26.02.2014 Aufrufe

SFT Bookazine "Tablets & Smartphones" Tablets & Smartphones (Vorschau)

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

Sonderheft | Tablet-PCs | <strong>Smartphones</strong> | Bluetooth-Sound | Apps<br />

www.spielefilmetechnik.de<br />

SPIELE I FILME I TECHNIK<br />

Spezial<br />

XXL-Handys<br />

MEGA-<br />

PHONES<br />

Wie gut ist die Mischung aus Tablet und Smartphone?<br />

Brandneu<br />

iPhone<br />

5S & 5C<br />

im Test<br />

Über 50 Geräte im Test<br />

<strong>Tablets</strong> &<br />

<strong>Smartphones</strong><br />

Zubehör: Fitness & mehr Test: Kopf- und Ohrhörer Test: 69 coole Apps<br />

Großer Tablet-Guide:<br />

Alle aktuellen Geräte der 7- und<br />

10-Zoll-Klasse in der Marktübersicht<br />

Activity-Tracker,<br />

WLAN-Waagen<br />

und Pulsmesser<br />

Der beste Sound<br />

für <strong>Smartphones</strong><br />

und <strong>Tablets</strong><br />

Alltagshelfer,<br />

Navi-Apps und die<br />

besten Spiele<br />

€ 4,99<br />

02/13 Oktober 2013<br />

Österreich € 5,80 | Schweiz sfr 10,-<br />

Belgien, Holland, Luxemburg € 6,-


EDLE BOOKAZINES IM<br />

PREMIUM-FORMAT<br />

Satte 148 Seiten<br />

Profi-Inhalte mit<br />

zahlreichen Tipps<br />

Hochwertige Optik<br />

Nur € 9,99<br />

Einfach mit dem<br />

Smartphone<br />

abfotografieren<br />

und hinsurfen!<br />

Überall im Handel oder bequem online bestellen: shop.computec.de/edition<br />

WEITERE PREMIUM-BOOKAZINES IM HANDEL:<br />

Auf 164 Seiten<br />

Bessere Fotos in jeder Lage:<br />

Basiswissen ■ Foto-Technik<br />

Ausrüstung<br />

■ Studiobilder<br />

Portraits<br />

■ Tierfotos<br />

und vieles mehr<br />

Nur € 11,99<br />

ZUM KINO-HIT RUSH!<br />

Biografie & Zeitgeschichte<br />

James Hunt & Niki Lauda:<br />

Was wirklich geschah.<br />

Zwei Hefte in einem!<br />

Auf 164 Seiten<br />

Nur € 9,99


geben, erhalten Sie Zugriff auf ein<br />

Diagnose-Menü. Über dieses lässt sich<br />

zum Beispiel die Vibrationsstärke einstellen<br />

und der Touchscreen oder die<br />

Kamera können getestet werden. Nicht<br />

essenziell, aber durchaus interessant.<br />

an Google Now senden – egal, was Sie mit<br />

dem Smartphone vorhaben. So können<br />

Sie eine normale Suche starten, Informationen<br />

zum erwarteten Bus anzeigen<br />

lassen oder Wetterdaten abfragen.<br />

großen Aufwand Screenshots der Smartphone-Oberfläche<br />

zu erstellen. Dies geht,<br />

indem Sie die Handkante auf einer Seite<br />

des Bildschirms anlegen und dann quer<br />

über den Bildschirm zur anderen Seite<br />

hinweg ziehen. Ein Auslösegeräusch gibt<br />

Feedback, ob Sie erfolgreich waren.<br />

aktivieren, mir der Sie durch das Neigen<br />

des <strong>Smartphones</strong> Inhalte vergrößern<br />

oder verkleinern können. Dazu müssen<br />

Sie allerdings zusätzlich zwei Finger<br />

auf den Touchscreen legen, sonst<br />

erkennt das Gerät die Geste nicht.<br />

26<br />

23 26<br />

Foto mit Freunden teilen<br />

Ob im Wartezimmer Dank der Markierungssoftware beim Arzt, im des Das Galaxy besitzt einen Block-<br />

Meeting oder in der Samsung Schule – Galaxy wenn das S3 können Sie Modus mit für Situationen, in denen Sie<br />

Smartphone auf einmal nur einem laut losklingelt, Klick Fotos sind direkt mit nicht anderen<br />

Leuten im Mittelpunkt teilen – ohne des den Umweg Alternative zur Stummschaltung. Denn<br />

gestört werden wollen – eine ideale<br />

Sie plötzlich ungewollt<br />

Interesses. Damit Sie über keinen soziale Ärger Netzwerke, bekom-andermen, können Sie dank munities dieser oder Funktion Speicherdienste. das des Block-Modus stören Foto darf. mit Da Freunden auch teilen<br />

hierbei Com-<br />

können Sie festlegen, wer Sie trotz<br />

Smartphone einfach mit Aktivieren der Bildschirmseite<br />

Sie hierzu einfach bestimmte die Zeiträume definiert werden<br />

nach unten hinlegen Option und damit „Foto mit sofort Freunden alle teilen“, können, schaltet sich der Block- Modus<br />

Töne zum Verstummen nachdem bringen. Sie eine Man Aufnahme kann gemacht auf Wunsch automatisch wieder aus.<br />

auch eine Ausnahmeliste haben, einrichten. und allen Personen im Bild,<br />

die die Markierungssoftware erkannt<br />

hat, wird das Foto automatisch per<br />

Bei den Einstellungen E-Mail zugeschickt. Ihres Telefons<br />

finden Sie den<br />

Falls eine bereits 29<br />

markierte<br />

Punkt „über<br />

Person<br />

das<br />

nicht<br />

Smartphone“.<br />

Wenn Sie in<br />

erkannt wird<br />

oder<br />

dieses<br />

eine<br />

Menü<br />

bislang<br />

gewechselt<br />

haben und mehrfach<br />

unmarkierte Person<br />

auf dem<br />

auf<br />

Foto<br />

den<br />

zu<br />

Bildschirm<br />

sehen ist, können<br />

Sie die Zuordnung zu Ihren Kontakten<br />

drücken, gibt es ein kleines Easter-Egg zu sehen.<br />

Je nachdem, welche Android-Version in-<br />

auch manuell vornehmen.<br />

stalliert ist, gibt es einen bestimmten Effekt.<br />

Face Unlock<br />

Sie möchten Ihr Smartphone<br />

gegen unbefugten Zugriff schützen,<br />

Im Menü gibt es unter Einstellungen/Anrufeinstellungen<br />

einen Punkt, bei<br />

können sich aber eine PIN oder<br />

ein Sicherungsmuster nicht so gut<br />

dem Sie die Qualität der Audio wiedergabe<br />

merken? Dann haben Sie alternativ<br />

Ihrem Gehör anpassen können. Dazu wird ein<br />

die Möglichkeit, Ihr Telefon mithilfe<br />

Test gestartet, bei<br />

der<br />

dem<br />

Gesichtserkennungsfunktion<br />

Sie Geräuschen über<br />

zu<br />

den Kopfhörer lauschen<br />

entsperren.<br />

können. Zukünftig<br />

passt das Smartphone<br />

Dazu<br />

dann<br />

müssen<br />

die Spracheigenschaften<br />

Ihren nächst Hörgewohnheiten auf Ihr Gesicht an. „einstellen“,<br />

Sie Ihr Gerät zu-<br />

indem Sie im Menü Sperrbildschirm<br />

eine Bildaufnahme von sich machen.<br />

Wer sich schon Ab sofort öfter können über die Sie Ihr Handy entsperren,<br />

der indem berührungs-<br />

Sie freundlich in die<br />

kurze Beleuchtungszeit<br />

empfindlichen Schaltflächen neben der<br />

Face Unlock<br />

Kamera schauen. Unfreundlich geht<br />

Home-Taste geärgert aber hat, auch. kann diese über<br />

die Einstellungen verändern. Unter dem<br />

Punkt Display können Pop-up-Videoplayer<br />

Sie bestimmen, wann<br />

und wie lange die beiden Mit immer Schaltflächen größeren Bildschirmen auf<br />

beleuchtet sein sollen. den modernen Diese Umstellung <strong>Smartphones</strong> nimmt<br />

empfehlen wir jedem auch Galaxy-Benutzer.<br />

der ungenutzte Platz auf dem<br />

Display zu. Außerdem werden die<br />

Prozessoren immer leistungsfähiger.<br />

Da liegt es nahe, das Mobilgerät<br />

14<br />

mehrere Dinge gleichzeitig tun zu<br />

lassen. Mit dem Pop-up-Videoplayer<br />

können Sie parallel in einem Extrafenster<br />

einen Film weiterschauen,<br />

während Sie eine Nachricht schreiben<br />

oder eine andere App benutzen.<br />

Dabei können Sie die Größe des<br />

Video fensters beliebig anpassen.<br />

Pop-up-Videoplayer<br />

alltäglichen Leben benötigen, ob es sich nun<br />

um Informationen aus Gmail und Exchange<br />

oder um persönliche Termine handelt. Beim<br />

Samsung Galaxy ist die Kalenderdarstellung<br />

clever gelöst: Durch Zusammenziehen<br />

oder Auseinanderziehen der Finger auf<br />

dem Display lässt sich zwischen Tages-,<br />

Wochen- und Monatsansicht umschalten.<br />

Tastatureinstellungen<br />

Kontakte verwalten<br />

Grundlegende Funktionen<br />

dem Empfang sind Sie mit dem Smartphone<br />

auch in der Lage, Sendungen oder<br />

Musik aufzuzeichnen. Dazu müssen Sie<br />

in der Radio-App nur den Aufnahme-Button<br />

links oben in der Ecke drücken.<br />

27<br />

Serienbilder<br />

Wie oft entgeht einem ein<br />

toller Schnappschuss, weil<br />

man nicht schnell genug auf<br />

den Auslöser gedrückt hat!<br />

Ist Ihnen das auch schon<br />

passiert? Dann sollten Sie<br />

einmal den Serienbilder- Modus<br />

(Burst Shot) Ihres Samsung<br />

Galaxy ausprobieren. Damit<br />

können Sie eine rasche Folge<br />

Tastatureinstellungen<br />

Das Tippen von Texten und Nachrichten<br />

auf einem Smartphone ist eine<br />

sehr wichtige Funktion, die so gut wie<br />

möglich funktionieren sollte. Um dies<br />

zu gewährleisten, hat Samsung das<br />

eingebaute Keyboard-Feature verbessert<br />

und es präziser und benutzerfreundlicher<br />

gemacht.<br />

Die Tastatur gewöhnt sich an Ihr<br />

Tippverhalten und ist im Laufe der<br />

Zeit immer besser in der Lage zu<br />

erraten, welchen Buchstaben Sie als<br />

nächsten eingeben möchten. Außerdem<br />

ist jetzt mehr Platz zwischen<br />

den einzelnen Tasten, sodass man<br />

sich nicht mehr so leicht verschreibt.<br />

Das Galaxy S4 ist in puncto Präzision<br />

des Keyboards sogar noch einmal<br />

verbessert worden.<br />

Kontakte verwalten<br />

Vermutlich halten Sie mit Ihren<br />

Real-Life- und Online-Freunden und<br />

-Bekannten über verschiedene Kanäle<br />

wie Telefon, E-Mail, Messenger,<br />

soziale Netzwerke oder Internetforen<br />

Kontakt. Auf Ihrem Galaxy-Smartphone<br />

können Sie alle Kontaktdaten<br />

einer bestimmten Person an zentraler<br />

Stelle zusammenführen: So haben<br />

Sie Handynummer, Facebook-Profil<br />

und Mailadresse von jemandem auf<br />

einen Blick parat und können auf<br />

die entsprechenden Kanäle sofort<br />

zugreifen.<br />

von Fotoaufnahmen erstellen,<br />

indem Sie den Auslöseknopf<br />

gedrückt halten.<br />

Anschließend können Sie<br />

die gelungensten Aufnahmen<br />

auswählen und die anderen<br />

wieder löschen. Sie können<br />

die Auswahl auch der Software<br />

überlassen oder aber die<br />

komplette Bilderserie wie bei<br />

einem Daumenkino speichern.<br />

15<br />

Impressum<br />

Aktuell<br />

Ein Unternehmen der MARQUARD MEDIA INTERNATIONAL AG<br />

Verleger Jürg Marquard<br />

Verlag<br />

Vorstand<br />

Computec Media AG<br />

Dr.-Mack-Straße 83, 90762 Fürth<br />

Telefon: +49 911 2872-100<br />

Telefax: +49 911 2872-200<br />

E-Mail: redaktion@sft-magazin.de<br />

www.spielefilmetechnik.de<br />

Albrecht Hengstenberg (Vorsitzender),<br />

Rainer Rosenbusch, Ingo Griebl<br />

Chefredakteur (V.i.S.d.P.) Christian Müller<br />

verantwortlich für den redaktionellen Inhalt<br />

Adresse siehe Verlagsanschrift<br />

Stellv. Chefredakteur Florian Weidhase<br />

Redaktion Dennis Christ, Frank Neupert-Paries, Patrick Schmid<br />

Mitarbeiter dieser Ausgabe Ahmet Iscitürk, Wolfgang Fischer, Thomas Raab,<br />

Chris Knight, Tim Sünderhauf, Elke Eckert, Christian Horn,<br />

Sven Wernicke, Benedikt Plass-Fleßenkämper<br />

Lektorat Claudia Brose (Ltg.), Birgit Bauer,<br />

Esther Marsch, Heidi Schmidt<br />

Layout Alexandra Böhm (Ltg.), Judith Mackowski, Fabian Huebner<br />

Layoutkoordination Albert Kraus<br />

Fotografie Titel und Heft Thomas Riese – www.thomasriese.com, Oliver Karl,<br />

Joel Apolinario<br />

Digitale Bildbearbeitung: Albert Kraus<br />

DVD Jürgen Melzer (Ltg.), Alexander Wadenstorfer, Thomas<br />

Dziewiszek, Jasmin Sen, Michael Schraut, Daniel Kunoth<br />

COO Hans Ippisch<br />

Vertrieb, Abonnement Werner Spachmüller (Ltg.), Nikolaus Krier<br />

Marketing Jeanette Haag<br />

Produktion Martin Closmann (Ltg.), Jörg Gleichmar<br />

www.spielefilmetechnik.de<br />

Entwicklung Markus Wollny (Ltg.), René Giering,<br />

Aykut Arik, Tobias Hartlehnert<br />

Webdesign Tony von Biedenfeld, Emanuel Popa<br />

Anzeigen<br />

CMS Media Services GmbH<br />

Dr.-Mack-Straße 83, 90762 Fürth<br />

Anzeigenleiter<br />

Gunnar Obermeier<br />

verantwortlich für den Anzeigenteil. Adresse siehe Verlagsanschrift<br />

Anzeigenberatung Print:<br />

Bernhard Nusser: Tel.: 0911-2872-254; bernhard.nusser@computec.de<br />

René Behme: Tel.: 0911-2872-152; rene.behme@computec.de<br />

Alto Mair: Tel.: 0911-2872-144; alto.mair@computec.de<br />

Anne Müller: Tel.: 0911-2872-251; anne.mueller@computec.de<br />

Anzeigenberatung Online:<br />

Ströer Digital Media GmbH<br />

Stresemannstraße 29<br />

22769 Hamburg<br />

Tel.: +49 (0) 40-46 85 67-0<br />

Fax. +49 (0) 40-46 85 67-39<br />

www.stroeerdigitalmedia.de<br />

Anzeigendisposition: anzeigen@computec.de<br />

Datenübertragung: via E-Mail: anzeigen@computec.de<br />

Es gelten die Mediadaten Nr. 26 vom 01.01.2013<br />

Abonnement<br />

Die Abwicklung (Rechnungsstellung, Zahlungsabwicklung und Versand) erfolgt über unser<br />

Partner unternehmen DPV Direct GmbH: Post-Adresse: Leserservice Computec, 20080 Hamburg,<br />

Deutschland<br />

Ansprechpartner für Reklamationen ist Ihr Computec-Team unter:<br />

Deutschland: E-Mail: computec@dpv.de, Tel.: 0911-99399098, Fax: 01805-8618002*<br />

Support: Montag 07:00–20:00 Uhr, Dienstag–Freitag 07:30–20:00 Uhr, Samstag 09:00–14:00 Uhr<br />

* (14 Cent/Min. aus dem dt. Festnetz, max. 42 Cent/Min. aus dem dt. Mobilfunk)<br />

Österreich, Schweiz und weitere Länder: E-Mail: computec@dpv.de,<br />

Tel: +49-911-99399098, Fax: +49-1805-8618002<br />

Support: Montag 07:00–20:00 Uhr, Dienstag–Freitag 07:30–20:00 Uhr, Samstag 09:00–14:00 Uhr<br />

Online: http://abo.spielefilmetechnik.de<br />

Abonnementpreis für 12 Ausgaben:<br />

Inland: € 51,- Österreich: € 58,50 Schweiz/Ausland: € 63,-<br />

ISSN/Vertriebskennzeichen <strong>SFT</strong> – Spiele Filme Technik Nummer: B66580<br />

Vertrieb und Einzelverkauf: DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Düsternstr. 1-3, 20355 Hamburg,<br />

Internet: www.dpv.de<br />

Druck: RR Donnelley Europe, ul. Obroncow Modlina 11, 30-733 Krakau, Polen<br />

COMPUTEC MEDIA ist nicht verantwortlich für die inhaltliche Richtigkeit der Anzeigen und<br />

übernimmt keinerlei Verantwortung für in Anzeigen dargestellte Produkte und Dienstleistungen. Die<br />

Veröffentlichung von Anzeigen setzt nicht die Billigung der angebotenen Produkte und<br />

Service-Leistungen durch COMPUTEC MEDIA voraus. Sollten Sie Beschwerden zu einem unserer<br />

Anzeigenkunden, seinen Produkten oder Dienstleistungen haben, möchten wir Sie bitten, uns dies<br />

schriftlich mitzuteilen. Schreiben Sie unter Angabe des Magazins, in dem die Anzeige erschienen ist,<br />

inkl. der Ausgabe und der Seitennummer an: CMS MEDIA SERVICES GmbH, Annett Heinze, Anschrift<br />

siehe oben.<br />

Einsendungen, Manuskripte und Programme:<br />

Mit der Einsendung von Manuskripten jeder Art gibt der Verfasser<br />

die Zustimmung zur Veröffentlichung in den von der Verlagsgruppe herausgegebenen<br />

Publikationen. Urheberrecht: Alle in <strong>SFT</strong> – Spiele Filme Technik veröffentlichten Beiträge bzw.<br />

Datenträger sind urheberrechtlich geschützt. Jegliche Reproduktion oder Nutzung bedarf der<br />

vorherigen, ausdrücklichen und schriftlichen Genehmigung des Verlags.<br />

Smarte neue Welt<br />

Florian Weidhase – Stellvertretender Chefredakteur<br />

<strong>SFT</strong> – Spiele Filme Technik<br />

Unsere Technik-Welt dreht sich<br />

mit schwindelerregender Geschwindigkeit!<br />

Vor ziemlich<br />

genau sechs Jahren – am 9. November<br />

2007 – wurde hierzulande das erste<br />

iPhone verkauft. Den App Store gab es<br />

noch nicht und die Konkurrenzveranstaltung<br />

von Google namens Android<br />

war auch noch nicht in Sicht. Heute sind<br />

mobile Geräte mit Touchscreen nicht<br />

mehr aus dem Alltag wegzudenken und<br />

bieten eine Leistung, die vor nicht allzu<br />

langer Zeit ausgewachsenen Notebooks<br />

noch zur Ehre gereicht hätte. So schön<br />

NEU!<br />

GUIDE: Jetzt überall im Zeitschriftenhandel!<br />

Das große Handbuch:<br />

Samsung Galaxy<br />

Hochwertige Buchoptik auf Glanzpapier, 148 Seiten dick<br />

und fast 500 Gramm schwer: So werden Sie Schritt für<br />

Schritt zum Galaxy-Experten!<br />

QR-Code scannen<br />

& online bestellen!<br />

diese neue Welt auch ist, kann sie mitunter<br />

auch verwirren. Die Auswahl an<br />

<strong>Smartphones</strong> und <strong>Tablets</strong> ist riesig und<br />

stellt potenzielle Käufer vor einen ellenlangen<br />

Katalog an Fragen. Damit Sie die<br />

richtige Entscheidung treffen, haben wir<br />

alle wichtigen <strong>Smartphones</strong> und <strong>Tablets</strong><br />

getestet und zeigen Stärken und Schwächen<br />

auf. Reicht Ihnen vielleicht ein<br />

günstiges Modell oder ist Ihnen das Beste<br />

gerade gut genug? Zusätzlich präsentieren<br />

wir Ihnen cooles Zubehör – von<br />

Ohr- und Kopfhörern über Bluetooth -<br />

Soundsysteme bis hin zu Fitness-Gadgets.<br />

Damit Sie das meiste aus Ihrem<br />

Mobilgerät herausholen, stellen wir Ihnen<br />

unsere App-Favoriten vor. Neben<br />

pfiffigen Alltagshelfern aus allen Bereichen<br />

haben wir eine Marktübersicht von<br />

Navigations-Apps für Sie zusammengestellt.<br />

Natürlich darf auch der Spielspaß<br />

nicht zu kurz kommen! Deshalb finden<br />

Sie ab Seite 90 unsere Redaktionsfavoriten<br />

unter den Smartphone- und Tablet-Games.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Freude<br />

mit dieser <strong>SFT</strong>-Sonderausgabe.<br />

Florian Weidhase<br />

florian.weidhase@sft-magazin.de<br />

Need Screen grab<br />

50 Tipps & Tricks WARM WERDEN MIT DEM GALAXY<br />

WARM WERDEN MIT DEM GALAXY<br />

MARQUARD MEDIA INTERNATIONAL AG<br />

Deutschsprachige Titel: <strong>SFT</strong>, WIDESCREEN, PC GAMES, PC GAMES MMORE, PC GAMES HARDWARE,<br />

N-ZONE, GAMES & MORE, BUFFED, GAMES AKTUELL,<br />

PLAY 3, PLAYBLU, XBG GAMES<br />

Internationale Zeitschriften:<br />

Polen: COSMOPOLITAN, JOY, SHAPE, HOT, PLAYBOY, CKM, VOYAGE<br />

Ungarn: JOY, SHAPE, ÉVA, IN STYLE, PLAYBOY, CKM<br />

Versteckte Einstellungen<br />

21 Wenn Sie über die Telefontastatur<br />

die Zeichenfolge *#0*# ein-<br />

Google Now-Zugriff<br />

22 Wenn Sie die Menü-Taste gedrückt<br />

halten, können Sie Suchabfragen<br />

Einfacher Screenshot<br />

23 Besonders Einsteiger profitieren<br />

von der Möglichkeit, schnell und ohne<br />

24 Tilt-to-Zoom<br />

Bei den Einstellungen unter<br />

„Gesten“ können Sie eine Funktion<br />

25 Flip-to-Silence<br />

26 Android-Easter-Egg<br />

27 Sound-Eigenschaften<br />

28 Tastenbeleuchtung<br />

29 Ruhezeit<br />

30 Kalenderfunktion<br />

Der S Planner bietet Ihnen die<br />

gängigen Kalenderfunktionen, die Sie im<br />

31 Radioaufnahme<br />

Das Galaxy S3/S4 kann auch<br />

Radiosender empfangen. Doch außer


Inhalt<br />

Test: iPhone 5C + 5S 06<br />

SMARTPHONES<br />

06 iPhone 5C + 5S im Test<br />

Hier finden Sie alle Infos zu den neuesten Apple-<br />

<strong>Smartphones</strong>.<br />

Test: Samsung Galaxy S4 12<br />

Test: High-End-<strong>Smartphones</strong> 28<br />

12 Samsung Galaxy S4<br />

Kann das Flaggschiff-Handy auch gegen<br />

andere High-End-Phones punkten?<br />

18 Smarter Einstieg<br />

Werden die drei getesteten <strong>Smartphones</strong><br />

ihrem jeweiligen Preis wirklich gerecht?<br />

20 Windows Phone 8 für Einsteiger<br />

Hier wird Ihnen als Windows-Phone-8-<br />

Anfänger der Einstieg leicht gemacht.<br />

22 Androiden für jeden Geldbeutel<br />

Low-Budget-Gerät oder doch eher Highend?<br />

Wir helfen Ihnen bei der richtigen Wahl.<br />

27 Blackberry Q10<br />

Setzt das aktuellste Tasten-Handy neue Maßstäbe<br />

im Business-Bereich?<br />

28 Oberklasse-Handys<br />

Wir haben vier Top-Geräte auf ihre jeweiligen<br />

Stärken und Schwächen getestet.<br />

32 Mega-Phones<br />

Ob größer gleichzeitig auch besser ist,<br />

erfahren Sie hier.<br />

36 Samsung Galaxy S4 Zoom<br />

Gelingt die Fusion aus Digitalkamera und<br />

Smartphone?<br />

Der große Tablet-Guide 38<br />

TABLETS<br />

38 Der große Tablet-Guide<br />

Eine Marktübersicht mit den wichtigsten<br />

Geräten der 7- und 10-Zoll-Klasse<br />

54 Günstige 10-Zoll-<strong>Tablets</strong><br />

Große <strong>Tablets</strong> zum kleinen Preis. Was leisten<br />

die Schnäppchen-Flachmänner?<br />

56 Sony Xperia Z<br />

Kann das dünne Tablet mit der harten Schale<br />

auch technisch überzeugen?


58 Telefon-<strong>Tablets</strong><br />

Alltagstaugliche Technik-Hybriden oder doch<br />

nur zu groß geratene <strong>Smartphones</strong>?<br />

60 Amazon Kindle Fire HD 8.9<br />

Die 8,9-Zoll-Variante des aktuellen Amazon-<br />

<strong>Tablets</strong> im Test.<br />

ZUBEHÖR<br />

62 Kopf- und Ohrhörer<br />

Welche sind zu empfehlen und worauf sollten<br />

Sie beim Kauf achten?<br />

54 Test: Preiswerte 10-Zoll-<strong>Tablets</strong><br />

62 Test: Kopf- und Ohrhörer<br />

66 Bluetooth-Lautsprecher<br />

Mit diesen kabellosen Musik-Systemen geben<br />

Sie unterwegs den Ton an.<br />

70 Bowers & Wilkins A7<br />

Ob der Oberklasse-Lautsprecher sein Geld<br />

wirklich wert ist, erfahren Sie im Test.<br />

78 Netatmo Urban Weather Station<br />

Diese clevere Wetterfee lässt Sie garantiert nie<br />

im Regen stehen.<br />

72 App-gesteuertes Zubehör<br />

Wir zeigen Ihnen Technik, die dank App-<br />

Steuerung besonders viel leistet.<br />

66<br />

Test: Bluetooth-Lautsprecher von Mini bis Maxi<br />

APPS<br />

80<br />

Test: Navigations-Apps<br />

90<br />

Spiele ohne In-App-Käufe<br />

80 Navigations-Apps<br />

86 Smartphone- und Tablet-Apps<br />

90 Spiele ohne In-App-Käufe<br />

Hier werden Sie nicht nachträglich zur<br />

Kasse gebeten.<br />

94 Spiele-Apps<br />

RUBRIKEN<br />

03 Editorial und Impressum<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 5


Phones<br />

test: <strong>Smartphones</strong> Apple iPhone 5C + 5S<br />

iPhone 5C<br />

iPhone 5S<br />

Das Bunte<br />

und das Biest<br />

<strong>Smartphones</strong> Erstmals<br />

bringt Apple zwei neue<br />

iPhones zur gleichen Zeit auf<br />

den Markt. Das iPhone 5C<br />

treibt es mit seinen farbigen<br />

Polycarbonat-Gehäusen bunt,<br />

das neue Flaggschiff 5S<br />

überzeugt durch innere Werte.<br />

Jetzt sind sie endlich da, die neuen iPhones.<br />

Der Plural ist die erste große Neuerung.<br />

Bisher hat Apple immer das Vorjahresmodell<br />

zu einem reduzierten Preis als Alternative<br />

zum neuen Gerät angeboten. Dieses Jahr fällt<br />

der Vorgänger iPhone 5 komplett unter den<br />

Tisch und wird vom technisch nahezu identischen<br />

5C im Plastik-Gewand abgelöst. Das nunmehr<br />

zwei Jahre alte iPhone 4S wird weiterhin<br />

als günstiger Einstieg in die iOS-Welt feilgeboten.<br />

Widmen wir uns zuerst dem iPhone 5C.<br />

iPhone 5C:<br />

Wenig mehr als bunt<br />

Technisch entspricht das iPhone 5C weitgehend<br />

dem Vorjahresmodell iPhone 5 – gleiches Display,<br />

gleicher Prozessor, gleiche 8-Megapixel-<br />

Kamera. Die minimalen Änderungen betreffen<br />

LTE und die Frontkamera. War das iPhone 5 das<br />

erste LTE-fähige Apple-Handy, unterstützte es<br />

doch hierzulande nur die 1.800 Mhz-Frequenz<br />

der Telekom, die nur in Städten zum Einsatz<br />

kommt. Beide neuen iPhones verstehen sich<br />

nunmehr auf insgesamt sieben LTE-Frequenzen,<br />

darunter alle in Deutschland genutzten (Vodafone,<br />

Telekom und O2). Das Update der nach<br />

vorne gerichteten Kamera erschöpft sich im besseren<br />

Sensor, der tatsächlich etwas bessere Ergebnisse<br />

bei schlechten Lichtverhältnissen erzielt.<br />

Wirklich relevant ist dies jedoch nur bei Facetime-Videotelefonaten.<br />

Damit war’s das auch<br />

schon mit der Technik. Kommen wir zu der offensichtlichen<br />

Änderung des Gehäuses. Das Display<br />

besteht nach wie vor aus Glas, die Seiten<br />

und der Rücken sind nun jedoch von einem<br />

6 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


test: <strong>Smartphones</strong> Apple iPhone 5C + 5S Phones<br />

durchgängigen Polycarbonat-Gehäuse bedeckt.<br />

Mit Pink, Blau, Grün, Gelb und Weiß stehen<br />

fünf Farbvarianten zur Verfügung, ab Werk ist<br />

das Hintergrundbild der Gehäusefarbe angepasst.<br />

Die neue Hülle fühlt sich besser an, als die Bilder<br />

es erwarten lassen. Das iPhone 5C hinterlässt<br />

sofort einen sehr stabilen Eindruck, die sehr glänzende<br />

Oberfläche versprüht einen Hauch Eleganz.<br />

Die Verarbeitung ist Apple-typisch über<br />

jeden Zweifel erhaben. Ein unter der Hülle verborgener<br />

Metallrahmen sorgt für die hohe Stabilität<br />

und dürfte auch für das knapp 20 Gramm<br />

höhere Gewicht verantwortlich sein. Rein von<br />

der Wertigkeit her ist das neue Gewand dennoch<br />

ein Rückschritt gegenüber den Vormodellen 5,<br />

4S und 4. Für sich genommen ist das iPhone 5C<br />

also ein gutes Smartphone für alle, die gerne etwas<br />

Farbe in ihr Leben bringen wollen. Betrachtet<br />

man aber das neue Flaggschiff iPhone 5S,<br />

wirkt das Polycarbonat-Handy gleich viel teurer.<br />

iPhone 5S: Besser<br />

im Alltag, schneller<br />

in der Zukunft<br />

Von außen hat sich der legitime iPhone-5-Nachfolger<br />

mit dem Namenszusatz „S“ kaum verändert.<br />

Das zuvor schwarze Modell ist auf der<br />

Rückseite etwas heller geworden (Apple nennt<br />

die Farbe Spacegrau). Wie im Vorjahr gibt es<br />

auch eine Weiß-Silber-Variante und – in diesem<br />

Jahr neu – ein iPhone 5S in Gold. Letzteres hört<br />

sich schlimmer (oder besser, wenn man denn auf<br />

Bling-Bling steht) an, als es tatsächlich ist. Der<br />

Farbton ist sehr zurückhaltend und wird bestimmt<br />

Freunde finden.<br />

Kommen wir aber zur Technik, an der Apple<br />

– wie bei bisher jedem S-Modell – kräftig geschraubt<br />

hat. Wie zu erwarten steckt im 5S<br />

eine nagelneue Recheneinheit mit dem ebenfalls<br />

nicht überraschenden Namen A7. Diese ist laut<br />

Apple bei normalen Rechenprozessen als auch<br />

speziellen Grafikoperationen doppelt so schnell<br />

wie der A6 aus dem iPhone 5 und 5C – unsere<br />

Benchmark-Ergebnisse bestätigen dies. Zudem<br />

ist es der erste 64-Bit-Prozessor in einem Smartphone.<br />

Aber auch das iPhone 5 war schon flott<br />

unterwegs. Tatsächlich so schnell, dass die meisten<br />

Kunden nicht das Gefühl haben dürften,<br />

dass in dieser Disziplin Nachholbedarf besteht.<br />

Und auch wenn wir die höhere Leistung klar<br />

nachvollziehen können, fühlt sich das iPhone<br />

5S im Alltag (noch) nicht so viel schneller an.<br />

Was man jedoch merkt, ist die Geschwindigkeit<br />

der rechenintensiven neuen Funktionen wie die<br />

nahezu verzögerungsfreie Erkennung des Fingerabdrucks<br />

und die blitzschnelle Kamera. Da<br />

aber nur Apple von der 64-Bit-Architektur<br />

wusste, hatten App-Entwickler auch noch keine<br />

Zeit, ihre Programme entsprechend anzupassen.<br />

Es wird jedoch nicht lange dauern, bis neue<br />

Apps die zusätzliche Power vom A7 auch ausnutzen<br />

und dann das wahre Potenzial der neuen<br />

Technik offenbaren. Das Gleiche gilt für den<br />

ebenfalls neuen Coprozessor M7, von dem wir<br />

uns sehr viel versprechen. Dieser überwacht die<br />

Beschleunigungssensoren, das Gyroskop und<br />

den Kompass und entlastet so den Hauptprozessor<br />

und spart Batteriestrom. Aktivitäts-Apps<br />

wie Moves müssen jedoch angepasst werden,<br />

um vom M7 zu profitieren. Clever: Durch die<br />

konstante Bewegungsanalyse „erkennt“ das<br />

Handy, wenn Sie sich mit hoher Geschwindigkeit<br />

bewegen, also im Auto oder Zug sitzen. In<br />

diesem Fall wird beispielsweise die automatische<br />

Suche nach WLAN-Netzen unterbrochen. Liegt<br />

das Telefon unbenutzt auf dem Tisch, wird dieser<br />

Zustand ebenfalls erkannt. Als Konsequenz<br />

werden Netzwerke seltener abgefragt, was wiederum<br />

den Akkustand schont. Wie die Messergebnisse<br />

zeigen, muss sich das neue SpeediPhone<br />

nicht vor der Android-Spitze verstecken.<br />

Ebenfalls neu ist die rückwärtige Kamera, bei der<br />

Apple genau das tut, was Kamera-Profis stets<br />

predigen. Statt nämlich die Megapixelanzahl zu<br />

erhöhen, wurde der Sensor um circa 15 Prozent<br />

vergrößert. Auch die Lichtstärke des Objektivs<br />

ist von f/2.4 auf f/2.2 gestiegen. Beide Werte<br />

haben einen positiven Einfluss auf die Qualität<br />

der geschossenen Fotos, insbesondere bei<br />

schlechten Lichtverhältnissen. Wie unser Vergleich<br />

zeigt, geht es hier nicht um kaum sichtbare<br />

Details, sondern für jeden erkennbar bessere<br />

Fotos. Was unsere Beispielbilder nicht darstellen<br />

können, ist die automatische Serienbildfunktion.<br />

Drückt man beim iPhone 5S den Auslöser (wie<br />

gehabt entweder auf dem Bildschirm oder über<br />

die Lautstärke-Taste), werden konstant Bilder<br />

aufgenommen – und zwar bis zu 10 Stück pro<br />

Sekunde in voller Auflösung. Bei diesem Wert<br />

müssen selbst viele Kompaktkameras passen. Die<br />

intelligente Bildanalyse schlägt anschließend das<br />

beste Foto vor. Alternativ kann man natürlich<br />

selbst einen oder mehrere Favoriten per Fingertipp<br />

auswählen. Die so markierten Bilder werden<br />

einzeln abgespeichert, die komplette Serie wird<br />

als Ordner in den Aufnahmen abgelegt, wo sie<br />

sich auf Wunsch in einem Rutsch löschen lässt<br />

– die Favoriten bleiben jedoch erhalten. Anders<br />

als bei den meisten anderen <strong>Smartphones</strong> und<br />

Wenn schon bunt, dann richtig! Speziell für das neue iPhone 5C bietet Apple eigene Schutzhüllen aus weichem Plastik an. Durch die 35 Löcher auf der Rückseite ist das farbige Gehäuse<br />

sichtbar. Das ist natürlich erst dann richtig bunt, wenn man iPhone und Hülle in verschiedenen Farben kauft. Der Preis pro Case liegt bei knapp 30 Euro.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 7


Phones test: <strong>Smartphones</strong> Apple iPhone 5C + 5S<br />

Die neuen iPhones im Leistungs-Check<br />

GFXBench 2.5 Egypt HD offscreen<br />

3D-Mark (Icestorm Extreme)<br />

Apple iPhone 5S / 5C<br />

6.201 (55 FPS)<br />

Apple iPhone 5S / 5C 10.086<br />

Apple iPhone 5<br />

3.282 (29 FPS)<br />

Apple iPhone 5 3.302<br />

Sony Xperia Z Ultra<br />

6.784 (60 FPS)<br />

Sony Xperia Z Ultra 11.794<br />

Samsung Galaxy S4<br />

4.636 (41 FPS)<br />

Samsung Galaxy S4<br />

6.605<br />

HTC One<br />

4.127 (37 FPS)<br />

HTC One 6.533<br />

übrigens auch Kameras, muss die Serienbildfunktion<br />

nicht eingeschaltet werden, sondern ist immer<br />

aktiv. Damit steigen die Chancen auf gelungene<br />

Fotos dramatisch, was dieses Feature absolut<br />

alltagstauglich macht. Zu guter Letzt hat<br />

Apple auch am Blitz geschraubt. Zur bisherigen<br />

weißen LED gesellt sich im iPhone 5S eine zweite,<br />

bernsteinfarbene Leuchtdiode. Durch den<br />

wärmeren Ton gelingen Fotos mit Blitz sichtbar<br />

besser, die ansonsten oft „blaugeblitzten“ Gesichter<br />

entfallen. Der ebenfalls iPhone-5S-exklusive<br />

Zeitlupen-Modus für Videos ist auch ein Kracher.<br />

In dieser Gangart werden Szenen mit 120<br />

Bildern pro Sekunde, jedoch nur in 720p statt<br />

Full HD aufgenommen. Wirklich genial ist die<br />

Möglichkeit, im Nachhinein festzulegen, welcher<br />

Teil des Videos in Zeitlupe abgespielt wird. Start<br />

und Stopp der Wiedergabe lassen sich ganz frei<br />

wählen und auch ändern. Der Effekt ist ziemlich<br />

spektakulär – auf Youtube finden sich bereits<br />

hunderte coole Beispiele. Unterm Strich macht<br />

das iPhone 5S deutlich bessere Fotos und Videos<br />

als sein Vorgänger und die meisten Konkurrenz-<br />

Modelle aus dem Android-Lager.<br />

Die letzte Neuerung geht im wahrsten Sinne des<br />

Wortes unter die Haut – wenigstens die erste<br />

Schicht. Die Rede ist vom bisher einzigartigen<br />

Fingerabdruckscanner Touch ID. Integriert im<br />

Homebutton wird ein zuvor vom Nutzer angelernter<br />

Abdruck erkannt und daraufhin das Gerät<br />

entsperrt. Die Eingabe des sonst üblichen Codes<br />

oder Passwortes entfällt. Außerdem können Einkäufe<br />

in Apples Online-Läden (Apps, Musik,<br />

Filme, Bücher, etc.) per Fingerabdruckscan autorisiert<br />

werden. Apps von Drittherstellern haben<br />

bisher keinen Zugriff auf diese Funktion. Wirklich<br />

erstaunlich ist die Präzision und Geschwindigkeit<br />

des Scans. In deutlich unter einer Sekunde<br />

wird das Telefon freigeschaltet, was ungefähr<br />

genauso lange dauert wie der sonst übliche Seit-<br />

wärtswisch mit dem Finger auf dem Display.<br />

Dabei ist es dem Scanner herzlich egal, wie Sie<br />

den Finger auf den Homebutton legen – gerade,<br />

angewinkelt oder gar nur mit der Seite. Wir haben<br />

uns im Test sehr schnell an diese Methode<br />

gewöhnt und wollen sie – allen Unkenrufen zum<br />

Trotz – nicht missen (dazu mehr im Kasten<br />

iOS 7 – außen fflach und bunt,<br />

innen deutlich besser<br />

rechts). Wird das Telefon lange Zeit nicht benutzt<br />

oder komplett ausgeschaltet, muss der richtige<br />

Code eingegeben werden. Wer auch bisher sein<br />

iPhone mit einer PIN geschützt hat, sollte nun<br />

sein Telefon ein gutes Stück besser sichern, indem<br />

er statt einer vierstelligen Zahl die Option eines<br />

echten Passworts nutzt. (fw)<br />

Alle neuen iPhones werden mit der runderneuerten Version 7 von Apples mobilem Betriebssystem ausgeliefert.<br />

Seit Langem hat Apple die Optik grundlegend überarbeitet, was nicht nur Freude hervorruft.<br />

Das deutlich flachere, simplere und buntere Icon-Design ist für langjährige iOS-Nutzer ausgesprochen<br />

gewöhnungsbedürftig. Unter der Haube hat sich aber ebenso viel getan. Das ganze System wirkt jetzt<br />

einheitlicher und lässt sich noch intuitiver bedienen. Die im Alltag wohl wichtigste Neuerung ist das<br />

Kontrollzentrum, das per Wisch vom unteren Bildschirmrand aufgerufen wird. Hier finden sich die wichtigsten<br />

Schalter (Flugmodus, WLAN, Bluetooth, Bitte-nicht-stören-Modus, Ausrichtungssperre), Regler<br />

(Displayhelligkeit, Wiedergabe, Lautstärke), Funktionen (Airdrop und Airplay) sowie nützliche Apps (Taschenlampe,<br />

Uhr mit Wecker und Timer, Taschenrechner und Kamera). Ebenfalls neu ist die Multitasking-<br />

Ansicht, bei der man eine Minivorschau der geöffneten Apps sieht. Auch der überarbeitete Browser<br />

bringt willkommene Neuheiten wie das einheitliche Adress- und Suchfeld und eine übersichtliche Ansicht<br />

geöffneter Apps. Für den schnellen Datei-Austausch zwischen iOS-Geräten steht ab iOS 7 Airdrop<br />

zur Verfügung. Diese Funktion nutzt Bluetooth und WLAN für eine Direktverbindung, ist aber – für uns<br />

unverständlich – nur für neuere iPhones und iPads (ab iPhone 5 und iPad Mini/4) verfügbar.<br />

8 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13<br />

Multitasking<br />

Neue Icons<br />

Kontrollzentrum<br />

Tabs in Safari


test: <strong>Smartphones</strong> Apple iPhone 5C + 5S Phones<br />

Programme zur Leistungsmessung (Benchmarks) sind stets mit Vorsicht zu genießen, geben aber einen<br />

guten Anhaltspunkt für die Prozessor- und Grafikperformance. In zwei von drei grafiklastigen Tests muss<br />

sich das iPhone 5S nur dem Xperia Z Ultra mit dem neuen Snapdragon 800 knapp geschlagen geben,<br />

dürfte somit also leistungstechnisch auf Augenhöhe mit der aktuellen Android-Spitzenklasse liegen.<br />

Basemark X1.0 (offscreen)<br />

Apple iPhone 5S / 5C 15.715<br />

Apple iPhone 5 7.772<br />

Sony Xperia Z Ultra 14.393<br />

Samsung Galaxy S4 7.755<br />

HTC One<br />

Meint:<br />

7.535<br />

Ist das iPhone zu klein?<br />

Wer ein iPhone will, hat derzeit die Auswahl zwischen 4 Zoll, 4 Zoll und<br />

4 Zoll. Androiden hingegen gibt es in allen nur erdenklichen Displaygrößen.<br />

Letzteres stimmt aber nur, wenn man alle <strong>Smartphones</strong> mit dem<br />

Google-Betriebssystem betrachtet. Wer das Beste vom Besten – also ein<br />

topaktuelles High-End-Handy – sucht, wird im Android-Lager nur bei<br />

großen Bildschirmdiagonalen fündig. Unter 4,7 Zoll (HTC One) geht beim<br />

grünen Roboter nichts in dieser Klasse. Fakt bleibt aber, dass es Kunden<br />

gibt, die auf große Screens stehen. Daher bleibt die Frage im Raum<br />

stehen, wie lange Apple dieses Klientel ignorieren will.<br />

Ist Touch ID sicherer?<br />

Touch ID ist etwas sicherer, vor allem aber deutlich komfortabler<br />

als ein Code. Mit viel Tamtam hat der Chaos Computer Club<br />

schon kurz nach Marktstart verkündet, dass Touch ID „geknackt“<br />

sei. Es ist den Hackern gelungen, einen Fingerabdruck nachzubilden<br />

und so ein iPhone 5S zu entsperren. Das war zu erwarten,<br />

schließlich hinterlassen wir alle täglich tausendfach unseren einmaligen<br />

Fingerabdruck. Wollte ein Dieb auf diese Art ein iPhone<br />

5S entsperren, müsste er einen sauberen Abdruck des richtigen<br />

Fingers finden, sichern und auf eine Folie übertragen. Ach ja, das<br />

Telefon müsste er sich natürlich auch besorgen. Der Bestohlene<br />

braucht aber nur wenige Minuten, um per Webbrowser über iCloud<br />

das iPhone zu sperren oder gar zu löschen. Mit iOS 7 ist die<br />

ganze Sache dank der neuen Funktion Activation Lock noch einen<br />

Tick sicherer geworden. Die „Finde mein iPhone“-Option ist<br />

nämlich mit dem iCloud-Passwort des Besitzers geschützt,<br />

ebenso muss man per Passwort das Zurücksetzen auf die<br />

Werkseinstellungen bestätigen. Aber zurück zu Touch ID. Laut<br />

Apple schützt die Hälfte aller iPhone-Besitzer ihr Gerät gar nicht,<br />

hat also keinen Code eingestellt – wahrscheinlich, weil das andauernde<br />

Code-Getippe zu nervig ist. Da kommt der Fingerkuppen-Scan<br />

wie gerufen. Viel wichtiger als die Sicherheit des Geräts<br />

ist unserer Meinung nach ohnehin der Schutz unserer Privatsphäre.<br />

In diesem Punkt können wir uns derzeit nur auf die<br />

Aussagen von Apple stützen, nach denen die Touch-ID-Daten<br />

stark verschlüsselt und ausschließlich auf dem Gerät gespeichert<br />

sind. Sie werden nicht auf Server oder Computer übertragen.<br />

Außerdem wird nicht der Fingerabdruck, sondern ein sogenannter<br />

Hash gespeichert. Selbst wenn es einem Dieb (oder einem<br />

Nachrichtendienst) gelänge, diesen auszulesen, soll es<br />

unmöglich sein, den Fingerabdruck zu rekonstruieren.<br />

Produktinfo Apple iPhone 5c apple iPhone 5S<br />

Webseite www.apple.de www.apple.de<br />

Preis (UVP, Online) € 600, ab € 600 (16 GByte) € 700, ab € 700<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

4 Zoll (ca. 10,16 cm), 640 x 1.136 Pixel (326 ppi), LCD mit LED-Beleuchtung<br />

Mobilfunk<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA, HSPA+), LTE<br />

Prozessor/Taktung A6 (Dualcore, 1,3 GHz) A7 (Dualcore, 1,3 GHz), M7 Co-Prozessor<br />

Interner Speicher 16 oder 32 GByte (nicht erweiterbar) 16, 32 oder 64 GByte (nicht erweiterbar)<br />

Foto/Video 8-Megapixel-Kamera, LED-Blitz, Autofokus, HD-<br />

Videoaufnahme (1080p)<br />

8-Megapixel-Kamera, Dual-Tone-LED-Blitz, Autofokus,<br />

HD-Videoaufnahme (1080p, 720p mit 120 fps)<br />

Ausmaße/Gewicht 124,4 x 59,2 x 8,97 mm/132 g 123,8 x 58,6 x 7,6 mm/112 g<br />

Betriebssytem iOS 7.0.2<br />

Akkulaufzeit/ bis zu 250 Stunden (Stand-by)/1.510 mAh<br />

bis zu 250 Stunden (Stand-by)/1.570 mAh<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Lightning, Klinke, WLAN, Bluetooth<br />

Schnittstellen<br />

Lieferumfang<br />

Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer<br />

Besonderheiten keine Zeitlupen-Videoaufnahme mit 120 Bildern pro Sekunde,<br />

konstante Serienbildaufnahme (10 Bilder/Sekunde),<br />

Fingerabdruckscanner<br />

Testurteil gut 1,5 sehr gut 1,1<br />

Fazit<br />

Das iPhone 5S ist mit seinem 64-Bit-Prozessor ein<br />

Leistungsbiest, das so ziemlich jeden Konkurrenten<br />

abhängt. Die durchdachten und vor allem<br />

alltagstauglichen Zusatzfunktionen Touch-ID,<br />

Serienbildaufnahme und Zeitlupen-Video bieten<br />

einen spürbaren Mehrwert. Somit ist das iPhone<br />

5S deutlich mehr als ein lauwarmer Aufguss des<br />

Vorjahresmodells und unserer Meinung nach das<br />

bisher stärkste S-Modell überhaupt. Gerade diese<br />

Stärke lässt das zeitgleich erschienene iPhone 5C<br />

teuer wirken. Oder das iPhone 5S (natürlich nur<br />

im direkten Vergleich) günstig. Den Preisunterschied<br />

von 100 Euro ist das Leistungs- und Funktionsplus<br />

nämlich allemal wert.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 9


TAG<br />

Nacht<br />

Phones test: <strong>Smartphones</strong> Apple iPhone 5C + 5S<br />

Die 5S-Kamera im Fotovergleich<br />

iPhone 5/5C<br />

iPhone 5S<br />

Nokia Lumia 925<br />

Platz<br />

3<br />

Platz<br />

1<br />

Platz<br />

2<br />

Vergrößerung<br />

Vergrößerung<br />

Vergrößerung<br />

iPhone 5 und 5C machen sehr ordentliche Fotos<br />

mit hohem Detailgrad. Selbst die 4pt-Schrift ist<br />

noch durchaus lesbar. Auch Schärfe und Farbdarstellung<br />

sind in Ordnung. Das alte iPhone 5 und<br />

das neue 5C liefern praktisch identische Ergebnisse.<br />

Kräftigere Farben, ebenso hoher Detailgrad und<br />

noch einen Tick mehr Schärfe – die Aufnahmen der<br />

iPhone-5S-Kamera bei Tageslicht sind absolut top.<br />

Apple konnte die Knipse trotz identischer Megapixel-Anzahl<br />

also nochmals verbessern.<br />

Nokias Lumia-Handys gelten als beste Kamera-<br />

<strong>Smartphones</strong>, in puncto Detailgrad verliert das<br />

Lumia 925 bei Tageslicht den direkten Vergleich<br />

mit dem iPhone 5S knapp. Der Dynamikumfang<br />

ist ebenfalls niedriger als beim Apple-Handy.<br />

iPhone 5/5C iPhone 5S Nokia Lumia 925<br />

Platz<br />

4<br />

Platz<br />

3<br />

Platz<br />

1<br />

Bei simuliertem Dämmerlicht bleibt beim iPhone 5<br />

nicht viel vom ursprünglichen Motiv übrig. Rauschen<br />

dominiert das Bild, Details und Farben sind<br />

nicht mehr erkennbar. Auch in dieser Disziplin gibt<br />

es keine Unterschiede zwischen iPhone 5 und 5C.<br />

Die überarbeitete iSight-Kamera beim iPhone 5S<br />

kommt mit schlechten Lichtverhältnissen etwas<br />

besser zurecht, wirklich brauchbar ist das Dämmerlicht-Foto<br />

aber auch beim neuen Modell<br />

nicht mehr.<br />

Der Dämmerlicht-König! Ja, diese Aufnahme wurde<br />

unter den selben Bedingungen aufgenommen<br />

wie alle anderen Bilder dieser Reihe. Bei Lowlight<br />

lässt die Lumia-Kamera alle Konkurrenz-Knipsen<br />

meilenweit hinter sich.<br />

10 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


test: <strong>Smartphones</strong> Apple iPhone 5C + 5S Phones<br />

Praxis Apple behauptet seine iPhone-Kamera gründlich überarbeitet zu haben. Wir vergleichen die neue<br />

iSight-Knipse mit dem Vorgänger, Nokias Lumia 925 und drei High-End-Androiden.<br />

Samsung Galaxy S4 Active<br />

LG Optimus G Pro<br />

HTC One<br />

Platz<br />

4<br />

Platz<br />

5<br />

Platz<br />

6<br />

Vergrößerung Vergrößerung Vergrößerung<br />

Die Tageslicht-Fotos des Galaxy S4 Active bieten<br />

auf den ersten Blick ordentliche Farben und einen<br />

guten Schärfegrad. Wie Sie an der schwer lesbaren<br />

4pt-Schrift erkennen, ist der Detailgrad aber etwas<br />

niedriger als bei einigen Konkurrenten.<br />

Auf der obigen Aufnahme nicht ganz leicht zu erkennen,<br />

aber die Fotos des Optimus G Pro verlieren<br />

– trotz 13-Megapixel-Sensor – zum Rand hin sichtbar<br />

an Schärfe. Details sind auf einem ähnlichen<br />

Niveau wie beim Galaxy S4 Active.<br />

HTCs One macht auf den ersten Blick sehr ansehnliche<br />

Fotos bei Tageslicht, in der Vergrößerung macht<br />

sich die niedrige Auflösung der „Ultrapixel“-Kamera<br />

aber schnell bemerkbar. Die kleinen Schriften fransen<br />

sichtbar aus, 4pt und 6pt sind nur schwer lesbar.<br />

Samsung Galaxy S4 Active LG Optimus G Pro HTC One<br />

Platz<br />

6<br />

Platz<br />

5<br />

Platz<br />

2<br />

Erkennen Sie noch was? Wir auch nicht. Samsungs<br />

Galaxy S4 Active ist bei Dämmerlicht ohne Blitz<br />

leider nutzlos. Tatsächlich wurde dieses Foto sogar<br />

mit dem speziellen Nachtmodus aufgenommen –<br />

geholfen hat es aber nichts.<br />

LGs Optimus G Pro schlägt sich bei simuliertem<br />

Dämmerlicht nur minimal besser als das Galaxy S4<br />

Active. Auch hier kam übrigens der Nachtmodus<br />

zum Einsatz. Bei einem lichtschwachen Objektiv<br />

helfen also auch 13 Megapixel nicht weiter.<br />

Nach der Lumia-Knipse holt HTCs Ultrapixel-<br />

Kamera noch am meisten bei schlechten Lichtverhältnissen<br />

heraus. Der Abstand zum Nokia-Handy<br />

ist trotzdem deutlich. Farben sind nicht zu unterscheiden,<br />

Details (Schrift) sind aber zu erkennen.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 11


Phones<br />

TEst: Smartphone Samsung Galaxy S4<br />

Shooting for the Stars<br />

Smartphone Gleiches Design, bessere Hardware, neue Features. Reicht das für die Android-Krone?<br />

Als Samsung anno 2010 sein erstes Galaxy<br />

S auf den Markt brachte, hätte<br />

niemand gedacht, dass der koreanische<br />

Hersteller mit seiner S-Serie irgendwann einmal<br />

in Konkurrenz zu Apples iPhones treten könnte,<br />

denn die Cupertino-<strong>Smartphones</strong> waren zur<br />

damaligen Zeit einfach meilenweit voraus. Heute,<br />

knapp drei Jahre später, ist das aber längst<br />

passiert, denn Samsungs letztes Modell, das<br />

Galaxy S3, verkaufte sich weltweit schon 50<br />

Millionen Mal und rüttelt damit heftig an Apples<br />

Vormachtstellung im Smartphone-Bereich.<br />

Dieser Zustand dürfte sich auch in naher Zukunft<br />

nicht ändern, denn Samsungs neuestes<br />

Flaggschiff, das Galaxy S4, war schon deutlich<br />

früher erhältlich als die jüngst vorgestellten<br />

neuen iPhones 5S und 5C.<br />

Bruch mit der Tradition<br />

Bisher zeichneten sich alle neuen S-Modelle sowohl<br />

durch gründlich überarbeitete Hardware<br />

als auch durch ein neues Design aus. Das Galaxy<br />

S4 macht hier jedoch erstmals eine Ausnahme,<br />

denn rein äußerlich sieht es seinem Vorgängermodell<br />

zumindest auf den ersten Blick zum Verwechseln<br />

ähnlich. Tatsächlich sind beide Geräte<br />

exakt gleich hoch (137 mm), in der Breite (70<br />

mm) und der Dicke (7,9 mm) ist das S4 sogar<br />

minimal kleiner als das Galaxy S3 und das, obwohl<br />

das Display von 4,8 auf 5 Zoll gewachsen<br />

ist. Das ist deshalb möglich, weil der Rahmen<br />

um den Bildschirm deutlich schmaler geworden<br />

ist, das gilt sowohl für die Ränder als auch die<br />

Bereiche ober- und unterhalb des Displays. Ansonsten<br />

finden sich auf der Gerätefront mit Ausnahme<br />

des minimal abgeänderten Homebuttons<br />

sowie einiger zusätzlicher Sensoren keine Neuerungen.<br />

Auch die Rückseite zeigt im direkten<br />

Vergleich nur wenige Veränderungen: Der Blitz<br />

befindet sich jetzt nicht mehr links von der Linse,<br />

sondern direkt darunter, der Lautsprecher ist<br />

von oben rechts nach unten links gewandert.<br />

Trotzdem ist es genau diese kaum veränderte<br />

Rückseite, die einen der größten Kritikpunkte<br />

des neuen Samsung-<strong>Smartphones</strong> darstellt.<br />

Kamera- und Foto-Features<br />

Die 13-Megapixel-Kamera im Galaxy S4 überzeugt vor allem bei Tageslicht<br />

mit sehr detaillierten und kontrastreichen Aufnahmen (1), die selbst bei<br />

starker Vergrößerung noch angenehm scharf sind. Ganz anders schaut es<br />

bei Dämmerlicht und gleichzeitiger Verwendung des Automatikmodus<br />

aus, hier lässt sich so gut wie gar nichts mehr erkennen (2). Aktiviert man<br />

den speziellen Nachtmodus, werden<br />

1<br />

die Fotos minimal besser (3), im Vergleich<br />

mit Nokias Lumia 920 oder<br />

HTCs One unterliegt das Galaxy S4 jedoch<br />

deutlich. Dafür bietet das<br />

Samsung-Handy einige clevere Foto-<br />

Features wie Radierer (durchs Bild laufende<br />

Personen entfernen), Best Face<br />

2<br />

für Gruppenaufnahmen (aus mehreren<br />

Bildern pro Person das beste Gesicht<br />

auswählen), Drama (Collage aus<br />

mehreren, kurz hintereinander aufgenommenen<br />

Fotos) oder Sound & Shot<br />

(zusätzlichen Ton zum Foto aufnehmen).<br />

Videos filmt das S4 in Full-HD<br />

3<br />

mit 30 Frames in der Sekunde, für die<br />

Bildqualität gilt hier das Gleiche wie<br />

bei den Fotos. Der integrierte Stabilisator<br />

leistet übrigens sehr gute Arbeit<br />

und reduziert Verwacklungen bei Videoaufnahmen<br />

auf ein Minimum.<br />

12 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEst: Smartphone Samsung Galaxy S4 Phones<br />

Smart Screen – Scrollen mit den Augen<br />

Im Vorfeld der offiziellen Präsentation war die Augensteuerung eines der<br />

meisterwarteten Features des Galaxy S4. Die Praxis fällt aber leider weitaus<br />

weniger spektakulär aus als erhofft. Das Augen-Tracking funktioniert nur in<br />

bestimmten Apps, darunter beispielsweise der Browser, und auch dort<br />

nicht immer wie gewünscht. Wenn Sie eine scrollbare Browserseite geöffnet<br />

haben, müssen Sie Ihre Augen zunächst einmal so lange auf das Display<br />

richten, bis das Handy diese erkannt hat und ein entsprechendes Symbol<br />

anzeigt. Anschließend neigen Sie den Kopf leicht nach unten oder oben<br />

und bewegen dabei die Augen in dieselbe Richtung, um zu scrollen. Das<br />

klappt meist ganz ordentlich, ist aber deutlich anstrengender, als einfach<br />

mit dem Finger über den Bildschirm zu wischen. Sinnvoller eingesetzt ist<br />

das Eye-Tracking im Videoplayer, denn der pausiert die Wiedergabe, sobald<br />

Sie Ihren Blick vom Display nehmen. Allerdings funktionierte das im Test nur<br />

bei sehr guten Lichtverhältnissen.<br />

Air View<br />

Ein Feature, das Sony bereits im letzten Jahr beim<br />

Xperia sola eingebaut hatte, das dort aber mehr<br />

schlecht als recht funktionierte. Samsungs Umsetzung<br />

ist deutlich besser, doch der wirkliche Nutzen<br />

von Air View bleibt auch beim Galaxy S4 fraglich.<br />

Wenn Sie mit Ihrem Finger an einer bestimmten<br />

Stelle bis zu einem Zentimeter über dem Display<br />

für einige Sekunden verharren, zeigt Air View beispielsweise<br />

zusätzliche Informationen in einer App<br />

oder eine Lupe im Browser an. Anschließend können<br />

Sie den Finger sogar nach oben und unten<br />

bewegen, um durch die dargestellten Inhalte zu<br />

scrollen. Wirklich komfortabel fühlt sich das jedoch<br />

nicht an und gerade bei etwas zittrigen Händen ist<br />

es äußerst schwierig, die Funktion überhaupt zu<br />

aktivieren. Unter dem Strich ist Air View eher ein<br />

Gimmick, das man nur sehr selten nutzen wird.<br />

Gestensteuerung<br />

Fotos: Thomas Riese<br />

Von den drei „intuitiven“ Steuerungshilfen ist die Gestensteuerung noch<br />

die sinnvollste. Scrollen per Wischbewegung funktioniert einwandfrei,<br />

auch unabhängig von den Lichtverhältnissen. Zusätzlich lassen sich per<br />

Geste Anrufe annehmen (sehr nützlich im Auto, wenn das Handy in einer<br />

entsprechenden Halterung steckt) sowie durch die Musikbibliothek<br />

oder Fotogalerie navigieren. Am besten gefällt uns jedoch die Funktion<br />

„Quick Check“: Liegt das Galaxy S4 mit ausgeschaltetem Display auf dem<br />

Tisch, brauchen Sie nur einmal über das Display zu wischen, um einen<br />

speziellen Info-Bildschirm aufzurufen, der Ihnen sofort die Uhrzeit sowie<br />

neue Mails, Anrufe und den aktuellen Akkustand anzeigt.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 13


Phones TEst: Smartphone Samsung Galaxy S4<br />

Life in plastic –<br />

not fantastic<br />

Im letzten Jahr war Samsung nur einer von vielen<br />

Android-Herstellern, die auf Polycarbonat als<br />

Gehäusematerial setzten, weshalb lediglich Apple-Fans<br />

ob der „billigen Plastikschale“ die Nase<br />

rümpften. Bei der aktuellen Generation sieht das<br />

jedoch ganz anders aus, denn LG (Gorilla-Glas-<br />

Rückseite beim Optimus G), Sony (Mineralglas-<br />

Gehäuse beim Xperia Z) und besonders HTC<br />

(Aluminium-Gehäuse beim One) haben alternative<br />

Materialien für sich entdeckt und mit diesen<br />

Telefone geschaffen, die sich in puncto Haptik<br />

Weitere Features<br />

Bewegungssteuerung<br />

Das Galaxy S4 lässt sich jederzeit stummschalten,<br />

indem Sie das Gerät entweder auf das Display legen<br />

oder dieses komplett mit Ihrer Hand bedecken.<br />

Außerdem können Sie einen Screenshot<br />

aufnehmen, indem Sie mit der Handkante von<br />

links nach rechts über den Bildschirm streichen.<br />

Group Play<br />

Mit dieser Funktion lassen sich mehrere<br />

Samsung-Handys direkt miteinander koppeln,<br />

um beispielsweise Musik gleichzeitig abzuspielen<br />

oder Dateien miteinander auszutauschen.<br />

Samsung Knox<br />

Ähnlich wie Blackberry will auch Samsung<br />

künftig eine spezielle sichere Umgebung bieten,<br />

um das Galaxy S4 als Firmen-Smartphone<br />

attraktiver zu machen. Zum Marktstart ist<br />

Knox jedoch noch nicht aktiv.<br />

S-Health<br />

Eine Fitness-Tracker-App, die dank der integrierten<br />

Sensoren zum Beispiel Laufwege mitloggt<br />

und anschließend den Kalorienverbrauch<br />

ausrechnet.<br />

S-Translate<br />

Übersetzer-App, die zum Start acht Sprachen<br />

in Text und Ton ausgibt. Enthält außerdem in<br />

jeder Sprache eine Sammlung wichtiger und<br />

häufig benötigter Fragen und Phrasen.<br />

Notfallassistent<br />

Ein sehr nützliches Feature, das beim Gedrückthalten<br />

der Lautstärkewippe automatisch<br />

einen Notruf an einen voreingestellten<br />

Kontakt absendet.<br />

deutlich von Samsungs <strong>Smartphones</strong> abheben.<br />

Natürlich ist das ein Stück weit auch Geschmackssache<br />

und wenn Sie bisher kein Problem<br />

mit den Plastikgehäusen und der recht billig<br />

wirkenden abnehmbaren Rückseite der Samsung-<br />

Handys hatten, dann werden diese Sie auch beim<br />

S4 nicht stören. Trotzdem muss man aber festhalten,<br />

dass sich die genannten Konkurrenzhandys<br />

einfach deutlich besser anfühlen als Samsungs<br />

Galaxy S4. Einen nicht zu verachtenden Pluspunkt<br />

hat die abnehmbare Rückschale aber trotzdem,<br />

denn beim S4 dürfen Sie nach wie vor den<br />

Akku selbst austauschen, das ist bei LG, Sony<br />

und HTC nicht möglich.<br />

Großes Display,<br />

riesige Performance<br />

Schon beim ersten Einschalten strahlt einem das<br />

Full-HD-Display des Galaxy S4 förmlich entgegen<br />

und sofort stechen die extrem kräftigen Farben<br />

und klaren Kontraste ins Auge. Hier spielt<br />

die Super-AMOLED-Technologie, auf die<br />

Samsung bereits seit dem ersten Galaxy S setzt,<br />

ihre Stärken aus. Dazu ist der Bildschirm gestochen<br />

scharf und hat einen sehr guten Blickwinkel,<br />

auch die Spiegelung hält sich in Grenzen,<br />

sodass der Screen selbst bei direkter Sonneneinstrahlung<br />

noch ablesbar ist. Abseits des Displays<br />

überzeugt das S4 vor allem in puncto Performance<br />

auf ganzer Linie: Die aktuell in Deutschland<br />

verfügbare Variante des Galaxy S4 wird –<br />

genau wie HTCs One – angetrieben von Qualcomms<br />

Snapdragon-600-Quad core-CPU.<br />

Allerdings ist diese beim S4 mit 1.900 MHz<br />

etwas höher getaktet als beim HTC-Modell<br />

(1.700 MHz). Den Unterschied merkt man nur<br />

in den Benchmarks wirklich, wo sich das<br />

Samsung-Smartphone bei allen durchgeführten<br />

Tests knapp vor dem One positionierte und somit<br />

neue Bestwerte lieferte. Bei der Bedienung<br />

sind beide Geräte absolut flüssig, Menü-Ruckler<br />

oder lange Ladezeiten gibt es schlichtweg nicht.<br />

Gleiches gilt für anspruchsvolle 3D-Spiele à la<br />

Dead Trigger oder Bladeslinger sowie Full-HD-<br />

Videos. Als Entertainer ist das Galaxy S4 also<br />

absolut top.<br />

Features, Features und<br />

noch mehr Features<br />

So weit, so gut, die Pflichtaufgaben Display und<br />

Leistungsfähigkeit hat Samsung also mit Bravour<br />

bestanden. Doch was bietet das neue Galaxy-<br />

Smartphone in puncto Features? Hier hat HTC<br />

bei seinem One mit den Boom-Sound-Lautsprechern,<br />

der integrierten Fernbedienung, dem<br />

Homescreen-Newsfeed („Blink Feed“) und dem<br />

cleveren Musikplayer ordentlich vorgelegt. Eines<br />

vorweg: Die Infrarot-Fernbedienung hat<br />

Samsungs S4 ebenfalls an Bord, Sie können auf<br />

Wunsch also auch mit dem neuen Galaxy-Handy<br />

Ihr komplettes Heimkino-Equipment steuern.<br />

Bei den übrigen Features unterscheiden sich<br />

beide Geräte dann aber deutlich. Samsung setzt<br />

beim S4 nämlich nur teilweise auf coole Apps<br />

sowie verbesserte Hardware und legt den Fokus<br />

eher auf eine Reihe von Funktionen, welche die<br />

Bedienung des <strong>Smartphones</strong> erleichtern sollen,<br />

namentlich Air View, Smart Screen und Gestensteuerung.<br />

Alle drei Features haben wir Ihnen<br />

jeweils in einem Kasten auf der vorhergehenden<br />

Doppelseite erklärt. Im Praxiseinsatz sind die<br />

Steuerungshilfen zwar nett, allerdings funktionieren<br />

sie nicht immer genau, weshalb es meist<br />

einfacher ist, das Display mit dem Finger zu<br />

bedienen. Mit Ausnahme der Wischgeste über<br />

das ausgeschaltete Handy, mit der Sie einen Statusbildschirm<br />

aktivieren (Quick Check), haben<br />

wir im Praxistest keines der Bedien-Features regelmäßig<br />

genutzt. Anders sieht es bei den vorinstallierten<br />

Apps aus, denn besonders der Übersetzer<br />

S-Translate entpuppte sich als ein mächtiges<br />

und gut funktionierendes Hilfsmittel. Falls<br />

Ihr Koreanisch etwas eingerostet ist, können Sie<br />

mit der App nämlich einfach einen Satz eintippen<br />

oder -sprechen und S-Translate wird diesen<br />

anschließend sowohl in Text (oder Schriftzeichen)<br />

als auch gesprochen ausgeben. Das funktionierte<br />

im Test außerordentlich gut. Allerdings<br />

sind alle acht Zielsprachen (darunter Deutsch,<br />

Französisch, Spanisch) nur dann verfügbar, wenn<br />

Englisch als Ausgangssprache gewählt wird.<br />

Ebenfalls nett ist die Group Play-Funktion, mit<br />

der sich mehrere Samsung-Handys miteinander<br />

verbinden lassen, um beispielsweise Musik auf<br />

allen Geräten gleichzeitig abzuspielen oder bestimmte<br />

Spiele gegeneinander zu zocken. Group<br />

Play ist mittlerweile auch als App für ältere<br />

Samsung-Modelle kostenlos im Play Store verfügbar,<br />

unterstützt werden aktuell das Galaxy S3,<br />

das Note 2, das Note 10.1 sowie das Galaxy Tab<br />

10.1. Ein weiteres sehr sinnvolles Feature, den<br />

Notfallassistenten, werden Sie hoffentlich nie<br />

benötigen, wichtig ist er aber allemal. Um diesen<br />

nutzen zu können, müssen Sie die Funktion einmalig<br />

einrichten und einen oder mehrere Kontakte<br />

hinterlegen. Sollten Sie dann beispielsweise<br />

in einen Unfall verwickelt sein oder anderweitig<br />

Hilfe benötigen, genügt ein kurzes<br />

Gedrückthalten der kompletten Lautstärkewippe<br />

und das Handy sendet anschließend sowohl<br />

ein Foto als auch den aktuellen Aufenthaltsort<br />

sowie eine kurze Tonaufnahme an die zuvor festgelegten<br />

Kontaktpersonen. Eine wirklich hilfreiche<br />

Funktion, die zukünftig hoffentlich auch von<br />

anderen Herstellern implementiert wird.<br />

14 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEst: Smartphone Samsung Galaxy S4 Phones<br />

Die Kamera: Draußen<br />

hui, im Dunkeln pfui<br />

Abschließend soll natürlich auch die neue Kamera<br />

des Galaxy S4 nicht unerwähnt bleiben.<br />

Hier geht Samsung mit dem Trend und erhöht<br />

die Megapixel-Anzahl seiner Handy knipse auf<br />

13 – genau wie Sony beim Xperia Z. Dieser<br />

Schritt macht sich bezahlt, allerdings nur teilweise.<br />

Fotografiert man nämlich im Freien bei<br />

guten Lichtverhältnissen, macht das S4 hervorragend<br />

scharfe, kontrastreiche und detaillierte<br />

Bilder, die sich auch als Ausdruck oder beim<br />

Betrachten am heimischen TV absolut sehen<br />

lassen können. Dank der hohen Auflösung bleiben<br />

die Fotos selbst beim Vergrößern noch angenehm<br />

scharf. Ganz anders sieht es dagegen<br />

bei schlechtem Licht aus, denn hier lässt sich<br />

auf den Bildern der S4-Kamera nur noch sehr<br />

wenig erkennen. Zwar gibt es einen extra<br />

Nachtmodus, doch auch der brachte nur ein<br />

minimal besseres Ergebnis (Vergleichsfotos im<br />

Kasten auf der vorhergehenden Doppelseite).<br />

Hier sind besonders die Kameras von HTCs<br />

One und Nokias Lumia 920 deutlich besser.<br />

Trotzdem ist die neue Kamera ein großer Schritt<br />

gegenüber dem Vorgänger, auch weil neben der<br />

Hardware vor allem die Fotosoftware stark verbessert<br />

wurde. Mit dem S4 dürfen Sie nämlich<br />

sogenannte Dual-Camera-Fotos aufnehmen, bei<br />

denen die Frontkamera und die rückseitige<br />

Knipse gleichzeitig auslösen. Anschließend bauen<br />

Sie das Frontkamera-Bild ins aufgenommene<br />

Foto mit ein und haben so auch den Fotografen<br />

in der Aufnahme mit verewigt. Neben<br />

dieser Funktion bietet das S4 die Möglichkeit,<br />

Haptik und Design<br />

Einer der größten Kritikpunkte des Vorgängers ist gleichzeitig auch der dickste Minuspunkt beim<br />

Galaxy S4: das Design. Klar, die Geschmäcker sind verschieden und wen die Plastikschale bereits<br />

beim S3 nicht störte, der wird auch beim Galaxy S4 damit leben können. Trotzdem kann und darf<br />

man nicht außer Acht lassen, dass andere Hersteller hier mittlerweile hochwertigere Gehäuse<br />

bauen und das zu einem deutlich niedrigeren Preis. Äußerlich unterscheidet sich das S4 hauptsächlich<br />

durch die neuen Farbvarianten von seinem Vorgänger, denn während das S3 im einfarbigen<br />

„Marble White“ und „Pebble Blue“ erhältlich war, kommt das S4 in mit einer jeweils gemusterten<br />

Rückseite in den Farben „White Frost“ und „Black Mist“. Der größte Vorteil von Samsungs wiederverwertetem<br />

Design ist neben dem Erkennungsfaktor die abnehmbare Rückseite, dank der<br />

Sie den herausnehmbaren Akku jederzeit selbst austauschen dürfen.<br />

zu einem aufgenommenen Foto Ton abzuspeichern,<br />

um so beispielsweise eine virtuelle Grußkarte<br />

zu erstellen. Dazu kommen noch einige<br />

weitere teils clevere, teils unnütze Features, die<br />

wir Ihnen im Kasten auf Seite 36 vorstellen.<br />

Unter dem Strich lässt sich festhalten, dass<br />

Samsung beim Galaxy S4 sehr viel richtig gemacht<br />

hat, ohne jedoch die ganz großen Glanzpunkte<br />

zu setzen. Reicht das für die Android-<br />

Krone? (ps)<br />

Fotos: Thomas Riese<br />

Produktinfo Samsung Galaxy S4<br />

Webseite<br />

www.samsung.de<br />

Preis (UVP, Online) € 730, ab € 580 (16 GByte)<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

5,0 Zoll (ca. 12,7 cm),<br />

1.080 x 1.920 Pixel (441 ppi),<br />

Super-AMOLED<br />

Mobilfunk<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA),<br />

LTE<br />

Prozessor/Taktung Qualcomm Snapdragon 600,<br />

Quadcore, 4x 1,9 GHz<br />

Interner Speicher 16, 32 oder 64 GByte (erweiterbar)<br />

Foto/Video 13-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(1080p), Frontkamera für<br />

Videotelefonie<br />

Ausmaße/Gewicht 137 x 70 x 7,9 mm/130 g<br />

Betriebssystem Android 4.2.2 (Jelly Bean)<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Lieferumfang<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

Bis zu 450 Stunden (Standby)/<br />

2.600 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),<br />

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA, MHL,<br />

Bluetooth, NFC<br />

Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer<br />

23.918 Punkte (Antutu)<br />

12.309 Punkte (Quadrant)<br />

* Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z<br />

Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.<br />

Fazit<br />

Nach der Präsentation in<br />

New York herrschte in der<br />

<strong>SFT</strong>-Redaktion zunächst große Ernüchterung,<br />

denn eigentlich hatten wir mit einem rundum<br />

erneuerten Galaxy-Smartphone gerechnet,<br />

das genau wie HTCs One oder Sonys Xperia Z<br />

für ein echtes Aha-Erlebnis sorgen sollte. Die<br />

neuen Features lasen sich auf den ersten Blick<br />

zwar nett, wirklich vom Hocker rissen uns die<br />

verschiedenen Steuerungsoptionen aber nicht<br />

und besonders das im Vergleich zum Vorgänger<br />

nahezu unveränderte Design war eine große<br />

Enttäuschung. Jetzt, etliche Monate und<br />

zahlreiche Test-Wochen später, müssen wir zumindest<br />

teilweise zurückrudern und das, obwohl<br />

die obigen Befürchtungen eigentlich bestätigt<br />

wurden. Das Design ist zwar zweckmäßig<br />

und unterstützt Samsungs Philosophie der<br />

„Offenheit“, denn die Rückseite lässt sich jederzeit<br />

abnehmen und der Akku austauschen. In<br />

puncto Haptik liegt das S4 aber Welten hinter<br />

einem iPhone oder dem HTC One. Auch die angepriesenen<br />

Features stellten sich – vor allem<br />

was die Steuerungsfunktionen betrifft – hauptsächlich<br />

als Gimmicks heraus, die man im<br />

Praxis einsatz alsbald wieder deaktivieren wird.<br />

Trotzdem zählt das S4 zusammen mit Sonys<br />

Xperia Z und HTCs One zu den drei besten Android-Handys,<br />

denn die extrem gute Performance,<br />

das überragende Display und die bei<br />

Tageslicht sehr gute Kamera machen das<br />

schnöde Design und die unnötigen Features<br />

schnell vergessen. Und wenn Sie sich jetzt nicht<br />

sicher sind, welches der drei Top-<strong>Smartphones</strong><br />

das richtige für Sie ist, blättern Sie doch einfach<br />

mal auf die nächste Seite um.<br />

Samsung Galaxy s4<br />

Überragende<br />

Leistung<br />

Tolle Fotos bei<br />

Tageslicht<br />

Brillantes Display<br />

Teils clevere Feature<br />

Wenig hochwertige<br />

Haptik<br />

Sehr gut<br />

Note 1,1<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 15


Phones TEst: Smartphone Samsung Galaxy S4<br />

Dreikampf<br />

um die<br />

Krone<br />

Vergleich Sie sind sich nicht sicher, welches der<br />

drei Android-Topmodelle das richtige für Sie ist?<br />

Wir helfen gerne bei der Entscheidungsfindung.<br />

Geeignet für Leute,<br />

• die den Akku selbst<br />

tauschen möchten<br />

• die coole Software-<br />

Features mögen<br />

• denen eine gute<br />

Handy-Kamera<br />

wichtig ist<br />

• die auf ruckelfreie<br />

Bedienung und<br />

bedingungslos gute<br />

Performance Wert<br />

legen<br />

Samsung Galaxy S4 gegen Sony Xperia Z<br />

gegen HTC One. Dreimal Quad core-<br />

Power, dreimal Full-HD-Display und dreimal<br />

tonnenweise coole Features. Da ist es nicht<br />

verwunderlich, dass die Kaufentscheidung für<br />

eines dieser drei Top-Handys schwerfällt. Auch<br />

für uns ist es nicht einfach, eines der Geräte explizit<br />

zu empfehlen, denn jedes davon hat seine<br />

Stärken und Schwächen. Um trotzdem einen<br />

Sieger zu bestimmen, haben wir uns deshalb entschlossen,<br />

die drei Super-Handys in einem direkten<br />

Vergleich gegeneinan der antreten zu lassen,<br />

bei dem es in den Kategorien Display, Design,<br />

Leistung, Features und Extras jeweils bis zu fünf<br />

Punkte zu erringen gibt. Außerdem erzählt Ihnen<br />

jedes Handy oben auf der Seite selbst, für wen es<br />

besonders gut geeignet ist. (ps)<br />

Display<br />

Haptik/<br />

Design<br />

Sehr gut<br />

Note 1,1<br />

Samsung Galaxy S4<br />

Die Super-AMOLED-Technologie lässt ihre Muskeln spielen und überzeugt auf ganzer Linie. Das<br />

Display des Galaxy S4 ist extrem scharf und bietet im direkten Vergleich die kräftigsten (wenn<br />

auch nicht immer natürlichsten) Farben. Volle Punktzahl.<br />

Der große Schwachpunkt von Samsungs Super-Handy, denn die dünne, abnehmbare Plastikrückseite<br />

des S4 fühlt sich weder hochwertig noch besonders robust an. Trotzdem liegt das Galaxy-Smartphone<br />

dank der abgerundeten Kanten gut in der Hand, sodass es letztendlich für drei Punkte reicht.<br />

Fazit<br />

Ein harter Dreikampf endet in<br />

einem Unentschieden zwischen<br />

Samsung und HTC und einem dritten Platz für Sony.<br />

Künftig werden sich also das Galaxy S4 und das One<br />

den Android-Thron in der <strong>SFT</strong>-Hitliste teilen müssen,<br />

das Xperia Z, das wir im Frühjahr 2013 noch<br />

ebenfalls mit der Note 1,1 bewertet haben, muss<br />

außerdem eine kleine Abwertung auf 1,3 hinnehmen.<br />

Trotzdem bleibt das Sony-Smartphone aber<br />

ein absolutes Spitzengerät, das noch dazu etwas<br />

günstiger ist als seine beiden Kontrahenten. Denn<br />

während Sie für das S4 im Internet aktuell 450 Euro,<br />

für das One gar 500 Euro bezahlen müssen, ist das<br />

Xperia Z bereits ab 420 Euro erhältlich.<br />

Kamera<br />

Leistung<br />

Software-<br />

Features<br />

Ausstattung<br />

&<br />

Extras<br />

Die 13-Megapixel-Kamera des S4 macht hervorragende Fotos bei Tageslicht, die sich absolut<br />

sehen lassen können. Dazu gibt es zahlreiche coole Foto-Features. Aufgrund der dürftigen Lowlight-Qualität<br />

reicht es trotzdem nicht zur vollen Punktzahl, sondern nur zu guten vier Punkten.<br />

Der Snapdragon-600-Quadcore-Prozessor sorgt für überragende Leistung und dank zwei Gigabyte RAM<br />

geht dem S4 auch bei mehreren gleichzeitig ausgeführten Aufgaben nie die Luft aus. Menü-Ruckler<br />

oder lange Ladezeiten gibt es nirgends, sodass wir hier bedenkenlos die vollen fünf Punkte vergeben.<br />

Gelungene Nature-UX-Oberfläche, viele vorinstallierte Apps und tonnenweise Zusatz-Features.<br />

Gerade die Bedienungshilfen wie Smart Screen oder Air View sind aber nur wenig nützliche<br />

Gimmicks und im Alltagseinsatz kaum brauchbar.<br />

In dieser Kategorie verdient sich Samsung schon deshalb fünf Punkte, weil es das einzige Gerät<br />

ist, bei dem sich das Gehäuse öffnen und der Akku tauschen lässt. Dazu kommt eine integrierte<br />

IR-Fernbedienung sowie zahlreiche Sensoren für Bewegungs-, Gesten- und Augensteuerung.<br />

Punkte 26<br />

16 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEst: Smartphone Samsung Galaxy S4 Phones<br />

Geeignet für Leute,<br />

• die großen Wert auf<br />

ein hochwertiges<br />

Design legen<br />

• die häufig über die<br />

Handy-Lautsprecher<br />

Musik hören<br />

• die ihr Handy oft als<br />

mobilen Entertainer<br />

nutzen<br />

• die mit Blink Feed<br />

immer die aktuellen<br />

Neuigkeiten aus<br />

aller Welt im Blick<br />

haben möchten<br />

Geeignet für Leute,<br />

• die viel draußen<br />

unterwegs sind und<br />

ihr Handy auch bei<br />

Sonne und Regen<br />

benutzen möchten<br />

• die nicht mehr als<br />

500 Euro ausgeben<br />

wollen<br />

• die haptisch hochwertige<br />

Gehäuse<br />

mögen<br />

• denen eine schlichte<br />

Nutzerobefläche<br />

ohne Schnickschnack<br />

gefällt<br />

Sehr gut<br />

Note 1,1<br />

Sehr gut<br />

Note 1,3<br />

HTC One<br />

Dass HTC tolle Displays bauen kann, bewiesen die Taiwaner bereits im letzten Jahr beim One X.<br />

Auch der Bildschirm des neuen One glänzt mit überragender Schärfe und sehr großem Blickwinkel,<br />

außerdem hat das One die größte Pixeldichte aller drei Geräte (469 ppi).<br />

Sony Xperia Z<br />

Auch das Xperia Z erreicht die volle Punktzahl, was es vor allem der Mobile Bravia Engine 2 zu<br />

verdanken hat. Die sorgt nämlich dafür, dass das Display des Z äußerst hell und kontrastreich ist<br />

und selbst bei direkter Sonneneinstrahlung noch perfekt ablesbar bleibt.<br />

Das haptisch beste Android-Smartphone kommt von HTC, denn das Aluminium-Gehäuse des<br />

One ist extrem hochwertig und perfekt verarbeitet. Das gesamte Gerät wirkt wie aus einem Guss<br />

und hat sich deshalb die Höchstpunktzahl redlich verdient.<br />

Das Mineralglas-Gehäuse von Sonys Xperia Z fühlt sich ebenfalls deutlich hochwertiger an als<br />

Samsungs Plastikschale, liegt aufgrund des kantigen Designs aber nicht ganz so gut in der Hand<br />

wie HTCs One. Vier Punkte für Sony.<br />

HTC ist mit seiner 4-Megapixel-Kamera ein großes Wagnis eingegangen. Zwar macht die „Ultrapixel“-<br />

Kamera die besten Dämmerlicht-Fotos im Vergleich und auch normale Aufnahmen sind durchaus<br />

detailliert, sobald man ein Bild jedoch vergrößern möchte, wird es schnell sehr pixelig.<br />

Auch Sony setzt auf 13 Megapixel, in puncto Bildqualität kann die Xperia-Knipse aber nicht ganz<br />

mit der von Samsungs Galaxy mithalten. Bei schlechten Lichtverhältnissen sind beide kaum zu<br />

gebrauchen, bei Tageslicht gefielen uns die Aufnahmen des Samsung-Handys einen Tick besser.<br />

Auch HTCs One hat die Snapdragon-600-CPU, allerdings mit minimal niedrigerer Taktung. Im<br />

Praxis einsatz merkt man jedoch keinerlei Unterschiede zum S4. Lediglich in den Benchmarks war<br />

das Galaxy minimal vorne. Trotzdem gibt es auch fürs One die volle Punktzahl.<br />

Beim Xperia Z müssen Sie hin und wieder mit Menü-Rucklern leben, auch die Benchmark-Ergebnisse<br />

lagen ein ganzes Stück hinter dem One und dem S4. Trotzdem hat das Xperia Z mehr als<br />

genügend Power für alle wichtigen Aufgaben und verdient sich ordentliche vier Punkte.<br />

Die neue Sense-Oberfläche gefällt vor allem mit dem Blink-Feed-Feature, einem Newsfeed auf<br />

dem Homescreen Ihres <strong>Smartphones</strong>. Dazu kommen eine Handvoll vorinstallierte Apps, von<br />

denen aber nur der Musikplayer mit Karaoke-Funktion wirklich überzeugen kann.<br />

Sonys Benutzeroberfläche läuft seit jeher nicht perfekt und das hat sich auch auf dem Flaggschiff<br />

nicht geändert. Das coolste Feature am Xperia Z sind die „Small Apps“, das sind kleine Anwendungen<br />

wie ein Taschenrechner oder eine Eieruhr, die in einem verschiebbaren Mini-Fenster starten.<br />

Auch HTCs One hat eine integrierte IR-Fernbedienung, außerdem müssen die tollen Boom-<br />

Sound-Stereolautsprecher lobend erwähnt werden. Trotzdem reicht es nur für vier Punkte, da<br />

sich der Akku nicht tauschen und der interne 32-Gigabyte-Speicher nicht erweitern lässt.<br />

Sony erlaubt beim Xperia Z zwar eine Speichererweiterung per Micro-SD, der Akku lässt sich<br />

aber wie beim HTC One nicht austauschen. Dafür ist das Xperia Z sowohl wasserdicht als auch<br />

gegen Staub und Schmutz geschützt und bekommt dafür gute vier Punkte.<br />

26 23<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 17


Phones TEST: Android-<strong>Smartphones</strong><br />

Smartes Android-Trio<br />

<strong>Smartphones</strong> Wir haben drei aktuelle <strong>Smartphones</strong> für jeden Geldbeutel getestet.<br />

Mit der in diesem Sommer erschienenen<br />

neuen Samrtphone-Generation<br />

wurde die ohnehin<br />

schon große Geräteauswahl gleich<br />

noch mal um einiges vielseitiger. Das<br />

große Highlight darunter ist natürlich<br />

das Galaxy S4, dessen ausführlichen Test<br />

Sie ab Seite 12 finden. Doch auch abseits<br />

von Samsungs neuem Spitzenmodell gab<br />

es einige interessante Neuheiten. Den<br />

Anfang macht der einstmals sehr erfolgreiche<br />

französische Hersteller Alcatel, der<br />

mit seinem neuen Android-Mittelklasse-<br />

Modell One Touch Idol an frühere Erfolge<br />

anknüpfen möchte. Das zweite<br />

Handy im Test kommt von Samsung<br />

und hört auf den Namen Galaxy Express.<br />

Es handelt sich ebenfalls um ein Mittelklasse-Modell,<br />

das besonders durch LTE-<br />

Funktionalität, die in dieser Preisklasse<br />

noch eher die Ausnahme ist, potenzielle<br />

Käufer für sich gewinnen möchte.<br />

Komplettiert wird das Android-Trio in<br />

diesem Test von Huaweis Riesenhandy<br />

Ascend Mate, das mit seinem enormen<br />

6,1-Zoll-Display die Grenzen zwischen<br />

Smartphone und Tablet verschwimmen<br />

lässt. Für die Hosentasche eignet sich ein<br />

Telefon in dieser Größe natürlich nur<br />

bedingt, dafür möchte das Ascend vor allem<br />

als mobiler Entertainer überzeugen.<br />

Inwieweit das gelingt und ob Samsungs<br />

Galaxy Express sowie Alcatels One<br />

Touch Idol ihre jeweiligen Verkaufspreise<br />

rechtfertigen können, klären wir im Test<br />

auf dieser Doppelseite. (ps)<br />

Alcatel One Touch Idol<br />

Web: www.alcatel.de Preis (UVP, Online): € 250, ab € 190<br />

Trotz Plastikschale hinterlässt das One Touch Idol beim Anfassen einen<br />

haptisch ordentlichen Eindruck, denn das Gehäuse wirkt gut verarbeitet,<br />

ein Knarzen oder Knacken ist auch bei festem<br />

Druck nicht hörbar. Dazu ist das<br />

Alcatel-Smartphone gerade einmal 7,9<br />

Millimeter dünn und passt trotz großem<br />

4,7-Zoll-Bildschirm bequem in die<br />

Hosentasche. Rechts und links am<br />

Unibody-Gehäuse befindet sich jeweils<br />

ein SIM-Schacht, denn das Idol kann<br />

mit zwei Karten gefüttert und betrieben<br />

werden. Verzichten müssen Sie bei dieser<br />

Ausstattungsvariante dafür auf einen<br />

Micro-SD-Slot, der interne 16-Gigabyte-Speicher<br />

lässt sich nur bei der<br />

Single-SIM-Version per Speicherkarte<br />

erweitern. Das Display löst mit 540 x<br />

960 Pixeln auf und ist angenehm scharf<br />

und blickwinkelstabil, kann mit aktuellen<br />

High-End-Bildschirmen aber<br />

selbstverständlich nicht mithalten. Der<br />

Prozessor fällt im Vergleich zur übrigen<br />

Hardware deutlich ab, denn die 1-GHz-<br />

Dualcore-CPU gerät regelmäßig ins<br />

Stocken, insbesondere bei aufwendigen<br />

3D-Spielen. Für die Standard-Aufgaben<br />

wie Surfen, Mailen und Telefonieren<br />

reicht die Recheneinheit aber locker aus.<br />

Für aktuell 230 Euro ist das Idol somit<br />

auf jeden Fall ein sehr brauchbares<br />

Mittelklasse-Smartphone.<br />

GUT<br />

Note 2,4<br />

Gute Verarbeitung<br />

Zwei SIM-Slots<br />

Farbstarkes Display<br />

Performanceprobleme<br />

Samsung Galaxy Express<br />

Web: www.samsung.de Preis (UVP, Online): € 400, ab € 220<br />

Samsung reitet weiter auf der Galaxy-Welle und veröffentlichte mit<br />

dem Express ein weiteres Mitglied in seiner Erfolgsreihe. Die technischen<br />

Daten sind nicht sonderlich beeindruckend,<br />

denn der Bildschirm des Mittelklasse-<strong>Smartphones</strong><br />

löst lediglich mit 480 x 800 Pixeln<br />

auf und auch die 1,2-GHz-Dualcore-<br />

CPU entspricht nicht mehr dem aktuellen<br />

technischen Stand. Trotz der auf dem<br />

Papier eher unterdurchschnittlichen Ausstattung<br />

läuft das Express aber richtig<br />

flott, was Samsung dem perfekten Zusammenspiel<br />

seiner Nature-UX-Benutzeroberfläche<br />

mit der aktuellen An droid-<br />

Version 4.1 (Jelly Bean) zu ver danken<br />

hat. Menüruckler oder lange App-Startzeiten<br />

gibt es beim Galaxy Express<br />

schlichtweg nicht. Auch grafisch anspruchsvolle<br />

Spiele wie den Shooter Dead<br />

Trigger meisterte das Samsung-Telefon<br />

ohne Probleme. Das Hauptverkaufsargument<br />

des Galaxy Express ist jedoch ein<br />

anderes, denn es ist eines der ersten Mittelklasse-Geräte<br />

überhaupt, das den mobilen<br />

Datenturbo LTE mit Downloadraten<br />

von bis zu 100 Mbit/s unterstützt.<br />

Einen Blick ist das Galaxy Express trotz<br />

der insgesamt eher unspektakulären Technik<br />

auf jeden Fall wert. Schließlich bekommen<br />

Sie zu einem attraktiven Preis<br />

ein gut funktionierendes Smartphone<br />

inklusive LTE-Turbo.<br />

GUT<br />

Note 2,2<br />

Gute Performance<br />

LTE-Unterstützung<br />

Niedrige Displayauflösung<br />

5-Megapixel-Kamera<br />

18 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Android-<strong>Smartphones</strong><br />

Phones<br />

Huawei Ascend Mate<br />

Web: www.huaweidevice.com Preis (UVP, Online): € 500, ab € 310<br />

Wir haben lange überlegt, ob man Huaweis Ascend Mate tatsächlich<br />

noch als Smartphone klassifizieren kann. Aber nachdem das Riesenhandy<br />

den Hosentaschentest gerade so bestand, haben wir uns doch<br />

entschlossen, es bei den Telefonen einzuordnen. Der 6,1-Zoll-Bolide<br />

kommt in einem Polycarbonat-Unibody-Gehäuse, das in puncto<br />

Verarbeitung keinerlei Anlass zur Kritik bietet und das dank der<br />

griffigen Rückseite auch gut in der Hand liegt. Das IPS-Display ist<br />

angenehm hell und kontrastreich, allerdings muss sich der chinesische<br />

Hersteller fragen lassen, warum man bei dieser Größe nicht<br />

einen Full-HD-Bildschirm verbaut hat. Mit der 720 x 1.280er-<br />

Auflösung liegt die Pixeldichte nämlich nur bei 230 ppi und ist<br />

damit geringer als beispielsweise die eines über zwei Jahre alten<br />

Galaxy S2 (233 ppi). In der Praxis merkt man das allerdings kaum,<br />

HD-Videos sehen gut aus und laufen einwandfrei. Leistungsmäßig<br />

gibt es ebenfalls nichts auszusetzen am Mate, das von Huaweis<br />

selbst entwickeltem Quadcore-Chipsatz K3V2 angetrieben wird.<br />

Der Prozessor schlug sich im Test bei allen Aufgaben sehr ordentlich<br />

und liegt laut Benchmarks in etwa auf dem Niveau von Samsungs<br />

Exynos im Galaxy S3. Abgerundet wird das gute Smartphone-Paket<br />

von einem riesigen 4.050-mAh-Akku, dank dem Sie selbst bei intensiver<br />

Nutzung locker durch den Tag kommen. Wenn Sie die Größe nicht<br />

abschreckt, ist das Ascend Mate ein wirklich empfehlenswertes Riesenhandy,<br />

das bereits ab fairen 310 Euro erhältlich ist.<br />

GUT<br />

Note 1,5<br />

Flotte Arbeitsgeschwindigkeit<br />

Riesiger Akku<br />

Hübsche Emotion-UI-Oberfläche<br />

Niedrige Pixeldichte<br />

Produktinfo Ascend Mate Galaxy Express One Touch Idol<br />

Hersteller Huawei Samsung Alcatel<br />

Webseite www.huaweidevice.com www.samsung.de www.alcatelonetouch.com<br />

Preis (UVP, Online) € 500, ab € 310 € 400, ab € 220 € 250, ab € 190<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

6,1 Zoll (ca. 15,5 cm), 720 x 1.280 Pixel<br />

(230 ppi), HD IPS+ LCD<br />

4,5 Zoll (ca. 11,4 cm), 480 x 800 Pixel<br />

(207 ppi), Super-AMOLED Plus<br />

4,7 Zoll (ca. 11,9 cm), 540 x 960 Pixel<br />

(234 ppi), IPS<br />

Mobilfunk GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA) GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA), LTE GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA)<br />

Prozessor/Taktung Huawei K3V2,<br />

Quadcore, 1,5 GHz<br />

Qualcomm Snapdragon,<br />

Dualcore, 1,2 GHz<br />

Hersteller unbekannt,<br />

Dualcore, 1,0 GHz<br />

Interner Speicher 8 GByte (erweiterbar) 5 GByte (erweiterbar) 16 GB (erweiterbar bei Single-Sim-Variante)<br />

Foto/Video<br />

8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(1.080p), Frontkamera für<br />

Videotelefonie<br />

5-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(720p), Frontkamera für<br />

Videotelefonie<br />

8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(720p), Frontkamera für<br />

Videotelefonie<br />

Ausmaße/Gewicht 163,5 x 85,7 x 9,9 mm/198 g 132 x 69 x 9,3 mm/138 g 133 x 67,5 x 7,9 mm/110 g<br />

Betriebssystem Android 4.1 (Jelly Bean) Android 4.1.1 (Jelly Bean) Android 4.1.1 (Jelly Bean)<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Bis zu 1.100 Stunden (Stand-by)/<br />

4.050 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,<br />

WLAN, GPS, DLNA, MHL, Bluetooth,<br />

NFC<br />

Bis zu 586 Stunden (Stand-by)/<br />

2.000 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,<br />

WLAN, GPS, DLNA, MHL, Bluetooth,<br />

NFC<br />

Bis zu 415 Stunden (Stand-by)/<br />

1.800 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,<br />

WLAN, GPS, DLNA, Bluetooth<br />

Lieferumfang Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

15.774 Punkte (Antutu)<br />

5.267 Punkte (Quadrant)<br />

11.557 Punkte (Antutu)<br />

4.686 Punkte (Quadrant)<br />

6.582 Punkte (Antutu)<br />

2.878 Punkte (Quadrant)<br />

Testurteil GUT 1,5 GUT 2,2 GUT 2,4<br />

Fazit<br />

Der Fairness halber wollen wir an<br />

dieser Stelle keinen Gewinner küren,<br />

da sich die drei Kandidaten in puncto<br />

Preis- und Leistungsklasse zu stark<br />

unterscheiden. Während Huaweis<br />

Handy-Riese nämlich munter in der<br />

Oberklasse mitmischt und dank seiner<br />

guten Performance und ordentlichen<br />

Ausstattung das „sehr gut“ nur<br />

knapp verpasst hat, richten sich das<br />

One Touch Idol sowie Samsungs<br />

Galaxy Express eher an Smart phone-<br />

Einsteiger. Sollten Sie ein einfaches,<br />

aber performantes Telefon mit LTE<br />

suchen, ist das Samsung-Modell absolut<br />

zu empfehlen. Benötigen Sie<br />

dagegen einen zweiten SIM-Slot und<br />

möchten ein höher auflösendes Display,<br />

dann ist Alcatels Idol sicherlich<br />

keine schlechte Wahl.<br />

* Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 19


phones<br />

TEst: Windows-<strong>Smartphones</strong><br />

Anfänger-Trio<br />

<strong>Smartphones</strong> Einmal Huawei, zweimal<br />

Nokia, dreimal Einsteigerklasse.<br />

Wir haben drei Windows-8-Phones<br />

auf den Zahn gefühlt.<br />

Nach einer kleinen Geräteflut Anfang<br />

des Jahres war es zuletzt eher ruhig<br />

auf dem Windows-Phone-8-Markt.<br />

Selbst der Mobile World Congress in Barcelona,<br />

die größte Mobilfunkmesse der Welt,<br />

brachte nur wenige Neuheiten mit Microsofts<br />

mobilem Betriebssystem hervor. Lediglich der<br />

finnische Handy-Riese Nokia und der aufstrebende<br />

chinesische Konzern Huawei legten<br />

neue Geräte nach, die wir Ihnen auf dieser<br />

Doppelseite vorstellen. Bei den beiden Lumias<br />

handelt es sich um Einsteiger-<strong>Smartphones</strong>,<br />

die nicht mit Nokias Spitzenmodell<br />

Lumia 920 in Konkurrenz treten sollen, sondern<br />

stattdessen einen günstigen Start in die<br />

WP8-Welt bieten wollen. Genau das möchte<br />

auch Huaweis erstes Windows-8-Handy Ascend<br />

W1, das mit seinem 1,2-Gigahertz-<br />

Dualcore-Prozessor zumindest auf dem Papier<br />

sogar etwas leistungsstärker ist als die<br />

beiden Kontrahenten. Inwieweit das auch für<br />

die Praxis gilt und ob sich der Einstieg in die<br />

Windows-Welt mit einem dieser drei neuen<br />

<strong>Smartphones</strong> lohnt, zeigt der Test. (ps)<br />

Nokia Lumia 520<br />

Web: www.nokia.de<br />

Preis (UVP, Online): € 200, ab € 130<br />

Günstige Windows-Handys waren bislang<br />

eher die Ausnahme, aber jetzt kommt ausgerechnet<br />

Microsofts Exklusivpartner Nokia<br />

mit einem preislich sehr attraktiven Einsteigergerät<br />

daher. Die Hersteller-UVP liegt bei<br />

200 Euro, tatsächlich ist das Lumia 520<br />

gegenwärtig aber sogar schon für 130 Euro<br />

bei Online-Händlern erhältlich. Dass Sie zu<br />

diesem Preis keine überragende Hardware<br />

erwarten dürfen, ist selbstverständlich, doch<br />

die 1-GHz-CPU sowie das mit 480 x 800<br />

Pixeln auflösende Display sind zumindest<br />

für ein Windows-Handy noch durchaus<br />

ordentlich. Verzichten müssen Sie beim<br />

Einsteiger-Lumia dafür auf Features wie<br />

NFC, auch eine Frontkamera für Videotelefonie<br />

gibt es nicht. Die rückseitige Knipse<br />

löst mit 5 Megapixeln auf, kann allerdings<br />

nicht in HD filmen und auch die<br />

Fotos konnten uns nicht wirklich überzeugen.<br />

In puncto Leistung gab es im Test<br />

dagegen nichts auszusetzen, HD-Videos<br />

konnten wir ebenso ruckelfrei abspielen<br />

wie aufwendige Apps und grafisch anspruchsvolle<br />

3D-Spiele.<br />

Huawei Ascend W1<br />

Web: www.huaweidevice.com<br />

Preis (UVP, Online): € 200, ab € 140<br />

Im Gegensatz zum ähnlich günstigen Lumia<br />

520 hat das Huawei Ascend W1 einen etwas<br />

höher getakteten Prozessor, den Geschwindigkeitsunterschied<br />

merkt man in der Regel<br />

aber nur bei Benchmark-Tests. Äußerlich<br />

gefällt uns das Huawei deutlich besser als das<br />

Nokia, denn die abnehmbare Rückseite ist<br />

zwar auch aus Plastik, fühlt sich aber stabiler<br />

an und ist noch dazu leicht gummiert. Auch<br />

der Akku fällt mit einer Kapazität von 2.000<br />

mAh deutlich größer aus als beim Nokia-<br />

Modell und reicht selbst bei intensiver Nutzung<br />

locker für einen Tag. Allerdings gibt es<br />

zwei Kritikpunkte, die verhindern, dass sich<br />

das Huawei sogar vor dem deutlich teureren<br />

Lumia 720 platzieren kann: Der interne Speicher<br />

misst nur sehr knappe 4 Gigabyte, von<br />

denen die Hälfte bereits durch das OS belegt<br />

ist. Zwar lässt sich der Speicher per Micro-SD<br />

erweitern, jedoch können Sie unter Windows<br />

Phone nur Fotos und Musik auf die Karte<br />

verschieben, Apps werden immer im internen<br />

Speicher abgelegt. Der zweite Kritikpunkt ist<br />

die magere Auswahl an vorinstallierten Anwendungen,<br />

hier bietet Nokia deutlich mehr.<br />

Gute Performance<br />

Viele vorinstallierte Apps<br />

Keine Frontkamera<br />

Sehr billig wirkende Plastikschale<br />

BEFRIEDIGEND<br />

Note 2,9<br />

Absolut ruckelfreie Bedienung<br />

Gute Verarbeitung<br />

Sehr knapper interner Speicher<br />

Magere App-Ausstattung<br />

20 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEst: Windows-<strong>Smartphones</strong> phones<br />

Nokia Lumia 720<br />

Web: www.nokia.de<br />

Preis (UVP, Online): € 380, ab € 220<br />

Das Lumia 720 unterscheidet sich in puncto<br />

Ausstattung nur wenig vom kleineren Schwestermodell<br />

520. Vor allem die beiden wichtigsten<br />

Merkmale wie Display-Auflösung und Prozessor<br />

sind identisch – und das, obwohl das 720<br />

deutlich teurer ist. Den Aufpreis verursachen<br />

vor allem die minimal größere Diagonale (4,3<br />

Zoll) sowie NFC-Funktionalität und ein stärkerer<br />

Akku (2.000 mAh). Im Gegensatz zum<br />

520 lässt sich das Gehäuse beim großen Lumia<br />

übrigens nicht öffnen und die Batterie somit<br />

auch nicht manuell austauschen. Die Kamera<br />

löst mit ungewöhnlichen 6 Megapixeln ebenfalls<br />

etwas höher auf als die des Schwestermodells,<br />

die Ergebnisse taugen aber auch nur für<br />

Schnappschüsse bei Tageslicht. Leistungsmäßig<br />

gibt es kaum Unterschiede, das Betriebssystem<br />

läuft auf dem Lumia 720 ebenfalls flüssig und<br />

auch grafisch anspruchsvolle Webseiten oder<br />

Spiele verursachten keinerlei Performance-<br />

Probleme. Dazu kommt die im Vergleich zu<br />

Huawei deutlich bessere App-Ausstattung (Navigation,<br />

Spiele, Nachrichten, Sport), die letztendlich<br />

dafür sorgt, dass das Lumia 720 im<br />

direkten Vergleich knapp die Nase vorn behält.<br />

Gute Performance<br />

Ordentliche Ausstattung<br />

Viele vorinstallierte Apps<br />

Kamera taugt nur für Schnappschüsse<br />

BEFRIEDIGEND<br />

BEFRIEDIGEND<br />

Note 2,6<br />

Note 2,5<br />

Produktinfo Nokia Lumia 720 Huawei Ascend W1 Nokia Lumia 520<br />

Webseite www.nokia.de www.huaweidevice.com www.nokia.de<br />

Preis (UVP, Online) € 380, ab € 220 € 200, ab € 140 € 200, ab € 130<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

4,3 Zoll (ca. 10,9 cm), 480 x 800 Pixel (217 ppi), TFT-<br />

Clearblack<br />

4 Zoll (ca. 10,2 cm), 480 x 800 Pixel (233 ppi), IPS 4 Zoll (ca. 10,2 cm), 480 x 800 Pixel (233 ppi), IPS<br />

Mobilfunk GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA) GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA) GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA)<br />

Prozessor/Taktung Qualcomm Snapdragon S4, Dualcore, 2x 1,0 GHz Qualcomm Snapdragon MSM8230, Dualcore, 2x 1,2 GHz Qualcomm Snapdragon S4, Dualcore, 2x 1,0 GHz<br />

Interner Speicher 8 GByte (erweiterbar) 4 GByte (erweiterbar) 8 GByte (erweiterbar)<br />

Foto/Video<br />

6-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme (720p), Frontkamera<br />

5-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme (720p), Frontka-<br />

5-Megapixel-Kamera/Videoaufnahme (480 x 640 Pixel)<br />

für Videotelefonie<br />

mera für Videotelefonie<br />

Ausmaße/Gewicht 127,9 x 67,5 x 9,0 mm/128 g 124,5 x 63,7 x 10,5 mm/130 g 119,9 x 64,0 x 9,9 mm/124 g<br />

Betriebssystem Windows Phone 8 Windows Phone 8 Windows Phone 8<br />

Akkulaufzeit bis zu 520 Stunden (Standby)/2.000 mAh bis zu 470 Stunden (Standby)/1.950 mAh bis zu 360 Stunden (Standby)/1.430 mAh<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,<br />

Bluetooth, NFC<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,<br />

Bluetooth, NFC<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,<br />

Bluetooth<br />

Lieferumfang Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer<br />

Testurteil BEFRIEDIGEND 2,5 BEFRIEDIGEND 2,6 BEFRIEDIGEND 2,9<br />

Fazit<br />

Auch wenn Microsofts mobiles Betriebssystem in puncto<br />

Marktanteile noch weit hinter den großen Konkurrenten<br />

iOS und Android liegt, eines muss man Windows Phone 8 lassen: Es läuft auch<br />

auf Einsteigergeräten absolut einwandfrei, wie alle drei getesteten <strong>Smartphones</strong><br />

bewiesen haben. Bedienungsruckler, wie man sie gerade bei Günstig-Androiden<br />

häufig in Kauf nehmen muss, gibt es auf keinem der drei Geräte und<br />

auch Browser, Spiele und Videos laufen problemlos. Wenn Sie ein günstiges<br />

Einsteigermodell suchen, sind besonders das Lumia 520 und das Ascend W1<br />

mit ihrem Internetpreis unter 200 Euro trotz der kleinen Schwächen durchaus<br />

empfehlenswerte <strong>Smartphones</strong>. Und wenn Ihnen ein etwas größeres Display,<br />

eine bessere Kamera, ein größerer Akku und NFC-Unterstützung den Aufpreis<br />

wert sind, dann können Sie bedenkenlos zum Lumia 720 greifen.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 21


Phones TEST: Android-<strong>Smartphones</strong><br />

Androiden-Parade<br />

<strong>Smartphones</strong> Vom 100-Euro-Einsteiger-Handy bis zum Quadcore-High-End-Smartphone<br />

ist in diesem Test alles dabei. Welches wird Ihr neues Smartphone?<br />

Dreimal LG, zweimal Sony, einmal<br />

Huawei – an dieser Stelle haben<br />

wir ein großes Testpaket für Sie<br />

geschnürt. Mit dabei ist LGs neue LII-Serie,<br />

die im Februar auf dem Mobile World Congress<br />

der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde<br />

und die sich besonders an Einsteiger<br />

sowie Sparfüchse richtet. Sony baut seine<br />

Xperia-Reihe mit dem Xperia L und dem<br />

Xperia SP dagegen sowohl im Einsteiger- als<br />

auch im Oberklasse-Segment aus und versucht,<br />

potenzielle Käufer vor allem durch<br />

ein auffälliges Design für sich zu gewinnen.<br />

Das – zumindest auf dem Papier – leistungsstärkste<br />

Smartphone unserer Teststrecke<br />

kommt aber ausgerechnet vom chinesischen<br />

Hersteller Huawei, der bisher<br />

hauptsächlich in der Einsteiger- und Mittelklasse<br />

zu Hause war. Inwieweit das Ascend<br />

P2 (laut Huawei das schnellste Handy<br />

der Welt) diesmal auch im High-End-<br />

Bereich für Furore sorgen kann, verraten<br />

wir Ihnen im Test. Außerdem nennen wir<br />

Ihnen zu jedem Gerät drei preislich ähnliche<br />

Alternativen, sodass Sie stets einen<br />

Vergleich zu anderen Herstellern anstellen<br />

können. (ps)<br />

GUT<br />

Note 2,3<br />

Geeignet<br />

für alle, …<br />

… die ein bezahlbares<br />

Handy mit 8-Megapixel-Kamera<br />

suchen.<br />

… die auf ein größeres<br />

Display Wert legen.<br />

… die ihr Smartphone<br />

nicht zum Spielen,<br />

sondern zum Mailen<br />

und Surfen benutzen.<br />

… die besonders auf<br />

eine ordentliche<br />

Akkulaufzeit setzen.<br />

LG Optimus L7 II<br />

Web: www.lg.de Preis (UVP, Online): € 300, ab € 190<br />

Das L7 II ist auf dem Papier das leistungsstärkste Gerät<br />

des neuen L-Trios und hat als einziges Modell eine<br />

Dualcore-CPU intus. Mit einer Taktrate von nur einem<br />

Gigahertz sorgt die Zweikern-Recheneinheit nicht<br />

gerade für eine überragende Performance, ordnet sich<br />

in den Benchmarks trotzdem ein Stück vor den<br />

Schwestermodellen ein. Die Display-Auflösung ist<br />

dieselbe wie beim L5 II, aufgrund der Größe von 4,3<br />

Zoll hat das L7 II jedoch eine etwas niedrigere Pixeldichte.<br />

Der Unterschied ist mit bloßem Auge allerdings<br />

nicht wahrnehmbar. Der Sensor der Kamera löst mit<br />

8 Megapixeln auf und macht bei Tageslicht ordentliche<br />

Fotos, auch eine Frontknipse für Videotelefonie ist<br />

beim L7 II an Bord. Einen dicken Pluspunkt verdient<br />

sich das neue Optimus für seinen großen (und wechselbaren)<br />

2.460-mAh-Akku, mit dem Sie selbst bei<br />

intensiver Nutzung locker durch den Tag kommen.<br />

Eine so große Kapazität ist sogar bei aktuellen Spitzenmodellen<br />

eher die Ausnahme. Mit einem Internetpreis<br />

von 190 Euro kostet das L7 II rund 50 Euro mehr als<br />

das L5 II, die zusätzliche Ausstattung kann den Aufpreis<br />

durchaus rechtfertigen.<br />

Aktuelles Betriebssystem NFC<br />

8-Megapixel-Kamera<br />

Gelegentliche Performance-Probleme<br />

ALTERNATIVEN <br />

Modell Prozessor Display Kamera Preis<br />

Samsung<br />

Galaxy S3 Mini<br />

Huawei<br />

Ascend P1<br />

LG Optimus L9<br />

Dualcore, 2x 1,0<br />

GHz<br />

Quadcore, 4x 1,5<br />

GHz<br />

Dualcore, 2x 1,0<br />

GHz<br />

4,0"; 480 x 800<br />

Pixel (233 ppi)<br />

4,3"; 540 x 960<br />

Pixel (256 ppi)<br />

4,7"; 540 x 960<br />

Pixel (234 ppi)<br />

5 MP € 190<br />

8 MP € 230<br />

5 MP € 210<br />

22 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Android-<strong>Smartphones</strong><br />

Phones<br />

Huawei Ascend P2<br />

Web: www.huaweidevice.com Preis (UVP, Online): € 450, ab € 260<br />

Wie eingangs erwähnt, bezeichnet Huawei das Ascend P2 als „schnellstes<br />

Smartphone der Welt“, bezieht sich dabei allerdings nicht auf die Rechenleistung,<br />

sondern auf die Surfgeschwindigkeit im Internet. Dank CAT4-LTE<br />

soll das Ascend P2 nämlich Download-Geschwindigkeiten von bis zu 150<br />

MBit/s erreichen – eine Aussage, die wir in unserem Test-Gebiet allerdings<br />

leider nicht überprüfen konnten. Doch auch abseits der Surfgeschwindigkeit<br />

ist das 4,7-Zoll-Unibody-Smartphone flott unterwegs. Grafisch anspruchsvolle<br />

Spiele laufen ohne Ruckler und die Huawei-Benutzeroberfläche Emotion UI<br />

steuert sich völlig verzögerungsfrei. Uns überraschte jedoch, dass sich das<br />

Ascend P2 trotz dieser guten Performance und zwei Rechenkernen mehr in<br />

den Benchmarks deutlich hinter Sonys Xperia SP einordnete. Als einziges<br />

Smartphone im Testfeld bringt das neue Huawei eine 13-Megapixel-Kamera<br />

mit, die besonders bei Tageslicht und im Makromodus hübsche Fotos<br />

macht. Auch in diesem Bereich hat sich der chinesische Hersteller also deutlich<br />

verbessert, denn die Kameras der älteren Modelle waren oftmals eher<br />

enttäuschend. Sehr untypisch für Huawei ist hingegen der fehlende Micro-<br />

SD-Slot, der interne 16-Gigabyte-Speicher lässt sich leider nicht erweitern<br />

und auch den Akku dürfen Sie nicht selbst auswechseln. Dafür fällt dieser<br />

mit einer Kapazität von 2.420 mAh äußerst leistungsstark aus. Unterm Strich<br />

ist das nur noch 260 Euro teure Ascend P2 auf jeden Fall ein Top-Smartphone,<br />

dessen ultraschnelles CAT4-LTE Sie in Gebieten mit entsprechender<br />

Netzabdeckung voll auschöpfen können.<br />

Geeignet für alle, …<br />

… die ein High-End-Smartphone zu<br />

einem fairen Preis suchen.<br />

… die einen Handyvertrag mit LTE<br />

haben und planen, den Datenturbo<br />

auch in Zukunft weiter zu nutzen.<br />

… die gerne mit dem Handy fotografieren<br />

und auf eine ordentliche Bildqualität<br />

Wert legen.<br />

… die mit 16 GByte internem Speicher<br />

auskommen.<br />

GUT<br />

Note 1,5<br />

Gute Performance Ordentliche Bildqualität der 13-MP-Kamera<br />

Großer Akku Kein Micro-SD-Slot<br />

ALTERNATIVEN <br />

Modell Prozessor Display Kamera Preis<br />

LG Optimus G Quadcore 1,5 GHz<br />

4,7"; 720 x 1.280<br />

Pixel (312 ppi)<br />

13 MP € 320<br />

Samsung<br />

Galaxy S3 LTE<br />

HTC One X+<br />

Quadcore 1,4 GHz<br />

Quadcore 1,7 GHz<br />

4,8"; 720 x 1.280<br />

Pixel (305 ppi)<br />

4,7"; 720 x 1.280<br />

Pixel (312 ppi)<br />

8 MP € 380<br />

8 MP € 380<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 23


Phones TEST: Android-<strong>Smartphones</strong><br />

Geeignet für alle, …<br />

… die Wert auf hochwertige Haptik und<br />

ein interessantes Design legen.<br />

… die gerne anspruchsvolle Spiele auf<br />

ihrem Smartphone zocken.<br />

… die sich nicht an Rucklern in den<br />

Menüs stören.<br />

… die ein Smartphone suchen, das auch<br />

bei direkter Sonneneinstrahlung gut<br />

ablesbar ist.<br />

Sony Xperia SP<br />

Web: www.sony.de Preis (UVP, Online): € 330, ab € 290<br />

Das Xperia SP ist ein echter Brocken und mit 155 Gramm<br />

wahrlich kein Leichtgewicht. Dafür fühlt es sich aber trotz<br />

der abnehmbaren Plastikrückseite deutlich hochwertiger<br />

an als viele andere Androiden. Besonders auffällig ist die<br />

durchsichtige Benachrichtigungsleiste unten am Handy,<br />

die, je nachdem ob Sie gerade Fotos betrachten oder eine<br />

eingehende E-Mail bekommen, in unterschiedlichen Farben<br />

aufleuchtet. Das HD-Display (720 x 1.280 Pixel, 319<br />

ppi) wird genau wie Sonys Spitzenmodell Xperia Z von<br />

der Mobile Bravia Engine 2 unterstützt, die in puncto<br />

Helligkeit und Schärfe hervorragende Arbeit leistet. Besonders<br />

beeindruckt hat uns aber der Prozessor, denn obwohl<br />

Sony „nur“ eine mit 1,7 GHz getaktete Dualcore-<br />

CPU verbaut, lieferte der Snapdragon S4 beeindruckende<br />

Benchmark-Ergebnisse und ließ so manches Quadcore-<br />

Handy hinter sich. Da auch getestete Spiele und HD-<br />

Filme problemlos liefen, kann man das Xperia SP als mobilen<br />

Entertainer bedenkenlos empfehlen. Zu kritisieren<br />

gibt es lediglich die (wie beim Schwestermodell) häufig<br />

ruckelnde Benutzeroberfläche sowie die Tatsache, dass Sie<br />

trotz abnehmbarer Rückseite den Akku nicht tauschen<br />

können. Falls Sie mit diesen kleinen Mängeln leben können,<br />

ist das Xperia SP aber ein sehr performantes Smartphone<br />

zu einem fairen Preis.<br />

GUT<br />

Note 1,6<br />

Flotte Performance<br />

Gute Haptik<br />

Schönes, kontrastreiches Display<br />

Ruckelnde Benutzeroberfläche<br />

ALTERNATIVEN <br />

Modell Prozessor Display Kamera Preis<br />

LG Optimus Vu Quadcore 1,5 GHz<br />

5,0"; 768 x 1.024<br />

Pixel (256 ppi)<br />

8 MP € 270<br />

HTC One XL<br />

Google Nexus 4<br />

Dualcore 1,5 GHz<br />

Quadcore 1,5 GHz<br />

4,7"; 720 x 1.280<br />

Pixel (312 ppi)<br />

4,7"; 720 x 1.280<br />

Pixel (312 ppi)<br />

8 MP € 330<br />

8 MP € 290<br />

24 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


LG Optimus L3 III<br />

Web: www.lg.de Preis (UVP, Online): € 150, ab € 70<br />

Das Optimus L3 II ist das günstige Handy des LG-Trios und soll sich vor<br />

allem über seinen günstigen Preis verkaufen. Bei diversen Internethändlern ist<br />

das Einsteiger-Smartphone nämlich bereits für rund 70 Euro erhältlich. Vor<br />

ein bis zwei Jahren wäre das L3 II damit auch eine echte Sensation gewesen,<br />

doch mittlerweile kennt man die Unter-100-Euro-<strong>Smartphones</strong> auch von<br />

anderen Herstellern, besonders Huawei bringt regelmäßig solche Geräte auf<br />

den Markt. Bei einem solchen Preis muss man natürlich gerade bei der Ausstattung<br />

Einbußen hinnehmen und die werden beim neuen Optimus bereits<br />

beim ersten Einschalten sehr deutlich. Das Display löst nämlich nur mit 240<br />

x 320 Pixeln (125 ppi) auf und das sieht heutzutage einfach nicht mehr zeitgemäß<br />

aus. Natürlich erwartet man von einem 100-Euro-Gerät keinen HD-<br />

Bildschirm, aber andere Hersteller haben bewiesen, dass man auch in dieser<br />

Preisklasse bessere Displays verbauen kann. Ansonsten läuft das Optimus L3<br />

II aber relativ gut, sogar die aktuelle Android-Version 4.1.2 (Jelly Bean) ist<br />

bereits auf dem Mini-Smartphone vorinstalliert. Sollten Sie ein extrem günstiges<br />

Handy suchen, mit dem Sie nur telefonieren möchten, dann könnte das<br />

Optimus L3 II eine Option sein. Ansonsten sollten Sie aber unbedingt ein<br />

paar Euro mehr für ein Telefon mit<br />

größerem und vor allem höher auflösendem<br />

Display<br />

ALTERNATIVEN <br />

investieren.<br />

Aktuelles Betriebssystem<br />

Extrem niedrige Display-Auflösung<br />

Winziger interner Speicher (1,8 GB)<br />

3-Megapixel-Kamera<br />

Modell Prozessor Display Kamera Preis<br />

Huawei Ascend<br />

Y201 Pro<br />

LG Optimus L5<br />

Huawei Ascend<br />

Y300<br />

Singlecore 0,8 GHz<br />

Singlecore 0,8 GHz<br />

Dualcore 1,0 GHz<br />

3,5"; 320 x 480<br />

Pixel (164 ppi)<br />

4,0"; 320 x 480<br />

Pixel (144 ppi)<br />

4,0"; 480 x 800<br />

Pixel (233 ppi)<br />

Geeignet<br />

für alle, …<br />

… die nicht mehr als 100<br />

Euro für ein<br />

Smartphone ausgeben<br />

möchten.<br />

… die ihr Handy lediglich<br />

zum Telefonieren und<br />

Mails-Checken nutzen.<br />

… die Wert auf eine lange<br />

Akkulaufzeit legen.<br />

… die ein besonders<br />

kompaktes und portables<br />

Smartphone<br />

suchen.<br />

3 MP € 90<br />

TEST: Android-<strong>Smartphones</strong><br />

5 MP € 110<br />

2 MP € 100<br />

Phones<br />

AUSREICHEND<br />

Note 4,0<br />

Sony Xperia L<br />

Web: www.sony.de Preis (UVP, Online): € 240, ab € 190<br />

4,3-Zoll-Display mit 480 x 800 Pixeln und eine Dualcore-CPU (2x 1 GHz) – die technischen<br />

Daten des Xperia L geben keinen Anlass zu Freudensprüngen, denn eine derartige Grundausstattung<br />

galt bereits im letzten Jahr als Mittelklasse-Standard. Äußerlich orientiert sich das<br />

neue Sony-Smartphone an den ehemaligen Ericsson-Modellen der Arc-Serie. Genau wie<br />

diese hat das Xperia L nämlich eine geschwungene Rückseite, dank der es sich besonders<br />

handschmeichelnd anfühlt. Weniger hübsch ist dagegen die Plastikschale, aber die gehört in<br />

der unteren Mittelklasse ebenso zum Standard wie die eingangs genannte Ausstattung. Immerhin<br />

lässt sich die Abdeckung aber öffnen, darunter kommen ein SIM-Slot, ein austauschbarer<br />

Akku und ein Micro-SD-Schacht zum Vorschein. Leistungsmäßig gibt es am L wenig<br />

zu bemängeln. Lediglich die nach wie vor nicht perfekt laufende Sony-Benutzeroberfläche<br />

trübt den sonst guten Gesamteindruck mit regelmäßigen Rucklern. Den direkten Vergleich<br />

mit dem Optimus L7 II, das genau wie das Xperia L für rund190 Euro im Internethandel<br />

erhältlich ist, entscheidet Sony aber klar für sich.<br />

Auffälliges Design Ordentliche Performance 8-Megapixel-Kamera und NFC<br />

Ruckelnde Benutzeroberfläche<br />

Geeignet<br />

für alle, …<br />

… die sich mit dem<br />

geschwungenen<br />

Design anfreunden<br />

können.<br />

… die auch in einem Mittelklasse-Smartphone<br />

nicht auf eine 8-Megapixel-Kamera<br />

verzichten<br />

möchten.<br />

ALTERNATIVEN <br />

Modell Prozessor Display Kamera Preis<br />

Samsung<br />

Galaxy S3 Mini<br />

Dualcore 1,2 GHz<br />

LG Optimus L9<br />

Dualcore 2x 1,0<br />

GHz<br />

LG Optimus<br />

4X HD<br />

Quadcore 1,5 GHz<br />

4,3"; 480 x 800<br />

Pixel (216 ppi)<br />

4,7"; 540 x 960<br />

Pixel (234 ppi)<br />

4,7"; 720 x 1.280<br />

Pixel (312 ppi)<br />

8 MP € 190<br />

5 MP € 210<br />

8 MP € 250<br />

GUT<br />

Note 2,1<br />

… die Wert auf gute Spiele<br />

und Arbeitsgeschwindigkeit<br />

legen.<br />

… die gerne ein Smartphone<br />

mit wechselbarem<br />

Akku möchten.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 25


Phones<br />

TEST: Android-<strong>Smartphones</strong><br />

ALTERNATIVEN <br />

Modell Prozessor Display Kamera Preis<br />

HTC One V<br />

Huawei Ascend<br />

G510<br />

Sony Xperia J<br />

BEFRIEDIGEND<br />

Note 3,2<br />

Dualcore 1,0 GHz<br />

Dualcore 1,2 GHz<br />

Singlecore 1,0 GHz<br />

3,7"; 480 x 800<br />

Pixel (252 ppi)<br />

4,5"; 480 x 800<br />

Pixel (207 ppi)<br />

4,0"; 480 x 800<br />

Pixel (233 ppi)<br />

Geeignet<br />

für alle, …<br />

… die ein bezahlbares<br />

und funktionelles<br />

Smartphone suchen<br />

und dafür auf High-<br />

End-Technik verzichten<br />

können.<br />

… die Wert auf Features<br />

wie NFC legen.<br />

… denen eine gute<br />

Akkulaufzeit wichtiger<br />

ist als schnelle<br />

Performance.<br />

5 MP € 150<br />

5 MP € 140<br />

5 MP € 150<br />

LG Optimus L5 II<br />

Web: www.lg.de Preis (UVP, Online): € 230, ab € 140<br />

Mit einem Internetpreis von 140 Euro ist das L5 II relativ<br />

günstig, bietet ausstattungstechnisch aber etwas mehr als der<br />

kleine Bruder L3 II: Das Display misst vier Zoll und löst<br />

mit dem Einsteigerklasse-Standard von 480 x 800 Pixeln<br />

auf. Dazu ist es deutlich farbstärker als das des L3 II, sonderlich<br />

blickwinkelstabil ist es aber ebenfalls nicht. Die<br />

Rückseite weist einen Metallic-Look auf und macht das L5<br />

II optisch somit zum interessantesten Modell der L-Serie,<br />

wirklich hochwertig fühlt es sich aber – genau wie die beiden<br />

Schwestermodelle – nicht an. Auch in puncto Performance<br />

kann das von einer 1-GHz-Dualcore-CPU angetriebene<br />

Smartphone nicht überzeugen, in einigen Benchmarks<br />

landete es sogar noch hinter dem L3 II. Getestete Spiele<br />

wie Dead Trigger oder Temple Run 2 waren zwar lauffähig,<br />

ruckelten an manchen Stellen aber stark. Genau wie beim<br />

L3 II müssen Sie auch beim L5 II auf eine Frontkamera<br />

verzichten. Immerhin löst die Rückkamera mit fünf statt<br />

nur drei Megapixeln auf und hat so wenigstens Schnappschussqualität.<br />

Außerdem unterstützt das mittlere Modell<br />

der neuen L-Serie NFC, was in diesem Preisbereich eher<br />

die Ausnahme ist.<br />

Aktuelles Betriebssystem NFC Schwache Spieleperformance<br />

Wenig überzeugende Kamera<br />

Fazit<br />

Die Wahl des richtigen Android-<br />

<strong>Smartphones</strong> ist wahrlich nicht<br />

einfach, denn die Gerätefülle ist<br />

gerade in der Einsteiger- und<br />

Mittelklasse enorm. Unsere Alternativen-Tabellen<br />

zeigen, dass<br />

man häufig sogar bessere Technik<br />

zum selben Preis bekommen<br />

kann, wenn man nicht zu einem<br />

topaktuellen, sondern zu einem<br />

etwas älteren Handy greift. Der<br />

einzige Nachteil: Die älteren Geräte<br />

haben oftmals noch kein<br />

Update auf die aktuelle Android-<br />

Version Jelly Bean erhalten, das<br />

sollten Sie vor dem Kauf auf jeden<br />

Fall prüfen. Den ersten Platz<br />

sichert sich hier das Ascend P2<br />

ganz knapp vor Sonys Xperia SP,<br />

die bessere Kamera sowie die<br />

flüssigere Menü-Performance<br />

gaben dafür letztlich den Ausschlag.<br />

LGs LII-Serie dagegen<br />

deckt den vollen Bereich von<br />

Einsteiger- bis Mittelklasse ab,<br />

überzeugt hat uns aber nur das<br />

leistungsstärkste der drei Modelle:<br />

das Optimus L7 II.<br />

Produktinfo Huawei Ascend P2 Sony Xperia SP Sony Xperia L LG Optimus L7 II LG Optimus L5 II LG Optimus L3 II<br />

Webseite www.huaweidevice.com www.sony.de www.sony.de www.lg.de www.lg.de www.lg.de<br />

Preis (UVP, Online) € 450, ab € 260 € 330, ab € 290 € 240, ab € 190 € 300, ab € 190 € 230, ab € 140 € 150, ab € 80<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

4,7 Zoll (ca. 11,9 cm),<br />

720 x 1.280 Pixel (312 ppi),<br />

IPS<br />

4,6 Zoll (ca. 11,6 cm),<br />

720 x 1.280 Pixel (319 ppi),<br />

TFT<br />

4,3 Zoll (ca. 10,9 cm),<br />

480 x 800 Pixel (217 ppi),<br />

TFT<br />

4,3 Zoll (ca. 10,9 cm),<br />

480 x 800 Pixel (217 ppi),<br />

IPS<br />

4,0 Zoll (ca. 10,1 cm),<br />

480 x 800 Pixel (233 ppi),<br />

IPS<br />

3,2 Zoll (ca. 8,1 cm),<br />

240 x 320 Pixel (125 ppi),<br />

LCD<br />

Mobilfunk<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,<br />

HSUPA), LTE<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,<br />

HSUPA), LTE<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,<br />

HSUPA)<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,<br />

HSUPA)<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,<br />

HSUPA)<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,<br />

HSUPA)<br />

Prozessor/Taktung Huawei Hi-Silicon K3V2,<br />

Quadcore, 4x 1,5 GHz<br />

Qualcomm Snapdragon S4,<br />

Dualcore, 1,7 GHz<br />

Qualcomm MSM8230,<br />

Dualcore, 1,0 GHz<br />

Qualcomm MSM8225,<br />

Dualcore, 1,0 GHz<br />

ARM Cortex A9,<br />

Dualcore, 1,0 GHz<br />

Qualcomm MSM7225A,<br />

Singlecore, 1,0 GHz<br />

Interner Speicher 16 GByte (nicht erweiterbar) 8 GByte (erweiterbar) 8 GByte (erweiterbar) 4 GByte (erweiterbar) 4 GByte (erweiterbar) 4 GByte (erweiterbar)<br />

Foto/Video 13-Megapixel-Kamera/HD-<br />

Videoaufnahme (1080p), Frontkamera<br />

8-Megapixel-Kamera/HD-<br />

Videoaufnahme (1.080p), Front-<br />

8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(720p), Frontkamera<br />

8-Megapixel-Kamera/Videoaufnahme<br />

(480 x 720 Pixel),<br />

5-Megapixel-Kamera/Videoaufnahme<br />

(480 x 640 Pixel)<br />

3-Megapixel-Kamera/Videoaufnahme<br />

(480 x 640 Pixel)<br />

für Videotelefonie kamera für Videotelefonie für Videotelefonie<br />

Frontkamera für Videotelefonie<br />

Ausmaße/Gewicht 136,2 x 66,7 x 8,4 mm/122 g 131 x 67 x 9,9 mm/155 g 128,7 x 65 x 9,7 mm/137 g 121,5 x 66,6 x 9,8 mm/118 g 117,5 x 62,2 x 9,2 mm/103 g 136,2 x 66,7 x 8,4 mm/106 g<br />

Betriebssystem Android 4.1.2 (Jelly Bean) Android 4.1.2 (Jelly Bean) Android 4.1.2 (Jelly Bean) Android 4.1.2 (Jelly Bean) Android 4.1.2 (Jelly Bean) Android 4.1.2 (Jelly Bean)<br />

Akkulaufzeit<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Bis zu 272 Stunden (Standby)/<br />

2.420 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),<br />

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,<br />

Bluetooth, NFC<br />

Bis zu 734 Stunden (Standby)/<br />

2.370 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),<br />

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,<br />

Bluetooth, Miracast, NFC<br />

Bis zu 498 Stunden (Standby)/<br />

1.700 mAh<br />

SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,<br />

WLAN, GPS, DLNA, Bluetooth,<br />

Miracast, NFC<br />

Bis zu 430 Stunden (Standby)/<br />

2.460 mAh<br />

SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,<br />

WLAN, GPS, DLNA, Bluetooth,<br />

NFC<br />

Bis zu 550 Stunden (Standby)/<br />

1.700 mAh<br />

SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,<br />

WLAN, GPS, DLNA, Bluetooth,<br />

NFC<br />

Bis zu 608 Stunden (Standby)/<br />

1.540 mAh<br />

SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB,<br />

WLAN, GPS, Bluetooth<br />

Lieferumfang Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

14.590 Punkte (Antutu)<br />

4.864 Punkte (Quadrant)<br />

16.407 Punkte (Antutu)<br />

7.494 Punkte (Quadrant)<br />

9.256 Punkte (Antutu)<br />

4.208 Punkte (Quadrant)<br />

6.315 Punkte (Antutu)<br />

2.704 Punkte (Quadrant)<br />

4.512 Punkte (Antutu)<br />

2.639 Punkte (Quadrant)<br />

5.419 Punkte (Antutu)<br />

2.055 Punkte (Quadrant)<br />

Testurteil gut 1,5 Gut 1,6 Gut 2,1 Gut 2,3 BEFRIEDIGEND 3,2 ausreichend 4,0<br />

*Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.<br />

26 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Smartphone Blackberry Q10 Phones<br />

Blackberry Q5 –<br />

Es geht auch günstiger<br />

Im Gegensatz zum gleichgroßen Schwestermodell ist der Q5 technisch etwas<br />

schlechter ausgestattet, kostet mit rund 330 Euro aber auch deutlich<br />

weniger. Die schwächere Hardware findet sich beim Prozessor (Dualcore, 1,2<br />

GHz) und der Kamera (5 Megapixel), außerdem fühlt sich das Plastikgehäuse<br />

bei Weitem nicht so hochwertig an wie beim Q10. Display, Tastatur und Bedienung<br />

sind aber wie beim Schwestermodell absolut überzeugend. Wenn<br />

Sie sich also an den oben genannten Nachteilen nicht stören, können Sie<br />

mit dem Q5 deutlich günstiger in die Blackberry-Welt einsteigen.<br />

Tipp mal wieder!<br />

Smartphone Blackberrys Q10 dürfte vor allem bei Tastaturfans großen Anklang finden.<br />

Die Rückseite lässt sich<br />

öffnen, die Abdeckung<br />

besteht aus Kunststoff.<br />

Dank einer speziellen<br />

Kevlar-Beschichtung<br />

fühlt sich der Q10 aber<br />

deutlich hochwertiger<br />

an als viele andere<br />

Kunststoff-<strong>Smartphones</strong>.<br />

Das Hauptargument für den Kauf eines<br />

Blackberrys ist seit jeher die gute Tastatur<br />

und genau wegen dieser greifen<br />

auch heute noch viele Leute, die mit den Displaytastaturen<br />

anderer Smart phones nichts<br />

anfangen können, gerne zu den Telefonen des<br />

kanadischen Herstellers. Nichtsdestotrotz<br />

schlug Blackberry mit seinem ersten neuen<br />

Modell, dem Z10, einen anderen Weg ein und<br />

verzichtete auf das beliebte Keyboard. Stattdessen<br />

ersetzte eine besonders clevere Displaytastatur<br />

die altgedienten Hardwaretasten. Gerade<br />

bei Blackberry-Fans der ersten Stunde fand<br />

diese Variante nur wenig Anklang. Mittlerweile<br />

hat der kanadische Hersteller aber auch für<br />

solche Nutzer ein Gerät im Angebot, den<br />

Blackberry Q10, der die Verbindung zwischen<br />

der alten und der neuen Blackberry-Welt herstellen<br />

soll. Äußerlich erkennt man wenige<br />

Unterschiede zu früheren Modellen, denn wie<br />

bei diesen besteht ein Großteil des <strong>Smartphones</strong><br />

aus der Tastatur. Über dieser befindet<br />

sich ein für heutige Verhältnisse kleines<br />

3,1-Zoll-Display, das mit 720 x 720 Pixeln aber<br />

äußerst fein auflöst (328 ppi). Einen großen<br />

Unterschied gibt es bei der Bedienung, denn<br />

im Gegensatz zu den meisten älteren Modellen<br />

wird der Q10 komplett über den jetzt berührungsempfindlichen<br />

Bildschirm gesteuert, das<br />

bekannte Trackpad gibt es nicht mehr. Stattdessen<br />

navigieren Sie genau wie beim Schwestermodell<br />

Z10 per Wischgesten: Bewegen Sie<br />

den Finger vom unteren Bildschirmrand aus<br />

nach oben, gelangen Sie in die Anwendungsübersicht.<br />

Wenn Sie anschließend noch nach<br />

rechts wischen, öffnet sich das clevere Blackberry-Hub,<br />

die zentrale Anlaufstelle für alle<br />

neuen Nachrichten, Mails und Social-Media-<br />

Updates. Eine Wischgeste von oben nach unten<br />

öffnet – ähnlich wie bei Android – ein<br />

Dropdown-Menü, über das Sie beispielsweise<br />

Bluetooth oder WLAN (de-)aktivieren oder<br />

auch eine neue Weckzeit einstellen können.<br />

Die Steuerung von Blackberry OS 10 ist wirklich<br />

intuitiv und geht nach kurzer Eingewöhnung<br />

problemlos von der Hand. Großer Nachholbedarf<br />

besteht nach wie vor beim App-<br />

Angebot, denn mit insgesamt nur rund<br />

250.000 verfügbaren Anwendungen rangiert<br />

man hier meilenweit hinter den Marktführern<br />

iOS (ca. 900.000) und Android (ca.<br />

1.000.000). Immerhin sind einige der beliebtesten<br />

Anwendungen wie der Messenger<br />

Whatsapp oder das Vogelwurfspiel Angry Birds<br />

mittlerweile auch für Blackberrys erhältlich.<br />

Etwas abschreckend ist der immens hohe Preis,<br />

denn aktuell müssen Sie rund 530 Euro für den<br />

Q10 auf den Tisch legen – und damit 50 bis<br />

100 Euro mehr als für deutlich besser ausgestattete<br />

Android-Modelle wie das Samsung<br />

Galaxy S4 oder HTCs One. (ps)<br />

Produktinfo Blackberry Q10<br />

Webseite<br />

www.blackberry.de<br />

Preis (UVP, Online) € 600, ab € 530<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

3,1 Zoll (ca. 7,9 cm),<br />

720 x 720 Pixel (328 ppi),<br />

Super-AMOLED<br />

Mobilfunk<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA),<br />

LTE<br />

Prozessor/Taktung TI OMAP 4470,<br />

Dualcore, 2x 1,5 GHz<br />

Interner Speicher 16 GByte (erweiterbar)<br />

Foto/Video 8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(1080p), Frontkamera für<br />

Videotelefonie<br />

Ausmaße/Gewicht 119 x 66 x 10,3 mm/139 g<br />

Betriebssystem Blackberry OS 10<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Lieferumfang<br />

Bis zu 355 Stunden (Stand-by)/<br />

2.100 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-<br />

USB, Micro-HDMI, WLAN, GPS, DLNA,<br />

Bluetooth, NFC<br />

Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer<br />

blackberry q10<br />

Intuitive Bedienung<br />

Gute Tasten mit<br />

angenehmen<br />

Druckpunkten<br />

Ordentliche<br />

Performance<br />

Hoher Preis<br />

Nach wie vor zu<br />

kleines App-Angebot<br />

gut<br />

Note 1,8<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 27


Phones<br />

TEst: High-End-<strong>Smartphones</strong><br />

Leistungsstarkes<br />

Quartett<br />

<strong>Smartphones</strong> Diese vier High-End-<strong>Smartphones</strong><br />

überzeugen nicht nur mit ihrer Top-Ausstattung.<br />

gut<br />

Note 1,5<br />

Es ist eigentlich bei jeder neuen High-<br />

End-Smartphone-Generation das<br />

Gleiche: Die Displays lösen höher<br />

auf, die Prozessoren werden auf die neueste<br />

Version aktualisiert und noch höher getaktet.<br />

Dazu kommen verbesserte Kameras und<br />

eine überarbeitete Benutzeroberfläche. Weitere<br />

Innovationen muss man allerdings<br />

meist mit der Lupe suchen. Bei den vier in<br />

diesem Artikel getesteten Top-Geräten ist<br />

das jedoch anders, denn neben bester Hardware<br />

haben alle vier auch in puncto Features<br />

einiges zu bieten. Beispiel gefällig? Samsungs<br />

Galaxy S4 Active ist technisch beinahe identisch<br />

zum normalen Galaxy S4, kann dank<br />

wasserdichtem Gehäuse aber problemlos<br />

mit im Pool baden gehen. Das kann Huaweis<br />

Ascend P6 zwar nicht, dafür ist es mit<br />

einer „Dicke“ von nur 6,18 Millimetern das<br />

aktuell dünnste Smartphone der Welt. Nokias<br />

Lumia 925 will neue Maßstäbe im<br />

Bereich der Handykameras setzen und LGs<br />

Optimus G Pro ist das erste Full-HD-<br />

Smartphone des koreanischen Technik-<br />

Riesen. Wenn Sie jetzt auch noch wissen<br />

möchten, was die einzelnen Geräte so leisten,<br />

dann sollten Sie unbedingt die folgenden<br />

Seiten studieren. (ps)<br />

Nokia Lumia 925<br />

Web: www.nokia.de Preis (UVP, Online): € 600, ab € 390<br />

Einer der größten Kritikpunkte an Nokias Lumia 920 war das klobige Design,<br />

auch die Haptik fiel aufgrund des Plastikgehäuses alles andere als hochwertig<br />

aus. Nokia hat diese Kritik angenommen und das Aussehen seines Flaggschiffs<br />

für das Nachfolgemodell Lumia 925 komplett verändert. Das Windows-8-Smartphone<br />

ist jetzt deutlich dünner und etwas leichter, dazu kommt der sehr hochwertig<br />

anmutende Alurahmen rund um das Gerät. Lediglich die nach wie vor<br />

aus Plastik bestehende Rückseite trübt den edlen Eindruck ein wenig. Aufgrund<br />

des neuen Designs ist das jüngste Lumia übrigens nur noch unter Zuhilfenahme<br />

einer zusätzlichen Hülle mit den Induktions-Ladestationen des Vorgängermodells<br />

kompatibel. Die Hardware ist mit dem Snapdragon-Dualcore-Prozessor und<br />

dem HD-Display (720 x 1.280 Pixel) identisch zum Schwestermodell. Auch<br />

wenn diese Ausstattung bei einem Androiden maximal für die Oberklasse reichen<br />

würde, ist in der Windows-Welt diese Zweikern-CPU völlig ausreichend, um<br />

das Lumia 925 beim Spielen, Surfen und der Menünavigation absolut flüssig<br />

laufen zu lassen. In puncto Brillanz kann das Display aber natürlich nicht ganz<br />

mit den Full-HD-Bildschirmen mancher Android-Konkurrenten mithalten. Ein<br />

dickes Ausrufezeichen setzt Nokia wieder einmal bei der Kamera, besonders bei<br />

schlechten Lichtverhältnissen überflügelt das Lumia 925 die Konkurrenz deutlich<br />

(siehe Kasten auf Seite 31). Da auch der Preis seit der Veröffentlichung schon<br />

um über 200 Euro gefallen ist, ist das neue Nokia-Modell für Windows-Phone-<br />

Fans ein empfehlenswertes Top-Gerät. Sollten Sie allerdings bereits ein Lumia<br />

920 ihr Eigen nennen, lohnt eine Neuanschaffung des Nachfolgers aufgrund der<br />

fast identischen Ausstattung nicht.<br />

Elegantes Design<br />

Gute Performance<br />

Top-Kamera, besonders bei schlechtem Licht<br />

Hardware nahezu identisch zum Vorgängermodell<br />

28 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: High-End-<strong>Smartphones</strong> Phones<br />

sehr gut<br />

Note 1,3<br />

sehr gut<br />

Note 1,2<br />

Fotos: Thomas Riese/Oliver Karl<br />

LG Optimus G Pro<br />

Web: www.lg.de Preis (UVP, Online): € 600, ab € 470<br />

Das Optimus G Pro ist eigentlich nicht neu, denn in Asien ist LGs High-End-<br />

Smartphone bereits seit einigen Monaten im Handel. Der Start in Deutschland<br />

ist dagegen eher unglücklich, denn bereits wenn Sie dieses Heft lesen, wird mit<br />

dem G2 LGs neues Flaggschiff in den Läden stehen, das noch einen Tick besser<br />

ausgestattet ist als das Optimus G Pro. Letzteres kann sich bezüglich Hardware<br />

trotzdem absolut sehen lassen, denn technisch liegt es gleichauf mit den aktuellen<br />

Android-Spitzenreitern Galaxy S4 und HTC One. Das Full-HD-Display<br />

fällt mit 5,5 Zoll allerdings ein wenig größer aus als bei der Konkurrenz und<br />

hat daher eine etwas niedrigere Pixeldichte, die aber immer noch bei stolzen<br />

400 ppi liegt. Als Prozessor kommt Qualcomms Snapdragon 600 zum Einsatz,<br />

der bei unseren Benchmarktests aber etwas schlechtere Ergebnisse lieferte als die<br />

gleiche CPU in Samsungs S4 oder HTCs One. Nichtsdestotrotz arbeitet das G<br />

Pro rasend schnell, Menüruckler oder anderweitige Verzögerungen konnten wir<br />

nicht feststellen. Die 13-Megapixel-Kamera schlägt sich im Vergleich zur übrigen<br />

Hardware nicht ganz so gut, denn trotz der hohen Sensorauflösung fehlt es<br />

den Aufnahmen vor allem zum Rand hin an Schärfe. Bei Dämmerlicht bleibt<br />

von den Fotos nicht mehr viel übrig, wie Sie auf den Beispielfotos im Kasten<br />

auf Seite 31 sehen können. Obwohl das Optimus G Pro ein super ausgestattetes<br />

High-End-Smartphone ist, können wir einen Kauf zum aktuellen Zeitpunkt<br />

nicht empfehlen. Warten Sie stattdessen lieber, bis der Quasi-Nachfolger G2<br />

eine Weile auf dem Markt ist. Dann dürfte das G Pro nämlich noch einmal<br />

deutlich günstiger werden und könnte sich dadurch zu einer absoluten Preis-<br />

Leistungs-Granate entwickeln.<br />

Top-Ausstattung<br />

Brillantes Full-HD-Display<br />

Flotte Performance<br />

Mittelmäßige Kamera<br />

Samsung Galaxy S4 Active<br />

Web: www.samsung.de Preis (UVP, Online): € 600, ab € 500<br />

Bisher konnten Outdoor-<strong>Smartphones</strong> meist nur durch ihre Robustheit,<br />

nicht jedoch durch technische Ausstattung überzeugen.<br />

Das möchte Samsung mit dem S4 Active ändern und bringt sein<br />

Flaggschiff in leicht veränderter Hülle und beinahe identischer<br />

Hardwareausstattung auf den Markt. Rein äußerlich ist die Outdoor-Version<br />

etwas dicker und schwerer, das Display bleibt aber<br />

bei einer identischen Größe von fünf Zoll. Durch die minimal<br />

klobigere Bauweise fühlt sich das Active aber auch deutlich robuster<br />

an als das Schwestermodell. Im Gegensatz zu anderen Outdoor-<br />

Geräten ist das Active nicht vor Stürzen gefeit, die IP67-Zertifizierung<br />

besagt lediglich, dass das Telefon staub- und schmutzdicht ist<br />

sowie bis zu halbstündiges Untertauchen verkraftet. Letzteres laut<br />

der Anleitung übrigens nur in Süßwasser. Die größten technischen<br />

Veränderungen finden sich bei Kamera und Display: Der Fotosensor<br />

des S4 Active löst nämlich nur mit 8 statt 13 Megapixeln auf,<br />

dafür spendierte Samsung der Aufnahmesoftware einen eigenen<br />

Unterwassermodus. Als Display verbaut Samsung im Outdoor-S4<br />

leider nur ein LCD-Panel, das im Gegensatz zum brillanten Bildschirm<br />

des Schwestermodells besonders bei der Farbdarstellung<br />

nicht ganz mithalten kann. Dank Full-HD-Auflösung und sehr<br />

gutem Blickwinkel ist das S4-Active-Display den meisten Konkurrenten<br />

aber trotzdem noch um Längen voraus.<br />

Überragende Performance<br />

Top-Hardware<br />

Robuste Haptik<br />

Kein Schutz vor Stürzen<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 29


Phones TEst: High-End-<strong>Smartphones</strong><br />

Huawei Ascend P6<br />

Web: www.huaweidevice.com Preis (UVP, Online): € 450, ab € 330<br />

Das Ascend P6 ist nicht nur das dünnste Smartphone der Welt, sondern<br />

noch dazu eines der schönsten überhaupt. Zwar wird besonders beim<br />

Betrachten des gebürsteten Metallrahmens schnell klar, dass sich die<br />

Designer von Apples iPhone haben inspirieren lassen, trotzdem bietet<br />

das Huawei-Smartphone mit der abgerundeten Unterseite sowie der<br />

schlichten, aber haptisch hochwertigen Rückseite genügend eigene Elemente,<br />

um sich diese Design-Lorbeeren zu verdienen. Etwas irritierend<br />

ist allerdings die Unterbringung des Klinkenanschlusses an der linken<br />

Seite des Geräts – besonders beim Verstauen in der Hosen tasche mit<br />

angeschlossenem Kopf- oder Ohrhörer. Immerhin: Huawei legt dem<br />

Gerät von Haus aus einen rechtwinkligen Adap ter bei, mit dem das<br />

Problem des seitlich herausstehenden Anschlusses zumindest etwas verbessert<br />

wird. Geschützt wird dieser Anschluss übrigens zusätzlich durch<br />

einen kleinen Metallstift, der nach dem Herausnehmen auch als Hilfsmittel<br />

zum Öffnen des SIM- und SD-Slots dient. Der größte Kritikpunkt<br />

beim Ascend P6 ist die technische Ausstattung, denn die kann unterm<br />

Strich nicht mit den Flaggschiffmodellen der Konkurrenz mithalten.<br />

Huaweis selbst entwickelter Quadcore-Chipsatz K3V2 arbeitet zwar flott<br />

und ausreichend schnell für alle Aufgaben, in den Benchmarktests offenbart<br />

sich trotzdem eine große Diskrepanz zwischen dem P6 und beispielsweise<br />

einem Galaxy S4 oder HTC One. Ärgerlich ist auch, dass das P6<br />

weder LTE noch NFC an Bord hat, gerade bei Oberklasse-<strong>Smartphones</strong><br />

sollten diese Features eigentlich nicht fehlen. Ein abschließendes Lob<br />

gibt es dafür noch für die Kameras des Huawei-Handys, denn die rückseitige<br />

8-Megapixel-Knipse macht besonders bei Tageslicht hervorragende<br />

Fotos und bietet noch dazu zahlreiche clevere Features. Die vorderseitige<br />

Kamera soll ebenfalls nicht unerwähnt bleiben, denn die bietet<br />

eine ungewöhnlich hohe Auflösung von 5 Megapixeln, was besonders<br />

Videotelefonierern gefallen dürfte. Wer auf NFC und LTE verzichten<br />

kann und nicht zwingend das allerschnellste Handy auf dem Markt<br />

haben möchte, erhält mit dem Ascend P6 ein äußerst hübsches Smartphone<br />

mit toller Kamera zu einem sehr fairen Preis.<br />

Sehr schönes und hochwertiges Design Gute Kamera NFC und LTE fehlen Hardware nicht auf Flaggschiff-Niveau<br />

Produktinfo Samsung Galaxy S4 Active LG Optimus G Pro Huawei Ascend P6 Nokia Lumia 925<br />

Webseite www.samsung.de www.lg.de www.huaweidevice.com www.nokia.de<br />

Preis (UVP, Online) € 600, ab € 500 € 600, ab € 470 € 450, ab € 330 € 600, ab € 390<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

5 Zoll (ca. 12,7 cm),<br />

1.080 x 1.920 Pixel (441 ppi),<br />

TFT<br />

Mobilfunk<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,<br />

HSUPA), LTE<br />

Prozessor/Taktung Qualcomm Snapdragon 600,<br />

Quadcore, 4x 1,9 GHz<br />

5,5 Zoll (ca. 13,9 cm),<br />

1.080 x 1.920 Pixel (410 ppi),<br />

True HD IPS<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,<br />

HSUPA), LTE<br />

Qualcomm Snapdragon 600,<br />

Quadcore, 4x 1,7 GHz<br />

4,7 Zoll (ca. 11,9 cm),<br />

720 x 1.280 Pixel (312 ppi),<br />

Super-IPS+<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,<br />

HSUPA)<br />

Huawei K3V2,<br />

Quadcore, 4x 1,5 GHz<br />

4,5 Zoll (ca. 11,4 cm),<br />

720 x 1.280 Pixel (332 ppi),<br />

AMOLED Clearblack<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,<br />

HSUPA), LTE<br />

Qualcomm Snapdragon S4,<br />

Dualcore, 2x 1,5 GHz<br />

Interner Speicher 16 GByte (erweiterbar) 16 GByte (erweiterbar) 8 GByte (erweiterbar) 16 GByte (nicht erweiterbar)<br />

Foto/Video 8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(1080p), Frontkamera<br />

für Videotelefonie<br />

13-Megapixel-Kamera/HD-<br />

Videoaufnahme (1080p), Frontkamera<br />

für Videotelefonie<br />

8-MP-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(1080p), 5-MP-Frontkamera<br />

für Videotelefonie<br />

8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(1080p), Frontkamera<br />

für Videotelefonie<br />

Ausmaße/Gewicht 139,7 x 71,3 x 9,1 mm/151 g 150,2 x 76 x 9,4 mm/172 g 132,6 x 65,5 x 6,2 mm/120 g 129 x 70,6 x 8,5 mm/139 g<br />

Betriebssystem Android 4.2.2 (Jelly Bean) Android 4.2.2 (Jelly Bean) Android 4.2.2 (Jelly Bean) Windows Phone 8<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Bis zu 450 Stunden (Stand-by)/<br />

2.600 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),<br />

Micro-USB, WLAN, GPS, MHL,<br />

DLNA, Bluetooth, NFC<br />

Bis zu 598 Stunden (Stand-by)/<br />

3.140 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),<br />

Micro-USB, WLAN, GPS, MHL,<br />

DLNA, Bluetooth, NFC<br />

Bis zu 416 Stunden (Stand-by)/<br />

2.000 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),<br />

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,<br />

Bluetooth<br />

Lieferumfang Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer,<br />

Ohrhörer-Adapter<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

22.829 Punkte (Antutu)<br />

12.420 Punkte (Quadrant)<br />

19.660 Punkte (Antutu)<br />

11.461 Punkte (Quadrant)<br />

14.229 Punkte (Antutu)<br />

5.227 Punkte (Quadrant)<br />

Bis zu 440 Stunden (Stand-by)/<br />

2.000 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),<br />

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,<br />

Bluetooth, NFC<br />

Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer<br />

Nicht verfügbar<br />

Testurteil SEhr gut 1,2 SEhr gut 1,3 Gut 1,5 Gut 1,5<br />

Fazit<br />

Aufgrund des gemischten<br />

Testfelds küren wir an dieser<br />

Stelle keinen Testsieger, stattdessen lohnt abschließend<br />

noch einmal ein Blick auf die Stärken<br />

und Schwächen der einzelnen Geräte: Huaweis<br />

Ascend P6 ist eines der schönsten <strong>Smartphones</strong><br />

der jüngsten Zeit, hat eine super Kamera, kann<br />

technisch aber nicht mit den Flaggschiffen anderer<br />

Hersteller mithalten. Das Lumia 925 macht<br />

ebenfalls tolle Fotos und wurde äußerlich<br />

gründlich überarbeitet, bringt in puncto Ausstattung<br />

aber zu wenige Verbesserungen im<br />

Vergleich zum rund 120 Euro günstigeren Lumia<br />

920 mit. LGs Optimus G Pro kommt mit Top-<br />

Ausstattung und läuft superschnell, allerdings<br />

ist mittlerweile ein noch etwas besser ausgestattetes<br />

Alternativmodell erhältlich. Bleibt<br />

Samsungs Galaxy S4 Active, ein Outdoor-Smartphone<br />

mit überragender Ausstattung, das allerdings<br />

bei Weitem nicht so resistent ist wie die<br />

hartgesottenen Handys anderer Hersteller.<br />

Nachdem Sie nun für das Quartett die Vor- und<br />

Nachteile kennen, können Sie vor einem eventuellen<br />

Kauf nach Ihren persönlichen Vorlieben<br />

abwägen. Wirklich falsch liegen werden Sie aber<br />

bei keinem dieser <strong>Smartphones</strong>, denn unter<br />

dem Strich sind alle vier echte Top-Handys.<br />

* Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.<br />

30 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: High-End-<strong>Smartphones</strong> Phones<br />

Nokia Lumia 925<br />

1 2<br />

Kontraste und Detailgrad sind bei Tageslicht ordentlich, wirklich beeindruckend ist jedoch die Lowlight-Leistung.<br />

Das rechte Bild wurde tatsächlich unter den exakt gleichen Bedingungen aufgenommen wie die drei Fotos darunter.<br />

Samsung Galaxy S4 Active<br />

1 2<br />

Auch beim S4 Active stimmen Farben und Details bei Tageslicht, wenn Sie jedoch bei Dämmerung fotografieren,<br />

bleibt – wie auf der rechten Aufnahme zu sehen – nicht mehr viel vom Foto übrig.<br />

gut<br />

Note 1,5<br />

LG Optimus G Pro<br />

Mobile Fotokünstler?<br />

High-End-Hardware gleich Top-Bildqualität? Wir haben die<br />

Knipsen der vier neuen Top-Modelle ausprobiert.<br />

1 2<br />

Auf der kleinen Aufnahme schwer zu erkennen, aber die Fotos des G Pro verlieren zum Rand hin deutlich<br />

an Schärfe. Bei schlechten Lichtverhältnissen sind wie beim S4 Active nur noch Schemen zu erkennen.<br />

Fotos: Thomas Riese/Oliver Karl<br />

Um die Bildqualität zu beurteilen, haben wir mit allen vier Handys<br />

sowohl bei Tages- als auch bei (simuliertem) Dämmerlicht<br />

Fotos aufgenommen. Die Ergebnisse bei guten Lichtverhältnissen<br />

können bei allen Modellen überzeugen, denn die Handys<br />

machen ordentlich scharfe und detaillierte Fotos. Bei Dämmerlicht<br />

hingegen trennt sich die Spreu vom Weizen und es sind<br />

sehr deutliche Unterschiede auszumachen. Während man bei<br />

LG und Samsung auf den Lowlight-Bildern nur Schemen sieht,<br />

ist beim Ascend P6 zumindest das Motiv noch erkennbar. Ganz<br />

anders sieht es beim Lumia 925 aus, das selbst bei schwachem<br />

Licht das fotografierte Objekt deutlich wahrnehmbar ablichtet.<br />

Was Lumia-Sensor und Objektiv bei schlechten Lichtverhältnissen<br />

leisten, ist wirklich erstaunlich.<br />

Huawei Ascend P6<br />

1 2<br />

Kontrastreiche und detaillierte Fotos bei Tageslicht plus ein immerhin noch deutlich erkennbares Motiv bei<br />

Dämmerung. Huaweis Ascend P6 war eine positive Überraschung im Kameratest.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 31


PHONES TEST: Mega-Phones „Phablets“<br />

Megaphones<br />

<strong>Smartphones</strong> Handy, Tablet-<br />

PC oder Phablet? Die Einordnung<br />

fällt bei den über sechs<br />

Zoll großen Geräten von<br />

Samsung und Sony schwer.<br />

Es ist schon faszinierend, dass<br />

der Trend im Mobile-Markt deutlich<br />

zu immer größeren Geräten<br />

geht, wo doch vor einigen Jahren die<br />

Mobiltelefone gar nicht klein genug<br />

sein konnten. Immer mehr Hersteller<br />

bauen mittlerweile <strong>Smartphones</strong> in<br />

Größen jenseits der sechs Zoll, Vorreiter<br />

war einst Samsung mit der ersten<br />

Ausgabe des Galaxy Note. Mit dem<br />

Galaxy Mega legt der koreanische Hersteller<br />

nun ein neues Riesenhandy<br />

nach, das im Gegensatz zum Note<br />

aber ohne Stylus auskommen muss<br />

und sich äußerlich am Flaggschiff<br />

Galaxy S4 orientiert. Auch Sony hat für<br />

das Xperia Z Ultra sein Top-Smartphone<br />

als Vorlage genommen, vergrößert<br />

dessen 5-Zoll-Display aber auf gigantische<br />

6,4 Zoll. Ob das Gerät noch in<br />

die Hosentasche passt und inwieweit<br />

sich beide Telefone im Vergleich mit<br />

herkömmlichen <strong>Smartphones</strong> schlagen,<br />

verrät unser Test. (ps)<br />

32 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13<br />

Phab|let, das; -s (pl): Wortverschmelzung<br />

aus Phone und<br />

Tablet, bezeichnet Mobiltelefone<br />

mit sehr großen Bildschirmen,<br />

wie man sie sonst<br />

nur von <strong>Tablets</strong> kennt.<br />

Fotos: Thomas Riese/Oliver Karl


TEST: Mega-Phones „Phablets“<br />

PHONES<br />

Samsung Galaxy Mega<br />

Web: www.samsung.de Preis (UVP, Online): € 600, ab € 320<br />

GUT<br />

Note 1,9<br />

Dass Samsung gerne viele Galaxy-<strong>Smartphones</strong> auf den Markt bringt, ist ja nichts<br />

Neues, denn bereits im letzten Jahr durften wir uns an zahlreichen Ablegern des<br />

Flaggschiff-Modells Galaxy S3 erfreuen. Das ist in diesem Jahr nicht anders und auch<br />

beim Galaxy Mega handelt es sich (wenn auch in diesem Fall nicht namentlich) um<br />

eine spezielle Version des Galaxy S4. Das Riesenhandy hat ein 6,3 Zoll großes Display<br />

und ist damit noch größer als Samsungs Phablets aus der Galaxy-Note-Reihe. Obwohl<br />

sich der größere Bildschirm eigentlich noch besser zum Arbeiten eignen würde, legt<br />

der koreanische Hersteller dem Mega jedoch keinen Stylus bei, wohl um keine Verwirrungen<br />

zwischen den Produkten der S- und der Note-Reihe entstehen zu lassen.<br />

Zudem hat man mit dem Note 3 auf der IFA gerade erst sein neues Phablet-Flaggschiff<br />

vorgestellt, mit dem das Mega nicht in Konkurrenz treten soll. Vielmehr richtet sich<br />

das mit einer Dualcore-CPU (1,7 GHz) und einem HD-Display (720 x 1.280 Pixel)<br />

ausgestattete Riesenhandy an Einsteiger und eben an die Leute, denen das Display<br />

gar nicht groß genug sein kann. Was die Leistung betrifft, gibt es trotz des Verzichts<br />

auf eine Vierkern-Recheneinheit nichts zu mäkeln, denn für getestete Spiele wie Dead<br />

Trigger oder Temple Run 2 reichte die Rechenpower locker aus. Unverständlich bleibt<br />

jedoch die Wahl der Display-Auflösung, denn gerade bei dieser Größe wäre ein Full-<br />

HD-Screen deutlich schöner gewesen. Durch die 720p-Auflösung liegt die Pixeldichte<br />

nämlich bei gerade einmal 233 ppi – und damit höchstens auf Mittelklasse-Niveau.<br />

Sollten Sie sich daran nicht stören und riesige Displays mögen, können wir Ihnen das<br />

Mega aufgrund der schönen Samsung-Benutzeroberfläche und des unschlagbar günstigen<br />

Internetpreises trotzdem durchaus empfehlen.<br />

Zu groß für ein Telefon?<br />

Erinnern Sie sich noch an die allerersten Mobiltelefone?<br />

Es sah schon etwas befremdlich<br />

aus, wenn man Menschen mit den damals<br />

noch riesigen Klötzen am Ohr durch die Straßen<br />

laufen sah. Durch die Phablet-Kategorie<br />

erlebt diese längst vergangene Ära jetzt ein<br />

Revival, denn wenn man sich ein 6-Zoll-Handy<br />

ans Ohr hält, sieht das nicht minder komisch<br />

aus, wie Ihnen unsere Layout-Kollegin<br />

im Foto oben präsentiert. Auch hosentaschentauglich<br />

ist besonders Sonys Xperia Z<br />

Ultra definitiv nicht mehr. Immerhin hat Sony<br />

das eingesehen und bietet als optionales Zubehör<br />

den unten abgebildeten Bluetooth-<br />

Hörer SBH52 an. Trotzdem bleibt die Frage,<br />

ob man solche Geräte überhaupt noch als<br />

Smartphone bezeichnen kann. Die Antwort<br />

ist in unseren Augen ein klares „Jein“.<br />

Zum einen haben Riesengeräte wie das<br />

Mega oder das Xperia Z Ultra eine integrierte<br />

Telefonierfunktion, das wichtigste<br />

Merkmal eines Handys ist also präsent.<br />

Zum anderen sind <strong>Smartphones</strong> jenseits<br />

der 5,5 Zoll aber einfach zu groß, um sie<br />

noch als klassische Handys durchgehen zu<br />

lassen, weshalb wir auch in der <strong>SFT</strong> fortan<br />

die neue Kategorie „Phablet“ für solche Geräte<br />

verwenden werden.<br />

Gute Performance Großes, farbstarkes Display<br />

Mittelmäßige Display-Pixeldichte Keine Stylus-Bedienung wie beim Note<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 33


PHONES<br />

TEST: Mega-Phones „Phablets“<br />

Sony Xperia Z Ultra<br />

Web: www.sony.de Preis (UVP, Online): € 680, ab € 550<br />

Sonys Xperia Z Ultra lässt uns zwiegespalten zurück: Eigentlich ist das<br />

riesige Smartphone mit seinem 6,4-Zoll-Full-HD-Bildschirm, der irrwitzig<br />

schnellen Snapdragon-800-Quadcore-CPU und dem extrem dünnen<br />

und gleichzeitig äußerst hochwertigen Design über alle Zweifel erhaben.<br />

Doch gerade die Größe ist die Krux des Geräts, denn mit Ausmaßen<br />

von 17,9 x 9,2 x 0,65 Zentimetern ist es schlichtweg zu groß für<br />

jede normale Hosentasche und dürfte bei vielen Kaufinteressenten allein<br />

aufgrund dieser Tatsache bereits durchfallen. Sollten Sie aber zu den<br />

Menschen gehören, denen die Größe egal ist, dann gibt es besonders in<br />

puncto Performance aktuell kein Gerät, das mit Sonys Riesenhandy mithalten<br />

kann. Der Snapdragon 800 des Z Ultra pulverisierte in unseren Benchmarks<br />

die bisherigen Spitzenwerte des Samsung Galaxy S4 und auch die<br />

anspruchsvollsten getesteten Spiele wie The Room oder Machinarium (Tablet-<br />

Version!) liefen hundertprozentig ruckelfrei. Dazu kommt das überragende<br />

Display, das dank Triluminos-Technologie extrem farbstark und kontrastreich<br />

ausfällt und sich besonders zum Filmschauen unterwegs perfekt eignet. Auch<br />

die Stylus-Unterstützung soll nicht unerwähnt bleiben, denn auf dem Xperia<br />

Z Ultra können Sie tatsächlich mit jedem beliebigen Stift mit leitender<br />

Mine (Kugelschreiber, Bleistift) schreiben und zeichnen. Einen kleinen abschließenden<br />

Abzug gibt es noch für die 8-Megapixel-Kamera, denn deren<br />

Aufnahmen taugen lediglich bei Tageslicht.<br />

Überragende Leistungsfähigkeit Brillantes Full-HD-Display<br />

Styluseingaben mit (fast) jedem Stift Mittelmäßige Kamera<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,2<br />

Bademeister<br />

Genau wie Sonys letzte Geräte ist auch das Xperia Z Ultra wieder wasserdicht und<br />

kann laut Hersteller bis zu einer halben Stunde lang unter Wasser verbleiben. Alle<br />

wichtigen Anschlüsse werden über speziell abgedichtete Klappen geschützt, die sich<br />

nahtlos ins elegante Design einfügen. Lediglich der Dock-Anschluss an der Seite sowie<br />

der Klinkenanschluss verbleiben offen, beim Test konnten wir aber kein eindringendes<br />

Wasser feststellen. Ob man sein 600-Euro-Smartphone deshalb trotzdem regelmäßig<br />

mit in den Pool nehmen wird, bleibt fraglich, viel wichtiger ist aber zu wissen,<br />

dass selbst die Benutzung bei Starkregen oder ein versehentlicher Sturz ins<br />

Spülbecken der empfindlichen Elektronik des Xperia Z Ultra nichts anhaben können.<br />

Produktinfo Sony Xperia Z Ultra Samsung Galaxy Mega<br />

Webseite www.sony.de www.samsung.de<br />

Preis (UVP, Online) € 680, ab € 550 € 600, ab € 320<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

6,4 Zoll (ca. 16,3 cm),<br />

1.080 x 1.920 Pixel (344 ppi),<br />

TFT Reality Display<br />

6,3 Zoll (ca. 16,0 cm),<br />

720 x 1.280 Pixel (233 ppi),<br />

LCD<br />

Mobilfunk<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,<br />

HSUPA), LTE<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA,<br />

HSUPA), LTE<br />

Prozessor/Taktung Qualcomm Snapdragon 800<br />

Quadcore, 2,2 GHz<br />

Qualcomm Snapdragon S4<br />

Dualcore, 1,7 GHz<br />

Interner Speicher 16 Gigabyte (erweiterbar) 8 Gigabyte (erweiterbar)<br />

Foto/Video 8-Megapixel-Kamera/HD-<br />

Videoaufnahme (1080p), Frontkamera<br />

für Videotelefonie<br />

8-Megapixel-Kamera/HD-<br />

Videoaufnahme (1080p), Frontkamera<br />

für Videotelefonie<br />

Ausmaße/Gewicht 179 x 92 x 6,5 mm/212 g 167 x 88 x 8,0 mm/199 g<br />

Betriebssystem Android 4.2.2 (Jelly Bean) Android 4.2.2 (Jelly Bean)<br />

Akkulaufzeit/Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

bis zu 550 Stunden (Stand-by)/<br />

3.000 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),<br />

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,<br />

MHL, Bluetooth, NFC<br />

bis zu 390 Stunden (Stand-by)/<br />

3.200 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),<br />

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA,<br />

Bluetooth, NFC<br />

Lieferumfang Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

29.437 Punkte (Antutu)<br />

20.914 Punkte (Quadrant)<br />

13.885 Punkte (Antutu)<br />

7.146 Punkte (Quadrant)<br />

* Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z Ultra mit 29.437 (Antutu)<br />

und 20.914 (Quadrant) Punkten. Bisherige Referenz: Samsung Galaxy S4 mit 23.918 (Antutu)<br />

und 12.309 (Quadrant) Punkten.<br />

Fotos: Thomas Riese/Oliver Karl<br />

34 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Advertorial<br />

Unterwegs einfach tolle Bilder<br />

machen. Mit der Smart Shot von<br />

Sony wird Ihr Handy zu einer<br />

High-End-Kamera.<br />

Für das klassische Fotografie-Erlebnis<br />

lässt sich<br />

die SmartShot direkt am<br />

Handy befestigen.<br />

Die SmartShot lässt sich<br />

auch unabhängig vom Handy<br />

nutzen und kann sogar fernausgelöst<br />

werden.<br />

Echte Handy-Kamera<br />

Was wie ein Objektiv für eine<br />

Spiegelreflexkamara aussieht,<br />

ist in Wahrheit eine<br />

revolutionäre neue Kamera. Die beiden<br />

SmartShot-Kameras verbinden<br />

sich drahtlos mit dem Smartphone<br />

und nutzen das Handydisplay als<br />

Sucher und zur Bilddarstellung. Auf<br />

Wunsch werden die Bilder sowohl in<br />

der Kamera als auch im Smartphone<br />

gespeichert. Per Knopfdruck<br />

können sie so spielerisch leicht per<br />

Mail verschickt oder via Facebook<br />

mit Freunden geteilt werden. Dank<br />

optischem Zoom, hoher Lichtstärke<br />

und großem Sensor fotografieren<br />

Sie immer und überall in Profiqualität.<br />

Der mitgelieferte Adapter passt<br />

auf alle gängigen <strong>Smartphones</strong>, unterstützt<br />

werden die Betriebssysteme<br />

Android und iOS.<br />

Weitere Infos zur SmartShot von<br />

Sony finden Sie unter:<br />

www.sony.de/smartshot.<br />

SmartShot DSC-QX100<br />

• 20,2 Megapixel<br />

• 3,6x optischer Zoom<br />

• ISO 160–25.600<br />

• 62,5 x 62,5 x 55,5 mm, 165 g<br />

• Android- & iOS-kompatibel<br />

SmartShot DSC-QX10<br />

• 18 Megapixel<br />

• 10x optischer Zoom<br />

• ISO 100–12.800<br />

• 62,4 x 61,8 x 33,3 mm, 90 g<br />

• Android- & iOS-kompatibel


Phones<br />

test: Smartphone/Kamera Samsung Galaxy S4 Zoom<br />

Fotophone<br />

Smartphone/Kompaktkamera Samsung wagt sich<br />

an die Verschmelzung der beiden Produktkategorien.<br />

Ist das Ergebnis ein Handy oder eine Digitalkamera?<br />

Samsungs Galaxy S4 Zoom vereint<br />

Smartphone und Kompaktkamera<br />

in einem Gerät.<br />

36 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Smartphone/Kamera Samsung Galaxy S4 Zoom Phones<br />

Die Bildqualität der S4-Zoom-Kamera<br />

1 Detailgrad und Schärfe der Fotos sind ordentlich und liegen über dem<br />

Niveau der meisten Handykameras, das darf man bei einem Gerät wie<br />

dem S4 Zoom allerdings auch erwarten. Selbst kleine Schriften sind bis<br />

Schriftgröße 7 noch gut lesbar, darunter beginnen die Buchstaben leicht<br />

auszufransen. 2 Bei der maximalen ISO-Empfindlichkeit von 3.200 verlieren<br />

sich kleine Schriften und viele Details im Bildrauschen. Alles in allem<br />

ist die Aufnahme nicht mehr brauchbar. 3 Auch bei Dämmerlicht kann<br />

das S4 Zoom trotz Nachtmodus nicht überzeugen. Zwar ist das Motiv<br />

noch grob erkennbar, Farben, Details und Kontraste verlieren sich aber in<br />

der zu dunklen Aufnahme. 4 An den Kanten der Alufolie sind Farbsäume<br />

erkennbar, allerdings sind diese bei vielen Einsteiger- Kompaktkameras<br />

deutlich stärker ausgeprägt.<br />

1 2 3 4<br />

Genau genommen ist das Galaxy S4<br />

Zoom bereits Samsungs zweiter<br />

Hybrid aus Smartphonetechnik<br />

und Digitalkamera. Der erste Versuch war<br />

die bereits anno 2012 erschienene Galaxy<br />

Camera, allerdings fehlte dieser eine Telefonierfunktion.<br />

Der neuen Ausgabe verleiht<br />

Samsung nun den großen Namen seines<br />

Flaggschiff-<strong>Smartphones</strong> – und liefert damit<br />

im Grunde eine Mogelpackung ab. Im Gegensatz<br />

zum Galaxy S4 Active (Test auf<br />

Seite 29) hat das S4 Zoom technisch nämlich<br />

überhaupt nichts mit dem Samsung-<br />

Superphone gemein. Das Display ist mit<br />

4,3 Zoll deutlich kleiner und löst mit 540<br />

x 960 Pixeln auch nur halb so fein auf. Die<br />

Dualcore-CPU kann nicht einmal annähernd<br />

mit dem Quadcore-Prozessor des<br />

Topmodells mithalten, reicht aber immerhin<br />

aus, um das S4 Zoom flüssig durch<br />

Menüs navigieren zu lassen. Bei getesteten<br />

Spielen oder HD-Videos konnten wir ebenfalls<br />

keine Verzögerungen feststellen. Auch<br />

der interne Speicher wurde auf 8 Gigabyte<br />

halbiert, was besonders ärgerlich ist, weil<br />

das S4 Zoom ja nebenbei als Digitalkamera<br />

fungiert und daher eine Menge an Bildern<br />

fassen können muss. Immerhin können die<br />

8 Gigabyte per Mi cro-SD-Karte erweitert<br />

werden. Beim Betriebssystem müssen Sie<br />

hingegen keine Abstriche machen, auf dem<br />

S4 Zoom läuft die aktuelle Android-Version<br />

4.2.2 inklusive Samsungs Nature-UX-Benutzeroberfläche.<br />

Wie eingangs erwähnt,<br />

kann das S4 Zoom auch telefonieren, etwas<br />

komisch sieht es aber schon aus, wenn man<br />

sich eine Digitalkamera ans Ohr hält. An<br />

Gesprächsqualität und Verständlichkeit gab<br />

es jedoch nichts auszusetzen. Als Smartphone<br />

ordnet sich das S4 Zoom in der Mittelklasse<br />

ein, doch wie sieht es eigentlich mit<br />

dem Kamerapart aus?<br />

Gute Ausstattung,<br />

mittelmäßige Fotos<br />

In puncto Features liegt das Galaxy S4 Zoom<br />

in etwa auf dem gleichen Niveau wie aktuelle<br />

Einsteiger-Kompaktkameras, denn auch<br />

die haben mittlerweile 16-Megapixel-Sensoren<br />

und 10-fach-Zoomobjektive. Beim Display<br />

sticht der Hybrid dann aber doch deutlich<br />

hervor, denn eine umgerechnete Auflösung<br />

von circa 1.500.000 Bildpunkten haben<br />

meist nicht einmal High-End- DSLRs. In<br />

Kombination mit der Touch-Bedienung lässt<br />

sich die Kamera so auch wunderbar steuern,<br />

besonders das Setzen des Fokuspunkts sowie<br />

die Menünavigation gehen leicht von der<br />

Hand. Leider muss man die Menüs aber etwas<br />

zu häufig bemühen, denn Schnelltasten<br />

beispielsweise zum Verändern der ISO-Empfindlichkeit<br />

sucht man vergebens. Außerdem<br />

hat Samsung einige Funktionen sehr gut<br />

innerhalb der ansonsten aber aufgeräumten<br />

Kamerasoftware versteckt. Die Bildqualität<br />

des S4 Zoom konnte uns bei unseren Testaufnahmen<br />

nicht wirklich überzeugen, denn<br />

lediglich bei Tageslicht macht das Foto-Handy<br />

scharfe und relativ detaillierte Bilder – das<br />

können mittlerweile aber die meisten<br />

Handy kameras auch. In höheren ISO-Bereichen<br />

fangen die Aufnahmen dagegen schnell<br />

an zu rauschen, bei Dämmerlicht bleibt vom<br />

Foto nicht mehr viel übrig. Eine genaue Beschreibung<br />

samt Beispielbildern finden Sie<br />

im Kasten oben auf dieser Seite. Unter dem<br />

Strich ist das S4 Zoom also ein Hybrid-Gerät,<br />

das Smartphone und Kamera in einem<br />

Gerät vereinen will, in beiden Disziplinen<br />

aber schlechter abschneidet als dedizierte<br />

Geräte. Bleibt zu hoffen, dass Samsung bei<br />

der nächsten Version sowohl technisch als<br />

auch bei der Bildqualität noch eine Schippe<br />

drauflegen kann. (ps)<br />

Produktinfo Galaxy S4 Zoom<br />

Webseite<br />

www.samsung.de<br />

Preis (UVP, Online) € 500, ab € 360<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

4,3 Zoll (ca. 10,9 cm),<br />

540 x 960 Pixel (256 ppi),<br />

Super-AMOLED<br />

Mobilfunk<br />

GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA),<br />

LTE (nur bei spezieller LTE-Version)<br />

Prozessor/Taktung Qualcomm Cortex A9,<br />

Dualcore, 1,5 GHz<br />

Interner Speicher 8 GByte (erweiterbar)<br />

Foto/Video 16 Megapixel/1.080 x 1.920 (30 FPS),<br />

Frontkamera für Videotelefonie<br />

Brennweite/Zoom/<br />

Lichtstärke<br />

Ausmaße/Gewicht<br />

Betriebssystem<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Lieferumfang<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

24-240 mm/10-fach/<br />

f/3,1-6,3<br />

125,5 x 63,5 x 15,4 mm/208 g<br />

Android 4.2.2 (Jelly Bean)<br />

Bis zu 570 Stunden (Standby)/<br />

2.330 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-<br />

USB, WLAN, GPS, DLNA, Bluetooth,<br />

NFC<br />

Netzteil, USB-Kabel<br />

11.818 Punkte (Antutu)<br />

4.839 Punkte (Quadrant)<br />

*Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z<br />

Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.<br />

Galaxy S4 Zoom<br />

als Kompaktkamera<br />

Hochauflösendes<br />

Display<br />

3G und WLAN für<br />

sofortigen Foto-<br />

Upload<br />

24-mm-Weitwinkel<br />

Bildqualität kann nur<br />

bedingt überzeugen<br />

Teils umständliche<br />

Bedienung<br />

Befriedigend<br />

Note 2,6<br />

Galaxy S4 Zoom<br />

Als Smartphone<br />

Gute Performance<br />

Farbstarkes Display<br />

mit gutem Blickwinkel<br />

Benutzeroberfläche<br />

Mittelklasse-<br />

Hardware<br />

Knapper interner<br />

Speicher (8 Gigabyte)<br />

gut<br />

Note 2,0<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 37


<strong>Tablets</strong><br />

Test: Der große Tablet-Guide<br />

Der große Tablet-Guide<br />

Tablet-PCs Sie wollen sich einen Flach-PC zulegen? Wir liefern die besten Schnäppchen.<br />

Wie die kürzlich erschienenen Marktindexzahlen<br />

der GFU belegen, erfahren<br />

Tablet-PCs in Deutschland nach<br />

wie vor einen großen Boom. In den ersten beiden<br />

Quartalen dieses Jahres stieg der Absatz um gigantische<br />

110 Prozent im Vergleich zum Vorjahr,<br />

während konkurrierende Produktkategorien wie<br />

Notebooks und Desktop-PCs deutlich an Boden<br />

verloren. Diesen Trend haben natürlich auch die<br />

Hersteller mittlerweile wahrgenommen, wodurch<br />

die schiere Anzahl an Geräten fast genauso schnell<br />

steigt wie die Verkaufszahlen. Das macht es potenziellen<br />

Käufern nicht leicht, denn oftmals<br />

unterscheiden sich <strong>Tablets</strong> nur in wenigen Ausstattungsnuancen,<br />

die auf die Geräteperformance<br />

aber mitunter große Auswirkungen haben können.<br />

Beispiel gefällig? Quadcore-CPU ist nicht<br />

gleich Quadcore-CPU. So kann es durchaus<br />

vorkommen, dass ein Tablet mit einer aktuellen<br />

Zweikern-Recheneinheit deutlich performanter<br />

läuft als ein Gerät mit älterem Vierkern-Prozessor.<br />

Auch beim Betriebssystem kann gerade im Android-Bereich<br />

eine aktuellere Version Leistungsschübe<br />

gegenüber älteren Ausgaben bewirken.<br />

Um solchen schwächeren Androiden aus dem<br />

Weg zu gehen, können Sie natürlich entweder ein<br />

aktuelles iPad kaufen oder das jeweils neueste und<br />

teuerste Android-Tablet. Wenn Sie sich Ihr sauer<br />

verdientes Geld aber lieber sparen möchten, sollten<br />

Sie unbedingt die folgenden Seiten studieren,<br />

denn dort zeigen wir Ihnen die besten Preis-<br />

Leistungs-Schnäppchen sowohl für die 7- als auch<br />

für die 10-Zoll-Klasse. Auf dieser Doppelseite<br />

erklären wir Ihnen außerdem, auf welche Ausstattungsmerkmale<br />

Sie besonders achten sollten und<br />

welche zu vernachlässigen sind. Übrigens: Von<br />

einem iPad-Kauf raten wir Ihnen aktuell dringend<br />

ab! Warum? Die Antwort geben wir im Verlauf<br />

dieser Teststrecke. Und nun viel Spaß beim<br />

Schmökern. (ps/fn)<br />

Prozessor und RAM<br />

Die CPU ist das Herzstück eines <strong>Tablets</strong> und hauptverantwortlich<br />

für die Performance. Im High-End-Bereich<br />

finden Sie zumeist Geräte mit Vierkern-Prozessoren,<br />

die für flüssige Menünavigation und höchste Spieleund<br />

Filmleistung sorgen. In der Mittel- und Einsteigerklasse<br />

gibt es dagegen häufig Dualcore-Recheneinheiten,<br />

die je nach Hersteller besser oder schlechter<br />

laufen. Hier sollten Sie unbedingt darauf achten, dass<br />

die Taktrate einer Zweikern-CPU mindestens 1,5 GHz<br />

pro Kern beträgt. Singlecore-Flachmänner finden sich<br />

heutzutage nur noch selten. Sollten Sie einem solchen<br />

über den Weg laufen, machen Sie aber unbedingt<br />

einen großen Bogen um das Gerät. Gleiches gilt<br />

für Tablet-PCs, die mit 512 MByte RAM (oder weniger)<br />

ausgestattet sind. Ein Gigabyte ist für heutige Anforderungen<br />

Pflicht, aktuelle High-End-Geräte haben<br />

mittlerweile sogar zwei Gigabyte RAM.<br />

38 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Der große Tablet-Guide <strong>Tablets</strong><br />

Interner Speicher<br />

Ein weiteres wichtiges Thema! Grundsätzlich sollten Sie sich vor<br />

einem Kauf überlegen, was Sie alles auf Ihrem Tablet speichern<br />

möchten. Sollten Sie zahlreiche HD-Filme, riesige Musikbibliotheken<br />

oder tonnenweise Fotos auf Ihrem Flachmann aufbewahren<br />

wollen, müssen Sie entweder zu einer Version mit sehr großem<br />

internen Speicher (Minimum 32 GByte) oder gleich einem Tablet<br />

mit Micro-SD-Slot greifen. Letztere gibt es allerdings nur bei Android,<br />

bei iPads müssen Sie für den doppelten Speicher noch<br />

einmal grundsätzlich saftige 100 Euro Aufpreis hinlegen. Wenn<br />

Ihr Tablet dagegen einen Speicherkartenslot hat, ist der interne<br />

Speicher nahezu egal, denn dann können Sie sowohl Apps als<br />

auch alle sonstigen Dateien auf eine bis zu 64 Gigabyte große<br />

Micro-SD auslagern. Beachten Sie allerdings, dass einige ältere<br />

Geräte nur Größen bis maximal 32 Gigabyte unterstützen. Einige<br />

Günstig-<strong>Tablets</strong> (wie Pearls Touchlet 7,85) haben sogar einen so<br />

kleinen internen Speicher, dass Sie ohne eine Speicherkarte gar<br />

keine Apps installieren können. Das ist durchaus ärgerlich, denn<br />

je nach Größe der Micro-SD müssen Sie dann noch einmal zwischen<br />

20 und 50 Euro auf den Kaufpreis draufrechnen.<br />

Display<br />

Das Zauberwort heißt Retina. Bereits im letzten Jahr<br />

veröffentlichte Apple mit dem iPad 3 den ersten<br />

Flach-PC überhaupt, der eine Auflösung über Full HD<br />

hatte – und das zu einer Zeit, in der viele High-End-<br />

Androiden maximal mit HD-ready auflösten. Eigentlich<br />

musste man davon ausgehen, dass das Android-<br />

Lager schnell nachziehen würde, aber tatsächlich<br />

gibt es bis heute nur eine Handvoll Geräte (darunter<br />

das Google Nexus 10), die genauso fein wie Apples<br />

aktuelles iPad auflösen. Stattdessen regiert unter den<br />

Spitzentablets mit Googles Betriebssystem nach wie<br />

vor Full HD, viele Hersteller (darunter auch Samsung<br />

mit seinen Galaxy Tabs) setzen sogar immer noch auf<br />

nur 1.280 x 800 Pixel. Eine Kaufentscheidung sollten<br />

Sie, was das Display betrifft, nach Ihren persönlichen<br />

Vorlieben und Ansprüchen treffen. Wenn Sie häufig<br />

Filme schauen oder Bücher lesen, sollte es mindestens<br />

Full HD sein. Zum Surfen, Spielen und Musikhören<br />

reicht HD-ready aber völlig aus.<br />

Foto: Thomas Riese<br />

OS OS-Version<br />

Die aktuell verfügbare Betriebssystemversion<br />

sagt im Android-Bereich sehr viel über einen Tablet-PC<br />

aus. Neuere Geräte aller Preis- und Leistungsklassen<br />

laufen in der Regel mit der Version<br />

4.2 (Jelly Bean). Ebenfalls noch akzeptabel ist die<br />

Vorversion 4.1, denn diese Geräte erhalten im Regelfall<br />

früher oder später ein Update auf 4.2. Apropos<br />

Update: Vor einem Kauf sollten Sie sich unbedingt<br />

informieren, welche OS-Version für das<br />

Tablet, das Sie im Auge haben, momentan verfügbar<br />

ist. Es gibt nämlich nach wie vor Geräte,<br />

die mit älteren Versionen ausgeliefert werden, die<br />

aber schon beim ersten Einschalten auf 4.1 oder<br />

4.2 aktualisiert werden können. Sollten Sie jedoch<br />

einem Flachmann begegnen, der auch heute<br />

noch mit den Versionen 4.0 (Ice Cream Sandwich),<br />

3.X (Honeycomb) oder gar 2.3 (Gingerbread)<br />

läuft, handelt es sich dabei um ein älteres<br />

Modell, dessen Kauf wir definitiv nicht empfehlen<br />

können. Die neueren Android-Versionen bringen<br />

nämlich nicht nur zahlreiche Sicherheitsupdates<br />

und haufenweise neue Features mit, sondern laufen<br />

in der Regel auch deutlich flüssiger als ältere<br />

Ausgaben. Als iOS-Käufer können Sie die OS-Version<br />

dagegen vernachlässigen, denn Apple bietet<br />

Updates dankenswerterweise über mindestens<br />

drei Gerätegenerationen an. Das heißt,<br />

selbst wenn Sie sich heute noch ein mittlerweile<br />

zwei Jahre altes iPad 2 zulegen, können Sie trotzdem<br />

das nagelneue iOS 7 installieren.<br />

Mobiler Datenfunk<br />

Sie möchten mit Ihrem Tablet auch unterwegs surfen, Mails<br />

checken oder gar Videos streamen? Dann kommen Sie eigentlich<br />

nicht um einen Flachmann mit 3G-Funktionalität<br />

herum. Das Problem dabei ist allerdings, dass diese zum einen<br />

deutlich teurer sind als die reinen WLAN-Versionen,<br />

zum anderen benötigen Sie zusätzlich einen Datenvertrag,<br />

der mit weiteren monatlichen Kosten verbunden ist. Sollten<br />

Sie jedoch nur gelegentlich Internet auf Ihrem Tablet benutzen<br />

und bereits über ein Smartphone mit Datenvertrag verfügen,<br />

bietet es sich an, auf die 3G-Version zu verzichten<br />

und stattdessen die Datenverbindung Ihres Mobiltelefons<br />

mitzunutzen. Dank WLAN-Hotspot-Funktion klappt das problemlos<br />

auf jedem aktuellen Android- und iOS-Gerät, sogar<br />

von einem Betriebssystem zum anderen.<br />

Tipps für den Einkauf<br />

Kameras<br />

Die wichtigste Grundregel lautet: Vor dem Kauf Preise vergleichen!<br />

Keinesfalls sollten Sie in den nächstbesten Elektronik-<br />

aus, sondern lohnt sich in der Regel auch nicht.<br />

Fotografieren mit dem Tablet sieht nicht nur doof<br />

markt spazieren und das Gerät zum dort angebotenen Preis Geräte mit 8-Megapixel-Kameras, wie sie bei<br />

kaufen. Stattdessen bemühen Sie lieber eine Online-Preissuchmaschine,<br />

um sich an dem da aufgeführten günstigsten bei <strong>Tablets</strong> nämlich meist vergebens. Hersteller<br />

<strong>Smartphones</strong> mittlerweile üblich sind, suchen Sie<br />

Internetpreis zu orientieren. Für diesen Artikel haben wir Ihnen<br />

die Arbeit bereits abgenommen und den zum Redakti-<br />

ganz auf eine rückseitige Knipse. Fast bei jedem<br />

von Einsteigergeräten verzichten oftmals sogar<br />

onsschluss günstigsten Preis angegeben. Es kann aber durchaus<br />

sein, dass einige Geräte noch mal etwas günstiger gewor-<br />

für Selbstporträt und Videotelefonie vollkommen<br />

Tablet-PC findet sich aber eine Frontkamera, die<br />

den sind, wenn Sie dieses Heft in den Händen halten.<br />

ausreicht.<br />

Was soll Ihr Tablet können?<br />

Wenn Sie aus allen auf dieser Doppelseite genannten Leistungskategorien<br />

das Bestmögliche herausholen möchten, müssen Sie nämlich durchaus schon für 350 bis 400 Euro, ordentliche Ein-<br />

eine Menge Geld sparen. Gute Oberklasse-Geräte gibt es dort<br />

tief in die Tasche greifen und sich eines der aktuellen Android- steiger-<strong>Tablets</strong> sogar für unter 200 Euro. Wie bereits erwähnt,<br />

Spitzenmodelle oder das neueste iPad zulegen. Für diese werden<br />

in der Regel aber mindestens 500 Euro fällig. Sollten Sie je-<br />

Blick haben, geben wir Ihnen diese zu jedem vorgestellten Tab-<br />

lohnt sich der Vergleich. Damit Sie alle relevanten Daten stets im<br />

doch kompromissbereit sein und beispielsweise auf riesigen let an die Hand. Am Ende des Artikels finden Sie außerdem eine<br />

Speicher, eine hochauflösende Kamera oder ein 3G-Modul verzichten<br />

können, dann lässt sich besonders im Android-Bereich tung besten Flach-PCs sofort herauslesen<br />

Matrix mit allen 28 Geräten, in der Sie die in puncto Preis-Leis-<br />

können.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 39


<strong>Tablets</strong><br />

Test: Der große Tablet-Guide<br />

Gut<br />

Note 2,2<br />

Gut<br />

Note 1,7<br />

Gut<br />

Note 2,1<br />

Acer Iconia B1<br />

€ 100<br />

OS: Android 4.1 Display: 7 Zoll, 1.024 x 600 Pixel<br />

Prozessor: Dualcore, 1,2 GHz RAM: 512 MByte<br />

Speicher: 8 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP)<br />

Akku: 2.710 mAh, ca. 8 Std. Gewicht: 320 g<br />

Kobo Arc<br />

€ 120<br />

OS: Android 4.1 Display: 7 Zoll, 1.280 x 800 Pixel<br />

Prozessor: Dualcore, 1,5 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,3 MP)<br />

Akku: Keine Angabe, ca. 10 Std. Gewicht: 364 g<br />

Ionik TP7–1500DC-Metal<br />

€ 120<br />

OS: Android 4.1 Display: 7 Zoll, 1.024 x 600 Pixel<br />

Prozessor: Dualcore, 1,5 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 8 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP), Hinten<br />

(2 MP) Akku: 3.600 mAh, ca. 5 Std. Gewicht: 270 g<br />

Auf einen HDMI-Ausgang müssen Sie beim Iconia B1<br />

verzichten, ebenso wie auf eine rückwärtige Kamera.<br />

Acer verbaut hier einen vergleichsweise schwachen<br />

A9-Prozessor, die Menü- und Webnavigation verläuft<br />

dennoch ohne Ruckler. Lediglich bei aufwendigen<br />

Titeln gerät das B1 hin und wieder ins Stocken. Das<br />

Gesamtpaket, inklusive der mobilen Qualitäten, stimmt<br />

aber – bei diesem Preis machen Sie nichts falsch!<br />

Das optisch stark an einen E-Book-Reader erinnernde<br />

Arc besitzt lediglich einen Micro-USB-Anschluss<br />

sowie eine Kopfhörer-Buchse, ein SD-Schacht zur<br />

Speichererweiterung fehlt. Das Display trumpft mit<br />

HD-Auflösung auf, was in dieser Klasse noch längst<br />

keine Selbstverständlichkeit ist. Eine flotte CPU und<br />

ausreichend RAM sorgen für eine tadellose Performance<br />

– und das zum Schnäppchenpreis.<br />

Das „Metal“ im Namen bezieht sich nur auf eine dünne<br />

Aluminiumplatte auf der Rückseite, der Rest des Gehäuses<br />

besteht aus nicht gerade hochwertig verarbeitetem<br />

Plastik. Die sehr starken Spiegelungen trüben die<br />

ansonsten ordentliche Bildqualität, außerdem zeigt sich<br />

das TP7 wenig ausdauernd. Für das Ionik-Modell spricht<br />

in erster Linie die hohe Systemleistung, die auf Augenhöhe<br />

mit den besten 7-Zoll-<strong>Tablets</strong> liegt.<br />

Handliche Tablet-Welt<br />

<strong>Tablets</strong> So groß war die Auswahl im 7-Zoll-Segment noch nie! Wir zeigen Ihnen, wie viel Tablet Sie<br />

in diesem Bereich tatsächlich für Ihr Geld bekommen.<br />

Was erwarten Sie von einem Tablet-<br />

PC? Er soll möglichst handlich und<br />

transportfreundlich sein, dabei aber<br />

alle Vorzüge eines modernen Flachmanns bieten?<br />

Dann sind Sie in der 7-Zoll-Klasse genau richtig!<br />

Wurde diese Kategorie in der Vergangenheit<br />

noch nahezu ausschließlich von Günstig-Herstellern<br />

dominiert, für die das mit niedrigeren<br />

Produktionskosten verbundene kleinere Format<br />

schließlich besonders interessant ist, haben mittlerweile<br />

auch sämtliche Premium-Hersteller entsprechende<br />

Modelle im Programm. Natürlich<br />

geben auch namhafte Firmen wie Apple, Asus<br />

oder Samsung den Preisvorteil an den Kunden<br />

weiter, sodass Sie selbst für die Top-Modelle unter<br />

den Minis nicht mehr als 300 Euro auf den<br />

Tisch legen müssen (für die Wi-Fi-Varianten mit<br />

der kleinsten Speicherkonfiguration wohlgemerkt).<br />

Falls Sie finden, dass 300 Euro immer<br />

noch eine Menge Geld ist, haben wir gute Nachrichten:<br />

Wie unsere Übersicht zeigt, steigen Sie<br />

bereits für rund 100 Euro in die 7-Zoll-Welt ein.<br />

Allerdings dürfen Sie hier in puncto Ausstattung<br />

keine Luxuskomponenten erwarten. Kunststoffstatt<br />

edle Metallgehäuse, Zweikern-Prozessoren,<br />

verhältnismäßig niedrig aufgelöste Displays sowie<br />

Speicherkapazitäten, die sich zum Teil nur<br />

im einstelligen Gigabyte-Bereich bewegen, sind<br />

bei diesen Geräten an der Tagesordnung. Aber<br />

schon für 150 Euro erhalten Sie ein Tablet mit<br />

Vierkern-Prozessor und einem HD-Display, wie<br />

das neue Memo Pad 7 aus dem Hause Asus zeigt.<br />

Was hardwaretechnisch ab 230 Euro heutzutage<br />

möglich ist, demonstriert das brandneue<br />

Nexus 7 eindrucksvoll. Im Google-Tablet arbeitet<br />

nicht nur ein pfeilschneller Quadcore, sondern<br />

auch ein Full-HD-Display – eine derart<br />

hohe Auflösung bot bis jetzt noch kein Tablet in<br />

dieser Größenkategorie. An dieser Stelle präsentieren<br />

wir 14 ältere und aktuelle, von uns getestete<br />

Geräte. Zu den neuesten Vertretern lesen Sie<br />

außerdem ausführliche Tests. (fn)<br />

40 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Der große Tablet-Guide <strong>Tablets</strong><br />

Neuheit<br />

im Test<br />

Gut<br />

Note 2,3<br />

Gut<br />

Note 2,4<br />

sehr gut<br />

Note 1,4<br />

Blaupunkt Endeavour 800<br />

€ 130<br />

OS: Android 4.1 Display: 8 Zoll, 1.024 x 768 Pixel<br />

Prozessor: Dualcore, 1,5 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 8 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP), Hinten<br />

(2 MP) Akku: 4.300 mAh, ca. 8 Std. Gewicht: 440 g<br />

Samsung Galaxy Tab 2 7.0<br />

€ 140<br />

OS: Android 4.1 Display: 7 Zoll, 1.024 x 600 Pixel<br />

Prozessor: Dualcore, 1,0 GHz RAM: 512 MByte<br />

Speicher: 8 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP), Hinten<br />

(3 MP) Akku: 4.000 mAh, ca. 12 Std. Gewicht: 345 g<br />

Asus Memo Pad 7<br />

€ 140<br />

OS: Android 4.2 Display: 7 Zoll, 1.280 x 800 Pixel<br />

Prozessor: Quadcore, 1,2 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 8 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten<br />

(5 MP) Akku: 3.950 mAh, ca. 13 Std. Gewicht: 305 g<br />

Mit seinem 8-Zoll-Display im 4:3-Format bietet der<br />

Blaupunkt-Kandidat etwa 35 Prozent mehr Sichtfläche<br />

als die 7-Zoll-Modelle. Für einen problemlosen Tageslicht-Einsatz<br />

hätte die Display-Helligkeit aber höher<br />

ausfallen müssen. Beim Surfen fällt das Endeavour<br />

durch zum Teil starke Ruckler negativ auf, Unterhaltungspotenzial<br />

ist aber in jedem Fall gegeben. Daher<br />

bietet das Blaupunkt trotzdem viel Tablet fürs Geld.<br />

Die dritte Inkarnation des Galaxy Tab 7.0 ist verfügbar.<br />

Den Vorgänger gibt es zum stark vergünstigten Preis, der<br />

aber immer noch leicht über dem etlicher Konkurrenten<br />

liegt, die zudem besser ausgestattet sind. Eine 1-GHz-<br />

CPU und 512 MByte RAM sind nicht mehr zeitgemäß. Als<br />

Unterhalter und Surfmaschine (3G-Version erhältlich)<br />

taugt es aber dennoch. Größter Vorteil gegenüber dem<br />

Gros der Konkurrenz: die lange Akkulaufzeit.<br />

Asus mischt die Riege der Günstig-<strong>Tablets</strong> mit seinem<br />

Memo Pad 7 richtig auf: Für äußerst faire 150 Euro<br />

bekommen Sie hier insgesamt mehr geboten als bei<br />

preislich vergleichbaren Modellen: HD-Auflösung, Vierkern-CPU,<br />

zwei Kameras, aktuelle Android-Version. In<br />

Sachen Mobilität, Leistung, Akkulaufzeit und Display-<br />

Qualität bleiben kaum Wünsche offen. Ganz klar einer<br />

der besten Neuzugänge im 7-Zoll-Segment.<br />

„7-Zoll-<strong>Tablets</strong><br />

sind grundsätzlich<br />

günstiger<br />

als ihre großen<br />

10-Zoll-Brüder,<br />

da der kleine<br />

Schirm weniger<br />

kostet.“<br />

Moderne Ausstattung zum Tiefpreis<br />

Bei diesem Preis ist es nicht weiter überraschend, Asus einige hauseigene Tools wie ein einfaches Zeichenprogramm<br />

sowie einen Notizblock vor. Wie es<br />

dass Asus beim Gehäuse komplett auf Kunststoff<br />

setzt. Besonders wertig fühlt sich das Memo Pad sich für ein modernes 7-Zoll-Tablet gehört, löst das<br />

nicht an, an der Verarbeitung gibt es aber grundsätzlich<br />

nichts auszusetzen. Mit knapp 300 Gramm liegt mit plastische Bilder und eine ausgezeichnete Dar-<br />

Memo Pad mit 1.280 x 800 Pixeln auf und bietet so-<br />

es leicht und dank aufgerauter Rückseite rutschfest stellung von Texten in allen Größen. Touch-Eingaben<br />

in der Hand. Das Anschlussangebot erschöpft sich in setzt es außerdem präzise und verzögerungsfrei um.<br />

einer Micro-USB-Buchse sowie einem Kartenleser, Der Blickwinkel ist stabil, die gute Leuchtkraft macht<br />

ein wie bei vielen Android-<strong>Tablets</strong> üblicher HDMI- den Schirm zudem tageslichttauglich. Ein vierkerniger<br />

Mediatek-Prozessor sorgt für schnelle Pro-<br />

Ausgang fehlt. Im Unterschied zur 10-Zoll-Variante<br />

(Test auf Seite 49) wird es für den kleinen Bruder keine<br />

Version mit Mobilfunkunterstützung geben. Zum on. Bis auf wenige, verschmerzbare Ruckler laufen<br />

grammstarts und flüssige Menü- und Web-Navigati-<br />

Lieferumfang gehört ein Standfuß, auf dem das Tablet<br />

zwar sicher steht, das leichte, dünne Plastikgebilplatz<br />

verdient sich das Memo Pad bei der Akkulauf-<br />

auch aufwendige Spiele problemlos. Einen Spitzende<br />

wirkt allerdings extrem billig. Neben einer leicht zeit: Mit bis zu 14 Stunden gehört es zu den ausdauerndsten<br />

derzeit erhältlichen modifizierten Version von Android 4.2 installiert<br />

<strong>Tablets</strong>.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 41


<strong>Tablets</strong><br />

Test: Der große Tablet-Guide<br />

Neuheit<br />

im Test<br />

Neuheit<br />

im Test<br />

Befriedigend<br />

Note 2,5<br />

Gut<br />

Note 2,2<br />

Gut<br />

Note 2,4<br />

Pearl Touchlet 7,85<br />

€ 180<br />

OS: Android 4.2 Display: 7,85 Zoll, 1.024 x 768 Pixel<br />

Prozessor: Quadcore, 1 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 2 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP), Hinten<br />

(2 MP) Akku: 3.500 mAh, ca. 6 Std. Gewicht: 322 g<br />

Samsung Galaxy Tab 3 7.0<br />

€ 180<br />

OS: Android 4.1 Display: 7 Zoll, 1.024 x 600 Pixel<br />

Prozessor: Dualcore, 1,2 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 8 GByte Kamera: Vorne (1,3 MP), Hinten<br />

(3 MP) Akku: 4.000 mAh, ca. 10 Std. Gewicht: 300 g<br />

Amazon Kindle Fire HD<br />

€ 200<br />

OS: Android 4.0 Display: 7 Zoll, 1.280 x 800 Pixel<br />

Prozessor: Dualcore, 1,2 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,3 MP)<br />

Akku: 4.400 mAh, ca. 11 Std. Gewicht: 395 g<br />

Trotz Vierkern-Prozessor und aktuellem Android<br />

ruckelt’s beim Surfen, die mobilen Qualitäten sind<br />

aufgrund der eher mäßigen Akkulaufzeit auch nicht<br />

das Gelbe vom Ei. Auch die Notwendigkeit einer SD-<br />

Karte stört. Auf der Habenseite steht ein qualitativ<br />

guter Schirm mit viel Sichtfläche sowie eine tadellose<br />

Video- und Spiele-Performance. Wer einen günstigen<br />

Sofa-Entertainer sucht, könnte glücklich werden.<br />

Wie Sie unserem Testtext entnehmen können, lässt<br />

uns Samsungs neues Galaxy Tab 7 ziemlich kalt. Der<br />

Hersteller bietet hardwareseitig nur Standardkost,<br />

verlangt aber dennoch mehr als beispielsweise Asus<br />

für sein Quadcore-HD-Modell Memo Pad 7. Ein<br />

schlechtes Tablet ist das Galaxy Tab freilich nicht, aber<br />

vom Android-Tablet-Marktführer hätten wir einfach<br />

mehr erwartet als nur ein Mittelklasse-Gerät.<br />

Der hochauflösende Schirm und die gute Akkulaufzeit<br />

sind die beiden Highlights des Amazon-<strong>Tablets</strong>. Der<br />

Zweikernprozessor bringt nur eine mäßige Leistung,<br />

was bei der Navigation auf Webseiten oder im hauseigenen<br />

Content-Store zu Rucklern führt. Die ständig zum<br />

Konsum animierende Oberfläche muss man mögen.<br />

Außerdem: Das angepasste OS (für das es keinen Play<br />

Store gibt) basiert auf dem veralteten Android 4.0.<br />

Performance-Probleme trotz Quadcore<br />

Welches populäre Tablet sich die Entwickler des für Systemdateien reserviert. Um beispielsweise<br />

Touchlet 7,85 zum Vorbild genommen haben, ist eine App zu installieren, muss sich eine SD-Karte<br />

eindeutig: das iPad Mini (siehe Seite 44). Mit seinen im Schacht befinden. Für eine sinnvolle Nutzung<br />

7,85 Zoll im 4:3-Format bietet es die gleiche Auflösung<br />

und praktisch genauso viel Sichtfläche wie Karte als permanente Speichererweiterung, womit<br />

des Pearl-<strong>Tablets</strong> benötigen Sie also eine Micro-SDder<br />

Apple-Konkurrent (7,9 Zoll). Das Alumniniumgehäuse<br />

mit dem schmalen Display-Rand an der men wir zur Praxis: Das blickwinkelstabile Display<br />

sich der Preis des Gerätes etwas relativiert. Kom-<br />

Ober- und Unterseite weist weitere starke Parallelen<br />

auf. Allerdings fällt der Pearl-Kandidat etwas trast und Helligkeit mangelt. Die Bedienung über<br />

liefert saubere Bilder, denen es aber etwas an Kon-<br />

schwerer (322 g) und dicker (0,9 cm) aus. Die Verarbeitung<br />

ist okay, das Touchlet kommt aber nicht an los verläuft auch die Steuerung von Android. Star-<br />

den Touchscreen funktioniert tadellos. Reibungs-<br />

die Eleganz und Edel-Anmutung des iPad Mini heran.<br />

Die übrige Ausstattung kann sich zunächst segation<br />

über den Standard-Browser. Die Nutzung<br />

ke Ruckler notieren wir hingegen bei der Webnavihen<br />

lassen: eine Quadcore-CPU, zwei Gigabyte eines Alternativ-Browsers wie Google Chrome<br />

RAM, je eine Buchse für Micro-USB und Mini-HDMI, sorgt für eine Verbesserung, flüssig sieht aber anders<br />

aus. Gut schlägt sich das Touchlet 7,85 als Vi-<br />

Kartenleser, Front- und Rück-Kamera. Dann aber<br />

die Enttäuschung: Der interne Speicher fasst gerade<br />

mal zwei Gigabyte! Und dieser ist ausschließlich sich die Akkulaufzeit mit maximal sechs<br />

deo- und Spiele-Unterhalter. Eher dürftig gestaltet<br />

Stunden.<br />

„Einige<br />

7-Zöller bieten<br />

eine Telefonierfunktion.<br />

Praktisch, wenn<br />

Sie nicht zwei<br />

Geräte mitschleppen<br />

möchten.“<br />

42 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Der große Tablet-Guide <strong>Tablets</strong><br />

Die neue<br />

7-Zoll-Referenz<br />

Gut<br />

Note 2,1<br />

Asus Fonepad<br />

€ 220<br />

Einen ausführlichen<br />

Test<br />

finden Sie auf<br />

Seite 59<br />

OS: Android 4.2 Display: 7 Zoll, 1.280 x 800 Pixel<br />

Prozessor: Singlecore, 1,2 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP)<br />

Akku: 4.270 mAh, ca. 10 Std. Gewicht: 340 g<br />

Das Fonepad kombiniert Smartphone und Tablet in<br />

einem Gerät. Wer sich kein 7-Zoll-Tablet ans Ohr halten<br />

will, kann natürlich auch über ein Bluetooth-Headset<br />

telefonieren. Weitere Besonderheit: Hier kommt nicht<br />

wie sonst üblich ein ARM-, sondern ein einkerniger<br />

Intel-Atom-Prozessor zum Einsatz. Die Performance ist<br />

insgesamt nur mäßig, starke Spiegelungen nerven. Als<br />

Multifunktionsgerät dennoch nicht uninteressant.<br />

Nicht auf der Höhe der Zeit<br />

Wie bereits die Vorgänger kommt auch die neue<br />

Galaxy-Tab-Familie im weißen Einheits-Look und<br />

mit vornehmlich Kunststoff als Gehäusematerial. Ein<br />

seitlicher Metallrahmen, der die Geräte umschließt,<br />

sorgt für zusätzliche Stabilität. Geht man auf Tuchfühlung,<br />

wie in diesem Fall mit der 7-Zoll-Variante,<br />

zeigt sich die Plastikummantelung recht robust und<br />

außerdem top gearbeitet – hier knarzt und wackelt<br />

nichts. Mit 300 Gramm gehört das Galaxy Tab 3 7.0<br />

zudem zu den handlichsten und portabelsten der<br />

derzeit erhältlichen <strong>Tablets</strong>. Wie üblich verzichtet<br />

Samsung auf einen HDMI-Ausgang. Für die Mobilfunkvariante<br />

zahlen Sie einen Aufpreis von circa 100<br />

Euro und bekommen obendrein eine Telefonierfunktion.<br />

Als Betriebssystem kommt derzeit die<br />

nicht mehr aktuelle Android-Verision 4.1 zum Einsatz.<br />

Das bedeutet, Sie müssen einige Einschränkungen<br />

bei der Funktionalität in Kauf nehmen. So fehlt<br />

im Vergleich zu 4.2 beispielsweise die Multi-User-<br />

sehr Gut<br />

Note 1,2<br />

Google Nexus 7 (2013)<br />

€ 230<br />

Neuheit<br />

im Test<br />

OS: Android 4.3 Display: 7 Zoll, 1.920 x 1.200 Pixel<br />

Prozessor: Quadcore, 1,5 GHz RAM: 2.024 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten<br />

(5 MP) Akku: 3.950 mAh, ca. 9 Std. Gewicht: 290 g<br />

Der neueste Ableger von Googles 7-Zoll-Nexus-Tablet<br />

ist wieder ein echter Preisbrecher. Mit der leistungsstarken<br />

Quadcore-CPU, dem Full-HD-Display, 2 Gigabyte<br />

RAM und einer 5-Megapixel-Kamera bietet der<br />

von Asus hergestellte Flachmann Ausstattung satt –<br />

und das zum Sparpreis von 230 Euro. Wenn Sie auf<br />

einen Micro-SD-Slot verzichten können, führt eigentlich<br />

kein Weg am Google-Tablet vorbei.<br />

Op tion oder die Möglichkeit, Widgets auf dem<br />

Sperrbildschirm zu platzieren. Auf der Habenseite<br />

verbucht das Galaxy Tab noch die bekannte, äußerst<br />

bedienfreundliche Touch-Wiz-Oberfläche sowie ein<br />

umfangreiches Software-Paket (inklusive einer Office-Anwendung<br />

und der Sprachsteuerung S Voice).<br />

In puncto Hardware verbaut Samsung einen relativ<br />

schwachen Dualcore-Prozessor von Marvell. Im Test<br />

ging der Webseitenaufbau eher gemächlich vonstatten,<br />

bei grafik intensiven Games wie Real Racing<br />

3D sowie beim Website-Scrolling kam es immer wieder<br />

zu Rucklern. Auch mit dem Display kann<br />

Samsung keine echten Akzente setzen, da es nur die<br />

Standard-Auflösung 1.024 x 600 Pixel bietet, außerdem<br />

fallen die Farben etwas blass aus. Blickwinkelstabilität,<br />

Helligkeit und Kontrast geben ansonsten<br />

keinen Anlass zur Kritik. Mit bis zu 10 Stunden liefert<br />

das Galaxy Tab 7.0 im Laufzeittest eine sehr solide<br />

Leistung ab.<br />

Ohne viel Aufhebens hat Google kürzlich die<br />

zweite Version seines Nexus 7 vorgestellt, das<br />

erneut in Zusammenarbeit mit dem taiwanischen<br />

Hersteller Asus gefertigt wird. Sowohl<br />

Hardware als auch Design wurden einer Generalüberholung<br />

unterzogen und das Ergebnis<br />

kann sich wirklich sehen lassen. Äußerlich<br />

hat das Nexus 7 vor allem in der Dicke abgespeckt<br />

und liegt jetzt bei nur noch 7 statt vorher<br />

10,5 Millimetern. In der Breite hat das<br />

neue Modell ebenfalls satte 6 Millimeter verloren.<br />

Die Rückseite besteht zwar leider aus<br />

Polycarbonat und nicht dem für Asus typischen<br />

Aluminium, fühlt sich aber trotzdem<br />

äußerst robust an und liegt dank der griffigen<br />

Oberfläche sehr gut in der Hand. Auch an der<br />

Verarbeitungsqualität gibt es nichts zu mäkeln,<br />

selbst bei stärkerem Druck ist kein Knarzen<br />

oder Knacken hörbar. Bei der Hardware<br />

legt Google ebenfalls eine ordentliche Schippe<br />

drauf, besonders der schnellere Quadcore-Prozessor<br />

(Qualcomm S4, 1,5 GHz) sowie<br />

das jetzt mit Full HD auflösende Display<br />

(323 ppi) konnten uns im Test absolut überzeugen.<br />

Egal ob Spiele, Bücher oder HD-Videos,<br />

als mobiler Entertainer ist das neue<br />

Nexus 7 eine absolute Wucht. Neu hinzugekommen<br />

ist außerdem eine rückseitige Kamera,<br />

die mit 5 Megapixeln auflöst und Videos<br />

in Full-HD-Auflösung aufnimmt. Die<br />

Frontkamera bleibt im Vergleich zum Vormodell<br />

unverändert (1,2 MP). Eines Kritikpunktes<br />

hat sich Google leider nach wie vor nicht angenommen,<br />

denn auch beim neuen Nexus 7<br />

verzichtet man – wie bei allen bisherigen Nexus-Geräten<br />

– auf einen Micro-SD-Erweiterungsslot.<br />

Immerhin wurde der interne Speicher<br />

für die beiden verfügbaren Versionen<br />

aber von 8/16 auf 16/32 Gigabyte verdoppelt.<br />

Zu einem späteren Zeitpunkt soll außerdem<br />

noch eine 3G/LTE-Version angeboten werden,<br />

in Deutschland sind momentan allerdings<br />

nur die beiden WLAN-Ausgaben im<br />

Google-Play-Store bestellbar. Der Preis liegt<br />

bei immens günstigen 230 Euro (270 Euro für<br />

32 GB). Ein so preiswertes und gleichzeitig<br />

leistungsstarkes Tablet finden Sie bei anderen<br />

Herstellern schlichtweg nicht.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 43


<strong>Tablets</strong><br />

Test: Der große Tablet-Guide<br />

Neuheit<br />

im Test<br />

Gut<br />

Note 1,8<br />

sehr Gut<br />

Note 1,4<br />

Gut<br />

Note 1,6<br />

Einen ausführlichen<br />

Test<br />

finden Sie auf<br />

Seite 58<br />

Samsung Galaxy Tab 3 8.0<br />

€ 270<br />

OS: Android 4.2 Display: 8 Zoll, 1.280 x 800 Pixel<br />

Prozessor: Dualcore, 1,5 GHz RAM: 1.536 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten<br />

(5 MP) Akku: 4.450 mAh, ca. 10 Std. Gewicht: 314 g<br />

Apple iPad Mini<br />

€ 300<br />

OS: iOS 6 Display: 7,9 Zoll, 1.024 x 768 Pixel<br />

Prozessor: Dualcore, 1 GHz RAM: 512 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten<br />

(5 MP) Akku: 4.400 mAh, ca. 10 Std. Gewicht: 312 g<br />

Samsung Galaxy Note 8.0<br />

€ 290<br />

OS: Android 4.2 Display: 8 Zoll, 1.280 x 800 Pixel<br />

Prozessor: Quadcore, 1,6 GHz RAM: 2.048 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,3 MP), Hinten<br />

(5 MP) Akku: 4.600 mAh, ca. 8 Std. Gewicht: 340 g<br />

Die 8-Zoll-Variante des neuen Galaxy-Tabs gefällt uns<br />

deutlich besser als die 7-Zoll-Version. Ein schnellerer<br />

Prozessor und mehr Arbeitsspeicher sorgen nicht nur<br />

für eine flüssige Bedienung, sondern auch für reibungslose<br />

Spieledarstellung. Das hochauflösende<br />

Display präsentiert detaillierte Bilder. Zusammen mit<br />

der guten Akkulaufzeit verdient sich der 8-Zöller einen<br />

Platz unter den Besten dieser Kategorie.<br />

Das iPad Mini gehört ein Jahr nach Marktstart noch zu<br />

den besten <strong>Tablets</strong> dieser Klasse: viel Sichtfläche, hervorragende<br />

Mobilqualitäten, butterweiche Menü- und<br />

Webnavigation, exzellente Entertainment-Qualitäten.<br />

All das verpackt in ein edles, robustes Metallgehäuse.<br />

Da lässt sich die niedrige Auflösung verschmerzen. Da<br />

wir in Kürze ein neues Mini-Modell erwarten, müssen<br />

wir derzeit trotzdem von einem Kauf abraten.<br />

Während die Galaxy-Tabs eher zu den Einsteigergeräten<br />

gehören, finden sich die Oberklasse-<strong>Tablets</strong> in der<br />

Note-Familie. Im Galaxy Note 8.0 arbeiten ein schneller<br />

Vierkernprozessor, zwei GByte RAM und ein HD-<br />

Display. Hinzu kommen eine geniale Stiftbedienung,<br />

ein umfangreiches Softwarepaket sowie eine optionale<br />

Telefonierfunktion. Einziger Kritikpunkt: Die Batterie<br />

hält nur maximal acht Stunden durch.<br />

Tolle Bedienung, gutes App-Paket<br />

Samsungs 8-Zoll-Galaxy-Tab-Neuheit hat dem kleinen<br />

Bruder in puncto Features einiges voraus: Einschalten fällt sofort das strahlend helle, scharfe<br />

einen Aufpreis von 100 Euro erhältlich. Nach dem<br />

Samsung setzt bei diesem Modell wieder auf die Display auf, das Grafiken, Videos und Texte im Vergleich<br />

zu den gleich großen Konkurrenten mit<br />

hauseigene Prozessor-Linie Exynos, die sich bisher<br />

als recht leistungsfähig erwiesen hat. Der Arbeitsspeicher<br />

beträgt bei diesem Modell 1.536 Mega-<br />

doch eine Ecke detaillierter und feiner darstellt.<br />

niedrigerer Auflösung (Apple, Blaupunkt, Pearl)<br />

byte. Das Display löst mit zeitgemäßen 1.280 x 800 Blickwinkelstabilität und Ansprechverhalten bei<br />

Pixeln auf, beim installierten Android-Betriebssystem<br />

handelt es sich um die aktuellere Version 4.2. Samsung auch hier nur einen Zweikern-Prozessor,<br />

Fingergesten sind ausgezeichnet. Zwar verwendet<br />

Neben USB und Kartenleser bietet die 8-Zoll-Version<br />

noch eine Infrarot-Schnittstelle, falls Sie Ihren muss sich vor den Quadcore-Kandidaten von<br />

der schlägt sich in der Praxis aber beachtlich und<br />

Tablet-PC zum Steuern von Heimkinogeräten einsetzen<br />

möchten. Auch hier dürfen sich Käufer über beim Surfen noch bei der Menü-Bedienung gerät<br />

Google, Asus und Co. nicht verstecken. Weder<br />

die gelungene, von den hauseigenen <strong>Smartphones</strong><br />

bekannte Touch-Wiz-Oberfläche sowie ein fik- und Video-Performance bleibt auch der Spaß<br />

das System ins Stocken. Dank der sehr guten Gra-<br />

umfangreiches Paket vorinstallierter Anwendungen<br />

freuen. Mobiles Internet ist hier ebenfalls für Laufzeit können sich außerdem sehen<br />

nicht auf der Strecke. Gut 10 Stunden kabellose<br />

lassen.<br />

„Die leichten<br />

Minis lassen sich<br />

bequem mit<br />

einer Hand halten<br />

und mit<br />

der anderen<br />

bedienen.“<br />

44 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


DAS TEST-MAGAZIN<br />

FÜR DIGITALE UNTERHALTUNG<br />

DAS BESTE AUS ALLEN TECHNIK-WELTEN:<br />

Flat-TVs | <strong>Smartphones</strong> | <strong>Tablets</strong> | Notebooks | Digitalkameras | Video | HiFi<br />

plus: DIE COOLSTEN SPIELE und ALLE FILM-BLOCKBUSTER<br />

Auch als<br />

Magazin-Variante<br />

ohne DVD für € 2,99<br />

QR-Code scannen<br />

und hinsurfen!<br />

WWW.SPIELEFILMETECHNIK.DE<br />

Neue Ausgabe jetzt am Kiosk erhältlich<br />

oder einfach online bestellen unter:<br />

shop.spielefilmetechnik.de<br />

Auch erhältlich als ePaper bei:


<strong>Tablets</strong><br />

Test: Der große Tablet-Guide<br />

Die Tablet-Großmacht<br />

<strong>Tablets</strong> Großer Surf- und Spiel-Spaß? So gut sind aktuelle 10-Zoll-Androiden wirklich.<br />

Unter den 10-Zoll-<strong>Tablets</strong> finden Sie<br />

nach wie vor die größte Modell-Auswahl.<br />

Der augenscheinlichste Unterschied<br />

zu den kleineren 7-Zoll-Varianten ist<br />

natürlich das deutliche Plus an Sichtfläche und<br />

der daraus resultierende höhere Preis. Wer sich<br />

für ein 10-Zoll-Tablet entscheidet, muss darüber<br />

hinaus auch die sperrigeren Ausmaße und ein<br />

höheres Gewicht in Kauf nehmen. Im Gegensatz<br />

zu einem Gerät aus der 7-Zoll-Riege eignen sich<br />

die großen Brüder daher beispielsweise nicht<br />

unbedingt für den klassischen E-Book-Betrieb,<br />

bei dem man das Lesegerät ja auch mal ganz<br />

gerne in einer Hand hält. Zwischen 500 und<br />

650 Gramm sorgen dann doch schnell für Ermüdungserscheinungen.<br />

Dafür bieten Ihnen<br />

Sichtdiagonalen von etwa 26 Zentimetern eine<br />

deutlich übersichtlichere Darstellung von Webseiten,<br />

eine bessere Lesbarkeit dank größerer<br />

Schriften und nicht zuletzt auch mehr Spaß, da<br />

Ihnen beim Spielen oder Filmeschauen keine<br />

Details entgehen. Apropos: Als die dritte Inkarnation<br />

des iPads vor mehr als einem Jahr mit<br />

einer Auflösung jenseits von Full HD (Stichwort<br />

Retina) für eine beispiellos feine Darstellung<br />

sorgte, erwarteten wir eigentlich eine regelrechte<br />

Flut von hochauflösenden <strong>Tablets</strong> aus dem<br />

Android-Lager. Tatsächlich ist diese aber ausgeblieben.<br />

Nur sehr vereinzelt wurden Geräte mit<br />

1.920 x 1.200 Pixel angeboten. Gut ein halbes<br />

Jahr dauerte es, bis die Android-Fraktion mit<br />

dem Nexus 10 ein Tablet mit vergleichbarem<br />

Display vorweisen konnte. Sieht man sich unsere<br />

aus 14 Modellen bestehende Testübersicht<br />

an, wird klar, dass ein solcher Detailgrad bei den<br />

meisten Geräten immer noch Mangelware ist.<br />

Immerhin hat die Zahl der Full-HD-<strong>Tablets</strong> in<br />

den letzten Monaten leicht zugenommen. Aber<br />

selbst brandaktuelle Modelle kommen zum Teil<br />

lediglich mit der kleinen HD-Auflösung, beispielsweise<br />

das Galaxy Tab 3 10.1 aus dem Hause<br />

Samsung. Doch Pixeldichte ist natürlich nicht<br />

alles! Was die Androiden dem Klassenprimus<br />

von Apple entgegenzusetzen haben, lesen Sie auf<br />

den folgenden Seiten. Neben unseren Testzusammenfassungen<br />

haben wir auch zwei Neuheiten<br />

von Samsung und Asus auf den Zahn gefühlt.<br />

(fn)<br />

CMX Clanga 097-2016<br />

€ 230<br />

OS: Android 4.2 Display: 10,1 Zoll, 2.048 x 1.536 Pixel<br />

Prozessor: Quadcore, 1,2 GHz RAM: 2.048 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP), Hinten (2 MP)<br />

Akku: 7.500 mAh, ca. 6 Std. Gewicht: 633 g<br />

Einen ausführlichen<br />

Test<br />

finden Sie auf<br />

Seite 55<br />

Gut<br />

Note 2,1<br />

In diesen Preisregionen finden Sie normalerweise keine Geräte<br />

mit Aluminiumgehäuse und Retina-Auflösung à la iPad 4. Die<br />

wertige Haptik sowie die superdetaillierte Bildqualität des<br />

Clanga-<strong>Tablets</strong> können aber nicht über die ruckelige Bedienung<br />

und die kurze Akkulaufzeit hinwegtrösten. Hier hat CMX<br />

klar an den falschen Stellen gespart. Am Ende reicht es nur für<br />

einen Platz auf den hinteren Rängen.<br />

Trekstor Surftab Ventos 10.1<br />

€ 170<br />

OS: Android 4.1 Display: 10,1 Zoll, 1.280 x 800 Pixel<br />

Prozessor: Dualcore, 1,6 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (0,3 MP), Hinten (2<br />

MP) Akku: 7.200 mAh Gewicht: 622 g<br />

Mit seinem einwandfreien Display, dem starken Akku sowie<br />

der sehr ordentlichen Performance platziert sich das Surftab<br />

Ventos im guten Mittelfeld. In Sachen Spieleleistung<br />

gehört der Trekstor-Kandidat sogar zur Oberklasse. Zwei<br />

Kritikpunkte gibt es aber: Beim Surfen und der Menü-Steuerung<br />

tauchen hin und wieder Ruckler auf, ein Update auf<br />

Android 4.2 ist derzeit noch nicht erhältlich.<br />

Einen ausführlichen<br />

Test<br />

finden Sie auf<br />

Seite 54<br />

Befriedigend<br />

Note 2,9<br />

46 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Der große Tablet-Guide <strong>Tablets</strong><br />

Toshiba AT300<br />

€ 240<br />

OS: Android 4.0 Display: 10,1 Zoll, 1.280 x 800 Pixel<br />

Prozessor: Quadcore, 1,3 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (2 MP), Hinten (5 MP)<br />

Akku: 6.600 mAh, ca. 12 Std. Gewicht: 590 g<br />

Das Display punktet zwar mit guten Schärfe- und Kontrastwerten,<br />

einer hohen Leuchtkraft sowie exzellentem Blickwinkel,<br />

bietet aber lediglich die kleine HD-Auflösung. Der Vierkern-<br />

Prozessor sorgt für eine reibungslose Darstellung von aufwendigen<br />

Spielen und hochauflösenden Filmen. Im Vergleich zu<br />

Modellen mit einer neueren Android-Version läuft die Bedienung<br />

allerdings weniger flüssig (ein Update ist angekündigt).<br />

Gut<br />

Note 1,9<br />

„Ein aktueller<br />

Amazon Kindle Fire HD 8.9<br />

Zweikern-<br />

Prozessor<br />

kann<br />

€ 270<br />

OS: Android 4.0 Display: 8,9 Zoll, 1.920 x 1.200 Pixel<br />

Prozessor: Dualcore, 1,5 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,3 MP) Akku:<br />

6.000 mAh, ca. 10 Std. Gewicht: 567 g<br />

schneller sein<br />

Genau wie der kleine 7-Zoll-Bruder müssen Sie auch<br />

beim Kindle Fire HD 8.9 auf die klassische Android-<br />

als ein älteres<br />

Vierkern-<br />

Modell.“<br />

Gut<br />

Note 2,4<br />

Einen ausführlichen<br />

Test<br />

finden Sie auf<br />

Seite 60<br />

Oberfläche verzichten und stattdessen mit der konsumorientierten<br />

Amazon-Variante vorliebnehmen.<br />

Das Highlight ist der gelungene Full-HD-Schirm, die<br />

restliche Ausstattung ist wenig spektakulär und eine<br />

rückseitige Kamera gibt es zudem nicht. Ein mittelprächtiges<br />

Tablet, mehr nicht.<br />

Fujitsu Stylistic M532<br />

€ 280<br />

OS: Android 4.1 Display: 10,1 Zoll, 1.280 x 800 Pixel<br />

Prozessor: Quadcore, 1,4 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (2 MP), Hinten (8<br />

MP) Akku: 3.170 mAh, ca. 8 Stunden Gewicht: 560 g<br />

Dank des mittlerweile erhältlichen Updates auf das<br />

performanceoptimierte Android 4.1 geht die Bedienung<br />

des Fujitsu-Kandidaten butterweich von der<br />

Hand. Auch im Entertainment-Einsatz macht das<br />

Stylistic Spaß, dafür sorgt eine leistungsfähige<br />

Quadcore-CPU. Die Display-Auflösung ist nicht mehr<br />

ganz auf der Höhe der Zeit, die Akkulaufzeit nur<br />

befriedigend. Insgesamt: gehobenes Mittelfeld.<br />

Gut<br />

Note 2,2<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 47


<strong>Tablets</strong><br />

Test: Der große Tablet-Guide<br />

Neuheit<br />

im Test<br />

Gut<br />

Note 1,8<br />

Gut<br />

Note 2,2<br />

Asus Transformer Pad TF300T<br />

€ 290<br />

OS: Android 4.2 Display: 10,1 Zoll, 1.280 x 800 Pixel<br />

Prozessor: Quadcore, 1,2 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 32 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten (8 MP)<br />

Akku: 2.940 mAh, ca. 8 Stunden Gewicht: 635 g<br />

Samsung Galaxy Tab 3 10.1<br />

€ 330<br />

OS: Android 4.2 Display: 10,1 Zoll, 1.280 x 800 Pixel<br />

Prozessor: Dualcore, 1,6 GHz RAM: 1.024 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,3 MP), Hinten (3 MP)<br />

Akku: 7.000 mAh, 13 Std. Gewicht: 510 g<br />

Für einen Aufpreis von 100 Euro bekommen Sie beim TF300T<br />

zusätzlich eine hochwertige Docking-Tastatur inklusive eingebauten<br />

Akkus, wodurch sich die Laufzeit der Batterie verdoppelt.<br />

In der Disziplin Systemleistung und Bedienung kann das Vierkern-Tablet<br />

problemlos mit aktuellen High-End-Modellen mithalten.<br />

Da stört es bei diesem Preis auch nicht weiter, dass die<br />

Display-Auflösung nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist.<br />

Samsung hat mit dem neuen Galaxy Tab 3 10.1 zweifelsohne ein<br />

Paket geschnürt, das Ihnen bei allen Tablet-Aufgaben gute<br />

Dienste leistet. Aber: Vom Android-Tablet-Pionier (und erfolgreichstem<br />

Apple-Konkurrenten) haben wir einfach mehr erwartet<br />

als eine solide Rechenleistung und ein Standard-Display. Die<br />

Spitzenklasse hat das neue Galaxy Tab 3 10.1 verpasst. Besitzer<br />

des Vorgängers müssen nicht zwingend umsteigen.<br />

Unspektakuläres Update<br />

„Vom Android-<br />

Tablet-<br />

Pionier<br />

haben wir<br />

einfach mehr<br />

erwartet.“<br />

Mit dem Galaxy Tab 3 10.1 haben wir auch den dritten<br />

Tablet-Neuzugang von Samsung im Test. Echte<br />

Innovationen beziehungsweise aufregende Neuerungen<br />

sind leider Fehlanzeige. Wie schon beim Vorgänger<br />

(und den aktuellen kleineren Modellen der<br />

Galaxy-Tab-Familie) müssen Sie sich ebenfalls mit einem<br />

überwiegend weiß gestalteten Hartplastik-Gehäuse<br />

zufriedengeben. Letzteres wirkt zwar recht<br />

stabil und tadellos verarbeitet, bietet aber eben nicht<br />

die Edel-Haptik eines iPads oder eines Xperia Tablet<br />

Z. Wie üblich verzichtet Samsung auf einen HDMI-<br />

Ausgang, neben der Standard-Micro-USB-Buchse erlaubt<br />

noch eine Infrarot-Schnittstelle die Steuerung<br />

von Heimkino-Geräten. Zusätzlich zur Wi-Fi-Version<br />

hat Samsung erwartungsgemäß auch eine Mobilfunkvariante<br />

im Angebot. Herzstück des <strong>Tablets</strong> bildet<br />

ein Intel-Atom-Prozessor, der im ARM-dominierten<br />

Umfeld natürlich eine Besonderheit darstellt, allerdings<br />

nur zwei Rechenkerne bietet. Vierkern-Power<br />

bleibt also den teureren Note-<strong>Tablets</strong> vorbehalten.<br />

Eine Auflösung über dem kleinen HD-Standard<br />

scheint bei Samsung auch beim großen Galaxy Tab<br />

kein Thema zu sein. In den Benchmark-Tests hinkt der<br />

Samsung-Kandidat der aktuellen Quad core-<br />

Konkurrenz zum Teil hinterher. Dies ändert aber<br />

nichts an der reibungslosen Bedienung und der ausgezeichneten<br />

Web-Performance. Als Spiele- und Filme-Maschine<br />

schlägt sich das System gut. Das strahlend<br />

helle und blickwinkelstabile Display präsentiert<br />

dabei kontrastreiche, scharfe Bilder, die bei einer höheren<br />

Auflösung eben noch etwas besser aussehen<br />

würden. Loben müssen wir (wie immer bei Samsung)<br />

die tolle Software-Ausstattung, die ergonomische<br />

Touchwiz-Oberfläche sowie die lange Akkulaufzeit.<br />

48 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Der große Tablet-Guide<br />

<strong>Tablets</strong><br />

Neuheit<br />

im Test<br />

Gut<br />

Note 1,6<br />

Gut<br />

Note 1,7<br />

Samsung Galaxy Note 10.1<br />

€ 340<br />

OS: Android 4.0 Display: 10,1 Zoll, 1.280 x 800 Pixel<br />

Prozessor: Quadcore, 1,4 GHz RAM: 2.048 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,9 MP), Hinten (5MP)<br />

Akku: 7.000 mAh, ca. 12 Std. Gewicht: 580 g<br />

Asus Memopad FHD10<br />

€ 350<br />

OS: Android 4.2 Display: 10,1 Zoll, 1.920 x 1.200 Pixel<br />

Prozessor: Dualcore, 1,6 GHz RAM: 2.048 MByte<br />

Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten (5 MP)<br />

Akku: 6.760 mAh, ca. 12 Std. Gewicht: 580 g<br />

Seinerzeit waren wir enttäuscht, dass Samsung seinem Luxus-<br />

Tablet nur ein Display mit der kleinen HD-Auflösung spendierte.<br />

Die restliche Hardware kann dank sehr guter Leistungswerte<br />

aber heute noch überzeugen. Herausragend ist beim Note aber<br />

die geniale Stiftbedienung sowie das üppige Software-Paket<br />

inklusive der mobilen Variante von Photoshop. Stylus-Fans<br />

schlagen bei diesem Preis zu.<br />

In Sachen Performance kann das auf einen Intel-Atom-Prozessor<br />

setzende Memo Pad nicht ganz mit vergleichbaren ARM-<br />

Geräten mithalten. Die kleinen Ruckler bei aufwendigen Spielen<br />

und der Bedienung sind aber verschmerzbar, sodass sich<br />

der neue Asus-10-Zöller in Sachen Performance immer noch im<br />

guten Mittelfeld platziert. Mit dem hervorragenden Full-HD-<br />

Display kann er zudem noch mit einem Highlight aufwarten.<br />

Scharfer Atom-Androide<br />

Im Inneren des hochwertig verarbeiteten Kunststoffgehäuses<br />

finden wir eine Besonderheit: Statt eines<br />

sonst üblichen ARM-Prozessors verbaute der Hersteller<br />

eine Intel-Atom-CPU mit zwei Rechenkernen. Eine<br />

Version mit einer auf ARM-Technologie basierenden<br />

Snapdragon-Rechenheit hat Asus bereits angekündigt,<br />

außerdem soll in dem kommenden Modell ein<br />

Mobilfunkmodul verbaut sein. Unser Atom-Testgerät<br />

arbeitet lediglich mit WLAN. Genau wie das 7-Zoll-<br />

Memo-Pad platziert Asus auch den großen Bruder im<br />

Günstig-Segment. Eine direkte Konkurrenz zum hauseigenen<br />

10-Zoll-Flaggschiff Transformer Pad Infinity<br />

soll das Memopad demnach nicht sein. So bekommen<br />

Sie hier auch weder ein Aluminiumgehäuse noch ein<br />

Tastaturdock. Das ordentliche Anschlussangebot umfasst<br />

Micro-USB, -HDMI sowie einen SD-Kartenleser.<br />

Zum Lieferumfang gehört wie beim 7-Zoll-Gerät ein<br />

billig wirkender Standfuß. Das Display löst zwar nicht<br />

so hoch auf wie beispielsweise das des aktuellen<br />

iPads, immerhin dürfen sich Käufer aber über die volle<br />

HD-Auflösung freuen, die für eine blitzsaubere Textund<br />

astreine Video-Darstellung sorgt. Hinzu kommen<br />

ein guter Kontrast, hohe Blickwinkelstabilität<br />

sowie eine Helligkeit, die Spiegelungen beim<br />

Tageslichteinsatz zuverlässig entgegenwirkt. Die<br />

Bedienung über den Touchscreen funktioniert einwandfrei,<br />

bei der Menü- und Webnavigation tauchen<br />

allerdings kleine Ruckler auf. Aufwendige Spiele wie<br />

Real Racing 3D werden auch nicht immer zu 100 Prozent<br />

flüssig angezeigt. Zusammen mit der einwandfreien<br />

Video-Performance kann das Memo Pad<br />

unterm Strich dennoch mit genügend Spaßpotenzial<br />

aufwarten. Mit zwölf Stunden Laufzeit zeigt es sich<br />

zudem recht ausdauernd.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 49


<strong>Tablets</strong> Test: Der große Tablet-Guide<br />

Huawei Media Pad 10 FHD<br />

€ 350<br />

OS: Android 4.1 Display: 10 Zoll, 1.920 x 1.200 Pixel Prozessor: Quadcore,<br />

1,2 GHz RAM: 2.048 MByte Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne<br />

(1,3 MP), Hinten (8 MP) Akku: 6.600 mAh, ca. 8 Stunden Gewicht: 586 g<br />

Befriedigend<br />

Note 2,6<br />

Die 10-Zoll-Variante des Media Pads kommt standardmäßig mit 3G-Modul.<br />

Bis auf einen Kartenleser und einen universellen Docking-Anschluss für den<br />

PC stehen hier keine weiteren Anschlüsse bereit. Uns gefallen die flache,<br />

leichte Bauweise sowie das feinauflösende Display. Bei der Bedienung sowie<br />

bei aufwendigen Spielen stellen wir Ruckler fest. Trotz vier Kernen und<br />

Full-HD-Schirm enttäuscht das Media Pad unterm Strich.<br />

Neue iPads<br />

im Oktober<br />

Wer hat’s erfunden? Ausnahmsweise<br />

nicht die Eidgenossen, sondern<br />

Apple! So wie das iPhone Pate für<br />

die heute üblichen <strong>Smartphones</strong><br />

stand, war das erste iPad im Jahr<br />

2010 die Initialzündung für das Tablet-Segment.<br />

Und obwohl beide<br />

Modelle – iPad 4 und iPad Mini –<br />

schon ein knappes Jahr alt sind,<br />

belegen sie Spitzenplätze in unserer<br />

Tablet-Rangliste. Trotzdem müssen<br />

wir an dieser Stelle ganz klar<br />

von einem Kauf abraten. Zwar gibt<br />

es (wie bei Apple üblich) keine konkrete<br />

Ankündigung, aber mit neuen<br />

iPads ist vor der in den USA so<br />

wichtigen Holiday-Season zu rechnen.<br />

Konkret heißt das: Wir prognostizieren<br />

eine runderneuerte<br />

iPad-Familie noch in diesem Monat.<br />

Die Geheimniskrämerei von Apple<br />

spornt die Netzgemeinde zu meist<br />

sehr akkuraten Gerüchten an. Alles<br />

spricht dafür, dass das große iPad<br />

einen ähnlich schmalen Rahmen<br />

wie das aktuelle iPad Mini bekommt<br />

und sich die beiden <strong>Tablets</strong><br />

optisch anpassen. Auch erwarten<br />

wir ein spürbar reduziertes Gewicht<br />

und – wie bei jedem neuen iPad –<br />

mehr Prozessorleistung. Für das<br />

iPad Mini steht ein Update auf Retina-Auflösung<br />

hoch im Kurs. Das<br />

würde auch Sinn ergeben, wäre<br />

dann doch Apples komplettes Mobil-Line-up<br />

hochauflösend.<br />

Google Nexus 10<br />

€ 380<br />

OS: Android 4.2 Display: 10 Zoll, 2.560 x<br />

1.600 Pixel Prozessor: Dualcore, 1,7 GHz<br />

RAM: 2.048 MByte Speicher: 16 GByte<br />

Kamera: Vorne (1,9 MP), Hinten (5 MP)<br />

Akku: 9.000 mAh, ca. 10 Std. Gewicht: 603 g<br />

Mit einer Pixeldichte von 300 ppi ist das<br />

Nexus 10 das nach wie vor höchstauflösende<br />

10-Zoll-Tablet auf dem Markt. Auch der Prozessor<br />

genügt höchsten Ansprüchen: Trotz<br />

„nur“ zwei Kernen liefert das System Leistung<br />

auf Top-Niveau in allen Anwendungsszenarien.<br />

Schade, dass es immer noch keine<br />

3G-Variante gibt, zu den besten Androiden<br />

gehört das Google-Tablet dennoch.<br />

Sehr gut<br />

Note 1,1<br />

Sehr gut<br />

Note 1,4<br />

Apple iPad 4<br />

€ 440<br />

OS: iOS 7 Display: 9,7 Zoll, 2.048 x 1.536<br />

Pixel Prozessor: Dualcore, 1,0 GHz<br />

RAM: 1.024 MByte Speicher: 16 GByte<br />

Kamera: Vorne (1,2 MP), Hinten (5 MP)<br />

Akku: 11.560 mAh Gewicht: 652 g<br />

Okay, ein Gigabyte RAM mag nicht mehr ganz<br />

zeitgemäß sein, aber was spielt das bei dieser<br />

ungeschlagen flüssigen Bedienung und der<br />

makellosen Web- und Entertainment-Performance<br />

für eine Rolle? Eine Bildqualität wie<br />

gedruckt gibt es dank Retina-Auflösung obendrein.<br />

Weitere Praxiseigenschaften wie Verarbeitung<br />

und Akkulaufzeit sind erstklassig. Das<br />

iPad bleibt unsere Nummer 1.<br />

50 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Der große Tablet-Guide <strong>Tablets</strong><br />

Einen ausführlichen<br />

Test<br />

finden Sie auf<br />

Seite 56<br />

Sehr gut<br />

Note 1,3<br />

Sehr gut<br />

Note 1,4<br />

Sony Xperia Tablet Z<br />

€ 450<br />

OS: Android 4.2 Display: 10.1 Zoll, 1.920 x 1.200 Pixel Prozessor: Quadcore,<br />

1,5 GHz RAM: 2.048 MByte Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne<br />

(2 MP), Hinten (8 MP) Akku: 6.000 mAh, 10 Std. Gewicht: 485 g<br />

Asus Transformer Pad Inf inity TF700T<br />

€ 500<br />

OS: Android 4.2 Display: 10,1 Zoll, 1.920 x 1.200 Pixel Prozessor: Quadcore,<br />

1,6 GHz RAM: 1.024 MByte Speicher: 16 GByte Kamera: Vorne (2 MP), Hinten<br />

(8 MP) Akku: 3.380 mAh, 8 bis 14 Std. Gewicht: 586 g (ohne Tastaturdock)<br />

Vier Rechenkerne, ein Full-HD-Display und zwei Gigabyte RAM sind schon mal eine<br />

Hausnummer, das bieten aber auch andere Geräte. Mit seinem ultraflachen Gehäuse<br />

(0,7 cm), das zudem wasserdicht (bis zu einem Meter Tiefe) gearbeitet wurde, hebt<br />

sich das Xperia Tablet Z allerdings von der gesamten Konkurrenz ab. Die hauseigene<br />

Menüoberfläche läuft nicht ganz rund, ansonsten ist die Performance Spitzenklasse.<br />

Das Transformer Pad Infinity gibt es derzeit nur im Bundle mit dem (äußerst<br />

gelungenen) Tastaturdock, das dank integrierten Akkus die Laufzeit auf bis zu<br />

14 Stunden anhebt. Aufgrund der detaillierten Auflösung und der tageslichttauglichen<br />

Leuchtkraft geben wir dem Display Bestnoten, die sehr flinke Systemleistung<br />

befindet sich auf Augenhöhe mit dem iPad.


<strong>Tablets</strong><br />

Test: Alle <strong>Tablets</strong> in der Übersicht<br />

Alle <strong>Tablets</strong> im großen <strong>SFT</strong>-Preis-Leistungs-Check<br />

1,0<br />

1,1<br />

Note<br />

Kobo Arc<br />

Warum für schlechtere<br />

<strong>Tablets</strong> mehr<br />

ausgeben? Wenn<br />

Ihre Kaufentscheidung<br />

hauptsächlich<br />

vom Preis abhängt,<br />

greifen Sie zum<br />

Kobo Arc.<br />

Asus Memo<br />

Pad 7<br />

Ein sehr gutes Tablet für<br />

150 Euro! Das Asus<br />

Memo Pad 7 ist mit<br />

Quadcore-Power, HD-<br />

Schirm und zwei Kameras<br />

unser Star unter den<br />

günstigen 7-Zöllern.<br />

Google Nexus 7 (2013)<br />

Das wird Apple gar nicht schmecken!<br />

Erstmals wird ein iPad vom<br />

Tablet-Thron gestoßen – und dann<br />

noch vom Erzrivalen. Das neue<br />

Nexus 7 ist somit eine klare Kaufempfehlung<br />

und für die gebotene<br />

Leistung nicht einmal teuer. Ob<br />

das in Kürze erscheinende neue<br />

iPad Mini zurückschlagen kann?<br />

1,2<br />

1,3<br />

Samsung<br />

Galaxy Note 8.0<br />

1,4<br />

1,5<br />

1,6<br />

1,7<br />

Samsung<br />

Galaxy<br />

Tab 2 7.0<br />

Asus<br />

Fonepad<br />

Samsung<br />

Galaxy Tab 3 8.0<br />

1,8<br />

1,9<br />

2,0<br />

Ionik TP7-1500DC-Metal<br />

Samsung<br />

Galaxy Tab 3<br />

7.0<br />

2,1<br />

2,2<br />

2,3<br />

Acer Iconia B1<br />

Asus<br />

Transformer<br />

Pad<br />

TF300T<br />

2,4<br />

2,5<br />

2,6<br />

2,7<br />

2,8<br />

2,9<br />

Blaupunkt<br />

Endeavour 800<br />

Pearl<br />

Touchlet<br />

7,85<br />

Amazon<br />

Kindle<br />

Fire HD<br />

Amazon Kindle<br />

Fire HD 8.9<br />

CMX Clanga<br />

097-2016<br />

Fujitsu<br />

Stylistic<br />

M532<br />

3,0<br />

50 75 100 125 150 175 200 225 250 275<br />

300<br />

Trekstor Surftab<br />

Ventos 10.1<br />

Sie bestehen auf einen großen Schirm<br />

und wollen möglichst wenig ausgeben?<br />

Dann greifen Sie zum Trekstor-<br />

Gerät. Sie müssen aber dann mit<br />

Menürucklern und einer nicht mehr<br />

taufrischen Android-Version leben.<br />

Toshiba AT300<br />

Die Vierkern-CPU sorgt für tolle<br />

Spieleperformance, wenn auch nur<br />

in der kleinen HD-Auflösung (1.280<br />

x 800 Pixel). Zum Preis von unter<br />

250 Euro ist das AT300 jedoch ein<br />

Schnäppchen und bietet satte<br />

zwölf Stunden Akku-Ausdauer.<br />

52 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Alle <strong>Tablets</strong> in der Übersicht<br />

<strong>Tablets</strong><br />

Apple iPad Mini,<br />

Apple iPad 4<br />

Google<br />

Nexus 10<br />

Beide Apple-<strong>Tablets</strong> werden<br />

aller Wahrscheinlichkeit<br />

noch im Oktober durch<br />

neue Modelle ersetzt. Da<br />

auch die ein Jahr alten<br />

Geräte kaum im Preis<br />

gesunken sind, raten wir<br />

derzeit von einem Kauf ab.<br />

Sony Xperia Tablet Z<br />

Sonys 10-Zoll-Tablet ist eine echte Wucht: schnell,<br />

schlank, schön und obendrein wasserdicht. Wenn<br />

Ihnen das Xperia Tablet Z zu teuer ist, Sie aber<br />

trotzdem ein Top-Gerät wollen, empfehlen wir<br />

Googles Nexus 10.<br />

Samsung Galaxy Note 10.1<br />

Wie alle Note-Geräte punktet auch das<br />

10-Zoll-Modell von Samsung mit toller Stiftbedienung.<br />

Natürlich können Sie auch die<br />

Finger nehmen, aber für schnelle Notizen<br />

oder Skizzen eignet sich der Stylus perfekt.<br />

Asus Transformer<br />

Pad Infinity TF700T<br />

Legende<br />

7-Zoll-Klasse<br />

10-Zoll-Klasse<br />

Asus Memopad<br />

FHD10<br />

Samsung Galaxy<br />

Tab 3 10.1<br />

Huawei Media<br />

Pad 10 FHD<br />

Welches Tablet bietet mehr fürs Geld? Wir<br />

haben alle Modelle unserer Testübersicht für<br />

Sie grafisch zusammengefasst. Die „Fieberkurve“<br />

macht schnell klar: Geht es nach unten,<br />

kostet das nächste Modell mehr und wurde<br />

obendrein schlechter benotet. Insgesamt ist<br />

das Preisniveau aktueller <strong>Tablets</strong> in Anbetracht<br />

der gebotenen Leistung erfreulich<br />

niedrig. Unsere Preis-Leistungs-Favoriten<br />

haben wir gesondert hervorgehoben. Bitte<br />

bedenken Sie: Wir haben jeweils die günstigste<br />

Fassung jedes Modells abgebildet.<br />

350 375 400 425 450 475 500 525 550<br />

575<br />

Preis in Euro<br />

Fazit<br />

Wie beim PC-Kauf müssen Sie<br />

auch bei <strong>Tablets</strong> zunächst Ihre Ansprüche<br />

und Bedürfnisse kennen. Neben CPU-Power<br />

für flüssiges Gaming zählen hier – wie bei allen Mobilgeräten<br />

– auch Faktoren wie Verarbeitung und Akku-<br />

Ausdauer. Wer einfach nur Mails bearbeiten und im<br />

Web surfen will, findet ausgesprochen günstige Geräte.<br />

Gamer müssen mehr investieren, aber mitnichten<br />

gleich zum teuersten Tablet greifen. Gute Spiele-Performance<br />

gibt es schon unter 250 Euro. Sie wollen ein<br />

Apple-Tablet? Dann gedulden Sie sich. Wir rechnen<br />

im Oktober mit der Ankündigung neuer iPads. Gut<br />

möglich, dass Apple die Karten im Markt neu mischt,<br />

schließlich behaupten sich die knapp ein Jahr alten<br />

Geräte nach wie vor wacker. Und auch wenn Sie nicht<br />

unbedingt das neueste Apple-Tablet wollen, sollten<br />

Sie besser abwarten. Mit den neuen iPads dürften die<br />

(noch) aktuellen Geräte spürbar im Preis sinken.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 53


<strong>Tablets</strong><br />

Test: Preiswerte Android-<strong>Tablets</strong> im 10-Zoll-Format<br />

Groß, günstig und gut?<br />

Sie suchen nach einem erschwinglichen<br />

Tablet im großen 10-Zoll-<br />

Format, mit dem Sie in Sachen<br />

Leistung und Ausstattung möglichst<br />

keine Kompromisse eingehen müssen?<br />

Das Clanga 097 der österreichischen<br />

Firma CMX verspricht genau dies:<br />

Retina-Auflösung wie beim aktuellen<br />

iPad, dazu gibt’s Quadcore-Rechenpower<br />

– und das für 230 Euro? Klingt fast<br />

zu schön, um wahr zu sein. Wir prüfen,<br />

was Sie von dem vermeintlichen<br />

Schnäppchen erwarten dürfen und wie<br />

gut sich die 60 Euro günstigere Alternative<br />

aus dem Hause Trekstor demgegenüber<br />

schlägt. (fn)<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

9,7 Zoll (24,6 cm), 2.048 x<br />

1.536 Pixel (263 ppi), LCD mit<br />

LED-Beleuchtung<br />

Mobilfunk<br />

Nicht verfügbar<br />

Prozessor/Taktung Allwinner A31, Cortex A7,<br />

Quadcore, 1,5 GHz<br />

Interner Speicher 16 GByte (erweiterbar)<br />

Foto/Video 2-Megapixel-Kamera,<br />

Gesichtserkennung, Videoaufnahme<br />

(720p), Frontkamera<br />

für Videotelefonie<br />

Ausmaße/Gewicht 24 x 18,7 x 0,9 cm/648 g<br />

Betriebssystem Android 4.2<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Lieferumfang<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

Ca. 6 Std. (Dauerbetrieb)/<br />

8.000 mAh<br />

Micro-USB, Mini-HDMI, SD-<br />

Kartenleser, WLAN, Bluetooth<br />

USB-Kabel, USB-Adapter-Kabel<br />

(Micro auf Normalgröße),<br />

Netzteil<br />

6.326 Pkt. (GL Benchmark)<br />

10.554 Pkt. (Antutu)<br />

* Benchmarks nur für Android verfügbar.<br />

Referenz: Sony Xperia Z Ultra mit 29.437<br />

(Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.<br />

Tablet-PCs Nicht nur im 7-Zoll-Segment wächst das Angebot an<br />

preiswerten Android-<strong>Tablets</strong>, wie diese beiden 10-Zöller beweisen.<br />

CMX Clanga 097-2016<br />

Web: www.cmx.de Preis (UVP, Online): € 300, ab € 230<br />

Eines vorneweg: Wer sich für das Clanga 097 aus dem Hause CMX entscheidet, sollte unbedingt das<br />

Firmware-Update aufspielen. Bei unserem ersten Test erlebten wir Abstürze, Bildfehler, Performance- und<br />

Hardware-Probleme (WLAN, Kamera-Modul). Der Hersteller bestätigte, dass die Software der derzeit auf<br />

dem Markt befindlichen Geräte im Auslieferungszustand fehlerhaft ist, und stellte eine Aktualisierung bereit.<br />

Diese kann allerdings nicht direkt auf dem Tablet ausgeführt werden, sondern muss umständlicherweise<br />

mithilfe eines PCs und einer Zehn-Schritte-Anleitung im PDF-Format bewerkstelligt werden. Die Installation<br />

des Updates klappt glücklicherweise einwandfrei, Stabilitäts-, Darstellungs- und Hardware-Probleme<br />

sind anschließend passé. Richtig rund läuft das Android-4.2-OS aber trotzdem nicht. Während der Menü-<br />

Navigation tauchen immer wieder kleine Ruckler auf, das Scrollen von Webseiten gerät zum Teil zu einer<br />

regelrechten Zitterpartie, auch Apps starten mit einer leichten Verzögerung. Besser sieht es im Spielebetrieb<br />

aus: Bei aufwendigen Titeln wie Dead Trigger zeigt das mit einer vierkernigen A7-CPU bestückte Clanga<br />

nur minimale Ruckler. Nichts zu meckern gibt es an der Video-Wiedergabe: Das Tablet kommt mit allen<br />

gängigen Formaten zurecht und meistert auch Full-HD-Filme. Ein echtes Highlight stellt das Display dar,<br />

das genau wie das aktuelle iPad eine Größe von 9,7 Zoll im 4:3-Format bietet und mit der gleichen ultrafeinen<br />

Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln aufwarten kann. Schriften sehen dank der hohen Pixeldichte in<br />

allen Größen gestochen scharf aus, Grafiken und HD-Filme wirken sehr plastisch und detailliert. Auch das<br />

direkte Ansprechverhalten bei Toucheingaben sowie die gute Leuchtkraft überzeugen. Auf der Habenseite<br />

steht weiterhin ein robust gearbeitetes Aluminiumgehäuse. Weniger angetan waren wir von der Akkulaufzeit,<br />

die mit knapp sechs Stunden Surf- und Video-Betrieb allenfalls durchschnittlich ausfällt.<br />

Hochauflösendes Display Gute Multimedia-Qualitäten Ruckelige Bedienung Mäßige Laufzeit<br />

Befriedigend<br />

Note 2,9<br />

54 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


test: Preiswerte Android-<strong>Tablets</strong> im 10-Zoll-Format <strong>Tablets</strong><br />

gut<br />

Note 2,1<br />

Teurer ist nicht immer besser<br />

Fotos: Thomas Riese/Oliver Karl<br />

Trekstor Surftab Ventos 10.1<br />

Web: www.trekstor.de Preis (UVP, Online): € 200 , ab € 170<br />

Einen Tick größer als das Clanga und dennoch 60 Euro günstiger? Mal sehen,<br />

wie sich der Trekstor-Kandidat in puncto Ausstattung gegenüber dem teureren<br />

Konkurrenten von CMX schlägt: Das Gehäuse besteht hier schon mal<br />

nicht komplett aus Metall. Eine Aluminiumplatte verstärkt die Rückseite des<br />

Kunststoffmantels, dadurch macht die Verarbeitung insgesamt einen recht<br />

stabilen Eindruck. Mit 1.280 x 800 Bildpunkten löst das 10,1-Zoll-LCD<br />

deutlich niedriger auf als die 9,7-Zoll-Variante des Clangas. Als Prozessor<br />

kommt hier „nur“ eine Zweikern-CPU zum Einsatz. Bei Speicherplatz,<br />

Schnittstellen, Kameras sowie Akkukapazität gibt es hingegen kaum Unterschiede.<br />

Kommen wir zur Praxis: Aufgrund der geringeren Pixeldichte von<br />

149 ppi kann das Surftab nicht mit der Wie-gedruckt-Bildqualität des Clangas<br />

mithalten. Kleine Schriften wirken im Vergleich etwas unscharf, was aber<br />

nichts an der insgesamt guten Lesbarkeit ändert. Hochauflösende Videos<br />

werden nicht ganz so knackig, aber immer noch tadellos dargestellt. Für sich<br />

genommen also ein gelungenes Display, das außerdem Toucheingaben zuverlässig<br />

umsetzt sowie mit ordentlicher Helligkeit, hohem Kontrast und natürlichen<br />

Farben punktet. Dass dem Surftab lediglich zwei Rechenkerne zur<br />

Verfügung stehen, wirkt sich nicht nachteilig aus. Der auf der aktuelleren<br />

ARM-Generation A9 basierende Dualcore ist laut Benchmarks sogar minimal<br />

schneller als der A7-Quadcore des Konkurrenten. Ganz ohne Ruckler bewegen<br />

wir uns leider auch hier nicht durch die Menüs. Immerhin geht die<br />

Webnavigation flüssiger von der Hand als beim CMX-Tablet, wenn auch<br />

längst nicht so geschmeidig wie auf einem iPad oder unserer Android-Referenz<br />

Nexus 10. Als mobile Spielemaschine macht das Surftab eine sehr gute Figur,<br />

Die HD-Video-Performance lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Obwohl der<br />

Akku genauso stark ist wie beim Clanga, können Sie mit dem Surftab deutlich<br />

länger, nämlich bis zu zehn Stunden, surfen, Videos schauen und spielen.<br />

Gutes Display Sehr ordentliche Gesamt-Performance Lange Ausdauer<br />

Menü- und Webnavigation nicht ruckelfrei<br />

Bei einem Unterschied von 60 Euro kann man in diesem Preissegment<br />

von einer kleinen Welt sprechen. Da dürfen Sie natürlich erwarten,<br />

dass ein um diesen Betrag teureres Tablet auch mehr zu bieten<br />

hat. Für unsere beiden Testgeräte trifft dies grundsätzlich auch zu –<br />

zumindest auf dem Datenblatt: Das 230-Euro-Tablet kommt mit einer<br />

ultrahohen Auflösung jenseits von Full HD und Vierkern-Rechenpower,<br />

der 170-Euro-Kandidat liefert lediglich die kleine HD-Qualität<br />

und arbeitet mit zwei Kernen. Ansonsten unterscheiden sich beide<br />

Geräte nur unwesentlich. Teurer also gleich besser? In diesem Fall<br />

nicht. Okay, das Clanga bietet die feinere Bildqualität, aber kann ich<br />

die wirklich vollends genießen, wenn bei der Webnavigation immer<br />

wieder starke Ruckler auftauchen? Vier Rechenkerne klingen erst<br />

mal gut, aber wenn diese – aufgrund veralteter Technik – nicht mehr<br />

Leistung bringen als ein neuerer Dualcore und zudem den Akku offensichtlich<br />

so stark fordern, dass dem Tablet nach sechs Stunden die<br />

Puste ausgeht, erscheint dieses zunächst verheißungsvolle Ausstattungsmerkmal<br />

auf einmal in einem ganz anderen Licht. In den Kerndisziplinen<br />

Bedienung und Ausdauer schlägt sich das günstigere<br />

Surftab teilweise deutlich besser, mobilen Film- und Spielspaß bekommen<br />

Sie obendrein sowie ein tadelloses Display.<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

10,1 Zoll (25,7 cm), 1.280 x 800 Pixel<br />

(149 ppi), LCD mit LED-Beleuchtung<br />

Mobilfunk<br />

Nicht verfügbar<br />

Prozessor/Taktung Rockchip, Cortex A9 Dualcore, 1,6 GHz<br />

Interner Speicher 16 GByte (erweiterbar)<br />

Foto/Video 2-Megapixel-Kamera, Videoaufnahme<br />

(1.080p), Frontkamera für Videotelefonie<br />

Ausmaße/Gewicht 25,7 x 17,1 x 0,95 cm/622 g<br />

Betriebssystem Android 4.1<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Lieferumfang<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

Ca. 10 Std. (Dauerbtrieb)/<br />

8.000 mAh<br />

Micro-USB, Mini-HDMI, SD-Kartenleser,<br />

WLAN, Bluetooth<br />

USB-Kabel, USB-Adapter-Kabel (Micro<br />

auf Normalgröße), Netzteil<br />

6.377 Pkt. (GL Benchmark)<br />

10.800 Pkt. (Antutu)<br />

* Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z Ultra<br />

mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 55


<strong>Tablets</strong><br />

Test: Tablet-PC Sony Xperia Tablet Z<br />

Hart, aber herzlich<br />

Tablet-PC Das Xperia Tablet Z ist nicht nur eines der dünnsten, sondern auch eines der widerstandsfähigsten<br />

<strong>Tablets</strong> auf dem Markt. Doch kann es auch technisch überzeugen?<br />

Nachdem der japanische Technik-<br />

Riese Sony mit seinem Quadcore-Smartphone<br />

Xperia Z erstmals<br />

große Erfolge im High-End-Handy-<br />

Segment feiern konnte, möchte man diese<br />

nun im Tablet-Bereich wiederholen. Um<br />

das zu erreichen, hat Sony kurzerhand das<br />

Design des Erfolgssmartphones übernommen<br />

und auf 10,1 Zoll vergrößert. Das ist<br />

jedoch in keinster Weise negativ zu sehen,<br />

denn Haptik und Optik gefielen uns bereits<br />

bei der Handyvariante sehr gut und<br />

können auch beim Tablet vollends überzeugen.<br />

Der einzige Unterschied findet sich<br />

auf der Rückseite, hier verzichtet Sony auf<br />

das Mineralglas, das beim Xperia-Z-Smartphone<br />

zum Einsatz kommt, und verbaut<br />

stattdessen eine leicht gummierte Polycarbonat-Abdeckung.<br />

Besonders die Tiefe von<br />

nur 7 Millimetern ist beeindruckend,<br />

trotzdem fühlt sich das Tablet Z äußerst<br />

robust an und liegt jederzeit gut in der<br />

Hand. Lediglich die eckigen Kanten dürften<br />

nicht jedermanns Design-Geschmack<br />

treffen. Genau wie das Smartphone ist<br />

übrigens auch das Tablet Z vor Wasser,<br />

Staub und Schmutz geschützt, alle Infos<br />

dazu finden Sie im Kasten unten auf dieser<br />

Produktinfo Sony Xperia Tablet Z<br />

Webseite<br />

www.sony.de<br />

Preis (UVP, Online) € 500, ab € 450 (16 GB Wifi)<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

10,1 Zoll (ca. 25,7 cm),<br />

1.920 x 1.080 Pixel (224 ppi)<br />

TFT<br />

Mobilfunk<br />

Optional: GSM (Edge), UMTS (HSD-<br />

PA, HSUPA), LTE<br />

Prozessor/Taktung Qualcomm APQ8064,<br />

Quadcore, 4x 1,5 GHz<br />

Interner Speicher 16 oder 32 GByte (erweiterbar)<br />

Foto/Video 8-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

(1080p), 2-MP-Frontkamera<br />

für Videotelefonie<br />

Ausmaße/Gewicht 26,6 x 17,2 x 7 cm/500 g<br />

Betriebssystem Android 4.1.2 (Jelly Bean)<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Lieferumfang<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

Keine Herstellerangabe/<br />

6.000 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm),<br />

Micro-USB, WLAN, GPS, DLNA, MHL,<br />

Miracast, Bluetooth, NFC<br />

Netzteil, USB-Kabel, Ohrhörer<br />

20.036 Punkte (Antutu)<br />

3.589 Punkte (GFXBench)<br />

*Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z<br />

Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.<br />

Seite. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die<br />

Mobile Bravia Engine 2, die auch beim<br />

Flach-PC zum Einsatz kommt. Die spezielle<br />

Display-Technik sorgt dafür, dass der<br />

Full-HD-Screen äußerst scharf und blickwinkelstabil<br />

ausfällt. Besonders Filme und<br />

Spiele machen auf dem Sony-Flachmann<br />

richtig Spaß, wozu neben dem tollen Bildschirm<br />

auch die ordentlichen Stereo-Lautsprecher<br />

an den Seiten des Geräts beitragen.<br />

Angetrieben wird das Xperia-Tablet<br />

von einer Snapdragon-Quadcore-CPU, die<br />

dank ihrer 1,5-GHz-Taktung für alle anspruchsvollen<br />

Aufgaben gewappnet ist und<br />

selbst aufwendige Spiele problemlos meisterte.<br />

Einzig Sonys Benutzeroberfläche<br />

bietet in puncto Performance Anlass zur<br />

Kritik, denn die Menüs navigieren sich bei<br />

Weitem nicht so flüssig und ruckelfrei wie<br />

Oberflächen anderer Hersteller. Weitere<br />

Kritikpunkte gibt es nicht, vielmehr muss<br />

auch die übrige Ausstattung mit der für<br />

Flach-PCs untypischen 8-Megapixel-Kamera,<br />

NFC und LTE (bei 3G-Version)<br />

gelobt werden. Wie einige aktuelle High-<br />

End-<strong>Smartphones</strong> hat das Xperia Tablet Z<br />

außerdem einen Infrarot-Sensor integriert,<br />

dank dem sich der Flach-PC in Verbindung<br />

mit der vorinstallierten App als Universalfernbedienung<br />

benutzen lässt. Wenn<br />

Sie ein aktuelles Android-Tablet kaufen<br />

möchten, ist der Sony-Flachmann definitiv<br />

eine der besten Optionen. (ps)<br />

Strandtauglich<br />

Sonderheft 02/13<br />

Kauftipp<br />

Sony xperia Tablet z<br />

Top Performance<br />

Hübsches und sehr<br />

dünnes Design<br />

Brillantes Display<br />

Gute Ausstattung<br />

Ruckelnde<br />

Benutzeroberfläche<br />

SEhr gut<br />

Note 1,3<br />

Das Xperia Tablet Z hat sowohl eine IP55- als auch eine<br />

IP57-Zertifizierung. Das bedeutet, dass der Flach-PC<br />

einerseits einem starken Wasserstrahl standhält, andererseits<br />

aber auch problemlos bis zu 30 Minuten unter<br />

Wasser (bis zu einem Meter Tiefe) verweilen kann. Zusätzlich<br />

ist das Tablet Z auch vor Staub und Schmutz<br />

geschützt, sodass es tatsächlich gefahrlos mit an den<br />

Strand oder ins Freibad genommen werden kann. Um<br />

den Schutz zu gewährleisten, gibt es für alle Gehäuseöffnungen<br />

(Klinkenanschluss, USB, SIM-/SD-Schacht)<br />

spezielle Klappen, die fest verschlossen werden müssen.<br />

Das Öffnen dieser Klappen ist dagegen etwas<br />

fummelig, da man diese aufgrund ihrer Einpassung ins<br />

Gehäuse mit dem Fingernagel aufhebeln muss.<br />

56 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Tablet-PC Sony Xperia Tablet Z <strong>Tablets</strong><br />

Foto: Thomas Riese / Shutterstock<br />

Das Xperia Tablet Z ist auch<br />

im Außeneinsatz gut zu<br />

gebrauchen, da es sowohl<br />

vor Wasser und Schmutz<br />

geschützt ist als auch ein bei<br />

Sonneneinstrahlung gut<br />

ablesbares Display besitzt.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 57


<strong>Tablets</strong> Test: <strong>Tablets</strong> mit Telefonierfunktion<br />

<strong>Tablets</strong> fürs Ohr<br />

Tablet-PCs Die beiden Tablet/Smartphone-Hybriden von Samsung und Asus im Praxis-Check.<br />

Samsung Galaxy Note 8.0<br />

Web: www.samsung.de Preis (UVP, Online): € 400, ab € 290<br />

Trotz Plastik-Mantel fühlt sich das einwandfrei verarbeitete, schneeweiße Galaxy Note 8.0 nicht<br />

billig an. Mit einem Gewicht von 340 Gramm lässt sich der kleine Bruder des Galaxy Note 10.1<br />

außerdem sehr bequem transportieren. Am unteren Rand finden wir lediglich einen USB-Port und<br />

das Fach für den Stylus-Stift. Den im Android-Tablet-Segment verbreiteten Micro-HDMI-Ausgang<br />

suchen wir hier vergebens. Zu den Ausstattungs-Highlights des Note gehören ganz klar die wirklich<br />

gelungenen Komfortfunktionen, wobei in erster Linie die exzellente Stifteingabe zu nennen ist: Kein<br />

anderes Gerät auf dem Markt trumpft mit einem derart natürlichen Schreib- und Malgefühl auf.<br />

Dazu spendiert Samsung eine zuverlässige Handschriftenerkennung sowie Apps zum Erstellen von<br />

Notizen und Zeichnungen. Sie können die hauseigene nutzerfreundliche Touchwiz-Oberfläche<br />

außerdem komplett und präzise mit dem Stift bedienen, indem Sie beispielsweise Wischgesten mit<br />

selbigem ausführen. Im Unterschied zum 10-Zoll-Note ist es jetzt möglich, auch die Sensortasten<br />

für Optionen und Zurückspringen per Stifteingabe zu aktivieren, für die Home-Taste benötigen Sie<br />

aber nach wie vor Ihren Finger. Weitere nützliche Praxisfunktionen bilden die Multiscreen-Option<br />

(mit der Sie den Bildschirm teilen, um zum Beispiel links zu surfen, während rechts ein Video gespielt<br />

wird) sowie der an Apples Siri erinnernde Sprachassistent S Voice. Telefonieren können Sie mit der<br />

3G-Variante auch. Abgesehen davon, dass es komisch aussieht, sich so eine Riesenflunder ans Ohr<br />

zu halten: Wegen des hohen Gewichts und des Umstandes, dass Sie zum Halten die Finger doch<br />

arg spreizen müssen, taugt dieses Format nicht für längere Gespräche. Nichts zu meckern gibt es<br />

auch am fein auflösenden, brillanten Display. Dank starker Vierkern-CPU funktionieren aufwendige<br />

Spiele und HD-Videos genauso butterweich wie das Scrollen von Webseiten und die Menübedienung.<br />

Ein kleiner Wermutstropfen: Mit einer Akkulaufzeit von sieben bis höchstens acht<br />

Stunden kann das Galaxy Note nicht mit den Top-<strong>Tablets</strong> mithalten.<br />

Als wir vor gut zwei Jahren die<br />

5-Zoll-Variante des ebenfalls mit<br />

einer Telefonierfunktion ausgestatteten<br />

Galaxy Note zum Test bekamen,<br />

haben wir es aufgrund seiner Größe als<br />

Tablet und nicht als Smartphone kategorisiert,<br />

da Mobiltelefone zum damaligen<br />

Zeitpunkt deutlich kleiner ausfielen.<br />

Mittlerweile bietet Samsung mit dem<br />

Galaxy Mega ein Handy mit üppigem<br />

6,3-Zoll-Schirm an, Sonys Xperia Z Ultra<br />

ist sogar noch einen Tick größer (einen<br />

Test zu beiden Geräten finden Sie ab Seite<br />

32). Wo liegt bei Ihnen die Grenze zum<br />

Tablet? Bei uns liegt sie bis auf Weiteres<br />

bei größentechnisch nicht mehr hosentaschen-<br />

und auch nicht mehr wirklich telefonierfreundlichen<br />

7 Zoll. Die zwei Testkandidaten<br />

behandeln wir also in erster<br />

Linie als <strong>Tablets</strong>. Wie gut sich die Geräte zum<br />

Telefonieren eignen, sagen<br />

wir Ihnen natürlich trotzdem.<br />

(fn)<br />

Leichte, dennoch stabile Bauweise<br />

Geniale Stifteingabe<br />

Hohe Performance<br />

Mäßige Akkulaufzeit<br />

GUT<br />

Note 1,6<br />

Der Unterschied zu einem echten Stift ist<br />

kaum spürbar: Sie können den Stylus in der<br />

Praxis senkrecht aufsetzen, aber auch leicht<br />

schräg halten (wie es wohl die meisten von uns<br />

gewöhnt sind). Auch die Ablage des Handballens<br />

auf dem Display stört die Eingaben nicht.<br />

58 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: <strong>Tablets</strong> mit Telefonierfunktion <strong>Tablets</strong><br />

Asus Fonepad<br />

Web: www.asus.de Preis (UVP, Online): € 230, ab € 220<br />

Das Fonepad gehört zu den ersten Android-<strong>Tablets</strong>, die auf einem Intel-Atom-Prozessor<br />

basieren. Anders als bei Samsung ist die Telefonierfunktion nicht optional,<br />

eine WiFi-Version gibt es nicht. Auch Asus setzt auf ein Kunststoffgehäuse. Die<br />

Verarbeitung ist tadellos, der Aluminium-Look vermittelt zusätzlich Wertigkeit.<br />

Hinter der leicht zu entfernenden Klappe im unteren Teil des Chassis verbergen<br />

sich Micro-SD- sowie SIM-Schacht. Wie beim Konkurrenten fällt das Anschlussangebot<br />

mit einer Micro-USB-Buchse sehr puristisch aus. Im Unterschied zum<br />

Galaxy Note müssen Sie hier aber außerdem noch auf eine rückwärtige Kamera<br />

verzichten. Mit 1.280 x 800 Pixeln gehört das Fonepad wie Googles Nexus 7 zu<br />

den hochauflösenden 7-Zoll-<strong>Tablets</strong>. Die daraus resultierende Pixeldichte von<br />

215 ppi garantiert gestochen scharfe Bilder und Texte. Auch die leuchtenden<br />

Farben und der sehr gute Kontrast haben uns gefallen. Eher durchschnittlich<br />

gestaltet sich hingegen die Helligkeit, die kaum in der Lage ist, den starken<br />

Spiegelungen, die beim Tageslichteinsatz entstehen, entgegenzuwirken. Im<br />

Toucheinsatz arbeitet der Schirm direkt und präzise. Asus setzt auf ein leicht<br />

angepasstes Android 4.2, das die Steuerleiste am unteren Bildschirmrand um<br />

eine Schnellstarttaste für häufig benutzte Apps erweitert. Dazu gibt es eine<br />

einfache Telefonanwendung inklusive Ruf- und Kontaktlisten. Was für den<br />

Samsung-Konkurrenten gilt, gilt auch für das Fonepad: Das 7-Zoll-Tablet ist<br />

für ein komfortables Telefonat schlicht zu sperrig. Im Leistungscheck zeigt<br />

sich, dass das Singlecore-Atom-System nicht mit den zumeist mehrkernigen<br />

aktuellen ARM-Konkurrenten mithalten kann, was sich sowohl an den<br />

Benchmark-Ergebnissen als auch an der Spieleperformance zeigt. Bei aufwendigen<br />

Titeln wie Dead Trigger tauchen Ruckler auf. Die HD-Video-<br />

Wiedergabe läuft dagegen flüssig. Angenehm geschmeidig gestaltet sich<br />

auch die Menü- und Webnavigation. Recht ausdauernd präsentiert sich<br />

der Akku mit bis zu 10 Stunden bei normaler Nutzung.<br />

Leicht und handlich<br />

Nervige Spiegelungen<br />

Scharfe Bildqualität<br />

Mäßige Systemleistung<br />

GUT<br />

Note 2,1<br />

Produktinfo Galaxy Note 8.0 Fonepad<br />

Hersteller Samsung Asus<br />

Webseite www.samsung.de www.asus.de<br />

Preis (UVP, Online) € 400, ab € 290 € 230, ab € 220<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

8,0 Zoll (ca. 20 cm), 1.280 x 800 Pixel (188 ppi),<br />

LCD mit LED<br />

7 Zoll (ca. 18 cm), 1.280 x 800 Pixel (215 ppi), LCD<br />

mit LED<br />

Mobilfunk GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA) GSM (Edge), UMTS (HSDPA, HSUPA)<br />

Prozessor/Taktung Exynos Quad 4412, Quadcore, 1,6 GHz Intel Atom 2420, Singlecore, 1,2 GHz<br />

Speichervarianten 16 GByte WiFi (€ 290), 16 GByte 3G (€ 380) 16 GByte<br />

Foto/Video 5-Megapixel-Kamera/HD-Videoaufnahme<br />

Frontkamera für Videotelefonie<br />

(1.080p), Frontkamera für Videotelefonie<br />

Ausmaße/Gewicht 21,1 x 13,6 x 1,0 cm/339 g 19,7 x 12 x 1 cm/340 g<br />

Betriebssystem Android 4.2 Android 4.2<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

bis zu 8 Stunden (normale Nutzung)/<br />

4.600 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB, Micro-SD,<br />

WLAN, GPS, Bluetooth<br />

Lieferumfang Netzteil, USB-Kabel Netzteil, USB-Kabel<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse<br />

16.342 Punkte (Antutu)<br />

1.981 Punkte (GL Benchmark)<br />

bis zu 10 Stunden (normale Nutzung)/<br />

4.270 mAh<br />

Micro-SIM, Klinke (3,5 mm), Micro-USB, Micro-SD,<br />

WLAN, GPS, Bluetooth<br />

8.933 Punkte (Antutu)<br />

945 Punkte (GL Benchmark)<br />

Testurteil GUT 1,6 GUT 2,1<br />

Fazit<br />

Beide Geräte bilden ob ihres Formates keinen vollwertigen<br />

Smartphone-Ersatz. Allerdings: Wer nicht ständig Handy<br />

plus Tablet mitschleppen will, für den könnte solch ein Hybrid<br />

durchaus interessant sein. Zum Telefonieren können<br />

Sie ja ein Bluetooth-Headset nutzen – dann sieht’s nicht<br />

ganz so doof aus. Ansonsten erfüllen beide Androiden die<br />

Ansprüche, die man an ein modernes Tablet stellt. Dank<br />

der hohen Prozessor-Power gelingt das dem Galaxy Note<br />

8.0 besonders gut, die komfortable Bedienung inklusive<br />

der fantastischen Stiftunterstützung sprechen außerdem<br />

für Samsung. Das Intel-Atom-basierte Fonepad fällt in Sachen<br />

Gaming-Performance und Komfort-Features im Vergleich<br />

ab, punktet dafür aber mit fairem Preispunkt und<br />

guter Akkulaufzeit.<br />

* Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 59


tablets Test: Tablet-PC Amazon Kindle Fire HD 8.9<br />

Scharfe Amazone<br />

Amazon<br />

Kindle Fire HD 8.9<br />

Stabiles, griffiges<br />

Gehäuse<br />

Gelungenes, sehr fein<br />

auflösendes Display<br />

Beschränkt auf<br />

Amazon-App-Store<br />

Bedienung oftmals<br />

nicht flüssig<br />

gut<br />

Note 2,4<br />

Tablet-PC Amazons aktuelles Tablet bietet hochauflösende Bilder zum Schnäppchenpreis.<br />

N<br />

ach der Veröffentlichung der 7-Zoll-<br />

Version des Kindle Fire HD Ende<br />

letzten Jahres ist nun auch der große<br />

Bruder im 8,9-Zoll-Format erhältlich.<br />

Amazon setzt bei seinem Tablet-Neuzugang<br />

wie beim Kindle Fire HD 7 Zoll auf ein<br />

schwarzes Kunststoffgehäuse mit leicht gummierter<br />

und somit griffiger Oberfläche. Die<br />

Verarbeitung macht insgesamt einen robusten<br />

Eindruck. Mit einem Gewicht von 570<br />

Gramm wiegt der Flachmann beinahe so viel<br />

wie mancher 10-Zoll-Konkurrent. Bei der<br />

Nutzung mit einer Hand führt dieser Umstand<br />

doch recht schnell zu Ermüdungserscheinungen.<br />

Das An schlussangebot erschöpft<br />

sich in einem USB-2.0- und einem HDMI-<br />

Port, auf einen SD-Kartenschacht müssen Sie<br />

genauso verzichten wie auf Mobilfunkunterstützung,<br />

die derzeit nur bei Modellen für den<br />

amerikanischen Markt vorgesehen ist. Ein<br />

echtes Highlight stellt das 1.920x1.200-Bildpunkte-Display<br />

dar, dessen extrem feine Auflösung<br />

einzelne Pixel praktisch nicht erkennen<br />

lässt. Auch der große Blickwinkel und<br />

die natürliche Farbdarstellung überzeugen.<br />

Schade, dass das Panel trotz der guten Helligkeit<br />

aufgrund starker Spiegelungen nur<br />

bedingt tageslichttauglich ausfällt. Wie erwartet<br />

setzt Amazon auch beim Kindle Fire<br />

HD auf eine stark angepasste Version von<br />

Android 4.0, die das hauseigene Content-<br />

Angebot in den Vordergrund stellt. Für<br />

Android-Kenner gewöhnungsbedürftig, Einsteiger<br />

finden sich aber schnell zurecht. Zugriff<br />

auf Googles Play Store gestattet Amazon<br />

nicht, das App-Angebot fällt somit eingeschränkt<br />

aus. Im HD-Video- und Spiele-<br />

Einsatz macht das Tablet eine sehr gute Figur,<br />

bei der Menü-, Web- und App-Store-Navigation<br />

tauchen aber immer wieder kleine<br />

Ruckler auf. Die Akkulaufzeit kann sich mit<br />

rund zehn Stunden Normalbetrieb absolut<br />

sehen lassen. (fn)<br />

Produktinfo Amazon Kindle Fire HD 8.9<br />

Webseite<br />

www.amazon.de<br />

Preis (UVP, Online) € 270, ab € 270<br />

Technische Daten<br />

Display 8,9 Zoll (ca. 22,6 cm), 1.920 x 1.200<br />

Pixel (254 ppi), LCD mit LED<br />

Mobilfunk<br />

Nicht verfügbar<br />

Prozessor/Taktung GHz OMAP 4470, Dualcore, 1,5 GHz<br />

Interner Speicher 16 GB (€ 270, inkl. Spezialangebote)<br />

32 GB (€ 300, inkl. Spezialangebote)<br />

ohne Werbung € 284 bzw. € 314<br />

Foto/Video Keine rückwärtige Kamera,<br />

Front-Kamera<br />

Ausmaße/Gewicht 23,9 x 16,3 x 0,9 cm/567 g<br />

Betriebssystem Android 4.0<br />

Akkulaufzeit/<br />

Kapazität<br />

Verbindungen und<br />

Schnittstellen<br />

Lieferumfang<br />

Benchmark-<br />

Ergebnisse*<br />

6.000 mAh, ca. 10 Sunden<br />

(Dauernutzung)<br />

WLAN, Bluetooth, Micro-USB, Micro-<br />

HDMI, Kopfhörer<br />

USB-Kabel, Netzteil<br />

GL Benchmark nicht durchführbar,<br />

7.868 Pkt. (Antutu)<br />

Einen klassischen Startbildschirm gibt es nicht, stattdessen<br />

werden zuletzt aufgerufene Apps, Webseiten<br />

oder Filme in Form eines Icon-Karussells dargestellt.<br />

Halten Sie das Tablet hochkant, sehen Sie am unteren<br />

Rand kontextbezogene Empfehlungen. Apropos:<br />

Werbung gibt es auch auf dem Sperrbildschirm. Hier<br />

hat der Käufer allerdings die Möglichkeit, diese zu<br />

umgehen, indem er sich gegen Aufpreis für ein Modell<br />

ohne „Spezialangebote“ entscheidet.<br />

*Benchmarks nur für Android verfügbar. Referenz: Sony Xperia Z<br />

Ultra mit 29.437 (Antutu) und 20.914 (Quadrant) Punkten.<br />

60 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TRAUM-PAAR<br />

MAGAZIN + APP JETZT IM ABO!<br />

FÜR NUR 1 € MEHR!<br />

DIE PC-GAMES-APP:<br />

✔ Aktuelle Tests, Previews & Reports!<br />

✔ Zusätzliche Bilder, Videos und Trailer<br />

✔ Interaktive PC-Games-Motivationskurve<br />

QR-Code scannen<br />

und hinsurfen!<br />

MAGAZIN NUR € 3,99 / AUSGABE<br />

MAGAZIN-ABO € 41,- / 12 AUSGABEN<br />

Nur<br />

1 €<br />

mehr!<br />

www.pcgames.de/abokombi<br />

APP NUR € 3,59 / AUSGABE<br />

APP-ABO € 39,99 / 12 AUSGABEN<br />

FÜR DIE KOMPLETTE IPAD-AUSGABE<br />

MIT VIELEN ZUSÄTZLICHEN VIDEOS & GALERIEN<br />

PLUS PRÄMIE! MAGAZIN/APP-KOMBI-ABO € 53,- / 12 AUSGABEN<br />

QR-Code scannen<br />

und hinsurfen!


ZUBEHÖR TEST: Kopf- und Ohrhörer<br />

Privat-Konzert<br />

Kopfhörer Genießen Sie Musik<br />

ganz für sich alleine – wir testen<br />

zehn In- und On-Ears.<br />

Mit guten Ohrhören werten Sie den Klang Ihres <strong>Smartphones</strong><br />

oder <strong>Tablets</strong> deutlich auf. Vielleicht möchten Sie Ihre<br />

Lieblingssongs aber auch unterwegs mit einer komfortabler<br />

zu tragenden On-Ear-Lösung hören. Daher haben wir für Sie<br />

neben den sieben Stöpselvarianten auch noch drei entsprechende<br />

Alternativen getestet. Wie Sie gleich sehen werden, müssen Sie für<br />

einen ansprechenden Klang kein Vermögen ausgeben. (fn)<br />

Vor- und Nachteile von In-Ears:<br />

Wer sich für eine In-Ear-Variante entscheidet, bekommt nicht nur einen dezent zu tragenden<br />

Kopfhörer, der exzellente Bewegungsfreiheit erlaubt, in der Regel klingen die Stöpsel auch immer<br />

einen Tick besser als preislich ähnlich gelagerte On-Ear-Lösungen. Der Grund: Da der Sound innerhalb<br />

des Gehörgangs abgegeben wird, kommen nahezu alle Schallwellen am Trommelfell an.<br />

Ein weiterer Vorteil: Bei optimaler Passform wird der Gehörgang abgedichtet, was eine hohe Isolierung<br />

gegen störende Außengeräusche wie Flugzeuglärm bietet. Apropos Passform: Anatomisch<br />

sind natürlich nicht alle Ohren gleich, daher legen mittlerweile die meisten Hersteller unterschiedlich<br />

geformte Ohrpolster ins Paket. Das einzige echte Problem bei In-Ears ist das Fremdkörpergefühl<br />

im Ohr, das speziell bei längerer Nutzung nervig werden kann.<br />

GUT<br />

Note 1,9<br />

AKG K391 NC<br />

Web: www.akg.com Preis (UVP, Online): € 180, ab € 140<br />

AKGs Modell blendet störende Außengeräusche,<br />

beispielsweise während einer Zugfahrt, noch zuverlässiger<br />

aus als die Konkurrenten: Denn dem<br />

K391 NC steht eine fest mit dem Ohrhörer-Kabel<br />

verbundene Noise-Cancelling-Aktivbox zur Verfügung.<br />

Das streichholzschachtelgroße Kästchen<br />

kann während des Tragens aber mitunter etwas<br />

lästig werden. Die Ohrstöpsel sitzen angenehm,<br />

aber trotzdem fest in den Lauschern, ein Mantel<br />

aus Aluminium gibt dem Paar sehr gute Stabilität.<br />

Klanglich präsentiert sich der K391 NC im Normal-Modus<br />

warm und ausgewogen, bei eingeschalteter<br />

Geräuschunterdrückung werden Lautstärke,<br />

Höhen und Bässe deutlich angehoben. Wer auf<br />

diese sogenannte Loudness-Klangcharakteristik<br />

steht, wird damit kein Problem haben, uns ist der<br />

Sound so etwas zu brachial.<br />

Hohe Stabilität Guter Sitz<br />

Zuverlässige Geräuschunterdrückung ...<br />

... die sich negativ auf den Klang auswirkt<br />

Ultrasone IQ<br />

Web: www.ultrasone.de Preis (UVP, Online): € 650, ab € 650<br />

Dass normale Kopfhörer bisweilen jenseits der<br />

500-Euro-Marke liegen können, ist hinlänglich<br />

bekannt. Aber wussten Sie, dass es auch Ohrhörer<br />

in diesem Preissegment gibt? Wer in diesem Bereich<br />

eine solch stolze Summe investiert, darf Hi-<br />

Fi-Qualität der Spitzenklasse erwarten, wie der IQ<br />

von Ultrasone zeigt. Mit den relativ großen Klangprozessoren<br />

an jeder Seite sieht der IQ<br />

zunächst ein wenig klobig aus, der Tragekomfort<br />

ist dennoch hervorragend. Sämtliche Elemente<br />

inklusive Kabel sowie die integrierte Fernbedienung<br />

sind absolut hochwertig verarbeitet. In Sachen<br />

Klang mächtig druckvoll, dynamisch, präzise<br />

und kristallklar, macht der Luxus-In-Ear jedes<br />

Lied in Ihrer Musiksammlung zum Hörerlebnis<br />

– egal ob Klassik, Rock oder Techno.<br />

Sehr hochwertige Bauweise<br />

Tolles Tragegefühl<br />

Sehr gute Geräuschdämpfung<br />

Kristallklarer, druckvoller Sound<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,2<br />

Panasonic RP-HJE190<br />

Web: www.panasonic.de Preis (UVP, Online): € 20, ab € 20<br />

Möchten Sie möglichst wenig Geld für Ihren<br />

In-Ear ausgeben, sollten Sie grundsätzlich keine<br />

allzu hohen Ansprüche an die Klangqualität<br />

haben. Der RP-HJE190 aus Panasonics preiswerter<br />

Ergofit-Reihe gehört auf jeden Fall noch<br />

zu den besseren Geräten innerhalb des Tiefpreis-<br />

Segments: Im Bassbereich spielt das Gerät ganz<br />

ordentlich auf, das Stereobild wirkt einigermaßen<br />

luftig. Dem gegenüber stehen aber überbetonte<br />

Mitten und äußerst zurückhaltende Höhen.<br />

Ansonsten gibt es hier nur wenig zu meckern:<br />

Den RP-HJE190 spüren Sie dank<br />

ausgefeilter Ergonomie und aufgrund seines<br />

Fliegengewichts fast nicht in den Gehörgängen,<br />

die Verarbeitung und das hübsche Design können<br />

sich außerdem sehen lassen.<br />

Gute Verarbeitung<br />

Sehr angenehmes Tragegefühl<br />

Zu mittenlastig<br />

Hochtonbereich dürftig<br />

BEFRIEDIGEND<br />

Note 2,6<br />

62 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Kopf- und Ohrhörer Zubehör<br />

GUT<br />

Note 2,2<br />

Sony NWZW273<br />

Web: www.sony.de Preis (UVP, Online): € 80, ab € 60<br />

Beim Sony-In-Ear handelt es sich um einen robusten Sportkopfhörer mit flexiblem<br />

Nackenbügel. Der Clou ist der integrierte MP3-Player mit vier Gigabyte Speicher. So<br />

benötigen Sie kein zusätzliches Gerät, wenn Sie beim Joggen Ihre Lieblingssongs genießen<br />

möchten – oder beim Schwimmen. Ja, richtig gelesen! Denn der NWZW237<br />

ist bis zu einer Tiefe von zwei Metern wasserdicht. Obwohl viel Technik in dem<br />

Multitalent steckt, nehmen Sie das Sony-Modell während des Tragens kaum wahr, der<br />

Kunststoffbügel sorgt für perfekten Halt. Die Steuertasten befinden sich direkt an den<br />

Ohrhörern und sind fühlbar, weshalb man sich schnell auf die „blinde“ Bedienung<br />

einstellt. Songs werden mithilfe der mitgelieferten USB-Ladestation (Akkulaufzeit bis<br />

zu acht Stunden) über den PC per Drag & Drop übertragen. Der Klang ist ordentlich,<br />

allerdings auch sehr höhenlastig.<br />

Pfiffiges All-in-One-Konzept Stabil und wasserdicht<br />

Hoher Tragekomfort Höhenlastig<br />

Creative HITZ MA350<br />

Web: de.creative.com Preis (UVP, Online): € 40, ab € 40<br />

Beim Günstig-In-Ear von Creative bekommen<br />

Sie ordentlich was auf die Ohren: Die Bässe tönen<br />

für ein Gerät in dieser Preis klasse ungewöhnlich<br />

wuchtig. Abstriche müssen Sie hingegen<br />

bei der Detail- und Hochtonabbildung<br />

machen. Für filigrane Klassik- und Akustik-<br />

Musik eignet sich der HITZ MA350 weniger.<br />

Wer seine Death-Metal-Sammlung unter Palmen<br />

genießen möchte, kommt hier aber durchaus<br />

auf seine Kosten. Der Tragekomfort ist dank<br />

federleichtem Gewicht und geschmeidig weichen<br />

Ohrstöpseln sehr gut, die Verarbeitung<br />

geht insgesamt in Ordnung. Meckern müssen<br />

wir aber über die klapprig anmutenden Steuerelemente<br />

der integrierten Kabelfernbedienung.<br />

Kräftige Bässe<br />

Leichter Tragekomfort<br />

Minderwertige Kabelfernbedienung<br />

Leicht muffiges Klangbild<br />

GUT<br />

Note 2,4<br />

GUT<br />

Note 1,6<br />

Philips Fidelio S2<br />

Web: www.philips.de Preis (UVP, Online): € 150, ab € 130<br />

Das formschöne, wahlweise schwarze oder weiße<br />

Design mit den goldfarbenen Applikationen macht<br />

den Fidelio S2 aus dem Hause Philips zum Hingucker.<br />

Auffallend ist auch das Flachkabel, das aufgrund<br />

seiner Form nicht nur ungewöhnlich aussieht, sondern<br />

auch Kabelsalat verhindert. Mit den insgesamt<br />

fünf unterschiedlichen beiliegenden Silikonpolstern<br />

findet jeder die perfekte Passform für den S2. Die<br />

Ohrhörer werden von einem speziellen Metallgehäuse<br />

geschützt, das Vibrationen entgegenwirkt und<br />

somit für einen sehr sauberen Klang sorgt. Die einzelnen<br />

Frequenzbereiche sind gut aufeinander abgestimmt<br />

und geben Ihre Lieblingsmusik dynamisch<br />

und naturgetreu wieder. Je nach Ausgangsmaterial<br />

kann es allerdings vorkommen, dass die Höhen etwas<br />

zu scharf ausfallen.<br />

Ansprechendes Design<br />

Stabil und tadellos verarbeitet<br />

Dynamischer, natürlicher Klang<br />

Höhen bisweilen zu dominant<br />

Harman/Kardon NI<br />

Web: www.harmankardon.com Preis (UVP, Online): € 100, ab € 90<br />

Knapp 100 Euro müssen Sie für den NI von Harman/Kardon<br />

auf den Tisch legen und<br />

erhalten dafür einen In-Ear-Kopfhörer, der<br />

es durchaus mit den teureren Modellen von Philips<br />

und AKG aufnehmen kann. Das gilt<br />

sowohl für die hochwertige Haptik als auch für den<br />

hervorragenden Tragekomfort, den die mitgelieferten<br />

Ohrpolster gewährleisten. Apropos: Von allen hier<br />

vorgestellten Geräten ohne aktive Geräuschunterdrückung<br />

gelingt dem NI die Abschirmung von Außengeräuschen<br />

am besten – vorausgesetzt, die Stöpsel<br />

sitzen optimal in Ihren Ohren. In puncto Soundqualität<br />

kann der Harman/Kardon-Kandidat mit einem<br />

knackigen Bassfundament und warmen Mitten aufwarten.<br />

Der Hochtonbereich hätte aber mehr Schliff<br />

vertragen können.<br />

Hervorragender Tragekomfort<br />

Sehr gute Schallisolierung<br />

Stabile Verarbeitung<br />

Defizite im Hochtonbereich<br />

GUT<br />

Note 2,0<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 63


ZUBEHÖR TEST: Kopf- und Ohrhörer<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,4<br />

Bowers & Wilkins P3<br />

Web: www.bowers-wilkins.de Preis (UVP, Online): € 200, ab € 160<br />

Der P3 von B&W ist nicht nur der stylishste, sondern auch der mobilste<br />

On-Ear-Kopfhörer im Testfeld. Seine Hörmuscheln lassen sich nach innen<br />

einklappen, auf diese Weise kann der P3 in dem zum Lieferumfang gehörenden<br />

Hartschalen-Etui sehr platzsparend mit auf die Reise genommen<br />

werden. Mit seinen Metallbügeln und der insgesamt sehr hochwertigen<br />

Verarbeitung verfügt der P3 über eine ausgezeichnete Haptik. Die Stoffpolster<br />

schmiegen sich optimal an das Ohr an. Der etwas zu feste Sitz<br />

kann bei längerer Tragezeit allerdings unangenehm werden. Am Klang<br />

haben wir dagegen nur wenig auszusetzen: Alle Frequenzbereiche stellt<br />

der P3 sehr naturgetreu dar. Dabei gefallen uns besonders die präzisen,<br />

kräftigen Bässe. Lediglich die Höhen hätten für unseren Geschmack einen<br />

Tick präsenter ausfallen dürfen.<br />

Bose AE2W<br />

Web: www.bose.de Preis (UVP, Online): € 250, ab € 230<br />

Wer den Tragekomfort eines On-Ear-Modells schätzt, aber keine Lust auf<br />

Kabelstress hat, sollte beim AE2W von Bose mal genauer hinhören. Der<br />

tadellos verarbeitete, flauschig leicht zu tragende Kopfhörer verfügt an der<br />

linken Hörmuschel über ein Bluetooth-Modul (inklusive Akku, Laufzeit<br />

ca. sieben Stunden), das Verbindung zu kompatiblen Geräten aufnimmt.<br />

Sollten Sie doch mal den Kabelbetrieb bevorzugen, lässt sich die kleine<br />

Box abnehmen und ein 3,5-Millimeter-Klinkeneingang kommt zum Vorschein.<br />

iPad- und iPhone-Nutzer sind in der Lage, die mehrfach belegte,<br />

große Bluetooth-Pairing-Taste auch zum Ansteuern bestimmter Abspielfunktionen<br />

einzusetzen (für Pause drücken Sie ein-, zum Vorspulen zweimal<br />

etc.). Im Soundtest überzeugt der AE2W mit einem blitzsauberen,<br />

natürlichen Klangbild und kernigen, dynamischen Bässen.<br />

Sowohl mit als auch ohne Kabel nutzbar Angenehm zu tragen<br />

Einwandfreie Verarbeitung Druckvolles, dynamisches Klangbild<br />

Platzsparend zu transportieren Auffallend schönes Design<br />

Sehr natürliches Klangbild Sitzt etwas zu fest<br />

GUT<br />

Note 1,5<br />

In-Ear-Kopfhörer<br />

Produktinfo IQ Fidelio S2 K391 NC NI NWZW273<br />

Hersteller Ultrasone Philips AKG Harman/Kardon Sony<br />

Webseite www.ultrasone.de www.philips.de www.akg.com www.harmankardon.com www.sony.de<br />

Preis (UVP, Online) € 650, ab € 650 € 150, ab € 130 € 180, ab € 140 € 100, ab € 90 € 80, ab € 60<br />

Technische Daten<br />

Anschluss 3,5 mm Klinke 3,5 mm Klinke 3,5 mm Klinke 3,5 mm Klinke USB für USB-Ladestation<br />

Frequenzbereich 17 - 21.000 Hertz 15 - 24.000 Hertz 12 - 24.000 Hertz 20 - 20.000 Hertz Keine Angabe<br />

Bauart Geschlossen, dynamisch Halboffen, dynamisch Geschlossen, dynamisch Geschlossen, dynamisch Geschlossen, dynamisch<br />

Gewicht 10 g 14 g 8 g 10 g 27 g<br />

Kabellänge 1,2 Meter 1,2 Meter 1,15 Meter 1,1 Meter –<br />

Besonderheiten Austauschbare Kabel Flachkabel Aktive Geräuschunterdrückung Keine Integrierter MP3-Player, wasserdicht<br />

bis 2 m Tiefe<br />

Lieferumfang Flugzeug-Adapter, Wechsel-Ohrpolster,<br />

Transportbox, Kabelfernbedienung<br />

mit Mikrofon<br />

Flugzeug-Adapter, Wechsel-Ohrpolster,<br />

Transportbox, Kabelfernbedienung<br />

mit Mikrofon<br />

Flugzeug-Adapter, Transporttasche,<br />

Kabelfernbedienung mit Mikrofon<br />

Wechsel-Ohrpolster, Kabelfernbedienung<br />

mit Mikrofon<br />

USB-Kabel, USB-Ladestation,<br />

Wechsel-Ohrpolster<br />

Testurteil Sehr GUT 1,2 GUT 1,6 GUT 1,9 GUT 2,0 GUT 2,2<br />

64 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Kopf- und Ohrhörer<br />

Zubehör<br />

GUT<br />

Note 2,0<br />

Kein Mann im Ohr: On-Ears<br />

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die es unangenehm finden, Stöpsel im<br />

Ohr zu tragen, kommt ein On-Ear für Sie infrage. Solche Modelle können<br />

bauartbedingt selbstverständlich nicht mit den gleichen Mobilqualitäten<br />

aufwarten wie ihre In-Ear-Rivalen und lassen sich auch nicht so unauffällig<br />

tragen. Allerdings bieten immer mehr Hersteller neben klassischen Heimkopfhörern<br />

Geräte an, die speziell auf den Mobileinsatz abgestimmt sind.<br />

Dies zeigen unter anderem die in diesem Test vertretenen Firmen Bose, Bowers<br />

& Wilkins und Cresyn, deren Modelle deutlich kompakter, leichter und<br />

stylisher ausfallen als typische Kopfhörer. Voraussetzung für möglichst hohen<br />

Tragekomfort ist natürlich ein perfekter Sitz, daher sollten Sie beim Kauf<br />

auf weiche Polsterung und einen anpassbaren Bügel achten. Zum Sound<br />

lässt sich sagen, dass sich On-Ears aufgrund ihrer Beschaffenheit etwas luftiger<br />

anhören, aber auch mehr Außengeräusche zum Ohr durchlassen.<br />

Cresyn C750H<br />

Web: www.cresyn.com Preis (UVP, Online): € 70, ab € 60<br />

Dass man auch für einen Preis deutlich unter der 100-Euro-Marke recht<br />

gute On-Ear-Kopfhörer bekommen kann, beweist die hierzulande noch<br />

eher unbekannte Firma Cresyn mit dem C750H. Die Verarbeitung gibt<br />

keinen Anlass zur Kritik – hier knarzt und wackelt nichts. Der flexible<br />

Bügel passt sich perfekt der Kopfform an, die Hörmuscheln sitzen angenehm<br />

auf den Lauschern. Ihre Kunststoffpolster lassen aber zu wünschen<br />

übrig, da diese bereits nach kurzer Zeit ein Klebegefühl verursachen. Im<br />

Klangtest lieferte der Günstig-Kopfhörer eine sehr passable Leistung mit<br />

nur kleinen Schwächen: Seine Detailwiedergabe ist gut, das Klangbild<br />

meist sehr ausgewogen. Je nach Ausgangsmaterial bleibt die Brillanz der<br />

Höhen aber auch schon mal auf der Strecke. Der Stereoeindruck gestaltet<br />

sich außerdem nicht so beeindruckend breit wie bei den kostspieligeren<br />

Geräten von B&W und Bose.<br />

Tadellose Verarbeitung<br />

Sehr ordentlicher Klang<br />

Ansprechendes Design<br />

Klebegefühl am Ohr<br />

Fazit<br />

Für welchen Kopfhörer-Typ Sie sich auch entscheiden: Alle Testkandidaten<br />

bieten in ihrer Kategorie guten bis sehr guten Tragekomfort und eignen sich<br />

dank tadelloser Verarbeitung sowie niedrigem Gewicht für den mobilen Einsatz.<br />

Bei den In-Ears hat sich gezeigt, dass Sie zu Preisen zwischen 60 und 140<br />

Euro guten Klang erwarten dürfen (hier sind insbesondere die Geräte von Philips<br />

und AKG hervorzuheben), der nicht allzu weit von sündhaft teuren Profi-<br />

Varianten wie dem IQ von Ultrasone entfernt ist. Eine Sonderstellung nimmt<br />

Sonys NWZW273 ein, dessen Soundqualität uns zwar nicht umgehauen hat,<br />

der aber dank integriertem MP3-Player sowie sportlichem und wasserdichtem<br />

Design am flexibelsten eingesetzt werden kann. Boses AE2W glänzt genau<br />

wie der schicke P3 von B&W mit souveränem Hi-Fi-Klang, trumpft aber<br />

noch zusätzlich mit kabellosem Komfort auf. Dass ansprechende Soundqualität<br />

auch zum Einsteigerpreis möglich ist, zeigt der C750H von Cresyn.<br />

On-Ear-Kopfhörer<br />

HITZ MA350<br />

RP-HJE190<br />

Creative<br />

Panasonic<br />

de.creative.com<br />

www.panasonic.de<br />

€ 40, ab € 40 € 20, ab € 20<br />

AE2W P3 C750H<br />

Bose Bowers & Wilkins Cresyn<br />

www.bose.de www.bowers-wilkins.de www.cresyn.com<br />

€ 250, ab € 230 € 200, ab € 160 € 70, ab € 60<br />

3,5 mm Klinke 3,5 mm Klinke<br />

6 - 23.000 Hertz 6 - 24.000 Hertz<br />

Geschlossen, dynamisch<br />

Geschlossen, dynamisch<br />

11 g 4 g<br />

1,2 Meter 1,2 Meter<br />

Keine<br />

Keine<br />

Wechsel-Ohrpolster, Kabelfernbedienung<br />

mit Mikrofon<br />

Wechselohrpolster<br />

3,5 mm Klinke/Bluetooth 3,5 mm Klinke 3,5 mm Klinke<br />

Keine Angabe 10 - 20.000 Hertz 20 - 20.000 Hertz<br />

Geschlossen, dynamisch Offen, dynamisch Geschlossen, dynamisch<br />

140 g 130 g 170 g<br />

1,75 Meter 1,2 Meter 1,2 Meter<br />

Kabellose Signalübertragung per<br />

(abnehmbarem) Bluetooth-Modul<br />

Keine<br />

3,5-mm-Audio-Ausgang an der<br />

linken Ohrmuschel<br />

Klinkenkabel, Tragetasche mit<br />

Zugschnur<br />

2x Klinkenkabel, Hartschalen-Etui,<br />

Kabelfernbedienung mit Mikrofon<br />

Klinkenkabel, Kabelfernbedienung<br />

mit Mikrofon<br />

GUT 2,4 Befriedigend 2,6<br />

SEHR GUT 1,4 GUT 1,5 GUT 2,0<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 65


Zubehör<br />

Test: Bluetooth-Sound<br />

Klang-<br />

Freiheit<br />

Mobile Lautsprecher Sechs Bluetooth-Soundsysteme<br />

für unterwegs im Soundcheck<br />

Kopfhörer sind eine feine<br />

Sache, wenn es um Ihr persönliches<br />

Musikvergnügen<br />

geht. Aber lassen Sie doch auch mal<br />

Familie und Freunde an Ihren Lieblingssongs<br />

teilhaben. Das ermöglichen<br />

Ihnen portable Soundsysteme,<br />

egal ob am Strand, im Garten oder<br />

natürlich auch zu Hause – und zwar<br />

ganz ohne lästigen Kabelstress! In<br />

Sachen Soundqualität kommen aktuelle<br />

Modelle sogar durchaus an<br />

die einer herkömmlichen Hi-Fi-<br />

Anlage heran. In jedem Fall klingen<br />

selbst die günstigsten Vertreter dieser<br />

Gattung besser als sämtliche in<br />

<strong>Smartphones</strong> oder <strong>Tablets</strong> eingebauten<br />

Lautsprecher. (fn)<br />

Tipps für den Kauf<br />

Neben dem Klang spielen bei einem portablen Lautsprechersystem natürlich<br />

die mobilen Qualitäten eine große Rolle. Für einen problemlosen Transport und<br />

Außeneinsatz sollten Sie auf eine möglichst stabile Verarbeitung achten. Ein<br />

Metallgehäuse, wie es die hier aufgeführten Kandidaten von Sony und Logitech<br />

anbieten, ist in dieser Hinsicht optimal. Außerdem sollten alle Bedienelemente<br />

wie Knöpfe und Schalter nicht abstehen, sondern tief ins Chassis<br />

eingelassen sein, damit sie beim Transport keinen Schaden nehmen können.<br />

Werden der eine oder andere Anschluss dann auch noch von einer Klappe gegen<br />

Spritzwasser und Schmutz geschützt, was in diesem Testfeld nur beim JBL<br />

Charge der Fall ist, umso besser! Eines bieten Ihnen die mobilen Klangwerke<br />

auf jeden Fall: kabellosen Komfort dank Blue tooth und eingebautem Akku. In<br />

der Regel halten die Stromspeicher bei Dauernutzung zwischen sechs und<br />

zehn Stunden. Wer ausgiebige Outdoor-Musik-Sessions plant, ist mit einem<br />

Modell gut beraten, das unterwegs per USB geladen werden kann. Diese Funktion<br />

finden Sie beim JBL Charge, dem HMDX Jam und Creatives Airwave HD.<br />

Zusätzlich benötigen Sie natürlich noch eine mobile Stromquelle wie einen<br />

Laptop oder – wenn Sie eine deutlich kompaktere Lösung bevorzugen – ein<br />

externes Ladegerät. Übrigens: Bluetooth ist ein Stromfresser! Wenn Sie Ihren<br />

Lautsprecher per Klinkenkabel ansteuern, hält die Batterie deutlich länger.<br />

Noch ein Wort zum Thema Soundqualität, wobei natürlich nicht jeder dieselben<br />

Ansprüche hegt. Grundsätzlich gilt: Wenn Ihnen Bässe und ein voluminöses<br />

Klangbild am Herzen liegen, sollten Sie sehr kleine Lautsprecher meiden<br />

und sich für ein größeres Modell wie Sonys BTX-500 entscheiden. Wer die Möglichkeit<br />

hat, sollte zudem in jedem Fall Probe hören!<br />

sehr gut<br />

Note 1,4<br />

JBL Charge<br />

Web: www.jbl.com Preis (UVP, Online): € 150, ab € 140<br />

Der Charge aus dem Hause JBL trumpft mit dem besten Kompromiss<br />

zwischen Leistung und Mobilität auf. In einer Tasche nimmt das kompakte<br />

Klangwerk lediglich etwas mehr Platz als eine Getränkedose ein<br />

und wiegt dabei äußerst transportfreundliche 466 Gramm. Trotz der<br />

geringen Ausmaße hat es die Soundröhre in sich: Zwei Lautsprecher mit<br />

je einem Fünf-Watt-Verstärker stehen dem JBL Charge zur Verfügung,<br />

weiterhin sorgt eine auf der rechten Seite eingearbeitete Bassreflexöffnung<br />

dafür, dass sich tiefere Frequenzen besonders gut entfalten. Ein weiteres<br />

Highlight ist der eingebaute, starke 6.000-mAh-Akku, der eine kabellose<br />

Laufzeit von bis zu zwölf Stunden ermöglicht. Der Clou: Rechtsseitig<br />

befindet sich eine USB-Buchse, über die sich Smartphone, MP3-Player<br />

und Co. bei Bedarf aufladen lassen. Schade, dass nur diese Schnittstelle<br />

vor Staub und Spritzwasser geschützt ist, das hätten wir uns auch für den<br />

rückseitigen Strom- und Aux-Anschluss gewünscht. Einen Rundumschutz<br />

gibt es dafür in Form einer Neoprenhülle, die zum Lieferumfang<br />

gehört. Die Bluetooth-Verbindung steht im Handumdrehen und das<br />

Gerät ist bereit, Ihnen ein Open-Air-Konzert zu geben. Dabei verwöhnt<br />

das System mit einem detailreichen und für seine Größe beeindruckend<br />

kraftvollen Klangbild. Am besten klingt der Charge bei Zimmerlautstärke,<br />

höhere Pegel gehen auf Kosten der Dynamik.<br />

Lange Akkulaufzeit Kompakte, hochwertige Bauweise<br />

Ladefunktion für externe Geräte Nicht ganz pegelfest<br />

66 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Bluetooth-Sound Zubehör<br />

gut<br />

Note 1,5<br />

Befriedigend<br />

Note 2,6<br />

Fotos: Thomas Riese<br />

Hercules WAE BTP02<br />

Web: www.hercules.de Preis (UVP, Online): € 200, ab € 170<br />

Mit seinem trichterförmigen Design ist der WAE BTP02 ein Hingucker,<br />

aber auch etwas sperrig zu transportieren. Eingefasst wird der Lautsprecher<br />

von einem chromartigen Kunststoff-Zierrahmen, der sich an der<br />

Unterseite zu einem Standfuß erweitert. An der Oberseite wurde ein<br />

stabiler Tragegriff eingearbeitet. Die gesamte Konstruktion macht einen<br />

tadellos verarbeiteten Eindruck. Bis auf einen Aux-Eingang verfügt der<br />

Hercules-Kandidat über keine weiteren Anschlüsse. Die Bluetooth-Verbindung<br />

klappt auch hier reibungslos. Wer sämtliche Features des WAE<br />

BTP02 nutzen möchte, sollte sich die dazugehörige kostenlose App auf<br />

sein Android- oder iOS-Gerät laden, denn am Lautsprecher befinden<br />

sich lediglich Lautstärke-Tasten. Über die selbsterklärende Anwendung<br />

können Sie zusätzlich mittels Ihres <strong>Smartphones</strong> oder <strong>Tablets</strong> Equalizer-<br />

Einstellungen vornehmen und Audio-Effekte aktivieren. Wirklich nötig<br />

ist dies unserer Meinung nach allerdings nicht, da das Gerät von Haus<br />

aus ausgesprochen gut klingt. Die einzelnen Frequenzbereiche sind ausgewogen<br />

aufeinander abgestimmt, wir registrieren trotz der kompakten<br />

Bauweise einen sehr ordentlichen Stereo-Effekt. Mit 25 Watt Ausgangsleistung<br />

besitzt der Trichterlautsprecher zudem genügend Power, um<br />

eine kleine Strandparty zu beschallen. Mit einer Akkulaufzeit von über<br />

zehn Stunden geht ihm dabei nicht so schnell die Puste aus.<br />

Originelles Design Tadellose Verarbeitung<br />

Stimmiges Klangbild Klobiges Format<br />

Creative Airwave HD<br />

Web: www.creative.com Preis (UVP, Online): € 150, ab € 140<br />

Ein Design-Highlight stellt der unscheinbare Airwave HD nicht gerade<br />

dar. Auf den ersten Blick wirkt das Kunststoffgehäuse sehr robust.<br />

Wenn wir das Gerät in die Hand nehmen und ein wenig drücken,<br />

vernehmen wir allerdings sofort Knarzgeräusche, was den Ersteindruck<br />

gleich wieder trübt. Der Lautsprecher selbst wird immerhin von einem<br />

stabilen Metallgitter gut geschützt. An der Oberseite finden wir gut<br />

erreichbar Lautstärke-Tasten, Power-Schalter und den Bluetooth-Pairing-Knopf.<br />

Letzteren benötigen Sie allerdings nicht, wenn Sie ein<br />

Handy oder Tablet mit der Koppelungsfunktion NFC als Abspieler<br />

verwenden. Berühren Sie damit den Lautsprecher einfach rückseitig an<br />

der Stelle mit dem NFC-Symbol und schon wird die Verbindung problemlos<br />

hergestellt. Der Creative-Kandidat kommt außerdem mit einer<br />

Freisprechfunktion. Hierfür steht – ebenfalls an der Oberseite – ein<br />

einwandfrei funktionierendes Mikrofon bereit. Im Soundcheck fanden<br />

wir den Airwave bestenfalls okay: Die Mitten sind zu dominant und<br />

neigen insbesondere bei höherer Lautstärke dazu, den Hoch- und Tieftonbereich<br />

zu verwässern. Darunter leiden insbesondere die Bässe, die<br />

es aufgrund fehlender Durchzugskraft sowieso schon schwer haben,<br />

sich innerhalb des Klanggerüstes zu behaupten. Mit sieben Stunden<br />

fällt die Akkulaufzeit recht annehmbar aus.<br />

Kompaktes, portables Design NFC<br />

Nur mäßiger Klang Verarbeitung nicht perfekt<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 67


Zubehör Test: Bluetooth-Sound<br />

gut<br />

Note 2,4<br />

gut<br />

Note 1,7<br />

HMDX Jam<br />

Web: www.hmdxaudio.com<br />

Preis (UVP, Online): € 40, ab € 30<br />

Passend zum Namen kommt der Mini-Lautsprecher<br />

von HMDX in einem Becher, der in<br />

Sachen Größe und Gestaltung an ein Marmeladenglas<br />

erinnert. Mangels Volumen hat er den<br />

größeren Rivalen klangtechnisch natürlich wenig<br />

entgegenzusetzen, aber in einer Disziplin<br />

hängt er die Konkurrenz ab: Mobilität. Denn<br />

der Jam kann problemlos in der Jackentasche<br />

mitgenommen werden. Werfen wir einen Blick<br />

auf das Gerät selbst: Mit seiner in insgesamt<br />

sechs verschiedenen Farben erhältlichen, matt<br />

glänzenden Ummantelung sieht er ganz hübsch<br />

aus, das Gehäuse fühlt sich stabil verarbeitet an.<br />

Im unteren Bereich finden wir Steuertasten sowie<br />

einen Aux- und einen USB-Eingang. Letzterer<br />

dient zum Laden am PC mittels des beigelegten<br />

Kabels. Direkt beim Einschalten gibt<br />

der Jam einen lauten Ton von sich und zeigt<br />

damit an, dass er für die Bluetooth-Verbindung<br />

bereit ist. Zur Klangqualität lässt sich sagen:<br />

Bässe sind auf jeden Fall wahrnehmbar, was für<br />

ein Soundsystem in diesem Format nicht selbstverständlich<br />

ist. Die Höhen können durchaus<br />

mit einer gewissen Brillanz aufwarten. Was dem<br />

Jam aber komplett abgeht, sind warme Mitten.<br />

Überrascht haben uns die recht hohe Lautstärke<br />

und die Pegelfestigkeit. Gut vier Stunden<br />

hält der Akku im Dauerbetrieb.<br />

Extrem kompakt<br />

Ausgefallenes Design, sehr gute Haptik<br />

Für seine Größe gute Ausgangsleistung<br />

Künstliches Klangbild<br />

Logitech UE Boombox<br />

Web: www.logitech.de Preis (UVP, Online): € 250, ab € 150<br />

Die Boombox aus dem Hause Logitech zeichnet sich durch klare Formgebung und – dank<br />

des top verarbeiteten Aluminiumgehäuses – extrem hohe Stabilität aus. Den kompletten<br />

Lautsprecher überspannt ein massiver Tragegriff. Der untere Bereich ist von einer gummierten<br />

Schicht überzogen, die einerseits auf jedem Untergrund rutschfesten Stand ermöglicht<br />

und andererseits Schutz vor Feuchtigkeit und Schmutz gewährleistet. Die wenigen<br />

Tasten (Lautstärke, Bluetooth-Pairing) sowie der Aux-Eingang befinden sich an den<br />

Seiten. Genau wie bei den anderen Kandidaten geht auch hier die Bluetooth-Verbindung<br />

reibungslos vonstatten. Im Klangtest fällt zunächst die gute Ausgangsleistung auf, obwohl<br />

diese mit vergleichsweise niedrigen 10 Watt angegeben wird. Schön kräftig spielt die<br />

Boombox im unteren Frequenzbereich auf, die Höhen sind dynamisch und äußerst präsent.<br />

Eher unterrepräsentiert zeigt sich der Mitteltonbereich, weshalb die typische Loudness-Klangcharakteristik<br />

entsteht, die sich nicht für jede Musikrichtung gleichermaßen<br />

eignet. Bei Rock- und Elektronik-Sounds macht die Boombox eine sehr gute Figur,<br />

akustischer sowie klassischer Musik fehlt es an Natürlichkeit. Der eingebaute Akku liefert<br />

am Stück für bis zu sechs Stunden Strom.<br />

Produktinfo BTX-500 Charge WAE BTP02<br />

Hersteller Sony JBL Hercules<br />

Webseite www.sony.de www.jbl.com www.hercules.de<br />

Preis (UVP, Online) € 300, ab € 260 € 150, ab € 140 € 200, ab € 170<br />

Technische Daten<br />

Gesamtleistung 40 Watt 10 Watt 20 Watt<br />

Verbindungen Bluetooth, Aux (3,5 mm Klinke), Bluetooth, Aux (3,5 mm Klinke), Bluetooth, Aux (3,5 mm Klinke)<br />

USB (Laden)<br />

USB (Laden)<br />

Akkulaufzeit Ca. 6 Std. Ca. 12 Std. Ca. 10 Std.<br />

Besonderheiten<br />

Stabiles Metallgehäuse Klares Design<br />

Kräftige Bässe Unausgewogenes Klangbild<br />

NFC, Freisprechfunktion, Equalizer,<br />

Laden externer Geräte via USB<br />

Laden externer Geräte via USB<br />

iOS- und Android-App für Soundeinstellungen<br />

und Steuerung<br />

Lieferumfang Handbuch, Tragetasche, Netzteil Handbuch, USB-Kabel, Netzteil Handbuch, Netzteil<br />

Maße/Gewicht 38,5 x 15,2 x 6,5 cm/2,0 kg 17,5 x 7,4 x 7,4 cm/0,46 kg 24,9 x 23,6 x 17,1 cm/1,71 kg<br />

Testurteil sehr gut 1,3 SEHR GUT 1,4 Gut 1,5<br />

68 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Test: Bluetooth-Sound<br />

Zubehör<br />

sehr gut<br />

Note 1,3<br />

Fotos: Thomas Riese<br />

Sony BTX-500<br />

Web: www.sony.de Preis (UVP, Online): € 300, ab € 260<br />

Zeitlos elegant, so lässt sich das tolle Design des neuen Mobillautsprecher-Flaggschiffs von Sony<br />

wohl am besten beschreiben. Das robuste, mattschwarze Gehäuse wird an beiden Seiten von zwei<br />

Edelstahl-Elementen flankiert. Die insgesamt fünf Tasten für unter anderem Mikrofon (das BTX-500<br />

kann auch als Freisprechanlage genutzt werden), Lautstärke sowie Equalizer-Voreinstellungen sind<br />

ebenfalls tadellos gearbeitet. Genau wie der Kandidat von Creative kann auch das Soundsystem von<br />

Sony schnell und einfach über NFC mit kompatiblen Geräten verbunden werden, was in der Praxis<br />

auch problemlos funktioniert. Eine rückwärtige USB-Buchse dient zum Laden externer Abspielgeräte.<br />

Mit einer Gesamtleistung von 40 Watt können Sie sowohl In- als auch Outdoor für die musikalische<br />

Untermalung einer Feier sorgen. Der BTX-500 gehört zu den besten Mobillautsprechern,<br />

die wir bisher gehört haben: Sein kristallklares, luftiges Stereobild stellt selbst filigranste Details<br />

souverän dar. Zwar haben wir auch in dieser Klasse schon wuchtigere Bässe gehört, selten aber so<br />

differenzierte. Sogar mit dem Lautstärkeregler am Anschlag büßt der BTX-500 nichts von seiner<br />

hervorragenden Dynamik ein. Unnötig finden wir die zwei zusätzlichen Equalizer-Voreinstellungen,<br />

die insbesondere den Mitten- und Höhenbereich noch mal ordentlich anheizen. Im Werkszustand<br />

klingt das System am ausgewogensten. Im Akkubetrieb spielt der BTX-500 circa sechs Stunden.<br />

Elegantes, edles Design<br />

Hohe Ausgangsleistung<br />

Robustes Metallgehäuse<br />

Spitzenklang<br />

UE Boombox Jam Airwave HD<br />

Logitech HMDX Creative<br />

www.logitech.de www.hmdxaudio.com www.creative.com<br />

€ 250, ab € 150 € 40, ab € 30 € 150, ab € 140<br />

10 Watt Keine Angabe Keine Angabe<br />

Bluetooth, Aux (3,5 mm Klinke) Bluetooth, Aux (3,5 mm Klinke) Bluetooth, Aux (3,5 mm Klinke)<br />

Ca. 6 Std. Ca. 6 Std. Ca. 6 Std.<br />

Keine Passt in jede Jackentasche NFC, Freisprechfunktion<br />

Handbuch, Netzteil Handbuch, USB-Kabel Handbuch, Netzteil<br />

38,6 x 16,4 x 7,9 cm/1,98 kg 7 x 6,4 x 6,4 cm/0,23 kg 26 x 9,5 x 9,5 cm/0,98 kg<br />

GUT 1,7 GUT 2,4 befriedigend 2,6<br />

Fazit<br />

Bei der Benotung von mobilen Lautsprechern<br />

bewerten wir den Klang in Relation zur Größe –<br />

und damit auch zur Portabilität. Daher kann sich<br />

auch ein in Sachen Klangvolumen chancenloser<br />

Jackentaschenlautsprecher wie der Jam in diesem<br />

Testfeld durchaus behaupten. Kommen wir<br />

zunächst zu den drei größten Geräten, bei denen<br />

Sie beim Transport recht sperrige Ausmaße sowie<br />

ein Gewicht von um die zwei Kilogramm in Kauf<br />

nehmen müssen. Dazu gehören die Kandidaten<br />

von Sony, Hercules und Logitech, die dafür das<br />

kräftigste, weiträumigste Klangbild liefern und<br />

damit durchaus gehobene Ansprüche erfüllen.<br />

Am ehesten haben wir beim ungemein klar und<br />

detailreich aufspielenden BTX-500 das Gefühl, vor<br />

einer Hi-Fi-Anlage zu sitzen. Der Kandidat von<br />

Hercules steht dem Sony-Rivalen trotz des günstigeren<br />

Preises nur unwesentlich nach, seine Trichterform<br />

macht ihn aber zu einem sehr klobigen<br />

Begleiter. Portabler gestaltet sich da schon die<br />

ähnlich leistungsstarke Boombox, bei der wir uns<br />

aber eine bessere Soundabstimmung gewünscht<br />

hätten. Den besten Kompromiss bietet unter diesem<br />

Gesichtspunkt JBLs Charge, der trotz seiner<br />

geringen Ausmaße mit sattem, tollem Sound auftrumpft.<br />

Im direkten Vergleich zum Charge enttäuscht<br />

der deutlich größere Airwave HD mit nur<br />

mäßigem Sound. Daher hat sich der schnuckelige<br />

Jam auch vor Creative gesetzt, da dieser für seine<br />

Größe eine sehr ordentliche Figur macht.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 69


zubehör technik<br />

Test: Airplay-Lautsprecher Bowers & Wilkins A7<br />

Egal, wo Sie den<br />

A7 aufstellen: Eine<br />

spezielle Röhre – die<br />

hauseigene Nautilus-<br />

Technologie – verhindert,<br />

dass nach hinten<br />

abgestrahlter Schall<br />

reflektiert wird und den<br />

Klang beeinträchtigt.<br />

Kleiner Kraftprotz<br />

Airplay-Lautsprecher Das A7 bietet Musik-Streaming von iOS-Geräten in genialer Qualität.<br />

B & W A7<br />

Edles, dezentes Design<br />

Sehr hohe<br />

Ausgangsleistung<br />

Pegelfest<br />

Druckvoller, klarer,<br />

ausgewogener Klang<br />

Einfache Einrichtung<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,1<br />

Beim A7 der Klangspezialisten Bowers<br />

& Wilkins handelt es sich um einen<br />

reinen Airplay-Lautsprecher, auf eine<br />

Dockingstation verzichtete der Hersteller.<br />

Dank seines dezenten, edlen Designs fügt<br />

sich das Soundsystem perfekt in jede<br />

Wohnumgebung ein. Darüber hinaus ist die<br />

Verarbeitung absolut hochwertig. Nachdem<br />

Sie den A7 ans Stromnetz angeschlossen<br />

haben, müssen Sie ihn in das heimische<br />

WLAN-Netzwerk einbinden. Das funktioniert<br />

dank der im Apple-App-Store erhältlichen<br />

kostenlosen B & W Control-App, die<br />

Sie auf Ihr iOS-Gerät laden, schnell und<br />

einfach. Starten Sie die Anwendung und ein<br />

Assistent führt Sie Schritt für Schritt durch<br />

den Einrichtungsprozess. Außerdem gibt<br />

Ihnen die App die Möglichkeit, mehrere<br />

drahtlose Soundsysteme von B & W in verschiedenen<br />

Räumen zu verwalten, dabei<br />

können Sie jedes Gerät frei benennen (zum<br />

Beispiel Büro, Wohnzimmer etc.). Alternativ<br />

zu iPod, iPhone und iPad lassen sich<br />

auch Macs sowie Windows-PCs mit installiertem<br />

iTunes als Quelle einsetzen. An der<br />

Soundbox selbst gibt es außer den dezent in<br />

die silbrige Zierleiste eingearbeiteten Lautstärke-Tasten<br />

keine weiteren Knöpfe. Sie<br />

bedienen die Airplay-Box entweder mit der<br />

stylishen Fernbedienung oder komplett<br />

über Ihr Apple-Gerät.<br />

Spielt auf wie ein Großer<br />

Im Inneren verbergen sich fünf Lautsprecher:<br />

je zwei Hoch- und Mitteltöner sowie<br />

ein Tieftöner. Zusammen bringt es das<br />

Ensemble auf eine Gesamtausgangsleistung<br />

von muskulösen 150 Watt. In der Praxis<br />

bedeutet dies, dass Sie ohne Weiteres für<br />

die Beschallung einer Party in einem mittelgroßen<br />

Raum sorgen können. Dabei<br />

müssen Sie die Lautstärke noch nicht mal<br />

voll aufdrehen, drei Viertel sind vollkommen<br />

ausreichend. Kommen wir zum<br />

Klang: Die Bässe sind druckvoll, jederzeit<br />

dynamisch und harmonieren prächtig mit<br />

den ausgewogenen Hoch- und Mitteltönern.<br />

Instrumente und Gesang werden<br />

natürlich und klar wiedergegeben, auch<br />

kleinste Details unterschlägt der A7 nicht.<br />

Klasse: Diese Qualitäten bleiben auch bei<br />

sehr hohem Pegel bestehen. Trotz der kompakten<br />

Ausmaße überzeugt auch der Stereo-Eindruck.<br />

Für einen Airplay-Lautsprecher<br />

dieser Güte ist der hohe Preis absolut<br />

gerechtfertigt. (fn)<br />

Produktinfo A7<br />

Webseite<br />

www.bowers-wilkins.de<br />

Preis (UVP, Online) € 800, ab € 790<br />

Technische Daten<br />

Leistung<br />

150 Watt<br />

Verbindungen LAN, WLAN, Airplay, Aux (analog,<br />

optisch digital), USB 2.0<br />

Besonderheiten Keine<br />

Lieferumfang Netzteil, Handbuch, Fernbedienung<br />

Maße/Gewicht 22 x 36 x 16 cm/5,7 kg<br />

70 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Ranked-SeRveR<br />

jetzt voRbeStellen!<br />

. 10% Dauerrabatt bei<br />

Vorbestellung<br />

. Teamspeak-3-Server<br />

kostenlos dabei<br />

. Procon-Layer-Server<br />

kostenlos dabei<br />

Sichere dir jetzt deinen eigenen Battlefield 4-Gameserver und lege gleich zum Start los!<br />

www.4netplayeRS.de<br />

QR-Code scannen<br />

und hinsurfen!


Zubehör Feature: Apptastisches Zubehör<br />

Apptastisches<br />

Zubehör<br />

Special Coole und nützliche Helfer, die per App gesteuert werden.<br />

Das Smartphone drängt sich mit<br />

Touchscreen, GPS und Internetverbindung<br />

geradezu als Steuergerät<br />

für Zubehör aller Art auf. Wir haben<br />

uns auf die Suche nach coolen Gadgets<br />

gemacht, die zusammen mit Handy oder<br />

Tablet einfach mehr leisten. Insbesondere<br />

Produkte aus dem Bereich Fitness und<br />

Gesundheit finden sich in dieser Kategorie<br />

zuhauf. Wir haben den Selbstversuch<br />

gewagt und über Wochen Schrittzähler<br />

getragen, uns auf WLAN-Waagen gewogen<br />

und beim Joggen unseren Puls überwacht.<br />

Tatsächlich haben Activity-Tracker,<br />

Waage & Co. dabei geholfen, den<br />

ansonsten sehr sturen inneren Schweinehund<br />

zu überwinden. Die Apps mit ihrer<br />

übersichtlichen Darstellung der gegangenen<br />

und gelaufenen Schritte haben uns<br />

sehr motiviert. (fw)<br />

Koubachi Plant Sensor Outdoor<br />

Web: www.koubachi.com Preis (UVP, Online): € 120, ab € 100<br />

Misst Licht, Temperatur & Feuchtigkeit<br />

Für mehrere Pflanzen verwendbar<br />

Umfangreiche Pfanzen-Datenbank<br />

Was wie ein Golfschläger im Miniformat aussieht,<br />

ist der digitale grüne Daumen für alle iPhone-Besitzer.<br />

Der kleine Sensor wird in die Erde gesteckt<br />

und misst Bodenfeuchtigkeit, Lichtintensität und<br />

Temperatur. Anhand dieser Werte und mit dem<br />

Wissen um Art der Pflanze und Aufstellort gibt<br />

Ihnen die App (nur iOS, alternativ als Web-App)<br />

genaue Pflegeanweisungen, wahlweise per Push-<br />

Benachrichtung oder E-Mail. Koubachi muss seinen<br />

Schützling zunächst kennenlernen, was einige<br />

Tage dauert. Danach bekommen Sie auch dann<br />

noch Pflegetipps, wenn der Sensor bereits in einem<br />

anderen Topf steckt. Koubachi gibt es in zwei Ausführungen<br />

für draußen und drinnen (die Indoor-<br />

Variante kostet ca. 90 Euro, das wasserdichte<br />

Outdoor-Modell kann natürlich auch innen genutzt<br />

werden). Schick: In der App lassen sich Pflanzen<br />

optisch an das Original anpassen und auf dem<br />

virtuellen Steingarten frei platzieren. So erkennen<br />

Sie Ihr Grünzeug auf einen Blick. Auch die umfangreichen<br />

Informationen zu Zimmer- und Balkonpflanzen<br />

aller Art haben uns gut gefallen.<br />

Smarte Favoriten Wir haben in der Vergangenheit schon etliche App-gesteuerte Gadgets getestet. Hier zeigen wir Ihnen in aller Kürze unsere Favoriten.<br />

Philips Insight M100<br />

Überwachungskamera<br />

Kinderleichte Einrichtung, Push-Benachrichtigungen<br />

bei Bewegungen oder Geräuschen,<br />

Fern zugriff auch über mobilen Datenfunk –<br />

die M100-Kamera (ca. 130 Euro, Doppelpack<br />

ca. 230 Euro) hat viel Lob in unserem Test eingeheimst,<br />

musste aber auch Kritik einstecken.<br />

Die Auflösung von 320 x 240 Pixel ist recht<br />

niedrig und bei Dunkelheit ist die Kamera<br />

blind. Philips hat nachgebessert und bietet<br />

mittlerweile das Nachfolgemodell Insight<br />

M120 mit Nachtsicht und HD-Linse (720p) an.<br />

Dieses dicke Ausstattungsplus ist den 20-Euro-Aufpreis<br />

(ca. 150 Euro, Doppelpack ca.<br />

280 Euro) allemal wert.<br />

Parrot A.R.<br />

Drone 2.0<br />

Smarter Flugspaß<br />

Der Quadrocopter von Parrot ist das ultimative Männerspielzeug! Er fliegt schnell, hoch und<br />

lässt sich per App ausgesprochen präzise steuern. Über die HD-Kamera in der Nase machen Sie<br />

zudem spektakuläre Foto- und Videoaufnahmen. Mit der kürzlich aufgelegten Power Edition<br />

lockert Parrot die Spaßbremse der kurzen Flugzeit. Statt dem einzelnen 1.000-mAh-Akku der<br />

Standardversion (ca. 280 Euro, 12 Minuten Akkuausdauer) liegen zwei stärkere Akkus für eine<br />

Gesamtflugzeit von 36 Minuten im Paket (Power Edition, ca. 350 Euro).<br />

72 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Feature: Apptastisches Zubehör Zubehör<br />

Bluetooth-Ortung<br />

Vergessen Sie hin und wieder Schlüssel, Geldbeutel oder gar Smartphone oder Tablet? Dann sind<br />

diese beiden Bluetooth-Gadgets ein wahrer Segen – leider nur für iOS-Nutzer.<br />

Passt in den Geldbeutel<br />

Speichert letzte bekannte Position<br />

Zeigt Entfernung an<br />

Philips Inrange<br />

Web: www.philips.de Preis (UVP, Online): € 50, ab € 40<br />

Wie bei Hipkey (rechts) registriert auch die Inrange-App von Philips, wenn<br />

sich Telefon oder Tablet und Sender zu weit voneinander entfernen, und<br />

schlägt prompt Alarm – an beiden Geräten. Hat man sein iOS-Gerät (derzeit<br />

keine Android-Unterstützung) verlegt, reicht ein Druck auf den Knopf des<br />

Senders, damit iPhone oder iPad sich akustisch zu erkennen geben. Leider<br />

gibt es anders als bei Hipkey keine Einstellung, einen Ton auch bei lautlos<br />

gestelltem Handy abzuspielen. Drei Vorteile verbucht Philips jedoch für sich:<br />

die grafische Distanzanzeige in der App, die mit unter 4 mm sehr dünne,<br />

geldbeuteltaugliche Bautiefe und den vergleichsweise günstigen Preis. Zur<br />

Anbringung an Schlüssel, Koffer oder Ähnlichem liegt eine Gummihülle<br />

nebst Befestigungsschlaufe bei. Den benötigten Strom liefert eine Knopfzelle.<br />

Nettes Zusatzfeature: Bei (beabsichtigter) Trennung von Handy und Sender<br />

wird die zuletzt bekannte Geoposition gespeichert.<br />

Hippih Hipkey<br />

Web: www.hippih.com Preis (UVP, Online): € 85, ab € 85<br />

Das Prinzip von Hipkey ist das gleiche wie bei Philips – wenn sich die per<br />

Bluetooth verbundenen Geräte zu weit voneinander entfernen, geben<br />

beide einen Alarmton von sich. Der Hipkey-Sender kann im Gegensatz<br />

zum Inrange von Philips auch vibrieren und ignoriert auf Wunsch auch die<br />

Lautlos-Einstellung. Bei der App haben sich die dänischen Designer von<br />

Hippih clevere Extras einfallen lassen. Neben dem Standard-Modus lassen<br />

sich über ein virtuelles Drehrad auch ein Kind- und ein Bewegungsmodus<br />

wählen. Ersterer ist im Prinzip nur eine zweite Konfiguration der Standardfunktion<br />

und soll dabei helfen, sein Kind in der Nähe zu behalten. Beim<br />

Bewegungsmodus kommt ein zweiter Sensor ins Spiel, der schon die<br />

leichteste Erschütterung registriert. Hängen Sie Hipkey beispielsweise an<br />

Ihr Handgepäck, wenn Sie in der Abflughalle<br />

ein Nickerchen machen. Bei<br />

dem extrem lauten Alarmton wachen<br />

Sie auf und der Dieb lässt vor lauter<br />

Schreck von seiner Beute ab. Wie Philips<br />

bietet auch Hipkey die Möglichkeit,<br />

Ausnahmezonen zu definieren, in denen<br />

kein Alarm ertönt. Die insgesamt<br />

schickere App und hochwertigere<br />

Hardware mit zusätzlichem Bewegungssensor<br />

erklärt<br />

und rechtfertigt<br />

den deutlich<br />

höheren Preis.<br />

Hochwertiges Design<br />

Sehr lauter Alarm<br />

Bewegungssensor<br />

Belkin Wemo Switch + Motion<br />

WLAN-Funksteckdose<br />

Das Set zu 100 Euro besteht aus zwei Elementen<br />

– einem Zwischenstecker, der per App und<br />

WLAN gesteuert wird, und einem Bewegungssensor.<br />

Der Switch ist im Prinzip nur eine moderne<br />

Fassung der Funksteckdose. In Kombination<br />

mit dem Sensor lassen sich jedoch<br />

smarte Schaltungen in der App definieren.<br />

Beispiel: Steckdose (und damit die angeschlossene<br />

Lampe) einschalten, sobald eine Bewegung<br />

registriert wird und für Zeitraum x eingeschaltet<br />

lassen. Bauartbedingt funktioniert das<br />

nur mit Geräten, die sich einschalten, sobald<br />

der Strom fließt – Lampen, Ventilatoren und E-<br />

Heizkörper beispielsweise.<br />

Philips Hue<br />

Lampe mit WLAN<br />

Das 200 Euro teure Starterpaket umfasst<br />

drei LED-Birnen (E27-Fassung) und<br />

eine Steuereinheit. Per App lassen sich<br />

Helligkeit und Lichtfarbe für jedes<br />

Leuchtmittel individuell anpassen. Zudem<br />

ist es möglich, eigene oder vordefinierte<br />

Lichtstimmungen festzulegen. Das<br />

farbige Lichtspiel kann auf bis zu 50 Elemente<br />

erweitert werden, neben einzelnen LED-Leuchten (je<br />

ca. 50 Euro) hat Philips das Sortiment jüngst um LED-<br />

Streifen (ca. 90 Euro) und Einzellampen zur indirekten<br />

Beleuchtung (Living Colors Bloom, ca. 80 Euro) erweitert.<br />

Cool: Wer zusätzlich einen Ambilight-Fernseher<br />

besitzt, kann beide Systeme zusammen nutzen.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 73


Zubehör Feature: Apptastisches Zubehör<br />

Activity Tracker: moderne Schrittzähler<br />

Auch wenn alle Vertreter der Activity-<br />

Tracker etliche Werte ausspucken, messen<br />

sie tatsächlich nur die Anzahl der<br />

Schritte. Oder genauer gesagt: Bewegungen, die<br />

als Schritte interpretiert werden. Natürlich könnte<br />

die zurückgelegte Distanz per GPS ganz genau<br />

gemessen werden – keiner der hier vorgestellten<br />

Tracker nutzt aber die Satellitenortung. Und das<br />

aus gutem Grund: GPS-Module sind wahre Batteriefresser.<br />

Stattdessen kommt ein Beschleunigungssensor<br />

zum Einsatz, der Bewegungen registriert.<br />

Alle anderen Ergebnisse wie Kalorienverbrauch<br />

und zurückgelegte Strecke werden<br />

errechnet. Misstrauisch wie wir nun mal sind,<br />

haben wir die Genauigkeit der Fitness-Sensoren<br />

auf einer 1.000-Meter-Distanz gemessen und<br />

zum Vergleich auch die App Moves herangezogen.<br />

Das Ergebnis hat wirklich überrascht! Den „ungenauesten“<br />

Messwert spuckte Fitbit Flex aus<br />

und hat 26 Schritte mehr gezählt, als wir tatsächlich<br />

gegangen sind. Das ist eine Abweichung von<br />

knapp über zwei Prozent und damit sensationell<br />

genau. Am exaktesten hat der Withings Pulse<br />

gemessen: 10 Schritte und 20 Meter trennten<br />

sein Ergebnis von der Wahrheit. Die App Moves<br />

hat die Distanz sehr genau gemessen, lag bei den<br />

Schritten aber vollkommen daneben. Die Genauigkeit<br />

der Activity-Tracker ist also beim Gehen<br />

erstaunlich hoch. Trotzdem liegen die Ergebnisse<br />

der drei Geräte alles in allem sehr weit<br />

auseinander – in unserer dreiwöchigen Testphase<br />

waren es bis zu zehn Prozent. Das ist aber nicht<br />

weiter tragisch, da es am Ende nicht um eine<br />

exakte Schrittzählung, sondern um den Aktivitätsvergleich<br />

an verschiedenen Tagen geht. Und<br />

dafür eignen sich alle drei Tracker hervorragend.<br />

Wenn Sie sich mit dem Partner oder einem<br />

Freund vergleichen wollen, sollten beide das gleiche<br />

Modell verwenden. (fw)<br />

Fortschrittsanzeige<br />

Sync bei App-Start<br />

10 Meter wasserdicht<br />

Fitbit Flex<br />

Web: www.fitbit.com Preis (UVP, Online): € 100, ab € 90<br />

Mit seinem anpassbaren Gummiarmband (zwei Größen<br />

werden mitgeliefert) trägt sich der Fitbit Flex am angenehmsten<br />

von allen drei Trackern. Abgesehen von einer<br />

wöchentlichen Frischzellenkur für den Akku müssen<br />

Sie das Band nicht ablegen – nicht beim Händewaschen<br />

oder Duschen, nicht einmal beim Schwimmen. Laut<br />

Hersteller hält der Fitbit Flex selbst bis zu zehn Meter<br />

Tauchtiefe dicht. Das tatsächliche Gerät ist ein winziger<br />

Stick, der zum Aufladen aus dem Band genommen<br />

wird. An der Oberseite finden sich fünf Leuchtdioden.<br />

Tippt man mit dem Finger auf das Armband, leuchten<br />

diese auf und zeigen in 20-Prozent-Schritten an, wie<br />

viel vom gesetzten Schritte-Ziel bereits erreicht wurde.<br />

Haben Sie das selbst gesetzte Tagespensum erfüllt, wird<br />

dies durch eine Vibration signalisiert. Zum Start der<br />

Nachtaufzeichnung muss man eine Sekunde lang mehrfach<br />

auf das Armband tippen. Wie alle Tracker in diesem<br />

Test protokolliert auch Fitbit Flex Ihren Schlaf und<br />

zeigt Ihnen am nächsten Morgen – nachdem er sie per<br />

sanfter Vibration lautlos geweckt hat –, wie gut Ihre<br />

Nachtruhe war. Die zugehörige App empfängt Daten<br />

vom Tracker per Bluetooth 4.0, was die Auswahl an<br />

nutzbaren <strong>Smartphones</strong> und <strong>Tablets</strong> auf neuere iOSund<br />

Android-Geräte beschränkt (laut Hersteller:<br />

iPhone 4S/5/5c/5s, iPad Mini/3/4, Samsung Galaxy<br />

S3/S4, Note 2 und Note 10.1). Ein USB-Dongle zur<br />

Synchronisierung mit einem PC oder Mac wird zusätzlich<br />

mitgeliefert. Sehr cool: Der Datenabgleich startet<br />

ohne weiteres Zutun, sobald Sie die App öffnen. Auf<br />

dem Handy haben Sie die Möglichkeit, Ziele für Schritte,<br />

Strecke, Minuten mit hoher Aktivität, verbrannte<br />

Kalorien und Gewicht anzulegen. Letzteres lässt sich<br />

übrigens über die WLAN-Waage Aria (siehe Seite 76)<br />

erfassen. Wer seine Gesundheit noch genauer im Blick<br />

behalten will, kann manuell Trainingseinheiten, Mahlzeiten<br />

und getrunkene Wassermenge protokollieren.<br />

Kostenlose Alternative Moves<br />

Aus den vielen Aktivitäts- und Positions-Apps haben<br />

wir Moves herausgesucht, weil uns das minimalistische<br />

Design besonders gefällt. Im Prinzip<br />

loggt die App konstant Ihre Geoposition und erstellt<br />

somit nicht nur eine sehr übersichtliche Bewegungskarte,<br />

sondern zählt auch Schritte. Anhand<br />

der Geschwindigkeit „weiß“ Moves, ob Sie<br />

gehen, laufen, auf dem Fahrrad fahren oder mit<br />

einem Verkehrsmittel unterwegs sind. Wer also<br />

einfach nur überprüfen will, wie viel er sich bewegt,<br />

wird mit dieser App gut zurechtkommen.<br />

Ein echter Nachteil: Durch die häufige Abfrage der<br />

Position hat Moves einen ziemlich großen Stromhunger.<br />

Derzeit gibt es die App kostenlos für iOS<br />

und seit Kurzem auch für kompatible Android-<br />

Geräte (ab Version 4.0).<br />

74 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Feature: Apptastisches Zubehör<br />

Zubehör<br />

Sehr gute Erklärungen in der App<br />

Stoppuhr<br />

Schlafphasenwecker<br />

Jawbone Up<br />

Web: www.jawbone.com Preis (UVP, Online): € 130, ab € 120<br />

Wer sich für den Jawbone UP entscheidet, muss zuvor sein Handgelenk<br />

ausmessen, um die richtige Größe zu erwerben – S, M oder L. Der<br />

Tracker gleicht einem flexiblen Armreif, an dessen einem Ende sich ein<br />

dezenter Knopf nebst Status-LED befindet. Unter einer abnehmbaren<br />

Kappe am anderen Ende findet sich ein Klinkenstecker. Das hat mit<br />

Audio nichts zu tun, sondern nutzt die Möglichkeit, Daten über den<br />

Kopfhörereingang von <strong>Smartphones</strong> und <strong>Tablets</strong> zu senden. Die zugehörige<br />

App zeigt also stets nur den Fortschritt seit der letzten Synchronisierung.<br />

Das ist natürlich nicht so komfortabel wie bei den anderen<br />

beiden Kandidaten, in der Praxis gewöhnt man sich aber schnell daran<br />

und freut sich über die lange Akkuausdauer – unser Testgerät musste<br />

erst nach neun Tagen Strom nachtanken. Ein weiterer klarer Vorteil ist<br />

die große Anzahl kompatibler iOS- und Android-Geräte (ab iOS 5.1<br />

und Android 4.0). Der Tracker ist laut Hersteller wasserabweisend, in<br />

unserem Test musste das Armband jedoch mit unter die Dusche und<br />

war auch – versehentlich – bei einem Vollbad dabei. Beides hat keinen<br />

Schaden hinterlassen. Eine tolle und Up-exklusive Funktion ist die<br />

Stoppuhr. Über die Taste am Armbandende können Sie Start- und Stoppzeit<br />

einer sportlichen Aktivität festhalten. Nach der Datenübertragung tragen Sie auf diese Weise einfach nach,<br />

dass Sie in dieser Zeit Sport getrieben haben – so ersparen Sie sich die manuelle Eingabe von Start- und Stoppzeit.<br />

Wie der Fitbit Flex kann Sie auch der Jawbone Up durch eine lautlose Vibration wecken. Auf Wunsch<br />

sogar bis zu 30 Minuten vor der eingestellten Zeit, sofern eine Phase leichten Schlafs entdeckt wird. So wacht<br />

man tatsächlich deutlich erfrischter auf und hat einen besseren Start in den Tag. Jawbone bietet selbst keine<br />

WLAN-Waage an, kann aber die Daten von Withings-Waagen (siehe Seite 76) einbinden.<br />

Pulsmessung<br />

Display<br />

Misst Höhenmeter<br />

Withings Pulse<br />

Web: www.withings.com Preis (UVP, Online): € 100, ab € 100<br />

Die Zusatzfunktion steckt im Namen: Der Withings Pulse kann Ihren Puls messen – nicht konstant, aber nach<br />

Bedarf. Auch sonst unterscheidet sich dieser Tracker stark von den beiden anderen Modellen im Test. Er wird<br />

wahlweise in einem mitgelieferten Clip an der Kleidung oder ganz einfach in einer Tasche getragen. Ob das nun<br />

ein Vor- oder Nachteil ist, liegt im Auge des Betrachters. Dezenter ist der Pulse auf jeden Fall. Und während der<br />

Jawbone Up ohne App gar keine Info preisgibt und der Fitbit Flex nur sehr rudimentär den aktuellen Fortschritt<br />

zeigt, verfügt der Withings-Tracker über ein Display, das wahlweise gegangene Schritte, überwundene Höhenmeter<br />

(messen die anderen Testkandidaten nicht), zurückgelegte Distanz, verbrannte Kalorien oder Uhrzeit und<br />

Akkustand anzeigt. Selbst die Daten der letzten zehn Tage sind aufrufbar. Auch wenn der monochrome OLED-<br />

Schirm im Sonnenlicht etwas flau wirkt, kann man doch jederzeit ohne den Griff zum Smartphone<br />

seinen aktuellen Fortschritt ablesen. Die Datenübertragung funktioniert per Bluetooth 4.0<br />

wenn verfügbar, aber auch ältere <strong>Smartphones</strong> können dank 2.0-Abwärtskompatibilität mit<br />

dem Pulse kommunizieren. Anders als beim Flex wird nicht beim App-Start synchronisiert,<br />

sondern nur auf Tastendruck am Tracker. Wie die anderen Geräte im Test überwacht auch<br />

der Withings Pulse Ihren Schlaf. Dafür wird er in das sehr bequeme und elastische mitgelieferte<br />

Armband gesteckt. Ein Wecker ist leider nicht mit an<br />

Bord. Alle erfassten Daten werden angenehm übersichtlich in<br />

der zugehörigen App dargestellt. Hier laufen auch die Daten der<br />

Withings-Waage und des Blutdruckmessers<br />

(Seite 76) auf. Die Tagesziele<br />

sind unveränderbar auf 8<br />

Stunden Schlaf und 10.000<br />

Schritte festgenagelt – ein entsprechender<br />

Hinweis lässt jedoch auf<br />

anpassbare Ziele in zukünftigen<br />

App-Versionen hoffen.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 75


Zubehör Feature: Apptastisches Zubehör<br />

Wiegen im WLAN<br />

Egal ob Sie abnehmen, zunehmen oder einfach<br />

nur Ihr Gewicht halten wollen – diese<br />

smarten Waagen helfen Ihnen dabei. Beide<br />

Modelle wiegen exakt und messen zusätzlich<br />

den Körperfettanteil. Mit der dazugehörigen<br />

App behalten Sie Ihr Gewicht stets im Auge.<br />

Fitbit Aria<br />

Web: www.fitbit.com Preis (UVP, Online): € 120, ab € 105<br />

Schickes Display<br />

Die schicke Fitbit-Waage Aria ist wahlweise in Schwarz oder<br />

Weiß erhältlich und muss nicht zwingend mit der Fitbit-App<br />

verwendet werden. Einrichtung und Nutzung lassen sich<br />

auch mit jedem Computer per Webbrowser erledigen. Neben<br />

dem Gewicht ermittelt die Waage auch den Körperfettanteil<br />

und zeigt beide Werte auf dem großen, runden Display<br />

an. Bis zu acht Personen können die Waage nutzen und<br />

werden automatisch erkannt. Ein Stromanschluss ist nicht<br />

nötig, vier AA-Batterien versorgen die Waage mit Strom.<br />

Misst Gewicht & Körperfett<br />

Für bis zu acht Personen<br />

Withings Smart Body Analyzer<br />

Web: www.withings.com Preis (UVP, Online): € 150, ab € 150<br />

Das Top-Modell von Withings geht gleich zwei Schritte weiter<br />

als Aria und misst neben Gewicht und Körperfettanteil<br />

auch den Puls, die Temperatur und den CO -Anteil im Raum.<br />

²<br />

Die beiden letzten Werte lassen Rückschlüsse auf das Raumklima<br />

zu, weshalb die Waage am besten im Schlafzimmer<br />

aufgestellt wird. Zusätzlich zu WLAN ist beim Smart Body<br />

Analyzer auch Bluetooth an Bord, sodass die Waage auch<br />

ohne Drahtlosnetzwerk genutzt werden kann. Zur Einrichtung<br />

ist jedoch zwangsläufig ein Smartphone oder Tablet<br />

nötig. Pfiffiges Extra: Ein Minidiagramm zeigt, ob Ihr Körperfettanteil<br />

zu hoch, normal oder zu niedrig ist. Durch die Pulsmessung<br />

müssen Sie circa 25 Sekunden auf der Waage stehen<br />

bleiben. Bis zu acht Personen können mit der Waage ihr<br />

Gewicht überwachen. Wer es günstiger und einfacher mag,<br />

greift zur Withings WS-30 für circa 100 Euro, verzichtet aber<br />

sowohl auf Raumklima- als auch Körperfettmessung.<br />

Misst Gewicht & Körperfett<br />

Pulsmesser<br />

CO2- und Temperaturmessung<br />

Misst Blutdruck und Puls<br />

iPhone-Zubehör<br />

Withings Blutdruckmessgerät BP-800<br />

Web: www.withings.com Preis (UVP, Online): € 130, ab € 130<br />

Ihr Blutdruck ist in Ordnung? Bestens! Das heißt aber nicht, dass Sie ihn nicht regelmäßig<br />

prüfen sollten. Wenn Sie bereits einen zu hohen Blutdruck haben, erspart Ihnen<br />

dieses Gerät die Dokumentation Ihrer Werte, denn alle Messergebnisse werden in der<br />

Cloud gespeichert und lassen so den Erfolg von Ernährungsumstellung und gesteigerter<br />

Aktivität erkennen. Leider funktioniert das Blutdruckmessgerät nur mit iOS und<br />

von Haus aus nur mit Apple-Geräten mit dem alten Dock-Anschluss. Per Lightning-<br />

Adapter ist die Blutdruckkontrolle auch mit neuen iPhones und iPads möglich. Wie<br />

die Daten der Withings-Waage (links) und des Activity-Trackers (Seite 75) fließen auch<br />

die Erkenntnisse des Blutdruckmessers in die übersichtliche Withings-App ein. Neben<br />

den eigenen Werten lassen sich auch die von „Gästen“ messen.<br />

Ideale Ergänzung zur Runtastic-App<br />

Kompatibel mit Studio-Geräten<br />

Waschbarer Gurt<br />

Smartphone-Zubehör<br />

Runtastic Bluetooth Combo Brustgurt<br />

Web: www.runtastic.com Preis (UVP, Online): € 80, ab € 55<br />

Jeder Sportler weiß, wie wichtig die richtige Herzfrequenz beim Training ist. Wer<br />

jetzt glaubt, dass ein Pulsmesser nur was für Profis ist, irrt gewaltig. Insbesondere<br />

Anfänger können durch den Einsatz eines Brustgurts eine Überanstrengung vermeiden<br />

und durch ein Training in der richtigen Herzfrequenz-Zone das gewünschte<br />

Ziel schneller erreichen. Im Gegensatz zu klassischen Pulsmessern ersetzt im Fall<br />

des Runtastic-Brustgurts das Smartphone (ab Android 4.3, iOS) die sonst übliche<br />

Armbanduhr. So lässt sich im Nachhinein genau feststellen, wann der Puls vielleicht<br />

aus dem Ruder gelaufen ist. Aber schon während des Trainings wird die aktuelle<br />

Herzfrequenz angesagt. Der eigentliche Sensor ist mit Druckknöpfen am elastischen<br />

und waschbaren Gurt befestigt. Zusätzlich zur Bluetooth-Übertragung funkt das<br />

Messgerät auch auf 5,3 kHz und lässt sich mit den meisten Trainings geräten im<br />

Fitness-Studio nutzen. Die Lauf-App Runtastic ist kostenlos und für jeden Jogger<br />

einen Blick wert – ein Gutschein-Code für die umfangreichere Pro-Variante der<br />

App liegt dem Brustgurt bei.<br />

76 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


NEU!<br />

KOSTENLOS!<br />

SPIELE<br />

„RAGE OF STORMS“<br />

JETZT KOSTENLOS AUF<br />

www.rageofstorms.de


Zubehör<br />

Test: Smartphone-Zubehör Netatmo Urban Weather Station<br />

Smarter<br />

Die<br />

Wetterfrosch<br />

Smartphone-Zubehör Messen, auswerten, beobachten und teilen<br />

– die Urban Weather Station ist ein zugegeben teurer, aber auch<br />

sehr cleverer Wetterwächter.<br />

Originalgrösse<br />

Sonderheft 02/13<br />

Kauftipp<br />

LINKS Der größere der beiden Zylinder wird innen<br />

aufgestellt, wo er Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit,<br />

Geräuschpegel und CO2-Konzentration<br />

misst. Alle Werte werden über das heimische<br />

WLAN in die Netatmo-Cloud hochgeladen.<br />

UNTEN Der Außensensor misst nur Temperatur<br />

und Luftfeuchtigkeit. Er ist per Funk mit dem<br />

Innen modul verbunden und wird von vier AA-<br />

Zellen gespeist (laut Hersteller ist ein Batterietausch<br />

nur einmal im Jahr erforderlich).<br />

billigste Wetteranalyse ist und<br />

bleibt der morgendliche Blick aus<br />

dem Fenster. Wer es genauer wissen<br />

will, misst. Längst wurden Quecksilbersäulen,<br />

mechanische Hygro- und Hydrometer<br />

(Luftfeuchtigkeit und -druckmessgeräte)<br />

durch digitale Fühler ersetzt, im<br />

Internet findet man derart ausgestattete<br />

Wetterstationen mit Innen- und Außenmodul<br />

nebst Funkübertragung schon ab 30<br />

Euro. Die fast sechsmal so teure Urban<br />

Weather Station von Netatmo bringt die<br />

aktuellen Wetterdaten nicht nur auf das<br />

Handy-Display, sondern hat noch etliche<br />

Tricks mehr auf Lager. Sie erfasst neben den<br />

gängigen Werten Temperatur, Druck und<br />

Feuchtigkeit auch den Geräuschpegel sowie<br />

die CO2-Konzentration am Innenmodul.<br />

Insbesondere die Kohlendioxid-Messung<br />

sucht man bei normalen Wetterstationen<br />

vergeblich. Die von den beiden Modulen<br />

erfassten Daten werden über das heimische<br />

WLAN in die Cloud übermittelt – übrigens<br />

ohne Speicherbegrenzung. Per Smartphone<br />

oder Tablet (iOS und Android werden ak-<br />

Die App startet mit<br />

der rechts abgebildeten<br />

Übersicht. Per<br />

Fingerwisch lässt sich<br />

wahlweise der obere<br />

(Außensensor) oder<br />

untere (Innensensor)<br />

Bereich erweitern.<br />

Kippt man sein Handy<br />

ins Querformat, erscheint<br />

die Kurvenansicht<br />

(siehe gegenüberliegende<br />

Seite<br />

oben rechts).<br />

78 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


Ausbaufähig<br />

Zusatzmodule erweitern die<br />

Netatmo-Station.<br />

Test: Smartphone-Zubehör Netatmo Urban Weather Station Zubehör<br />

Sie wollen mehr Daten? Das Basisset<br />

lässt sich durch zusätzliche Innenmodule<br />

erweitern, Kostenpunkt: 70 Euro.<br />

Bis zu drei dieser Module lassen sich<br />

drahtlos mit der Basis verbinden, insgesamt<br />

können also vier Innenräume<br />

in die Überwachung aufgenommen<br />

werden. Die Zusatzmodule laufen mit<br />

Batteriestrom, was eine flexible Aufstellung<br />

ermöglicht – die vier AA-Zellen<br />

halten ein ganzes Jahr.<br />

tuell unterstützt) lassen sich die aktuellen<br />

und historischen Messwerte jederzeit und<br />

von jedem Ort aus abrufen.<br />

Einrichtung & Funktion<br />

Vom Auspacken bis zur ersten Messung<br />

vergehen keine 15 Minuten. Die kostenlose<br />

App Netatmo führt Sie durch alle nötigen<br />

Schritte. Der Innensensor muss in Steckdosennähe<br />

platziert werden, da er von einem<br />

USB-Netzteil mit Strom versorgt wird. Das<br />

Außenmodul sollte im Schatten stehen und<br />

kann dank mitgeliefertem Klettband und<br />

Wandhalterung flexibel an einem unauffälligen<br />

Ort außerhalb der Reichweite von<br />

Langfingern befestigt werden. Die ebenfalls<br />

im Lieferumfang enthaltenen Batterien<br />

müssen laut Hersteller erst nach einem Jahr<br />

erneuert werden. Sind diese wenigen Schritte<br />

absolviert, startet die Datenaufzeichnung.<br />

Neben den blanken Messdaten streut<br />

Auf Wunsch<br />

warnt die App bei<br />

bestimmten Ereignissen<br />

wie hoher<br />

Kohlendioxid-Konzentration.<br />

Es ist<br />

sogar möglich,<br />

eigene Alarme anzulegen.<br />

Der Info-Button<br />

erklärt in jedem<br />

Bildschirm, was wo<br />

zu sehen ist, und<br />

bietet obendrein<br />

Erklärungen zu den<br />

einzelnen Werten.<br />

Sehr löblich! <br />

die ausgesprochen übersichtliche und intuitiv<br />

bedienbare App auch Daten des Wetterdienstes<br />

Meteo group ein, um eine Vorhersage<br />

sowie die standortspezifische Belastung<br />

mit Schadstoffen anzuzeigen. Im<br />

Gegensatz zu den meisten anderen Wetterstationen<br />

geht es bei Netatmo nicht nur um<br />

draußen, sondern vor allem um drinnen.<br />

Gemeint ist das Wohnraumklima, das in<br />

Form einer Ampelfarbe dargestellt wird.<br />

Ein Blick auf die App zeigt zum Beispiel,<br />

dass es höchste Zeit zum Lüften ist. Gerade<br />

für Stadtbewohner dürfte die Geräuschmessung<br />

aufschlussreich sein. Vielleicht<br />

können Sie Ihren Vermieter ja mit einer<br />

Langzeitmessung des nächtlichen Verkehrslärms<br />

von der Notwendigkeit eines<br />

Fenstertausches überzeugen. Automatisch<br />

messen die beiden Stationen alle fünf Minuten.<br />

Es geht aber auch ohne App, indem<br />

man oben auf den Innensensor drückt. Der<br />

Leuchtstreifen auf der Vorderseite zeigt anschließend<br />

in Ampelfarben den aktuellen<br />

CO2-Gehalt an. Dank Einladungsfunktion<br />

können mehrere Familienmitglieder und<br />

Freunde per Smartphone auf die Wetterdaten<br />

zugreifen. Ja, die Netatmo Urban Weather<br />

Station ist ein teurer Spaß, überzeugt<br />

aber durch tollen Funktionsumfang und<br />

hohe Verarbeitungsqualität. Da kann jede<br />

„normale“ Wetterstation aus dem Versandhandel<br />

einpacken! (fw)<br />

Produktinfo Netatmo Urban Weather Station<br />

Webseite<br />

www.netatmo.com<br />

Preis (UVP, Online) € 170, ab € 170<br />

Technische Daten<br />

Sensoren (Innen) Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck,<br />

CO2-Konzentration, Lautstärke<br />

Sensoren (Außen) Temperatur, Luftfeuchtigkeit<br />

Abmessungen<br />

(Innen-/Außenmodul)<br />

Stromversorgung<br />

4,5 x 4,5 x 15,5 cm, 173 g<br />

4,5 x 4,5 x 10,5 cm, 170 g (inkl.<br />

Batterien)<br />

Innenmodul: USB-Netzteil (mitgeliefert)<br />

Außenmodul: 4x AA-Batterie<br />

(mitgeliefert)<br />

Da schlägt das<br />

Statistiker-Herz<br />

höher! Alle erhobenen<br />

Werte<br />

lassen sich als<br />

frei skalierbare<br />

Messkurve darstellen.<br />

Sonderheft 02/13<br />

Kauftipp<br />

Netatmo Urban<br />

Weather Station<br />

Viele Messwerte<br />

Von überall abrufbar<br />

Unendliche<br />

Speicherung von<br />

Wetterdaten<br />

Gute Verarbeitung<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,2<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 79


APPs TEST: <strong>Smartphones</strong> als Navi<br />

Auf der<br />

Überholspur<br />

Navi-Apps Wir haben verschiedene Navigationslösungen<br />

für Android und iOS unter die Lupe genommen und verraten<br />

Ihnen, ob die Apps als Ersatz fürs echte Navi taugen.<br />

Werfen Sie beim Fahren hin und<br />

wieder einen Blick in vorbeifahrende<br />

Autos? Dann ist Ihnen<br />

bestimmt auch schon aufgefallen, dass man<br />

heutzutage kaum noch einen PKW ohne<br />

Navi-Halterung an der Windschutzscheibe<br />

sieht. Schwerer zu erkennen ist da schon,<br />

ob sich in der Befestigung ein Smartphone<br />

oder ein „echtes“ Navigationssystem befindet.<br />

Glaubt man den stetig sinkenden Verkaufszahlen,<br />

dann setzen aber immer weniger<br />

Menschen heutzutage noch auf die<br />

klassischen Navis. Das ist zu Zeiten, in<br />

denen jedes noch so günstige Smartphone<br />

mit GPS und den kostenlosen Maps von<br />

Google oder Apple ausgestattet ist, jedoch<br />

auch naheliegend. Wir wollen es in diesem<br />

Test genau wissen und haben neben den<br />

gerade genannten Standard-Karten-Apps<br />

auch zahlreiche weitere getestet. Darunter<br />

finden sich sowohl kostenlose und sehr<br />

günstige Anwendungen als auch teure Navi-<br />

Apps von bekannten Herstellern wie Tomtom<br />

oder Navigon. (ps/fw)<br />

80 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: <strong>Smartphones</strong> als Navi APPs<br />

Basis-Navigation<br />

Google Maps<br />

Web: maps.google.com Preis: kostenlos<br />

Die Google Maps haben im Laufe der letzten Jahre eine gehörige Evolution<br />

durchlaufen und sich von einfachen Karten zu einer mittlerweile vollwertigen<br />

Turn-by-Turn-Navigation entwickelt. Auch die Fußgängernavigation wurde stetig<br />

verbessert und bietet nun sogar Indoor-Karten von speziellen Gebäuden. Im Kfz-<br />

Einsatz schlägt sich Google Maps sehr ordentlich, hat allerdings den großen Nachteil,<br />

dass Sie permanent mit dem Internet verbunden sein müssen. Das wird gerade<br />

im Auslandseinsatz – sofern Sie nicht über einen entsprechenden Datenvertrag<br />

verfügen – schnell teuer. Für Kurzstrecken-Navigation oder POI-Suche taugt<br />

das Google-Navi aber allemal, denn dank Text-to-Speech-Funktion sagt Google<br />

Maps Ihnen mittlerweile sogar Straßennamen an. Auf Komfortfunktionen wie<br />

Fahrspurassistent oder Nachtmodus müssen Sie dagegen verzichten.<br />

Apple Karten<br />

Web: www.apple.de Preis: kostenlos<br />

Straßennamenansagen<br />

Straßennamenansagen<br />

Nachtmodus<br />

Offfline-Karten<br />

Fahrspurassistent<br />

Tempolimits<br />

Stauwarnung<br />

Seit der iOS-Version 6.0 (Herbst 2012) ist die Karten-App auf iPhone & Co. nicht<br />

mehr von Google, sondern von Apple und Tomtom. Erstmals ist auch eine echte<br />

Navigation mit an Bord. Die funktioniert – ähnlich wie bei Android-Geräten –<br />

recht gut, bietet aber kaum Komfortfunktionen. Zu Recht hat der iPhone-Hersteller<br />

verbale Prügel für die (leider nach wie vor spürbare) Ungenauigkeit von Ortsangaben<br />

bezogen. Hier hilft oftmals nur eine Google-Suche im Browser nach der<br />

gewünschten Adresse. Davon abgesehen leitet das iOS-interne Navi zuverlässig<br />

von A nach B und gibt erfreulich präzise Audio-Anweisungen inklusive gesprochener<br />

Straßennamen. Wie Google Maps setzt auch die Karten-App von Apple auf<br />

eine konstante Datenverbindung.<br />

3<br />

7<br />

7<br />

7<br />

7<br />

7<br />

3<br />

7<br />

7<br />

7<br />

7<br />

7<br />

BEFRIEDIGEND<br />

Note 2,6<br />

BEFRIEDIGEND<br />

Note 3,0<br />

Nachtmodus<br />

Offfline-Karten<br />

Fahrspurassistent<br />

Tempolimits<br />

Stauwarnung<br />

Universal-Halterungen<br />

Für unseren Test haben wir drei universell<br />

nutzbare Kfz -Halterungen benutzt, die wir<br />

Ihnen kurz vorstellen möchen.<br />

Osomount Dashgrip<br />

Der britische Hersteller<br />

Osomount hat sich auf Universal-Halterungen<br />

spezialisiert,<br />

die sowohl für iOSals<br />

auch für Android-Geräte<br />

funktionieren. Der Dashgrip<br />

hält das entsprechende<br />

Smartphone (bis 5 Zoll)<br />

in einer Klammer, deren Innenseiten<br />

gummiert sind.<br />

Dadurch sitzt das Handy<br />

sehr rutschfest und vibrationsarm in der Halterung. Dank Kugelgelenk<br />

ist der Dashgrip außerdem beliebig drehbar. Kostenpunkt:<br />

rund 27 Euro auf der Herstellerseite www.osomount.com.<br />

Osomount U Grip<br />

Neben dem Dashgrip hatten<br />

wir auch noch eine zweite<br />

Osomount-Halterung im<br />

Einsatz, nämlich den U Grip<br />

(Preis: ca € 22). Der funktioniert<br />

ähnlich wie der Dashgrip,<br />

hat aber eine starke Feder<br />

im Inneren, sodass Sie<br />

die beiden „Greifarme“ aufziehen<br />

und das Handy einspannen<br />

müssen. Die Saugnäpfe<br />

der Osomounts halten übrigens selbst auf schrägen Armaturenbrettern<br />

hervorragend. Das liegt an der äußerst klebrigen<br />

Oberfläche der Befestigung, die nach dem Abnehmen aber keinerlei<br />

Rückstände hinterlässt.<br />

Tomtom Hands Free Car Kit<br />

Tomtoms Kfz-Halterung gibt<br />

es entweder für Android<br />

oder iOS (nur Dock-Connector)<br />

und kostet je stolze 100<br />

Euro. Dafür bietet die Befestigung<br />

aber eine integrierte<br />

Bluetooth-Freisprecheinrichtung<br />

samt Lautsprecher,<br />

sodass Sie auch während<br />

des Fahrens mit beiden Händen<br />

am Lenkrad telefonieren<br />

können. Die Halterung lässt sich dank einer mitgelieferten Klebe-<br />

Unterlage auch auf dem Armaturenbrett befestigen, ein Ladeadapter<br />

für den Zigarettenanzünder sowie ein Verlängerungskabel fürs<br />

Mikrofon gehören ebenfalls zum Lieferumfang.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 81


APPs TEST: <strong>Smartphones</strong> als Navi<br />

Günstige Navi-Lösungen<br />

GPS<br />

Navigation 2<br />

Web: www.skobbler.de Preis: ab € 1,79<br />

Für nicht einmal zwei Euro bringt die Firma Skobbler ein ziemlich überzeugendes<br />

Navi auf das iPhone. Sie müssen bei diesem Budget-Preis auf<br />

einige Komfort-Features verzichten. Zum Grundpreis wird zur Navigation<br />

eine aktive Datenverbindung benötigt. Für den absolut fairen Betrag<br />

von 2,69 Euro pro Land (oder 5,49 Euro pro Kontinent oder 9,99 Euro für<br />

alle verfügbaren Karten) lässt sich GPS Navigation 2 mit Offline-Karten<br />

nachrüsten. Auf unseren Testfahrten hat uns die App immer sicher ans<br />

Ziel geführt. Besonders gut hat uns die moderne Menüoptik gefallen.<br />

Vor fest installierten Starenkästen warnt die App, gegen 7,99 Euro auch<br />

vor mobilen Blitzern.<br />

7<br />

3<br />

3<br />

7<br />

3<br />

7<br />

GUT<br />

Note 2,3<br />

Straßennamenansagen<br />

Nachtmodus<br />

Offfline-Karten<br />

(Aufpreis)<br />

Fahrspurassistent<br />

Tempolimits<br />

Stauwarnung<br />

Bringgo<br />

GUT<br />

Note 2,4<br />

Web: www.bringgo.com Preis: € 0,99 (Android), € 0,89 (iOS)<br />

Als einzige Navi-App im Test hat Bringgo von Haus aus keine Querformat-Unterstützung,<br />

funktioniert also nur im Hochkant-Modus. Zwar<br />

gibt es den Landscape-Modus sowie zahlreiche weitere Features als<br />

In-App-Kauf-Paket (€ 70), für unseren<br />

Test haben wir aber nur die ein Euro teure<br />

Basisversion herangezogen. Die läuft<br />

auf Navteq-Kartenmaterial und brachte<br />

uns im Test mit rechtzeitigen Ansagen<br />

und Text-to-Speech-Straßennamen sicher<br />

ans Ziel. Dazu besitzt auch die Standard-Ausführung<br />

bereits<br />

3Straßennamen-<br />

ansagen<br />

zahlreiche nette<br />

Features wie<br />

3Automatischer<br />

Nachtmodus Offline-Karten,<br />

3 Offfline-Karten einen Benzinrechner<br />

sowie<br />

3 Fahrspurassistent eine Routenauswahl<br />

nach<br />

(Aufpreis)<br />

3 Tempolimits drei verschiedenen<br />

Kriterien<br />

3Stauwarnung<br />

(Eco, Länge,<br />

(Aufpreis) Schnelligkeit).<br />

Navfree<br />

Web: www.navmii.com Preis: kostenlos<br />

BEFRIEDIGEND<br />

Note 2,7<br />

Navfree ist eine komplett kostenlose Navigationslösung, die wie<br />

Mapfactor und GPS Navigation 2 auf dem freien Kartenpaket Openstreetmaps<br />

basiert. Im Gegensatz zu anderen Apps dürfen Sie bei Navfree allerdings<br />

einzelne Kartenpakete herunterladen und die Anwendung somit<br />

auch ohne Internetverbindung benutzen. Da die Openstreetmaps von<br />

Nutzern erstellt werden, können diese in puncto Genauigkeit aber nicht<br />

mit den deutlich detaillierteren Karten anderer Hersteller mithalten.<br />

Trotzdem brachte uns die App im Test erfolgreich ans Ziel, die Routenführung<br />

war allerdings nicht immer ganz optimal. Als kostenloses Gelegenheitsnavi<br />

ist Navfree trotzdem noch empfehlenswert.<br />

7<br />

3<br />

3<br />

7<br />

7<br />

7<br />

Straßennamenansagen<br />

Nachtmodus<br />

Offfline-Karten<br />

Fahrspurassistent<br />

Tempolimits<br />

Stauwarnung<br />

Mapfactor<br />

GPS Navigation<br />

Web: www.mapfactor.com Preis: kostenlos<br />

BEFRIEDIGEND<br />

Note 2,5<br />

Mapfactor GPS Navigation ist aktuell nur für Android verfügbar und bietet<br />

zwei verschiedene Kartendienste. Mit Openstreetmaps kann<br />

Mapfactor in vollem Umfang kostenlos genutzt werden, alternativ können<br />

Sie aber auch ab 19,99 Euro verschiedene Tomtom-Kartenpakete<br />

erwerben. In puncto Einstellungen und Komfortfunktionen bieten andere<br />

Hersteller deutlich mehr. Dafür haben uns die saubere Kartendarstellung<br />

und die klaren Sprachansagen (leider ohne Straßennamen)<br />

durchaus überzeugt. Genau wie bei Navfree können Sie übrigens auch<br />

bei Mapfactor benötigte Kartenpakete herunterladen, sodass Sie keine<br />

permanente Internetverbindung benötigen.<br />

7<br />

3<br />

3<br />

7<br />

7<br />

7<br />

Straßennamenansagen<br />

Nachtmodus<br />

Offfline-Karten<br />

Fahrspurassistent<br />

Tempolimits<br />

Stauwarnung<br />

82 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: <strong>Smartphones</strong> als Navi<br />

APPs<br />

„Für Vielfahrer ist<br />

Tomtom HD Traff ifc jeden<br />

Cent wert!“<br />

Prof i-Navi-Apps<br />

Tomtom<br />

Web: www.tomtom.com Preis: ab € 27,99 (Android), ab € 49,99 (iOS)<br />

Vor fast zehn Jahren hat Tomtom die Navigations-Revolution mit den ersten<br />

wirklich praxistauglichen Nachrüstgeräten mitgestaltet und war über lange<br />

Zeit das Maß aller Dinge in diesem Bereich. Wer mal ein Tomtom-Navi benutzt<br />

hat, wird sich in der Android- oder iOS-App sofort wie zu Hause fühlen.<br />

Im Prinzip bieten die Mobil-Apps nahezu diesselben Features wie High-End-<br />

Navigationsgeräte. Umfangreiche Routenoptionen (schnell, kurz, spritsparend,<br />

ohne Autobahn, kurvenreich, für Fußgänger, für Fahrradfahrer oder<br />

mit Tempolimit) gehören ebenso zum Funktionsumfang wie eine detaillierte<br />

Planung von zukünftigen Reisen. Tomtom wählt dabei übrigens stets in<br />

Abhängigkeit von Tageszeit und Wochentag die optimale Strecke. Sie wollen<br />

in zwei Wochen zu den Schwiegereltern fahren, unterwegs aber noch<br />

zum Blumenladen und anschließend auf eine Party? Einfach alle Wegpunkte<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,2<br />

und die geplante Abfahrtszeit eingeben und speichern. Die Tomtom-App<br />

erstellt dann einen Kalendereintrag, der Sie vor Abfahrt erinnert und die<br />

Route aktiviert. Das spart das Getippe im Auto. Ein weiteres Highlight ist der<br />

Staumelder Tomtom Traffic. Mit einem Preis von 4,99 Euro für einen oder<br />

29,99 für zwölf Monate ist der Service ziemlich kostspielig, warnt dafür aber<br />

ausgesprochen zuverlässig vor Behinderungen. Dabei setzt Tomtom auf ein<br />

cleveres System, das anonym die Bewegungsvektoren von Millionen von<br />

Handys auswertet und so selbst Staus melden kann, die Sie in keinem Verkehrsfunk<br />

zu hören bekommen. Für Vielfahrer ist dieser Service jeden Cent<br />

wert! Wer sich außerdem vor mobilen und stationären Blitzern warnen lassen<br />

will, kann diesen Dienst zusätzlich abonnieren (1,79 Euro für einen,<br />

18,99 Euro für zwölf Monate).<br />

3<br />

3<br />

3<br />

3<br />

3<br />

3<br />

Straßennamenansagen<br />

(Automatischer)<br />

Nachtmodus<br />

Offfline-Karten<br />

Fahrspurassistent<br />

Tempolimits<br />

Stauwarnung<br />

(Aufpreis)<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 83


APPs TEST: <strong>Smartphones</strong> als Navi<br />

Navigon<br />

Web: www.navigon.de Preis: ab € 24,95 (Android), ab € 59,99 (iOS)<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,3<br />

Das Wichtigste vorweg: Läuft Ihr Handyvertrag zufällig bei der deutschen<br />

Telekom? Dann können Sie Navigon nämlich in einer speziellen Telekom-<br />

Select-Version (mit Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und<br />

Schweiz) komplett kostenlos laden. Zwar müssen Sie dann auf einige der<br />

mehr oder weniger nützlichen Komfortfunktionen wie zusätzliche Ansagerstimmen<br />

und die 3D-Darstellung bekannter POIs verzichten, deutlich<br />

genauer als mit den kostenlosen Apps navigieren Sie dank Navteq-Karten<br />

aber allemal. Nicht-Telekom-Kunden müssen dagegen tief in die Tasche<br />

greifen, denn für die günstigste Version mit Deutschlandkarten werden<br />

bereits rund 40 Euro (Android) oder 60 Euro (iOS) fällig. Der Preisunterschied<br />

zwischen den Betriebssystemen kommt nicht etwa durch fehlende<br />

Features zustande (beide Apps sind nahezu identisch), sondern liegt vor<br />

allem in den unterschiedlichen verfügbaren Kartenpaketen begründet.<br />

Für Vielfahrer ist die Navigon-App aber trotz des hohen Preises eine absolut<br />

lohnenswerte Investition, denn sie ersetzt ein vollwertiges Navi nahezu<br />

perfekt. Mit dem als In-App-Kauf verfügbaren Urban Guidance (€ 4,49)<br />

wird Ihr Smartphone auf Wunsch zusätzlich auch zum perfekten Fußgänger-Navi.<br />

Urban Guidance (Bild rechts) kennt nämlich die Fahrpläne öffentlicher<br />

Verkehrsmittel, sodass Sie mit dem Feature auch zu Fuß in der<br />

Großstadt auf dem kürzesten Weg von A nach B gelangen.<br />

3<br />

3<br />

3<br />

3<br />

3<br />

3<br />

Straßennamenansagen<br />

(Automatischer)<br />

Nachtmodus<br />

Offfline-Karten<br />

Fahrspurassistent<br />

Tempolimits<br />

Stauwarnung<br />

(Aufpreis)<br />

Fazit<br />

Navigationssystem ade? Wenn man die Noten und Einschätzungen<br />

unserer Navi-App-Tests betrachtet, liegt diese Vermutung<br />

nahe. Tatsächlich machen gerade die Premium-Apps von Tomtom<br />

und Navigon eine klassische Navilösung völlig überflüssig, denn die Apps<br />

unterscheiden sich weder im Funktionsumfang noch bei der Navigation groß<br />

von dedizierten Geräten. Aber auch die günstigeren und teilweise kostenlosen<br />

Apps bieten meist gute Routenführung, lediglich bei Funktionsumfang<br />

und Kartenmaterial müssen Sie hier etwas zurückstecken. Letztendlich liegt<br />

es also an Ihnen zu entscheiden, wie häufig Sie die Navigation nutzen und<br />

welche Features Sie dringend benötigen. Dank der großen Auswahl können<br />

Sie hier genau abwägen und viele Apps auch kostenlos ausprobieren. Zwei<br />

Einschränkungen gibt es jedoch bei der Smartphone-Navigation, die Sie unbedingt<br />

im Hinterkopf behalten sollten: Zum einen beanspruchen die Apps<br />

den Akku Ihres <strong>Smartphones</strong> stark, was bei häufiger Nutzung auch durchaus<br />

die Lebensdauer der Handybatterie verkürzen kann. Außerdem laufen viele<br />

Geräte sehr heiß, was gerade im Sommer ohne Klimaanlage schon mal zu einem<br />

Einfrieren oder Neustart des Handys und damit zu einem Abbruch der<br />

Navigation führen kann (passierte uns im Test mit einem iPhone 4S).<br />

84 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: <strong>Smartphones</strong> als Navi<br />

APPs<br />

Sygic GPS<br />

Web: www.sygic.com Preis: App kostenlos, Kartenpakete ab € 24,99 (Android), ab € 19,99 (iOS)<br />

GUT<br />

Note 1,8<br />

Sygic ist die günstigste der verfügbaren Profi-Navi-Apps, denn bereits für<br />

20 (iOS) beziehungsweise 25 (Android) Euro erhalten Sie das komplette<br />

Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ein weiterer<br />

dicker Pluspunkt ist, dass Sie Sygic ab dem Herunterladen zunächst einmal<br />

sieben Tage lang kostenlos ausprobieren können. Das ermöglicht ausführliches<br />

Testen, bevor Sie sich für den In-App-Kauf des Kartenmaterials entscheiden.<br />

Letzteres basiert auf den Tomtom-Maps, in puncto Detailgrad<br />

und Genauigkeit gibt es somit nichts auszusetzen. Außerdem bietet Sygic<br />

für bestimmte Städte sogar eine 3D-Ansicht von Gebäuden (Bild links), das<br />

erleichtert gerade in verfügbaren Großstädten wie Berlin die Navigation<br />

enorm. Apropos Navigation: Auch die meistert Sygic weitgehend gut, allerdings<br />

schlug die App hin und wieder nicht nachvollziehbare Umwege<br />

vor, an der Routenführung muss also noch etwas gearbeitet werden. Ein<br />

Stauwarner ist optional verfügbar, schlägt aber mit jährlichen zwölf Euro<br />

für Deutschland und zwanzig Euro für ganz Europa zu Buche. Die Menüstruktur<br />

fällt leider etwas unübersichtlich aus, es gibt aber tonnenweise<br />

Navigationsoptionen, mit denen Sie die Kartenansicht nach Ihren persönlichen<br />

Präferenzen anpassen können. Dafür, dass Sygic deutlich günstiger<br />

ist als etwa Navigon oder Tomtom, bietet die App einen erstaunlich großen<br />

Funktionsumfang.<br />

3<br />

3<br />

3<br />

3<br />

3<br />

3<br />

Straßennamenansagen<br />

(Automatischer)<br />

Nachtmodus<br />

Offfline-Karten<br />

Fahrspurassistent<br />

Tempolimits<br />

Stauwarnung<br />

(Aufpreis)<br />

ALK Copilot Live<br />

Sonderheft 02/13<br />

Kauftipp<br />

Web: www.copilotlive.com Preis: ab € 37,99 (Android, Europa), ab € 25 (iOS, D-A-CH)<br />

GUT<br />

Note 1,6<br />

Die vom amerikanischen Entwickler ALK programmierte App Copilot Live<br />

ist ebenfalls etwas günstiger als Navigon und Tomtom, muss sich aber in<br />

puncto Features keineswegs vor der großen Konkurrenz verstecken. Die<br />

Anwendung setzt wie Navigon auf Navteq-Kartenmaterial und bietet als<br />

einzige App einen für ein Jahr kostenlosen Stauwarner namens Activetraffic.<br />

Wenn Sie die Funktion nach Ablauf der 12 Monate weiter nutzen<br />

möchten, müssen Sie dafür faire 10 Euro per annum bezahlen. Genau wie<br />

Sygic bietet auch Copilot sehr viele Individualisierungsoptionen, zum Beispiel<br />

können Sie genau einstellen, ab welcher Entfernung und wie oft eine<br />

Ansage erfolgt, detaillierte Optionen für Stau- und Tempowarnung bestimmen<br />

sowie verschiedene Designs und Farbschemata für Menü und<br />

Kartenanzeige auswählen. Die Routenführung klappte im Test einwandfrei,<br />

allerdings ist die Stimme der Standard-Text-to-Speech-Ansagerin auf<br />

Dauer eher unangenehm. Zwar lässt sich in den Optionen eine deutlich<br />

angenehmere Sprecherin auswählen, die beherrscht jedoch keine Straßennamen.<br />

Gut gefallen haben uns dagegen die vielen Darstellungsoptionen<br />

bei der Navigation, Sie können sich beispielsweise stets die komplette<br />

Restroute auf der rechten Bildschirmhälfte anzeigen lassen oder jederzeit<br />

per Fingertipp zwischen verschiedenen Optionen wie Reststrecke, Ankunftszeit,<br />

Geoposition oder verbleibender Fahrtzeit umschalten.<br />

3<br />

3<br />

3<br />

3<br />

3<br />

3<br />

Straßennamenansagen<br />

(Automatischer)<br />

Nachtmodus<br />

Offfline-Karten<br />

Fahrspurassistent<br />

Tempolimits<br />

Stauwarnung<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 85


apps TEST: Smartphone- und Tablet-Apps<br />

System (Preis)<br />

Android (Gratis)<br />

Vergleichbar Mit<br />

MyPhoneExplorer<br />

Anbieter<br />

Sand Studio<br />

Sprache<br />

Deutsch<br />

Webseite<br />

www.airdroid.com<br />

Airdroid<br />

Produktivität Das Android-Handy benutzen, ohne es in die Hand zu nehmen? Geht!<br />

AirDroid<br />

Benutzeroberfläche<br />

Keine Installation am<br />

PC benötigt<br />

Zahlreiche Features<br />

Faires Bezahlmodell<br />

Dateigrößen-Limit<br />

von 100 MB für Free-<br />

User<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,2<br />

An Apps, die es Ihnen erlauben, mit<br />

dem PC auf das Smartphone zuzugreifen,<br />

herrscht mittlerweile kein<br />

Mangel mehr. Airdroid wischt allerdings<br />

mit der gesamten Konkurrenz ganz locker<br />

den Boden auf. Mit Airdroid können Sie<br />

sich bequem per PC durch das Dateisystem<br />

Ihres Android-Gerätes wühlen, Bilder, Musik<br />

und Videos übertragen, sogar Apps installieren.<br />

Mit einem einzigen Klick auf die<br />

Kameras Ihres Handys oder <strong>Tablets</strong> zugreifen,<br />

um einen Live-Video-Feed zu starten?<br />

Funktioniert! Nicht nur per WLAN, sondern<br />

auch über das Mobilfunknetz. Ein<br />

Kabel wird also nicht benötigt. Kontaktlisten,<br />

Klingeltöne oder Anrufprotokolle checken?<br />

Ebenfalls kein Problem. Da auf dem<br />

PC keine Software installiert werden muss,<br />

ist das Ganze auch nicht auf Ihren persönlichen<br />

Rechner beschränkt. Einfach Browser<br />

starten, web.airdroid.com besuchen,<br />

einloggen und schon sind Sie drin. Was uns<br />

aber am besten gefällt: Anrufe und SMS-<br />

Nachrichten lassen sich mit Airdroid über<br />

den PC abwickeln. Man muss also beim<br />

Arbeiten nicht mehr dauernd das Handy<br />

in die Hand nehmen und das steigert die<br />

Produktivität ungemein. Trotz all dieser<br />

Funktionen ist die Bedienung kinderleicht<br />

und das Interface schön aufgeräumt. Wer<br />

sich zum ersten Mal per Browser in sein<br />

Android-Gerät einklinkt, wird von der<br />

Schönheit des virtuellen Desktops geradezu<br />

überrascht. Einziger Wermutstropfen:<br />

Gratis-User können monatlich nur 100 MB<br />

Daten zwischen PC und An droid-Device<br />

transferieren. 1 Gigabyte gibt’s allerdings<br />

für faire 1,99 US-Dollar. (ai)<br />

Fotografie<br />

Focus Twist<br />

System iOS • ANBIETER Arqball • PREIS € 1,79<br />

Schon mal von einer Lichtfeldkamera gehört? Damit lassen<br />

sich Fotos aufnehmen, deren Fokussierung sich nachträglich<br />

ändern lässt. Die hier vorgestellte App liefert ein ähnliches<br />

Ergebnis, indem sie eine Reihe<br />

von Fotos mit unterschiedlicher<br />

Fokussierung erstellt und<br />

zu einem einzigen Bild zusammenfügt.<br />

Später müssen Sie<br />

lediglich einen Punkt im Foto<br />

berühren, um diesen scharfzustellen.<br />

Besonders eindrucksvoll<br />

ist der Effekt, wenn Objekte<br />

im Vordergrund und im<br />

Hintergrund zu sehen sind. (ai)<br />

Musik<br />

Lively.fm<br />

System iOS • ANBIETER Behrad Ghadiri • PREIS Gratis<br />

Die Webseite Lively.fm durchforstet rund 50 Millionen Blogs<br />

nach legalen Musikstreams und bündelt diese unter einer<br />

Adresse. Dank der gleichnamigen App können Sie sich jetzt<br />

auch unterwegs daran erfreuen.<br />

Die simple Aufmachung<br />

macht die musi kalische Entdeckungsreise<br />

bequem und lädt<br />

Sie geradezu ein, neuen Künstlern<br />

und Songs eine Chance zu<br />

geben. Natürlich finden sich<br />

auch neue und alte Hitparadenstürmer<br />

unter den Einträgen,<br />

doch diese bilden eher<br />

die Ausnahme. Schön! (ai)<br />

produktivität<br />

Ninja SMS<br />

System Android • ANBIETER Ninja Apps • PREIS € 1,15<br />

Endlich müssen Sie nicht mehr die aktuell geöffnete App verlassen,<br />

um eine SMS zu lesen oder zu beantworten. Nach der<br />

Installation von Ninja SMS können Sie SMS-Unterhaltungen in<br />

Pop-up-Fenstern führen, die<br />

über der aktuell geöffneten Anwendung<br />

schweben. Diese lassen<br />

sich vergrößern oder minimieren<br />

und sogar transparent<br />

schalten. Doof: Sollten Sie bereits<br />

SMS-Tools von Drittanbietern<br />

nutzen, kann dies die Funktionalität<br />

der App einschränken.<br />

Außerdem wünschen wir<br />

uns Whatsapp-Support. (ai)<br />

note<br />

GUT 1,5<br />

note<br />

SEHR GUT 1,4<br />

note<br />

GUT 1,6<br />

86 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Smartphone- und Tablet-Apps apps<br />

Musik<br />

Musixmatch<br />

Kreativität<br />

Mystic<br />

System iOS, Android • ANBIETER Musixmatch • PREIS Gratis System iOS • ANBIETER Sara Acker • PREIS € 0,89<br />

Bei dieser<br />

App handelt<br />

es sich um<br />

einen Music-Player<br />

mit einem<br />

ganz besonderen<br />

Extra:<br />

Musixmatch<br />

spielt nicht<br />

nur Songs<br />

ab, sondern<br />

zeigt gleichzeitig<br />

die<br />

entsprechenden<br />

Texte<br />

an. Beim ersten Start wird deshalb die komplette Musik-Bibliothek<br />

Ihres iOS- oder Android-Gerätes gescannt. Im Test hat die App<br />

wirklich alle Lyrics für aktuelle Hits und populäre Klassiker ausgespuckt.<br />

Bei seltener Underground-Kost sinkt die Trefferquote aber<br />

deutlich. Genial finden wir, dass sämtliche Texte indexiert werden<br />

und sich bequem durchsuchen lassen. Perfekt, wenn Ihnen mal<br />

wieder eine Zeile im Kopf herumschwirrt, die sich partout keinem<br />

Song zuordnen lässt. Ebenfalls cool: Läuft ein unbekannter Titel im<br />

Radio oder TV, lassen Sie die App einfach mithören, um Titel plus<br />

Interpreten zu erfahren und gleich den passenden Text zu erhalten.<br />

Zudem lassen sich Lyrics mit Freunden teilen. Die App ist zwar<br />

gratis, doch die penetranten Werbe-Einblendungen machen einen<br />

Ausflug in den In-App-Store quasi unvermeidlich.<br />

Ein Jahr Werbefreiheit<br />

kostet Sie erträgliche € 4,49. (ai)<br />

sehr gut<br />

Note 1,3<br />

Es gibt jede Menge Apps, mit denen Sie Ihre Fotos aufhübschen<br />

können. Viele sind simpel zu bedienen und nicht gerade umfangreich,<br />

doch andere (z. B. Filterstorm Pro) sind wiederum zu kompliziert für<br />

die meisten Nutzer. Mystic ist neu, extrem umfangreich und trotzdem<br />

idiotensicher. So<br />

können Sie<br />

Schnappschüsse<br />

zum Beispiel mit<br />

Lichteffekten,<br />

Rahmen, Texturen,<br />

Filtern und<br />

vorgefertigten<br />

Grafiken oder<br />

Sprüchen versehen.<br />

Die Auswahl<br />

ist riesig<br />

und überzeugt<br />

qualitativ. Natürlich<br />

lassen sich<br />

Bilder auch beschneiden,<br />

Kontrast-,<br />

Farb- und<br />

Helligkeitswerte<br />

verändern. Die Ergebnisse werden in der Bibliothek gespeichert oder<br />

auf Wunsch via Facebook, Twitter oder Mail geteilt. Es ist erstaunlich,<br />

wie einfach und schnell ein langweiliger Schnappschuss zu einem<br />

witzigen Kunstwerk wird. Übrigens können Sie auch Sprüche auf<br />

Papier schreiben, per App fotografieren und ins Bild einfügen. Was<br />

wir vermissen, ist ein Textwerkzeug, mit<br />

dem sich Texte auch direkt über den<br />

Touchscreen eingeben lassen. (ai)<br />

sehr gut<br />

Note 1,4<br />

System<br />

AVG Uninstaller<br />

System Android • ANBIETER AVG Mobile • PREIS Gratis<br />

Welche Apps benutzen Sie am seltensten? Welche verbrauchen<br />

besonders viel Akkuleistung? Welches Programm nagt<br />

besonders stark am mobilen Datentarif? Der kostenlose<br />

Uninstaller von AVG beantwortet<br />

all diese Fragen durch einen<br />

simplen Knopfdruck. Anschließend<br />

lassen sich nicht mehr<br />

gewünschte Applikationen direkt<br />

deinstallieren und somit<br />

Platz für wichtigere Programme<br />

schaffen. Eine rundum<br />

praktische App, die Ihnen hilft,<br />

Ihr Mobil-Gerät von Ballast zu<br />

befreien. (ai)<br />

Navigation<br />

Crowsfflight<br />

System iOS • ANBIETER CW&T Studio • PREIS Gratis<br />

Viele Menschen fühlen sich von Navi- oder Ortungs-Apps<br />

überfordert. Vor allem, wenn sie zu Fuß unterwegs sind und<br />

eigentlich nur wissen möchten, in welcher Richtung das Ziel<br />

liegt. Hier kommt Crowsflight<br />

ins Spiel: ein minimalistischer<br />

GPS-Kompass, der die Richtung<br />

und Entfernung Ihrer<br />

Des tination offenbart. Auf<br />

Wunsch können Sie auch eine<br />

Karte einblenden, um einen<br />

Blick auf die Umgebung zu<br />

werfen. Gut: Sie können über<br />

eine Liste direkt zwischen letzten<br />

Zielen wechseln. (ai)<br />

Produktivität<br />

Knots 3D<br />

System iOS, Android • ANBIETER Nynix • PREIS € 1,79<br />

Wie viele unterschiedliche Knoten haben Sie im Reper toire?<br />

Bevor wir diese App entdeckt haben, konnten wir uns gerade<br />

mal die Schuhe zubinden, doch nun könnten wir mit unseren<br />

Knoten-Skills wahrscheinlich<br />

Autos per Schnürsenkel abschleppen.<br />

Die zahlreichen<br />

Knoten-Techniken werden<br />

zwar in englischer Sprache erklärt,<br />

doch die smarten 3D-<br />

Grafiken sagen mehr als tausend<br />

Worte. Eine wirklich empfehlenswerte<br />

App, die man<br />

nicht nur Pfadfindern ans Herz<br />

legen kann. (ai)<br />

note<br />

GUT 1,9<br />

note<br />

sehr gut 1,3<br />

note<br />

GUT 1,5<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 87


apps TEST: Smartphone- und Tablet-Apps<br />

Produktivität<br />

Parallels Access<br />

System iOS • ANBIETER Parallels Inc. • PREIS Gratis<br />

Apps, die den unkomplizierten<br />

Fernzugriff auf den heimischen<br />

Rechner erlauben, sind nichts<br />

Neues. Bis vor Kurzem war Log-<br />

MeIn unser Favorit, doch Parallels<br />

Access überrascht durch<br />

einen ganz anderen Ansatz:<br />

Statt die komplette Oberfläche<br />

des Zielrechners abzubilden,<br />

werden alle Programme, Explorer<br />

oder Finder als Verknüpfungen<br />

angezeigt. Das hat den<br />

Vorteil, dass Sie nicht ständig<br />

den Bildschirmausschnitt anpassen<br />

müssen. Ihre Applikationen<br />

werden automatisch im<br />

Vollbildmodus auf den iPad-<br />

Screen gebeamt – inklusive<br />

Ton. Selbst professionelle Applikationen<br />

wie Logic Pro X<br />

oder Indesign stellen kein Problem<br />

dar. Kommen wir zum großen<br />

Kritikpunkt: Nach Ablauf<br />

der kostenlosen Testphase müssen<br />

Sie 69,99 EUR berappen, um die App weiter nutzen zu können.<br />

Parallels Access wäre einen derart gepfefferten Preis durchaus wert.<br />

Allerdings handelt es sich dabei um eine Abo-Gebühr, die jedes Jahr<br />

aufs Neue fällig wird, und damit ist man definitiv über das Ziel hinausgeschossen.<br />

Am besten probieren<br />

Sie die App aus und entscheiden dann,<br />

ob sie das Geld wirklich wert ist. (ai)<br />

gut<br />

Note 1,5<br />

Produktivität<br />

Jolidrive<br />

System iOS • ANBIETER Jolicloud • PREIS Gratis<br />

Jolidrive hat uns wirklich überrascht und bietet gleich mehrere<br />

Vorteile. Unterschiedliche Cloud-Dienste sind unter einem Dach<br />

vereint. Sie können mit dieser App direkt auf Ihre Dropbox-, Skydrive-<br />

und Google-Drive-Ordner zugreifen. Damit Sie nicht ständig<br />

die App verlassen müssen, um die sozialen Netzwerke Ihrer<br />

Wahl zu checken,<br />

hat man diese<br />

auch gleich integriert.<br />

Facebook<br />

und Google+ sind<br />

bereits an Bord,<br />

doch Twitter fehlt<br />

bis dato. Kreative<br />

erhalten außerdem<br />

direkten Zugriff<br />

auf Tumblr,<br />

Instagram und<br />

Soundcloud, doch<br />

damit ist noch<br />

lange nicht<br />

Schluss. Vimeo,<br />

Scribd, Evernote,<br />

Droplr und viele mehr werden unterstürzt. Die Liste wächst quasi<br />

mit jedem Update. Die Bedienung ist supersimpel und die meisten<br />

Dateien werden direkt in der App geöffnet. Genial ist außerdem,<br />

dass Jolidrive über eine Web-App auch auf PCs und Macs zugänglich<br />

ist. Was fehlt, ist die Möglichkeit, Dateien von einem Dienst<br />

zum anderen zu übertragen. Wir drücken den Entwicklern ganz<br />

sehr gut<br />

Note 1,4<br />

fest die Daumen und hoffen, dass Sie<br />

auch das unkompliziert auf die Reihe<br />

kriegen. (ai)<br />

Bücher<br />

Famous Books<br />

System iOS • ANBIETER Bayerische Staatsbibliothek • PREIS Gratis<br />

Die Bayerische Staatsbibliothek umfasst nicht nur moderne<br />

Werke, sondern eine Vielzahl antiker Bücher und Schriften aller<br />

Herren Länder. Um diese einem größeren Publikum zugänglich<br />

zu machen, hat man<br />

nun 52 der wertvollsten Schätze<br />

per App veröffentlicht. Die<br />

schnörkellose Präsentation gefällt<br />

und die Kategorisierung<br />

erleichtert das Stöbern. Zwar<br />

funktioniert die App auch auf<br />

dem iPhone gut, aber erst auf<br />

dem Tablet-Screen kommen<br />

die faszinierenden HD-Scans<br />

wirklich zur Geltung. (ai)<br />

Bücher<br />

Goodreads<br />

System iOS, Android • ANBIETER Goodreads Inc. • PREIS Gratis<br />

Goodreads ist eine äußerst erfolgreiche Community für Leseratten.<br />

Die dazugehörige App erweitert den Nutzen von<br />

Goodreads ungemein. So ist unter anderem ein Barcode-<br />

Scanner integriert, der Ihre Bücher<br />

in Sekundenschnelle erfasst<br />

und der Sammlung hinzufügt.<br />

Zudem sehen Sie auf<br />

einen Blick, welche Bücher bei<br />

Ihren Freunden momentan begehrt<br />

sind. Ebenfalls schön:<br />

Über die App erhalten Sie Zugriff<br />

auf über 2.000 kostenlose<br />

E-Books. Da kann man wirklich<br />

nicht meckern! (ai)<br />

MUSIK<br />

Splitr<br />

System iOS • ANBIETER Giulio Dellorbo • PREIS Gratis<br />

Sie befinden sich im Urlaubsstau. Kind A will Benjamin Blümchen<br />

hören, aber Kind B ist süchtig nach Bravo Hits. Die Lage<br />

droht zu eskalieren. Geistesgegenwärtig starten Sie Splitr und<br />

erfüllen so die Wünsche beider<br />

Kids. Möglich ist das, weil die<br />

App zwei Songs simultan abspielen<br />

und auf beide Audio-<br />

Kanäle „splitten“ kann. So plärren<br />

aus beiden Ohrstöpseln<br />

unterschiedliche Titel – allerdings<br />

in Mono. Für Audiophile<br />

sicherlich ein Graus, doch gerade<br />

für Eltern ein echter Heilsbringer!<br />

(ai)<br />

note<br />

sehr gut 1,4<br />

note<br />

sehr gut 1,3<br />

note<br />

Sehr GUT 1,2<br />

88 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Smartphone- und Tablet-Apps apps<br />

Finanzen<br />

Lendstar<br />

System iOS, Android • ANBIETER Lendstar UG • PREIS Gratis<br />

Unter Freunden, Verwandten<br />

und Kollegen hilft man sich hin<br />

und wieder finanziell aus. Leider<br />

kommt es dabei auch mal zu<br />

Missverständnissen. Zum Beispiel<br />

wenn Person A denkt, eine<br />

Schuld beglichen zu haben, und<br />

Person B immer noch auf das<br />

Geld wartet. Lendstar minimiert<br />

das Risiko, da Sie auf einen Blick<br />

sehen können, wem Sie etwas<br />

geliehen haben und wem Sie etwas<br />

schulden. Allerdings ist dies<br />

nur ein praktischer Nebeneffekt,<br />

denn primär geht es darum,<br />

Geld schnell und unkompliziert<br />

zu verleihen und zu erhalten.<br />

Beispiel: Sie sehen ein Angebot<br />

für einen TV, würden gerne noch diese<br />

Woche zuschlagen, doch auf dem Konto<br />

herrscht Ebbe? Mit Lendstar teilen Sie<br />

bestimmten Kontakten mit, dass Sie Geld<br />

brauchen und dieses bis zu einem bestimmten<br />

Zeitpunkt zurückzahlen werden.<br />

Die Empfänger können nun direkt<br />

über die Paypal- oder Bank-Verbindung<br />

der App einen bestimmten Betrag überweisen.<br />

Fazit: Schneller, unkomplizierter<br />

und transparenter<br />

geht es<br />

nicht. (ai)<br />

sehr gut<br />

Note 1,4<br />

REISEn<br />

SV Auto<br />

System iOS, Android • ANBIETER Sparkassenversicherung • PREIS Gratis<br />

Die Reise-App<br />

wird zwar von<br />

der SV Sparkassenversicherung<br />

angeboten, allerdings<br />

ist sie auch<br />

für Nichtkunden<br />

sehr interessant<br />

und praktisch.<br />

Damit haben Sie<br />

im Ernstfall nicht<br />

nur sämtliche<br />

Notrufnummern<br />

zur Hand, sondern<br />

auch Verhaltenstipps<br />

und<br />

Funktionen wie<br />

„Schaden melden“<br />

oder „Unfallort bestimmen“. Sie sparen also wertvolle Zeit, wenn<br />

es darauf ankommt, und vermeiden spätere Probleme, weil die App<br />

alle wichtigen Details abfragt. Gut finden wir außerdem, dass SV Auto<br />

nützliche Tools für den Verkehrsalltag an Bord hat. Sie können unter<br />

anderem den Kraftstoffverbrauch oder Bußgelder berechnen lassen<br />

und den Standort Ihres Autos markieren. Smart: Die Alltagstools sind<br />

von den Notfall hilfen getrennt, damit Sie in einer Stresssituation nicht<br />

erst lange in den Menüs suchen müssen. Generell ist die kinderleichte<br />

Bedienung einer der größten Pluspunkte von SV Auto. Die Benutzeroberfläche<br />

ist simpel und aufgeräumt, die einzelnen Funktionen<br />

sinnvoll in Sparten gegliedert. Diese<br />

lassen sich über fünf Buttons am unteren<br />

Bildschirmrand aufrufen. (ai)<br />

sehr gut<br />

Note 1,3<br />

Produktivität<br />

Cloudcube<br />

System Android • ANBIETER SRCAPPSDEV • PREIS Gratis<br />

Benutzen Sie regelmäßig Cloud-Dienste wie Skydrive, Dropbox<br />

oder Google Drive? Ist es nicht ärgerlich, dass man unterwegs<br />

für jeden Dienst eine eigene App bedienen muss? Dank<br />

Cloudcube hat das nun ein Ende.<br />

Mit dieser App vereinen Sie<br />

Ihre genutzten Cloud-Dienste<br />

unter einem Dach, wodurch<br />

der Datenaustausch zwischen<br />

unterschiedlichen Anbietern<br />

extrem vereinfacht wird. Sie<br />

können sogar einzelne Ordner<br />

auf Ihrem Gerät mit Ordnern in<br />

der Cloud verknüpfen und automatisch<br />

syncen. (ai)<br />

Kommunikation<br />

Gryphn Text Messaging<br />

System Android • ANBIETER Gryphn Co • PREIS Gratis<br />

Es gibt Dinge, die man nicht gerne in Textform mit anderen<br />

teilen möchte. Gryphn verschlüsselt Nachrichten direkt auf<br />

dem Gerät und bietet noch weitere Sicherheitsmaßnahmen.<br />

So können Sie beispielsweise<br />

bestimmen, ob eine Nachricht<br />

abgespeichert oder weitergesendet<br />

werden darf. Bilder können<br />

sogar mit einem Selbstzerstörungsmechanismus<br />

versehen<br />

werden. Natürlich lassen<br />

sich keine Bildschirmfotos der<br />

App erstellen. Kurz: Gryphn ist<br />

die Message-App, der Sie alles<br />

anvertrauen können. (ai)<br />

Produktivität<br />

Triplist<br />

System iOS • ANBIETER Enabled Apps • PREIS € 2,69<br />

Triplist wird als Packliste für den Urlaub beworben, aber eigentlich<br />

ist diese App in allen Lebenslagen hilfreich. Zum<br />

Beispiel, wenn es darum geht, eine Einkaufs- oder To-do-Liste<br />

zu erstellen. Die wichtigsten<br />

Gegenstände und Kategorien<br />

sind bereits vordefiniert – und<br />

genau das macht die App so<br />

praktisch. Sie müssen nicht erst<br />

mühsam jede Kleinigkeit eintippen<br />

und können Vorlagen<br />

auch selber erstellen. Auf<br />

Wunsch lassen sich sogar unterschiedliche<br />

Profile für die<br />

ganze Familie anlegen. (ai)<br />

note<br />

GUT 1,5<br />

note<br />

SEHR GUT 1,4<br />

note<br />

GUT 1,6<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 89


APPS FEATURE: Spiele ohne In-App-Käufe<br />

Ich zahl nur einmal!<br />

Feature Sie möchten mit dem guten Gefühl zocken, dass der Spielspaß nicht von<br />

Zusatzinvestitionen abhängt? Dann sind diese 20 Games genau richtig für Sie.<br />

Ein Großteil der in den App Stores<br />

von Apple und Google angebotenen<br />

Spiele sind zu sehr günstigen Preisen<br />

zwischen 70 Cent und sechs Euro zu haben.<br />

Da etliche dieser Titel in Sachen Grafik und<br />

Gameplay eine hohe Qualität bieten, ist das<br />

natürlich zunächst sehr erfreulich. Aber:<br />

Vielen Herstellern reicht es nicht, einmal für<br />

den Kauf eines Titels abzukassieren, sie<br />

möchten auch darüber hinaus Geld verdienen.<br />

Dies wird über In-App-Käufe erreicht,<br />

zu denen zwar niemand gezwungen wird,<br />

die aber das Spielerlebnis insbesondere für<br />

Gelegenheits-Gamer deutlich verbessern.<br />

Denn: Ein erfolgreiches Durchspielen kann<br />

bei vielen Titeln sehr schwierig und vor allem<br />

langwierig werden, wenn Sie nicht zusätzlich<br />

Geld in die Hand nehmen. Glücklicherweise<br />

gibt es auch Spiele, die nicht auf<br />

dieses Pay-to-win-Konzept setzen, sondern<br />

In-App-Käufe beispielsweise für kosmetische<br />

Veränderungen oder willkommene Erweiterungen<br />

anbieten, die das Spiel aufwerten –<br />

solche gilt es aber aus dem riesigen Angebot<br />

herauszufiltern (siehe dazu Seite 91). Oder<br />

Sie gehen auf Nummer sicher und entscheiden<br />

sich gleich für ein Spiel, das auf In-App-<br />

Käufe verzichtet, wie unsere 20 Redaktionstipps.<br />

(fn)<br />

PlattFormer<br />

Badlands<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

Frogmind Oy<br />

PREIS<br />

€ 3,59<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Als plüschiger Bewohner eines zauberhaften Waldes<br />

sollen Sie in Erfahrung bringen, welche dunklen Gefahren<br />

Ihr geliebtes Zuhause bedrohen. Dabei müssen Sie<br />

in 50 abwechslungsreichen, liebevoll gestalteten Levels<br />

Hindernisse und Fallen umgehen, indem Sie die Umgebungs-Physik<br />

zu Ihrem Vorteil nutzen. Die teilweise<br />

recht kniffligen Rätsel beanspruchen Ihre grauen Zellen<br />

mehr als Ihre Finger, denn Badlands kommt mit einer<br />

intuitiven One-Touch-Steuerung.<br />

Motivierendes, klasse zu bedienendes Plattform-Abenteuer<br />

in einer atmosphärischen Fantasie-Welt<br />

Strategie<br />

Xcom: Enemy Unknown<br />

Kartenspiel<br />

Bang!<br />

System<br />

iPad<br />

ANBIETER<br />

Spin Vector<br />

PREIS<br />

€ 2,69<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 12 Jahren<br />

Dieses süchtig machende Kartenspiel bringt Italo-Western-Feeling<br />

direkt auf Apples Tablet-PC. Im Mehrspieler-Modus<br />

können bis zu acht Spieler gemeinsam an<br />

einem iPad an einer Partie teilnehmen. Jeder entscheidet<br />

sich zuvor für eine Rolle: Hilfssheriff, Gesetzloser<br />

oder Kopfgeldjäger. Dann geht es darum, die richtige<br />

Karte zu spielen, um zu flüchten, zu kämpfen etc. Wer<br />

alleine ist, tritt gegen den Computer oder im Online-<br />

Mehrspieler-Modus gegen andere Spieler an.<br />

Durchdachtes, explosives Kartenspiel für gesellige Runden<br />

oder Solo-Spieler<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

2K Games<br />

PREIS<br />

€ 17,99<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 17 Jahren<br />

Action<br />

GTA China Town Wars<br />

System<br />

iPad<br />

ANBIETER<br />

Rockstar Games<br />

PREIS<br />

€ 4,49<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 17 Jahren<br />

Grand Theft Auto: China Town Wars wurde im Unterschied<br />

zu den anderen im App Store erhältlichen GTA-Titeln von<br />

vornherein für Handheld-Konsolen entwickelt, weshalb<br />

die Touch-Bedienung auch deutlich besser funktioniert<br />

als bei den portierten GTA 3 und Vice City. Aus der Vogelperspektive<br />

spielen Sie Huang Lee, der im verkommenen<br />

China Town die Familienehre wiederherstellen muss. Freuen<br />

Sie sich auf eine offene Welt, eine spannende Story und<br />

abwechslungsreiches Gameplay.<br />

Dank der tollen Fingersteuerung ist China Town Wars der<br />

beste GTA-Titel im App-Store.<br />

Ursprünglich für PC und Konsole erschienen,<br />

sorgt der Strategie-Hit aus dem Hause 2K Games<br />

jetzt auch auf i-Geräten für Furore – und zwar<br />

völlig zu Recht! Nicht nur, dass sich die Fingerbedienung<br />

prima für die ausgefeilte Spielmechanik<br />

eignet, es stehen Ihnen auch sämtliche Inhalte<br />

der Vorlage zur Verfügung. Somit sind die<br />

vergleichsweise hohen Kosten völlig gerechtfertigt,<br />

da es sich hier um eine 1:1-Umsetzung eines<br />

aktuellen Vollpreistitels handelt. Wer das Xcom-<br />

Universum noch nicht kennt: Sie errichten eine<br />

Erdstreitkraft, um gegen außerirdische Invasoren<br />

zu kämpfen. Hierfür bauen Sie eine eigene Basis<br />

auf, erforschen Alien-Technologie, planen<br />

Kampfeinsätze und befehligen Ihre Elite-Soldaten<br />

während einer Schlacht. Neben der gelungenen<br />

Steuerung beeindruckt Xcom: Enemy<br />

Unknown mit einer Grafikqualität, die durchaus<br />

mit der der Vorlage mithalten kann, sowie filmreifen<br />

Soundeffekten.<br />

Rundenbasierte Alien-Hatz auf allerhöchstem spielerischen und optischen Niveau.<br />

90 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


FEATURE: Spiele ohne In-App-Käufe APPS<br />

System<br />

iPad<br />

ANBIETER<br />

Aspyr Media<br />

RolLenspiel<br />

Knights of<br />

the Old Republic<br />

PREIS<br />

€ 8,99<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 12 Jahren<br />

Action<br />

Back Stab<br />

System<br />

iOS, Android<br />

ANBIETER<br />

Gameloft<br />

PREIS<br />

€ 5,99 (für beide Systeme)<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 12 Jahren<br />

Plattformer<br />

System<br />

iOS, Android<br />

ANBIETER<br />

Ravenous Games<br />

PREIS<br />

€ 1,79 (iOS), € 0,77 (Android)<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

League of Evil<br />

Genau wie Xcom ist auch Knights of the Old Republic<br />

ein (ehemaliger) Vollpreistitel, der<br />

seinerzeit für den PC veröffentlicht wurde. Bis<br />

heute gilt KOTOR unter Fans und Kritikern als<br />

eines der besten Rollenspiele aller Zeiten. Die<br />

filmreife Geschichte, die Sie mittels Multiple-<br />

Choice-Dialogen erleben, sowie die enorme<br />

spielerische Tiefe machen KOTOR zu einem<br />

äußerst intensiven und unterhaltsamen Star<br />

Wars-Abenteuer. Kampf- und Inventar-System<br />

wurden nahezu perfekt für die Touch-Bedienung<br />

optimiert. So geht die Navigation der teilweise<br />

recht komplexen (aber immer logisch aufgebauten)<br />

Menüs problemlos von der Hand. Lediglich<br />

das Laufen gestaltet sich zu hakelig und kostet<br />

auf Dauer Nerven. Ein weiterer Wermutstropfen:<br />

Das Spiel ist derzeit nur komplett in englischer<br />

Sprache zu haben.<br />

Egal ob Star-Wars-Fan oder nicht: Dieses<br />

RPG-Juwel ist für iPad-Besitzer ein Muss!<br />

In seinen besten Momenten erinnert Back Stab stark an<br />

Assassin’s Creed: Mittels Klettern und akrobatischen Einlagen<br />

(oder auch mal hoch zu Ross) überwinden Sie Hindernisse,<br />

pirschen sich an Gegner heran und schalten diese<br />

klammheimlich aus. Aber auch für offene Konfrontationen<br />

ist der auf Rache sinnende ehemalige Navy-Offizier<br />

Henry Blake dank effizienten Nahkampf-Fähigkeiten und<br />

einem großen Arsenal an unterschiedlichen Waffen bestens<br />

gerüstet. Ein paar Bugs trüben den Spaß.<br />

Unterhaltsamer, aber nicht perfekter Assassin’s-Creed-Klon<br />

in imposantem Grafik-Gewand<br />

Plattformer<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

Frontier Developments<br />

PREIS<br />

€ 3,59<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Lost Winds<br />

Ein dunkler Fluch liegt über der Welt von Mistralis, der Heimat<br />

des begabten jungen Zauberers Toku. Ausgestattet<br />

mit der Gabe, die Kräfte des Windes zu kontrollieren, wird<br />

er ausgesandt, das Land und seine Bewohner zu retten.<br />

Der wunderschön anzuschauende Plattformer fesselt bereits<br />

nach den ersten Minuten mit seiner innovativen<br />

Kombination aus Erkunden, Kämpfen und Rätsellösen,<br />

wobei Sie immer wieder auf Windkräfte von der schwachen<br />

Brise bis hin zum Tornado zurückgreifen.<br />

Entfesseln Sie die Macht des Windes mit einem Fingerzeig bei<br />

diesem einzigartigen Plattformer.<br />

Wenn sich skrupellose Wissenschaftler zu einer „Liga<br />

des Bösen“ zusammenschließen und die ganze Welt<br />

mit ihren gefährlichen Erfindungen bedrohen, braucht<br />

es einen Superagenten, der ihnen das Handwerk legt.<br />

Oder besser gesagt: sie in Stücke schlägt. Denn zimperlich<br />

geht der Held des Spiels mit den Weißkitteln nicht<br />

um, nachdem er sie gefunden hat. Zuvor muss er sich<br />

aber fiesen Fallen und tödlichen Maschinen stellen und<br />

diese mit akrobatischen Manövern austricksen.<br />

Herausfordernder Jump&Run-Spaß mit cooler Re -<br />

tro-Optik und -Sound in über 130 Levels<br />

System<br />

iPad<br />

ANBIETER<br />

Electronic Arts<br />

PREIS<br />

€ 4,49<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Plattformer<br />

Mirror’s Edge<br />

Mirror’s Edge kennen Sie vielleicht von Ihrer PS3 oder<br />

Xbox, die iPad-Version erzählt eine andere Geschichte und<br />

spielt sich auch völlig anders. Nicht aus First-Person-Sicht,<br />

sondern im Plattformer-Style springt, läuft, gleitet und<br />

schwingt sich die Protagonistin durch insgesamt 14 spannende<br />

Levels. Ähnlich wie bei einem Runner befindet sie<br />

sich ständig in Bewegung. Es geht also darum, im richtigen<br />

Moment die richtige Geste auszuführen, um zum Beispiel<br />

im Lauf einen Feind umzuhauen.<br />

Mitreißender Plattformer mit intuitiver Steuerung, ein paar<br />

Levels mehr hätten aber nicht geschadet.<br />

Pay to win? Nein danke! Es geht zum Glück aber auch anders ...<br />

Um es einmal deutlich zu sagen: Wir haben grundsätzlich<br />

nichts gegen In-App-Käufe. Wir stören uns<br />

lediglich an Spielen, die, ohne dass man zusätzlich<br />

Geld ausgibt, auf Dauer keinen Spaß machen. Insbesondere<br />

dann, wenn man für den Titel ohnehin<br />

schon bezahlt hat (bei den kostenlosen Free2Play-<br />

Games sieht es freilich schon wieder anders aus,<br />

solange hier nicht ein Vermögen bezahlt werden<br />

muss). Beispiel: Gangster Rio: City of Saints kostet<br />

sechs Euro, als In-Game-Käufe werden Geldpakete<br />

für bis zu 15 Euro angeboten. Mit dem virtuellen<br />

Zaster können Sie innerhalb des Spiels bessere<br />

Waffen und Ausrüstungsgegenstände erwerben.<br />

Letztere sind auch dringend notwendig, um voranzukommen.<br />

Klar lässt sich das nötige Spielgeld<br />

dafür auch während des Zockens verdienen. Das<br />

artet aber regelmäßig zu einer langwierigen Prozedur<br />

aus, bei der man einzelne Missionen immer<br />

und immer wieder spielen muss. So wird der Kunde<br />

quasi zu einer weiteren Investition verführt.<br />

Wer gar nicht erst in Versuchung geführt werden<br />

möchte, geht Games mit dem Zusatz „Bietet In-<br />

App-Käufe“ ganz aus dem Weg oder wirft vor dem<br />

Kauf einen Blick auf die In-App-Angebote. Denn:<br />

Nicht alle setzen auf die Pay-to-win-Masche. Stehen<br />

dort etwa sinnvolle Erweiterungen wie Zusatzlevels<br />

zum Kauf bereit, handelt es sich nicht<br />

um spielentscheidende Features. Sie können also<br />

getrost da rauf verzichten, außer natürlich, Sie<br />

möchten die Spieldauer erhöhen. Willkommene<br />

In-App-Käufe bieten zum Beispiel Amazing Breaker,<br />

dem Sie ein weiteres, komplettes Level-Paket<br />

spendieren können, sowie Walking Dead. Bei dem<br />

Episoden-Adventure kaufen Sie einen beliebigen<br />

Teil, alle weiteren sind bequem per In-App-<br />

Purchase verfügbar (sie müssen also nicht erst den<br />

Umweg über den Store gehen). Leider ist nicht immer<br />

ersichtlich, was sich hinter den Angeboten<br />

versteckt. Dass Sie in Joe Danger für die feilgebotenen<br />

Spielgeldpakete ausschließlich alternative<br />

Kostüme (also keine Pay-to-win-Gegenstände)<br />

kaufen können, erfahren Sie leider erst innerhalb<br />

des Spiels. Schlechte Nachrichten für Android-Nutzer:<br />

Im Play Store gibt es zu den jeweiligen Titeln<br />

vorab leider keine näheren Infos zu In-App-Käufen.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 91


APPS FEATURE: Spiele ohne In-App-Käufe<br />

ACTION<br />

System<br />

iPad<br />

ANBIETER<br />

Venan Entertainment<br />

PREIS<br />

€ 4,49<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Space Miner HD<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

Square Enix<br />

Rollenspiel<br />

Final Fantasy IV<br />

PREIS<br />

€ 14,49<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Kennen Sie die iOS-Weltraumsimulation Galaxy on Fire?<br />

Space Miner spielt sich ähnlich, allerdings in 2D. Sie handeln<br />

mit Rohstoffen – die Sie zuvor auf Asteroiden abgebaut<br />

haben –, erfüllen zahlreiche Haupt- und Nebenmissionen<br />

(Eskortieren, Spionieren, Eliminieren von Piraten<br />

etc.), verbessern Ihr Raumschiff und erleben eine<br />

mit einer gehörigen Prise Witz erzählte Hintergrundgeschichte.<br />

Dazu gibt’s eine ansprechende Grafik und eine<br />

eingängige Steuerung.<br />

Mit Köpfchen, Charme und Witz umgesetztes Weltraumabenteuer<br />

System<br />

iOS, Android<br />

ANBIETER<br />

Madfinger Games<br />

ACTION<br />

Samurai II<br />

Vengeance<br />

PREIS<br />

€ 2,69 (iOS), 2,78 (Android)<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 17 Jahren<br />

Mittlerweile sind für iOS vier Teile der legendären<br />

Rollenspiel-Reihe erschienen: FF 1, 3, 4 und 5. Die<br />

Portierung auf Apples Mobil-Plattform ist bei allen<br />

Titeln bestens gelungen. Wir haben uns dazu entschieden,<br />

Ihnen an dieser Stelle Teil 4 vorzustellen,<br />

da er uns inhaltlich am besten gefällt. Dunkelritter<br />

Cecil muss zusammen mit seinen Gefährten dem<br />

Oberbösewicht Golbez Einhalt gebieten. Auf ihrer<br />

Reise entspinnt sich eine vielschichtige Story, die<br />

etliche Überraschungen bereithält und natürlich<br />

immer wieder von Kämpfen unterbrochen wird. Je<br />

nach Missionsanforderung besteht die Heldengruppe<br />

aus bis zu fünf Charakteren unterschiedlicher<br />

Klassen wie Barde oder Heiler. Sie führen Ihre Party<br />

per virtuellen Joystick durch die Spielewelt. Stellen<br />

sich Feinde in den Weg, gibt Ihnen das ausgeklügelte<br />

Kampfsystem genügend Zeit, für jedes<br />

Party-Mitglied die gewünschte Aktion auszuwählen.<br />

Fertigkeiten können übrigens nicht nur RPGtypisch<br />

verbessert werden, sondern auch beliebig<br />

von einen auf den anderen Charakter übertragen<br />

werden.<br />

Optisch nicht mehr ganz zeitgemäß, Bedienung und Spieltiefe überzeugen aber restlos.<br />

ABENTeuer<br />

Die Abenteuer von Tim und Struppi<br />

System iOS, Android ANBIETER Gameloft PREIS € 0,89 (iOS), € 5,99 (Android) Altersempfehlung Ab 4 Jahren<br />

Der Nachfolger des viel beachteten Hack &<br />

Slays von den Dead Trigger-Machern Madfinger<br />

Games bietet dank einer optimierten Steuerung<br />

sowie der dynamischen Kamera ein noch aufregenderes<br />

Spielerlebnis als der erste Teil. Ein<br />

echtes Highlight stellen die Zeitlupensequenzen<br />

dar, mit denen der Spieler für gelungene<br />

Angriffskombos belohnt wird. Neben dem nach<br />

wie vor sehr stylishen, aber auch äußerst blutigen<br />

Schnetzeln von Gegnern lösen Sie nun<br />

außerdem Rätsel und müssen Fallen aus dem<br />

Weg gehen. Unterbrochen wird der brutale<br />

Rachefeldzug des Samurais durch zum Grafik-<br />

Stil passende Comic-Strips, die Ihnen näher<br />

bringen, warum unser Katana schwingender<br />

Freund so unglaublich wütend ist.<br />

Kaum ein Hack & Slay macht derart viel Spaß<br />

und sieht dabei auch noch so gut aus.<br />

Sowohl optisch als auch inhaltlich orientiert sich das Third-<br />

Person-Action-Adventure stark an dem gleichnamigen Hollywood-Blockbuster.<br />

Das etwa dreistündige Abenteuer des<br />

pfiffigen Reporters und seines vierbeinigen Gefährten ist<br />

zweifelsohne die beste Spielumsetzung eines Films, die je<br />

den Weg auf ein Mobilgerät gefunden hat: Exzellente, extrem<br />

detaillierte Grafik auf Konsolen-Niveau, klasse Vertonung<br />

Nicht nur als Film, sondern auch als Spiel macht das ungleiche Duo eine super Figur!<br />

(die gesprochenen Dialoge sind allerdings in Englisch) sowie<br />

eine perfekt auf den Touchscreen abgestimmte Steuerung.<br />

Abwechselnd als Tim oder Struppi gehen Sie dem Geheimnis<br />

des Schiffs Einhorn auf den Grund. In dem vielseitigen Gameplay<br />

schleichen, klettern und kämpfen Sie, lösen Rätsel, reiten<br />

auf Kamelen oder steuern auch mal ein Flugzeug. Schade,<br />

dass die Spielzeit so kurz ausfällt.<br />

92 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


FEATURE: Spiele ohne In-App-Käufe APPS<br />

Action<br />

System<br />

iOS, Android<br />

ANBIETER<br />

Mika Mobile<br />

PREIS<br />

€ 0,89 (iOS), € 0,72<br />

(Android)<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Zombie Ville USA<br />

Puzzle<br />

The Room<br />

System<br />

iOS, Android<br />

ANBIETER<br />

Fireproof Games<br />

PREIS<br />

€ 1,79 (für beide Systeme)<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

Playdead<br />

Puzzle-Plattformer<br />

Limbo<br />

PREIS<br />

€ 4,49<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Zombie-Spiele kommen einfach nicht aus der Mode. Entsprechend<br />

groß ist das Angebot in den App Stores von<br />

Google und Apple an entsprechenden Titeln. Zombie Ville<br />

USA ist einer der erfolgreichsten und besten Vertreter dieser<br />

Gattung. Verdient, denn das simple Spielprinzip macht<br />

einfach Laune. Sie wählen einen Charakter aus und kämpfen<br />

sich von links nach rechts durch Horden von Untoten.<br />

Dabei sammeln Sie Munition und Geld auf, um Ihre Waffen<br />

zu verbessern oder neue zu kaufen.<br />

Spritzige Zombie-Ballerei mit kinderleichter Steuerung in<br />

originellem Comic-Style<br />

The Room gehört mit Abstand zu den populärsten Mobile-<br />

Games überhaupt und sollte in keiner App-Sammlung<br />

fehlen. Damit Ihnen die Spannung an diesem atmosphärischen<br />

Puzzle-Adventure hundertprozentig erhalten<br />

bleibt, wollen wir Ihnen nicht allzu viel verraten. Außer: In<br />

einem mysteriösen Haus warten zahlreiche, teils nervenaufreibende<br />

Rätsel darauf, von Ihnen geknackt zu werden.<br />

Dabei enthüllen Sie nach und nach ein düsteres Geheimnis.<br />

Grafik und Bedienung sind hervorragend.<br />

Ausgefeiltes Puzzlespiel, das unter die Haut geht und mit<br />

fotorealistischen Grafiken beeindruckt.<br />

System<br />

iOS, Android<br />

ANBIETER<br />

Tiger Style<br />

PREIS<br />

€ 4,49 (iOS), € 3,77<br />

(Android)<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Abenteuer<br />

Waking Mars<br />

Einige unter Ihnen erinnern sich mit Sicherheit noch an<br />

den genialen Puzzler Spider: The Secret of Bryce Manor.<br />

Der Entwickler Tiger Style zeichnet auch für das innovative<br />

Waking Mars verantwortlich. Im Jahr 2097 wird auf<br />

dem Mars erstmalig Leben entdeckt. Sie wurden entsandt,<br />

um ein komplexes Höhlensystem auf dem roten<br />

Planeten zu erforschen. Der Clou: Sie interagieren mit<br />

dem außerirdischen Ökosystem, indem Sie zum Beispiel<br />

Samen aussäen, um Barrieren zu überwinden.<br />

Originelles Sci-Fi-Abenteuer mit raffinierter Spielemechanik,<br />

bei dem es viel zu entdecken gibt.<br />

STRATEGIE<br />

System<br />

iOS, Android-Version<br />

geplant<br />

ANBIETER<br />

Star Command<br />

PREIS<br />

€ 2,69<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Star Command<br />

Wollten Sie schon immer mal einen Raumkreuzer kommandieren?<br />

In Star Command haben Sie Gelegenheit<br />

dazu. Sie befehligen aber nicht nur Ihre Crew-Mitglieder,<br />

die allesamt unterschiedliche Aufgaben ausführen,<br />

Sie dürfen auch das Aussehen und die sonstige Ausstattung<br />

Ihres Schiffs bestimmen. Wenn Sie nicht gerade<br />

friedlich durch den Kosmos fliegen und fremde Welten<br />

erkunden, müssen Sie sich gegen außerirdische<br />

Angreifer wehren.<br />

Gelungener Mix aus Strategie- und RPG-Elementen, die Steuerung<br />

gestaltet sich bisweilen zu hektisch<br />

Auf dem PC und den Konsolen gilt Limbo bereits<br />

als moderner Klassiker, seit Anfang Juli ist der<br />

Indie-Titel endlich auch für iOS verfügbar. Die<br />

Steuerung wurde für die mobile Version perfekt<br />

angepasst: Im Gegensatz zu vielen anderen Plattformern<br />

gibt es keinen virtuellen Joystick, sondern<br />

Sie bewegen Ihren Finger an einer beliebigen<br />

Stelle des Displays nach links oder rechts,<br />

um zu laufen, zum Springen wischen Sie nach<br />

oben. Damit die düstere und teils beklemmende<br />

Atmosphäre richtig rüberkommt, sollten Sie unbedingt<br />

mit Kopfhörer spielen. Wenn Sie Limbo<br />

noch nicht gespielt haben und clevere Plattformer<br />

mögen, können Sie bedenkenlos zugreifen,<br />

aber auch für Limbo-Veteranen ist die mobile<br />

Version zum erneuten Durchspielen absolut zu<br />

empfehlen.<br />

Düsterer, atmosphärischer und teils makaberer<br />

Puzzle-Plattformer der Extraklasse.<br />

System<br />

iPad<br />

ANBIETER<br />

Lucasarts<br />

PREIS<br />

€ 4,49<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 12 Jahren<br />

Abenteuer<br />

The Secret of Monkey Island<br />

Action<br />

System<br />

iPad<br />

ANBIETER<br />

Andreas Illiger<br />

PREIS<br />

€ 2,69<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 4 Jahren<br />

Tiny Wings<br />

Wer den PC-Adventure-Meilenstein seinerzeit<br />

(1990) verpasst hat, kann jetzt auf seinem<br />

iPad mit dem sympathischen Piraten<br />

Guybrush Threepwood auf große Seefahrt<br />

gehen. Aber auch für alle anderen lohnt<br />

sich ein erneutes Durchspielen dieser<br />

rundum gelungenen Umsetzung auf jeden<br />

Adventure-Fans kommen an diesem Kult-Spiel nicht vorbei.<br />

Fall – die einfallsreichen Rätsel, die liebevoll<br />

gezeichneten Hintergründe sowie die<br />

vielen skurrilen Charaktere, die Sie im Laufe<br />

des Abenteuers treffen, haben nichts<br />

von ihrem Reiz verloren. Die genretypische<br />

Point&Click-Steuerung macht auf einem<br />

Touchscreen sogar noch mehr Spaß.<br />

Genial einfaches und süchtig machendes Spielprinzip<br />

Wer zu kleine Flügel hat, muss sich anderweitig<br />

behelfen, um sich in die Lüfte zu<br />

schwingen. Nutzen Sie eine Hügellandschaft<br />

als endlose Sprungschanze, die Sie<br />

immer wieder nach oben katapultiert. Je<br />

höher und weiter Sie auf diese Weise fliegen,<br />

desto mehr Punkte erhalten Sie. Unterwegs<br />

sammeln Sie Power-ups ein. Zufällig<br />

berechnete Grafiken sorgen dafür,<br />

dass die Spielwelt immer wieder anders<br />

aussieht. Abwechslung garantieren auch<br />

das Multiplayer-Feature sowie die unterschiedlichen<br />

Spielmodi wie Flugschule,<br />

Tagesausflug und Hügelparty.<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 93


APPs TEST: Spiele-Apps<br />

System<br />

iOS, Android (€ 0,89)<br />

Spieler<br />

1 - 8<br />

Vergleichbar Mit<br />

Need for Speed: Most<br />

Wanted, Fast &<br />

Furious 6: Das Spiel<br />

Studio<br />

Gameloft<br />

Anbieter<br />

Gameloft<br />

Sprache<br />

Deutsch<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 4 Jahren<br />

Webseite<br />

www.gameloft.de<br />

Asphalt 8: Airborne<br />

Rennspiel Der wohl beste Mobile-Racer aller Zeiten erwartet Sie.<br />

Das Geschwindigkeitsgefühl ist dank genialer Effekte extrem befriedigend.<br />

Damit Sie sich derart dicke Schlitten leisten können, müssen Sie sehr lange fahren!<br />

Asphalt 8: Airborne<br />

Grafisch brillant<br />

Hervorragende Steuerungsoptionen<br />

Abwechslungsreich<br />

Toller Multiplayer<br />

In-App-Käufe zum<br />

Teil extrem teuer<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,2<br />

Es kommt nicht oft vor, dass wir freiwillig<br />

unsere Konsolen und Spiele-PCs<br />

ignorieren, um in Ruhe ein Handy-<br />

Spiel genießen zu können. Asphalt 8: Airborne<br />

hat genau das geschafft und unsere<br />

Liebe für Arcade-Racer neu entfacht. Es<br />

ist nicht nur das beste Smartphone- oder<br />

Tablet-Rennspiel, sondern es kann auch<br />

locker mit „großen“ Konsolentiteln konkurrieren.<br />

Dabei befasst sich der Titel<br />

beim Start nicht lange mit Erklärungen,<br />

sondern wirft den Spieler direkt ins Spektakel.<br />

Die erste Sprungschanze nehmen<br />

Sie bereits innerhalb der ersten Spielminute,<br />

per Turbo rauschen Sie an Konkur-<br />

renten vorbei, driften gekonnt um die<br />

Kurven und rammen Konkurrenten förmlich<br />

zu Klump. Letzteres erinnert nicht<br />

nur entfernt an die Burnout-Serie. Jede<br />

Strecke bietet zahlreiche Abkürzungen,<br />

zerstörbare Objekte und Schanzen in unterschiedlichen<br />

Formen. Fassrollen und<br />

1080°-Drehungen machen die riesigen<br />

Sprünge doppelt so schön und was in Sachen<br />

Streckenvariation geboten ist, geht<br />

auf keine Kuhhaut. Mal fahren Sie zwischen<br />

den Beinen eines Mechs hindurch,<br />

dann wieder bildet der Start eines Space<br />

Shuttles die Kulisse des Rennens. Gute<br />

Platzierungen werden mit Geld belohnt,<br />

das Sie in Tuning und neue Fahrzeuge<br />

stecken können. 47 lizenzierte Original-<br />

Fahrzeuge stehen zur Auswahl. Gut: Auch<br />

ohne In-App-Kauf kamen wir sehr gut<br />

voran. Schlecht: Da manche Rennen nur<br />

mit bestimmten Autos gefahren werden<br />

können, müssen Sie entweder sehr lange<br />

spielen, um das nötige Kleingeld für diese<br />

Boliden zu sammeln, oder doch echtes<br />

Geld ausgeben – und zwar nicht zu<br />

knapp. Für das Top-Wagen-Paket werden<br />

beispielsweise 89 EUR fällig und ohne<br />

Top-Autos haben Sie im eigentlich genialen<br />

Mehrspieler-Modus wenig Chancen.<br />

Dennoch ein absoluter Pflichtkauf! (ai)<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

Rejected Games<br />

PREIS<br />

€ 2,69<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 4 Jahren<br />

Geschicklichkeit<br />

An Alien with a Magnet<br />

Es gilt, ein Ufo ins Ziel zu manövrieren,<br />

indem Sie mit einem<br />

Magneten an verschiedenen<br />

Himmelskörpern andocken.<br />

Einfach den Bildschirm antippen,<br />

und schon kreist der Außerirdische<br />

um den nächsten<br />

Planeten. Damit er die Umlaufbahn<br />

verlässt und im<br />

Austrittswinkel weiterfliegt,<br />

nehmen Sie den Finger wieder<br />

vom Display. Auf diese<br />

Art versuchen Sie, ins Ziel zu<br />

gelangen und dabei Boni sowie<br />

Wertgegenstände einzusammeln.<br />

Wirklich top! (ai)<br />

Spielspassnote<br />

Sehr Gut 1,3<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

Pixbits SRL<br />

PREIS<br />

€ 4,49<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 4 Jahren<br />

Simulation<br />

Junk Jack X<br />

Stellen Sie sich Minecraft in 2D vor und schon wissen Sie,<br />

worum es geht. Sie steuern ein Männlein durch eine Pixel-<br />

Welt, zerlegen Steine, Bäume und so weiter und bauen<br />

daraus neue Objekte. Sie zertrümmern also die bestehende<br />

Welt, um eine neue nach Ihren eigenen Vorstellungen<br />

zu kreieren. Was nach Arbeit klingt, enpuppt sich als beinahe<br />

meditatives Erlebnis. Die gebotenen Neuerungen machen<br />

den Titel auch für<br />

Kenner des Vorgängers interessant.<br />

(ai)<br />

Spielspassnote<br />

Sehr Gut 1,4<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

Neven Mrgan<br />

PREIS<br />

€ 2,69<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Adventure<br />

Blackbar<br />

Sie blättern sich durch einen<br />

Ordner, der Briefwechsel enthält.<br />

Teile der schriftlichen<br />

Konversation wurden offensichtlich<br />

von einer Zensurbehörde<br />

geschwärzt. Alle Briefe<br />

hängen miteinander zusammen<br />

und entfalten eine spannende<br />

Story. Ihre Aufgabe ist<br />

es, die geschwärzten Stellen<br />

mit den richtigen Wörtern zu<br />

füllen. Diese ergeben sich<br />

meist aus dem Kontext heraus.<br />

Leider nur in Englisch,<br />

aber nichtsdestotrotz innovativ<br />

und spannend! (ai)<br />

Spielspassnote<br />

Sehr Gut 1,3<br />

94 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Spiele-Apps APPs<br />

World War Z<br />

Action-Adventure Das Spiel zum Film zum Buch bietet einige innovative Ansätze.<br />

System<br />

iOS (€ 2,69),<br />

Android (€ 2,29)<br />

Spieler<br />

1<br />

Vergleichbar Mit<br />

D-Day, Infinity Blade<br />

Studio<br />

Phosphor Games Studio<br />

Anbieter<br />

Paramount Digital<br />

Entertainment<br />

Sprache<br />

Englisch (deutsche Texte)<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 12 Jahren<br />

Webseite<br />

www.worldwarzmovie.com<br />

Wenn die Zombies in Scharen gerannt kommen, entsteht durchaus Panik.<br />

Besonders im Nahkampf ist gutes Timing gefragt. Gar nicht so einfach!<br />

Zum Kinostart des Brad-Pitt-Films<br />

World War Z brachte Paramount das<br />

entsprechende Spiel in die App<br />

Stores. Der Film hat nur wenig mit der<br />

gleichnamigen Romanvorlage gemein und<br />

auch die App zeichnet eine eigene Geschichte.<br />

Sie schlüpfen in die Rolle eines<br />

Vaters, der sich in den Wirren der Zombie-<br />

Apokalypse auf die Suche nach seinem<br />

Sohn begibt. Interessanter als die Story ist<br />

die Spielmechanik, die auf Ego-Shooterund<br />

Point&Click-Adventure-Elemente<br />

setzt. In Verbindung mit der intuitiven<br />

Steuerung sorgt das (zumindest anfangs) für<br />

ein wirklich erfrischendes Spielerlebnis.<br />

Sind Zombies in der Nähe, zieht die Spielfigur<br />

automatisch eine Waffe. Um zu feuern,<br />

müssen Sie lediglich das Fadenkreuz<br />

über einen Gegner bewegen. Kopfschüsse<br />

töten schnell, Schüsse in die Beine verlangsamen<br />

den Gang, und da Munition nicht<br />

unendlich verfügbar ist, sollten Sie gut zielen.<br />

Manchmal wechselt das Spiel in einen<br />

Nahkampfmodus, der Kämpfe mit Brecheisen<br />

oder Baseballschlägern heraufbeschwört.<br />

Wer einen Tick zu früh oder zu<br />

spät reagiert, beißt schnell ins Gras.<br />

Herrscht keine unmittelbare Bedrohung,<br />

können Sie die grafisch eindrucksvolle<br />

Spielumgebung in Ruhe erkunden und<br />

nach Informationen oder Ausrüstung suchen.<br />

Einfach auf den Screen tippen und<br />

schon rennt Ihre Spiel figur auf die gewünschte<br />

Stelle zu. Erfahrungspunkte,<br />

Munition und Medikits können überall<br />

versteckt sein. Darum lohnt es sich, gründlich<br />

vorzugehen. Berühren Sie ein Fahrzeugheck,<br />

wird der Kofferraum geöffnet,<br />

tippen Sie einen Computer an, wird dieser<br />

nach nützlichen Infos durchforstet und so<br />

weiter. Alles gut? Nicht ganz. Dass die hirnlosen<br />

Zombies mit steigender Spielzeit immer<br />

mehr Kugeln vertragen, die spielerischen<br />

Möglichkeiten aber nicht mitwachsen,<br />

dämpft den Spaß auf Dauer. (ai)<br />

World War Z<br />

Sehr gute Grafik<br />

Innovativer Mix aus<br />

Shooter und Adventure<br />

Sehr gute Steuerung<br />

Massig Klongegner<br />

Motivationskurve<br />

sinkt ab der Hälfte<br />

spürbar<br />

GUT<br />

Note 1,8<br />

System<br />

Android, iOS<br />

ANBIETER<br />

Game Bakers<br />

PREIS<br />

€ 1,79<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Action<br />

Combo Crew<br />

System<br />

iPad<br />

ANBIETER<br />

Two Lives Left<br />

PREIS<br />

€ 2,69<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Action<br />

Crabitron<br />

System<br />

iPad<br />

ANBIETER<br />

Aspyr Media<br />

PREIS<br />

€ 8,99<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 12 Jahren<br />

Rollenspiel<br />

Knights of the Old Republic<br />

Mr. Boss sitzt im obersten Stockwerk eines riesigen Turms<br />

und Sie müssen sich nach oben kämpfen, um den Obermotz<br />

zu vermöbeln. Dabei benötigen Sie weder Buttons<br />

noch virtuelle Analog-Sticks. Ihre Gegner verprügeln Sie<br />

nämlich mit simplen Wischbewegungen, die sogar ellenlange<br />

Combos und Special Moves auslösen. Kaum zu glauben,<br />

aber so simpel und präzise steuert sich wahrscheinlich<br />

keine andere Touchscreen-Prügelei.<br />

Toll für<br />

Martial-Arts-Fans! (ai)<br />

Spielspassnote<br />

Gut 1,5<br />

Eigentlich bietet Crabitron spielerisch keine besonderen Eigenschaften,<br />

doch die Steuerung macht die außerirdische<br />

Zerstörungsorgie dennoch extrem spaßig. Mit Kneifbewegungen<br />

beider Hände bewegen Sie die Scheren einer gigantischen<br />

Krabbe und zerstören alles, was sich ihr in den<br />

Weg stellt. Auch wenn das Spiel keinen Mehrspieler-Modus<br />

bietet, hatten wir mit zwei Personen am Touchscreen den<br />

meisten Spaß. Perfekt für<br />

die Zerstörungsorgie zwischendurch.<br />

(ai)<br />

Spielspassnote<br />

Gut 1,7<br />

Unglaublich, aber wahr: Bei dieser App handelt es sich tatsächlich<br />

um das preisgekrönte Bioware-Rollenspiel aus<br />

dem Jahre 2003. Die Umsetzung ist (größtenteils) hervorragend<br />

gelungen. Die Multiple-Choice-Dialoge sind immer<br />

noch sehr unterhaltsam und spannend, das Kampfsystem<br />

leidet ebenfalls nicht unter der Portierung auf den<br />

Touchscreen. Einzig die Laufsteuerung halten wir für misslungen,<br />

was vor allem in<br />

engen Gängen für einigen<br />

Frust sorgen kann. (ai)<br />

Spielspassnote<br />

Sehr Gut 1,4<br />

www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13 95


APPs TEST: Spiele-Apps<br />

System<br />

iOS (€ 4,49)<br />

Spieler<br />

1<br />

Vergleichbar Mit<br />

Beneath a Steel Sky<br />

Studio<br />

Wadjet Eye Games<br />

Anbieter<br />

Wadjet Eye Games<br />

Sprache<br />

Englisch<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 12 Jahren<br />

Webseite<br />

www.wadjeteyegames.com<br />

Gemini Rue<br />

Adventure Neo-Noir + Retro-Adventure = Hochspannung für Anspruchsvolle<br />

Die Textboxen sind wunderbar oldschool, lassen sich aber auch deaktivieren. Der Protagonist Nummer 2 ist ein Gefangener von Center 7 und macht so einiges mit.<br />

Gemini Rue<br />

Fantastische Retro-<br />

Adventure-Atmosphäre<br />

Shooter-Einlagen<br />

Gutes Rätseldesign<br />

Grafisch altbacken<br />

Keine deutsche<br />

Sprachoption<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,3<br />

Aktuelle Adventures glänzen mit aufwendiger<br />

Grafik und unterschiedlichen<br />

Hilfefunktionen. Schließlich<br />

will man den Spieler von heute nicht überfordern.<br />

Darum ist es ganz schön mutig von<br />

Wadjet Eye Games, Gemini Rue in einer<br />

Form zu präsentieren, die eher an die frühen<br />

Jahre des Genres erinnert: Pixelige Retro-<br />

Optik, vorsintflutliche Dialogboxen und<br />

Rätsel, die der Spieler ganz alleine lösen muss.<br />

Das mag für viele abschreckend klingen,<br />

doch wer anspruchsvoller Kost nicht abgeneigt<br />

ist, wird sich mit Freuden in diesem<br />

erwachsenen Abenteuer verlieren. Darin<br />

schlüpfen Sie in die Rollen zweier Charaktere,<br />

die in komplett unterschiedlichen Missionen<br />

unterwegs sind. Als Detektiv Azriel<br />

Odin sollen Sie auf dem Minenplaneten<br />

Barracus einen alten Bekannten aufstöbern<br />

und geraten dabei dem Boryokudan-Kartell<br />

in die Quere. Der Protagonist Nummer 2<br />

hört auf den Namen Delta Six und ist ein<br />

Gefangener, der als Versuchskaninchen herhalten<br />

muss. Dass er Fluchtgedanken hegt,<br />

dürfte also niemanden verwundern. Die Geschehnisse<br />

werden spannend erzählt, die<br />

Sprachausgabe und ein toller Soundtrack<br />

verdichten die Atmosphäre zusätzlich. Leider<br />

gibt es keine deutsche Sprachoption, obwohl<br />

die ältere PC-Fassung mit wirklich guten,<br />

deutschen Sprechern glänzte. Kommen wir<br />

zum Interface: Dieses bietet Symbole wie<br />

Hand, Fuß, Auge und Mund. Wollen Sie,<br />

dass die Spielfigur ein Umgebungsobjekt<br />

benutzt, tippen Sie zuerst auf die Hand und<br />

dann auf das entsprechende Objekt. Ein Gespräch<br />

starten Sie wiederum, indem Sie auf<br />

das Mund-Symbol tippen und anschließend<br />

auf eine Person. Ältere Adventure-Fans werden<br />

sich also ganz wie zu Hause fühlen. Für<br />

das Genre untypisch sind Schießereien, in<br />

denen Sie im Bildhintergrund Deckung suchen,<br />

um auf den richtigen Angriffsmoment<br />

zu warten. Fazit: alles andere als konventionell<br />

und einfach gut! (ai)<br />

Action<br />

System<br />

iOS, Android<br />

ANBIETER<br />

Glu Games Inc.<br />

IM HANDEL<br />

Erhältlich<br />

PREIS<br />

Gratis<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 17 Jahren<br />

Frontline Commando D-Day<br />

Es ist schon erstaunlich, wie eindrucksvoll Handy-Spiele<br />

mittlerweile aussehen. Dieser Gratis-Shooter macht aber<br />

auch spielerisch einiges her und wählt den Zweiten Weltkrieg<br />

als Kulisse. Ihre Spielfigur bewegt sich meist automatisch,<br />

während Sie im richtigen Moment in Deckung gehen<br />

und Feinde aufs Korn nehmen müssen. Die In-App-Käufe<br />

werden sehr penetrant beworben, doch das Spiel ließ sich<br />

im Test auch ohne Shopping<br />

bezwingen. Fazit: ein<br />

echter Hit! (ai)<br />

Spielspassnote<br />

Sehr Gut 1,4<br />

System<br />

Windows Phone<br />

ANBIETER<br />

17-Bit<br />

IM HANDEL<br />

Erhältlich<br />

PREIS<br />

€ 4,99<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 12 Jahren<br />

Strategie<br />

Skulls of the Shogun<br />

Android- und iPhone-User haben nur selten Grund, auf<br />

Windows-Phone-Besitzer neidisch zu sein. Skulls of the<br />

Shogun ist jedoch genau so einer. Das rundenbasierte Strategiespiel<br />

macht einen Heidenspaß und kombiniert<br />

anspruchsvolles Taktik-Gameplay mit einer witzigen Präsentation.<br />

Die Bedienung per Touchscreen ist fluffig und<br />

gelungen. Der hohe Preis dürfte potenzielle Käufer abschrecken,<br />

aber unserer<br />

Meinung nach ist das Spiel<br />

jeden Cent wert. (ai)<br />

Spielspassnote<br />

Sehr Gut 1,4<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

Warner Bros.<br />

IM HANDEL<br />

Erhältlich<br />

PREIS<br />

€ 4,49<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Action<br />

Lego Batman: DC Super Heroes<br />

Sich als Klötzchen-Batman durch ein ebenso eckiges Gotham<br />

zu prügeln, während im Hintergrund der Original-<br />

Soundtrack aus Tim Burtons Batman-Filmen tönt, hat<br />

schon etwas Erhabenes! Es gibt zwei Steuerungsvarianten,<br />

wobei wir beide als suboptimal bezeichnen würden. Vor<br />

allem während der Bosskämpfe hat uns das fummelige<br />

Navigieren Nerven gekostet. Aufgrund des ordentlichen<br />

Umfangs kann man auch<br />

über den relativ hohen<br />

Preis hinwegsehen. (ai)<br />

Spielspassnote<br />

Gut 1,7<br />

96 www.spielefilmetechnik.de – Sonderheft 02/13


TEST: Spiele-Apps APPs<br />

Super Stickman Golf 2<br />

Geschicklichkeit Für Solisten ein netter Snack, für Mehrspieler-Fans eine Offenbarung!<br />

System<br />

iOS (Gratis),<br />

Android (€ 2,69)<br />

Spieler<br />

1 - 8<br />

Vergleichbar Mit<br />

Super Stickman Golf,<br />

Worms Crazy Golf,<br />

Flick Golf<br />

Studio<br />

Noodle Cake Studios<br />

Anbieter<br />

Noodle Cake Studios<br />

Sprache<br />

Englisch<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 4 Jahren<br />

Webseite<br />

www.noodlecake.com<br />

Die 2D-Grafik ist extrem simpel gestaltet und wirkt geradezu vorsintflutlich. Dafür<br />

bleibt die Übersicht jederzeit gewahrt und Spaß macht das Ganze trotzdem.<br />

Der Race-Modus erlaubt es vier Spielern, simultan anzutreten. Wer zuerst einlocht,<br />

gewinnt die Partie. Leider bleibt dieser Modus iOS-Spielern vorbehalten.<br />

Der Vorgänger Super Stickman Golf<br />

wurde über eine Million Mal heruntergeladen<br />

und auch dem Nachfolger<br />

steht eine rosige Zukunft bevor. Hoffen<br />

wir zumindest, denn was Noodle Cake Studios<br />

an Spielspaß in diese kleine App gestopft<br />

hat, grenzt an Hexerei. An der Grundmechanik<br />

hat sich nichts geändert: Vor dem Abschlag<br />

wählen Sie die Richtung, anschließend<br />

füllt sich eine Anzeige, welche die Schlagstärke<br />

repräsentiert. Nun gilt es, im richtigen<br />

Augenblick den Screen anzutippen, damit der<br />

Ball hoffentlich auf dem Grün landet. Anfangs<br />