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Alb Magazin - Ausgabe Heidengraben 2/2013

Regional Magazin auf der Schwäbischen Alb für die Region Heidengraben, Grabenstetten, Hülben, Erkenbrechtsweiler, Hochwang und Böhringen

Regional Magazin auf der Schwäbischen Alb für die Region Heidengraben, Grabenstetten, Hülben, Erkenbrechtsweiler, Hochwang und Böhringen

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Ausgabe 2 / Juli 2013

125 Jahre Kindergarten Hülben

Gegründet von Ortspfarrer Gottlob Lang

Keltenausstellung Erkenbrechtsweiler

endet mit großem Erfolg

Gleitschirmfliegen am Hohen Neuffen

Frei wie ein Vogel

Wasserturm in Hochwang

Einst schwere Geburt, heute Wahrzeichen – Seite 6 – 7

Ein Logo, ein Gesicht

Das neue Heidengraben CI stellt sich vor – Seite 8

Partys in der Region am Heidengraben

Da tanzt der Bär – Seite 14 – 15

Best of Canto Vocale

Römerstein-Böhringen – Seite 26


Inhaltsverzeichnis

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013 Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Editorial

Editorial

Seite 3

Keltenausstellung Erkenbrechtsweiler

Seite 4 – 5

Wasserturm in Hochwang

Seite 6 – 7

Ein Logo, ein Gesicht

Seite 8

Burg Hohen Neuffen

Seite 9

125 Jahre Kindergarten Hülben

Seite 10 – 11

Mit Pokal und Urkunde im Gepäck

Seite 12

Holzbau Werner

Seite 13

Partys in der Region am Heidengraben

Seite 14 – 15

Interview Fritz-Ulrich Herter

Seite 16 – 17

Interview mit Gerd Stegmaier

Seite 18

Weible Bestattungen & Trauerkultur

Seite 19

Gleitschirmfliegen am Hohen Neuffen

Seite 20 – 21

Amphoren – Teil 2

Seite 22

Gewerbeschau Hülben

Seite 23 – 24

Berg Brauerei Ulrich Zimmermann

Seite 25

Best of Canto Vocale Böhringen

Seite 26

Fliesen Kuder

Seite 27

AlbTour

Seite 28

Das Alb-Magazin bekommt Nachwuchs

Seite 29

Veranstaltungen

Seite 30 – 31

Titel: Werner Haußmann

Rückseite: Wasserturm Hochwang

Fotografie: Thomas Blank

Liebe Leserinnen und Leser

des Alb-Magazins,

wenn auch die meisten von uns schon sehr

lange in der Region leben, so gibt es doch

viele Dinge, die man zwar seit Langem

kennt, aber recht wenig, manchmal gar

nichts, darüber weiß. Gerade das macht die

Arbeit, für jeden von uns im Alb-Magazin-

Team, doppelt spannend. Wir haben uns

dieses Mal unter anderem zwei Themen

herausgepickt, von denen wir glauben,

dass Sie das „Weshalb“ und „Wieso“ interessieren

könnte. Hier zählt zum einen der

„Wasserturm“ von Hochwang dazu. Jeder

weiß, dass er sehr wahrscheinlich Wasser

beinhaltet, doch keiner kann Genaueres

darüber sagen. Ähnliches trifft auch auf die

zahlreichen Gleitschirmflieger am Hohen

Neuffen zu. Wieso gerade da? Für unsere

neueste Ausgabe, die Sie heute in Ihren

Händen halten, haben wir uns schlau gemacht

und hierzu mal genauer nachgefragt.

Lesen Sie doch selbst, was wir dabei

herausgefunden haben!

Zwar mit einer gehörigen Portion Bedauern,

dennoch mit den allerbesten Wünschen,

möchten wir bei dieser Gelegenheit Fritz-

Ulrich Herter in die Altersteilzeit verabschieden.

Er hat die Arbeitsbühne als langjähriger

Chef der Raiffeisenbank Vordere

Alb und als fungierender Vorstand in der

Region am Heidengraben vor kurzem verlassen,

doch hoffen wir sehr darauf, ihn bei

dem ein oder anderen Projekt weiterhin

fest an unserer Seite zu haben. Fritz-Ulrich

Herter steht mit seinen Ideen und Visionen

für die Alb, wie kaum ein Zweiter für die

Region am Heidengraben. Er ist einer der

Gründungsväter des Alb-Magazins und dafür

möchten wir heute von ganzem Herzen

DANKE sagen.

Ein besonderes Highlight betrifft uns

selbst. Unser Alb-Magazin am Heidengraben

hat stolzen Nachwuchs bekommen.

Die Idee: „Aus der Region, für die Region“,

geht auf Reisen. Manch´ einer würde sagen:

„On the other side of the Alb“.

Das Magazin gibt es jetzt auch für die

Region St. Johann und Gomadingen. Das

altbekannte Redaktions-Team wird sich

dafür verantwortlich zeigen. Die ersten

Reaktionen auf das „Alb-Magazin Kispel-

Lauter“ sind übrigens überaus positiv und

erfreulich, was uns natürlich noch mehr

anspornt und aus vier Magazinen pro Jahr

nun acht in zwei Regionen macht. Und falls

sie gerade über das Titelfoto geschmunzelt

haben … Werner Haußmann aus Erkenbrechtsweiler

erwischte ich im letzten

Sommer mit meiner Kamera ganz spontan

auf dem Traktor am Burrenhof. Ein sogenannter

Schnappschuss, ein Original – wie

alle Bilder im Alb-Magazin – ganz ohne Retusche

und echt.

Nun wünsche ich viel Freude mit dem neuen

Heft, einer Ausgabe mit einem bunten,

vielfältigen Strauß an Themen und Anregungen.

Genießen Sie den Sommer und die freundlich-lauen

Temperaturen auf der bildschönen,

grünen Alb.

Herzlichst Ihr Thomas Blank

Herausgeber

Seite 14 – 15

Seite 8

Seite 29

Seite 20 – 21

Seite 12

2 3


Erkenbrechtsweiler

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Keltenausstellung endet mit großem Erfolg

Mit großem Erfolg ging Anfang Juni die Ausstellung „Kelten, Kalats, Tiguriner – Archäologie am Heidengraben“ zu

Ende. Insgesamt fanden 4743 Besucher den Weg ins Bürgerhaus von Erkenbrechtsweiler, die Ausstellung war wegen

des großen Zuspruchs sogar noch fast zwei Wochen länger als ursprünglich geplant zu sehen.

eine Sicherheitsfirma aus Stuttgart engagiert,

die die Räume mit einer temporären

Alarmanlage ausstattete.

Aber auch die Organisation der Ausstellungsdienste

und vieles mehr lag in der

Verantwortung der Gemeinde. „Das war

schon eine kleine Herkulesaufgabe für unseren

kleinen Ort“, resümiert der Bürgermeister

von Erkenbrechtsweiler, Roman

Weiß. Zudem hatten die Verantwortlichen

nicht viel Zeit von der Entwicklung der

Idee, die Ausstellung auf dem Heidengraben

zu zeigen, die beim Archäologie-Forum

im Herbst 2012 entstand, bis hin zur Eröffnung

Ende März 2013. „Trotz aller Arbeit

würden wir das sofort wieder durchziehen.

Jedes Rädchen hat ins andere gegriffen

und jeder hat mitgedacht. Ich kann nur

allen Beteiligten ein Riesenlob aussprechen“,

sagt Roman Weiß, „Wir sind sehr

dankbar, dass wir die Ausstellung hier zeigen

durften. So ein Event ist hinsichtlich

der Außenwirkung für unsere Gemeinde

aber auch für die ganze Region am Heidengraben

von unschätzbarem Wert.“

Übrigens: Wer den Besuch der Ausstellung

in Erkenbrechtsweiler verpasst hat, hat

noch eine weitere Chance in der Nähe, sich

einen Teil der Fundstücke anzusehen. Bis

zum 9. September ist die Wechselausstellung

„Kelten, Kalats, Tiguriner – Archäologie

am Heidengraben“ im Biosphärenzentrum

in Münsingen zu sehen – allerdings

nur in stark verkleinertem Rahmen.

Text: Kerstin Dannath

www.heidengraben.com

Echte Hingucker nicht nur für Experten: Die interessanten Exponate im Bürgerhaus Erkenbrechtsweiler erwiesen sich als Publikumsmagnet

„Ein überwältigender Erfolg“ freut sich Dr.

Dorothee Ade von Archäo. Die Bürogemeinschaft

aus vier selbständigen Archäologen

aus Rottenburg am Neckar zeichnet sich

zusammen mit Studenten der Universität

Tübingen für die Konzeption der Ausstellung

verantwortlich. „Nach unseren Erfahrungen

mit Ausstellungen in eher kleinen

Orten hatten wir eher mit der Hälfte an

Besuchern gerechnet“, so Dr. Ade weiter.

Selbst dem SWR war die Ausstellung einen

längerer Fernsehbericht im „Dritten“

wert, zudem lockten zahlreiche Zeitungsberichte

Archäologie-Interessierte auf die

Vordere Alb.

Präsentiert wurden Funde und aktuelle

Forschungsergebnisse über die keltische

Besiedlung auf dem Heidengraben, eines

der bedeutendsten archäologischen Geländedenkmäler

Baden-Württembergs, als

Kooperationsprojekt der Universität Tübingen

mit den Landesämter für Denkmalpflege

in Stuttgart und in Tübingen sowie

den drei Gemeinden und FAKT. Gefördert

wurde die Ausstellung vom Ministerium

für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg.

Nach einer groben Auswertung

der Fragebögen, die jeder Besucher ausfüllen

konnte, aber nicht musste, kamen

die Leute aus einem Umkreis von über 20

Kilometern auf die Vordere Alb. Aber auch

viele Einheimische ließen sich – oft auch

mehrfach – die Gelegenheit in ihre eigene

Vergangenheit einzutauchen, nicht entgehen.

„Die Bewertungen der Ausstellung

waren durchweg sehr gut, am meisten hat

die Leute beeindruckt, dass so viele Funde

zusammen in einem Raum zu sehen waren“,

erzählt die Archäologin.

„Waage vom Heidengraben“ als Highlight

Zu sehen waren wertvolle Exponate aus

der Zeit zwischen 1000 und 100 v. Chr.,

diverse Repliken und anschauliche Szenarien

über Siedlung, Hausbau, Ernährung,

Landwirtschaft, Handwerk, Handel,

Kleidung, Bestattungsriten und den räumlichen

Besonderheiten des Heidengrabens.

Ein besonderes Highlight war die Präsentation

der „Waage vom Heidengraben“, die

1998 in der Nähe von Tor B der „Elsachstadt“

von „Ackerläufer“ Achim Lehmkuhl

gefunden wurde. Der Fundort nahe des

Tores legt für die Wissenschaftler nahe,

dass die Kelten auf dem Heidengraben

auch mit schweren Lasten Handel trieben.

Die Waage war in Erkenbrechtsweiler erst

zum zweiten Mal zu sehen – davor war

sie nur bei der großen Landesausstellung

„Die Welt der Kelten“ in Stuttgart der Öffentlichkeit

vorgestellt worden. Und darüber

freute sich einer ganz besonders: „Es

ist wunderbar, dass die Exponate endlich

mal dort gezeigt wurden, wo sie auch herstammen.

Die Leute von der Vorderen Alb

haben mich schon oft gefragt, wann meine

Funde endlich mal vor Ort zu sehen sind“,

so „Ackerläufer“ Lehmkuhl.

Des weiteren waren zahlreiche Goldmünzen

und Schmuck, Waffen und Dinge des

Alltags in Erkenbrechtsweiler ausgestellt.

Eine auf den Boden projizierte Animation

zeigte die Vordere Alb aus der Vogelperspektive,

um das Siedlungsgebiet der Kelten

zu veranschaulichen.

Organisatorische Herausforderung

Für eine so kleine Gemeinde wie Erkenbrechtsweiler

war die Organisation der

Ausstellung, die vorher nur auf Schloss Hohentübingen

zu sehen war, natürlich eine

große Herausforderung. Unter anderem

mussten viele Auflagen hinsichtlich der Sicherheit

der zum Teil sehr wertvollen Exponate

erfüllt werden. Hierfür wurde eigens

4 5


Wasserturm in Hochwang

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Der Blick vom Wasserturm Richtung Hochwang und Erkenbrechtsweiler

Der Hochwanger Wasserturm: Einst schwere Geburt, heute Wahrzeichen

Bald hat er Geburtstag: Der Wasserturm von Hochwang wird im kommenden Jahr 40 Jahre alt. Er ist einer der letzten

seiner Art in Baden-Württemberg. Seine Arbeit wird inzwischen von Pumpwerken übernommen. Auch der Oberlenninger

Gemeinderat hatte sich damals mit dem Baubeschluss für die Betonnadel schwer getan.

Der Standort ist mit Bedacht gewählt.

„Durch die Lage im Wald kann man den

Turm nur sehen, wenn man direkt davorsteht,

ansonsten reicht der Baumbestand

etwa bis zur halben Höhe. Es ist deshalb

nicht zu befürchten, dass ein Wasserturm

mit der Landschaft nicht in Einklang zu

bringen ist.“ So ist es in der Niederschrift

des Rats der Gemeinde Oberlenningen am

4. Dezember 1973 festgehalten.

Es hat alles nichts genutzt, auch wenn

ihm die umstehenden Bäume inzwischen

über die Tulpe zu wachsen drohen: Der ein

Jahr später gebaute Hochwanger Wasserturm

ist in den vergangenen fast vier Jahrzehnten

so etwas wie das heimliche Wahrzeichen

des Lenninger Teilorts geworden.

Und das wird er auch bleiben. Konkurrenz

muss der Turm, einer der letzten seiner Art

im ganzen Land, nicht mehr befürchten.

„Wassertürme sind überholt. Ihre Arbeit

wird heute von Drucksteigerungspumpwerken

übernommen“, sagt Bernhard Röhrle,

der Sprecher der Landeswasserversorgung

Baden-Württemberg.

Arbeit, welche Arbeit? „Der Wasserturm

sorgt mit seinem Inhalt in erster Linie

dafür, dass der Druck im Leitungsnetz

von Lenningen und Hochwang konstant

bleibt“, sagt Jan Hertel, der als Wassermeister

der Gemeinde so etwas wie der

Hausherr in der achteckigen Betonnadel

ist. Erst in zweiter Linie werden die 250

Kubikmeter Wasser, die in der auf rund 15

Metern Höhe auskragenden Tulpe gespeichert

sind, als stille Reserve vorgehalten.

„Die brauchen wir eigentlich nur bei Störfällen

oder wenn bei einem Brand schnell

und viel Löschwasser benötigt wird“, sagt

Hertel. Würden die 250 Kubikmeter aus

der sechs Meter hohen Tulpe in die Leitungen

der Privathaushalte gespeist, dann

könnte sich ganz Hochwang vier Tage lang

über Wasser halten. Das Zahlenverhältnis

zeigt beiläufig, dass die zahlreichen Appelle,

doch sorgsam mit dem wertvollen Nass

umzugehen, in den vergangenen Jahren

auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Im

Jahr 1973 hatten die Planer den Turm

noch so bemessen, dass sein Inhalt im

Ernstfall die Hälfte eines vollen Tagesbedarfs

des Flecken würde decken können.

Jenseits der schmucklosen Betonhülle

mag sich die Welt geändert haben, im Innern

des Turms herrscht das Gleichmaß.

Es ist empfindlich kalt – nicht nur, weil das

gespeicherte Wasser eine konstante Temperatur

von acht Grad hat. Kaltes Neonlicht

setzt kalten Beton in Szene. Die nüchterne

Formensprache der Technik lässt keinen

Raum für ästhetische Spielereien.

Warm wird es dem Wassermeister trotzdem

jedes Mal, wenn ihn sein wöchentlicher

Kontrollgang zum Turm führt. Nicht,

dass den ehemaligen Spitzen-Biathleten

und Skilangläufer die 113 Stufen bis zur

Spitze ernsthaft ins Schwitzen brächten –

Hertel lebt und liebt seine Arbeit. „Ich bin

Wassermeister mit Leib und Seele“, sagt

er. Meist hat er keinen Blick für die beiden

kleinen Fensteröffnungen ganz oben,

von denen eine nach Erkenbrechtsweiler

zeigt, und die andere – über den Berghau

hinweg – nach Grabenstetten. Hertel kontrolliert

die Wasserstands- und die Druckanzeigen

und er wirft einen Blick auf das

Leitungsgewirr, von dem aus ein Füllrohr

und eine Fallleitung abzweigen. Die beiden

Hauptrohre, 150 und 125 Millimeter im

Durchmesser, überwinden die 15,50 Meter,

die sich der Boden der Wasserkammer

über dem Erdboden befindet. In regelmäßigen

Abständen wird das Wasser ausgetauscht.

Dann ertönt aus dem Turminnern

das charakteristische Pfeifen. „Das kommt

von dem Lochblech, das als Bremse wirkt.

Anderenfalls würde durch das hereinschießenden

Wasser der Druck in der Leitung

schlagartig runtergehen“, erklärt Hertel.

Im Gegensatz zum Wasser, das immer

zum tiefsten Punkt strebt, haben die Herstellungskosten

für den Turm die andere

Richtung genommen. In einem Gemeinderatsprotokoll

aus dem Oktober des Jahres

1959, in dem die ersten Überlegungen

zum Bau eines Wasserturms in Hochwang

dokumentiert sind, wird von einer Investitionssumme

von 195 000 Mark ausgegangen.

Abzüglich eines Staatsbeitrags von 25

Prozent und unter der mutigen Annahme,

dass die für die Wasserversorgung damals

zuständige Blau-Lauter-Gruppe 90 000

Mark für die alte Gußrohrleitung zahlen

würde, durch die zuvor das Wasser die

1700 Meter vom Hochbehälter im Berghau

nach Hochwang geflossen ist, wären

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an der Gemeinde damals nur 56 000 Mark

hängen geblieben. Das hat sich 14 Jahre

später anders angehört. Im Oktober 1973

hat der Ratsschreiber unter Berufung auf

den damaligen Schultes, Gerhard Schneider,

festgehalten: „Die Kosten müssen

nach Ansicht des Vorsitzenden auf circa

600 000 Mark angesetzt werden.“ Zwei

Monate später hat der Gemeinderat das

Wasserversorgungsunternehmen Vedewa

beauftragt, den Turm „mit einer geschätzten

Baukostensumme ohne Mehrwertsteuer

von 468 000 Mark zu fertigen“.

Ein Gastbeitrag von Thomas Schorradt.

Thomas Schorradt ist Redakteur der Stuttgarter

Zeitung und wohnt in Hochwang.

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Thomas Schorradt im Gespräch mit Jan Hertel

Blick ins Wasserbecken

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6 7


Ein Logo, ein Gesicht

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013 Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Burg Hohen Neuffen

Das neue Heidengraben CI stellt sich vor

Drei Gemeinden haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht. Wenn es künftig um gemeindeübergreifende

Angelegenheiten geht, erscheinen Hülben, Erkenbrechtsweiler und Grabenstetten im einheitlichen Bild.

„Wir haben uns die Frage gestellt, wie wir

uns als Region am Heidengraben eigentlich

nach außen hin präsentieren“. Hülbens

Bürgermeister Siegmund Ganser ergreift

das Wort und spricht am Burrenhof

über das neueste Projekt der drei Gemeinden

am Heidengraben.

Gemeinsam auf den Weg gemacht

„Dass sich drei Gemeinden zusammentun,

ist nicht alltäglich!“, gibt er dabei zu.

Herausgekommen ist nun ein modernes,

einheitliches Erscheinungsbild mit neuem

Logo, umgesetzt von der lokalen Werbeagentur

thomasblank.com gmbh in Erkenbrechtsweiler.

„Die Region am Heidengraben

soll in der Öffentlichkeit nicht nur

besser wahrgenommen werden, sondern

überhaupt als Einheit in Erscheinung treten“,

erklärt Agentur-Chef Thomas Blank

die Idee, die hinter dem gemeinsamen Corporate

Identity (CI) steckt. „Jeder für sich

alleine, sein eigenes Süppchen kochen,

das wollten wir nicht“, bekräftigt Ganser in

diesem Zusammenhang. Nur gemeinsam

gebe es eine Einheit – ganz so, wie es jetzt

beim Logo der Fall sei. Vom keltischen Erbe

wolle man zusammen, sowohl touristisch

als auch wirtschaftlich, profitieren. Schließlich

seien auf jeder der drei Gemarkungen

Reste der über 2000 Jahre alten keltischen

Befestigungsanlage zu finden. So stilisiert

auch das neue Logo in knackig-frischem

„Grün als Eye-Catcher“ einen Querschnitt

eines keltischen Gräberwalls. Die Wortmarke

lautet: „Region am Heidengraben.

Kelten. Kultur. Erleben“. Die Farbe des Hügels

in grün dabei anlehnend an das (ebenso

grüne) Biosphärengebiet, so Blank.

Auch tauche zukünftig immer wieder

ein „stilistischer Achsnagel“ aus der keltischen

Geschichte auf, wenn es um die

Region am Heidengraben ginge. In einer

Ellipse finden sich Bilder und Texte wieder,

„ihre geometrische Form ist abgeguckt bei

keltischen Verteidigungs-Schilden“, erläutert

Blank. „Logos werden oft monatelang

diskutiert, bei uns war das unkompliziert“,

freuen sich die drei Rathauschefs über die

Zustimmung im jeweiligen Gemeinderat.

Vorarbeit für Heidengrabenzentrum

Vorarbeit mit dem neuen CI sei bereits

auch mit Blick auf ein „Heidengrabenzentrum“,

geleistet worden, das möglicherweise

nahe des Burrenhofs entstehen könne,

so die drei Rathauschefs. Im Herbst möchten

die Gemeinden in dieser Sache in

eine Bürgerbeteiligung einsteigen. In den

letzten dreieinhalb Jahren habe man dazu

bereits eine Menge gedankliche Vorarbeit

geleistet, verkündet Ganser. Auch eine

Machbarkeitsstudie bezüglich Natur und

Umwelt sei für den in Betracht gezogenen

Standort bereits durchgeführt worden.

„Jetzt müssen wir bei der Bürgerschaft

nachfragen, ob das Ganze auch wirklich

gewollt und identitätsstiftend ist“, sagt

Bürgermeister Roman Weiß aus Erkenbrechtsweiler.

Weder Museum noch Denkmal soll es werden

Das Biosphärenzentrum in Münsingen sei

ein Vorbild medialer Art, wie so ein Zentrum

am Heidengraben aussehen könne,

erklären die Bürgermeister auf Nachfrage.

Aber: „Weder Museum noch Denkmal soll

es werden“, bekräftigen die Herren.

Text & Fotografie: Patricia Kozjek

Das neue Gesicht wurde am Burrenhof präsentiert.

V. li.: Bürgermeister Harald Steidl (Grabenstetten) und Roman Weiß (Erkenbrechtsweiler), Thomas Blank und Bürgermeister Siegmund Ganser (Hülben).

Ein tierisch gutes Team: Wolfgang Weller mit Vanessa Müller und seinen Prachtexemplaren,

die sich auch als „Film-Schauspieler“ betätigen

Falknerspektakel auf der Burg Hohen Neuffen

Bei einem mittelalterlich dargebotenen Falknerspektakel auf der Burg Hohen Neuffen, erleben Besucher Adler,

Falken, Bussarde und Eulen hautnah. Die Burg Hohen Neuffen zählt ohne Frage zum kulinarisch-kulturellen

Zentrum der Gegenwart, gebettet in eine herrlich unvergleichlich schöne, landschaftliche Lage.

Bei Flugschauen mit Falkner Wolfgang

Weller, bekannt aus Funk und Fernsehen,

erfährt man eine Menge Wissenswertes

über die hohe Kunst der Falknerei.

Ein Zusammenspiel

von Mensch, Tier und Natur

Immer sonn- und feiertags um 12, 14 und

16 Uhr – bei Regen nur mit Vorbehalt. Wüstenbussarde

fliegen dicht über die Köpfe

der Besucher und zeigen verschiedene

Jagdstrategien und Beutefangtechniken.

Königliche Sturzflüge der Jagdfalken auf

die Beuteattrappen am Boden faszinieren

dabei nicht nur die kleinen Betrachter. Es

ist ein lehrreiches wie packendes Erlebnis,

eingehüllt in ein mittelalterliches Schauspiel

für die ganze Familie. Das Zusammenspiel

von Mensch, Tier, Natur und dem

alten Handwerk der Falknerei berührt auf

eine ganz besondere Art und Weise.

Feine regionale Küche

Das Ehepaar Axel und Erika Vetter lädt mit

ihrer Burggaststätte Hohen Neuffen auf

eine inspirierende Reise durch Raum und

Zeit mit Genuss für alle Sinne ein. Besondere

Veranstaltungen und Events finden

sich hier immer wieder. Aus dem einst einfachen

„Versperstüble“ ist ein Restaurant

mit schönem Ambiente und feiner, regionaler

Küche geworden. Hier werden Feste

gefeiert, Gläser zum Klingen gebracht, es

wird lecker getafelt und im Kerzenschein

geplauscht. Ganz so, wie es schon die

Herren von Neuffen einst getan.

Tradition verpflichtet

Dieser Tradition fühlt sich das dienstälteste

Pächterehepaar einer Liegenschaft

des Landes Baden-Württemberg, mit ihren

rund 30 Mitarbeitern und zahlreichen Aushilfen,

verpflichtet. Stolz ist das Ehepaar

Vetter darauf, nunmehr seit 30 Jahren für

die gastronomische Entwicklung der Burg

Hohen Neuffen verantwortlich zu sein. Ihre

Gäste sollen sich mit Körper, Geist und

Seele wohlfühlen. Das liegt ihnen ganz besonders

am Herzen. Machen Sie sich auf

und genießen Sie!

Text: Patricia Kozjek

„Ein Greifvogel macht nur, was er will.“

sagt Falkner Wolfgang Weller

Informationen

Burggaststätte Hohen Neuffen

Erika und Axel Vetter

Telefon 07025 - 2206

kontakt@hohenneuffen.de

www.hohenneuffen.de

Reestaurant April bis Oktober

Mi – Sa: 9 – 22 Uhr

(Küche 11:30 – 21:30 Uhr)

So + Feiertage: 9 – 19 Uhr

(Küche 11:30 – 18:30 Uhr)

Montag + Dienstag Ruhetag

Kiosk April bis Oktober

Mi – So: 9 – 22 Uhr

So, Mo, Di + Feiertags: 9 – 19 Uhr

auf Burg Hohen Neuffen

Flugschau der Greifvögel

sonn- und feiertags

12.00, 14.00 und 16.00 Uhr

Aktuelle Termine auf

www.falker-wolfgang-weller.de

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Fotos: PR


125 Jahre Kindergarten Hülben

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Gegründet als „Schüle“ von Ortspfarrer Gottlob Lang

Mit einer Armee Holzsoldaten, 16 Bänken und 75 Puppen trat der Kindergarten in Hülben, der erste im Ort,

seinen historischen Lauf an. Damals wusste wohl keiner, wohin die Reise geht. Das pädagogische Konzept

jedenfalls, hat sich seit 1888 gewaltig verändert.

Schon im Jahr 1866 wurde im Kirchenkonvent

die Gründung einer Kleinkinderschule

besprochen. Die Anregung fiel bereits

damals auf fruchtbaren Boden, obschon

„Haupthindernisse“ der sofortigen Ausführung

letztlich im Wege standen. Es fehlte

erstens das „geeignete Lokal“, noch war

klar, wie man die Kosten dazu aufbringen

wollte. „So begann vieles in Hülben. Hindernisse

waren da, aber man ging der Sache

nach und ließ nicht locker“, dokumentiert

das Hülbener Heimatbuch an dieser Stelle.

10 Pfennige pro Woche

22 Jahre später sollte das Ziel erreicht sein.

Als Pfarrer Lang 1888 die Initiative ergriff,

setzte er das Projekt zunächst auf eigene

Rechnung um. Er baute „privatim“, wie

es im Geschichtsbuch so schön niedergeschrieben

steht. Für das erste Kind bezahlten

Eltern damals zehn Pfennig pro Woche,

für zwei Kinder 15 und 20 Pfennige für

drei. Hauptsächlich während der Erntezeit

standen die Buben und Mädchen schon

um 7 Uhr an der Türe und blieben bis zum

Abend im sogenannten „Schüle“. Bis zu

120 Kinder besuchten den Kindergarten

zu jener Zeit regelmäßig. Wie die ersten

Einrichtungsgegenstände aussahen, wurde

im Hülbener Heimatbuch dokumentiert.

Darunter waren 8 Tische und 16 Bänkchen,

4000 Legestäbchen, unzählige Linsen,

95 kleine Schiefertafeln, eine Wiege,

4 Flöten und Tiere aus Holz und vielem anderen

mehr. Pfarrer Lang äußerte sich dem

Dekan gegenüber, er wolle das „Kinderschüle“

der Kirchengemeinde übergeben,

sobald alle auf ihm ruhenden Schulden

beglichen seien. Dies geschah am

1.04.1904, allerdings erst nach seinem

Tod. Seine Erben boten das „Schüle“ der

Kirchengemeinde mit der Bedingung an,

dass die Restschuld von 350 Mark übernommen

werde, was seitens des Kirchengemeinderats

gerne akzeptiert wurde.

Bahnbrecher für das

Kindergartenwesen in Hülben

Pfarrer Lang war Bahnbrecher für das Kindergartenwesen

in Hülben. „Zum Preis des

Herrn sei gesagt, sie hat bis jetzt unerwartet

reiche und schöne Früchte getragen“.

Diese bescheidenen Worte schrieb der

Pfarrer 1890 dem Dekan nach Urach im

Zusammenhang mit seiner Initiative zur

Gründung einer Kleinkinderschule. 1904

übernahm die evangelische Kirchengemeinde

das „Kinderschüle“. Bis heute

ist sie Träger geblieben. 1954 ließen

die Verantwortlichen die Einrichtung für

70 000 DM erweitern und renovieren. Bis

dato nahm die Kinderzahl immer mehr zu.

1962 gingen 140 Kinder ins „Schüle“. Im

gleichen Jahr wurde deshalb die dritte (!)

Erzieherin eingestellt. In den 70er Jahren

begannen Überlegungen seitens des Kirchengemeinderats,

ein neues Kindergartengebäude

am gleichen Standort zu planen,

weil zahlreiche Anforderungen nicht

mehr erfüllt werden konnten. Das Gebäude

wurde abgerissen. Anfang der 80er Jahre

beauftragte die Kirchenleitung schließlich

einen Architekten, um neu zu planen. Seit

2013 gehört das Gebäude der Kommune.

Was den gesellschaftlichen Wandel und

die damit einhergehenden Veränderungen

angeht, so werden diese im hiesig gefeierten

Jubiläumsjahr, ganz besonders deutlich.

Heute besuchen rund 100 Mädchen

und Buben den Kindergarten. 15 Erzieherinnen

kümmern sich um den Nachwuchs,

was über neun Jahrzehnte lang unter der

Leitung und Fürsorge von Großheppacher

Schwestern geschah.

Text: Patricia Kozjek

Quelle: Heimatbuch Hülben

Fotografie: Gerhard Dümmel,

Gemeinde Hülben und Thomas Blank

Das AmbientezAuBErhAFt

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Impressionen der großen Jubiläumsfeier mit zahlreichen Fest- und Ehrengästen

Die SpeisenEIN GENuSS

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Mit Pokal und Urkunde im Gepäck

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013 Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Holzbau Werner

Neustart bei Holzbau Werner

Es gibt ein Leben vor dem 25. Juli 2012 und eins danach - jene laue Sommernacht entpuppte sich zum

Wendepunkt im Leben von Hartmut und Susanne Werner vom Zimmerei-Fachbetrieb Holzbau Werner

aus Grabenstetten: Innerhalb weniger Stunden brannte das bisherige Betriebsgebäude in der Schlattstaller

Straße bis auf die Grundmauern nieder und die beiden standen vor den Trümmern ihrer Existenz.

Erfolgreich beim Spielerausflug zum „11. World Music Festival“ / Innsbruck

Fotos: PR

Foto: Helmut Brüstl

Erfolgreich aus Innsbruck heimgekehrt

Schon 15 Jahre ist es her, dass sich das Akkordeonorchester an internationalen Wertungsspielen beteiligte. „Es war

höchste Zeit, daran etwas zu ändern“, beschlossen die Musikerfreunde Hochwang-Erkenbrechtsweiler. Gesagt, getan!

Als im letzten Jahr der Gedanke aufkam,

man könne im Mai 2013 einen Spielerausflug

nach Innsbruck zum „11. World Music

Festival“ unternehmen, war man sich im

Orchester schnell einig: „Wenn, dann muss

man auch an den Wertungsspielen teilnehmen!“

Soweit, so gut. Doch ohne Fleiß kein

Preis. Für die 17 Musikerinnen und Musiker

hieß das, wöchentlich bei Proben zu

schwitzen, weil man mit den anderen Orchestern

schließlich mithalten wollte.

Über 200 Ensembles aus elf Nationen

In Innsbruck angekommen, begannen die

Wertungsspiele für rund 4 500 Akkordeonspieler

in über 200 Ensembles aus elf Nationen.

Vor sieben Jurys in 21 Kategorien

wird gemessen, das Niveau ist hoch. An

die 10 000 Akkordeonisten machten während

der vier Tage Festival die Stadt zum

„Akkordeon-Nabel“ der Welt. Das Treffen

mit Gleichgesinnten ist in Innsbruck vielen

genauso wichtig, wie die Wertungsspiele

und zahlreichen Konzerte. Die Musiker von

der Alb starteten schließlich nicht ohne

Lampenfieber in der Kategorie „Erwachsenen-Orchester

Mittelstufe“, zusammen

mit 28 Orchestern unter der Leitung ihres

Hülbener Dirigenten Günther Orban und

spielten das Stück „Suite bucolique“ von

Gerhard Maasz. Bei dem Stück, das aus

fünf Sätzen besteht, konnten sie die volle

Bandbreite ihres Könnens unter Beweis

stellen. Von schnellen bis hin zu gefühlvollen

Melodien umfasste das Stück alles,

um die Jury zu überzeugen. Auf das Ergebnis

jedoch, mussten die Musiker bis zum

darauffolgenden Tag warten. Da fand die

die große Siegerehrung in der Innsbrucker

Olympiahalle statt.

Eine Stimmung wie im Fußballstadion

„Hier herrscht eine Stimmung wie im Fußballstadion“,

war der Eindruck der Spieler.

Und: „Die Spannung vor Nennung der einzelnen

Plätze ist riesig und fast nicht auszuhalten.

Als es dann hieß, der dritte Platz

mit 45,6 Punkten, bei einer Höchstpunktzahl

von 50, geht an die Musikfreunde

Hochwang-Erkenbrechtsweiler, hielt es

niemanden mehr auf seinem Platz“, berichten

die Herzblut-Akkordeonisten, immer

noch begeistert vom berauschenden

Moment im Stadion. „Die Freude war unbeschreiblich

groß, denn dieses Ergebnis

lag weit über allen Erwartungen“.

Wer nach Innsbruck reist, meint’s ernst

Mit Pokal und Urkunde im Gepäck, konnten

die Spieler geruhsam und vollauf zufrieden

ihre Reise zurück auf die Alb antreten.

Grundsätzlich kann man sagen:

Wer nach Innsbruck reist, meint´s ernst.

„Darauf üben muss ein Orchester schon

etwas mehr, wie sonst, wenn es erfolgreich

sein will“, unterstreicht Orban, der sich wie

seine Spieler „mehr Musiker-Nachwuchs“

wünscht. Auch im Unterricht ginge es um

modernen, fetzigen Akkordeonsound.

„Den Groove rüberbringen, das ist unser

Motto“. Qualifizierten Musikunterricht

gibt es auf der vorderen Berghalbinsel in

den Fächern: Melodica, Akkordeon, Keyboard

und Schlagzeug. Das kompetente

Ausbildungsteam besteht aus Musiklehrern

und erfahrenen Musikern, die seit

Jahren ihr Wissen weitergeben und zum

Erfolg des Vereines beitragen. Interesse

geweckt? Dann einfach anrufen, informieren

und mitspielen!

Text: Patricia Kozjek

Informationen

Günther Orban, Hülben

Telefon: 07125/6317

Anja Müller, Lenningen

Telefon: 07026/601373

Auf ihr Team können sich Hartmut und Susanne Werner verlassen: Innerhalb kürzester Zeit wurde die neue Zimmererhalle (rechts) hochgezogen.

Auslöser war ein Gebäudekabelbrand und

wie durch ein Wunder kam es zu keinem

Personenschaden – immerhin war das Gebäude

auch Heimat von insgesamt acht

Menschen. Der offizielle Sachschaden

beläuft sich auf rund 800 000 Euro. „Es

ging ja nicht nur um das Gebäude, auch

der ganze Inhalt, das Material und die

Maschinen, waren kaputt“, erinnern sich

Susanne und Hartmut Werner. Dazu kam

die befürchtete Betriebsunterbrechung –

denn wo sollten die Zimmerleute arbeiten,

wenn sie nicht auswärts auf ihren Baustellen

unterwegs waren? „Der erste Gemütszustand

bewegte sich zwischen Schockstarre

und purer Verzweiflung“, so die

Werners weiter. Doch die beiden Kämpfernaturen

von der Vorderen Alb berappelten

sich schnell und unter Mithilfe von vielen

Freunden, Geschäftspartnern, Verwandten

und Bekannten wurde Unglaubliches

geleistet: Innerhalb weniger Monate zogen

die Werners im Uracher Stadtteil Hengen

eine neue Zimmereihalle hoch und am

8. Mai 2013 wurde Richtfest gefeiert. „Das

war das Resultat einer perfekten Symbiose

von Zimmerern und Maurern. So ein

Vorhaben besser und schneller durchzuziehen

ist schlichtweg unmöglich“, sagen

die Bauherren. Und auch der normale Betrieb

lief parallel weiter, ausgelagert zuerst

nach Böhringen, dann in eine Scheune in

Grabenstetten. „Wir hätten nie gedacht,

dass wir nochmal neu anfangen müssen.

Die ganze Sache zehrte gewaltig an unseren

Nerven“, geben Susanne und Hartmut

Werner zu, „Aber so ein Neustart hat

auch immer was Positives, allein die Hilfsbereitschaft

von allen Seiten war einfach

überwältigend. Und mittlerweile blicken wir

sehr optimistisch in die Zukunft.“

Rechtzeitig zum 25-jährigen Firmenjubiläum

Seit Anfang Juni ist Holzbau Werner nun

also in Hengen beheimatet, praktisch rechtzeitig

zum 25-jährigen Firmenjubiläum. Die

Schwerpunkte von Holzbau Werner liegen

nach wie vor auf energetischer Sanierung,

Gerüstbau, Zimmererarbeiten, Dachbedeckungen,

Krandienstleistungen sowie auf

der fachmännischen Restauration denkmalgeschützter

Gebäude. Auch Energieausweise

stellt Hartmut Werner als zertifizierter

Gebäudeenergieberater aus. Rund

um den Bau stehen der Grabenstettener

und sein Team mit langjähriger Erfahrung

für alle Fragen zu Verfügung. Und eine seiner

beeindruckendsten Referenzen – und

das nicht nur in zeitlicher Hinsicht – ist

ohne Zweifel die Umsetzung des eigenen

Neubaus.

Text: Kerstin Dannath

Informationen

Rübteile 4

72574 Bad Urach / Hengen

Telefon 07382/269

info@holzbau-werner.de

www.holzbau-werner.de

12 13


Hülben / Erkenbrechtsweiler

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Partys in der Region am Heidengraben: Da tanzt der Bär

Bei den beiden Disko-Veranstaltungen Springbeat in der Hülbener Rietenlauhalle und Springbreak in der

Mehrzweckhalle in Erkenbrechtsweiler traf sich im Frühjahr das Partyvolk in der Region am Heidengraben.

Den Auftakt machte im März die zweite

Springbeat-Disko in Hülben, organisiert vom

Bauwagen Dürrlau auf der Sängerwiese.

Rund 25 junge regelmäßige Besucher des

Bauwagens, alle Anfang 20, hatten die

Veranstaltung organisiert. „Beim ersten

Mal war der Aufwand groß, dieses Jahr lief

es schon wesentlich besser“, sagt Mitorganisator

Marcel Goller (20) aus Hülben.

DJ T.Montana und DJ Neptune sorgten

musikalisch in der mit 750 Besuchern ausverkauften

Rietenlauhalle für Stimmung.

Den Gewinn stecken die Organisatoren in ihren

Bauwagen und in ein großes Helferfest.

Weiter ging es dann Ende April mit der

Springbreak-Party in Erkenbrechtsweiler

organisiert vom Jugendtreff der Gemeinde.

Auch hier platzte die Halle mit 500 Leuten

fast aus allen Nähten, DJ NoName sorgte

für die passende „Mucke“ und das Partyvolk

feierte auf der Vorderen Alb ausgiebig,

aber friedlich. Manuel Gogel, Tobias

Hehr und Kai Kraushaar vom Jugendtreff

steckten eine Menge Zeit in die Organisation.

„Das war schon ein Haufen Arbeit, vor

allem, da wir so ein Event zum ersten Mal

vorbereitet haben“, sagt Jugendtreffleiter

Manuel Gogel (22).

Am Veranstaltungstag waren dann neben

einer eigens engagierten Security-Firma

auch rund 20 ehrenamtliche Helfer am

Start, um den reibungslosen Ablauf zu

gewährleisten. „Aber es hat richtig Spaß

gemacht“, so Manuel Gogel weiter, „den

Gewinn stecken wir in die Renovierung des

Jugendtreffs und nächstes Jahr gibt es auf

jeden Fall wieder eine Springbreak-Party in

Erkenbrechtsweiler.“

Text: Kerstin Dannath

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Herrmann Doster GmbH | Uracher Straße 32 | 73268 Erkenbrechtsweiler | Telefon: +49 (0) 7026 60193-0

Telefax: +49 (0) 7026 60193-99 | E-Mail: info@wirebending.de | www.wirebending.de

Informationen

Weitere Bilder von den beiden Events

gibt es auf Flickr und Facebook

www.facebook.com/Albmagazin

www.flickr.com/albmagazin

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Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Interview Fritz-Ulrich Herter

und zugleich das Schönste für mich (lacht).

Ich kann es nur so beschreiben: Hier gibt

es Parallelen mit dem Elternsein. Es sind

die täglichen Kleinigkeiten, die nicht gemacht

oder erledigt werden, die einen tierisch

nerven und einem im Alltag unnötig

das Leben schwermachen. Aber auch hier

gilt: Es hat sich alles gelohnt!“

Sich mehr Zeit nehmen für Menschen, Dinge und sich selbst,

will sich der Wahl-Uracher „Uli Herter“, der im Hülbener Rathaus geboren wurde

Jetzt winkt die große Freiheit

41 Jahre seines Lebens war Fritz-Ulrich Herter „Banker“. 30 Jahre davon als

Vorstand tätig. Jetzt, mit 59 Jahren, geht er in Altersteilzeit. „Ich freue mich,

aber es tut auch ein bisschen weh“, sagt er wenige Stunden vor seinem letzten,

offiziellen Arbeitstag in der Hülbener Bankfiliale.

Wir fragten nach, wie es sich anfühlt, schon

bald vermeintlich „ganz viel Zeit“ zu haben

und blicken zurück in vier Jahrzehnte

Berufsleben.

Schon morgen kommt der Tag des

großen Abschieds. Wie fühlt es sich an?

„Mir ist mulmig zumute, aber ich habe

mich lange darauf vorbereitet. Ich freue

mich, dass meine Kinder morgen kommen

und bei der Verabschiedung dabei sind.

Ganz leicht wird es sicher nicht.“

Der kurze Blick zurück.

Wie würden Sie ihn beschreiben?

Ich habe es immer gut gehabt. Die

Banken, die ich geleitet habe, kamen nie

in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Risiken

sind im Kreditgeschäft immer vorhanden,

doch wir haben das immer gut hinbekommen.

Wenn es einen Ausfall gab,

dann ist das mit einem harmlosen Blechschaden

am Auto zu vergleichen, mit dem

man 40 Jahre lang zig tausend Kilometer

gefahren ist.“

Sie spielen auf Ihre jahrzehntelange

Arbeit im Kreditgeschäft an?

„Ja. Ich durfte viele Existenzen gründen

und (sinnbildlich) zahlreiche Häuser für

junge Familien bauen. Weit mehr, als Tief-

Fotografie Patricia Kozjek

schläge oder geplatzte Kredite einstecken.

Das ist ein sehr gutes und schönes Gefühl.“

Wie sind Sie mit Menschen umgegangen,

die ganz offensichtlich über ihre

Verhältnisse leben?

„Vorwürfe machen hilft hier nicht weiter.

Diese Menschen sind aber auch nicht Opfer

unserer Gesellschaft. Geduldig habe

ich ihnen vorgerechnet, was reinkommt

und was auf der Ausgabenseite steht. Sie

zur Einsicht zu erziehen, war mein Ziel. Das

ist mir eigentlich immer gut gelungen.“

Was würden Sie in den vier Jahrzehnten

Berufsleben bei der Bank für sich persönlich

als Highlight bezeichnen?

„Da gibt es nicht ein Highlight, sondern ein

paar Highlights. Es ist wichtig, dass man

mit Menschen umgeht, ob Kunden oder

Mitarbeiter. Insgesamt habe ich es auf der

Alb so gut gehabt, weil die Menschen dort

so gut sind. Ich habe Vertrauen gegeben

und Vertrauen zurückbekommen. Das sind

die Momente, in denen man sagt, es hat

sich alles gelohnt.“

„Was empfanden Sie in dieser Zeit

als schwierig für sich?“

„Sich mit Mitarbeitern auseinanderzusetzen

und umzugehen, war das Schwierigste

Stichwort „Vertrauen“ – ein Chef muss ab

und an auch Entlassungen aussprechen.

Wie geht man persönlich damit um?

„Jemanden entlassen zu müssen, war

das Schlimmste in meinem Berufsleben.

Zu merken, man hat reichlich Vertrauen

investiert und wurde dabei womöglich

betrogen, ist niederschmetternd. Ab und

an muss man einen Schnitt ziehen, auch

wenn das Gefühl der unguten Trennung

bleibt. Zum Glück kam das in den letzten

30 Jahren nicht oft vor.“

Sie haben sich bewusst für

Altersteilzeit entschieden. Warum?

„Oft läuft das Leben anders als man denkt.

Vor rund sechs Jahren habe ich mich persönlich

dazu entschlossen. Der Job ist

nicht alles. Ich kann mein Leben eine Stufe

zurückfahren und trotzdem gut leben. Ich

möchte mir selbst ein paar Jahre zurückgeben

und das Leben einfach auf mich zukommen

lassen.“

Gibt es schon Pläne,

wenn die Pflicht nicht mehr ruft?

„Man sollte nicht immer große Pläne machen.

In erster Linie hoffe ich, dass ich

gesund bleibe. Das steht an erster Stelle.

Außerdem will ich mich in ehrenamtlichen

Projekten engagieren und nicht mehr für

Geld schaffen. Verreisen, sich Zeit für Menschen

und Dinge nehmen und körperlich

bewegen, darauf freue ich mich. Und einfach

die Dinge machen, die ich will.“

Was passiert mit Ihren vielen Krawatten?

„Die erste, mit der ich meine Lehre angefangen

habe, hebe ich auf. Der Rest kommt

weg und die Anzüge in den Keller (lacht).“

Ihre nächste Station?

„Vier Wochen Kanada mit dem Wohnmobil.

Es ist die verspätete Hochzeitsreise.

Ich freue mich darauf!“

Das Interview führte Patricia Kozjek.

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Interview mit Gerd Stegmaier

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013 Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Weible Bestattungen & Trauerkultur

Archäologe Gerd Stegmaier über den Heidengraben

als „zentralen Markt- und Handelsplatz“

Als wäre es nie anders gewesen

Das Unternehmen Weible Bestattungen, mitten im Biosphärengebiet, ist mit seinem Trauerzentrum

nicht mehr wegzudenken und wird zahlreichen persönlichen Ansprüchen gerecht.

Gerd Stegmaier (M.A.) hat in Tübingen

Vor- und Frühgeschichte, Urgeschichte

und Geologie studiert und ist seit vielen

Jahren projektbezogener Mitarbeiter der

archäologischen Denkmalpflege in Baden-

Württemberg.

Der Spezialist für die keltische Besiedelung

Südwestdeutschlands forschte lange intensiv

an der Heuneburg, dem bekannten

frühkeltischen Fürstensitz im Landkreis

Sigmaringen, sowie am spätkeltischen

Oppidum Heidengraben. Zuletzt wertete

der 43-Jährige zusammen mit Dr. Jörg

Petrasch von der Universität Tübingen die

Ergebnisse der Lehrgrabung 2012 am Burrenhof

aus und betreute diverse geomagnetische

Messungen auf dem Gebiet des

Heidengrabens. „Es bedarf weiterer intensiver

Feldbegehungen, geomagnetischer

Messungen und Probegrabungen“, für die

zukünftige Untersuchung des Heidengrabens

sagt Gerd Stegmaier im Gespräch mit

Kerstin Dannath.

Herr Stegmaier, was wissen wir heute

über den Heidengraben?

Gerd Stegmaier: Der Heidengraben war die

größte befestigte Siedlungsanlage der vor-

römischen Eisenzeit in Mitteleuropa. Das

Oppidum war ein bedeutender Zentralort –

allerdings keine Stadt wie im Mittelalter,

sondern eher eine von Landwirtschaft

geprägte Großsiedlung.

Welche Funktion hatte das Oppidum

für die Region?

Gerd Stegmaier: Der Heidengraben war ein

zentraler Handels- und Marktplatz. Sowohl

in lokaler als auch in überregionaler Hinsicht.

Es wurde alles verhandelt, vom Nutzvieh

über Getreide bis hin zu Metall und

Schmuck. Bauern aus der Umgebung boten

ihre Erzeugnisse ebenso feil wie die Händler

aus fernen Ländern. Der Heidengraben

hatte über den Neckar Anschluss an die

großen Flusssysteme und Handelswege

Europas. Die zahlreichen Amphorenfunde

aus dem Mittelmeerraum unterstreichen,

wie weit die Handelsbeziehungen reichten.

Welche Güter wurden vor Ort produziert?

Gerd Stegmaier: Es gab keine Eisenverhüttung

auf dem Heidengraben. Ebenso fehlen

bislang sichere Belege für ein eigenes

Münzwesen. Das besondere Merkmal das

heraussticht, bilden die außerordentlich

zahlreichen Glasfunde. Das Rohglas wurde

nach bisherigen Erkenntnissen aus dem

Mittelmeerraum importiert und vor Ort weiterverarbeitet.

Der Heidengraben ist heute

die Fundstelle mit den meisten keltischen

Glasobjekten in ganz Württemberg. Er

kann daher zweifellos als regionales bzw.

überregionales Produktions- und Verteilerzentrum

für Glasschmuck bezeichnet

werden.

Welche Fragen sind für die künftige

Erforschung des Heidengrabens besonders

wichtig?

Gerd Stegmaier: Das wäre zum einen die

Frage nach der Entstehung des Oppidums,

beziehungsweise einer vorherigen Besiedlung.

Hier spielt z. B. das Gräberfeld

am Burrenhof eine wichtige Rolle. Zum

anderen sollten wir mehr über die innere

Struktur der spätkeltischen Großsiedlung

erfahren, um ihre Funktion und Bedeutung

besser beurteilen zu können. Hier wurden

in den vergangenen Jahren bereits wichtige

Schritte getan. Unter anderem durch die

Lehrgrabungen der Universität Tübingen,

andererseits aber auch durch die geophysikalischen

Messungen, die beide in großzügiger

Weise durch FAKT e. V. unterstützt

wurden.

Das Stammhaus Münsingen mit seinem Trauerzentrum, seinen Beratungs- und Ausstellungsräumen

In neutraler Umgebung

In der Sterbefallberatung kommt ein Berater

nicht mehr nur nach Hause zu den

hinterbliebenen Angehörigen, sondern

kann alternativ auch in das Trauerzentrum

in Münsingen einladen. Hier können

in neutraler Umgebung alle wichtigen und

persönlichen Wünsche und Bedürfnisse

zur Bestattung ihres Verstorbenen besprochen

und geplant werden. Die verschiedenen

Ausstellungen von Särgen, Urnen

und der Sarginnenausstattung bieten eine

direkte Möglichkeit, die richtige und passende

Wahl zu treffen. Viele Angehörige

sehen darin eine gute Gelegenheit im Abstand

zu den häuslichen Gegebenheiten,

den nötigen Rahmen für ihre Bedürfnisse

zu finden.

Der Entschluss, seine lieben Verstorbenen

mit einer offenen Aufbahrung zu verabschieden,

findet im Trauerzentrum ein ganz

persönliches Angebot. Individuell und familiär

können sich die Angehörigen, Freunde

und Nachbarn hier am offenen Sarg verabschieden,

fast wie zu Hause.

Nicht umsonst haben die Menschen seit

Generationen am Sarg ihrer Verstorbenen

die Totenwache gehalten. Sie wollen in

der Zeit des Übergangs Ihren Angehörigen

Schutz und Würdigung geben und damit

auch für sich selbst etwas Gutes erfahren.

Pfarrer aller Konfessionen

führen durch die Liturgie

So individuell wir eine Verabschiedung

am offenen Sarg im Trauerzentrum anbieten

können, so persönlich sind auch die

Trauerfeiern, die wir in diesem ersten Jahr

seit der Eröffnung halten durften. Kleine

Trauerfeiern im ganz familiären Rahmen

bis hin zu Trauerfeiern mit über 100 Trauergästen

durften wir begleiten. Die Pfarrer

aller Konfessionen führten die Trauergemeinde

durch die jeweilige Liturgie und wir

sind dankbar, dass dies neben den traditionellen

Möglichkeiten in der Kirche nun

auch bei uns möglich ist. Freie Redner stehen

Menschen ohne Konfession für den

würdevollen Abschied zur Verfügung.

Sinnvolle Auseinandersetzung

mit Vorsorge, Tod und Trauer

Mit einem Herbstprogramm des Trauerzentrums

wollen wir uns für eine sinnvolle

Auseinandersetzung mit Vorsorge, Tod und

Trauer einsetzen, mit Ihnen ins Gespräch

Foto: PR

kommen und Sie zu folgenden Veranstaltungen

einladen:

Am 10. Oktober: Vortragsabend zum

Betreuungsrecht. Am 25. Oktober ein

Vortrag zur Bestattungsvorsorge und am

22./23. November ein Workshop zum Umgang

mit Abschied und Trauer.

Bitte entnehmen Sie die genauen Termine

und Hinweise aus der Tagespresse oder

fragen Sie uns per E-Mail an.

Text: Patricia Kozjek

Informationen

Weible Bestattungen Trauerzentrum

Achalmstraße 2, 72525 Münsingen

Telefon: 07381 - 93799-0

Weible Bestattungen Neuffen

Hauptstraße 18, 72639 Neuffen

Telefon: 07025 - 7723

E-Mail: info@weible-bestattungen.de

Web: www.weible-bestattungen.de

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Region am Heidengraben

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Frei wie ein Vogel – Gleitschirmfliegen am Hohen Neuffen

Rolf Mößmer hat das Wetter immer im Blick. Sind die Verhältnisse günstig, packt der Gemeinderat aus

Grabenstetten seinen Gleitschirm ein und stürzt sich irgendwo in die Tiefe. Wenn der 56-Jährige über

seinen Sport erzählt, merkt man schnell, dass er mit Herz und Seele dabei ist: „Man fliegt genauso schnell

wie ein Vogel, man kann fünf Meter über die Bäume gleiten, aber auch oben unter der Wolkendecke durch

die Luft schweben – auch wenn es abgedroschen ist, das hat schon etwas mit Freiheit zu tun.“

Gleitschirmflieger wollen Strecke machen

Fliegen – für manche ein Alptraum, für

viele Faszination pur. Am Albtrauf springen

die Gleitschirmflieger zum Beispiel vom

Felsenstartplatz am Hohen Neuffen ab

und versuchen, einen guten Aufwind zu erwischen.

Dann heißt es erst mal Höhe machen.

Die Sportler sitzen in ihren Gurten,

drehen ihre Kreise und versuchen mithilfe

der Thermik, so lange wie möglich in der

Luft zu bleiben. „Das Ziel ist nicht so oft

wie möglich zu starten, sondern so weit

wie möglich zu fliegen“, erklärt Rolf Mößmer.

An normalen Tagen ist bei 4500 Fuß

(1370 Meter) allerdings am Hohen Neuffen

wegen der Nähe zum Stuttgarter Flughafen

Schluss. Bei besonders günstigen

Verhältnissen wird die Höhenfreigabe auf

Nachfrage von offizieller Seite auf 6000

Fuß (1830 Meter) hoch gesetzt. Die Messung

erfolgt per GPS.

„Ein Vereinskamerad ist sogar schon

Mal bis an den Rhein geflogen, das sind

rund 160 Kilometer“, erzählt der Graben-

stettener, der für den DGCW Neidlingen

startet, „An einem guten Tag bei optimalen

Verhältnissen fliegen viele bis nach

Balingen.“ Er selbst hat es vom Hohen

Neuffen aus mal bis nach Giengen an

der Brenz geschafft, das sind rund 60 Kilometer.

Rolf Mößmers persönlicher Rekord

liegt bei 92 Kilometern, aufgestellt

in Brandenburg. „Da haben wir natürlich

schon ein gewissen Ehrgeiz“, lacht der

56-Jährige. Und der reicht soweit, dass

Rolf Mößmer mit dem DGCW in der Gleitschirm-Bundesliga

aktiv ist, 2012 sprang

sogar der vierte Platz in der Abschlusswertung

heraus. Haben die Gleitschirmflieger

dann wieder festen Boden unter den

Füßen, heißt es das Sportgerät zu verpacken

und mit dem rund 20 Kilogramm

schweren Rucksack auf dem Rücken zu

schauen, wie man wieder heimkommt.

Immer auf der Suche nach Startplätzen

Geflogen wird auf der Schwäbischen Alb

zwar schon lange, allerdings ausschließlich

mit Drachen oder auch Segelfugzeugen.

Als dann vor rund 30 Jahren das

Gleitschirmfliegen aufkam, mussten die

Gleitschirmflieger mangels Startplätze, immer

in die Alpen fahren, um ihrem Sport

zu frönen. Vor zehn Jahren wurde dann

die Initiative „Fußstartplatz Schwäbische

Alb“ aktiv, zunächst wurde in Neidlingen

ein Startplatz durchgeboxt. „Damals ging

die Gleitschirmfliegerei auf der Alb so richtig

los“, erinnert sich Rolf Mößmer. Mit

einem Startplatz war es aber nicht getan,

nach und nach kamen mehr Startplätze

für Gleitschirmflieger hinzu. Den Felsenstartplatz

am Hohen Neuffen gab es zwar

bereits, allerdings war er fest in der Hand

der Drachenflieger. „Und das obwohl der

Startplatz für Drachenflieger nicht besonders

geeignet ist, die brauchen nämlich

Anlauf, wir nicht“, erklärt Rolf Mößmer.

Doch bald schon lag auch hier die offizielle

Erlaubnis vor, kurze Zeit später wurde

auch der Nordstartplatz am Hohen Neuffen

genehmigt. Obwohl am Hohen Neuffen viel

geflogen wird, passiert nur sehr wenig. „Es

sind recht anspruchsvolle Startplätze und

das schreckt die Anfänger ab“, so der Grabenstettener.

Anfangs gab es noch einige

Ressentiments seitens der Bevölkerung.

„Da gab es einige Hemmschwellen. Doch

wir Gleitschirmflieger müssen einfach

immer darauf achten, dass uns die Leute

wohlgesonnen sind“, erklärt der Sportler.

Ein absolutes Tabu ist es beispielsweise in

Neuffen auf der Orchideenwiese zu landen.

Eine gute Ausbildung ist das A und O

Eine Ausbildung ist zwingend erforderlich,

dazu muss man mindestens 14 Jahre alt

sein und eine gewisse körperliche Fitness

schadet auch nicht. „Gleitschirmfliegen

sieht zwar ein bisschen nach Hängematte

aus, anstrengend ist es aber trotzdem. Ich

bin jedenfalls nach so einem Flugtag meistens

ganz schön erledigt“, bestätigt Rolf

Mößmer. Die Gleitschirmfliegerei ist ganzjährig

möglich, nur die Windverhältnisse

müssen stimmen. Rolf Mößmer selbst

hat erst mit 38 Jahren damit angefangen

– ganz profan über eine Schnupperkurs,

wie ihn auf der Alb zum Beispiel der TV

Bissingen im Angebot hat: „Ich habe sofort

Feuer gefangen. Die Gleitschirmfliegerei

hebt sich von anderen Flugarten ab und im

Gleichklang mit Milan, Bussard, Falke oder

Gänsegeier quasi überall auf der Welt fliegen

zu können, ist einfach unschlagbar.“

Neben der Bundesliga, die auf Strecke

geht, gibt es weltweit eine ganze Reihe von

Wettbewerben mit vorgegeben Routen,

die auf Zeit gehen. „Da geht mein ganzer

Urlaub drauf“, gibt Rolf Mößmer zu, der

in Nürtingen eine IT-Firma betreibt, „Aber

eigentlich macht mir das nichts aus, denn

die Gleitschirmfliegerei ist ja wie Urlaub.“

Text: Kerstin Dannath

Fotografie: Rolf Mößmer

DC Hohen Neuffen

www.dc-hohenneuffen.de

TV Bissingen

www.tv-bissingen.de

DGC Neidlingen

www.dgcw.de

Informationen

Zahnimplantate – für einen festen Biss.

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Amphoren – Teil 2

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013 Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Gewerbeschau Hülben

38 Firmen präsentieren sich

Amphoren-Randscherbe mit Stempelrest

aus dem Heidengraben

Das Einweggefäß für die Kelten

Kleine und kleinste Zeugen weisen auf den Ursprungsort der Amphoren hin

und damit auf den 1600 km langen Weg bis zum Heidengraben.

Viele Amphoren wurden mit abgekürzten

Namensstempeln gekennzeichnet, anhand

derer der Käufer den Hersteller bzw.

Händler nachvollziehen konnte.

Beispiele von Amphorenstempeln aus Bibracte

(aus: „Les amphores de Bibracte“)

Augitkristalle unter

dem Mikroskop

Augit-Kristallgitter

scherben wichtige Informationen über ihre

Herkunft aufgrund der Magerung des Tons.

Denn in manchen stecken winzige, schwarze,

verräterisch glänzende Kristallnadeln,

die heute auf den angewitterten Oberflächen

der Scherben hervorblitzen. Unter

dem Mikroskop sind sie als Augitkristalle

erkennbar, die man beim Töpfern dem Ton

in Form von Sand beigemischt hat.

Zu Vergleichszwecken reisten die Autoren

im Jahr 2011 nach Mittelitalien an den

Fluss Garigliano, der die Regionen Latium

und Kampanien trennt. Er mündet bei

der ehemals römischen Hafenstadt Minturnae

(das heutige Minturno) ins Meer,

und an ihm entlang befanden sich in der

Antike zahlreiche Amphorentöpfereien. In

Vulkan Roccamonfina (Bild aus dem Film

„Der Heidengraben“ von D. Hagmann)

Exportwege (verändert nach „Les amphores de Bibracte“)

Dem Autor sind zwar vereinzelte Funde

von Scherben mit Stempelresten gelungen,

leider ist aber auf keiner der Name erhalten.

Auf diese Weise kann man bisher

also keinen Hersteller der Heidengraben-

Amphoren identifizieren. Aber auch ohne

lesbaren Stempel liefern viele Amphorender

Nähe liegt der große Vulkan Roccamonfina,

der mit seinem mineralreichen

Boden sowohl die Augitkristalle für den

feuerfesten Sand lieferte als auch damals

wie heute besten Wein hervorbringt. An

der Garigliano-Mündung findet sich ein

schwarz glitzernder, mit Augitkristallen

angereicherter Sandstrand, auf dem man

Amphorenscherben finden kann, die dieselbe

schwarzkristalline Magerung aufweisen

wie diejenigen vom Heidengraben.

Text und Fotografie:

Christel Bock und Achim Lehmkuhl

Zum ersten Mal organisierte der Hülbener Handels- und Gewerbeverein (HGV) im April eine große

Leistungsschau auf dem Rietenlaugelände. 38 Firmen nutzen die Gelegenheit sich, dem Publikum zu

präsentieren. „Die Schau war ein großer Erfolg. Trotz des schlechten Wetters waren alle Beteiligten von

der Resonanz her sehr zufrieden“, zieht Hermann Sigl, der Vorsitzende des HGV, ein positives Fazit.

Als sich der HGV im Mai 2011 neu formierte,

stand als eines der ersten Projekte

die Organisation einer Gewerbeschau auf

der Agenda. „Es war schon ein sehr großer

Aufwand, vor allem beim ersten Mal“, sagt

der Vorsitzende, „Aber die Bemühungen

haben sich gelohnt.“ Nahezu alle in Hülben

ansässigen Firmen und Gewerbtreibenden

stellten sich vor, dazu kamen einige größe-

re Firmen. „Die Aussteller haben sich sehr

gut präsentiert und es wurden viele gute

Gespräche geführt, die zum Teil dann zu

konkreten Aufträgen führten“, weiß Hermann

Sigl.

Zwar war auf dem Freigelände aufgrund

des miesen Wetters eher weniger Betrieb,

dafür drängten sich die Besucher nach der

feierlichen Eröffnung der Gewerbesschau

durch Staatsekretär Ernst Burgbacher, den

beiden Landtagsabgeordneten Klaus Käppeler

und Andreas Glück sowie Hülbens

Bürgermeister Siegmund Ganser im großen

Ausstellungszelt. Draußen herrschte

allerdings durchgängig bei den Baggern

großer Andrang: Viele Kinder ließen sich

die Gelegenheit nicht entgehen, einmal so

richtig drauflos zu baggern.

„Entsprechend unserer Satzung wollen wir

mit der Leistungsschau die Gewerbetreibenden

untereinander verbinden und der

Bevölkerung präsentieren. Und damit auch

Impulse an die Region am Heidengraben

senden“, erklärt Hermann Sigl. Und das

Vorhaben war in seiner ersten Auflage so

gelungen, dass der HGV die Gewerbeschau

in zweijährigem Turnus zu einem regelmäßigen

Event machen will: Die nächste

Hülbener Leistungsschau soll im Frühjahr

2015 stattfinden.

Text: Kerstin Dannath

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Impressionen

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013 Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Berg Brauerei Ulrich Zimmermann

BrauereiWirtschaft

Die gärkräftige Hefe wird mit einem großen

Sieblöffel abgehoben

Eine der kleinen Brauereien im Land

In der kleinen Brauerei werden keine großen Biermengen gebraut, eben kein Bier von der Stange,

sondern kleine und feine Bierspezialitäten – ein Bier das anders riecht und schmeckt.

Eine Besonderheit ist die offene Obergärung

des Hefeweizens, eine Braumethode

von ganz großer Seltenheit. Aus dem

Sudhaus kommt die Würze in den runden

Gärbottich und beginnt zusammen mit der

obergärigen Hefe die Gärung. Der Gärschaum

steigt nach oben und läuft über

den breiten Schnabel aus dem Gärbottich.

Dadurch werden ganz natürlich Gerbstoffe,

die über das Malz und den Hopfen in die

Würze gekommen sind, abgesondert. Die

Gärung im Bottich geht weiter, indem die

Hefe nach oben steigt – daher obergärig.

Aus dem offenen Gärbottich wird diese

Hefe mit dem großen Sieblöffel abgehoben.

Die mit dem Sieblöffel abgehobene

Hefe wird zur Vergärung des nächsten Suds

der Würze zugegeben. Mit dieser Methode

kommt der obergärige Charakter der Hefe

zu seinem besonderen Ausdruck. Nach der

offenen Obergärung kommt das Jungbier

aus dem Gärbottich in den Kaltlagertank.

Hier gärt das Jungbier ein zweites Mal weil

frische Würze und Hefe dazu gegeben werden.

Der Brauer nennt das Kräusen.

Durch die offene Obergärung und die natürliche

Abtrennung der Gerbstoffe kann

auf Filtration verzichtet werden. So blei-

ben alle Aromen, Vitamine und Mineralien

im Bier enthalten. Nur sehr wenige Brauereien

setzen das aufwändige Verfahren

der original offenen Obergärung ein. Die

Berg Brauerei pflegt diese Brauweise, weil

sie damit ein Hefeweizen braut, das seinen

obergärigen Charakter besonders entfaltet

und anders riecht und anders schmeckt.

Bei Festen, in Dorfgasthäusern, in Landgasthöfen

und Kneipen hört man daher oft

die Bestellung „ich trink noch a gscheids

Woiza“.

Genuss und nachhaltiges Wirtschaften

sind in der Berg Brauerei kein Widerspruch.

Denken und Handeln im Sinne

einer ökologischen, nachhaltigen Entwicklung

sind für Uli Zimmermann, Bierbrauer

und Diplom-Braumeister in der 9. Generation

der Zimmermanns in Berg, ein wichtiger

Grundsatz.

Fast 550 Jahre ist es her, dass das „Wirtshaus

auf dem Berg“ erstmals erwähnt

wurde. So nimmte es nicht Wunder, dass

eines der Biere, als die älteste Biermarke

zwischen Bodensee und Stuttgart gilt. Seit

gut 100 Jahren strömen die Besucher jedes

Jahr Anfang Juli zum Ulrichsfest nach

Ehingen-Berg, um den Geburtstag des Ulrichsbieres

im Bügelverschlußfläschle zu

feiern und einen Blick hinter die Mauern

der Brauerei zu werfen. „Tradition heißt

nicht eine Asche bewahren, sondern ein

Feuerle am Brennen halten“ sagt Uli Zimmermann,

der wie Vater und Großvater auf

den Namen des örtlichen Kirchenpatrons,

des heiligen Ulrich getauft wurde.

BierBrauSeminare, Bierwanderungen rund

um die Bierkulturstadt Ehingen sowie

Brauereiführungen, bei denen direkt vom

Reifetank gezwickelt werden kann, bieten

weitere Erlebnismöglichkeiten rund um

das flüssige Kulturgut.

Text: Berg Brauerei

Informationen

Berg Brauerei

Brauhausstraße 2

89584 Ehingen-Berg

Telefon 07391/771710

www.bergbier.de

willkommen@bergbier.de

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Römerstein-Böhringen

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013 Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Fliesen Kuder aus Hülben

Best of Canto Vocale vor ausverkauftem Haus

Gleich an zwei Abenden herrschte im Juni wieder dichtes Gedränge in der Böhringer Kulturscheune:

Der Chor Canto Vocale bot anlässlich seines alljährlichen Konzerts einen Parforceritt durch die Musikstile

der Welt und das Publikum war wie immer begeistert.

Stimmgewaltig wie immer präsentierte sich der Chor Canto Vocale

Unter der bewährten Leitung von Klaus

Hügl gaben die Sänger aus Böhringen

dieses Jahr ihre Lieblingslieder aus den

letzten zehn Jahren zum Besten. Moderatorin

Amelie Zeller plauderte wie immer

aus dem Nähkästchen und fand schnell

den direkten Draht zum Publikum, das

sich von der Mischung aus Jazz, Rock, Pop,

Swing, Gospel und Filmmelodien leicht einnehmen

ließ. Paul Ankas „Diana“, „Thank

you for the music“ von ABBA und einige

Stücke der Beach Boys waren im ersten

Teil ebenso zu hören wie das afrikanische,

von Congas begleitete „Bethelehemu“.

Die chronologisch angeordnete Reihenfolge

der Lieder hatte bei den langjährigen

Besuchern den gewünschten Wiedererkennungswert.

So wurde das Medley aus „Tutti

frutti“, „At the Hop“ und „Lets Twist again”

mit frenetischem Applaus bedacht.Bei

so viel Ohrenschmaus kamen im „Canto

Locale“ auch die Gaumenfreuden nicht zu

kurz, bevor es mit dem zweitem Teil weiterging.

Dabei begeisterten die männlichen

Chormitglieder zunächst sowohl stimmlich

als auch mit ihrer charmanten Spitzbübigkeit

und dem Lied „Zwetschga ra do“. Aber

auch ganz modernes Liedgut erklang noch

vor der rustikalen Scheunenkulisse: Als

Siegerlied der Online-Abstimmung erklang

„Weit, weit weg“ des österreichischen Alpenrockers

Hubert von Goisern. Und als

Amelie Zeller „Engel“ von Rammstein ankündigte

und Nebelschwaden über die

Bühne zogen, bekamen nicht wenige Zuhörer

eine richtige Gänsehaut. Summend,

flüsternd, die düstere Stimmung ganz langsam

steigernd, präsentierte der Chor das

Stück auf seine ganz eigene Art und Weise.

Vom Anfang bis zum Ende hätte man auf

dem Scheunenboden praktisch eine Stecknadel

fallen hören können – die Stille entlud

sich nach den letzten Tönen dann in

tosendem Beifall.

Großen Anteil an dem Erfolg hatten die Musiker

Gregor Kissling (Klavier), Karl Heinz

Wallner (Kontrabass) und Matthias Wurst

(Schlagzeug), ebenso die vielen ehrenamtlichen

Helfer und natürlich auch Chorleiter

Klaus Hügl, ohne dessen außerordentlichen

Engagements eine solche Veranstaltung

auf der Vorderen Alb sicherlich nicht

möglich wäre.

Text & Fotografie: Karin Wurst

Zufriedene kleine Kunden wissen, dass der Traktor auf Fliesen in Holzoptik voll gut läuft

Fliesen Kuder – seit über drei Jahrzehnten in der Branche tätig

Der Fliesen-, Platten- und Mosaiklegemeister Gerhard Kuder gründete das Unternehmen 1971.

Heute wird der bodenständige Handwerksbetrieb in zweiter Generation von Sohn Jochen Kuder geführt.

„An erster Stelle steht die fachmännische

und präzise Ausführung“, sagt Jochen Kuder

über die Arbeit in dem qualifizierten

Handwerksbetrieb mit Hülbener Standort.

Selbstverständlich sei man jedoch vom ersten

Beratungsgespräch bis hin zur Übergabe

voll dabei und involviert. Viele Altbausanierungen

in Hülben und Bad Urach hat

das Familienunternehmen in den letzten

Jahren begleitet und realisiert. „Hier sind

wir gefragt und bringen viel Erfahrung mit.

Die Leute werden älter. Alte Häuser müssen

oft umfunktioniert oder gar komplett

saniert werden“, sagt Jochen Kuder, der

2002 in Stuttgart seinen Meister ablegte.

Mit einem Gesellen und einem Azubi ist

Kuder dann vor Ort und arbeitet Seite an

Seite mit Flaschner und Elektriker. Für

einen „Problemlöser“ wie ihn gelte grundsätzlich:

„Lieber ein Gespräch mehr“, hebt

der Fliesenleger-Meister hervor. Das gelte

freilich auch für Sonderkonstruktionen, die

außerhalb der DIN-Norm liegen. „Balkone

und Terrassen sind da ein gutes Beispiel“,

sagt der Mann, der 2005 voll ins Fachgeschäft

von Vater Gerhard eingestiegen ist.

„Es gibt viel Arbeit und wenig Freizeit, wir

sind voll ausgelastet, aber den Schritt in

die Selbstständigkeit bereue ich nicht“,

sagt er zufrieden mit Blick auf seine damalige

Entscheidung. Früh um sieben geht es

los und dann „mal schauen, was möglich

ist“. Kuder lacht.

Eine eigene Ausstellung hat der Betrieb

nicht, dafür Händler in der Region, bei denen

man alles und in großer Auswahl vor

Ort sieht und in die Hand nehmen kann.

Trends seien in seinem Geschäft selbstverständlich

erkennbar. „Mattes Braun

oder Schwarz für´s Bad sind derzeit voll

in“, sagt der zweifache Vater über die gefragten

Fliesen im Nassbereich. „Alles wird

großformatiger, das Kleine will man nicht

mehr so“, zeigt er auf eine einzelne Großkeramik-Fliese,

die stark im Kommen ist.

Aber: „Große Fliesen verlegen kostet eben

mehr Zeit und Geld“. So will man heute

beispielsweise auch „lieber homogene Beläge“.

Nach wie vor gelte: „Bei einer Fußbodenheizung

gibt es nichts Besseres wie

Fliesen“, sagt der Fachmann. „Fliesen leiten

hervorragend und halten die Wärme im

Vergleich zu Holz um ein Vielfaches mehr,

das kriegt Holz einfach nicht hin“. Die gute

Nachricht hinterher: Holz-Fans kommen

beim Fliesenmeister in Hülben trotzdem

voll auf ihre Kosten. „Fliesen in Holzoptik,

sogar mit Verästelungen, gibt es“, zeigt

Ob an Wand oder Boden – individuelle Fliesenarbeiten

sind für den Handwerksbetrieb kein Problem

Kuder darauf. „Einmal verlegt, sind sie optisch

kaum vom Holzboden zu unterscheiden,

nur eben kühler, wenn man barfuß

drüber läuft“, so der Handwerker. Ob Fliesen,

Platten, Estrich oder Naturstein – bei

Fliesen Kuder wird termingerecht gearbeitet.

„Höchste Qualität versteht sich da

von selbst!“, fasst Kuder in einem Satz

zusammen.

Text & Fotografie: Patricia Kozjek

Informationen

Fliesen Kuder

Hölderlinstraße 17, 72584 Hülben

Telefon: 07125 - 5528

Telefax: 07125 - 5697

mail@fliesen-kuder.de

www.fliesen-kuder.de

Foto: PR

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AlbTour

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013 Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Das Alb-Magazin bekommt Nachwuchs

Immer im Gleichgewicht – ein AlbTour-Trip per Segway

Überholen ist verboten, Abstand halten ist Pflicht und eine ziemlich wacklige Angelegenheit ist es anfangs auch –

dennoch ist eine Tour per Segway über die Schwäbische Alb vom Spaßfaktor her praktisch nicht zu überbieten.

Bequem und fast lautlos durch die Landschaft zu rollen, die einmalige Natur genießen und sich später eventuell noch

kulinarisch verwöhnen lassen: Ein Tag mit den Experten der AlbTour aus Römerstein-Böhringen hat es in sich.

„Wir duzen uns hier alle – ich bin der Michael“,

lautet die Begrüßung von Firmeninhaber

Michael Gräßler. Etwas verhalten steht

die vierköpfige Gruppe vor der Garage mit

den Segways. Ein Segway ist ein elektrisch

angetriebenes Einpersonen-Gefährt mit

zwei auf derselben Achse liegenden Rädern,

zwischen denen der Fahrer steht und

das sich durch eine elektronische Antriebsregelung

selbst in Balance hält.

Etwas komisch sehen die Dinger ja schon

aus und darauf soll man das Gleichgewicht

halten können? Aber Drücken gilt nicht.

„Man steigt auf wie auf eine Treppe“, erklärt

Michael. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung

geht es los, die ersten Meter

sind eine wacklige Angelegenheit, hat

man sich aber an das Fortbewegungsmittel

gewöhnt, geht es mit bis zu 20 Stundenkilometern

ins Gelände. Einzige Voraussetzungen:

Helm und ein Alter über 15 Jahre.

Über Feld- und Waldwege, teils asphaltiert,

teils geschottert, steuert die Gruppe den

weithin sichtbaren Römersteinturm an. Die

Aussicht über die Vordere Alb ist unschlagbar,

die meisten Teilnehmer hat aber inzwischen

das Segway-Virus gepackt und flugs

geht es die alte Holztreppe wieder hinunter

und die Tour geht weiter. „Im Sommer

bieten wir täglich diverse Touren an“, sagt

Michael. Der 38-Jährige und sein Team hat

ständig zwölf Segways zu Verfügung, kann

aber bei größeren Gruppen problemlos auf

25 Gefährte aufstocken.

Maßgeschneidertes Programm

Von der Gruppenzusammensetzung her

bucht sich ein bunt gemischtes Völkchen

bei AlbTour ein. „Vom Kegelklub über Familien

bis zu Betriebsausflügen ist alles

dabei“, so Michael. Inzwischen kommen

auch immer wieder Firmen aus dem Großraum

Stuttgart nach Böhringen. Die Experten

von AlbTour, zu denen auch der Gründer

und Segway-Pionier auf der Alb Franz

Gsodam gehört, schneidern für jede Gruppe

ein individuelles Programm zusammen.

Die verschiedenen Bausteine reichen von

einer Outdoorolympiade bis hin zur Weinprobe

und anschließendem Spanferkelessen

– und natürlich immer inklusive

Segway-Tour. „Bei der Ausgestaltung des

Programms sind wir völlig flexibel. Unser

Ziel ist es, dem Kunden einen rundum gelungenen

Tag bei uns zu bieten“, erläutert

Michael. Segway gefahren wird übrigens

von April bis Oktober, sofern es das Wetter

zulässt. Zusätzlich hat AlbTour auch E-Bike-

Fahrten, Kutsch- oder Planwagenausflüge

– im Winter auch Pferdeschlittenfahrten –

im Angebot. Mit den Segways organisiert

AlbTour in der kalten Jahreszeit obendrein

Indoor-Events in Zusammenarbeit mit der

Böhringer Brauerei – zum Beispiel Firmen-

Weihnachtsfeiern.

Die vierköpfige Schnuppergruppe hat jedenfalls

bereits nach starken 60 Minuten

Blut geleckt – und gleich den nächsten Termin

gebucht ...

Text & Fotografie: Kerstin Dannath

Informationen

AlbTour Römerstein

Michael Gräßler

Handy 0178 695 07 42

www.albtour.info

info@albtour.info

Neues Alb-Magazin Kispel-Lauter geht an den Start

Das Alb-Magazin hat eine kleine Schwester bekommen: Aufgrund des großen Erfolgs der Ausgabe

für die Region am Heidengraben, gibt es seit kurzem das Alb-Magazin Kispel-Lauter für Gomadingen

und St. Johann. Die Erstausgabe ist in einer Auflage von 6000 Stück seit Anfang Juli auf dem Markt.

Viermal im Jahr wird das neue Magazin an

die Haushalte von St. Johann und Gomadingen

kostenlos verteilt und liegt darüber

hinaus in den Rathäusern zum Mitnehmen

aus. Beide Gemeinden liegen im Herzen

der Schwäbischen Alb im Landkreis Reutlingen,

eingebettet in eine Bilderbuchlandschaft

auf dem Kispel und dem Großen

Lautertal. Der Begriff „Kispel“ bezeichnet

ursprünglich den Bezirk, der alle Ortschaften

umfasst, die in eine bestimmte

Kirche eingepfarrt – in diesem Fall die

spätgotische Wehrkirche St. Georg des Gomadinger

Ortsteils Gächingen – und deren

Pfarrer zugeordnet waren.

Wie beim „alten“ Alb-Magazin finden sich

in der Kispel-Lauter-Ausgabe neben den

neuesten Informationen aus der Region,

viele gut recherchierte Geschichten über

Land und Leute und einprägsame Bilder

aus der einzigartigen Landschaft des Biosphärengebiets.

Daneben hat die lokale

Wirtschaft die Möglichkeit, sich in ausführlicher

Weise „daheim“ vorzustellen.

Das Redaktionsteam besteht aus Herausgeber,

Werbefachmann und Fotograf Tho-

mas Blank sowie den vier Redakteurinnen

Patricia Kozjek, Kerstin Dannath, Daniela

Haußmann und Eva-Maria Pulvermüller.

Gedruckt werden übrigens beide Magazine

auf hochwertigem und umweltschonenden

FSC-Papier bei der Druckerei Leibfarth &

Schwarz in Dettingen/Erms. „Nach dem

großen Erfolg des Alb-Magazins für die Region

am Heidengraben lag es nahe, eine

unabhängige Ausgabe für die gleichermaßen

interessante Region von Gomadingen

und St. Johann auf den Markt zu bringen“,

sagt Thomas Blank. Zumal es auch äußerst

positive Signale aus den Rathäusern

gab. Die Resonanz auf die Erstausgabe

ist bislang sehr gut – Ansporn genug also

für das Redaktionsteam, bei der nächsten

Ausgabe, die im Herbst erscheinen soll,

noch eins „drauf zusetzen“ ...

Text: Kerstin Dannath

Nach einer kurzen Einweisung durch Michael Gräßler hat die Teilnehmer das Segway-Virus schnell gepackt

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Veranstaltungskalender

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013 Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

So. 15.09.2013 um 11:00 Uhr

Herbstrundgang des Kreisverbandes

Obst- und Gartenbauverein, Grabenstetten

Mi. 18.09.2013 – 19:30 Uhr

Singstunde Liederkranz

Bürgerhaus, Erkenbrechtsweiler

So. 22.09.2013

Königsschiessen

Schützenverein, Grabenstetten

Sa. 21.9.2013 um 18.00 Uhr – Das Artefakt-Ensemble

Kirche Hochwang. Auf dem Programm stehen als

Hauptwerke des Abends das Flötenkonzert in C-Dur

von G. Ph. Telemann, die Kirchensonaten KV 144 und 145 von W. A. Mozart und

die Kantate „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von N. Bruhns. Solisten des Kirchenkonzerts

sind Katrin Borner auf der Blockflöte und Johannes Egerer, Tenor (Staatstheater

Stuttgart). Der Eintritt ist frei, über Spenden zur Deckung der Unkosten würden wir

uns freuen.

Fr. 27. bis So. 29.09.2013

Einweihung Altes Schulhaus

Dettinger Straße 19, Hülben

August

Do. 01.08.2013 – 20:00 Uhr

FAKT Mitgliedertreffen

Bürgerhaus Erkenbrechtsweiler

Sa. 03. + So. 04.08.2013

Laubergfest Böhringen

Gesangverein Frohsinn Böhringen

Böhringen, Lauberg

So. 04.08.2013

Ausfahrt Motorradfreunde Hülben

Hülben

Sa. 24. + So. 25.08.2013

Sommerhock Sportverein

Veranstalter: Sportverein Böhringen

Ort: Böhringen

Sa. 24.08.2013 – ab 17:00 Uhr

S0. 25.08.2013 – ab 11:30 Uhr

19. Hülbener Hüle Hock

Hüle Hülben

September

So. 08.09.2013

6. Sommerbiathlon Schi-Club

Hülben, Schulgelände

So. 08.09.2013

Tag des offenen Denkmals

FAKT (Tor G, Archäologische Gruppe)

Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten

und Hülben

Sa. 14.09.2013

Heidengrabenmähen

Schützenverein Grabenstetten

Sa. 14.09.2013

Clubfest

Tennisclub Hülben

Sa. 14. + So. 15.09.2013

Vereins- und Jedermannpokalschiessen

Hubertusgilde, Schützenhaus Hülben

26.09.2013

Blutspendeaktion

DRK, Riethenlauhalle Hülben

So. 29.09.2013

Tag der offenen Tür

Modellbahnclub

Altes Schulhaus, Hülben

Mi. 02.10.2013

Konzert in der Brauerei

Gesangverein „Frohsinn“

Hirschbrauerei Schilling, Römerstein

Sa. 19. + So. 20.09.2013

Drachenfest

Fliegergruppe Hülben

Hülben, Flugplatz

Impressum

Herausgeber:

TES+M GmbH

Thomas Blank

Silcherstr. 12

73268 Erkenbrechtsweiler

Telefon 07026 / 601 9646

alb@albmarketing.de

Layout & Gestaltung:

thomasblank.com gmbh

Erscheinungsweise:

viermal im Jahr

Telefon 07026 / 35 35

post@thomasblank.com

Redaktion:

Peter Heiden (FAKT e. V.)

Patricia Kozjek

Kerstin Dannath

Daniela Haußmann

Thomas Schorradt

Druck:

Leibfarth & Schwarz

GmbH & Co.KG

72581 Dettingen/Erms

Telefon 07123 / 9785-0

kontakt@leibfarth-schwarz.de

Allgemeine Hinweise:

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07/2013). Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir für

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Informationen ermöglichen. Nachdruck sowie Übernahme

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