SFT Bookazine "Tablets & Smartphones" Tablets & Smartphones (Vorschau)

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Sonderheft | Tablet-PCs | Smartphones | Bluetooth-Sound | Apps

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Wie gut ist die Mischung aus Tablet und Smartphone?

Brandneu

iPhone

5S & 5C

im Test

Über 50 Geräte im Test

Tablets &

Smartphones

Zubehör: Fitness & mehr Test: Kopf- und Ohrhörer Test: 69 coole Apps

Großer Tablet-Guide:

Alle aktuellen Geräte der 7- und

10-Zoll-Klasse in der Marktübersicht

Activity-Tracker,

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geben, erhalten Sie Zugriff auf ein

Diagnose-Menü. Über dieses lässt sich

zum Beispiel die Vibrationsstärke einstellen

und der Touchscreen oder die

Kamera können getestet werden. Nicht

essenziell, aber durchaus interessant.

an Google Now senden – egal, was Sie mit

dem Smartphone vorhaben. So können

Sie eine normale Suche starten, Informationen

zum erwarteten Bus anzeigen

lassen oder Wetterdaten abfragen.

großen Aufwand Screenshots der Smartphone-Oberfläche

zu erstellen. Dies geht,

indem Sie die Handkante auf einer Seite

des Bildschirms anlegen und dann quer

über den Bildschirm zur anderen Seite

hinweg ziehen. Ein Auslösegeräusch gibt

Feedback, ob Sie erfolgreich waren.

aktivieren, mir der Sie durch das Neigen

des Smartphones Inhalte vergrößern

oder verkleinern können. Dazu müssen

Sie allerdings zusätzlich zwei Finger

auf den Touchscreen legen, sonst

erkennt das Gerät die Geste nicht.

26

23 26

Foto mit Freunden teilen

Ob im Wartezimmer Dank der Markierungssoftware beim Arzt, im des Das Galaxy besitzt einen Block-

Meeting oder in der Samsung Schule – Galaxy wenn das S3 können Sie Modus mit für Situationen, in denen Sie

Smartphone auf einmal nur einem laut losklingelt, Klick Fotos sind direkt mit nicht anderen

Leuten im Mittelpunkt teilen – ohne des den Umweg Alternative zur Stummschaltung. Denn

gestört werden wollen – eine ideale

Sie plötzlich ungewollt

Interesses. Damit Sie über keinen soziale Ärger Netzwerke, bekom-andermen, können Sie dank munities dieser oder Funktion Speicherdienste. das des Block-Modus stören Foto darf. mit Da Freunden auch teilen

hierbei Com-

können Sie festlegen, wer Sie trotz

Smartphone einfach mit Aktivieren der Bildschirmseite

Sie hierzu einfach bestimmte die Zeiträume definiert werden

nach unten hinlegen Option und damit „Foto mit sofort Freunden alle teilen“, können, schaltet sich der Block- Modus

Töne zum Verstummen nachdem bringen. Sie eine Man Aufnahme kann gemacht auf Wunsch automatisch wieder aus.

auch eine Ausnahmeliste haben, einrichten. und allen Personen im Bild,

die die Markierungssoftware erkannt

hat, wird das Foto automatisch per

Bei den Einstellungen E-Mail zugeschickt. Ihres Telefons

finden Sie den

Falls eine bereits 29

markierte

Punkt „über

Person

das

nicht

Smartphone“.

Wenn Sie in

erkannt wird

oder

dieses

eine

Menü

bislang

gewechselt

haben und mehrfach

unmarkierte Person

auf dem

auf

Foto

den

zu

Bildschirm

sehen ist, können

Sie die Zuordnung zu Ihren Kontakten

drücken, gibt es ein kleines Easter-Egg zu sehen.

Je nachdem, welche Android-Version in-

auch manuell vornehmen.

stalliert ist, gibt es einen bestimmten Effekt.

Face Unlock

Sie möchten Ihr Smartphone

gegen unbefugten Zugriff schützen,

Im Menü gibt es unter Einstellungen/Anrufeinstellungen

einen Punkt, bei

können sich aber eine PIN oder

ein Sicherungsmuster nicht so gut

dem Sie die Qualität der Audio wiedergabe

merken? Dann haben Sie alternativ

Ihrem Gehör anpassen können. Dazu wird ein

die Möglichkeit, Ihr Telefon mithilfe

Test gestartet, bei

der

dem

Gesichtserkennungsfunktion

Sie Geräuschen über

zu

den Kopfhörer lauschen

entsperren.

können. Zukünftig

passt das Smartphone

Dazu

dann

müssen

die Spracheigenschaften

Ihren nächst Hörgewohnheiten auf Ihr Gesicht an. „einstellen“,

Sie Ihr Gerät zu-

indem Sie im Menü Sperrbildschirm

eine Bildaufnahme von sich machen.

Wer sich schon Ab sofort öfter können über die Sie Ihr Handy entsperren,

der indem berührungs-

Sie freundlich in die

kurze Beleuchtungszeit

empfindlichen Schaltflächen neben der

Face Unlock

Kamera schauen. Unfreundlich geht

Home-Taste geärgert aber hat, auch. kann diese über

die Einstellungen verändern. Unter dem

Punkt Display können Pop-up-Videoplayer

Sie bestimmen, wann

und wie lange die beiden Mit immer Schaltflächen größeren Bildschirmen auf

beleuchtet sein sollen. den modernen Diese Umstellung Smartphones nimmt

empfehlen wir jedem auch Galaxy-Benutzer.

der ungenutzte Platz auf dem

Display zu. Außerdem werden die

Prozessoren immer leistungsfähiger.

Da liegt es nahe, das Mobilgerät

14

mehrere Dinge gleichzeitig tun zu

lassen. Mit dem Pop-up-Videoplayer

können Sie parallel in einem Extrafenster

einen Film weiterschauen,

während Sie eine Nachricht schreiben

oder eine andere App benutzen.

Dabei können Sie die Größe des

Video fensters beliebig anpassen.

Pop-up-Videoplayer

alltäglichen Leben benötigen, ob es sich nun

um Informationen aus Gmail und Exchange

oder um persönliche Termine handelt. Beim

Samsung Galaxy ist die Kalenderdarstellung

clever gelöst: Durch Zusammenziehen

oder Auseinanderziehen der Finger auf

dem Display lässt sich zwischen Tages-,

Wochen- und Monatsansicht umschalten.

Tastatureinstellungen

Kontakte verwalten

Grundlegende Funktionen

dem Empfang sind Sie mit dem Smartphone

auch in der Lage, Sendungen oder

Musik aufzuzeichnen. Dazu müssen Sie

in der Radio-App nur den Aufnahme-Button

links oben in der Ecke drücken.

27

Serienbilder

Wie oft entgeht einem ein

toller Schnappschuss, weil

man nicht schnell genug auf

den Auslöser gedrückt hat!

Ist Ihnen das auch schon

passiert? Dann sollten Sie

einmal den Serienbilder- Modus

(Burst Shot) Ihres Samsung

Galaxy ausprobieren. Damit

können Sie eine rasche Folge

Tastatureinstellungen

Das Tippen von Texten und Nachrichten

auf einem Smartphone ist eine

sehr wichtige Funktion, die so gut wie

möglich funktionieren sollte. Um dies

zu gewährleisten, hat Samsung das

eingebaute Keyboard-Feature verbessert

und es präziser und benutzerfreundlicher

gemacht.

Die Tastatur gewöhnt sich an Ihr

Tippverhalten und ist im Laufe der

Zeit immer besser in der Lage zu

erraten, welchen Buchstaben Sie als

nächsten eingeben möchten. Außerdem

ist jetzt mehr Platz zwischen

den einzelnen Tasten, sodass man

sich nicht mehr so leicht verschreibt.

Das Galaxy S4 ist in puncto Präzision

des Keyboards sogar noch einmal

verbessert worden.

Kontakte verwalten

Vermutlich halten Sie mit Ihren

Real-Life- und Online-Freunden und

-Bekannten über verschiedene Kanäle

wie Telefon, E-Mail, Messenger,

soziale Netzwerke oder Internetforen

Kontakt. Auf Ihrem Galaxy-Smartphone

können Sie alle Kontaktdaten

einer bestimmten Person an zentraler

Stelle zusammenführen: So haben

Sie Handynummer, Facebook-Profil

und Mailadresse von jemandem auf

einen Blick parat und können auf

die entsprechenden Kanäle sofort

zugreifen.

von Fotoaufnahmen erstellen,

indem Sie den Auslöseknopf

gedrückt halten.

Anschließend können Sie

die gelungensten Aufnahmen

auswählen und die anderen

wieder löschen. Sie können

die Auswahl auch der Software

überlassen oder aber die

komplette Bilderserie wie bei

einem Daumenkino speichern.

15

Impressum

Aktuell

Ein Unternehmen der MARQUARD MEDIA INTERNATIONAL AG

Verleger Jürg Marquard

Verlag

Vorstand

Computec Media AG

Dr.-Mack-Straße 83, 90762 Fürth

Telefon: +49 911 2872-100

Telefax: +49 911 2872-200

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www.spielefilmetechnik.de

Albrecht Hengstenberg (Vorsitzender),

Rainer Rosenbusch, Ingo Griebl

Chefredakteur (V.i.S.d.P.) Christian Müller

verantwortlich für den redaktionellen Inhalt

Adresse siehe Verlagsanschrift

Stellv. Chefredakteur Florian Weidhase

Redaktion Dennis Christ, Frank Neupert-Paries, Patrick Schmid

Mitarbeiter dieser Ausgabe Ahmet Iscitürk, Wolfgang Fischer, Thomas Raab,

Chris Knight, Tim Sünderhauf, Elke Eckert, Christian Horn,

Sven Wernicke, Benedikt Plass-Fleßenkämper

Lektorat Claudia Brose (Ltg.), Birgit Bauer,

Esther Marsch, Heidi Schmidt

Layout Alexandra Böhm (Ltg.), Judith Mackowski, Fabian Huebner

Layoutkoordination Albert Kraus

Fotografie Titel und Heft Thomas Riese – www.thomasriese.com, Oliver Karl,

Joel Apolinario

Digitale Bildbearbeitung: Albert Kraus

DVD Jürgen Melzer (Ltg.), Alexander Wadenstorfer, Thomas

Dziewiszek, Jasmin Sen, Michael Schraut, Daniel Kunoth

COO Hans Ippisch

Vertrieb, Abonnement Werner Spachmüller (Ltg.), Nikolaus Krier

Marketing Jeanette Haag

Produktion Martin Closmann (Ltg.), Jörg Gleichmar

www.spielefilmetechnik.de

Entwicklung Markus Wollny (Ltg.), René Giering,

Aykut Arik, Tobias Hartlehnert

Webdesign Tony von Biedenfeld, Emanuel Popa

Anzeigen

CMS Media Services GmbH

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Anzeigenleiter

Gunnar Obermeier

verantwortlich für den Anzeigenteil. Adresse siehe Verlagsanschrift

Anzeigenberatung Print:

Bernhard Nusser: Tel.: 0911-2872-254; bernhard.nusser@computec.de

René Behme: Tel.: 0911-2872-152; rene.behme@computec.de

Alto Mair: Tel.: 0911-2872-144; alto.mair@computec.de

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Deutschland

Ansprechpartner für Reklamationen ist Ihr Computec-Team unter:

Deutschland: E-Mail: computec@dpv.de, Tel.: 0911-99399098, Fax: 01805-8618002*

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Inland: € 51,- Österreich: € 58,50 Schweiz/Ausland: € 63,-

ISSN/Vertriebskennzeichen SFT – Spiele Filme Technik Nummer: B66580

Vertrieb und Einzelverkauf: DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Düsternstr. 1-3, 20355 Hamburg,

Internet: www.dpv.de

Druck: RR Donnelley Europe, ul. Obroncow Modlina 11, 30-733 Krakau, Polen

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inkl. der Ausgabe und der Seitennummer an: CMS MEDIA SERVICES GmbH, Annett Heinze, Anschrift

siehe oben.

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Mit der Einsendung von Manuskripten jeder Art gibt der Verfasser

die Zustimmung zur Veröffentlichung in den von der Verlagsgruppe herausgegebenen

Publikationen. Urheberrecht: Alle in SFT – Spiele Filme Technik veröffentlichten Beiträge bzw.

Datenträger sind urheberrechtlich geschützt. Jegliche Reproduktion oder Nutzung bedarf der

vorherigen, ausdrücklichen und schriftlichen Genehmigung des Verlags.

Smarte neue Welt

Florian Weidhase – Stellvertretender Chefredakteur

SFT – Spiele Filme Technik

Unsere Technik-Welt dreht sich

mit schwindelerregender Geschwindigkeit!

Vor ziemlich

genau sechs Jahren – am 9. November

2007 – wurde hierzulande das erste

iPhone verkauft. Den App Store gab es

noch nicht und die Konkurrenzveranstaltung

von Google namens Android

war auch noch nicht in Sicht. Heute sind

mobile Geräte mit Touchscreen nicht

mehr aus dem Alltag wegzudenken und

bieten eine Leistung, die vor nicht allzu

langer Zeit ausgewachsenen Notebooks

noch zur Ehre gereicht hätte. So schön

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diese neue Welt auch ist, kann sie mitunter

auch verwirren. Die Auswahl an

Smartphones und Tablets ist riesig und

stellt potenzielle Käufer vor einen ellenlangen

Katalog an Fragen. Damit Sie die

richtige Entscheidung treffen, haben wir

alle wichtigen Smartphones und Tablets

getestet und zeigen Stärken und Schwächen

auf. Reicht Ihnen vielleicht ein

günstiges Modell oder ist Ihnen das Beste

gerade gut genug? Zusätzlich präsentieren

wir Ihnen cooles Zubehör – von

Ohr- und Kopfhörern über Bluetooth -

Soundsysteme bis hin zu Fitness-Gadgets.

Damit Sie das meiste aus Ihrem

Mobilgerät herausholen, stellen wir Ihnen

unsere App-Favoriten vor. Neben

pfiffigen Alltagshelfern aus allen Bereichen

haben wir eine Marktübersicht von

Navigations-Apps für Sie zusammengestellt.

Natürlich darf auch der Spielspaß

nicht zu kurz kommen! Deshalb finden

Sie ab Seite 90 unsere Redaktionsfavoriten

unter den Smartphone- und Tablet-Games.

Ich wünsche Ihnen viel Freude

mit dieser SFT-Sonderausgabe.

Florian Weidhase

florian.weidhase@sft-magazin.de

Need Screen grab

50 Tipps & Tricks WARM WERDEN MIT DEM GALAXY

WARM WERDEN MIT DEM GALAXY

MARQUARD MEDIA INTERNATIONAL AG

Deutschsprachige Titel: SFT, WIDESCREEN, PC GAMES, PC GAMES MMORE, PC GAMES HARDWARE,

N-ZONE, GAMES & MORE, BUFFED, GAMES AKTUELL,

PLAY 3, PLAYBLU, XBG GAMES

Internationale Zeitschriften:

Polen: COSMOPOLITAN, JOY, SHAPE, HOT, PLAYBOY, CKM, VOYAGE

Ungarn: JOY, SHAPE, ÉVA, IN STYLE, PLAYBOY, CKM

Versteckte Einstellungen

21 Wenn Sie über die Telefontastatur

die Zeichenfolge *#0*# ein-

Google Now-Zugriff

22 Wenn Sie die Menü-Taste gedrückt

halten, können Sie Suchabfragen

Einfacher Screenshot

23 Besonders Einsteiger profitieren

von der Möglichkeit, schnell und ohne

24 Tilt-to-Zoom

Bei den Einstellungen unter

„Gesten“ können Sie eine Funktion

25 Flip-to-Silence

26 Android-Easter-Egg

27 Sound-Eigenschaften

28 Tastenbeleuchtung

29 Ruhezeit

30 Kalenderfunktion

Der S Planner bietet Ihnen die

gängigen Kalenderfunktionen, die Sie im

31 Radioaufnahme

Das Galaxy S3/S4 kann auch

Radiosender empfangen. Doch außer


Inhalt

Test: iPhone 5C + 5S 06

SMARTPHONES

06 iPhone 5C + 5S im Test

Hier finden Sie alle Infos zu den neuesten Apple-

Smartphones.

Test: Samsung Galaxy S4 12

Test: High-End-Smartphones 28

12 Samsung Galaxy S4

Kann das Flaggschiff-Handy auch gegen

andere High-End-Phones punkten?

18 Smarter Einstieg

Werden die drei getesteten Smartphones

ihrem jeweiligen Preis wirklich gerecht?

20 Windows Phone 8 für Einsteiger

Hier wird Ihnen als Windows-Phone-8-

Anfänger der Einstieg leicht gemacht.

22 Androiden für jeden Geldbeutel

Low-Budget-Gerät oder doch eher Highend?

Wir helfen Ihnen bei der richtigen Wahl.

27 Blackberry Q10

Setzt das aktuellste Tasten-Handy neue Maßstäbe

im Business-Bereich?

28 Oberklasse-Handys

Wir haben vier Top-Geräte auf ihre jeweiligen

Stärken und Schwächen getestet.

32 Mega-Phones

Ob größer gleichzeitig auch besser ist,

erfahren Sie hier.

36 Samsung Galaxy S4 Zoom

Gelingt die Fusion aus Digitalkamera und

Smartphone?

Der große Tablet-Guide 38

TABLETS

38 Der große Tablet-Guide

Eine Marktübersicht mit den wichtigsten

Geräten der 7- und 10-Zoll-Klasse

54 Günstige 10-Zoll-Tablets

Große Tablets zum kleinen Preis. Was leisten

die Schnäppchen-Flachmänner?

56 Sony Xperia Z

Kann das dünne Tablet mit der harten Schale

auch technisch überzeugen?


58 Telefon-Tablets

Alltagstaugliche Technik-Hybriden oder doch

nur zu groß geratene Smartphones?

60 Amazon Kindle Fire HD 8.9

Die 8,9-Zoll-Variante des aktuellen Amazon-

Tablets im Test.

ZUBEHÖR

62 Kopf- und Ohrhörer

Welche sind zu empfehlen und worauf sollten

Sie beim Kauf achten?

54 Test: Preiswerte 10-Zoll-Tablets

62 Test: Kopf- und Ohrhörer

66 Bluetooth-Lautsprecher

Mit diesen kabellosen Musik-Systemen geben

Sie unterwegs den Ton an.

70 Bowers & Wilkins A7

Ob der Oberklasse-Lautsprecher sein Geld

wirklich wert ist, erfahren Sie im Test.

78 Netatmo Urban Weather Station

Diese clevere Wetterfee lässt Sie garantiert nie

im Regen stehen.

72 App-gesteuertes Zubehör

Wir zeigen Ihnen Technik, die dank App-

Steuerung besonders viel leistet.

66

Test: Bluetooth-Lautsprecher von Mini bis Maxi

APPS

80

Test: Navigations-Apps

90

Spiele ohne In-App-Käufe

80 Navigations-Apps

86 Smartphone- und Tablet-Apps

90 Spiele ohne In-App-Käufe

Hier werden Sie nicht nachträglich zur

Kasse gebeten.

94 Spiele-Apps

RUBRIKEN

03 Editorial und Impressum

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 5


Phones

test: Smartphones Apple iPhone 5C + 5S

iPhone 5C

iPhone 5S

Das Bunte

und das Biest

Smartphones Erstmals

bringt Apple zwei neue

iPhones zur gleichen Zeit auf

den Markt. Das iPhone 5C

treibt es mit seinen farbigen

Polycarbonat-Gehäusen bunt,

das neue Flaggschiff 5S

überzeugt durch innere Werte.

Jetzt sind sie endlich da, die neuen iPhones.

Der Plural ist die erste große Neuerung.

Bisher hat Apple immer das Vorjahresmodell

zu einem reduzierten Preis als Alternative

zum neuen Gerät angeboten. Dieses Jahr fällt

der Vorgänger iPhone 5 komplett unter den

Tisch und wird vom technisch nahezu identischen

5C im Plastik-Gewand abgelöst. Das nunmehr

zwei Jahre alte iPhone 4S wird weiterhin

als günstiger Einstieg in die iOS-Welt feilgeboten.

Widmen wir uns zuerst dem iPhone 5C.

iPhone 5C:

Wenig mehr als bunt

Technisch entspricht das iPhone 5C weitgehend

dem Vorjahresmodell iPhone 5 – gleiches Display,

gleicher Prozessor, gleiche 8-Megapixel-

Kamera. Die minimalen Änderungen betreffen

LTE und die Frontkamera. War das iPhone 5 das

erste LTE-fähige Apple-Handy, unterstützte es

doch hierzulande nur die 1.800 Mhz-Frequenz

der Telekom, die nur in Städten zum Einsatz

kommt. Beide neuen iPhones verstehen sich

nunmehr auf insgesamt sieben LTE-Frequenzen,

darunter alle in Deutschland genutzten (Vodafone,

Telekom und O2). Das Update der nach

vorne gerichteten Kamera erschöpft sich im besseren

Sensor, der tatsächlich etwas bessere Ergebnisse

bei schlechten Lichtverhältnissen erzielt.

Wirklich relevant ist dies jedoch nur bei Facetime-Videotelefonaten.

Damit war’s das auch

schon mit der Technik. Kommen wir zu der offensichtlichen

Änderung des Gehäuses. Das Display

besteht nach wie vor aus Glas, die Seiten

und der Rücken sind nun jedoch von einem

6 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


test: Smartphones Apple iPhone 5C + 5S Phones

durchgängigen Polycarbonat-Gehäuse bedeckt.

Mit Pink, Blau, Grün, Gelb und Weiß stehen

fünf Farbvarianten zur Verfügung, ab Werk ist

das Hintergrundbild der Gehäusefarbe angepasst.

Die neue Hülle fühlt sich besser an, als die Bilder

es erwarten lassen. Das iPhone 5C hinterlässt

sofort einen sehr stabilen Eindruck, die sehr glänzende

Oberfläche versprüht einen Hauch Eleganz.

Die Verarbeitung ist Apple-typisch über

jeden Zweifel erhaben. Ein unter der Hülle verborgener

Metallrahmen sorgt für die hohe Stabilität

und dürfte auch für das knapp 20 Gramm

höhere Gewicht verantwortlich sein. Rein von

der Wertigkeit her ist das neue Gewand dennoch

ein Rückschritt gegenüber den Vormodellen 5,

4S und 4. Für sich genommen ist das iPhone 5C

also ein gutes Smartphone für alle, die gerne etwas

Farbe in ihr Leben bringen wollen. Betrachtet

man aber das neue Flaggschiff iPhone 5S,

wirkt das Polycarbonat-Handy gleich viel teurer.

iPhone 5S: Besser

im Alltag, schneller

in der Zukunft

Von außen hat sich der legitime iPhone-5-Nachfolger

mit dem Namenszusatz „S“ kaum verändert.

Das zuvor schwarze Modell ist auf der

Rückseite etwas heller geworden (Apple nennt

die Farbe Spacegrau). Wie im Vorjahr gibt es

auch eine Weiß-Silber-Variante und – in diesem

Jahr neu – ein iPhone 5S in Gold. Letzteres hört

sich schlimmer (oder besser, wenn man denn auf

Bling-Bling steht) an, als es tatsächlich ist. Der

Farbton ist sehr zurückhaltend und wird bestimmt

Freunde finden.

Kommen wir aber zur Technik, an der Apple

– wie bei bisher jedem S-Modell – kräftig geschraubt

hat. Wie zu erwarten steckt im 5S

eine nagelneue Recheneinheit mit dem ebenfalls

nicht überraschenden Namen A7. Diese ist laut

Apple bei normalen Rechenprozessen als auch

speziellen Grafikoperationen doppelt so schnell

wie der A6 aus dem iPhone 5 und 5C – unsere

Benchmark-Ergebnisse bestätigen dies. Zudem

ist es der erste 64-Bit-Prozessor in einem Smartphone.

Aber auch das iPhone 5 war schon flott

unterwegs. Tatsächlich so schnell, dass die meisten

Kunden nicht das Gefühl haben dürften,

dass in dieser Disziplin Nachholbedarf besteht.

Und auch wenn wir die höhere Leistung klar

nachvollziehen können, fühlt sich das iPhone

5S im Alltag (noch) nicht so viel schneller an.

Was man jedoch merkt, ist die Geschwindigkeit

der rechenintensiven neuen Funktionen wie die

nahezu verzögerungsfreie Erkennung des Fingerabdrucks

und die blitzschnelle Kamera. Da

aber nur Apple von der 64-Bit-Architektur

wusste, hatten App-Entwickler auch noch keine

Zeit, ihre Programme entsprechend anzupassen.

Es wird jedoch nicht lange dauern, bis neue

Apps die zusätzliche Power vom A7 auch ausnutzen

und dann das wahre Potenzial der neuen

Technik offenbaren. Das Gleiche gilt für den

ebenfalls neuen Coprozessor M7, von dem wir

uns sehr viel versprechen. Dieser überwacht die

Beschleunigungssensoren, das Gyroskop und

den Kompass und entlastet so den Hauptprozessor

und spart Batteriestrom. Aktivitäts-Apps

wie Moves müssen jedoch angepasst werden,

um vom M7 zu profitieren. Clever: Durch die

konstante Bewegungsanalyse „erkennt“ das

Handy, wenn Sie sich mit hoher Geschwindigkeit

bewegen, also im Auto oder Zug sitzen. In

diesem Fall wird beispielsweise die automatische

Suche nach WLAN-Netzen unterbrochen. Liegt

das Telefon unbenutzt auf dem Tisch, wird dieser

Zustand ebenfalls erkannt. Als Konsequenz

werden Netzwerke seltener abgefragt, was wiederum

den Akkustand schont. Wie die Messergebnisse

zeigen, muss sich das neue SpeediPhone

nicht vor der Android-Spitze verstecken.

Ebenfalls neu ist die rückwärtige Kamera, bei der

Apple genau das tut, was Kamera-Profis stets

predigen. Statt nämlich die Megapixelanzahl zu

erhöhen, wurde der Sensor um circa 15 Prozent

vergrößert. Auch die Lichtstärke des Objektivs

ist von f/2.4 auf f/2.2 gestiegen. Beide Werte

haben einen positiven Einfluss auf die Qualität

der geschossenen Fotos, insbesondere bei

schlechten Lichtverhältnissen. Wie unser Vergleich

zeigt, geht es hier nicht um kaum sichtbare

Details, sondern für jeden erkennbar bessere

Fotos. Was unsere Beispielbilder nicht darstellen

können, ist die automatische Serienbildfunktion.

Drückt man beim iPhone 5S den Auslöser (wie

gehabt entweder auf dem Bildschirm oder über

die Lautstärke-Taste), werden konstant Bilder

aufgenommen – und zwar bis zu 10 Stück pro

Sekunde in voller Auflösung. Bei diesem Wert

müssen selbst viele Kompaktkameras passen. Die

intelligente Bildanalyse schlägt anschließend das

beste Foto vor. Alternativ kann man natürlich

selbst einen oder mehrere Favoriten per Fingertipp

auswählen. Die so markierten Bilder werden

einzeln abgespeichert, die komplette Serie wird

als Ordner in den Aufnahmen abgelegt, wo sie

sich auf Wunsch in einem Rutsch löschen lässt

– die Favoriten bleiben jedoch erhalten. Anders

als bei den meisten anderen Smartphones und

Wenn schon bunt, dann richtig! Speziell für das neue iPhone 5C bietet Apple eigene Schutzhüllen aus weichem Plastik an. Durch die 35 Löcher auf der Rückseite ist das farbige Gehäuse

sichtbar. Das ist natürlich erst dann richtig bunt, wenn man iPhone und Hülle in verschiedenen Farben kauft. Der Preis pro Case liegt bei knapp 30 Euro.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 7


Phones test: Smartphones Apple iPhone 5C + 5S

Die neuen iPhones im Leistungs-Check

GFXBench 2.5 Egypt HD offscreen

3D-Mark (Icestorm Extreme)

Apple iPhone 5S / 5C

6.201 (55 FPS)

Apple iPhone 5S / 5C 10.086

Apple iPhone 5

3.282 (29 FPS)

Apple iPhone 5 3.302

Sony Xperia Z Ultra

6.784 (60 FPS)

Sony Xperia Z Ultra 11.794

Samsung Galaxy S4

4.636 (41 FPS)

Samsung Galaxy S4

6.605

HTC One

4.127 (37 FPS)

HTC One 6.533

übrigens auch Kameras, muss die Serienbildfunktion

nicht eingeschaltet werden, sondern ist immer

aktiv. Damit steigen die Chancen auf gelungene

Fotos dramatisch, was dieses Feature absolut

alltagstauglich macht. Zu guter Letzt hat

Apple auch am Blitz geschraubt. Zur bisherigen

weißen LED gesellt sich im iPhone 5S eine zweite,

bernsteinfarbene Leuchtdiode. Durch den

wärmeren Ton gelingen Fotos mit Blitz sichtbar

besser, die ansonsten oft „blaugeblitzten“ Gesichter

entfallen. Der ebenfalls iPhone-5S-exklusive

Zeitlupen-Modus für Videos ist auch ein Kracher.

In dieser Gangart werden Szenen mit 120

Bildern pro Sekunde, jedoch nur in 720p statt

Full HD aufgenommen. Wirklich genial ist die

Möglichkeit, im Nachhinein festzulegen, welcher

Teil des Videos in Zeitlupe abgespielt wird. Start

und Stopp der Wiedergabe lassen sich ganz frei

wählen und auch ändern. Der Effekt ist ziemlich

spektakulär – auf Youtube finden sich bereits

hunderte coole Beispiele. Unterm Strich macht

das iPhone 5S deutlich bessere Fotos und Videos

als sein Vorgänger und die meisten Konkurrenz-

Modelle aus dem Android-Lager.

Die letzte Neuerung geht im wahrsten Sinne des

Wortes unter die Haut – wenigstens die erste

Schicht. Die Rede ist vom bisher einzigartigen

Fingerabdruckscanner Touch ID. Integriert im

Homebutton wird ein zuvor vom Nutzer angelernter

Abdruck erkannt und daraufhin das Gerät

entsperrt. Die Eingabe des sonst üblichen Codes

oder Passwortes entfällt. Außerdem können Einkäufe

in Apples Online-Läden (Apps, Musik,

Filme, Bücher, etc.) per Fingerabdruckscan autorisiert

werden. Apps von Drittherstellern haben

bisher keinen Zugriff auf diese Funktion. Wirklich

erstaunlich ist die Präzision und Geschwindigkeit

des Scans. In deutlich unter einer Sekunde

wird das Telefon freigeschaltet, was ungefähr

genauso lange dauert wie der sonst übliche Seit-

wärtswisch mit dem Finger auf dem Display.

Dabei ist es dem Scanner herzlich egal, wie Sie

den Finger auf den Homebutton legen – gerade,

angewinkelt oder gar nur mit der Seite. Wir haben

uns im Test sehr schnell an diese Methode

gewöhnt und wollen sie – allen Unkenrufen zum

Trotz – nicht missen (dazu mehr im Kasten

iOS 7 – außen fflach und bunt,

innen deutlich besser

rechts). Wird das Telefon lange Zeit nicht benutzt

oder komplett ausgeschaltet, muss der richtige

Code eingegeben werden. Wer auch bisher sein

iPhone mit einer PIN geschützt hat, sollte nun

sein Telefon ein gutes Stück besser sichern, indem

er statt einer vierstelligen Zahl die Option eines

echten Passworts nutzt. (fw)

Alle neuen iPhones werden mit der runderneuerten Version 7 von Apples mobilem Betriebssystem ausgeliefert.

Seit Langem hat Apple die Optik grundlegend überarbeitet, was nicht nur Freude hervorruft.

Das deutlich flachere, simplere und buntere Icon-Design ist für langjährige iOS-Nutzer ausgesprochen

gewöhnungsbedürftig. Unter der Haube hat sich aber ebenso viel getan. Das ganze System wirkt jetzt

einheitlicher und lässt sich noch intuitiver bedienen. Die im Alltag wohl wichtigste Neuerung ist das

Kontrollzentrum, das per Wisch vom unteren Bildschirmrand aufgerufen wird. Hier finden sich die wichtigsten

Schalter (Flugmodus, WLAN, Bluetooth, Bitte-nicht-stören-Modus, Ausrichtungssperre), Regler

(Displayhelligkeit, Wiedergabe, Lautstärke), Funktionen (Airdrop und Airplay) sowie nützliche Apps (Taschenlampe,

Uhr mit Wecker und Timer, Taschenrechner und Kamera). Ebenfalls neu ist die Multitasking-

Ansicht, bei der man eine Minivorschau der geöffneten Apps sieht. Auch der überarbeitete Browser

bringt willkommene Neuheiten wie das einheitliche Adress- und Suchfeld und eine übersichtliche Ansicht

geöffneter Apps. Für den schnellen Datei-Austausch zwischen iOS-Geräten steht ab iOS 7 Airdrop

zur Verfügung. Diese Funktion nutzt Bluetooth und WLAN für eine Direktverbindung, ist aber – für uns

unverständlich – nur für neuere iPhones und iPads (ab iPhone 5 und iPad Mini/4) verfügbar.

8 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13

Multitasking

Neue Icons

Kontrollzentrum

Tabs in Safari


test: Smartphones Apple iPhone 5C + 5S Phones

Programme zur Leistungsmessung (Benchmarks) sind stets mit Vorsicht zu genießen, geben aber einen

guten Anhaltspunkt für die Prozessor- und Grafikperformance. In zwei von drei grafiklastigen Tests muss

sich das iPhone 5S nur dem Xperia Z Ultra mit dem neuen Snapdragon 800 knapp geschlagen geben,

dürfte somit also leistungstechnisch auf Augenhöhe mit der aktuellen Android-Spitzenklasse liegen.

Basemark X1.0 (offscreen)

Apple iPhone 5S / 5C 15.715

Apple iPhone 5 7.772

Sony Xperia Z Ultra 14.393

Samsung Galaxy S4 7.755

HTC One

Meint:

7.535

Ist das iPhone zu klein?

Wer ein iPhone will, hat derzeit die Auswahl zwischen 4 Zoll, 4 Zoll und

4 Zoll. Androiden hingegen gibt es in allen nur erdenklichen Displaygrößen.

Letzteres stimmt aber nur, wenn man alle Smartphones mit dem

Google-Betriebssystem betrachtet. Wer das Beste vom Besten – also ein

topaktuelles High-End-Handy – sucht, wird im Android-Lager nur bei

großen Bildschirmdiagonalen fündig. Unter 4,7 Zoll (HTC One) geht beim

grünen Roboter nichts in dieser Klasse. Fakt bleibt aber, dass es Kunden

gibt, die auf große Screens stehen. Daher bleibt die Frage im Raum

stehen, wie lange Apple dieses Klientel ignorieren will.

Ist Touch ID sicherer?

Touch ID ist etwas sicherer, vor allem aber deutlich komfortabler

als ein Code. Mit viel Tamtam hat der Chaos Computer Club

schon kurz nach Marktstart verkündet, dass Touch ID „geknackt“

sei. Es ist den Hackern gelungen, einen Fingerabdruck nachzubilden

und so ein iPhone 5S zu entsperren. Das war zu erwarten,

schließlich hinterlassen wir alle täglich tausendfach unseren einmaligen

Fingerabdruck. Wollte ein Dieb auf diese Art ein iPhone

5S entsperren, müsste er einen sauberen Abdruck des richtigen

Fingers finden, sichern und auf eine Folie übertragen. Ach ja, das

Telefon müsste er sich natürlich auch besorgen. Der Bestohlene

braucht aber nur wenige Minuten, um per Webbrowser über iCloud

das iPhone zu sperren oder gar zu löschen. Mit iOS 7 ist die

ganze Sache dank der neuen Funktion Activation Lock noch einen

Tick sicherer geworden. Die „Finde mein iPhone“-Option ist

nämlich mit dem iCloud-Passwort des Besitzers geschützt,

ebenso muss man per Passwort das Zurücksetzen auf die

Werkseinstellungen bestätigen. Aber zurück zu Touch ID. Laut

Apple schützt die Hälfte aller iPhone-Besitzer ihr Gerät gar nicht,

hat also keinen Code eingestellt – wahrscheinlich, weil das andauernde

Code-Getippe zu nervig ist. Da kommt der Fingerkuppen-Scan

wie gerufen. Viel wichtiger als die Sicherheit des Geräts

ist unserer Meinung nach ohnehin der Schutz unserer Privatsphäre.

In diesem Punkt können wir uns derzeit nur auf die

Aussagen von Apple stützen, nach denen die Touch-ID-Daten

stark verschlüsselt und ausschließlich auf dem Gerät gespeichert

sind. Sie werden nicht auf Server oder Computer übertragen.

Außerdem wird nicht der Fingerabdruck, sondern ein sogenannter

Hash gespeichert. Selbst wenn es einem Dieb (oder einem

Nachrichtendienst) gelänge, diesen auszulesen, soll es

unmöglich sein, den Fingerabdruck zu rekonstruieren.

Produktinfo Apple iPhone 5c apple iPhone 5S

Webseite www.apple.de www.apple.de

Preis (UVP, Online) € 600, ab € 600 (16 GByte) € 700, ab € 700

Technische Daten

Display

4 Zoll (ca. 10,16 cm), 640 x 1.136 Pixel (326 ppi), LCD mit LED-Beleuchtung

Mobilfunk

GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA, HSPA+), LTE

Prozessor/Taktung A6 (Dualcore, 1,3 GHz) A7 (Dualcore, 1,3 GHz), M7 Co-Prozessor

Interner Speicher 16 oder 32 GByte (nicht erweiterbar) 16, 32 oder 64 GByte (nicht erweiterbar)

Foto/Video 8-Megapixel-Kamera, LED-Blitz, Autofokus, HD-

Videoaufnahme (1080p)

8-Megapixel-Kamera, Dual-Tone-LED-Blitz, Autofokus,

HD-Videoaufnahme (1080p, 720p mit 120 fps)

Ausmaße/Gewicht 124,4 x 59,2 x 8,97 mm/132 g 123,8 x 58,6 x 7,6 mm/112 g

Betriebssytem iOS 7.0.2

Akkulaufzeit/ bis zu 250 Stunden (Stand-by)/1.510 mAh

bis zu 250 Stunden (Stand-by)/1.570 mAh

Kapazität

Verbindungen und

Lightning, Klinke, WLAN, Bluetooth

Schnittstellen

Lieferumfang

Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer

Besonderheiten keine Zeitlupen-Videoaufnahme mit 120 Bildern pro Sekunde,

konstante Serienbildaufnahme (10 Bilder/Sekunde),

Fingerabdruckscanner

Testurteil gut 1,5 sehr gut 1,1

Fazit

Das iPhone 5S ist mit seinem 64-Bit-Prozessor ein

Leistungsbiest, das so ziemlich jeden Konkurrenten

abhängt. Die durchdachten und vor allem

alltagstauglichen Zusatzfunktionen Touch-ID,

Serienbildaufnahme und Zeitlupen-Video bieten

einen spürbaren Mehrwert. Somit ist das iPhone

5S deutlich mehr als ein lauwarmer Aufguss des

Vorjahresmodells und unserer Meinung nach das

bisher stärkste S-Modell überhaupt. Gerade diese

Stärke lässt das zeitgleich erschienene iPhone 5C

teuer wirken. Oder das iPhone 5S (natürlich nur

im direkten Vergleich) günstig. Den Preisunterschied

von 100 Euro ist das Leistungs- und Funktionsplus

nämlich allemal wert.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 9


TAG

Nacht

Phones test: Smartphones Apple iPhone 5C + 5S

Die 5S-Kamera im Fotovergleich

iPhone 5/5C

iPhone 5S

Nokia Lumia 925

Platz

3

Platz

1

Platz

2

Vergrößerung

Vergrößerung

Vergrößerung

iPhone 5 und 5C machen sehr ordentliche Fotos

mit hohem Detailgrad. Selbst die 4pt-Schrift ist

noch durchaus lesbar. Auch Schärfe und Farbdarstellung

sind in Ordnung. Das alte iPhone 5 und

das neue 5C liefern praktisch identische Ergebnisse.

Kräftigere Farben, ebenso hoher Detailgrad und

noch einen Tick mehr Schärfe – die Aufnahmen der

iPhone-5S-Kamera bei Tageslicht sind absolut top.

Apple konnte die Knipse trotz identischer Megapixel-Anzahl

also nochmals verbessern.

Nokias Lumia-Handys gelten als beste Kamera-

Smartphones, in puncto Detailgrad verliert das

Lumia 925 bei Tageslicht den direkten Vergleich

mit dem iPhone 5S knapp. Der Dynamikumfang

ist ebenfalls niedriger als beim Apple-Handy.

iPhone 5/5C iPhone 5S Nokia Lumia 925

Platz

4

Platz

3

Platz

1

Bei simuliertem Dämmerlicht bleibt beim iPhone 5

nicht viel vom ursprünglichen Motiv übrig. Rauschen

dominiert das Bild, Details und Farben sind

nicht mehr erkennbar. Auch in dieser Disziplin gibt

es keine Unterschiede zwischen iPhone 5 und 5C.

Die überarbeitete iSight-Kamera beim iPhone 5S

kommt mit schlechten Lichtverhältnissen etwas

besser zurecht, wirklich brauchbar ist das Dämmerlicht-Foto

aber auch beim neuen Modell

nicht mehr.

Der Dämmerlicht-König! Ja, diese Aufnahme wurde

unter den selben Bedingungen aufgenommen

wie alle anderen Bilder dieser Reihe. Bei Lowlight

lässt die Lumia-Kamera alle Konkurrenz-Knipsen

meilenweit hinter sich.

10 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


test: Smartphones Apple iPhone 5C + 5S Phones

Praxis Apple behauptet seine iPhone-Kamera gründlich überarbeitet zu haben. Wir vergleichen die neue

iSight-Knipse mit dem Vorgänger, Nokias Lumia 925 und drei High-End-Androiden.

Samsung Galaxy S4 Active

LG Optimus G Pro

HTC One

Platz

4

Platz

5

Platz

6

Vergrößerung Vergrößerung Vergrößerung

Die Tageslicht-Fotos des Galaxy S4 Active bieten

auf den ersten Blick ordentliche Farben und einen

guten Schärfegrad. Wie Sie an der schwer lesbaren

4pt-Schrift erkennen, ist der Detailgrad aber etwas

niedriger als bei einigen Konkurrenten.

Auf der obigen Aufnahme nicht ganz leicht zu erkennen,

aber die Fotos des Optimus G Pro verlieren

– trotz 13-Megapixel-Sensor – zum Rand hin sichtbar

an Schärfe. Details sind auf einem ähnlichen

Niveau wie beim Galaxy S4 Active.

HTCs One macht auf den ersten Blick sehr ansehnliche

Fotos bei Tageslicht, in der Vergrößerung macht

sich die niedrige Auflösung der „Ultrapixel“-Kamera

aber schnell bemerkbar. Die kleinen Schriften fransen

sichtbar aus, 4pt und 6pt sind nur schwer lesbar.

Samsung Galaxy S4 Active LG Optimus G Pro HTC One

Platz

6

Platz

5

Platz

2

Erkennen Sie noch was? Wir auch nicht. Samsungs

Galaxy S4 Active ist bei Dämmerlicht ohne Blitz

leider nutzlos. Tatsächlich wurde dieses Foto sogar

mit dem speziellen Nachtmodus aufgenommen –

geholfen hat es aber nichts.

LGs Optimus G Pro schlägt sich bei simuliertem

Dämmerlicht nur minimal besser als das Galaxy S4

Active. Auch hier kam übrigens der Nachtmodus

zum Einsatz. Bei einem lichtschwachen Objektiv

helfen also auch 13 Megapixel nicht weiter.

Nach der Lumia-Knipse holt HTCs Ultrapixel-

Kamera noch am meisten bei schlechten Lichtverhältnissen

heraus. Der Abstand zum Nokia-Handy

ist trotzdem deutlich. Farben sind nicht zu unterscheiden,

Details (Schrift) sind aber zu erkennen.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 11


Phones

TEst: Smartphone Samsung Galaxy S4

Shooting for the Stars

Smartphone Gleiches Design, bessere Hardware, neue Features. Reicht das für die Android-Krone?

Als Samsung anno 2010 sein erstes Galaxy

S auf den Markt brachte, hätte

niemand gedacht, dass der koreanische

Hersteller mit seiner S-Serie irgendwann einmal

in Konkurrenz zu Apples iPhones treten könnte,

denn die Cupertino-Smartphones waren zur

damaligen Zeit einfach meilenweit voraus. Heute,

knapp drei Jahre später, ist das aber längst

passiert, denn Samsungs letztes Modell, das

Galaxy S3, verkaufte sich weltweit schon 50

Millionen Mal und rüttelt damit heftig an Apples

Vormachtstellung im Smartphone-Bereich.

Dieser Zustand dürfte sich auch in naher Zukunft

nicht ändern, denn Samsungs neuestes

Flaggschiff, das Galaxy S4, war schon deutlich

früher erhältlich als die jüngst vorgestellten

neuen iPhones 5S und 5C.

Bruch mit der Tradition

Bisher zeichneten sich alle neuen S-Modelle sowohl

durch gründlich überarbeitete Hardware

als auch durch ein neues Design aus. Das Galaxy

S4 macht hier jedoch erstmals eine Ausnahme,

denn rein äußerlich sieht es seinem Vorgängermodell

zumindest auf den ersten Blick zum Verwechseln

ähnlich. Tatsächlich sind beide Geräte

exakt gleich hoch (137 mm), in der Breite (70

mm) und der Dicke (7,9 mm) ist das S4 sogar

minimal kleiner als das Galaxy S3 und das, obwohl

das Display von 4,8 auf 5 Zoll gewachsen

ist. Das ist deshalb möglich, weil der Rahmen

um den Bildschirm deutlich schmaler geworden

ist, das gilt sowohl für die Ränder als auch die

Bereiche ober- und unterhalb des Displays. Ansonsten

finden sich auf der Gerätefront mit Ausnahme

des minimal abgeänderten Homebuttons

sowie einiger zusätzlicher Sensoren keine Neuerungen.

Auch die Rückseite zeigt im direkten

Vergleich nur wenige Veränderungen: Der Blitz

befindet sich jetzt nicht mehr links von der Linse,

sondern direkt darunter, der Lautsprecher ist

von oben rechts nach unten links gewandert.

Trotzdem ist es genau diese kaum veränderte

Rückseite, die einen der größten Kritikpunkte

des neuen Samsung-Smartphones darstellt.

Kamera- und Foto-Features

Die 13-Megapixel-Kamera im Galaxy S4 überzeugt vor allem bei Tageslicht

mit sehr detaillierten und kontrastreichen Aufnahmen (1), die selbst bei

starker Vergrößerung noch angenehm scharf sind. Ganz anders schaut es

bei Dämmerlicht und gleichzeitiger Verwendung des Automatikmodus

aus, hier lässt sich so gut wie gar nichts mehr erkennen (2). Aktiviert man

den speziellen Nachtmodus, werden

1

die Fotos minimal besser (3), im Vergleich

mit Nokias Lumia 920 oder

HTCs One unterliegt das Galaxy S4 jedoch

deutlich. Dafür bietet das

Samsung-Handy einige clevere Foto-

Features wie Radierer (durchs Bild laufende

Personen entfernen), Best Face

2

für Gruppenaufnahmen (aus mehreren

Bildern pro Person das beste Gesicht

auswählen), Drama (Collage aus

mehreren, kurz hintereinander aufgenommenen

Fotos) oder Sound & Shot

(zusätzlichen Ton zum Foto aufnehmen).

Videos filmt das S4 in Full-HD

3

mit 30 Frames in der Sekunde, für die

Bildqualität gilt hier das Gleiche wie

bei den Fotos. Der integrierte Stabilisator

leistet übrigens sehr gute Arbeit

und reduziert Verwacklungen bei Videoaufnahmen

auf ein Minimum.

12 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEst: Smartphone Samsung Galaxy S4 Phones

Smart Screen – Scrollen mit den Augen

Im Vorfeld der offiziellen Präsentation war die Augensteuerung eines der

meisterwarteten Features des Galaxy S4. Die Praxis fällt aber leider weitaus

weniger spektakulär aus als erhofft. Das Augen-Tracking funktioniert nur in

bestimmten Apps, darunter beispielsweise der Browser, und auch dort

nicht immer wie gewünscht. Wenn Sie eine scrollbare Browserseite geöffnet

haben, müssen Sie Ihre Augen zunächst einmal so lange auf das Display

richten, bis das Handy diese erkannt hat und ein entsprechendes Symbol

anzeigt. Anschließend neigen Sie den Kopf leicht nach unten oder oben

und bewegen dabei die Augen in dieselbe Richtung, um zu scrollen. Das

klappt meist ganz ordentlich, ist aber deutlich anstrengender, als einfach

mit dem Finger über den Bildschirm zu wischen. Sinnvoller eingesetzt ist

das Eye-Tracking im Videoplayer, denn der pausiert die Wiedergabe, sobald

Sie Ihren Blick vom Display nehmen. Allerdings funktionierte das im Test nur

bei sehr guten Lichtverhältnissen.

Air View

Ein Feature, das Sony bereits im letzten Jahr beim

Xperia sola eingebaut hatte, das dort aber mehr

schlecht als recht funktionierte. Samsungs Umsetzung

ist deutlich besser, doch der wirkliche Nutzen

von Air View bleibt auch beim Galaxy S4 fraglich.

Wenn Sie mit Ihrem Finger an einer bestimmten

Stelle bis zu einem Zentimeter über dem Display

für einige Sekunden verharren, zeigt Air View beispielsweise

zusätzliche Informationen in einer App

oder eine Lupe im Browser an. Anschließend können

Sie den Finger sogar nach oben und unten

bewegen, um durch die dargestellten Inhalte zu

scrollen. Wirklich komfortabel fühlt sich das jedoch

nicht an und gerade bei etwas zittrigen Händen ist

es äußerst schwierig, die Funktion überhaupt zu

aktivieren. Unter dem Strich ist Air View eher ein

Gimmick, das man nur sehr selten nutzen wird.

Gestensteuerung

Fotos: Thomas Riese

Von den drei „intuitiven“ Steuerungshilfen ist die Gestensteuerung noch

die sinnvollste. Scrollen per Wischbewegung funktioniert einwandfrei,

auch unabhängig von den Lichtverhältnissen. Zusätzlich lassen sich per

Geste Anrufe annehmen (sehr nützlich im Auto, wenn das Handy in einer

entsprechenden Halterung steckt) sowie durch die Musikbibliothek

oder Fotogalerie navigieren. Am besten gefällt uns jedoch die Funktion

„Quick Check“: Liegt das Galaxy S4 mit ausgeschaltetem Display auf dem

Tisch, brauchen Sie nur einmal über das Display zu wischen, um einen

speziellen Info-Bildschirm aufzurufen, der Ihnen sofort die Uhrzeit sowie

neue Mails, Anrufe und den aktuellen Akkustand anzeigt.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 13


Phones TEst: Smartphone Samsung Galaxy S4

Life in plastic –

not fantastic

Im letzten Jahr war Samsung nur einer von vielen

Android-Herstellern, die auf Polycarbonat als

Gehäusematerial setzten, weshalb lediglich Apple-Fans

ob der „billigen Plastikschale“ die Nase

rümpften. Bei der aktuellen Generation sieht das

jedoch ganz anders aus, denn LG (Gorilla-Glas-

Rückseite beim Optimus G), Sony (Mineralglas-

Gehäuse beim Xperia Z) und besonders HTC

(Aluminium-Gehäuse beim One) haben alternative

Materialien für sich entdeckt und mit diesen

Telefone geschaffen, die sich in puncto Haptik

Weitere Features

Bewegungssteuerung

Das Galaxy S4 lässt sich jederzeit stummschalten,

indem Sie das Gerät entweder auf das Display legen

oder dieses komplett mit Ihrer Hand bedecken.

Außerdem können Sie einen Screenshot

aufnehmen, indem Sie mit der Handkante von

links nach rechts über den Bildschirm streichen.

Group Play

Mit dieser Funktion lassen sich mehrere

Samsung-Handys direkt miteinander koppeln,

um beispielsweise Musik gleichzeitig abzuspielen

oder Dateien miteinander auszutauschen.

Samsung Knox

Ähnlich wie Blackberry will auch Samsung

künftig eine spezielle sichere Umgebung bieten,

um das Galaxy S4 als Firmen-Smartphone

attraktiver zu machen. Zum Marktstart ist

Knox jedoch noch nicht aktiv.

S-Health

Eine Fitness-Tracker-App, die dank der integrierten

Sensoren zum Beispiel Laufwege mitloggt

und anschließend den Kalorienverbrauch

ausrechnet.

S-Translate

Übersetzer-App, die zum Start acht Sprachen

in Text und Ton ausgibt. Enthält außerdem in

jeder Sprache eine Sammlung wichtiger und

häufig benötigter Fragen und Phrasen.

Notfallassistent

Ein sehr nützliches Feature, das beim Gedrückthalten

der Lautstärkewippe automatisch

einen Notruf an einen voreingestellten

Kontakt absendet.

deutlich von Samsungs Smartphones abheben.

Natürlich ist das ein Stück weit auch Geschmackssache

und wenn Sie bisher kein Problem

mit den Plastikgehäusen und der recht billig

wirkenden abnehmbaren Rückseite der Samsung-

Handys hatten, dann werden diese Sie auch beim

S4 nicht stören. Trotzdem muss man aber festhalten,

dass sich die genannten Konkurrenzhandys

einfach deutlich besser anfühlen als Samsungs

Galaxy S4. Einen nicht zu verachtenden Pluspunkt

hat die abnehmbare Rückschale aber trotzdem,

denn beim S4 dürfen Sie nach wie vor den

Akku selbst austauschen, das ist bei LG, Sony

und HTC nicht möglich.

Großes Display,

riesige Performance

Schon beim ersten Einschalten strahlt einem das

Full-HD-Display des Galaxy S4 förmlich entgegen

und sofort stechen die extrem kräftigen Farben

und klaren Kontraste ins Auge. Hier spielt

die Super-AMOLED-Technologie, auf die

Samsung bereits seit dem ersten Galaxy S setzt,

ihre Stärken aus. Dazu ist der Bildschirm gestochen

scharf und hat einen sehr guten Blickwinkel,

auch die Spiegelung hält sich in Grenzen,

sodass der Screen selbst bei direkter Sonneneinstrahlung

noch ablesbar ist. Abseits des Displays

überzeugt das S4 vor allem in puncto Performance

auf ganzer Linie: Die aktuell in Deutschland

verfügbare Variante des Galaxy S4 wird –

genau wie HTCs One – angetrieben von Qualcomms

Snapdragon-600-Quad core-CPU.

Allerdings ist diese beim S4 mit 1.900 MHz

etwas höher getaktet als beim HTC-Modell

(1.700 MHz). Den Unterschied merkt man nur

in den Benchmarks wirklich, wo sich das

Samsung-Smartphone bei allen durchgeführten

Tests knapp vor dem One positionierte und somit

neue Bestwerte lieferte. Bei der Bedienung

sind beide Geräte absolut flüssig, Menü-Ruckler

oder lange Ladezeiten gibt es schlichtweg nicht.

Gleiches gilt für anspruchsvolle 3D-Spiele à la

Dead Trigger oder Bladeslinger sowie Full-HD-

Videos. Als Entertainer ist das Galaxy S4 also

absolut top.

Features, Features und

noch mehr Features

So weit, so gut, die Pflichtaufgaben Display und

Leistungsfähigkeit hat Samsung also mit Bravour

bestanden. Doch was bietet das neue Galaxy-

Smartphone in puncto Features? Hier hat HTC

bei seinem One mit den Boom-Sound-Lautsprechern,

der integrierten Fernbedienung, dem

Homescreen-Newsfeed („Blink Feed“) und dem

cleveren Musikplayer ordentlich vorgelegt. Eines

vorweg: Die Infrarot-Fernbedienung hat

Samsungs S4 ebenfalls an Bord, Sie können auf

Wunsch also auch mit dem neuen Galaxy-Handy

Ihr komplettes Heimkino-Equipment steuern.

Bei den übrigen Features unterscheiden sich

beide Geräte dann aber deutlich. Samsung setzt

beim S4 nämlich nur teilweise auf coole Apps

sowie verbesserte Hardware und legt den Fokus

eher auf eine Reihe von Funktionen, welche die

Bedienung des Smartphones erleichtern sollen,

namentlich Air View, Smart Screen und Gestensteuerung.

Alle drei Features haben wir Ihnen

jeweils in einem Kasten auf der vorhergehenden

Doppelseite erklärt. Im Praxiseinsatz sind die

Steuerungshilfen zwar nett, allerdings funktionieren

sie nicht immer genau, weshalb es meist

einfacher ist, das Display mit dem Finger zu

bedienen. Mit Ausnahme der Wischgeste über

das ausgeschaltete Handy, mit der Sie einen Statusbildschirm

aktivieren (Quick Check), haben

wir im Praxistest keines der Bedien-Features regelmäßig

genutzt. Anders sieht es bei den vorinstallierten

Apps aus, denn besonders der Übersetzer

S-Translate entpuppte sich als ein mächtiges

und gut funktionierendes Hilfsmittel. Falls

Ihr Koreanisch etwas eingerostet ist, können Sie

mit der App nämlich einfach einen Satz eintippen

oder -sprechen und S-Translate wird diesen

anschließend sowohl in Text (oder Schriftzeichen)

als auch gesprochen ausgeben. Das funktionierte

im Test außerordentlich gut. Allerdings

sind alle acht Zielsprachen (darunter Deutsch,

Französisch, Spanisch) nur dann verfügbar, wenn

Englisch als Ausgangssprache gewählt wird.

Ebenfalls nett ist die Group Play-Funktion, mit

der sich mehrere Samsung-Handys miteinander

verbinden lassen, um beispielsweise Musik auf

allen Geräten gleichzeitig abzuspielen oder bestimmte

Spiele gegeneinander zu zocken. Group

Play ist mittlerweile auch als App für ältere

Samsung-Modelle kostenlos im Play Store verfügbar,

unterstützt werden aktuell das Galaxy S3,

das Note 2, das Note 10.1 sowie das Galaxy Tab

10.1. Ein weiteres sehr sinnvolles Feature, den

Notfallassistenten, werden Sie hoffentlich nie

benötigen, wichtig ist er aber allemal. Um diesen

nutzen zu können, müssen Sie die Funktion einmalig

einrichten und einen oder mehrere Kontakte

hinterlegen. Sollten Sie dann beispielsweise

in einen Unfall verwickelt sein oder anderweitig

Hilfe benötigen, genügt ein kurzes

Gedrückthalten der kompletten Lautstärkewippe

und das Handy sendet anschließend sowohl

ein Foto als auch den aktuellen Aufenthaltsort

sowie eine kurze Tonaufnahme an die zuvor festgelegten

Kontaktpersonen. Eine wirklich hilfreiche

Funktion, die zukünftig hoffentlich auch von

anderen Herstellern implementiert wird.

14 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEst: Smartphone Samsung Galaxy S4 Phones

Die Kamera: Draußen

hui, im Dunkeln pfui

Abschließend soll natürlich auch die neue Kamera

des Galaxy S4 nicht unerwähnt bleiben.

Hier geht Samsung mit dem Trend und erhöht

die Megapixel-Anzahl seiner Handy knipse auf

13 – genau wie Sony beim Xperia Z. Dieser

Schritt macht sich bezahlt, allerdings nur teilweise.

Fotografiert man nämlich im Freien bei

guten Lichtverhältnissen, macht das S4 hervorragend

scharfe, kontrastreiche und detaillierte

Bilder, die sich auch als Ausdruck oder beim

Betrachten am heimischen TV absolut sehen

lassen können. Dank der hohen Auflösung bleiben

die Fotos selbst beim Vergrößern noch angenehm

scharf. Ganz anders sieht es dagegen

bei schlechtem Licht aus, denn hier lässt sich

auf den Bildern der S4-Kamera nur noch sehr

wenig erkennen. Zwar gibt es einen extra

Nachtmodus, doch auch der brachte nur ein

minimal besseres Ergebnis (Vergleichsfotos im

Kasten auf der vorhergehenden Doppelseite).

Hier sind besonders die Kameras von HTCs

One und Nokias Lumia 920 deutlich besser.

Trotzdem ist die neue Kamera ein großer Schritt

gegenüber dem Vorgänger, auch weil neben der

Hardware vor allem die Fotosoftware stark verbessert

wurde. Mit dem S4 dürfen Sie nämlich

sogenannte Dual-Camera-Fotos aufnehmen, bei

denen die Frontkamera und die rückseitige

Knipse gleichzeitig auslösen. Anschließend bauen

Sie das Frontkamera-Bild ins aufgenommene

Foto mit ein und haben so auch den Fotografen

in der Aufnahme mit verewigt. Neben

dieser Funktion bietet das S4 die Möglichkeit,

Haptik und Design

Einer der größten Kritikpunkte des Vorgängers ist gleichzeitig auch der dickste Minuspunkt beim

Galaxy S4: das Design. Klar, die Geschmäcker sind verschieden und wen die Plastikschale bereits

beim S3 nicht störte, der wird auch beim Galaxy S4 damit leben können. Trotzdem kann und darf

man nicht außer Acht lassen, dass andere Hersteller hier mittlerweile hochwertigere Gehäuse

bauen und das zu einem deutlich niedrigeren Preis. Äußerlich unterscheidet sich das S4 hauptsächlich

durch die neuen Farbvarianten von seinem Vorgänger, denn während das S3 im einfarbigen

„Marble White“ und „Pebble Blue“ erhältlich war, kommt das S4 in mit einer jeweils gemusterten

Rückseite in den Farben „White Frost“ und „Black Mist“. Der größte Vorteil von Samsungs wiederverwertetem

Design ist neben dem Erkennungsfaktor die abnehmbare Rückseite, dank der

Sie den herausnehmbaren Akku jederzeit selbst austauschen dürfen.

zu einem aufgenommenen Foto Ton abzuspeichern,

um so beispielsweise eine virtuelle Grußkarte

zu erstellen. Dazu kommen noch einige

weitere teils clevere, teils unnütze Features, die

wir Ihnen im Kasten auf Seite 36 vorstellen.

Unter dem Strich lässt sich festhalten, dass

Samsung beim Galaxy S4 sehr viel richtig gemacht

hat, ohne jedoch die ganz großen Glanzpunkte

zu setzen. Reicht das für die Android-

Krone? (ps)

Fotos: Thomas Riese

Produktinfo Samsung Galaxy S4

Webseite

www.samsung.de

Preis (UVP, Online) € 730, ab € 580 (16 GByte)

Technische Daten

Display

5,0 Zoll (ca. 12,7 cm),

1.080 x 1.920 Pixel (441 ppi),

Super-AMOLED

Mobilfunk

GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA),

LTE

Prozessor/Taktung Qualcomm Snapdragon 600,

Quadcore, 4x 1,9 GHz

Interner Speicher 16, 32 oder 64 GByte (erweiterbar)

Foto/Video 13-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme

(1080p), Frontkamera für

Videotelefonie

Ausmaße/Gewicht 137 x 70 x 7,9 mm/130 g

Betriebssystem Android 4.2.2 (Jelly Bean)

Akkulaufzeit/

Kapazität

Verbindungen und

Schnittstellen

Lieferumfang

Benchmark-

Ergebnisse*

Bis zu 450 Stunden (Standby)/

2.600 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA, MHL,

Bluetooth, NFC

Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer

23.918 Punkte (Antutu)

12.309 Punkte (Quadrant)

* Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z

Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.

Fazit

Nach der Präsentation in

New York herrschte in der

SFT-Redaktion zunächst große Ernüchterung,

denn eigentlich hatten wir mit einem rundum

erneuerten Galaxy-Smartphone gerechnet,

das genau wie HTCs One oder Sonys Xperia Z

für ein echtes Aha-Erlebnis sorgen sollte. Die

neuen Features lasen sich auf den ersten Blick

zwar nett, wirklich vom Hocker rissen uns die

verschiedenen Steuerungsoptionen aber nicht

und besonders das im Vergleich zum Vorgänger

nahezu unveränderte Design war eine große

Enttäuschung. Jetzt, etliche Monate und

zahlreiche Test-Wochen später, müssen wir zumindest

teilweise zurückrudern und das, obwohl

die obigen Befürchtungen eigentlich bestätigt

wurden. Das Design ist zwar zweckmäßig

und unterstützt Samsungs Philosophie der

„Offenheit“, denn die Rückseite lässt sich jederzeit

abnehmen und der Akku austauschen. In

puncto Haptik liegt das S4 aber Welten hinter

einem iPhone oder dem HTC One. Auch die angepriesenen

Features stellten sich – vor allem

was die Steuerungsfunktionen betrifft – hauptsächlich

als Gimmicks heraus, die man im

Praxis einsatz alsbald wieder deaktivieren wird.

Trotzdem zählt das S4 zusammen mit Sonys

Xperia Z und HTCs One zu den drei besten Android-Handys,

denn die extrem gute Performance,

das überragende Display und die bei

Tageslicht sehr gute Kamera machen das

schnöde Design und die unnötigen Features

schnell vergessen. Und wenn Sie sich jetzt nicht

sicher sind, welches der drei Top-Smartphones

das richtige für Sie ist, blättern Sie doch einfach

mal auf die nächste Seite um.

Samsung Galaxy s4

Überragende

Leistung

Tolle Fotos bei

Tageslicht

Brillantes Display

Teils clevere Feature

Wenig hochwertige

Haptik

Sehr gut

Note 1,1

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 15


Phones TEst: Smartphone Samsung Galaxy S4

Dreikampf

um die

Krone

Vergleich Sie sind sich nicht sicher, welches der

drei Android-Topmodelle das richtige für Sie ist?

Wir helfen gerne bei der Entscheidungsfindung.

Geeignet für Leute,

• die den Akku selbst

tauschen möchten

• die coole Software-

Features mögen

• denen eine gute

Handy-Kamera

wichtig ist

• die auf ruckelfreie

Bedienung und

bedingungslos gute

Performance Wert

legen

Samsung Galaxy S4 gegen Sony Xperia Z

gegen HTC One. Dreimal Quad core-

Power, dreimal Full-HD-Display und dreimal

tonnenweise coole Features. Da ist es nicht

verwunderlich, dass die Kaufentscheidung für

eines dieser drei Top-Handys schwerfällt. Auch

für uns ist es nicht einfach, eines der Geräte explizit

zu empfehlen, denn jedes davon hat seine

Stärken und Schwächen. Um trotzdem einen

Sieger zu bestimmen, haben wir uns deshalb entschlossen,

die drei Super-Handys in einem direkten

Vergleich gegeneinan der antreten zu lassen,

bei dem es in den Kategorien Display, Design,

Leistung, Features und Extras jeweils bis zu fünf

Punkte zu erringen gibt. Außerdem erzählt Ihnen

jedes Handy oben auf der Seite selbst, für wen es

besonders gut geeignet ist. (ps)

Display

Haptik/

Design

Sehr gut

Note 1,1

Samsung Galaxy S4

Die Super-AMOLED-Technologie lässt ihre Muskeln spielen und überzeugt auf ganzer Linie. Das

Display des Galaxy S4 ist extrem scharf und bietet im direkten Vergleich die kräftigsten (wenn

auch nicht immer natürlichsten) Farben. Volle Punktzahl.

Der große Schwachpunkt von Samsungs Super-Handy, denn die dünne, abnehmbare Plastikrückseite

des S4 fühlt sich weder hochwertig noch besonders robust an. Trotzdem liegt das Galaxy-Smartphone

dank der abgerundeten Kanten gut in der Hand, sodass es letztendlich für drei Punkte reicht.

Fazit

Ein harter Dreikampf endet in

einem Unentschieden zwischen

Samsung und HTC und einem dritten Platz für Sony.

Künftig werden sich also das Galaxy S4 und das One

den Android-Thron in der SFT-Hitliste teilen müssen,

das Xperia Z, das wir im Frühjahr 2013 noch

ebenfalls mit der Note 1,1 bewertet haben, muss

außerdem eine kleine Abwertung auf 1,3 hinnehmen.

Trotzdem bleibt das Sony-Smartphone aber

ein absolutes Spitzengerät, das noch dazu etwas

günstiger ist als seine beiden Kontrahenten. Denn

während Sie für das S4 im Internet aktuell 450 Euro,

für das One gar 500 Euro bezahlen müssen, ist das

Xperia Z bereits ab 420 Euro erhältlich.

Kamera

Leistung

Software-

Features

Ausstattung

&

Extras

Die 13-Megapixel-Kamera des S4 macht hervorragende Fotos bei Tageslicht, die sich absolut

sehen lassen können. Dazu gibt es zahlreiche coole Foto-Features. Aufgrund der dürftigen Lowlight-Qualität

reicht es trotzdem nicht zur vollen Punktzahl, sondern nur zu guten vier Punkten.

Der Snapdragon-600-Quadcore-Prozessor sorgt für überragende Leistung und dank zwei Gigabyte RAM

geht dem S4 auch bei mehreren gleichzeitig ausgeführten Aufgaben nie die Luft aus. Menü-Ruckler

oder lange Ladezeiten gibt es nirgends, sodass wir hier bedenkenlos die vollen fünf Punkte vergeben.

Gelungene Nature-UX-Oberfläche, viele vorinstallierte Apps und tonnenweise Zusatz-Features.

Gerade die Bedienungshilfen wie Smart Screen oder Air View sind aber nur wenig nützliche

Gimmicks und im Alltagseinsatz kaum brauchbar.

In dieser Kategorie verdient sich Samsung schon deshalb fünf Punkte, weil es das einzige Gerät

ist, bei dem sich das Gehäuse öffnen und der Akku tauschen lässt. Dazu kommt eine integrierte

IR-Fernbedienung sowie zahlreiche Sensoren für Bewegungs-, Gesten- und Augensteuerung.

Punkte 26

16 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEst: Smartphone Samsung Galaxy S4 Phones

Geeignet für Leute,

• die großen Wert auf

ein hochwertiges

Design legen

• die häufig über die

Handy-Lautsprecher

Musik hören

• die ihr Handy oft als

mobilen Entertainer

nutzen

• die mit Blink Feed

immer die aktuellen

Neuigkeiten aus

aller Welt im Blick

haben möchten

Geeignet für Leute,

• die viel draußen

unterwegs sind und

ihr Handy auch bei

Sonne und Regen

benutzen möchten

• die nicht mehr als

500 Euro ausgeben

wollen

• die haptisch hochwertige

Gehäuse

mögen

• denen eine schlichte

Nutzerobefläche

ohne Schnickschnack

gefällt

Sehr gut

Note 1,1

Sehr gut

Note 1,3

HTC One

Dass HTC tolle Displays bauen kann, bewiesen die Taiwaner bereits im letzten Jahr beim One X.

Auch der Bildschirm des neuen One glänzt mit überragender Schärfe und sehr großem Blickwinkel,

außerdem hat das One die größte Pixeldichte aller drei Geräte (469 ppi).

Sony Xperia Z

Auch das Xperia Z erreicht die volle Punktzahl, was es vor allem der Mobile Bravia Engine 2 zu

verdanken hat. Die sorgt nämlich dafür, dass das Display des Z äußerst hell und kontrastreich ist

und selbst bei direkter Sonneneinstrahlung noch perfekt ablesbar bleibt.

Das haptisch beste Android-Smartphone kommt von HTC, denn das Aluminium-Gehäuse des

One ist extrem hochwertig und perfekt verarbeitet. Das gesamte Gerät wirkt wie aus einem Guss

und hat sich deshalb die Höchstpunktzahl redlich verdient.

Das Mineralglas-Gehäuse von Sonys Xperia Z fühlt sich ebenfalls deutlich hochwertiger an als

Samsungs Plastikschale, liegt aufgrund des kantigen Designs aber nicht ganz so gut in der Hand

wie HTCs One. Vier Punkte für Sony.

HTC ist mit seiner 4-Megapixel-Kamera ein großes Wagnis eingegangen. Zwar macht die „Ultrapixel“-

Kamera die besten Dämmerlicht-Fotos im Vergleich und auch normale Aufnahmen sind durchaus

detailliert, sobald man ein Bild jedoch vergrößern möchte, wird es schnell sehr pixelig.

Auch Sony setzt auf 13 Megapixel, in puncto Bildqualität kann die Xperia-Knipse aber nicht ganz

mit der von Samsungs Galaxy mithalten. Bei schlechten Lichtverhältnissen sind beide kaum zu

gebrauchen, bei Tageslicht gefielen uns die Aufnahmen des Samsung-Handys einen Tick besser.

Auch HTCs One hat die Snapdragon-600-CPU, allerdings mit minimal niedrigerer Taktung. Im

Praxis einsatz merkt man jedoch keinerlei Unterschiede zum S4. Lediglich in den Benchmarks war

das Galaxy minimal vorne. Trotzdem gibt es auch fürs One die volle Punktzahl.

Beim Xperia Z müssen Sie hin und wieder mit Menü-Rucklern leben, auch die Benchmark-Ergebnisse

lagen ein ganzes Stück hinter dem One und dem S4. Trotzdem hat das Xperia Z mehr als

genügend Power für alle wichtigen Aufgaben und verdient sich ordentliche vier Punkte.

Die neue Sense-Oberfläche gefällt vor allem mit dem Blink-Feed-Feature, einem Newsfeed auf

dem Homescreen Ihres Smartphones. Dazu kommen eine Handvoll vorinstallierte Apps, von

denen aber nur der Musikplayer mit Karaoke-Funktion wirklich überzeugen kann.

Sonys Benutzeroberfläche läuft seit jeher nicht perfekt und das hat sich auch auf dem Flaggschiff

nicht geändert. Das coolste Feature am Xperia Z sind die „Small Apps“, das sind kleine Anwendungen

wie ein Taschenrechner oder eine Eieruhr, die in einem verschiebbaren Mini-Fenster starten.

Auch HTCs One hat eine integrierte IR-Fernbedienung, außerdem müssen die tollen Boom-

Sound-Stereolautsprecher lobend erwähnt werden. Trotzdem reicht es nur für vier Punkte, da

sich der Akku nicht tauschen und der interne 32-Gigabyte-Speicher nicht erweitern lässt.

Sony erlaubt beim Xperia Z zwar eine Speichererweiterung per Micro-SD, der Akku lässt sich

aber wie beim HTC One nicht austauschen. Dafür ist das Xperia Z sowohl wasserdicht als auch

gegen Staub und Schmutz geschützt und bekommt dafür gute vier Punkte.

26 23

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 17


Phones TEST: Android-Smartphones

Smartes Android-Trio

Smartphones Wir haben drei aktuelle Smartphones für jeden Geldbeutel getestet.

Mit der in diesem Sommer erschienenen

neuen Samrtphone-Generation

wurde die ohnehin

schon große Geräteauswahl gleich

noch mal um einiges vielseitiger. Das

große Highlight darunter ist natürlich

das Galaxy S4, dessen ausführlichen Test

Sie ab Seite 12 finden. Doch auch abseits

von Samsungs neuem Spitzenmodell gab

es einige interessante Neuheiten. Den

Anfang macht der einstmals sehr erfolgreiche

französische Hersteller Alcatel, der

mit seinem neuen Android-Mittelklasse-

Modell One Touch Idol an frühere Erfolge

anknüpfen möchte. Das zweite

Handy im Test kommt von Samsung

und hört auf den Namen Galaxy Express.

Es handelt sich ebenfalls um ein Mittelklasse-Modell,

das besonders durch LTE-

Funktionalität, die in dieser Preisklasse

noch eher die Ausnahme ist, potenzielle

Käufer für sich gewinnen möchte.

Komplettiert wird das Android-Trio in

diesem Test von Huaweis Riesenhandy

Ascend Mate, das mit seinem enormen

6,1-Zoll-Display die Grenzen zwischen

Smartphone und Tablet verschwimmen

lässt. Für die Hosentasche eignet sich ein

Telefon in dieser Größe natürlich nur

bedingt, dafür möchte das Ascend vor allem

als mobiler Entertainer überzeugen.

Inwieweit das gelingt und ob Samsungs

Galaxy Express sowie Alcatels One

Touch Idol ihre jeweiligen Verkaufspreise

rechtfertigen können, klären wir im Test

auf dieser Doppelseite. (ps)

Alcatel One Touch Idol

Web: www.alcatel.de Preis (UVP, Online): € 250, ab € 190

Trotz Plastikschale hinterlässt das One Touch Idol beim Anfassen einen

haptisch ordentlichen Eindruck, denn das Gehäuse wirkt gut verarbeitet,

ein Knarzen oder Knacken ist auch bei festem

Druck nicht hörbar. Dazu ist das

Alcatel-Smartphone gerade einmal 7,9

Millimeter dünn und passt trotz großem

4,7-Zoll-Bildschirm bequem in die

Hosentasche. Rechts und links am

Unibody-Gehäuse befindet sich jeweils

ein SIM-Schacht, denn das Idol kann

mit zwei Karten gefüttert und betrieben

werden. Verzichten müssen Sie bei dieser

Ausstattungsvariante dafür auf einen

Micro-SD-Slot, der interne 16-Gigabyte-Speicher

lässt sich nur bei der

Single-SIM-Version per Speicherkarte

erweitern. Das Display löst mit 540 x

960 Pixeln auf und ist angenehm scharf

und blickwinkelstabil, kann mit aktuellen

High-End-Bildschirmen aber

selbstverständlich nicht mithalten. Der

Prozessor fällt im Vergleich zur übrigen

Hardware deutlich ab, denn die 1-GHz-

Dualcore-CPU gerät regelmäßig ins

Stocken, insbesondere bei aufwendigen

3D-Spielen. Für die Standard-Aufgaben

wie Surfen, Mailen und Telefonieren

reicht die Recheneinheit aber locker aus.

Für aktuell 230 Euro ist das Idol somit

auf jeden Fall ein sehr brauchbares

Mittelklasse-Smartphone.

GUT

Note 2,4

Gute Verarbeitung

Zwei SIM-Slots

Farbstarkes Display

Performanceprobleme

Samsung Galaxy Express

Web: www.samsung.de Preis (UVP, Online): € 400, ab € 220

Samsung reitet weiter auf der Galaxy-Welle und veröffentlichte mit

dem Express ein weiteres Mitglied in seiner Erfolgsreihe. Die technischen

Daten sind nicht sonderlich beeindruckend,

denn der Bildschirm des Mittelklasse-Smartphones

löst lediglich mit 480 x 800 Pixeln

auf und auch die 1,2-GHz-Dualcore-

CPU entspricht nicht mehr dem aktuellen

technischen Stand. Trotz der auf dem

Papier eher unterdurchschnittlichen Ausstattung

läuft das Express aber richtig

flott, was Samsung dem perfekten Zusammenspiel

seiner Nature-UX-Benutzeroberfläche

mit der aktuellen An droid-

Version 4.1 (Jelly Bean) zu ver danken

hat. Menüruckler oder lange App-Startzeiten

gibt es beim Galaxy Express

schlichtweg nicht. Auch grafisch anspruchsvolle

Spiele wie den Shooter Dead

Trigger meisterte das Samsung-Telefon

ohne Probleme. Das Hauptverkaufsargument

des Galaxy Express ist jedoch ein

anderes, denn es ist eines der ersten Mittelklasse-Geräte

überhaupt, das den mobilen

Datenturbo LTE mit Downloadraten

von bis zu 100 Mbit/s unterstützt.

Einen Blick ist das Galaxy Express trotz

der insgesamt eher unspektakulären Technik

auf jeden Fall wert. Schließlich bekommen

Sie zu einem attraktiven Preis

ein gut funktionierendes Smartphone

inklusive LTE-Turbo.

GUT

Note 2,2

Gute Performance

LTE-Unterstützung

Niedrige Displayauflösung

5-Megapixel-Kamera

18 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Android-Smartphones

Phones

Huawei Ascend Mate

Web: www.huaweidevice.com Preis (UVP, Online): € 500, ab € 310

Wir haben lange überlegt, ob man Huaweis Ascend Mate tatsächlich

noch als Smartphone klassifizieren kann. Aber nachdem das Riesenhandy

den Hosentaschentest gerade so bestand, haben wir uns doch

entschlossen, es bei den Telefonen einzuordnen. Der 6,1-Zoll-Bolide

kommt in einem Polycarbonat-Unibody-Gehäuse, das in puncto

Verarbeitung keinerlei Anlass zur Kritik bietet und das dank der

griffigen Rückseite auch gut in der Hand liegt. Das IPS-Display ist

angenehm hell und kontrastreich, allerdings muss sich der chinesische

Hersteller fragen lassen, warum man bei dieser Größe nicht

einen Full-HD-Bildschirm verbaut hat. Mit der 720 x 1.280er-

Auflösung liegt die Pixeldichte nämlich nur bei 230 ppi und ist

damit geringer als beispielsweise die eines über zwei Jahre alten

Galaxy S2 (233 ppi). In der Praxis merkt man das allerdings kaum,

HD-Videos sehen gut aus und laufen einwandfrei. Leistungsmäßig

gibt es ebenfalls nichts auszusetzen am Mate, das von Huaweis

selbst entwickeltem Quadcore-Chipsatz K3V2 angetrieben wird.

Der Prozessor schlug sich im Test bei allen Aufgaben sehr ordentlich

und liegt laut Benchmarks in etwa auf dem Niveau von Samsungs

Exynos im Galaxy S3. Abgerundet wird das gute Smartphone-Paket

von einem riesigen 4.050-mAh-Akku, dank dem Sie selbst bei intensiver

Nutzung locker durch den Tag kommen. Wenn Sie die Größe nicht

abschreckt, ist das Ascend Mate ein wirklich empfehlenswertes Riesenhandy,

das bereits ab fairen 310 Euro erhältlich ist.

GUT

Note 1,5

Flotte Arbeitsgeschwindigkeit

Riesiger Akku

Hübsche Emotion-UI-Oberfläche

Niedrige Pixeldichte

Produktinfo Ascend Mate Galaxy Express One Touch Idol

Hersteller Huawei Samsung Alcatel

Webseite www.huaweidevice.com www.samsung.de www.alcatelonetouch.com

Preis (UVP, Online) € 500, ab € 310 € 400, ab € 220 € 250, ab € 190

Technische Daten

Display

6,1 Zoll (ca. 15,5 cm), 720 x 1.280 Pixel

(230 ppi), HD IPS+ LCD

4,5 Zoll (ca. 11,4 cm), 480 x 800 Pixel

(207 ppi), Super-AMOLED Plus

4,7 Zoll (ca. 11,9 cm), 540 x 960 Pixel

(234 ppi), IPS

Mobilfunk GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA) GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA), LTE GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA)

Prozessor/Taktung Huawei K3V2,

Quadcore, 1,5 GHz

Qualcomm Snapdragon,

Dualcore, 1,2 GHz

Hersteller unbekannt,

Dualcore, 1,0 GHz

Interner Speicher 8 GByte (erweiterbar) 5 GByte (erweiterbar) 16 GB (erweiterbar bei Single-Sim-Variante)

Foto/Video

8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme

(1.080p), Frontkamera für

Videotelefonie

5-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme

(720p), Frontkamera für

Videotelefonie

8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme

(720p), Frontkamera für

Videotelefonie

Ausmaße/Gewicht 163,5 x 85,7 x 9,9 mm/198 g 132 x 69 x 9,3 mm/138 g 133 x 67,5 x 7,9 mm/110 g

Betriebssystem Android 4.1 (Jelly Bean) Android 4.1.1 (Jelly Bean) Android 4.1.1 (Jelly Bean)

Akkulaufzeit/

Kapazität

Verbindungen und

Schnittstellen

Bis zu 1.100 Stunden (Stand-by)/

4.050 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,

WLAN, GPS, DLNA, MHL, Bluetooth,

NFC

Bis zu 586 Stunden (Stand-by)/

2.000 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,

WLAN, GPS, DLNA, MHL, Bluetooth,

NFC

Bis zu 415 Stunden (Stand-by)/

1.800 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,

WLAN, GPS, DLNA, Bluetooth

Lieferumfang Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer

Benchmark-

Ergebnisse*

15.774 Punkte (Antutu)

5.267 Punkte (Quadrant)

11.557 Punkte (Antutu)

4.686 Punkte (Quadrant)

6.582 Punkte (Antutu)

2.878 Punkte (Quadrant)

Testurteil GUT 1,5 GUT 2,2 GUT 2,4

Fazit

Der Fairness halber wollen wir an

dieser Stelle keinen Gewinner küren,

da sich die drei Kandidaten in puncto

Preis- und Leistungsklasse zu stark

unterscheiden. Während Huaweis

Handy-Riese nämlich munter in der

Oberklasse mitmischt und dank seiner

guten Performance und ordentlichen

Ausstattung das „sehr gut“ nur

knapp verpasst hat, richten sich das

One Touch Idol sowie Samsungs

Galaxy Express eher an Smart phone-

Einsteiger. Sollten Sie ein einfaches,

aber performantes Telefon mit LTE

suchen, ist das Samsung-Modell absolut

zu empfehlen. Benötigen Sie

dagegen einen zweiten SIM-Slot und

möchten ein höher auflösendes Display,

dann ist Alcatels Idol sicherlich

keine schlechte Wahl.

* Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 19


phones

TEst: Windows-Smartphones

Anfänger-Trio

Smartphones Einmal Huawei, zweimal

Nokia, dreimal Einsteigerklasse.

Wir haben drei Windows-8-Phones

auf den Zahn gefühlt.

Nach einer kleinen Geräteflut Anfang

des Jahres war es zuletzt eher ruhig

auf dem Windows-Phone-8-Markt.

Selbst der Mobile World Congress in Barcelona,

die größte Mobilfunkmesse der Welt,

brachte nur wenige Neuheiten mit Microsofts

mobilem Betriebssystem hervor. Lediglich der

finnische Handy-Riese Nokia und der aufstrebende

chinesische Konzern Huawei legten

neue Geräte nach, die wir Ihnen auf dieser

Doppelseite vorstellen. Bei den beiden Lumias

handelt es sich um Einsteiger-Smartphones,

die nicht mit Nokias Spitzenmodell

Lumia 920 in Konkurrenz treten sollen, sondern

stattdessen einen günstigen Start in die

WP8-Welt bieten wollen. Genau das möchte

auch Huaweis erstes Windows-8-Handy Ascend

W1, das mit seinem 1,2-Gigahertz-

Dualcore-Prozessor zumindest auf dem Papier

sogar etwas leistungsstärker ist als die

beiden Kontrahenten. Inwieweit das auch für

die Praxis gilt und ob sich der Einstieg in die

Windows-Welt mit einem dieser drei neuen

Smartphones lohnt, zeigt der Test. (ps)

Nokia Lumia 520

Web: www.nokia.de

Preis (UVP, Online): € 200, ab € 130

Günstige Windows-Handys waren bislang

eher die Ausnahme, aber jetzt kommt ausgerechnet

Microsofts Exklusivpartner Nokia

mit einem preislich sehr attraktiven Einsteigergerät

daher. Die Hersteller-UVP liegt bei

200 Euro, tatsächlich ist das Lumia 520

gegenwärtig aber sogar schon für 130 Euro

bei Online-Händlern erhältlich. Dass Sie zu

diesem Preis keine überragende Hardware

erwarten dürfen, ist selbstverständlich, doch

die 1-GHz-CPU sowie das mit 480 x 800

Pixeln auflösende Display sind zumindest

für ein Windows-Handy noch durchaus

ordentlich. Verzichten müssen Sie beim

Einsteiger-Lumia dafür auf Features wie

NFC, auch eine Frontkamera für Videotelefonie

gibt es nicht. Die rückseitige Knipse

löst mit 5 Megapixeln auf, kann allerdings

nicht in HD filmen und auch die

Fotos konnten uns nicht wirklich überzeugen.

In puncto Leistung gab es im Test

dagegen nichts auszusetzen, HD-Videos

konnten wir ebenso ruckelfrei abspielen

wie aufwendige Apps und grafisch anspruchsvolle

3D-Spiele.

Huawei Ascend W1

Web: www.huaweidevice.com

Preis (UVP, Online): € 200, ab € 140

Im Gegensatz zum ähnlich günstigen Lumia

520 hat das Huawei Ascend W1 einen etwas

höher getakteten Prozessor, den Geschwindigkeitsunterschied

merkt man in der Regel

aber nur bei Benchmark-Tests. Äußerlich

gefällt uns das Huawei deutlich besser als das

Nokia, denn die abnehmbare Rückseite ist

zwar auch aus Plastik, fühlt sich aber stabiler

an und ist noch dazu leicht gummiert. Auch

der Akku fällt mit einer Kapazität von 2.000

mAh deutlich größer aus als beim Nokia-

Modell und reicht selbst bei intensiver Nutzung

locker für einen Tag. Allerdings gibt es

zwei Kritikpunkte, die verhindern, dass sich

das Huawei sogar vor dem deutlich teureren

Lumia 720 platzieren kann: Der interne Speicher

misst nur sehr knappe 4 Gigabyte, von

denen die Hälfte bereits durch das OS belegt

ist. Zwar lässt sich der Speicher per Micro-SD

erweitern, jedoch können Sie unter Windows

Phone nur Fotos und Musik auf die Karte

verschieben, Apps werden immer im internen

Speicher abgelegt. Der zweite Kritikpunkt ist

die magere Auswahl an vorinstallierten Anwendungen,

hier bietet Nokia deutlich mehr.

Gute Performance

Viele vorinstallierte Apps

Keine Frontkamera

Sehr billig wirkende Plastikschale

BEFRIEDIGEND

Note 2,9

Absolut ruckelfreie Bedienung

Gute Verarbeitung

Sehr knapper interner Speicher

Magere App-Ausstattung

20 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEst: Windows-Smartphones phones

Nokia Lumia 720

Web: www.nokia.de

Preis (UVP, Online): € 380, ab € 220

Das Lumia 720 unterscheidet sich in puncto

Ausstattung nur wenig vom kleineren Schwestermodell

520. Vor allem die beiden wichtigsten

Merkmale wie Display-Auflösung und Prozessor

sind identisch – und das, obwohl das 720

deutlich teurer ist. Den Aufpreis verursachen

vor allem die minimal größere Diagonale (4,3

Zoll) sowie NFC-Funktionalität und ein stärkerer

Akku (2.000 mAh). Im Gegensatz zum

520 lässt sich das Gehäuse beim großen Lumia

übrigens nicht öffnen und die Batterie somit

auch nicht manuell austauschen. Die Kamera

löst mit ungewöhnlichen 6 Megapixeln ebenfalls

etwas höher auf als die des Schwestermodells,

die Ergebnisse taugen aber auch nur für

Schnappschüsse bei Tageslicht. Leistungsmäßig

gibt es kaum Unterschiede, das Betriebssystem

läuft auf dem Lumia 720 ebenfalls flüssig und

auch grafisch anspruchsvolle Webseiten oder

Spiele verursachten keinerlei Performance-

Probleme. Dazu kommt die im Vergleich zu

Huawei deutlich bessere App-Ausstattung (Navigation,

Spiele, Nachrichten, Sport), die letztendlich

dafür sorgt, dass das Lumia 720 im

direkten Vergleich knapp die Nase vorn behält.

Gute Performance

Ordentliche Ausstattung

Viele vorinstallierte Apps

Kamera taugt nur für Schnappschüsse

BEFRIEDIGEND

BEFRIEDIGEND

Note 2,6

Note 2,5

Produktinfo Nokia Lumia 720 Huawei Ascend W1 Nokia Lumia 520

Webseite www.nokia.de www.huaweidevice.com www.nokia.de

Preis (UVP, Online) € 380, ab € 220 € 200, ab € 140 € 200, ab € 130

Technische Daten

Display

4,3 Zoll (ca. 10,9 cm), 480 x 800 Pixel (217 ppi), TFT-

Clearblack

4 Zoll (ca. 10,2 cm), 480 x 800 Pixel (233 ppi), IPS 4 Zoll (ca. 10,2 cm), 480 x 800 Pixel (233 ppi), IPS

Mobilfunk GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA) GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA) GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA)

Prozessor/Taktung Qualcomm Snapdragon S4, Dualcore, 2x 1,0 GHz Qualcomm Snapdragon MSM8230, Dualcore, 2x 1,2 GHz Qualcomm Snapdragon S4, Dualcore, 2x 1,0 GHz

Interner Speicher 8 GByte (erweiterbar) 4 GByte (erweiterbar) 8 GByte (erweiterbar)

Foto/Video

6-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme (720p), Frontkamera

5-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme (720p), Frontka-

5-Megapixel-Kamera/Videoaufnahme (480 x 640 Pixel)

für Videotelefonie

mera für Videotelefonie

Ausmaße/Gewicht 127,9 x 67,5 x 9,0 mm/128 g 124,5 x 63,7 x 10,5 mm/130 g 119,9 x 64,0 x 9,9 mm/124 g

Betriebssystem Windows Phone 8 Windows Phone 8 Windows Phone 8

Akkulaufzeit bis zu 520 Stunden (Standby)/2.000 mAh bis zu 470 Stunden (Standby)/1.950 mAh bis zu 360 Stunden (Standby)/1.430 mAh

Verbindungen und

Schnittstellen

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,

Bluetooth, NFC

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,

Bluetooth, NFC

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,

Bluetooth

Lieferumfang Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer

Testurteil BEFRIEDIGEND 2,5 BEFRIEDIGEND 2,6 BEFRIEDIGEND 2,9

Fazit

Auch wenn Microsofts mobiles Betriebssystem in puncto

Marktanteile noch weit hinter den großen Konkurrenten

iOS und Android liegt, eines muss man Windows Phone 8 lassen: Es läuft auch

auf Einsteigergeräten absolut einwandfrei, wie alle drei getesteten Smartphones

bewiesen haben. Bedienungsruckler, wie man sie gerade bei Günstig-Androiden

häufig in Kauf nehmen muss, gibt es auf keinem der drei Geräte und

auch Browser, Spiele und Videos laufen problemlos. Wenn Sie ein günstiges

Einsteigermodell suchen, sind besonders das Lumia 520 und das Ascend W1

mit ihrem Internetpreis unter 200 Euro trotz der kleinen Schwächen durchaus

empfehlenswerte Smartphones. Und wenn Ihnen ein etwas größeres Display,

eine bessere Kamera, ein größerer Akku und NFC-Unterstützung den Aufpreis

wert sind, dann können Sie bedenkenlos zum Lumia 720 greifen.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 21


Phones TEST: Android-Smartphones

Androiden-Parade

Smartphones Vom 100-Euro-Einsteiger-Handy bis zum Quadcore-High-End-Smartphone

ist in diesem Test alles dabei. Welches wird Ihr neues Smartphone?

Dreimal LG, zweimal Sony, einmal

Huawei – an dieser Stelle haben

wir ein großes Testpaket für Sie

geschnürt. Mit dabei ist LGs neue LII-Serie,

die im Februar auf dem Mobile World Congress

der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde

und die sich besonders an Einsteiger

sowie Sparfüchse richtet. Sony baut seine

Xperia-Reihe mit dem Xperia L und dem

Xperia SP dagegen sowohl im Einsteiger- als

auch im Oberklasse-Segment aus und versucht,

potenzielle Käufer vor allem durch

ein auffälliges Design für sich zu gewinnen.

Das – zumindest auf dem Papier – leistungsstärkste

Smartphone unserer Teststrecke

kommt aber ausgerechnet vom chinesischen

Hersteller Huawei, der bisher

hauptsächlich in der Einsteiger- und Mittelklasse

zu Hause war. Inwieweit das Ascend

P2 (laut Huawei das schnellste Handy

der Welt) diesmal auch im High-End-

Bereich für Furore sorgen kann, verraten

wir Ihnen im Test. Außerdem nennen wir

Ihnen zu jedem Gerät drei preislich ähnliche

Alternativen, sodass Sie stets einen

Vergleich zu anderen Herstellern anstellen

können. (ps)

GUT

Note 2,3

Geeignet

für alle, …

… die ein bezahlbares

Handy mit 8-Megapixel-Kamera

suchen.

… die auf ein größeres

Display Wert legen.

… die ihr Smartphone

nicht zum Spielen,

sondern zum Mailen

und Surfen benutzen.

… die besonders auf

eine ordentliche

Akkulaufzeit setzen.

LG Optimus L7 II

Web: www.lg.de Preis (UVP, Online): € 300, ab € 190

Das L7 II ist auf dem Papier das leistungsstärkste Gerät

des neuen L-Trios und hat als einziges Modell eine

Dualcore-CPU intus. Mit einer Taktrate von nur einem

Gigahertz sorgt die Zweikern-Recheneinheit nicht

gerade für eine überragende Performance, ordnet sich

in den Benchmarks trotzdem ein Stück vor den

Schwestermodellen ein. Die Display-Auflösung ist

dieselbe wie beim L5 II, aufgrund der Größe von 4,3

Zoll hat das L7 II jedoch eine etwas niedrigere Pixeldichte.

Der Unterschied ist mit bloßem Auge allerdings

nicht wahrnehmbar. Der Sensor der Kamera löst mit

8 Megapixeln auf und macht bei Tageslicht ordentliche

Fotos, auch eine Frontknipse für Videotelefonie ist

beim L7 II an Bord. Einen dicken Pluspunkt verdient

sich das neue Optimus für seinen großen (und wechselbaren)

2.460-mAh-Akku, mit dem Sie selbst bei

intensiver Nutzung locker durch den Tag kommen.

Eine so große Kapazität ist sogar bei aktuellen Spitzenmodellen

eher die Ausnahme. Mit einem Internetpreis

von 190 Euro kostet das L7 II rund 50 Euro mehr als

das L5 II, die zusätzliche Ausstattung kann den Aufpreis

durchaus rechtfertigen.

Aktuelles Betriebssystem NFC

8-Megapixel-Kamera

Gelegentliche Performance-Probleme

ALTERNATIVEN

Modell Prozessor Display Kamera Preis

Samsung

Galaxy S3 Mini

Huawei

Ascend P1

LG Optimus L9

Dualcore, 2x 1,0

GHz

Quadcore, 4x 1,5

GHz

Dualcore, 2x 1,0

GHz

4,0"; 480 x 800

Pixel (233 ppi)

4,3"; 540 x 960

Pixel (256 ppi)

4,7"; 540 x 960

Pixel (234 ppi)

5 MP € 190

8 MP € 230

5 MP € 210

22 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Android-Smartphones

Phones

Huawei Ascend P2

Web: www.huaweidevice.com Preis (UVP, Online): € 450, ab € 260

Wie eingangs erwähnt, bezeichnet Huawei das Ascend P2 als „schnellstes

Smartphone der Welt“, bezieht sich dabei allerdings nicht auf die Rechenleistung,

sondern auf die Surfgeschwindigkeit im Internet. Dank CAT4-LTE

soll das Ascend P2 nämlich Download-Geschwindigkeiten von bis zu 150

MBit/s erreichen – eine Aussage, die wir in unserem Test-Gebiet allerdings

leider nicht überprüfen konnten. Doch auch abseits der Surfgeschwindigkeit

ist das 4,7-Zoll-Unibody-Smartphone flott unterwegs. Grafisch anspruchsvolle

Spiele laufen ohne Ruckler und die Huawei-Benutzeroberfläche Emotion UI

steuert sich völlig verzögerungsfrei. Uns überraschte jedoch, dass sich das

Ascend P2 trotz dieser guten Performance und zwei Rechenkernen mehr in

den Benchmarks deutlich hinter Sonys Xperia SP einordnete. Als einziges

Smartphone im Testfeld bringt das neue Huawei eine 13-Megapixel-Kamera

mit, die besonders bei Tageslicht und im Makromodus hübsche Fotos

macht. Auch in diesem Bereich hat sich der chinesische Hersteller also deutlich

verbessert, denn die Kameras der älteren Modelle waren oftmals eher

enttäuschend. Sehr untypisch für Huawei ist hingegen der fehlende Micro-

SD-Slot, der interne 16-Gigabyte-Speicher lässt sich leider nicht erweitern

und auch den Akku dürfen Sie nicht selbst auswechseln. Dafür fällt dieser

mit einer Kapazität von 2.420 mAh äußerst leistungsstark aus. Unterm Strich

ist das nur noch 260 Euro teure Ascend P2 auf jeden Fall ein Top-Smartphone,

dessen ultraschnelles CAT4-LTE Sie in Gebieten mit entsprechender

Netzabdeckung voll auschöpfen können.

Geeignet für alle, …

… die ein High-End-Smartphone zu

einem fairen Preis suchen.

… die einen Handyvertrag mit LTE

haben und planen, den Datenturbo

auch in Zukunft weiter zu nutzen.

… die gerne mit dem Handy fotografieren

und auf eine ordentliche Bildqualität

Wert legen.

… die mit 16 GByte internem Speicher

auskommen.

GUT

Note 1,5

Gute Performance Ordentliche Bildqualität der 13-MP-Kamera

Großer Akku Kein Micro-SD-Slot

ALTERNATIVEN

Modell Prozessor Display Kamera Preis

LG Optimus G Quadcore 1,5 GHz

4,7"; 720 x 1.280

Pixel (312 ppi)

13 MP € 320

Samsung

Galaxy S3 LTE

HTC One X+

Quadcore 1,4 GHz

Quadcore 1,7 GHz

4,8"; 720 x 1.280

Pixel (305 ppi)

4,7"; 720 x 1.280

Pixel (312 ppi)

8 MP € 380

8 MP € 380

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 23


Phones TEST: Android-Smartphones

Geeignet für alle, …

… die Wert auf hochwertige Haptik und

ein interessantes Design legen.

… die gerne anspruchsvolle Spiele auf

ihrem Smartphone zocken.

… die sich nicht an Rucklern in den

Menüs stören.

… die ein Smartphone suchen, das auch

bei direkter Sonneneinstrahlung gut

ablesbar ist.

Sony Xperia SP

Web: www.sony.de Preis (UVP, Online): € 330, ab € 290

Das Xperia SP ist ein echter Brocken und mit 155 Gramm

wahrlich kein Leichtgewicht. Dafür fühlt es sich aber trotz

der abnehmbaren Plastikrückseite deutlich hochwertiger

an als viele andere Androiden. Besonders auffällig ist die

durchsichtige Benachrichtigungsleiste unten am Handy,

die, je nachdem ob Sie gerade Fotos betrachten oder eine

eingehende E-Mail bekommen, in unterschiedlichen Farben

aufleuchtet. Das HD-Display (720 x 1.280 Pixel, 319

ppi) wird genau wie Sonys Spitzenmodell Xperia Z von

der Mobile Bravia Engine 2 unterstützt, die in puncto

Helligkeit und Schärfe hervorragende Arbeit leistet. Besonders

beeindruckt hat uns aber der Prozessor, denn obwohl

Sony „nur“ eine mit 1,7 GHz getaktete Dualcore-

CPU verbaut, lieferte der Snapdragon S4 beeindruckende

Benchmark-Ergebnisse und ließ so manches Quadcore-

Handy hinter sich. Da auch getestete Spiele und HD-

Filme problemlos liefen, kann man das Xperia SP als mobilen

Entertainer bedenkenlos empfehlen. Zu kritisieren

gibt es lediglich die (wie beim Schwestermodell) häufig

ruckelnde Benutzeroberfläche sowie die Tatsache, dass Sie

trotz abnehmbarer Rückseite den Akku nicht tauschen

können. Falls Sie mit diesen kleinen Mängeln leben können,

ist das Xperia SP aber ein sehr performantes Smartphone

zu einem fairen Preis.

GUT

Note 1,6

Flotte Performance

Gute Haptik

Schönes, kontrastreiches Display

Ruckelnde Benutzeroberfläche

ALTERNATIVEN

Modell Prozessor Display Kamera Preis

LG Optimus Vu Quadcore 1,5 GHz

5,0"; 768 x 1.024

Pixel (256 ppi)

8 MP € 270

HTC One XL

Google Nexus 4

Dualcore 1,5 GHz

Quadcore 1,5 GHz

4,7"; 720 x 1.280

Pixel (312 ppi)

4,7"; 720 x 1.280

Pixel (312 ppi)

8 MP € 330

8 MP € 290

24 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


LG Optimus L3 III

Web: www.lg.de Preis (UVP, Online): € 150, ab € 70

Das Optimus L3 II ist das günstige Handy des LG-Trios und soll sich vor

allem über seinen günstigen Preis verkaufen. Bei diversen Internethändlern ist

das Einsteiger-Smartphone nämlich bereits für rund 70 Euro erhältlich. Vor

ein bis zwei Jahren wäre das L3 II damit auch eine echte Sensation gewesen,

doch mittlerweile kennt man die Unter-100-Euro-Smartphones auch von

anderen Herstellern, besonders Huawei bringt regelmäßig solche Geräte auf

den Markt. Bei einem solchen Preis muss man natürlich gerade bei der Ausstattung

Einbußen hinnehmen und die werden beim neuen Optimus bereits

beim ersten Einschalten sehr deutlich. Das Display löst nämlich nur mit 240

x 320 Pixeln (125 ppi) auf und das sieht heutzutage einfach nicht mehr zeitgemäß

aus. Natürlich erwartet man von einem 100-Euro-Gerät keinen HD-

Bildschirm, aber andere Hersteller haben bewiesen, dass man auch in dieser

Preisklasse bessere Displays verbauen kann. Ansonsten läuft das Optimus L3

II aber relativ gut, sogar die aktuelle Android-Version 4.1.2 (Jelly Bean) ist

bereits auf dem Mini-Smartphone vorinstalliert. Sollten Sie ein extrem günstiges

Handy suchen, mit dem Sie nur telefonieren möchten, dann könnte das

Optimus L3 II eine Option sein. Ansonsten sollten Sie aber unbedingt ein

paar Euro mehr für ein Telefon mit

größerem und vor allem höher auflösendem

Display

ALTERNATIVEN

investieren.

Aktuelles Betriebssystem

Extrem niedrige Display-Auflösung

Winziger interner Speicher (1,8 GB)

3-Megapixel-Kamera

Modell Prozessor Display Kamera Preis

Huawei Ascend

Y201 Pro

LG Optimus L5

Huawei Ascend

Y300

Singlecore 0,8 GHz

Singlecore 0,8 GHz

Dualcore 1,0 GHz

3,5"; 320 x 480

Pixel (164 ppi)

4,0"; 320 x 480

Pixel (144 ppi)

4,0"; 480 x 800

Pixel (233 ppi)

Geeignet

für alle, …

… die nicht mehr als 100

Euro für ein

Smartphone ausgeben

möchten.

… die ihr Handy lediglich

zum Telefonieren und

Mails-Checken nutzen.

… die Wert auf eine lange

Akkulaufzeit legen.

… die ein besonders

kompaktes und portables

Smartphone

suchen.

3 MP € 90

TEST: Android-Smartphones

5 MP € 110

2 MP € 100

Phones

AUSREICHEND

Note 4,0

Sony Xperia L

Web: www.sony.de Preis (UVP, Online): € 240, ab € 190

4,3-Zoll-Display mit 480 x 800 Pixeln und eine Dualcore-CPU (2x 1 GHz) – die technischen

Daten des Xperia L geben keinen Anlass zu Freudensprüngen, denn eine derartige Grundausstattung

galt bereits im letzten Jahr als Mittelklasse-Standard. Äußerlich orientiert sich das

neue Sony-Smartphone an den ehemaligen Ericsson-Modellen der Arc-Serie. Genau wie

diese hat das Xperia L nämlich eine geschwungene Rückseite, dank der es sich besonders

handschmeichelnd anfühlt. Weniger hübsch ist dagegen die Plastikschale, aber die gehört in

der unteren Mittelklasse ebenso zum Standard wie die eingangs genannte Ausstattung. Immerhin

lässt sich die Abdeckung aber öffnen, darunter kommen ein SIM-Slot, ein austauschbarer

Akku und ein Micro-SD-Schacht zum Vorschein. Leistungsmäßig gibt es am L wenig

zu bemängeln. Lediglich die nach wie vor nicht perfekt laufende Sony-Benutzeroberfläche

trübt den sonst guten Gesamteindruck mit regelmäßigen Rucklern. Den direkten Vergleich

mit dem Optimus L7 II, das genau wie das Xperia L für rund190 Euro im Internethandel

erhältlich ist, entscheidet Sony aber klar für sich.

Auffälliges Design Ordentliche Performance 8-Megapixel-Kamera und NFC

Ruckelnde Benutzeroberfläche

Geeignet

für alle, …

… die sich mit dem

geschwungenen

Design anfreunden

können.

… die auch in einem Mittelklasse-Smartphone

nicht auf eine 8-Megapixel-Kamera

verzichten

möchten.

ALTERNATIVEN

Modell Prozessor Display Kamera Preis

Samsung

Galaxy S3 Mini

Dualcore 1,2 GHz

LG Optimus L9

Dualcore 2x 1,0

GHz

LG Optimus

4X HD

Quadcore 1,5 GHz

4,3"; 480 x 800

Pixel (216 ppi)

4,7"; 540 x 960

Pixel (234 ppi)

4,7"; 720 x 1.280

Pixel (312 ppi)

8 MP € 190

5 MP € 210

8 MP € 250

GUT

Note 2,1

… die Wert auf gute Spiele

und Arbeitsgeschwindigkeit

legen.

… die gerne ein Smartphone

mit wechselbarem

Akku möchten.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 25


Phones

TEST: Android-Smartphones

ALTERNATIVEN

Modell Prozessor Display Kamera Preis

HTC One V

Huawei Ascend

G510

Sony Xperia J

BEFRIEDIGEND

Note 3,2

Dualcore 1,0 GHz

Dualcore 1,2 GHz

Singlecore 1,0 GHz

3,7"; 480 x 800

Pixel (252 ppi)

4,5"; 480 x 800

Pixel (207 ppi)

4,0"; 480 x 800

Pixel (233 ppi)

Geeignet

für alle, …

… die ein bezahlbares

und funktionelles

Smartphone suchen

und dafür auf High-

End-Technik verzichten

können.

… die Wert auf Features

wie NFC legen.

… denen eine gute

Akkulaufzeit wichtiger

ist als schnelle

Performance.

5 MP € 150

5 MP € 140

5 MP € 150

LG Optimus L5 II

Web: www.lg.de Preis (UVP, Online): € 230, ab € 140

Mit einem Internetpreis von 140 Euro ist das L5 II relativ

günstig, bietet ausstattungstechnisch aber etwas mehr als der

kleine Bruder L3 II: Das Display misst vier Zoll und löst

mit dem Einsteigerklasse-Standard von 480 x 800 Pixeln

auf. Dazu ist es deutlich farbstärker als das des L3 II, sonderlich

blickwinkelstabil ist es aber ebenfalls nicht. Die

Rückseite weist einen Metallic-Look auf und macht das L5

II optisch somit zum interessantesten Modell der L-Serie,

wirklich hochwertig fühlt es sich aber – genau wie die beiden

Schwestermodelle – nicht an. Auch in puncto Performance

kann das von einer 1-GHz-Dualcore-CPU angetriebene

Smartphone nicht überzeugen, in einigen Benchmarks

landete es sogar noch hinter dem L3 II. Getestete Spiele

wie Dead Trigger oder Temple Run 2 waren zwar lauffähig,

ruckelten an manchen Stellen aber stark. Genau wie beim

L3 II müssen Sie auch beim L5 II auf eine Frontkamera

verzichten. Immerhin löst die Rückkamera mit fünf statt

nur drei Megapixeln auf und hat so wenigstens Schnappschussqualität.

Außerdem unterstützt das mittlere Modell

der neuen L-Serie NFC, was in diesem Preisbereich eher

die Ausnahme ist.

Aktuelles Betriebssystem NFC Schwache Spieleperformance

Wenig überzeugende Kamera

Fazit

Die Wahl des richtigen Android-

Smartphones ist wahrlich nicht

einfach, denn die Gerätefülle ist

gerade in der Einsteiger- und

Mittelklasse enorm. Unsere Alternativen-Tabellen

zeigen, dass

man häufig sogar bessere Technik

zum selben Preis bekommen

kann, wenn man nicht zu einem

topaktuellen, sondern zu einem

etwas älteren Handy greift. Der

einzige Nachteil: Die älteren Geräte

haben oftmals noch kein

Update auf die aktuelle Android-

Version Jelly Bean erhalten, das

sollten Sie vor dem Kauf auf jeden

Fall prüfen. Den ersten Platz

sichert sich hier das Ascend P2

ganz knapp vor Sonys Xperia SP,

die bessere Kamera sowie die

flüssigere Menü-Performance

gaben dafür letztlich den Ausschlag.

LGs LII-Serie dagegen

deckt den vollen Bereich von

Einsteiger- bis Mittelklasse ab,

überzeugt hat uns aber nur das

leistungsstärkste der drei Modelle:

das Optimus L7 II.

Produktinfo Huawei Ascend P2 Sony Xperia SP Sony Xperia L LG Optimus L7 II LG Optimus L5 II LG Optimus L3 II

Webseite www.huaweidevice.com www.sony.de www.sony.de www.lg.de www.lg.de www.lg.de

Preis (UVP, Online) € 450, ab € 260 € 330, ab € 290 € 240, ab € 190 € 300, ab € 190 € 230, ab € 140 € 150, ab € 80

Technische Daten

Display

4,7 Zoll (ca. 11,9 cm),

720 x 1.280 Pixel (312 ppi),

IPS

4,6 Zoll (ca. 11,6 cm),

720 x 1.280 Pixel (319 ppi),

TFT

4,3 Zoll (ca. 10,9 cm),

480 x 800 Pixel (217 ppi),

TFT

4,3 Zoll (ca. 10,9 cm),

480 x 800 Pixel (217 ppi),

IPS

4,0 Zoll (ca. 10,1 cm),

480 x 800 Pixel (233 ppi),

IPS

3,2 Zoll (ca. 8,1 cm),

240 x 320 Pixel (125 ppi),

LCD

Mobilfunk

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,

HSUPA), LTE

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,

HSUPA), LTE

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,

HSUPA)

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,

HSUPA)

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,

HSUPA)

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,

HSUPA)

Prozessor/Taktung Huawei Hi-Silicon K3V2,

Quadcore, 4x 1,5 GHz

Qualcomm Snapdragon S4,

Dualcore, 1,7 GHz

Qualcomm MSM8230,

Dualcore, 1,0 GHz

Qualcomm MSM8225,

Dualcore, 1,0 GHz

ARM Cortex A9,

Dualcore, 1,0 GHz

Qualcomm MSM7225A,

Singlecore, 1,0 GHz

Interner Speicher 16 GByte (nicht erweiterbar) 8 GByte (erweiterbar) 8 GByte (erweiterbar) 4 GByte (erweiterbar) 4 GByte (erweiterbar) 4 GByte (erweiterbar)

Foto/Video 13-Megapixel-Kamera/HD-

Videoaufnahme (1080p), Frontkamera

8-Megapixel-Kamera/HD-

Videoaufnahme (1.080p), Front-

8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme

(720p), Frontkamera

8-Megapixel-Kamera/Videoaufnahme

(480 x 720 Pixel),

5-Megapixel-Kamera/Videoaufnahme

(480 x 640 Pixel)

3-Megapixel-Kamera/Videoaufnahme

(480 x 640 Pixel)

für Videotelefonie kamera für Videotelefonie für Videotelefonie

Frontkamera für Videotelefonie

Ausmaße/Gewicht 136,2 x 66,7 x 8,4 mm/122 g 131 x 67 x 9,9 mm/155 g 128,7 x 65 x 9,7 mm/137 g 121,5 x 66,6 x 9,8 mm/118 g 117,5 x 62,2 x 9,2 mm/103 g 136,2 x 66,7 x 8,4 mm/106 g

Betriebssystem Android 4.1.2 (Jelly Bean) Android 4.1.2 (Jelly Bean) Android 4.1.2 (Jelly Bean) Android 4.1.2 (Jelly Bean) Android 4.1.2 (Jelly Bean) Android 4.1.2 (Jelly Bean)

Akkulaufzeit

Verbindungen und

Schnittstellen

Bis zu 272 Stunden (Standby)/

2.420 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,

Bluetooth, NFC

Bis zu 734 Stunden (Standby)/

2.370 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,

Bluetooth, Miracast, NFC

Bis zu 498 Stunden (Standby)/

1.700 mAh

SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,

WLAN, GPS, DLNA, Bluetooth,

Miracast, NFC

Bis zu 430 Stunden (Standby)/

2.460 mAh

SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,

WLAN, GPS, DLNA, Bluetooth,

NFC

Bis zu 550 Stunden (Standby)/

1.700 mAh

SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,

WLAN, GPS, DLNA, Bluetooth,

NFC

Bis zu 608 Stunden (Standby)/

1.540 mAh

SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,

WLAN, GPS, Bluetooth

Lieferumfang Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer

Benchmark-

Ergebnisse*

14.590 Punkte (Antutu)

4.864 Punkte (Quadrant)

16.407 Punkte (Antutu)

7.494 Punkte (Quadrant)

9.256 Punkte (Antutu)

4.208 Punkte (Quadrant)

6.315 Punkte (Antutu)

2.704 Punkte (Quadrant)

4.512 Punkte (Antutu)

2.639 Punkte (Quadrant)

5.419 Punkte (Antutu)

2.055 Punkte (Quadrant)

Testurteil gut 1,5 Gut 1,6 Gut 2,1 Gut 2,3 BEFRIEDIGEND 3,2 ausreichend 4,0

*Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.

26 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Smartphone Blackberry Q10 Phones

Blackberry Q5 –

Es geht auch günstiger

Im Gegensatz zum gleichgroßen Schwestermodell ist der Q5 technisch etwas

schlechter ausgestattet, kostet mit rund 330 Euro aber auch deutlich

weniger. Die schwächere Hardware findet sich beim Prozessor (Dualcore, 1,2

GHz) und der Kamera (5 Megapixel), außerdem fühlt sich das Plastikgehäuse

bei Weitem nicht so hochwertig an wie beim Q10. Display, Tastatur und Bedienung

sind aber wie beim Schwestermodell absolut überzeugend. Wenn

Sie sich also an den oben genannten Nachteilen nicht stören, können Sie

mit dem Q5 deutlich günstiger in die Blackberry-Welt einsteigen.

Tipp mal wieder!

Smartphone Blackberrys Q10 dürfte vor allem bei Tastaturfans großen Anklang finden.

Die Rückseite lässt sich

öffnen, die Abdeckung

besteht aus Kunststoff.

Dank einer speziellen

Kevlar-Beschichtung

fühlt sich der Q10 aber

deutlich hochwertiger

an als viele andere

Kunststoff-Smartphones.

Das Hauptargument für den Kauf eines

Blackberrys ist seit jeher die gute Tastatur

und genau wegen dieser greifen

auch heute noch viele Leute, die mit den Displaytastaturen

anderer Smart phones nichts

anfangen können, gerne zu den Telefonen des

kanadischen Herstellers. Nichtsdestotrotz

schlug Blackberry mit seinem ersten neuen

Modell, dem Z10, einen anderen Weg ein und

verzichtete auf das beliebte Keyboard. Stattdessen

ersetzte eine besonders clevere Displaytastatur

die altgedienten Hardwaretasten. Gerade

bei Blackberry-Fans der ersten Stunde fand

diese Variante nur wenig Anklang. Mittlerweile

hat der kanadische Hersteller aber auch für

solche Nutzer ein Gerät im Angebot, den

Blackberry Q10, der die Verbindung zwischen

der alten und der neuen Blackberry-Welt herstellen

soll. Äußerlich erkennt man wenige

Unterschiede zu früheren Modellen, denn wie

bei diesen besteht ein Großteil des Smartphones

aus der Tastatur. Über dieser befindet

sich ein für heutige Verhältnisse kleines

3,1-Zoll-Display, das mit 720 x 720 Pixeln aber

äußerst fein auflöst (328 ppi). Einen großen

Unterschied gibt es bei der Bedienung, denn

im Gegensatz zu den meisten älteren Modellen

wird der Q10 komplett über den jetzt berührungsempfindlichen

Bildschirm gesteuert, das

bekannte Trackpad gibt es nicht mehr. Stattdessen

navigieren Sie genau wie beim Schwestermodell

Z10 per Wischgesten: Bewegen Sie

den Finger vom unteren Bildschirmrand aus

nach oben, gelangen Sie in die Anwendungsübersicht.

Wenn Sie anschließend noch nach

rechts wischen, öffnet sich das clevere Blackberry-Hub,

die zentrale Anlaufstelle für alle

neuen Nachrichten, Mails und Social-Media-

Updates. Eine Wischgeste von oben nach unten

öffnet – ähnlich wie bei Android – ein

Dropdown-Menü, über das Sie beispielsweise

Bluetooth oder WLAN (de-)aktivieren oder

auch eine neue Weckzeit einstellen können.

Die Steuerung von Blackberry OS 10 ist wirklich

intuitiv und geht nach kurzer Eingewöhnung

problemlos von der Hand. Großer Nachholbedarf

besteht nach wie vor beim App-

Angebot, denn mit insgesamt nur rund

250.000 verfügbaren Anwendungen rangiert

man hier meilenweit hinter den Marktführern

iOS (ca. 900.000) und Android (ca.

1.000.000). Immerhin sind einige der beliebtesten

Anwendungen wie der Messenger

Whatsapp oder das Vogelwurfspiel Angry Birds

mittlerweile auch für Blackberrys erhältlich.

Etwas abschreckend ist der immens hohe Preis,

denn aktuell müssen Sie rund 530 Euro für den

Q10 auf den Tisch legen – und damit 50 bis

100 Euro mehr als für deutlich besser ausgestattete

Android-Modelle wie das Samsung

Galaxy S4 oder HTCs One. (ps)

Produktinfo Blackberry Q10

Webseite

www.blackberry.de

Preis (UVP, Online) € 600, ab € 530

Technische Daten

Display

3,1 Zoll (ca. 7,9 cm),

720 x 720 Pixel (328 ppi),

Super-AMOLED

Mobilfunk

GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA),

LTE

Prozessor/Taktung TI OMAP 4470,

Dualcore, 2x 1,5 GHz

Interner Speicher 16 GByte (erweiterbar)

Foto/Video 8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme

(1080p), Frontkamera für

Videotelefonie

Ausmaße/Gewicht 119 x 66 x 10,3 mm/139 g

Betriebssystem Blackberry OS 10

Akkulaufzeit/

Kapazität

Verbindungen und

Schnittstellen

Lieferumfang

Bis zu 355 Stunden (Stand-by)/

2.100 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-

USB, Micro-HDMI, WLAN, GPS, DLNA,

Bluetooth, NFC

Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer

blackberry q10

Intuitive Bedienung

Gute Tasten mit

angenehmen

Druckpunkten

Ordentliche

Performance

Hoher Preis

Nach wie vor zu

kleines App-Angebot

gut

Note 1,8

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 27


Phones

TEst: High-End-Smartphones

Leistungsstarkes

Quartett

Smartphones Diese vier High-End-Smartphones

überzeugen nicht nur mit ihrer Top-Ausstattung.

gut

Note 1,5

Es ist eigentlich bei jeder neuen High-

End-Smartphone-Generation das

Gleiche: Die Displays lösen höher

auf, die Prozessoren werden auf die neueste

Version aktualisiert und noch höher getaktet.

Dazu kommen verbesserte Kameras und

eine überarbeitete Benutzeroberfläche. Weitere

Innovationen muss man allerdings

meist mit der Lupe suchen. Bei den vier in

diesem Artikel getesteten Top-Geräten ist

das jedoch anders, denn neben bester Hardware

haben alle vier auch in puncto Features

einiges zu bieten. Beispiel gefällig? Samsungs

Galaxy S4 Active ist technisch beinahe identisch

zum normalen Galaxy S4, kann dank

wasserdichtem Gehäuse aber problemlos

mit im Pool baden gehen. Das kann Huaweis

Ascend P6 zwar nicht, dafür ist es mit

einer „Dicke“ von nur 6,18 Millimetern das

aktuell dünnste Smartphone der Welt. Nokias

Lumia 925 will neue Maßstäbe im

Bereich der Handykameras setzen und LGs

Optimus G Pro ist das erste Full-HD-

Smartphone des koreanischen Technik-

Riesen. Wenn Sie jetzt auch noch wissen

möchten, was die einzelnen Geräte so leisten,

dann sollten Sie unbedingt die folgenden

Seiten studieren. (ps)

Nokia Lumia 925

Web: www.nokia.de Preis (UVP, Online): € 600, ab € 390

Einer der größten Kritikpunkte an Nokias Lumia 920 war das klobige Design,

auch die Haptik fiel aufgrund des Plastikgehäuses alles andere als hochwertig

aus. Nokia hat diese Kritik angenommen und das Aussehen seines Flaggschiffs

für das Nachfolgemodell Lumia 925 komplett verändert. Das Windows-8-Smartphone

ist jetzt deutlich dünner und etwas leichter, dazu kommt der sehr hochwertig

anmutende Alurahmen rund um das Gerät. Lediglich die nach wie vor

aus Plastik bestehende Rückseite trübt den edlen Eindruck ein wenig. Aufgrund

des neuen Designs ist das jüngste Lumia übrigens nur noch unter Zuhilfenahme

einer zusätzlichen Hülle mit den Induktions-Ladestationen des Vorgängermodells

kompatibel. Die Hardware ist mit dem Snapdragon-Dualcore-Prozessor und

dem HD-Display (720 x 1.280 Pixel) identisch zum Schwestermodell. Auch

wenn diese Ausstattung bei einem Androiden maximal für die Oberklasse reichen

würde, ist in der Windows-Welt diese Zweikern-CPU völlig ausreichend, um

das Lumia 925 beim Spielen, Surfen und der Menünavigation absolut flüssig

laufen zu lassen. In puncto Brillanz kann das Display aber natürlich nicht ganz

mit den Full-HD-Bildschirmen mancher Android-Konkurrenten mithalten. Ein

dickes Ausrufezeichen setzt Nokia wieder einmal bei der Kamera, besonders bei

schlechten Lichtverhältnissen überflügelt das Lumia 925 die Konkurrenz deutlich

(siehe Kasten auf Seite 31). Da auch der Preis seit der Veröffentlichung schon

um über 200 Euro gefallen ist, ist das neue Nokia-Modell für Windows-Phone-

Fans ein empfehlenswertes Top-Gerät. Sollten Sie allerdings bereits ein Lumia

920 ihr Eigen nennen, lohnt eine Neuanschaffung des Nachfolgers aufgrund der

fast identischen Ausstattung nicht.

Elegantes Design

Gute Performance

Top-Kamera, besonders bei schlechtem Licht

Hardware nahezu identisch zum Vorgängermodell

28 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: High-End-Smartphones Phones

sehr gut

Note 1,3

sehr gut

Note 1,2

Fotos: Thomas Riese/Oliver Karl

LG Optimus G Pro

Web: www.lg.de Preis (UVP, Online): € 600, ab € 470

Das Optimus G Pro ist eigentlich nicht neu, denn in Asien ist LGs High-End-

Smartphone bereits seit einigen Monaten im Handel. Der Start in Deutschland

ist dagegen eher unglücklich, denn bereits wenn Sie dieses Heft lesen, wird mit

dem G2 LGs neues Flaggschiff in den Läden stehen, das noch einen Tick besser

ausgestattet ist als das Optimus G Pro. Letzteres kann sich bezüglich Hardware

trotzdem absolut sehen lassen, denn technisch liegt es gleichauf mit den aktuellen

Android-Spitzenreitern Galaxy S4 und HTC One. Das Full-HD-Display

fällt mit 5,5 Zoll allerdings ein wenig größer aus als bei der Konkurrenz und

hat daher eine etwas niedrigere Pixeldichte, die aber immer noch bei stolzen

400 ppi liegt. Als Prozessor kommt Qualcomms Snapdragon 600 zum Einsatz,

der bei unseren Benchmarktests aber etwas schlechtere Ergebnisse lieferte als die

gleiche CPU in Samsungs S4 oder HTCs One. Nichtsdestotrotz arbeitet das G

Pro rasend schnell, Menüruckler oder anderweitige Verzögerungen konnten wir

nicht feststellen. Die 13-Megapixel-Kamera schlägt sich im Vergleich zur übrigen

Hardware nicht ganz so gut, denn trotz der hohen Sensorauflösung fehlt es

den Aufnahmen vor allem zum Rand hin an Schärfe. Bei Dämmerlicht bleibt

von den Fotos nicht mehr viel übrig, wie Sie auf den Beispielfotos im Kasten

auf Seite 31 sehen können. Obwohl das Optimus G Pro ein super ausgestattetes

High-End-Smartphone ist, können wir einen Kauf zum aktuellen Zeitpunkt

nicht empfehlen. Warten Sie stattdessen lieber, bis der Quasi-Nachfolger G2

eine Weile auf dem Markt ist. Dann dürfte das G Pro nämlich noch einmal

deutlich günstiger werden und könnte sich dadurch zu einer absoluten Preis-

Leistungs-Granate entwickeln.

Top-Ausstattung

Brillantes Full-HD-Display

Flotte Performance

Mittelmäßige Kamera

Samsung Galaxy S4 Active

Web: www.samsung.de Preis (UVP, Online): € 600, ab € 500

Bisher konnten Outdoor-Smartphones meist nur durch ihre Robustheit,

nicht jedoch durch technische Ausstattung überzeugen.

Das möchte Samsung mit dem S4 Active ändern und bringt sein

Flaggschiff in leicht veränderter Hülle und beinahe identischer

Hardwareausstattung auf den Markt. Rein äußerlich ist die Outdoor-Version

etwas dicker und schwerer, das Display bleibt aber

bei einer identischen Größe von fünf Zoll. Durch die minimal

klobigere Bauweise fühlt sich das Active aber auch deutlich robuster

an als das Schwestermodell. Im Gegensatz zu anderen Outdoor-

Geräten ist das Active nicht vor Stürzen gefeit, die IP67-Zertifizierung

besagt lediglich, dass das Telefon staub- und schmutzdicht ist

sowie bis zu halbstündiges Untertauchen verkraftet. Letzteres laut

der Anleitung übrigens nur in Süßwasser. Die größten technischen

Veränderungen finden sich bei Kamera und Display: Der Fotosensor

des S4 Active löst nämlich nur mit 8 statt 13 Megapixeln auf,

dafür spendierte Samsung der Aufnahmesoftware einen eigenen

Unterwassermodus. Als Display verbaut Samsung im Outdoor-S4

leider nur ein LCD-Panel, das im Gegensatz zum brillanten Bildschirm

des Schwestermodells besonders bei der Farbdarstellung

nicht ganz mithalten kann. Dank Full-HD-Auflösung und sehr

gutem Blickwinkel ist das S4-Active-Display den meisten Konkurrenten

aber trotzdem noch um Längen voraus.

Überragende Performance

Top-Hardware

Robuste Haptik

Kein Schutz vor Stürzen

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 29


Phones TEst: High-End-Smartphones

Huawei Ascend P6

Web: www.huaweidevice.com Preis (UVP, Online): € 450, ab € 330

Das Ascend P6 ist nicht nur das dünnste Smartphone der Welt, sondern

noch dazu eines der schönsten überhaupt. Zwar wird besonders beim

Betrachten des gebürsteten Metallrahmens schnell klar, dass sich die

Designer von Apples iPhone haben inspirieren lassen, trotzdem bietet

das Huawei-Smartphone mit der abgerundeten Unterseite sowie der

schlichten, aber haptisch hochwertigen Rückseite genügend eigene Elemente,

um sich diese Design-Lorbeeren zu verdienen. Etwas irritierend

ist allerdings die Unterbringung des Klinkenanschlusses an der linken

Seite des Geräts – besonders beim Verstauen in der Hosen tasche mit

angeschlossenem Kopf- oder Ohrhörer. Immerhin: Huawei legt dem

Gerät von Haus aus einen rechtwinkligen Adap ter bei, mit dem das

Problem des seitlich herausstehenden Anschlusses zumindest etwas verbessert

wird. Geschützt wird dieser Anschluss übrigens zusätzlich durch

einen kleinen Metallstift, der nach dem Herausnehmen auch als Hilfsmittel

zum Öffnen des SIM- und SD-Slots dient. Der größte Kritikpunkt

beim Ascend P6 ist die technische Ausstattung, denn die kann unterm

Strich nicht mit den Flaggschiffmodellen der Konkurrenz mithalten.

Huaweis selbst entwickelter Quadcore-Chipsatz K3V2 arbeitet zwar flott

und ausreichend schnell für alle Aufgaben, in den Benchmarktests offenbart

sich trotzdem eine große Diskrepanz zwischen dem P6 und beispielsweise

einem Galaxy S4 oder HTC One. Ärgerlich ist auch, dass das P6

weder LTE noch NFC an Bord hat, gerade bei Oberklasse-Smartphones

sollten diese Features eigentlich nicht fehlen. Ein abschließendes Lob

gibt es dafür noch für die Kameras des Huawei-Handys, denn die rückseitige

8-Megapixel-Knipse macht besonders bei Tageslicht hervorragende

Fotos und bietet noch dazu zahlreiche clevere Features. Die vorderseitige

Kamera soll ebenfalls nicht unerwähnt bleiben, denn die bietet

eine ungewöhnlich hohe Auflösung von 5 Megapixeln, was besonders

Videotelefonierern gefallen dürfte. Wer auf NFC und LTE verzichten

kann und nicht zwingend das allerschnellste Handy auf dem Markt

haben möchte, erhält mit dem Ascend P6 ein äußerst hübsches Smartphone

mit toller Kamera zu einem sehr fairen Preis.

Sehr schönes und hochwertiges Design Gute Kamera NFC und LTE fehlen Hardware nicht auf Flaggschiff-Niveau

Produktinfo Samsung Galaxy S4 Active LG Optimus G Pro Huawei Ascend P6 Nokia Lumia 925

Webseite www.samsung.de www.lg.de www.huaweidevice.com www.nokia.de

Preis (UVP, Online) € 600, ab € 500 € 600, ab € 470 € 450, ab € 330 € 600, ab € 390

Technische Daten

Display

5 Zoll (ca. 12,7 cm),

1.080 x 1.920 Pixel (441 ppi),

TFT

Mobilfunk

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,

HSUPA), LTE

Prozessor/Taktung Qualcomm Snapdragon 600,

Quadcore, 4x 1,9 GHz

5,5 Zoll (ca. 13,9 cm),

1.080 x 1.920 Pixel (410 ppi),

True HD IPS

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,

HSUPA), LTE

Qualcomm Snapdragon 600,

Quadcore, 4x 1,7 GHz

4,7 Zoll (ca. 11,9 cm),

720 x 1.280 Pixel (312 ppi),

Super-IPS+

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,

HSUPA)

Huawei K3V2,

Quadcore, 4x 1,5 GHz

4,5 Zoll (ca. 11,4 cm),

720 x 1.280 Pixel (332 ppi),

AMOLED Clearblack

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,

HSUPA), LTE

Qualcomm Snapdragon S4,

Dualcore, 2x 1,5 GHz

Interner Speicher 16 GByte (erweiterbar) 16 GByte (erweiterbar) 8 GByte (erweiterbar) 16 GByte (nicht erweiterbar)

Foto/Video 8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme

(1080p), Frontkamera

für Videotelefonie

13-Megapixel-Kamera/HD-

Videoaufnahme (1080p), Frontkamera

für Videotelefonie

8-MP-Kamera/HD-Videoaufnahme

(1080p), 5-MP-Frontkamera

für Videotelefonie

8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme

(1080p), Frontkamera

für Videotelefonie

Ausmaße/Gewicht 139,7 x 71,3 x 9,1 mm/151 g 150,2 x 76 x 9,4 mm/172 g 132,6 x 65,5 x 6,2 mm/120 g 129 x 70,6 x 8,5 mm/139 g

Betriebssystem Android 4.2.2 (Jelly Bean) Android 4.2.2 (Jelly Bean) Android 4.2.2 (Jelly Bean) Windows Phone 8

Akkulaufzeit/

Kapazität

Verbindungen und

Schnittstellen

Bis zu 450 Stunden (Stand-by)/

2.600 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),

Micro-USB, WLAN, GPS, MHL,

DLNA, Bluetooth, NFC

Bis zu 598 Stunden (Stand-by)/

3.140 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),

Micro-USB, WLAN, GPS, MHL,

DLNA, Bluetooth, NFC

Bis zu 416 Stunden (Stand-by)/

2.000 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,

Bluetooth

Lieferumfang Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer,

Ohrhörer-Adapter

Benchmark-

Ergebnisse*

22.829 Punkte (Antutu)

12.420 Punkte (Quadrant)

19.660 Punkte (Antutu)

11.461 Punkte (Quadrant)

14.229 Punkte (Antutu)

5.227 Punkte (Quadrant)

Bis zu 440 Stunden (Stand-by)/

2.000 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,

Bluetooth, NFC

Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer

Nicht verfügbar

Testurteil SEhr gut 1,2 SEhr gut 1,3 Gut 1,5 Gut 1,5

Fazit

Aufgrund des gemischten

Testfelds küren wir an dieser

Stelle keinen Testsieger, stattdessen lohnt abschließend

noch einmal ein Blick auf die Stärken

und Schwächen der einzelnen Geräte: Huaweis

Ascend P6 ist eines der schönsten Smartphones

der jüngsten Zeit, hat eine super Kamera, kann

technisch aber nicht mit den Flaggschiffen anderer

Hersteller mithalten. Das Lumia 925 macht

ebenfalls tolle Fotos und wurde äußerlich

gründlich überarbeitet, bringt in puncto Ausstattung

aber zu wenige Verbesserungen im

Vergleich zum rund 120 Euro günstigeren Lumia

920 mit. LGs Optimus G Pro kommt mit Top-

Ausstattung und läuft superschnell, allerdings

ist mittlerweile ein noch etwas besser ausgestattetes

Alternativmodell erhältlich. Bleibt

Samsungs Galaxy S4 Active, ein Outdoor-Smartphone

mit überragender Ausstattung, das allerdings

bei Weitem nicht so resistent ist wie die

hartgesottenen Handys anderer Hersteller.

Nachdem Sie nun für das Quartett die Vor- und

Nachteile kennen, können Sie vor einem eventuellen

Kauf nach Ihren persönlichen Vorlieben

abwägen. Wirklich falsch liegen werden Sie aber

bei keinem dieser Smartphones, denn unter

dem Strich sind alle vier echte Top-Handys.

* Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.

30 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: High-End-Smartphones Phones

Nokia Lumia 925

1 2

Kontraste und Detailgrad sind bei Tageslicht ordentlich, wirklich beeindruckend ist jedoch die Lowlight-Leistung.

Das rechte Bild wurde tatsächlich unter den exakt gleichen Bedingungen aufgenommen wie die drei Fotos darunter.

Samsung Galaxy S4 Active

1 2

Auch beim S4 Active stimmen Farben und Details bei Tageslicht, wenn Sie jedoch bei Dämmerung fotografieren,

bleibt – wie auf der rechten Aufnahme zu sehen – nicht mehr viel vom Foto übrig.

gut

Note 1,5

LG Optimus G Pro

Mobile Fotokünstler?

High-End-Hardware gleich Top-Bildqualität? Wir haben die

Knipsen der vier neuen Top-Modelle ausprobiert.

1 2

Auf der kleinen Aufnahme schwer zu erkennen, aber die Fotos des G Pro verlieren zum Rand hin deutlich

an Schärfe. Bei schlechten Lichtverhältnissen sind wie beim S4 Active nur noch Schemen zu erkennen.

Fotos: Thomas Riese/Oliver Karl

Um die Bildqualität zu beurteilen, haben wir mit allen vier Handys

sowohl bei Tages- als auch bei (simuliertem) Dämmerlicht

Fotos aufgenommen. Die Ergebnisse bei guten Lichtverhältnissen

können bei allen Modellen überzeugen, denn die Handys

machen ordentlich scharfe und detaillierte Fotos. Bei Dämmerlicht

hingegen trennt sich die Spreu vom Weizen und es sind

sehr deutliche Unterschiede auszumachen. Während man bei

LG und Samsung auf den Lowlight-Bildern nur Schemen sieht,

ist beim Ascend P6 zumindest das Motiv noch erkennbar. Ganz

anders sieht es beim Lumia 925 aus, das selbst bei schwachem

Licht das fotografierte Objekt deutlich wahrnehmbar ablichtet.

Was Lumia-Sensor und Objektiv bei schlechten Lichtverhältnissen

leisten, ist wirklich erstaunlich.

Huawei Ascend P6

1 2

Kontrastreiche und detaillierte Fotos bei Tageslicht plus ein immerhin noch deutlich erkennbares Motiv bei

Dämmerung. Huaweis Ascend P6 war eine positive Überraschung im Kameratest.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 31


PHONES TEST: Mega-Phones „Phablets“

Megaphones

Smartphones Handy, Tablet-

PC oder Phablet? Die Einordnung

fällt bei den über sechs

Zoll großen Geräten von

Samsung und Sony schwer.

Es ist schon faszinierend, dass

der Trend im Mobile-Markt deutlich

zu immer größeren Geräten

geht, wo doch vor einigen Jahren die

Mobiltelefone gar nicht klein genug

sein konnten. Immer mehr Hersteller

bauen mittlerweile Smartphones in

Größen jenseits der sechs Zoll, Vorreiter

war einst Samsung mit der ersten

Ausgabe des Galaxy Note. Mit dem

Galaxy Mega legt der koreanische Hersteller

nun ein neues Riesenhandy

nach, das im Gegensatz zum Note

aber ohne Stylus auskommen muss

und sich äußerlich am Flaggschiff

Galaxy S4 orientiert. Auch Sony hat für

das Xperia Z Ultra sein Top-Smartphone

als Vorlage genommen, vergrößert

dessen 5-Zoll-Display aber auf gigantische

6,4 Zoll. Ob das Gerät noch in

die Hosentasche passt und inwieweit

sich beide Telefone im Vergleich mit

herkömmlichen Smartphones schlagen,

verrät unser Test. (ps)

32 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13

Phab|let, das; -s (pl): Wortverschmelzung

aus Phone und

Tablet, bezeichnet Mobiltelefone

mit sehr großen Bildschirmen,

wie man sie sonst

nur von Tablets kennt.

Fotos: Thomas Riese/Oliver Karl


TEST: Mega-Phones „Phablets“

PHONES

Samsung Galaxy Mega

Web: www.samsung.de Preis (UVP, Online): € 600, ab € 320

GUT

Note 1,9

Dass Samsung gerne viele Galaxy-Smartphones auf den Markt bringt, ist ja nichts

Neues, denn bereits im letzten Jahr durften wir uns an zahlreichen Ablegern des

Flaggschiff-Modells Galaxy S3 erfreuen. Das ist in diesem Jahr nicht anders und auch

beim Galaxy Mega handelt es sich (wenn auch in diesem Fall nicht namentlich) um

eine spezielle Version des Galaxy S4. Das Riesenhandy hat ein 6,3 Zoll großes Display

und ist damit noch größer als Samsungs Phablets aus der Galaxy-Note-Reihe. Obwohl

sich der größere Bildschirm eigentlich noch besser zum Arbeiten eignen würde, legt

der koreanische Hersteller dem Mega jedoch keinen Stylus bei, wohl um keine Verwirrungen

zwischen den Produkten der S- und der Note-Reihe entstehen zu lassen.

Zudem hat man mit dem Note 3 auf der IFA gerade erst sein neues Phablet-Flaggschiff

vorgestellt, mit dem das Mega nicht in Konkurrenz treten soll. Vielmehr richtet sich

das mit einer Dualcore-CPU (1,7 GHz) und einem HD-Display (720 x 1.280 Pixel)

ausgestattete Riesenhandy an Einsteiger und eben an die Leute, denen das Display

gar nicht groß genug sein kann. Was die Leistung betrifft, gibt es trotz des Verzichts

auf eine Vierkern-Recheneinheit nichts zu mäkeln, denn für getestete Spiele wie Dead

Trigger oder Temple Run 2 reichte die Rechenpower locker aus. Unverständlich bleibt

jedoch die Wahl der Display-Auflösung, denn gerade bei dieser Größe wäre ein Full-

HD-Screen deutlich schöner gewesen. Durch die 720p-Auflösung liegt die Pixeldichte

nämlich bei gerade einmal 233 ppi – und damit höchstens auf Mittelklasse-Niveau.

Sollten Sie sich daran nicht stören und riesige Displays mögen, können wir Ihnen das

Mega aufgrund der schönen Samsung-Benutzeroberfläche und des unschlagbar günstigen

Internetpreises trotzdem durchaus empfehlen.

Zu groß für ein Telefon?

Erinnern Sie sich noch an die allerersten Mobiltelefone?

Es sah schon etwas befremdlich

aus, wenn man Menschen mit den damals

noch riesigen Klötzen am Ohr durch die Straßen

laufen sah. Durch die Phablet-Kategorie

erlebt diese längst vergangene Ära jetzt ein

Revival, denn wenn man sich ein 6-Zoll-Handy

ans Ohr hält, sieht das nicht minder komisch

aus, wie Ihnen unsere Layout-Kollegin

im Foto oben präsentiert. Auch hosentaschentauglich

ist besonders Sonys Xperia Z

Ultra definitiv nicht mehr. Immerhin hat Sony

das eingesehen und bietet als optionales Zubehör

den unten abgebildeten Bluetooth-

Hörer SBH52 an. Trotzdem bleibt die Frage,

ob man solche Geräte überhaupt noch als

Smartphone bezeichnen kann. Die Antwort

ist in unseren Augen ein klares „Jein“.

Zum einen haben Riesengeräte wie das

Mega oder das Xperia Z Ultra eine integrierte

Telefonierfunktion, das wichtigste

Merkmal eines Handys ist also präsent.

Zum anderen sind Smartphones jenseits

der 5,5 Zoll aber einfach zu groß, um sie

noch als klassische Handys durchgehen zu

lassen, weshalb wir auch in der SFT fortan

die neue Kategorie „Phablet“ für solche Geräte

verwenden werden.

Gute Performance Großes, farbstarkes Display

Mittelmäßige Display-Pixeldichte Keine Stylus-Bedienung wie beim Note

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 33


PHONES

TEST: Mega-Phones „Phablets“

Sony Xperia Z Ultra

Web: www.sony.de Preis (UVP, Online): € 680, ab € 550

Sonys Xperia Z Ultra lässt uns zwiegespalten zurück: Eigentlich ist das

riesige Smartphone mit seinem 6,4-Zoll-Full-HD-Bildschirm, der irrwitzig

schnellen Snapdragon-800-Quadcore-CPU und dem extrem dünnen

und gleichzeitig äußerst hochwertigen Design über alle Zweifel erhaben.

Doch gerade die Größe ist die Krux des Geräts, denn mit Ausmaßen

von 17,9 x 9,2 x 0,65 Zentimetern ist es schlichtweg zu groß für

jede normale Hosentasche und dürfte bei vielen Kaufinteressenten allein

aufgrund dieser Tatsache bereits durchfallen. Sollten Sie aber zu den

Menschen gehören, denen die Größe egal ist, dann gibt es besonders in

puncto Performance aktuell kein Gerät, das mit Sonys Riesenhandy mithalten

kann. Der Snapdragon 800 des Z Ultra pulverisierte in unseren Benchmarks

die bisherigen Spitzenwerte des Samsung Galaxy S4 und auch die

anspruchsvollsten getesteten Spiele wie The Room oder Machinarium (Tablet-

Version!) liefen hundertprozentig ruckelfrei. Dazu kommt das überragende

Display, das dank Triluminos-Technologie extrem farbstark und kontrastreich

ausfällt und sich besonders zum Filmschauen unterwegs perfekt eignet. Auch

die Stylus-Unterstützung soll nicht unerwähnt bleiben, denn auf dem Xperia

Z Ultra können Sie tatsächlich mit jedem beliebigen Stift mit leitender

Mine (Kugelschreiber, Bleistift) schreiben und zeichnen. Einen kleinen abschließenden

Abzug gibt es noch für die 8-Megapixel-Kamera, denn deren

Aufnahmen taugen lediglich bei Tageslicht.

Überragende Leistungsfähigkeit Brillantes Full-HD-Display

Styluseingaben mit (fast) jedem Stift Mittelmäßige Kamera

SEHR GUT

Note 1,2

Bademeister

Genau wie Sonys letzte Geräte ist auch das Xperia Z Ultra wieder wasserdicht und

kann laut Hersteller bis zu einer halben Stunde lang unter Wasser verbleiben. Alle

wichtigen Anschlüsse werden über speziell abgedichtete Klappen geschützt, die sich

nahtlos ins elegante Design einfügen. Lediglich der Dock-Anschluss an der Seite sowie

der Klinkenanschluss verbleiben offen, beim Test konnten wir aber kein eindringendes

Wasser feststellen. Ob man sein 600-Euro-Smartphone deshalb trotzdem regelmäßig

mit in den Pool nehmen wird, bleibt fraglich, viel wichtiger ist aber zu wissen,

dass selbst die Benutzung bei Starkregen oder ein versehentlicher Sturz ins

Spülbecken der empfindlichen Elektronik des Xperia Z Ultra nichts anhaben können.

Produktinfo Sony Xperia Z Ultra Samsung Galaxy Mega

Webseite www.sony.de www.samsung.de

Preis (UVP, Online) € 680, ab € 550 € 600, ab € 320

Technische Daten

Display

6,4 Zoll (ca. 16,3 cm),

1.080 x 1.920 Pixel (344 ppi),

TFT Reality Display

6,3 Zoll (ca. 16,0 cm),

720 x 1.280 Pixel (233 ppi),

LCD

Mobilfunk

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,

HSUPA), LTE

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,

HSUPA), LTE

Prozessor/Taktung Qualcomm Snapdragon 800

Quadcore, 2,2 GHz

Qualcomm Snapdragon S4

Dualcore, 1,7 GHz

Interner Speicher 16 Gigabyte (erweiterbar) 8 Gigabyte (erweiterbar)

Foto/Video 8-Megapixel-Kamera/HD-

Videoaufnahme (1080p), Frontkamera

für Videotelefonie

8-Megapixel-Kamera/HD-

Videoaufnahme (1080p), Frontkamera

für Videotelefonie

Ausmaße/Gewicht 179 x 92 x 6,5 mm/212 g 167 x 88 x 8,0 mm/199 g

Betriebssystem Android 4.2.2 (Jelly Bean) Android 4.2.2 (Jelly Bean)

Akkulaufzeit/Kapazität

Verbindungen und

Schnittstellen

bis zu 550 Stunden (Stand-by)/

3.000 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,

MHL, Bluetooth, NFC

bis zu 390 Stunden (Stand-by)/

3.200 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,

Bluetooth, NFC

Lieferumfang Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer

Benchmark-

Ergebnisse*

29.437 Punkte (Antutu)

20.914 Punkte (Quadrant)

13.885 Punkte (Antutu)

7.146 Punkte (Quadrant)

* Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z Ultra mit 29.437 (Antutu)

und 20.914 (Quadrant) Punkten. Bisherige Referenz: Samsung Galaxy S4 mit 23.918 (Antutu)

und 12.309 (Quadrant) Punkten.

Fotos: Thomas Riese/Oliver Karl

34 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Advertorial

Unterwegs einfach tolle Bilder

machen. Mit der Smart Shot von

Sony wird Ihr Handy zu einer

High-End-Kamera.

Für das klassische Fotografie-Erlebnis

lässt sich

die SmartShot direkt am

Handy befestigen.

Die SmartShot lässt sich

auch unabhängig vom Handy

nutzen und kann sogar fernausgelöst

werden.

Echte Handy-Kamera

Was wie ein Objektiv für eine

Spiegelreflexkamara aussieht,

ist in Wahrheit eine

revolutionäre neue Kamera. Die beiden

SmartShot-Kameras verbinden

sich drahtlos mit dem Smartphone

und nutzen das Handydisplay als

Sucher und zur Bilddarstellung. Auf

Wunsch werden die Bilder sowohl in

der Kamera als auch im Smartphone

gespeichert. Per Knopfdruck

können sie so spielerisch leicht per

Mail verschickt oder via Facebook

mit Freunden geteilt werden. Dank

optischem Zoom, hoher Lichtstärke

und großem Sensor fotografieren

Sie immer und überall in Profiqualität.

Der mitgelieferte Adapter passt

auf alle gängigen Smartphones, unterstützt

werden die Betriebssysteme

Android und iOS.

Weitere Infos zur SmartShot von

Sony finden Sie unter:

www.sony.de/smartshot.

SmartShot DSC-QX100

• 20,2 Megapixel

• 3,6x optischer Zoom

• ISO 160–25.600

• 62,5 x 62,5 x 55,5 mm, 165 g

• Android- & iOS-kompatibel

SmartShot DSC-QX10

• 18 Megapixel

• 10x optischer Zoom

• ISO 100–12.800

• 62,4 x 61,8 x 33,3 mm, 90 g

• Android- & iOS-kompatibel


Phones

test: Smartphone/Kamera Samsung Galaxy S4 Zoom

Fotophone

Smartphone/Kompaktkamera Samsung wagt sich

an die Verschmelzung der beiden Produktkategorien.

Ist das Ergebnis ein Handy oder eine Digitalkamera?

Samsungs Galaxy S4 Zoom vereint

Smartphone und Kompaktkamera

in einem Gerät.

36 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Smartphone/Kamera Samsung Galaxy S4 Zoom Phones

Die Bildqualität der S4-Zoom-Kamera

1 Detailgrad und Schärfe der Fotos sind ordentlich und liegen über dem

Niveau der meisten Handykameras, das darf man bei einem Gerät wie

dem S4 Zoom allerdings auch erwarten. Selbst kleine Schriften sind bis

Schriftgröße 7 noch gut lesbar, darunter beginnen die Buchstaben leicht

auszufransen. 2 Bei der maximalen ISO-Empfindlichkeit von 3.200 verlieren

sich kleine Schriften und viele Details im Bildrauschen. Alles in allem

ist die Aufnahme nicht mehr brauchbar. 3 Auch bei Dämmerlicht kann

das S4 Zoom trotz Nachtmodus nicht überzeugen. Zwar ist das Motiv

noch grob erkennbar, Farben, Details und Kontraste verlieren sich aber in

der zu dunklen Aufnahme. 4 An den Kanten der Alufolie sind Farbsäume

erkennbar, allerdings sind diese bei vielen Einsteiger- Kompaktkameras

deutlich stärker ausgeprägt.

1 2 3 4

Genau genommen ist das Galaxy S4

Zoom bereits Samsungs zweiter

Hybrid aus Smartphonetechnik

und Digitalkamera. Der erste Versuch war

die bereits anno 2012 erschienene Galaxy

Camera, allerdings fehlte dieser eine Telefonierfunktion.

Der neuen Ausgabe verleiht

Samsung nun den großen Namen seines

Flaggschiff-Smartphones – und liefert damit

im Grunde eine Mogelpackung ab. Im Gegensatz

zum Galaxy S4 Active (Test auf

Seite 29) hat das S4 Zoom technisch nämlich

überhaupt nichts mit dem Samsung-

Superphone gemein. Das Display ist mit

4,3 Zoll deutlich kleiner und löst mit 540

x 960 Pixeln auch nur halb so fein auf. Die

Dualcore-CPU kann nicht einmal annähernd

mit dem Quadcore-Prozessor des

Topmodells mithalten, reicht aber immerhin

aus, um das S4 Zoom flüssig durch

Menüs navigieren zu lassen. Bei getesteten

Spielen oder HD-Videos konnten wir ebenfalls

keine Verzögerungen feststellen. Auch

der interne Speicher wurde auf 8 Gigabyte

halbiert, was besonders ärgerlich ist, weil

das S4 Zoom ja nebenbei als Digitalkamera

fungiert und daher eine Menge an Bildern

fassen können muss. Immerhin können die

8 Gigabyte per Mi cro-SD-Karte erweitert

werden. Beim Betriebssystem müssen Sie

hingegen keine Abstriche machen, auf dem

S4 Zoom läuft die aktuelle Android-Version

4.2.2 inklusive Samsungs Nature-UX-Benutzeroberfläche.

Wie eingangs erwähnt,

kann das S4 Zoom auch telefonieren, etwas

komisch sieht es aber schon aus, wenn man

sich eine Digitalkamera ans Ohr hält. An

Gesprächsqualität und Verständlichkeit gab

es jedoch nichts auszusetzen. Als Smartphone

ordnet sich das S4 Zoom in der Mittelklasse

ein, doch wie sieht es eigentlich mit

dem Kamerapart aus?

Gute Ausstattung,

mittelmäßige Fotos

In puncto Features liegt das Galaxy S4 Zoom

in etwa auf dem gleichen Niveau wie aktuelle

Einsteiger-Kompaktkameras, denn auch

die haben mittlerweile 16-Megapixel-Sensoren

und 10-fach-Zoomobjektive. Beim Display

sticht der Hybrid dann aber doch deutlich

hervor, denn eine umgerechnete Auflösung

von circa 1.500.000 Bildpunkten haben

meist nicht einmal High-End- DSLRs. In

Kombination mit der Touch-Bedienung lässt

sich die Kamera so auch wunderbar steuern,

besonders das Setzen des Fokuspunkts sowie

die Menünavigation gehen leicht von der

Hand. Leider muss man die Menüs aber etwas

zu häufig bemühen, denn Schnelltasten

beispielsweise zum Verändern der ISO-Empfindlichkeit

sucht man vergebens. Außerdem

hat Samsung einige Funktionen sehr gut

innerhalb der ansonsten aber aufgeräumten

Kamerasoftware versteckt. Die Bildqualität

des S4 Zoom konnte uns bei unseren Testaufnahmen

nicht wirklich überzeugen, denn

lediglich bei Tageslicht macht das Foto-Handy

scharfe und relativ detaillierte Bilder – das

können mittlerweile aber die meisten

Handy kameras auch. In höheren ISO-Bereichen

fangen die Aufnahmen dagegen schnell

an zu rauschen, bei Dämmerlicht bleibt vom

Foto nicht mehr viel übrig. Eine genaue Beschreibung

samt Beispielbildern finden Sie

im Kasten oben auf dieser Seite. Unter dem

Strich ist das S4 Zoom also ein Hybrid-Gerät,

das Smartphone und Kamera in einem

Gerät vereinen will, in beiden Disziplinen

aber schlechter abschneidet als dedizierte

Geräte. Bleibt zu hoffen, dass Samsung bei

der nächsten Version sowohl technisch als

auch bei der Bildqualität noch eine Schippe

drauflegen kann. (ps)

Produktinfo Galaxy S4 Zoom

Webseite

www.samsung.de

Preis (UVP, Online) € 500, ab € 360

Technische Daten

Display

4,3 Zoll (ca. 10,9 cm),

540 x 960 Pixel (256 ppi),

Super-AMOLED

Mobilfunk

GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA),

LTE (nur bei spezieller LTE-Version)

Prozessor/Taktung Qualcomm Cortex A9,

Dualcore, 1,5 GHz

Interner Speicher 8 GByte (erweiterbar)

Foto/Video 16 Megapixel/1.080 x 1.920 (30 FPS),

Frontkamera für Videotelefonie

Brennweite/Zoom/

Lichtstärke

Ausmaße/Gewicht

Betriebssystem

Akkulaufzeit/

Kapazität

Verbindungen und

Schnittstellen

Lieferumfang

Benchmark-

Ergebnisse*

24-240 mm/10-fach/

f/3,1-6,3

125,5 x 63,5 x 15,4 mm/208 g

Android 4.2.2 (Jelly Bean)

Bis zu 570 Stunden (Standby)/

2.330 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-

USB, WLAN, GPS, DLNA, Bluetooth,

NFC

Netzteil, USB-Kabel

11.818 Punkte (Antutu)

4.839 Punkte (Quadrant)

*Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z

Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.

Galaxy S4 Zoom

als Kompaktkamera

Hochauflösendes

Display

3G und WLAN für

sofortigen Foto-

Upload

24-mm-Weitwinkel

Bildqualität kann nur

bedingt überzeugen

Teils umständliche

Bedienung

Befriedigend

Note 2,6

Galaxy S4 Zoom

Als Smartphone

Gute Performance

Farbstarkes Display

mit gutem Blickwinkel

Benutzeroberfläche

Mittelklasse-

Hardware

Knapper interner

Speicher (8 Gigabyte)

gut

Note 2,0

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 37


Tablets

Test: Der große Tablet-Guide

Der große Tablet-Guide

Tablet-PCs Sie wollen sich einen Flach-PC zulegen? Wir liefern die besten Schnäppchen.

Wie die kürzlich erschienenen Marktindexzahlen

der GFU belegen, erfahren

Tablet-PCs in Deutschland nach

wie vor einen großen Boom. In den ersten beiden

Quartalen dieses Jahres stieg der Absatz um gigantische

110 Prozent im Vergleich zum Vorjahr,

während konkurrierende Produktkategorien wie

Notebooks und Desktop-PCs deutlich an Boden

verloren. Diesen Trend haben natürlich auch die

Hersteller mittlerweile wahrgenommen, wodurch

die schiere Anzahl an Geräten fast genauso schnell

steigt wie die Verkaufszahlen. Das macht es potenziellen

Käufern nicht leicht, denn oftmals

unterscheiden sich Tablets nur in wenigen Ausstattungsnuancen,

die auf die Geräteperformance

aber mitunter große Auswirkungen haben können.

Beispiel gefällig? Quadcore-CPU ist nicht

gleich Quadcore-CPU. So kann es durchaus

vorkommen, dass ein Tablet mit einer aktuellen

Zweikern-Recheneinheit deutlich performanter

läuft als ein Gerät mit älterem Vierkern-Prozessor.

Auch beim Betriebssystem kann gerade im Android-Bereich

eine aktuellere Version Leistungsschübe

gegenüber älteren Ausgaben bewirken.

Um solchen schwächeren Androiden aus dem

Weg zu gehen, können Sie natürlich entweder ein

aktuelles iPad kaufen oder das jeweils neueste und

teuerste Android-Tablet. Wenn Sie sich Ihr sauer

verdientes Geld aber lieber sparen möchten, sollten

Sie unbedingt die folgenden Seiten studieren,

denn dort zeigen wir Ihnen die besten Preis-

Leistungs-Schnäppchen sowohl für die 7- als auch

für die 10-Zoll-Klasse. Auf dieser Doppelseite

erklären wir Ihnen außerdem, auf welche Ausstattungsmerkmale

Sie besonders achten sollten und

welche zu vernachlässigen sind. Übrigens: Von

einem iPad-Kauf raten wir Ihnen aktuell dringend

ab! Warum? Die Antwort geben wir im Verlauf

dieser Teststrecke. Und nun viel Spaß beim

Schmökern. (ps/fn)

Prozessor und RAM

Die CPU ist das Herzstück eines Tablets und hauptverantwortlich

für die Performance. Im High-End-Bereich

finden Sie zumeist Geräte mit Vierkern-Prozessoren,

die für flüssige Menünavigation und höchste Spieleund

Filmleistung sorgen. In der Mittel- und Einsteigerklasse

gibt es dagegen häufig Dualcore-Recheneinheiten,

die je nach Hersteller besser oder schlechter

laufen. Hier sollten Sie unbedingt darauf achten, dass

die Taktrate einer Zweikern-CPU mindestens 1,5 GHz

pro Kern beträgt. Singlecore-Flachmänner finden sich

heutzutage nur noch selten. Sollten Sie einem solchen

über den Weg laufen, machen Sie aber unbedingt

einen großen Bogen um das Gerät. Gleiches gilt

für Tablet-PCs, die mit 512 MByte RAM (oder weniger)

ausgestattet sind. Ein Gigabyte ist für heutige Anforderungen

Pflicht, aktuelle High-End-Geräte haben

mittlerweile sogar zwei Gigabyte RAM.

38 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Der große Tablet-Guide Tablets

Interner Speicher

Ein weiteres wichtiges Thema! Grundsätzlich sollten Sie sich vor

einem Kauf überlegen, was Sie alles auf Ihrem Tablet speichern

möchten. Sollten Sie zahlreiche HD-Filme, riesige Musikbibliotheken

oder tonnenweise Fotos auf Ihrem Flachmann aufbewahren

wollen, müssen Sie entweder zu einer Version mit sehr großem

internen Speicher (Minimum 32 GByte) oder gleich einem Tablet

mit Micro-SD-Slot greifen. Letztere gibt es allerdings nur bei Android,

bei iPads müssen Sie für den doppelten Speicher noch

einmal grundsätzlich saftige 100 Euro Aufpreis hinlegen. Wenn

Ihr Tablet dagegen einen Speicherkartenslot hat, ist der interne

Speicher nahezu egal, denn dann können Sie sowohl Apps als

auch alle sonstigen Dateien auf eine bis zu 64 Gigabyte große

Micro-SD auslagern. Beachten Sie allerdings, dass einige ältere

Geräte nur Größen bis maximal 32 Gigabyte unterstützen. Einige

Günstig-Tablets (wie Pearls Touchlet 7,85) haben sogar einen so

kleinen internen Speicher, dass Sie ohne eine Speicherkarte gar

keine Apps installieren können. Das ist durchaus ärgerlich, denn

je nach Größe der Micro-SD müssen Sie dann noch einmal zwischen

20 und 50 Euro auf den Kaufpreis draufrechnen.

Display

Das Zauberwort heißt Retina. Bereits im letzten Jahr

veröffentlichte Apple mit dem iPad 3 den ersten

Flach-PC überhaupt, der eine Auflösung über Full HD

hatte – und das zu einer Zeit, in der viele High-End-

Androiden maximal mit HD-ready auflösten. Eigentlich

musste man davon ausgehen, dass das Android-

Lager schnell nachziehen würde, aber tatsächlich

gibt es bis heute nur eine Handvoll Geräte (darunter

das Google Nexus 10), die genauso fein wie Apples

aktuelles iPad auflösen. Stattdessen regiert unter den

Spitzentablets mit Googles Betriebssystem nach wie

vor Full HD, viele Hersteller (darunter auch Samsung

mit seinen Galaxy Tabs) setzen sogar immer noch auf

nur 1.280 x 800 Pixel. Eine Kaufentscheidung sollten

Sie, was das Display betrifft, nach Ihren persönlichen

Vorlieben und Ansprüchen treffen. Wenn Sie häufig

Filme schauen oder Bücher lesen, sollte es mindestens

Full HD sein. Zum Surfen, Spielen und Musikhören

reicht HD-ready aber völlig aus.

Foto: Thomas Riese

OS OS-Version

Die aktuell verfügbare Betriebssystemversion

sagt im Android-Bereich sehr viel über einen Tablet-PC

aus. Neuere Geräte aller Preis- und Leistungsklassen

laufen in der Regel mit der Version

4.2 (Jelly Bean). Ebenfalls noch akzeptabel ist die

Vorversion 4.1, denn diese Geräte erhalten im Regelfall

früher oder später ein Update auf 4.2. Apropos

Update: Vor einem Kauf sollten Sie sich unbedingt

informieren, welche OS-Version für das

Tablet, das Sie im Auge haben, momentan verfügbar

ist. Es gibt nämlich nach wie vor Geräte,

die mit älteren Versionen ausgeliefert werden, die

aber schon beim ersten Einschalten auf 4.1 oder

4.2 aktualisiert werden können. Sollten Sie jedoch

einem Flachmann begegnen, der auch heute

noch mit den Versionen 4.0 (Ice Cream Sandwich),

3.X (Honeycomb) oder gar 2.3 (Gingerbread)

läuft, handelt es sich dabei um ein älteres

Modell, dessen Kauf wir definitiv nicht empfehlen

können. Die neueren Android-Versionen bringen

nämlich nicht nur zahlreiche Sicherheitsupdates

und haufenweise neue Features mit, sondern laufen

in der Regel auch deutlich flüssiger als ältere

Ausgaben. Als iOS-Käufer können Sie die OS-Version

dagegen vernachlässigen, denn Apple bietet

Updates dankenswerterweise über mindestens

drei Gerätegenerationen an. Das heißt,

selbst wenn Sie sich heute noch ein mittlerweile

zwei Jahre altes iPad 2 zulegen, können Sie trotzdem

das nagelneue iOS 7 installieren.

Mobiler Datenfunk

Sie möchten mit Ihrem Tablet auch unterwegs surfen, Mails

checken oder gar Videos streamen? Dann kommen Sie eigentlich

nicht um einen Flachmann mit 3G-Funktionalität

herum. Das Problem dabei ist allerdings, dass diese zum einen

deutlich teurer sind als die reinen WLAN-Versionen,

zum anderen benötigen Sie zusätzlich einen Datenvertrag,

der mit weiteren monatlichen Kosten verbunden ist. Sollten

Sie jedoch nur gelegentlich Internet auf Ihrem Tablet benutzen

und bereits über ein Smartphone mit Datenvertrag verfügen,

bietet es sich an, auf die 3G-Version zu verzichten

und stattdessen die Datenverbindung Ihres Mobiltelefons

mitzunutzen. Dank WLAN-Hotspot-Funktion klappt das problemlos

auf jedem aktuellen Android- und iOS-Gerät, sogar

von einem Betriebssystem zum anderen.

Tipps für den Einkauf

Kameras

Die wichtigste Grundregel lautet: Vor dem Kauf Preise vergleichen!

Keinesfalls sollten Sie in den nächstbesten Elektronik-

aus, sondern lohnt sich in der Regel auch nicht.

Fotografieren mit dem Tablet sieht nicht nur doof

markt spazieren und das Gerät zum dort angebotenen Preis Geräte mit 8-Megapixel-Kameras, wie sie bei

kaufen. Stattdessen bemühen Sie lieber eine Online-Preissuchmaschine,

um sich an dem da aufgeführten günstigsten bei Tablets nämlich meist vergebens. Hersteller

Smartphones mittlerweile üblich sind, suchen Sie

Internetpreis zu orientieren. Für diesen Artikel haben wir Ihnen

die Arbeit bereits abgenommen und den zum Redakti-

ganz auf eine rückseitige Knipse. Fast bei jedem

von Einsteigergeräten verzichten oftmals sogar

onsschluss günstigsten Preis angegeben. Es kann aber durchaus

sein, dass einige Geräte noch mal etwas günstiger gewor-

für Selbstporträt und Videotelefonie vollkommen

Tablet-PC findet sich aber eine Frontkamera, die

den sind, wenn Sie dieses Heft in den Händen halten.

ausreicht.

Was soll Ihr Tablet können?

Wenn Sie aus allen auf dieser Doppelseite genannten Leistungskategorien

das Bestmögliche herausholen möchten, müssen Sie nämlich durchaus schon für 350 bis 400 Euro, ordentliche Ein-

eine Menge Geld sparen. Gute Oberklasse-Geräte gibt es dort

tief in die Tasche greifen und sich eines der aktuellen Android- steiger-Tablets sogar für unter 200 Euro. Wie bereits erwähnt,

Spitzenmodelle oder das neueste iPad zulegen. Für diese werden

in der Regel aber mindestens 500 Euro fällig. Sollten Sie je-

Blick haben, geben wir Ihnen diese zu jedem vorgestellten Tab-

lohnt sich der Vergleich. Damit Sie alle relevanten Daten stets im

doch kompromissbereit sein und beispielsweise auf riesigen let an die Hand. Am Ende des Artikels finden Sie außerdem eine

Speicher, eine hochauflösende Kamera oder ein 3G-Modul verzichten

können, dann lässt sich besonders im Android-Bereich tung besten Flach-PCs sofort herauslesen

Matrix mit allen 28 Geräten, in der Sie die in puncto Preis-Leis-

können.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 39


Tablets

Test: Der große Tablet-Guide

Gut

Note 2,2

Gut

Note 1,7

Gut

Note 2,1

Acer Iconia B1

€ 100

OS: Android 4.1 Display: 7 Zoll, 1.024 x 600 Pixel

Prozessor: Dualcore, 1,2 GHz RAM: 512 MByte

Speicher: 8 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP)

Akku: 2.710 mAh, ca. 8 Std. Gewicht: 320 g

Kobo Arc

€ 120

OS: Android 4.1 Display: 7 Zoll, 1.280 x 800 Pixel

Prozessor: Dualcore, 1,5 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,3 MP)

Akku: Keine Angabe, ca. 10 Std. Gewicht: 364 g

Ionik TP7–1500DC-Metal

€ 120

OS: Android 4.1 Display: 7 Zoll, 1.024 x 600 Pixel

Prozessor: Dualcore, 1,5 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 8 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP), Hinten

(2 MP) Akku: 3.600 mAh, ca. 5 Std. Gewicht: 270 g

Auf einen HDMI-Ausgang müssen Sie beim Iconia B1

verzichten, ebenso wie auf eine rückwärtige Kamera.

Acer verbaut hier einen vergleichsweise schwachen

A9-Prozessor, die Menü- und Webnavigation verläuft

dennoch ohne Ruckler. Lediglich bei aufwendigen

Titeln gerät das B1 hin und wieder ins Stocken. Das

Gesamtpaket, inklusive der mobilen Qualitäten, stimmt

aber – bei diesem Preis machen Sie nichts falsch!

Das optisch stark an einen E-Book-Reader erinnernde

Arc besitzt lediglich einen Micro-USB-Anschluss

sowie eine Kopfhörer-Buchse, ein SD-Schacht zur

Speichererweiterung fehlt. Das Display trumpft mit

HD-Auflösung auf, was in dieser Klasse noch längst

keine Selbstverständlichkeit ist. Eine flotte CPU und

ausreichend RAM sorgen für eine tadellose Performance

– und das zum Schnäppchenpreis.

Das „Metal“ im Namen bezieht sich nur auf eine dünne

Aluminiumplatte auf der Rückseite, der Rest des Gehäuses

besteht aus nicht gerade hochwertig verarbeitetem

Plastik. Die sehr starken Spiegelungen trüben die

ansonsten ordentliche Bildqualität, außerdem zeigt sich

das TP7 wenig ausdauernd. Für das Ionik-Modell spricht

in erster Linie die hohe Systemleistung, die auf Augenhöhe

mit den besten 7-Zoll-Tablets liegt.

Handliche Tablet-Welt

Tablets So groß war die Auswahl im 7-Zoll-Segment noch nie! Wir zeigen Ihnen, wie viel Tablet Sie

in diesem Bereich tatsächlich für Ihr Geld bekommen.

Was erwarten Sie von einem Tablet-

PC? Er soll möglichst handlich und

transportfreundlich sein, dabei aber

alle Vorzüge eines modernen Flachmanns bieten?

Dann sind Sie in der 7-Zoll-Klasse genau richtig!

Wurde diese Kategorie in der Vergangenheit

noch nahezu ausschließlich von Günstig-Herstellern

dominiert, für die das mit niedrigeren

Produktionskosten verbundene kleinere Format

schließlich besonders interessant ist, haben mittlerweile

auch sämtliche Premium-Hersteller entsprechende

Modelle im Programm. Natürlich

geben auch namhafte Firmen wie Apple, Asus

oder Samsung den Preisvorteil an den Kunden

weiter, sodass Sie selbst für die Top-Modelle unter

den Minis nicht mehr als 300 Euro auf den

Tisch legen müssen (für die Wi-Fi-Varianten mit

der kleinsten Speicherkonfiguration wohlgemerkt).

Falls Sie finden, dass 300 Euro immer

noch eine Menge Geld ist, haben wir gute Nachrichten:

Wie unsere Übersicht zeigt, steigen Sie

bereits für rund 100 Euro in die 7-Zoll-Welt ein.

Allerdings dürfen Sie hier in puncto Ausstattung

keine Luxuskomponenten erwarten. Kunststoffstatt

edle Metallgehäuse, Zweikern-Prozessoren,

verhältnismäßig niedrig aufgelöste Displays sowie

Speicherkapazitäten, die sich zum Teil nur

im einstelligen Gigabyte-Bereich bewegen, sind

bei diesen Geräten an der Tagesordnung. Aber

schon für 150 Euro erhalten Sie ein Tablet mit

Vierkern-Prozessor und einem HD-Display, wie

das neue Memo Pad 7 aus dem Hause Asus zeigt.

Was hardwaretechnisch ab 230 Euro heutzutage

möglich ist, demonstriert das brandneue

Nexus 7 eindrucksvoll. Im Google-Tablet arbeitet

nicht nur ein pfeilschneller Quadcore, sondern

auch ein Full-HD-Display – eine derart

hohe Auflösung bot bis jetzt noch kein Tablet in

dieser Größenkategorie. An dieser Stelle präsentieren

wir 14 ältere und aktuelle, von uns getestete

Geräte. Zu den neuesten Vertretern lesen Sie

außerdem ausführliche Tests. (fn)

40 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Der große Tablet-Guide Tablets

Neuheit

im Test

Gut

Note 2,3

Gut

Note 2,4

sehr gut

Note 1,4

Blaupunkt Endeavour 800

€ 130

OS: Android 4.1 Display: 8 Zoll, 1.024 x 768 Pixel

Prozessor: Dualcore, 1,5 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 8 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP), Hinten

(2 MP) Akku: 4.300 mAh, ca. 8 Std. Gewicht: 440 g

Samsung Galaxy Tab 2 7.0

€ 140

OS: Android 4.1 Display: 7 Zoll, 1.024 x 600 Pixel

Prozessor: Dualcore, 1,0 GHz RAM: 512 MByte

Speicher: 8 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP), Hinten

(3 MP) Akku: 4.000 mAh, ca. 12 Std. Gewicht: 345 g

Asus Memo Pad 7

€ 140

OS: Android 4.2 Display: 7 Zoll, 1.280 x 800 Pixel

Prozessor: Quadcore, 1,2 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 8 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten

(5 MP) Akku: 3.950 mAh, ca. 13 Std. Gewicht: 305 g

Mit seinem 8-Zoll-Display im 4:3-Format bietet der

Blaupunkt-Kandidat etwa 35 Prozent mehr Sichtfläche

als die 7-Zoll-Modelle. Für einen problemlosen Tageslicht-Einsatz

hätte die Display-Helligkeit aber höher

ausfallen müssen. Beim Surfen fällt das Endeavour

durch zum Teil starke Ruckler negativ auf, Unterhaltungspotenzial

ist aber in jedem Fall gegeben. Daher

bietet das Blaupunkt trotzdem viel Tablet fürs Geld.

Die dritte Inkarnation des Galaxy Tab 7.0 ist verfügbar.

Den Vorgänger gibt es zum stark vergünstigten Preis, der

aber immer noch leicht über dem etlicher Konkurrenten

liegt, die zudem besser ausgestattet sind. Eine 1-GHz-

CPU und 512 MByte RAM sind nicht mehr zeitgemäß. Als

Unterhalter und Surfmaschine (3G-Version erhältlich)

taugt es aber dennoch. Größter Vorteil gegenüber dem

Gros der Konkurrenz: die lange Akkulaufzeit.

Asus mischt die Riege der Günstig-Tablets mit seinem

Memo Pad 7 richtig auf: Für äußerst faire 150 Euro

bekommen Sie hier insgesamt mehr geboten als bei

preislich vergleichbaren Modellen: HD-Auflösung, Vierkern-CPU,

zwei Kameras, aktuelle Android-Version. In

Sachen Mobilität, Leistung, Akkulaufzeit und Display-

Qualität bleiben kaum Wünsche offen. Ganz klar einer

der besten Neuzugänge im 7-Zoll-Segment.

„7-Zoll-Tablets

sind grundsätzlich

günstiger

als ihre großen

10-Zoll-Brüder,

da der kleine

Schirm weniger

kostet.“

Moderne Ausstattung zum Tiefpreis

Bei diesem Preis ist es nicht weiter überraschend, Asus einige hauseigene Tools wie ein einfaches Zeichenprogramm

sowie einen Notizblock vor. Wie es

dass Asus beim Gehäuse komplett auf Kunststoff

setzt. Besonders wertig fühlt sich das Memo Pad sich für ein modernes 7-Zoll-Tablet gehört, löst das

nicht an, an der Verarbeitung gibt es aber grundsätzlich

nichts auszusetzen. Mit knapp 300 Gramm liegt mit plastische Bilder und eine ausgezeichnete Dar-

Memo Pad mit 1.280 x 800 Pixeln auf und bietet so-

es leicht und dank aufgerauter Rückseite rutschfest stellung von Texten in allen Größen. Touch-Eingaben

in der Hand. Das Anschlussangebot erschöpft sich in setzt es außerdem präzise und verzögerungsfrei um.

einer Micro-USB-Buchse sowie einem Kartenleser, Der Blickwinkel ist stabil, die gute Leuchtkraft macht

ein wie bei vielen Android-Tablets üblicher HDMI- den Schirm zudem tageslichttauglich. Ein vierkerniger

Mediatek-Prozessor sorgt für schnelle Pro-

Ausgang fehlt. Im Unterschied zur 10-Zoll-Variante

(Test auf Seite 49) wird es für den kleinen Bruder keine

Version mit Mobilfunkunterstützung geben. Zum on. Bis auf wenige, verschmerzbare Ruckler laufen

grammstarts und flüssige Menü- und Web-Navigati-

Lieferumfang gehört ein Standfuß, auf dem das Tablet

zwar sicher steht, das leichte, dünne Plastikgebilplatz

verdient sich das Memo Pad bei der Akkulauf-

auch aufwendige Spiele problemlos. Einen Spitzende

wirkt allerdings extrem billig. Neben einer leicht zeit: Mit bis zu 14 Stunden gehört es zu den ausdauerndsten

derzeit erhältlichen modifizierten Version von Android 4.2 installiert

Tablets.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 41


Tablets

Test: Der große Tablet-Guide

Neuheit

im Test

Neuheit

im Test

Befriedigend

Note 2,5

Gut

Note 2,2

Gut

Note 2,4

Pearl Touchlet 7,85

€ 180

OS: Android 4.2 Display: 7,85 Zoll, 1.024 x 768 Pixel

Prozessor: Quadcore, 1 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 2 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP), Hinten

(2 MP) Akku: 3.500 mAh, ca. 6 Std. Gewicht: 322 g

Samsung Galaxy Tab 3 7.0

€ 180

OS: Android 4.1 Display: 7 Zoll, 1.024 x 600 Pixel

Prozessor: Dualcore, 1,2 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 8 GByte Kamera: Vorne (1,3 MP), Hinten

(3 MP) Akku: 4.000 mAh, ca. 10 Std. Gewicht: 300 g

Amazon Kindle Fire HD

€ 200

OS: Android 4.0 Display: 7 Zoll, 1.280 x 800 Pixel

Prozessor: Dualcore, 1,2 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,3 MP)

Akku: 4.400 mAh, ca. 11 Std. Gewicht: 395 g

Trotz Vierkern-Prozessor und aktuellem Android

ruckelt’s beim Surfen, die mobilen Qualitäten sind

aufgrund der eher mäßigen Akkulaufzeit auch nicht

das Gelbe vom Ei. Auch die Notwendigkeit einer SD-

Karte stört. Auf der Habenseite steht ein qualitativ

guter Schirm mit viel Sichtfläche sowie eine tadellose

Video- und Spiele-Performance. Wer einen günstigen

Sofa-Entertainer sucht, könnte glücklich werden.

Wie Sie unserem Testtext entnehmen können, lässt

uns Samsungs neues Galaxy Tab 7 ziemlich kalt. Der

Hersteller bietet hardwareseitig nur Standardkost,

verlangt aber dennoch mehr als beispielsweise Asus

für sein Quadcore-HD-Modell Memo Pad 7. Ein

schlechtes Tablet ist das Galaxy Tab freilich nicht, aber

vom Android-Tablet-Marktführer hätten wir einfach

mehr erwartet als nur ein Mittelklasse-Gerät.

Der hochauflösende Schirm und die gute Akkulaufzeit

sind die beiden Highlights des Amazon-Tablets. Der

Zweikernprozessor bringt nur eine mäßige Leistung,

was bei der Navigation auf Webseiten oder im hauseigenen

Content-Store zu Rucklern führt. Die ständig zum

Konsum animierende Oberfläche muss man mögen.

Außerdem: Das angepasste OS (für das es keinen Play

Store gibt) basiert auf dem veralteten Android 4.0.

Performance-Probleme trotz Quadcore

Welches populäre Tablet sich die Entwickler des für Systemdateien reserviert. Um beispielsweise

Touchlet 7,85 zum Vorbild genommen haben, ist eine App zu installieren, muss sich eine SD-Karte

eindeutig: das iPad Mini (siehe Seite 44). Mit seinen im Schacht befinden. Für eine sinnvolle Nutzung

7,85 Zoll im 4:3-Format bietet es die gleiche Auflösung

und praktisch genauso viel Sichtfläche wie Karte als permanente Speichererweiterung, womit

des Pearl-Tablets benötigen Sie also eine Micro-SDder

Apple-Konkurrent (7,9 Zoll). Das Alumniniumgehäuse

mit dem schmalen Display-Rand an der men wir zur Praxis: Das blickwinkelstabile Display

sich der Preis des Gerätes etwas relativiert. Kom-

Ober- und Unterseite weist weitere starke Parallelen

auf. Allerdings fällt der Pearl-Kandidat etwas trast und Helligkeit mangelt. Die Bedienung über

liefert saubere Bilder, denen es aber etwas an Kon-

schwerer (322 g) und dicker (0,9 cm) aus. Die Verarbeitung

ist okay, das Touchlet kommt aber nicht an los verläuft auch die Steuerung von Android. Star-

den Touchscreen funktioniert tadellos. Reibungs-

die Eleganz und Edel-Anmutung des iPad Mini heran.

Die übrige Ausstattung kann sich zunächst segation

über den Standard-Browser. Die Nutzung

ke Ruckler notieren wir hingegen bei der Webnavihen

lassen: eine Quadcore-CPU, zwei Gigabyte eines Alternativ-Browsers wie Google Chrome

RAM, je eine Buchse für Micro-USB und Mini-HDMI, sorgt für eine Verbesserung, flüssig sieht aber anders

aus. Gut schlägt sich das Touchlet 7,85 als Vi-

Kartenleser, Front- und Rück-Kamera. Dann aber

die Enttäuschung: Der interne Speicher fasst gerade

mal zwei Gigabyte! Und dieser ist ausschließlich sich die Akkulaufzeit mit maximal sechs

deo- und Spiele-Unterhalter. Eher dürftig gestaltet

Stunden.

„Einige

7-Zöller bieten

eine Telefonierfunktion.

Praktisch, wenn

Sie nicht zwei

Geräte mitschleppen

möchten.“

42 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Der große Tablet-Guide Tablets

Die neue

7-Zoll-Referenz

Gut

Note 2,1

Asus Fonepad

€ 220

Einen ausführlichen

Test

finden Sie auf

Seite 59

OS: Android 4.2 Display: 7 Zoll, 1.280 x 800 Pixel

Prozessor: Singlecore, 1,2 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP)

Akku: 4.270 mAh, ca. 10 Std. Gewicht: 340 g

Das Fonepad kombiniert Smartphone und Tablet in

einem Gerät. Wer sich kein 7-Zoll-Tablet ans Ohr halten

will, kann natürlich auch über ein Bluetooth-Headset

telefonieren. Weitere Besonderheit: Hier kommt nicht

wie sonst üblich ein ARM-, sondern ein einkerniger

Intel-Atom-Prozessor zum Einsatz. Die Performance ist

insgesamt nur mäßig, starke Spiegelungen nerven. Als

Multifunktionsgerät dennoch nicht uninteressant.

Nicht auf der Höhe der Zeit

Wie bereits die Vorgänger kommt auch die neue

Galaxy-Tab-Familie im weißen Einheits-Look und

mit vornehmlich Kunststoff als Gehäusematerial. Ein

seitlicher Metallrahmen, der die Geräte umschließt,

sorgt für zusätzliche Stabilität. Geht man auf Tuchfühlung,

wie in diesem Fall mit der 7-Zoll-Variante,

zeigt sich die Plastikummantelung recht robust und

außerdem top gearbeitet – hier knarzt und wackelt

nichts. Mit 300 Gramm gehört das Galaxy Tab 3 7.0

zudem zu den handlichsten und portabelsten der

derzeit erhältlichen Tablets. Wie üblich verzichtet

Samsung auf einen HDMI-Ausgang. Für die Mobilfunkvariante

zahlen Sie einen Aufpreis von circa 100

Euro und bekommen obendrein eine Telefonierfunktion.

Als Betriebssystem kommt derzeit die

nicht mehr aktuelle Android-Verision 4.1 zum Einsatz.

Das bedeutet, Sie müssen einige Einschränkungen

bei der Funktionalität in Kauf nehmen. So fehlt

im Vergleich zu 4.2 beispielsweise die Multi-User-

sehr Gut

Note 1,2

Google Nexus 7 (2013)

€ 230

Neuheit

im Test

OS: Android 4.3 Display: 7 Zoll, 1.920 x 1.200 Pixel

Prozessor: Quadcore, 1,5 GHz RAM: 2.024 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten

(5 MP) Akku: 3.950 mAh, ca. 9 Std. Gewicht: 290 g

Der neueste Ableger von Googles 7-Zoll-Nexus-Tablet

ist wieder ein echter Preisbrecher. Mit der leistungsstarken

Quadcore-CPU, dem Full-HD-Display, 2 Gigabyte

RAM und einer 5-Megapixel-Kamera bietet der

von Asus hergestellte Flachmann Ausstattung satt –

und das zum Sparpreis von 230 Euro. Wenn Sie auf

einen Micro-SD-Slot verzichten können, führt eigentlich

kein Weg am Google-Tablet vorbei.

Op tion oder die Möglichkeit, Widgets auf dem

Sperrbildschirm zu platzieren. Auf der Habenseite

verbucht das Galaxy Tab noch die bekannte, äußerst

bedienfreundliche Touch-Wiz-Oberfläche sowie ein

umfangreiches Software-Paket (inklusive einer Office-Anwendung

und der Sprachsteuerung S Voice).

In puncto Hardware verbaut Samsung einen relativ

schwachen Dualcore-Prozessor von Marvell. Im Test

ging der Webseitenaufbau eher gemächlich vonstatten,

bei grafik intensiven Games wie Real Racing

3D sowie beim Website-Scrolling kam es immer wieder

zu Rucklern. Auch mit dem Display kann

Samsung keine echten Akzente setzen, da es nur die

Standard-Auflösung 1.024 x 600 Pixel bietet, außerdem

fallen die Farben etwas blass aus. Blickwinkelstabilität,

Helligkeit und Kontrast geben ansonsten

keinen Anlass zur Kritik. Mit bis zu 10 Stunden liefert

das Galaxy Tab 7.0 im Laufzeittest eine sehr solide

Leistung ab.

Ohne viel Aufhebens hat Google kürzlich die

zweite Version seines Nexus 7 vorgestellt, das

erneut in Zusammenarbeit mit dem taiwanischen

Hersteller Asus gefertigt wird. Sowohl

Hardware als auch Design wurden einer Generalüberholung

unterzogen und das Ergebnis

kann sich wirklich sehen lassen. Äußerlich

hat das Nexus 7 vor allem in der Dicke abgespeckt

und liegt jetzt bei nur noch 7 statt vorher

10,5 Millimetern. In der Breite hat das

neue Modell ebenfalls satte 6 Millimeter verloren.

Die Rückseite besteht zwar leider aus

Polycarbonat und nicht dem für Asus typischen

Aluminium, fühlt sich aber trotzdem

äußerst robust an und liegt dank der griffigen

Oberfläche sehr gut in der Hand. Auch an der

Verarbeitungsqualität gibt es nichts zu mäkeln,

selbst bei stärkerem Druck ist kein Knarzen

oder Knacken hörbar. Bei der Hardware

legt Google ebenfalls eine ordentliche Schippe

drauf, besonders der schnellere Quadcore-Prozessor

(Qualcomm S4, 1,5 GHz) sowie

das jetzt mit Full HD auflösende Display

(323 ppi) konnten uns im Test absolut überzeugen.

Egal ob Spiele, Bücher oder HD-Videos,

als mobiler Entertainer ist das neue

Nexus 7 eine absolute Wucht. Neu hinzugekommen

ist außerdem eine rückseitige Kamera,

die mit 5 Megapixeln auflöst und Videos

in Full-HD-Auflösung aufnimmt. Die

Frontkamera bleibt im Vergleich zum Vormodell

unverändert (1,2 MP). Eines Kritikpunktes

hat sich Google leider nach wie vor nicht angenommen,

denn auch beim neuen Nexus 7

verzichtet man – wie bei allen bisherigen Nexus-Geräten

– auf einen Micro-SD-Erweiterungsslot.

Immerhin wurde der interne Speicher

für die beiden verfügbaren Versionen

aber von 8/16 auf 16/32 Gigabyte verdoppelt.

Zu einem späteren Zeitpunkt soll außerdem

noch eine 3G/LTE-Version angeboten werden,

in Deutschland sind momentan allerdings

nur die beiden WLAN-Ausgaben im

Google-Play-Store bestellbar. Der Preis liegt

bei immens günstigen 230 Euro (270 Euro für

32 GB). Ein so preiswertes und gleichzeitig

leistungsstarkes Tablet finden Sie bei anderen

Herstellern schlichtweg nicht.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 43


Tablets

Test: Der große Tablet-Guide

Neuheit

im Test

Gut

Note 1,8

sehr Gut

Note 1,4

Gut

Note 1,6

Einen ausführlichen

Test

finden Sie auf

Seite 58

Samsung Galaxy Tab 3 8.0

€ 270

OS: Android 4.2 Display: 8 Zoll, 1.280 x 800 Pixel

Prozessor: Dualcore, 1,5 GHz RAM: 1.536 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten

(5 MP) Akku: 4.450 mAh, ca. 10 Std. Gewicht: 314 g

Apple iPad Mini

€ 300

OS: iOS 6 Display: 7,9 Zoll, 1.024 x 768 Pixel

Prozessor: Dualcore, 1 GHz RAM: 512 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten

(5 MP) Akku: 4.400 mAh, ca. 10 Std. Gewicht: 312 g

Samsung Galaxy Note 8.0

€ 290

OS: Android 4.2 Display: 8 Zoll, 1.280 x 800 Pixel

Prozessor: Quadcore, 1,6 GHz RAM: 2.048 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,3 MP), Hinten

(5 MP) Akku: 4.600 mAh, ca. 8 Std. Gewicht: 340 g

Die 8-Zoll-Variante des neuen Galaxy-Tabs gefällt uns

deutlich besser als die 7-Zoll-Version. Ein schnellerer

Prozessor und mehr Arbeitsspeicher sorgen nicht nur

für eine flüssige Bedienung, sondern auch für reibungslose

Spieledarstellung. Das hochauflösende

Display präsentiert detaillierte Bilder. Zusammen mit

der guten Akkulaufzeit verdient sich der 8-Zöller einen

Platz unter den Besten dieser Kategorie.

Das iPad Mini gehört ein Jahr nach Marktstart noch zu

den besten Tablets dieser Klasse: viel Sichtfläche, hervorragende

Mobilqualitäten, butterweiche Menü- und

Webnavigation, exzellente Entertainment-Qualitäten.

All das verpackt in ein edles, robustes Metallgehäuse.

Da lässt sich die niedrige Auflösung verschmerzen. Da

wir in Kürze ein neues Mini-Modell erwarten, müssen

wir derzeit trotzdem von einem Kauf abraten.

Während die Galaxy-Tabs eher zu den Einsteigergeräten

gehören, finden sich die Oberklasse-Tablets in der

Note-Familie. Im Galaxy Note 8.0 arbeiten ein schneller

Vierkernprozessor, zwei GByte RAM und ein HD-

Display. Hinzu kommen eine geniale Stiftbedienung,

ein umfangreiches Softwarepaket sowie eine optionale

Telefonierfunktion. Einziger Kritikpunkt: Die Batterie

hält nur maximal acht Stunden durch.

Tolle Bedienung, gutes App-Paket

Samsungs 8-Zoll-Galaxy-Tab-Neuheit hat dem kleinen

Bruder in puncto Features einiges voraus: Einschalten fällt sofort das strahlend helle, scharfe

einen Aufpreis von 100 Euro erhältlich. Nach dem

Samsung setzt bei diesem Modell wieder auf die Display auf, das Grafiken, Videos und Texte im Vergleich

zu den gleich großen Konkurrenten mit

hauseigene Prozessor-Linie Exynos, die sich bisher

als recht leistungsfähig erwiesen hat. Der Arbeitsspeicher

beträgt bei diesem Modell 1.536 Mega-

doch eine Ecke detaillierter und feiner darstellt.

niedrigerer Auflösung (Apple, Blaupunkt, Pearl)

byte. Das Display löst mit zeitgemäßen 1.280 x 800 Blickwinkelstabilität und Ansprechverhalten bei

Pixeln auf, beim installierten Android-Betriebssystem

handelt es sich um die aktuellere Version 4.2. Samsung auch hier nur einen Zweikern-Prozessor,

Fingergesten sind ausgezeichnet. Zwar verwendet

Neben USB und Kartenleser bietet die 8-Zoll-Version

noch eine Infrarot-Schnittstelle, falls Sie Ihren muss sich vor den Quadcore-Kandidaten von

der schlägt sich in der Praxis aber beachtlich und

Tablet-PC zum Steuern von Heimkinogeräten einsetzen

möchten. Auch hier dürfen sich Käufer über beim Surfen noch bei der Menü-Bedienung gerät

Google, Asus und Co. nicht verstecken. Weder

die gelungene, von den hauseigenen Smartphones

bekannte Touch-Wiz-Oberfläche sowie ein fik- und Video-Performance bleibt auch der Spaß

das System ins Stocken. Dank der sehr guten Gra-

umfangreiches Paket vorinstallierter Anwendungen

freuen. Mobiles Internet ist hier ebenfalls für Laufzeit können sich außerdem sehen

nicht auf der Strecke. Gut 10 Stunden kabellose

lassen.

„Die leichten

Minis lassen sich

bequem mit

einer Hand halten

und mit

der anderen

bedienen.“

44 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


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Tablets

Test: Der große Tablet-Guide

Die Tablet-Großmacht

Tablets Großer Surf- und Spiel-Spaß? So gut sind aktuelle 10-Zoll-Androiden wirklich.

Unter den 10-Zoll-Tablets finden Sie

nach wie vor die größte Modell-Auswahl.

Der augenscheinlichste Unterschied

zu den kleineren 7-Zoll-Varianten ist

natürlich das deutliche Plus an Sichtfläche und

der daraus resultierende höhere Preis. Wer sich

für ein 10-Zoll-Tablet entscheidet, muss darüber

hinaus auch die sperrigeren Ausmaße und ein

höheres Gewicht in Kauf nehmen. Im Gegensatz

zu einem Gerät aus der 7-Zoll-Riege eignen sich

die großen Brüder daher beispielsweise nicht

unbedingt für den klassischen E-Book-Betrieb,

bei dem man das Lesegerät ja auch mal ganz

gerne in einer Hand hält. Zwischen 500 und

650 Gramm sorgen dann doch schnell für Ermüdungserscheinungen.

Dafür bieten Ihnen

Sichtdiagonalen von etwa 26 Zentimetern eine

deutlich übersichtlichere Darstellung von Webseiten,

eine bessere Lesbarkeit dank größerer

Schriften und nicht zuletzt auch mehr Spaß, da

Ihnen beim Spielen oder Filmeschauen keine

Details entgehen. Apropos: Als die dritte Inkarnation

des iPads vor mehr als einem Jahr mit

einer Auflösung jenseits von Full HD (Stichwort

Retina) für eine beispiellos feine Darstellung

sorgte, erwarteten wir eigentlich eine regelrechte

Flut von hochauflösenden Tablets aus dem

Android-Lager. Tatsächlich ist diese aber ausgeblieben.

Nur sehr vereinzelt wurden Geräte mit

1.920 x 1.200 Pixel angeboten. Gut ein halbes

Jahr dauerte es, bis die Android-Fraktion mit

dem Nexus 10 ein Tablet mit vergleichbarem

Display vorweisen konnte. Sieht man sich unsere

aus 14 Modellen bestehende Testübersicht

an, wird klar, dass ein solcher Detailgrad bei den

meisten Geräten immer noch Mangelware ist.

Immerhin hat die Zahl der Full-HD-Tablets in

den letzten Monaten leicht zugenommen. Aber

selbst brandaktuelle Modelle kommen zum Teil

lediglich mit der kleinen HD-Auflösung, beispielsweise

das Galaxy Tab 3 10.1 aus dem Hause

Samsung. Doch Pixeldichte ist natürlich nicht

alles! Was die Androiden dem Klassenprimus

von Apple entgegenzusetzen haben, lesen Sie auf

den folgenden Seiten. Neben unseren Testzusammenfassungen

haben wir auch zwei Neuheiten

von Samsung und Asus auf den Zahn gefühlt.

(fn)

CMX Clanga 097-2016

€ 230

OS: Android 4.2 Display: 10,1 Zoll, 2.048 x 1.536 Pixel

Prozessor: Quadcore, 1,2 GHz RAM: 2.048 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP), Hinten (2 MP)

Akku: 7.500 mAh, ca. 6 Std. Gewicht: 633 g

Einen ausführlichen

Test

finden Sie auf

Seite 55

Gut

Note 2,1

In diesen Preisregionen finden Sie normalerweise keine Geräte

mit Aluminiumgehäuse und Retina-Auflösung à la iPad 4. Die

wertige Haptik sowie die superdetaillierte Bildqualität des

Clanga-Tablets können aber nicht über die ruckelige Bedienung

und die kurze Akkulaufzeit hinwegtrösten. Hier hat CMX

klar an den falschen Stellen gespart. Am Ende reicht es nur für

einen Platz auf den hinteren Rängen.

Trekstor Surftab Ventos 10.1

€ 170

OS: Android 4.1 Display: 10,1 Zoll, 1.280 x 800 Pixel

Prozessor: Dualcore, 1,6 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP), Hinten (2

MP) Akku: 7.200 mAh Gewicht: 622 g

Mit seinem einwandfreien Display, dem starken Akku sowie

der sehr ordentlichen Performance platziert sich das Surftab

Ventos im guten Mittelfeld. In Sachen Spieleleistung

gehört der Trekstor-Kandidat sogar zur Oberklasse. Zwei

Kritikpunkte gibt es aber: Beim Surfen und der Menü-Steuerung

tauchen hin und wieder Ruckler auf, ein Update auf

Android 4.2 ist derzeit noch nicht erhältlich.

Einen ausführlichen

Test

finden Sie auf

Seite 54

Befriedigend

Note 2,9

46 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Der große Tablet-Guide Tablets

Toshiba AT300

€ 240

OS: Android 4.0 Display: 10,1 Zoll, 1.280 x 800 Pixel

Prozessor: Quadcore, 1,3 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (2 MP), Hinten (5 MP)

Akku: 6.600 mAh, ca. 12 Std. Gewicht: 590 g

Das Display punktet zwar mit guten Schärfe- und Kontrastwerten,

einer hohen Leuchtkraft sowie exzellentem Blickwinkel,

bietet aber lediglich die kleine HD-Auflösung. Der Vierkern-

Prozessor sorgt für eine reibungslose Darstellung von aufwendigen

Spielen und hochauflösenden Filmen. Im Vergleich zu

Modellen mit einer neueren Android-Version läuft die Bedienung

allerdings weniger flüssig (ein Update ist angekündigt).

Gut

Note 1,9

„Ein aktueller

Amazon Kindle Fire HD 8.9

Zweikern-

Prozessor

kann

€ 270

OS: Android 4.0 Display: 8,9 Zoll, 1.920 x 1.200 Pixel

Prozessor: Dualcore, 1,5 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,3 MP) Akku:

6.000 mAh, ca. 10 Std. Gewicht: 567 g

schneller sein

Genau wie der kleine 7-Zoll-Bruder müssen Sie auch

beim Kindle Fire HD 8.9 auf die klassische Android-

als ein älteres

Vierkern-

Modell.“

Gut

Note 2,4

Einen ausführlichen

Test

finden Sie auf

Seite 60

Oberfläche verzichten und stattdessen mit der konsumorientierten

Amazon-Variante vorliebnehmen.

Das Highlight ist der gelungene Full-HD-Schirm, die

restliche Ausstattung ist wenig spektakulär und eine

rückseitige Kamera gibt es zudem nicht. Ein mittelprächtiges

Tablet, mehr nicht.

Fujitsu Stylistic M532

€ 280

OS: Android 4.1 Display: 10,1 Zoll, 1.280 x 800 Pixel

Prozessor: Quadcore, 1,4 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (2 MP), Hinten (8

MP) Akku: 3.170 mAh, ca. 8 Stunden Gewicht: 560 g

Dank des mittlerweile erhältlichen Updates auf das

performanceoptimierte Android 4.1 geht die Bedienung

des Fujitsu-Kandidaten butterweich von der

Hand. Auch im Entertainment-Einsatz macht das

Stylistic Spaß, dafür sorgt eine leistungsfähige

Quadcore-CPU. Die Display-Auflösung ist nicht mehr

ganz auf der Höhe der Zeit, die Akkulaufzeit nur

befriedigend. Insgesamt: gehobenes Mittelfeld.

Gut

Note 2,2

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 47


Tablets

Test: Der große Tablet-Guide

Neuheit

im Test

Gut

Note 1,8

Gut

Note 2,2

Asus Transformer Pad TF300T

€ 290

OS: Android 4.2 Display: 10,1 Zoll, 1.280 x 800 Pixel

Prozessor: Quadcore, 1,2 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 32 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten (8 MP)

Akku: 2.940 mAh, ca. 8 Stunden Gewicht: 635 g

Samsung Galaxy Tab 3 10.1

€ 330

OS: Android 4.2 Display: 10,1 Zoll, 1.280 x 800 Pixel

Prozessor: Dualcore, 1,6 GHz RAM: 1.024 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,3 MP), Hinten (3 MP)

Akku: 7.000 mAh, 13 Std. Gewicht: 510 g

Für einen Aufpreis von 100 Euro bekommen Sie beim TF300T

zusätzlich eine hochwertige Docking-Tastatur inklusive eingebauten

Akkus, wodurch sich die Laufzeit der Batterie verdoppelt.

In der Disziplin Systemleistung und Bedienung kann das Vierkern-Tablet

problemlos mit aktuellen High-End-Modellen mithalten.

Da stört es bei diesem Preis auch nicht weiter, dass die

Display-Auflösung nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist.

Samsung hat mit dem neuen Galaxy Tab 3 10.1 zweifelsohne ein

Paket geschnürt, das Ihnen bei allen Tablet-Aufgaben gute

Dienste leistet. Aber: Vom Android-Tablet-Pionier (und erfolgreichstem

Apple-Konkurrenten) haben wir einfach mehr erwartet

als eine solide Rechenleistung und ein Standard-Display. Die

Spitzenklasse hat das neue Galaxy Tab 3 10.1 verpasst. Besitzer

des Vorgängers müssen nicht zwingend umsteigen.

Unspektakuläres Update

„Vom Android-

Tablet-

Pionier

haben wir

einfach mehr

erwartet.“

Mit dem Galaxy Tab 3 10.1 haben wir auch den dritten

Tablet-Neuzugang von Samsung im Test. Echte

Innovationen beziehungsweise aufregende Neuerungen

sind leider Fehlanzeige. Wie schon beim Vorgänger

(und den aktuellen kleineren Modellen der

Galaxy-Tab-Familie) müssen Sie sich ebenfalls mit einem

überwiegend weiß gestalteten Hartplastik-Gehäuse

zufriedengeben. Letzteres wirkt zwar recht

stabil und tadellos verarbeitet, bietet aber eben nicht

die Edel-Haptik eines iPads oder eines Xperia Tablet

Z. Wie üblich verzichtet Samsung auf einen HDMI-

Ausgang, neben der Standard-Micro-USB-Buchse erlaubt

noch eine Infrarot-Schnittstelle die Steuerung

von Heimkino-Geräten. Zusätzlich zur Wi-Fi-Version

hat Samsung erwartungsgemäß auch eine Mobilfunkvariante

im Angebot. Herzstück des Tablets bildet

ein Intel-Atom-Prozessor, der im ARM-dominierten

Umfeld natürlich eine Besonderheit darstellt, allerdings

nur zwei Rechenkerne bietet. Vierkern-Power

bleibt also den teureren Note-Tablets vorbehalten.

Eine Auflösung über dem kleinen HD-Standard

scheint bei Samsung auch beim großen Galaxy Tab

kein Thema zu sein. In den Benchmark-Tests hinkt der

Samsung-Kandidat der aktuellen Quad core-

Konkurrenz zum Teil hinterher. Dies ändert aber

nichts an der reibungslosen Bedienung und der ausgezeichneten

Web-Performance. Als Spiele- und Filme-Maschine

schlägt sich das System gut. Das strahlend

helle und blickwinkelstabile Display präsentiert

dabei kontrastreiche, scharfe Bilder, die bei einer höheren

Auflösung eben noch etwas besser aussehen

würden. Loben müssen wir (wie immer bei Samsung)

die tolle Software-Ausstattung, die ergonomische

Touchwiz-Oberfläche sowie die lange Akkulaufzeit.

48 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Der große Tablet-Guide

Tablets

Neuheit

im Test

Gut

Note 1,6

Gut

Note 1,7

Samsung Galaxy Note 10.1

€ 340

OS: Android 4.0 Display: 10,1 Zoll, 1.280 x 800 Pixel

Prozessor: Quadcore, 1,4 GHz RAM: 2.048 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,9 MP), Hinten (5MP)

Akku: 7.000 mAh, ca. 12 Std. Gewicht: 580 g

Asus Memopad FHD10

€ 350

OS: Android 4.2 Display: 10,1 Zoll, 1.920 x 1.200 Pixel

Prozessor: Dualcore, 1,6 GHz RAM: 2.048 MByte

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten (5 MP)

Akku: 6.760 mAh, ca. 12 Std. Gewicht: 580 g

Seinerzeit waren wir enttäuscht, dass Samsung seinem Luxus-

Tablet nur ein Display mit der kleinen HD-Auflösung spendierte.

Die restliche Hardware kann dank sehr guter Leistungswerte

aber heute noch überzeugen. Herausragend ist beim Note aber

die geniale Stiftbedienung sowie das üppige Software-Paket

inklusive der mobilen Variante von Photoshop. Stylus-Fans

schlagen bei diesem Preis zu.

In Sachen Performance kann das auf einen Intel-Atom-Prozessor

setzende Memo Pad nicht ganz mit vergleichbaren ARM-

Geräten mithalten. Die kleinen Ruckler bei aufwendigen Spielen

und der Bedienung sind aber verschmerzbar, sodass sich

der neue Asus-10-Zöller in Sachen Performance immer noch im

guten Mittelfeld platziert. Mit dem hervorragenden Full-HD-

Display kann er zudem noch mit einem Highlight aufwarten.

Scharfer Atom-Androide

Im Inneren des hochwertig verarbeiteten Kunststoffgehäuses

finden wir eine Besonderheit: Statt eines

sonst üblichen ARM-Prozessors verbaute der Hersteller

eine Intel-Atom-CPU mit zwei Rechenkernen. Eine

Version mit einer auf ARM-Technologie basierenden

Snapdragon-Rechenheit hat Asus bereits angekündigt,

außerdem soll in dem kommenden Modell ein

Mobilfunkmodul verbaut sein. Unser Atom-Testgerät

arbeitet lediglich mit WLAN. Genau wie das 7-Zoll-

Memo-Pad platziert Asus auch den großen Bruder im

Günstig-Segment. Eine direkte Konkurrenz zum hauseigenen

10-Zoll-Flaggschiff Transformer Pad Infinity

soll das Memopad demnach nicht sein. So bekommen

Sie hier auch weder ein Aluminiumgehäuse noch ein

Tastaturdock. Das ordentliche Anschlussangebot umfasst

Micro-USB, -HDMI sowie einen SD-Kartenleser.

Zum Lieferumfang gehört wie beim 7-Zoll-Gerät ein

billig wirkender Standfuß. Das Display löst zwar nicht

so hoch auf wie beispielsweise das des aktuellen

iPads, immerhin dürfen sich Käufer aber über die volle

HD-Auflösung freuen, die für eine blitzsaubere Textund

astreine Video-Darstellung sorgt. Hinzu kommen

ein guter Kontrast, hohe Blickwinkelstabilität

sowie eine Helligkeit, die Spiegelungen beim

Tageslichteinsatz zuverlässig entgegenwirkt. Die

Bedienung über den Touchscreen funktioniert einwandfrei,

bei der Menü- und Webnavigation tauchen

allerdings kleine Ruckler auf. Aufwendige Spiele wie

Real Racing 3D werden auch nicht immer zu 100 Prozent

flüssig angezeigt. Zusammen mit der einwandfreien

Video-Performance kann das Memo Pad

unterm Strich dennoch mit genügend Spaßpotenzial

aufwarten. Mit zwölf Stunden Laufzeit zeigt es sich

zudem recht ausdauernd.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 49


Tablets Test: Der große Tablet-Guide

Huawei Media Pad 10 FHD

€ 350

OS: Android 4.1 Display: 10 Zoll, 1.920 x 1.200 Pixel Prozessor: Quadcore,

1,2 GHz RAM: 2.048 MByte Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne

(1,3 MP), Hinten (8 MP) Akku: 6.600 mAh, ca. 8 Stunden Gewicht: 586 g

Befriedigend

Note 2,6

Die 10-Zoll-Variante des Media Pads kommt standardmäßig mit 3G-Modul.

Bis auf einen Kartenleser und einen universellen Docking-Anschluss für den

PC stehen hier keine weiteren Anschlüsse bereit. Uns gefallen die flache,

leichte Bauweise sowie das feinauflösende Display. Bei der Bedienung sowie

bei aufwendigen Spielen stellen wir Ruckler fest. Trotz vier Kernen und

Full-HD-Schirm enttäuscht das Media Pad unterm Strich.

Neue iPads

im Oktober

Wer hat’s erfunden? Ausnahmsweise

nicht die Eidgenossen, sondern

Apple! So wie das iPhone Pate für

die heute üblichen Smartphones

stand, war das erste iPad im Jahr

2010 die Initialzündung für das Tablet-Segment.

Und obwohl beide

Modelle – iPad 4 und iPad Mini –

schon ein knappes Jahr alt sind,

belegen sie Spitzenplätze in unserer

Tablet-Rangliste. Trotzdem müssen

wir an dieser Stelle ganz klar

von einem Kauf abraten. Zwar gibt

es (wie bei Apple üblich) keine konkrete

Ankündigung, aber mit neuen

iPads ist vor der in den USA so

wichtigen Holiday-Season zu rechnen.

Konkret heißt das: Wir prognostizieren

eine runderneuerte

iPad-Familie noch in diesem Monat.

Die Geheimniskrämerei von Apple

spornt die Netzgemeinde zu meist

sehr akkuraten Gerüchten an. Alles

spricht dafür, dass das große iPad

einen ähnlich schmalen Rahmen

wie das aktuelle iPad Mini bekommt

und sich die beiden Tablets

optisch anpassen. Auch erwarten

wir ein spürbar reduziertes Gewicht

und – wie bei jedem neuen iPad –

mehr Prozessorleistung. Für das

iPad Mini steht ein Update auf Retina-Auflösung

hoch im Kurs. Das

würde auch Sinn ergeben, wäre

dann doch Apples komplettes Mobil-Line-up

hochauflösend.

Google Nexus 10

€ 380

OS: Android 4.2 Display: 10 Zoll, 2.560 x

1.600 Pixel Prozessor: Dualcore, 1,7 GHz

RAM: 2.048 MByte Speicher: 16 GByte

Kamera: Vorne (1,9 MP), Hinten (5 MP)

Akku: 9.000 mAh, ca. 10 Std. Gewicht: 603 g

Mit einer Pixeldichte von 300 ppi ist das

Nexus 10 das nach wie vor höchstauflösende

10-Zoll-Tablet auf dem Markt. Auch der Prozessor

genügt höchsten Ansprüchen: Trotz

„nur“ zwei Kernen liefert das System Leistung

auf Top-Niveau in allen Anwendungsszenarien.

Schade, dass es immer noch keine

3G-Variante gibt, zu den besten Androiden

gehört das Google-Tablet dennoch.

Sehr gut

Note 1,1

Sehr gut

Note 1,4

Apple iPad 4

€ 440

OS: iOS 7 Display: 9,7 Zoll, 2.048 x 1.536

Pixel Prozessor: Dualcore, 1,0 GHz

RAM: 1.024 MByte Speicher: 16 GByte

Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten (5 MP)

Akku: 11.560 mAh Gewicht: 652 g

Okay, ein Gigabyte RAM mag nicht mehr ganz

zeitgemäß sein, aber was spielt das bei dieser

ungeschlagen flüssigen Bedienung und der

makellosen Web- und Entertainment-Performance

für eine Rolle? Eine Bildqualität wie

gedruckt gibt es dank Retina-Auflösung obendrein.

Weitere Praxiseigenschaften wie Verarbeitung

und Akkulaufzeit sind erstklassig. Das

iPad bleibt unsere Nummer 1.

50 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Der große Tablet-Guide Tablets

Einen ausführlichen

Test

finden Sie auf

Seite 56

Sehr gut

Note 1,3

Sehr gut

Note 1,4

Sony Xperia Tablet Z

€ 450

OS: Android 4.2 Display: 10.1 Zoll, 1.920 x 1.200 Pixel Prozessor: Quadcore,

1,5 GHz RAM: 2.048 MByte Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne

(2 MP), Hinten (8 MP) Akku: 6.000 mAh, 10 Std. Gewicht: 485 g

Asus Transformer Pad Inf inity TF700T

€ 500

OS: Android 4.2 Display: 10,1 Zoll, 1.920 x 1.200 Pixel Prozessor: Quadcore,

1,6 GHz RAM: 1.024 MByte Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (2 MP), Hinten

(8 MP) Akku: 3.380 mAh, 8 bis 14 Std. Gewicht: 586 g (ohne Tastaturdock)

Vier Rechenkerne, ein Full-HD-Display und zwei Gigabyte RAM sind schon mal eine

Hausnummer, das bieten aber auch andere Geräte. Mit seinem ultraflachen Gehäuse

(0,7 cm), das zudem wasserdicht (bis zu einem Meter Tiefe) gearbeitet wurde, hebt

sich das Xperia Tablet Z allerdings von der gesamten Konkurrenz ab. Die hauseigene

Menüoberfläche läuft nicht ganz rund, ansonsten ist die Performance Spitzenklasse.

Das Transformer Pad Infinity gibt es derzeit nur im Bundle mit dem (äußerst

gelungenen) Tastaturdock, das dank integrierten Akkus die Laufzeit auf bis zu

14 Stunden anhebt. Aufgrund der detaillierten Auflösung und der tageslichttauglichen

Leuchtkraft geben wir dem Display Bestnoten, die sehr flinke Systemleistung

befindet sich auf Augenhöhe mit dem iPad.


Tablets

Test: Alle Tablets in der Übersicht

Alle Tablets im großen SFT-Preis-Leistungs-Check

1,0

1,1

Note

Kobo Arc

Warum für schlechtere

Tablets mehr

ausgeben? Wenn

Ihre Kaufentscheidung

hauptsächlich

vom Preis abhängt,

greifen Sie zum

Kobo Arc.

Asus Memo

Pad 7

Ein sehr gutes Tablet für

150 Euro! Das Asus

Memo Pad 7 ist mit

Quadcore-Power, HD-

Schirm und zwei Kameras

unser Star unter den

günstigen 7-Zöllern.

Google Nexus 7 (2013)

Das wird Apple gar nicht schmecken!

Erstmals wird ein iPad vom

Tablet-Thron gestoßen – und dann

noch vom Erzrivalen. Das neue

Nexus 7 ist somit eine klare Kaufempfehlung

und für die gebotene

Leistung nicht einmal teuer. Ob

das in Kürze erscheinende neue

iPad Mini zurückschlagen kann?

1,2

1,3

Samsung

Galaxy Note 8.0

1,4

1,5

1,6

1,7

Samsung

Galaxy

Tab 2 7.0

Asus

Fonepad

Samsung

Galaxy Tab 3 8.0

1,8

1,9

2,0

Ionik TP7-1500DC-Metal

Samsung

Galaxy Tab 3

7.0

2,1

2,2

2,3

Acer Iconia B1

Asus

Transformer

Pad

TF300T

2,4

2,5

2,6

2,7

2,8

2,9

Blaupunkt

Endeavour 800

Pearl

Touchlet

7,85

Amazon

Kindle

Fire HD

Amazon Kindle

Fire HD 8.9

CMX Clanga

097-2016

Fujitsu

Stylistic

M532

3,0

50 75 100 125 150 175 200 225 250 275

300

Trekstor Surftab

Ventos 10.1

Sie bestehen auf einen großen Schirm

und wollen möglichst wenig ausgeben?

Dann greifen Sie zum Trekstor-

Gerät. Sie müssen aber dann mit

Menürucklern und einer nicht mehr

taufrischen Android-Version leben.

Toshiba AT300

Die Vierkern-CPU sorgt für tolle

Spieleperformance, wenn auch nur

in der kleinen HD-Auflösung (1.280

x 800 Pixel). Zum Preis von unter

250 Euro ist das AT300 jedoch ein

Schnäppchen und bietet satte

zwölf Stunden Akku-Ausdauer.

52 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Alle Tablets in der Übersicht

Tablets

Apple iPad Mini,

Apple iPad 4

Google

Nexus 10

Beide Apple-Tablets werden

aller Wahrscheinlichkeit

noch im Oktober durch

neue Modelle ersetzt. Da

auch die ein Jahr alten

Geräte kaum im Preis

gesunken sind, raten wir

derzeit von einem Kauf ab.

Sony Xperia Tablet Z

Sonys 10-Zoll-Tablet ist eine echte Wucht: schnell,

schlank, schön und obendrein wasserdicht. Wenn

Ihnen das Xperia Tablet Z zu teuer ist, Sie aber

trotzdem ein Top-Gerät wollen, empfehlen wir

Googles Nexus 10.

Samsung Galaxy Note 10.1

Wie alle Note-Geräte punktet auch das

10-Zoll-Modell von Samsung mit toller Stiftbedienung.

Natürlich können Sie auch die

Finger nehmen, aber für schnelle Notizen

oder Skizzen eignet sich der Stylus perfekt.

Asus Transformer

Pad Infinity TF700T

Legende

7-Zoll-Klasse

10-Zoll-Klasse

Asus Memopad

FHD10

Samsung Galaxy

Tab 3 10.1

Huawei Media

Pad 10 FHD

Welches Tablet bietet mehr fürs Geld? Wir

haben alle Modelle unserer Testübersicht für

Sie grafisch zusammengefasst. Die „Fieberkurve“

macht schnell klar: Geht es nach unten,

kostet das nächste Modell mehr und wurde

obendrein schlechter benotet. Insgesamt ist

das Preisniveau aktueller Tablets in Anbetracht

der gebotenen Leistung erfreulich

niedrig. Unsere Preis-Leistungs-Favoriten

haben wir gesondert hervorgehoben. Bitte

bedenken Sie: Wir haben jeweils die günstigste

Fassung jedes Modells abgebildet.

350 375 400 425 450 475 500 525 550

575

Preis in Euro

Fazit

Wie beim PC-Kauf müssen Sie

auch bei Tablets zunächst Ihre Ansprüche

und Bedürfnisse kennen. Neben CPU-Power

für flüssiges Gaming zählen hier – wie bei allen Mobilgeräten

– auch Faktoren wie Verarbeitung und Akku-

Ausdauer. Wer einfach nur Mails bearbeiten und im

Web surfen will, findet ausgesprochen günstige Geräte.

Gamer müssen mehr investieren, aber mitnichten

gleich zum teuersten Tablet greifen. Gute Spiele-Performance

gibt es schon unter 250 Euro. Sie wollen ein

Apple-Tablet? Dann gedulden Sie sich. Wir rechnen

im Oktober mit der Ankündigung neuer iPads. Gut

möglich, dass Apple die Karten im Markt neu mischt,

schließlich behaupten sich die knapp ein Jahr alten

Geräte nach wie vor wacker. Und auch wenn Sie nicht

unbedingt das neueste Apple-Tablet wollen, sollten

Sie besser abwarten. Mit den neuen iPads dürften die

(noch) aktuellen Geräte spürbar im Preis sinken.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 53


Tablets

Test: Preiswerte Android-Tablets im 10-Zoll-Format

Groß, günstig und gut?

Sie suchen nach einem erschwinglichen

Tablet im großen 10-Zoll-

Format, mit dem Sie in Sachen

Leistung und Ausstattung möglichst

keine Kompromisse eingehen müssen?

Das Clanga 097 der österreichischen

Firma CMX verspricht genau dies:

Retina-Auflösung wie beim aktuellen

iPad, dazu gibt’s Quadcore-Rechenpower

– und das für 230 Euro? Klingt fast

zu schön, um wahr zu sein. Wir prüfen,

was Sie von dem vermeintlichen

Schnäppchen erwarten dürfen und wie

gut sich die 60 Euro günstigere Alternative

aus dem Hause Trekstor demgegenüber

schlägt. (fn)

Technische Daten

Display

9,7 Zoll (24,6 cm), 2.048 x

1.536 Pixel (263 ppi), LCD mit

LED-Beleuchtung

Mobilfunk

Nicht verfügbar

Prozessor/Taktung Allwinner A31, Cortex A7,

Quadcore, 1,5 GHz

Interner Speicher 16 GByte (erweiterbar)

Foto/Video 2-Megapixel-Kamera,

Gesichtserkennung, Videoaufnahme

(720p), Frontkamera

für Videotelefonie

Ausmaße/Gewicht 24 x 18,7 x 0,9 cm/648 g

Betriebssystem Android 4.2

Akkulaufzeit/

Kapazität

Verbindungen und

Schnittstellen

Lieferumfang

Benchmark-

Ergebnisse*

Ca. 6 Std. (Dauerbetrieb)/

8.000 mAh

Micro-USB, Mini-HDMI, SD-

Kartenleser, WLAN, Bluetooth

USB-Kabel, USB-Adapter-Kabel

(Micro auf Normalgröße),

Netzteil

6.326 Pkt. (GL Benchmark)

10.554 Pkt. (Antutu)

* Benchmarks nur für Android verfügbar.

Referenz: Sony Xperia Z Ultra mit 29.437

(Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.

Tablet-PCs Nicht nur im 7-Zoll-Segment wächst das Angebot an

preiswerten Android-Tablets, wie diese beiden 10-Zöller beweisen.

CMX Clanga 097-2016

Web: www.cmx.de Preis (UVP, Online): € 300, ab € 230

Eines vorneweg: Wer sich für das Clanga 097 aus dem Hause CMX entscheidet, sollte unbedingt das

Firmware-Update aufspielen. Bei unserem ersten Test erlebten wir Abstürze, Bildfehler, Performance- und

Hardware-Probleme (WLAN, Kamera-Modul). Der Hersteller bestätigte, dass die Software der derzeit auf

dem Markt befindlichen Geräte im Auslieferungszustand fehlerhaft ist, und stellte eine Aktualisierung bereit.

Diese kann allerdings nicht direkt auf dem Tablet ausgeführt werden, sondern muss umständlicherweise

mithilfe eines PCs und einer Zehn-Schritte-Anleitung im PDF-Format bewerkstelligt werden. Die Installation

des Updates klappt glücklicherweise einwandfrei, Stabilitäts-, Darstellungs- und Hardware-Probleme

sind anschließend passé. Richtig rund läuft das Android-4.2-OS aber trotzdem nicht. Während der Menü-

Navigation tauchen immer wieder kleine Ruckler auf, das Scrollen von Webseiten gerät zum Teil zu einer

regelrechten Zitterpartie, auch Apps starten mit einer leichten Verzögerung. Besser sieht es im Spielebetrieb

aus: Bei aufwendigen Titeln wie Dead Trigger zeigt das mit einer vierkernigen A7-CPU bestückte Clanga

nur minimale Ruckler. Nichts zu meckern gibt es an der Video-Wiedergabe: Das Tablet kommt mit allen

gängigen Formaten zurecht und meistert auch Full-HD-Filme. Ein echtes Highlight stellt das Display dar,

das genau wie das aktuelle iPad eine Größe von 9,7 Zoll im 4:3-Format bietet und mit der gleichen ultrafeinen

Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln aufwarten kann. Schriften sehen dank der hohen Pixeldichte in

allen Größen gestochen scharf aus, Grafiken und HD-Filme wirken sehr plastisch und detailliert. Auch das

direkte Ansprechverhalten bei Toucheingaben sowie die gute Leuchtkraft überzeugen. Auf der Habenseite

steht weiterhin ein robust gearbeitetes Aluminiumgehäuse. Weniger angetan waren wir von der Akkulaufzeit,

die mit knapp sechs Stunden Surf- und Video-Betrieb allenfalls durchschnittlich ausfällt.

Hochauflösendes Display Gute Multimedia-Qualitäten Ruckelige Bedienung Mäßige Laufzeit

Befriedigend

Note 2,9

54 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


test: Preiswerte Android-Tablets im 10-Zoll-Format Tablets

gut

Note 2,1

Teurer ist nicht immer besser

Fotos: Thomas Riese/Oliver Karl

Trekstor Surftab Ventos 10.1

Web: www.trekstor.de Preis (UVP, Online): € 200 , ab € 170

Einen Tick größer als das Clanga und dennoch 60 Euro günstiger? Mal sehen,

wie sich der Trekstor-Kandidat in puncto Ausstattung gegenüber dem teureren

Konkurrenten von CMX schlägt: Das Gehäuse besteht hier schon mal

nicht komplett aus Metall. Eine Aluminiumplatte verstärkt die Rückseite des

Kunststoffmantels, dadurch macht die Verarbeitung insgesamt einen recht

stabilen Eindruck. Mit 1.280 x 800 Bildpunkten löst das 10,1-Zoll-LCD

deutlich niedriger auf als die 9,7-Zoll-Variante des Clangas. Als Prozessor

kommt hier „nur“ eine Zweikern-CPU zum Einsatz. Bei Speicherplatz,

Schnittstellen, Kameras sowie Akkukapazität gibt es hingegen kaum Unterschiede.

Kommen wir zur Praxis: Aufgrund der geringeren Pixeldichte von

149 ppi kann das Surftab nicht mit der Wie-gedruckt-Bildqualität des Clangas

mithalten. Kleine Schriften wirken im Vergleich etwas unscharf, was aber

nichts an der insgesamt guten Lesbarkeit ändert. Hochauflösende Videos

werden nicht ganz so knackig, aber immer noch tadellos dargestellt. Für sich

genommen also ein gelungenes Display, das außerdem Toucheingaben zuverlässig

umsetzt sowie mit ordentlicher Helligkeit, hohem Kontrast und natürlichen

Farben punktet. Dass dem Surftab lediglich zwei Rechenkerne zur

Verfügung stehen, wirkt sich nicht nachteilig aus. Der auf der aktuelleren

ARM-Generation A9 basierende Dualcore ist laut Benchmarks sogar minimal

schneller als der A7-Quadcore des Konkurrenten. Ganz ohne Ruckler bewegen

wir uns leider auch hier nicht durch die Menüs. Immerhin geht die

Webnavigation flüssiger von der Hand als beim CMX-Tablet, wenn auch

längst nicht so geschmeidig wie auf einem iPad oder unserer Android-Referenz

Nexus 10. Als mobile Spielemaschine macht das Surftab eine sehr gute Figur,

Die HD-Video-Performance lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Obwohl der

Akku genauso stark ist wie beim Clanga, können Sie mit dem Surftab deutlich

länger, nämlich bis zu zehn Stunden, surfen, Videos schauen und spielen.

Gutes Display Sehr ordentliche Gesamt-Performance Lange Ausdauer

Menü- und Webnavigation nicht ruckelfrei

Bei einem Unterschied von 60 Euro kann man in diesem Preissegment

von einer kleinen Welt sprechen. Da dürfen Sie natürlich erwarten,

dass ein um diesen Betrag teureres Tablet auch mehr zu bieten

hat. Für unsere beiden Testgeräte trifft dies grundsätzlich auch zu –

zumindest auf dem Datenblatt: Das 230-Euro-Tablet kommt mit einer

ultrahohen Auflösung jenseits von Full HD und Vierkern-Rechenpower,

der 170-Euro-Kandidat liefert lediglich die kleine HD-Qualität

und arbeitet mit zwei Kernen. Ansonsten unterscheiden sich beide

Geräte nur unwesentlich. Teurer also gleich besser? In diesem Fall

nicht. Okay, das Clanga bietet die feinere Bildqualität, aber kann ich

die wirklich vollends genießen, wenn bei der Webnavigation immer

wieder starke Ruckler auftauchen? Vier Rechenkerne klingen erst

mal gut, aber wenn diese – aufgrund veralteter Technik – nicht mehr

Leistung bringen als ein neuerer Dualcore und zudem den Akku offensichtlich

so stark fordern, dass dem Tablet nach sechs Stunden die

Puste ausgeht, erscheint dieses zunächst verheißungsvolle Ausstattungsmerkmal

auf einmal in einem ganz anderen Licht. In den Kerndisziplinen

Bedienung und Ausdauer schlägt sich das günstigere

Surftab teilweise deutlich besser, mobilen Film- und Spielspaß bekommen

Sie obendrein sowie ein tadelloses Display.

Technische Daten

Display

10,1 Zoll (25,7 cm), 1.280 x 800 Pixel

(149 ppi), LCD mit LED-Beleuchtung

Mobilfunk

Nicht verfügbar

Prozessor/Taktung Rockchip, Cortex A9 Dualcore, 1,6 GHz

Interner Speicher 16 GByte (erweiterbar)

Foto/Video 2-Megapixel-Kamera, Videoaufnahme

(1.080p), Frontkamera für Videotelefonie

Ausmaße/Gewicht 25,7 x 17,1 x 0,95 cm/622 g

Betriebssystem Android 4.1

Akkulaufzeit/

Kapazität

Verbindungen und

Schnittstellen

Lieferumfang

Benchmark-

Ergebnisse*

Ca. 10 Std. (Dauerbtrieb)/

8.000 mAh

Micro-USB, Mini-HDMI, SD-Kartenleser,

WLAN, Bluetooth

USB-Kabel, USB-Adapter-Kabel (Micro

auf Normalgröße), Netzteil

6.377 Pkt. (GL Benchmark)

10.800 Pkt. (Antutu)

* Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z Ultra

mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 55


Tablets

Test: Tablet-PC Sony Xperia Tablet Z

Hart, aber herzlich

Tablet-PC Das Xperia Tablet Z ist nicht nur eines der dünnsten, sondern auch eines der widerstandsfähigsten

Tablets auf dem Markt. Doch kann es auch technisch überzeugen?

Nachdem der japanische Technik-

Riese Sony mit seinem Quadcore-Smartphone

Xperia Z erstmals

große Erfolge im High-End-Handy-

Segment feiern konnte, möchte man diese

nun im Tablet-Bereich wiederholen. Um

das zu erreichen, hat Sony kurzerhand das

Design des Erfolgssmartphones übernommen

und auf 10,1 Zoll vergrößert. Das ist

jedoch in keinster Weise negativ zu sehen,

denn Haptik und Optik gefielen uns bereits

bei der Handyvariante sehr gut und

können auch beim Tablet vollends überzeugen.

Der einzige Unterschied findet sich

auf der Rückseite, hier verzichtet Sony auf

das Mineralglas, das beim Xperia-Z-Smartphone

zum Einsatz kommt, und verbaut

stattdessen eine leicht gummierte Polycarbonat-Abdeckung.

Besonders die Tiefe von

nur 7 Millimetern ist beeindruckend,

trotzdem fühlt sich das Tablet Z äußerst

robust an und liegt jederzeit gut in der

Hand. Lediglich die eckigen Kanten dürften

nicht jedermanns Design-Geschmack

treffen. Genau wie das Smartphone ist

übrigens auch das Tablet Z vor Wasser,

Staub und Schmutz geschützt, alle Infos

dazu finden Sie im Kasten unten auf dieser

Produktinfo Sony Xperia Tablet Z

Webseite

www.sony.de

Preis (UVP, Online) € 500, ab € 450 (16 GB Wifi)

Technische Daten

Display

10,1 Zoll (ca. 25,7 cm),

1.920 x 1.080 Pixel (224 ppi)

TFT

Mobilfunk

Optional: GSM (Edge), UMTS (HSD-

PA, HSUPA), LTE

Prozessor/Taktung Qualcomm APQ8064,

Quadcore, 4x 1,5 GHz

Interner Speicher 16 oder 32 GByte (erweiterbar)

Foto/Video 8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme

(1080p), 2-MP-Frontkamera

für Videotelefonie

Ausmaße/Gewicht 26,6 x 17,2 x 7 cm/500 g

Betriebssystem Android 4.1.2 (Jelly Bean)

Akkulaufzeit/

Kapazität

Verbindungen und

Schnittstellen

Lieferumfang

Benchmark-

Ergebnisse*

Keine Herstellerangabe/

6.000 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA, MHL,

Miracast, Bluetooth, NFC

Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer

20.036 Punkte (Antutu)

3.589 Punkte (GFXBench)

*Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z

Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.

Seite. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die

Mobile Bravia Engine 2, die auch beim

Flach-PC zum Einsatz kommt. Die spezielle

Display-Technik sorgt dafür, dass der

Full-HD-Screen äußerst scharf und blickwinkelstabil

ausfällt. Besonders Filme und

Spiele machen auf dem Sony-Flachmann

richtig Spaß, wozu neben dem tollen Bildschirm

auch die ordentlichen Stereo-Lautsprecher

an den Seiten des Geräts beitragen.

Angetrieben wird das Xperia-Tablet

von einer Snapdragon-Quadcore-CPU, die

dank ihrer 1,5-GHz-Taktung für alle anspruchsvollen

Aufgaben gewappnet ist und

selbst aufwendige Spiele problemlos meisterte.

Einzig Sonys Benutzeroberfläche

bietet in puncto Performance Anlass zur

Kritik, denn die Menüs navigieren sich bei

Weitem nicht so flüssig und ruckelfrei wie

Oberflächen anderer Hersteller. Weitere

Kritikpunkte gibt es nicht, vielmehr muss

auch die übrige Ausstattung mit der für

Flach-PCs untypischen 8-Megapixel-Kamera,

NFC und LTE (bei 3G-Version)

gelobt werden. Wie einige aktuelle High-

End-Smartphones hat das Xperia Tablet Z

außerdem einen Infrarot-Sensor integriert,

dank dem sich der Flach-PC in Verbindung

mit der vorinstallierten App als Universalfernbedienung

benutzen lässt. Wenn

Sie ein aktuelles Android-Tablet kaufen

möchten, ist der Sony-Flachmann definitiv

eine der besten Optionen. (ps)

Strandtauglich

Sonderheft 02/13

Kauftipp

Sony xperia Tablet z

Top Performance

Hübsches und sehr

dünnes Design

Brillantes Display

Gute Ausstattung

Ruckelnde

Benutzeroberfläche

SEhr gut

Note 1,3

Das Xperia Tablet Z hat sowohl eine IP55- als auch eine

IP57-Zertifizierung. Das bedeutet, dass der Flach-PC

einerseits einem starken Wasserstrahl standhält, andererseits

aber auch problemlos bis zu 30 Minuten unter

Wasser (bis zu einem Meter Tiefe) verweilen kann. Zusätzlich

ist das Tablet Z auch vor Staub und Schmutz

geschützt, sodass es tatsächlich gefahrlos mit an den

Strand oder ins Freibad genommen werden kann. Um

den Schutz zu gewährleisten, gibt es für alle Gehäuseöffnungen

(Klinkenanschluss, USB, SIM-/SD-Schacht)

spezielle Klappen, die fest verschlossen werden müssen.

Das Öffnen dieser Klappen ist dagegen etwas

fummelig, da man diese aufgrund ihrer Einpassung ins

Gehäuse mit dem Fingernagel aufhebeln muss.

56 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Tablet-PC Sony Xperia Tablet Z Tablets

Foto: Thomas Riese / Shutterstock

Das Xperia Tablet Z ist auch

im Außeneinsatz gut zu

gebrauchen, da es sowohl

vor Wasser und Schmutz

geschützt ist als auch ein bei

Sonneneinstrahlung gut

ablesbares Display besitzt.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 57


Tablets Test: Tablets mit Telefonierfunktion

Tablets fürs Ohr

Tablet-PCs Die beiden Tablet/Smartphone-Hybriden von Samsung und Asus im Praxis-Check.

Samsung Galaxy Note 8.0

Web: www.samsung.de Preis (UVP, Online): € 400, ab € 290

Trotz Plastik-Mantel fühlt sich das einwandfrei verarbeitete, schneeweiße Galaxy Note 8.0 nicht

billig an. Mit einem Gewicht von 340 Gramm lässt sich der kleine Bruder des Galaxy Note 10.1

außerdem sehr bequem transportieren. Am unteren Rand finden wir lediglich einen USB-Port und

das Fach für den Stylus-Stift. Den im Android-Tablet-Segment verbreiteten Micro-HDMI-Ausgang

suchen wir hier vergebens. Zu den Ausstattungs-Highlights des Note gehören ganz klar die wirklich

gelungenen Komfortfunktionen, wobei in erster Linie die exzellente Stifteingabe zu nennen ist: Kein

anderes Gerät auf dem Markt trumpft mit einem derart natürlichen Schreib- und Malgefühl auf.

Dazu spendiert Samsung eine zuverlässige Handschriftenerkennung sowie Apps zum Erstellen von

Notizen und Zeichnungen. Sie können die hauseigene nutzerfreundliche Touchwiz-Oberfläche

außerdem komplett und präzise mit dem Stift bedienen, indem Sie beispielsweise Wischgesten mit

selbigem ausführen. Im Unterschied zum 10-Zoll-Note ist es jetzt möglich, auch die Sensortasten

für Optionen und Zurückspringen per Stifteingabe zu aktivieren, für die Home-Taste benötigen Sie

aber nach wie vor Ihren Finger. Weitere nützliche Praxisfunktionen bilden die Multiscreen-Option

(mit der Sie den Bildschirm teilen, um zum Beispiel links zu surfen, während rechts ein Video gespielt

wird) sowie der an Apples Siri erinnernde Sprachassistent S Voice. Telefonieren können Sie mit der

3G-Variante auch. Abgesehen davon, dass es komisch aussieht, sich so eine Riesenflunder ans Ohr

zu halten: Wegen des hohen Gewichts und des Umstandes, dass Sie zum Halten die Finger doch

arg spreizen müssen, taugt dieses Format nicht für längere Gespräche. Nichts zu meckern gibt es

auch am fein auflösenden, brillanten Display. Dank starker Vierkern-CPU funktionieren aufwendige

Spiele und HD-Videos genauso butterweich wie das Scrollen von Webseiten und die Menübedienung.

Ein kleiner Wermutstropfen: Mit einer Akkulaufzeit von sieben bis höchstens acht

Stunden kann das Galaxy Note nicht mit den Top-Tablets mithalten.

Als wir vor gut zwei Jahren die

5-Zoll-Variante des ebenfalls mit

einer Telefonierfunktion ausgestatteten

Galaxy Note zum Test bekamen,

haben wir es aufgrund seiner Größe als

Tablet und nicht als Smartphone kategorisiert,

da Mobiltelefone zum damaligen

Zeitpunkt deutlich kleiner ausfielen.

Mittlerweile bietet Samsung mit dem

Galaxy Mega ein Handy mit üppigem

6,3-Zoll-Schirm an, Sonys Xperia Z Ultra

ist sogar noch einen Tick größer (einen

Test zu beiden Geräten finden Sie ab Seite

32). Wo liegt bei Ihnen die Grenze zum

Tablet? Bei uns liegt sie bis auf Weiteres

bei größentechnisch nicht mehr hosentaschen-

und auch nicht mehr wirklich telefonierfreundlichen

7 Zoll. Die zwei Testkandidaten

behandeln wir also in erster

Linie als Tablets. Wie gut sich die Geräte zum

Telefonieren eignen, sagen

wir Ihnen natürlich trotzdem.

(fn)

Leichte, dennoch stabile Bauweise

Geniale Stifteingabe

Hohe Performance

Mäßige Akkulaufzeit

GUT

Note 1,6

Der Unterschied zu einem echten Stift ist

kaum spürbar: Sie können den Stylus in der

Praxis senkrecht aufsetzen, aber auch leicht

schräg halten (wie es wohl die meisten von uns

gewöhnt sind). Auch die Ablage des Handballens

auf dem Display stört die Eingaben nicht.

58 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Tablets mit Telefonierfunktion Tablets

Asus Fonepad

Web: www.asus.de Preis (UVP, Online): € 230, ab € 220

Das Fonepad gehört zu den ersten Android-Tablets, die auf einem Intel-Atom-Prozessor

basieren. Anders als bei Samsung ist die Telefonierfunktion nicht optional,

eine WiFi-Version gibt es nicht. Auch Asus setzt auf ein Kunststoffgehäuse. Die

Verarbeitung ist tadellos, der Aluminium-Look vermittelt zusätzlich Wertigkeit.

Hinter der leicht zu entfernenden Klappe im unteren Teil des Chassis verbergen

sich Micro-SD- sowie SIM-Schacht. Wie beim Konkurrenten fällt das Anschlussangebot

mit einer Micro-USB-Buchse sehr puristisch aus. Im Unterschied zum

Galaxy Note müssen Sie hier aber außerdem noch auf eine rückwärtige Kamera

verzichten. Mit 1.280 x 800 Pixeln gehört das Fonepad wie Googles Nexus 7 zu

den hochauflösenden 7-Zoll-Tablets. Die daraus resultierende Pixeldichte von

215 ppi garantiert gestochen scharfe Bilder und Texte. Auch die leuchtenden

Farben und der sehr gute Kontrast haben uns gefallen. Eher durchschnittlich

gestaltet sich hingegen die Helligkeit, die kaum in der Lage ist, den starken

Spiegelungen, die beim Tageslichteinsatz entstehen, entgegenzuwirken. Im

Toucheinsatz arbeitet der Schirm direkt und präzise. Asus setzt auf ein leicht

angepasstes Android 4.2, das die Steuerleiste am unteren Bildschirmrand um

eine Schnellstarttaste für häufig benutzte Apps erweitert. Dazu gibt es eine

einfache Telefonanwendung inklusive Ruf- und Kontaktlisten. Was für den

Samsung-Konkurrenten gilt, gilt auch für das Fonepad: Das 7-Zoll-Tablet ist

für ein komfortables Telefonat schlicht zu sperrig. Im Leistungscheck zeigt

sich, dass das Singlecore-Atom-System nicht mit den zumeist mehrkernigen

aktuellen ARM-Konkurrenten mithalten kann, was sich sowohl an den

Benchmark-Ergebnissen als auch an der Spieleperformance zeigt. Bei aufwendigen

Titeln wie Dead Trigger tauchen Ruckler auf. Die HD-Video-

Wiedergabe läuft dagegen flüssig. Angenehm geschmeidig gestaltet sich

auch die Menü- und Webnavigation. Recht ausdauernd präsentiert sich

der Akku mit bis zu 10 Stunden bei normaler Nutzung.

Leicht und handlich

Nervige Spiegelungen

Scharfe Bildqualität

Mäßige Systemleistung

GUT

Note 2,1

Produktinfo Galaxy Note 8.0 Fonepad

Hersteller Samsung Asus

Webseite www.samsung.de www.asus.de

Preis (UVP, Online) € 400, ab € 290 € 230, ab € 220

Technische Daten

Display

8,0 Zoll (ca. 20 cm), 1.280 x 800 Pixel (188 ppi),

LCD mit LED

7 Zoll (ca. 18 cm), 1.280 x 800 Pixel (215 ppi), LCD

mit LED

Mobilfunk GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA) GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA)

Prozessor/Taktung Exynos Quad 4412, Quadcore, 1,6 GHz Intel Atom 2420, Singlecore, 1,2 GHz

Speichervarianten 16 GByte WiFi (€ 290), 16 GByte 3G (€ 380) 16 GByte

Foto/Video 5-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme

Frontkamera für Videotelefonie

(1.080p), Frontkamera für Videotelefonie

Ausmaße/Gewicht 21,1 x 13,6 x 1,0 cm/339 g 19,7 x 12 x 1 cm/340 g

Betriebssystem Android 4.2 Android 4.2

Akkulaufzeit/

Kapazität

Verbindungen und

Schnittstellen

bis zu 8 Stunden (normale Nutzung)/

4.600 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB, Micro-SD,

WLAN, GPS, Bluetooth

Lieferumfang Netzteil, USB-Kabel Netzteil, USB-Kabel

Benchmark-

Ergebnisse

16.342 Punkte (Antutu)

1.981 Punkte (GL Benchmark)

bis zu 10 Stunden (normale Nutzung)/

4.270 mAh

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB, Micro-SD,

WLAN, GPS, Bluetooth

8.933 Punkte (Antutu)

945 Punkte (GL Benchmark)

Testurteil GUT 1,6 GUT 2,1

Fazit

Beide Geräte bilden ob ihres Formates keinen vollwertigen

Smartphone-Ersatz. Allerdings: Wer nicht ständig Handy

plus Tablet mitschleppen will, für den könnte solch ein Hybrid

durchaus interessant sein. Zum Telefonieren können

Sie ja ein Bluetooth-Headset nutzen – dann sieht’s nicht

ganz so doof aus. Ansonsten erfüllen beide Androiden die

Ansprüche, die man an ein modernes Tablet stellt. Dank

der hohen Prozessor-Power gelingt das dem Galaxy Note

8.0 besonders gut, die komfortable Bedienung inklusive

der fantastischen Stiftunterstützung sprechen außerdem

für Samsung. Das Intel-Atom-basierte Fonepad fällt in Sachen

Gaming-Performance und Komfort-Features im Vergleich

ab, punktet dafür aber mit fairem Preispunkt und

guter Akkulaufzeit.

* Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 59


tablets Test: Tablet-PC Amazon Kindle Fire HD 8.9

Scharfe Amazone

Amazon

Kindle Fire HD 8.9

Stabiles, griffiges

Gehäuse

Gelungenes, sehr fein

auflösendes Display

Beschränkt auf

Amazon-App-Store

Bedienung oftmals

nicht flüssig

gut

Note 2,4

Tablet-PC Amazons aktuelles Tablet bietet hochauflösende Bilder zum Schnäppchenpreis.

N

ach der Veröffentlichung der 7-Zoll-

Version des Kindle Fire HD Ende

letzten Jahres ist nun auch der große

Bruder im 8,9-Zoll-Format erhältlich.

Amazon setzt bei seinem Tablet-Neuzugang

wie beim Kindle Fire HD 7 Zoll auf ein

schwarzes Kunststoffgehäuse mit leicht gummierter

und somit griffiger Oberfläche. Die

Verarbeitung macht insgesamt einen robusten

Eindruck. Mit einem Gewicht von 570

Gramm wiegt der Flachmann beinahe so viel

wie mancher 10-Zoll-Konkurrent. Bei der

Nutzung mit einer Hand führt dieser Umstand

doch recht schnell zu Ermüdungserscheinungen.

Das An schlussangebot erschöpft

sich in einem USB-2.0- und einem HDMI-

Port, auf einen SD-Kartenschacht müssen Sie

genauso verzichten wie auf Mobilfunkunterstützung,

die derzeit nur bei Modellen für den

amerikanischen Markt vorgesehen ist. Ein

echtes Highlight stellt das 1.920x1.200-Bildpunkte-Display

dar, dessen extrem feine Auflösung

einzelne Pixel praktisch nicht erkennen

lässt. Auch der große Blickwinkel und

die natürliche Farbdarstellung überzeugen.

Schade, dass das Panel trotz der guten Helligkeit

aufgrund starker Spiegelungen nur

bedingt tageslichttauglich ausfällt. Wie erwartet

setzt Amazon auch beim Kindle Fire

HD auf eine stark angepasste Version von

Android 4.0, die das hauseigene Content-

Angebot in den Vordergrund stellt. Für

Android-Kenner gewöhnungsbedürftig, Einsteiger

finden sich aber schnell zurecht. Zugriff

auf Googles Play Store gestattet Amazon

nicht, das App-Angebot fällt somit eingeschränkt

aus. Im HD-Video- und Spiele-

Einsatz macht das Tablet eine sehr gute Figur,

bei der Menü-, Web- und App-Store-Navigation

tauchen aber immer wieder kleine

Ruckler auf. Die Akkulaufzeit kann sich mit

rund zehn Stunden Normalbetrieb absolut

sehen lassen. (fn)

Produktinfo Amazon Kindle Fire HD 8.9

Webseite

www.amazon.de

Preis (UVP, Online) € 270, ab € 270

Technische Daten

Display 8,9 Zoll (ca. 22,6 cm), 1.920 x 1.200

Pixel (254 ppi), LCD mit LED

Mobilfunk

Nicht verfügbar

Prozessor/Taktung GHz OMAP 4470, Dualcore, 1,5 GHz

Interner Speicher 16 GB (€ 270, inkl. Spezialangebote)

32 GB (€ 300, inkl. Spezialangebote)

ohne Werbung € 284 bzw. € 314

Foto/Video Keine rückwärtige Kamera,

Front-Kamera

Ausmaße/Gewicht 23,9 x 16,3 x 0,9 cm/567 g

Betriebssystem Android 4.0

Akkulaufzeit/

Kapazität

Verbindungen und

Schnittstellen

Lieferumfang

Benchmark-

Ergebnisse*

6.000 mAh, ca. 10 Sunden

(Dauernutzung)

WLAN, Bluetooth, Micro-USB, Micro-

HDMI, Kopfhörer

USB-Kabel, Netzteil

GL Benchmark nicht durchführbar,

7.868 Pkt. (Antutu)

Einen klassischen Startbildschirm gibt es nicht, stattdessen

werden zuletzt aufgerufene Apps, Webseiten

oder Filme in Form eines Icon-Karussells dargestellt.

Halten Sie das Tablet hochkant, sehen Sie am unteren

Rand kontextbezogene Empfehlungen. Apropos:

Werbung gibt es auch auf dem Sperrbildschirm. Hier

hat der Käufer allerdings die Möglichkeit, diese zu

umgehen, indem er sich gegen Aufpreis für ein Modell

ohne „Spezialangebote“ entscheidet.

*Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z

Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.

60 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


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ZUBEHÖR TEST: Kopf- und Ohrhörer

Privat-Konzert

Kopfhörer Genießen Sie Musik

ganz für sich alleine – wir testen

zehn In- und On-Ears.

Mit guten Ohrhören werten Sie den Klang Ihres Smartphones

oder Tablets deutlich auf. Vielleicht möchten Sie Ihre

Lieblingssongs aber auch unterwegs mit einer komfortabler

zu tragenden On-Ear-Lösung hören. Daher haben wir für Sie

neben den sieben Stöpselvarianten auch noch drei entsprechende

Alternativen getestet. Wie Sie gleich sehen werden, müssen Sie für

einen ansprechenden Klang kein Vermögen ausgeben. (fn)

Vor- und Nachteile von In-Ears:

Wer sich für eine In-Ear-Variante entscheidet, bekommt nicht nur einen dezent zu tragenden

Kopfhörer, der exzellente Bewegungsfreiheit erlaubt, in der Regel klingen die Stöpsel auch immer

einen Tick besser als preislich ähnlich gelagerte On-Ear-Lösungen. Der Grund: Da der Sound innerhalb

des Gehörgangs abgegeben wird, kommen nahezu alle Schallwellen am Trommelfell an.

Ein weiterer Vorteil: Bei optimaler Passform wird der Gehörgang abgedichtet, was eine hohe Isolierung

gegen störende Außengeräusche wie Flugzeuglärm bietet. Apropos Passform: Anatomisch

sind natürlich nicht alle Ohren gleich, daher legen mittlerweile die meisten Hersteller unterschiedlich

geformte Ohrpolster ins Paket. Das einzige echte Problem bei In-Ears ist das Fremdkörpergefühl

im Ohr, das speziell bei längerer Nutzung nervig werden kann.

GUT

Note 1,9

AKG K391 NC

Web: www.akg.com Preis (UVP, Online): € 180, ab € 140

AKGs Modell blendet störende Außengeräusche,

beispielsweise während einer Zugfahrt, noch zuverlässiger

aus als die Konkurrenten: Denn dem

K391 NC steht eine fest mit dem Ohrhörer-Kabel

verbundene Noise-Cancelling-Aktivbox zur Verfügung.

Das streichholzschachtelgroße Kästchen

kann während des Tragens aber mitunter etwas

lästig werden. Die Ohrstöpsel sitzen angenehm,

aber trotzdem fest in den Lauschern, ein Mantel

aus Aluminium gibt dem Paar sehr gute Stabilität.

Klanglich präsentiert sich der K391 NC im Normal-Modus

warm und ausgewogen, bei eingeschalteter

Geräuschunterdrückung werden Lautstärke,

Höhen und Bässe deutlich angehoben. Wer auf

diese sogenannte Loudness-Klangcharakteristik

steht, wird damit kein Problem haben, uns ist der

Sound so etwas zu brachial.

Hohe Stabilität Guter Sitz

Zuverlässige Geräuschunterdrückung ...

... die sich negativ auf den Klang auswirkt

Ultrasone IQ

Web: www.ultrasone.de Preis (UVP, Online): € 650, ab € 650

Dass normale Kopfhörer bisweilen jenseits der

500-Euro-Marke liegen können, ist hinlänglich

bekannt. Aber wussten Sie, dass es auch Ohrhörer

in diesem Preissegment gibt? Wer in diesem Bereich

eine solch stolze Summe investiert, darf Hi-

Fi-Qualität der Spitzenklasse erwarten, wie der IQ

von Ultrasone zeigt. Mit den relativ großen Klangprozessoren

an jeder Seite sieht der IQ

zunächst ein wenig klobig aus, der Tragekomfort

ist dennoch hervorragend. Sämtliche Elemente

inklusive Kabel sowie die integrierte Fernbedienung

sind absolut hochwertig verarbeitet. In Sachen

Klang mächtig druckvoll, dynamisch, präzise

und kristallklar, macht der Luxus-In-Ear jedes

Lied in Ihrer Musiksammlung zum Hörerlebnis

– egal ob Klassik, Rock oder Techno.

Sehr hochwertige Bauweise

Tolles Tragegefühl

Sehr gute Geräuschdämpfung

Kristallklarer, druckvoller Sound

SEHR GUT

Note 1,2

Panasonic RP-HJE190

Web: www.panasonic.de Preis (UVP, Online): € 20, ab € 20

Möchten Sie möglichst wenig Geld für Ihren

In-Ear ausgeben, sollten Sie grundsätzlich keine

allzu hohen Ansprüche an die Klangqualität

haben. Der RP-HJE190 aus Panasonics preiswerter

Ergofit-Reihe gehört auf jeden Fall noch

zu den besseren Geräten innerhalb des Tiefpreis-

Segments: Im Bassbereich spielt das Gerät ganz

ordentlich auf, das Stereobild wirkt einigermaßen

luftig. Dem gegenüber stehen aber überbetonte

Mitten und äußerst zurückhaltende Höhen.

Ansonsten gibt es hier nur wenig zu meckern:

Den RP-HJE190 spüren Sie dank

ausgefeilter Ergonomie und aufgrund seines

Fliegengewichts fast nicht in den Gehörgängen,

die Verarbeitung und das hübsche Design können

sich außerdem sehen lassen.

Gute Verarbeitung

Sehr angenehmes Tragegefühl

Zu mittenlastig

Hochtonbereich dürftig

BEFRIEDIGEND

Note 2,6

62 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Kopf- und Ohrhörer Zubehör

GUT

Note 2,2

Sony NWZW273

Web: www.sony.de Preis (UVP, Online): € 80, ab € 60

Beim Sony-In-Ear handelt es sich um einen robusten Sportkopfhörer mit flexiblem

Nackenbügel. Der Clou ist der integrierte MP3-Player mit vier Gigabyte Speicher. So

benötigen Sie kein zusätzliches Gerät, wenn Sie beim Joggen Ihre Lieblingssongs genießen

möchten – oder beim Schwimmen. Ja, richtig gelesen! Denn der NWZW237

ist bis zu einer Tiefe von zwei Metern wasserdicht. Obwohl viel Technik in dem

Multitalent steckt, nehmen Sie das Sony-Modell während des Tragens kaum wahr, der

Kunststoffbügel sorgt für perfekten Halt. Die Steuertasten befinden sich direkt an den

Ohrhörern und sind fühlbar, weshalb man sich schnell auf die „blinde“ Bedienung

einstellt. Songs werden mithilfe der mitgelieferten USB-Ladestation (Akkulaufzeit bis

zu acht Stunden) über den PC per Drag & Drop übertragen. Der Klang ist ordentlich,

allerdings auch sehr höhenlastig.

Pfiffiges All-in-One-Konzept Stabil und wasserdicht

Hoher Tragekomfort Höhenlastig

Creative HITZ MA350

Web: de.creative.com Preis (UVP, Online): € 40, ab € 40

Beim Günstig-In-Ear von Creative bekommen

Sie ordentlich was auf die Ohren: Die Bässe tönen

für ein Gerät in dieser Preis klasse ungewöhnlich

wuchtig. Abstriche müssen Sie hingegen

bei der Detail- und Hochtonabbildung

machen. Für filigrane Klassik- und Akustik-

Musik eignet sich der HITZ MA350 weniger.

Wer seine Death-Metal-Sammlung unter Palmen

genießen möchte, kommt hier aber durchaus

auf seine Kosten. Der Tragekomfort ist dank

federleichtem Gewicht und geschmeidig weichen

Ohrstöpseln sehr gut, die Verarbeitung

geht insgesamt in Ordnung. Meckern müssen

wir aber über die klapprig anmutenden Steuerelemente

der integrierten Kabelfernbedienung.

Kräftige Bässe

Leichter Tragekomfort

Minderwertige Kabelfernbedienung

Leicht muffiges Klangbild

GUT

Note 2,4

GUT

Note 1,6

Philips Fidelio S2

Web: www.philips.de Preis (UVP, Online): € 150, ab € 130

Das formschöne, wahlweise schwarze oder weiße

Design mit den goldfarbenen Applikationen macht

den Fidelio S2 aus dem Hause Philips zum Hingucker.

Auffallend ist auch das Flachkabel, das aufgrund

seiner Form nicht nur ungewöhnlich aussieht, sondern

auch Kabelsalat verhindert. Mit den insgesamt

fünf unterschiedlichen beiliegenden Silikonpolstern

findet jeder die perfekte Passform für den S2. Die

Ohrhörer werden von einem speziellen Metallgehäuse

geschützt, das Vibrationen entgegenwirkt und

somit für einen sehr sauberen Klang sorgt. Die einzelnen

Frequenzbereiche sind gut aufeinander abgestimmt

und geben Ihre Lieblingsmusik dynamisch

und naturgetreu wieder. Je nach Ausgangsmaterial

kann es allerdings vorkommen, dass die Höhen etwas

zu scharf ausfallen.

Ansprechendes Design

Stabil und tadellos verarbeitet

Dynamischer, natürlicher Klang

Höhen bisweilen zu dominant

Harman/Kardon NI

Web: www.harmankardon.com Preis (UVP, Online): € 100, ab € 90

Knapp 100 Euro müssen Sie für den NI von Harman/Kardon

auf den Tisch legen und

erhalten dafür einen In-Ear-Kopfhörer, der

es durchaus mit den teureren Modellen von Philips

und AKG aufnehmen kann. Das gilt

sowohl für die hochwertige Haptik als auch für den

hervorragenden Tragekomfort, den die mitgelieferten

Ohrpolster gewährleisten. Apropos: Von allen hier

vorgestellten Geräten ohne aktive Geräuschunterdrückung

gelingt dem NI die Abschirmung von Außengeräuschen

am besten – vorausgesetzt, die Stöpsel

sitzen optimal in Ihren Ohren. In puncto Soundqualität

kann der Harman/Kardon-Kandidat mit einem

knackigen Bassfundament und warmen Mitten aufwarten.

Der Hochtonbereich hätte aber mehr Schliff

vertragen können.

Hervorragender Tragekomfort

Sehr gute Schallisolierung

Stabile Verarbeitung

Defizite im Hochtonbereich

GUT

Note 2,0

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 63


ZUBEHÖR TEST: Kopf- und Ohrhörer

SEHR GUT

Note 1,4

Bowers & Wilkins P3

Web: www.bowers-wilkins.de Preis (UVP, Online): € 200, ab € 160

Der P3 von B&W ist nicht nur der stylishste, sondern auch der mobilste

On-Ear-Kopfhörer im Testfeld. Seine Hörmuscheln lassen sich nach innen

einklappen, auf diese Weise kann der P3 in dem zum Lieferumfang gehörenden

Hartschalen-Etui sehr platzsparend mit auf die Reise genommen

werden. Mit seinen Metallbügeln und der insgesamt sehr hochwertigen

Verarbeitung verfügt der P3 über eine ausgezeichnete Haptik. Die Stoffpolster

schmiegen sich optimal an das Ohr an. Der etwas zu feste Sitz

kann bei längerer Tragezeit allerdings unangenehm werden. Am Klang

haben wir dagegen nur wenig auszusetzen: Alle Frequenzbereiche stellt

der P3 sehr naturgetreu dar. Dabei gefallen uns besonders die präzisen,

kräftigen Bässe. Lediglich die Höhen hätten für unseren Geschmack einen

Tick präsenter ausfallen dürfen.

Bose AE2W

Web: www.bose.de Preis (UVP, Online): € 250, ab € 230

Wer den Tragekomfort eines On-Ear-Modells schätzt, aber keine Lust auf

Kabelstress hat, sollte beim AE2W von Bose mal genauer hinhören. Der

tadellos verarbeitete, flauschig leicht zu tragende Kopfhörer verfügt an der

linken Hörmuschel über ein Bluetooth-Modul (inklusive Akku, Laufzeit

ca. sieben Stunden), das Verbindung zu kompatiblen Geräten aufnimmt.

Sollten Sie doch mal den Kabelbetrieb bevorzugen, lässt sich die kleine

Box abnehmen und ein 3,5-Millimeter-Klinkeneingang kommt zum Vorschein.

iPad- und iPhone-Nutzer sind in der Lage, die mehrfach belegte,

große Bluetooth-Pairing-Taste auch zum Ansteuern bestimmter Abspielfunktionen

einzusetzen (für Pause drücken Sie ein-, zum Vorspulen zweimal

etc.). Im Soundtest überzeugt der AE2W mit einem blitzsauberen,

natürlichen Klangbild und kernigen, dynamischen Bässen.

Sowohl mit als auch ohne Kabel nutzbar Angenehm zu tragen

Einwandfreie Verarbeitung Druckvolles, dynamisches Klangbild

Platzsparend zu transportieren Auffallend schönes Design

Sehr natürliches Klangbild Sitzt etwas zu fest

GUT

Note 1,5

In-Ear-Kopfhörer

Produktinfo IQ Fidelio S2 K391 NC NI NWZW273

Hersteller Ultrasone Philips AKG Harman/Kardon Sony

Webseite www.ultrasone.de www.philips.de www.akg.com www.harmankardon.com www.sony.de

Preis (UVP, Online) € 650, ab € 650 € 150, ab € 130 € 180, ab € 140 € 100, ab € 90 € 80, ab € 60

Technische Daten

Anschluss 3,5 mm Klinke 3,5 mm Klinke 3,5 mm Klinke 3,5 mm Klinke USB für USB-Ladestation

Frequenzbereich 17 - 21.000 Hertz 15 - 24.000 Hertz 12 - 24.000 Hertz 20 - 20.000 Hertz Keine Angabe

Bauart Geschlossen, dynamisch Halboffen, dynamisch Geschlossen, dynamisch Geschlossen, dynamisch Geschlossen, dynamisch

Gewicht 10 g 14 g 8 g 10 g 27 g

Kabellänge 1,2 Meter 1,2 Meter 1,15 Meter 1,1 Meter –

Besonderheiten Austauschbare Kabel Flachkabel Aktive Geräuschunterdrückung Keine Integrierter MP3-Player, wasserdicht

bis 2 m Tiefe

Lieferumfang Flugzeug-Adapter, Wechsel-Ohrpolster,

Transportbox, Kabelfernbedienung

mit Mikrofon

Flugzeug-Adapter, Wechsel-Ohrpolster,

Transportbox, Kabelfernbedienung

mit Mikrofon

Flugzeug-Adapter, Transporttasche,

Kabelfernbedienung mit Mikrofon

Wechsel-Ohrpolster, Kabelfernbedienung

mit Mikrofon

USB-Kabel, USB-Ladestation,

Wechsel-Ohrpolster

Testurteil Sehr GUT 1,2 GUT 1,6 GUT 1,9 GUT 2,0 GUT 2,2

64 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Kopf- und Ohrhörer

Zubehör

GUT

Note 2,0

Kein Mann im Ohr: On-Ears

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die es unangenehm finden, Stöpsel im

Ohr zu tragen, kommt ein On-Ear für Sie infrage. Solche Modelle können

bauartbedingt selbstverständlich nicht mit den gleichen Mobilqualitäten

aufwarten wie ihre In-Ear-Rivalen und lassen sich auch nicht so unauffällig

tragen. Allerdings bieten immer mehr Hersteller neben klassischen Heimkopfhörern

Geräte an, die speziell auf den Mobileinsatz abgestimmt sind.

Dies zeigen unter anderem die in diesem Test vertretenen Firmen Bose, Bowers

& Wilkins und Cresyn, deren Modelle deutlich kompakter, leichter und

stylisher ausfallen als typische Kopfhörer. Voraussetzung für möglichst hohen

Tragekomfort ist natürlich ein perfekter Sitz, daher sollten Sie beim Kauf

auf weiche Polsterung und einen anpassbaren Bügel achten. Zum Sound

lässt sich sagen, dass sich On-Ears aufgrund ihrer Beschaffenheit etwas luftiger

anhören, aber auch mehr Außengeräusche zum Ohr durchlassen.

Cresyn C750H

Web: www.cresyn.com Preis (UVP, Online): € 70, ab € 60

Dass man auch für einen Preis deutlich unter der 100-Euro-Marke recht

gute On-Ear-Kopfhörer bekommen kann, beweist die hierzulande noch

eher unbekannte Firma Cresyn mit dem C750H. Die Verarbeitung gibt

keinen Anlass zur Kritik – hier knarzt und wackelt nichts. Der flexible

Bügel passt sich perfekt der Kopfform an, die Hörmuscheln sitzen angenehm

auf den Lauschern. Ihre Kunststoffpolster lassen aber zu wünschen

übrig, da diese bereits nach kurzer Zeit ein Klebegefühl verursachen. Im

Klangtest lieferte der Günstig-Kopfhörer eine sehr passable Leistung mit

nur kleinen Schwächen: Seine Detailwiedergabe ist gut, das Klangbild

meist sehr ausgewogen. Je nach Ausgangsmaterial bleibt die Brillanz der

Höhen aber auch schon mal auf der Strecke. Der Stereoeindruck gestaltet

sich außerdem nicht so beeindruckend breit wie bei den kostspieligeren

Geräten von B&W und Bose.

Tadellose Verarbeitung

Sehr ordentlicher Klang

Ansprechendes Design

Klebegefühl am Ohr

Fazit

Für welchen Kopfhörer-Typ Sie sich auch entscheiden: Alle Testkandidaten

bieten in ihrer Kategorie guten bis sehr guten Tragekomfort und eignen sich

dank tadelloser Verarbeitung sowie niedrigem Gewicht für den mobilen Einsatz.

Bei den In-Ears hat sich gezeigt, dass Sie zu Preisen zwischen 60 und 140

Euro guten Klang erwarten dürfen (hier sind insbesondere die Geräte von Philips

und AKG hervorzuheben), der nicht allzu weit von sündhaft teuren Profi-

Varianten wie dem IQ von Ultrasone entfernt ist. Eine Sonderstellung nimmt

Sonys NWZW273 ein, dessen Soundqualität uns zwar nicht umgehauen hat,

der aber dank integriertem MP3-Player sowie sportlichem und wasserdichtem

Design am flexibelsten eingesetzt werden kann. Boses AE2W glänzt genau

wie der schicke P3 von B&W mit souveränem Hi-Fi-Klang, trumpft aber

noch zusätzlich mit kabellosem Komfort auf. Dass ansprechende Soundqualität

auch zum Einsteigerpreis möglich ist, zeigt der C750H von Cresyn.

On-Ear-Kopfhörer

HITZ MA350

RP-HJE190

Creative

Panasonic

de.creative.com

www.panasonic.de

€ 40, ab € 40 € 20, ab € 20

AE2W P3 C750H

Bose Bowers & Wilkins Cresyn

www.bose.de www.bowers-wilkins.de www.cresyn.com

€ 250, ab € 230 € 200, ab € 160 € 70, ab € 60

3,5 mm Klinke 3,5 mm Klinke

6 - 23.000 Hertz 6 - 24.000 Hertz

Geschlossen, dynamisch

Geschlossen, dynamisch

11 g 4 g

1,2 Meter 1,2 Meter

Keine

Keine

Wechsel-Ohrpolster, Kabelfernbedienung

mit Mikrofon

Wechselohrpolster

3,5 mm Klinke/Bluetooth 3,5 mm Klinke 3,5 mm Klinke

Keine Angabe 10 - 20.000 Hertz 20 - 20.000 Hertz

Geschlossen, dynamisch Offen, dynamisch Geschlossen, dynamisch

140 g 130 g 170 g

1,75 Meter 1,2 Meter 1,2 Meter

Kabellose Signalübertragung per

(abnehmbarem) Bluetooth-Modul

Keine

3,5-mm-Audio-Ausgang an der

linken Ohrmuschel

Klinkenkabel, Tragetasche mit

Zugschnur

2x Klinkenkabel, Hartschalen-Etui,

Kabelfernbedienung mit Mikrofon

Klinkenkabel, Kabelfernbedienung

mit Mikrofon

GUT 2,4 Befriedigend 2,6

SEHR GUT 1,4 GUT 1,5 GUT 2,0

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 65


Zubehör

Test: Bluetooth-Sound

Klang-

Freiheit

Mobile Lautsprecher Sechs Bluetooth-Soundsysteme

für unterwegs im Soundcheck

Kopfhörer sind eine feine

Sache, wenn es um Ihr persönliches

Musikvergnügen

geht. Aber lassen Sie doch auch mal

Familie und Freunde an Ihren Lieblingssongs

teilhaben. Das ermöglichen

Ihnen portable Soundsysteme,

egal ob am Strand, im Garten oder

natürlich auch zu Hause – und zwar

ganz ohne lästigen Kabelstress! In

Sachen Soundqualität kommen aktuelle

Modelle sogar durchaus an

die einer herkömmlichen Hi-Fi-

Anlage heran. In jedem Fall klingen

selbst die günstigsten Vertreter dieser

Gattung besser als sämtliche in

Smartphones oder Tablets eingebauten

Lautsprecher. (fn)

Tipps für den Kauf

Neben dem Klang spielen bei einem portablen Lautsprechersystem natürlich

die mobilen Qualitäten eine große Rolle. Für einen problemlosen Transport und

Außeneinsatz sollten Sie auf eine möglichst stabile Verarbeitung achten. Ein

Metallgehäuse, wie es die hier aufgeführten Kandidaten von Sony und Logitech

anbieten, ist in dieser Hinsicht optimal. Außerdem sollten alle Bedienelemente

wie Knöpfe und Schalter nicht abstehen, sondern tief ins Chassis

eingelassen sein, damit sie beim Transport keinen Schaden nehmen können.

Werden der eine oder andere Anschluss dann auch noch von einer Klappe gegen

Spritzwasser und Schmutz geschützt, was in diesem Testfeld nur beim JBL

Charge der Fall ist, umso besser! Eines bieten Ihnen die mobilen Klangwerke

auf jeden Fall: kabellosen Komfort dank Blue tooth und eingebautem Akku. In

der Regel halten die Stromspeicher bei Dauernutzung zwischen sechs und

zehn Stunden. Wer ausgiebige Outdoor-Musik-Sessions plant, ist mit einem

Modell gut beraten, das unterwegs per USB geladen werden kann. Diese Funktion

finden Sie beim JBL Charge, dem HMDX Jam und Creatives Airwave HD.

Zusätzlich benötigen Sie natürlich noch eine mobile Stromquelle wie einen

Laptop oder – wenn Sie eine deutlich kompaktere Lösung bevorzugen – ein

externes Ladegerät. Übrigens: Bluetooth ist ein Stromfresser! Wenn Sie Ihren

Lautsprecher per Klinkenkabel ansteuern, hält die Batterie deutlich länger.

Noch ein Wort zum Thema Soundqualität, wobei natürlich nicht jeder dieselben

Ansprüche hegt. Grundsätzlich gilt: Wenn Ihnen Bässe und ein voluminöses

Klangbild am Herzen liegen, sollten Sie sehr kleine Lautsprecher meiden

und sich für ein größeres Modell wie Sonys BTX-500 entscheiden. Wer die Möglichkeit

hat, sollte zudem in jedem Fall Probe hören!

sehr gut

Note 1,4

JBL Charge

Web: www.jbl.com Preis (UVP, Online): € 150, ab € 140

Der Charge aus dem Hause JBL trumpft mit dem besten Kompromiss

zwischen Leistung und Mobilität auf. In einer Tasche nimmt das kompakte

Klangwerk lediglich etwas mehr Platz als eine Getränkedose ein

und wiegt dabei äußerst transportfreundliche 466 Gramm. Trotz der

geringen Ausmaße hat es die Soundröhre in sich: Zwei Lautsprecher mit

je einem Fünf-Watt-Verstärker stehen dem JBL Charge zur Verfügung,

weiterhin sorgt eine auf der rechten Seite eingearbeitete Bassreflexöffnung

dafür, dass sich tiefere Frequenzen besonders gut entfalten. Ein weiteres

Highlight ist der eingebaute, starke 6.000-mAh-Akku, der eine kabellose

Laufzeit von bis zu zwölf Stunden ermöglicht. Der Clou: Rechtsseitig

befindet sich eine USB-Buchse, über die sich Smartphone, MP3-Player

und Co. bei Bedarf aufladen lassen. Schade, dass nur diese Schnittstelle

vor Staub und Spritzwasser geschützt ist, das hätten wir uns auch für den

rückseitigen Strom- und Aux-Anschluss gewünscht. Einen Rundumschutz

gibt es dafür in Form einer Neoprenhülle, die zum Lieferumfang

gehört. Die Bluetooth-Verbindung steht im Handumdrehen und das

Gerät ist bereit, Ihnen ein Open-Air-Konzert zu geben. Dabei verwöhnt

das System mit einem detailreichen und für seine Größe beeindruckend

kraftvollen Klangbild. Am besten klingt der Charge bei Zimmerlautstärke,

höhere Pegel gehen auf Kosten der Dynamik.

Lange Akkulaufzeit Kompakte, hochwertige Bauweise

Ladefunktion für externe Geräte Nicht ganz pegelfest

66 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Bluetooth-Sound Zubehör

gut

Note 1,5

Befriedigend

Note 2,6

Fotos: Thomas Riese

Hercules WAE BTP02

Web: www.hercules.de Preis (UVP, Online): € 200, ab € 170

Mit seinem trichterförmigen Design ist der WAE BTP02 ein Hingucker,

aber auch etwas sperrig zu transportieren. Eingefasst wird der Lautsprecher

von einem chromartigen Kunststoff-Zierrahmen, der sich an der

Unterseite zu einem Standfuß erweitert. An der Oberseite wurde ein

stabiler Tragegriff eingearbeitet. Die gesamte Konstruktion macht einen

tadellos verarbeiteten Eindruck. Bis auf einen Aux-Eingang verfügt der

Hercules-Kandidat über keine weiteren Anschlüsse. Die Bluetooth-Verbindung

klappt auch hier reibungslos. Wer sämtliche Features des WAE

BTP02 nutzen möchte, sollte sich die dazugehörige kostenlose App auf

sein Android- oder iOS-Gerät laden, denn am Lautsprecher befinden

sich lediglich Lautstärke-Tasten. Über die selbsterklärende Anwendung

können Sie zusätzlich mittels Ihres Smartphones oder Tablets Equalizer-

Einstellungen vornehmen und Audio-Effekte aktivieren. Wirklich nötig

ist dies unserer Meinung nach allerdings nicht, da das Gerät von Haus

aus ausgesprochen gut klingt. Die einzelnen Frequenzbereiche sind ausgewogen

aufeinander abgestimmt, wir registrieren trotz der kompakten

Bauweise einen sehr ordentlichen Stereo-Effekt. Mit 25 Watt Ausgangsleistung

besitzt der Trichterlautsprecher zudem genügend Power, um

eine kleine Strandparty zu beschallen. Mit einer Akkulaufzeit von über

zehn Stunden geht ihm dabei nicht so schnell die Puste aus.

Originelles Design Tadellose Verarbeitung

Stimmiges Klangbild Klobiges Format

Creative Airwave HD

Web: www.creative.com Preis (UVP, Online): € 150, ab € 140

Ein Design-Highlight stellt der unscheinbare Airwave HD nicht gerade

dar. Auf den ersten Blick wirkt das Kunststoffgehäuse sehr robust.

Wenn wir das Gerät in die Hand nehmen und ein wenig drücken,

vernehmen wir allerdings sofort Knarzgeräusche, was den Ersteindruck

gleich wieder trübt. Der Lautsprecher selbst wird immerhin von einem

stabilen Metallgitter gut geschützt. An der Oberseite finden wir gut

erreichbar Lautstärke-Tasten, Power-Schalter und den Bluetooth-Pairing-Knopf.

Letzteren benötigen Sie allerdings nicht, wenn Sie ein

Handy oder Tablet mit der Koppelungsfunktion NFC als Abspieler

verwenden. Berühren Sie damit den Lautsprecher einfach rückseitig an

der Stelle mit dem NFC-Symbol und schon wird die Verbindung problemlos

hergestellt. Der Creative-Kandidat kommt außerdem mit einer

Freisprechfunktion. Hierfür steht – ebenfalls an der Oberseite – ein

einwandfrei funktionierendes Mikrofon bereit. Im Soundcheck fanden

wir den Airwave bestenfalls okay: Die Mitten sind zu dominant und

neigen insbesondere bei höherer Lautstärke dazu, den Hoch- und Tieftonbereich

zu verwässern. Darunter leiden insbesondere die Bässe, die

es aufgrund fehlender Durchzugskraft sowieso schon schwer haben,

sich innerhalb des Klanggerüstes zu behaupten. Mit sieben Stunden

fällt die Akkulaufzeit recht annehmbar aus.

Kompaktes, portables Design NFC

Nur mäßiger Klang Verarbeitung nicht perfekt

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 67


Zubehör Test: Bluetooth-Sound

gut

Note 2,4

gut

Note 1,7

HMDX Jam

Web: www.hmdxaudio.com

Preis (UVP, Online): € 40, ab € 30

Passend zum Namen kommt der Mini-Lautsprecher

von HMDX in einem Becher, der in

Sachen Größe und Gestaltung an ein Marmeladenglas

erinnert. Mangels Volumen hat er den

größeren Rivalen klangtechnisch natürlich wenig

entgegenzusetzen, aber in einer Disziplin

hängt er die Konkurrenz ab: Mobilität. Denn

der Jam kann problemlos in der Jackentasche

mitgenommen werden. Werfen wir einen Blick

auf das Gerät selbst: Mit seiner in insgesamt

sechs verschiedenen Farben erhältlichen, matt

glänzenden Ummantelung sieht er ganz hübsch

aus, das Gehäuse fühlt sich stabil verarbeitet an.

Im unteren Bereich finden wir Steuertasten sowie

einen Aux- und einen USB-Eingang. Letzterer

dient zum Laden am PC mittels des beigelegten

Kabels. Direkt beim Einschalten gibt

der Jam einen lauten Ton von sich und zeigt

damit an, dass er für die Bluetooth-Verbindung

bereit ist. Zur Klangqualität lässt sich sagen:

Bässe sind auf jeden Fall wahrnehmbar, was für

ein Soundsystem in diesem Format nicht selbstverständlich

ist. Die Höhen können durchaus

mit einer gewissen Brillanz aufwarten. Was dem

Jam aber komplett abgeht, sind warme Mitten.

Überrascht haben uns die recht hohe Lautstärke

und die Pegelfestigkeit. Gut vier Stunden

hält der Akku im Dauerbetrieb.

Extrem kompakt

Ausgefallenes Design, sehr gute Haptik

Für seine Größe gute Ausgangsleistung

Künstliches Klangbild

Logitech UE Boombox

Web: www.logitech.de Preis (UVP, Online): € 250, ab € 150

Die Boombox aus dem Hause Logitech zeichnet sich durch klare Formgebung und – dank

des top verarbeiteten Aluminiumgehäuses – extrem hohe Stabilität aus. Den kompletten

Lautsprecher überspannt ein massiver Tragegriff. Der untere Bereich ist von einer gummierten

Schicht überzogen, die einerseits auf jedem Untergrund rutschfesten Stand ermöglicht

und andererseits Schutz vor Feuchtigkeit und Schmutz gewährleistet. Die wenigen

Tasten (Lautstärke, Bluetooth-Pairing) sowie der Aux-Eingang befinden sich an den

Seiten. Genau wie bei den anderen Kandidaten geht auch hier die Bluetooth-Verbindung

reibungslos vonstatten. Im Klangtest fällt zunächst die gute Ausgangsleistung auf, obwohl

diese mit vergleichsweise niedrigen 10 Watt angegeben wird. Schön kräftig spielt die

Boombox im unteren Frequenzbereich auf, die Höhen sind dynamisch und äußerst präsent.

Eher unterrepräsentiert zeigt sich der Mitteltonbereich, weshalb die typische Loudness-Klangcharakteristik

entsteht, die sich nicht für jede Musikrichtung gleichermaßen

eignet. Bei Rock- und Elektronik-Sounds macht die Boombox eine sehr gute Figur,

akustischer sowie klassischer Musik fehlt es an Natürlichkeit. Der eingebaute Akku liefert

am Stück für bis zu sechs Stunden Strom.

Produktinfo BTX-500 Charge WAE BTP02

Hersteller Sony JBL Hercules

Webseite www.sony.de www.jbl.com www.hercules.de

Preis (UVP, Online) € 300, ab € 260 € 150, ab € 140 € 200, ab € 170

Technische Daten

Gesamtleistung 40 Watt 10 Watt 20 Watt

Verbindungen Bluetooth, Aux (3,5 mm Klinke), Bluetooth, Aux (3,5 mm Klinke), Bluetooth, Aux (3,5 mm Klinke)

USB (Laden)

USB (Laden)

Akkulaufzeit Ca. 6 Std. Ca. 12 Std. Ca. 10 Std.

Besonderheiten

Stabiles Metallgehäuse Klares Design

Kräftige Bässe Unausgewogenes Klangbild

NFC, Freisprechfunktion, Equalizer,

Laden externer Geräte via USB

Laden externer Geräte via USB

iOS- und Android-App für Soundeinstellungen

und Steuerung

Lieferumfang Handbuch, Tragetasche, Netzteil Handbuch, USB-Kabel, Netzteil Handbuch, Netzteil

Maße/Gewicht 38,5 x 15,2 x 6,5 cm/2,0 kg 17,5 x 7,4 x 7,4 cm/0,46 kg 24,9 x 23,6 x 17,1 cm/1,71 kg

Testurteil sehr gut 1,3 SEHR GUT 1,4 Gut 1,5

68 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Bluetooth-Sound

Zubehör

sehr gut

Note 1,3

Fotos: Thomas Riese

Sony BTX-500

Web: www.sony.de Preis (UVP, Online): € 300, ab € 260

Zeitlos elegant, so lässt sich das tolle Design des neuen Mobillautsprecher-Flaggschiffs von Sony

wohl am besten beschreiben. Das robuste, mattschwarze Gehäuse wird an beiden Seiten von zwei

Edelstahl-Elementen flankiert. Die insgesamt fünf Tasten für unter anderem Mikrofon (das BTX-500

kann auch als Freisprechanlage genutzt werden), Lautstärke sowie Equalizer-Voreinstellungen sind

ebenfalls tadellos gearbeitet. Genau wie der Kandidat von Creative kann auch das Soundsystem von

Sony schnell und einfach über NFC mit kompatiblen Geräten verbunden werden, was in der Praxis

auch problemlos funktioniert. Eine rückwärtige USB-Buchse dient zum Laden externer Abspielgeräte.

Mit einer Gesamtleistung von 40 Watt können Sie sowohl In- als auch Outdoor für die musikalische

Untermalung einer Feier sorgen. Der BTX-500 gehört zu den besten Mobillautsprechern,

die wir bisher gehört haben: Sein kristallklares, luftiges Stereobild stellt selbst filigranste Details

souverän dar. Zwar haben wir auch in dieser Klasse schon wuchtigere Bässe gehört, selten aber so

differenzierte. Sogar mit dem Lautstärkeregler am Anschlag büßt der BTX-500 nichts von seiner

hervorragenden Dynamik ein. Unnötig finden wir die zwei zusätzlichen Equalizer-Voreinstellungen,

die insbesondere den Mitten- und Höhenbereich noch mal ordentlich anheizen. Im Werkszustand

klingt das System am ausgewogensten. Im Akkubetrieb spielt der BTX-500 circa sechs Stunden.

Elegantes, edles Design

Hohe Ausgangsleistung

Robustes Metallgehäuse

Spitzenklang

UE Boombox Jam Airwave HD

Logitech HMDX Creative

www.logitech.de www.hmdxaudio.com www.creative.com

€ 250, ab € 150 € 40, ab € 30 € 150, ab € 140

10 Watt Keine Angabe Keine Angabe

Bluetooth, Aux (3,5 mm Klinke) Bluetooth, Aux (3,5 mm Klinke) Bluetooth, Aux (3,5 mm Klinke)

Ca. 6 Std. Ca. 6 Std. Ca. 6 Std.

Keine Passt in jede Jackentasche NFC, Freisprechfunktion

Handbuch, Netzteil Handbuch, USB-Kabel Handbuch, Netzteil

38,6 x 16,4 x 7,9 cm/1,98 kg 7 x 6,4 x 6,4 cm/0,23 kg 26 x 9,5 x 9,5 cm/0,98 kg

GUT 1,7 GUT 2,4 befriedigend 2,6

Fazit

Bei der Benotung von mobilen Lautsprechern

bewerten wir den Klang in Relation zur Größe –

und damit auch zur Portabilität. Daher kann sich

auch ein in Sachen Klangvolumen chancenloser

Jackentaschenlautsprecher wie der Jam in diesem

Testfeld durchaus behaupten. Kommen wir

zunächst zu den drei größten Geräten, bei denen

Sie beim Transport recht sperrige Ausmaße sowie

ein Gewicht von um die zwei Kilogramm in Kauf

nehmen müssen. Dazu gehören die Kandidaten

von Sony, Hercules und Logitech, die dafür das

kräftigste, weiträumigste Klangbild liefern und

damit durchaus gehobene Ansprüche erfüllen.

Am ehesten haben wir beim ungemein klar und

detailreich aufspielenden BTX-500 das Gefühl, vor

einer Hi-Fi-Anlage zu sitzen. Der Kandidat von

Hercules steht dem Sony-Rivalen trotz des günstigeren

Preises nur unwesentlich nach, seine Trichterform

macht ihn aber zu einem sehr klobigen

Begleiter. Portabler gestaltet sich da schon die

ähnlich leistungsstarke Boombox, bei der wir uns

aber eine bessere Soundabstimmung gewünscht

hätten. Den besten Kompromiss bietet unter diesem

Gesichtspunkt JBLs Charge, der trotz seiner

geringen Ausmaße mit sattem, tollem Sound auftrumpft.

Im direkten Vergleich zum Charge enttäuscht

der deutlich größere Airwave HD mit nur

mäßigem Sound. Daher hat sich der schnuckelige

Jam auch vor Creative gesetzt, da dieser für seine

Größe eine sehr ordentliche Figur macht.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 69


zubehör technik

Test: Airplay-Lautsprecher Bowers & Wilkins A7

Egal, wo Sie den

A7 aufstellen: Eine

spezielle Röhre – die

hauseigene Nautilus-

Technologie – verhindert,

dass nach hinten

abgestrahlter Schall

reflektiert wird und den

Klang beeinträchtigt.

Kleiner Kraftprotz

Airplay-Lautsprecher Das A7 bietet Musik-Streaming von iOS-Geräten in genialer Qualität.

B & W A7

Edles, dezentes Design

Sehr hohe

Ausgangsleistung

Pegelfest

Druckvoller, klarer,

ausgewogener Klang

Einfache Einrichtung

SEHR GUT

Note 1,1

Beim A7 der Klangspezialisten Bowers

& Wilkins handelt es sich um einen

reinen Airplay-Lautsprecher, auf eine

Dockingstation verzichtete der Hersteller.

Dank seines dezenten, edlen Designs fügt

sich das Soundsystem perfekt in jede

Wohnumgebung ein. Darüber hinaus ist die

Verarbeitung absolut hochwertig. Nachdem

Sie den A7 ans Stromnetz angeschlossen

haben, müssen Sie ihn in das heimische

WLAN-Netzwerk einbinden. Das funktioniert

dank der im Apple-App-Store erhältlichen

kostenlosen B & W Control-App, die

Sie auf Ihr iOS-Gerät laden, schnell und

einfach. Starten Sie die Anwendung und ein

Assistent führt Sie Schritt für Schritt durch

den Einrichtungsprozess. Außerdem gibt

Ihnen die App die Möglichkeit, mehrere

drahtlose Soundsysteme von B & W in verschiedenen

Räumen zu verwalten, dabei

können Sie jedes Gerät frei benennen (zum

Beispiel Büro, Wohnzimmer etc.). Alternativ

zu iPod, iPhone und iPad lassen sich

auch Macs sowie Windows-PCs mit installiertem

iTunes als Quelle einsetzen. An der

Soundbox selbst gibt es außer den dezent in

die silbrige Zierleiste eingearbeiteten Lautstärke-Tasten

keine weiteren Knöpfe. Sie

bedienen die Airplay-Box entweder mit der

stylishen Fernbedienung oder komplett

über Ihr Apple-Gerät.

Spielt auf wie ein Großer

Im Inneren verbergen sich fünf Lautsprecher:

je zwei Hoch- und Mitteltöner sowie

ein Tieftöner. Zusammen bringt es das

Ensemble auf eine Gesamtausgangsleistung

von muskulösen 150 Watt. In der Praxis

bedeutet dies, dass Sie ohne Weiteres für

die Beschallung einer Party in einem mittelgroßen

Raum sorgen können. Dabei

müssen Sie die Lautstärke noch nicht mal

voll aufdrehen, drei Viertel sind vollkommen

ausreichend. Kommen wir zum

Klang: Die Bässe sind druckvoll, jederzeit

dynamisch und harmonieren prächtig mit

den ausgewogenen Hoch- und Mitteltönern.

Instrumente und Gesang werden

natürlich und klar wiedergegeben, auch

kleinste Details unterschlägt der A7 nicht.

Klasse: Diese Qualitäten bleiben auch bei

sehr hohem Pegel bestehen. Trotz der kompakten

Ausmaße überzeugt auch der Stereo-Eindruck.

Für einen Airplay-Lautsprecher

dieser Güte ist der hohe Preis absolut

gerechtfertigt. (fn)

Produktinfo A7

Webseite

www.bowers-wilkins.de

Preis (UVP, Online) € 800, ab € 790

Technische Daten

Leistung

150 Watt

Verbindungen LAN, WLAN, Airplay, Aux (analog,

optisch digital), USB 2.0

Besonderheiten Keine

Lieferumfang Netzteil, Handbuch, Fernbedienung

Maße/Gewicht 22 x 36 x 16 cm/5,7 kg

70 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


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Zubehör Feature: Apptastisches Zubehör

Apptastisches

Zubehör

Special Coole und nützliche Helfer, die per App gesteuert werden.

Das Smartphone drängt sich mit

Touchscreen, GPS und Internetverbindung

geradezu als Steuergerät

für Zubehör aller Art auf. Wir haben

uns auf die Suche nach coolen Gadgets

gemacht, die zusammen mit Handy oder

Tablet einfach mehr leisten. Insbesondere

Produkte aus dem Bereich Fitness und

Gesundheit finden sich in dieser Kategorie

zuhauf. Wir haben den Selbstversuch

gewagt und über Wochen Schrittzähler

getragen, uns auf WLAN-Waagen gewogen

und beim Joggen unseren Puls überwacht.

Tatsächlich haben Activity-Tracker,

Waage & Co. dabei geholfen, den

ansonsten sehr sturen inneren Schweinehund

zu überwinden. Die Apps mit ihrer

übersichtlichen Darstellung der gegangenen

und gelaufenen Schritte haben uns

sehr motiviert. (fw)

Koubachi Plant Sensor Outdoor

Web: www.koubachi.com Preis (UVP, Online): € 120, ab € 100

Misst Licht, Temperatur & Feuchtigkeit

Für mehrere Pflanzen verwendbar

Umfangreiche Pfanzen-Datenbank

Was wie ein Golfschläger im Miniformat aussieht,

ist der digitale grüne Daumen für alle iPhone-Besitzer.

Der kleine Sensor wird in die Erde gesteckt

und misst Bodenfeuchtigkeit, Lichtintensität und

Temperatur. Anhand dieser Werte und mit dem

Wissen um Art der Pflanze und Aufstellort gibt

Ihnen die App (nur iOS, alternativ als Web-App)

genaue Pflegeanweisungen, wahlweise per Push-

Benachrichtung oder E-Mail. Koubachi muss seinen

Schützling zunächst kennenlernen, was einige

Tage dauert. Danach bekommen Sie auch dann

noch Pflegetipps, wenn der Sensor bereits in einem

anderen Topf steckt. Koubachi gibt es in zwei Ausführungen

für draußen und drinnen (die Indoor-

Variante kostet ca. 90 Euro, das wasserdichte

Outdoor-Modell kann natürlich auch innen genutzt

werden). Schick: In der App lassen sich Pflanzen

optisch an das Original anpassen und auf dem

virtuellen Steingarten frei platzieren. So erkennen

Sie Ihr Grünzeug auf einen Blick. Auch die umfangreichen

Informationen zu Zimmer- und Balkonpflanzen

aller Art haben uns gut gefallen.

Smarte Favoriten Wir haben in der Vergangenheit schon etliche App-gesteuerte Gadgets getestet. Hier zeigen wir Ihnen in aller Kürze unsere Favoriten.

Philips Insight M100

Überwachungskamera

Kinderleichte Einrichtung, Push-Benachrichtigungen

bei Bewegungen oder Geräuschen,

Fern zugriff auch über mobilen Datenfunk –

die M100-Kamera (ca. 130 Euro, Doppelpack

ca. 230 Euro) hat viel Lob in unserem Test eingeheimst,

musste aber auch Kritik einstecken.

Die Auflösung von 320 x 240 Pixel ist recht

niedrig und bei Dunkelheit ist die Kamera

blind. Philips hat nachgebessert und bietet

mittlerweile das Nachfolgemodell Insight

M120 mit Nachtsicht und HD-Linse (720p) an.

Dieses dicke Ausstattungsplus ist den 20-Euro-Aufpreis

(ca. 150 Euro, Doppelpack ca.

280 Euro) allemal wert.

Parrot A.R.

Drone 2.0

Smarter Flugspaß

Der Quadrocopter von Parrot ist das ultimative Männerspielzeug! Er fliegt schnell, hoch und

lässt sich per App ausgesprochen präzise steuern. Über die HD-Kamera in der Nase machen Sie

zudem spektakuläre Foto- und Videoaufnahmen. Mit der kürzlich aufgelegten Power Edition

lockert Parrot die Spaßbremse der kurzen Flugzeit. Statt dem einzelnen 1.000-mAh-Akku der

Standardversion (ca. 280 Euro, 12 Minuten Akkuausdauer) liegen zwei stärkere Akkus für eine

Gesamtflugzeit von 36 Minuten im Paket (Power Edition, ca. 350 Euro).

72 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Feature: Apptastisches Zubehör Zubehör

Bluetooth-Ortung

Vergessen Sie hin und wieder Schlüssel, Geldbeutel oder gar Smartphone oder Tablet? Dann sind

diese beiden Bluetooth-Gadgets ein wahrer Segen – leider nur für iOS-Nutzer.

Passt in den Geldbeutel

Speichert letzte bekannte Position

Zeigt Entfernung an

Philips Inrange

Web: www.philips.de Preis (UVP, Online): € 50, ab € 40

Wie bei Hipkey (rechts) registriert auch die Inrange-App von Philips, wenn

sich Telefon oder Tablet und Sender zu weit voneinander entfernen, und

schlägt prompt Alarm – an beiden Geräten. Hat man sein iOS-Gerät (derzeit

keine Android-Unterstützung) verlegt, reicht ein Druck auf den Knopf des

Senders, damit iPhone oder iPad sich akustisch zu erkennen geben. Leider

gibt es anders als bei Hipkey keine Einstellung, einen Ton auch bei lautlos

gestelltem Handy abzuspielen. Drei Vorteile verbucht Philips jedoch für sich:

die grafische Distanzanzeige in der App, die mit unter 4 mm sehr dünne,

geldbeuteltaugliche Bautiefe und den vergleichsweise günstigen Preis. Zur

Anbringung an Schlüssel, Koffer oder Ähnlichem liegt eine Gummihülle

nebst Befestigungsschlaufe bei. Den benötigten Strom liefert eine Knopfzelle.

Nettes Zusatzfeature: Bei (beabsichtigter) Trennung von Handy und Sender

wird die zuletzt bekannte Geoposition gespeichert.

Hippih Hipkey

Web: www.hippih.com Preis (UVP, Online): € 85, ab € 85

Das Prinzip von Hipkey ist das gleiche wie bei Philips – wenn sich die per

Bluetooth verbundenen Geräte zu weit voneinander entfernen, geben

beide einen Alarmton von sich. Der Hipkey-Sender kann im Gegensatz

zum Inrange von Philips auch vibrieren und ignoriert auf Wunsch auch die

Lautlos-Einstellung. Bei der App haben sich die dänischen Designer von

Hippih clevere Extras einfallen lassen. Neben dem Standard-Modus lassen

sich über ein virtuelles Drehrad auch ein Kind- und ein Bewegungsmodus

wählen. Ersterer ist im Prinzip nur eine zweite Konfiguration der Standardfunktion

und soll dabei helfen, sein Kind in der Nähe zu behalten. Beim

Bewegungsmodus kommt ein zweiter Sensor ins Spiel, der schon die

leichteste Erschütterung registriert. Hängen Sie Hipkey beispielsweise an

Ihr Handgepäck, wenn Sie in der Abflughalle

ein Nickerchen machen. Bei

dem extrem lauten Alarmton wachen

Sie auf und der Dieb lässt vor lauter

Schreck von seiner Beute ab. Wie Philips

bietet auch Hipkey die Möglichkeit,

Ausnahmezonen zu definieren, in denen

kein Alarm ertönt. Die insgesamt

schickere App und hochwertigere

Hardware mit zusätzlichem Bewegungssensor

erklärt

und rechtfertigt

den deutlich

höheren Preis.

Hochwertiges Design

Sehr lauter Alarm

Bewegungssensor

Belkin Wemo Switch + Motion

WLAN-Funksteckdose

Das Set zu 100 Euro besteht aus zwei Elementen

– einem Zwischenstecker, der per App und

WLAN gesteuert wird, und einem Bewegungssensor.

Der Switch ist im Prinzip nur eine moderne

Fassung der Funksteckdose. In Kombination

mit dem Sensor lassen sich jedoch

smarte Schaltungen in der App definieren.

Beispiel: Steckdose (und damit die angeschlossene

Lampe) einschalten, sobald eine Bewegung

registriert wird und für Zeitraum x eingeschaltet

lassen. Bauartbedingt funktioniert das

nur mit Geräten, die sich einschalten, sobald

der Strom fließt – Lampen, Ventilatoren und E-

Heizkörper beispielsweise.

Philips Hue

Lampe mit WLAN

Das 200 Euro teure Starterpaket umfasst

drei LED-Birnen (E27-Fassung) und

eine Steuereinheit. Per App lassen sich

Helligkeit und Lichtfarbe für jedes

Leuchtmittel individuell anpassen. Zudem

ist es möglich, eigene oder vordefinierte

Lichtstimmungen festzulegen. Das

farbige Lichtspiel kann auf bis zu 50 Elemente

erweitert werden, neben einzelnen LED-Leuchten (je

ca. 50 Euro) hat Philips das Sortiment jüngst um LED-

Streifen (ca. 90 Euro) und Einzellampen zur indirekten

Beleuchtung (Living Colors Bloom, ca. 80 Euro) erweitert.

Cool: Wer zusätzlich einen Ambilight-Fernseher

besitzt, kann beide Systeme zusammen nutzen.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 73


Zubehör Feature: Apptastisches Zubehör

Activity Tracker: moderne Schrittzähler

Auch wenn alle Vertreter der Activity-

Tracker etliche Werte ausspucken, messen

sie tatsächlich nur die Anzahl der

Schritte. Oder genauer gesagt: Bewegungen, die

als Schritte interpretiert werden. Natürlich könnte

die zurückgelegte Distanz per GPS ganz genau

gemessen werden – keiner der hier vorgestellten

Tracker nutzt aber die Satellitenortung. Und das

aus gutem Grund: GPS-Module sind wahre Batteriefresser.

Stattdessen kommt ein Beschleunigungssensor

zum Einsatz, der Bewegungen registriert.

Alle anderen Ergebnisse wie Kalorienverbrauch

und zurückgelegte Strecke werden

errechnet. Misstrauisch wie wir nun mal sind,

haben wir die Genauigkeit der Fitness-Sensoren

auf einer 1.000-Meter-Distanz gemessen und

zum Vergleich auch die App Moves herangezogen.

Das Ergebnis hat wirklich überrascht! Den „ungenauesten“

Messwert spuckte Fitbit Flex aus

und hat 26 Schritte mehr gezählt, als wir tatsächlich

gegangen sind. Das ist eine Abweichung von

knapp über zwei Prozent und damit sensationell

genau. Am exaktesten hat der Withings Pulse

gemessen: 10 Schritte und 20 Meter trennten

sein Ergebnis von der Wahrheit. Die App Moves

hat die Distanz sehr genau gemessen, lag bei den

Schritten aber vollkommen daneben. Die Genauigkeit

der Activity-Tracker ist also beim Gehen

erstaunlich hoch. Trotzdem liegen die Ergebnisse

der drei Geräte alles in allem sehr weit

auseinander – in unserer dreiwöchigen Testphase

waren es bis zu zehn Prozent. Das ist aber nicht

weiter tragisch, da es am Ende nicht um eine

exakte Schrittzählung, sondern um den Aktivitätsvergleich

an verschiedenen Tagen geht. Und

dafür eignen sich alle drei Tracker hervorragend.

Wenn Sie sich mit dem Partner oder einem

Freund vergleichen wollen, sollten beide das gleiche

Modell verwenden. (fw)

Fortschrittsanzeige

Sync bei App-Start

10 Meter wasserdicht

Fitbit Flex

Web: www.fitbit.com Preis (UVP, Online): € 100, ab € 90

Mit seinem anpassbaren Gummiarmband (zwei Größen

werden mitgeliefert) trägt sich der Fitbit Flex am angenehmsten

von allen drei Trackern. Abgesehen von einer

wöchentlichen Frischzellenkur für den Akku müssen

Sie das Band nicht ablegen – nicht beim Händewaschen

oder Duschen, nicht einmal beim Schwimmen. Laut

Hersteller hält der Fitbit Flex selbst bis zu zehn Meter

Tauchtiefe dicht. Das tatsächliche Gerät ist ein winziger

Stick, der zum Aufladen aus dem Band genommen

wird. An der Oberseite finden sich fünf Leuchtdioden.

Tippt man mit dem Finger auf das Armband, leuchten

diese auf und zeigen in 20-Prozent-Schritten an, wie

viel vom gesetzten Schritte-Ziel bereits erreicht wurde.

Haben Sie das selbst gesetzte Tagespensum erfüllt, wird

dies durch eine Vibration signalisiert. Zum Start der

Nachtaufzeichnung muss man eine Sekunde lang mehrfach

auf das Armband tippen. Wie alle Tracker in diesem

Test protokolliert auch Fitbit Flex Ihren Schlaf und

zeigt Ihnen am nächsten Morgen – nachdem er sie per

sanfter Vibration lautlos geweckt hat –, wie gut Ihre

Nachtruhe war. Die zugehörige App empfängt Daten

vom Tracker per Bluetooth 4.0, was die Auswahl an

nutzbaren Smartphones und Tablets auf neuere iOSund

Android-Geräte beschränkt (laut Hersteller:

iPhone 4S/5/5c/5s, iPad Mini/3/4, Samsung Galaxy

S3/S4, Note 2 und Note 10.1). Ein USB-Dongle zur

Synchronisierung mit einem PC oder Mac wird zusätzlich

mitgeliefert. Sehr cool: Der Datenabgleich startet

ohne weiteres Zutun, sobald Sie die App öffnen. Auf

dem Handy haben Sie die Möglichkeit, Ziele für Schritte,

Strecke, Minuten mit hoher Aktivität, verbrannte

Kalorien und Gewicht anzulegen. Letzteres lässt sich

übrigens über die WLAN-Waage Aria (siehe Seite 76)

erfassen. Wer seine Gesundheit noch genauer im Blick

behalten will, kann manuell Trainingseinheiten, Mahlzeiten

und getrunkene Wassermenge protokollieren.

Kostenlose Alternative Moves

Aus den vielen Aktivitäts- und Positions-Apps haben

wir Moves herausgesucht, weil uns das minimalistische

Design besonders gefällt. Im Prinzip

loggt die App konstant Ihre Geoposition und erstellt

somit nicht nur eine sehr übersichtliche Bewegungskarte,

sondern zählt auch Schritte. Anhand

der Geschwindigkeit „weiß“ Moves, ob Sie

gehen, laufen, auf dem Fahrrad fahren oder mit

einem Verkehrsmittel unterwegs sind. Wer also

einfach nur überprüfen will, wie viel er sich bewegt,

wird mit dieser App gut zurechtkommen.

Ein echter Nachteil: Durch die häufige Abfrage der

Position hat Moves einen ziemlich großen Stromhunger.

Derzeit gibt es die App kostenlos für iOS

und seit Kurzem auch für kompatible Android-

Geräte (ab Version 4.0).

74 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Feature: Apptastisches Zubehör

Zubehör

Sehr gute Erklärungen in der App

Stoppuhr

Schlafphasenwecker

Jawbone Up

Web: www.jawbone.com Preis (UVP, Online): € 130, ab € 120

Wer sich für den Jawbone UP entscheidet, muss zuvor sein Handgelenk

ausmessen, um die richtige Größe zu erwerben – S, M oder L. Der

Tracker gleicht einem flexiblen Armreif, an dessen einem Ende sich ein

dezenter Knopf nebst Status-LED befindet. Unter einer abnehmbaren

Kappe am anderen Ende findet sich ein Klinkenstecker. Das hat mit

Audio nichts zu tun, sondern nutzt die Möglichkeit, Daten über den

Kopfhörereingang von Smartphones und Tablets zu senden. Die zugehörige

App zeigt also stets nur den Fortschritt seit der letzten Synchronisierung.

Das ist natürlich nicht so komfortabel wie bei den anderen

beiden Kandidaten, in der Praxis gewöhnt man sich aber schnell daran

und freut sich über die lange Akkuausdauer – unser Testgerät musste

erst nach neun Tagen Strom nachtanken. Ein weiterer klarer Vorteil ist

die große Anzahl kompatibler iOS- und Android-Geräte (ab iOS 5.1

und Android 4.0). Der Tracker ist laut Hersteller wasserabweisend, in

unserem Test musste das Armband jedoch mit unter die Dusche und

war auch – versehentlich – bei einem Vollbad dabei. Beides hat keinen

Schaden hinterlassen. Eine tolle und Up-exklusive Funktion ist die

Stoppuhr. Über die Taste am Armbandende können Sie Start- und Stoppzeit

einer sportlichen Aktivität festhalten. Nach der Datenübertragung tragen Sie auf diese Weise einfach nach,

dass Sie in dieser Zeit Sport getrieben haben – so ersparen Sie sich die manuelle Eingabe von Start- und Stoppzeit.

Wie der Fitbit Flex kann Sie auch der Jawbone Up durch eine lautlose Vibration wecken. Auf Wunsch

sogar bis zu 30 Minuten vor der eingestellten Zeit, sofern eine Phase leichten Schlafs entdeckt wird. So wacht

man tatsächlich deutlich erfrischter auf und hat einen besseren Start in den Tag. Jawbone bietet selbst keine

WLAN-Waage an, kann aber die Daten von Withings-Waagen (siehe Seite 76) einbinden.

Pulsmessung

Display

Misst Höhenmeter

Withings Pulse

Web: www.withings.com Preis (UVP, Online): € 100, ab € 100

Die Zusatzfunktion steckt im Namen: Der Withings Pulse kann Ihren Puls messen – nicht konstant, aber nach

Bedarf. Auch sonst unterscheidet sich dieser Tracker stark von den beiden anderen Modellen im Test. Er wird

wahlweise in einem mitgelieferten Clip an der Kleidung oder ganz einfach in einer Tasche getragen. Ob das nun

ein Vor- oder Nachteil ist, liegt im Auge des Betrachters. Dezenter ist der Pulse auf jeden Fall. Und während der

Jawbone Up ohne App gar keine Info preisgibt und der Fitbit Flex nur sehr rudimentär den aktuellen Fortschritt

zeigt, verfügt der Withings-Tracker über ein Display, das wahlweise gegangene Schritte, überwundene Höhenmeter

(messen die anderen Testkandidaten nicht), zurückgelegte Distanz, verbrannte Kalorien oder Uhrzeit und

Akkustand anzeigt. Selbst die Daten der letzten zehn Tage sind aufrufbar. Auch wenn der monochrome OLED-

Schirm im Sonnenlicht etwas flau wirkt, kann man doch jederzeit ohne den Griff zum Smartphone

seinen aktuellen Fortschritt ablesen. Die Datenübertragung funktioniert per Bluetooth 4.0

wenn verfügbar, aber auch ältere Smartphones können dank 2.0-Abwärtskompatibilität mit

dem Pulse kommunizieren. Anders als beim Flex wird nicht beim App-Start synchronisiert,

sondern nur auf Tastendruck am Tracker. Wie die anderen Geräte im Test überwacht auch

der Withings Pulse Ihren Schlaf. Dafür wird er in das sehr bequeme und elastische mitgelieferte

Armband gesteckt. Ein Wecker ist leider nicht mit an

Bord. Alle erfassten Daten werden angenehm übersichtlich in

der zugehörigen App dargestellt. Hier laufen auch die Daten der

Withings-Waage und des Blutdruckmessers

(Seite 76) auf. Die Tagesziele

sind unveränderbar auf 8

Stunden Schlaf und 10.000

Schritte festgenagelt – ein entsprechender

Hinweis lässt jedoch auf

anpassbare Ziele in zukünftigen

App-Versionen hoffen.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 75


Zubehör Feature: Apptastisches Zubehör

Wiegen im WLAN

Egal ob Sie abnehmen, zunehmen oder einfach

nur Ihr Gewicht halten wollen – diese

smarten Waagen helfen Ihnen dabei. Beide

Modelle wiegen exakt und messen zusätzlich

den Körperfettanteil. Mit der dazugehörigen

App behalten Sie Ihr Gewicht stets im Auge.

Fitbit Aria

Web: www.fitbit.com Preis (UVP, Online): € 120, ab € 105

Schickes Display

Die schicke Fitbit-Waage Aria ist wahlweise in Schwarz oder

Weiß erhältlich und muss nicht zwingend mit der Fitbit-App

verwendet werden. Einrichtung und Nutzung lassen sich

auch mit jedem Computer per Webbrowser erledigen. Neben

dem Gewicht ermittelt die Waage auch den Körperfettanteil

und zeigt beide Werte auf dem großen, runden Display

an. Bis zu acht Personen können die Waage nutzen und

werden automatisch erkannt. Ein Stromanschluss ist nicht

nötig, vier AA-Batterien versorgen die Waage mit Strom.

Misst Gewicht & Körperfett

Für bis zu acht Personen

Withings Smart Body Analyzer

Web: www.withings.com Preis (UVP, Online): € 150, ab € 150

Das Top-Modell von Withings geht gleich zwei Schritte weiter

als Aria und misst neben Gewicht und Körperfettanteil

auch den Puls, die Temperatur und den CO -Anteil im Raum.

²

Die beiden letzten Werte lassen Rückschlüsse auf das Raumklima

zu, weshalb die Waage am besten im Schlafzimmer

aufgestellt wird. Zusätzlich zu WLAN ist beim Smart Body

Analyzer auch Bluetooth an Bord, sodass die Waage auch

ohne Drahtlosnetzwerk genutzt werden kann. Zur Einrichtung

ist jedoch zwangsläufig ein Smartphone oder Tablet

nötig. Pfiffiges Extra: Ein Minidiagramm zeigt, ob Ihr Körperfettanteil

zu hoch, normal oder zu niedrig ist. Durch die Pulsmessung

müssen Sie circa 25 Sekunden auf der Waage stehen

bleiben. Bis zu acht Personen können mit der Waage ihr

Gewicht überwachen. Wer es günstiger und einfacher mag,

greift zur Withings WS-30 für circa 100 Euro, verzichtet aber

sowohl auf Raumklima- als auch Körperfettmessung.

Misst Gewicht & Körperfett

Pulsmesser

CO2- und Temperaturmessung

Misst Blutdruck und Puls

iPhone-Zubehör

Withings Blutdruckmessgerät BP-800

Web: www.withings.com Preis (UVP, Online): € 130, ab € 130

Ihr Blutdruck ist in Ordnung? Bestens! Das heißt aber nicht, dass Sie ihn nicht regelmäßig

prüfen sollten. Wenn Sie bereits einen zu hohen Blutdruck haben, erspart Ihnen

dieses Gerät die Dokumentation Ihrer Werte, denn alle Messergebnisse werden in der

Cloud gespeichert und lassen so den Erfolg von Ernährungsumstellung und gesteigerter

Aktivität erkennen. Leider funktioniert das Blutdruckmessgerät nur mit iOS und

von Haus aus nur mit Apple-Geräten mit dem alten Dock-Anschluss. Per Lightning-

Adapter ist die Blutdruckkontrolle auch mit neuen iPhones und iPads möglich. Wie

die Daten der Withings-Waage (links) und des Activity-Trackers (Seite 75) fließen auch

die Erkenntnisse des Blutdruckmessers in die übersichtliche Withings-App ein. Neben

den eigenen Werten lassen sich auch die von „Gästen“ messen.

Ideale Ergänzung zur Runtastic-App

Kompatibel mit Studio-Geräten

Waschbarer Gurt

Smartphone-Zubehör

Runtastic Bluetooth Combo Brustgurt

Web: www.runtastic.com Preis (UVP, Online): € 80, ab € 55

Jeder Sportler weiß, wie wichtig die richtige Herzfrequenz beim Training ist. Wer

jetzt glaubt, dass ein Pulsmesser nur was für Profis ist, irrt gewaltig. Insbesondere

Anfänger können durch den Einsatz eines Brustgurts eine Überanstrengung vermeiden

und durch ein Training in der richtigen Herzfrequenz-Zone das gewünschte

Ziel schneller erreichen. Im Gegensatz zu klassischen Pulsmessern ersetzt im Fall

des Runtastic-Brustgurts das Smartphone (ab Android 4.3, iOS) die sonst übliche

Armbanduhr. So lässt sich im Nachhinein genau feststellen, wann der Puls vielleicht

aus dem Ruder gelaufen ist. Aber schon während des Trainings wird die aktuelle

Herzfrequenz angesagt. Der eigentliche Sensor ist mit Druckknöpfen am elastischen

und waschbaren Gurt befestigt. Zusätzlich zur Bluetooth-Übertragung funkt das

Messgerät auch auf 5,3 kHz und lässt sich mit den meisten Trainings geräten im

Fitness-Studio nutzen. Die Lauf-App Runtastic ist kostenlos und für jeden Jogger

einen Blick wert – ein Gutschein-Code für die umfangreichere Pro-Variante der

App liegt dem Brustgurt bei.

76 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


NEU!

KOSTENLOS!

SPIELE

„RAGE OF STORMS“

JETZT KOSTENLOS AUF

www.rageofstorms.de


Zubehör

Test: Smartphone-Zubehör Netatmo Urban Weather Station

Smarter

Die

Wetterfrosch

Smartphone-Zubehör Messen, auswerten, beobachten und teilen

– die Urban Weather Station ist ein zugegeben teurer, aber auch

sehr cleverer Wetterwächter.

Originalgrösse

Sonderheft 02/13

Kauftipp

LINKS Der größere der beiden Zylinder wird innen

aufgestellt, wo er Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit,

Geräuschpegel und CO2-Konzentration

misst. Alle Werte werden über das heimische

WLAN in die Netatmo-Cloud hochgeladen.

UNTEN Der Außensensor misst nur Temperatur

und Luftfeuchtigkeit. Er ist per Funk mit dem

Innen modul verbunden und wird von vier AA-

Zellen gespeist (laut Hersteller ist ein Batterietausch

nur einmal im Jahr erforderlich).

billigste Wetteranalyse ist und

bleibt der morgendliche Blick aus

dem Fenster. Wer es genauer wissen

will, misst. Längst wurden Quecksilbersäulen,

mechanische Hygro- und Hydrometer

(Luftfeuchtigkeit und -druckmessgeräte)

durch digitale Fühler ersetzt, im

Internet findet man derart ausgestattete

Wetterstationen mit Innen- und Außenmodul

nebst Funkübertragung schon ab 30

Euro. Die fast sechsmal so teure Urban

Weather Station von Netatmo bringt die

aktuellen Wetterdaten nicht nur auf das

Handy-Display, sondern hat noch etliche

Tricks mehr auf Lager. Sie erfasst neben den

gängigen Werten Temperatur, Druck und

Feuchtigkeit auch den Geräuschpegel sowie

die CO2-Konzentration am Innenmodul.

Insbesondere die Kohlendioxid-Messung

sucht man bei normalen Wetterstationen

vergeblich. Die von den beiden Modulen

erfassten Daten werden über das heimische

WLAN in die Cloud übermittelt – übrigens

ohne Speicherbegrenzung. Per Smartphone

oder Tablet (iOS und Android werden ak-

Die App startet mit

der rechts abgebildeten

Übersicht. Per

Fingerwisch lässt sich

wahlweise der obere

(Außensensor) oder

untere (Innensensor)

Bereich erweitern.

Kippt man sein Handy

ins Querformat, erscheint

die Kurvenansicht

(siehe gegenüberliegende

Seite

oben rechts).

78 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Ausbaufähig

Zusatzmodule erweitern die

Netatmo-Station.

Test: Smartphone-Zubehör Netatmo Urban Weather Station Zubehör

Sie wollen mehr Daten? Das Basisset

lässt sich durch zusätzliche Innenmodule

erweitern, Kostenpunkt: 70 Euro.

Bis zu drei dieser Module lassen sich

drahtlos mit der Basis verbinden, insgesamt

können also vier Innenräume

in die Überwachung aufgenommen

werden. Die Zusatzmodule laufen mit

Batteriestrom, was eine flexible Aufstellung

ermöglicht – die vier AA-Zellen

halten ein ganzes Jahr.

tuell unterstützt) lassen sich die aktuellen

und historischen Messwerte jederzeit und

von jedem Ort aus abrufen.

Einrichtung & Funktion

Vom Auspacken bis zur ersten Messung

vergehen keine 15 Minuten. Die kostenlose

App Netatmo führt Sie durch alle nötigen

Schritte. Der Innensensor muss in Steckdosennähe

platziert werden, da er von einem

USB-Netzteil mit Strom versorgt wird. Das

Außenmodul sollte im Schatten stehen und

kann dank mitgeliefertem Klettband und

Wandhalterung flexibel an einem unauffälligen

Ort außerhalb der Reichweite von

Langfingern befestigt werden. Die ebenfalls

im Lieferumfang enthaltenen Batterien

müssen laut Hersteller erst nach einem Jahr

erneuert werden. Sind diese wenigen Schritte

absolviert, startet die Datenaufzeichnung.

Neben den blanken Messdaten streut

Auf Wunsch

warnt die App bei

bestimmten Ereignissen

wie hoher

Kohlendioxid-Konzentration.

Es ist

sogar möglich,

eigene Alarme anzulegen.

Der Info-Button

erklärt in jedem

Bildschirm, was wo

zu sehen ist, und

bietet obendrein

Erklärungen zu den

einzelnen Werten.

Sehr löblich!

die ausgesprochen übersichtliche und intuitiv

bedienbare App auch Daten des Wetterdienstes

Meteo group ein, um eine Vorhersage

sowie die standortspezifische Belastung

mit Schadstoffen anzuzeigen. Im

Gegensatz zu den meisten anderen Wetterstationen

geht es bei Netatmo nicht nur um

draußen, sondern vor allem um drinnen.

Gemeint ist das Wohnraumklima, das in

Form einer Ampelfarbe dargestellt wird.

Ein Blick auf die App zeigt zum Beispiel,

dass es höchste Zeit zum Lüften ist. Gerade

für Stadtbewohner dürfte die Geräuschmessung

aufschlussreich sein. Vielleicht

können Sie Ihren Vermieter ja mit einer

Langzeitmessung des nächtlichen Verkehrslärms

von der Notwendigkeit eines

Fenstertausches überzeugen. Automatisch

messen die beiden Stationen alle fünf Minuten.

Es geht aber auch ohne App, indem

man oben auf den Innensensor drückt. Der

Leuchtstreifen auf der Vorderseite zeigt anschließend

in Ampelfarben den aktuellen

CO2-Gehalt an. Dank Einladungsfunktion

können mehrere Familienmitglieder und

Freunde per Smartphone auf die Wetterdaten

zugreifen. Ja, die Netatmo Urban Weather

Station ist ein teurer Spaß, überzeugt

aber durch tollen Funktionsumfang und

hohe Verarbeitungsqualität. Da kann jede

„normale“ Wetterstation aus dem Versandhandel

einpacken! (fw)

Produktinfo Netatmo Urban Weather Station

Webseite

www.netatmo.com

Preis (UVP, Online) € 170, ab € 170

Technische Daten

Sensoren (Innen) Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck,

CO2-Konzentration, Lautstärke

Sensoren (Außen) Temperatur, Luftfeuchtigkeit

Abmessungen

(Innen-/Außenmodul)

Stromversorgung

4,5 x 4,5 x 15,5 cm, 173 g

4,5 x 4,5 x 10,5 cm, 170 g (inkl.

Batterien)

Innenmodul: USB-Netzteil (mitgeliefert)

Außenmodul: 4x AA-Batterie

(mitgeliefert)

Da schlägt das

Statistiker-Herz

höher! Alle erhobenen

Werte

lassen sich als

frei skalierbare

Messkurve darstellen.

Sonderheft 02/13

Kauftipp

Netatmo Urban

Weather Station

Viele Messwerte

Von überall abrufbar

Unendliche

Speicherung von

Wetterdaten

Gute Verarbeitung

SEHR GUT

Note 1,2

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 79


APPs TEST: Smartphones als Navi

Auf der

Überholspur

Navi-Apps Wir haben verschiedene Navigationslösungen

für Android und iOS unter die Lupe genommen und verraten

Ihnen, ob die Apps als Ersatz fürs echte Navi taugen.

Werfen Sie beim Fahren hin und

wieder einen Blick in vorbeifahrende

Autos? Dann ist Ihnen

bestimmt auch schon aufgefallen, dass man

heutzutage kaum noch einen PKW ohne

Navi-Halterung an der Windschutzscheibe

sieht. Schwerer zu erkennen ist da schon,

ob sich in der Befestigung ein Smartphone

oder ein „echtes“ Navigationssystem befindet.

Glaubt man den stetig sinkenden Verkaufszahlen,

dann setzen aber immer weniger

Menschen heutzutage noch auf die

klassischen Navis. Das ist zu Zeiten, in

denen jedes noch so günstige Smartphone

mit GPS und den kostenlosen Maps von

Google oder Apple ausgestattet ist, jedoch

auch naheliegend. Wir wollen es in diesem

Test genau wissen und haben neben den

gerade genannten Standard-Karten-Apps

auch zahlreiche weitere getestet. Darunter

finden sich sowohl kostenlose und sehr

günstige Anwendungen als auch teure Navi-

Apps von bekannten Herstellern wie Tomtom

oder Navigon. (ps/fw)

80 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Smartphones als Navi APPs

Basis-Navigation

Google Maps

Web: maps.google.com Preis: kostenlos

Die Google Maps haben im Laufe der letzten Jahre eine gehörige Evolution

durchlaufen und sich von einfachen Karten zu einer mittlerweile vollwertigen

Turn-by-Turn-Navigation entwickelt. Auch die Fußgängernavigation wurde stetig

verbessert und bietet nun sogar Indoor-Karten von speziellen Gebäuden. Im Kfz-

Einsatz schlägt sich Google Maps sehr ordentlich, hat allerdings den großen Nachteil,

dass Sie permanent mit dem Internet verbunden sein müssen. Das wird gerade

im Auslandseinsatz – sofern Sie nicht über einen entsprechenden Datenvertrag

verfügen – schnell teuer. Für Kurzstrecken-Navigation oder POI-Suche taugt

das Google-Navi aber allemal, denn dank Text-to-Speech-Funktion sagt Google

Maps Ihnen mittlerweile sogar Straßennamen an. Auf Komfortfunktionen wie

Fahrspurassistent oder Nachtmodus müssen Sie dagegen verzichten.

Apple Karten

Web: www.apple.de Preis: kostenlos

Straßennamenansagen

Straßennamenansagen

Nachtmodus

Offfline-Karten

Fahrspurassistent

Tempolimits

Stauwarnung

Seit der iOS-Version 6.0 (Herbst 2012) ist die Karten-App auf iPhone & Co. nicht

mehr von Google, sondern von Apple und Tomtom. Erstmals ist auch eine echte

Navigation mit an Bord. Die funktioniert – ähnlich wie bei Android-Geräten –

recht gut, bietet aber kaum Komfortfunktionen. Zu Recht hat der iPhone-Hersteller

verbale Prügel für die (leider nach wie vor spürbare) Ungenauigkeit von Ortsangaben

bezogen. Hier hilft oftmals nur eine Google-Suche im Browser nach der

gewünschten Adresse. Davon abgesehen leitet das iOS-interne Navi zuverlässig

von A nach B und gibt erfreulich präzise Audio-Anweisungen inklusive gesprochener

Straßennamen. Wie Google Maps setzt auch die Karten-App von Apple auf

eine konstante Datenverbindung.

3

7

7

7

7

7

3

7

7

7

7

7

BEFRIEDIGEND

Note 2,6

BEFRIEDIGEND

Note 3,0

Nachtmodus

Offfline-Karten

Fahrspurassistent

Tempolimits

Stauwarnung

Universal-Halterungen

Für unseren Test haben wir drei universell

nutzbare Kfz -Halterungen benutzt, die wir

Ihnen kurz vorstellen möchen.

Osomount Dashgrip

Der britische Hersteller

Osomount hat sich auf Universal-Halterungen

spezialisiert,

die sowohl für iOSals

auch für Android-Geräte

funktionieren. Der Dashgrip

hält das entsprechende

Smartphone (bis 5 Zoll)

in einer Klammer, deren Innenseiten

gummiert sind.

Dadurch sitzt das Handy

sehr rutschfest und vibrationsarm in der Halterung. Dank Kugelgelenk

ist der Dashgrip außerdem beliebig drehbar. Kostenpunkt:

rund 27 Euro auf der Herstellerseite www.osomount.com.

Osomount U Grip

Neben dem Dashgrip hatten

wir auch noch eine zweite

Osomount-Halterung im

Einsatz, nämlich den U Grip

(Preis: ca € 22). Der funktioniert

ähnlich wie der Dashgrip,

hat aber eine starke Feder

im Inneren, sodass Sie

die beiden „Greifarme“ aufziehen

und das Handy einspannen

müssen. Die Saugnäpfe

der Osomounts halten übrigens selbst auf schrägen Armaturenbrettern

hervorragend. Das liegt an der äußerst klebrigen

Oberfläche der Befestigung, die nach dem Abnehmen aber keinerlei

Rückstände hinterlässt.

Tomtom Hands Free Car Kit

Tomtoms Kfz-Halterung gibt

es entweder für Android

oder iOS (nur Dock-Connector)

und kostet je stolze 100

Euro. Dafür bietet die Befestigung

aber eine integrierte

Bluetooth-Freisprecheinrichtung

samt Lautsprecher,

sodass Sie auch während

des Fahrens mit beiden Händen

am Lenkrad telefonieren

können. Die Halterung lässt sich dank einer mitgelieferten Klebe-

Unterlage auch auf dem Armaturenbrett befestigen, ein Ladeadapter

für den Zigarettenanzünder sowie ein Verlängerungskabel fürs

Mikrofon gehören ebenfalls zum Lieferumfang.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 81


APPs TEST: Smartphones als Navi

Günstige Navi-Lösungen

GPS

Navigation 2

Web: www.skobbler.de Preis: ab € 1,79

Für nicht einmal zwei Euro bringt die Firma Skobbler ein ziemlich überzeugendes

Navi auf das iPhone. Sie müssen bei diesem Budget-Preis auf

einige Komfort-Features verzichten. Zum Grundpreis wird zur Navigation

eine aktive Datenverbindung benötigt. Für den absolut fairen Betrag

von 2,69 Euro pro Land (oder 5,49 Euro pro Kontinent oder 9,99 Euro für

alle verfügbaren Karten) lässt sich GPS Navigation 2 mit Offline-Karten

nachrüsten. Auf unseren Testfahrten hat uns die App immer sicher ans

Ziel geführt. Besonders gut hat uns die moderne Menüoptik gefallen.

Vor fest installierten Starenkästen warnt die App, gegen 7,99 Euro auch

vor mobilen Blitzern.

7

3

3

7

3

7

GUT

Note 2,3

Straßennamenansagen

Nachtmodus

Offfline-Karten

(Aufpreis)

Fahrspurassistent

Tempolimits

Stauwarnung

Bringgo

GUT

Note 2,4

Web: www.bringgo.com Preis: € 0,99 (Android), € 0,89 (iOS)

Als einzige Navi-App im Test hat Bringgo von Haus aus keine Querformat-Unterstützung,

funktioniert also nur im Hochkant-Modus. Zwar

gibt es den Landscape-Modus sowie zahlreiche weitere Features als

In-App-Kauf-Paket (€ 70), für unseren

Test haben wir aber nur die ein Euro teure

Basisversion herangezogen. Die läuft

auf Navteq-Kartenmaterial und brachte

uns im Test mit rechtzeitigen Ansagen

und Text-to-Speech-Straßennamen sicher

ans Ziel. Dazu besitzt auch die Standard-Ausführung

bereits

3Straßennamen-

ansagen

zahlreiche nette

Features wie

3Automatischer

Nachtmodus Offline-Karten,

3 Offfline-Karten einen Benzinrechner

sowie

3 Fahrspurassistent eine Routenauswahl

nach

(Aufpreis)

3 Tempolimits drei verschiedenen

Kriterien

3Stauwarnung

(Eco, Länge,

(Aufpreis) Schnelligkeit).

Navfree

Web: www.navmii.com Preis: kostenlos

BEFRIEDIGEND

Note 2,7

Navfree ist eine komplett kostenlose Navigationslösung, die wie

Mapfactor und GPS Navigation 2 auf dem freien Kartenpaket Openstreetmaps

basiert. Im Gegensatz zu anderen Apps dürfen Sie bei Navfree allerdings

einzelne Kartenpakete herunterladen und die Anwendung somit

auch ohne Internetverbindung benutzen. Da die Openstreetmaps von

Nutzern erstellt werden, können diese in puncto Genauigkeit aber nicht

mit den deutlich detaillierteren Karten anderer Hersteller mithalten.

Trotzdem brachte uns die App im Test erfolgreich ans Ziel, die Routenführung

war allerdings nicht immer ganz optimal. Als kostenloses Gelegenheitsnavi

ist Navfree trotzdem noch empfehlenswert.

7

3

3

7

7

7

Straßennamenansagen

Nachtmodus

Offfline-Karten

Fahrspurassistent

Tempolimits

Stauwarnung

Mapfactor

GPS Navigation

Web: www.mapfactor.com Preis: kostenlos

BEFRIEDIGEND

Note 2,5

Mapfactor GPS Navigation ist aktuell nur für Android verfügbar und bietet

zwei verschiedene Kartendienste. Mit Openstreetmaps kann

Mapfactor in vollem Umfang kostenlos genutzt werden, alternativ können

Sie aber auch ab 19,99 Euro verschiedene Tomtom-Kartenpakete

erwerben. In puncto Einstellungen und Komfortfunktionen bieten andere

Hersteller deutlich mehr. Dafür haben uns die saubere Kartendarstellung

und die klaren Sprachansagen (leider ohne Straßennamen)

durchaus überzeugt. Genau wie bei Navfree können Sie übrigens auch

bei Mapfactor benötigte Kartenpakete herunterladen, sodass Sie keine

permanente Internetverbindung benötigen.

7

3

3

7

7

7

Straßennamenansagen

Nachtmodus

Offfline-Karten

Fahrspurassistent

Tempolimits

Stauwarnung

82 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Smartphones als Navi

APPs

„Für Vielfahrer ist

Tomtom HD Traff ifc jeden

Cent wert!“

Prof i-Navi-Apps

Tomtom

Web: www.tomtom.com Preis: ab € 27,99 (Android), ab € 49,99 (iOS)

Vor fast zehn Jahren hat Tomtom die Navigations-Revolution mit den ersten

wirklich praxistauglichen Nachrüstgeräten mitgestaltet und war über lange

Zeit das Maß aller Dinge in diesem Bereich. Wer mal ein Tomtom-Navi benutzt

hat, wird sich in der Android- oder iOS-App sofort wie zu Hause fühlen.

Im Prinzip bieten die Mobil-Apps nahezu diesselben Features wie High-End-

Navigationsgeräte. Umfangreiche Routenoptionen (schnell, kurz, spritsparend,

ohne Autobahn, kurvenreich, für Fußgänger, für Fahrradfahrer oder

mit Tempolimit) gehören ebenso zum Funktionsumfang wie eine detaillierte

Planung von zukünftigen Reisen. Tomtom wählt dabei übrigens stets in

Abhängigkeit von Tageszeit und Wochentag die optimale Strecke. Sie wollen

in zwei Wochen zu den Schwiegereltern fahren, unterwegs aber noch

zum Blumenladen und anschließend auf eine Party? Einfach alle Wegpunkte

SEHR GUT

Note 1,2

und die geplante Abfahrtszeit eingeben und speichern. Die Tomtom-App

erstellt dann einen Kalendereintrag, der Sie vor Abfahrt erinnert und die

Route aktiviert. Das spart das Getippe im Auto. Ein weiteres Highlight ist der

Staumelder Tomtom Traffic. Mit einem Preis von 4,99 Euro für einen oder

29,99 für zwölf Monate ist der Service ziemlich kostspielig, warnt dafür aber

ausgesprochen zuverlässig vor Behinderungen. Dabei setzt Tomtom auf ein

cleveres System, das anonym die Bewegungsvektoren von Millionen von

Handys auswertet und so selbst Staus melden kann, die Sie in keinem Verkehrsfunk

zu hören bekommen. Für Vielfahrer ist dieser Service jeden Cent

wert! Wer sich außerdem vor mobilen und stationären Blitzern warnen lassen

will, kann diesen Dienst zusätzlich abonnieren (1,79 Euro für einen,

18,99 Euro für zwölf Monate).

3

3

3

3

3

3

Straßennamenansagen

(Automatischer)

Nachtmodus

Offfline-Karten

Fahrspurassistent

Tempolimits

Stauwarnung

(Aufpreis)

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 83


APPs TEST: Smartphones als Navi

Navigon

Web: www.navigon.de Preis: ab € 24,95 (Android), ab € 59,99 (iOS)

SEHR GUT

Note 1,3

Das Wichtigste vorweg: Läuft Ihr Handyvertrag zufällig bei der deutschen

Telekom? Dann können Sie Navigon nämlich in einer speziellen Telekom-

Select-Version (mit Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und

Schweiz) komplett kostenlos laden. Zwar müssen Sie dann auf einige der

mehr oder weniger nützlichen Komfortfunktionen wie zusätzliche Ansagerstimmen

und die 3D-Darstellung bekannter POIs verzichten, deutlich

genauer als mit den kostenlosen Apps navigieren Sie dank Navteq-Karten

aber allemal. Nicht-Telekom-Kunden müssen dagegen tief in die Tasche

greifen, denn für die günstigste Version mit Deutschlandkarten werden

bereits rund 40 Euro (Android) oder 60 Euro (iOS) fällig. Der Preisunterschied

zwischen den Betriebssystemen kommt nicht etwa durch fehlende

Features zustande (beide Apps sind nahezu identisch), sondern liegt vor

allem in den unterschiedlichen verfügbaren Kartenpaketen begründet.

Für Vielfahrer ist die Navigon-App aber trotz des hohen Preises eine absolut

lohnenswerte Investition, denn sie ersetzt ein vollwertiges Navi nahezu

perfekt. Mit dem als In-App-Kauf verfügbaren Urban Guidance (€ 4,49)

wird Ihr Smartphone auf Wunsch zusätzlich auch zum perfekten Fußgänger-Navi.

Urban Guidance (Bild rechts) kennt nämlich die Fahrpläne öffentlicher

Verkehrsmittel, sodass Sie mit dem Feature auch zu Fuß in der

Großstadt auf dem kürzesten Weg von A nach B gelangen.

3

3

3

3

3

3

Straßennamenansagen

(Automatischer)

Nachtmodus

Offfline-Karten

Fahrspurassistent

Tempolimits

Stauwarnung

(Aufpreis)

Fazit

Navigationssystem ade? Wenn man die Noten und Einschätzungen

unserer Navi-App-Tests betrachtet, liegt diese Vermutung

nahe. Tatsächlich machen gerade die Premium-Apps von Tomtom

und Navigon eine klassische Navilösung völlig überflüssig, denn die Apps

unterscheiden sich weder im Funktionsumfang noch bei der Navigation groß

von dedizierten Geräten. Aber auch die günstigeren und teilweise kostenlosen

Apps bieten meist gute Routenführung, lediglich bei Funktionsumfang

und Kartenmaterial müssen Sie hier etwas zurückstecken. Letztendlich liegt

es also an Ihnen zu entscheiden, wie häufig Sie die Navigation nutzen und

welche Features Sie dringend benötigen. Dank der großen Auswahl können

Sie hier genau abwägen und viele Apps auch kostenlos ausprobieren. Zwei

Einschränkungen gibt es jedoch bei der Smartphone-Navigation, die Sie unbedingt

im Hinterkopf behalten sollten: Zum einen beanspruchen die Apps

den Akku Ihres Smartphones stark, was bei häufiger Nutzung auch durchaus

die Lebensdauer der Handybatterie verkürzen kann. Außerdem laufen viele

Geräte sehr heiß, was gerade im Sommer ohne Klimaanlage schon mal zu einem

Einfrieren oder Neustart des Handys und damit zu einem Abbruch der

Navigation führen kann (passierte uns im Test mit einem iPhone 4S).

84 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Smartphones als Navi

APPs

Sygic GPS

Web: www.sygic.com Preis: App kostenlos, Kartenpakete ab € 24,99 (Android), ab € 19,99 (iOS)

GUT

Note 1,8

Sygic ist die günstigste der verfügbaren Profi-Navi-Apps, denn bereits für

20 (iOS) beziehungsweise 25 (Android) Euro erhalten Sie das komplette

Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ein weiterer

dicker Pluspunkt ist, dass Sie Sygic ab dem Herunterladen zunächst einmal

sieben Tage lang kostenlos ausprobieren können. Das ermöglicht ausführliches

Testen, bevor Sie sich für den In-App-Kauf des Kartenmaterials entscheiden.

Letzteres basiert auf den Tomtom-Maps, in puncto Detailgrad

und Genauigkeit gibt es somit nichts auszusetzen. Außerdem bietet Sygic

für bestimmte Städte sogar eine 3D-Ansicht von Gebäuden (Bild links), das

erleichtert gerade in verfügbaren Großstädten wie Berlin die Navigation

enorm. Apropos Navigation: Auch die meistert Sygic weitgehend gut, allerdings

schlug die App hin und wieder nicht nachvollziehbare Umwege

vor, an der Routenführung muss also noch etwas gearbeitet werden. Ein

Stauwarner ist optional verfügbar, schlägt aber mit jährlichen zwölf Euro

für Deutschland und zwanzig Euro für ganz Europa zu Buche. Die Menüstruktur

fällt leider etwas unübersichtlich aus, es gibt aber tonnenweise

Navigationsoptionen, mit denen Sie die Kartenansicht nach Ihren persönlichen

Präferenzen anpassen können. Dafür, dass Sygic deutlich günstiger

ist als etwa Navigon oder Tomtom, bietet die App einen erstaunlich großen

Funktionsumfang.

3

3

3

3

3

3

Straßennamenansagen

(Automatischer)

Nachtmodus

Offfline-Karten

Fahrspurassistent

Tempolimits

Stauwarnung

(Aufpreis)

ALK Copilot Live

Sonderheft 02/13

Kauftipp

Web: www.copilotlive.com Preis: ab € 37,99 (Android, Europa), ab € 25 (iOS, D-A-CH)

GUT

Note 1,6

Die vom amerikanischen Entwickler ALK programmierte App Copilot Live

ist ebenfalls etwas günstiger als Navigon und Tomtom, muss sich aber in

puncto Features keineswegs vor der großen Konkurrenz verstecken. Die

Anwendung setzt wie Navigon auf Navteq-Kartenmaterial und bietet als

einzige App einen für ein Jahr kostenlosen Stauwarner namens Activetraffic.

Wenn Sie die Funktion nach Ablauf der 12 Monate weiter nutzen

möchten, müssen Sie dafür faire 10 Euro per annum bezahlen. Genau wie

Sygic bietet auch Copilot sehr viele Individualisierungsoptionen, zum Beispiel

können Sie genau einstellen, ab welcher Entfernung und wie oft eine

Ansage erfolgt, detaillierte Optionen für Stau- und Tempowarnung bestimmen

sowie verschiedene Designs und Farbschemata für Menü und

Kartenanzeige auswählen. Die Routenführung klappte im Test einwandfrei,

allerdings ist die Stimme der Standard-Text-to-Speech-Ansagerin auf

Dauer eher unangenehm. Zwar lässt sich in den Optionen eine deutlich

angenehmere Sprecherin auswählen, die beherrscht jedoch keine Straßennamen.

Gut gefallen haben uns dagegen die vielen Darstellungsoptionen

bei der Navigation, Sie können sich beispielsweise stets die komplette

Restroute auf der rechten Bildschirmhälfte anzeigen lassen oder jederzeit

per Fingertipp zwischen verschiedenen Optionen wie Reststrecke, Ankunftszeit,

Geoposition oder verbleibender Fahrtzeit umschalten.

3

3

3

3

3

3

Straßennamenansagen

(Automatischer)

Nachtmodus

Offfline-Karten

Fahrspurassistent

Tempolimits

Stauwarnung

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 85


apps TEST: Smartphone- und Tablet-Apps

System (Preis)

Android (Gratis)

Vergleichbar Mit

MyPhoneExplorer

Anbieter

Sand Studio

Sprache

Deutsch

Webseite

www.airdroid.com

Airdroid

Produktivität Das Android-Handy benutzen, ohne es in die Hand zu nehmen? Geht!

AirDroid

Benutzeroberfläche

Keine Installation am

PC benötigt

Zahlreiche Features

Faires Bezahlmodell

Dateigrößen-Limit

von 100 MB für Free-

User

SEHR GUT

Note 1,2

An Apps, die es Ihnen erlauben, mit

dem PC auf das Smartphone zuzugreifen,

herrscht mittlerweile kein

Mangel mehr. Airdroid wischt allerdings

mit der gesamten Konkurrenz ganz locker

den Boden auf. Mit Airdroid können Sie

sich bequem per PC durch das Dateisystem

Ihres Android-Gerätes wühlen, Bilder, Musik

und Videos übertragen, sogar Apps installieren.

Mit einem einzigen Klick auf die

Kameras Ihres Handys oder Tablets zugreifen,

um einen Live-Video-Feed zu starten?

Funktioniert! Nicht nur per WLAN, sondern

auch über das Mobilfunknetz. Ein

Kabel wird also nicht benötigt. Kontaktlisten,

Klingeltöne oder Anrufprotokolle checken?

Ebenfalls kein Problem. Da auf dem

PC keine Software installiert werden muss,

ist das Ganze auch nicht auf Ihren persönlichen

Rechner beschränkt. Einfach Browser

starten, web.airdroid.com besuchen,

einloggen und schon sind Sie drin. Was uns

aber am besten gefällt: Anrufe und SMS-

Nachrichten lassen sich mit Airdroid über

den PC abwickeln. Man muss also beim

Arbeiten nicht mehr dauernd das Handy

in die Hand nehmen und das steigert die

Produktivität ungemein. Trotz all dieser

Funktionen ist die Bedienung kinderleicht

und das Interface schön aufgeräumt. Wer

sich zum ersten Mal per Browser in sein

Android-Gerät einklinkt, wird von der

Schönheit des virtuellen Desktops geradezu

überrascht. Einziger Wermutstropfen:

Gratis-User können monatlich nur 100 MB

Daten zwischen PC und An droid-Device

transferieren. 1 Gigabyte gibt’s allerdings

für faire 1,99 US-Dollar. (ai)

Fotografie

Focus Twist

System iOS • ANBIETER Arqball • PREIS € 1,79

Schon mal von einer Lichtfeldkamera gehört? Damit lassen

sich Fotos aufnehmen, deren Fokussierung sich nachträglich

ändern lässt. Die hier vorgestellte App liefert ein ähnliches

Ergebnis, indem sie eine Reihe

von Fotos mit unterschiedlicher

Fokussierung erstellt und

zu einem einzigen Bild zusammenfügt.

Später müssen Sie

lediglich einen Punkt im Foto

berühren, um diesen scharfzustellen.

Besonders eindrucksvoll

ist der Effekt, wenn Objekte

im Vordergrund und im

Hintergrund zu sehen sind. (ai)

Musik

Lively.fm

System iOS • ANBIETER Behrad Ghadiri • PREIS Gratis

Die Webseite Lively.fm durchforstet rund 50 Millionen Blogs

nach legalen Musikstreams und bündelt diese unter einer

Adresse. Dank der gleichnamigen App können Sie sich jetzt

auch unterwegs daran erfreuen.

Die simple Aufmachung

macht die musi kalische Entdeckungsreise

bequem und lädt

Sie geradezu ein, neuen Künstlern

und Songs eine Chance zu

geben. Natürlich finden sich

auch neue und alte Hitparadenstürmer

unter den Einträgen,

doch diese bilden eher

die Ausnahme. Schön! (ai)

produktivität

Ninja SMS

System Android • ANBIETER Ninja Apps • PREIS € 1,15

Endlich müssen Sie nicht mehr die aktuell geöffnete App verlassen,

um eine SMS zu lesen oder zu beantworten. Nach der

Installation von Ninja SMS können Sie SMS-Unterhaltungen in

Pop-up-Fenstern führen, die

über der aktuell geöffneten Anwendung

schweben. Diese lassen

sich vergrößern oder minimieren

und sogar transparent

schalten. Doof: Sollten Sie bereits

SMS-Tools von Drittanbietern

nutzen, kann dies die Funktionalität

der App einschränken.

Außerdem wünschen wir

uns Whatsapp-Support. (ai)

note

GUT 1,5

note

SEHR GUT 1,4

note

GUT 1,6

86 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Smartphone- und Tablet-Apps apps

Musik

Musixmatch

Kreativität

Mystic

System iOS, Android • ANBIETER Musixmatch • PREIS Gratis System iOS • ANBIETER Sara Acker • PREIS € 0,89

Bei dieser

App handelt

es sich um

einen Music-Player

mit einem

ganz besonderen

Extra:

Musixmatch

spielt nicht

nur Songs

ab, sondern

zeigt gleichzeitig

die

entsprechenden

Texte

an. Beim ersten Start wird deshalb die komplette Musik-Bibliothek

Ihres iOS- oder Android-Gerätes gescannt. Im Test hat die App

wirklich alle Lyrics für aktuelle Hits und populäre Klassiker ausgespuckt.

Bei seltener Underground-Kost sinkt die Trefferquote aber

deutlich. Genial finden wir, dass sämtliche Texte indexiert werden

und sich bequem durchsuchen lassen. Perfekt, wenn Ihnen mal

wieder eine Zeile im Kopf herumschwirrt, die sich partout keinem

Song zuordnen lässt. Ebenfalls cool: Läuft ein unbekannter Titel im

Radio oder TV, lassen Sie die App einfach mithören, um Titel plus

Interpreten zu erfahren und gleich den passenden Text zu erhalten.

Zudem lassen sich Lyrics mit Freunden teilen. Die App ist zwar

gratis, doch die penetranten Werbe-Einblendungen machen einen

Ausflug in den In-App-Store quasi unvermeidlich.

Ein Jahr Werbefreiheit

kostet Sie erträgliche € 4,49. (ai)

sehr gut

Note 1,3

Es gibt jede Menge Apps, mit denen Sie Ihre Fotos aufhübschen

können. Viele sind simpel zu bedienen und nicht gerade umfangreich,

doch andere (z. B. Filterstorm Pro) sind wiederum zu kompliziert für

die meisten Nutzer. Mystic ist neu, extrem umfangreich und trotzdem

idiotensicher. So

können Sie

Schnappschüsse

zum Beispiel mit

Lichteffekten,

Rahmen, Texturen,

Filtern und

vorgefertigten

Grafiken oder

Sprüchen versehen.

Die Auswahl

ist riesig

und überzeugt

qualitativ. Natürlich

lassen sich

Bilder auch beschneiden,

Kontrast-,

Farb- und

Helligkeitswerte

verändern. Die Ergebnisse werden in der Bibliothek gespeichert oder

auf Wunsch via Facebook, Twitter oder Mail geteilt. Es ist erstaunlich,

wie einfach und schnell ein langweiliger Schnappschuss zu einem

witzigen Kunstwerk wird. Übrigens können Sie auch Sprüche auf

Papier schreiben, per App fotografieren und ins Bild einfügen. Was

wir vermissen, ist ein Textwerkzeug, mit

dem sich Texte auch direkt über den

Touchscreen eingeben lassen. (ai)

sehr gut

Note 1,4

System

AVG Uninstaller

System Android • ANBIETER AVG Mobile • PREIS Gratis

Welche Apps benutzen Sie am seltensten? Welche verbrauchen

besonders viel Akkuleistung? Welches Programm nagt

besonders stark am mobilen Datentarif? Der kostenlose

Uninstaller von AVG beantwortet

all diese Fragen durch einen

simplen Knopfdruck. Anschließend

lassen sich nicht mehr

gewünschte Applikationen direkt

deinstallieren und somit

Platz für wichtigere Programme

schaffen. Eine rundum

praktische App, die Ihnen hilft,

Ihr Mobil-Gerät von Ballast zu

befreien. (ai)

Navigation

Crowsfflight

System iOS • ANBIETER CW&T Studio • PREIS Gratis

Viele Menschen fühlen sich von Navi- oder Ortungs-Apps

überfordert. Vor allem, wenn sie zu Fuß unterwegs sind und

eigentlich nur wissen möchten, in welcher Richtung das Ziel

liegt. Hier kommt Crowsflight

ins Spiel: ein minimalistischer

GPS-Kompass, der die Richtung

und Entfernung Ihrer

Des tination offenbart. Auf

Wunsch können Sie auch eine

Karte einblenden, um einen

Blick auf die Umgebung zu

werfen. Gut: Sie können über

eine Liste direkt zwischen letzten

Zielen wechseln. (ai)

Produktivität

Knots 3D

System iOS, Android • ANBIETER Nynix • PREIS € 1,79

Wie viele unterschiedliche Knoten haben Sie im Reper toire?

Bevor wir diese App entdeckt haben, konnten wir uns gerade

mal die Schuhe zubinden, doch nun könnten wir mit unseren

Knoten-Skills wahrscheinlich

Autos per Schnürsenkel abschleppen.

Die zahlreichen

Knoten-Techniken werden

zwar in englischer Sprache erklärt,

doch die smarten 3D-

Grafiken sagen mehr als tausend

Worte. Eine wirklich empfehlenswerte

App, die man

nicht nur Pfadfindern ans Herz

legen kann. (ai)

note

GUT 1,9

note

sehr gut 1,3

note

GUT 1,5

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 87


apps TEST: Smartphone- und Tablet-Apps

Produktivität

Parallels Access

System iOS • ANBIETER Parallels Inc. • PREIS Gratis

Apps, die den unkomplizierten

Fernzugriff auf den heimischen

Rechner erlauben, sind nichts

Neues. Bis vor Kurzem war Log-

MeIn unser Favorit, doch Parallels

Access überrascht durch

einen ganz anderen Ansatz:

Statt die komplette Oberfläche

des Zielrechners abzubilden,

werden alle Programme, Explorer

oder Finder als Verknüpfungen

angezeigt. Das hat den

Vorteil, dass Sie nicht ständig

den Bildschirmausschnitt anpassen

müssen. Ihre Applikationen

werden automatisch im

Vollbildmodus auf den iPad-

Screen gebeamt – inklusive

Ton. Selbst professionelle Applikationen

wie Logic Pro X

oder Indesign stellen kein Problem

dar. Kommen wir zum großen

Kritikpunkt: Nach Ablauf

der kostenlosen Testphase müssen

Sie 69,99 EUR berappen, um die App weiter nutzen zu können.

Parallels Access wäre einen derart gepfefferten Preis durchaus wert.

Allerdings handelt es sich dabei um eine Abo-Gebühr, die jedes Jahr

aufs Neue fällig wird, und damit ist man definitiv über das Ziel hinausgeschossen.

Am besten probieren

Sie die App aus und entscheiden dann,

ob sie das Geld wirklich wert ist. (ai)

gut

Note 1,5

Produktivität

Jolidrive

System iOS • ANBIETER Jolicloud • PREIS Gratis

Jolidrive hat uns wirklich überrascht und bietet gleich mehrere

Vorteile. Unterschiedliche Cloud-Dienste sind unter einem Dach

vereint. Sie können mit dieser App direkt auf Ihre Dropbox-, Skydrive-

und Google-Drive-Ordner zugreifen. Damit Sie nicht ständig

die App verlassen müssen, um die sozialen Netzwerke Ihrer

Wahl zu checken,

hat man diese

auch gleich integriert.

Facebook

und Google+ sind

bereits an Bord,

doch Twitter fehlt

bis dato. Kreative

erhalten außerdem

direkten Zugriff

auf Tumblr,

Instagram und

Soundcloud, doch

damit ist noch

lange nicht

Schluss. Vimeo,

Scribd, Evernote,

Droplr und viele mehr werden unterstürzt. Die Liste wächst quasi

mit jedem Update. Die Bedienung ist supersimpel und die meisten

Dateien werden direkt in der App geöffnet. Genial ist außerdem,

dass Jolidrive über eine Web-App auch auf PCs und Macs zugänglich

ist. Was fehlt, ist die Möglichkeit, Dateien von einem Dienst

zum anderen zu übertragen. Wir drücken den Entwicklern ganz

sehr gut

Note 1,4

fest die Daumen und hoffen, dass Sie

auch das unkompliziert auf die Reihe

kriegen. (ai)

Bücher

Famous Books

System iOS • ANBIETER Bayerische Staatsbibliothek • PREIS Gratis

Die Bayerische Staatsbibliothek umfasst nicht nur moderne

Werke, sondern eine Vielzahl antiker Bücher und Schriften aller

Herren Länder. Um diese einem größeren Publikum zugänglich

zu machen, hat man

nun 52 der wertvollsten Schätze

per App veröffentlicht. Die

schnörkellose Präsentation gefällt

und die Kategorisierung

erleichtert das Stöbern. Zwar

funktioniert die App auch auf

dem iPhone gut, aber erst auf

dem Tablet-Screen kommen

die faszinierenden HD-Scans

wirklich zur Geltung. (ai)

Bücher

Goodreads

System iOS, Android • ANBIETER Goodreads Inc. • PREIS Gratis

Goodreads ist eine äußerst erfolgreiche Community für Leseratten.

Die dazugehörige App erweitert den Nutzen von

Goodreads ungemein. So ist unter anderem ein Barcode-

Scanner integriert, der Ihre Bücher

in Sekundenschnelle erfasst

und der Sammlung hinzufügt.

Zudem sehen Sie auf

einen Blick, welche Bücher bei

Ihren Freunden momentan begehrt

sind. Ebenfalls schön:

Über die App erhalten Sie Zugriff

auf über 2.000 kostenlose

E-Books. Da kann man wirklich

nicht meckern! (ai)

MUSIK

Splitr

System iOS • ANBIETER Giulio Dellorbo • PREIS Gratis

Sie befinden sich im Urlaubsstau. Kind A will Benjamin Blümchen

hören, aber Kind B ist süchtig nach Bravo Hits. Die Lage

droht zu eskalieren. Geistesgegenwärtig starten Sie Splitr und

erfüllen so die Wünsche beider

Kids. Möglich ist das, weil die

App zwei Songs simultan abspielen

und auf beide Audio-

Kanäle „splitten“ kann. So plärren

aus beiden Ohrstöpseln

unterschiedliche Titel – allerdings

in Mono. Für Audiophile

sicherlich ein Graus, doch gerade

für Eltern ein echter Heilsbringer!

(ai)

note

sehr gut 1,4

note

sehr gut 1,3

note

Sehr GUT 1,2

88 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Smartphone- und Tablet-Apps apps

Finanzen

Lendstar

System iOS, Android • ANBIETER Lendstar UG • PREIS Gratis

Unter Freunden, Verwandten

und Kollegen hilft man sich hin

und wieder finanziell aus. Leider

kommt es dabei auch mal zu

Missverständnissen. Zum Beispiel

wenn Person A denkt, eine

Schuld beglichen zu haben, und

Person B immer noch auf das

Geld wartet. Lendstar minimiert

das Risiko, da Sie auf einen Blick

sehen können, wem Sie etwas

geliehen haben und wem Sie etwas

schulden. Allerdings ist dies

nur ein praktischer Nebeneffekt,

denn primär geht es darum,

Geld schnell und unkompliziert

zu verleihen und zu erhalten.

Beispiel: Sie sehen ein Angebot

für einen TV, würden gerne noch diese

Woche zuschlagen, doch auf dem Konto

herrscht Ebbe? Mit Lendstar teilen Sie

bestimmten Kontakten mit, dass Sie Geld

brauchen und dieses bis zu einem bestimmten

Zeitpunkt zurückzahlen werden.

Die Empfänger können nun direkt

über die Paypal- oder Bank-Verbindung

der App einen bestimmten Betrag überweisen.

Fazit: Schneller, unkomplizierter

und transparenter

geht es

nicht. (ai)

sehr gut

Note 1,4

REISEn

SV Auto

System iOS, Android • ANBIETER Sparkassenversicherung • PREIS Gratis

Die Reise-App

wird zwar von

der SV Sparkassenversicherung

angeboten, allerdings

ist sie auch

für Nichtkunden

sehr interessant

und praktisch.

Damit haben Sie

im Ernstfall nicht

nur sämtliche

Notrufnummern

zur Hand, sondern

auch Verhaltenstipps

und

Funktionen wie

„Schaden melden“

oder „Unfallort bestimmen“. Sie sparen also wertvolle Zeit, wenn

es darauf ankommt, und vermeiden spätere Probleme, weil die App

alle wichtigen Details abfragt. Gut finden wir außerdem, dass SV Auto

nützliche Tools für den Verkehrsalltag an Bord hat. Sie können unter

anderem den Kraftstoffverbrauch oder Bußgelder berechnen lassen

und den Standort Ihres Autos markieren. Smart: Die Alltagstools sind

von den Notfall hilfen getrennt, damit Sie in einer Stresssituation nicht

erst lange in den Menüs suchen müssen. Generell ist die kinderleichte

Bedienung einer der größten Pluspunkte von SV Auto. Die Benutzeroberfläche

ist simpel und aufgeräumt, die einzelnen Funktionen

sinnvoll in Sparten gegliedert. Diese

lassen sich über fünf Buttons am unteren

Bildschirmrand aufrufen. (ai)

sehr gut

Note 1,3

Produktivität

Cloudcube

System Android • ANBIETER SRCAPPSDEV • PREIS Gratis

Benutzen Sie regelmäßig Cloud-Dienste wie Skydrive, Dropbox

oder Google Drive? Ist es nicht ärgerlich, dass man unterwegs

für jeden Dienst eine eigene App bedienen muss? Dank

Cloudcube hat das nun ein Ende.

Mit dieser App vereinen Sie

Ihre genutzten Cloud-Dienste

unter einem Dach, wodurch

der Datenaustausch zwischen

unterschiedlichen Anbietern

extrem vereinfacht wird. Sie

können sogar einzelne Ordner

auf Ihrem Gerät mit Ordnern in

der Cloud verknüpfen und automatisch

syncen. (ai)

Kommunikation

Gryphn Text Messaging

System Android • ANBIETER Gryphn Co • PREIS Gratis

Es gibt Dinge, die man nicht gerne in Textform mit anderen

teilen möchte. Gryphn verschlüsselt Nachrichten direkt auf

dem Gerät und bietet noch weitere Sicherheitsmaßnahmen.

So können Sie beispielsweise

bestimmen, ob eine Nachricht

abgespeichert oder weitergesendet

werden darf. Bilder können

sogar mit einem Selbstzerstörungsmechanismus

versehen

werden. Natürlich lassen

sich keine Bildschirmfotos der

App erstellen. Kurz: Gryphn ist

die Message-App, der Sie alles

anvertrauen können. (ai)

Produktivität

Triplist

System iOS • ANBIETER Enabled Apps • PREIS € 2,69

Triplist wird als Packliste für den Urlaub beworben, aber eigentlich

ist diese App in allen Lebenslagen hilfreich. Zum

Beispiel, wenn es darum geht, eine Einkaufs- oder To-do-Liste

zu erstellen. Die wichtigsten

Gegenstände und Kategorien

sind bereits vordefiniert – und

genau das macht die App so

praktisch. Sie müssen nicht erst

mühsam jede Kleinigkeit eintippen

und können Vorlagen

auch selber erstellen. Auf

Wunsch lassen sich sogar unterschiedliche

Profile für die

ganze Familie anlegen. (ai)

note

GUT 1,5

note

SEHR GUT 1,4

note

GUT 1,6

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 89


APPS FEATURE: Spiele ohne In-App-Käufe

Ich zahl nur einmal!

Feature Sie möchten mit dem guten Gefühl zocken, dass der Spielspaß nicht von

Zusatzinvestitionen abhängt? Dann sind diese 20 Games genau richtig für Sie.

Ein Großteil der in den App Stores

von Apple und Google angebotenen

Spiele sind zu sehr günstigen Preisen

zwischen 70 Cent und sechs Euro zu haben.

Da etliche dieser Titel in Sachen Grafik und

Gameplay eine hohe Qualität bieten, ist das

natürlich zunächst sehr erfreulich. Aber:

Vielen Herstellern reicht es nicht, einmal für

den Kauf eines Titels abzukassieren, sie

möchten auch darüber hinaus Geld verdienen.

Dies wird über In-App-Käufe erreicht,

zu denen zwar niemand gezwungen wird,

die aber das Spielerlebnis insbesondere für

Gelegenheits-Gamer deutlich verbessern.

Denn: Ein erfolgreiches Durchspielen kann

bei vielen Titeln sehr schwierig und vor allem

langwierig werden, wenn Sie nicht zusätzlich

Geld in die Hand nehmen. Glücklicherweise

gibt es auch Spiele, die nicht auf

dieses Pay-to-win-Konzept setzen, sondern

In-App-Käufe beispielsweise für kosmetische

Veränderungen oder willkommene Erweiterungen

anbieten, die das Spiel aufwerten –

solche gilt es aber aus dem riesigen Angebot

herauszufiltern (siehe dazu Seite 91). Oder

Sie gehen auf Nummer sicher und entscheiden

sich gleich für ein Spiel, das auf In-App-

Käufe verzichtet, wie unsere 20 Redaktionstipps.

(fn)

PlattFormer

Badlands

System

iOS

ANBIETER

Frogmind Oy

PREIS

€ 3,59

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Als plüschiger Bewohner eines zauberhaften Waldes

sollen Sie in Erfahrung bringen, welche dunklen Gefahren

Ihr geliebtes Zuhause bedrohen. Dabei müssen Sie

in 50 abwechslungsreichen, liebevoll gestalteten Levels

Hindernisse und Fallen umgehen, indem Sie die Umgebungs-Physik

zu Ihrem Vorteil nutzen. Die teilweise

recht kniffligen Rätsel beanspruchen Ihre grauen Zellen

mehr als Ihre Finger, denn Badlands kommt mit einer

intuitiven One-Touch-Steuerung.

Motivierendes, klasse zu bedienendes Plattform-Abenteuer

in einer atmosphärischen Fantasie-Welt

Strategie

Xcom: Enemy Unknown

Kartenspiel

Bang!

System

iPad

ANBIETER

Spin Vector

PREIS

€ 2,69

Altersempfehlung

Ab 12 Jahren

Dieses süchtig machende Kartenspiel bringt Italo-Western-Feeling

direkt auf Apples Tablet-PC. Im Mehrspieler-Modus

können bis zu acht Spieler gemeinsam an

einem iPad an einer Partie teilnehmen. Jeder entscheidet

sich zuvor für eine Rolle: Hilfssheriff, Gesetzloser

oder Kopfgeldjäger. Dann geht es darum, die richtige

Karte zu spielen, um zu flüchten, zu kämpfen etc. Wer

alleine ist, tritt gegen den Computer oder im Online-

Mehrspieler-Modus gegen andere Spieler an.

Durchdachtes, explosives Kartenspiel für gesellige Runden

oder Solo-Spieler

System

iOS

ANBIETER

2K Games

PREIS

€ 17,99

Altersempfehlung

Ab 17 Jahren

Action

GTA China Town Wars

System

iPad

ANBIETER

Rockstar Games

PREIS

€ 4,49

Altersempfehlung

Ab 17 Jahren

Grand Theft Auto: China Town Wars wurde im Unterschied

zu den anderen im App Store erhältlichen GTA-Titeln von

vornherein für Handheld-Konsolen entwickelt, weshalb

die Touch-Bedienung auch deutlich besser funktioniert

als bei den portierten GTA 3 und Vice City. Aus der Vogelperspektive

spielen Sie Huang Lee, der im verkommenen

China Town die Familienehre wiederherstellen muss. Freuen

Sie sich auf eine offene Welt, eine spannende Story und

abwechslungsreiches Gameplay.

Dank der tollen Fingersteuerung ist China Town Wars der

beste GTA-Titel im App-Store.

Ursprünglich für PC und Konsole erschienen,

sorgt der Strategie-Hit aus dem Hause 2K Games

jetzt auch auf i-Geräten für Furore – und zwar

völlig zu Recht! Nicht nur, dass sich die Fingerbedienung

prima für die ausgefeilte Spielmechanik

eignet, es stehen Ihnen auch sämtliche Inhalte

der Vorlage zur Verfügung. Somit sind die

vergleichsweise hohen Kosten völlig gerechtfertigt,

da es sich hier um eine 1:1-Umsetzung eines

aktuellen Vollpreistitels handelt. Wer das Xcom-

Universum noch nicht kennt: Sie errichten eine

Erdstreitkraft, um gegen außerirdische Invasoren

zu kämpfen. Hierfür bauen Sie eine eigene Basis

auf, erforschen Alien-Technologie, planen

Kampfeinsätze und befehligen Ihre Elite-Soldaten

während einer Schlacht. Neben der gelungenen

Steuerung beeindruckt Xcom: Enemy

Unknown mit einer Grafikqualität, die durchaus

mit der der Vorlage mithalten kann, sowie filmreifen

Soundeffekten.

Rundenbasierte Alien-Hatz auf allerhöchstem spielerischen und optischen Niveau.

90 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


FEATURE: Spiele ohne In-App-Käufe APPS

System

iPad

ANBIETER

Aspyr Media

RolLenspiel

Knights of

the Old Republic

PREIS

€ 8,99

Altersempfehlung

Ab 12 Jahren

Action

Back Stab

System

iOS, Android

ANBIETER

Gameloft

PREIS

€ 5,99 (für beide Systeme)

Altersempfehlung

Ab 12 Jahren

Plattformer

System

iOS, Android

ANBIETER

Ravenous Games

PREIS

€ 1,79 (iOS), € 0,77 (Android)

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

League of Evil

Genau wie Xcom ist auch Knights of the Old Republic

ein (ehemaliger) Vollpreistitel, der

seinerzeit für den PC veröffentlicht wurde. Bis

heute gilt KOTOR unter Fans und Kritikern als

eines der besten Rollenspiele aller Zeiten. Die

filmreife Geschichte, die Sie mittels Multiple-

Choice-Dialogen erleben, sowie die enorme

spielerische Tiefe machen KOTOR zu einem

äußerst intensiven und unterhaltsamen Star

Wars-Abenteuer. Kampf- und Inventar-System

wurden nahezu perfekt für die Touch-Bedienung

optimiert. So geht die Navigation der teilweise

recht komplexen (aber immer logisch aufgebauten)

Menüs problemlos von der Hand. Lediglich

das Laufen gestaltet sich zu hakelig und kostet

auf Dauer Nerven. Ein weiterer Wermutstropfen:

Das Spiel ist derzeit nur komplett in englischer

Sprache zu haben.

Egal ob Star-Wars-Fan oder nicht: Dieses

RPG-Juwel ist für iPad-Besitzer ein Muss!

In seinen besten Momenten erinnert Back Stab stark an

Assassin’s Creed: Mittels Klettern und akrobatischen Einlagen

(oder auch mal hoch zu Ross) überwinden Sie Hindernisse,

pirschen sich an Gegner heran und schalten diese

klammheimlich aus. Aber auch für offene Konfrontationen

ist der auf Rache sinnende ehemalige Navy-Offizier

Henry Blake dank effizienten Nahkampf-Fähigkeiten und

einem großen Arsenal an unterschiedlichen Waffen bestens

gerüstet. Ein paar Bugs trüben den Spaß.

Unterhaltsamer, aber nicht perfekter Assassin’s-Creed-Klon

in imposantem Grafik-Gewand

Plattformer

System

iOS

ANBIETER

Frontier Developments

PREIS

€ 3,59

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Lost Winds

Ein dunkler Fluch liegt über der Welt von Mistralis, der Heimat

des begabten jungen Zauberers Toku. Ausgestattet

mit der Gabe, die Kräfte des Windes zu kontrollieren, wird

er ausgesandt, das Land und seine Bewohner zu retten.

Der wunderschön anzuschauende Plattformer fesselt bereits

nach den ersten Minuten mit seiner innovativen

Kombination aus Erkunden, Kämpfen und Rätsellösen,

wobei Sie immer wieder auf Windkräfte von der schwachen

Brise bis hin zum Tornado zurückgreifen.

Entfesseln Sie die Macht des Windes mit einem Fingerzeig bei

diesem einzigartigen Plattformer.

Wenn sich skrupellose Wissenschaftler zu einer „Liga

des Bösen“ zusammenschließen und die ganze Welt

mit ihren gefährlichen Erfindungen bedrohen, braucht

es einen Superagenten, der ihnen das Handwerk legt.

Oder besser gesagt: sie in Stücke schlägt. Denn zimperlich

geht der Held des Spiels mit den Weißkitteln nicht

um, nachdem er sie gefunden hat. Zuvor muss er sich

aber fiesen Fallen und tödlichen Maschinen stellen und

diese mit akrobatischen Manövern austricksen.

Herausfordernder Jump&Run-Spaß mit cooler Re -

tro-Optik und -Sound in über 130 Levels

System

iPad

ANBIETER

Electronic Arts

PREIS

€ 4,49

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Plattformer

Mirror’s Edge

Mirror’s Edge kennen Sie vielleicht von Ihrer PS3 oder

Xbox, die iPad-Version erzählt eine andere Geschichte und

spielt sich auch völlig anders. Nicht aus First-Person-Sicht,

sondern im Plattformer-Style springt, läuft, gleitet und

schwingt sich die Protagonistin durch insgesamt 14 spannende

Levels. Ähnlich wie bei einem Runner befindet sie

sich ständig in Bewegung. Es geht also darum, im richtigen

Moment die richtige Geste auszuführen, um zum Beispiel

im Lauf einen Feind umzuhauen.

Mitreißender Plattformer mit intuitiver Steuerung, ein paar

Levels mehr hätten aber nicht geschadet.

Pay to win? Nein danke! Es geht zum Glück aber auch anders ...

Um es einmal deutlich zu sagen: Wir haben grundsätzlich

nichts gegen In-App-Käufe. Wir stören uns

lediglich an Spielen, die, ohne dass man zusätzlich

Geld ausgibt, auf Dauer keinen Spaß machen. Insbesondere

dann, wenn man für den Titel ohnehin

schon bezahlt hat (bei den kostenlosen Free2Play-

Games sieht es freilich schon wieder anders aus,

solange hier nicht ein Vermögen bezahlt werden

muss). Beispiel: Gangster Rio: City of Saints kostet

sechs Euro, als In-Game-Käufe werden Geldpakete

für bis zu 15 Euro angeboten. Mit dem virtuellen

Zaster können Sie innerhalb des Spiels bessere

Waffen und Ausrüstungsgegenstände erwerben.

Letztere sind auch dringend notwendig, um voranzukommen.

Klar lässt sich das nötige Spielgeld

dafür auch während des Zockens verdienen. Das

artet aber regelmäßig zu einer langwierigen Prozedur

aus, bei der man einzelne Missionen immer

und immer wieder spielen muss. So wird der Kunde

quasi zu einer weiteren Investition verführt.

Wer gar nicht erst in Versuchung geführt werden

möchte, geht Games mit dem Zusatz „Bietet In-

App-Käufe“ ganz aus dem Weg oder wirft vor dem

Kauf einen Blick auf die In-App-Angebote. Denn:

Nicht alle setzen auf die Pay-to-win-Masche. Stehen

dort etwa sinnvolle Erweiterungen wie Zusatzlevels

zum Kauf bereit, handelt es sich nicht

um spielentscheidende Features. Sie können also

getrost da rauf verzichten, außer natürlich, Sie

möchten die Spieldauer erhöhen. Willkommene

In-App-Käufe bieten zum Beispiel Amazing Breaker,

dem Sie ein weiteres, komplettes Level-Paket

spendieren können, sowie Walking Dead. Bei dem

Episoden-Adventure kaufen Sie einen beliebigen

Teil, alle weiteren sind bequem per In-App-

Purchase verfügbar (sie müssen also nicht erst den

Umweg über den Store gehen). Leider ist nicht immer

ersichtlich, was sich hinter den Angeboten

versteckt. Dass Sie in Joe Danger für die feilgebotenen

Spielgeldpakete ausschließlich alternative

Kostüme (also keine Pay-to-win-Gegenstände)

kaufen können, erfahren Sie leider erst innerhalb

des Spiels. Schlechte Nachrichten für Android-Nutzer:

Im Play Store gibt es zu den jeweiligen Titeln

vorab leider keine näheren Infos zu In-App-Käufen.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 91


APPS FEATURE: Spiele ohne In-App-Käufe

ACTION

System

iPad

ANBIETER

Venan Entertainment

PREIS

€ 4,49

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Space Miner HD

System

iOS

ANBIETER

Square Enix

Rollenspiel

Final Fantasy IV

PREIS

€ 14,49

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Kennen Sie die iOS-Weltraumsimulation Galaxy on Fire?

Space Miner spielt sich ähnlich, allerdings in 2D. Sie handeln

mit Rohstoffen – die Sie zuvor auf Asteroiden abgebaut

haben –, erfüllen zahlreiche Haupt- und Nebenmissionen

(Eskortieren, Spionieren, Eliminieren von Piraten

etc.), verbessern Ihr Raumschiff und erleben eine

mit einer gehörigen Prise Witz erzählte Hintergrundgeschichte.

Dazu gibt’s eine ansprechende Grafik und eine

eingängige Steuerung.

Mit Köpfchen, Charme und Witz umgesetztes Weltraumabenteuer

System

iOS, Android

ANBIETER

Madfinger Games

ACTION

Samurai II

Vengeance

PREIS

€ 2,69 (iOS), 2,78 (Android)

Altersempfehlung

Ab 17 Jahren

Mittlerweile sind für iOS vier Teile der legendären

Rollenspiel-Reihe erschienen: FF 1, 3, 4 und 5. Die

Portierung auf Apples Mobil-Plattform ist bei allen

Titeln bestens gelungen. Wir haben uns dazu entschieden,

Ihnen an dieser Stelle Teil 4 vorzustellen,

da er uns inhaltlich am besten gefällt. Dunkelritter

Cecil muss zusammen mit seinen Gefährten dem

Oberbösewicht Golbez Einhalt gebieten. Auf ihrer

Reise entspinnt sich eine vielschichtige Story, die

etliche Überraschungen bereithält und natürlich

immer wieder von Kämpfen unterbrochen wird. Je

nach Missionsanforderung besteht die Heldengruppe

aus bis zu fünf Charakteren unterschiedlicher

Klassen wie Barde oder Heiler. Sie führen Ihre Party

per virtuellen Joystick durch die Spielewelt. Stellen

sich Feinde in den Weg, gibt Ihnen das ausgeklügelte

Kampfsystem genügend Zeit, für jedes

Party-Mitglied die gewünschte Aktion auszuwählen.

Fertigkeiten können übrigens nicht nur RPGtypisch

verbessert werden, sondern auch beliebig

von einen auf den anderen Charakter übertragen

werden.

Optisch nicht mehr ganz zeitgemäß, Bedienung und Spieltiefe überzeugen aber restlos.

ABENTeuer

Die Abenteuer von Tim und Struppi

System iOS, Android ANBIETER Gameloft PREIS € 0,89 (iOS), € 5,99 (Android) Altersempfehlung Ab 4 Jahren

Der Nachfolger des viel beachteten Hack &

Slays von den Dead Trigger-Machern Madfinger

Games bietet dank einer optimierten Steuerung

sowie der dynamischen Kamera ein noch aufregenderes

Spielerlebnis als der erste Teil. Ein

echtes Highlight stellen die Zeitlupensequenzen

dar, mit denen der Spieler für gelungene

Angriffskombos belohnt wird. Neben dem nach

wie vor sehr stylishen, aber auch äußerst blutigen

Schnetzeln von Gegnern lösen Sie nun

außerdem Rätsel und müssen Fallen aus dem

Weg gehen. Unterbrochen wird der brutale

Rachefeldzug des Samurais durch zum Grafik-

Stil passende Comic-Strips, die Ihnen näher

bringen, warum unser Katana schwingender

Freund so unglaublich wütend ist.

Kaum ein Hack & Slay macht derart viel Spaß

und sieht dabei auch noch so gut aus.

Sowohl optisch als auch inhaltlich orientiert sich das Third-

Person-Action-Adventure stark an dem gleichnamigen Hollywood-Blockbuster.

Das etwa dreistündige Abenteuer des

pfiffigen Reporters und seines vierbeinigen Gefährten ist

zweifelsohne die beste Spielumsetzung eines Films, die je

den Weg auf ein Mobilgerät gefunden hat: Exzellente, extrem

detaillierte Grafik auf Konsolen-Niveau, klasse Vertonung

Nicht nur als Film, sondern auch als Spiel macht das ungleiche Duo eine super Figur!

(die gesprochenen Dialoge sind allerdings in Englisch) sowie

eine perfekt auf den Touchscreen abgestimmte Steuerung.

Abwechselnd als Tim oder Struppi gehen Sie dem Geheimnis

des Schiffs Einhorn auf den Grund. In dem vielseitigen Gameplay

schleichen, klettern und kämpfen Sie, lösen Rätsel, reiten

auf Kamelen oder steuern auch mal ein Flugzeug. Schade,

dass die Spielzeit so kurz ausfällt.

92 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


FEATURE: Spiele ohne In-App-Käufe APPS

Action

System

iOS, Android

ANBIETER

Mika Mobile

PREIS

€ 0,89 (iOS), € 0,72

(Android)

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Zombie Ville USA

Puzzle

The Room

System

iOS, Android

ANBIETER

Fireproof Games

PREIS

€ 1,79 (für beide Systeme)

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

System

iOS

ANBIETER

Playdead

Puzzle-Plattformer

Limbo

PREIS

€ 4,49

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Zombie-Spiele kommen einfach nicht aus der Mode. Entsprechend

groß ist das Angebot in den App Stores von

Google und Apple an entsprechenden Titeln. Zombie Ville

USA ist einer der erfolgreichsten und besten Vertreter dieser

Gattung. Verdient, denn das simple Spielprinzip macht

einfach Laune. Sie wählen einen Charakter aus und kämpfen

sich von links nach rechts durch Horden von Untoten.

Dabei sammeln Sie Munition und Geld auf, um Ihre Waffen

zu verbessern oder neue zu kaufen.

Spritzige Zombie-Ballerei mit kinderleichter Steuerung in

originellem Comic-Style

The Room gehört mit Abstand zu den populärsten Mobile-

Games überhaupt und sollte in keiner App-Sammlung

fehlen. Damit Ihnen die Spannung an diesem atmosphärischen

Puzzle-Adventure hundertprozentig erhalten

bleibt, wollen wir Ihnen nicht allzu viel verraten. Außer: In

einem mysteriösen Haus warten zahlreiche, teils nervenaufreibende

Rätsel darauf, von Ihnen geknackt zu werden.

Dabei enthüllen Sie nach und nach ein düsteres Geheimnis.

Grafik und Bedienung sind hervorragend.

Ausgefeiltes Puzzlespiel, das unter die Haut geht und mit

fotorealistischen Grafiken beeindruckt.

System

iOS, Android

ANBIETER

Tiger Style

PREIS

€ 4,49 (iOS), € 3,77

(Android)

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Abenteuer

Waking Mars

Einige unter Ihnen erinnern sich mit Sicherheit noch an

den genialen Puzzler Spider: The Secret of Bryce Manor.

Der Entwickler Tiger Style zeichnet auch für das innovative

Waking Mars verantwortlich. Im Jahr 2097 wird auf

dem Mars erstmalig Leben entdeckt. Sie wurden entsandt,

um ein komplexes Höhlensystem auf dem roten

Planeten zu erforschen. Der Clou: Sie interagieren mit

dem außerirdischen Ökosystem, indem Sie zum Beispiel

Samen aussäen, um Barrieren zu überwinden.

Originelles Sci-Fi-Abenteuer mit raffinierter Spielemechanik,

bei dem es viel zu entdecken gibt.

STRATEGIE

System

iOS, Android-Version

geplant

ANBIETER

Star Command

PREIS

€ 2,69

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Star Command

Wollten Sie schon immer mal einen Raumkreuzer kommandieren?

In Star Command haben Sie Gelegenheit

dazu. Sie befehligen aber nicht nur Ihre Crew-Mitglieder,

die allesamt unterschiedliche Aufgaben ausführen,

Sie dürfen auch das Aussehen und die sonstige Ausstattung

Ihres Schiffs bestimmen. Wenn Sie nicht gerade

friedlich durch den Kosmos fliegen und fremde Welten

erkunden, müssen Sie sich gegen außerirdische

Angreifer wehren.

Gelungener Mix aus Strategie- und RPG-Elementen, die Steuerung

gestaltet sich bisweilen zu hektisch

Auf dem PC und den Konsolen gilt Limbo bereits

als moderner Klassiker, seit Anfang Juli ist der

Indie-Titel endlich auch für iOS verfügbar. Die

Steuerung wurde für die mobile Version perfekt

angepasst: Im Gegensatz zu vielen anderen Plattformern

gibt es keinen virtuellen Joystick, sondern

Sie bewegen Ihren Finger an einer beliebigen

Stelle des Displays nach links oder rechts,

um zu laufen, zum Springen wischen Sie nach

oben. Damit die düstere und teils beklemmende

Atmosphäre richtig rüberkommt, sollten Sie unbedingt

mit Kopfhörer spielen. Wenn Sie Limbo

noch nicht gespielt haben und clevere Plattformer

mögen, können Sie bedenkenlos zugreifen,

aber auch für Limbo-Veteranen ist die mobile

Version zum erneuten Durchspielen absolut zu

empfehlen.

Düsterer, atmosphärischer und teils makaberer

Puzzle-Plattformer der Extraklasse.

System

iPad

ANBIETER

Lucasarts

PREIS

€ 4,49

Altersempfehlung

Ab 12 Jahren

Abenteuer

The Secret of Monkey Island

Action

System

iPad

ANBIETER

Andreas Illiger

PREIS

€ 2,69

Altersempfehlung

Ab 4 Jahren

Tiny Wings

Wer den PC-Adventure-Meilenstein seinerzeit

(1990) verpasst hat, kann jetzt auf seinem

iPad mit dem sympathischen Piraten

Guybrush Threepwood auf große Seefahrt

gehen. Aber auch für alle anderen lohnt

sich ein erneutes Durchspielen dieser

rundum gelungenen Umsetzung auf jeden

Adventure-Fans kommen an diesem Kult-Spiel nicht vorbei.

Fall – die einfallsreichen Rätsel, die liebevoll

gezeichneten Hintergründe sowie die

vielen skurrilen Charaktere, die Sie im Laufe

des Abenteuers treffen, haben nichts

von ihrem Reiz verloren. Die genretypische

Point&Click-Steuerung macht auf einem

Touchscreen sogar noch mehr Spaß.

Genial einfaches und süchtig machendes Spielprinzip

Wer zu kleine Flügel hat, muss sich anderweitig

behelfen, um sich in die Lüfte zu

schwingen. Nutzen Sie eine Hügellandschaft

als endlose Sprungschanze, die Sie

immer wieder nach oben katapultiert. Je

höher und weiter Sie auf diese Weise fliegen,

desto mehr Punkte erhalten Sie. Unterwegs

sammeln Sie Power-ups ein. Zufällig

berechnete Grafiken sorgen dafür,

dass die Spielwelt immer wieder anders

aussieht. Abwechslung garantieren auch

das Multiplayer-Feature sowie die unterschiedlichen

Spielmodi wie Flugschule,

Tagesausflug und Hügelparty.

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 93


APPs TEST: Spiele-Apps

System

iOS, Android (€ 0,89)

Spieler

1 - 8

Vergleichbar Mit

Need for Speed: Most

Wanted, Fast &

Furious 6: Das Spiel

Studio

Gameloft

Anbieter

Gameloft

Sprache

Deutsch

Altersempfehlung

Ab 4 Jahren

Webseite

www.gameloft.de

Asphalt 8: Airborne

Rennspiel Der wohl beste Mobile-Racer aller Zeiten erwartet Sie.

Das Geschwindigkeitsgefühl ist dank genialer Effekte extrem befriedigend.

Damit Sie sich derart dicke Schlitten leisten können, müssen Sie sehr lange fahren!

Asphalt 8: Airborne

Grafisch brillant

Hervorragende Steuerungsoptionen

Abwechslungsreich

Toller Multiplayer

In-App-Käufe zum

Teil extrem teuer

SEHR GUT

Note 1,2

Es kommt nicht oft vor, dass wir freiwillig

unsere Konsolen und Spiele-PCs

ignorieren, um in Ruhe ein Handy-

Spiel genießen zu können. Asphalt 8: Airborne

hat genau das geschafft und unsere

Liebe für Arcade-Racer neu entfacht. Es

ist nicht nur das beste Smartphone- oder

Tablet-Rennspiel, sondern es kann auch

locker mit „großen“ Konsolentiteln konkurrieren.

Dabei befasst sich der Titel

beim Start nicht lange mit Erklärungen,

sondern wirft den Spieler direkt ins Spektakel.

Die erste Sprungschanze nehmen

Sie bereits innerhalb der ersten Spielminute,

per Turbo rauschen Sie an Konkur-

renten vorbei, driften gekonnt um die

Kurven und rammen Konkurrenten förmlich

zu Klump. Letzteres erinnert nicht

nur entfernt an die Burnout-Serie. Jede

Strecke bietet zahlreiche Abkürzungen,

zerstörbare Objekte und Schanzen in unterschiedlichen

Formen. Fassrollen und

1080°-Drehungen machen die riesigen

Sprünge doppelt so schön und was in Sachen

Streckenvariation geboten ist, geht

auf keine Kuhhaut. Mal fahren Sie zwischen

den Beinen eines Mechs hindurch,

dann wieder bildet der Start eines Space

Shuttles die Kulisse des Rennens. Gute

Platzierungen werden mit Geld belohnt,

das Sie in Tuning und neue Fahrzeuge

stecken können. 47 lizenzierte Original-

Fahrzeuge stehen zur Auswahl. Gut: Auch

ohne In-App-Kauf kamen wir sehr gut

voran. Schlecht: Da manche Rennen nur

mit bestimmten Autos gefahren werden

können, müssen Sie entweder sehr lange

spielen, um das nötige Kleingeld für diese

Boliden zu sammeln, oder doch echtes

Geld ausgeben – und zwar nicht zu

knapp. Für das Top-Wagen-Paket werden

beispielsweise 89 EUR fällig und ohne

Top-Autos haben Sie im eigentlich genialen

Mehrspieler-Modus wenig Chancen.

Dennoch ein absoluter Pflichtkauf! (ai)

System

iOS

ANBIETER

Rejected Games

PREIS

€ 2,69

Altersempfehlung

Ab 4 Jahren

Geschicklichkeit

An Alien with a Magnet

Es gilt, ein Ufo ins Ziel zu manövrieren,

indem Sie mit einem

Magneten an verschiedenen

Himmelskörpern andocken.

Einfach den Bildschirm antippen,

und schon kreist der Außerirdische

um den nächsten

Planeten. Damit er die Umlaufbahn

verlässt und im

Austrittswinkel weiterfliegt,

nehmen Sie den Finger wieder

vom Display. Auf diese

Art versuchen Sie, ins Ziel zu

gelangen und dabei Boni sowie

Wertgegenstände einzusammeln.

Wirklich top! (ai)

Spielspassnote

Sehr Gut 1,3

System

iOS

ANBIETER

Pixbits SRL

PREIS

€ 4,49

Altersempfehlung

Ab 4 Jahren

Simulation

Junk Jack X

Stellen Sie sich Minecraft in 2D vor und schon wissen Sie,

worum es geht. Sie steuern ein Männlein durch eine Pixel-

Welt, zerlegen Steine, Bäume und so weiter und bauen

daraus neue Objekte. Sie zertrümmern also die bestehende

Welt, um eine neue nach Ihren eigenen Vorstellungen

zu kreieren. Was nach Arbeit klingt, enpuppt sich als beinahe

meditatives Erlebnis. Die gebotenen Neuerungen machen

den Titel auch für

Kenner des Vorgängers interessant.

(ai)

Spielspassnote

Sehr Gut 1,4

System

iOS

ANBIETER

Neven Mrgan

PREIS

€ 2,69

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Adventure

Blackbar

Sie blättern sich durch einen

Ordner, der Briefwechsel enthält.

Teile der schriftlichen

Konversation wurden offensichtlich

von einer Zensurbehörde

geschwärzt. Alle Briefe

hängen miteinander zusammen

und entfalten eine spannende

Story. Ihre Aufgabe ist

es, die geschwärzten Stellen

mit den richtigen Wörtern zu

füllen. Diese ergeben sich

meist aus dem Kontext heraus.

Leider nur in Englisch,

aber nichtsdestotrotz innovativ

und spannend! (ai)

Spielspassnote

Sehr Gut 1,3

94 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Spiele-Apps APPs

World War Z

Action-Adventure Das Spiel zum Film zum Buch bietet einige innovative Ansätze.

System

iOS (€ 2,69),

Android (€ 2,29)

Spieler

1

Vergleichbar Mit

D-Day, Infinity Blade

Studio

Phosphor Games Studio

Anbieter

Paramount Digital

Entertainment

Sprache

Englisch (deutsche Texte)

Altersempfehlung

Ab 12 Jahren

Webseite

www.worldwarzmovie.com

Wenn die Zombies in Scharen gerannt kommen, entsteht durchaus Panik.

Besonders im Nahkampf ist gutes Timing gefragt. Gar nicht so einfach!

Zum Kinostart des Brad-Pitt-Films

World War Z brachte Paramount das

entsprechende Spiel in die App

Stores. Der Film hat nur wenig mit der

gleichnamigen Romanvorlage gemein und

auch die App zeichnet eine eigene Geschichte.

Sie schlüpfen in die Rolle eines

Vaters, der sich in den Wirren der Zombie-

Apokalypse auf die Suche nach seinem

Sohn begibt. Interessanter als die Story ist

die Spielmechanik, die auf Ego-Shooterund

Point&Click-Adventure-Elemente

setzt. In Verbindung mit der intuitiven

Steuerung sorgt das (zumindest anfangs) für

ein wirklich erfrischendes Spielerlebnis.

Sind Zombies in der Nähe, zieht die Spielfigur

automatisch eine Waffe. Um zu feuern,

müssen Sie lediglich das Fadenkreuz

über einen Gegner bewegen. Kopfschüsse

töten schnell, Schüsse in die Beine verlangsamen

den Gang, und da Munition nicht

unendlich verfügbar ist, sollten Sie gut zielen.

Manchmal wechselt das Spiel in einen

Nahkampfmodus, der Kämpfe mit Brecheisen

oder Baseballschlägern heraufbeschwört.

Wer einen Tick zu früh oder zu

spät reagiert, beißt schnell ins Gras.

Herrscht keine unmittelbare Bedrohung,

können Sie die grafisch eindrucksvolle

Spielumgebung in Ruhe erkunden und

nach Informationen oder Ausrüstung suchen.

Einfach auf den Screen tippen und

schon rennt Ihre Spiel figur auf die gewünschte

Stelle zu. Erfahrungspunkte,

Munition und Medikits können überall

versteckt sein. Darum lohnt es sich, gründlich

vorzugehen. Berühren Sie ein Fahrzeugheck,

wird der Kofferraum geöffnet,

tippen Sie einen Computer an, wird dieser

nach nützlichen Infos durchforstet und so

weiter. Alles gut? Nicht ganz. Dass die hirnlosen

Zombies mit steigender Spielzeit immer

mehr Kugeln vertragen, die spielerischen

Möglichkeiten aber nicht mitwachsen,

dämpft den Spaß auf Dauer. (ai)

World War Z

Sehr gute Grafik

Innovativer Mix aus

Shooter und Adventure

Sehr gute Steuerung

Massig Klongegner

Motivationskurve

sinkt ab der Hälfte

spürbar

GUT

Note 1,8

System

Android, iOS

ANBIETER

Game Bakers

PREIS

€ 1,79

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Action

Combo Crew

System

iPad

ANBIETER

Two Lives Left

PREIS

€ 2,69

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Action

Crabitron

System

iPad

ANBIETER

Aspyr Media

PREIS

€ 8,99

Altersempfehlung

Ab 12 Jahren

Rollenspiel

Knights of the Old Republic

Mr. Boss sitzt im obersten Stockwerk eines riesigen Turms

und Sie müssen sich nach oben kämpfen, um den Obermotz

zu vermöbeln. Dabei benötigen Sie weder Buttons

noch virtuelle Analog-Sticks. Ihre Gegner verprügeln Sie

nämlich mit simplen Wischbewegungen, die sogar ellenlange

Combos und Special Moves auslösen. Kaum zu glauben,

aber so simpel und präzise steuert sich wahrscheinlich

keine andere Touchscreen-Prügelei.

Toll für

Martial-Arts-Fans! (ai)

Spielspassnote

Gut 1,5

Eigentlich bietet Crabitron spielerisch keine besonderen Eigenschaften,

doch die Steuerung macht die außerirdische

Zerstörungsorgie dennoch extrem spaßig. Mit Kneifbewegungen

beider Hände bewegen Sie die Scheren einer gigantischen

Krabbe und zerstören alles, was sich ihr in den

Weg stellt. Auch wenn das Spiel keinen Mehrspieler-Modus

bietet, hatten wir mit zwei Personen am Touchscreen den

meisten Spaß. Perfekt für

die Zerstörungsorgie zwischendurch.

(ai)

Spielspassnote

Gut 1,7

Unglaublich, aber wahr: Bei dieser App handelt es sich tatsächlich

um das preisgekrönte Bioware-Rollenspiel aus

dem Jahre 2003. Die Umsetzung ist (größtenteils) hervorragend

gelungen. Die Multiple-Choice-Dialoge sind immer

noch sehr unterhaltsam und spannend, das Kampfsystem

leidet ebenfalls nicht unter der Portierung auf den

Touchscreen. Einzig die Laufsteuerung halten wir für misslungen,

was vor allem in

engen Gängen für einigen

Frust sorgen kann. (ai)

Spielspassnote

Sehr Gut 1,4

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 95


APPs TEST: Spiele-Apps

System

iOS (€ 4,49)

Spieler

1

Vergleichbar Mit

Beneath a Steel Sky

Studio

Wadjet Eye Games

Anbieter

Wadjet Eye Games

Sprache

Englisch

Altersempfehlung

Ab 12 Jahren

Webseite

www.wadjeteyegames.com

Gemini Rue

Adventure Neo-Noir + Retro-Adventure = Hochspannung für Anspruchsvolle

Die Textboxen sind wunderbar oldschool, lassen sich aber auch deaktivieren. Der Protagonist Nummer 2 ist ein Gefangener von Center 7 und macht so einiges mit.

Gemini Rue

Fantastische Retro-

Adventure-Atmosphäre

Shooter-Einlagen

Gutes Rätseldesign

Grafisch altbacken

Keine deutsche

Sprachoption

SEHR GUT

Note 1,3

Aktuelle Adventures glänzen mit aufwendiger

Grafik und unterschiedlichen

Hilfefunktionen. Schließlich

will man den Spieler von heute nicht überfordern.

Darum ist es ganz schön mutig von

Wadjet Eye Games, Gemini Rue in einer

Form zu präsentieren, die eher an die frühen

Jahre des Genres erinnert: Pixelige Retro-

Optik, vorsintflutliche Dialogboxen und

Rätsel, die der Spieler ganz alleine lösen muss.

Das mag für viele abschreckend klingen,

doch wer anspruchsvoller Kost nicht abgeneigt

ist, wird sich mit Freuden in diesem

erwachsenen Abenteuer verlieren. Darin

schlüpfen Sie in die Rollen zweier Charaktere,

die in komplett unterschiedlichen Missionen

unterwegs sind. Als Detektiv Azriel

Odin sollen Sie auf dem Minenplaneten

Barracus einen alten Bekannten aufstöbern

und geraten dabei dem Boryokudan-Kartell

in die Quere. Der Protagonist Nummer 2

hört auf den Namen Delta Six und ist ein

Gefangener, der als Versuchskaninchen herhalten

muss. Dass er Fluchtgedanken hegt,

dürfte also niemanden verwundern. Die Geschehnisse

werden spannend erzählt, die

Sprachausgabe und ein toller Soundtrack

verdichten die Atmosphäre zusätzlich. Leider

gibt es keine deutsche Sprachoption, obwohl

die ältere PC-Fassung mit wirklich guten,

deutschen Sprechern glänzte. Kommen wir

zum Interface: Dieses bietet Symbole wie

Hand, Fuß, Auge und Mund. Wollen Sie,

dass die Spielfigur ein Umgebungsobjekt

benutzt, tippen Sie zuerst auf die Hand und

dann auf das entsprechende Objekt. Ein Gespräch

starten Sie wiederum, indem Sie auf

das Mund-Symbol tippen und anschließend

auf eine Person. Ältere Adventure-Fans werden

sich also ganz wie zu Hause fühlen. Für

das Genre untypisch sind Schießereien, in

denen Sie im Bildhintergrund Deckung suchen,

um auf den richtigen Angriffsmoment

zu warten. Fazit: alles andere als konventionell

und einfach gut! (ai)

Action

System

iOS, Android

ANBIETER

Glu Games Inc.

IM HANDEL

Erhältlich

PREIS

Gratis

Altersempfehlung

Ab 17 Jahren

Frontline Commando D-Day

Es ist schon erstaunlich, wie eindrucksvoll Handy-Spiele

mittlerweile aussehen. Dieser Gratis-Shooter macht aber

auch spielerisch einiges her und wählt den Zweiten Weltkrieg

als Kulisse. Ihre Spielfigur bewegt sich meist automatisch,

während Sie im richtigen Moment in Deckung gehen

und Feinde aufs Korn nehmen müssen. Die In-App-Käufe

werden sehr penetrant beworben, doch das Spiel ließ sich

im Test auch ohne Shopping

bezwingen. Fazit: ein

echter Hit! (ai)

Spielspassnote

Sehr Gut 1,4

System

Windows Phone

ANBIETER

17-Bit

IM HANDEL

Erhältlich

PREIS

€ 4,99

Altersempfehlung

Ab 12 Jahren

Strategie

Skulls of the Shogun

Android- und iPhone-User haben nur selten Grund, auf

Windows-Phone-Besitzer neidisch zu sein. Skulls of the

Shogun ist jedoch genau so einer. Das rundenbasierte Strategiespiel

macht einen Heidenspaß und kombiniert

anspruchsvolles Taktik-Gameplay mit einer witzigen Präsentation.

Die Bedienung per Touchscreen ist fluffig und

gelungen. Der hohe Preis dürfte potenzielle Käufer abschrecken,

aber unserer

Meinung nach ist das Spiel

jeden Cent wert. (ai)

Spielspassnote

Sehr Gut 1,4

System

iOS

ANBIETER

Warner Bros.

IM HANDEL

Erhältlich

PREIS

€ 4,49

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Action

Lego Batman: DC Super Heroes

Sich als Klötzchen-Batman durch ein ebenso eckiges Gotham

zu prügeln, während im Hintergrund der Original-

Soundtrack aus Tim Burtons Batman-Filmen tönt, hat

schon etwas Erhabenes! Es gibt zwei Steuerungsvarianten,

wobei wir beide als suboptimal bezeichnen würden. Vor

allem während der Bosskämpfe hat uns das fummelige

Navigieren Nerven gekostet. Aufgrund des ordentlichen

Umfangs kann man auch

über den relativ hohen

Preis hinwegsehen. (ai)

Spielspassnote

Gut 1,7

96 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Spiele-Apps APPs

Super Stickman Golf 2

Geschicklichkeit Für Solisten ein netter Snack, für Mehrspieler-Fans eine Offenbarung!

System

iOS (Gratis),

Android (€ 2,69)

Spieler

1 - 8

Vergleichbar Mit

Super Stickman Golf,

Worms Crazy Golf,

Flick Golf

Studio

Noodle Cake Studios

Anbieter

Noodle Cake Studios

Sprache

Englisch

Altersempfehlung

Ab 4 Jahren

Webseite

www.noodlecake.com

Die 2D-Grafik ist extrem simpel gestaltet und wirkt geradezu vorsintflutlich. Dafür

bleibt die Übersicht jederzeit gewahrt und Spaß macht das Ganze trotzdem.

Der Race-Modus erlaubt es vier Spielern, simultan anzutreten. Wer zuerst einlocht,

gewinnt die Partie. Leider bleibt dieser Modus iOS-Spielern vorbehalten.

Der Vorgänger Super Stickman Golf

wurde über eine Million Mal heruntergeladen

und auch dem Nachfolger

steht eine rosige Zukunft bevor. Hoffen

wir zumindest, denn was Noodle Cake Studios

an Spielspaß in diese kleine App gestopft

hat, grenzt an Hexerei. An der Grundmechanik

hat sich nichts geändert: Vor dem Abschlag

wählen Sie die Richtung, anschließend

füllt sich eine Anzeige, welche die Schlagstärke

repräsentiert. Nun gilt es, im richtigen

Augenblick den Screen anzutippen, damit der

Ball hoffentlich auf dem Grün landet. Anfangs

ist das noch relativ einfach, da die Parcours

überschaubar und mit wenigen Hürden

versehen sind. Die späteren Kurse sind mit

fantasievollen Gemeinheiten gespickt, die

zwar mit echtem Golf nichts zu tun haben,

aber die Schwierigkeit deutlich erhöhen. Die

180 Löcher des Einzelspielermodus hatten wir

relativ schnell durch. Was uns aber noch für

Wochen und Monate an den Touchscreen

fesseln dürfte, ist der absolut fantastische

Mehrspielermodus. Hier können Sie beispielsweise

online oder per Bluetooth-Direktverbindung

rundenweise gegen andere Spieler

antreten. Diese Zug-um-Zug-Matches sind

zudem plattformunabhängig. Android-User

gegen iPhone-Besitzer? Na klar! Unser absoluter

Favorit ist allerdings der „Race“-Modus.

Dieser erlaubt simultanes Online-Gaming für

maximal vier Spieler. Diese stehen gleichzeitig

auf dem Platz und der erste Spieler, der den

Ball ins Loch bekommt, wird zum Sieger gekürt.

Schade ist, dass genau dieser Modus in

der Android-Version nicht enthalten ist. Ein

weiterer Wermutstropfen: Im Ingame-Store

warten viele witzige, aber auch nützliche

Boni und Gegenstände auf Sie. Diese lassen

sich nur zum Teil mit jenen „Golf-Bux“

bezahlen, die Sie beim Spielen verdienen.

Zwar muss man nicht allzu tief in die Tasche

greifen, doch es riecht trotzdem ein

klein wenig nach Abzocke. Fazit: trotz In-

App-Kauf eine Pflicht-App! (ai)

Super Stickman Golf 2

Gute Lernkurve

Simple Steuerung

Extrem umfangreich

Genialer Multiplayer

In-App-Kauf-Optionen

etwas zu präsent

SEHR GUT

Note 1,2

Puzzle-Strategie

M&M: Clash of Heroes

Geschicklichkeit

NightSky

Adventure

The Silent Age

System

iOS, Android

ANBIETER

Ubisoft

IM HANDEL

Erhältlich

PREIS

€ 4,49, € 3,99

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

System

iOS

ANBIETER

Nicalis

IM HANDEL

Erhältlich

PREIS

€ 0,89

Altersempfehlung

Ab 4 Jahren

System

iOS

ANBIETER

House on Fire

IM HANDEL

Erhältlich

PREIS

Gratis

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

Might & Magic: Clash of Heroes für iOS entspricht (bis auf die

Steuerung) 1:1 den PC- und Konsolen-Versionen. Sie erleben

einen Mix aus Strategie- und Puzzle-Schlachten, die

liebevoll präsentiert werden und auch spielerisch durch

jeder Menge Finesse glänzen. Dazwischen bewegen Sie

sich auf vorgegebenen Pfaden durch die Fantasy-Welt, halten

Schwätzchen mit anderen Charakteren und folgen der

Story. Seit Version 1.3.0 ist

das Ganze endlich auch

bugfrei möglich. (ai)

Spielspassnote

Sehr Gut 1,4

Noch eine App, die bereits als PC- und Konsolen-Spiel für

Furore sorgte. Sie steuern eine Kugel durch eine atmosphärisch

fesselnde Welt voller kleiner Rätsel. Die realistische Physik

macht das Erlebnis intuitiv und faszinierend zugleich.

Von den unterschiedlichen Steuermethoden gefiel uns

„Swipe“ am besten. So lässt sich die Geschwindigkeit durch

Wischbewegungen besser dosieren, wenn es etwa darum

geht, eine Holzlatte umzustoßen

und in eine Brücke

zu verwandeln. (ai)

Spielspassnote

Gut 1,5

Stellen Sie sich vor, Sie hätten ein kleines Gerät in der Hosentasche,

das Zeitreisen ermöglicht. Genau das ist in diesem

kostenlosen Point&Click-Adventure der Fall. Der Zeitsprung-Kniff

entpuppt sich als Kernelement der Rätsel. So

müssen Sie beispielsweise in der Gegenwart ein Gewächs

vergiften, damit dieses in der Zukunft nicht den Weg blockieren

kann. Die Rätsel sind allesamt logisch und auch für

Laien zu schaffen, die Atmosphäre

ist einfach grandios.

Bravo! (ai)

Spielspassnote

Sehr Gut 1,3

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 97


APPs

TEST: Spiele-Apps

System

iOS, Android,

Blackberry (Gratis)

Spieler

1

Vergleichbar Mit

Temple Run, Hill Climb

Studio

Vector Unit

Anbieter

Vector Unit

Sprache

Englisch

Altersempfehlung

Ab 4 Jahren

Webseite

www.vectorunit.com

Beach Buggy Blitz

Rennspiel Bei diesem Fun-Racer entpuppt sich buchstäblich der Weg als das Ziel.

In den versunkenen Ruinen ist nicht nur in den Kurven echtes Können gefragt. Mit gesammelten Münzen lassen sich viele neue Inhalte freischalten.

Beach Buggy Blitz

Tolle Comic-Grafik

Zahlreiche Boni und

Items freispielbar

Kein Rennen ähnelt

dem anderen

Gute Steuerung

Kein Multiplayer

SEHR GUT

Note 1,2

Nur noch ein Versuch. Dann haben

wir die zehntausend Münzen für

das Fahrzeug-Upgrade zusammen!

Okay, wir könnten die nötigen Münzen auch

per In-App-Kauf erwerben, aber wo bleibt

denn da die sportliche Herausforderung?

Schön ist jedenfalls, dass man von Beach

Buggy Blitz nicht zum Geldausgeben gezwungen

wird. Wobei wir zugeben müssen,

dass wir uns das „Coin Doubler“-Update für

1,79 Euro gegönnt haben, da das eigene

Münzkonto damit doppelt so schnell anwächst.

Kommen wir zum Spiel selbst: Sie

sitzen in einem Buggy und rasen durch eine

kunterbunte Racing-Welt, die kein Ende

kennt. Dabei durchqueren Sie regelmäßig

Checkpoints, die Ihrem Zeitkonto wertvolle

Sekunden hinzufügen. Steht die Uhr auf

null, ist das Spiel beendet. Es lohnt sich

durchaus, länger durchzuhalten, denn je

weiter Sie kommen, desto größer werden die

Münzreihen, die sich einsammeln lassen.

Der Zaster lässt sich nicht nur in neue Fahrzeuge

und Fahrer investieren, sondern auch

in Upgrades und Spezialgegenstände. Schalten

Sie beispielsweise den Turbo frei, finden sich

auf der Strecke fortan vereinzelte Symbole, die

das Fahrzeug deutlich beschleunigen. Das

Fahrverhalten ist überaus gelungen, die Streckenführung

mitunter richtig anspruchsvoll

für so einen Mobile-Racer. Wirklich genial

ist die Tatsache, dass kein Rennen dem anderen

gleicht. Die einzelnen Streckenabschnitte

werden nach dem Zufallsprinzip

aneinandergereiht und das sorgt immer

wieder für Abwechslung. Ebenso genial ist

der iCloud-Sync (nur iOS), welcher den

Spielstand zwischen mehreren Geräten synchronisiert.

Wirklich vermisst haben wir

eine Mehrspieler-Option oder zumindest die

Möglichkeit, Ghost-Daten anderer Spieler

einblenden zu können. (ai)

System

Windows Phone

ANBIETER

Microsoft Studios

IM HANDEL

Erhältlich

PREIS

€ 2,99

Altersempfehlung

Ab 6 Jahren

Shooter

Shoot 1Up

Ein Top-Down-Shooter der

alten Schule, doch es gibt

einen Twist: Jedes Mal,

wenn Sie ein 1Up-Symbol

einsammeln, erhalten Sie

ein zusätzliches Schiff, allerdings

befinden sich all Ihre

Schiffe simultan auf dem

Screen. Wer mit einem halben

Dutzend Fightern hantiert, besitzt

jede Menge Schusskraft,

allerdings wird es auch schwerer,

feindlichem Beschuss auszuweichen.

Per Touchscreen

ist Letzteres sowieso schon

schwer genug. (ai)

Spielspassnote

Gut 1,6

System

iOS

ANBIETER

Simogo

IM HANDEL

Erhältlich

PREIS

€ 3,59

Altersempfehlung

Ab 12 Jahren

Adventure

Year Walk

Mysteriös, melancholisch und hypnotisch: So lässt sich das

Adventure gut beschreiben. Ähnlich wie im Klassiker Myst

bewegen Sie sich schrittweise in der Ich-Perspektive. Im

verschneiten Wald stolpern Sie dabei über mysteriöse Apparaturen,

rätselhafte Charaktere und vermeintlich

Unscheinbares. Worum es eigentlich geht, wird erst

nach und nach klar. Die Atmosphäre ist einzigartig, das Design

fantastisch, nur die

Spieldauer ist mit rund

zwei Stunden zu kurz. (ai)

Spielspassnote

Gut 1,8

System

iOS, Android

ANBIETER

Gamesoul Studio

IM HANDEL

Erhältlich

PREIS

€ 0,89

Altersempfehlung

Ab 9 Jahren

ACTION

Backflip Madness

Sie lassen einen Athleten von

Objekten springen und dabei

Rückwärtssalti schlagen. Ziel

ist es, innerhalb eines abgesteckten

Areals auf den Füßen

zu landen. Es kommt vor allem

aufs richtige Timing an. Backflip

Madness hat uns derart gefesselt,

dass wir sämtliche

Levels in einem Rutsch durchgespielt

haben. Leider nahm

dies nur etwa 70 Minuten in

Anspruch und somit wären wir

auch schon bei unserem

großen Kritikpunkt: Wir wollen

mehr Levels! (ai)

Spielspassnote

Gut 1,5

98 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


10 der bekanntesten Horror-Remakes vor und vergleicht sie mit ihrer Vorlage.

AUTOR / STEPHANIE REGENER

44 / WIDESCREEN 1/13

Fraß vorwerfen kann? Schließlich hat das

wird. Dennoch nimmt die Remake-We le kein

ORIGINAL

1980

2 09

REMAKE

ORIGINAL

1978

REMAKE

2 07

1974 heiratet

Stallone seine

ruselguru Wes Craven ließ bereits

1977 eine Horde blutrünstiger Kannibalen

auf eine unschuldige Familie los

und schuf damit einen atmosphärisch

dichten und harten Schocker. Doch auch

das 2006 erschienene Remake des Horror-Streifens

kann sich sehen lassen. Es

übernimmt die Stärken des Originals und

setzt dazu neue interessante Akzente.

ORIGINAL

1985

ORIGINAL

1980

ORIGINAL

19 7

REMAKE

2 05

REMAKE

20 1

REMAKE

2 06

chauermeister John Carpenter

schuf im Jahr 1980

film, der viel Wert auf Atmosphäre

legt. Das gleichnamige

Gruseligste am ganzen Film.

Schwarzenegger.

REMAKE

2 06

ORIGINAL

1976

Doch auch John Moores Remake von

2006 erweist sich als gelungenes

Gesamtpaket, das mit eindringlichen

Gruselmomenten, jeder Menge Filmblut

und guten E fekten punkten kann.

ORIGINAL

1984

2010

REMAKE

spannendes Gruselwerk.

stark gekürzt auch in Deutschland freigegeben.

Nur zwei Jahre später legte Zack

Snyder den Kultfilm neu auf und lieferte

mit seiner Version der Zombieapokalypse

eine durchaus solide Leistung ab.

ORIGINAL

ORIGINAL

1978

1979 2 05

ORIGINAL

1 98

REMAKE

REMAKE

2 04

REMAKE

2 02

WIDESCREEN / 45

1/13 WIDESCREEN / 45

DAS DVD-, BLU-RAY- UND KINO-MAGAZIN

// JETZT AM KIOSK!

BACK IN ACTION

AUF HEFT-DVD:

3 KOMPLETTE FILME

HEISSER EROTIKTHRILLER, FESSELNDER NOIR-

KRIMI + PILOTFOLGE ZUR SCI-FI-SERIE

// TITELSTORY

GIGANTEN

STALLONE // SCHWARZENEGGER

IN KETTEN

KINOSTART 14. NOVEMBER / DARSTE LER SYLVESTER STALLONE, ARNOLD SCHWARZENEGGER,

JAMES CAVIEZEL, VINCENT D’ONOFRIO / REGIE MIKAEL HÅFSTRÖM

Sylvester Sta lone und Arnold Schwarzenegger: Zwei Namen, die für 80er-Jahre-

Action pur stehen. Nun lassen beide gemeinsam mit ESCAPE PLAN die Herzen

ihrer Fans noch einmal höher schlagen. Zeit für ein WIDESCREEN-Doppel-Porträt!

AUTOR / EMANUEL BERGMANN, TIM SÜNDERHAUF

I

n den letzten Jahren melden sich die alten

Actionrecken der Achtziger immer mit The Last Stand (2012) ein gelungenes streifen Escape Plan nun erstmals als

Arnold Schwarzenegger (Terminator) hat Kontrahenten sich in dem neuen Action-

wieder mal auf der Leinwand zu Wort. Sylvester

Sta lone (Rocky) hat sich mit seiner tung gestraftes – Comeback versucht. Kein den. Ein Grund, einen Blick auf Leben und

– wenn auch vom Publikum mit Missach-

gleichberechtigte Partner zusammenfin-

Expendables-Reihe verdient gemacht und Wunder also, dass die ehemaligen Kino- Filme der beiden Haudegen zu werfen.

18 / WIDESCREEN 1/13

1.

STALLONE

KINDHEIT UND JUGEND

Sylvester Sta lone wird 1946 in New York geboren, genau genommen in einer heruntergekommenen

und gefährlichen Gegend, die man nicht umsonst „He l’s Kitchen“ nennt. Bei Sta lones Geburt

geht einiges schief – der noch unerfahrene Arzt zieht mit einer Zange hart am Kopf des Babys, so

erklären sich Stallones herunterhängende Augenlider und sein Sprachfehler – einige seiner

Gesichtsmuskeln sind gelähmt. Sta lone hat in seiner Kindheit stets das Gefühl, ein deformiertes,

finsteres Gesicht zu haben – und legt sich umso mehr ins Zeug, um seinen Traum zu verwirklichen.

Er will eines Tages Hollywoodstar werden. 1950 kommt sein Bruder Frank zur Welt, nur drei Jahre

später trennen sich seine Eltern. Sein ganzes Leben lang hat Stallone eine lebhafte Fantasie. Im

Alter von elf Jahren tut er so, als sei er ein Superheld und springt aus dem Fenster. Er landet in nassem

Beton, was ihm das Leben re tet. Sein Vater meint dazu nur: „Mein Sohn ist ein Idiot.“

SCHWARZENEGGER

Jeder weiß natürlich, dass Arnold Schwarzenegger gebürtiger Öste reicher ist. Doch das Jahr

1947, in dem er zur Welt kommt, ist noch stark von den Nachwirkungen des Kriegs geprägt.

Der kleine Arnold wächst in armen Verhältnissen auf, nur zwei Monate nach seiner Geburt war

es aufgrund einer Hungersnot in Öste reich zu Ausschreitungen gekommen. Im Haus der

Schwarzeneggers gibt es angeblich weder Strom noch fließendes Wasser. Geheizt wird mit

einem Kohleofen. Vater Gustav ist dem jungen Arnold un dessen älterem Bruder Meinhold

gegenüber sehr strikt und spart auch mit der Rute nicht. Besonders leidet Arnold darunter, dass

sein älterer Bruder offensichtlich fensichtlich vom Vater bevorzugt wird. Nur im Kino fühlt sich Arnold frei.

Besonders liebt er die Schwerter-und-Sandalen-Filme mit dem Bodybuilder Steve Reeves.

Schon früh träumt er davon, nach Amerika auszuwandern.

13_KINO_Titelstory.in d 18 19.09.2013 15:52:06

KINO-SPECIAL:

ARNIE & SLY

ERSTE GEHVERSUCHE

TITELSTORY / KINO

1/13 WIDESCREEN / 19

HEIMKINO-SPECIAL:

ORIGINALE & REMAKES

// SPECIAL

2.

STALLONE

Etwa zu der Zeit, als Schwarzenegger nach Amerika geht (siehe

rechts), reist Stallone in die umgekehrte Richtung. Er lebt ein Jahr

als Austauschschüler in der Schweiz. Hier entdeckt er die Schauspielerei

für sich. Doch als Stallone nach der Schule wieder in Amerika

landet, beginnen für ihn harte Zeiten. Er studiert an der University

of Miami, was er später eine Erfahrung nannte, die ihn auf einige

Jahre lang „emotional verkrüppelt“ habe. Seine erste Rolle hat er

in einem Softcore-Pornofilm mit dem Titel The Party at Ki ty and

Stud’s (1970). Für zwei Tage Arbeit bekommt er 200 Dollar gezahlt.

Der Job fällt eindeutig unter die Rubrik „Ich war jung und brauchte

das Geld.“ Stallone ist zu der Zeit so abgebrannt, dass er drei

Wochen lang auf einer Sitzbank in einer Bushaltestelle in Lower

Manha tan pennen muss. Aber er ist ehrgeizig. Neben Softcore-Filmen

spielte er auch in O f-Broadway-Theaterstücken mit.

3.

STALLONE

ERSTER ERFOLG!

Freundin Sasha

und zieht mit ihr

nach Hollywood.

Er kann

sich als Nebendarsteller

in

diversen B-Filmen

durchschla-

gen. 1975 sieht er

einen Boxkampf

zwischen dem

l e g e n d ä r e n

Muhammad Ali und dem völlig unbekannten Chuck Wepner,

der immerhin die ganzen 15 Runden lang durchhält. Das ungleiche

Match inspiriert Stallone zu einem Drehbuch über einen

kleinen Boxer namens Rocky Balboa, der vom großen Ruhm

träumt. Nur drei Tage arbeitet Sta lone an der ersten Fassung.

Seine Ehefrau sortiert seine handgeschriebenen Seiten und

tippt sie sorgfältig ab. Nun wendete sich das Blatt: Ein Produzent

bietet ihm 75.000 Dollar für die Filmrechte an. Robert Redford,

Burt Reynolds und Paul Newman seien an der Rolle interessiert

– doch Stallone lehnt ab. Er ist entschlossen, die Rolle

selber zu spielen. Als Regisseur kann er den noch unbekannten

John Avildsen gewinnen, der später mit der Rocky-Reihe und

den Karate Kid-Filmen bekannt werden wird. Avildsen dreht die

wichtigsten Sequenzen – hauptsächlich die Boxkämpfe – mit

Stallone zuerst auf Super-8, weil das Material so gut wie nichts

kostet. Nur so gelingt es ihnen, den eigentlichen Film innerhalb

von 28 Tagen mit einem Budget von knapp einer Million Dollar

abzudrehen. Als der Film später über 100 Millionen Do lar einspielt,

werden Sta lone und Avildsen mit einem Schlag reich.

Rocky (1976) gewinnt Oscars für den besten Film und die beste

Regie. Es folgen mehrere Fortsetzungen: Rocky II (1979),

Rocky I (1982) und Rocky IV (1985) mit Dolph Lundgren und

Brigi te Nielsen. Letztere heiratet Stallone noch im selben Jahr

– es ist seine zweite Ehe. 1990 legt Stallone die Reihe mit

Rocky V scheinbar endgültig beiseite, erst 2006 nimmt er sich

des Charakters wieder an und legt in dem elegischen und wunderbaren

Rocky Balboa eine packende Rückkehr hin. Es ist ein

Film, der für Stallone ebenso persönlich ist wie sein allererster.

SCHWARZENEGGER

Schon im Alter von 14 Jahren beschließt Schwarzenegger, Bodybuilder zu

werden. Er gewinnt örtliche Bodybuilding-We tbewerbe und nimmt bald

an internationalen Wettkämpfen teil. So kommt er als junger Mann nach

London. Schließlich zieht er im Alter von 21 Jahren nach Amerika. Er trainiert

nahe des berühmten Muscle Beachs in Venice. Es folgen erste kleine

Filmrollen, unter anderem in Brüllern wie Hercules in New York (1969),

in welchem er die Titelrolle noch unter dem Pseudonym „Arnold Strong“

spielt. 1976 dreht er den Independent-Film Mr. Universum, für den er den

begehrten Golden Globe als Filmdebütant bekommt. Einem größeren

Publikum wird er durch das Doku-Drama Pumping Iron (1977) bekannt,

das einen Blick auf die Welt des Bodybuildings wirft. Keine Frage: Schwarzenegger

ist auf dem Weg nach oben. Doch er muss auch persönliche

Tragödien durchmachen. 1971 kommt sein Bruder bei einem Autounfal

ums Leben. Sein Vater stirbt nur ein Jahr später.

SCHWARZENEGGER

Schwarzeneggers Durchbruch ist das Fantasy-Epos

Conan der Barbar (1982), nach einem Drehbuch von

John Milius und Oliver Stone. Stone und Schwarzenegger

verstehen sich auf Anhieb, denn beide haben

ein mehr als gesundes Selbstvertrauen. Stone gibt

dem Bodybuilder „Hausaufgaben“ in Form von

Comics und Fantasy-Romanen, damit dieser sich

auf die Ro le de schwertschwingenden Barbaren

vorbereiten kann. Regisseur John Milius nannte

Stones Drehbuch später einen „Fiebertraum und

LSD-Rausch“. Milius gilt in Ho lywood als der ultimative

Macho, auf seinem Schreibtisch hat er

immer Schwerter und Kna ren liegen. Er sorgt dafür, dass

Schwarzenegger Martial-Arts-Training erhält. Gedreht

wird in Spanien, außerhalb von Madrid haben 200 Arbeiter

gigantische Sets in Lagerhäusern e richtet. 1.500 Komparsen

und zah lose Pferde, Kamele, Ziegen, Geier,

Schlangen, Falken und ein Leopard sind in dem Film zu

sehen. Und Hunde! Denn in einer Szene wird Conan von

„Wölfen“ verfolgt. Bei den Dreharbeiten lässt Milius die

Hunde in echt auf Schwarzenegger los. Dieser wird blutig

gebissen, aber der Regisseur ist zufrieden – die Aufnahme

sieht überzeugend aus! Schwarzenegger nimmt’s mit

Humor. Der Film wird ein Hit und Schwarzenegger ist nun

ein Kinostar. Die Fortsetzung, die 1984 in die Kinos

kommt, ist nicht ganz so erfolgreich

wie der erste Teil. Doch

noch immer ranken sich in

Ho lywood Gerüchte, es

komme irgendwann ein

weiterer Conan-Film mit

STALLONE & SCHWARZENEGGER UND

IHR NEUER ACTIONER „ESCAPE PLAN“

13_KINO_Titelstory.in d 19 19.09.2013 15:52:15

HORROR

RECYCLING IN DER ALBTRAUMFABRIK

REMAKES

Mit Evil Dead kommt in Kürze das gelungene Remake eines beliebten Horror-

Schockers ins deutsche Heimkino. Doch NEUAUFLAGEN ALTER KLASSIKER

werden nicht selten von Fans und Kritikern in der Luft zerrissen. Widescreen ste lt

THE HILLS HAVE EYES

G

N

DAS OMEN

ach Rosemaries Baby und Der Exorzist

zählt Richard Donners Das

Omen aus dem Jahre 1976 zu den drei

wichtigsten und besten Satansfilmen seiner

Zeit. Selten erweckte ein kleines Kind

lediglich durch Blicke und seltsames Verhalten

solch eine Gänsehaut. Noch heute

ist der Klassiker mehr als sehenswert.

SPECIAL / DVD & BLU-RAY

DAWN OF THE DEAD

L

ange Zeit galt George A. Romeros

Originalfilm von 1978 als zu brutal

und anstößig. Erst im Jahr 2002 wurde

der indizierte Zombiestreifen schließlich

W

arum selbst etwas ausdenken, wenn

man auch einfach die Ide eines bereits

erfolgreichen Films nehmen, etwas

überarbeiten und als neuen und angeblich

besseren Streifen der hungrigen Meute zum

diesem Genre schnappt die Flop-Fa le besonder

schne l zu, da gerade der altmodische

Charme der meist aus den 70er- und

80er-Jahren stammenden Filme durch den

Einsatz moderner Technologien zerstört

HALLOWEEN

THE FOG

S

mit The Fog einen präzise

erzählten klassischen Grusel-

R

THE RING

Konzept schon einmal funktioniert, wieso

also nicht auch ein zweites Mal? Immer

mehr Filmemacher scheinen in den letzten

Jahren eben diesen Gedankengang zu verfolgen

und meinen, sich gewissermaßen mit

den Lorbeeren anderer schmücken zu können.

Das sie damit meist letztendlich nicht

nur einen finanzie len Flop landen, sondern

auch noch den Unmut vieler Filmliebhaber

auf sich ziehen werden, scheint ihnen dabei

nicht bewusst zu sein – obwohl es

ihnen doch schon unzählige Vertreter

vorgemacht haben.

Zeitloser Trend

Auch in den letzten Jahren

wagten Drehbuchautoren und

Regisseure immer wieder den

ohnehin schon vorprogrammierten

Schuss in den Ofen,

indem sie sich mehr schlecht

als recht an der Neuauflage

beliebter Kultfilme versuchten.

Besonders Streifen aus

dem Ho rorsektor scheinen

hierfür gerne genutzte Kandidaten

zu sein. Doch gerade in

Ende. Folgende zehn Filme mussten bereits

eine Frischze lenkur über sich ergehen lassen

– häufig mit eher mäßigem Erfolg. /

O

FREITAG DER 13.

bwohl der berühmte Ki ler Jason

Vorhees im ersten Freitag, der 13.-

Film gar nicht mitspielt und auch Metzelfans

angesichts des eher langweiligen

Geschehens nicht auf ihre Kosten kommen,

avancierte der Film bereits 1980

zum Kultstreifen. Ein Remake brachte

2009 zwar eine komple t neue Story und

mehr Blut, aber leider keinerlei Erfolg.

E

in weiteres bekanntes (maskiertes)

Gesicht erschien 1978 erstmals im

Film Ha loween auf der Leinwand. Auch

heute gilt der sti le Ki ler Michael Myers

noch als Ikone der Ho rorwelt, weil er mit

Blaumann und Fleischermesser noch

immer zu erschrecken vermag. Rob

Zombie inszenierte den Klassiker im Jahr

2007 neu. Dank seines origine len Ansatzes

und einiger spannender und brutaler

Szenen gelang ihm damit schließlich

sogar ein recht ordentliches Remake.

D

FRIGHT NIGHT

ass ein Vampir im Nachbarhaus sehr

unheimlich sein kann, bewies Tom

Ho land 1985 mit seinem Film Fright

Night, der aufgrund seines Retro-

Charmes zum Kultklassiker avanciert ist.

Auch die modernisierte Fassung der

Geschichte aus dem Jahr 2011 kann mit

augenzwinkerndem Humor und einem

diabolischen Colin Fa re l überzeugen.

Remake von 2005 hat mit dem

Charme des Originals jedoch

nichts mehr zu tun. Hier sind

im Grunde die Dialoge das

M

A NIGHTMARE ON

ELM STREET

it der Figur Freddy Krueger schuf

Wes Craven 1984 wohl eine der

bekanntesten Ho rorikonen, die je das

Licht der Leinwand erblickt haben. Mit

wenigen Mi teln inszenierte der Regisseur

ingu aus dem Jahre 1998

gilt als einer der besten

japanischen Ho rorfilme und

hat in Asien bereits Kultcharakter.

Seinen Schrecken erzeugt

Hideo Nakata hier ganz ohne

Blut und Action – mit Erfolg. Im

Jahr 2007 tat Gore Verbinski es

ihm in seinem Remake gleich

und zauberte damit ein ebenso

AMITYVILLE HORROR

S

tuart Rosenberg verwendete für seinen

1979 produzierten Ho rorstreifen

das klassische Motiv des Spukhauses,

das mörderischen Einfluss auf seine

Bewohner nimmt. Bei Kritikern gilt

der Film jedoch als einer der langweiligsten

Vertreter seines Genres. Die

2005 erschienene Neuauflage konnte

seine Vorlage so tatsächlich toppen.

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dabei zudem einen wegweisenden Film,

der noch immer als einer der besten seiner

Ga tun gilt. Das Remake von 2010

hat außer einem fantastischen Jackie

Earle Haley jedoch nicht viel zu bieten.

ALLES ZU EVIL DEAD & DEN 10 BEDEUTENDS-

TEN HORRORFILMEN UND IHREN REMAKES

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