen.

Kaum zu wünschen übrig lassen die Empfehlungen

für Essen und Trinken. Hier ist das

Angebot reichhaltig, und die Tipps sind

durch die Bank gut und aktuell. In unserem

Testzeitraum hat der Budapest-Guide auch

ein paar Updates bekommen, an aktuellen

Abb. 1: Nach dem Start der App

sehen Sie alle verfügbaren City

Guides.

Abb. 2: Die Übersicht sieht für

jede Stadt gleich aus, die Punkte

sind einfach zu verstehen.

Abb. 3: Zu den einzelnen Punkten

hätten wir uns etwas mehr Fotos

gewünscht.

Android-User.de


Apps

Marco Polo

Infos mangelt es also nicht. Dafür an einer

funktionierenden Routen-Option: Ein Klick

auf Route sollte den Nutzer eigentlich direkt

zu den Zielorten navigieren, diese Funktion

lässt jedoch immer noch auf sich warten.

Vermisst haben wir auch hochauflösendes

Fotomaterial und mehr Bilder zu den Hauptsehenswürdigkeiten.

Von den meisten Highlights

gibt es gerade mal ein Foto. Viele Texte

– zum Beispiel Der perfekte Tag aus der Einführung

– kommen komplett ohne Bebilderung

daher und sind auch mit keiner Karte

verknüpft. Hier hätten wir etwas mehr erwartet.

Gut gefallen haben uns hingegen die

Insidertipps und die Möglichkeit, via Marco-

Polo-Community Fotos hochzuladen und Sehenswürdigkeiten

zu bewerten. Auch das

Reisetagebuch ist eine gute Idee. Unterm

Strich ist die App dennoch ein gedruckter

Reiseführer auf dem Handy und nicht wirklich

innovativ. Für die guten deutschen Texte

gibt es dennoch vier von fünf Sternen.

kostenlos 4,49 Euro/Stadt

deutsch|Version 1.21|5,8 MByte

★★★★★

Ein-Stern-Kommentare?

Bei Google Play gibt es viele Ein-Stern-Kommentare

zum Marco Polo Reiseführer, in denen

Nutzer beklagen, dass bezahlte Reiseführer

nach einer Neuinstallation erneut gekauft werden

müssten. Auf unsere Nachfrage hat uns

der Verlag beruhigt: Einmal gekaufte Reiseführer

lassen sich auf einem neuen Android-Gerät

erneut installieren. Bei Problemen wenden Sie

sich bitte an den MairDuMont-Verlag.

Abb. 4: Viele Bilder, wenig Text: Das Travel Magazine ist das Gegenteil der Städteführer-App.

Das Reisemagazin

Deutlich weniger bekannt ist die

zweite App von Marco Polo. Das

Travel Magazine [LINK 2] ist ein kostenloses

Reisemagazin und nur für 10-Zoll-

Tablets verfügbar. Jeden Monat erscheint ein

neues Magazin mit diversen Reisetipps. Die

Sommerausgabe Juli/​August hat man zusammengelegt.

Pro Magazin müssen zwischen

130 MByte und 150 MByte an Daten heruntergeladen

werden, die entpackt bis zu 300

MByte Speicherplatz belegen. Die App an

sich beansprucht lediglich 2 MByte.

Die einzelnen Artikel begeistern vor allem

mit schönen Fotos, die es teilweise auch als

Panorama gibt. Die für das iPad verfügbaren

Schwenkpanoramen sind allerdings unter

Android nicht verfügbar, auch beim Layout

hat man sich für das iPad-typische 4:3-Format

entschieden, sodass unter Android hässliche

schwarze Balken rechts und links entstehen.

Dafür kommen die Videos unter Android

richtig gut zur Geltung.

Die Artikel sind gut geschrieben, auch

wenn sich darunter ein paar befinden, die

etwas zu viel Marketing enthalten. Leider ist

die App nur für 10-Zoll-Tablets freigegeben,

sodass man sie nicht einmal auf dem Nexus

7 installieren kann. Für eine Gratis-App ist

das Marco Polo Travel Magazine in jedem

Fall super gelungen. Den fehlenden fünften

Stern gibt es von uns, wenn die App auch

auf 7-Zoll-Tablets verfügbar ist und das bei

den meisten Android-Tablets übliche

16:9-Format unterstützt.

kostenlos

deutsch|Version 1.4.107|2 MByte

★★★★★

Ein Städteführer Nach Wahl Gratis!

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30939

In Zusammenarbeit mit dem MairDuMont-Verlag bieten wir allen Leserinnen und Lesern

von Android User einen Städteführer aus dem Repertoire von Marco Polo Reiseführer

gratis zum Download an. Um von der Aktion Gebrauch machen zu können,

müssen Sie lediglich die Marco-Polo-App aus Google Play herunterladen [LINK 1] und

nach dem Start der App auf den gewünschten City-Guide klicken. Im neuen Dialog

wählen Sie nun anstelle von kaufen die Schaltfläche Code und geben den Gutscheincode

marcopolo_android ein. Der Download startet anschließend automatisch. Wenn

Sie den Reiseführer offline nutzen möchten (empfohlen), dann bestätigen Sie die anschließende

Frage zum Offline-Download mit Ja.

Beachten Sie, dass sich die mit einem Code erworbenen Reiseführer nicht in Ihrer

Kaufliste befinden. Wenn Sie also das Handy wechseln, dann geht der Städteführer

verloren. Wenden Sie sich in diesem Fall an den Support unter der E-Mail-Adresse

mobile.feedback@marcopolo.de.

Pro Gerät lässt sich nur ein Code einlösen. Die Aktion ist gültig bis zum 15. Dezember

2013, nach diesem Datum lässt sich der Code nicht mehr einlösen.

Android-user.de dezember 2013 67


Apps

Mode-Apps

Mode-Apps für das beste Outfit

Anziehende Apps

Sie möchten Ihre Frau

mit einem neuen Pulli

überraschen oder müssen

der Nichte noch ein

Last-Minute-Geschenk

kaufen? Mit der passenden

Mode-App kriegen

Sie das hin – auch als

Mann. Kathrin Schmitt

anna filitova, 123RF

Abb. 1: Stylish Girl ist nicht nur ein

digitaler Kleiderschrank, sondern

bietet auch weitere Features.

Egal, ob Sie Mode mögen oder den

Kleiderkauf als lästige Pflicht empfinden:

Mit der passenden App

macht die Zusammenstellung der

Garderobe einfach mehr Spaß.

Stylish Girl

Wie Icon und Name gleich erkennen

lassen, ist Stylish Girl [LINK 1]

eher etwas für Frauen und Modefanatiker.

Die App setzt zudem recht viel

Selbstdisziplin voraus: Mit der Kamera Ihres

Handys fotografieren Sie zunächst alle Teile

aus Ihrem Kleiderschrank. Das ist mit Aufwand

verbunden, hat aber den Nebeneffekt,

dass Sie auch gleich T-Shirts oder Hosen aussortieren

können, die aus der Mode gekommen

sind oder nicht mehr passen.

Anschließend räumen Sie Ihre Schätze in

den digitalen Kleiderschrank – sortiert nach

Oberteilen, Röcken und Hosen, Schuhen

sowie Accessoires. Unter der App-Rubrik

Outfits stellen Sie nun die Teile zusammen.

Dabei können Sie auch Kleidungsstücke

kombinieren, die Sie in Ihrer Wunschliste abgelegt

haben. In der Wunschliste legen Sie

Klamotten ab, die Sie vielleicht in Geschäften

oder Katalogen gesehen haben. Das ist praktisch,

wenn man in einem Geschäft steht und

gerne wüsste, zu welchen Oberteilen man

eine neue Hose tragen kann.

Stylish Girl bietet Ihnen auch die Möglichkeit,

Ihren digitalen Koffer zu packen, Angebote

zu speichern, in Onlineshops zu surfen

und im Mode-Salon aktuelle Trends abzurufen

– als kurzweiliges Video, Blog, Outfit der

Woche oder Stil-Hinweis.

Im Kalender speichern Sie Ihre getragenen

Outfits oder planen im Voraus, was Sie wann

anziehen möchten. Das ist zum Beispiel für

einen Businesstrip oder den Kurzurlaub am

Wochenende hilfreich. Entweder wählen Sie

68

Dezember 2013

Android-User.de


Apps

Mode-Apps

Im zweiten App-Bereich

befindet sich das persönliche

Profil, My Profile.

Darin tragen Sie Ihre Lieblingsmarken

ein und können

von der App Ihren

Style bewerten lassen,

wenn Sie das möchten. Im

dritten und letzten App-

Bereich finden Sie die Hilfe

oder können das Aussehen

der App verändern – Letzteres

allerdings gegen Bezahlung

von 0,89 Euro.

Abb. 2: Im Kalender von DressApp

planen Sie Ihre Outfits oder notieren

getragene Kombinationen.

dazu einzelne Kleidungsstücke aus oder

rufen ein gespeichertes Outfit ab.

DressApp

Einen ähnlichen Service wie Stylish

Girl bietet DressApp [LINK 2]. Auch

bei dieser App müssen Sie zunächst

Ihren kompletten Schrankinhalt fotografieren.

Als Vorlage gibt es bereits Oberteile,

Röcke und Hosen, Schuhe und Accessoires.

Durch einen Bug befinden sich die eigenen

Klamotten zunächst stets am Ende der Liste,

nach dem Neustart stehen sie aber ganz

oben. Alternativ löschen Sie die bereits eingetragenen

Kleidungsstücke.

Die App ist unterteilt in Ihren digitalen

Kleiderschrank, Ihr persönliches Profil und

die Einstellungen. Die Entwickler haben einfach

das Design der iOS-App übernommen,

sodass Sie das Menü oben links finden. Im

digitalen Kleiderschrank, der auch mit einem

Onlineshop verknüpft ist, stellen Sie eigene

Outfits zusammen und organisieren diese in

einem Kalender. Dieser hilft zu planen, was

Sie Tag für Tag anziehen möchten. Oder Sie

speichern darin die Outfits, die Sie für den jeweiligen

Anlass ausgesucht haben.

Wenn Sie gerade eine tolle Kombination

entdeckt haben oder Freunde nach ihrer Meinung

fragen wollen, können Sie das Outfit

auch teilen – also das Bild via Facebook,

WhatsApp, Flickr oder E-Mail weiterleiten.

Über die Kommentarfunktion haben Sie außerdem

die Gelegenheit, Notizen zu machen

und festzuhalten, wann und wie oft Sie das

Outfit schon getragen haben. Jede Kombination

ordnen Sie dann einer Kategorie zu.

iDressUp

Mit iDressUp

Beta [LINK 3] kategorisieren

Sie

Ihre Klamotten: nach Bekleidungstyp

(Hose, Pulli

etc.), Farbe und Jahreszeit.

Jedes Kleidungsstück, das Sie fotografieren,

versehen Sie mit genau diesen Informationen.

Auch Notizen erlaubt die App. Wenn

Sie dann am Morgen nach einer passenden

Bekleidung suchen, filtern Sie einfach die

Kleidungsstücke nach Stichworten, und die

App schlägt Ihnen anhand der vorgegebenen

Kategorien mögliche Kombinationen vor. Im

Kalender speichern Sie auch hier Ihre Outfits.

Über das Radiergummi-Symbol (rechts oben)

löschen Sie Eintragungen wieder. iDressUp

Beta ist schon etwas älter, dafür aber recht

einfach zu bedienen.

Abb. 3: Die App iDressUp filtert das

passende Outfit aus den hinterlegten

Klamotten heraus.

Remember my Size

Remember my Size [LINK 4] hilft

Ihnen, sich wichtige Größenangaben

zu merken. Dazu tippen Sie zunächst

Ihre eigenen Kleidergrößen ein und

können dann alle Personen und deren Maße

hinzufügen, für die Sie ab und an Kleidungsstücke

besorgen. Die App unterstützt die

Größen von Hosen, Oberbekleidung, Schuhen

und Socken, Unterwäsche, Kopfbedeckungen

sowie Accessoires wie Gürtel,

Handschuhe und Ringe. Innerhalb jeder Kategorie

gibt es einen Reiter für Notizen.

Zur Auswahl für die Maße stehen die internationale

Größe sowie die jeweilige Konfektionsgröße

inklusive den Zusätzen DE (für

Deutschland), UK (für England) und US (für

die USA). Zudem bietet Remember my Size

die Auswahl zwischen Mann, Frau und Kind,

sodass die Größen jeweils angepasst sind.

Die App ist gekennzeichnet durch eine besonders

einfache und klar verständliche Bedienung,

die App-Sprache ist Deutsch. ● ● ●

Abb. 4: Mit Remember my Size vergessen

Sie nie mehr, welche Größe

Sie kaufen müssen.

Abb. 5: Remember my Size unterscheidet

bei den Profilen zwischen

Mann, Frau und Kind.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31065

Android-user.de Dezember 2013 69


Spiele

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen ein paar neue Spiele

oder aktualisierte Spiele aus

Google Play vor, die uns

besonders gut gefallen.

Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30791

Terraria

erraria ist kein Spiel für zwischendurch. Es ist ein Spiel, auf das man sich

ganz einlassen muss, erst dann entfaltet es die Sogwirkung und den Erkundungsdrang,

die für Minecraft-ähnliche Spiele so typisch sind. Lassen

Sie sich nicht von der 8-Bit-Grafik täuschen: Terraria bietet eine Spieltiefe, von

der andere Titel nur träumen können. Und das, obwohl alles ganz harmlos anfängt:

Man erstellt einen Helden, wird in eine zufällig generierte Welt gestoßen,

und los geht das Abenteuer. Mit einer Spitzhacke entfernt man Blöcke im Boden

und findet so besondere Erze oder

Edelsteine. Mit der Axt fällt man

Bäume, da man Holz für Leitern,

Möbel und anderes Inventar benötigt.

Mit dem Schwert schlägt

man feindliche Monster zu

Klump und erbeutet immer wieder

interessante Items.

Das ist der Anfang des Spiels,

und ab hier geht es immer so

weiter. Man findet interessante

Gegenstände, lernt neue Gegen-

Help me Fly

Help me Fly ist ein kluges und

vor allem schön gestaltetes

Knobelspiel, das mit seinem

Look das Potenzial hat, in einem Atemzug

mit Cut the Rope, Girls like Robots

oder Puzzle Retreat genannt zu werden.

Ein Flugzeug benötigt Energie aus

der Batterie, und Sie sollen die vorhandenen

Gegenstände auf dem Spielfeld

so arrangieren, dass ein Kontakt entsteht.

Wenn Sie dabei auch alle Sterne

berühren: noch besser! Das Spiel

täuscht mit der niedlichen Grafik, es

wird nämlich schnell sehr fordernd,

denn manche Elemente lassen sich

nicht versetzen oder drehen. Achtung,

hier raucht der Kopf!

Pocket Trains

NimbleBit ist bekannt für kostenlose

Aufbausimulationen

mit Pixelgrafik, die im Gegensatz

zu anderen Spielen ähnlicher

Machart nicht versuchen, nach wenigen

Minuten die In-App-Kauf-Masche

abzuziehen. In diesem Spiel koordinieren

Sie verschiedene Züge und die

Aufträge, Waren zwischen den Städten

zu transportieren. Wer geduldig ist,

zahlt keinen Cent und kann zuschauen,

wie die Aufträge immer lohnenswerter,

die Züge zahlreicher und der logistische

Aufwand größer werden. Ein

Spiel ohne Ende, mit viel Spielspaß

und einem fairen Freemium-Modell.

Nur ein Multiplayermodus fehlt!

Incredipede

Ein irres Spiel! Zunächst

könnte man meinen, es entstamme

einem kranken

Künstlerhirn, doch nach wenigen Leveln

wird klar, was Ihre Aufgabe ist. In

verschiedenen Leveln steuern Sie ein

seltsames Wesen, das aus einem Auge

und starren Beinen besteht und in

jeder Runde das Aussehen ändert. Sie

aktivieren seine Muskeln, und das

„Ding“ setzt sich in Bewegung. Sie sollen

Früchte einsammeln und ans Ende

gelangen. Das wird immer schwieriger

und verrückter, aber es ist großartig

umgesetzt. Ein gutes Beispiel für ein

Spiel, bei dem Screenshots kaum Aussagekraft

haben.

0,99 Euro

englisch|Version 0.98|22 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.0.4|36 MByte

★★★★★

2,86 Euro

englisch|Version 1.71|28 MByte

★★★★★

70

Dezember 2013

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

stände und Rüstung herzustellen, entdeckt

immer mehr in dieser Welt und

kann irgendwann gar nicht mehr mit

dem Spielen aufhören. Es erfordert

aber auch Geduld: Nicht alles ergibt

sich aus dem Tutorial, nicht jede Spielmechanik

ist offensichtlich. So kann es

etwas dauern, bis man die Herstellung

von Gegenständen begreift und in der

Lage ist, seinem Charakter eine Behausung

zu bauen.

Grafisch haut das Spiel nicht unbedingt

vom Hocker, besitzt aber einen

ganz eigenen und besonderen

Charme und immerhin flüssige Animationen.

Obwohl Terraria eine Portierung

der PC-Version ist, ist die Steuerung

ziemlich gut gelungen: Mit dem

linken virtuellen Stick steuern

Sie die Figur, und mit dem rechten

führen Sie je nach aktivem

Gegenstand eine Aktion aus,

schlagen also den Gegner mit

dem Schwert oder hacken Holz.

Terraria konzentriert sich stärker auf

Kämpfe und Entdeckungen als alle Minecraft-Klone,

und daher bleibt es

auch nach vielen Spielstunden noch

spannend. Es ist vor allem ein Spiel,

bei dem man viele Dinge entdecken

kann, über die man hier besser nichts

erzählt, um die Spannung nicht vorwegzunehmen.

Zum Preis von 3,74

Euro ist Terraria ein sensationelles

Schnäppchen. Doch Achtung: Wer

einmal damit anfängt, wird keine Zeit

mehr für andere Spiele haben.

3,74 Euro

Deutsch|Version 1.02|38 MByte

★★★★★

Pivvot

Mögen Sie Super Hexagon,

Hundreds oder Groove Coaster?

Dann werden Sie Pivvot

lieben! Sie steuern einen Punkt, der

mit einer Linie verbunden ist, auf der er

entlangfährt. In rhythmischen Abständen

erscheinen Hindernisse, und Sie

müssen den Punkt nach rechts oder

links bewegen. Dabei ist der Kontakt

von Verbindung und Linie das imaginäre

Zentrum des Kreises, um den Sie

rotieren können. Klingt etwas konfus,

ist aber supereinfach und hypnotisch.

Manchmal verflucht man das Spiel,

aber dann nimmt man es doch wieder

in die Hand und probiert es weiter. Toller

Look, mit mitreißende Sounds.

Totem Runner

Nur weil die Figur automatisch

durch die Spielwelt

rennt, ist Totem Runner noch

lange kein Endless Runner. Je nach

Hindernis oder Gefahr verwandeln Sie

sich in einen Adler, fliegen durch die

Luft, oder Sie greifen Gegner als wildes

Tier an und bahnen sich so Ihren Weg.

Optisch und spielerisch überzeugt der

Titel vollkommen, und es ist erfrischend,

dass er eine Kampagne hat

und keine reine Highscorejagd ist. Dennoch

fehlt es dem Spiel etwas an Spritzigkeit,

die Figur ist recht träge unterwegs,

und der Mangel an Abwechslung

fällt spätestens nach einer halben

Stunde auf. Schade.

Siegecraft

Defender

Es vergeht keine Woche ohne

ein neues Tower-Defense-

Spiel im Google Play Store.

Das schon etwas ausgelutschte Genre

hat mit Siegecraft Defender Zuwachs

bekommen, und der kann sich sehen

lassen: Eine tolle Grafik und ein offenes

Gameplay (Sie bestimmen, wo Sie die

Türme hinstellen), das an Fieldrunners

erinnert, sorgen für viele unterhaltsame

Stunden. Die Hintergrundstory

wirkt etwas aufgesetzt, das Spiel jedoch

ist sehr gut ausbalanciert. Die

Krönung ist ein toller Multiplayermodus,

in dem bis zu vier Spieler gegeneinander

antreten können.

2,26 Euro

englisch|Version 1.0|27 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.0.1|48 MByte

★★★★★

2,23 Euro

deutsch|Version 1.0.4|156 MByte

★★★★★

Android-user.de Dezember 2013 71


Spiele

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen ein paar neue Spiele

oder aktualisierte Spiele aus

Google Play vor, die uns

besonders gut gefallen.

Patrick Neef

Alle

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www.android- user.de/qr/30791

Angry Birds

Star Wars II

Wenn es ein Spiel gibt, das mit der Ära der mobilen Spiele eng verknüpft

ist, dann ist es Angry Birds. Das Spiel hat Ende 2009 iPhones und Android-Geräte

im Sturm erobert. Letztes Jahr gingen die wütenden Vögel

dann eine Hochzeit mit der Star-Wars-Franchise ein, und das Spiel Angry Birds

Star Wars war geboren und

konnte auf ganzer Linie überzeugen.

Jetzt wurde Teil II dieser Kooperation

veröffentlicht. Gehen

den Entwicklern nicht langsam

die Ideen aus? Pustekuchen!

Angry Birds Star Wars II ist so

frisch wie die heißen Brötchen

beim Bäcker. Nur wer weder

Angry Birds noch Star Wars

mag, wird mit diesem Spiel

nichts anfangen können.

Cavemania

Cavemania versucht sich an

der süchtig machenden Verknüpfung

von Match-3-Spiel

und RPG-Elementen, wie es zum Beispiel

Puzzle Quest vorgemacht hat.

Und das mit Erfolg: Nach einem etwas

langen Tutorial, gelangt man von Level

zu Level, stößt auf immer schwierigere

Gegner auf dem Spielfeld, sammelt

Ressourcen, bewältigt Herausforderungen

und entwickelt seinen Charakter.

Das Spiel ist sehr gelungen, da man

durch eine überschaubare Zahl an Ressourcen

viel häufiger Kombinationen

erreicht. Die Entwickler haben angenehm

viel Abwechslung in die Level

gebracht. Der perfekte Zeitvertreib!

Zombie Gunship

Bei Zombie Gunship greift

man die Zombies aus einem

Flugzeug heraus an, das

nachts über einem Bunker kreist, der

beschützt werden soll. Nachts kann

man nur schwer erkennen, wo die

Zombies laufen, denn sie werden dunkel

dargestellt. Flüchtend und mit weißer

Silhouette sieht man die Menschen

vor den Zombies fliehen. Sie müssen

nun die Zombies abschießen und

dabei den Bunker und die Menschen

beschützen. Im Laufe des Spiels können

Sie das Flugzeug und dessen Waffen

stark verbessern. Das motiviert und

wirkt dem leicht eintönigen Gameplay

etwas entgegen.

Heroes of Loot

Dieses Spiel wird oft als

Rogue-like bezeichnet, einfach

weil man von Level zu Level

huscht, immer den Ausgang finden

muss und das Spiel vorbei ist, wenn

man gestorben ist. Alles, was ein

Rogue-like aber sonst etwas schwerfällig

macht, wurde hier weggelassen:

Heroes of Loot hat eine Menge Tempo

und viele Gegner. Kurios: Ihre Figur

schießt von alleine auf Monster, Sie

müssen sie lediglich steuern. Die Steuerung

könnte etwas präziser sein, und

mehr Beute wäre bei dem Spieltitel

auch nicht schlecht. Trotzdem ein wirklich

toller Titel, der immer wieder motiviert.

kostenlos

Deutsch|Version 1.0.9|47 MByte

★★★★★

0,75 Euro

englisch|Version 1.9.1|49 MByte

★★★★★

1,99 Euro

englisch|Version 1.3.0|5,1 MByte

★★★★★

72

Dezember 2013

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

In Star Wars Angry Birds II werden die

jüngeren Episoden der Star-Wars-

Reihe aufs Korn genommen. Somit

sind auch die Charaktere aus diesen

Episoden im Spiel enthalten wie etwa

Qui-Gon Jinn, Anakin Skywalker, General

Grievous oder Darth Sidious.

Überhaupt konzentriert sich das Spiel

ganz stark auf die Fähigkeiten seiner

Protagonisten: Zwar hat man in jedem

Level eine bestimmte Anzahl an Charakteren

zur Verfügung, doch über das

Menü am oberen Bildrand holt man

sich einfach Spezialfiguren ins Spiel,

mit deren Fähigkeiten sich die Level

viel leichter bewältigen lassen.

Die Figuren sind schnell aufgebraucht,

und wer neue möchte, muss diese mit

einer Ingame-Währung bezahlen. Die

erhält man zwar beim Erreichen bestimmter

Errungenschaften, trotzdem

geht das Geld schnell zur Neige. Rovio

hat die Level geschickt so gestaltet,

dass man die drei Sterne oft erst dann

erhält, wenn man genau diese Spezialfiguren

einsetzt. Natürlich funktioniert

das alles auch ohne drei Sterne

und ohne weiteres Geld ausgeben zu

müssen. Das Spiel ist dennoch ein

Kracher: Die Level sind allesamt herrlich

abwechslungsreich und

voller verrückter Ideen. Toll

ist auch, dass man das erste

Mal auf der dunklen Seite der

Macht spielen darf, nämlich

indem man mit den Schweinen

auf Vögel schießt. Wenn

das Ganze dann nach nur zwei

Welten vorbei ist, wünscht

man sich ganz fix ein paar

neue Level per Update. Und

welches Lob für ein Spiel

könnte besser sein?

0,93 Euro

englisch|Version 1.0.2|42 MByte

★★★★★

Joining Hands 2

Joining Hands 2 ist ein Puzzlespiel,

bei dem Sie die Figuren

in einem Raster so arrangieren

sollen, dass sich alle anfassen können.

Die Figuren haben nämlich Hände

– manche mehr, manche weniger.

Dann muss man kombinieren, oft aber

auch einfach nur ausprobieren. Etwas

Abwechslung kommt durch verschiedene

Figuren ins Spiel, die unterschiedlichen

Einschränkungen unterliegen

wie etwa „kann die Hände nicht

bewegen“, „kann nur auf Steinen

sein“ oder „muss von anderen Figuren

umgeben sein“. Das Spiel ist dank des

hohen Niedlichkeitsfaktors auch etwas

für Kinder mit ausreichend Geduld .

Giant Boulder of

Death

Einmal als riesige Steinkugel

den Abhang hinunterrollen

und dabei alles verwüsten!

Mit Giant Boulder of Death werden Sie

zu dieser Kugel und pflügen Bäume

und Nussknackersoldaten um. Das Upgrade-System

und ständig neue Ziele

motivieren enorm, hier haben die Entwickler

von adult swim ganze Arbeit

geleistet. Ein Spiel, das viel mehr Spaß

bietet, als man auf den ersten Blick

glaubt. Nur die Werbung, bei der nicht

klar wird, ob sie sich durch einen In-

App-Kauf beseitigen lässt, nervt.

FIFA 14

Ein neues Jahr, ein neues

FIFA. Dieses Jahr gibt es allerdings

zwei Neuigkeiten: Zum

einen ist FIFA 14 ein Free-to-play-Spiel.

Für EA-Verhältnisse sind die In-App-

Käufe sehr moderat ausgefallen, denn

abseits der kostenpflichtigen Turniermodi

kann man mit den Matches und

dem Ultimate-Team-Modus viel Spaß

haben. Die zweite Neuigkeit ist die

komplett neue Steuerung per Wischgesten.

Die erfordert sehr viel Umgewöhnung

und ist manchmal sehr frustrierend.

Die klassische Steuerung lässt

sich aber in den Optionen reaktivieren.

Das Spiel sieht auf hochauflösenden

Displays fantastisch aus.

2,99 Euro

englisch|Version 1.0|36 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.0|32 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 1.3.0|1,3 GByte

★★★★★

Android-user.de Dezember 2013 73


Spiele

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen ein paar neue Spiele

oder aktualisierte Spiele aus

Google Play vor, die uns

besonders gut gefallen.

Patrick Neef

Alle

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www.android- user.de/qr/30791

Autumn Dynasty

Autumn Dynasty zeigt, dass gute Strategietitel auch auf mobilen Geräten

möglich sind. Das Spiel punktet mit einer tollen Kampagne, einzigartigem

Grafikstil und überzeugender Spieltiefe. Davon kann sich so mancher

Aufbauklon mit In-App-Käufen eine Scheibe abschneiden!

In Autumn Dynasty zeichnen Sie die Befehle auf den Bildschirm! Dieser Punkt

kann nicht stark genug betont werden, denn das ist nicht nur verdammt cool, sondern

bedeutet auch, dass Sie sich überhaupt nicht mit Menüs, Untermenüs und

vielen Buttons herumschlagen

müssen. Mit dem Pinsel wählen

Sie mehrere Einheiten aus, und

mit einem Fingerwisch zeichnen

Sie den Weg der Einheiten nach,

den sie entlanglaufen sollen. So

einfach ist das.

Das Spiel erzählt eine wirklich

überzeugende Geschichte vom

Aufstand der Rebellen gegen ein

(fiktives) feudales China. Sie

wechseln während der Kampa-

He-Man

Bei He-Man ist alles beim

Alten: Skeletor ist der Bösewicht,

der He-Man alle Kräfte

rauben will. He-Man schwingt sich auf

zur Jagd nach Skeletor, der ihm permanent

gegenübertritt, fies lacht und wieder

verschwindet. Eine Story gibt es

zwar, aber die ist für das Gameplay irrelevant.

Das sieht nämlich wie folgt

aus: immer feste druff. Mit dem Steuerkreuz

links bewegt man He-Man vertikal

durch die Level, auf der rechten

Seite sind die Angriffstasten. Das

macht trotz des geringen Anspruchs

viel Spaß, wird aber auf Dauer etwas

eintönig, auch wenn es unzählige Waffen

und Combos freizuschalten gibt.

Don’t Run With a

Plasma Sword

Don’t Run with a Plasma

Sword ist mit knapp zwei Jahren

Verzögerung auf Android-

Geräten angekommen. Auch wenn

Endless Runner in Mode sind, kann

dieser Titel weder mit Umfang noch

mit Features mithalten – und grafisch

schon gar nicht. Trotzdem kann man

mit diesem Titel Spaß haben. Die Figur

rennt wie gewohnt selbstständig los,

und Sie müssen mit dem Plasmaschwert

zuschlagen und Power-ups sammeln.

Die Referenzen zu Filmen und

Comics geben dem Spiel einen gewissen

Charme und heben es von anderen

Endless Runnern ab.

Layton Brothers

Mystery Room

Bei diesem Spiel müssen Sie

nicht nur gute Englischkenntnisse

besitzen, sondern auch

bereit sein, viel Text zu lesen. Schließlich

handelt es sich um ein Detektivspiel,

in dem Sie Kriminalfälle lösen

sollen. Ist ein Fall vorgestellt, müssen

Sie in 3D-Räumen Beweise finden und

Informationen sammeln. Das Spiel ist

übrigens eher als Ableger der Professor-Layton-Serie

zu verstehen, die sich

spielerisch von diesem Game unterscheidet.

Die ersten Kapitel sind kostenlos,

danach müss Sie den Rest für

4,48 Euro freischalten. Leider sind die

ersten Kapitel die schwächeren.

0,89 Euro

englisch|Version 1.0.3|210 MByte

★★★★★

0,75 Euro

englisch|Version 1.0.2|46 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.0.3|100 MByte

★★★★★

74

Dezember 2013

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

gne die Seiten, kämpfen mal auf der

einen und mal auf der anderen. Die

Geschichte wird zwar nur in comicartigen

Zeichnungen erzählt, doch sie ist

überzeugend, und die Dialoge sind

alles andere als abgedroschen.

Autumn Dynasty glänzt aber vor allem

mit intelligentem Gameplay. Die Gefechte

sind schon sehr früh anspruchsvoll,

aber dafür auch immer

abwechslungsreich. Oft sind Sie in der

Unterzahl und müssen eine Siedlung

verteidigen. Oder Sie greifen in

Schleichmissionen an, dürfen nicht

entdeckt werden und müssen die Spezialfähigkeiten

der Einheiten geschickt

einsetzen. Dabei setzt das

Game auf die typischen

Schlachteinheiten so vieler

Strategiespiele, wie etwa

Soldaten, Reiter, Bogenschützen,

Katapulte und

mächtige Türme.

Das Spiel sieht traumhaft

aus, alles wirkt wie eine animierte kalligrafische

Zeichnung und wird dem

Setting vollkommem gerecht. Mit

einem Preis von nur 3,70 Euro und

ganz ohne In-App-Käufe ist es außerdem

ein absolutes Schnäppchen, das

viele Stunden lang für strategische

Unterhaltung sorgt. Lediglich blutige

Strategie-Anfänger werden wohl

schon ab der dritten oder vierten Mission

Probleme bekommen.

3,70 Euro

englisch|Version 1.0.6|112 MByte

★★★★★

Total Conquest

Gameloft hat bereits viele

Spiele kopiert, doch diese

Nachmache von Clash of

Clans ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten.

Selbst ganze Spielmechaniken

und Menüs sind identisch. Doch wie ist

das Spiel davon abgesehen? Unterhaltsam,

aber voller Wartezeiten. Man

gründet eine Siedlung, rekrutiert Soldaten

und muss sämtliche Gebäude

upgraden, was Ressourcen und Wartezeit

kostet. Diese Bremsen greifen

schon so früh, dass der Spielspaß

drunter leidet. Und warum man bei

aufgezwungener Wartezeit schon nach

Minuten vom Server fliegt, ist ein großes

Rätsel. Durchwachsen.

Reaper

Reaper ist ein Spiel der Entwicklerschmiede

Hexage, die

bereits mit Radiant Defense

punkten konnte. Reaper ist ein RPG mit

leichter Steuerung und einfachen Levelabschnitten.

Das ist leichte Kost, toll

präsentiert. Sie steuern einen Schwertkämpfer

durch eine wilde Welt, treffen

immer wieder auf Questgeber oder

Gegner und starten dann kurze Levelabschnitte.

Viele Upgrademöglichkeiten

und ein toller Grafikstil machen das

Spiel sehr unterhaltsam. Reaper bietet

drei Stufen, das Spiel freizuschalten: je

teurer die Edition, desto mehr Inhalte

gibt es. Ein interessantes und gleichzeitig

faires Geschäftsmodell.

Prince of Persia

Shadow & Flame

Prince of Persia Shadow &

Flame gelingt, was der Serie

nicht immer geglückt ist: das

alte Prince-of-Persia-Feeling zu bewahren.

Das Spiel setzt weder auf eine

künstlich aufgesetzte Falle, noch auf

komplexe Kämpfe wie bei den PC-Versionen.

Ganz wie im Original durchschreitet

man die mit Fallen gespickte

Welt, unterbrochen wird dies durch

Kämpfe. Grafisch ist der Titel ebenfalls

ganz stark unterwegs. Wer Plattformer

mag, der wird mit diesem Spiel viel

Spaß haben. Dass das Wiederbeleben

verbrauchter Fläschchen etwas kostet,

hinterlässt einen faden Beigeschmack.

kostenlos

deutsch|Version 1.0.3|150 MByte

★★★★★

kostenlos

Englisch|Version 1.2.4|28 MByte

★★★★★

0,89 Euro

Deutsch|Version 1.0|69 MByte

★★★★★

Android-user.de Dezember 2013 75


Spiele

Kingdom Rush Frontiers

Kingdom Rush Frontiers ist das

beste Tower-Defense-Spiel!

Das kommt Ihnen bekannt

vor? Stimmt, das haben wir

bereits vom Vorgänger

behauptet. Patrick Neef

Kingdom Rush Frontiers

Tower

Defense

tribalium123, 123RF

2,27 Euro

englisch|Version 1.0|232 MByte

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30928

Kingdom Rush hat uns bereits in der

Erstausgabe begeistert. Nun ist der

zweite Teil da, wobei Kingdom

Rush Frontiers streng genommen

kein zweiter Teil ist, da es nicht genügend

neue Features besitzt, um sich von Teil 1

deutlich abzuheben.

Wer Kingdom Rush kennt, fühlt sich bei

Kingdom Rush Frontiers sofort zu Hause.

Auch hier platzieren Sie Türme an festen Positionen,

starten das Spiel mit dem Herbeirufen

der ersten Gegnerwelle und lassen möglichst

keinen Gegner zum Ziel durch. Was

sich nach Standardkost anhört, haben die

Entwickler mit toller Spielbalance, viel

Humor und ihrem grafischen Stil zu einem

hervorragenden Titel emporgehoben.

Da ist zum einen die taktische Tiefe, die

sich aus der Kombination der Türme und

dem Terrain ergibt. Baut man Kasernen,

deren Soldaten die Gegner aufhalten, oder

eher Bogenschützentürme, um viel Schaden

anzurichten? Wo kombiniert man Kasernen

mit Artillerie? Welche Talente verstärkt

man zuerst? Und wann ist der Magierturm

am sinnvollsten? Zudem kann man

regelmäßig Soldaten platzieren oder Feuer

vom Himmel regnen lassen. Dann gibt es

natürlich noch die unterschiedlichen Gegner,

die verschiedene Taktiken verlangen.

Manche sind resistent gegen physischen,

andere wiederum gegen magischen

Schaden. Manche

graben sich in der

Erde ein und können

nur von Nahkampfeinheiten an die Luft befördert

werden, während fliegende Biester

die Nahkampfeinheiten einfach ignorieren.

Die Helden bereichern das Spiel, aber nur

dann, wenn man während des Spiels ein

wenig Mikromanagement betreibt. Die Helden

wollen nämlich ständig gesteuert werden

– lässt man sie einfach an einer taktisch

günstigen Stelle stehen, beißen sie ständig

ins Gras. Weitere Helden lassen sich per In-

App-Kauf freischalten. Nicht so gelungen ist

die bereits in Teil 1 eingeführte Währung der

Kristalle, die man automatisch erbeutet und

dann für viel zu starke (aber verbrauchbare)

Items ausgeben kann. Das macht die Herausforderung

für ehrgeizige Spieler kaputt.

In vielen Details hebt sich das Spiel vom

Vorgänger ab. So ist die Grafik zwar nicht

großartig anders, die Entwickler haben pro

Level aber viel mehr Details eingebaut, und

man kann sogar kleine Spiele oder Rätsel außerhalb

des Geschehens aktivieren.

Fazit

Ein bereits fantastisches Spiel wurde nochmals

bereichert, aber nicht weiterentwickelt.

Kingdom Rush Frontiers setzt auf Altbewährtes,

entzieht geizigen Spielern leider die

meisten der tollen Helden, liefert aber viele

Stunden Unterhaltung. Dennoch gibt es von

uns fünf Sterne, weil es immer noch das

beste Tower-Defense-Spiel ist! ● ● ●

76


Spiele

Shadowrun Returns

Shadowrun Returns im Test

Schattenspiel

Shadowrun war ursprünglich

ein Rollenspiel, das mit Stift

und Papier gespielt wurde.

Dank einer Kickstarterprojekts

gibt es das Spiel nun auch

auf dem Handy. Patrick Neef

Shadowrun ist ein erfrischendes

Spiel, das irgendwie anders ist. Es

nimmt Elemente aus Rollenspielen

und mixt sie mit Action, würzt

das Ganze mit viel Story, genialer Musik und

macht daraus ein Spiel, das manchmal an

Deus Ex, dann wieder an Diablo, Fallout oder

XCOM erinnert. Es ist so, als hätten sich die

Entwickler getraut, alles nur Denkbare möglich

zu machen und gleichzeitig ein lineares,

glaubwürdiges Spiel erschaffen.

Die Wahl des Charakters ist wie in keinem

anderen Spiel: Hier dürfen Sie wählen zwischen

Hacker („Decker“), Straßensamurai

und anderen. Die Klassen kombinieren Sie

mit den genretypischen Rassen wie Troll,

Ork, Mensch oder Elf. Die Geschichte ist

nicht groß komplex: Ihr Freund Sam Watts

wird ermordet, und Sie wollen seinen Tod

aufklären. Bald stellt sich heraus, dass hinter

dem Mord ein Serientäter steckt, der Emerald

City Ripper, und Sie müssen sich mit Gangs,

Kopfgeldjägern und der Polizei auseinandersetzen,

um den Mord aufzuklären.

Gespielt wird in einer isometrischer Perspektive,

die sich zwar nicht drehen, aber

dafür heranzoomen lässt. Mit einfachen Gesten

befehlen Sie Ihrer Figur das Laufen

oder

Angreifen. Kämpfe sind wie in XCOM oder

Breach & Clear rundenbasiert: Sie können

entweder in Deckung gehen oder angreifen,

und erst wenn die ganze Gruppe einmal an

der Reihe war, sind die Feinde dran. Die

Story wird in vielen Dialogen in englischer

Sprache erzählt. Das klingt nicht sonderlich

spannend, ist es aber, weil die Dialoge sehr

authentisch wirken, voller Humor und Ironie

stecken und man außerdem wichtige Spielentscheidungen

per Dialog trifft.

Shadowrun Returns ist nach zehn bis

zwölf Stunden vorbei und damit im Bereich

der RPGs eher ein Leichtgewicht. Trotzdem

wird man in dieser Zeit bestens unterhalten.

Die stimmungsvolle Grafik, die handgezeichneten

Hintergründe, der Mix aus Steampunk,

Fantasy und Scifi, die passende Musik im

Hintergrund – all das trägt enorm zur grandiosen

Stimmung des Spiels bei. Man kann

über den etwas sehr linearen Verlauf meckern,

und eine Sprachausgabe wäre sehr interessant

gewesen, doch am Ende ist das

Spiel eine klare Empfehlung wert.

Fazit

Shadowrun Returns ist ein tolles Abenteuer

mit Rollenspielelementen, das den Fokus

aber eher auf rundenbasierte, einfache

Kämpfe und viel Story legt. Es zeigt, wie

gut Spiele heutzutage unterhalten und

eine Geschichte erzählen können, und

lässt auf viele weitere spannende Titel

dieser Art hoffen. ● ● ●

7,68 Euro

englisch|Version 1.07|366 MByte

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31075

mt kang, 123RF

Dezember 2013

77


Spiele

Tegra-News

Neue Tegra-Spiele für Geräte mit Nvidia-Chipsatz

Tegra-

News

Aktuell mangelt es nicht an Neuheiten in der Tegrazone von Nvidia.

Wir stellen die besten vor. Wie immer befinden sich darunter

auch einige, die es nicht nur für Tegra-Geräte gibt. Marcel Hilzinger

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Diese Ausgabe der Tegra-

News stellt Ihnen die

Spiele Reaper, Space Ark

THD, Fractal Combat

und Arc Squadron: Redux vor. Drei

der vier Titel gibt es auch für

Nicht-Tegra-Geräte.

Reaper

Sie mögen Super Mario, japanischen

Kampfsport und

Rollenspiele? Dann werden

Sie mit Reaper [LINK 1] Ihren Spaß haben. Das

Spiel ist eine Mischung aus den genannten

drei Elementen, wobei Super Mario am wenigsten

zum Tragen kommt, denn über Hindernisse

zu hüpfen, ist die einfachste der Herausforderungen,

die in diesem tollen Spiel

auf Sie warten. In Reaper stecken Sie in der

Rolle eines kleinen Ritters, der auf einer

Reise durch einen Urwald ist. Dort trifft er

auf allerlei Gestalten und muss sich entscheiden,

ob er ihnen freundlich oder feindlich gesonnen

ist. Reaper überzeugt durch die sehr

schön gemachte Story, die allerdings nur auf

Englisch verfügbar ist. Das Spiel lässt sich

mit Freunden auch via Google Play Games

zocken und ist zudem lediglich 28 MByte

groß. Die ersten zehn Level sind gratis, die

Vollversion gibt es in drei Versionen ab 1,99

Euro als In-App-Kauf. Die App ist nicht an

Tegra-Geräte gebunden.

kostenlos

englisch|Version 1.2.4|28 MByte

★★★★★

Space Ark THD

Wie der Zusatz THD verrät, ist

Space Ark [LINK 2] nur für Tegra-Androiden

verfügbar. Bei diesem eher

für Kinder gedachten Spiel geht es darum,

mit einem hüpfenden Zebra diverse Gegenstände

in der Luft zu erreichen. Das Zebra

benutzt dabei ein Trampolin, das Sie über

den Neigungssensor des Android-Geräts

steuern. Zu Beginn sind die Aufgaben recht

einfach, je länger Sie spielen, desto mehr

entwickelt sich Space Ark THD aber zu

einem Breakout-Spiel, und Sie brauchen ein

wirklich gutes Reaktionsvermögen, um alle

Items zu erreichen. Space Ark THD ist gratis,

man kann via In-App-Käufe schummeln.

Abb. 1: In Reaper kämpfen Sie als junger Ritter gegen allerlei Kreaturen.

kostenlos

englisch|Version 1.0.2|114 MByte

★★★★★

78

Dezember 2013

Android-User.de


Spiele

Tegra-News

Abb. 2: Space Ark TDH ist eine Mischung aus Circus Atari und Breakout-Game.

Arc Squadron: Redux

Arc Squadron: Redux [LINK 3] ist das

mit Abstand grafikintensivste Spiel

dieser Runde. Der Download des

Unreal-basierten Spiels fällt mit rund 550

MByte recht üppig aus, er lohnt sich aber.

Das Besondere an Arc Squadron: Redux ist

die Steuerung: Für einen Shooter etwas ungewöhnlich,

nutzen Sie nicht etwa das Gyroskop,

um sich nach oben oder unten zu bewegen,

sondern Sie schieben Ihr Flugzeug

einfach mit dem Finger auf dem Touchscreen

hin und her. Geschossen wird automatisch,

sobald sich der Feind im roten Fadenkreuz

befindet. Lediglich spezielle Raketen müssen

Sie von Hand abfeuern.

Während Sie also so vor sich hin fliegen,

begegnen Ihnen allerlei Gegenstände und

Flugkörper. Einigen davon gilt es unbedingt

auszuweichen, andere müssen Sie wiederum

einsammeln, um an Energie und Punkte zu

gelangen. Und natürlich müssen Sie sich

dabei auch fleißig auf die feindlichen Raumschiffe

konzentrieren. Obwohl die Steuerung

anfangs etwas ungewohnt ist, das Tutorial

nicht unbedingt Lust auf mehr macht (und

auch nur kurz erwähnt, wie man eine Eskimorolle

macht), empfehlen wir Ihnen: Nehmen

Sie sich die Zeit für die ersten paar

Level, denn Arc Squadron macht richtig

Spaß, vor allem mit einem Controller! Arc

Squadron: Redux gibt es auch für Nicht-Tegra-Geräte

mit entsprechender Grafikleistung.

Das Gratisspiel finanziert sich über In-App-

Käufe und unterstützt auch Google Play

Games, sodass dem gemeinsamen Spielen

mit Freunden bei Google+ nichts im Weg

steht.

Fractal Combat

Bei Fractal Combat [LINK 4] dürfen

Sie in der Rolle eines Kampfpiloten,

der allerlei Flugzeuge und Basisstationen

zerstören muss, die Welt retten. Die

ersten paar Missionen führen Sie zunächst

sanft in die Kampftechnik ein, bevor Sie in

den fortgeschritteneren Leveln auch auf anderen

Planeten Ihre Flugkunst beweisen

müssen. Dabei helfen die Lenkwaffen ungemein,

sodass Sie nicht jedem Flieger hinterherrasen

müssen, sondern einfach mal eine

Rakete auf gut Glück abfeuern können.

Fractal Combat ist gratis und macht trotz

altmodischer Grafik Spaß. Einzig die recht

fleißig erscheinenden Werbeanzeigen zu Beginn

jeder Mission stören den Spielspaß.

Fractal Combat lässt sich komplett via Controller

spielen und ist auch für Nicht-Tegra-

Geräte verfügbar.

kostenlos

englisch|Version 1.5.0.0|35 MByte

★★★★★

Abb. 3: Nach beendeter Mission begrüßt Sie der Heimathafen wieder.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31144

kostenlos

englisch|Version und Download je nach Gerät

★★★★★

Abb. 4: Bei Fractal Combat schlüpfen Sie in die Rolle eines Kampfpiloten, der die Welt rettet.

Android-user.de Dezember 2013 79


udall30, 123RF

Tasks managen, Cache leeren, Apps killen

Auftragskiller

Task-Killer sind manchen

Entwicklern ein

Dorn im Auge. Denn

wer rechnet schon

damit, dass seine App

regelmäßig brutal

gestoppt wird. Doch

was tun Sie, wenn das

Handy zu wenig Speicher

hat? Marcel Hilzinger

Die Themen Task-Killer und Speicherplatz

freimachen tauchen in

der Android-User-Redaktion

immer wieder mal auf. Viele Android-Nutzer

sind mit Windows groß geworden

und haben deshalb einige Gewohnheiten

aus der Windows-Ära auch auf das Android-

Handy übertragen. So viel vorweg: Das

Handy neu zu booten, kann auch unter Android

Wunder wirken, die restlichen Mittel

sind hingegen eher fragwürdig.

Wie Android mit RAM umgeht

Android ist ein Linux-System, und um die

Speicherverwaltung kümmert sich unter

Linux und Android der Kernel. Er entscheidet,

wann welche App wie viel RAM bekommt

und wann sie den erhaltenen Speicher

wieder zurückgeben muss. Generell

wird verteilt, solange genügend RAM da ist.

Haben die Apps den vorhandenen Speicher

aufgebraucht, beginnt das Hin- und Herschieben

der freien Speicherblöcke. Da Android

ein Multitaskingsystem ist (mehrere

Apps können gleichzeitig auf die Systemressourcen

zugreifen), behält der Linux-Kernel

die Inhalte so lange wie möglich im Speicher.

So muss beim Wechsel von einer App zu

einer anderen der RAM-Speicher nicht erst

neu gefüllt werden.

Ist der verfügbare Hauptspeicher voll,

fängt der Kernel an zu jonglieren. Da Android

im Unterschied zu Windows und Linux

von Haus aus keine Swap-Partition benutzt

(es wird kein Speicher auf die Festplatte ausgelagert),

muss das System also Apps RAM

entziehen. Falls eine App oder Teile davon zu

viel RAM verbrauchen, beendet das Android-

80

Dezember 2013

Android-User.de


Einsteiger

Task-Killer-Grundlagen

System diese App bzw. den für den hohen

Verbrauch zuständigen Teil der Anwendung.

Zuvor gibt er der App aber noch die Möglichkeit,

den aktuellen Zustand zu speichern,

zum Beispiel einen Text im Editor oder Koordinaten

auf einer Karte. Dabei geht das System

nach festen Regeln vor, die sich allerdings

nicht an persönliche Vorlieben des

Nutzers halten („Bitte kill’ mein WhatsApp

nicht!“), sondern rein technischer Natur

sind. Wird eine so beendete App später wieder

gestartet, kann sie den Zustand also wieder

herstellen.

Abb. 2: Beenden Sie lieber einzelne

Apps gezielt, als alle Apps

mit einem Schlag zu killen.

Was tun bei wenig

Speicherplatz?

Aus obigem Beispiel sollte klar werden, dass

es nichts bringt, Apps über einen Taskmanager

automatisch abschießen zu lassen. Sie

werden dabei unter Umständen unsauber beendet,

und der frei gewordene Speicher wird

vom Android-System sowieso wieder aufgefüllt.

Das führt üblicherweise nur dazu, dass

Ihr Handy mehr Strom verbraucht, und

schneller wird es dadurch auch nicht. Soweit

die Theorie, die auch ganz gut zutrifft, solange

Ihr Handy über genügend Hauptspeicher

verfügt. 2 GByte sind wirklich toll!

Verfügt Ihr Handy über einen Speicher mit

nur 512 MByte oder noch weniger, dann können

Sie nur eine bestimmte Anzahl von Apps

gleichzeitig nutzen. Sonst ist das Android-

System dauernd damit beschäftigt, den RAM-

Bereich neu zu ordnen.

Stellen Sie sich ein Kino mit 50 Plätzen vor,

in dem 70 Personen einen Film anschauen

möchten. Niemand soll bevorzugt werden,

niemand benachteiligt. Also müssen immer

wieder Leute reingelassen

und Leute nach draußen geschickt

werden, damit alle

etwa gleich viel sehen. Bis

alle den Film in voller Länge

gesehen haben, dauert es

wesentlich länger als 90 Minuten.

Hätte das Kino jedoch

100 Plätze, gäbe es

keine Probleme.

Als Lösung bietet es sich

hier an, den Film auf einer

kleineren Leinwand in

einem separaten Raum

ebenfalls vorzuführen. Dazu

kann man auf einem gerooteten

Handy auf der MicroSD-Karte

eine Swap-Partition

anlegen und dem System

beibringen, diese als

RAM-Erweiterung zu nutzen.

Diese Lösung ist vor allem dann

sinnvoll, wenn bereits viele Apps auf die

SD-Karte ausgelagert wurden und das

System sowieso oft auf die MicroSD-

Karte zugreift. Bei einem alten Handy

kann man hier mit einer Class-10- oder

noch besser Class-25-Karte viel bewirken.

Allerdings ist das Setup nicht ganz

trivial, und man braucht auch ein passendes

Custom ROM, das Swap unterstützt.

Zudem ist jede noch so schnelle

MicroSD-Karte rund 100 Mal langsamer

als ein gutes RAM-Modul. Theoretisch

kann man diesen Swap-Bereich auch

auf dem internen Speicher anbringen.

Aber Handys mit zu wenig RAM, aber

mehr als genug internem Speicher sind

dann doch eher selten…

So viel Speicher wie

möglich

So lapidar diese Überschrift klingen

mag, machen Sie sich nichts vor: Ein

Handy mit 512 MByte RAM wird bei

mehreren aktiven Apps immer in die

Knie gehen. Doch was tun, wenn das

Handy selbst mit einem 2-GByte-RAM

träge wirkt? Dann gilt es, die Apps ausfindig

zu machen, die dafür verantwortlich

sind, und diese von Hand (über Einstellungen

| Apps) oder mit einem Task-Killer dezidiert

zu beenden.

Ein Task-Killer ist also insofern sinnvoll,

dass er eine hübsche grafische Oberfläche

bietet, um gezielt einzelne Anwendungen zu

beenden. Denn das Android-System geht

nach strikten technischen Vorgaben vor. Es

kann nicht wissen, ob Chrome für Sie wichtiger

ist oder ein alternativer

Launcher, den Sie vielleicht

nicht einmal benutzen.

Nach einem festen Zeitplan

einfach alle Apps im Hintergrund

zu beenden, bringt

höchstens für ein paar Minuten

Besserung. Anschließend

füllt Android den Speicher

wieder auf. Das geht

zu Lasten der Akkulaufzeit.

Cache as Cache

can

Neben dem RAM braucht

das Android-System auch

Speicher auf der Festplatte

(bzw. dem fest verbauten

Flashspeicher). Dieser dient

dazu, Daten langfristig und

persistent zwischenzuspei-

Abb. 1: Solange der Speicher nicht

voll belegt ist, gibt es auch nichts zu

bereinigen.

Android-user.de Dezember 2013 81


Einsteiger

Task-Killer-Grundlagen

Abb. 5: Quick System Info Pro liefert

viele Details zum Android-System

und den einzelnen Prozessen.

Abb. 3: Mit 550 MByte fällt die

Kapazität der Cache-Partition auf

dem Nexus 4 sehr groß aus.

chern. Anders als im RAM sind diese Daten

also auch nach einem Reboot noch vorhanden

und befinden sich stets am gleichen

Platz auf dem Dateisystem. Wie groß der

Cache ist, hängt vom vorhandenen Komplettspeicher

und der Partitionierung des Herstellers

ab, da sich der Systemcache auf einer separaten

Partition befindet. Diese /cache-Partition

(nicht zu verwechseln mit dem Dalvik-

Cache, der sich auf der /data-Partition befindet)

füllt Android mit Daten, und da

man sie ohnehin nicht für andere Zwecke

nutzen kann, lohnt es sich auch

nicht, hier von Hand aufzuräumen.

Es gibt Custom ROMs, die die /cache-

Partition verkleinern, um mehr Platz für

das System und Apps zu haben. Eine zu

kleine Cache-Partition kann jedoch

dazu führen, dass man keine großen

Apps mehr herunterladen kann. Jede

App kann von diesem vorübergehenden

Speicher Gebrauch machen. Auf

dem Nexus 4 mit 8 GByte Speicher beträgt

die Größe der /cache-Partition

rund 550 MByte, auf dem Galaxy S4

mini von Samsung hingegen nur 200

MByte, beim HTC One X1 sind es 252

MByte. Hier gibt es also große Unterschiede

zwischen den Herstellern.

Apps cachen auch

Daten

Ebenfalls als Cache bezeichnet man

oft den Speicherbereich, der jeder

App zusteht, um Daten langfristig zu

speichern. Ist auf Ihrem Handy also

nicht mehr genügend Platz vorhanden,

dann lohnt es sich, hier aufzuräumen.

Beachten Sie aber

auch in diesem Fall, dass

nicht jede Löschaktion

sinnvoll ist. Zum Beispiel

braucht die Galerie sehr

viel Platz, um die Vorschaubilder

Ihrer Fotos zu

speichern. Löschen Sie

diese, wird die Galerie-App

die Minibilder beim nächsten

Start neu anlegen. Das

kostet Zeit und Akkuleistung,

und der frei gewordene

Speicher wird wieder

belegt. Sie müssten dann

also auch zahlreiche Fotos

löschen, damit dieser Vorgang

etwas bringt.

Auch den Browser-

Cache zu leeren, ist nicht

unbedingt empfehlenswert,

da darin ebenfalls sehr viele Bilder liegen.

Diese müssen dann beim nächsten Besuch

der Webseite wieder heruntergeladen

werden, was Zeit kostet und unter Umständen

auch das Datenvolumen unnötig belastet.

Bei einigen Apps, die Sie nur selten benutzen

und die viele Daten zwischenlagern,

kann es sich aber lohnen, von Hand Platz zu

schaffen. Play Music speichert zum Beispiel

ganze Alben lokal, auch wenn Sie diese nur

per Streaming anhören. Die Größe des Zwischenspeichers

anzupassen, ist bei Play

Music nicht möglich, aber Sie können der

App das Cachen komplett verbieten.

Wie viel Speicher jede App benutzt, erfahren

Sie in den App-Infos unter Einstellungen

| Apps. Hier gibt es einen Eintrag für die fest

gespeicherten Daten und den (System-)

Cache. Wählen Sie Daten löschen, wird automatisch

der Cache bereinigt. Welche Daten

wie gespeichert werden, legt der Entwickler

fest. Die passende Dokumentation gibt es auf

der Android-Entwicklerhomepage [LINK 1].

Abb. 4: Google Play Music benutzt

den Cache auch als Zwischenspeicher

für gestreamte Musik.

Und was ist mit Zombies?

Unter idealen Bedingungen muss man ein

Computersystem nie neu starten. Es gibt Linux-Server,

die arbeiten schon seit Jahren

ohne Neustart. Doch bei Fehlern im System

oder schlecht programmierten Apps können

Prozesse bzw. Apps „sterben“, ohne richtig

beendet worden zu sein. Man spricht hier

von Zombies oder Zombieprozessen. Zombieprozesse

verbrauchen keinen Speicher.

Lediglich die Information, dass es sich um

einen Zombie handelt, speichert das System.

Daneben kann es aber auch Systemprozesse

geben, die kaputt sind (defunct) und

82

Dezember 2013

Android-User.de


Einsteiger

Task-Killer-Grundlagen

die auf dem RAM sitzen bleiben. Deshalb

schadet es Ihrem Smartphone überhaupt

nicht, wenn man es von Zeit zu Zeit einfach

neu startet. Erst dann werden solche Prozesse

bereinigt, und es steht garantiert wieder

der volle Speicher zur Verfügung.

Ran an die Infos!

Sie sind noch am Lesen? Schön, dann möchten

Sie bestimmt auch wissen, wie Sie an die

zentralen Informationen gelangen: Welche

App wie viel Speicher im RAM und auf dem

Dateisystem verbraucht und überhaupt: Welche

Prozesse gerade aktiv sind. Und da sind

wir wieder bei den Task-Killern angelangt.

Apps wie Clean Master [LINK 2] oder GO

Cleaner & Task Manager [LINK 3] bieten eine

App startet nicht mehr

Wenn eine App nach dem Start gleich abstürzt

oder es nach einem Update zu Problemen

kommt, lohnt es sich, zunächst nur den Cache

zu löschen. Dann bleiben Ihre Einstellungen erhalten,

aber das Problem ist eventuell gelöst.

Klappt es damit nicht, müssen Sie auch die

Daten löschen.

Reihe solcher Infos, die Ihnen bei der Beurteilung

helfen können, welche Apps schlecht

für das System sind. Meiden sollten Sie hingegen

One-Click-Lösungen, die das Blaue

vom Himmel versprechen. Sehr umfangreiche

Infos zu System, Speicher und Prozessen

liefert die Gratis-App Quick System Info Pro

[LINK 4]. Auch diese App erlaubt es, dezidiert

Prozesse zu beenden.

Fazit

Gegen zu wenig RAM hilft in den meisten

Fällen nur ein Handy mit mehr Hauptspeicher.

Um das Gerät dann wieder fit zu machen,

ist es möglich den fehlenden Hauptspeicher

auf eine schnelle MicroSD-Karte

auslagern. Wenn ein Smartphone lahm wird,

sind in den meisten Fällen schlecht programmierte

Anwendungen oder zu wenig freier

Speicherplatz daran schuld.

In beiden Fällen ist es aber auf lange Sicht

sinnvoller, die Verursacher des Problems ausfindig

zu machen und zu löschen, als mit

einem Taskmanager stets alle laufenden Anwendungen

zu beenden. Egal ob Sie einen

Task-Killer benutzen oder nicht: Hauptsache

das Resultat stimmt!

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30933


Tipps & Tricks

Musik-Tipps

Audio-Tipps

In dieser Rubrik stellen wir euch jeden Monat neue Musik und kostenlose Downloads vor. Auf android-user.de

feiern wir jeden Freitag ein Album der Woche. Es gibt tolle Verlosungen und weitere Spotify-Playlisten. Watch Out!

Christian Ullrich

Moonface:

Julia With Blue Jeans On

Ein Mann und seine Stimme, die in der widerhallender Akustik

des Klaviers einen Freund fürs Leben gefunden hat. Moonface

singt auf „Julia With Blue Jeans On“ um selbiges und bindet

den Hörer in diese Dramatik ein. Jeder Anschlag

der Tasten und jedes Wort wird zu einem Manifest

eines Mannes der Musik spielt nicht um reich

zu werden, sondern um seiner Seele Ausdruck zu

verleihen. Alles beginnt mit „I am a barbarian

most of my life“ und endet mit Gänsehaut am

ganzen Körper. Unbedingt unter [LINK 1] antesten!

Genre: Klavierpop

Für Fans von: Jamie Cullum / Wolf Parade

Label: JagJaguar

Tero Ahonen

The BossHoss: Flames of Fame

Anzughengste aufgepasst, The Boss-

Hoss treiben wieder die Bullen durch

den wilden Westen Deutschlands. Zum

Frühstück werden Bohnen aufgetischt,

der Rest des Tages klingt mit Bier und

Whiskey aus. Wenn die Nacht anbricht

wandeln sich die

Cowboys

zur Motorrad

Gang. Das steht den Jungs, die auf

„Flames Of Fame“ weiter das Beste

aus Country, Blues und

Rock’n’Roll verbinden und

mit Outlaw-Bläsern ergänzen,

die vor Freude nur so strotzen.

The BossHoss wissen Akzente

richtig zu setzen und auf Albumlänge

zu überzeugen. Das

Video zur Single „Do

It“ unter Link [LINK 2].

Genre: Country Rock

Für Fans von: Kid Rock

Label: Universal

Joseph Llanes

Erik Weiss

84 Dezember 2013 Android-User.de


Musik

James Blunt: Moon Landing

James Blunt bricht mit seinen Melodien Herzen und

fügt diese mit den Refrains wieder zusammen. Das

ist sein spezielles Talent, das auch „Moon Landing“

zu einem weiteren besonderen Album macht. Einfühlsame

Klavierpassagen münden in Eruptionen

von Gefühlen und gießen verschiedenste Gemütszustände

in Töne. "Moon Landing“ ist dennoch roh,

zeigt sich rockig und ist doch ein emotionsgeladenenes

Album, das nur James Blunt in dieser Qualität

schreiben kann. NIcht verwunderlich, dass James

Blunt als Schmuserocker verschrieen ist. Aber hey!

Wer nur das negative sehen

will, soll "Moon Landing" nicht

hören. Wer positiv gestimmt ist,

wird nicht nur viele neue Lieblingslieder

finden, sondern auch

ein tolles Album. Link [LINK 3] führt

zum „Bonfire Heart“-Video.

Genre: Songwriter

Für Fans von: Snow Patrol / David Kitt

Label: Warner

HiGHLight

Warner Music Group

Lorde:

Pure Heroine

„Pure Heroine“ ist ein

Album voller Tiefe. Es ist

dunkel und geheimnisvoll.

Kaum zu glauben,

dass die Musikerin dahinter

erst 16 Jahre alt

sein soll. Ein Teenager

also, der mit seinen

Liedern nichts weniger

verknüpft als die verschiedenen minimalen

Stile der Gegenwartsmusik. Da wären

Drake (RnB), James Blake (Dubstep) und

Burial (Elektro), deren Soundgewand

Lorde für Popsongs nutzt und mit ihrer

soulig-warmen Stimme verfeinert. Zuletzt

gelang es ihr mit der Single „Royals“,

Miley Cyrus von der Spitze der US-Charts

zu verdrängen. Das ist doch mal eine Ansage

und ein Fingerzeig auf das Potenzial

der jungen Künstlerin. Zu „Royals“ gibt es

unter [LINK 4] ein Video.

Bloc Party Tapes:

mixed by Kele

Die Tapes-Reihe des Labels !K7 ehrt die Kassette

in ihrer Königsform, dem Mixtape. Wie schwer

ein solches zu erstellen ist, weiß jeder, der sich

daran versucht hat - und nicht zuletzt der Bloc

Party Frontmann Kele Okereke. Mit Bloc Party

Tapes schafft er dennoch einen außergewöhnlichen

Mix, der Grenzen einreißt. Von Postrock

über Grime hin zu Elektro, über Funk und

Soul und weiter zu trance-artigen afrikanischen

Beat-Patterns. Wie

bitte? Keine Sorge, das

ist kein Hipster-Scheiß

aus dem Jutebeutel, sondern

ein explosiver Mix,

der zwar mutig, aber

doch geschmeidig das

Wohnzimmer aus den

Angeln hebt. Kele

traut sich das, und

das ist gut so! [LINK 5]

Louie Banks

Genre: Songwriter, Pop

Für Fans von: James Blake, Drake

Label: Universal

Genre: Elektro

Für Fans von: Mixtapes

Label: !K7

Android-user.de Dezember 2013

85


Jens Herrndorff

Fettes Brot: 3 is ne Party

„Das Leben ist Improvisation“, wird klargestellt, ehe

ein simpler Linienbus in ein Lowrider-Party-Gefährt

umgebaut wird. Das Bier steht kalt, und dann kracht

auch schon die Musik aus den Boxen. Fettes Brot

kämpfen für ihr Right to Party (frei nach den Beastie

Boys) und mixen schon mal die Cocktails. Die Zutaten

sind klar: Mc Fitti, Sportfreunde Stiller, Deichkind

und ganz viel König Boris, Doktor Renz und Schiffmeister.

Klar ist auch: Das bringt mehr Umdrehungen

als Captain Morgan und lässt die Beats knallen

wie Sektkorken. Bleibt eigentlich nur eine Fragen

offen: Was ist der Unterschied

zwischen einem Überraschungsstaat

und einem Überwachungsei?

Wer jetzt zusammenklappt

und zum Therapeuten

kriecht, trinkt noch 'nen Korn

und hört das Album von vorn [LINK 6].

Genre: Hip-Hop / Elektro

Für Fans von: MC Fitti

Label: FBS

Jeremy Williams

Oh Land: Wishbone

The Next Big Thing als Etikett zu tragen, ist nicht einfach. Der Titel lastet

wie Blei auf den Schultern. Die Dänin Oh Land geht damit erstaunlich

entspannt um und zimmert ein Album in den Himmel, das im Kosmos

des Frauen-Power-Pops alles wagt und auch alles gewinnt! Wo andere

eine Weinschorle spendieren, shaked Oh Land einen Cocktail

der von Stilen und Variationen nur so strotzt und gleichzeitig

von einer fast unverschämten Selbstverständlichkeit getragen

wird. Mehr noch, „Wishbone“ setzt einen wundervollen Kontrapunkt

gegen das Kunstprojekt Lady Gaga [LINK 7].

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31076

1. John Newman

Multitalent mit Hitgarantie

2. Maria Taylor

Zauberhafte Folk-Song-Melodien

3. Booka Shade

Entspannte House-Tunes

4. Aloe Blacc

Der Soul-Mega-Star ist zurück

5. Tim Kasher

Indie-Wahnsinn mit Methode

Genre: Pop

Für Fans von: Ellie Goulding

Label: Federal Prism

Weitere Highlights

aus dem PlayStore

86

Dezember 2013

Android-User.de


Rubrik Musik

Schlagwort

Musik-App des Monats

PocketBand

Wer kreative Musik erstellen möchte, ohne teure Software

zu kaufen, sollte PocketBand Lite testen. Die App

liefert einen 12-Kanal-Sequenzer, einen polyphonen

Synthesizer, eine Drum Machine sowie einen Modulator.

Wer die App nutzen will, sollte mit diesen Begriffen

vertraut sein und das integrierte Tutorial „durchspielen“.

Danach können Tracks gebaut und mit Freunden

weltweit geteilt werden, die wiederum

die Musik bewerten oder mit weiteren Instrumenten

ergänzen können. Im Handumdrehen

entsteht so spannende Musik, die als MP3 oder

als Klingelton exportiert werden kann. Nachteile: Eine

Internetverbindung sowie eine Anmeldung sind zwingen

notwendig.

kostenlos

(Lite)

Hardware des Monats

Monster-Kopfhörer

135 €

Der neueste Streich von der High-

End-Kopfhörermarke Monster gefällt

durch seine schlichte Optik

und die federleichten Materialien.

Der Tragekomfort wird durch die

flexiblen Bügel unterstützt. Fünf

verschiedene Aufsätze ermöglichen

die optimale Anpassung an

jedes Ohr. Druckschmerzen oder

ständiges Nachjustieren wird dadurch

geschickt umgangen und

man kann die Aufmerksamkeit

auf die Musik konzentrieren.

Diese wird durch die passive Geräuschdämmung

besonders klar

dargestellt. Im Test gefiel uns der

Klang bei Pop- und Rocksongs

am besten. Sobald Bässe dominieren

(Elektro, Hip-Hop), bestimmen

die tiefen Frequenzen das

Klangbild. Der Preis von circa 135

Euro ist deswegen etwas zu hoch

angesetzt. Wir empfehlen diese

Kopfhörer daher dem modebewussten

Musikfan, der zwischen

Büro und Fitnessstudio pendelt.

Alle

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www.android- user.de/qr/31076

Dezember 2013

87


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks und Apps,

die das Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-

Gerät einfacher und angenehmer machen oder

tele52, 123RF

einfach nur cool sind. Patrick Neef

Abb. 1: Deaktivieren Sie in den Einstellungen

sicherheitshalber die

Anzeige des Entsperrmusters.

Entsperrmuster ausblenden

Die Bildschirmsperre ist die erste

Hürde, die jeder potenzielle Dieb

überwinden muss, und daher sollte

sie so sicher wie möglich sein. Android stuft

das Entsperrmuster als „mittel-schwierig“ zu

knacken ein, was als erster Schutz ausreichen

sollte. Ärgerlich ist jedoch, dass das

Muster beim Zeichnen angezeigt wird. Da

reicht ein Blick über Ihre Schulter, und schon

ist das Muster mit einem Blick erkannt.

Um das zu verhindern, sollten Sie die

Sichtbarkeit des Musters ausschalten. Das ist

schnell erledigt: Einfach in den Einstellungen

unter Sicherheit den Haken bei Muster sichtbar

machen entfernen. Danach wird das

Muster nicht mehr abgebildet, wenn Sie es

mit dem Finger auf das Display zeichnen.

Anfangs fehlt das visuelle Feedback, doch

daran haben Sie sich nach ein paar Mal Entsperren

des Android-Geräts gewöhnt. Und sicherer

ist diese Methode auf jeden Fall.

Homescreens organisieren

Homescreens muss man bändigen,

sonst nehmen sie schnell überhand.

Hat man mehr als drei Homescreens,

fällt die Übersicht schwer. Ständig

fragt man sich, auf welcher Seite man ist

oder entdeckt doppelte Verknüpfungen und

Widgets. Hier gilt es also, ein wenig aufzuräumen.

Viele Launcher – nicht aber der

Standard-Launcher eines Nexus-Geräts – bieten

daher einen Übersichtsmodus.

Sie verschaffen sich einen schnellen Überblick,

indem Sie die Hometaste gedrückt halten

oder die Bildschirmansicht per Pinch-tozoom-Geste

zusammenziehen. Dann sehen

Sie alle Homescreens in Miniaturansicht mitsamt

Verknüpfungen und Widgets. Hier können Sie

die Homescreens nun löschen oder arrangieren.

Synchronisierungseinstellungen

konfigurieren

Fast jeder Android-Nutzer kennt das:

Man gibt sein E-Mail-Konto an, dann

natürlich noch das Google-Konto, falls

dieses vom ersten abweichen sollte, und darüber

hinaus mehrere Konten verschiedener sozialer

Netzwerke. Kommen dann noch weitere E-Mail-

Konten hinzu, ist das Chaos perfekt: Der Kalender

ist voll, die Kontaktliste ebenfalls, und viele

Apps wie zum Beispiel Google Keep arbeiten mit

mehreren Konten, sodass man gelegentlich Notizen

mit dem falschen Konto benutzt.

Das muss nicht sein, und deshalb ist es empfehlenswert,

sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen,

um die einzelnen Synchronisierungsoptionen

durchzugehen. In den Einstellungen lässt

sich im Abschnitt Konto jedes einzelne Konto

auswählen. Dort kann man dann in den Sync-

Einstellungen Haken bei den Diensten setzen, die

man auch wirklich synchronisieren will. Jetzt

können Sie genau festlegen, welche Kalender,

Notiz-Apps und E-Mail-Dienste Sie überhaupt

nutzen wollen. Das sorgt für Ordnung auf dem

Android-Gerät und schont den Akku.

Kontakte auf dem Homescreen

ablegen

Jeder hat mindestens einen Kontakt,

den er besonders oft anruft oder dem er

häufig schreibt. Warum also nicht eine

Verknüpfung für diese Person direkt auf den

Homescreen legen? Das ist ganz einfach: In der

Kontakte-App können Sie beim ausgewählten

88

Dezember 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kontakt die Option Auf Startbildschirm platzieren

oder ähnlich auswählen. Dann landet

das Profilbild als Icon auf dem Desktop.

Zugegebenermaßen sieht ein Gesicht auf

dem Homescreen zwischen all den Google-

Icons etwas seltsam aus. Eine Lösung besteht

darin, das Icon gedrückt zu halten, dann auf

Bearbeiten zu klicken und im daraufhin angezeigten

Dialog das Profilbild anzuklicken.

Nun können Sie statt des Profilbilds ein anderes

Foto – oder noch besser: ein passendes

Icon – für die Verknüpfung auswählen.

Aufnahmen zu Google+

sichern

Selbst wenn Sie Google+ nicht benutzen,

können Sie beim Einrichten

der App den Foto-Upload aktivieren.

Fortan werden alle Fotos in ihr Google-

Konto hochgeladen. Keine Angst, die Bilder

werden nicht automatisch mit anderen Personen

oder Kreisen geteilt. Sie finden all Ihre

Bilder fein nach Datum sortiert in den Abschnitten

„Highlights“ und „Fotos“, doch in

keinem Album. Wenn Sie alle hochgeladenen

Bilder sehen wollen, schauen Sie einfach

unter dem Reiter „Mehr“ nach, dort gibt es

einen Eintrag „Automatische Sicherung“, in

dem all Ihre Bilder landen, die vom Android-

Gerät hochgeladen wurden.

Sie können den Upload in den Einstellungen

von Google+ so einrichten, dass er entweder

nur bei bestehender WLAN-Verbindung

oder auch sofort über das Mobilfunknetz

aktiviert wird. Letzteres belastet natürlich

Ihren Mobiltarif kräftig , doch wenn Sie

eine Flatrate mit genügend hohem Datenlimit

haben, sollten ein paar

Bilder pro Tag kein

Problem darstellen.

Aufpassen müssen Sie

nur bei großen Videoaufnahmen.

Rabatt beim

Gutscheinkauf

iOS-Nutzer

kennen es

schon, mit

der Einführung der

Google-Play-Gutscheinkarten

kommen

jetzt auch Android-

User in den Genuss

von Rabattaktionen:

Bekannte Elektronikhäuser

wie Saturn und

Media Markt, aber

auch viele Supermarktketten

wie Rewe, Kaisers, netto und

real haben Geschenkgutscheine von Google

Play im Programm und bieten immer wieder

Rabatte an.

Meist handelt es sich dabei um 20 Prozent,

sodass man beim Kauf einer Karte im

Wert von 25 Euro nur 20 Euro zahlt, bei

einer 50-Euro-Karte spart man sogar ganze

10 Euro! Es lohnt sich also, Prospekte nach

Angeboten durchzusehen oder noch besser

regelmäßig auf www.android-user.de nach

Ankündigungen solcher Aktionen Ausschau

zu halten.

E-Mail einsehen, ohne

Gerät zu entsperren

Es ist nicht immer ganz einfach,

unter Android eine Vorschau

einer empfangenen E-Mail im

Sperrbildschirm einzurichten. Wer dafür

kein extra Widget oder zusätzliche App

installieren will, kann das ab Android 4.2

auch ganz einfach regeln. Mit einem aktuellen

Android haben Sie nämlich die

Möglichkeit, Widgets auf dem Sperrbildschirm

zu aktivieren.

Dazu schalten Sie Ihr Handy an und

schieben, noch bevor Sie die PIN oder das

Passwort eingeben, den Bildschirm nach

rechts, sodass sich ein rechteckiges Fenster

mit einem Pluszeichen in der Mitte auftut.

Um das E-Mail-Widget platzieren zu können,

geben Sie Ihre Entsperr-PIN ein, wählen das

entsprechende Widget aus und geben dann

noch an, welchen Ordner Sie sehen möchten

– das sollte sinnvollerweise der Posteingangsordner

sein.

Abb. 2: Die Homescreens lassen sich

intuitiv per Drag-and-drop hin- und

herschieben.

Abb. 3: Deaktivieren Sie in den Einstellungen

alles, was nicht synchronisiert

werden soll.

Abb. 4: Legen Sie in den Einstellungen

von Google+ fest, wann Bilder

gesichert werden sollen.

Android-user.de

Dezember 2013 89


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 5: Mit dem E-Mail-Widget sehen

Sie Ihre neuesten Mails, ohne das

Handy zu entsperren.

Abb. 6: Die Verknüpfungen vom

Nova Launcher können als praktische

Shortcuts nützlich sein.

Wenn Sie nun bei der nächsten Gelegenheit

einen kurzen Blick auf den E-Mail-Eingang

werfen wollen, müssen Sie das Gerät nur

aus dem Standby wecken und den Bildschirm

nach rechts schieben, schon sehen

Sie im Widget, wer Ihnen eine E-Mail geschrieben

hat und erkennen den Betreff

sowie die ersten Wörter der E-Mail. Und das

alles, obwohl das Gerät gesperrt bleibt.

Verknüpfung zu

Aktivitäten erstellen

Aktivitäten sind Bildschirme oder

Funktionen innerhalb einer App.

Mit Hilfe von Launchern wie dem

Nova Launcher [LINK 1] kann man eine Verknüpfung

auf dem Homescreen erstellen,

die direkt zu einer solchen Aktivität führt.

Das ist zum Beispiel gerade dann sinnvoll,

wenn Sie eine bestimmte Funktion einer

App regelmäßig benutzen und nicht jedes

Mal umständlich innerhalb der App dorthin

navigieren wollen.

Im Falle von Nova Launcher halten Sie

dazu den Finger auf dem Homescreen gedrückt,

tippen auf Verknüpfungen und

dann in der Liste ganz oben auf Aktivitäten.

Daraufhin öffnet sich eine Liste mit

installierten Apps und einem Reiter jeweils

links neben dem Namen, der die einzelnen

Aktivitäten der Apps sichtbar macht.

Bedenken Sie aber, dass dieses Vorgehen in

vielen Fällen weder sinnvoll ist noch funktioniert.

Nur weil eine App wie etwa Amazon

Kindle die Aktivität „UpgradePage“ auflistet,

versteckt sich dahinter noch lange keine

nützliche Funktion. In diesem Fall ist es die

Synchronisation mit dem Internet.

Abb. 7: Crapware kann oft nicht

gelöscht werden, deaktiviert ist sie

aber nicht mehr sichtbar.

Abb. 8: Der erkannte Musiktitel wird

von Google zum Kauf angeboten.

Clever, Google!

Nützlicher sind Verknüpfungen zur Navigation

innerhalb von Google Maps, eine Verknüpfung

zu Ihren Playlisten bei Google Play

Music oder das Starten des Fotoeditors, der

sich als Aktivität der Fotogalerie versteckt.

Apps deaktivieren

Viele Android-Geräte kommen mit

vorinstallierten Apps daher, die

man gar nicht haben will. System-

Apps sind eine Sache, doch viel nerviger sind

Apps wie Lieferheld, MyTaxi oder HRS Hotels.

Nichts gegen die Anwendungen an sich,

doch solche vorinstallierten Anwendungen

erinnern fast schon an PCs von Dell oder

Acer, die standardmäßig mit Programmen

zugepflastert sind. Das Ärgerliche: Oft lässt

sich diese Crapware nicht deinstallieren.

Trotzdem lassen sich ungewünschte Apps

deaktivieren: Rufen Sie dazu in den Einstellungen

den Anwendungsmanager oder Apps

auf. Suchen Sie sich hier nun eine App heraus,

dort können Sie meist rechts oben auf

Deaktivieren tippen. Die App verschwindet

damit auch aus dem App Drawer! Wenn Sie

die App wieder aktivieren wollen, müssen

Sie erneut den Anwendungsmanager öffnen

und dort im Reiter „Alle“ die betreffende App

wieder aktivieren.

Google Soundsearch

Google Soundsearch ist eine prima

Sache: Dieser Dienst macht den

Apps Soundhound und Shazam

Konkurrenz und funktioniert in der Praxis

sehr überzeugend. Einfach die App runterladen

[LINK 2] und dann starten, wenn man

Musik hört, bei der man wissen will, von

wem sie stammt. Man kann

die App auch über ein Widget

starten, und das sogar im

Sperrbildschirm.

Es geht aber noch einfacher,

und das wissen nur Wenige:

Es genügt, wenn Sie

Google Now öffnen und auf

das Mikrofon für die Spracheingabe

tippen. Das geht sogar

schneller, wenn Sie das Mikrofonsymbol

in der Google-

Suchleiste auf dem Homescreen

drücken. Der Dienst

erkennt dabei automatisch,

dass keine Spracheingabe erfolgt,

sondern Musik abgespielt

wird. Sie müssen dann

aber noch auf das Notensymbol

tippen, damit die Musikerkennung

startet.

90

Dezember 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Tastaturhänger

vermeiden

Beim Tippen auf

der Android-Keyboard

unter Jelly

Bean kommt es immer

wieder zu Aussetzern: Gedrückte

Buchstaben bleiben

stehen, nichts tut sich.

Der Grund hierfür liegt oft

darin, dass man auf der

Tastatur tippt, während

gleichzeitig die Bewegungseingabe

(Gesture Typing)

aktiviert ist. Normalerweise

sollte das keinen

Konflikt erzeugen, doch

tippt man zügig, kann es

passieren, dass die Tastatur

immer dann anhält,

wenn sie auf die nächste

Wischbewegung wartet.

Also kein Grund zur Sorge, Ihr Android-

Gerät leidet nicht unter Performanceschwächen.

Schalten Sie entweder die Bewegungseingabe

in den Tastatureinstellungen aus

(Sprache & Eingabe | Regler-Icon neben Android-Tastatur

drücken | Bewegungseingabe

aktivieren deaktivieren) oder benutzen Sie

sie konsequent, dann gibt es keinen Konflikt.

Abb. 9: Bei aktivierter Bewegungseingabe

kann es zu Konflikten

während des Tippens kommen.

Abb. 10: Mit dem AppOps-Rechtemanager

aus Android 4.3 lassen

sich Apps Rechte entziehen.

App-Rechte einschränken

(Android 4.3)

Unter Android 4.3 gibt es einen versteckten

Rechtemanager, oft auch

AppOps genannt. Damit lassen sich

einzelne Rechte von Handy-Apps ein- oder

ausschalten. Das Ändern solcher Einstellungen

kann zu einem instabilen Android-System

führen, weshalb Google das Feature

wohl vorerst noch nicht direkt zugänglich gemacht

hat. Wer sich aber gut auskennt und

das Risiko nicht scheut, der kann sich die

kostenlose Anwendung App Permission Manager

AppOps [LINK 3] aus dem Google Play

Store herunterladen.

Damit werden die Einstellungen der App-

Rechte erreichbar. Aber Achtung: Sie sollten

nicht einfach die Rechte von System-Apps

auf bloßen Verdacht hin deaktivieren. Knöpfen

Sie sich lieber die offensichtlichen Apps

wie zum Beispiel Spiele oder kleine Notiz-

Apps vor, die unbegründet auf Kontakte oder

das Telefon zugreifen wollen.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30795

Android-user.de Dezember 2013 91


Tipps & Tricks

Root-Tipps

Nur mit Root… Boot-Animationen, Übertakten, Backups

Gerootet,

was jetzt?

Android basiert auf

Linux; und so kann man

auch bei Android-Geräten

die CPU übertakten

oder die Bootanimation

austauschen. Wir stellen

die besten Root-Tipps

vor. Mirko Mahlberg

Bootanimation auswechseln

Um den Start eines Gerätes zu verschönern,

zeigen Computer und

auch Handys oder Tablet während

des Bootvorgangs kurze Animationen – Bootanimationen

– an. Jeder Hersteller gestaltet

diese natürlich nach seinem Gusto, schließlich

möchte er schon gleich beim Booten

wiedererkannt werden.

Kennen Sie sich ein wenig im Android-System

aus, dann lassen sich diese Animationen

auch personalisieren.

Im Internet gibt es

zahlreiche von Android-Usern

erstellte

Bootanimationen, die

in der Regel alle kostenlos

nutzbar sind.

Eine gute Quelle für

Bootanimationen,

die zu Ihrem Handy passen, sind die Foren

von Android-Hilfe.de [LINK 1] und XDA-Developers

[LINK 2].

Bei den meisten Android-Geräten liegt die

Bootanimation als bootanimation.zip als

ZIP-Datei in dem Verzeichnis /system/media.

Bei einigen Geräten wie etwa dem Samsung

Galaxy S4 müssen Sie jedoch erst einmal die

ZIP-Datei CWM_CustomBootanimation_421_Enable.zip

[LINK 3] per Recovery-Mode in das

System flashen, die erst Bootanimationen im

ZIP-Format ermöglicht. Anschließend löschen

Sie die Bootanimation in dem bereits

genannten Verzeichnis und kopieren stattdessen

Ihre heruntergeladene mittels eines

Root-fähigen Dateimanagers hinein.

Die smarte Android-Applikation Boot Animation

Changer [LINK 4] vereinfacht und beschleunigt

den Austausch der Bootanimation

erheblich. Sie bietet eine Menge verschiedener

Bootanimationen zum

Herunterladen an

und wechselt diese

mit nur einem

Klick aus. Sie müssen

Ihr Handy nach

dem Austausch

nur noch einmal

schnell neu

starten, schon

sehen Sie den neuen

Look. Wenn Sie jedoch

ein Smartphone von Samsung besitzen, müssen

Sie vorher ein Custom-ROM installieren,

andernfalls verweigert die App Ihren Dienst.

Sergey Konyakin, 123RF

Displayfarben kalibrieren

Das Display ist wohl eines der

wichtigsten Komponenten eines

jeden Smartphones. Immerhin

schauen wir ständig drauf. Es passiert aber

nicht gerade selten, dass ein Smartphone mit

blassen Farben und ohne Kontrast daherkommt.

Dies ist zum Beispiel beim Sony

92

Dezember 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Root-Tipps

Xperia Z der Fall. Da hilft es

nur, die Farben des Displays

zu kalibrieren. Ganz einfach

ist das aber nicht.

Sie benötigen dafür einen

Custom-Kernel, welcher das

Verändern der Farben unterstützt.

Meistens hat der jeweilige

Kernel schon eine verbesserte

Farbwiedergabe integriert.

In seltenen Fällen gibt

es auch noch eine Applikation,

die das manuelle Anpassen

der Farben erlaubt. Beim

Nexus 4 wäre dies zum Beispiel

Nexus 4 Display Control

[LINK 5]. Eine universelle App

für Android-Geräte haben wir

bisher noch nicht entdecken

können.

Abb. 4: Profis erstellen für unterschiedliche

Betriebszustände verschiedene

CPU-Profile.

Abb. 1: Mit dem Boot Animation

Changer peppen Sie die Bootanimation

Ihres Handys auf.

Abb. 5: Mit dem ROM Manager

sichern Apps Daten und ROM in

einem Rutsch in den Speicher.

Abb. 2: Nexus 4 Display Control

erlaubt es, die Farbdarstellung des

Handydisplays zu ändern.

Prozessor über- und

untertakten

Prozessoren zu übertakten ist die

hohe Kunst des Hardware-Hackings.

Natürlich geht dies nur,

wenn auch die entsprechende Software bereitsteht.

Für Android gibt es daher diverse

Apps, mit denen sich die Frequenzen der

CPU verändern lassen. Dies wird jedoch mit

einem Stock-Kernel nicht funktionieren, weshalb

Sie für Ihren Androiden einen Custom-

Kernel oder gleich ein Custom-ROM (mit entsprechendem

Kernel) benötigen.

Falls Sie Ihr Smartphone übertakten wollen,

achten Sie darauf, dass der Kernel dies

auch unterstützt. Ein Gerät kann auch nur so

hoch getaktet werden, wie es der Kernel erlaubt.

Beispiel: In einem HTC One ist ein Prozessor

mit 1,7 GHz verbaut. Sie wollen diesen

übertakten und installieren einen Custom-Kernel.

Dieser Custom-Kernel unterstützt

eine Übertaktung bis hin zu 2,1 GHz,

da der Entwickler dies für eine sichere Maximalfrequenz

hält.

Es ist nämlich nicht ganz ungefährlich,

den Prozessor eines Handys zu übertakten.

Dies kann zu einem Hardbrick (Totalschaden)

führen. Da mit dem Rooten des Geräts

die Garantie verloren geht, müsste man sich

im schlimmsten Fall nach einem neuen

Smartphone umsehen. Das Alte dient dann

höchstens noch als Türstopper.

Es gibt zwei aktuelle Applikationen, die

das Über- und Untertakten übernehmen. Mit

CPU Tuner [LINK 6]

können Sie nicht

nur die Taktfrequenz

verändern

(mindestens und

maximal), sondern

auch Profile auswählen,

die sich auf den Akkuverbrauch

auswirken. Um

Strom zu sparen, wird

dann die CPU etwas weiter

heruntergefahren, sobald

zum Beispiel das Display

ausgeht.

Eine Berühmtheit im

Android-Lager ist die App

SetCPU for Root User

[LINK 7]. Diese App macht

das gleiche wie CPU Tuner,

kostet allerdings 1,49

Euro. Im XDA-Thread

Abb. 3: User-Profile erlauben es

auch Anfängern, die CPU des Handys

sicher zu übertakten.

Android-user.de Dezember 2013 93


Tipps & Tricks

Root-Tipps

[LINK 8] bietet der Entwickler

jedoch eine etwas ältere

Version auch kostenlos

zum Reinschnuppern

und Experimentieren an.

Alle

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www.android- user.de/qr/30934

Komplettes

System-Backup

Ein Grund, wieso

viele User Ihre

Smartphones

rooten, ist, dass man ein

sogenanntes Nandroid-

Backup erstellen kann. Mit

einem entsprechenden

Custom Recovery (ClockworkMod

oder TWRP) lassen

sich so Eins-zu-eins-

Kopien erstellen. Ein Custom-Recovery

ist auch generell

die Voraussetzung

für die Installation alternativer Firmwares

(Custom-ROMs).

Abb. 6: Vor der Installation eines

neuen ROMs sichern Sie das

Handy mit Titanium Backup.

Ist Ihr Androide gerootet,

laden Sie sich den ROM Manager

[LINK 9] aus dem Play Store

herunter und klicken auf Recovery

Setup ganz oben. Abschließend

wählen Sie noch das Custom

Recovery aus. Der ROM Manager

installiert dann automatisch

das Recovery. Um das aktuelle ROM

zu sichern, sprich ein Nandroid-

Backup zu erstellen, wählen Sie Option Sicherung

der aktuellen ROM aus. Daraufhin

startet die App Ihr Smartphone in das Recovery-Menü

und erstellt ohne weiteres Zutun

ein komplettes Backup Ihres Handys. Falls

Sie nun ein anderes ROM installieren und

wieder zurück möchten, können Sie ganz

einfach Ihre Sicherung wieder zurückspielen.

Abb. 7: AdAway unterdrückt durch

eine modifizierte Host-Datei Anzeigen

in Apps und Webseiten.

Apps und Daten sichern

Nicht nur ein ganzes System kann

gesichert werden, sondern auch nur

die Daten einzelner Applikationen.

Titanium Backup [LINK 10] dürfte den meisten

Android-PowerUsern etwas sagen. Es ist ein

Urgestein im Android-Sektor. Mit dieser Anwendung

können Sie einzelne Apps komplett

sichern – selbst System-Apps. Dies ist üblicherweise

bei großen ROM-Updates oder

beim Wechsel zu einem anderen ROM sehr

nützlich, denn oft verliert man bei diesem

Schritt alle App-Daten.

Um eine Stapelaktion durchzuführen, berühren

Sie das Zeichen neben der Lupe (das

Blatt Papier mit einem Haken). In der Kategorie

Backup finden Sie verschiedene Aktionen

zum Sichern. Bei einem ROM-Wechsel

wäre es ratsam, nur die Stapelaktion Alle Benutzer-Anwendungen

sichern auszuführen;

Systemdaten bei einem neuen System wiederherzustellen,

führt in der Regel zu vielen

Fehlern. Wenn die neue Firmware installiert

ist, spielen Sie Ihre Daten über Wiederherstellen

und Alle Anwendungen + Daten wiederherstellen

wieder zurück.

Werbung blockieren

Root-Rechte ermöglichen nicht nur

bunte „Basteleien“, sondern auch

handfeste Verbesserungen der Usability

Ihres Handys. So können Sie etwa zuverlässig

Werbeanzeigen in Apps und Webseiten

unterdrücken. Der beste Adblocker ist

AdAway [LINK 11]. Die App ist kostenlos, Open

Source, hat ein ansprechendes Design und

erledigt ihren Job äußerst zuverlässig.

Sobald Sie der App Root-Rechte erteilt

haben, berühren Sie auf der Startseite der

Anwendung den Punkt Dateien herunterladen

und den Werbeblocker aktivieren. Fast

täglich werden diese Dateien aktualisiert.

Von nun an sehen Sie keine Werbung mehr

im Browser oder in Applikationen. Selbstverständlich

gibt es auch eine Black- und Whitelists,

mit denen Sie die Filterregeln weiter

einschränken können. ● ● ●

94

Dezember 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Eduroam-Setup

Eduroam und VPN unter Android einrichten

Android an

der Uni

androidify.com

Ein Android-Smartphone

oder ‐Tablet ist

der ideale Begleiter

beim Studium. Unser

Artikel zeigt Ihnen, wie

Sie Ihren Androiden fit

für Eduroam und VPN

machen.

Simon Tobias Vetter

Tipp

Generell ist es empfehlenswert, im Play

Store nach dem Namen der Universität

oder der jeweiligen Stadt zu suchen.

Viele Universitäten bieten eigene Apps

an (Aachen, Bochum, Paderborn, Heidelberg

und viele mehr), die nicht nur

beim Mensaplan, sondern auch bei der

Suche nach der nächsten Bushaltestelle

oder Veranstaltung helfen. Außerdem

zeigen die Apps häufig aktuelle

Meldungen an. Ein Besuch der Webseite

oder des Schwarzen Bretts wird

dadurch fast überflüssig.

Der erste wichtige Schritt ist die

Anbindung des eigenen Geräts an

das vorhandene WLAN der Universität.

Nahezu alle Einrichtungen

setzen mittlerweile auf die WLAN-Initiative

Eduroam (engl. education roaming)

[LINK 1]. Diese ermöglicht es, nach einmaligem

Einrichten den Androiden auch in Netzwerken

von anderen Universitäten zu nutzen,

und das über Ländergrenzen hinweg! Die

Einrichtung von Eduroam kann je nach Universität

und Android-Version etwas variieren,

und die Android-Menüs können je nach Hersteller

unterschiedlich aussehen. Die folgende

Anleitung gibt einen allgemeinen

Überblick über die Einrichtung unter Android

4.3, Jelly Bean.

Die passenden Zertifikate

Grundsätzlich erhält jeder Student ein persönliches

Zertifikat, um Laptop, Handy und

weitere Geräte mit dem WLAN eduroam zu

verbinden. Die jeweiligen Ansprechpartner,

die das Zertifikat vergeben, gibt die Universität

auf ihrer Webseite bekannt.

Hat man sein persönliches

Nutzerzertifikat

von der Universität bekommen,

muss man es zusammen

mit einem sogenannten

Wurzelzertifikat

auf den internen Speicher

des Handys kopieren.

Das Wurzelzertifikat

überprüft

die Gültigkeit des

Nutzerzertifikats. Üblicherweise

kommt

an deutschen Unis

ein Zertifikat der

deutschen Telekom

zum Einsatz.

Als zweite Vorbereitung

müssen Sie

das Speichern

Abb. 1: Aus der Liste der verfügbaren

WLANs wählen Sie einfach das

Netz „eduroam“ aus.

Ihrer Benutzerdaten

bei

Google deaktivieren.

In der

Grundeinstellung sichert

Android App-

Daten, WiFi-Passwörter und weitere Daten

zentral auf den Google-Servern. So müssen

Sie ein Passwort für eine WLAN-Verbindung

nicht neu eingeben, wenn Sie das Handy

wechseln und den gleichen Google-Account

nutzen. Aus Sicherheitsgründen sollte diese

Option jedoch deaktiviert sein. Rufen Sie

dazu die Android-Einstellungen auf, und

wechseln Sie zum Eintrag Sichern & Zurücksetzen.

Hier entfernen Sie das Häkchen bei

der Checkbox Meine Daten sichern und bestätigen

die Nachfrage mit OK.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Rufen Sie die WLAN-Einstellungen Ihres

Handys auf. Durch Drücken des Menübuttons

unterhalb der Liste mit den verfügbaren

Netzwerken erreichen Sie das Kontextmenü.

Abb. 2: In den Detaileinstellungen

zum WLAN finden Sie die Option

um Zertifikate zu installieren.

96

Dezember 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Eduroam-Setup

Hier wählen Sie den Punkt

Zertifikate installieren und

spielen nacheinander beide

Zertifikate auf. Sofern auf

Ihrem Handy noch keine Displaysperre

eingerichtet ist,

müssen Sie das jetzt nachholen,

um die wichtigen Zertifikate

vor unbefugtem Zugriff

zu schützen. Nun kehren Sie

wieder ins Menü WLAN zurück

und fügen mit Druck auf

das Pluszeichen unten in der

Mitte ein neues WLAN hinzu.

Geben Sie hier zunächst als

Netzwerk-SSID eduroam ein.

Anschließend wählen Sie

über die Liste zur Sicherheit

den Eintrag 802.1x EAP aus.

Jetzt erscheinen zahlreiche

weitere Felder, die Sie nur

zum Teil ausfüllen müssen. Zuerst geben Sie

über CA-Zertifikat und Nutzerzertifikat das

soeben installierte Wurzel- beziehungsweise

Nutzerzertifikat an.

Welche Werte Sie in den Feldern EAP-Methode

und Identität eintragen müssen, hängt

von der Uni ab. Fragen Sie hier einfach bei

der IT-Abteilung oder älteren Studierenden

nach. Grundsätzlich ist die Identität nach

dem Muster benutzername@uni‐kennung.de

aufgebaut. Haben Sie alle Felder richtig ausgefüllt,

tippen Sie auf Speichern. Das Handy

sollte sich nun mit dem Uni-Netz verbinden.

VPN mit Android

Viele Einrichtungen bieten einen OpenVPN-

Dienst an, damit man sich auch unterwegs

Abb. 6: Der OpenVPN-Client für

Android hilft bei der Verbindung

mit dem Uni-Netz.

Abb. 3: Vor dem Setup des Eduroam-Netzwerks

entfernen Sie den

Haken bei „Meine Daten sichern".

Abb. 4: Fügen Sie Ihren Netzwerken

ein neues WLAN mit dem

Namen „eduroam“ hinzu.

mit dem Netzwerk der Universität verbinden

kann. Das ist besonders praktisch, weil viele

Vorgänge, etwa der Blick in den Bibliothekskatalog

oder das Herunterladen von wissenschaftlichen

Artikeln, nur in diesem Netz

möglich sind. Android unterstützt OpenVPN

quasi von Haus aus. Sie benötigen lediglich

die kostenlose Anwendung OpenVPN für Android

[LINK 2], und die Konfigurationsdatei(en)

der Universität, die Sie wiederum vom Rechenzentrum

der Hochschule oder von der

IT-Hotline erhalten.

Um das Setup auszuführen, müssen Sie

zunächst die Konfigurationsdateien auf den

internen Speicher Ihres Android-Geräts kopieren.

Die Datei(en) tragen üblicherweise

die Endung .vpn oder .conf. Nach dem Start

der OpenVPN-App klicken

Sie auf das Ordnersymbol,

um die passende Konfigurationsdatei

auszuwählen.

Mit dieser Methode können

Sie sich das umständliche

Setup von Hand ersparen.

Fragt die App nach

einem Passwort, dann

handelt es sich wieder um

das Passwort, das auch für

das Eduroam-Nutzerzertifikat

verwendet wird.

Nach der Einrichtung

finden Sie im Hauptmenü

der App einen Eintrag mit

dem neu angelegten VPN.

Tippen Sie darauf, und bestätigen

Sie das Pop-up-

Fenster, um die Verbindung

herzustellen. ● ● ●

Abb. 7: Geschafft! Der Androide ist

nun mit dem Netz der Universität

verbunden.

Abb. 5: Hat alles geklappt, finden

Sie das passende Zertifikat hier in

der angezeigten Liste.

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www.android- user.de/qr/31078

Android-user.de Dezember 2013 97


Poweruser

ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs und Root-Apps

ROM-Küche

Die Android-Community ist riesig. Für so gut wie jedes Android-Gerät

gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die

ROM-Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und

Tipps zu ROMs und neuen Root-Apps geben. Christoph Langner

MultiROM-Bootmanager

MultiROM ist ein Bootmanager für das Nexus-7-Tablet

[LINK 1] und das Nexus 4 [LINK 2].

Der Mod erlaubt den Start von weiteren

ROMs neben der auf dem Gerät laufenden

Firmware. Dabei sind Sie nicht nur auf Android

beschränkt. Die Entwickler bieten ROMs

mit Systemen wie Ubuntu Touch, Plasma Active,

Bohdi Linux oder WebOS an. Die ROMs

müssen nicht zwangsläufig im Speicher des

Handys liegen, denn MultiROM kann das

zweite System auf USB-Sticks laden, die bei

OTF-fähigen Geräten am USB-Port hängen.

Ultimate Sound Control

Was haben folgende Aktionen

gemein? Das Handy in

eine Ladestation stecken,

es entsperren, eine Taste auf dem

virtuellen Keyboard drücken, die

Lautstärke über die Lautstärkewippe

ändern, ein Foto machen. Eigentlich

nicht viel, doch jedes Mal signalisiert

ein „Ping“, ein „Beep“ oder

ein „Klick“, dass der Event wirklich

stattgefunden hat.

Mit Ultimate Sound Control

[LINK 3] bekommen Sie mehr Einfluss

auf diese Audio-Ausgaben.

Mit der App aktivieren oder deaktivieren

Sie einzelne Sounds und

ändern die Lautstärke des Handys

in deutlich größerem Umfang, als

das mit den Standardeinstellungen

möglich ist. Die Pro-Version

der App [LINK 4] erlaubt Ihnen

auch, eigene Handysounds für

diese Aktionen zu setzen.

Abb. 1: MultiROM ermöglicht den

Betrieb von mehr als einem Custom-

ROM auf einem Gerät.

0-Day PA-Google Apps

Wer eines der größeren Custom-

ROMs wie CyanogenMod oder Paranoid

Android auf seinem Handy installiert,

der steht erst einmal ohne die

Google-Apps wie Gmail, Google+ oder natürlich

auch den Play Store da. Aus rechtlichen

Gründen dürfen die ROM-Köche die

Apps von Google nicht direkt in das ROM

einbacken. Zumindest die etablierten ROMs

halten sich auch daran.

Im Power-User-Alltag ist das jedoch kein

Problem. Die Apps finden sich im Netz

[LINK 5] und sind schnell auf das Handy geflasht.

Allerdings sind diese Google-Apps

nicht immer aktuell, und auch die Quellen

dieser flashbaren Archive sind alles andere

als vertrauenswürdig. Wer schnürt eigentlich

diese Pakete?

Deshalb bietet nun Paranoid Android inoffizielle

„offizielle“ 0-Day Google Apps [LINK 6]

an. Das von PA-Entwicklern geschnürte Paket

ist jedoch nicht nur für Paranoid Android geeignet,

es lässt sich mit jedem anderen auf

Android 4.3 basierenden ROM, wie etwa CyanogenMod

10.2, benutzen. Die PA-Google

Apps werden in verschiedenen Variationen

angeboten:

• Full Complete Package: Enthält das

Google-Framework und alle Google-Apps.

Vom Play Store über Gmail bis hin zu You-

Tube und der Google-Photo-Sphere-Camera

steckt alles in diesem etwa 190 MByte großen

Paket. Als System-Apps verbrauchen

sie weniger Platz als jeweils einzeln nachinstalliert.

• Full Modular Package: Dieses Paket entspricht

im Großen und Ganzen dem „Full

Complete Package“. Allerdings haben die

Entwickler die Photo-Sphere-Camera entfernt.

Diese ist eigentlich nur für User mit

einem Nexus-Gerät vorgesehen und arbeitet

dort am besten.

98

Dezember 2013

Android-User.de


Poweruser

ROM-Küche

Abb. 2: Verändern Sie mit Ultimate Sound Control die

als Audio-Feedback genutzten Klänge.

Abb. 4: Der ROM Installer zeigt

Ihnen alle für Ihr Gerät verfügba-

• Mini Modular Package: Dieses etwa 85

MByte große Paket entspricht am ehesten

dem Gapps-Paket, das man von Goo.im

kennt. Es enthält das Google-Framework

ebenso wie Gmail, Google+ und Google

Maps. Alle anderen Google-Anwendungen

lassen sich über Play installieren.

• Keyboard Addon Module: Dieses zusätzliche

Addon-Paket enthält das Google-Keyboard

zusammen mit dem iWnn-Emoji-

Keyboard, das Google auf

den meisten Nexus-Geräten

vorinstalliert.

• Photophere Addon Module:

Diese Erweiterung

installiert als Ergänzung

zum „Mini Modular Package“

Googles Photo-

Sphere-Camera auf allen

Nexus-Geräten.

Einmal über das Recovery

installiert, werden die

Google-Apps wie üblich

über den Play Store aktuell

gehalten. Flasht man eine

neuere Version der PA-

Google-Apps erneut, so wird

die Play-Store-Variante der

App entfernt und durch die

als System-App geflashte aktuelle

Variante ersetzt. ren ROMs an.

Omni ROM

Die Kommerzialisierung von CyanogenMod

hat ihre Licht- und

Schattenseiten. Zum einen wird das

Projekt auf sichere Beine gestellt, und auch

in Zukunft ist zu erwarten, dass das ROM

Builds für zahlreiche Geräte produziert. Zum

anderen aber sind viele Programmierer aus

der Entwickler-Community enttäuscht. Sie

hatten wenig bis gar keinen Einfluss auf das

Vorhaben der CyanogenMod-Betreiber.

Unter anderem deshalb haben sich die

recht bekannten Android-Hacker Chainfire

(Super SU, Triangle Away), Guillaume Lesniak

aka Xplodwild (Focal) und Dees_Troy

(Team Win Recovery Project – TWRP) zusammengeschlossen

und Omni ROM [LINK 7]

aus der Taufe gehoben. Inzwischen haben

sich weitere ehemalige CyanogenMod-Entwickler

dem neuen ROM angeschlossen.

Omni ROM hat sich zum Ziel gesetzt, innovative

Features wie einen Multi-Window-Modus

oder einen OmniInstaller, der bei der Installation

von ROMs hilft, auf Android zu

bringen, generell transparent zu arbeiten und

der Community Freiheiten zu bieten. Entwickler

und auch User sind herzlich eingeladen,

an Omni ROM mitzuarbeiten.

Momentan werden vom Omni ROM das

Nexus 4, die beiden Nexus-7-Tablets, das

Nexus 10, das Oppo Find 5 und von Sony das

Xperia Z und Xperia Tablet Z unterstützt. Allerdings

bieten die Entwickler bisher noch

keine offiziell fertigen Builds an, Interessenten

müssten sich daher den

Code vom GitHub [LINK 8] des

Projekts herunterladen und

dann selber kompilieren.

Später aber sollen regelmäßig

getestete und stabil laufende

Nightly Builds veröffentlicht

werden.

ROM Installer

AOKP, Carbon

ROM, Cyanogen-

Mod MIUI, Paranoid

ROM und so weiter

und so fort. Es gibt zahlreiche

ROMs im Android-Kosmos,

klein und groß. Kaum

jemand kann hier den Überblick

behalten, und kaum

jemand weiß, welches ROM

auf welchem Gerät funktio-

Abb. 3: Mit Omni ROM wird man

zwei Apps zur gleichen Zeit auf

dem Schirm haben können.

Abb. 5: Zu jedem ROM liefert der

ROM Installer Screenshots und eine

Beschreibung mit.

Android-user.de Dezember 2013 99


Poweruser

ROM-Küche

Abb. 6: OBackup erstellt während

des laufenden Betriebs ein komplettes

Nandroid-Backup.

Abb. 7: Auf Wunsch lässt OBackup

sein Sicherungsskript automatisch

in der Nacht laufen.

Alle

Links>

CyanogenMod in

zwei Versionen

Nachdem CyanogenMod

sich nun

zu einem Unternehmen

gemausert hat,

wird sich auch das ROM selber

in Zukunft in seiner Orwww.android-

user.de/qr/30788

niert. Der ROM Installer [LINK 9] erleichtert die

Suche nach einem passenden ROM und hilft

auch gleich bei der Installation.

ROM Installer zeigt Ihnen zu jedem ROM

Screenshots, eine Beschreibung sowie ein

Changelog zu jedem Build an. Neben den

ROMs der üblichen Verdächtigen führt der

ROM Installer auch zahlreiche ROMs kleinerer

Köche auf. Für das Samsung Galaxy

Nexus kennt die App 18 verschiedene ROMs

plus Builds diverser auf XDA Developers vertretener

Entwickler.

In der Betaphase ist die App in fast vollem

Umfang kostenlos nutzbar. Wer auch in Zukunft

auf Werbung in der Anwendung verzichten

und auch wirklich alle möglichen

ROMs für sein Handy aufgelistet haben will,

der kann auf eine Premiumversion aufstocken.

Je nach Variante kostet diese bis zu 5

US-Dollar, wodurch aber auch noch weitere

Funktionen freigeschaltet werden.

OBackup – Nandroid-Backup

Das Erstellen und Pflegen von

Backups ist auch 2013 noch ein leidiges

Thema. Kaum jemand kümmert

sich darum, ordentliche Sicherungen

von seinem Handy-System zu erstellen –

selbst die, die es eigentlich besser wissen

müssten: Power-User und eifrige Handy-Hacker.

Mit OBackup [LINK 10] lässt sich das

Thema jedoch aus der Welt schaffen: Die

App erstellt auf Wunsch automatisch und

ohne Neustart ein Nandroid-Backup im laufenden

Betrieb.

Nandroid-Backups enthalten das komplette

System, inklusive aller Ihrer auf dem Handy

installierten Apps und deren Daten. OBackup

legt eine solche Sicherung

regelmäßig zu einem bestimmten

Zeitpunkt an und

kopiert die gesicherten

Daten auch gleich auf

Google Drive, Dropbox oder

einen beliebigen FTP-Server.

So haben Sie jederzeit eine

umfassende Sicherung Ihres

Geräts, falls beim nächsten

Flashen einmal etwas schief

gehen sollte.

Abb. 8: In Zukunft lassen sich auch

Bildschirmvideos direkt in CyanogenMod

aufnehmen.

ganisation ändern. Die Android-Distribution

wird es künftig als Community-Edition und

als Pro-Variante geben. Das „Pro“ steht nicht

für eine kommerzielle und kostenpflichtige

Version des ROMs, sondern etwas missverständlich

für eine Variante, die sich an die

konservativen CyanogenMod-User richtet.

Die Community-Edition entspricht eher den

aktuellen Nightly Builds.

Im Pro-ROM wird der (nachträglich aktivierbare)

Root-Zugang nicht aktiviert sein,

Updates sollen etwa alle zwei Wochen anstehen.

Power-User werden wohl eher zur Community-Edition

greifen, bei der Root von

Haus aus aktiv ist und in die sämtliche

neuen CM-Features umgehend eingebaut

werden. So können Neuerungen auf Basis

der Community-Edition vorangetrieben werden,

während die Pro-Nutzer von den stabilen

und getesteten Versionen profitieren.

Zudem ist die Pro-Version mit einem eigenen

CyanogenMod-Schlüssel signiert, was die Sicherheit

gegenüber Exploits erhöht. Wann

sich die die beiden CyanogenMod-Zweige

teilen, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Screenrecording in

CyanogenMod

Für die meisten Leser wird es nichts

Neues sein, wenn wir ihnen sagen,

dass sie auf den meisten Android-

Geräten durch gleichzeitiges Drücken der

Leisertaste und des Ein-/​Ausknopfs ganz einfach

einen Screenshot der aktuell laufenden

Anwendung aufnehmen können. Cyanogen-

Mod wird diese Funktion nun deutlich ausbauen

und das Erstellen von Screencasts,

also von Bildschirmvideos, erlauben.

Das Feature stammt vom

CyanogenMod-Mitarbeiter

Koushik Dutta, der es in

einem kurzen Video [LINK 11]

demonstriert. Gestartet wird

die Videoaufnahme durch

das gleichzeitige Drücken

von Lauter sowie Ein/​Aus.

Über Schalter in der Screencast-Benachrichtigung

kann

man dann die Aufnahme

wieder stoppen oder auch

Berührungen auf dem

Touchscreen über einen

weißen Punkt visualisieren

lassen. Auf einem Nexus 4

reicht die Rechenpower des

Geräts aus, um Videos in

voller Auflösung fast ohne

Ruckeln direkt in den Speicher

zu bannen. ● ● ●

100

Dezember 2013

Android-User.de


Devaev Dmitry, 123RF

Die Open-Source-Wolke ownCloud

Wolke

dahoam

Do it yourself! Was für

die Renovierung der

eigenen Wohnung gilt,

stimmt auch in der IT!

Nur wer seine Daten selber

managt, behält die

volle Kontrolle über sie.

Mit der Open-Source-

Wolke ownCloud betreiben

Sie Ihre eigene

Datencloud.

Christoph Langner

Cloud-Speicherdienste wie Dropbox

oder Google Drive sind ohne

Zweifel äußerst praktisch. Sie gelangen

jederzeit an Ihre Daten,

egal wo Sie gerade sind, egal welches Gerät

Sie verwenden. Einzige Voraussetzung: Sie

brauchen einen Internetzugang. Um den Rest

kümmert sich der Cloudspeicher.

Auch wenn Dropbox und Co. für „Einsteiger-Accounts“

kein Geld verlangen, der Preis

für den Komfort ist hoch: Sie zahlen nicht

mit Euros, Sie bezahlen mit dem Verlust Ihrer

Privatsphäre. Alle online gespeicherten Dokumente

können vom Betreiber oder auch

von Behörden eingesehen werden.

Abb. 1: Das Web-Frontend unserer im Test genutzten ownCloud-Installation

auf dem PC-Bildschirm.

Googles Server durchforsten zum Beispiel

ganz offiziell [LINK 1] Ihre Google-Drive-Uploads

nach PDFs und Bildern, bei denen

dann der als Bildinformation gespeicherte

Text mittels Texterkennung (OCR) in maschinenlesbaren

und vor allen Dingen durchsuchbaren

Text umgewandelt wird. So können

Sie Ihre PDFs direkt in Google Drive

durchsuchen. Die Funktion ist mit Sicherheit

nützlich – doch zugleich auch unheimlich.

Die eigene Wolke

Wer seine Privatsphäre schützen und dennoch

nicht auf den Komfort eines Cloudspeichers

verzichten möchte, der greift inzwischen

zu selbst gehosteten

Clouddiensten. Damit

bleiben Ihre Daten unter

Ihrer Kontrolle. Hosten

Sie den Dienst auf einem

NAS oder einem kleinen

Server zuhause, dann lagern

diese sogar in den

eigenen vier Wänden.

Entsprechend diesem

Szenario haben wir Ihnen

in Android User 11/​2013

[LINK 2] die Synology Cloud

Station im Zusammenspiel

mit einem NAS-Gerät

aus dem selben Haus

vorgestellt. NAS und der

Cloud-Speicherdienst las-

102

Dezember 2013

Android-User.de


PowerUser

ownCloud

sen sich bei Synology

schnell und unkompliziert

einrichten, doch

einen Haken hat die Synology-Lösung:

Obwohl

das Synology-Betriebssystem

DSM auf Linux aufsetzt,

ist das System um

den Linux-Kern herum

Closed Source.

ownCloud ist

Open Source

Wer nach einer reinen

Open-Source-Lösung

sucht, setzt daher eher

auf das unter der AGPL lizenzierte

ownCloud

[LINK 3]. Als Grundlage nutzt das ownCloud-

Projekt PHP und eine angebundene SQLite-,

MySQL- oder PostgreSQL-Datenbank. Sie

brauchen daher auch kein kostspieliges NAS-

Gerät. Zum Betrieb einer kleinen ownCloud-

Instanz reicht etwa schon ein stromsparender

Raspberry Pi aus. Alternativ hosten Sie

ownCloud auf PHP-fähigem Webspace oder

einem VServer im Internet.

Neben den mit Dropbox und Google Drive

vergleichbaren Desktop-Clients für Windows,

MacOS X und Linux [LINK 4] bietet ownCloud

auch Apps für mobile Betriebssysteme an.

Für iOS und Android finden Sie die entsprechenden

Programme im App Store beziehungsweise

auf Google Play [LINK 5]. Während

die Desktop-Programme gratis angeboten

werden, kosten die mobilen Apps einen kleinen

Obolus. Als quelloffenes Programm finden

Sie ownCloud für Android jedoch auch

kostenlos im Open-Source-

Market F-Droid [LINK 6].

Abb. 2: Auf dem PC sorgen Client-Programme für den automatischen

Abgleich der Clouddaten.

Die ownCloud-App lädt nun alle Dateien, die

Sie antippen, direkt in den Speicher Ihres

Handys. Die Daten landen automatisch im

Ordner owncloud auf der internen Speicherkarte.

Ändern lässt sich der Pfad bislang

noch nicht – ärgerlich für User, die den Ordner

gerne auf eine externe SD-Speicherkarte

auslagern möchten.

Bereits auf das Handy heruntergeladene

Dateien markiert ownCloud mit einer grünen

Ecke. Ändern Sie die Datei auf dem Server,

so aktualisiert die ownCloud-App die lokale

Datei jedoch nicht automatisch auf dem

Handy. Das müssen Sie von Hand machen,

indem Sie länger auf die Datei tippen und

dann einen erneuten Abgleich über Datei aktualisieren

veranlassen. Der Datenabgleich

funktioniert genauso, wenn Sie die Datei auf

Ihrem Handy bearbeiten und sie dann wieder

in Ihre ownCloud-Instanz laden.

Kontakte/Termine

Das Web-Frontend von ownCloud

eignet sich auch dazu, Kontakte

und Termine zu verwalten.

Auf diese Daten können Sie

ebenfalls mit Ihrem Android-

Handy zugreifen. Die Synchronisation

erfolgt dabei jedoch nicht

über die ownCloud-App, sondern

über das CalDAV- bzw.

CardDAV-Protokoll. Mit den

Apps CalDAV-Sync [LINK 7] und

CardDAV-Sync [LINK 8] synchronisieren

Sie die ownCloud-Kontakte

und ‐Termine in der ownCloud-Datenbank

mit denen auf

Ihrem Handy.

Handy-ownCloud

Einmal installiert, ist die App

auch schnell eingerichtet.

Mehr als die URL zu Ihrer

ownCloud-Instanz – die Sie

natürlich vorher aufgesetzt

und konfiguriert haben müssen

– und die Login-Daten

brauchen Sie nicht. Direkt

nach dem Login sehen Sie

dann schon die Dateien, die

Sie bereits auf Ihren Cloudspeicher

hochgeladen haben.

Möchten Sie mehr als nur

eine ownCloud-Instanz vom

Handy aus nutzen, so tragen

Sie in den Einstellungen weitere

ownCloud-Accounts ein.

Abb. 3: Auf den ersten Blick unterscheidet

sich die ownCloud-App

nicht von Dropbox und Co.

Abb. 4: Zum Aktualisieren einer

bereits heruntergeladenen Datei

tippen Sie länger auf diese.

Abb. 5: In den Details bestimmen

Sie, dass eine Datei fortwährend

aktuell gehalten werden soll.

Android-user.de Dezember 2013 103


PowerUser

ownCloud

Integrierter Musikplayer

Öffnen Sie Fotos mit der ownCloud-App,

zeigt Ihnen die Handyanwendung das Bild in

einer Großansicht an. In Verzeichnissen mit

einer Vielzahl von Aufnahmen springen Sie

per Wisch von Bild zu Bild. Sollten in diesem

Verzeichnis Fotos liegen, die Sie bisher noch

nicht auf das Handy geladen haben, zieht die

App diese automatisch aus dem Netz.

Auch mit Audio- und Videoformaten weiß

ownCloud umzugehen. Sie werden direkt in

der App geöffnet. Allerdings taugt ownCloud

nicht als Ersatz für kommerzielle Musikstreaming-Dienste:

ownCloud streamt nicht, sondern

lädt jeden Titel erst einmal auf das

Handy und spielt dann den Song von dort ab.

Des weiteren spielt ownCloud immer nur

den aktuell markierten Titel ab und stoppt

nach jedem Song. Wer seine Musikalben in

Ordnern organisiert und sie in seine ownCloud

hochlädt, kann nicht

gleich das ganze Album abspielen

lassen. Musik in Playlists

zu organisieren, müssen

ownCloud-User gar nicht erst

versuchen.

Abb. 6: Bei einem Bearbeitungskonflikt

werden Sie gefragt, wie

das Problem gelöst werden soll.

Abb. 9: Per Sofort-Upload sichert

ownCloud Handyaufnahmen

direkt in Ihrer privaten Datencloud.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30465

Abb. 7: ownCloud bringt einen

eigenen Player für Audio- und

Videodateien mit.

Abb. 8: Bildergalerien lassen sich

sehr bequem direkt in der App

durchblättern.

Automatisch synchronisieren

Soll eine Datei auf dem Handy und im ownCloud-Speicher

synchron gehalten werden,

dann öffnen Sie über einen längeren Klick

die Details. Dort aktivieren Sie dann mit dem

Schalter Datei aktuell halten den permanenten

Abgleich. Ungeschickt ist, dass Sie das

für jede Datei einzeln machen müssen, eine

Mehrfachauswahl oder die Möglichkeit,

ganze Ordner zu synchronisieren fehlt.

Bearbeiten Sie eine Datei auf dem PC wie

auch auf dem Handy, bevor Sie die Synchronisierung

angeworfen haben, meldet sich die

App mit dem Hinweis, dass ein Konflikt zwischen

der Onlinevariante und der Datei auf

Ihrem Handy besteht.

Foto-Upload wie

bei Dropbox

Von Clouddiensten wie Dropbox

oder Google Drive sind es

die User gewohnt, mit dem

Handy geschossene Aufnahmen

direkt ins Netz hochzuladen.

Damit sichern Sie ganz

automatisch Ihre Handybilder

und müssen auch nicht umständlich

mit einem USB-Kabel

hantieren, wenn Sie die

Fotos auf dem PC-Bildschirm

betrachten wollen.

Diese praktische Funktion ist

auch bei ownCloud vorhanden, von Haus

aus jedoch nicht aktiv. In den Einstellungen

finden Sie dazu die Option Aktiviert den sofortigen

Upload. Wer nicht gerade über ein

extrem großes Mobilfunkpaket verfügt, sollte

zudem noch den Haken bei Fotos nur über

WiFi hochladen setzen.

Fazit

Das Betreiben einer eigenen ownCloud ist sicherlich

nur für PowerUser interessant, die

Erfahrung im Umgang mit Servern und Serverdiensten

haben – oder für diejenigen, die

mit diesen Diensten experimentieren und lernen

wollen. Wer sich nicht selber mit dem

Hosting abmühen möchte, der findet zahlreiche

ownCloud-Serviceprovider [LINK 9] im

Netz. Viele dieser Anbieter arbeiten auch mit

Rechenzentren in Deutschland.

Die ownCloud Android-App erfüllt ihre

Aufgabe, kann aber noch nicht mit dem

Funktionsumfang und der Einfachheit von

Dropbox oder Google Drive mithalten. Dies

macht sich besonders beim automatischen

Abgleich von Daten bemerkbar – vollständige

Verzeichnisse lassen sich bislang noch

nicht synchronisieren. Auch der Speicherort

der von ownCloud auf dem Handy geladenen

Daten müsste frei wählbar sein.

Bezüglich der Handy-App muss ownCloud

also noch aufholen. Im Play Store häuft sich

daher auch die Kritik an der App. Oft wird

beklagt, dass der Funktionsumfang für eine

kostenpflichtige Anwendung zu gering sei.

Zumindest diesem Kritikpunkt können Sie

aus dem Weg gehen: Im F-Droid Market bekommen

Sie ownCloud zum Nulltarif. ● ● ●

104

Dezember 2013

Android-User.de


PowerUser

Pushover

Per Pushover Benachrichtigungen aufs Handy senden

Durchgedrückt

Zahlreiche Apps informieren Sie per Push-Nachricht über aktuelle

Events. Mit Pushover können Sie solche Meldungen recht einfach selber

generieren. Wir unterstützen Sie bei Ihren ersten Schritten mit dem

praktischen Dienst. Samuel Groesch, Christoph Langner

natulrich, 123RF

Mit dem Google-Cloud-Messaging-

Dienst [LINK 1] stellt Google allen

Android-Entwicklern eine sehr

umfangreiche Möglichkeit bereit,

über Push-Benachrichtigungen mit Client-

Geräten zu kommunizieren. Oft ist hierbei

aber der Aufwand bei der Implementierung

und Programmierung für den privaten Gebrauch

zu hoch. Dies liegt unter anderem

daran, dass extra eine eigene Android-App

zur Verwendung des Dienstes geschrieben

werden müsste.

Die Macher von Pushover [LINK 2] haben

diesen Missstand erkannt und bieten mit

ihrer Android-App in Kombination mit einer

Web-App und einer API [LINK 3] eine vergleichbare

Lösung an, welche aber deutlich

einfacher zu benutzen ist. Im folgenden Artikel

beschäftigen wir uns mit den Möglichkeiten

des Pushover-Dienstes und gehen näher

auf die umfangreiche API ein.

Pushover-

Benachrichtigungen

Um den Pushover-Dienst zu nutzen, legen

Sie direkt beim ersten Start der knapp 4 Euro

teuren Android-App einen Account an. Mit

diesem melden Sie sich anschließend dann

im Web-Frontend des Dienstes unter https://​

pushover. net an. Den Großteil der Pushover-

Funktionen und ‐Features finden Sie in diesem

Webinterface vor.

Im Haupt-Dashboard bekommen Sie einen

Überblick über Ihre Geräte, die bereits mit

Ihrem Benutzerkonto verbunden sind. Ganz

simpel versenden Sie hier Push-Notifications:

einfach einen Titel vergeben, den Text eintip-

106

Dezember 2013

Android-User.de


PowerUser

Pushover

pen, auf Send Notification klicken – fertig.

Schon sollte Ihr Handy klingeln und den Eingang

der Nachricht signalisieren.

Rechts neben dem Kasten zum manuellen

Senden von Benachrichtigungen steht Ihr

User Key“. Sie brauchen ihn, um Apps und

Webanwendungen zu erlauben, Ihnen Benachrichtigungen

zu senden. Unter dem

Menüpunkt Apps & Plugins sind alle offiziell

zur Verfügung stehenden Anwendungen aufgelistet.

Darunter sind zahlreiche bekannte

Dienste wie etwa If This Then That – IFTTT,

GitHub oder Botize.

Auch für CMS-Systeme wie Wordpress,

Drupal oder Moodle stehen Plugins zur Verfügung.

Diese ermöglichen es Ihren Webseiten,

Sie über Events per Push-Nachricht zu

informieren. Es besteht auch die Möglichkeit,

ganz einfach via Mail eine Nachricht zu senden.

Dazu schicken Sie eine E-Mail an die

unter dem User-Key stehende Adresse. Der

Betreff der Mail ist auch der Betreff der Benachrichtigung.

Pushover-API für eigene Apps

In der Einleitung dieses Beitrags sind wir bereits

kurz auf die von Pushover angebotene

API eingegangen. Mit ihr kann man über

selbst programmierte Skripte Benachrichtigungen

an Ihre Geräte senden. Direkt auf der

Startseite seiner Homepage zeigt Pushover

Beispiele, wie sich die API mit Curl, Perl,

Ruby oder PHP ansprechen lässt. Um mit der

Pushover-API zu arbeiten, müssen Sie nun

Ihre Anwendung in einem ersten Schritt bei

Pushover anmelden.

Dazu gehen Sie auf der Pushover-Webseite

auf den Link Apps & Plugins und erzeugen

über Create New Application Ihre App. Nachdem

Sie das erledigt haben, bekommen Sie

einen „API Token/​Key“ angezeigt, der als

Authentifizierung der Anwendung bei der

Benutzung der API dient. Beim Versand einer

Benachrichtigung über die API wird, wie bei

REST-APIs üblich, eine Anfrage an den Server

mit den entsprechenden Argumenten gesendet.

Im Falle der Pushover-API handelt es

sich um eine POST-Anfrage an die URL

https:// api. pushover. net/ 1/ messages. json.

Damit Ihre Anfrage nicht zurückgewiesen

wird, müssen die Argumente, die Sie in das

Array zum Übermitteln geben, den Anforderungen

der API-Dokumentation [LINK 4] entsprechen.

Zunächst einmal müssen bei jeder

Anfrage an den Server der API- und der User-

Key übermittelt werden. Um den Inhalt der

Benachrichtigung zu definieren, fügen Sie in

das zu übermittelnde Array noch Werte zu

title und message ein. Somit hätten wir

auch schon das Nötigste für eine Benachrichtigung

zusammen. Das Beispiel-Array sieht

bisher so aus:

// API-Key von Pushover übernehmen

PushoverArray[token] = "0vY5HtXAIaab7cBBjVx"

// User-Key von Pushover übernehmen

PushoverArray[user] = "aZybUvVuW9pzl8B9bpgB"

// Titel

PushoverArray[title] = "Beispielüberschrift"

// Inhalt

PushoverArray[message] = "Beispieltext"

Optional zu diesen Angaben können Sie viele

weitere Werte übermitteln und die bei dem

Nutzer ankommende Nachricht weiter an

Ihre Bedürfnisse anpassen. Falls mit dem

Userkonto mehrere Geräte verknüpft sind,

erhalten alle die Benachrichtigung. Dieses

Verhalten ist manchmal nicht optimal. Mit

der Übergabe des Gerätenamens als Wert zu

device können Sie aber genau spezifizieren,

welches Gerät die Benachrichtigung letztendlich

erhalten soll.

Des Öfteren kommt es vor, dass Push-Benachrichtigungen

auf eine URL verlinken. Sei

es auf ein Bild, auf eine Webseite oder eine

Bestätigungsseite. Diese URL können Sie

selbstverständlich in die Nachricht integrieren,

doch dann verhält sich die URL auf dem

Empfänger-Smartphone nicht wie ein Link,

er ist zum Beispiel nicht anklickbar.

Bei Bedarf lässt sich dies durch eine separate

Übertragung verhindern. Der URL wird

url zugewiesen, zusätzlich besteht die Möglichkeit,

einen Namen zu vergeben, der url_

title zugewiesen wird. Damit erreichen Sie,

Abb. 1: Im Web-Frontend von Pushover konfigurieren Sie das Push-Benachrichtigungssystem.

Android-user.de Dezember 2013 107


PowerUser

Pushover

Abb. 4: Aus dem Terminal lässt sich mit einem simplen

Curl-Befehl eine Nachricht versenden.

dass der Link gut erkennbar

und gesondert am

Ende des Benachrichtigungstextes

als antippbarer

Button aufrufbar ist.

Abb. 5: Unter die eigentliche Nachricht lässt sich auch ein

anklickbarer Link hängen.

Abb. 2: Zahlreiche Anwendungen

und Dienste können bereits über

Pushover Nachrichten versenden.

Benachrichtigungen

priorisieren

Durch die Angabe einer

Priorität bestimmen Sie,

wie mit der eingehenden

Benachrichtigung auf dem

Gerät verfahren werden

soll. Die Priorität wird

priority zugewiesen und

kann aus den Werten ‐1, 0,

1 und 2 bestehen. Hierbei

steht ‐1 für eine unwichtige

Meldung, die keinen

Ton und keine Vibration

auslöst. Der Standardwert

0 führt zu einer normalen Behandlung, das

heißt, es wird entsprechend der in den App-

Einstellungen definierten Zeiten ein Ton oder

eine Vibration ausgegeben.

Eine hohe Priorität wird durch eine 1 gekennzeichnet,

hierbei werden die eben angesprochenen

Zeiten ignoriert und die eingehende

Benachrichtigung durch einen Ton signalisiert.

Zudem werden mit einer Priorität

von 1 versehene Nachrichten

in der Pushover-App

farblich rot hervorgehoben.

Die höchste Prioritätsstufe

(2), auch „Emergency Priority“

genannt, kommt mit

der Besonderheit daher,

dass die App eine Nachricht

immer und immer wieder

sendet, um die Aufmerksamkeit

des Users zu bekommen.

In Fällen, wo dieser

zum Beispiel schläft oder

eine Pause macht, aber unbedingt

die Benachrichtigung

lesen soll, ist dieser

Modus eine gute Option.

Emergency

Priority für den

Notfall

Um eine Benachrichtigung

mit Emergency-Priorität zu

versenden, müssen Sie zusätzlich

zu der Zuweisung

„PushoverArray[priority] =

2“ noch Werte für retry und

expire angeben. Diese

Abb. 3: Über die Seitenleiste filtern

Sie bestimmte Nachrichten einer

Pushover-App heraus.

Werte sind nicht optional und definieren, in

welchen Abständen und wie oft die Benachrichtigung

versandt wird. Der Abstand zwischen

zwei Benachrichtigungen muss mindestens

30 Sekunden betragen. Zum Beispiel

geben Sie retry den Wert 300 und expire

7200. Dies führt dazu, dass Pushover alle 5

Minuten (300 Sekunden) eine Benachrichtigung

sendet, und das über 2 Stunden (7200

Sekunden).

Der Maximalwert für expire beträgt

86.400, also genau 24 Stunden. Um zu überprüfen,

ob der User die Benachrichtigung gelesen

bzw. geöffnet hat, und diesen Status in

Ihre Anwendung zu integrieren, bietet

Pushover an, zusätzlich dem callback-Parameter

eine URL zu übergeben. An diese URL

senden die API-Server nach dem Öffnen der

Benachrichtigung durch den User eine POST-

Anfrage mit drei Parametern: receipt, acknowledged

und acknowledged_at. Mit diesen

Werten können Sie anschließend in Ihrem

System weiterarbeiten.

Weiterführend besteht die Möglichkeit, den

Status der Emergency-Benachrichtigung abzufragen.

Diesen Prozess genauer zu besprechen,

würden den Rahmen dieses Artikels

sprengen. Kurz zusammengefasst, erhalten

Sie durch eine GET-Abfrage an eine individuelle

URL ein Array mit verschiedenen Werten,

mit denen Sie dann weiter arbeiten können.

Genaueres hierzu lesen Sie unter

https:// pushover. net/ api# receipt.

Praktisches Beispiel

Im Abschluss möchten wir Ihnen in einem

kleinen PHP-Skript die Verwendung und Im-

108

Dezember 2013

Android-User.de


PowerUser

Pushover

plementierung des Pushover-

Dienstes demonstrieren. Das

recht einfache PHP-Skript

versendet bei Aufruf im Browser

eine Pushover-Benachrichtigung

mit der Kurzbeschreibung

zum letzten Beitrag

auf unserer Homepage.

Das simple Beispiel könnten

Sie zu einem Benachrichtigungssystem

weiterentwickeln,

das Sie immer über

neue Beiträge auf Android

User informiert.

Fazit

Die Macher von Pushover

haben mit ihrem Dienst ein

einfach zu benutzendes und

dennoch sehr flexibles Benachrichtigungssystem

erschaffen.

Es ist dank der einfachen

Bedienung genau richtig, um eigene

Skripte und Applikationen mit seinem persönlichen

Smartphone zu koppeln und sich

so über Events informieren zu lassen. Die

sehr umfangreiche und noch dazu gut dokumentierte

API rundet das Gesamtpaket ab.

Wer selber nicht über das Know-how verfügt,

Pushover-Skripte zu bauen oder den

Dienst in eigene Projekte zu integrieren, wird

vielleicht beim Web-Service If This Then

Abb. 6: In den „Quiet Hours“ alarmiert

Sie Pushover nur bei hoch

priorisierten Benachrichtigungen.

Abb. 7: Bei Emergency-Benachrichtigungen

schlägt Pushover auf

Ihren Wunsch hin lautstark Alarm.

That – IFTTT [LINK 5] fündig. Dort tummeln

sich inzwischen über 1.600 fertige „Rezepte“

in der Datenbank, die auf Pushover zurückgreifen.

In diese Rezeptvorlagen müssen Sie

lediglich ein paar Daten eintragen und sie abschließend

per Mausklick aktivieren. Schon

lassen Sie sich über Wetter-Nachrichten, Finanzmarkt-Events,

neue Beiträge auf Webseiten

oder andere kleinere Events via Pushover

benachrichtigen. ● ● ●

Abb. 8: Dies ist eine Pushover-

Benachrichtigung, die von unserem

Demo-Skript verschickt wurde.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30729

Listing 1: Neue Beiträge auf android-user.de per Pushover signalisieren

"https://api.pushover.net/1/messages.json",

// Ziel wird festgelegt

CURLOPT_POSTFIELDS => array(

// Übermittlung des API‐Tokens

"token" => "0vY5HtXAIaab7cBBjVxYZfLgX4C2ce",

// Angabe des User‐Keys

"user" => "aZybUvVuW9pzl8B9bpTo5ZcHZVAsgB",

"title" => $title, // Titel der Benachrichtigung

"message" => $description, // Inhalt der Benachrichtigung

"url" => $url, // Angabe des Links zum ganzen Artikel

"url_title" => "Artikel öffnen",

"priority" => "1",

)));

curl_exec($ch);

curl_close($ch);

?>

Android-user.de Dezember 2013 109


PowerUser

Root und ROMs für das Xperia Play

Xperia-Play-Hacking Teil 1: Root- und Custom-Recovery

Überspielt

Das Xperia Play gehört

zu den Handys, aufgrund

derer Android

einen schlechten Ruf

bezüglich Updates hat.

Egal: Wir rooten das

Xperia Play und

schauen uns nach Custom-ROMs

um.

Christoph Langner

Sony Ericsson

Achtung!

Durch das Entsperren des Bootloaders

verlieren Sie sämtliche

auf dem Handy gespeicherten

Daten. Sichern Sie daher mit geeigneten

Apps Ihre Kontakte,

SMS und Ruflisten, so Sie Ihre

Daten nicht in der Google Cloud

speichern lassen. Zudem sollten

Sie zur Sicherheit auch die MicroSD-Speicherkarte

aus dem

Handy nehmen.

Beim Xperia Play hat sich Sony –

oder eher damals noch Sony

Ericsson – bezüglich der Updates

nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Ein Update auf Android 4.0 wurde anfangs

zugesagt, der Plan aber verworfen. Interne

Tests hätten gezeigt [LINK 1],

dass ICS nicht gut auf dem

Xperia Play laufen würde.

Damit blieb das Gerät bei Android

2.3.4 stehen, obwohl die

praktisch baugleichen Xperia

Arc und Neo in den Genuss

von Android 4.0 kamen.

Nichtsdestotrotz bemüht

sich die Android-Community

um die Pflege des Xperia Play.

Da die auf Android 4.0 basierende

Testfirmware an die Öffentlichkeit

gelangt ist, gibt es

eine ganze Reihe von ICS-

ROMs, die sehr gut auf unserem

Testgerät arbeiteten.

Selbst Jelly-Bean-ROMs lassen

sich finden. Der Weg dahin ist

jedoch steiniger als üblich.

Wählt man aber die richtige

Kombination aus Firmware,

Kernel und ROM, ist das Handy in etwa einer

halben Stunde wieder einsatzbereit.

Bootloader entsperren

Damit Sie im Verlauf dieses Beitrags ein Custom-ROM

installieren können, sollten Sie in

einem ersten Schritt den

Bootloader des Handys

entsperren. Sony macht

Ihnen das nicht schwer,

allerdings müssen Sie

Ihr Gerät mit IMEI und

einer gültigen E-Mail-

Adresse in Sonys Developer

World [LINK 2] registrieren.

Die IMEI-Nummer

Ihres Handys bekommen

Sie über die

Telefon-App. Wählen

Sie den Code „*#06#“,

spuckt das System die

gewünschte Nummer

aus. Das Webformular

beklagt sich eventuell

über eine zu lange IMEI,

Abb. 1: Mit der IMEI können Sie sich

einen Freischaltcode für den Bootloader

zukommen lassen.

übergehen Sie in diesem

Fall einfach die letzte

Ziffer der Nummer.

110

Dezember 2013

Android-User.de


PowerUser

Root und ROMs für das Xperia Play

Abb. 2: Den Freischaltcode bekommen Sie über die Sony-Webseite per

E-Mail zugesendet.

Es lässt sich jedoch nicht jedes Xperia-Play-

Handy freischalten. Zur Kontrolle rufen Sie

daher erneut die Telefon-App auf und geben

den Code „*#*#7378423#*#*“ ein. In dem

sich daraufhin öffnenden Dialog tippen Sie

sich zu Service info | Configuration durch. Ist

unter dem Punkt „Rooting Status“ aufgeführt,

dass Sie den Bootloader aufsperren

dürfen („Bootloader unlock allowed“), können

Sie mit der Installation fortfahren.

Zum Aufsperren benötigen Sie nun Fastboot

aus dem Android-SDK. Damit Sie die

Entwicklungsumgebung nicht installieren

müssen, können Sie auf Minimal ADB and

Fastboot [LINK 3] zurückgreifen. Mit „adb“ und

„fastboot“ enthält das kleine Paket alles, was

Sie zum Rooten und Flashen im Normalfall

benötigen. Als Linux-User holen Sie die zwei

Programme am besten über die Paketverwaltung

Ihrer Distribution.

Der Freischaltcode sollte in der Zwischenzeit

per E-Mail bei Ihnen eingetroffen sein.

Jetzt verbinden Sie das USB-Kabel mit Ihrem

PC, schalten Ihr Xperia Play aus, stecken das

Kabel aber noch nicht beim Handy ein. Drücken

Sie nun die Suchtaste mit der Lupe auf

dem Handy, und stecken Sie gleichzeitig das

USB-Kabel ein. Das Xperia bootet daraufhin

in den Fastboot-Modus. Einzig die dauerhaft

blau leuchtende LED verrät Ihnen, dass dies

geklappt hat, das Display bleibt schwarz.

Sollte der Windows-Gerätemanager nun

ein unbekanntes Gerät „S1 Boot Fastboot“

melden, fehlt Ihnen noch der entsprechende

Treiber. Sie finden ihn im ADB and Fastboot

Package [LINK 4], das neben den Tools auch

die nötigen Treiber mitbringt. Zur Installation

der Treiber klicken Sie im Gerätemanager mit

der rechten Maustaste auf das noch unbekannte

Gerät und tippen

auf Treiber aktualisieren.

Anschließend sagen Sie

Windows, dass Sie einen

eigenen Treiber installieren

möchten und wählen die

„android_winusb.inf“ aus

den entpackten Dateien

des Archivs aus.

Ist der Treiber installiert

und Ihr Handy im Fastboot-Modus

am PC angeschlossen,

kontrollieren

Sie mit fastboot devices,

ob Ihr System das Handy

erkennt. Ist alles OK, gibt

das Handy seine ID im Stil

von „CB5A1D9CYC&ZLP

fastboot“ aus. Anschließend

sperren Sie den Bootloader

des Handys mit folgenden Befehl auf.

Ersetzen Sie „KEY“ mit dem von Sony per

Mail zugesandten individuellen Schlüssel.

Und nochmals: Durch diese Aktion löschen

Sie sämtliche Daten auf Ihrem Handy!

$ fastboot ‐i 0x0fce oem unlock 0xKEY

Nach einem Neustart des Handys – dazu stecken

Sie das Handy vom USB-Kabel ab und

entnehmen kurz die Batterie – kontrollieren

Sie den Erfolg der Aktion erneut über den Telefoncode

„*#*#7378423#*#*“. Diesmal

sollte unter den Menüpunkten Service info |

Configuration der „Rooting status“ als „Bootloader

unlocked: Yes“ aufgeführt werden.

Passende Ausgangsfirmware

Alleine mit einem entsperrten Bootloader ist

es nicht getan. Als Basis benötigen Sie mit

der Version 4.0.2.A.0.79 der Originalfirmware

von Sony eine ganz besondere Installation

der Android-Software. Die Versionsnummer

Ihrer Handyfirmware erhalten Sie über

Einstellungen | Über das Telefon und die

„Build-Nummer“ ganz am Ende der Liste.

Sollte hier eine andere Version aufgeführt

werden, müssen Sie nun erst einmal die passende

Originalfirmware flashen.

Die Firmware erhalten Sie in Form der

Datei R800_4.0.2.A.0.79.ftf über die Sammelseite

[LINK 5] zum Xperia Play im Forum

von XDA Developers oder direkt unter diesem

Link [LINK 6] über einen Filehoster. Zum

Flashen benötigen Sie das Flashtool [LINK 7]

auf Ihrem Rechner.

In der Windows-Version des Flashtools

tippen Sie nach dem Start auf das Blitz-

Icon und wählen im daraufhin geöffne-

Abb. 3: „Bootloader unlock allowed:

Yes“ heißt, dass Sie den Bootloader

aufsperren dürfen.

Tipp

Unter Linux lässt sich das

Handy ebenfalls entsperren.

Hier benötigen Sie

nicht einmal Treiber. Starten

Sie Ihr Xperia Play einfach

in den Fastboot-Modus

und rufen fastboot mit

Rootrechten, also etwa sudo

fastboot devices, auf. Das

Handy sollte sich dann entsprechend

der Anleitung

bei Ihnen melden.

Android-user.de Dezember 2013 111


PowerUser

Root und ROMs für das Xperia Play

Abb. 4: Die Sony-Firmware in der Version

4.0.2.A.0.79 eignet sich ideal als

Basis für Hacks.

Tipp

Sollte Ihr Xperia Play nicht

mehr booten, können Sie

es mit dem Flashtool retten.

Dieses spielt die Original-

Firmware von Sony ein und

überschreibt alle Änderungen.

So bewahren Sie Ihr

„gebricktes“ Xperia Play

vor dem Schicksal eines

nutzlosen Türstoppers!

ten Dialog als Bootmode den Punkt Flashmode

aus. Danach suchen Sie als Source Folder

den Ordner mit der zuvor heruntergeladenen

R800_4.0.2.A.0.79.ftf aus und tippen

auf Flash. Die restlichen Checkboxen

können Sie unverändert lassen. Auch hier

müssen wir Sie wieder warnen: Bei der Aktion

gehen sämtliche Daten verloren!

Das Flashtool wartet nun, dass Sie das

Handy an den PC anschließen. Ein kleiner

Assistent sagt Ihnen, was zu tun ist: Stecken

Sie Ihr Xperia Play vom PC ab, und schalten

Sie es aus. Drücken und halten Sie danach

den „Zurück-Button“ am Handy, und schließen

Sie das USB-Kabel wieder an Handy und

PC an. Das Flashtool sollte nun das Handy

erkennen und automatisch mit dem Flashen

der Firmware beginnen. Ist der Vorgang abgeschlossen,

stecken Sie Ihr Handy wieder

ab und starten es neu.

Custom-Kernel und ‐Recovery

Mit dieser Originalfirmware ist Ihr Xperia

Play nun auf dem letzten Stand – doch die

Firmware ist weder gerootet, noch lässt sich

in diesem Zustand ein Custom-ROM einspielen.

Dafür brauchen Sie noch ein Custom-Recovery

wie ClockworkMod oder TWRP. Dieses

flashen Sie beim Xperia Play immer

gleich zusammen mit einem Custom-Kernel

auf das Handy.

Für das später genutzte ROM müssen Ausgangsfirmware

und Custom-Kernel immer

zusammenpassen, daher empfehlen wir

Ihnen fürs erste die Installation des Kernels

LuPuS STOCK GB/​ICS v7 [LINK 8]. Er bringt

neben dem ClockworkMod-Recovery auch

gleich TWRP mit, bietet viele Features, das

Handy zu tweaken und ist auch gleich gerootet.

Er arbeitet mit der Originalfirmware wie

auch mit Custom-ROMs auf Basis von Andorid

„Ice Cream Sandwich“ 4.0.

Zum Flashen laden Sie sich die LuPuS_

zeus_Stock‐gB+iCsv7‐full.img herunter und

speichern die Datei auf Ihrer Festplatte. Danach

stecken Sie erneut das Handy vom

Kabel und dem PC ab und schalten es aus.

Drücken Sie nun wieder auf die Suchtaste

mit der Lupe, und stecken Sie das Kabel am

Handy ein. So bootet es abermals in den

Fastboot-Modus, die dauerhaft blau leuchtende

LED zeigt den Betriebsmodus an.

$ fastboot flash boot LuPuS_zeus_ U

Stock‐gB+iCsv7‐full.img

Mit dem oben stehenden Befehl flashen Sie

jetzt den Custom-Kernel mitsamt Custom-Recovery

auf das Handy. Der Vorgang dauert

nur wenige Augenblicke, am Ende sollte sich

Fastboot mit „Flash operation complete“

melden. Um das Handy nun neu zu booten,

stecken Sie wie schon gewohnt das Kabel ab

und entnehmen kurz die Batterie. Auf dem

Display erscheint nun das LuPuS-Logo, bevor

das eigentliche System geladen wird.

Xperia Play Rooten

Sollten Sie mit der letzten offiziellen Firmware

des Handys auf Basis von Android 2.3.4

zufrieden sein, können Sie das Handy nun

wieder neu einrichten, Ihren Google-Account

eintragen und die Ihnen wichtigsten Apps installieren.

Ein Custom-ROM ist nicht zwingend

nötig, um Apps Rootrechte zu geben

und das Handy zu tweaken. Wünschen Sie

sich jedoch ein Custom-ROM mit zum Beispiel

Android 4.0, dann springen Sie gleich

zum nächsten Abschnitt.

Der LuPuS-Kernel ist bereits gerootet, allerdings

benötigt Ihr Stock-Android nun eine

Root-App. Diese lässt sich per Recovery-

Mode ins System flashen, wir empfehlen

Ihnen Superuser [LINK 9] von Koushik Dutta,

einem der Hauptentwickler der Cyanogen-

Mod-Firmware. Über den Play Store lässt sich

die App jedoch nicht im System verankern,

Sie müssen das Programm als superuser.zip

Abb. 5: Mit dem Flashtool spielen Sie Originalfirmware-Images von Sony

auf Ihr Xperia Play.

Abb. 6: Den LuPuS-Kernel flashen Sie via Fastboot aus der Eingabeaufforderung

oder dem Terminal.

112

Dezember 2013

Android-User.de


PowerUser

Root und ROMs für das Xperia Play

Abb. 7: Das Boot-Logo zeigt, dass der LuPuS-Kernel beim

Starten des Handys geladen wird.

herunterladen [LINK 10], auf eine SD-Speicherkarte

kopieren und dann das Handy in den

Recovery-Mode booten (siehe Kasten „Xperia

Play Recovery“).

Im ClockworkMod-Recovery installieren

Sie die Root-App nun über den Punkt Install

ZIP | Choose zip from SD card. Dort suchen

Sie sich die superuser.zip aus dem Inhalt

der Speicherkarte aus und spielen die Datei

anschließend mit einem Klick auf die Hometaste

auf Ihrem Handy ein. Danach starten

Sie Ihr Xperia Play neu.

Xperia Play tweaken

Im laufenden System sollten Sie nun mit Superuser

eine neue App finden. Root-Apps

werden in Zukunft ohne Probleme auf dem

Handy starten und über Superuser den Zugang

zu Systemfunktionen erhalten. An der

Originalfirmware haben Sie jedoch auf diesem

Weg noch nichts verändert. Dies lässt

sich über das im LuPus-Kernel integrierte

Tweak-Menü machen.

Dieses Menü erreichen Sie nicht über eine

grafische App, Sie müssen das textbasierte

Menü in einem Terminal aufrufen. Dazu können

Sie zum Beispiel auf das kostenlose Android

Terminal [LINK 11] zurückgreifen. Nach

der Installation des Terminals rufen Sie

die App auf, per su holen Sie sich Rootrechte,

via lupus laden Sie das Tweak-

Menü des Kernels.

Besonders interessant ist hier das Übertakten

der CPU. Dafür wählen Sie mit der

„6“ das Performance Menu und gehen

über die „1“ zu Set CPU Frequencies. Die

maximale Taktrate lässt sich bis auf 1,6

GHz (der Standard sind 1.017.600 Hz,

also etwa 1 GHz) steigern, die minimale

bis auf 134 MHz (der Standard liegt bei

249.600, also etwa 250 MHz) absenken.

Steigern Sie die maximale Taktrate nur

langsam, und probieren Sie, welchen Takt

Ihr Handy auch unter Last verträgt. Die

minimale Taktrate beeinflusst die Laufzeit

des Geräts im Standby. Zu stark absenken

sollten Sie diesen Wert jedoch nicht, da es so

länger dauert, bis die CPU sich wieder komplett

schlafen legen kann – belassen Sie diesen

Wert am besten bei 250 MHz. Lassen Sie

die von Ihnen gewählten Taktraten nur dann

automatisch beim Booten laden, wenn sich

diese bei Ihnen bewährt haben.

Ausblick

Mit dem LuPuS-Kernel und der richtigen Basisfirmware

haben Sie nun das Fundament

für weitere Tweaks gelegt. Das Xperia Play

lässt sich jetzt per Kernel-Menü übertakten,

und auch Root-Apps laufen auf Ihrem gemoddeten

Xperia Play ohne Probleme. Doch

damit soll noch nicht das Ende der Fahnenstange

erreicht sein.

Für das Sony Ericsson Xperia Play gibt es

eine Reihe von Custom-ROMs, dank derer Sie

Ihr Xperia Play-Handy aktualisieren können.

Diese ROMs bringen nicht nur eine neuere

Android-Version mit mehr Features auf das

Gerät, sondern sie verbessern ganz nebenbei

auch die Performance des Geräts. Im zweiten

Teil dieser Reihe gehen wir in Android User

01/​2014 im Detail auf ein Android 4.0- (ICS)

und ein 4.1-ROM (JB) ein.

● ● ●

Abb. 8: Über das LuPus-Kernel-Menü

lässt sich das Xperia Play übertakten

und weiter tweaken.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30588

Xperia Play Recovery

Das Xperia Play in den Recovery-Modus zu booten, ist ein wenig

ungewöhnlich. Schalten Sie dazu das Handy komplett ab. Drücken

Sie nun gleichzeitig auf die An-/​Aus-Taste und auf Lautstärke leiser

(die Lautstärketaste nach unten drücken). Warten Sie nun einen

Moment, bis das Handy vibriert, und lassen Sie dann die An-/​Aus-

Taste los, die Leisertaste halten Sie jedoch gedrückt. Auf dem Display

sollten das Logo des LuPuS-Kernel erscheinen.

Nun warten Sie eine Weile, bis das Handy zwei Mal kurz vibriert.

Nehmen Sie dann den Finger von der Lautstärketaste, und drücken

Sie kurz auf die Zurücktaste (ganz links auf dem Handy). Das Xperia

Play vibriert noch einmal für einen kurzen Moment und bootet

dann in den Recovery-Modus. Alternativ können Sie anstatt auf leiser

auch auf lauter drücken. In diesem Fall lädt das System nicht

das ClockworkMod-Recovery, sondern das touch-fähige TWRP.

Im ClockworkMod-Recovery navigieren Sie über die Lautstärkewippe

in den Dialogen hoch und runter. Per Hometaste aktivieren

Sie eine Funktion, über die Zurücktaste gelangen Sie wie gewohnt

immer zum letzten Menüpunkt zurück. Um das Handy nach dem

Flashen neu zu starten, wählen Sie aus dem Basismenü den Punkt

Reboot System Now aus.

Android-user.de Dezember 2013 113


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Chefredakteur (v. i. S. d. P.)

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Redaktion

Christoph Langner, Diana Hahn, Christian Ullrich,

Marcel Hilzinger, Thomas Leichtenstern

Autoren dieser Ausgabe

Carsten Müller, Marcel Hilzinger, Samuel Groesch,

Christoph Langner, Diana Hahn, Marko Dragicevic,

Viet Anh Nguyen, Kathrin Schmitt, Patrick Neef,

Christian Ullrich, Mirko Mahlberg, Simon Tobias

Vetter

Grafik

Kristina Fleischer, Judith Erb

Titelgestaltung

Judith Erb

Bildnachweis

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere

Schlussredaktion

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Produktionsleitung

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Geschäftsleitung

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