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MAGAZIN<br />
SMART TV 2.0<br />
EINE NEUE INITIATIVE KLÄRT<br />
AUF: INTERNETFERNSEHEN<br />
SOLL EINFACHER WERDEN<br />
Trends Tests Hintergründe Entertainment<br />
MARKTÜBERSICHT<br />
EXKLUSIVE INFOS<br />
TESTPREMIEREN<br />
DIE NEUEN<br />
SUPER-<strong>TVs</strong><br />
ENTHÜLLT!<br />
130<br />
<strong>TVs</strong><br />
D: € 4,99 | 6/2013<br />
AT: € 5,75, CH: SFR 10,00, BeNeLux: € 5,90,<br />
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UHD-FERNSEHER VON SAMSUNG MIT TRAUMBILD<br />
WELTNEUHEIT: OLED MIT GEWÖLBTER BILDFLÄCHE<br />
PHILIPS-FERNSEHER STEUERN LED-LAMPEN<br />
50 BLU-RAYS IM BILDTEST<br />
3D, HD-NEUAUFLAGE UND 4K-MASTERING:<br />
LOHNT DER FILMNEUKAUF WIRKLICH?<br />
BUNDESLIGA LIVE ERLEBEN<br />
HD UND MOBIL DANK SKY UND ENTERTAIN:<br />
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Fernseher: ultraslim.<br />
Sound: superfett.<br />
Samsung HW-F750<br />
Passt perfekt: Samsung Smart TV + Soundbar HW-F750.<br />
<strong>Die</strong> Kombination aus diesen beiden Geräten macht in jedem Wohnzimmer eine gute Figur – in kleinen wie in großen.<br />
Vor allem die stilvolle Soundbar HW-F750 spielt trotz ihrer kompakten Größe überall zur Hochform auf. Dabei sorgt<br />
der kabellos per Bluetooth ® verbundene Subwoofer 1 für einen fetten Surround Sound mit satten Bässen. Auch mit<br />
dem Fernseher verbindet sich die elegante Soundbar per Bluetooth ® via SoundShare 2 . Praktisch: <strong>Die</strong> HW-F750 geht<br />
automatisch an, sobald Sie das TV-Gerät einschalten. So will ich fernsehen.<br />
www.samsung.de/soundbars<br />
1<br />
Subwoofer nicht abgebildet. | 2 SoundShare ist auf ausgewählten Smart TV-Geräten vorinstalliert und kann auch nur auf diesen genutzt werden – 2013: LED-<br />
Serie 6400 oder höher und PDP-Serie 5500 oder höher; 2012: LED-Serie 6100 oder höher und PDP-Serie 550 oder höher.
IFA macht’s möglich<br />
Surroundsets<br />
...die begeistern<br />
Haben Sie sich schon den 6. bis 11. September<br />
dick am Kalender markiert?<br />
Wenn nicht, sollten Sie dies schleunigst<br />
nachholen, denn in knapp einem Monat<br />
lädt die IFA zur alljährlichen Technikschau.<br />
Am besten planen Sie gleich einen Kurzurlaub<br />
in Berlin ein, denn das Messegelände am<br />
Funkturm hält auch abseits der brand<strong>neuen</strong><br />
TV-Technik so manche Überraschungen parat<br />
und Bands von Unheilig bis Heino sorgen<br />
für Stimmung im Sommergarten bis spät<br />
in die Nacht. Als Appetitanreger, Leitfaden<br />
und kompakter Überblick dient unsere<br />
XXL-IFA-Spezialausgabe, die alle wichtigen<br />
TV-Neuheiten präsentiert und über den <strong>neuen</strong><br />
UHD-Standard informiert. Zwar konnten wir<br />
nicht allen Herstellern sämtliche Weltpremieren<br />
entlocken, die zur IFA präsentiert werden,<br />
doch so manches Geheimnis wird auf den folgenden<br />
Seiten bereits vor Messebeginn gelüftet.<br />
Neben den TV-Herstellern kommen bei uns<br />
auch die Inhalteanbieter zu Wort, schließlich<br />
ist ein kostspieliger UHD-Fernseher ohne<br />
Videoinhalte nur die Hälfte wert. Und falls Sie<br />
bei all den Abkürzungen um Full HD, UHD<br />
und 4K den Überblick verlieren, sorgen unsere<br />
„So manches Geheimnis<br />
wird auf den folgenden<br />
Seiten bereits vor<br />
Messebeginn gelüftet.“<br />
IFA-Showacts im Sommergarten<br />
Helge Schneider,<br />
Donnerstag, 5. September,<br />
Einlass 17 : 30 Uhr, Beginn: 19 : 00 Uhr<br />
Philipp Poisel & Band,<br />
Freitag, 6. September,<br />
Einlass 18 : 00 Uhr, Beginn: 19 : 00 Uhr<br />
<strong>Die</strong> Neuen DeutschPoeten,<br />
Samstag, 7. September,<br />
Einlass 13 : 00 Uhr, Beginn 14 : 00 Uhr<br />
Unheilig,<br />
Sonntag, 8. September,<br />
Einlass: 17 : 30 Uhr, Beginn: 19 : 30 Uhr<br />
Heino,<br />
Montag, 9. September,<br />
Einlass: 18 : 00 Uhr, Beginn: 20 : 00 Uhr<br />
Spektakuläre Kehrtwende<br />
nuLine 284 Set<br />
„Nur selten habe ich ein Mehrkanalsystem<br />
gehört, das so glasklar und<br />
fein aufgelöst zur Sache geht, wie<br />
das nuLine-Set...<br />
Mit seiner <strong>neuen</strong> nuLine-Serie hat<br />
sich die Nubert Speaker Factory<br />
einmal mehr selbst übertroffen...“<br />
Heimkino 6/13<br />
Hintergrundartikel für Durchblick. Da sich<br />
derzeit alles um das runde Leder dreht, fassen<br />
wir auch die Neuigkeiten zu den Liveübertragungen<br />
der 1. und 2. Bundesliga zusammen.<br />
Wer von alledem nichts wissen will, wird in unseren<br />
Blu-ray-Tests fündig: Mehr als 50 Filme<br />
in bester HD- und 3D-Qualität warten darauf,<br />
von Ihnen entdeckt zu werden.<br />
IHRE REDAKTION DER <strong>HDTV</strong><br />
Schreiben Sie uns<br />
Microsoft zog sämtliche angekündigten Onlinezwänge<br />
der Xbox One (erscheint im November<br />
in Deutschland) zurück. <strong>Die</strong> Konsole erfordert<br />
demnach keine kontinuierliche Onlineregistrierung<br />
und Spiele auf Disc dürfen wie gehabt<br />
weiterverkauft werden. Einzig das einmalige<br />
Anmelden über das Internet bei Systemstart<br />
ist Grundvoraussetzung für den Betrieb. Don<br />
Mattrick (Bild), Vorsitzender der Xbox-Sparte,<br />
verließ Microsoft mitten in der heißen Phase der<br />
Produkteinführung.<br />
„Dampfhammer mit Feinzeichnung“ Preis/Leistung: hervorragend<br />
Heimkino Highlight 6/13 · „Ein Top-Set“ Video 7/13<br />
nuLine 284 (Front), nuLine 24 (Rear), CS-174 (Center), AW-1100<br />
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<strong>Die</strong> nächste Ausgabe der <strong>HDTV</strong><br />
erscheint am 11. Oktober 2013.<br />
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Coriolanus<br />
Company Men<br />
Kung Fu Panda<br />
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Bilder: Auerbach Verlag
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TV-Bildeinstellungen!
Inhalt 6/2013<br />
IFA-Trends<br />
12 | UHD-4K-Fernseher<br />
Mit mehr als zwei Metern Bilddiagonale ersetzen<br />
UHD-4K-Fernseher sogar Heimkinoleinwände.<br />
14 | Ultra HD löst <strong>HDTV</strong> ab<br />
<strong>Die</strong> vierfache Full-HD-Auflösung soll das Fernsehen<br />
der Zukunft noch mitreißender gestalten.<br />
19 | Entdecken Sie die TV-Zukunft<br />
Samsung präsentiert UHD-Fernseher und<br />
OLED-Bildtechnologien.<br />
26<br />
Sony<br />
KD-65X9005A<br />
08<br />
Samsung<br />
UE85S9<br />
19<br />
IFA-Neuheiten<br />
37<br />
von Samsung<br />
Philips Elevation<br />
mit 4-fach-Ambilight<br />
24 | Bildqualität im Fokus<br />
Sony setzt auf ultrahohe Auflösungen und einen<br />
brand<strong>neuen</strong> Farbfilter für LED-LCDs.<br />
30 | Panasonic mag es einfach<br />
Statt die Handhabung komplexer zu gestalten,<br />
setzt Panasonic auf innovative Bedienkonzepte.<br />
37 | Ambilight im ganzen Haus<br />
Philips veröffentlicht Fernseher mit 4-fach-Ambilight<br />
und innovative LED-Lampen.<br />
44 | Loewe fertigt individuell<br />
Der Premiumhersteller bietet exklusive Bildund<br />
Tonlösungen für jedes Wohnzimmer.<br />
50 | 75 Jahre Metz<br />
Tradition verpflichtet: „Made in Germany“ zahlt<br />
sich auch heute noch aus.<br />
57 | Weltpremieren von LG<br />
Ein IFA-Highlight ist nicht genug: Ultra-HDund<br />
OLED-Fernseher vorgestellt.<br />
64 | Sharp schwelgt in XXL-<strong>TVs</strong><br />
Mit Bilddiagonalen von mehr als zwei Metern<br />
strebt Sharp neue Größenrekorde an.<br />
IFA-Tests<br />
08 | Samsung UE85S9<br />
26 | Sony KD-65X9005A<br />
32 | Panasonic TX-L55WTW60<br />
40 | Philips 55PFL8008K<br />
46 | Loewe Individual Slim Frame 46<br />
52 | Metz Aurus 47 3D Media Twin R<br />
60 | LG 55LA8609<br />
66 | Sharp LC-70LE857E<br />
Bilder Titel: Disney, LG, Messe Berlin, Philips, Samsung, Sky, Sony Pictures • Bilder Inhalt: 20th Century Fox, Disney, LG, Messe Berlin, Paramount, Philips, Samsung, Sky, Sony, Sony Pictures, Warner<br />
6 | 6.2013
Hintergründe<br />
22 | Flachbild-TV-Marktübersichten<br />
Seite 22 Samsung, Seite 28 Sony, Seite 34 Panasonic,<br />
Seite 42 Philips, Seite 48 Loewe, Seite 54<br />
Metz, Seite 62 LG, Seite 68 Sharp.<br />
Twin-<br />
Smart-TV-<br />
Receiver<br />
UFS 924<br />
70 | Smarte Fernseher verstehen<br />
Eine neue Initiative soll das Internetfernsehen<br />
für den Kunden verständlich machen.<br />
72 | <strong>Die</strong> beste Bildqualität erleben<br />
Mit dem passenden Abspielgerät holen Sie alles<br />
aus Ihrer Filmsammlung heraus.<br />
74 | 3D wie im Kino genießen<br />
Das Polfilterverfahren ermöglicht den 3D-Genuss<br />
im Wohnzimmer wie im Kino.<br />
74<br />
3D wie<br />
im Kino<br />
90<br />
Bundesliga<br />
in HD und mobil<br />
90 | Bundesliga in HD und mobil<br />
<strong>Die</strong> Deutsche Telekom und Sky starten mit attraktiven<br />
Abo-Paketen in die neue Fußballsaison.<br />
100 | Großes Philips-Special<br />
Heft umdrehen und staunen: Steuern Sie mit<br />
Ihrem Ambilight-Fernseher die komplette<br />
Hausbeleuchtung.<br />
Entertainment<br />
+ Red Bull TV Portal<br />
& ServusTV Portal<br />
76 | Der ultimative Blu-ray-Test<br />
3D-Filmfassung, 4K-Mastering-Neuauflage und<br />
Disney-Klassiker im Bildcheck.<br />
+ Verbindet SAT-TV<br />
und Internet<br />
84 | Star Trek Into Darkness<br />
<strong>Die</strong>ser Film bietet nicht nur Action, sondern<br />
auch eine gehörige Portion Humor.<br />
86 | Fast & Furios 6<br />
Insidertipp: Warten Sie den Abspann ab und<br />
sehen Sie genau hin, wer im Auto sitzt!<br />
76<br />
50 Blu-rays<br />
im Bildcheck<br />
84<br />
Star Trek<br />
Into Darkness<br />
+ Interne Festplatte<br />
500 GB / 1000 GB<br />
+ Stand-by-Leistung<br />
Samsung UE85S9<br />
Samsung<br />
UE85S9<br />
REFERENZ<br />
216 cm<br />
6/2013<br />
Preis: 34 999 Euro, Farbe: Schwarz-Silber, Maße (B × H × T): 200,4 × 162,5 × 5,6 cm, Gewicht: 85,8 kg, Bauweise: Direct-LED-LCD, Auflösung: 3 840 × 2 160<br />
Pixel, 3D: ja (Shutter-Technik), Tuner: DVB-C (2 ×), DVB-S2 (2 ×), DVB-T (2 ×), WLAN: ja, Stromverbrauch: 500 Watt<br />
In den letzten acht Jahren haben wir bereits<br />
eine Menge extravaganter TV-Lösungen<br />
bewundern dürfen, doch was Samsung mit<br />
dem UE85S9 präsentiert, sprengt schlichtweg<br />
jede Beschreibung.<br />
Das Wort Fernseher wird diesem Kunstwerk<br />
nicht gerecht, denn das 85-Zoll-Display thront<br />
nahezu schwebend innerhalb einer eindrucksvollen<br />
Rahmenkonstruktion. Neben der perfekten<br />
Stabilität ermöglicht der Rahmen die Neigung des<br />
gigantischen, höhenverstellbaren Displays.<br />
Mehr als ein LED-LCD<br />
Je größer das Bild, desto schneller sind Bildfehler<br />
und Ausleuchtungsschwächen erkennbar.<br />
Samsung ist sich dieser Problematik sehr wohl<br />
bewusst und fertigt den UE85S9 nicht nur<br />
in bester Materialqualität, sondern spendiert<br />
dem Fernseher auch ein echtes LED-Backlight.<br />
Samsung-Kenner wissen, dass der Hersteller die<br />
echte LED-Hintergrundbeleuchtung bereits vor<br />
fünf Jahren in den Premium-<strong>TVs</strong> verbaute, dann<br />
aber auf die stromsparende Edge-LED-Technik<br />
auswich. Im UE85S9 feiert das „echte“ LED-<br />
Backlight nun ein Revival und unsere Messungen<br />
belegen eindrucksvoll, dass Samsungs XXL-TV<br />
alle anderen vergleichbaren Fernseher der Konkurrenz<br />
im Regen stehen lässt. <strong>Die</strong> Bildhelligkeit<br />
fällt durch die direkte LED-Beleuchtung deutlich<br />
besser aus und die Ausleuchtungsgenauigkeit ist<br />
bis in die Bildecken nahezu makellos. Zudem sind<br />
insgesamt 240 Zonen unabhängig voneinander<br />
dimmbar, sodass der TV genau an jenen Stellen<br />
die Leuchtkraft der LEDs reduziert, die ein tiefes<br />
Schwarz wiedergeben sollen. Damit katapultiert<br />
der UE85S9 den Bildkontrast auf Rekordwerte<br />
(Minimum- und Maximumkontrast rund doppelt<br />
so hoch wie bei Edge-LED-LCDs). In Kinofilmen<br />
mit schwarzen Balken sind keine Aufhellungen im<br />
Schwarz zu erkennen und selbst komplexe Bildinhalte<br />
mit detaillierten Hell-Dunkel-Anteilen<br />
werden präzise und kontraststark herausgearbeitet.<br />
Besonders beeindruckte uns die fehlerfrei<br />
arbeitende Signalverarbeitung: Der Fernseher<br />
provozierte keine Unterbelichtung, kein Ausbrennen<br />
von Details und keine störenden Auren um<br />
helle Bildpunkte. Insgesamt bewegt sich Samsung<br />
Der auffällige Bildrahmen<br />
beherbergt voluminös aufspielende<br />
Lautsprecher und<br />
eine Videokamera.<br />
Vom TV führt ein Kabel zur<br />
externen, kompakten Anschlussbox<br />
– so lassen sich<br />
Geräte auch nachträglich<br />
einfach anschließen.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />
8 | 6.2013
hier an der Grenze des technisch Machbaren und<br />
Sie werden keinen LED-LCD- oder Plasmafernseher<br />
am Markt finden, der dem UE85S9 Paroli<br />
bieten kann.<br />
Noch schärfer dank UHD<br />
Samsung spendiert dem UE85S9 eine fehlerfrei<br />
ablaufende UHD-Konvertierung, die sämtliche<br />
Inhalte, egal ob SD, HD oder Full HD, in die<br />
ultrahohe Auflösung von 3 840 x 2 160 Pixeln<br />
umwandelt. Dabei werden Kanten geglättet, Bildfehler<br />
infolge der Skalierung minimiert und die<br />
Detailschärfe angehoben. Schade: Manuell können<br />
Sie nicht in die UHD-Bildbearbeitung eingreifen,<br />
es findet sich kein neuer UHD-Bildregler<br />
im Menü. Trotz der gigantischen 85-Zoll-Bilddiagonale<br />
sind SD-Inhalte bei Abständen von<br />
3,4 bis 4 Metern annehmbar, Full-HD-Quellen<br />
erscheinen hinsichtlich der Detailauflösung sogar<br />
ähnlich überzeugend, wie auf einem deutlich<br />
kleineren Fernseher. <strong>Die</strong> Fähigkeit, auch durchschnittliches<br />
Material ansehnlich zu präsentieren,<br />
hebt Samsungs UE85S9 wohltuend von der<br />
Konkurrenz ab. Spielen Sie echtes UHD-Material<br />
ab, steigt die Bildplastizität nochmals enorm und<br />
dank der gigantischen<br />
Bilddiagonale ist der<br />
Unterschied zu Full-<br />
HD-Quellen selbst<br />
dann noch erkennbar,<br />
wenn Sie 3 Meter<br />
vom TV entfernt<br />
sitzen – erst ab 3,5<br />
Metern verschwimmen<br />
langsam die Grenzen.<br />
Im Gegensatz<br />
zur Konkurrenz<br />
zeigt sich Samsung<br />
extrem flexibel bei<br />
der UHD-Zuspielung:<br />
Über HDMI können<br />
Sie UHD-Videos über<br />
<strong>Die</strong> Hauptfernbedienung ist beleuchtet. Für die Internetnavigation<br />
eignet sich die Zweitfernbedienung.<br />
einen PC einschleusen, die maximale Bildrate<br />
beträgt hierbei 30 Bilder pro Sekunde. Fotos<br />
über den USB-Eingang sind ebenso wenig ein<br />
Problem, selbst Videos kann der Fernseher direkt<br />
verarbeiten, wenn diese in vier Full-HD-Teile<br />
gesplittet werden. Ebenfalls einzigartig: Während<br />
der Medienwiedergabe dürfen Sie die Bildeinstellungen<br />
nach Lust und Laune anpassen –<br />
das bietet die UHD-Konkurrenz derzeit nicht.<br />
Einziges Manko: Videos über Youtube zeigten<br />
eine fehlerhafte Anpassung des Videobereichs,<br />
sodass Schwarz eher Grau wirkt und Weißflächen<br />
die Brillanz fehlt.<br />
Keine Angst vor der Zukunft<br />
Das Smart-Evolution-Kit, eine Art Hardware-<br />
Nachrüstbox, soll die Verarbeitung neuerer<br />
Bildcodecs wie HEVC möglich machen, wenn<br />
die geeigneten Chipsätze zur Decodierung der<br />
UHD-TV-Inhalte verfügbar sind. Ins gleiche<br />
Horn stößt die mitgelieferte externe Anschlussbox,<br />
die durch neuere Versionen mit verbesserten<br />
HDMI-Schnittstellen ersetzt werden kann. Damit<br />
grenzt sich der UE85S9 von allen anderen UHD-<br />
Fernsehern ab, die mangels Aufrüstbarkeit bereits<br />
jetzt einer ungewissen Zukunft entgegenblicken.<br />
Vom UE85S9 führt nur ein einziges Audio-<br />
Videokabel zur schlanken Anschlussbox, alle<br />
anderen Quellen docken direkt am kompakten<br />
„Insgesamt bewegt sich Samsung an<br />
der Grenze des technisch Machbaren<br />
und Sie werden keinen LED-LCD- oder<br />
Plasmafernseher am Markt finden,<br />
der dem UE85S9 Paroli bieten kann.“<br />
Metallriegel an. Mit an Bord sind Doppeltuner für<br />
alle digitalen Empfangsarten, sodass Sie während<br />
der Aufzeichnung auf einen USB-Speicher das<br />
Programm auch wechseln dürfen. Mangels zweier<br />
CI-Schnittstellen decodieren Sie aber nur ein verschlüsseltes<br />
Programm zur gleichen Zeit und zwei<br />
Sender können nicht gleichzeitig auf die Festplatte<br />
gebannt werden (Aufnahme und Time-Shift<br />
sind ebenfalls nicht zur gleichen Zeit möglich).<br />
<strong>Die</strong> Installation einer Satellitenanlage ist etwas<br />
komplexer als erwartet, denn die DiSEqC-Konfiguration<br />
wartet mit versteckten Einstellungen<br />
auf. Auch die aufgeräumt wirkende Smart-TV-<br />
Internetoberfläche zeigt leichte Bedienschwächen:<br />
Im Videoportal gab es unaktuelle Filme,<br />
für neuere Blockbuster sollte daher „Maxdome“<br />
aufgerufen werden, das sich allerdings unter Apps<br />
versteckt. Neue Apps fügen Sie besser nicht über<br />
den Punkt „weitere Apps“ hinzu, sondern über<br />
„Samsung Apps“. Da auch bei den angezeigten<br />
Bildinfos Stolperfallen lauern (der Helligkeitsregler<br />
steuert z. B. nicht die Bildhelligkeit) und<br />
der Fernseher im Auslieferungszustand sämtliche<br />
Eingangssignale im 16:9-Bildformat beschneidet<br />
lautet unser Tipp: Übernehmen Sie am besten<br />
unsere abgedruckten Bildeinstellungen, um einen<br />
fehlerhaften Bildabgleich zu vermeiden. Dann<br />
www.hdtvmagazin.com 9
Das XXL-Display lässt sich neigen und ist höhenverstellbar.<br />
Sämtliche Anschlüsse finden Sie an der kompakten, externen<br />
Anschlussbox, die über das AV-Kabel gespeist wird.<br />
bietet der UE85S9 eine fantastisch neutrale Farbwiedergabe,<br />
perfekte Kontraste und eine nahezu<br />
makellose Bilddarstellung. <strong>Die</strong> richtige Sitzposition<br />
ist für einen bestmöglichen Kontrasteindruck<br />
aber entscheidend, denn sitzen Sie zu weit von der<br />
mittleren Position entfernt, bleicht das Bild aus.<br />
<strong>Die</strong> Hertz-Frage<br />
Das verbaute LCD-Panel zeigt schnelle Bewegungen<br />
ohne störende Nachzieheffekte, Voraussetzung<br />
ist, dass Sie Motion Plus aktivieren und<br />
die Unschärfeminderung auf Maximum stellen.<br />
Derart scharf zeigte noch kein UHD-Fernseher<br />
„<strong>Die</strong> Bildhelligkeit fällt durch die<br />
direkte LED-Beleuchtung<br />
exzellent aus und die Ausleuchtungsgenauigkeit<br />
ist bis in die Bildecken<br />
nahezu makellos.“<br />
nung auszumachen, denn Doppelkonturen treten<br />
unabhängig vom Einsatz des Perspektivreglers<br />
auf. In dieser Kategorie haben die Polfilterkonkurrenten<br />
die Nase vorn. Wie es sich für einen<br />
vollkommenen Fernseher gehört, steht der Klang<br />
dem Bild in nichts nach: Im Rahmen versteckt<br />
sich eine Vielzahl von Lautsprechern, die den<br />
Zuschauer in ein Klangfeld einhüllen.<br />
<strong>Die</strong> neue Referenz<br />
<strong>Die</strong> größte Zukunftssicherheit, beste Verarbeitung,<br />
präziseste Bildausleuchtung und der mit<br />
Abstand beste Bildkontrast: Samsung definiert<br />
mit dem UE85S9 die Kategorie XXL-Flachbildfernseher<br />
neu und demonstriert eindrucksvoll,<br />
wie viel Potenzial im <strong>neuen</strong> UHD-Standard<br />
steckt. 35 000 Euro sind sicher eine Investition<br />
fürs Leben, doch mit diesem Fernseher können<br />
Sie den Entwicklungen der nächsten Jahrzehnte<br />
gelassen entgegensehen.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Bildmodus<br />
Film<br />
Hintergrundbel. 20<br />
Kontrast 100<br />
Helligkeit 45<br />
Schärfe 15<br />
Farbe 50<br />
Farbton<br />
G50 R50<br />
Bildformat<br />
Bildanpassung<br />
Experteneinstellungen<br />
Optimal Kontrast Aus oder Mittel<br />
Schwarzton<br />
Aus<br />
Hautton 0<br />
Nur RBG-Modus Aus<br />
Farbraum<br />
Auto<br />
Weißabgleich Offset R/G/B: 25/25/22,<br />
Gain R/G/B: 16/24/25<br />
10P Weißabgleich Aus<br />
Gamma 0<br />
schnelle Bewegtbildinhalte, sodass von einer mit<br />
200 Hertz vergleichbaren Qualität gesprochen<br />
werden darf. Bei der Judder-Minderung ist dagegen<br />
Vorsicht geboten: Ab Stufe 7 erzeugt diese<br />
leichte Artefakte bei Kinofilmen, dafür zeigen sich<br />
Kamera schwenks butterweich. Ärgerlich: Sobald<br />
Stufe 1 aktiviert wird, treten in Kinofilmen insbesondere<br />
bei diagonalen Kameraschwenks leichte<br />
Mikroruckler auf, sodass wir die Judder-Minderung<br />
im Test deaktivierten. Seltsam: <strong>Die</strong> gleiche<br />
Szene zeigte im 3D-Betrieb keine Mikroruckler.<br />
Dafür sind in 3D Schwächen bei der Bildtren-<br />
Was uns gefällt<br />
+ UHD-Auflösung, präzise Ausleuchtung<br />
+ Exzellenter Kontrast, toller Klang<br />
+ Updatefähig, externe Anschlussbox<br />
+ Doppeltuner, integrierte Kamera, Bild-in-Bild<br />
Was uns stört<br />
– Bei seitlicher Betrachtung nimmt Bildqualität ab<br />
– Filmglättung mit Mikrorucklern<br />
– 3D-Wiedergabe mit Doppelkonturen<br />
– Smart-TV-Funktionen nicht immer praktisch<br />
Bildoptionen<br />
Farbton<br />
Digital aufbereiten<br />
MPEG-Rauschfilter<br />
HDMI-Schwarzp.<br />
Motion Plus<br />
LED Clear Motion<br />
Smart LED<br />
Warm2<br />
Aus oder Auto<br />
Aus<br />
Gering<br />
Benutzerdefiniert,<br />
Unschärfeminderung: 10,<br />
Judder-Minderung: 0–7<br />
Ein<br />
Mittel<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />
10 | 6.2013
ANZEIGE<br />
Science-Fiction-Ausgabe der<br />
BLU-RAY TEST erschienen<br />
Zurück in die Zukunft? In Anlehnung an<br />
den berühmten Filmtitel mag man sich<br />
die Frage stellen, ob sich das Science-<br />
Fiction-Genre nicht „schleichend“ zunehmend<br />
pessimistischen Szenarien zuwendet – frei<br />
nach dem Motto: „Früher war sogar die<br />
Zukunft besser!“ Denn inzwischen weiß man<br />
ja mit viel technischem Einsatz Massen an<br />
Zombies und Aliens, oder eben auch düstere,<br />
beklemmende Szenarien rund um den „letzten<br />
Menschen“ darzustellen.<br />
Aber ein Querschnitt der alten und <strong>neuen</strong><br />
Science-Fiction-Titel zeigt: Es wurden schon<br />
immer sowohl die Technikvisionäre als auch die<br />
Sozialpessimisten bedient. Und Sci-Fi-Horror<br />
gab es eben auch von Anfang an, lange bevor<br />
jemand wie H. R. Giger dafür sorgte, dass Aliens<br />
nicht mehr wirklich nach Pappmaché aussahen.<br />
Auch wenn es scheint, dass es aktuell etwas<br />
www.pageplace.de/<br />
de/magazine/blu-raytest.html<br />
weniger (und weniger naiven) Technikenthusiasmus<br />
gibt, findet auch heute noch jeder<br />
seinen eigenen Geschmack bedient, wenn<br />
er nur lange genug in den „unendlichen<br />
Weiten“ des Science-Fiction-Regals stöbert.<br />
Um den Fans der unendlichen Weiten en des<br />
Weltraums das Stöbern zu erleichtern, rn,<br />
hat der Auerbach Verlag in der aktuellen<br />
Ausgabe der BLU-RAY TEST einen n höchst<br />
präsentablen und repräsentativen Querschnitt<br />
durch das Genre aufgelistet. t. über<br />
60 Tests und zahlreiche Hintergrundeinformationen<br />
zu den bekanntesten<br />
Filmen und Serien sind hier zu finden,<br />
von „Metropolis“ bis „Oblivion“, von<br />
„Star Trek“ zu „Star Wars“, von „Blade Runner“<br />
und „Dune“ bis hin zu „Moon“.<br />
<strong>Die</strong> Science-Fiction-Ausgabe der BLU-RAY<br />
TEST gibt es ab sofort und exklusiv zum Download<br />
bei Pageplace.de und auf OnlineKiosk.de.<br />
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Blick ins Heft<br />
Bilder: Auerbach Verlag
UHD-4K-Fernseher liefern mehr als acht Millionen<br />
Bildpunkte. Es sind vier Full-HD-Fernseher notwendig,<br />
um die gleiche Auflösung zu erzielen.<br />
Ultra-HD-Elite unter sich<br />
Kaum ein Thema wird dieses Jahr auf<br />
der IFA derart stark beworben wie die<br />
ultrahochauflösenden Fernseher mit<br />
mehr als acht Millionen Bildpunkten. Während<br />
sich Loewe, Panasonic und Philips noch in Geheimhaltung<br />
üben, stehen UHD-4K-Fernseher<br />
anderer Anbieter bereits bei Fachhändlern zum<br />
Antesten bereit.<br />
UHD-4K-Fernseher bieten eine Auflösung von<br />
3 840 × 2 160 Bildpunkten und somit viermal<br />
mehr Pixel als aktuelle Full-HD-Fernseher. Neben<br />
mathematisch komplexen Formeln lässt sich die<br />
UHD-Empfehlung auf eine einfache Rechnung<br />
reduzieren: Um einen deutlichen Unterschied<br />
zwischen Full HD und UHD wahrzunehmen,<br />
müssen wir auf die 1,5-fache Bildhöhe an den<br />
Fernseher heranrücken. Bei einem 85-Zoll-Fernseher<br />
entspricht dies in etwa dem Sitzabstand von<br />
1,5 Metern. Berechnet man die generell höhere<br />
Bildqualität von UHD-Videos mit ein, ergibt<br />
sich in der Praxis ein erkennbarer Unterschied<br />
zu Full HD selbst bei rund 2 Metern. Bereits<br />
bei 3 Metern nehmen die Qualitätsunterschiede<br />
hingegen erkennbar ab, ab 3,5 Metern wird es<br />
selbst mit bestmöglicher Sehkraft schwierig,<br />
Detailunterschiede auszumachen – wohlgemerkt<br />
bei einem 85-Zoll-Fernseher! Da der Großteil der<br />
Bildinhalte noch in SD-Auflösung vorliegt, heißt<br />
es im Wohnzimmer zukünftig Stühlerücken: Für<br />
SD-Inhalte sollten Sie sich 6 Meter vom 85-Zoll-<br />
Fernseher entfernen, bei UHD auf zwei Meter<br />
heranrücken. Auch in Sachen Energieeffizienz<br />
bleiben aktuelle UHD-Fernseher viele Antworten<br />
schuldig, denn während ein 70-Zoll-LED-LCD<br />
mit Full-HD-Auflösung rund 170 Watt ver-<br />
Aktuelle UHD-4K-Fernseher im Vergleich<br />
UHD-4K-Fernseher bis 85 Zoll<br />
Modell UE85S9 KD-84X9005 84LM960V 84M9363DG<br />
Größe/Preis 85 Zoll (34 999 Euro) 84 Zoll (24 999 Euro) 84 Zoll (19 999 Euro) 84 Zoll (19 999 Euro)<br />
Bauweise Direct-LED-LCD Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung UHD-4K 3 840 × 2 160 Pixel UHD-4K 3 840 × 2 160 Pixel UHD-4K 3 840 × 2 160 Pixel UHD-4K 3 840 × 2 160 Pixel<br />
3D ja (Shutter-Technik) ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik)<br />
Besonderheiten<br />
UHD-Bildverarbeitung + Mediaplayer,<br />
direkte LED-Hintergrundbeleuchtung,<br />
Local Dimming, externe<br />
Anschlussbox, upgradefähig<br />
(Software+Hardware)<br />
UHD-Bildverarbeitung +<br />
Mediaplayer, stabiler Blickwinkel<br />
(IPS-LCD-Technik)<br />
UHD-Darstellung nur über externe<br />
HDMI-Zuspielung möglich<br />
(Mediaplayer + Bildverarbeitung<br />
nicht UHD fähig), stabiler Blickwinkel<br />
(IPS-LCD-Technik)<br />
UHD-Bildverarbeitung +<br />
Mediaplayer, stabiler Blickwinkel<br />
(IPS-LCD-Technik)<br />
Bilder: LG, Samsung, Sony, Toshiba<br />
12 | 6.2013
4K oder UHD, das ist hier die Frage!<br />
4K<br />
braucht, schlagen 65-Zoll-LED-LCDs mit UHD-<br />
Auflösung mit rund 270 Watt zu Buche. Durch die<br />
vierfach höhere Auflösung sinkt der Lichtdurchlass<br />
pro Bildpunkt (LCD-Fernseher funktionieren<br />
nach dem Prinzip einer Lichtschleuse und die<br />
Ansteuerelektronik der Bildpunkte fungiert als<br />
Lichtblocker) und die Hintergrundbeleuchtung<br />
muss mehr leisten, um die gleiche Bildhelligkeit<br />
zu gewährleisten. Neue Technologien wie Sharps<br />
IGZO-Technik sollen die Ansteuerelektronik<br />
kompakter und lichtdurchlässiger machen, doch<br />
das ist noch Zukunftsmusik.<br />
<strong>Die</strong> Frage nach dem Standard<br />
Bislang ist noch kein UHD-4K-Standard offiziell<br />
verabschiedet worden, sodass Erstkäufer von<br />
UHD-Fernsehern einer ungewissen Zukunft<br />
entgegenblicken. Als einziger Hersteller stellt<br />
Samsung Soft- und Hardwareupdates in Aussicht:<br />
Mittels externe Anschlussbox lassen sich z. B. die<br />
Schnittstellen auswechseln. <strong>Die</strong>s ist auch dringend<br />
notwendig, denn UHD-Signale sind bislang nur<br />
mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde darstellbar –<br />
mehr ermöglicht erst der neue HDMI-Standard in<br />
der Version 2.0. Während sich Kinofilme aktuell<br />
noch mit 24 Bildern pro Sekunde begnügen, sind<br />
insbesondere UHD-Sportübertragungen auf eine<br />
höhere Bildrate angewiesen, um ein Bildruckeln<br />
UHD<br />
4K stammt aus dem Kino und umschreibt eine Auflösung von 4 096 × 2160 Bildpunkten. Sony übernimmt das 4K-Logo<br />
bei UHD-Fernsehern, obwohl diese über 3 840 × 2160 Bildpunkte verfügen. Andere Hersteller setzen auf das Ultra-HDoder<br />
UHD-Logo. Ganz gleich, welcher Name: <strong>Die</strong> Auflösung beträgt immer 8,3 Megapixel (4 × Full HD).<br />
bei schnellen Kameraschwenks zu vermeiden.<br />
Ein weiteres Problem betrifft den internen<br />
Videodecoder, der aktuell den Standard H.264<br />
unterstützt, zukünftig aber durch H.265 (auch<br />
HEVC genannt) abgelöst wird. Dadurch lassen<br />
sich Bilddaten kompakter speichern, was gerade<br />
bei einer TV-Ausstrahlung oder mittels Internetstream<br />
Bandbreite spart. Derzeit ließ einzig LG<br />
verlauten, dass die <strong>neuen</strong> UHD-4K-Fernseher<br />
in 55 und 65 Zoll über einen HEVC-Decoder<br />
verfügen, Samsung stellt ein Hardwareupdate für<br />
die hauseigenen UHD-4K-Fernseher in Aussicht.<br />
All diese Vorteile bieten UHD-4K-Fernseher<br />
anderer Hersteller bislang nicht, doch trumpft<br />
gerade Sony mit einem weiteren Ass im Ärmel<br />
auf: <strong>Die</strong> 55- und 65-Zoll-Modelle der X9005-<br />
Serie können einen weitaus größeren Farbraum<br />
darstellen, als alle anderen am Markt befindlichen<br />
LED-LCDs. <strong>Die</strong>ser entspricht zwar keinem<br />
bekannten Standard, doch kann sich Sony damit<br />
rühmen, der Farbraumerweiterung zukünftiger<br />
UHD-Signale Rechnung zu tragen.<br />
<strong>Die</strong> Frage nach der Herstellung<br />
Wenn Sie aktuell auf einem 42- oder 46-Zoll-<br />
Fernseher HD-Inhalte genießen, müssten Sie<br />
strenggenommen auf einen 84- oder 85-Zoll-<br />
UHD-Fernseher umsteigen, denn die vierfache<br />
Bildauflösung kann auch mit der vierfachen<br />
Bildgröße gleichgesetzt werden. <strong>Die</strong> Kosten für<br />
einen derart großen Flachbildfernseher fallen<br />
allerdings immens aus, sodass sich die berechtigte<br />
Frage stellt, ob diese Bildgiganten überhaupt<br />
wirtschaftlich verträglich produziert werden<br />
können. Das Zünglein an der Waage stellen<br />
hierbei die LCD-Fabriken in Japan, China und<br />
Korea dar, in denen die sogenannten Muttergläser<br />
für die Displays gefertigt werden, die das<br />
bilderzeugendeTrägermaterial luftdicht abkapseln<br />
– pro Fernseher sind zwei hauchdünne Gläser in<br />
entsprechender Größe vonnöten. Bezieht man<br />
die höheren Ausschussraten der riesigen Gläser,<br />
die exorbitanten Transport- und Lagerkosten von<br />
XXL-<strong>TVs</strong> und den generell höheren Materialaufwand<br />
durch die notwendige Gewährleistung der<br />
Displaystabilität in diese Rechnung mit ein, wird<br />
„55- und 65-Zoll-<strong>TVs</strong> sind<br />
nur der erste Schritt zum<br />
vollendeten UHD-4K-Erlebnis.<br />
<strong>Die</strong> Zukunft gehört den<br />
85-Zoll-Fernsehern.“<br />
schnell ersichtlich, weshalb 84- und 85-Zoll-<br />
Fernseher aktuell erst ab 20 000 Euro zu haben<br />
sind und damit einen 42-Zoll-Fernseher um den<br />
Kostenfaktor zehn übersteigen.<br />
Das Zeitalter der Bildgiganten<br />
Noch stehen wir am Beginn einer <strong>neuen</strong><br />
TV-Ära, die erst in drei bis vier Jahren den<br />
Massenmarkt erobern wird. <strong>Die</strong> bislang erhältlichen<br />
UHD-4K-Fernseher demonstrieren aber<br />
bereits im Ansatz, welches Potenzial in den<br />
messerscharfen Bildern schlummert. 55- und<br />
65-Zoll-<strong>TVs</strong> sind dabei nur der erste Schritt<br />
zum vollendeten UHD-4K-Erlebnis – 85-Zoll-<br />
Fernsehern gehört die Zukunft.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
UHD-4K-Fernseher bis 65 Zoll<br />
Modell UE65F9090 KD-65X9005A 65LA9709 65M9363DG<br />
Größe/Preis<br />
55 Zoll (4 999 Euro),<br />
65 Zoll (6 999 Euro)<br />
55 Zoll (4 499 Euro),<br />
65 Zoll (6 999 Euro)<br />
55 Zoll (ca. 6 000 Euro),<br />
65 Zoll (ca. 8 000 Euro)<br />
58 Zoll (4 499 Euro),<br />
65 Zoll (6 999 Euro)<br />
Bauweise Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD Direct-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung UHD-4K 3 840 × 2 160 Pixel UHD-4K 3 840 × 2 160 Pixel UHD-4K 3 840 × 2 160 Pixel UHD-4K 3 840 × 2 160 Pixel<br />
3D ja (Shutter-Technik) ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik) ja (65 Zoll: Polfilter-Technik,<br />
58 Zoll: Shutter-Technik)<br />
Besonderheiten<br />
UHD-Bildverarbeitung + Mediaplayer,<br />
externe Anschlussbox, upgradefähig<br />
(Software+Hardware)<br />
UHD-Bildverarbeitung + Mediaplayer,<br />
erweiterte Farbraumdarstellung<br />
(Triluminos)<br />
UHD-Bildverarbeitung + Mediaplayer,<br />
direkte LED-Hintergrundbeleuchtung,<br />
Local Dimming,<br />
stabiler Blickwinkel (IPS-LCD-<br />
Technik), HEVC-Decoder<br />
UHD-Bildverarbeitung + Mediaplayer,<br />
stabiler Blickwinkel (IPS-<br />
LCD-Technik bei 65-Zoll-Modell)<br />
www.hdtvmagazin.com 13
Der Weg zur UHD-Etablierung: 2014 sollen erste Empfänger mit <strong>neuen</strong> Decoderchipsätzen<br />
und HDMI-Schnittstellen auf den Markt kommen, 2016 erste<br />
UHD-Sender den Dauerbetrieb starten. Bis 2020 soll sich UHD im Massenmarkt<br />
etabliert haben.<br />
<strong>Die</strong> Ultra-HD-Macher<br />
Der Satellitenbetreiber Astra und<br />
Pay-TV-Sender Sky nehmen die<br />
UHD-Flachbild-TV-Einführung zum<br />
Anlass, um die Vorfreude auf eine bessere<br />
Bildqualität zu schüren. Laut Wolfgang<br />
Elsäßer, Geschäftsführer der Astra Deutschland<br />
GmbH, soll es bei UHD nicht wieder<br />
zum Henne-Ei-Problem wie bei der Einführung<br />
von <strong>HDTV</strong> in Deutschland kommen,<br />
denn die Contentprovider, die Set-Top-Boxen-Hersteller<br />
und die Flachbild-TV-Anbieter<br />
ziehen derzeit alle an einem Strang. Doch<br />
ist mit einem Durchbruch von UHD in den<br />
kommenden Jahren zu rechnen? Wir wollten<br />
es genauer wissen und fragten nicht nur bei<br />
Astra, sondern auch beim Pay-TV-Anbieter<br />
Sky noch einmal genauer nach.<br />
Herr Elsäßer, Herr Heimbecher, ist für Ultra HD<br />
eine veränderte Bildsprache Grundvoraussetzung<br />
für ein neues TV-Erlebnis?<br />
Elsäßer: Ich würde es positiv formulieren und<br />
sagen, dass Ultra HD und die damit verbundenen<br />
Verbesserungen bei den technischen<br />
Standards neue Spielräume für Studios und<br />
Sender eröffnen. Bei Bildschirmgrößen von 65<br />
Zoll und mehr bietet es sich zum Beispiel an,<br />
bei einer Liveproduktion über neue Konzepte<br />
nachzudenken. Das könnte eine Unterteilung<br />
des Bildschirms in mehrere Fenster sein, zum<br />
Beispiel bei Sportereignissen zur Darstellung<br />
von Wiederholungen, Nahaufnahmen oder<br />
Daten zum Spiel. Aber eine höhere Auflösung<br />
auf großen Bildschirmen ist ja nur ein Grund,<br />
warum Ultra HD so faszinierend ist. Essenziell<br />
sind auch Verbesserungen bei der Farbdarstellung.<br />
<strong>Die</strong> Empfehlungen der International Telecommunications<br />
Union für Ultra HD (ITU-R.<br />
BT-2020) sehen einen deutlich größeren<br />
Farb raum als bisher vor, der fast alle sichtbaren<br />
Töne darstellt. Damit könnten Studios und Sender<br />
mehr Farben einsetzen, was mehr kreative<br />
Optionen eröffnet und zu einem realistischeren<br />
Bildeindruck führt. Wohl die sichtbarsten positiven<br />
Effekte würde die vorgesehene Erhöhung<br />
der Güte bei den Abstufungen der Farbnuancen<br />
und der Helligkeit bringen. Schon eine Verbesserung<br />
von 8 auf 10 Bit würde das Farbrauschen<br />
signifikant reduzieren und eine feinere Abstimmung<br />
der „Brightness“ ermöglichen – wodurch<br />
besonders Details in dunklen Szenen viel besser<br />
sichtbar wären. Am Ende zählen also nicht nur<br />
zusätzliche Pixel, sondern „bessere“ Bildpunkte.<br />
Sie machen das Bild nicht nur hochauflösender<br />
und damit schärfer, sondern insgesamt brillanter<br />
und realistischer.<br />
Heimbecher: <strong>Die</strong> höhere Auflösung bringt<br />
z. B. bei Liveproduktionen neue Herausforderungen<br />
mit sich, denn im Vergleich zu einer<br />
HD-Produktion kann man nur noch halb so<br />
schnell schwenken, um Bewegungsunschärfen<br />
zu vermeiden. Mehr Bilder pro Sekunde bedeuten<br />
natürlich auch mehr Daten und erfordern<br />
damit eine höhere Bandbreite. Wie bei der Einführung<br />
von 3D kommt es auch bei Ultra-HD-<br />
Produktionen zu Veränderungen im Vergleich<br />
zu einer herkömmlichen HD-Produktion. Aus<br />
heutiger Sicht würde ich aber nicht erwarten,<br />
dass die Änderungen ähnlich dramatisch<br />
ausfallen, wie bei 3D. Wir tasten uns bisher<br />
Schritt für Schritt an die Liveproduktion in<br />
Ultra HD heran. Ein Ziel bei diesen ersten Tests<br />
Bilder: Astra, Auerbach Verlag, Sky<br />
14 | 6.2013
Unser Tipp,<br />
wenn Sie wirklich<br />
ALLES über das<br />
digitale Fernsehen<br />
erfahren möchten:<br />
Stephan Heimbecher,<br />
Head of Innovations & Standards bei Sky Deutschland<br />
ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit<br />
einer HD-Produktion zu definieren. <strong>Die</strong> höhere<br />
Auflösung führt zu Veränderungen, zudem ist<br />
die Frage, welche Bildausschnitte bei Ultra HD<br />
dem Zuschauer präsentiert werden, da z. B.<br />
Close-ups beim Zuschauer in höherer Auflösung<br />
auf großem Bildschirm in Überlebensgröße<br />
eine andere Wirkung erzielen. Da der<br />
Trend aber generell zu größeren Displays geht,<br />
kann man aufgrund der größeren Bildfläche<br />
in Kombination mit Ultra HD auch über neue<br />
„<strong>Die</strong> hohe Auflösung ermöglicht es<br />
u. a. bei einem Fußballspiel,<br />
mithilfe einer Totalen das komplette<br />
Spielfeld zu zeigen.“<br />
Sendekonzepte nachdenken. <strong>Die</strong> hohe Auflösung<br />
ermöglicht es u. a. bei einem Fußballspiel,<br />
mithilfe einer Totalen das komplette Spielfeld<br />
zu zeigen, was dem Zuschauer das Gefühl gibt,<br />
direkt im Stadion zu sitzen. <strong>Die</strong>se Totale könnte<br />
man um weitere „kleinere‘‘ TV-Bilder ergänzen,<br />
um ein Multiview-Erlebnis zu schaffen, z. B. für<br />
Wiederholungen und Zeitlupen.<br />
Herr Heimbecher, in welchen Bereichen testet<br />
Sky derzeit aktiv die Möglichkeiten der<br />
UHD-4K-Produktion?<br />
Heimbecher: Wir haben mit der Aufzeichnung<br />
des Bundesligaspiels zwischen dem FC<br />
Bayern München und Borussia Dortmund<br />
unsere Tests am 1. Dezember 2012 gestartet.<br />
Seitdem haben wir bei weiteren Fußballspielen<br />
getestet, da Fußball neben anderen Livesportevents<br />
und Blockbusterfilmen sicherlich zu den<br />
Zugpferden für eine Ausstrahlung von Ultra<br />
HD gehört. Über kurz oder lang wird aber wohl<br />
auch bei Serien und Dokumentationen Ultra<br />
HD eingesetzt werden.<br />
Wolfgang Elsäßer,<br />
Geschäftsführer der Astra Deutschland GmbH<br />
Herr Elsäßer, in welchem Format werden die<br />
Testsignale über Astra bereitgestellt und wie<br />
sind diese zu empfangen?<br />
Elsäßer: Wir haben im Rahmen der SES<br />
Industry Days im April in Luxemburg bei einer<br />
Livedemonstration über ASTRA 19,2 Ost erstmalig<br />
ein komplettes Ultra-HD-Bild mit einer<br />
Auflösung von 3 840 × 2 160 Pixeln im <strong>neuen</strong><br />
HEVC-Standard übertragen. Für diese Endto-End-Demonstration<br />
wurden der ProMedia<br />
Xpress (ein Hochleistungstranscoder) von<br />
Harmonic sowie das Referenzdesignsystem eines<br />
HEVC-Decoders auf Basis des Broadcom-Chips<br />
BCM7445 verwendet. Das ist auch momentan<br />
noch das verwendete Equipment für unseren<br />
Testkanal, der unseren Branchenpartnern und<br />
Kunden rund um die Uhr zur Verfügung steht.<br />
Bei unserer Livedemonstration im April haben<br />
wir ein DVB-S2-Signal mit einer Datenrate von<br />
20 Mbit/s gesendet. Einen linearen Fernsehsender<br />
in dieser Bandbreite wird es zumindest in<br />
Deutschland flächendeckend über IP (Internetverbreitung,<br />
Anmerk. d. Red.) erst einmal nicht<br />
geben.<br />
Während der Ultra-HD-Demonstrationen<br />
werden häufig 84-Zoll-<strong>TVs</strong> oder noch größere<br />
Projektionsinstallationen vorgeführt – ist das<br />
für normale Wohnzimmer realistisch?<br />
Heimbecher: Es ist richtig, dass die Vorzüge<br />
von Ultra HD im Vergleich zu Full HD erst auf<br />
großen Bildschirmen richtig zur Geltung kommen.<br />
<strong>Die</strong>se sind allerdings schon auf Displays<br />
ab 50 Zoll deutlich erkennbar und setzen nicht<br />
zwangsweise 85 Zoll oder mehr voraus. Für den<br />
Sitzabstand gilt, wie auch bei HD: „Je näher,<br />
desto besser.‘‘ Wichtig ist, dass keine einzelnen<br />
Pixel erkannt werden. Aufgrund der höheren<br />
Auflösung kann man bei Ultra HD also noch<br />
näher an den Bildschirm, aber auch ohne eine<br />
Veränderung des Sitzabstands ist bereits deutlich<br />
ein Mehrwert gegenüber HD zu erkennen. <strong>Die</strong><br />
Anzeige<br />
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Riesige Bilddiagonalen und ultrahohe Auflösungen eignen sich nicht für jede Bildsprache. Das UHD-Erlebnis setzt laut Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer der Astra Deutschland<br />
GmbH, neue Produktionsbedingungen voraus, um Inhalte noch besser erlebbar zu machen.<br />
Tendenz zu größeren Bildschirmen gilt heute<br />
bereits unabhängig von Ultra HD, erste Umfragen<br />
bei unseren Abonnenten haben das bestätigt.<br />
Und es scheint auch zahlreiche Zuschauer zu<br />
geben, die sich mit Dimensionen von 85 Zoll<br />
und mehr anfreunden können, sobald die Preise<br />
entsprechend gefallen sind.<br />
Elsäßer: Sicher hat heute nicht jeder Platz für<br />
einen Pixel-Boliden mit 84 Zoll. Der Trend<br />
geht aber eindeutig zu größeren Bildschirmen.<br />
55 Zoll im Wohnzimmer sind heute keine<br />
Seltenheit mehr. Denken Sie das ein paar Jahre<br />
weiter und an die Verbindung von Ultra HD<br />
und OLED. Dann sind wir bereits auf dem Weg<br />
zur ultrahochauflösenden TV-Tapete. Es wird<br />
zukünftig immer einfacher werden, große Bildschirmflächen<br />
sinnvoll und ästhetisch ansprechend<br />
in der Wohnumgebung zu integrieren.<br />
Herr Elsäßer, wie sehen Sie die Relation zwischen<br />
Auflösung, Bildgröße und Sitzabstand<br />
bei UHD?<br />
Elsäßer: Auch bei Ultra-HD geht es natürlich<br />
um das optimale Bilderlebnis und stressfreien<br />
TV-Genuss. Ausschlaggebend dafür ist ein<br />
großer Blickwinkel bei maximal wahrnehmbarer<br />
Bildschärfe. Full HD erreicht das beim<br />
Sehabstand von dreifacher Bildhöhe und einem<br />
Blickwinkel von 30 Grad. Bei Ultra HD erweitert<br />
sich das Blickfeld auf 60 Grad, weil man doppelt<br />
so nah vor der Mattscheibe sitzen darf. Das sind<br />
bei einem 84-Zoll-Bildschirm also nur knapp<br />
1,60 Meter.<br />
Für Ultra HD ist derzeit weder ein Blu-ray-<br />
Nachfolger greifbar, noch werden Videospiele<br />
in Ultra HD laufen. Warum also diese Euphorie<br />
beim Thema Ultra HD, wenn die Videoquellen<br />
auch auf lange Sicht überschaubar bleiben<br />
werden?<br />
Elsäßer: Das ist wie seinerzeit beim Start von<br />
<strong>HDTV</strong>. Wer das gesehen hatte, wollte auch nichts<br />
anderes mehr. Nur damals gab es ein Henne-Ei<br />
Problem. Gemessen an den ersten Gehversuchen<br />
hat es rund 20 Jahre gedauert, bis sich <strong>HDTV</strong><br />
etabliert hat. Bei Ultra HD wird es deutlich<br />
schneller gehen, weil Produzenten, Sender,<br />
Infrastrukturanbieter wie wir und Hersteller<br />
gemeinsam an einem erfolgreichen Marktstart<br />
„Es fehlen einfach noch einige<br />
Standards und Schnittstellen, um das<br />
enorme Datenvolumen in sämtlichen<br />
Produktionsschritten zu bewältigen.“<br />
von Ultra HD arbeiten. Immer mehr Filme und<br />
Serien werden in 4K produziert. 2016 werden<br />
voraussichtlich die ersten Sender mit Ultra HD<br />
starten. Da gäbe es mit den olympischen Spielen<br />
in Rio auch gleich ein erstes Highlight für die<br />
Übertragung.<br />
Heimbecher: Wir sind auch davon überzeugt,<br />
dass der Schritt zu Ultra HD mittelfristig Sinn<br />
macht, aber es sind definitiv noch ein paar<br />
Meter zu gehen, bis Ultra HD als Standard den<br />
Weg zum Konsumenten finden wird. Es fehlen<br />
einfach noch einige Standards und Schnittstellen,<br />
um das enorme Datenvolumen (mit der<br />
vierfachen Auflösung von Full HD fällt auch das<br />
vierfache Datenvolumen an) in sämtlichen<br />
Produktionsschritten zu bewältigen. Mit der Verabschiedung<br />
von HEVC/H.265 Anfang des Jahres<br />
wurde aber bereits ein wichtiger Schritt gemacht,<br />
um die Distribution der Inhalte zum Kunden zu<br />
sichern, ohne dafür auch die vierfache Bandbreite<br />
aufwenden zu müssen. Im nächsten Schritt geht<br />
es darum, diesen <strong>neuen</strong> und teils sehr komplexen<br />
Standard in Encoder und Decoder (Receiver)<br />
zu implementieren, um eine Ultra-HD-Ausstrahlung<br />
zu ermöglichen. <strong>Die</strong> Industrie arbeitet<br />
hinsichtlich dessen sehr gut zusammen, weshalb<br />
wir auch guter Dinge sind, dass auf lange Sicht<br />
alle nötigen Standards kommen und damit den<br />
Weg für Ultra HD ebnen.<br />
Was macht Sie so sicher, dass sich Ultra HD im<br />
Gegensatz zu 3D durchsetzen wird?<br />
Heimbecher: Meiner Meinung nach kann<br />
man 3D und Ultra HD so nicht miteinander<br />
vergleichen. 3D ist ein Sonderformat, bei dem<br />
wir zuversichtlich sind, dass es auch von Ultra<br />
HD und der höheren Auflösung profitieren<br />
wird. Wie bereits erwähnt, geht der Trend hin zu<br />
größeren Bildschirmen, was auch die steigende<br />
Anzahl an verfügbaren Ultra-HD-Displays im<br />
Markt bestätigt – noch zu vergleichsweise hohen<br />
Preisen. Sobald diese weiter sinken, wird die<br />
Marktdurchdringung anwachsen und wiederum<br />
die Bereitstellung von Ultra-HD-Inhalten<br />
vorantreiben – das war bei der HD-Einführung<br />
nicht anders.<br />
Elsäßer: <strong>Die</strong> Bildqualität ist einfach unfassbar<br />
gut – und man braucht keine Brille.<br />
Vielen Dank für das Gespräch. Das Interview<br />
führte Christian Trozinski.<br />
Bilder: Auerbach Verlag<br />
16 | 6.2013
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Seoul (Korea),<br />
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Bilder: Messe Berlin, Samsung<br />
18 | 6.2013
Clever<br />
in die Zukunft<br />
<strong>Die</strong> neue UHD-4K-TV-Serie F9090 kommt in 55 oder<br />
65 Zoll daher. Eine externe Anschlussbox, bekannt vom<br />
Luxusmodell UE85S9, erleichtert die Installation von<br />
Bildquellen und macht die Serie F9090 zukunftssicher.<br />
Sollte der neue HDMI-Standard 2.0 eingeführt werden,<br />
tauschen Sie einfach die Anschlussbox aus.<br />
Wenn es nach den TV-Herstellern<br />
geht, sollten Sie angesichts<br />
neuer Internet- und Bildtechnologietrends<br />
am besten jährlich den eigenen<br />
Fernseher auswechseln. Dass diese Praxis alles<br />
andere als realistisch ist, weiß niemand besser<br />
als der Flachbild-TV-Marktführer Samsung.<br />
Doch ist Zukunftssicherheit bei Flachbildfernsehern<br />
überhaupt möglich?<br />
Kaum ein Bereich ändert sich so schnell wie die<br />
Internetfunktionen aktueller Fernseher. Nutzen<br />
Sie bereits ein internetfähiges Gerät, werden<br />
Sie mit Sicherheit schon mehrere Updates<br />
installiert haben, um neue Möglichkeiten<br />
der Unterhaltung genießen zu können. Doch<br />
immer komplexere Apps und Abläufe bringen<br />
die verbaute Technik im Laufe der Zeit an die<br />
Grenze der Leistungsfähigkeit, sodass es wie<br />
im Smartphonebereich heißt: Ein neues Gerät<br />
muss her, um die aktuellsten Internetfunktionen<br />
ruckelfrei genießen zu können. <strong>Die</strong>ses<br />
Prozedere war bislang gängige Praxis, weshalb<br />
es unweigerlich zum Smart-TV-Verdruss kam.<br />
Haben Sie aber einen aktuellen Samsung-Fernseher<br />
des Baujahres 2013 (F7090, F8090, F9090)<br />
oder 2012 (ES7090, ES8090, ES9090) erworben,<br />
dann können Sie zukünftigen Entwicklungen<br />
gelassener entgegenblicken. Mit Sicherheit ist<br />
Ihnen bereits die auffällige Schnittstelle an der<br />
Rückseite mit der Bezeichnung Smart-Evolution-Kit<br />
aufgefallen. Dahinter versteckt sich ein<br />
unscheinbarer schwarzer Kasten in der Größe<br />
eines Apple-<strong>TVs</strong>, der einfach an den Fernseher<br />
angedockt wird. Dadurch steht dem Fernseher<br />
mehr Rechenpower zur Verfügung und Sie<br />
können die aktuellste Internetplattform nutzen,<br />
selbst wenn Sie ein TV-Modell des Jahres<br />
2012 besitzen. Laut Samsung soll es dank des<br />
Evolution Kits sogar möglich sein, den <strong>neuen</strong><br />
Videostandard H.265 (HEVC) zu verarbeiten.<br />
Rund 300 Euro sollten Sie für die kleine Box<br />
einplanen, wenn Sie auf die aktuellen Funktionen<br />
updaten möchten.<br />
UHD langfristig genießen<br />
Samsungs Bekenntnis zur zukunftssicheren<br />
Produkteinführung setzt sich bei den <strong>neuen</strong><br />
UHD-4K-Fernsehern der Serie F9090 fort.<br />
<strong>Die</strong>se ergänzen Samsungs XXL-Fernseher<br />
UE85S9 im High-End-Segment, wobei die<br />
Bilddiagonalen mit 55 und 65 Zoll ebenso praxistauglicher<br />
ausfallen wie die Preise von 4 999<br />
Euro und 6 999 Euro. Einschnitte im Vergleich<br />
www.hdtvmagazin.com 19
Das Evolution Kit SEK-1000 (Mitte) beinhaltet einen Vierkernprozessor mit 1,3 GHz Taktfrequenz, 1,5 GB RAM und 4 GB Flashspeicher. Dadurch werten Sie vor allem die Internetfunktionen<br />
älterer Samsung-Fernseher des Jahres 2012 (ES7090, ES8090, ES9090) auf (links), die nach der Installation dem aktuellen Stand der 2013er-Modelle entsprechen (rechts).<br />
zum getesteten Bildkoloss müssen Sie nur bei<br />
der LED-Beleuchtung hinnehmen, die auf die<br />
Edge-LED-Bauweise beschränkt ist, weshalb<br />
der UE85S9 mit Direct-LED-Beleuchtung bei<br />
der Ausleuchtung und Schwarzdarstellung als<br />
Sieger vom Platz geht. Gemeinsam haben beide<br />
Baureihen die externe Anschlussbox, was die<br />
Verkabelung gerade bei einer Wandinstallation<br />
vereinfacht und Zukunftssicherheit schafft.<br />
OLED im zweiten Anlauf<br />
Bereits im letzten Jahr präsentierte Samsung<br />
zum Erstaunen vieler IFA-Besucher einen<br />
aufsehenerregenden 55-Zoll-Fernseher mit<br />
OLED-Technik. Dank dieser <strong>neuen</strong> Bildtechnologie<br />
können Fernseher noch schlanker und<br />
leichter gebaut werden, weisen eine bessere<br />
Ausleuchtung und Schwarzdarstellung auf<br />
und Farben erscheinen noch brillanter. Leider<br />
kam das vielversprechende Modell nicht auf<br />
den Markt, sodass Samsung dieses Jahr einen<br />
zweiten Anlauf unternimmt. Noch liegt über<br />
dem brand<strong>neuen</strong> OLED-Fernseher der Mantel<br />
des Schweigens, doch ein Blick nach Korea<br />
schafft bereits Gewissheit, dass eine verbesserte<br />
Version tatsächlich vor der Marktreife steht.<br />
Wie beim UE85S9 wird das Display von einem<br />
aufsehenerregenden Rahmen eingefasst. Doch<br />
der 55-Zoll-OLED-Fernseher bietet noch<br />
eine Besonderheit: <strong>Die</strong> Bildfläche ist leicht<br />
gekrümmt, sodass die Bildränder den gleichen<br />
Abstand zu den Augen einnehmen wie die<br />
Bildmitte – Samsung verspricht dadurch ein<br />
„Samsungs Bekenntnis zur<br />
zukunftssicheren Produkteinführung<br />
setzt sich bei den <strong>neuen</strong> UHD-4K-<br />
Fernsehern der Serie F9090 fort.“<br />
noch intensiveres Fernseherlebnis. Spätestens<br />
zur IFA dürfte der OLED-Fernseher nicht nur<br />
vorgestellt, sondern auch ausgeliefert werden.<br />
Für Deutschland noch topsecret, in Korea bereits in der Auslieferung: Der brandneue OLED-Fernseher mit gekrümmter<br />
Bildfläche soll eine einmalige Bildqualität im extravaganten Design liefern.<br />
Zeitlose Produkte<br />
Auf der IFA überschlagen sich die Hersteller mit<br />
Neuankündigungen von UHD bis OLED, doch<br />
wie es um das Thema Zukunftssicherheit bestellt<br />
ist, darüber schweigen sich viele Hersteller<br />
aus. Wer unsere Februarausgabe aufmerksam<br />
gelesen hat, wird bereits wissen, dass Boo-Keun<br />
Yoon, Samsungs Präsident für Unterhaltungselektronik,<br />
bei seinem Auftritt auf der Elektronikmesse<br />
CES als Erstes die Zukunftssicherheit<br />
von Elektronik in den Mittelpunkt rückte.<br />
Dass sein Versprechen, TV-Technik zukunftssicher<br />
zu gestalten, keine bloße Worthülse<br />
war, erkennt man an Samsungs Strategie, die<br />
UHD-4K-Fernseher ausbaufähig zu gestalten,<br />
und durch die Einführung des Evolution Kits<br />
auch ältere Fernseher kompatibel zu den <strong>neuen</strong><br />
Smart-TV-Funktionen zu machen. Somit lässt<br />
sich Samsung hinsichtlich neuer Schnittstellen<br />
und Bildformate alle Optionen offen. Mit dieser<br />
Strategie steht der Marktführer im Bereich<br />
Flachbild-TV zwar noch allein da, doch wir<br />
sind uns sicher, dass sich andere Hersteller<br />
diesem Trend bald anschließen werden.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Bilder: Samsung<br />
20 | 6.2013
Das Testmagazin<br />
für Video, Audio und digitale Technik<br />
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<strong>Die</strong> ganze Welt der Unterhaltungselektronik<br />
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Serie F9090 PSF8590 F8090<br />
Größe/Preis 55 Zoll (4 999 Euro), 65 Zoll (6 999 Euro) 51 Zoll (2 599 Euro), 64 Zoll (3 999 Euro) 40 Zoll (1 599 Euro), 46 Zoll (2 099 Euro),<br />
55 Zoll (2 899 Euro), 65 Zoll (4 199 Euro),<br />
75 Zoll (7 999 Euro)<br />
Farbe Schwarz Schwarz Silber<br />
Bauweise Edge-LED-LCD Plasma Edge-LED-LCD<br />
Auflösung UHD 3 840 × 2 160 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />
3D ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik)<br />
Bildfrequenz k. A. 100-Hz-Zwischenbildberechnung, Bildschärfe<br />
200-Hz-äquivalent<br />
200 Hz<br />
Smart-TV-Funktionen<br />
Apps, Browser, HbbTV, Mediatheken, Skype<br />
(Kamera intern), Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, HbbTV, Mediatheken, Skype<br />
(Kamera intern), Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, HbbTV, Mediatheken, Skype<br />
(Kamera intern), Video on Demand<br />
Tuner<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils Doppeltuner,<br />
eine CI-Schnittstelle)<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils Doppeltuner,<br />
eine CI-Schnittstelle)<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils Doppeltuner,<br />
eine CI-Schnittstelle)<br />
Besonderheiten<br />
UHD-Auflösung, Sprach- und Gestensteuerung,<br />
Touch-Fernbedienung, Streaming auf<br />
Galaxy-Geräte, USB-Aufnahme, WLAN, externe<br />
Anschlussbox, kompatibel zu Evolution Kit<br />
Sprach- und Gestensteuerung, Touch-<br />
Fernbedienung, Streaming auf Galaxy-Geräte,<br />
USB-Aufnahme, WLAN, kompatibel zu<br />
Evolution Kit<br />
Sprach- und Gestensteuerung, Touch-<br />
Fernbedienung, Streaming auf Galaxy-Geräte,<br />
USB-Aufnahme, WLAN, kompatibel zu<br />
Evolution Kit<br />
Serie F7090 F6500 F5000<br />
Größe/Preis<br />
40 Zoll (1 399 Euro), 46 Zoll (1 899 Euro),<br />
55 Zoll (2 699 Euro), 60 Zoll (3 499 Euro)<br />
40 Zoll (969 Euro), 46 Zoll (1 219 Euro),<br />
50 Zoll (1 469 Euro), 55 Zoll (1 769 Euro)<br />
22 Zoll (279 Euro), 32 Zoll (479 Euro),<br />
39 Zoll (579 Euro), 42 Zoll (599 Euro),<br />
46 Zoll (849 Euro), 50 Zoll (979 Euro)<br />
Farbe Silber Schwarz Schwarz<br />
Bauweise Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />
3D ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik) nein<br />
Bildfrequenz 200 Hz 100 Hz 50 Hz<br />
Smart-TV-Funktionen<br />
Apps, Browser, HbbTV, Mediatheken, Skype<br />
(Kamera intern), Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, HbbTV, Mediatheken, Skype<br />
(Kamera extern), Video-on-Demand<br />
–<br />
Tuner<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils Doppeltuner,<br />
eine CI-Schnittstelle)<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
DVB-T, DVB-C<br />
Besonderheiten<br />
Sprach- und Gestensteuerung, Touch-<br />
Fernbedienung, Streaming auf Galaxy-Geräte,<br />
USB-Aufnahme, WLAN, kompatibel zu<br />
Evolution Kit<br />
Sprachsteuerung,Touch-Fernbedienung,<br />
Streaming auf Galaxy-Geräte, USB-Aufnahme,<br />
WLAN<br />
–<br />
Bilder: Samsung<br />
22 | 6.2013
Bilder: Messe Berlin, Sony<br />
Halle 4.2<br />
Gründungsjahr 1946<br />
Sitz<br />
Tokyo (Japan), deutsche<br />
Niederlassung: Berlin<br />
Angestellte ca. 145 000<br />
Produktportfolio LCD-<strong>TVs</strong>, OLED-<strong>TVs</strong>,<br />
Projektoren,<br />
3D-Kopfkino, Blu-ray-<br />
Player, AV-Receiver,<br />
Digitalkameras,<br />
Camcorder, Notebooks,<br />
Tablets, E-Book-Reader,<br />
Playstation-Videospielkonsolen,<br />
professionelle<br />
Kinoprojektoren,<br />
Kopfhörer, Car Audio,<br />
Filme, Musik, Videospiele,<br />
Speichermedien,<br />
Batterien, Medizintechnik<br />
www.hdtvmagazin.com 23
Farbenpracht<br />
und Pixelreichtum<br />
Sony legt den Fokus auf Bildqualität und<br />
etabliert mit der UHD-4K-Auflösung und<br />
Triluminos-Farbtechnik zwei Technologien,<br />
die andere Hersteller noch nicht im<br />
Angebot haben. Ist Sony der Konkurrenz damit<br />
einen Schritt voraus?<br />
Während Videosignale nur einen Bruchteil des<br />
vom Menschen wahrgenommenen Farbspektrums<br />
wiedergeben, wandeln Sonys Fernseher<br />
der Serien W905 und X9005 die Bildinformationen<br />
in ein deutlich erweitertes Farbspektrum<br />
um. Sony nennt diese Technik Triluminos, eine<br />
Farbfilterung über sogenannte Quantenpunkte.<br />
Vergleichen Sie Sonys Trlluminos-Fernseher mit<br />
herkömmlichen LED-LCDs der Konkurrenz, erscheinen<br />
diese im direkten Vergleich fast farblos.<br />
Natürlicher oder nur anders?<br />
Ein Kinofilm weist im Original einen deutlich<br />
größeren Farbraum auf, als es die aktuellen<br />
Bildsignale einer Blu-ray oder DVD liefern,<br />
weshalb Hersteller wie Sony versuchen, durch<br />
eine nachträgliche Farbraumerweiterung diese<br />
Einschränkung wettzumachen. Fotoaufnahmen<br />
können bereits einen erweiterten Farbraum vorweisen,<br />
weshalb Sonys Triluminosfernseher diese<br />
Informationen darstellen können. Fakt ist aber<br />
auch, dass nicht alle Signale von der Konvertierung<br />
profitieren (vor allem TV-Signale wirken<br />
schnell künstlich) und die Farbraumerweiterung<br />
nicht automatisch bessere Farben zeigt, da Sonys<br />
Farbtechnik keiner herstellerübergreifenden<br />
Norm entspricht. Häufig bleibt es eine Frage der<br />
persönlichen Vorliebe, ob Triluminos ein- oder<br />
ausgeschaltet werden sollte. Gänzlich neu ist das<br />
„Sony setzt auf eine leistungsstarke<br />
Bildwandlung, die Full-HD-Signale<br />
nahezu verlustfrei auf die UHD-4K-<br />
Auflösung umrechnet.“<br />
Thema der Farbraumerweiterung im Übrigen<br />
nicht: Plasmafernseher und Projektoren verfügen<br />
bereits seit Jahren über die Möglichkeit, deutlich<br />
sattere und tiefere Farbtöne darzustellen, als es die<br />
aktuellen Bildsignale vorsehen – Sonys Triluminos-Technik<br />
bringt diese Farbvielfalt nun aber<br />
auch ins Segment der LED-LCD-Fernseher. Großer<br />
Vorteil der Sony-Technik: Im ausgeschalteten<br />
Zustand entspricht die Darstellung dem Original,<br />
schalten Sie Triluminos über den Farbbrillanzregler<br />
hinzu, können Sie die Intensität in drei<br />
Stufen wählen. Unser Tipp: TV-Signale genießen<br />
Sie am besten ohne Triluminos; Filme, Dokus<br />
oder Videospiele in HD sollten Sie dagegen mit<br />
niedriger Triluminos-Einstellung ausprobieren.<br />
Problematisch für Sony: <strong>Die</strong> bislang verwendeten<br />
Quantenpunkte beinhalten Cadmium-Anteile<br />
und erschweren somit das Recycling der Fernseher,<br />
Cadmium-freie Alternativen sind aber bereits<br />
in der Erprobung.<br />
8 Megapixel<br />
Sony setzte als einer der ersten TV-Hersteller bereits<br />
2012 auf die Zukunftstechnik 4K (auch UHD<br />
oder UHD-4K). Dahinter verbirgt sich die TV-<br />
Auflösung von 3 840 x 2 160 Pixeln, was mehr als<br />
acht Millionen Bildpunkten entspricht. Wenn Sie<br />
mit einer Fotokamera, die 8 Megapixel oder mehr<br />
aufweist, ein Foto aufnehmen, sehen Sie auf Sonys<br />
UHD-4K-Fernseher der Serie X9005 jedes Detail<br />
in bestmöglicher Schärfe, während bei einem<br />
Bilder: Sony, Sony Pictures<br />
24 | 6.2013
Neue Farbwelten durch Triluminos<br />
Grün<br />
Zyan<br />
Rot<br />
Blau<br />
Qualität. 3D-Fans profitieren besonders von der<br />
UHD-4K-Auflösung: Sonys X9005-Serie bietet<br />
das aus dem Kino bekannte flimmerfreie Polfilter-<br />
Verfahren und die enormen Auflösungsreserven<br />
der Fernseher gleichen den Auflösungsverlust<br />
der Polfilter-Technik nahezu aus. Unterstützung<br />
erhält Sony bei der UHD-4K-Einführung durch<br />
Sony Pictures, die ausgewählte Filme noch einmal<br />
in höherer Datenrate, aber nach wie vor Full-HD-<br />
Auflösung veröffentlichen (trotz Namenszusatz<br />
„Mastered in 4K“). In unseren Tests zeigte sich,<br />
dass der Mehrwert stark vom jeweiligen Film<br />
abhängt: „World Invasion: Battle Los Angeles“<br />
zeigte nahezu keine Veränderung im Vergleich<br />
zur Ursprungsfassung, „The Amazing Spider-<br />
Man“ bot immerhin eine dezente Nachschärfung.<br />
Deutlich sichtbar hingegen die Unterschiede bei<br />
Filmklassikern wie „Ghostbusters“: Bessere Kontraste,<br />
Schärfe, Farben und weniger Bildrauschen<br />
geben der Neufassung den klaren Vorzug. Ob sich<br />
die Investition in UHD-4K-Fernseher auszahlt,<br />
ist nicht zuletzt eine Frage des Sitzabstands: Erwerben<br />
Sie Sonys 65-Zoll-Modell KD-65X9005A,<br />
sollten Sie den Sitzabstand auf maximal 2,5 Meter<br />
beschränken, um den Vorteil der höheren Auflösung<br />
wahrnehmen zu können.<br />
Das komplette Spektrum der menschlichen Farbwahrnehmung reizt der bisherige Farbstandard (blaues Farbdreieck)<br />
nicht ansatzweise aus, weshalb Sony mit Triluminos den Farbraum stark erweitert (rotes Farbdreieck). Messungen des<br />
Farbraums belegen, dass sich die Lage der Farbpunkte ändert, am deutlichsten erkennt man dies anhand der tieferen<br />
Rot-, Grün-, Zyan und Magentatöne. Hauttöne mit geringen Sättigungsgraden werden dagegen kaum beeinflusst.<br />
herkömmlichen Full-HD-Fernseher die Bildinformationen<br />
bei extrem geringem Sichtabstand leicht<br />
unscharf wirken. Um die bessere Bildqualität<br />
nicht nur bei Fotos, sondern auch Videos zu demonstrieren,<br />
liefert Sony an Fachhändler spezielle<br />
Computer, die über HDMI die 4K-Videosignale<br />
zuspielen. Neben einigen Werbevideos stehen<br />
den Fachhändlern auch Auszüge aus Kinofilmen<br />
wie „After Earth“ zur Verfügung, um Kunden die<br />
bessere Bildqualität vor Augen zu führen. Da im<br />
heimischen Wohnzimmer die Verfügbarkeit von<br />
4K-Videoinhalten gegen null tendiert, setzt Sony<br />
auf eine leistungsstarke Bildwandlung, die Full-<br />
HD-Signale nahezu verlustfrei auf die UHD-4K-<br />
Auflösung umrechnet. Dadurch erblicken Sie<br />
zwar nicht mehr Details im Vergleich zur Darstellung<br />
über einen Full-HD-Fernseher, aber das vorhandene<br />
Bildmaterial zeigt sich in bestmöglicher<br />
Sony setzt auf Zukunftstechnik<br />
Wir sind uns sicher: Mit UHD-4K und Triluminos<br />
bietet Sony zwei sinnvolle Technologien, die<br />
andere Hersteller erst in den kommenden Wochen<br />
und Monaten einführen werden. Somit setzt<br />
Sony wichtige Trends im Bereich der Bildqualität<br />
und bietet allen Technikfans genügend Argumente,<br />
zu Sony-TV-Produkten zu greifen. Doch<br />
damit nicht genug: Auf der IFA 2013 will Sony<br />
ein weiteres Kapitel der Technologiepremieren<br />
aufschlagen, Sie dürfen gespannt sein!<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Als Zwischenlösung auf dem Weg zu echtem 4K-Videomaterial veröffentlicht Sony ausgewählte Filme auf Blu-ray noch einmal. Entgegen dem Namen „Mastered in 4K“ liefern die Blu-ray<br />
Discs nur eine Full-HD-Auflösung. Im Test des Films „World Invasion: Battle Los Angeles“ konnten wir keinen echten Detail- bzw. Auflösungsgewinn im Zusammenspiel mit Sonys KD-<br />
65X9005A ausmachen. Ältere Filme wie „Ghostbusters“ zeigen in der Neufassung hingegen weniger Bildrauschen und einen optimierten Kontrast, was einen Neukauf durchaus rechtfertigt.<br />
Großer Vorteil: <strong>Die</strong> Bildvorteile der Neufassungen sehen Sie auch, wenn Sie diese auf einem Full-HD-Fernseher darstellen.<br />
www.hdtvmagazin.com 25
Sony KD-65X9005A<br />
165 cm<br />
Das UHD-4K-LCD-<br />
Panel liefert mehr als acht<br />
Millionen Bildpunkte.<br />
Insbesondere Fotos wirken<br />
auf dem Fernseher<br />
unglaublich detailreich<br />
und scharf.<br />
Das Polfilterverfahren erlaubt flimmerfreies 3D wie im<br />
echten Kino, dank der UHD-4K-Auflösung gehen auch<br />
in 3D keine Details der Blu-ray-Vorlage verloren.<br />
<strong>Die</strong> dominanten<br />
Lautsprecher sorgen für<br />
einen satten Klang, die<br />
durchgängige Glasscheibe<br />
lässt den TV besonders<br />
hochwertig erscheinen.<br />
Blaulicht-LEDs und eine<br />
zusätzliche Schicht aus<br />
Quantenpunkten ermöglichen<br />
satte Farben.<br />
<strong>Die</strong> LEDs sind im oberen<br />
und unteren Rahmen<br />
integriert und können<br />
in groben Segmenten<br />
gedimmt werden.<br />
Preis: 6 999 Euro, Farbe: Schwarz, Maße (B × H × T): 168,2 × 87,5 × 10,0 cm, Gewicht: 46,6 kg, Bauweise: Edge-LED-LCD, Auflösung: 3 840 × 2 160 Pixel,<br />
3D: ja (Polfilter-Technik), Bildfrequenz: 100 Hz, Tuner: DVB-C, DVB-S2, DVB-T, CI-Schnittstelle: 1 ×, WLAN: ja, Stromverbrauch: 265 Watt<br />
Der KD-65X9005A wirkt augenscheinlich<br />
breiter als andere Flachbildfernseher,<br />
denn neben dem eigentlichen<br />
Bildschirm im 16 : 9-Format sind jeweils links<br />
und rechts fest installierte Lautsprecherleisten<br />
zu finden, die einen exzellenten Klang bieten.<br />
Auf der Rückwand finden sich im unteren Bereich<br />
zwei Basseinheiten; nach oben hin gibt sich<br />
der Fernseher wesentlich flacher. <strong>Die</strong> markant<br />
geschliffene Glasoberfläche, die sich nahtlos über<br />
die komplette Front zieht, ist ebenfalls ein echter<br />
Blickfang.<br />
Visuelle Performance<br />
<strong>Die</strong> statische Auflösung ist aufgrund der 3 840 x<br />
2 160 Pixel (mehr als acht Millionen Bildpunkte)<br />
über jeden Zweifel erhaben und die äußerst<br />
effiziente Signalverarbeitung lässt selbst Blu-rays<br />
noch schärfer erscheinen. In den Unteroptionen<br />
sollten Sie sich vor allem dem Punkt „Auflösung“<br />
widmen, denn der Regler steuert eine Kontrastanhebung<br />
auf Pixelebene und somit ist eine bessere<br />
Abgrenzung zwischen den einzelnen Bildpunkten<br />
gegeben, was letztlich in einer detaillierter<br />
empfundenen Darstellung mündet. Wer echte<br />
4K-Qualität erleben will, kann seine Urlaubsfotos<br />
von einem USB-Stick direkt abrufen und<br />
die Darstellung raubt dem Betrachter schlicht<br />
„Gerade im flimmerfreien 3D-Betrieb<br />
und während einer Fotowiedergabe<br />
werden Sie die UHD-4K-Auflösung<br />
besonders zu schätzen lernen.“<br />
den Atem – gehen Sie ruhig mit der Nasenspitze<br />
an den TV heran, um alle Details zu entdecken.<br />
Leider können Sie während der Betrachtung von<br />
Fotos den Bildmodus nicht ändern. Fachhändlern<br />
stellt Sonys 4K-PCs zur Verfügung, sodass Sie<br />
erste Einblicke in echte UHD-Qualität erhaschen<br />
können. Bislang ungeklärt bleibt die HDMI-2.0-<br />
Unterstützung, die zwingend für zukünftige<br />
UHD-TV-Signale vorausgesetzt wird. Im KD-<br />
65X9005A stecken noch HDMI-1.4-Chipsätze,<br />
die zwar UHD-4K-Signale verarbeiten, aber nur<br />
bei maximal 30 Bilder pro Sekunde. Zudem sind<br />
die internen Chips nicht in der Lage, die ausgestrahlten<br />
UHD-TV-Testsignale zu entschlüsseln.<br />
Vergleich mit der Full-HD-Mittelklasse<br />
Bei Bewegtbildinhalten reduziert sich die<br />
mustergültige Schärfe, denn der KD-65X9005A<br />
verfügt, im Gegensatz zum 200-Hertz-Modell<br />
W905, lediglich über ein 100-Hertz-Panel.<br />
<strong>Die</strong> Option „Motionflow Impuls“ steigert die<br />
Bewegtbildschärfe zwar immens, Filme auf<br />
Blu-ray Disc flimmern aber stark und die Bilder<br />
verlieren an Brillanz. Auch die Ausleuchtung des<br />
XXL-Fernsehers kann nicht vollends überzeugen:<br />
In hellen Szenen sind unregelmäßig über<br />
den Bildschirm verteilte Schatten bemerkbar,<br />
in dunklen Bereichen wiederum Aufhellungen.<br />
<strong>Die</strong> Kontrastdarstellung bewegt sich im soliden<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />
26 | 6.2013
Mittelfeld, im Vergleich zum Mittelklassemodell<br />
W905 können einzelne Bildbereiche weniger<br />
exakt in der Helligkeit justiert werden, sodass z. B.<br />
Kinobalken bei Filmen im 21 : 9-Format deutlich<br />
aufgehellter erscheinen. Dank Triluminos-<br />
Technik können Sie jede Zuspielung mit satteren<br />
Farben erstrahlen lassen; die Anpassung nehmen<br />
Sie im Menü unter dem Punkt „Farbbrillanz“ vor.<br />
<strong>Die</strong> Auswirkungen von Triluminos machen sich<br />
vor allem im Grün- und Rotbereich bemerkbar.<br />
Puristen können die Darstellung im „Anwender“-<br />
Bildmodus aber auch auf den <strong>HDTV</strong>-Standard<br />
abstimmen. <strong>Die</strong> facettenreichere Farbdarstellung<br />
erreicht Sony durch Blaulicht-LEDs und der sogenannte<br />
Quantum-Dot-Filter erzeugt „reinere“<br />
Lichtfarben. Bedauerlicherweise gibt sich das<br />
verbaute LCD-Panel nicht sehr blickwinkelstabil<br />
und die Darstellung wird je nach Sitzposition<br />
von einer Magentaverfärbung durchzogen, was<br />
letztlich auch auf den Einsatz der Blaulicht-LEDs<br />
zurückzuführen ist.<br />
3D-Künstler<br />
Plastische Bilder werden über Polfilterbrillen realisiert<br />
und dank der immensen Auflösungsreserven<br />
des 4K-Panels<br />
werden Filme im<br />
3D-Betrieb immer<br />
noch in der Full-<br />
HD-Auflösung<br />
dargestellt. <strong>Die</strong> für<br />
das Polfilterverfahren<br />
typische<br />
Halten Sie ein Smartphone mit NFC an die Zweitfernbedienung,<br />
um Inhalte auf dem TV wiederzugeben.<br />
Zeilenstruktur fällt dagegen vergleichbar zu<br />
einem Full-HD-Fernseher aus, dennoch kann der<br />
3D-Eindruck schlicht als sensationell bezeichnet<br />
werden, wenngleich die Leuchtkraft etwas hinter<br />
den Erwartungen zurückbleibt. Für die perfekte<br />
greifbare Abbildung ohne Doppelkonturen müssen<br />
Sie sich in jedem Fall auf Augenhöhe mit dem<br />
Bildschirm befinden, denn sonst ist die korrekte<br />
Polarisation nicht mehr gegeben; das Panel des<br />
„Mit Sonys KD-65X9005A können Sie<br />
schon jetzt in die Zukunft der<br />
Bilddarstellung starten.“<br />
KD-65X9005A reagiert besonders empfindlich<br />
auf vertikale Abweichungen von der Bildmitte.<br />
Vorbildlich: Im 3D-Modus sind fast alle Bildoptionen<br />
verfügbar und es empfiehlt sich, Motionflow<br />
zu aktivieren.<br />
XXL-Smart-TV<br />
Bei den Internetangeboten sind vor allem die<br />
Video-on-Demand-<strong>Die</strong>nste für eine Nutzung<br />
von der Couch prädestiniert und der Zugriff auf<br />
das weltweite Datennetz gelingt bequem über<br />
das interne WLAN-Modul. Dank des Near-<br />
Field-Communication-Chips (NFC) in der<br />
Zweitfernbedienung können Sie den Bildinhalt<br />
des Smartphoens Xperia Z ohne Umwege auf den<br />
großen Bildschirm schicken. Im Netzwerk spielt<br />
der KD-65X9005A Fotos, Musik und Videos von<br />
Ihrem Computer oder einer Netzwerkfestplatte<br />
ab. <strong>Die</strong>s funktionierte im Test reibungslos und es<br />
wurden neben MKV-Filmen auch MOV-Dateien<br />
in Full-HD-Auflösung dargestellt. Im TV-Bereich<br />
erwarten Sie Tuner für alle gängigen Empfangswege<br />
und Fernsehsendungen können auf USB-<br />
Datenträger aufgezeichnet werden – mangels<br />
Doppeltuner dürfen Sie während einer Aufzeichnung<br />
aber nicht umschalten.<br />
TV-Zukunft bereits jetzt erleben<br />
Sony ist mit dem KD-65X9005A ein faszinierendes<br />
Stück Technik gelungen. Gerade im<br />
3D-Betrieb werden Sie die UHD-4K-Auflösung<br />
zu schätzen lernen und während einer Diashow<br />
kommt die Detailfülle der Fotoaufnahmen beeindruckend<br />
zur Geltung. Mit Sony starten Sie schon<br />
jetzt in die Zukunft der Bilddarstellung.<br />
DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Was uns gefällt<br />
+ Ultrahochauflösendes Bild<br />
+ Auf Wunsch erweiterte Farbraumdarstellung<br />
+ Farbübergänge ohne Abstufungen, sehr gutes 3D<br />
+ Toller Klangeindruck, Bild-in-Bild<br />
Was uns stört<br />
– Mäßige Schwarzdarstellung und Ausleuchtung<br />
– Bewegtbildschärfe und Blickwinkel befriedigend<br />
– Erweiterbarkeit auf HDMI 2.0 ungewiss<br />
– Ab 2,5 Metern kaum Vorteile gegenüber Full HD<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Bild-Modus<br />
Anwender<br />
Hintergrundlicht Max<br />
Kontrast<br />
Max<br />
Helligkeit 50<br />
Farbe 50<br />
Farbton 0<br />
Farbtemperatur Warm 2<br />
Bildschärfe 50<br />
Dyn. Rausch- Aus<br />
unterdrückung<br />
MPEG-Rausch- Aus<br />
unterdrückung<br />
Pixel-Rausch- Auto<br />
unterdrückung<br />
Mastered In 4K Ein<br />
Video-Bereich- Ein<br />
Erkennung<br />
Auflösung<br />
25 HD, 50 SD<br />
Rauschfilter<br />
Min<br />
Gleichmäßige Hoch<br />
Abstufung<br />
Motionflow<br />
Klar<br />
Filmmodus<br />
Autom.<br />
Schwarzkorrektur Aus<br />
Verb. Kontrastanhebung Aus<br />
Gamma 0<br />
Dynamische LED- Standard<br />
Steuerung<br />
Autom. Lichtbegrenzer Aus<br />
Weißbetonung Aus<br />
Weißabgleich Rot-Gain –2,<br />
Grün-Gain –3,<br />
Blau-Gain 0,<br />
Rot-Bias –1,<br />
Grün-Bias –2,<br />
Blau-Bias –1<br />
Detailverbesserung Aus<br />
Randverbesserung Aus<br />
Haut-Naturalisierung Aus<br />
www.hdtvmagazin.com 27
Serie W905A W805A/W807A W655A / W656A<br />
Größe/Preis<br />
40 Zoll (1 499 Euro), 46 Zoll (1 999 Euro)<br />
55 Zoll (2 799 Euro), 65 Zoll (3 499 Euro)<br />
42 Zoll (999 Euro), 47 Zoll (1 499 Euro),<br />
55 Zoll (1 799 Euro)<br />
32 Zoll (549 Euro), 42 Zoll (749 Euro)<br />
Farbe Schwarz Schwarz (W805), Silber (W807) Schwarz (W655), Silber (W656)<br />
Bauweise Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />
3D ja (Shutter-Technik) ja (Polfilter-Technik) nein<br />
Bildfrequenz 200 Hz 100 Hz 50 Hz<br />
Smart-TV-Funktionen<br />
HbbTV, DLNA, Apps, Browser, Mediatheken,<br />
Skype (Kamera extern), Video-on-Demand<br />
HbbTV, DLNA, Apps, Browser, Mediatheken,<br />
Skype (Kamera extern), Video-on-Demand<br />
HbbTV, DLNA, Apps, Browser, Mediatheken,<br />
Skype (Kamera extern), Video-on-Demand<br />
Tuner DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
Anzeige<br />
Besonderheiten<br />
Triluminos-Farbfilter, Miracast, NFC, USB-<br />
Aufnahme, WLAN<br />
Miracast, NFC, USB-Aufnahme, WLAN<br />
Miracast, USB-Aufnahme, WLAN<br />
7 000 Blu-ray Discs in der Übersicht<strong>Die</strong> neue Filmdatenbank auf<br />
www.digitalfernsehen.de<br />
Bilder: Sony<br />
INHALT | KRITIK | BILD | TON | BONUS | 3D<br />
So einfach geht’s:<br />
1<br />
2<br />
Entertainment unter<br />
www.digit<br />
italfernsehen.de<br />
auswählen<br />
3<br />
Gewünschten Film im Such<br />
feld<br />
eingeben<br />
Alle wichtigen<br />
Informati<br />
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einer Übersicht<br />
Jetzt schnell scannennen<br />
und Blu-rays<br />
be<br />
stellen!
Bilder: Messe Berlin, Panasonic<br />
Halle 5.2 Gründungsjahr 1918<br />
Sitz<br />
Osaka (Japan), deutsche<br />
Niederlassung: Hamburg<br />
Angestellte ca. 290 000<br />
Produktportfolio LCD-<strong>TVs</strong>, Plasma-<strong>TVs</strong>,<br />
OLED-<strong>TVs</strong>, Projektoren,<br />
Blu-ray-Player/ -Rekorder,<br />
Digitalkameras,<br />
Camcorder, Speichermedien,<br />
Drucker,<br />
Scanner, Telefone,<br />
Batterien, Leuchtmittel,<br />
Kühlschränke, Mikrowellen,<br />
Waschmaschinen,<br />
Solarzellen, Klimanlagen,<br />
Medizintechnik<br />
www.hdtvmagazin.com 29
LCDs und Plasmas<br />
noch besser<br />
Panasonic produziert als einer der wenigen<br />
Hersteller nicht nur LED-LCD-<strong>TVs</strong>,<br />
sondern auch Plasmafernseher. <strong>Die</strong><br />
Themen Bildqualität, Empfang, Vernetzung<br />
und Bedienung stehen im Mittelpunkt des IFA-<br />
Auftritts. In Sachen UHD- und OLED-Fernseher<br />
halten sich die Japaner noch bedeckt, alles<br />
deutet auf Weltpremieren auf der IFA hin.<br />
aktuell nur die hauseigenen Plasmafernseher,<br />
die selbst den schnellsten Kameraschwenk ohne<br />
Verwischer abbilden.<br />
Studio-Master-Panel<br />
Im Mittelpunkt des Interesses steht in diesem<br />
Jahr die ZT60-Plasmaserie, deren bilderzeugendes<br />
Panel und Kontrastfilter ohne die<br />
typische räumliche Lücke auskommen, sodass<br />
Mehrfachspiegelungen vermieden werden<br />
können und die Schwarzdarstellung durch den<br />
aufwendigen Kontrastfilter noch besser als bei<br />
vergleichbaren Modellen gemeistert wird. In<br />
unserem Test konnte sich der ZT60 zwar kaum<br />
vom günstigeren VTW60 absetzen, wer das Maximum<br />
an Bildqualität realisieren möchte, sollte<br />
Allzu schnell ist man angesichts der integrierten<br />
Kameras, der weitreichenden Internetfunktionen<br />
und Vernetzung geneigt, die Fortschritte<br />
aufseiten der Bildqualität als Fußnote abzutun,<br />
doch damit würde man Panasonic in diesem Jahr<br />
nicht gerecht werden. Sowohl im LED-LCD-<br />
Segment als auch aufseiten der Plasmaentwicklung<br />
sorgt Panasonic für einige Ausrufezeichen.<br />
Allen voran das LED-LCD-Topmodell WTW60<br />
brilliert mit einem tadellosen Blickwinkel, toller<br />
Schwarz- und Kontrastdarstellung, Referenzbildschärfe<br />
und einer nahezu perfekten 3D-Wiedergabe.<br />
Möglich macht dies die Kombination aus<br />
IPS-LCD-Panel und einer LED-Beleuchtung, die<br />
in 16 Segmenten unabhängig die Bildhelligkeit<br />
steuert. Gleichermaßen sorgt Panasonics Bildverarbeitung<br />
für eine tadellose Schärfe, selbst bei<br />
schnellen Bewegungen. Noch besser können dies<br />
Panasonics LED-LCD-Serie WTW60 erlaubt eine<br />
unabhängige Helligkeitsansteuerung über die seitlich<br />
installierten LEDs in insgesamt 16 Segmenten, was die<br />
Schwarzwiedergabe sichtlich beflügelt.<br />
Panasonics Plasmafernseher ZT60 setzt auf ein Studio-<br />
Master-Panel, bei dem die Plasmakammern und der<br />
Kontrastfilter nahezu lückenlos kombiniert wurden. Das<br />
vermeidet Mehrfachreflexionen.<br />
Bilder: Panasonic<br />
30 | 6.2013
aber dennoch zum limitierten ZT60 greifen. <strong>Die</strong><br />
Entscheidung zugunsten LED-LCD oder Plasma<br />
ist nach wie vor eine Frage der Aufstellung und<br />
Raumbeleuchtung: Im echten Heimkinozimmer<br />
reicht die Bildhelligkeit der Plasmafernseher<br />
locker aus, wer im normalen Wohnzimmer eine<br />
bestmögliche Bildqualität anstrebt, auf maximale<br />
Bildruhe setzt und flimmerfreies 3D mit hellen<br />
Bildern bevorzugt, der kommt wiederum an<br />
Panasonics LED-LCDs nicht vorbei. So oder so:<br />
In Sachen Bildqualität ist Panasonic auch 2013<br />
ganz vorn mit dabei.<br />
Immer auf Empfang<br />
Erstmals integriert Panasonic in die Modelle<br />
WTW60, DTW60, VTW60 und ZT60 Doppeltuner<br />
für alle digitalen Empfangswege, sodass<br />
Sie z. B. zwei Sendungen parallel darstellen oder<br />
über eine USB-Festplatte eine Aufzeichnung<br />
vornehmen können, während ein anderes<br />
Programm angeschaut wird (maximal zwei<br />
Aufzeichnungen möglich). Gleichzeitig können<br />
Panasonics Topmodelle im Hausnetzwerk nicht<br />
nur Daten empfangen, sondern auch aufgezeichnete<br />
Programminhalte ins Netzwerk einspeisen<br />
und für andere Geräte freigeben. Auch bei der<br />
„<strong>Die</strong> Programmeinrichtung, Sendersortierung<br />
und Navigation durch das<br />
TV-Angebot klappt meist, ohne im<br />
Handbuch nachschlagen zu müssen.“<br />
Bedienung spielt Panasonic alle Trümpfe aus:<br />
<strong>Die</strong> Programmeinrichtung, Sendersortierung<br />
und Navigation durch das TV-Angebot klappt<br />
meist, ohne im Handbuch nachschlagen zu<br />
müssen – eine integrierte Hilfefunktion beantwortet<br />
die meisten Fragen während des Betriebs.<br />
Zudem sind Panasonics LED-LCDs dieses Jahr<br />
die Sprintweltmeister: Kaum zwei Sekunden vergehen,<br />
bis der Fernseher komplett betriebsbereit<br />
ist – meist läuft der Fernseher, bevor Sie Platz<br />
nehmen konnten.<br />
Bedienung vereinfacht<br />
Mit den <strong>neuen</strong> Panasonic-<strong>TVs</strong> bauen Sie sich<br />
Ihren persönlichen Startbildschirm mit wenigen<br />
Tastencklicks selbst zusammen. Dank einer<br />
integrierten Kamera (Modelle WTW60 und<br />
VTW60) können Sie sofort mit der Videotelefonie<br />
Skype starten, für alle anderen Modelle bietet<br />
Panasonic externe Varianten. Überwachungsängste<br />
sind dabei unbegründet, denn die integrierte<br />
Kamera verschwindet bei Nichtgebrauch<br />
auf der Rückseite. Via Tablet erlaubt Panasonic<br />
das Streaming von Programminhalten auf den<br />
mobilen Bildschirm, sodass Ihnen die TV-Sender<br />
durch das ganze Haus folgen. <strong>Die</strong> schnelle,<br />
übersichtliche und komfortable Bedienung<br />
macht das TV-Erlebnis dabei komplett.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Mehr Möglichkeiten mit Panasonic-<strong>TVs</strong><br />
Den Startbildschirm können Sie nach<br />
Belieben verändern und hinsichtlich<br />
TV-Empfang oder Internetfernsehen<br />
optimieren. Bis zu vier Nutzerprofile<br />
lassen sich hierbei speichern.<br />
<strong>Die</strong> Modelle WTW60 und VTW60<br />
verfügen über eine integrierte Kamera<br />
zur Videotelefonie. Bei Nichtgebrauch<br />
kann die Kamera eingefahren werden –<br />
Überwachungsängste sind unbegründet.<br />
Doppelte Tuner für alle digitalen Empfangswege<br />
und zwei CI-Schnittstellen<br />
ermöglichen die parallele Darstellung<br />
zweier Sender oder die gleichzeitige<br />
Aufzeichnung und Wiedergabe.<br />
Der USB-3.0-Festplattenanschluss<br />
garantiert einen schnellen Datenaustausch.<br />
Binden Sie den TV ins Netzwerk<br />
ein, können Sie aufgezeichnetes Material<br />
sogar streamen.<br />
www.hdtvmagazin.com 31
140 cm<br />
Panasonic TX-L55WTW60<br />
<strong>Die</strong> integrierte Kamera<br />
lässt sich manuell an<br />
der Rückseite versenken,<br />
fährt bei Bedarf aber<br />
automatisch nach oben.<br />
Das LCD-IPS-Panel<br />
liefert auch bei seitlicher<br />
Betrachtung ein natürliches<br />
Bild.<br />
Der Fernseher verfügt<br />
über ein LED-Dimming<br />
in insgesamt 16 Segmenten,<br />
was exzellente<br />
Schwarzwerte garantiert.<br />
Das Polfilterverfahren erlaubt flimmerfreies<br />
3D wie im echten Kino.<br />
<strong>Die</strong> untere Blende ist beleuchtet,<br />
den Lichteffekt können Sie<br />
nachträglich deaktivieren.<br />
Preis: 2 999 Euro, Farbe: Silber, Maße (B × H × T): 122,7 × 81,4 × 3,2 cm, Gewicht: 20 kg, Bauweise: Edge-LED-LCD, Auflösung: 1 920 × 1 080 Pixel, 3D: ja<br />
(Polfilter-Technik), Bildfrequenz: 200 Hz, Tuner: DVB-C (2 ×), DVB-S2 (2 ×), DVB-T (2 ×), CI-Schnittstelle: 2 ×, WLAN: ja, Stromverbrauch: 140 Watt<br />
Sie wollen ein richtig ig gutes Bild, einen effizienten<br />
Fernseher und zu allem Überfluss<br />
noch sämtliche Funktionen integriert?<br />
Dann könnte Panasonics WTW60 genau<br />
das richtige Modell sein, denn Qualität und<br />
Quantität schließen sich bei diesem Fernseher<br />
nicht aus.<br />
Schalten Sie den Fernseher ein (Rekordstartzeit<br />
von wenigen Sekunden), schimmert die untere<br />
Blende blau und wirft das Licht in Richtung des<br />
geschwungenen Standfußes. Bildschön ist der<br />
WTW60 auch ohne Zusatzlicht, das sich etwas<br />
versteckt in den Systemeinstellungen deaktivieren,<br />
aber leider nicht stufenlos dimmen lässt.<br />
Etwas Vorsicht sollten Sie beim Aufbau walten<br />
lassen, denn durch den ultraschmalen Rahmen<br />
ist die Frontscheibe nur an den Eckpunkten<br />
fixiert, sodass diese bei Druck leicht nachgibt,<br />
was in der Praxis aber keine Stabilitätsnachteile<br />
mit sich bringt.<br />
Bereit für Unterhaltungtung<br />
Im Gegensatz zum DTW60 integriert sonic im WTW60 eine Videokamera, die erst<br />
Pana-<br />
nach dem Start der Videotelefonieanwendung<br />
Skype nach oben fährt (aber per Hand wieder<br />
versenkt werden muss). Über die passende<br />
Panasonic-App können Sie unverschlüsselte<br />
Inhalte auf Tablets und Smartphones streamen<br />
und das neu gestaltete Internetportal lässt Sie<br />
Ihren persönlichen Startbildschirm kreieren,<br />
auf dem ausgewählte Internetdienste, die<br />
Programmübersicht mit Bild-in-Bild oder auch<br />
„Obwohl es sich beim WTW60 um<br />
einen LCD-Fernseher und nicht um<br />
einen Plasma-TV handelt, überzeugen<br />
Bildkontrast, Blickwinkel und Bildschärfe<br />
derart, dass der Wunsch nach<br />
mehr kaum noch aufkommt.“<br />
ganz klassisch die aktuelle Uhrzeit Platz finden.<br />
Neben der beleuchteten Standardfernbedienung<br />
liegt eine kompakte Zweitvariante bei, die über<br />
ein Touchpad und Mikrofon verfügt, mangels<br />
Tastatur und nicht selbsterklärender Tasten<br />
den Bedien komfort aber nicht beflügelt. Ohne<br />
Tastaturfeld bereiten Texteingaben über die<br />
Fernbedienung keine Freude, stattdessen sollten<br />
Sie kompatible Bluetooth-Tastaturen verwenden<br />
oder auf die Smartphone-App ausweichen.<br />
Eine globale Suchfunktion spart wertvolle Zeit,<br />
denn ein Suchbegriff reicht aus, um im Internet,<br />
auf USB-Datenträgern oder innerhalb des elektronischen<br />
Programmführers die gewünschten<br />
Inhalte zu finden.<br />
Fantastische Bilder<br />
Panasonics WTW60 punktet durch eine echte<br />
200-Hertz-Qualität mit bester Bewegtbildschärfe<br />
ohne erkennbare Nachzieher. Minimale<br />
Mikroruckler infolge der Zwischenbildberechnung<br />
konnten wir in wenigen Filmszenen zwar<br />
be obachten (z. B. wenn Objekte in diagonaler<br />
Richtung durch das Bild wandern), doch ein<br />
derart detailliertes und artefaktfreies Bild präsentieren<br />
nur wenige Mitbewerber. Besonders<br />
während der flimmerfreien sowie ungemein<br />
plastischen 3D-Wiedergabe können Sie dank<br />
butterweicher Kameraschwenks ganz und gar in<br />
Filmwelten eintauchen. Der Auflösungsverlust<br />
im 3D-Modus ist durch die verwendete Pol-<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic<br />
32 | 6.2013
filtertechnik zwar spürbar, Panasonic erreicht<br />
mit dem WTW60 aber dennoch ein opulentes<br />
Schauspiel aus Plastizität, Helligkeit und Bildruhe.<br />
Gleich vier durchaus ansprechende Polfilterbrillen<br />
liegen dem Fernseher bei. Videospieler<br />
finden im WTW60 ebenfalls einen empfehlenswerten<br />
LED-LCD, denn die Eingabeverzögerung<br />
fällt vergleichsweise gering aus.<br />
Dynamische LED-Beleuchtung<br />
Der Nachteil des blickwinkelstabilen LCD-<br />
IPS-Panels, der niedrige Bildkontrast, ist in der<br />
Praxis kaum sichtbar, denn Panasonic passt die<br />
Helligkeit der beidseitig installierten LED-<br />
Leisten dem Bildinhalt geschickt an. <strong>Die</strong> LED-<br />
Ansteuerung erfolgt über jeweils 8 unabhängige<br />
Zonen auf beiden Seiten, sodass z. B. in Kinofilmen<br />
mit schwarzen Balken eine pechschwarze<br />
Abbildung der Bildbegrenzung garantiert ist.<br />
Um die Bildhelligkeit aufrechtzuerhalten, greift<br />
Panasonic vergleichsweise aggressiv in das Videosignal<br />
ein, was in den meisten Fällen keinerlei<br />
Nachteile im Praxisbetrieb mit sich bringt,<br />
wegen zweier Faktoren Filmkenner aber dennoch<br />
stören könnte. So zeigen extrem dunkle<br />
Bildszenen Detailverluste, helle Details leichte<br />
Überbelichtungen und infolgedessen verschiebt<br />
sich auch die Farbbalance. <strong>Die</strong>se Nachteile<br />
sind aber äußerst selten erkennbar und ohne<br />
direkten Bildvergleich<br />
nur schwer ausfindig<br />
zu machen. Demgegenüber<br />
wird der<br />
Kontrasteindruck<br />
derart beflügelt, dass<br />
der WTW60 sogar<br />
einem Referenzplasma<br />
wie dem ZT60E im<br />
komplett abgedunkelten<br />
Raum Paroli<br />
bietet. Erst der leichte<br />
Blauschimmer im<br />
Tiefschwarz und der<br />
Helligkeitsverlust bei<br />
der Darstellung kleiner<br />
<strong>Die</strong> Zweitfernbedienung erfordert etwas Einarbeitungszeit,<br />
reicht für die wichtigsten TV-Funktionen aber aus.<br />
Leuchtpunkte verraten, dass Panasonics Kontrasttrick<br />
am Ende eben doch nur ein Trick ist.<br />
Einfarbige Verläufe offenbaren zudem die leichten<br />
Ausleuchtungsschwächen des Fernsehers.<br />
Im Praxisbetrieb sind Helligkeitsunterschiede<br />
im Bild jedoch kaum zu erkennen und störende<br />
Leuchtflecken glänzen durch Abwesenheit.<br />
Deutlich besser als im Vorjahr gelang<br />
Panasonic die Farbabstimmung, denn in der<br />
Voreinstellung True Cinema zeigt der WTW60<br />
eine originalgetreue Abbildung. Einzig beim<br />
Weißabgleich mussten wir etwas nachhelfen,<br />
da der Fernseher Bilder zunächst zu warm oder<br />
zu kühl darstellte. Niedrig aufgelöste Signale<br />
„Besonders während der flimmerfreien<br />
sowie ungemein plastischen<br />
3D-Wiedergabe können Sie dank butterweicher<br />
Kameraschwenks ganz und<br />
gar in Filmwelten eintauchen.“<br />
werden per Kantenglättung und Rauschfilterung<br />
gebührend aufgewertet und eine<br />
Filmerkennung verhindert, dass Filmbilder,<br />
die nicht in bester Blu-ray-Qualität vorliegen,<br />
flimmernde Konturen aufweisen. Sehr schön:<br />
Einen Bildbeschnitt können Sie für HD- und<br />
SD-Material gleichermaßen unterbinden und<br />
mit Ausnahme der 3D-Wiedergabe lässt Ihnen<br />
der Fernseher bei der Formatanpassung von<br />
21:9- oder 4:3-Bildinhalten freie Hand. Im<br />
Gegensatz zum blechern klingenden DTW60<br />
erschallt der WTW60 körperhafter, ohne in<br />
echte Tieftonbereiche vorzudringen. Für die<br />
tägliche Dosis Fernsehen reicht die klangliche<br />
Qualität aber allemal.<br />
Top in allen Kategorien<br />
Obwohl es sich beim WTW60 um einen LCD-<br />
Fernseher und nicht um einen Plasma-TV<br />
handelt, überzeugen Bildkontrast, Blickwinkel<br />
und Bildschärfe derart, dass der Wunsch nach<br />
mehr kaum noch aufkommt. Unser 55-Zoll-<br />
Modell der WTW60-Serie bot nicht nur ein<br />
überzeugendes Bild, sondern stellte in Sachen<br />
Ausstattungsvielfalt selbst deutlich teurere<br />
Modelle in den Schatten. Somit erwartet Sie ein<br />
bildschöner Fernseher, der im ein- und ausgeschalteten<br />
Zustand gleichermaßen überzeugt.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Was uns gefällt<br />
+ Scharfes, helles Bild, meist präzise Farben<br />
+ Gute Schwarzdarstellung, tolles 3D<br />
+ Breiter Blickwinkel, akzeptabler Klang<br />
+ Doppeltuner, integrierte Kamera, Bild-in-Bild<br />
Was uns stört<br />
– Dimming provoziert Überbelichtung<br />
– Farbübergänge leicht abgestuft<br />
– Ausleuchtungsgenauigkeit nicht perfekt<br />
– Fernbedienung ohne Tastatur<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Modus<br />
True Cinema<br />
Backlight<br />
Je nach Wunsch<br />
Kontrast 100<br />
Helligkeit 0<br />
Farbe 50<br />
NTSC-Farbton 0<br />
Schärfe 80<br />
Farbtemp.<br />
Warm2<br />
Colour Manag. Aus<br />
adapt. Backlight-St. Mittel<br />
Rauschunterdr. Aus<br />
Remaster-Pr. MPEG Aus<br />
Remaster-Pr. Auflös. Auto<br />
Bildtext-Glättung Aus<br />
Leuchtkraft-Verst. Niedrig<br />
Intel. Frame Creation Mittel<br />
Adaptive Gamma Aus<br />
Schwarzwert-Exp. Aus<br />
Weißeffektberein. Aus<br />
Weißabgleich R/G/B –5/0/0<br />
Grauabgleich R/G/B 0/0/–5<br />
Filmklarzeichner Ein<br />
Gamma 2.2<br />
16 : 9-Overscan Aus<br />
HDMI-Inhaltstyp Auto<br />
www.hdtvmagazin.com 33
Serie ZT60E VTW60 STW60<br />
Größe/Preis 60 Zoll (4 499 Euro) 50 Zoll (2 199 Euro), 55 Zoll (2 699 Euro),<br />
65 Zoll (3 799 Euro)<br />
Farbe Schwarz Schwarz Schwarz<br />
Bauweise Plasma Plasma Plasma<br />
42 Zoll (999 Euro), 50 Zoll (1 299 Euro),<br />
55 Zoll (1 699 Euro), 65 Zoll (2 599 Euro)<br />
Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />
3D ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik)<br />
Bildfrequenz<br />
100-Hz-Zwischenbildberechnung,<br />
Bildschärfe 200-Hz-äquivalent<br />
100-Hz-Zwischenbildberechnung,<br />
Bildschärfe 200-Hz-äquivalent<br />
100-Hz-Zwischenbildberechnung,<br />
Bildschärfe 200-Hz-äquivalent<br />
Smart-TV-Funktionen<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV, Mediatheken,<br />
Skype (Kamera extern), Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV, Mediatheken,<br />
Skype (Kamera intern), Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV, Mediatheken,<br />
Skype (Kamera extern), Video-on-Demand<br />
Tuner<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils Doppeltuner,<br />
zwei CI-Schnittstellen)<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils Doppeltuner,<br />
zwei CI-Schnittstellen)<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
Besonderheiten<br />
Limitierte Stückzahl, Bluetooth,<br />
ISF-Kalibrierung, Sprachsteuerung, THX (2D<br />
und 3D), Touch-Fernbedienung, Streaming auf<br />
iPad, TV liest Texte vor, USB 3.0,<br />
USB-Aufnahme, WLAN<br />
Bluetooth, ISF-Kalibrierung, Sprachsteuerung,<br />
THX (2D und 3D), Touch-Fernbedienung,<br />
Streaming auf iPad, TV liest Texte vor,<br />
USB 3.0, USB-Aufnahme, WLAN<br />
TV liest Texte vor, Streaming auf iPad,<br />
USB-Aufnahme, WLAN<br />
Serie DTW60 ETW60 EW6<br />
Größe/Preis<br />
42 Zoll (1 499 Euro), 47 Zoll (1 799 Euro),<br />
50 Zoll (1 999 Euro), 55 Zoll (2 499 Euro),<br />
60 Zoll (2 999 Euro)<br />
42 Zoll (899 Euro), 47 Zoll (1 099 Euro),<br />
50 Zoll (1 299 Euro), 55 Zoll (1 699 Euro)<br />
32 Zoll (599 Euro), 39 Zoll (699 Euro),<br />
42 Zoll (749 Euro)<br />
Farbe Silber Silber Silber, Schwarz, Weiß<br />
Bauweise Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />
3D ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik) nein<br />
Bildfrequenz 100 Hz 100 Hz 50 Hz<br />
Smart-TV-Funktionen<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />
Mediatheken, Skype (Kamera extern),<br />
Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />
Mediatheken, Skype (Kamera extern),<br />
Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />
Mediatheken, Skype (Kamera extern),<br />
Video-on-Demand<br />
Tuner<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils<br />
Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
Besonderheiten<br />
Bluetooth, ISF-Kalibrierung, Touch-Fernbedienung,<br />
Streaming auf iPad, Sprachsteuerung,<br />
TV liest Texte vor, USB 3.0, USB-Aufnahme,<br />
WLAN<br />
TV liest Texte vor, Streaming auf iPad,<br />
USB-Aufnahme, WLAN<br />
TV liest Texte vor, Streaming auf iPad,<br />
USB-Aufnahme, WLAN<br />
Bilder: Panasonic<br />
34 | 6.2013
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und Infodienste GmbH, Oststraße<br />
40 – 44, 04317 Leipzig gekündigt<br />
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Bilder: Auerbach Verlag<br />
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lande), deutsche Niederlassung:<br />
Hamburg<br />
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Produktportfolio LCD-<strong>TVs</strong>, Monitore<br />
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Leuchtmittel,<br />
Lichttechnik (Philips)<br />
Bilder: Messe Berlin, Philips<br />
36 | 6.2013
Ambilight<br />
im ganzen Haus<br />
Philips setzt auf die eigenen Stärken im<br />
Beleuchtungsbereich und rückt das faszinierende<br />
Ambilight in ein gänzlich neues<br />
Licht. Der neue Elevation-TV und ansteuerbare<br />
LED-Lampen sollen das Lichterspiel auf das<br />
gesamte Haus verteilen.<br />
Elevation bedeutet soviel wie Erhebung und mittels<br />
des vierseitigen Ambilights und des schmalen<br />
Rahmens scheint der TV erhaben in der Luft<br />
zu schweben. Bereits im August erscheint der<br />
60-Zoll-Fernseher, dessen Produktbezeichnung ng<br />
60PFL8708S ein wenig missverständlich ist, denn<br />
mit der bereits erhältlichen Modellserie 8008<br />
hat dieses Modell nur wenig gemein. Augenfälligster<br />
Unterschied ist zunächst das Design: Der<br />
Elevation ist unglaublich schlank geraten, der<br />
Bildrahmen ist kaum sichtbar und Standfuß sowie<br />
die Rückseite ziert eine Glasoberfläche. Neben<br />
dem Designaspekt wohnt diesem Stilmittel auch<br />
ein praktischer Nutzen inne, denn Philips setzt<br />
erstmals seit 2006 auf ein vierseitiges Ambilight.<br />
Das nach hinten abstrahlende Licht, das sich dem<br />
Bildinhalt anpasst, war bislang auf drei Seiten beschränkt,<br />
zudem verlangten die rückseitig installierten<br />
LEDs einen gewissen Platz, was die Bauoder<br />
Rahmentiefe negativ beeinflusste. Philips'<br />
Trick beim Elevation: <strong>Die</strong> LEDs für das Ambilight<br />
sitzen nicht mehr an den Kanten, sondern mittig,<br />
und das Licht wird über die Rückwand in alle<br />
Richtungen gleichmäßig gestreut. Durch den<br />
Glasstandfuß kann sich das Ambilght auch nach<br />
unten ausbreiten, selbst wenn der TV nicht an<br />
der Wand hängt. Doch damit nicht genug, bietet<br />
der Elevation zwei weitere Unterscheidungsmerkmale<br />
zur 8008er-Serie: Das Modell kommt in<br />
beeindruckenden 60 Zoll daher und verfügt über<br />
die Polfilter-3D-Darstellung. Damit sind helle,<br />
flimmerfreie 3D-Bilder ohne Doppelkonturen<br />
möglich und wir gehen davon aus, dass auch der<br />
Blickwinkel dank IPS-LCD-Panel deutlich besser<br />
ausfällt. Für knapp 3 200 Euro ist der Elevation<br />
bei ausgewählten Händlern erhältlich.<br />
Das Philips-Hue-Starterset, bestehend aus drei<br />
LED-Lampen und einem Sender, ermöglicht es, den<br />
Ambilight-Effekt des Fernsehers auf das Wohnzimmer zu übertragen.<br />
Ambilight überall<br />
Damit sich das Umgebungslicht noch besser<br />
in Szene setzen kann, bietet Philips<br />
das Hue-Lampenset, bestehend aus drei<br />
LED-Lampen und einem Sender (Preis<br />
rund 200 Euro). <strong>Die</strong> LED-Lampen<br />
sind in den Fassungen E26 und E27<br />
www.hdtvmagazin.com 37
verfügbar und liefern eine Leuchtkraft von 600<br />
Lumen, was in etwa der Leistungsfähigkeit einer<br />
50-Watt-Glühbirne entspricht. Verbinden Sie den<br />
mitgelieferten Sender mit dem WLAN-Router,<br />
können Sie per App und via Tablet oder Smartphone<br />
jede LED-Lampe einzeln ansteuern und<br />
deren Helligkeit sowie Farbe selbst bestimmen.<br />
Verfügen Sie über einen Philips-Fernseher mit<br />
Ambilight des Baujahres 2011 oder neuer, steuern<br />
Sie bis zu 50(!) LED-Lampen an, sodass sich Ihre<br />
Wohnzimmerbeleuchtung automatisch nach der<br />
Farbstimmung des Bildinhalts richtet. Hierzu<br />
müssen Sie den Fernseher, Ihr Smartphone oder<br />
Tablet sowie den Sender der LED-Lampen im<br />
WLAN-Netzwerk anmelden und über die App<br />
„Ambilight+Hue“ ansteuern. In einem ersten Test<br />
erwies sich das System als überraschend einfach<br />
einzurichten und zu steuern, einzig die Verzögerung<br />
des Farbabgleichs zwischen LED-Lampen<br />
und Philips-Ambilight-TV fällt noch nicht ganz<br />
optimal aus.<br />
Geheimhaltung bei Ultra HD<br />
Bislang nur inoffiziell bekannt ist Philips' diesjährige<br />
Top-TV-Serie der 9708er-Baureihe. <strong>Die</strong>se<br />
wird in gigantischen 65 und 84 Zoll erscheinen<br />
und über eine Bildauflösung von 3 840 x 2 160<br />
Pixeln verfügen, was dem Ultra-HD-Standard<br />
entspricht. Philips verspricht eine überlegene<br />
Der Philips Elevation setzt auf ein vierseitiges Ambilight, 60-Zoll-Bilddiagonale und flimmerfreie Polfilter-3D-Darstellung.<br />
Mit der namentlich verwandten Baureihe 8008 hat der Fernseher nur wenig gemein.<br />
„Mit einem beeindruckend<br />
innovativen Beleuchtungssystem<br />
besinnt sich Philips auf<br />
die eigenen Stärken.“<br />
Aufbereitung von Full-HD-Bildquellen und jederzeit<br />
ruckelfreie Bildwiedergabe durch Perfect<br />
Natural Motion. Mit an Bord ist natürlich auch<br />
Ambilight sowie das flimmerfreie Polfilter-3D-<br />
Verfahren. Über Preise schweigt sich Philips aus.<br />
Höchste Geheimhaltungsstufe: <strong>Die</strong> Modelle der Serie 9708 verfügen über die Ultra-HD-Auflösung mit mehr als 8 Millionen<br />
Bildpunkten und kommen in gigantischen 65 und 84 Zoll daher. Ambilight und Polfilter-3D sorgen für maximalen<br />
Unterhaltungsfaktor.<br />
Philips ist zurück<br />
Mit einem beeindruckend innovativen Beleuchtungssystem<br />
besinnt sich Philips auf die eigenen<br />
Stärken. Dank vierseitigem Ambilight wird<br />
Fernsehen zum echten Erlebnis und durch die<br />
flexible Ausweitung des Lichts mittels LED-<br />
Lampen wird das Wohnzimmer vollständig mit<br />
Licht geflutet und Sie tauchen noch intensiver ins<br />
Bilderlebnis ein. Der Elevation-TV ist dabei ein<br />
besonderes Highlight, das nur noch durch die<br />
XXL-<strong>TVs</strong> der 9708er-Serie überboten werden<br />
kann, die sich zudem ganz dem Zukunftsthema<br />
Ultra HD verschreiben. Während Technik und<br />
Auflösung bei anderen TV-Anbietern zu den alles<br />
bestimmenden Themen auf der IFA werden, wird<br />
Philips' IFA-Auftritt dank Ambilight-Präsentation<br />
genau jenes positive Lebensgefühl vermitteln, das<br />
im drohenden Wettstreit um die größten Zahlenwerte<br />
immer mehr in den Hintergrund zu rücken<br />
droht. Ein Besuch in der IFA-Halle 22 sei deshalb<br />
wärmstens empfohlen.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />
38 | 6.2013
DAS MAGAZIN<br />
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Philips 55PFL8008S<br />
Das nach hinten abstrahlende Ambilight<br />
erweitert den Bildeindruck nach<br />
oben und zu den Seiten.<br />
Zwei indirekt abstrahlende Tiefmitteltöner<br />
sorgen trotz schlanker Bauweise<br />
für einen überzeugenden Klang.<br />
Für die Videotelefonie Skype integriert<br />
Philips die Kamera an der Unterseite<br />
des Bildschirms.<br />
<strong>Die</strong> aktiven 3D-Shutter-Brillen kommunizieren noch<br />
über den Infrarotstandard mit dem TV – Bluetooth-<br />
Brillen sind somit nicht kompatibel.<br />
Preis: 2 499 Euro, Farbe: Schwarz, Maße (B × H × T): 123,5 × 78,5 × 3,2 cm, Gewicht: 21,5 kg, Bauweise: Edge-LED-LCD, Auflösung: 1 920 × 1 080 Pixel, 3D:<br />
ja (Shutter-Technik), Bildfrequenz: 200 Hz, Tuner: DVB-C, DVB-S2, DVB-T, CI-Schnittstelle: 1 ×, WLAN: ja, Stromverbrauch: 130 Watt<br />
<strong>Die</strong> aktuelle Topserie PFL 8008 kommt<br />
in drei unterschiedlichen Varianten<br />
auf den Markt. Während das von uns<br />
getestete Modell einer „Basisvariante“ zum<br />
attraktiven Preis gleichkommt, finden Sie<br />
im nahezu baugleichen 55-Zoll-TV namens<br />
„DesignLine“ (bietet eine durchgängige Glasfront)<br />
und im 60-Zoll-TV Elevation (bietet<br />
4-Seiten-Ambilight und Polfilter-3D) extravagante<br />
Sondereditionen. Doch auch unser<br />
Testmodell 55PFL8008S offeriert im Vergleich<br />
zu den Wettbewerbern genügend Alleinstellungsmerkmale,<br />
die den Kauf rechtfertigen.<br />
<strong>Die</strong>ses Jahr stellt Philips das Thema Ambilight<br />
wieder in den Mittelpunkt und auch der<br />
55PFL8008S begeistert durch das dynamische,<br />
nach drei Seiten abstrahlende Rücklicht.<br />
Farbintensität und Geschwindigkeit lassen sich<br />
penibel einstellen, sodass der Farbeindruck dem<br />
Bildinhalt entspricht. Raffiniert: Im ausgeschalteten<br />
Zustand können Sie den Fernseher auch als<br />
Stehlampe verwenden. Noch erhellender ist die<br />
Kombination aus Fernseher, Philips-Ambilight-<br />
App und den Hue-LED-Lampen. Hierbei gibt<br />
der 55PFL8008S die Lichtstimmung vor und<br />
sämtliche Philips-LED-Lampen im Raum oder<br />
im ganzen Haus nehmen vollautomatisch den<br />
passenden Farbton an. Dadurch lässt sich ein<br />
beeindruckendes Lichtspektakel erzeugen, das<br />
nicht länger auf den Fernseher beschränkt ist.<br />
Großes Kino<br />
Philips setzt auf die Edge-LED-Bauweise, die<br />
Leuchtdioden zur Ausleuchtung des Bildes<br />
finden sich daher ausschließlich im Bereich des<br />
Rahmens. <strong>Die</strong> Bildschirmfläche wird homogen<br />
ausgeleuchtet, wenngleich bei vorwiegend<br />
hellen Bildinhalten eine leichte Schattenbildung<br />
erkennbar ist. Das gefürchtete Clouding in<br />
Form von unregelmäßig über den Bildschirm<br />
verteilten Helligkeitsinseln in dunklen Szenen<br />
lässt sich nicht gänzlich vermeiden, das effektive<br />
Vollbilddimming kaschiert diesen Umstand<br />
aber weitgehend. Hierbei analysiert der TV den<br />
Bildinhalt und reduziert in vorwiegend dunklen<br />
Szenen die Leuchtkraft der LEDs. <strong>Die</strong> Einstellung<br />
„Optimales Bild“ garantiert den besten<br />
Schwarzwert, reduziert die Leuchtkraft aber zum<br />
Teil so stark, dass die Darstellung gerade bei<br />
Tageslicht doch eher flau anmutet. In der Praxis<br />
hat sich die „Standard“-Option als ein guter<br />
Kompromiss in Bezug auf die Bildbrillanz erwiesen.<br />
Damit schnelle Bewegtbildinhalte nicht<br />
verwischen, setzt Philips auf ein 200-Hertz-Panel.<br />
Filmfans müssen sich aber etwas umgewöhnen,<br />
denn Perfect Natural Motion geht immer<br />
mit einer starken Filmglättung einher, sodass<br />
Kinofilme komplett ruckelfrei ablaufen und eher<br />
„Gerade Animationsfilme<br />
erscheinen durch die ruckelfreie und<br />
extrem scharfe Wiedergabe<br />
wie eine Neuproduktion.“<br />
wie eine TV-Produktion wirken. Letztendlich<br />
bleibt dieser Effekt Geschmackssache, gerade<br />
Animationsfilme erscheinen durch die ruckelfreie<br />
und extrem scharfe Wiedergabe aber wie<br />
eine Neuproduktion. Leichte Bildfehler in Form<br />
von Artefakten um Objektkonturen sind zwar<br />
auszumachen, sobald sich Elemente vor einem<br />
strukturierten Hintergrund bewegen, doch fallen<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />
40 | 6.2013
diese Nachteile im Vergleich zum Zugewinn an<br />
Bildruhe und Schärfe verzeihbar aus.<br />
Nachbearbeitung erlaubt<br />
Nicht immer bieten Filmszenen einen optimalen<br />
Bildkontrast, weshalb es durchaus nützlich ist,<br />
wenn ein Fernseher dieses Manko erkennt und<br />
ausgleicht. Philips bietet hierfür Kontrastoptimierer,<br />
die das Eingangssignal an das theoretische<br />
Optimum angleichen. <strong>Die</strong> Bildstimmung<br />
ändert sich dadurch zwar, die höhere Bildplastizität<br />
weiß dafür aber zu überzeugen. In<br />
mehreren Stufen können Sie den Kontrasthelfer<br />
„Per App gibt der 55PFL8008S die<br />
Lichtstimmung vor und sämtliche<br />
Philips-LED-Lampen im Raum oder<br />
im ganzen Haus nehmen vollautomatisch<br />
den passenden Farbton an.“<br />
Clever: <strong>Die</strong> Fernbedienung vereint Mauszeigersteuerung<br />
und Tastatur in einer Bedienhilfe.<br />
hinzuschalten und mit Farboptimierungen experimentieren<br />
– beide Bildregler in Mittelstellung<br />
ergeben einen satten Kontrast, ohne dass das<br />
Bild künstlich überdreht erscheint. <strong>Die</strong> Durchzeichnung<br />
in hellen und dunklen Bereichen gibt<br />
sich zudem fast mustergültig, sodass keine Details<br />
der Vorlage verloren gehen. Im 3D-Modus<br />
setzt der Edge-LED-LCD auf die aktive Shuttertechnik<br />
und garantiert so plastische Bilder in<br />
Full-HD-Auflösung. Der Tiefeneindruck fällt beeindruckend<br />
aus und störende Doppelkonturen<br />
zeigen sich nur selten. <strong>Die</strong> Leuchtkraft reduziert<br />
sich aber auf ein Minimum und Umgebungslicht<br />
flimmert infolge der LCD-Gläser der Brillen, die<br />
sich 60 Mal pro Sekunde öffnen und schließen.<br />
Zuspielungen in Standardauflösung, etwa von einer<br />
DVD, werden nahezu vorbildlich aufbereitet,<br />
nur greift die Vollbildwandlung nicht stringent<br />
ein und Kanten können zum Flimmern neigen.<br />
<strong>Die</strong> Skalierung auf die Full-HD-Auflösung fällt<br />
hingegen tadellos aus und auch die Rauschunterdrückung<br />
ist absolut praxistauglich. <strong>Die</strong>se vermag<br />
es, Bildfehler komplett zu entfernen, ohne<br />
die Schärfe zu negativ zu beeinflussen.<br />
Besser durch Updates<br />
Das WLAN-Modul ist beim 55PFL8008S<br />
integriert und Sie sollten den Internetzugang<br />
bei der Erstinstallation unbedingt einrichten.<br />
Dann profitieren Sie von einem verbesserten<br />
elektronischen Programmführer und Softwareupdates.<br />
Dadurch wird der Fernseher<br />
z. B. als Server im Netzwerk einsetzbar und<br />
aufgenommene Inhalte auf USB-Datenträger<br />
lassen sich kabellos über WLAN an andere <strong>TVs</strong><br />
im Netzwerk verteilen. Das Zusammenspiel<br />
zwischen Tablet bzw. Smartphone und Fernseher<br />
klappt in beiden Richtungen, so können Sie<br />
nicht nur Fotos und Videos auf den Fernseher<br />
übertragen, sondern TV-Inhalte auch auf die<br />
portablen Geräte streamen. Für eine angenehme<br />
Steuerung der Internetfunktionen sorgt die<br />
beiliegende Fernbedienung, die über eine Mauszeigersteuerung<br />
und Tastatur verfügt. Nachteile<br />
im Vergleich zur Konkurrenz ergeben sich<br />
lediglich durch die verbauten Single-Tuner, d. h.<br />
während einer Programmaufnahme können Sie<br />
den Sender nicht wechseln. Auch fehlt eine echte<br />
Bild-in-Bild-Darstellung. In Sachen Reaktionsgeschwindigkeit<br />
muss Philips ebenfalls noch<br />
nachbessern: <strong>Die</strong> Startzeiten des Fernsehers und<br />
des Internetportals sind deutlich zu lang, die<br />
Navigation geht noch nicht flüssig von der Hand.<br />
Verfügen Sie über einen externen TV-Receiver,<br />
werden Sie diese Nachteile kaum bemerken,<br />
doch auch mit diesen Mankos bietet Philips<br />
mit dem 55PFL8008S ein rundum gelungenes<br />
Gesamtpaket, bei dem die Bildwiedergabe zum<br />
Erlebnisfernsehen wird.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Was uns gefällt<br />
+ Scharfes, ruckelfreies Bild, natürliche Farben<br />
+ Kontrast und Schwarzwert überzeugend<br />
+ Ambilight+Hue, tadelloser Klang<br />
+ Netzwerkstreaming<br />
Was uns stört<br />
– Vollbilddimming mindert Helligkeit<br />
– Farbübergänge leicht abgestuft<br />
– Blickwinkel und Ausleuchtung nicht optimal<br />
– Träge Bedienung, teilweise lange Ladezeiten<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Bildeinstellung Film<br />
Kontrast des Backlights 100<br />
Farbe 50<br />
Schärfe 1<br />
Rauschunterdrückung je nach Wunsch<br />
MPEG Rauschunt. Aus<br />
Perfect Natural Motion Aus oder Mittel<br />
Clear LCD<br />
Ein<br />
Erweiterte Schärfe Ein<br />
Perfekter Kontrast Aus oder Mittel<br />
Dynamische Hintergr. Standard oder<br />
Optimales Bild<br />
Farboptimierung Aus oder Mittel<br />
Lichtsensor<br />
je nach Wunsch<br />
Farbtemperatur Personalisiert<br />
Rot-Weißwert 105,<br />
Grün-Weißwert 70,<br />
Blau-Weißwert 45,<br />
Rot-Schwarzwert –5,<br />
Grün-Schwarzwert 0,<br />
Blau-Schwarzwert –2<br />
Videokontrast 100<br />
Helligkeit 50<br />
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Serie PFL8708S (Elevation) PDL8908S (DesignLine) PFL7008/7108K<br />
Größe/Preis 60 Zoll (3 199 Euro) 46 Zoll (2 199 Euro),<br />
55 Zoll (2 999 Euro)<br />
42 Zoll (1 299 Euro), 47 Zoll (1 599 Euro),<br />
55 Zoll (1 999 Euro)<br />
Farbe Aluminium-Schwarz Schwarz (Glasfront) Aluminium-Schwarz (PFL7008),<br />
Aluminium-Weiß (PFL7108)<br />
Bauweise Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />
3D ja (Polfilter-Technik) ja (Shutter-Technik) ja (Polfilter-Technik)<br />
Bildfrequenz 100 Hz 200 Hz 100 Hz<br />
Smart-TV-Funktionen<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />
Mediatheken, Skype (Kamera extern),<br />
Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />
Mediatheken, Skype (Kamera extern),<br />
Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />
Mediatheken, Skype (Kamera intern),<br />
Video-on-Demand<br />
Tuner DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
Besonderheiten<br />
Vierseitiges Ambilight XL, Fernbedienung mit<br />
Mauszeigersteuerung und Tastatur,<br />
Miracast, Serverfunktion, USB-Aufnahme,<br />
Streaming auf iPad, WLAN<br />
Dreiseitiges Ambilight XL, Fernbedienung mit<br />
Mauszeigersteuerung und Tastatur,<br />
Miracast, Serverfunktion, USB-Aufnahme,<br />
Streaming auf iPad, WLAN<br />
Dreiseitiges Ambilight XL, Fernbedienung mit<br />
Mauszeigersteuerung und Tastatur,<br />
Miracast, Serverfunktion, USB-Aufnahme,<br />
Streaming auf iPad, WLAN<br />
Serie PFL6008K PFL5008K PFL4508K<br />
Größe/Preis<br />
42 Zoll (1 099 Euro), 47 Zoll (1 299 Euro),<br />
55 Zoll (1 799 Euro), 60 Zoll (2 299 Euro)<br />
32 Zoll (649 Euro), 42 Zoll (949 Euro),<br />
47 Zoll (1149 Euro), 50 Zoll (1349 Euro)<br />
32 Zoll (549 Euro), 40 Zoll (799 Euro),<br />
46 Zoll (949 Euro), 55 Zoll (1449 Euro)<br />
Farbe Aluminium-Schwarz Aluminium-Schwarz Aluminium-Schwarz<br />
Bauweise Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />
3D ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik) ja (Shutter-Technik)<br />
Bildfrequenz 100 Hz 50 Hz 50 Hz<br />
Smart-TV-Funktionen<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />
Mediatheken, Skype (Kamera extern),<br />
Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />
Mediatheken, Skype (Kamera extern),<br />
Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />
Mediatheken, Skype (Kamera extern),<br />
Video-on-Demand<br />
Tuner DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
Besonderheiten<br />
Zweiseitiges Ambilight XL, Miracast, Serverfunktion,<br />
USB-Aufnahme, Streaming auf iPad,<br />
WLAN<br />
Zweiseitiges Ambilight, Miracast, USB-Aufnahme,<br />
WLAN<br />
Miracast, USB-Aufnahme, WLAN<br />
Bilder: Philips<br />
42 | 6.2013
Halle 6.2<br />
Bilder: Loewe, Messe Berlin<br />
Gründungsjahr 1923<br />
Sitz<br />
Kronach<br />
Angestellte ca. 800<br />
Produktportfolio LCD-<strong>TVs</strong>,<br />
Blu-ray-Player,<br />
Heimkinolautsprecher,<br />
Soundbars,<br />
Airplay-Lautsprecher,<br />
AV-Möbel<br />
www.hdtvmagazin.com 43
Loewes Orchestra 3D strahlt Schallwellen nach allen Himmelsrichtungen ab, was für einen besonders<br />
raumfüllenden Klang sorgt. <strong>Die</strong> Wiedergabe gelingt über Loewes Fernseher und ohne Lautsprecherkabel.<br />
Bild und Ton<br />
perfekt vereint<br />
Häufig wird von brillanten, scharfen<br />
Bildern gesprochen, aber über die<br />
Klangqualität kein Wort verloren.<br />
Ganz anders präsentiert sich auf der IFA der<br />
Traditionshersteller Loewe, der echte Entertainmentlösungen<br />
bietet und eine einfache<br />
Bedienung in den Vordergrund rückt.<br />
Im Zuge des Smart-TV-Booms bleibt die Bedienung<br />
häufig auf der Strecke, weshalb Loewe<br />
unter dem Motto „My perfect Entertainment“<br />
wichtige Zeichen für eine einfache Bedienbarkeit<br />
setzt. So können Sie nahezu jeden Inhalt,<br />
den Sie regelmäßig betrachten, als Favoriten<br />
markieren und diesen auf dem Startbildschirm<br />
verewigen. Drücken Sie einfach die Sterntaste auf<br />
der Fernbedienung und schon erscheinen Ihre<br />
„Loewe lehnt sich nicht zurück,<br />
sondern wird auf der IFA die ersten<br />
UHD-TV-Modelle präsentieren.“<br />
Lieblingssender, Fotos, Websites, Musiktitel oder<br />
Videotextseiten auf dem Startbildschirm. Für<br />
eine ansprechende Optik werden Ihre Favoriten<br />
als farbige Senderlogos oder <strong>Vorschau</strong>bilder<br />
angezeigt. Somit sortieren Sie Ihre Lieblingsinhalte<br />
nach Ihren Vorstellungen und müssen nicht<br />
länger umständlich durch eine Vielzahl von komplexen<br />
Menüs wandern. <strong>Die</strong> neue Technologieplattform<br />
ist nicht mehr länger auf die High-End-<br />
Modelle Individual Slim Frame und Reference ID<br />
beschränkt, denn Loewe bringt verbesserte Versionen<br />
des Connect ID und Art auf den Markt,<br />
die neben der <strong>neuen</strong> Bedienoberfläche auch eine<br />
optimierte Klangqualität aufweisen. Doch gerade<br />
beim Thema Klang hat Loewe deutlich mehr zu<br />
bieten, als nur integrierte Lautsprecher.<br />
Audiowunderland<br />
Bereits in unserer letzten Ausgabe haben wir<br />
Ihnen Loewes Orchestra 3D vorgestellt, ein<br />
5.1-Lautsprecherset, das Schallwellen im ganzen<br />
Raum gleichmäßig verteilt. Dadurch entsteht<br />
nicht länger ein eingeschränkter Sweetspot,<br />
sondern ein Sweetspace, d. h. Sie werden kaum<br />
klangliche Veränderungen wahrnehmen, ganz<br />
gleich, wo Sie sich im Raum aufhalten. Für eine<br />
optimale Ansteuerung dienen Loewes Flach-<br />
Bilder: Loewe<br />
44 | 6.2013
ildfernseher, die drahtlos die Tondaten an<br />
die Lautsprecher übermitteln – störende Kabel<br />
im Wohnzimmer gehören damit der Vergangenheit<br />
an. Deutlich kompakter geht es beim<br />
Speaker 2go zu, der in nahezu jede Handtasche<br />
passt. Über ein Smartphone oder Tablet spielen<br />
Sie Musik drahtlos via Bluetooth zu. Ist Ihr<br />
Telefon zum NFC-Standard ard kompatibel, reicht<br />
es aus, das Mobiltelefon kurz in die Nähe des<br />
kompakten Lautsprechers rs zu halten und schon<br />
startet die Wiedergabe. Was dann folgt, wird für<br />
erstaunte Augen und Ohren sorgen, denn trotz<br />
der zierlichen Maße (24 x 10,5 x 5,1 cm) und<br />
einem Gewicht von 1,3 kg klingt der cher erstaunlich erwachsen en und beschallt auch<br />
Lautspre-<br />
größere Räume. Der integrierte Akku hält bis zu<br />
acht Stunden und neben der Musikwiedergabe<br />
können Sie Loewes Speaker 2go auch als Frei-<br />
sprechanlage verwenden, denn ein Mikrofon ist<br />
ebenfalls integriert.<br />
Offen für Neues<br />
Loewe lehnt sich auch im TV-Bereich nicht<br />
zurück, sondern wird auf der IFA die ersten<br />
TV-Modelle mit UHD-Auflösung präsentieren.<br />
Noch sind Informationen zu den anstehenden<br />
Riesenfernsehern mit mehr als acht Millionen<br />
Bildpunkten Mangelware, doch man darf<br />
bereits gespannt sein, ob Loewe erstmals auf<br />
das flimmerfreie Polfilterverfahren für die<br />
3D-Darstellung setzt. Im Fokus des Interesses<br />
stehen natürlich auch die mannigfaltigen TV-<br />
Funktionen, denn Loewe-Fernseher verfügen<br />
über Doppeltuner für alle Empfangswege, zwei<br />
CI-Schnittstellen und eine integrierte Festplatte.<br />
Damit lassen sich nicht nur mehrere Sendungen<br />
parallel aufzeichnen und weitere anschauen,<br />
sondern Sie können TV-Streams drahtlos auf bis<br />
zu zwei Tablets übertragen oder aufgezeichnete<br />
Inhalte im Netzwerk verteilen. Ob UHD-, Audiooder<br />
Smart-TV-Lösungen: Zum 90-jährigen Jubiläum<br />
präsentiert Loewe neue Trends und zeitlose<br />
Dauerbrenner.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Loewes Speaker 2go passt in jede Handtasche und beschallt selbst große Räume. Unsere<br />
Audioredaktion ist begeistert: „So guten Ton bei solch kompakten Maßen gab es bislang<br />
noch nicht.“<br />
Loewe setzt auf eine einfache und personalisierte Bedienung:<br />
Auf dem Homescreen sehen Sie wirklich nur die<br />
Inhalte, die Sie regelmäßig anschauen möchten.<br />
Aus Tradition: Bild und Ton aus einem Guss<br />
2004<br />
Fernseher Loewe<br />
Articos, Lautsprecher<br />
Loewe Concertos<br />
Fernseher Loewe<br />
Fernseher Loewe Individual<br />
Individual, Lautsprecher<br />
Slim Frame, Lautsprecher<br />
Loewe<br />
Loewe<br />
Individual Sound<br />
Orchestra 3D<br />
Projector<br />
2007<br />
2013<br />
1981 2006<br />
Fernseher und<br />
Lautsprecher<br />
Loewe MCS11<br />
Fernseher und<br />
Lautsprecher<br />
Loewe Individual<br />
2009<br />
Fernseher und Lautsprecher<br />
Loewe Reference<br />
www.hdtvmagazin.com 45
Loewe Individual Slim Frame 46 DR+<br />
Kein Fernseher von der<br />
Stange: <strong>Die</strong> seitlichen<br />
Blenden lassen sich<br />
farblich nach eigenen<br />
Vorstellungen gestalten.<br />
117 cm<br />
Der Fernseher muss nicht<br />
zwingend mit diesem<br />
Lautsprecher erworben<br />
werden, schlanke Standlautsprecher<br />
hat Loewe<br />
ebenfalls im Programm.<br />
Beim Standfuß lässt<br />
Ihnen Loewe ebenfalls die<br />
Wahl: Kreuzform oder<br />
Tischplatte, freistehend<br />
oder hängend – alles ist<br />
möglich.<br />
<strong>Die</strong> Shutter-Brillen liegen dem Fernseher nicht bei<br />
und setzen noch auf eine Infrarotverbindung. Der 3D-<br />
Eindruck kann sich aber sehen lassen.<br />
Preis: 5 670 Euro, Farbe: Weiß, Schwarz, Silber, Titan, Maße (B × H × T): 104,8 × 65,5 × 6 cm, Gewicht: 21,8 kg, Bauweise: Edge-LED-LCD, Auflösung: 1 920 × 1 080 Pixel,<br />
3D: ja (Shutter-Technik), Bildfrequenz: 200 Hz, Tuner: DVB-C (2 ×), DVB-S2 (2 ×), DVB-T (2 ×), CI-Schnittstelle: 2 ×, WLAN: ja, Stromverbrauch: 130 Watt<br />
Loewe bietet mit dem Individual Slim<br />
Frame spannende Einblicke in eine echte<br />
Erlebniswelt. Am auffälligsten ist zunächst<br />
die Optik des Fernsehers, denn verzichten<br />
Sie auf den Centerlautsprecher, erscheint<br />
der Individual grazil und erhaben.<br />
<strong>Die</strong> fast durchgängige Glasscheibe, der Aluminiumrahmen<br />
und die vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten<br />
machen den Fernseher zum optischen<br />
Hingucker, allein das markant abstehende Loewe-<br />
Auge dürfte nicht jedermanns Geschmack treffen.<br />
Etwas missverständlich mutet die Signalanzeige<br />
an, die den Betriebszustand lediglich durch einen<br />
Strich in unterschiedlichen Farben wiedergibt.<br />
Bestens eingestellt<br />
<strong>Die</strong> Farben erscheinen nicht zuckerbunt, sondern<br />
natürlich, die Bewegtbildschärfe ist auch bei<br />
einem Formel-1-Rennen auf hohem Niveau und<br />
die kontrastoptimierte Scheibe garantiert ein<br />
sattes Schwarz im beleuchteten Wohnzimmer.<br />
Gehen im Wohnzimmer dagegen die Lichter aus<br />
und spielen Sie düstere Filme wie „Harry Potter<br />
„Der Individual kann sogar<br />
seinerseits Inhalte freigeben, das<br />
Bildsignal wird einfach per WLAN<br />
drahtlos gestreamt.“<br />
7.2“ ab, wird die nicht ganz homogene Ausleuchtung<br />
sowie das leicht aufgehellte und bläulich<br />
schimmernde Schwarz sichtbar. <strong>Die</strong> Bildhelligkeit<br />
regeln Sie bei diesem Fernseher über den<br />
Kontrastregler (nicht über den Helligkeitsregler),<br />
wobei bis zur Stufe 18 die bestmögliche Brillanz<br />
gewährleistet wird, ab Stufe 19 brennen Details<br />
im Bild aus. Schade ist, dass der insgesamt gute<br />
Bildeindruck bei seitlicher Betrachtung schwindet<br />
und das Bild dann ausgewaschen erscheint,<br />
auch zeigen sich gleichmäßige Helligkeits- und<br />
Farbverläufe etwas abgestuft. Erstmals kommt<br />
Loewe auch allen Kinofans entgegen, die sich an<br />
der superflüssigen Darstellung von Kinofilmen<br />
bislang störten: <strong>Die</strong> Berechnung zusätzlicher<br />
Bilder kann jetzt in drei Stufen eingestellt<br />
werden, sodass das Kinogefühl auf Wunsch<br />
bestehen bleibt und Artefakte im Bild vermieden<br />
werden. Wollen Sie hingegen einen ruckelfreien<br />
Bildeindruck wiedergeben, der an Peter Jacksons<br />
„Der Hobbit“ erinnert, erhöhen Sie einfach die<br />
Filmglättung um ein bis zwei Stufen. So gut wie<br />
die 2D-Darstellung ist die 3D-Wiedergabe noch<br />
nicht: <strong>Die</strong> räumliche Tiefe und die ruckelfreien,<br />
superflüssigen Bilder begeistern, die Shutter-<br />
Brillen flimmern allerdings bei Umgebungslicht<br />
und das Bild erscheint zu dunkel.<br />
Der LED-Trick<br />
Dass in modernen LCD-Fernsehern stromsparende<br />
Leuchtdioden arbeiten, ist kein Geheimnis,<br />
in Loewes Individual arbeiten zwei LED-Leisten<br />
am linken und rechten Bildrand. Um den<br />
Kontrast zu steigern und die Energieeffizienz zu<br />
verbessern, wendet Loewe einen Trick an: Wenn<br />
das Bildmaterial nicht übermäßig brillant ausfällt,<br />
reduziert der Fernseher die Helligkeit (LEDs<br />
werden automatisch herabgedimmt, Verbrauch<br />
sinkt um circa 20 Prozent) und das Videosignal<br />
wird angehoben, um keine Helligkeit zu opfern.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Loewe<br />
46 | 6.2013
Im Bildmenü haben Sie die Möglichkeit, diese<br />
bildoptimierende Schaltung namens VBD+ einoder<br />
auszuschalten und unabhängig davon den<br />
Lichtsensor zu verwenden, um die Bildhelligkeit<br />
auch dem Umgebungslicht anzupassen.<br />
Klingt auch noch gut<br />
Sie können den Fernseher mit Loewes Einzellautsprecher,<br />
Standlautsprecher oder Soundprojektor,<br />
der Wände und Möbel als Reflexionsflächen<br />
nutzt, spielend einfach kombinieren. Alle<br />
notwendige Elektronik ist im Fernseher verbaut,<br />
sodass Sie keinen AV-Receiver benötigen, um<br />
eine Heimkinoanlage zu betreiben. <strong>Die</strong> neue<br />
Audioschnittstelle koppelt den Fernseher nun<br />
noch flexibler an einen Tieftonlautsprecher mit<br />
den entsprechenden digitalen Endstufen an,<br />
sodass kein Qualitätsverlust durch unnötige<br />
Wandlungen auftritt. Wie der Fernseher klingen<br />
soll, liegt dabei in Ihrer Hand: neutral oder kräftig,<br />
Stereo oder 5.1. Allerdings fehlt, außer beim<br />
Einsatz des Soundprojektors, ein Einmessmikrofon,<br />
sodass Abstände<br />
und Pegel einmalig<br />
per Hand abgeglichen<br />
werden müssen.<br />
Spielerisch einfach<br />
Je nach angewählter<br />
Quelle werden nur die<br />
Informationen angezeigt,<br />
die zur Quelle<br />
passen und die Sie bei<br />
häufiger TV-Nutzung<br />
erwarten würden. Auf<br />
Tastendruck gleiten<br />
die Senderinfos und<br />
Einstellungen elegant<br />
ins Bild und selten war<br />
es einfacher, Sender zu<br />
sortieren (wahlweise<br />
bequem in Blöcken),<br />
Internetmediatheken<br />
abzurufen und alle<br />
Wunschinhalte gesammelt<br />
auf einem Startbildschirm<br />
abzulegen.<br />
Ganz gleich, ob Fotos<br />
vom USB-Stick, Ihre<br />
Lieblingsprogramme,<br />
die von den integrierten<br />
Tunern empfangen<br />
werden, eine Website<br />
oder Videotextinhalte:<br />
Nahezu alles kann mit<br />
wenigen Tastenklicks<br />
als Favorit auf dem<br />
Home-Bildschirm<br />
abgelegt und über die<br />
Menü-Taste frei angeordnet<br />
werden. Dank<br />
Loewes Fernbedienung bietet nicht viele Knöpfe, die<br />
mannigfaltigen Möglichkeiten des Fernsehers steuern<br />
sich aber dennoch komfortabel.<br />
der integrierten Festplatte können Sie Sender<br />
nicht nur in Echtzeit betrachten, sondern das<br />
laufende Programm auch anhalten, und während<br />
einer Aufnahme umschalten. Äußerst flexibel<br />
zeigt sich der Invidual im Heimnetzwerk, denn<br />
alle relevanten Formate werden in HD-Qualität<br />
vom Computer auf dem Fernseher dargestellt.<br />
Der Individual kann sogar seinerseits Inhalte<br />
freigeben, sodass Sie z. B. eine aufgenommene<br />
„<strong>Die</strong> Bewegtbildschärfe ist<br />
auch bei einem Formel-1-Rennen<br />
auf hohem Niveau und die kontrastoptimierte<br />
Scheibe garantiert ein<br />
sattes Schwarz.“<br />
Fernsehsendung im Nebenzimmer anschauen<br />
können, ohne einen zweiten TV-Anschluss<br />
verlegen zu müssen – das Bildsignal wird einfach<br />
per WLAN drahtlos gestreamt. Wollen Sie mehr<br />
als eine Quelle betrachten, hilft die Bild-in-<br />
Bild-Wiedergabe, um einen weiteren Sender<br />
oder externe Quellen mit dem Hauptbild zu<br />
kombinieren. So flexibel die Fensteranordnung,<br />
so eingeschränkt zeigt sich die Tonwiedergabe:<br />
<strong>Die</strong>se gilt immer für das Hauptbild. Ein weiteres<br />
Manko stellt die Umschaltgeschwindigkeit von<br />
HD-Sendern dar und das Fehlen der Videotelefonie<br />
Skype ist ärgerlich. Um das Videoportal<br />
Youtube zu nutzen, müssen Sie den Blu-ray-Player<br />
Blutech Vision erwerben. Beim Eintippen von<br />
Internetadressen wäre eine Fernbedienung mit<br />
vollwertiger Tastatur hilfreich, hier bietet Loewe<br />
aber eine Softwarelösung.<br />
Mehr Auswahl für Sie<br />
Loewes Individual ist superschlank, super<br />
ausgestattet und super einfach zu bedienen. Zum<br />
uneingeschränkten Kauftipp reicht es angesichts<br />
der finanziellen Hürde zwar nicht, aber<br />
die Chance, den Fernseher live beim Loewe-<br />
Fachhändler zu erleben, sollten Sie sich nicht<br />
entgehen lassen. Hat man sich erst einmal an die<br />
Verarbeitungsqualität, die Bild- und Tonqualität<br />
und die tolle Bedienung gewöhnt, fällt es schwer,<br />
nicht der Faszination des Loewe-Konzepts zu<br />
erliegen, schließlich richtet sich der Individual<br />
einzig und allein nach Ihren Bedürfnissen.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Was uns gefällt<br />
+ Scharfe, ruckelfreie Bilder mit natürlichen Farben<br />
+ Toller Klang und vielseitige Heimkinolösungen<br />
+ Doppeltuner, Festplatte, stark im Netzwerk<br />
+ Frisches, modernes, einfaches Bedienkonzept<br />
Was uns stört<br />
– Bei seitlicher Betrachtung nimmt Bildqualität ab<br />
– Schwarzdarstellung befriedigend<br />
– Langsame Einschaltzeit und Programmwechsel<br />
– Kein Skype, Youtube nur über Blu-ray-Player<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Kontrast maximal 18<br />
Helligkeit 10<br />
Farbintensität 10<br />
Image Active+ Aus<br />
Bildformat<br />
16 : 9 (PC)<br />
Farbtemp.<br />
Soft<br />
Schärfe 2<br />
Autom. Dimmung Video (VBD+): Ein<br />
Raum: je nach Wunsch<br />
Filmglättung<br />
Niedrig oder Mittel<br />
Digit. Rauschred. Aus<br />
Hautfarbton 0<br />
Deblocking Filter Aus<br />
www.hdtvmagazin.com 47
Serie Reference ID Connect ID (neues Modell) Art (neues Modell)<br />
Größe/Preis<br />
40 Zoll (5 500 Euro), 46 Zoll (6 500 Euro),<br />
55 Zoll (7 500 Euro)<br />
40 Zoll (1 800 Euro), 46 Zoll (2 300 Euro),<br />
55 Zoll (2 900 Euro)<br />
32 Zoll (800 Euro), 40 Zoll (1 200 Euro),<br />
50 Zoll (1 800 Euro), 60 Zoll (2 500 Euro)<br />
Farbe Alu Silber, Alu Schwarz Schwarz, Weiß, Silber, Orange, Grün, Beige Schwarz, Chromsilber, Mokka, Weiß<br />
Bauweise Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />
3D ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik, Polfilter-Technik bei<br />
32-Zoll-Modell)<br />
Bildfrequenz 200 Hz 100 Hz 100 Hz (50 Hz bei 32-Zoll-Modell)<br />
Smart-TV-Funktionen<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />
Mediatheken, Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />
Mediatheken, Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />
Mediatheken, Video-on-Demand<br />
Tuner<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils<br />
Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils<br />
Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
Besonderheiten<br />
DR+ Streaming, interne Festplatte (1 000 GB),<br />
Streaming auf iPad, steuert Loewe-Lautsprecher,<br />
WLAN<br />
DR+ Streaming, interne Festplatte (500 GB),<br />
Streaming auf iPad, steuert Loewe-Lautsprecher,<br />
WLAN<br />
DR+ Streaming (nur Client), Streaming auf<br />
iPad, steuert Loewe-Lautsprecher, WLAN<br />
Bilder: Loewe<br />
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Halle 21<br />
Bilder: Messe Berlin, Metz<br />
Gründungsjahr 1938<br />
Sitz<br />
Zirndorf (bei Nürnberg)<br />
Angestellte ca. 600<br />
Produktportfolio LCD-<strong>TVs</strong>, Blitzgeräte,<br />
Kunststoffteile<br />
www.hdtvmagazin.com 49
Firmengründer Paul Metz (links) legte 1938 den Grundstein der Erfolgsgeschichte<br />
„Made in Germany“. Seine Frau Helene Metz (rechts) ist seit 1941<br />
im Unternehmen tätig und begann als 16-Jährige Helene Metzner ihre<br />
berufliche Laufbahn in der Buchhaltung des Unternehmens. Seit dem Tod<br />
von Paul Metz im Jahr 1993 führt Helene Metz das Erbe des Familienunternehmens<br />
weiter. Am 2. September 2014 feiert sie ihren 90. Geburtstag.<br />
75 Jahre<br />
Made in<br />
Germany<br />
Bei seiner Gründung 1938 hieß das Unternehmen TAM:<br />
Transformatoren- und Apparatefabrik Metz. Acht Jahre<br />
später rückte der Name Metz in den Fokus.<br />
Statt vagen Ausblicken in Zukunftstechnologien<br />
steht beim TV-Hersteller Metz<br />
dieses Jahr alles im Zeichen der nunmehr<br />
75-jährigen Tradition. Blicken Sie mit uns<br />
zurück auf spannende Jahrzehnte der Unterhaltungselektronik.<br />
Als Paul Metz am 28. November 1938 mit<br />
anfangs zwölf Personen den Startschuss für die<br />
Erfolgsgeschichte „Made in Germany“ legte,<br />
war an Flachbildfernseher noch lange nicht zu<br />
denken. Anfangs entwickelte Metz Transformatoren,<br />
elektronische Geräte für Carl Zeiss<br />
sowie Kurzwellensender und -empfänger. 1947<br />
konzentrierte sich Paul Metz mehr und mehr<br />
auf den Unterhaltungselektronikbereich und das<br />
erste Metz-Radio namens „Postillion“ erblickte<br />
das Licht der Welt. Premium stand schon damals<br />
im Mittelpunkt: Das hochwertige Holzgehäuse<br />
und der weit überdurchschnittliche Klang bescherten<br />
dem Produkt viele Liebhaber.<br />
Rock ‘n‘ Roll<br />
<strong>Die</strong> Erfolgsgeschichte im Audiobereich setzte<br />
sich nahtlos fort, als Metz mit dem 1950 erschienenen<br />
Kofferradio „Baby“ alle Verkaufsrekorde<br />
brach und 150 000 Stück absetzen konnte. Es<br />
folgten mit dem „Babyphon“ und „Musikus“ weitere<br />
Phono- und Tonbandgeräte zu attraktiven<br />
Preispunkten. Erneut ruhte sich Paul Metz nicht<br />
auf den Lorbeeren aus und erweiterte das Metz-<br />
Produktportfolio um Blitzgeräte („Mecablitz“)<br />
und eine Spiegelreflexkamera („Mecaflex“). Letztere<br />
war allerdings nur in limitierter Stückzahl<br />
Bilder: Metz<br />
50 | 6.2013
erhältlich, bot dafür aber eine derart kompakte<br />
Bauweise, dass die Kamera selbst den Vergleich<br />
zu aktuellen Spiegelreflexkameras nicht zu<br />
scheuen braucht.<br />
Metz’ Erfolgsgeschichte begann mit der Produktion von<br />
Rundfunk- und Phonogeräten. Heute laufen in Zirndorf<br />
Flachbild-<strong>TVs</strong> und Blitzgeräte vom Band.<br />
„Durch die Produktion aus einer Hand<br />
hatte Paul Metz einen echten<br />
Wettbewerbsvorteil geschaffen, denn<br />
alles entstand in Eigenregie.“<br />
In die Röhre geschaut<br />
Mitte der 1950er ging mit dem Metz 702 der<br />
erste Schwarz-Weiß-Röhrenfernseher in Serie.<br />
Das Holzgehäuse stammte aus einem Fürther<br />
Tonmöbelwerk, das Paul Metz’ Bruder Hermann<br />
Metz übernommen hatte. Infolge eines schweren<br />
Brandes legte Paul Metz die TV- und Gehäusefertigung<br />
später unter einem Dach zusammen<br />
und erweiterte das bis heute bestehende Firmengelände<br />
in Zirndorf. Durch die Produktion<br />
aus einer Hand hatte Paul Metz einen echten<br />
Wettbewerbsvorteil geschaffen, denn von der<br />
Leiterplatine bis zum Holzgehäuse entstand<br />
nun alles in Eigenregie. Metz galt zudem als<br />
technischer Vorreiter: Bereits 1958 führte man<br />
einen Röhrenfernseher mit dem „magischen<br />
Zauberauge“ ein, ein Vorläufer des heutigen<br />
Lichtsensors, der die Bildhelligkeit anhand der<br />
Umgebung anpasst.<br />
Color Your Life<br />
Mitte der 1960er folgte der Umstieg vom<br />
Schwarz-Weiß- auf das Farbfernsehen und Willy<br />
Brandts symbolischer Knopfdruck bedeutete<br />
auch für Metz ein Umschalten auf neue TV-<br />
Serien, die der Farbenpracht Rechnung trugen.<br />
Doch auch der Markt begann sich zu wandeln:<br />
Schon frühzeitig erkannte Paul Metz die Gefahren<br />
des Preisdrucks durch den Großhandel, sodass<br />
er die Weichen für einen konsequenten Vertrieb<br />
über den Fachhandel stellte. Fortan waren<br />
Metz-Fernseher zunächst nur noch über die<br />
Einkaufskooperation „Funkberater“ zu erwerben<br />
– die heutige Fachhandelskette Euronics. In den<br />
1970ern ging Metz viele Designexperimente ein<br />
und fertigte Fernseher aus Kunststoff- statt Holzgehäusen.<br />
<strong>Die</strong> 1980er verliefen verglichen zu<br />
den ersten 40 Jahren fast schon ruhig, mit dem<br />
Tischfernseher „Kreta“ unterstrich Metz seine<br />
führende Rolle im Premiumsegment.<br />
Wendepunkt<br />
In den 1990ern ging es für Metz äußerst turbulent<br />
weiter. Zunächst setzte der Hersteller mit<br />
der 1990 vorgestellten 100-Hertz-Technik einen<br />
Meilenstein in Sachen Bildqualität, nur um<br />
knapp drei Jahre später den bis dato schwersten<br />
Schicksalsschlag zu erleben: 1993 verstarb Firmengründer<br />
Paul Metz im Alter von 82 Jahren,<br />
sein Vermächtnis wird bis heute von seiner Frau<br />
Helene Metz fortgeführt. <strong>Die</strong> TV-Entwicklung<br />
schritt ohne Atempause voran: Fernseher<br />
Bereits 1958 führte Metz mit dem „Zauberauge“ den<br />
Vorfahren des heutigen Lichtsensors ein, um die Bildhelligkeit<br />
auf das Umgebungslicht abzustimmen.<br />
zeigten sich kunterbunt und konnten in nahezu<br />
unbegrenzten Farbvariationen gestaltet werden.<br />
Einheitliche Stecksysteme im Inneren ermöglichen<br />
das Nachrüsten von Tunern und Anschlüssen<br />
und das Tri-Star-Bedienkonzept sicherte<br />
die maximale Kontrolle sämtlicher Funktionen.<br />
Derartige Erfolgsbausteine sicherten Metz den<br />
erfolgreichen Flachbild-TV-Einstieg nach der<br />
Jahrtausendwende: Plasma- und LCD-Fernseher<br />
im 16 : 9-Format verfügten bereits über viele<br />
auch heute noch beliebten Metz-Funktionen und<br />
einen digitalen Satellitentuner. Als 2008 zum<br />
70-jährigen Jubiläum der letzte Röhrenfernseher<br />
vom Band rollte, endete für Metz eine TV-Ära.<br />
Auf der diesjährigen IFA dürfen Sie diese spannende<br />
Geschichte noch einmal erleben.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Der „Capri S“ von 1967 bot einen schwenkbaren Bildschirm,<br />
sodass die Zuschauer keine Kompromisse bei der<br />
Aufstellung eingehen mussten.<br />
Bereits in den 1990ern trieb es Metz reichlich bunt, das<br />
Modell „Varioline“ ermöglichte nahezu unbegrenzte<br />
Gestaltungsmöglichkeiten.<br />
www.hdtvmagazin.com 51
Metz Aurus 47 3D Media Twin R<br />
119 cm<br />
Das LCD-IPS-Panel liefert<br />
auch bei seitlicher Betrachtung<br />
ein natürliches Bild.<br />
Über das Infodisplay lesen<br />
Sie den aktuellen Sender<br />
oder die Quelle ab.<br />
<strong>Die</strong> seitlich installierten<br />
LEDs passen die Helligkeit<br />
gemäß dem Bildinhalt an.<br />
<strong>Die</strong> auffällige Lautsprecherleiste<br />
ermöglicht einen satten,<br />
musikalischen Klang.<br />
Das Polfilter-Verfahren erlaubt flimmerfreies<br />
3D wie im echten Kino.<br />
Preis: 3 999 Euro, Farbe: Schwarz, Maße (B × H × T): 115,0 × 77,0 × 9,8 cm, Gewicht: 36 kg, Bauweise: Edge-LED-LCD, Auflösung: 1 920 × 1 080 Pixel, 3D: ja<br />
(Polfilter-Technik), Bildfrequenz: 200 Hz, Tuner: DVB-C (2 ×), DVB-S2 (2 ×), DVB-T (2 ×), CI-Schnittstelle: 2 ×, WLAN: nein, Stromverbrauch: 130 Watt<br />
Immer weniger Flachbildfernseher vermögen<br />
es, einen Kinofilm ansprechend<br />
zu präsentieren: Während das Bild meist<br />
überzeugt, erschallt es aus den internen Lautsprechern<br />
reichlich blechern – die Schattenseiten<br />
des ultraflachen Designwettstreits. Mit<br />
dem Modell Aurus stellt Metz dagegen einen<br />
Fernseher in die Fachhändlerregale, der diese<br />
inneren Werte nicht vernachlässigt.<br />
<strong>Die</strong> Verarbeitung des Metz Aurus ist durch<br />
Glas- und Metallblenden tadellos, im Gegensatz<br />
dazu wirken viele vergleichbare Flachbildfernseher<br />
wie Spielzeug. Aufseiten der<br />
integrierten Tuner setzt Metz auf Doppeltuner<br />
für alle Empfangswege und auch eine großzügig<br />
dimensionierte Festplatte ist mit an Bord, was<br />
vielfältige Möglichkeiten eröffnet. Zeichnen Sie<br />
einen Sender permanent auf, um die Wiedergabe<br />
anzuhalten und jederzeit fortzusetzen. Oder<br />
archivieren Sie Ihre Lieblingssendung (Vorund<br />
Nachlaufzeit manuell einstellbar), ohne<br />
diese anschauen zu müssen. Ein Kanalwechsel<br />
während der Aufnahme ist ebenfalls kein<br />
Problem. Im Extremfall können Sie zwei Aufnahmen<br />
parallel durchführen und einen dritten<br />
Kanal anschauen, solange dieser den gleichen<br />
Transponder nutzt. Time-Shift-Daten werden<br />
„<strong>Die</strong> Verarbeitung ist durch Glas- und<br />
Metallblenden tadellos, im Gegensatz<br />
dazu wirken viele vergleichbare<br />
Flachbildfernseher wie Spielzeug.“<br />
beim Ausschalten des Fernsehers nicht einfach<br />
gelöscht, sondern auf Wunsch auf der Festplatte<br />
verewigt. Sind die Inhalte erst einmal auf der<br />
internen 750-GB-Festplatte abgelegt, können<br />
Sie diese umfangreich bearbeiten. Wollen Sie<br />
keine Aufzeichnung durchführen, sondern zwei<br />
Inhalte parallel darstellen, bietet der Fernseher<br />
eine ausgereifte Bild-in-Bild-Wiedergabe, der es<br />
aber an einer flexiblen Tonzuordnung mangelt,<br />
denn diese ist auf das Hauptfenster beschränkt.<br />
An die Hand genommen<br />
Jede Tastenzuordnung wird anschaulich innerhalb<br />
der Menüs dargestellt, die wiederum in<br />
mehreren Stufen an die Fähigkeiten des Nutzers<br />
angepasst werden können: Einsteigern stehen<br />
nur die notwendigsten Eingabemöglichkeiten<br />
offen, Profis legen alle Einstellungsparameter<br />
frei. Dass die Tastenzuordnung nicht immer<br />
einheitlich geregelt ist und die Funktionstasten<br />
der Fernbedienung gleich mehrere Untermenüs<br />
öffnen (Tasten kurz oder lang drücken), ist<br />
anfangs gewöhnungsbedürftig. Wenig elegant<br />
fallen zudem die Ladezeiten aus, denn sowohl<br />
Eingabekommandos als auch der Ein- und<br />
Ausschaltprozess werden mit einer Verzögerung<br />
umgesetzt, die ungeduldige Nutzer zur<br />
Fehlbedienung verleiten könnte. Praktisch ist<br />
hingegen, dass jeder Menüpunkt über die Zifferntasten<br />
direkt angewählt werden kann.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Metz<br />
52 | 6.2013
Was ist mit online?<br />
Der Begriff Smart TV ist in aller Munde, abseits<br />
der vielfältigen Multimediaunterstützung per<br />
USB und Netzwerkanbindung (DivX-Inhalte<br />
werden leider nicht unterstützt) mangelt es<br />
dem Metz Aurus aber an einem Onlineportal.<br />
Abhilfe soll hier die App Mecacontrol schaffen,<br />
die den Aurus internetfähig macht. Neben<br />
dem reinen Datenaustausch können Sie auf<br />
dem Fernseher Youtube-Inhalte genießen<br />
oder Facebook-Einträge verfolgen. Weiterhin<br />
gestattet der Aurus im Netzwerk die Verteilung<br />
aufgezeichneter Inhalte an andere Fernseher.<br />
Zudem beherrscht der Aurus die Darstellung<br />
von HbbTV-Inhalten, sodass Sie internetgestützte<br />
Zusatzinfos sowie die eingebetteten<br />
Mediatheken aufrufen können.<br />
Intelligente LEDs<br />
Technisch gesehen basiert der Aurus auf dem<br />
Edge-LED-LCD-Prinzip: Leuchtdioden strahlen<br />
von beiden Bildseiten indirekt zur Bildmitte.<br />
<strong>Die</strong> Beleuchtung passt sich auf Wunsch dem<br />
Bildinhalt an, was mehrere Vorteile bietet:<br />
Neben einem reduzierten Stromverbrauch<br />
profitieren Sie von einer satteren Schwarzdarstellung.<br />
Der Eingriff der Signalverarbeitung<br />
ist nur bei sehr schnellen Bildwechseln<br />
bemerkbar, aber niemals störend, sodass wir<br />
das Echtzeitdimming jedem Nutzer empfehlen<br />
können. Gleichfalls arbeitet das integrierte IPS-<br />
Panel blickwinkelstabil:<br />
Ausbleichende Farben<br />
oder Bilder bei seitlicher<br />
Betrachtung brauchen<br />
Sie nicht zu befürchten.<br />
Sämtliche Qualitäten<br />
kommen auch der 3D-<br />
Darstellung zugute: Metz<br />
setzt auf das benutzerfreundliche,<br />
flimmerfreie<br />
Polfilter-Verfahren, das<br />
eine beeindruckende<br />
Bildtiefe ohne störende<br />
Doppelkonturen ermöglicht<br />
– allenfalls die Aufstellung<br />
des Fernsehers<br />
auf Augenhöhe ist hierbei<br />
Pflicht. <strong>Die</strong> Nachteile der<br />
im 3D-Modus reduzierten<br />
Auflösung und leichten<br />
Treppenstufenbildung<br />
sind bei Sitzabständen<br />
ab drei Metern kaum<br />
relevant.<br />
Fernsehen und Film<br />
Aufseiten der Bewegtbildschärfe<br />
erreicht der Aurus<br />
ein gutes 200-Hertz-<br />
Niveau, allerdings ist<br />
die Aktivierung der<br />
Zwischenbildberechnung<br />
Übersichtliche Tastengestaltung doch die Doppelbelegung<br />
vieler Knöpfe erfordert etwas Einarbeitungszeit.<br />
in mittlerer Intensität hierfür verpflichtend.<br />
Kinofilme wirken infolgedessen so flüssig wie<br />
eine TV-Sendung und in seltenen Fällen treten<br />
leichte Artefaktstrukturen zutage, wer sich daran<br />
stört, kann die Intensität verringern, erhält<br />
dann aber nicht mehr die maximale Schärfe.<br />
Praktisch: Kinofans müssen die Einstellung<br />
nicht permanent im Menü neu einstellen, denn<br />
der Fernseher behandelt Filmsignale und Videosignale<br />
getrennt. Somit können Sie entscheiden,<br />
ob Kinofilme leicht ruckelig oder so flüssig<br />
wie im Film „Der Hobbit“ ablaufen sollen. Zwar<br />
neigt der Fernseher zur dezenten Abdunklung<br />
an den Bildrändern, fällt aber nicht durch<br />
„Mit präzisen Voreinstellungen, einer<br />
selbsterklärenden Bedienung und<br />
tollen Bild- und Tonqualität bietet der<br />
Metz Aurus für Fernseh- und Filmfreunde<br />
die passende Unterhaltung.“<br />
Streifen- oder Wolkenbildungen negativ auf. Im<br />
Fernsehalltag leistete die Bildverarbeitung unseres<br />
Testmodells nicht immer tadellose Arbeit,<br />
so konnte der Vollbildkonverter durch statische<br />
Menüeinblendungen hinters Licht geführt<br />
werden und Videosignale zeigten kurzzeitig<br />
gezackte Konturen. Demgegenüber kombiniert<br />
der Fernseher Filmsignale bei einer Halbbildzuspielung<br />
fehlerfrei, was Kantenflimmern effektiv<br />
unterbindet. Qualitativ schlechtes Material, wie<br />
z. B. stark komprimierte Internetvideos, zeigt<br />
der Aurus von Metz schonungslos, sodass Sie<br />
die bestmögliche Zuspielung wählen sollten.<br />
Aufseiten der Tonwiedergabe punktet der Fernseher<br />
mit sattem Grundton und überdurchschnittlicher<br />
Belastbarkeit, sodass auch größere<br />
Räume beschallt werden können.<br />
Rundum-Sorglos-Paket<br />
Mit präzisen Voreinstellungen, einer selbsterklärenden<br />
Bedienung und tollen Bild- und<br />
Tonqualität bietet der Metz Aurus für Fernsehund<br />
Filmfreunde die passende Unterhaltung.<br />
Dass die Bediengeschwindigkeit etwas flotter<br />
ausfallen könnte, ist angesichts der tadellosen<br />
Leistungen verschmerzbar. Mit diesem Fernseher<br />
investieren Sie in ausgereifte Technik für<br />
den HD-Empfang und die 3D-Wiedergabe.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Was uns gefällt<br />
+ Helles, ruckelfreies Bild mit natürlichen Farben<br />
+ Breiter Blickwinkel, tolles 3D<br />
+ Integrierte Lautsprecher liefern satten Klang<br />
+ Doppeltuner, Festplatte, Bild-in-Bild<br />
Was uns stört<br />
– Schwarzdarstellung nicht perfekt<br />
– Langsame Ein- und Umschaltzeiten<br />
– Träge Bedienung, Doppelbelegung von Tasten<br />
– Eingeschränkte Onlinefunktionen<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Hintergrundbel. Je nach Wunsch<br />
Signal-Kontrast 80<br />
Energieschema Bildqualität,<br />
bildinhaltsabhängig<br />
Farbeindruck Warm (D65)<br />
Farbstärke 52<br />
Bildschärfe 4<br />
MPEG-Rauschunt. Aus<br />
Rauschunt.<br />
Aus<br />
Beweg.korr. Video Stark<br />
Beweg. korr. Film Aus oder Mittel<br />
Dyn. Kontrast Aus<br />
Farbbetonung Aus<br />
www.hdtvmagazin.com 53
Serie Primus 3D Media twin R Caleo 3D Media twin R Chorus S LED Media twin R<br />
Größe/Preis 42 Zoll (3 899 Euro), 55 Zoll (5 699 Euro) 42 Zoll (3 299 Euro), 47 Zoll (3 699 Euro) 32 Zoll (1 999 Euro), 37 Zoll (2 199 Euro)<br />
Farbe Schwarz Silber Platin, Titan, Champagner, Schwarz, Weiß,<br />
Eiche, Kirsche, Mahagoni, Nussbaum, Teak,<br />
Wenge<br />
Bauweise Direct-LED-LCD Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />
3D ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik) nein<br />
Bildfrequenz 200 Hz 200 Hz 100 Hz<br />
Smart-TV-Funktionen Apps, DLNA, HbbTV Apps, DLNA, HbbTV Apps, DLNA, HbbTV<br />
Tuner<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
(jeweils Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
(jeweils Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
(jeweils Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />
Besonderheiten Interne Festplatte (750 GB), USB-Aufnahme Interne Festplatte (750 GB), USB-Aufnahme Interne Festplatte (500 GB), USB-Aufnahme<br />
Serie Taros LED Media twin R Axio LED Media R Merio LED Media<br />
Größe/Preis<br />
32 Zoll (1 799 Euro), 37 Zoll (1 999 Euro),<br />
42 Zoll (2 199 Euro)<br />
37 Zoll (1 399 Euro), 42 Zoll (1 599 Euro) 37 Zoll (1 199 Euro), 42 Zoll (1 399 Euro),<br />
47 Zoll (1 699 Euro)<br />
Farbe Titan Anthrazit, Silber, Schwarz Silber, Schwarz-Mocca<br />
Bauweise Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />
3D nein nein nein<br />
Bildfrequenz 100 Hz 100 Hz 100 Hz<br />
Smart-TV-Funktionen Apps, DLNA, HbbTV Apps, DLNA, HbbTV Apps, DLNA, HbbTV<br />
Tuner<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
(jeweils Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
Besonderheiten Interne Festplatte (750 GB), USB-Aufnahme Interne Festplatte (250 GB), USB-Aufnahme USB-Aufnahme<br />
Bilder: Metz<br />
54 | 6.2013
Je Bestellung inkl. GRATIS CD<br />
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2008<br />
2/2008<br />
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Wasch-<br />
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Akkus<br />
Bilder: LG, Messe Berlin<br />
56 | 6.2013
Weltpremieren<br />
am laufenden Band<br />
Um aus der Masse der IFA-Neuankündigungen<br />
herauszustechen, muss<br />
man als Hersteller schon etwas ganz<br />
Besonderes präsentieren. Auf dem offiziellen<br />
<strong>Vorschau</strong>event in Berlin nutzte LG die Gunst<br />
der Stunde und sorgte für leuchtende Augen<br />
bei den Pressevertretern.<br />
Es war die mit Abstand kürzeste Pressekonferenz<br />
auf dem IFA Innovations Media Briefing, doch<br />
nicht ohne Grund: Statt zu lange über Technik<br />
und Marktzahlen zu philosophieren, sollten die<br />
angereisten Journalisten LGs TV-Neuheiten aus<br />
nächster Nähe betrachten. Deshalb hielt es auch<br />
keinen Pressevertreter mehr auf den Sitzen, als<br />
die beiden IFA-Neuheiten <strong>enthüllt</strong> wurden.<br />
LGs UHD-Einstieg<br />
Bereits im letzten Jahr brachte LG für satte<br />
20 000 Euro einen UHD-4K-Fernseher in 84<br />
Zoll auf den Markt. Zwar lieferte man das erste<br />
UHD-4K-Gerät für den Handel aus, doch unser<br />
Test in der Ausgabe 4.2013 zeigte deutlich,<br />
dass die Software mit der Hardware noch nicht<br />
LGs UHD-4K-Fernseher in 55 und 65 Zoll standen etwas im Schatten der OLED-Präsentation. Völlig zu Unrecht, denn<br />
die Fernseher bieten eine echte LED-Hintergrundbeleuchtung mit Local Dimming und neueste H.265-Decoder für den<br />
U<strong>HDTV</strong>-Empfang. Der Lautsprecher an der Unterseite fährt erst im Betrieb nach unten.<br />
Schritt halten konnte. SD- und <strong>HDTV</strong>-Inhalte<br />
wurden wenig präzise auf die mehr als acht<br />
Millionen Bildpunkte aufgebläht und auch eine<br />
„Keinen Pressevertreter hielt es<br />
mehr auf den Sitzen, als die<br />
beiden IFA-Neuheiten<br />
<strong>enthüllt</strong> wurden.“<br />
Fotodiashow über den internen Mediaplayer<br />
zeigte ein unscharfes Bild. LG ist sich eigenen<br />
Schwächen sichtlich bewusst, weshalb die <strong>neuen</strong><br />
UHD-4K-Fernseher der Serie LA9709 über eine<br />
verbesserte Bildverarbeitung verfügen. Auch<br />
die Medienwiedergabe über USB-Zuspielung<br />
zeigt sich nun in UHD-4K-Qualität und<br />
aufseiten der integrierten Decoder will LG<br />
für eine faustdicke Überraschung sorgen. <strong>Die</strong><br />
LA9709-<strong>TVs</strong> sollen als erste UHD-Modelle<br />
den <strong>neuen</strong> H.265-Kompressionsstandard, auch<br />
HEVC genannt, unterstützen, was insbesondere<br />
für zukünftige TV-Ausstrahlungen via Satellit<br />
von Belang ist. Inwieweit die aktuell verbauten<br />
HDMI-Schnittstellen gegen neue 2.0-Varianten<br />
ausgetauscht werden können, ist bislang aber<br />
noch unklar. Bei der Bildqualität überlässt man<br />
auf alle Fälle nichts dem Zufall: Das LCD-Panel<br />
www.hdtvmagazin.com 57
mit 3 840 x 2 160 Bildpunkten wird<br />
von einer vollflächigen LED-Hintergrundbeleuchtung<br />
ausgeleuchtet, die<br />
über mehr als 140 Zonen verfügt, was<br />
insbesondere der Kontrastwiedergabe<br />
zugutekommt. Da es sich bei LGs<br />
LA9709-Modellen um blickwinkelstabile<br />
IPS-LCDs handelt, kommen<br />
Sie auch dann in den vollen Bildgenuss,<br />
wenn Sie nicht exakt mittig<br />
zum Fernseher sitzen. Durch das<br />
flimmerfreie Polfilterverfahren wird<br />
die tadellose 2D-Qualität besonders<br />
komfortabel auf die 3D-Darstellung<br />
übertragen. Ein Hingucker sind die<br />
55- und 65-Zoll-Fernseher nicht<br />
nur durch das Design, sondern auch<br />
aufgrund des Lautsprechers: <strong>Die</strong>ser<br />
fährt erst nach dem Einschalten nach<br />
unten aus dem Gehäuse. Über den<br />
Preis schweigt sich LG noch aus, man<br />
will sich aber an den Wettbewerbern<br />
orientieren. <strong>Die</strong> bereits veröffentlich-<br />
ten US-Dollar-Preise lassen auf 8 000<br />
Euro für das 65-Zoll-Modell und<br />
6 000 Euro für das 55-Zoll-<br />
Modell schließen.<br />
OLED noch vor der IFA<br />
Vergleichbar zu Samsung präsentierte<br />
LG bereits im letzten Jahr die<br />
Zukunftstechnik OLED in Form<br />
eines 55-Zoll-Fernsehers, der aber<br />
nie in Europa auf den Markt kam.<br />
Dem jüngst vorgestellten 2013er-<br />
Modell namens EA9809 soll es<br />
nicht noch einmal so ergehen, denn<br />
die Markteinführung in Europa ist<br />
noch vor der IFA geplant, wenn<br />
auch in sehr geringen Stückzahlen<br />
– 11 000 Euro sollten Sie<br />
zudem mindestens einplanen. Das<br />
Gehäuse fertigt LG abermals aus<br />
Karbon, was eine hohe Stabilität<br />
bei extrem geringem Gewicht<br />
ermöglicht. Blickt man genau auf<br />
die Bildfläche, wird man einen<br />
gravierenden Unterschied im<br />
Vergleich zu LCD-Fernsehern<br />
ausmachen können: LGs OLED<br />
zeigt eine gekrümmten Bildfläche.<br />
<strong>Die</strong> Wölbung um 5 Grad<br />
bewirkt, dass bei mittiger Sitzposition<br />
die Bildecken exakt den<br />
Durch die gewölbte Bildfläche<br />
erscheinen die Randbereiche des<br />
Bildschirms in gleicher Entfernung<br />
wie die Bildmitte – zumindest wenn<br />
Sie exakt mittig vor dem Fernseher<br />
Platz nehmen.<br />
LGs gewölbter OLED-Fernseher war derart dicht umlagert, dass man fast Angst um das Gerät bekommen konnte. Im<br />
transparenten Standfuß sind Folienlautsprecher eingearbeitet, das Gehäuse besteht aus Karbon, was den Fernseher<br />
extrem leicht macht.<br />
gleichen Abstand zu den Augen aufweisen wie<br />
die Bildmitte. Dadurch entsteht der Eindruck,<br />
als wären die Bilder noch größer als bei einem<br />
„LG verspricht eine nie dagewesene<br />
Bildqualität mittels überlegener<br />
OLED-Technik und dies dank Polfilterverfahren<br />
auch bei 3D.“<br />
herkömmlichen 55-LED-LCD. LG verspricht<br />
eine nie dagewesene Bildqualität mittels überlegener<br />
OLED-Technik und dies nicht nur bei 2D,<br />
sondern dank Polfilterverfahren auch bei 3D.<br />
Im Soundbereich geht LG gänzlich neue Wege<br />
und integrierte hauchdünne Folienlautsprecher<br />
in den transparenten Standfuß. Über die<br />
Klangqualität dieser extravaganten Lösung kann<br />
bislang nur gerätselt werden, denn während der<br />
Präsentation blieb der OLED-Fernseher stumm.<br />
High-End statt Preiskampf<br />
LG präsentiert sich auf der IFA selbstbewusst<br />
als Premiummarke und mit der Einführung der<br />
<strong>neuen</strong> OLED- und UHD-4K-Fernseher stellt der<br />
Hersteller die derzeit angesagtesten Bildtechnologien<br />
der Zukunft in die Fachhandelsregale. Zur<br />
internationalen Funkausstellung will LG sogar<br />
noch einen draufsetzen und den bislang größten<br />
OLED-Fernseher der Welt präsentieren –<br />
der dürfte sich dann aber ausschließlich an<br />
glückliche Lottogewinner richten.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Bilder: LG<br />
58 | 6.2013
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Weiß, schwer und informativ.<br />
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<strong>Die</strong> aus dem Kino bekannten Polfilterbrillen<br />
sorgen für flimmerfreien 3D-Genuss.<br />
<strong>Die</strong> Edge-LED-Beleuchtung an der<br />
Bildober- und -unterkante kann<br />
spaltenweise gedimmt werden.<br />
Das blickwinkelstabile IPS-LCD-<br />
Panel liefert natürliche Bilder ganz<br />
gleich, wo Sie sitzen.<br />
<strong>Die</strong> integrierte Kamera dient zur Videotelefonie<br />
Skype, kann aber auch<br />
konsequent versteckt werden.<br />
Preis: 2 599 Euro, Farbe: Schwarz, Maße (B × H × T): 112,5 × 70,8 × 3,4 cm, Gewicht: 26,2 kg, Bauweise: Edge-LED-LCD, Auflösung: 1 920 × 1 080 Pixel,<br />
3D: ja (Polfilter-Technik), Bildfrequenz: 200 Hz, Tuner: DVB-C, DVB-S2, DVB-T, CI-Schnittstelle: 1 ×, WLAN: ja, Stromverbrauch: 110 Watt<br />
Mut zur Innovation: <strong>Die</strong> kleine, eiförmige<br />
Magic Remote kennen LG-Fernsehbesitzer<br />
schon seit einigen Jahren, neu ist<br />
allerdings, dass diese ungewöhnliche Fernbedienung<br />
die einzige Beilage darstellt und Sie einen<br />
klassischen Signalgeber mit Zahlenfeld vergeblich<br />
suchen. Deshalb heißt es zu Beginn: Eingewöhnen!<br />
Damit der Fernseher überhaupt auf Eingaben reagiert,<br />
müssen Sie die Magic Remote am TV-Gerät<br />
registrieren. Postwendend geht die Bedienung<br />
überraschend gut von der Hand, denn dank des<br />
internen Beschleunigungssensors können Sie mit<br />
Bewegungen aus dem Handgelenk einen Mauspfeil<br />
auf dem TV-Bildschirm präzise steuern. Im TV-<br />
Alltag werden Eingaben über Schütteln, Scrollen<br />
und Zeigen vorgenommen. Ab und an hakt dieser<br />
Ansatz zwar minimal, insgesamt profitieren aber<br />
besonders die Smart-TV-Funktionen von dieser<br />
Eingabemethode und vor allem Internetseiten werden<br />
endlich auch auf einem Fernseher genießbar.<br />
Weitere Funktionen, wie etwa der Quellenwechsel<br />
„Über den Near-Field-<br />
Communication-Sensor (NFC) am<br />
Gerät können Sie problemlos den<br />
Bildinhalt eines Smartphones 1 : 1 auf<br />
dem TV-Bildschirm darstellen.“<br />
und das Aufrufen des Menüs, werden über den<br />
Smart-TV-Bildschirm ausgewählt. Das ist übersichtlich,<br />
so schnell wie mit der herkömmlichen<br />
Fernbedienung und Direktwahltasten geht die<br />
Steuerung aber nicht vonstatten. <strong>Die</strong> Magic Remote<br />
verfügt auch über ein Mikrofon und Sie können<br />
mittels eingesprochener Suchbefehle das Smart-<br />
TV-Angebot durchsuchen. TV-Funktionen können<br />
hingegen nicht über Sprache gesteuert werden.<br />
Multimediakünstler<br />
<strong>Die</strong> im Gehäuse versenkbare Kamera kann zur<br />
Videotelefonie via Skype genutzt werden. Auf<br />
alle Internetfunktionen haben Sie übrigens dank<br />
dem internen WLAN-Modul kabellosen Zugriff.<br />
Im Netzwerk versteht sich der 55LA8609 auf alle<br />
gängigen Medienformate und im Test lief auch ein<br />
Film im MKV-Container in Full-HD-Auflösung<br />
im Stream. Über USB-Datenträger genießen Sie<br />
die gleiche Medienvielfalt und eine Schnittstelle<br />
Bilder: LG<br />
60 | 6.2013
fußt gar auf dem USB-3.0-Standard. Über den<br />
Near-Field-Communication-Sensor (NFC) am<br />
Gerät können Sie problemlos den Bildinhalt eines<br />
Smartphones 1:1 auf dem TV-Bildschirm darstellen.<br />
Dafür müssen Sie das geeignete Smartphone<br />
lediglich ein paar Sekunden an die gekennzeichnete<br />
Stelle mit dem NFC-Sensor am Fernseher<br />
halten. Letztlich versteht sich der Flachbildfernseher<br />
auch über Wi Fi Direct mit Geräten und baut<br />
dementsprechend eine direkte Verbindung ohne<br />
Umweg über einen Router auf.<br />
TV-Alleskönner?<br />
Für den Fernsehempfang stehen Ihnen digitale<br />
Satelliten-, Kabel- und Antennentuner zur<br />
Verfügung; jedoch nur in der Einzelvariante und<br />
so können Sie während einer Aufzeichnung auf<br />
einen externen USB-Datenträger das laufende<br />
Programm nicht umschalten. Auch auf eine<br />
Bild-in-Bild-Funktion müssen Sie an dieser Stelle<br />
verzichten. Der Sendersuchlauf geht dank einer<br />
Kanalliste zügig von der Hand, die Sortierung der<br />
einzelnen Sender ist jedoch nicht alltagstauglich<br />
und Sie kommen um eine manuelle Anpassung<br />
nicht herum. Im TV-Betrieb haben Sie Zugriff auf<br />
die multimedialen Inhalte des HbbTV-Standards.<br />
Doch da sich der für den Aufruf nötige obligatorische<br />
rote Knopf nicht auf der Magic Remote<br />
befindet, müssen Sie auch an dieser Stelle einen<br />
Umweg über ein Zwischenmenü in Kauf nehmen.<br />
Per Magic Remote gelingt die Mauszeigersteuerung über<br />
Handbewegungen. Eine „normale“ Fernbedienung fehlt.<br />
schirms und können vertikal in Zonen eingeteilt<br />
dem Bildinhalt entsprechend angesteuert werden.<br />
Das steigert den Kontrast sichtbar. Aufgrund der<br />
Anordnung der LEDs erscheinen Kinobalken aber<br />
eher gräulich als pechschwarz und mitunter fällt<br />
der Regelbereich des Dimmings doch etwas grob<br />
aus. <strong>Die</strong> Farbdarstellung weiß schon ab Werk zu<br />
gefallen und die Wiedergabe gibt sich ungemein<br />
authentisch. Bei der Farbtemperatur lohnt es<br />
sich Hand anzulegen, denn in der Grundeinstellung<br />
fällt die Darstellung etwas zu warm aus.<br />
<strong>Die</strong> Anpassung ist jedoch im Menü problemlos<br />
zu stemmen und fortan werden Bilder über alle<br />
„Das verbaute IPS-Panel garantiert<br />
aus allen Blickwinkeln nahezu unverfälschte<br />
Bilder und LG integrierte<br />
sogar ein Zonendimming, um die<br />
Schwarzdarstellung aufzuwerten.“<br />
Helligkeitsbereiche ohne Farbstich dargestellt.<br />
SD-Inhalte von DVDs werden hochwertig in die<br />
Full-HD-Auflösung umgewandelt; hier gibt es<br />
nichts zu beanstanden. Einzig die Vollbildkonvertierung<br />
greift bei Videomaterial nicht zuverlässig<br />
und ein Kantenflimmern ist nicht vermeidbar. So<br />
detailliert wie bei manchem Konkurrenten zeigen<br />
sich die Bilder zudem nicht: Statt einer starken<br />
Schärfe- und Kontrastanhebung setzt LG vorrangig<br />
auf eine natürliche Bildwiedergabe. 3D-Bilder<br />
werden auflösungsreduziert aber flimmerfrei<br />
mittels Polfilterbrillen dargestellt. Das gelingt auf<br />
Augenhöhe mit dem Bildschirm ohne Doppelkonturen<br />
und ansprechend hell.<br />
Ein echter Preistipp<br />
LG hat mit dem 55LA8609 ein überzeugendes<br />
Gesamtpaket geschnürt und vor allem die Kombination<br />
des blickwinkelstabilen IPS-Panels mit<br />
Dimmingansatz und eine tolle Bewegtbildschärfe<br />
auf 200-Hertz-Niveau machen den Fernseher für<br />
alle Filmfans zu einem attraktiven Spielpartner.<br />
Dass LG keine herkömmliche Fernbedienung<br />
mehr beilegt, ist mutig, aber konsequent: <strong>Die</strong> Bedienung<br />
geht mittels Magic Remote komfortabel,<br />
wenn auch nicht immer schnell vonstatten und<br />
gerade die Onlinefunktionen profitieren von der<br />
Bewegungssteuerung ungemein.<br />
DENNIS SCHIRRMACHER,<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Was uns gefällt<br />
+ Sehr gute Bewegtbildschärfe<br />
+ Breiter Blickwinkel, natürliche Farben<br />
+ Überzeugender Ton<br />
+ Tolle 3D-Darstellung<br />
Was uns stört<br />
– Kinofilmbalken aufgehellt<br />
– Helligkeit könnte besser sein<br />
– Keine handelsübliche Fernbedienung<br />
– Keine Doppeltuner und Bild-in-Bild<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
Bildmodus Expert 1<br />
Beleuchtung 100<br />
Kontrast 100<br />
Helligkeit 50<br />
H. Schärfe 20<br />
V. Schärfe 20<br />
Farbe 50<br />
Tint 0<br />
Dynamischer Kontrast Aus<br />
<strong>Super</strong> Resolution Aus<br />
Farbskala<br />
Standard<br />
Konturverstärkung Aus<br />
Farbfilter<br />
Aus<br />
Gamma 2.2<br />
Farbtemp.<br />
Warm2<br />
Methode<br />
2 Punkt<br />
Muster<br />
Außen<br />
Punkte Tief R –3, G –6, B –4<br />
Punkte Hoch R –11, G 0, B –2<br />
Farbmanagement Alles Standard<br />
Rauschunterdrückung Aus<br />
MPEG-<br />
Rauschunterdrückung Aus<br />
Schwarzwert<br />
Tief<br />
LED Lok. Dimming Mittel<br />
Tru Motion Benutzer, De-Judder 0-8,<br />
De-Blur 10<br />
Satt und scharf<br />
LG setzt beim 55LA8609 auf ein 200-Hertz-Panel<br />
und der Flachbildfernseher glänzt dementsprechend<br />
im Betrieb mit nahezu durchweg scharfen<br />
Bildern. Lediglich bei sich diagonal bewegenden<br />
Objekten kann die Bildelektronik kurz aus dem<br />
Takt geraten und es zeigen sich Mikroruckler,<br />
Unschärfen sind aber auch bei sehr schnellen<br />
Bewegungen kaum auszumachen. <strong>Die</strong> Bewegungsglättung<br />
kann auf Wunsch<br />
stufenlos hinzugeschaltet<br />
werden und<br />
liefert butterweiche<br />
Kameraschwenks<br />
in Kinofilmen.<br />
Erfreulich: Bis zur<br />
mittleren Stufe<br />
erzeugt der Ansatz<br />
kaum Artefakte. Das<br />
verbaute IPS-Panel<br />
garantiert aus allen<br />
Blickwinkeln nahezu<br />
unverfälschte Bilder<br />
und LG integrierte<br />
sogar ein Zonendimming,<br />
um die<br />
Schwarzdarstellung<br />
aufzuwerten. Dabei<br />
befinden sich die LEDs<br />
auf der Ober- und<br />
Unterseite des Bildwww.hdtvmagazin.com<br />
61
Serie EA9809 LA9709 LA7909<br />
Größe/Preis 55 Zoll (11 000 Euro) 55 Zoll (ca. 6 000 Euro),<br />
65 Zoll (ca. 8 000 Euro)<br />
47 Zoll (1 599 Euro), 55 Zoll (2 399 Euro)<br />
Farbe Schwarz Silber Schwarz<br />
Bauweise OLED Direct-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel UHD 3 840 × 2 160 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />
3D ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik)<br />
Bildfrequenz k. A. k. A. 200 Hz<br />
Smart-TV-Funktionen<br />
Apps, Browser, DLNA, Mediatheken, HbbTV,<br />
Skype (Kamera intern), Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, Mediatheken, HbbTV,<br />
Skype (Kamera intern), Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, Mediatheken, HbbTV,<br />
Skype (Kamera extern), Video-on-Demand<br />
Tuner DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
Besonderheiten<br />
OLED-Bildtechnologie, gewölbte Bildfläche,<br />
Sprach- und Bewegungssteuerung, Miracast,<br />
NFC, USB-Aufnahme, USB 3.0, MHL, WLAN<br />
UHD-Auflösung, direkte LED-Beleuchtung,<br />
H.265-Decoder (HEVC), Sprach- und Bewegungssteuerung,<br />
Miracast, NFC, USB-Aufnahme,<br />
USB 3.0, MHL, WLAN<br />
Fernbedienung mit Sprach- und Bewegungssteuerung,<br />
Miracast, NFC, USB-Aufnahme,<br />
USB 3.0, MHL, WLAN<br />
Serie LA7408 LA6918 LA6408<br />
Größe/Preis<br />
42 Zoll (1 199 Euro), 47 Zoll (1 399 Euro),<br />
55 Zoll (1 999 Euro), 60 Zoll (2 499 Euro)<br />
42 Zoll (999 Euro), 47 Zoll (1 199 Euro),<br />
55 Zoll (1 699 Euro)<br />
42 Zoll (799 Euro), 47 Zoll (1 049 Euro),<br />
55 Zoll (1 499 Euro)<br />
Farbe Silber (60-Zoll-TV Schwarz) Silber Schwarz<br />
Bauweise Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />
3D ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik)<br />
Bildfrequenz 200 Hz 100 Hz 100 Hz<br />
Smart-TV-Funktionen<br />
Apps, Browser, DLNA, Mediatheken, HbbTV,<br />
Skype (Kamera extern), Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, Mediatheken, HbbTV,<br />
Skype (Kamera extern), Video-on-Demand<br />
Apps, Browser, DLNA, Mediatheken, HbbTV,<br />
Skype (Kamera extern), Video-on-Demand<br />
Tuner DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />
Besonderheiten<br />
Fernbedienung mit Sprach- und Bewegungssteuerung,<br />
Miracast, NFC, USB-Aufnahme,<br />
MHL, WLAN<br />
Fernbedienung mit Sprach- und Bewegungssteuerung,<br />
Miracast, NFC, USB-Aufnahme,<br />
MHL, WLAN<br />
Miracast, NFC, USB-Aufnahme, MHL, WLAN<br />
Bilder: LG<br />
62 | 6.2013
Halle 2.2a<br />
Bilder: Messe Berlin, Sharp<br />
Gründungsjahr 1912<br />
Sitz<br />
Osaka (Japan), deutsche<br />
Niederlassung: Hamburg<br />
Angestellte ca. 55 000<br />
Produktportfolio LCD-<strong>TVs</strong>, Blu-ray-<br />
Player, Soundanlagen,<br />
Präsentationsprojektoren,<br />
Mikrowellen, Kühlschränke,<br />
Leuchtmittel,<br />
Solarzellen<br />
www.hdtvmagazin.com 63
Fernsehbilder<br />
in Lebensgröße<br />
Bei einem Fernseherneukauf greifen die<br />
meisten Konsumenten zu einer größeren<br />
Bilddiagonale, doch oftmals ist bei<br />
65 oder gar 55 Zoll das Ende der Fahnenstange<br />
erreicht. Sharp zeigt mit Fernsehern in 70, 80<br />
und 90 Zoll, dass lebensgroße Filmbilder kein<br />
Wunschtraum sein müssen.<br />
Derzeit steht alles im Zeichen von UHD-4K und<br />
auch wenn die technologische Weiterentwicklung<br />
der Bildauflösung den nächsten logischen<br />
Schritt darstellt, fragen sich nicht wenige<br />
Konsumenten, ob derart hohe Auflösungen für<br />
das Wohnzimmer überhaupt erforderlich sind.<br />
Sharp beantwortet die Frage derzeit mit einem<br />
klaren Nein und fertigt UHD-Displays vorrangig<br />
im kleinen Format, schließlich sind mehr Bildpunkte<br />
und höhere Auflösungen erst bei extrem<br />
geringen Sitzabständen von Vorteil, wie es z. B.<br />
bei Computermonitoren der Fall ist. Für Fernseher<br />
reizt Sharp dagegen das Potenzial von Full<br />
HD aus: Bei gängigen Sitzabständen von drei<br />
Metern sind Bilddiagonalen von zwei Metern<br />
(80 Zoll) die ideale Spielwiese, um den aktuellen<br />
Bildstandard der Blu-ray Disc auszureizen.<br />
Im Gegensatz zu herkömmlichen LCD-Fernsehern arbeiten Sharps Quattron-LCDs mit einem zusätzlichen gelben<br />
Subpixel, d. h., das Bild wird durch vier Subpixel Rot, Grün, Blau und Gelb erzeugt. Dadurch steigt gleichzeitig die<br />
Subpixelanzahl auf acht Millionen, während bei herkömmlichen Full-HD-Fernsehern sechs Millionen Subpixel in Rot,<br />
Grün und Blau die Bildinformationen erzeugen.<br />
Das Potenzial von Full HD<br />
Mit dieser Rechnung (Sitzabstand bei Full HD<br />
= dreifache Bildhöhe) steht Sharp im Übrigen<br />
nicht allein da: Der Wegbereiter für Full HD und<br />
UHD ist die japanische Rundfunkgesellschaft<br />
NHK, die bereits heute am UHD-8K-Standard<br />
(32 Millionen Bildpunkte) arbeitet. Auch diese<br />
schreiben für Full HD die dreifache Bildhöhe<br />
vor, während UHD-4K eine Halbierung des Sitzabstands<br />
bei gleicher Bilddiagonale voraussetzt.<br />
Somit müssten Sie bei einem 80-Zoll-Fernseher<br />
auf 1,5 Meter heranrücken, um das volle Potenzial<br />
des <strong>neuen</strong> Bildstandards auszureizen – ab<br />
drei Metern würden Sie keinen Unterschied im<br />
Vergleich zur Full-HD-Darstellung erkennen.<br />
Der Verzicht auf die UHD-4K-Auflösung bringt<br />
Bilder: Sharp<br />
64 | 6.2013
Alle sprechen derzeit von UHD, dabei reicht der aktuelle Full-HD-Bildstandard für XXL-Bilddiagonalen locker aus. Als<br />
Faustregel gilt die dreifache Bildhöhe bei Full-HD-Quellen (z. B. Filme auf Blu-ray Disc): Selbst bei einer Bilddiagonale<br />
von 80 Zoll können Sie auf bis zu drei Meter heranrücken, ohne einen Schärfeverlust wahrzunehmen.<br />
in der Praxis zwei entscheidende Vorteile: Sharps<br />
XXL-Fernseher sind in Sachen Preis-Leistung<br />
kaum zu schlagen, denn für einen 60-Zoll-<br />
Fernseher der Serie LE857 werden 2 800 Euro<br />
fällig, für einen 70-Zoll-Fernseher rund 4 500<br />
Euro – hier kostet die UHD-4K-Konkurrenz derzeit<br />
mindestens das Doppelte. Auch im Bereich<br />
der 80- und 90-Zoll-Fernseher bietet Sharp mit<br />
Preisen von 8 000 bzw. 13 000 Euro vergleichsweise<br />
niedrige Einstiegshürden auf dem Weg zur<br />
lebensgroßen Bildwiedergabe im Wohnzimmer.<br />
Zweiter Vorteil: Sharps Quattron-LCD-Panel mit<br />
„In der Theorie können Bilder durch<br />
Quattron leuchtender dargestellt<br />
werden, ohne den Energieverbrauch<br />
in die Höhe schnellen zu lassen.“<br />
Full-HD-Auflösung arbeiten deutlich energieeffizienter<br />
als aktuelle UHD-4K-LCD-Panel.<br />
Während sich ein UHD-4K-Fernseher mit 65<br />
Zoll bis zu 270 Watt genehmigt, begnügt sich<br />
Sharps 70-Zoll-Fernseher mit 170 Watt. Hinter<br />
Quattron verbirgt sich eine exklusive Technik,<br />
die Full-HD-Bilder nicht nur durch rote, grüne<br />
und blaue Subpixel erzeugt (wie es bei jedem<br />
anderen Fernseher der Fall ist), sondern zusätzliche<br />
gelbe Subpixel ansteuert – dadurch erhöht<br />
sich gleichzeitig die Subpixelanzahl von sechs<br />
Millionen auf acht Millionen. In der Theorie<br />
können Bilder durch Quattron leuchtender<br />
dargestellt werden, ohne den Energieverbrauch<br />
in die Höhe schnellen zu lassen, doch in Praxis<br />
bringt Quattron nicht nur Vorteile. So ist die<br />
Farbabstimmung extrem anspruchsvoll und häufig<br />
zeigen Quattron-Fernseher im Auslieferungszustand<br />
dunkle Grüntöne, dominante Blautöne<br />
und orangefarbene Hauttöne. Wer eine neutrale<br />
Farbdarstellung anstrebt, muss gleichzeitig einen<br />
Helligkeitsverlust in Kauf nehmen. Dennoch<br />
bietet Sharp mit Quattron ein echtes Alleinstellungsmerkmal,<br />
das in den Händen von Bildprofis<br />
seine Stärken ausspielen kann.<br />
Was bringt die Zukunft?<br />
Als einer der letzten japanischen Hersteller<br />
verfügt Sharp über eigene Fabriken zur LCD-<br />
Panelfertigung, die zudem zu den modernsten<br />
Fertigungsanlagen der Welt zählen. Größter<br />
Durchbruch in der Forschung ist das Projekt<br />
IGZO: Da jeder Bildpunkt durch Transistoren<br />
angesteuert werden muss, liegt es nahe, nicht<br />
nur die Pixelanzahl zu erhöhen, sondern auch<br />
die Ansteuerelektronik weiterzuentwickeln.<br />
Eine neue Verbindung aus Indium, Gallium,<br />
Zink und Oxygen (kurz IGZO) erhöht die<br />
Lichtdurchlässigkeit von LCD-Panels, senkt den<br />
Energieverbrauch und verbessert die Reaktionsgeschwindigkeit<br />
der Pixel. Wann diese<br />
Technologie in Fernsehern Einzug hält, darüber<br />
schweigt sich Sharp noch aus, bislang fertigt<br />
Sharp IGZO-Panels ausschließlich für Monitore<br />
und Smartphone-Displays.<br />
Sharp geht seinen eigenen Weg<br />
Mit XXL-Bilddiagonalen und der exklusiven<br />
Quattron-Technik beschreitet Sharp derzeit<br />
Der im April vorgestellte Computermonitor PN-K321H<br />
in 32 Zoll etablierte die IGZO-Technik im Computerbereich<br />
und sorgte mit UHD-4K-Auflösung für Aufsehen.<br />
Preis: ca. 5 500 Euro.<br />
eigene Wege, um im hart umkämpften Flachbild-<br />
TV-Markt nicht den Anschluss zu verlieren und<br />
ruinösen Preiskämpfen aus dem Weg zu gehen.<br />
Mit Zukunftstechnologien wie IGZO hat man<br />
bereits attraktive Lösungen für UHD-4K-Displays<br />
und OLED-Fernseher in der Hinterhand,<br />
auf der Elektronikmesse CES zeigte man im<br />
Januar bereits vielversprechende UHD-4K-Fernseher.<br />
Bleibt eigentlich nur die Frage, ob Sharp<br />
nach spürbarer Zurückhaltung am deutschen<br />
Markt derartige Luxustechnik auch hierzulande<br />
veröffentlicht.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Bildlegende und ISF-Gründer Joel Silver über Sharps Quattron-Technik<br />
„Durch die <strong>neuen</strong> Energiesparverordnungen sind wir limitiert, was die<br />
Möglichkeiten der Bilderzeugung anbelangt, sodass wir mit möglichst<br />
geringer Energiezufuhr ein möglichst helles Bild erreichen müssen.<br />
Durch den zusätzlichen gelben Pixel der Quattron-Fernseher von Sharp<br />
können wir die Bildhelligkeit stark verbessern und gleichzeitig Energie<br />
einsparen. Wir arbeiten mit Sharp Industrial zusammen, die Videowalls<br />
auf der ganzen Welt installieren. Durch Quattron erzielen diese Displays<br />
ein deutlich helleres Bild, ohne die Energiebilanz negativ zu beeinflussen.<br />
Das Problem besteht allerdings in der Farbabstimmung, denn sämtliche<br />
Inhalte liegen im Komponentenfarbsystem vor, das vor der Bildausgabe<br />
in die RGB-Matrix konvertiert wird. Bei den Quattron-Fernsehern von<br />
Sharp muss ein zusätzlicher Schritt vollzogen werden, um von RGB zur<br />
RGB-Y-Matrix zu gelangen. Das macht die Bildabstimmung extrem<br />
anspruchsvoll und diese ist ein gutes Trainingsprogramm für jeden<br />
Kalibrierer.“<br />
www.hdtvmagazin.com 65
Sharp LC-70LE857E<br />
178 cm<br />
<strong>Die</strong> LED-Beleuchtung ist im<br />
oberen und unteren Rahmen<br />
integriert. Eine dynamische<br />
Helligkeitsanpassung findet leider<br />
nicht im Kinomodus statt.<br />
Sharp setzt auf ein exklusives<br />
Quattron-Panel: Jeder Bildpunkt<br />
setzt sich nicht nur aus roten,<br />
grünen und blauen, sondern auch<br />
gelben Subpixeln zusammen.<br />
Sharps LE857-Serie ist in 60, 70<br />
oder gar 80 Zoll erhältlich. Damit<br />
kann der Fernseher sogar einen<br />
Heimkinoprojektor ersetzen.<br />
<strong>Die</strong> optionale 3D-Brille AN-3DGD40 liegt dem Fernseher<br />
nicht bei und kostet stattliche 90 Euro. Durch die standardisierte<br />
Bluetooth-Datenübertragung sollten aber auch<br />
Shutter-Brillen anderer Hersteller kompatibel sein.<br />
Preis: 4 499 Euro, Farbe: Silber, Maße (B × H × T): 157,8 × 97,1 × 3,9 cm, Gewicht: 49,5 kg, Bauweise: Edge-LED-LCD, Auflösung: 1 920 × 1 080 Pixel, 3D: ja<br />
(Shutter-Technik), Bildfrequenz: 200 Hz, Tuner: DVB-C, DVB-S2, DVB-T, CI-Schnittstelle: 1 ×, WLAN: ja (USB-Stick), Stromverbrauch: 170 Watt<br />
Der LC-70LE857E bringt es auf eine<br />
Bildschirmdiagonale von fast 1,8 Metern<br />
und selbst Großbildliebhaber, die<br />
bislang mit einem Heimkinoprojektor geliebäugelt<br />
haben, könnten hier schwach werden.<br />
Dabei präsentiert sich der Edge-LED-LCD<br />
als waschechter Smart-TV inklusive Skype,<br />
HbbTV und WLAN; doch kann der Riese<br />
letztlich auch bei der Bildqualität punkten?<br />
Natürlich steigt der Wow-Effekt eines Blockbusters<br />
mit wachsender Bildgröße und Kinofilme<br />
machen erst in XXL richtig Spaß. Doch ein derartiger<br />
Riesenbildschirm bringt auch Probleme<br />
mit sich. An erster Stelle steht natürlich der<br />
Aufbau, der am besten zu dritt stattfinden sollte.<br />
Entscheiden Sie sich für eine Wandinstallation,<br />
sollten Sie das Gewicht von fast 50 Kilogramm<br />
beachten. Auch nach dem Einschalten kann sich<br />
die immense Größe negativ bemerkbar machen,<br />
denn die gesamte Fläche wird von LEDs ausgeleuchtet,<br />
die sich lediglich oben und unten im<br />
„Während bei der Konkurrenz in der<br />
Regel bei 65 Zoll Schluss ist, protzt<br />
Sharp mit überlebensgroßen Bildern.“<br />
Rahmen des Bildschirms befinden. Demnach<br />
hat der LC-70LE857E mit einer leicht fleckigen<br />
Ausleuchtung zu kämpfen, die sich vor allem<br />
bei dunklen Szenen in Form von unregelmäßig<br />
über den Bildschirm verteilten Helligkeitsinseln<br />
(Clouding) bemerkbar macht. <strong>Die</strong>ser Umstand<br />
wird zwar durch ein kontraststeigerndes<br />
Dimming weitgehend kaschiert, nur ist dieser<br />
Ansatz leider nicht im farbneutralen Kinomodus<br />
verfügbar. In der Voreinstellung „Normal“<br />
greift die Automatik hingegen effizient ein und<br />
vor allem Kinofilme wirken mit aktiviertem<br />
Dimming unter Heimkinobedingungen wesentlich<br />
immersiver. Dafür müssen Sie mit stark<br />
abweichenden Farben leben, denn im Standardmodus<br />
ist Sharps Quattron-Technologie<br />
aktiv und vor allem Grün- und Blautöne wirken<br />
nicht länger natürlich. Eine Anpassung über das<br />
integrierte Farbmanagementsystem ist an dieser<br />
Stelle nur bedingt möglich. Im Gegenzug wartet<br />
der Edge-LED-LCD in diesem Bildmodus mit<br />
der höchsten Helligkeit auf. <strong>Die</strong> Kinovoreinstellung<br />
kommt dem Farbstandard der Blu-ray Disc<br />
schon sichtlich näher und die Darstellung wirkt<br />
wesentlich authentischer.<br />
Kompromissbereit<br />
Neben der geringeren Bildhelligkeit und dem<br />
fehlenden Dimming, gilt es im Kinomodus<br />
einen Fehler bei der Durchzeichnung zu beachten:<br />
In dunklen Bildabschnitten tauchen Details<br />
auf, die eigentlich im Verborgenen liegen sollen.<br />
<strong>Die</strong>se Aufhellung kann mit dem Gammaregler<br />
nur bedingt ausgeglichen werden und an dieser<br />
Stelle empfiehlt es sich, den Helligkeitsregler<br />
im Menü herunterzuregeln. Im Standardmodus<br />
taucht dieser Fehler nicht auf. So müssen<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sharp<br />
66 | 6.2013
Sie vor dem Beginn eines Filmabends so oder<br />
so einen Kompromiss eingehen und sich für<br />
einen der beiden Bildmodi mit deren jeweiligen<br />
Vor- und Nachteilen entscheiden. In Bezug auf<br />
die Bewegtbildschärfe setzt Sharp beim LC-<br />
70LE857E neben der Zwischenbildberechnung<br />
auch auf ein Backlight-Scanning. Letzteres<br />
schluckt zwar Leuchtkraft, sollte für eine optimale<br />
Schärfe aber zwingend aktiviert werden<br />
(Active Motion 200). In der Praxis zeigte sich<br />
dennoch ein leichtes Schlieren, wenn vorwiegend<br />
dunkle Bildinhalte dargestellt werden. Im<br />
Filmbetrieb spielt der mit anspruchsvollen Testsequenzen<br />
provozierte Umstand aber eine eher<br />
untergeordnete Rolle und insgesamt kann die<br />
Bildschärfe durchaus überzeugen. Falls Ihnen<br />
eine weiche Abbildung zusagt, können Sie im<br />
Menü eine Bewegungsglättung hinzuschalten<br />
und diese in zehn Stufen Ihren Sehgewohnheiten<br />
anpassen. Mit höherer Intensität erzeugt<br />
die Glättung aber Fehler in Form von Artefakten<br />
und zudem greift der Ansatz nicht stabil.<br />
<strong>Die</strong> statische Bildschärfe können Sie über ganze<br />
drei Regler anpassen und so erstrahlen etwa die<br />
Urlaubsfotos angenehm knackig.<br />
Smarter Internetfernseher?<br />
Sharp ist unter anderem neben Philips Mitglied<br />
der Smart TV Alliance,<br />
die auf eine gemeinsame<br />
Programmierschnittstelle<br />
setzt, damit<br />
die Umsetzung von<br />
Internetanwendungen<br />
aufgrund der vorherrschenden<br />
Standards<br />
effizienter zu lösen ist.<br />
Auf dem Hauptbildschirm<br />
verknüpft Sharp<br />
TV-, Multimedia- und<br />
Internetfunktionen<br />
miteinander und die jeweiligen<br />
Unterhaltungsmöglichkeiten<br />
können<br />
an dieser Stelle direkt<br />
aufgerufen werden. <strong>Die</strong><br />
Bediengeschwindigkeit<br />
geht dabei vollkommen<br />
in Ordnung, nur Texteingaben,<br />
etwa beim Internetseitenaufruf<br />
über<br />
den Browser, gehen mit<br />
der Fernbedienung nur<br />
schwergängig von der<br />
Hand. Wollen Sie hochauflösende<br />
Videotelefonate<br />
via Skype führen,<br />
müssen Sie die optional<br />
erhältliche Kamera<br />
hinzukaufen. <strong>Die</strong> Anbindung<br />
an das Internet<br />
<strong>Die</strong> Fernbedienung wirkt durch die zahlreichen Minitasten<br />
überladen und die Smart-TV-Funktionen lassen<br />
sich nicht optimal bedienen.<br />
gelingt übrigens per Kabel oder auch ganz ohne<br />
Strippe; der dafür nötige externe WLAN-USB-<br />
Adapter liegt dem Gerät bei. Der LC-70LE857E<br />
fühlt sich auch im Netzwerk wohl, wenngleich<br />
wir beim Einsatz des Windows Media Players<br />
keinen hochauflösenden Film im MKV-<br />
Container abspielen konnten. In einem zweiten<br />
Versuch kam der kostenpflichtige Twonky-Server<br />
zum Einsatz. Im Test wurde dann aber kein<br />
einziges Videoformat erkannt. Spielen Sie Ihre<br />
Medien über einen USB-Speicher zu, wandelt<br />
sich das Bild, und neben MKV wurde auch<br />
Apples Quicktime-Format abgespielt; einzig<br />
bei einem Xvid-Film wurde die Wiedergabe<br />
„In der Voreinstellung ‚Normal‘ greift<br />
die Kontrastautomatik effizient ein<br />
und vor allem Kinofilme wirken<br />
unter Heimkinobedingungen<br />
wesentlich immersiver.“<br />
verweigert. Der TV-Empfang gelingt dank der<br />
DVB-C-, DVB-T- und DVB-S2-Tuner vielfältig<br />
und problemlos. Schließen Sie im Betrieb einen<br />
USB-Speicher an, können Sie Sendungen per<br />
Time-Shift-Funktion pausieren und natürlich<br />
auch ganze Beiträge aufnehmen. Zudem haben<br />
Sie dank der HbbTV-Unterstützung Zugriff auf<br />
die Mediatheken verschiedener Sender und die<br />
hochauflösende Version des Videotextes sieht<br />
richtig schick aus.<br />
Uneingeschränkte Kaufempfehlung?<br />
Sharps LC-70LE857E beeindruckt vor allem<br />
durch seine schiere Größe: Wer Kinofilme<br />
einmal auf dem 80-Zoll-Display bestaunt hat,<br />
wird nur schwer zu einem 55-Zoll-Fernseher<br />
zurückfinden. Bei der Bildqualität müssen Sie<br />
jedoch Kompromisse eingehen und jeder Bildmodus<br />
weist neben augenscheinlichen Vorteilen<br />
auch Defizite auf. Letztlich lässt sich dieser<br />
Umstand aber mit der beschriebenen Vorgehensweise<br />
weitgehend ausgleichen. Kinofans<br />
finden im LC-70LE857E eine echte Alternative<br />
zur Großbildprojektion, denn Sharp scheint in<br />
Bezug auf die Größe das Unmögliche möglich<br />
zu machen. Während bei der Konkurrenz in der<br />
Regel bei 65 Zoll Schluss ist, protzt Sharp mit<br />
überlebensgroßen Bildern.<br />
DENNIS SCHIRRMACHER<br />
Was uns gefällt<br />
+ Riesige Bildschirmdiagonale<br />
+ Scharfe Darstellung<br />
+ Im Standardmodus gute Bildhelligkeit<br />
+ Wirkt trotz immenser Bildgröße nicht wuchtig<br />
Was uns stört<br />
– Ungenaue Ausleuchtung<br />
– Mäßige Schwarzdarstellung (Kinomodus)<br />
– Farbdarstellung nicht optimal (Normalmodus)<br />
– Bei seitlicher Betrachtung nimmt Bildqualität ab<br />
Einstellungen für ein natürliches Bild<br />
AV-Modus<br />
Film<br />
Clear Picture Processing Mittel<br />
OPC<br />
Aus<br />
Hintergr.-Bel. 16<br />
Kontrast 30<br />
Helligkeit –6<br />
Farbe 0<br />
Schärfe +2<br />
Farbeinst.<br />
Alles Standard<br />
Farbskalabereich Standard<br />
Farbtemperatur Tief<br />
R-Verst. (LO) –10<br />
G-Verst. (LO) –15<br />
B-Verst. (LO) 0<br />
R-Verst. (HI) –5<br />
G-Verst. (HI) –10<br />
B-Verst. (HI) –0<br />
Bewegungsoptimierung Active Motion 200<br />
Subpixelcontrol 2 Standard<br />
Gamma-Anpassung +2<br />
Film-Modus<br />
Verbessert<br />
Aktiver Kontrast Aus<br />
Rauschunterdrückung Aus<br />
www.hdtvmagazin.com 67
Serie LE757E LE752E LE652E<br />
Größe/Preis 90 Zoll (12 999 Euro) 39 Zoll (699 Euro), 50 Zoll (1 099 Euro),<br />
60 Zoll (ca. 1 699 Euro)<br />
39 Zoll (649 Euro), 50 Zoll (999 Euro),<br />
60 Zoll (1 499 Euro)<br />
Farbe Schwarz Silber Schwarz<br />
Bauweise Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />
3D ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik)<br />
Bildfrequenz 100 Hz 100 Hz 100 Hz<br />
Smart-TV-Funktionen<br />
HbbTV, DLNA, Apps, Browser, Video-on-<br />
Demand<br />
HbbTV, DLNA, Apps, Browser, Video-on-<br />
Demand<br />
HbbTV, DLNA, Apps, Browser, Video-on-<br />
Demand<br />
Tuner DVB-C, DVB-T, DVB-S2 DVB-C, DVB-T, DVB-S2 DVB-C, DVB-T, DVB-S2<br />
Besonderheiten<br />
WLAN (extern, USB-Stick beiliegend), USB-<br />
Recording<br />
WLAN (extern, USB-Stick beiliegend), USB-<br />
Recording<br />
WLAN (extern, USB-Stick nicht beiliegend),<br />
USB-Recording<br />
Serie LE352E LE250E DV250E<br />
Größe/Preis 32 Zoll (399 Euro), 39 Zoll (599 Euro) 22 Zoll (249 Euro), 24 Zoll (299 Euro) 24 Zoll (299 Euro)<br />
Farbe Schwarz (BK), Weiß (WH) Schwarz (BK), Weiß (WH) Schwarz<br />
Bauweise Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD Edge-LED-LCD<br />
Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel HD ready 1366 x 768 Pixel HD ready 1366 x 768 Pixel<br />
3D nein nein nein<br />
Bildfrequenz 50 Hz 50 Hz 50 Hz<br />
Smart-TV-Funktionen<br />
HbbTV, DLNA, Apps, Browser, Video-on-<br />
Demand<br />
– –<br />
Tuner DVB-C, DVB-T, DVB-S2 DVB-C, DVB-T DVB-C, DVB-T<br />
Besonderheiten USB-Recording USB-Recording USB-Recording, integrierter DVD-Player<br />
Bilder: Sharp<br />
68 | 6.2013
Fast 35 Jahre Erfahrung auf dem Heimkino-Markt haben uns bei unseren Kunden zum beliebten Lieferanten<br />
gemacht. Klingt selbstbewusst – ist es auch, denn in Zeiten der Online-Märkte werden gute Beratung, professioneller<br />
Service und individuelle Konfiguration der Technik auf Ihre Bedürfnisse zur Seltenheit.<br />
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Jennifer Möhnder (24)<br />
Dipl.-Biologin und Heimkinobesitzerin
Vorstellung der Kampagne bei der<br />
Veranstaltung gfu Insights & Trends:<br />
Frank Schipper (links, Vorstandsmitglied<br />
im Bundesverband Technik des<br />
Einzelhandels e.V.) und Hans Wienands<br />
(rechts, Vorsitzender des Fachverbands<br />
Consumer Electronics im ZVEI e.V.)<br />
Beginnt jetzt das<br />
Fast schien es, dass das Thema Smart<br />
TV bei den Herstellern im Zuge der<br />
UHD-TV-Einführung zur Randnotiz<br />
zu verkommen drohte, doch die geringe<br />
Vernetzungsrate beim Verbraucher lässt die<br />
TV-Hersteller noch einmal an einem Strang<br />
ziehen. Smarter soll das Fernsehen werden –<br />
jetzt aber wirklich!<br />
Wenn Sie dieses<br />
Zeichen sehen,<br />
ist nicht nur der<br />
Fernseher smart,<br />
sondern auch der<br />
Fachhändler, der<br />
den TV vorführt.<br />
SMARTE FERNSEHEN?<br />
info dienen, die anhand von Schaubildern in<br />
einfacher Cartoonoptik die Möglichkeiten<br />
aktueller Smart-<strong>TVs</strong> aufzeigt. So telefonieren<br />
die Großeltern via Videotelefonie Skype mit den<br />
Enkeln, eine vielbeschäftigte Single-Frau ruft<br />
TV-Inhalte wann immer sie will über Internetmediatheken<br />
auf und ein 15-Jähriger startet<br />
eine Diashow vom Mobiltelefon. Im Ansatz<br />
fassen diese kleinen Geschichten aus dem alltäglichen<br />
Leben die wichtigsten Möglichkeiten<br />
von Skype bis Youtube zusammen, allerdings<br />
enttäuschen die abspielbaren Videos durch<br />
mangelnden Inhalt – wer sich eine Anleitung<br />
zur Funktionsweise der smarten Fernseher<br />
erhofft, wird also enttäuscht. <strong>Die</strong>se Aufgabe soll<br />
vielmehr der Fachhandel übernehmen, doch<br />
wir sind derzeit noch skeptisch, ob zukünftig<br />
bei allen Verkaufsgesprächen der Internetzugang<br />
funktioniert und ein im Netzwerk angemeldetes<br />
Smartphone zur Steuerung bereitliegt.<br />
Alle ziehen an einem Strang<br />
Damit Sie eine Orientierung erhalten, kennzeichnen<br />
die rund 7 000 Fachhändler der<br />
Netzwerke ElectronicPartner, Euronics, Expert,<br />
Markenprofi, Medimax, Media@Home, Service<br />
Partner und Telering durch Informations- und<br />
Werbematerialien den <strong>neuen</strong> Service. Zudem<br />
geben die Fachhändler ein Leistungsversprechen<br />
ab: Sie können die Möglichkeiten aktueller<br />
Smart-<strong>TVs</strong> in den Geschäften live erleben<br />
und so Mediatheken, Youtube oder Facebook<br />
ausprobieren. Gleichfalls kümmern sich die<br />
Fachhändler um eine fachgerechte Installation.<br />
Ob das Ziel, mehr Nutzer für das Thema<br />
Smart TV zu begeistern, am Ende aufgeht,<br />
wird nicht zuletzt davon abhängen, wie sich<br />
die TV-Hersteller verhalten, denn diese kochen<br />
bei den Onlineplattformen häufig noch ihr<br />
eigenes Süppchen. Auch die Programmanbieter<br />
müssen erst noch überzeugt werden, dass<br />
der Bildschirm im Wohnzimmer nicht mehr<br />
ausschließlich den Gesetzen der Sendeanstalten<br />
unterworfen ist, sondern Nutzer das<br />
TV-Programm immer häufiger als Bild-in-Bild<br />
zwischen Internetanwendungen einbetten und<br />
somit selbst entscheiden, wie geschaut wird.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Mit der Initiative „Smarter Fernsehen“ soll<br />
pünktlich zur IFA 2013 allen Verbrauchern<br />
das interaktive Fernseherlebnis nähergebracht<br />
werden. Noch immer wissen nur die wenigsten<br />
TV-Nutzer, was ein Smart-TV alles kann, kein<br />
Wunder, schließlich wird der Fernseher im<br />
Wohnzimmer noch immer viel zu selten mit<br />
dem Internet verbunden, was sämtliche Mehrwerte<br />
von vornherein ausschließt. Durch einen<br />
Zusammenschluss von TV-Geräteherstellern,<br />
Handelsorganisationen, dem Branchenverbänden<br />
ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik-<br />
und Elektronikindustrie e.V. und BVT<br />
(Bundesverband Technik des Einzelhandels<br />
e.V.) sollen nun die Wissenslücken an der Basis<br />
geschlossen werden.<br />
Internet informiert über Internet<br />
Als erste Anlaufstelle für Einsteiger soll die<br />
Internetwebsite www.smarterfernsehen.<br />
Schon gewusst? <strong>Die</strong> Youtube-Anwendung aktueller Flachbildfernseher kann bequem per Smartphone oder Tablet<br />
gesteuert werden. Eine zusätzliche Hersteller-App für iOS oder Android ist dafür nicht notwendig.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, gfu, ZVEI<br />
70 | 6.2013
Ralf Hansen,<br />
Head of Communication<br />
Panasonic<br />
Deutschland<br />
Gunter Kürten,<br />
Director Sales<br />
& Marketing<br />
Home Entertainment<br />
bei<br />
LG Electronics<br />
Markus Brendel,<br />
Director Marketing<br />
Philips <strong>TVs</strong><br />
bei TP Vision<br />
Germany<br />
Murat Şahin,<br />
Geschäftsführer<br />
Grundig Intermedia<br />
GmbH<br />
„Industrie und Handel<br />
sind generell in der Pflicht,<br />
Mehrwerte neuer TV-Generationen<br />
aktiv zu erklären<br />
und damit Kaufanreize für<br />
Endkunden zu schaffen.<br />
Aus diesem Grund freut es<br />
uns als einen der größten<br />
Vertreter der Branche,<br />
dass wir gemeinsam und<br />
herstellerunabhängig eine<br />
Aufklärungskampagne zu<br />
Smart TV initiieren.“<br />
„Wir wollen die tollen<br />
<strong>neuen</strong> Möglichkeiten des<br />
hybriden Fernsehens<br />
durch Smart TV weiter<br />
und umfassender bekannt<br />
machen und auch diejenigen<br />
ansprechen, die<br />
vielleicht noch zu wenig<br />
darüber wissen, welche<br />
spannende neue Welt da<br />
auf sie wartet.“<br />
„<strong>Die</strong> Möglichkeiten, den<br />
Fernsehgenuss zu personalisieren,<br />
sind so vielfältig<br />
wie nie zuvor. Das<br />
neue ‚bessere’ Fernsehen<br />
mit seinen vielen Optionen<br />
ist der Grund für die<br />
beispiellose Zusammenarbeit<br />
von Herstellern und<br />
Handel, weshalb wir uns<br />
enthusiastisch an dieser<br />
Kampagne beteiligen und<br />
hoffen, viele Menschen zu<br />
erreichen.“<br />
„<strong>Die</strong> Traditionsmarke<br />
Grundig erkannte bereits<br />
seit geraumer Zeit<br />
die hohe Bedeutung des<br />
,Smarter Fernsehens’,<br />
entsprechend haben wir<br />
unser Sortiment auf diesen<br />
Trend ausgerichtet.“<br />
Matthias Harsch,<br />
Vorstandsvorsitzender<br />
der<br />
Loewe AG<br />
Kai Hillebrandt,<br />
Vice President<br />
CE Samsung<br />
Electronics<br />
GmbH<br />
Dr. Norbert<br />
Kotzbauer,<br />
Geschäftsführer<br />
Metz-Werke<br />
Martin Winkler,<br />
Country Head<br />
Sony Deutschland<br />
„Loewe ist aktiver<br />
Förderer der Kampagne<br />
‚Smarter Fernsehen’. Erst<br />
wenn unsere Kunden den<br />
attraktiven Mehrwert<br />
der <strong>neuen</strong> Technologien<br />
erkennen, kann entsprechende<br />
Nachfrage am<br />
Markt entstehen.“<br />
„Smart-<strong>TVs</strong> ermöglichen<br />
dem Zuschauer,<br />
Fernsehen völlig neu zu<br />
erleben. Er entscheidet<br />
selbst, welche Inhalte<br />
wann auf seinem TV<br />
erscheinen – ob aus<br />
dem Internet, von den<br />
eigenen digitalen Endgeräten,<br />
per Video-on-<br />
Demand.“<br />
„Der Handel hat die einmalige<br />
Chance, durch die<br />
Möglichkeit der wertigen<br />
und beratungskompetenten<br />
Vorführung im<br />
Geschäft den Konsumenten<br />
für die ‚smarten’<br />
Anwendungen zu<br />
begeistern und somit die<br />
Wertigkeit aktueller TV-<br />
Geräte deutlich herauszustellen.“<br />
„Sony Deutschland begrüßt<br />
und unterstützt<br />
die Initiative ‚Smarter<br />
Fernsehen‘, um Verbrauchern<br />
den klar erkennbaren<br />
Mehrwert zu verdeutlichen.<br />
Gemeinsam<br />
mit dem teilnehmenden<br />
Fachhandel [...] möchten<br />
wir Verbraucher sämtlicher<br />
Altersstufen für<br />
die nahezu grenzenlosen<br />
Möglichkeiten der<br />
<strong>neuen</strong> TV-Generation<br />
begeistern.“<br />
Impressum<br />
Verleger:<br />
Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Oststraße 40 – 44, 04317 Leipzig<br />
Tel. (03 41) 3 55 79 - 100 • Fax (03 41) 3 55 79 - 111<br />
Herausgeber:<br />
Stefan Goedecke, Torsten Herres,<br />
Stefan Hofmeir, Florian Pötzsch<br />
Chefredaktion (ViSdP):<br />
Christian Trozinski (CT)<br />
Redaktion:<br />
Maria Hollwitz, Dennis Schirrmacher,<br />
Katharina Stöckl (Lektorat),<br />
Falko Theuner<br />
Grafikdesign:<br />
Therèse Herold, Stephan Krause, Stefan Kretzschmar,<br />
Katharina Schreckenbach (Leitung), Kim Trank,<br />
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Auerbach Verlag und Infodienste GmbH<br />
Redaktion <strong>HDTV</strong><br />
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Denise Göhler, Cathleen Lobatz<br />
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MZV Moderner Zeitschriften<br />
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ISSN: 1861-1737<br />
Erscheinungsweise: 8-mal im Jahr<br />
Einzelpreis Deutschland: 4,99 Euro<br />
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2-Jahresabo Deutschland: 74,90 Euro<br />
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<strong>Die</strong>richs Druck + Media GmbH & Co. KG., Kassel<br />
© 2013 von Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Leipzig.<br />
Vervielfältigung und Verbreitung von Artikeln, Grafiken, Fotos<br />
durch jedes Medium ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher<br />
Genehmigung des Verlags gestattet. <strong>Die</strong> Interviews geben die<br />
Meinungen der Interviewpartner wieder. <strong>Die</strong>se muss nicht der<br />
Meinung des Verlages entsprechen. Für die Aussagen des<br />
Interviewpartners wird keine Haftung übernommen.<br />
Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Gewähr für die<br />
Richtigkeit der Angaben übernommen werden. Schutzrechte<br />
auf Produktnamen oder Produkte sind in den einzelnen<br />
Artikeln nicht zwingend erwähnt. Namentliche oder mit<br />
Initialen gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die<br />
Meinung der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte<br />
Manuskripte, Datenträger und Fotos übernimmt der Verlag<br />
keine Haftung. <strong>Die</strong> Zustimmung zum Abdruck wird<br />
vorausgesetzt. Der Autor erklärt mit der Einsendung von<br />
Material, dass dieses frei von Rechten Dritter ist. Mit der<br />
Honorierung von Manuskripten, Fotos und anderem Material<br />
erwirbt der Verlag die Rechte daran. Gerichtsstand ist Leipzig.
Flachbildfernseher unterscheiden sich<br />
vor allem in einem Punkt: der Bildverarbeitung.<br />
Nur wenn diese fehlerfrei<br />
arbeitet, gelingt es Ihnen, schwächeres<br />
Material aufzuwerten und gutes Material<br />
noch besser zu präsentieren.<br />
Sonys Blu-ray-Player BDP-S790 bietet<br />
exzellente Schärfe-, Kontrast- und<br />
Rauschfilter, die die Bildqualität stark<br />
aufwerten. Über die Optionstas te rufen<br />
Sie während des laufenden Filmes die<br />
Bildeinstellungen auf.<br />
Zugegeben: Sobald Sie mittels Bildregler an<br />
der Schärfe drehen, Rauschfilter hinzuschalten<br />
oder Kontraste optimieren, verändern<br />
Sie das Eingangssignal und somit auch das<br />
Filmoriginal. Doch nicht immer bedeutet<br />
unverfälscht auch besser, denn gerade unnötige<br />
Bildfehler sowie flaue Kontraste gehören<br />
beim besten Willen nicht zur Intention eines<br />
Filmschaffenden. Flachbildfernseher sind vor<br />
allem dann gefordert, wenn Sie die internen<br />
Tuner verwenden und das TV-Programm<br />
„Nicht immer bedeutet<br />
unverfälscht auch besser, denn<br />
Artefakte sowie flaue Kontraste<br />
gehören nicht zur Intention eines<br />
Filmschaffenden.“<br />
Bildqualität<br />
verbessern<br />
Schritt 1: Unnötige Wandlungen vermeiden<br />
nicht vom externen Receiver geliefert wird.<br />
Sobald Sie allerdings Quellen per HDMI zuspielen,<br />
können Sie aus den Vollen schöpfen,<br />
und gerade bei DVDs und Blu-rays lohnt es<br />
sich, ein wenig mit den Bildeinstellungen<br />
des Players zu experimentieren. Wir haben<br />
uns für diesen Beitrag für das letztjährige<br />
Blu-ray-Player-Modell BDP-S790 von Sony<br />
entschieden, da dieses über nahezu alle<br />
Bildeinstellungsmöglichkeiten verfügt, wie sie<br />
auch Sonys Flachbildfernseher vorweisen (die<br />
neueren Blu-ray-Player-Modelle zeigen sich<br />
in dieser Hinsicht leider spartanisch). Rufen<br />
Sie während der Filmwiedergabe über die<br />
Optionstaste die Bildeinstellungen auf, können<br />
Sie nahezu alle Bildparameter ändern,<br />
doch nur ausgewählte Optionen beeinflussen<br />
das Bild wirklich positiv. Wir haben für<br />
Sie die wichtigsten Einstellungen ausfindig<br />
gemacht.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Blu-ray-Player spielen das Bildsignal in 1 080p zu, was übersetzt bedeutet: 1 920 x 1 080 Bildpunkte für jedes Einzelbild. Schalten Sie deshalb beim Fernseher den Overscan (Bildbeschnitt)<br />
ab, und wählen Sie für das Bildformat nativ bzw. unskaliert. Panasonic bietet den sogenannten 1 080p-Modus, wodurch unnötige Wandlungen des Signals vermieden werden.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, „Epic“ von 20th Century Fox (ab 13. September auf Blu-ray)<br />
72 | 6.2013
Schritt 2: Details nachschärfen<br />
Sonys Blu-ray-Player setzt auf eine kontrastbasierte Detailnachschärfung („Textur-Remaster“ und „<strong>Super</strong> Auflösung“), die Doppelkonturen bei niedriger Intensität vermeidet und<br />
durch die Kontrastanhebung benachbarter Bildpunkte eine höhere Schärfe simuliert. Dadurch ergibt sich nicht nur in 2D, sondern auch in 3D eine deutlich höhere Tiefenschärfe.<br />
Schritt 3: Kontraste verbessern<br />
<strong>Die</strong> Kontrastanhebung „Kontrast-Remaster“ des Sony-Blu-ray-Players analysiert die Helligkeitsbereiche des Eingangssignals und passt diese an das Kontrastoptimum an – der Bildinhalt<br />
wird dadurch zwar etwas verfremdet, dafür genießen Sie deutlich plastischere Bilder.<br />
Schritt 4: Bildrauschen mindern<br />
Durch effektive Rauschfilter („FNR“, „MNR“, „BNR“) lassen sich beeindruckend klare Ergebnisse erzielen, vorausgesetzt, dass nicht zu hohe Intensitäten gewählt werden. Da Bildrauschen<br />
durch eine Schärfe- und Kontrastanhebung oftmals stärker erkennbar ist, bieten Rauschfilter einen guten Kompromiss, die Bildruhe wiederherzustellen.<br />
Schritt 5: Farbübergänge glätten<br />
Da das HD-Material nur eine begrenzte Anzahl an Abstufungen eines Farbtons zulässt, können schnell abgestufte Übergänge entstehen. Um diesen Effekt zu vermeiden, setzt Sony auf<br />
eine Glättung von Farbverläufen. Beeindruckend: Abstufungen verschwinden, dennoch erscheint das Bild nicht weichgezeichnet. Gerade für Animationsfilme ein Muss!<br />
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Bestmögliche 3D-Qualität erleben<br />
Während die TV-Hersteller das<br />
spannende Thema rund um die<br />
greifbaren Bilder nahezu totschweigen,<br />
findet im Hintergrund eine technologische<br />
Wachablösung statt: Das benutzerfreundliche<br />
Polfilter-Verfahren stielt der komplexen<br />
Shutter-Technik zunehmend die Show.<br />
<strong>Die</strong> Unsicherheit ist groß, welcher 3D-Technologie<br />
der Vorzug gegeben werden sollte. Neben dem<br />
aktiven Shutter-Verfahren erfreut sich das passive<br />
Polfilter-System immer größerer Beliebtheit und<br />
schon jetzt lässt sich orakeln, dass letzterem die<br />
3D-Zukunft gehört.<br />
Volle Auflösung, halber 3D-Spaß<br />
Zur Einführung des 3D-Standards brachten<br />
Panasonic und Sony nur ihre absoluten<br />
Topmodelle (200-Hertz-LCD und Plasma) mit<br />
3D-Shutter-Technologie auf den Markt, was der<br />
Bildqualität sichtlich zugutekam. Da es sich bei<br />
der aktiven Shutter-Technologie um eine komplexe<br />
Abstimmung zwischen Brille und Fernseher<br />
handelt, müssen das Display und die Brillengläser<br />
exakt aufeinander abgestimmt werden<br />
und schnell umschalten, um dem Bildwechsel<br />
Rechnung zu tragen. Aufgrund des Preisdrucks<br />
integrierten allerdings immer mehr Hersteller<br />
die aktive Shutter-Technologie in günstigere<br />
Produkte, sodass das Qualitätschaos mittlerweile<br />
perfekt ist. Ohne umfangreiche Tests können Sie<br />
sich nicht mehr sicher sein, ob störende Doppelkonturen<br />
auftreten. Schlimmer noch: Mittlerweile<br />
sind nicht mehr alle 3D-Shutter-<strong>TVs</strong> in der Lage,<br />
die Full-HD-Auflösung im 3D-Betrieb aufrecht<br />
zu halten, denn die Hersteller versuchen durch<br />
Signalverarbeitungstricks und damit verbundenen<br />
Auflösungsverlusten, Doppelkonturen zu<br />
minimieren (dies gilt für LED-LCDs und Plasmas<br />
gleichermaßen). Auch aufseiten der aktiven<br />
3D-Shutter-Brillen herrscht ein Durcheinander:<br />
Manche Fernseher arbeiten über eine Infrarotkommunikation<br />
mit dem Fernseher, andere<br />
wiederum über Bluetooth – ob wirklich alle<br />
Bluetooth-Brillen untereinander kompatibel sind,<br />
„<strong>Die</strong> flimmerfreien Bilder und aus<br />
dem Kino bekannten Polfilterbrillen<br />
bringen den 3D-Genuss ohne<br />
Anstrengung ins Wohnzimmer.“<br />
darüber schweigen sich die Hersteller aus. Vorteil<br />
des Shutter-Prozesses im Vergleich zum Polfilter-<br />
Verfahren: Durch die Abdunklung der Brillengläser<br />
(entspricht einer Schwarzbildeinblendung) ist<br />
Bilder: Disney, LG, Loewe, Metz, Panasonic, Philips, Sony<br />
<strong>Die</strong> besten 3D-Fernseher für das Wohnzimmer mit Polfilter-3D-Technik<br />
Sony setzt mit der Serie KD-X9005A auf ein LCD-Panel<br />
mit UHD-4K-Auflösung und ermöglicht die volle Auflösung<br />
einer Blu-ray-3D während der 3D-Wiedergabe.<br />
Extrem scharfe 3D-Bilder dank 200-Hertz-Technik liefert<br />
Panasonics WTW60-LED-LCD-Serie. <strong>Die</strong> Bildqualität<br />
überzeugt hier auf allen Plätzen.<br />
LG aktuelles Mittelklassemodell LA8609 ist optimal dafür<br />
geeignet, helle 3D-Bilder ohne Flimmern und Doppelkonturen<br />
im Wohnzimmer zu genießen.<br />
74 | 6.2013
Aktive Shutter-3D-Technik<br />
Passive Polfilter-3D-Technik<br />
Flachbildfernseher mit aktiver<br />
Shutter-Technik liefern die<br />
Bilder für das linke und<br />
rechte Auge nacheinander.<br />
LCD-Fernseher mit echten<br />
200-Hertz-Panels ermöglichen<br />
eine ausreichend schnelle<br />
Umschaltgeschwindigkeit.<br />
Der pixelgenau aufgebrachte<br />
Polfilter polarisiert Lichtwellen<br />
zeilenweise unterschiedlich, sodass<br />
beide 3D-Bilder zeitgleich<br />
zum Betrachter gelangen – die<br />
vertikale Auflösung halbiert<br />
sich. Einzig UHD-4K-Fernseher<br />
bieten echte Full-HD-3D-<br />
Qualität.<br />
<strong>Die</strong> 3D-Shutter-Brille wird über Knopfzelle oder Akku gespeist – ohne Energie, kein 3D.<br />
Da der 3D-Fernseher die Bilder für das linke und rechte Auge nacheinander im Wechsel<br />
ausgibt, dunkeln die Brillengläser ebenfalls abwechselnd ab, damit die Bilder zum richtigen<br />
Auge gelangen. Durch das Ein- und Ausschalten der Brillengläser flimmern Lichtquellen.<br />
3D-Verfahren im Vergleich<br />
Polfilter-Brillen arbeiten passiv ohne Energiezellen. Beim Blick durch ein Brillenglas können<br />
Sie bei geringer Distanz die Bildzeilen erkennen, die für das jeweilige Auge geblockt werden.<br />
<strong>Die</strong> resultierende Zeilenstruktur ist bei Full-HD- und UHD-4K-Fernsehern gleicher<br />
Bilddia gonale nahezu identisch (es wird immer die Hälfte der Bildfläche pro Auge geblockt).<br />
Vorteile Shutter-3D (LED-LCD) Shutter-3D (Plasma) Polfilter-3D (LED-LCD)<br />
+ Meist kein Auflösungsverlust (Full-HD-3D) + Meist kein Auflösungsverlust (Full-HD-3D) + Flimmerfreies 3D<br />
+ Meist uneingeschränkter Blickwinkel + Meist uneingeschränkter Blickwinkel + Nahezu keine Geisterbilder oder Doppelkonturen<br />
+ Nahezu optimale Bewegtbildschärfe + Nahezu optimale Bewegtbildschärfe + Sehr gute Bildhelligkeit<br />
+ Doppelkonturen und Geisterbilder gering + Passive, günstige Brillen ohne Batterien oder Akkus<br />
+ Keine Synchronisation zwischen TV und Brille<br />
+ Polfilter-Brillen aus Kino verwendbar<br />
Nachteile – Umgebungslicht flimmert – Umgebungslicht flimmert – Meist kein Full-HD-3D, außer bei UHD-4K-<strong>TVs</strong><br />
– Häufig Doppelkonturen und Geisterbilder – Reduzierte Farbauflösung, Pixelrauschen – Bewegtbildschärfe nicht immer optimal<br />
– Bildhelligkeit befriedigend – Bildhelligkeit ungenügend – Display muss auf Augenhöhe ausgerichtet werden<br />
– Brillen benötigen Batterien oder Akkus – Brillen benötigen Batterien oder Akkus – Polfilter-Raster verlangt größeren Sitzabstand (3D)<br />
– 3D-Brillen teuer und nicht immer<br />
untereinander kompatibel<br />
– 3D-Brillen teuer und nicht immer<br />
untereinander kompatibel<br />
– Wird Brille vertikal zum Display ausgerichtet,<br />
dunkelt sich das Bild stark ab<br />
die Bewegtbildschärfe tadellos. Nachteil: Durch<br />
die abwechselnde Abdunklung der Brillengläser<br />
kommt es unweigerlich zum Flimmern, wenn Sie<br />
Lichtquellen betrachten, sodass sich Shutter-3D<br />
für den Wohnzimmerbetrieb disqualifiziert.<br />
Halbe Auflösung, ganzer 3D-Spaß<br />
Das Polfilter-Verfahren ist derzeit der unangefochtene<br />
Maßstab bei der 3D-Darstellung. Neben<br />
Vorteilen wie der exzellenten Bildtrennung und<br />
Bildhelligkeit, kann durch aktuelle UHD-4K-<br />
Fernseher auch die 3D-Auflösung auf Full-HD-<br />
Niveau gesteigert werden. Zwar müssen Sie<br />
sich nach wie vor auf Augenhöhe zum Display<br />
befinden, um 3D wahrnehmen zu können, doch<br />
Metz setzt ebenfalls auf das 3D-Polfilter-Verfahren und<br />
das Modell Aurus stellt die 3D-Technik beeindruckend<br />
zur Schau. Bild und Ton spielen hier aus einem Guss.<br />
die flimmerfreien Bilder und aus dem Kino bekannten<br />
(und gleichzeitig kompatiblen) Polfilterbrillen<br />
bringen den 3D-Genuss ohne Anstrengung<br />
ins Wohnzimmer. Großer Vorteil im Vergleich<br />
zur Shutter-Technologie: <strong>Die</strong> 3D-Perspektive wird<br />
durch passive Filter erzeugt, sodass der 3D-Effekt<br />
auch bei einer durchschnittlichen Signalverarbeitung<br />
des Fernsehers ansprechend zur Geltung<br />
kommt. Kleiner Nachteil: Damit 3D-Bilder bei<br />
schnellen Bewegungen nicht verwischen, sollte<br />
das LCD-Panel echte 100- oder besser 200-Hertz-<br />
Qualität aufweisen. Vier Polfilter-Brillen erhalten<br />
Sie bereits ab 18 Euro oder weniger – wer im<br />
Familienkreis 3D bestmöglich erleben möchte,<br />
kommt um die Polfilter-Technik nicht herum.<br />
<strong>Die</strong> Philips-Serie PFL7008 bietet eine tolle 3D-Darstellung<br />
zum attraktiven Preis. Ambilight und eine superflüssige<br />
Filmbildwiedergabe machen das 3D-Erlebnis komplett.<br />
Achtung: UHD-4K-Fernseher ermöglichen zwar<br />
eine echte Full-HD-Auflösung für jedes Auge<br />
im 3D-Betrieb, das Polfilter-Raster bleibt aber<br />
gut sichtbar. Im Vergleich zur 2D-Darstellung<br />
sollten Sie den Sitzabstand etwas erhöhen, um das<br />
Zeilenraster unkenntlich zu gestalten.<br />
3D ohne Brille noch keine Alternative<br />
Zweifelsfrei wird die (noch ferne) 3D-Zukunft<br />
einmal brillenlos sein, betrachtet man aber die aktuellen<br />
Nachteile der brillenlosen 3D-Fernseher,<br />
fällt es sehr schwer, bereits heute eine Empfehlung<br />
auszusprechen. Im Vergleich zu den 3D-Systemen<br />
mit Brille ist der 3D-Effekt nur schwach erkennbar,<br />
die Auflösung für jedes Auge ist deutlich<br />
geringer und die Sitzplatzabhängigkeit immens.<br />
Passiv schlägt aktiv<br />
Der Markt der Flachbildfernseher ist im Wandel,<br />
denn mit Panasonic und Sony haben dieses<br />
Jahr zwei Shutter-3D-Befürworter der ersten<br />
Stunde die hauseigenen LED-LCD-Topmodelle<br />
mit Polfilter-Technik ausgestattet und durch<br />
die ultrahochauflösende UHD-4K-Technik ist<br />
sogar Full-HD-3D-Qualität erreichbar. Bei den<br />
Konsumenten kommen die flimmerfreien, hellen<br />
3D-Bilder ohne störende Doppelkonturen ohnehin<br />
gut an, sodass der 3D-Alternative Shutter<br />
langfristig gesehen endgültig das Aus droht.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
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In fremde Welten abtauchen mit<br />
3D-Blu-rays<br />
Heimlich, still und leise füllen sich die<br />
Blu-ray-Regale mit 3D-Fassungen<br />
bekannter Spielfilme und mehr und<br />
mehr Regisseure entdecken die Möglichkeiten<br />
der dritten Dimension für eine noch inten-<br />
sivere, glaubhaftere Darstellung. Auch wenn<br />
das Thema 3D derzeit von vielen Herstellern<br />
nahezu totgeschwiegen wird, so ist es doch im<br />
Kino in aller Munde und für Filmfans gibt es<br />
mittlerweile keinen Grund mehr, auf die zusätzliche<br />
Bildtiefe zu verzichten. Welcher Film<br />
den Neukauf lohnt und welche 3D-Fassung<br />
nichts weiter als eine leicht verbesserte 2D-<br />
Version darstellt, zeigt unser Test.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
Alice im Wunderland<br />
„Alice im Wunderland“<br />
wurde in 2D gedreht<br />
und erst nachträglich<br />
in 3D konvertiert, was<br />
man dem Material<br />
aber kaum ansieht.<br />
Der räumliche Effekt<br />
ist zu Beginn äußerst<br />
zaghaft, das Wunderland<br />
profitiert vom<br />
3D-Effekt aber derart<br />
stark, dass Sie diese<br />
Abenteuerreise nie wieder<br />
in 2D werden antreten wollen. Zwar fehlt es dem<br />
Titel an extremen Effekten, doch allein die Plastizität<br />
der meist farbenfrohen Zauberwelt, die Szenen mit<br />
der Grinsekatze und der pompöse Endkampf mit dem<br />
Drachen rechtfertigen den Aufpreis zur 2D-Fassung.<br />
Beim Kontrast und der Bildschärfe bieten neuere Titel<br />
aber noch mehr.<br />
Avatar<br />
Der Titel, der die 3D-<br />
Revolution auslösen<br />
sollte, hat genau das<br />
Gegenteil bewirkt:<br />
„Avatar“ bietet einen<br />
derart fehlerfreien,<br />
natürlichen, aber zugleich<br />
beeindruckenden<br />
3D-Effekt, dass es selbst<br />
neuere Produktionen<br />
schwer haben, diesen<br />
Status zu erreichen. Der<br />
Ausflug nach Pandora<br />
ist auch deshalb so unnachahmlich gelungen, weil die<br />
Darsteller durch computeranimierte Figuren ersetzt<br />
wurden und das Ganze deshalb wie aus einem Guss<br />
wirkt. Wie bei einem Animations-Trickfilm gehen die<br />
einzelnen Ebenen praktisch nahtlos ineinander über.<br />
Kommt es zum Kampf, heißt es den Kopf einzuziehen:<br />
<strong>Die</strong>sen Film muss man in 3D gesehen haben!<br />
Marvel‘s The Avengers<br />
Für eine derart teure<br />
Produktion hätte man<br />
eine echte 3D-Aufnahme<br />
erwarten dürfen,<br />
doch das Produktionsteam<br />
drehte den<br />
Clash der <strong>Super</strong>helden<br />
ganz traditionell in 2D.<br />
Dennoch profitiert auch<br />
„Marvel‘s The Avengers“<br />
von der nachträglichen<br />
3D-Konvertierung<br />
und bietet eine<br />
gesteigerte Bildtiefe. Anfangs muss man schon genau<br />
hinschauen, um die bessere Räumlichkeit zu erkennen<br />
(Szenen zu dunkel), gegen Ende gibt es dann aber<br />
kein Halten mehr. Je mehr in New York zu Bruch geht,<br />
desto stärker kann der 3D-Effekt Eindruck schinden.<br />
Wer einmal mit Iron Man durch eine Großstadt fliegen<br />
wollte, ist bei diesem Film goldrichtig aufgehoben.<br />
3D-Tiefe und Popout-Effekt<br />
<strong>Die</strong> erste Grafik zeigt den Tiefeneffekt: <strong>Die</strong> Sehstrahlen verlaufen nahezu parallel und kreuzen sich erst hinter der<br />
Bildfläche. Je weiter die beiden Perspektiven voneinander entfernt liegen, desto stärker ist der Tiefeneffekt. Als Resultat<br />
sehen wir 3D-Bilder, die in den Fernseher hineinragen, man spricht auch von einer positiven Parallaxe. Sollen Objekte<br />
aus dem Fernseher herausragen (Popout-Effekt), müssen die Bilder zueinander verschoben werden, sodass sich die Sehstrahlen<br />
vor der Bildfläche kreuzen (negative Parallaxe). Durch die Schielstellung der Augen können Schwindelgefühle<br />
auftreten, weshalb Popout-Effekte meist nur zurückhaltend angewendet werden.<br />
Der Hobbit<br />
Nach „Avatar“ die aufwändigste<br />
3D-Produktion<br />
aller Zeiten. Im<br />
Gegensatz zum großen<br />
Vorbild hält sich Regisseur<br />
Peter Jackson mit<br />
extremen 3D-Effekten<br />
zurück und präsentiert<br />
stattdessen eine angenehme<br />
räumliche Tiefe,<br />
die insbesondere die<br />
Landschaft Neuseelands<br />
in ungekannter Qualität<br />
zeigt. Im Gegensatz zur ruckelfrei ablaufenden Kinofassung<br />
mit 48 Bildern pro Sekunde wartet die Blu-ray<br />
nur mit 24 Bildern pro Sekunde auf. Wer das originale<br />
Hobbit-3D-Gefühl nachstellen möchte, sollte deshalb<br />
die Filmglättung am 3D-Fernseher aktivieren. Dann<br />
werden selbst die hektischen Kamerafahrten im Reich<br />
der Goblins zu einem Heidenspaß.<br />
Bilder: 20th Century Fox, Disney, Paramount, Sony Pictures, Warner<br />
76 | 6.2013
Hugo<br />
Martin Scorceses<br />
Beitrag zum 3D-<br />
Kino ist etwas ganz<br />
Besonderes, denn der<br />
Film versprüht seine<br />
ganze Magie erst in<br />
der 3D-Fassung und<br />
macht auch inhaltlich<br />
eine Menge her. Was als<br />
kindliches Abenteuer<br />
beginnt, entwickelt<br />
sich (wenn auch<br />
zuweilen etwas zäh)<br />
zur allumfassenden Geschichte über das Kino selbst.<br />
<strong>Die</strong> künstlichen Computereffekte erscheinen in 3D<br />
weniger störend als in 2D, zudem laden Details mit<br />
enormer Raumwirkung zum Entdecken ein. Zuweilen<br />
überstrapaziert Scorcese den 3D-Effekt, weshalb sich<br />
kurzzeitiges Unwohlsein einschleichen kann und der<br />
Druck auf die Augen zunimmt.<br />
i, Robot<br />
Alte Filmklassiker in<br />
3D neu zu erleben, ist<br />
oftmals ein erhabenes<br />
Gefühl, im Falle von<br />
„i, Robot“ können wir<br />
aber keine Empfehlung<br />
aussprechen. Ohne<br />
Frage hat dieser Film<br />
seine Vorzeigemomente,<br />
doch lassen sich<br />
diese an einer Hand<br />
abzählen. Augenscheinlich<br />
bereitete es den<br />
Produzenten große Probleme, durch die Unschärfen<br />
und dunklen Bildkompositionen der 2D-Version beeindruckende<br />
3D-Effekte zu kreieren. Ein ums andere<br />
Mal wird der 3D-Fan auf die nächste Szene vertröstet,<br />
sodass sich am Ende des Films ein unbefriedigender<br />
Gesamteindruck einstellt. <strong>Die</strong> Räumlichkeit wirkt<br />
zuweilen sogar unnatürlich.<br />
Life Of Pi<br />
Das Drama ist sperriger<br />
und anspruchsvoller<br />
erzählt, als ein<br />
Actionspektakel wie<br />
„Avatar“ oder „Der<br />
Hobbit“. Was den<br />
3D-Effekt anbelangt, so<br />
macht „Life Of Pi“ aber<br />
kein anderer Film etwas<br />
vor, denn hier ist die<br />
zusätzliche Räumlichkeit<br />
Teil des Filmkonzepts.<br />
Sämtliche Szenen<br />
wurden mit 3D-Kameras gedreht und diesen Aufwand<br />
sieht man. Auch der computeranimierte Tiger sowie<br />
die Weiten des Meeres sind derart eindrucksvoll in<br />
Szene gesetzt, dass man diesem Abenteuer in 3D<br />
vollkommen erliegt. <strong>Die</strong> Räumlichkeit ist zu jeder Zeit<br />
natürlich – nur in 3D erhalten Sie das beklemmende<br />
Gefühl, in einer aussichtslosen Situation zu stecken.<br />
Pina<br />
Wim Wenders‘<br />
Liebeserklärung an<br />
Pina Bausch und das<br />
Tanztheater Wuppertal<br />
ist eine extrem ausgefeilte<br />
3D-Produktion,<br />
die Ihren Fernseher<br />
in eine Theaterbühne<br />
verwandelt. Zugleich<br />
zeigt „Pina“ die Vorund<br />
Nachteile einer<br />
3D-Produktion. Positiv:<br />
Der 3D-Effekt ist derart<br />
stark, dass Sie in wirklich jeder Szene eine immense<br />
Räumlichkeit wahrnehmen und die Darsteller mitten<br />
auf der Bühne hautnah in extremer Detailschärfe erleben<br />
dürfen. Negativ: <strong>Die</strong> Belastung für die Augen der<br />
Zuschauer ist deutlich höher als bei einem Kinofilm.<br />
Wandern Tänzer vom Hinter- in den Vordergrund,<br />
nimmt der Druck auf die Augen zu.<br />
Prometheus<br />
Ridley Scotts Vorgeplänkel<br />
zur „Alien“-<br />
Trilogie mag inhaltlich<br />
viele Antworten<br />
schuldig geblieben sein,<br />
die 3D-Aufnahmen<br />
des Science-Fiction-<br />
Neustarts versöhnen<br />
dagegen. So wirken die<br />
beklemmenden Gänge<br />
im Raumschiff und in<br />
den Höhlen noch etwas<br />
bedrohlicher, die 3D-<br />
Holografien noch authentischer. Durch die düsteren<br />
Bilder und eintönige Farbpalette bleiben die Bilder<br />
aber weniger im Gedächtnis haften als bei anderen<br />
Produktionen, was den subjektiven 3D-Eindruck etwas<br />
schmälert. Wer über einen 3D-Fernseher mit Polfiltertechnik<br />
verfügt, ist aufgrund der höheren Bildhelligkeit<br />
klar im Vorteil.<br />
The Amazing Spider-Man<br />
Sony galt als einer der<br />
größten Befürworter<br />
der 3D-Technik<br />
und was könnte es<br />
Schöneres geben, als<br />
mit Spider-Man in<br />
3D durch Hochhausschluchten<br />
zu hangeln?<br />
Was „The Amazing<br />
Spider-Man“ allerdings<br />
an 3D-Effekten bietet<br />
ist derart spärlich, dass<br />
sich selbst die verhältnismäßig<br />
günstige Blu-ray-3D-Fassung nicht lohnt.<br />
Statt weit in die Ferne blicken zu dürfen, erspähen Sie<br />
nur einen Hauch von räumlicher Tiefe. Zwar mag man<br />
zur Verteidigung der Produzenten heranziehen, dass<br />
der Film in 2D erstellt und erst nachträglich konvertiert<br />
wurde, doch auch hier bieten andere vergleichbare<br />
Produktionen durchweg mehr.<br />
Titanic<br />
Kann man das vermutlich<br />
größte Filmepos<br />
aller Zeiten einer<br />
jüngeren Kinogeneration<br />
schmackhaft<br />
machen? Man kann,<br />
zumindest wenn man<br />
James Cameron heißt<br />
und mit „Avatar“ den<br />
3D-Hit schlechthin<br />
produziert hat. <strong>Die</strong><br />
3D-Konvertierung von<br />
„Titanic“ ist mindestens<br />
auf gleichem Level anzusiedeln, denn Sie werden zu<br />
keiner Zeit das mittlerweile stattliche Alter der Produktion<br />
bemerken. Im 16 : 9-Vollbildformat präsentiert<br />
sich „Titanic“ in einer Referenzbildqualität und absolut<br />
natürlichen Räumlichkeit, wie man sie nur selten zu<br />
Gesicht bekommt. Selbst in den düsteren Szenen des<br />
Films lässt der 3D-Effekt keine Sekunde nach.<br />
Tron Legacy<br />
„Tron Legacy“ sollte<br />
ausschließlich in 3D<br />
bestaunt werden,<br />
denn die gigantischen<br />
16:9-Vollbildsequenzen<br />
in IMAX-Qualität<br />
setzen Maßstäbe im<br />
Bildbereich. Leider sind<br />
diese Augenöffner rar<br />
gesät, was sich auch in<br />
unserer 3D-Wertung<br />
niederschlägt. <strong>Die</strong><br />
Räumlichkeit ist häufig<br />
(absichtlich) niedrig gewählt, sodass Sie kaum einen<br />
Unterschied zur 2D-Fassung erkennen. Schaltet das<br />
Bild vom Kinobalkenformat 21 : 9 auf 16 : 9 um, scheint<br />
sich die räumliche Tiefe dagegen bis zum Horizont<br />
auszudehnen. <strong>Die</strong> knalligen Farben sorgen für exzellente<br />
Bildkontraste und die Actionsequenzen rauben<br />
Ihnen ein ums andere Mal den Atem.<br />
Der Zauberer von Oz<br />
<strong>Die</strong> Idee, die Geschichte<br />
in Schwarz-Weiß-Optik<br />
und einem winzigen<br />
Bildausschnitt starten<br />
zu lassen, ist zwar<br />
kreativ, weshalb aber<br />
gleich zu Beginn<br />
auf 3D gesetzt wird,<br />
erschließt sich uns<br />
nicht. Im Zauberland<br />
Oz angekommen protzt<br />
die 3D-Produktion<br />
durch außerordentlich<br />
räumliche Effekte, die in ihrer Intensität zuweilen<br />
schwindelerregende Ausmaße annehmen, aber zum<br />
Glück nur selten anstrengend wirken. Neben vielen Effekten<br />
mit hoher räumlicher Tiefe dürfen Sie sich auch<br />
auf Popout-Effekte freuen. <strong>Die</strong> Kombination aus realen<br />
Darstellern und hemmungsloser Computeroptik stört<br />
häufig: <strong>Die</strong> Schauspieler wirken wie Fremdkörper.<br />
Der räumliche Effekt ist derart gering, dass ein Neukauf selbst bei attraktiven Preisen für die Blu-ray-3D-Fassung nicht lohnt.<br />
Für Fans des Films ist diese Fassung ein Muss, wer bereits die normale 2D-Fassung besitzt, sollte aber abwägen.<br />
<strong>Die</strong> 3D-Fassung bereichert den Film ungemein. Wer einmal diese Version bestaunt hat, wird sich nie wieder mit der 2D-Fassung zufriedengeben.<br />
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Bolt<br />
Dass sich Animationsfilme<br />
hervorragend für<br />
die dritte Dimension<br />
eignen zeigt „Bolt“.<br />
Kann man sich an den<br />
plastischen Fellstrukturen,<br />
der tollen<br />
Bildschärfe und der<br />
kontrastreichen Optik<br />
bereits in 2D kaum<br />
sattsehen, baut der<br />
Film in 3D eine noch<br />
größere Sogwirkung<br />
auf. Allerdings lassen sich in 3D die Bildtricks der Macher<br />
auch leichter ausmachen: Statt einer unendlichen<br />
räumlichen Tiefe erwarten Sie gemalte Hintergründe,<br />
die das Abschweifen in den Hintergrund nahezu unmöglich<br />
machen und eher wie bemalte Pappaufsteller<br />
wirken. Hamster Dino sorgt mit seiner rollenden Kugel<br />
dagegen ein ums andere Mal für 3D-Showeffekte.<br />
Coraline<br />
Für eine Alterseinstufung<br />
ab 6 Jahren ist<br />
„Coraline“ erfrischend<br />
abgedreht und gruselig<br />
geraten, gerade in 3D<br />
könnte der Film für die<br />
Jüngsten zu viel des Guten<br />
sein. Statt auf computeranimierte<br />
Figuren<br />
setzen die Macher auf<br />
Stop-Motion-Technik,<br />
d. h. jede Bewegung<br />
besteht aus unzähligen<br />
aneinandergereihten Fotos. <strong>Die</strong> 3D-Qualität darf<br />
als Referenz bezeichnet werden: Der Film setzt die<br />
räumliche Tiefe und Popout-Effekte äußerst intelligent<br />
ein, um die Unterschiede zwischen realer Welt und<br />
Traumwelt zu verdeutlichen. Vorsicht: <strong>Die</strong> normale<br />
Blu-ray-Version wird mit Rot-Grün-Brillen ausgeliefert–<br />
achten Sie auf das echte Blu-ray-3D-Zeichen!<br />
<strong>Die</strong> Legende der Wächter<br />
„<strong>Die</strong> Legende der<br />
Wächter“ ist fotorealistisch<br />
und düster<br />
gehalten, weshalb der<br />
Film auch Erwachsene<br />
anspricht. <strong>Die</strong><br />
3D-Fassung macht das<br />
Flugerlebnis komplett:<br />
Natürlich und dennoch<br />
mit einer enormen Tiefenstaffelung<br />
versehen,<br />
zeigt „<strong>Die</strong> Legende der<br />
Wächter“, was die 3D-<br />
Technik möglich macht. Der Flug durch einen Strudel<br />
von Wassertropfen gehört zu den unumstrittenen<br />
Highlights und sollte von wirklich jedem Filmfan einmal<br />
in 3D bestaunt werden. Das schwindelerregende<br />
Niveau kann der Film durch die meist düstere Optik<br />
und zuweilen kahlen Landschaften zwar nicht durchweg<br />
halten, dennoch reicht es zur Kaufempfehlung.<br />
Drachenzähmen leicht ...<br />
Wer glaubt, dass Animationsfilme<br />
nur Kindern<br />
Freude bereiten,<br />
sollte sich dieses Werk<br />
einmal zu Gemüte<br />
führen. <strong>Die</strong> Geschichte<br />
ist packend erzählt und<br />
die Wendung gegen<br />
Ende überraschend.<br />
Der Flug über den<br />
Wolken wird erst in 3D<br />
zum überwältigenden<br />
Erlebnis und mit „Drachenzähmen<br />
leicht gemacht“ erhalten Sie einmal mehr<br />
ein echtes Argument für die noch junge Technik. Der<br />
Tiefeneffekt kommt zuweilen einer Achterbahnfahrt<br />
gleich. Sehr schön: Trotz der plastischen Bildsprache<br />
wurde auf unnötige Showeffekte verzichtet und über<br />
die gesamte Lauflänge erwartet Sie ein äußerst angenehmes<br />
3D-Erlebnis.<br />
Findet Nemo<br />
Eigentlich würde man<br />
bei einem computeranimierten<br />
Film annehmen,<br />
dass der 3D-Effekt<br />
zum Standardrepertoire<br />
gehört, doch „Findet<br />
Nemo“ kam vor der<br />
3D-Welle in die Kinos<br />
und erblickte somit in<br />
bester 2D-Qualität das<br />
Licht der Welt. <strong>Die</strong> nun<br />
nachträglich erfolgte<br />
3D-Konvertierung ist<br />
glücklicherweise kaum von einer echten 3D-Produktion<br />
zu unterscheiden und die mustergültige Bildqualität<br />
der Disc (Schärfe und Kontrast auf Referenzniveau)<br />
macht aus Ihrem Flachbildfernseher ein Aquarium.<br />
3D-Höhepunkte gibt es bei dieser Disc zuhauf, gleichzeitig<br />
wird die Räumlichkeit nie überstrapaziert und<br />
der Zuschauer nicht überfordert.<br />
<strong>Die</strong> Hüter des Lichts<br />
Glauben Sie an den<br />
Weihnachtsmann, den<br />
Osterhasen, den Sandmann<br />
oder die Zahnfee?<br />
Im Film „<strong>Die</strong> Hüter<br />
des Lichts“ werden<br />
gleich alle Figuren auf<br />
die Welt der Menschen<br />
losgelassen und neben<br />
der sympathischen<br />
Story fasziniert vor<br />
allem der effektvolle,<br />
aber gleichzeitig<br />
natürliche 3D-Effekt. Hier können Sie den Blick vom<br />
Vorder- in den Hintergrund schweifen lassen, ohne<br />
einen Qualitätsabfall wahrzunehmen und zuweilen<br />
setzen Popout-Effekte Akzente, um das Mittendringefühl<br />
zu steigern. Einmal mehr beweist Dreamworks<br />
Animation, dass 3D eine echte Bereicherung für das<br />
Filmerlebnis darstellen kann.<br />
Geisterbilder und Doppelkonturen<br />
Entgegen der allgemeinen Annahme sind Doppelkonturen<br />
nicht auf einer Blu-ray-3D-Disc vorhanden, dort<br />
liegen immer zwei strikt getrennte Bilder für das linke<br />
und rechte Auge vor. Geisterbilder entstehen erst, wenn<br />
die Trennung der beiden Perspektiven durch die 3D-Brille<br />
nicht exakt erfolgt, was bei vielen Shutter-Brillen der<br />
Fall ist. Polfilterbrillen ermöglichen dagegen eine sehr<br />
präzise Trennung, sodass nahezu keine Doppelkonturen<br />
auftreten, allerdings müssen Sie exakt auf Augenhöhe<br />
zum Fernseher sitzen. Provoziert werden Doppelkonturen<br />
häufig durch extreme 3D-Perspektiven, d. h. wenn<br />
die Bilder für das linke und rechte Auge vergleichsweise<br />
weit auseinanderliegen.<br />
Bilder: Disney, Paramount, Sony Pictures, Studiocanal, Universal, Warner<br />
78 | 6.2013
Ich einfach unverbesserlich<br />
Lange Zeit galt dieser<br />
Film als Vorzeigeobjekt<br />
in Sachen 3D und<br />
selbst nach heutigen<br />
Maßstäben zählt „Ich<br />
einfach unverbesserlich“<br />
zur 3D-Referenz.<br />
Selbst wenn Sie die<br />
2D-Version bestaunen,<br />
werden Sie die extra für<br />
3D erstellten Szenen<br />
schnell ausfindig machen:<br />
Neben gnadenlos<br />
hervorstechenden Details sind es die enorm scharfen<br />
Bilder samt gigantischer Tiefenwirkung, die den Filmspaß<br />
auf ein höheres Level heben und der 3D-Fassung<br />
klar den Vorzug geben. Wenn Geschosse auf Sie<br />
zukommen oder eine Achterbahnfahrt für ungeahnte<br />
Adrenalinschübe sorgt, dann wissen Sie, dass sich die<br />
3D-Investition mehr als ausgezahlt hat.<br />
Merida<br />
Eine Fahrt nach Schottland<br />
können Sie sich<br />
nach dem Bestaunen<br />
dieses Animationsfilms<br />
fast sparen, denn Pixar<br />
zaubert detailverliebte<br />
und ausufernde 3D-<br />
Landschaften auf den<br />
Fernseher, sodass die<br />
Disc fast als Dokuhighlight<br />
durchgehen<br />
könnte. <strong>Die</strong> Figuren<br />
sind im Gegensatz zu<br />
den Tieren deutlich comichafter gestaltet, Haare wie<br />
Kleidung wurden aber noch nie zuvor deart natürlich<br />
in Szene gesetzt. <strong>Die</strong> Macht der Bilder erschließt sich<br />
erst beim Anblick der 3D-Fassung, wenn Irrlichter<br />
zum Greifen nah erscheinen, man den Einschlag der<br />
Pfeile förmlich spüren kann und sich besagte Landschaften<br />
Schottlands bis zum Horizont erstrecken.<br />
Nightmare Before Christmas<br />
Wie „Caroline“ ist<br />
„Nightmare Before<br />
Christmas“ ein<br />
Film, der auf echte<br />
Puppenfiguren und<br />
Sets statt Computeroptik<br />
setzt. Aufgrund<br />
des hohen Alters der<br />
Produktion wurde der<br />
3D-Effekt nachträglich<br />
erzeugt und trotz der<br />
düsteren Optik, sind<br />
einzelne Ebenen klar<br />
auszumachen, ohne einen scherenschnittartigen Effekt<br />
hervorzurufen. Im Gegensatz zu aktuellen Filmen kann<br />
die Bildqualität aber nicht mehr ganz Schritt halten<br />
und Kamerafahrten wirken oft unruhiger. Zudem<br />
zeigen einige Hintergründe Unschärfen und mindern<br />
die wahrgenommene Tiefe, plakative Popout-Effekte<br />
sind so gut wie nicht vertreten.<br />
Oben<br />
Dass Pixar das Handwerk<br />
des Geschichtenerzählens<br />
versteht,<br />
beweist „Oben“ gerade<br />
in den ersten Minuten.<br />
<strong>Die</strong> humorvolle und<br />
gleichzeitig traurige<br />
Vorgeschichte zu<br />
Carls Höhenflug ist<br />
bis heute die beste<br />
Filmeinleitung, die<br />
das Animationsgenre<br />
hervorgebracht hat. Der<br />
3D-Effekt bereichert dabei die inhaltliche Darstellung,<br />
so ist das drohende Unheil beim Balanceakt auf einem<br />
brüchigen Holzbalken in der 3D-Version praktisch<br />
spürbar. Im späteren Verlauf zieht die Bildtiefe über<br />
den Wolken und inmitten der Natur in ihren Bann, im<br />
Vergleich zu „Merida“ sind Figuren und Umgebungen<br />
aber deutlich schlichter gehalten.<br />
ParaNorman<br />
Vorsicht, diese Zombies<br />
beißen! Wer vor abgetrennten<br />
Gliedmaßen<br />
und derben Zombiespäßen<br />
nicht Reißaus<br />
nimmt, ist bei dieser<br />
im Kern einfühlsamen<br />
Geschichte genau<br />
richtig – für Kinder<br />
ist dieser Film aber<br />
definitiv zu gruselig!<br />
Wie „Coraline“ und<br />
„Nightmare Before<br />
Christmas“ schwelgt „ParaNorman“ in ausladenden<br />
Miniatursets mit liebevoll gestalteten Puppenfiguren.<br />
Ganze 60 Spiegelreflexkameras vom Schlage einer<br />
Canon EOS 5D MKII kamen zum Einsatz, um 400 000<br />
Einzelbilder aufzunehmen. Sehenswerte Computereffekte<br />
bereichern das 3D-Erlebnis gerade beim dramatischen<br />
Finale. 3D-Herz, was wünschst du dir mehr?<br />
Ralph reichts<br />
Es ist fast schon<br />
beängstigend, mit<br />
welcher Souveränität<br />
3D-Animationsfilme<br />
den Filmmarkt<br />
bereichern und „Ralph<br />
reichts“ bietet hier<br />
keine Ausnahme. Der<br />
natürliche und räumliche<br />
Effekt untermalt<br />
die kunterbunte Reise<br />
durch die unterschiedlichen<br />
Spielautomaten<br />
und vom handfesten Shooter bis zum Rennspiel wird<br />
hier alles aufgefahren, was das 3D-Erlebnis aufwerten<br />
könnte. Schade nur, dass Disney im Gegensatz zur<br />
inhaltlichen Ausrichtung beim 3D-Effekt diesmal<br />
übervorsichtig agiert. Häufig muss man schon genau<br />
hinschauen, um die Vielzahl der unterschiedlichen<br />
Ebenen auszumachen.<br />
Rapunzel<br />
Dass sich die Qualität<br />
der 3D-Effekte nicht<br />
unbedingt an einem<br />
Filmstudio festmachen<br />
lässt, sieht man an<br />
Disneys „Rapunzel“<br />
eindrucksvoll. Hier<br />
wird nicht gekleckert,<br />
sondern geklotzt: <strong>Die</strong><br />
räumliche Tiefe ist<br />
vom ersten bis zum<br />
letzten Bild beeindruckend<br />
und selbst die<br />
Charaktere versprühen eine physische Dimension.<br />
Rapunzels langes Haar kommt der 3D-Präsentation<br />
dabei selbstredend entgegen und der wuchtige Auftritt<br />
des Pferdes Maximus samt Verfolgungsjagd ist nur<br />
ein 3D-Anspieltipp von vielen. Hier stimmt von der<br />
Bildschärfe, über den Detailgrad bis zum Bildkontrast<br />
schlichtweg alles.<br />
Sammys Abenteuer<br />
Das Cover macht es<br />
deutlich: <strong>Die</strong>ser Film<br />
sollte ausschließlich<br />
mit 3D-Brille geschaut<br />
werden. Regisseur Ben<br />
Stassen produzierte anfangs<br />
mit 3D-Effekten<br />
gespickte Kurzfilme für<br />
IMAX-Kinos und das<br />
sieht man „Sammys<br />
Abenteuer“ deutlich an.<br />
Ob nahezu unendliche<br />
Tiefen oder effektvolle<br />
Popout-Effekte, dieser Film zelebriert die 3D-Momente.<br />
Im Gegensatz zu „Findet Nemo“ findet das<br />
Geschehen hierbei nicht nur im Fernseher, sondern<br />
direkt vor Ihren Augen statt. Dennoch eine Warnung:<br />
Für Kinder ist dieser Film in 3D des Guten zuviel und<br />
selbst Erwachsene werden sich schwer tun, die 3D-<br />
Brille permanent auf der Nase zu lassen.<br />
<strong>Die</strong> Abenteuer von Tim und ...<br />
Gerade nach einem<br />
3D-Overkill wie<br />
„Sammys Abenteuer“<br />
ist eine Weltreise mit<br />
Tim und seinem treuen<br />
Hund Struppi genau<br />
das Richtige, um die<br />
Augen zu entspannen.<br />
Während der Kinofilm<br />
für Kinder zu realistisch<br />
und für Erwachsene zu<br />
comichaft geraten ist,<br />
kann die Bildqualität<br />
auf ganzer Linie punkten. <strong>Die</strong> 2D-Qualität ist dabei<br />
derart überragend, dass sich der 3D-Effekt kaum in<br />
Szene setzen kann und das, obwohl sämtliche Szenen<br />
in 3D gefilmt und nachträglich in Computergrafiken<br />
konvertiert wurden. Einzig bei der Verfolgungsjagd<br />
gegen Ende des Films kann sich die Räumlichkeit der<br />
Bilder ansprechend ausdehnen.<br />
Der räumliche Effekt ist derart gering, dass ein Neukauf selbst bei attraktiven Preisen für die Blu-ray-3D-Fassung nicht lohnt.<br />
Für Fans des Films ist diese Fassung ein Muss, wer bereits die normale 2D-Fassung besitzt, sollte aber abwägen.<br />
<strong>Die</strong> 3D-Fassung bereichert den Film ungemein. Wer einmal diese Version bestaunt hat, wird sich nie wieder mit der 2D-Fassung zufriedengeben.<br />
www.hdtvmagazin.com 79
Disney-Klassiker<br />
in HD-Qualität<br />
Immer mehr Disney-Klassiker stehen auf<br />
Blu-ray erstmalig in HD-Qualität bereit<br />
und Disney scheute weder Kosten noch Mühen<br />
und Zeit, um selbst über 70 Jahre alte Zeichentrickfilme<br />
fit für das neue Jahrtausend zu<br />
machen. Ganz gleich, für welchen Film Sie sich<br />
entscheiden, in einer besseren Qualität als auf<br />
Blu-ray haben Sie Disneys Zeichentrickfilme<br />
noch nie gesehen. Unsere Kurzbeschreibungen<br />
geben Ihnen zusätzliche Einblicke in die Bildund<br />
Tonqualität und informieren über das<br />
Bildformat und die Synchronfassung – nicht<br />
immer entsprechen diese dem Original!<br />
CHRISTIAN TROZINSKI<br />
101 Dalmatiner<br />
„101 Dalmatiner“<br />
überrascht durch einen<br />
unverwechselbaren Zeichentrickstil.<br />
Während<br />
andere Filme etwas von<br />
ihrem früheren Charme<br />
eingebüßt haben, zeigt<br />
sich „101 Dalmatiner“<br />
fast unbeeindruckt<br />
von den Nachbearbeitungen,<br />
lediglich die<br />
Fahrzeuge fallen durch<br />
3D-Modelle etwas aus<br />
dem Rahmen. An das hohe Alter der Filmproduktion<br />
erinnern das 4 : 3-Bildformat samt schwarzen Balken<br />
(kein Disney-View) und leichte Unruhen bei den<br />
Konturen. Der Ton vermag durch Raumklang und gute<br />
Sprachverständlichkeit zu überzeugen. Erfrischend:<br />
<strong>Die</strong> Charaktere nehmen kaum ein Blatt vor den Mund,<br />
die deutsche Erstsynchro fehlt aber leider.<br />
Aladdin<br />
Das Märchen aus<br />
Tausendundeiner Nacht<br />
präsentiert sich auf den<br />
ersten Blick spartanisch:<br />
Simple Bildmenüs und<br />
fehlende Extras sorgen<br />
für Abzüge in der<br />
B-Note. <strong>Die</strong> Restaurierung<br />
des Bildes<br />
gelang dagegen bei den<br />
Figuren erstklassig, die<br />
poppigen Farben sorgen<br />
für einen dreidimensionalen<br />
Effekt. Den Hintergründen mangelt es teilweise<br />
an Details, dafür wirken die Animationen butterweich.<br />
Der Film liegt im 16 : 9-Format vor, die Bildfläche wird<br />
bis auf kleine Balken oben und unten komplett gefüllt.<br />
Dynamisch und klar verständlich präsentieren sich<br />
Dialoge, Effekte und Musik. Leider wurden einige Textpassagen<br />
des Originals sprachlich weichgespült.<br />
Arielle die Meerjungfrau<br />
Einer die meistgeliebten<br />
Disney-Filme erscheint<br />
im September in einer<br />
luxuriösen Diamond-<br />
Edition auf Blu-ray.<br />
Kantendetails, Farben<br />
und Bildruhe dieses<br />
1989 produzierten<br />
Trickfilms dürften<br />
kaum Wünsche offenlassen.<br />
Behutsame 3D-<br />
Animationen sorgen<br />
für ansehnliche Effekte.<br />
Durch das 16 : 9-Format können Sie im Vollbild in<br />
die Tiefen des Meeres abtauchen. Beim Ton erwartet<br />
Sie eine Überraschung: Neben der aktuellen Synchro<br />
liefert Disney auch die deutsche Synchro von 1989!<br />
Einziger Wermutstropfen: Im Vergleich zur 7.1-Abmischung<br />
der aktuellen Tonspur fällt die in Stereo<br />
vorliegende 1989er-Variante weniger räumlich aus.<br />
<strong>Vorschau</strong><br />
Bambi<br />
Der unerwartete<br />
emotionale Höhepunkt<br />
mitten im Film verfehlt<br />
auch nach über 70<br />
Jahren seine Wirkung<br />
nicht. Der Zahn der<br />
Zeit ist an „Bambi“ aber<br />
nicht spurlos vorübergegangen:<br />
Manche Kamerafahrt<br />
wirkt ebenso<br />
unruhig wie herangezoomte<br />
Hintergründe.<br />
Dafür präsentieren<br />
sich die Figuren detailliert und farbenfroh. Durch das<br />
4 : 3-Format müssen Sie mit schwarzen Balken links<br />
und rechts leben, Disney-View wurde nicht integriert.<br />
Dem Ton merkt man das hohe Alter stärker an: Mono<br />
statt Surround und Stimmen fehlt es an Volumen.<br />
Zudem ist nur die neuere deutsche „Kitsch“-Synchro<br />
enthalten – besser auf Englisch schauen!<br />
Das Dschungelbuch<br />
„Probier’s mal mit Gemütlichkeit,<br />
mit Ruhe<br />
und Gemütlichkeit“:<br />
Zum Glück nahm sich<br />
Disney den Song bei<br />
der HD-Bearbeitung<br />
des Films nicht zu sehr<br />
zu Herzen, sondern<br />
setzte alle Hebel in<br />
Bewegung, um die<br />
Bild- und Tonqualität<br />
aktuellen Standards anzugleichen.<br />
Kontroversen<br />
wird das 16 : 9-Bildformat auslösen: Im Vergleich<br />
zur 4 : 3-Fassung zeigt die Blu-ray-Version weniger<br />
Bildinformationen im oberen und unteren Bildbereich,<br />
füllt dafür aber die komplette Bildfläche aus. Das<br />
Dschungelbuch wurde 1967 bereits im Stereotonformat<br />
produziert, sodass Sie sich auf einen überzeugenden,<br />
wenn auch unspektakulären Raumklang freuen dürfen.<br />
<strong>Vorschau</strong><br />
<strong>Die</strong> Schöne und das Biest<br />
Den schaurig düsteren<br />
Look des Originals<br />
erreicht die Neufassung<br />
nicht mehr ganz, denn<br />
Disney bearbeitete die<br />
Farben kräftig nach<br />
(der Film erscheint<br />
durchgängig warm),<br />
und hellte dunkle Bereiche<br />
auf. Das beflügelt<br />
die Sichtbarkeit von<br />
Details, geht aber zulasten<br />
der Atmosphäre.<br />
<strong>Die</strong> Figuren sind traumhaft animiert (nur Gesichter<br />
wirken nicht immer natürlich) und 3D-Effekte, wie die<br />
Tanzszene im Ballraum des Schlosses, lassen den Film<br />
selbst gegen neuere Produktionen bestehen. Durch<br />
das 16 : 9-Format bleibt kein Bildpunkt des Fernsehers<br />
ungenutzt. <strong>Die</strong> erweiterten Szenen verwirren durch<br />
andere Sprecher, an zwei Stellen enden Sätze abrupt.<br />
Dornröschen<br />
Dass ein Zeichentrickfilm<br />
nach über einem<br />
halben Jahrhundert<br />
nicht zum alten Eisen<br />
gehört, beweist „Dornröschen“<br />
auf Blu-ray.<br />
Der Film wurde im<br />
extremen <strong>Super</strong>breitbildformat<br />
für<br />
Kinoleinwände erstellt,<br />
sodass die restaurierten<br />
Hintergründe einen<br />
Panorama-Charme<br />
versprühen. Nachteil für Besitzer von Flachbildfernsehern:<br />
Der Bildinhalt wird von gigantischen schwarzen<br />
Balken oben und unten eingerahmt. Aus dem<br />
Stereotonformat zauberte Disney eine gute Mehrkanaltonspur,<br />
wenngleich man der Produktion das hohe<br />
Alter anmerkt. Vorsicht: Mit dem Gebrüder-Grimm-<br />
Märchen hat diese Verfilmung nur wenig zu tun!<br />
Bilder: Disney<br />
80 | 6.2013
Dumbo<br />
„Dumbo“ merkt man<br />
deutlich an, dass das<br />
Original bereits viele<br />
Jahrzehnte auf dem<br />
Buckel hat. Insbesondere<br />
der Ton kann<br />
durch den Mono-<br />
Charakter und die<br />
flachen Stimmen wenig<br />
Pluspunkte sammeln.<br />
<strong>Die</strong> Synchro vermittelt<br />
zudem nicht das Flair<br />
der Originalfassung.<br />
Das Bild präsentiert sich im 4 : 3-Format, wird durch<br />
Disney-View aber stark aufgewertet. <strong>Die</strong> Farben zeigen<br />
sich einmal mehr kunterbunt, die zahlreichen 3D-<br />
Animationen wirken nicht immer passend, sorgen aber<br />
für ruckelfreie Animationen. Künstlerisch mutig: <strong>Die</strong><br />
ausladende Traumsequenz mit rosa Elefanten während<br />
Dumbos ungewollt beschwipster Phase.<br />
Der Glöckner von Notre Dame<br />
Als einer der wenigen<br />
Disney-Titel erhielt<br />
„Der Glöckner von<br />
Notre Dame“ eine<br />
Alterseinstufung ab 6<br />
Jahren und dies völlig<br />
zu Recht: Hier wird das<br />
Böse vergleichsweise<br />
eindimensional präsentiert,<br />
die Darstellung<br />
der Kirche dürfte dabei<br />
nicht allen Zuschauern<br />
gefallen. Bild und Ton<br />
zeigen sich in tadelloser Qualität, einzig minimale<br />
Artefakte und weichgezeichnete Computereffekte<br />
trüben den HD-Genuss. <strong>Die</strong> Blu-ray-Neuauflage bleibt<br />
dem Original ohne überbordende Farbenpracht treu<br />
und trumpft durch ein balkenfreies 16 : 9-Format und<br />
echten Mehrkanalklang auf. <strong>Die</strong> Dynamik wird insbesondere<br />
zum dramatischen Finale voll ausgespielt.<br />
Disney-View<br />
Ohne „Disney-View“ stechen bei den Filmklassikern<br />
die durch das 4 : 3-Bildformat entstehenden schwarzen<br />
Randbalken deutlich hervor.<br />
Der König der Löwen<br />
Mit „Der König der<br />
Löwen“ schrieb Disney<br />
Mitte der 1990er<br />
Kinogeschichte. <strong>Die</strong><br />
Blu-ray-Version basiert<br />
auf der IMAX-Fassung<br />
und zeigt kleinere Detailfehler<br />
(z. B. fehlende<br />
Wolkenformation bei<br />
Mufasas Erscheinung).<br />
<strong>Die</strong> zusätzliche Szene<br />
der erweiterten DVD-<br />
Filmfassung kann auf<br />
Blu-ray nur als Extra angewählt werden. <strong>Die</strong> makellose<br />
Animationsqualität verfehlt aber dennoch ihre Wirkung<br />
nicht, so zeigt sich die dramatische Gnuherden-<br />
Massenszene in bis dato ungekannter Qualität. Im<br />
balkenfreien 16 : 9-Format präsentiert sich „Der König<br />
der Löwen“ in bester Bildschärfe. Soundtrack, Stimmen<br />
und Effekte sind gerade im Heimkino ein Erlebnis.<br />
Mulan<br />
Einer der am meisten<br />
unterschätzten Disney-<br />
Filme der 1990er<br />
gehört in jede gute<br />
Blu-ray-Sammlung. Der<br />
Zeichenstil ist bis heute<br />
unverwechselbar, die<br />
Bild- und Animationsqualität<br />
nahezu<br />
makellos. Wie bei „Der<br />
König der Löwen“ setzt<br />
Disney auf 3D-Computerberechnung,<br />
um eine<br />
Massenschlacht zu inszenieren. Durch eine trickreiche<br />
Wendung bleibt diese aber komplett jugendfrei, was<br />
auch die gnädige Altersempfehlung erklärt. Im balkenfreien<br />
16 : 9-Format weiß das Bild zu beeindrucken, der<br />
Klang setzt aber nochmals einen drauf. Derart dynamisch<br />
und mit direktionalen Effekten gespickt, präsentieren<br />
sich selbst neuere Produktionen nur selten.<br />
Mit den <strong>neuen</strong> Überblendungen ist der übrig bleibende<br />
Bildausschnitt dagegen kein Störfaktor mehr. Bei Filmstart<br />
können Sie „Disney-View“ optional aktivieren.<br />
Abhängig vom Bildinhalt ändern sich sowohl Helligkeit<br />
als auch Farbe des eingeblendeten Rahmens. Häufig<br />
variieren sogar die Muster passend zum Film.<br />
Pinocchio Schneewittchen und die ...<br />
„Pinoccio“ zeigt, dass<br />
auch die beste Restaurierung<br />
die Zeit nicht<br />
zurückdrehen kann:<br />
<strong>Die</strong> Farben leuchten,<br />
die Konturen sind<br />
scharf gezeichnet, die<br />
Animationen hervorragend<br />
und dennoch nagt<br />
an der Blu-ray-Fassung<br />
der Zahn der Zeit. So<br />
ist das Bild etwas unruhiger<br />
als bei aktuellen<br />
Titeln und die Filmbilder füllen durch das 4 : 3-Format<br />
nicht den gesamten Bildschirm aus. Immerhin haben<br />
Sie die Möglichkeit, „Disney View“ hinzuzuschalten.<br />
Das hohe Alter merkt man der Produktion vor allem<br />
beim Ton an, sodass weder an den Raumklang noch<br />
an die Stimmwiedergabe zu hohe Erwartungen gestellt<br />
werden sollten. Leider fehlt die deutsche Erstsynchro.<br />
Der Filmklassiker, mit<br />
dem alles begann: 1937<br />
brachte Disney den<br />
ersten abendfüllenden<br />
Zeichentrickfilm nach<br />
bekanntem Strickmuster<br />
in die Kinos. <strong>Die</strong><br />
Aufarbeitung des Bildes<br />
gelang hinsichtlich<br />
Schärfe und Kontrast<br />
vorbildlich, leicht<br />
ruckelige Kamerafahrten,<br />
die nicht ganz<br />
perfekte Bildruhe und das 4 : 3-Format („Disney View“<br />
verfügbar) lassen den Titel aber nostalgisch erscheinen.<br />
Beim Ton gibt es keine Überraschungen, denn das<br />
Geschehen findet meist zentriert im Frontbereich statt.<br />
Auf die originale deutsche Synchronfassung müssen<br />
„Schneewittchen“-Fans leider verzichten – durch die<br />
modernere Synchro verliert der Film etwas an Charme.<br />
Susi und Strolch<br />
Wie „Dornröschen“<br />
zeigt sich „Susi und<br />
Strolch“ in gigantischer<br />
Panoramaoptik: Das<br />
XXL-21 : 9-Format zeigt<br />
die detailverliebten<br />
Hintergründe bis zum<br />
letzten Bildpunkt, was<br />
aber riesige schwarze<br />
Balken im oberen und<br />
unteren Bereich auf<br />
16 : 9-Fernsehern bedingt.<br />
Dennoch präsentiert<br />
sich der Film in erstaunlicher Bildqualität, neben<br />
den leuchtenden Farben gehören die Animationen<br />
der Figuren zum Maßstab der Zeichentricktechnik.<br />
<strong>Die</strong> Tonqualität ist durch die 3-Kanal-Stereovorlage<br />
rundum gelungen, Fans wird es allerdings stören, dass<br />
die deutsche Originalsynchro nicht auf der Diamond-<br />
Edition zu finden ist.<br />
Im Gegensatz zu aktuellen Produktionen sind Bild und Ton nicht mehr auf der Höhe der Zeit, dennoch die bislang beste Fassung.<br />
Bis auf kleinere technische Makel und einen nicht vollends überzeugenden Raumklang weiß die Neufassung auch aus heutiger Sicht zu überzeugen.<br />
<strong>Die</strong>ser Film macht selbst im Heimkino eine Menge her und beweist, wie zeitlos Zeichentrickfilme sein können. Ein Muss für jeden Filmfan!<br />
www.hdtvmagazin.com 81
Echtes 4K<br />
auf Blu-ray?<br />
Bis in allen Wohnzimmern UHD-4K-<br />
Bilder in vollem Glanz erstrahlen, wird<br />
noch viel Zeit ins Land gehen, Sonys<br />
„Mastered in 4K“-Blu-rays sollen daher als<br />
Appetitanreger herhalten. Doch sind sie besser<br />
als die bereits erhältlichen Blu-ray-Fassungen?<br />
Zunächst einmal sei Folgendes festgehalten:<br />
UHD-4K, im allgemeinen Sprachgebrauch auch<br />
„Ultra HD“ genannt, liefert 3 840 x 2 160 Pixel<br />
bzw. knapp über 8 Millionen Bildpunkte pro<br />
Einzelbild. Wir sprechen hier also von der vierfachen<br />
Auflösung einer herkömmlichen Blu-ray<br />
mit Full-HD-Auflösung. Sony Pictures veröffentlicht<br />
zunächst ausgewählte Blu-ray Titel unter<br />
dem Label „Mastered in 4K“, hierfür wurden<br />
Filmklassiker noch einmal digitalisiert und in<br />
der hohen 4K-Auflösung gemastered. Das heißt<br />
aber nicht, dass auch die UHD-4K-Auflösung<br />
auf der Disc zu finden ist: <strong>Die</strong> Blu-ray-Scheiben<br />
entsprechen weiterhein dem ganz normalen, aktuellen<br />
Standardformat, das auf jedem BD-Player<br />
abgespielt werden kann. Sie bieten also lediglich<br />
die normale Full-HD-Auflösung, weshalb das<br />
UHD-4K-Material nach dem Mastering-Prozess<br />
auf die üblichen zwei Millionen Bildpunkte<br />
herunter gerechnet werden muss.<br />
Altbekanntes in <strong>neuen</strong> Kleidern<br />
Auf dem Papier gibt es so einige Argumente, die<br />
für eine Neuveröffentlichung sprechen. Zunächst<br />
einmal wäre da die optimierte Kantenschärfe, die<br />
selbst nach dem Herunterrechnen der UHD-4K-<br />
Bilder noch erkennbar ist, was aber natürlich<br />
vom Quellmaterial abhängt. Theoretisch dürfte<br />
hier also generell eine Verbesserung eintreten,<br />
zumal sich die höheren Bit-Raten der „Mastered<br />
in 4K“-Blu-rays (ähnlich Sonys „<strong>Super</strong>bit“-Reihe<br />
auf DVD) deutlich von den Datenraten der<br />
Standardveröffentlichungen abheben – gut 7 bis<br />
10 Megabit pro Sekunde und insgesamt 5 bis 10<br />
Gigabyte mehr pro Film reserviert Sony allein für<br />
das Bild. Da sich der maximale Speicher der Bluray-Disc<br />
natürlich nicht erhöht, entfernte Sony<br />
Pictures sämtliches Bonusmaterial (ähnlich wie<br />
20th Century Fox dies schon bei der „Avatar“-<br />
Blu-ray praktizierte), damit die gesamte Bandbreite<br />
für das Bild und den Ton genutzt werden<br />
kann. Nachteil für Filmfans: Auf die erweiterten<br />
Filmfassungen muss ebenfalls verzichtet werden,<br />
weshalb Sie z. B. bei den Filmen „Total Recall“<br />
und „Illuminati“ ausschließlich die kürzeren<br />
Kinofassungen serviert bekommen.<br />
Wo liegen die Unterschiede?<br />
Ein 4K-Mastering-Prozess ist seit Langem nichts<br />
Neues mehr. Viele ältere Filme werden in 4K<br />
restauriert und auf Blu-ray veröffentlicht. Auch<br />
neuere Filme erhalten bereits von Anfang an ein<br />
4K-Master, damit ihnen die derzeit bestmögliche<br />
Bildqualität innewohnt. Bei den „Mastered in<br />
4K“-Blu-rays handelt es sich also nicht um eine<br />
Revolution, sondern eher um eine Evolution<br />
– das Versprechen, den derzeit technisch bestmöglichen<br />
Qualitätsanspruch zu erfüllen. Laut<br />
Sony Pictures sollen die „Mastered in 4K“-Discs<br />
perfekt dafür geeignet sein, um von den hauseigenen<br />
UHD-4K-Fernsehern auf die höhere<br />
Auflösung hochskaliert zu werden. Unsere Tests<br />
ergaben allerdings, dass die zusätzliche Aktivierung<br />
des Bildreglers „Mastered 4K“ (nur bei<br />
Sonys UHD-4K-Fernsehern vorhanden) einzig<br />
einen marginalen Zugewinn an Schärfe bringt<br />
und seltsamerweise das Bild in manchen Szenen<br />
weichgezeichneter erscheint, als ohne Einsatz des<br />
Bildreglers. Wer von den „Mastered in 4K“-Blurays<br />
somit echte UHD-4K-Bildschärfe erwartet,<br />
dürfte enttäuscht werden. Ganz und gar nicht<br />
enttäuschend fällt die Bildqualität der Discs<br />
ungeachtet der Pixelanzahl aus: Nahezu jeder<br />
Film bietet das Optimum in Sachen Detailschärfe<br />
und Bildkontrast und die Discs liefern sogar<br />
einen erweiterten Farbraum, sodass ausgewählte<br />
Farbtöne noch plastischer erscheinen. Unsere<br />
Analyse am HDMI-Bildmessgerät ergab,<br />
dass Bildinformationen äußerst selten mit den<br />
erweiterten Farbraumdaten versehen wurden,<br />
technisch reizt Sony mit den „Mastered in 4K“-<br />
Blu-rays das technisch derzeit Machbare aber<br />
vollkommen aus. Anders als es Sony vermarktet,<br />
lohnen sich die Discs nicht nur für Besitzer von<br />
UHD-4K-Fernsehern, sondern auch für Besitzer<br />
von Full-HD-Fernsehern, denn sämtliche<br />
Verbesserungen sind mit der herkömmlichen<br />
Full-HD-Technik erkennbar. Wir wollten es aber<br />
genauer wissen und verglichen die erhältlichen<br />
„Mastered in 4K“-Filme mit den Blu-ray-Erstveröffentlichungen.<br />
CHRISTIAN TROZINSKI, FALKO THEUNER<br />
Das bedeutet „Mastered in 4K“<br />
Sonys digitale Filmkamera F65 und auch bewährte analoge<br />
Filmkameras zeichnen Inhalte in einer UHD-4K-<br />
Bildqualität auf.<br />
Sonys Filmstudio kümmert sich um die Nachbearbeitung:<br />
Für die „Mastered in 4K“-Blu-rays wurden Farben<br />
und Kontraste nochmals optimiert.<br />
Für die Blu-ray-Fassung wird die UHD-4K-Auflösung<br />
auf Full-HD-Niveau reduziert, der erweiterte Farbraum<br />
der Kinofassung bleibt aber annähernd erhalten.<br />
Bilder: Auerbach Verlag, Sony, Sony Pictures<br />
82 | 6.2013
Ghostbusters<br />
Gleich zu Beginn die<br />
erste Überraschung:<br />
„Ghostbusters“<br />
erstrahlt in kräftigen,<br />
aber zugleich<br />
natürlichen Farben,<br />
vorbei die Zeiten der<br />
nostalgischen magenta<br />
verfärbten Bilder. In<br />
Sachen Detailschärfe<br />
legt die neue Fassung<br />
ebenfalls zu, der Bildkontrast<br />
wurde an einigen<br />
Stellen angehoben und Bildrauschen minimiert.<br />
Durch minimale Unterschiede beim Bildformat zeigt<br />
die „Mastered in 4K“-Fassung ein paar mehr Bildinformationen.<br />
Insgesamt kein Unterschied wie Tag<br />
und Nacht, die mit Abstand beste Fassung und ein<br />
Pflichtprogramm für alle Filmfans ist die „Mastered<br />
in 4K“-Edition dennoch.<br />
Glory<br />
Gleich der nächste<br />
Filmklassiker, der von<br />
uns eine uneingeschränkte<br />
Empfehlung<br />
erhält. Bildrauschen<br />
wurde bei dieser<br />
erneuten Blu-ray-<br />
Auflage deutlich<br />
reduziert, gleichzeitig<br />
weisen Bilddetails eine<br />
klarere Struktur auf.<br />
Das merkt man nicht<br />
nur bei den beeindruckenden<br />
Massenszenen, sondern auch bei Gesichtern<br />
in Großaufnahme. Es wirkt, als wäre ein Schleier vom<br />
Bild verschwunden. Farbabweichungen im Vergleich<br />
zur ersten Blu-ray-Fassung sind minimal, teilweise<br />
zeigen sich Farbtöne sogar etwas zurückhaltender. <strong>Die</strong><br />
Unterschiede beim Bildausschnitt sind nur im Standbild<br />
auszumachen.<br />
Illuminati<br />
Nein, „Illuminati“<br />
enttäuscht keinesfalls<br />
in Sachen Bild, die erste<br />
Blu-ray-Fassung war jedoch<br />
schon derart gut,<br />
dass die „Mastered in<br />
4K“-Edition keine Akzente<br />
mehr setzt. Selbst<br />
im Standbildvergleich<br />
sind Unterschiede<br />
kaum erkennbar. Am<br />
ehesten sind noch<br />
Kontrastunterschiede<br />
auszumachen, wobei die neue Fassung das Bildrauschen<br />
dadurch minimal betont. Farblich gefällt uns die<br />
„normale“ Blu-ray-Version besser, denn die „Mastered<br />
in 4K“-Variante driftet des Öfteren in einen Magentafarbton<br />
ab. Böser Schnitzer: In einer Szene sind die<br />
Markierungen des Filmsets erkennbar – diese wurden<br />
bei der normalen Blu-ray-Fassung rausretuschiert.<br />
Karate Kid Spider-Man 1&2<br />
Und wieder ein Fall<br />
von: <strong>Die</strong> erste Blu-ray-<br />
Fassung war bereits zu<br />
gut, sodass ein Neukauf<br />
nicht lohnt. Farbtöne<br />
wurden neu angepasst,<br />
Kontraste leicht verändert<br />
– welche Fassung<br />
uns besser gefällt, können<br />
wir aber dennoch<br />
nicht sagen. „Karate<br />
Kid“ ist ein gutes Beispiel,<br />
wie detailgetreu<br />
Filme selbst bei einer geringeren Datenrate und einem<br />
eingeschränkten Farbraum auf Blu-ray konvertiert<br />
werden können. <strong>Die</strong> „Mastered in 4K“-Fassung ist der<br />
alten Version zwar technisch überlegen, erkennbar<br />
sind diese Fortschritte aber nicht. Der Bildausschnitt<br />
der Neufassung unterscheidet sich bis auf wenige<br />
Bildpunkte nicht von der Erstfassung.<br />
<strong>Die</strong> „Mastered in 4K“-<br />
Editionen der ersten<br />
beiden Teile erreichen<br />
das Bildniveau<br />
des Neustarts „The<br />
Amazing Spider-<br />
Man“ zwar nicht,<br />
Vorteile im Vergleich<br />
zur ersten Blu-ray-<br />
Veröffentlichung<br />
sind aber erkennbar.<br />
So zeigt sich das<br />
Bildrauschen angenehm<br />
minimiert und<br />
die Detailschärfe<br />
verbessert, was zu „mehr Durchblick“ verhilft. Unterschiede<br />
beim Kontrast und den Farben sucht man<br />
hingegen häufig vergebens. Sollten Sie „Spider-Man“<br />
und „Spider-Man 2“ noch nicht besitzen, greifen Sie<br />
am besten gleich zur „Mastered in 4K“-Edition.<br />
Taxi Driver<br />
Wer glaubt, dass „Taxi<br />
Driver“ den Neukauf<br />
ebenso lohnt wie<br />
„Ghostbusters“ und<br />
„Glory“, der irrt: Weder<br />
bei den Bilddetails<br />
noch bei den Farben<br />
oder dem Kontrast sind<br />
klare Unterschiede erkennbar,<br />
sodass sich ein<br />
Neukauf auch für Fans<br />
des Films nicht rechnet.<br />
Selbst im Standbildvergleich<br />
fällt es schwer, Unterschiede ausfindig zu<br />
machen, die den Aufpreis rechtfertigen – zu gut war<br />
bereits die erste Blu-ray-Fassung des Filmklassikers<br />
gelungen. Wer genau hinschaut, erkennt immerhin<br />
eine marginale Detailnachschärfung und in Details<br />
angepasste Farbtöne – doch wer schaut sich diesen<br />
Film schon als Standbild an?<br />
The Amazing Spider-Man<br />
Angesichts der tollen<br />
Bildqualität der bereits<br />
erhältlichen Blu-ray-<br />
Fassung überrascht es,<br />
dass die „Mastered in<br />
4K“-Version nochmals<br />
zulegen kann. Vorteile<br />
bei den Bilddetails sind<br />
sowohl in den Totalen<br />
als auch in den Nahaufnahmen<br />
erkennbar –<br />
mehr Details offenbaren<br />
sich nicht, doch sind<br />
Objekte in der Ferne klarer erkennbar und Sie können<br />
die Blicke noch weiter in den Hintergrund schweifen<br />
lassen. Unterschiede bei Farben und Kontrasten sind<br />
nicht auszumachen, dafür sehen Sie ein paar Bildzeilen<br />
mehr. Da die 3D-Version des Films fehlt, gibt es von<br />
uns keine uneingeschränkte Empfehlung, die beste Fassung<br />
ist die „Mastered in 4K“-Variante dennoch.<br />
Total Recall<br />
<strong>Die</strong> Neuverfilmung<br />
von „Total Recall“<br />
hatte in unserem<br />
Test einen besonders<br />
schweren Stand, denn<br />
neben der „Mastered in<br />
4K“-Edition lagen uns<br />
auch Bildausschnitte<br />
der echten UHD-4K-<br />
Version vor. Ganz klar:<br />
Gegen letztere ist diese<br />
Edition chancenlos,<br />
denn man merkt, dass<br />
trotz „Mastered in 4K“ nur Full-HD-Auflösung geboten<br />
wird. Auch im Vergleich zur noch jungen ersten<br />
Blu-ray-Auflage sind die Bildunterschiede zu minimal,<br />
um einen Neukauf zu rechtfertigen. Trotzdem macht<br />
die Bild- und Tonqualität des Films ungeachtet der<br />
Version jedem Heimkino alle Ehre, Bildkontrast und<br />
Bildschärfe sind nahezu makellos.<br />
World Invasion: Battle Los ...<br />
Und noch ein Film,<br />
bei dem die erste Bluray-Fassung<br />
bereits<br />
so gut war, dass sich<br />
die „Mastered in 4K“-<br />
Edition nicht in Szene<br />
setzen kann. Marginal<br />
wärmere Bilder sowie<br />
kaum erkennbare Unterschiede<br />
beim Bildausschnitt<br />
sind noch<br />
die augenfälligsten<br />
Unterschiede zwischen<br />
den beiden Versionen. Weder bei den Farben, noch<br />
beim Bildkontrast oder der Detailschärfe konnten wir<br />
Vorteile durch die Neufassung ausmachen und auch<br />
der abschließende Standbildvergleich brachte keinen<br />
eindeutigen Sieger hervor. Ein Bild- und Tonspektakel<br />
erwartet Sie aber natürlich auch in dieser „Mastered in<br />
4K“-Edition.<br />
Tolle Bild- und Tonqualität aber keine Steigerung zur bereits erhältlichen Blu-ray-Fassung erkennbar – lohnt den Neukauf nicht!<br />
Unterschiede bei Farben und der Detailschärfe sind im direkten Vergleich erkennbar – für Filmfans und Besitzer von XXL-<strong>TVs</strong> ist diese Fassung die erste Wahl.<br />
Verbesserte Farben, Kontraste und ein ruhigeres Bild lohnen den Neukauf allemal. So gut sah keine Fassung zuvor aus!<br />
www.hdtvmagazin.com 83
Star Trek<br />
Into Darkness<br />
Es ist J. J. Abrams letzter Film, bevor er<br />
sich an die siebte Episode von „Star<br />
Wars“ heranwagt. <strong>Die</strong> Fortsetzung<br />
der erfolgreichen Wiederbelebung des „Star<br />
Trek“-Franchise. <strong>Die</strong> Crew der Enterprise<br />
muss sich einem der beliebtesten Antagonisten<br />
überhaupt stellen. Und dieser wird<br />
auch noch vom gerade sehr angesagten<br />
„Sherlock“-Darsteller Benedict Cumberbatch<br />
gespielt. Was könnte unterhaltsamer sein?<br />
Ein völlig weißer Planet mit extrem roter<br />
Vegetation zum Beispiel, der das Auge des<br />
Zuschauers völlig überraschend trifft und<br />
ihn erst einmal fragen lässt, ob er überhaupt<br />
im richtigen Film sitzt. Genau dies erwartet<br />
das Publikum nämlich direkt zu Anfang<br />
des vorliegenden „Star Trek“-Teils. Ein paar<br />
demonstrativ in die Kamera geworfene Speere<br />
zeigen das Potenzial des 3D-Effekts und Spocks<br />
(Zachary Quinto) Schicksal verschlägt ihn in<br />
das Innere eines aktiven Vulkans, der kurz vor<br />
seinem Ausbruch steht. Der Prolog hat bereits<br />
vieles, was andere Mainstream-Filme noch<br />
nicht einmal in ihrer Gänze vorweisen können:<br />
Exotik, Rasanz, Witz und Dramatik. Er macht<br />
die Beziehungen der im ersten Teil „neu“<br />
eingeführten Charaktere untereinander deutlich<br />
und zeigt z. B., dass es zwischen Spock und<br />
Uhura (Zoe Saldana) nicht mehr allzu gut steht.<br />
Erst nach dieser kurzen, aber spektakulären<br />
Inventur der aktuellen Gegebenheiten beginnt<br />
die eigentliche Handlung. Kirk (Chris Pine)<br />
wird wegen seines unüberlegten Verhaltens die<br />
Befehlsgewalt über die Enterprise entzogen und<br />
ein geheimnisvoller Attentäter legt Sprengsätze<br />
in einer geheimen Abteilung der Sternenflotte.<br />
Einen fatalen Terroranschlag später macht<br />
sich Kirk als verdeckter Ermittler auf, um den<br />
Terroristen auf dem Planeten Klingon dingfest<br />
zu machen und zu eliminieren. Da dies als<br />
kriegerischer Akt gegen die Klingonen gewertet<br />
werden könnte, müssen er und seine Freunde<br />
mit äußerster Vorsicht vorgehen. Daher besteht<br />
ein wesentlicher Teil des Plans darin, eine<br />
völlig neue Form von Raketen mit an Bord zu<br />
„Der Prolog hat bereits vieles, was<br />
andere Filme noch nicht einmal in<br />
ihrer Gänze vorweisen können:<br />
Exotik, Rasanz, Witz und Dramatik.“<br />
nehmen, die eine unbekannte Zerstörungskraft<br />
besitzen könnten und nach Admiral Marcus<br />
Beschreibung zufolge, nicht ortbar sind. Mit<br />
ihnen soll der extrem gefährliche Terrorist zur<br />
Aufgabe gezwungen werden, da sie ihn sonst<br />
eliminieren würden. Doch können Kirk und die<br />
Bilder: Paramount Home<br />
84 | 6.2013
„Sherlock“-Darsteller Benedict Cumberbatch spielt<br />
hier den zwilichtigen Charakter Khan<br />
Spock (Zachary Quinto) und Kirk (Chris Pine)<br />
können sich mal wieder nicht leiden<br />
Enterprise-Familie wirklich einen wildfremden<br />
Menschen exekutieren, ohne diesen zwielichtigen<br />
Mordauftrag zu hinterfragen? Und was genau<br />
sind das für merkwürdige Raketen, die sich<br />
nun an Bord der Enterprise befinden und eine<br />
potenzielle Gefahr für alle darstellen? Genau<br />
diese Fragen spalten die Crew in verschiedene<br />
Lager und dürften auch den Zuschauer auf eine<br />
moralische Probe stellen. Es ist dem abwechslungsreichen<br />
Skript von Alex Kurtzman und<br />
Roberto Orci sowie den vielen wechselnden<br />
Handlungsorten zu verdanken, dass der Film<br />
ein Science-Fiction-Abenteuer in seiner reinsten<br />
Form bietet. Haarsträubende Situationen<br />
im Weltall und auf fremden Planeten folgen auf<br />
urkomische Dialogsequenzen und Spannungsgeladene<br />
Wortgefechte zwischen Kirk und seinem<br />
Erzfeind Spock … Ach nein, das ist ja sein<br />
bester Kumpel, mit dem er sich während des<br />
gesamten Films streitet, als wäre Spock seine<br />
Star Trek Into Darkness von Paramount Home, ab 12. September auf Blu-ray.<br />
Ehefrau. Der Antagonist hört selbstverständlich<br />
auf den einsilbigen und daher sehr gut, sehr laut<br />
zu schreienden Namen: KHAN! Oder sollten<br />
wir lieber im rachelüsternen Ton ausrufen:<br />
„KHHHAAAAAAAAAAN!“<br />
Und tatsächlich lässt der britische Shootingstar<br />
Benedict Cumberbatch die frühere Khan-Interpretation<br />
durch Ricardo Montalban ganz schön<br />
alt aussehen. Mit seiner Coolness und seiner<br />
undurchsichtigen Art schafft er es glatt, das Publikum<br />
um den kleinen Finger zu wickeln. Gewieft<br />
tänzelt er zwischen dem düsteren Helden<br />
mit tragischer Vergangenheit und dem ebenfalls<br />
düsteren Schurken, dessen Genialität zum<br />
Verhängnis aller werden könnte. Erst am Ende<br />
gerät das Ganze aus den Fugen und die filmisch<br />
komplexe Konstruktion bricht in sich zusammen,<br />
was sehr tragisch ist. Das finale Kapitel ist<br />
nämlich ausgesprochen linear und ideenlos, so<br />
als wären alle guten Ideen bereits aufgebraucht<br />
gewesen. Selbst die Action vermag an dieser<br />
Stelle keine Überraschung mehr aus dem Hut<br />
zu zaubern, weshalb ein leicht unzufriedenstellendes<br />
Gefühl zurück bleibt. Den Blu-ray-Kauf<br />
bereut man trotzdem nicht, denn insgesamt<br />
gibt es einfach zu viele witzige, gutaussehende<br />
und spannende<br />
Stellen in diesem<br />
Film, als dass<br />
man ihn als<br />
schlecht empfinden<br />
könnte.<br />
Weiter so J. J.!<br />
FALKO THEUNER<br />
www.hdtvmagazin.com 85
Fast & Furious 6<br />
Antagonist Shaw (Luke Evans) ist eine ernsthafte Bedrohung<br />
für Dom und sein Team<br />
Das Team um Dom<br />
(Vin <strong>Die</strong>sel) el) und Brian<br />
(Paul Walker) ist nach wie vor auf<br />
der Flucht vor dem Gesetz und sehnt<br />
sich mehr als alles andere nach einem richtigen<br />
Zuhause. Da kommt das Friedensangebot<br />
von Geheimagent Hobbs (Dwayne Johnson)<br />
genau richtig. <strong>Die</strong>ser garantiert ihnen volle<br />
Schuldfreiheit, wenn sie ihm bei der Jagd nach<br />
dem Kopf einer Verbrecherbande helfen, deren<br />
meisterhafte Autofahrer einzig und allein auf<br />
der Straße besiegt werden können.<br />
Allen voran macht der Mastermind Shaw<br />
(Luke Evans) mit seinem „Flip-Car“ von sich<br />
reden. Regisseur Justin Lin ist dabei sehr stolz<br />
auf seinen <strong>neuen</strong> Bösewicht, wie er begeistert<br />
berichtet: „In ‚Fast 5‘ (2011) wurde der Code, das<br />
Familienthema und die Loyalität zum Synonym<br />
für die Charaktere. Zu diesem Zeitpunkt<br />
empfand ich es so, dass viele der bisherigen<br />
Antagonisten einfach nur dazu da waren, den<br />
Plot voran zu treiben. Daher hat es mir sehr viel<br />
Spaß<br />
bereitet, eite<br />
t, einen en Gegner zu kreieren, ren,<br />
der<br />
Dom (Vin <strong>Die</strong>sel) wirklich herausfordern kann<br />
mit einer vollwertigen Philosophie. Als wir also<br />
darüber nachdachten, was für ein Auto er fahren<br />
würde, sagte ich, dass ich nicht glaube, er würde<br />
einfach nur ein Auto modifizieren. Ich denke,<br />
im übertragenen Sinne würde er einfach seinen<br />
ganz eigenen Wagen komplett selber bauen.“ Und<br />
dieser Wagen hat es in sich, denn er kann andere<br />
Autos zum Überschlag zwingen. Doch wie kam<br />
es eigentlich zu dieser abstrakten und alles andere<br />
als gewöhnlichen Designidee? „Es begann mit<br />
einer theoretischen Diskussion, die dazu führte,<br />
es wortwörtlich zu nehmen. Ich dachte mir, wenn<br />
Dom und seine Crew Autos modifizieren, wäre es<br />
doch großartig, wenn der Antagonist auftauchen<br />
und sie zerstören würde, indem er sie ‚auf den<br />
Kopf stellt’. Als ich das im übertragenem Sinne<br />
sagte, dachte ich kurz darüber nach und sagte,<br />
warum diesen Ansatz eigentlich nicht wortwörtlich<br />
nehmen? Lasst uns schauen, ob ein Auto ein<br />
anderes umschmeißen kann. Ich erinnere mich<br />
Bilder: Universal Home, Stock.xchng<br />
86 | 6.2013
<strong>Die</strong>smal werden schwere Geschütze aufgefahren: Sowohl der Panzer als auch Shaws Flip Car (rechts oben)<br />
lassen es auf der Straße so richtig krachen. Doms Team lässt sich davon nicht einschüchtern.<br />
noch gut, wie ich mit Dennis<br />
sprach, ihm die Aufgabe übertrug<br />
und er mit den ersten Skizzen<br />
zurückkam. Es sollte ein<br />
Mercedes SUV werden, samt<br />
einer angebrachten Rampe. Als<br />
ich das sah, dachte ich nur „Oh<br />
Mann! Ich weiß, dass du eine<br />
Menge Arbeit da rein gesteckt<br />
hast, aber es fühlt sich einfach<br />
nicht richtig an.“ Also sagte<br />
ich: „Schau mal, der Film wird<br />
in Europa spielen, warum orientieren<br />
wir uns nicht einfach<br />
an einem em Formel-1-Wagen?“ In seinen Augen sah<br />
ich, wie<br />
es „Klick!“ machte. Das SUV-Auto war<br />
der helle Wahnsinn. nn Dann ging ich zum Mittag<br />
und als ich in mein Büro zurückkehrte, hatte er<br />
bereits einen <strong>neuen</strong> Entwurf basierend auf dem<br />
F1-Modell und das ist es dann auch geworden. Es<br />
hat ihn drei Stunden gekostet, es zu entwerfen.<br />
Nachdem es „Klick“ gemacht hatte, konnte er es<br />
sofort bauen“, so Lin.<br />
Der Panzer<br />
Eine weitere große Sequenz ist eine Verfolgungsjagd<br />
mit einem Panzer, der am Drehort die komplette<br />
Straße zerstört hat. <strong>Die</strong>se Szene war aus<br />
verschiedenen Gründen eine der schwierigeren,<br />
wie der Regisseur weiter erklärt: „Wir verursachten<br />
rund eine Million Dollar Schaden. Aber wir<br />
hatten Glück. An einem Punkt der Produktion<br />
entwickelte ich eine Szene, wo ich einen Panzer<br />
aus dem Piccadilly Circus herauskommen<br />
lassen wollte. Natürlich wäre es uns nie möglich<br />
gewesen, das wirklich am echten Schauplatz<br />
in London zu drehen, weshalb wir drauf und<br />
dran waren, Piccadilly in den Longcross Studios<br />
nachzubauen. Nach einer Weile dachte ich aber,<br />
dass der<br />
Bau<br />
einfach zu teuer werden en<br />
würde,<br />
und das wollte ich nicht, weil es anderen Szenen<br />
die Ressourcen streitig machen würde. Also<br />
begannen wir mit der Drehort-Suche. Und als<br />
wir zu den Kanaren kamen, sagte man uns, dass<br />
es zwei Autobahnstrecken gäbe, die noch nicht<br />
fertig gestellt waren. <strong>Die</strong> Regierung erlaubte uns,<br />
„An einem Punkt der Produktion entwickelte<br />
ich eine Szene, wo ich<br />
einen Panzer aus dem Piccadilly<br />
Circus herauskommen lassen wollte.“<br />
dort zu machen, was wir wollen. <strong>Die</strong> Panzer-Szene<br />
war diejenige, die sich dadurch am meisten<br />
weiterentwickelte und im Nachhinein denke ich,<br />
es war die richtige Entscheidung.“<br />
Freundschaften<br />
Trotz aller Karambolagen und rasanten Verfolgungsjagden,<br />
gibt es aber auch in diesem Teil<br />
eine Zutat, die den Film zu etwas ganz Besonderem<br />
machen. Für Lin sind es die Charaktere und<br />
die Themen, die immer weiter erkundet werden<br />
und damit das Interesse des Zuschauers wecken:<br />
„Es fühlte sich so an, als wäre es richtig, etwas<br />
Neues zu wagen. Ich dachte also, lasst uns nicht<br />
noch einmal dasselbe versuchen. Wir sollten<br />
versuchen es weiterzuentwickeln. <strong>Die</strong> Charaktere<br />
sind inzwischen viel älter, seit wir sie das erste<br />
Mal gesehen haben. Und mit der Reife kommt<br />
auch die Evolution. Und mit der Evolution<br />
kommen neue Herausforderungen. Wir sollten<br />
uns nicht davor scheuen. Glücklicherweise hat<br />
„Fast & Furious 6“ von Universal Home, ab dem 26. September auf Blu-ray.<br />
Brian (Paul Walker) und Dom (Von <strong>Die</strong>sel) sind seit<br />
dem ersten Teil dicke Kumpel.<br />
uns das Studio sehr darin unterstützt. Selbst jetzt<br />
noch könnten viele Leute die Serie rügen und<br />
sagen: ‚Oh, es sind doch nur schnelle Autos, heiße<br />
Frauen und schöne Menschen’ – Aber wenn<br />
es wirklich nur das wäre, würden alle Studios<br />
solche Filme machen. Ich denke, es steckt noch<br />
viel mehr dahinter und ein Teil davon, was ich<br />
am meisten mag, ist einfach das ’Sich-Sorgenmachen’<br />
um jeden Charakter. Ich versuche,<br />
sie miteinander zu verbinden und thematisch<br />
weiterzuentwickeln. Ich denke, letztendlich ist es<br />
genau das, was diese enge Verbindung zwischen<br />
dem Publikum und dem Film ausmacht – und<br />
das zu erreichen ist wirklich schwer. “<br />
<strong>Die</strong> Blu-ray von „Fast & Furious 6“ erscheint<br />
am 26. September.<br />
Zudem wird<br />
es auch eine<br />
Gesamtbox mit<br />
allen 6 Teilen<br />
der Filmserie<br />
geben.<br />
FALKO THEUNER<br />
www.hdtvmagazin.com 87
88 | 6.2013<br />
Bilder: Warner Home Video
Derjenige mit der magischen Krone erhält die Befehlsgewalt<br />
über die Riesen.<br />
Jack And The Beanstalk (im deutschen<br />
als Hans und die Bohnenranke betitelt)<br />
heißt die bekannte englische Folklore, die<br />
von einem Jüngling, einer magischen Bohne<br />
und dem Reich der Riesen erzählt. Der Held<br />
erklimmt die Bohnenranke, trifft über den<br />
Wolken auf einen Giganten und seine Frau,<br />
stiehlt ihnen ein paar Schätze und entkommt<br />
in letzter Sekunde, indem er die Verbindung<br />
zur Erde mit einem Beil kappt.<br />
Eine Geschichte für Kinder. Eine Geschichte,<br />
die besser nicht mit der grausigen und mit<br />
reichlichen Splatter-Elementen angereicherten<br />
„Jack The Giant-Killer“ verwechselt werden<br />
sollte. Hierbei handelt es sich nämlich um eine<br />
britische Volkssage, die die blutigen Abenteuer<br />
des Landarbeiters Jack umreißen. Durch seinen<br />
verschlagenen Witz, lockt er einen Riesen nach<br />
dem anderen in eine Falle, um sie dann auf kläglichste<br />
Weise zu demütigen und zu schlachten.<br />
Das Berauben von Extremitäten, insbesondere<br />
das Fällen von Schienbeinen und Köpfen, spielt<br />
dabei eine entscheidende Rolle, Hilfsmittel ist<br />
hierbei ein magisches Schwert. Als narrativer<br />
Menschenfleisch ist für die Giganten eine willkommene Abwechslung zum üblichen Schafsgeschnetzelten. Besonders die<br />
zarte Prinzessin könnte eine wahre Gaumenfreude werden.<br />
Hintergrund dient die Welt des König Artus,<br />
dessen Sohn im Laufe der Geschichte auch<br />
zum Begleiter Jacks wird, während dieser einen<br />
zweiköpfigen Giganten ins Jenseits befördern<br />
möchte. Bryan Singers („X-Men“) Blockbuster<br />
„Mit seinem spitzbübischen Äußeren<br />
passt der Hauptdarsteller Nicholas<br />
Hoult perfekt in die Welt der<br />
übergroßen Märchengestalten.“<br />
„Jack And The Giants“ wiederum vermischt<br />
diese beiden Märchen zu einem unterhaltsamen<br />
Potpourri, dass den Protagonisten eine magische<br />
Ranke empor schickt, um die angebetete<br />
Prinzessin aus den Klauen der Riesen zu retten.<br />
Letztere wollen ihren ursprünglichen Herkunftsort,<br />
die Erde, zurückerobern. Daher ist eine<br />
epochale Schlacht zur Freude des Zuschauers<br />
unvermeidbar.<br />
Fye, Foe, Fumm<br />
<strong>Die</strong> Hauptrolle des Jack übernahm Nicholas<br />
Hoult, der in der Singer-Produktion „X-Men:<br />
Erste Entscheidung“ (2011) sowie in der romantischen<br />
Zombie-Komödie „Warm Bodies“ zu<br />
sehen war. Mit seinem spitzbübischen Äußeren<br />
passt er perfekt in die Welt der übergroßen Märchengestalten<br />
– als David, der gleich mehrere<br />
Goliats austricksen muss. Schauspielgrößen wie<br />
Stanley Tucci, Bill Nighy und Ewan McGregor<br />
geben ihm hierfür wertvolle, darstellerische<br />
Schützenhilfe als Lord Roderick, General<br />
Fallon und Palastwächter Elmont. Dementsprechend<br />
hochwertig darf man sich daher<br />
auch die Qualität des Märchenfilms vorstellen.<br />
Anders als in den oben genannten Sagen gibt<br />
es hier einen menschlichen Antagonisten: Den<br />
machtgeilen Roderick (Stanley Tucci), der es auf<br />
die Krone der Macht abgesehen hat, mit der sich<br />
die Giganten befehligen lassen. Er ist auch der<br />
Nebenbuhler Jacks und wird Prinzessin Isabelle<br />
(Eleanor Tomlinson) voraussichtlich heiraten,<br />
wenn es nach dem König Brahmwell (Ian McShane)<br />
geht. Eine lineare Handlungsstruktur also,<br />
die von Anfang an klar macht, dass dieser Film<br />
auf ein jüngeres Publikum abzielt. Unabhängig<br />
davon macht die Blu-ray besonders im visuellen<br />
Bereich sehr viel Spaß. <strong>Die</strong> astreine Optik sieht<br />
dank klarer Kanten- und Detailzeichnung<br />
bereits von sich aus sehr plastisch aus. Wer sich<br />
für die Blu-ray 3D entscheidet erhält darüber<br />
hinaus einen sehenswerten 3D-Effekt, der die<br />
Größenunterschiede<br />
zwischen<br />
Giganten und<br />
Menschen noch<br />
deutlicher werden<br />
lässt.<br />
FALKO THEUNER<br />
So leicht lässt sich der Bauernjunge Jack nicht von<br />
seinem Vorhaben abbringen.<br />
„Jack And The Giants“ von Warner Home Video auf Blu-ray erhältlich.<br />
www.hdtvmagazin.com 89
Alle Bundesligaspiele<br />
live und mobil erleben<br />
Bekanntlich ist Deutschlands größter<br />
Pay-TV-Anbieter Sky in diesem Jahr<br />
der Spitzenreiter bei der Live-TV-<br />
Übertragung der Bundesligaspiele. Welche<br />
Möglichkeiten dies für Sie eröffnet und wie Sie<br />
immer am Ball bleiben, zeigt unser Bundesligaauftaktwegweiser.<br />
„Seit dem Start der 2. Bundesliga<br />
zeigt Sky auf bis zu zehn Sendern<br />
parallel Bundesligaspiele in HD.“<br />
Der Bezahlsender Sky wird ab sofort alle Partien<br />
der 1. und 2. Bundesliga live in HD-Qualität<br />
ausstrahlen. Für Kunden, die Standardpreise<br />
zahlen, bedeutet dies im Detail: Seit dem Start<br />
der 2. Bundesliga zeigt Sky auf bis zu zehn Sendern<br />
gleichzeitig Bundesligaspiele in HD. Für<br />
Abonnenten von Sky Sport und HD warten sogar<br />
bis zu elf HD-Kanäle. Alle anderen Kunden<br />
bekommen Zugang zu den <strong>neuen</strong> HD-Sendern,<br />
indem sie auf den Standardpreis wechseln und<br />
sich so die volle HD-Vielfalt sichern. Zudem<br />
sieht jeder Kunde mit HD-Abonnement, dessen<br />
Vertrag schon vor dem 1. Juli 2013 bestand,<br />
mindestens das Programm in HD, das er gemäß<br />
seinem Vertrag auch vor der Umstellung der<br />
Senderstruktur sehen konnte. Der Pay-TV-Anbieter<br />
baut zusätzlich seinen mobilen Zusatzdienst<br />
Sky Go weiter aus, sodass Bundesligaspiele<br />
nun auch per Mobilfunknetz empfangbar<br />
sind. Bislang stand das Angebot nämlich nur via<br />
WLAN zur Verfügung, da die Mobilfunkrechte<br />
noch bei der Deutschen Telekom lagen. Ab<br />
sofort können Fußballfans bei allen Livespielen<br />
der 1. und 2. Fußballbundesliga somit per iPad,<br />
iPhone oder iPod touch auch unterwegs mitfiebern.<br />
Abgesehen davon wird der 24-Stunden-<br />
Sportnachrichtensender Sky Sport News HD mit<br />
seinem Datencenter brandaktuelle Informationen<br />
und exklusive Hintergrundberichte zur<br />
Bundesliga und weiteren sportlichen Großereignissen<br />
bereitstellen. Ein zusätzliches Feature erhalten<br />
zudem alle Kabel-Kunden, die das Angebot<br />
über die Netze von Kabel Deutschland sowie<br />
ausgewählten privaten Netzen beziehen: Über<br />
Sky Go kann der Festplattenreceiver Sky+ dank<br />
der „Mobile Record“-Funktion nun auch von<br />
unterwegs programmiert werden. Während Sky<br />
Go für das iOS-Betriebssystem kontinuierlich<br />
weiter ausgebaut wird, schauen Android-Nutzer<br />
nach wie vor in die Röhre. Auch weiterhin gibt<br />
es noch keinen konkreten Starttermin für eine<br />
Android-Version.<br />
Bundesliga über das Entertain<br />
Das Pay-TV-Angebot von Sky ist ab sofort<br />
auch auf der IPTV-Plattform Entertain der<br />
Deutschen Telekom verfügbar. Außerdem<br />
werden alle Spiele der 1. und 2. Bundesliga live<br />
über das Mobilfunkangebot MobileTV übertragen.<br />
Um das kostenpflichtige Angebot zu<br />
nutzen, ist kein zusätzliches Sky-Abo notwendig.<br />
Vielmehr kann die Bundesliga über MobileTV<br />
direkt bei der Telekom gebucht werden.<br />
Der monatliche Preis erhöht sich aber durch<br />
die Zusammenarbeit mit Sky von 7,95 Euro auf<br />
jetzt 12,95 Euro. Als besonderen Leckerbissen<br />
gibt es außerdem zum Start eine Sonderaktion:<br />
Entertain-Kunden erhalten das „Sky Welt“-<br />
und das „Bundesliga“-Paket zwei Jahre lang<br />
zum Monatspreis von 29,90 Euro statt 34,90<br />
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90 | 6.2013
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Sollte im Free-TV nicht das passende Bundesligaspiel laufen, so lohnt sich oft der Besuch einer Sky Sportsbar um die<br />
Ecke. <strong>Die</strong> kostenlose Wegweiser-App „Sky Bar Finder“ erleichtert dabei die Suche.<br />
Euro. In den ersten zwölf Monaten sind zudem<br />
die passenden „Sky Premium HD“-Sender<br />
kostenlos verfügbar. Alle ehemaligen Kunden,<br />
die das Bundesliga-Angebot der Telekom „Liga<br />
total!“ bis 4. Januar gebucht haben, werden<br />
automatisch für das „Sky Fußball-Bundesliga“-<br />
Paket inklusive interaktiver Funktionen zu den<br />
bisher gültigen Konditionen freigeschaltet, ohne<br />
einen <strong>neuen</strong> Vertrag abschließen zu müssen.<br />
Ab der Bundesligasaison 2014/15 benötigen sie<br />
jedoch dann einen Sky-Vertrag. Im Übrigen<br />
können ab dieser Saison auch Kunden der<br />
IPTV-Plattform Vodafone TV im Zuge einer<br />
umfassenden Distributionsvereinbarung alle<br />
Livespiele der 1. und 2. Bundesliga, exklusive<br />
Interviews, Hintergrundberichte, Expertenanalysen,<br />
Zusammenfassungen sowie Wiederholungen<br />
aller Partien in voller Länge genießen.<br />
Zudem bekommen Zuschauer die Möglichkeit,<br />
Bundesligaspiele über das mobile Vodafone-<br />
TV-Angebot auch auf dem Smartphone und<br />
Tablet live mitzuerleben.<br />
Was sehen die Kabelzuschauer?<br />
Sky hat seine Programmbelegung über Satellit<br />
gründlich umgestellt und Platz für insgesamt<br />
neun optionale HD-Feed-Kanäle geschaffen.<br />
Während Abonnenten mit Sat-Anlage und den<br />
entsprechenden Paketen alle Feeds empfangen<br />
können, variiert dies jedoch in den Kabelnetzen<br />
der einzelnen Anbieter. Beim größten<br />
Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland werden<br />
beispielsweise die Kanäle der Transponder 75,<br />
79 und 95 umgesetzt. Das heißt, hier stehen<br />
neben Sky Sport HD 1, Sky Sport HD 2 und<br />
dem neu geschaffenen Sky Bundesliga HD<br />
1 auch drei Feed-Kanäle zur Verfügung. Bei<br />
parallelen Ausstrahlungen können somit bis<br />
zu vier Bundesliga-HD-Sender und bis zu fünf<br />
Sport-HD-Sender verfügbar gemacht werden.<br />
Bei dem in Nordrhein-Westfalen, Hessen und<br />
Baden-Württemberg aktiven Netzbetreiber Unitymedia<br />
Kabel BW gibt man sich derzeit noch<br />
bedeckt, was HD-Feed-Kanäle anbelangt. Im<br />
Zuge der Umstellung ist bislang nur der neue<br />
Sender Sky Bundesliga HD 1 verfügbar, der<br />
zuvor Sky Sport Extra HD war. Anzumerken ist<br />
in diesem Zusammenhang, dass die Netzbetreiber<br />
Tele Columbus und Primacom nicht<br />
100-prozentig homogene Netze besitzen. <strong>Die</strong><br />
Verfügbarkeit einzelner Sender und HD-Feeds<br />
kann daher unter Umständen variieren. Auch<br />
in den nicht ausgebauten Netzen von Kabel<br />
Deutschland kann sich die Verfügbarkeit der<br />
Sender unterscheiden.<br />
MARIA HOLLWITZ<br />
© ServusTV/Kolarik<br />
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Warum sollten audiophile Kunden zum Fachhändler gehen?<br />
Weil das Lesen der schönsten Speisekarte der Welt unnütz ist. Nur wer<br />
selbst gekostet hat, weiß ob es ihm ganz persönlich schmeckt. Ich verkaufe<br />
meinen Kunden (auch) gerne analoge Technik, weil sie einfach funktioniert!<br />
Keine Updates, keine Unterbrechungen, kein Warten.<br />
Stereo, Surround oder beides?<br />
Zuerst sollte jeder Kunde sich selbst die Frage beantworten: Wie ist das<br />
Mengenverhältnis zwischen den konsumierten Filmen und der Musik?<br />
Oft ist die Wahl schon hier geklärt. Weiter sollte er sein Budget prüfen. Bei<br />
gleichem Budget ist klar, dass eine ausgeklügelte Stereo-Anlage dramatisch<br />
besser klingen muss. Allein die Anzahl der Endstufen macht deutlich,<br />
dass die 7 oder 9 Endstufen des AV-Receivers nicht an die Qualität von 2<br />
Endstufen des Stereo-Verstärkers heranreichen können! An dieser Stelle<br />
fragt der Kunde meist ob ein wenig geschultes Ohr („…ich bin ja Otto-<br />
Normalverbraucher“) genau das noch hören kann. Bisher haben alle den<br />
Unterschied wahrnehmen können. Und unter den vielen verschiedenen<br />
Probanden waren auch hochbetagte Omis dabei! Fazit: Surround ist schön<br />
aber deutlich teurer. Zum Glück bieten auch Hersteller wie CREEK oder<br />
Naim Kombilösungen an.<br />
Ist Streaming unverzichtbar oder neumodisches Zeug?<br />
Natürlich steht Streaming im Focus des Kunden. Aktuell haben wir mindestens<br />
15 Streamingprodukte vorführbereit. Egal ob man einen Neuanfang<br />
mit einer komplett <strong>neuen</strong> Anlage wagt oder die gute alte Anlage mit<br />
Streaming ergänzen will, es gibt verschiedenste Lösungen dafür.
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dem Interessenten schwer, sich das richtige Gerät auszusuchen. Wir als Fachhändler<br />
erklären ihm die Unterschiede vor Ort.<br />
Muss es immer die neueste Technik sein?<br />
Als Mann vom Fach sitze ich selbstverständlich immer direkt an der Quelle. Hier<br />
sollte aber jeder individuell für sich entscheiden, welche Technik für ihn persönlich<br />
Sinn macht. Bei einigen Kunden bedient ein solides Grundgerät die Ansprüche<br />
vollkommen. Und wenn es dann mal mehr sein soll, kommt der Kunde gern wieder,<br />
wenn er sich beim ersten Mal gut beraten fühlte.<br />
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durchaus eine spannende Abwechslung. Ich habe das Gefühl, dass dieses Erlebnis<br />
zu Hause auch gerade erst eine Entwicklung durchmacht. Unsere Kinder werden<br />
viel selbstverständlicher mit 3D-Technologie umgehen. Bis dahin wird es auch fast<br />
ausschließlich 3D-Inhalte geben. Noch fehlt es zum Teil an Content.<br />
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Service anbieten, als der Wettbewerber in der Fläche oder im Internet.<br />
<strong>Die</strong>s belegen insbesondere auch die Auszeichnungen von Markt Intern,<br />
dem Branchen-Fachmagazin, zum 1A-Fachgeschäft und 1A-Fachwerkstatt<br />
– nunmehr das 7. Jahr in Folge.<br />
Sind HbbTV-<strong>Die</strong>nste und Internetvideostreaming-Angebote nur etwas für die<br />
jüngere Zielgruppe?<br />
Nein, definitiv nicht. Neue Funktionen, wie z.B. die Loewe „follow<br />
me„- Funktion, oder auch VoD sind für jeden interessant, der gerne etwas<br />
mehr Komfort und Content erwartet. Das „lineare Fernsehen“ gehört<br />
meiner Meinung nach, bald der Vergangenheit an. Hierfür werden der<br />
weitere Ausbau der Vernetzbarkeit aller Komponenten und das Thema<br />
HbbTV weiterhin wichtige Meilensteine in der Entwicklung sein. Der<br />
moderne Power-User hat es mit Geräten zu tun, die das Internet als<br />
Unterhaltungsquelle eingemeinden und über das Heimnetzwerk auch<br />
gleich noch Kontakte zu allerlei Festplatten und Computern aufnehmen.<br />
Somit sind Tablet-PCs und Smartphones die Navigatoren der Zukunft.<br />
Das Zusammenspiel der Loewe-Fernseher und iPhone oder iPad als<br />
Bedienungseinheit ist heute bei Loewe schon Standard.<br />
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IM ULTIMATIVEN<br />
VERGLEICH<br />
Trends Tests Hintergründe Entertainment<br />
PHILIPS-SENSATION<br />
AMBILIGHT-MAGIE<br />
IM GANZEN HAUS<br />
– 60 ZOLL ELEVATION: ULTRAFLACHER ACHER<br />
LED-TV MIT 4-SEITIGEM AMBILIGHT<br />
– AMBILIGHT+HUE: APP FÜR ANDROID-<br />
UND iOS-GERÄTE VORGESTELLT<br />
– HUE-LED-LICHTSYSTEM: BRILLANTES<br />
AMBILIGHT IM WOHNZIMMER<br />
HINWEIS FÜR HÄNDLER: BITTE ANDERSHERUM AUSLEGEN.<br />
MAGAZIN<br />
Trends Tests Hintergründe Entertainment<br />
MARKTÜBERSICHT<br />
EXKLUSIVE INFOS<br />
TESTPREMIEREN<br />
DIE NEUEN<br />
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ENTHÜLLT!<br />
UHD-FERNSEHER VON SAMSUNG MIT TRAUMBILD<br />
WELTNEUHEIT: OLED MIT GEWÖLBTER BILDFLÄCHE<br />
PHILIPS-FERNSEHER STEUERN LED-LAMPEN<br />
50 BLU-RAYS IM BILDTEST<br />
3D, HD-NEUAUFLAGE UND 4K-MASTERING:<br />
LOHNT DER FILMNEUKAUF WIRKLICH?<br />
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<strong>TVs</strong><br />
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D: € 4,99 | 6/2013<br />
AT: € 5,75, CH: SFR 10,00, BeNeLux: € 5,90,<br />
IT, ES, SL: € 6,75, GR: € 7,60, SK: € 8,00
VON LICHT UMGEBEN<br />
Mit einem herkömmlichen Fernseher beschränkt sich das TV-Erlebnis<br />
auf die Größe der Bildfläche. Nicht so bei Philips: <strong>Die</strong> Ambilight-Technologie<br />
erweitert den wahrgenommenen Bildinhalt, indem farblich<br />
abgestimmtes Licht erzeugt wird, das den Fernseher umhüllt. Dadurch<br />
werden Bildinhalte nicht nur intensiver, sondern auch entspannter<br />
wahrgenommen. Beim brand<strong>neuen</strong> Modell Elevation klappt die zum<br />
Bild inhalt passende Lichtsteuerung nach allen vier Himmelsrichtungen.<br />
DIESE LAMPEN DENKEN MIT<br />
Für 199 Euro erhalten Sie das Philips-Hue-Basispaket bestehend aus<br />
drei LED-Lampen und einem WLAN-Sender. <strong>Die</strong> Lampen sind für<br />
die Fassungen E26 und E27 erhältlich, einzelne Leuchtmittel können<br />
für 59 Euro nachgekauft werden. Das Besondere: Statt in einer<br />
vorgegebenen Farbe strahlen die LED-Lampen in allen Farben des<br />
Lichtspektrums und allein Sie bestimmen den Lichtton. Dank 600 Lumen<br />
Lichtleistung erreicht eine Lampe die Helligkeit einer 50-Watt-<br />
Glühbirne bei gleichzeitig weniger als 10 Watt Verbrauch. Exklusiv ist<br />
das Philips-Hue-Lampenset in Apple-Stores erhältlich.<br />
DAS SCHLAUE GEHIRN<br />
Damit die Hue-Lampen genau das machen, was<br />
Sie vorgeben, müssen Sie den mitgelieferten<br />
Sender an einen WLAN-Router anschließen,<br />
was per Netzwerkkabel geschieht. <strong>Die</strong>s ist notwendig,<br />
um mittels Smartphone oder Tablet mit<br />
dem Sender eine Verbindung aufzubauen. Bis zu<br />
50 Lampen lassen sich mit einem einzigen Sender<br />
ansteuern – das sollte für viele Wohnungen<br />
bereits ausreichen. Sobald alle vier Lampen<br />
aufleuchten, Sie die Hue-Lampen installiert und<br />
eingeschaltet haben und der WLAN-Router<br />
läuft, kann es auch schon losgehen.<br />
EINE APP, SIE ZU STEUERN<br />
<strong>Die</strong> Philips-Hue-App -Ap<br />
p ist für iOS- und Android-Smartphones rtphones kostenlos<br />
erhältlich. h. Sie dient tals<br />
Eingabehilfe für rIhre<br />
Wünsche. Nach dem<br />
Aufruf erkennt die App den Sender automatisch und dSie nehmen<br />
Kontakt zu den eingeschalteten Hue-Lampen auf. Alles, was Sie nun<br />
noch tun müssen, ist Ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen und darauf<br />
zu achten, dass Ihrem Smartphone nicht der Saft ausgeht.
Bilder: xxxx<br />
X/20XX<br />
Gerätename/Kastenheadline<br />
XXXXXX Vidigenime que volor sam il<br />
moluptatum ipsanis ea sum adistius,<br />
ut magnisciti odi blaccuptasit volest<br />
eum es ea sanditaquis as maio. Ita nonsequat<br />
omnis sit ommolup tatiscia dolendaeste<br />
videndesci corrorume et reratur sit expliquia<br />
si occusap ictestrum que debit faccaep rehent<br />
quate laborum faceatqui cum et qui inis volo<br />
ducieniet atur?<br />
XXXXxxxxxxxxx.<br />
Zwischenüberschrift<br />
XXXXX.<br />
AUTOR<br />
„Ugias dionse pos cuptatus expe<br />
odipientur, comnihi tinimi, andaepro<br />
intium remp oris plabo. Ut pelest,<br />
quos acea volor magnatu“<br />
Gerätespezifikationen<br />
xxxx<br />
xxxx<br />
Bildunterschriften Bildunterschriften Bildunterschriften<br />
Bildunterschriften Bildunterschriften Bildunterschriften<br />
98 | 6.2013<br />
ES WERDE LICHT<br />
Ganz einfach gelingt die Farbabstimmung über vorgefertigte Einstellungen,<br />
die sich in unterschiedliche Stimmungsfelder aufteilen. Von<br />
gemütlich entspannt bis zu fordernd aktiv reicht das Spektrum und<br />
die Lampen leuchten entweder warm oder kühl. Über einen zusätzlichen<br />
Regler können Sie die Lichtintensität vorgeben. Natürlich sind<br />
Sie nicht nur auf wenige Lichtvorgaben beschränkt, sondern können<br />
jeder einzelnen Lampe einen ganz speziellen Farbton zuweisen. <strong>Die</strong>ser<br />
bleibt ohne permanente Smartphoneunterstützung solange aktiv,<br />
bis Sie die Lampe ausschalten.<br />
KAUFTIPP<br />
Firma<br />
Produkt<br />
FARBEN<br />
ENTDECKEN<br />
Sämtliche aktivierten Lampen<br />
tauchen auf dem Bildschirm als<br />
Ziffern auf und per Fingerzeig<br />
platzieren Sie diese an der<br />
gewünschten Stelle. Laden<br />
Sie z. B. ein Farbfeld, müssen<br />
Sie die Ziffern nur auf den<br />
gewünschten Farben platzieren.<br />
Noch spielerischer geht es mit<br />
einem Foto: Ziffer an die gewünschte<br />
Stelle im Bild ziehen<br />
und schon färbt sich die Lampe<br />
in einem ähnlichen Farbton.<br />
Headline beliebige Größe<br />
LICHT IM GANZEN HAUS<br />
Da Sie mit einem Sender 50 Hue-Lampen ansteuern können, kontrollieren<br />
Sie mit Ihrem Smartphone die Lichtstimmung für das ganze<br />
Haus. Zusätzliche Funktionen lassen die Lichter morgens stetig heller<br />
scheinen und per Einschlaffunktion dimmen die Lampen nachts zur<br />
festgelegten Uhrzeit automatisch herunter. <strong>Die</strong> Lichtsteuerung über<br />
die App klappt auch bei den aktuellen Living Colors.
LICHTMAGIE VON PHILIPS<br />
Im Ambilight-Menü des Fernsehers können Sie die Intensität und<br />
Geschwindigkeit von Ambilight einstellen, sogar eine Anpassung an die<br />
Wandfarbe lässt sich vornehmen. Bislang war das Ambilight-Erlebnis<br />
auf den Fernseher beschränkt, doch dank der App Ambilight+Hue lässt<br />
sich das Lichterlebnis auf das ganze Haus erweitern.<br />
AMBILIGHT UND HUE VEREINT<br />
Verfügen Sie über die vorgestellten Philips-Hue-Lampen, einen<br />
Sender und einen Philips-Fernseher mit Ambilight ab Baujahr 2011,<br />
können Sie mit nur einer App sämtliche Komponenten im Zusammenspiel<br />
genießen. <strong>Die</strong> Philips-App Ambilight+Hue synchronisiert<br />
den Fernseher (WLAN einrichten!) mit den Hue-Lampen, sodass das<br />
Ambilight des Fernsehers auf den gesamten Raum ausgebreitet wird.<br />
LICHTDUSCHE PER APP<br />
Wie bei der Philips-App Hue werden sämtliche Hue-LED-Lampen<br />
durch Ziffern gekennzeichnet. Ziehen Sie die Ziffern weiter vom<br />
Fernsehersymbol weg, färben sich die Lichter wie die Randbereiche<br />
des Bildes und der Lichtabgleich geht verzögert vonstatten. <strong>Die</strong><br />
Lichtintensität lässt sich für jede Lampe einzeln regeln, die dynamische<br />
Anpassung gilt für die gesamte Lichtinstallation. Gleichfalls<br />
nehmen die Ambilight-Regler des Fernsehers starken Einfluss auf das<br />
Gesamtergebnis: Wer mit App und Fernseher experimentiert, kann<br />
ein einmaliges Lichtschauspiel erschaffen!
Headline beliebige Größe<br />
Firma<br />
Produkt<br />
KAUFTIPP<br />
X/20XX<br />
Gerätename/Kastenheadline<br />
XXXXXX Vidigenime que volor sam il<br />
moluptatum ipsanis ea sum adistius,<br />
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eum es ea sanditaquis as maio. Ita nonsequat<br />
omnis sit ommolup tatiscia dolendaeste<br />
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si occusap ictestrum que debit faccaep rehent<br />
quate laborum faceatqui cum et qui inis volo<br />
ducieniet atur?<br />
XXXXxxxxxxxxx.<br />
Zwischenüberschrift<br />
XXXXX.<br />
AUTOR<br />
„Ugias dionse pos cuptatus expe<br />
odipientur, comnihi tinimi, andaepro<br />
intium remp oris plabo. Ut pelest,<br />
quos acea volor magnatu“<br />
Gerätespezifikationen<br />
xxxx<br />
xxxx<br />
96 | 6.2013<br />
Bildunterschriften Bildunterschriften Bildunterschriften<br />
Bildunterschriften Bildunterschriften Bildunterschriften<br />
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sehr offener Typ. Der kann<br />
mit allen und jedem.“<br />
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Bilder: xxxx