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Matrix3000 "Yes, we scan!" (Ausgabe 77) (Vorschau)

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M R<br />

ATRIX3000<br />

XMATRIX<br />

NEUES DENKEN<br />

X3000<br />

16 Seiten extra<br />

W I S S E N S C H A F T / P O L I T I K / K U L T U R<br />

Natürliche<br />

Empfängnisverhütung<br />

Österreich / 7,20 EUR<br />

Luxemburg / 7,60 EUR<br />

Sch<strong>we</strong>iz / 12,80 SFR<br />

Italien / 8,50 EUR<br />

„<strong>Yes</strong> <strong>we</strong><br />

HAARP-Anlage<br />

verkauft<br />

<strong>scan</strong>!“<br />

Schädlinge<br />

giftfrei<br />

bekämpfen<br />

3000<br />

B a n d 7 7 S e p t e m b e r 2 0 1 3 /<br />

O k t o b e r 2 0 1 3 / 6 , 5 0 E U R<br />

Was Edward Snowden zu erwähnen vergaß<br />

Kristalline<br />

Energiearbeit<br />

Dinos und<br />

Menschen<br />

Waffen für<br />

Rotkäppchen<br />

Wir brauchen<br />

Genmais


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Ulrich Heerd<br />

Das Haarp-Projekt<br />

256 Seiten,<br />

€ 23,90 (D) € 24,60 (A)<br />

ISBN: 978-3-89539-266-5<br />

Dieses Buch stellt in bisher einzigartiger Weise den Versuch<br />

dar, eine Chronologie aufzuzeigen vom Elektrosmog über<br />

die Mobilfunktechnologie zur modernsten Strahlenwaffe. Es<br />

<strong>we</strong>ndet sich trotz der Komplexität der Themas an den interessierten<br />

Laien. Es ist gelungen das Thema sprachlich in einer<br />

Form zu halten, die Vorkenntnisse nicht erforderlich macht.<br />

Im Mittelpunkt der Betrachtung steht das HAARP-Projekt. Die<br />

Autoren versuchen die Hintergründe, die technischen Voraussetzungen<br />

und Möglichkeiten dieser "Menschen- und Schöpfungsverachtenden<br />

Technologie" aufzuzeigen. Das Buch ist<br />

ein Mahnmal, gegen den Machbarkeitswahn. Es zeigt auf,<br />

daß die Möglichkeit von Wetterkontrolle und Bewußtseinskontrolle<br />

längst Realität geworden ist.<br />

Nick Begich / Jeane Manning<br />

Löcher im Himmel<br />

€ 23,90 (D) € 24,60 (A)<br />

ISBN: 978-3-89539-380-8<br />

Dieses Buch handelt von der Aufdeckung<br />

der geheimen militärischen<br />

Versuchsanlage HAARP, einem Ionosphärenheizer<br />

in Alaska, der auch als<br />

Strahlenwaffe eingesetzt <strong>we</strong>rden kann.<br />

Die Autoren <strong>we</strong>isen anhand von Patenten<br />

und internen Dokumenten des US<br />

Militärs nach, dass HAARP eine neue<br />

Dimension des Ökokrieges eröffnet und<br />

eine wichtige Grundlagentechnologie im<br />

Rahmen der Revolution in Militärischen<br />

Angelegenheiten des US Militärs darstellt.<br />

Diese neue Doktrin des US-Militärs<br />

sieht vor, sogenannte nicht-tödliche<br />

Waffensysteme einzusetzen, Bewußtseinskontrolle<br />

auszuüben und unsere<br />

Um<strong>we</strong>lt selbst als Waffe gegen Feinde<br />

der USA einzusetzen.<br />

Nick Begich / James Roderick<br />

Freiheit nehmen<br />

€ 26,80 (D) € 27,60 (A)<br />

ISBN: 978-3-89539-381-5<br />

Es geht um die Grundlagen für Freiheit,<br />

Menschenwürde, individuelle Selbstverantwortung<br />

und Selbstbestimmung. "High Tech<br />

Krieg auf unseren Willen und wie wir uns<br />

<strong>we</strong>hren können".<br />

In diesem Buch geht es um Technologie und<br />

ihre Auswirkungen auf die Menschheit. Es<br />

geht um die Grundlagen für Freiheit, Menschenwürde,<br />

individuelle Selbstverantwortung<br />

und Selbstbestimmung. Die vorhandenen<br />

Materialien sind für alle schockierend.l<br />

Wir stehen technologischen Fortschritten<br />

gegenüber, die das Schicksal der Menschheit<br />

im neuen Jahrtausend völlig verwandeln<br />

können. Das Buch behandelt Themen wie:<br />

Bewußtseinskontrolle und die Manipulation<br />

der Gesundheit der Menschen durch die<br />

Ver<strong>we</strong>ndung von Drogen, elektromagnetischen<br />

Waffen und anderen Methoden. UND<br />

WIE WIR UNS WEHREN KÖNNEN!<br />

Nick Begich / James Roderick<br />

Freiheit leben -<br />

Verrat an Wissenschaft,<br />

Gesellschaft und Seele<br />

€ 26,80 (D) € 27,60 (A)<br />

ISBN: 978-3-89539-382-2<br />

In diesem Buch <strong>we</strong>rden fünf Hauptthemen<br />

behandelt. Es gibt ein Kapitel über neue Unterwassersonare,<br />

die vom Militär der Vereinigten<br />

Staaten für den Einsatz geplant sind,<br />

obwohl man inzwischen erkannt hat, dass<br />

es Risiken für das Leben in den Ozeanen<br />

gibt. In einem z<strong>we</strong>iten Abschnitt <strong>we</strong>rden<br />

Mobiltelefone und ihre Risiken für Menschen<br />

erörtert, da wir uns auf dem Weg in eine<br />

neue und drahtlose Welt befi nden. Der dritte<br />

Teil befasst sich mit <strong>we</strong>iteren Informationssystemen<br />

und damit verwandten Technologien.<br />

Der vierte Abschnitt umfasst schließlich<br />

eine Diskussion über die Auslöschung der<br />

persönlichen Privatsphäre in den Vereinigten<br />

Staaten und auf der ganzen Welt aufgrund<br />

der neuen Technologie.<br />

Nick Begich<br />

Bewusstseins- und<br />

Gedankenkontrolle<br />

€ 25,80 (D) € 26,50 {A)<br />

ISBN: 978-3-89539-383-9<br />

Das aktuellste Buch von Dr, Nick<br />

Begich handelt von der Manipulation<br />

des Verstandes, der Gefühle und<br />

der körperlichen Gesundheit von<br />

Menschen durch neue angewandte<br />

Technologien.<br />

In einer gewaltigen Fülle trägt er die<br />

aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse<br />

in dem Bereich zusammen.<br />

Manipulation und Kontrolle sind<br />

immer mehr Menschen ausgesetzt.<br />

Die Steuerung des menschlichen<br />

Verstandes mit externen Mitteln ist<br />

jetzt inzwischen<br />

Wirklichkeit.<br />

Bestelltelefon: 08861 - 5 90 18, E-mail: Info@michaelsverlag.de<br />

MICHAELS VERLAG & VERTRIEB GMBH, Ammergauer Strasse 80, D-86971 Peiting, Fax: 08861 - 6 70 91


Editorial<br />

Franz Bludorf, Chefredakteur<br />

Als Barack Obama seine erste Präsidentschaft begann,<br />

ließ er seine damalige Außenministerin Hillary Clinton ihrem<br />

russischen Amtskollegen Sergej Lawrow einen roten<br />

„Reset“-Knopf übergeben. Er sollte ein Symbol sein für<br />

einen „Neustart“ der amerikanisch-russischen Beziehungen.<br />

Wenn wir sagen, jemand habe etwas „symbolisch“ getan,<br />

dann meinen wir damit oft implizit, das Ganze sei nicht<br />

hundertprozentig ernst zu nehmen. Aber unsere Vorfahren<br />

wussten es noch – Symbole bedeuten viel mehr, als<br />

etwas „nur symbolisch“ zu tun. Symbole heben ein Thema<br />

auf eine andere, „symbolische“ Ebene und sprechen damit<br />

andere Zentren unseres Bewusstseins an, jenseits unserer<br />

vordergründigen Rationalität. Richtig angewandt, haben<br />

Symbole große Macht.<br />

Bei Obamas außenpolitischen Beratern allerdings scheint<br />

es mit den Russischkenntnissen nicht allzu <strong>we</strong>it her ge<strong>we</strong>sen<br />

zu sein. Das russische Wort „peregruzka“ für „Reset,<br />

Neustart“ hat nämlich viele Bedeutungen und kann z. B.<br />

auch als „Überlastung“ übersetzt <strong>we</strong>rden. Wurden die bilateralen<br />

Beziehungen anstelle eines Neustarts überlastet?<br />

Da sind wir schon beim nächsten Thema. Es geht natürlich<br />

um Edward Snowden, der mit seinen Enthüllungen über die<br />

US-Geheimdienste die Welt erschütterte und in Russland<br />

politisches Asyl erhielt. Die Fakten, die der Whistleblo<strong>we</strong>r<br />

publizierte, brauchen übrigens keinen Geheimdienstler<br />

zu beunruhigen. Snowden „vergaß“ sowieso die neuesten<br />

Aktivitäten der US-Geheimdienste zu erwähnen, die schon<br />

fast unsere Vorstellungskraft sprengen und über die teil<strong>we</strong>ise<br />

nicht einmal der Kongress in Washington informiert<br />

ist. Trotzdem scheinen die amerikanisch-russischen Beziehungen<br />

durch den Fall Snowden eher „überlastet“ zu<br />

sein als auf einen „Neustart“ hinzusteuern. Böse Zungen<br />

könnten behaupten, Obama und sein Reset-Knopf seien<br />

selbst daran schuld. Man sollte mit Symbolen eben vorsichtig<br />

sein.<br />

Einem Symbolforscher wie dem Protagonisten Robert<br />

Langdon des Bestsellerautors Dan Brown wäre das natürlich<br />

nicht passiert. Sein Problem liegt momentan eher<br />

darin, dass seinem Schöpfer offenbar die interessanten<br />

Symbole ausgegangen sind. Und so musste Brown in seinem<br />

neuesten Roman Dantes „Göttliche Komödie“ bis zur<br />

Unkenntlichkeit verbiegen, um seinem Helden neue „Symbole“<br />

zum Knacken zu geben.<br />

Symbole transzendieren die Welt des rationalen Verstandes.<br />

Dies sind Bewusstseinsbereiche, denen sich die Wissenschaft<br />

lange Zeit nicht nähern konnte, da ihr die nötigen<br />

Begriffe fehlten. Ungeformte, symbolhafte Gedankenstrukturen<br />

– für die Beschreibung solcher Konstrukte braucht<br />

man die Begriffs<strong>we</strong>lt der Quantenphysik. Es ist z<strong>we</strong>i ganz<br />

Großen der Wissenschaft – Roger Penrose und Stuart<br />

Hameroff – zu danken, dass sie sich über „ungedachte Gedanken“<br />

Gedanken gemacht und so eine bemerkens<strong>we</strong>rte<br />

Brücke von der Wissenschaft zur Spiritualität geschlagen<br />

haben.<br />

Klassische Beispiele für symbolhafte Geschichten sind<br />

unsere Märchen. Liest man sie vordergründig, kann es<br />

geschehen, dass jemand „Rotkäppchen“ für jugendgefährdend<br />

erklärt. Waffen in Kinderhand dagegen – null Problemo.<br />

Auch das ist Amerika. Das Land der unbegrenzten<br />

Möglichkeiten. Und das ist leider nicht „nur symbolisch“<br />

gemeint. Bei denen ist wirklich „nichts unmööööglich“.<br />

Könnten die USA vielleicht auch mal ein „Reset“ vertragen?<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 3


Inhalt<br />

52<br />

Symbole –<br />

Hüter der Weisheit<br />

Jeder <strong>we</strong>iß, was ein Symbol ist – etwas, das im Grunde für etwas<br />

anderes steht, eben „symbolisch“. Die ursprüngliche Bedeutung der<br />

Symbole dagegen ist <strong>we</strong>itgehend in Vergessenheit geraten. Symbole<br />

dienten ursprünglich dazu, Ebenen des Seins zu überbrücken, und<br />

sie konnten ihren Benutzern dadurch Macht verleihen.<br />

56<br />

Inhalt<br />

Dan Browns Flirt mit dem Inhumanen<br />

„Inferno“, der vierte Roman Browns um den rührigen Symbolforscher Robert Langdon, wurde<br />

wieder zu einem kalkulierten Welterfolg. Doch ist Erfolg gleich Qualität? Natürlich kann man<br />

von dem Blockbuster-Autor keine Weltliteratur vom Format Dantes erwarten; aber selbst für<br />

einen Kulturthriller birgt „Inferno“ erhebliche Glaubwürdigkeitslücken. Das Thema Überbevölkerung<br />

jedoch berührt einen wunden Punkt. Verschließen wir alle unsere Augen vor einem Inferno,<br />

das schon in naher Zukunft droht? Und <strong>we</strong>nn ja: Wie können wir gegensteuern, ohne alle<br />

Grundsätze der Humanität aufzugeben?<br />

Chemtrails<br />

Viele Menschen halten sie<br />

immer noch für lose Kondensstreifen,<br />

harmobwohl<br />

US-Patente<br />

seit Jahren belegen:<br />

Unsere Atmosphäre<br />

wird mit<br />

chemischen Substanzen<br />

besprüht.<br />

Angeblich zum Klimaschutz,<br />

nicht ganz<br />

so offiziell auch zur<br />

Kontrolle der Bevölkerung.<br />

Fest steht jedoch:<br />

Chemtrails können Menschen<br />

krank machen. Wie<br />

kann man sich schützen?<br />

40<br />

Politik<br />

Grazyna Fosar und Franz Bludorf<br />

„<strong>Yes</strong> <strong>we</strong> <strong>scan</strong>“<br />

NSA, Obama und Snowdens Auftrag 8<br />

News 15<br />

HAARP-Anlage verkauft? 18<br />

Franz Bludorf<br />

Waffen für Rotkäppchen 20<br />

Wissen<br />

Franz Bludorf<br />

Das Quantenbewusstsein<br />

Wissenschaft trifft Spiritualität 22<br />

Quantessenz 28<br />

Fritz Florian<br />

Schädlinge giftfrei bekämpfen<br />

Neuentdeckte Methoden schützen<br />

Mensch und Um<strong>we</strong>lt 30<br />

Gesundheit<br />

Maria Schwach<br />

Wir brauchen Genmais<br />

Die Genkartoffel oder auch<br />

genmanipuliertes Getreide 36<br />

Schlafkrankheit<br />

durch Impfcocktail 38<br />

Rio Eberlein<br />

Chemtrails<br />

Die geplante globale Verdunkelung 40<br />

Andreas Giesen<br />

Kristalline Energiearbeit<br />

Der Weg zur inneren Freiheit 44<br />

4<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


18<br />

Inhalt<br />

HAARP-Anlage verkauft?<br />

Internet-Nutzer fanden es eher zufällig heraus, und die US Air Force hat es mittler<strong>we</strong>ile<br />

bestätigt: Die berüchtigte HAARP-Anlage in Alaska wurde im Frühjahr 2013 abgeschaltet.<br />

Nicht für immer. Angeblich sind Nutzungsverträge abgelaufen, und ab Herbst wird ein<br />

neuer Betreiber übernehmen. Ist das das Ende der „Testphase“?<br />

22<br />

Z<strong>we</strong>i berühmte Wissenschaftler<br />

– der Mathematiker und Physiker<br />

Sir Roger Penrose und der Anästhesiologe<br />

und Psychologe Stuart<br />

Hameroff – haben gemeinsam ein<br />

neues Denkmodell für das menschliche<br />

Bewusstsein erarbeitet, das<br />

auf der Quantenphysik basiert. Das<br />

revolutionäre Modell wird durch<br />

neueste neurophysiologische Befunde<br />

gestützt, und es schlägt eine<br />

bemerkens<strong>we</strong>rte Brücke zwischen<br />

Wissenschaft und Spiritualität.<br />

Das Quantenbewusstsein<br />

8<br />

„<strong>Yes</strong> <strong>we</strong> <strong>scan</strong>!“<br />

Die Enthüllungen des NSA-Whistleblo<strong>we</strong>rs Edward<br />

Snowden beherrschten die Presseschlagzeilen dieses<br />

Sommers. Die Frage, die dabei offenbar niemand stellt:<br />

Konnte Snowden wirklich in der Lage sein, Geheimnisse<br />

zu veröffentlichen, die die US-Geheimdienste ernsthaft<br />

schädigen? Es zeigt sich, dass das berüchtigte Schnüffelprogramm<br />

„PRISM“ vermutlich nur Schnee von gestern<br />

ist. Die neuen Schlagworte heißen „Going Dark“<br />

und „Deep Web“ – NSA-Aktivitäten, die alle bekannten<br />

Rahmen sprengen. In <strong>we</strong>nigen Wochen wird das supermoderne<br />

Utah Data Center eröffnet – und was spielt sich<br />

ab im geheimnisvollen „Building 5300“?<br />

Wurzeln<br />

Lars A. Fischinger<br />

Waren Dinosaurier und Menschen<br />

Zeitgenossen?<br />

Seltsamer Fund in Rumänien –<br />

Zwischen Fakten und Mythen 48<br />

Kultur<br />

Roland Rottenfußer<br />

Dan Browns Flirt<br />

mit dem Inhumanen 52<br />

Spiritualität<br />

Ralf Lehnert<br />

Symbole – Hüter der Weisheit 56<br />

Rubriken<br />

Editorial 3<br />

Bedenkliches 6<br />

Gedicht 7<br />

Abo 35<br />

Buchbesprechungen 64<br />

Märchen 65<br />

<strong>Vorschau</strong> 66<br />

Impressum 66<br />

Buchempfehlungen 67<br />

Aus redaktionellen Gründen wurde<br />

der für diese <strong>Matrix3000</strong>-<strong>Ausgabe</strong><br />

geplante Artikel "Higgs-Bosonen im<br />

Gehirn" auf die nächste <strong>Ausgabe</strong> verschoben.<br />

Bernd Rosenmüller<br />

Authentische Gemeinschaften 60<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 5


Bedenkliches<br />

Es war die gute alte Zeit. Wer arbeiten<br />

wollte, bewarb sich bei<br />

einer Firma, die dann sein „Arbeitgeber“<br />

wurde. Ge<strong>we</strong>rkschaften<br />

wachten darüber, dass Flächentarifverträge<br />

eingehalten und Arbeitnehmer<br />

anständig bezahlt wurden. Viele<br />

von uns haben ihn noch nicht ganz<br />

vergessen – den Sozialstaat wie er<br />

in Deutschland vor der Vereinigung,<br />

Globalisierung und Finanzkrise existierte.<br />

Heute vergibt man anstatt "Arbeit"<br />

oft nur noch „Aufträge“. Viele Firmen<br />

haben gar keine eigenen Angestellten<br />

mehr, sondern ordern sich <strong>we</strong>lche,<br />

<strong>we</strong>nn sie sie brauchen. Beispiel<br />

Schlachthöfe: Deutsche Unternehmer<br />

erteilen ihren Arbeitern sogenannte<br />

„Werkverträge“. Es wird also<br />

nicht ein Arbeitsverhältnis begründet,<br />

sondern eine ganz bestimmte Arbeitsleistung bestellt.<br />

Dafür <strong>we</strong>rden – vorbei an allen Tarifverträgen – drei bis<br />

fünf Euro pro Stunde gezahlt. Ist die Arbeit getan, sitzen<br />

die Arbeiter wieder auf der Straße. Die Firma spart sich<br />

Kündigungsschutz und Sozialabgaben.<br />

Mit solchen Praktiken <strong>we</strong>rden nicht nur die Arbeiter<br />

ausgebeutet, sondern auch die europäische Konkurrenz in<br />

den Ruin getrieben. Französische Schlachthofbesitzer sind<br />

verpflichtet, den gesetzlichen Mindestlohn von 9,43 Euro<br />

zu zahlen. In Belgien sogar 12,88 Euro. In Deutschland<br />

<strong>we</strong>rden Mindestlöhne nach wie vor von Politik und Wirtschaft<br />

abgeblockt. Die internationale Arbeitsorganisation<br />

ILO hat in ihrem Jahresbericht angeprangert, Deutschland<br />

habe die strukturelle Krise in der Eurozone ursächlich verursacht<br />

– durch Schröders und Merkels Dumpinglohnpolitik.<br />

Es ist paradox: Unsere Politiker <strong>we</strong>rden nicht müde zu<br />

betonen, die wirtschaftlichen Zeiten seien schlecht, daher<br />

müssten alle den Gürtel enger schnallen. In Wahrheit ist<br />

es umgekehrt: Erst durch die exzessive Umverteilung von<br />

unten nach oben ist die Wirtschaft in<br />

Schieflage geraten. Märchenhafte<br />

Gewinne wanderten gleichzeitig in<br />

die Taschen der superreichen Gönner<br />

der Parteien.<br />

Nicht nur die Bezahlung, auch<br />

die Arbeitsbedingungen erinnern<br />

in Deutschland mittler<strong>we</strong>ile<br />

oft an eine Sklavenhaltergesell-<br />

Moderne<br />

schaft. Denken wir an Amazon, das<br />

die Leiharbeiter seiner Versandabteilung<br />

in abgeschotteten Wohnsiedlun-<br />

Sklaven<br />

gen internieren und von bewaffneten<br />

Skinheads bewachen ließ. Unbezahlte<br />

„Einarbeitungszeiten“ waren an der<br />

Tagesordnung, und die – zumeist<br />

Franz Bludorf<br />

ausländischen – Leiharbeiter wurden<br />

nach der Ankunft gezwungen, Erklärungen<br />

zu unterschreiben, die nur auf<br />

Deutsch abgefasst waren und in denen<br />

sie sich bereit erklären mussten, auf einen Teil ihres<br />

zugesagten Lohns zu verzichten. Wer nicht unterschrieb,<br />

konnte gleich wieder nach Hause fahren. Mittler<strong>we</strong>ile ist<br />

in Deutschland jeder vierte Arbeitnehmer in den Niedriglohnsektor<br />

abgerutscht. Das Land liegt diesbezüglich<br />

EU-<strong>we</strong>it auf dem vorletzten Platz, nur noch von Litauen<br />

übertroffen. Das Argument, „mehr Bildung“ könne für<br />

besser bezahlte Arbeit sorgen, zieht nicht mehr. 80% der<br />

Niedriglohnbezieher haben eine abgeschlossene Berufsausbildung.<br />

Dennoch müssen 800.000 Vollzeitbeschäftigte<br />

sogar für <strong>we</strong>niger als sechs Euro pro Stunde arbeiten.<br />

Gerhard Schröder hatte einst versprochen, Niedriglöhne<br />

würden mehr Menschen in Arbeit und Brot bringen. Doch<br />

das war gelogen. Diese Politik schönte nur die Statistiken<br />

und erzeugte statt dessen ganze Bevölkerungsgruppen,<br />

die für ihre Arbeit <strong>we</strong>niger als Hartz IV bezahlt bekommen.<br />

Bald sind Bundestagswahlen – aber <strong>we</strong>it und breit ist keine<br />

Partei in Sicht, die bereit und in der Lage wäre, an diesen<br />

Zuständen etwas zu ändern.<br />

6<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Gedicht<br />

Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe. Und <strong>we</strong>nn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Unlust<br />

arbeiten könnt, dann ist es besser, eure Arbeit zu verlassen und euch ans Tor des Tempels<br />

zu setzen, um Almosen zu erbitten von denen, die mit Freude arbeiten.<br />

Khalil Gibran<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 7


Politik<br />

„<strong>Yes</strong> <strong>we</strong><br />

<strong>scan</strong>!“<br />

Was Edward Snowden zu erwähnen vergaß<br />

Grazyna Fosar und Franz Bludorf<br />

8<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Skyline von Salt Lake City bei Nacht.<br />

Politik<br />

Ein Sommer neigt sich dem Ende<br />

zu. Für viele Menschen war er sehr<br />

aufregend. Ein Mann hatte dafür<br />

gesorgt. Edward Snowden. Seine<br />

mehrteilige Sitcom sorgte auf der<br />

ganzen Welt für Empörung. „Von<br />

meinem Schreibtisch aus hätte ich<br />

Dich, Deinen Steuerberater, einen<br />

Bundesrichter und sogar den Präsidenten<br />

der Vereinigten Staaten<br />

abhören können, <strong>we</strong>nn ich nur seine<br />

private E-Mail kennen würde.“ So die<br />

Aussage des Ex-IT-Spezialisten der<br />

NSA, dessen Enthüllungen während<br />

seiner Flucht rund um den Globus<br />

wochenlang die Medien beherrschte.<br />

Politiker empörten sich. Diplomaten<br />

empörten sich. Journalisten empörten<br />

sich. Die Bevölkerung empörte<br />

sich – über Fakten, die man im Grunde<br />

seit Jahren kannte. <strong>Matrix3000</strong><br />

etwa berichtete bereits 2008 – und<br />

schon damals nicht zum ersten Mal<br />

– über die <strong>we</strong>lt<strong>we</strong>iten Abhörpraktiken<br />

des größten amerikanischen Geheimdienstes.<br />

Datenschnüffler PRISM<br />

Bei PRISM, so erfuhr die erschrockene<br />

Öffentlichkeit, handelt es sich nicht<br />

um ein Prisma, sondern um ein “Planning<br />

Tool for Resource Integration,<br />

Synchronization, and Management“,<br />

ein komplexes Computerprogramm,<br />

mit dessen Hilfe die NSA seit Jahren<br />

die ganze Welt überwacht und dabei<br />

unvorstellbare Datenmengen speichert.<br />

Ohne Kontrolle durch Parlament<br />

oder Justiz. Ganz einfach so,<br />

<strong>we</strong>il sie es können. Und die Regierungen<br />

der Welt behaupteten, nichts von<br />

alledem gewusst zu haben, was kaum<br />

glaubhaft erscheint, selbst bei denen,<br />

für die – wie im Fall von Bundeskanzlerin<br />

Angela Merkel – das Internet<br />

noch „Neuland“ ist.<br />

Egal wo Sie wohnen – PRISM ist<br />

bei Ihnen. Ein gigantischer Erbsenzähler<br />

und Kleinkrämer,<br />

der Daten sammelt und Zu-<br />

sammenhänge erkennt, die scheinbar<br />

nichts miteinander zu tun haben.<br />

Sophie stöbert im Internet und sieht<br />

sich ein paar Seiten an, sie simst an<br />

ein paar Freunde, bezahlt etwas mit<br />

ihrer Kreditkarte, und in diesem Moment<br />

<strong>we</strong>iß PRISM bereits, dass sie<br />

im dritten Monat schwanger ist, ohne<br />

verheiratet zu sein, dass sie über ein<br />

Kreditkartenlimit von 5000 Euro verfügt<br />

und vor einem Jahr mit einem<br />

Freund telefoniert hatte, der ein paar<br />

Wochen in Pakistan war und dort mit<br />

einem Mann über Musik gesprochen<br />

hatte, dessen Bruder in Verdacht<br />

steht, mit dem Fernsehsender Al Jazeera<br />

in Verbindung zu stehen. Sophie<br />

hat bei der NSA den Status „Rot“.<br />

Hat PRISM etwa die Aufgabe,<br />

harmlose Bürger auszuspionieren?<br />

Das Problem ist viel größer. Die Überwachung<br />

der Bürger ist nur eine kleine<br />

Nebenbeschäftigung – und natürlich<br />

ein dankbarer Aufhänger für eine<br />

Pressekampagne im Sommerloch.<br />

Diese Bilder entstammen einer Po<strong>we</strong>rpoint-Präsentation<br />

zum PRISM-Projekt, die Edward Snowden<br />

veröffentlichte. Sie zeigen, <strong>we</strong>lche Dienstleistungen<br />

<strong>we</strong>lcher Internet-Anbieter von der NSA<br />

angezapft <strong>we</strong>rden und wie man sie anhand der<br />

Fallaktennummer schnell identifizieren kann.<br />

Going Dark – Aufbruch ins Dunkle<br />

Aber bleiben wir erst einmal bei der<br />

Nebenbeschäftigung. Bereits unmittelbar<br />

nach dem 11. September 2001<br />

startete die Bush-Administration mit<br />

geradezu hektischen Maßnahmen<br />

zur Überwachung der Bevölkerung,<br />

selbst im eigenen Lande. Total Information<br />

Awareness hieß das Projekt,<br />

das schließlich 2003 vom Kongress<br />

gekippt wurde (siehe <strong>Matrix3000</strong><br />

Band 18). Diese Form der staatlichen<br />

Paranoia ging selbst den Senatoren<br />

zu <strong>we</strong>it.<br />

Sogar in der damaligen aufgeheizten<br />

Atmosphäre gab es NSA-Insider,<br />

die sich von der allgemeinen Überwachungs-Hysterie<br />

nicht anstecken<br />

ließen. Zu ihnen gehörten der Pilot<br />

und IT-Spezialist Thomas Drake und<br />

der Mathematiker William Binney,<br />

ein altgedienter Kryptographie-Spezialist.<br />

Die beiden Insider schlugen<br />

ihren Chefs vor, man könne sich zur<br />

Terrorab<strong>we</strong>hr auf das Anzapfen der<br />

Glasfaserkabel des internationalen<br />

Datenverkehrs beschränken,<br />

sobald<br />

sie das amerikanische<br />

Festland<br />

erreichten,<br />

oder<br />

auch auf hoher See<br />

mit Hilfe von Atom-<br />

U-Booten.<br />

Das<br />

würde eine überschaubare<br />

Anzahl<br />

zu überwachender<br />

Knotenpunkte<br />

bedeuten.<br />

Drake und<br />

Binney<br />

entwickelten<br />

sogar eine passende<br />

Software, die<br />

diese Aufgabe preisgünstig<br />

erledigen<br />

konnte. Man te ihnen kein<br />

schenk-<br />

Gehör<br />

MATRIX 3000<br />

9


Politik<br />

Das Hauptquartier der NSA in Fort Meade,<br />

Maryland, genannt „Crypto City” , besitzt eine<br />

eigene Autobahnausfahrt, die nur von NSA-<br />

Mitarbeitern benutzt <strong>we</strong>rden darf.<br />

Blick auf Crypto City<br />

Crypto City<br />

Das Hauptquartier der National Security<br />

Agency in Fort Meade, Maryland, trägt auch<br />

den Spitznamen „Crypto City“. Die schwarze<br />

Glasfassade des Hauptgebäudes bildet nur<br />

die äußerste Schale. Darunter befindet sich<br />

das wahre Gebäude, dessen Außenhaut aus<br />

Kupfer besteht. Die Fenster sind mehrschichtig<br />

aufgebaut: Zunächst eine Schicht Panzerglas,<br />

darunter 12,5 cm geräuschdämpfender<br />

Raum, eine dünne Kupferabschirmung und<br />

eine innere Scheibe. Diese spezielle Abschirmungstechnik<br />

mit Kupfer trägt den Codenamen<br />

TEMPEST. Sie bildet eine ausgeklügelte<br />

Schutzmaßnahme und bewirkt, dass keine<br />

Geräusche oder elektromagnetischen Signale<br />

das Gebäude verlassen können.<br />

und installierte statt dessen für Milliarden<br />

von Dollars in jedem größeren<br />

Telekommunikationsknotenpunkt der<br />

USA geheime fensterlose elektronische<br />

Monitoring Rooms, sogenannte<br />

Switches. Codename: Stellar Wind<br />

(Sternenwind). Damit war von Anfang<br />

an klar – es ging nicht nur darum,<br />

äußere Bedrohungen abzu<strong>we</strong>hren,<br />

sondern die Maßnahmen richteten<br />

sich gegen die normale Bevölkerung,<br />

sogar im eigenen Land. Da dies natürlich<br />

illegal war – die NSA darf laut<br />

Gesetz nur im Ausland tätig <strong>we</strong>rden,<br />

ebenso wie die CIA -, erarbeitete man<br />

auch von Anfang an die not<strong>we</strong>ndigen<br />

Grundlagen, um die Rechtsprechung<br />

des Foreign Intelligence Surveillance<br />

Court (US-Gerichtshof zur Überwachung<br />

der Geheimdienste) zu umschiffen.<br />

Der Widerstand der Politik währte<br />

nicht lange. Noch vor Ende<br />

der Bush-Administration verabschiedete<br />

der Senat 2008 den FISA<br />

Amendments Act, ein Gesetz, das diese<br />

Praktiken im Nachhinein de facto<br />

legalisierte und den Verantwortlichen,<br />

sowohl auf seiten der Geheimdienste<br />

als auch auf seiten der Telekom-Anbieter,<br />

rückwirkend Immunität garantierte.<br />

Wer immer sich hingegen der<br />

allgemeinen Überwachungswut entgegenstellte,<br />

wurde „gekreuzigt“, wie<br />

es der NSA-Experte James Bamford<br />

ausdrückte. William Binney wurde<br />

von einem Rollkommando des FBI mit<br />

vorgehaltener Waffe unter der häuslichen<br />

Dusche verhaftet. Auch Thomas<br />

Drakes Appartement wurde durchsucht,<br />

und da man Geheimdokumente<br />

bei ihm fand, wurde er <strong>we</strong>gen Spionage<br />

angeklagt. Er hatte noch Glück,<br />

dass er anstelle der angedrohten 35<br />

Jahre nur ein Jahr auf Bewährung erhielt<br />

und heute wieder ein freier Mann<br />

ist. Beide, Binney und Drake, erklärten<br />

in diesem abenteuerlichen Sommer<br />

die Aussagen Edward Snowdens<br />

für zutreffend und authentisch.<br />

Anfang 2013 dann ein erneuter<br />

Versuch der NSA, Unterstützung<br />

für ihre sinistren Überwachungspläne<br />

zu erhalten. Unter dem<br />

Titel „Going Dark“ wandte man sich<br />

erneut an den Kongress mit der Befürchtung,<br />

die existierenden Abhörmethoden<br />

würden der zunehmenden<br />

Datenflut nicht mehr standhalten. Daher<br />

müsse man die Daten unmittelbar<br />

und direkt an der Quelle abgreifen,<br />

also bei den wichtigsten Internet-<br />

Dienstanbietern wie Google, Apple,<br />

Microsoft oder Facebook. Der Kongress,<br />

so der Wunsch der NSA, solle<br />

den Geheimdiensten einen Blanko-<br />

Scheck ausstellen, diese Daten ohne<br />

gerichtliche Kontrolle in Realzeit bei<br />

den genannten Anbietern abgreifen<br />

zu können. Derartige Bestrebungen<br />

gehen übrigens über die Grenzen der<br />

USA <strong>we</strong>it hinaus. „Big Data“ stand auf<br />

der Tagesordnung der Bilderberg-<br />

Konferenz im Juni 2013 in Watford,<br />

England (siehe auch <strong>Matrix3000</strong>,<br />

Band 76), und sinniger<strong>we</strong>ise waren<br />

Vertreter großer Internetkonzerne<br />

wie Google, Amazon und Microsoft als<br />

Teilnehmer geladen.<br />

Sobald die Kommunikationsdaten<br />

eines Telefonats oder eine E-Mail<br />

eines x-beliebigen Bürgers erst einmal<br />

gespeichert sind, beginnt das<br />

data mining, also auf gut Deutsch das<br />

10<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Politik<br />

Buddeln nach Informationen im Datensumpf.<br />

Neben Verbindungsdaten,<br />

E-Mail-Texten und Gesprächsinhalten<br />

<strong>we</strong>rden auch finanzielle Transaktionen,<br />

Reisedaten, Bankauszüge,<br />

Zollbescheinigungen, ja sogar Kassenquittungen<br />

von Buchhandlungen<br />

gespeichert und zueinander in Beziehung<br />

gesetzt. Auf diese Weise kann<br />

die NSA ein mehr und mehr detailliertes<br />

Bild vom Leben jedes Menschen<br />

zeichnen. Jeder ist ein Target.<br />

Deep Web – Jenseits des Internet<br />

Diese ganze Überwachungs- und Datensammelwut<br />

der Geheimdienste<br />

hat Dimensionen angenommen, die<br />

für den Normalbürger unvorstellbar<br />

sind. Und doch ist und bleibt dies<br />

nur eine kleine Nebenbeschäftigung.<br />

Denn im Grunde gibt es noch etwas,<br />

was die Geheimdienste viel mehr interessiert,<br />

und das ist „Deep Web“<br />

– die ganze Welt der gespeicherten<br />

Computerdaten und internen Netz<strong>we</strong>rke<br />

außerhalb des öffentlich zugänglichen<br />

Internet. Dort befinden<br />

sich die eigentlichen Schatzkammern:<br />

Passwordgeschützte Dateien,<br />

Regierungskommunikationen, nichtkommerzieller<br />

Datenaustausch zwischen<br />

vertrauenswürdigen Partnern,<br />

Regierungsberichte, Datenbanken,<br />

eben die wirklichen „Big Data“, deren<br />

Volumen das des Internets um Größenordnungen<br />

übersteigen.<br />

Und das war die Geburtsstunde<br />

von etwas wirklich Großem,<br />

das sogar den beängstigenden<br />

Datenschnüffler PRISM klein und<br />

harmlos aussehen lässt. Ein Datencenter,<br />

das eine Datenspeicherkapazität<br />

in der Größenordnung<br />

von Yottabytes benötigt,<br />

eine Zahl, die für<br />

die meisten Menschen<br />

nicht mehr vorstellbar<br />

ist. Für die nächsthöhere<br />

Größenordnung<br />

gibt es noch nicht einmal<br />

einen Namen. Ein<br />

Yottabyte, das ist eine Billion Terabyte,<br />

also eine Billion von solchen<br />

Festplatten, wie Sie vermutlich auch<br />

eine in Ihrem PC haben.<br />

Zum Vergleich: Das gesamte<br />

Wissen, das die Menschheit seit<br />

ihren Anfängen bis zum heutigen<br />

Tage angesammelt hat, beläuft sich<br />

nach Schätzungen auf etwa 5 Millionen<br />

Terabyte. Die NSA glaubt das<br />

200.000fache an Speicherkapazität zu<br />

benötigen. Das heißt, die Jungs haben<br />

etwas vor, das sich näher zu betrachten<br />

lohnt. Das Ganze spielt sich im<br />

Nirgendwo der amerikanischen Provinz<br />

ab, am südlichen Stadtrand von<br />

Salt Lake City im Bundesstaat<br />

Utah.<br />

„<strong>Yes</strong> <strong>we</strong> <strong>scan</strong>!“<br />

Bluffdale. Vom Großen Salzsee<br />

<strong>we</strong>ht eine sanfte, trockene Brise<br />

hinüber in den kleinen Vorort der<br />

Mormonenstadt Salt Lake City.<br />

Hierher kamen vor 160 Jahren<br />

die ersten Siedler dieser Religionsgemeinschaft,<br />

um in der Abgeschiedenheit<br />

die Glaubenslehren<br />

zu entschlüsseln, die ihnen<br />

ihr Gott durch den Religionsstifter<br />

Joseph Smith offenbart hatte.<br />

„Amerika hat derzeit<br />

keine funktionierende<br />

Demokratie“.<br />

Jimmy Carter, US-Präsident 19<strong>77</strong>-1981,<br />

Friedensnobelpreisträger<br />

Heute kommen wieder geheimnisvolle<br />

Newcomer in diese Gegend. Auch<br />

sie suchen die Abgeschiedenheit, und<br />

auch sie wollen etwas entschlüsseln.<br />

Aber damit sind die Gemeinsamkeiten<br />

auch schon erschöpft. In Bluffdale<br />

wurde in den letzten Jahren ein<br />

gewaltiges Computerzentrum für die<br />

NSA errichtet, das Utah Data Center.<br />

Im September 2013 soll es in Betrieb<br />

gehen. Für den Gebäudekomplex, der<br />

fünf Mal größer als der Kongress in<br />

Washington ist, mussten eigens die<br />

Stadtgrenzen er<strong>we</strong>itert <strong>we</strong>rden.<br />

Heute beherbergt das NSA-Hauptquartier<br />

in Ford Meade, Maryland, insgesamt drei<br />

Dienststellen: Die National Security Agency,<br />

den Central Security Service und das US<br />

Cyber Command<br />

Oben: Informationsgewinnung bei<br />

SIGINT-Operationen (Quelle: NSA). Siehe<br />

dazu auch den Insert "Empfangen - Erkennen<br />

- Benutzen" auf Seite 12.<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 11


Politik<br />

Rechts: Das <strong>we</strong>lt<strong>we</strong>ite Spionagenetz<strong>we</strong>rk<br />

der NSA. Alle Rohdaten von Außenstellen,<br />

Satelliten etc. laufen zunächst im Utah Data<br />

Center zusammen und <strong>we</strong>rden bei Bedarf<br />

an die Multiprogram Research Facility in<br />

Oak Ridge, Tennessee, <strong>we</strong>itergeleitet. Die<br />

Endresultate liefert das UDC dann an das<br />

NSA-Hauptquartier in Fort Meade, Maryland,<br />

von wo aus sie an die ursprünglichen Auftraggeber,<br />

z. B. Weißes Haus, CIA, Pentagon,<br />

<strong>we</strong>itergegeben <strong>we</strong>rden.<br />

Das Utah Data Center ist der<br />

letzte und ultimative Stein in<br />

einem gewaltigen Puzzle, das<br />

dazu dient, die gesamte Kommunikation<br />

der Welt abzugreifen, zu speichern<br />

und auszu<strong>we</strong>rten, und zwar in<br />

Realzeit. Der Gebäudekomplex hat<br />

die Kleinigkeit von 2 Milliarden Dollar<br />

gekostet. Das UDC kann sich selbst<br />

unterhalten, es besitzt ein eigenes<br />

Kraft<strong>we</strong>rk und Treibstofftanks, die die<br />

Stromversorgung im Krisenfall drei<br />

Tage aufrechterhalten können. Und<br />

das, obwohl die gigantischen Computeranlagen<br />

einen gewaltigen Energiehunger<br />

haben – 65 Megawatt! Der Unterhalt<br />

des Data Center wird pro Jahr<br />

etwa 40 Millionen Dollar verschlingen.<br />

Es ist mehr als nur ein Datencenter,<br />

wie ein hoher Geheimdienstoffizier<br />

betonte, denn die Hauptaufgabe<br />

des UDC wird es sein, Codes zu knakken.<br />

Und zwar solche, die bislang als<br />

nicht zu knacken galten. Als vor einigen<br />

Jahren die Daten bei der NSA stetig<br />

zu fließen begannen, machte man<br />

eine erschreckende Feststellung. Die<br />

Geheimdienstler waren in der gleichen<br />

Situation, wie sie einst Jorge<br />

Luis Borges in seiner „Bibliothek von<br />

Babel“<br />

beschrieb. Sie hatten praktisch das<br />

gesamte Wissen der Welt gespeichert,<br />

konnten aber das meiste davon<br />

nicht lesen, <strong>we</strong>il es verschlüsselt war.<br />

Moderne Verschlüsselungsalgorithmen<br />

mit 128 oder gar 256 Bit, wie sie<br />

die NSA als Standard für ihre eigenen<br />

Geheimdokumente ver<strong>we</strong>ndet, sind<br />

mittler<strong>we</strong>ile allgemein zugänglich<br />

und stehen nicht nur Regierungen anderer<br />

Staaten zur Verfügung, sondern<br />

auch dem einzelnen privaten Computerbenutzer,<br />

so er will.<br />

Einen 128-Bit- oder 256-Bit-Codierschlüssel<br />

mit Hilfe der alten<br />

Hackertechnik „Brute Force“ zu<br />

knacken (d. h. den Computer so lange<br />

alle Zeichenkombinationen ausprobieren<br />

zu lassen, bis der Schlüssel<br />

erraten ist), dazu würden selbst modernste<br />

Supercomputer mehr Zeit be-<br />

Empfangen – Erkennen – Benutzen<br />

Wenn die NSA von einer Regierungsstelle einen Abhörauftrag erhält, dann<br />

beginnen die zuständigen Agenten damit, die Kommunikationskanäle des gewünschten<br />

Zielobjekts (Customer Target) anzuzapfen.<br />

Dadurch bekommen sie streng genommen erst einmal nur ein physikalisches<br />

Signal herein. Im ersten Aus<strong>we</strong>rtungsschritt <strong>we</strong>rden aus diesen elektromagnetischen<br />

Impulsen Daten gewonnen – im digitalen Zeitalter hauptsächlich Ströme<br />

von Bits.<br />

Diese Daten repräsentieren natürlich eine gewisse Information, z. B. den Inhalt<br />

eines Gesprächs, das die Zielperson führt und dessen Inhalt die NSA ihrem Auftraggeber<br />

verfügbar machen soll.<br />

Die Bitströme müssen also in Informationen verwandelt <strong>we</strong>rden, wobei in der<br />

Regel auch kryptographische Methoden zum Einsatz kommen, da speziell Regierungskommunikationen<br />

ja oft verschlüsselt sind. Dadurch gewinnt man<br />

zunächst einmal sogenannte „diskrete Fakten“; also im Moment noch zusammenhanglos<br />

im Raum stehende Einzelinformationen. Indem die NSA-Experten<br />

zwischen diesen Einzelinformationen Verbindungen herstellen und sie in einen<br />

konkreten Kontext einbinden, wird daraus Wissen. Der letzte Schritt ist es dann,<br />

mit Hilfe dieses gewonnenen Wissens die Frage des Auftraggebers zu beantworten.<br />

Diesen Prozess fasst die NSA zu dem <strong>we</strong>rbewirksamen Slogan zusammen: „Get<br />

it – Know it – Use it“, oder frei übersetzt: „Empfangen – Erkennen – Benutzen“.<br />

nöti-<br />

gen, als das Universum alt ist. In ihrer<br />

Verz<strong>we</strong>iflung taten die NSA-Strategen<br />

das, was sie eigentlich immer tun<br />

– sie forderten mehr Geld vom Kongress,<br />

um neue Computer und neue<br />

Analyseverfahren zu entwickeln. Und<br />

sie bekamen es natürlich.<br />

Z<strong>we</strong>i Wege können aus dem Dilemma<br />

herausführen, eine gewaltige<br />

Datensammlung zu besitzen, die man<br />

nicht lesen kann. Der eine ist es, ganz<br />

einfach einen so schnellen Computer<br />

zu bauen, dass er mit Hilfe von „Brute<br />

Force“ die Schlüsselworte eben doch<br />

etwas schneller knacken kann. Prinzipiell<br />

sicher nicht unmöglich, aber<br />

nicht von heute auf morgen zu schaffen.<br />

Der z<strong>we</strong>ite Weg ist etwas kniffliger<br />

und spricht eher die kreativen<br />

Talente von Geheimdienstlern an. Um<br />

die verschlüsselten Daten einer Person<br />

leichter dechiffrieren zu können,<br />

versucht man einfach, noch mehr davon<br />

zu sammeln. Das klingt absurd,<br />

ist aber durchaus plausibel. Wenn<br />

man davon ausgeht, dass in den Daten<br />

Texte aus der menschlichen Sprache<br />

verschlüsselt sind, so lassen sich<br />

auch in dem unlesbaren verschlüsselten<br />

Kauder<strong>we</strong>lsch Sprachmuster<br />

entdecken, und zwar um so leichter,<br />

je mehr Material man zur Verfügung<br />

hat. Auf diese Weise kann man nach<br />

und nach versuchen, die Texte zu dechiffrieren.<br />

Dazu braucht man nur viele,<br />

viele Computer, viele Experten und<br />

viel Zeit. Das alles bietet das neue Superzentrum<br />

von Bluffdale zur Genüge.<br />

Um den ersten Weg, den Bau eines<br />

genügend schnellen Supercomputers,<br />

<strong>we</strong>iterzuverfolgen, müssen wir<br />

den Schauplatz <strong>we</strong>chseln. In Utah benutzen<br />

sie die Computer nur, gebaut<br />

<strong>we</strong>rden sie woanders. Die, von denen<br />

wir reden, <strong>we</strong>rden natürlich an einem<br />

12<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Politik<br />

In der Nähe von Bluffdale, Utah,<br />

wurde das neue Utah Data<br />

Center der NSA gebaut.<br />

Das Utah Data Center ist Tag<br />

und Nacht streng bewacht<br />

„Wir sagen ihnen nicht alles,<br />

was wir machen oder wie<br />

wir es machen – aber jetzt<br />

wissen sie es.“<br />

NSA-Direktor Keith B. Alexander über die Deutschen<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 13


Politik<br />

Der größte Teil der Multiprogram<br />

Research Facility in Oak<br />

Ridge, Tennessee, ist öffentlich<br />

zugänglich. Er dient hauptsächlich<br />

dazu, die Existenz der supergeheimen<br />

Forschungsanlage<br />

der NSA (Building 5300) auf dem<br />

Gelände zu verschleiern.<br />

Die Multiprogram Research Facility in<br />

Oak Ridge, Tennessee.<br />

supergeheimen Ort gebaut, an einem<br />

Ort, der im Grunde nicht existiert. Er<br />

befindet sich auf historischem Grund.<br />

Building 5300<br />

In Oak Ridge, einem kleinen Ort bei<br />

Knoxville, Tennessee, wurde im Zuge<br />

des Manhattan-Projekts in den vierziger<br />

Jahren zum ersten Mal waffentaugliches<br />

Uran-235 für die erste<br />

Atombombe isoliert. Und ein Ort, der<br />

sich einmal zur Geheimhaltung eignete,<br />

ist wiederver<strong>we</strong>ndbar. Noch heute<br />

steht am Ortsrand von Knoxville ein<br />

Schild mit der Aufschrift: „What you<br />

see here, what you do here, what you<br />

hear here, when you leave here, let it<br />

stay here.“ (Was du hier siehst, was<br />

du hier tust, was du hier hörst, <strong>we</strong>nn<br />

du hier fortgehst, lasse es hier.) Und<br />

der Satz gilt noch immer.<br />

An diesem Ort errichtete – ganz<br />

unverdächtig – das US-Energieministerium<br />

das Oak Ridge<br />

National Laboratory, um neue Supercomputer<br />

zu entwickeln. Der größte<br />

Teil des Areals ist unklassifiziert und<br />

den Wissenschaftlern sowie der Öffentlichkeit<br />

zugänglich. Hier hat man<br />

in Zusammenarbeit mit dem Computerhersteller<br />

Cray den neuen Supercomputer<br />

XT5 entwickelt. Aufgrund<br />

seiner Geschwindigkeit haben ihm<br />

die Techniker den Spitznamen Jaguar<br />

verliehen, denn er soll 1,75 Petaflops<br />

leisten, d. h. 1,75 Billiarden Flops<br />

(Flops = Floating Point Operations,<br />

ein Maß für die Anzahl der mathematischen<br />

Berechnungen pro Sekunde).<br />

Das hört sich gewaltig an, reißt aber<br />

einen Insider nicht vom Stuhl. Der offiziell<br />

zugängliche Teil des Oak Ridge<br />

National Laboratory erfüllt im Grunde<br />

nur z<strong>we</strong>i Ziele. Zum einen soll die<br />

Daseinsberechtigung<br />

der gesamten<br />

Einrichtung glaubwürdig<br />

vermittelt<br />

<strong>we</strong>rden. Zum z<strong>we</strong>iten dient es der<br />

Geldbeschaffung beim Kongress. Die<br />

Cray XT5 ist nämlich derzeit nur der<br />

drittschnellste Rechner der Welt. Japan<br />

und China haben je einen schnelleren.<br />

Grund genug, dem Zentrum<br />

<strong>we</strong>itere Millionen an Steuergeldern<br />

zuzuschanzen. Und die <strong>we</strong>rden sofort<br />

<strong>we</strong>itergeleitet an Leute, die in einem<br />

Gebäude arbeiten, das im Grunde gar<br />

nicht existiert: Building 5300.<br />

Diese Halle, die eher an einen<br />

riesigen Supermarkt erinnert,<br />

darf nur betreten, <strong>we</strong>r eine<br />

hohe Security Clearance (Sicherheitsfreigabe)<br />

hat, denn in Building 5300<br />

bastelt die NSA an ihrem eigenen Superrechner,<br />

von dem niemand etwas<br />

wissen darf, nicht einmal der Kongress,<br />

und der eines Tages in Utah<br />

sein volles Potential entfalten soll. Bis<br />

2018 soll der Prototyp eine Geschwindigkeit<br />

von einem Exaflop erreichen,<br />

das sind 1000 Petaflops, also das<br />

Tausendfache eines Großrechners<br />

für Normalsterbliche. Inoffiziell peilt<br />

man allerdings dann nochmals einen<br />

<strong>we</strong>iteren Faktor 1000 an, d. h. Endziel<br />

ist 1 Yottaflop, was dann der Rechenleistung<br />

von einer Million Cray-<br />

Supercomputern entsprechen würde.<br />

Mit solch einem Ding hofft man, in<br />

überschaubarer Zeit auch lange Verschlüsselungscodes<br />

knacken zu können.<br />

Keine Geheimnisse mehr!<br />

Geld dafür wird nahezu unbegrenzt<br />

vorhanden sein. Für Barack Obama<br />

haben IT-Technologien und Cybersicherheit<br />

einen hohen Stellen<strong>we</strong>rt in<br />

der Sicherheitspolitik. Während er<br />

den klassischen Verteidigungsetat<br />

immer wieder kürzt (was ihm Sympathiepunkte<br />

einbringt), macht er<br />

für diese Bereiche sogar zusätzliche<br />

Mittel locker. Cybersicherheit – das<br />

suggeriert, es würde darum gehen,<br />

Hackern und Cyberterroristen das<br />

Hand<strong>we</strong>rk zu legen. Wer würde etwas<br />

dagegen haben, so etwas zu tun? Nur<br />

braucht man dafür kein Utah Data<br />

Center. Bei der Grundsteinlegung in<br />

Utah war niemand vom Department<br />

of Homeland Security an<strong>we</strong>send, das<br />

doch eigentlich für die Cybersicherheit<br />

zuständig ist. Die NSA war dort<br />

unter sich. In Utah geht es nicht um<br />

Datenschutz, sondern um Sammeln,<br />

Analysieren und Speichern.<br />

Edward Snowdens Auftrag<br />

Wie kann man Edward Snowdens<br />

Odyssee im Kontext aller dieser Fakten<br />

einordnen? Für viele Menschen<br />

ist er ein Held. Für manche ist er ein<br />

Verräter. Für noch andere ein Superagent.<br />

Ein moderner Robin Hood.<br />

Höchstwahrscheinlich ist er von alledem<br />

etwas. Vor allem aber ist er ein<br />

Mensch, der eine wichtige Aufgabe<br />

erfüllt hat. Er sollte die Aufmerksamkeit<br />

der Welt auf die Nebenbeschäftigungen<br />

der NSA mit dem Programm<br />

PRISM lenken. Dazu brauchte er natürlich<br />

eine Geschichte, die sich pressewirksam<br />

vermarkten ließ.<br />

Das <strong>we</strong>itere Schicksal Edward<br />

Snowdens ist offen. Die wahren<br />

Ziele der NSA, „Going Dark“,<br />

bleiben für die Weltöffentlichkeit eher<br />

im Hintergrund und fast undurchschaubar.<br />

Irgendwann haben wir vermutlich<br />

alle den Status „Rot“. ▀<br />

Die Autoren haben in mehreren ihrer<br />

Bücher die Thematik der Überwachung und<br />

Kontrolle der Bevölkerung behandelt:<br />

Fosar/Bludorf: Welt am Limit. Peiting 2011.<br />

Fosar/Bludorf: Der Geist hat keine Firewall.<br />

München 2009.<br />

Fosar/Bludorf: Top Secret Umbra.<br />

Marktoberdorf 2006.<br />

14<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Frieden<br />

Von innen nach außen<br />

„Nichts kann dir<br />

Frieden bringen<br />

außer du selbst!“<br />

Ralph Waldo Emerson<br />

Kein Frieden ohne Seelenfrieden.<br />

Welt<strong>we</strong>it<br />

hunderte bewaffnete<br />

Konflikte mit alljährlich<br />

zehntausenden Toten. Eine<br />

Spirale der Gewalt, die nur<br />

durch eine neue Einstellung<br />

der Menschen zu uralter<br />

Weisheit unterbrochen<br />

<strong>we</strong>rden kann: Ein friedliches<br />

Inneres erzeugt äußeren<br />

Frieden. Und wie soll das<br />

möglich sein?<br />

AMORC – Die Rosenkreuzer<br />

geben Antworten.<br />

Zeitlose Weisheit in einer<br />

modernen Welt.<br />

Sie wollen mehr<br />

über AMORC wissen?<br />

www.amorc.de<br />

Oder fordern Sie unsere<br />

Informationsbroschüre an:<br />

info@amorc.de<br />

Unsere Veranstaltungen:<br />

www.amorc.de/veranstaltungen<br />

Papst verschärft Strafrecht<br />

des Vatikans<br />

Die Regeln des Vatikans zur Bekämpfung<br />

von Steuerbetrug und<br />

Terrorismus wurden auf Anordnung<br />

von Papst Franziskus überarbeitet.<br />

Der Papst <strong>we</strong>itet Presseangaben zufolge<br />

die Zusammenarbeit mit anderen<br />

Staaten bei der Bekämpfung von<br />

Steuerbetrug und Korruption sowie<br />

beim Anti-Terrorkampf aus. Er setzt<br />

damit die von seinem Vorgänger Benedikt<br />

XVI. eingeleiteten Maßnahmen<br />

fort, um den Kirchenstaat in Einklang<br />

mit dem Völkerrecht zu bringen. Mit<br />

Papst Franziskus setzt die<br />

politischen Reformen seines<br />

Vorgängers Benedikt<br />

XVI. fort.<br />

der Strafrechtsreform <strong>we</strong>rden zudem<br />

neue Straftatbestände eingeführt<br />

wie Verbrechen gegen die Menschlichkeit,<br />

darunter Völkermord und<br />

Apartheid, sowie Folter und rassistische<br />

Diskriminierung. Lebenslange<br />

Haftstrafen <strong>we</strong>rden abgeschafft. Die<br />

Höchststrafe liegt künftig bei 35 Jahren<br />

Gefängnis. Delikte sollen nicht<br />

nur verfolgt <strong>we</strong>rden, <strong>we</strong>nn sie innerhalb<br />

der Mauern des Vatikans begangen<br />

<strong>we</strong>rden. Die neuen Regeln, die<br />

am 1. September in Kraft treten, gelten<br />

für alle Mitglieder, Vertreter und<br />

Beschäftigte der Organe des Heiligen<br />

Stuhls, auch im Ausland.<br />

Sie sollen also auch für Geistliche<br />

außerhalb des Vatikans gelten.<br />

News<br />

Noch ein internationalistischer<br />

globalistischer „Think-Tank“<br />

zur Meinungslenkung<br />

Der maßgebliche militärpolitische<br />

Think-Tank Deutschlands veranstaltet<br />

nunmehr auch jährlich eine Strategiekonferenz.<br />

Sie nennt sich Bundesakademie<br />

für Sicherheitspolitik (BAKS)<br />

und veranstaltet jährlich das Deutsche<br />

Forum für Sicherheitspolitik. Themen<br />

der diesjährigen Tagung in Berlin waren<br />

die Versorgung Deutschlands mit<br />

Rohstoffen und der Ausbau der deutschen<br />

"Führungsmacht" in Europa.<br />

Diskutieren will man außerdem über<br />

"Spezialkräfteeinsätze", "Drohnenkampf"<br />

und "gezielte Tötungen" sowie<br />

über die "Vernetzung"<br />

staatlicher Stellen und privater Unternehmen<br />

zur <strong>we</strong>lt<strong>we</strong>iten Durchsetzung<br />

"deutscher Interessen“. Weitere Themen<br />

waren "Klimawandel", "Migrations-<br />

und Flüchtlingsströme" sowie<br />

die "Verknappung von Ressourcen"<br />

Die ganze Tagung wurde von der Deutschen<br />

Welle übertragen. Es redeten:<br />

Thomas de Maizière, Wolfgang Ischinger<br />

(Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz),<br />

Ruprecht Polenz,<br />

Eberhard Sandschneider (Deutsche<br />

Gesellschaft für Auswärtige Politik),<br />

Klaus-Dieter Frankenberger (Ressortleiter<br />

Außenpolitik, Frankfurter Allgemeine<br />

Zeitung), Stefan Kornelius, (Ressortleiter<br />

Außenpolitik, Süddeutsche<br />

Zeitung), Wolfgang Schäuble, Guido<br />

Wester<strong>we</strong>lle, Constanze Stelzenmüller<br />

(Senior Transatlantic Fellow, The<br />

German Marshall Fund of the United<br />

States), Andreas Wittkowsky, Projektleiter,<br />

Zentrum für Internationale Frie-<br />

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière spricht<br />

vor dem Deutschen Forum für Sicherheitspolitik.<br />

(Foto: BAKS)<br />

denseinsätze, Robin Niblett, Direktor<br />

des Royal Institute of International<br />

Affairs, London, sowie Klaus- Peter<br />

Müller, Aufsichtsratsvorsitzender der<br />

Commerzbank. Für die Vernetzung<br />

mit anderen internationalistischen und<br />

globalistischen Gruppen spricht schon<br />

die An<strong>we</strong>senheit von Vertretern der<br />

DGAP (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige<br />

Politik), des RIIA (Königliches<br />

Institut für Internationale Angelegenheiten,<br />

London), des German Marshall<br />

Funds und von Herrn Ischinger.<br />

Es gibt auch bei der BAKS den Begriff<br />

„Unter 3“, eine Plattform für Hintergrundgespräche<br />

zwischen hochstehenden<br />

Personen aus dem Gebiet der<br />

vernetzten Sicherheit und namhaften<br />

Journalisten. Darin <strong>we</strong>rden vertrauliche<br />

Gespräche zwischen Auskunftsgebenden<br />

und Journalisten geführt.<br />

Die Informationen „Unter 3“ dienen<br />

ausschließlich als Hintergrundwissen<br />

und dürfen nicht veröffentlicht<br />

<strong>we</strong>rden.<br />

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Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 15


News<br />

„Leute, verkauft eure Möbel!“<br />

Eine Informationsbroschüre des Jobcenters<br />

der Stadt Pinneberg bei Hamburg<br />

sorgte im Sommerloch für Empörung.<br />

Die aufwändig nach Art eines<br />

Comic Strip gestaltete Broschüre<br />

zeigt eine seltsame Form von Humor:<br />

Eine fiktive „glückliche Hartz-<br />

IV-Familie“. Vater, Mutter und z<strong>we</strong>i<br />

Kinder lächeln zufrieden, dass sie<br />

auf Fleischkonsum verzichten, da<br />

sie ohnehin schon lange Vegetarier<br />

<strong>we</strong>rden wollten. Andere Verhaltensmaßregeln<br />

für die Familie Hartz-<br />

IV-Mustermann <strong>we</strong>rden gleich en<br />

passant noch mit erteilt: Steine in<br />

den WC-Wasserkasten legen, damit<br />

man beim Spülen Wasser spart<br />

(ob es danach stinkt, stört schließlich<br />

keinen), Duschen statt Baden,<br />

Leitungswasser trinken, anstatt<br />

Getränke zu kaufen etc. „Vielleicht<br />

müsst ihr euch nur daran gewöhnen.“,<br />

so der zynische Kommentar.<br />

Die „Ratschläge“ gipfelten in der<br />

lobenden Bemerkung, die Mustermann-Familie<br />

habe selbst Initiative<br />

ergriffen und über das Internet z<strong>we</strong>i<br />

Möbelstücke für 350 Euro verkauft,<br />

E-Mails von Bürgern<br />

ungelesen gelöscht<br />

Haben Sie es auch schon erlebt,<br />

dass eine Eingabe bei einer<br />

Verwaltungsbehörde unbeantwortet<br />

blieb? Dass ein wichtiges<br />

amtliches Schreiben nie<br />

seinen Adressaten erreichte?<br />

Vielleicht hatten Sie es ja mit<br />

einem Gesinnungsgenossen eines<br />

Berliner Stadtrats aus dem<br />

Bezirk Marzahn-Hellersdorf<br />

zu tun. Der jedenfalls ließ allen<br />

Bürgern, die ihm E-Mails<br />

schickten, eine Ab<strong>we</strong>senheitsmeldung<br />

zukommen, wonach alle<br />

während seines Urlaubs anlaufenden<br />

Mails ausnahmslos und ungelesen<br />

gelöscht würden.<br />

Jeder von uns <strong>we</strong>iß, dass selbst der<br />

Normalbürger Tag für Tag mit stapel<strong>we</strong>ise<br />

Werbe- und Spam-Mails bombardiert<br />

wird. Da können bei einem<br />

Staatsbediensteten nach drei Wochen<br />

Urlaub schon ein paar Tausend Mails<br />

zusammenkommen, bei denen man<br />

zumindest die Betreff-Zeile durchsehen<br />

muss, um die echten Mails<br />

herauszufischen. Dies wollte der urlaubsgestresste<br />

Stadtrat wohl nicht<br />

einmal seiner Sekretärin zumuten,<br />

und einen Stellvertreter, der während<br />

seines Urlaubs seine Post bearbeitete,<br />

hat er offenbar nicht. Also wählte<br />

er die bequemste Lösung: Alles ungelesen<br />

in den Papierkorb.<br />

Was die Berliner Presse entrüstet<br />

zum Verwaltungsskandal hochpushte,<br />

erwies sich schon bald als die Spitze<br />

eines Eisbergs. Auch in der Privatwirtschaft<br />

scheint ein derartiges Verhalten<br />

gang und gäbe zu sein. So stellte<br />

sich heraus, dass der Daimler-Benz-<br />

Konzern jedem seiner Angestellten<br />

freigestellt habe, Mails, die während<br />

seines Urlaubs aufliefen, ungelesen<br />

zu löschen. Damit solle gewährleistet<br />

<strong>we</strong>rden, dass die Mitarbeiter während<br />

der Ruhepausen „besser abschalten“<br />

könnten. Offenbar auch danach, denn<br />

während des Urlaubs würde die Mails<br />

doch wohl sowieso niemand lesen.<br />

was – wie das Jobcenter betont –<br />

nicht auf die Hartz-IV-Zahlungen<br />

angerechnet wird. Wie großzügig!<br />

Allgemein ist zu beobachten, dass<br />

im Zuge des allgemeinen Sozialabbaus<br />

der Ton im Lande zunehmend<br />

rauer wird. Selbst für elementarste<br />

Gegenstände des täglichen Gebrauchs,<br />

die früher als unpfändbar<br />

galten, gelten keine Tabus mehr.<br />

Erst zum 1. Mai 2013 trat ein neues<br />

Gesetz in Kraft, wonach Hausbesitzern<br />

Zwangsräumungen von<br />

Mietern erheblich erleichtert <strong>we</strong>rden<br />

– ohne Gerichtsverfahren und<br />

Anhörung der Betroffenen, nur<br />

schriftlich per Einst<strong>we</strong>ilige Verfügung.<br />

Den Vermietern wird sogar<br />

das Recht eingeräumt, die gesamte<br />

Habe des Mieters einzubehalten<br />

und zu verkaufen, um aus dem<br />

Erlös eventuelle Mietschulden zu<br />

decken. „Unsere erfolgreiche Lobbyarbeit<br />

hat sich ausgezahlt!“, jubelte<br />

die Vermieter-Lobby in ihrer<br />

Verbandszeitschrift und machte<br />

dadurch gleichzeitig klar, wie derartige<br />

Gesetze überhaupt zustandekommen<br />

konnten.<br />

Russische Agenten müssen wieder<br />

Maschine tippen<br />

Eine Zeitlang konnte sich Russlands<br />

Präsident Putin als Verteidiger der<br />

Menschenrechte international profilieren,<br />

indem er Edward Snowden<br />

Asyl gewährte, während er gleichzeitig<br />

Oppositionelle im eigenen Land zu<br />

Lagerhaft verurteilen lässt. Doch der<br />

Fall Snowden zog auch in Russland<br />

<strong>we</strong>itere Kreise. Die Enthüllungen des<br />

Whistleblo<strong>we</strong>rs haben nämlich auch<br />

die russischen Behörden alarmiert.<br />

Um unerwünschte „PRISM“-Lauscher<br />

auszutricksen, hat der russische Geheimdienst<br />

FSO jetzt wieder mechanische<br />

Schreibmaschinen für seine Mitarbeiter<br />

bestellt. Offenbar in großem<br />

Stil, denn es wurden dafür 11.500 US-<br />

Dollar zur Verfügung gestellt. Die Maschinen<br />

sollen in Deutschland bestellt<br />

<strong>we</strong>rden, wo das Modell Triumph-Adler<br />

T<strong>we</strong>n 180 für nur 130 € zu haben ist.<br />

Wie ein Sprecher des FSO mitteilte,<br />

kämen klassische Schreibmaschinen<br />

auch beim russischen Verteidigungsministerium<br />

sowie beim Ministerium<br />

für Katastrophenschutz wieder zum<br />

Einsatz. Papier sei eben sicherer als<br />

digitale Datenverarbeitung.<br />

Dies gilt übrigens nicht nur für die<br />

Abhörsicherheit. Im Gegensatz zum<br />

Internet, wo Texte sich <strong>we</strong>itgehend<br />

anonym ausbreiten, kann man bei<br />

einem maschinengetippten Text aufgrund<br />

individueller Charakteristiken<br />

im Nachhinein feststellen, auf <strong>we</strong>lcher<br />

Maschine er geschrieben wurde, was<br />

wiederum Hin<strong>we</strong>ise auf den Verfasser<br />

liefern kann. Außerdem ist es <strong>we</strong>itaus<br />

schwieriger, Geheimdokumente, die<br />

vielleicht Tausende von Seiten umfassen,<br />

auf Papier außer Landes zu schaffen,<br />

als sie in Form eines PDF-Dateianhanges<br />

von nur einigen <strong>we</strong>nigen<br />

Megabyte per E-Mail zu versenden.<br />

Die „Abhörsicherheit“ von Schreibmaschinen<br />

gilt übrigens nur begrenzt. Bei<br />

vielen Modellen kann man z. B. durch<br />

Ent<strong>we</strong>nden eines benutzten Farbbandes<br />

im Nachhinein noch <strong>we</strong>itgehend<br />

die Texte rekonstruieren, die auf der<br />

Maschine geschrieben wurden.<br />

16<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


News<br />

Links: Julia Pierson, rechts: Janet Napolitano<br />

„Agent 001“ und Heimatschutz<br />

an der Uni<br />

Fliegender Wechsel in der Damenriege<br />

der Obama-Administration. Zum<br />

ersten Mal wird mit Julia Pierson<br />

eine Frau Chefin des Secret Service,<br />

also sozusagen Agentin 001 desjenigen<br />

Geheimdienstes, der u. a. für den<br />

Schutz des Präsidenten zuständig ist.<br />

Nur <strong>we</strong>nig später wurde bekannt,<br />

dass Janet Napolitano, Chefin der<br />

Homeland Security, ihren Rücktritt<br />

angekündigt habe. Nach vier Jahren<br />

im Dienste des Heimatschutzes und<br />

Eskalierende Polizeigewalt in<br />

Italien<br />

Im Juli 2013 wurde in Spanien ein<br />

italienischer Aktivist festgenommen<br />

und an Italien ausgeliefert, der<br />

<strong>we</strong>gen der Ausschreitungen beim<br />

G8-Gipfel 2001 in Genua mit Haftbefehl<br />

gesucht wurde. Der Gesuchte<br />

wurde mit Hilfe von Telefon- und<br />

Finanzüberwachungsmaßnahmen<br />

entdeckt, die also – im Gegensatz zu<br />

den ständigen Beteuerungen europäischer<br />

Politiker – durchaus nicht<br />

nur bei sch<strong>we</strong>ren Fällen von Terrorismus<br />

und organisierter Kriminalität<br />

zum Einsatz kommen. Die spektakuläre<br />

Verhaftung brachte auch<br />

einen Vorfall extremer Polizeigewalt<br />

wieder ins Gespräch.<br />

Bei einer angemeldeten und genehmigten<br />

Demonstration am Rande<br />

des Gipfeltreffens war es 2001 zu äußerst<br />

brutalen Polizeiübergriffen gegen<br />

die Aktivisten gekommen. Dabei<br />

wurde ein Demonstrant erschossen.<br />

Mehrere Festgenommene wurden<br />

anschließend noch in einer Polizeikaserne<br />

sch<strong>we</strong>r misshandelt. Die<br />

der Terrorab<strong>we</strong>hr zieht es sie angeblich<br />

„in den akademischen Bereich“.<br />

Napolitano wird, voraussichtlich ab<br />

September 2013, Präsidentin der University<br />

of California. Vielleicht ist es ja<br />

nicht nur akademisches Interesse?<br />

In Kalifornien <strong>we</strong>rden bekanntermaßen<br />

die neuesten Entwicklungen auf<br />

dem Gebiet der Quantencomputer<br />

erforscht und auf Funktionstüchtigkeit<br />

überprüft (siehe auch „Quantessenz“).<br />

Will die US-Administration da<br />

eine geheimdiensterprobte Mitarbeiterin<br />

vor Ort haben?<br />

Unrechtmäßigkeit und Unverhältnismäßigkeit<br />

des Polizeieinsatzes<br />

wurde auch vor Gericht anerkannt,<br />

<strong>we</strong>shalb mehrere Demonstranten<br />

freigesprochen <strong>we</strong>rden mussten,<br />

<strong>we</strong>il sie sich erfolgreich auf Not<strong>we</strong>hr<br />

berufen konnten. Zehn andere<br />

wurden jedoch in letzter Instanz zu<br />

drakonischen Haftstrafen von 8 bis<br />

15 Jahren verurteilt, wobei sich das<br />

Gericht auf das umstrittene Gesetz<br />

„Codice Rocco“ berief, das noch aus<br />

der Zeit des Mussolini-Faschismus<br />

stammt und zuvor jahrzehntelang<br />

nicht mehr ange<strong>we</strong>ndet worden<br />

war. In einer <strong>we</strong>iteren Gerichtsverhandlung<br />

wurden auch mehrere<br />

Polizisten verurteilt, allerdings nur<br />

<strong>we</strong>gen Autoritätsmissbrauch und<br />

Nötigung, da Italien die Internationale<br />

Folterkonvention nie in nationales<br />

Recht überführt hat. Keiner<br />

der verurteilten Polizisten muss<br />

seine Haftstrafe antreten, da die<br />

Straftaten inzwischen als verjährt<br />

gelten. Viele von ihnen sind mittler<strong>we</strong>ile<br />

sogar auf höhere Posten befördert<br />

worden.<br />

Android-Smartphones enthalten<br />

NSA-Code<br />

Viele Nutzer von Laptops und Smartphones<br />

misstrauen – nicht ganz zu<br />

Unrecht – dem Microsoft-Konzern<br />

<strong>we</strong>gen seiner Verquickungen mit der<br />

NSA, den Bilderbergern und anderen<br />

Geheimorganisationen. Dies trägt<br />

zu einer steigenden Beliebtheit von<br />

Open-Source-Betriebssystemen wie<br />

Linux oder Android bei. Diese <strong>we</strong>rden<br />

im Rahmen der Internet-Community<br />

sozusagen von Jedermann in Gemeinschaftsarbeit<br />

entwickelt und<br />

erscheinen damit vielen Menschen<br />

vertrauenswürdiger. Die Folge: Android-Smartphones<br />

beherrschen den<br />

Markt (z. B. Samsung, Sony, LG, HTC)<br />

und haben den Konkurrenzprodukten<br />

Apple-iPhone, Microsoft WinPhone<br />

(Nokia) und BlackBerry den Status<br />

exklusiver Nischen-Edelmarken zugewiesen.<br />

Was dabei leicht in Vergessenheit gerät,<br />

ist die Tatsache, dass auch die<br />

NSA „irgend jemand“ ist und daher<br />

von niemandem daran gehindert <strong>we</strong>rden<br />

kann, sich an der Weiterentwicklung<br />

von Android zu beteiligen. Und<br />

genau das haben sie getan. Wie der<br />

Android-Vermarkter Google zugeben<br />

musste (übrigens auch ein Großkonzern<br />

mit nicht unbedingt <strong>we</strong>ißer<br />

Geheimdienst-Weste), enthält Android<br />

tatsächlich Code, der vom US-Geheimdienst<br />

entwickelt und zur Verfügung<br />

gestellt wurde. Es soll sich dabei<br />

ausschließlich um Sicherheitscode zur<br />

Ab<strong>we</strong>hr von Hackerangriffen handeln.<br />

Eine Hintertür für die PRISM-Datenschnüffler<br />

zum Durchsuchen individueller<br />

Handys gebe es nicht, so ein<br />

Sprecher von Google. Eine Erklärung,<br />

die in etwa so glaubwürdig ist wie das<br />

Versprechen, einen zur Verfügung gestellten<br />

Hausschlüssel „garantiert nie<br />

zu benutzen“, zumal der einzelne Handynutzer<br />

den Wahrheitsgehalt dieser<br />

Behauptung nicht überprüfen kann. Es<br />

ist mittler<strong>we</strong>ile bekannt, dass die NSA<br />

nicht nur im großen Stil Daten sammelt,<br />

die im Internet gespeichert sind<br />

und zu denen den Geheimdiensten<br />

durch Großanbieter wie Microsoft,<br />

Google oder Facebook bereitwillig Zugang<br />

gewährt wird. Gerade die eher<br />

vertraulichen Daten, die außerhalb der<br />

Netz<strong>we</strong>rke lokal gespeichert sind, sind<br />

im besonderen Fokus des Interesses,<br />

und dazu braucht die NSA spezielle<br />

Zugriffs<strong>we</strong>rkzeuge (siehe hierzu auch<br />

unseren Artikel „<strong>Yes</strong> <strong>we</strong> <strong>scan</strong>“ in dieser<br />

<strong>Ausgabe</strong>).<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 17


News<br />

HAARP-<br />

Anlage<br />

verkauft?<br />

18<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


News<br />

Seit Juni 2013 fiel es zahllosen<br />

Internet-Benutzern auf: Die<br />

offizielle Website des HAARP-<br />

Projekts in Alaska (haarp.alaska.<br />

edu) ist nicht mehr aufrufbar. Anfragen<br />

bei der University of Alaska<br />

in Fairbanks liefen ins Leere. Von<br />

der US Air Force dagegen war die<br />

folgende offizielle Stellungnahme zu<br />

erhalten:<br />

„Die HAARP-Anlage ist momentan<br />

heruntergefahren. Alle Internetund<br />

Energieversorgungsleitungen<br />

sind ebenfalls abgeschaltet. Der<br />

frühere Kontrakt zum Betrieb der<br />

Anlage endete am 16. Juni 2013. Die<br />

Generatoren, die die Energie zum<br />

Betrieb des Arrays produzieren, entsprechen<br />

nicht den Luftqualitätsstandards,<br />

was ein Ende des Test-<br />

betriebs am 2. Mai 2013 erzwang.<br />

Der neue Betreiber wird voraus-<br />

sichtlich Ende August bekanntgegeben<br />

und wird den Betrieb<br />

der Anlage wieder aufnehmen.<br />

Kurz danach <strong>we</strong>rden die Telefon-,<br />

Internet- und Energieversorgungsleitungen<br />

wieder angeschaltet.“<br />

Kurz gesagt – die HAARP-<br />

Anlage wird angeblich an<br />

den Meistbietenden verkauft.<br />

Der Aussage, die Anlage<br />

sei derzeit abgeschaltet,<br />

widerspricht allerdings der<br />

private Internet-Wetterdienst<br />

TheWeatherSpace.<br />

com. Auf den Internetseiten<br />

dieses Anbieters <strong>we</strong>rden<br />

ständig in Realzeit gemessene<br />

Niedrig- und Hochfrequenz<strong>we</strong>rte<br />

in der Atmosphäre<br />

publiziert, was<br />

allgemein als Indikator für<br />

die HAARP-Aktivitäten angesehen<br />

wird. Laut Aussage<br />

von TheWeatherSpace.com<br />

sind seit Mai 2013 keine signifikanten<br />

Veränderungen<br />

in der elektromagnetischen<br />

Strahlung der Atmosphäre<br />

zu beobachten ge<strong>we</strong>sen. Allerdings<br />

– wie auch die Betreiber der<br />

Website zugeben – muss das nicht<br />

heißen, dass die HAARP-Anlage in<br />

Alaska arbeitet, da es <strong>we</strong>lt<strong>we</strong>it eine<br />

große Anzahl <strong>we</strong>iterer vergleichbarer<br />

Anlagen gibt (siehe unseren<br />

Artikel „Das HAARP-Netz<strong>we</strong>rk“ in<br />

<strong>Matrix3000</strong> Band 72). Im Verlauf der<br />

letzten Monate wurden allerdings<br />

einige Wettererscheinungen in den<br />

USA beobachtet, für die die Wissenschaft<br />

keine Erklärung hat. Am 14.<br />

Juli wurde über Oklahoma und Texas<br />

ein sehr großes Sturmtief registriert,<br />

das in der Region sch<strong>we</strong>re<br />

Gewitter und zum Teil dringend benötigten<br />

Regen auslöste. Allerdings<br />

änderte nach Aussagen der Meteorologen<br />

das Tief aus unbekannten<br />

Gründen seine Richtung und zog<br />

anschließend von Ost nach West,<br />

was auf der <strong>we</strong>stlichen Hemisphäre<br />

„extrem ungewöhnlich“ sei. Die<br />

Hurricane-Saison an der Atlantikküste<br />

der USA sei dagegen in diesem<br />

Jahr bislang extrem ruhig verlau-<br />

fen. Wissenschaftler mutmaßen,<br />

die elektromagnetischen Felder der<br />

Atmosphäre könnten sich durch den<br />

Wegfall der seit Jahren „gewohnten“<br />

HAARP-Frequenzen destabilisiert<br />

haben, was möglicher<strong>we</strong>ise zu<br />

einigen unerwarteten Wettereffekten<br />

führte.<br />

Was die Erklärungen der US<br />

Air Force betrifft, so sind sie<br />

trotzdem nur bedingt glaubwürdig.<br />

Dass ein militärisches, waffentaugliches<br />

System nach so vielen<br />

Jahren des Betriebes aus „Um<strong>we</strong>ltschutzgründen“<br />

abgeschaltet wird,<br />

ist unwahrscheinlich. Und auch von<br />

einer zeitlich begrenzten Betriebserlaubnis<br />

war bislang nie die Rede<br />

ge<strong>we</strong>sen. Eher ist es wahrscheinlich,<br />

dass es sich tatsächlich bislang<br />

nur um einen Testbetrieb von HAARP<br />

gehandelt hat und dass nunmehr die<br />

„richtigen“ Betreiber übernehmen<br />

sollen, vermutlich unter Ausschluss<br />

der bislang am Projekt beteiligten<br />

Wissenschaftler, die für die nun geplanten<br />

An<strong>we</strong>ndungen nicht die not<strong>we</strong>ndige<br />

Sicherheitsfreigabe haben.<br />

Die angekündigte Bekanntgabe des<br />

Ist jetzt der „Testbetrieb“ zu Ende,<br />

und die „richtigen“ Betreiber<br />

sollen übernehmen?<br />

neuen HAARP-Betreibers wird aller<br />

Voraussicht nach erst nach Erscheinen<br />

dieser <strong>Matrix3000</strong>-<strong>Ausgabe</strong> erfolgen,<br />

doch wir <strong>we</strong>rden Sie in späteren<br />

<strong>Ausgabe</strong>n über den <strong>we</strong>iteren<br />

Verlauf der Dinge auf dem Laufenden<br />

halten. ▀<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 19


Politik<br />

Waffen<br />

für Rotkäppchen<br />

Franz Bludorf<br />

20<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Politik<br />

„Auch ich hätte Trayvon<br />

Martin sein können.“<br />

Barack Obama<br />

Eines der Kinder auf diesem Plakat<br />

hält ein Buch mit Grimms<br />

Märchen vom Rotkäppchen in<br />

der Hand, das andere ein automatisches<br />

Sturmge<strong>we</strong>hr. Und jetzt die<br />

100.000-Dollar-Frage: Welcher der<br />

beiden Gegenstände ist an amerikanischen<br />

Schulen verboten, um die Kinder<br />

zu schützen?<br />

Sicher konnten auch Sie diese Frage<br />

schnell beantworten. Klar, es ist<br />

natürlich das Märchen vom Rotkäppchen.<br />

Schließlich hat Rotkäppchen in<br />

seinem Korb eine Flasche Wein für die<br />

Großmutter dabei. Es geht doch nicht<br />

an, derart den Konsum von Alkohol<br />

in einem Kinderbuch zu propagieren.<br />

Nicht in einem christlichen Land wie<br />

den USA! Ein Sturmge<strong>we</strong>hr bei sich<br />

zu haben, ist dagegen natürlich vollkommen<br />

unbedenklich. Dafür sorgt<br />

schon die mächtige US-Waffenlobby.<br />

Nichts hält der Durchschnittsamerikaner<br />

höher als sein Recht, als freier<br />

Bürger Schusswaffen zu tragen. Es<br />

ist der amerikanischen Fraueninitiative<br />

„Moms Demand Action“ (Mütter<br />

fordern Maßnahmen) zu danken, auf<br />

diese Absurdität im amerikanischen<br />

Justizsystem hingewiesen zu haben.<br />

Dem laxen Umgang mit Schusswaffen<br />

in Privathand fallen einer Untersuchung<br />

zufolge in den USA Jahr für<br />

Jahr rund 50 unschuldige Menschen<br />

zum Opfer. Zuletzt – pressewirksam<br />

– der 17jährige farbige Junge Trayvon<br />

Martin. Der selbsternannte <strong>we</strong>iße<br />

„Nachbarschaftswächter“ George<br />

Zimmerman hatte den Jungen am<br />

26. Februar 2012 erschossen, <strong>we</strong>il er<br />

sich „von ihm bedroht fühlte“. Trayvon<br />

Martin war unbewaffnet. Er war<br />

unter<strong>we</strong>gs vom Supermarkt nach<br />

Hause, wo er sich Eistee und Bonbons<br />

gekauft hatte.<br />

Tatsache ist – vor Gericht nachgewiesen<br />

–, dass Trayvon Martin<br />

den selbsternannten Privatsheriff<br />

nicht angegriffen hatte, sondern<br />

im Gegenteil von diesem verfolgt<br />

wurde. Dies hatte der Junge noch<br />

<strong>we</strong>nige Minuten vor seinem Tode einer<br />

Bekannten telefonisch mitgeteilt.<br />

Die Eskalation wurde erst kurz darauf<br />

eindeutig von Zimmerman provoziert.<br />

Von „Not<strong>we</strong>hr“ nach unserem<br />

Rechtsverständnis keine Spur. Alles,<br />

was George Zimmerman zu der angeblichen<br />

„Bedrohung“<br />

durch Trayvon Martin<br />

vor Gericht geltend machen<br />

konnte: Der Junge<br />

sei ihm „verdächtig“<br />

vorgekommen, <strong>we</strong>il er<br />

einen Kapuzenpulli getragen<br />

hatte. Im Juli 2013 wurde Zimmerman<br />

vor Gericht von einer Jury<br />

aus sechs Frauen – ausschließlich<br />

Weiße – freigesprochen. Viel wurden<br />

die US-Gerichte in der internationalen<br />

Presse seither <strong>we</strong>gen ihres Rassismus<br />

gescholten.<br />

Was die meisten Kritiker allerdings<br />

übersahen – aufgrund<br />

der derzeitigen Gesetzeslage<br />

in den USA hätte das Gericht gar nicht<br />

anders entscheiden dürfen! Seit 2005<br />

gilt im US-Bundesstaat Florida, wo<br />

sich der Vorfall ereignete, ein Gesetz<br />

mit dem Namen „Stand Your Ground“<br />

(„Weiche nicht zurück“). Danach muss<br />

ein Privatmann, der sich auf öffentlichem<br />

Terrain bedroht „fühlt“, keinesfalls<br />

auf Deeskalation setzen<br />

oder sich zurückziehen, selbst <strong>we</strong>nn<br />

dies problemlos möglich wäre. Statt<br />

dessen darf er alle verfügbaren Mittel<br />

inklusive Waffengewalt nutzen,<br />

um die angebliche Bedrohung abzu<strong>we</strong>nden.<br />

Das Gesetz war – nach<br />

dem Erfolg im Kongress von Florida<br />

– von der US-Waffenlobby durch die<br />

Parlamente von rund 30 <strong>we</strong>iteren<br />

US-Bundesstaaten hindurchgepaukt<br />

worden. Beim Verfassen des Gesetzestextes<br />

hatte die Waffenlobbyistin<br />

Marion Hammer sogar mitwirken<br />

dürfen.<br />

Und die Moral von der Geschichte<br />

– á la USA: Es gibt Tausende<br />

von Arten, um in Amerika legal<br />

und straffrei einen Menschen töten zu<br />

dürfen – Hauptsache man trinkt hinterher<br />

nicht ein Glas Wein. Und <strong>we</strong>nn<br />

man es doch tut, bitte auf keinen Fall<br />

die Kinder dabei zusehen lassen,<br />

sonst kommt der böse Wolf mit dem<br />

Sturmge<strong>we</strong>hr! ▀<br />

„Steht auf und kämpft<br />

für unsere Freiheiten.“<br />

Sarah Palin (auf dem Jahrestreffen der Waffenlobby)<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 21


Wissen<br />

Quantenbewu<br />

Das<br />

Quantenbewusstsein<br />

Wissenschaft trifft Spiritualität<br />

Franz Bludorf<br />

Nahtoderlebnisse gehören nach wie<br />

vor zu den größten Geheimnissen<br />

der modernen Neurowissenschaft.<br />

Liefern sie Be<strong>we</strong>ise für ein Leben<br />

nach dem Tod? Bislang ist dieser Be<strong>we</strong>is<br />

- noch - als nicht schlüssig anzusehen,<br />

obwohl die oberflächlichen<br />

Erklärungsversuche skeptischer<br />

Mediziner über eine „veränderte<br />

Gehirnchemie“ während des Sterbevorgangs<br />

sich als nicht stichhaltig<br />

erwiesen haben.<br />

Hängepartie? Biochemisch konnte<br />

man den Nahtoderlebnissen nicht<br />

überzeugend auf den Grund gehen.<br />

Es wurde klar, dass das Geheimnis<br />

eher biophysikalischer Natur ist.<br />

Und da haperte es vor allem an kompetenten<br />

Wissenschaftlern, die genügend<br />

neurophysiologisches und<br />

physikalisches Wissen besaßen, um<br />

das Phänomen zu untersuchen.<br />

Z<strong>we</strong>i renommierte Wissenschaftler<br />

haben dafür gesorgt, dass sich das<br />

inzwischen geändert hat.<br />

Stuart Hameroff ist Professor für<br />

Anästhesiologie und Psychologie<br />

sowie Direktor des Center<br />

of Consciousness Studies an der Universität<br />

Arizona. Der andere - ist der<br />

Mathematiker und theoretische Physiker<br />

Sir Roger Penrose, bis zu seiner<br />

Pensionierung 1998 Professor für<br />

angewandte Mathematik an der Universität<br />

Oxford in England. Penrose<br />

war Lehrer und Mentor des berühmten<br />

Stephen Hawking und arbeitete<br />

später auch viele Jahre mit ihm zusammen.<br />

Ihre gemeinsamen Beiträge<br />

zum Aufbau des Universums und zur<br />

Theorie der schwarzen Löcher waren<br />

bahnbrechend. Seit Jahrzehnten bereits<br />

ist Penrose auf der Suche nach<br />

einer „physikalischen Heimat für das<br />

Bewusstsein“. Das Studium quantenphysikalischer<br />

Effekte wie das<br />

Einstein-Podolsky-Rosen-Paradox<br />

(EPR), die Quantenverschränkung,<br />

Quanten-Nichtlokalität oder Quantenkohärenz<br />

brachten ihn zu der<br />

Überzeugung, Bewusstsein müsse<br />

ein nicht-lokales Phänomen quantenphysikalischer<br />

Natur sein. Es nur<br />

auf die Nervenzellen des Gehirns und<br />

die zwischen ihnen transportierten<br />

elektrischen Impulse zu reduzieren,<br />

erschien ihm zu eng gefasst.<br />

Das nicht-lokale Quantenbewusstsein<br />

Er argumentierte, die bekannten Gesetze<br />

der klassischen Physik seien<br />

ungeeignet, um die Natur des Bewusstseins<br />

zu ergründen. Man müsse<br />

eine Brücke zur Quantenphysik schlagen,<br />

und dies würde automatisch<br />

22<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Wissen<br />

Dieser Effekt geht auf ein berühmtes Gedankenexperiment<br />

der drei genannten Wissenschaftler<br />

zurück. Schießt man z<strong>we</strong>i verschränkte Teilchen<br />

(siehe Quantenverschränkung) auseinander<br />

und ändert dann die Eigenschaften des einen, so<br />

verändert sich das andere automatisch und in<br />

Nullzeit mit, selbst <strong>we</strong>nn die beiden Teilchen inzwischen<br />

Lichtjahre voneinander entfernt sind.<br />

Dies steht im Widerspruch zu Einsteins Postulat,<br />

wonach sich nichts im Universum schneller<br />

als das Licht be<strong>we</strong>gen kann (also auch keine<br />

Information). Einstein hatte das Experiment eigentlich<br />

erdacht, um die von ihm angez<strong>we</strong>ifelte<br />

Quantenphysik zu widerlegen. Das EPR-Paradox<br />

konnte jedoch mittler<strong>we</strong>ile im Labor nachgewiesen<br />

<strong>we</strong>rden.<br />

sstsein<br />

Stuart Hameroff<br />

Sir Roger Penrose<br />

1. Kleines Glossar der Quantenphysik<br />

Quantenverschränkung:<br />

Z<strong>we</strong>i subatomare Teilchen können nach der<br />

Quantenphysik eine Verbindung miteinander<br />

eingehen, durch die ihre Eigenschaften für immer<br />

aneinander gekoppelt <strong>we</strong>rden. Ändert man<br />

eine Eigenschaft eines der beiden Teilchen (z. B.<br />

seinen Spin), so ändert sich die korrespondierende<br />

Eigenschaft des anderen Teilchens automatisch<br />

mit. Diese Kopplung ist nicht physikalischer<br />

Natur, d. h. der Einfluss eines Teilchens<br />

auf das andere (<strong>we</strong>nn seine Eigenschaften geändert<br />

<strong>we</strong>rden) ist nicht auf das Wirken einer physikalischen<br />

Kraft zurückzuführen. Es sind eher<br />

die Informationen, die die beiden Teilchen beschreiben,<br />

auf immaterielle Weise miteinander<br />

verknüpft. Man spricht in diesem Zusammenhang<br />

auch von Quanten-Nichtlokalität (siehe<br />

auch Einstein-Podolsky-Rosen-Paradox).<br />

sstseinEinstein-Podolsky-Rosen-Paradox:<br />

Quanten-Nichtlokalität:<br />

In der Quantenphysik gibt es Effekte, durch die<br />

verschränkte Materieteilchen auch per Fernwirkung,<br />

also außerhalb von Raum und Zeit und<br />

unabhängig von der Lichtgeschwindigkeit, Einflüsse<br />

aufeinander ausüben können.<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 23


Wissen<br />

2. Mathematische Grundlagen des Penrose-Modells<br />

Der Unvollständigkeitssatz<br />

von Gödel:<br />

Der bedeutende österreichische Mathematiker<br />

Kurt Gödel hat nachgewiesen, dass es in hinreichend<br />

komplexen Systemen immer Aussagen<br />

gibt, die sich innerhalb dieser Systeme <strong>we</strong>der<br />

be<strong>we</strong>isen noch widerlegen lassen. Dieser sogenannte<br />

Unvollständigkeitssatz gehört zu den<br />

wichtigsten Grundlagen der modernen Mathematik<br />

und Logik. Er bedeutet kurz gesagt: Es<br />

gibt Systeme, die so kompliziert aufgebaut sind,<br />

dass sich ihre Gesetzmäßigkeiten nicht aus sich<br />

heraus in allen Einzelheiten vollständig untersuchen<br />

oder nach<strong>we</strong>isen lassen.<br />

Das Turingsche Halteproblem:<br />

Mit Hilfe seines „Halteproblems“ gelang dem<br />

britischen Mathematiker, Kryptoanalytiker und<br />

Computerpionier Alan Turing eine praxisorientierte<br />

informationstheoretische Umsetzung des<br />

Gödelschen Unvollständigkeitssatzes. Turing<br />

bewies, dass es unmöglich ist, in komplexeren<br />

Computersystemen das sogenannte Halteproblem<br />

mit Hilfe eines Computerprogramms (Algorithmus)<br />

zu lösen. Dies bedeutet, man kann<br />

von außen nicht feststellen, <strong>we</strong>lches von mehreren<br />

Teilen eines Computers eine Aktion bewirkt<br />

hat.<br />

Die Konsequenz aus dem Turingschen Halteproblem<br />

ist: Komplexe Informationssysteme<br />

können zwar nach außen hin vollständig determiniert<br />

und dennoch nicht algorithmisch (also<br />

nicht durch eine Rechenvorschrift vollständig<br />

beschreibbar) sein.<br />

Das Penrose-Lucas-Argument:<br />

Roger Penrose und der Oxford-Philosoph John<br />

Lucas argumentieren auf der Grundlage der<br />

beiden oben genannten Lehrsätze folgendermaßen:<br />

Nach Gödel können komplexe Theorien<br />

zwar nicht aus sich heraus vollständig bewiesen<br />

<strong>we</strong>rden, menschliche Mathematiker könnten jedoch<br />

derartige Be<strong>we</strong>ise führen. Schließlich haben<br />

sich bislang die meisten physikalischen Vorgänge<br />

als berechenbar erwiesen. Daraus folgt<br />

dann aber, dass das menschliche Bewusstsein<br />

selbst nicht algorithmisch, d. h. nicht vollständig<br />

berechenbar sein kann, denn anderenfalls würde<br />

irgendwann menschlichen Wissenschaftlern<br />

diese Berechnung gelingen. Damit wäre das<br />

menschliche Bewusstsein ein System, das sich<br />

im Widerspruch zu Gödel aus sich heraus selbst<br />

be<strong>we</strong>isen könnte.<br />

Philosophisch könnte man das Penrose-Lucas-<br />

Argument auf eine Kurzform bringen: Es ist<br />

unmöglich, einer Seele vollständig zu erklären,<br />

was eine Seele ist...<br />

dazu führen, dass das menschliche<br />

Bewusstsein ein nicht-lokales Phänomen<br />

sei, das man also nicht auf<br />

ein Körperorgan reduzieren könne.<br />

Bezugnehmend auf den Unvollständigkeitssatz<br />

des Mathematikers<br />

Kurt Gödel und das „Haltetheorem“<br />

des Computerpioniers Alan Turing<br />

hatte Penrose geschlussfolgert:<br />

Komplexe Informationssysteme wie<br />

das Bewusstsein können deterministisch<br />

sein, ohne gleichzeitig algorithmisch<br />

zu sein.<br />

Was bedeutet denn das nun<br />

schon wieder? In den Inserts<br />

2: "Mathematische Grundlagen<br />

des Penrose-Modells" finden<br />

Sie detailliertere Erklärungen. Hier<br />

nur so viel: Deterministisch heißt,<br />

man kann Gesetze formulieren, wonach<br />

das Bewusstsein so und nicht<br />

anders funktionieren muss. Dies<br />

gilt aber nur für das Bewusstsein<br />

als Ganzes. Man kann das „Computerprogramm“,<br />

den „Algorithmus“,<br />

der die Funktion des Bewusstseins<br />

beschreibt, nicht in seine Einzelbestandteile<br />

zerlegen und analysieren.<br />

Einzelne Bewusstseinsvorgänge<br />

sind also nicht vorhersagbar,<br />

es bleibt eine Unbestimmtheit, ein<br />

freier Wille. Genau das aber beobachten<br />

wir im täglichen Leben. Trotz<br />

allen technischen Fortschritts ist<br />

das Verhalten von Menschen <strong>we</strong>der<br />

berechenbar noch gar vorhersagbar.<br />

Diese Doppelnatur in unseren<br />

Bewusstseinsvorgängen, gleichzeitig<br />

bestimmt und unbestimmt<br />

zu sein, erzwingt geradezu, für die<br />

Kurt Gödel<br />

biophysikalische Beschreibung des<br />

Bewusstseins die Quantenphysik<br />

heranzuziehen. Menschliches Bewusstsein<br />

hat damit eine Wellennatur,<br />

die sich nicht-lokal im ganzen<br />

Universum ausbreitet.<br />

Kurz gesagt: Wenn das menschliche<br />

Bewusstsein nicht algorithmisch<br />

ist, also nicht wie ein Computerprogramm<br />

funktioniert, dann<br />

muss es ein Quantenbewusstsein<br />

sein. Die Natur des „Kollaps“ einer<br />

Quanten<strong>we</strong>lle ist im Gegensatz zu<br />

den meisten physikalischen Vorgängen<br />

nicht bekannt. Daher ist die<br />

Wahrscheinlichkeit hoch, dass nicht<br />

berechenbare physikalische Prozesse<br />

Quantenprozesse sind.<br />

Wieder sind jetzt Begriffe aufgetaucht,<br />

die wir klären müssen.<br />

Es ist mittler<strong>we</strong>ile allgemein bekannt,<br />

dass quantenphysikalische<br />

Objekte, z. B. subatomare Teilchen,<br />

die bereits erwähnte Doppelnatur<br />

haben, zugleich Informations<strong>we</strong>lle<br />

und materielles Teilchen zu sein. Im<br />

unbeobachteten Zustand überwiegt<br />

dabei der Wellenaspekt, d. h. man<br />

kann nicht vorhersagen, wo sich ein<br />

Teilchen befindet und was es gerade<br />

macht. Um dies zu ergründen, muss<br />

man es beobachten, und in diesem<br />

Augenblick kommt es zu einem seltsamen<br />

Effekt, der einem überall in<br />

der Quantenphysik begegnet. Die<br />

Informations<strong>we</strong>lle kollabiert, und<br />

der materielle Teilchenaspekt des<br />

Objekts tritt in den Vordergrund. Wir<br />

sehen eben das Teilchen „irgendwo“,<br />

z. B. mit Hilfe eines Teilchenbeschleunigers<br />

oder eines Raster-<br />

Unbewusste Gedanken können<br />

frei und ungehindert durchs<br />

Universum sch<strong>we</strong>ifen.<br />

Erst <strong>we</strong>nn man sie beobachtet,<br />

konkretisieren sie sich.<br />

24<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Das Gehirn fungiert als materielle Falle,<br />

in der die Bewusstseinsvorgänge gefangen sind.<br />

Das Orch-OR-Modell verbindet Quantenphysik<br />

und Neurophysiologie.<br />

Wissen<br />

Alan Turing<br />

elektronenmikroskops. Eine gewisse<br />

Restunschärfe bleibt zwar bestehen,<br />

aber man kann das Teilchen in einem<br />

Raum-Zeit-Bereich einigermaßen gut<br />

lokalisieren.<br />

Gleiches muss dann auch für<br />

Bewusstseinsvorgänge gelten -<br />

sobald sie uns bewusst <strong>we</strong>rden!<br />

Unbewusste Gedankenflüsse mögen<br />

nach diesem Modell noch frei und ungehindert<br />

durchs Universum sch<strong>we</strong>ifen,<br />

doch sobald man seine Gedanken<br />

bewusst beobachtet, konkretisieren<br />

sie sich, kommen „auf den Punkt“.<br />

Ein Effekt, den im Grunde auch jeder<br />

Mensch aus eigener Erfahrung kennt.<br />

Penrose argumentiert <strong>we</strong>iter, dass<br />

die Konkretisierung eines Gedankens<br />

aus dem Informationssalat des Universums<br />

allerdings ein <strong>we</strong>sentlich<br />

komplexerer Vorgang ist, als nur ein<br />

kleines Materieteilchen durch Beobachtung<br />

zu „materialisieren“, dessen<br />

Struktur doch <strong>we</strong>sentlich einfacher<br />

ist. Der „Kollaps der Quanten<strong>we</strong>lle“<br />

eines Bewusstseinsvorganges erfordert<br />

daher eine Neufassung dieses<br />

Begriffs, den Penrose (unter normalen<br />

physikalischen Bedingungen)<br />

auch „objektive Reduktion“ nennt.<br />

Wie diese objektive Reduktion für<br />

das Bewusstsein umdefiniert <strong>we</strong>rden<br />

muss, konnte er zunächst nicht<br />

genauer konkretisieren. Dies gelang<br />

erst später, in Zusammenarbeit mit<br />

Stuart Hameroff, <strong>we</strong>s<strong>we</strong>gen wir Sie<br />

im Augenblick noch um etwas Geduld<br />

bitten müssen. Hier nur so viel: Wenn<br />

wir tatsächlich über ein nicht-lokales<br />

Quantenbewusstsein verfügen, wird<br />

es bei dieser Reduktion fast zwangsläufig<br />

mit der fundamentalen Geometrie<br />

der Raumzeit verknüpft. Zeitloses<br />

tritt ein in Raum und Zeit!<br />

Außersinnliche Wahrnehmungen<br />

und der Tunneleffekt<br />

Welche Rolle spielt nun das Gehirn<br />

in Penrose‘s Denkmodellen? Es fungiert<br />

als eine Art materieller Falle, in<br />

der während unseren Lebzeiten die<br />

Bewusstseinsvorgänge zum größten<br />

Teil gefangen sind, da die Quanteninformationen<br />

die Sch<strong>we</strong>lle zur Außen<strong>we</strong>lt<br />

nicht durchbrechen können.<br />

Ausnahmen bestätigen natürlich die<br />

Regel. Der quantenmechanische Tunneleffekt<br />

sagt voraus, dass mit einer<br />

gewissen - möglicher<strong>we</strong>ise kleinen<br />

- Wahrscheinlichkeit Bewusstseinsvorgänge<br />

doch zu unseren Lebzeiten<br />

das Gehirn und den Körper verlassen<br />

können. Dies führt dann zu außersinnlichen<br />

Wahrnehmungen wie<br />

Telepathie oder Hellsehen, eventuell<br />

sogar zu sogenannten „Out-Of-Body-<br />

Experiences“, bei denen sich ein feinstofflicher<br />

Astralkörper vom materiellen<br />

Körper zu trennen scheint und in<br />

der Umgebung herumspazieren kann.<br />

Der Tod des Körpers würde auf jeden<br />

Fall in diesem Denkmodell nicht<br />

das Ende der Bewusstseinsvorgänge<br />

bedeuten, sondern das Quantenbewusstsein<br />

(oder, <strong>we</strong>nn man will, die<br />

Quantenseele) würde sich nur aus<br />

der „Falle“ des Gehirns befreien und<br />

wieder ein ungebundener Teil des Informationsnetz<strong>we</strong>rks<br />

im Universum<br />

<strong>we</strong>rden.<br />

Da der Vorgang, das Bewusstsein<br />

während der Lebensdauer<br />

eines Menschen in seinem Gehirn<br />

einzusperren, natürlich mit einer<br />

gehörigen Einschränkung seiner<br />

Entfaltungsmöglichkeiten einhergeht,<br />

kann man davon ausgehen, dass es<br />

beim körperlichen Tod sogar zu einem<br />

Zustand der Bewusstseinser<strong>we</strong>iterung<br />

kommt. Dies konnten zahllose<br />

Menschen, die nach einem klinischen<br />

Tod ins Leben zurückgeholt wurden,<br />

aufgrund ihrer Erlebnisse bestätigen.<br />

Das Denkmodell des Quantenbewusstseins<br />

nach Roger Penrose ist<br />

Band 76 Juli / August 2013 MATRIX 3000 25


Wissen<br />

z<strong>we</strong>ifelsohne faszinierend, doch es<br />

bleiben einige wichtige Fragen offen.<br />

Zum Beispiel ist die Kopplung zwischen<br />

Gehirn und Quantenbewusstsein<br />

ungeklärt. Wenn Bewusstseinsvorgänge<br />

nicht an die Biochemie des<br />

Gehirns und auch nicht an die elektrischen<br />

Signale der Neuronen gekoppelt<br />

sind, woran dann? Worin besteht<br />

die Falle, die das Bewusstsein im materiellen<br />

Körper hält, anstatt es frei<br />

herumsch<strong>we</strong>ifen zu lassen?<br />

Das Geheimnis der Mikrotubuli<br />

Dies sind Fragen, die die Physik allein<br />

nicht mehr beantworten kann. Und<br />

so schlug jetzt die große Stunde von<br />

Stuart Hameroff. Seine neurophysiologischen<br />

und medizinischen Studien,<br />

die er zunächst unabhängig von Penrose<br />

angestellt hatte, führten zu Ergebnissen,<br />

die zum Denkmodell des<br />

Quantenbewusstseins passen wie der<br />

Schlüssel zum Schloß. Das Stichwort<br />

heißt: Mikrotubuli.<br />

Diese röhrenförmigen Proteinfäden<br />

sind in großer Zahl Bestandteil jeder<br />

Körperzelle. In Zusammenarbeit<br />

mit anderen Zellbausteinen bilden sie<br />

das Cytoskelett, das der Zelle mechanische<br />

Stabilität verleiht. Mikrotubuli<br />

wirken auch bei der Zellbe<strong>we</strong>gung<br />

sowie beim Transport von Substanzen<br />

innerhalb der Zelle mit.<br />

Ausgerechnet diese Fäden sollen<br />

etwas mit dem Bewusstsein zu tun<br />

haben? Stuart Hameroff ist davon<br />

überzeugt. Um es auf den Punkt zu<br />

bringen: Die Zelle denkt mit dem Skelett!<br />

Die Funktionen der Mikrotubuli<br />

in den Zellen sind außerordentlich<br />

komplex, und das verleitete<br />

Hameroff zu der Spekulation, sie<br />

könnten durch eine Art von Computerprogramm<br />

kontrolliert <strong>we</strong>rden,<br />

dessen Fähigkeiten schon an „künstliche<br />

Intelligenz“ grenzen müssten.<br />

Wirklich „künstlich“? Vielleicht könnten<br />

ja die Mikrotubuli der Gehirnzellen<br />

mikroskopisch kleine Biocomputer<br />

sein, die mit dem Bewusstsein<br />

verknüpft sind, natürlich auf einer<br />

subatomaren Ebene.<br />

Das würde aber bedeuten, dass<br />

nicht die Neuronen als Ganzes mit<br />

ihren elektrischen Impulsen, sondern<br />

diese winzigen Zellbestandteile im<br />

Zellinnern die eigentlichen Grundlagen<br />

der Informationsverarbeitung<br />

bilden würden. Die Nervenzellen mit<br />

ihren faserartigen Fortsätzen (Dendriten<br />

und Axonen) wären dann lediglich<br />

die Datenleitungen, um die<br />

Informationen zu anderen Körperbereichen<br />

<strong>we</strong>iterzuleiten.<br />

Hameroffs Überlegungen sind<br />

durchaus nachvollziehbar. Wenn Sie<br />

zu Hause einen Laptop zu stehen haben,<br />

dann würden sie seine Intelligenz<br />

bzw. seine Fähigkeit, Informationen<br />

zu verarbeiten, schließlich auch nicht<br />

in den Kabeln vermuten!<br />

Stuart Hameroff kannte Penrose<br />

und seine Forschungen zu dieser Zeit<br />

noch nicht, und so war seine bildliche<br />

Vorstellung von den Mikrotubuli als<br />

„Biocomputer“ schief. Um mit dem<br />

Bewusstsein gekoppelt zu sein, dürfen<br />

sie, wie wir inzwischen wissen, gerade<br />

keine Computer sein. Doch seine Idee<br />

war richtig. Mikrotubuli scheinen nämlich<br />

im Gegenteil gerade Kandidaten<br />

für nicht-computerisierbare Quantenprozesse<br />

in den Zellen zu sein - also<br />

für mögliche Bewusstseinsprozesse.<br />

Das neue Bewusstseinsmodell<br />

Bald erfuhr Stuart Hameroff von Roger<br />

Penrose‘s Publikationen zum Quantenbewusstsein.<br />

Beide Wissenschaftler<br />

lernten sich persönlich kennen<br />

und tauschten ihre Erkenntnisse aus.<br />

Hameroff konnte die tiefgründigen<br />

mathematischen und philosophischen<br />

Überlegungen von Penrose untermauern<br />

durch Erkenntnisse aus der<br />

Neurophysiologie, vor allem aber auch<br />

durch seine langjährigen persönlichen<br />

Erfahrungen als Anästhesist. Gemeinsam<br />

gelang es ihnen, den Kopplungsmechanismus<br />

zwischen Gehirn<br />

und Quantenbewusstsein gleichermaßen<br />

physikalisch und neurophysiologisch<br />

tragfähig zu untermauern.<br />

Aus Penrose‘s „objektiver Reduktion“<br />

wurde die „Orchestrierte Objektive<br />

Reduktion“, kurz Orch-OR. Erinnern<br />

wir uns: Der neu gefasste quantenphysikalische<br />

Reduktionsbegriff soll<br />

beschreiben, wie aus unbestimmten,<br />

außerhalb von Raum und Zeit angesiedelten<br />

Informationsfeldern konkrete<br />

Bewusstseinsinhalte <strong>we</strong>rden, die ein<br />

körperlich inkarnierter Mensch empfangen<br />

kann.<br />

Braucht man dazu etwa ein Orchester?<br />

Nicht nur das, sondern sogar<br />

ganze Heerscharen winzigster Molekülbausteine,<br />

die Bestandteile unserer<br />

Zellen sind - die bereits erwähnten Mikrotubuli.<br />

26<br />

Mikrotubuli<br />

Zeitloses tritt ein<br />

in Raum und Zeit<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013<br />

Was haben diese kleinen Burschen<br />

an sich, dass sie auf<br />

Stuart Hameroff eine solche<br />

Faszination ausübten und ihn vermuten<br />

ließen, dass genau hier Quantenbewusstseinsprozesse<br />

stattfinden<br />

könnten? Es sind einige chemische<br />

und physikalische Besonderheiten der<br />

Tubulin-Moleküle, d. h. der Proteinbausteine,<br />

aus denen die Mikrotubuli<br />

aufgebaut sind. Zum einen enthalten<br />

diese Molekülverbände Bereiche, die


Wissen<br />

wasserab<strong>we</strong>isend<br />

und damit vom umgebenden<br />

Körperge<strong>we</strong>be<br />

relativ isoliert<br />

sind. Dort könnten<br />

sich ohne <strong>we</strong>iteres<br />

freie „unbeobachtete“<br />

Elektronen<br />

befinden, deren<br />

Quanten<strong>we</strong>lle also<br />

noch nicht kollabiert<br />

ist. Sie könnten den<br />

„Treibstoff“ der Bewusstseinsprozesse<br />

bilden. Aber genau<br />

wie Benzin allein<br />

nicht fahren kann,<br />

<strong>we</strong>nn man kein Auto<br />

besitzt, braucht es auch in diesem Fall<br />

eines Mechanismus, der die Quantenprozesse<br />

<strong>we</strong>iter verarbeitet und vor<br />

allem auch <strong>we</strong>iterleitet - aus der mikroskopischen<br />

Quanten<strong>we</strong>lt in die makroskopische<br />

Welt unserer scheinbar<br />

massiven Materie.<br />

Auch dieses Bindeglied scheint in<br />

den Mikrotubuli vorhanden zu sein.<br />

Bestimmte Bereiche des Tubulin-Moleküls<br />

bilden achteckige Ringstrukturen,<br />

in denen die Elektronen dicht<br />

genug zusammengedrängt sind, um<br />

miteinander verschränkt zu <strong>we</strong>rden.<br />

Wenn größere Mengen von Materieteilchen<br />

in einen verschränkten<br />

Zustand eingehen,<br />

spricht man auch von einem Bose-<br />

Einstein-Kondensat. Solche Materie<br />

ist hochgradig kohärent, d. h. ihre<br />

Bausteine können auch auf makroskopischer<br />

Skala mit gemeinsamer<br />

Frequenz oszillieren. Auf diese Weise<br />

kann also tatsächlich aus mikroskopischen<br />

Quanten<strong>we</strong>llen eine makroskopische<br />

Schwingungsinformation<br />

<strong>we</strong>rden. Gelingt es einer solchen Anhäufung<br />

verschränkter Elektronen<br />

sogar, Nachbarbereiche in anderen<br />

Mikrotubuli und letztendlich sogar in<br />

anderen Zellen anzuregen, kann sich<br />

diese Information sogar auf makroskopischer<br />

Skala fortpflanzen. Der<br />

synaptische Spalt, jene legendäre Lücke<br />

zwischen z<strong>we</strong>i Nervenenden, kann<br />

mit Hilfe des Tunneleffekts überbrückt<br />

<strong>we</strong>rden. Im Grunde setzt sich jetzt das<br />

ganze Bewusstseinsmodell logisch<br />

konsistent zusammen wie ein Puzzle.<br />

Großräumige Verschränkung von<br />

Elektronen in einzelnen Hirnbereichen<br />

bringt Hameroff in Verbindung mit<br />

der erst kürzlich entdeckten Gamma-<br />

Synchronisation, bei der unter dem<br />

Einfluss sogenannter Gamma-Frequenzen<br />

(ca. 25-100 Hz) Sinneswahrnehmungen<br />

synchronisiert <strong>we</strong>rden<br />

„Lebende Post-Quanten-Systeme“<br />

Der Physiker Jack Sarfatti bezeichnet<br />

das System der Mikrotubuli als ein<br />

„lebendes Post-<br />

Quanten-System<br />

zwischen den beiden<br />

Extremen des<br />

klassischen Determinismus<br />

der unbelebten<br />

Materie<br />

und dem Quanten-<br />

Indeterminismus.“<br />

Stuart Hameroff<br />

hat auf der Basis<br />

des Orch-OR-Modells<br />

insgesamt<br />

20 Behauptungen<br />

aufgestellt, die<br />

wissenschaftlich<br />

überprüfbar sind.<br />

Einige von ihnen<br />

wurden falsifiziert. Das Modell als<br />

Ganzes ist jedoch bislang nicht widerlegbar,<br />

es ist, wie gesehen, in<br />

sich logisch und geschlossen und<br />

geht konform mit den Erkenntnissen<br />

der modernen Quantenphysik und<br />

Neurophysiologie. Ein Modell, mit<br />

dem man zumindest <strong>we</strong>iter arbeiten<br />

kann.<br />

Mehr kann man im Grunde nicht<br />

erwarten, denn wie Roger Penrose<br />

selbst feststellte, kann man einer<br />

„Seele“ nicht restlos und erschöpfend<br />

erklären, was eine „Seele“ ist. ▀<br />

Literatur (Auswahl):<br />

„Der Quantenlö<strong>we</strong> im Tunnel“: siehe Fosar/Bludorf:<br />

Welt am Limit. Peiting 2011.<br />

Gamma-Frequenzen: siehe Fosar/Bludorf:<br />

Der Geist hat keine Firewall. München 2009.<br />

Penrose,Roger: Beyond Algorithms.<br />

Penrose, Roger: Shadows of The Mind.<br />

Hameroff, Stuart: How Quantum Brain Biology Can<br />

Rescue Conscious Free Will. Frontiers in Integrative<br />

Neuroscience 2012.


Quantessenz<br />

Die mysteriösesten Orte der Erde<br />

Das Auge Afrikas<br />

Das Auge Afrikas – offizieller<br />

Name: Richat-Struktur – ist eine<br />

seltsame kreisförmige Felsformation<br />

im Zentrum Mauretaniens in<br />

der Westsahara. Die Struktur wurde<br />

bereits von den ersten Astronauten<br />

während ihrer Erdumkreisungen<br />

vom Orbit aus gesehen.<br />

Dass es sich um eine künstlich<br />

von Menschen angelegte Struktur<br />

handelt, ist auszuschließen. Die<br />

Formation hat einen Durchmesser<br />

von rund 48 Kilometern. Erste<br />

Vermutungen von Wissenschaftlern<br />

gingen in Richtung eines Meteoritenkraters,<br />

was sich später<br />

aber nicht verifizieren ließ. Heute<br />

glaubt man, die Erosion habe eine<br />

solche Struktur hervorgebracht.<br />

Warum sie allerdings kreisförmig<br />

ist, dafür hat niemand eine Erklärung.<br />

Harvard-Wissenschaftler will<br />

Neandertaler klonen<br />

Eine Horrorvision, die an Frankenstein-Filme<br />

erinnert: Der Genetiker<br />

George Church hat die Möglichkeit<br />

ins Spiel gebracht, einen Neandertaler<br />

zu klonen. Die DNA dieser seit<br />

rund 30.000 Jahren ausgestorbenen<br />

Menschenart konnte bereits 2009<br />

aus fossilen Knochen in ausreichender<br />

Menge gewonnen <strong>we</strong>rden. Zu den<br />

zahlreichen ethischen Einwänden,<br />

die sich sofort aufdrängen, kommt<br />

noch einer hinzu: Um den geklonten<br />

Embryo auszutragen und das Neandertaler-Kind<br />

zur Welt zu bringen,<br />

braucht man eine menschliche Leihmutter.<br />

Für George Church ebenfalls<br />

kein Problem – man müsse dann<br />

eben eine „abenteuerlustige Frau“<br />

finden.<br />

George Church (links) und sein Traum –<br />

der geklonte Neandertaler<br />

28<br />

Wird die Menschheit immer<br />

dümmer?<br />

Das Viktorianische Zeitalter in der<br />

z<strong>we</strong>iten Hälfte des 19. Jahrhunderts<br />

gilt als eines der produktivsten in der<br />

Menschheitsgeschichte. Die zahllosen<br />

technischen Erfindungen und wissenschaftlichen<br />

Entdeckungen jener Epoche<br />

beeinflussen uns ebenso noch bis<br />

in unsere heutige Zeit wie die damaligen<br />

großartigen Leistungen in Musik,<br />

Malerei und Literatur. Waren die Menschen<br />

etwa im 19. Jahrhundert klüger<br />

als heute?<br />

Eine europäische Wissenschaftlergruppe<br />

aus Sch<strong>we</strong>den, Belgien, den<br />

Niederlanden und Irland hatte sich<br />

zum Ziel gesetzt, mehr darüber herauszufinden.<br />

Das Ergebnis ihrer Studie<br />

veröffentlichten sie im Frühjahr 2013<br />

im Fachjournal Intelligence.<br />

Wie war eine solche Untersuchung eigentlich<br />

möglich, da es im 19. Jahrhundert<br />

die uns heute bekannten IQ-Tests<br />

noch gar nicht gab? Ohnehin sind IQ-<br />

Tests in der Fach<strong>we</strong>lt zunehmend umstritten,<br />

da die Ergebnisse zu stark vom<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013<br />

Ausbildungshintergrund und Gesundheitszustand<br />

des Probanden sowie von<br />

gesellschaftlichen Normen beeinflusst<br />

<strong>we</strong>rden. Was hingegen bereits seit dem<br />

19. Jahrhundert häufig getestet wurde,<br />

war die Reaktionszeit von Testpersonen<br />

auf visuelle Reize. Die Forscher<br />

behaupten nicht, dass schnelle Reaktionszeiten<br />

an sich bereits hohe Intelligenz<br />

be<strong>we</strong>isen würden. Es gibt aber<br />

Hypothesen, wonach die Reaktionszeit<br />

geeignet sei, „wahre Intelligenz“<br />

zu messen, die von äußeren Faktoren<br />

Die britische Königin Viktoria (1819-1901) gab<br />

einer ganzen historischen Epoche den Namen.<br />

Waren die Menschen ihrer Zeit klüger als heute?<br />

unabhängig ist. Es zeigte sich, dass im<br />

Zeitraum von 1884 bis 2004 die Reaktionszeit<br />

tatsächlich langsam anstieg<br />

– von 183 ms auf 253 ms bei Männern<br />

sowie von 188 ms auf 261 ms bei Frauen.<br />

Dies ist um so erstaunlicher, da die<br />

heutige Zeit viel schnelllebiger ist und<br />

viel höhere Reaktionsgeschwindigkeiten<br />

erfordert als im 19. Jahrhundert,<br />

etwa beim Autofahren oder bei der Bedienung<br />

komplizierter Maschinen.<br />

Die Forscher ziehen daraus den<br />

Schluss, dass die Intelligenz der<br />

Menschheit in den vergangenen 100<br />

Jahren tatsächlich zurückgegangen<br />

ist. Ein Grund könnte sein, dass aufgrund<br />

von Technisierung, medizinischem<br />

Fortschritt und Sozialgesetzgebung<br />

die Intelligenz kein unmittelbar<br />

zum Überleben not<strong>we</strong>ndiger Faktor<br />

mehr ist. „Dumme“ können heute genau<br />

so alt <strong>we</strong>rden wie „Schlaue“. Da<br />

Menschen aus bildungsschwachen Gesellschaftsschichten<br />

aber in der Regel<br />

mehr Kinder in die Welt setzen, könnte<br />

dies langfristig einen Einfluss auf die<br />

Durchschnittsintelligenz ausüben.


Quantessenz<br />

Sind <strong>we</strong>iße Wohnräume<br />

menschenfeindlich?<br />

In der heutigen Zeit ist es trendy, in<br />

zunehmend <strong>we</strong>ißer Umgebung zu<br />

wohnen. Weiß gestrichene Wände,<br />

Türen und Fenster sind schon seit<br />

Langem verbreitet. Hinzu kommt<br />

in den letzten Jahren ein minimalistischer<br />

Trend in der Innenarchitektur,<br />

Räume nur sehr sparsam zu<br />

möblieren – wobei die Möbel meist<br />

auch <strong>we</strong>iß sind – sowie auf Teppiche<br />

zu verzichten und warmes, holzfarbenes<br />

Parkett durch <strong>we</strong>iße Bodenfliesen<br />

zu ersetzen. Viele Menschen<br />

empfinden eine solche Umgebung<br />

als steril und ungemütlich.<br />

Axel Venn, Professor für Farbgestaltung<br />

und Trendscouting an der<br />

Hochschule für angewandte Wissenschaft<br />

und Kunst in Hildesheim, hat<br />

„Schrödingers<br />

Computer“<br />

nun die Behauptung aufgestellt, der<br />

vollständige Verzicht auf Farbe im<br />

Wohnbereich sei menschenfeindlich.<br />

In komplett <strong>we</strong>ißen Räumen würde<br />

zum Beispiel nach<strong>we</strong>isbar <strong>we</strong>niger<br />

gelacht. Orange- und Gelbtöne<br />

dagegen würden belebend wirken,<br />

Erdtöne Behaglichkeit vermitteln<br />

usw. Weiß bedeutet für Prof. Venn,<br />

Verzicht zu üben auf Millionen anderer<br />

Möglichkeiten. Wenn jemand<br />

schon nicht auf Weiß ganz verzichten<br />

wolle, dann solle er es <strong>we</strong>nigstens<br />

„antönen“, also sogenannte<br />

Offwhite-Töne wie Alt<strong>we</strong>iß oder Ecru<br />

ver<strong>we</strong>nden. „Weiß bedeutet Pause<br />

machen von allem – von Stimmung,<br />

von Gefühlen, von Empfindungen.“,<br />

so Prof. Venn.<br />

Nicht nur die Computerpioniere<br />

der NSA in Oak Ridge versuchen,<br />

den ultimativen Supercomputer<br />

zu bauen (siehe unseren<br />

Artikel „<strong>Yes</strong>, <strong>we</strong> <strong>scan</strong>!“). Eine kleine,<br />

fast unbekannte Firma namens D-<br />

Wave hat jetzt behauptet, den ersten<br />

Quantencomputer der Welt gebaut<br />

zu haben. Google und der Rüstungskonzern<br />

Lockheed Martin kauften je<br />

eines dieser Wunder<strong>we</strong>rke. Lockheed<br />

ließ sein Exemplar an der University<br />

of Southern California auf Herz und<br />

Nieren prüfen. Die Wissenschaftler<br />

veröffentlichten ihre Forschungsergebnisse<br />

in Fachzeitschriften wie Nature<br />

Communications und dem Scientific<br />

American. Ihre Antwort: Dieser<br />

Computer basiert nicht auf einem<br />

Computermodell, das den Gesetzen<br />

der klassischen Physik gehorcht. Eine<br />

etwas vornehmere Umschreibung für<br />

die Aussage: Ja, das ist ein Quantencomputer.<br />

Worum geht es: Ein herkömmlicher<br />

Computer speichert Daten in<br />

Form von Bits in Schaltkreisen, die<br />

ent<strong>we</strong>der den Wert 0 oder den Wert<br />

1 annehmen können. Ein Quantencomputer<br />

enthält Qubits, kleine Supraleiter,<br />

die fast auf den absoluten<br />

Nullpunkt gekühlt <strong>we</strong>rden. In diesem<br />

Zustand treten Quantengesetze in Aktion,<br />

d. h. die Qubits <strong>we</strong>rden gleichzeitig<br />

links- und rechtsherum von Strom<br />

durchflossen. Quantenphysiker nennen<br />

es das Superpositionsprinzip. Ein<br />

„Qubit“ kann also zugleich den Wert 0<br />

und 1 speichern, so wie beim Gedankenexperiment<br />

über „Schrödingers<br />

Katze“, die zugleich lebendig und tot<br />

war (wir berichteten in <strong>Matrix3000</strong><br />

Band 51). Z<strong>we</strong>i Qubits können dementsprechend<br />

vier Werte speichern<br />

usw. Der Zuwachs der Speicherkapazität<br />

erfolgt exponentiell. Man kann<br />

einem System aus beliebig vielen<br />

solchen Qubits dann im Prinzip ein<br />

komplexes Programm eingeben und<br />

den Quantencomputer damit rechnen<br />

lassen.<br />

Es gibt nur ein kleines Problem:<br />

Irgendwann will man Ergebnisse<br />

sehen. Wenn man aber<br />

nachschaut und die Werte abfragt,<br />

dann geschieht das Gleiche wie im<br />

Gedankenexperiment, <strong>we</strong>nn man die<br />

Kiste mit Schrödingers Katze öffnet.<br />

Die Katze ist ent<strong>we</strong>der lebendig oder<br />

tot, aber nicht mehr beides zugleich.<br />

Dementsprechend verwandeln sich<br />

die Qubits bei Beobachtung in normale<br />

Bits und verlieren daher die Hälfte<br />

ihrer Speicherkapazität. Die D-Wave-<br />

Techniker behaupten jetzt, das Problem<br />

technisch gelöst zu haben. Die<br />

Forscher in Südkalifornien glauben<br />

ihnen, andere sind noch skeptisch.<br />

Die NSA scheint auch noch nicht an<br />

Bord zu sein. Das Ganze ist noch zu<br />

futuristisch, um Geheimdienste zu<br />

interessieren. Die brauchen schnelle<br />

Resultate, und daher basteln sie<br />

selbst. Vielleicht wird es ja auch ein<br />

Quantencomputer?<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 29


Wissen<br />

Schädlinge<br />

giftfrei<br />

bekämpfen<br />

Neuentdeckte Methoden schützen Mensch und Um<strong>we</strong>lt<br />

Fritz Florian<br />

30 MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Wissen<br />

Unbemerkter Holzwurmbefall von<br />

Antiquitäten vernichtet jährlich Kulturgüter<br />

von unschätzbarem Wert.<br />

Es gibt angeblich 7000 Holzwurmarten.<br />

Die Eier der Holzwürmer (HW)<br />

können eine Überlebensdauer bis<br />

zu 10 Jahren haben. Kostenintensive<br />

und auf<strong>we</strong>ndige Restaurations-<br />

Arbeiten mit Insektengift sind daher<br />

wiederholt not<strong>we</strong>ndig, um diese<br />

Kulturgüter vor dem Verfall zu bewahren.<br />

Für die Restauration müssen<br />

die <strong>we</strong>rtvollen Kunstgegenstände<br />

demontiert und abtransportiert<br />

<strong>we</strong>rden, wodurch enorme Arbeitskosten<br />

entstehen.<br />

Bei der An<strong>we</strong>ndung der neuen<br />

Methode bleiben sämtliche befallenen<br />

Holzgegenstände an<br />

Ort und Stelle und <strong>we</strong>rden nur zeit<strong>we</strong>ise<br />

in Schwingungen versetzt. Viele<br />

Tiere, auch Larven haben einen biologischen<br />

Wach- und Schlaf-Rhythmus.<br />

Regelmäßiges oder unregelmäßiges<br />

Auf<strong>we</strong>cken der Larven via NF-Vibrationen<br />

(z.B. rhythmisches Beklopfen<br />

der befallenen hölzernen Gegenstände)<br />

stört den Wach- und Schlafzustand<br />

entscheidend. Die betreffenden<br />

Schädlinge <strong>we</strong>rden biorhythmisch<br />

irritiert (faktisch entsteht ein Schlafentzug),<br />

wodurch diese nach <strong>we</strong>nigen<br />

Tagen sterben. Längeren Schlafentzug,<br />

infolge biorhythmischer Irritationen<br />

überlebt kein Lebe<strong>we</strong>sen, da die<br />

überlebensnot<strong>we</strong>ndige biologische<br />

Regeneration verhindert wird.<br />

An den befallenen Holzgütern<br />

oder Antiquitäten entstehen keine<br />

Vibrationsschäden, da die optimierte<br />

Beschallungsintensität sehr gering<br />

ist. Durch ein spezielles bildgebendes<br />

Verfahren konnte im Rahmen<br />

einer Studie das Absterben sämtlicher<br />

Holzwurmlarven visuell nachgewiesen<br />

<strong>we</strong>rden. Das elektronische<br />

Equipment kann sogar gesamte<br />

Kirchenausstattungen, Antiquitätenlager,<br />

Museen und hölzerne Landebrücken<br />

in Häfen vor drohenden<br />

Holz- und Bohrwurmbefall dauerhaft<br />

schützen und dadurch beträchtliche<br />

und auf<strong>we</strong>ndige Restaurationskosten<br />

ersparen.<br />

Eine bemerkens<strong>we</strong>rte kirchliche<br />

Beobachtung: Dachstühle von Glokkentürmen<br />

<strong>we</strong>isen nur äußerst selten<br />

einen geringen Holzwurmbefall auf.<br />

Warum? Das stündliche Glockenschlagen<br />

und das laute Glockenläuten<br />

irritieren den Bio-Rhythmus der<br />

Holzwurmlarven durch die Gebälk-<br />

Vibrationen so stark, dass die Schädlinge<br />

in Glockentürmen nicht oder nur<br />

äußerst selten überleben können.<br />

Vor- und Nachteile von<br />

Holz-Konservierungs-Methoden<br />

1. Das Bestreichen oder Tunken<br />

von befallenen Holzgegenständen mit<br />

giftigen Flüssigkeiten ist sehr zeitauf<strong>we</strong>ndig<br />

und gefährdet letztendlich<br />

auch die menschliche Gesundheit.<br />

Außerdem kann mit diesem Verfahren<br />

nicht nachgewiesen <strong>we</strong>rden, ob<br />

bei dieser Konservierungsart alle<br />

Larven, auch in der Tiefe des Holzes,<br />

erfasst <strong>we</strong>rden. Nicht nur die De-<br />

und Remontage, sondern auch die<br />

erforderlichen Transport<strong>we</strong>ge sind<br />

sehr zeitraubend und daher kostenintensiv.<br />

Kurz, die Konservierungs-<br />

Methode mit giftigen Substanzen ist<br />

nur für <strong>we</strong>nige, dünne bzw. kleine<br />

Holz-Gegenstände gut geeignet, aber<br />

letztendlich eher unsicher.<br />

2. Das sehr teure Vergasen mehrerer<br />

befallener Holzgegenstände ist<br />

sicherlich zielführend, gefährdet jedoch<br />

die menschliche Gesundheit.<br />

Auch bei dieser kosten- und arbeitsintensiven,<br />

äußert gesundheitsgefährdenden<br />

Methode müssen einzelne<br />

befallene Kunstgegenstände<br />

zumindest am Sockel gelockert bzw.<br />

de- und remontiert <strong>we</strong>rden um alle<br />

befallene Stellen zu „erwischen“. Der<br />

Zu- und Abtransport der Holzgegenstände<br />

ist ebenfalls sehr kostenintensiv.<br />

Die äußert giftigen Gase können<br />

unter Umständen die Farben bemalter<br />

Holzfiguren dauerhaft verändern.<br />

Oft müssen ganze Kirchen mit<br />

speziellen Planen abdeckt <strong>we</strong>rden.<br />

Danach wird Giftgas in die gesamte<br />

Kirche bzw. Kapelle eingeleitet. Anrainer<br />

müssen über das gefährliche<br />

Vorhaben gesetzlich verständigt <strong>we</strong>rden.<br />

Wird der falsche Zeitpunkt einer<br />

einmaligen „Kirchen-Vergasung“ gewählt,<br />

schlüpfen im nächsten Jahr<br />

Heiliger Florian, Figur mit<br />

Holzwürmern durchsetzt.<br />

Innovative Vibrations-Methode<br />

rettet befallene Antiquitäten.<br />

aus den nicht erfassten Eiern Larven,<br />

da möglicher<strong>we</strong>ise nicht alle Schädlings-Eier<br />

in der Tiefe des Holzes<br />

vergast wurden. Auch der Kirchen-<br />

Vergasungs-Zeitpunkt muss genau<br />

festgelegt <strong>we</strong>rden, da die Larven<br />

vorwiegend im Frühjahr auftreten.<br />

In manchen Ländern will man sogar<br />

künftig Gebäude-Vergasungen verbieten!<br />

Kurz, diese Methode ist nur<br />

für stark befallene Gegenstände sicherlich<br />

sinnvoll, jedoch arbeitsintensiv,<br />

extrem teuer und zusätzlich auch<br />

noch für Menschen gesundheitsgefährdend.<br />

3. Das Bestrahlen mit Gamma-<br />

Strahlen mehrerer befallener Holzgegenstände<br />

ist sicherlich auch zielführend.<br />

Der Zu- und Abtransport<br />

kleiner, vergoldeter oder bemalter<br />

Antiquitäten ist ebenfalls problematisch<br />

(Verpackung), sehr zeitraubend<br />

und kostenintensiv, aber sehr zielführend,<br />

da auch alle „schlummernden“<br />

Schädlingseier sicher abgetötet <strong>we</strong>rden.<br />

4. Auch auf<strong>we</strong>ndige thermische<br />

Sanierungs-Verfahren mit Heißluft<br />

Foto F. Florian<br />

Holzwurmbefallene<br />

Antiquität<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 31<br />

3000


Wissen<br />

Foto F. Florian<br />

oder Mikro-Wellen <strong>we</strong>rden zur Abtötung<br />

der Schädlinge mitunter ver<strong>we</strong>ndet.<br />

Nachteil, erwärmtes Holz kann<br />

springen oder nimmt Schaden.<br />

5. NEU: Innovative giftfreie, dauerhafte,<br />

ungefährliche Konservierungs-Methode<br />

via unregelmäßiger<br />

Vibrationen durch Irritation des<br />

Larven-Bio-Rhythmus, ohne De- und<br />

Remontage der befallenen Holzgegenstände.<br />

Kostengünstige, einfache,<br />

gefahrlose Vibrations-Methode, die<br />

auch dauerhaften Schutz vor Schädlingen<br />

ermöglicht.<br />

Bildgebende Verfahren (CT/MR)<br />

visualisieren den HW-Befall vor<br />

Beschallung (Beschallungsindikation)<br />

und die Larven-Vertilgung nach<br />

Beschallung (Beschallungserfolg)<br />

Mittels konventionellen 2D- oder 3D-<br />

Röntgen-Verfahren (CT/MR) <strong>we</strong>rden<br />

in 7 – 21 tägigen Abständen regelmäßig<br />

Holzgegenstände vor und nach<br />

Beschallungen untersucht. Lebende,<br />

fressende HW-Larven vergrößern<br />

konstant innerhalb mehrerer Wochen<br />

ihr Labyrinth, abgestorbene er<strong>we</strong>itern<br />

ihr Gangsystem natürlich nicht. Nicht<br />

mehr gefährdete Holzfiguren beinhalten<br />

in ihren Gangsystemen keine<br />

sichtbaren Larven, wohl aber radiologisch<br />

nach<strong>we</strong>isbare Exkrement-<br />

Spuren. Nach erfolgreichen Beschallungen<br />

(Dauer 1-3 Wochen) erfolgen<br />

keine Labyrinth-Er<strong>we</strong>iterungen, da<br />

alle Larven abgestorben sind. Die<br />

Intensität der Beschallung orientiert<br />

sich an der Objektgröße.<br />

Lebende, fressende HW-<br />

Larven er<strong>we</strong>itern konstant<br />

Gangsysteme.<br />

Biomedizinische Beschallungsbzw.<br />

Vibrations-Equipment-Wahl<br />

Wie raubt man HW-Larven den<br />

lebenserhaltenden Schlaf?<br />

1. Kleine, bis 1 m hohe Holzgegenstände<br />

eignen sich für eine erfolgreiche<br />

die Beschallung mit einem<br />

transportablen Maulwurf- bzw.<br />

Wühlmausfrei-Set.<br />

Dieses Gerät produziert 400Hz-<br />

Vibrationen (Hz = Schwingungen<br />

pro Sekunde) und reicht<br />

mitunter für den „Hausgebrauch“.<br />

Bei etwas größeren Holzfiguren<br />

können auch mehrere Maulwurfbzw.<br />

Wühlmausfrei-Sets an den Enden<br />

(z.B. an den Beinen und Armen)<br />

mit Klebestreifen angebracht <strong>we</strong>rden.<br />

Die Handhabung des Gerätes<br />

ist einfach, der zeitliche und finanzielle<br />

Aufwand gering und effektiv.<br />

2. Größeren (ca. 10 m) HW-befallenen<br />

Gegenständen muss mehr Vibrations-Energie<br />

zugeführt <strong>we</strong>rden.<br />

Spezielle, staubgeschützte Schwingungsgeneratoren<br />

<strong>we</strong>rden in größeren<br />

Abständen an befallenen Holzstücken,<br />

Fußböden, Holzhäusern,<br />

Dachstühlen oder Pfählen fixiert.<br />

Die Handhabung des Schädlings-<br />

Eliminators ist äußerst einfach, der<br />

Arbeitsaufwand pro Beschallung<br />

gering: 2 Vibratoren <strong>we</strong>rden angebracht,<br />

das Gerät eigeschaltet und<br />

die Beschallungsintensität eingestellt.<br />

Fertig, die Beschallung kann<br />

beginnen! Um die befallenen Holzgegenstände<br />

<strong>we</strong>itgehend zu scho-<br />

nen, kann zusätzlich die optimale<br />

Eintritts- und Austritts-Vibrations-<br />

Intensität des beschallenden Gegenstandes<br />

mit einem Vibrations-<br />

Messgerät (notfalls mit einem<br />

Stethoskop) kontrolliert <strong>we</strong>rden.<br />

Erfolgreiche<br />

HW-Beschallungen<br />

sollten eher im Frühling und Sommer<br />

erfolgen, für Bohrwurm-, Termiten-,<br />

Ameisen- Wespen-Eliminationen<br />

existieren andere fakultative<br />

Empfehlungen.<br />

Wie erfolgt und funktioniert die<br />

Bio-Schädlings-Elimination?<br />

Das Konzept aller schädlingseliminierender<br />

Geräte ist einfach.<br />

Frequenzgenerator<br />

bzw. → Verstärker → Intervallschalter<br />

→ Verteiler → Vibrator(en)<br />

SD-Card,<br />

Optimierte Beschallungsfrequenzen<br />

erfassen automatisch<br />

alle Schädlinge, egal wie kurz<br />

oder lang, wie dick oder dünn der befallene,<br />

unregelmäßig geformte Holzgegenstand<br />

ist!<br />

Die Eigenschwingung hängt von<br />

den Eigenschafen eines Holzgegenstandes<br />

(trockenes oder feuchtes<br />

Holz), von der Holzart, Holzstückform<br />

und von der Größe ab. Je kleiner ein<br />

Holzgegenstand ist, desto höher ist<br />

die Eigenfrequenz (Hz), je größer ein<br />

Holzstück ist, desto tiefer liegt die<br />

Resonanzschwingung. Ein Vergleich:<br />

Kleine Geigen produzieren höhere<br />

Töne als große Bassgeigen. Hochfrequente<br />

Schwingungen breiten sich<br />

im Holz nicht so <strong>we</strong>it aus wie niederfrequente.<br />

Am besten durchdringen<br />

Resonanzfrequenzen das beschallte<br />

Objekt. Durch Anschlagen eines hölzernen<br />

Gegenstandes z.B. mit einem<br />

Hammer tritt immer nur die Resonanzfrequenz<br />

auf. Frequenzanalytische<br />

Studien von Holz haben gezeigt,<br />

dass lebendes und totes Holz eine Resonanzfrequenz<br />

unter 200 Hz auf<strong>we</strong>isen.<br />

Daher eignen sich diese Wellen<br />

gut für die HW-Bekämpfung, da sie<br />

sich vorwiegend entlang der Oberfläche<br />

eines Holzstückes ausbreiten. Die<br />

Dämpfung einer fortgeleiteten Welle<br />

muss in einem langen Holzstück<br />

durch eine verstärkte Energiezufuhr<br />

ausgeglichen <strong>we</strong>rden, damit das gesamte<br />

Objekt vibrieren kann. Die<br />

Schallausbreitungsgeschwindigkeit<br />

beträgt in verschiedenen Holzarten<br />

ca. 4 - 6 km/sec., spielt aber bei der<br />

HW- und Schädlings-Bekämpfung<br />

keine entscheidende Rolle. Wichtig<br />

ist, dass der Biorhythmus (Schlafund<br />

Wachzustand) der Schädlinge im<br />

gesamten Holzgegenstand längerfristig<br />

gestört wird.<br />

Bio-Schädlings-Elimination ermöglicht<br />

erstmals einen Dauerschutz<br />

vor anderen unbeliebten Tierarten<br />

- Weitere neue sensationelle,<br />

sinnvolle An<strong>we</strong>ndungsz<strong>we</strong>cke<br />

Die Bio-Schädlings-Elimination ermöglicht<br />

nicht nur einen „Einmal-<br />

Schutz“, sondern auch einen einfachen<br />

„Dauerschutz“ vor unbeliebten<br />

Schädlingen und Tieren. In diesem<br />

Fall verbleibt das BSE-Equipment<br />

jahrelang an Ort und Stelle und verhindert<br />

sofort allfällig auftretenden<br />

Schädlingsbefall z.B. in Boots- und<br />

Holzhäusern.<br />

32<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Wissen<br />

HW-Studie, Beschallung<br />

eines HW-befallenen Holzbrettes<br />

mit Vibratorspitze<br />

Foto F. Florian<br />

Foto F. Florian<br />

Transportables batteriegespeistes<br />

Vibrations-Equipment (400Hz)<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 33<br />

3000


Wissen<br />

Auch die Dauer-Beschallung von<br />

Antiquitäten, Kirchengütern,<br />

Fußböden, Bootshäusern, Landebrücken,<br />

Trämen, Dachstühlen,<br />

seltener älterer Bäume, gefällten<br />

Holzstämmen und von Brennholzstapeln<br />

ist möglich. Die Holz verarbeitende<br />

Industrie hat auch einen<br />

entscheidenden Benefit. Allenfalls<br />

HW-befallene Holzstämme <strong>we</strong>rden<br />

quer auf intermittierend vibrierende<br />

Stahlträger gelagert, wodurch<br />

die Holzwürmer vorerst absterben<br />

(Einmalschutz). Gleichzeitig wird das<br />

Holz vor einem HW-Wiederbefall geschützt.<br />

(Dauerschutz). Studien haben<br />

ergeben, dass die Beschallung der<br />

Baumrinde <strong>we</strong>sentlich effizienter ist,<br />

als die Beschallung der Holz-Schnittseite.<br />

Prospektive Betrachtungen der<br />

Bio-Schädlings-Eliminations-<br />

Methode<br />

Ziel ist es, mit speziellen Vibrationen<br />

nicht nur <strong>we</strong>rtvolle, wichtige hölzerne<br />

Kulturgüter (Antiquitäten, Holzschiffe,<br />

Indianersiedlungen, etc.) der Nach<strong>we</strong>lt<br />

zu erhalten, sondern auch langfristig<br />

den menschlichen Lebensraum<br />

gegenüber unerwünschten Schädlingen<br />

zu befreien, abzusichern und<br />

zu bewahren. In Holz „eingesperrte“<br />

Laven sterben infolge Bio-Rhythmusirritationen,<br />

andere Tierarten ergreifen<br />

nach Vibrationsempfindungen<br />

instinktiv die Flucht. Beispiel: Vor<br />

Erdbeben treten minimale Erdvibrationen<br />

auf, daher kriechen nicht nur<br />

Schlangen, Maulwürfe und Wühlmäuse<br />

aus Überlebensgründen rechtzeitig<br />

aus ihren Löchern, vibrationssensible<br />

Elefanten hingegen ergreifen die<br />

Flucht. Spezielle Vibrationen signalisieren<br />

also vielen Tierarten, „Vorsicht<br />

Lebensgefahr“. Folglich könnte man<br />

auch das unbemerkte Eindringen von<br />

Schlangen, Mäusen, Wespen, Bienen<br />

und Ratten in Häuser, Wohnungen<br />

und Kraftfahrzeuge <strong>we</strong>itgehend<br />

verhindern und daher Menschenleben<br />

schützen Je nach Größe können<br />

spezielle Vibrationen auch sch<strong>we</strong>r<br />

unzugängliche Pfähle von hölzernen<br />

Landebrücken den befürchteten<br />

Bohrwurmbefall verhindern oder einschränken.<br />

In tropischen Gegenden<br />

vernichten Termiten in kurzer Zeit<br />

ganze Holzhäuser, die verz<strong>we</strong>ifelten<br />

Bewohner <strong>we</strong>rden ungewollt obdachlos.<br />

Auch der gefürchtete Borkenkäferbefall<br />

könnte prospektiv lebende<br />

Bäume sanieren und retten.<br />

Diesbezügliche künftige kosteneinsparende<br />

Bio-Schädlings-Eliminations-Langzeit-Forschungen<br />

wären daher ins besonders für<br />

Landeskonservatoren und Antiquitätenhändler<br />

sehr interessant und aufschlussreich.<br />

Die Investitionskosten<br />

sind gering, der menschliche Nutzen<br />

immens groß. Die Erkenntnisse aller<br />

durchgeführten Vibrations-Studien<br />

sind äußerst faszinierend, konnten<br />

jedoch nur im Rahmen meiner zeitlichen<br />

und finanziellen Möglichkeiten<br />

erfolgen. Weitere diesbezügliche Studien<br />

<strong>we</strong>rden sicherlich neue sensationelle<br />

Ergebnisse ermöglichen.<br />

Für wissenschaftliche Ratschläge<br />

und Anregungen stehe ich gerne zur<br />

Verfügung um unwiederbringliche<br />

Holzgüter einfach und kostensparend<br />

vor dem drohenden und endgültigen<br />

Verfall durch Schädlinge zu retten. ▀<br />

Dr. Fritz Florian ist Facharzt für Radiologie mit eigener<br />

Praxis in Graz. Seit 2002<br />

erforscht er Gelenksgeräusche<br />

und ihre Bedeutung für die Diagnostik.<br />

Er ist Autor mehrerer<br />

Bücher, darunter „Phänomen<br />

Gelenksgeräusche – Revolution<br />

in der Medizin“.<br />

KONTAKT<br />

fritz.florian@florian.at<br />

Handy 0043 (0)664 171 88 88<br />

FIRMA<br />

Modern Media & Technologies Galler GmbH<br />

BSE Bio Schädlings Eleminator<br />

www.media-consult.at / office@media-consult.at<br />

LITERATUR<br />

• Akustik, Eine Einführung, Heinrich Kuttruff,<br />

S. Hirzel Verlag Stuttgart – Leipzig<br />

ISBN 3-<strong>77</strong>76-1244-8<br />

• Zaubergesang, Fosar G. und Bludorf F.<br />

ISBN: 3-9808206-6-1<br />

• Im Netz der Frequenzen, Fosar G. und Bludorf F.<br />

ISBN 3-89539-237-5<br />

• Diverse Fachzeitschriften<br />

Profi-Bio-Schädlings-Eliminator (BSE)<br />

mit 2 staubgeschützten Vibratoren<br />

erfasst automatisch alle Schädlinge<br />

(Dauerschutz) in verschieden kleinen<br />

und großen Holz-Gegenständen, Reich<strong>we</strong>ite<br />

mehrere Meter. Lizenz-Foto: Fa.<br />

Media-Consult, Wien


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Absturz<br />

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der Bilderberger<br />

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Flucht aus<br />

Nordkorea<br />

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Primzahl-<br />

Spirale<br />

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Visionärinnen<br />

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Gesundheit<br />

Wir brauchen<br />

Genmais<br />

Die Genkartoffel, oder auch das genmanipulierte Getreide.<br />

Maria Schwach<br />

Warum?<br />

Nun, dem lieben Gott hat es gefallen,<br />

dass es so unbeschreiblich<br />

viele Menschen auf der Erde gibt<br />

wie eine mitteleuropäische Großstadt<br />

Schulden hat.<br />

Und das sind zu viele.<br />

Die müssen hungern, verhungern,<br />

das ist Natur. Da können du und ich<br />

nichts machen, wir sind da hilflos, es<br />

sind halt zu viele, und dann kommt die<br />

Industrie und schafft uns das Problem vom<br />

Hals. Genmanipulierte Ernährung. Wir können<br />

wieder Unkrautvernichtungsmittel spritzen,<br />

und die Pflanze stirbt nicht, nur die „UN“kräuter, also die<br />

Wildkräuter und die Bienen und eine gewaltige Zahl von<br />

Bodenlebe<strong>we</strong>sen, Schmetterlingen, Hummeln, und in den<br />

Labors auch Ratten und Mäuse.<br />

Wie – auch Ratten und Mäuse? Nun –<br />

das Forscherteam von Gilles-Eric<br />

Seralini hat laut einer Langzeitstudie<br />

herausgefunden, dass bei<br />

der Verfütterung einer bestimmten<br />

Sorte von genmanipuliertem Mais<br />

50% der männlichen Versuchstiere<br />

und 70% der <strong>we</strong>iblichen<br />

Versuchstiere Krebs bekamen<br />

und vorzeitig starben - im Ver-<br />

MONSANTO-GENMAIS IST<br />

GESUNDHEITSSCHÄDLICHER ALS<br />

UNKRAUTVERNICHTUNGSMITTEL!<br />

gleich<br />

zu anderen<br />

Versuchstieren,<br />

selbst<br />

gegenüber den Mäusen<br />

und Ratten, die mit Mais<br />

gefüttert wurden, der mit<br />

dem Unkrautvernichtungsmittel<br />

Roundup gespritzt wurde, lag die Sterblichkeitsrate<br />

<strong>we</strong>it an der Spitze . Die Nager, die mit<br />

Roundup verseuchten Mais fressen mussten, starben<br />

„nur“ um 20% vorzeitig.<br />

Fazit 1:<br />

Wenn man Mais isst, der stark mit Roundup-Unkrautvernichtungsmittel<br />

gespritzt wurde, verringert sich dein Risiko,<br />

vorzeitig zu sterben, auf die Hälfte, <strong>we</strong>nn du dafür auf<br />

gentechnisch veränderten Mais der Sorte NK 603<br />

von Monsanto verzichtest.<br />

Fazit 2:<br />

Wenn alle Menschen gentechnisch veränderten<br />

Mais der Sorte NK 603 von<br />

Monsanto essen würden und die<br />

Menschen eine ähnlich hohe Krebsrate<br />

und eine ebenso hohe vorzeitige<br />

Sterblichkeitsrate erzielen würde<br />

– könnte es sein, dass es dann<br />

36<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Gesundheit<br />

genügend zu essen gäbe für alle – die so klug waren, nicht<br />

davon zu essen, <strong>we</strong>il sich die Zahl der Menschen auf diesem<br />

Planeten erheblich reduzieren würde.<br />

Gibt es denn eine andere Möglichkeit, dass für alle<br />

Menschen genug zu essen da ist? Selbstverständlich<br />

, eigentlich sind solche Fragen menschenunwürdig.<br />

Natürlich haben wir als Menschheit<br />

es in der Hand, uns alle gerecht , ausreichend<br />

und gesund zu ernähren.<br />

Stichworte: Eine Welt, solidarische<br />

Welt, Konsumverzicht, biologische<br />

Anbau<strong>we</strong>isen…<br />

Dass Menschen hungern<br />

in der sogenannten Dritten<br />

Welt, dass Menschen hungern<br />

in der sogenannten<br />

Ersten Welt, bei uns, in unseren<br />

Städten, in unseren<br />

Straßen und unter unseren<br />

Brücken, hat nur etwas<br />

mit uns allen zu tun, mit<br />

der Frage, wie nächstenliebend,<br />

wie solidarisch, wie<br />

geschwisterlich leben wir.<br />

Die immer mehr <strong>we</strong>rdenden<br />

Tafeln, an denen Arme gespeist<br />

<strong>we</strong>rden, zeigen auf, dass<br />

das Thema einer ausreichenden Ernährung<br />

längst in unserer Mitte angekommen<br />

ist. Nicht irgendwo und irgendwann<br />

hungern Menschen, sondern eben auch bei uns. Und<br />

so wie die Tafeln ein Versuch einer Antwort darstellen und<br />

nicht die letzte große Antwort sind, so beinhaltet sie doch<br />

<strong>we</strong>sentliche Elemente, die uns aus der ganzen Krise führen<br />

können:<br />

Leid erkennen, Mitleid empfinden, Verantwortung<br />

spüren, bereit sein, ein eigenes Opfer zu bringen, und<br />

schlussendlich in die Tat zu kommen und zu handeln.<br />

Gibt es Ansätze der Heilung der Situation auf globaler<br />

Ebene – eben nicht nur durch das Bereitstellen<br />

von Lebensmittelgeschenken? Ja, und überraschender<strong>we</strong>ise<br />

blüht dieses Pflänzchen der Hoffnung<br />

ausgerechnet in Russland. Das ist doch nicht denkbar<br />

– die russische Misswirtschaft ist doch geradezu<br />

sprichwörtlich, aber ca. 35 Millionen Russen haben ein<br />

vom Staat zugelassenes und gefördertes Grundstück in<br />

Größe von einem bis drei Hektar. Dieses wird von ihnen<br />

selbst oder ihren Familienmitgliedern in der Regel ökologisch<br />

und nachhaltig bebaut und genutzt.<br />

Ziel der russischen Regierung ist es, die Fähigkeit<br />

zur Eigenversorgung zu steigern und die Importabhängigkeit<br />

zu reduzieren. Siehe: impuls – Magazin<br />

der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer<br />

03/2011.<br />

Nach dem Zusammenbruch der sogenannten kommunistischen<br />

Phase begann unter dem umstrittenen<br />

Präsidenten Jelzin eine große Privatisierung. In dieser<br />

Zeit entstanden die Milliardäre und Oligarchen. Als<br />

2000 Putin an die Spitze des Staates gewählt wurde,<br />

wurden die marktwirtschaftlichen Perversionen und<br />

deren Wildwuchs korrigiert und behutsam gelenkt.<br />

Mit diesen 35 Millionen im Familienbesitz befindlichen<br />

Gärten (den sogenannten Datschas) könnte sich<br />

ganz Russland komplett ernähren. Zur Zeit produzieren<br />

diese Hobbylandwirte, das sind immerhin 71 % der<br />

Bevölkerung, auf diese Weise ungefähr<br />

die Hälfte der im Land konsumierten<br />

Milch, 60 % des Fleisches, <strong>77</strong> %<br />

des Gemüses, 87 % der Früchte<br />

und 92 % der Kartoffeln – alles<br />

ökologisch und nachhaltig.<br />

WIE LÖST MAN DAS<br />

HUNGERPROBLEM?<br />

ÜBERRASCHENDERWEISE<br />

KOMMEN ANSÄTZE AUS<br />

RUSSLAND!<br />

Insgesamt produziert<br />

damit die russische Bevölkerung<br />

die Menge an<br />

Nahrung, mit der sie sich<br />

selber ernähren könnten.<br />

Es gibt in Russland<br />

ein verbrieftes Recht für<br />

jeden russischen Bürger<br />

auf ein KOSTENLO-<br />

SES steuerfreies privates<br />

Gartengrundstück.<br />

Diese Situation ließe<br />

sich bedenkenlos<br />

übertragen auf viele<br />

andere Länder, andere Völker…<br />

Wer jetzt noch argumentiert, wir<br />

brauchen genmanipuliertes Saatgut, genmanipulierten<br />

Mais, genmanipulierte Kartoffeln,<br />

genmanipuliertes Gemüse, entlarvt sich als jemand,<br />

der eher die Märchen der Industrie nachbetet, als dass<br />

er eigenständig denkt.<br />

Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen, auch<br />

gegen die Auswüchse einer kranken Wirtschaftsordnung<br />

– greifen wir den Samen dieses Krautes auf.<br />

Dieser Samen wird seit Jahren vermehrt ausgebracht,<br />

leise und an der breiten Öffentlichkeit vorbei hat<br />

sich auch in deutschen Städten eine richtige Graswurzelbe<strong>we</strong>gung<br />

etabliert: Balkonanbau , Anbau auf Grünstreifen<br />

in öffentlichen Parks und eine immer stärker<br />

<strong>we</strong>rdenden Kultur zurück zum eigenen Schrebergarten.<br />

An allen Grünstreifen könnten Besensträucher<br />

wachsen – abzuernten von jedem, der es möchte, und<br />

<strong>we</strong>nn etwas nicht geerntet wird, so ist es ein Geschenk<br />

an die Vögel, ein Geschenk zurück an die Natur. Und<br />

statt der Thujahecken und Nadelgewächse in den Vorgärten<br />

könnten dort auch Apfel- und Birnbäume stehen,<br />

Kirschen- und Pflaumenbäume…<br />

Statt den Biokompost <strong>we</strong>gzuschmeißen, könnte in<br />

jedem Garten, auf jedem Balkon ein Komposter stehen.<br />

Angesetzt mit 100 Würmern, und aus dem Bioabfall<br />

wird in kürzester Zeit ein wohlriechender, hoch<strong>we</strong>rtiger<br />

Humus.<br />

Und was wir schon immer wussten und nur zu bequem<br />

waren, es auch umzusetzen – es liegt an uns selber<br />

– es liegt in uns selber – eine Welt zu schaffen, in<br />

der wir leben wollen. ▀<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000<br />

37


Gesundheit<br />

Schlafkrankheit<br />

durch Impfcocktail?<br />

38<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Gesundheit<br />

Jahr für Jahr gibt es eine neue<br />

sogenannte Pandemie. SARS und<br />

Rinderwahnsinn, Vogelgrippe und<br />

Sch<strong>we</strong>inegrippe…<br />

Und immer gibt es ein tolles Mittel<br />

dagegen, nachdem die Bevölkerung<br />

millionenfach in Schrecken versetzt<br />

wurde, verunsichert und abgelenkt<br />

von den wirklich wichtigen Prioritäten<br />

im Leben.<br />

Das Zauberwort heißt Impfung.<br />

Inzwischen haben die Entwickler<br />

der Impfstoffe einen neuen Markt<br />

erkannt. Die Viren seien resistent<br />

geworden gegen den ach so vollkommenen<br />

Impfstoff. Inzwischen heißt es,<br />

er hilft nicht mehr oder nur noch beschränkt.<br />

Die Folge: es wird ein neuer Giftcocktail<br />

gemixt, den wir dann bekommen<br />

<strong>we</strong>rden.<br />

Nachdem australische Wissenschaftler<br />

eine Tamiflu-Resistenz entdeckt<br />

haben wollen, hat das Robert<br />

Koch Institut in Deutschland sofort mitgeteilt,<br />

es gäbe in Deutschland bereits<br />

drei Menschen mit einer Resistenz gegen<br />

Tamiflu.<br />

Es bleibt abzuwarten, wann es<br />

heißen wird: 200% Steigerungen in<br />

Deutschland bei Resistenz gegen<br />

Tamiflu (das wären dann neun Fälle),<br />

und sobald es heißt, es gibt 400%<br />

Steigerung, dann ist der Ruf nach einer<br />

neuen Massenimpfung vorbereitet.<br />

Und das auf der Basis, dass die millionenfache<br />

vorbeugende Impfung mit einem<br />

Sch<strong>we</strong>inegrippeimpfstoff absolut<br />

unangebracht war und - <strong>we</strong>nn auch<br />

nicht zwingend bei den Menschen - so<br />

doch erheblich bei der Pharmaindustrie,<br />

zu deren finanzieller Gesundung<br />

führte.<br />

Über die Giftmischungen in diesen<br />

Impfcocktails hat <strong>Matrix3000</strong> schon<br />

früher geschrieben, auch darüber,<br />

dass die Mittel nicht wirklich helfen.<br />

Eine bisher eher <strong>we</strong>nig bekannte Nebenwirkung<br />

sei hier aufgezeigt:<br />

Krankspritzung bis zum Umfallen?<br />

Schlafkrank durch Sch<strong>we</strong>inegrippe-<br />

Impfstoff? Das staatliche Gesundheitsinstitut<br />

(THL) in Helsinki kommt<br />

nach ersten Untersuchungen zu dem<br />

Ergebnis, dass der Sch<strong>we</strong>inegrippe-<br />

Impfstoff Pandemrix insbesondere bei<br />

Kindern möglicher<strong>we</strong>ise Narkolepsie<br />

(Schlafkrankheit) auslösen kann.<br />

Der Sch<strong>we</strong>inegrippe-Impfstoff könnte<br />

Pandemrix-<br />

Impfungen<br />

steigern das<br />

Narkolepsie-Risiko<br />

um das Neunfache.<br />

eine der Ursachen für den plötzlichen<br />

massiven Anstieg der Schlafkrankheit<br />

(Narkolepsie) vor allem bei Kindern<br />

in Finnland sein, so die Mitteilung der<br />

höchsten finnischen Gesundheitsbehörde.<br />

Ein Sprecher des THL betonte, die<br />

„wahrscheinlichste Erklärung“ für den<br />

Anstieg der Neuerkrankungen sei, dass<br />

der Impfstoff in Verbindung mit „einigen<br />

<strong>we</strong>iteren Faktoren“ zum Ausbruch<br />

der seltenen Narkolepsie geführt habe.<br />

Erste Untersuchungsergebnisse<br />

des THL haben ergeben, dass<br />

sich im Alter zwischen vier und 19<br />

Jahren das Risiko, durch eine Sch<strong>we</strong>inegrippe-Impfung<br />

an Narkolepsie zu<br />

erkranken, besonders stark erhöht.<br />

Die Pandemrix-Impfung steigere das<br />

Erkrankungsrisiko um das Neunfache,<br />

so die Warnung der Gesundheitsbehörde.<br />

Zwar seien bis zum angekündigten<br />

Abschlussbericht im August <strong>we</strong>itere<br />

Untersuchungen not<strong>we</strong>ndig, doch die<br />

vorläufigen Ergebnisse deuten unmissverständlich<br />

auf einen Zusammenhang<br />

zwischen der Zunahme der<br />

Narkolepsie-Erkrankungen und den<br />

Impfungen mit Pandemrix hin, erklärte<br />

ein Sprecher der höchsten finnischen<br />

Gesundheitsbehörde.<br />

Im Jahr 2009 war in Finnland eine<br />

landes<strong>we</strong>ite Impfkampagne gegen<br />

das H1N1-Virus gestartet worden. Die<br />

Gesundheitsbehörde sah angesichts<br />

der Häufung von Fällen der Schlafkrankheit,<br />

insbesondere bei Kindern,<br />

jedoch seit August 2010 davon ab, den<br />

Pandemrix-Impfstoff des britischen<br />

Pharmakonzerns GlaxoSmithKline<br />

(GSK) <strong>we</strong>iterhin zu ver<strong>we</strong>nden. GSK<br />

<strong>we</strong>hrt sich gegen die Vorwürfe und<br />

betonte die enge Zusammenarbeit mit<br />

den Behörden. Eine Sprecherin von<br />

GSK verwies darauf, dass <strong>we</strong>lt<strong>we</strong>it<br />

31 Millionen Dosen verimpft worden<br />

seien, aber nur 161 Fälle von Narkolepsie<br />

auftraten, wovon 70 Prozent in<br />

Sch<strong>we</strong>den und Finnland diagnostiziert<br />

wurden. „Das ist anscheinend auf diese<br />

Region beschränkt“, so die Aussage<br />

der Sprecherin von GSK. Ob dem<br />

so ist, bleibt dahingestellt. Denn auch<br />

dem Paul–Ehrlich-Institut (PEI), <strong>we</strong>lches<br />

in Deutschland für die Sicherheit<br />

von Impfstoffen zuständig ist, wurden<br />

mehrere Verdachtsfälle von Narkolepsie<br />

nach Sch<strong>we</strong>inegrippe-Impfungen<br />

gemeldet. Das PEI erklärte gegenüber<br />

dem „Tagesspiegel“, es würden zurzeit<br />

sieben Fälle untersucht, wobei in sechs<br />

Fällen Kinder zwischen 9 und 15 Jahren<br />

betroffen seien. Darüber hinaus<br />

<strong>we</strong>rde auch der Fall einer 26jährigen<br />

Frau geprüft, die möglicher<strong>we</strong>ise nach<br />

einer Sch<strong>we</strong>inegrippe-Impfung an<br />

Narkolepsie erkrankt sei.<br />

Die Schlafkrankheit (Narkolepsie)<br />

ist im Wesentlichen gekennzeichnet<br />

durch vier unterschiedliche<br />

Symptome, die meist in variierender<br />

Ausprägung auftreten. So bilden<br />

plötzlicher Schlafzwang und Kataplexien<br />

(Verlust der Muskelanspannung) sowie<br />

ein abnormer Schlafrhythmus und<br />

Schlaflähmungen (Schlafparalyse) die<br />

häufigsten Kennzeichen einer Narkolepsie.<br />

Den Schlafstörungen liegt dabei<br />

nach Aussage der Experten eine neurologische<br />

Erkrankung des Schlaf-Wach-<br />

Rhythmus zugrunde, <strong>we</strong>lche nicht<br />

durch ein allgemein höheres Schlafbedürfnis,<br />

sondern vor allem durch eine<br />

tiefgreifende Störung der Schlafrhythmik<br />

geprägt wird. Für die Betroffenen<br />

bringt eine Erkrankung häufig erhebliche<br />

Einschränkungen im privaten und<br />

beruflichen Alltag mit sich.<br />

Der Pandemrix-Impfstoff steht bereits<br />

seit seiner Einführung <strong>we</strong>gen<br />

möglicher Nebenwirkungen immer<br />

wieder in der Kritik. So wurde gelegentlich<br />

von allgemeinen Hautreaktionen<br />

einschließlich Nesselsucht<br />

(Urtikaria) berichtet. Auch sei es zu<br />

Nervenschmerzen (Neuralgie) und<br />

Krampfanfällen gekommen, heißt es<br />

auf dem impfkritischen Internetportal<br />

„www.impfschaden.info“. Auch von allergischen<br />

Reaktionen, die in seltenen<br />

Fällen zum Schock geführt haben, wird<br />

hier berichtet. Vereinzelt wurden auch<br />

Entzündungen der Blutgefäße und<br />

neurologischen Erkrankungen wie Entzündungen<br />

des Gehirns und des Rückenmarkes<br />

(Enzephalomyelitis) nach<br />

einer Pandemrix-Impfung gemeldet. ▀<br />

Auch Nesselsucht, Neuralgien,<br />

Krampfanfälle und sogar Schockzustände<br />

gehören zu den häufigen<br />

Impfschäden<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 39


Gesundheit<br />

Links: Derartige Polymerfasern<br />

wurden in Chemtrail-<br />

Staub entdeckt.<br />

Rechts: Solche Fasern<br />

findet man im Ge<strong>we</strong>be von<br />

Morgellons-Kranken.<br />

Chemtrails<br />

Die geplante globale<br />

Verdunklung<br />

Rio Eberlein<br />

40<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Gesundheit<br />

Will man seine<br />

Mitmenschen<br />

für das Thema W”Chemtrails”<br />

”Chemtrails” sen-<br />

sibilisieren, so bekommt<br />

man häufig<br />

zur Antwort: „Wie?<br />

Das sind doch nur<br />

Kondensstreifen!”<br />

Aber so sehr ich<br />

mir auch wünschen<br />

würde, dass Chemtrails<br />

nur das Ergebnis<br />

einer paranoiden<br />

Verschwörungstheorie<br />

ist, so muss man<br />

sich leider eingestehen,<br />

dass die Realität eine deutliche<br />

Sprache spricht. Wer<br />

alt genug ist, um sich zu erinnern,<br />

wie wunderbar blau der Himmel<br />

selbst an flugverkehrreichen Tagen in<br />

der Vergangenheit war, der wird beim<br />

heutigen Blick nach oben feststellen,<br />

dass sich etwas gravierend geändert<br />

haben muss:<br />

Weiße Streifen, die stundenlang<br />

liegen bleiben, sich schließlich zu<br />

Chemtrails sollen für den Klimaschutz<br />

den Himmel verdunkeln -<br />

und eventuell noch mehr?<br />

nebligen, trüben Schwaden am Himmel<br />

ausbreiten und an manchen Tagen<br />

eine dicke Schicht bilden. Was hat<br />

sich geändert? Wahrscheinlich ist es,<br />

dass es mit einem U.S. Patent „Zur<br />

Verbreitung pulverisierten Materials<br />

in Kondensstreifen“ von 1975 zu tun<br />

hat. (siehe Abb. unten)<br />

Bereits in den frühen Achtzigern<br />

führte das US-Militär Tests mit<br />

Chemtrails über Großstädten der USA<br />

durch. Schließlich Mitte der neunziger<br />

Jahre wurde damit begonnen, flächendeckend<br />

über Europa und Amerika<br />

zu sprühen, und <strong>we</strong>nig später <strong>we</strong>itete<br />

man es auf alle Industrienationen<br />

der Welt aus.<br />

Das Ziel dieser Geheimaktion,<br />

geläufig als Aerosol Engineering,<br />

ist eine merkliche Verdunkelung<br />

(Global Dimming), um<br />

eine damit einhergehende Abkühlung<br />

des Klimas herbeizuführen. Auf diese<br />

Weise soll die globale Erwärmung effektiv<br />

eingedämmt <strong>we</strong>rden.<br />

Der Hauptbestandteil der Chemtrails<br />

sind Bariumoxide, die eine reflektierende,<br />

metallische Eigenschaft<br />

auf<strong>we</strong>isen. Das hat einen z<strong>we</strong>ifachen<br />

Effekt zur Folge: Zum einen wird <strong>we</strong>niger<br />

Sonnenlicht durchgelassen,<br />

und zum anderen wird ein Teil ins<br />

All reflektiert. Wer schon einmal das<br />

Phänomen von „Regenbogenfetzen”<br />

(Kleine Bereiche am Himmel, die in<br />

Regenbogenfarben schimmern) bei<br />

trockenem Wetter beobachtet hat,<br />

kann das getrost den Nebeneffekten<br />

von Chemtrails zuschreiben. Mit dem<br />

Aerosol Engineering jedoch <strong>we</strong>rden<br />

noch <strong>we</strong>itaus dunklere Absichten ver-<br />

folgt, als die vordergründige „altruistische”<br />

Bekämpfung der globalen<br />

Erwärmung vermuten lässt. So erfahren<br />

wir aus einem Interview der Kopp-<br />

Redaktion mit dem Chemtrail-Kritiker<br />

Werner Altnickel, dass neben der ge-<br />

zielten Verdunkelung der Atmosphäre<br />

ein <strong>we</strong>iterer gewollter Effekt auftritt:<br />

Die vielen Metallpartikel machen die<br />

Schichten der Ionosphäre leitfähiger.<br />

Dies erschließt den Militärs in Zusammenwirkung<br />

mit HAARP, einer pha-<br />

sengesteuerten Mikro<strong>we</strong>llen-Sende-<br />

anlage in Alaska, viele Möglichkeiten.<br />

Altnickel redet hier von<br />

„dreidimen-<br />

sionalen<br />

Gefechtsfelddarstellungen<br />

über den Horizont-Radaran<strong>we</strong>ndun-<br />

gen, elektronische Schutzschilde sowie<br />

Wolken – und damit auch Regen<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 41


Gesundheit<br />

Akasha-Säule<br />

– oder Trockenheits-Beeinflussungen”.<br />

Aus einem<br />

Bericht des IRK (Internationales<br />

Rotes Kreuz) von<br />

1994 geht hervor, dass<br />

von dem HAARP-Projekt<br />

ein enormes gesundheitliches<br />

Schädigungspotenial<br />

ausgeht und dass<br />

mentale Beeinflussung<br />

des Menschen möglich ist.<br />

Denkbar ist, dass Chem-<br />

trails eine Er<strong>we</strong>iterung von<br />

HAARP und anderen experimenten darstellt.<br />

[Anm. d. Red.: Wie Sie in dieser<br />

Strahlen-<br />

<strong>Matrix3000</strong>-<strong>Ausgabe</strong> lesen können,<br />

ist die HAARP-Anlage in Alaska<br />

im Frühjahr 2013 vorübergehend<br />

abgeschaltet worden. Dies widerspricht<br />

jedoch nicht den hier gemachten<br />

Aussagen, da es <strong>we</strong>lt<strong>we</strong>it<br />

eine große Anzahl <strong>we</strong>iterer vergleichbarer<br />

Antennenanlagen gibt,<br />

die nach wie vor in Betrieb sind.<br />

Siehe hierzu auch <strong>Matrix3000</strong> Band<br />

72, „Das HAARP-Netz<strong>we</strong>rk“]<br />

Die gesundheitlichen Folgen<br />

der <strong>we</strong>lt<strong>we</strong>iten Sprühungen<br />

von Chemtrails sind nicht<br />

abzuschätzen. In einem Bericht<br />

der New York Times vom 14. Oktober<br />

2006 wird eine Gefahr durch<br />

mikroskopische Aluminium- und<br />

Bariumoxide geschildert, die in<br />

Chemtrails enthalten sind. Auf<br />

diese Weise sind vor allem Kinder,<br />

Altersschwache und Menschen mit<br />

Lungen- und Atem<strong>we</strong>gsbescherden<br />

betroffen.<br />

Auch die LA Times schrieb, dass<br />

diese ultrafeinen Partikel durch<br />

das Blut ins Herz gelangen können<br />

und dort Stressreaktionen des<br />

Herzens auslösen, ist die Konzentration<br />

groß genug. (LA Times 29.<br />

Dezember 2003)<br />

Was auch mit den Partikeln der<br />

Chemtrails in Verbindung gebracht<br />

wird, ist eine neue und<br />

sehr merkwürdige Krankheit namens<br />

Morgellons-Krankheit. Die auffälligsten<br />

Symptome dieser Krankheit sind<br />

Fasern, die sich im ganzen Körper<br />

ausbreiten und aus den Körperöffnungen<br />

ausgeschieden <strong>we</strong>rden, sogar<br />

über Augen und Ohren. Die Betroffenen<br />

haben anfangs Hautirritationen<br />

mit starkem Juckreiz. Schließlich<br />

<strong>we</strong>rden die Hautstellen wund und<br />

man kann deutlich die Fasern an der<br />

Wunde erkennen, die oftmals das<br />

gesamte Ge<strong>we</strong>be durchziehen. Der<br />

Forscher Clifford Carnicom vermutet<br />

einen Zusammenhang zwischen<br />

der Morgellons-Krankheit und den<br />

vorgefundenen Fasern bei Chemtrail-<br />

Staub.<br />

Auf den ersten Blick ist die Struktur<br />

verblüffend ähnlich, und die<br />

Vermutung, dass Parallelen bestehen,<br />

wird noch von der Tatsache<br />

bestärkt, dass es sich hier beide Male<br />

um den gleichen Polymerfasertyp<br />

handelt. Wie sich die Fasern bei den<br />

Gegen Chemtrails können<br />

Chembuster eingesetzt<br />

<strong>we</strong>rden (eine Weiterentwicklung<br />

der Cloudbuster<br />

nach Wilhelm Reich) oder<br />

die Akasha-Säule.<br />

Akasha-Säule<br />

42<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Gesundheit<br />

Morgellons-Kranken bilden, erklären<br />

die beiden Forscher Dr. Hildegard<br />

Staninger und Dr. Karjoom mit ihrer<br />

Entdeckung von selbst replizierenden<br />

Nanomaschinen auf. Sie sollen<br />

in der Lage sein, sich sehr schnell zu<br />

vermehren und im Körper des Betroffenen<br />

Polymerfasern zu produzieren.<br />

Ob die These der Nanoroboter<br />

stimmt, bleibt abzuwarten, und <strong>we</strong>itere<br />

Forschung wird dies ans Licht<br />

bringen.<br />

Doch fest steht, dass die Geheimregierung<br />

alles daran setzt, die<br />

Menschheit schwach und kontrollierbar<br />

zu halten. So tragen Chemtrails<br />

ihren Teil dazu bei, indem die ausgesprühten<br />

Stoffe große gesundheitliche<br />

Gefahren mit sich bringen.<br />

Es stellt sich die Frage, wie man<br />

sich vor solch massiven und globalen<br />

Auswirkungen schützen kann. Ich<br />

kann verstehen, dass man angesichts<br />

dieser Information in Angst geraten<br />

könnte und man am liebsten die Augen<br />

davor verschließen möchte. Doch<br />

wir <strong>we</strong>rden mit dem Chemtrails wohl<br />

noch eine Weile leben müssen, spätestens<br />

bis die schlafende Masse erkennt,<br />

was um sie herum geschieht.<br />

Aber bis das so <strong>we</strong>it ist, kann man folgende<br />

Maßnahmen ergreifen, um sich<br />

und seine Liebsten zu schützen:<br />

Der beste Schutz, wie abgedroschen<br />

es auch klingen mag,<br />

ist das Bewusstsein der Liebe.<br />

Befindet sich unser Bewusstsein auf<br />

diesem Erdenrund auf einem hohen<br />

Niveau, können die Manipulationsversuche<br />

der grauen Eminenzen nicht<br />

wirken. Diese Tatsache beruht auf<br />

dem einfachen Gesetz der Resonanz:<br />

Die niederschwingenden Felder der<br />

Verursacher resonieren nur mit Menschen,<br />

die sich mit ihren Gefühlen<br />

und Gedanken in dem gleichen Feld<br />

aufhalten. Um die Bariumoxide und<br />

andere Sch<strong>we</strong>rmetall körperlich auszuleiten,<br />

hilft Zeolith. Es handelt sich<br />

um ein natürliches Mineral vulkanischen<br />

Ursprungs, das die Fähigkeit<br />

besitzt, jegliche Giftstoffe auszuleiten.<br />

Aber auch andere bewährte Mittel<br />

zum Entschlacken des Körpers sind<br />

hier dienlich, wie Schüsslersalze oder<br />

spezielle Kräutermischungen.<br />

Will man aktiv gegen Chemtrails<br />

vorgehen, so gibt es eine wunderbare<br />

Erfindung: Den Chembuster.<br />

Der Chembuster ist eine Weiterentwicklung<br />

des Cloudbusters (Wilhelm<br />

Reich). Er wurde von Don und Carol<br />

Croft zu dem Z<strong>we</strong>ck erfunden, den negativen<br />

Auswirkungen von Chemtrails<br />

und schädlichen Strahlungsquellen<br />

entgegenzuwirken. Der Chembuster<br />

besteht aus einem Corpus, der aus<br />

Harz, Edelsteinen und Metallstücken<br />

zusammengesetzt ist, und sechs bis<br />

sieben langen Kupferrohren, die aus<br />

dem Corpus hinausragen. Ähnlich<br />

wie bei einem Orgoniten, der aus denselben<br />

Materialien besteht, zieht der<br />

Korpus die Orgon-Energie der Umgebung<br />

an und leitet sie durch die Kupferrohre<br />

in die Atmosphäre.<br />

Dadurch bewirkt der Chembuster<br />

einen beschleunigten<br />

Austausch von Lebensenergie<br />

zwischen Himmel und Erde. Dieser<br />

Austausch ist natürlich, wurde aber<br />

von den Begleiterscheinungen unserer<br />

Zivilisation gestört. Durch die<br />

Bereicherung mit Lebensenergie<br />

können Chemtrails in einem großen<br />

Radius neutralisiert <strong>we</strong>rden. So ist es<br />

auch der Natur möglich, ausgeglichene<br />

Energien in der Atmosphäre maßzuregeln.<br />

Bisher haben viele Tüftler und<br />

Bastler Chembuster gebaut, doch nun<br />

gibt es eine Firma namens Oz-Orgonite,<br />

die Chembuster auf professionellem<br />

Niveau herstellt.<br />

Ihre Akasha-Säule ist nach Angaben<br />

der Hersteller sogar in der Lage,<br />

sich mit dem Äther zu verbinden<br />

und so die positive Gedanken<strong>we</strong>lt in<br />

einem Radius von bis zu 150 km zu<br />

verstärken. Ich selbst hatte die Gelegenheit,<br />

sie im Einsatz zu sehen.<br />

Man konnte beobachten, wie sich<br />

die eben gesprühten Chemtrails innerhalb<br />

von nur einer halben Stunde<br />

buchstäblich auflösten. Ebenso<br />

ist die Akasha-Säule sehr hoch im<br />

Verhältnis zu anderen Chembustern.<br />

Mir wurde erklärt, dass erst<br />

eine Länge von mindestens 1,8 m<br />

effektiv etwas in der Atmosphäre<br />

bewirken kann. Und so denke ich,<br />

hört sich die Akasha-Säule sehr<br />

vielversprechend an.<br />

Abschließend bleibt noch zu sagen:<br />

Macht euren Freundeskreis<br />

und Bekannte auf das Phänomen<br />

der Chemtrails aufmerksam. Je<br />

mehr Menschen darüber Bescheid<br />

wissen, desto besser. Vielleicht<br />

können wir ja so genügend Menschen<br />

aufklären, dass die Regierungen<br />

irgendwann zugeben müssen:<br />

Chemtrails sind real. ▀<br />

Quellen:<br />

• http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/<br />

enthuellungen/redaktion/kernerund-greenpeace-ueber-chemtrailsmassenmord-und-haarproben-interviewmit-chemtrail-kritike.html<br />

2<br />

• http://www.politaia.org/um<strong>we</strong>lt-undgesundheit/chemtrails/besorgte-burgerfordern-greenpeace-zum-handeln-auf/<br />

3<br />

• http://www.morgellons-faserkrankheit.de/<br />

strahlung-chemtrails.html 4<br />

• http://www.activistpost.com/2013/06/thepurpose-of-geoengineering-and.html<br />

5<br />

• http://www.youtube.com/<br />

watch?v=9fBy2r72UWw#at=624 6<br />

• http://one-vibration.com/group/<br />

orgoneenergyorganites/forum/topics/howto-build-organite-cloud<br />

7


Gesundheit<br />

Kristalline<br />

Energiearbeit<br />

Der Weg zur inneren Freiheit<br />

Andreas Giesen<br />

44<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Gesundheit<br />

Viele Therapie-Methoden gehen<br />

nicht tief genug, um eine nachhaltige<br />

Veränderung zu bewirken. Oft findet<br />

lediglich eine Symptomverschiebung<br />

statt oder der nächste Rückfall<br />

ist nur eine Frage der Zeit. Das liegt<br />

dann daran, dass nicht die tiefsten<br />

Ursachen der Probleme aufgelöst<br />

<strong>we</strong>rden. Geht man die Dinge an der<br />

Wurzel an und löst die Illusion der<br />

Trennung von unserer göttlichen<br />

Grundnatur auf, entfaltet sich eine<br />

nachhaltige innere Balance, die sich<br />

positiv auf alle Bereiche des Lebens<br />

auswirkt. Methodisch lässt sich diese<br />

Rückbindung auf vielfältige Weise<br />

erreichen, z.B. durch bewusste<br />

Wahl, Atemübungen, Visualisierungen,<br />

die Präsenz eines erleuchteten<br />

Vorbilds oder durch Meditationen<br />

auf Buddhaformen.<br />

Der Weg zur inneren Freiheit<br />

ist manchmal nicht gerade<br />

eine Spazierfahrt; man stößt<br />

da schnell mal auf ein scheinbar<br />

undurchdringliches Dickicht verschlungener<br />

Emotionen. Im Rahmen<br />

persönlicher Entwicklungsarbeit<br />

durchlaufen wir stets die typischen<br />

Phasen vom Erkennen des Problems<br />

über die Schritte zur Lösung bis hin zu<br />

einer neuen Ebene der Stabilität. Für<br />

diese Schritte wurden auf der ganzen<br />

Welt vielfältige Methoden entwickelt,<br />

um Hilfestellungen für ein breites<br />

Spektrum individueller Wege und<br />

Persönlichkeiten anbieten zu können.<br />

Die meisten bewährten Methoden<br />

be<strong>we</strong>isen ihre Heilsamkeit im Rahmen<br />

ihres je<strong>we</strong>iligen Bezugssystems<br />

durchaus. Aus spiritueller, ganzheitlicher<br />

Sicht fehlt ihnen jedoch oft etwas,<br />

um ihre höchstmögliche Effektivität<br />

entfalten zu können. Der Blick ist<br />

bei vielen der bestehenden Methoden<br />

nämlich vor allem auf die Traumata<br />

und Hindernisse selbst gerichtet. Oft<br />

müht man sich durch ein Dickicht von<br />

verstrickten, dichten Emotionsmustern,<br />

während an anderen Stellen<br />

bereits die verursachenden Energiekerne<br />

bizarre neue Blüten treiben. So<br />

wie bei der klassischen Sagengestalt<br />

„Hydra“, der immer gleich z<strong>we</strong>i Köpfe<br />

nachwachsen, <strong>we</strong>nn man ihr einen<br />

abgeschlagen hat.<br />

Bei anderen Methoden <strong>we</strong>rden immerhin<br />

Kernursachen direkt fokussiert,<br />

so dass die aktuelle Symptomatik<br />

von der Wurzel her austrocknen<br />

kann. Dabei ist jedoch nicht gesichert,<br />

dass nicht aufgrund von noch tiefer<br />

verwurzelten Gewohnheitstendenzen<br />

diese Kerne vom Bewusstsein des<br />

Klienten gleich wieder neu erschaffen<br />

<strong>we</strong>rden – oder aus dem sozialen Umfeld<br />

oder dem Familiensystem wieder<br />

herangezogen <strong>we</strong>rden.<br />

In der Vorbereitung für eine kristalline<br />

Lösung wird in der Regel ein<br />

Abtragen erster besonders dichter<br />

Strukturen not<strong>we</strong>ndig sein. Doch<br />

ohne zusätzlich den Aspekt des bezugs auf die eigene Urquelle ins<br />

Spiel zu bringen ist eine vollständige<br />

und dauerhafte Balance unwahr-<br />

Rückscheinlich.<br />

Was heißt hier „Kristallin“?<br />

Der Begriff „Kristallin“ bedient sich<br />

im Sinne der Kristallinen Energiearbeit<br />

bei der Symbolsprache des<br />

tibetischen Buddhismus, wo „Kristalle“,<br />

„Diamanten“ und „Ju<strong>we</strong>len“<br />

für geistige Eigenschaften stehen.<br />

Dabei kommt der Begriff „Kristallin“<br />

vor allem dann ins Spiel, <strong>we</strong>nn es um<br />

hochgradig „kristallisierte“, also auf<br />

ihre klarste und elementarste Essenz<br />

reduzierte Informationen geht.<br />

„Kristalline Energiearbeit“ bedeutet<br />

somit, Energiefelder, Blockaden und<br />

Glaubensmuster auf einer elementaren<br />

Informationsebene zu durchdringen,<br />

um sie vom tiefstmöglichen Kern<br />

her, idealer<strong>we</strong>ise unter Anbindung an<br />

die Urquelle, zu lösen. Blockierungen<br />

<strong>we</strong>rden in der Folge beginnen, sich<br />

wie von selbst aufzulösen. Energiefelder<br />

strukturieren sich neu anhand<br />

der balancierten Vorgaben, die in den<br />

so frei gewordenen Raum einfließen<br />

können.<br />

Eine dauerhafte<br />

Balance ohne<br />

Rückbezug auf die<br />

eigene Urquelle ist<br />

unwahrscheinlich.<br />

Auf diese Weise <strong>we</strong>rden nicht<br />

nur Symptome bekämpft, sondern<br />

die Sache wird gend bei der Wurzel gepackt. Ist näm-<br />

grundlelich<br />

das übergeordnete System an<br />

seine Urquelle angebunden, <strong>we</strong>rden<br />

über kurz oder lang auch die Subsysteme<br />

(und deren Subsysteme) die<br />

neue Ordnung übernehmen und sich<br />

an die kristalline Ebene und damit an<br />

die Urquelle anbinden.<br />

An die Stelle eines dysfunktionalen<br />

Störmusters treten die eigenen kri-<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 45


Gesundheit<br />

stallinen Ur-Wurzeln. Diese speisen<br />

sich direkt aus der Quelle, und auf<br />

Basis neuer gesunder Informationen<br />

können sich sogar bis in jede einzelne<br />

Zelle des Körpers hinein balancierte<br />

Strukturen manifestieren.<br />

Die heilsamen Informationen kommen<br />

hier aus den von mir so genannten<br />

„Kristallinen Bereichen“, kristallisierten<br />

Wissensfeldern, in denen<br />

– seit Anbeginn der Zeit – von allen<br />

fühlenden Wesen an der Wirklichkeit<br />

erprobte und durch Erfahrung geschliffene<br />

Lösungen als Essenz der<br />

gesammelten Erfahrungs<strong>we</strong>isheiten<br />

gespeichert <strong>we</strong>rden. Die Informationen<br />

ver<strong>we</strong>isen auf die je<strong>we</strong>ils zur<br />

Lösung benötigten Energiefelder und<br />

sind in der Lage, alle lösungsbezogenen<br />

Energien zu aktivieren und in Be<strong>we</strong>gung<br />

zu bringen.<br />

Ähnlich wie im Index einer Internet-Suchmaschine,<br />

wo lediglich<br />

kategorisierte Ver<strong>we</strong>ise zu<br />

finden sind, die auf den eigentlichen<br />

Speicherort der gesuchten Daten<br />

verlinken, speichern die kristallinen<br />

Das Herz ist der<br />

Schlüssel zu den<br />

Kristallinen Bereichen<br />

Bereiche nur die Informationen und<br />

subtilen Energien, die not<strong>we</strong>ndig sind,<br />

um balancierte vorstrukturierte Energiebe<strong>we</strong>gungen<br />

zu veranlassen und<br />

individuell passende Ressourcen von<br />

überall her aufzuspüren.<br />

„Information“ ist hier also keines<strong>we</strong>gs<br />

mit Speicherwissen rein intellektueller<br />

Art gleichzusetzen, das oft<br />

losgelöst von der „göttlichen“ Urquelle<br />

und von einer geerdeten Realitätsbasis<br />

bizarre Luftblüten treibt.<br />

Es geht um Erfahrungs- und Fühlwissen:<br />

das Herz ist gewissermaßen der<br />

Schlüssel zu den Kristallinen Bereichen,<br />

und der Verstand ist erst in der<br />

Folge damit betraut, die einfließenden<br />

Informationen zu verarbeiten und in<br />

der materiellen Welt umzusetzen.<br />

Man beseitigt mit kristalliner<br />

Energiearbeit also die Ursache<br />

auf der je<strong>we</strong>ils tiefst möglichen<br />

Ebene, statt mit den vielfältigen<br />

Ausdrucksformen dieser Ursache zu<br />

kämpfen oder sekundäre Ursachen<br />

wie Traumata in Form dramatischer<br />

Regressionen zu durchleben. In Hin-<br />

blick auf das universelle Gesetz von<br />

Ursache und Wirkung, „Karma“,<br />

muss jedes Trauma eine sekundäre<br />

Ursache sein, sogar frühe Kindheitserfahrungen,<br />

<strong>we</strong>il die Situation<br />

zwangsläufig frühere individuelle<br />

karmische Ursachen haben muss,<br />

im Z<strong>we</strong>ifel aus einer vorangegangenen<br />

Inkarnation.<br />

Der Urkern aller Imbalancen<br />

Der Urkern aller Imbalancen<br />

ist die Illusion der Trennung<br />

von<br />

Allem-Was-Ist,<br />

dem sog. lichen“, der<br />

„Gött-<br />

Urquelle<br />

– wie auch immer man diese tiefste,<br />

ungeborene und alles Geformte<br />

transzendierende Grundlage unserer<br />

Existenz nennen möchte. Aber warum<br />

ist die Trennung eine Illusion?<br />

Weil wir von der Grundlage unserer<br />

Existenz genau so <strong>we</strong>nig getrennt<br />

sein können, wie ein Ozean von „Wasser“<br />

getrennt sein kann. Eine derartige<br />

Trennung kann nur als mentale<br />

Fehlinterpretation der Wirklichkeit<br />

existieren, die zu einem störenden<br />

oder gestörten Verhalten führt.<br />

Hinter all diesen Störungen<br />

steckt ein Ur-Prinzip von Mangel<br />

und Angst vor Verlust. Auf<br />

der tiefsten Ebene ist jede dieser Ängste<br />

eine Form von Todesangst. Letztlich<br />

vor einem Tod, der die eigene<br />

Auslöschung und eine totale Ab<strong>we</strong>senheit<br />

von äußeren Objekten bedeutet<br />

– Furcht vor dem „Nichts“, einer<br />

„Grossen Leere“ oder einer endlosen<br />

Dunkelheit, in der nichts Glück bringendes<br />

zu finden ist.<br />

Ausgesprochen erleuchtend ist es<br />

zu erkennen, dass es dieses „Nichts“<br />

nicht gibt. Das Licht dieser Erkenntnis<br />

erleuchtet alles, was es berührt!<br />

Denn das Universum ist von einer<br />

lebendigen leuchtenden Potentialität<br />

durchdrungen, die die Urquelle ist.<br />

Aus dieser Potentialität gehen alle<br />

Phänomene hervor, sie spielen darin,<br />

<strong>we</strong>rden von ihrer eigenen Klarheit<br />

wahrgenommen und lösen sich<br />

in spielerischer Weise wieder darin<br />

auf. Während „Nichts“ als reines Verstandeskonzept<br />

in dieser leuchtenden<br />

Weite auftauchen kann, entbehrt dieses<br />

mathematische Konzept jeglicher<br />

tatsächlichen Wirklichkeit. Hört<br />

man auf, die Dinge mit dem Konzept<br />

vom Raum als „Nichts“<br />

zu betrachten, sieht man<br />

den Raum als das<br />

46<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Gesundheit<br />

Gefäß, in und aus dem alle Dinge entstehen<br />

und von dem sie liebevoll getragen<br />

<strong>we</strong>rden.<br />

Und versteht man, dass dieser<br />

Raum auf jeden bewussten und unbewussten<br />

Gedanken reagiert, den wir<br />

hinein<strong>we</strong>rfen, wird verständlich, warum<br />

das „Wort im Anfang“ ist - und jeder<br />

Gedanke ein kostbarer Same, der<br />

im fruchtbaren Urgrund un<strong>we</strong>igerlich<br />

zu keimen beginnt.<br />

Eine tiefgreifende Erfahrung dieser<br />

leuchtenden Potentialität z.B. in<br />

der Meditation ermöglicht die vollständige<br />

Auflösung der Ich-Illusion,<br />

der Illusion einer Trennung zwischen<br />

„Ich“ und „Welt“ – und damit einhergehend<br />

die Auflösung aller Ängste<br />

und Mängel auf einen Schlag von ihrer<br />

tiefsten Wurzel her.<br />

Die bewusste Wahl als<br />

kristalliner Impuls<br />

Die einfachste Form einer Kristallinen<br />

Energiearbeit ist die bewusste Wahl.<br />

Denn jede Entscheidung setzt als purer<br />

Impuls die Weichen für zukünftige<br />

Handlungen und Erfahrungen. Eine<br />

unbeeinflusste bewusste eigene Wahl<br />

kann man erst dann treffen, <strong>we</strong>nn<br />

man wirklich zur Veränderung bereit<br />

ist - also auch bereit ist, die Muster<br />

und Blockierungen loszulassen, die<br />

der Wahl im Weg stehen. Solange die<br />

Bereitschaft zum Loslassen nicht da<br />

ist, kann sich auch eine kristalline<br />

Lösung nicht voll manifestieren. Wird<br />

aber eine Wahl voll bewusst und ohne<br />

suggestive Beeinflussung getroffen,<br />

dann kann die dadurch eingeleitete<br />

„Selbsthypnose“ bewirken, dass im<br />

Laufe des Prozesses auch eine Abkopplung<br />

von derart starken Mustern<br />

auf sehr leichte und elegante Weise<br />

geschehen kann.<br />

Ohne diese vollkommen eigenständige<br />

Entscheidung kann es<br />

nicht in vollem Umfang zu der<br />

hier beschriebenen Lösungstrance<br />

kommen. Ist die Grundlage mit einer<br />

Entscheidung einmal hergestellt, sind<br />

Wiederholungen begleiteter Energiearbeit<br />

auf kristalliner Ebene selten<br />

nötig, <strong>we</strong>il diese „Selbsthypnose“ eine<br />

kontinuierlich tragende Energie des<br />

Vertrauens und der Zuversicht in die<br />

Lösung mit sich bringt, die an entscheidenden<br />

Punkten aus sich selbst<br />

heraus aufkeimt und hilft, <strong>we</strong>iter eigenständig<br />

in Richtung Lösung zu<br />

fließen. Kristalline Energiearbeit ist<br />

also von ihrer Natur her sehr leicht,<br />

<strong>we</strong>nn die Bedingungen gegeben sind,<br />

sie einzusetzen! Man verankert einfach<br />

das Ziel und löst Ursachen auf<br />

einer übergeordneten Ebene auf. Ist<br />

das Problem beispiels<strong>we</strong>ise eine Ess-<br />

Störung, dann muss man nicht unbedingt<br />

mit der sekundären psychologischen<br />

Ursache Kontakt aufnehmen.<br />

Eine Heilung kann sogar ersch<strong>we</strong>rt<br />

<strong>we</strong>rden, <strong>we</strong>nn jemand beim Herumstochern<br />

im Problem durch die „Explosion“<br />

eines Störmusters in den<br />

sog. polymorphen Widerstand geht<br />

oder durch Übertragungstendenzen<br />

das Vertrauen in den Therapeuten<br />

verliert. Vielleicht auch das Vertrauen<br />

in sich selbst und die eigene Fähigkeit,<br />

das Ziel zu erreichen.<br />

Stattdessen kann man auch ohne<br />

<strong>we</strong>itläufige Analyse der individuellen<br />

Zusammenhänge eine<br />

Entscheidung, eine Wahl, verankern.<br />

Zum Beispiel: „Ich wähle einen balancierten<br />

Umgang mit Nahrung“. Oder,<br />

in dem Wissen, dass hinter fast jedem<br />

Problem im Kern ein Mangel steckt<br />

(siehe oben): „Ich wähle die Auflösung<br />

aller Mängel“. Eine solche Wahl<br />

ist übrigens <strong>we</strong>der eine Affirmation<br />

noch eine direkte Programmierung<br />

des Unterbewusstseins im Sinne von<br />

NLP. Die Ebene im eigenen Bewusstsein,<br />

an die eine solche tiefgründige<br />

Wahl gerichtet wird, versteht immer<br />

die Absicht hinter einer Wahl. Wichtiger<br />

als eine präzise Formulierung ist<br />

daher das Vertrauen, dass das Universum<br />

innen und außen den eigenen<br />

Weg liebevoll unterstützt und so das<br />

Ziel leicht erreicht <strong>we</strong>rden kann.<br />

Methoden der Kristallinen<br />

Energiearbeit<br />

Kristalline Energiearbeit ist nicht an<br />

bestimmte Methoden gebunden, sondern<br />

definiert sich über den grundlegenden<br />

Ansatz. Sie kann aus begleitenden<br />

Gesprächen, tiefgründigen<br />

Atemübungen, Meditationen mit und<br />

ohne Visualisierung oder einfach aus<br />

der urteilslosen Präsenz eines Wesens<br />

bestehen, das seinen eigenen<br />

kristallinen Kern bereits entfaltet hat<br />

und in entscheidenden Momenten aus<br />

den Impulsen seiner Urquelle heraus<br />

denkt, fühlt und handelt.<br />

Man findet die kristalline Ebene<br />

auch in vielen traditionellen Übungen,<br />

die seit Jahrhunderten vor allem im<br />

asiatischen Raum praktiziert <strong>we</strong>rden.<br />

Wenn eine Gruppe in einem Satsang<br />

über einen erleuchteten Lehrer dazu<br />

Der Verstand<br />

ist erst in der Folge<br />

damit betraut, die<br />

einfließenden Informationen<br />

zu verarbeiten.<br />

angeregt wird, die eigene<br />

leuchtende Essenz zu erfahren,<br />

während sich in den Raum<br />

geworfene Emotionen in der urteilslosen<br />

Präsenz auflösen wie Eiswürfel<br />

in heißem Wasser, dann könnte man<br />

das als kristalline Erfahrung bezeichnen.<br />

Im tantrischen Buddhismus bewirken<br />

Meditationen auf Buddhaformen<br />

oder erleuchtete Lamas in<br />

ähnlicher Weise eine Er<strong>we</strong>ckung oder<br />

Aktivierung des kristallinen Kerns<br />

durch das erleuchtete Kraftfeld des<br />

Meditationsobjektes als Spiegel und<br />

Bewusstseins-Standard. So verlischt<br />

die Illusion der Trennung z.B. in der<br />

Freude der Verschmelzung des eigenen<br />

Bewusstseins mit dem Herzen<br />

des kristallinen Buddha Amithaba,<br />

dessen Erscheinung als ein „Berg von<br />

Rubinen im Licht von tausend Sonnen“<br />

beschrieben wird. Als Resultat<br />

wird lebendiger furchtloser Raum<br />

erfahren, aus dem dauerhaftes Glück<br />

und bedingungslose Freude aufsteigt<br />

– unabhängig von äußeren Objekten<br />

oder Bedingungen.<br />

Das Ergebnis einer echten kristallinen<br />

Lösung ist letztendlich das, was<br />

man Erleuchtung nennen könnte. Es<br />

äußert sich in innerer Freiheit und<br />

Unabhängigkeit, Balance und Stabilität,<br />

tragfähigen Synchronizitäten und<br />

einem spontanen Ausdruck von Mitgefühl<br />

und Weisheit. So ein Leben ist<br />

geprägt von Freude, Liebe und Urvertrauen.<br />

▀<br />

Andreas Giesen ist praktizierender<br />

„buddhistischer Mystiker“. Aus langjähriger<br />

Erfahrung mit vielfältigen Methoden der<br />

spirituellen Beratung und Begleitung<br />

kristallisierte sich eine universelle Essenz<br />

heraus. Diese ist auch Grundlage eigens<br />

von ihm <strong>we</strong>iterentwickelter Methoden<br />

der Kristallinen Energiearbeit.<br />

www.kristalline-energiearbeit.de<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 47


Wurzeln<br />

Waren<br />

Dinosaurier<br />

und Menschen<br />

Zeitgenossen?<br />

Lars A. Fischinger<br />

Seltsamer Fund in Rumänien –<br />

Zwischen Fakten und Mythen<br />

48<br />

MATRIX 3000 Band 76 Juli / August 2013


Wurzeln<br />

Diese runde Metallplatte<br />

soll einen Höhleneingang in<br />

Rumänien versperrt haben.<br />

Es ist schon erstaunlich, was<br />

es in der Welt der Rätsel und<br />

EPhänomene alles für Fragen<br />

gibt. Die Frage, ob Menschen und<br />

Dinosaurier sich einstmals<br />

real begegnet sind, gehört<br />

ohne Z<strong>we</strong>ifel dazu. Diese<br />

Hypothese widerspricht<br />

allem, was<br />

emsige<br />

Anthropologen<br />

und Evolutionsforscher<br />

über<br />

die Herkunft der<br />

Menschheit heute<br />

wissen. Dennoch<br />

ver<strong>we</strong>ist eine<br />

Vielzahl von Veröffentlichungen<br />

der sogenannten<br />

„ G r e n z w i s s e n -<br />

schaft" seit Jahrzehnten<br />

auf Funde,<br />

die scheinbar Menschen<br />

oder sogar „Riesen-Menschen"<br />

in den Zeiten<br />

der Urzeitechsen belegen.<br />

Von versteinerten Fußspuren bis hin<br />

zu Funden in uralten geologischen<br />

Erdschichten ist alles dabei.<br />

Eigentlich kann das nicht sein. Die<br />

Evolution lehrt uns klipp und klar,<br />

dass der Einschlag eines Asteroiden<br />

im heutigen Mexiko vor 65 Millionen<br />

Jahren den Dinosauriern den Untergang<br />

brachte. Erst nach ihrem<br />

Verschwinden, so heisst es <strong>we</strong>iter,<br />

eroberten die Säugetiere die Erde,<br />

und Millionen Jahre später betrat der<br />

Mensch die Bühne der Erdgeschichte.<br />

Diese als gesichert geltenden Aussagen<br />

der Wissenschaft z<strong>we</strong>ifeln immer<br />

wieder verschiedene Autoren an.<br />

Sie ver<strong>we</strong>isen auf eben solche Funde,<br />

die diesem Weltbild der Entstehung<br />

der Menschheit widersprechen sollen.<br />

So auch in Rumänien.<br />

Meine Leser kennen sicher den<br />

seltsamen Fund des künstlichen<br />

Aluminium-Objektes<br />

von Aiud in Rumänien. Dieses soll<br />

zwar nicht aus den Tagen der Saurier<br />

stammen - aber immerhin aus einer<br />

Zeit sehr <strong>we</strong>it vor den ersten bekannten<br />

Zivilisationen auf der Erde.<br />

Gerade in diesen Tagen las-<br />

... „überlebende" Tiere vielleicht<br />

sogar noch heute?<br />

se ich den Aiud-Fund in Deutschland<br />

wissenschaftlich in einem Labor analysieren.<br />

Ebenso ein rätselhaftes und<br />

künstliches Objekt, das bei Bohrungen<br />

in Ungarn in 3024 Metern Tiefe<br />

gefunden wurde und Millionen Jahre<br />

alt sein soll. Gleichfalls bemühe<br />

ich mich um eine wissenschaftliche<br />

Datierung in Deutschland einer vorliegenden<br />

Figur der seltsamen „Dinosaurier"<br />

und „Monster" aus Acámbaro<br />

(Mexiko), die seit nun mehr rund<br />

75 Jahren die Gemüter erhitzen.<br />

Es stellen sich hierbei sehr oft z<strong>we</strong>i<br />

Fragen:<br />

1. Gab es eine „Menschheit" schon in<br />

den Zeitaltern der Dinosaurier?<br />

oder<br />

2. Gab es Dinosaurier noch in den<br />

Tagen der uns bekannten Kulturen,<br />

und gibt es solche „überlebende"<br />

Tiere vielleicht sogar noch heute?<br />

Ergänzen könnte man noch, dass die<br />

„anerkannten Datierungen" der Erdgeschichte<br />

vielleicht einfach falsch<br />

sind.<br />

Saurier noch in historischer Zeit?<br />

Auch das wird diskutiert. Nicht nur<br />

im Sinne davon, dass diese als Vorlage<br />

für die <strong>we</strong>lt<strong>we</strong>ite „Drachen-<br />

Mythologie" Pate standen. Auch,<br />

ob es vielleicht noch heute eine Art<br />

Urzeit-Echse in Zentralafrika gibt,<br />

die Mokele-Mbembe genannt wird,<br />

wie ich es in meinem Buch „Verbotene<br />

Geschichte" darlegte. Ebenso die<br />

„Steine von Ica" in Peru, die auch Urzeit<strong>we</strong>sen<br />

zeigen und angeblich eben<br />

nicht alle gefälscht sind!<br />

Der Fund von Iaşi<br />

So ist es aber auch erstaunlich, was<br />

aus Ostrumänien neben dem Thema<br />

„Objekt von Aiud" noch zu erfahren<br />

war. Dort soll es Spuren einer Zivilisation<br />

geben, die eben tatsächlich in<br />

den Tagen der Urzeitriesen existiert<br />

haben soll.<br />

„Es begann mit<br />

e i n e m<br />

Dieses Millionen Jahre<br />

alte Artefakt wurde in Ungarn<br />

in über 3000 Metern<br />

Tiefe gefunden.<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 49


Wurzeln<br />

Anruf“, schilderte der Österreicher<br />

Peter Krassa schon 1991 etwas Sonderbares.<br />

Der Rumäne Eugen Tanvuia<br />

wusste Krassa vor über 20 Jahren von<br />

einer sensationellen Entdeckung zu<br />

berichten, die in seiner Heimat gemacht<br />

wurde. Bauarbeiter, so Tanvuia,<br />

fanden im Herbst 1990 bei Arbeiten<br />

im Zentrum der rumänischen<br />

Stadt Jassy (Iaşi) die Hinterlassenschaften<br />

einer fremden Zivilisation.<br />

Die Arbeiter in Iaşi waren mit Tätigkeiten<br />

an einem Gebäudefundament<br />

beschäftigt, als sie unvermittelt einen<br />

künstlichen Eingang ins Erdinnere<br />

fanden.<br />

Eine etwa drei Meter große runde<br />

Metallplatte versperrte dort<br />

jedoch vorerst den Zugang zu<br />

einem unterirdischen Höhlensystem.<br />

Es sollen Geologen alarmiert worden<br />

sein, die vor einem Rätsel standen,<br />

was hier nun gefunden wurde. Auch<br />

die Legierung der Metallplatte sei ein<br />

Rätsel. Es wurde sogar in Rumänien<br />

gemunkelt, „dass sie mit unserer<br />

derzeitigen Technologie nicht hergestellt<br />

<strong>we</strong>rden könnte“. Die runde<br />

Platte war aber nicht kahl, vielmehr<br />

trug sie 14 runde Ornamente als Verzierung.<br />

Im Zentrum von vier dieser<br />

Schmuck<strong>we</strong>rke fand sich je<strong>we</strong>ils ein<br />

Menschenabbild mit einem Schwanz<br />

und in scheinbar fremdartiger Kleidung.<br />

Irgendwie erinnert der Stil an<br />

Maya- oder Azteken-Kunst aus Mittelamerika.<br />

Z<strong>we</strong>i Ringe sind um diese<br />

Wesen angebracht, von denen der<br />

innere eine Schrift sein könnte. Der<br />

äußere Ring wiederum „zeigt Darstellungen<br />

saurierähnlicher Monster“<br />

Die Steine von Ica (Peru) zeigen<br />

Darstellungen von Menschen und<br />

Sauriern<br />

(Fotos: Walter-Jörg Langbein)<br />

(siehe Bild), wie Tanvuia in Wien Peter<br />

Krassa berichtete. Und <strong>we</strong>iter:<br />

„Was auch bei den mit den Untersuchungen<br />

befassten rumänischen<br />

Wissenschaftlern die Frage aufwarf:<br />

Wurden auf den Reliefs humanoide<br />

Wesen einer unbekannten Menschenrasse<br />

entdeckt, die gleichzeitig mit<br />

den Sauriern lebten?“<br />

Als man die sch<strong>we</strong>re Metallplatte<br />

mit einem Kran endlich beiseite<br />

schaffen konnte, wurde es erst richtig<br />

spannend. Unter dem „Deckel“ führte<br />

ein senkrechter, mit Granitsteinen<br />

verkleideter Schacht zehn Meter tief<br />

ins Erdinnere. Einige neugierige Geologen<br />

ließen sich herab und fanden<br />

sich in einem drei Meter hohen, 4,8<br />

Meter langen und 3,6 Meter breiten<br />

Raum wieder. Auch dieser Raum sei<br />

mit Granit verkleidet ge<strong>we</strong>sen, der<br />

„wie glasiert“ wirkte und fugenlos gearbeitet<br />

war.<br />

Die Forscher entdeckten schnell,<br />

dass es noch <strong>we</strong>iter ging. In einer<br />

Wand zeigte sich ein 2,4 Meter hoher<br />

und 1,6 Meter breiter Tunnel, durch<br />

den die Wissenschaftler bequem in<br />

einem Neigungswinkel von 30 Grad<br />

450 Meter <strong>we</strong>iter in die Tiefe laufen<br />

konnten. So kamen sie letztlich in 90<br />

Metern Tiefe an und standen erneut in<br />

einem künstlichen Raum. Es war eine<br />

Art Brunnenraum. Nach den Berichten<br />

von Tanvuia fanden die Geologen<br />

im unteren Raum einen Granitblock in<br />

einer Wand, aus dem durch ein Loch<br />

Wasser in eine Vertiefung floss. Angeblich<br />

haben Fachleute im „Labor<br />

für Bakteriologie und Virologie“ in Iaşi<br />

das Wasser umfassend untersucht.<br />

Ergebnis: eine wahre Wunderquelle!<br />

Mit Krebs infizierte Versuchstiere waren<br />

nach drei Tagen geheilt, Viren und<br />

Bakterien ließen sich abtöten, und<br />

irgendwie würde es damit gelingen<br />

„in den Zellen ein Immunsystem zu<br />

schaffen und gewisse Anomalien zu<br />

korrigieren“...<br />

Letztlich wurde das Tunnelsystem<br />

mit einer Betonplatte verschlossen,<br />

um Neugierige abzuhalten. Immerhin<br />

glaubte man, ein Wundermittel gegen<br />

Krebs gefunden zu haben.<br />

Erstaunlich. Seltsam.<br />

Ein unterirdisches Tunnelsystem<br />

Was mag hinter den Informationen<br />

stecken, die Eugen Tanvuia da zu berichten<br />

wusste? Tanvuia war Rumäne,<br />

lebte aber schon 17 Jahre in Wien,<br />

bevor er Peter Krassa diese Story erzählte.<br />

Er war Ingenieur im Schiffbau<br />

bei der Donau-Dampfschifffahrts-<br />

Gesellschaft in Wien und kam darum<br />

auch hin und wieder nach Rumänien.<br />

Mein Kollege und Freund Peter Krassa<br />

starb leider am 11. Oktober 2005.<br />

Von ihm, da er 1991 berichtete, <strong>we</strong>itere<br />

Ergebnisse noch zu bekommen, ist<br />

nun nichts <strong>we</strong>iter zu erfahren.<br />

Ernüchterung machte sich auch<br />

bei meiner Suche nach dem Informanten<br />

breit. Tatsächlich tauchte<br />

sein Name in einem älteren Telefonregister<br />

von Wien auf. Doch das Einwohnermeldeamt<br />

Wien teilte mir auf<br />

Anfrage Ende Januar 2010 mit, dass<br />

auch Tanvuia inzwischen verstorben<br />

sei. Es galt also vor Ort in Rumänien<br />

mehr über die scheinbar sensationelle<br />

Story zu erfahren.<br />

Die Albert-Ludwigs-Universität in<br />

Freiburg, so stellte sich bei meinen<br />

Recherchen heraus, war der deutsche<br />

Partner der Alexandru-Ioan-Cuza Universität<br />

in Iaşi. Dort konnte mir Prof. h.<br />

c. Dr. Bernhard Schröder über Vermittlung<br />

des „International Office“ tatsächlich<br />

<strong>we</strong>iterhelfen und Kontakt nach Ru-<br />

mänien herstellen. Dr. Schröder hatte<br />

als Ehrensenator der Universität in<br />

Iaşi Kontakt mit Prof. Dr. Calina<br />

G o g a l -<br />

50<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013<br />

Saurierdarstellung aus<br />

Mexiko.


Wurzeln<br />

niceanu, die bei meinen umfangreichen<br />

Recherchen Ende Januar 2010 helfen<br />

konnte.<br />

Ich schilderte den angeblichen Vorfall<br />

von 1990 in Rumänien, und Prof.<br />

Gogalniceanu wusste bereits einige<br />

Tage später mehr. Es gäbe unter der<br />

Stadt tatsächlich sehr viele künstliche<br />

Tunnel, „die unterhalb der Stadt ein<br />

Netz<strong>we</strong>rk bildeten“. Auch wurden bei<br />

Arbeiten tatsächlich „Ruinen von sehr<br />

alten Gebäuden“ gefunden, die jedoch<br />

aus Geldmangel bisher immer noch<br />

nicht ausgegraben wurden. Die Tunnel,<br />

so war zu lesen, stammen wohl<br />

aus dem 16. Jahrhundert, und einige<br />

dienten offenbar als Lager für Wein.<br />

Auch habe M. Radu Iacoban in den<br />

Achtzigern eine Dokumentation über<br />

die unterirdische Welt der Stadt gedreht.<br />

Viele seien voller Wasser, aber<br />

„es gibt kein Wasser für eine Behandlung<br />

<strong>we</strong>lcher Art auch immer“, war<br />

dem Bericht aus Rumänien zu entnehmen.<br />

Lediglich sch<strong>we</strong>felhaltiges Wasser<br />

und Schlamm, in dem im Sommer<br />

Rheumapatienten Milderung suchen,<br />

ist dort bekannt.<br />

Die Archäologin Stela aus Iaşi wurde<br />

von Prof. Gogalniceanu bei meinen<br />

<strong>we</strong>iteren Nachforschungen eingeschaltet,<br />

die zusammen mit dem Experten<br />

Emanuel Bruckner der Sache<br />

genauer nachging. In Rumänien begann<br />

das Rätselraten über den Bericht<br />

von 1991 und jene Skizze, die angeblich<br />

von diesem Fund stammt. Dr. Schröder<br />

meinte, „die Sache erinnert mich an<br />

die Forschungen des wackeren Herrn<br />

Däniken vor einigen Jahrzehnten“. Das<br />

war natürlich kein Wunder – stammte<br />

der Artikel doch von einem Prä-Astronautik-Autor…<br />

Ende März bekam ich endlich konkrete<br />

Ergebnisse. Zwischenzeitlich<br />

war ich selber in Rumänien und erfuhr<br />

auch, dass unterirdische Tunnelsysteme<br />

dort keine Seltenheit sind. Zum<br />

Beispiel sind sie auch in Cluj-Napoca<br />

in Transsylvanien zu finden. Unter<strong>we</strong>lten<br />

gibt es zahlreich in der Welt.<br />

Heinrich und Ingrid Kusch haben zum<br />

Beispiel in ihrem Buch „Tore zur Unter<strong>we</strong>lt“<br />

auch „das Geheimnis<br />

der unterirdischen Gänge aus<br />

uralter Zeit“ in Österreich dokumentiert.<br />

Ebenso gibt es eine<br />

gewaltige, fünf Stock<strong>we</strong>rke tiefe<br />

U n t e r -<br />

<strong>we</strong>lt in Oppenheim<br />

bei Mainz. Sie<br />

stammt jedoch, wie mir Experten in<br />

Oppenheim erklärten, wohl aus dem<br />

frühen Mittelalter.<br />

Der Befund vor Ort in Rumänien<br />

fiel sehr ernüchternd aus – wie<br />

es schon zu erwarten war. Es<br />

hieß unter anderem:<br />

„Sie (Stela, Anm. L.A.F.) hat mich<br />

gebeten, Ihnen zu sagen, dass sie Ihren<br />

Artikel gelesen und analysiert hat<br />

und dass sie dazu sagen kann, dass<br />

die Informationen, die dort erwähnt<br />

sind, nicht real sind. Sie meint, dass es<br />

nach der Wende (d. h. nach Dezember<br />

1989) mehrere solche Gerüchte (denn<br />

anders kann man sie nicht nennen)<br />

gab, aber die Situation ist nicht so, wie<br />

sie in dem Artikel dargestellt ist. Frau<br />

Stela ist als Archäologin in Iaşi tätig,<br />

sie arbeitet seit mehreren Jahren auf<br />

diesem Gebiet, und sie meint, dass der<br />

tiefste Aushub, den sie gesehen hat<br />

und wo sie auch bis vor kurzem dabei<br />

war, war 9 Meter tief (…). Bei einem<br />

Projekt, das zurzeit in der Stadtmitte<br />

gemacht wird und wo Frau Stela als<br />

Archäologin tätig ist, hat man bis zu<br />

15 Meter Tiefe ausgehoben, und dann<br />

hat man Lehm gefunden. Bei dieser<br />

Tiefe kann man Wasser finden. Es<br />

ist richtig, dass es ja <strong>we</strong>lche Quellen,<br />

mit heilendem Wasser, gibt, aber kein<br />

solches allheilendes Wasser, wie es in<br />

dem Artikel erwähnt ist. Sie mochte<br />

auch erwähnen, dass es auch keinen<br />

solchen Tunnel gibt, genau dasselbe<br />

gilt auch für das Bild. (…)“<br />

Die Fakten bröckeln<br />

Das Ganze sei also „nicht real, sondern<br />

nur Geschichten“. Tatsächlich<br />

kam es nach der Öffnung des Ostblocks<br />

zu vermehrten Berichten<br />

über „sonderbare Begebenheiten“<br />

im Osten Europas. Sind hier also die<br />

real vorhandenen Tunnel mit den real<br />

vorhandenen Wasserquellen heilsamer<br />

Natur vermengt worden?<br />

Die Interpretation, dass das<br />

Tunnelsystem aus den Tagen<br />

der Dinosaurier stammt, war<br />

mir schon vor rund 20 Jahren<br />

fraglich. Sie wurzelte wohl<br />

allein in dem Umstand, dass<br />

dinosaurierähnliche Monsterund<br />

Menschen-Abbildungen<br />

gefunden worden sein sollen.<br />

Und: Wäre ein mindestens 65<br />

Millionen Jahre altes Tunnelsystem<br />

heute überhaupt noch<br />

so intakt, wie es der Bericht vermuten<br />

lässt? Mit einem Einstieg knapp unter<br />

dem heutigen Bodenniveau?<br />

Oder ganz anders, um den Verschwörungstheoretikern<br />

gerecht<br />

zu <strong>we</strong>rden: haben mich<br />

die Experten in Rumänien belogen?<br />

Versch<strong>we</strong>igt man das System inklusive<br />

des „Wunderwassers“ bewusst<br />

vor neugierigen Journalisten? Solche<br />

Spekulationen sind mir zu glitschig.<br />

Die Wahrheit bei diesen "Tunneln" in<br />

Rumänien scheint tatsächlich eine<br />

Vermengung von Fakten und Phantasie<br />

zu sein. Leider. ▀<br />

Lars A. Fischinger ist einer der bekanntesten<br />

Journalisten und Autoren zu<br />

Themen wie Prä-Astronautik,<br />

Grenzwissenschaft, Geheimnisse<br />

der Archäologie und Mysterien der<br />

Geschichte. Er befasst sich seit<br />

über 20 Jahren mit den großen und<br />

kleinen Rätseln der Menschheit und<br />

ist Autor zahlreicher erfolgreicher<br />

Sachbücher und Artikel. Darunter befinden sich<br />

auch zahlreiche kritische Veröffentlichungen. Zuletzt<br />

erschienen von Fischinger die Titel "Verbotene<br />

Geschichte" und "Historia Mystica".<br />

Web: www.Fischinger-online.net<br />

Quellen:<br />

Fischinger, Lars A.: Verbotene Geschichte.<br />

München 2010<br />

Fischinger, Lars A.: Historia Mystica. München 2009<br />

Krassa, Peter: Menschen vor 60 Millionen Jahren? –<br />

Rätselhafter Fund in Rumänien stellt Geschichte auf<br />

dem Kopf. In: Ancient Skies Nr. I/1991<br />

Kusch, Heinrich und Ingrid: Tore zur Unter<strong>we</strong>lt.<br />

Graz 2009<br />

Lars A. Fischinger lädt Sie ein, ihn auf seinem Blog zu<br />

besuchen: www.Fischinger-online.blogspot.de. Dort finden<br />

Sie auch seine interessante E-Book-Reihe "Mystery Files"<br />

(fischinger-online.blogspot.de/2012/06/mystery-files-dieganze-<strong>we</strong>lt-des.html)<br />

Email: LFischinger@t-online.de<br />

Das künstliche Objekt<br />

von Aiud (Rumänien)<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 51


Kultur<br />

Dan<br />

Browns<br />

Flirt mit dem Inhumanen<br />

„Inferno“, der vierte Roman Browns um den rührigen Symbolforscher Robert Langdon,<br />

wurde wieder zu einem kalkulierten Welterfolg. Doch ist Erfolg gleich Qualität?<br />

Natürlich kann man von dem Blockbuster-Autor keine Weltliteratur vom Format<br />

Dantes erwarten; aber selbst für einen Kulturthriller birgt „Inferno“ erhebliche<br />

Glaubwürdigkeitslücken: Konstruierte „Twists“, ein Klassiker, der als Steinbruch für<br />

Rätselspielchen dient, Actionszenen auf florentischen Monumenten, ein Unhold, dessen<br />

perfider Plan die Menschheit bedroht … Hier immerhin wird es wirklich interessant.<br />

Das Thema Überbevölkerung berührt einen wunden Punkt. Verschließen wir alle<br />

unsere Augen vor einem Inferno, das schon in naher Zukunft droht? Und <strong>we</strong>nn ja: Wie<br />

können wir gegensteuern, ohne alle Grundsätze der Humanität aufzugeben?<br />

Roland Rottenfußer<br />

52<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Kultur<br />

Welche Stadt wird er als nächstes<br />

nehmen? Diese Frage<br />

stellen sich Woody Allen-<br />

Fans, nachdem der Meister des intelligenten<br />

Humors seine plappernden<br />

Protagonisten nacheinander nach<br />

London, Barcelona, Paris und Rom<br />

geschickt hatte. Ähnlich geht es den<br />

Lesern von Dan Brown. In den höchst<br />

erfolgreichen Romanen „Illuminati“,<br />

„Sakrileg“ und „Das verlorene Symbol“<br />

arbeitete der Brite nacheinander<br />

Rom, Paris und Washington ab. Ich<br />

sah Tom Hanks alias Robert Langdon<br />

vor meinem geistigen Auge schon an<br />

der Seite einer schmucken Deutschen<br />

in der Berliner Gedächtniskirche<br />

stöbern, auf dem Fernsehturm<br />

am Alex herumturnen oder anhand<br />

der Nofretete-Büste das Geheimnis<br />

einer außerirdischen Zivilisation lüften.<br />

Doch wie bei Woody wurden diese<br />

patriotischen Hoffnungen enttäuscht.<br />

Langdon ermittelt diesmal in Florenz<br />

– hauptsächlich.<br />

Bildungsbeflissene<br />

Verfolgungsjagd<br />

Dabei ist „Inferno“ nur scheinbar<br />

nach dem gewohnten Strickmuster<br />

abgefasst. Klar, eine atemlose Verfolgungsjagd<br />

ist für Brown der Inbegriff<br />

von „Handlung“. Es gibt Sehenswürdigkeiten<br />

aus dem Reiseführer, eine<br />

schöne Begleiterin, deren Beziehung<br />

zum Helden platonisch bleibt, ein<br />

Rätsel, eine Schnitzeljagd, unerwartete<br />

Wendungen – alles wie gehabt.<br />

Doch einiges ist anders. Vor allem die<br />

Zeitstruktur wurde aufgebrochen, indem<br />

der Roman eigentlich in der Mitte<br />

der Handlung einsetzt. Robert Langdon<br />

wacht in einem Krankenhaus aus<br />

der Bewusstlosigkeit auf. Das erste,<br />

was er sieht, ist eine Killerin, die ihn<br />

offenbar töten will. Zusammen mit der<br />

Ärztin Sienna Brooks kann er fliehen.<br />

Warum aber hatte es die Verfolgerin<br />

auf ihn abgesehen, und was geschah<br />

in den z<strong>we</strong>i Tagen, die in Langdons Gedächtnis<br />

komplett ausgelöscht sind?<br />

Eine <strong>we</strong>itere Besonderheit des<br />

Thrillers liegt in dem an Brisanz kaum<br />

zu überbietenden Thema „Überbevölkerung“.<br />

Über die Vorstellung eines<br />

verheirateten Jesus im Buch „Sakrileg“<br />

empörten sich nur einige christliche<br />

Fundamentalisten. Ein Virus, der<br />

einen Großteil der Menschheit auslöschen<br />

könnte, und ein Ermittlerpärchen,<br />

das nur 24 Stunden hat, um die<br />

Katastrophe zu verhindern – das ist<br />

ein Thema von ganz anderem Kaliber.<br />

Unser Robert muss hier tatsächlich zu<br />

einem z<strong>we</strong>iten James Bond mutieren<br />

und in letzter Minute die „Bombe“ zu<br />

entschärfen versuchen. Nicht nur um<br />

einen Trivialroman für Gebildete geht<br />

es also hier; „Inferno“ berührt die ernste<br />

Thematik eines Seuchenthrillers à<br />

la „Contagion“. Wie inhuman darf der<br />

Weg sein, <strong>we</strong>nn das Ziel das Überleben<br />

der Menschheit ist? Keine leichte Frage<br />

für einen literarisch leichtgewichtigen<br />

Roman. Hier ein paar Anmerkungen zu<br />

den wichtigsten Themen des Buches:<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 53


Kultur<br />

Überbevölkerung: Töten, damit die<br />

Menschheit leben kann<br />

Ein geheimnisvoller „Mad Scientist“<br />

namens Bertrand Zobris ist quasi der<br />

Bond-Bösewicht in „Inferno“. Seine<br />

Begegnung mit WHO-Chefin Sinskey<br />

in der Zentrale des „Council of Foreign<br />

Relations“ bringt das Leitthema<br />

des Buchs zur Sprache. Mit Hilfe der<br />

auch aus der Geldtheorie bekannten<br />

Exponentialkurve be<strong>we</strong>ist Zobrist Elisabeth<br />

Sinskey, dass die Menschheit<br />

durch die Bevölkerungsexplosion unaufhaltsam<br />

auf eine Katastrophe zusteuert.<br />

Wir sind an einem Punkt angelangt,<br />

an dem die Verdoppelung der<br />

Verdoppelung (usw.) eine existenzielle<br />

Gefahr darstellt. In einer einzigen Lebensspanne<br />

(ca. 80 Jahre) kann ein<br />

Mensch heute die Verdreifachung der<br />

Weltbevölkerung miterleben. Und die<br />

Geschwindigkeit dieses Wachstums<br />

wächst ihrerseits immer <strong>we</strong>iter. Alle<br />

beobachtbaren negativen Entwicklungen<br />

auf der Welt (Um<strong>we</strong>ltzerstörung,<br />

Ressourcenknappheit, Erderwärmung<br />

usw.) sind nur Symptome ein und<br />

derselben Krankheit: der<br />

Bevölkerungsexplosion.<br />

Sienna Brooks, die sich im Lauf<br />

der Handlung als Ex-Geliebte und<br />

Jüngerin Zobrists er<strong>we</strong>ist, erklärt die<br />

mathematische Unaus<strong>we</strong>ichlichkeit<br />

der Apokalypse anhand einer wachsenden<br />

Algenpopulation in einem<br />

Teich: „Nachdem sie alles an vorhandener<br />

Nahrung aufgenommen haben,<br />

sterben sie ganz schnell ab und verschwinden.<br />

(…) Die Menschheit könnte<br />

ein ähnliches Schicksal erwarten, und<br />

das viel früher, als sich das irgendeiner<br />

von uns vorstellen kann oder<br />

will.“ Dies ist aber zunächst nur die<br />

Diagnose. Welches wäre die Therapie?<br />

Sienna spricht die beängstigende<br />

Konsequenz aus: „Würden Sie die<br />

Hälfte der Weltbevölkerung töten, um<br />

unsere Spezies vor dem Aussterben<br />

zu bewahren?“ Ein Virus, der einen<br />

Großteil der Menschheit auslöschen<br />

könnte, sorgt folglich in der z<strong>we</strong>iten<br />

Hälfte des Romans für Spannung.<br />

Dante und die menschliche Tragödie<br />

Der Zusammenhang zwischen Dantes<br />

„Inferno“ und dem Thema Überbevölkerung<br />

wird von Zobrist in Kapitel<br />

22 auf den Punkt gebracht: „Die Zeitbombe<br />

tickt längst, sie hat längst gezündet,<br />

Doktor, und ohne dramatische<br />

Gegenmaßnahmen wird die exponentielle<br />

Mathematik unser<br />

neuer Gott. (…) Er<br />

wird Dantes Vision der Hölle draußen<br />

auf die Park Avenue bringen: dicht gedrängte<br />

Massen, die in ihren eigenen<br />

Exkrementen suhlen. Ein furchbares<br />

globales Gemetzel, inszeniert von<br />

der Natur selbst“. Die zentrale These<br />

Browns über Dantes „Inferno“ lautet:<br />

„Dante ist nicht Fiktion – sein Werk ist<br />

Prophezeiung.“ Diese Deutung mag<br />

zwar faszinieren, sie ist aber zutiefst<br />

<strong>we</strong>rkfremd. Dantes „Göttliche Komödie“<br />

(vollendet um 1320) fasste das<br />

kirchlich-mittelalterliche Weltbild abschließend<br />

zusammen und fügte ihm<br />

eine Reihe von „unerhörten“ Details<br />

hinzu. Die Hölle, die vorher nur als<br />

vage Vorahnung in den Köpfen der<br />

Menschen existierte, nahm nun plastische<br />

Gestalt an. Damit war Dante<br />

Kronzeuge für eine der perfidesten<br />

Volksverdummungskampagnen der<br />

Menschheitsgeschichte. Der Versuch<br />

der katholischen Kirche, die Menschen<br />

durch Höllenandrohung zu manipulieren,<br />

sie bis ins Innerste ihrer<br />

Seele hinein mit Angst zu regieren,<br />

erhielt durch Dante neue Schubkraft.<br />

So genial der Dichter in der literarischen<br />

Ausgestaltung seiner<br />

Vision war, so fragwürdig waren<br />

viele der Details in der „Göttlichen<br />

Komödie“. Personen, die Dante nicht<br />

mochte – etwa der Prophet Mohammed<br />

– sahen sich in die Hölle verbannt.<br />

Respektlos ausgedrückt, war<br />

Dante also ein literarisch hochbegabter<br />

Fanatiker, ein spätmittelalterlicher<br />

„Evangelikaler“, dessen Einfluss<br />

auf die Geistesgeschichte eher z<strong>we</strong>ischneidig<br />

war. Bei Dan Brown wird<br />

im Grunde nichts Essentielles über<br />

den Dichter ausgesagt. Er dient im<br />

Roman als eine Art „Leitmotiv“, das<br />

die Stationen von Robert Langdons<br />

Irrfahrt begleitet: Botticellis „Mappa<br />

dell’Inferno“, die Dante-Totenmaske<br />

im Palazzo Vecchio, Franz Liszts<br />

„Dante-Sinfonie“, Dante-Terzinen als<br />

Weg<strong>we</strong>iser für die typisch Brownschen<br />

Schnitzeljagden. Das alles sind<br />

eher Bildungsfettaugen, die an der<br />

Oberfläche von Browns literarischer<br />

Suppe treiben. Dass Dante Alighieri<br />

vorhatte, die Zukunft der Menschheit<br />

im Diesseits zu prophezeien, ist<br />

höchst unwahrscheinlich. Die Dante-<br />

Deutung Dan Browns führt uns allerdings<br />

ins Zentrum unserer Überlegungen:<br />

„Der Weg zum Paradies<br />

führt direkt in die Hölle, wie Dante uns<br />

gelehrt hat.“<br />

54<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Kultur<br />

Transhumanismus:<br />

Dan Brown als Vorläufer<br />

Kann die Menschheit nur durch eine<br />

(begrenzte) Apokalypse in ein neues<br />

Paradies eintreten? Müssen wir<br />

lieb gewordene humanitäre „Besitzstände“<br />

aufgeben, um in einem<br />

umfassenderen Sinn human zu<br />

handeln? Konkret kann das bedeuten:<br />

Einschränkungen der Bürgerrechte,<br />

Höchstgeburtenzahlen (wie in<br />

China), Zwangssterilisation oder gar<br />

die Ausrottung des „überschüssigen<br />

Menschenmaterials“. Wir kennen historische<br />

Beispiele für ein solches<br />

Denken. Auch im Zusammenhang mit<br />

AIDS und anderen Seuchen wird in<br />

Verschwörungstheorien gelegentlich<br />

unterstellt, eine globale Elite plane<br />

eine „Bereinigung“ der Bevölkerungszahlen.<br />

In seinem Buch „Hitler als<br />

Vorläufer“ behauptet der Münchener<br />

Schriftsteller Carl Amery, die Taten<br />

der Nazis seien erst der Anfang einer<br />

viel umfassenderen Entwicklung hin<br />

zum Inhumanen ge<strong>we</strong>sen. Im Kern<br />

gehe es gar nicht um Antisemitismus<br />

und andere faschistische Wahnideen,<br />

sondern um Vorstellungen von Auslese<br />

und Überlebenskampf, die in<br />

den globalen Krisen der Zukunft an<br />

Bedeutung gewinnen könnten. Die<br />

„Hitlerformel“ nach Carl Amery setzt<br />

eine Krisensituation voraus, „die sowohl<br />

materielle Not wie das Erlebnis<br />

existenzieller Orientierungslosigkeit<br />

umfasst. Diese Krisenerfahrung muss<br />

die Erkenntnis aufdrängen, dass es<br />

nicht (und wahrscheinlich nie mehr)<br />

für alle reicht. (…) Die überlegene<br />

Gruppe oder Formation, <strong>we</strong>lche sich<br />

zur Bewahrung der zivilisatorischen<br />

Errungenschaften berufen fühlt, sieht<br />

sich deshalb zur Selektion gezwungen;<br />

diese muss logischer<strong>we</strong>ise die<br />

Unantastbarkeit der Menschwürde<br />

aufheben.“<br />

Müssen wir<br />

humanitäre<br />

"Besitzstände"<br />

aufgeben, um in<br />

einem umfassenderen<br />

Sinn human<br />

zu handeln?<br />

Als Amery sein visonäres Manifest<br />

verfasst (1998), war die Be<strong>we</strong>gung<br />

des Transhumanismus<br />

noch unbekannt. Dan Brown führt<br />

diesen modernen Begriff gegen Ende<br />

noch in seinen Roman ein. Bertrand<br />

Zobrist „war Transhumanist und überzeugt,<br />

dass wir an der Sch<strong>we</strong>lle zu<br />

einer glänzenden ‚posthumanen’ Zukunft<br />

leben, einer Epoche wahrhafter<br />

Transformation. (…) Er hat die wunderbare<br />

Macht der Technologie begriffen<br />

und war überzeugt, dass sich unsere<br />

Spezies im Verlauf <strong>we</strong>niger Generatio-<br />

eine schmerzliche Erfahrung. Doch<br />

<strong>we</strong>r kann auf solche Sentimentalität<br />

noch Rücksicht nehmen, <strong>we</strong>nn das<br />

„Ganze“ auf dem Spiel steht? Mit dieser<br />

Argumentation negiert Bertrand<br />

Zobrist alle geistig-moralischen<br />

Kräfte im Menschen, seine Fähigkeit<br />

zur Umkehr. Wer könnte auch von Al-<br />

gen verlangen, dass sie freiwillig ihre<br />

Vermehrungsrate reduzieren?<br />

Warum W<br />

– und diese Frage<br />

nen<br />

voll- k o m - stellt Dan Brown nicht – ist<br />

in Deutschland das Bevöl-<br />

men ver- ä n d e r n<br />

würde – dass sie genetisch verbessert,<br />

gesünder, klüger, stärker, sogar<br />

mitfühlender <strong>we</strong>rden würde.“ Die bewusste<br />

Steuerung der menschlichen<br />

Evolution durch den Menschen selbst<br />

mittels genetischer Manipulation –<br />

dies machte für Zobrist den Kern des<br />

Transhumanismus aus. Die Pest im<br />

Mittelalter, so der Genforscher, habe<br />

die Menschheit um ein Drittel auf ein<br />

„gesundes Maß“ reduziert. Ein solch<br />

radikaler Schnitt stünde jetzt wieder<br />

an. Sein Virus er<strong>we</strong>ist sich am Ende<br />

auch als „genetischer Vektor“, der das<br />

Erbmaterial aller Menschen manipuliert<br />

– mit dem Ergebnis, dass ein Teil<br />

von ihnen unfruchtbar wird.<br />

Mögliche Lösungen <strong>we</strong>rden<br />

verschwiegen<br />

Gerade diese relativ „humane“ Auflösung<br />

der Suspense-Handlung am<br />

Schluss macht Zobrists These, die<br />

Inhumanität könnte letztlich das Humanere<br />

sein, jedoch salonfähig. Trotz<br />

einiger Dementis, kann man sich<br />

des Eindrucks nicht er<strong>we</strong>hren, dass<br />

Dan Brown in seinem Buch mit dem<br />

Transhumanismus flirtet. Und damit<br />

auch mit der Vorstellung, der Mensch<br />

sei „etwas, das überwunden <strong>we</strong>rden<br />

muss.“ (Nietzsche) Dass das Transhumane<br />

– wie das Prähumane – eben<br />

die Ab<strong>we</strong>senheit von Humanität beinhaltet,<br />

wird von<br />

Brown nicht einmal<br />

verleugnet.<br />

Der Mensch als<br />

Algenpest und<br />

wuchernder Bakterienstamm<br />

– da<br />

kommt es auf das<br />

Einzelschicksal<br />

nicht mehr so an,<br />

oder? Auch kinderlos<br />

zu bleiben,<br />

ist für viele Paare<br />

Wkerungswachstum zum Stehen gekommen,<br />

während die Entwicklung in<br />

Ländern des Globalen Südens eskaliert?<br />

Dafür gibt es klar benennbare<br />

Faktoren: Bildung gehört dazu und<br />

eine starke, unabhängige Stellung<br />

der Frau. Dazu gehört der Sieg der<br />

Vernunft über religiöse Fundamentalismen<br />

jeder Couleur, die Verhütung<br />

als Sünde verdammen. Dazu gehört<br />

die soziale Absicherung des Alters,<br />

gehören überhaupt bessere soziale<br />

Standards, damit „Kinderreichtum“<br />

nicht die einzige Zukunft von Familien<br />

bleibt. Aber die Staaten der Erde können<br />

ihren Bürgern soziale Sicherung,<br />

Aufklärung und Bildung nicht garantieren,<br />

<strong>we</strong>il sie das Geld für Rüstung<br />

und Schuldendienst „brauchen“. Dieser<br />

globale, ganz alltägliche Skandal<br />

ist bei Dan Brown kein Thema. „Die<br />

heißesten Orte der Hölle sind reserviert<br />

für jene, die in Zeiten moralischer<br />

Krisen nicht Partei ergreifen.“ In diesem<br />

Satz „gipfelt“ der Roman „Inferno.“<br />

Gerade diese klare Parteinahme<br />

bleibt der Autor seinen Lesern jedoch<br />

schuldig. Ein bisschen Bedenkenträgerei<br />

hier, ein bisschen Flirt mit dem<br />

Inhumanen dort – das genügt nicht,<br />

um einer Millionenleserschaft Orientierung<br />

zu geben. Wenn Untätigkeit<br />

Sünde ist, <strong>we</strong>lche Art von Tätigkeit<br />

könnte uns dann retten? ▀<br />

Sieglinde Grommet<br />

Verlag Sieglinde Grommet<br />

Justus-Liebig-Str. 1, 61184 Karben<br />

Tel. 0 60 39 - 4 26 95<br />

Fax 0 60 39 - 92 17 10<br />

info@macht-der-gedanken.de<br />

www.macht-der-gedanken.de


Spiritualität<br />

„Die Wahrheit kam nicht nackt in diese Welt,<br />

sondern in Sinnbildern und Abbildern. Anders<br />

kann die Welt die Wahrheit nicht empfangen.“<br />

(Philippus-Evangelium, Spruch 67)<br />

Symbole<br />

– Hüter der Weisheit<br />

Ralf Lehnert<br />

Freimaurersymbole:<br />

Rechter Winkel, Zirkel und<br />

rauher Stein - Bronzeplastik<br />

von Jens Rusch<br />

56<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Spiritualität<br />

Symbolhaltige Illustration<br />

der Rosenkreuzer aus dem<br />

17. oder 18. Jh.<br />

Der Begriff „Symbol“ ist aus<br />

dem altgriechischen Wort<br />

„Symballein“ abgeleitet, was „zusammen<strong>we</strong>rfen“<br />

bedeutet. Er bezog sich<br />

ursprünglich auf einen Gegenstand, etwa einen<br />

Ring oder Knochen, den man in z<strong>we</strong>i (oder mehrere) Teile<br />

zerbrochen hat, Die Menschen, die die einzelnen Teile<br />

an sich nahmen, konnten damit belegen, dass sie zusammengehörten,<br />

oder einen Anspruch geltend machen, indem<br />

sie diese Stücke wieder zusammenfügten. Aus dem<br />

gegensätzlichen griechischen Wort „diaballein“, das „auseinander<strong>we</strong>rfen“<br />

und „entz<strong>we</strong>ien“ bedeutet, leitet sich der<br />

Begriff des „Diabolischen“ ab.<br />

In seiner heutigen Bedeutung bezieht sich das Symbol<br />

nicht mehr auf einen geteilten Gegenstand auf der horizontalen<br />

Ebene, sondern es verbindet oder überbrückt<br />

z<strong>we</strong>i oder mehrere senkrechte Ebenen miteinander. Das<br />

Symbol dient als Türöffner oder Eintrittscode für höhere<br />

Bereiche sowie die Seelen<strong>we</strong>lt.<br />

Damit gewinnt der Begriff des Symbols eine ähnliche<br />

Bedeutung wie der des Yoga. Denn Yoga bedeutet Brücke<br />

oder Vereinigung. Gemeint ist damit die Verbindung zwischen<br />

dem Individuellen und dem Göttlichen, zwischen Mikrokosmos<br />

und Makrokosmos, zwischen Unten und Oben.<br />

„Symbole sind die äußeren und sichtbaren Formen der<br />

inneren spirituellen Realitäten“, konstatiert die Theosophin<br />

Alice Bailey, und sie führt anschließend aus, dass wir<br />

die Intuition er<strong>we</strong>cken und entwickeln müssen, um diese<br />

Realitäten anhand äußerer Formen entdecken zu können.<br />

Nach Pythagoras und Platon stammen die Grundsymbole<br />

wie etwa der Kreis, das Vier- oder gleichschenklige<br />

Dreieck direkt aus der geistigen Welt. Diese Ursymbole<br />

kommen auch beinahe in allen Kulturen vor und haben<br />

dort je<strong>we</strong>ils ähnliche Bedeutungen. So ver<strong>we</strong>ist der Kreis<br />

auf das Ewige und Vollkommene, das gleichschenklige<br />

Dreieck auf Harmonie und Gleichgewicht und das Viereck<br />

u.a. auf die Welt der Materie,<br />

der vier Elemente.<br />

C.G. Jung führt ebenfalls aus,<br />

dass der Mensch Symbole nicht wusst ersinnt, sondern sie über seine Intui-<br />

be-<br />

tion oder über Offenbarung von seinem Unterbewussten<br />

empfängt.<br />

Das Ringen um die Bedeutung<br />

Allerdings gibt es auch zahlreiche Symbole, die sich im Lauf<br />

der Zeit und je nach Kultur in ihrer Bedeutung gewandelt<br />

haben. Hinzu kommt, dass manche Symbole komplexer<br />

Natur sind, mehrere Dimensionen miteinander verbinden<br />

und daher je nach Ebene und Blickwinkel unterschiedliche<br />

Deutungen zulassen. Auch kommt es vor, dass Organisationen<br />

und Interessengruppen versuchen, Symbole zu<br />

„kapern“, zu verfärben, umzubiegen oder zu überschreiben,<br />

ähnlich wie es auch bei Mantren, heiligen Silben, der<br />

Fall sein kann. Dennoch bleibt auch die ursprüngliche Bedeutung<br />

eines Symbols sowie sein Sinn und seine Absicht,<br />

wozu es ins Leben gerufen wurde, gesetzmäßig erhalten<br />

und kann Jahrtausende überdauern. Zu einer gegebenen<br />

Zeitqualität und in Resonanz zu einem entsprechenden<br />

Bewusstseinsschlüssel kann der ursprüngliche Sinn eines<br />

Symbols wieder aufbrechen und reaktiviert <strong>we</strong>rden und<br />

es kann seine Informationen wieder freigeben. Es ist wie<br />

der Prinz, dem es zu einem günstigen Zeitpunkt gelingt,<br />

die meterhohe Dornenhecke zu überwinden, damit er das<br />

Dornröschen nach hundert Jahren Schlaf wieder wachküsst<br />

und sich mit ihm verbindet.<br />

Zwischen Symbol und Bewusstsein erwächst ein Kommunikationsprozess.<br />

Das Symbol lässt immer nur<br />

so viel erahnen, wie das Bewusstsein greifen kann.<br />

Hat es die gewonnenen Informationen verdaut, dringt es<br />

tiefer und tiefer in die vielschichtigen Inhalte des Symbols<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 57


Spiritualität<br />

Tarotkarte "Der Stern" aus<br />

dem Oswald-Wirth-Tarot<br />

„Alles Urdenken<br />

geschieht in Bildern.“<br />

(Arthur Schopenhauer)<br />

ein. Je mehr sich ein Mensch mit einem Symbol befasst<br />

und sich dadurch entwickelt, desto mehr gibt es von seinen<br />

Geheimnissen preis. „Ein gutes Symbol enthält soviel<br />

Aussagekraft, dass man sich ein ganzes Leben damit<br />

beschäftigen und immer noch etwas Neues entdecken<br />

kann“, bekräftigt die Schamanin Sujja Su'a'no-Ta (Bettina<br />

Tegtmeier). Aufgrund der relativen Schöpferqualitäten<br />

des Menschen können seine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisprozesse<br />

ein Stück <strong>we</strong>it auf das Symbol zurückwirken,<br />

so dass es sich um ein lebendiges Austauschgeschehen<br />

handelt.<br />

Die vielseitige Schlange<br />

Es gibt einige Symbole, die eine besonders breite Bedeutunsgsskala<br />

entwickelt haben. Ein charakteristisches Beispiel<br />

hierfür stellt die Schlange dar. Sie ist allerdings auch<br />

im Original ein äußerst wandlungsfähiges Tier. Sie kann<br />

sich zusammenrollen, strecken, einen Kreis oder eine Acht<br />

(das Unendlichkeitssymbol) bilden. Ihre sinnbildlichen Bedeutungen<br />

reichen vom Diabolischen bis zum Göttlichen<br />

(bei den Manichäern steht die Schlange für Christus). Sie<br />

repräsentiert sowohl die <strong>we</strong>ibliche Fruchtbarkeit, Lebenskraft,<br />

Erotik und Magie (Frauen mit Schlangenhaaren) als<br />

auch männliche Leidenschaften und Sexualität (Phallus-<br />

Symbol). Im Garten Eden <strong>we</strong>ist sie den Menschen aus der<br />

paradiesischen Einheit in die Vielheit der Erkenntnis und<br />

führt – siehe Kundalini-Energie sowie Hermesstab – auch<br />

wieder zurück zum Ursprung. Ihre Domäne reicht von der<br />

Unter<strong>we</strong>lt bis in den Himmel, sobald sie sich mit dem geflügelten<br />

Hermes oder<br />

Merkur verbindet..<br />

Im Hermesstab,<br />

um den sich z<strong>we</strong>i<br />

Schlangen win-<br />

Iden, vereinigt sich die<br />

Dualität, die Polarität<br />

der<br />

gegensätzlichen<br />

Schlangenqualitäten.<br />

Dass sich demgegenüber<br />

die Pharmaindustrie<br />

und die Schulmedizin<br />

meist mit dem<br />

Äskulapstab<br />

begnügen,<br />

ist nur folgerichtig,<br />

fehlt ihm doch der<br />

zur Ganzheit not<strong>we</strong>ndige<br />

Ergänzungspol,<br />

die z<strong>we</strong>ite Schlange,<br />

sowie die Flügel, die<br />

himmelwärts streben<br />

und um den Kontakt<br />

mit dem Göttlichen<br />

ringen.<br />

Die Symbolunfähigkeit des Verstandes<br />

Das Symbol stammt ebenso wie die Bildersprache der<br />

Mysterien aus einer vorrationalen Epoche, in der der<br />

Mensch und seine Um<strong>we</strong>lt noch stärker eins waren.<br />

Daher hat der Kulturphilosoph Jean Gebser <strong>we</strong>itgehend<br />

recht, <strong>we</strong>nn er schlussfolgert: „Da das Symbol nicht der<br />

mentalen Struktur entstammt, ist es falsch, es mental zu<br />

interpretieren.“<br />

Symbole <strong>we</strong>rden zwar über die äußeren Sinne aufgenommen,<br />

wirken aber über den Verstand hinaus auf tiefere<br />

Seelenschichten des Menschen ein. Dies entspricht einer<br />

naturwüchsigen „Verschlüsselung“. Denn der Verstand<br />

kann mit vielen Symbolen nichts anfangen und missversteht<br />

sie oft genug. Dazu in Kürze ein paar Beispiele. Viele<br />

Symbole wirken auf ihn nichtssagend, mitunter aber auch<br />

geheimnisvoll oder dunkel.<br />

Er lässt sich im Gegensatz zum Unbewussten leicht<br />

durch nebensächliche Äußerlichkeiten verwirren,<br />

ablenken oder auf eine falsche Fährte locken. Ein<br />

gängiger Trick der symbolischen Verschlüsselung besteht<br />

darin, dass universell gültige Gesetzmäßigkeiten und Prozesse<br />

in Geschichten gekleidet <strong>we</strong>rden, die sich zu einer<br />

bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zutragen. Wenn<br />

der Verstand solche Berichte wörtlich oder geschichtlich<br />

auffasst bzw. darüber debattiert, ob sie denn nun wirklich<br />

stattgefunden haben können oder nicht, entgleiten ihm die<br />

wichtigen Inhalte, auf die es ja eigentlich ankommt. Gern<br />

tritt er auch in die Falle, eine bildhafte Beschreibung geistig-seelischer<br />

Prozesse ins Außen zu projizieren:<br />

Alchimie und Tantra sind Symbole<br />

Ein typisches Beispiel hierfür ist die Alchimie, in der es<br />

vermeintlich um die Verwandlung von minder<strong>we</strong>rtigem<br />

Blei in das Königsmetall Gold geht. Von Scharlatanen und<br />

Windbeuteln abgesehen, die die alchimistische Symbolik<br />

für ihre Betrügereien missbrauchten, ging es den eigentlichen<br />

Alchimisten um die Überführung des unfertigen<br />

Menschen (Blei) in den in Gott wurzelnden Vollmenschen.<br />

Zwar betrieben die Alchimisten tatsächlich Labore, stu-<br />

58<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013<br />

Pentagramm aus fünf<br />

Zeptern aus dem Oswald-<br />

Wirth-Tarot


Der Hermesstab mit den z<strong>we</strong>i gegenpoligen<br />

Schlangen ist nicht mit dem Äskulapstab,<br />

dem Symbol des medizinischen<br />

Berufsstandes, zu ver<strong>we</strong>chseln, der nur<br />

eine Schlange enthält.<br />

dierten darin<br />

aber auf ei-<br />

ner<br />

analogen<br />

Ebene den Vollzug<br />

von<br />

Umwandlungsprozessen.<br />

Gerade dadurch<br />

merkten sie, dass der Transfigurationsprozess<br />

nicht linear verläuft,<br />

sondern auf einen Um<strong>we</strong>g: Das Unedle<br />

musste zuerst verbrannt oder (durch<br />

Quecksilber) aufgelöst und zurückgeführt<br />

<strong>we</strong>rden auf die Ursubstanz oder prima materia.<br />

Erst von diesem Urbild aus konnten<br />

sich die Alchimisten durch neue Energiezufuhr<br />

(durch Sch<strong>we</strong>fel, der das Feuer der<br />

Liebe repräsentiert) ihrem Ziel der Vollkommenheit<br />

nähern.<br />

Ähnlich wurde auch die ursprüngliche<br />

Philosophie vom Tantra missverstanden.<br />

Sie kleidete das Verlangen der Seele<br />

nach Vereinigung mit dem Geist und umgekehrt<br />

den Wunsch des Geistes nach Durchdringung<br />

der Seele sowie letztlich die mystische Hochzeit<br />

zwischen beiden in erotische und sexuelle Symboliken.<br />

In Folge betrachten heute viele Tantra<br />

als eine ausgefeilte Sexualtechnik.<br />

Bibel, Freimaurer und Rosenkreuzer<br />

Da die Symbole also die Weisheit der Seele ansprechen<br />

und nicht das Wissen des Verstandes, bedienen sich Religionen<br />

und Mysterienschulen seit Urzeiten der symbolischen<br />

Darstellung, um innerseelische Vorgänge sowie die<br />

Stationen des Ein<strong>we</strong>ihungs<strong>we</strong>ges in bildhafter Form auszudrücken.<br />

So stellt etwa der Berg oder die Höhe einen Zustand<br />

des Herausgehobenseins aus der horizontalen Welt<br />

dar, der eine Nähe zum Göttlichen anzeigt. Die Wüste <strong>we</strong>ist<br />

auf Einsamkeit und Verlassensein hin. Dort hungert und<br />

dürstet der Sucher nach dem Wasser der Seele und dem<br />

Brot des Geistes. Da die göttliche Nahrung nicht abnimmt,<br />

<strong>we</strong>nn man sie verteilt, dürfen wir uns nicht wundern, <strong>we</strong>nn<br />

sich „Brot“ und „Fische“ bei der Speisung vermehren.<br />

Neben der Bibel, aus der obige Beispiele entnommen<br />

sind, bedient sich auch der Freimaurerbund eines konsequenten<br />

und schlüssigen Symbolsystems. Dabei bezieht<br />

er Begrifflichkeiten aus der mittelalterlichen Bauhüttenkultur<br />

auf spirituelle Prozesse. So geht es den Freimaurern<br />

letztlich darum, das im Menschen, im Tempel Gottes,<br />

verborgene hohe Selbst von den Fesseln der Beiheftungen<br />

und Überlagerungen freizumauern. Auf dem Weg dahin arbeiten<br />

die Schüler an sich, um aus dem rauen Stein, der sie<br />

anfänglich sind, einen behauenen Stein zu machen, Damit<br />

können sie sich in das Bau<strong>we</strong>rk des Allmächtigen Baumeisters<br />

aller Zeiten einfügen. Während ihres rituellen Arbeitens<br />

tragen sie einen Maurerschurz. Neben dem Zirkel,<br />

der auf den Kreis hindeutet und u.a. für das Göttliche steht,<br />

aber auch für die Abgrenzung zwischen dem persönlichen<br />

Innenraum und der Außen<strong>we</strong>lt, ist das Winkelmaß eines<br />

ihrer Hauptsymbole. Dieses wird immer im rechten Winkel<br />

dargestellt und ver<strong>we</strong>ist u.a. darauf, ein rechtschaffenes<br />

Leben zu führen. Es symbolisiert zudem wie das Kreuz, von<br />

Spiritualität<br />

dem es gleichsam<br />

ein Teil ist,<br />

dass das horizon-<br />

tale Leben von geistigen<br />

Einflüssen durchpulst<br />

oder „durchkreuzt“ wird.<br />

Auch die Schriften und Gemälde<br />

der Rosenkreuzer sind äußerst<br />

symbolträchtig. So zeichnet der<br />

Verfasser der Schrift „Die Chymische Hochzeit<br />

des Christian Rosenkreutz“ am sogenannten<br />

dritten Tag ein Bild, in dem sich ein schnee<strong>we</strong>ißes<br />

Einhorn, ein Lö<strong>we</strong> und eine <strong>we</strong>iße Taube<br />

an einem Brunnen treffen – für den Verstand<br />

allenfalls eine skurrile, surreale oder traumhafte<br />

Situation. Der Sinn ergibt sich erst dann,<br />

<strong>we</strong>nn man <strong>we</strong>iß oder ahnt, dass in der Mysterientradition<br />

das Einhorn für die ungetrübte<br />

und einhornige Ausrichtung auf den geistigen<br />

Ursprung steht, der Lö<strong>we</strong> für die universelle<br />

Liebe und die Taube für den heiligen Geist. Wenn<br />

alle drei Kräfte gleichmäßig zusammenwirken,<br />

wird der Schüler aus der Quelle des Göttlichen<br />

genährt.<br />

Tiefenwirkung<br />

Dass Symbole eine große und beinahe aktive Wirkung<br />

auf denjenigen, der sich mit ihnen befasst, ausüben<br />

können, betont der Diplompsychologe und Franziskanerpriester<br />

Guido Kreppold,. Er führt aus „dass die<br />

Urbilder Kräfte enthalten, <strong>we</strong>lche in das Motivationsgefüge<br />

des Menschen eingreifen und seelische Energie<br />

freisetzen zum Guten und zum Schlechten.“ Man denke<br />

bei letzterem nur an die Mudras (Gesten) und Symbole in<br />

totalitären und demagogischen Systemen.<br />

Oft hängt die Art oder Richtung der Wirkung von Symbolen<br />

von ihrer Position ab: Sowohl das Pentagon, das<br />

Pentagramm, die Elhaz-Rune als auch die Swastika<br />

wirken positiv und gelten als Glücks- und Schutzsymbole,<br />

<strong>we</strong>nn sie aufrecht stehen bzw. im Uhrzeigersinn<br />

ausgerichtet sind. Stellt man sie jedoch auf den Kopf<br />

bzw. dreht man sie in die umgekehrte Richtung wirken<br />

sie negativ, aggressiv oder kriegerisch. Interessant ist,<br />

dass die Hippie- sowie Teile der Friedensbe<strong>we</strong>gung als<br />

Symbol die von einem Kreis umschlossene und auf dem<br />

Kopf stehende Elhaz- oder Algiz-Rune (auch Krähenfuß<br />

genannt) ver<strong>we</strong>nden - gemeinhin bekannt als „Peace-<br />

Zeichen“. Tatsächlich steht diese normaler<strong>we</strong>ise sehr<br />

positive Rune aber gerade für Krieg und Verderben, sofern<br />

sie, wie im Peace-Zeichen, umgedreht wird. Es ist<br />

gar nicht so selten, dass Organisationen und Interessengruppen<br />

Symbole ver<strong>we</strong>nden, deren eigentliche Bedeutung<br />

sie überhaupt nicht kennen. Es ist allerdings auch<br />

denkbar, dass die genannten Be<strong>we</strong>gungen versuchen,<br />

den negativen Symbolgehalt umzuschreiben, was aber<br />

immer nur bis zu einem gewissen Grad klappt. Möglicher<strong>we</strong>ise<br />

deutet die Wahl des Symbols auch darauf hin,<br />

dass die Be<strong>we</strong>gungen mehr auf das fixiert sind, was sie<br />

bekämpfen, als auf den Gegenentwurf, dessen Wachstum<br />

eh im eigenen Inneren beginnen muss. ▀<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 59


Spiritualität<br />

Authentische<br />

Gemeinschaften<br />

Bernd Rosenmüller<br />

Z<strong>we</strong>i oder Drei in Seinem Namen…<br />

Ein schönes Bibelzitat kam vor z<strong>we</strong>i Tagen in mein<br />

Augenmerk: „Wenn z<strong>we</strong>i oder drei von Euch zusammenkommen,<br />

in meinem Namen, bin Ich in ihrer<br />

Mitte.“<br />

Nun sind z<strong>we</strong>i oder drei nicht besonders viele Menschen,<br />

und in Bezug auf das Thema, das mich schon lange<br />

im Bann hält, eher zu <strong>we</strong>nige. Aber dann dachte ich auch<br />

daran, wie schwierig es oft sein kann, sich als eine Gruppe<br />

von Menschen zusammenzutun und Gemeinschaft zu haben.<br />

Und <strong>we</strong>nn ER schon sagt: z<strong>we</strong>i – drei, dann <strong>we</strong>iß ER<br />

ganz gewiss, warum nicht gleich zwanzig. Aber ich glaube,<br />

dass Er damit eine Erleichterung für den Einstieg aufzeigt<br />

und nicht sagt, wie viele in seinem Namen zusammenkommen<br />

sollen.<br />

Doch worum geht es hier - um Religion, um Gott; <strong>we</strong>r ist<br />

Er, <strong>we</strong>r bin ich und was habt ihr damit zu tun? Konnte ich<br />

etwas Interesse zum Weiterlesen erregen?<br />

Ich hoffe es sehr - hoffe nicht für mich (ich allein bin<br />

nicht wichtig ;-) - auch nicht für Ihn, (Er ist hinter Allem<br />

und alles ist in Ihm, also Er hat alle Zeit der Welt und wartet<br />

immer. Und es gibt keinen Namen für IHN und SIE –<br />

die absolute Individualität – wie sollte er lauten, der Name<br />

für die Gesamtheit aller Individualität, die wir in uns tragen?)<br />

- ich hoffe für UNS, die wir hier in der Zeit und deren<br />

Endlichkeit leben; hier leben mit unserer Verletzlichkeit,<br />

unseren Ängsten und Sorgen. Ich hoffe, <strong>we</strong>il ich erleben<br />

konnte, dass es sie wirklich gibt, die Hoffnung.<br />

So lange ich mich erinnern kann, habe ich mein Wesen<br />

als <strong>we</strong>nig fähig, zerstreut, unkonzentriert und labil gesehen.<br />

Das glaubt mir kaum einer, aber es ist, wie ich mich<br />

allein wahrnehme. ALLEIN. Aber eben auch nur allein.<br />

Ich konnte aber auch erleben, wie genau das, was ich<br />

als eine Unfähigkeit meiner Person empfinde, etwas ist,<br />

das ich mit vielen anderen teile. Und die Gruppe sah mich<br />

nicht so, und ich verstand, inmitten der sich öffnenden Anderen,<br />

mich nicht verstecken zu müssen, wie sonst oft in<br />

einer Welt der ach so Starken und Fähigen. Dort erlebe ich<br />

viel Trennung. Dort braucht es viel Platz für die Grenzen<br />

zwischeneinander.<br />

Grenzen und Trennung da, wo wir uns doch verbinden<br />

könnten, mit unserer Individualität zu einer Einheit von<br />

sich mit ihren Unterschieden ergänzenden Persönlichkei-<br />

60<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Spiritualität<br />

ten. Damit entstünde mehr als die Summe von Uns. Wir<br />

würden sehen, ob es wirklich nur Schwächen sind oder<br />

eher Eigenschaften, vielleicht sogar Stärken, mit denen<br />

wir nicht beladen wurden, sondern gesegnet, gesegnet von<br />

dem, der damit in unserer Mitte erschien …<br />

Ich erlebte und erkannte für mich: Das, was uns verbinden<br />

kann, sind nicht etwa zu versteckende Macken,<br />

sondern Eigenschaften. Einzigartig, individuell und bereichernd,<br />

immer dann, <strong>we</strong>nn es gelingt sie in einer Gemeinschaft<br />

in gegenseitiger Wertschätzung einzubringen.<br />

Meine Eigenschaft aus den beschriebenen „Mängeln“<br />

scheint darin zu bestehen, nicht gut im Detail zu sein (das<br />

kann ich auch, doch gibt es so unendlich viele Details, zu<br />

viele für einen, auf jeden Fall für mich ;-). Meine Eigenschaft<br />

ist es womöglich, die vielen Details diffus wahrzunehmen,<br />

eine Ahnung der Möglichkeiten in der Gesamtheit<br />

zu fühlen, Visionen manchmal. Das allerdings dann wieder<br />

im Detail zu erläutern...<br />

Wie gut ihr mich aus diesem Text verstehen könnt, wird<br />

ans Licht bringen, ob - und wie schlecht ich das kann.<br />

Aber viel mehr als über mich soll mein Text von Gemeinschaft<br />

erzählen, nicht so, wie wir ihr oft begegnen,<br />

<strong>we</strong>nn wir etwas feiern, <strong>we</strong>nn wir gemeinsam<br />

arbeiten oder sonstwie zusammen tätig sind.<br />

Es geht um authentische Gemeinschaft, jenseits des<br />

angelernten, freundlich scheinenden Miteinanders, <strong>we</strong>lches<br />

wir in der Kindheit von den Eltern gelernt und später<br />

uns gegenseitig anerzogen haben. Unsere gegenseitigen<br />

unbewußten Einverständnisse sind <strong>we</strong>it von den Gemeinschaftserlebnissen<br />

entfernt, <strong>we</strong>lche ich erfahren konnte.<br />

Ich spüre es an der Leere, die nach Zusammensein in der<br />

Trennung oftmals zurückbleibt.<br />

Authentische Gemeinschaft ist ganz anders, doch sie ist<br />

nicht leicht zu erreichen in einer Welt der Trennung. Fast<br />

so, wie auch in der Bibel die Vertreibung aus dem Paradies<br />

und der Wächter vor dessen Pforte beschrieben <strong>we</strong>rden,<br />

der uns mit Feuer und Sch<strong>we</strong>rt an der Rückkehr hindert.<br />

Feuer und Sch<strong>we</strong>rt als Symbole für etwas Furchtbares,<br />

Katastrophales? Paradies als Leben in herzlicher Gemeinsamkeit,<br />

Angenommensein? Müssen wir also auf dem Weg<br />

zurück erst warten auf eine Katastrophe, die Apokalypse<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 61<br />

3000


Spiritualität<br />

gar, irgendein Unglück, das sehr viele Menschen betrifft<br />

oder alle? Immer erst aus der entstehenden Not heraus<br />

vergessen die Überlebenden ihre Trennung voneinander,<br />

beginnen ohne Unterschiede einander zu retten und zu<br />

helfen. Stehen sich bei. Geht es nur so? Oder zeigt es vielmehr,<br />

dass wir den Schlüssel zum Paradies vielleicht doch<br />

mitbekommen haben? Wir müssen vielleicht einfach nur<br />

unsere Hausaufgaben erledigen und <strong>we</strong>rden durch Katastrophen<br />

immer wieder daran erinnert – müssen es, <strong>we</strong>il<br />

wir vergesslich sind.<br />

Authentische Gemeinschaft könnte diese Hausaufgabe<br />

sein, denn sie hat dieses Potenzial, und das nicht nur für<br />

einen relativ kurzen Zeitraum. Es bedarf natürlich des freiwilligen<br />

Trainings, <strong>we</strong>il wir es erst wieder lernen müssen,<br />

uns selbst im Spiegel der Gruppe anzunehmen und gelten<br />

zu lassen.<br />

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Der Einstieg in diesen Prozess kann für manche von<br />

uns auch wie eine Katastrophe anmuten. Zu viel<br />

wurde zu lange verdrängt, zugedeckt mit einem<br />

Mantel oberflächlicher Harmonie, Arbeitswut oder Vergnügungssucht.<br />

Diese als Scheinharmonie und Flucht<strong>we</strong>ge<br />

als solche zu erkennen, kann eine schmerzhafte,<br />

sch<strong>we</strong>re Hürde sein. Aber es ist unendlich hilfreich, es in<br />

einer Gemeinschaft zu versuchen, die sich dieser Aufgabe<br />

gemeinsam stellt.<br />

Des<strong>we</strong>gen der Hin<strong>we</strong>is am Anfang, nicht nur z<strong>we</strong>i oder<br />

drei sollten sich treffen, sondern mehr. Mit zehn bis zwanzig<br />

Leuten lässt sich offenbar die beste Dynamik erzeugen,<br />

auch <strong>we</strong>nn es sogar mit bis zu 400 Menschen laufen kann.<br />

Wenn mehr Menschen sich dazu verabreden, gemeinsam<br />

zu schauen, <strong>we</strong>r sie eigentlich sind, wird der Effekt<br />

der gegenseitigen Spiegelungen nicht nur vielschichtiger<br />

(jeder spiegelt mir einen anderen Aspekt meiner Individualität),<br />

es wird auch eine gewisse Milderung dieses Effektes<br />

sichtbar. Paare als kleinste Gruppe zerbrechen mitunter<br />

an der Heftigkeit der Spiegelung und <strong>we</strong>il sie, darin gefangen,<br />

sich selbst keine Mediatoren sein können. Ab drei<br />

Menschen entsteht zwar die Rolle eines Mediators, aber<br />

einer kann leicht überfordert sein, oder die nötige Tiefe des<br />

Austauschs lässt sich nicht aufrechterhalten.<br />

Dieses wird in einer größeren Gruppe leichter. Ein Teil<br />

ist in der Spiegelung, ein Teil beobachtet und einer spricht.<br />

Falls nicht alle sch<strong>we</strong>igen – ein wichtiger Raum der Reflexion<br />

– sich zu erlauben gemeinsam in einer Gruppe zu<br />

sch<strong>we</strong>igen, zu beobachten was in einem selbst dabei abläuft.<br />

Wichtig ist aber immer das Einhalten eines kommunikativen<br />

Rahmens in Achtsamkeit, alle einschließend. Und<br />

noch etwas darf nicht unerwähnt sein, durch diese gegenseitige<br />

Wertschätzung entdecken wir auch unsere Fähigkeit<br />

zur Verantwortung, <strong>we</strong>il wir getragen sind, nicht nur<br />

von einer Gruppe, sondern dem eigenen Selbstvertrauen,<br />

das im Gruppenprozess langsam wächst, ohne ins „Kraut<br />

zu schießen“, denn auch darauf reagiert die Gruppe.<br />

Ich kenne etliche Freunde, die mit diesem Wissen schon<br />

in Berührung kamen oder die Bücher dessen, der den<br />

Prozess zur Schaffung echten Miteinanders am besten<br />

entwickelt und beschrieben hat, im Schrank liegen haben:<br />

„Scott Peck? Hab ich mal reingelesen, ja ganz nett, aber…“<br />

Ich bin froh, nicht nur reingelesen, sondern diesen Prozess<br />

sogar mehrmals ausprobiert zu haben. Mag sein,<br />

ich unterscheide mich von anderen auch in einer besonderen<br />

Resonanz für dieses Thema.<br />

Die <strong>we</strong>lt<strong>we</strong>ite Verbreitung der Arbeit von Scott<br />

Peck, als dem Wiederentdecker dieser Dynamik und<br />

dem Entwickler des wohl effektivsten Prozesses zum<br />

Erlangen dieser Authentizität, ist im Gange und erfordert<br />

Geduld, aber die Zeit ist mehr als reif für mehr<br />

Fortschritte als bisher.<br />

Das Wissen ist da. Es kann nicht nur ein Aus<strong>we</strong>g<br />

sein aus dieser unserer vom Leben getrennten Art zu<br />

existieren. Aus meiner eigenen Erfahrung und auch<br />

aus meiner beschriebenen Eigenart zu sehen, ist es<br />

vielleicht der Aus<strong>we</strong>g. ▀<br />

Weiteres im Internet unter:<br />

www.gemeinschaftsbildung.com<br />

www.eurotopia.de/Gemeinschaftsbildung.pdf<br />

www.netz<strong>we</strong>rk-gemeinschaftsbildung.com<br />

Und natürlich das Buch beim Verlag:<br />

www.eurotopiaversand.de/Buch-Print/Gemeinschaftsbildung.<br />

html<br />

Bernd Rosenmüller schreibt über seine Erfahrungen und<br />

Gedanken zu Gemeinschaftsbildungsseminaren nach Scott<br />

Peck. Er arbeitet am Aufbau einer wie hier skizzierten<br />

Gemeinschaft in Südfrankrreich.<br />

Interessierte an einer Gemeinschaft und Nachfragen gerne an:<br />

bepero@gmx.net<br />

w w w . n l g b u c h . d e<br />

NLG Natur Leben & Gesundheit - Buch und Produktvertrieb GmbH<br />

An der Breite 4 · D-87642 Halblech · Telefon: 08368 . 9106-0 · Fax: 08368 . 9106-98<br />

E-Mail: info@nlg-buch.de


und lesen nicht irgendwas.<br />

MATRIX<br />

M<br />

ATRIX3000<br />

History<br />

SPEZIAL<br />

3000<br />

Nr.18 / 6,50 EUR<br />

Österreich 7,20 EUR<br />

Sch<strong>we</strong>iz 12,80 SFR<br />

Luxemburg 7,60 EUR<br />

Italien 8,50 EUR<br />

Die Hexen<br />

von Salem<br />

Agent<br />

Chanel Nr. 5<br />

Laser-Archäologie entdeckt:<br />

Die<br />

verschollene<br />

Goldstadt<br />

J E T Z T<br />

im Handel !<br />

Kein "Good Bye"<br />

für Lenin<br />

Katharer -<br />

Mythos und<br />

Wirklichkeit<br />

Vom Grammophon zum iPod<br />

<strong>Matrix3000</strong> Spezial "History"<br />

Interessante und spannende Artikel zu Themen wie<br />

• Die Hexen von Salem - was geschah in Massachusetts wirklich?<br />

• Liegt Lenin in einer sumerischen Pyramide?<br />

• Die verschollene Stadt des Goldes - mit Laser-Archäologie wiederentdeckt<br />

• Die geheimen Kontakte von Coco Chanel<br />

• Die Katharer zwischen Mythos und Wirklichkeit<br />

• "His Master's Voice" - vom Grammophon zum iPod u. v. m.<br />

Bestellen Sie jetzt: Tel.: 08861-59018 - Fax: 08861-67091<br />

oder unter www.matrix3000.de


Bücher<br />

Grüne Kosmetik<br />

Ein wundervolles Buch, Naturkosmetik<br />

zum Selbermachen.<br />

Die Rezepte sind einfach<br />

und ohne großen Aufwand<br />

hergestellt – kein Gang mehr<br />

in die Apotheke, um Emulgatoren<br />

zu kaufen – nur die<br />

Kraft aus der Natur,Kräuter,<br />

Öle, Milch…<br />

Grüne Kosmetik wirkt wie ein<br />

frischer Apfel, der die Menschen<br />

mit seinen gesunden<br />

Wirkstoffen stärkt. Frische<br />

Zutaten aus der Küche und<br />

dem Garten machen die Kosmetik<br />

zu einem Erlebnis für<br />

die Haut. Grüne Kosmetik ist<br />

wie eine Frischzellenkur für<br />

das größte Organ des Menschen.<br />

130 Rezepte aus der lebendigen<br />

Natur – 130 Mal Schritt<br />

für Schritt Anleitungen für<br />

Ihre Gesichts- und Körperpflege,<br />

Haar- und Zahnpflege,<br />

Sonnenpflege und Deodorants.<br />

Etwas ganz Besonderes sind<br />

die Haut-Smoothies – Frische<br />

und Entspannung und Pflege<br />

zum Aufsprühen.<br />

Ein kleines Wunder<strong>we</strong>rk für<br />

mehr Natürlichkeit und Frische<br />

und für ein Mehr an<br />

Gesundheit, und das Ganze<br />

wundervoll bebildert – das<br />

Schwierige ist, man muss<br />

sich entscheiden, ob man<br />

<strong>we</strong>iter darin rumstöbern mag,<br />

oder ob man anfängt, mit den<br />

Zutaten, die man zu Hause<br />

hat, die ersten Rezepturen<br />

anzurühren.<br />

Ulrich Heerd<br />

Gabriele Nedoma<br />

Grüne Kosmetik<br />

Freya Verlag<br />

ISBN 978-3-99025-094-5<br />

€ 19,90<br />

Du bist eine großartige<br />

Persönlichkeit<br />

Mit diesem Buch <strong>we</strong>rden Türen<br />

geöffnet für einen persönlichen<br />

Reifungs- und Wachstumsprozess.<br />

Die Grundlage dieses Buches<br />

ist das Wissen, dass in jedem<br />

Menschen alles angelegt ist,<br />

um ein erfülltes Leben zu führen,<br />

dass das Wissen in jedem<br />

Menschen vorhanden ist für<br />

seine persönliche Weiterentwicklung.<br />

Zu diesen Quellen gibt es viele<br />

Wege und einige auch gute<br />

Bücher, dieses Buch jedoch<br />

ist allein dadurch schon etwas<br />

Besonderes, dass es mit sehr<br />

eindringlichen Affirmationen<br />

arbeitet, dass es auf eindrucksvolle<br />

Weise verschiedene<br />

Themen bearbeitet und<br />

es Freude macht, sich in diese<br />

Kapitel hineinzulesen.<br />

Der Griff zu den Energie-Symbolkarten<br />

wirkt dann wie das<br />

Öffnen eines Wasserhahns,<br />

wodurch dann Ströme der Bewusst<strong>we</strong>rdung<br />

im Betrachter<br />

freigesetzt <strong>we</strong>rden.<br />

Ein hilfreiches Buch, ein Buch,<br />

leicht wie ein Spiel und tief, so<br />

tief.<br />

Ulrich Heerd<br />

Andrea Molani Koppensteiner<br />

Du bist eine großartige<br />

Persönlichkeit:<br />

...entwickle sie mit der Kraft der<br />

Energie-Symbole.<br />

Ein Arbeitsbuch zur Persönlichkeitsentwicklung<br />

und zur möglichen<br />

Veränderung<br />

Limarutti Verlag<br />

ISBN 978-3-9502442-0-5<br />

€ 26,90<br />

Die Entfaltung der<br />

Blume des Lebens<br />

Die Blume des Lebens ist eines<br />

der ältesten Symbole der<br />

Menschheit und ein Sinnbild<br />

für Unendlichkeit. Sie besteht<br />

aus 19 Kreisen, 12 Halbkreisen,<br />

6 Drittelkreisen und 18<br />

Sechstelkreisen, die in den<br />

meisten Darstellungen von<br />

z<strong>we</strong>i großen Kreisen umgeben<br />

sind. Auf diesem Muster<br />

soll alles im Universum aufgebaut<br />

sein.<br />

Dass diese Erkenntnisse in<br />

die Welt kamen und so populär<br />

wurden, darf man Drunvalo<br />

Melchizedek zuschreiben.<br />

Aber es ist Jeanne Ruland zu<br />

verdanken, dass wir heute ein<br />

kleines Büchlein zur Hand haben,<br />

in dem wir neue Zugänge<br />

zur Blume des Lebens aufgezeigt<br />

bekommen, in dem wir<br />

praktische Möglichkeiten vorgestellt<br />

bekommen, in dem<br />

wir die Blume des Lebens<br />

vorgeführt bekommen als<br />

etwas, das auch zu unserem<br />

Leben gehört.<br />

Beim Lesen des Buches kann<br />

sich diese Blume auch bei den<br />

LeserInnen entfalten, <strong>we</strong>il<br />

den LeserInnen eine kleine<br />

Sonne aufgeht. Ein Büchlein,<br />

das man gerne liest.<br />

Ulrich Heerd<br />

Jeanne Ruland<br />

Die Entfaltung der Blume des<br />

Lebens - Praktische An<strong>we</strong>ndung<br />

und neue Zugänge<br />

Schirner Verlag 2010<br />

ISBN 978-3-84345-010-2<br />

€ 6,95<br />

Die Rosenkreuzer<br />

offenbaren ihre Lehren<br />

Mit diesem Buch tritt AMORC<br />

als authentische Nachfolgeorganisation<br />

der historischen<br />

Rosenkreuzer an die Öffentlichkeit.<br />

Das Ziel der Rosenkreuzer<br />

war seit jeher, ihre<br />

Ideale mit allen zu teilen, die<br />

nach Wissen und Weisheit<br />

suchen. So ist dieses Buch<br />

geeignet, das Herz eines jeden<br />

Suchenden zu erreichen,<br />

wird ihm doch das Ziel und vor<br />

allem der Weg zum „Erkenne<br />

Dich Selbst“ näher gebracht<br />

und führt so zu höheren Lebenserfahrungen.<br />

Den Weg<br />

zu wahrer Transformation<br />

<strong>we</strong>isen seit jeher Mysterienschulen<br />

und Initiatenorden.<br />

Die Rosenkreuzer führen<br />

auch heute noch auf diesen<br />

Königs<strong>we</strong>g. Die Übungen zur<br />

praktischen An<strong>we</strong>ndung lassen<br />

einen sofort erste persönliche<br />

Erfahrungen sammeln.<br />

Man verspürt den Wunsch,<br />

noch mehr zu erfahren und<br />

(s)ein Geheimnis zu ergründen.<br />

Ulrich Heerd<br />

Der Oberste Rat des AMORC<br />

(Hrsg.)<br />

Die Rosenkreuzer offenbaren<br />

ihre Lehren<br />

Verlag AMORC-Bücher<br />

ISBN 978-3-925972-52-2<br />

€ 24,90<br />

64<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


Märchen<br />

Die drei Brüder<br />

Es waren einmal drei Brüder. Die beiden Ältesten waren groß und stark.<br />

Der Jüngste war aber klein und zierlich, deshalb wurde er auch immer<br />

von seinen Brüdern gehänselt.<br />

Eines Tages waren sie im Wald, um Holz zu holen. Mitten im Wald auf<br />

einer Lichtung saß ein kleines Männchen. Es winkte sie heran und sagte<br />

zu ihnen: „Ich kann euch zu großem Reichtum verhelfen. Ich <strong>we</strong>iß, dass in<br />

der Nähe ein verwunschener Schatz versteckt ist. Wer ihn findet, braucht<br />

sich den Rest seiner Tage nicht mehr vor Armut zu fürchten. Ich muss euch<br />

allerdings warnen: geht man auf die Suche nach dem Schatz und kann ihn<br />

aber nicht bekommen, so verwandelt man sich so lange in einen Esel, bis<br />

jemand kommt, der den Schatz bergen kann.“<br />

Als dies das Männchen gesagt hatte, verschwand es vor ihren Augen. Die<br />

z<strong>we</strong>i älteren Brüder stürmten sofort los, um den Schatz zu suchen. Doch<br />

nach kurzer Zeit vernahm der Jüngste nur ein lautes „I-aah“.<br />

Als er nachschaute woher dies kam, sprangen ihm z<strong>we</strong>i Esel entgegen, die<br />

ihn aufgeregt zu einen alten Baumstumpf zerrten. Dort sah er ein kleines,<br />

enges Loch, in dem der Schatz des Männchens zu sehen war. Er passte<br />

gerade hinein und konnte den Schatz unter großen Mühen herausholen.<br />

In diesen Augenblick verwandelten sich die beiden Esel in die älteren<br />

Brüder, die fortan dem reichen Jüngsten als Knechte dienten und ihn nie<br />

wieder <strong>we</strong>gen seines kleinen Wuchses verhöhnten.<br />

Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013 MATRIX 3000 65


<strong>Vorschau</strong><br />

MATRIX3000<br />

<strong>Vorschau</strong> auf <strong>Matrix3000</strong> Band 78, erscheint am 31. 10. 201<br />

Higgs-Bosonen im Gehirn<br />

Hinter den Kulissen von CERN … und hinter den Kulissen<br />

der Kulissen.<br />

Haben CERN-Wissenschaftler eine dramatische Warnung<br />

vor den Higgs-Bosonen geschickt verpackt?<br />

Neu – Kontrovers – Unbedingt lesen!<br />

Zeichen im Sand<br />

Es dreht sich wieder einmal um die so lange Zeit geheimnisumwitternde<br />

Area 51 in der Wüste Nevadas. Seit der vielfach<br />

genutzten Software Google Earth tauchen insbesondere im<br />

Internet vermehrt seltsame Piktogramme in der Einöde auf,<br />

die Anlass geben zu <strong>we</strong>itreichenden Spekulationen. Als ob die<br />

amerikanische Militärbasis Area 51 nicht genug Schlagzeilen<br />

machte, als man dort geheime Hangars in Verbindung mit der<br />

Entwicklung außerirdischer Technologie vermutete.<br />

Gottes Gold<br />

Mythen und Wunder gehören einfach zu uralten Tempeln.<br />

Manchmal auch Geschichten von verborgenen Schätzen. Die<br />

hektische Aufregung und mediale Aufmerksamkeit, <strong>we</strong>lche der<br />

Öffnung uralter unterirdischer Kammern des Sree Padmanabhaswamy<br />

Tempels in Indien folgten, stehen in einem scharfen<br />

Kontrast zu der erhabenen Ruhe, <strong>we</strong>lche sonst das gewaltige<br />

Bau<strong>we</strong>rk umgab. Der Tempel erhebt sich seit Menschengedenken<br />

über den geschäftigen Straßen von Thiruvananthapuram,<br />

der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Kerala. Angeblich<br />

soll sich in seinen unterirdischen Kammern der größte<br />

Gold- und Silberschatz der Welt befinden.<br />

Dekadenz – die Wiederkehr eines Phänomens<br />

„Spätrömische Dekadenz“ bescheinigte Guido Wester<strong>we</strong>lle<br />

den Empfängern von Transferleistungen. Der Außenminister<br />

diagnostizierte richtig, jedoch bei der falschen Zielgruppe. Dekadenz<br />

ist keine Epoche, sondern ein kulturelles Phänomen,<br />

das auftaucht, wann immer eine Zivilisation kraftlos wird und<br />

in eine Phase des Niedergangs eintritt. Lebensverneinung,<br />

übermäßige Verfeinerung der Sinne und Liebe zum Künstlichen<br />

können ebenso Symptome sein wie die Prunksucht einer<br />

Oberschicht, die jede Bodenhaftung verloren hat. Im 19. und<br />

beginnenden 20. Jh. standen Künstler wie Baudelaire, Wagner<br />

und Trakl für ästhetisch verbrämte Todessehnsucht. Nietzsche<br />

definierte „Décadence“ als „Übergewicht der Unlustgefühle<br />

über die Lustgefühle“, das er vor allem in der Religion verortete.<br />

Heute ermöglicht die Technik wie nie zuvor eine Flucht in<br />

virtuelle Gegen<strong>we</strong>lten. Die Maßlosigkeit des spekulierenden<br />

Kapitals ist ebenso Symptom eines Verfalls wie esoterischer<br />

Realitätsverlust und der Flirt einer ganzen Kultur mit der<br />

Selbstzerstörung.<br />

Das Universum ist Klang<br />

Warum berühren und beeinflussen uns Musik und Klang so<br />

sehr? Nicht nur zahllose Dichter, Mystiker und Philosophen,<br />

nicht nur Mythologien aus Ost und West, sondern auch die modernen<br />

String-Theorien legen nahe, dass das Universum durch<br />

Klang (Nada, Om, Logos) entstanden und aufrecht erhalten<br />

wird. Zumindest ist das Universum nach<strong>we</strong>isbar (siehe u.a.<br />

Kepler) aus Strukturen aufgebaut, die sich auch in der Musik<br />

wiederfinden. Ist Musik des<strong>we</strong>gen so wirksam, <strong>we</strong>il sie uns unbewusst<br />

an unsere Heimat erinnert und daher Resonanzen in<br />

uns auslöst?<br />

Impressum<br />

<strong>Matrix3000</strong> erscheint z<strong>we</strong>imonatlich.<br />

ISSN 1 439-4154<br />

ISBN (<strong>Matrix3000</strong> Band <strong>77</strong>): 978-3-89539-893-3<br />

Verlag<br />

MATRIX3000 Verlag GmbH<br />

Ammergauer Straße 80<br />

D-86971 Peiting<br />

Telefon: 0 88 61/59 0 18, Telefax: 0 88 61/67 0 91<br />

info@matrix3000.de, www.matrix3000.de<br />

Redaktion MATRIX3000<br />

Grazyna Fosar<br />

Ammergauer Str. 80<br />

D-86971 Peiting<br />

Telefon: 0171-3675406<br />

grazyna.fosar@matrix3000.de,<br />

franz.bludorf@matrix3000.de<br />

Redaktionsschluß für die nächste <strong>Ausgabe</strong>,<br />

<strong>Matrix3000</strong> Band 78: 17. 9. 2013<br />

Chefredaktion<br />

Franz Bludorf<br />

Redaktion<br />

Franz Bludorf, Grazyna Fosar, Ulrich Heerd, Ralf Lehnert,<br />

Lisa Rampertshammer, Elke Röder, Roland Rottenfußer<br />

Beiträge von<br />

Franz Bludorf, Rio Eberlein, Lars A. Fischinger, Fritz Florian,<br />

Grazyna Fosar, Andreas Giesen, Ralf Lehnert, Bernd<br />

Rosenmüller, Roland Rottenfußer, Maria Schwach<br />

Art Direction<br />

Mirjam Schuster<br />

mia@thesigner.com<br />

Bilder: Angaben beim Bild oder Archiv<br />

Druck<br />

Mayr Miesbach GmbH<br />

Vertrieb<br />

MZV Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. KG<br />

Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim<br />

Tel.: 089/ 31906-296, Fax.: 089/ 31906-166<br />

www.mzv.de<br />

Bezugspreise<br />

Abo-Jahresbeitrag (6 Hefte + 3 Sonderhefte), inkl. Versand:<br />

49,– EUR (ins Ausland 62,40 EUR).<br />

Abo-Bestellung mit Abo-Bestellschein.<br />

Einzelheft: Deutschland 6,50 EUR,<br />

Österreich 7,40 EUR, Sch<strong>we</strong>iz 12,80 SFR,<br />

Italien 8,50 EUR, Luxemburg 7,70 EUR<br />

Für ge<strong>we</strong>rbliche Inserenten<br />

Michaels Verlag und Vertrieb GmbH<br />

Ammergauer Straße 80<br />

D-86971 Peiting<br />

Telefon: 0 88 61/59 0 18, Telefax: 0 88 61/67 0 91<br />

info@michaelsverlag.de, www.matrix3000.de<br />

Bestellungen über:<br />

Michaels Verlag und Vertrieb GmbH<br />

Ammergauer Straße 80<br />

D-86971 Peiting<br />

Telefon: 0 88 61/59 0 18, Telefax: 0 88 61/67 0 91<br />

info@michaelsverlag.de, www.matrix3000.de<br />

Mit Namen gezeichnete Beiträge <strong>we</strong>rden von den Autoren<br />

selbst verantwortet und stellen die Meinung des je<strong>we</strong>iligen<br />

Autors dar. Sie spiegeln daher nicht unbedingt die<br />

Auffassungen der Redaktion wider. Die Bearbeitung und<br />

Kürzung von Beiträgen behält sich die Redaktion vor. Alle<br />

Inhalte entsprechen dem besten Wissen der Redaktion<br />

nach gründlicher Prüfung, trotzdem kann keine Gewähr<br />

übernommen <strong>we</strong>rden.<br />

Die Redaktion freut sich über zugesandte Textvorlagen,<br />

für unverlangt eingereichte Beiträge kann der Verlag<br />

allerdings keine Haftung übernehmen.<br />

Für Werbeanzeigen übernimmt der Verlag keine in-<br />

haltliche Verantwortung. Nachdruck und Kopie, auch in<br />

Auszügen, nur nach Abstimmung mit dem Verlag.<br />

66<br />

MATRIX 3000 Band <strong>77</strong> September / Oktober 2013


MATRIX3000<br />

Buchempfehlung<br />

Thomas Klein<br />

Grazyna Fosar / Franz Bludorf<br />

Welt am Limit<br />

Michaels Verlag 2011<br />

ISBN 978-3-89539-390-7<br />

€ 24,80<br />

Grazyna Fosar / Franz Bludorf<br />

Der Geist hat keine Firewall<br />

Lotos Verlag / Verlagsgruppe<br />

Randomhouse 2009<br />

ISBN 978-3<strong>77</strong>8782170<br />

€ 19,95<br />

Jonathan May<br />

Die Macht (I)<br />

Michaels Verlag 1997<br />

ISBN 978-3-89539-069-2<br />

€ 23,90<br />

Nick Begich, Jeane Manning<br />

Löcher im Himmel<br />

Michaels Verlag 2004<br />

ISBN 978-3-89539-380-8<br />

€ 23,90<br />

Lars A. Fischinger<br />

Verbotene Geschichte<br />

Ansata-Verlag 2010<br />

ISBN 978-3-<strong>77</strong>8<strong>77</strong>-436-6<br />

€ 17,99<br />

Ulrich Heerd (Hrsg.)<br />

Das HAARP-Projekt<br />

Michaels Verlag 2012<br />

ISBN 978-3-89539-283-2<br />

€ 14,80<br />

Dan Brown<br />

Inferno<br />

Lübbe Verlag 2013<br />

ISBN 978-3-78572-480-4<br />

€ 26,00<br />

Fritz Florian<br />

Gelenkgeräusche<br />

Diagnose und Therapie<br />

Michaels Verlag 2012<br />

ISBN 978-3-89539-089-0<br />

€ 16,80<br />

BESTELLSCHEIN<br />

Stück<br />

ISBN 978-3-89539-390-7 Welt am Limit 24,80 €<br />

ISBN 978-3-<strong>77</strong>878-217-0 Der Geist hat keine Firewall 19,95 €<br />

ISBN 978-3-89539-069-2 Die Macht (I) 23,90 €<br />

ISBN 978-3-89539-380-8 Löcher im Himmel 23,90 €<br />

ISBN 978-3-89539-283-2 Das HAARP-Projekt 14,80 €<br />

ISBN 978-3-89539-089-0 Gelenkgeräusche 16,80 €<br />

ISBN 978-3-<strong>77</strong>8<strong>77</strong>-436-6 Verbotene Geschichte 17,99 €<br />

ISBN 978-3-78572-480-4 Inferno 26,00 €<br />

Ausgefüllt und unterschrieben an:<br />

MICHAELS VERLAG & VERTRIEB GMBH,<br />

Ammergauer Strasse 80, D-86971 Peiting, Fax: 08861 - 6 70 91<br />

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MVV, Ammergauerstr. 80, 86971 Peiting, PVSt. Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt, B51 151<br />

Seit 25 Jahren<br />

wissen wir:<br />

„Wirtschaftliche Konkurrenten <strong>we</strong>rden zu Feinden Amerikas“<br />

„US Geheimdienste sehen bei wirtschaftlicher Bedrohung den „Verteidigungsfall“ gegeben.“<br />

„Wenn zukünftig irgendwo in der Bundesrepublik eine Bombe detoniert, wird man gezwungen sein, auch Behörden<br />

des Staates in den Kreis der Täter einzubeziehen.<br />

Hamburger Abendblatt<br />

„ … die Tendenz entfernt sich vom Ost/West Militärkonflikt hin zu einer globalen Bedrohung wirtschaftlicher Fragen.<br />

Wirtschaftsfragen sind bereits ein Schlüsselbereich unserer Außenpolitik und unserer (CIA-) Aufgaben bezüglich der<br />

nationalen Sicherheit. Es gibt eine Vielzahl von wirtschaftlichen Fragen, die unsere Sicherheit unmittelbar betreffen…“<br />

Rede des damaligen CIA Direktors William Webster vor der Los Angeles World Affairs Council am 19,9,1989<br />

„Durch die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet (gemeint ist hier der vermeintliche Terrorismus) haben die <strong>we</strong>stlichen<br />

Industriestaaten ihre Verteidigung gegen die Geißel der Menschheit aufgenommen.<br />

Die hohe Qualität der Zusammenarbeit zwischen den Nachrichtendiensten und der Justiz in der BRD und den amerikanischen<br />

Behörden wissen wir außerordentlich zu schätzen“<br />

So Vernot Walters, der CIA Spitzenagent und Botschafter der USA in Deutschland in seiner ersten Rede (als Botschafter<br />

in Deutschland) am 27.4.89<br />

Alle Zitate entnommen aus dem Buch<br />

Jonathan May<br />

DIE MACHT I<br />

Geheimgesellschaften<br />

Jonathan May<br />

Die Macht (I)<br />

Michaels Verlag 1997<br />

ISBN 978-3-89539-069-2<br />

€ 23,90

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