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Alb Magazin - Ausgabe Kispel Lauter 2/2013

Regional Magazin auf der Schwäbischen Alb für die Region St. Johann, Sirchingen, Marbach und Gomadingen

Regional Magazin auf der Schwäbischen Alb für die Region St. Johann, Sirchingen, Marbach und Gomadingen

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Ausgabe 2 / September 2013

Die Marienkirche von Upfingen

Ein Gotteshaus mitten im Leben

Der Blick hinter die Kulissen

Hengstparade im Landgestüt Marbach

Zu Besuch bei Wolfgang Kauter

Das Figurentheater „Kauter & Sauter"

Ortsgeschichte Steingebronn

Einst entvölkert und zerstört – Seite 4

Musikschule St. Johann

Urlaub im Reich der Sinne und Klänge – Seite 18 – 19

Schäferlauf in Bad Urach

Brauchtum ist keine leere Worthülse – Seite 20 – 21


Inhaltsverzeichnis

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013 Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Editorial

Editorial

Seite 3

Ortsgeschichte Steingebronn

Seite 4

Zu Besuch bei Wolfgang Kauter

Seite 5

Die Marienkirche von Upfingen

Seite 6 – 7

Gegenstrategie zur Armutsfalle Pflege

Seite 8 – 9

Seite 20 – 21

Der Blick hinter die Kulissen

Seite 10 – 11

Druckerei Leibfarth & Schwarz

Seite 12

Eichelhäher sorgt für Biodiversität

Seite 13

Elektroschmiede St. Johann-Upfingen

Seite 14

Das Bewusstsein für Natur & Heimat stärken

Seite 15

Seite 13

Seite 15

Das Römerkastell zu Gomadingen

Seite 16 – 17

Musikschule St. Johann

Seite 18 – 19

Schäferlauf in Bad Urach

Seite 20 – 21

Veranstaltungskalender / Impressum

Seite 22 – 23

Titelfotografie: Patricia Kozjek

"Sommer bei 33° an der Lauter, Gomadingen"

Fotografie Rückseite: Eichelhäher (Garrulus

glandarius), Eva-Maria Pulvermüller

Verehrte Leserinnen und Leser

des Alb-Magazins Kispel-Lauter,

noch druckfrisch, halten Sie heute bereits

die zweite Ausgabe Ihres Alb-Magazins in

den Händen, das im Besonderen für die

Menschen in der Region Kispel-Lauter konzipiert

wurde. Mit reichlich Herzblut und

Verstand recherchierte Artikel sind Inhalte

unseres Magazins. Und erneut ist daraus

ein buntes, unterhaltsames Themenpaket

entstanden, das wir hier für sie geschnürt

und aufbereitet haben. Ein kleines Team

von Journalistinnen, die wir Ihnen in der

nächsten Ausgabe vorstellen möchten,

blicken auf und hinter die Kulissen einer

spannenden Gegend, auch in das Leben

oder die Arbeit des einen oder anderen

Menschen oder lassen bei Bedarf ein altes,

nahezu vergessenes Handwerk für das

Magazin und seine Leser aufleben. Nicht

zu vergessen hierbei sind feine, kleine

und doch hochkarätige Kulturgüter, die

unter und neben uns verweilen und immer

spannende Geschichten aus der Vergangenheit

erzählen. In dieser Ausgabe stellen

wir Ihnen so ein „Kleinod“ vor, die Marienkirche

in Upfingen.

Und was wäre diese Region ohne Pferde?

Seit nahezu fünf Jahrhunderten sind sie

hier daheim. Wir freuen uns ganz besonders,

das Haupt- und Landgestüt als Partner

von Alb-Magazin gewonnen zu haben.

So finden Sie auch zukünftig Themen rund

um das Gestüt in jeder unserer vier Ausgaben

pro Jahr. Für diese Folge haben wir

hinter die Kulissen des Hengstparade-Geschehens

geblickt. Wie die Vorbereitungen

dazu aussehen, lesen Sie ab Seite 10.

Auf eine kleine Besonderheit möchte ich

außerdem aufmerksam machen. Eigentlich

stellen wir ja die Veranstaltungen in

der Region Kispel-Lauter vor. Dieses Mal

jedoch haben wir eine Ausnahme gemacht.

Die Tatsache, dass eine Mehrheit der

Akteure beim jüngsten Umzug des legendären

Schäferlaufs in Bad Urach von der

Albhochfläche kamen, hat uns überrascht.

Deshalb nutzen wir heute die Gelegenheit,

die teilnehmenden Gruppen und Vereine

vorzustellen, die weder Mühen noch Aufwand

gescheut haben, um in Urach präsent

zu sein. Gut gemacht!

Ganz sicher werden wir uns zukünftig öfter

begegnen. Auf der einen oder anderen

Veranstaltung, werden wir mit Alb-Magazin

sogar vor Ort sein. Haben Sie Geschichten

oder kennen Sie Menschen,

deren Geschichte unbedingt erzählt

gehört, so sprechen Sie uns einfach

an. Gerne möchten wir mit Ihnen ins

Gespräch kommen und sind dabei für

Anregungen sowie Kritik immer offen.

Großer Dank gilt an dieser Stelle auch den

zahlreichen Sponsoren, die über Anzeigen

und Firmenberichte mit ihrem Unternehmen

regelmäßig im Magazin erscheinen

werden. Gewiss werden Sie immer wieder

staunen, wer und was hinter den starken

und findigen Unternehmen Ihrer Region

steckt. Unsere Werbepartner machen die

Realisierung des Magazins erst möglich.

Danke!

Ich freue mich schon heute darauf, Sie

kennenzulernen und wünsche Ihnen nun

beste Unterhaltung und viel Spaß beim

Stöbern und Lesen in der neuen Ausgabe

von Alb-Magazin.

Ihr Thomas Blank

Herausgeber

Bauder

Albhotel

HHHS

Wir bedanken uns

bei unseren Gästen

für diese wertvolle

Auszeichnung.

Seite 18 – 19

Seite 16 – 17

Gasthof

Grüner Baum

Familien Bauder-Schreiber

Albstraße 4-6

72813 St. Johann-Lonsingen

Telefon 0 7122/17-0

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Gasthof (Montag Ruhetag)

Hotel (Kein Ruhetag)

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Ortsgeschichte Steingebronn

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013 Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Zu Besuch bei Wolfgang Kauter

Einst entvölkert und zerstört

„Ich liebe das Leben, die Kunst und meine Berufung zum Theaterspiel“

Einst „Namensgeber“ – heute ist aus der Brunnenanlage ein Plätzchen zum Verweilen geworden.

Der Ort wurde vermutlich als Weiler zu einer

Burg, von der heute allerdings keine

Spuren mehr zu erkennen sind, im elften

bis zwölften Jahrhundert angelegt.

„Stainigebrunnon“ –

Siedlung an der steinigen Quelle

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das

heutige Albdorf in der ersten Hälfte des 12.

Jahrhunderts als „Stainigebrunnon“ (Siedlung

an der steinigen Quelle). Zu finden ist

diese Erwähnung in der Zwiefalter Chronik

eines Mönches namens Berthold. Der Ortsteil

Steingebronn verdankt seinen Namen

den in diesem Brunnen gefassten Quellen.

Früher auch „alter Brunnen“ genannt. Bei

Eine hilfreiche Berufung

So helfe ihm diese Berufung auch, den Tod

eines geliebten Menschen und hochgeder

Gründung des Ortes entsprangen diese

Quellen in der Nähe der damals noch

sichtbaren Römerstraße, der sogenannten

„steinigen Straße“ und in der Nähe sichtbarer

Mauerreste eines Steinhauses oberhalb

des Brunnens. Aus dem „Steinigen

Brunnen“ schöpften die Steingebronner ihr

Trink- und Brauchwasser bis zum Wasserleitungsbau

im Jahre 1903.

Dem 30-jährigen Krieg zum Opfer gefallen

1275 werden bereits die Kirche und Pfarrei

erwähnt. Patrone waren in jener Zeit

die Heilige Walpurga, die Apostel Philippus

und Jakobus sowie die Heiligen Drei

Könige. 1276 nannte sich erstmals ein

Mitglied des Adelsgeschlechtes der „Speth

von Steingebronn“. In ihrer Hand lag die

Ortsherrschaft spätestens seit dem 13.

Jahrhundert. 1562 soll die Familie den

Ort mit allen Rechten an Württemberg verkauft

haben, das dort seit der Reformation

bereits das Patronat und umfangreiche

Grund- und Zehntrechte besaß. Dem

30-jährigen Krieg (1618 bis 1648) zum

Opfer fiel auch Steingebronn, es wurde

entvölkert und zerstört und hatte die Verluste

letztlich erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts

wieder aufgeholt.

Das Dorf gehörte zu Beginn des 18. Jahrhunderts

zum äußeren Kirchspiel und war

später selbst Sitz eines Unteramts. Bei der

Verwaltungsneugliederung zu Beginn des

19. Jahrhunderts wurde es 1808 dem Oberamt

Münsingen zugeteilt. Im Zuge der Gemeindereform

schloss sich Steingebronn

1971 der Gemeinde Gomadingen an.

Durch ehrenamtliches Engagement und

finanziert durch die Gemeinde Gomadingen

wurde die Brunnenanlage 2008

umfassend saniert. Für Wanderer, Erholungssuchende

und Einheimische bietet

sie seitdem ein lauschiges Plätzchen zum

Verweilen.

Quellen: Gemeinde Gomadingen

Text & Fotografie: Patricia Kozjek

Mit dem Straßentheater in Stuttgart fing

eigentlich alles an. „Ich habe schon eine

verrückte Vergangenheit, mein Leben

besteht aus Ideen und denen gehe ich

nach“, nimmt der freudestrahlende Theaterspieler,

der ursprünglich vom Bodensee

kommt, vorneweg.

Mit dem eigenen Figurentheater

1987 begonnen

Mit dem eigenen Figurentheater hat Wolfgang

Kauter 1987 begonnen. „Mit meiner

Drehorgel habe ich die Leute angelockt“,

erzählt der vierfache Vater. „Schon mit drei

Jahren hat der Jüngste auf der Bühne mitgewirkt,

demnächst wird er 30“, lacht er

und blättert dabei in alten Erinnerungen

und Fotoalben. „Später dann kam Marianne

dazu“. Das Figurentheater „Kauter &

Sauter“ schien geboren und für die Ewigkeit

gemacht. Es kam aber anders. „Viele

stellen sich die Frage, wie es mir nach dem

Tod meiner Frau Marianne letzten Jahres

ergeht und ob ich mit unserem Figurentheater

weitermache“. Seine Antwort scheint

aus dem Herzen zu kommen und lautet:

„Ja, Theaterspiel ist meine Berufung“.

Der berufene Theaterspieler lebt mit zahlreichen

selbstkreierten Figuren unter einem Dach.

Das Figurentheater „Kauter & Sauter“ ist in Würtingen zu Hause. Das Bauernhaus mit den blauen Läden und dem

spuckenden, grünen Holzdrachen im Dorf ist nicht zu übersehen. „Hier fühle ich mich wohl, meine Fans wohnen hier,

Würtingen ist meine Heimat geworden“, verrät Wolfgang Kauter beim Besuch von Alb-Magazin.

schätzten Bühnenpartners, als „gewaltige

Schnittstelle im eigenen Leben“ zu begreifen

und zu verarbeiten, wie er sagt. „Die

Begeisterung und Freude für das Spiel auf

der Bühne ist geblieben und hat eine neue

Gestalt angenommen“. Oft sei das „Allein-

Unternehmen“ eine atemberaubende

Herausforderung, zugleich eine Chance,

neuen Ideen Platz zu schaffen, versucht er

sein jüngstes (Theater-)Projekt mit Worten

zu beschreiben.

„Dankbar“ ist Kauter vielen Menschen für

so manche Mithilfe und denen, die sein

Theaterleben stets unterstützten. Seit Mai

2012 „entstand aus der Not heraus“ das

neue Figurentheater Kauter & Sauter als

Mitspieltheater. „Es hat seine besonderen

Reize und kommt bestens an, erfordert

aber hohe Konzentration und Präsenz auf

der Bühne“, erzählt er. Sein Motto: „Alle

Akteure und Mitspieler aus dem Publikum

kommen immer gut dabei weg“.

70 Auftrittsorte und 100 Gastspiele

Seine eigenwillig-markanten wie bildschönen

Figuren aus Lindenholz, schnitzt

er alle selbst. Jede Märchenfigur bekommt

einen anderen (Gesichts-)Ausdruck. 70

Auftrittsorte und gut 100 Gastspiele stehen

zwischenzeitlich bei Kauter auf dem

jährlichen Spielplan. Gefragt ist sein individuelles

wie fantasievolles Theaterspiel in

ganz Süddeutschland bis nach München.

Mehr Informationen zu Kauter & Sauter neben

dem aktuellen Spielplan finden sich auf

der Homepage: www.kauter-und-sauter.de

Text & Fotografie: Patricia Kozjek

Informationen

Wolfgang Kauter, Hirschstr. 22

72813 St. Johann-Würtingen

Tel. 07122/3664

Mobil: 0157/38 23 1682

kauter-und-sauter@t-online.de

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Die Marienkirche von Upfingen

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Ein Gotteshaus mitten im Leben

Ehrwürdig steht sie da, ihren Turm sieht man schon von Weitem – die für eine kleine Gemeinde wie den 930-Seelen-

Ort St. Johann-Upfingen ungewöhnlich monumentale Marienkirche verdankt ihre überregionale Bekanntheit insbesondere

den fein gestalteten Fresken aus der Schule des Malers und Kupferstechers Martin Schongauer (1435 – 1491).

Aber auch im Dorf spielt die Kirche bis heute eine zentrale Rolle, und das nicht nur wegen ihrer Lage.

Die Marienkirche steht mitten im Ortskern Upfingens.

Umgeben ist die Marienkirche vom liebevoll

gepflegten Kirchgarten, in dem die

Vögel munter zwitschern – sogar Schleiereulen

wurden hier schon gesichtet – und

dem 1982 eingeweihten neuen Backhaus

mit dem davor liegenden Dorfplatz. Dort

wird alljährlich am 1. Mai der Maibaum

und in der Adventszeit der große Weihnachtsbaum

feierlich aufgestellt. Der benachbarte

Dorfbrunnen plätschert fröhlich

und alle zwei Jahre wird an selber Stelle

der bekannte Dorfhock gefeiert und von

nah und fern kommen alle Leute, die ihre

Wurzeln in Upfingen haben.

Die Marienkirche wurde im Jahr 1448

erbaut. Vor dem Bau waren die Upfinger

in St. Georg in Gächingen eingepfarrt.

Alle kirchlichen Handlungen wurden dort

vollzogen, auch die Toten von Upfingen

wurden in Gächingen beerdigt. Den alten

Kirchweg über den Kirchberg nach Gächingen

gibt es noch heute, allerdings wesent-

lich schmäler als früher. Denn nach altem

Gesetz musste der Weg zur Kirche so breit

sein, dass ein Hochzeitszug und ein Leichenzug

aneinander vorbeikamen. Der

Weg war weit und im Winter beschwerlich,

insofern lag der Wunsch für die Upfinger

nahe, ein eigenes Gotteshaus zu bekommen.

Bevor man eine eigene Kirche bauen

konnte, musste aber die Finanzierung gesichert

sein. Die Upfinger bewiesen dabei

viel Geschick und hatten zusätzlich die

Unterstützung des Grafen von Urach, ohne

den der Bau der prächtigen Kirche nicht

möglich gewesen wäre – damals lebten

nicht mehr als 100 bis 150 Menschen in

Upfingen.

Unbekannter Baumeister

Der Grundstein rechts oberhalb des Südportals

besagt, dass der Bau 1448 abgeschlossen

wurde. Aus der Bauzeit ist kein

Bericht mehr vorhanden, allerdings ist

anzunehmen, dass derselbe Baumeister

tätig war, der auch die Kirche in Trochtelfingen

erbaut hat. Darauf weist die

dortige Inschriftentafel hin, auch findet

man in der 1551 erbauten Trochtelfinger

Kirche die gleichen Steinmetzzeichen wie

in Upfingen. Selbige „Unterschriften“ der

Handwerker sind ebenso unter anderem

in der Stuttgarter Stiftskirche, in der Nürtinger

Kirche und im Gotteshaus von Dettingen/Teck

nachzuweisen. Auch wann genau

die Kirchweihe stattgefunden hat, ist

nicht mehr nachvollziehbar. Aufgrund der

Größe des Bauwerks muss man sich die

Feier als eindrucksvolle Zeremonie, wie in

der katholischen Kirche üblich, mit vielen

geistlichen und weltlichen Würdenträgern

vorstellen. Der Name des ersten Pfarrers

hingegen ist bekannt: Er hieß Heinrich Diel,

dem Graf Ludwig von Württemberg am 4.

Juli 1449 den Bewilligungsbrief ausstellte.

Schon die Größe und Anlage der Upfinger

Kirche geht weit über eine normale Dorfkirche

hinaus und schürte auch den Neid

in den umliegenden Dörfern. Bis heute

kursiert die Sage, dass die Upfinger das

Baumaterial, das die Gächinger auf dem

Kirchberg zum Bau einer großen Kirche bereit

gelegt hätten, dort einfach des nachts

geklaut und zum Bau der Marienkirche

verwendet hätten. Im Volksmund werden

die Upfinger bis heute von den Gächingern

als „Kirchenstehler“ bezeichnet. Historisch

belegt ist das nicht.

Die Monumentalität des Upfinger Bauwerks

lässt sich vielmehr auf die Tatsache

zurückführen, dass die Marienkirche auch

als Wallfahrtsort geplant wurde. Graf Ludwig

der Jüngere, er regierte von 1450 bis

1457, litt an der sogenannten Fallsucht

(Epilepsie) und bekam allerlei bußfertige

Handlungen auferlegt. In der „Geschichte

des Herzogthums Württemberg“ aus dem

Jahr 1775 heißt es hierzu: „.. sin Gnad sol

auch unser lieben frowen gen Upfingen sin

Leptag all Jar ein opfer bringen ...“. Damit

ist belegt, dass die Upfinger Kirche der

Maria geweiht war und dass der Graf sie

zur Verehrung der Muttergottes besuchen

sollte. Auch von der Akustik her ist dem

Bauwerk bis heute anzumerken, dass sie

eigentlich nicht für das Predigen, sondern

für das Singen und die Musik gemacht

wurde. Ein Umstand, der dazu führte, dass

das Upfinger Gotteshaus in der jüngeren

Vergangenheit für viele Ton- und Schallplattenaufnahmen

genutzt wurde.

Neben den vielen Fresken ist der Heilige

Christopherus an der Südwand der Kirche

zu erwähnen. Das Gemälde eines unbekannten

Meisters wurde im Herbst 1928

wiederentdeckt und stammt wohl aus

dem 15. Jahrhundert. Die Verehrung des

Heiligen kam im 6. Jahrhundert auf und

nahm in der Zeit der Kreuzzüge stark zu.

Er gehört zu den 14 Nothelfern. Wie auch

in Upfingen wird der Heilige Christopherus

immer als 14 Schuh (4,20 Meter) großer

Mann dargestellt. Das Bild ist gegenüber

der Nordtüre angebracht, so dass der erste

Blick des Gläubigen, der die Marienkirche

betritt, darauf fällt.

Beim Dorfbrand bleibt die Kirche stehen

Im Zuge der Reformation wurde die Marienkirche

evangelisch. Eine Aufstellung aus

dem Jahr 1534 besagt, dass der Geistliche

von Upfingen, Martin Linder, zu dem neuen

Glauben übergetreten war. Die Zeit des

30-jährigen Krieges (1618 bis 1648) beutelte

Gemeinde und Kirche schwer – der

Kirche wurden die alten Glocken und die

Glasfenster geraubt, der Ort schrumpfte

zahlenmäßig von 204 (1617) auf 57 (1643)

Einwohner. Beim großen Dorfbrand 1692

brannte, bis auf 6 Wohnhäuser und die

Marienkirche, ganz Upfingen ab. Geprägt

war das kirchlich-religiöse Leben in der

Folge von der bäuerlichen Bevölkerung. Als

im dritten Reich (1933 – 1945) die Kirche

gleichgeschaltet werden sollte, fand man

die Bevölkerung fast geschlossen auf Seite

der Kirche. Die Nationalsozialisten langten

praktisch in ein Wespennest. Nach dem

Krieg ging es an den Wiederaufbau. Unter

den erschütternden Eindrücken des zweiten

Weltkrieges fanden viele den Weg in

die Kirche.

Zuletzt wurde die Marienkirche 1992 renoviert,

Besuchern steht sie – ob zum stillen

Gebet oder zur Besichtigung – täglich

offen. Mit ihren rund 350 Sitzplätzen ist

die Kirche immer noch groß für das kleine

Dorf: Groß, aber nicht zu groß – an Festtagen

ist sie bis auf den letzten Platz gefüllt,

denn die Upfinger wissen, was sie an ihrem

Gotteshaus, das seit nunmehr 565 Jahren

mitten im Ort thront, haben.

Text: Kerstin Dannath

Albmagazin_Nau:Layout 1 01.08.2013 12:43 Uhr Seite 1

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der von 1969 bis 1974 in Upfingen tätig

war und sich als unerschöpflicher Quell

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Gegenstrategie zur Armutsfalle Pflege

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

arbeiten Teilzeit. Die Folge: Frauen zahlen

niedrigere Rentenbeiträge und bekommen

später weniger Rente.

2) Fokus Kinder

Für die Erziehung der Kinder steigen

Frauen häufig ganz oder teilweise aus dem

Job aus. Frauen erreichen damit insgesamt

weniger Berufsjahre als Männer. Die

Folge: Weniger Erwerbsjahre bedeuten weniger

Rente.

den müssen, summiert sich das pro Jahr

auf 18.000 Euro. Eine längere Pflegezeit

kann so das Familienvermögen aufzehren.

Auf Eigenvorsorge setzen

Was immer noch viele nicht wissen: Die gesetzliche

Pflegeversicherung deckt nur einen

Teil der Kosten, ist also nicht mehr als

eine „Teilkasko“. Dringend zu empfehlen

ist deshalb eine private Pflege-Zusatzversicherung,

die die Lücke schließt.

Fazit: Pflege ist ein sensibles Thema. Und

Pflegevorsorge ist zu wichtig, um sie „zwischen

Tür und Angel“ zu entscheiden. Lassen

Sie sich daher in Ihrer Volksbank umfassend

beraten. Denn die Pflege-Vorsorge

ist nur einer von mehreren Bausteinen der

eigenen Zukunftsvorsorge. Letztlich soll alles

optimal zusammen passen.

Marktplatz der Informationen: Auf der Gewerbeschau in St. Johann informierte das Team um Marion Grimberg über aktuelle Finanzthemen,

u. a. auch über die staatlich geförderte Pflegeversicherung.

Armutsfalle Pflege: Tipps zur richtigen Absicherung

Für die meisten Frauen ist Pflege so arbeitsintensiv wie ein Halbtagsjob. Eine häufige Folge: Frauen stecken

im Beruf zurück – mit entsprechenden Konsequenzen für ihre eigene Altersversorgung. Dies und vieles mehr

dokumentiert die R+V-Studie „Weil Zukunft Pflege braucht“, die auf einer repräsentativen Umfrage des

Allensbach-Instituts von Ende 2012 beruht.

Jutta, 52, ist am Ende ihrer Kräfte. Schon

seit Jahren pflegt sie ihre Schwiegermutter,

und zwar neben ihrem Vollzeitjob. „Einkauf,

Haushalt, Pflege, Behördengänge –

das geht so nicht weiter.“ Dies ist Jutta in

den vergangenen Monaten immer stärker

bewusst geworden, und sie hat eine Entscheidung

getroffen: „Ich reduziere jetzt

die Arbeitszeit, auch wenn ich dann weniger

verdiene.“

So wie Jutta geht es immer mehr Bundesbürgern.

27 Millionen Menschen in

Deutschland werden voraussichtlich in

spätestens zehn Jahren einen Pflegefall

in der Familie haben. Bereits heute sind es

zehn Millionen, weitere 17 Millionen rechnen

in den nächsten fünf bis zehn Jahren

damit. Zu diesem Ergebnis kommt eine

aktuelle Studie der R+V Versicherung auf

Basis einer repräsentativen bundesweiten

Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Hinter diesen Zahlen verbergen

sich aktuell bereits rund 2,5 Millionen

Pflegebedürftige – bis 2030 steigt diese

Zahl nach offiziellen Schätzungen auf 3,4

Millionen. Gerade das Thema Pflegeabsi-

cherung ist aber bisher in der Bevölkerung

noch nicht richtig angekommen. Die gesetzliche

Pflegeversicherung, von der viele

glauben, sie reiche im Pflegefall aus, hat jedoch

nur einen „Teilkasko“-Charakter. Sie

trägt allenfalls einen Teil der anfallenden

Pflegekosten. Die Folge: Im Pflegefall geht

es schnell ans Eingemachte.

Nachfolgend daher einige Tipps, wie man

die „Armutsfalle Pflege“ erkennt – und

rechtzeitig gegensteuern kann.

Pflege betrifft alle – vor allem die Frauen

Pflege findet heute überwiegend in der

Familie statt: 62 Prozent der Deutschen,

die pflegebedürftige Angehörige haben,

kümmern sich selbst um deren Pflege.

Und die liegt in der Mehrzahl in der Hand

von Frauen. Mehr als ein Drittel von ihnen

stemmt die häusliche Pflege ganz allein.

Eine „typische Pflegende“, so die Studie,

ist 61 Jahre alt, verheiratet, hat zwei erwachsene

Kinder, pflegt länger als drei

Jahre und ist nicht berufstätig.

Auch das zeigt die Studie überdeutlich:

Häusliche Pflege kostet Zeit, Kraft, Nerven

– und jede Menge Geld. Weil viele

Frauen die Arbeitszeit reduzieren oder

ganz aus dem Beruf aussteigen, sinken

nicht nur ihre Einnahmen, sondern auch

die Höhe ihrer späteren Rentenzahlungen.

Die Folge: Der finanzielle Freiraum im Alter

schrumpft. Hinzu kommt: Aufgrund ihrer

durchschnittlich fünf Jahre längeren Lebenserwartung

sind fast doppelt so viele

Frauen wie Männer im Alter ein Pflegefall.

Somit ist Pflege eine immer größer werdende

– und sogar doppelt gefährliche

„Falle“ speziell für Frauen. Gerade sie

sollten sich daher besonders intensiv dem

Thema Pflege-Vorsorge widmen. Dabei

sind insbesondere folgende Themen besonders

„unter die Lupe“ zu nehmen:

1) Fokus Gehalt

Frauen verdienen deutlich weniger als

Männer, oft sogar in gleicher Position.

Ihr Bruttostundenlohn ist im Schnitt 22

Prozent niedriger. Denn viele ergreifen typische

„Frauenberufe“: Friseurin, Verkäuferin,

Erzieherin, Krankenschwester – alle

mit eher geringem Einkommen. Oder sie

3) Fokus Trennung

Frauen, die sich auf die Rente ihres Ehemanns

verlassen, bleibt nach einer Scheidung

– trotz Rentenansprüchen an den

Ex-Mann – häufig zu wenig Geld fürs Alter.

Hinzu kommt: Lange berufliche Auszeiten,

beispielsweise durch Kindererziehung

oder die Pflege von Angehörigen, erschweren

nach einer Scheidung den Wiedereinstieg

in den Job.

4) Fokus Lebenserwartung

Frauen leben länger als Männer, im Durchschnitt

fünf Jahre. Frauen haben also nicht

nur eine niedrigere Rente, sondern müssen

auch noch länger damit auskommen.

Nachfolgend nun noch vier

Vorsorge-Tipps zum Thema Pflege:

Pflegekosten nicht unterschätzen

Pflege kostet – über einen längeren Zeitraum

sogar sehr viel Geld. Bei einer monatlichen

„Lücke“ in den Pflegekosten von

beispielsweise 1.500 Euro, die im Falle einer

stationären Pflege privat getragen wer-

sdk.de

Möglichst früh damit anfangen

Das Pflegerisiko ist keine Frage des Alters.

Zwar steigt es mit jedem Lebensjahr

an. Aber auch durch Unfall oder Krankheit

kann man jederzeit zum Pflegefall werden.

Jeder sechste Pflegebedürftige ist

jünger als 65 Jahre. Dabei lohnt sich früh

anfangen gleich doppelt: Wer sich schon

in jungen Jahren für eine private Pflege-

Zusatzversicherung entscheidet, sichert

sich frühzeitig gegen das Pflegerisiko ab

und profitiert zugleich von wesentlich günstigeren

Beiträgen.

Pflege-Förderung nutzen

Auch in der Politik ist das Thema Pflege

als Problem erkannt worden: Seit 2013

gibt es deshalb die freiwillige Möglichkeit,

zusätzlich eine staatlich geförderte Pflegeabsicherung

abzuschließen – den „Pflege-

Bahr“. Den geförderten „Pflege-Bahr“ gibt

es bereits seit Jahresbeginn – ein Grund

mehr, sich jetzt detailliert mit dem Angebot

und den Vorschlägen der Berater der

Volksbank Metzingen – Bad Urach eG auseinanderzusetzen.

Jetzt PFLEGE privat

abschließen und staat liche

Förderung nutzen

Eine Pfl egebedürftigkeit ist eine große

Belastung, aber trotzdem kein Grund,

schwarz zu sehen – wenn man privat

vorgesorgt hat. Und das wird dank staat -

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Eine Pflegebedürftigkeit ist in jeder Hinsicht eine

große Belastung. Wer privat vorgesorgt hat, muß sich

zumindest um die finanziellen Folgen nicht zu sorgen

und hat sein eigenes Vermögen und das seiner Angehörigen

geschützt.

Informationen

Stichwort Studie

„Weil Zukunft Pflege braucht“:

Weitere Infos und einen

Download der Studie gibt es unter

www.weil-zukunft-pflege-braucht.de

Stichwort „Pflege-Bahr“:

Ab 2013 werden private Pflegeversicherungen

gefördert, wenn bestimmte

Kriterien erfüllt sind. Dann

gibt der Staat bei einer monatlichen

Mindestvorsorge von zehn Euro jeweils

fünf Euro dazu – also 60 Euro

jährlich.

Diese Förderung ist richtig und wichtig;

aufgrund der gesetzlichen Vorgaben

an den „Fördertarif“ sind jedoch

die Leistungen begrenzt und es verbleibt

eine erhebliche Versorgungslücke,

die sich durch Ergänzungen aber

schließen lässt. Es empfiehlt sich

daher das Gespräch mit den Beratern

der Volksbank Metzingen – Bad

Urach und der Süddeutschen Krankenversicherung

SDK.

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Der Blick hinter die Kulissen

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Nach der Hengstparade ist „vor“ der Hengstparade

„Warm-up“ für die Schwarzwälder

und die „Ungarische Post“ .

Bunt, bunter,

Stadtgarden ...

Das viel besuchte Spektakel und harmonische Zusammenspiel von Mensch und Tier ist ein Kraftakt, die Logistik riesig.

Vom Klohäuschen bis zu den Tickets will alles perfekt organisiert sein. Während einer die Zügel hält, funktioniert die

gesamte Planung nur im Team. Wenn´s um die Inhalte der Hengstparade geht, müssen im Haupt- und Landgestüt

Marbach alle ran. Das Tagesgeschäft, Turniere und andere Veranstaltungen laufen derweil weiter.

Im ältesten deutschen Staatsgestüt wird

den Besuchern mit der Hengstparade

ein unterhaltsames, rund vierstündiges

Schauprogramm geboten. In diesem Jahr

mit Gastland Tschechien. Damit alles rund

läuft, muss vorab genau getaktet werden.

„Wir sammeln das ganze Jahr Ideen, deshalb

ist nach der Hengstparade eigentlich

auch vor der Hengstparade“, sagt Chef-

Koordinator Thomas Engelhart.

Mensch und Tier

im Programm zusammenbringen

Je näher der Termin rückt, desto mehr

Termine stehen im Kalender der Organisatoren,

verrät er. „Details müssen ineinandergreifen“,

erklärt der Agraringenieur,

dem seit gut acht Jahren die Leitung der-

Organisation der Hengstparade obliegt.

Und: „Mensch und Tier im Programm zusammenzubringen,

ist dabei eine der größten

Herausforderungen“. Manche Dinge

seien dabei besonders kitzelig, sagt er. So

beispielsweise der Auf- und Abmarsch im

Hengstparade-Vorplatz. „Der muss genau

passen und minutiös nach Plan funktionieren“.

Freilich sollten sich dabei die Stuten

und Hengste nicht unbedingt die Wege

kreuzen. „Sonst gibt´s ein Durcheinander“,

weiß der Fachmann. Das will man selbstverständlich

vermeiden. Bei der Hengstparade

sind alle 120 Mitarbeiter des Gestüts

im Einsatz, darunter 40 Lehrlinge. „Der

Betrieb außerhalb der Hengstparade muss

funktionieren und Pferde wie Stallungen

täglich versorgt werden“, erinnert Engelhart.

Mindestens genauso viele Menschen

kommen an den drei Aufführungstagen

noch von Extern mit hinein ins Programm-

Geschehen, rechnet Engelhart vor.

Fast 20 edle Vierbeiner reisen

von Tschechien auf die Alb

Eine rund 30köpfige Delegation aus

Tschechien wird in diesem Jahr anreisen.

Beherbergt werden sie vom Gestüt. „Fast

20 edle Vierbeiner kommen außerdem

über die Autobahn von Tschechien auf die

„Dresscode“ für Reiter und Vierbeiner

ist bei der Hengstparade Pflicht.

Alb“. Was die Kostümierung angeht: „Die

unterliegt bei der Hengstparade einem

strengen Dresscode“. Angesagt sind

Gestüts- und Galauniformen nebst auf

Hochglanz gebrachte Stiefel. „Historisch

müssen wir fit sein“, sagt Engelhart. Die

Kostüme für die historischen Schaubilder

kommen aus einem Kostümhaus in Stuttgart

und müssen alle rechtzeitig geordert

werden. „Von Hut- bis Schuhgröße muss

hier alles passen“. Pferdewirte kümmern

sich um das Styling der Pferde. „Pferdewaschen

und das Schönmachen der Vierbeiner

ist Inhalt ihrer Ausbildung“. Weiter

gibt es für jede Quadrille einen genauen

Choreografie-Plan. „Der muss erstellt und

zuvor abgelaufen werden“. Helfer müssen

vorab eingeteilt werden und zur richtigen

Zeit am richtigen Ort sein. „Alleine für einen

Zehnspänner werden zehn Helfer zum

Einspannen benötigt, danach müssen alle

noch sicher vom Stall in die Festarena

kommen und zurück“. Auf die Schaunummer

„Ungarische Post“ stimmt Horst König

derweil schon die Schwarzwälder ein.

„Für das Reiten im Stehen auf zwei Pferden

gleichzeitig, benötigt man ein gutes

Gleichgewichts- und Balancegefühl“, sagt

der Mann, der seit 36 Jahren dabei ist

und sonst eher der „Ansprechpartner“ für

Araberschönheiten im Gestüt ist. „Zwei unterschiedliche

Bodenflächen beeinflussen

gleichzeitig die Temposteuerung, dafür

braucht´s das richtige Feeling“. Was Besonderes

hat sich in diesem Jahr der Leiter

der Landesfahrschule Marbach einfallen

lassen. „Vielmehr habe ich die Azubis zusammenkommen

lassen, damit sie eigene

Vorschläge machen können“, sagt Fred

Probst. Das Resultat: „Sie haben sich eine

nicht ganz einfache Kür herausgesucht“,

bemerkt Probst bei der Probe in der Reitschule.

Zweimal die Woche wird hier für

die „Pyramide“ geprobt. Sechs angehende

Pferdewirte geben ihr Bestes und beweisen

enorme Geduld, wenn ein Pferd mal

keine Lust hat oder eben nicht mitspielt.

Ziel: Das Publikum muss

bis zum Schluss sitzenbleiben

„Sportlich fit muss man für die Schauübung

außerdem sein“, so Probst. Schon

beim Training hat der Betrachter daran keine

Zweifel. Ziel für alle ist: „Das Programm

Gewohntes Bild der Hengstparade:

Viel Spektakel und volle Ränge.

muss so gestaltet sein, dass das Publikum

bis zum Schluss sitzen bleibt“, unterstreicht

Engelhart. „In diesem Jahr wird´s für

alle so richtig abwechslungsreich!“, verspricht

er im gleichen Zug.

Text & Fotografie: Patricia Kozjek

Informationen

Haupt- und Landgestüt Marbach

Gestütshof 1, 72532 Gomadingen

Telefon 07385 / 9695-27 Fax -10

poststelle@hul.bwl.de

www.gestuet-marbach.de

ist Partner von

Ohne Choreographie und Harmonie

geht hier gar nichts: Die Zweispänner-

Quadrille erfordert Konzentration von

Mensch und Tier.

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Druckerei Leibfarth & Schwarz

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013 Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Eichelhäher sorgt für Biodiversität

Große Kunst aus Norwegen im Ermstal

Bjørn Ransve (geboren 1944) zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen Künstlern Skandinaviens. Die in

Dettingen/Erms ansässige Druckerei Leibfarth & Schwarz legte innerhalb von acht Jahren in drei Bänden das

Lebenswerk des norwegischen Malers und Grafikers auf.

Allesfresser, Vorratssammler und begabter Stimmenimitator

Durch ihre sogenannte Häher-Saat tragen die ebenso schlauen wie stimmbegabten Singvögel, die

zur Familie der Raben gehören, dazu bei, dass sich nicht nur auf Waldlichtungen, sondern auch in

unseren Gärten diverse Sträucher und Bäume ansiedeln.

v. l. n. r.: Alexander Rall (Druckereileiter), Bjørn Ransve,

Klaus Reusch (Produktionsleiter), Reiner Fehrle (Drucker).

Ihre markanten Alarmrufe sind in den Wäldern

der Schwäbischen Alb oft zu hören,

doch bekommt man Eichelhäher eher selten

zu Gesicht, obwohl sie sich recht häufig

in naturnahen Gärten oder Parks aufhalten

und dort zuweilen sogar brüten.

Im Winter jedoch, wenn die Nahrungsvorräte

knapp werden, kommen die schmucken

Rabenvögel an unsere Futterstellen,

wobei sie erfahrungsgemäß Erdnusskerne,

die in Netzen aufgehängt werden, eindeutig

bevorzugen.

Das natürliche Nahrungsangebot des Eichelhähers

besteht zur Brutzeit hauptsächlich

aus tierischer Kost. Neben kleinen

Wirbeltieren werden Raupen, Käfer,

Heuschrecken und auch Reptilien, wie zum

Beispiel junge Eidechsen, erbeutet. Doch

auch die Brut anderer Vögel, sowie deren

Gelege, verschmähen die Häher nicht.

Wegen diesem nesträuberischen Verhalten

wurden sie in der Vergangenheit intensiv

bejagt, was die Bestände zeitweise

empfindlich dezimierte.

Was es mit den vergessenen

Nahrungsdepots auf sich hat

Nach Beendigung ihres Brutgeschäfts ernähren

sich die Tiere überwiegend von

Bucheckern, Nüssen und Eicheln. Von

letzteren werden umfangreiche Wintervorräte

angelegt, von denen sich die schlauen

Vögel bis ins Frühjahr hinein ernähren.

Da sich die Tiere nicht an alle von ihnen

angelegten Vorratsverstecke erinnern,

verbleiben eine Vielzahl der von ihnen gehorteten

Nüsse und Samen keimfähig im

Boden, und können bei entsprechenden

Bedingungen zu neuen Büschen und Bäumen

heranwachsen, was entscheidend zur

Artenvielfalt in unseren Wäldern beiträgt.

Unschlagbar in Sachen Geräuschimitation

Die Begabung der meisten Rabenvögel, andere

Tierstimmen nachahmen zu können,

besitzt der Eichelhäher übrigens ebenfalls.

Ob es sich nun um die Rufe anderer Vogelarten

oder um die Alltagsgeräusche ihrer

Umgebung handelt – die Tiere verstehen

es, sie perfekt nachzuahmen. Es wird von

Hähern berichtet, die selbst Motorsägengeräusche

oder Autoanlasser perfekt zu

imitieren vermochten.

Seien sie also künftig auf der Hut, wenn

sie den Geräuschen des Waldes lauschen.

Wer weiß, ob da nicht gerade ein Eichelhäher

seine Imitationskünste probt …

Text & Foto Eva-Maria Pulvermüller

v. l. n. r.: Herbert Wurster (Qualitätskontrolle),

Susanne Leibfarth, Bjørn Ransve.

Eichelhäher frühmorgens

beim Sonnenbaden.

„Das ging von der Verarbeitung her für uns

an die Grenze des machbaren“, sagt Geschäftsführer

Markus Leibfarth. In jeweils

einer Einzelauflage von 4000 Stück produzierte

das Dettinger Traditionsunternehmen

über einen Zeitraum von acht Jahren

hinweg die aufwendigen Kunstbände. Mit

einem Einzelgewicht von 6 Kilogramm pro

Band und den hohen Druckanforderungen

ein Kunststück für sich.

Bjørn Ransve hat seit der späten Moderne

die Malerei in Skandinavien entscheidend

mitgeprägt und ist dort heute in allen großen

Häusern vertreten. Im übrigen Europa

und in den USA gilt er als Geheimtipp.

„Über seinen Verlag in Stuttgart kam Bjørn

Ransve vor acht Jahren zu uns und war

nach dem ersten Band völlig begeistert“,

so Markus Leibfarth. Der Künstler hat

hohe Ansprüche und überlässt beim Druck

nichts dem Zufall. So schlug er auch diesen

Sommer wieder während des Drucks

für vier Wochen sein Lager im beschaulichen

Dettingen auf und kontrollierte

jeden einzelnen Druckbogen. „Ihm war

es wichtig, dass jeder Druck so nah wie

möglich ans Original herankommt“, erklärt

Markus Leibfarth.

In der Szene keine Unbekannte

Die Zusammenarbeit verlief wie die beiden

vorigen Male reibungslos, schließlich ist

die inhabergeführte Firma in der Kunstszene

keine Unbekannte. „Wir haben einige

Verlage im Stuttgarter Raum, die bei uns

ihre Kunstbände drucken lassen“, sagt der

51-Jährige. Daneben drucken die Dettinger

Werbebroschüren aller Art, Flyer und

diverse Magazine – so auch beide Ausgaben

des Alb-Magazins.

Offiziell vorgestellt wird der letzte Band

über Ransves Gesamtwerk im Herbst

anlässlich einer großen Ausstellung des

Künstlers in Oslo.

Text: Kerstin Dannath

Fotografie: Leibfarth & Schwarz

Informationen

Leibfarth & Schwarz GmbH & Co. KG

Rosenweg 7

72581 Dettingen/Erms

Telefon 07123 / 9785-0 Fax -85

kontakt@leibfarth-schwarz.de

www.leibfarth-schwarz.de

Friedrich Böhringer / wikipedia

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Elektroschmiede St. Johann-Upfingen

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013 Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Das Bewusstsein für Natur & Heimat stärken

Sebastian Vetter – der Mann für alle Fälle

Seit fast drei Jahren gibt es die Elektroschmiede in St. Johann-Upfingen. Geführt wird der

Einmann-Betrieb von Sebastian Vetter – der ihn auch mit gerade mal 20 Jahren gegründet hat.

„Es war schon immer mein Traum, selbstständig zu sein“, sagt der Elektrotechnik-Meister.

Und dafür hat er sich ganz schön ins Zeug gelegt.

Seit rund einem Jahr ist Lisa Claß

Wacholderkönigin – ein Ehrenamt,

in dem sie viel gelernt hat.

Wacholderkönigin macht Gomadingen bekannt

Seit dem Ende der Eiszeit wächst in Gomadingen der Wacholder. Zwar hatte ihn der Wald in die Randgebiete auf karge

Felsen verdrängt, doch die Holzgewinnung in späteren Jahrhunderten und die Beweidung der Flächen hat dazu beigetragen,

dass sich der Juniperus communis, wie der gemeine Wacholder in der Botanik bezeichnet wird, ausbreiten konnte.

Heute sind es rund 150 Hektar, die die Pflanze, die zur Familie der Zypressengewächse gehört, auf der Gomadinger

Gemarkung für sich beansprucht. Der Wacholder ist fest mit der Kulturlandschaft der Gemeinde verbunden und prägt

ihr Erscheinungsbild. Um dafür bei Einheimischen, Ausflüglern und Touristen ein Bewusstsein zu schaffen, hat die

Verwaltung im Jahr 2006 das Amt der Wacholderkönigin ins Leben gerufen.

Nach dem Schulabschluss trat Sebastian

Vetter mit 16 Jahren seine Lehre an, nach

den dreieinhalb Jahren hängte er direkt

eine einjährige Meisterschule in der Fachrichtung

Elektrotechnik in Vollzeit an.

„Denn nur mit einem Meisterbrief in der

Tasche, konnte ich meinen Betrieb eröffnen“,

erklärt der IT-Experte.

Die Palette an Dienstleistungen der Elektroschmiede

ist umfangreich und reicht

vom Bau und Service von Mediacenter

PC-Systemen über Tuning und Aufrüstung

von PC-Komponenten, der Installation

von Software und Datenrettung bis hin

zu WLAN-Aufrüstung, Reparatur von Elektrogeräten

sowie Hausinstallationen aller

Art. Ein schneller und zuverlässiger Service

sowie günstige Preise im Gegensatz zu

Konkurrenz machen die Elektroschmiede

vor allem für Privatleute interessant, aber

auch einige kleinere Geschäftskunden nut-

zen die Dienste von Sebastian Vetter. „Der

klassische Fall ist, dass jemand ein Problem

mit seinem Rechner hat und selbst

nicht mehr weiterkommt“, erklärt der

Upfinger. Lange warten muss niemand –

entweder schaut der 23-Jährige noch am

selben oder spätestens am folgenden Tag

vorbei.

Individuell zugeschnittene Bausteine

Auch wer sich einen neuen Computer zulegen

will und mit der Flut an kommerziellen

Angeboten überfordert ist, ist bei Sebastian

Vetter an der richtigen Adresse. „Ich

klopfe in einem Gespräch zuerst den individuellen

Bedarf ab. Das heißt, ich bringe in

Erfahrung, was genau der Kunde mit dem

Rechner vorhat, und genau darauf wird die

Hardware zugeschnitten“, verspricht Sebastian

Vetter. Garantie gibt es wie üblich 2

Jahre auf alle Geräte und für den Fall einer

umfangreicheren Reparatur, hat der IT-

Experte immer einige Leihgeräte vorrätig.

Es muss also keiner PC-mäßig auf dem

Trockenen sitzen – gerade für Privatkunden

die ja meist nur einen Rechner haben, ein

Vorteil.

Text: Kerstin Dannath

Informationen

Elektroschmiede

Schaltschrankbau & IT-Service

Sebastian Vetter

Kirchgasse 19/1

72813 St. Johann-Upfingen

Telefon 07122/6190085

info@elektroschmiede.com

www.elektroschmiede.com

Regionale Identität soll gestärkt werden

„Auf diese Weise wollten wir die Schönheit

unserer Landschaft bewerben, zu der die

Wacholderheiden gehören“, erzählt Silke

Hirsch, Leiterin der Touristeninformation

Gomadingen. „Ich denke, die Wacholderkönigin

hat auch dazu beigetragen, die

Wertschätzung für die Natur, die vor unserer

Haustüre liegt, zu stärken und ein

Stück Heimatbewusstsein zu vermitteln.“

Ähnlich sieht es Lisa Claß, die die Bürger

vor einem Jahr zur Königin wählten.

Ob zu Fuß oder mit dem Rad, die 19-Jährige

hat von Kindesbeinen an die Wälder,

Wiesen und Wacholderheiden ihres Wohnortes

erkundet. Im Rahmen eines Schüleraustausches

hielt sie sich mehrere Monate

in den USA auf. „Damals habe ich gemerkt,

was Heimat bedeutet und dass ich die

wunderschöne Alblandschaft vermisse“,

sagt Claß, die einen Teil dieser Identifikation

und Begeisterung während ihrer Regentschaft

an die Menschen, denen sie

bei verschiedensten Anlässen begegnet,

weitergeben will. Wer sich mit Lisa Claß

unterhält merkt schnell, dass auch kulturhistorische

Aspekte eine Rolle spielen.

Zwar vermarktet die Abiturientin Produkte

wie Wacholderschnaps, -seife, -späne,

-schokoloade, -öl oder -wecken und macht

damit die Region unter Ausflüglern und

Touristen bekannt, doch diese Erzeugnisse

verweisen ebenso auf die jahrhundertealte

Kulturgeschichte, die mit der Pflanze verbunden

ist. „Im Mittelalter wurde der Wacholder“,

laut Lisa Claß, „wahrscheinlich

als Weidelandunkraut angesehen. Doch

die Menschen nutzten ihn als Heilpflanze,

Feu erholz oder zum Räuchern.“

Die Aufgaben einer Wacholderkönigin

Der Schülerin macht es Spaß, sich in solche

Zusammenhänge einzuarbeiten. Als

Wacholderkönigin muss sie beispielsweise

wissen, welche Wacholderprodukte es

gibt, wie sie hergestellt werden, welche Eigenschaften

die Pflanze auszeichnen, wie

die Heiden gepflegt werden oder welche

Ausflugsmöglichkeiten es rund um Gomadingen

gibt. Zu ihren Aufgaben zählt darüber

hinaus, bei Anlässen wie der Hengstparade,

dem Schlachtfest, Presseterminen

oder der Touristikmesse CMT dabei zu sein

und den Wacholder und die Gemeinde zu

repräsentieren.

Dabei lernt die 19-Jährige etwas für ihr Leben.

„Ich trainiere damit natürlich meine

Kommunikationsfähigkeit und lerne auf

Menschen zuzugehen“, so Lisa Claß. „Aber

auch sich selbst oder ein Produkt zu präsentieren

ist wichtig. Ich denke, dass man

bei einer Bewerbung punkten kann, wenn

man anführt, dass man dieses Amt zwei

Jahre ausgeübt hat.“ Trotz der Termine,

die die amtierende Wacholderkönigin

wahrnehmen muss, hält sich der Aufwand

in Grenzen. „Das Ganze lässt sich gut mit

der Schule vereinbaren“, sagt sie. „Ich bin

ja auch nicht ständig unterwegs und die

Termine sind im Vorfeld schon lange bekannt,

so dass sich Schule und Ehrenamt

gut aufeinander abstimmen lassen.“

Silke Hirsch betont, dass den Kandidatinnen,

die sich für das Amt bewerben, vor

und nach der Wahl bei den Vorbereitungen

geholfen wird. „Sie erhalten von uns Unterlagen,

in die sie sich einlesen können,

wir erklären ihnen, wie der Wahlabend

abläuft oder wie sie sich dem Publikum

vorstellen“, so die Leiterin der Gomadinger

Touristeninformation, die deshalb betont,

dass keiner Bewerberin vor der Kandidatur

bang sein müsse.

Text: Daniela Haußmann

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Das Römerkastell zu Gomadingen

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Die Lanzenspitze des Reiters Junius aus der

Abteilung des Octavian aus dem 1. Jh. n. Chr. war im

Rahmen einer Ausstellung im Rathaus Gomadingen

im Jahr 2009 für ein paar Tage wieder "daheim".

Kohorte bestand aus rund 400 Mann.

Die Lanzenspitze befindet sich heute im

Limesmuseum in Aalen.

über das Ende des Kastells hinaus bis in

die erste Hälfte des 3. Jahrhunderts. Auch

eine Villa Rustica, also ein größeres Landgut

mit mehreren Gebäuden, ist nachgewiesen.

Hier wurde sogar ein größerer

„Schatzfund“ bestehend aus einige Münzen

aus dem 3. Jahrhundert, gemacht.

„Das sorgte für einige Überraschung, denn

eigentlich hatte man gedacht, dass die

Anlagen zu dem Zeitpunkt bereits aufgegeben

worden waren“, sagt Heinz Besch.

Die "Schneespur" des Kastellgrabens beruht auf der längeren

Kältespeicherfähigkeit des humusgefüllten Grabens. Oberflächig

hält sich deshalb genau dort die Schneebedeckung länger.

Schon als Buben interessierten sich die Gebrüder Besch brennend für die Geschichte ihres Heimatortes

Gomadingen. Mit großen Augen lauschten sie den Sagen und Legenden ihrer Großmutter, die oft von einem

verborgenen goldenen Sarg in der Nähe erzählte, sammelten akribisch die Überbleibsel der römischen Besatzer

und durchstreiften unermüdlich das Gelände. Mit Erfolg: Bereits Anfang des 20. Jahrhundert war vermutet

worden, dass sich auf der Gemarkung Gomadingen ein Römerkastell entlang des Alblimes befunden haben muss,

entdeckt wurde es aber erst 1977 durch luftbildarchäologische Prospektionen von Klaus und Heinz Besch.

„Häuser, Häuser, Häuser“

„Wir hatten schon immer das Ziel, das Kastell

exakt zu lokalisieren“, erzählt Heinz

Besch. Die Lage der befestigten Anlage

war genial gewählt. Der Kastellplatz von

Gomadingen liegt am nördlichen Bebauungsrand

der heutigen Ortschaft. Von der

Landstraße 230 wird das Areal durchschnitten.

Topographisch befindet sich

der Platz östlich des „Sternbergs“ an einer

Stelle, an der die Täler der Großen Lauter,

der Gächinger Lauter und des „Schörzbaches“

aufeinander treffen. Diese Gegebenheiten

geschickt nutzend, lag das

Kastell in der heutigen Flur „Hasenberg“

unterhalb es heutigen Gestüts Charlottenhof,

wo Lauter- und Schörzbachtal ein natürliches

Annäherungshindernis bildeten

und gleichzeitig die Wasserversorgung der

Garnison sicherstellten.

Im ersten Jahrhundert n. Chr. drangen die

Römer von der Donau nach Norden vor. Auf

der Alb bauten sie Kastelle, die sie mit einer

Straße verbanden, dem Alblimes. Der

westliche Teil des Alblimes von Rottweil bis

Donnstetten markierte allerdings nur für

kurze Zeit die Außengrenze des römischen

Reichs, nämlich bis zur Vorverlegung der

Grenze vom Rhein an Odenwald und Neckar

unter Kaiser Trajan (vermutlich) im Jahre

98 n. Chr., der östliche Teil des Alblimes

von Donnstetten bis Heidenheim blieb

hingegen bis um 122 n. Chr. Außengrenze

des römischen Reichs. Mit dem weiteren

Vordringen der Römer verlor der Alblimes

später seine militärische Bedeutung.

Viele römische Fundstücke

„Es war klar, dass hier in Gomadingen

etwas gewesen sein musste“, sagt Klaus

Besch, „Schon immer waren viele römische

Fundstücke durch den Pflug ans

Tageslicht gekommen und es waren auch

immer wieder Fuhrwerke auf dem Feldern

eingebrochen.“ Heute weiß man, dass die

schweren Gefährte dabei über ehemalige

Häuser des zum Kastell gehörigen Dorfes

(lat.: Vicus) gefahren waren, die, teils mit

Fußbodenheizungen versehen, innere

Hohlräume aufwiesen, die dem Gewicht

der Fuhrwerke nicht standhielten.

Aber mit den herkömmlichen Methoden

war eine exakte Lokalisierung der Anlage

nicht möglich. Doch die Gebrüder Besch

ließen nicht locker, die erste „Luftbildauf-

nahme“ entstand zwar von einem Baum

aus, zeigte aber bereits auf, welche ungeahnte

Möglichkeiten diese damals relativ

neue Methode barg. 1972 war es dann

soweit: Heinz Besch charterte auf eigene

Kosten ein Flugzeug und sondierte das Gelände

von oben.

„Der Pilot war ein alter Kampfflieger aus

dem 2. Weltkrieg und hat überhaupt nichts

gesehen. Ich dagegen saß neben ihm

und rief die ganze Zeit ‚Häuser, Häuser,

Häuser‘“, erinnert sich der heute 75-jährge

Heinz Besch lachend, „Später hat der

Pilot dann meine Frau gefragt, ob bei mir

im Oberstübchen alles in Ordnung wäre.“

Durch ihre bis heute mehrmals im Jahr

durchgeführten Erkundungsflüge konnten

die Gebrüder Besch die Lage des Kastells

exakt bestimmen. Anschließend wurde es

vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg

unter der Leitung von Hartmann Reim

archäologisch untersucht – mit tatkräftiger

Unterstützung von Heinz und Klaus Besch

natürlich. Mitte Oktober 2008 wurde das

Gelände unter der Leitung von Frieder

Klein geomagnetisch prospektiert. Die

Auswertung der Daten zeigte auf, dass die

Anlage mit einer Gesamtfläche von 3 Hektar

nicht nur das größte bislang bekannte

Kastell auf der Schwäbischen Alb, sondern

von der Größe her durchaus vergleichbar

mit dem bekannten Römerkastell von Aalen

war. „Allerdings war das Gomadinger

Kastell von einfacherer Bauweise und nur

relativ kurz belegt“, sagt Klaus Besch. Es

hatte aber mindestens die Größe eines

Kohortenkastells, durch den Fund einer

Lanzenspitze mit der Inschrift: „(Eigentum)

des Iunius (aus der) Turma (des) Oc…“

kann zudem auf eine zumindest teilberittene

Einheit geschlossen werden. Eine

Aufgrund des Fundmaterials ließ sich bestimmen,

dass das Kastell von Gomadingen

in domitianischer Zeit, wohl zwischen

85 und 90 n. Chr., errichtet und, nachdem

es durch den Ausbau des Neckarlimes seine

Bedeutung verloren hatte, spätestens

um das Jahr 110 n. Chr. wieder aufgegeben

worden war.

Uralter Kulturboden

Der Vicus von Gomadingen, die bei nahezu

jedem römischen Militärlager anzutreffende

Zivilsiedlung, in der sich Angehörige der

Militärs, Händler, Handwerker und Dienstleistende

niederließen, befand sich nördlich

und östlich des Kastells unter anderem

in der unter dem Namen „Schwärze“ bekannten

Flur. „Das ist uralter Kulturboden

der mit Holzkohleresten versetzt ist, daher

auch der Name“, erklärt Klaus Besch. Der

Vicus entstand wohl zeitgleich mit der militärischen

Ansiedlung, bestand aber noch

Bestattungen

Das Gelände des Römerkastell zu Gomadingen

ist heute als Bodendenkmal

geschützt und ein eingetragenes Kulturdenkmal

im Sinne des Denkmalschutzgesetzes

des Landes Baden-Württemberg.

Private Nachforschungen und das gezielte

Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig.

Zufallsfunde sind an die Denkmalbehörden

zu melden – oder den Gebrüdern

Besch, ihres Zeichens seit vielen

Jahren ehrenamtliche Mitarbeiter des Referats

für Denkmalpflege im Regierungspräsidium

Tübingen.

Text: Kerstin Dannath

Fotografie: Gebr. Besch

&

Informationen

www.alb-magazin.com

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Musikschule St. Johann

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Das Musikschulgebäude

in Gächingen.

Ein starkes Duo: Gründerin und Geschäftsführerin Roswitha Jäger und Ronald Hirrle arbeiten Hand in Hand für die kommunale Musikschule der Gemeinde St. Johann.

Tritsch-Tratsch-Polka achthändig gespielt.

Dafür gab´s reichlich Applaus beim

Musikschul-Sommerfest.

Urlaub im Reich der Sinne und Klänge

Die Basis für die Chancengleichheit im ländlichen Raum zu schaffen, um allen Kindern und Heranwachsenden den Musikunterricht

vor Ort anbieten zu können, ist seit nahezu 25 Jahren der Antriebsmotor von Geschäftsführerin Roswitha Jäger.

Mit Musiker Ronald Hirrle an der Seite, scheint das Führungs-Duo der kommunalen Musikschule in St. Johann komplett.

In der Sitzung vom 18. Oktober 1989

hatte sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen,

eine Musikschule auf die Dauer

eines Jahres, zunächst probeweise, einzurichten.

Der Schwerpunkt lag damals

bei der musikalischen Früherziehung. Die

Aufgabe „was daraus zu machen“ fiel der

damaligen Außenstellenleiterin der VHS

Reutlingen zu. Allen Widerständen zum

Trotz krempelte Roswitha Jäger die Ärmel

hoch und tat, was ihr geheißen.

Unterricht in bis zu 16 Räumen

Allein sechs Jahre habe man daran gearbeitet,

dass Kriterien erfüllt wurden, um

Landesmittelförderungen zu bekommen.

„Unterricht wurde damals in bis zu 16

Räumen, verteilt in ganz St. Johann, gehalten“,

erinnert sie sich und spricht in

diesem Zusammenhang von einer „Riesen-Organisation“,

die diese Umstände

mit sich brachten. Seitdem hat die außerschulische

Bildungseinrichtung Höhen wie

Tiefen erlebt. „Aber weiter ging´s immer“,

sagt Jäger.

Ein wunderbares Geburtstagsgeschenk

1999 wurde das ehrwürdige alte Schul-

haus aus dem Jahr 1880 in Gächingen

zum Zentrum der Musik. „Ein wunderbares

Geburtstagsgeschenk zum zehnjährigen

Jubiläum. Viele wollten dieses schöne

Haus, wir haben es bekommen“, verrät Jäger.

Bediente im Gründungsjahr noch eine

Lehrkraft rund 20 Schüler, werden derzeit

bis zu 170 Musikschüler von 12 Lehrerkräften

unterrichtet. „Die Schüler sind

heute nicht weniger motiviert, sie haben

nur weniger Zeit“, unterstreicht Hirrle und

spricht unter anderem auf den Abi-Gang

„G8“ an. Ebenso ein Problem sieht Jäger

darin, alles machen zu wollen. „Es ist nicht

nur die Schule, auch der Stellenwert von

Musik in der Familie spielt eine Rolle, ob

sich ein Kind dafür entscheidet oder nicht“.

Klassik hat auf dem Land

einen anderen Stellenwert

„Schön wäre es, wenn mehr klassische Instrumente,

wie beispielsweise die Violine,

gewählt und gespielt würden“, wünscht

sich Jäger, die es ein wenig bedauert, dass

Streicher fast gänzlich fehlten. „Klassik hat

auf dem Land einen anderen Stellenwert“,

wirft Hirrle ein, der viele Jahre Orchestermusiker

in Leipzig war. Heute hat er sein

Spielfeld als Chorleiter von „molto vocalis“

nach Mössingen verlegt. Für das gesamte

Team der Musikschule gelte: „Nicht nur

reden, auch machen!“, betonen beide unisono.

Mit dem „Unterricht geben“ alleine,

ist´s eben nicht getan. Einige Veranstaltungen

und Konzerte unterm Jahr müssen

organisiert und umgesetzt werden. „Da arbeiten

alle zusammen, sonst geht´s nicht“,

so Jäger. Hirrle empfiehlt Eltern „Geduld zu

haben“, wenn es um das Erlernen eines

Musikinstrumentes geht. „Es ist anders als

im Sport, wo nach dreimaligem Training

pro Woche beachtliche Fortschritte zu sehen

sind“. „Zehn Prozent sind Begabung

und 90 Prozent eben Brettlesbohren“, lautet

Jäger's Motto da.

Unbestritten bliebe: „Musik ist Balsam für

große und kleine Seelen. Jedes Kind ist ein

geborener Musiker!“ Neben Musikgarten,

musikalischer Früherziehung und Instrumentalunterricht,

bietet die außerschulische

Bildungseinrichtung auch das Musizieren

und Mitwirken in Ensembles und

einer Band mit an.

Text & Fotografie: Patricia Kozjek

Ohne Leistungsdruck

werden Kinder an Rhythmus,

Musik und Tanz herangeführt.

Informationen

Roswitha Jäger oder

Ronald Hirrle (Leitung)

Telefon: 07122/82202

E-Mail: ms.st.johann@jaeger-arts.de

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Schäferlauf in Bad Urach

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Der alle zwei Jahre stattfindende Uracher Schäferlauf ist eines der schönsten und größten Heimatfeste im Land und

lockte im Juli bei Kaiserwetter rund 40.000 Besucher in die Kurstadt. Rund 3000 Teilnehmer in 87 Gruppen nahmen

am Historischen Festzug teil, darunter auch einige Vertreter der Region Kispel.

links:

Langholzfuhrwerk mit Holzhauergruppe

aus Sirchingen

Brauchtum ist keine leere Worthülse

Das Haupt- und Landgestüt Marbach

schickte gleich sechs Festkutschen nach

Urach. Dazu zählten drei zweispännige

Landauer und eine vierspännige Summer

Break, vor die jeweils Warmblüter

gespannt waren sowie zwei Jagdwagen,

die jeweils von zwei Schwarzwälder Kaltblütern

gezogen wurden. Die Marbacher

Wagen mit den Ehrengästen, unter anderen

dem stellvertretenden baden-württembergischen

Ministerpräsidenten Dr. Nils

Schmidt, mehreren Bundestags- und Landtagsabgeordneten,

Landrat Thomas Reumann

sowie Bad Urachs Bürgermeister Elmar

Rebmann und Landoberstallmeisterin

Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, führten den

Umzug an.

Schon früher im Einsatz war der Musikverein

Upfingen, der am Festsonntag

bereits ab 5 Uhr morgens an verschiedenen

Stellen in der Stadt die Tagwache

spielte und später zusammen mit dem

Fanfarenzug Urach den Kleinen Fest-

zug am Morgen auf den Marktplatz zu

führte. Die Upfinger Kapelle hat bereits

seit Mitte der 60er-Jahre die Funktion

der offiziellen Festmusik inne – Urach

hatte zu der Zeit keinen Musikverein, die

Upfinger sprangen in die Bresche und

musizieren bis heute beim Schäferlauf.

Komplett ohne motorisierte Fahrzeuge

Auf dem Marktplatz wurden die rund 3000

Umzugsteilnehmer bereits von Bürgermeister

Rebmann zur offiziellen Eröffnung

mit Übergabe der Zunftinsignien erwartet.

Nach dem Gottesdienst startete dann

der große Festzug – bekanntlich einer der

wenigen im Land, der komplett ohne motorisierte

Fahrzeuge auskommt.

Hier demonstrierte der Sirchinger Langholzwagen,

wie die Holzabfuhr vor 100

Jahren nur unter Mithilfe von Pferden im

Wald funktioniert hat. Aus der Region

Kispel hielten des weiteren die Feuerwehr

Lonsingen mit einem von Pferden

gezogenen historischen Spritzwagen, die

Trachtenkapelle aus Würtingen sowie der

Musikverein Dapfen ihre Fähnchen hoch.

„All diese Gruppen sind schon seit langem

beim Schäferlauf dabei. Dies liegt vor

allem auch an der traditionellen Verbundenheit

zwischen Bad Urach und den umliegenden

Gemeinden“, sagt Bernd Mall

von der Stadt Bad Urach.

Obwohl der Schäferlauf uralt ist – er geht

auf eine Anordnung von Herzog Eberhard

Ludwig von Württemberg aus dem Jahr

1723 zurück – ist und bleibt er eine quicklebendige

Sache. „Eine so lange und stolze

Tradition kann nur dort gedeihen, wo Menschen

leben, für die ein Wort wie Brauchtum

keine leere Worthülse ist, sondern

mit Leben erfüllt wird“, lobte der Uracher

Bürger meister Elmar Rebmann stolz.

Text: Kerstin Dannath

rechts:

Musikverein Trachtenkapelle Würtingen

unten:

Trachtengruppe St. Johann e. V.

"Von der Saat bis zur Ernte"

rechts:

"Alte Feuerwehrspritze", Lonsingen

oben:

Musikverein Upfingen vor dem Volksbank Gebäude

Seit Mitte der 60er Jahre kommt die offizielle

Festmusik vom Musikverein Upfingen (links).

Muntere Töne kamen auch vom Musikverein "Lautertalmusikanten"

aus Dapfen (unten).

20 21


Veranstaltungskalender

Alb-Magazin Ausgabe 2/2013

Gute Unterhaltung,

Spaß und neue Denkanstöße

wünscht Ihre

Volksbank Metzingen - Bad Urach eG

So. 29.09.2013

Wanderung mit Hund

Verein für Sport- und Gebrauchshunde

Gomadingen e. V., Wanderung ist in

Bad Urach

Oktober

So. 29.09. / Do. 03.10. /

So 06.10.2013

Hengstparade (Beginn 12 Uhr)

Haupt- und Landgestüt Marbach

So. 13.10.2013

Gomadinger Weinherbst

Tennisverein Gomadingen,

Sternberghalle

So. 13.10.2013

Gedenkfeier Hohe Warte

Schwäbischer Albverein

OG Gomadingen

So. 13.10.2013

Herbsthock

Sportheim Upfingen, TSG

Sa 26. bis So 27.10.2013

Herbsthock

Schützenhaus Ohnastetten,

Sportschützen

So. 13.10.2013

Weißwurstfrühstück mit Musik

Bürgerhaus Ohnastetten, Bürgerverein

September

Fr. 13. bis So. 15.09.2013

Schlachtfest Dapfen

Festgemeinschaft "Dapfener Schlachtfest", Festplatz Dapfen

Freitag, 13.09.2013

Dapfener Trachtenparty mit SIXPÄC

Samstag, 14.09.2013

ab 16:00 Uhr fröhlicher Vespernachmittag & Faßanstich

ab 17:00 Uhr Musikverein Elchesheim-Illingen

20:00 Uhr Stimmung mit den Schönberg Musikanten

Sonntag, 15.09.2013

09:45 Uhr Festgottesdienst

11:00 Uhr Musikverein Eglingen

14:00 Uhr Trachtenkapelle Bernloch

17:00 Uhr Stadtkapelle Münsingen

Do. 19. bis So 22.09.2013

IV. AJC-Masters-Tennis-Turnier

Tennisverein Gomadingen

Fr. 20.09.2013

Kulinarische Veranstaltung

"Wein und Käse"

Museumsverein Klosterkirche

Offenhausen

Backhaushock Ohnastetten

Sa. 22. und So. 22.09.2013

Feuerwehrfest mit Tag der offenen Tür

Sirchingen

Sa. 21.09.2013

"Tag des offenen Backhauses"

St. Johanner Backhäuser

Arbeitskreis Backhaus/Gemeinde St. Johann

So. 22.09.2013

100 Jahre Rossbergturm

Schwäbischer Albverein OG Gomadingen

Fr. 11. bis So. 13.10. 2013

Stoppelcrossrennen

Aussiedlerhof Bauder Lonsingen,

Team OCB

Sa. 12.10.2013

Besenwirtschaft Young Oldies

Skihütte „Kohlwald“ Würtingen,

Skizunft St. Johann

Sa. 12.10.2013

Schleppjagd des Badischen

Schleppjagdvereins

Haupt- und Landgestüt Marbach

Fr. 18.10.2013

Kirchspielkino:

Von Menschen und Göttern

Ev. Kirchengemeinde Gomadingen

Kirche Steingebronn

Sa. 19.10.2013

Lichterwanderung

Schwäbischer Albverein

OG Gomadingen

Sa. 19 bis Mo. 21.10.2013

Kirbefest

Gemeindehalle Würtingen

Höhengaststätte „Steigle“ Würtingen

Sportheim Würtingen, Musikverein

Mo. 21.10.2013

Kirbemarkt

Ortsmitte Würtingen

Kirbe am Schützenhaus, Würtingen

Sa. 26.10.2013

Kochen/Backen im Seestüble

Schwäbischer Albverein

OG Gomadingen

Professionelle Hochzeits- und Portraitfotografie

www.thomasblankfotografie.com – Achalmstraße 11

73268 Erkenbrechtsweiler – Telefon 07026.601 988-0

Sa. 28 und So. 29.09.2013

Herbsthock

Schützenhaus Bleichstetten

So. 29.09.2013

Familienwanderung

Schwäbischer Albverein OG Gomadingen

Impressum

Herausgeber:

TES+M GmbH

Thomas Blank

Silcherstr. 12

73268 Erkenbrechtsweiler

Telefon 07026 / 601 9646

alb@albmarketing.de

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Erscheinungsweise:

viermal im Jahr

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post@thomasblank.com

Redaktion:

Thomas Blank

Kerstin Dannath

Daniela Haußmann

Patricia Kozjek

Eva-Maria Pulvermüller

Druck:

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72581 Dettingen/Erms

Telefon 07123 / 9785-0

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