Wirtschaftswoche Ausgabe vom 2013-11-11 (Vorschau)

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Menschen der Wirtschaft

CHEFSESSEL

STARTUP

LOUIS VUITTON

Nicolas Ghesquière, 42,

arbeitet jetzt als Kreativdirektor

für die französische

Luxusmarke. Er folgt

auf Marc Jacobs, 50, der im

Oktober seinen Abschied

angekündigt hat und den

Börsengang seiner eigenen

Modemarke Marc Jacobs

vorbereiten will. Seine

erste Vuitton-Kollektion

möchte Ghesquière schon

im März präsentieren.

16 Jahre arbeitete er für

Balenciaga, im November

vergangenen Jahres verließ

er den Modehersteller.

ACER

Jim Wong, 55, leitet von Januar

2014 an den angeschlagenen

taiwanischen Computerbauer.

Bisher war der

Mathematiker als Corporate

President verantwortlich für

das operative Geschäft von

Acer. Wong übernimmt den

MAKLER

Chefposten von J.T. Wang, 59,

der am Dienstag nach der Vorlage

schlechter Finanzzahlen

seinen Rücktritt erklärt hat. Die

Nummer vier im schrumpfenden

PC-Markt leidet unter dem

Boom der Tablets.

COMMERZBANK

Jochen Klösges, 49, bisher als

Commerzbank-Vorstand für die

interne Abbaubank verantwortlich,

wechselt zur Hamburger

Reedereigruppe E.R. Capital

Holding. In ihr hat der Unternehmer

Erck Rickmers seine

Firmen zusammengefasst.

Mit Seefahrt kennt Klösges sich

aus, denn er musste bei der

Commerzbank notleidende

Schiffsfinanzierungen abwickeln.

Auch Ulrich Sieber, 47,

muss den Vorstand der Commerzbank

verlassen, da sie das

Gremium verkleinern will. Mit

ihm konnte sie sich nicht

gütlich einigen. Er will die Bank

verklagen. Sein Vertrag wäre

erst 2017 ausgelaufen.

AIR BERLIN

Paul Gregorowitsch, 57, Verkaufsvorstand

der Fluglinie,

geht zum 1. Dezember und

nimmt im März einen noch

nicht genannten Job in seiner

niederländischen Heimat an.

Überraschend daran: Obwohl

der Abgang seit Monaten erwartet

wurde, hat Air Berlin bisher

noch keinen Nachfolger nominiert.

12000

Maklerfirmen vermitteln in Deutschland Wohnimmobilien. 35 bis

45 Prozent der Vermietungen laufen über Makler und 50 bis 60

Prozent der Verkäufe. Branchenführer ist die Sparkassen-

Finanzgruppe, die in dem Bereich 2012 netto 367 Millionen Euro

umsetzte, gefolgt von Engel & Völkers mit 97 Millionen Euro.

SOMMELIER PRIVÉ

Wein online verkosten

Fakten zum Start

Finanzierung zunächst eigene

Mittel, mehr als 100000 Euro

von Business Angels und über

Crowdinvesting 200000 Euro

Umsatz in diesem Jahr 250000

Euro, für 2014 sind 2,5 Millionen

Euro geplant

„Was Arno früher am Tisch gemacht hat, machen wir jetzt online“,

sagt Marc Clemens, der Gründer des Internet-Unternehmens

Sommelier Privé. Arno Steguweit hat die Gäste des Berliner

Adlon-Hotels bei der Auswahl der Weine beraten. Die Idee, daraus

ein Geschäftsmodell zu entwickeln, kam den beiden, als sie sich

auf einer privaten Feier kennenlernten. Clemens hatte damals

Betriebswirtschaftslehre in St. Gallen und in Paris studiert.

Im vergangenen Jahr bauten sie den Online-Weinhandel auf, allen

voran Philipp Nagels, Clemens, Grazia Ravelli und Paul

Stubert (von links) und natürlich Steguweit. Der frühere Chefsommelier

des Adlon hat eigens einen Fragebogen ausgearbeitet,

mit dem er herausfinden will, welchem Kunden er welchen Wein

empfehlen kann.

Rund 15 bis 16 Euro kostet eine Flasche im Schnitt, 150 bis 200

Sorten bietet der Berliner Online-Weinhandel an – ausgewählt

von Steguweit und Hendrik Thoma, Gastsommelier des Startups.

Im nächsten Frühjahr wollen die Jungunternehmer in großen

Städten wie Berlin, Hamburg oder München sogar stationäre

Läden eröffnen, sogenannte

Pop-up-Stores,

die nur wenige Wochen

oder Monate existieren.

Zudem strebt Sommelier

Privé im nächsten Jahr

die schwarze Null an –

bei einem Umsatz von

2,5 Millionen Euro.

nele.hansen@wiwo.de

FOTOS: PICTURE PRESS/CAMERA PRESS, GÖTZ SCHLESER, CARO FOTOAGENTUR/ROBERT SEEBERG

16 Nr. 46 11.11.2013 WirtschaftsWoche

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