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fotocommunity Magazin Gesichter (Vorschau)

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ColorFoto<br />

<strong>fotocommunity</strong><br />

MAGAZIN<br />

Winter<br />

Fotografieren im<br />

Schnee<br />

Fashion<br />

Mode perfekt<br />

fotografieren<br />

Rot, Grün, Blau<br />

Mit Farben<br />

gestalten<br />

Straßenleben<br />

Wunder des<br />

Alltags<br />

<strong>Gesichter</strong><br />

Schwarz auf Weiß<br />

Geschichten erzählen<br />

Coverfoto: Susann Loessin [fc-user:34179] Young & Fresh Photography susann-loessin.de<br />

DEZEMBER/JANUAR | 1/2014<br />

12,80 Euro<br />

Österreich: € 14,60 Schweiz: sfr 25,60<br />

BeNeLux: € 14,70


Perfekte Größe, professionell ausgestattet: Die neue Olympus OM-D gibt Ihnen noch mehr Freiheit, genau das aufzunehmen, was<br />

Sie wollen – in der Bildqualität, die Sie erwarten. Mit ihrem perfekt dimensionierten Gehäuse und dem verblüffend niedrigen Gewicht<br />

stellt die OM-D E-M1 herkömmliche D-SLR-Kameras in den Schatten. Gleichzeitig überzeugt diese kompakte Systemkamera mit<br />

einer Top-Performance und brillanter Bildqualität. Ausgestattet mit dem neuesten Sensor und Prozessor sowie dem DUAL FAST<br />

AF-System mit Kontrast- und Phasen-Detection-Autofocus spielt die OM-D in Bezug auf Technik und Ausstattung ebenfalls ganz<br />

vorne mit. Die staub- und spritzwassergeschützte E-M1 – extrem zuverlässig und vielseitig – und mit 65 verschiedenen Four Thirds<br />

und Micro Four Thirds-Objektiven kombinierbar.<br />

2<br />

Neugierig? Dann informieren Sie sich bei Ihrem OLYMPUS Händler. Oder im Netz: www.olympus.de/omd


EDITORIAL | <strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong><br />

Der vierte Faktor<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

wer denkt, dass das Foto-Thema „Menschen“ nach<br />

175 Jahren Bestehen der Fotografie doch nun wirklich<br />

keine neuen Aspekte mehr bietet, der denkt falsch,<br />

wie unter anderem die folgenden Seiten dieser Ausgabe<br />

des <strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>s zeigen. Und damit<br />

meine ich nicht nur die vielen unterschiedlichen <strong>Gesichter</strong><br />

des Menschen als Motiv, sondern vor allem die<br />

Herangehensweise der Fotografinnen und Fotografen<br />

an dieses Mega-Thema.<br />

Nun gibt es die klassischen Kriterien, wie man normalerweise<br />

schlechte von guten Bildern unterscheidet:<br />

technische Qualität, bildwirksame Gestaltung<br />

und interessante Idee. Doch diese Faktoren reichen<br />

nicht aus, um ansprechende von weniger ansprechenden<br />

Menschen-Bildern zu unterscheiden. Es fehlt uns<br />

als Betrachter schlicht und einfach ein vierter Faktor:<br />

die Emotionalität. Und dieser Faktor, das ist meine<br />

feste Überzeugung, ist weniger dem Geschick des Fotografen<br />

zuzuschreiben, der im richtigen Moment auf<br />

den Auslöser drückt, sondern die Emotionalität eines<br />

Bildes ist so etwas wie ein Geschenk des abgebildeten<br />

Menschen vor der Kamera an denjenigen hinter der<br />

Kamera. Was gibt er oder sie von sich preis? Wie stark<br />

sieht er sich selbst als bewusste und selbstbewusste<br />

Person vor der Kamera oder fühlt er sich als aus dem<br />

Hinterhalt „getroffenes“ Motiv-Opfer? Wie stark interessiert<br />

den Menschen vor der Kamera die Person<br />

des Fotografen und damit des Betrachters? Aus den<br />

Antworten auf diese Fragen resultiert in der Folge, ob<br />

uns ein Foto emotional berührt. Ob der Mensch, den<br />

wir dort sehen, mehr ist als ein Fotomotiv.<br />

Kunst, weil sie nur im absoluten Einklang von Fotograf<br />

und Abgebildetem funktioniert: Ich, der Abgebildete<br />

vor der Kamera, schenke Dir, dem Fotografen hinter<br />

der Kamera, einen kleinen Teil von mir, ich öffne meine<br />

Persönlichkeit für Dein Objektiv und Deinen Verschluss<br />

– wenn Du mit Deiner Verantwortung, im richtigen<br />

Moment auf den Auslöser zu drücken, verantwortungsvoll<br />

umgehst, dann schenke ich Dir ein Bild<br />

von mir – von hoher emotionaler Ausdrucksstärke.<br />

Wir wünschen Euch allen, liebe Leserinnen und Leser,<br />

weiterhin viel Gespür, Lust, Ideen und vor allem<br />

das richtige Gefühl denjenigen gegenüber, die Ihr vor<br />

Eurer Kamera habt. Sie sind die eigentlichen Helden<br />

Eurer starken Bilder.<br />

Mit herzlichem Gruß<br />

Wolfgang Heinen<br />

Projektleiter<br />

Möglicherweise ist es das, was das Fotografieren von<br />

Menschen so spannend macht: dass vor und hinter<br />

der Kamera echte Menschen sind. Architektur können<br />

wir durch Licht und Standortwechsel gestalten, Landschaften<br />

leben durch das momentane Licht. Inszenierungen<br />

gelingen, wenn wir eine Idee haben und diese<br />

technisch umgesetzt bekommen. Ich denke, die Fotografie<br />

von Menschen ist deshalb eine so hohe<br />

3


Inhalt<br />

Portfolio<br />

Inszenierung<br />

Retrodesign von<br />

Peter Odefey........................................ 06<br />

Actionfotografie<br />

Schneegestöber von<br />

Christoph Oberschneider.....................14<br />

Fashionfotografie<br />

Modelicht von<br />

Lars Daniel Hillen................................. 28<br />

Porträtfotografie<br />

Gesichtsausdruck von<br />

Claudia Wycisk.................................... 48<br />

Streetphotography<br />

Straßenleben von<br />

Reinhard Köhler....................................74<br />

Reportagefotografie<br />

<strong>Gesichter</strong>geschichten von<br />

Zoltan Huszti ......................................... 110<br />

Aktfotografie<br />

Natur pur von<br />

Stefan Beutler ....................................... 122<br />

Bildgestaltung<br />

Fotografien gestalten<br />

Farbe: Hört die Signale........................ 36<br />

14<br />

Christoph Oberschneider<br />

Schneegestöber<br />

6<br />

Peter Odefey<br />

Retrodesign<br />

Praxis<br />

Geld verdienen mit Bildern (2)<br />

So bauen Sie Ihr Portfolio auf.............. 22<br />

Kameracheck Canon EOS-1D X<br />

High-Speed ............................................. 82<br />

Produkt-News<br />

X-mas-Geschenke............................... 116<br />

Foto: Harald Langenfeld<br />

Szene und Kultur<br />

<strong>fotocommunity</strong> Service..................... 60<br />

Ausstellungs- und Buchtipps.........118<br />

Wettbewerb<br />

Co l o rFoto-Wettbewerb<br />

Schule und Lernen............................... 96<br />

<strong>Vorschau</strong>, Impressum .....................130<br />

28<br />

Lars Daniel Hillen<br />

Modelicht<br />

36<br />

Fotografien gestalten<br />

Farbe: Hört die Signale<br />

4


110<br />

Zoltan Huszti<br />

<strong>Gesichter</strong>geschichten<br />

48<br />

Claudia Wycisk<br />

Gesichtsausdruck<br />

Reinhard Köhler<br />

Straßenleben<br />

74<br />

96<br />

Co l o rFo t o -Wettbewerb<br />

Schule und Lernen<br />

Foto: Konstantin Articus<br />

122<br />

Stefan Beutler<br />

Natur pur<br />

5


INSZENIERUNG | Portfolio<br />

Movienight<br />

Nikon D800, Nikon AF-<br />

S Nikkor 1,4/85 mm G,<br />

85 mm, Blende 4,5,<br />

1 /80 s, ISO 400<br />

6


Retro<br />

Design<br />

Die Fotografien von Peter Odefey erinnern an die Filmplakate<br />

aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Anhand<br />

ausgewählter Arbeiten veranschaulicht der Fotograf<br />

schrittweise, was es bei den Vorbereitungen zu einem<br />

Shooting und in der Nachbearbeitung zu beachten gibt,<br />

damit solche aussagestarken Retro-Porträts gelingen.<br />

Alle Fotos: © Peter Odefey [fc-user:450437]<br />

7


INSZENIERUNG | Portfolio<br />

Jetset. Nikon D800, Nikon AF-S Nikkor 2,8/80–200 mm, 200 mm, Blende 5,6, 1 /1000 s, ISO 200<br />

8


Wheels of fortune<br />

Nikon D800, Nikon AF-S<br />

Nikkor 1,4/85 mm G,<br />

85 mm, Blende 5,6, 1 /500 s,<br />

ISO 100<br />

Schritt 1: Bildideen entwickeln,<br />

Modell suchen und Stylist buchen<br />

Am Anfang eines Projekts legt Peter Odefey zunächst<br />

das Thema für sein Shooting fest, zum Beispiel „Jetset“.<br />

„Im Fall der Swimmingpool-Bilder ließ ich mir<br />

Fotos von einer Location zeigen und versuchte mir<br />

vorzustellen, welche Aufnahmen sich dort realisieren<br />

lassen.“ Eine klare Bildsprache stellte er sich vor –<br />

elementar im Aufbau und klar in den Farben. Aufbauend<br />

auf seinen Bildideen, die der Fotograf entwickelt<br />

hat, überlegt er sich, welchen Typ Model und<br />

welche Requisiten beziehungsweise Accessoires dazu<br />

passen. Hierzu führt Odefey aus: „Das Modell für<br />

,Jetset’ fand ich nach einer Ausschreibung des Projekts<br />

in einem Model-Forum. An Requisiten besorgte<br />

ich einen Liegestuhl, einen Retro-Bikini sowie eine<br />

Sonnenbrille aus den 1950er-Jahren. Des Weiteren<br />

wollte ich noch ein Tier dabei haben, idealerweise einen<br />

Hund.“ Ein Stylist war für die Fotostrecke ebenfalls<br />

erforderlich, da es bei einem Thema wie Jetset<br />

ganz besonders auf ein gutes Styling ankommt.<br />

Schritt 2: Die Wahl der passenden<br />

Ausrüstung<br />

Generell empfiehlt Peter Odefey für seine Porträts im<br />

Retro-Design eine Kamera mit lichtstarkem Sensor<br />

in Kombination mit ebensolchen Objektiven. „Am<br />

liebs ten fotografiere ich mit fester Brennweite. Sie garantiert<br />

eine optimale Ausbeute der Lichtverhältnisse<br />

und der Auflösung. Damit lassen sich auch tolle Bilder<br />

bei schwachem Stimmungslicht machen oder<br />

wenn sich der Einsatz eines Blitzes als problematisch<br />

erweist, wie etwa im Inneren eines Autos“, begründet<br />

der Fotograf seine Wahl des Equipments. Pol- und<br />

Graufilter sowie eine portable Blitzanlage gehören<br />

ebenfalls zu Peter Odefeys Standardausrüstung. Denn<br />

wenn der Fotograf nicht gerade Bilder in Autos aufnimmt,<br />

verwendet er zum Blitzen eine 2-flammige,<br />

portable Anlage mit 2 x 600 Wattsekunden sowie eine<br />

4-flammige Stabblitz-Anlage. Studioaufnahmen beleuchtet<br />

der Profi manchmal sogar mit fünf Blitzen,<br />

wovon zwei auf den Hintergrund gerichtet sind.<br />

Schritt 3: In medias res – die Aufnahmen<br />

Dass das Doppelporträt im rosa Cadillac („Wheels of<br />

fortune“) in einem Industriegebiet aufgenommen<br />

wurde, bemerkt der Betrachter nicht. Denn bei diesem<br />

Bild wusste Peter Odefey bereits im Vorfeld, dass<br />

er den Hintergrund in der Nacharbeit durch einen<br />

pastellblauen Wolkenhimmel ersetzen würde. Da der<br />

Shooting-Tag hervorragendes Sonnenlicht bot, benötigte<br />

der Fotograf lediglich einen Aufheller, um das<br />

Licht gut wirken zu lassen. „Der große Wagen als<br />

Rahmenmotiv stellte allerdings eine echte Herausfor-<br />

9


INSZENIERUNG | Portfolio<br />

Hollywood Star. Nikon D800, Nikon AF-S Nikkor 1,4/50 mm G, 50 mm, Blende 11, 1 /160 s, ISO 100<br />

10


Casual Overseas (Reload)<br />

Nikon D800, Nikon AF-S Nikkor<br />

1,4/50 mm G, 50 mm, Blende 13,<br />

1 /200 s, ISO 100<br />

Future Science<br />

Nikon D800, Nikon AF-S Nikkor<br />

1,4/50 mm G, 50 mm, Blende 14,<br />

1 /160 s, ISO 100<br />

derung an die Bildgestaltung dar“, erinnert sich Odefey:<br />

Es waren diverse Versuche nötig, um herauszufinden,<br />

wie sich das Porträt am besten begrenzen lässt<br />

und welche Elemente mit ins Bild sollten. Erschwerend<br />

kam hinzu, dass der Fotograf zwei Personen zu<br />

organisieren hatte. „Ich musste dabei genau beobachten,<br />

was vor der Kamera passiert und entsprechend<br />

probieren, die Modelle agieren zu lassen, ohne<br />

dass es gekünstelt wirkt.“ Zwar ist es wichtig, betont<br />

Odefey, mit fertigen Bildideen im Kopf in ein Shooting<br />

hineinzugehen. Doch auch dem Raum für spontan<br />

improvisierte Aufnahmen kommt eine bedeutende<br />

Rolle zu, weiß der Profi aus Erfahrung.<br />

Schritt 4: Die Bildbearbeitung<br />

Die Nachbearbeitung stellt einen wichtigen Aspekt<br />

im Workflow dar, um die Bildwirkung zu erzeugen,<br />

die der Fotograf anstrebt. Für Kollagen wie „Wheels<br />

of fortune“ setzt Peter Odefey beispielsweise Freistellungswerkzeuge<br />

ein. Für die Anfertigung aufwendiger<br />

Plakat-Kollagen, etwa „Hollywood Star“, kommen<br />

zudem Textwerkzeuge und Grafikfunktionen zum<br />

Einsatz. „Die Retusche erfolgt mit den üblichen Reparaturwerkzeugen<br />

und Retuschemethoden“, so der<br />

Fotograf. Um den gewünschten Look seiner Fotografien<br />

zu erzielen, bedarf es einigen Aufwands: „Das<br />

meiste erledige ich per Einstellungsebenen und verschachtelter<br />

Ebenengruppen. So kann ich jederzeit<br />

wieder in die Bearbeitung einsteigen.“ Denn nur wenige<br />

Bilder optimiert Odefey in einem Durchgang,<br />

stattdessen beurteilt er meist die Bearbeitungsstadien<br />

in mehreren Abschnitten. „Um eine stimmige Gesamtwirkung<br />

zu erzielen, lasse ich die Möglichkeit<br />

offen, am Ende alle Bildbereiche separat bearbeiten<br />

zu können“, betont der Retro-Fan. Ähnlich wie ein<br />

Maler, so Peter Odefey, verschafft sich der Fotograf<br />

zunächst einen skizzenhaften Überblick über eine<br />

Aufnahme und testet verschiedene Wirkungen von<br />

Farb- und Kontrastbetonungen. „Am Ende versuche<br />

ich den Look zu verbessern und eine optimale Farbstimmung<br />

einzubringen.“<br />

Claudia Könsgen<br />

Alien Attacks<br />

Kollage aus 4 Fotos<br />

und einer selbst angefertigten<br />

Zeichnung.<br />

Die Aufnahmen per<br />

Nikon D800 / verschiedene<br />

Brennweiten


INSZENIERUNG | Portfolio<br />

Die zeitliche<br />

‘‘Spur verwischen<br />

‘‘<br />

Fasziniert von der Eleganz und vom Stil der 1940er- bis 60er-Jahre, beeinflussen<br />

diese Jahrzehnte viele von Peter Odefeys Porträts. Woher er genau die Ideen für<br />

seine Porträtserien bekommt und welche Herausforderungen es zu meistern gilt,<br />

darüber spricht der freie Künstler ausführlich im Interview.<br />

Peter Odefey<br />

[fc-user:450437]<br />

retro-pinup.de<br />

Ausrüstung<br />

■ Kamera<br />

Nikon D90,<br />

Nikon D700,<br />

Nikon D800<br />

■ Objektiv<br />

Nikon AF-S Nikkor<br />

1,4/50 mm G<br />

Nikon AF-S Nikkor<br />

1,4/85 mm G<br />

Nikon AF-S Nikkor<br />

2,8/80–200 mm<br />

Sigma 1,4/35 mm<br />

DG HSM<br />

Sigma 4,5–5,6/<br />

12–24 mm DG HSM II<br />

■ Zubehör<br />

Ein- und Dreibeinstativ<br />

Pol- und Graufilter<br />

2-flammige, portable<br />

Blitzanlage mit 2 x 600<br />

Wattsekunden sowie<br />

4-flammige Stabblitz-<br />

Anlage<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Peter, woher bekommst<br />

Du genau die Ideen für Deine Bilder? Was sind Deine<br />

Inspirationsquellen?<br />

Peter: Viele Bildideen fallen mir beim Sport ein. Wenn<br />

ich mit dem Rad fahre, kommen mir manche Bilder<br />

einfach spontan in den Sinn. Außerdem schaue ich mir<br />

beispielsweise oft Filme aus der Technicolor-Ära an<br />

und lasse mich vom Verfahren zur Herstellung von<br />

Farbfilmen inspirieren. Das genaue Betrachten von<br />

glamourösen Fotos aus den 1940er- bis 60er-Jahren<br />

hilft ebenfalls ungemein, um Anregungen für Bildwirkungen<br />

sowie bestimmte Lichtsituationen zu erhalten.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Wo liegen die besonderen<br />

Herausforderungen in Deiner Retro-Fotografie?<br />

Peter: Da es mir bei meiner Fotografie nicht darum<br />

geht, Bilder aus den beiden Jahrzehnten zu kopieren<br />

oder nachzustellen, liegt für mich eine besondere Herausforderung<br />

darin, „die zeitliche Spur zu verwischen“,<br />

den Betrachter in einen Bann zu ziehen und<br />

Sehnsüchte zu erwecken. Je nach Bildidee ist es für<br />

mich auch reizvoll, die Tugenden der 40er- bis 60er-<br />

Jahre mit dem heutigen Zeitgeist zu konfrontieren.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Könntest Du uns abschließend<br />

noch verraten, wo Deine Bilder bereits veröffentlicht<br />

wurden, an was Du aktuell arbeitest und was<br />

Deine nächsten Fotoprojekte sind?<br />

Peter: Meine Bilder sind schon in diversen <strong>Magazin</strong>en<br />

und Kunstzeitschriften erschienen. Nachdem meine<br />

Fotografien auch bereits in einigen eigenen Ausstellungen<br />

zu sehen waren, möchte ich meine Arbeiten<br />

auch im kommenden Jahr wieder ausstellen. Außerdem<br />

plane ich Fotoprojekte im Ausland: Frankreich<br />

und die USA sind für solche Vorhaben meine angestrebten<br />

Ziele.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Für Deine Vorhaben 2014<br />

wünschen wir Dir jedenfalls viel Erfolg.<br />

12


KRITIK<br />

■ Ausfahrt. Manchmal ist es auch nur ein kleines Detail,<br />

das ein Bild zu einem guten Bild macht – in diesem Fall sind<br />

es die leicht verzogenen Lippen des Models. Klasse auch<br />

die tiefe Kameraperspektive und die glänzenden Details im<br />

Auto-Innern. Auch Ausschnitt, Farbigkeit und Haltung der<br />

Arme stimmen. Ob frau in den 50ern allerdings schon mit<br />

tätowierten Armen durch die Gegend fuhr – eher nicht.<br />

13


ACTION | Portfolio<br />

Schnee<br />

Gestöber<br />

14


Panorama mit<br />

Skifahrer<br />

Sony SLT-A65, Sigma<br />

4,0–5,6/70–300 mm<br />

DG APO Makro,<br />

70 mm, Blende 40,<br />

1 /4000 s, ISO 100<br />

Fotografisch betrachtet sind Actionaufnahmen im<br />

Schnee ein schwieriges Terrain. Um einerseits den<br />

Sportler, andererseits die Action des Wintersports im<br />

Bild einzufangen, gilt es für Fotografen wie Christoph<br />

Oberschneider, viele spannende Herausforderungen<br />

zu bewältigen: darunter drohende Farbstiche, harte<br />

Schatten und verstärkte UV-Strahlung. Aber nicht nur<br />

das Licht sorgt für gelungene Schnee-Action-Aufnahmen,<br />

auch auf die Perspektive und den Fotografenstandort,<br />

die Kommunikation mit dem Skifahrer und<br />

natürlich die Ausrüstung kommt es hoch oben auf den<br />

schneebedeckten Ski-Pisten an. Mit den praktischen<br />

Tipps steht einer erfolgreichen Wintersportsaison mit<br />

der Kamera nichts mehr im Weg.<br />

Alle Fotos: © Christoph Oberschneider,<br />

joedesperado [fc-user:1878110]<br />

15


ACTION | Portfolio<br />

Perfect Powder. Sony SLT-A65, Sigma 3,5/10–20 mm EX DC HSM, 10 mm,<br />

Blende 5, 1 /1250 s, ISO 400<br />

Tipp: Kamera- und Sicherheitsausrüstung<br />

immer dabei haben<br />

Da Christoph Oberschneider großen Wert darauf legt,<br />

sowohl sein Kamera-Equipment als auch die Sicherheitsausrüstung<br />

für alpine Gefahren bei seinen Freeride-Touren<br />

immer dabei zu haben – darunter Lawinenairbag,<br />

Schaufel und Suchgerät –, trägt er meist<br />

einen randvoll gefüllten 35-Liter-Rucksack mit sich.<br />

„Denn hin und wieder stürzen nicht nur meine Fotofahrer,<br />

sondern auch ich selbst. Also müssen Kameras<br />

und Objektive gut geschützt sein, aber ebenso schnell<br />

griffbereit. Stativ, Filter und ähnliches Zubehör verwendet<br />

Oberschneider bei der Sportfotografie hingegen<br />

nur selten. Geblitzt wird auch so gut wie nie, da er<br />

lieber mit dem verfügbaren Licht arbeitet. Lichtstarke<br />

Objektive und höhere ISO-Werte helfen dabei, auch<br />

bei bewölktem Himmel kontrastreiche Bilder zu erhalten.<br />

Um Bewegung einzufrieren, eignen sich Verschlusszeiten<br />

von mindestens 1 /500 s.<br />

Sunset Powder. Sony SLT-A65, Sigma 3,5/10–20 mm EX DC HSM, 12 mm, Blende 3,5, 1 /1000 s, ISO 500<br />

16


Bild #8. Sony SLT-A65, Sony 4,5–5,6/70–300 mm G SSM, 150 mm, Blende 5,6, 1 /1200 s, ISO 200<br />

Tipp: Location und Lichtbedingungen<br />

kennen<br />

Um zu wissen, wo und um welche Uhrzeit das Licht<br />

optimal ist, von wo aus Hänge am besten einsehbar<br />

sind und natürlich wie die Lawinengefahr einzuschätzen<br />

ist, empfiehlt der erfahrene Wintersportler,<br />

in Skigebieten zu fotografieren, die man schon gut<br />

kennt. Oberschneider selbst ist meistens in den<br />

Nordalpen im Salzburger Land unterwegs und entscheidet<br />

ganz spontan – auch während einer Abfahrt<br />

im Gelände –, ob sich Licht und Gebiet für eine Aufnahme<br />

eignen oder nicht. Sein Equipment ist schließlich<br />

jederzeit griff- und einsatzbereit.<br />

Tipp: Standort wählen und Absprache<br />

mit Skifahrer<br />

Bei der Wahl des optimalen Standpunkts empfehlen<br />

erfahrene Fotografen wie Christoph Oberschneider,<br />

von unten nach oben zu fotografieren. Auch raten sie,<br />

auf Pisten immer am Rand und nicht unterhalb einer<br />

von oben nicht einsehbaren Kuppe zu stehen, es sei<br />

denn, der Raum ist abgesichert. Hat der Fotograf seinen<br />

Platz ausgemacht, von wo er aus den Wintersportler<br />

in Szene setzen will, erfolgt die Absprache<br />

untereinander: „Ich gebe dem Fahrer einige Anweisungen<br />

meinen Standpunkt betreffend und in welche<br />

Richtung er den Schwung, wie weit von mir entfernt<br />

setzen soll“, erläutert Oberschneider. Gegebenenfalls<br />

Total Immersion. Sony SLT-A65, Sony 4,5–5,6/70–300 mm G SSM,<br />

180 mm, Blende 5,6, 1 /1250 s, ISO 100<br />

17


ACTION | Portfolio<br />

Bird’s Eye. Sony SLT-A65, Sigma 4,0–5,6/70–300 mm DG APO Makro, 85 mm, Blende 4, 1 /1250 s, ISO 100<br />

18


Bild #9. Sony SLT-A65, Sigma 3,5/10–20 mm EX DC HSM, 10 mm, Blende 3,5, 1 /1250 s, ISO 100<br />

lässt sich die exakte Stelle mit einem Handschuh oder<br />

einem anderen Hilfsmittel markieren. Nach einem<br />

Handzeichen, das der Fotograf gibt, startet der Fahrer.<br />

Tipp: Perspektivwahl, Fokussetzung<br />

und Bildgestaltung für dynamische<br />

Aufnahmen<br />

„Die Dynamik lässt sich bei so einem rasanten Sport<br />

relativ einfach transportieren“, findet Christoph<br />

Oberschneider. „Aber richtig interessant wird ein<br />

Bild“, schiebt er ein, „wenn es gelingt, die Bewegung<br />

mit einem optisch interessanten Hintergrund zu<br />

kombinieren, etwa ein vor dem Himmel freigestellter<br />

Skifahrer über sanft ineinander übergehenden,<br />

schneebedeckten Kuppen. Das gelingt dem Fotografen,<br />

indem er möglichst schräg zum Hang steht.<br />

Spannende Perspektiven entstehen auch durch einen<br />

ungewohnten Blickwinkel, beispielsweise wenn die<br />

Kamera auf die Schneeoberfläche gestellt wird oder<br />

der Fotograf von oben oder vom Gegenhang aus seine<br />

Fotos macht. Ein weiterer Trick, damit dynamische<br />

und stimmungsvolle Bilder gelingen, besteht darin,<br />

nicht mit der Sonne, sondern schräg gegen die Sonne<br />

zu fotografieren. Auf diese Weise wird der aufstiebende<br />

Schnee durch das Sonnenlicht erleuchtet.<br />

Die Bildgestaltung betreffend versucht Action-Fotograf<br />

Oberschneider das Motiv je nach verwendetem<br />

Objektiv anders zu platzieren: „Wenn ich das Weitwinkel-Objektiv<br />

verwende, wird der Fahrer in Nahaufnahme<br />

und eher in der Bildmitte platziert“, führt<br />

er aus. Es empfiehlt sich bei dieser Objektivwahl manuell<br />

vorzufokussieren, beispielsweise bei einem<br />

Sprung des Fahrers. Der Einsatz eines Weitwinkels in<br />

Kombination mit einer Nahaufnahme bedeutet aber<br />

auch, dass der Fotograf ganz dicht ans Geschehen<br />

heran muss, was eine exakte Planung und höheres<br />

Fahrkönnen voraussetzt. Natürlich eignet sich ein<br />

Weitwinkel auch zum Einbeziehen der Landschaft in<br />

die Aufnahme. „Ein Tele verwende ich hingegen für<br />

Nahaufnahmen aus größerer Distanz, wobei der Fahrer<br />

eher dezentral positioniert wird“, so Christoph<br />

Oberschneider. Was den Fokus angeht, wenn der Fotograf<br />

einen Skifahrer mit Tele im Hang verfolgt, bietet<br />

es sich an, den Autofokus im rechten oder linken<br />

Drittel des Suchers zu aktivieren und sich darauf zu<br />

konzentrieren, das Motiv in diesem Bereich zu platzieren.<br />

Sonst drohen gewöhnliche Aufnahmen mit<br />

dem Skifahrer in der Bildmitte.<br />

Claudia Könsgen


ACTION | Portfolio<br />

Mit Bildern das<br />

Freeride-Lebens-<br />

‘‘gefühl vermitteln<br />

‘‘<br />

Christoph<br />

Oberschneider,<br />

joedesperado<br />

[fc-user:1878110]<br />

www.facebook.<br />

com/Christoph.<br />

Oberschneider.<br />

Photography<br />

Ausrüstung<br />

■ Kamera<br />

GoPro Hero3 Black<br />

Edition, Sony SLT-A65,<br />

Sony NEX-5<br />

■ Objektiv<br />

Sigma 3,5/10–20 mm<br />

EX DC HSM<br />

Sigma 4,0–5,6/<br />

70–300 mm DG APO<br />

Makro<br />

Sony E PZ 3,5–5,6/<br />

16–50 mm OSS<br />

Sony E 3,5–5,6/<br />

18–55 mm OSS<br />

Sony DT 3,5-5,6/<br />

18–135 mm SAM<br />

Sony 4,5–5,6/<br />

70–300 mm G SSM<br />

■ Zubehör<br />

Mammut Pro R.A.S.<br />

ready Lawinenrucksack<br />

mit evoc CB 12l<br />

Camera Block Kamerafach-Einsatz<br />

Actionreiche Wintersportaufnahmen zu machen, ist eine spannende<br />

Sache, bei der es gerade für Einsteiger vieles zu beachten gibt. Aber<br />

auch der Spaß am Fotografieren und Skifahren, Snowboarden oder<br />

Freeriden sollte nicht zu kurz kommen. Über seine zwei Leidenschaften<br />

spricht Christoph Oberschneider unter anderem im Interview.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Christoph, welche Leidenschaft<br />

war zuerst da, die zur Fotografie oder zum<br />

Wintersport?<br />

Christoph: Die zum Wintersport; seit meinem dritten<br />

Lebensjahr bin ich begeisterter Skifahrer und verbringe<br />

im Winter dementsprechend viel Zeit in den Alpen.<br />

Skifahren ist für mich die schönste Kombination aus<br />

Naturerlebnis und Bewegung. Und die Fotografie –<br />

damit habe ich hobbymäßig im Sommer 2011 begonnen<br />

– gibt mir die Möglichkeit, andere an meiner Begeisterung<br />

für diesen Sport teilhaben zu lassen. Ich<br />

versuche, durch meine Bilder das mit dem Freeriden<br />

verbundene Lebensgefühl zu vermitteln. Das funktioniert<br />

meiner Meinung nach am besten, wenn man als<br />

Fotograf die jeweilige Sportart nicht nur vom Blickwinkel<br />

hinter der Kamera kennt, sondern auch aktiv<br />

betreibt.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Da stimmen wir Dir zu.<br />

Wo liegt für Dich die besondere Herausforderung bei<br />

Deiner Fotografie?<br />

Christoph: Die größten Herausforderungen bei meiner<br />

Wintersportfotografie bereitet die Jahreszeit selbst:<br />

Es ist kalt und nass. Auch der Zeitdruck ist leider oft<br />

groß, einerseits wegen der Kälte, die weder der Kamera<br />

noch den Händen gut tut, andererseits aufgrund<br />

anderer Skifahrer – „unverspurte“ Hänge bleiben nie<br />

lange unbefahren.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Du hast kürzlich Dein<br />

Medizinstudium abgeschlossen, dann hast Du ja nun<br />

Zeit zum Fotografieren, oder an welchen Projekten arbeitest<br />

Du?<br />

Christoph: Mein zukünftiges Projekt lautet, vor allem<br />

einen Beruf zu finden, der es mir ermöglicht, meine<br />

verschiedenen Leidenschaften beziehungsweise Talente<br />

– Medizin, Skifahren, Fotografie und Filmen – so<br />

gut es geht zu vereinen. Abgesehen davon werde ich<br />

im kommenden Winter sicher wieder mit einer handvoll<br />

guter Freunde und einem Rucksack voller Fotoausrüstung<br />

versuchen, das eine oder andere spannende<br />

Skifoto zu schießen.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Wir wünschen Dir viel Erfolg<br />

dabei und bedanken uns für das Gespräch.<br />

20


KRITIK<br />

■ In Schräglage durch den Tiefschnee. Das Bild wird<br />

zur Hauptsache von diagonal verlaufenden Linien bestimmt:<br />

Wolkenschleier, die Linie des Bergkamms, die „Lage“ des<br />

Skifahrers sowie die Begrenzung des Schneefelds im Vordergrund<br />

rechts. Die Wahl des breiten Formats sowie die<br />

dunklen Schattenpartien des Bergs geben dem Ganzen<br />

den nötigen Halt, ohne die Dynamik zu beeinträchtigen.<br />

21


Geld verdienen mit Bildern (2) | Stockfotografie<br />

Stockfotografie:<br />

So bauen<br />

Sie Ihr<br />

Portfolio<br />

auf<br />

Mit den eigenen Bildern Geld verdienen – welcher Hobbyfotograf<br />

träumt nicht davon? Doch wer selbst geschossene Fotos zu Geld<br />

machen will, muss einiges an Zeit und Energie investieren. Der Aufbau<br />

eines erfolgreichen Stockagentur-Portfolios erfordert Geschäftssinn<br />

und einen guten Riecher für aktuelle Bildtrends.<br />

22


Agenturen, die überwiegend Einzelbilder<br />

verkaufen (z. B. iStockphoto). „Bei Shutterstock<br />

kann mit etwas Glück schon mit 20 bis<br />

30 Bildern innerhalb einer Woche ein erster<br />

Download in der Statistik erscheinen“, sagt<br />

der Berliner Fotograf Michael Zwahlen, der<br />

seine Bilder seit mehr als zehn Jahren über<br />

Agenturen zur Lizenz anbietet. Für regelmäßige<br />

Downloads sollte das Portfolio jedoch<br />

schnell auf 100 oder mehr Bilder wachsen. In<br />

seinem Blog veröffentlicht Zwahlen regelmäßig<br />

Zahlen und Diagramme, aus denen zu<br />

erkennen ist, wie sich seine Umsätze auf die<br />

einzelnen Stockagenturen verteilen.<br />

SERIE<br />

■ „Geld verdienen mit Bildern“<br />

1. Einstieg in die Stockfotografie<br />

2. Stockfotografie: So bauen Sie Ihr<br />

Portfolio auf<br />

3. Erfolgsstrategien für Stockfotografen<br />

Teil 3 wird in der Ausgabe 2-2014 des<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>s veröffentlicht.<br />

Es klingt ein bisschen nach Schlaraffenland:<br />

Einfach Bilder hochladen und ein paar Wochen<br />

später schickt die Bildagentur den ersten<br />

Gehaltsscheck … Wenn es nur so einfach wäre!<br />

Die riesige Masse an Fotografen, die ihre<br />

Bilder über Microstock-Agenturen anbieten,<br />

machen pro Monate nur eine Handvoll Euro.<br />

Richtig erfolgreich wird nur, wer den Bilderverkauf<br />

nicht als Hobby, sondern mit ernsthaftem<br />

Geschäftssinn betreibt.<br />

„Jedes Foto kostet Zeit und Geld, da ist es ratsam,<br />

vor jedem Shooting, den Markt zu analysieren“,<br />

sagt Robert Walters, Geschäftsführer<br />

der deutschen Microstockagentur Panthermedia<br />

in München. Je breiter ein Fotograf thematisch<br />

aufgestellt ist, desto breiter sei auch<br />

seine Zielgruppe. „Hier sollte jeder für sich<br />

eine Kosten-Nutzen-Berechnung anstellen“,<br />

so Walters. Bei einem breit ausgelegten Portfolio,<br />

zum Beispiel mit Tieren, Natur und Freistellern,<br />

stünden die eigenen Fotos in Konkurrenz<br />

zu mehreren Millionen Bildern. In<br />

einem solchen Fall sei es empfehlenswert,<br />

mindestens 10 000 Bilder einzustellen.<br />

Regelmäßige Verkäufe<br />

ab 100 Fotos<br />

Bei Agenturen, die auf Abonnements spezialisiert<br />

sind (z. B. Shutterstock), stellen sich<br />

Verkäufe üblicherweise schneller ein als bei<br />

„Oft dauert es einige Zeit, bis eingestellte Bilder<br />

auch verkauft werden, da Käufer eine gewisse<br />

Zeit brauchen, um Angebote zu sichten,<br />

Previews zu laden und Layouts zu testen”,<br />

sagt der Münchner Medienanwalt und Stockfotograf<br />

Arne Trautmann, der seit 2007 unter<br />

dem Pseudonym Kzenon ein Portfolio von<br />

12 000 Bildern mit den Schwerpunkten People<br />

und Lifestyle aufgebaut hat. Entscheidend für<br />

den Verkaufserfolg ist allerdings nicht nur<br />

eine hohe Bildqualität, sondern im ersten<br />

Schritt vor allem eine professionelle Verschlagwortung.<br />

„Mindestens 30 bis 40 Schlagwörter<br />

sollten es sein, damit die Bilder bei der<br />

entsprechenden Suchanfragen überhaupt in<br />

den Suchergebnissen erscheinen“, rät der<br />

Stockfoto-Experte Amos Struck. Allerdings<br />

müsse ein Fotograf die Keywords nicht unbedingt<br />

selbst eingeben, sondern könne für diese<br />

zeitintensive Aufgabe auf Software-Tools<br />

oder die Unterstützung externer Dienstleister<br />

zurückgreifen.<br />

Einkommen hängt von vielen<br />

Faktoren ab<br />

Wie hoch das Einkommen für Stockfoto-<br />

Neueinsteiger ist, lässt sich allerdings nicht<br />

sicher vorhersagen. Das hänge, so die Erfahrung<br />

vieler Fotografen und Stockfoto-Experten,<br />

von zu diversen Faktoren ab, etwa bei<br />

welcher Agentur man besonders gut verkauft<br />

und ob man dort exklusiver Anbieter ist. „Mit<br />

einem gut gemischten People-Portfolio von<br />

500 Bildern, die bei den großen Agenturen<br />

angeboten werden, kann man durchaus 1000<br />

Euro Umsatz pro Monat erzielen. Die Erlöse<br />

pro Download fallen aber seit Jahren und dieser<br />

Trend wird anhalten“, so Arne Trautmann.<br />

Galt in der Vergangenheit die Faustregel, dass<br />

„Die drei farbigen Pins“ ist eines der erfolgreichsten<br />

Bilder von Michael Zwahlen auf Shutterstock,<br />

wo das Bild mit dem Titel „Set of push pins in<br />

different colors, with real shadows, isolated on<br />

white background“ im Angebot ist.<br />

Schlagwörter: anstecker, bolzen, fesselung, geheimzahl,<br />

heftzwecke, nadel, persönliche identifikationsnummer,<br />

pin, pin code, pin nummer, pinnadel,<br />

stecknadel, stift, reißnagel, reißzwecke,<br />

dagegen, einwände, gegenstand, objekt, isolierte,<br />

lokalisiert auf weiß, gruen, grün, grüne, grünes,<br />

grünschnäblig, naiv, unerfahren, eiweiss, eiweiß,<br />

lederhaut, schnee, weiss, weiß, weiße, weiße<br />

augenhaut, weißer, weißes, weißling, gerötet, rot,<br />

rote, roter, rothaarig, feige, gelb, gelbe, gelber, gelbes,<br />

daumenheftzwecken, bunt, bunte, farbenfroh,<br />

farbenfrohe, farbenprächtig, farbig, kunterbunt,<br />

azul, blau, blauem, blaues, bläuen, depres siv, niedergeschlagen,<br />

schwermutig, schwermütig, traurig,<br />

traurige, hintergrund weiß, weißer hintergrund,<br />

drücken sie stift, pinnwandnadel, reißbrettnadel,<br />

arbeit, arbeiten, funktionieren, trainieren, werk,<br />

wirken, amt, bueros, büro, dienst, geschaeftsraeume,<br />

geschäftsraum, gruppe, nachrichten<br />

© Foto: MichaelJayBerlin/Shutterstock<br />

23


Geld verdienen mit Bildern (2) | Stockfotografie<br />

Aktive Senioren als Bildmotiv: Das Foto „Seniors<br />

jogging on a forest road“ stellte Fotograf Arne<br />

Trautmann mit einer ganzen Reihe von Schlagwörtern<br />

bei der Agentur Shutterstock ein.<br />

© Foto: Arne Trautmann<br />

Schlagwörter: mensch alt, person alt, älter, älterer, bemannen, herr, mann, mensch, spielfigur, stein, sportsfrau, sportsmann, absturz, fall, fallen, hinfallen,<br />

untergang, ausbildung, schulungen, herbst, herbstlich, maennlich, mann, männchen, männlich, männliche, waldpfad, freizeit, muße, zwei, zweidollarschein,<br />

zweier, zwo, erwachsen, erwachsene, erwachsener, für erwachsene, sport machen, workout, ehefrau, frau, gattin, anfall, heiß, passen, paßform, scharf,<br />

scharfes, sexy, gras, grashalm, rasen, waldstraße, waldstraße, activ, aktiv, aktive, flink, gewandt, rührig, tätig, sommer, verheiratet, fitness, gesundheit,<br />

tauglichkeit, trimm-dich, zweckmäßigkeit, angehörigen, besiedeln, bevölkern, bewohnen, familie, leute, menschen, verwandten, volk, weibchen, weiblich,<br />

weibliche, forst, gehölz, hain, wald, waldgebiete, abgeschiedenheit, pensionierung, rente, ruhestand, frau, joggen, jogging, ehemann, gatte, gemahl, mann,<br />

beisammen, zusammen, himmel, luft, biegung, pfad, gesundheit, trainieren, training, üben, übung, übungen, natur, weltnaturerbe, paar, paerchen, pärchen<br />

24


Das Bild „Mechaniker in Werkstatt arbeitet an Auto“ hat die folgende Bildbeschreibung in Englisch:<br />

„Young man in blue overall – mechanic – working with lamp on jacked car in a service station.“<br />

© Foto: Arne Trautmann<br />

Schlagwörter: mechaniker, mechanikerin, auto, ermüden, pneu, reifen, lampe, öllampe, bearbeiten, gerat, gerät, instrument, teil, tool, werkzeug, geschaefte,<br />

geschaeftlich, geschäft, geschäftlich, geschäfts, unternehmen, frohlichkeit, fröhlichkeit, gluck, glück, glück, glücklichkeit, glücklichsein, maennlich, mann,<br />

männchen, männlich, männliche, beruf, beschaftigung, beschäftigung, besetzung, okkupation, anmachen, anstecken, anstrahlen, anzünden, beleuchten,<br />

erleuchtet, erleuchtung, flamme, hell, leicht, leichte, licht, lichtquelle, angabe, aufschlag, bedienen, dienst, dienstleistung, gottesdienst, serviceleistung,<br />

warten, wehrdienst, angehörigen, besiedeln, bevölkern, bewohnen, familie, leute, menschen, verwandten, volk, caucasoid, europide, kaukasier, kaukasierin,<br />

kaukasisch, weißer indef, bluey, kreisen, lenkrad, rad, steuerrad, arbeitsstation, abkommling, abkömmling, brut, jugend, jung, junge, junger, junges, nachkomme,<br />

nachwuchs, unerfahren, reifen, tyros, tyrus, aussehen, blick, blicken, fratze, gucken, guggen, hingucken, hinschauen, hinsehen, kucken, schauen,<br />

schaut, scheinen, sehen, suchen, zugucken, stehend, stehendes, stehendes, konsultieren sie, ausfuhren, ausführen, durchfuhren, durchführen, erfullen,<br />

erfüllen, implementieren, vollziehen, auto, automobil, kabine, pkw, wagen, wagon, arbeit, arbeiten, funktionieren, trainieren, werk, wirken, ausbesserung,<br />

instandsetzung, reparatur, reparieren, reperatur, bemannen, herr, mann, mensch, spielfigur, stein, glucklich, glücklich, glückliche, gücklich<br />

man pro Bild etwa 1 US-Dollar pro Monat<br />

verdienen kann, sind es inzwischen vielfach<br />

nur noch 40 bis 60 Cent. Der Grund dafür ist,<br />

dass nicht nur die Masse der Bilder in den<br />

vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist,<br />

sondern auch deren Qualität.<br />

„Aus der Masse kann man sich nur hervorheben,<br />

wenn man ein besseres Produkt anbietet<br />

als die Konkurrenz – und das erfordert in der<br />

Regel viel Übung und Erfahrung“, wissen die<br />

Fotografen Zwahlen und Trautmann. Sie<br />

empfehlen daher, sich auf einen Bereich zu<br />

konzentrieren und sich dort möglichst schnell<br />

zu verbessern. Denn einige wenige sehr exzellente<br />

Bilder zu einem beliebten Thema<br />

könnten schneller zum Erfolg führen als Massenware,<br />

von der es bereits reichlich Auswahl<br />

bei allen Agenturen gebe.<br />

„Ein Fotograf, der sich auf eine Nische, beispielsweise<br />

Architektur, spezialisiert hat,<br />

kommt durchaus schon mit einem kleineren<br />

Portfolio von wenigen hundert Bildern aus“,<br />

bestätigt Agenturchef Robert Walters. Positiver<br />

Nebeneffekt des fotografischen „Steckenpferds“:<br />

Durch die intensive Beschäftigung<br />

mit einem Bereich, werden die eigenen Bilder<br />

automatisch immer besser. „Das erkennt ein<br />

Fotoredakteur der Bildagentur und stuft das<br />

Bild im internen Ranking höher ein.“<br />

Spezialisierung auf Nische<br />

sinnvoll<br />

Neben dem Spezialgebiet sollte ein Stockfotograf<br />

auch thematische Dauerbrenner bedie-<br />

25


Geld verdienen mit Bildern (2) | Stockfotografie<br />

Aus „Vater und Sohn“ wird in der Bildbeschreibung in der Agentur: „Two Caucasian men, a mature adult<br />

around 40 years and a senior, in red and blue pullovers. Generation portrait, father and son. Isolated<br />

on white background.” Unter dem Bild sehen Sie die Schlagwörter, die Fotograf Michael „Jay“ Zwahlen<br />

eingegeben hat.<br />

© Foto: MichaelJayBerlin/Shutterstock<br />

Schlagwörter: sohn, pater, vater, zeugen, isolierte, 70 jahre, lokalisiert auf weiß, naturbelassen, naturfarben, naturfarbig, naturlich, naturtalent, naturwüchsig,<br />

natürlich, natürlichkeit, eiweiss, eiweiß, lederhaut, schnee, weiss, weiß, weiße, weiße augenhaut, weißer, weißes, weißling, ausgeschnitten, schneiden sie aus,<br />

gerötet, rot, rote, roter, rothaarig, maennlich, mann, männchen, männlich, männliche, pullover, positivity, zwei leute, gelegentlich, gleichgultig, gleichgültig,<br />

leger, legere, sportlich, ungezwungen, unmethodisch, zufallig, zufällig, angehörigen, besiedeln, bevölkern, bewohnen, familie, leute, menschen, verwandten,<br />

volk, einfach, einfache, simpel, positiv, positivfilm, portrait, porträt, lächeln, azul, blau, blauem, blaues, bläuen, depressiv, niedergeschlagen, schwermutig,<br />

schwermütig, traurig, traurige, mensch alt, person alt, älter, älterer, hintergrund weiß, weißer hintergrund, gereift, reif, reifen, reiflich, freundlich, freundliche,<br />

bemannen, herr, mann, mensch, spielfigur, stein, glucklich, glücklich, glückliche, gücklich<br />

nen, die von der Bildaussage viele Möglichkeiten<br />

zur Interpretation bieten. Zum Beispiel<br />

Personenbilder mit Altersgruppen, zu denen<br />

Fotografen eher schwer Zugang finden, wie<br />

Kleinkinder und Senioren, aber auch Menschen<br />

im Alter zwischen 40 und 60 Jahren.<br />

Generell gut verkäuflich sind auch Bilder zu<br />

neuen Technologien. Aufnahmen von drei<br />

Jahre alten Mobiltelefonen und Computern<br />

wirken in Broschüren und <strong>Magazin</strong>en bereits<br />

sehr veraltet. Hier herrscht laut Stockfoto-<br />

Experte Amos Struck ständig Bedarf an Fotos<br />

mit den neuesten Produktgenerationen. Der<br />

Stockfoto-Kalender dreht sich alljährlich zudem<br />

um die vier Jahreszeiten und die großen<br />

Feste, wie Valentinstag, Ostern, Einschulung<br />

und Weihnachten. Zu diesen Themen werden<br />

Jahr für Jahr jeweils zwei bis vier Monate vorher<br />

neue, frische Motive gesucht. Sommerbilder<br />

verkaufen sich also im Frühjahr am<br />

besten.<br />

Wer diese und andere Regeln beherzigt, hat<br />

auf dem Weg zum erfolgreichen Stockfotografen<br />

schon einen großen Schritt getan. Den<br />

Lebensunterhalt komplett mit der Stockfotografie<br />

zu bestreiten, wird zwar immer schwieriger,<br />

doch für nebenberufliche Fotoprofis, die<br />

es verstehen, ihr Portfolio strategisch aufzubauen,<br />

bieten sich hier nach wie vor extrem<br />

vielfältige Verdienstmöglichkeiten.<br />

Daniel Albrecht<br />

26


Fragen & Antworten: Verschlagwortung<br />

Jedes Bild mit Schlagwörtern zu versehen, ist ein Muss für erfolg<br />

reiche Fotografen. Amos Struck, Stockfoto-Experte aus Bonn, weiß,<br />

welche Keywords wirklich wichtig sind und warum man nicht jedes<br />

Wort selbst eintippen muss.<br />

Wie wichtig ist die korrekte Verschlagwortung<br />

der eigenen Bilder?<br />

Die komplette Bildersuche basiert auf Schlagworten,<br />

die den Bildinhalt beschreiben. Einem<br />

Bild die richtigen Keywords zuzuordnen, ist<br />

daher elementar. Verwenden Sie Schlagwörter,<br />

die ein Suchender typischerweise eingeben<br />

würde, bei einem Strandfoto also auch:<br />

Urlaub, Sonne, Entspannung, Erholung, Sand<br />

… Vermeiden Sie aber unpassende Schlagwörter!<br />

Sie führen unter Umständen dazu,<br />

dass das Foto gar nicht von der Bildagentur<br />

aufgenommen wird.<br />

Wie viele Schlagwörter sollte ich pro Bild<br />

verwenden?<br />

Je nach Bildagentur sollte man pro Bild mindestens<br />

30 bis 40 Schlagwörter eingeben. Das<br />

klingt zunächst viel. Doch wenn man erstmal<br />

mit der Beschreibung des Fotos anfängt und<br />

dann noch thematisch passende Schlüsselwörter<br />

eingibt, kommt man schnell auf diese<br />

Anzahl. Schauen Sie, wie ähnliche Fotos bei<br />

den Bildagenturen verschlagwortet sind. Shutterstock<br />

stellt dazu im internen Contributor-Bereich<br />

(http://submit.shutterstock.com) ein eigenes<br />

Tool zur Verfügung, mit dem man die<br />

besten Schlagwörter aus anderen Bildern einfach<br />

übernehmen kann.<br />

Sollte ich für meine Aufnahmen eher<br />

deutsche oder englische Schlagwörter verwenden?<br />

Wer Bilder international verkaufen will, muss<br />

englische Keywords verwenden. Selbst Oktoberfest-Bilder<br />

oder Dirndl-Fotos sollten gleich<br />

korrekt auf Englisch verschlagwortet werden.<br />

Einige Bildagenturen bieten die Übersetzung<br />

deutscher Schlagwörter automatisch an, was<br />

allerdings zur Folge haben kann, dass Ihr Bild<br />

dann unter möglicherweise viel wichtigeren<br />

Suchbegriffen nicht gefunden wird. Deutsche<br />

Schlagwörter sind nur bei Bildern sinnvoll,<br />

auf denen zum Beispiel deutschsprachige Dokumente,<br />

Schilder oder andere landestypische<br />

Gegenstände zu sehen sind.<br />

Wer kann mir beim Erstellen englischer<br />

Schlagwörter helfen?<br />

Sehr einfach geht das englische Verschlagworten<br />

mit einem englischsprachigen Komplett-Service,<br />

wie zum Beispiel PicWorkFlow<br />

(siehe Kasten). Dieser bietet nicht nur die Verteilung<br />

der Stockfotos in die jeweiligen Agenturen<br />

an, sondern übernimmt auf Wunsch<br />

auch die Fotoretusche und die automatische<br />

Verschlagwortung auf Englisch. Je nach Menge<br />

und angeforderter Qualität erhält man bereits<br />

ab 25 Cent sehr gute englischsprachige<br />

Schlagwörter. Für einige Cents mehr bekommt<br />

man sogar einen Titel und eine Beschreibung<br />

mitgeliefert. Für fortgeschrittene<br />

Fotografen gibt es eine Reihe weiterer, vergleichbarer<br />

Dienstleister.<br />

Weitere Informationen: fotos-verkaufen.de<br />

Gratis für Leser<br />

des fc <strong>Magazin</strong>s!<br />

■ Leser des fc <strong>Magazin</strong>s können sich<br />

jetzt kostenlos 400 Credits für das<br />

Stockfoto-Tool PicWorkFlow sichern.<br />

Damit können Sie ca. 400 Bilder automatisch<br />

an mehrere Bildagenturen<br />

hochladen – und damit jede Menge<br />

Zeit beim Upload sparen. Außerdem<br />

kann man bei PicWorkFlow ab 25<br />

Cent englische Schlüsselwörter für<br />

seine Bilder bestellen. Der genaue<br />

Preis richtet sich nach der Anzahl der<br />

Schlüsselwörter. Neben der automatischen<br />

Verteilung der Fotos und der<br />

Verschlagwortung in Englisch kann<br />

man über PicWorkFlow auch eine<br />

Fotoretusche oder das Freistellen des<br />

Fotos bestellen. Hier geht es zur<br />

kostenlosen Registrierung:<br />

www.fotos-verkaufen.de/fc-pwf<br />

Michael Zwahlen, Fotograf aus Berlin<br />

michaeljayfoto.com<br />

Arne Trautmann,<br />

Medienanwalt und Stockfotograf aus München<br />

kzenon.info/portfolio<br />

27


FASHION | Portfolio<br />

Mode Licht<br />

Models oder Locations dienen Lars Daniel Hillen<br />

als Inspirationsquelle für seine Bilder. Darauf folgt die<br />

Planung der geeigneten Lichtstimmung. Wie der<br />

Modefotograf vorgeht, um Konzepte für seine Fashion-<br />

Aufnahmen zu entwerfen, verdeutlicht er am Beispiel<br />

seiner Fotostrecke „white walls“, die der Fotograf<br />

im Rahmen seiner Diplomarbeit angefertigt hat.<br />

Alle Fotos: © Lars Daniel Hillen, Lars D. Hillen [fc-user:789591]<br />

28


Laura<br />

Canon EOS 5D<br />

Mark II, Canon<br />

EF 28-135 mm<br />

f3,5-5,6 IS USM,<br />

70 mm, Blende 22,<br />

1/200 s, ISO 100<br />

29


FASHION | Portfolio<br />

Tipps zur Shooting-Vorbereitung I:<br />

Vom Model inspirieren lassen<br />

Entweder inspiriert ein bestimmtes Model den Fotografen<br />

dazu, sie in verschiedenen Inszenierungen abzulichten,<br />

oder eine Location gibt den Anstoß zu einem<br />

Konzept. „Bei der Herangehensweise ausgehend vom<br />

Model überlege ich mir ein bestimmtes Rollenbild, um<br />

darauf aufbauend das passende Styling hinsichtlich<br />

Kleidung, Haare und Make-up zu entwickeln“, beschreibt<br />

Lars Daniel Hillen sein Vorgehen. Anschließend<br />

erfolgt die Überlegung über die richtige Lichtsetzung.<br />

Dabei greift der Fotograf oft auf seinen<br />

gesammelten Fundus an Fotos zurück, um weitere Anregungen<br />

zu sammeln. „Wenn die Entscheidung gefallen<br />

ist, organisiere ich mir die dafür erforderliche<br />

Lichttechnik beziehungsweise suche nach einem Ort,<br />

an dem die besonderen, gewünschten Lichtverhältnisse<br />

herrschen.“<br />

Tipps zur Shooting-Vorbereitung II:<br />

Von der Location anregen lassen<br />

Wenn sich der Fotograf hingegen von einer besonders<br />

interessanten Location inspirieren lässt, entstehen in<br />

seinem Kopf Geschichten, welche die Wirkung wider-<br />

spiegeln, die die Location auf Lars Daniel Hillen hat.<br />

„Zumeist handelt es sich dabei um Orte oder Gebäude,<br />

die von einem besonderen nostalgischen Charme<br />

umgeben sind“, beschreibt er. Beispielsweise trifft das<br />

auf alte industrielle Anlagen oder Häuser zu. Vor einiger<br />

Zeit hatte der Fotograf die Möglichkeit, eine alte<br />

Architekten-Villa aus den 1970er-Jahren als Fotokulisse<br />

zu nutzen. Mit etwas Glück und der pfiffigen Idee,<br />

in Wohnungsportalen nach geeigneten Locations zu<br />

recherchieren, ist er darauf gestoßen. Besondere architektonische<br />

Merkmale des Hauses wie eine offene<br />

Bauweise, die durch große Glasflächen noch verstärkt<br />

wird, begeisterten Hillen – gerade im Hinblick auf die<br />

für ihn so wichtige Lichtstimmung.<br />

Tipps zur Shooting-Vorbereitung III:<br />

Konzept entwickeln, konkretisieren<br />

und mitteilen<br />

„Ausgehend von diesem für mich so eindrucksvollen<br />

Gebäude überlegte ich mir eine passende Geschichte,<br />

die an einem lauen Sommertag in den 1970er-Jahren<br />

spielen sollte. Die Anmutung des Models, die Wahl der<br />

Kleidung sowie das Make-up und das Styling der<br />

Haare sollten sich perfekt in die Wirkung des Hauses<br />

Jens<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 24-70 mm f2,8L<br />

USM, 45 mm, Blende 7,1,<br />

1/160 s, ISO 200<br />

30


white walls I bis III<br />

Die Mode-Fotostrecke<br />

„white walls“ fertigte Fotograf<br />

Lars Daniel Hillen im<br />

Rahmen seiner Diplomarbeit<br />

an. Die Aufnahmen im<br />

Stil der 1970er-Jahre fanden<br />

in einer alten Architekten-<br />

Villa statt, die aus ebendiesem<br />

Jahrzehnt stammt.


FASHION | Portfolio<br />

Nat<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 2,8/24–70 mm<br />

L II USM, 70 mm,<br />

Blende 9, 1 /160 s,<br />

ISO 100<br />

Aleks<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 2,8/70–200 mm<br />

L II USM, 88 mm, Blende<br />

2,8, 1 /100 s, ISO 125<br />

Olodi<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 2,8/24–70 mm<br />

L II USM, 54 mm, Blende<br />

2,8, 1 /100 s, ISO 250<br />

32


und die damalige Zeit eingliedern“, umreißt der Fotograf<br />

sein Vorhaben. Diese Aspekte bespricht er deshalb<br />

im Vorfeld mit allen Beteiligten.<br />

Steht das Konzept, empfiehlt Fotograf Hillen, die Location<br />

vor den Modeaufnahmen zu besuchen und vorab<br />

Fotos von einzelnen Plätzen im Haus zu machen,<br />

um die Lichtsituation kennenzulernen und Bildausschnitte<br />

zu testen. Am Tag des Shootings selbst finden<br />

noch die letzten Feinabstimmungen statt: mit dem Visagisten<br />

bezüglich des Make-ups und mit dem Stylisten<br />

die Outfits betreffend. Für seine freien Projekte<br />

bucht er das Styling- und Visa-Team sowie Models<br />

entweder aus dem Freundeskreis, oder es ergeben sich<br />

Kontakte aus einer früheren Zusammenarbeit mit<br />

Modeschulen. Was die Modelsuche angeht, ist es aus<br />

Sicht Hillens ratsam, immer zwei Personen anzufragen,<br />

„dann ist man flexibel, wenn eine ausfällt“,<br />

weiß er aus Erfahrung. Dann gibt Lars Daniel Hillen<br />

dem weiblichen Modell am Set die gewünschte Stimmung<br />

vor: „Stell Dir vor, Dir gehört das Haus, gib Dich<br />

also ganz entspannt und natürlich.“ Diese Anweisungen<br />

genügen einem erfahrenen Model, um sich in<br />

die Rolle hineinzudenken.<br />

Tipps zum Shooting:<br />

Natürliche Lichtstimmung einfangen<br />

Sofern es die Lichtsituation zulässt, nutzt Lars Daniel<br />

Hillen die vorhandene, natürliche Stimmung aus, so<br />

auch während der Modeaufnahmen in der Villa. Er<br />

verzichtete auf den Einsatz weiteren Licht-Equipments,<br />

„weil durch die zahlreichen weißen Wände genügend<br />

Morgenlicht reflektiert wurde“, begründet der<br />

Fotograf. Wenn es die Situation aber nicht zulässt, mit<br />

Available Light zu arbeiten und keine Zeit ist, darauf<br />

zu warten, bis sich eine Wolke vor die Sonne schiebt,<br />

lässt sich auch mit Kunstlicht eine sehr natürliche<br />

Stimmung nachempfinden, wie Lars Daniel Hillen<br />

darstellt: „Mit Softbox und Beautydish kann ich ein<br />

ganz weiches Licht erzeugen. Eine andere Möglichkeit,<br />

um indirektes Licht zu setzen, ist das Blitzen in<br />

eine Hohlkehle.“<br />

Tipps zur Bildbearbeitung:<br />

Farb- und Lichtstimmung korrigieren<br />

Sämtliche Motive von Lars Daniel Hillens durchlaufen<br />

eine zum Teil sehr aufwendige Nachbearbeitung: „Ich<br />

beginne bereits im RAW-Konverter die Farb- und<br />

Lichtstimmung soweit wie möglich dahingehend zu<br />

korrigieren, wie ich sie mir für meine Bilder vorgestellt<br />

habe.“ Trotz heller Sonne beim „white walls“-Shooting<br />

wollte er eine harmonisch-weiche Farbstimmung<br />

ohne starke Kontraste erhalten. Das gelang dadurch,<br />

dass der Fotograf den automatischen Weißabgleich etwas<br />

„wärmer“ einstellte. Zudem wurden die Innenräume<br />

partiell aufgehellt und an anderer Stelle, wie bei<br />

den Bücherregalen, wurde Farbe reduziert. Bei allen<br />

weiteren Bearbeitungsschritten – sei es Vignettierung,<br />

Haut- oder Verzerrungskorrektur – hat Lars Daniel<br />

Hillen darauf geachtet, dass die natürliche Anmutung<br />

bei der Modestrecke „white walls“ beibehalten wird.<br />

Claudia Könsgen<br />

Les mauvais<br />

garçons III (links)<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 2,8/24–70 mm<br />

L II USM, 65 mm, Blende<br />

2,8, 1 /80 s, ISO 500<br />

Les mauvais<br />

garçons I (rechts)<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 2,8/24–70 mm<br />

L II USM, 42 mm, Blende<br />

2,8, 1 /30 s, ISO 250<br />

33


FASHION | Portfolio<br />

‘‘<br />

‘‘<br />

Kreativität und<br />

Experimentierfreude<br />

sind grenzenlos<br />

Immer wieder auf neue Menschen treffen, an besondere oder spannende Orte<br />

gelangen und die Stimmungen sowie Wirkungsweisen von Licht erkunden: Das<br />

alles fasziniert Lars Daniel Hillen an der Fotografie. Welchen Reiz speziell Fashion-<br />

Aufnahmen auf ihn ausüben, an welche spannenden Orte ihn seine Leidenschaft<br />

bereits geführt hat und vieles mehr, darüber spricht er im Interview.<br />

Lars Daniel Hillen,<br />

Lars D. Hillen<br />

[fc-user:789591]<br />

larshillen.com<br />

Ausrüstung<br />

■ Kamera<br />

Canon EOS 5D Mark II<br />

■ Objektiv<br />

Canon EF 2,8/<br />

24–70 mm L II USM<br />

Canon EF 2,8/<br />

70–200 mm L II USM<br />

Canon EF 3,5–5,6/<br />

28–135 mm IS USM<br />

■ Zubehör<br />

Hensel-Blitzanlage<br />

Softbox und Beautydish<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Lars, was fasziniert Dich<br />

insbesondere an der Modefotografie?<br />

Lars: Daran gefällt mir besonders die unzähligen Gestaltungsmöglichkeiten<br />

sowie die Freiheit, dass ich<br />

beinahe alles machen kann. Der Kreativität und Experimentierfreude<br />

sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt.<br />

Als besondere Herausforderung sehe ich es, immer<br />

wieder etwas Neues zu erschaffen, aber dennoch<br />

meinem persönlichen Stil treu zu bleiben.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Gutes Stichwort: Was<br />

macht denn Deinen fotografischen Stil aus?<br />

Lars: Charakteristisch für meine Bilder sind zumeist<br />

ein weiches Licht, klare, reduzierte Formen und ein<br />

dezenter Umgang mit Farben. Wenn ich Farben verwende,<br />

sind sie meistens getrübt oder entsättigt. Meine<br />

Fotografien sind leise und zurückhaltend. Sie sollen<br />

sich dem Betrachter nicht aufdrängen. Zudem<br />

steht mein Model meist im Mittelpunkt der Gestaltung.<br />

Ich denke, dass ich in diesem Punkt stark durch<br />

meine Vorbilder wie die Fotografen Willy Vanderperre<br />

und Billy Kidd beeinflusst worden bin.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Du arbeitest mit vielen<br />

unterschiedlichen Menschen zusammen, ob Models<br />

oder Auftraggeber: Welche Eigenschaften sind für<br />

Fotografen in diesem Zusammenhang wichtig?<br />

Lars: Dadurch, dass ich immer wieder mit neuen abwechslungsreichen<br />

Charakteren zu tun habe, denke<br />

ich, dass es besonders wichtig ist, auf verschiedenste<br />

Menschen eingehen zu können. Bei Auftragsarbeiten<br />

ist es grundlegend, zu verstehen, was sich der Auftraggeber<br />

vorstellt und wie es in seinem Kopf aussieht.<br />

Darauf aufbauend heißt es für mich zu versuchen, diese<br />

Vorstellungen bestmöglich umzusetzen.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Eine letzte Frage: An welche<br />

besonderen Orte hat Dich die Fotografie bereits<br />

geführt?<br />

Lars: Zu meinen für mich spannendsten Orten gehören<br />

die Spitze eines 200 Meter hohen Industrie-<br />

Schornsteins, eine stillgelegte Kaserne sowie eine 150<br />

Meter hohe Abraumhalde mit Blick über das Ruhrgebiet.<br />

Auch eine besondere Location für ein Shooting<br />

ist ein 22 Meter tiefer Tauchturm gewesen, wo ein<br />

Mode-Unterwassershooting stattfand.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Wir wünschen Dir noch<br />

viele weitere, spannende Shootings und Begegnungen<br />

mit neuen Menschen. Danke Dir für das Gespräch,<br />

Lars.<br />

34


KRITIK<br />

■ Les mauvais garçons II. Fashion-Model im Sitzen? Ungewöhnlich,<br />

aber es sieht interessant aus. Zwei Diagonalen<br />

bestimmen den Bildaufbau: Der Verlauf der braunen Holzvertäfelung<br />

von links unten nach oben rechts und die Sitzund<br />

Blickrichtung des Models von links oben nach rechts.<br />

Sehr gut auch die Farb-Combo braun-türkis-weiß-grün.<br />

35


BILDGESTALTUNG | GRUNDLAGEN<br />

Farbe: Hört die Signale<br />

Die Farbe ist neben der Form das stärkste Gestaltungsmittel in der Kunst im Allgemeinen<br />

und in der Fotografie im Besonderen. Während jedoch die Linien und Formen<br />

den Blick lenken und führen, letztlich für eine Konstruktion des Bilds innerhalb des<br />

Formats sorgen, trifft die Farbe den Betrachter direkt ins Herz – es ist das stärkste<br />

emotionale Gestaltungselement.<br />

Tiefrot leuchtet die Blume auf dem Foto dem Betrachter<br />

entgegen, dunkelgrün schimmert der Wald still<br />

und leise, strahlend-blau zeigt sich der Winterhimmel<br />

von seiner schönsten Seite und knackig-gelb präsentieren<br />

sich die Blätter der Bäume im Herbst. Diese<br />

visuelle Power kann den Betrachter (und natürlich<br />

den Fotografen selbst) geradezu „erschlagen“.<br />

Farben zeigen sich in ganz unterschiedlichen Erscheinungen,<br />

beispielsweise in der Natur, auf Alltagsgegenständen,<br />

an Hauswänden und in unzähligen anderen<br />

Zusammenhängen, in denen das Objekt selbst der<br />

Träger der Farbe ist wie eine „rote Blume“. Farben<br />

können „leben“, „strahlen“, „glühen“ oder „lebendig“<br />

sein, sie können aber auch „matt“, „stumpf“ oder<br />

„leblos“ wirken. Anhand dieser Definitionen sehen<br />

wir aber schon: Mit Worten ist es schwierig, Farben<br />

exakt beschreiben zu wollen. Neben den Farben, die<br />

einzelnen Gegenständen zugeordnet werden, spielt<br />

besonders in der Farbfotografie das entsprechende<br />

Licht eine große Rolle: Sonnenuntergänge färben<br />

ganze Landschaften glühendrot oder das strahlende<br />

Blau des Winterhimmels lässt auch den an sich weißen<br />

Schnee blau erscheinen. Dazu können wir das<br />

Farbempfinden unserer Sensoren stark beeinflussen,<br />

indem wir den Weißabgleich von Tages- bis Kunstlicht<br />

einstellen. In diesem Zusammenhang sprechen wir<br />

bei eher gelblicher Farbgebung von „warmem“ Licht,<br />

während wir das bläuliche Licht als „kalt“ empfinden.<br />

Ein winziger Ausflug in die Physik sei erlaubt, auch<br />

wenn es hier um Gestaltung geht: Die Temperatur der<br />

Farbe kann man messen, und die verwendete Einheit<br />

ist °Kelvin. Normales, neutrales Tageslicht hat eine<br />

Farbtemperatur von 5500°K. Werte unterhalb dieses<br />

Mittelwertes werden als „warm“ (gelblich bis rötlich)<br />

empfunden, während die höheren Kelvin-Werte als<br />

„kalt“ (bläulich) definiert sind.<br />

In Sachen Gestaltung bietet die Farbe ein fast unerschöpfliches<br />

Universum an Möglichkeiten. Da ist zunächst<br />

die Farbe eines Gegenstands, wie schon erwähnt,<br />

die für sich alleine schon Emotionen von<br />

dominant und heiß (rot), aggressiv und warnend<br />

(gelb), introvertiert und zurückhaltend (grün) oder<br />

kühl und sachlich (blau) weckt. Darüber hinaus wirken<br />

Farben vor allem auch in ihren „Zweier-Beziehungen“.<br />

Dazu nochmals ein kurzer Ausflug in die Theorie: Wir<br />

unterscheiden drei subtraktive (Gelb, Magenta, Blaugrün)<br />

und drei additive Grundfarben (Rot, Grün und<br />

Blau). Jeweils zwei dieser Farben bilden ein gegensätzliches<br />

Paar (Komplementärfarben): Gelb und Blau,<br />

Magenta und Grün sowie Blaugrün und Rot. Warum<br />

das wichtig ist? Weil diese Farbpaare den größtmöglichen<br />

farblichen Kontrast darstellen – und in jedem<br />

Bild prächtig harmonieren: eine gelbe Sonnenblume<br />

vor blauem Himmel, ein magenta-rötliches Haus auf<br />

grüner Wiese oder eine rote Blume vor blaugrünem<br />

Hintergrund. Bei anderen Farbkombinationen aus der<br />

eigenen Farbfamilie dagegen „quietscht“ es in den<br />

Augen des Betrachters häufig: Rote Blume vor orange-farbigem<br />

Hintergrund – das geht gar nicht. Was<br />

dann wieder gut aussieht und eine ganz eigene Attraktivität<br />

hat, ist ein Multi-Farbenspektakel, wie man<br />

es auf Bildern von bunten Häusern, auf orientalischen<br />

Bazaren oder in Parks mit vielen unterschiedlichen<br />

Blumen findet. Seltsamerweise haben wir in unserem<br />

Kulturraum ein relativ einheitliches Empfinden darüber,<br />

welche Farben und Farbkombinationen gut aussehen<br />

und welche nicht. Woanders in der Welt sieht<br />

36


Fotos: Wolfgang Heinen<br />

das dann im wahrsten Sinne des Wortes schon wieder<br />

ganz anders aus – man sehe sich beispielsweise nur<br />

mal die rosa-hellblau-pinkigen Farben in japanischen<br />

Werbeanzeigen an. Das Farbempfinden ist also nicht<br />

überall auf der Welt gleich, sondern ein Ergebnis bestimmter<br />

Sehkulturen.<br />

Besonders intensiv wirken Farbmotive vor neutralem<br />

Hintergrund, besonders wenn das Farbmotiv klein<br />

und die Restfläche entsprechend groß ist. Der Reiz<br />

eines solchen Bilds (beispielsweise kleiner roter Ball<br />

auf großer Sandfläche) liegt dabei nicht nur in dem<br />

Farbspiel, sondern auch in dem Größengegensatz.<br />

Umgekehrt würde diese Formel nicht aufgehen:<br />

Kleines neutralfarbenes Motiv auf großer, intensiv farbiger<br />

Fläche – da geht das Hauptmotiv in der visuellen<br />

Kraft der Farbfläche hoffnungslos unter.<br />

Der hohe Signalwert ist einer der ganz großen Stärken<br />

der Farben in der Bildgestaltung, doch es geht auch<br />

leiser: Pastellartige Farben wirken heller, zarter und<br />

spielen vor allem in der Porträt- und Aktfotografie,<br />

aber auch bei Makrofotos eine große Rolle. Gerade<br />

Aufnahmen kleiner Tiere oder Pflanzen wirken auf<br />

uns besonders stimmig, wenn der unscharfe Hintergrund<br />

in etwa der farblichen Tonlage entspricht wie<br />

das Hauptmotiv. Die Wirkung von Farben wird auch<br />

von der Belichtung maßgeblich beeinflusst: Bei Überbelichtung<br />

zeigt sich die neutrale Umgebung wesentlich<br />

heller als ein Motiv mit einer starken Farbe. Das<br />

heißt an einem Beispiel: Eine Frau mit rotem Kleid auf<br />

neutralem Untergrund wie einem geteerten Parkplatz<br />

bildet bei Überbelichtung einen größeren Kontrast als<br />

bei korrekter Belichtung. Umgekehrt geht die Signalwirkung<br />

der Farbe bei Unterbelichtung mehr und<br />

mehr verloren.<br />

Eine ganz besondere Bedeutung hat die Farbe in der<br />

abstrakten Fotografie, denn hier kann – und muss – sie<br />

sich ganz auf ihre eigene Stärke als emotionales Signal<br />

verlassen. Das ist dann „Farbe pur“ für puren Bildgenuss,<br />

jeder erkennbare Gegenstand fehlt in so einem<br />

Foto. Die Farbe selbst ist dann das Thema, ursprünglich,<br />

unverfälscht und leidenschaftlich.<br />

Wolfgang Heinen<br />

37


BILDGESTALTUNG | GRUNDLAGEN<br />

Foto: Patrick Schilling, Säntis [fc-user:1952913]<br />

Praxis I: Das kräftige Rot in pastellfarbiger<br />

Umgebung – das „knallt“ so<br />

richtig. Die rote „Behausung“ zieht den<br />

Blick des Betrachters zunächst auf<br />

sich, doch erst durch die gedeckten<br />

warmen Farben der Landschaft bekommt<br />

das Auge viele interessante<br />

Details zu sehen, die das Bild auch<br />

über den ersten Effekt hinweg zu<br />

einem Hingucker machen. Der stahlblaue<br />

Himmel setzt dazu noch einen<br />

guten Kontrapunkt.<br />

38


Foto: Karin Nenitschka, Nenirak [fc-user:1869696]<br />

Praxis II: Kräftiger Farbrhythmus.<br />

Im Gegensatz zum Bild<br />

auf der linken Seite ist in diesem<br />

Foto die Verteilung der signalstarken<br />

Farben ausgewogen.<br />

Die jeweiligen Unterbrechungen<br />

des Blau durch die Fenster<br />

schaffen einen Rhythmus, der<br />

durch die diagonal angelegte<br />

Gestaltung verstärkt wird. Das<br />

Rot hält die Komposition im<br />

Ganzen zusammen.<br />

39


BILDGESTALTUNG | GRUNDLAGEN<br />

Praxis III: Signalfarben wirken auch gedämpft.<br />

Es muss nicht immer im strahlenden Sonnenschein<br />

sein: Intensive Farben wie Rot wirken<br />

auch im Schatten und ergeben mit den räumlich<br />

dominanten blauen Flächen eine harmonische<br />

Komposition.<br />

Praxis IV: Farbaufgreifende Elemente nutzen.<br />

Der Clou bei diesem Bild sind die vier Wassertropfen,<br />

die die Farben fokussieren und reflektieren<br />

und so einen wunderbaren Übergang von<br />

Gelb und Magenta schaffen.<br />

Foto: Gerhard Meyer1 [fc-user:772104]<br />

Praxis V: Farben für sich selbst sprechen lassen. Was ist das hier auf dem Bild?<br />

Völlig egal. Die Farben können ihre ganze Power ohne störende Dinglichkeit ausspielen.<br />

Wichtig ist bei solchen Bildern der gewählte Ausschnitt, der die Farben erst zu einer<br />

interessanten „visuellen Melodie“ werden lässt.<br />

Foto: Wolfgang Heinen<br />

Foto: Michael Grätsch [fc-user:935807]<br />

40


Foto: Harald Langenfeld [fc-user:1315156]<br />

Praxis VI: Komplementärfarben komponieren. Fast<br />

alles in diesem Bild ist in Grüntönen – aber eben nicht<br />

alles. Der kleine rötliche Blumentopf auf der Fensterbank<br />

schafft durch seine komplementäre Farbgebung<br />

zu Grün ein starkes Gegengewicht. Die Farben und Formen<br />

wurden hier sehr gut ins Bild gesetzt.<br />

Praxis VII: Farbtiefe durch Schärfentiefe. Fotos<br />

auch nur mit einer Farbe können ein interessantes Motiv<br />

ergeben, wenn man durch geringe, genau platzierte<br />

Schärfentiefe das Auge ins Bild „hineinsaugt“. In<br />

diesem Beispiel wird der Effekt verstärkt, indem der<br />

Schärfepart nicht in der Bildmitte sitzt.<br />

Foto: -Jutta K- [fc-user:1532305]<br />

Foto: Petra Lernhart. PeLe [fc-user:927338]. lernhart-lichtbilder.de<br />

Praxis VIII: Modulation durch Pastellfarben.<br />

Die hellen, grünlich-gelben Farben in diesem Bild<br />

schaffen eine sehr feine Abstufung zwischen den<br />

Tönen. Dies geschieht durch die Farbigkeit des<br />

Hauptmotivs selbst sowie durch die sanften Verläufe<br />

im perfekt in Unschärfe gelegten Hintergrund.<br />

41


Porträt<br />

Perfektion<br />

Schritt für Schritt zum perfekten Porträt. Anhand eines sportlichen Fotoshootings zum<br />

Thema „Fechten“ zeigt Canon-academy-Trainer und Fotograf Michael Rogosch in<br />

seinem Dortmunder Studio M28, wie man ein Fechtmodell actionmäßig in Szene setzt<br />

und was dafür im Vorfeld der Aufnahmen, währenddessen und hinterher zu erledigen<br />

ist. Highlight des Tages: Das Model schwebt durchs Studio. Wie das geht? <strong>fotocommunity</strong><br />

<strong>Magazin</strong> schaute dem Profi bei der Arbeit über die Schulter.<br />

Foto: © Michael Rogosch<br />

42


ADVERTORIAL<br />

43


Fotos: Matthias Hubert<br />

Schritt 1: Ideenfindung<br />

„Der erste Schritt auf dem Weg zum perfekten Porträt<br />

ist es, eine gute Idee zu haben, wie der Fotograf sein<br />

Model in Szene setzen will“, verdeutlicht Michael<br />

Rogosch zu Beginn des Shootings. Aus der Grundidee<br />

„Fechten“ entwickelt der Canon-academy-Trainer und<br />

Fotograf zusammen mit seinen erfahrenen Fotografenkollegen<br />

Stephan Schwabe und Matthias Hubert<br />

anhand von Bildvorlagen eine eigene Geschichte: „Das<br />

erste Bild soll die Fechterin vor dem Wettkampf zeigen<br />

– in Gestalt eines Beauty-Close-ups. Dann folgen die<br />

Aufnahmen von Fechtszenen mit verschiedenen Körperfiguren,<br />

in denen Model Anika mit Maske und<br />

Florett posiert. Highlight wird eine Sprungszene sein,<br />

bei der die Fechterin in voller Montur gesichert an einem<br />

Seil hängt, das an der Studiodecke an stabilen<br />

Haken befestigt ist. Den Shootingtag beschließt eine<br />

Szene nach erfolgreichem Wettkampf: Wir planen eine<br />

Jubelszene sowie eine müde und verschwitzte Sportlerin“,<br />

schildert Fotograf Matthias Hubert das geplante<br />

Konzept.<br />

Schritt 2: Beleuchtung<br />

Basierend auf dem Konzept für das Shooting planen<br />

die drei Fotografen das Lichtset. Da anfangs ein nahes<br />

Beauty-Porträt vorgesehen ist, entscheiden sich die<br />

Profis für den Einsatz von zwei Softboxen, die links<br />

und rechts vom Model aufgestellt werden und für weiches<br />

flankierendes Licht sorgen: „Dadurch wirkt die<br />

Haut glatt und jugendlich, außerdem werden durch<br />

die Positionierung des Lichts die Wangenknochen betont“,<br />

so die Profis. Durch die großflächige Aufhellung,<br />

die von vorne mit einem Parabol-Lichtformer mit zusätzlichem<br />

Diffusor verstärkt wird – dieser sorgt für<br />

weiches Licht –, haben harte Schatten keine Chance.<br />

Um das Gesicht von unten aufzuhellen, hält Fotograf<br />

Stephan Schwabe zusätzlich eine Styroporplatte unter<br />

das Kinn des Models.<br />

Für die weiteren Sets entscheidet sich das Fotografen-<br />

Team für hartes, gerichtetes Licht. Um die Fechtszenen<br />

und unterschiedlichen Kampffiguren optimal und in<br />

voller Breite auszuleuchten, wird das Hauptlicht kurzerhand<br />

etwas weiter nach hinten versetzt und der<br />

Diffusor abgenommen. Die Softboxen werden durch<br />

Lampen mit harter Lichtführung ersetzt. Eine dieser<br />

Lampen wird hinter der Sportlerin in Höhe von Hals<br />

und Schultern positioniert. „Die Gegenlichtsituation<br />

während des ‚Wettkampfs’ erzeugt eine gezielte Schattenwirkung<br />

und setzt entsprechende Akzente in der<br />

‚Fechtfigur mit Florett’“, beschreibt Rogosch die Lichtwirkung<br />

und fügt hinzu: „Am Ende des Shootings ist<br />

die Sportlerin müde und verschwitzt. Diese Bildaussage<br />

lässt sich ebenfalls am bestem mit hartem Licht<br />

erzielen.<br />

Schritt 3: Die Maske<br />

Während Michael Rogosch und sein Team sich um die<br />

Gestaltung des Sets kümmern, bereitet Make-up-Artistin<br />

Anke Ebelt Haare und Make-up des Models vor.<br />

„Anikas Haare lege ich in Wellen, damit das Licht später<br />

einen Ort bekommt, an dem es zum Liegen kommt<br />

und sich nicht bricht“, beschreibt die Expertin ihr Vorgehen.<br />

Das Make-up mischt Anke Ebelt aus verschiedenen<br />

Farbtönen zusammen, damit es optimal auf die<br />

Haut des Models abgestimmt ist. „Da in der Digital-<br />

44


ADVERTORIAL<br />

■ Entfesselter Einsatz von Blitzlicht bei<br />

Outdoor-Porträts<br />

Während der Canon-academy-Trainer und Fotograf<br />

Rogosch für Indoor-Fotostrecken auf Studiolicht setzt,<br />

weil sich daran etwa einfach Lichtformer befestigen<br />

lassen, verwendet er Speedlites wie das Canon<br />

Speedlite 430EX oder 600EX-RT insbesondere gerne<br />

für den Außeneinsatz. „Weil sie mit Akku betrieben<br />

werden, halten sich die Kosten in Grenzen“, benennt<br />

Rogosch einen Vorteil. Ein weiterer: Die Einsteiger-<br />

DSLR-Kamera Canon EOS 700D beispielsweise besitzt<br />

einen integrierten Speedlite Transmitter, um die<br />

Speedlite 430EX und 600EX-RT fernauszulösen. „Damit<br />

bin ich in der Lage, entfesselt zu blitzen und habe<br />

zudem die volle E-TTL-Belichtungsmessung zur Unterstützung“,<br />

erklärt Michael Rogosch. Mit zwei dieser<br />

Blitzgeräte kann der Fotograf die wesentliche Lichtführung<br />

des Porträt-Setups simulieren: mit Hauptund<br />

Aufhelllicht.<br />

Foto: Michael Rogosch<br />

Schritt für Schritt zum perfekten Porträt – mit der Canon academy<br />

■ Für interessierte Fotografen, die mehr über das Thema Porträtfotografie wissen möchten, bietet die Canon academy ein vielfältiges Weiterbildungsangebot:<br />

E-Learning<br />

Unter canon.de/academy sind mehr als 75 kostenlose Online-Trainings zu neuen Produkten, Technologien und Fachthemen zu finden, unter anderem auch das<br />

30-minütige Training „Grundlagen der Porträtfotografie“.<br />

Darin geht es um die wichtigsten Faktoren für ein gelungenes Porträt wie Blendenöffnung, Brennweite, hartes oder weiches Licht, die Wahl der richtigen Perspektive<br />

und um die passende Fotoausrüstung – dem A und O der Porträtfotografie.<br />

Zur Nutzung des kostenlosen E-Learning-Angebots ist lediglich eine einmalige Registrierung auf der Website der Canon academy notwendig. Jedes Online-<br />

Training kann mit einer Prüfung inklusive personifiziertem Zertifikat abgeschlossen werden.<br />

Präsenzschulungen & Workshops<br />

Nach der Theorie folgt die Praxis. An die theoretischen Grundlagen der Online-Trainings knüpfen die sogenannten Präsenzschulungen<br />

an und vermitteln das Wissen rund um die Canon-Produkte live und praxisorientiert in einer Schulung.<br />

Die nächsten Termine zur Porträtfotografie sind:<br />

• 8. Dezember in Krefeld, Thema „Das erotische Porträt“<br />

• 15. Dezember ebenfalls in Krefeld, Thema „High-key & Low-Key – Das kreative Spiel mit Licht und Schatten“<br />

Dozent ist der Canon-academy-Trainer und Fotograf Dirk Böttger. Details zu den beiden Terminen sowie das komplette<br />

Angebot an Präsenzschulungen stehen auf der Website der Canon academy – übersichtlich zusammengestellt in einem<br />

Schulungskalender unter www.canon.de/academy_schulungskalender<br />

■ Ein weiterer Tipp: Das Online-Tutorial zum Thema Porträtfotografie auf YouTube mit allen wichtigen Basic-Infos<br />

und vielen praktischen Tipps: youtube.com/watch?v=fIHWWQxyb4k<br />

45


Fotos: Matthias Hubert<br />

fotografie Blau- und Rottöne besonders stark hervortreten,<br />

arbeite ich mit einem leicht ins Gelb gehenden<br />

Make-up komplementär dagegen. Auf den Bildern<br />

sieht das nachher ganz natürlich aus. Ein weiterer<br />

Pluspunkt des innovativen Make-ups: Es hat keine<br />

Textur, so kann sich auch nichts auf der Haut absetzen“,<br />

erklärt die Make-up-Artistin. Diese Tatsache erspart<br />

dem Fotografen in der Nachbearbeitung wertvolle<br />

Zeit.<br />

„Die Maske erfüllt viele Aufgaben“, betont Michael<br />

Rogosch. „Sie unterstützt den jeweils gewünschten Gesichtsausdruck.<br />

Außerdem kann man durch Nachpudern<br />

das natürliche Schwitzen kaschieren, das beim<br />

Betrieb der Studiobeleuchtung nicht ausbleibt.“ Und<br />

falls glänzende Hautstellen und sogar ein verschwitztes<br />

Gesicht erwünscht sind, wie nach einem anstrengenden<br />

Fechtturnier, packt die Make-up-Artistin eine Sprühflasche<br />

aus, mit der sie das Gesicht des Models mit Wasser<br />

benetzt, und träufelt zusätzlich mit einer Pipette künstliche<br />

Wasserperlen auf Stirn und Schläfen.<br />

Schritt 4: Equipment und Bildgestaltung<br />

Das A und O bei Porträtaufnahmen besteht darin, das<br />

Autofokusmessfeld der Spotmessung auf die Augenpartie<br />

zu legen. „Die Augen müssen richtig scharf sein“,<br />

betont der Porträtexperte. Daher ist ein präziser Autofokus<br />

in der Kamera sehr wichtig. Die Canon-EOS-<br />

Kameras, wie die EOS 700D für Einsteiger und die Vollformatkamera<br />

EOS 6D für Fortgeschrittene, stellen die<br />

AF-Messpunkte schnell und genau scharf. „Um die<br />

Schärfe genau auf die Augen zu legen, verwende ich eine<br />

offene Blende. Da der Schärfebereich sehr gering ist,<br />

kann es passieren, dass die Nasenspitze schon wieder<br />

leicht unscharf wird, was aber nicht schlimm ist, da der<br />

Blick auf die fokussierte Augenpartie gelenkt werden<br />

soll“, so Rogosch.<br />

Für den Beautyshot der Fechterin hat der Fotograf<br />

seine EOS-DSLR auf einem Stativ etwas über Augenhöhe<br />

des Models positioniert, um ein harmonisches<br />

Gesamtbild zu erzielen. Die optimale Porträtbrennweite<br />

liegt zwischen 50 und 150 mm. Eines von<br />

Rogoschs Lieblingsobjektiven ist die extrem lichtstarke<br />

Festbrennweite 85 mm f1,2 L. „Damit habe ich genug<br />

Abstand zum Motiv und kann angenehm fotografieren.<br />

Außerdem liefert die große Blendenöffnung<br />

alle Möglichkeiten, mit der Schärfentiefe zu gestalten“,<br />

findet der Canon-academy-Trainer. Ein idealer<br />

Aufnahmeabstand für Porträts liegt seiner Erfahrung<br />

nach übrigens zwischen 1,5 und 2,5 Metern. Für actionreichere<br />

Porträts der Sportlerin stellt Rogosch das<br />

Stativ hingegen zur Seite und geht in die Knie, um die<br />

dynamischen Ausfallschritte mit Florett besser einzufangen<br />

oder aber um die stolze Pose der Fechterin –<br />

die eine Hand in die Seite gestemmt, unter dem anderen<br />

Arm die Maske – zu verstärken.<br />

Schritt 5: Die Postproduction<br />

Da Rogosch die Porträts im RAW-Format aufgenommen<br />

hat, steht im Anschluss an das Shooting die<br />

Nachbearbeitung und Umwandlung der Daten an.<br />

Dafür verwendet Stephan Schwabe das Programm<br />

Digital Photo Professional (DPP). Dieses Softwarepaket<br />

ist beim Kauf einer Canon EOS-DSLR im Lieferumfang<br />

enthalten. „Damit kann ich bestimmte Bildqualitätsparameter<br />

wie beispielsweise Belichtungsfehler<br />

ausgleichen oder den Weißabgleich korrigieren“,<br />

so der Fotograf. Auch Kontrast, Farbton sowie Sättigung<br />

lassen sich mit dieser Software bestens optimieren.<br />

Und was für dieses Shooting besonders wichtig<br />

ist: „Hauttöne werden mit DPP erfahrungsgemäß<br />

natürlicher wiedergegeben als mit anderen Programmen.<br />

Außerdem lässt sich die Bildschärfe besser und<br />

feiner steuern“, so der Canon-academy-Experte. Da<br />

die drei Professionals in ihrem Dortmunder Studio<br />

unter voller Licht- und Belichtungskontrolle gearbeitet<br />

haben, dauert die Korrektur im DPP in diesem Fall<br />

nicht lange.<br />

Claudia Könsgen<br />

AUF EINEN BLICK<br />

■ Die wichtigsten Tipps für starke Porträtfotos<br />

• Kameraeinstellung: Im Studio M-Modus, um Blende und Verschlusszeit<br />

individuell zu bestimmen / Draußen bei vorhandenem Licht AV-Modus,<br />

um die Schärfentiefe bewusst steuern zu können<br />

• Optimale Blende: Generell offene Blenden für selektive Schärfentiefe<br />

• ISO-Einstellung niedrig = hohe Bildqualität<br />

• AF-Punkte auf die Augen, ggf. Spot-AF<br />

■ Equipment-Empfehlungen zum Thema „Porträtfotografie“<br />

• Lichtstarke Objektive, z. B. Canon EF 85 mm 1:1,8 USM, EF 100 mm<br />

1:2,8 Macro USM oder Canon EF 24-70 mm 1:2,8L USM<br />

• Kamera mit präzisem Autofokus, z. B. Canon EOS 700D für Einsteiger,<br />

EOS 6D (Vollformat) für Fortgeschrittene<br />

• Canon-Blitzgeräte insbesondere für den Außeneinsatz, z. B. Canon<br />

Speedlite 430EX oder Speedlite 600EX-RT<br />

• Belichtungsmessung – Mehrfeldmessung<br />

46


ADVERTORIAL<br />

Fotos: Michael Rogosch<br />

Die nächsten Termine – jetzt anmelden auf canon.de/academy<br />

Michael Rogosch ist gelernter<br />

Fotograf, studierter Fotodesigner<br />

und hat in Dortmund die Ateliergemeinschaft<br />

„M28“ gegründet.<br />

Seine Tätigkeitsschwerpunkte<br />

sind Architektur, Industrie und<br />

Werbung sowie FineArt Printing<br />

und digitale Bildbearbeitung.<br />

Seit 2012 arbeitet er als Trainer<br />

der Canon academy und möchte<br />

den Teilnehmern seiner Schulungen<br />

insbesondere die Faszination<br />

der digitalen Spiegelreflexfotografie<br />

vermitteln. Bei<br />

aufwändigeren Produktionen arbeitet<br />

Rogosch mit seinen Studiopartnern<br />

Matthias Hubert und<br />

Stephan Schwabe zusammen.<br />

Aktuell präsentiert er mit Kollege<br />

Matthias eine Ausstellung, für<br />

die jugendliche Fußballfans aus<br />

Dortmund im Stadionumfeld<br />

porträtiert wurden.<br />

Weitere Infos über Fotograf und<br />

Portfolio: m-rogosch.de<br />

28.11.2013 Warstein<br />

29.11.2013<br />

Bielefeld<br />

30.11.2013 Gütersloh<br />

08.12.2013 Krefeld<br />

15.12.2013 Krefeld<br />

EOS Grundlagen Faszination Spiegelreflex<br />

Digitale Fotografie mit dem Canon EOS-System<br />

Trainer: Michael Rogosch<br />

EOS für Fortgeschrittene Spiegelreflex für Könner<br />

Mit dem Canon EOS-System fotografieren wie die Profis<br />

Trainer: Michael Rogosch<br />

E-TTL-Blitz-Grundlagen Faszination Spiegelreflex<br />

Fotografieren auf dem Gütersloher Weihnachtsmarkt<br />

Trainer: Michael Rogosch<br />

Porträtfotografie<br />

Das erotische Porträt<br />

Trainer: Dirk Böttger<br />

Porträtfotografie<br />

High-key & Low-Key –<br />

Das kreative Spiel mit Licht und Schatten<br />

Trainer: Dirk Böttger<br />

47


PORTRÄT | Portfolio<br />

Anhand ihrer Schwarzweißstrecke „The<br />

Black Series“ berichtet Fotografin Claudia<br />

Wycisk über die Entstehung ihres seit einem<br />

Jahr laufenden Kunstprojekts: von der Aufnahme,<br />

die den Grundstein legte, bis zur<br />

Konzeption der Bildserie. Ebenso geht sie<br />

auf die Themen Modell- und Kostüm suche<br />

ein und erläutert den Set-Aufbau sowie ihr<br />

Vorgehen bei der Nachbearbeitung. Ihr<br />

Ziel hat sie dabei immer vor Augen:<br />

die Realisierung eines Bildbands.<br />

Aus ihrem Erfahrungsbericht<br />

lassen sich viele wert -<br />

volle Tipps für all jene<br />

Fotografen her -<br />

aus ziehen, die<br />

ebenfalls ein<br />

Fotoprojekt<br />

umsetzen<br />

wollen.<br />

Alle Fotos: ©<br />

Claudia Wycisk,<br />

Seelenblick<br />

[fc-user:964251]<br />

Gesichts<br />

Ausdruck<br />

48


Vater und Opa Wycisk<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 2,8/24–70 mm<br />

L USM, 43 mm, Blende<br />

5,6, 1 /160 s, ISO 200<br />

49


PORTRÄT | Portfolio<br />

Tipps zur Konzeption: Für Veränderungen<br />

und spontane Ideen offen bleiben<br />

Die Haare streng mit einem Mittelscheitel nach hinten<br />

gebunden sitzt das Model in altmodischer Robe mit<br />

ernstem Gesichtsausdruck vor einem schwarzen Hintergrund.<br />

Dieses Porträt (Anni), mit einer Anmutung<br />

als stamme es aus einem früheren Jahrhundert, legte<br />

den Grundstein für Claudia Wycisks „Black Series“ –<br />

„auch wenn zum damaligen Zeitpunkt noch nicht<br />

feststand, dass daraus ein Kunstprojekt werden soll“.<br />

Anni<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 2,8/24–70 mm<br />

L USM, 64 mm, Blende<br />

4,5, 1 /160 s, ISO 200<br />

Nicole<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 2,8/24–70 mm<br />

L USM, 42 mm, Blende 8,<br />

1 /160 s, ISO 200<br />

Jens<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 2,8/24–70 mm<br />

L USM, 45 mm, Blende<br />

7,1, 1 /160 s, ISO 200<br />

Aus der spontanen Idee schälte sich allmählich ein<br />

Konzept heraus, das sich von Aufnahme zu Aufnahme<br />

immer mehr präzisierte: „Zunächst wollte ich nur<br />

Frauen für meine Serie fotografieren und zwar im selben<br />

Outfit und mit der gleichen Frisur. Es sollte sich<br />

nur das Gesicht ändern“, erläutert die Künstlerin ihre<br />

Projekt-Grundidee. Um keine Langeweile aufkommen<br />

zu lassen, variierten Outfits, Frisuren und Accessoires<br />

sowie Requisiten schließlich doch: Das eine<br />

Mal kommen Hüte und Brillen zum Einsatz, das<br />

nächste Mal wählt die Künstlerin vielleicht einen<br />

Spiegel, eine Kerze oder Pferdestatue aus. Um „The<br />

Black Series“ noch abwechslungsreicher zu gestalten,<br />

entschied sich Claudia Wycisk letztlich, auch Männer<br />

für ihre Serie zu fotografieren. Eines ihrer ersten Männerporträts<br />

zeigt den Vater der Künstlerin (Vater und<br />

Opa Wycisk): „Mir ist es sehr wichtig, Familienmitglieder<br />

in meine Serie einzubinden, weil dadurch eine<br />

besondere Emotionalität entsteht.“<br />

Tipps zur Modelsuche:<br />

Aufruf im Internet starten<br />

Zu Beginn hat Claudia Wycisk vermehrt ihre Freunde<br />

und Familie für ihr Kunstprojekt fotografiert. Während<br />

Shootings, die nicht primär mit ihrer SW-Porträtreihe<br />

zu tun hatten, konnte sie weitere Modelle<br />

für ihre Sache gewinnen. „Als ich auf Facebook eine<br />

‚The Black Series’-Fanseite angelegt und den einen<br />

oder anderen Aufruf gestartet hatte, kamen die Menschen<br />

auch auf mich zu“, berichtet die Fotografin. Inzwischen<br />

hat sie weit über 60 Menschen fotografiert.<br />

Tipps zur Shooting-Vorbereitung:<br />

Styling, Set-Aufbau und Model-Einweisung<br />

Ist ein Modell gefunden, teilt die Fotografin den Porträtierten<br />

vor den Aufnahmen telefonisch oder per<br />

Mail ihre Vorstellungen mit. Gemeinsam stimmen sie<br />

das Outfit ab und besprechen, wer welche Kleidung<br />

zum Shooting mitbringt. Claudia Wycisk bekommt<br />

Kleider und Anzüge entweder von Kostümverleihen<br />

oder findet sie in ihrem eigenen Fundus, der immer<br />

weiter wächst. Im Gegensatz zu den prächtigen Kostümen,<br />

die die Porträtierten vor der Kamera tragen, ist<br />

das Set eher simpel gehalten. Es besteht lediglich aus<br />

einem schwarzen Hintergrundkarton. Für die Ausleuchtung<br />

bedient sich die Fotokünstlerin einer Softbox<br />

auf einem Stativ, die mit einem Speedlite verbunden<br />

ist.<br />

50


„Fertig angezogen und gestylt – je nach Outfit nimmt<br />

das eine gewisse Zeit in Anspruch, bis Blusen, Röcke<br />

oder Jacken korrekt sitzen – positioniere ich die Modelle<br />

entsprechend und richte sie nach dem Licht aus“,<br />

beschreibt sie ihr Vorgehen und ergänzt: „Für ein gelungenes<br />

Porträt ist die Verbindung zwischen Model und<br />

Fotograf von großer Bedeutung. Natürlich bedarf es<br />

auch einer gewissen Vorstellung davon, wie der Mensch<br />

vor der Kamera sitzen und schauen soll.“ Bis ins<br />

kleinste Detail vorher geplant ist jedoch nichts, betont<br />

Claudia Wycisk, um nicht voreingenommen zu sein.<br />

Tipps zur Bildbearbeitung:<br />

Natürlichkeit beachten<br />

Einen weiteren unverzichtbaren Baustein für die<br />

kunstvolle Schwarzweißserie – neben Ausrüstung<br />

und Set-Aufbau einerseits, dem Einsatz von Accessoires<br />

sowie dem Styling des Models und dessen Mimik<br />

andererseits – bildet eine genaue und konzentrierte<br />

Bildbearbeitung mit Photoshop. Dabei kommt<br />

es Claudia Wycisk auf Details an: „Zunächst schneide<br />

ich die Bilder in ein quadratisches Format, bevor ich<br />

Kati und Maya<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 1,4/50 mm<br />

USM, 50 mm, Blende 8,<br />

1 /160 s, ISO 200


PORTRÄT | Portfolio<br />

Joanna<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 2,8/24–70 mm<br />

L USM, 35 mm, Blende<br />

7,1, 1 /160 s, ISO 200<br />

diese in Schwarzweiß umwandle.“ Am meisten<br />

Zeit nimmt die anschließende Retusche in Anspruch,<br />

da das fertige Bild immer noch natürlich aussehen<br />

soll. Hierzu erklärt sie: „Durch das harte Licht von<br />

oben kommt es oftmals zu unschönen Schatten<br />

gerade in der Wangen- und Kinngegend.“ Um Pickelchen<br />

oder kleinere unerwünschte Flecken zu<br />

entfernen, greift die Fotografin zum Bereichsreparatur-Pinsel<br />

sowie zum Stempel-Werkzeug mit einer<br />

Deckkraft von maximal 50 Prozent. Ebenso kommen<br />

Nachbelichter sowie Abwedler zum Einsatz. Im An-<br />

52


schluss daran rücken die Augen in den Fokus der<br />

Bearbeitung, denen sie mithilfe des Abwedlers mehr<br />

Licht gibt.<br />

„Ist dieser Schritt fertig, verwende ich die Nik Software<br />

(Nik-Filter) von Color Efex Pro 3.0 Complete.“<br />

Insbesondere greift die Fotokünstlerin zu drei Filtern:<br />

Mit „Tonal Contrast“ arbeitet sie etwa die feinen<br />

Details der Kleidung und der Augen heraus. „Da<br />

schwarze Kleidung auf einem dunklen, schwarzen<br />

Hintergrund oftmals dazu neigt zu versinken, ist dieser<br />

Filter genau das Richtige, um wertvolle Details<br />

herauszuarbeiten“, erklärt sie. Mit dem Filter „Darken/Lighten<br />

Center“ legt Claudia Wycisk die Betonung<br />

auf das Gesicht des Models, damit dieses noch<br />

besser zum Ausdruck kommt. Nachdem die Fotografin<br />

dem Bild etwas Körnung zugefügt hat (Filter/<br />

Strukturierungsfilter/Körnung), verleiht sie ihrer Fotografie<br />

abschließend mit dem „Colorize“-Filter einen<br />

gelblichen Hauch, der den älteren Charme der<br />

Bilder unterstützt.<br />

Claudia Könsgen<br />

Jenni<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 1,4/50 mm<br />

USM, 50 mm, Blende<br />

6,3, 1 /160 s, ISO 200<br />

53


PORTRÄT | Portfolio<br />

‘‘<br />

‘‘<br />

Durch Gesichtsausdruck<br />

Geschichten<br />

erzählen<br />

Für Claudia Wycisks Fotoprojekt „The Black Series“ sollen so viele verschiedene<br />

Menschen wie möglich fotografiert werden – alle vor einem schwarzen<br />

Hintergrund posierend, mit immer der gleichen Lichteinstellung und in altmo<br />

discher Kleidung. Die Künstlerin will damit den Eindruck vermitteln, als<br />

ob die Fotografien aus einem anderen Jahrhundert stammen.<br />

Claudia Wycisk,<br />

Seelenblick<br />

[fc-user:964251]<br />

cwphoto.de<br />

Ausrüstung<br />

■ Kamera<br />

Canon EOS 5D Mark II<br />

■ Objektiv<br />

Canon EF 1,4/50 mm<br />

USM<br />

Canon EF 2,8/24–70 mm<br />

USM<br />

■ Zubehör<br />

Proxistar-Softbox<br />

60 x 60 cm und Stativ<br />

Yungnuo Speedlite<br />

YN-560<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Claudia, was ist für Dich<br />

das Besondere an diesen Fotografien?<br />

Claudia: In erster Linie ist in Bezug darauf die Reduzierung<br />

auf das Wesentliche zu nennen: das Gesicht.<br />

In meiner Fotografie dreht sich alles um den Menschen<br />

und dessen Ausdruck. Es fasziniert mich, dass<br />

sich mit der gleichen Gestaltung der Bilder der Black-<br />

Serie so viele verschiedene Geschichten nur alleine<br />

mit dem Ausdruck der Modelle erzählen lassen. Zudem<br />

mag ich die Melancholie und Strenge in den Bildern.<br />

Die Gedanken, die sich die Menschen vielleicht<br />

gerade im Moment der Aufnahme gemacht haben,<br />

um diesen gewissen Ausdruck hinzubekommen, finde<br />

ich bemerkenswert.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Du erwähntest gerade,<br />

dass Deine Fotografien Geschichten erzählen. Welche<br />

sind das?<br />

Claudia: Mit „The Black Series“ erzähle ich unterschiedliche<br />

Geschichten, beispielsweise solche von<br />

Melancholie, wie es etwa in dem Bild von der Frau mit<br />

einem Hund an ihrer Seite der Fall ist (Joanna). Für<br />

mich verbirgt sich hinter diesem Porträt die Geschichte<br />

einer Witwe, die vor kurzer Zeit ihren Mann verloren<br />

hat. Der Hund ist das einzige, was ihr geblieben ist.<br />

Aber diese Schwarzweiß-Porträts haben nicht nur mit<br />

Trauer zu tun, sondern auch mit Selbstbewusstsein<br />

und Stärke. Die Serie sollte als Gesamtheit betrachtet<br />

werden, die an eine Ahnengalerie erinnert, welche in<br />

sich gebunden eine große Geschichte erzählt.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Worin liegt für Dich die<br />

besondere Herausforderung bei Deinem Projekt?<br />

Claudia: Für mich liegt der große Reiz darin, das Projekt<br />

nicht langweilig werden zu lassen und die Betrachter<br />

immer wieder mit neuen Facetten zu überraschen.<br />

Sicherlich hat es während des Projekts ein paar<br />

Tiefpunkte gegeben, und ich habe mich fragt: Ist das<br />

so ausreichend, oder was muss noch kommen, damit<br />

die Serie spannender wird? Aber ich habe immer wieder<br />

Menschen gefunden, die einen ganz speziellen<br />

Ausdruck haben und die ich gerne in meine Serie mit<br />

aufnehmen will. Zum Beispiel habe ich kürzlich ein<br />

Hochzeitspaar porträtiert. Außerdem möchte ich gerne<br />

noch Zwillinge sowie vermehrt ältere Menschen<br />

fotografieren, genauso wie eine Familie mit Mutter,<br />

Vater und Kind. Es gibt also noch genügend Herausforderungen,<br />

die ich umsetzen möchte, um „The Black<br />

Series“ zu vervollständigen. Geplant ist, daraus einen<br />

Bildband zu machen, für den ich noch auf der Suche<br />

nach einem Verlag bin, der mich unterstützt.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Claudia, wir wünschen<br />

Dir viel Erfolg.<br />

54


KRITIK<br />

■ Schwarz auf Schwarz perfekt belichtet, wunderbar modulierte<br />

Hauttöne und zarte Schattenpartien: Technisch stimmt<br />

hier alles, ebenso Haltung, Gestik und Gesichtsausdruck.<br />

Einzig die Positionierung des Models hätte ein wenig nach<br />

rechts aus der Zentralachse heraus passieren können.<br />

55


Olympus OM-D E-M1,<br />

ZUIKO DIGITAL<br />

14–35 mm F2.0 SWD,<br />

31 mm, f5,6, ISO 200<br />

56


ADVERTORIAL<br />

Die neuen Professionals<br />

Eine junge Generation Fotoprofis wie Ralph Man setzen für ihre Shootings leichte, kompakte Systemkameras<br />

ein. Natürlich ohne jeden Kompromiss bei der Bildqualität sowie beim Umfang der Objektive und des<br />

Zubehörs – wie bei dem Olympus-OM-D-System. Wir haben dem erfolgreichen Fashion-Fotografen auf die<br />

Finger an der neuen Olympus OM-D E-M1 und bei seiner Arbeit über die Schulter geschaut.<br />

Fotos: © Ralph Man<br />

57


Olympus OM-D E-M1<br />

Eigentlich ist es natürlich jedem Profi selbst überlassen,<br />

mit welcher Kamera er fotografiert, und er muss<br />

niemandem Rechenschaft darüber abliefern. Eigentlich.<br />

Aber uns interessiert dann doch, warum und wie<br />

Ralph Man zum Olympus-OM-D-System kam: „Ich<br />

bekam die OM-D E-M5 vor etwa anderthalb Jahren in<br />

die Hand und war schnell begeistert, wie viele neue<br />

Optionen ich durch diese neue Kamera habe. Die Gesichtserkennung<br />

(automatische Fokussierung auf das<br />

vordere Auge), der schnelle Autofokus, die Bildstabilisierung<br />

oder die kompakte Abmessung der Kamera<br />

und Objektive und das alles bei einer Qualität, die auf<br />

dem Niveau von DSLR-Kameras liegt, waren für mich<br />

die Gründe, warum ich die OM-D für mich entdeckte.<br />

Die neue OM-D E-M1 ist für mich die konsequente<br />

Weiterentwicklung der E-M5, die all diese Optionen<br />

noch konsequenter ausnutzt und so noch mehr Möglichkeiten<br />

bietet.“<br />

Olympus OM-D E-M1, ZUIKO DIGITAL 14–35 mm F2.0 SWD, 23 mm, f2,0, ISO 800<br />

Olympus OM-D E-M1, M.ZUIKO DIGITAL 17 mm F1.8, f2,0, ISO 800<br />

So, an dieser Stelle sollten wir kurz vorstellen, wer<br />

hier eigentlich über was spricht. Der fotografische<br />

Autodidakt Ralph Man beschäftigt sich schon seit seiner<br />

Jugend mit der Fotografie, aber beruflich ging es<br />

erst einmal in eine andere Richtung: „Fotografie war<br />

immer meine Leidenschaft. Als ich dann überlegt habe,<br />

was ich beruflich machen soll, habe ich mich für<br />

eine Ausbildung als Tischler entschieden, weil mein<br />

Vater eine Tischlerei hat und ich mir auch damals nicht<br />

vorstellen konnte, dass man mit etwas wie Fotografie,<br />

das soviel Spaß macht, Geld verdienen kann. Erst<br />

nach der Ausbildung, als sich meine Leidenschaft für<br />

die Fotografie so weiterentwickelt hat, dass ich immer<br />

mehr gemacht habe und auch schon das erste Geld<br />

damit verdient hatte, überlegte ich, ob ich nicht hauptberuflich<br />

fotografieren kann. Kurz darauf habe ich<br />

meinen Job gekündigt und mich mit meiner ersten<br />

Mappe bei Agenturen und Kunden beworben.“ Und<br />

ab dann ging es steil bergauf, heute ist Ralph Man ein<br />

gefragter Profi: „Ich fotografiere im Job überwiegend<br />

Mode- und Werbekampagnen oder Aktfotografien für<br />

Kalender. Mein Thema sind Menschen und somit<br />

alles, wo Menschen im Bild sind. Außerhalb von Aufträgen<br />

fotografiere ich viel im Bereich Akt und Erotik<br />

und biete dieses Material anschließend über meine<br />

Agentur an Verlage für Kalender oder Bücher an.“<br />

Und jetzt zur Kamera, um die es geht: Die neue<br />

Olympus OM-D E-M1 ist das neue Flaggschiff im<br />

Olympus-OM-D-Kosmos und die ideale Verbindung<br />

von Four Thirds und Micro Four Thirds. Das heißt in<br />

58


ADVERTORIAL<br />

der Praxis: höchster technologischer Standard,<br />

Schnelligkeit und Kompaktheit. Sie ist im Vergleich zu<br />

Kameras mit entsprechender Ausstattung wesentlich<br />

kompakter und damit die perfekte Alternative für unterwegs.<br />

Die OM-D E-M1 liefert die beste Bildqualität<br />

in der Geschichte der Olympus-Digitalkameras –<br />

und das will etwas heißen. Dafür sorgen im<br />

Zusammenspiel der neue Live-MOS-Sensor sowie<br />

ein Bildprozessor der neusten Generation namens<br />

TruePic VII. So ausgestattet, kann sie sich – im<br />

wahrsten Sinne des Wortes – spielend mit professionellen<br />

DSLRs messen. Mit DUAL FAST AF, einem der<br />

schnellsten Autofokussysteme der Welt, schlägt die<br />

E-M1 sogar die Autofokusleistung der OM-D E-M5,<br />

egal ob ein Micro Four Thirds- oder Four Thirds-<br />

Objektiv verwendet wird. Ihr elektronischer Sucher<br />

bietet eine Vergrößerung vergleichbar mit einer Highend-Vollformat-DSLR.<br />

Der mit der OM-D E-M5 eingeführte,<br />

einzigartige 5-Achsen-Bildstabilisator gehört<br />

ebenso zur Ausstattung der staub- und spritz wassergeschützten<br />

sowie frostsicheren E-M1. Und sie ist mit<br />

einer ständig wachsenden Zahl von Wechselobjektiven<br />

kompatibel. Derzeit gibt es 65 Four Thirds- und<br />

Micro Four Thirds-Objektive. Ein weiteres Highlight<br />

wird gleichzeitig mit dem neuen OM-D-Flaggschiff<br />

auf den Markt kommen: das staub- und spritzwassergeschützte<br />

sowie frostsichere Objektiv M.ZUIKO<br />

DIGITAL ED 12–40 mm 1:2.8.<br />

Werfen wir einen Blick auf die Ergebnisse einiger<br />

Shootings, die Ralph mit der neuen OM-D E-M1 in<br />

Szene gesetzt hat: „Die Ergebnisse sind traumhaft gut<br />

und bewegen sich auf DSLR-Spitzenniveau“, so der<br />

Profi begeistert. „Der neue Sensor und der nicht vorhandene<br />

Tiefpassfilter scheinen hierfür verantwortlich<br />

zu sein. Die Ergebnisse sorgen jedes Mal, wenn<br />

ich sie jemandem zeige, für Staunen, und auch ich<br />

selbst bin immer wieder beeindruckt.“ Das sind wir<br />

auch. Doch bevor wir die Bilder auf diesen Seiten genießen,<br />

fragen wir den Profi noch nach den Trends der<br />

Profi-Szene aus seiner Sicht: „Der wichtigste Trend,<br />

den ich seit einigen Jahren sehe, ist raus aus dem<br />

eigenen Studio und rein in Locations oder in Mietstudios,<br />

was ein höheres Maß an Flexibilität seitens der<br />

Fotografen fordert. Ich habe mein Studio auch vor<br />

einigen Monaten aufgegeben, weil ich es kaum noch<br />

genutzt habe. Ein weiterer Trend ist, dass die Available-<br />

Light-Fotografie immer mehr an Bedeutung gewinnt.“<br />

Beweglichkeit, Flexibilität, perfekter Umgang<br />

mit allen Lichtverhältnissen – auch die Olympus<br />

OM-D E-M1 liegt demnach voll im Trend moderner<br />

professioneller Fotografie. Sie passt perfekt zur modernen<br />

Generation junger Fotoprofis wie Ralph Man<br />

und Kollegen.<br />

Das staub- und spritzwassergeschützte<br />

sowie frostsichere<br />

Objektiv M.ZUIKO DIGITAL ED<br />

12–40 mm 1:2.8<br />

Zurück zur Praxis. Ralph hält die OM-D E-M1 in der<br />

Hand: „Das ist ein Profiwerkzeug mit kompakten Abmessungen,<br />

das in allen Bereichen nochmals besser<br />

ist als die E-M5 – höhere ISO, schnellerer Autofokus,<br />

besserer Sucher, besseres Handling, größerer Puffer<br />

und vieles mehr. Das macht die Kamera in meinen<br />

Augen zum perfekten Werkzeug für spontane professionelle<br />

Fotografie. Die Kamera ist vom Aufbau her<br />

ähnlich der E-M5, nur dass die Knöpfe größer und<br />

besser angeordnet sind, was in Sachen Bedienung sicherer<br />

ist, aber von der Logik der Anordnung keinen<br />

Unterschied macht. Bei der Arbeit selbst macht die<br />

Kamera einfach nur Spaß, alles funktioniert zuverlässig<br />

und ist sehr einfach im Handling, sodass das<br />

Augenmerk auf dem Model, der Gestaltung und dem<br />

eigentlichen Fotografieren liegt und nicht wie bei vielen<br />

DSLRs auf der Bedienung der Kamera oder dem<br />

Setzen von Autofokusfeldern.“<br />

Olympus OM-D E-M1, M.ZUIKO DIGITAL<br />

45 mm F1.8, f2,0, ISO 800<br />

Olympus OM-D E-M1, M.ZUIKO DIGITAL<br />

45 mm F1.8, f2,0, ISO 800<br />

Olympus OM-D E-M1, ZUIKO DIGITAL 14–35 mm F2.0 SWD, 24 mm, f3,5, ISO 200<br />

59


<strong>fotocommunity</strong> | SERVICE<br />

Neu in der <strong>fotocommunity</strong><br />

Anmerkungen unter<br />

eigenen Fotos ausblenden<br />

Auf vielfachen User-Wunsch wurde in der<br />

<strong>fotocommunity</strong> eine Änderung vorgenommen,<br />

die nicht nur die Diskussionskultur der<br />

<strong>fotocommunity</strong> nachhaltig beeinflusst, sondern<br />

auch die erhaltenen Foto-Anmerkungen<br />

eines jeden betrifft: Von nun an hat jeder <strong>fotocommunity</strong>-Fotograf<br />

die Möglichkeit, unerwünschte<br />

Kommentare unter eigenen Fotos<br />

auszublenden.<br />

Die Änderung im Einzelnen:<br />

• Nicht erwünschte Foto-Anmerkungen können<br />

ausgeblendet werden.<br />

• Die Anmerkungen sind nicht gelöscht, aber<br />

nicht mehr öffentlich sichtbar.<br />

• Ausgeblendete Anmerkungen können auch<br />

wieder eingeblendet werden.<br />

Die neue Funktion soll dazu dienen, Konflikte<br />

zu entschärfen und zu vermeiden, dass Auseinandersetzungen<br />

öffentlich ausgetragen<br />

werden, die nicht in erster Linie mit Fotografie<br />

zu tun haben. Jeder Fotograf kann nun selbst<br />

darüber entscheiden, welche seiner erhaltenen<br />

Foto-Anmerkungen für ihn so inakzeptabel<br />

sind, dass er sie ausblenden möchte.<br />

Startseitenfotos von <strong>fotocommunity</strong>.de<br />

Jetzt archiviert<br />

Ebenso wie die von den Mitgliedern gewählten<br />

Galerie-Fotos, so haben in der <strong>fotocommunity</strong><br />

auch diejenigen Aufnahmen einen<br />

besonderen Stellenwert, die redaktionell für<br />

die Präsentation auf der Startseite ausgewählt<br />

worden sind. Für alle, die noch mal stöbern<br />

möchten, wurde jetzt ein Archiv der auf der<br />

Startseite präsentierten Fotos angelegt. Dieses<br />

Archiv funktioniert nach demselben Prinzip<br />

wie die anderen Fotolisten der <strong>fotocommunity</strong><br />

in Sektionen, Channels oder Profilen: Es ist<br />

chronologisch sortiert, die neusten Fotos stehen<br />

oben. Zur besseren Auffindbarkeit sind<br />

die archivierten Fotos nicht mit ihrem Upload-<br />

Datum versehen, sondern mit dem Datum, an<br />

dem sie auf der Startseite zu sehen waren.<br />

Aufgepasst: Im Startseiten-Archiv werden<br />

nur redaktionell ausgewählte Fotos gezeigt,<br />

nicht jedoch die Fotos, die per Galerie-Voting<br />

automatisch auf die Startseite gelangt sind.<br />

Das Archiv der Startseiten-Fotos beinhaltet<br />

somit keine Galerie-Aufnahmen und ist ab sofort<br />

im Menü unter „fotos – <strong>fotocommunity</strong>.<br />

de/homepagephotos“ zu finden.<br />

60


Erste Systemkamera<br />

mit LTE-Konnektivität<br />

Connect. Express yourself<br />

Mit der Samsung GALAXY NX machen Sie nicht nur brillante Bilder. Sie teilen sie<br />

auch per 3G/LTE und WLAN-Konnektivität, drahtlos mit kompatiblen Geräten<br />

oder direkt in sozialen Netzwerken*. Und das alles mit der Vielseitigkeit und<br />

einfachen Bedienung des Android TM -Systems über das große Touchdisplay.<br />

* Internetverbindung notwendig


<strong>fotocommunity</strong> | Meldungen<br />

SERVICE<br />

<strong>fotocommunity</strong> Jahreskalender 2014<br />

Fotos für den guten Zweck<br />

Im Rahmen eines großen Fotowettbewerbs<br />

suchte die <strong>fotocommunity</strong> die eindrucksvollsten<br />

Aufnahmen zu sieben festgelegten<br />

Foto-Themen – und erstellte aus den besten<br />

Einsendungen einen Jahreskalender, dessen<br />

Erlös zu 100 Prozent der Aktion „Deutschland<br />

Hilft“ zugutekommt.<br />

„Tierkinder“, „Ganz nah dran“, „Heimat“,<br />

„Sport & Action“, „Sommerlandschaft“,<br />

„Nachtaufnahmen“ und „DigiArt“ – so lauteten<br />

die fotografischen Themen, zu denen<br />

Kalenderfotos eingereicht werden konnten.<br />

Jeder teilnehmende Fotograf hatte somit die<br />

Möglichkeit, mit seinen Fotos an der Charity-<br />

Aktion teilzunehmen und Gutes zu tun.<br />

„Das kreative Gemeinschaftsprojekt unserer<br />

Fotografen ermöglicht es durch Kalender-Bestellungen<br />

ganz konkret, Menschen in Not<br />

nachhaltig zu helfen“, so Daniel Schaffeld,<br />

Geschäftsführer der <strong>fotocommunity</strong>. „Darüber<br />

hinaus ist ein außergewöhnlicher Fotokalender<br />

mit fantastischen Aufnahmen entstanden.“<br />

Produziert wurde der Kalender bei Calvendo<br />

und ist ab sofort im Buchhandel oder<br />

bei amazon.de erhältlich.<br />

Impressionen –<br />

<strong>fotocommunity</strong> Kalender 2014<br />

DIN A4<br />

€ [D] 19,90, ISBN: 978-3-660-36447-7<br />

DIN A3<br />

€ [D] 33,90, ISBN: 978-3-660-36446-0<br />

DIN A2<br />

€ [D] 53,90, ISBN: 978-3-660-36445-3<br />

62


Mein<br />

persönliches<br />

Geschenk<br />

ab<br />

7,95 €*<br />

*Das abgebildete Produkt hat einen höheren Preis.<br />

Diesen entnehmen Sie bitte der Preisliste. Die Preise<br />

verstehen sich inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten.<br />

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Mein Leben<br />

www.cewe.de


<strong>fotocommunity</strong> | SERVICE<br />

Mit fünf einfachen Tipps zu gelungenen Fotos vom Fest<br />

Fotografieren unterm<br />

Weihnachtsbaum<br />

Alle Jahre wieder: Von heimeliger Lichtstimmung<br />

ist auf den Weihnachtsfotos nichts<br />

mehr zu sehen, und in den leuchtenden<br />

Kinderaugen dominieren rote Pupillen. Wie<br />

Ihre Weihnachtsfotos zu stimmungsvollen<br />

Erinnerungen werden, verraten Ihnen die<br />

Fotografen von <strong>fotocommunity</strong>.de.<br />

1. Warmes Licht schaffen<br />

Wenn der Blitz zu kaltes Licht produziert, lässt<br />

sich die Farbtemperatur korrigieren, indem<br />

man ein Stück braunes Backpapier vor den<br />

Blitz hält. Sorgen Sie vor: Kleine Birnen an der<br />

Lichterkette harmonieren besser mit Blitzlicht<br />

als LED-Lichterketten, deren Licht auf Fotos<br />

oft kalt wirkt.<br />

2. Nah ran gehen<br />

Das Kind beim Auspacken der Geschenke ist<br />

ein Motiv, bei dem der Heizkörper im Hintergrund<br />

stört. Reduzieren Sie Ihren Bildausschnitt<br />

auf das Wesentliche, indem Sie näher<br />

herangehen oder die Zoomfunktion Ihrer Kamera<br />

nutzen. Kinder sollten Sie zudem immer<br />

auf Augenhöhe fotografieren, so geraten die<br />

Fotos besonders ausdrucksstark.<br />

3. Details einfangen<br />

Es muss nicht immer nur der Baum oder die<br />

Familie sein. Bringen Sie Spannung in Ihre<br />

Fotoserie, indem Sie stimmungsvolle Details<br />

zu Bild bringen – etwa Kerzen, die sich in den<br />

Christbaumkugeln spiegeln.<br />

4. Perspektive wechseln<br />

Experimentieren Sie mit ungewöhnlichen Perspektiven,<br />

fotografieren Sie zum Beispiel einmal<br />

von der Baumspitze in Richtung der unter<br />

dem Baum liegenden Geschenke oder etwa<br />

draußen vom Fenster ins weihnachtliche Zimmer<br />

herein.<br />

5. Richtig Blitzen<br />

Richten Sie den Blitz nicht direkt auf Ihr Motiv,<br />

sondern blitzen Sie wenn möglich über die<br />

Zimmerdecke. Beim direkten Blitz empfiehlt<br />

es sich etwas Abstand zu halten, damit das<br />

Motiv nicht überstrahlt und unnatürlich wirkt.<br />

Weitere Tipps unter <strong>fotocommunity</strong>.de.<br />

64


CEWE | BESTE BILDER<br />

Auf der Suche nach<br />

Was ist ein „gutes Bild“? Auf die<br />

Suche nach Antworten auf diese<br />

Frage begaben sich zehn Fotografinnen<br />

und Fotografen während<br />

eines Workshops von CEWE auf<br />

Spiekeroog. Zwischen Wasser und<br />

Dünen, Licht und Leuten sind die<br />

Teilnehmer fündig geworden.<br />

Foto: Michael Irmscher<br />

66


ADVERTORIAL<br />

dem guten Bild<br />

67


Warum empfinden wir ein Foto als „gut“, ein anderes<br />

dagegen als „weniger gut“? Reiner Fageth, CEWE<br />

Vorstand für Forschung und Technologie, weiß um<br />

die Schwierigkeit einer eindeutigen Antwort auf diese<br />

Frage: „Es gibt zahlreiche Faktoren für die Qualität<br />

eines Bildes. Da ist zunächst seine technische Qualität,<br />

dann seine besonders interessante Gestaltung,<br />

letztlich aber auch seine Bedeutung. Aber es gibt<br />

keine Norm für ein gutes Bild. Unterschiedliche Menschen<br />

werden über ein und dasselbe Bild immer<br />

unterschiedliche Meinungen und Empfindungen haben.“<br />

Karen Fromm, Professorin für Fotografie an der<br />

Hochschule Hannover, zeigte an Hand einiger Bei-<br />

spiele aus der Geschichte der Fotografie, dass ein Foto<br />

nicht unbedingt scharf und einwandfrei belichtet<br />

sein muss, um als „gutes Bild“ zu gelten – wie das<br />

berühmte Foto von Robert Capa aus dem spanischen<br />

Bürgerkrieg, das einen von einer Kugel getroffenen<br />

Soldaten im Fallen in deutlicher Unschärfe und mit<br />

abgeschnittenen Füßen zeigt. Dazu gibt es einen einprägsamen<br />

und in der Pressefotografie wichtigen Begriff:<br />

die „Unschärferelation“. Das bedeutet: Die Bürgerkriegsbilder<br />

von Capa wirken gerade deshalb so<br />

authentisch, weil sie leicht unscharf sind und dadurch<br />

dem Betrachter das Gefühl geben, der Fotograf sei<br />

mittendrin im Geschehen gewesen und nicht nur<br />

entfernter Beobachter. Fromm: „Je näher wir der Realität<br />

kommen, desto unschärfer und verwackelter<br />

wird sie.“ Diesen zunächst eher theoretischen Teil des<br />

Workshops beschloss Pascal Mühlhausen, Azubi im<br />

CEWE Fotostudio, mit einer interessanten Darstellung<br />

der „Zukunft der Fotografie“ aus seiner Sicht.<br />

Seine Botschaft: Auf Grund der zunehmenden Fülle<br />

an Bildermengen wird die Selektion der besten Fotos<br />

immer wichtiger. In diesem Zusammenhang präsentierte<br />

er, wie einfach es ist, mit dem CEWE FOTO-<br />

BUCH Assistenten seine persönliche Bildauswahl in<br />

einem sicheren, attraktiven Medium zusammenzufassen.<br />

Und dann startete die praktische Suche nach guten<br />

Bildern, geleitet von Robert Geipel (CEWE Fotostudio).<br />

Hierzu gab der Foto-Profi und erfahrene Workshop-Leiter<br />

den Teilnehmern ganz konkrete Aufgaben,<br />

aber auch entsprechende Tipps mit auf den Weg:<br />

Fotos:<br />

Sylke Warning<br />

und Hergen<br />

Griesbach<br />

1. Tipp: Nah ran! Ein anderer Blickwinkel<br />

auf Alltägliches<br />

Die Makrofotografie hat ihre ganz besonderen Stärken:<br />

Indem ein Fotograf sein Motiv überproportional<br />

groß ablichtet, gibt er eine völlig neue Perspektive auf<br />

Gewohntes. Dafür muss man bewusst auf Motivsuche<br />

gehen und den Blick vom Ganzen auf Details<br />

lenken. Um ein schönes Bild mit großem Abbildungsmaßstab<br />

aufzunehmen, sollten störende Bildelemente<br />

entfernt werden. Das Hauptmotiv kommt erst auf<br />

die se Weise richtig zur Geltung. Ein wichtiger Faktor<br />

ist außerdem die Stabilität während der Aufnahme:<br />

68


ADVERTORIAL<br />

Bei der Makrofotografie kann schon das kleinste Verwackeln<br />

zu Unschärfe führen. Das heißt: Unbedingt<br />

ein Stativ verwenden. Wer kein Stativ besitzt oder<br />

sein Equipment gerade nicht dabei hat, kann sich mit<br />

der Einstellung eines hohen ISO-Wertes behelfen.<br />

Dadurch kann der Sensor in weniger Zeit die gleiche<br />

Menge Licht aufnehmen und ermöglicht eine kürzere<br />

Verschlusszeit. Mit ein wenig Geschick lässt sich auch<br />

ein eigenes „Bohnensack-Stativ“ basteln: Alte Stoffreste,<br />

wie z. B. ein abgeschnittenes Hosenbein, werden<br />

zu diesem Zweck zusammengenäht und mit<br />

Bohnen gefüllt. Mit dieser preisgünstigen Alternative<br />

ist auch nah am Boden Stabilität für scharfe Makroaufnahmen<br />

gegeben. Um unnötiges Verwackeln beim<br />

Drücken des Auslösers zu vermeiden, ist ein Selbstauslöser<br />

hilfreich.<br />

2. Tipp: Bild weiterdenken<br />

Durch die bedachte Komposition seiner Aufnahmen<br />

kann ein Fotograf viel Spannung erzeugen. Linien,<br />

die – vielleicht natürlicherweise – durch eine Szene<br />

laufen, lassen sich für den Bildaufbau nutzen. Liegt<br />

der Fluchtpunkt der Linien außerhalb des Bildes, entsteht<br />

Dynamik, die die Aufnahme interessanter machen<br />

kann. Ein Foto ist außerdem immer ein kleiner<br />

Ausschnitt einer größeren Szene. Hat man diese Tatsache<br />

vor Augen und denkt das Bild sozusagen weiter,<br />

findet sich der richtige Augenblick zum Drücken<br />

des Auslösers. Für den Betrachter entsteht viel mehr<br />

Spannung, wenn ein Foto nur andeutet, was nach<br />

oder vor dem Moment passiert ist, der mit der Kamera<br />

festgehalten wurde.<br />

3. Tipp: Lifestyle-Fotografie<br />

Eine Reihe spontaner Fotos „aus der Hüfte“ zu machen,<br />

die beispielsweise Menschen in Bewegung zeigen<br />

und nicht perfekt ausbalanciert sein müssen,<br />

kann einen unheimlichen visuellen Reiz haben. Bei<br />

der Sichtung der Ergebnisse gibt es oft die eine oder<br />

andere Überraschung. Die Devise sollte bei dieser Art<br />

von Fotografie lauten: Nicht zögern, sondern dem<br />

ersten Impuls folgen. Um diesen Tipp beherzigen zu<br />

können, sollte die Kamera bei geeigneten Gelegenheiten<br />

vorsorglich eingeschaltet werden und bleiben.<br />

Auch Personen, die nur teilweise im Bild zu sehen<br />

sind, oder ein halb gefüllter Kaffeebecher im kleinen<br />

Café um die Ecke transportieren auf einem Foto<br />

mehr, als zunächst vermutet. Eine tolle Möglichkeit<br />

für ausgefallene Aufnahmen bietet zudem die schnelle<br />

Serienbildfunktion. Kameras, die mit dieser ausgestattet<br />

sind, machen automatisch eine Reihe von<br />

Aufnahmen unmittelbar hintereinander. Eine Szene,<br />

wie beispielsweise Kinder beim Spielen im Garten,<br />

wird durch diese Variante noch lebendiger.<br />

4. Tipp: Auch das Dahinter zählt<br />

Der Hintergrund kann für die Wirkung des Hauptmotivs<br />

sozusagen das „Salz in der Suppe“ sein. Deshalb<br />

sollte er bereits beim Arrangement des Bildes<br />

mit beachtet werden. Wer diesen Hinweis beherzigt,<br />

kann mit einem guten Hintergrund das eigentliche<br />

Thema des Bildes noch ergänzen oder zusätzliche<br />

Tiefenwirkung schaffen. Mit dem Verändern der eigenen<br />

Position ist hier schon einiges gewonnen. Wählt<br />

der Fotograf einen nur um einige Zentimeter veränderten<br />

Ausschnitt, so ragt beispielsweise der Pfeiler<br />

eines schönen Gebäudes nicht mehr „aus dem Kopf“<br />

des davor stehenden Freundes. Dann unterstützt die<br />

architektonische Struktur im Hintergrund vielleicht<br />

sogar die Bildaussage. Eine weitere Möglichkeit, störende<br />

Hintergrundelemente abzuschwächen, ist die<br />

Verringerung der Schärfentiefe. Interessante Aufnahmen<br />

können zudem entstehen, wenn mit der Belichtung<br />

im Vorder- und Hintergrund gearbeitet wird.<br />

5. Tipp: Vordergrund macht Bild gesund<br />

Diese bewährte Fotografie-Regel ist einfach zu merken<br />

und hat großen Einfluss auf die Bildwirkung.<br />

Zweidimensionale Aufnahmen gewinnen durch einen<br />

geeigneten Vordergrund an Tiefe und werden<br />

plastischer. Wenn beispielsweise eine Küchenszenerie<br />

fotografisch festgehalten werden soll, kann ein einfacher,<br />

im Vordergrund stehender Salzstreuer einen<br />

ersten optischen Anhaltspunkt im Bild darstellen. So<br />

erhält die Aufnahme zwei Ebenen. Der Vordergrund<br />

erweist sich somit als gestalterisches Mittel, durch das<br />

Fotos mit einem „gewissen Etwas“ entstehen.<br />

6. Tipp: Abstrakte Fotografie<br />

Die experimentellen Möglichkeiten in der Fotografie<br />

sind praktisch unendlich vielfältig: Unschärfe, Langzeitbelichtungen<br />

am Tag, manueller Weißabgleich,<br />

69


Zoom-Anwendung während der Belichtung, Mitziehen,<br />

Blitzfotografie und vieles mehr stehen den<br />

Fotografen zur Verfügung. Gestalterisch gilt es, Formen<br />

aufzuspüren bis hin zu der komplexen Welt der<br />

gegenstandsfreien Komposition und diese fotografisch<br />

umzusetzen. Besonders beeindruckend ist es,<br />

abstrakte Fotostrecken und Fotosequenzen zu inszenieren.<br />

7. Tipp: Aufnahmen in der Nacht<br />

• Blaue Stunde: Darunter versteht man Aufnahmen<br />

in der Dämmerung. Die Farbe des Himmels Richtung<br />

Norden wird sehr blau, der Sonnenuntergang meist<br />

sehr rot-orange. Die blaue Stunde dauert je nach<br />

geografischer Lage und dem Wetter ca. 20 Minuten<br />

bis 60 Minuten, ganz im Norden wird es im Hochsommer<br />

gar nicht richtig dunkel.<br />

• Nachtaufnahmen: Der Himmel ist ohne Zeichnung,<br />

schwarz, Lichter können überstrahlen. Besonders<br />

reizvoll ist es, wenn es geregnet hat und die<br />

Lichter sich auf dem nassen Asphalt spiegeln.<br />

• Lichtmalen: Im Dunkeln kann man ein Objekt mit<br />

einer Lichtquelle partiell beleuchten und durch die<br />

Bewegung wie ein Pinsel mit dem Licht bemalen. Die<br />

Kamera steht auf dem Stativ und das Objektiv ist geöffnet<br />

(Dauerbelichtung).<br />

• Lichtschreiben: Im Dunkeln stellt man sich vor<br />

die Kamera mit einer Taschenlampe oder einer LED-<br />

Lampe und „schreibt“ einen Buchstaben, ein Symbol<br />

oder ein ganzes Wort vor der Kamera – spiegelverkehrt.<br />

Die Kamera steht auf dem Stativ und das Objektiv<br />

ist geöffnet (Dauerbelichtung).<br />

Für die Suche nach guten Bildern bietet die Insel<br />

Spiekeroog fantastische Motive: Lange weite Strände,<br />

hügelige Dünen, bestens restaurierte Fischerhäuser,<br />

Blumen und Bäume und nicht zu vergessen Menschen<br />

und Tiere. Die Workshop-Teilnehmer wandern,<br />

überlegen, probieren und fotografieren unter der Leitung<br />

von Robert Geipel und seinem Team, um die gestellten<br />

Motivaufgaben in aussagestarke Bilder umzusetzen.<br />

Dass auch das Wetter mit schöns tem<br />

Sonnenschein und attraktiver Wolkenformation mitspielt,<br />

sorgt für satte Farben und kontrastreiche Formen.<br />

Nach der ausgiebigen Foto-Session geht die Suche<br />

nach dem „guten Bild“ am Laptop weiter. Die Teilnehmer<br />

leeren ihre Speicherkarten und schauen sich<br />

ihre Ergebnisse kritisch an. Unter fachkundiger Anleitung<br />

schälen sich immer klarer die allerbesten Bilder<br />

heraus. Dazu helfen Fragen wie:<br />

• Hat das Bild eine sichtbare Idee, ein klares Thema?<br />

• Wie interessant ist die Bildgestaltung?<br />

• Wie wird die Aufmerksamkeit des Betrachters<br />

gefesselt?<br />

• Stimmt die technische Umsetzung?<br />

• Warum empfinde ich dieses Foto als ein „gutes<br />

Bild“?<br />

Im Anschluss an diesen Selektionsprozess präsentierte<br />

jeder der Teilnehmerinnen und Teilnehmer seine<br />

eigenen „Best of“-Fotos. Fotoprofi Geipel kommentierte<br />

und analysierte jedes einzelne Bild und gab<br />

zahlreiche konstruktive Anmerkungen. Robert Geipel:<br />

Fotos:<br />

Sylke Warning<br />

und Hergen<br />

Griesbach<br />

„Die starken Ergebnisse, die in nur wenigen Stunden<br />

entstanden sind, sind das Ergebnis davon, wenn man<br />

mit System und Thema fotografiert und dennoch für<br />

Zufälle und Unberechenbares offen bleibt. Gute Bilder<br />

entstehen letztlich auch im Zusammenspiel aus<br />

der Leistung des Fotografen, der das Bild schafft, und<br />

der Erwartung des Betrachters.“<br />

Am Ende des Workshops war allen Foto-Enthusiasten<br />

klar: Dieser CEWE Workshop war eine ausgesprochen<br />

gelungene Veranstaltung, von der jeder Teilnehmer<br />

viele neue Eindrücke, Tipps und Erfahrungen mit<br />

nach Hause nimmt. Und den Wunsch, in absehbarer<br />

Zeit weiter gemeinsam auf die Suche zu gehen nach<br />

„guten Bildern“ – beispielsweise als Basiselemente für<br />

eine Geschichte, die man fotografisch erzählt und anschließend<br />

in einem CEWE FOTOBUCH präsentiert.<br />

70


ADVERTORIAL<br />

Aufgabe: Nah ran ans Motiv. Foto: Helmut Loos<br />

71


CEWE | BESTE BILDER<br />

Aufgabe: Aufnahmen in der Nacht. Foto: Leonie Filipe<br />

Aufgabe: Abstrakte Fotografie. Foto: Rosalie Steffen<br />

Aufgabe: Lifestyle. Foto: Willy Borgfeldt<br />

Aufgabe: Das Bild weiterdenken. Foto: Reiner Fageth<br />

Aufgabe: Vordergrund macht Bild gesund. Foto: Ingo Fabian<br />

Aufgabe: Lifestyle. Foto: Melanie Tepe<br />

Aufgabe: Lifestyle. Foto: Michael Feldmann<br />

72


ADVERTORIAL<br />

Aufgabe: Vordergrund macht Bild gesund. Foto: Katja Rucart<br />

CEWE Trends<br />

„Gute Bilder“ bei CEWE<br />

Im Rahmen des CEWE Workshops auf Spiekeroog gab CEWE den Teilnehmern einen<br />

Einblick in die aktuellen Trends des Unternehmens hinsichtlich Fotografie. Welche Motive<br />

beispielsweise sind bei den CEWE Kunden besonders beliebt? An erster Stelle stehen<br />

Gruppenporträts vor Kinderfotos und Einzelporträts, danach folgen Landschaften<br />

und Architekturfotos. Sylke Warning (Projektmanagement Software und Community):<br />

„Bilder von geliebten Menschen stehen im Interesse der Kunden ganz oben, wenn es<br />

darum geht, die Bilder als Fotoprodukte ausdrucken zu lassen und damit anderen eine<br />

Freude zu machen. Landschaften beispielsweise werden insgesamt öfter fotografiert,<br />

jedoch nicht so häufig mit anderen geteilt wie die Fotos von Menschen aus dem privaten<br />

oder beruflichen Umfeld.“<br />

Ein zweiter interessanter Trend ist die Tatsache, dass aktuell bereits über 20 Prozent aller<br />

Bildaufträge an CEWE über ein mobiles Endgerät bestellt werden. Dies ist unter anderem<br />

das Ergebnis der Kooperation von CEWE beispielsweise mit Samsung oder Microsoft,<br />

aber auch der einfachen und sicheren Bedienung der CEWE Fotowelt App.<br />

Weitere Informationen zu dieser App, Downloads und über alle Produkte und Veranstaltungen<br />

von CEWE findet man unter cewe.de. Sylke Warning: „Wir wollen auf allen Plattformen<br />

präsent sein, wo immer Bilder gemacht werden und wo auch immer der Zugang<br />

zu unserer CEWE Bilderwelt möglich ist. Zum guten Bild gehört es letztlich dann auch,<br />

schnell, sicher und in höchster Qualität verfügbar sein zu können.“<br />

Aufgabe: Auch das Dahinter zählt. Foto: Alexander Holst<br />

73


STREETPHOTOGRAPHY | Portfolio<br />

Straßen<br />

Gegenlichtsituationen, Spiegelungen und geringe<br />

Schärfentiefe: Das sind einige der Stilelemente,<br />

die fc-User Reinhard Köhler für seine Streetphotography<br />

einsetzt. Dabei steigert er den Schwierigkeitsgrad,<br />

indem er mehrere Menschen gleichzeitig<br />

abbildet. Welche Tipps es für den Einstieg in die<br />

Straßenfotografie gibt sowie Tricks für Fortgeschrittene<br />

zeigen wir auf den folgenden Seiten.<br />

Leben<br />

Alle Fotos: © Reinhard Köhler, Reinhard Kö [fc-user:9050]<br />

74


I like London #32<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 4/70–200 mm<br />

L USM, 106 mm,<br />

Blende 5,6, 1 /400 s<br />

75


STREETPHOTOGRAPHY | Portfolio<br />

Bella ciao #8<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 4/70–200 mm<br />

L USM, 265 mm, Blende<br />

8, 1 /4000 s<br />

Früh aufstehen und Ausrüstung packen<br />

Um einen Tag, der im Zeichen der Streetfotografie steht,<br />

optimal zu nutzen, empfiehlt es sich, früh aufzustehen.<br />

Denn dann lassen sich die ersten Sonnenstrahlen sowie<br />

das Erwachen einer Stadt mit ihren Bewohnern mit der<br />

Kamera am besten festhalten. Als Ausrüstung eignet<br />

sich neben gutem Schuhwerk und wetterfester Kleidung<br />

eine bevorzugt handliche Kamera. Um nicht unnötig<br />

viele Objektive mitzunehmen, machen sich Fotografen<br />

am besten vor der Tour Gedanken darüber, was<br />

sie fotografieren wollen, um lästige Objektivwechsel zu<br />

vermeiden, bei denen außerdem wertvolle Sekunden<br />

verstreichen können. Für Aufnahmen aus der Ferne eignet<br />

sich ein Teleobjektiv. Wenn man fremde Menschen<br />

aus der Nähe aufnehmen möchte, ist ein Weitwinkelzoom<br />

oder eine kurze Festbrennweite sinnvoll. In jedem<br />

Fall lichtstark sollte das Objektiv sein. Denn auf Blitz<br />

oder Stativ verzichten Fotografen besser, um so unauffällig<br />

wie möglich auf ihrem Straßenstreifzug aufzutreten,<br />

niemanden zu irritieren oder gar zu stören.<br />

Geduldig warten, Motive finden und<br />

klar kommunizieren<br />

Da die Streetphotography von Menschen lebt, eignen<br />

sich am besten belebte Orte zum Fotografieren wie<br />

beispielsweise Einkaufsstraßen, Marktplätze oder touristische<br />

Orte. Oder aber der Fotograf macht sich während<br />

Großveranstaltungen wie Volksfesten mit seiner<br />

Kamera auf, weil sich dort viele Menschen entspannt<br />

in ihrer Freizeit aufhalten. Eine andere Möglichkeit ist<br />

der Besuch eines Straßencafés – bevorzugt am Wochenende.<br />

Dort findet man als Fotograf nicht nur viele<br />

potenzielle Motive, sondern kann sich auch selbst hinsetzen,<br />

um seine Umgebung, Kaffee trinkende Mitmenschen<br />

beziehungsweise vorübergehende Passanten<br />

genau zu beobachten.<br />

Reinhard Köhler konkretisiert seine Herangehensweise:<br />

„Zunächst suche ich einen Ort auf, an dem interessante<br />

Menschen vor einer ebensolchen Kulisse<br />

unterwegs sind. Daraufhin wähle ich einen geeigneten<br />

Standpunkt für einen fotogenen Hintergrund<br />

und mit guten Lichtverhältnissen aus”, beschreibt er.<br />

Wenn sich der Fotograf für einen „Guck“-Posten entschieden<br />

hat, heißt es, geduldig zu warten, bis etwas<br />

passiert.<br />

Ist der richtige Moment gekommen, ist es wichtig, mit<br />

dem Porträtierten in Kontakt zu treten – vor oder nach<br />

der eigentlichen Aufnahme, sei es mit Blicken oder in-<br />

76


dem man ihn anspricht. Es ist einerseits eine Frage des<br />

Respekts und andererseits – möchte der Fotograf die<br />

Bilder publizieren – eine rechtliche Frage: Jeder Mensch<br />

hat Persönlichkeitsrechte sowie ein Recht am eigenen<br />

Bild. Daher muss man als Fotograf auch ein „Nein“ respektieren,<br />

wenn er um Erlaubnis fragt, eine Aufnahme<br />

veröffentlichen zu dürfen.<br />

Formen der Bildgestaltung I:<br />

Hintergrund und Perspektive beachten<br />

In der Straßenfotografie gestaltet es sich oft als Herausforderung,<br />

einen ruhigen, harmonischen Hintergrund<br />

zu finden, vor dem sich die Personen des Vordergrundes<br />

wirklich abheben können, weiß Reinhard<br />

Köhler aus Erfahrung zu berichten. „Ich verwende<br />

gerne flächige Hintergründe, die dem Bild eine neutrale,<br />

ruhige Grundstimmung verleihen. Bevorzugt<br />

kommen geometrische Muster der Architektur zum<br />

Einsatz, wie etwa Ornamente, Fensterfronten von<br />

Hochhäusern oder Bodenfliesen.” Oft sind allerdings<br />

störende Elemente wie Schilder, Plakate oder Mülltonnen<br />

vorhanden, die ins Bild hineinragen. Da hilft<br />

es bereits, die Perspektive leicht zu ändern beziehungsweise<br />

den Bildausschnitt zu verkleinern. Apropos<br />

Perspektive: Um wirklich spannende Fotos zu<br />

bekommen, empfehlen sich zur Abwechslung auch einmal<br />

extreme Blickwinkel. Diese werden erreicht, indem<br />

der Fotograf seine Kamera beispielsweise auf den Boden<br />

stellt oder auf einen Berg steigt, wie beim Bild<br />

Israel #8, um aus der Vogelperspektive zu fotografieren.<br />

Formen der Bildgestaltung II:<br />

Tiefe und Bewegungsunschärfe erzeugen<br />

Wer ein intensives Porträt aufnehmen will, bei dem<br />

der Fokus auf eine Person oder mehrere Menschen<br />

im Bildvordergrund gelegt ist, der sollte mit offener<br />

Blende oder langer Brennweite für eine geringe<br />

Schärfentiefe sorgen. Der Vordergrund zeichnet sich<br />

auf diese Weise scharf vor einem verschwommenen<br />

unscharfen Hintergrund ab, so geschehen bei Semana<br />

Santa #38.<br />

Auch Aufnahmen mit Bewegungsunschärfe gehören<br />

zu den Klassikern der Streetfotografie: Vorbeieilende<br />

Menschen lassen sich durch eine längere Belichtungszeit<br />

verwischen. Etwa eine Viertelsekunde eignet sich<br />

gut, um Bewegungsunschärfe abzubilden, aber trotzdem<br />

noch Personen zu erkennen. Für solche Fälle<br />

empfiehlt es sich, seine Kamera zu stabilisieren, beispielsweise<br />

auf einer kleinen Mauer oder Ähnlichem.<br />

Israel #4<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 4/70–200 mm<br />

L USM, 183 mm, Blende<br />

5, 1 /2000 s<br />

77


STREETPHOTOGRAPHY | Portfolio<br />

NYC #7<br />

Canon EOS 5D Mark II,<br />

Canon EF 4/70–200 mm<br />

L USM, 200 mm, Blen -<br />

de 4,5, 1 /80 s<br />

Darüber hinaus bietet es sich an, mit dem Zwei-Sekunden-Selbstauslöser<br />

zu arbeiten, um Verwacklungen<br />

zu reduzieren.<br />

Einbezug verschiedener Lichtsituationen<br />

und Wetterbedingungen<br />

In der Regel sucht Reinhard Köhler möglichst einheitliche<br />

Lichtverhältnisse ohne allzu starke Hell-/Dunkel-Kontraste,<br />

die vom eigentlichen Bildinhalt ablenken<br />

könnten. „Denn das erleichtert die kontrastierte<br />

Hervorhebung der Personen im Vordergrund”, erklärt<br />

er. Doch auch Porträts bei Gegenlicht haben ihren<br />

Reiz: Seiner Arbeit NYC #1 etwa verleiht das Licht eine<br />

besondere Dynamik. Für solche Aufnahmen bietet es<br />

sich an, eine Spotmessung einzusetzen. Je heller der<br />

Punkt ist, auf den gemessen wird, umso knapper wird<br />

das gesamte Motiv belichtet.<br />

Ob Nebel oder Regen: Von solch unangenehmen<br />

Witterungsbedingungen profitiert der Street-Fotograf.<br />

Denn seine Bilder erhalten auf diese Weise ein hohes<br />

Maß an Plastizität. Die Fotografie I like London #32<br />

etwa entstand spät nachmittags auf einer Themsebrücke,<br />

erinnert sich Köhler und ergänzt: „Der plötzlich<br />

einsetzende Regen brachte Dynamik und Emotion<br />

in das Bild.” Die Wahl eines engeren Bildausschnitts<br />

hat diese Wirkung noch verstärkt. Im Foto Miroir<br />

d’eau, Bordeaux #7 wiederum treffen Wasser und Nebel<br />

sogar stimmungsvoll zusammen: „Diese Wasserfontänen<br />

sind ein beliebter Treffpunkt. Ablaufendes<br />

Wasser und aufsteigender Nebel erzeugen für Minuten<br />

eine irreal anmutende Welt, von der sich insbesondere<br />

Kinder faszinieren lassen. Die Spiegelungen<br />

in dem dünnen Wasserfilm boten eine wunderbare<br />

Gelegenheit, die Akteure auf dieser Bühne ins rechte<br />

Licht zu setzen.” Nach Spiegelungen in Pfützen Ausschau<br />

zu halten – zum Beispiel nach einem Regenschauer<br />

–, lohnt sich also.<br />

Einsatz der Bildbearbeitung<br />

Die Streetfotos, die Reinhard Köhler aufnimmt, wandelt<br />

er in Schwarzweiß um. Neben der SW-Konvertierung<br />

gehören die Optimierung des selektiven Kontrasts und<br />

Helligkeits- sowie Bildgrößenanpassung zu seinem<br />

Standdardprogramm in der nachträglichen Bildbearbeitung.<br />

Hierzu erläutert der Fotograf abschließend: „Mit<br />

Schwarzweiß kann ich abstrahieren und die Welt auf<br />

das für mich Wesentliche reduzieren. Farbe lenkt in diesem<br />

Zusammenhang zu sehr ab.”<br />

Claudia Könsgen<br />

78


Miroir d’eau, Bordeaux #7. Canon EOS 5D Mark II, Canon EF 4/70–200 mm<br />

L USM, 116 mm, Blende 6,3, 1 /2000 s<br />

Italien #6. Canon EOS 5D Mark II, Canon EF 4/70–200 mm L USM,<br />

200 mm, Blende 5,6, 1 /640 s<br />

Paris #14. Canon EOS 5D Mark II, Canon EF 4/17–40 mm L USM,<br />

17 mm, Blende 6,3, 1 /15 s<br />

NYC #1. Canon EOS 5D Mark II, Canon EF 4/17–40 mm L USM,<br />

40 mm, Blende 11, 1 /125 s<br />

79


STREETPHOTOGRAPHY | Portfolio<br />

‘‘<br />

Den Strom der<br />

Zeit anhalten<br />

‘‘<br />

Seine Leidenschaft gilt der „Streetphotography”. Reinhard Köhler geht es darum,<br />

in alltäglichen Situationen das Wunder, die Schönheit und manchmal auch die<br />

düsteren Seiten des Menschseins zu finden. Die meisten Bilder schießt der Fotograf<br />

spontan, dadurch wirken sie authentischer.<br />

Reinhard Köhler,<br />

Reinhard Kö<br />

[fc-user:9050]<br />

Ausrüstung<br />

■ Kamera<br />

Canon EOS 5D Mark II<br />

■ Objektiv<br />

Canon EF 4/17–40 mm<br />

L USM<br />

Canon EF 1,4/50 mm<br />

USM<br />

Canon EF 4/70–<br />

200 mm L USM<br />

Israel #8. Canon EOS 5D Mark II, Canon EF 4/70–200 mm L USM, 97 mm, Blende 6,3, 1 /640 s<br />

Die Straßenfotografie stellt für den leidenschaftlichen<br />

Hobbyfotografen eine tolle Art dar, Städte kennenzulernen,<br />

die er sonst vielleicht nicht aufsuchen würde.<br />

„Ich schlendere gern umher, die Kamera in der Hand<br />

und immer auf der Suche nach einem Motiv”, erläutert<br />

Köhler. In dieser Zeit kann er die Gedanken an<br />

alles andere zur Seite schieben und sich auf seine<br />

Umgebung und die Fotografie einlassen, schwärmt<br />

er. „Ich sauge dabei alles in mich auf”, so der Fotograf<br />

weiter. Zu gestalten, zu formen, in ein Bild zu pressen<br />

– auch das, was er empfindet: Das alles bereitet Reinhard<br />

Köhler großes Vergnügen. Besonders faszinieren<br />

ihn kleine, einzigartige und vor allem authentische<br />

Momente im Alltäglichen, „die den Strom der Zeit<br />

zum Anhalten bringen und eine ganze Geschichte<br />

erzählen können”. Seine Reisen führten den Hobbyfotografen<br />

bereits in die USA sowie durch viele europäische<br />

Länder, darunter England, Portugal und<br />

Frankreich.<br />

80


KRITIK<br />

■ Semana Santa #38. Die Diagonale der hintereinander<br />

aufgereihten Menschen sowie eine waagerechte Linie erzeugt<br />

allein durch die zwei Personen, die sich anschauen,<br />

bestimmen dieses Foto. Der Bildausschnitt ist knapp, sitzt<br />

aber perfekt – ebenso wie die selektive Schärfe auf den<br />

Augen der beiden Protagonisten. Das Bild ist auch ein Beispiel<br />

dafür, dass Teleobjektive nicht nur „nah ran holen“,<br />

sondern durch ihre geringe Schärfentiefe besondere Gestaltungsmöglichkeiten<br />

bieten.<br />

81


FOTOPRAXIS | PRODUKTANWENDUNG<br />

High-Speed<br />

Tipps zur Canon EOS-1D X. Maximilian Weinzierl hat Canons derzeitiges<br />

Geschwindigkeits-Flaggschiff an einem Motiv getestet, bei dem die äußerst<br />

robuste Profikamera ihre Vorzüge voll ausspielen kann: waghalsige BMX-<br />

Jumps mit Stephan Götz.<br />

Wer sie in die Hand nimmt, fühlt sofort, das<br />

ist ein Profiwerkzeug. Ein Gehäuse zum<br />

Zupacken: Harte rauhe Oberfläche, schwergewichtig,<br />

großer Griff mit anatomisch richtiger<br />

Daumenlage, zusätzlicher Hochformat griff,<br />

dazu zweiter Auslöser und zweiter Multicontroll-Joystick.<br />

Das große zentrale Schnellwahl-<br />

Rändelrad ist im Hoch- und Querformat gleichermaßen<br />

gut erreichbar. Großer 3,2-Zoll-<br />

LC-Mo nitor mit gehärtetem Antireflex glas<br />

und – äußerst praktisch – stabilem Ethernet-<br />

Anschluss zum einfachen und schnellen Datenaustausch.<br />

Die inneren Werte: Vollformat-<br />

CMOS-Sensor mit 18 MP Auflösung, bis zu 14<br />

Bilder pro Sekunde im Highspeed-Modus und<br />

61-Punkt-Autofokus; ISO-Bereich 100 bis<br />

51 200 bzw. H 204 800. Mit Höchstgeschwindigkeit<br />

nimmt das „Schnellfeuergewehr“ etwa<br />

35 RAW-Bilder hintereinander auf, ehe dann<br />

der Spei cher vorgang einsetzt. Prädes tiniert ist<br />

die Kamera für rasante Bewegungsabfolgen,<br />

bei denen genau die richtige Phase im Bild<br />

festgehalten werden soll. Das macht eine<br />

Menge Spaß, produziert aber auch eine Menge<br />

Daten. Man legt sich am besten gleich<br />

möglichst große Speicherkarten zu.<br />

Fotos: Samsung (3 Produktfotos), übrige<br />

Maximilian Weinzierl<br />

Maximilian Weinzierl<br />

Canon (3 Produktfotos), übrige Maximilian Weinzierl<br />

82


Stephan Götz, 22<br />

seit neun Jahren BMX-Fahrer aus<br />

Leidenschaft. Das Rad bestimmt<br />

sein Leben, selbst im Job – er ist<br />

Postbote auf dem Fahrrad – und in<br />

der Freizeit sowieso. Nach eigenen<br />

Aussagen ein Adrenalin-Junkie<br />

mit großem Spaß am Risiko; so verbringt<br />

er jede freie Minute im Dirtpark,<br />

auf „street“ oder auf der Rampe,<br />

um seine Tricks und Stunts<br />

zu perfektionieren. Er beteiligt sich<br />

erfolgreich an Wettbewerben und<br />

hat sich gerade in der Weltmeisterschaft<br />

im BMX Freestyle, dem<br />

BMX-Worlds Street Pro Contest in<br />

Köln, für den 5. Platz qualifiziert.<br />

Infos unter: facebook.com/<br />

Goetzbmx<br />

■ Praxistipps im Überblick<br />

• bis zu 14 Bilder/s schnell<br />

• Fernsteuerung per Ethernet<br />

• 61-AF-Felder und Joy-Stick<br />

• Outdoor-Blitzen per Funk<br />

Sämtliche hier gezeigten Bilder (außer den Produktabbildungen)<br />

sind Originalaufnahmen mit der Canon EOS-1D X und<br />

den professionellen Objektiven EF 2,8/14 mm L II USM,<br />

EF 2,8/16–35 mm L II USM und EF 2,8/24–70 mm L II USM.<br />

83


FOTOPRAXIS | PRODUKTANWENDUNG<br />

1 2<br />

3 4<br />

5 6<br />

Funktionen<br />

auf einen<br />

Blick<br />

■ Bedienelemente Rückseite<br />

26<br />

25<br />

24<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10<br />

11<br />

12<br />

13<br />

14<br />

15<br />

16<br />

1. Menütaste zum Aufruf der einzelnen Einstellmöglichkeiten<br />

in Zusammenarbeit mit Schnellwahlrad<br />

und Hauptwahlrad 2. Infotaste; bei Aufnahme:<br />

Aufnahmefunktionen wie Belichtung etc. und Wasserwaage;<br />

bei Wiedergabe: wechselnde Anzeige<br />

der Aufnahmeparameter 3. Live-View 4. AF-<br />

ON-Taste zum Starten der Autofokuseinstellung<br />

5. AF-Lock 6. AF-Messfeldwahl 7. Multi-Controller:<br />

Joy-Stick 8. Q-Taste zur Schnelleinstellung der<br />

wichtigsten Aufnahmeparameter 9. Schnellwahlrad<br />

10. Set-Taste zum Bestätigen der Einstellungen<br />

11. Touch-Pad beim Filmen 12. wie 7. für Hochformat<br />

13. Hauptschalter 14. 15. 16. wie 4., 5., 6.<br />

für Hochformat 17. Lautsprecher 18. Entriegelung<br />

der Kartenslot-Abdeckung 19. Mikrofon 20. Bildschutz<br />

und Memo-Sprachaufnahme 21. Lösch-<br />

Taste 22. Taste für Index/Vergrößerung/Verkleinerung<br />

23. Taste zum Auswählen von Karten-/<br />

Bildgröße 24. Hinteres LCD-Panel 25. Bild-Wiedergabetaste<br />

26. LED-Anzeige LAN-Netzwerk<br />

23 22 21 20 19 18 17<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

■ Bedienelemente Oberseite<br />

14<br />

13<br />

12<br />

11 10 9 8 7<br />

5<br />

6<br />

1. Taste für Displaybeleuchtung 2. Taste für<br />

Weißabgleich zusammen mit Schnellwahlrad<br />

3. Taste für AF-Bereich-Auswahlmodus, Multifunktion<br />

und Multi-Spotmessung, Start einer Movie-Aufnahme<br />

4. Auslöse taste 5. Hauptwahlrad 6. Belichtungskorrektur:<br />

-3 bis +3 Stufen zusammen mit<br />

dem Hauptwahlrad oder Schnellwahlrad 7. ISO-<br />

Empfindlichkeitseinstellung zusammen mit dem<br />

Hauptwahlrad oder Schnellwahlrad 8. Obere LCD-<br />

Anzeige 9. Unter der abziehbaren Gummi-Augenmuschel:<br />

Hebel für Okularverschluss 10. Blitz- und<br />

Zubehörschuh, Blitzkontakte zur Steuerung von<br />

Aufsatzblitzgeräten 11. Unter der abziehbaren<br />

Gummi-Augenmuschel: Knopf zur Dioptrieneinstellung<br />

-3,0 bis + 1,0 12. Auswahltaste für Messmethode<br />

(Hauptwahlrad) und Blitzkorrektur (Schnellwahlrad)<br />

13. AF-Drive-Taste für AF-Modus<br />

(Hauptwahlrad) und Betriebsart (Schnellwahlrad)<br />

14. Aufnahmemodus: M, A, T, P, Bulb 13. und<br />

14. gleichzeitig gedrückt: Einstellung der Belichtungsreihen<br />

84


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FOTOPRAXIS | PRODUKTANWENDUNG<br />

14 Bilder/s + AF-Konfiguration<br />

1.<br />

Bild-Bearbeitung in der Kamera:<br />

Perfekt in der<br />

Luft stehend<br />

Hier die Originalansicht des Bilds; mit<br />

„Smart Filter“ im Kameramenü 2 lassen<br />

sich verschiedene Filtereffekte auf das<br />

Bild anwenden (unten).<br />

Aufgenommen mit<br />

dem Canon EF 2,8/<br />

16–35 L II USM<br />

2.<br />

Zum richtigen Augenblick<br />

Die Canon EOS 1-D X ist mit bis zu 14 Bildern im High-Speed-<br />

Modus (voll geladener Akku vorausgesetzt) momentan die<br />

schnellste Vollformat-Spiegelreflexkamera auf dem Markt. Je<br />

mehr Fotos die Kamera von einem schnell ablaufenden Ereignis<br />

anfertigen kann, desto eher besteht die Möglichkeit, dass<br />

genau der richtige Zeitpunkt – dieser magische Augenblick,<br />

der die gesamte Szenerie optimal repräsentiert – in einem der<br />

Bilder eingefangen werden kann. Der Fotograf braucht dann<br />

nur im Nachhinein aus dem Bilderpool den perfekten „Schuss“<br />

(Abb. 1) auszuwählen. Mit dem Bildmaterial lassen sich dann<br />

in Photoshop mittels Ebenentechnik mehrere typische Bewegungs<br />

phasen in einem einzigen Bild kombinieren (Abb. 2),<br />

wobei aus der Vielzahl von aufeinanderfolgenden Bildern (Bewegungsphasen)<br />

die Versionen ausgesucht werden können,<br />

die sich am wenigsten überschneiden.<br />

3.<br />

Der Schärfe-Fall<br />

Neu: Alle AF-Funktionen befinden sich – schnell griffbereit<br />

und übersichtlich – in einem separaten AF-Einstellungsmenü<br />

(AF1 bis AF5). Der Reiter AF1 beinhaltet das „AF Configuration<br />

Tool“ mit dem unterschiedliche, auf die Bewegung eines Motivs<br />

abgestimmte Autofokusfälle (6 Cases) vorgewählt werden<br />

können. Hier: Case 3 fokussiert das Motiv sofort, wenn es<br />

mit einem der AF-Felder zur Deckung kommt. Ideal, wenn<br />

das Motiv plötzlich im Bild erscheint und sich auf die Kamera<br />

zubewegt. Wird die Info-Taste gedrückt, während eine der<br />

Case-Einstellungen im Menü angezeigt wird, erscheint eine<br />

kurze Beschreibung dazu.<br />

86


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FOTOPRAXIS | PRODUKTANWENDUNG<br />

1.<br />

Fernsteuerung<br />

2.<br />

3.<br />

Stabile Datenverbindung und manuelle Schärfe<br />

Die Kamera hat eine RJ-45-Schnittstelle eingebaut (Abb. 3), zum Anschluss<br />

eines Ethernet-Kabels. Sehr angenehm: Dadurch, dass der Stecker fest einrastet,<br />

gibt es keine gelegentlichen Kontaktprobleme durch nicht festsitzende Kabel, wie<br />

das bei einer USB-Kameraverbindung manchmal der Fall ist. Mit dem EOS-Utility<br />

wird die Kamera kabelgebunden – hier mit einem Mac Book Pro (Abb. 1) – gesteuert<br />

bzw. kontrolliert. Sämtliche Einstellungen der Kamera und des Live-View stehen<br />

dabei ohne Einschränkung zur Verfügung. Bei Bild 2 auf dieser Seite kam das<br />

Ultraweitwinkel-Objektiv Canon EF 2,8/14 mm L II USM zum Einsatz. Mit dem extremen<br />

Bildwinkel von 114 Grad ist es ideal geeignet für Aufnahmen, die den Fahrer<br />

mit BMX-Rad aus kurzer Distanz abbilden (Abb. 2 ist das Ergebnis aus dem Aufbau<br />

von Abb. 1). Die Schärfe ist hier manuell auf ca. 1 m eingestellt, da bereits aus der<br />

Abblendung des Objektivs auf 5,6 eine Schärfentiefe resultiert, mit der der Fahrer in<br />

jedem Fall erfasst wird. Unschärfen kommen hierbei eher durch eine zu lange Belichtungszeit<br />

zustande (Bild 2: 1 /4000 s, ISO 1250).<br />

88


61 AF-Felder & Joy-Stick<br />

■ Tipps<br />

Blitzgeräte funkgesteuert<br />

Stephan Götz<br />

In der BMX-Szene bekannt<br />

als „ganz schön<br />

harter Hund“. Die<br />

zahlreichen Narben<br />

zeugen davon. Porträt<br />

mit dem Canon EF<br />

2,8/24–70 L II USM.<br />

Bei dieser Aufnahmeserie wurden zwei<br />

Canon-Speedlite-600EX-RT-Blitzgeräte für<br />

zusätzliche Lichteffekte über den Speedlite<br />

Transmitter ST-E3-RT kabellos E-TTL II gesteuert.<br />

Outdoor ist die Funksteuerung einer<br />

IR-Steuerung deutlich überlegen, vor allem<br />

bei direkter Sonneneinstrahlung.<br />

Die zwei Speedlite 600EX-RT waren auf<br />

Stativen im Set positioniert, sie ließen sich in<br />

einem Abstand von über 15 m zuverlässig<br />

ansteuern, auch ohne direkten Sichtkontakt.<br />

Mehr AF-Felder und Multi-Contoller<br />

In der Canon EOS-1D X beträgt die Anzahl der AF-Felder 61, 41 davon sind Kreuzsensoren,<br />

5 sind Doppelkreuzsensoren. Ein dichtes Netz aus AF-Punkten hat nicht nur eine exaktere<br />

Präzision bei der Schärfeeinstellung zur Folge, sondern bringt auch eine Steigerung der AF-<br />

Verfolger-Geschwindigkeit. Und mit dem Multi-Controller, der praktischerweise als kleiner,<br />

mit dem Daumen sehr gut bedienbarer Joy-Stick ausgelegt ist, kann das AF-Feld sehr intuitiv<br />

und schnell auf das bildwichtige Detail verschoben werden. Mit einem kurzen Druck auf den<br />

Joystick springt das AF-Feld in die Suchermitte zurück, mit einem nochmaligen Druck sofort<br />

wieder in die zuletzt eingestellte AF-Position.<br />

Alles in allem: eine gute Figur<br />

Das Canon-Flaggschiff macht nicht nur bei High-Speed-Aufnahmen eine gute Figur. Auch bei<br />

wohlgestalteten Einzelshots wie bei diesem Outdoor-Porträt zeigt der 18,1- MP-Vollformat-<br />

CMOS-Sensor, was in ihm steckt: detailgenaue, außergewöhnlich rauscharme und hochauflösende<br />

Bilder selbst bei problematischen Lichtverhältnissen. Bestens geeignet für extragroße<br />

Ausdrucke wie fürs Star-Poster in Lebensgröße. Beim obigen Foto kam Canons Profi-Standardzoom<br />

EF 2,8/24–70 mm L II USM zum Einsatz, ein Hochleistungsobjektiv, das zusammen<br />

mit der EOS-1D X zeigt, was an Bildschärfe möglich ist, und eine hervorragende Abbildungsqualität<br />

liefert (hier bei: Bl. 8, 1 /50 s, ISO 100).<br />

Film vom Making-of<br />

Florian Christian Käser, mein Assistent<br />

bei diesem Projekt, hat eindrucksvolle<br />

Filmszenen von der actionreichen Fotoproduktion<br />

gedreht, siehe: http://youtu.be/<br />

IlQKiQIbDW8.<br />

89


Fotopraxis | LICHTSTARKE OBJEKTIVE<br />

Nikon D800, Tamron SP 24–70mm F/2.8 Di VC USD,<br />

70 mm, 1 /3200 s, f/2,8, ISO 160<br />

Foto: © Stefan Eisend<br />

90


ADVERTORIAL<br />

Extrem<br />

Einsatz<br />

Fotograf Stefan Eisend testete das Tamron SP 24–70 mm F/2.8 Di VC USD<br />

am Ilulissat-Eisfjord in Grönland auf Herz und Nieren.<br />

91


Weniger Equipment, bessere Bilder. Das ganze Jahr<br />

über ist Stefan Eisend auf Achse, um für Kunden actiongeladene<br />

Werbeaufnahmen und <strong>Magazin</strong>strecken<br />

zu fotografieren. Doch während andere Fotografen zu<br />

solchen Aufträgen mit mehreren Alukoffern voller Kameras,<br />

Objektive und Lichtanlage anrücken, passt<br />

Eisends Ausrüstung in einen einzigen Rucksack. Als er<br />

vor Kurzem zu einer Fotoreise nach Grönland aufbrach,<br />

packte er außer der Nikon D800 und mehreren Festbrennweiten<br />

auch ein lichtstarkes Profi-Zoom ein: das<br />

Tamron SP 24–70 mm F/2.8 Di VC USD.<br />

Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, das ist eines<br />

der Erfolgsgeheimnisse des Münchner Fotografen. Stefan<br />

Eisend begann seine Karriere Mitte der 90er Jahre,<br />

noch zu Zeiten der analogen Fotografie. Heute zählt er<br />

zu den erfolgreichsten Sport- und Outdoor-Fotografen<br />

Deutschlands. Wie hat er das geschafft?<br />

Tamron SP 24–70 mm F/2.8 Di VC USD<br />

„Ich bin über Umwege zur Fotografie gekommen“, erzählt<br />

Stefan Eisend. „Eigentlich hatte ich eine kaufmännische<br />

Ausbildung absolviert und arbeitete als<br />

Manager in der Niederlassung eines US-amerikanischen<br />

Verlags. In meiner Freizeit habe ich allerdings<br />

Nikon D800, Tamron SP 24–70 mm F/2.8 Di VC USD, 40mm, 1/640s, f/5, ISO 320. Foto: © Stefan Eisend<br />

92


ADVERTORIAL<br />

schon immer leidenschaftlich fotografiert und einschlägige<br />

Kurse besucht. Wenn ich mit den Freunden<br />

Mountainbiken oder Skifahren war, hatte ich immer<br />

eine Kamera dabei. Die Bilder entwickelte ich dann zu<br />

Hause im eigenen Labor. Irgendwann merkte ich, dass<br />

ich mit der Fotografie viel mehr Leidenschaft verband<br />

als mit meinem Bürojob beim Verlag.“<br />

Fotograf aus Leidenschaft<br />

Die Entscheidung, den Beruf zu wechseln, fiel Stefan<br />

Eisend nicht schwer. Durch seine früheren Arbeiten<br />

hatte er bereits erste Kontakte zu Sportartikel-Herstellern<br />

gewonnen. Zudem profitierte er von den Fähigkeiten,<br />

die er in seinem früheren Job gelernt hatte. „Als<br />

Verlagsmanager hatte ich Routine darin, anderen immer<br />

wieder neue Ideen zu verkaufen“, sagt er. „Die Fähigkeit,<br />

gut zu präsentieren und andere für meine Projekte<br />

zu begeistern, half mir beim Einstieg in die Fotografie.<br />

Du kannst ja noch so tolle Bilder machen, aber wenn du<br />

nicht weißt, wie du die verkaufen kannst, bist du als<br />

professioneller Fotograf aufgeschmissen.“ So gelingt es<br />

Stefan Eisend immer wieder, seine Auftraggeber zu aufsehenerregenden<br />

Kampagnen zu motivieren – ob im<br />

Urwald von Borneo oder im Eis von Grönland.<br />

„In Grönland wird es im Sommer niemals dunkel. Für<br />

Fotografen bedeutet das ideale Bedingungen. Da die<br />

Sonne in der Nähe der Polkappen immer relativ niedrig<br />

steht, ist das Licht praktisch rund um die Uhr absolut<br />

traumhaft.“ Einziger Nachteil: Grönland ist für Fotoproduktionen<br />

extrem teuer. Stefan Eisend kann hier<br />

einen persönlichen Vorteil ausspielen. Seine Frau hat<br />

grönländische Wurzeln, und so leistet die Familie ansonsten<br />

unbezahlbare logistische Unterstützung.<br />

Grandioses Naturschauspiel<br />

Die Basis des Fotografen ist Ilulissat an der Westküste,<br />

die drittgrößte Stadt der Insel. Es gibt rund 5000 Einwohner<br />

und mindestens genauso viele Schlittenhunde.<br />

Die größte Attraktion ist der berühmte Ilulissat-Eisfjord,<br />

der seit 2004 zum Unesco-Weltnaturerbe zählt.<br />

„Das ist eine absolut atemberaubende Kulisse. Der<br />

Fjord ist vollständig mit Eisbergen gefüllt, die vom<br />

Gletscher Sermeq Kujalleq stammen. Jeden Tag schieben<br />

sich da gewaltige Mengen Eis vorbei.“<br />

Als Stefan Eisend im August wieder nach Grönland<br />

fährt, nutzt er die Gelegenheit, um privat einige Aufnahmen<br />

der grandiosen Landschaft zu machen. Wel-<br />

Die beiden Mädchen in der<br />

farbenfrohen Inuit-Nationaltracht<br />

kamen gerade vom<br />

Nachbarort und waren auf<br />

eine Familienfeier eingeladen.<br />

Stefan Eisend fotografierte<br />

sie bei fahlem Licht.<br />

„Durch diese Eintönigkeit<br />

konnte ich einen besonders<br />

guten Akzent auf die farbenfrohe<br />

Tracht setzen.“<br />

Foto: © Stefan Eisend<br />

93


Nikon D800, Tamron SP 24–70 mm F/2.8 Di VC USD, 24 mm, 1 /1600 s, f/2,8, ISO 125. Foto: © Stefan Eisend<br />

TIPPS<br />

che besonderen Herausforderungen stellen sich einem<br />

Fotografen in Grönland?<br />

„Es ist dort auch im Sommer mit gut zehn Grad Celsius<br />

natürlich relativ kühl. Durch das weiße Eis sind die<br />

Kontraste sehr hoch, obwohl das Licht an sich eigentlich<br />

optimal ist. Wenn ich mit der Belichtungsautomatik<br />

fotografieren würde, wären die meisten Bilder<br />

vermutlich unterbelichtet. Ich stelle Blende und Verschlusszeit<br />

daher – übrigens nicht nur in Grönland –<br />

immer von Hand ein. So habe ich die volle Kontrolle<br />

über alle Belichtungsparameter. Ich versuche, stets auf<br />

die Lichter zu belichten, um ein Ausfressen der Details<br />

zu verhindern. In Grönland wollte ich die feine Zeichnung<br />

in den hellen Eispartien unbedingt erhalten.“<br />

■ Fünf Profi-Tipps von Stefan Eisend<br />

1. Weniger ist mehr. Belaste dich nicht mit zu viel Equipment.<br />

Wähle zwei bis drei Objektive und arbeite damit.<br />

2. Lerne dein Equipment kennen. Finde heraus, bei welcher Blende,<br />

dein Objektiv die beste Abbildungsqualität erreicht.<br />

3. Nutze feste Brennweiten-Werte. Sammle Erfahrungswerte, orientiere<br />

dich auch bei Zoomobjektiven bewusst an den Brennweiten-<br />

Markierungen.<br />

4. Belichte immer manuell. Nur so hast du einen echten Lerneffekt und<br />

wirst das Licht mit der Zeit immer besser verstehen.<br />

Bewährungstest bei Blende 2,8<br />

Fast alle Aufnahmen in Grönland sind mit voll geöffneter<br />

2,8er-Blende entstanden. Warum? „Zum einen<br />

fotografiere ich gern mit geringer Schärfentiefe. Ich<br />

liebe die Tiefenwirkung, die durch die Unschärfe im<br />

Vordergrund und Hintergrund entsteht“, sagt Stefan<br />

Eisend. „Durch die annähernd kreisrunde Blendenöffnung<br />

ergibt sich ein sehr weiches Bokeh. Zum anderen<br />

wollte ich das Tamron-Zoom wirklich auf Herz<br />

und Nieren überprüfen. Und das Fotografieren bei Offenblende<br />

gilt ja gemeinhin als Bewährungstest für die<br />

optische Qualität eines Objektivs. Selbst hochwertige<br />

Profi-Linsen offenbaren hierbei häufig ihre Schwächen.<br />

Umso überraschter war ich, dass das 24–70 mm<br />

selbst bei Blende 2,8 an einer extrem hochauflösenden<br />

Vollformatkamera wie der Nikon D800 eine hervorragende<br />

Bildschärfe aufweist – im Weitwinkel wie im<br />

Tele. Bei der Aufnahme des Mooses etwa bleiben die<br />

feinen Details fast vollständig erhalten. Die Abbildungsqualität<br />

des Tamron SP 24–70 mm F/2.8 Di VC<br />

USD bewegt sich auf Profi-Niveau.“<br />

Kennzeichen für die hohe optische Spitzenleistung<br />

des Objektivs sind unter anderem die beiden Buchstaben<br />

„SP“, die bei Tamron für „Super-Performance“<br />

stehen. Insgesamt 17 Glaselemente in zwölf Gruppen<br />

haben die Ingenieure hier verbaut. Mitentscheidend<br />

für die hohe Abbildungsqualität sind unter anderem<br />

die drei LD-Gläser (Low Dispersion) und zwei XR-<br />

Linsen (Extra Refractive Index). Die geringe Dispersion<br />

beugt typischen Abbildungsfehlern wie chromatischen<br />

94


ADVERTORIAL<br />

Im Profil: Tamron SP 24–70 mm F/2.8 Di VC USD<br />

Brennweite [mm]<br />

Lichtstärke<br />

24–70 mm<br />

F/2.8<br />

Gruppen-Elemente 12 – 17<br />

Bildwinkel 84° – 34°<br />

Bauweise<br />

Drehzoom<br />

Anzahl Blendenlamellen 9<br />

Kleinste Blende F/22<br />

Kürzeste Einstellentfernung [m] 0,38<br />

Max. Abbildungsmaßstab 1:5<br />

Filtergröße [mm] 82<br />

Größter Durchmesser x Baulänge [mm]<br />

88,2 mm x 116,9 mm<br />

Gewicht [g] 825<br />

Aberrationen (Farbsäumen) vor, während die extradünnen<br />

XR-Linsen zu einer kompakteren Bauweise<br />

beitragen, ohne dass die Lichtstärke oder die optische<br />

Leistung des Objektivs beeinträchtigt werden.<br />

Positiv überrascht war Stefan Eisend von der hochwertigen<br />

Verarbeitung des Objektivs. „Der Zoomring läuft<br />

sehr geschmeidig, hier ruckelt oder wackelt nichts. Der<br />

Autofokus arbeitet dank Ultraschallmotor (Ultrasonic<br />

Silent Drive) schnell und leise. Das Gehäuse ist gegen<br />

Spritzwasser geschützt und macht insgesamt einen<br />

sehr robusten Eindruck.“ Ein Ersatz für die kompakten<br />

und hochwertigen Festbrennweiten ist das Zoom für<br />

Eisend zwar nicht. Aber für Dokumentation und Reportage<br />

wird der abenteuerlustige Fotograf es auf<br />

seinen nächsten Reisen wieder einsetzen.<br />

„Ich fotografierte in Grönland<br />

hauptsächlich mit einer Nikon<br />

D800 mit hoher 36 MP Auflösung.<br />

Viele meiner Auftragsarbeiten<br />

entstehen mit den<br />

Festbrennweiten 28 mm oder<br />

300 mm. Um flexibler zu sein,<br />

hatte ich in Grönland das<br />

Tamron SP 24–70 mm F/2.8 Di<br />

VC USD dabei. Mir gefällt, wie<br />

scharf es bei voll geöffneter<br />

Blende ist. Außerdem nutze<br />

ich immer Lexar-Professional-<br />

CF-Karten, die mich noch nie<br />

im Stich gelassen haben.“<br />

Stefan Eisend arbeitet als freier<br />

Fotograf in München. Bevor er<br />

1995 sein Hobby zum Beruf machte,<br />

war er als Verlagsmanager<br />

tätig. Mit ausgefallenen Bildideen<br />

machte er sich schnell einen<br />

Namen in der Trendsport- und<br />

Outdoorszene. Heute ist er regelmäßig<br />

für Kunden, wie Adidas,<br />

Audi, Powerbar, Radon Bikes,<br />

The North Face, im Einsatz.<br />

sportfoto.de<br />

eisend.com<br />

Nikon D800, Tamron SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD, 70mm, 1/4000s, f/3,2, ISO 100. Foto: © Stefan Eisend<br />

95


WETTBEWERB | SCHULE<br />

Lernen<br />

Schule<br />

1. Platz<br />

Wenn einem der Kopf<br />

schwer wird<br />

Prämie: 1000 Euro<br />

Andreas Lueck,<br />

Josteen40 [fc-user:1800410]<br />

Mit dem Thema „Schule und Lernen“ startete im August der ColorFoto-<br />

Creativ-Wettbewerb. Jedes Quartal wird gemeinsam mit ColorFoto auf<br />

<strong>fotocommunity</strong>.de ein neuer Fotowettbewerb ausgeschrieben. Die Siegerfotos<br />

wählte eine Jury aus 100 besten Bildern des Wettbewerbs. Auf<br />

den folgenden Seiten dürfen wir Euch die Top-Fotos präsentieren.<br />

96


2. Platz<br />

Student<br />

Prämie: 300 Euro<br />

Robert G. Müller,<br />

Robert G. Mueller [fc-user:894988]<br />

97


WETTBEWERB | SCHULE<br />

3. Platz<br />

In der Bibliothek<br />

Prämie: 200 Euro<br />

Christian Rüfli<br />

[fc-user:1572601]<br />

4. Platz<br />

Klosterschule in<br />

Myanmar 3<br />

Prämie: 100 Euro<br />

Claude Fritsch<br />

[fc-user:868938]<br />

98


5. Platz<br />

It is an honour to<br />

serve children<br />

Prämie: 100 Euro<br />

Annemarie Weigel,<br />

südpol [fc-user:1634815]<br />

6. Platz<br />

Volle Konzentration<br />

Prämie: 100 Euro<br />

Susanne Abendschein,<br />

WendenBlende [fc-user:1013171]<br />

99


WETTBEWERB | SCHULE<br />

7. Platz<br />

Spaß im Unterricht<br />

Prämie: 100 Euro<br />

Rolf Pessel<br />

[fc-user:588197]<br />

8. Platz<br />

Erster Schultag<br />

Prämie: 100 Euro<br />

Konstantin Articus<br />

[fc-user:1747538]<br />

100


Die Prüfung<br />

Rolf Pessel<br />

[fc-user:588197]<br />

Fühlen lernen<br />

Bartolomeo Castagna,<br />

apertura artistico<br />

[fc-user:1744971]<br />

Brain Building<br />

Klaus Rein,<br />

reinobjektiv<br />

[fc-user:1512189]<br />

101


WETTBEWERB | SCHULE<br />

Das graue Buch<br />

Utku Kandaz<br />

[fc-user:1918307]<br />

Indian School<br />

Stefan Rasch<br />

[fc-user:1494335]<br />

Der Streber<br />

Mr.Marodes<br />

[fc-user:1081387]<br />

102


FLEXIBEL. INNOVATIV.<br />

KLASSISCH. MEINE KAMERA.<br />

DIE LUMIX GX7: PREMIUM DSLM-KAMERA MIT<br />

SCHWENKBAREM SUCHER<br />

Mit der LUMIX GX7 wird Fotografieren zu einem innovativen Erlebnis. Entdecken Sie<br />

neue Blickwinkel dank des um 90° nach oben schwenkbaren Live-View-Suchers.<br />

Erleben Sie die präzise Fokussierung und die erstaunliche Geschwindigkeit, mit der<br />

hochwertigste Aufnahmen gemacht werden – von diesen Vorzügen profitierte auch<br />

Magnum Fotojournalist Thomas Dworzak auf seiner Reise nach Tiflis.<br />

Erfahren Sie mehr über Thomas<br />

Dworzak und die Aufnahmen,<br />

die er mit der LUMIX GX7 gemacht<br />

hat unter panasonic.de/gx7


Fotopraxis | Nikon FX<br />

Vollformat<br />

Offensive<br />

Die Welt der Fotografie hat seit jeher ein Lieblingsformat – und das misst<br />

24 x 36 mm. Dieses sogenannte Vollformat bietet nicht nur viel Platz für<br />

große Bildpunkte, sondern überzeugt auch sonst durch viele Vorteile. Wie<br />

man das Beste aus der 24 x 36 mm großen Sensorfläche herausholt, zeigt<br />

Nikon eindrucksvoll mit seinem FX-System und der brandneuen D610 –<br />

und der Profi Matthias Hangst mit eindrucksvollen Bildern.<br />

Foto: Nikon<br />

104


ADVERTORIAL<br />

105


Irgendwo in Südafrika. Dunkel, fast schwarz schimmert<br />

das Wasser in der Höhle, leise plätschert das<br />

Paddel beim Eintauchen in die Wasseroberfläche. Auf<br />

der anderen Seite ergießt sich strahlendes Licht durch<br />

eine Öffnung auf die gesamte Szene – was für eine<br />

wunderbare Stimmung. Und was für eine extreme<br />

Herausforderung an einen Fotografen und seine Kamera,<br />

durchzeichnete tiefe Schatten und strukturierte,<br />

nicht ausgefressene Lichter darstellen zu müssen. Das<br />

ist die Welt der Nikon-FX-Vollformatfotografie – und<br />

mitten drin der Profifotograf Matthias Hangst.<br />

Nikon D610<br />

Matthias Hangst ist mit seinem Team nicht (nur) aus<br />

Spaß in Südafrika, sondern er hat einen Auftrag: Motive<br />

für die neue Nikon-FX-Kampagne zu shooten.<br />

Und das heißt: Motive suchen, die vor allem die Vorteile<br />

des Nikon-Vollformats so richtig ausspielen. Konstruktionsbedingt<br />

sind die hoch auflösenden FX-Vollformat-Bildsensoren<br />

den kleineren Bildsensoren in<br />

zwei essentiellen Punkten überlegen: beim Dynamikumfang<br />

und bei der Bildgestaltung. Mehr Dynamikumfang<br />

bedeutet feinste Bilddetailzeichnung mit hoher<br />

Brillanz und Klarheit auch in sehr kontrastreichen<br />

Bildern mit vielen Licht- und Schattenpartien sowie<br />

extrem geringes Bildrauschen auch beim Einsatz ho-<br />

Hängen im Schacht – und der FX-Vollformatsensor bewältigt auch diesen Dynamikumfang. Fotograf: Matthias Hangst<br />

106


ADVERTORIAL<br />

her ISO-Empfindlichkeiten. Die Vorteile bei der Bildgestaltung<br />

ergeben sich einerseits durch das größer<br />

ausfallende Sucherbild und damit einer besseren<br />

Kontrolle über das Bildmotiv und andererseits durch<br />

eine äußerst präzise Schärfentiefe-Kontrolle, mit der<br />

ein attraktives Absetzen des Motivs vom Bildhintergrund<br />

noch gezielter möglich ist. Der Effekt: einfach<br />

viel professioneller Fotografieren auf einem deutlich<br />

höheren Qualitätsniveau. Das aktuelle FX-Kameraportfolio<br />

besteht aus der Nikon D610, der Nikon<br />

D800 und ihrem Schwestermodell D800E ohne Tiefpassfilter<br />

sowie der Nikon D4.<br />

Matthias Hangst legt die Nikon D610 in den Kamerakoffer.<br />

Ein langer Fototag neigt sich dem Ende zu,<br />

nicht jedoch der Arbeitstag: Es folgen noch etliche<br />

Stunden am Laptop, um die besten Bilder des Tages<br />

zu selektieren und zu bearbeiten. Und um gegebenenfalls<br />

zu wissen, was man morgen anders oder<br />

besser machen kann. Im Laufe des Tages wurden<br />

komplizierte, im Foto unsichtbare Seilkonstruktionen<br />

angebracht, um das Model in eine abenteuerliche<br />

Szene zu integrieren, es wurden sensationelle Kamerastandorte<br />

gesucht und gefunden, künstliches Licht so<br />

installiert, dass es wie natürliches Licht aussieht, das<br />

Model immer wieder bei Kleidung und Make-up der<br />

Szene angepasst und vieles mehr. Um ein solches Bild<br />

wie das Leadfoto der Nikon-Kampagne zu schießen,<br />

braucht es vor allem eine perfekte Organisation. Und<br />

einen Fotografen, der nicht nur weiß, was er tut, sondern<br />

der auch blitzschnell in richtiger Weise reagieren<br />

kann. Es braucht einen Profi wie Matthias Hangst.<br />

Matthias Hangst arbeitet eigentlich als freier Sportfotograf<br />

und leitet ein Büro im Süden von Deutschland.<br />

Neben führenden Tageszeitungen und <strong>Magazin</strong>en<br />

zählen auch namhafte Unternehmen zu seinen<br />

Kunden. Wie Nikon. Nach Abitur und Zivildienst absolvierte<br />

er ein Volontariat bei der Sportfoto-Agentur<br />

Pressefoto Baumann in Ludwigsburg. So hatte er die<br />

Möglichkeit, seinen Traumberuf von Grund auf zu erlernen.<br />

Die Agentur bot ihm schon früh die Chance,<br />

das lokale Sportereignis ebenso wie die bedeutendsten<br />

Sport-Events dieser Welt mit der Kamera zu<br />

dokumentieren. Nach rund fünf Jahren als fest angestellter<br />

Fotojournalist, in denen er Olympische Spiele,<br />

Fußball-Welt- und Europameisterschaften sowie alle<br />

Großveranstaltungen der Leichtathletik-Szene besuchte,<br />

entschied sich der damals 25-Jährige, seine<br />

Fotografenlaufbahn als freier Fotojournalist fortzu-<br />

Auch in den Schattenpartien<br />

sind alle Details fein<br />

und sauber differenziert –<br />

dank FX-Vollformat.<br />

Fotograf: Matthias Hangst<br />

107


Nächtlicher Farbenrausch statt Bildrauschen: der außergewöhnlich leistungsstarke Nikon-FX-Sensor.<br />

Fotograf: Oliver Lang<br />

setzen. Matthias Hangst ist bis heute rund um den<br />

Globus tätig und covert die größten Sport-Events dieser<br />

Welt. Er war bei den vergangenen fünf Olympischen<br />

Spielen dabei, hat mehrere Fussball-Weltund<br />

Europameisterschaften fotografiert und arbeitet<br />

u. a. als offizieller Fotograf für die FIFA (Weltfußballverband),<br />

DFL (Deutsche Fußball-Liga), FINA (Weltschwimmverband),<br />

Red Bull Air Race oder Wimbledon-The<br />

Championships. Kurz gesagt: Mit seinen 36<br />

Jahren gehört Matthias Hangst zu den erfolgreichsten<br />

deutschen Sportfotografen der vergangenen Jahre.<br />

Fünfmal hat es ein Bild von ihm zum „Sportfoto des<br />

Jahres“ gebracht. Zweimal hat er den von der Welt am<br />

Sonntag ausgelobten Sven-Simon-Preis gewonnen.<br />

Volle Leistung, volles Format: Der Nikon-FX-Sensor mit 24,3 Millionen Bildpunkten. Foto: © Nikon<br />

Kommen wir zu drei anderen Stars der Szene. Nikons<br />

D800, D800E und D4 sind mitten in einer beeindruckenden<br />

Karriere, die neue D610-Vollformatkamera<br />

hat die Karriere noch vor sich, aber sie hat die besten<br />

Voraussetzungen dazu. Das Motto lautet: Volles Format,<br />

volle Details, volle kreative Freiheit. Der 24,3-<br />

Megapixel-Bildsensor der D610 im FX-Format erfasst<br />

jedes Detail mit naturgetreuer Schärfe. Die Bildrate<br />

bei Serienaufnahmen wurde auf 6 Bilder/s erhöht (im<br />

Vergleich zur Vorgängerin Nikon D600). Mit Nikons<br />

neuem Modus „Leise Auslösung“ für Aufnahmeserien<br />

fotografiert man nahezu geräuschlos, und dank<br />

der robusten und leichten Ausführung können Fotografen<br />

die Vorteile des Vollformats in jeder beliebigen<br />

Umgebung nutzen. In Kombination mit der optischen<br />

Leistungsfähigkeit von NIKKOR-Objektiven ist die<br />

108


ADVERTORIAL<br />

Viele große Pixel auf großer Sensorfläche: überragende Brillanz auch bei so schwierigen Motiven wie dieser Gegenlichtaufnahme.<br />

Fotograf: Oliver Lang<br />

Nikon D610 mit einer Bildqualität, wie sie nur das<br />

FX-Format bietet, das richtige Werkzeug zur Umsetzung<br />

neuer kreativer Ideen. Apropos NIKKOR-<br />

Objektive: Der Name NIKKOR ist zum Synonym für<br />

Leistungsstärke und unübertroffene Bildqualität geworden.<br />

2013 feiert das NIKKOR-Objektiv sein 80-<br />

jähriges Jubiläum, im gleichen Jahr erreicht die Stückzahl<br />

der insgesamt produzierten NIKKOR-Objektive<br />

die 80-Millionen-Marke. Mit einem aktuellen Angebot<br />

von mehr als 80 verschiedenen Objektiven stellt<br />

Nikon sicher, dass Fotografen alle Möglichkeiten offen<br />

stehen, die herausragenden Eigenschaften des<br />

FX-Sensors optimal zu nutzen. Dazu gehört z. B. die<br />

beeindruckend geringe Tiefenschärfe, die in Kombination<br />

mit einem lichtstarken NIKKOR-Fest brenn wei tenobjektiv<br />

wunderschöne Bokeh-Effekte ermöglicht.<br />

Die Nikon D610 bietet einen fantastischen Detailreichtum,<br />

einen enorm hohen Tonwertumfang und<br />

hervorragende Leistung selbst bei schlechten Lichtverhältnissen<br />

und kann so durch brillante und scharfe<br />

Fotos sowie eine beeindruckende Videoqualität selbst<br />

bei hohen ISO-Einstellungen überzeugen. Ausgestattet<br />

mit der Bildverarbeitungs-Engine EXPEED 3 und<br />

einer extrem hohen AF-Empfindlichkeit überzeugt<br />

die Kamera durch eine Geschwindigkeit und Präzision,<br />

die ihresgleichen suchen. Die Nikon D610 nimmt<br />

Full-HD-Filme in zwei wählbaren Bildfeldoptionen<br />

(FX- oder DX-basiertes Format) auf und ist somit hervorragend<br />

gerüstet, um großformatige Filme in bester<br />

Qualität aufzunehmen. Dank der Vielzahl von Filmanwendungen,<br />

der großen Bandbreite an Bildraten<br />

und der praktischen Bedienelemente, die volle Live-<br />

View-Kontrolle beim Filmen bieten, können Fotografen<br />

problemlos von der Aufnahme beeindruckender<br />

Fotos zur Aufzeichnung sendefähiger Videos<br />

wechseln.<br />

Matthias Hangst klappt den Laptop zu. Er ist am Ende<br />

des Tages begeistert. Von seinem Team, von der Arbeit<br />

und vor allem von den Ergebnissen, die er mit<br />

den Nikon-FX-Vollformatkameras fotografiert hat. Ein<br />

weiteres Abenteuer seiner fotografischen Laufbahn<br />

neigt sich dem Ende entgegen – nicht jedoch seine<br />

Leidenschaft für seine wichtigsten Werkzeuge: Nikon-<br />

FX-Kameras und eine umfangreiche Sammlung<br />

NIKKOR-Objektive.<br />

Wolfgang Heinen<br />

109


REPORTAGE | Portfolio<br />

Baba Tsenka<br />

Nikon D300, Nikon AF-<br />

S Nikkor 2,8/24–70 mm<br />

ED, 24 mm, Blende 2,8,<br />

1 /100 s, ISO 400<br />

110


<strong>Gesichter</strong><br />

Geschichten<br />

Wenn Zoltan Huszti auf Fotoreise geht, nach Osteuropa<br />

oder Südamerika beispielsweise, weiß er oft nicht, wohin ihn<br />

die Fotografie führt. Dass sie ihn mit vielen interessanten<br />

Menschen und deren Geschichten zusammenbringt, ist gewiss.<br />

Diese intensiven Begegnungen hält er in eindringlichen<br />

Porträts fest, aufgenommen in den Häusern oder Wohnungen<br />

der Fotografierten. Zoltan Huszti erzählt, wie er sich auf<br />

seine Touren mit der Kamera vorbereitet, wie er auf fremde<br />

Menschen zugeht und wie er fotografiert.<br />

Alle Fotos: © Zoltan Huszti, h.zoltan [fc-user:1581892]<br />

111


REPORTAGE | Portfolio<br />

Reise vorbereiten<br />

Seine Fotoreisen sind für Zoltan Huszti ein<br />

Abenteuer, daher muss er sich im Vorfeld einer<br />

Reise zumindest keine Gedanken über die<br />

Hotelsuche machen. Erst vor Ort kümmert<br />

sich der Fotograf um eine Unterkunft sowie<br />

darum, wie er innerlands reist: „Ich bin entweder<br />

per Autostopp, zu Fuß oder mit dem<br />

Zug unterwegs“, sagt der abenteuerlustige<br />

Fotograf. Vorher zu Hause informiert er sich<br />

dafür umso ausführlicher über das angestrebte<br />

Reiseziel, zum Beispiel was Kultur und Klima<br />

anbelangen. Auch darüber, ob er noch Schutzimpfungen<br />

benötigt, etwa wenn es nach Asien<br />

geht. „Außerdem ist es wichtig, sich mit bestimmten<br />

Verhaltensregeln für das jeweilige<br />

Land bekannt zu machen: Dazu gehört zu<br />

wissen, welche Viertel in südamerikanischen<br />

Ländern ich abends besser meiden sollte“,<br />

nennt Huszti ein Beispiel. In Sachen Kamera­<br />

Equipment wählt er leichtes Gepäck: „Neben<br />

dem Body meiner Spiegelreflex habe ich nur<br />

noch ein lichtstarkes Objektiv dabei – mehr<br />

brauche ich auf Reisen nicht.“<br />

Auf Menschen zugehen<br />

Auf seiner Suche nach interessanten <strong>Gesichter</strong>n<br />

und Geschichten geht der Fotograf<br />

auf die Menschen auf den Straßen zu und<br />

spricht sie an. „Ich frage sie beispielsweise,<br />

wer in diesem Ort der älteste Bewohner ist<br />

oder ob sie jemanden kennen, der sich gerne<br />

fotografieren lassen möchte.“ Auf diese offene<br />

Weise kommt Huszti mit den Menschen ins<br />

Gespräch und baut Vertrauen zu ihnen auf.<br />

Oft passiert es ihm, dass er zu ihnen nach<br />

Hause eingeladen wird, sagt er. Zunächst sind<br />

sie noch skeptisch, doch bald werden die<br />

Menschen offener. Wichtig sei es, im Umgang<br />

miteinander, Respekt zu haben und unvoreingenommen<br />

zu sein. In den eigenen vier Wänden<br />

vertrauen sie Huszti so manche Geschichte<br />

an, die unter die Haut geht.<br />

Szekler. Nikon D300, Nikon AF-S Nikkor 2,8/24–<br />

70 mm ED, 24 mm, Blende 2,8, 1 /20 s, ISO 200<br />

Verlassen. Nikon D300, Nikon AF-S Nikkor 2,8/24–<br />

70 mm ED, 24 mm, Blende 2,8, 1 /10 s, ISO 250<br />

Tinka & Minka. Nikon D300, Nikon AF-S Nikkor 2,8/<br />

24–70 mm ED, 24 mm, Blende 4, 1 /25 s, ISO 400<br />

103. Nikon D300, Nikon AF-S Nikkor 2,8/24–<br />

70 mm ED, 24 mm, Blende 2,8, 1 /20 s, ISO 200<br />

<strong>Gesichter</strong> aufnehmen<br />

Während ihm die Menschen aus ihrem Leben<br />

berichten, was sie erlebt haben, hört der Fotograf<br />

ihnen gebannt zu. Neben den Erzählungen<br />

ist er gleichsam fasziniert von deren<br />

markanten, charakteristischen <strong>Gesichter</strong>n,<br />

aus denen sich mindestens genau so viel ablesen<br />

lässt wie aus den Worten. Inspiriert von<br />

Mimik und Geschichten beginnt Huszti, sie<br />

zu fotografieren: „Das geschieht ganz beiläufig,<br />

manchmal bekommen die Porträtierten es<br />

gar nicht mit, wenn ich ihnen hinterher davon 82 Jahre. Nikon D300, Nikon AF-S Nikkor 2,8/24–70 mm ED, 35 mm, Blende 5,6, 1 /400 s, ISO 250<br />

112


erichte.“ Der Vorteil dieser „Hüftschüsse“<br />

ist, dass die Menschen sich vor der Kamera<br />

ganz natürlich verhalten. Diese Authentizität<br />

wird noch unterstrichen durch den Verzicht<br />

auf künstliches Licht.<br />

Zoltan Huszti legt großen Wert darauf, seine<br />

Gesprächspartner auf Augenhöhe oder aus<br />

einer etwas niedrigeren Perspektive zu porträtieren.<br />

„Ich will nicht auf mein Gegenüber<br />

herabblicken“, betont er. Gelegentlich kommt<br />

es vor, dass der Fotograf Schwarzweißbilder<br />

aufnimmt, doch überwiegend fotografiert er<br />

in Farbe. „Denn die Menschen wirken lebensfroher,<br />

und die Originalität der Situation bleibt<br />

erhalten. Bei SW-Aufnahmen hingegen wirkt<br />

die Szenerie noch melancholischer.“ Generell<br />

setzt er Bildbearbeitungswerkzeuge sehr sparsam<br />

ein, um nichts zu verfälschen: Lediglich<br />

schlechte Lichtverhältnisse werden verbessert,<br />

außerdem wird leicht nachgeschärft.<br />

Claudia Könsgen<br />

87 Jahre. Nikon D300, Nikon AF-S Nikkor 2,8/24–70 mm ED, 50 mm, Blende 5,6,<br />

1 /640 s, ISO 250<br />

... ein Stück Brot. Nikon D300, Nikon AF-S Nikkor 2,8/24–70 mm ED, 24 mm, Blende 2,8, 1 /30 s, ISO 400<br />

113


REPORTAGE | Portfolio<br />

Geschichten aus<br />

‘‘dem Leben<br />

‘‘<br />

Zoltan Huszti ist auf der Suche nach interessanten <strong>Gesichter</strong>n und Geschichten,<br />

wenn er mit seiner Kamera auf Reisen geht. Wohin sie den Hobbyfotografen<br />

schon geführt haben, welche bewegenden Geschichten die Menschen ihm erzählen<br />

und welche Begegnung ihm besonders in Erinnerung geblieben ist, hat er<br />

im Interview verraten.<br />

Zoltan Huszti,<br />

h.zoltan<br />

[fc-user:1581892]<br />

Ausrüstung<br />

■ Kamera<br />

Nikon D300<br />

■ Objektiv<br />

Nikon AF-S Nikkor<br />

24-70 mm f2,8 ED<br />

Nikon AF-S Nikkor<br />

1,8/50 mm G<br />

Nikon AF-S DX Zoom-<br />

Nikkor 2,8/17–55 mm G<br />

IF-ED<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Zoltan, wo haben Dich<br />

Deine Reisen bereits hingeführt? Wo hat es Dir besonders<br />

gut gefallen?<br />

Zoltan: Regelmäßig reise ich mit dem Auto durch<br />

Osteuropa: Russland, Ungarn, Rumänien und Bulgarien<br />

gehören unter anderem zu meinen Zielen. Vor<br />

einiger Zeit habe ich zudem Südamerika mit dem<br />

Rucksack durchquert, unter anderem war ich in Peru,<br />

Chile, Bolivien und Brasilien. Entweder bin ich gewandert,<br />

per Autostopp gefahren, habe Bus oder Zug<br />

genommen. Da ich ganz bewusst das Abenteuer gesucht<br />

habe und alles auf mich zukommen lassen wollte,<br />

habe ich geschlafen und gegessen, wo es sich<br />

spontan vor Ort ergab. Diese Erlebnisse und Begegnungen<br />

sind mir in besonders guter Erinnerung geblieben,<br />

da die Menschen dort Fremden wie mir sehr<br />

offen gegenüber waren und mir eine unglaubliche<br />

Gastfreundschaft entgegenbrachten. Obwohl sie zum<br />

Teil sehr arm sind, luden sie mich zum Essen und<br />

Übernachten bei sich zu Hause ein.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Was für Menschen triffst<br />

Du, und welche Geschichten erzählen sie Dir?<br />

Zoltan: Wie erwähnt sind das meist Menschen, die in<br />

ganz einfachen Verhältnissen leben, die aber trotz Armut<br />

und Not ihre Fröhlichkeit, ihren Optimismus<br />

nicht verloren haben, so meine Erfahrung. Wenn sie<br />

sich bereit erklären, mir etwas aus ihrem Leben zu erzählen,<br />

sind das oft traurige Geschichten – von Menschen,<br />

die sie verloren haben oder die zu lebenslanger<br />

Zwangsarbeit verurteilt wurden.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Welche Begegnung ist Dir<br />

besonders in Erinnerung geblieben?<br />

Zoltan: Bei all den prägenden Begegnungen ist es<br />

schwierig, eine einzelne herauszuheben. Vielleicht eine<br />

etwas weniger traurige Geschichte: Während meiner<br />

Südamerika-Reise habe ich einen damals 86-jährigen<br />

Peruaner getroffen. Sein Leben lang hat er in<br />

einer Salzmine gearbeitet und das Salz mit seinen<br />

Eseln 600 Kilometer durch die Anden transportiert.<br />

Das muss man sich einmal vorstellen: zu Fuß. Auch<br />

heute noch überquert er die Gebirgskette – diesmal<br />

auf den Inka-Pfaden wandelnd. Trotz seines Alters ist<br />

er noch topfit und voller Lebensfreude.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Das klingt beeindruckend.<br />

Planst Du bereits Deine nächste Tour?<br />

Zoltan: Ja, im kommenden Frühjahr werde ich eine<br />

Rucksackreise durch den Kaukasus unternehmen, die<br />

mich unter anderem nach Armenien, Georgien und<br />

Aserbaidschan führen soll.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Für dieses Vorhaben wünschen<br />

wir Dir wieder viele bereichernde Begegnungen.<br />

Danke für das Gespräch.<br />

114


KRITIK<br />

■ Zusammen. Dieses Foto erhält seine Spannung und<br />

Dynamik aus der Diagonalen, die vom Kopf des Mannes,<br />

seiner Hand auf dem Tisch und dem angeschnittenen Teller<br />

gebildet wird. Das Tapetenmuster sorgt für „Ruhe durch<br />

Rhythmus“, und die in der Unschärfe platzierte schlafende<br />

Frau gibt dem Ganzen die nötige Tiefe – im konkreten und<br />

im übertragenen Sinne.<br />

115


PRODUKTE | NEWS<br />

X-mas<br />

Geschenke<br />

Die Fotobranche zeigt sich in bester Winterlaune und präsentiert uns zahlreiche neue Produkte. Zwei<br />

haben wir für Euch herausgesucht. Wir zitieren, was die Hersteller sagen, sprechen Klartext, was wir<br />

meinen, und sortieren, für wen das jeweilige Produkt am besten als Geschenk geeignet ist.<br />

Fujifilm XQ1<br />

Edle<br />

Immer-<br />

dabei-<br />

Kamera<br />

Das sagt der Hersteller:<br />

Die neue Premium-Kompaktkamera Fujifilm XQ1 vereint alle Attribute<br />

der hochgelobten X-Serie in einem eleganten und handlichen<br />

Gehäuse. Die Kamera verfügt über den 2/3-Zoll-X-Trans-CMOS-II-<br />

Sensor, der bereits in der vielfach ausgezeichneten Fujifilm X20 für<br />

eine sehr gute Bildqualität sorgt. Das Fujinon-Objektiv mit der hohen<br />

Lichtstärke von 1,8 bietet einen Brennweitenbereich von 25–100<br />

mm (äquivalent zu KB). Dadurch lassen sich sowohl ausgedehnte<br />

Landschaften als auch weiter entfernte Motive optimal einfangen.<br />

Die Fujifilm XQ1 ist aber nicht nur sehr leistungsstark, sie sieht<br />

auch einfach hinreißend gut aus. Die hochwertigen Materialien und<br />

die klare Linienführung des Designs verleihen der XQ1 eine sehr<br />

elegante Ausstrahlung. Sie passt mit ihren handlichen Abmessungen<br />

in jede Hemden- oder Hosentasche und präsentiert sich damit<br />

als ideale „Immer-dabei-Kamera“. Bleibt am Ende nur die Entscheidung<br />

der Farbenwahl: Die XQ1 wird in edlem Schwarz und in<br />

stylischem Silber angeboten.<br />

Das sagen wir:<br />

Es ist immer wieder erstaunlich, wo Fujifilm im Detail bei Kompaktund<br />

Systemkameras noch Potenzial findet. Die edle Mini Fujifilm XQ1<br />

hat tatsächlich zwei ganz besondere Stärken: Sie sieht in natura noch<br />

hinreißender aus als auf dem Foto und verfügt über Technologien, die<br />

alles für noch bessere Bildqualität tun. Dazu gehört das Ausnahmeobjektiv<br />

mit asphärischen Linsen und hoher Lichtstärke sowie eine<br />

hochtalentierte Prozessorleistung, die Bildfehler wie Aberrationen und<br />

Co. weitestgehend herausrechnet. Ganz besonders lieben wir das Gehäuse<br />

aus feinem Metall und den zentralen Einstellring, über den eine<br />

intuitive Benutzerführung ermöglicht wird. Und das Ganze für unter<br />

400 Euro.<br />

Für wen besonders geeignet:<br />

Die Kleine hat das Zeug zum Kult: edel, leistungsstark und kompakt.<br />

Egal wie viele Kameras man schon hat – die XQ1 ist ein echter Wunschkandidat<br />

– nicht nur zu Weihnachten.<br />

116


Nikon 1 AW1<br />

Deep Sea Baby<br />

Das sagt der Hersteller:<br />

Die Nikon 1 AW1 ist wasserdicht (bis 15 m), stoßfest (bei einer<br />

Fallhöhe von bis zu 2 m), frostbeständig (bis –10 °C) und staubdicht<br />

und hält so jeder Laune von Mutter Natur stand. Die<br />

neue Systemkamera wird gemeinsam mit zwei wasserdichten,<br />

stoßfesten und frostbeständigen 1-Nikkor-AW-Objektiven<br />

eingeführt. Das schnelle Hybrid-AF-System (Autofokus) der<br />

Nikon 1 sorgt dafür, dass die Bilder treffsicher sind und Filme<br />

natürlich und mit flüssigen Schärfewechseln gelingen. Der<br />

CMOS-Sensor im CX-Format mit 14,2 Megapixeln bietet einen<br />

ISO-Bereich bis 6400. Die Kamera ist fit für jedes Abenteuer,<br />

und es gelingen action-geladene Serienaufnahmen mit bis zu<br />

60 Bildern pro Sekunde bzw. 15 Bildern pro Sekunde mit<br />

Schärfenachführung, ohne sich sorgen zu müssen, dass die<br />

Kamera durch Staub, Wasser oder Stöße beschädigt werden<br />

könnte. Das integrierte, aufklappbare Blitzgerät ist bis zur<br />

gleichen Tiefe wie die Kamera wasserdicht und ermöglicht<br />

Unterwasseraufnahmen in natürlichen Farben. Die solide Gehäusefront<br />

verleiht den minimalistischen Linien des Kamerage<br />

häuses, das in Schwarz, Weiß und Silber erhältlich ist, einen<br />

klassischen Touch.<br />

Das sagen wir:<br />

Eine Unterwasserkamera mit Wechselobjektiven – wenn einer<br />

so etwas macht, dann Nikon mit seiner reichen Erfahrung<br />

noch aus Nikonos-Zeiten. Nein, wir waren mit dem guten<br />

Stück noch nicht baden, aber wir haben uns die Dichtungen<br />

und den sonstigen Aufwand, den Nikon für die Unterwassertauglichkeit<br />

getrieben hat, im Detail angesehen – und sind<br />

wirklich überzeugt, dass alles dicht ist und bleibt. Wir freuen<br />

uns auf erste Bilder aus den Tiefen der Ozeane.<br />

Für wen besonders geeignet:<br />

Klar, diese Kamera ist prädestiniert für alle die vielen Menschen,<br />

die in ihrer Freizeit gerne unter Wasser gehen und von<br />

dort möglichst gute Bilder mitbringen wollen. Aber die Nikon<br />

1 AW1 ist auch für Extremsportler und Hochleistungsbergsteiger,<br />

für Antarktisdurchquerer und Wüstenreisende eine<br />

echte Empfehlung.<br />

X-mas<br />

Geschenke<br />

www.<strong>fotocommunity</strong>.de 117


KULTUR | AUSSTELLUNGEN<br />

FotoA-Z – NRW-Forum<br />

Düsseldorf<br />

Mit der Ausstellung „FotoA-Z,<br />

Fotografen, die wir gezeigt haben<br />

und die, die wir immer schon gerne<br />

gezeigt hätten.“ zieht das NRW-<br />

Forum Düsseldorf sein Fazit. Nach<br />

15 Jahren mit aufsehenerregenden<br />

(nicht nur) Fotoausstellungen wie<br />

die von Peter Lindbergh, Herb Ritts,<br />

Helmut Newton oder zuletzt Bryan<br />

Adams beendet das NRW-Forum<br />

im Januar 2014 sein Programm.<br />

Die Liste der in „FotoA-Z“ ausgestellten Fotografen<br />

beziehungsweise Exponaten liest sich<br />

von A wie Araki, über Goldin oder Wall bis hin<br />

zu Z wie Zeitschriften. Sie umfasst dabei die<br />

Avantgarde der Fotomagazine genauso wie<br />

Künstler, deren Arbeit stilprägend sowohl für<br />

die Fotografiegeschichte als auch für die Werbung,<br />

Mode und Medien war. Neben den<br />

wichtigen, im NRW-Forum bereits gezeigten<br />

Ikonen wie Helmut Newton oder Guy Bourdin<br />

füllt diese Ausstellung nun einige der verbleibenden<br />

Lücken auf mit Bildern beispielsweise<br />

von Cindy Sherman oder Inez van<br />

Lamsweerde, die höchst innovativ und andersartig<br />

die (Mode-)Fotografie beeinflusst<br />

haben, mit Arbeiten von Altmeistern wie Paul<br />

Outerbridge und Charles Jones, deren Werk<br />

heute wieder großen Einfluss auf eine junge<br />

Generation von Fotografen ausübt.<br />

Viele der Fotografien waren selten oder noch<br />

nie in Deutschland zu sehen, andere wurden<br />

einzig für FotoA-Z abgezogen wie etwa Joel<br />

Sternfelds iPhone-Fotos aus Dubai. Eine große<br />

Wandinstallation in der Ausstellung verdeutlicht<br />

mit über 100 <strong>Magazin</strong>en, wie wichtig<br />

der Einfluss der Printmedien für die Verbreitung<br />

der Fotografie war und welche entscheidende<br />

Rolle dabei Mode- und Lifestylemagazine<br />

zum Beispiel Vogue und Harpers Bazaar<br />

spielten. Mit dem Ende der Ausstellung am 5.<br />

Januar 2014 beendet das NRW-Forum sein<br />

Programm.<br />

Warum wir diese Ausstellung empfehlen:<br />

Weil sie veranschaulicht, wie sich die Fotografie<br />

im 20. Jahrhundert zum künstlerischen Leitmedium<br />

erheben konnte und wie sie es immer<br />

wieder versteht, sich zu erneuern.<br />

Die Ausstellung „FotoA-Z, Fotografen, die<br />

wir gezeigt haben und die, die wir immer<br />

schon gerne gezeigt hätten.“ ist bis 5. Januar<br />

2014 im NRW-Forum Düsseldorf zu sehen.<br />

Nobuyoshi Araki, Kinbaku Shamaki, Japan, 2006 © Nobuyoshi Araki<br />

Öffnungszeiten:<br />

Dienstag bis Sonntag 11 – 20 Uhr,<br />

freitags 11 – 24 Uhr.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

nrw-forum.de<br />

118


Von Polaroids, über Skizzen und<br />

Texte bis zu Mode- und Künstleraufnahmen<br />

in Schwarzweiß – darunter<br />

unveröffentlichtes Material: Die Ausstellung<br />

im Haus der Photographie in<br />

den Deichtorhallen Hamburg zeich net<br />

nicht nur das Gesamtwerk Guy Bourdins<br />

(1928–1991) nach, das neben der<br />

Fotografie auch Malerei und Film umfasst,<br />

sondern gibt auch Einblicke in<br />

die Arbeits- und Denkweise des legendären<br />

französischen Fotografen.<br />

Guy Bourdin: Vogue Paris – January 1966 © The Estate of Guy Bourdin, 2013<br />

Guy Bourdin – Haus<br />

der Photographie<br />

Charles Jourdan – Frühjahr 1979 © Estate of Guy Bourdin<br />

In seiner über 50-jährigen Schaffenszeit hat Bourdin<br />

für führende Modehäuser – darunter Chanel<br />

– und -magazine gearbeitet, wie die Vogue. Mit<br />

dem Blick eines Malers schuf er komplexe Bilder,<br />

die in unglaublichen Kompositionen faszinierende<br />

Geschichten erzählen: zu Beginn, in den 1950er-<br />

Jahren noch in Schwarzweiß, später in Farbe. Er<br />

war einer der ersten Fotografen, der in Werbeund<br />

Modefotografien anstelle eines Produkts eine<br />

Erzählung zum Bildinhalt erhob und dadurch<br />

radikal mit allen Konventionen dieser Branche<br />

brach. „Guy Bourdin fegte sämtliche Schönheitsnormen,<br />

sittliche Gepflogenheiten und ordentliche<br />

Produktdarstellungen mit einem Strich respektlos<br />

weg [...]“, so Ausstellungskurator Ingo<br />

Taubhorn. Minutiös erforscht Bourdin hingegen<br />

die Variablen der Modefotografie, zwischen plakativem<br />

Posing und subtiler Performance, komplexer<br />

Inszenierung und neuartig verstörender<br />

Bildauffassung. Zudem entwickelte der Fotograf<br />

kompositorische Elemente wie hyper-reale Farben,<br />

angeschnittene Elemente und ein raffiniertes<br />

Zusammenspiel von Licht und Schatten. Damit<br />

veränderte er nicht nur den Lauf der Modefotografie,<br />

sondern beeinflusste auch zahlreiche zeitgenössische<br />

Künstler, Fotografen sowie Filmemacher.<br />

Heutzutage sind seine Arbeiten in den<br />

renommiertesten Museen der Welt ausgestellt.<br />

Warum wir diese Ausstellung empfehlen:<br />

Weil sie die bisher umfangreichste Bildschau<br />

des legendären französischen Fotografen darstellt<br />

– zum Teil mit unveröffentlichtem Material<br />

–, der damit den Lauf der Modefotografie<br />

verändert hat.<br />

Die Ausstellung „Guy Bourdin“ ist bis<br />

26. Januar 2014 im Haus der Photographie in<br />

den Deichtorhallen Hamburg zu sehen.<br />

Öffnungszeiten:<br />

Dienstag bis Sonntag 11 – 18 Uhr, jeden<br />

1. Donnerstag im Monat 11 – 21 Uhr.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

deichtorhallen.de<br />

119


KULTUR | BUCHTIPP<br />

MORE by Rankin<br />

Rankin, seines Zeichens einer der Celebrityund<br />

Porträtfotografen unserer Zeit, gelingt es in<br />

seinen Bildern, den bekannten <strong>Gesichter</strong>n von<br />

Schauspielern, Models und Sängern etwas<br />

Neues abzugewinnen. Darauf macht der britische<br />

Schriftsteller William Boyd im Vorwort des<br />

Bildbands aufmerksam. Und Rankin ergänzt:<br />

„Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass meine<br />

Arbeit oft ein bisschen unbequem, merkwürdig<br />

und herausfordernd ist. Viele meiner Bilder von<br />

Prominenten betrachte ich als Anti-Celebrity-<br />

Bilder: Sie holen die Prominenten von ihrem<br />

Sockel herunter, bringen sie auf Augenhöhe,<br />

zeigen die ,echte’ Person.“ Zum Beispiel die<br />

Filmdarsteller Tom Hardy und Scarlett Johansson,<br />

Gossip-Sängerin Beth Ditto oder<br />

Model Heidi Klum. Und obwohl der Brite<br />

Rankin als Meister für sorgfältig arrangierte<br />

Inszenierungen und Kompositionen bekannt<br />

ist, strotzen seine Akte, Porträts sowie Fashion-<br />

und Beauty-Aufnahmen vor Energie und<br />

Spontaneität.<br />

Warum wir dieses Buch empfehlen: Weil in<br />

diesem umfangreichen Retrospektivenband<br />

Rankins bislang besten und innovativsten Arbeiten<br />

aus der Mode-, Musik- und Medienwelt<br />

der letzten 20 Jahre gewürdigt werden.<br />

Rankin: MORE by Rankin<br />

368 Seiten, Text in Englisch, Deutsch,<br />

Französisch<br />

243 Farb- und 110 Duplex-Fotografien<br />

Hardcover, 27 x 36 cm<br />

[D] 98 Euro, ISBN: 978-3-8327-9708-9<br />

teNeues Verlag<br />

Weitere Informationen:<br />

teneues.com<br />

© MORE by Rankin, to be published by<br />

teNeues in October 2013, teneues.com<br />

Ingrid Bergman –<br />

Ein Leben in Bildern<br />

Der Bildband über die Jahrhundertkünstlerin<br />

Ingrid Bergman (1915–1982), die in Kinoklassikern<br />

wie Casablanca mitspielte und mehrere<br />

Oscars gewann, deckt sämtliche Stationen ihres<br />

beruflich wie privat aufregenden und fulminanten<br />

Lebens ab. Die Fotografien, die zum einen<br />

aus bisher unveröffentlichtem Familienbesitz<br />

stammen, zum anderen aus Archiven, dokumentieren<br />

etwa ihre Freundschaften mit dem<br />

Schriftsteller Ernest Hemingway sowie dem Regisseur<br />

Alfred Hitchcock. Des Weiteren befinden<br />

sich darunter Aufnahmen, die ihre Romanze mit<br />

Fotografenlegende Robert Capa festhalten, das<br />

Familienglück in Italien, die erfolgreiche Rückkehr<br />

nach Hollywood sowie Schweden und Ingrid<br />

Bergmans späte Theaterkarriere. Neben<br />

Privatfotos, Filmstills, glamourösen Auftragsporträts<br />

und spektakulären Paparazzi-Schnappschüssen<br />

komplettieren ein Interview mit der<br />

Künstlerin sowie das Vorwort der norwegischen<br />

Schauspielerin und Regisseurin Liv Ullman, die<br />

bereits an Bergmans Seite in Filmen mitwirkte,<br />

dieses Fotobuch – mit herausgegeben übrigens<br />

von Ingrid Bergmans Tochter. Isabella Rossellini.<br />

Warum wir dieses Buch empfehlen: Weil es<br />

bisher unveröffentlichte Bilder der Künstlerlegende<br />

beinhaltet, darunter sehr private Aufnahmen<br />

mit der Familie. Es handelt sich um ein sehr persönliches<br />

Werk – nicht zuletzt deshalb, weil Ingrid<br />

Bergmans Tochter, Isabella Rossellini, Mitherausgeberin<br />

ist.<br />

Ingrid Bergman: Ein Leben in Bildern<br />

Hrsg. von Isabella Rossellini und Lothar<br />

Schirmer<br />

528 Seiten, 376 Abbildungen in Farbe und<br />

Duotone<br />

Mit CD „As Time Goes By“!<br />

[D] 98 Euro, [A] 100,80 Euro, 129 CHF,<br />

ISBN: 978-3-8296-0648-6<br />

Schirmer/Mosel Verlag<br />

Weitere Informationen:<br />

schirmer-mosel.com<br />

120


Wunderbare Gelegenheiten<br />

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INGELHEIM Bahnhofstraße 14<br />

BAD KREUZNACH Mannheimer Straße 172


AKT | Portfolio<br />

PORTFOLIO<br />

122


Natur pur<br />

Das Model so natürlich wie möglich in die Umgebung einzubauen und dabei eine<br />

emotionale Stimmung zu projizieren, die dem Betrachter nicht nur einen Hauch von<br />

Erotik vermittelt, sondern ihn eine Geschichte darin sehen lässt: Diese Konzeption<br />

steckt hinter Stefan Beutlers Aktfotografien. Wie ihm dies gelingt, welche Rolle dabei<br />

Faktoren wie die Natur selbst, das Licht und Bildgestaltung spielen, erläutert er auf<br />

den folgenden Seiten.<br />

Alle Fotos: © Stefan Beutler [fc-user:26626]<br />

low sun<br />

Canon EOS 1D Mark III, Canon<br />

EF 1,2/85 mm L II USM, 85 mm,<br />

Blende 1,2, 1 /640 s, ISO 50<br />

123


AKT | Portfolio<br />

blind visions<br />

Canon EOS 1D Mark III,<br />

Canon EF 1,2/85 mm L II<br />

USM, 85 mm, Blende 1,2,<br />

1 /6400 s, ISO 50<br />

Von der Natur inspiriert und geleitet<br />

In der freien Natur bieten sich für Aktfotografen wie<br />

Stefan Beutler unendlich viele Möglichkeiten, um<br />

kreativ zu werden. „Dort habe ich den notwendigen<br />

Freiraum für eine aufregende Bildgestaltung unter<br />

Einbindung der jeweiligen Umgebung“, führt er aus.<br />

Die Wahl auf eine Location fällt bei Beutler gemeinsam<br />

mit dem Model meist sehr spontan und ist abhängig<br />

vom Wetter und von der Art Fotos, die er machen<br />

will. „Im direkten Umfeld gibt es meistens eine<br />

Vielzahl an Locations“, merkt der Aktfotograf an.<br />

Dies kann ein Waldweg sein, ein Weizenfeld oder ein<br />

Baum sowie sehr gerne auch ein See oder ein anderes<br />

Gewässer. Am Ufer beziehungsweise im Wasser lassen<br />

sich tolle Bilder aufnehmen, weiß Stefan Beutler<br />

aus eigener Erfahrung.<br />

Und ein solches Wasser-Shooting kann auch unter<br />

widrigen Umständen stattfinden, wie er anhand der<br />

Aufnahme „blind visions“ verdeutlicht, die bei<br />

Schneefall und Minusgraden am Strand von Warnemünde<br />

entstand. Statt das Shooting abzusagen,<br />

packte Model und Fotograf der Ehrgeiz, das Projekt<br />

durchzuziehen, berichtet Stefan Beutler. Als der<br />

Schneefall kurz nachließ, die Wolkendecke aufriss<br />

und ausreichend Wind vorhanden war, um das abgebildete<br />

Tuch in Szene zu setzen, nutzten beide die<br />

Gelegenheit. „Wir hatten etwa eine Viertelstunde<br />

Zeit, die die tapfere Victoria durchhielt, bis sie gänzlich<br />

durchgefroren war“, erinnert sich der Fotograf an<br />

eines seiner Highlight-Bilder 2013.<br />

Wie dieses Beispiel zeigen soll, lassen sich Fotograf<br />

und Model erst vor Ort von der Umgebung inspirieren<br />

und entscheiden spontan, welche Fotos gemacht<br />

werden. Beutler fügt erklärend hinzu: „Geht es<br />

schließlich ans Fotografieren, ist es eine Symbiose aus<br />

Posing des Models, meinen Wünschen als Fotograf<br />

und dem Versuch, alles so natürlich wie möglich zu<br />

halten.“ Es kommt häufig vor, dass während einer<br />

124


hallucinating beauty<br />

Canon EOS 1D Mark III,<br />

Canon EF 1,2/85 mm L<br />

II USM, 85 mm, Blen -<br />

de 1,2, 1 /100 s, ISO 50


AKT | Portfolio<br />

daydreamin‘<br />

Canon EOS 1D Mark III,<br />

Sigma 1,4/35 mm DG<br />

HSM, 35 mm, Blende 1,4,<br />

1 /250 s, ISO 500<br />

bring back the sun<br />

Canon EOS 1D Mark III,<br />

Canon EF 1,2/85 mm L II<br />

USM, 85 mm, Blende 1,4,<br />

1 /250 s, ISO 50<br />

126


natürlichen Bewegung des Models der Aktfotograf<br />

laut „stopp, bleib so“ ruft, um diese Situation festzuhalten,<br />

verrät er einen Tipp aus seinem Arbeitsalltag.<br />

Tageslicht nutzen und auf angenehme<br />

Farbtemperatur achten<br />

Soweit dies möglich ist, fotografiert Stefan Beutler<br />

seine Aktaufnahmen mit Available Light. Teilweise<br />

setzt er einen Reflektor oder eine einfache, weiße<br />

Styroporplatte ein, um die Sonnenstrahlen in die gewünschten<br />

Bahnen zu lenken. „Das Tageslicht gibt<br />

mir die nötige Freiheit, nicht auf die Lichtsetzung<br />

achten zu müssen und gestattet mir sehr spontane<br />

Aufnahmen, die mit Blitz leider nicht immer möglich<br />

sind“, begründet er seine Vorliebe für Available-<br />

Light-Fotografie. Um eine angenehme Farbtemperatur<br />

im Bild zu erzeugen, empfiehlt Beutler, mit der<br />

Weißabgleich-Einstellung „Blitz“ zu arbeiten. „Diese<br />

sorgt für einen sehr warmen Hautton“, erklärt er.<br />

Tiefe ins Bild bringen<br />

Stefan Beutlers Bestreben ist es, schon auf dem Display<br />

einen „Wow-Effekt“ zu erhalten und gleichzeitig<br />

die Bildbearbeitung auf ein Minimum zu reduzieren.<br />

Daher achtet er bereits beim Aufnehmen auf die Faktoren,<br />

die ihm wichtig sind: Dazu zählt unter anderem<br />

eine besondere Bildtiefe. Um diese zu erreichen,<br />

ist das konsequente Fotografieren mit offener Blende<br />

Voraussetzung. Dafür setzt Stefan Beutler ein sehr<br />

lichtstarkes Festbrennweitenobjektiv (1,2/85 mm) in<br />

Kombination mit einem Winkelsucher ein. „Dieser<br />

erlaubt es, auch sehr tiefliegende Aufnahmen zu machen,<br />

um auf diese Weise die Tiefe des Bodens in ein<br />

Bild zu integrieren.“ Durch die mit Hilfe der Offenblende<br />

erzeugte Tiefe wird der Blick des Betrachters<br />

direkt auf die Person fokussiert und nicht zu sehr vom<br />

Umliegenden abgelenkt, lautet einer der Vorteile der<br />

Beutler’schen Vorgehensweise. Um das Auge des Betrachters<br />

zu lenken und das Foto zu etwas Besonderem<br />

werden zu lassen, wählt der Aktfotograf einen<br />

gezielten, teilweise provokanten An- und Ausschnitt,<br />

verrät er zuletzt.<br />

Claudia Könsgen<br />

you fade away<br />

Canon EOS 1D Mark III,<br />

Canon EF 1,2/85 mm<br />

L II USM, 85 mm, Blende<br />

1,2, 1 /640 s, ISO 160<br />

127


AKT | Portfolio<br />

‘‘<br />

Menschen so fotografieren,<br />

dass sie<br />

nicht nackt wirken<br />

‘‘<br />

Über Konzeption und Entstehung seiner Aktfotografien haben wir<br />

bereits spannende und nützliche Details erfahren. Wie steht es<br />

aber mit der Faszination Akt generell? Unter anderem darüber gibt<br />

Stefan Beutler im Interview Auskunft.<br />

Stefan Beutler<br />

[fc-user:26626]<br />

stefan-beutler.de<br />

Ausrüstung<br />

■ Kamera<br />

Canon EOS 1D Mark III<br />

■ Objektiv<br />

Canon EF 1,2/85 mm<br />

L II USM<br />

Canon EF 1,4/50 mm<br />

USM<br />

Sigma 1,4/35 mm<br />

DG HSM<br />

■ Zubehör<br />

Jinbei Freelander FL-II<br />

500 Porty Blitz-Set<br />

Canon-Winkelsucher C<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Stefan, was begeistert<br />

Dich speziell an der Aktfotografie? Wo liegen für Dich<br />

die besonderen Herausforderungen?<br />

Stefan: Das sinnliche, erotische Darstellen eines<br />

knapp bekleideten Körpers hat mich schon immer<br />

fasziniert und ist immer wieder etwas Besonderes, das<br />

mich fesselt. Die Herausforderung liegt für mich darin,<br />

einen nackten Menschen auf eine ästhetische und<br />

emotionale Weise zu fotografieren, sodass er nicht<br />

nackt wirkt.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Das hört sich gar nicht so<br />

einfach an: Welche Eigenschaften sind für Aktfotografen<br />

aus Deiner Sicht wichtig?<br />

Stefan: Sowohl Menschenkenntnis als auch Einfühlungsvermögen<br />

und Psychologie sind grundlegende<br />

Faktoren für meine Fotografie. Denn das Model bewegt<br />

sich knapp bis gar nicht bekleidet vor mir und<br />

offenbart sehr intime Einblicke. Die Zusammenarbeit<br />

funktioniert nur, wenn das Model Vertrauen zum Fotografen<br />

hat. Ist das der Fall, schafft es den notwendigen<br />

Freiraum, Bilder gestalten zu können. Mit diesem<br />

Vertrauen kann ich die Bildgestaltung sowie Bildidee<br />

ganz anders angehen. Auch Kreativität und Gestaltungsfähigkeit<br />

gelten für mich als grundlegende Faktoren:<br />

Die einen Fotografen haben die Bilder bereits<br />

im Kopf, andere – mich eingeschlossen – lassen sich<br />

vom Model, von der Stimmung sowie Location inspirieren<br />

und sehen die Fotos im Augenblick, wenn sie<br />

passieren.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Apropos Augenblick:<br />

Welche Projekte stehen bei Dir momentan an? Handelt<br />

es sich dabei um freie Arbeiten oder Aufträge?<br />

Stefan: Meine Arbeiten sind ausschließlich frei. Ich<br />

bin in der glücklichen Situation, dass ich einen guten<br />

Job habe, der mir genügend Freiheiten lässt, mein<br />

Hobby in der jetzigen Form auszuüben. Da ich nicht<br />

von der Fotografie leben muss, kann ich mir aussuchen,<br />

mit wem, wo, wann und vor allem was ich fotografiere.<br />

Gezielte Projekte habe ich nicht, aber ich<br />

möchte versuchen mich etwas mehr mit dem Thema<br />

Outdoor-Blitzen zu beschäftigen.<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>: Danke Dir für das Gespräch.<br />

Wir wünschen Dir bei Deinen Vorhaben weiterhin<br />

viel Freude und Inspiration.<br />

128


KRITIK<br />

■ missing. Licht, Akt und Pastellfarben – das passt in der<br />

Regel gut zusammen. Der Blick des Betrachters wird über<br />

die Unschärfezonen zum Hauptmotiv geführt und in den<br />

lichtbefleckten Bildteilen am rechten Bildrand „abgebremst“.<br />

Einzig die unscharfe Diagonale oben links stört etwas.<br />

129


<strong>Vorschau</strong> neue<br />

Am 28. Februar 2014 erscheint das<br />

<strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong> 2/2014<br />

■ Portfolio – 40 Seiten<br />

Bildstrecken aus der fc<br />

• Tiere<br />

• Menschen<br />

• Maschinen<br />

■ Wettbewerb<br />

• Landschaft – Die Siegerbilder<br />

■ Praxis<br />

• Bildgestaltung mit Maximilian Weinzierl<br />

• Bildbearbeitung mit Profitipps<br />

• Unterwasserfotografie<br />

■ Szene und Kultur<br />

• aktuelle Ausstellungen<br />

• faszinierende Bücher<br />

• News aus der <strong>fotocommunity</strong><br />

Foto: Christian Weiss<br />

Foto: Jens Edinger, Bildtitel: Dülferstraße<br />

Impressum<br />

Redaktion<br />

Bereichsleiter Foto, Chefredakteur: Werner Lüttgens<br />

(verantwortlich i. S. d. P.)<br />

Projektleitung: Infomax21 GmbH, Wolfgang Heinen,<br />

wh@infomax21.de www.infomax21.de<br />

Titel-Layout: Infomax21 GmbH<br />

Grafik: Infomax21 GmbH<br />

Digitale Bildbearbeitung: Barbara Klinzer<br />

Freie redaktionelle Mitarbeiter: Nina Eibelshäuser,<br />

Wolfgang Heinen, Claudia Könsgen, Claudia Keller<br />

Anschrift der Redaktion: Richard-Reitzner-Allee 2,<br />

D-85540 Haar bei München, Tel. 089 25556-1000,<br />

Fax 089 25556-16 20, redaktion@colorfoto.de<br />

Anzeigenabteilung<br />

Gesamtanzeigenleitung: Martin Schmiedel<br />

Anzeigenleitung (verantwortlich für Anzeigen):<br />

Peter Elstner, Tel. 08344 9217057,<br />

pelstner@wekanet.de<br />

Anzeigenkontakt <strong>fotocommunity</strong> <strong>Magazin</strong>:<br />

Wolfgang Heinen, Tel. 02223 909386<br />

Leitung Sales Corporate Publishing & Media Services:<br />

Richard Spitz, Tel. 089 25556-1108, rspitz@wekanet.de<br />

Head of Digital Sales<br />

Christian Heger, Tel. 089 25556-1162, cheger@wekanet.de<br />

International Representatives UK/Ireland/France: Huson<br />

International Media, Ms Rachel Di Santo, Cambridge House,<br />

Gogmore Lane, Chertsey, GB - Surrey KT16 9AP, phone: 0044-<br />

1932-564999, fax 0044-1932-564998, rachel.disanto@<br />

husonmedia.com<br />

USA/Canada - West Coast: Huson International Media (Corporate<br />

Office), Ms Allison Padilla, Pruneyard Towers, 1999 South<br />

Bascom Avenue,Suite #450, USA – Campbell, CA 95008,<br />

phone: +1 408 8796666, fax: +1 408 8796669, allison.<br />

padilla@husonmedia.com<br />

USA/Canada - East Coast: Huson International Media, Mr<br />

Jorge Arango, The Empire State Building, 350 5th Avenue,<br />

Suite #4610, USA - New York, NY 10118, phone: 001-<br />

212-2683344, fax: 001-212-2683344, jorge.arango@<br />

husonmedia.com<br />

Korea: Young Media Inc., Mr Young J. Baek, 407 Jinyang<br />

Sangga, 120-3 Chungmuro 4 ga, Chung-ku, Seoul, Korea 100-<br />

863, phone: 00 82-2-22 73-48 18, fax: 00 82-2-22 73-48<br />

66, ymedia@ymedia.co.kr<br />

Anzeigendisposition: Nelli Schulz, Tel. 089 25556-1483,<br />

nschulz@wekanet.de<br />

Sonderdrucke: Peter Elstner, Tel. 08344 9217057,<br />

pelstner@wekanet.de<br />

Anzeigengrundpreise: Es gilt die Preisliste Nr. 43 vom<br />

01. 01. 2013<br />

Verlag<br />

Leitung Herstellung: Marion Stephan<br />

Vertriebsleitung: Robert Riesinger<br />

Vertrieb Handel: MZV Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH<br />

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