Android User Schnüffelstopp - Browsen ohne Spuren (Vorschau)

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Smartphones | Tablets | Apps | Tipps & Tricks | Tests

USER

02/2014 • Februar 2014 • www.android–user.de

Schnüffelstopp

Android Ohne Google

Das Handy ohne Google-Konto und mit alternativen Apps nutzen

Browsen ohne Spuren

Mit diesen Einstellungen sind Sie fast anonym im Netz unterwegs

Private gespräche

Die besten Apps, um Privates wirklich privat zu halten

IM TEST

Motorola moto G

Auf dieses Handy haben viele

Samsung-Nutzer gewartet

IM TEST

Archos 45 Titanium

Supergünstiges Dual-SIM-

Smartphone mit der

besten Akkulaufzeit

Umzugshilfe

Workshop: So holen Sie Ihre alten

Daten auf das neue Smartphone

Über 10 Seiten Tipps & Tricks

n Browserverlauf richtig löschen

n Den mobilen Hotspot im Griff

n Musikempfehlungen für Play Music

n Teilen-Funktion von Android nutzen

Der Whatsapp-Killer

Der Line-Messenger

kommt nach Deutschland:

n Android-Wörterbuch erweitern

n Anrufe per SMS beantworten

Das erwartet Sie!

n Akkufresser unter Android 4.4 finden

n Von Hangouts zurück zur SMS-App

EUR 5,90*

* Deutschland

4 192368 905908 02

A EUR 6,70 - BeNeLux EUR 6,95

CH sfr 11,80 - E / I EUR 7,95


Service

Editorial

Willkommen bei Android User

Mein Gott,

Marcel Hilzinger,

Chefredakteur

Google

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

in einer von uns gestarteten Umfrage zur

Datensicherheit [LINK 1] gaben im vergangenen

Jahr 36 Prozent von 373 Leserinnen

und Lesern an, dass sie ihre Daten bei

Google sicherer aufgehoben sehen als

beim BSI. Woher kommt dieses Vertrauen?

Wie schafft es Google, uns glauben zu machen,

dass unsere Daten in Mountain View

in Sicherheit sind?

Google sammelt

Google lebt in erster Linie vom Anzeigengeschäft.

Die Firma gibt dazu jedem Android-Nutzer

eine Anzeigen-ID, die dann

wiederum Google und Partner dazu nutzen,

auf unsere Interessen zugeschnittene

Anzeigen zu liefern. So weiß Google nicht

nur, welches Android-Handy Sie benutzen

und welche Apps Sie herunterladen, sondern

auch, welche Seiten Sie im Internet so

besuchen, welches Hotel Sie gerade gebucht

haben und welche Kleidergröße Ihre

Frau hat, falls Sie ihr zu Weihnachten online

ein Kleidungsstück bestellt haben.

Google weiß aber noch viel mehr: Je nach

Einstellungen Ihres Handys lernt Google,

wo Sie wohnen, wo Ihre Arbeitsstelle ist,

wann Sie üblicherweise aufstehen und in

welchem Restaurant Sie gerne zu Mittag

essen. Ich kann mir durchaus vorstellen,

dass Google mehr über Sie weiß als so

mancher Freund oder gar Ihr Lebenspartner.

Dieses Wissen sammelt Google nicht

nur über Sie, sondern über Hunderte von

Millionen Internetnutzern weltweit. Google

weiß einfach alles – was im Internet steht.

Blindes Vertrauen?

Warum vertrauen so viele Nutzer Google?

Kritische Stimmen sehen eine Parallele

zum lieben Gott: Blindes Vertrauen sorgt

für positive Stimmung und wirkt quasi

selbstheilend: Wenn ich nur fest genug

daran glaube, dass nichts passiert, dann

passiert auch nichts. Ich bewerte Google

da mehr nach den Taten: Die Firma investiert

in sinnvolle Zukunftstechnologien und

verhält sich stets glaubwürdig. Dazu gehört

auch die jüngst bei der US-Regierung eingereichte

Petition, für mehr Transparenz zu

sorgen [LINK 2].

Als Google-Fan bin ich der Meinung, dass

meine Daten in Mountain View gut aufgehoben

sind und sehe keinerlei Anlass,

mein Android-Smartphone ohne Google-

Account zu benutzen. Ein Grund für mein

Vertrauen ist, dass ich meine bei Google

gespeicherten rund 12 GByte Daten jederzeit

über Google Takeout mit einem Mausklick

exportieren kann [LINK 3]. Das geht aktuell

in diesem Umfang und mit diesem

Komfort bei keinem anderen Anbieter. Sie

finden das naiv? Dann schreiben Sie mir an

marcel.hilzinger@android-user.de, und

lesen Sie die Fokusstrecke aufmerksam.

Marcel Hilzinger

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31664

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Android-user.de Februar 2014 3


Service

Inhalt

Schnüffelstopp

Service

3 Editorial

4 Inhalt

6 News

114 Impressum

QR-Code scannen

und Gratisartikel

online lesen!

Fokus

10 Android ohne Google

Das Handy ohne

Google-Account nutzen

14 Sichere Alternativen

7 alternative Apps

zur sicheren Kommunikation

18 DAVdroid

Kalender und Adressbücher

ohne Google synchronisieren

22 Schnüffelstopp

So minimieren Sie

Ihren digitalen Fußabdruck

28 Android für Paranoide

Crashkurs für Skeptiker

und Paranoiker

14 Sichere

Alternativen

Mit diesen Apps

verschlüsseln Sie Ihre

Kommunikation

Hardware

30 LG G Pad 8.3

Stößt das LG-Tablet

das Nexus 7 vom Thron?

32 Motorola moto g

Der leistet der ultimative

Preisbrecher

34 Sony Xperia M

Sony kann auch

günstige Handys bauen

36 Archos 45 Titanium

Richtig billig, aber auch gut?

38 HANNSpad

Das taugen 10 Zoll für 150 Euro

40 Allview Alldro 3 Speed Quad

Magere Performance,

tolles Display!

42 Cat Galactica X

Überdurchschnittliches

zum fairen Preis

4 Android-User.de


Service

Inhalt

Einsteiger

82 Datenumzug

So steigen Sie erfolgreich

vom „Dumm“-

Phone aufs Android-

Smartphone um.

Tipps & Tricks

90 Musiktipps

Neue Musik von Thomas D,

Max Herre und Lana Del Rey

90 Frag Andy

Andy beantwortet deine

Fragen rund um Android

94 Tipps & Tricks

Praktische Tipps

aus unserer

Redaktion

98 Kostenfalle Roaming

Mobilen Datenverbrauch

beim Roaming einschränken

PowerUser

100 ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-

ROMs und Root-Apps

104 Root-App-Geheimtipps

Tolle Root-Apps für Android-

PowerUser

106 Root-Apps für WhatsApp

Den WhatsApp-Messenger mit

Root-Apps aufbohren

110 CyanogenMod für das

Motorola Atrix 4G

Android 4.2

auf dem Atrix 4G

installieren

SPIELE

72 Neue Spiele

Unsere Spielevorstellungen

76 Momonga Pinball

Das beste Flipperspiel bei

Google Play

78 Grepolis

Für Stadtplaner und

Feldherren

42

Cat Galactica X

Ein durch und

durch gutes Tablet zum

kleinen Preis

APPS

54 Emoji-Keyboards

44 App-Empfehlungen

Die App-Favoriten der

Android-User-Redaktion

50 App-Neuheiten

Die besten neuen Apps bei

Google Play

52 G Data Internet Security

Schutz vor Schädlingen,

Betrügern und Dieben

Virtuelle Keyboards mit

Emotionen

58 Line-Messenger

Der WhatsApp-

Killer steht bereit

62 doubleTwist

Der Audioplayer

mit dem Dreh

64 Sport-Apps

7 sportliche Apps gegen den

Winterspeck

68 Minuum-Keyboard

Minimale Tastatur der etwas

anderen Art

70 PlayStation-App

Die ideale Ergänzung zur

PlayStation 4

QR-Code lesen: So geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App, und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode-Scanner zeigt einen

3. Link auf android-user.de an.

Tippen Sie auf den Link, oder

4. wählen Sie Browser öffnen.

Juli 2012


News

Android-News

Android-News

Tablets von Gigaset

QV830 und QV1030 heißen die beiden ersten Tablets der

ehemaligen Siemens-Marke Gigaset. Das QV1030 besitzt

ein 10,1-Zoll-Display mit 2560 x 1600 Pixeln Auflösung.

Im Inneren des größeren Modells arbeitet Nvidias

schnelle Quad-Core-CPU Tegra 4 mit 1,8 GHz. Zudem hat

das Gerät 2 GByte Arbeitsspeicher und 16 GByte internen

Speicher, der sich über den MicroSD-Kartenslot um bis

zu 32 GByte erweitern lässt. Ausgestattet ist das Tablet

mit der Android-Version 4.2.2. Auch zwei Kameras hat

das 10,1 Zoll große Tablet an Bord. Die Hauptkamera löst

mit 8 Megapixeln auf und wird durch einen LED-Blitz unterstützt,

die Frontkamera bringt es auf 1,2 Megapixel.

Das QV1030 bringt WLAN,

A-GPS, Glonass, Bluetooth 4.0

und einen USB-2.0-Anschluss

samt Host-Funktion mit. Im Tablet

wurde ein Akku mit 9000 mAh

verbaut.

Das QV830 hingegen ist etwas

kleiner geraten. Sein 8-Zoll-Display

verfügt über 1024 x 768 Bildpunkte.

Angetrieben wird das

Gerät von einem Quad-Core-Prozessor

von MTK (MT8125), der

mit 1,2 GHz getaktet ist. Das

QV830 arbeitet mit Android 4.2.2

und hat 1 GByte Arbeitsspeicher

und 8 GByte internen Speicher an Bord. Genau wie bei

seinem großen Bruder kann auch bei der kleineren Version

der interne Speicher erweitert werden. Die beiden

Kameras, die das Gerät mitbringt, lösen mit 5 Megapixeln

(Hauptkamera) und 1,2 Megapixeln (Frontkamera)

auf. Im Vergleich zur größeren Version fällt der Akku des

Tablets mit 3260 mAh deutlich kleiner aus.

Gigaset

Watchever bald für Chromecast

Googles HDMI-Dongle Chromecast macht aus „dummen“

TVs smarte Fernsehgeräte, die Musik über Play Music oder

Pandora empfangen oder Filme und Serien über Play Movies,

YouTube oder auch Netflix, Hulu und HBO streamen

können. In Deutschland sind diese Streaming-Anbieter jedoch

nicht am Markt aktiv, daher begrenzt sich der

Nutzen eines Chromecast auf die Google-Dienste –

zu wenig, um den Stick hierzulande vermarkten zu

können. Das könnte sich jedoch bereits Anfang

2014 ändern: Dann will Watchever seine App fit für

Chromecast machen.

Watchever ist neben Amazons Lovefilm der

größte Video-on-Demand-Anbieter in Deutschland.

Im Gegensatz zu Lovefilm gibt es für Watchever

jedoch schon jetzt aus dem Play Store installierbare

Apps für Android-Handys und ‐Tablets.

Per Twitter hat das Unternehmen nun bekanntgegeben,

dass Watchever in Zukunft mit dem Chromecast zusammenarbeiten

wird. Als Konsequenz auf diese Ankündigung

darf darüber spekuliert werden, ob Google zu diesem

Termin den Chromecast auch offiziell in Deutschland anbieten

wird, sonst würde sich die Investition in eine Chromcastfähige

App wohl kaum rentieren.

6

Februar 2014

Android-User.de


iconBIT Callisto 100

iconBIT hat mit der Callisto 100 seine erste Smartwatch

vorgestellt. Im Inneren der Uhr arbeitet ein

1,2 GHz schneller Dual-Core-Prozessor, der von Android

4.2.2 angesteuert wird. Das TFT-Display misst

in der Diagonalen 1,54 Zoll, mehr hat am Handgelenk

auch nicht Platz. Im Gegensatz zu anderen Android-basierten

Handgelenkscomputern funktioniert

die Callisto 100 sowohl als eigenständiges Gerät im

Stand-alone-Betrieb als auch über eine Bluetooth-Verbindung

zusammen mit Smartphones sämtlicher Hersteller. Für die 95 Gramm

schwere Android-Uhr werden 199 Euro fällig. Damit die Uhr als Smartphone

genutzt werden kann, verfügt sie über einen Micro-SIM-Karten-Slot. Steht ein

WLAN-Netz zur Verfügung, ruft die App darüber Daten ab, anderfalls nutzt Sie

über Bluetooth die mobile Internetanbindung eines Handys. Die Uhr verfügt

außerdem über

512 MByte RAM und einen 4 GByte großen

internen Speicher, der mit einer microSD-Karte

um bis zu 32 GByte erweitert

werden kann. In der Uhr

wurde ein Akku mit 600 mAh

verwendet. Neben WLAN,

Bluetooth, GPS, G-Sensor

und Freisprechfunktion

verfügt die Callisto über

eine integrierte Kamera, die

mit 3,0 Megapixel auflöst.

iconBIT

Opera mit Tablet-Version

Der Softwarehersteller Opera hat die Mobilversion seines gleichnamigen

Webbrowsers weiter für Android-Tablets optimiert und das vorhandene

Interface besser an die Bedürfnisse von Tablet-Nutzern angepasst.

So wurden zum Beispiel häufig genutzte Funktionen wie die Vor- und Zurück-Buttons

zum Navigieren auf Webseiten und die Menüseite dort platziert,

wo man üblicherweise das Tablet hält: links neben der Browserzeile.

Der Funktionsumfang des Browsers deckt sich inzwischen zum größten Teil mit

dem der Desktop-Ausgabe des Software. Neben der erweiterten Schnellwahl-

Startseite bringt Opera das Feature „Discover“ und einen Offroad-Modus mit,

der Webseiten zum Schonen des Datentarifs komprimiert. In den Genuss dieser

Funktionen kamen bisher nur Smartphone-User. Mit der neuen Version

haben nun auch Tablet-Besitzer Zugriff darauf.

Umkehrbarer USB-Typ-C-Stecker

Der von der Industrievereinigung USB Implementers Forum (USB-IF)

angekündigte „Typ C“-Stecker für künftige USB-3-Geräte soll die

Nachteile der bisherigen USB-Steckertypen beseitigen. Der neue Typ-

C-Stecker passt nicht nur in einer Orientierung ins Gerät, er lässt sich auch in

umgekehrter Position ins Handy schieben. Damit nehmen das Gefummel und

die Suche nach der richtigen Richtung beim Nachladen des Handys ein Ende.

Der neue Standard ist eine Erweiterung von USB 3.1, damit sind Datenraten

von bis zu 10 GBit/​s möglich. Auch das Nachladen des Akkus von Mobilgeräten

nach dem neuen Standard kann durch stärkere Ladeströme oder höhere Spannungen

beschleunigt werden. Noch hat das Konsortium kein Bild des neuen

Steckers veröffentlicht, Mitte 2014 soll die finale Spezifikation festgeschrieben

werden. Erste Geräte mit dem neuen Steckertyp dürfen wir 2015 erwarten.

Android-user.de


News

Android-News

Sony repariert Displays der Z-Serie

Sprünge im Glas ohne Fremdeinwirkung

sind ein Phänomen, über das

sich nicht nur Besitzer des Nexus 4

mit der Glasrückseite beklagen. Auch

die Z-Serie von Sony ist dafür bekannt,

dass das Display „einfach so“

brechen kann. Bei den Modellen

Xperia Z, ZR, V, UL

und Z Ultra tauscht

Sony nun im Rahmen

der Garantie

das gesprungene

Display aus, sofern

klar ersichtlich ist,

dass der Schaden im

Glas nicht durch

Fremdeinwirkung

entstanden ist.

Dies lässt sich internen

Dokumenten

Sonys entsprechend

wohl an einem einzigen

Sprung im Display-Glas

erkennen.

Bei den Infos handelt

es sich um inoffizielle

Angaben, die

via XDA-Developers

veröffentlicht wurden und sich auf

keine bestimmte Region beziehen.

Mehrere Mitglieder der XDA-Community

haben aber bereits bestätigt,

dass ihr ohne Zutun beschädigtes

Display im Rahmen der Garantie repariert

wurde.

Google Play Music All-Inclusive

Seit dem letzten Update für Google Play Music ist Ihnen der Hinweis

beim Start eventuell bereits aufgefallen: Nach fast einem Jahr Wartezeit

gegenüber den USA gibt es Googles Musik-Flatrate nun endlich

auch in Deutschland. Mit Google Play Music All-Inclusive können Sie so oft

und so viel Musik hören, wie Sie mögen. Dabei wird die Musik von Google in

drei wählbaren Qualitäten über das 3G/​4G-Netz

oder via WiFi aufs Handy gestreamt. Einzelne

Alben lassen sich aber auch offline speichern,

wenn Sie die Musik unterwegs ohne Internetverbindung

anhören wollen – inzwischen auch

auf der SD-Speicherkarte, wenn Ihr Handy über

einen entsprechenden Slot verfügt.

Direkt zum Start kostet der Dienst 7,99 Euro pro

Monat. Entschließen Sie sich bis zum 15. Januar

2014 für ein Abo, dann bleibt es für Sie

auch in Zukunft bei diesem Preis. Nach der Einführungsphase

wird die Flatrate für neue

Abonnenten 9,99 Euro pro Monat kosten. In

beiden Fällen ist der erste Monat kostenlos

und die Flatrate monatlich kündbar. Eine Kreditkarte

ist allerdings Voraussetzung, um sich

für den Dienst zu registrieren.

Abb. 1: Die Musik-Flatrate Google Play Music All-Inclusive

können Sie nun auch in Deutschland buchen.

Sony

Google Play Kiosk

Mit Play Newsstand startet

Google eine neue App, die die bisherigen

Informationsquellen Play

Magazines (Kiosk mit zum Teil kostenpflichtigen

Magazinen, nicht in Deutschland

verfügbar) und Google Currents vereint,

sodass sämtliche Newsquellen von

Google nun in einer einzigen App gebündelt

sind. Die neue App weiß mit hochauflösenden

Grafiken und einem sehr hübschen

Layout mit teilweise animierten Hintergrundbildern

zu begeistern, das Angebot

aber bleibt hierzulande enttäuschend.

Die neue App entspricht den alten Google

Play Magazines, bietet in Deutschland aktuell

aber nur die Inhalte von Currents an,

bis der Vertrieb von Zeitschriften auch hierzulande

an den Start geht. Wer also bislang

gerne Google Currents benutzt hat, kann

jetzt auf den Google Play Kiosk wechseln.

Die App macht einen frischen und sehr

flotten Eindruck, der Umstieg lohnt sich!

Samsung Galaxy

Grand 2

Nach der Oberklasse mit den Galaxy-Sund

Note-Modellen aktualisiert Samsung

mit dem Galaxy Grand 2 nun auch seine

Mittelklasse-Baureihe. Der Name des Geräts

hält, was er verspricht: Das Handy

kommt mit einem 5,25-Zoll-Display

und ist damit nur wenig kleiner

als das 5,55 Zoll große

Note 2. Die Auflösung des

Bildschirms bleibt jedoch

hinter der vergleichbarer

Geräte zurück, denn mit

1280 x 720 Pixeln verzichtet

Samsung auf ein Full-HD-

Display. Im Inneren des

neuen Dual-SIM-Smartphones

befindet sich eine

1,2-GHz-Quadcore-CPU mit

1,5 GByte RAM. Der interne

Speicher verfügt über 8

GByte und kann mittels MicroSD-Karte

um zusätzliche

64 GByte erweitert werden.

Für den Weg ins Internet

stehen neben WLAN nach

Standard a/​b/​g/​n auch zwei

SIM-Kartenslots für UMTS/​

HSPA+ zur Verfügung, eine

LTE-Variante wird es vorerst

nicht geben.

Android-User.de


Fokus

Android ohne Google

So benutzen Sie Ihr Smartphone ohne Google-Account

Google-frei

Das Leben eines Android-Smartphones beginnt damit, dass man ein

Google-Konto einrichtet. Ein solcher Account bringt viele Bequemlichkeiten

mit sich, ist aber für die Nutzung eines Android-Handys keine

Pflicht. Wir machten die Probe aufs Exempel und zeigen Ihnen, wie

Android ohne Google geht. Marcel Hilzinger

muuraa, 123RF

In der Android-User-Redaktion haben wir

diesen Schritt bestimmt schon über hundert

Mal gemacht: ein Google-Konto hinzufügen.

Als einfacher Anwender richtet

man sein Konto eher selten ein und überlegt

sich vielleicht gar nicht, ob man überhaupt

ein Google-Konto benötigt. Die Android-User-Redaktion

hat vollstes Vertrauen

in die Dienste und Apps von

Google und nutzt sie jeden Tag

aktiv und gerne. Trotzdem wollen

wir Ihnen einmal zeigen, dass

man ein Handy auch ohne

Google-Account sinnvoll

nutzen kann und wie man

das tut.

Account anlegen

überspringen

Je nach Hersteller erscheint beim ersten Start

nicht die Aufforderung, sich einen

Google-Account anzulegen, sondern

zum Beispiel einen Samsung- oder Motorola-Account.

Sie können diese Möglichkeit

nutzen, falls der Hersteller anbietet,

Ihr Handy auf diese Art zu

schützen oder zu orten. Damit begeben

Sie sich eigentlich aber nur von

einer Abhängigkeit in die nächste. Wir

empfehlen Ihnen deshalb, das Einrichten

eines Kontos zu Beginn komplett

zu überspringen, egal um welchen

Hersteller und welches Konto es sich

handelt. Das ist bei jedem Android-Gerät

möglich. Wählen Sie dazu einfach

im entsprechenden Dialog die Option

Später oder Überspringen aus.

Die Formulierung ist geschickt gewählt,

denn Google fragt zunächst einfach,

ob Sie Gmail bereits nutzen. Sobald

Sie hier Ihre Gmail-Daten angeben,

wird jedoch das komplette Konto eingerichtet.

Also einfach diesen Schritt ebenfalls

überspringen und auch im zweiten Dialog

mit Später antworten. Google wird sich bei

der ersten Nutzung noch öfter mit der Frage

melden, ob Sie ein Konto einrichten wollen.

Antworten Sie stets mit später, dann bleiben

die Fragen irgendwann aus. Die zweite

Hürde, die Sie beim Setup unbedingt nehmen

müssen, ist die Abfrage von Standortdaten.

Entfernen Sie hier unbedingt die Häkchen in

beiden Checkboxen, sonst wandern wiederum

Daten zu Google. Der einzige Schritt,

den Sie beim Setup nicht überspringen können

(zumindest nicht bei Nexus-Geräten), ist

die Einwilligung in die Updates von Google.

Anschließend begrüßt Sie ganz normal die

Android-Oberfläche und Sie können Fotos

machen, im Internet surfen und vieles mehr

– aber keine Apps herunterladen und keine

E-Mails über Gmail verschicken.

Google-Apps aufräumen

Sie haben Ihr Handy ohne Google-Account

eingerichtet und stellen nun fest, dass Sie

mehr als ein Dutzend der vorinstallierten

Apps überhaupt nicht benutzen können?

Oder Sie haben Ihr Smartphone schon länger,

möchten jetzt aber von den vielen Google-

Apps wegkommen? Dann zeigen wir Ihnen,

wie Sie aufräumen. Die meisten Google-Apps

lassen sich nicht deinstallieren, aber Sie können

sie deaktivieren. Die Anwendungen belegen

dann praktisch keinen Speicher und

starten auch nicht von alleine. Das wirkt sich

nicht nur auf den Speicherverbrauch positiv

aus, sondern auch auf die Akkulaufzeit.

Unser Google-freies Handy hielt in den Tests

ein paar Stunden länger durch als üblich!

Das Deaktivieren ist allerdings erst ab Android

4.1 möglich. Auf einer älteren Android-

10

Februar 2014

Android-User.de


Fokus

Android ohne Google

Version müssen Sie wohl oder

übel mit den vorinstallierten

Apps leben, sofern Sie das

Handy nicht rooten wollen.

Wechseln Sie zur App-

Übersicht, und ziehen Sie die

Apps nach oben, die Sie nicht

mehr benutzen wollen. Erscheint

eine Möglichkeit zum

Löschen, dann wählen Sie

diese. In den meisten Fällen

besteht aber nur die Option,

die App auf den Eintrag App-

Info zu ziehen. Dort finden

Sie zahlreiche Details über

die App und oben rechts den

Button Deaktivieren. Wählen

Sie diesen aus, um sämtliche

Updates zu löschen und die

App quasi einzufrieren. Diesen

Schritt müssen Sie für

jede Google-App ausführen. Dazu gehören

neben Play Store, Play Books, Play Games,

Play Music und Play Kiosk auf den meisten

aktuellen Handys auch die Google Suche,

Google+, die Google-Einstellungen und eine

Handvoll weiterer Apps wie Keep, Drive,

Chrome, Hangouts oder Maps. Auch You-

Tube können Sie deaktivieren. Nicht löschen

müssen Sie hingegen den Kalender, das Adressbuch,

die Galerie und den Browser.

Google weist Sie beim Löschen darauf hin,

dass eventuell gewisse Funktionen nicht

mehr verfügbar sein werden. Sie können

diese Warnungen getrost ignorieren. Auch

die Play-Dienste werden Sie mit dem Löschen

automatisch los. Anschließend bleiben

bei einem neuen Handy nur noch ein paar

Apps übrig.

App-Store

auswählen

Natürlich wollen Sie Apps

installieren, Musik hören,

E-Mails verschicken, im Internet

browsen und viele

weitere Dinge tun. Sie müssen

ohne Google-Apps auf

praktisch nichts verzichten,

außer auf ein wenig Komfort.

Der schwierigste Teil

ohne die Google-Apps besteht

darin, den Kalender

und das Adressbuch aktuell

und auf mehreren Geräten

synchron zu halten. Dazu

lesen Sie bitte unseren separaten

Artikel über DavDroid

ab Seite 18.

Abb. 1: Sie müssen beim Setup

Ihres Android-Smartphones keinen

Account einrichten.

Abb. 4: Die meisten Google-Apps

lassen sich nicht löschen, sondern

nur deaktivieren.

Abb. 2: Entfernen Sie die Haken in

den Checkboxen, um nicht als

digitale Wanze zu dienen

Zunächst brauchen Sie einen App-Store, um

Apps herunterzuladen. Sie können diesen

später wieder deinstallieren, wenn Sie sich

sicher sind, dass Sie keine weiteren Apps benötigen.

Wir empfehlen den App-Shop von

Amazon [LINK 3] oder den Yandex.Store [LINK 4],

falls Sie auch Apps kaufen und auf eine möglichst

große App-Auswahl zugreifen wollen.

Dazu muss die Installation von Apps aus unbekannten

Quellen erlaubt sein. Bei Amazon

ist das Angebot deutlich größer, Yandex hat

nur die essenziellen Apps im Angebot. Falls

Sie auch kostenpflichtige Apps nutzen wollen,

müssen Sie Ihre Kreditkartendaten angeben

und sich damit identifizieren. Sie können

bei Amazon also auch Ihren bereits bestehenden

Account benutzen. Sonst legen Sie

einfach einen neuen an.

Wenn Sie möglichst unabhängig

bleiben wollen, bietet

sich die komplett freie Alternative

F-Droid [LINK 5] als

Store an. Allerdings ist hier

das Angebot an Apps doch

sehr eingeschränkt. Einen

Mittelweg zwischen Googlefrei

und App-Verzicht gibt es

auch noch: Wenn Sie die

URL einer App bei Google

Play kennen, dann können

Sie jede App über den APK-

Downloader [LINK 6] auch als

APK-Datei herunterladen.

Die Download-Seite ist allerdings

derart mit Werbung zugemüllt,

dass wir von dieser

Lösung abraten. In jedem

Fall müssen Sie die Installa-

Abb. 3: Die Updates von Google

müssen Sie – auf Nexus-Geräten –

akzeptieren.

Custom-ROM

Wenn Sie etwas Erfahrung mit

Smartphones und Computern

haben, dann ist es am einfachsten,

eine alternative Firmware

aufzuspielen und auf die Installation

der Google-Apps zu verzichten.

Dadurch sparen Sie

auch Platz auf dem Handy, sodass

dieser Weg auch dann

sinnvoll ist, wenn Sie auf einem

älteren Handy über zu wenig internen

Speicher verfügen. Die

am weitesten verbreitete alternative

Firmware ist Cyanogen-

Mod [LINK 1]. Es gibt jedoch Hunderte

von Custom-ROMs im Internet.

Da die Installation einer

alternativen Firmware allerdings

etwas Fachwissen benötigt, ist

dieser Weg für die meisten Nutzer

nicht wirklich gangbar,

zudem gibt es auch nicht für

jedes Android-Gerät ein gutes

Custom-ROM. Gehen Sie noch

einen Schritt weiter, dann kompilieren

Sie Android aus dem

Quellcode selbst [LINK 2]. Das benötigt

aber sehr viel Zeit und

Fachwissen.

Android-user.de Februar 2014 11


Fokus

Android ohne Google

Abb. 5: F-Droid enthält nur freie

Software und gilt deshalb als recht

sichere Quelle für Android-Apps.

Abb. 6: Mit dem Tint Browser surfen

Sie schneller im Internet, ohne auf

Komfort verzichten zu müssen.

Abb. 7: Der Google Kalender verweigert

seinen Dienst ohne

Google-Konto.

Abb. 8: Mit einer lokalen Kalenderdatei

lässt sich der Google Kalender

ganz leicht überlisten.

Abb. 9 Sogar die gewünschte

Farbe hat der neue Kalender übernommen,

besser als im Original.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31569

tion von Apps aus Quellen unbekannter Herkunft

aktivieren, was potentiell ein Sicherheitsrisiko

darstellt.

Alternativen installieren

Üblicherweise sollte auf Ihrem Handy der

Standardbrowser von Android installiert bleiben.

Er basiert auf freier Software, sodass wir

keinen Anlass sehen, die Browser-App auszutauschen.

Sind Sie aber auf der Suche

nach einem sehr guten und schlanken Browser

mit Tab-Support, dann können wir Ihnen

den Tint Browser empfehlen, den es bei F-

Droid zum Download gibt [LINK 7].

Für Ihre Termine können Sie weiterhin den

vorinstallierten Google-Kalender verwenden.

Dieser verweigert zwar zunächst den Dienst

mit einer Fehlermeldung bezüglich

Online-Kalender, sobald

Sie aber mit der App

Offline Calendar [LINK 8] eine

lokale Kalenderdatei erstellen,

funktioniert er prima.

Als E-Mail-App empfehlen

wir K-9 Mail. K-9 Mail ist

freie Software und bei F-

Droid verfügbar. Sie können

damit auch einen Gmail-Account

einrichten, wenn Sie

nicht auf Googles Maildienst

verzichten wollen. Kartenersatz

für Google Maps bietet

OsmAnd, als Navigationslösung

empfiehlt sich das freie

Navit. Musik hören Sie ohne

Play Music mit Apollo, Bücher

lesen Sie mit Cool Reader.

Auch diese Apps gibt es

Abb. 10: Mit Cool Reader bekommen

Sie einen E-Book-Reader, der

viele Formate unterstützt.

bei F-Droid. Mit etwas Recherche finden Sie

für jede Google-App eine passende Alternative,

auch das automatische Hochladen von

Fotos ist zum Beispiel über Flickr möglich

(bei Amazon erhältlich).

Fazit nach einer Woche

Das Handy ohne Google zu benutzen, bringt

ein paar Nachteile mit sich. So müssen Sie

auf viele tolle Features verzichten, die Google

in seinen Apps bietet und ständig ausbaut.

Wenn Sie Ihre Daten ausschließlich auf dem

Handy speichern, dann sind sie unwiederbringlich

verschwunden, wenn Sie es verlieren.

Die Auswahl an Apps ist zwar stark eingeschränkt,

wenn Sie nur F-Droid benutzen,

aber für die wichtigsten Aufgaben findet sich

eine Lösung. Komplett verzichten

müssen Sie allerdings

auf den bequemen

Kauf von Büchern, Filmen

und Musik. Ohne App Store

gibt es auf Ihrem Handy

mehr Sicherheitslücken, da

Sie eventuell über längere

Zeit eine veraltete App benutzen.

Das tatsächliche Risiko

schätzen wir aber als

sehr gering ein. Nach unserem

Test über sieben Tage

lang ohne Google-Account

kehrten wir gerne wieder zu

den gewohnten Apps zurück,

haben bei dem Experiment

aber auch sehr viele

tolle neue Apps und Tricks

entdeckt, die wir sonst übersehen

hätten.

● ● ●

12

Februar 2014

Android-User.de


Fokus

Sichere Alternativen

Sichere Android-Alternativen für Standard-Apps

Abhörsicher

Vermutet haben wir es

schon lange, dank

Edward Snowden

haben wir nun Gewissheit:

Unsere Privatsphäre

gehört uns

schon längst nicht mehr

alleine. Doch müssen

wir dabei einfach

zuschauen? Android

User meint „Nein!“ und

zeigt sichere Apps für

die Kommunikation.

Carsten Müller

Katarzyna Bruniewska-Gierczak, 123RF

Spitzelorganisationen wie die NSA

werden irreführend als „Sicherheitsdienste“

bezeichnet. In

Wahrheit tragen Sie zur weltweiten

Verunsicherung bei und führen längst

einen subtilen Cyberkrieg gegen alles und

jeden. Und wir sind mittendrin. Mit unseren

Smartphones sind wir ständig online und

vertrauen unsere Dokumente und persönlichen

Daten Clouddiensten an, die zu 99 Prozent

in den USA angesiedelt sind. Zudem

versenden wir unverschlüsselte E-Mails –

und unsere Telefonate können Geheimdienste

sowieso mühelos belauschen. Gibt es

denn keine sicheren Alternativen?

Verschlüsselt texten

Ob über E-Mail, SMS oder per Chat

– die Texte, die Sie mit herkömmlichen

Apps versenden, sind in aller

Regel unverschlüsselt und dementsprechend

einfach auszuspionieren. Das lässt sich vergleichsweise

leicht ändern, indem Sie Ihre

Texte vor dem Senden verschlüsseln. Dazu

bietet sich zum Beispiel die App unreadable

[LINK 1] an. Der Name der kleinen, schick gemachten

Anwendung ist Programm:

Die von Ihnen eingegebene Nachricht

wird mit dem AES-Algorithmus

(Advanced Encryption

Standard) verschlüsselt

– und der verschlüsselte

Text ist ohne das

von Ihnen vorgegebene

Passwort nicht

lesbar. Dabei gilt: Je

länger das von

Ihnen definierte

Passwort ist, desto

sicherer ist die Verschlüsselung.

Den

Code teilen Sie anschließend

mit einer

beliebigen anderen

App, zum Beispiel mit

WhatsApp oder E-Mail.

Auf Wunsch hängt unreadable

auch gleich eine (lesbare)

Anleitung für den Empfänger mit

an, damit er den Text wieder dekodieren

kann. Das ist entweder möglich, indem

er ebenfalls die App unreadable installiert

oder sich per Browser auf die Webseite des

Dienstes begibt. Selbstverständlich muss er

in beiden Fällen Ihr geheimes Passwort kennen.

Das müssen Sie ihm mitteilen – am besten

bei einem persönlichen Treffen, denn

eine unverschlüsselte Online-Übermittlung

würde Ihr Vorhaben ad absurdum führen.

E-Mails verschlüsseln

Eine weitere Variante für das Verschlüsseln

von Texten bietet die

App APG [LINK 2]. Sie ist eine Android-Implementierung

der recht zuverlässigen

und seit vielen Jahren vergleichsweise

populären Software „Pretty Good Privacy“.

Die Verschlüsselung damit basiert auf einem

öffentlichen und einem privaten Schlüssel

und ermöglicht einen vergleichsweise hohen

Sicherheitsstandard. Durch den hohen Bekanntheitsgrad

von PGP ist eine gewisse

Wahrscheinlichkeit gegeben, dass zumindest

ein technisch versierter Empfänger Ihrer

Nachrichten das Verfahren bereits kennt.

Auch bei APG muss selbstverständlich der

Empfänger über technische Möglichkeiten

verfügen, den sonst unlesbaren Code des

Senders zu entschlüsseln – entweder ebenfalls

über die APG-App oder am PC über eine

PGP-Software. Beide Möglichkeiten – unreadable

und APG – bieten Lösungen außerhalb

der eigentlichen Kommunikations-App. Sie

können also nicht direkt in Ihrer E-Mail oder

Messenger-App Ihre Nachricht verschlüsseln,

sondern müssen dies extern in der Verschlüsselungs-App

tun. Über die Teilen-Funktion

fügen Sie dann den verschlüsselten Code in

Ihre eigentliche Anwendung ein. Zumindest

im Fall von E-Mail geht es jedoch deutlich

bequemer. Und zwar mit K-9 Mail [LINK 3].

K-9 Mail ist ein sehr mächtiger E-Mail-Client

für Android und bringt die APG-Verschlüsselung

gleich als Bordwerkzeug mit.

Hier können Sie also sehr bequem direkt in

Ihrer E-Mail-Sendezentrale die Verschlüsselung

sozusagen auf Knopfdruck aktivieren.

Der Funktionsumfang und das Sicherheitsniveau

entsprechen der APG-App und somit

dem PGP-Verfahren allgemein.

14

Februar 2014

Android-User.de


Fokus

Sichere Alternativen

Abb. 1: Die App unreadable verschlüsselt

Ihre Texte. Das Resultat

teilen Sie über beliebige Apps.

Abb. 2: Die verschickte Mail enthält

zusätzlich eine Anleitung zum

Entschlüsseln der Nachricht.

Abb. 3: APG ist ein Pretty-Good-Privacy-Client

für Android. Mit der

App verwalten Sie PGP-Schlüssel.

Abb. 4: Die PGP-verschlüsselte

Nachricht lässt sich mit jedem

PGP-fähigen Client entschlüsseln.

WhatsApp auf Nummer Sicher

WhatsApp ist praktisch, superbequem,

sehr günstig und extrem populär.

Kaum ein Smartphone-Nutzer,

der die komfortable Kommunikation mit

seinen Freunden per WhatsApp nicht

schätzt. Die Sicherheit bleibt dabei jedoch

gleich aus mehreren Gründen auf der Strecke.

Ganz zu schweigen von verschlüsselter

Übertragung – diese ist bei WhatsApp

schlicht nicht vorgesehen. In diese Bresche

springt der Messaging-Dienst Telegram

[LINK 4]. Die schicke App bietet nicht nur

ebenso bequeme Chats wie WhatsApp, sondern

gleich noch weitere Vorteile. Im Gegensatz

zu WhatsApp lässt sich Telegram problemlos

auf mehreren Geräten installieren und

nutzen. Außerdem speichert Telegram die

Chats auf dezentralen, weltweit verteilten

Abb. 5: Telegram verbindet den

Komfort von WhatsApp mit einem

hohen Maß an Sicherheit.

Servern. Diese dezentrale Struktur sorgt

nicht nur für schnelle Nachrichtenübertragung,

sondern auch für den Zugriff auf die

Chat-Verläufe mit jedem Endgerät. Dabei

werden sichere Übertragungsverfahren genutzt.

Unter Sicherheitsaspekten richtig interessant

wird Telegram jedoch durch die Möglichkeit

von „Secure Chats“. Bei diesen Chats

wird nichts auf zentralen Servern gespeichert,

und durch eine verschlüsselte End-toend-Verbindung

sind ausschließlich Sender

und Empfänger in der Lage, die Nachrichten

zu lesen. Die Möglichkeit, eine Selbstzerstörung

der Nachrichten einzurichten, erhöht

die Sicherheit noch weiter, denn die Zerstörung

wirkt auf beiden Seiten des Chats, und

die Nachrichten sind anschließend vollständig

vernichtet. Telegram ist kostenlos und

frei von jeglicher Werbung. Kostengünstiger,

schneller, sicherer und

noch bequemer als Whats-

App – keine Frage: Das ist

cool! Die App ist allerdings

keine freie Software, sodass

Sie ganz den Versprechungen

des Herstellers

glauben müssen.

Abb. 6: Telegram ist kostenlos und

behauptet von sich selbst, absolult

sicher zu sein.

Anonym und

sicher surfen

Die 2002 begonnene

Arbeit am

Tor-Netzwerk

widmet sich dem Ziel, ein

Netzwerk zu erschaffen,

das den Nutzer vor der

Analyse seines Datenver-

Zu kompliziert?

Spätestens, wenn Sie sich mit

der Frage beschäftigen, wie Sie

Ihr Smartphone – oder generell

Ihr Leben im Web 2.0 – halbwegs

abhörsicher gestalten wollen,

werden Sie schnell feststellen:

Sie müssen mehr oder weniger

anstrengende Klimmzüge

unternehmen. Weil wir Menschen

es gerne bequem haben,

lieben wir einfache Apps und

simple Lösungen – die Gefahren

blenden wir nur zu gerne aus.

Und die Hersteller von Messagingdiensten

wie WhatsApp

sehen gar keine Notwendigkeit,

auf Datenschutz und Abhörsicherheit

gesteigerten Wert zu

legen. Der Erfolg ihrer Angebote

gibt ihnen sogar recht. Wer aber

wirklich will und wer bereit ist,

auf ein wenig Bequemlichkeit zu

verzichten, kann sich tatsächlich

schützen.

Android-user.de Februar 2014 15


Fokus

Sichere Alternativen

Alle

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www.android- user.de/qr/31574

Abb. 7: Orbot sorgt innerhalb weniger

Sekunden für eine verschlüsselte

Internetverbindung.

Abb. 8: Beim Starten prüft Orweb

zunächst die sichere Tor-Netzwerk-

Verbindung.

Abb. 9: Orweb ist ein simpler Web-

Browser mit sehr guter Seitendar-

kehrs schützt. Dazu installiert der User eine

Client-Software, die eine verschlüsselte Verbindung

mit dem Tor-Netzwerk aufbaut. Sobald

die Verbindung mit dem ersten Tor-Server

steht, stellt dieser eine weitere verschlüsselte

Verbindung zu einem zweiten Server

und dieser wiederum zu einem dritten Server

her. Dieses relativ umständliche Verfahren

dient der Anonymität des Nutzers. Die Verbindungsstrecken

werden zudem alle 10 Minuten

verändert und neu aufgebaut, um eine

Rückverfolgung möglichst schwer zu machen.

Android-Nutzer können Tor auf recht

einfache Weise verwenden. Dazu benötigen

Sie die App Orbot [LINK 5], die die Verbindung

zum Tor-Netzwerk herstellt. Das geht ganz

ohne Konfigurationsaufwand,

und in wenigen Sekunden

ist die sichere Tor-

Verbindung aufgebaut.

Wenn Ihr Gerät gerootet

ist, gilt die sichere Verbindung

ins Tor-Netzwerk geräteweit

für alle Apps.

Wenn Sie nicht über Root

verfügen, benötigen Sie

noch eine Browser-App,

die Orbot unterstützt. Hier

empfiehlt sich Orweb

[LINK 6], ein relativ simpel

gehaltener, dafür aber optimal

auf Orbot abgestimmter

Web-Browser.

Die Nutzung von Orbot

und Orweb ist kinderleicht.

Dennoch leidet

auch mit diesem Sicherstellungheitsnetz

die Bequemlichkeit,

denn Sie müssen

spürbare Geschwindigkeitseinbußen

beim Surfen

hinnehmen. Die verschlüsselte

Übertragung „kostet“

nämlich bis zu 40 Prozent

der Performance. Und ein

weiterer Wermutstropfen:

Die Tatsache, dass sich das

Tor-Projekt nur zu 40 Prozent

aus privaten Spenden

und zu knapp 60 Prozent

aus Zuwendungen der US-

Regierung (!) finanziert,

regt selbst bei unkritischen

Geistern wilde Fantasien

an. Man muss nicht paranoid

sein, um hier zur

Skepsis zu neigen und in

Tor eine Falle zu sehen.

Abhörsicher telefonieren

Als die NSA das Mobiltelefon von

Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört

hat, waren Textnachrichten

vermutlich nur nebensächlich. Das Ziel war

vielmehr das Mithören der geführten Gespräche.

Auch die Bundeskanzlerin ist eine

Freundin der Bequemlichkeit: Mit ihrem

rund 2500 Euro teuren, abhörsicheren Spezialhandy

zu telefonieren, ist ihr offensichtlich

zu mühsam – der Gesprächspartner bräuchte

nämlich dann ebenfalls ein gleichermaßen

gesichertes Gerät, was spontane Telefonate

ohne vorherige Verabredung verkompliziert.

Mit der Nutzung ihres gewöhnlichen Smartphones

machte sich Angela Merkel jedoch

Abb. 10: RedPhone ist verblüffend

einfach und ermöglicht abhörsichere,

verschlüsselte IP-Telefonate.

16

Februar 2014

Android-User.de


zur leichten Beute für die NSA-Schlapphüte. Genau wie wir.

Die Telefonie über das GSM-Netz ist fast so offen wie das

sprichwörtliche Scheunentor. Da sich der gesamte Bekanntenkreis

wohl kaum zu einem Hochsicherheitshandys wird

durchringen können, stellt sich die Frage: Kann man auch mit

einem herkömmlichen Androiden abhörsicher telefonieren?

Ja, man kann, allerdings nicht über das Sprachnetz, sondern

via Voice-over-IP über das Datennetz. Die App Red-

Phone [LINK 7] schickt sich an, für eine verschlüsselte Sprachverbindung

über das Internet zu sorgen. RedPhone ist angenehm

simpel in der Bedienung: Einfach die App starten, aus

dem Telefonbuch den gewünschten Gesprächspartner auswählen

und anrufen. So weit jedenfalls die Theorie. Die Sache

hat leider mehrere Haken. Zum einen kommt es häufig zu extremen

Verzögerungen in der Sprachübertragung: 10-sekündige

Wartezeiten, bis Ihr Gegenüber endlich Ihre Worte vernommen

hat, können auf Dauer ganz schön nerven. Im heimischen

WLAN mit angenehmer Bandbreite mag die sichere

IP-Telefonie mit RedPhone noch praktikabel sein. Unterwegs

im mobilen Internet scheitert es dann gerne auch mal an der

realen Geschwindigkeit. Und die sichere Telefonie sorgt für

hohen Datenverkehr. Dafür ist eine ungedrosselte Flatrate

Pflicht. Nicht zuletzt muss – wie bei allen verschlüsselten

Übertragungen – auch der Gesprächspartner über die Red-

Phone-App verfügen. Sonst bleibt die Leitung vollständig

stumm, und RedPhone bietet dann lediglich an, den Angerufenen

per E-Mail dazu einzuladen, doch RedPhone zu installieren,

um mit Ihnen abhörsichere Gespräche zu führen.

Fazit

Die tägliche Kommunikation über das Smartphone praktisch

abhörsicher zu gestalten, ist möglich. Aber es funktioniert

nur, wenn man auch ein Gegenüber findet, das bereit ist, den

gleichen Aufwand zu betreiben. Wären die Finanzierung und

damit die potenzielle Einflussnahme beim Tor-Netzwerk nicht

so fragwürdig, dann wäre das sichere Surfen eine gute Option.

Tausche etwas Geschwindigkeit gegen mehr Sicherheit –

damit könnte man leben.

Das abhörsichere Telefonieren

erweist sich als eher theoretische

Möglichkeit, der es

an Praxistauglichkeit wegen

fehlender Bandbreite mangelt.

Die Verschlüsselung

mit einer App wie unreadable

ist ein sinnvoller Kompromiss

zwischen Aufwand

und Sicherheit. Richtig empfehlenswert

ist der Umstieg

von WhatsApp zu einer verschlüsselten

Alternative wie

Telegram oder Line (siehe

Artikel auf Seite 58). Chatten

auf hohem Sicherheitsniveau

ist möglich, ohne auf

Komfort zu verzichten! Teilen

Sie diese Infos mit Ihren

Abb. 11: Hat der Gesprächspartner

die RedPhone-App nicht installiert, Freunden, um mehr Privatsphäre

zu schaffen. ● ● geht gar nichts.


Android-user.de


Fokus

DAVdroid

Michael Brown, 123RF

Kalender- und Adressbuch-Sync ohne Google

Meine

Daten

Mails, Kontakte, Termine oder auch Ortsdaten:

Aus Bequemlichkeit speichern wir alles bei Google.

Mit DAVdroid lassen sich jedoch Adressbücher und

Termine zu unabhängigen oder selbst-gehosteten

Diensten auslagern und so die allgegenwärtige

Google-Cloud umgehen. Christoph Langner

CalDAV und CardDAV

Können Sie sich erinnern, wie umständlich

einmal der Wechsel des

Handys war? Lagerten die Telefonnummern

nicht auf der SIM – weil

man Nummern und Anschriften im Adressbuch

des Handys speichern wollte – dann

musste man spezielle Programme installieren,

die die Adressdaten etwa mit Outlook

abglichen – und hoffen, dass es zum Import

auf das neue Handy ebenso eine Lösung gab.

CalDAV und CardDAV sind standardisierte Protokolle, mit denen sich Kalender und

Kontaktdaten über das Internet übertragen und synchronisieren lassen. Beide Protokolle

setzen auf WebDAV auf, das oft zum Einsatz kommt, wenn größere Mengen an

Dateien und Verzeichnissen übertragen werden sollen, ohne dass Firewalls weitere

Ports öffnen müssen.

Sync per Cal- und CardDAV

Mit Smartphones und der allgegenwärtigen

Datencloud ist dieser Aufwand in Vergessenheit

geraten. Wenn Sie heute ein neues Android-Handy

in Betrieb nehmen, müssen Sie

nur noch Ihre Google-Adresse eintragen, und

schon zieht das Gerät Telefonnummern, Adressbücher

und Ihre Termine aus dem Netz.

Ja, sogar Ihre Handybilder sind umgehend

alle wieder da, wenn Sie Ihre Aufnahmen

Diensten wie Dropbox oder Google+ anvertraut

haben.

Auch wenn Google es von Haus aus bei

Android nicht anbietet: Kalender und Adressbuch

müssen nicht zwingend bei Google liegen.

Über die standardisierten Protokolle

CalDAV und CardDAV können Sie diese

Daten in Ihrer eigenen Cloud oder bei unabhängigen

Anbietern lagern, ohne dass Sie

18

Februar 2014

Android-User.de


Fokus

DAVdroid

den Komfort der Synchronisation Ihrer Daten

über das Internet verlieren.

Abb. 1: Posteo bietet neben E-Mails ein Web-Frontend mit Kalender und Adressverwaltung.

Installation von DAVdroid

Dazu nötig ist ein entsprechendes CalDAV/​

CardDAV-Plugin, das Sie als App über den

Play Store installieren können. Für unseren

Test nutzen wir das quelloffene DAVdroid

[LINK 1], das sich für etwa 3 Euro aus dem Play

Store [LINK 2] installieren lässt. Alternativ finden

Sie das Programm kostenlos im Open-

Source-Market F-Droid [LINK 3]. DAVdroid wird

aktiv entwickelt und bietet die Synchronisation

von Kalendern und Adressbüchern.

Zusätzlich benötigen Sie noch einen Speicherplatz

für Ihre Daten – Google soll es ja

nicht mehr sein. Hier bietet es sich an, einen

CalDAV-/​CardDAV-Server auf eigenem

Webspace mit ownCloud [LINK 4] aufzusetzen

oder auf alternative E-Mail-Anbieter und Internetdienste

wie Posteo [LINK 5] oder 1&1

MailXchange [LINK 6] zuzugreifen. ownCloud

hat den Vorteil, dass alle Ihre Daten komplett

unter Ihrer Kontrolle bleiben, allerdings müssen

Sie selber eine Instanz aufsetzen.

Das Berliner Unternehmen Posteo hingegen

bietet werbefreie und verschlüsselte

Postfächer samt Kalender und Adressbüchern

an, die sich dank offener Protokolle

leicht mit Android synchronisieren lassen.

Um den Dienst zu finanzieren, verlangt Posteo

Gebühren – mit einem Euro pro Monat

sind diese jedoch bezahlbar. MailXchange

von 1&1 richtet sich eher an Unternehmen,

die eine Groupware-Lösung suchen.

DAVdroid konfigurieren

DAVdroid finden Sie nach der Installation

nicht unter Ihren Apps. Als Schnittstelle zwischen

dem Adressbuch des Handys und

einem CalDAV-/​CardDAV-Server klickt sich

DAVdroid in die Kontenverwaltung ein. Öffnen

Sie daher die Einstellungen Ihres Handys,

und tippen Sie im Abschnitt „Konten“

auf Konto hinzufügen. Hier wählen Sie nun

DAVdroid als Kontotyp aus.

Im darauf folgenden Einrichtungsassistenten

tragen Sie die Zugangsdaten zu Ihrem

CalDAV-/​CardDAV-Server ein [LINK 7]. Bei Verwendung

von Posteo müssen Sie an dieser

Stelle lediglich posteo.de:8443 als über https

verschlüsselte URL und Ihren Benutzernamen

ohne „@posteo.de“ am Ende – eintragen.

Abschließend fragt DAVdroid, welche

der mit Ihrem Account verknüpften Online-

Adressbücher und ‐Kalender synchronisiert

werden sollen. Üblicherweise sind dies

nur das Standardadressbuch und der als

Standard ausgewählte Kalender.

ownCloud-User haben es beim Abgleich

über DAVdroid ein wenig schwerer.

Kalender und Adressbuch müssen

als getrennte Accounts einzeln angelegt

werden, die URLs lauten example.com/

remote.php/caldav/ bzw. example.com/

remote.php/carddav/. Die Pfade müs-

Abb. 2: Die DAVdroid-App klinkt sich direkt

in die Kontenverwaltung des Handys ein.

Tipp

Wenn Sie DAVdroid über den Play

Store installieren, haben Sie eventuell

das Problem, dass alle DAVdroid-Konten

samt Daten bei einem Neustart des

Geräts verschwinden. Dem Problem

liegt ein Fehler in den Versionen ab Android

4.1 „Jelly Bean“ zugrunde, den

Google auch in Android 4.4 noch nicht

behoben hat [LINK 8]. Wer DAVdroid

nicht über F-Droid installiert, muss

daher auf aktuellen Geräten noch einen

Workaround [LINK 9] einspielen.

Android-user.de Februar 2014 19


Fokus

DAVdroid

Abb. 3: In DAVdroid tragen Sie die

Zugangsdaten für Ihren CalDAV-/​

CardDAV-Account ein.

Abb. 4: Wählen Sie danach den zu

synchronisierenden Kalender oder

das Adressbuch aus.

Abb. 5: Beim Speichern eines Kontakts

haben Sie die Wahl zwischen

Google und DAVdroid.

Abb. 6: Den Speicherort eines

bestehenden Kontakts erkennen

Sie am Icon.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31303

Abb. 7: Der Kalender kennzeichnet

Termine aus unterschiedlichen Quellen

in verschiedenen Farben.

sen Sie entsprechend Ihrer ownCloud-Installation

anpassen. Anschließend wählen Sie jeweils

den zu synchronisierenden Kalender

bzw. das Adressbuch aus.

Online-Sync ganz ohne

Google

Nach dem Einrichten Ihres CalDAV-/​Card-

DAV-Accounts sollten nun automatisch Termine

und Kontakte aus Ihrem bereits gefüllten

Online-Account auf dem Handy erscheinen.

Legen Sie auf dem Smartphone einen

neuen Eintrag im Kalender oder Adressbuch

an, dann können Sie jetzt zwischen Ihrem

Google- und DAVdroid-Konto wählen. Entscheiden

Sie sich für DAVdroid, synchronisiert

Ihr Handy den neuen

Eintrag an Google vorbei

mit Ihrem eigenen Cloudspeicher.

Mit welchem Konto einer

Ihrer Adressbucheinträge

verwaltet wird, sehen Sie in

der Kontakte-App. Wollen

Sie auf das Google-Adressbuch

komplett verzichten,

legen Sie in den Einstellungen

der Kontakte-App fest,

dass nur Einträge aus dem

DAVdroid-Adressbuch erscheinen

sollen. Unter Personalisieren

lässt sich zusätzlich

noch genauer bestimmen,

welche Kontaktgruppen

aus welchem Kalender

das System im Adressbuch

anzeigen soll.

Abb. 8: Beim Erstellen eines Termins

wählen Sie den Speicherort per

Dropdown-Menü aus.

Termine im Kalender färbt Android je nach

Quelle unterschiedlich ein. So können Sie

Einträge aus Ihrem Google-Kalender von

denen aus Ihrem DAVdroid-Account unterscheiden.

Welche Kalender in der App erscheinen

sollen, lässt sich in den Einstellungen

der Kalender-App unter Anzuzeigende

Kalender konfigurieren. Tragen Sie einen

neuen Termin ein, dann bestimmen Sie über

einen Klick auf den farbig hinterlegten Account

im Kopf des Dialogs, in welchem Kalender

der Eintrag gespeichert werden soll.

Fazit

Es muss nicht immer Google sein! Die Synchronisation

von Adressen und Terminen

über DAVdroid und einen

Web-Anbieter wie Posteo,

1&1 oder eine selbst-gehostete

ownCloud-Installation

funktioniert auch unter Android

problemlos. Sie brauchen

sich lediglich darum

zu kümmern und die

Dienste einzurichten.

Das ist nicht ganz so simpel

und von Haus aus auf

dem Handy vorkonfiguriert

wie bei Google, und es kostet

Sie im Endeffekt immer

ein klein wenig Geld. Doch

wenn Sie für einen Dienst

wie Ihren Google-Account

rein nichts bezahlen, dann

sind nicht Sie der Kunde,

sondern das zum Verkauf

stehende Produkt. ● ● ●

20

Februar 2014

Android-User.de


Fokus

Schnüffelstopp

So hinterlassen Sie mit Ihrem Smartphone möglichst wenig Spuren im Netz

Spuren

vermeiden

Jorgen McLeman, 123RF

Smartphone-Besitzer

tragen quasi stets eine

digitale Wanze mit sich

herum und geben

neben dem Standort

auch weitere Daten

preis. Wir zeigen Ihnen,

wie Sie die Wanze entschärfen

können.

Samuel Groesch

Marcel Hilzinger

Die Enthüllungen von Edward

Snowden haben gezeigt, wie ungeschützt

die Privatsphäre jedes

Einzelnen ist. Smartphones sind

ein Schlaraffenland für Geheimdienste: Alle

persönlichen Daten versammelt an einem

Platz. Über Kontakte, Kalender und persönliche

Fotos bis hin zu E-Mails und Kontoinformationen

sind alle Daten auf den kleinen

Computern gespeichert. Die meisten großen

Internetfirmen stammen aus den USA. Da die

dortigen Behörden nach aktuellem Wissensstand

ein relativ leichtes Spiel haben, an

Daten heranzukommen, müssen Sie davon

ausgehen, dass ein Teil Ihrer Privatsphäre

nicht wirklich existiert. Auch in Deutschland

lesen die Behörden viele Informationen mit.

Doch Sie müssen Ihre Daten nicht

leichtsinnig preisgeben: Mit einigen

Tricks bewahren Sie Ihre Privatsphäre

trotz Smartphone.

Standortfreigabe

Sie hinterlassen bei jedem

Streifzug durch das Internet

Spuren, die wiederum von

anderen gelesen und gespeichert

werden können.

Durch die IP-

Adresse, die Sie

zwingend bekannt

geben müssen,

wenn Sie eine

Webseite besuchen,

kann bereits

jeder Webseitenbetreiber

Ihren ungefähren

Standort ermitteln

[LINK 1]. Über Cookies

lässt sich zudem Ihr

Surfverhalten weiter analysieren.

Deutlich mehr Informationen

geben Sie an den Hersteller des Browsers

weiter. Dieser ist in der Lage, Ihre aufgerufenen

Webseiten, eingegebenen Passwörter

und viele weitere Daten zu speichern.

Google, Microsoft, die Mozilla Foundation

oder Opera sind bekannte Browserhersteller.

Wenn Sie einen Browser dieser Firmen nutzen,

dann können Sie – relativ – sicher sein,

dass gespeicherte Passwörter nicht missbraucht

werden. Doch was ist mit den vielen

alternativen Browsern bei Google Play, hinter

denen unbekannte Entwickler stehen?

Neben der IP-Adresse besteht auf dem

Handy die Möglichkeit, eine genaue Ortung

durch das Mobilfunksignal durchzuführen.

Bis auf wenige Meter genau kann man Sie

via GPS orten. All diese Informationen stehen

auch einer Browser-App zur Verfügung,

wenn die App die Rechte bei der Installation

beantragt und zugeteilt bekommen hat.

Google Chrome

Wir zeigen Ihnen die zur Verfügung stehenden

Optionen anhand von Google Chrome,

ähnliche Einstellungen gibt es aber in jedem

anderen Browser auch, auch beim Standardbrowser

von Android. Öffnen Sie also den

von Ihnen präferierten Browser und navigieren

Sie in die Einstellungen. Bei Chrome klicken

Sie auf die Menütaste beziehungsweise

auf das Symbol mit den drei Punkten und

wählen Sie Einstellungen. Zuerst bekommen

Sie die Synchronisation mit Ihrem Google-

Account angezeigt. Legen Sie viel Wert auf

Ihre Privatsphäre, dann sollten Sie diese deaktivieren.

Denn damit Google etwas synchronisieren

kann, müssen erst einmal die

Daten gespeichert werden. Am einfachsten

und am schnellsten beenden Sie den Datenaustausch

mit den Google-Servern, indem Sie

das Konto komplett aus dem Browser entfernen.

Am unteren Displayrand gibt es hierfür

einen Button mit der Aufschrift Verbindung

zum Google-Konto trennen. Diesen Schritt

lässt sich die Anwendung einmal bestätigen.

Anschließend taucht in den Einstellungen

22

Februar 2014

android-User.de


Fokus

Schnüffelstopp

der Punkt mit Ihrem Google-Konto nicht

mehr auf, stattdessen befindet sich ganz

unten ein Button In Chrome anmelden.

Unabhängig davon, ob Chrome mit dem

Google-Konto verbunden ist, speichert der

Browser in der Grundeinstellung Passwörter,

um dann beim erneuten Aufruf einer Seite

Ihnen die Anmeldung abzunehmen. Das

klingt zunächst einmal sehr bequem, bedeutet

aber auch, dass der Browser die Passwörter

für alle Ihre Dienste kennt und eventuell

auch in der Cloud speichert. Aus diesem

Grund empfehlen wir Ihnen vor allem bei

unbekannten Browser-Apps, auf diese bequeme

Möglichkeit zu verzichten und sich

lieber ein paar Passwörter zu merken. In

Google Chrome schalten Sie die Funktion

einfach mit dem An/​Aus-Switch unter Passwörter

speichern aus. Hier finden Sie auch

eine Liste der Webseiten, deren Passwörter

der Browser bereits gespeichert hat und bei

denen Sie das Sichern verboten haben.

Abb. 2: Alternativ können Sie auch

nur einzelne Bereiche der Synchronisation

ausschalten.

Auch Kleinvieh macht Mist

Unter den erweiterten EInstellungen von

Chrome sind Dinge wie die Do Not Track-

Funktion, Cookies und JavaScript zusammengefasst.

Beginnen Sie mit der Kategorie

Datenschutz. Dort gibt es zwei relevante Optionen.

Bei der Aktivierung von Do Not Track

sendet der Browser bei jedem Zugriff auf

eine Webseite eine sogenannte Do-Not-Track-

Anforderung mit. Anhand dieser Information

weiß dann eine Webseite, dass Sie Ihnen

zum Beispiel keine personalisierte Werbung

anzeigen und Ihren Besuch nicht speichern

soll. Inwieweit ein einzelner Anbieter diese

Anforderung akzeptiert und entsprechend interpretiert,

können Sie jedoch nicht nachvollziehen:

Es hängt komplett vom Seitenbetreiber

ab. Insofern bietet die Option keinerlei

Sicherheit.

Zusätzlich zu diesem Feature befindet sich

ganz unten der Button zum Löschen der

Browserdaten. Über diesen können Sie die

vom Browser gespeicherten Daten wie Verlauf,

Cookies, AutoFill-Daten und Passwörter

löschen. Das sollten Sie in jedem Fall als Erstes

tun, wenn Sie beim Aufräumen sind.

Die letzte für die Privatsphäre interessante

Kategorie im Browser sind die Inhaltseinstellungen.

Eine Reihe von Optionen ermöglicht

hier den Ausbau Ihrer Privatsphäre. Über den

Eintrag Cookies zulassen, schalten Sie die

Schnüffelkekse ab. Cookies sind eine Art

Krümel, die Webseiten auf Ihren Geräten

speichern. Häufig werden diese verwendet,

um zu erkennen, ob Sie sich bereits auf einer

Webseite angemeldet haben oder eben nicht.

Anhand dieser kleinen Informationsdateien

ist aber auch eine Nachverfolgung möglich:

Denn durch wiederholtes Auslesen und Setzen

von Cookies können Webseitenbetreiber

Ihr Gerät und somit Sie selbst einwandfrei

identifizieren, auch wenn Sie mit einer anderen

IP-Adresse unterwegs sind.

Ein Anbieter erkennt via Cookie, ob Sie bereits

auf seiner Seite waren oder das erste

Mal da sind. Er sieht, wann Sie zuletzt da

waren, welche Seiten Sie zuletzt aufgerufen

haben und so weiter. Auch personalisierte

Werbung kann durch Cookies geschaltet werden.

Durch die Deaktivierung gewinnen Sie

also ein deutliches Stück Privatsphäre, verlieren

aber auch Komfort. So verweigern einige

Webseiten die Nutzung, wenn die Cookies

deaktiviert sind. Die meisten

Webseiten nutzen Cookies

nicht, um Sie auszuspionieren,

sondern um

spezielle Funktionen anzubieten.

So lässt sich zum

Beispiel durch eine Kombination

von Cookie und IP-

Adresse bei Abstimmungen

verhindern, dass jemand

doppelt abstimmt.

Ähnlich sieht die Situation

mit JavaScript aktivieren

aus. Durch die Möglichkeit

zur Ausführung

von JavaScript-Code erlangt

der Webseitenanbieter

viele Informationen

über Ihr Gerät und Ihr Verhalten.

Aber ohne die Ausführung

von JavaScript-

Abb. 3: Unter den Datenschutzeinstellungen

lassen sich die gesammelten

Daten löschen.

Abb. 1: Trennen Sie Ihr Google-Konto

vom Browser, damit Browserdaten

nicht synchronisiert werden.

Keine Panik!

Die in diesem Artikel geschilderten

Einstellungen sind Vorsichtsmaßnahmen,

die Ihnen bewusst

sein sollten, die Sie aber nicht

nutzen müssen, wenn Sie zum

Beispiel auf die Ortung via Mobilfunknetz

für bestimmte Apps

nicht verzichten möchten. Jeder

Nutzer muss seine eigene Entscheidung

treffen, welche Daten

er im Internet preisgeben

möchte. Zwischen panischer Paranoia

und leichtsinniger Freigabe

gilt es also, einen guten

Kompromiss zu schließen. Es

kann genauso sinnvoll sein, seinen

Standort permanent öffentlich

freizugeben, als zu versuchen,

ihn komplett zu verheimlichen.

Die Entscheidung liegt bei

Ihnen!

Android-user.de Februar 2014 23


Fokus

Schnüffelstopp

Abb. 4: Beschränken Sie die Nutzung

von Cookies und JavaScript in den

Inhaltseinstellungen.

Abb. 5: Sie entscheiden, ob Sie

Apps Zugriff auf Ihren Standort

gewähren möchten.

Code im Browser ist die Benutzung mancher

Webseiten erheblich eingeschränkt oder

sogar unmöglich. Möchten Sie Ihre Privatsphäre

bestmöglich schützen, empfehlen wir

aber die Deaktivierung von JavaScript und

das Verbieten von Cookies. Entfernen Sie

dazu einfach die zwei entsprechenden Haken

in den Inhaltseinstellungen.

Manche Webseiten ermöglichen Sprachund

Videoanrufe. Auch diese Funktion birgt

die Gefahr, missbraucht zu werden. Deshalb

sollten Sie grundsätzlich den Zugriff auf Kamera

und Mikrofon verbieten und die Funktion

nur aktivieren, wenn Sie diese explizit

benötigen. In der Grundeinstellung ist diese

Option in Chrome deaktiviert.

Wenn Sie die genannten Punkte alle berücksichtigen,

surfen Sie mit Google Chrome

deutlich geschützter und hinterlassen deutlich

weniger Spuren.

Android-Einstellungen

Seitdem es Smartphones gibt, halten Ortungsfunktionen

über GPS oder das Mobilfunknetz

in die Geräte Einzug. Damit kommen

viele nützliche Apps auf Ihr Gerät, die

den Standort sinnvoll nutzen, um Ihnen

einen Mehrwert zu bieten: Wetter-Widgets

finden dadurch Ihren aktuellen Aufenthaltsort

automatisch heraus, und Navigationsapps

sind überhaupt erst dank GPS möglich.

Welche App wann und wie oft auf Ihren

Standort zugreift, können Sie in aktuellen

Android-Versionen überprüfen [LINK 2]. Doch

was die Apps mit den Daten dann machen,

darauf haben Sie keinen Einfluss mehr. In

den Android-Einstellungen Ihres Handys finden

Sie eine Kategorie Standort. Hier legen

Sie zunächst einmal mit

dem Schalter in der oberen

Leiste fest, ob Sie generell

die Standortfreigabe aktiviert

haben möchten. Als

nächsten Punkt bestimmen

Sie den gewünschten

Modus, wie der Standort ermittelt

werden soll. Es stehen

Ihnen drei Möglichkeiten

zur Verfügung. Zum

einen die Bestimmung des

Standorts nur anhand von

GPS (Nur Gerät). GPS ist bis

auf wenige Meter genau und

braucht in der Regel einige

Sekunden, bis die Ortung

steht. Die andere Option ist

die alleinige Nutzung von

WLAN und Mobilfunknetzen

(Stromsparfunktion).

Abb. 6: Über Meine Daten sichern

erlauben Sie Google, auch Ihre

WiFi-Passwörter zu speichern.

Hierbei ist der ermittelte Standort deutlich

ungenauer, aber erheblich schneller bekannt,

und das GPS muss dazu nicht aktiv sein. Die

dritte und letzte Auswahlmöglichkeit besteht

aus der Kombination der beiden anderen Verfahren

(Hohe Genauigkeit). Um die Privatsphäre

zu schützen, ist es ratsam, die Freigabe

des Standortes für Apps komplett zu

deaktivieren und den Standort nur dann freizugeben,

wenn Sie Apps benutzen, die diese

Option benötigen. Versuchen Sie es dann zuerst

mit der Einstellung für die WLAN- und

Mobilfunknetze. Diese braucht weniger

Strom und ist auch nicht ganz so genau.

In den Standorteinstellungen erhalten Sie

auch einen Überblick über alle Apps, die in

letzter Zeit Ihren Standort ermittelt haben.

Standortbericht deaktivieren

Ganz am Ende der Standorteinstellungen gibt

es den Punkt Standortbericht von Google. Bei

der Einrichtung jedes Android-Geräts werden

Sie gefragt, ob Sie dieses Feature aktivieren

möchten. In solchen Situationen macht man

sich häufig keine Gedanken über mögliche

Auswirkungen, und der Haken wird einfach

gesetzt. Wenn Sie den Google-Standortbericht

und / oder den Google-Standortverlauf

aktiviert haben, zeichnet Google permanent

Ihre Position auf und speichert diese als Verlauf

in Verbindung mit Ihrem Google-Konto.

Möchten Sie das nicht, dann müssen Sie den

Standortbericht und den Standortverlauf ausschalten.

Dabei werden auch die bisher gesammelten

Daten gelöscht [LINK 3].

Zu guter Letzt ist es noch ratsam, die Sicherung

der Daten auf den Google-Servern

zu deaktivieren. Unter dem Einstellungspunkt

Sichern & zurücksetzen

in den Android-Einstellungen

finden Sie die entsprechende

Option Meine

Daten sichern.

Eventuell haben Sie schon

bei der Einrichtung des

Handys dieses Feature aktiviert.

Das hat zur Folge,

dass sicherheitsrelevante

Daten wie WLAN-Passwörter

und andere Einstellungen

auf Google-Servern gespeichert

werden. Entfernen

Sie den Haken bei der

Checkbox, und schon bleibt

das WLAN-Passwort nur

lokal gespeichert. Neben

den Passwörtern merkt sich

Google auch das persönliche

Wörterbuch und die Liste

24

Februar 2014

android-User.de


Fokus

Schnüffelstopp

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31572

der installierten Apps. Das

hat den Vorteil, dass Sie

beim Setup eines neuen Android-Handys

praktisch

nichts mehr von Hand machen

müssen. Wie bei jeder

Einstellung verlieren Sie

also auch hier etwas an

Komfort, gewinnen aber an

persönlicher Sicherheit.

Persönliche

Anzeigen

Werbung ist etwas Tolles: Es

gibt Leute, die schauen im

TV lieber die Werbung als

das Programm, weil Werbung

mehr Spaß macht.

Wieder andere Leute hassen

jede Form von Reklame und

installieren Werbeblocker. Ihre Person preis.

Doch auch Adblocker führen

ein Tracking durch, sodass auch diese

Lösung Schwächen zeigt. Egal, wie Sie es anstellen:

Anzeigen gibt es auch auf dem Android-Handy

und Sie haben es in der Hand, ob

diese personalisiert sein sollen oder ob Sie

Anzeigen über Root-Apps komplett blockieren.

Falls Chrome mit Ihrem Google-Konto

verbunden ist, speichert Google zudem auch

die besuchten Webseiten, um Ihnen passende

Reklameangebote zu unterbreiten.

Wenn Ihr Handy nicht gerootet ist, lässt

sich die Werbung nicht komplett blockieren.

Über die App Google Einstellungen haben Sie

die Möglichkeit, die personalisierten Ads einund

auszuschalten und Ihre Tracking-ID für

die Reklame zurückzusetzen. Auch gewisse

Interessensbereiche lassen sich ausblenden.

Abb. 7: Über die Werbe-ID wissen Google und seine Partner, welche Anzeigen Sie mögen.

Abb. 8: Auch Ihre Anzeigenvorlieben

geben Informationen über

Das ist dann praktisch,

wenn Sie Ihrer Liebsten

„Shades of Grey“ gekauft

haben und in den nächsten

Tagen nicht unbedingt Anzeigen

zu ähnlichen Büchern

sehen möchten.

Klicken Sie in den Google-

Einstellungen auf den Eintrag

Anzeigen, sehen Sie

ganz zuoberst Ihre Werbe-

ID. Diese benutzen Google

und Partner von Google, um

personalisierte Werbung anzuzeigen:

Sie suchen nach

einem Hotel in Barcelona,

dann erscheinen im Browser

Anzeigen zu Barcelona oder

zum Hotel. Sie haben die

Webseite eines Mobilfunkanbieters

besucht, dann

erhalten Sie Anzeigen von

diesem und so weiter. Über die Checkbox Interessenbezogene

Anzeigen deaktivieren

schalten Sie dieses Verhalten (aber nicht

auch die Anzeigen) ab. Google zeigt dann irgendwelche

Anzeigen an. Möchten Sie gesammelten

Daten löschen und neue Anzeigen

bekommen, ohne die personalisierte

Werbung auszuschalten, tippen Sie auf

Werbe-ID zurücksetzen und bestätigen Sie

die Sicherheitsabfrage.

Falls Sie die personalisierten Anzeigen beibehalten,

die Tracking-ID nicht löschen, aber

die Auswahl der angezeigten Anzeigen ändern

möchten, tippen Sie auf den Eintrag Anzeigeneinstellungen.

Er öffnet die entsprechende

Google-Supportseite im Browser, und

Sie können über den Link Anzeigeneinstellungen

anpassen die Reklame ändern. Ein

Blick auf diese Seite [LINK 4], die Sie auch über

Ihr Google-Konto erreichen, lohnt sich in

jedem Fall, da Sie dort auch sehen, welche

Informationen Google über Sie gespeichert

hat. Hier können Sie auch festlegen, ob die

interessenbezogenen Anzeigen im Web oder

nur bei den Google-Apps erscheinen sollen.

Fazit

Durch die vielen kleinen, aber wichtigen

Häkchen in den Einstellungen schreiben Sie

Ihrem Handyvor, was es über Sie im Internet

und gegenüber den Google-Servern preisgibt.

Mit den richtigen Einstellungen verringern

Sie Ihre Datenspur im Netz und erschweren

Firmen und den Behörden die Schnüffelei in

Ihren Daten. Inwieweit Sie dafür auf etwas

Komfort verzichten möchten, müssen Sie

selbst entscheiden.

● ● ●

26

Februar 2014

android-User.de


Fokus

Android für Paranoide

Android absichern für Paranoide

Hardcore

Security

Jorgen McLeman, 123RF

Geheimdienste schneiden

den unverschlüsselten

Teil des weltweiten

Internetverkehrs mit.

Was müsste man alles

unternehmen, wenn

man mit dem Schlimmsten

rechnet? Wir malen

schwarz. Marko Dragicevic

Im Rahmen der Snowden-Enthüllungen

stellte sich unter anderem heraus, dass

die NSA durch die Hintertür gezielt auf

Handys aller gängigen Hersteller zugreifen

kann. Da die wichtigsten IT-Unternehmen

ihren Sitz in Nordamerika haben, ist es

für die dort ansässigen Dienste nicht weiter

schwer, die relevanten Hersteller zum Einbau

entsprechender „Schnittstellen“ zu zwingen.

Wie halten Sie nun jedwede Art von staatlichen

Trojanern aus Ihrer Privatsphäre heraus?

Es folgt ein Crashkurs für Paranoiker.

Vergiftetes Herz

Das eigentliche Android-Betriebssystem

(AOSP) ist Open-Source, sodass eingebaute

Hintertüren vermutlich von der weltweiten

Community entdeckt werden

würden. Deswegen gilt es als

unwahrscheinlich, dass die

NSA darin einen Staatstrojaner platziert hat.

Manche Sicherheitsexperten spekulieren,

dass sich eine Backdoor in den Closed-

Source-Apps von Google verstecken könnte.

Um diese zu umgehen, wäre es ausreichend,

CyanogenMod [LINK 1 ] auf das Handy zu flashen

und keine Google-Apps nachzuinstallieren.

Doch vermutlich platzieren die Geheimdienste

ihre Horchposten eine Ebene tiefer:

So könnten sie sich zunutze machen, dass

die Hersteller von Smartphones das quelloffene

Android-Betriebssystem um Treiber ergänzen

müssen, damit das System weiß, wie

es die Hardwarekomponenten ansprechen

soll. Aufgrund von Patenten liegen gerade bei

GPS- und WLAN-Modulen die Quelltexte

meist nicht offen und gäben damit ein ideales

Versteck ab. Da auch wichtige Treiberhersteller

(beispielsweise Qualcomm) ihren Sitz

in den USA haben, könnten diese zum Einbau

einer NSA-Schnittstelle innerhalb des

Treibers gezwungen worden sein. Dementsprechend

verbietet es sich für Paranoide,

CyanogenMod einzusetzen. Dieses verwendet

nämlich immer, wenn es keine quelloffenen

Alternativen gibt, die Originaltreiber.

Sicherer ist diesbezüglich das Custom-

ROM Replicant [LINK 2]. Wenn für irgendein

Hardwaremodul keine quelloffene Ansteuerungssoftware

existiert, dann wird der entsprechende

Treiber einfach nicht „eingebaut“.

Dies hat zur Folge, dass auf praktisch

allen Handys mit Replicant-ROM sowohl das

GPS-Modul als auch der WLAN-Empfänger

nicht mehr funktionieren. Für die restliche

verbaute Hardware gilt dies jedoch nicht, sodass

man immer noch telefonieren, fotografieren

und via 3G im Internet surfen kann.

Sollte man zur Absicherung nun ein komplettes

Replicant-Image herunterladen und

auf das eigene Smartphone flashen? Theoretisch

besteht die Gefahr, dass dieses böswilligerweise

nicht mit den veröffentlichten und

geprüften Quelltexten übereinstimmt. Zur Sicherheit

müsste man stattdessen die Repli-

28

Februar 2014

Android-User.de


Fokus

Android für Paranoide

cant-Sourcecodes herunterladen und selber

kompilieren. Eine Anleitung für technisch

Versierte findet sich unter [LINK 3]. Wer Android

komplett aus dem AOSP-Quellcode

bauen will, findet unter [LINK 4] eine Anleitung

für das Nexus 5.

Liegt nach etwas Arbeits- und Zeitaufwand

das fertige Image-File vor, darf man es nicht

mit dem nächstbesten Closed-Source-Flasher

auf das Smartphone übertragen. Der Flash-

Vorgang muss auch mit einer Open-Source-

Software [LINK 5] erfolgen.

Apps

Wie kommen nun Apps auf das zukünftige

High-Security-Handy? Da der Google Play

Store tabu ist, muss man nach anderen Quellen

suchen. Zwar existieren eine Vielzahl alternativer

App-Stores unterschiedlichster

Hersteller, doch ist bei diesen mindestens genauso

unklar wie beim Google-Original, was

intern geschieht. Am ehesten einen Gedanken

wert ist F-Droid [LINK 6], da dieser Store

ausschließlich Apps aufnimmt, deren Quellcode

öffentlich verfügbar (und somit nachkontrollierbar)

ist. Jedoch sollte man auch

dann nur weit verbreitete Programme nutzen,

denn nur bei diesen kann man davon

ausgehen, dass fähige Menschen den Quellcode

der Software auf Ungereimtheiten kontrolliert

haben. Listen weit verbreiteter Open-

Source-Apps für allerlei Einsatzzwecke findet

man unter [LINK 7] und [LINK 8].

Aber selbst diese dürfen Paranoiker nicht

direkt über F-Droid installieren: Schließlich

wäre es in der Theorie durchaus möglich,

dass die bereitgestellten APKs nicht aus den

veröffentlichten Quellcodes gebaut wurden,

sondern in Wirklichkeit zusätzlich einkompilierte

Hintertürchen enthalten.

Deswegen müsste man

den Sourcecode der gewünschten

Apps selber auf

einem (Linux-)Rechner

kompilieren und anschließend

die APK-Dateien von

Hand auf sein Smartphone

übertragen.

Abb. 2: Wer maximalparanoid ist,

misstraut selbst F-Droid und installiert

nur Software aus dem Quellcode.

Abb. 1: Sicherheitsfetischisten schwören auf das Custom-ROM Replicant, Sie können Android

aber auch von Hand kompilieren.

Übertrieben?

Muss man sich die ganze

Arbeit überhaupt antun,

wenn man für die Geheimdienste

nur ein uninteressanter

Nobody ist? Wahrscheinlich

reicht es dann,

den E-Mail-Verkehr mit vertrauenswürdigen

Apps

Ende-zu-Ende zu verschlüsseln.

Dass die großen Industriestaaten

den globalen E-Mail-Verkehr so gut wie möglich

mitschneiden, gilt als sicher. Möglicherweise

speichern sie auch die Mails von

jedem über viele Jahre. Schließlich könnte

theoretisch jeder irgendwann in eine verantwortungsvolle

Position aufsteigen. Und dann

ist es für fremde Staaten von Vorteil, die E-

Mails der letzten 20 Jahre zu durchforsten.

Muss man so weit gehen, wie in diesem

Artikel beschrieben? Möglicherweise nicht.

Auf die Betriebssystem-Backdoors haben nur

Geheimdienste Zugriff. Anders als beim massiven

Aufzeichnen von unverschlüsselten E-

Mails erfolgt hier ein Direktzugriff aufs

Handy nur bei relevanten Zielpersonen und

nicht als Generalüberwachung. Es ist sehr

unwahrscheinlich, dass die

NSA via Backdoor auf Millionen

von Handys die

PGP-Private-Keys stiehlt.

Anders sieht es jedoch

aus, wenn Sie für einen Geheimdienst

als Zielperson

interessant sind. Dann sollten

Sie darüber nachdenken,

ob das hier beschriebene

Szenario nicht doch

realistisch ist. In allen anderen

Fällen sollte es genügen,

sich durch entsprechende

Verschlüsselungs-

Apps und Android-Einstellungen

abzusichern, die in

den restlichen Artikeln unserer

aktuellen Fokus-Strecke

beschrieben sind. ● ● ●

Gedankenspiel

Dieser Artikel entstand unter der

Prämisse „Was wäre, wenn…“

und malt eine Art Worst-Case-

Szenario. Es gibt aktuell keinen

Anlass anzunehmen, dass es in

Android oder irgendeiner der

Google-Apps eine bewusst eingebaute

Backdoor gibt. Die Redaktion

sieht keinerlei akuten

Grund zur Besorgnis bei der

Nutzung von Android gegenüber

anderen (mobilen) Betriebssystemen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31573

Android-user.de Februar 2014 29


Hardware

LG G Pad 8.3

LG G Pad 8.3: LGs handlicher 8,3-Zöller im Test

Handgroß

LG

Ein 7-Zoll-Tablet wie das Nexus 7 ist Ihnen zu klein? Ein

10-Zöller zu groß? Dank eines extrem schmalen Rands

passt das 8.3-Zoll-Display des LG G Pad 8.3 noch gut in

eine Hand. Was LGs Tablet-Erstling nach langer Pause

sonst noch kann, zeigt Ihnen dieser Test. Christoph Langner

Testergebnis

★★★★★

gut

www.android-user.de

‚„Plusminus

‚ Infrarotsender

‚ Verbessertes Multitasking

‚ Stereolautsprecher

‚ 2-GByte-Arbeitsspeicher

‚ Aufwecken per Doppeltipp

„ Nur Android 4.2.2

„ Keine Blitz-LED für Kamera

Darf’s ein bisschen mehr sein? Diesen

Spruch hören Sie nicht mehr

nur beim Metzger, sondern auch

die Tablet-Hersteller haben ihn

neuerdings in ihrem Repertoire. Nach dem

von Google mit dem Nexus 7 ausgelösten

Run auf 7-Zoll-Tablets bieten inzwischen

mehrere Hersteller auch 8-Zöller an. Mit seinem

8,3-Zoll-Display fällt das LG G Pad 8.3

in diese Kategorie.

Verarbeitung und Design

Das G Pad 8.3 ist das erste Tablet-Modell der

Südkoreaner seit geraumer Zeit, entsprechend

stolz zeigt man sich bei LG über den neuen

Wurf. Diesen darf man durchaus als gelungen

bezeichnen, denn das Tablet glänzt mit einem

flachen Design und einer schicken Rückseite

aus gebürstetem Alu. Diese zeigt sich jedoch

anfällig für Fingerabdrücke und Kratzer, besonders

weil das Tablet plan aufliegt.

Das Format des verwindungssteifen Gehäuses

ist so gewählt, dass Sie es hochkant noch

sicher in der Hand halten können, die zweite

Hand bleibt damit frei für die Bedienung des

Pads. Die gute Passform wird durch einen

sehr dünnen Rand um das Display erreicht.

Unter einer kleinen Abdeckung an der Oberkante

verbirgt sich ein MicroSD-Kartenslot,

über den Sie das Tablet mit bis zu 64 GByte

großen Speicherkarten aufrüsten können.

Display und Ausstattung

Beim Display setzt LG auf ein TFT-LCD mit

1920 x 1200 Pixeln, genau wie Google und

Asus beim aktuellen Nexus 7. Das Bild erscheint

darauf extrem scharf, selbst kleine

Schriften lassen sich problemlos entziffern.

An das Retina-Display eines iPad Mini (2048

x 1536 Pixel bei 7,9 Zoll) kommt aber auch

LG nicht heran. Dafür glänzt das LG-Gerät

mit einem blickwinkelstabilen Bildschirm.

Selbst wenn Sie von der Seite auf das Display

schauen, ändern sich die Farben kaum. Wie

das LG G2 lässt sich auch das LG-Tablet mit

einem zweifachen Tipp auf das Display aus

dem Standby wecken – einfach praktisch!

Bei der Kamera setzt LG auf 5 Megapixel

auf der Rückseite und 1,3 Megapixel auf der

Front. Eine Foto-LED fehlt, daher eignet sich

die Kamera nur für Schnappschüsse bei

gutem Licht. Auch das Gegenstück auf der

Frontseite kapituliert zu schnell vor schlechten

Lichtbedingungen. Für die Foto-App auf

dem G Pad hat sich LG beim G2 bedient, allerdings

fehlen interessante Features wie das

Herauslöschen von bewegten Hintergrundobjekten

oder die Bild-in-Bild-Funktion.

Da solch ein Tablet gerne im Wohnzimmer

liegt, hat LG dem Gerät auch einen Infrarotsender

samt Fernbedienungs-App spendiert.

Damit wird das Pad zu einer Universalfernbedienung

für alle Ihre HiFi- und TV-Geräte.

Desweiteren ist das LG G Pad 8.3 in Sachen

Multimedia mit Slimport, einem DLNA-fähigen

Player und Miracast gut ausgestattet.

CPU-Leistung und Software

Bei der CPU setzt LG auf einen 1,7 GHz

schnellen Snapdragon-600-Chipsatz von

30

Februar 2014

Android-User.de


Hardware

LG G Pad 8.3

Qualcomm. Das G Pad 8.3 arbeitet

damit ein wenig schneller

als das aktuelle Nexus 7,

aber deutlich langsamer als

der aktuelle Benchmark-König

LG G2. Ob es mehr Leistung

braucht? Aktuell nicht,

das auf dem Gerät installierte

Android 4.2.2 arbeitet zügig

und ohne Ruckeln. Die Akkulaufzeit

geht für ein Gerät dieser

Klasse in Ordnung, bei 75

Prozent der maximalen Helligkeit

und aktivierten Funkverbindungen

spielte das LG-

Pad für 6,5 Stunden ein hochauflösendes

Video ab.

Bei der Android-Oberfläche

verzichtet LG auf drastische

Anpassungen, allerdings wirken

die von LG eingebauten Animationen

und Sounds oft recht verspielt. Doch LG hat

hier und da Verbesserungspotenzial gefunden.

So kann das LG-Gerät, ähnlich wie bei

Samsung, per Kamera Ihr Auge vor dem Display

erkennen und den Standby-Modus unterdrücken,

solange Sie auf das Tablet

schauen – praktisch beim Lesen. Auch Mini-

Apps wie der Notizzettel oder der Videoplayer

lassen sich bei LG über das Bild der

im Hintergrund laufenden Apps legen.

Mit zwei Funktionen hebt sich die Software

des LG-G-Pads deutlich von der Konkurrenz

ab: Möchten Sie verschiedene Apps

im Wechsel benutzen, dann müssen Sie bei

Android immer mehrfach klicken; bei LG

reicht ein Wisch mit drei Fingern nach links

aus dem Bild. Bis zu drei Apps lassen sich so

im Hintergrund parken. Wischen Sie mit drei

Fingern nach rechts, ziehen Sie die drei Hintergrund-Apps

fächerartig auf, sodass Sie

schnell zwischen den Apps zappen können.

Ebenso praktisch ist die QPair-App. Sie erlaubt

es, per Bluetooth die Hotspot-Funktion

auf dem Handy zu aktivieren (dazu finden

Sie eine App im Play Store, die sich auf

jedem Smartphone installieren lässt). So

kann man leicht verschmerzen, dass LG das

G Pad 8.3 nur mit WLAN ausstattet und auf

eine Variante mit UMTS oder LTE verzichtet.

Mit QPair reicht ein Klick, um auch unterwegs

mit dem Tablet online zu gehen, das

Handy kann in der Tasche bleiben.

Abb. 1: Das Design der von LG

gestalteten Oberfläche wirkt oft

ein wenig zu verspielt.

Fazit

Mit dem LG G Pad 8.3 platziert sich LG geschickt

in der Nische zwischen 7-Zoll-Tablets

wie dem Nexus 7 und den großen – und oft

sehr teuren – 10-Zöllern. Bei Display, Leistung

und Verarbeitung gibt sich LG keine

Blöße. Extrapoliert man das etwas größere

Display, die etwas schnellere CPU und den

für viele User wichtigen SD-Kartenslot, dann

stimmt bei dem Paket im Vergleich zu einem

Nexus 7 auch der Preis.

Kritikwürdig bleibt der Verzicht auf eine

Variante mit Mobilfunkmodem (den LG jedoch

mit QPair gut kompensiert), die etwas

schwächelnde Akkuleistung und der mit 16

GByte knapp bemessene Speicher. Eine Variante

mit mehr Speicher bietet LG nicht an.

Mit einer zusätzlichen SD-Karte ist aber auch

dieser Kritikpunkt schnell behoben. ● ● ●

LG G Pad 8.3

Abb. 2: Dank des Infrarotsenders

kann die TV-Fernbedienung in der

Couchritze vergraben bleiben.

Abb. 3: LG nennt die erweiterten

Multitaskingfunktionen bei seinen

Geräten „Slide Aside“.

Kerndaten

Hersteller

LG

Formfaktor

8,3-Zoll-Tablet

Auflösung

1920 x 1200 Pixel

Prozessor 1,70 GHz, Quad-Core, Snapdragon 600

Speicher

16 GByte, MicroSD-Slot vorhanden

Kamera (Front/​Haupt)

1,3 MP / 5 MP

Android-Version Android 4.2.2

Akku

4600 mAh

Laufzeit (Standby)

700 h

Gewicht

338 Gramm

Preis (Internet)

290 Euro

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 27114

Performance

AnTuTu-Benchmark

22559 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 2448/​750 Punkte

Android-User-Bewertung 4,5 Punkte

Android-user.de Februar 2014 31


Hardware

Moto g

Im Test: Motorola Moto g XT1032

Moto

is back

Mit dem Moto g steigt Motorola zum Kampf um das beste

günstige Android-Handy in den Ring und besiegt auch

gleich ein paar deutlich stärkere Gegner. Marcel Hilzinger

Motorola

Testergebnis

★★★★★

gut

www.android-user.de

‚„Plusminus

‚ Preis-Leistungs-Verhältnis

‚ Display

‚ Akkulaufzeit

Android & Apps

„ Kein MicroSD-Slot

„ Rückabdeckung

Motorola setzt

mit einem Straßenpreis

von

169 Euro für

die 8-GByte-Version des

Moto g neue Maßstäbe. Bei

diesem Preis sieht man

auch darüber hinweg, dass

das Handy nur über 8

GByte internen Speicher verfügt,

von dem rund 5 GByte

für Ihre Daten zur Verfügung stehen.

Ob Sie damit über die Runden kommen,

hängt in erster Linie von Ihren Gewohnheiten

ab: Benutzen Sie ein Offline-Navi und

wollen Ihre Musiksammlung stets dabei

haben, dann sollten Sie auf die 16-GByte-Version

setzen, die 199 Euro kostet.

Die Hardware

Motorola hob bei der Vorstellung des Moto g

das in dieser Preisklasse einmalige Display

hervor: Das 4,5-Zoll-Display zeigt tatsächlich

sehr natürliche, kontrastreiche Farben und ist

hell genug. Damit hebt sich Motorola von der

Konkurrenz ab. Wir sind aber auch mit der

allgemeinen Verarbeitung zufrieden. Die Tasten

auf der rechten Seite verfügen über einen

guten Druckpunkt und Spaltmaße in einem

akzeptablen Bereich, wenn auch nicht top.

In mehrerer Hinsicht nicht besonders elegant

hat Motorola die Rückabdeckung gestaltet:

Auf der matten Rückseite hinterlassen

selbst frisch gewaschene Hände Fingerabdrücke.

Das sieht einfach nicht schön aus.

Zudem hat man auf die typische Aussparung

zum Öffnen der Rückabdeckung verzichtet.

Diese zu entfernen ist aber nötig, um die Micro-SIM-Karte

einzusetzen. So müssen Sie in

der kleinen Dokumentation nachschauen,

wie sich der Deckel entfernen lässt, und

beim Öffnen recht viel Geschick an den Tag

legen. Die Kamera ist für den Preis in Ordnung.

Bei schlechtem Licht weisen die Fotos

recht schnell ein starkes Rauschen auf und

wirken verwaschen, aber abgesehen davon

reicht die Knipse für Urlaubfotos allemal.

Nicht gespart hat Motorola bei der verbauten

CPU von Qualcomm (Snapdragon 400,

MSM8226). Sie sorgt für mächtig Power

unter der Haube und ist dank Adreno-305-

Grafikchip theoretisch auch in der Lage, Full-

HD-Videos aufzunehmen und abzuspielen.

Das Moto g unterstützt allerdings maximal

Videos im HD-Format 720p. Einen Pluspunkt

vergeben wir auch dafür, dass das Moto g

gegen Spritzwasser geschützt ist.

Der von Motorola (fest) verbaute

2070-mAh-Akku verhilft dem Handy zu einer

überdurchschnittlich guten Laufzeit. Sie

kommen spielend auf zwei Tage, wenn Sie

das Handy nicht überbeanspruchen. Schwächen

zeigte das Moto g bei der Nutzung mit

schlechter Netzabdeckung. Wechseln Sie in

solchen Fällen in den 2G-Modus, um den

Akku zu schonen. Die steile Kurve auf Abbildung

2 entstand, weil wir das Handy auch

als WiFi-Hotspot einsetzten.

Die Software

Das Moto g kommt von Haus aus mit Android

4.3 „Jelly Bean“ und soll noch im Januar

ein Update auf Android 4.4 „KitKat“ bekommen.

Wir gehen davon aus, dass es direkt

Version 4.4.2 erhalten wird. Im Vergleich zu

Nexus-Smartphones gibt es Unterschiede,

aber Motorola hat das Android-System nur in

wenigen Bereichen angetastet. Zu ihnen ge-

32

Februar 2014

Android-User.de


Hardware

Moto g

Abb. 1: Die 8-GByte-Version lässt

rund 5 GByte für persönliche Daten

und Apps frei.

Abb. 2: Die Akkulaufzeit ist bei

guter Netzabdeckung hervorragend,

unter Last gut.

Abb. 3: Motorola macht den

Umstieg von einem anderen Android-Handy

zum Kinderspiel.

Abb. 4: Der Assistent von Motorola

hilft, das Handy bei Meetings und

in der Nacht stumm zu halten.

hört die Kamera-App. Sie fällt zwar besser

aus als bei Nexus-Geräten, lässt aber einige

Einstellungsmöglichkeiten vermissen. Sehr

gut gefallen hat uns der Migrationsassistent,

der beim ersten Setup des Handys startet.

Wenn Sie von einem anderen Android-Handy

auf das Moto g umsteigen wollen, können

Sie auf dem alten Handy die App Motorola

Migrate aus dem Play Store installieren und

auf dem Moto g den Assistenten starten. Die

beiden Handys bauen dann eine WiFi-Verbindung

auf, und das Moto g zieht sich sämtliche

Daten vom alten Handy. Noch nie war

der Umstieg ohne Cloud einfacher!

Die Assist-App schaltet das Handy automatisch

stumm, wenn in Ihrem Kalender ein

Termin steht oder Sie Ihre Nachtruhezeiten

definieren. Zudem können Sie Ausnahmesituationen

festlegen, in denen Anrufer trotz

Stummschaltung durchkommen. Die restlichen

Apps basieren auf dem Open-Source-

Code von Android: So beherrscht zum Beispiel

die Tastatur-App keine Wischgesten.

Das Moto g besitzt zwar nur 8 GByte internen

Speicher (bzw. 16 GByte), Sie bekommen

aber zusätzliche 50 GByte in der

Google-Wolke. Den freien Cloud-Speicher bekommen

Sie nicht automatisch, sondern nur,

wenn Sie innerhalb einer bestimmten Zeit

die Drive-App starten und anschließend das

Angebot annehmen. Bei unserem Gerät war

der Stichtag für diese Bestätigung der 5. Januar.

Wenn Sie den Speicher nach Ablauf

von 24 Monaten weiterhin nutzen wollen,

müssen Sie für 25 GByte 2,49 Dollar pro

Monat bezahlen, für 4,99 Dollar gibt es 100

GByte. Eine Option auf 50 GByte fehlt.

Fazit

Das Moto g zeigt sehr schön, dass man die

von der Konkurrenz überbeworbenen Hardund

Software-Features in der Praxis gar nicht

benötigt. Für 169 Euro bekommen Sie ein

Handy, das genauso viel leistet wie ein Galaxy

S3 – für erheblich weniger Geld, ohne

Schnickschnack und mit deutlich besserer

Akkuleistung. Wir sind uns deshalb ganz sicher,

dass viele S3-Benutzer gerne zur

16-GByte-Version des Moto g wechseln werden.

Mehr Handy braucht man nicht! ● ● ●

Motorola Moto g

Kerndaten

Hersteller

Motorola

Formfaktor

4,5-Zoll-Smartphone

Auflösung

1280 x 720 Pixel

Prozessor 1,20 GHz, Quad-Core, Snapdragon 400

Speicher

8 oder 16 GByte (nicht erweiterbar)

Kamera (Front/​Haupt) 1,3 MP / 5 MP

Android-Version Android 4.3

Akku

2070 mAh

Laufzeit (Standby) k. A.

Gewicht

143 Gramm

Preis (Internet)

169 Euro (8 GByte), 199 Euro (16 GByte)

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 27170

Performance

AnTuTu-Benchmark

17324 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 1929/​538 Punkte

Android-User-Bewertung 4,5 Punkte

Android-user.de Februar 2014 33


Hardware

Sony Xperia M

Das iPhone-große Sony Xperia M im Test

Hand

groß

Während Sony beim

Xperia Z1 nur auf das

Größte, Schnellste und

Beste setzt, folgt das

Xperia M der Vernunft.

Sonys Ziel war es, ein

gutes Einsteigerhandy

zu entwickeln, was dem

Konzern durchaus

gelungen ist. Wir werfen

einen ausführlichen

Blick auf den kompakten

4-Zöller.

Christoph Langner

‚„Plusminus

‚ Integriertes UKW-Radio

‚ Speicher aufrüstbar

‚ Separate Kamerataste

‚ Stamina-Modus

für lange Laufzeiten

„ Kleiner interner Speicher

„ Verfärbte HDR-Aufnahmen

„ Schwammige Hardwaretasten

Sie mögen die

aktuellen

Monsterhandys

mit 5 Zoll und

mehr nicht? Das iPhone

passt eigentlich ideal in

Ihre Hand? Dann sollten

Sie sich nach einem 4-Zoll-

Handy umsehen, wie das

Sony Xperia M eines ist. Für den günstigen

Preis des Sony-Handys dürfen Sie natürlich

nur in punkto Größe eine iPhone-Alternative

erwarten, doch das kompakte Sony schlägt

sich gar nicht so schlecht.

Verarbeitung und

Performance

Die Verarbeitung des Xperia M ist für den Internetpreis

von rund 180 Euro akzeptabel.

Ein schickes und gegen Wasser abgedichtetes

Gehäuse aus Glas oder Alu hat das Gerät

nicht zu bieten. Dafür lässt sich der leicht gewölbte

Deckel komplett abnehmen, sodass

man den Akku aus dem

Gerät nehmen und austauschen

kann. Neben der Batterie

finden auch die Slots

für die SIM- und eine MicroSD-Karte

ihren Platz.

Der Touchscreen des Handys

löst zwar nur mit 854 x

480 Pixeln auf, auf einem

4-Zoll-Display reicht diese

Auflösung jedoch aus, um

auch kleine Schriften noch

knackig scharf darzustellen.

Die Helligkeit des Displays

überzeugt, auch in grellem

Licht sind die Kontraste

noch ausreichend gut zu erkennen.

Regelt die Automatik

die Helligkeit des Displays,

wirkt dieses jedoch

deutlich zu dunkel.

Abb. 1: Die Sony UI hält sich eng an

das Original-Android und verbessert

nur Details.

Sony

Der Snapdragon S4 Plus mit zwei jeweils auf

1 GHz getakteten Kernen gewinnt kein Wettrennen

um die schnellste Handy-CPU, doch

Sony hat sein System gut auf die eingeschränkte

Performance eingestellt. Als Benutzer

haben Sie im Alltag nicht das Gefühl,

einen langsamen Handyknochen in der Hand

zu halten. Die Animationen auf der Oberfläche

laufen flüssig, und auch größere Apps

wie Facebook starten zügig.

Sony UI und HDR-Kamera

Auch beim Xperia M kommt wieder die Sony

UI, die von Sony angepasste Android-Oberfläche,

zum Einsatz. Gegenüber

den Topmodellen Xperia

Z und Xperia Z1 ist sie

nicht abgespeckt. Auch auf

dem Xperia M finden Sie die

Walkman-App, den Musikerkenner

TrackID (ähnlich

wie Shazam) und die Sonyeigenen

Shops bzw. Streaminglösungen

Music und

Video Unlimited.

In der Praxis viel wichtiger

und praktischer sind jedoch

die aus dem App-Switcher

aufrufbaren Mini-Apps

wie Taschenrechner, Audiorekorder

oder Notizzettel,

die Sie dauerhaft über das

Display legen können. Oder

aber der Stamina-Modus in

den Akkueinstellungen, der

34

Februar 2014

Android-User.de


Hardware

Sony Xperia M

Abb. 2: Aus der App-Übersicht heraus

rufen Sie bei Sony frei schwebende

Mini-Apps auf.

Abb. 3: Mini-Apps wie Taschenrechner

oder Notizzettel schweben

über allen anderen Apps.

Abb. 4: Mit eingesteckten Kopfhörer

können Sie mit der UKW-Radio-

App Musik hören.

Abb. 5: Das Xperia M erreichte

auch in der Praxis die geschätzte

Laufzeit von drei Tagen.

im Standby die Datenverbindung unterbricht

und damit die Akkulaufzeit deutlich verlängert.

Inzwischen lassen sich Apps hiervon

ausklammern, sodass Sie von diesen weiterhin

auch im Standby Benachrichtigungen erhalten.

In der Praxis konnte der 1700 mAh

starke Akku aber auch ohne den Stamina-

Modus unser Testgerät im Standby knapp

drei Tage lang mit Strom versorgen.

Die 5-Megapixel-Kamera des Handys hat

ihre Licht- und Schattenseiten. Positiv ist,

dass sie sich dank der dedizierten Kamerataste

gut bedienen lässt. Drücken Sie im

Standby für einen etwas längeren Moment

auf die Taste, wacht das Handy auf und startet

umgehend die Kamera-App – so entgeht

Ihnen auch dank des schnellen Autofokus

kein Schnappschuss mehr.

Negativ fallen jedoch das deutliche Bildrauschen

bei schlechtem Licht, der Blaustich

bei hellen HDR-Aufnahmen und der

schwammige Tastendruck beim „Durchdrücken“

der Kamerataste auf – drücken Sie nur

leicht, fokussiert die Kamera, erst wenn Sie

fest drücken, lösen Sie die Aufnahme auch

aus. Wer gerne mit dem Handy fotografiert,

wird daher mit der Kamera des Xperia M

nicht zufrieden sein.

Fazit

Für 180 Euro bietet das Xperia M in seiner

Preisklasse eine sehr gute Leistung. Wer

nicht viel Geld für ein Smartphone ausgeben

mag, bekommt ordentlich etwas geboten.

Nette optische Details wie die mehrfarbige

LED am unteren Gehäuserand, die je nach

Benachrichtigungen und Bildinhalt (zum Beispiel

bei der Galerie-App) unterschiedlich

farbig leuchtet, runden die Ausstattung ab.

Allerdings sollten Sie beim Kauf des Geräts

auch gleich eine MicroSD-Karte mitbestellen

und diese in den Kaufpreis einrechnen. Von

den schon von Haus aus äußerst knapp bemessenen

2 GByte Speicherplatz bleibt nach

Inbetriebnahme des Smartphones gerade mal

1 GByte für eigene Anwendungen, Daten,

Bilder und Videos übrig. Das ist für ein aktuelles

Handy deutlich zu wenig, die SD-Karte

ist daher Pflicht.

● ● ●

Sony Xperia M

Kerndaten

Hersteller

Sony

Formfaktor

4,0-Zoll-Smartphone

Auflösung

854 x 480 Pixel

Prozessor

1,0 GHz Dual-Core, Snapdragon S4 Plus

Speicher

2 GByte, MicroSD-Slot vorhanden

Kameras

5,0 MP (hinten), 0,3 MP (vorne)

Android-Version Android 4.1.2

Akku

1700 mAh

Laufzeit (Standby/​Gespräch) 552h/​10h

Größe, Gewicht

124 x 62 x 9,3 mm, 115 g

Preis (Internet)

180 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 23166

Performance

AnTuTu-Benchmark

11601 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1768/​435 Punkte

Android-User-Bewertung 3,2 Punkte

Android-user.de Februar 2014 35


Hardware

Archos 45 Titanium

Archos 45 Titanium mit Dual-SIM-Support im Test

Der Titan

Dass gut und günstig

zusammenpassen, hat

Archos bereits mit Tablets

bewiesen. Stimmt

das auch für Archos-

Handys? Wir haben das

Modell 45 Titanium

getestet.

Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Preisleistung

‚ Dual-SIM

‚ Software-Angebot

‚ FM-Radio

„ Display

„ Nur 4 GByte Speicher

Archos 45 Titanium

Ein Dual-SIM-Handy mit guter Akkulaufzeit,

halbwegs aktueller Android-Version

und das alles zum

Schnäppchenpreis von 130 Euro?

Da muss doch etwas faul sein, haben wir uns

gesagt und Archos um ein Testmuster gebeten.

Es gibt tatsächlich einen Haken: Mit 4

GByte internem Speicher und 512 MByte

RAM stoßen Poweruser eventuell schnell an

ihre Grenzen, auch könnte das Display etwas

besser sein. Aber wer nur auf der Suche nach

einem guten Dual-SIM-Smartphone ist, dem

können wir das 45 Titanium empfehlen.

Der erste Eindruck zählt

Das Archos 45 Titanium ist schön verarbeitet,

obwohl die Rückseite aus relativ billigem

Plastik besteht. Der gute Eindruck hält auch

beim Setup an. Trotz der 512 MByte RAM

läuft das Android-4.2.2-System flüssig, und

auch Apps starten flott. Dass die CPU im Vergleich

zur Konkurrenz im Niedrigpreissegment

kräftig Dampf unter der Haube hat,

zeigt das Benchmark-Resultat beim Meta-

Test von Vellamo. Neben den Standard-Apps

Kerndaten

Hersteller

Archos

Formfaktor

4,5-Zoll-Handy (Dual-SIM)

Auflösung

480 x 854 Pixel

Prozessor

1,3 GHz, Dual-Core, MediaTek MT6572

Speicher

4 GByte, MicroSD-Slot vorhanden

Kamera (Front/​Haupt) 0,3 MP / 5 MP

Android-Version Android 4.2.2

Akku

1680 mAh

Laufzeit k. A.

Gewicht

152 Gramm

Preis (Internet)

130 Euro

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 27168

Performance

AnTuTu-Benchmark

10888 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 1672/​491 Punkte

Android-User-Bewertung 4,1 Punkte

www.android-user.de

von Android und Google

finden Sie auf dem 45 Titanium die von Archos

bekannten Audio- und Videoplayer-

Apps. Darüber spielen Sie nicht nur praktisch

jedes Format ab, sondern streamen

auch Dateien im lokalen Netzwerk. Ein

schlichter Dateimanager, eine Sprachaufnahme-App

und ein FM-Radio runden das

Angebot ab. Das für den Radioempfang nötige

Headset gehört zum Lieferumfang.

Die verbaute Kamera schießt für die Preisklasse

gute Bilder schießt und hinterlässt

auch bei den Videos keinen schlechten Eindruck.

Für HD-Videos mit 1280 x 720 Bildpunkten

müssen Sie die Einstellung aber von

Hoch in Fein umändern.

Das Archos 45 Titanium hat sich in den

Tests als kleines Akkuwunder entpuppt:

Zwei bis drei Tage sind keine Seltenheit.

Schwachstellen

Wie eingangs erwähnt müssen Sie beim Preis

von 130 Euro Abstriche machen. Das

4,5-Zoll-Display mit einer Auflösung von 480

x 854 Pixeln verfügt über einen mangelhaften

seitlichen Blickwinkel. Solange Sie das

Handy im Hochformat halten, fällt dies nicht

weiter auf. Wenn Sie aber zum Spielen ins

Querformat wechseln, dann merken Sie sofort,

dass Sie bei leichtem Drehen an vielen

Stellen kaum noch etwas erkennen. Das größere

Problem ist der recht geringe Speicher

sein. Von den 4 GByte Flashspeicher sind lediglich

etwas mehr als 1 GByte verfügbar.

Mit den 512 MByte RAM kamen wir in den

Tests hingegen recht gut zurecht. ● ● ●

Archos

Testergebnis

★★★★★

gut

36

Februar 2014

Android-User.de


Hardware

Hannspad

HANNSpad SN1AT71B 10,1-Zoll-Tablet im Test

10-Zöller

Was unterscheidet ein

10-Zoll-Tablet von Hannspree

von einem technisch

identischen

Noname-Tablet, und wo

liegen die Unterschiede

zu den Marktführern?

Diesen Fragen sind wir

in unserem Test nachgegangen.

Marcel Hilzinger

Hannspree

‚„Plusminus

‚ Günstiger Preis

‚ SoftMaker Office

„ Performance

Android 4.1.1

„ Kein GPS

Hannspree ist hierzulande eine relativ

unbekannte Firma. Die Taiwanesen

arbeiten als Displaylieferanten

für mehrere große Firmen

und vertreiben seit einiger Zeit auch Monitore

und Tablets unter eigenem Namen.

Dementsprechend gespannt warteten wir auf

unser Testgerät: das mit einem Internetpreis

von 150 Euro sehr günstige

10-Zoll-Tablet.

Der erste Eindruck war

durchaus positiv: Die Verarbeitung

ist dank der Aluminiumrückseite

in Ordnung,

auch wenn der Plastikrahmen

um das Display auf der

Rückseite sehr billig wirkt.

Es gibt aber keine unschönen

Spaltmaße oder wackeligen

Knöpfe. Im Vergleich

zu den wesentlich teureren

Tablets von Samsung und

Sony bringt das Hannspad

deutlich mehr Gewicht auf

die Waage, zum längeren

Lesen oder zum Halten mit Abb. 1: Der Akkuverbrauch mit eingeschaltetem

WiFi im Standby ist

einer Hand eignet sich das

Tablet also nicht. Hanspree deutlich zu hoch.

hat sämtliche Anschlüsse auf der linken

Seite verbaut. Neben dem Power-Button und

der Lautstärkewippe finden Sie hier einen

Mini-HDMI-Anschluss, die 3,5-mm-Buchse

für die Kopfhörer, einen MicroSD-Kartenslot

und einen OTG-fähigen Micro-USB-Anschluss,

über den man das Tablet auch aufladen

kann. Das ist insofern nicht unwichtig,

als Hannspree dem Hannspad

ein riesiges Netzteil beilegt,

das auf einer Mehrfachsteckdose

gleich drei

Plätze belegt.

Das Display ist für den

Preis in Ordnung, es dürfte

aber gerne einen Tick heller

sein. Die Auflösung von

1280 x 800 Pixel hebt das

Hannspad positiv von anderen

Billig-Tablets ab, die lediglich

1024 x 768 Bildpunkte

anzeigen. Auch reagiert

der Touchscreen

prompt auf Eingaben.

Die auf der Rückseite verbauten

Stereolautsprecher

sorgen für eine befriedigende

Audioausgabe, ein

38

Februar 2014

Android-User.de


Hardware

Hannspad

Klangwunder dürfen Sie aber nicht erwarten.

Die Musikqualität über den Kopfhörerausgang

ist gut. Auf ein GPS-Modul hat Hannspree

bei diesem Tablet verzichtet, dafür ist

Bluetooth mit an Bord – in dieser Preisklasse

keine Selbstverständlichkeit. Vorinstalliert

auf dem Hannspree-Tablet ist Android 4.1.1

mit dem Play Store, Gmail und den Google

Maps. Das auf der Webseite fürs vierte Quartal

2013 angekündigte Update auf Android

4.2 ließ bis zum Redaktionsschluss Mitte Dezember

auf sich warten. Als Besonderheit

bringt der 10-Zöller die komplette Office-

Suite von SoftMaker mit, bestehend aus Textverarbeitung,

Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm.

Schwachpunkte

Hannspree bewirbt das Tablet mit einer

Quad-Core-CPU, basierend auf dem Cortex

A9. Dafür sind die gemessenen Benchmark-

Ergebnisse aber deutlich zu schwach. Laut

unseren Recherchen handelt es sich beim

verbauten ATM7029-Prozessor keinesfalls

um eine A9-CPU, vielmehr hat Amlogic hier

einen vierkernigen A5-Prozessor verbaut und

mit einer recht flotten Grafikeinheit (Vivante

GC1000) kombiniert. Das Ganze als Cortex

A9 zu verkaufen, ist aber dreist. Dennoch genügt

die Leistung, um Full-HD-Videos mit

dem vorinstallierten ES Media Player anzuschauen

und um aktuelle Spiele wie Riptide

GP2 zu spielen – wenn auch mit Abstrichen

bei der Grafikqualität.

Nicht gefallen hat uns auch, dass das

WLAN-Modul in der Standardeinstellung auf

Stromsparen getrimmt ist. Sobald Sie das

Display ausschalten, erhalten Sie keine Mails

mehr, und die Verbindung zum Internet

bricht komplett ab. Nachdem wir diese Einstellung

geändert hatten, damit das WLAN-

Modul auch im Standby aktiv ist, verschlechterte

sich die Akkulaufzeit drastisch, sodass

wir das Tablet nach rund 12 Stunden (im

Standby!) wieder an die Steckdose anschließen

mussten. Für einen 6000-mAh-Akku ist

das deutlich zu früh. Je nachdem, wie Sie Ihr

Tablet benutzen, kann das ein entscheidender

Punkt sein.

Den eingebauten Kameras steht höchstens

das Prädikat „vorhanden“ zu. Brauchbare

Fotos lassen sich damit keine erstellen. Die

0,3-Megapixel-Frontkamera reicht aber für

nostalgische Videochats.

Abb. 2: Dank SoftMaker-Office können Sie mit dem Hannspad Office-Dateien bearbeiten.

Fazit

Das Hannspad HSG1279 ist auf den ersten

Blick ein weiteres Noname-Tablet aus China

mit guten Spezifikationen. Durch die Mogelpackung

beim Prozessor erhalten Sie aber

nicht wirklich mehr als bei anderen Noname-

Herstellern mit MediaTek- oder Rockchip-

Prozessoren. Einzig beim Display finden Sie

in dieser Preisklasse kaum Alternativen. Im

Vergleich zur Konkurrenz von Topmarken

wie Samsung, Google oder LG fällt das Hannspad

durch die weniger guten Kameras, das

etwas träge Android-System und das schwächere

Display zurück. Ist der Preis das Kaufkriterium,

dann erhalten Sie für 150 Euro ein

akzeptables Tablet mit leicht ruckelndem Android-System.

Für 200 Euro gibt es aber wesentlich

bessere Tablets mit Full-HD-Auflösung

und einem echten Cortex A9. ● ● ●

HANNspad SN1AT71B – HSG1279

Kerndaten

Hersteller

Hannspree

Formfaktor

10,1-Zoll-Tablet

Auflösung

1280 x 800 Pixel

Prozessor

1,2 GHz, Quad-Core, Cortex A5

Speicher

16 GByte, MicroSD-Slot vorhanden

Kamera (Front/​Haupt) 0,3 MP / 2 MP

Android-Version Android 4.1.1

Akku

6000 mAh

Laufzeit (gemischt) 6 h

Gewicht

620 Gramm

Preis (Internet)

150 Euro

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 27166

Performance

AnTuTu-Benchmark 9979 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 978/​284 Punkte

Android-User-Bewertung 2,5 Punkte

Android-user.de Februar 2014 39


Hardware

Allview Alldro 3 Speed Quad

Im Test: Allview Alldro 3 Speed Quad

Quad-Core-

Tablet

Das Allview Alldro 3 Speed Quad überzeugt auf dem Papier

mit seinen technischen Daten. In den Tests zeigte das Tablet

jedoch einige Schwächen. Lediglich das Display vermochte

voll zu überzeugen. Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ HD-Display

‚ 2 GByte RAM

„ Performance

„ Bedienung

„ Akkulaufzeit

Allview Alldro 3 Speed Quad

Das Alldro 3 Speed Quad ist nicht

das erste Gerät von Allview, das

wir im Test hatten. Aber es ist

leider das bisher schlechteste,

um es geradeheraus zu sagen. Das Tablet

macht in vielen Bereichen einen unfertigen

Eindruck. Da ist der Preis von 180 Euro

ein schwacher Trost.

Tolles Display

Das einzige Highlight, für das wir einen Pluspunkt

vergeben konnten, ist das wirklich

Kerndaten

Hersteller

Allview

Formfaktor

9,7-Zoll-Tablet

Auflösung

2048 x 1536 Pixel

Prozessor

1 GHz, Quad-Core, Cortex A7

Speicher

16 GByte, MicroSD-Slot vorhanden

Kamera (Front/​Haupt) 2 MP / 2 MP

Android-Version Android 4.1.1

Akku

8000 mAh

Laufzeit

4 h (Video) / 240 h (Standby)

Gewicht

670 Gramm

Preis (Internet)

190 Euro

Technische Details

http:// android‐user. de/ lp/ 27172

Performance

AnTuTu-Benchmark

11532 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 1019/​359 Punkte

Android-User-Bewertung ohne Bewertung

sehr schöne HD-Display mit einer Auflösung

von 2048 x 1536 Bildpunkten. Es kommt auf

den 9,7 Zoll sehr schön zur Geltung und reagiert

auch prompt auf Eingaben. Doch das

Display allein macht noch kein gutes Tablet,

denn schließlich will man damit ja auch

Apps benutzen, im Internet surfen und eventuell

arbeiten oder spielen.

Viele Fehler

Dabei stießen wir gleich auf das erste gravierende

Problem. Die WLAN-Verbindung riss

in den Tests immer wieder mal ab. Anfänglich

selten, dann immer häufiger. Wir gehen

davon aus, dass es sich um einen Hardwaredefekt

unseres Tablets handelt und nicht

um einen Serienfehler. Doch auch mit dem

Gerätedesign können wir uns nicht richtig

anfreunden: Sämtliche Anschlüsse befinden

sich auf der rechten Seite (oder auf der Unterseite,

wenn Sie das Alldro 3 Speed Quad

im Hochformat halten), links finden Sie nur

den Einschaltknopf und einen Home-Button.

Auf eine Lautstärkewippe haben die Designer

verzichtet, Sie können die Lautstärke also

nur über Software-Buttons auf dem Display

steuern. Das ist insofern eine unverständliche

Lösung, als man bei der Navigation in

Allview

40

Februar 2014

Android-User.de


Hardware

Allview Alldro 3 Speed Quad

Abb. 1: Einige der von Allview vorinstallierten Apps funktionierten in den

Tests nicht wie erwartet oder nur auf Rumänisch.

Abb. 2: Diese Akkustatistik deutet ziemlich sicher auf defekte Hardware

hin. Das Mobilfunksignal sollte überhaupt nicht in der Statistik erscheinen.

den Apps anstelle des Zurück-Buttons fast

immer das Icon für die Leiser-Taste erwischt.

Bei der Performance liefert das Allview-Tablet

sehr wechselhafte Darbietungen. Mal

flutscht es nur so, dann wieder ruckelt es an

allen Ecken. Das ist vor allem deshalb

schade, weil die verbaute PowerVR-SGX-

544MP-Grafikeinheit eigentlich sehr viel hergibt

und zum Beispiel Riptide GP 2 auf dem

Tablet deutlich flüssiger läuft und auch schöner

aussieht als auf den ebenfalls für diese

Ausgabe getesteten Tablets von Hannspad

und von Cat Sound.

Unter den Erwartungen blieb auch der verbaute

8000-mAh-Akku, der für rund 4 Stunden

Displayaktivität sorgt. Das könnte aber

damit zusammenhängen, dass unser Testgerät

einen recht hohen Akkuverbrauch durch

das – nicht vorhandene – mobile Netzwerk

aufwies. Diese Akkubelastung ging nur im

Flugmodus zurück. Nach spätestens 48 Stunden

musste das Tablet wieder an die Steckdose

– selbst im Standby-Betrieb. Last but

not least sind auch die verbauten 2-MP-Kameramodule

(Frontkamera und Hauptkamera)

nicht wirklich brauchbar.

Fazit

Es ist gut möglich, dass wir in unserem Test

ein Montagstablet erwischt haben. Wären

die Probleme mit dem WiFi und den ab und

zu auftretenden Rucklern nicht, dann würden

wir dem Allview-Tablet eine Note zwischen

„genügend“ und „gut“ geben, da es

Bluetooth, 2 GByte RAM und einen G-Sensor

bietet und das Display wirklich schön ist.

Aber die schlechten Werte bei unseren

Benchmarks und das Problem mit der fehlenden

Lautstärkewippe sind nicht einfach mal

so aus der Welt zu schaffen. Da wir bis zum

Redaktionsschluss nicht klären konnten, ob

es sich dabei um einen Produktionsfehler

oder ein Problem handelt, das nur unser Tablet

betrifft, verzichten wir an dieser Stelle auf

eine finale Bewertung.

● ● ●

Mikro-Funktastatur für 19,90 Euro

Android User bietet Ihnen in Zusammenarbeit mit Pearl.de die Mikro-Funktastatur mit

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Tablets mit USB-OTG-Funktion. Sie können damit schreiben, den Mauszeiger steuern

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Browser die Internetadresse http:// www. pearl. de/ tastatur und

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Abb. 3: Vorinstalliert ist auch die Premium-Version

der Sicherheitslösung von Bitdefender.

*Ursprüngliche UVP des Lieferanten, zuzüglich

4,90 Euro Versandkosten, je nach Zahlart. Aktion

zeitlich begrenzt und nur, solange der Vorrat reicht!

Android-user.de Februar 2014 41


Hardware

Cat Galactica

Cat Galactica X: 9,7-Zoll-Tablet von Cat Sound im Test

Droid-

Kätzchen

Tablet-PCs der 10-Zoll-

Klasse erfreuen sich

großer Beliebtheit. Entsprechend

hart

umkämpft ist dieses

Marktsegment. Mit dem

Cat Galactica X steigt

ein Gerät aus deutscher

Entwicklung in den

Ring, das für rund 200

Euro Erstaunliches bietet.

Erik Bärwaldt

‚„Plusminus

‚ Verarbeitung

‚ Display

‚ Akkulaufzeit

„ Kamera

Android 4.1.1

Der von dem

Potsdamer

Unternehmen

Cat

Sound angebotene Tablet-PC

mit dem klangvollen

Namen Galactica

X überrascht bereits

bei der ersten Inbetriebnahme

durch

die saubere Verarbeitung

und das recht

schöne 9,7-Zoll-Display:

Die Rückseite des

Galactica X besteht aus

schwarz lackiertem Aluminium

und ist verschraubt. Das Gehäuse gibt

daher unter Druck nicht nach und erzeugt

auch keine unangenehmen Geräusche. Der

seitlich angebrachte Power-Button und die

Lautstärkewippe besitzen einen deutlichen

Druckpunkt.

Neben der 3,5-mm-Audio-Klinkenbuchse

verfügt das Tablet über einen Mini-HDMI-Anschluss

und zwei Micro-USB-Buchsen, von

denen eine als Host-Anschluss für USB-

Sticks, Festplatten oder eine Tastatur ausgelegt

ist (ein entsprechendes Kabel liegt bei).

Außerdem ist seitlich ein Einschub für eine

MicroSD-Karte vorhanden, der Speicherkarten

bis zu einer Größe von 32 GByte aufnimmt.

Zwischen der Mini-HDMI-Buchse

und dem blauen Ein-/​Ausschalter befindet

sich der Anschluss für das mitgelieferte Netzgerät.

Alle Buchsen, Einschübe und Schalter

sind sauber beschriftet.

Innereien

Im Innern des Galactica X arbeitet eine mit

1,5 GHz getaktete Cortex-A9-CPU mit zwei

Kernen, der ein Grafikprozessor mit vier Kernen

zur Seite steht. Der Arbeitsspeicher beträgt

1 GByte. Er wird durch 16 GByte internen

Flashspeicher ergänzt. Das verbaute

WLAN-Modul beherrscht die gängigen Standards

802.11b/​g/​n, Bluetooth

ist ebenfalls mit an

Bord. Ein SIM-Karten-

Slot für die UMTS-/​HSPA-

Nutzung fehlt jedoch.

Das knapp 650 g schwere Tablet besitzt

zwei nach hinten abstrahlende Lautsprecher

mit je 1 Watt Leistung. Ein Mikrofon ist

ebenfalls integriert. Für Fotos und Videos

stehen rückseitig eine 2-Megapixel-Kamera

und an der Gerätefront eine weitere Kamera

mit 1,3 Megapixeln bereit. Der integrierte

Akku kommt auf eine Leistung von 8000

mAh, was unter normaler Last laut Hersteller

für eine Betriebsdauer von rund sieben Stunden

ausreichen soll.

Cat stattet das Galactica X mit Android

4.1.1 „Jelly Bean“ aus. Das Betriebssystem

ist kaum modifiziert. Auf dem Screen findet

sich die übliche Auswahl vorinstallierter

Apps inklusive Play Store. Anbieterspezifisch

sind lediglich die Apps Cat E-Book und

Cat:Droid vorinstalliert, die sich jedoch noch

in der Entwicklung befinden.

Praxistest

Im Test schlug sich das Galactica X im Vergleich

zu anderen Tablets der 200-Euro-Preisklasse

recht gut. Durch die ausgezeichnete

amazon.de

Testergebnis

★★★★★

gut

www.android-user.de

42

Februar 2014

Android-User.de


Hardware

Cat Galactica

Abb. 1: Beim Galactica X droht keine Verwechslungsgefahr

beim Anschluss von externen Geräten.

Verarbeitung und das Aluminium vermittelt

das Gerät einen sehr hochwertigen Eindruck.

Doch nicht nur die Haptik, auch die technische

Leistung kann überzeugen: Der IPS-

Bildschirm bietet in jeder Helligkeitsstufe ein

kontrastreiches und farbtreues Bild.

Das kapazitive Multitouch-Panel lässt sich

präzise bedienen, wobei allerdings aufgrund

der stark spiegelnden Oberfläche aus Glas

sehr schnell Fingerabdrücke zu sehen sind.

Die Prozessorkombination aus einer Zweikern-CPU

gepaart mit einem Vierkern-Grafikprozessor

und Android 4.1.1 als Plattform

konnte uns im Test ebenfalls voll überzeugen:

Applikationen lassen sich sehr flüssig

und ohne Verzögerungen bedienen. Auch

Full-HD-Filme bringen den Grafikprozessor

nicht aus der Ruhe, sondern lassen sich ohne

Ruckler betrachten. Die beiden Lautsprecher

an der Geräterückseite sind jedoch wie den

meisten Tablets relativ leistungsschwach.

Nicht zuletzt sehr gut gefallen hat uns auch,

dass sich das Gerät selbst unter Last kaum

erwärmt.

Der 8000-mAh-Akku sorgt beim Videoschauen

mit mittlerer Displayhelligkeit für

Laufzeiten von mehr als acht Stunden. Wenn

alle Komponenten des Gerätes eingeschaltet

sind und das Display auf die höchste Leuchtkraft

eingestellt ist, liefert der Akku immer

noch mehr als vier Stunden lang Energie.

Positiv für ein Tablet mit Aluminiumgehäuse

ist uns zusätzlich die Sende- und Empfangsleistung

der WLAN-Komponenten aufgefallen.

Da ein Metallgehäuse abschirmend

wirkt, fällt bei vielen Tablet-PCs im Aluminium-

oder Magnesiumkleid die WLAN-Leistung

recht bescheiden aus. Das Galactica X

konnte jedoch in geschlossenen Räumen

durchaus mit aktuellen Notebooks bei der

Kommunikation über WLAN mithalten.

Eindeutiger Schwachpunkt des Geräts von

Cat sind die beiden Kameras. Diese bieten lediglich

bei optimaler Beleuchtung ein halbwegs

brauchbares Bild. Zudem ist auf dem

Tablet noch Android 4.1.1 vorinstalliert und

bisher kein Update auf eine neuere Version

angekündigt.

Abb. 2: Beim Galactica X sind die üblichen Android-Apps aber auch zwei Eigenentwicklungen

von Cat vorinstalliert.

Fazit

Mit dem Galactica X liefert die Potsdamer

Firma Cat ein hochwertig verarbeitetes und

ausgewogen konfiguriertes Tablet, das die typischen

Anforderungen an ein Android-Tablet

problemlos meistert. Durch viele Anschlussmöglichkeiten,

den starken Akku und

ein trotz relativ niedriger Auflösung hervorragendes

Display lässt sich das Gerät universell

nutzen. Als Schwachpunkt entpuppten

sich die beiden Kameras. Für alle, die für den

täglichen Bedarf ein gutes Gerät zu einem

fairen Preis suchen, ist das Galactica X auf

jeden Fall eine interessante Alternative zu

den Marktführern. Der Cortex A9 in der

Dual-Core-Version arbeitet schneller als so

mancher Vierkernprozessor. ● ● ●

Cat Galactica X

Kerndaten

Hersteller

Cat, Dallgow-Döberitz

Formfaktor

9,7-Zoll-Tablet-PC

Auflösung

1024 x 768 Pixel

Prozessor

1,5 Ghz, Dual-Core, Cortex A9

Android-Version Android 4.1.1

Akku

8000 mAh

Laufzeit

unter Normallast etwa 6h

Gewicht

ca. 630 Gramm

Preis

200 Euro

Technische Details

http:// www. android‐user. de/ lp/ 27163

Performance

AnTuTu-Benchmark

14824 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1603/​526 Punkte

Android-User-Bewertung 4,0

Android-user.de Februar 2014 43


Apps

App-Empfehlungen

In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zehn Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Diana Hahn

Android-User-App-Empfehlungen

Unsere Favoriten

HTC FootballFeed

kostenlos

HTC liefert Ihnen in der HTC FootballFeed-App Informationen zur

Champions und Europa League. Nachrichten und Neuigkeiten der

Wettbewerbe sowie Spielstände lassen sich mit dieser App in Echtzeit

abrufen. Außerdem erfahren Sie Einzelheiten zu bevorstehenden Spielen

sowie den teilnehmenden Vereinen und Spielern. Die Oberfläche der Footballfeed-App

basiert auf der HTC-eigenen BlinkFeed-Startseite.

Nach Wunsch passen Sie diese an Ihre Bedürfnisse

an. Auf der Startseite sehen Sie Berichte über die

Partien in der Champions und Europa League. Wenn

Sie in Deutschland, Österreich oder der Schweiz leben,

können Sie an den Social Games der HTC-Plattform

(HTChange.de) teilnehmen und dabei Tickets für

Spiele der Champions und Europa League gewinnen.

In der App finden Sie in den Statistiken die Ergebnisse

aller bisherigen Begegnungen. Wenn Sie sich

nur für ausgewählte Clubs interessieren, legen Sie

das einfach in den Einstellungen unter Club wählen

fest. Die Anwendung ist in sieben Sprachen erhältlich.

Dazu gehören unter anderem Deutsch,

Englisch, Französisch und Italienisch.

Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Zugspitze

kostenlos

Die Skisaison steht vor der Tür. Damit sich Wintersportler rechtzeitig über die

Pistenbedingungen auf dem höchsten Berg Deutschlands und die Skigebiete

und Berge in der Region Garmisch-Partenkirchen informieren können, gibt

es die App Zugspitze. Die Anwendung bietet Pistenpläne mit einer integrierten

Augmented-Reality-Funktion und Live-Informationen direkt von der

Bergbahn. Dazu gehören unter anderem der Wetterbericht, Öffnungszeiten

der Lifte und aktuelle Schneehöhen. Bewertung: ★★★★★

Finanzen100 Börse & Aktien

kostenlos

Für Hobby Broker oder einfach alle, die sich für das Thema Börse interessieren, ist die App Finanzen100

Börse & Aktien genau die richtige. Sie erhalten zum einen Informationen rund um die

Deutsche Börse, zum anderen sind Sie aber auch bestens darüber informiert, was gerade an den

internationalen Märkten passiert. Wenn Sie ein Konto erstellen, haben Sie außerdem die Möglichkeit,

in einem virtuellen Depot Ihre Wertpapiere zu verwalten und zu kontrollieren, ob Sie die

richtige Strategie verfolgen. Bewertung: ★★★★★

44

Februar 2014

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Instapaper

2,41 Euro

Sie haben einen interessanten Artikel im Internet gefunden und möchten diesen

erst später lesen? Dann ist Instapaper die richtige App für Sie. Die Anwendung

merkt sich Texte und Artikel aus dem Web, damit Sie sie später offline

abrufen können. Um die im Browser angezeigten Texte an die App weiterzuleiten,

markieren Sie die Artikel mit einem Lesezeichen. Ein praktisches

Feature: Texte, die schlecht formatiert sind, werden ideal an die Größe eines

Smartphones angepasst. Bewertung: ★★★★★

Radar

Spotter

1,99 Euro

Mit Radar Spotter erhalten Sie eine Augmented-Reality-App, die Ihnen verrät,

welches Flugzeug über Ihrem Kopf durch den Himmel braust. Nachdem Sie

die Anwendung gestartet haben, klicken Sie einfach auf den Kamera-Button.

Dann müssen Sie Ihr Smartphone nur noch gen Himmel halten und drehen,

bis ein Flugzeug zu sehen ist. Die App findet automatisch den aktuellen Standort

heraus und sucht in einer Online-Datenbank nach dem passenden Flieger.

Tippen Sie nun auf das Flugzeug, erhalten Sie Informationen zur Position, Geschwindigkeit,

Flugrichtung und Flugzeugtyp. Bewertung: ★★★★★

Pocket

Casts

3,13 Euro

Sie sind ein Fan von Podcasts und wollen diese übersichtlich und einfach verwalten?

Dann ist die App Pocket Casts der ideale Begleiter für Sie. Die App ist

ein äußerst praktischer Podcast-Manager. Direkt nach dem Start der App beginnen

Sie damit, Ihre Lieblings-Podcasts zur App hinzuzufügen, in den beliebtesten

Podcasts zu stöbern, oder Sie schauen sich eines der Topvideos

an. Über die zahlreichen Kategorien finden Sie schnell neue Inhalte, die zu

Ihren Interessen passen. Bewertung: ★★★★★

QuickDial

2,99 Euro

Kurzwahltasten sind eine praktische Sache, um die Nummern

von Familie oder anderen wichtigen Kontakten schnell parat zu

haben. Leider hat man meistens nur acht Tasten dafür zur

freien Verfügung, da die 1 üblicherweise schon mit der Voicemail

belegt ist. Mit QuickDial haben Sie die Möglichkeit, Ihr

Smartphone mit drei Screens auf bis zu 36 Kurzwahltasten zu

erweitern. Diese belegen Sie dann ganz nach Ihren Wünschen.

Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31499

OpenTable

kostenlos

Über 2000 Restaurants in Deutschland nutzen bereits erfolgreich die OpenTable-Technologie.

Gäste haben damit die Möglichkeit, einfach und bequem im gewünschten

Lokal zu reservieren. Die Restaurants nehmen die Reservierungen automatisch und in

Echtzeit in den Belegungsplan auf. Zudem können Sie via Geo-Location nach freien Tischen

in Ihrer Umgebung oder in einer bestimmten Stadt suchen. Welche Restaurants

noch Plätze frei haben, zeigt die App entweder in einer Liste oder auf einer Karte an.

Die Gaststätten lassen sich nach Entfernung, Name oder Bewertung sortieren. Wenn

Sie sich von einem Lokal einen Eindruck verschaffen wollen, in dem Sie noch nie

waren, lassen Sie sich Bilder anzeigen. Einen Tisch buchen Sie, indem Sie ein Lokal

auswählen und dann auf die gewünschte Uhrzeit klicken. Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Android-user.de Februar 2014 45


Apps

App-Empfehlungen

Regen-Alarm OSM Pro

3,50 Euro

Vor bevorstehenden Niederschlägen warnt Sie zuverlässig die Wetter-App Regen-Alarm

OSM Pro. In der Anwendung zeigt eine animierte Wetterkarte die via

Satellit gewonnenen Daten über die aktuelle Wetterlage an. In der App stellen

Sie einfach ein, wie lange im Voraus die Anwendung Sie auf nahende Schlechtwetterfronten

hinweisen soll. Den Standort, für den die Warnungen gelten sollen, wählen Sie

frei. Wenn er Ihrem Aufenthaltsort entspricht, lassen Sie sich via GPS orten.

Möchten Sie Warnungen für andere Orte erhalten, geben

Sie das einfach manuell in der App ein. Auf der angezeigten

Karte sehen Sie dann neben der Größe des Niederschlagsgebietes

auch die zu erwartende Intensität

des Unwetters. Mit Hilfe der farbigen Legende am oberen

Bildschirmrand wissen Sie, ob Sie sich auf einen einfachen

Regenschauer (blau) oder ein richtig starkes Unwetter

mit Starkregen (rot) gefasst machen müssen.

Ähnlich verhält es sich auch bei Schnee. Neben einer

Unwetterkarte bringt die Anwendung außerdem zwei

Widgets in verschiedenen Größen mit. In den Einstellungen

lässt sich das Design der Widgets Ihrem Geschmack

anpassen. Neben den Widgets, die Sie visuell

über die Wetterlage informieren, ist es aber auch möglich,

einen Alarm einzustellen, der Sie akkustisch warnt,

wenn ein Unwetter im Anmarsch ist.

Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Unnütze

Fakten

0,89 Euro

Wenn Sie sich ab und an etwas aufheitern möchten, dann lohnt sich ein Blick in

die App Unnütze Fakten. Dort erhalten Sie zum Beispiel Aufklärung darüber,

dass die maximale Größe einer Pizza Napoletana per EU-Verordnung auf 35

Zentimeter begrenzt ist. Oder dass es in Großbritannien per Gesetz verboten ist,

in der Westminster Abbey zu sterben. Rund 3500 skurille Informationen aus aller

Welt sind in der Anwendung zusammengetragen. In 20 unterschiedlichen Kategorien,

unter anderem sind Sport, Geschichte Europa, Gesetze und Weltweit

dabei, erfahren Sie zwar unnütze, dafür aber sehr lustige Fakten. Ihre Lieblingsfakten

lassen sich dann ganz einfach in der Anwendung

speichern. Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31499

Share music with nowplaying

kostenlos

Wenn Sie neben oder anstelle von Twitter, Google+ und Co. nach einem

alternativen sozialen Netzwerk suchen, dann schauen Sie doch mal bei

Share music with nowplaying vorbei. Mit dieser Anwendung teilen Sie

Ihren Freunden mit, welche Musik Sie gerade hören. Aber auch neue

Musik lässt sich mit dieser App ganz einfach entdecken. Um das Angebot

zu nutzen, müssen Sie sich mit Ihrem Facebook-, Twitter- oder

Foursquare-Account registrieren. Sie informieren die App darüber, was

Sie gerade hören, und die Anwendung fügt Informationen über Interpreten,

Album und Cover hinzu. Bewertung: ★★★★★

46

Februar 2014

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Mobile Observatory – Astronomie

4,99 Euro

Schauen Sie sich gerne den nächtlichen Sternenhimmel an? Oder sind Sie fasziniert von den Planeten,

die es im Weltall gibt? Dann wird Sie die App Mobile Observatory begeistern. Die Anwendung

zeigt Ihnen auf Ihrem Snmartphone den gesamten Nachthimmel. Egal, ob Sie sich bereits seit längerem

mit Astronomie beschäftigen oder ob Sie ein Neuling auf diesem Gebiet sind: Die App ist für

alle geeignet. Zudem bringt sie eine zoombare Himmelskarte mit, die Sie zuverlässig darüber informiert,

welches Himmelsobjekt Sie gerade sehen. Außerdem erhalten Sie Zusatzinformationen

über Sterne, Planeten, Galaxien, Sternhaufen, Nebel und Asteroiden. Bewertung: ★★★★★

Traffic

Monitor

Plus

kostenlos

Über die Übertragungsrate Ihrer WLAN- und Mobilfunkverbindung und den

Datenverbrauch der letzten Tage informieren Sie sich mit der App Traffic Monitor

Plus. In der Anwendung lässt sich ein Alarm einstellen, der Sie warnt,

bevor Sie eine festgelegte Datenmenge überschreiten. Auch einen Speed-

Test bringt die Anwendung mit. Dieser präsentiert in einer Tachometeranzeige

die Download- und Upload-Menge und speichert die Ergebnisse mit

Geokoordinaten. Zudem ist in Traffic Monitor ein Taskmanager enthalten, der

auf Wunsch laufenden Anwendungen beendet. Bewertung: ★★★★★

Essbare Pflanzen / Kräuter APP

3,99 Euro

Sie sind oft in der Natur unterwegs und sammeln dort gerne Früchte und Kräuter für Ihre Küche.

Dabei sind Sie sich aber nicht immer ganz sicher, welche Pflanzen essbar sind? Dann sollten Sie

einen Pflanzenführer dabei haben. In der App essbare Pflanzen / Kräuter APP teilt Lars Konarek,

seines Zeichens Survivalexperte, sein Wissen über Kräuter und Beeren mit Ihnen. Er gibt Tipps

zum Sammeln und Konservieren der gesammelten Früchte. Außerdem sind in der App auch

Rezepte mit Wildpflanzen enthalten. Und falls Sie doch mal eine giftige Pflanze erwischen, finden

Sie in der App eine Rubrik mit Notfalltipps. Bewertung: ★★★★★

Wecker (Sleep If U Can) – Pro

1,28 Euro

Diese App ist wohl einer der nervigsten Wecker, die es gibt. Und das ist durchaus positiv gemeint.

Denn gerade dann, wenn am Morgen das Aufstehen schwer fällt, zwingt Sie Sleep if U can genau

dazu. Um den Wecker abzustellen, müssen Sie einen vorher ausgewählten Ort aufsuchen und dort ein

Foto schießen. Erst dann wird der Alarm beendet. Am besten wählen Sie dafür einen Ort aus, der so

weit wie möglich von Ihrem Bett entfernt ist. Aber auch einer der Räume, die Sie nach dem Aufstehen

sowieso betreten, wie Bad oder Küche, bieten sich an. Bewertung: ★★★★★

Faspark – Parken in München

kostenlos

Mit der Anwendung Faspark finden Sie garantiert einen passenden Parkplatz. Die Anwendung benutzt

Daten aus unterschiedlichen Quellen um dem Suchenden den schnellsten Weg zum nächstgelegenen

Parkplatz zu weisen. Die Strecke wird dann auf einer Karte dargestellt. In den Einstellungen

legen Sie die Kriterien für den von Ihnen gesuchten Parkplatz fest. Zum Beispiel, ob Sie

einen kostenlosen Parkplatz suchen. Außerdem ist es möglich, den Standort des Wagens zu speichern,

damit Sie Ihr Auto später auch wiederfinden. Auch andere Städte sollen bald in das Angebot

von Faspark aufgenommen werden. Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Android-user.de Februar 2014 47


Apps

App-Empfehlungen

AnkiDroid Karteikarten

kostenlos

Wenn Sie zum Lernen gerne das Karteikartensystem verwenden, dann wird Ihnen AnkiDroid bestimmt

gefallen, denn mit dieser App fragen Sie Ihr Wissen mit Hilfe von Karteikarten ab. Nachdem

die Lösung angezeigt wurde, haben Sie drei Optionen zur Auswahl. Diese sind davon abhängig,

wie einfach die Beantwortung der Frage für Sie war. Wenn sie Ihnen besonders schwer

gefallen ist, lassen Sie die Karte in einer Minute noch einmal anzeigen; wenn Sie einigermaßen

zügig geantwortet haben, erscheint die Karte in zehn Minuten erneut; und wenn die Antwort

wie aus der Pistole geschossen kam, wird Ihnen die Frage erst in vier Tagen wieder vorgelegt.

Besonders praktisch: Auf ankiweb.net haben Sie die Möglichkeit, Karteikarten mit anderen

Nutzern auszutauschen und sich Arbeit zu ersparen. Bewertung: ★★★★★

Timesheet – Zeiterfassung

kostenlos

Die App Timesheet – Zeiterfassung ist ein Zeitmanagement-Programm für Ihr Smartphone. Die App

hält neben Ihren Arbeitszeiten auch Ihre Pausen fest. Damit die Anwendung das für Sie übernimmt,

legen Sie einfach ein Projekt an und starten die Zeiterfassung. Die App ist nicht nur dazu geeignet, Ihre

Überstunden zu zählen, sondern hilft Ihnen auch, wenn Sie an mehreren Projekten beteiligt sind. Mit

Timesheet halten Sie unkompliziert fest, wie viel Zeit Sie pro Projekt investiert haben. Sie müssen zur

Steuerung der Anwendung nur den Start-, Pause- oder Ende-Button drücken. Und selbst das übernimmt

die App, wenn Sie das WLAN-Tracking aktiviert haben. Bewertung: ★★★★★

Dr. Oetker Rezeptideen

kostenlos

Dass Fertiggerichte ungesund sind und meistens auch noch schlecht schmecken, weiß mittlerweile

fast jeder. Die Liste mit den Zusatzstoffen liest sich wie das Inhaltsverzeichnis eines

Chemiebuchs. Deswegen ist Selbermachen angesagt. Dann wissen Sie immer genau, was

drin ist, und außerdem schmeckt es gleich nochmal so gut. Egal, ob es ums Backen,

Kochen, Einmachen oder die Zubereitung von Desserts geht, mit der App Dr. Oetker

Rezeptideen bekommen Sie eine Menge Anregungen, was Sie als nächstes ausprobieren

sollten. Zunächst suchen Sie eine der vier Kategorien aus. Dann legen Sie eine Unterkategorie

fest. Wenn Sie ein Rezept für das Mittagessen suchen, wählen Sie zuerst

Kochen aus und entscheiden sich dann für eine der neun dazugehörigen Kategorien.

Die App zeigt Ihnen jetzt die Rezepte, die zu Ihren Kriterien passen.

Wenn Sie ein Rezept anklicken zeigt Ihnen die App die Zutatenliste

und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an. Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31499

Lomo-Kamera

0,75 Euro

Wenn Sie ein Fan von Retro-Effekten sind, dann ist die Lomo-

Kamera die richtige Foto-App für Sie. Die App bringt unter anderem

die Effekte Lomo, Rusty, Polaroid, Paper, Dreams und

Film mit. Mit Hilfe dieser Effekte sehen Ihre Bilder aus, als ob

sie aus einer bereits vergangenen Zeit stammen. Die Bedienung

der Lomo-Kamera ist kinderleicht: Einfach ein Foto aufnehmen

und den gewünschten Filter antippen – schon ist Ihr

Retro-Foto fertig. Bewertung: ★★★★★

48

Februar 2014

Android-User.de


APPS

Neuheiten

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play

Neuheiten

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen besonders beliebte Apps

vor, die neu auf Google Play

sind oder ein Update erhalten

haben. Diana Hahn

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Trashbusters

kostenlos

Schulnoten Pro

0,79 Euro

Mit Schulnoten Pro verwalten Sie Ihre Noten. Sie öffnen

einfach mit dem +-Button ein Formular und wählen

darin die Kategorie, die Note und die Gewichtung

aus. Wenn Sie alle Noten eingetragen haben,

berechnet die Anwendung automatisch Ihren Notendurchschnitt

im jeweiligen Fach. Auch unterschiedliche

Gewichtungen lassen sich berechnen.

Bewertung: ★★★★★

Auch die Naturschutzjugend (NAJU) hat

jetzt eine App. Mit der Anwendung

Trashbusters geht es den Abfallbergen

an den Kragen. Mit Trashbusters helfen

Sie, die Umwelt und die Natur etwas

sauberer zu machen. Sie können mit

Hilfe der Applikation auf wilde Müllkippen

in der Umgebung aufmerksam

machen, sich vernetzen oder sich zum

gemeinsamen Aufräumen treffen.

Bewertung: ★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Storyteller

3,99 Euro

Die App Storyteller ermöglicht es Ihnen, Hörbücher

aus einer Community herunterzuladen.

In der Applikation wählen Sie aus verschiedenen

Kategorien aus und stöbern mit

Hilfe der Suchfunktion durch mehr als 7000

Hörbuchtitel. Alle wichtigen Informationen

zum Titel, dem Autor, der Größe oder auch

der Dauer werden in der Hörbuch-App sehr

übersichtlich dargestellt.

Bewertung: ★★★★★

Benzinampel

kostenlos

Sie möchten wissen, wo in Ihrer Nähe die

Tankstelle zu finden ist, die den Sprit am günstigsten

anbietet? Das ist kein Problem mit der

kostenlosen App Benzinampel. Die einfach zu

benutzende und skalierbare Umkreissuche

verschafft Ihnen deutschlandweit Überblick

über die Preissituation.

Mit Hilfe des integrierten

Routenplaners finden

Sie auch in fremder Umgebung

schnell das

günstigste Angebot auf

Ihrer Strecke. Damit die

Preise aktuell sind, werden

die Daten regelmäßig

mit der Markttransparenzstelle

für Kraftstoffe

abgeglichen.

Bewertung: ★★★★★

Ski Webcams

1,29 Euro

Haben Sie für das Wochenende einen Skiausflug

geplant und wollen sich gerne schon mal

vorab anschauen, wie es in der ausgewählten

Region aussieht? Das ist

mit der App Ski Webcams

möglich. 600 internationale

Wintersportregionen

gibt es in der Anwendung.

Auch Deutschland

ist mit mehr als 40 Skigebieten

vertreten. Webcams

gibt es unter anderem

am Feldberg, in

Ruhpolding oder in

Baldrschwang.

Bewertung:

★★★★★

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

50

Februar 2014

Android-User.de


Apps

Neuheiten

FIFA

kostenlos

Um welches Thema sich

diese App dreht, verrät bereits

der Name: Fußball! Im

Zentrum der App steht die

Rubrik Spiele & Ergebnisse. Dort erhalten Sie

Liveberichte aus mehr als 200 nationalen Ligen

und Wettbewerben rund um die Welt. Die Berichterstattung

lässt sich auf die favorisierten

Klubs oder Nationalteams des Nutzers zuschneiden.

In der Rubrik Nachrichten werden Sie

ganz aktuell darüber informiert, was sich in der

Welt des Fußballs tut und welchen Platz in der

Weltrangliste die Nationalmannschaft belegt.

Bewertung: ★★★★★

Simply

kostenlos

Die Anwendung Simply bietet Ihnen eine

große Auswahl an Nachrichten. Zu den Kategorien,

aus denen Sie auswählen können,

gehören unter anderem Politik, Sport, Wirtschaft

& Finanzen, Kunst & Kultur oder lokale

News aus über 2000 Orten in Deutschland

und Österreich. Nach dem Start der News-

App gelangen Sie ohne Umwege auf die

Hauptseite der Anwendung. Dort erhalten

Sie einen Überblick über die individuell

auswähl- und verschiebbaren Bereiche.

Bewertung: ★★★★★

Roomboard –

der Putzplan

kostenlos

Die Frage, die in WGs am häufigsten gestellt

wird: „Wer ist heute eigentlich mit Putzen

dran?“. Natürlich hat keiner eine Ahnung, wer

an der Reihe ist, und sowieso

war jeder der letzte,

der für Ordnung in den Gemeinschaftsräumen

gesorgt

hat. Damit ab sofort

jeder weiß, wer wirklich an

der Reihe ist, gibt es die

App Roomboard. Die Anwendung

unterstützt

neben Wohngemeinschaften

und Paaren auch Singles

dabei, ihren Haushalt

zu organisieren.

Bewertung: ★★★★★

SolCalendar –

Android Calendar

kostenlos

Die Ansprüche an einen Kalender sind hoch.

Einfach zu bedienen und präzise sollte er

sein. Zudem muss er besonders bei Erinnerungen

an Termine äußerst zuverlässig sein.

Und auch die Oberfläche des Kalenders

sollte zu gefallen wissen. All diese Vorzüge

vereint die App SolCalendar. Nach dem

Start erscheint, zunächst die Monatsansicht.

Wenn Sie lieber eine andere Ansicht hätten,

ändern Sie das in den Einstellungen. Zur

Wahl stehen Tag oder Agenda. Falls Sie

mehrere Kalender nutzen, gibt es eine gute

Nachricht: Der SolCalendar synchronisiert

auf Wunsch bestehende Kalender beispielsweise

von Yahoo oder Google+.

Bewertung: ★★★★★

Picment: Camera Photo & Sound

kostenlos

Haben Sie keine Lust mehr auf langweilige Fotos und wollen diesen Leben einhauchen?

Das funktioniert mit Picment. Mit der Foto-App lassen sich Ihre Bilder

nicht nur anschauen, sondern auch anhören. Sie fotografiert nämlich nicht

nur, sondern macht auch eine Tonaufnahme. Sobald Sie den Auslöser drücken,

belichtet die App ein Foto und startet gleichzeitig die Tonaufnahme. Bis

zu 30 Sekunden lang werden Stimmen, Musik oder Geräusche aufgezeichnet.

Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31189

Android-user.de Februar 2014 51


Apps

G Data Internet Security

Antiviren- und Diebstahlschutz von G Data im Test

Abgesichert

Yuichiro Chino, 123RF

Dem Handy-User drohen

durchaus ernsthafte

Gefahren: Böswillige

Apps bevölkern

den Play Store, Phising-

Seiten versuchen,

gezielt mobile Surfer

anzulocken, und Diebe

haben es auf teure

Handys abgesehen. G

Data Internet Security

will für Rundumschutz

sorgen. Christoph Langner

Nepper, Schlepper, Bauernfänger!

Dubiose Machenschaften drohen

nicht nur im „echten“ Leben, sondern

auch im Umgang mit dem

Handy. Ob schädliche Apps, Betrügereien

oder Handydiebstahl – an vielen Fronten drohen

Gefahren. Die Hersteller von Sicherheitsprogrammen

werden daher nicht müde, vor

den Risiken zu warnen und bringen stetig

neue Apps auf den Markt.

Mit Internet Security hat der deutsche Sicherheitsspezialist

G Data seine Antivirenlösung

für Android neu gestaltet und um neue

Funktionen erweitert. Per „Cloud-Anbindung“

soll die Sicherheits-App stets mit aktuellen

Daten arbeiten und so vor neuen Bedrohungen

schützen. Wir haben die App

einem ausführlichen Test unterzogen.

G Data Internet Security

G Data Internet Security finden Sie als 18,99

Euro teuren Download im Play Store [LINK 1].

Alternativ können Sie die App direkt über

den Onlineshop von G Data [LINK 2] oder auch

als Box über den Handel beziehen. Beachten

Sie, dass das Jahresabo knapp 19 Euro kostet,

nach Ablauf von 12 Monaten müssen Sie

eine neue Lizenz erwerben.

Die alte Version der Sicherheits-App finden

Sie noch als kostenloses G Data AntiVirus

Free [LINK 3] im Market. Diese Version beschränkt

sich jedoch auf manuell zu startende

Virenscans und die Darstellung von

App-Rechten. Ähnlich agiert auch Kaspersky,

dort ist der Live-Check von Apps vor ihrer

Installation auch nur noch in der Abo-Version

zu bekommen.

Sperren, orten und filtern

Auf dem Homescreen empfängt Sie G Data

Internet Security mit einer Statusmeldung

zur aktuellen Sicherheitslage auf Ihrem

Handy und informiert Sie unter anderem mit

einem Protokoll über die letzten Aktionen

der App. Zu den einzelnen Funktionen der

App gelangen Sie über die von links aufziehbare

Seitenleiste.

Der Funktionsumfang von G Data unterscheidet

sich nur wenig von dem anderer Sicherheits-Apps.

Die Virenprüfung durchsucht

die auf dem Gerät installierten Apps und auf

Wunsch auch alle Daten im Speicher des Geräts

nach Schädlingen. Sollten Sie das Handy

verlieren oder sollte es gestohlen werden,

hilft der Schutz vor Verlust/​Diebstahl.

Unter Berechtigungen zeigt Internet Security

eine Liste von Rechten an und markiert

alle, die von Ihren Apps eingefordert werden.

Und mit Geschützte Apps sichern Sie ausgesuchte

Programme mit einem Code, sodass

diese nur noch mit diesem gestartet

werden können. Letztendlich können

Sie noch aus- bzw. eingehende

Anrufe und SMS blockieren.

Orten nur über SMS-Befehle

Sollte Ihr Handy verloren gehen oder gestohlen

werden, dann kann G Data dabei helfen,

das Gerät wiederzufinden oder – falls es sich

nicht mehr auftreiben lässt – zu sperren bzw.

die Daten zu löschen. Im Gegensatz zur Konkurrenz

von Lookout, Kaspersky, AVG oder

auch Google selber bietet G Data Internet

Security aber kein Web-Frontend

zu diesem Zweck an. Dafür lässt sich

aber auch eine Meldung absenden, sobald

die SIM-Karte ausgetauscht wird.

Zum Orten benötigen Sie daher ein zweites

Handy. Von diesem schicken Sie eine

SMS mit Ihrem G-Data-Passwort und

einem Kommando wie „locate“,

52

Februar 2014

Android-User.de


Apps

G Data Internet Security

„ring“, „lock“ oder „wipe“

auf Ihr Handy. Bei der Lokalisierung

sendet die App via

SMS und E-Mail einen Link

zurück, der zum per GPS ermittelten

Fundort führt. Sollten

Sie bisher noch kein Passwort

für den Sperrbildschirm

genutzt haben, so übernimmt

Internet Security automatisch

sein eigenes Passwort als

Code für den Lockscreen.

Anrufe blockieren

Wer sich nach ein wenig

mehr Privatsphäre sehnt oder

sich vor Kostenfallen schützen

will, kann G Data dazu

nutzen, Anrufe und SMS zu

und von bestimmten Nummern

zu unterdrücken. Dazu

tragen Sie die betreffenden Nummern aus

Ihrem Adressbuch oder auch Platzhalter wie

„0800*“ in Black- oder Whitelists ein.

Dabei zeigte G Data jedoch Schwächen.

Die App blockierte zwar ausgehende Anrufe

zu geblockten Nummern; doch SMS an die

diese ließ sie unbeanstandet passieren. Auch

Anrufe unterdrückter Nummern mag G Data

nicht schon im Ansatz abblocken, das Handy

läutet mindestens einmal, erst dann wird der

Anruf auf den Anrufbeantworter umgeleitet.

Das macht der Root Call Blocker [LINK 4] besser

– allerdings eben nur mit Root-Rechten.

Web-Filter ohne aktuelle Daten

Der Web-Filter soll Sie vor Phishing-Seiten

oder vor Downloads von Schadsoftware

schützen. Dazu klinkt sich

G Data in den Browser ein,

jede aufgerufene Webseite

wird dann bei aktiviertem

Web-Filter mit einer Online-

Datenbank abgeglichen. Im

Gegensatz zu den Angaben

von G Data arbeitete der Filter

bei uns im Test nur mit

dem Android-Browser, nicht

auch mit Chrome. Wer lieber

Opera oder Firefox

nutzt, muss generell auf

Anti-Phishing-Funktionen

bauen, die in diesen Browsern

integriert sind.

Zudem mangelt es der G-

Data-Datenbank an aktuellen

Daten. Beim Surfen zu

zehn zufällig ausgewählten

Phishing-Sites warnte uns G

Abb. 1: Der Homescreen von G

Data Internet Security informiert

über die letzten Aktionen.

Abb. 4: Der Web-Schutz von G Data

konnte im Test mangels Aktualität

nicht überzeugen.

Abb. 2: Zum Orten, Sperren oder

Löschen brauchen Sie bei G Data

ein zweites Handy.

Data lediglich beim Aufruf von zwei dieser

Adressen. Opera mit seinem eingebauten

Phishing-Schutz dagegen alarmierte uns bei

jeder der getesteten Seiten. Letztendlich sollten

Sie sich beim Gebrauch der Funktion

auch darüber im Klaren sein, dass G Data

über jeden Ihrer Seitenaufrufe im Bilde ist.

Fazit

Mit Lizenzkosten von 18,99 Euro pro Jahr

liegt G Data preislich etwa auf dem Niveau

anderer Sicherheits-Apps für Android. Dafür

kann die Leistung der App jedoch nicht überzeugen:

Ein Web-Frontend für den Verlustund

Diebstahlschutz wäre Pflicht, soll aber

erst noch kommen. Auch ein Surf- und

Phishing-Schutz, der im Test kaum eine Seite

anmahnt und nur mit dem

Standardbrowser arbeitet,

passt nicht zum Premium-

Anspruch der App.

Viele der von G Data angebotenen

Features lassen

sich zudem kostengünstig

mit einer gesonderten App

nachrüsten – ohne dass

jedes Jahr neue Gebühren

fällig werden – oder sind inzwischen

bereits in Android

eingebaut, wie etwa das

Orten, Sperren und Löschen

des Handys über den Android

Gerätemanager [LINK 5].

Bei G Data Internet Security

bekommen Sie diese Funktionen

jedoch alle auf einer

einzigen, ansprechend gestalteten

Oberfläche. ● ● ●

Abb. 3: Verstecken Sie Anrufe und

SMS-Kurznachrichten ausgewählter

Kontakte.

Ohne Play Store

Bei der Installation am Play

Store vorbei müssen Sie die Installation

von Apps aus Unbekannten

Quellen unter Einstellungen

| Sicherheit erlauben.

Deaktivieren Sie diese Checkbox

nach der Installation am besten

gleich wieder, denn Apps sollten

Sie aus Sicherheitsgründen

möglichst nur aus dem Play

Store laden.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30938

Android-user.de Februar 2014 53


Apps

Emoji-Keyboards

Die besten Emoji-Tastaturen für Android

Mit Emotionen

Olga Savinova, 123RF

Die klassischen Smileys

sind out, heute wird mit

Emoticons getextet. Wie

Sie die bunten Bildchen

unter Android am besten

nutzen, zeigt unser

Artikel. Jasmin Bauer

Kleine bunte Bildchen wie Smileys,

Tiere, Fahrzeuge oder weihnachtliche

Piktogramme erfreuen sich besonders

beim Chatten großer Beliebtheit.

Da ist es nicht überraschend, dass

es mittlerweile zahlreiche Tastaturanwendungen

für Android gibt, die diese sogenannten

Emojis gleich mitliefern und die Verbreitung

dadurch nicht mehr auf einzelne soziale

Netzwerke beschränken. Allerdings ist Vorsicht

geboten, da sich unter den Anwendungen

viele Apps befinden, die Malware enthalten

und so Ihre Daten ausspionieren. Wir

haben einige der beliebtesten Emoji-Anwendungen

getestet und verraten Ihnen nun,

welchen Sie vertrauen können und von welchen

Sie besser die Finger lassen.

TouchPal X Keyboard

TouchPal X [LINK 1] ist eine kostenlose

Tastatur für Ihren Androiden,

die nicht nur eine große Auswahl

der bunten japanischen Bildchen enthält,

sondern auch über sehr viele weitere Funktionen

verfügt. Touchpal kommt auf vielen

„China-Handys“ als Standardtastatur zum

Einsatz. Im Praxistest punktete die Anwendung

durch eine einfache Bedienweise und

eine sehr nützliche Worterkennungsfunktion.

Einzelne Wörter lassen sich schnell per

Wischgeste eingeben, wie Sie es von Tastaturen

wie Swype kennen. TouchPal X geht

noch einen Schritt weiter und hilft auch beim

schnellen Verfassen kompletter Sätze. Die Erkennung

der einzelnen Wörter funktioniert

auch auf Deutsch so zuverlässig, dass Sie mit

etwas Übung nahezu ohne Pausen längere

Nachrichten verdassen können. Die Anwendung

unterstützt zahlreiche Sprachen. Um

ein Bild einzufügen, schieben Sie einfach die

Tastatur mit einer Wischgeste nach oben.

Nun können Sie zwischen Emojis und Emoticons

wählen und diese Bildchen Ihren Nachrichten

hinzufügen.

TouchPal X fordert bei der Installation und

der Aktivierung viele Berechtigungen, wie

54

Februar 2014

Android-User.de


Apps

Emoji-Keyboards

Abb. 1: TouchPal X ermöglicht

Ihnen, Emoticons und Emojis per

SMS und Mail zu versenden.

Abb. 2: Vor dem Aktivieren von

fremden Keyboards zeigt Android

stets einen Warnhinweis an.

Abb. 3: Für Emojis müssen Sie

zunächst das passende Plugin aus

dem Play Store herunterladen.

Abb. 4: Zur Emoji-Ansicht kommen

Sie im A.I.type Keyboard durch

eine Wischgeste nach oben.

das Lesen persönlicher Daten (Abbildung 2).

Allerdings versprechen die Entwickler, nichts

Privates zu speichern, sondern die Informationen

lediglich für die Worterkennung zu benötigen.

Dieser Warnhinweis erfolgt aus Sicherheitsgründen

grundsätzlich bei allen

fremden Tastaturen, sobald Sie diese aktivieren.

Erst, nachdem Sie dies zugelassen

haben, können Sie das Keyboard verwenden.

Die Anwendung ist bekannt und vertrauenswürdig,

wir sehen keinen Grund, TouchPal X

nicht zu benutzen.

A.I.type Keyboard

Unser zweiter Testkandidat überzeugt

mit einer schönen Optik und

der cleveren Worterkennungsfunktion,

die für mehrere Sprachen zur Verfügung

steht. Es stehen zudem mehrere Themes zur

Auswahl, damit Sie das Layout ganz nach

Ihrem Geschmack einrichten können. Nach

einiger Übung passt sich die A.I.type-Tastatur

[LINK 2] Ihrer Schreibweise an, macht sinnvolle

Wortvorschläge und korrigiert Vertipper.

Für das Verschicken der Emojis benötigt

man allerdings ein zusätzliches Plugin [LINK

3], das kostenlos zum Download bereitsteht.

Sie finden die Bildchen anschließend rechts

unten. Auch hier versprechen die Entwickler,

keine sensiblen Daten zu sammeln. Die 14

Tage lang gültige Testversion ist kostenfrei.

Anschließend müssen Sie 3,49 Euro bezahlen,

wenn Sie weiterhin alle Vorteile der Tastatur

in Anspruch nehmen wollen, zu denen

auch die bunten Bildchen gehören.

Iphone Emoji Keyboard

Sind Sie bereit, 2,49 Euro zu investieren?

Dann bekommen Sie mit

Iphone Emoji Keyboard [LINK 4] eine

recht gute Tastatur, die nur wenige Berechtigungen

einfordert. Die Eingabefunktion

selbst ist übersichtlich. Beim Tippen hilft

Ihnen zudem eine integrierte Worterken-

Emojis erklärt

Haben Sie es schon einmal erlebt, dass Sie jemandem

eine lustig gemeinte Mitteilung geschickt

haben und plötzlich eine sehr beleidigte

Antwort zurück bekamen? Oder dass Sie auf

Ihrem Androiden einen ironischen Kommentar

verfasst haben, den der Empfänger komplett

missverstanden hat? In beiden Fällen wäre das

Problem mit Emoticons – auch Emojis genannt

– nicht aufgetaucht. Mit dem Begriff sind bestimmte

Kombinationen von Zeichenfolgen gemeint,

die zum Beispiel fröhliche oder traurige

Gesichter darstellen. So sind zwinkernde Smileys

Hinweise für nicht ganz ernst gemeinte

Mitteilungen, und fröhliche, traurige oder wütende

Gesichter sagen direkt aus, ob Sie etwas

witzig finden oder sich darüber ärgern. Inzwischen

versenden viele Personen Emojis, eine

aus Japan stammende Sonderform von Emoticons.

Dies sind fertige Bildchen, die auf vielfältige

Art Ihren Gefühlen Ausdruck verleihen oder

einfach nur zur Auflockerung einer Konversation

dienen. Diese Emojis sind mittlerweile so

beliebt, dass viele Chatanbieter wie zum Beispiel

WhatsApp sie an Bord haben und daher

die Kombination aus Punkt, Klammer und Co

überflüssig machen.

Android-user.de Februar 2014 55


Apps

Emoji-Keyboards

Abb. 5: Versenden Sie Emojis mit

Iphone Emoji Keyboard an Ihre

Freunde mit einem iPhone.

Abb. 6: Damit der Empfänger das

Bild sieht, muss er ebenfalls Handcent

SMS verwenden.

Abb. 7: Go SMS Pro bringt neben

den Emojis auch noch einige weitere

Bilder mit.

Abb. 8: Nachdem Sie ein Bild ausgewählt

haben, teilen Sie es per

SMS, Chat oder E-Mail teilen.

Abb. 9: Sie können mit Emojidom

sogar eigene Icons erstellen und

diese über die üblichen Kanäle

verschicken.

nung, die Sie in den allgemeinen Einstellungen

der Anwendung flexibel an Ihre Wünsche

anpassen können. Besonders wichtig

war uns im Test wieder die Emoji-Funktion.

Möchten Sie die beliebten Bildchen versenden,

gelangen Sie links unten zur Auswahl

und schicken diese, wenn Sie das möchten,

sogar via SMS an ihre Kontakte. Die Anwendung

richtet sich in erster Linie an Nutzer,

die sehr viel mit iPhone-Partnern chatten. Bei

ihnen funktionieren die Emojis am besten.

Das Iphone Emoji Keyboard arbeitet außer

bei den Emoticons auch sonst sehr zuverlässig,

was den aufgerufenen Preis durchaus

rechtfertigt. Achtung: Installieren Sie die Tastatur

nur über unseren Link (QR-Code scannen),

es gibt zahlreiche Fälschungen im

Google Play Store!

Handcent SMS

Viele Emoji-Tastaturen funktionieren

in Kombination mit SMS leider

gar nicht oder nur sehr eingeschränkt.

Wer jedoch auf WhatsApp & Co.

verzichten will, kann sich mit Handcent SMS

[LINK 5] eine spezielle SMS-Anwendung kostenlos

herunterladen, die das Versenden der

Minibilder erlaubt. Nach der Installation des

SMS-Programms benötigen Sie noch das entsprechende

Sprachpaket und das Emoji-Plugin

[LINK 6]. Nun können Sie Handcent SMS

wie Ihr herkömmliches SMS-Programm verwenden

und von der Anwendung aus auch

auf Ihre Kontakte zugreifen. Damit der Empfänger

die Emojis auf seinem Gerät sehen

kann, muss er allerdings ebenfalls Handcent

SMS inklusive Plugin installiert haben.

GO SMS Pro Emoji Plugin

Diese alternative SMS-Anwendung

[LINK 7] ist kostenlos und bietet zahlreiche

Features wie das Hinzufügen

von Dateianhängen, E-Cards oder Zeichnungen.

Mit dem passenden Plugin [LINK 8] können

Sie problemlos Emojis, Emoticons und

Bilder versenden. Die Voraussetzung ist, dass

der Empfänger ebenfalls GO SMS Pro mit den

entsprechenden Zusätzen auf seinem Gerät

hat. Andernfalls sieht er die Emojis gar nicht

erst und empfängt nur gewöhnliche Textnachrichten.

Diese Anwendung gefiel uns

wegen der schönen Optik und der sehr einfachen

Bedienweise sowie der Zusatzfunktionen

richtig gut.

Emojidom Smilies &

Emoticon HD

Wer auf spezielle Emoji-Keyboards

verzichten möchte, jedoch gerne

Smileys und Bilder mit Freunden

teilt, holt sich am besten die Anwendung

Emojidom [LINK 9]. Dabei handelt es sich um

eine Sammlung verschiedener Bilder, die Sie

zusammen mit einer Botschaft per Mail, SMS

oder über ein soziales Netzwerk mit Ihren

Kontakten teilen können. Einige der Bilder

sind kostenfrei. Möchten Sie aus einem größeren

Angebot auswählen, müssen Sie dazu

etwas tiefer in die Tasche greifen. Hier finden

Sie zwar keine Emojis, dafür aber eine rechtgroße

und auch übersichtliche Auswahl an

Grafiken und Fotos. Das Besondere an dieser

Anwendung ist die Möglichkeit, ein eigenes

Bild aufzunehmen und dieses anschließend

als Icon zu versenden.

56

Februar 2014

Android-User.de


Apps

Emoji-Keyboards

Für Root-Nutzer

Wer ein gerootetes

Gerät hat und

bei Tastaturen

mit Berechtigungen vorsichtig

ist, für den eignet

sich auch die kostenfreie

Anwendung Emoji Keyboard

[LINK 10]. Diese fordert

keine Berechtigungen,

stattdessen müssen Sie bei

der Einrichtung etwas Zeit

investieren. Sie benötigen

nämlich zunächst eine

spezielle Schriftart, die Sie

als *ttf-Datei auf der Seite

des Entwicklers finden

[LINK 11] und anschließend

in /system/​fonts/​eingeben

müssen. Erst dann lassen

sich Emojis versenden.

Einen Haken hat die Sache, da dies nicht bei

jedem System gleichermaßen gut funktioniert,

und es daher zu Problemen kommen

kann.

Abb. 10: Seit dem Update auf Android

4.4 versteht die Android-Tastatur

Emojis von Haus aus.

Google Keyboard

Mit dem neuesten Android-Udpate

auf Version 4.4 bringt Android von

Haus aus eine Tastatur mit Emoticons

mit. Diese funktionieren auf Android-

4.4-Geräten perfekt und teilweise auch im

Browser (je nach Browser und Version), allerdings

nur in Schwarzweiß. Die Minibilder

der Google-Tastatur sind mit den Emoticons

von Google Hangouts identisch. Um sie hervorzuzaubern,

müssen Sie zunächst über die

Taste [?123] zur Symbolansicht wechseln.

Abb. 11: Das Einrichten der neuen

Tastatur erfolgt über die Android-

Einstellungen.

Hier drücken Sie die Taste

[=\

www.android- user.de/qr/31325

Android-user.de Februar 2014 57


Apps

Line-Messenger

LINE: Gratis-Anrufe – der WhatsApp-Killer im Test

Sticker-

App

Mit mehr als 300 Millionen

registrierten Nutzern

gehört Line zu den

weltweit größten Messenger-Diensten.

Wir

stellen die App vor und

zeigen, wie sie so

erfolgreich werden

konnte. Marcel Hilzinger

Die Story von Line hört sich fast

wie ein Märchen an. Nach dem

verheerenden Tsunami in Japan

2011 funktionierten vielerorts die

Telefone nicht mehr, aber oft gab es noch

eine Internetverbindung zum Kommunizieren.

Also entschlossen sich einige Programmierer

des japanischen Telecomriesen Naver,

einen Messenger auf die Beine zu stellen:

Line. Der Erfolg blieb nicht aus, sodass LINE:

Gratis-Anrufe [LINK 1] aktuell in Japan und

vielen Ländern in Fernost die mit Abstand

am meisten genutzte Messenger-App ist.

Auch in Europa ist der Dienst seit 2013 bekannt

und setzte sich zum Beispiel in Spanien

innerhalb kurzer Zeit vor WhatsApp an

die erste Stelle der Messenger-Apps.

Mehr als ein Messenger

Aus dem ehemaligen Messenger ist inzwischen

eine ausgewachsene Social-Media-App

geworden, die nicht nur die Kommunikation

per Textnachrichten erlaubt, sondern auch

Videotelefonie und eine Timeline anbietet.

Zu Line gehören zudem noch eine Kamera-

App [LINK 2] und zahlreiche weitere Tools, die

Sie alle mit der Installation der Haupt-App

aufs Handy oder Tablet bekommen. Vereinfacht

gesagt, ist Line somit WhatsApp, Facebook,

Skype und Instagram in einem.

Wenn Sie mögen, nutzen Sie Line nicht

nur zum Chatten und Telefonieren, sondern

auch um Fotos mit Freunden zu teilen und

via Timeline eine Art öffentliches Tagebuch

zu führen. Zudem bietet die App eine umfassende

Sammlung an Casual Games, die allerdings

nicht immer den europäischen Geschmack

treffen.

Anmeldung via

Telefonnummer

Nach dem ersten Start müssen Sie sich ein

Login anlegen oder via Facebook-Account

anmelden. Nun will Line Ihre Nummer wissen,

um die anonyme Nutzung möglichst zu

verhindern. Die Nummer wird nicht automatisch

dafür verwendet, um weitere Freunde

zu finden. Das passiert nur, wenn Sie die

Checkbox beim Start nicht deaktivieren.

Im Unterschied zu WhatsApp oder Facebook

legen Sie selbst fest, ob Sie für andere

Nutzer über die Handynummer auffindbar

sein wollen, oder ob man Sie nur via Suche

oder Ihre Line-ID hinzufügen kann. Wollen

Sie Ihre Freunde nicht wissen lassen, dass

Sie Line nutzen, dann verschweigen Sie das

einfach. Bei WhatsApp ist das nur sehr umständlich

oder über eine „geheime“ Telefonnummer

möglich.

Freunde finden

Haben Sie Line erlaubt, Ihr Adressbuch zu

durchsuchen, dann zeigt die App nach kurzer

Zeit an, welche Ihrer Kontakte den Dienst

ebenfalls benutzen. Um einen neuen Kontakt

hinzuzufügen, tippen Sie oben rechts auf die

Büste mit dem Plus-Zeichen und anschließend

auf Contacts. Es erscheint ein kleiner

Bagiuiani_Constantin, 123RF


Apps

Line-Messenger

Abb. 1: Zur Registrierung müssen

Sie sich mit Ihrer Handynummer

identifizieren.

Abb. 2: Line überlässt Ihnen die

Wahl, ob Sie über Ihre Telefonnummer

gefunden werden möchten.

Abb. 3: Line besteht nicht nur aus

einem Messenger, sondern bringt

viele weitere Apps mit.

Abb. 4: Neue Freunde in unmittelbarer

Nähe können Sie durch

Schütteln des Handys hinzufügen.

Dialog, über den Sie entscheiden, ob Sie

neue Freunde per E-Mail oder per SMS benachrichtigen

möchten. Wählen Sie die gewünschte

Option aus, und legen Sie im folgenden

Dialog fest, wem Sie eine E-Mail/​

SMS senden wollen. Schicken Sie Ihrem

Freund eine E-Mail, dann enthält diese auch

einen QR-Code. Ihr Bekannter muss dann lediglich

nach der Installation der App auf der

Seite Freunde hinzufg. den QR-Code scannen,

und schon sind Sie befreundet.

Noch einfacher fügen Sie einen Line-

Freund hinzu, wenn Sie sich am gleichen Ort

aufhalten. Dann genügt es, wenn Sie auf der

Freunde-Seite auf den Eintrag Shake it! tippen

und zusammen das Handy schütteln.

Line merkt so, dass Sie zusammengehören.

Dann gibt es auch noch die

klassische Art via Messenger-

ID. Ist Ihre ID öffentlich, dann

kann Sie jeder Line-Nutzer

damit finden (so zum Beispiel

auch den Autor dieses Artikels

über marcelhilzinger).

Obwohl Line noch deutlich

weniger verbreitet ist als Facebook

oder WhatsApp, dürften

Sie schnell einige Kontakte

finden. Da die App

zudem gratis ist, steht einer

Installation auf dem Handy

von Freunden nichts im Weg.

chatten. Das geht recht einfach, indem Sie

den Kontakt antippen. Sie landen dann

gleich im Chatraum. Hier sind die Elemente

in den Ecken wichtig: Über das blaue Icon

unten rechts starten Sie einen Anruf, sofern

Sie noch keinen Text eingetippt haben. Line

verbindet sich per Sprachanruf, anschließend

können Sie zum Videochat wechseln, wenn

beide Partner das unterstützen. Mehr Auswahl

bietet das Kontextmenü oben rechts,

über das Sie auch Anrufe tätigen können.

Über die Chateinstellungen ändern Sie zum

Beispiel den Hintergrund des Chatfensters

oder erstellen eine Verknüpfung, um schnell

einen Videoanruf zu starten. Die Sprachqualität

der Anrufe hängt vom benutzten Netz

ab, in unseren Tests war sie sehr gut.

Chat und

Videoanruf

Haben Sie erst mal ein paar

Freunde gefunden, möchten

Sie mit diesen natürlich auch

Abb. 5: Sie können Ihren Freunden

sogar virtuelle Geschenke über

Line senden.

Abb. 6: Line startet zunächst einen

Sprachanruf, den Sie dann zum

Video-Call umschalten.

Abb. 7: Die wichtigsten Punkte verbergen

sich im Kontextmenü des

Chatfensters oben rechts.

Android-user.de Februar 2014 59


Apps

Line-Messenger

Abb. 10: Mit 1,79 Euro für 100 Line-

Münzen erhalten Sie üblicherweise

gerade mal ein Sticker-Paket.

Das Icon oben links steht

für den Notizzettel. Darauf

können Sie sich während

eines Chats oder Anrufs

Notizen machen. Diese

sind für alle Partner im

Chat sichtbar und bleiben

auch nach dem Löschen

des Chatverlaufs erhalten.

Über das Plus-Zeichen

unten links senden Sie

dem Chatpartner ein Foto,

ein Video oder eine

Sprachnotiz. Auch Ihren

Standort oder eine Visitenkarte

zu einem Kontakt

können Sie hier teilen. Daneben

befindet sich ein

Smiley – damit erreichen

Sie die Line-Sticker.

Sehr gut gefallen hat uns und deutlich witziger.

am Line-Chat, dass er

auch über den Sperrbildschirm funktioniert.

Sie müssen das Handy also nicht entsperren,

um eine Chat-Anfrage zu beantworten. Stört

Sie dieses Verhalten, weil jemand in Ihrem

Namen antworten könnte, dann sollten Sie

Line mit einem PIN-Code schützen, wie

unten beschrieben, oder die Benachrichtigungen

für den Sperrbildschirm abschalten.

Bunte Bildchen

Ein Erfolgsrezept der Anwendung liegt in den

Stickern, die wie Emoticons oder Emojis

funktionieren, aber deutlich größer sind und

somit auch wesentlich aussagekräftiger. Die

Sticker haben sich inzwischen auch Facebook

und ChatON vom Line-Messenger abgeschaut,

das Angebot bei

Line ist aber viel umfangreicher

und – das ist der

Knackpunkt – zudem auf

die lokale Nachfrage abgestimmt.

So gibt es zum Beispiel

in Spanien Sticker der

prominenten Fußballer und

von Szenen aus Tapasbars,

in Italien dürfen natürlich

Espresso und Cappuccino

nicht fehlen. Die Minibilder

tragen auch wesentlich zur

Finanzierung des Messaging-Dienstes

bei, gibt es

doch zahlreiche Sticker-Sets

mit unterschiedlichen Motiven

zu Preisen zwischen 79

Cent und 1,79 Euro zu kaufen.

Zu den Aufklebern gelangen

Sie, indem Sie in der

Abb. 8: Die großen Sticker machen

jede Konversation bunt, einzigartig

Abb. 11: Neben den Stickern bietet

Line auch verschiedene Designs

für den Messenger an.

Abb. 9: Das Angebot an Stickern ist

sehr groß. Zudem gibt es für jedes

Land passende Aufkleber.

Kontakteübersicht auf Mehr tippen oder in

einem Chatfenster auf das Smiley-Icon.

Der Sticker-Shop ist aufgeteilt in die Reiter

Beste, Neu und Kostenlos. Von Haus aus gibt

es nur vier Stickersets gratis, unter dem Reiter

Kostenlos finden Sie aber viele mehr. Line

kündigt in regelmäßig neue Gratis-Sticker an,

die sich dann während einer limitierten Zeitspanne

(üblicherweise 24 Stunden) kostenlos

herunterladen lassen. Einige Sticker bleiben

immer gratis, andere Aufkleber hingegen

werden nach 180 Tagen kostenpflichtig.

Die kostenpflichtigen Sticker sind neuerdings

mit einer Goldmünze gekennzeichnet,

wobei 100 Goldtaler im schlechtesten Fall

1,79 Euro entsprechen. Um Line-Münzen zu

kaufen, wechseln Sie zu den

Einstellungen und tippen

hier auf Münzen, anschließend

rechts oben auf Laden.

Bei den Münzen handelt es

sich um einen In-App-Kauf,

den Sie nicht erstatten können.

Beachten Sie, dass sich

Münzen zwar von einem

Line-Konto auf ein anderes

(mit der gleichen Telefonnummer)

übertragen lassen,

aber nicht von Android auf

iOS. Beim Umstieg von iOS

zu Android oder andersrum

können Sie das Goldnicht

mitnehmen, beim Wechsel

auf ein anderes Android-

Handy hingegen schon.

Die gekauften oder bei

einer Gratisaktion erhasch-

60

Februar 2014

Android-User.de


Apps

Line-Messenger

ten Sticker können Sie auch

an einen beliebigen Chatpartner

verschenken.

Privatsphäre

In der Grundeinstellung ist

Ihr Profil öffentlich. Line-

Nutzer können nach Ihrem

Namen suchen und Sie über

das Profilbild finden. Unbekannte

Nutzer dürfen Ihnen

Nachrichten schicken. Line

verfügt aber über sehr viele

Privatsphären-Einstellungen,

sodass dieser Messenger

eine gute Wahl ist, wenn

Sie öffentlich so wenig wie

möglich erscheinen möchten.

Um die Privatsphäre

besser zu schützen, wechseln

Sie zum Hauptmenü,

öffnen die Einstellungen

und wählen Ihr Profil aus. Hier entfernen Sie

die Checkbox bei Profilfoto teilen und bei Öffentliche

Nutzer-ID. Über den Eintrag Konto

löschen ganz unten verabschieden Sie sich

komplett vom Dienst. Wechseln Sie nun zurück

zum Menü, und tippen Sie auf den Eintrag

Privatsphäre. Darin können Sie ganz

oben den Messenger mit einem PIN-Code

schützen. Aktivieren Sie anschließend die

Checkbox bei Nachrichten ablehnen, um

keine Meldungen von unbekannten Personen

zu erhalten. Anschließend wählen Sie Timeline

& Home und entfernen die Checkbox bei

Neue Freunde zulassen, falls Sie Ihre Timeline

ganz privat halten wollen. Sollen nur bestimmte

Nutzer davon ausgeschlossen sein,

dann tippen Sie auf Privatsphäre-Einstellungen

und entscheiden, welche Ihrer Freunde

die Timeline zu Gesicht bekommen dürfen.

Darüber hinaus lohnt es sich bei jedem

Chat oder Eintrag, das Kontextmenü aufzurufen.

Darüber lassen sich Nutzer blockieren.

Sie können zudem für jeden Kontakt festlegen,

ob Sie über neue Beiträge benachrichtigt

werden wollen oder nicht. Bei den offiziellen

Line-Accounts sind die Benachrichtigungen

in den Grundeinstellung deaktiviert.

Line betont zudem, dass sämtliche Chats

über eine verschlüsselte Verbindung ablaufen.

Wie diese genau funktioniert, bleibt aber

ein Geheimnis der Firma.

Schwächen

Aktuell gibt es ganz klar noch zu wenige

Line-Nutzer in Deutschland. Auch wir mussten

für diesen Testbericht im Bekanntenkreis

einen kleinen Aufruf starten, um genügend

Abb. 12: In der Grundeinstellung

erscheinen die Nachrichten auch

bei gesperrtem Display.

Kontakte für schöne

Screenshots und lustige

Chats zu erhalten. Da der

Dienst aber bereits einzelne

Spots im TV geschaltet hat

und demnächst auch offiziell

in Deutschland an den

Start gehen will, dürfte das

nur eine Frage der Zeit sein.

Im direkten Vergleich mit

WhatsApp fällt negativ auf,

dass Sie nicht sehen, wann

Ihre Freunde zuletzt online

waren und ob der Chatpartner

gerade am Tippen ist.

Das Fehlen dieses bei Facebook

sehr beliebten Features

kann man aber durchaus als

Vorteil von Line sehen: Sie

bewahren sich einen Teil

Ihrer Privatsphäre. Dennoch

wäre es schön, diese Funktionen

optional für einzelne Kontakte freigeben

zu können.

Der Line-Messenger kann Fotos, Audioaufnahmen

und auch Videos verschicken, aber

keine beliebigen Dateien wie es zum Beispiel

bei Skype oder auch ChatON von Samsung

möglich ist.

Den Line-Messenger gibt es zwar für Mac

OS X und Windows, er ist jedoch nur als native

Anwendung und nicht im Browser verfügbar.

So müssen Linux-Nutzer auf den

Messenger verzichten, und auch in einem Internetcafé

lässt sich Line nicht einfach mal

so starten. Hier hat ChatON von Samsung

klar die besseren Karten. Dafür ist es aber für

iOS, BlackBerry OS und auch für Windows

Phone verfügbar.

Das Businessmodell beruht ganz klar auf

den In-App-Käufen (hauptsächlich Sticker).

Dadurch bleiben App und Line-Dienste gratis,

aber Sie erhalten in regelmäßigen Abständen

Benachrichtigungen über neue Angebote.

Ein Kaufzwang besteht indes nicht.

Fazit

Aktuell stellt der Line-Messenger in Deutschland

trotz Gratisanrufen noch keine echte Bedrohung

für WhatsApp oder Facebook dar.

Das kann sich aber schnell ändern, wie das

Beispiel Spanien gezeigt hat. Wenn Line

noch die am meisten vermissten Features implementiert

(sehen, wann Freunde zuletzt

online waren und sehen, wenn jemand

tippt), dann hat sie in jedem Fall 5 Sterne

verdient. Dass Line boomt, werden Sie in

Ihrem Freundeskreis demnächst schon merken,

da sind wir uns ziemlich sicher. ● ● ●

Abb. 13: Um Ihre Konversationen

privat zu halten, können Sie Line

mit einem PIN-Code absichern.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31570

Android-user.de Februar 2014 61


Apps

doubleTwist

Hat der doubleTwist Player den Dreh raus?

Abgedreht

Artisticco LLC, 123RF

Wie viel Geld ist für eine

App angemessen? Ein,

zwei Euro? Zehn Euro?

So viel kostet die Pro-

Version des doubleTwist

Players. Ist er das auch

wert? Wir schauen uns

den Luxusplayer genau

an! Christoph Langner

Trugen vor ein paar Jahren noch

viele Leute stolz ihren iPod oder

einen anderen MP3-Spieler durch

die Gegend, übernimmt inzwischen

das Smartphone die Aufgabe der Hosentaschen-Jukebox.

Der „dumme“ MP3-Player ist

fast komplett aus den Regalen der Geschäfte

verschwunden – kein Wunder also, dass es

im Google Play Store von Musikplayer-Apps

nur so wimmelt.

Mit bis zu 50 Millionen Installationen gehört

der doubleTwist Player [LINK 1] zu den

großen Nummern im Geschäft. In komplett

erneuertem Look sucht die App nun neue

Fans, die die Möglichkeit zu schätzen wissen,

Musik zwischen dem Windows-PC und

dem Handy kabellos abgleichen zu können.

doubleTwist Player

Beim Design der App haben die

doubleTwist-Entwickler der

neuen Version besonders Tablet-

User und Besitzer von Monster-

Smartphones im Auge

gehabt. doubleTwist

sieht nun auch auf

großen Displays gut

aus und lässt sich besser

bedienen. Dazu hat

die App eine vom linken Rand

aufziehbare Seitenleiste

spendiert

bekommen,

über die Sie

zur Alben-, Interpreten-

oder

Titelauswahl

springen können.

Auf Tablets im Querformat

ist die Seitenleiste

immer sichtbar.

In der Albenansicht

zeigt doubleTwist die Cover

Ihrer auf dem Handy oder Tablet

gespeicherten Alben generell

mehrspaltig an. Ein Klick auf eines

der Cover führt zur Titelansicht,

in der Sie die Songs

starten können. Im Player

blendet doubleTwist das

Cover dann großformatig ein. Auf dem

Handy ziehen Sie Funktionen wie Start/​Stop

von unten auf, auf dem Tablet sind Playlist

und Kontrollen permanent in einer zweiten

Spalte sichtbar.

Lücken bei den Covern

In unserem Test erwies sich jedoch gerade

die Anzeige der Albencover als Kritikpunkt.

Obwohl sämtliche MP3s auf dem Handy ordentlich

mit Bildern der Alben getaggt wurden

und zusätzlich eine Bilddatei mit dem

Cover des Songs im Verzeichnis des Albums

lag, zeigt der doubleTwist Player bei vielen

Platten kein Cover an. Andere Player erweisen

sich als deutlich zuverlässiger bei der

Anzeige von Artwork.

Wer nicht auf Albencover verzichten

möchte und diese vielleicht bisher nicht sauber

organisiert hat, kann per In-App-Kauf auf

die Pro-Version der App umsteigen. In dieser

Variante sucht doubleTwist Player passendes

Artwork selbstständig im Netz. Mit 9,99 Euro

ist doubleTwist Pro jedoch nicht ganz billig.

10 Euro für die Pro-Version

Zudem bietet die Pro-Version die Möglichkeit,

MP3s über die Desktopversion des Players

[LINK 2] mit AirSync drahtlos auf das

Handy zu schieben, Musik per AirPlay/​

DLNA auf Apple TV (jedoch nicht zu AirPort

Express) oder auf DLNA-fähige Fernseher, A/​

V-Receiver oder Sonos-Netzwerkboxen zu

streamen und Podcasts automatisch auf das

Handy zu laden. Mit einem Equalizer lässt

sich zudem der Sound des doubleTwist-Players

individuell anpassen.

Benötigen Sie nur die AirSync-Funktion, so

können Sie diese für „nur“ 4,99 Euro kaufen.

Die anderen Funktionen lassen sich jedoch

nur komplett im Paket nachrüsten, auch

dann wenn für Sie persönlich nur die Podcast-Integration

von Interesse ist. Schade,

denn 10 Euro werden nur die wenigsten Nutzer

für einen Audioplayer mit interessanten

Features und hübschem Look ausgeben.

Bei der Unterstützung von Sounddateien

zeigt sich doubleTwist nicht wählerisch. Im

Test haben wir dem Player gewöhnliche

MP3s in unterschiedlichen Bitraten vorge-

62

Februar 2014

Android-User.de


Apps

doubleTwist

Abb. 1: Oft zeigt doubleTwist keine

Cover an, obwohl die MP3s ordentlich

getaggt wurden.

Abb. 2: Die neue Seitenleiste

erleichtert die Navigation innerhalb

der Anwendung.

Abb. 3: Per In-App-Kauf steigen Sie

auf die Pro-Version der App mit

allen Funktionen um.

Abb. 4: Per Mehrfachauswahl

fügen Sie mehrere Songs eines

Albums zur Playlist hinzu.

setzt, ihn aber auch mit OGG- und verlustfrei

komprimierten FLAC-Dateien gefüttert – fast

alle Formate spielte der Player zuverlässig

ab. Bei einem mit dem Apple Lossless Audio

Codec komprimierten Song gab sich doubleTwist

jedoch eine Blöße: Diese Datei lud der

Player zwar in seine Datenbank, doch Abspielen

wollte die Anwendung den Song

dann nicht mehr.

Teurer Player mit einigen

Schwächen

Auch sonst leistet sich doubleTwist einige

Schwächen, die einem der teuersten Player

im Play Store nicht unterlaufen dürften. So

lassen sich einzelne Ordner

nicht einfach von der

Aufnahme in die

Musikdatenbank

ausnehmen. Stattdessen

wandern alle Sounddateien

in die Albenliste oder

Interpretenauswahl. Selbst

wenn Sie eine leere Datei in

den Ordner legen, sodass

zum Beispiel der Android

Media Player das

Verzeichnis ignoriert,

hindert das die App nicht,

die Stücke zu indexieren.

Fans elektronischer oder

klassischer Musik werden

zudem das „Gapless Playback“,

das Springen von

Abb. 5: Albencover zeigt der doubleTwist

Music Player hübsch großformatig

an.

Titel zu Titel ohne Pause,

vermissen. Dieses Feature

wünschen sich die doubleTwist-Fans

schon seit drei Jahren [LINK 3], bisher

ignorieren die Entwickler jedoch diesen

Wunsch der Community.

Fazit

Der doubleTwist Player ist ein guter Player,

keine Frage. Besonders auf Tablets kann er

die gute Optik als seine Stärke voll ausspielen.

Allerdings muss sich doubleTwist die

Frage gefallen lassen, ob die Pro-Version 10

Euro wert ist. Die angebotenen Pro-Features

der Anwendung gibt es bei der Konkurrenz

oft umsonst, und andere Funktionen wie das

pausenfreie Abspielen von Songs und das

Ausklammern von Verzeichnissen fehlen.

Besonders KitKat-User

sollten aktuell noch Abstand

vom doubleTwist Player

nehmen. Aufgrund von einigen

Änderungen am System

läuft doubleTwist auf Androiden

mit der brandaktuellen

Android-Version 4.4

nicht rund (Stand Ende Dezember

2013). Den Kommentaren

im Play Store entsprechend,

arbeiten die

doubleTwist-Entwickler jedoch

schon an einem Update,

das für bessere Kompatibilität

sorgen soll. ● ● ●

kostenlos

9,99 Euro (Pro-Version)

deutsch|variiert|variiert

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31661

Android-user.de Februar 2014 63


Apps

Sport-Apps

7 Sport-Apps gegen den Winterspeck

Fit bleiben

Da ist sie wieder – die graue Winterzeit. Draußen ist es kalt, und nur die

abgehärtetsten Jogger halten durch. Wer vorhat, seinen Körper trotz

Schnee und Eis fit zu halten und Winterspeck vorbeugen will, findet bei

Google Play tolle Fitness-Apps. Kathrin Schmitt

tsirik, 123RF

Schlechtes Wetter ist kein Argument,

im Winter keinen Sport zu

treiben. Im Google Play Store finden

sich viele Sport-Apps, mit

denen Sie in Form bleiben oder sich fit für

die Skisaison machen. Wir stellen Ihnen die

sieben besten vor.

Fitness App

Premium

Die

deutschsprachige

Fitness App Premium

[LINK 1] bietet animierte

Videos, die Anleitungen

zu jeder sportlichen

Übung bieten und

mit Musik hinterlegt sind. Allerdings

müssen Sie sich mit Namen, E-

Mail-Adresse und einem Benutzernamen

registrieren. Außerdem fragt die App Ihr

sportliches Niveau ab (Anfänger, Fortgeschritten,

Profi). Die Angaben lassen sich

aber später noch im Menü unter Einstellungen

ändern. Wie lange und welche

Muskelgruppen Sie trainieren, bestimmen

Sie selbst. Für ein bisschen Komfort

legen Sie sich eine Isomatte auf den

Boden. Denn für die meisten der sportlichen

Aktivitäten – ein dicker Pluspunkt

der App – sind keine zusätzlichen Hilfsmittel

erforderlich. Manchmal dient ein

Stuhl oder eine Treppenstufe als Fitnessgerät,

bei einigen wenigen Übungen kommen

Hanteln zum Einsatz.

Nun gehen Sie an den Start: Unter

Schnelle Übungen im Startmenü wählen

Sie Workouts für 10, 20 oder 30 Minuten

aus, zum Beispiel ein 10-Minuten-Workout

für den Rücken

oder ein 20-Minuten-Workout

für Bauch, Beine und Po. Wenn Sie eine

Übung zum ersten Mal durchführen, ist es

möglich, dass Sie die Anleitung erst herunterladen

müssen. Für die Trainingseinheiten,

die 20 oder 30 Minuten dauern, kombiniert

die App verschiedene Übungen. Sie haben

aber immer genügend Zeit, um die Position

zu wechseln.

Unter Personalisierte Workouts stellt die

Anwendung ein individuelles Fitnessprogramm

für Sie zusammen: Dort definieren

Sie die Trainingsdauer, die Körperbereiche,

die gestärkt werden sollen, über welche

Hilfsmittel Sie verfügen und geben schließlich

einen Namen ein. Fitness App Premium

schlägt Ihnen dann aus Ihren Angaben eine

persönliche Choreografie vor. Während Sie in

einem Fitnessstudio von einem Trainer begleitet

werden, informieren beim App-Workout

Tipps und Ratschläge im Startmenü über

die wesentlichen Punkte, die Sie bei Ihrem

Training beachten sollten.

Workout Trainer

Ein digitaler Personal Trainer motiviert

Sie in der englischsprachigen

App Workout Trainer [LINK 2] zum

Sport. Zunächst registrieren Sie sich oder loggen

sich mit Ihrem Facebook-Account ein.

Sie suchen sich Kim oder Sophia als Ihre Begleiterin

aus; wenn Sie sich für Greg entscheiden,

wird die Anwendung kostenpflichtig.

Unter dem Menüpunkt Programs legen

Sie nun fest, ob Sie Sport treiben, um ein bestimmtes

Ziel zu erreichen (zum Beispiel Gewicht

verlieren), in welchem Zeitraum dies

geschehen soll und wie häufig Sie trainieren

wollen. Klicken Sie im Menü auf Workouts,

macht Ihnen die App verschiedene Vorschläge,

bei denen auch jeweils der Schwierigkeitsgrad

angegeben ist: einfach (casual),

mittel (moderate) oder intensiv (intense).

64

Februar 2014

Android-User.de


Apps

Sport-Apps

Abb. 1: 10, 20 oder 30 Minuten –

die Trainingsdauer bei der Fitness

App Premium bestimmen Sie.

Die Workouts sind nach Neuvorstellungen

(featured) und von anderen Usern empfohlenen

(liked) geordnet. Alternativ suchen Sie

sich unter Filter selbst welche aus. Dabei

geben Sie Suchkriterien wie Zeit, Hilfsmittel,

Trainingsziel und Schwierigkeitsgrad vor. Anhand

dieser Angaben empfiehlt Ihnen die

App eine Liste mit Workouts. Wenn Sie auf

der Suche nach Übungsanleitungen sind, klicken

Sie im Menü auf Exercises. Dort finden

Sie Fotoserien, die den genauen Bewegungsablauf

einer Übung erklären, zum Beispiel

den Ablauf von Push-ups oder Jumping

Jacks. Für den zusätzlichen Motivationskick

neben Ihrem Personal Trainer sorgt das

Forum. Unterteilt ist es in die neusten Beiträge

(recent topics), die aktiven Beiträge,

über die momentan diskutiert wird (active topics)

und die Foreneinträge, die Sie auf Ihre

Beobachtungsliste setzen können, wenn Sie

sich für ein Thema besonders interessieren.

Dazu klicken Sie auf einen Eintrag und anschließend

auf das Augensymbol, das rechts

oben angezeigt wird. Einen eigenen Eintrag

erstellen Sie, indem Sie auf der Übersichtsseite

auf das Pluszeichen – ebenfalls oben

rechts – klicken. So tauschen Sie sich mit anderen

Nutzern der Anwendung aus und teilen

Ihre Erfolge mit.

Training und Tanz Fitness

Video anklicken und abtanzen: Das

funktioniert mit der App Training

und Tanz Fitness [LINK 3] in englischer

Sprache – auch die Trainer in den Videos

sprechen Englisch. Im Menü haben Sie

die Wahl zwischen Workouts, Pilates, Yoga,

Dance Workouts und Dance & Zumba. Ein

Abb. 2: Wie eine Übung funktioniert,

zeigen bei der App Workout

Trainer animierte Videos.

wenig störend ist die Werbung,

die immer mal wieder

im Menü als Pop-up

eingeblendet wird. Was Sie

für Ihr Training benötigen:

eine Isomatte und in Einzelfällen

auch Hanteln.

Wenn Sie Ihr Handy an

einen Fernseher oder PC-

Bildschirm anschließen

und die Videos darauf abspielen,

ist es so, als würden

Sie eine Trainings-

DVD anschauen – nur,

dass in diesem Fall der Inhalt

kostenlos ist. Und es

ist eine gute Möglichkeit,

um herauszufinden, ob Sie

vielleicht einen Kurs für

Yoga, Pilates oder Zumba

besuchen möchten.

Push Ups

Push Ups bietet ein interaktives

Training mit dem Smartphone. Die

App [LINK 4] ist sehr einfach aufgebaut

und in deutscher Sprache

abgefasst, dafür aber auf

Liegestütze beschränkt.

Und so geht’s: Sie legen

das Handy auf den Boden

und machen so viele Liegestütze,

wie es Ihre Kraft hergibt.

Das Display berühren Sie dabei

jedes Mal mit Nase oder Kinn – so

zählt die App mit. Anhand der geschafften

Liegestütze errechnet Push Ups Ihr

Fitnesslevel und schlägt Ihnen dann ein Liegestütz-Training

vor. Unter Rekord hält die

App Ihre Trainingsergebnisse fest (Anzahl

der Liegestütze und Kalorienverbrauch).

Unter Praxis beginnen Sie ein freies Training.

Fitness und Muskelaufbau

Wenn Ihnen für Push-ups noch die

erforderliche Muskelkraft fehlt, hilft

Ihnen die App Fitness & Muskelaufbau

[LINK 5] (in der englischen Version Fitness

& Muscle), Muskeln aufzubauen. Dazu sind

Hanteln und eine Isomatte erforderlich, für

manche Übungen benötigen Sie Fitnessgeräte,

die man in der Regel nicht zu Hause

hat. Beim Training in den eigenen vier Wänden

beschränken Sie sich daher am besten

auf Einheiten mit und ohne Hanteln. Halbwegs

gut animierte Figuren machen in einem

Video die Übungen vor. Bei den Figuren

wird jeweils der Muskelbereich rot

markiert, der mit der sportlichen

Aktivität aufgebaut wird. Die Übun-

Android-user.de Februar 2014 65


Apps

Sport-Apps

weitere. Auch bei dieser

Anwendung wird das Trainingsergebnis

nicht festgehalten.

Sie müssen Ihren

Erfolg also selbst messen

und dokumentieren.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31374

Abb. 3: Training und Tanz Fitness

liefert YouTube-Videos gespickt

mit sehr viel Werbung..

gen werden als Slideshow angezeigt. Mit

einem Wisch über das Display wechseln Sie

zur nächsten Einheit. Dabei erscheinen aber

recht viele Anzeigen. Ein wenig schade ist,

dass es neben den Videos keine weiteren Anleitungen

oder Ausführungen zu den Übungen

gibt und der Trainingserfolg auch nicht

protokolliert wird. Zudem wirbt der Entwickler

für weitere Anwendungen mit zweifelhaftem

Background. Wir empfehlen diese App

deshalb nicht zur Installation.

Übungen zu Hause

Übungen zu Hause [LINK 6] beschreibt

dagegen ausführlich alle

Aktivitäten in Textform auf

Deutsch. Leider gibt es bei

dieser App aber pro Übung

meist nur ein Foto, das

Ihnen zeigt, wie die Bewegung

aussehen soll – und

kein Video. Wenn Sie die

Anwendung starten, gelangen

Sie zu einer Liste, in

der die Übungen aufgezählt

sind, zum Beispiel

Stützendes Beinheben frei

oder Crunches. Klicken Sie

auf eine davon, gelangen

Sie zur Beschreibung mit

Bild. Als Hilfsmittel einspannen

sollten Sie eine

Isomatte, Stühle, einen

Gymnastikball, Bücher, ein

kleines Rad und wenige

Abb. 5: Bei Übungen zu Hause gibt

es nur statische Kost. Dafür sind die

Texte gut geschrieben.

Skigymnastik

Auf die Piste, fertig,

los: Eine Vorbereitung

auf die

Saison im Schnee bietet

Skigymnastik [LINK 7] im

Trockenen. Die deutschsprachige

App zeigt acht

Übungen, die Sie fit fürs

Skifahren machen: Wedelhüpfen,

Abfahrtshocke,

Ausfallschritt, Beinbeuger,

Armstrecker, Unterarmstütz,

Achterkreisel und

Wadenheber. Mit einem

Klick auf eine der Übungen

erhalten Sie eine detaillierte

Erklärung zur Ausführung und ein

Foto, das Ihnen zeigt, wie die Übung aussehen

soll. Die App Skigymnastik lässt sich

sehr leicht bedienen. Wie bei den beiden

Apps zuvor fehlt ebenfalls die Dokumentation

des Trainingserfolgs. Spätestens auf der

Piste werden Sie ohne Zweifel bemerken, ob

sich durch die App ein Erfolg eingestellt hat.

Abb. 4: Smartphone auf den Boden

legen und mit der Nase bei jeder

Liegestütz das Display berühren.

Fazit

Mit den hier vorgestellten Apps sorgen Sie

nicht nur dafür, dass die an den Feiertagen

angesammelten Pfunde wieder purzeln, sondern

Sie halten sich, bei regelmäßiger Nutzung,

auch das ganze Jahr über fit – wenn

Sie jeden Tag ein wenig Sport treiben. ● ● ●

Abb. 6: Vorbereitung auf die Saison:

Mit der App Skigymnastik trainieren

Sie die Abfahrtshocke.

66

Februar 2014

Android-User.de


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Apps

Minuum-Keyboard

Die Minuum-Tastatur sorgt für mehr Platz

Minimal

Sie wollen Ihre Standardtastatur

ersetzen?

Android macht’s möglich!

Hier stellen wir eine

Innovation aus dem

Play Store vor, die vor

allem Platz schafft:

Klein, kleiner, Minuum!

Peer Kintrup

Das Keyboard gehört zu dem am

häufigsten benutzten Anwendungsbereich

eines Smartphones

und ist schon allein deshalb eine

sehr persönliche Angelegenheit, weil man

damit Passwörter eingibt und Mitteilungen

verschickt. Bei kaum einem App-Genre ist

die Auswahl so groß wie bei den Keyboards:

Jede Tastatur will besser sein als die anderen.

Das Minuum Keyboard [LINK 1], dessen

Name uns an „Minimum“ erinnert, geht

noch weiter und wirbt damit, am wenigsten

Platz zu benötigen.

Minuum ist wirklich klein

Wenn Sie Wert auf eine schnelle Tastatur

legen, die den Screen nicht zur

Hälfte ausfüllt, dann ist Minuum

die perfekte Wahl. Die

App gibt es bereits seit Sommer

2013 im Play Store, aber

erst im Dezember erhielt sie

Unterstützung für Deutsch.

Leider gibt es keine Trial-Version

der App, mit der Sie die Tastatur

testen können. Bevor Sie sich

zum Kauf entscheiden, sollten Sie

deshalb wissen, dass jede Tastatur-

App notwendigerweise Ihren Text

erkennen kann. Dazu gehören

nicht nur vertrauliche Texte, sondern

auch Passwörter. Standardmäßig

wird deshalb nach der Installation

auch auf diesen Umstand

hingewiesen.

Nach der Installation müssen Sie

das Keyboard zunächst in den Android-Einstellungen

aktivieren. Die

genaue Vorgehensweise hängt

vom Hersteller ab. Bei Samsung

finden Sie den Menüpunkt zum

Beispiel unter Sprache und Eingabe.

Dort kann auch die Tastatur

gleich konfiguriert werden. Minuum

versucht, Sie dabei so gut

wie möglich zu unterstützen. Für

das hierzulande übliche Layout

müssen Sie in den Minuum-Settings

die Tastatur auf „QWERTZ“

festlegen. Die Einstellungen finden

Sie neben der Tastatur im Gerätemenü oder

auch direkt über die Shift-Taste auf der Tastatur.

Werkseitig hat die App bereits das englische

Wörterbuch an Bord. Seit dem Dezember-Update

gibt es auch Wörterbücher für

Deutsch, Französisch und Italienisch. Sie aktivieren

diese mit einem Klick auf die gewünschte

Sprache unter Select Language. Die

Wörterbücher sind für die automatische

Worterkennung unerlässlich, da sie eine zentrale

Funktion von Minuum sind. Das Keyboard

passt sich Ihrem Vokabular im Laufe

der Zeit an.

Alles so anders hier

Standardmäßig wird die Leertaste nicht angezeigt,

sondern es ist nur eine Geste dafür aktiviert.

Ist Ihnen das zu umständlich, dann

markieren Sie die Checkbox Use space bar.

Minuum wird dann zwar zu einer zweizeiligen

Tastatur und benötigt etwas mehr Platz,

das Schreiben ging aber – zumindest bei uns

– deutlich flotter von der Hand. Das Einstellungsmenü

erlaubt es auch, Einfluss auf die

Höhe der Leertastenzeile, die Wortvorschläge

und die Zeichentasten zu nehmen. Ihre persönlichen

Einstellungen können Sie als

Backup sichern und bei Bedarf importieren.

Im Einstellungsmenü (dort Tutorial und

dann Guide genannt) finden Sie die kurze,

aber sehr anschauliche und empfehlenswerte

Bedienungsanleitung, falls Sie diese beim

ersten Start der App übersprungen haben.

Sie ist leider auf Englisch verfasst, aber zu

Verständnisproblemen sollte es eigentlich

nicht kommen. Sämtliche Hinweise können

Sie auf der eingeblendeten Minuum-Tastatur

sofort ausprobieren.

Ist Minuum praxistauglich?

Nach dem ersten Eindruck könnte man

daran zweifeln: Die drei Zeichenreihen einer

Standardtastatur sind beim ersten Hinsehen

nur noch rudimentär erkennbar, scheinbar

aber nicht mehr existent. Erst bei genauerem

Hinsehen kann man die leicht versetzten und

farbig markierten Reihen wiedererkennen.

Die Orientierung fällt jedoch bereits nach

einer kurzen Eingewöhnungszeit wesentlich

leichter. Lassen Sie sich von der Innovation

nicht abschrecken: Wenn Sie Übung im Tippen

besitzen, werden Sie mit Minuum schon

bald praktisch blind schreiben!

Trifft man mit der Fingerspitze den entscheidenden

Buchstaben aus einer Reihe von

25 benachbarten Zeichen? In unseren Tests

mit dem Galaxy Note II und dem Nexus 5

klappte das recht gut, obwohl die Tasten nur

ca. drei Millimeter breit sind. Um den Kon-

68

Februar 2014

Android-User.de


Apps

Minuum-Keyboard

Abb. 1: In den Einstellungen

ändern Sie das Layout und die

Wörterbuchsprache.

flikt zwischen Tastatur- und

Tastengröße zu lösen, hat der

Entwickler eine Lupe vorgesehen:

Halten Sie den Finger

etwas länger auf einem Zeichen,

erscheint oberhalb eine

vergrößerte Ansicht der benachbarten

Zeichen.

Wenn Sie die Lupe ignorieren,

weil Sie die Zeitverzögerung

scheuen, dann hilft die

vorzügliche Worterkennung,

wie sie auch bei konkurrierenden

Produkten vorzufinden

ist. Es kommt also gar

nicht so darauf an, ob Sie den

einzelnen Buchstaben treffen,

die Abfolge ist relevant. In der

darüber eingeblendeten Reihe

mit den Wortvorschlägen werden

im linken Feld die Zeichen

dargestellt, die man getroffen

hat, und rechts daneben – blau markiert

– ein zumeist passender Wortvorschlag.

In unserem Beispiel erkennt Minuum bei der

fehlerhaften Eingabe von „gastatjr“ das Wort

„Tastatur“ und schreibt es auch gleich groß.

Falls es Ihnen anfangs dennoch einmal zu

umständlich wird, mit Minuum zu tippen,

und Sie zum gewohnten Layout zurückkehren

möchten, ist auch das möglich. Durch

Gedrückthalten der Feststelltaste gelangen

Sie zu den Einstellungen. Das größere Layout

erreichen Sie auch durch einen Doppelklick

auf die [123]-Taste oder indem Sie zwei Tasten

auf dem Keyboard gedrückt halten. In Situationen

ohne Wortvorhersagemöglichkeit

(Eingabe einer E-Mail-Adresse oder von Passwörtern)

wechselt Minuum

automatisch in den

Vollmodus.

Minuum kann zwar

Deutsch, aber die typischen

deutschen Sonderzeichen

wie „Ä“ und „ß“

müssen auch hier aus dem

„Rolladen“ oberhalb von

„AOU“ gefischt werden.

Da sich bei „Minuum“

darin die benachbarten

Zeichen befinden, muss

man quasi noch eine Etage

höher scrollen, um sie zu

nutzen. Zudem gibt es

diese Möglichkeit bisher

(aktuelle Version 1.2) nur

in der größeren Layout-Variante.

Bei der einzeiligen

Zeichenleiste sind Sie aktuell

auf einen passenden

Wortvorschlag angewiesen. Da sich diesbezüglich

zahlreiche deutschsprachige Käufer

schon an den Entwickler „Whirlscape“ gewandt

haben, steht dieser Punkt weit oben

auf der To-do-Liste des Anbieters.

Fazit

Das Minuum-Keyboard gehört neben Swype

zu den innovativsten Tastaturen, die der

Google-Markt hergibt. Die Eingewöhnungsphase

ist vergleichbar mit der bei Swype und

wird durch das einfache Umschalten zu einer

vollwertigen Tastatur erleichtert. Wir gehen

davon aus, dass die bei Redaktionsschluss

noch zu bedauernden Schwächen bei den

Umlauten bereits behoben sind!

● ● ●

Abb. 2: Die Höhe der Leertaste lässt

sich stufenlos verstellen, um möglichst

wenig Platz zu verwenden.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31706

Abb. 3: Hier korrigiert „Minuum“

das Wort „gastatjr“ und ersetzt es

durch „Tastatur“.

Abb. 4: Werkseitig sind die Eingabe-

und die Leertaste nur via

Gesten erreichbar.

Abb. 5: Das gewohnte Layout einer

Standardtastatur ist nur zwei Fingertips

weit entfernt.

Abb. 6: Die Umlaute kann man nur

in der Volltastatur aus der obersten

Alternativreihe auswählen.

Android-user.de Februar 2014 69


artiom ivanov, 123RF

Die PlayStation-4-App für Android

Die PS4-App

Mit mehr als 2 Millionen

verkauften Exemplaren

innerhalb weniger Tage

liess Sony mit der Play-

Station 4 die Konkurrenz

einmal mehr hinter sich.

Gehören Sie auch zu

den Käufern? Dann

holen Sie sich unbedingt

auch die zugehörige

PlayStation-App!

Viet Anh Nguyen, Diana Hahn

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31709

Mit der PlayStation-App kitzeln Sie

noch mehr Funktionen aus der

Sony-Konsole heraus. Sie wollten

schon immer von unterwegs die

neuesten PlayStation-Spiele auf Ihre Konsole

herunterladen und dann zu Hause gleich loslegen

ohne erst den Download abzuwarten?

Oder würden Sie nicht gerne ab und zu bereits

auf dem Heimweg mit Ihren PSN-Freunden

chatten? Das und noch so einiges mehr

ist mit der PlayStation-App

[LINK 1] für die PS4 möglich.

Einige sehr hilfreiche und

auch zeitsparende Funktionen,

die sich Fans der Konsole

auch schon für die PS 3

gewünscht hätten, wurden

nun in der offiziellen Play-

Station-App verwirklicht.

Abb. 1: So macht der Chat mit den

PSN-Freunden richtig Spaß und die

PlayStation bleibt fürs Spielen frei.

Das Smartphone

wird zur Tastatur

Auf dem Vorgängermodell

war es noch recht mühsam,

mit anderen Spielern zu

chatten, da die Texteingabe

über den Controller vorgenommen

wurde. Dank der

neuen PlayStation-App

funktionieren Sie das Smartphone

ganz einfach zur Tastatur für die Play-

Station 4 um [LINK 2], die seit dem 29. November

offiziell in Europa erhältlich ist.

Mit der App lassen sich auch die neuesten

Spiele, Spieleextras und alle anderen Inhalte

des PlayStation Stores auch auf dem Smartphone

durchstöbern. Alle Einkäufe, die Sie

im Store für die PS 4 tätigen, lassen sich direkt

auf Ihre Konsole pushen. Wenn Sie also

spontan unterwegs ein Spiel kaufen, müssen

Sie dieses zu Hause nicht

erst noch herunterladen,

sondern schalten die Play-

Station ein und schon kann

das Vergnügen beginnen.

Zweiter Bildschirm

Ein zentrales Feature der

App ist die Fernbedienung.

Damit steuern Sie den

Homescreen der Konsole

vom Handy aus. Um diese

Funktion zu nutzen, verbinden

Sie sich mit Ihrer Play-

Station. Dazu klicken Sie

auf Mit der PS4 verbinden.

Danach haben Sie über das

Smartphone Zugriff auf Ihre

Konsole. Die App bringt

zudem bei manchen Spie-

70

Februar 2014

Android-User.de


Apps

PlayStation App

len, wie bei Battlefield 4 oder

The PlayRoom eine Extrafunktionen

mit. In diesen

Spielen benutzen Sie Smartphone

oder Tablet als zweiten

Bildschirm und unterstützen

Ihr Team vom Handy aus auf

einer anderen Ebene.

Sie haben auch die Möglichkeit,

Mitteilungen, Spielbenachrichtigungen

und Einladungen

zu empfangen. Die

App erlaubt Ihnen bei Problemen

den Zugriff auf Handbücher

und den PlayStation-

Blog. Um alle Funktionen zu

nutzen, erstellen Sie in der

App einfach ein Konto im

Sony Entertainment Network.

Abb. 2: Dank der App stöbern Sie

mit Ihrem Gerät im aktuellen

Angebot und kaufen mobil ein.

Abb. 3: Ihr Smartphone vrebinden

Sie mit der Konsole, indem Sie auf

Mit der PS4 verbinden klicken.

Fazit

Die kostenlos im Google Play

Store erhältliche PlayStation-App ist ein

Muss für PlayStation-4-Besitzer. Sie überzeugt

durch ihr gelungenes Design und die

leichte Handhabung. Am nützlichsten fanden

wir die Möglichkeit, über das Smartphone

oder Tablet mit den PSN-Freunden zu

chatten. Über den Controller war es dann

doch reichlich mühsam. Die Second-Screen-

Funktion eröffnet bei den unterstützten

Games ganz neue Spielewelten.

● ● ●

Abb. 4: Im Blog erfahren Sie alles

rund um die PlayStation 4. Bei Problemen

hilft man Ihnen dort.


Spiele

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen ein paar neue Spiele

oder aktualisierte Spiele aus

Google Play vor, die uns

besonders gut gefallen.

Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31668

Ridiculous

Fishing

bgedrehtes Fischen – so könnte man den Titel

des Spiels übersetzen. Genau das trifft auch zu:

Was zunächst wie ein harmloses Angelspiel

aussieht, entpuppt sich ganz schnell als verrückter Mix

aus Geschicklichkeit, ein wenig Action und motivierendem

Upgrade-System.

Zuerst werfen Sie die Angelschnur aus und sorgen per

Tilt-Steuerung dafür, dass Sie so lange wie möglich

keinen Fisch berühren. Komisch, oder? Eigentlich wollen

Sie doch so viele Fische wie möglich sammeln.

Das machen Sie aber erst auf dem Weg nach oben,

und wenn der erste Fisch berührt wurde, kann man

nicht mehr tiefer abtauchen. Also muss man zunächst

allen Fischen ausweichen und erst auf dem Weg nach

oben möglichst viele davon fangen, indem man sie

mit dem Angelhaken berührt. Das ist gar nicht so

leicht, in beide Richtungen nicht. Fische huschen

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Meltdown

Meltdown ist ein feines Spiel,

mit toller Cell-Shading-Grafik

und gutem Gameplay. Aus

isometrischer Perspektive rennt man

durch futuristische Level, schießt automatisch

auf feindliche Roboter und

muss immer darauf achten, in Deckung

zu gehen. In jedem Level muss man bis

zum Ausgang gelangen, dann geht es

weiter in die nächste Runde. Zwischendurch

kann man Waffen und Ausrüstung

verbessern, auch per In-App-Kauf.

Das wird auf Dauer etwas langweilig,

aber zum Glück gibt es einen fantastischen

Multiplayer-Modus, der aus

einem durchschnittlichen ein wirklich

gutes Spiel macht.

Strata

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Strata sticht aus der Menge

der Puzzlespiele heraus, weil

es wunderschön gestaltet und

angenehm zu spielen ist. Sie müssen

mit Wischbewegungen von zwei Seiten

farbige Linien auf dem Spielfeld

platzieren. Die Farben geben vor, welche

Linienfarbe im jeweiligen Quadrat

oben liegen soll. Das ist gar nicht so

einfach. Denn nach und nach füllt man

die Zeilen und Spalten der Tabelle mit

den Linien, und damit die vorgegebenen

Regeln eingehalten werden, muss

man die farbigen Bänder in der richtigen

Reihenfolge aufs Feld bringen.

Vampire Ventures

Die Entwickler von Vampire

Ventures sind unter Android

bereits bekannt für die Spiele

Pyracubes und Mirror Mixup. Vampire

Ventures besitzt die gleiche gewohnte

Qualität in puncto Grafik und Gameplay.

Auf der Suche nach ihrem entführten

Vater begleitet man die Vampirin

Val auf der Reise durch verschiedene

Welten, legt sich mit Vampirgegnern

an, sammelt Talismane und wird

immer stärker. Wer mag, kann auch

entspanntere Spielmodi wählen. Die

Kombination aus tollem Match-3-Spiel

und interessanter Story ist es, was dieses

Spiel von anderen Vertretern wie

Bejeweled abhebt.

kostenlos

Englisch|Version 1.3|92 MByte

★★★★★

2,20 Euro

Deutsch|Version 1.1.1|15 MByte

★★★★★

1,76 Euro

Englisch|Version 1.02.0|46 MByte

★★★★★

72

Februar 2014

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

davon, greifen an, reihen sich auf, und

zwischendurch erscheinen immer wieder

zahlreiche Quallen, die gar nicht

gut fürs Geschäft sind, denn sie ziehen

Ihnen Geld ab.

Oben angelangt, kann der ganze

Fischhaufen im Fischerboot verschwinden.

Tut er aber nicht, der Angler

hat eine andere Idee: Die Fische

werden mit Dynamit gesprengt und

fliegen in die Luft, und jetzt müssen

Sie alle Fische abknallen. Das Spiel ist

also wie ein Überraschungsei: drei Sachen

in einem Spiel. Damit das Ganze

auf Dauer nicht langweilig wird, gibt

es ein kluges Upgrade-System. Zunächst

fischen Sie nur in einem Gebiet,

mit kurzer Angelschnur und kleiner

Waffe. Je mehr Geld Sie verdienen,

desto mehr können Sie sich leisten:

Eine längere Angelschnur, bessere

Waffen und viele coole Items, die

das Leben unter Wasser erleichtern.

Haben Sie genügend Fischsorten mindestens

einmal gefangen, schalten Sie

neue Angelreviere frei. So können Sie

viele Stunden mit dem Spiel verbringen

und trotzdem immer weiter gelangen.

Einen Kritikpunkt haben wir leider

doch: Das Spiel besitzt eine charmante

Grafik, die eigentlich nicht gerade

performancehungrig sein dürfte.

Und trotzdem läuft Ridiculous

Fishing selbst auf dem aktuellen

Nexus 7 nicht ganz flüssig, weshalb

die Angelschnur nicht ganz so

leicht zu steuern ist. Auch das Item-

Menü im Shop, durch das man scrollen

kann, ist ganz schön hakelig.

Wir hoffen, dass das mit einem

Patch bald ausgebessert wird,

denn auf iOS Geräten läuft das

Spiel perfekt.

kostenlos

Englisch|Version 1.2.2.1|39 MByte

★★★★★

Arkeon

Dieses Spiel ist sehr schwer zu

verstehen, weil es kein Tutorial

gibt, sondern nur den Verweis

auf eine Webseite mit den Spielregeln.

Arkeon ist eine Art abstraktes

Brettspiel, in dem man Knotenpunkte

mit einer begrenzten Zahl von Figuren

besetzt, die unterschiedliche Eigenschaften

haben. So ergibt sich ein strategisches

Gefecht, das entfernt an

Schach erinnert. Jedenfalls sind taktische

Attacken und defensive Züge gleichermaßen

wichtig. Die originellen

Symbole und der gesamte Look machen

Arkeon für Strategen interessant.

Tank Battles

Tank Battles ist ein Freemium-

Spiel von Gameloft. Das lässt

vermuten, dass man an jeder

Stelle von In-App-Käufen nur so erschlagen

wird. Zum Glück ist das Spiel

dahinter einigermaßen unterhaltsam,

wenn auch nicht besonders originell.

Man steuert einen Panzer über ein Feld

mit einem virtuellen Steuerkreuz und

schießt per Fingertipp mit Kanonen. In

der Kampagne geht es von Mission zu

Mission, viel spannender sind jedoch

die Onlinegefechte. Leider ist die Steuerung

recht hektisch und das Zielen

mit den Kanonen sehr ungenau. Als

kostenloses Spiel ist es einen Blick

wert, aber mehr auch nicht.

Boson X

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Boson X kann Ihnen den Verstand

rauben! Ihre Figur rennt

durch eine Art Tunnel und

kann nach links oder rechts hüpfen.

Durch permanentes Drücken können

Sie den Sprung etwas größer machen,

was oft nötig ist, um breite Abgründe

zu überwinden. Boston X wird sehr

schnell schwer, denn Ihre Reaktionen

müssen auf die Millisekunde genau

passen. Die Level variieren auch jedes

Mal, sodass es nichts hilft, sich den Ablauf

zu merken. Pro Level müssen Sie

so oft über die blauen Ebenen laufen,

bis Sie 100 Prozent erreicht haben,

dann schalten Sie den nächsten Abschnitt

frei. Hardcore!

1,99 Euro

Englisch|Version und Größe je nach Gerät

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 1.1.2a|12 MByte

★★★★★

kostenlos

Englisch|Version 1.0.26|14 MByte

★★★★★

Android-user.de Februar 2014 73


Spiele

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen ein paar neue Spiele

oder aktualisierte Spiele aus

Google Play vor, die uns

besonders gut gefallen.

Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31668

Anomaly 2

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Wenn Sie ein Nexus 7, ein Tegra-Tablet oder ein aktuelles Smartphone

besitzen und Ihren Freunden und Bekannten zeigen wollen, wie gut mobile

Spiele mittlerweile aussehen können, dann ist Anomaly 2 der vermutlich

beste Titel, den Sie als Vorzeigemodell wählen können. Das Spiel sieht

einfach atemberaubend aus! Glücklicherweise spielt es sich auch sehr gut, sodass

Sie eigentlich für die vier Euro nichts falsch machen können.

Anomaly 2 ist der Nachfolger des

Hits Anomaly Warzone Earth, der

das Tower-Defense-Genre auf den

Kopf gestellt hat: Sie setzen nicht

die Türme, sondern kontrollieren

die Panzer, die an den angreifenden

Türmen vorbei müssen. Dazu

können Sie verschiedene Panzer

einsetzen, Upgrades kaufen und

die Positionen der Panzer ändern.

Wie schon im Vorgänger, platzieren

Sie auch hier Reparaturfelder,

welche die durchfahrenden Pan-

Luxuria Superbia

Was für ein Spiel! Man traut

sich kaum, ein paar Zeilen zu

schreiben, ohne zu erröten.

Sie schweben durch mehrere bunte

Tunnel, deren Wände mit Blumen geschmückt

sind. Sie sollen nun die Blumen

berühren, an ihnen entlangstreichen

und damit Punkte sammeln.

Dabei lenken Sie die Reaktionen im Stil

von „That’s good!“ oder „Kiss me“ ab.

Luxuria Superbia ist ein erotisches

Spiel mit offensichtlicher Kulisse und

Anreiz für die eigene Fantasie. Wie

auch immer: Höchst interessant und

stimulierend ist es in jedem Fall!

Chicken Boy

Chicken Boy ist ein sehr unterhaltsames

Spiel, bei dem Zielgenauigkeit

gefragt ist. Auf

der Flucht vor Monstern und anderen

Tieren hat der Möchtegern-Superheld

Chicken Boy ein Küken zurückgelassen,

das nun schutzlos am Ende des Stegs

steht. Deshalb ballert man mit einem

Baseballschläger Früchte auf die

Monster, um sie davon abzuhalten, das

Küken zu klauen. Die Steuerung ist kinderleicht:

Einfach irgendwo gedrückt

halten und am besten dann loslassen,

wenn der halbrunde Balken ganz gefüllt

ist, dann sind die Schüsse besonders

wirksam. Tolle Grafik und viel Abwechslung!.

GT Racing 2

GT Racing 2 ist die mobile

Antwort von Gameloft auf

Gran Turismo: Das Spiel kann

als braves Autorennspiel ohne wüste

Verfolgungsjagden und Spielereien

wie etwa Nitro und Boost voll überzeugen.

Die Kampagnen sind abwechslungsreich,

wenn auch etwas linear.

Die Grafik ist auf entsprechenden Geräten

großartig anzuschauen, und die

über 60 Automodelle und 13 Strecken

bieten genügend Abwechslung, auch

wenn die Rede von „über 1400 Events“

etwas übertrieben ist. Wermutstropfen

sind die Timer, die als echte Spaßbremse

wirken. Hier liegt es an Ihnen,

ob Sie warten oder zahlen.

2,95 Euro

Englisch|Version 1.01|100 MByte

★★★★★

kostenlos

Englisch|Version 1.2.0|46 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 1.0.2|978 MByte

★★★★★

74

Februar 2014

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

zer reparieren. Sehr nützlich sind auch

die Ablenkungsfelder, die die Gegend

davon abhalten, auf Ihre Panzer zu

feuern. Diese Ablenkungsfelder sind

begrenzt, lassen sich aber im Spiel

immer wieder durch vernichtete

Türme aufsammeln.

Die taktische Ansicht aus dem Vorgänger

ist ebenfalls beibehalten worden

und immer noch ein wichtiger Teil der

Gesamtstrategie. Durch den Wechsel

in die taktische Ansicht können Sie

nämlich die Route der Panzer im Voraus

planen. Das ist wichtig, da Sie

damit Angriffswinkel beeinflussen

und besser abstimmen können, durch

welche Gefahrengebiete Sie Ihre Panzer

zuerst schicken wollen.

Neu ist die Möglichkeit, die Panzer

durch Doppeltippen in einen Mech mit

anderen Fähigkeiten verwandeln zu

können. Der fernangriffsstarke Hammer

zum Beispiel wird dann zu einem

Mech mit Raketenangriff. So reagiert

man dynamisch auf unterschiedliche

Türme und Situationen.

Das Sahnehäubchen ist der äußerst

spannende Multiplayer-Modus.

In diesem darf man Türme

bauen, diese upgraden und klug

positionieren. Der Multiplayer-

Modus hat im Test hervorragend

funktioniert und gibt dem Spiel

eine ganz neue Dimension.

Anomaly 2 ist ein grandioses

Spiel! Die Grafik ist atemberaubend,

die Story überzeugend,

der Multiplayer-Modus eine

Wucht und das Gameplay verfeinert.

Wenn Sie nur ein wenig

auf Action und Strategie stehen,

dann ist dieses Spiel ein Pflichttitel

– 3,99 Euro hin oder her.

3,99 Euro

Deutsch|Version 1.1|1,44 MByte

★★★★★

Star Wars: Tiny

Death Star

Die Mischung aus Tiny Tower

und Star Wars ergibt ein sehr

gutes Spiel mit außergewöhnlichem

Humor und jeder Menge interessanter

Aufgaben. Auch hier heuern

Sie „Bitizens“ an, verschaffen ihnen

Arbeit, bauen den Todesstern aus, nehmen

Geld ein und erweitern Ihr Imperium.

Wenn Sie mit diesem Genre

nicht viel anfangen können, wird Ihnen

das Spiel eher wie eine Beschäftigungstherapie

vorkommen, alle anderen

wird es begeistern. Vorsicht jedoch

vor den verlockenden In-App-Käufen!

10

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

10 ist ein Spiel, das wie die abstrakte

Version von Pudding

Monsters wirkt. Auf einem

Raster schieben Sie Zahlenfelder in alle

vier Himmelsrichtungen. Stoßen dabei

zwei Zahlen zusammen, werden sie addiert.

Am Ende müssen Sie alle Zahlen

derart auflösen, dass sich immer die

Summe 10 ergibt. Das ist anfangs

leicht und wird später immer schwerer

– und genau so sollte ein gutes Puzzlespiel

sein. Die Lernkurve steigt angemessen

an, ohne zu über- oder unterfordern.

Mehr Denksport und weniger

Austesten tun diesem Genre gut.

Dead Trigger 2

Dead Trigger 2 ist deutlich

hübscher als der Vorgänger.

Der alte Kern des Spiels ist jedoch

bestehen geblieben: herannahende

Zombies ummähen und überleben.

Ein Spiel mit solch toller Grafik

verdient eigentlich ein besseres Gameplay.

An der Steuerung gibt es nichts

zu meckern, und über die Tatsache,

dass man nun automatisch schießt,

wenn man das Ziel per Fadenkreuz erfasst

hat, kann man streiten. Doch nach

dem x-ten Zombie ohne künstliche Intelligenz

verkommt das Spiel zur

Schießbudenballerei. Unverständlich

ist auch der Onlinezwang, obwohl es

keinen Multiplayer-Modus gibt.

kostenlos

Deutsch|Version 1.1.2|47 MByte

★★★★★

0,99 Euro

Englisch|Version 1.1.2|12 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version und Größe je nach Gerät

★★★★★

Android-user.de Februar 2014 75


Spiele

Momonga Pinball

Momonga Pinball: Das beste Flipperspiel bei Google Play

Pinball

Adventure

Windows 95 machte

Pinball als Computerspiel

berühmt. Doch

auch unter Android

müssen Sie nicht auf

coole Flippertische verzichten.

Wir stellen

Momonga Pinball vor.

Patrick Neef

0,99 Euro

Englisch|Version 1.2|139 MByte

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31663

Momonga Pinball Adventures

[LINK 1] ist kein gewöhnliches Pinball

Spiel. Im Gegenteil: Es ist

ein buntes Abenteuer mit verschiedenen

Welten, fantastischen Szenarien

und toller Story. Elemente, die jedem normalen

Pinball Spiel abgehen. Auch auf die typische

Stahlkugel müssen Sie verzichten.

Flipper mal ganz anders

Momonga, so heißt eine Gruppe fliegender

Eichhörnchen, die von bösen Eulen entführt

werden – bis auf eines. Dieses kleine süße

Tierchen hat sich entschlossen, seine Artgenossen

zu retten. Dazu muss es zunächst einige

Prüfungen bestehen. Dann lernt man

die grundlegenden Gameplayelemente – und

staunt, warum noch niemand zuvor auf die

Idee gekommen ist, ein dynamisches Flipperspiel

zu entwicklen. Denn wie die Entwickler

das hier umgesetzt haben, ist wirklich toll:

Das Flughörnchen spielt Flipperkugel, und

dann schießt man es hin und her, versucht

Ziele zu treffen, Steintüren zu zerbrechen

oder später Minibosse zu bekämpfen. Wie in

jedem Flipperspiel, spielt auch hier der Zufall

ein wenig mit, aber im Großen und Ganzen

lässt sich die

Figur sehr gut

kontrollieren.

Zwischendurch muss das Flughörnchen,

auch seine Flugkünste unter Beweis

stellen. Dann schwebt es über

Landschaften, zwischen Felsen und Bergen

und sammelt Münzen ein. Mit diesen

steigert man die Punktzahl. In-App-Käufe suchen

Sie hier glücklicherweise vergebens.

Das Besondere bei diesem Spiel ist, wie die

Entwickler alle Elemente miteinander verknüpft

haben. Das Spiel bewegt sich die

ganze Zeit in einem Fluss, man gelangt

von Welt zu Welt, dann werden wieder

Flugeinlagen eingestreut, und am Ende

jeder Welt gibt es Storydialoge. Die Flipperelemente

kann man sich so vorstellen,

als würde man Flipper in einem

Garten spielen, alle Ziele erreichen,

zum nächsten Garten rollen und

dort erneut alles ummähen. Geschicklichkeitseinlagen

wechseln

sich mit Kämpfen gut ab.

Fazit

Alles in allem ist Momonga Pinball Adventures

ein originelles Pinball Spiel, das es

in dieser Form nur einmal gibt. Wer

Pinball Spiele mag, auf ein

ausgewogenes Gameplay

steht, aber keine Lust auf

Highscorejagd und blinkende Bildschirme

hat, der wird mit diesem

Spiel eine Menge Freude haben. ● ● ●

dazdraperma, 123RF

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

www.android-user.de

76

Februar 2014

Android-User.de


Spiele

Grepolis MMO

Grepolis: Tolles Online-Strategiespiel für Android

Bau deine

Stadt!

Bei Grepolis bauen Sie

eine Stadt in der Antike

und bringen diese

durch geschicktes Handeln

und, wenn nötig,

mit Gewalt zum Blühen.

Wir haben den Klassiker

von Innogames in der

Android-Version getestet.

Marcel Hilzinger

Warum Candy Crush zocken,

wenn es auch richtig großartige

Spiele bei Google Play

gibt? Eines davon ist Grepolis

der Hamburger Innogames GmbH, und es

sorgt für tagelangen oder sogar wochenlangen

Spielspaß. Ziel von Grepolis ist es, eine

Stadt im antiken Griechenland zum Blühen

zu bringen. Auf Insel 195417 im 56. Ozean in

der Welt Kos bauten wir unsere erste Stadt

AndroidUserDE“, um an den unendlichen

Weiten von Grepolis

teilzunehmen und unsere

Gegner das Fürchten zu

lehren!

Einstiegshürden

Bei Grepolis [LINK 1] handelt es sich um die

Umsetzung des recht bekannten Browserspiels

[LINK 2]. Wenn Sie die Browserversion

schon kennen und einen Grepolis-Account

besitzen, werden Sie sich in der Android-Version

sehr schnell zu Hause fühlen. Spielen

Sie zum ersten Mal, dann gibt es ein paar

Hürden beim Einstieg. Wir empfehlen Ihnen

deshalb, die Registrierung und das Bestätigen

der E-Mail-Adresse über den Browser vorzunehmen,

da es bei uns über die App nicht

geklappt hat (und Sie nur so an die versprochenen

100 Goldmünzen gelangen).

Sie können Grepolis aber

auch ohne Registrierung

recht lange

spielen und aus-

irstone, 123RF


Spiele

Grepolis MMO

Abb. 1: In den ersten 30 Spielminuten

unterstützt Sie die schöne

Helena beim Aufbau Ihrer Stadt.

Abb. 2: Zu Beginn sind die meisten

Quests schnell erledigt. Später

dauert es länger.

Abb. 3: Die Registrierung der

E-Mail-Adresse hat bei uns über

die App nicht funktioniert.

Abb. 4: Ohne zusätzliches Gold

dürfen Sie maximal zwei Aufträge

in der Bauschleife platzieren.

giebig testen, ohne einen Account anzulegen.

Die ersten paar Quests sind wie bei den

meisten Strategiespielen ausführlich erklärt,

und Sie können quasi nur den Aufforderungen

der App folgen. Anschließend gilt es,

selbst Hand anzulegen. Sollten Sie dabei auf

Probleme stoßen, hilft das ausgezeichnete

Wiki [LINK 3] weiter.

Generell geht es bei dem Spiel darum, diverse

Dinge zu bauen und auszubauen und

dadurch neue Fortschritte freizuschalten.

Grepolis ist in dieser Hinsicht ein klassisches

Aufbauspiel. Später kommt dann auch Strategie

hinzu, und Sie können mit anderen

Spielern interagieren. Für jeden Ausbau benötigen

Sie bestimmte Rohstoffe und Zeit.

Mangelt es Ihnen daran, dann kommt das

Spielgeld zum Einsatz. Für 5,99 Euro können

Sie sich 600 Goldmünzen als

In-App-Kauf sichern, über die

Browserversion erhalten Sie

die gleiche Menge Gold um

einen Euro günstiger. Verfügen

Sie über genügend Zeit

und Geduld, lässt sich Grepolis

aber auch problemlos

ohne In-App-Käufe spielen.

Über die Webseite gibt es

zudem Möglichkeiten, mit

Umfragen oder bestimmten

Bestellungen an Grepolis-

Münzen zu gelangen.

Flagge. Rote Dörfer müssen Sie zuerst noch

erobern. Auch wenn Sie zu Beginn des Spiels

wohl eher an Rohstoffknappheit als an Überfluss

leiden, sollten Sie ab und zu einige

Rohstoffe an eines Ihrer Dörfer schicken,

damit es sich entwickeln kann. Sie können

dann im Gegenzug mehr Holz und Steine fordern

oder plündern (je nach Lust). Auch

wenn ein Dorf Ihnen gehört, gehört es nicht

unbedingt nur Ihnen alleine. Auch die anderen

Spieler können Dörfer mit Rohstoffen beliefern.

Je besser ein Dorf ausgebaut ist,

desto mehr produziert es.

Um weitere Dörfer für die Rohstofflieferung

zu gewinnen, müssen Sie diese erobern.

Sobald Sie den nötigen Fortschritt erreicht

und eine Kaserne gebaut haben, können Sie

weitere Krieger ausbilden. Ab zehn Kriegern

Dörfer und Krieger

Die Dörfer sind ein nicht zu

unterschätzendes Element in

Grepolis. Ihre eigenen Dörfer

erkennen Sie an der grünen

Abb. 5: Für teure kulturelle Unterhaltung

ist es zu Beginn des Spiels

noch zu früh.

Abb. 6: Die Ansicht der Stadt ist in

der Android-Version hübscher als

im Browser.

Abb. 7: Wenn Sie Dörfer ausbauen,

dann erhalten Sie von ihnen auch

mehr Ressourcen.

Android-user.de Februar 2014 79


Spiele

Grepolis MMO

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31705

sind Sie für einen Angriff

gerüstet. In den ersten sechs

Tagen stehen Sie zudem

unter einem Anfängerschutz,

sodass Ihre Stadt

nicht von anderen Spielern

angegriffen werden kann.

Der Marktplatz

Zu Beginn werden Sie

schnell merken, dass der

Marktplatz eines der wichtigsten

Elemente ist, ohne

das Sie nicht weiterkommen.

Investieren Sie die 100

Goldmünzen, die Sie für die

Registrierung Ihrer E-Mail-

Adresse bekommen haben,

am besten in den Händler,

damit Sie immer genügend

Holz, Steine und Silber

haben. Denn steht erst einmal der Marktplatz,

dann stehen Ihnen für den Handel mit

anderen Dörfern und Städten Tür und Tor

offen. Versuchen Sie also, möglichst schnell

das Lager auf Stufe 5 auszubauen, um einen

Marktplatz zu erstellen. Anschließend können

Sie mit den befreundeten Dörfern handeln,

um zum Beispiel mehr Holz oder mehr

Ziegelsteine zu erhalten. Dabei gibt es bei

jedem Dorf eine andere Überproduktion: Klicken

Sie die Liste einfach durch.

Unterschiede zur

Browserversion

Obwohl sich das Gameplay nicht unterscheidet,

gibt es sehr viele Unterschiede zur Browserversion.

Während Sie auf dem PC das

ganze Spiel permanent vor Augen haben,

müssen Sie in der Android-

App zwischen verschiedenen

Ansichten hin- und

herwechseln. Auch sind

nicht alle Quests auf der

Android-Version problemlos

spielbar. Ebenfalls

nicht funktioniert hat der

Bonus für das tägliche

Login. Den erhielten wir

nur in der Browserversion.

Unzufrieden waren wir in

den Tests zudem mit den

Inselquests, die sich nur

schwer oder gar nicht

lösen ließen. Last but not

least fehlt das Forum komplett.

Dafür gibt es die

etwas bessere Grafik, zum

Beispiel bei der Auswahl

Abb. 8: Durch Handel mit Dörfern

gelangen Sie schneller an die

gewünschten Rohstoffe.

Abb. 9: In der Android-Version kostet

das Gold einen Euro mehr als

im Browser.

einer Göttin für den Tempel,

und insgesamt macht das

Spielen am Tablet mehr

Spaß, als mit der Maus stets

hin- und herzuklicken. Den

vollen Spielumfang können

Sie aber aktuell nur im

Browser nutzen, die Android-App

eignet sich mehr

als mobile Alternative, um

nach dem Rechten zu

schauen oder einen Bauauftrag

zu starten.

Fazit

Die Android-Version von

Grepolis eignet sich für alle,

die das Spiel bereits am

Browser spielen und ab und

zu auch über Android ein

paar Gebäude ausbauen

oder in den Krieg ziehen möchten. Aktuell ist

das Spiel noch kein vollständiger Ersatz für

die Browserversion, da unter anderem das

Forum fehlt. Nicht nachvollziehen konnten

wir auch den Umstand, dass Gold in der Android-Version

teurer ist, als wenn man es

über den Browser kauft. Auch gibt es in der

Android-App keine Sonderangebote, um gratis

an Goldmünzen zu kommen. Dennoch

können wir das Spiel empfehlen, denn nach

den ersten paar Stunden macht es einfach

unheimlich viel Spaß! Die in den Google-

Play-Kommentaren geäußerten Serverprobleme

oder sogar Abstürze konnten wir auf

unseren Testgeräten (Nexus 7, Nexus 5)

nicht nachvollziehen. Grepolis stürzte kein

einziges Mal ab, die Server waren stets erreichbar.


● ● ●

Abb. 10: Bereits nach wenigen

Spielstunden hat sich unsere Insel

prächtig entwickelt.

80

Februar 2014

Android-User.de


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Einsteiger

Datenumzug

So schaffen Ihre Kontakte und Termine den Umstieg auf das neue Handy

Handy-Umzug

zagandesign, 123RF

Endlich ist das Android-

Handy da! Doch wie

kommen nun die Daten

vom alten Nokia-Handy

oder vom geliebten

Sony Ericsson auf das

neue Smartphone?

Unser Artikel erklärt es.

Samuel Groesch

Vielleicht haben Sie zu Weihnachten

Ihr erstes Smartphone bekommen

und wollen natürlich gleich

damit loslegen. Doch da tritt ein

kleines Problem auf: Wie sollen Sie nur die

vielen bestehenden Kontakte aus dem alten

Handy in das neue Android-Gerät bekommen?

Manuell alles neu einzugeben, ist

höchstens dann eine Option, wenn Sie nur

ein Dutzend Kontakte und Termine gespeichert

haben. Die meisten Feature-Phones unterstützen

glücklicherweise

die einfache Übertragung

von Kontakten via Bluetooth.

Und selbst Kalendereinträge

müssen Sie

nicht aufgeben. Sie lassen

sich zwar nicht

so einfach wie

die Kontakte

übertragen,

aber mit einem

kleinen Umweg

über den Computer

klappt es

trotzdem. Wir zeigen

Ihnen den Umzug

Ihrer Daten zum Android-Smartphone

beispielhaft

an einem

Sony-Ericsson-Feature-Handy.

In den

meisten Fällen

klappt der Transfer

auf sehr ähnliche

Art auch mit anderen

Handys. Wie Sie

Ihre Daten von einem

iPhone migrieren, lesen Sie in

Android User 04/​2012 [LINK 1].

Die Ausgabe gibt es komplett

online auf unserer

Webseite.

Datenumzug mit

Bordmitteln

Um die Kontakte aus Ihrem

alten Handy zu exportieren, gibt es

zwei Möglichkeiten. Entweder kopieren

Sie alle Adressen auf die SIM-Karte, um

sie im neuen Smartphone wieder zurück zu

kopieren; oder Sie versenden alle Kontakte

einfach via Bluetooth. Wir zeigen Ihnen

beide Wege, jedoch kommt es bei ersterem

manchmal zu Komplikationen, weil einige

Geräte Probleme mit dem Speichern von Umlauten

und Sonderzeichen auf der SIM-Karte

haben. Wenn Ihre SIM-Karte und Ihr Handy

schon sehr alt sind, wählen Sie am besten

den zweiten Weg. Bei einem relativ neuen

Gerät mit vergleichsweise neuer SIM-Karte

eignet sich vermutlich der erste besser.

Für beide Verfahren müssen Sie zunächst

das Adressbuch Ihres alten Handys öffnen.

Navigieren Sie anschließend in die Optionen,

meist über eine der beiden Aktionstasten. In

den Einstellungen angelangt, suchen Sie den

entsprechenden Menüpunkt – also einen Eintrag

wie Auf SIM kopieren für den ersten Weg

oder Alle Kontakte senden für den zweiten.

Bei wenigen Feature-Phones, unter anderem

auch bei Sony-Ericsson-Geräten, verbergen

sich diese Aktionen in der Kategorie Erweitert.

Um die Kontakte nun auf der SIM-Karte

zu sichern, wählen Sie einfach den passenden

Punkt aus. Das Gerät öffnet einen Dialog,

in dem Sie auswählen müssen, welche

Informationen Sie speichern wollen.

Bei Sony-Ericsson-Geräten bestätigen Sie

den Schritt mit Alles kopieren. Das Handy

beginnt, die Kontakte zu speichern. Wenn

dieser Vorgang beendet ist, schalten Sie das

Telefon aus, entfernen die SIM-Karte und

legen sie in das neue Smartphone ein. Die

auf der SIM-Karte gespeicherten Kontakte

tauchen nun in der Telefon-App Ihres Smartphones

auf. Auf Wunsch können Sie die SIM-

Kontakte nun auf den internen Speicher des

Geräts verschieben und mit Ihrem Google-

Account synchronisieren. So bleiben die Kontakte

beim Handywechsel stets erhalten, solange

Sie den gleichen Google-Account benutzen.

Die entsprechende Funktion befindet

sich in den Einstellungen der Kontakte-App

von Android. Rufen Sie dazu das Kontextmenü

auf, und tippen Sie den Dialog Importieren/​Exportieren

an. Anschließend wählen

Sie als Quelle für den Import die SIM-Karte.

82

Februar 2014

Android-User.de


Einsteiger

Datenumzug

Abb. 1: Android erkennt die Kontakte

auf der SIM-Karte üblicherweise

automatisch.

Senden via Bluetooth

Um den komfortableren Weg via Bluetooth

zu nehmen, drücken Sie in den Optionen des

Feature-Phones auf den Eintrag Alle Kontakte

senden. Auch hier startet das Handy einen

Dialog: Im ersten Schritt bestimmen Sie die

Schnittstelle, über die das Gerät die Kontakte

versenden soll. Wählen Sie hier Bluetooth

aus. Im zweiten Schritt beginnt das Handy

mit der Suche nach einem anderen Bluetooth-Gerät.

Eventuell müssen Sie noch bestätigen,

dass Sie Bluetooth aktivieren wollen.

Am neuen Smartphone begeben Sie sich

ebenfalls in die Einstellungen, genauer in die

Kategorie Bluetooth. Schalten Sie Bluetooth

ein, und aktivieren die Sichtbarkeit Ihres

Smartphones, indem Sie auf den Namen

Ihres Handys tippen. Es ist dann für 90 Sekunden

oder 2 Minuten (je nach Hersteller)

sichtbar.

Abb. 2: Um Kontakte via Bluetooth

empfangen zu können, muss Ihr

Smartphone sichtbar sein.

Am Feature-Phone taucht

das Smartphone jetzt in

der Liste der Bluetooth-Geräte

auf. Falls sich nichts

tut, müssen Sie die Liste

manuell aktualisieren.

Wählen Sie dazu aus der

Liste der erkannten Geräte

Ihr Smartphone aus, und

klicken Sie auf Senden. Ihr

Feature-Phone schickt nun

eine Anfrage an Ihr Smartphone,

ob es Daten via

Bluetooth übertragen darf.

Sie müssen diesen Vorgang

manuell erlauben. Gehen

Sie dazu in die Benachrichtigungsleiste,

und bestätigen

Sie dort die Anfrage

des Feature-Phones.

Je nach Gerät müssen Sie

dazu die beiden Handys

zuerst koppeln. Nun beginnt das Feature-

Phone, die Kontakte zu transferieren.

Je nachdem, wie viele Kontakte Sie übertragen,

kann dies durchaus ein paar Minuten

dauern. Anschließend befinden sich die Kontakte

in Form von vCards auf Ihrem Smartphone.

Ebenfalls in der Benachrichtigungsleiste

ist nach Abschluss der Übertragung ein

Link zu den vCards enthalten. Sobald Sie

diesen anklicken, öffnet sich die Kontakte-

App, die alle Adressen automatisch importiert,

sodass Sie sie auf dem neuen Smartphone

völlig problemlos nutzen können.

Sollte es der Fall sein, dass Sie gar nicht alle

Kontakte benötigen, sondern nur ein paar

übernehmen möchten, ist es wahrscheinlich

einfacher, diese explizit zu verschieben.

Hierzu gehen Sie in die Kontakte-Anwendung

des Feature-Phones und wählen in der

Liste einen der zu verschiebenden Kontakte

aus. Öffnen Sie das spezifische Optionsmenü,

und klicken Sie auf Kontakt senden.

Der Import erfolgt wie oben beschrieben.

Abb. 3: Entweder kopieren Sie alle

Kontakte auf die SIM-Karte, oder Sie

versenden sie via Bluetooth.

Abb. 4: Das alte LG-Smartphone (rechts) sendet via

Bluetooth einen Kontakt an das Archos-Smartphone.

Kalenderimport mit iCal

Die meisten Feature-Phones geben den Kalender

nur in Form von iCal-Dateien zum Export

frei. Diesen Dateityp unterstützt Android

aber von Haus aus nicht, sodass Sie für den

Import eine spezielle App brauchen. Die benötigte

Anwendung iCal Import/​Export 2.0

[LINK 2] laden Sie kostenfrei aus dem Google

Play Store herunter. Öffnen Sie nach der Installation

die App. Um die iCal-Datei zu importieren,

müssen Sie als erstes einen bestehenden

Kalender auswählen oder im unteren

Bereich einen neuen erstellen. Klicken Sie

Abb. 5: Die Kontakte können auch

einzeln versendet werden, oft ist das

die einzige Lösung.

Android-user.de Februar 2014 83


Einsteiger

Datenumzug

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31571

Abb. 6: Mit der App iCal Import/​

Export 2.0 importieren Sie Termine

im iCal-Format.

auf Weiter und dann auf Importieren. In dem

sich öffnenden Fenster legen Sie den Ort der

iCal-Datei fest. Verschieben Sie diese auf Ihr

Smartphone, und geben Sie über den Button

Auswählen den Speicherort an. Bestätigen

Sie die Aktion mit OK und Importieren. Die

App liest die Datei ein und trägt die Termine

in den von Ihnen angegebenen Kalender ein.

Datenumzug am Computer

Wenn Ihnen dieser Weg zu umständlich ist,

können Sie den kompletten Umzug auch

über den Computer machen. Für diese Option

benötigen Sie passende Software, meistens

von offizieller Seite oder bei Drittanbietern

erhältlich. Wir verwenden für unser Beispiel

MyPhoneExplorer [LINK 3]. Dieses frei erhältliche

Programm ist mit Sony-Ericssonund

Android-Geräten kompatibel. Laden Sie

sich die für Ihr Gerät passende Software herunter,

und installieren Sie das Programm auf

Ihrem PC.

Beim Start fragt MyPhoneExplorer direkt

nach, welches Gerät Sie verbinden wollen.

Schließen Sie zunächst einmal das Feature-

Phone an. In unserem Fall ist das ein Sony

Ericsson K770i. Je nach benutzter Software

sehen die folgenden Schritte etwas anders

aus. Es erscheint am Display die Frage, in

welchen Modus das Feature-Phone wechseln

soll. Wählen Sie hier den Telefonmodus und

nicht den Datenübertragungsmodus. Anschließend

beginnt MyPhoneExplorer automatisch

mit der Synchronisation von Computer

und Handy. Auf der linken Seite sehen Sie

die verschiedenen Kategorien. Steuern Sie

zunächst den Punkt Telefon der Kontakte-

Sektion an. Sie sehen alle

Ihre Kontakte und können

diese auf einmal exportieren,

indem Sie einen

Rechtsklick auf das Fenster

machen und unter Export/​

Import auf Gesamtes Telefonbuch

exportieren… klicken.

Speichern Sie die

Datei zum Beispiel auf

dem Desktop. Dasselbe

machen Sie bei Bedarf

auch mit dem Kalender.

Diesen wiederum finden

Sie unterhalb der Organizer-Kategorie.

Wenn Sie

fertig mit dem Exportieren

sind, trennen Sie das alte

Handy vom Computer und

installieren auf Ihrem

Smartphone die App My-

PhoneExplorer Client. Im

MyPhoneExplorer klicken Sie oben in der

Menüleiste auf Datei | Benutzer… --> Benutzer

hinzufügen. Diesmal wählen Sie allerdings

Handy mit Google Android-Betriebssystem

und bei der Verbindungsart WLAN.

Währenddessen öffnen Sie auf Ihrem Smartphone

die MyPhoneExplorer-Client-App. Die

MyPhoneExplorer-Anwendung auf dem PC

sucht das Smartphone im Netzwerk und verbindet

sich damit. Das setzt voraus, dass

beide Geräte sich im selben lokalen Netzwerk

befinden. Nachdem die Verbindung

aufgebaut ist, synchronisiert MyPhoneExplorer

den Computer mit dem bisherigen Stand

Ihres Smartphones. Um jetzt die exportierten

Daten wieder zu importieren, gehen Sie

genau wie beim Exportieren vor, klicken aber

im Menü auf Importieren… . Damit die neu

importierten Kontakte im Smartphone auftauchen,

müssen Sie zu guter Letzt noch einmal

synchronisieren, was Sie über das linke

blaue Icon in der oberen Menüleiste erledigen.

Sobald die Synchronisation abgeschlossen

ist, stehen Ihnen im neuen Smartphone

alle bisherigen Kontakte sowie der Kalender

zur Verfügung.

Abb. 7: Die Synchronisation zwischen

Computer und Android läuft

komplett kabellos ab.

Fazit

Mit dem erworbenen Wissen ist der Umzug

Ihrer Daten kein Problem mehr. Mit den

Bordmitteln, die praktisch jedes alte Handy

mitbringt, ist es ganz einfach möglich, die

Kontakte schnell und bequem auf das neue

Smartphone zu übertragen. Mit zusätzlichen

Tools klappt das auch mit dem Kalender, in

vielen Fällen lassen sich sogar die SMS auf

ähnliche Art übertragen.

● ● ●

84

Februar 2014

Android-User.de


Expert Panel

Mobile Enterprise

10.–14.03.2014

Mobility-Trends der Unternehmens-IT

Tägliches Vortragsprogramm

Themenhighlights:

Vorträge und Podiumsdiskussionen zu Mobile Strategy, Mobile Device Management,

Mobile Security, Mobile Lösungen zu CRM / ERP / BI / Office, Service, Instandhaltung,

Logistik, Softwareentwicklung & Systemintegration, u.v.m.

www.cebit.de/de/mobile-enterprise

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Presented by

pluspol.de

Marketing Kommunikation Internet


Tipps & Tricks

Musik-Tipps

Audio-Tipps

Auch im neuen Jahr versorgen wir euch mit den neuesten Alben aus den unterschiedlichen Genres. Über Anregungen

und Feedback freuen wir uns immer. Schickt einfach eine Mail an musik@android-user.de.Wie gewohnt

küren wir jeden Freitag ein Album der Woche auf www.android-user.de. Christian Ullrich

Thomas D: Aufstieg und Fall des Tommy Blank

BorisBreuer

Wenn Thomas D solo unterwegs ist, werden innere

Dämonen zu Freunden, ehe der Seelenkrieg die Rivalität

wieder befeuert. Grenzen zwischen Gut und

Böse werden verwischt. Freund und Feind, Lachen

und Weinen, Erfolg und Flop gehen Hand in Hand

und sind doch die bittersten Feinde. Thomas D wandelt

auf diesem schmalen Grat so sicher wie auf

einer Slackline zwischen zwei Bäumen. Mehr zum

Spaß als zur Seelenreinigung, dennoch gelingt ihm

ein mehr als ansprechendes Album, das

von den Texten stärker lebt als von seinen

Skills, und mit Herbert Grönemayer,

Sammy Deluxe, Maxim, u.a. eine spannende

Featureliste bringt. [LINK 1]

Genre: Hip-Hop

Für Fans von: Die Fantastischen Vier

Label: Columbia Records

Devil Duck Records

Sea Wolf:

Old World Romance

Die raue See und die wilden Wolken auf dem Cover lassen

auf ungemütliche Zeiten tippen. Sobald sich aber die Musik

auf „Old World Romance“ mit ihrem glasklaren Klang ausbreitet,

wird schnell klar, dass Sea Wolf kein bärtiger

Haudegen ist, sondern ein Träumer mit reinem

Herzen, der zauberhafte Popmusik spielt.

Mit leicht melancholischem Hang und großen

Melodien ausgestattet, gehen die Lieder unter

die Haut und prägen sich ins Gedächtnis ein.

Diese Lieder müssen unbedingt auf den großen

Radiosendern in Rotation laufen! [LINK 2]

Genre: Indie-Pop

Für Fans von: Noah and The Whale

Label: DevilDuckRecords

86 FEBRUAR 2014


Musik

Max Herre: MTV

Unplugged

Max Herre kommt der Quadratur des Kreises

immer näher. Über zwei Stunden Musik, ein

25-köpfiges Orchester, alle Hits aus seiner

17-jährigen Karriere. Und weil das noch nicht

genug ist, lädt er noch ein paar Freunde ein, darunter:

Joy Denalane, Samy Deluxe, Gentleman,

Patrice, Afrob, Megaloh und Philipp

Poisel. Zusammen spielen sie Klassiker wie

A.N.N.A oder neue Hits wie Wolke 7. All diese

fügen sich harmonisch in den akustischen

Klang des Unplugged-Konzerts

ein und zeigen, wie entspannt

Musik sein kann. Egal ob sozialkritisch

oder liebestrunken: Max Herre

beherrscht beides. [LINK 3]

HiGHLight

Erik Weiss

Genre: Soul / Hip-Hop

Für Fans von: Freundeskreis

Label: Nesola Universal Music

Stephen Malkmus

and The Jicks:

Wig Out at Jagbags

Als der Indie noch in

den Kinderschuhen

steckte, war Stephen

Malkmus bereits so

etwas wie der Vater

der Szene. Mit seiner

Band Pavement war

er bereits Ende der

80er-Jahre aktiv und

prägte die 90er-Jahre mit. Als Solokünstler

liefert er mit seiner Band The Jicks eine

Wundertüte aus schiefen Gitarren und

charmanten Melodien, deren Geist das

Jammen ist. Die Lieder streben daher

nicht nach Perfektion, sondern viel mehr

nach Freiheit. Garniert wird „Wig Out at

Jagbags“ mit einem bunten Strauß aus

Freejazz-Noise, in sich ruhenden Bläsern

und ganz viel Indie-Rock-Pop. [LINK 4]

Lana Del Rey:

Tropico

Lana Del Rey ist

ein Phänomen

der Popkultur.

Mit „Born To

Die“ gelang ihr

2012 der Durchbruch. Neben Hitsingles machte

sie auch als Model auf sich aufmerksam, ehe es

ruhig um sie wurde. Bis jetzt. Die EP „Tropico“

beinhaltet zwar nur 3 Songs, diese sind aber

elegant im Klang und leben von der Spannung

eines gut gehüteten Geheimnisses und offenbaren

das Talent der Musikerin. Das aber

nicht genug, zur EP gibt

es auch einen Film, von

und mit Lana Del Rey.

Aber seht selbst! [LINK 5]

Genre: Pop

Für Fans von: Adele, Birdy

Label: Universal

Genre: Indie

Für Fans von: Pavement

Label: Domino Records

Universal

Android-user.de


Stones Throw Records

7 Days of Funk:

7 Days of Funk

Snoop Dogg kann alles: Rap, Folk, Reggae

und natürlich Funk. Unter dem

Namen Snoopzilla hat er sich mit Dâm-

Funk verbrüdert und „7 Days of Funk“

aufgenommen. Entstanden ist ein Album,

das die ruhigen Klänge des Funk durch

Nebelschwaden schickt, die überall da

sind, wo Snoop Dogg auftaucht. Womit

das wohl zu tun hat? Aber lassen wir das,

denn dieses Album ist selber ein Rauschmittel,

das den Hörer umhüllt. Gesang

wird angedeutet, Sprechgesang taucht

auf und verschwindet zwischen verstrahlten

Synthesizerflächen. Bässe und Beats

stehen knopfnickend in der Ecke und beobachten

die erotischen Tänze der weiblichen

Fans. [LINK 6]

Genre: Funk

Für Fans von: Prince / Snoop Dogg

Label: Stones Throw

ShaneMcCauley

Jennifer Rostock:

Schlaflos

„Für den Indie zu hübsch, für Mainstream zu obszön“,

singen Jennifer Rostock und führen sich ihre

eigene Problematik vor Augen. Es ist aber auch

schwer, denn Punk-Attitüde und Chart-Kompatibilität

sind schwer zu vereinen. Sie meistern das

dennoch und lassen krachende Riffs auf große

Melodien treffen. [LINK 7]

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31699

1. One Direction

Überschwängliches Pop-Album

2. Kid Ink

R’n’B-Durchstarter

3. Shearwater

Indie-Coversongs für Indie-Puristen

4. Nils Frahm

Klavier, Elektro, Sphärenklänge

5. Beastmilk

Der rockige Geist von Joy Division

Genre: Punk / Pop

Für Fans von: Mia / Rise Against

Label: Warner

Weitere Highlights

aus dem Play Store

88

FEBRUAR 2014

Android-User.de


Musik

Musik-App des Monats

Sing! Karaoke

kostenlos

Du singst gerne unter der Dusche oder trällerst

eine Lied im Radio mit? Dann solltest du unbedingt

„Sing! Karaoke“ testen. Diese App bietet

eine umfassende Liste an aktuellen Songs. Leider sind sie

nicht alle kostenlos. Auch wer seine Lieder mit der Community

teilen will, muss Geld bezahlen. Das trübt die

Freude an dieser sonst sehr schön gemachten App, die

dank des automatisch scrollenden Texts und sehr übersichtlich

gehaltener Tonhöhen- und Tonlängenanzeige besonders

für Nichtmusiker interessant ist. Der leise Backgroundgesang

hilft, die Melodie zu finden. Wer wissen

will, wie gut er singt, bekommt in Echtzeit die Genauigkeit

seiner Sangeskunst angezeigt. Wer die App nutzen will,

braucht ein aktuelles und

leistungsstarkes Smartphone

oder Tablet. [LINK 8]

kostenlos

carloscastilla , 123RF

Hardware des Monats

Sol Republic "Jax"

Der Hersteller will hochwertigen Sound mit ansprechendem

Design zu einem fairen Preis verknüpfen.

Über das Design lässt sich – wie so oft –

streiten. Fakt ist, dass die Kopfhörer aus Plastik

hergestellt sind und sich dementsprechend billig

anfühlen. Der Sound legt Wert darauf, die Bässe

nicht zu wuchtig und die Höhen klar wiederzugeben.

Die Mitten gehen jedoch etwas unter. Die Tastenbedieneinheit

ist leider nur sehr eingeschränkt

zu nutzen. Positiv ist das Flachkabel zu erwähnen,

wodurch der Kabelsalat etwas eingedämmt wird.

Im Großen und Ganzen ist das Preis-Leistungs-

Verhältnis in Ordnung, wenn der Hörer

keinen großen Wert auf die Tastenbedienung

legt. [LINK 9]

35 €

Alle

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Android-user.de FEBRUAR 2014 89


Tipps & Tricks

Frag Andy

Andy beantwortet deine Fragen rund um Android, Handys, Tarife und Apps

Frag Andy

Du suchst nach einem Handy? Die

beste App für einen bestimmten Zweck?

Einen neuen Tarif? Dein Handy streikt,

und du brauchst Hilfe? Ich gebe mein

Bestes, um Fragen verständlich, ehrlich

und unabhängig zu beantworten. Du

kannst mich jederzeit per E-Mail unter

andy@android-user.de erreichen!

Christoph Langner

Thatchakon Hinngoen, 123RF

Hallo, mein Name

ist Andy und ich

beschäftige mich

schon seit Jahren

beruflich und privat mit

Handy- und Mobilfunk-Themen.

Davon sollt auch Ihr nun

profitieren. Ob Handys, Apps

oder Tarife, ich möchte für eure

Fragen und Probleme eine Antwort

finden. Zur Seite steht mir

das Redaktions-Team der Android

User. Gemeinsam

lösen wir euer

Problem,

Euer Andy!

Das Wiko Cink Peax 2

vibriert

Holger J. via E-Mail: Aufgrund Ihres Testberichts

zum Wiko Cink Peax 2 [LINK 1] habe ich

mir dieses Telefon gekauft. Nun aber habe ich

das Problem, dass das Handy immer dann vibriert,

wenn ich jemanden anrufe und der Angerufene

das Gespräch annimmt. Da ich das

Handy zu der Zeit ans Ohr halte, stört mich

diese Eigenschaft doch sehr. Bei eingehenden

Anrufen lässt sich das Vibrieren unter Einstellungen

| Audioprofile abstellen, aber für ausgehende

Anrufe kann ich keine Einstellung

finden. Der Support von Wiko meint, dass das

bei allen Geräten so wäre und Android dies so

vorgäbe, aber irgendwie will ich das nicht so

ganz glauben, andere Geräte vibrieren in diesem

Fall nämlich nicht.

Hallo Holger, üblicherweise vibrieren Android-Smartphones

bei einem erfolgreichem

Verbindungsaufbau in der Tat nicht, hier liegt

die Hotline von Wiko leider falsch. Die Funktion

ließe sich jedoch in den Einstellungen

der Telefon-App aktivieren. Bei einem Standard-Android

(also zum Beispiel bei den Nexus-Handys

von Google oder Handys mit

Custom-ROMs wie zum Besispiel Cyanogen-

Mod) nennt sich die Option in den Einstel-

90

Februar 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Frag Andy

Abb. 1: Die Einstellungen der Telefon-App

sind unter Android nur

schwer zu finden.

Abb. 2: In den Settings lässt sich

festlegen, ob das Handy bei Telefonaten

vibrieren soll.

Abb. 3: Schiebt man Apps auf den

Homescreen, wird nur ein weiterer

Link dazu angelegt.

Abb. 4: Schulnoten lassen sich

auch gut in einer kleinen Google-

Drive-Tabelle verwalten.

lungen „Bei Annahme vibrieren“, bei anderen

Herstellern wie LG zum Beispiel aber

auch „Vibrations-Verbindung“.

Das Cink Peax 2 haben wir nicht mehr in

der Redaktion, aber das gerade vorliegende

Wiko Darkside vibriert auch bei ausgehenden

Telefonaten nicht – Wiko aktiviert daher

diese Vibration nicht bei allen seinen Modellen.

Allerdings tauscht der Hersteller die

Standard-Telefon-App von Android auf seinen

Geräten aus, da die Original-Wähl-App

nur mit einer SIM-Karte umgehen kann. Hier

vermissen wir die Möglichkeit, die Vibration

beim Verbindungsaufbau zu de-/​aktivieren.

Notenverwaltung für

alle Kids

Sabine L. via E-Mail: Da ich Mama von Kindern

im Schulalter bin und diese noch nicht

im Besitz eines eigenen Smartphones sind,

würde ich gern in einer Schulnoten-App die

Noten aller meiner Kinder verwalten. Allerdings

sind die Schulnoten von meiner Tochter

schon ausgefüllt, wenn ich die Anwendung

ein zweites Mal auf meinen „Büro-Ordner“

ziehe. Kann ich nicht die Schulnoten-App ein

zweites Mal auf die Oberfläche legen, um

auch die Noten von meinem Sohn zu notieren?

Oder muss ich warten, bis die Kids ihr eigenes

Smartphone haben und ihre Noten dort

selber verwalten können?

Hallo Sabine, Apps kannst du generell immer

nur einmal installieren. Spielst du also aus

dem Play Store eine Anwendung auf dein

Handy, dann findest du sie üblicherweise

erst einmal nur in der App-Schublade, von

dort kannst du sie auf einen deiner Homescreens

ziehen. Das heißt aber nicht, dass du

sie mit Sack und Pack kopierst, du legst einfach

nur eine weitere Verknüpfung zur selben

Anwendung mit denselben Daten an

einer anderen Stelle an.

Die von dir genutzte Noten-App verwaltet

wohl nur die Daten eines Kindes, daran lässt

sich leider nichts ändern. Du bräuchtest ein

Programm, das mit den Noten mehrerer

Schüler umgehen kann. Doch auch hier habe

ich schlechte Nachrichten: Im Play Store ist

keine App zu finden, die eben das kann. Die

Entwickler denken immer nur an Notenverwaltungs-Apps

für Schüler und Studenten

selber, aber nie an die Eltern.

Meine Idee wäre es, in Google Drive [LINK 2]

pro Kind eine Tabelle anzulegen, in der du

die Noten jedes deiner Kinder von Hand einträgst.

Mit ein paar Excel-Kenntnissen lässt

sich die Tabelle leicht dahingehend ergänzen,

dass das Dokument automatisch den

aktuellen Schnitt ausrechnet. Das ist nicht

ganz so bequem wie eine eigenständige App,

aber im Endeffekt deutlich flexibler.

Akku des Nexus 5

austauschen

Harald M. via E-Mail: Ich hätte eine Frage zum

Nexus 5, das ich gleich nach Veröffentlichung

ergattern konnte. Da es technisch stark mit

dem LG G2 verwandt ist, könnte man ja spekulieren,

ob die Akkus gegebenenfalls kompatibel

sind? Dann könnte man den 2300-mAh-

Akku des Nexus 5 gegen den deutlich größeren

3000-mAh-Akku des LG austauschen.

Weißt du dazu schon etwas?

Sergey Konyakin, 123RF

Android-user.de Februar 2014 91


Tipps & Tricks

Frag Andy

Abb. 5: 1Weather ist eine ebenso

hübsche Alternative zur Wetter-

App von Yahoo.

Abb. 6: Wer die Google-Dienste

nicht nutzen will, sollte die Synchronisierung

mit Google deaktivieren.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31642

Hallo Harald, auch wenn das Nexus 5 auf

dem LG G2 basiert, identisch sind die Geräte

nicht. Das G2 nutzt eine komplett andere

Batterie als das Nexus 5. Sie unterscheidet

sich nicht nur in der Kapazität, sondern auch

in den Dimensionen [LINK 3]. Die gute Nachricht

ist jedoch, dass sich das Nexus 5 relativ

leicht öffnen lässt [LINK 4] – jedoch unter Verlust

der Garantie.

Sollte eines Tages der Akku kaputt gehen,

dann lässt sich dieser auch ohne Einschicken

austauschen, dazu ist nur wenig Werkzeug

nötig. Die Batterie trägt die Kennzeichnung

„LG BL-T9“, sie wird mit Sicherheit in Zukunft

ihren Weg zu Internethändlern finden.

Bis dahin lädst du dein Nexus 5 unterwegs

mit einem Akkupack nach, die MiPow Power

Tubes [LINK 5] haben sich bei uns bewährt.

KitKat-Update für das

Galaxy S4

K. via E-Mail: Lieber Andy, ich möchte gerne

mal wissen, ob du schon Informationen über

ein Update des Samsung Galaxy S4 auf Android

4.4 „KitKat“ hast? Das Handy ist ja noch

recht neu, ein Update müsste für den Hersteller

Pflicht sein, oder?

Hallo K., die Hersteller hüllen sich bezüglich

Updates seit jeher in Schweigen. Eine offizielle

Aussage bekomme auch ich nur dann,

wenn Samsung diese aus eigenen Stücken

veröffentlicht. Nach meiner Erfahrung kann

ein Update auf eine neue Android-Version jedoch

durchaus ein paar Monate benötigen.

Das S4 wird aber auf jeden Fall auf Android

4.4 aktualisiert werden. Ich denke aber

nicht, dass das Update vor Januar/​Februar,

vielleicht auch März verteilt werden wird.

Der Termin würde gut zum Mobile World

Congress passen (der größten Mobilfunkmesse

in Europa). Da hätte Samsung den

entsprechenden Rahmen.

Apps ohne Play Store

installieren

Jürgen G. via E-Mail: Da ich Google nicht über

den Weg traue und auch gar nicht erst Gmail

verwenden möchte, verzichte ich auf meinem

Handy komplett auf einen Google-Account.

Ohne Account lässt sich aber der Play Store

nicht nutzen – auf Apps möchte ich jedoch

nicht verzichten. Ich lade daher meine Apps

als APK-Dateien aus dem Internet und installiere

Sie dann von Hand. Das ist aufwendig,

und oft finde ich auch nichts oder nur veraltete

Versionen. Gibt es keinen besseren Weg,

um an Apps zu kommen?

Hallo Jürgen, von wahllos zusammengesuchten

APKs möchte ich dir ganz dringend abraten.

Bei Apps, die du auf diesem Weg findest,

ist die Chance hoch, dass sie manipuliert

wurden. Ob sie nun deine Daten ausspionieren,

Spam versenden oder kostenpflichtige

Premium-SMS verschicken. Irgendwann

wirst du dir ein Schadprogramm auf das

Handy holen und dich danach richtig ärgern.

Ich würde dir empfehlen, über deinen

Schatten zu springen und einen Account bei

Google anzulegen und den Play Store zu nutzen.

Du musst ja die restlichen Google-

Dienste nicht benutzen. In den Einstellungen

unter Konten und Google öffnest du dann deinen

Google-Account. Dort kannst du die Synchronisierung

für jeden von Google angebotenen

Dienst deaktivieren.

Ich kann auch verstehen, wenn du ganz

auf Google verzichten möchtest. In diesem

Fall würde ich dann aber komplett auf Open-

Source-Software auf meinem Handy setzen.

Davon gibt es für Android sogar sehr viel,

über den F-Droid-Market [LINK 6] lassen sich

Hunderte quelloffener Apps sogar sehr bequem

installieren und aktuell halten, ganz

so, als ob man den Play Store benutzen

würde. Auf kommerzielle Apps musst du

dann aber auch weiterhin verzichten.

Apps ohne Play Store

installieren

Georg E. via E-Mail: Mich würde interessieren,

warum ich bei der Yahoo-Wetter-App unter

den Einstellungen keine Wetterwarnung aktivieren

kann? Da gibt es keine Kästchen zum

Anklicken. Und in eurer App-Vorstellung steht

auch beschrieben, dass man Warnungen aktivieren

kann.

Hallo Georg, ich denke du spielst auf diesen

Beitrag [LINK 7] auf android-user.de an.

Von Warnungen vor beispielsweise Stürmen

oder Blitzeis steht in diesem Artikel jedoch

nichts. Das kann die App leider auch nicht,

es ist lediglich möglich, der App ein festes

Plätzchen in der Benachrichtungsleiste zu

geben. Du bekommst dann immer Infos zum

Wetter, wenn du deine Nachrichten prüfst.

Wenn du eine ansprechende Wetter-App

suchst, die dich auch vor Unwettern warnen

kann, dann schau dir mal 1Weather [LINK 8]

an. Die Anwendung kannst du kostenlos aus

dem Play Store herunterladen und in vollem

Umfang testen. Die Werbung bekommst du

per In-App-Kauf für 1,50 Euro weg. Die Warnungen

sind von Haus aus aktiv, du kannst

aber das Aktualisierungsintervall in den Einstellungen

verkürzen.

● ● ●

92

Februar 2014

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Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks und Apps,

die das Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-

Gerät einfacher und angenehmer machen oder

tele52, 123RF

einfach nur cool sind. Patrick Neef

Chrome: Browserverlauf

löschen

Im Chrome-Browser können Sie

entweder den kompletten Verlauf

oder nur einzelne Einträge löschen.

Öffnen Sie dazu das Menü, und tippen Sie

auf Verlauf. Sie sehen dann alle Einträge des

Verlaufs, die sich mit Hilfe des „x“ am rechten

Rand entfernen lassen. Oder Sie tippen

unten auf Browserdaten löschen und entfernen

damit nicht nur den gesamten Verlauf,

sondern wahlweise auch den Cache, Cookies,

Passwörter und Autofill-Daten. Sind Sie

in gesundem Maße paranoid und wollen gar

keine Spuren hinterlassen, können Sie den

Chrome-Browser auch im Inkognito-Modus

öffnen. Dabei arbeiten Sie mit Tabs, die nach

dem Schließen keine Spuren

hinterlassen. Lesezeichen

sind über diesen

Modus trotzdem zugänglich.

Sie werden allerdings

feststellen, dass Sie sämtliche

Passwörter jedesmal

neu eingeben müssen.

dem man die Empfehlung versenden will (E-

Mail, Twitter, Facebook) und schickt die

Nachricht ab. Viel zu kompliziert! Unter Android

kann man Webseiten viel einfacher teilen!

Dazu tippen Sie auf das oft übersehene

Teilen-Symbol. Daraufhin öffnet sich ein

Fenster, das Ihnen verschiedene Apps und

Möglichkeiten des Teilens vorschlägt. Sehen

Sie das Symbol nicht, finden Sie den Eintrag

Teilen mit einem Tipp auf die Menütaste.

Wörterbuch ergänzen

Die Autokorrektur ist eine feine

Sache, doch nicht immer auf der

Höhe der Zeit. Das Wort „Tablet“

wird ständig zu „Tablett“ umgewandelt, und

das ist nur ein Beispiel von vielen, in denen

Abb. 1: Löschen Sie ab und an den

Verlauf der von Ihnen besuchten

Webseiten im Browser.

Das Teilen-Menü

nutzen

Es ist eine alte

Gewohnheit:

Man findet eine

tolle Webseite und möchte

sie Freunden empfehlen.

Dazu tippt man auf die

Adressleiste, markiert die

URL, kopiert die Adresse

in die Zwischenablage, öffnet

das Programm, mit

Abb. 2: Das Teilen-Menü öffnen Sie

je nach Gerät über die Menü-Taste

oder das Menü-Symbol.

Abb. 3: Die Auswahl im Teilen-

Menü hängt ganz von den auf

Ihrem Handy installierten Apps ab.

94

Februar 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

die Autokorrektur ganz schön nerven kann.

Aber Sie können pädagogisch eingreifen:

Bringen Sie dem Wörterbuch Ihres Smartphones

einfach neue Wörter bei!

Tippen Sie dazu auf das Wort, das die Korrekturfunktion

des Smartphones als falsch

markiert hat. Ein roter Balken unter dem

Wort zeigt Ihnen ein solches an. Dann sehen

Sie ein paar Vorschläge und unterhalb davon

den Punkt Zum Wörterbuch hinzufügen. Ab

sofort wird das Wort als korrekt erkannt und

nicht mehr rot unterstrichen, geschweige

denn von der Autokorrektur geändert. Selbstverständlich

funktioniert das auch mit Eigennamen

und sämtlichen Ausdrücken, die Sie

im Alltag gerne verwenden.

Abb. 4: Fügen Sie umgangssprachliche

Begriffe zum Wörterbuch Ihres

Handys hinzu.

Anrufe per SMS beantworten

Sind Sie auch verärgert, wenn Sie

jemand einfach „wegdrückt“. Wenn

der Angerufene das Telefon nicht

einfach weiterklingeln lässt, sondern Sie

nach zwei, drei Freizeichen direkt auf dem

Anrufbeantworter landen? Damit Sie selber

nicht unhöflich wirken, können Sie dem Anrufer

direkt nach dem Wegdrücken eine

Nachricht mit einer kurzen Erklärung zukommen

lassen, warum Sie momentan kurz

angebunden sind.

Jedes Android-Smartphone hat dazu in

den Anrufeinstellungen – die Sie nicht über

die gewöhnlichen Einstellungen des Handys,

sondern nur direkt über die Telefon-App erreichen

– ein paar vorformulierte Nachrichten

parat. Damit die Nachrichten nicht zu

monoton klingen und zur augenblicklichen

Situation passen, können Sie an dieser Stelle

auch eigene SMS-Antworten verfassen.

bietern zulassen (Einstellungen | Sicherheit |

Unbekannte Herkunft) und den Amazon

App-Shop aus dem Netz herunterladen

[LINK 1], dann ist er ganz schnell auch auf

Ihrem Android-Gerät verfügbar.

Das Besondere: Hier gibt es jeden Tag eine

eigentlich kostenpflichtige App zum Nulltarif,

und diese ist oft besonders gut, bekannt

oder beliebt. Die Apps sind mit Ihrem Amazon-Konto

verbunden und gehen selbstver-

Apps aus dem

Amazon App-Shop

Googles Play Store

ist prall gefüllt mit

allen Apps, die man

sich nur wünschen kann: Wer

eine bestimmte App sucht,

der wird hier eigentlich

immer fündig. Neben dem

Play Store gibt es jedoch alternative

App-Stores für Android.

Der Amazon App-Shop

ist der größte unter ihnen,

was viele Android-Nutzer

ohne Kindle-Tablet gerne

übersehen. Die dafür nötige

App finden Sie zwar nicht im

Play Store, aber wenn Sie in

den Einstellungen die Installation

von Apps von Drittan-

Abb. 5: Per Wisch nach oben lehnen

Sie das Gespräch ab und schicken

eine SMS hinterher.

Abb. 6: Als Antworten stehen Ihnen

eine Reihe von vorformulierten

Nachrichten zur Verfügung.

Abb. 7: Der Amazon App-Shop bietet

jeden Tag eine normalerweise

kostenpflichtige App gratis an.

Android-user.de

Februar 2014 95


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 8: Nach dem Kauf mehrerer

Humble Bundles besitzen Sie eine

stolze Spielesammlung.

ständlich nicht verloren, wenn Sie auf ein

neues Android-Gerät umsteigen. Probieren

Sie es aus, es lohnt sich!

Günstige Games mit dem

Humble Bundle

Ähnlich wie im Amazon App-Shop,

können Sie auch über die Humble-

Bundle-App [LINK 2] Spiele auf Ihrem

Handy oder Tablet installieren. Bei der Humble-Bundle-App

handelt es sich aber nicht

um einen zusätzlichen App Store, sondern

eher um eine Möglichkeit, bequem an die

Spiele aus den berühmten Humble-Bundle-

Deals [LINK 3] zu gelangen.

Die Bundles enthalten bekannte Sammlungen

hochwertiger Spiele, die Sie zu einem

guten Preis bekommen, den Sie sogar selbst

bestimmen dürfen. Haben Sie sich dort einen

Account angelegt, können Sie die Apps jederzeit

wieder herunterladen. Das Tolle: Die

Humble-Bundle-App ist im Google Play Store

kostenlos verfügbar und muss nicht erst umständlich

über eine Webseite manuell auf das

Handy geladen werden.

Daten per DropSpace zu

Dropbox schicken

Dropbox ist eine tolle App, mit der

Ihre wichtigsten Daten immer griffbereit

sind. Besonders hilfreich ist

die automatische Upload-Funktion von

Fotos. Damit müssen Sie nicht mehr daran

denken, Ihre Handyfotos zu sichern – das geschieht

automatisch im Hintergrund. Alles

andere auf dem Android-Gerät lässt sich per

Dropbox aber nur dann sichern, wenn man

Hand anlegt und die Dateien allesamt in den

Dropbox-Ordner verschiebt – bei vielen zu sichernden

Dateien ist das viel zu mühsam.

Viel einfacher geht das mit der App Drop-

Space [LINK 4], die im Dropbox-Speicher ein eigenes

Verzeichnis erstellt und dort alle Dateien

aus ausgewählten Verzeichnissen automatisch

sichert. So kopieren Sie Dokumente,

Fotos und vieles mehr in Ihre Dropbox.

Zwei Dinge sollten Sie aber beachten: Zum

einen sichert die App im aktuellen Zustand

lediglich Daten von der SD-Karte. Zum anderen

handelt es sich um eine Ein-Wege-Synchronisation:

Die Daten von der SD-Karte

werden daher nur auf Ihr Dropbox-Konto kopiert.

Ändern Sie dort etwas an den Dateien,

dann landen die Änderungen – nicht wie

vom PC gewohnt – auch wieder auf Ihrem

Handy. Davon abgesehen, ist DropSpace ein

zuverlässiges Werkzeug, um Dateien bequem

per Dropbox zu sichern.

SMS aus Hangouts entfernen

Google weiß nicht so genau, wohin

der Weg von Hangouts führt. Einst

als Ersatz von Google Talk gedacht,

war die App bisher nur ein Chat-Ersatz für

WhatsApp-Verweigerer. Doch ein Update der

Anwendung hat jüngst die Funktionen von

Hangouts mit dem Senden von SMS verknüpft.

Prima Sache eigentlich, doch nun

kann man bei einem schnellen Blick auf die

Statusleiste nicht mehr erkennen, ob man

eine Nachricht über Hangouts oder eine SMS

erhalten hat, wenn das Telefon gesperrt ist.

Nicht jeder Android User ist daher von der

SMS-Integration in Hangouts angetan.

Wenn Sie das zu sehr stört, dann können

Sie die Verknüpfung mit der SMS-Funktion

wieder aufheben. Öffnen

Sie dazu einfach die Hangouts-App,

und tippen Sie

auf Einstellungen. Dort klicken

Sie auf den Unterpunkt

SMS und entfernen

den Haken bei SMS aktivieren.

Ihre SMS finden Sie

danach – wie gewohnt –

lediglich in der normalen

SMS-App Ihres Handys.

Abb. 9: DropSync lädt automatisch

Inhalte von Ihrer SD-Speicherkarte

zu Dropbox hoch.

Abb. 10: Die Integration von SMS in

die Hangouts-App lässt sich auch

wieder abstellen.

Alarm abstellen

(KitKat)

Kennen Sie das:

Sie stellen den

Wecker auf Ihre

übliche Aufstehzeit um

sieben Uhr, wachen aber

bereits aus purer Gewohnheit

fünf Minuten vorher

96

Februar 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 11: Mit Android 4.4 lassen sich

Alarme ab einer Stunde vor Fälligkeit

deaktivieren.

auf. Da Sie nun nicht wollen, dass der Wecker

andauernd läutet, während Sie unter der

Dusche stehen, öffnen Sie die Uhr-App und

deaktivieren den Wecker – mit der Folge,

dass der Wecker am nächsten Morgen stumm

bleibt und Sie verschlafen.

Es geht unter dem neuen Android 4.4 „Kit-

Kat“ nun aber auch schneller, einfacher und

vor allem auch ohne Verschlafen: In der aktuellen

Android-Version können Sie jeden

Alarm, der in weniger als einer Stunde droht,

über die Benachrichtigungsleiste deaktivieren.

Unter dem Hinweis Anstehender Alarm

befindet sich der Punkt Jetzt schließen, mit

dem Sie den Alarm vor seiner Fälligkeit ausschalten,

ohne dafür extra in die App gehen

zu müssen. Praktisch!

Abb. 12: Facebook wurde kaum

geöffnet, und trotzdem steht die

App an erster Stelle?

Detaillierte

Prozess-Infos

(KitKat)

Viele Android-

User sind sehr

daran interessiert,

Apps und deren Prozesse

zu verstehen und zu

optimieren. Das hat durchaus

sein Gutes, denn

schließlich ist das Eingreifen

des Benutzers in diesem

Maße nur bei Android-Geräten

möglich. Wer

es etwas genauer wissen

will, der kann seit KitKat

nun in den Prozessstatistiken

der Entwickleroptionen

genau sehen, welche

Apps über welchen Zeitraum

wie aktiv waren. Die

neuen Prozessstatistiken unterscheiden zwischen

Apps im Hintergrund, solchen im Vordergrund

und Apps im Cache. Über das

Menü wählen Sie die entsprechende Statistik

aus.

Allein dieser Einblick ist für den Otto-Normal-Benutzer

schon sehr interessant. So führen

die Prozessstatistiken zum Beispiel sehr

deutlich vor Augen, dass Facebook ziemlich

viel Aktivität verursacht, ohne dass die App

auf dem Handy häufig benutzt wurde – die

Akkulaufzeit wird aufgrund dieser Hintergrundtätigkeit

von Facebook nicht länger

werden. Leider lässt sich die Dauer der Statistik

nicht auf mehr als einen Tag ausweiten,

für einen erhellenden Blick in die Prozessoraktivitäten

reicht das aber allemal. ● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31671


Tipps & Tricks

Mobilen Datenverbrauch einschränken

Mobilen Datenverbrauch bei Roaming einschränken

Achtung,

Kostenfalle

Aufgrund sinkender

Roaminggebühren

greift man auch im Ausland

gerne mal zum

Handy. Aber Achtung,

bei Datenroaming drohen

hohe Kosten. Wir

zeigen Ihnen, wie Sie

die Kostenfalle umgehen.

Christoph Langner

Christos Georghiou, 123RF

Zu Hause im WLAN müssen Sie sich

keine Gedanken um den Datentraffic

Ihres Handys machen. Dank der

dicken DSL-Flatrate entstehen keine

zusätzlichen Kosten. Auch unterwegs in

Deutschland müssen Sie keine allzu hohen

Gebühren fürchten, im schlimmsten Fall ist

das Inklusivvolumen Ihrer Datenflatrate ein

paar Tage früher aufgebraucht, tröpfeln neue

Mails eben ein paar Tage lang im Schneckentempo

auf das Handy.

Durchaus problematisch aber kann es im

Ausland werden, wenn Sie ausnahmsweise

per Datenroaming ins Internet gehen und die

Verbindung des Handys per Hotspot-Funktion

mit dem Tablet oder anderen

Handys teilen. Viele Apps arbeiten

nämlich im Hintergrund weiter

und saugen ohne Ihr Zutun Daten

aus dem Netz. Der Datenhunger

lässt sich jedoch auch im WLAN

und somit bei Hotspotnutzung

einbremsen.

Roaming aktivieren

Generell müssen Sie sich auf

einer Auslandsreise keine Sorgen

machen, dass

Ihr Handy weiter

munter Daten aus

dem Internet zieht.

Das Datenroaming,

also der Aufbau

einer Internetverbindung

über

UMTS oder LTE im

Netz eines ausländischen

Mobilfunkanbieters, ist

bei Android von Haus

aus deaktiviert.

Sie müssen es erst eigenhändig

in den Einstellungen

unter Drahtlos

& Netzwerke | Mehr… |

Mobilfunknetze oder auch in Einstellungen |

Datenverbrauch aktivieren. Daraufhin warnt

Sie das System, dass dabei hohe Kosten für

die Datennutzung im Ausland entstehen können

(siehe Kasten „Roamingkosten“).

Damit Sie während des Datenroamings Ihr

Mobilfunkkonto schonen, sollten Sie auch

gleich die Option Hintergrunddaten beschränken

setzen. Sie verhindert, dass Apps

wie YouTube, Google Currents oder Dropbox

größere Datenmengen im Hintergrund transferieren,

um zum Beispiel neue Videos Ihrer

abonnierten YouTube-Kanäle und die letzten

Nachrichten direkt vorhalten zu können oder

Bilder in den Cloudspeicher zu laden.

Solche Aufgaben können meist darauf warten,

dass Sie sich im Hotel wieder ins günstige

WLAN einloggen können. Von Ihnen

aktiv gestartete Apps dürfen jedoch trotz dieser

Option Daten aus dem Internet laden. So

verlieren Sie kaum Komfort, schonen aber

Ihren Geldbeutel.

Hotspot aktivieren

Damit auch das Tablet oder die Handys Ihrer

Mitreisenden während der Reise ins Netz

können, lässt sich die Verbindung eines Geräts

per „mobilem Hotspot“ teilen. Besonders

sinnvoll ist dies, wenn Sie ein Auslandspaket

für Ihren Mobilfunkvertrag hinzubuchen

oder – noch besser und billiger – während

Ihrer Reise eine günstige Prepaid-Karte eines

Computer und Hotspots

Ihren WLAN-Hotspot können Sie nicht nur mit

anderen Tablets oder Handys nutzen, sondern

auch mit Ihrem Notebook oder Desktop-Computer.

Achten Sie dabei jedoch auf im Hintergrund

laufende Prozesse. Ihr Windows muss

mit Sicherheit nicht über die teure Roamingleitung

die letzten Updates laden. Deaktivieren

Sie daher vor dem Verbindungsaufbau solche

datenintensiven Vorgänge im Betriebssystem.

98

Februar 2014

Android-User.de


Tipps & Tricks

Mobilen Datenverbrauch einschränken

Mobilfunkanbieters aus

Ihrem Urlaubsland ins

Handy legen.

Den Mobilen WLAN-Hotspot

aktivieren Sie auf

Ihrem Android-Gerät in

den Einstellungen unter

Drahtlos & Netzwerke |

Mehr… | Tethering & mobiler

Hotspot. Die Zugangsdaten

zu Ihrem Hotspot

legen Sie darunter unter

WLAN-Hotspot einrichten

fest, schließlich sollen

Fremde nicht über Ihren

Vertrag surfen. Auf Ihrem

Tablet suchen Sie dann

nach dem WLAN Ihres

Handys, und schon sollten

Sie auch mit weiteren Geräten

im Internet sein.

Abb. 1: Damit das Handy weniger

Daten überträgt, beschränken Sie

die Hintergrunddaten.

Mobile Hotspots schonen

Auf einer Urlaubs- oder Geschäftsreise mit

Handy und Tablet droht Ihnen nun aber eine

Kostenfalle: Angenommen Sie aktivieren das

Datenroaming und den mobilen Hotspot,

damit auch das Tablet oder die Handys Ihrer

Mitreisenden ins Netz können. Entsprechend

unserem Tipp beschränken Sie zudem das

„Übertragen von Hintergrunddaten“ auf dem

Hotspot-Handy und den per WLAN angeschlossenen

Geräten.

Denken Sie nun aber, dass Sie so vor

hohen Auslandsgebühren sicher sind, liegen

Sie falsch. Die am Hotspot hängenden Geräte

übertragen weiterhin kräftig Daten im Hintergrund

– sogar noch mehr als zu Hause

Abb. 2: Mit einem WLAN-Hotspot

geben Sie Ihre Internetanbindung

für weitere Geräte frei.

über das Mobilfunknetz –, schließlich „glauben“

diese Geräte, sie würden an einem kostenneutralen

WLAN hängen. Es gilt also, die

Datennutzung von Hintergrunddiensten auch

im WLAN einzudrosseln.

Auch dies ist möglich, allerdings haben die

Android-Entwickler diese Funktion ein wenig

zu gut versteckt. Die Einstellungen finden Sie

wieder unter Datenverbrauch, der entsprechende

Punkt nennt sich dann Mobile Hotspots

oder Handy-Zugangspunkte, je nach

Hersteller oder Gerät. Dort aktivieren Sie für

jedes der dem Handy bekannten WLAN-

Netze dieselben Beschränkungen, wie über

den Punkt Hintergrunddaten beschränken in

der Auswahl selber.

● ● ●

Roamingkosten

Datenroaming ist ohne spezielle

Zusatztarife nach wie vor ein

teures Vergnügen. Aktuell kostet

Sie jedes übertragene MByte im

europäischen Ausland aufgrund

einer EU-weiten Regelung stolze

45 Cent, wobei eine Obergrenze

von 50 Euro/​Monat gilt. Der Anbieter

muss Sie warnen, wenn

Sie 80 Prozent dieser Grenze

überschreiten, und die Verbindung

trennen, sobald Sie sie erreichen.

Erst wenn Sie das Roaming

wieder per SMS aktivieren,

drohen noch höhere Kosten.

Ab dem 1. Juli 2014 sinkt

der erlaubte Preis pro MByte auf

20 Cent. Außerhalb der EU sollten

Sie jedoch nach wie vor

gründlich auf die Gebühren achten.

Während einer USA-Reise

drohen schnell mal 10 Euro/​

MByte Roaming-Gebühren.

Datennutzung bei mobilen Hotspots beschränken

So geht's

Android-user.de Februar 2014

99


Poweruser

ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs und Root-Apps

ROM-Küche

Die Android-Community ist riesig. Für so gut wie jedes Android-Gerät

gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die

ROM-Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und

Tipps zu ROMs und neuen Root-Apps geben. Christoph Langner

CyanogenMod 10.2 ist fertig

Viele CyanogenMod-Fans werden

CM 10.2 bereits in Form eines

Nightly Build auf ihrem Handy

haben, doch nun hat das auf Android 4.3

„Jelly Bean“ basierende Custom-ROM ganz

offiziell das Licht der Welt erblickt [LINK 1].

Damit ist die Entwicklung dieses Zweigs abgeschlossen,

weitere Updates werden bei CM

10.2 nur noch Sicherheitslücken schließen

und Fehler beheben. Der Fokus liegt nun auf

dem Quellcode von KitKat, der die Basis für

CyanogenMod 11 stellt.

Im selben Zug startet CyanogenMod 11

gleich mit einem Milestone-Build [LINK 2] für

die von Google mit Android 4.4 versorgten

Nexus-Geräte, also die Handys Nexus 4 und

5 sowie sämtliche Nexus-Tablets. Diese Version

basiert weitestgehend auf dem Original-

Quellcode von Google, daher dürften keine

Probleme mit der Hardware zu erwarten

sein. Nightly Builds auf Basis von CM 11

fügen die Entwickler nach Freigabe der jeweiligen

Gerätebetreuer hinzu – auch das

von Google im Stich gelassene Samsung Galaxy

Nexus ist dort bereits vertreten.

Root für den Kindle Fire HDX

Amazons Kindle-Androiden sind interessante

Geräte. Die Hardware ist überdurchschnittlich

gut, der Preis liegt meist unter dem vergleichbarer

Modelle. Kein Wunder, Amazon

macht sein Geld ja nicht mit der Hardware,

sondern mit Musik, Filmen, Büchern und

Apps, die über den Kindle gekauft werden

können. Amazon rupft Google praktisch

komplett aus dem hauseigenen Android-System

für die Kindles, damit Sie neue Apps

zum Beispiel nur über den Amazon App-

Shop installieren können und nicht wie gewohnt

über Google Play.

Aus diesem Grund ist es für viele Käufer

dieser Geräte interessant, das Amazon-Android

gegen ein „richtiges“ in Form eines Custom-ROMs

auszutauschen. Eine wichtige Voraussetzung

dafür sind Root-Rechte auf dem

Gerät. Die kann man sich nun auch für den

Kindle Fire HDX organisieren, der erst seit

Ende Oktober 2013 in Deutschland auf dem

Markt ist. Dazu nötig ist ein ZIP-Archiv mit

einem Root-Patch, das Sie sich bei XDA-Developers

[LINK 3] herunterladen können. Dieses

muss lediglich per ADB auf das Tablet geschoben

werden, die dazu nötigen Befehle

sind dem XDA-Beitrag zu entnehmen.

Amazon

Neue Features für OmniROM

Es gibt immer wieder Situationen,

da stören eingehende Anrufe einfach,

etwa beim Spielen oder während

einer Autofahrt, wenn die Navi-App eigentlich

im Vordergrund bleiben sollte. OmniROM

[LINK 4] führt daher „Non-Obtrusive Incoming

Call Notifications“ ein, also Anrufbenachrichtigungen,

die den Angerufenen nicht

stören und sich schnell in den Hintergrund

wegklicken lassen.

100

Februar 2014

Android-User.de


Poweruser

ROM-Küche

Dazu öffnet sich bei einem

Anruf im unteren Bereich

des Displays ein schmales

und halbtransparentes

Fenster, über das der Anruf

mit einem Klick angenommen

oder auch abgelehnt

werden kann. Die aktuell

aktive Handy-App bleibt

dabei weiterhin im Vordergrund

aktiv.

Auch am Handysound

schraubt OmniROM. Dazu

schnappen sich die Entwickler

den aus Cyanogen-

Mod bekannten DSP Manager

und erweitern ihn um

die Möglichkeit, die Center-

Frequenz des Bass-Boosts

eigenhändig zu ändern.

Zudem lässt sich nun der

Stereoeffekt weiter spreizen, sodass der

Sound an Raumklang gewinnt.

Custom-ROM am Handgelenk

Bei der Smartphone-Uhr Samsung Galaxy

Gear von einem großen Erfolg zu sprechen,

wäre übertrieben – noch scheint die Zeit für

„Smart-Uhren“ nicht reif zu sein. Dennoch

hat die etwa 250 Euro teure Android-Uhr ihre

Fans gefunden. Diese schätzen besonders,

dass sie mit einem abgewandelten Android

4.2.2 arbeitet – und nicht wie andere Smartwatches

mit einem proprietären System, das

sich nicht modifizieren lässt. Allerdings ist

das System der Galaxy Gear sehr eingeschränkt,

es lassen sich zum Beispiel nur

spezielle Apps aus dem Samsung Store installieren,

der Play Store ist darauf gar nicht

vorhanden.

Wo Android drin ist, lässt sich aber auch

ein Custom-ROM installieren, und das gilt

auch für die Galaxy Gear. null_ [LINK 5] basiert

auf der Original-Firmware der Smartwatch,

allerdings ist das ROM angereichert mit Features,

die man eben von einem vollwertigen

Android-Gerät erwartet. So setzt der Entwickler

auf den Nova Launcher, mit an Bord

ist auch der Browser aus CyanogenMod, und

über den Play Store installieren Sie jedwede

Android-App, die mit dem kleinen Display

des Geräts kompatibel ist. Eine Anleitung zur

Installation des ROMs und das nötige Recovery

[LINK 6] finden Sie im XDA-Forum.

Abb. 1: Eingehende Anrufe zeigt

OmniROM nun nicht mehr zwingend

komplett im Vollbild an.

Google Edition für Galaxy S4

In den USA gibt es das Samsung Galaxy S4

[LINK 7] und das HTC One [LINK 8] als spezielle

„Google Edition“ direkt im Play Store zu kaufen.

In diesen Versionen arbeiten

die Geräte mit einem

unveränderten Android-

System, genau wie die Nexus-Handys

und ‐Tablets

von Google. Schnelle Updates

auf neue Android-

Versionen sind damit garantiert,

verzichten muss

man jedoch auf das ein

oder andere nützliche Addon

oder Feature wie etwa

die deutlich verbesserten

Kamera-Apps, mit dem Samung

bzw. HTC ihre Geräte

üblicherweise aufwerten.

In Deutschland sind die

beiden Geräte in der

Google-Version nicht zu bekommen

– mit dem passenden

Custom-ROM und ein

wenig Geduld machen Sie aus Ihrem Standard-S4

jedoch recht schnell ein Google-S4.

Das Google Edition S4 ROM [LINK 9] für das

Samsung Galaxy S4 i9505 mit der Snapdragon-600-Quad-Core-CPU

von Qualcomm

bringt Android 4.4 „KitKat“ auf Ihr Galaxy

S4. Das ROM ist bereits gerootet und seine

Leistung mit dem Faux123-Kernel optimiert.

Im AnTuTu-Benchmark erzielt das KitKat-

ROM daher gleich knapp 1000 Punkte mehr

als das von uns mit der Original-Firmware

getestete Gerät. Sonst ist das ROM optisch

und technisch unverändert. Wer die vorinstallierten

Google-Apps wie den Chrome-

Browser , Currents oder Google Earth entfernen

mag, findet in dem entsprechenden

XDA-Beitrag ein „Clean-Up“-Skript, das sämtliche

Google-Apps vom Handy löscht.

Abb. 2: Mit der Original-Firmware der

Samsung Gear ist die Funktionalität

der Uhr sehr eingeschränkt.

Samsung

Abb 3: Die Galaxy-Gear-Smartwatch von Samsung lässt sich per Custom-ROM mit einem vollwertigen

Browser und dem Play Store aufrüsten.

Android-user.de Februar 2014 101


Poweruser

ROM-Küche

Google

Alle

Links>

KitKat für das Galaxy Nexus

Erste KitKat-ROMs für das Galaxy

Nexus tauchten gleich nach der

Veröffentlichung des Quellcodes der

neuen Android-Version auf. Diese hatten jedoch

aufgrund fehlender Treiber Probleme

mit der grafischen Darstellung und der Performance.

Nun hat es ein ROM-Koch auf

XDA-Developers geschafft, die Software so

weit zu verbessern, dass sie als genügend

stabil für den täglichen Gebrauch gilt.

Das Custom-ROM von PlayfulGod auf

Basis von CyanogenMod 11 gilt offiziell zwar

noch als Beta. Dies aber nur, weil ihm ein

paar zentrale Features von CyanogenMod

fehlen und nicht etwa, weil es instabil wäre.

Wer ein Galaxy Nexus besitzt und Android

4.4 installieren will, findet den entsprechenden

Thread im XDA-Forum [LINK 10]. Wer sein

Galaxy Nexus bisher schon mit Cyanogen-

Mod nutzte, wird den Installationsprozess

bereits kennen.

Aber auch die CyanogenMod-Entwickler

sind nicht untätig. Inzwischen finden Sie

erste Nightlys von CM 11 für zahlreiche Geräte

auf den Downloadseiten des Cyanogen-

Mod-Projekts, darunter auch solche für das

von Google für weitere Updates abgeschriebene

Galaxy Nexus unter seinem Spitznamen

„Maguro“ [LINK 11]. Arbeiten Sie mit CM 10.2,

können Sie bequem per Online-Update auf

die neue Version aktualisieren, wenn Sie

unter Einstellungen | Über das Telefon | Cyawww.android-

user.de/qr/31665

Abb. 4: Das Samsung Galaxy Nexus erhält mit dem

Release von Android 4.4 keine weiteren Update

mehr auf aktuelle Android-Versionen.

nogenMod-Updates die Update-Typen auf

Neue Versionen (inkl. Nightlies) ändern.

Beachten Sie, dass Sie für das Update

zwingend das ClockworkMod Recovery in

Version 6.0.4.3 [LINK 12] oder neuer benötigen,

sonst bricht die Installation mit der Meldung

„set_metadata recursive some changes

failed“ ab. Auch mit CM 11 kompatible

Google-Apps [LINK 13] müssen nach dem Update

mit der neusten Version geflasht werden.

Kommt es nach dem Update zu Abstürzen

der Google-Anwendung, dann löschen

Sie die betroffenen Apps vom Handy und installieren

sie aus dem Play Store neu.

Auch wenn es vielleicht arg verlockend ist,

auf die neusten CM-11-Nightlies und somit

auf Android 4.4 umzusatteln: Auf eine Verbesserung

der Performance dürfen Sie (noch)

nicht hoffen. Im Test erwiesen sich alle CM-

11-ROMs für das Galaxy Nexus als Bremse,

was die Benchmarks betrifft. In der Praxis erwies

sich CM 11 jedoch als ebenso flott wie

sein Vorgänger, das Nexus arbeitet auch mit

den CM 11 Nightlies flüssig. ● ● ●

Benchmarks Galaxy Nexus

Test

Punkte

CyanogenMod 10.2

Antutu 9927

Vellamo (HTML5) 1728

Vellamo (METAL) 404

CyanogenMod 11 Nightly vom 8.12.2013

Antutu 8589

Vellamo (HTML5) 1198

Vellamo (METAL) 402

Android 4.4

CyanogenMod 11Nightly Build vom 8.12.2013

102

Februar 2014

android-User.de


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10.–14.03.2014

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PowerUser

Root-App-Geheimtipps

Tolle Root-Apps für Poweruser

Geheimtipps

Nicht jeder, der sein

Handy gerootet hat,

nutzt auch das volle

Potenzial von Android.

Deshalb stellen wir

Ihnen in diesem Artikel

vier ganz besondere

Apps vor. Samuel Groesch

Wer sein Android-Gerät rootet,

benötigt den Zugriff oft nur

für den Dateimanger, Titanium

Backup oder um die

CPU etwas zu übertakten. Sehr häufig werden

die Root-Möglichkeiten nicht einmal ansatzweise

genutzt. Schade, finden wir und

stellen Ihnen in den kommenden Ausgaben

von Android User nützliche Root-Apps vor.

Abb. 1: Als Googlebot durch das Internet surfen – kein Problem für den Chrome UA Switcher.

Giuseppe Ramos, 123RF

Chrome UA Switcher

Der Google Chrome Browser wird

mittlerweile von Google als Standardbrowser

auf den Nexus-Geräten

ausgeliefert. Ein praktisches Feature, das

ihm von Haus aus fehlt, ist das Verändern

des User Agents. Damit gaukeln Sie Webseiten

vor, dass sie zum Beispiel mit einem

iPhone oder einem Desktop-Computer surfen.

Der Chrome UA Switcher [LINK 1] ermöglicht

die Veränderung des User Agents.

Nach der Installation legen Sie sofort los

und wählen in der Anwendung den gewünschten

User Agent aus. Anschließend

müssen Sie eine eventuell laufende Chrome-

Instanz beenden, damit die Änderungen

wirksam werden. Zum Testen, ob alles geklappt

hat, öffnen Sie [LINK 2] in Chrome.

Diese Webseite ermittelt das Profil, mit dem

Sie aktuell surfen, und zeigt Ihnen auch den

Browser Agent an. Die Auswahl der verschiedenen

Agents ist breit gefächert. Sie haben

die Möglichkeit, mit iPad, iPhone, Galaxy

Nexus, XOOM, Nexus 7 oder dem normalen

Chrome Browser zu surfen. In der 1,46 Euro

teuren Pro-Version ist zudem die Option vorhanden,

eigene User Agents festzulegen und

auf dem Homescreen Icons zum schnellen

Wechsel der Agents anzulegen.

DriveDroid

Als Poweruser wechseln Sie des Öfteren

zwischen verschiedenen Betriebssystemen,

testen hier mal die

neue Version von Ubuntu und updaten dort

mal eben Debian. Die Installation ist dabei

häufig aufwendig: Image herunterladen,

brennen oder auf einen USB-Stick kopieren

und dann vom entsprechenden Medium booten.

Dabei könnte das alles so einfach sein.

Smartphones haben in der Regel viel Speicher,

der selten komplett genutzt wird. Drive-

Droid [LINK 3] ermöglicht es, Images auf Ihrem

Android-Gerät zu verwalten und bei Bedarf

das Smartphone einfach an den PC anzuschließen

und vom Image zu booten. So

haben Sie all Ihre Images in der Hosentasche

dabei und können schnell darauf zugreifen.

Nach der abgeschlossenen Installation der

kostenlosen Anwendung kopieren Sie entwe-

104

Februar 2014

Android-User.de


PowerUser

Root-App-Geheimtipps

Abb. 2: DriveDroid bietet eine

Downloadliste verschiedenster Dis-

der ein bereits geladenes

Image auf Ihr Smartphone

oder wählen eine Abbilddatei

aus der riesigen, nach

Distributionen sortierten

Liste aus und laden es – vorzugsweise

via WLAN – auf

das Handy herunter.

Das Booten des Images

verläuft dann relativ einfach:

Schließen Sie Ihr Android-Smartphone

an den

Computer an, und suchen

Sie in der App das zu bootende

Image aus. Als nächstes

müssen Sie auswählen,

auf welchem Port das Image

bereitgestellt werden soll.

Sobald das erledigt ist, müssen

Sie am Computer fortfahren

und das Smartphone

tributionen an.

als Bootmedium festlegen. Am Computer arbeiten

Sie wie gewohnt. Es gibt keine Einschränkungen

dadurch, dass Sie nur von

einem Smartphone aus booten. DriveDroid

finanziert sich durch Werbeeinblendungen,

die sich aber durch ein Upgrade auf die 2,42

Euro teure Paid-Version unterdrücken lassen.

Von manchen Geräten ist bekannt, dass es zu

Komplikationen kommen kann. Falls Ihr

Gerät betroffen ist, weist die App Sie beim

Start darauf hin, so sind Sie gewarnt. Außer

der Werbefreiheit bringt die kostenpflichtige

Version keine Vorteile oder Features mit.

GMD GestureControl

In iOS ist es schon länger möglich,

das Betriebssystem mit Gesten zu

steuern. Google

hat bisher in Android noch

keine Gestensteuerung integriert.

Glücklicherweise

lässt sich dieses Feature

aber durch eine Root-App

nachrüsten: GMD Gesture

Control – root [LINK 4]. Die

App kommt mit voreingestellten

Gesten, die Sie aktivieren

und deaktivieren

können. Die Vollversion mit

allen Funktionen schlägt mit

4,12 Euro zu Buche, die kostenlose

und im Funktionsumfang

abgespeckte Lite-

Version bietet allerdings

auch schon viel. Es besteht

Abb. 4: Der MarketHelper definiert

für Sie das Profil Ihres Smartphones

im Play Store neu.

zudem die Wahl, ob Sie

Gesten aus der Gruppe für

Tablets oder für Smartphones

verwenden möchten.

Wie die Gesten auszuführen

sind, ist anschaulich

dargestellt, sodass Sie

schnell verstehen, welche

Geste zu welcher Aktion

führt. Doch GMD Gesture-

Control beschränkt sich

nicht nur auf vorgefertigte

Gesten. Sie legen im Reiter

User Gestures Ihre eigenen

Bewegungsabläufe an und

sind dabei völlig frei, wie

Sie diese definieren. Entweder

zeichnen Sie eine Geste

auf und ordnen diesem

Muster dann eine Aktion zu,

oder Sie geben das Muster

manuell an. Außerdem beinhaltet

die App ein sogenanntes

Launchpad, das

sich durch bestimmte Gesten aufrufen und

individuell konfigurieren lässt. Bestimmen

Sie einfach die Apps, die es enthalten soll.

MarketHelper

Da kaufen Sie sich ein tolles neues

Android-Gerät und müssen dann

enttäuscht feststellen, dass viele

Apps auf der Errungenschaft nicht laufen?

Das ist häufig der Fall, weil die Entwickler

die Anwendung nicht auf allen Geräten testen

und deshalb nur für eine begrenzte Auswahl

zur Verfügung stellen. Meistens würden

die Apps trotzdem laufen, die Einschränkung

durch Google Play verbietet dies allerdings.

Zur Lösung dieses Problems laden Sie sich

unter [LINK 5] die neuste Version des Market-

Helpers herunter. Diese App

gaukelt dem Play Store vor,

dass Ihr Gerät ein anderes

sei. Nachdem Sie das gewünschte

Gerät sowie Land

und Anbieter gewählt

haben, klicken Sie auf Activate.

Anschließend müssen

Sie lediglich noch einmal

https:// play. google. com/​

settings aufrufen, um die

Aktualisierung bei Google

anzustoßen. Nun ist Ihr

Smartphone oder Tablet

unter einem anderen Gerätetyp

bei Google registriert,

und Sie können die gewünschten

Apps herunterladen.

Ob diese auch funktionieren,

steht auf einem anderen

Blatt... ● ● ●

Abb. 3: Sie können Ihre eigenen

Gesten entwerfen und mit Aktionen

versehen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31673

Android-user.de Februar 2014 105


Poweruser

Root-Apps für WhatsApp

Clevere Root-Apps für WhatsApp-Power-User

Whats-

Root!

Sie wollen mehr als nur einen WhatsApp-Account nutzen?

Längere Chats bequem am PC tippen? Oder für eingehende

Chats nicht immer die momentan aktive App unterbrechen?

Das geht mit dem Original-WhatsApp nicht, mit den hier vorgestellten

Root-Apps jedoch schon! Christoph Langner

denchik, 123RF

Abb. 1: WhatsMore sichert Ihr

WhatsApp-Profil, sodass Sie ein

neues anlegen können.

WhatsApp ist von den Handys

vieler Android User nicht

mehr wegzudenken. Oft ist

der Messenger die am häugigsten

genutzte App. Mit ein paar Root-

Apps lässt sich der Dienst kräftig aufmotzen.

WhatsMore

Ihr WhatsApp-Account ist immer

an Ihre Handynummer gebunden.

Ein Wechsel der Nummer bei

WhatsApp ist zwar möglich, allerdings auch

nicht ganz einfach. Mehrere Accounts mit

der einmal installierten App zu nutzen, sieht

WhatsApp nicht vor. Es gibt jedoch zahlreiche

User, die WhatsApp mit mehr als nur

einer Nummer oder eben mit mehr als nur

einem Account verwenden wollen. Ein gängiger

Anwendungsfall wäre etwa WhatsApp

auf einem Dual-SIM-Handy, das unter zwei

Nummern zu erreichen ist. In so einem Fall

können Sie zu WhatsMore [LINK 1] greifen.

Damit Sie das Prinzip von WhatsMore

nicht falsch verstehen: Mit der App sind Sie

nicht gleichzeitig unter zwei WhatsApp-Accounts

aktiv. Die App wechselt „nur“ per

Klick oder auch automatisch im Hintergrund

zwischen zwei oder mehr WhatsApp-Konten

hin und her. Nachrichten, die Sie an einen

gerade inaktiven Account geschickt bekommen,

erhalten Sie immer erst dann, wenn

dieser turnusmäßig wieder aktiv wird.

Dazu sichert WhatsMore einen bereits eingerichteten

WhatsApp-Account inklusive

allen Ihren Nachrichten und setzt dann

WhatsApp komplett zurück. Zurück in

WhatsApp richten Sie die Anwendung neu

ein – am besten mit Ihrer zweiten SIM-Karte

im Gerät. Stimmt wieder alles, speichern Sie

auch den zweiten Account per WhatsMore.

Von nun an wechseln Sie zwischen Ihren

WhatsApp-Accounts hin und her.

WhatsMore lässt sich kostenlos aus dem

Play Store installieren. Die App blendet dann

jedoch Werbebanner ein und will aktiviert

werden. Den dafür nötigen Code bekommen

Sie erst, wenn Sie auf eine Anzeige tippen –

für diese Maßnahme ziehen wir der App

zwei Sterne ab. Mit einem kostenpflichtigen

Schlüssel [LINK 2] schalten Sie die Werbung ab

und verwalten bis zu fünf Accounts.

kostenlos (Werbung) 2,90 Euro

Englisch|Version 1.0|2,4 MByte

★★★★★

[WhatsApp] Chat Heads

Sie sind ein „Heavy User“ von

WhatsApp? Chatten immer und

überall mit verschiedenen Kontakten.

Dann stören Sie sich wahrscheinlich

daran, dass Sie zum Chatten immer die aktuelle

Anwendung – auch Spiele – verlassen

müssen. Ebenso ist der Wechsel von Chat zu

Chat mühsam, Sie brauchen immer mehrere

Klicks, um zwischen Ihren WhatsApp-Kontakten

zu wechseln. „Chat Heads“, so wie sie

Facebook mit seiner Home-App eingeführt

hat, bieten hier eine Lösung.

Ihre wichtigsten Kontakte platzieren Sie als

über allen Apps „schwebende“ [WhatsApp]

106

Februar 2014

Android-User.de


Poweruser

Root-Apps für WhatsApp

Chat Heads [LINK 3] am Rand des Touchscreens.

Per Drag-and-drop ziehen Sie die

kleinen Köpfe dorthin, wo sie nicht stören,

im Menü der App wählen Sie aus, welche

Kontakte angezeigt werden sollen. Geht eine

neue Nachricht ein, erscheint ein kleiner

Ausschnitt davon, über den Sie den Chat aufrufen,

ohne die gerade laufende App komplett

zu verlassen. Nach dem Senden kehren

Sie unmittelbar wieder zu ihrer vorherigen

App zurück.

kostenlos

Deutsch|Version 2.0.24|6,8 MByte

★★★★★

[WhatsApp] Scheduler

Sie gehören zu denjenigen, die

immer wieder mal einen wichtigen

Geburts- oder Jahrestag vergessen?

Mit dem [WhatsApp] Scheduler [LINK 4] passiert

Ihnen das zumindest bei Ihren Whats-

App-Kontakten nicht mehr. Der Scheduler

verschickt, auf von Ihnen erstellten Regeln

basierend, automatisch vorab erstellte Nachrichten

an ausgewählte Kontakte. Die Nachrichten

können zu einem bestimmten Zeitpunkt

oder regelmäßig jeden Tag, jede

Woche, jeden Monat oder auch jedes Jahr

auf die Reise geschickt werden.

Die Scheduler-App beschränkt sich dabei

jedoch auf reine Text-Nachrichten, Bilder

oder Positionsdaten bleiben außen vor. Auch

lässt sich der Nachrichtentext nicht über programmierbare

Textbausteine immer wieder

individuell anpassen. Ihr jeden Tag an den

Partner oder die Partnerin verschicktes

„Guten Morgen Liebling!“ ist daher immer

gleich – und täglich grüßt das Murmeltier.

kostenlos (Werbung)

Deutsch|Version 2.0.24|6,8 MByte

★★★★★

Dashclock WhatsApp

Extension

Das DashClock Widget [LINK 5] ist

bei Android-Usern recht beliebt, die

schon direkt auf dem Sperrbildschirm

des Handys alles Wichtige im Überblick

sehen wollen. Das Lockscreen-Widget

für Geräte mit mindestens Android 4.2 lässt

sich individuell konfigurieren und zeigt zum

Beispiel das aktuelle Wetter, die Anzahl Ihrer

ungelesenen SMS und vieles mehr. Was fehlt,

ist jedoch Support für die aktuell beliebteste

Messaging-App schlechthin: WhatsApp.

Per DashClock-Erweiterung lässt sich dieser

jedoch leicht nachrüsten, dazu finden Sie

im Play Store mit DashClock WhatsApp Extension

[LINK 6] und DashClock WhatsApp

[LINK 7] gleich zwei Apps. Die erste arbeitet

bereits ab Android 4.2, braucht jedoch Root-

Rechte. DashClock WhatsApp funktioniert

auch ohne diese, allerdings benötigt die Erweiterung

mindestens Android 4.3. Egal,

welche App Sie nutzen, am Ende haben Sie

mit dem DashClock Widget und der entsprechenden

Erweiterung immer Ihre WhatsApp-

Nachrichten im Blick.

kostenlos

Deutsch|Version 1,7|201 MByte

★★★★★

Abb. 2: Zum Wechseln eines Profils

reicht ein Klick auf den jeweiligen

Accountnamen.

Abb. 3: Mit der Chat-Heads-App

sind Ihre wichtigsten WhatsApp-

Kontakte immer im Bild.

Abb. 4: Auch der Chat legt sich mit

[WhatsApp] Chat Heads über die

aktuell laufende App.

Abb. 5: Anhand von Regeln versendet

der [WhatsApp] Scheduler

automatisch Nachrichten.

Abb. 6: Die Scheduler-Regeln lassen

sich je nach Bedarf ab- und

wieder anschalten.

Android-user.de Februar 2014 107


Poweruser

Root-Apps für WhatsApp

Abb. 7: WhatsApp-News im Dash-

Clock Widget für den Sperrbildschirm

von Android 4.2.

Remote-Keyboard

Mit Gebühren von 2 Euro pro

Jahr kostet WhatsRemote zwar

nicht die Welt, aber immerhin

doppelt so viel wie WhatsApp –

und selbst dieser Euro ist vielen

Smartphone-Usern schon zu

viel. Ganz ohne Kosten und vor

allen Dingen ganz ohne externen

Dienst kommt das Remote-

Keyboard [LINK 10] aus. Mit der

App tippen Sie über Ihre PC-Tastatur

ganz bequem auf dem

Handy, egal in welcher App.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31529

2Lines for

WhatsApp

Auch 2Lines for

WhatsApp [LINK 8]

dient dazu, zwischen

mehreren Whats-

App-Accounts zu wechseln.

Technisch arbeitet

2Lines ähnlich wie das

zuvor besprochene Whats-

More. Die App beendet

WhatsApp, sichert die bestehenden

Daten und setzt

WhatsApp zurück, sodass

Sie einen weiteren Account

anlegen können. Beim

Wechsel zwischen den Accounts

tauscht 2Lines

dann die App-Daten einfach

wieder aus.

Im Gegensatz zu Whats-

More verzichtet 2Lines auf

einen Rotationsmodus. So werden Sie erst

dann über Nachrichten in Ihren derzeit inaktiven

Accounts informiert, wenn Sie aktiv

dorthin wechseln. Dafür ist die App deutlich

schlichter, auch über eine zweifelhafte Aktivierung

per Klick auf ein Werbebanner verzichtet

sie. Die eingeblendete Werbung lässt

sich jedoch nicht deaktivieren.

kostenlos (Werbung)

Deutsch|Version 1.2.1|1,0 MByte

★★★★★

WhatsRemote

WhatsApp hat viele Fans, die den

Dienst gerne auch am PC nutzen

würden. So könnte man zuhause

bequem am Rechner sitzen und mit einer

„ausgewachsenen“ Tastatur chatten. Dies ist

jedoch nicht möglich, eine

PC-Version ist nicht geplant.

Trotzdem müssen Sie nicht

auf WhatsApp am PC verzichten:

Mit WhatsRemote

[LINK 9] holen Sie Ihr Whats-

App in den Browser.

Die WhatsRemote-App

dient als Schnittstelle zur

Webseite des Dienstes auf

https:// whatsremote. com. In

der App und auf der Webseite

loggen Sie sich jeweils mit

Ihrem Google-Account ein.

Im Browser sehen Sie dann in

der linken Seitenleiste alle

Ihre WhatsApp-Kontakte, ein

Abb. 8: Die DashClock WhatsApp

Extension müssen Sie über den

Play Store nachrüsten.

Abb. 9: Mit 2Lines for WhatsApp

wechseln Sie zwischen mehreren

WhatsApp-Accounts.

Klick auf einen davon öffnet den Chat inklusive

der letzten Nachrichten. Zum Chatten

tippen Sie in diesem Fenster einfach drauf

los, auch per WhatsApp verschickte Bilder

lassen sich im Web abrufen.

Den Aussagen der Entwickler zufolge speichert

WhatsRemote nur Ihre E-Mail-Adresse,

die Kommunikation mit WhatsApp erfolgt

über das Handy, nicht über den Dienst selber.

Sie sollten aber nicht vergessen, dass es

sich bei WhatsRemote um einen externen

Dienst handelt, nicht um eine offizielle Erweiterung

von WhatsApp. WhatsRemote

können Sie drei Tage lang kostenlos testen,

danach müssen Sie den Dienst für einen Euro

pro halbes Jahr abonnieren.

1,00 Euro / 6 Monate

Englisch|Version 1.2.1|2,1 MByte

★★★★★

Abb. 10: Mit WhatsRemote führen Sie Ihre WhatsApp-Chats ganz

bequem vom Schreibtisch und dem Desktop-PC aus.

108

Februar 2014

Android-User.de


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PowerUser

Motorola Atrix 4G Custom-ROM

CyanogenMod 10.1 auf dem Motorola Atrix 4G MB860 installieren

Neues Atrix

Das Atrix 4G von Motorola

war eines der ersten

Smartphones mit

einem Dual-Kern-Prozessor.

Auch wenn es nun

etwas in die Jahre

gekommen ist, gehört

es noch lange nicht

zum alten Eisen. Wir zeigen

Ihnen, wie Sie Android

4.2 darauf installieren.

Marcel Hilzinger

Das Atrix 4G – offizieller Name

hierzulande Motorola MB860 –

war 2011 das Android-Flaggschiff

von Motorola. Zu den Besonderheiten

gehörte neben dem Dual-Core-Prozessor

von Nvidia (Tegra 2) die Dockingfunktion.

Das Atrix 4G lässt sich mit einem Laptop-artigen

Dock verbinden (Lapdock genannt)

und damit als Netbook nutzen. Bei

der Umsetzung gab es aber Schwächen an

mehreren Stellen: Die Tastatur war nicht besonders

gut, und das Atrix 4G hat mit 768

MByte RAM schlicht zu wenig Hauptspeicher,

um auch noch das Linux-System vernünftig

mit Power zu versorgen.

Dennoch hat das Atrix 4G bis heute eine

treue Fangemeinde, und so erstaunt es nicht,

dass es mehrere Custom-ROMs für das Motorola-Handy

gibt. Die am weitesten entwickelte

und unserer Meinung nach beste alternative

Firmware stammt von Emerson

Pinter und basiert auf Cyanogen-

Mod 10.1. Pinter arbeitet aktuell

auch an einer Version mit Cyanogen-

Mod 11 (Android 4.4 „KitKat“), ein

Custom-ROM auf Android-4.3-Basis

wird es ziemlich sicher nicht geben.

Bootloader entsperren

Anlass zu diesem Artikel gab eine

Fehlfunktion des Atrix 4G. Das

Handy war so eingestellt, dass der

Entsperrvorgang über den Fingerabdrucksensor

erfolgte. Beim

Hochfahren blieb die Motorola-

Oberfläche jedoch mit der Fehlermeldung

„Initializing Fingerprint

Reader“ hängen. Da USB-Debugging

auf dem Gerät ausgeschaltet

war, blieb uns keine Möglichkeit

mehr, an das Handy heranzukommen,

als es auf die

Werkseinstellungen zurückzusetzen.

Auf der Supportseite

von Motorola gibt es eine Anleitung, wie

man das Atrix 4G ohne Display auf die

Werkseinstellungen zurücksetzt [LINK 1].

Dazu halten Sie die Leiser-Taste gedrückt,

während Sie das Atrix einschalten, und wählen

dann über die Leiser-Taste das Menü Android

Recovery aus. Diesen Schritt brauchen

Sie auch zum Entsperren des Bootloaders

und die Installation von CyanogenMod.

Auch beim Atrix 4G müssen Sie den Bootloader

entsperren, um eine alternative Firmware

und ein Custom Recovery zu installieren.

Ob der Bootloader bereits entsperrt ist,

sehen Sie beim Einschalten des Geräts. Es erscheint

dann oberhalb des Motorola-Logos

der Schriftzug „Unlocked“.

Den Bootloader zu entsperren, ist am einfachsten

mit einer aktuellen Linux-Distribution

oder mit Mac OS X und den Tools adb

und fastboot. Im CyanogenMod-Wiki finden

Sie aber auch eine Anleitung für Windows

[LINK 2]. Allerdings müssen Sie hier noch die

USB-Treiber des Atrix installieren, damit der

Vorgang klappt, und oft machen auch Antiviren-Programme

unter Windows das Leben

schwer. Deshalb empfehlen wir Ihnen Linux,

wenn Sie sich mit der Materie nicht allzu gut

auskennen. Die Anleitung geht davon aus,

dass adb und fastboot installiert sind und Sie

mit dem Befehl adb devices auf das Atrix 4G

zugreifen können (dazu muss das USB-Debugging

aktiviert sein). Beachten Sie, dass

beim Entsperren des Bootloaders sämtliche

Dateien auf dem Atrix 4G gelöscht werden.

In unseren Tests überlebten zwar die gespeicherten

Fotos das Zurücksetzen auf die

Werkseinstellungen, wir raten aber dennoch

dazu, alle Daten zuvor zu speichern.

Zunächst benötigen Sie das Tool sbf_

flash, das Sie von [LINK 3] herunterladen und

einen entsperrbaren Bootloader, den Sie

unter [LINK 4] finden. Entpacken Sie die Datei

sbf_flash.zip, und machen Sie die darin

enthaltene Datei sbf_flash mit folgendem

Befehl in einem Terminal ausführbar:

chmod +x sbf_flash

Entpacken Sie nun auch die Bootloader-Datei

IHOP.zip, und speichern Sie die darin enthal-

110

Februar 2014

Android-User.de


PowerUser

Motorola Atrix 4G Custom-ROM

tene Datei intl‐fix‐try1.sbf

im gleichen Verzeichnis wie

das Tool sbf_flash.

Schalten Sie das Atrix 4G

aus, und starten Sie es neu,

indem Sie die Lauter-Taste gedrückt

halten und erst danach

den Power-Button betätigen.

Drücken Sie die Lauter-Taste,

bis am Display die Meldung

Starting RSD protocol support

erscheint. Lassen Sie die Taste

los, und verbinden Sie das

Atrix via USB-Kabel mit dem

Linux-Rechner. Geben Sie hier

den folgenden Befehl ein, um den neuen

Bootloader einzuspielen:

./sbf_flash intl‐fix‐try1.sbf

Dieser Vorgang dauert ein paar Minuten, das

Atrix startet eventuell auch neu. Anschließend

sehen Sie den Prompt wieder. Nun

müssen Sie das Handy in den Fastboot-Modus

versetzen. Dazu schalten Sie es aus und

wieder ein, allerdings halten Sie beim Einschalten

des Handys nicht die Lauter-Taste,

sondern die Leiser-Taste gedrückt. Eventuell

müssen Sie das Handy zuvor neu starten,

indem Sie den Akku entfernen. Am Display

sollte jetzt die Meldung Fastboot erscheinen.

Falls nicht, drücken Sie die Leiser-Taste so

oft, bis Sie die Meldung Fastboot sehen.

Wieder am Linux-Rechner, testen Sie mit

dem Befehl fastboot devices, ob das Handy

auch wirklich im Fastboot-Modus ist. Wenn

nicht, müssen Sie es noch einmal versuchen.

Hat alles geklappt, schalten Sie den Bootloader

mit den folgenden zwei Befehlen frei:

fastboot oem unlock

fastboot oem unlock Atrix‐ID

Dabei müssen Sie Atrix-ID durch die bei der

Eingabe des ersten Befehls angezeigte ID ersetzen.

Hat alles geklappt, sehen Sie von nun

an beim Start des Atrix 4G über dem Motorola-Logo

den Schriftzug „Unlocked“, und

Sie können zum nächsten Schritt springen.

Custom Recovery installieren

Nun gilt es, das Recovery-Menü des

Atrix durch das ClockworkMod-Recovery

zu ersetzen, um darüber

dann CyanogenMod installieren zu können.

Laden Sie sich dazu von [LINK 5] die passende

Recovery-Datei für das Atrix 4G herunter,

und holen Sie sich auch gleich die für CyanogenMod

benötigten Dateien. Dabei setzen Sie

Abb. 1: Nach dem Aufsperren des Bootloaders installieren Sie das

ClockworkMod-Recovery.

nicht auf die offizielle CM-Version (Android

2.3), sondern auf die halbwegs aktuelle Firmware

mit Android 4.2 von Emerson Pinter.

Die Dateien finden Sie unter http:// www.​

linuxmobile. org/ atrix/ cm10‐1 (Direktlinks:

[LINK 6],[LINK 7]). Für diesen Artikel benutzten

wir die Firmware vom 7. November 2013.

Schalten Sie auf dem Atrix unter Einstellungen

| Apps | Entwicklung das USB-Debugging

ein, und testen Sie anschließend, ob Ihr

Rechner das Handy über den Befehl adb devices

erkennt. Wenn ja, kopieren Sie die CyanogenMod-Firmware

und die Gapps-Datei

mit folgenden zwei Befehlen auf das Handy:

adb push cm‐10.1‐20131107‐UNOFFICIAL‐U

epinter‐olympus.zip /sdcard/

adb push gapps‐jb‐20130301b‐olympus‐signed.U

zip /sdcard/

Dieser Vorgang dauert eine Weile, da die

Firmware rund 165 MByte groß ist und die

Google-Apps ebenfalls knapp 50 MByte. Es

gibt keine Fortschrittsanzeige, warten Sie einfach,

bis der Prompt wieder frei ist. Über den

Befehl adb reboot bootloader versetzen Sie

das Atrix 4G in den Bootloader-Modus und

testen mit fastboot devices, ob Ihr PC das

Gerät sieht. Danach spielen Sie die heruntergeladene

ClockworkMod-Datei ein:

fastboot flash recovery recovery‐clockU

work‐5.0.2.0‐olympus.img

und booten das Handy ins Recovery:

fastboot boot recovery‐clockwork‐5.0.2.0‐U

olympus.img

Auf dem Atrix-Display sollten Sie jetzt das

Menü des Custom-Recovery sehen. Falls

nicht, schalten Sie das Atrix 4G aus, indem

Sie den Akku entfernen. Beim Einschalten

Ohne Fingerprint

Das hier vorgestellte Custom-

ROM von Emerson Pinter funktioniert

recht zuverlässig. Es fehlt

allerdings der Fingerprint-Reader

für das Entsperren des Handys,

zudem funktioniert über

den HDMI-Ausgang nur der Ton,

ein Bild hingegen ist nicht zu

sehen.

Android-user.de Februar 2014 111


PowerUser

Motorola Atrix 4G Custom-ROM

Abb. 2: Erstellen Sie zuerst ein komplettes Backup,

um im Notfall wieder zurück zum alten System zu

gelangen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/31672

halten Sie die Leiser-Taste gedrückt, bis der

Fastboot-Eintrag erscheint. Drücken Sie nun

die Leiser-Taste so oft, bis der Eintrag Android

Recovery zu sehen ist, und wählen Sie

diesen über die Lauter-Taste aus. Das Recovery

zu starten, dauert rund zehn Sekunden.

Backup erstellen

Diesen Schritt sollten Sie nicht auslassen, da

er Ihnen die Möglichkeit bietet, zur Standard-

Firmware von Motorola zurückzukehren,

falls Ihnen Android 4.2 nicht zusagt. Unser

Testgerät wies mit CyanogenMod eine

schlechtere Akkulaufzeit auf, und es gibt ein

paar wenige Dinge, die mit der aktuellen

Firmware nicht funktionieren (siehe Kasten).

Abgesehen davon läuft CyanogenMod 10.1

aber recht rund auf dem Atrix.

Haben Sie alle Schritte befolgt, sind Sie

nun im ClockworkMod Recovery. Navigieren

Sie hier mit der Leiser-Taste bis zum Eintrag

backup and restore, und drücken Sie zweimal

den Power-Button. Das System erstellt nun

ein Backup auf der MicroSD-Karte, sofern

sich diese im Handy befindet – sonst auf

dem internen Speicher. Möchten Sie später

zurück zur Original-Firmware, gehen Sie

Abb. 4: Installieren Sie zuerst CyanogenMod, dann

nach einem Wipe die Gapps-Datei.

Abb. 3: Für die Installation von CyanogenMod müssen

Sie nur zwei Dateien einspielen.

analog vor, drücken den Power-Button aber

nur einmal und wählen anschließend den

Eintrag restore aus, gefolgt von der gewünschten

Backup-Datei.

CyanogenMod installieren

Die Installation von CyanogenMod ist nach

diesen Vorbereitungen ein Kinderspiel.

Immer noch im ClockworkMod Recovery

wählen Sie die Option wipe data/​factory reset

aus und danach install zip from sdcard, gefolgt

von choose zip from internal card. Navigieren

Sie zur Datei cm‐10.1‐20131107‐UNOF‐

FICIAL‐epinter‐olympus.zip, und drücken

Sie den Einschaltknopf. Es folgt ein Dialog

zur Bestätigung, in dem Sie den OK-Eintrag

auswählen. Nach der Installation von CyanogenMod

führen Sie erneut wipe data/​factory

reset durch und wählen nun über install zip

from sdcard, gefolgt von choose zip from internal

card die Google-Apps-Datei

gapps‐jb‐20130301b‐olympus‐signed.zip zur

Installation aus. Nach einem Reboot begrüßt

Sie der Assistent von CyanogenMod, und Sie

haben Android 4.2.2 auf Ihrem Atrix 4G.

Nachwehen

Anscheinend gibt es recht viele verschiedene

Versionen des Atrix 4G, die mit unterschiedlichen

Displays und unterschiedlicher CPU

ausgestattet sind. Deshalb kann es vorkommen,

dass Ihr Atrix mit CyanogenMod weniger

gut arbeitet als unser Atrix 4G. Sollte Ihr

Display nicht korrekt funktionieren, dann

müssen Sie einen alternativen Kernel installieren

[LINK 8]. Bei unserem Gerät wirkte das

Bild beim Booten kurz verzerrt, sonst traten

keinerlei Probleme auf. Auch Stabilitätsprobleme

machten sich bei unserem Handy

nicht bemerkbar, sodass wir die Firmware als

stabil bezeichnen. Allerdings hat sich die Ak-

112

Februar 2014

Android-User.de


PowerUser

Motorola Atrix 4G Custom-ROM

kulaufzeit zunächst drastisch

verschlechtert, bis wir realisierten,

dass CyanogenMod

lediglich den Akku falsch einschätzte

und über 6 Stunden

auf 1 Prozent ließ. Nachdem

wir den Akku einmal komplett

entleert und wieder

komplett gelanden hatten,

stimmten die Akkuwerte. Der

ROM-Koch Pinter empfielt bei

Akkuproblemen die Datei /

system/app/FastDormancy.apk

zu löschen. Das ist mit dem

von CyanogenMod vorinstallierten

Dateimanger kein Problem.

Root-Rechte bringt das

ROM bereits mit.

Verzichten müssen Sie auf

den Fingerprint-Sensor, dafür

erhalten Sie dank Cyanogen-

Mod die Möglichkeit, ein Entsperrmuster

mit 4x4 oder 5x5 Punkten zu erstellen,

was sicherer als Ihr Fingerabdruck

ist. Zu guter Letzt funktioniert der Anschluss

ans Lapdock nicht mehr, da die nötige Software

der CyanogenMod-Firmware fehlt.

Abb. 5: Die CyanogenMod-Firmware

kommt mit vorinstalliertem

Dateimanager und Root-Rechten.

Abb. 6: Um die Akkulaufzeit etwas

zu verlängern, können Sie die CPU

auf 816 MHz drosseln.

Dafür erhalten Sie ein flottes Android-System,

das weniger Speicher benötigt und auch

bei diversen Benchmarks deutlich besser

punktet als mit der Original-Firmware von

Motorola. ● ● ●

Abb. 7: Vellamo bescheinigt CyanogenMod

deutlich bessere Werte

als der Original-Firmware.

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Samuel Groesch, Christoph Langner, Diana Hahn,

Jasmin Bauer, Peer Kintrup, Patrick Neef, Christian

Ullrich, Marko Dragicevic, Erik Bärwaldt, Viet Anh

Nguyen

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Titelgestaltung

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Bildnachweis

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Februar 2014

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