GOLF TIME Tiger & Phil (Vorschau)

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www. .de

17. JHG. | AUSGABE 1 | JANUAR/FEBRUAR 2014

? 4,50 | CHF 6,50 | US $ 8,00

GOLF TIME RACE TO FAME BY COBRA-PUMA GOLF: DIE SIEGER STEHEN FEST

REISE

NORTH CAROLINA –

Wo die U.S. Open 2014

zuhause ist

EQUIPMENT

61. PGA MERCHANDISE SHOW –

Big is beautiful

HISTORIE

RYDER CUP –

der heilige Gral

des Golfsports

WAS UNS

2014

ERWARTET

WIE SICH GEGENSÄTZE ANZIEHEN

DIE GOLF-RIVALEN IM VERGLEICH

TIGER

& PHIL

GOLF-MESSEN

GOLF- & WELLNESSREISEN,

RHEINGOLF & CO. –

Aufbruchstimmung !

PLAY BETTER GOLF

HENRIK STENSON

Schweden-Power pur: Dem Überflieger

der vergangenen Saison beim Training

über die Schulter geschaut

SPIELER DES MONATS

DOMINIC FOOS

Erst 16 Jahre und schon ganz vorne

mit dabei, wie der Karlsruher mit seinem

T16. Platz in Qatar eindrucksvoll bewies

PLUS TRAINING MIT SCHUSTER • TAYLOR • CROWCROFT • EBERL • LEADBETTER •


DIE NEUEN BIG BERTHA UND BIG BERTHA ALPHA DRIVER

ERZEUGEN EINE NEUE FORM VON LÄNGE.

Die neuen Big Bertha Driver haben das Gewicht an der richtigen Stelle, um mehr

Länge zu erzeugen. Unsere innovative einstellbare Umfangsgewichtung und das

fortschrittliche Gravity Kernstück ermöglichen eine präzise Positionierung des CG,

um den Spin zu optimieren und Längen zu maximieren. Werden Sie Bertha lang.

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GEGEN PHYSIK IST KEIN KRAUT GEWACHSEN.

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Matteo Manassero | Callaway Staff Player


GRAVITY KERNSTÜCK

Mit dem innovativen Gravity Kernstück können Sie den

vertikalen Gewischtsschwerpunkt heben oder senken,

dadurch erhalten Sie einen Driver mit extremen niedrigen

Spin oder höherem Spin ohne das Loft ändern zu müssen.

EINSTELLBARE UMFANGSGEWICHTUNG

Die einstellbare Umfangsgewichtung erhöht spürbar den

MOI sowie die Fehlerverzeihung und bietet gleichzeitig

unbegrenzte Einstellmöglichkeiten für Flugkurven mit

Draw- und Fade-Tendenz.

HYPER SPEED SCHLAGFLÄCHE

Unsere neue Hyper Speed Schlagfl äche ist noch heisser,

leichter und robuster. Dies ergibt eine Hyper Speed

Schlagfl äche, welche lang ist, egal wo Sie den Ball auf

der Schlagfl äche treffen.

VERSTELLBARES HOSEL

Verändern Sie den Loft von +2 bis -1 Grad und

optimieren Sie dadurch den Ballabfl ug und Spin-Werte

für maximale Weiten.


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optimieren Sie dadurch den Ballabfl ug und Spin-Werte

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EDITORS INTRO

Oskar Brunnthaler,

Chefredakteur

»Auch in Ihrem

privaten Umfeld werden

Sie feststellen: das

Phänomen, dass sich

Gegensätze anziehen,

ist voll existent«

SYMPATHIE-FAKTOR Der eine spielt phasenweise traumwandlerisch

perfektes Golf und war in seiner 22-jährigen Karriere als

Pro noch kein einziges Mal an der Spitze der Weltrangliste. Der

andere wiederum kann noch so schlecht spielen und ist insgesamt

631 Wochen die Nummer 1 der Welt. Auch in der viel

interessanteren Money-List liegt Tiger Woods klar vor seinem

ewigen Kontrahenten Phil Mickelson. Einzig wenn es noch eine

Rangliste der Sympathie-Werte gäbe, läge der Sonnyboy aus Kalifornien vor

Tiger, der durch seine Eskapaden und die Scheidung von Elin viel an seiner

Vorbild-Funktion einbüßte (wobei Phil mit seiner Spielleidenschaft auch nicht

gerade als Musterknabe herhalten kann).

So unterschiedlich die beiden auch sind, sie haben den Golfsport der

vergangenen 20 Jahre geprägt, so wie die Größen Nick Faldo und Severiano

GEGENSÄTZE IM VISIER

Ballesteros oder Ben Hogan und Sam Snead Generationen zuvor. Lesen Sie

die Cover-Story „Gegensätze ziehen sich an“ ab Seite 28. Sie werden vielleicht

feststellen, auch in Ihrem privaten Umfeld ist das Phänomen, „dass sich

Gegensätze anziehen“, voll existent.

Bei der HSBC Golf Championship in Abu Dhabi spielte Phil Mickelson

perfektes Golf und landete dennoch „nur“ auf Platz 2, weil er sich mit einer

Sieben, also einem Triple-Bogey an Loch 13 (ein

Par 4) aus dem Rennen katapultierte.

Für uns Blattmacher ist die 7 schlichtweg

die klassische Glückszahl: Der Senior geboren

am 7.7., der Junior geboren am 7.7. – da liegt

es geradezu auf der Hand, auch Dinge des

Lebens nach der Sieben zu richten: wie z. B. das

Face-Lifting von GOLF TIME, das mit dieser

Ausgabe vollzogen wurde.

Sieben Jahre nach dem letzten Relaunch

halten Sie nunmehr die größte GOLF TIME aller Zeiten

in Händen, mit Top-Storys, eingebettet in zeitgerechterem

Layout und präsentiert auf besserem Papier. Dass wir

auch daran interessiert sind, Ihr persönliches Golfspiel

zu verbessern, beweist unter anderem die zehnseitige Trainings-Strecke

„Freunde“: Phil & Tiger

mit Henrik Stenson, der Nummer 3 der Welt: Er spricht über sein Comeback

und bringt sein Spiel und seine Ansichten über Geld zu Papier („Wie man

10 Million Dollar verdient . . .“, ab Seite 76).

Möge die Sieben auf Ihrer Score-Karte die Ausnahme sein und GOLF TIME

für die nächsten sieben Jahre weiterhin Ihr treuer Begleiter bleiben,

Ihr

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 9


1 | 2014

INHALT

COVER-STORY

28 Tiger & Phil Gegensätze ziehen sich an? Im Fall von

Woods und Mickelson eher nicht. Doch wie ticken die beiden

Superstars und wer ist der wahre Sieger des ewigen Duells?

34 Vorschau 2014 Das wird ein spannendes Golfjahr inkl.

Ryder Cup, vier Majors und spektakulären Momenten.

Wir haben die Kristallkugel bemüht und wissen, was passiert.

TURNIERE

28

Tiger und Phil – seit Jahrzehnten

dominiert dieses Gegensatzpaar

die Golfwelt. Doch wie tief geht

ihre Rivalität wirklich?

36 Trophée Hassan II Kann Marcel Siem beim einzigen

European Tour-Event in Marokko seinen Triumph aus dem

Vorjahr wiederholen? Vorschau.

37 Spieler des Monats Unglaublich: Das erst 16-jährige

Ausnahmetalent Dominic Foos wird bester Deutscher beim

Qatar Masters.

40 Ryder Cup Start der Serie Ryder Cup 2014-Vorschau

in Gleneagles: der vergessene Ryder Cup.

PRODUKTE

48 PGA Merchandise Show Auf zehn Seiten präsentieren

wir Ihnen die heißestens Produkte, die wichtigsten Trends

und all die anderen Innovationen

aus Orlando.

54

PING-Botschafter

Bubba Watson

48

PGA Merchandise

Show in Orlando –

wir waren live

für Sie vor Ort

10 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


68

North Carolina – wir haben einen

besonderen Road-Trip erlebt und u. a. die

Bühne der U.S. Open 2014 besichtigt

BUSINESS

62 Interview Was macht eigentlich Tobias Dier?

Der zweifache European Tour-Sieger im Gespräch.

REISE

68 North Carolina Im Herzstück der Südstaaten gibt

es 600 Golfplätze, Pinehurst Nr. 2 ist nur eine von vielen

sensationellen Anlagen. Wir haben einige Empfehlungen

und einen Köter für Sie auf Lager.

LESERREISEN

72 Argentinien, Vietnam, Thracian Cliffs und

Dolomitengolf Mit GOLF TIME unterwegs zu unvergesslichen

Golf-Erlebnissen rund um den Globus.

TRAINING

STANDARDS

9 Editors Intro

12 Mailbox

14 Foto-Time

16 Quick-Tipp

18 News

20 Köpfe

22 Rankings

24 Events

26 Statement

46 Uli Kaiser

64 Race to Fame

66 Golf Tagebuch

97 Götz-Zitat

101 Börsen-Time

102 Impressum

103 Cartoon

104 Time Out

Henrik Stenson erklärt,

wie sein 10 Mio.-Dollar-

Schwung funktioniert

76

NEU

76 Henrik Stenson spendiert Ihnen ein zehnseitiges

Special, das zehn Mio. Dollar wert sein könnte.

86 David Leadbetter Golf Academy Ian Holloway:

Nur, wer richtig ausholt, kann kraftvoll durchschwingen.

88 Jonathan Taylor analysiert: Über das Setup zum

perfekten Schlag.

90 Sabana Crowcroft deckt auf: Golf als Spiegel Ihrer

Persönlichkeit.

92 Dr. Christian Haid erklärt, wie man auch ohne viel

Training Spaß an Golf haben kann.

94 Stephan Gandl Warum unterschiedliche

Schläger unterschiedliche Ballpositionen mit sich bringen.

96 Von der Martina Eberl Golf Academy erklärt

Sylvia Gartner, wie Sie der Winterspeck-Falle entkommen.

SOCIETY

98 Tea Time Die EAGLES eröffnen mit dem Neujahrsempfang

die Charity-Saison am Tegernsee, GC St. Pauli

News, 13 Fragen an Paul Casey.

40

Der

vergessene Ryder Cup

– schon vor 1927 traten die

Kontinente gegeneinander an

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 11


ZOOM MAILBOX

Inselhopper als Überflieger

ISLAND GOLF TROPHY 7/13 Die Veranstaltung Island Golf

Trophy war top mit mehreren Sternen. Allerdings: Die Dreamliner

Putt Challenge hat nicht Jan Dubiel (GC Norderney) gewonnen (er

gewann die Island Golf Trophy, Anm. der Red.), sondern mit klarem

Abstand Ernst-Otto Reh (GC Dillenburg). Der von Dieter Ramsauer

(Dreamliner Golf) gesponserte und gefittete Putter ziert jetzt die

Golfausrüstung von EO „Bambi“ Reh.

Dagmar Gäde, per E-Mail

Traum-Golftag als Albtraum

GOLFODO TURNIERSERIE 5/13

Mit Interesse habe ich Ihren Bericht

in der GOLF TIME zu der

Golfodo-Charity Turnierserie gelesen.

Leider entspricht dieser nicht

der Wahrheit.

Richtig ist, dass ich sowohl die

Brutto- als auch die Nettowertung

gewonnen habe. Ebenso Longest

Drive, und als wäre es nicht genug,

habe ich an dem dafür ausgeschriebenen

Loch ein Hole in

One geschlagen. Wirklich der

perfekte Golftag.

Aber: Für meinen Glückstreffer

habe ich keinen Elektrotrolley

der Firma ECO erhalten. Lediglich

einen Gutschein vom Golfhouse

in Höhe von 10 Euro! und ein bisher

leeres Versprechen des auch in

Ihrem Bericht abgebildeten Herrn

Friedrich von Golfodo von einem

Elektrotrolley der Firma ECO.

Trotz mehrerer E-Mails und

einiger Telefonate meinerseits

sowie zahlreicher Ankündigungen

des o. g. Herrn Friedrich ist

der Preis bis heute nicht bei mir

eingetroffen.

Und wenn man dann Ihren

Artikel liest, in dem es heißt:

„Insgesamt nahm Sellmer für

seine Leistungen Preise im Wert

von über 2.000 Euro (?) mit nach

Hause“, beginnt der Ärger:

– Ich ärgere mich über Herrn

Friedrich von Golfodo.

– Ich ärgere ich mich über Ihre

offenbar unrecherchierte und

falsche Berichterstattung.

– Ich ärgere mich über den Vorwurf

von verschiedenen Seiten,

der da lautet, ich hätte nun mit

der „Annahme“ der Preise meinen

Amateurstatus verloren.

Die entsprechenden juristischen

Maßnahmen gegen die

Firma Golfodo bereite ich gerade

vor.

Vielleicht berichten Sie in einer

Ihrer nächsten Ausgaben mal

differenzierter über die Golfodo-

Charity-Turnierserie !

Axel Sellmer, 53604 Bad Honnef

Anm.d.Red:

Auch GOLF TIME hat inzwischen

so ihre Erfahrungen mit der Firma

Golfodo gemacht und versichert, sollte

es 2014 wieder solch eine Charity-

Turnierserie geben, diese ganz gewiss

„differenzierter“ unter die Lupe zu

nehmen.

SAGEN

SIE UNS IHRE

MEINUNG!

Unter sämt lichen

Zuschriften verlost

GOLF TIME die DVD

von Jonathan Taylor

„Wie Sie garantiert

20 Meter weiter

schlagen“.

EINSENDUNGEN AN:

GOLF TIME

Oskar-v.-Miller-Str. 11

82008 Unterhaching

oder per E-Mail an

redaktion@golftime.de

Die GEWINNERIN

aus Heft 8/13 heißt

Lisa Neumann.

GOLF TIME gratuliert.

Schmarotzer

SENIOREN-GOLF Seit zehn

Jahren bin ich der Organisator

des weltgrößten Senioren-Golfturniers

in Freyung.

Schon lange habe ich Peter

Wortmann als Sponsor an meiner

Seite, der jedes Jahr zwei

Irland-Reisen für die Tombola

Freyung hilft e. V. sponserte.

Der Preis einer Reise hat

einen Wert von E 1.600. Sollte

sich ein Partner dieser Reise

anschließen, dann hat er die Möglichkeit,

für E 900 mitzumachen.

Doch was ich hier erlebte,

ist geradezu unglaublich: Der

Gewinner des Preises nahm seine

Frau mit. Soweit okay. Doch

dann sah er sich vor Ort die Plätze

an und stornierte zwei davon,

das Hummer-Essen im Haus von

Peter Wortmann lehnte er auch

ab und zog daraufhin E 600 vom

Preis seiner Frau ab. Am Tag der

Abreise gab er dem Sponsor Peter

Wortmann ein Kuvert mit E 300.

Anstatt sich über eine gewonnene

Reise zu freuen, versuchte er,

seine Frau auch noch durchzunassauern.

Fazit: So kann man auch

Sponsoren vergrämen. Unter solchen

Umständen wird es immer

schwieriger, als Organisator Sponsoren

zu finden.

Franz Polland, per E-Mail

Doch kein Weltrekord?

TIME OUT 8/13 In einem muss ich widersprechen:

Es war kein Weltrekord! Ich habe vor Jahren mal bei

einem Turnier im Velderhof (neben dem Lärchenhof)

mitgespielt (vorgabewirksam). Da trat ein ehemaliger

Hockey-Bundesligaspieler in seinem ersten Turnier an

und spielte mit 54/63 immerhin 81 Netto-Punkte.

Axel Pollheim, 40213 Düsseldorf

12 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


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FOTO TIME APRES SKI

Kein Happy End in den Bergen:

Gentleman Tiger stützt liebevoll

seine Lebensgefährtin Lindsey

Vonn, die sich bei ihrem Comeback-

Versuch in Val d’Isere abermals

einen Kreuzbandriss im rechten

Knie zuzog

Woods auf fremdem Territorium: In Val d’Isere beim Ski-Rennen

BU

Lindsey Vonn vorbei am Tor: Abermals das Knie lädiert

Vorläufiges Aus: Lindsey im Zielraum, Tiger ahnt Böses

Fotos: GettyImages

Besorgt: Tiger eilt von der VIP-Tribüne in den Zielraum

14 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


WAS MACHT

DER TIGER

IM SCHNEE?

Die Love-Story des vergangenen Jahres fand

am 21. Dezember in Val d’Isere ihren Höhepunkt:

Die beste Abfahrerin der USA und

der beste Golfer der USA ein Herz und eine

Seele – so beobachtet beim letzten Abfahrts-

Rennen der Saison in den französischen

Alpen. Lindsey Vonn, 29, nach ihrem Kreuzband-Riss beim

WM-Super-G in Schladming drauf und dran, ihr Comeback

zu schaffen, schlenderte Hand in Hand mit ihrem Tiger

durch den verschneiten Wintersport-Ort. Woods, 38, selbst

seit Jahren von schmerzhaften Knie-Problemen gezeichnet,

konnte bestens mitfühlen, wie seine Lebensgefährtin leidet.

Als dann aber Lindsey Vonn beim Rennen „plötzlich

einen Druck im Knie verspürte“ (so die Skirennläuferin),

an einem Tor vorbeifuhr und das Rennen aufgab, stand

fest, dass ihr rechtes Knie wieder lädiert war. Tiger stürmte

sofort von der VIP-Tribüne in den Zielraum und nahm

Lindsey in die Arme, stützte sie und führte sie besorgt ins

nahe Hotel. Die bittere Diagnose: Abermals Kreuzbandriss.

„Es ist total kaputt“, jammerte die Abfahrts-Olympia-Siegerin

2010, „ich habe kein Knie.“

Tiger hat sich den Ausflug zu seinem ersten Weltcup-

Rennen auch anders vorgestellt. „Ich kenne die Problematik

nur zu genau, ich habe schließlich mit einem Kreuzbandriss

mein letztes Mayor (U.S. Open 2008, Anm. d. Red.)

gewonnen.“ Wie sich damals herausstellte, hatte Tiger zehn

Monate lang mit einem Kreuzbandriss im linken Knie sowie

mit einer Stressfraktur im linken Schienbein gespielt.

Ehrgeizig, wie nun einmal Lindsey ist, bestand ursprünglich

die Absicht, dass die blonde Ski-Legende es ihrem

Tiger nachmachen wollte und ernstlich bei den Olympischen

Spielen in Sotschi trotz des Kreuzbandrisses an den Start

gehen wollte. Inzwischen ist Lindsey erfolgreich operiert

und Olympia passé. Wie heißt es so schön oder so ähnlich:

Pech beim Sport, Glück in der Liebe.

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 15


QUICK-TIPP MIT TINO SCHUSTER

Kein Risiko!

Technik: Fairwaybunker Letztlich entscheidet die

Bunkerkante, ob Holz, Hybrid oder aber doch Eisen.

Felix Lubenau, Jahrgang

‘75, PGA Pro mit

Stützpunkt im

GC Schloss Egmating

sowie Head Coach

im Hartl Resort

Center of Excellence

Die Bunkerkante ist zu hoch: Der Schlag mit

dem Holz oder Hybrid ist nicht zu empfehlen

Flache Bunkerkante: Hier bietet sich die

Gelegenheit, den Fehlschlag mit einem

Holz oder Rescue wettzumachen

Es passiert einem auf der Rundde

vielleicht nicht allzu oft,

aber auf jeden Fall passiert

es einem immer wieder. Man

sollte daher vorbereitet sein:

auf den Schlag aus einem Fairwaybunker.

Dabei ist eine Komponente maßgeblich

ausschlaggebend dafür, wie weiter verfahren

werden kann, ob mit einem Holz

bzw. Rescue oder doch mit einem kurzen

Eisen: die Höhe der Bunkerkante.

Ist die Bunkerkante zu hoch, wie im

oberen Bild zu sehen, dann kommt ein

Schlag mit dem Holz oder Rescue nicht in

Frage. Die Gefahr, dass der Ball hängenbleibt,

ist zu groß. Es bleibt nur, mit einem

Eisen aus dem Bunker herauszuspielen

und so gut es geht, Meter zu machen.

Anders im unteren Bild: Bei flachen

Bunkerkanten bietet sich die Gelegenheit,

den Fehlschlag wieder wettzumachen. Mit

einem Holz oder Hybrid funktioniert dies

am besten. Hier gilt es zu beachten:

1 Greifen Sie den Schläger kürzer.

2 Der Ball befindet sich links der

Körpermitte, so wie auch auf dem

Fairway.

3 Nehmen Sie einen stabilen Stand ein

und graben Sie die Füße etwas ein,

wie bei einem ganz normalen

Bunkerschlag.

4 Das Körpergewicht ist mittig auf

beide Beine verteilt.

5 Eine gute Herangehensweise,

um den Ball zu treffen, ist die Vorstellung,

man müsste den Ball von

einer Glasplatte schlagen. Also

möglichst direkt, mit so wenig

Sandkontakt wie nur möglich.

6 Selbst für den Fall, dass Sie den Ball

nicht perfekt treffen, sagen wir dünn,

wird er mit großer Wahrscheinlichkeit

dennoch einige Meter gutmachen

Sie können hier also eigentlich nur

gewinnen.

Zu guter Letzt folgt ein beherzter,

dabei kontrollierter Schwung. Dann

sollte das Problem Fairwaybunker an

und für sich gelöst sein.

www.schuster-lubenau.de

16 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


With the high-tech

functionality of


Dieser Spaß ist illegal!

VORSTOSS TaylorMade wagt ein mutiges

Experiment und präsentiert Golfschläger,

die nicht regelkonform sind. Vielmehr sollen

diese Anfängermodelle inklusive

Spezialgriff extrem leicht zu spielen sein

und somit einen unkomplizierten Golfeinstieg

ermöglichen. Das vierteilige Set beinhaltet

neben Driver, Eisen, Wedge und Putter

auch übergroße Golfbälle. In den USA

haben ca. 100 Golfclubs eingewilligt, einige

ihrer Grüns mit den entsprechenden, ca. 30

Zentimeter großen Löchern, zu präparieren.

News

FACTS_TIPPS_TRENDS

Martins neue Partner

WECHSELBÖRSE Deutschlands Vorzeigegolfer

Martin Kaymer wird 2014 neuer

Markenbotschafter für Etihad Airways und

Mercedes-Benz. Die Fluglinie aus Abu Dhabi

wählte Kaymer nicht zuletzt aufgrund

seiner Siege bei der Abu Dhabi HSBC Golf

Championship 2008, 2010 und 2011

aus. Auch Autobauer Mercedes-

Benz setzt zukünftig auf den

Major-Sieger aus Mettmann.

Zusammen mit Bernhard

Langer und Marcel

Siem tragen nun die drei

spielstärksten deutschen

Golfer den Stern aus

Stuttgart auf der Brust.

Pikanterweise war

Kaymer bis 2013 Markenbotschafter

für den

Hauptkonkurrenten

BMW. Im September

sollen „unterschiedliche

Interessen“ der Grund

für die Trennung gewesen

sein. Kaymer bat damals um

die vorzeitige Auflösung

seines bis Ende 2014 laufenden

Vertrages mit BMW.

Staff Player

Siem

MATERIALSCHLACHT

Marcel Siem vertraut

seit 2014

dem Schlägerbauer

Wilson und damit

der Statistik. Keine

andere Marke hat

mehr Major-Siege

hervorgebracht.

Siem wird die FG

Tour-Eisen (4-PW)

und die FG Tour TC

Wedges spielen.

„Ich habe immer den

enormen Erfolg von

Wilson bei Major-

Turnieren bewundert.

Mit meinen neuen

Schlägern möchte

ich bei mehr Major-

Turnieren vorne

mitspielen.“ Siems

Neukollegen Padraig

Harrington und Paul

Lawrie vereinen allein

schon vier

Major-Titel auf sich.

Golfinitiative

HACKGOLF Neben dem innovativen

Einsteigerset (s. o.) hat

TaylorMade die „Hackgolf“-Initiative

ins Leben gerufen. Es handelt

sich um eine „Brainstorming“-

Plattform, auf der man sich zum

Thema „Wie kann man Golf verändern,

um es zu einem Spaß für

jedermann zu machen“ äußern

kann. Ziel: Der fruchtbare Austausch

zwischen Hobbygolfern

und den Köpfen der Golfindustrie,

um störende Elemente im Golf zu

verändern. www.hackgolf.org

Regellockerung

MESSERGEBNIS Gute Nachricht

für alle Freunde des Entfernungsmessers.

Die Golfregelhüter der

R&A in St. Andrews erlauben ab

2014 Entfernungsmesser in allen

R&A-Amateur-Turnieren. Diese

Entscheidung wird als deutliches

Zeichen interpretiert, dass man in

der Folge auch bei Profiturnieren

Entfernungsmesser zulassen wird.

Zudem werden auch viele Golfclubs

den Steilpass der R&A aufnehmen

und die clubinternen

Regelungen entsprechend anpassen.

Sollte Ihr

Golfclub

noch keine

Entfernungsmesser

zulassen,

haben

Sie nun ein

gewichtiges

Argument

an der

Hand, diese

Politik mal wieder infrage zu

stellen.

T. Watson: Unterwegs

mit Entfernungsmesser

»Er ist alt und müde.

Aber eine Woche Urlaub

muss reichen . . .«

Adam Scott über seinen Caddie Steve

Williams, der anlässlich seines

50. Geburtstags eine Urlaubswoche

einlegte.

18 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Jimmy All-mächtig

STERNENGUCKER Der Gewinner

der Sony Open 2014 in Hawaii

Jimmy Walker pflegt ein ungewöhnliches

Hobby. Walker ist ein

begeisterter Astrofotograf und gar

nicht einmal so ein schlechter.

Sogar die NASA hat schon zwei seiner

Werke als „Astronomy Picture of

the Day“ gewürdigt, bspw. als er ein

Bild eines neugeborenen Starclusters

veröffentlichte. Mit seiner 50.000

Dollar teuren Ausrüstung fotografiert

Walker bevorzugt den Himmel über

Mayfield, New Mexico. Dort hat er eine Kamera auf 2.500 Meter Höhe installiert

und kann diese via Smartphone oder Laptop ansteuern. Walkers beeindruckende

Arbeit kann man auch im Internet bestaunen: www.darkskywalker.com

WENN‘S

ENG

WIRD

Zahl der Golfspieler leicht gestiegen

ZAHLENSPIELE 637.735 aktive Golfer sind im Deutschen Golf Verband (DGV)

organisiert. Dies ist ein neuer Rekordhöchststand, jedoch beträgt die Zuwachsrate

2013 nur 0,4 Prozent oder 2.638 Golfer mehr als im Vorjahr. 2011 freute man sich

noch über 2,4 Prozent Wachstum, 2012 waren es nur noch

1,7 Prozent. Die geringeren Zuwächse stimmen auch Präsident

Hans Joachim Nothelfer nachdenklich. „Aus der

gegenwärtigen Diskussion zum Thema ‚Golfentwicklung in

Deutschland‘ werden wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern

Maßnahmen ableiten, die uns auf die zukünftigen

Herausforderungen vorbereiten“, erklärte Nothelfer auf der

DGV-Webseite. Vor allem Neugolfer, die vier oder weniger

Jahre gespielt haben, beendeten ihre Golfkarriere, während

das Alterssegment „55+“ ein gesundes Wachstum verzeichnet.

Lesen Sie dazu auch das Götz-Zitat auf Seite 97.

83 cm

Golf-Aktien im Vergleich

Business Wie die Golf-Kurse an der Börse stehen.

58 cm

GOLF TIME hat elf interessante Golf-Aktien herausgesucht. Wie sie sich in

den vergangenen zehn Jahren entwickelt haben.

Unternehmen Währung Kurs 2004 23.11.12 21.11.13 07.02.14

Adams*** Dollar 1,53 10,79 –– ––

Adidas/TaylorMade** Euro 118,75 65,45 88,78 82,58

Aldila Dollar 15,25 2,37 3,95 ––

Amer Group (Wilson) Euro 12,81 11,14 14,51 15,16

Hugo Boss Euro 23,50 80,68 97,44 94,28

Bridgestone Euro 14,30 18,44 27,56 26,12

Callaway Golf Dollar 13,50 6,31 8,00 8,19

Fila Korea (Acushnet, Titleist) Dollar 77,18 56,17 77,90 73,54

Mizuno Corporation Euro — 3,58 4,01 3,46

Puma Euro 202,30 222,23 228,50 207,00

SRI Sports Ltd.* Euro 12,12 10,84 12,30 12,28

* ehem. Srixon, Cleveland ** Splitting Juni 2006 *** Jetzt bei Adidas/TaylorMade

Quelle: GOLF TIME

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 19

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SpongeBob-Daly

ALTERSGERECHT Auf der Liste der

schlechtangezogensten Golfer der Welt

belegt John Daly unangefochten die

Spitzenposition. Beim Qatar Masters

präsentierte er eine neue netzhautbetäubende

Kreation seines Ausrüsters

„Loudmouth“, auf der Charaktere

der Cartoon-Serie „SpongeBob

Schwammkopf“ abgebildet sind.

Demnächst soll dieses textilgewordene

Ästhetikverbrechen auch dem

Rest der Menschheit zugänglich

gemacht werden. Die Begriffe

„John Daly“ und „seriös“ werden

ohnehin nur selten in einem Satz

verwendet. Doch mit der Schwammkopf-

Hose erreicht der zweimalige Major-Sieger

einen neuen „untersee“-ischen Tiefpunkt.

Seit Januar versucht sich Daly übrigens auch

als Pizzabäcker. Seine Pizzamarke „Grip it

and eat it“ soll vornehmlich auf Golfplätzen

angeboten werden. Außer einer Extraportion

Käse und dem Versprechen, davon eine ähnlich

sportliche Figur wie Daly zu bekommen,

handelt es sich schlicht um banale Pizza.

Köpfe

Menschen, Über

die man Spricht

Verlobung

LIEBESGLÜCK Rory

McIlroy und Dauerfreundin

Caroline

Wozniacki ließen alle

Trennungsgerüchte

schlagartig verstummen,

als sie am

Silvesterabend via

Twitter ihre Verlobung

bekanntgaben und

Caroline stolz ihren

hochkarätigen Ring

präsentierte.

Mini-Comeback

2014

Aufatmen bei Yani

Tseng. Nach 22 Monaten

Durststrecke gewann

die ehemalige

Nummer 1 der Welt

endlich wieder ein

Profiturnier, die Taifong

Ladies Open. Das

Event fand in ihrer

Heimat Taiwan statt

und war zudem auch

kaum besser besetzt

als ein durchschnittlicher

Monatspreis im

Golfclub gegenüber

(Cut-Marke: +13!).

Für Yani Tseng aber

war es ein bitter nötiges

Erfolgserlebnis.

109 Wochen war die

25-jährige Taiwanesin

ohne Unterbrechung

die Nummer 1 der

Welt, allein 2011 gewann

sie 12 Turniere

und stand bei insgesamt

27 Events auf

Platz 1, darunter auch

fünf Majors. 2012 verlor

sie ihren goldenen

Touch und purzelte bis

auf Rang 39 der Weltrangliste

hinunter.

3 x 63 = Rekord

BESTMARKE „Wenn man einen

Rekord auf der PGA Tour aufstellt,

hat man etwas richtig gemacht“,

philosophierte Patrick Reed

nach seiner dritten 63er-Runde

bei der Humana Challenge. Mit

27 Schlägen unter Par nach

54 Löchern ergatterte sich der

23-jährige Reed einen Eintrag ins

Rekordbuch. Am Finalsonntag

konnte er dann nur noch eine 71

nachlegen, eine 65 hätte ihm auch

die Bestmarke für 72 Löcher (bei

Par 72) eingebracht, die Steve

Stricker ’09 ebenfalls bei der Humana

Challenge aufstellen konnte.

Rickie & Butch

ERFOLGSDUO Seit Dezember

2013 trainiert Schwung-Guru

Butch Harmon auch Rickie

Fowler. Harmon holte sich vor der

Zusage an Fowler erst die Erlaubnis

seines Meisterschülers Phil

Mickelson ein, mit Rickie arbeiten

zu dürfen. „Wir brauchen einen

Rickie, der gut spielt“, soll Phil

gesagt haben. Harmon optimiert

Fowlers Schwung meist via Video

und lobt dessen Arbeitsmoral.

Bob, der Super-Golf-Opa

WOW! Bob Hullender ist nicht einfach ein 76-jähriger

Golfsenior, er ist der älteste Texas State Amateur Champion

und ehemals Zweiter bei der U.S. Senior Amateur. Seine

vollgepackte Trophäenvitrine ist drei Meter

hoch und fünf Meter breit. Und 2014 fing

gut an für Bob. Innerhalb von fünf Tagen

spielte er zwei Hole in One und einen

Albatros. Der 76-Jährige lochte seinen

zweiten Schlag auf einem 450 Meter

langen Par 5 mit einem Eisen 3 Hybrid aus

200 Meter ein.

20 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 21


Die Top 10

im Race to Dubai E

1. Thomas Björn 916.786

2. Sergio Garcia 741.475

3. Louis Oosthuizen 579.235

4. Charl Schwartzel 507.433

5. Jamie Donaldson 500.092

6. Branden Grace 446.074

7. Stephen Gallacher402.949

8. Pablo Larrazabal 339.151

9. Joost Luiten 326.171

10. Morten O. Madsen318.693

Rankings

RANGLISTEN_HANDICAPS_TOP-TEN

Stand: 07.02.2014

Die Top 5 der besten Putter

LPGA Tour: All Time Career

Money Leaders

# Spielerin $

1. Annika Sörenstam 22.573.192

2. Karrie Webb 18.168.097

3. Cristie Kerr 15.079.402

4. Lorena Ochoa 14.863.331

5. Juli Inkster 13.593.573

6. Se Ri Pak 12.263.219

7. Suzann Pettersen 11.664.446

8. Paula Creamer 10.489.878

George Coetzee, Brendon De Jonge, Pablo Larrazabal, Estanislao Goya

und Carlos del Moral: Diese Pros haben während der laufenden Saison 2014

auf der European Tour die wenigsten Putts pro Runde gebraucht.

Die besten

weiblichen

Amateure der Welt

# Spielerin Nationalität

1. Alison Lee USA

2. Su-Hyun OhAUS

3. Annie ParkUSA

4. Stephanie MeadowIRE

5. Minjee LeeAUS

6. Ashlan RamseyUSA

7. Brooke Henderson CAN

8. Emily Pedersen DAN

9. Georgia HallGBR

10. Ally McDonaldUSA

11. Emma TalleyUSA

12. Erynne LeeUSA

13. Yan JingCHN

14. Mariah StackhouseUSA

15. Kyung KimUSA

16. Doris ChenUSA

17. Noemi MartinESP

18. Sophia PopovGER

19. Chirapat Jao-Javanil THA

20. Laura FünfstückGER

...

115. Vicki TröltschGER

Fotos: GettyImages

Carlos

del Moral

27,9

Putts

Estanislao

Goya

27,8

Putts

Brendon

De Jonge

27,5

Putts

Pablo

Larrazabal

27,5

Putts

George

Coetzee

27,3

Putts

Official World

Ranking

# Spieler P.i.D.*

1. Tiger Woods 10.40

2. Adam Scott8.80

3. Henrik Stenson8.72

4. Phil Mickelson6.93

5. Justin Rose6.64

6. Zach Johnson6.24

7. Rory McIlroy6.30

8. Matt Kuchar5.86

9. Sergio Garcia5.85

10.

...

Jason Day5.46

47. Martin Kaymer2.50

99. Marcel Siem1.52

* Punkte im Durchschnitt

22 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Events

Nach Mammut-Stechen „nur“ Zweiter 2013: Maxi Kieffer

Neue „alte“ Bühne

. . . DIE SIE NICHT

VERPASSEN SOLLTEN

OPEN DE ESPAÑA Die Open de España kehrt zurück

nach Barcelona, besser gesagt zum PGA Catalunya

Resort. Auf dem Stadium Course, der auf vielen Listen

als bester Golfplatz Spaniens geführt wird, findet

vom 15. bis 18. Mai 2014 das wichtigste spanische

Tour-Event statt. Fünf Jahre wurde der Stadium

Course „nur“ als Bühne für die jährliche Qualifying

School der European Tour genutzt. 2012 wurde der

18-Loch-Platz, der seit 2013 auf Rang 5 der 100

Top-Anlagen Europas rangiert, um etwa 200 Meter

verlängert.

Das PGA Catalunya Resort hat sich in den vergangenen

Jahren zu einer der beliebtesten Reisedestinationen

für Golftouristen gemausert, was nicht zuletzt

an der geografischen Lage liegt. Barcelona befindet

sich in erreichbarer Entfernung und das angrenzende

Örtchen Girona vereint in seinem mittelalterlichen

Altstadtkern arabische und europäische Einflüsse.

Girona verfügt zudem über die größte Sterne-Restaurant-Dichte

der Welt und beherbergt mit dem „El Celler

de Can Roca“ auch das beste Restaurant der Welt.

www.pgacatalunya.com

GOLF

OPENING

AUFTAKT Der Start in

die Amateur-Golfsaison

2014 beginnt direkt mit

einem Highlight: Das

große Golf Opening by

Costa Navarino im Hartl

Golf Resort Bad Griesbach

am 12. April 2014. Das

Golf Opening wird dieses

Jahr zum achten Mal

ausgetragen. Mit dabei

werden auch zahlreiche

Prominente des EAGLES

Charity Golf Clubs sein.

Ab 149 Euro können Sie

sich auf eine Übernachtung,

ein reichhaltiges

Frühstücksbuffet und

einen Begrüßungsdrink

bei der Anreise freuen.

Und natürlich auch auf

die Turnierteilnahme am

Golf Opening inklusive

Greenfee, Startgeschenk,

Halfway-Verpflegung und

die Siegerehrung.

www.hartl.de

Golftage München

PUBLIKUMSMESSE Mit namhaften

Ausstellern und einem geballten Rahmenprogramm

locken die Golftage München

Golffans ins MOC München. Vom 21. bis

23. März 2014 findet die Publikumsmesse

in der bayrischen Hauptstadt statt.

Highlights sind die große Event Arena

in Halle 2, die sich schon in den letzten

Jahren als Publikumsmagnet bewährt

hat. Dort kann

man in einem

abwechslungsreichen

und

kostenfreien

Programm mit

den Pros der

David Leadbetter

Golf

Academy und

der The Move

Academy wertvolle

Tipps für

das kurze oder lange Spiel bekommen.

2013 besuchten 10.200 Gäste die Golftage

München und ließen sich von über

110 Ausstellern informieren, welche

Golftrends wichtig werden. Auf der

knapp 600 m² großen Indoor-Range

kann man das aktuelle Material auch

gleich vor Ort testen. Ausstellen werden

u. a. Honma, PING, TaylorMade, Walk

Golf, Fairway Golfshop, Made to Measure,

Cobra Puma und Callaway.

www.golftage-muenchen.com

Hartl Resort

Bad Griesbach:

Beckenbauer

Golf Course

24 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


esort experience in Mauritius

THE TOTAL RESORT EXPERIENCE

Luxury accommodation and fine dining are just the start of the

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with private pool.

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Statement

Handicap und Fair Play. Analysiert von Alexander Klose

Unter dem Titel „Eine schöne

Bescherung“ hat GOLF TIME-

Chefredakteur Oskar Brunnthaler

in der Rubrik „Time Out“

der Dezember-Ausgabe 2013

das Thema Fair Play im Golfsport

aufgegriffen.Aufhänger war ein erspieltes Ergebnis

von 77 Nettopunkten, was einer

Unterspielung um 41 Schläge gleichkommt. In

der Tat müssen wir uns fragen, wie so etwas zu

erklären ist, und werden schnell zu der Erkenntnis

gelangen: Gar nicht! Dennoch kommt

Ähnliches in deutschen Clubs regelmäßig vor.

Das Traurige daran ist, dass der gefühlte Sieg

nur Verlierer zurücklässt. Die Siegerehrung

wird zur Preisverteilung.

Der Spieler selbst wird

in Zukunft sicher kein gern

gesehener Spielpartner oder

Gast mehr sein. Das Teilnehmerfeld

darf sich betrogen

fühlen, ob des Handicaps

eines Spielers, das nicht im

Geringsten sein Spielpotenzial

reflektiert. Ebenso bleibt

beim austragenden Club ein

fader Beigeschmack und es

leidet die Reputation des

Heimatclubs des Spielers.

An diesem Beispiel lässt

sich sehr gut aufzeigen,

dass es, wenn nicht alle

Regularien Anwendung finden,

schnell zu (Problem-)

Fällen kommen kann,

die den Fair-Play-Gedanken

ins Mark treffen. Dennoch

gibt es immer wieder das Bestreben,

einzelne Aspekten

Schon 1931: des Vorgabensystems nicht

Jährliche Vorgabenüberprüfung

hier liegt das Problem.

anzuwenden. Doch genau

Im genannten Fall gilt: Die Beteiligten

haben die Möglichkeiten, die ihnen das

Handicap-System bietet, nicht ausreichend

genutzt. Der Heimatclub des Spielers hätte

dessen Handicap nach Erkenntnis des wahren

Spielpotenzials anpassen können. Vorgabenanpassungen

und -festsetzungen sind zwar oft

ungeliebte Aufgaben eines Vorgabenausschusses,

die allerdings ihre Berechtigung

haben, wenn Fair Play im Golf seinen Platz behalten

soll. Auch der austragende Club

sollte sich die Frage stellen, ob er alles richtig

gemacht hat.

Entgegen der Annahme, dass die Vorgabe

des Spielers nun wenigstens auf 20,1 reduziert

wird, verharrt die Vorgabe bei 54. Grund: Das

Wettspiel war nicht vorgabenwirksam ausgeschrieben.

Wäre vorgabewirksam gespielt worden,

würde der Spieler automatisch mit neuer

Vorgabe spielen und die Wiederholungsgefahr

wäre erheblich geringer. Zumindest hätte man

das Ergebnis aber dem Heimatclub melden sollen,

um eine Vorgabeanpassung zu bewirken.

Diese Pflicht hätte übrigens auch der Spieler

selbst gehabt.

Das Vorgabensystem wird häufig als kompliziert

und intransparent bezeichnet. Beispiele

wie dieses belegen aber, dass eine „planlose“

Vereinfachung des Systems nicht zielführend

ist, sondern Nettowettbewerbe zur Lotterie machen

kann. Deshalb sollten die Regularien im

wohlverstandenen Sinne Anwendung finden.

Das beinhaltet im Übrigen auch die oft kritisierte

jährliche Vorgabenüberprüfung,

die seit jeher (siehe Abb. Golf Jahrbuch 1931)

Bestandteil der Regularien ist, und dies nicht

nur in Deutschland, sondern europaweit.

Auf einem anderen Blatt steht allerdings die

Frage, ob die heutigen Vorgabenregularien für

Anfänger, Gelegenheitsspieler und Golfer, die

zumeist nur private Runden drehen, bedarfsgerecht

sind. An dieser Stelle tut Modernisierung

sicher not und der Deutsche Golf Verband setzt

sich bereits erfolgreich für künftige Anpassungen

beim zuständigen Europäischen Golf

Verband (EGA) ein.

Wer in einer Welt leben mag, in der man

sich sein Handicap wünschen kann, dem sei,

mit einem Augenzwinkern, die Webseite

www.wunschhandicap.de empfohlen.

ALEXANDER KLOSE,

DGV-Vorstand

Recht & Regularien

»In der Tat

müssen wir

uns fragen,

wie so etwas

zu erklären ist,

und werden

schnell zu der

Erkenntnis

gelangen:

Gar nicht!«

www.wunschhandicap.de

26 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


COVER TIGER & PHIL

Sie sind schon heute Superstars, lebende Legenden, Golfikonen.

GEGENSATZE

In diesem Fall kann man es sich nicht zwischen

den Stühlen bequem machen. Man ist entweder

ein Tiger-Fan oder ein Anhänger von Phil.

Dazwischen gibt es nichts. Woods und Mickelson

polarisieren die Fans in der gleichen Weise wie

der FC Bayern und der BVB. Oder die Beatles und

die Stones. Das Einzige, was die beiden Multimillionäre

miteinander gemein haben (abgesehen von einigen

Majortiteln und einem astronomisch hohen Kontostand),

sind ihre drolligen Zweitnamen. Ansonsten trennen

(Eldrick) Tiger Woods und Phil (Alfred) Mickelson

Welten. Einfacher ausgedrückt, sie sind zwei sehr

unterschiedliche Persönlichkeiten.

Der eine ist ein gnadenloser Vollstrecker. Der andere

ein liebenswertes Schlitzohr. Den einen könnte man als

den größten Spieler der Golfgeschichte bezeichnen, mit

einem Körperbau wie ein gemeißelter Adonis. Der andere

ist der Champion der Herzen, mit der Physiognomie eines

Kuschelteddys. Der austrainierte Kerl verfügt über einen

mörderischen Upper-Cut, sofern es in seine Richtung

läuft. Der Teddybär hingegen verfügt über ein gekräuseltes

Lächeln und bedankt sich für Applaus mit einem

schüchternen Antippen seines Golfvisors. Man muss nur

jeweils eine Pressekonferenz der beiden Charaktere

besucht haben, um zu wissen, dass wir hier über Äpfel

und Birnen reden.

Tigers Begegnungen mit den Medien haben die

herzerwärmende Atmosphäre eines Mordprozesses. Die

Mienen sind allenthalben starr und ausdruckslos. Jeder ist

anwesend, denn jedem ist klar, dass hier gleich die Hauptschlagzeile

für die Abendnachrichten entstehen wird.

Dann erscheint er inmitten einer Armee von Sicherheitspersonal.

Niemand darf das Wort an ihn richten, wenn er

zum Mikrofon schreitet. Wenn er sich setzt, erfüllt

Spannung die Luft und man kann die sprichwörtliche

Stecknadel fallen hören. Meist wirkt Tiger todernst und

angespannt. Er fummelt am Mikrofon herum, seine

Augen halbgeschlossen, da ihn die blendenden Scheinwerfer

der Kameras stören.

Woods ist ein Meister in der Disziplin „viel reden, wenig

sagen“, wobei er es gleichzeitig schafft, eine mysteriöse

und geheimnisvolle Aura um seine Person zu erzeugen. Es

ist schier unmöglich, ihn aus der Reserve zu locken,

sofern man diese nicht mit einem bösen Blick oder einem

zynischen Kommentar verwechselt, wenn ein Journalist

eine besonders einfältige Frage vom Stapel gelassen hat.

Bis heute sind selbst über „Tigergate“ (der große Skandal

von 2009) keinerlei handfeste Details bekannt und auch

sein Leben nach der Trennung von Ehefrau Elin Woods ist

»Ein Mickelson-Fan

zu sein ist ein

wenig so, als würde

man hoffen, dass

der Lachs den Bär

frisst. Es bedarf

einiges an Glauben

und ein mildes

Auge. Mickelson

ist wie eine

Achterbahn

in einem

Erdbeben . . .«

28 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Aber sind Phil und Tiger auch noch die Rivalen, die sie einst waren?

ZIEHEN SICH AN

»Ein Tiger-Fan zu sein

ist so, als würde man

Bill Gates wünschen,

er möge einen 20 $-

Schein finden. Es

bedarf weder Mut

noch Vorstellungskraft.

Ein wenig so,

als würde man auf

die Jahreszeiten

setzen . . .«

ein großes Geheimnis. Ohne Hank Haneys Buch „The Big

Miss“ wüssten wir nichts über Tiger. Nicht einmal über

seine Vorliebe für die Comic-Serie „South Park“ (obwohl

er in einer Folge deftig aufs Korn genommen wurde) oder

von seiner Faszination für die amerikanischen Navy Seals.

Niemand, mit Ausnahme der Mitglieder seines engsten

Kreises, kann behaupten, Tiger gut zu kennen. Und selbst

die scheinen nur soviel über ihn zu wissen, wie der

Privatsekretär der Queen über seine Chefin.

Im Gegensatz dazu sind Phils Pressekonferenzen eine

entspannte Angelegenheit. Dafür aber auch selten so

gut besucht (oder schlagzeilenverdächtig) wie Tigers

Veranstaltungen. Phil schlendert lächelnd in den Saal und

bei dem Gang durch die Reihen entsteht oft eine lockere

Unterhaltung über Nichtigkeiten (Baseball, American

Football) mit einigen seiner Lieblingsgolfjournalisten.

Irgendwann bugsiert ein gestresster Mitarbeiter der

Presseabteilung Phil mit sanfter Gewalt in Richtung

Mikrofon und das Frage-Antwort-Spiel beginnt.

Phil, es scheint, du bist in großartiger körperlicher

Verfassung. Ich frage mich, ob du deine

Standhochsprungfähigkeiten verbessern konntest (eine

Anspielung auf den ungelenken Freudensprung nach

seinem ersten Majorsieg beim Masters 2004)?“

„Die Kameras haben doch viel zu früh ausgelöst und

mich nicht am Höhepunkt des Sprungs fotografiert. Das

prangere ich an!“

Phil kennt den Begriff „Selbstironie“, Tiger nicht.

Im August 2013 in Oak Hill, am Vorabend der PGA

Championship, fragte ihn ein Reporter nach Tiger Woods,

der kurz zuvor die Bridgestone Invitational in Akron,

Ohio gewonnen hatte.

E

Woods’ Glanzzeiten: Da

waren Tigers Siege

so sicher wie

das Amen in

der Kirche

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 29


COVER TIGER & PHIL

„Dass Tiger letzte Woche gewonnen hat, ist toll“,

erwiderte Phil mit einem ernsten aber unterschwellig

verschmitzten Blick. „Denn ich kann mich wirklich nicht

erinnern, wann zuletzt jemand in der Woche vor einem

Major gewonnen hat und dann einen Major-Sieg landen

konnte ...“ Es war natürlich Phil selbst, der wenige

Wochen zuvor die Scottish Open in Castle Stuart und in

der Folgewoche die Open Championship in Muirfield

gewonnen hatte.

Wenn Tiger ein Major verliert, sagt er Sätze wie „ich

habe alles getan, was nötig war, außer den Ball ins Loch

zu befördern. Ich habe es nicht fertiggebracht“. Wenn

Phil verliert, gibt er Dinge wie „ich bin so ein Idiot!“ von

sich.

Phil ist bekannt dafür, dass er gerne

und viel Autogramme schreibt . . .

Der Ursprung der Rivalität. Tiger gewann gleich das

erste Majorturnier, bei dem er als Golfprofi gestartet war.

Er war 21 Jahre alt und ließ die Konkurrenz zwölf Schläge

hinter sich.

Phil hingegen war schon 33 Jahre, als es endlich

klappte. Zuvor startete er 41 erfolglose Anläufe. Jahrelang

trug er das unsichtbare Etikett „bester Spieler ohne

Majorsieg“ mit sich spazieren. Bei jeder Pressekonferenz

stellte irgendjemand die Frage: „Sind Sie der beste Spieler

der Welt, der nie ein Major gewonnen hat?“ Für die

Besucher dieser Veranstaltungen war dies ebenso

langweilig wie vorhersehbar. Man kann nur ahnen, wie

langweilig und vorhersehbar dies erst für Phil gewesen

sein muss.

Als er dann endlich den Durchbruch schaffte, waren

seine ersten Worte (nach der ungelenken Sprungeinlage)

„Oh mein Gott!“ Er war genauso überrascht wie alle

anderen – auch über seinen Hüpfer. Die Erleichterung war

spürbar. Und vor dem nächsten Major-Turnier wurde ihm

bei der ersten Pressekonferenz prompt diese Eingangsfrage

gestellt: „Sind Sie der beste Spieler der Welt, der nur

ein Major gewonnen hat?“ Phil antwortete: „Nett, dass Sie

das fragen. So viel netter als die Fragen, die man mir in

der Vergangenheit gestellt hat . . .“

Und heute, da Tiger keines der letzten 22 Majors

gewonnen hat, war Phil bei zwei der letzten 16 Großveranstaltungen

erfolgreich. Man könnte meinen, das

Momentum habe sich zugunsten des Älteren verschoben.

Man könnte aber auch argumentieren, dass Phil, seit er

2007 begann, mit Butch Harmon zu arbeiten, die Nase

vorn hat.

In einer amerikanischen Golfzeitschrift konnte

man lesen, dass Butch (der Woods von 1993 bis 2004

trainiert hat) Phil mit Tigers Taktiken gefüttert haben

soll, mit denen dieser seiner Konkurrenz den letzten

Nerv zu rauben pflegt. In dem Artikel wurde angedeutet,

dass Tiger dazu neigt, etwas langsamer zu gehen, wenn

er es mit schnellen Spielern zu tun hat und umgekehrt.

Dass er gerne als Erster puttet, um die

Zuschauermassen, die ihm folgen, in Wallung

zu versetzen oder dass er als Letzter auf dem

Abschlag erscheint, damit die Leute möglichst

lang und laut für ihn applaudieren.

Ob es nun an Butchs Taktikschule liegt

oder nicht, seither kommt Phil nicht mehr so

häufig als Zweitbester ins Ziel. Vielmehr behielt

Mickelson bei den letzten fünf Aufeinandertreffen

sogar die Oberhand. „Keine Ahnung,

Tiger & Phil:

Als Dreamteam

beim Ryder Cup

2004 ein Flop

»Phil will all das sein, was Tiger nicht ist.

Freundlich zu jedermann und ein

Familienmensch. Er wurde zum Anti-Tiger«

woran es liegt“, sagte Phil kürzlich, „aber während der

letzten vier oder fünf Jahre habe ich immer dann mein

bestes Golf gespielt, wenn ich mit Tiger unterwegs war.“

Früher war das ganz und gar nicht der Fall!

Zuletzt bei der Deutsche Bank Championship 2013

spielte Phil die vorderen neun Bahnen in nur

28 Schlägen und brachte eine 63 ins Clubhaus, fünf

Schläge besser als Tiger. Beim AT&T Pebble Beach

Pro-Am 2012 schlug Mickelson eine bärenstarke

64 und gewann das Turnier, während Tiger eine

lausige 75 ablieferte.

Der amerikanische TV-Kommentator Gary

McCord, Mitglied in Whisper Rock in

Scottsdale, Arizona, Phils erstem eigenen

Platzdesign, kennt Mickelson besser als viele

andere Journalisten: „Meiner Meinung nach

weiß Phil genau, dass er nie der beste Golfer

seiner Zeit sein wird. Vor einiger Zeit sagte er

30 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Mensch oder maschine?

Die drei großen Rivalitäten der Golf-Geschichte.

Nicklaus vs. Palmer

Jack Nicklaus entstammte

einem wohlhabenden Elternhaus.

Arnold Palmer hatte

einen Alkoholiker als Vater,

der nie ein lobendes Wort für

seinen Sohn fand. Jack war

ein pummeliger, linkischer

Typ, elf Jahre jünger als Arnie.

Palmer sah aus wie ein

Hollywood-Schauspieler. Der

eine spielte einen Fade, Der

andere den Draw. Nicklaus

schlug chirurgisch präzise

Bälle, Palmer war ein Kraftgolfer.

Jacks Schwung war

elegant, Arnies hölzern.

Nicklaus gewann 18 Majors,

Palmer sieben . . .

Jack Nicklaus

Arnold Palmer

… während Tiger nur selten

für ein paar Minuten seinen

Namen kritzelt und

Augenkontakt mit den Fans

tunlichst vermeidet

sich deshalb wahrscheinlich: ‚Ich will all das sein, was

Tiger nicht ist. Ich werde freundlich zu den Fans sein,

lächelnd Autogramme schreiben und meine Familie wird

immer um mich herum sein. Ich werde enge, persönliche

Beziehungen mit meinen Sponsoren pflegen.‘ Mickelson

wurde zum Anti-Tiger. Hat er das mit Absicht gemacht?

Phil ist ein schlauer Kerl und ich habe ihn nie gefragt.

Aber es ist trotzdem kaum zu übersehen.“

Mickelson gibt offen zu, dass er als Junge lieber Arnold

Palmer als Jack Nicklaus gewesen wäre. Dieser Respekt für

Palmer wurde in seiner Zeit als Rookie auf der Tour weiter

bestärkt. „Bei der U.S. Open in Oakmont sah ich Arnold

aus dem Zelt der freiwilligen Helfer kommen, in dem er

eineinhalb Stunden Autogramme geschrieben hatte. Die

Leute dankten ihm überschwenglich und Arnold sagte

ihnen, dass sie die ganze Woche hart geschuftet hätten,

damit das Turnier reibungslos über die Bühne gehen

konnte und keinen Augenblick Zeit gehabt hätten, das

Geschehen auf dem Platz zu verfolgen. ‚Ich bin hierhergekommen,

um Sie wissen zu lassen, wie sehr wir das zu

schätzen wissen‘, hat Palmer gesagt und sich auf seine

Weise bedankt. So sollte ein Profi mit den Menschen

umgehen, dachte ich mir damals und versuche seither,

Arnold Palmer als meinem Vorbild gerecht zu werden.“ E

Nick Faldo

Hogan vs. Snead

Ben Hogan war ein Getriebener

mit einem eisernen Willen.

Sam Snead war ein Typ

vom Land, der den Ball eine

Meile weit schlagen konnte.

Hogan der „Hawk“, „Bantam

Ben“ oder „The Wee

Icemon“. Snead war einfach

nur „Slammin’ Sam“. Hogan

ist bekannt für seinen Lehrbuchschwung,

Snead für seinen

Strohhut, dass er schon

mal barfuß gespielt hat

oder für seinen Crocket-Puttstil.

Hogan sprach während

eines Turniers kaum ein

Wort, Snead erzählte währenddessen

schmutzige

Witze. Hogan gewann neun

Majors, Snead sieben.

Seve Ballesteros

Ben Hogan

Faldo vs. Ballesteros

Nick Faldo strahlte kühle

Sachlichkeit und Überlegenheit

aus. Seve Ballesteros war

offensiv, intensiv und leidenschaftlich.

Faldo war ausrechenbar.

Seve auf irritierende

Weise magisch. An Faldo wird

man sich wegen der 18 Pars

in Folge zum Open-Sieg 1987

erinnern. An Seve wegen

seines unmöglichen Wedgeschlages

über eine Mauer bei

der Swiss Open 1983. Seve

war der ultimative Teamplayer.

Faldo der Prototyp des Einzelgängers.

Seve starb zu jung,

Faldo entdeckte eine neue

Karriere. Faldo gewann sechs

Majors, Seve fünf.

Sam Snead

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 31


COVER TIGER & PHIL

Das Aufweichen der Rivalität. Das Verhältnis zwischen

Tiger und Phil hat einiges an Schärfe verloren. Vor zehn

Jahren bezeichnete Mickelson Woods noch als den

einzigen Golfer, der so gut spielen könne, dass er die

Schwächen der Schläger, mit denen er zu spielen verdammt

sei, ausgleichen könne. Zwar war dieser schräge

Kommentar eigentlich ein Ausdruck der Bewunderung

für Tigers Golftalent, doch der Seitenhieb auf Woods

Ausrüster Nike sorgte für eine neue Eiszeit. In Interviews

nannte Tiger Mickelson damals nie „Phil“, sondern sprach

immer immer nur von „er“.

Der Tiefpunkt war dann beim Ryder Cup 2004 in

Oakland Hills erreicht, als Kapitän Hal Sutton den

Gegenbeweis zur mathematischen Formel „plus mal plus

ergibt plus“ antrat, als er Phil und Tiger als vermeintliches

Dream-Team in zwei Vierball-Begegnungen schickte, die

sie beide verloren. Phil hatte ironischerweise zwei Wochen

vor dem Ryder Cup den Material-Ausrüster gewechselt

und Woods war sichtlich angewidert von Mickelsons

unbeständigem Spiel.

Doch seit Oakland Hills ist eine Menge Wasser unter

der Swilcan Bridge hindurchgeflossen. Beide Spieler

haben abseits des Platzes umwälzende Erfahrungen

gemacht. Die Zeit heilt alle Wunden und weicht auch so

manchen alten Groll auf. Heute sind beide weisere

Menschen mit mehr Lebenserfahrung. Woods hat einen

»Tiger Woods nannte Kontrahent

Mickelson in Interviews nie ›Phil‹,

sondern sprach immer nur von ›er‹ «

Mickelson und Woods:

Als Kameraden im Ryder

Cup-Team sind sie nur

auf der Bühne oder an

der Tischtennisplatte

stressfrei kompatibel

gigantischen Medienskandal sowie die daraus

resultierende Scheidung hinter sich und mit Lindsey Vonn

eine prominente Freundin an seiner Seite. Mickelson

ist auch nicht mehr derselbe, seit sowohl bei seiner Frau

als auch bei seiner Mutter Brustkrebs diagnostiziert

wurde und er selbst einen Kampf gegen eine die Fingerund

Kniegelenke angreifende Form der Arthritis auszufechten

hat.

Tigers Spiel ist heute nicht mehr so gnadenlos wie

früher, während Phil der komplettere Spieler geworden

ist. Beide sehen ihre Prioritäten (in Form ihrer Kinder)

abseits des Fairways. Als Tigers erstes Kind geboren

wurde, schickte Phil ihm eine Miniatur-Tischtennis-Platte

als Geschenk. Auf der Karte stand zu lesen, dass Phils

Kinder hoffen, dass sie irgendwann mit Sam Alexis um die

zukünftige Vorherrschaft im Pingpong spielen könnten.

Hintergrund: Tiger und Phil tragen während des

Ryder oder des Presidents Cups häufig Tischtennis-Duelle

aus. Seit Tiger seinen Caddie Steve Williams (der Mickelson

nicht ausstehen konnte und daraus keinen Hehl machte)

gegen Joe LaCava (einen guten Freund von Mickelsons

Taschenträger Jim „Bones“ McKay) austauschte, kann man

annehmen, dass das Tiger/Phil-Verhältnis davon profitiert

haben müsste. Doch man sollte nicht glauben, dass die

beiden nicht nach wie vor neidisch auf das schielen, was

der andere hat. Phil würde bestimmt vieles für die

14 Major-Siege geben, die Tiger vorzuweisen hat. Und

Tiger sehnt sich mit Sicherheit nach der echten Fan-Liebe,

mit der die Zuschauer Phil regelrecht überschütten.

32 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Tiger vs. Phil: 17 Jahre Rivalität in zahlen

Warum Tiger in jeder Kategorie die Nummer 1 ist, außer in einer (die ihn aber nicht juckt).

WGC-Siege

18

Tiger

2

Phil

Sieg

Sieg

Sieg

Sieg

Majors

Masters – 1997

PGA – 1999

US Open – 2000

Open – 2000

Cut

T 57

T 16

T 11

preisgeld GESAMT

$109.504.139

Tiger

$71.117.850

Phil

Weltranglistenposition

Sieg

Sieg

Sieg

PGA – 2000

Masters – 2001

Masters – 2002

T 9

T 3

T 3

Ryder Cups

1.

(659 Wochen)

TIGER

2.

(270 Wochen)

PHIL

Sieg

T 22

Sieg

Sieg

T 4

T 3

Sieg

Sieg

Sieg

US Open – 2002

Masters – 2004

Masters – 2005

Open – 2005

PGA – 2005

Masters – 2006

Open – 2006

PGA – 2006

PGA – 2007

2.

Sieg

T 10

T 60

Sieg

Sieg

T 22

T 16

T 5

7 9

gespielte turniere/

top-10-ERGEBNISSE

185 151

309 393

Turniersiege

PHIL

Sieg

T 4

US Open – 2008

Masters – 2010

T 18

Sieg

Tiger

phil

106

51

TIGER

T 6 Open – 2013 Sieg

14 5

Kopf an Kopf

4

14

17

Majorsiege

TIGER

Majorsiege

Phil

tiger

gleichstand

PHIL

Steve

Williams:

Der Caddie

ringt sich

das falsche

Lächeln ab,

das Tiger

nicht kann

Der bekannte amerikanische Sportjournalist Rick

Reilly schrieb einmal: „Zu Tiger zu halten ist ein wenig so,

als würde man Justin Timberlake viel Glück wünschen

oder Bill Gates anfeuern, er möge 20 Dollar verdienen.

Dazu benötigt man keine Vorstellungskraft oder gar Mut.

Was bringt das? In einem von fünf Fällen gewinnt Woods

sowieso, egal, ob man ihm zujubelt oder nicht. Da kann

man ebensogut die Jahreszeiten anfeuern. Ein Phil-Fan zu

sein hingegen ist ein wenig so, als würde man hoffen, dass

der Lachs den Bär frisst. Es bedarf einiges an Glaube und

ein mildes Auge. Mickelson ist wie eine Achterbahn in

einem Erdbeben. Der eine Schlag ist so gut, dass einem

vor Staunen die Kinnlade runterfällt. Der nächste so

hirnverbrannt, dass man sich ungläubig an den Kopf fasst.

In etwa so, als würde man mit vor Entsetzen weit aufgerissenen

Augen einem Blinden zusehen, wie er bei Rot

über eine vielbefahrene Kreuzung schlendert.“

Also, auf welcher Seite stehen Sie? Sind Sie ein Fan des

Spielers, der seit über 660 Wochen die Nummer 1 der

Welt war (und ist)? Oder für den, der 270 Wochen lang

die Nummer 2 war, jedoch nie den Sprung an die Spitze

geschafft hat? Sind Sie für den Mann, dessen Vater ein

Green Beret in der Army war oder für den Kerl, dessen

Papa Kampfjets in der Navy geflogen hat? Können Sie sich

eher für den Golfprofi erwärmen, der am Vorabend einer

U.S. Open 10.000 Kilometer durch die Nacht fliegt,

um die Schulabschlussfeier seiner Tochter zu besuchen?

Oder bevorzugen Sie den Supersportler, der 600 Kniebeugen

vor dem Frühstück absolviert und schon im

Alter von zwei Jahren seine Golfkünste in einer TV-Show

vorführte?

Wünschen Sie Phil den Sieg bei der U.S. Open in

Pinehurst, der seine sechs zweiten Plätze vergessen

machen und seinen Karriere-Grand-Slam vollenden

würde? Oder soll Tiger wenigstens eines der vier Majors

gewinnen, um seine sechsjährige Durststrecke zu beenden

und näher an Nicklaus’ „18“ heranzurücken?

„Beides“, sagen Sie? Nun, wie anfangs erwähnt, das

geht nicht. Nur Tiger oder Phil. Ein dazwischen gibt es

nicht.

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 33


COVER VORSCHAU 2014

Januar


2014 – Das Jahr vor uns

Februar


Spanischer Wüstenfuchs

Mickelson, McIlroy und die drei

deutschen „M’s“ starten in Abu

Dhabi, aber Pablo Larrazábal wird

hauchdünn gewinnen. (Ha!)

Über kurz oder lang?

Die besten Golftrainer der Welt

diskutieren hitzig, ob das lange oder

Jason Duffner

das kurze Spiel das wichtigere

Element im Golf ist. Aber machen sie

das nicht eigentlich immer . . .

Ich sehe harte Schläge(r)

Auf der PGA Merchandise Show

werden innovative Produkte

vorgestellt, darunter die geradesten

Driver, die längsten Eisen und der

weichste Ball aller Zeiten (zumindest

bis 2015).

„Dufnering“ wird verboten

Weniger eine Vorhersage als ein

frommer Wunsch. Es war lustig,

Jason Dufner zu imitieren, aber der

Gag ist endgültig durch.

Alles Gute zum 25.

Die Dubai Desert Classic feiern ihre

25. Auflage und Tiger Woods erhält

eine Wagenladung Geldscheine für

sein Erscheinen und ein Stück

Land in der Größe Nordhessens,

um darauf einen

Golfplatz zu bauen. Das Turnier

gewinnt . . . Lesen Sie weiter

auf www.golftime.de

Drogenskandal

Renntier Rudi, das

bei den „Reindeer

Racing Championships“

in Tromsø

startet, wird positiv auf

„Vijay Singh“-Spray getestet.

Spiel, Satz und Matchplay!

64 Superstars tragen heiße

Gefechte in Arizona aus, doch

trotz der hohen Temperaturen

besteht Vorjahressieger

Matt Kuchar auf sein Schlumpf-

Outfit, das ihm auch 2014

wieder Glück bringen soll. Das

wird es jedoch nicht,

vielmehr gewinnt

natürlich ein anderer,

nämlich . . .

Nachzulesen unter

www.golftime.de

Matt Kuchar

august

julI

Ich verklage euch alle!

Rudi verklagt den „Renntier-Verband“

wegen der verletzenden

Berichterstattung über seine

versehentliche Einnahme des

„Vijay Singh“-Sprays.

Laaangweilig!

Die PGA Tour „lost“ Nicolas

Colsaerts, Bubba Watson und Dustin

Johnson zum 15. Mal zusammen.

„Wir sind die Längsten, so ein Zufall“,

stöhnt das Trio.

september

Legende von Valhalla

Martin Kaymer läuft bei der PGA

Championship zur Höchstform auf

und hinterlässt seinen Fingerabdruck

auf dem Pokal.

Fotofinish

„Gott sei Dank für die Wildcards“,

murmelt McGinley, der mit fünf

luschigen Euro Tour-Nasen gestraft

ist, da seine Topstars lieber den

FedEx-Cup statt die Italian Open

spielen.

Colin

Montgomerie

Kollektives Kieffer-klappern

Max Kieffer schnappt Tiger Woods

den Open-Sieg am 23. Extraloch mit

einem 50-Meter-Putt vor der Nase

weg.

Umschulung

Versehentlich meldet sich Rory

McIlroy für ein Tennis-Majorturnier

an und steht im Finale von

Wimbledon seiner Freunding Caroline

Wozniacki gegenüber.

oKtober

Sergio Garcia

Tweety does it again!

Sergio Garcia möchte beweisen,

dass seine 74 in der Finalrunde der

Open 2006 in Royal Liverpool nicht

an seinem komplett gelben

Outfit gelegen hat und startet

mit einer 76 in die Open.

Tiger Woods wird

wegen „Zerrung der

Gesichtsmuskulatur“

ins Krankenhaus

eingeliefert.

Hilfe! Holt Kapitän Monty!

Kapitän Paul McGinley wird krank

und die Mitglieder des Ryder Cup-

Teams stimmen für Colin

Montgomerie als neuen Kapitän.

Dann klingelt der Wecker und Monty

wacht auf.

Ryder Cup-

Regenunterbrechung

Weniger eine Vorhersage als eine

Unvermeidbarkeit.

Blau auf der Tafel

Marcel Siem und Martin

Kaymer sorgen für die ersten

Punkte für Europa. Dann

klingelt der Wecker . . .

Jubeln mit Stil

Jason Dufner gewinnt einen

wichtigen Punkt für die USA und

feiert ausgelassen. Er wedelt ein

wenig mit der Hand und blickt

verwirrt in die Runde.

Maskottchen endet tragisch

Eine schottische Feldmaus wird

inoffizieller Glücksbringer des

europäischen Ryder Cup-Teams.

Als Caroline Wozniacki versucht,

das Tierchen auf Rorys Schulter zu

setzen, verirrt sich die Maus zwischen

seinen Locken und kann leider erst

Tage später nur noch tot geborgen

werden. Sie starb an Hunger, Durst

und geistiger Unterforderung.

Erklärungsversuch

Tom Watson schiebt die Niederlage

beim Ryder Cup auf die Tatsache, dass

das andere Team besser putten konnte.

Rudi rehabilitiert

Renntier Rudi erfährt die

Komplettwiederherstellung seines

Rufs als Sportsmann . . . -tier,

als das „Vijay Singh“-Spray von der

Dopingliste gestrichen wird.

Auf diese

meldungen

Deutscher Major-Sieg

Kaymer, Siem oder Kieffer, aber vielleicht

auch Masson oder Gal? Warum nicht zur

Abwechslung mal wieder ein

Überraschungssieger aus Deutschland?

Egal, wer die Sensation schafft, die

GOLF TIME-Titelseite ist ihr/ihm sicher!

hoffen wir 2014 1 2

Europa ist die Nr. 1

Ob Ryder Cup oder Majorturniere – wir

hätten nichts gegen Westwood im grünen

Jackett, Poulter als König von Pinehurst,

Garcia, der in Royal Liverpool triumphiert

und Kaymer als Held von Valhalla. Der Euro-

Sieg in Gleneagles ist allerdings Pflicht!!!

34 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Wir haben eine etwas wunderliche Wahrsagerin gefragt, was 2014 im Golf

passieren wird. Nachdem sie erst dem Auto auf dem Hof einen Kolbenfresser

prophezeite, ging es dann endlich um den Golfsport. Hier ist das Ergebnis . . .

mÄRZ

april

Bärenstark

2013 verpasste Marcel die

Qualifikation für die Honda Classic,

2014 spielt Siem mit und gewinnt das

Turnier . . . oder an Erfahrung.

Tiger gewinnt die Bay Hill

Invitational

Weniger eine Vorhersage als ein

Naturgesetz.

Zwei Kontinente kollidieren

Am 28. März findet der EurAsia Cup

statt, ersonnen, um die Begeisterung

(und die Umsätze) des Ryder Cup zu

generieren. „Es wird gigantisch“, sagen

die Veranstalter, „passt nicht in unsere

Turnierplanung“, sagen die Euro-Stars.

Böhm verlässt Garcia

„Katharina Böhm verlässt

Golfstar Garcia“, meldet

eine große deutsche

Zeitung. Leider wieder einmal

schlecht recherchiert, Sergio

heißt plötzlich „Andy“ und

Böhm ist angeblich 50 Jahre

alt und Schauspielerin.

Katharina Böhm

Neues

„Golf Boys“-Video!

Bubba im Hovercraft, Hunter Mahan

von einem Grizzly Bär gedoubelt,

Rickie Fowlers Mützenschirm mit

Sprechrolle und Ben Crane als

Pleitegeier.

Sweet 16!

Lydia Ko gewinnt die Kraft Nabisco

Championship mit 16 Jahren und

wird jüngste Major-Siegerin aller

Zeiten! Sie feiert in bester Teenager-

Manier, indem sie ihre Facebook-

Seite aktualisiert und sich mit ihren

Eltern fetzt.

Doch lieber Shrimps?

Adam Scotts Versuch, das

traditionelle Champions-Dinner

beim Masters mit „Gefülltem Koala“

und einem „Känguru-Barbeque“

zu bestreiten, wird vom WWF

(World Wildlife Fund) in letzter

Minute verhindert.

Slow Motion-Masters

Die Masters-Offiziellen versuchen,

die Rundenzeiten unter sechs

Stunden zu halten, indem sie den

jüngsten Spieler im Feld mit

Strafschlägen belegen. Es hilft

nichts.

Grünes Jackett für . . .

. . . Gary Player, da er als

„Honorary Starter“ den

längsten Drive schaffte.

Alle anderen Spieler wurden

wegen Regelverletzungen,

gemeldet von diversen

Fernseh-Zuschauern,

disqualifiziert.

Lydia Ko

junI

maI

Schwarz-rot-geil

Kaymer, Siem und Kieffer belegen die

ersten drei Plätze bei der BMW

International Open. Davon inspiriert,

belegt Deutschland bei der WM einen

der ersten drei Plätze.

Mickelson knapp gescheitert

Phil Mickelson wird im Stechen um die

U.S. Open nach einem knappen

Stechen Zweiter, nachdem er in der

Nacht zuvor 9.000 Kilometer geflogen

ist, um seiner Tochter ein Schlaf-Lied

singen zu können. Caddie Bones stellt

mit 15.322 Wörtern zur Erklärung des

Anflugwinkels beim entscheidenden

Schlag einen neuen Weltrekord auf.

Harsche Kritik

143 Teilnehmer der U.S. Open

beschweren sich bei der USGA über

das sadistische Setup des Pinehurst

Nr. 2, Mickelson lobt die „faire

Herausforderung“.

Dye harder!

Sergio Garcia versenkt bei der Players

Championship am Sonntag vier Bälle

im Wasserhindernis der 17, verspielt

einen Vorsprung von acht Schlägen

und verliert im Stechen gegen Tiger

Woods.

Garcia verlässt Böhm

Eine große deutsche Boulevardzeitung

meldet „Andy Garcia & Kathi Böhm –

alles aus?“

Wentworth-Case-Scenario

Überraschend feiert die Golfszene

Ernie Els’ Redesign des West Courses

von Wentworth. Dann klingelt der

Wecker und Ernie wacht auf.

Loch 17 vom TPC Sawgrass

november

deZember

Back to the future?

Um die Sponsoreneinnahmen

zu maximieren, wird das

Race to Dubai 2015

gestartet, bevor die Meute

2014 in der Wüste

angekommen ist.

Stenson auf Rang 433

Henrik Stenson lässt sich

freiwillig auf Rang 433 der

Weltrangliste abstufen, um

ein noch fulminanteres

Comeback zu starten.

M&M nach USA

Siem und Kieffer

schaffen den Sprung auf

die PGA Tour, ein anderes

„M“ wechselt für ein

„Sabbatjahr“ zurück

nach Europa.

Rory McIlroy

Tiger Woods

Ausgebrannt

Die Top 20 der Welt beschweren

sich kollektiv über den kräftezehrenden

Terminkalender und

drohen, 2015 an deutlich weniger

Turnieren teilzunehmen.

Hardware-Revolution

Bei der PGA Merchandise

Show 2015 überrascht jeder

Hersteller mit der Meldung,

den geradesten Driver, die

längsten Eisen und den

weichsten Ball aller Zeiten

vorstellen zu wollen.

New Old Course

The R&A stellt den

überarbeiteten Old Course vor.

Highlights sind eine Windmühle,

ein Clownskopf und ein

Inselgrün auf der 18.

3 4 5Karriere-Grand-Slams

Traum-Sommer 2014

2013 war wettertechnisch eher bescheiden,

der Sommer fiel mancherorts auf

einen Donnerstag, was dem Golfsport in

Deutschland nicht wirklich gut getan hat.

2014 gibt es eine Chance auf Rehabilitation.

Petrus, bitte übernehmen Sie.

Poulter vs. Woods

Kann man den Ryder Cup 2012 in

puncto Dramatik und Spannung

toppen? Wir hoffen drauf, aber ebenso

wünschen wir uns die beiden Ryder Cup-

Schwergewichte im Matchplay-Showdown

– Ian Poulter gegen Tiger Woods.

Phil gewinnt U.S. Open

Sechs zweite Plätze bei Leftys Lieblings-

Major, das immer rund um seinen

Geburtstag stattfindet, sind genug.

2014 gönnen wir dem sympathischen

Superstar die Vollendung seines

in Pinehurst.

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TURNIERE INTERNATIONAL

Golf de Palais Royal in Agadir: Abschlag

von Marcel Siem vor den Palastmauern

Trophée Hassan II in Agadir

Live-Sendezeiten auf Sky Sport HD:

1. Tag Donnerstag, 13. März 14.30 – 18.30 Uhr

2. Tag Freitag, 14. März 14.30 – 18.30 Uhr

3. Tag Samstag, 15. März 14.00 – 18.00 Uhr

4. Tag Sonntag, 16. März 14.00 – 18.00 Uhr

Zwei königliche Turniere

von Gregor Biernath

König Hassan II. war passionierter

Golfer und hat bereits seit 1971 die

berühmten Profis der Ära innerhalb

der königlichen Mauern zu einem Turnier um

sich versammelt. Über die Jahrzehnte waren

viele Legenden am Start, zu denen neben

Tony Jacklin, Lee Trevino und Sam Snead

ebenso Seve Ballesteros, Payne Stewart und

Bernhard Langer zählen.

Nach dem Tod Hassans II. im Jahr 1999

führten seine Söhne das Golf-Vermächtnis

fort. König Mohammed VI. ist Schirmherr,

sein jüngerer Bruder Prinz Moulay Rachid

Vorsitzender des Turnierkomitees. Seit

2010 gehört das Event zur European Tour

und ein Jahr später kam es

zu einem schönen Novum

in der Welt des Profigolfsports:

In Agadir

findet zeitgleich mit der

Veranstaltung der Herren

ein Turnier der Ladies

European Tour statt,

der Lalla Meryem Golf

Cup. Die Männer spielen

auf dem Privatplatz der

Königsfamilie, dem „Golf du Palais Royal“,

die Damen auf dem nur wenige Kilometer

entfernten Golf de l’Océan.

Es gibt in der Woche verschiedene

gemeinsame Veranstaltungen, wie z. B. ein

Dinner der beiden Touren und am Sonntag

eine gemeinsame Siegerehrung, bei der im

vergangenen Jahr Ariya Jutanugarn aus

Thailand und der Deutsche Marcel Siem

auf dem Treppchen standen. Sofern es sich

organisatorisch einrichten ließe, könnte diese

Kooperation der Profis und Proetten doch

gerne Schule machen. Ich denke insbesondere,

die LET kann ein wenig mehr Aufmerksamkeit

gut gebrauchen. Und sicherlich

würden viele Zuschauer ein paar Kilometer

vom einen Platz zum anderen pendeln, um

auch die besten Golf-Damen live zu begleiten.

Ihr

Marokko rockt!

Trophée Hassan II Marcel Siem reist als Titelverteidiger

zum königlichen Golf-Turnier in Agadir.

Seit 1971 veranstaltet das marokkanische

Königshaus die „Trophée

Hassan II“, die seit 2010 fester Bestandteil

des European Tour-Veranstaltungskalenders

ist. Bei der 40. Auflage

wurde erstmals ein Champion aus

Deutschland mit dem Siegersäbel und einem

Preisgeldscheck über eine viertel Million

Euro geehrt.

Das marokkanische Königshaus ist seit

Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt für

seine Liebe zum Golfsport. In Tanger entstand

1917 der erste marokkanische Golfplatz,

mit der Eröffnung des Royal Golf

Marrakech wurde Golf zur Herzensangelegenheit

der Königsfamilie. Vor allem König

Hassan II., der zwischen 1961 und 1999

in Marokko regierte, war dafür bekannt,

so manchen Staatsbesucher auf dem Golfplatz

empfangen zu haben. Sohn König

Mohammed VI. ist

ebenfalls ein begeisterter

Golfer, der das

Potenzial des Golfsports

für den Tourismus

in Marokko erkannte.

Marcel Siem u. Prinz Moulay Rachid (2. v. r.)

Royales Gelände.

Die Hafenstadt Agadir

im Süden Marokkos

gehört zu den beliebtesten

Golfdestinationen des Landes. Hier

findet man einige Meisterwerke des bekannten

Golfplatzarchitekten Robert Trent

Jones Sr., darunter auch Golf de Palais

Royal, der seit 2011 als Bühne für die Trophée

Hassan II genutzt wird. Der exklusive

Privatgolfplatz des Königshauses ist Teil

der Palastanlagen und öffnet seine Pforten

nur in der Woche der Trophée Hassan II.

Agenda. Parallel zum European Tour-

Turnier wird ein mehrtägiges Pro-Am-Programm

veranstaltet. Am Mittwoch spielen

die Amateure an der Seite eines European

Tour-Stars auf dem Palais Royal, am Samstag

folgt der Friendship Cup, bevor die

Amateure am Sonntag das Trophy Hassan

II-Finale (und hoffentlich Marcel Siems

Titelverteidigung) hautnah miterleben.

Letztes Jahr lockten die Veranstalter

mit Francesco und

Edoardo Molinari,

Pablo Larrazábal,

Mikko Ilonen oder

David Howell viele

Top-Stars nach Agadir,

2014 plant man mit

weiteren großen Namen.

Es käme einer

Sensation gleich, wenn

Siem seinen Sieg wiederholen

könnte.

36 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


TURNIERE SPIELER DES MONATS

Im letzten Jahr schnupperte das Ausnahmetalent

erstmals Profigolf-Luft, als

er an der Nelson Mandela Championship

im Rahmen der European Tour teilnahm

und einen beachtlichen Rang 39 belegte.

Damit war er der jüngste Spieler (natürlich

aller Zeiten), der auf der europäi-

Ausnahme-

Talent

Dominic Foos Deutschlands

Top-Amateur hinterlässt Eindruck.

Wenn man im Alter von 16 Jahren

das beste deutsche Handicap

verwaltet (+6,4), stehen

bei den regelmäßig zu absolvierenden

Bruttosiegerreden die Eltern

wahrscheinlich ganz oben auf der Dankesliste,

die dem jungen, hochbegabten

Sohn den Zugang zum Golfsport ermöglicht

haben. Dominic Foos wurde im September

1997 in Karlsruhe geboren, fünf

Monate, nachdem Tiger Woods sein erstes

Masters gewonnen hatte. Im Alter von 10

Jahren hatte der Knabe schon Hcp 8 vorzuweisen

und mit nur 12 erreichte er den

golferischen „Nullpunkt“. Innerhalb eines

Jahres erzielte der Teenager drei Hole in

One und mit 16 Jahren stellte er Marcel

Siems ewige Rekordmarke ein, der einst

das beste deutsche Amateurhandicap von

+6 auf seinem DGV-Ausweis stehen hatte.

Dominic wird in St. Leon-Rot trainiert,

nicht das schlechteste Pflaster für aufstrebende

deutsche Golftalente. Seit 2011 ist

er eine tragende Säule der deutschen Nationalmannschaft.

Im Mai 2012 durfte sich

Dominic „Weltbester Golfer unter 15 Jahren“

nennen, als Sechzehnjähriger ist er

der Top-Amateur Europas. Er spielte 2012

im Junior Ryder Cup-Team und wurde als

erster Golfer mit dem „Audi Generation

Award“ geehrt. Im Juni 2012 wurde Foos

als jüngster Golfer aller Zeiten in den Top

150 der Amateur-Weltrangliste geführt,

nachdem er als jüngster Sieger die French

International Boys Championship gewonnen

hatte. Zuvor hatte er sämtliche nationale

Meisterschaftstitel abgeräumt und

die Konkurrenz mit bis zu zwölf Schlägen

Vorsprung düpiert.

schen Tour eine Top-40-Platzierung

erreichen konnte. Im Januar

2014 schließlich betrat der sechzehnjährige

Dominic bei der Qatar

Masters erstmals die ganz große Golfbühne.

Bei diesem Hochkaräter im Turnierkalender

der European Tour hießen Foos’

Konkurrenten Ernie Els, Sergio Garcia,

Paul Lawrie, Branden Grace, Alvaro Quiros,

Marcel Siem, Maximilian Kieffer und natürlich

Martin Kaymer. Mit 47 Pars, 8 Bogeys, 16

Birdies und einem Eagle erkämpfte sich Dominic

einen außergewöhnlichen 16. Platz und

wurde bester Deutscher in Doha. Die 24.000

Euro Preisgeld durfte er als Amateur zwar nicht

annehmen, doch dem Youngster ging es vielmehr

um Erfahrungswerte. „Es ist wichtig, mich

früh an die Atmosphäre zu gewöhnen“, orakelte

Foos später im Interview und unterstrich damit,

dass sein Wechsel ins Profilager nur noch eine

Frage der Zeit ist.

Vor allem an Dominics Schwung wurde

2013 sichtbar gefeilt. Kollege Marcel

Siem attestiert Foos eine „fantastische

Entwicklung“, seine Drives fliegen

schnurgerade auf 270 Meter, eine

Länge, mit der man sich auf der Tour

definitiv sehen lassen kann. 2014

wird sich Dominic nach erfolgreichem

Schulabschuss ausschließlich

auf Golf konzentrieren.

Neben einigen Amateurveranstaltungen

wird er auch bei

dem einen oder anderen European

Tour-Event starten.

Sofern er erneut gegen die

Weltklassekonkurrenz

bestehen kann,

könnte sich Dominic

die Spielberechtigungskarte

für die Tour

eventuell sogar noch vor dem

Führerschein in die Tasche stecken.

www.spieler-des-monats.golftime.de

Dominic Foos:

Mit dem Kramski-

Putter zum Erfolg

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 37


TURNIERE LADIES

CAROLINE

MASSON

„Spannende Wochen . . .“

Gastkommentar Caro Masson über ihren ganz entspannten Saison-Start.

Für mich hat die Golfsaison nach

einer ziemlich kurzen Pause auch

schon wieder angefangen. Mitte

Januar habe ich vom Arzt endlich

das O.K. bekommen, dass mein Daumen

wieder stabil genug ist, und ich mit meiner

Saisonvorbereitung beginnen kann. Bis dahin

habe ich die freie Zeit zum Teil in Deutschland

bei meiner Familie und in Florida verbracht

und mal ein paar Gänge runtergeschaltet.

Die Saison war schließlich ziemlich lang,

und das erste Turnier auf den Bahamas

ließ nicht lange auf sich warten.

Zehn Tage hatte ich dann zur

Vorbereitung in Florida,

um mein Spiel so

gut es geht für den

Start vorzubereiten.

Keine

einfache Sache,

weil es

schon erst einmal

schwierig ist,

das Vertrauen wiederzufinden

und

den Finger zu belasten.

Aber ich

bin schmerzfrei,

und das ist

die Hauptsache!

Das Ziel für das Turnier auf den Bahamas

war es auf jeden Fall, die Erwartungen nicht

zu hoch zu schrauben und einfach mal zu

schauen, was mit wenig Vorbereitung so möglich

ist und wo mein Spiel derzeit steht.

Immer einfacher gesagt als getan. In den

Proberunden habe ich mich noch ziemlich

schwer getan, aber an den ersten beiden

Turniertagen war mein Ballstriking dann auf

einmal richtig gut. Trotz des teils heftigen

Windes habe ich mir viele Birdie-Chancen

erarbeitet, allerdings ließ mich mein Putten

komplett im Stich! Damit hatte ich eigentlich

wirklich nicht gerechnet, schließlich denkt

man doch, die langen Schläge würden problematisch,

wenn man nach einem Fingerbruch

zurückkommt. Naja, ist halt manchmal ein

merkwürdiges Spiel.

Immerhin hat es für den Cut und dann

am Wochenende mit etwas besserem Putten

noch zu einem Score von –4 und einem geteilten

44. Platz gereicht. Bei den Voraussetzungen

dann doch eigentlich ein ganz ordentlicher

Start. Und vor allem weiß ich nun ganz

genau, woran ich in den nächsten Wochen

hart arbeiten muss, bevor es in Australien,

Thailand und Singapur dann weiter geht.

Meine nächsten zwei Wochen werden in

jedem Fall spannend. Ich stehe nämlich kurz

davor, mein erstes Eigenheim in Orlando zu

beziehen. Sowas ist natürlich immer mit viel

Arbeit verbunden. Möbel einkaufen, aufbauen,

dekorieren. Aber ich freue mich auf die

neue Aufgabe und mein neues Leben hier in

den USA.

In der Woche vor Australien ist dann noch

ein gemeinsamer Trainingslehrgang mit Sandra

Gal und einigen anderen Spielerinnen und

Trainern des Golf Team Germany geplant.

Eine schöne Gelegenheit, um alle mal wieder

zu sehen und sich gemeinsam den Feinschliff

für die neue Saison zu holen!

Eure

Voll konzentriert:

Caro Masson

www.caroline-masson.de

38 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


NEUE GESICHTER. Gleich drei deutsche

Nachwuchsspielerinnen haben sich

eine der dreißig Spielberechtigungen der

Ladies European Tour ergattert. Isabell

Gabsa, Karolin Lampert und Stephanie

Kirchmayr qualifizierten sich im Rahmen

der Q-School im marokkanischen Marrakesch

für die europäische Damentour.

Vor allem Stephanie Kirchmayr überzeugte

auf der ganzen Linie und

belegte nach den fünf nervenzehrenden

Turniertagen den geteilten

zweiten Rang in der Gesamtwertung.

Lohn für die Mühen ist eine uneingeschränkte

Startberechtigung auf der

LET. In den Vorjahren hatte die 26-jährige

Wahl-Nürnbergerin (spielte für GC

Reichswald) schon einige Anläufe unternommen,

um den Sprung auf die Tour zu

schaffen. 2014 hatte sie sich quasi selbst

das „Messer auf die Brust“ gesetzt. Denn

schon kurz vor Beginn der Q-School wurde

Kirchmayr Berufsgolferin und schloss

somit ein weiteres Jahr im Amateurkader

aus. „Ich wusste, dieses Mal gab es kein

Zurück. Wenn es mit der Quali nicht geklappt

hätte, hätte ich eben andere Profi-

Turniere gespielt“, sagte sie im Interview.

Deutsche Ladies-

Power für Europa:

Karolin Lampert,

Isabell Gabsa

und Stephanie

Kirchmayr

Der große Bruder Moritz machte es im

letzten Jahr vor, nun schaffte die 18-jährige

Schwester Karolin Lampert (T23) gleich

im ersten Anlauf die Qualifikation.

Ebenfalls erfolgreich war Isabell

Gabsa, die mit Rang 7 hochzufrieden war.

Gescheitert sind hingegen Nina Holleder

und Leigh Whittaker.

South Carolina


Glen Dornoch Waterway Golf Links #16, North Myrtle Beach


PEOPLE SERIE

Der vergessene

Fotos: GettyImages

RYDER CUP

40 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Der Brite George Duncan

(1883 – 1964): Abschlag

auf dem ersten Tee

am Old Course in

St. Andrews 1927

COUNTDOWN

TO GLENEAGLES

Historie 2014 verteidigt Europa den

Ryder Cup in Gleneagles, Schottland.

Um Sie auf dieses Ereignis einzustimmen,

starten wir eine Serie über die

bedeutendsten Momente der 87-jährigen

Ryder Cup-Geschichte. Oder waren es

nicht doch 88 Jahre . . .

Von Götz Schmiedehausen

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 41


PEOPLE SERIE

Der erste Ryder Cup-Wettkampf zwischen Golfern

der USA und Großbritanniens fand 1927 im

Worcester Country Club, Massachusetts statt.

Dabei wurde schon ein Jahr vor dieser Begegnung,

am 4. und 5. Juni 1926, ein Ryder Cup in Wentworth,

England ausgetragen, der in der offiziellen

Aufzählung der Kontinental-Vergleiche jedoch keine Beachtung

findet. Trotzdem wäre ohne diesen „vergessenen Ryder Cup“

vielleicht nie das Spektakel entstanden, auf das Golf-Fans in aller

Welt auch 2014 wieder hinfiebern.

»Ich glaube, dass dieser Wettbewerb

Friede und Freundschaft fördert«

Samuel Ryder, 1927

Ursprung. Schon 1920 spukte die Idee, amerikanische und

britische Golfer gegeneinander antreten zu lassen, in den

Köpfen einiger Golfenthusiasten herum. Die ursprüngliche Idee

stammt wohl von SP Jermain, einem Geschäftsmann aus Ohio,

der im Umfeld der U.S. Open 1920 prominente Golfer für ein

internationales Team-Match zu begeistern versuchte.

Währenddessen verfolgten auch Golfstar Walter Hagen und

James Harnett, Vertriebsmanager der Zeitschrift Golf Illustrated

das Ziel, einen Kontinentalvergleich zu etablieren. Harnetts

Hintergedanke war jedoch rein wirtschaftlicher Natur. Er wollte

neue Vertriebswege erschließen und die Leserschaft seiner Zeitschrift

auf Großbritannien ausweiten. Deshalb sammelte er

Sponsorengelder, um ein amerikanisches Team auf die britische

Insel schicken zu können, was ihm jedoch nicht gelang.

Ende 1920 nahm der amerikanische Profi-Golfverband die

Dinge in die Hand und nutzte das Umfeld des „Glasgow Herald

1000 Guinea Tournament“, das nur zwei Wochen vor den Open

Championship 1921 ausgetragen wurde, um amerikanische und

britische Golfer im Team-Wettbewerb gegeneinander antreten

zu lassen. Anders als heute, stieß dieser Vorläufer des Ryder Cup

jedoch nur auf wenig Interesse bei den Zuschauern, die nach

dem offiziellen Zählspielteil des hochdotierten Wettbewerbs

in Gleneagles scharenweise die Anlage verließen. Das US-Team

wurde anschließend von Walter Hagen ins Feld geführt, jedoch

musste er große Teile seiner Mannschaft aus der zweiten und

dritten Garde der amerikanischen Golfprofis rekrutieren. Kein

Wunder, dass die Briten die Gäste aus den USA überrollten und

ihnen eine herbe 9-3-Niederlage beibrachten. Die Presse machte

sich über die halbgare Veranstaltung lustig und in der Folgezeit

wagte es deshalb auch kaum jemand, ernsthaft über eine Neuauflage

dieses Teamwettbewerbes zu reden.

Samuel Ryder. Der Pflanzensamenhändler Samuel Ryder,

Jahrgang 1858 aus Manchester, hatte mit der innovativen Idee,

pflanzfertige Samen in kleinen Tütchen direkt an die Endkunden

zu verschicken, ein Vermögen verdient. Erst mit über

50 Jahren entdeckte Ryder den Golfsport für sich, als die Ärzte

ihm rieten, sich aufgrund gesundheitlicher Probleme mehr an

der frischen Luft aufzuhalten. Ryder war ein Mensch, der keine

halben Sache machte, und so engagierte er 1909 den Golflehrer

John Hill, der ihm ein Jahr lang sechs Tage die Woche intensiven

Golfunterricht erteilte (als strenggläubiger Christ spielte Ryder

nie am Sonntag). 1910 trat Samuel Ryder dann mit einem

(inoffiziell) einstelligen Handicap dem Golfclub Verulam in

St. Albans bei.

Walter Hagen: Der große

Verfechter der Ryder Cup-Idee

Während einer Reise lernte der nun golfbegeisterte Ryder

die Whitcombe-Brüder, Ernest, Charles und Reg kennen. Die

drei Golfprofis beeindruckten den Geschäftsmann mit ihrem

ausgezeichneten Spiel. Als Ryder sie fragte, ob sie je bei einem

der großen Turniere wie der Open Championship mitgespielt

hätten, erklärten diese ihm, dass ihnen dazu, wie den meisten

guten britischen Spielern, die Barmittel fehlen würden. Samuel

Ryder beschloss daraufhin, sich für den Profi-Golfsport und

die britischen Golfprofis zu engagieren. In seinem Heimatclub

sponsorte er gemeinsam mit seinem Bruder und Geschäftspartner

James Ryder zwischen 1923 und 1925 Schauturniere, die

aufgrund der extrem lukrativen Antritts- und Preisgelder Golf-

Stars wie Harry Vardon, George Duncan oder Coombe Hill nach

Verulam lockten. Im Rahmen dieser Veranstaltungen gab Ryder

auch britischen Nachwuchsgolfern eine Chance.

Als der Engländer Arthur Havers (der kurz zuvor schon Open

Champion geworden war) das erste dieser Turniere gewann,

kündigte Ryder einen jährlichen internationalen Vergleichswettkampf,

die Heath & Heather-Serie an. Vom 10. bis 11. Juli 1924

spielten George Duncan und Abe Mitchell für Großbritannien

gegen Walter Hagen und Macdonald Smith aus den USA in

St. George Hill. Die Briten galten gegen Hagen und Smith als

42 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Walter Hagen, Samuel Ryder und

George Duncan (v. l.): Drei Pioniere

des Ryder Cup bei einem Empfang

hoffnungslose Underdogs, was die knapp 6.000 Zuschauer motivierte,

ihre Local Heros nur noch enthusiastischer anzufeuern.

Der Beginn einer bis heute andauernden Tradition, möchte man

meinen. Duncan und Mitchell gewannen diesen ersten Kontinental-Vergleich

dann auch völlig überraschend mit 4-2 Punkten.

Nach zwei weiteren Heath & Heather-Turnieren 1925

engagierte Samuel Ryder Abe Mitchell für

drei Jahre als seinen persönlichen Golflehrer

und Berater. Ryder hatte sich in den Kopf

gesetzt, aus dem schüchternen, höflichen

Super-Longhitter (Mitchell schlug damals

schon Drives von 270 Metern) einen Open-

Champion zu machen. Mitchell durfte sich

fortan ganz der Weiterentwicklung seines

Spiels widmen und war zudem Ryders wichtigster

Ansprechpartner bei dessen Projekt

„Ryder Cup“. Die Open gewann er jedoch nie.

Historische Chance. Wenn in den Geschichtsbüchern

zu lesen steht, dass der erste Ryder Cup

1927 ausgetragen wurde, ist dies nur die halbe

Wahrheit. Denn schon ein Jahr vor der angeb-

lichen Premiere in Worcester, Massachusetts, standen sich zwei

Teams im Rahmen des Ryder Cup gegenüber.

Dass es überhaupt einen Ryder Cup 1926 geben konnte,

verdankte Samuel Ryder dem Umstand, dass es zuviele Anmeldungen

für die Open Championship in Royal

Lytham & St. Annes gab. Deshalb wurden drei

Qualifikations-Turniere für dieses Major-Turnier

angesetzt, eines davon eine Woche vor der Open in

Sunningdale, welches vor allem für die US-Golfer

interessant war, die nicht mehr Zeit als nötig in

Großbritannien zubringen wollten.

Samuel Ryder schaffte es, Superstar Walter

Hagen von seinem Ryder Cup zu begeistern und

lud ihn ein, ein entsprechendes Team aufzustellen,

um in Wentworth den ersten Wettbewerb

auszuspielen. Ryder riet Hagen, seine

Landsmänner mit dem Argument zu überzeugen,

dass dies eine ausgezeichnete Möglichkeit

sei, sich für die Open-Qualifikation

aufzuwärmen, denn Sunningdale befindet

sich in direkter Nachbarschaft zu Wentworth.

E

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 43


PEOPLE SERIE

Abe Mitchell: Ihm ist die Statue

auf dem Deckel des Ryder Cup-

Pokals nachempfunden

Amerikanischer Zeitungsartikel:

Darin wird Walter Hagen als Initiator

des Wettbewerbs dargestellt

Als Hagen zusagte, gab Ryders Büro die erste Ryder Cup-Pressemeldung

heraus: „Mr. S. Ryder aus St. Albans stiftet eine Trophäe

für einen jährlich stattfindenden Golfwettkampf zwischen

Teams aus Britannien und den USA.“

Kantersieg. Obwohl die amerikanischen Golfer Mitte der

zwanziger Jahre als Maß aller Dinge galten, verloren die US-

Boys deutlich mit 13,5 zu 1,5 Punkten. Denn kurioserweise

waren es eben nicht allesamt Amerikaner, die da im Team von

Walter Hagen angetreten waren. Aufgrund des Generalstreiks in

Großbritannien im Mai 1926, der das Königreich für zehn Tage

regelrecht lahmgelegt hatte, schafften es einige amerikanische

Spieler nicht rechtzeitig zum Austragungsort. Samuel Ryder

wollte seinen Ryder Cup jedoch nicht ersatzlos streichen und

schlug Walter Hagen vor, sein Team aufzustocken. Deshalb

traten Fred McLead und Tommy Armour (Schottland), Jim

Barnes und Joe Stain (England) sowie der australische Trickschlag-Künstler

Joe Kirkwood für die Vereinigten Staaten an.

Samuel Ryder erklärte schon vor Beginn des Wettkampfes,

dass der Sieger aufgrund der seltsamen Gemengelage den

Ryder Cup-Pokal nicht überreicht bekommen würde, vielmehr

schenkte man den Mitgliedern des siegreichen Teams Goldme-

daillen zur Erinnerung. Böse Zungen behaupteten, der wahre

Grund, warum Ryder den Pokal 1926 nicht überreichen wollte,

bestand darin, dass er noch gar keinen Pokal hatte. Die 250 Pfund

Kosten für die Fertigung der Trophäe teilten sich Samuel Ryder

(100 Pfund), Golf Illustrated (100 Pfund) und der Royal &

Ancient Golf Club in St. Andrews (50 Pfund). Vor dem ersten

offiziellen Ryder Cup 1927 hatte jedenfalls niemand die Trophäe

zu Gesicht bekommen.

»Die Spielform des Cups wurde ohne

Zweifel von einem Sadisten ersonnen«

Detroit News

Als der Ryder Cup schließlich auch seitens der PGA of America

als relevanter Wettbewerb anerkannt wurde, machte man aus

dem Ryder Cup 1926 kurzerhand einen „informellen Wettkampf“

und reduzierte das Ereignis zur Fußnote in den Annalen

der Golfgeschichte.

Fehlstart? Obwohl sich der Ryder Cup 1926 wie ein klassischer

Fehlstart anfühlte, hatte er doch entscheidende Bedeutung für

44 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Historisches Foto: Ted Ray

beim Vorläufer des Ryder Cup 1921

Wentworth 1926 (v.l.): F. Robson (GB),

Fred McLeod (USA), Edward Ray (GB)

und Cyril Walker (USA)

KLEINER POKAL GANZ GROSS:

DER BEGEHRTE RYDER CUP

Das sind die harten

Fakten zum Objekt

der europäischen

und amerikanischen Golfbegierde:

43 Zentimeter

groß, 23 Zentimeter breit

und 1.815 Gramm schwer,

gefertigt aus relativ minderwertigem

neunkarätigen

Gold – 250 Pfund wurden

für die Anfertigung des

Ryder Cups bezahlt, 100

Pfund berappte Samuel

Ryder, 100 Pfund kamen

von der Golfzeitschrift Golf

Illustrated und 50 Pfund

vom Royal and Ancient

Golf Club in St. Andrews.

Das Vorbild für den

Golfer auf dem Deckel

ist Abe Mitchell,

ein bekannter

englischer Golfer,

der zudem auch Samuel

Ryders persönlicher

Golflehrer und Berater

war. Heute hätte der

Pokal einen Materialwert

von etwa 20.000 Euro.

Ähnlich wie der

Claret Jug, die Weinkaraffe,

die der

Sieger der Open

Championship überreicht

bekommt, ist der Ryder

Cup eine typisch britische

Understatement-Trophäe.

Anders als die monströsen

Pötte, die bspw. bei der

U.S. Open oder der PGA

Championship präsentiert

werden, würde heute wohl

niemand vor Ehrfurcht

erstarren, wenn er den

Ryder Cup in Händen hält,

ohne um die Bedeutung

der Trophäe zu wissen.

1927 wurde der Pokal

erstmals der Öffentlichkeit

vorgestellt, da Samuel

Ryder den Cup beim

inoffiziellen Ryder Cup

1926 kurzfristig einbehielt.

Offiziell

aus „wirtschaftlichen

Gründen“,

aufgrund des Generalstreiks

in England,

war lange nicht klar, ob

und wie das amerikanische

Team antreten

würde.

Inoffiziell heißt es

jedoch, der Pokal

wurde nicht rechtzeitig

fertig.

die Zukunft des Kontinental-Vergleichs. Einerseits ärgerte sich

Samuel Ryder über die höheren Gewalten, die dafür gesorgt hatten,

dass seine Vision nicht perfekt umgesetzt werden konnte.

Andererseits faszinierte ihn das Geschehen in Wentworth nachhaltig,

vor allem der Umgang der Golf-Gentlemen miteinander.

Um das Gemeinschaftsgefühl weiter zu fördern, ließ Ryder Tee

und Sandwiches servieren, gefolgt von Champagner. Zudem

lobte er ein Preisgeld von 5 Pfund für jeden Sieger aus, um den

Wettkampf-Gedanken zu stärken. Angeblich soll Ryder einzig

aufgrund der sportlich-kameradschaftlichen Atmosphäre schon

während des zweitägigen Wettkampfes verkündet haben, dass

der Ryder Cup trotz der misslungenen Premiere von nun an

jährlich ausgetragen werden solle.

Per Schiff. Wenn heutzutage ein Ryder Cup-Team zum Event

reist, sitzen die Golfstars entspannt in der First Class eines

modernen Verkehrsflugzeuges und lassen sich während des Fluges

erlesene Häppchen servieren. Für die britische Abordnung sah

dies 1927 ein wenig anders aus. Die Anreise der Mannschaft

erinnerte mehr an einen besseren Flüchtlings-Transport, denn

die Golfer fuhren mit dem billigsten Ticket sechs Tage auf dem

Passagierdampfer Aquitania nach New York. Dies lag vor allem

daran, dass es den Organisatoren und Sponsoren nicht gelungen

war, für die kompletten Reisekosten aufzukommen. Es gab sogar

einen Spendenaufruf an alle britschen Golfclubs, der ein

erschreckendes Desinteresse der golfenden Bevölkerung am

neugeschaffenen Vergleichs-Wettkampf zwischen alter und

neuer Golfwelt offenbarte. Schließlich tröstete man die Spieler,

die weitestgehend komfortfrei und mit Selbstkostenzulage

reisen mussten damit, dass sie zwei Fliegen mit einer Klappe

schlagen würden, denn im Anschluss an den Ryder Cup fand

die U.S. Open statt.

Als die britische Abordnung endlich amerikanischen Boden

betrat, war die Hälfte des Teams aufgrund von Seekrankheit

völlig durch den Wind. Nicht nur aus diesem Grund muss den

abgerissenen Gestalten der große Bahnhof, den die Amerikaner

für sie veranstalteten, reichlich surreal vorgekommen sein. Bei

einem offiziellen Dinner im Worcester Golf Club waren 600 Personen

geladen und die Briten wussten nicht, worüber sie mehr

staunen sollten – über diese monströse Gästezahl oder das pompöse

Clubhaus, das diese Menschenmenge aufnehmen konnte.

In der nächsten GOLF TIME: Die Premiere des Ryder Cup in

Worcester und die Jahre vor dem zweiten Weltkrieg.

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 45


STORY LESESTOFF

ULRICH

KAISER

Jahrgang 1934, lebt als freier Journalist

in Gröbenzell bei München.

Kolumnist, Kabarett-Schreiber, Filmautor.

GOLF TIME-Autor seit 1999

Ein paar Z

BUCH-TIPP

Was Sie schon immer über den

dicken Schorsch wissen wollten:

Das witzige Opus von GT-Autor Uli

Kaiser gibt’s beim GOLF TIME

Verlag, Tel. 089/42718181

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Preis: € 19,90 + € 3,– Porto

Was den Donnerstagnachmittag

angeht

so ist dieser halbe Tag

bereits Schauplatz von

außerordentlich sonderbaren

Geschehnissen

gewesen. Es handelte sich bei diesen

erwähnten Geschehnissen nicht nur um

Dinge, die in einem unmittelbaren Zusammenhang

mit dem wichtigen Spiel stehen

– obgleich man nie alles ausschalten kann,

was damit zusammenhängt. Es ist schon

vorgekommen, dass

ein kleines Flugzeug

auf der langen Wiese

des Fünften landete

und der Pilot um

etwas Sprit bat, den

man dringend für die

Fortsetzung des Flugs

benötigte.

Einen starken

Eindruck hinterließ

auch ein offensichtlich

behinderter

Mäusebussard, der

gleich zwei Bälle auf

dem zweiten Grün

aufsammelte und sie

exakt in den Teich

am Sechsten fallen

ließ, wo einer von

den Bällen auf den

alten Karpfen fiel, der

dort seit Jahrzehnten

ein gemächliches

Dasein fristete – der

Ball sprang von dort

mitten auf das Fairway

und blieb somit

spielbar. Es soll da

niemand von Zu-

Illustration: Steffen Köpf

fällen reden – es sind Geschicke, die von

höheren Mächten gesteuert werden.

Was den Donnerstagnachmittag angeht,

so respektiert jeder im Club die Tatsache,

dass es da drei Gentlemen gibt, die

an diesem Halbtag einen sehr ernsthaften

Dreier betreiben. Bei den Herren handelt

es sich um einen Herrn, der im Club als

„dicker Schorsch“ bezeichnet wird, was

aber keineswegs als falsch zu verstehen ist.

Der Zweite der Herren ist eher einer von

den schlanken und

wird allgemein als

„Pillenpeter“ empfangen,

was auf den

Umstand zurückzuführen

ist, dass

er einer Apotheke

vorsteht, die ihm ein

ausreichendes Einkommen

sichert.

Über den Dritten lässt

sich wenig sagen,

denn es handelt sich

um meine Wenigkeit

– eine blasse Gestalt,

die ihr Leben ohne

große Höhepunkte

absolviert.

An jenem Donnerstagnachmittag,

von dem hier die

Rede ist und der

für immer in den

Schriften des Clubs

eine herausragende

Rolle spielen wird,

erschien der dicke

Schorsch mit ein wenig

Verspätung auf

dem Platz, was ein

46 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


willinge

Das Erlebnishotel

in Tirol mit der

persönlichen Note,

wo Ferien doppelt zählen,

das Hotel,

das zum zweiten Zuhause wird.

wenig ärgerlich ist, aber im Laufe der Weltgeschichte

einmal vorkommen kann. Der

Pillenpeter und meine Wenigkeit vertrieben

uns die Zeit mit munteren Spielchen

mit dem Ball und dem Putter. Schließlich

erschien der dicke Schorsch vom Parkplatz

herüben. Das Befremdliche an seiner Gestalt

war, dass er nicht nur seine Schlägertasche

mit sich schleppte, sondern eine

weitere Karre, weiß der Himmel, wozu.

Das Geheimnis lüftete sich innerhalb

einer Minute: Der dicke Schorsch schleppte

mit der Linken das gewohnte Bag mit den

Schlägern und Bällen und mit der Rechten

einen Babywagen, wie ihn glückliche Mütter

für Spaziergänge an der frischen Luft zu

nutzen pflegen. Der Pillenpeter und meine

Wenigkeit schwiegen hörbar, der dicke

Schorsch nestelte schwitzend überflüssig

an seinem Fuhrpark.

Der dicke Schorsch begann seine Erklärung

mit der überraschenden Mitteilung,

dass es sich um Zwillinge handelte – dann

erzählte er etwas von einer Dame, die er

vor längerer Zeit kennenlernte und die jetzt

dringend der Erholung bedarf. Der dicke

Schorsch sagte unaufgefordert, dass er ja

nichts dafür kann, dass es sich um Zwillinge

handelt, worauf der Pillenpeter erklärte,

dass Babys keineswegs vom Wind zugetragen

werden, egal ob in zweifacher oder

einfacher Ausgabe. Wie auf Kommando

begannen die beiden ein kleines Konzert,

bei dem ich mir den Hinweis erlaubte, dass

das Konzert in Dur und Moll stattfand.

Als aber der dicke Schorsch darauf

seine beiden Partner bat, einen Moment

auf die beiden Schreihälse zu achten, erhielt

er ein Schweigen als Antwort. Meine

Wenigkeit zeigte endlich ein gutes Herz

und schenkte jedem Gör einen Ball –

einer lila, einer gelb, mit denen ich sowieso

nicht spiele. Dieser Großmut führte jedoch

fast zu einer Katastrophe, denn die Babys

steckten jeweils die Bälle in den passenden

Mund, worauf sie nahezu erstickten. Der

dicke Schorsch drohte meiner Wenigkeit

darauf eine Tracht Prügel an und ein Chor

aus den Reihen der Damenmannschaft –

weiß der Kuckuck, wo die auf einmal herkamen

– beschloss gemeinsam eine Aktion

des Windelns und legte die Kinderchen

an den Rand des Grüns, was übrigens ein

schönes Bild abgab. Leider waren keine

Fotografen da.

Der dicke Schorsch nutzte den Umschwung

der Stimmung zu seinen Gunsten

und musste kaum Erklärungen über den

Verbleib der irgendwo existierenden Baby-

Mutter abgeben, die wahrscheinlich

irgendwo auf der Welt in der Sonne lag

und mit Sicherheit nicht an den dicken

Schorsch dachte, der seine Freunde mit

Hilfe von einem Babypar besiegte. Der

dicke Schorsch nutzte die Gunst der Stunde

und zog mit den Damen, die den doppelten

Kinderwagen gerne mit sich schleppten,

über die Runde. Wenn jemand auf die

Idee gekommen wäre, hätte man wahrscheinlich

auch gerne die Kinder gestillt.

Der Pillenpeter und meine Wenigkeit

gaben sich schließlich gegen die Übermacht

geschlagen und der dicke Schorsch

war in Gefahr, aus unserem Dreier am

Donnerstagnachmittag ausgeschlossen zu

werden. Der dicke Schorsch schwor, dass

ihm Derartiges nie wieder passieren würde,

und der Pillenpeter sagte, dass eine Runde

am Donnerstagnachmittag mit drei Spielern

und zwei Babies in die Regeln aufgenommen

werden muss.

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 47

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Big &

Beautiful

Aufmerksamkeit um jeden Preis:

Callaway/Odyssey Golf macht mit einem

ausgewachsenen Panzer am Stand Werbung

für die neue Tank-Putter-Serie

48 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Facebook.com/golftime

Alle

Bilder auf

61. PGA Merchandise Show Die Produkt-Neuheiten von der

weltweit größten Golf-Fachmesse in Orlando, Florida, Teil 1.

Von Dominik Krautschun und Marcus Brunnthaler (Text & Fotos)

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:

Zum 61. Mal traf sich die internationale

Golfindustrie im Orange County Convention

Center in Orlando, Florida. Mehr als

41.000 Besucher aus 81 Ländern und allen

50 Staaten der USA machten sich auf den

Weg ins sonnige Florida, um Ende Januar die neuesten

Produkte zu begutachten.

Und die größte Golfmesse der Welt kann auch dieses

Jahr einen neuen Rekord melden: Würde man alle

Ausstellerflächen aneinanderreihen, käme man auf eine

Länge von knapp 16 Kilometern. Über 1.100 Aussteller

präsentierten ihre Produkte auf einer Fläche von ca.

45.000 Quadratmetern. So groß war die Messe noch nie.

Der US TV-Sender „Golfchannel“ berichtete mit Live-

Übertragungen von allen vier Tagen. Über 15 Stunden

Sendezeit widmete die TV-Station dem Ereignis. Auf der

PGA Forum Stage fanden im Laufe der Messezeit mehrere

Diskussionsrunden vor Publikum statt, die die aktuelle

Situation der Sportart Golf analysierten. Unter den

Teilnehmern waren unter anderem LPGA Tour-Legende

Annika Sörenstam, Immobilienmogul Donald Trump,

TaylorMade-adidas Golf CEO Mark King und der Chef

des Golfchannel, Mike McCarley.

Beim Grand Opening war ebenfalls viel Prominenz

vor Ort: Graeme McDowell, Jesper Parnevik, Ryan

Moore, Chris DiMarco, Greg Norman und Lee Trevino

gaben sich die Ehre.

Als Novum wurde dieses Jahr die Messe bereits am

Dienstag mit dem „Demo Day“ eröffnet. Und erstmals

spielte das Wetter nicht mit: Am frühen Nachmittag

fegte ein Gewittersturm über das Gelände, auf dem sich

über 8.000 Besucher eingefunden hatten, und beendete

die Workshops, die unter anderem von David Leadbetter

gegeben wurden.

Kritik an manchen Herstellern gab es übrigens

auch: Callaways Werbe-Gag, zum Beispiel, mit einem

Panzer auf die eigenen neuesten Produkte aufmerksam

zu machen, stieß nicht bei allen Besuchern auf Zustimmung.

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 49


PRODUKTE NEWS

Die Legende kommt wieder: „Big Bertha“-Driver,

auch als Pro-Variante „Alpha“ erhältlich

Neues Puttermodell von

Odyssey: Der Tank Versa

Neue Bälle von Callaway Golf:

U. a. die Modelle SR 1, SR 2 und SR 3

50 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Momentaufnahme: Nur ein kleiner Teil des

Gesamtauftritts von Callaway/Odyssey Golf

Im Zentrum der Aufmerksamkeit

CALLAWAY/ODYSSEY GOLF Für die Traditionsfirma aus dem kalifornischen

Carlsbad lautet dieses Jahr das Motto – fast im wörtlichen Sinne –

„Alles auf Angriff“. Mit einem Panzer am Messestand machte Odyssey

Werbung für seine neue Tank-Putter-Serie. Zu den bereits 2013 präsentierten

Puttern gibt es dieses Jahr u. a. die Putter „Tank 2-Ball Versa“

und „Tank #7 Versa“, die einzigartige Stabilität versprechen. Laut Austie

Rollinson, Chefdesigner von Odyssey, „eine logische Fortsetzung der

erfolgreichsten Putter-Serie in der Geschichte des Unternehmens“.

Auch im Segment der Driver besinnt sich Callaway auf seine Stärken

und bringt die legendären „Big Bertha“-Driver wieder ins Spiel. Die

Varianten „Big Bertha“ und „Big Bertha Alpha“ für den ambitionierten

Spieler versprechen mit dem „Gravity Core“ („Big Bertha Alpha“) und

einer variablen Perimeter-Gewichtung („Big Bertha“) eine Steigerung des

MOI um 20 Prozent. Zu den Drivern haben die Carlsbader auch Fairway-

Hölzer im Gepäck, wobei das Fairway-Holz sich noch durch ein sogenanntes

„Hyper Speed Face Cup“ auszeichnet, das eine deutlich höhere

Ballgeschwindigkeit ermöglicht. Als Pate für die technologische Entwicklung

wählten die Ingenieure von Callaway den Mann, der wie kein

anderer für die Entdeckung der Schwerkraft steht: Sir Isaac Newton.

Die Entwicklungen Callaways haben offensichtlich auch die Pros

überzeugt: Zum neuen Jahr haben eine ganze Reihe Spitzenspieler das

Material gewechselt und stehen nun bei Callaway unter Vertrag:

Neben dem FedExCup- und Race to Dubai-Champion Henrik Stenson

spielt ab dieser Saison auch das europäische Ausnahmetalent Matteo

Manassero mit Callaway. Auf der PGA Tour hat erst Anfang des Jahres

Harris English seinen neuen Vertrag mit der kalifornischen Firma

unterschrieben. Zwei Siege kann Callaway 2014 bereits feiern:

Pablo Larrazabal gewann in Abu Dhabi und Patrick Reed auf der

PGA Tour die Humana Challenge in Kalifornien.

www.callawaygolf.com

Inspirierte die Entwickler:

Sir Isaac Newton

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 51


PRODUKTE NEWS

Happy birthday, Wilson!

WILSON STAFF Erst Ende vergangenen Jahres präsentierte Wilson Staff

seine Produkt-Neuheiten erstmals der Presse. In Florida konnten sich nun

auch die internationalen Beobachter ein Bild vom neuen Line-up machen:

FG Tour, M3 Driver, Fairway-Hölzer und Hybride mit Multi Fit System, bei dem

sich erstmals die Sohlen-Gewichtung und das Loft gleichermaßen einstellen

lassen, haben sich bereits auf den Fairways etabliert.

Dazu bietet Wilson für den ambitionierten Spieler die dezent in Schwarz

gehaltenen FG Tour M3 Eisen, für den Durchschnitts-Spieler sind die

C-100 Eisen oder D-100 Eisen im Sortiment. Zum 100-Jährigen gibt es

für Spitzenspieler auch einen neuen Eisensatz im Retro-Design: FG-100.

Die geschmiedeten Chrome-Blades orientieren sich am klassischen Design

der 50er-Jahre und sind eine Augenweide. Tourspieler wie Padraig Harrington,

Paul Lawrie und Kevin Streelman sieht man übrigens ab sofort mit dem neuen

Wilson Staff Centennial Pro Tour Bag, dem Symbol für 100 Jahre Wilson, auf

Titeljagd gehen.

Besonders erfreut zeigt sich die Traditionsfirma auch über einen Neuzugang

aus Deutschland: Anfang des Jahres ist Marcel Siem zum Team von

Wilson Staff gestoßen. Man sieht, obwohl Wilson Staff seinen 100. Geburtstag

feiert, sind die Menschen, die für die Marke stehen, ganz und gar nicht retro:

Meghan Hardin zum Beispiel (Foto l.), Wilson Staff-Spielerin und TV-Sternchen

(„Big Break Atlantis“), gab auf dem Demo Day fleißig Autogramme.

Die Kalender der Blondine fanden reißenden Absatz.

www.wilsonstaff.com

52 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Merken Sie sich die Zahl 588!

CLEVELAND GOLF/SRIXON Was haben die Wedges von

Cleveland Golf mit Jack Sparrow aus „Fluch der Karibik“

zu tun? Beide haben sie ihr Herz an die „Black Pearl“

verloren. Jack Sparrow liebte sein Schiff gleichen Namens,

die Ingenieure von Cleveland liefern ihre neuen 588 RTX

Wedges nun auch im Farbton „Black Pearl“ aus. Und diese

Wedges sind auch zum Verlieben: Das neuartige „Rotex

Face“, kreisförmige, zusätzliche Grooves auf dem Schlägerblatt,

verpassen mit diesen Wedges dem Ball Spin, dass

einem schwindelig wird. Zusammen mit den 588 Wedges

hat das Team von Cleveland auch neue Eisen in Orlando

im Gepäck gehabt: 588 Altitude, Motto „Launch it“,

588 MT „Control it“ und die 588 TT „Work it“.

Das Besondere an diesen neuen Eisen ist, dass diese

drei Sätze miteinander harmonieren. Das heißt, jeder

Spieler kann sich für seinen kompletten Satz bei jedem

Schläger aus einer der drei Serien bedienen. Wer sich bei

kurzen Eisen durchaus sicher fühlt und auch den ein oder

anderen Schlag shapen kann, kann hier zu den 588 TT

greifen und sich für die längeren Eisen im Bag aus den

fehlerverzeihenderen Sätzen wie den 588 MT oder den

588 Altitude bedienen.

Den passenden Ball liefert die Schwester-Firma Srixon

für die neue Saison gleich mit: Der AD333 wird in seiner

sechsten Auflage im Frühjahr 2014 wie immer in Weiß

und Tour-Gelb erhältlich sein. Der 2-Piece-Ball wurde von

den Entwicklern nochmals unter die Lupe genommen und

weiter verbessert. Die Spin Skin Technology, neue Speed

Dimples und der patentierte „Energetic Gradient Growth“

lassen diesen Ball weiter fliegen als je zuvor.

Dass das Paket von Cleveland/Srixon stimmt, konnte

PGA Pro Kevin Stadler beweisen: Der Sohn des legendären

Craig Stadler gewann in klassischer Manier vor wenigen

Wochen die Phoenix Open und darf sich nun über seine

erste Einladung zum Masters freuen.

Srixon AD333: Der erfolgreiche

Ball in seiner 6. Auflage

fliegt länger, beständiger und

bietet mehr Gefühl rund ums Grün

www.clevelandgolf.com

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 53


PRODUKTE NEWS

Hand in Hand mit Bubba

PING Es geht auch um den guten Zweck. Im Rahmen der

PGA Merchandise Show hat die Firma aus Phoenix, Arizona,

mitgeteilt, dass ihr Vertragsspieler Bubba Watson in der

neuen Saison neben den aktuellen Schlägern nicht nur einen

ihrer drei neuen Sensor-Handschuhe (Sensor Sport, Sensor

Tour und Sensor Tech) tragen wird. Für jeden verkauften

Handschuh wird ab sofort auch jedes Jahr ein Betrag an die

Bubba Watson Foundation gespendet. Bubba spielt übrigens

den Sensor Sport-Handschuh.

Neben neuen Handschuhen hat die Traditionsschmiede

natürlich auch neues Equipment in der Pipeline: allen voran

den Ketsch-Putter. Grooves mit verschiedener Tiefe, der

sogenannten „True Roll Technology“, helfen dem Spieler, den

perfekten Roll zu erreichen. Damit setzt PING einen neuen

Maßstab in seiner großen Putter-Tradition.

So ruhig und aufgeräumt der großflächige Messestand

von PING in Orlando war, so klar ist auch die neue

Schlägerfamilie: Mit den neuen S55-Eisen hat PING

u. a. ihrem Spitzenspieler Hunter Mahan auch dieses

Jahr wieder ein Werkzeug in die Hand gegeben, das

höchsten Qualitäts-Standards entspricht.

Die Driver-Modelle G25 und i25 bieten im Standard-

Loft, wählbar von 8.5°, 9.5°, 10.5° bis 12°, die Möglichkeit,

den Loft um 0,5°passend zum eigenen Spiel zu

justieren. Gleiches kommt auch bei den Fairway-Hölzern

zum Einsatz. Die einzige Extravaganz, die sich PING leistet,

sind zwei Rallye-Streifen auf dem Schlägerkopf – diese helfen

dafür auch beim richtigen Ausrichten.

www.ping.com

Neu aus dem Hause PING:

Der KETSCH Putter









54 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Kieffer neu unter Vertrag

KJUS Uncompromising performance – was die Golfbekleidung von KJUS

charakterisiert, trifft auch auf Golf-Profi Max Kieffer zu: KJUS wird ab April 2014

offizieller Bekleidungssponsor des 23-jährigen European Tour-Spielers.

„Seine kompromisslose Haltung und jugendliche Dynamik verbinden Max mit

der Marke KJUS perfekt“, so Nico Serena, Creative Director von KJUS. „Er arbeitet

unermüdlich an seinem Spiel und hat mit seinen Leistungen bewiesen, dass er zur

zukünftigen Spielerelite Europas zählt (. . .).“ www.kjus.com


PRODUKTE NEWS

Unter dem Radar

JUCAD Gerade noch auf der Golf- & WellnessReisen in

Stuttgart, ein paar Tage später schon auf der 61. PGA

Merchandise Show in Orlando mit Stand vertreten:

JuCad-Inhaber Jörg und Kira Jung, auf dem Bild mit dem

neuen Titan-Modell Phantom in der „New Product Zone“

der PGA Merchandise Show, ließen keine Gelegenheit

aus, ihre neuen Produkte der neugierigen Golfgemeinde,

national wie international, zu präsentieren.

Der schicke und federleichte Phantom Titan-Trolley mit

eleganten, weltweit einzigartigen Einspeichen-Felgen aus

Vollcarbon, ist in Funktion, Qualität und Design einmalig.

Ein besonderes Highlight stellt das neu entwickelte JuCad

Powerlock-System dar, das gleichzeitig die Fixierung der

oberen Bag-Halterung und der Griffstange ermöglicht.

Dank der superschnellen Komfort-Falttechnik per Klapphebel

lässt sich das Golf-„Phantom“ in wenigen Sekunden

in ein extrem kleines und flaches Packmaß verwandeln.

Und wie ein Phantom gleitet der neueste JuCad Titan-

Elektrocaddy auf seinen unvergleichlichen Designer-

Felgen über die Fairways.

Der Lithium-Hochleistungsakku sorgt für die nötige

Power und eine Reichweite bis zu 45 Löchern, außerdem

erfolgt eine Energie-Rückgewinnung beim Bergabfahren.

Der Preis: € 4.500,–.

www.jucad.de

DUCA DEL COSMA Das italienische Label mit deutschem

Firmensitz feiert 2014 zehnjähriges Bestehen.

Was als kleines Startup begann, wurde zu einem

gefragten Ausstatter für eine ganz neue Generation von

Golfern. Der Durchbruch gelang mit dem Fashion-

Sneaker. Es folgten Dutzende Auszeichnungen, der erfolgreiche

Ausbau des Spike-Bereichs und eine wachsende

Bekleidungskollektion. Mittlerweile exportiert Duca del

Cosma in 36 Länder. www.ducadelcosma.com

56 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Die inneren Werte zählen: Vier

NIKE-Ballmodelle zur Auswahl

Nike: „For the Athlete

in every Golfer“



Jeder Golfer ist auch ein Athlet

NIKE GOLF Der größte Sportartikelhersteller der Welt hat sich das Ziel gesetzt, auch in Sachen

Golf die Nummer 1 zu werden. Mit dem Slogan „For the Athlete in every Golfer“ geht das Team

um Nike-Golf CEO Cindy Davis dieses Projekt mit einer ganzen Reihe von Neuentwicklungen an.

Die Schlägerfamilie VR_S Covert 2.0 ist das Produkt aus den Erkenntnissen des vergangenen

Jahres: Mit neuen Drivern, Fairway-Hölzern, Hybrids und Eisen geht‘s jetzt in die neue Saison.

Die Cavity-Back Driver wurden mit der Fly-Brace Technologie ausgestattet, die die Schlägersohle

fest mit dem Schlägerkopf verbindet. Das verspricht eine höhere Weite und mehr Stabilität im

Treffmoment. Für engagierte Golfer steht der VR_S Covert 2.0 Tour zur Verfügung, wer es nicht

ganz so engagiert angehen will, greift zum regulären VR_S Covert 2.0.

Die Hybride wie auch die Eisen verfügen allesamt über die neue NexCORE Schlagfläche,

die bis zu 20 Prozent mehr Weite verspricht. Bei Tests lobten die Spieler vor allem das Gefühl

im Treffmoment, das sich durch die neue Schlagfläche einstellt.

Besondere Bedeutung misst das Team der Nike-Ingenieure übrigens der neuen Ballentwicklung

aus eigenem Hause bei. Der RZN-Kern der neuen Bälle, eine Weiterentwicklung aus dem

bereits bestehenden Werkstoff Resin, ist durch das revolutionäre Speed-Lock-System (eine

quadratische Rippenkonstruktion) mit dem Rest des Balles verankert. Das erlaubt eine bis zu

30 Prozent bessere Kraftübertragung vom Schläger auf den Ball.

Die Bälle werden in vier Varianten für Spieler mit den verschiedensten Schwunggeschwindigkeiten

und Ballanforderungen hergestellt:

Black, Platinum, Red und White. Wobei Black

das Tour-Modell ist. Dass die neuen Bälle

wirklich ein Fortschritt sind, zeigte Nikes

Modellathlet Rory McIlroy bereits Anfang des

Jahres mit Spitzenleistungen.

www.nikegolfeurope.com

www.facebook.com/golftime

Neu: NIKE VR_S

Covert 2.0

AT PARADISUS PALMA REAL RESORT


CLUBFITTING LOFTS

Johannes

Herbig

Johannes Herbig, Jahrgang ‘61, ist Inhaber

der Fitting-Schmiede Clubmate Golf in

Pfungstadt sowie im Jordan Golfdom in Köln

Man at work: Johannes Herbig

beim Loft-Optimieren

an der Biegemaschine

Lückenschluss!

Optimales Loft-Fitting Profi-Clubmaker Johannes Herbig über die Kunst,

die richtigen Loft-Abstände zwischen den Eisen zu finden und zu optimieren.

Vergleicht man die Loftgradzahlen

aktueller Eisensätze

mit denen von vor

zehn Jahren, stellt man

schnell fest, dass sich hier

einiges gravierend geändert

hat: Ein sehr klassisches Pitching

Wedge hatte in alten Zeiten eine Schlagflächen-Neigung

von etwa 50 Grad. Dann

veränderte sich dieser Loft auf 48 Grad,

was einige Jahre Bestand hatte. Inzwischen

hat sich ein Loft von etwa 44 Grad

(früher Eisen 9) bei den sog. Game- und

SuperGame-Improvement-Eisen etabliert,

was einerseits auf die etwas veränderte

Masseverteilung innerhalb der Schlägerköpfe

zurückzuführen ist, andererseits aber

auch auf den Wunsch nach einem Plus an

Länge seitens des Golfers.

Solange bei diesen Rahmenbedingungen

noch ein spielbares und zuverlässig zu

bedienendes Produkt herauskommt, ist

daran nichts auszusetzen. Allerdings muss

jeder Golfspieler nun sehr viel genauer

darauf achten, dass vor allem bei den

Schlägern, mit denen Grüns angespielt

werden sollen, mitunter größere Distanzlücken

zwischen diesen entstehen.

Das klassische Sand Wedge hat nämlich

auch heute noch einen Loft von

56 Grad. Die Loftlücke zwischen Pitching

Wedge und Sand Wedge hat sich also von

sechs Grad Loft auf ca. zwölf Grad Loft

vergrößert. Insofern ist es auch nicht verwunderlich,

dass inzwischen viele Sätze

ab Werk standardmäßig mit einem Gap

oder Approach Wedge ausgeliefert werden,

um eben diese Lücke zu verkleinern

oder ganz zu schließen.

Wie nun die optimale Zusammenstellung

aussehen kann, lässt sich recht leicht

darstellen: Bei den kurzen Eisen hat es sich

als sinnvoll erwiesen, mit Abständen von

vier oder fünf Grad-Schritten zu arbeiten.

Da nicht immer alle optimalen Setups zur

Verfügung stehen, kann ein ausgebildeter

Clubmaker jedoch mit einer Biegemaschine

dabei helfen, die gewünschten Abstände

zu erreichen und auf die individuellen

Bedürfnisse hin zu optimieren.

Praxis vor Theorie. Auf jeden Fall sollte

man jedoch auf der Range bzw. auf dem

Platz ausprobieren, ob man in der Lage

ist, alle Längen abzudecken, die man für

sein Spiel benötigt. Das Schlimmste, was

einem auf der Runde passieren kann, ist,

dass man regelmäßig Distanzen beim

Anspielen der Grüns vorfindet, bei denen

man sich einfach nicht wohlfühlt. Und die

schlechteste Entscheidung ist immer, ein

kurzes Eisen überpowern zu wollen, wenn

man eine Fahne attackieren möchte. Der

Fehlschlag ist hier schon so gut wie vorprogrammiert.

Achten Sie also beim Kauf Ihres nächsten

Eisensatzes immer auf den Loft des

Pitching Wedges bzw. des Gap Wedges

und Approach Wedges und evtl. anderer

Schläger. Danach sollten Sie gemäß Ihrer

Fähigkeiten und Bedürfnisse Ihre wichtigen

Scoring-Eisen aussuchen, damit die

Ergebnisse auch in diesem Jahr wieder wie

gehofft ausfallen.

Info: www.clubmategolf.com

58 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


PRODUKTE NEWS

Energie

hoch 2

LunaSport Magnet-Ionen-

Armbänder im Retro-Look

Die Saison 2014 kann kommen! Ganz neu auf dem Markt

sind diese lässigen Armbänder für echte Design-Fans mit

kultigen Otl-Aicher-Piktogrammen im original „Munich 72“-

Style. Die Bänder sind federleicht mit hohem Tragekomfort

und können auf der Innen- und Außenseite (jeweils in der

Konträrfarbe) getragen werden. Die Wendebänder sind in

fünf limitierten original „Munich 72“-Farbkombinationen

erhältlich. Jedes Band ist mit vier hochwertigen 1.800 Gauß

starken Neodym-Magneten bestückt und enthält Turmalin

als Ionenquelle für das natürliche Wohlbefinden.

Echter Mehrwert:

Die LunaSport Armbänder

sind doppelseitig tragbar

Spirit 72-Limited Edition

Original „Otl Aicher“-Sportpiktogramme – eine neue

Symbolsprache: Otto Aicher zählt zu den innovativen

Designern der Nachkriegszeit. Er schuf mit seinen Piktogrammen

eine völlig neue Bildsprache – kompromisslos

einfach und so weltweit verständlich – ganz ohne Worte.

Entwickelt wurden die Strichmännchen speziell für die

Olympischen Spiele in München 1972. Es entstand eine

ganze Familie von Sportpiktogrammen – Golfspieler,

Fußballer, Skifahrer, Leichtathleten, Volley-, Hand- und

Basketballer . . .

Für alle, die etwas ganz Besonderes suchen, sind diese

zeitlosen Design-Klassiker ab sofort für E 24,95 erhältlich

unter: www.lunavit.com oder Infoline: +49 (0)8561 912255

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 59


PRODUKTE MESSEN

Preisträger und Veranstalter: Vergabe der „7. New Golf

Awards“ im Rahmen der Golf- & WellnessReisen 2014

Filmreif

7. New Golf Award Highlight der

Golf- & WellnessReisen Messe zum

20-Jährigen: Exklusiver Gala-Abend.

Gala-Abend: Top-Ambiente mit Sky-Lounge, Live-Musik, exquisitem Catering

Full House: Knapp 300 Gäste folgten der Einladung der Gastgeber

Vergabe der „New Golf Awards powered by GOLF TIME“ (v.l.): Oskar

Brunnthaler (GT), Martin Suiter, Roland Bleinroth (Messe Stuttgart)

Mit Spannung

wurde der 20.

Auflage der Golf-

& WellnessReisen

Messe, Ende

Januar in Stuttgart, entgegengeblickt,

vor allem vonseiten

der Golf-Industrie. Immerhin

gilt die Golf- & WellnessReisen,

als erste Golfmesse des

Jahres in Deutschland, inzwischen

als so etwas wie das

Stimmungsbarometer für die

anstehende Saison.

Erfreulich ausgelassene

Stimmung daher bei Ausstellern

und Fachbesuchern gleichermaßen

bei der exklusiven

Jubiläums-Gala am Abend des

ersten Messetages: Die Alfred

Kärcher Halle war den ganzen

Tag über voll, besser hätte der

Messeauftakt nicht laufen können.

Und, fast noch wichtiger:

Die „Qualität“ der Besucher

wurde fast einstimmig mit

„hoch“ bewertet.

Highlight des Abends war

die Vergabe der „7. New Golf

Awards powered by GOLF

TIME“. Eingereicht wurden

82 Produkte, beim Online-

Voting wurden insgesamt

87.080 Stimmen vergeben.

Hier die Preisträger 2014:

Kategorie Hardware: K2H

Golfequipment mit dem stehenden

K2H-Putter.

Kategorie Caddies/Trolleys:

TrolleyPlus mit dem

SCOOVER Fahr-Trolley.

Kategorie Elektronik/Software:

BUSHNELL Performance

Optics mit dem Tour V3

Laser Entfernungsmesser.

Kategorie Zubehör: GSL

Handelsgesellschaft mit dem

Golferslust Golfkalender 2014.

Kategorie Bekleidung/

Schuhe: Cultdesign Golf mit

der Linie Platin.

Kategorie Tourismus:

Thracian Cliffs Golf & Beach

Resort, Bulgarien.

Ab März startet die nächste

Runde für die „8. New Golf

Awards“.

Info: www.cmt-golf.de

www.newgolfaward.golftime.de

60 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


DÜSSELDORF

2014

Powered by:

Trend-Wende

16. Rheingolf Messe Macher Michael Jacoby geht voller

Optimismus in die Saison ’14. Besucher-Ansturm erwartet.

21.-23. Februar

Hansaallee 321

Top-Partner:

Partner-Destinationen:

Premium-Partner:

www.rheingolf.de

Partnerland:

Nach einem für

die gesamte

Golfszene desaströsen

Jahr

2013 ist Rheingolf-Chef

Michael

Jacoby für 2014 optimistisch.

Traditionell kommuniziert

Jacoby in den Wochen

vor der Rheingolf Messe (21. –

23. Februar 2014 in Düsseldorf)

intensiv mit den wichtigen

Protagonisten der Golfszene.

„Die Stimmung ist ganz

anders als vor einem Jahr – die,

die es geschafft haben, auf dem

,Golf-Karussell’ zu bleiben,

sind optimistisch.“ Auch die

Gut angekommen: Der Wechsel auf das Areal Böhler in Düsseldorf

Open Champion Paul Lawrie (l.): Stargast auf der Rheingolf Messe

Standflächen auf der Rheingolf

Messe sind ausverkauft. „Das

hatten wir so in den letzten

zwei Jahren auch nicht mehr.“

Jacoby verweist auch auf

das aktuell gute Wetter und

die allgemein positive Stimmung

in Medien und Wirtschaft.

„Alle Trendbarometer,

der DAX und auch die Arbeitslosenzahlen

sind viel besser als

im Januar 2013, das wirkt sich

positiv auf das Business aus.“

Wachstumspotenzial sieht

Jacoby im 16ten Jahr seiner

Rheingolf-Messe jedoch vor

allem in der Altersklasse ab

40 Jahre. Die Wachstums- und

Umsatzpotenziale für Golfclubs,

Golfartikelindustrie und

Fachhandel sowie die Golf-

Reisebranche liegen darin,

dass jeder Golfer versucht,

einen noch nicht golfenden

Freund oder Bekannten, der

im gesicherten Erwerbsleben

ab 40 Jahren steht, für Golf zu

interessieren.“ Den Golfclubs

empfiehlt Jacoby, sich vor allem

um die Motivation dieser

Zielgruppe zu bemühen. „Ich

wünsche mir ein Patensystem,

in welchem Club-Mitglieder

den Schnupperern und Beginnern

helfen, sich schnell in die

Club-Szene zu integrieren.“

Treffpunkt. Partnerland der

Rheingolf 2014 ist Italien. Partnerdestinationen

sind Gran

Canaria und Warnemünde.

Vom Besucherparkplatz kann

man sich im schicken Maserati

Ghibli zum Halleneingang

shuttlen lassen. Stargast ist der

schottische Golfer und Open

Champion Paul Lawrie. Über

150 Aussteller aus 25 Nationen

präsentieren Produkte

und Dienstleistungen. Auf

19 Indoor-Driving-Range-Abschlägen

kann das neueste

Material getestet werden, und

manches Messepreis-Schnäppchen

wartet auf die Besucher.

„Auch in diesem Jahr warten

einige Überraschungen

auf die Besucher“, macht

Jacoby Lust auf die Rheingolf,

„denn die Rheingolf ist auch

das Schaufenster für Innovationen

und Golf-Besonderheiten.“

Zwei Moderatoren,

Sky-Kommentator Uwe Bornemeier

und TV-Host Thomas

Gerres, moderieren die Golfarena

bzw. die Talkbühne.

Jacoby: „Wir haben wieder

tolle Golf-Teacher für Clinics

gewonnen, darunter GOLF

TIME-Kolumnisten Jonathan

Taylor und Frank Adamowicz.“

Auf dem großen Putting

Green bieten sechs deutsche

Putter-Hersteller ihre neuesten

Modelle an, u. a. die Newcomer

Caledonia und K2H. Höhepunkt:

Freitag und Samstag die

Putt-Clinic mit Open Champion

Paul Lawrie.

16. Rheingolf

Areal Böhler

Düsseldorf

Fr., 21. – So., 23. Februar

Täglich 10 – 18 Uhr

Tageskarte: € 15,–

Ermäßigt: € 12,– (erm.

Voucher auf Rheingolf.net

zum Download)

Ab 16 Uhr: € 10,–

Kinder und Jugendliche

unter 14 Jahren in Begleitung

eines Vollzahlers

sowie Mitglieder der PGA

of Germany (mit gültigem

Lichtbildausweis) haben

freien Eintritt.

Parken: € 5,–

Alle Infos unter

www.rheingolf.de

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 61


BUSINESS INTERVIEW

Beste

Schule

Interview Stehaufmann, der weiß, was er tut:

Der zweifache Toursieger Tobias Dier im Gespräch.

Damals Toursieger, heute

Consultant im Golfbereich: Tobias Dier

Dreizehn Jahre ist es her, da

gewann Tobias Dier die

„North West of Ireland

Open“, sein erstes Turnier

auf der European Tour.

2002 legte der Nürnberger

prompt mit einem weiteren Sieg bei der

„TNT Dutch Open“ nach, befand sich auf

dem Höhepunkt seiner golferischen

Karriere. Zwei lange Jahre später machte

der Körper nicht mehr mit, Dier laborierte

14 Monate lang am Pfeifferschen Drüsenfieber

und versuchte den Neustart, musste

aber schnell feststellen, dass nichts mehr

so sein würde, wie es einmal war.

Nach einer zwischenzeitlichen

beruflichen Neuorientierung im Versicherungs-

und Immobiliengeschäft

hat sich der heute 37-Jährige mit seiner

Frau Verena 2013 mit der gemeinsamen

Consulting Agentur „Consigo“

(Consulting in Golf) neu positioniert:

Jetzt betreut Tobias Dier Kunden aus

dem Tourismusbereich, darunter das

Hotel Kempinski Bahia in Marbella,

Spanien. Golf spielt er nurmehr selten

und wenn, dann nach eigenen Aussagen

„einfach nur noch schlecht“.

Das spielt aber zum Glück im neuen

Leben des Tobias Dier inzwischen

eine eher untergeordnete Rolle.

„Die Zeiten, in denen ich mein

Geld als Profi aktiv auf dem Golfplatz

verdient habe, sind lange vorbei“,

so Dier. „Dabei bin ich im Nachhinein

sehr froh und zufrieden darüber, wie

alles gelaufen ist. Ich hatte mit

25 Jahren bereits die ganze Welt

gesehen und diese Erfahrungen haben

meinen Horizont derart erweitert,

dass ich jetzt schon getrost

versichern kann, später

mal alles, nur keine

Midlife-Crisis zu

bekommen.

Stellare Karriere. Nach einer herausragenden

Karriere als Amateur mit Coach

David Blakeman, darunter der Sieg bei

der German Amateur Open Championship

1998 und Teilnahmen an der

Eisenhower Trophy, folgte der Wechsel

mit einem Handicap von +4 ins Profilager.

Dier machte aber zunächst einen

Abstecher nach Australien, zog nach

Melbourne.

„Dort habe ich zum ersten Mal richtig

verstanden, was es heißt, Golf zu spielen“,

erinnert sich Dier. „Ich lernte Manager

Richard Rayment kennen und der hatte

damals schon Geoff Ogilvy unter Vertrag.

Er legte mir nahe, nach Australien zu

kommen und mich dort für die damalige

PGA Tour of Australasia zu qualifizieren.

Ich schaffte es 1999 in die Qualifying

School und gewann diese auch prompt.

Und von dort ging es also für mich auf

die Tour, wo damals schon – oder noch –

Größen wie Robert Allenby, Stuart Appleby,

Greg Norman und Steve Elkington

spielten. Das gehört zu den besten

Erfahrungen in meinem Leben.

Ich trainierte mit Dale Lynch und

spielte auf sagenhaften Plätzen mit Grüns

von durchgehend Stimpmeter zwischen

12 und 15. Und auch das dortige spielerische

Niveau war für mich damals

bereits unfassbar hoch. So etwas kannte

ich aus Europa nicht und das war für

mich die beste Schule überhaupt. Geoff

und ich wohnten und trainierten regelmäßig

zusammen, wir kannten uns

schon aus Amateurzeiten und wurden

richtig gute Freunde. In Australien habe

ich auch gelernt, dass Technik nur einen

ganz kleinen Teil des Trainings ausmachen

sollte. Das richtige Spiel findet

auf dem Platz statt und ich habe es dort

auch nur auf dem Platz wirklich gelernt.

Ich kann wohl ohne Übertreibung sagen,

dass ich so um die 2.000 unterschiedliche

62 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Schwünge und Schlagvarianten

in mir trage. Wenn es damals bei

einem Turnier gut lief, dann meistens

jedoch nur deshalb, weil ich

an dem Tag zufällig den richtigen

Schwung für mich herausgepickt

hatte. Das mag lustig klingen, aber

ich übertreibe nicht: Ich habe es

nie über einen längeren Zeitraum

geschafft, konstant zu spielen. Bei

mir lief es immer ,hop oder top‘.“

Mit 24 kehrte er zurück nach

Deutschland, spielte dort zunächst

Turniere auf der Challenge Tour.

„Ich glaube, den ersten Cut hatte

ich noch verpasst, aber dann wurde

ich schon 20., und ab dann habe

ich, glaube ich, acht Top-10-Ergebnisse

in Folge abgeliefert und qualifizierte

mich fix für die European

Tour. Übrigens im selben Jahr wie

Henrik Stenson, der damals auch

die Order of Merit auf der Challenge

Tour gewann. Ich bin mit

Sergio Garcia, Gregory Havret,

Justin Rose, Maarten Lafeber und

Charl Schwartzel groß geworden.

Mit Schwartzel habe ich auch

sein erstes Profiturnier gespielt.

Der war damals, mit 17, bereits

ein fertiger Golfer, einfach Wahnsinn.“

Traum-Tour-Debüt. Dier legt mit

der European Tourkarte in der

Tasche 2001 gleich richtig gut los,

wird bei seinem ersten Turnier in

Südafrika Neunter. „Mit einem

Doppel-Bogey auf der 18“, kommentiert

er mit einem Lachen. „Es

ging kreuz und quer durch Asien,

Südafrika, Dubai, Australien, und

da hatte ich mich ja immer schon

wohlgefühlt, und ich war, glaube

ich, 30ster in der Geldrangliste.

Und dann kamen die Turniere

in Europa und es hat mich komplett

zerrissen. Gerade die Plätze

in Schottland, Irland, England, das

schlechte Wetter, das kannte ich so

nicht und darauf konnte ich mich

zunächst gar nicht richtig einstellen.

Ich glaube, ich habe dann acht Cuts

in Folge verpasst und es war plötzlich

alles ungewohnt spannend.

Und dann kam die Woche der

„North West of Ireland Open“ und

ich erinnere mich noch genau, wie

ich am Sonntag davor mit David

Blakeman noch auf der Driving

Range stand und wir „bastelten“.

Und dann ließ ich plötzlich einen

mit dem Driver raus und dachte

mir „o.k!“. Und dann noch einen

und noch einen.

Wir haben schließlich zusammengepackt

und sind am darauffolgenden

Tag nach Irland geflogen.

Ich spielte am Dienstag die Proberunde

und hatte einen neuen

Caddie dabei. Ich gehe dann also

hinaus, erste Runde, 66 Schläge –

alles gut. Ich habe dann auch während

der weiteren Runden den

Ball sensationell getroffen und das

Turnier gewonnen. Was in dieser

Woche anders lief als in den anderen?

Ich weiß es nicht. Danach ging

es wieder bergab und dann kam das

Jahr 2002, was auch erst einmal

wieder gut anfing. Doch es folgte

im Sommer wieder so ein Durchhänger,

während dem einfach

gar nichts ging, bis zur Woche in

Holland: Ich habe mich sofort

pudelwohl gefühlt, das Hotel war

super, die Leute nett und der Golfplatz

hat mich stark an meinen

damaligen Heimatclub, den GC

Am Reichswald, erinnert: Wälder,

Bäume und enge Fairways, das lag

mir sehr.“

Historische 60. „Da ging es plötzlich

wieder los: Am Dienstag auf

der Driving Range fühlte ich mich

schon sehr wohl und auch während

des Pro-Ams am Mittwoch kam

ich langsam richtig gut in Fahrt.

Am nächsten Tag gehe ich also

hinaus und spiele eine 60. Da war

selbst ich baff, trotz verschobenen

Putts zur 59. Beim Interview im

Anschluss konnte ich ab dem

zweiten Loch bis zum Putt an

der 17 nicht mehr sagen, welche

Schläger ich gespielt habe, so sehr

war ich in Trance. Und dabei hatte

ich die Woche noch nicht einmal

besonders gut geputtet – ich habe

während der Runde sogar noch

meinen Puttgriff umgestellt.

Das ging dann auch noch die

nächsten drei Tage so weiter und

ich gewann also erneut, mein

zweites Turnier in zwei Jahren.

Diese Woche werde ich allerdings

nie vergessen: Ich habe insgesamt

nur zwei Bälle geschlagen,

die nicht auf der perfekten Linie

flogen, mein Ballstriking war da

einfach nur unglaublich.“

Interview: Marcus Brunnthaler

Das komplette Interview im

Internet: www.golftime.de

2001: Tobias Dier gewinnt die Northwest of Ireland Open,

sein erstes Turnier auf der European Tour

2002: Dier legte ein Jahr später prompt nach, gewann die

TNT Dutch Open in Holland

2013: Tobias und Verena Dier beim GT-Interview-Termin

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 63


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Hall of Fame 2.0

GT-AWARDS Die Würfel sind gefallen, nichts geht mehr: Die Sieger des

GOLF TIME Race to Fame by COBRA PUMA Golf 2013“ stehen fest.

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Kategorie „Bester/originellster Look“:

Stephan Renkl: „Golf kann so schön sein“

Neu: Kategorie „Ian vs. Rickie“:

Torben Fechner: „Junior im Team Rickie“

Kategorie „Soziales Engagement“:

Alfred Hartz: „Benefizturnier für den guten Zweck“

Kategorie „Sensationsschlag 2013“:

Holger Tiede: „Albatros und kurioses Golferlebnis“

Kategorie „Golf-Foto des Jahres“:

Klaus Huyeng: „Golfen auf der Autobahn“

Die zweite Auflage des „GOLF

TIME Race to Fame by

COBRA PUMA Golf“ ist

beendet, die Sieger in den

fünf Kategorien stehen fest.

70 Beiträge wurden seit März vergangenen

Jahres eingesandt, insgesamt 44.090

Stimmen wurden via Online-Voting bis

Ende Dezember 2013 abgegeben. Bei der

Kür der Sieger folgte die Jury bis auf einmal

jeweils den Empfehlungen der User.

Alle Beiträge, darunter zahlreiche

Kuriositäten, finden Sie im Internet. Die

Sieger werden schriftlich benachrichtigt.

Wir gratulieren allen Preisträgern und

bedanken uns für die zahlreichen Beiträge.

Info: www.race-to-fame.com

64 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


GOLF TAGEBUCH

EUGEN

PLETSCH

Jahrgang 1952, Autor von vier satirischen

Golfbüchern, lebt als Schriftsteller bei Gießen.

Als Mitarbeiter des „Golftherapeutischen

Pflegedienstes“ berichtet er live aus der

Grünen Hölle …

Angolfen

»Es gab 150 Anmeldungen

und

jeder wähnte sich

bis zuletzt als

Sieger. Leider

konnten die Karten

nicht eingegeben

werden, weil

Manolo am einzigen

Club-Rechner saß

und ein Pferderennen

in Spanien

verfolgte, bei dem

es um viel Geld ging«

Warum das erste Turnier

des Jahres zum Fiasko

wurde, ist schnell erzählt:

Der Betreiber, der den

Golfclub Bauernburg nach

seinem letzten Konkurs

aufgefangen hatte, war von einem Hedgefonds

geschluckt worden und alles, was nach faulen

Tomaten roch, sollte sofort abgestoßen werden.

Man munkelte, eine auf Geldwäsche spezialisierte

deutsche Großbank hätte für eine Familie

Soprano aus Süditalien angeklopft, denen es in

der Heimat zu heiß geworden war – vermutlich

aufgrund des Klimawandels. Außerdem war

ein ukrainischer Immobilienfonds im Gespräch.

Tolle Aussichten!

Rettung nahte schließlich durch unsere

platinblonde Clubschönheit unbestimmbaren

Alters, die sich bei der ersten Bauernburg-Pleite

noch in Marbella verschanzt hatte und nicht

motiviert war, die geerbten Millionen in frisch

vertikutierten Grüns versickern zu lassen.

Der Gedanke, dass ihr neuer Lebensgefährte,

ein strammer Bursche namens Manolo, den

Clubpräsidenten geben könnte, amüsierte sie

jedoch so sehr, dass sie ihrer Hausbank diesmal

einen Wink gab, worauf die gesamte Anlage

mit Gesinde und Gerät zum Spottpreis gekapert

wurde. Der glutäugige, muskelbepackte Manolo,

der sich bei seiner Herrin in jeder Hinsicht als

Bodyguard bewährt hatte, wurde in seinen

Ämtern als Kronprinz und neuer Clubpräsident

initiiert, was dem früheren Vorstand um

Fahrenbach und Prof. Klausthaler überhaupt

nicht schmeckte.

Wie sich jedoch bald herausstellte, hat

Manolo vom Golfspiel keine Ahnung, was ihn

zum Clubpräsidenten prädestiniert. Ansonsten

ist Manolo ein cleverer Zocker und ein liebenswerter

Bursche, was ihn von manchem Clubpräsidenten

unterscheidet. Begonnen hatte er

mit Hunderennen, zu einer Zeit, als gewerbliche

Wettrennen von Windhunden in Spanien

noch vom europäischen Steuerzahler über den

Topf „Kunst, Sport und Tourismusförderung“

mit jährlich rund 25 Millionen Euro finanziert

wurden. Ein Blick ins Intranet des DGV und

Manolos Augen leuchteten bei dem Gedanken,

die CBA-Ergebnisse deutscher Golfturniere als

Live-Wetten anzubieten. Warum auch nicht?

CBA-Golf ist letztendlich ein Glücksspiel und

warum sollte nur die DGS befugt sein, die

Adressen der DGV-Mitglieder zu Vertriebszwecken

zu nutzen?

Manolo überließ dem bewährten Chaoten-

Gespann Fahrenbach und Prof. Klausthaler die

Honneurs; das Tagesgeschäft wurde ohnehin

von Clubsekretärin Helga erledigt. Auch wir

vom „Golftherapeutischen Pflegedienst“ (GTP)

durften weiterwerkeln, nachdem ich Manolo

das Prinzip der Selbsthilfe-Gruppe erklärt

hatte. Manolo verstand sofort. „Brauch ich

auch Freund zu reden“, sagte er und ließ seinen

Kumpel José einfliegen, der ihm künftig als

Golflehrer, Dolmetscher und Gesprächspartner

Gesellschaft leisten sollte. José ist ein Glücksgriff!

Er sieht so gut aus, dass alle Damen

endlich wieder vollständig zum Mannschaftstraining

erscheinen, und kann im Gegensatz

zu manchen anderen Golflehrern tatsächlich

Golf spielen.

Das Angolfen endete trotzdem im Chaos.

Der GTP hatte dafür plädiert, die erste Runde

des Jahres als nicht vorgabewirksam auszuschreiben,

um auch Handicap-Hasen aus

ihren Sassen zu locken. Der Spielausschuss

nahm das auf, erweiterte das Menü jedoch

wie folgt: Vorgabewirksam für alle, die sich

im Spielergebnis verbessern, 9-Loch vorgabewirksam

bei schlechtem Wetter, nicht

vorgabewirksam für alle, die sich während

der Runde indisponiert fühlen und Mulligans

für Club-Sponsoren.

Es gab 150 Anmeldungen und jeder wähnte

sich bis zuletzt als Sieger. Leider konnten die

Karten nicht eingegeben werden, weil Manolo

am einzigen Club-Rechner saß und ein Pferderennen

in Spanien verfolgte, bei dem es um

viel Geld ging. Also mussten die Scores manuell

ausgewertet werden, was Dagobert Seicht

übernahm, der das Golfspiel noch vor der Zeit

allgemeiner digitaler Demenz erlernt hatte.

Schmidtke gewann überraschend das 1. Brutto,

auch Manolos Pferd wurde Sieger. An Manolos

erster Rede könnte sich mancher Clubpräsident

ein Beispiel nehmen. Er sagte: „Warr gutt Tach.

Bravo! Mach Trink.“

66 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


MAXIMILIAN

KIEFFER

Endlich hat die neue

Saison begonnen

Gastkommentar. Max Kieffer

über seinen Start in 2014.

Nach der letztjährigen,

harten Rookie-

Saison habe ich

eine längere Pause benötigt

und mir diese auch gegönnt,

um wieder Kraft und Energie

für 2014 zu tanken. Deshalb

stand im November und

Dezember außer der Alfred

Dunhill Championship kein

anderes Turnier für mich auf

dem Plan.

Ab Anfang Januar habe

ich dann mit meinem Coach

das Training wiederaufgenommen

und bin deshalb

schon früh nach Abu Dhabi

gereist. Mein 31. Platz bei

der anschließenden Abu

Dhabi HSBC Golf Championship

war für mich ein solider

Auftakt ins neue Jahr, denn

man weiß nach einer langen

turnierfreien Zeit nie so

richtig, wo man steht.

In Qatar lief es dann

nicht so, wie geplant, aber

das ist normal nach solch

einer Spielpause, da muss

man erst wieder seinen Rhythmus

finden.

Ich freue mich jetzt auf

die kommenden Turniere

und werde in den nächsten

Wochen bei der Africa

Open, der Tswahne Open

und der Trophée Hassan II in

Marokko teilnehmen. Da es

danach wieder eine längere

Pause auf der European Tour

gibt, werde ich mir in der

Zeit einen weiteren Feinschliff

für die dann anstehenden

Events im Training

holen.

Bis zur nächsten GOLF

TIME-Ausgabe,

Dickes Ding!

LeisureBREAKS Insgesamt 224 Partneranlagen

beinhaltet die neue Ausgabe des „Guide for Free Golf“.

Die Golfsaison lässt

noch etwas auf sich

warten, doch gerade

jetzt lassen sich die ersten

Golfrunden des Jahres perfekt

planen. Am besten mit Hilfe

des neuen „Guide for Free

Golf“, der bereits elften Ausgabe

der Pioniere des „2for1“-

Prinzips: 224 Partneranlagen,

davon 167 in Deutschland

sowie 57 in Österreich, Italien,

Tschechien und Skandinavien,

beinhaltet die neue Ausgabe,

das sind damit insgesamt 15

mehr als noch in der Vorjahres-Edition.

Bellissima. Neben „Klassikern“

wie dem GC München-Eichenried,

dem Dortmunder GC

oder dem GC Linz St. Florian

schmücken den „11. Guide for

Free Golf“ viele neue nationale

wie internationale Top-Anlagen:

Malerisch in die hügelige

Landschaft südwestlich des

Gardasees eingebettet, bietet

das Hotel Spa & Golf Resort

Palazzo Arzaga seinen Gästen

27 Löcher zweier absoluter

Star-Designer: 18 Löcher aus

der Feder von Jack Nicklaus,

weitere neun von keinem

Geringeren als Gary Player.

Das 5-Sterne-Hotel ist zudem

Mitglied der „Leading Hotels

of the World“.

Im (verlängerten) Schatten

des Kölner Doms, nur etwa

20 Minuten entfernt vom Zentrum

der Rheinmetropole, erwartet

den Golfer mit dem GC

Am Alten Fliess ein sportlich

anspruchsvoller Platz

in ländlicher Idylle.

So nah, dass man

von einigen der 27

Löcher das herrliche

Panorama der Kölner

Bucht genießen oder

bei klarer Sicht den

Blick bis nach Düsseldorf

schweifen lassen

kann.

In einer einzigartigen,

parkähnlichen

Landschaft im herrlichen

Allgäuer Voralpengebiet

liegt die

1980 eröffnete 18-

Loch-Anlage des GC

Bad Wörishofen. Der

alte Baumbestand

und die reizvollen

Ausblicke auf Seen

und Gebirge leisten neben der

sportlichen Betätigung einen

zusätzlichen Beitrag zur Erholung

und Entspannung.

Erhältlich ist der „11. Guide

for Free Golf“ in allen Partner-Golfclubs,

im Buchhandel

oder direkt bei LeisureBREAKS.

Der Preis: € 59,90.

Info: www.leisurebreaks.de

Perle des Allgäus: Der GC Bad Wörishofen

Top-Ausblicke: Der GC Am Alten Fliess

Traumresort in den westlichen Ausläufern

des Gardasees: Das Hotel Spa

& Golf Resort Palazzo Arzaga

BU

Ihr

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 67


REISE U.S.A.

Homewood Suites: CVB-Pinehurst, Southern Pines, Aberdeen Area · Talamore: CVB-Pinehurst, Southern Pines, Aberdeen Area · Cross Creek Club: Courtesy of Cross Creek CC · Shelton Vineyard: Bill Russ – VisitNC.comPinehurst: Courtesy of Pinehurst Resort

Feuchtgebiete

North Carolina Kommen Sie mit auf einen kleinen

Roadtrip durch eine der schönsten Regionen

der USA. Begegnen Sie einem berühmten Golfplatz-

Monster und lernen Sie seine hübschen Geschwister

und entfernte Verwandte kennen. Lassen Sie sich

reinen Wein einschenken und verbringen Sie einen

Tag mit einem tollwütigen Köter.

Von Götz Schmiedehausen

68 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Cross Creek CC. Romantischer Platz

am Fuße der Blue Ridge Mountains

Das Eintippen

der ersten Station

dieses

North Carolina-

Roadtrips in

das Navigationsgerät

erzeugt unweigerlich

ein Glitzern in meinen Augen:

„P.I.N.E.H.U.R.S.T“.

Zwei Stunden, nachdem

ich vom Douglas International

Airport in Charlotte gestartet

bin, biege ich in die

kreisförmige Auffahrt zum

hochherrschaftlichen Carolina

Hotel ein, die um einen kunstvoll

gegärtnerten Pinehurst-

Schriftzug angelegt worden

ist. Im Juni diesen Jahres wird

die Golfwelt hierher blicken,

wenn auf dem Pinehurst Nr.

2 die U.S. Open stattfindet.

Für mich beginnt das zweite

Major-Turnier des Jahres jedoch

schon am folgenden Tag,

denn ich versuche, eine Wette

gegen Tiger Woods zu gewinnen,

der 2007 behauptete, ein

Handicap-10-Spieler könne einen

U.S. Open-Platz unter Turnierbedingungen

nicht unter

100 Schlägen spielen. Um den

Rahmen dieses Berichtes nicht

zu sprengen, lesen Sie über den

Ausgang dieses Experiments

allerdings erst in der U.S.

Open-Vorschau im Mai-Heft

(oder sofort auf www.golftime.de).

Die wenigsten Gäste kommen

in das Golf-Dorado Pinehurst

und spielen alle acht

Plätze. Je nach Budget dominiert

natürlich Nr. 2 die Beliebtheitsskala,

während Nr. 8

gleich dahinter rangiert. Der

„Centennial Course“ schlängelt

sich wie seine älteren

Geschwister 1 bis 7 durch das

namengebende Piniengehölz.

Der unter strengen ökologischen

Gesichtspunkten gebaute Golfplatz

wird gerne als Verbeugung

vor dem Schotten Donald

Ross verstanden, jenem Hauptvertreter

des „Goldenen Zeit- E

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 69


REISE U.S.A.

alters der Golfarchitektur“ und

Old Tom Morris-Schüler, der

den weltberühmten Pinehurst

Nr. 2 1907 erdacht hatte. Bei

Nr. 8 hatte es Architekt Tom

Fazio 1996 mit einer kniffligen

Aufgabenstellung zu tun,

nämlich moderne Golfplatzarchitektur

harmonisch in ein

klassisch-traditionelles Gesamtkunstwerk

einzupassen und

zudem das letzte verbliebene

Stück Land im Pinehurst Resort

zu nutzen, auf dem noch kein

Golfplatz angesiedelt worden

war. Ein wenig so, als hätte man

Picasso dazu angehalten, einen

vergessenen Teil der Sixtinischen

Kapelle mitzugestalten.

Anders als Nr. 2 präsentiert

sich Nr. 8 als klassischer

Resortplatz – zugänglich und

weniger gnadenlos, aber auch

sehr abwechslungsreich. Die

Bahnen sind kürzer, die Landezonen

verzeihen mehr Fehler

und die Grüns sind etwas breiter

– versierte Golfer können

hier richtig gute Scores spielen.

Es gibt allerdings ein paar

„blinde“ Abschläge, wobei man

neben einigen Teeboxen eine

Apparatur installiert hat, die es

einem Mitspieler erlaubt, die

Landezone auf einem Kameramonitor

einzusehen. Herausragend

sind in meinen Augen die

Bahnen 14 und 18, was auch

der Tatsache geschuldet ist, dass

man erstmals im Pinienwald

mit ziemlich kniffligen Schlägen

über Wasser konfrontiert

wird. Unter dem Strich erzeugen

die besten Elemente der

Klassik und der Moderne einen

wohlklingenden Akkord, der

mit den Jahren reift. Seit

2013 gehört der Platz immerhin

schon zu den 100 besten

öffentlichen Anlagen der USA.

Alternativprogramm. Stellvertretend

für die 30 (!) Plätze

in und um die 9.700-Seelen-

Gemeinde Pinehurst habe ich

den Talamore Mid South Club

ausgewählt. Auf den von Arnold

Palmer erdachten 18 Löchern

werden regelmäßig U.S. Open-

Qualifikationsturniere abgehalten.

Und eins muss man

Mid South wirklich lassen,

es handelt sich nicht um eine

plumpe „Pinehurst“-Imitation.

Vielmehr hat Palmer einen charakteristischen

und hochgradig

anspruchsvollen Golfplatz

geschaffen, der es dem Spieler

beileibe nicht leicht macht.

Doglegs um Feuchtgebiete

oder vorbei an ausladenden

Sandhindernissen, knifflige

Landezonen, Halbinselgrüns,

Augusta-Reminiszensen usw.

– Arnie hat gewusst, dass es

einige Mitbewerber gibt, und

der Region einen echten Golf-

Funpark spendiert. Nicht umsonst

wurde Mid South mit

zahlreichen Auszeichnungen

geadelt und zählt zu den 20

besten Golfplätzen in North

Carolina.

Etwa eine Autostunde östlich

von Pinehurst liegt der

Anderson Creek Golf Club, der

erste Gehversuch von Davis

Love III als Golfplatzarchitekt.

2001 eröffnet, bietet die Anlage

für Herren ab der 6.000 Meter-

Abschlagsmarke (blau) einige

Herausforderungen. Der Platz

schlängelt sich durch hügeliges

und dichtbewaldetes Gelände,

weshalb auch etliche

Höhenmeter überwunden werden

müssen und dramatische

Hanglagen keine Seltenheit

sind. Die erhöhten Grüns erinnern

mit ihren langen Auslaufzonen

an Pinehurst Nr. 2, was

auch so gewollt ist. Da man

ein Cart nehmen muss und

aufgrund des schlechtfunktionierenden

Drainage-Systems

oft nur auf den Wegen fahren

darf, hat der Spaß an feuchten

Tagen übrigens definitiv ein

großes Loch.

Shelton Vineyard: Das bekannteste Weingut im Yadkin Valley

70 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Wasser auf dem Pinehurst No. 8,

Loch 15: Ein Element, das

dem berühmten Bruder No. 2

komplett fehlt

Naturkulissen. Nach drei

Stunden Autofahrt durchs

romantische Hinterland erreiche

ich Yadkin Valley, eines der

renommierten Weinanbaugebiete

des Bundesstaates. Wer

in der Gegend Urlaub macht,

kommt um eine Weinprobe

nicht herum, für die man

einen halben Tag einplanen

kann, denn auf den Weingütern

befinden sich meist

auch tolle Restaurants mit

exzellenter Südstaatenküche.

Meine vorletzte Station

heißt Cross Creek Country Club,

einer der vielen schnuckeligen

Golfplätze in der Area

um den Great Smokey Mountains

Nationalpark und den

Blue Ridge Parkway, beides

beliebte Ausflugsziele von

Naturliebhabern aus der ganzen

Welt. Der „CCCC“ ist eine

durch und durch zugängliche

Wiese am Fuße der Blue

Ridge Mountains: Zwar kein

„bedeutender“ Platz, aber

preis- und empfehlenswert wie

die meisten Clubs der Region.

Promenadenmischung. Ganz

anders sieht es da mit meinem

letzten Golf-Programmpunkt

aus, dem Olde Beau Golf

& Country Club. Es ist ja nicht

so, als gäbe es hier nicht an

jeder Ecke einen hübschen

Golfplatz, doch Billy Satterfield,

Erbauer von Olde Beau

(übrigens der Name seiner

geliebten Bulldogge) wollte

unbedingt einen Golfplatz

in den Blue Ridge Mountains

errichten und nahm Höhenunterschiede

von insgesamt

500 Metern ohne mit der Wimper

zu zucken in Kauf.

Das „Ohne-Rücksicht-auf-

Verluste“-Layout verdient das

Prädikat „bizarr“ und erstmals

in meiner Laufbahn als Golfjournalist

nehme ich das Wort

„unspielbar“ in den Mund

(kombiniert mit dem Zusatz

„eigentlich auch unverzichtbar“).

Packen Sie sich am besten drei

Dutzend alte Golfbälle in die

Tasche und gönnen Sie sich

dieses „schräge Vergnügen“.

Erleben Sie blinde Abschläge

auf dramatisch hängende

Fairways, die zudem enorm

schlank gebaut sind und von

dichtem Pinienwald flankiert

werden. Verzweifeln Sie an

den winzigen, jedoch perfekt

manikürten Grüns, die auf

Hügelkuppen oder nach einem

Doppeldogleg wie eine Festung

teils unangreifbar verbarrikadiert

wurden. Schwitzen Sie

auf bremsbelagzerfressenden

Cartwegen (nur mit Benzinmotor-Carts

befahrbar), deren

Gefälle oft veritables Achterbahn-Feeling

vermitteln. Genießen

Sie eine liebenswerte

Golfabnormität, auf der nur

noch eine Windmühle und der

Clownskopf fehlen. An ernsthaftes

Golfspiel oder einen

vernünftigen Score sollten Sie

jedoch gar nicht erst denken.

North Carolina wäre auch

ohne Golf ein hochinteressanter

US-Bundesstaat, für Golfer

ist es ein Paradies. Planen Sie

Ihren Urlaub rund um einen

Pinehurst-Besuch, Sie werden

zweifelsohne begeistert sein.

Talamore Mid South GC:

Ein Meisterwerk von Arnold Palmer

The Carolina Hotel

in Pinehurst:

Hier essen, trinken

und atmen Sie

reine Golfgeschichte

Anderson Creek: Die erste Golfplatz-

Arbeitsprobe von Davis Love III

Homewood Suites Pinehurst: Die preiswerte und beste

Übernachtungs-Alternative zum Pinehurst-Resort

Olde Beau GC: Das etwas

andere Golfvergnügen

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 71


TRAVEL LESERREISE

LEISTUNGEN

Pauschalangebot:

• 12 ÜN inkl. Frühstück in vier

5-Sterne-Hotels und

1 x 4-Sterne-Hotel

• 2 x Dinner (Welcome im

Restaurant Red, Abschluss-

Dinner im Restaurant Piegari)

• 7 x Greenfee inkl. Cart bzw.

Caddies auf 7 Top-Plätzen

(Pilar GC, Argentino GC,

Nordelta GC, Cantegril CC,

Club del Lago, Club de Golf

del Uruguay und Carmelo GC)

• Reservierte Startzeiten

Argentinien & Uruguay

Termin: 27.10. – 9.11.2014

Für viele ein weißer Fleck auf der Golf-Reise-

Landkarte: Argentinien und Uruguay.

Ein Grund mehr, die erste GOLF TIME-

Leserreise nach Lateinamerika aufzulegen.

Automatisch assoziiert man mit Argentinien

das blauweiße Fußball-Dorado (Maradonnas

„Hand Gottes . . .“), den heißblütigen Tango, die

vielseitige Kultur, die einzigartigen Naturlandschaften

(die „argentinische Schweiz“) sowie

die kulinarischen Spezialitäten, allen voran die

unnachahmlichen Steaks.

Als Destinationen sind Argentiniens Hauptstadt

Buenos Aires, der weltbekannte Badeort

Punta del Este an der urugayischen Atlantikküste,

Uruguays Hauptstadt Montevideo, das UNESCO-

Weltkulturerbe Colonia del Sacramento und

Carmelo, mit Entspannung im Golf-Resort am

ab € 6.999,–

Rio de la Plata, eingeplant. Insgesamt stehen

sieben Runden Golf auf dem Programm, es soll

aber die Gelegenheit, Land und Leute, Geschichte

und Tradition sowie die Kultur Lateinamerikas

kennenzulernen, nicht zu kurz kommen.

Argentinien ist zweifellos ein faszinierendes

Land, vereint Klima und Natur von fünf Kontinenten:

Gletscher, Bergseen, weiße Gipfel, Sandstrände,

Grasland, Wüste und Regenwald – so

viel kann jetzt schon gesagt werden: Für eine

einzige Reise nach Argentinien bietet das achtgrößte

Land der Welt schlicht zu viel. Und dann

kommen noch die besten Golfplätze Südamerikas

hinzu, die zum Teil zu den Top-100

der Welt zählen.

Wir freuen uns jetzt schon auf die Premiere

der GOLF TIME-Lateinamerika-Leserreise.

• 4 x private Sightseeing Touren

inkl. deutschsprachigen Guides

• Tango-Show inkl. Dinner in

Buenos Aires

• Flüge Frankfurt – Buenos

Aires – Frankfurt mit

Lufthansa (Economy),

inkl. Golfgepäck und

Zubringer-Flug

• Linienflug Buenos Aires nach

Punta del Este (Economy)

• Bootsfahrt mit Buquebus ab

Colonia del Sacramento nach

Buenos Aires in der 1. Klasse

• Alle Transfers lt. Programm in

klimatisierten Fahrzeugen

• Betreuung: GOLF TIME,

Rivero Golf & Reisen

• Preis p. P.: € 6.999,– im DZ

EZ-Zuschlag: € 1.390,

Aufpreis Business Class

(Langstrecke): € 3.200,–

• Sicherungsschein

• Direkt-Buchung:

Rivero Golf & Reisen

Tel. +49(0)60514747337

Fax +49(0)60514747338

info@riverogolfreisen.de

www.riverogolfreisen.de

• Weitere Infos:

www.leserreisen.golftime.de

• Anmeldeschluss: 31. Juli 2014,

danach auf Anfrage

72 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


LEISTUNGEN

Pauschalangebot:

• 13 ÜN inkl. Frühstück in drei

verschiedenen 5-Sterne-Hotels

• 3 x Abendmenü (Welcome-

Dinner in Hanoi, Abschluss-

Dinner in Saigon), 2 x Lunch

• 5 x Greenfee inkl. Caddies

oder Carts auf 5 verschiedenen

Top-Plätzen Vietnams

• Reservierte Startzeiten

• 6 x Sightseeing Touren inkl.

deutschsprachigen Guides

• Red Bridge Cooking Class

• Flüge Frankfurt – Hanoi,

Saigon – Frankfurt mit

Vietnam Airlines (Economy

Deluxe), inkl. Golfgepäck und

Rail & Fly-Ticket

• Inlandsflüge Hanoi-Danang,

Danang-Saigon (Economy)

Golf & Kultur, Vietnam-Rundreise

Termin: 21.11. – 6.12.2014

ab € 5.685,–

Nach der ersten GOLF TIME-Leserreise

Ende 2013 nach Vietnam stand fest:

Das machen wir wieder – die exotische

Fernreise mit der einmaligen Kombination Golf

und Kultur.

Insgesamt stehen fünf Runden Golf auf

Plätzen rund um Hanoi, Danang und Saigon

auf dem Programm. Hinzu kommen kulturelle

Leckerbissen wie eine Dschunkenausfahrt

durch die Halong Bucht, Besuch diverser

Altstädte sowie lokaler Märkte, inklusive „Red

Bridge Cooking Class“, und u. a. eine Tagestour

zur alten Kaiserstadt Hue.

Diese Leserreise wird in Kooperation mit

den Vietnam-Golfexperten von TangerTravel

durchgeführt und begleitet. Zudem wird es sich

auch hier ein Mitglied der GT-Chefredaktion

nicht nehmen lassen, die 14 Tage mit dabei zu

sein. Besser lässt sich Vietnam aus golferischer

und kultureller Sicht nicht erkunden.

• Visagebühren

• Alle Transfers lt. Programm in

klimatisierten Fahrzeugen

• Betreuung: GOLF TIME,

Vietnam-golf.de

• Preis p. P.: € 5.685,– im DZ

EZ-Zuschlag: € 1.255,

Aufpreis Business Class

(Langstr.): € 1.370,–

• Termin: 21.November bis

6. Dezember 2014

• Direkt-Buchung:

TangerTravel Ltd.

Tel. +49(0)38306/21181

Fax +49(0)38306/23953

info@vietnam-golf.de

www.vietnam-golf.de

• Weitere Infos:

www.leserreisen.golftime.de

• Anmeldeschluss: 31. Juli 2014,

danach auf Anfrage

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 73


TRAVEL LESERREISEN

Thracian Cliffs Golf & Beach Resort, Bulgarien

Termin: 13.– 20. Juni 2014

Die zweite Auflage der GOLF TIME-

Leserreise in das Top-Resort am

Schwarzen Meer. Auf dem von Gary

Player designten Championship Course

wurde im vergangenen Jahr auch das

Volvo World Match Play Championship

der European Tour ausgetragen.

Die benachbarten Resorts BlackSea-

Rama und Lighthouse ergänzen das

Golf-Angebot perfekt. Neben der

Turnier-Woche stehen Dinner in der

nahen Muschelfarm, im Design-

Restaurant „Balkon del Mondo“ u. a.

auf dem Programm.

An die erste GT-Leserreise nach

Bulgarien wurde auf Wunsch der Teilnehmer

ein Tag angehängt, um unter

anderem an den beiden Traumstränden

des Resorts, Bendida und Argata sowie

im Spa entspannt die Seele baumeln

lassen zu können. Gespielt wird wieder

im bewährten Ryder Cup-Modus,

danach gibt es die klassische zweitägige

GOLF TIME-Trophy. Begleitet wird

die Reise von der GT-Chefredaktion.

Herzlich willkommen.

ab € 1.499,–

LEISTUNGEN

Pauschalangebot:

• 7 Nächte im Thracian Cliffs Golf & Beach

Resort in luxuriösen Suiten, inkl. kontinentales

Frühstück und 4x Dinner (Welcome-

Dinner, Muschelfarm, El Balcon del Mundo,

Gala-Abend mit Siegerehrung)

• 3 Greenfees auf Thracian Cliffs inkl. Cart,

je 1 Greenfee BlackSeaRama und

Lighthouse inkl. Trolleys und Transfers

• Airport-Shuttle ab/bis Varna

• Privat-Strand, SPA, Fitness etc. inklusive

• Betreuung: GOLF TIME Chefredaktion

• Preis p. P. ab € 1.499,– im DZ

EZ-Zuschlag: € 395,– (Frühbucher-Bonus

€ 50,– p. P. bis 2. März 2014)

• Exklusive Flug

• Termin: 13. bis 20. Juni 2014

• Direkt-Buchung:

Proscott Golftours GmbH & Co. KG,

Sperberhorst 8, 22459 Hamburg,

www.proscott.com, ok@proscott.com,

Tel. 0049 40 55201066 od. 0172 6267361

• Weitere Infos: www.thraciancliffs.com

www.leserreisen.golftime.de

Hotel & Resort Dolomitengolf, Österreich

Termine: 4. – 11. Mai 2014 und 12. – 19. Oktober 2014

Unsere Leserreisen ins Dolomitengolf

Resort zählen inzwischen zu

den Klassikern und erfreuen sich einer

illustren Stamm-Fangemeinde.

Der GC Dolomitengolf gehört mit

seinen 27 Löchern zu den schönsten

Meisterschaftsanlagen Österreichs.

Das milde Klima in Folge der südlichen

Lage macht den Termin Anfang Mai

zum perfekten Saisonauftakt-Event,

der zweite Termin, Mitte Oktober, lässt

dann die Saison ebenso milde ausklingen.

Auf dem Programm stehen

fünf Turniertage, davon drei im Ryder

Cup-Modus und zwei im Einzelmodus,

die klassische GOLF TIME-Trophy.

Darüber hinaus im Programm: Weinprobe,

SPA, Wellness, exklusive österreichische

Küche u. v. m.

Das neue Hotel Dolomitengolf

Suites besticht durch seine großzügigen

und modern eingerichteten

Zimmer, der Golfplatz liegt praktisch

vor der Haustüre. Herzlich willkommen

zu den traditionellen GOLF TIME-

Leserreisen.

ab € 742,– / 705,–

LEISTUNGEN

Pauschalangebot:

• 7 ÜN im Hotel Dolomitengolf Suites im DZ

inkl. Halbpension

• 5 Turnier-Tage, Rahmenprogramm

• Alle Greenfees

• Startgebühr, attraktive Preise

• Betreuung: GOLF TIME

• Gala-Abend mit Live-Musik

• Termin I: 4. – 11.5.2014

Preis p. Pers.: Ab € 979,– im DZ,

f. Mitglieder GC Dolomitengolf ab € 742,–;

EZ € 1.351,–, für Mitglieder

GC Dolomitengolf € 1.112,–

• Termin II: 12. – 19.10.2014

Preis p. Pers.: Ab € 930,– im DZ,

f. Mitglieder GC Dolomitengolf ab € 705,–;

EZ € 1.283,–, für Mitglieder

GC Dolomitengolf € 1.056,–

• Direkt-Buchung:

Hotel & Resort Dolomitengolf, Tel.

+43(0)4852/61122,

Fax +43(0)4852/61122444,

info@hotel-dolomitengolf.com,

www.hotel-dolomitengolf.com

74 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Fairmont Mayakoba in Mexiko

„Gestaltet eure Reise“

Create Viam Spezielle Golfhotels sind heutzutage schnell gefunden. Doch

was ist mit all den anderen Urlaubswünschen?

Create Viam bedeutet „Gestaltet

eure Reise“ und

genau darum geht es:

Das neue Hotelsuchportal

bietet die einzigartige

Fähigkeit, individuelle

Wünsche zu verknüpfen und die Hotels

anzubieten, die exakt dem Anforderungsprofil

der Urlauber entsprechen. Hinter

www.createviam.de steht eine umfangreiche

Datenbank, die bereits jetzt mit

mehr als 1.000 der weltbesten Hotels gefüllt

ist und stetig wächst. Eine Urlaubsplanung,

die Spaß macht, mit einer intuitiven

und smarten Suche war die Vision

der Kölner Unternehmerin Ingrid Pelka.

Natürlich ist auch eine einfache Suche

nach konkreten Hotels oder Destinationen

möglich. Aber bei Pelkas Suchmaschine

steht die stark personalisierte

Suche, bei der man die über 200 Kriterien

miteinander kombinieren kann, im Vordergrund.

„Golf, Wellness, eine erstklassige

Küche und Tauchen ist nur eine von fast

beliebig vielen Kombinationen, nach

denen man suchen kann“, so Pelka. Auf

www.createviam.de bekommen Urlauber

genau die Hotels auf der ganzen Welt

angezeigt, die dieser individuellen Kombination

an Kriterien entsprechen.

„Unsere Kunden sollen bereits bei der

Suche ein Urlaubsgefühl entwickeln“,

formuliert Pelka den hohen Anspruch. Für

alle Hotels werden über 30 unterschiedliche

Quellen herangezogen, sodass Beschreibung

und Zuordnung unabhängig,

aktuell und genau sind. Mit dem Kooperationspartner

HolidayCheck ist auch eines

der größten europäischen Hotelbewertungsportale

eingebunden, damit Nutzer

eine objektive Beurteilung bekommen.

Urlaubsträume. Und so ist beispielsweise

das Golfvergnügen vor traumhaftem

Panorama kombinierbar mit weiteren Wünschen.

Vom Strand direkt auf das Grün,

eine entspannende

Wellness-Behandlung

nach der Golfrunde,

morgens eine Partie

Tennis oder Kinderbetreuung

– die Urlaubsträume

können

unkompliziert mit der

Golfpassion verbunden

werden.

Pelka und ihr

Geschäftsführerin:

Ingrid Pelka

30-köpfiges Redaktions-

und Rechercheteam

haben die Hotels

für alle Themenwelten sehr sorgfältig

ausgewählt.

Info: www.createviam.de

Four Seasons Resort Mauritius at Anahita Grand Hotel Heiligendamm an der Ostsee Vila Vita Parc Resort & Spa an der Algarve

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 75


so geht das!

Tour-stars erklären die geheimnisse ihres spiels

mein spiel: Henrik Stenson

So gelang mir

mein Comeback

Mit dem Sieg beim FedEx-Cup

habe ich zehn Millionen Dollar

verdient. Ich werde deswegen

nicht abheben. Mir ist die Bedeutung

dieses Sieges wichtiger als das Geld.

Nämlich, dass ich es mit den besten

Spielern der Welt aufnehmen kann.

Ein Sieg beim FedEx-Cup ist der

ultimative Beweis von Spielstärke,

denn man muss über die gesamte

Saison eine stabile Performance

abliefern und schließlich in den Playoff-Events

zur Höchstform auflaufen.

Und schließlich gilt es, im Finale die

Nerven zu behalten und 29 Mitbewerber,

jeder Einzelne einer der

besten Spieler der Welt, in Schach zu

halten. Dafür benötigt man unbedingte

Beständigkeit – eine Art der

Beständigkeit, die ich Anfang 2012

verloren hatte, als ich bis auf Rang

224 der Welt abgerutscht war. Auf

den folgenden neun Seiten erfahren

Sie, wie ich mein Spiel optimiert

habe, um 221 Plätze nach oben zu

klettern – und warum ich zuversichtlich

bin, dass ich die restlichen

zwei Weltranglisten-Plätze auch

noch schaffen kann.

Hier geht es zu meinen Schwungtipps, die

Millionen wert sein können. Umblättern!

Kurzbio

Alter: 37

Nationalität: Schwede

Karriereverdienst:

20.147.893 Euro

Siege: 14

Weltranglistenposition:

Nummer 3

Fotos: Mark Newcombe/GettyImages

Fotos: Mark Newcombe

76 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Strahlemann Henrik Stenson

als Sieger des Race to Dubai:

Hahn im Korb

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 77


TRAINING HENRIK STENSON

Wie man 10 Mio. Dollar verdient . . .

. . . und was man damit anstellt. Henrik Stenson über seinen

Sieg beim FedEx Cup und warum er die Kohle lieber spart.

Wettkampf um 10 Millionen Dollar

Das hinterlässt schon Eindruck. Jeder denkt nur an

diese astronomische Summe, bei jedem Schlag.

Wie soll man da seinen Fokus für das Spiel finden?

Aber ich empfand den Druck nicht als so stark wie

man glauben könnte. Ich habe mit dem Spiel, das

ich liebe, schon ein bisschen Geld verdient. Ich lebe

in einem schönen Haus und fahre ein nettes Auto.

Klar, könnte man bspw. jeden Tag Burger aus

superteurem Filetsteak essen, aber immenser

Reichtum macht einen Menschen nicht zwingend

glücklicher. Das mag einfältig klingen, aber ich spiele

nicht für die Kohle.

Meine Wutausbrüche

Einige Zuschauer haben mitbekommen, wie ich

meinen Driver am 18. Loch der BMW Championship

in Chicago „in Rente geschickt“ habe. Das war nicht

das erste Mal, dass ich einen Schläger zerstört habe.

Ich gebe zu, dass ich, sobald sich die Wut in mir

aufstaut, große Probleme habe, nicht zu explodieren.

Ich brauche ein Ventil. Einen Schläger zu zerdeppern,

ist eine Möglichkeit. Ich versuche aber wirklich, mich

zu beherrschen – mein Psychologe Torsten Hansson

arbeitet mit mir an meinem Langmut. Wie ich einen

Schläger durch die Gegend pfeffere, ist jedenfalls

kein Bild, das ich selbst gerne von mir sehe.

Meine Tiefs und meine Comebacks

Ich hatte zwei echte Karrieretiefs – aber man findet

keinen Top-Spieler, der das nicht kennt. Adam Scott

oder Ernie Els fallen mir spontan dazu ein. Beide

waren über gewisse Zeiträume ihrer Karrieren von der

Bildfläche verschwunden. Dieses Spiel ist einfach zu

schwer, um immer ganz oben stehen zu können. Um

sich aus dem Sumpf herauszuarbeiten, bedarf es

Entschlossenheit und harter Arbeit. Und wenn man

das Licht am Ende des Tunnels sieht, hat einen der

78 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Prozess nachhaltig stärker gemacht. Ich will damit

nicht sagen, dass ich nicht wieder auf Rang 200 der

Welt zurückfallen könnte, aber ich weiß heute genau,

wie ich wieder zurückkommen kann.

Meine Vorbilder im Golf

Als ich aufwuchs, waren Severiano Ballesteros und

Nick Faldo meine großen Vorbilder. Wenn ich auf

dem Höhepunkt meines Leistungsvermögens bin,

spiele ich wie eine Kombination aus beiden – die

Präzision von Nick, Fairways und Grüns zu treffen,

und Seves Gefühl im Kurzspiel, aus dem Bunker oder

für Flopschläge. Leider habe ich nur zweimal mit

Seve spielen dürfen, ganz am Ende seiner aktiven

Karriere. Er hat nicht viel gesprochen, aber er hat mir

ein Bild von sich signiert, das ich meiner Mutter

geschenkt habe.

eine „dehnbare“ Freundschaft

Cornel Driessen ist seit 2012 mein Physiotherapeut.

Ohne ihn hätte ich den FedEx-Cup nicht gewonnen.

Ich habe 2013 in 25 Events gespielt. Ohne entsprechende

Fitness bricht man irgendwann ein.

Ich bin heute stärker, fitter und besser ausbalanciert

als je zuvor.

Teamwork ist wichtig

Neben Cornel spielt Pete Cowen, mein langjähriger

Trainer, eine Hauptrolle in meinem Team. Zudem

arbeite ich sein 13 Jahren mit Torsten Hansson,

meinem „Kopf-Doktor“. Hinzu kommt Gareth Lord,

Robert Karlssons früherer Caddie, er ist seit Januar

2013 an meiner Seite. Sie ziehen alle mit mir an

einem Strang und sie verdienen eine Menge

Anerkennung.

Wie man (k)ein vermögen verjuxt

Klingt langweilig, aber ich werde die Kohle sparen.

Ich mag schnelle Autos, aber ich lebe in den USA,

was soIl ich mit einem PS-Protz anfangen? Geld zu

haben macht das Leben durchaus leichter, aber

wahre Erfüllung ist etwas anderes.

Seine Waffen und Ziele

Darum wechsle ich nicht ständig Schläger

Meinen Grafalloy-blue-Schaft habe ich seit 2003 in

meinem Holz 3. Wenn mir etwas gefällt, halte ich

daran fest. Ich benutzte mein Holz 3 – ein Callaway

Big Bertha 3 Plus – mehr als zehn Jahre, bevor ich es

vor zwei Jahren zugunsten eines Diablo Octane

ausgetauscht habe. Die Jungs auf der Tour haben

mich davon überzeugt, dass ich damit zehn Meter

weiter schlagen würde.

So setze ich mir meine Leistungsziele

Mein Mentaltrainer Torsten Hansson und ich haben

herausgefunden, dass ich viel zu kurzsichtig dachte.

Ich wollte große Probleme so schnell wie möglich

lösen. Heute werden Zwischenziele definiert, die drei

bzw. sechs Monate in der Zukunft liegen. So wurde

mein Arbeiten mehr prozess- und weniger

zielorientiert. Anstatt an Quantensprüngen zu

scheitern, setze ich Schritt für Schritt. Wenn man

2013 betrachtet, klappt es ganz gut . . .

Warum ich nicht nur einen Ausrüster habe

Flexibilität bei den Ausrüsterverträgen zu haben, hat

seine Vorteile. Ich spiele Titleist ProV1-Bälle und war

2013 der beste Tour-Spieler mit diesem Ball. Meine

Driver kommen von TaylorMade. Ich spiele einen

SLDR, seit ich meinen alten R1-Driver in Chicago

zerstört habe. Callaway baut meine Eisen, Cleveland

meine Wedges und ich benutze seit 2012 Piretti-

Putter. Kennen Sie vielleicht nicht, aber sie sehen toll

aus, funktionieren großartig und sind etwas schwerer.

Piretti hat sogar eine Limited Edition mit meinem

Namen entwickelt. Nice!!!

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TRAINING HENRIK STENSON

Eine solide Basis für synchrone Bewegungen

Seit ich 1998 Profi geworden bin, war mein konstantes

Ballstriking die Basis meines Spiels. Ende 2011 hatte

ich mir jedoch soviele Fehler angewöhnt, dass eine echte

Golfkrise daraus resultierte. Mithilfe meines langjährigen

Coachs Peter Cowen stellte ich mich den Problemfeldern.

Um es kurz zu fassen, ich hatte meine Stabilität verloren.

Wenn man ohne ein stabiles Fundament schwingt, kann

man die Muskelkraft nicht korrekt auf- und entladen.

Die Synchronizität zwischen dem Torso und den Armen

geht verloren, ebenso zwischen Ober- und Unterkörper.

Der gesamte Schwung wird unruhig und ineffizient. Leider

gibt es keinen Feenstaub, den man auf den Ball streuen

kann, damit dieser wieder gerade und weit fliegt. Nur

harte Arbeit funktioniert. 2013 traf ich die meisten Grüns

aller PGA Tourspieler – und so habe ich mein Spiel

optimiert:

1 2 3

„Get in and over it!“

In meiner neuen

Ansprechposition sorge ich dafür,

dass meine Arme genügend Platz

vor dem Körper haben.

Zuvor habe ich mich selbst

eingeengt.

Diese Ansprechposition ermöglicht

die koordinierte Bewegung weg vom

Ball – die Arme schwingen synchron

mit der Körperbewegung. Zuvor stand

ich zu aufrecht und die Arme waren

zu nah an der Brust – und meist

asynchron

Mein Schwung war unruhig, die

Arme bewegten sich unabhängig

vom Körper. Nun erreichen Hände

und Körper mit kraftvoll

aufgeladenen Schultern im

Rückschwung gleichzeitig den

höchsten Punkt

80 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Schlüsselmoment:

Dieses Bild zeigt, wie

kompakt und effizient

meine Bewegung

geworden ist. Die

Schultern sind über

90 Prozent aufgedreht,

der Schaft fast parallel

zum Boden. Es gibt kein

unruhiges oder unnötiges

Element in meiner

Bewegung

4 5 6

Wie alle guten Durchschwünge

beginnt auch meiner mit dem

Unterkörper. Ich bringe mich in

Position, bevor die obere Hälfte

startet. Dass die Schwungkurve

durch meinen rechten Bizeps

verläuft, ist das Kennzeichen eines

gelungenen Schlages.

Durch bessere Koordination nutze ich

die Bodenhaftung effektiv. Kurz vor

dem Treffmoment sind meine Arme und

die Hände bereit, voll durchzuziehen.

Die Geschwindigkeit wird

in die Arme transferiert,

doch die Beschleunigung

erzeugt die Basis

Ein guter Indikator für einen

gelungenen Schwung ist das

Schaftende, das zum Nabel

weist. Dann hat der Release von

Ober- und Unterkörper gestimmt.

Ahmen Sie die Position nicht

nach, nutzen Sie sie zur

Überprüfung

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TRAINING HENRIK STENSON

So erzeuge ich kontrollierte Power vom Abschlag

Auf den ersten Blick könnte man meinen, das Eisenspiel sei

der Schlüssel, um Grüns in der vorgegebenen Schlagzahl zu

erreichen. Man sollte jedoch nicht die Wichtigkeit unterschätzen,

zuvor das Fairway nicht verfehlt zu haben. Es ist viel einfacher,

das Grün zu treffen, wenn der Ball auf gemähtem Gras liegt. Oft

lasse ich den Driver zugunsten des Holz 3 stecken, was meine

Fairway-Trefferstatistik deutlich verbessert hat. Um konstant

abzuschlagen, habe ich zwei Bereiche optimieren müssen:



1. In den Boden krallen

Ihre Beine und Füße sind die einzigen

Verbindungselemente zwischen Körper und

Boden und somit der Schlüssel zu Kraft und

Stabilität. Bei meinem alten Schwung preschte

mein Oberkörper im Abschwung voraus, was

mich aus dem Gleichgewicht brachte und mich

Distanz und Länge kostete (ganz oben). Wenn

ich nun den Abschwung einleite, habe ich das

Gefühl, mich mit den Füßen in den Boden

einzugraben. Diese Bewegung verleiht Ihrem

Schwung die magische Kombination aus

Stabilität und Kraft. Aber glauben Sie mir, es

braucht etwas Zeit, bis man den Dreh raus hat

(oben und rechts).

82 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


2. Timing im Release

Zuvor habe ich gezeigt, wie ich mit den

Armen Schlägerkopfgeschwindigkeit

erzeuge. Um einen maximalen Krafttransfer

zu generieren, müssen Sie den Schläger im

Treffmoment freigeben, nicht erst danach.

Bei zuviel Körpereinsatz (wie ich früher),

wandert der Unterkörper durch die Ball-

Linie (unten) und der Schlägerkopf wird

nicht freigegeben.Daraus können nur

schwache Schläge resultieren.


Hausaufgabe für perfekten release

Hände auseinander!

Greifen Sie den Schläger

normal mit der linken Hand,

jedoch positionieren Sie die

rechte Hand weiter oben am

Schaft. Spüren Sie im Rückschwung,

wie diese Haltung

dazu führt, dass sich der rechte

Ellenbogen an den Körper

andockt. Ihr rechter Arm muss

nun viel mehr und schneller

arbeiten, um die Treff-Position

zu erreichen. Deshalb werden

Sie den Rest des Körpers auf

natürliche Weise richtig bewegen

und die Hände arbeiten synchron

zum Oberkörper. Machen Sie ein

paar Halbschwünge und fühlen

Sie den aggressiveren Einsatz

der rechten Seite. Führen Sie

die rechte Hand sukzessive zur

normalen Griffposition zurück.

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TRAINING HENRIK STENSON

Meine drei Geheimnisse

des Bunkerspiels

Derzeit rangiere ich auf der PGA Tour auf Rang 134 aus dem

Bunker. Sie mögen glauben, ich sei kein toller Sandspieler,

aber ich habe in Boston aus dem Bunker eingelocht und mir

so den Sieg bei der Deutsche Bank Championship ermöglicht.

Auch bei der Tour Championship habe ich mich erfolgreich

aus dem Sand gerettet. Die Tatsache, dass ich es drauf habe,

wenn es ums Ganze geht, zählt in meiner Welt mehr als

trockene Statistik. Aus dem Sand folge ich einer goldenen

Regel: „Schlägerloft halten.“ Amateure machen das oft falsch.

Hier zeige ich Ihnen, was ich damit meine:

1. Schlägerkopf öffnen

Im Setup zielt der Schlägerkopf nach rechts,

dadurch erzeuge ich mehr Loft. Je höher der Ball

fliegen soll, desto weiter nach rechts ziele ich. Das

Öffnen sorgt zudem dafür, dass sich die Rückseite

der gewölbten Schlägersohle durch den Sand

arbeitet. Je gerader die Schlägerfläche, desto

mehr tendiert der Schläger dazu, sich einzugraben.

Den Effekt verstärke ich, indem ich mich so stelle,

dass der Ball im Stand deutlich links liegt,

während das Schlägerende auf meinen Gürtel

zeigt.

84 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


2. Den Loft im rückschwung erhalten

Wenn der Loftwinkel in der Ansprechposition stimmt, muss

man ihn auch im Rückschwung erhalten. Eine gute Übung

heißt: „Sand über die Schulter werfen.“ Nehmen Sie etwas

Sand auf den Schläger (unten). Wenn Sie den Loft im

Rückschwung erhalten, bleibt der Sand auf dem Schläger, bis

Sie ihn sich über die Schulter werfen (ganz unten). Schließen

Sie den Schlägerkopf hingegen, fällt die Ladung herunter ...

3. RELEASE UNTER DEM BALL

Im Prinzip versucht man bei einem Bunkerschlag, den Sandbereich rund um den Ball

mit einem offenen Schlägerblatt in Richtung Loch zu befördern. Dieser lofterhaltende

Release des Schlägers hat zwei Grundlagen:

1. Während des Durchschwungs zeigt die Schlagfläche nach oben, der Schaft ist

parallel zum Boden.

2. Das Schlägerende zeigt wie in der Ansprechposition zum Gürtel hin.

Die rechte (bzw. untere) Hand gibt unter dem Ball den Schläger frei, die Handfläche

zeigt gen Himmel. Vermeiden Sie Unterarm-Rotation, sonst verlieren Sie an Loft und

das führt dazu, dass Sie die scharfe Schlägerkopfvorderseite (Leading Edge) in den

Sand eingraben.

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TRAINING LEADBETTER

ian

holloway

Ian Holloway, Jahrgang ‘80, Fully Qualified PGA

Professional und Certified Senior Instructor

der David Leadbetter Golf Academy

im Golf Valley München.

ih@golftime.de, www.leadbetter.de

Backswing Nur

wer richtig ausholt,

kann kraftvoll

durchschwingen.

Kom

pakt

Jeder Golfschwung ist anders und

wird dabei maßgeblich von Take

Away und Backswing beeinflusst. Je

besser ein Golfer wird, desto mehr ist

er in der Lage, mögliche Schwächen im

Backswing durch eine gute Energieübertragung

im Downswing zu kompensieren.

Dabei liegt der Schlüssel zu einem technisch

sauberen Rückschwung vor allem

darin, ihn möglichst simpel, kompakt

und effizient zu halten.

Als kleine Aufwärmübung stellen

Sie sich ganz normal ins Setup und

verschränken die Arme vor dem Körper.

Wichtig ist eine kompakte und als eine

Einheit verlaufende Oberkörper- und Hüftrotation

in der Ausholbewegung.

Oberkörper, Arme und Hüfte als eine Einheit

Das Ganze mit Schläger – vom Ausgangspunkt

des Schlägers, dem

Setup, hinauf bis zum höchsten

Punkt des Rückschwungs. Je synchroner

Hüften, Oberkörper und

Arme rotieren, desto effizienter ist

der Rückschwung.

Fotos: GOLF TIME

86 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Setup

Take Away

Um das Synchronisieren des Rückschwungs

zu vereinfachen, konzentrieren

Sie sich nur auf den Weg, den

der Schlägergriff zurücklegt. Dieser

sollte eng am Körper verlaufen. Bewegen

Sie dabei das Griffende so

einfach und direkt wie möglich von

der Ausgangsposition hinauf in den

höchsten Punkt des Rückschwungs.

Aufschwung

Höchster Punkt

Wenn Take Away und Backswing

sauber ineinander übergehen, sind

am höchsten Punkt die perfekten

Bedingungen für einen dynamischen

Downswing gegeben. Wenn Sie die

Ausholbewegung kompakt und synchron

halten, wird dies nicht nur

mehr Konsistenz in Ihr Spiel bringen,

Sie werden dadurch zudem auch weiter

schlagen.

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TRAINING PLAY BETTER GOLF

Jonathan

Taylor

Der Engländer und GOLF TIME-Buchautor hat zunächst

„The Move“ und schließlich „Swing Simply“

entwickelt, ist Fellow of the English PGA sowie

G1 Class Professional der PGA of Germany

WIE ALLES

Rückschwung Von wegen aller Anfang ist sch

Fotos: Marcel Brunnthaler

Wer hätte das gedacht:

Der Start der Ausholbewegung

ist der

wohl bedeutendste

Teil des gesamten

Golfschwungs. Ein

richtiger Start entscheidet über Erfolg

oder Misserfolg bzw. darüber, wie leicht

es Ihnen fällt, die Kugel sauber zu treffen.

Versprochen: Wenn Sie gleich zu Beginn

alles richtig machen, wird Ihnen der Rest

des Golfschwungs unglaublich viel leichterfallen.

Für den perfekten Start befolgen

Sie ganz einfach folgende Punkte:

1. Sprechen Sie den Ball an und „wedeln“

Sie vor Beginn der Ausholbewegung ein

wenig mit dem Schlägerkopf, um Ihren

Körper in Bereitschaftsmodus zu versetzen.

2. Halten Sie Ihren Unterkörper ruhig: Zu

Beginn der Ausholbewegung bewegen

sich weder die Füße noch die Beine und

nicht einmal die Hüfte!

3. Drehen Sie zuerst Ihren Brustkorb vom

Ziel weg. Achten Sie darauf, dass sich

dabei die Neigung Ihrer Wirbelsäule

nicht verändert.

4. Arme, Hände und Schläger bleiben

passiv und werden ausschließlich von

der Oberkörperrotation vom Ball wegbewegt.

5. Abhängig davon, wie beweglich Sie

sind, wird sich Ihre Hüfte erst mitdrehen,

nachdem sich Ihr Oberkörper

etwa 45 Grad gedreht hat.

6. Wenn sich Ihre Hüfte in Bewegung

setzt, haben Sie das Ende des Starts der

Ausholbewegung erreicht.

Ganz ruhig. Der eben beschriebene Start

der Ausholbewegung befördert den Schläger

ganz automatisch auf die richtige

Ebene. Dabei sind die Hände passiv und

auch die Unterarme rotieren nicht. Damit

ist der Schläger ruhig und stabil.

More. Weitere Tipps und Tricks von

Erfolgs-Pro Jonathan Taylor finden Sie

im Internet unter www.golftime.de in der

Rubrik Training.

Ansprechposition:

„Wedeln“ Sie mit dem

Schläger locker ein wenig

hin und her, bevor Sie

mit der Ausholbewegung

starten, um Ihren Körper

in Position zu bringen

88 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


S BEGINNT

wer: Wie Sie perfekt in den Schlag starten.

Einleitung: Bis sich Ihr Oberkörper

etwa 45 Grad gedreht hat,

bleibt der Unterkörper

inklusive Hüfte ruhig.

Hände, Arme und

Schläger sind passiv

Swing SimplY

IM DOPPELPACK

„Golf lernen ist wirklich einfach! Lassen Sie sich

nicht verwirren durch komplizierte Golftechnik –

wir lehren den leichtesten Weg“, ist Jonathan

Taylor von der The Move Golf Academy überzeugt.

Der Erfolgs-Coach hat seine innovative Teaching-

Philosophie in einem Buch mit über 120 Fotos

anschaulich zu Papier gebracht. Dabei ist der Titel

„SWING SIMPLY II – Wie Sie garantiert 20 Meter

weiter schlagen“ kein leeres Versprechen: „Wer

mit meiner Technik nicht 20 Meter weiter schlägt,

bekommt sein Geld zurück“, bekräftigt Jonathan

Taylor.

Das Buch (E 19,90) und die DVD „SWING

SIMPLY 2 + 20“ (E 29,90) können zzgl. Versandkosten

(E 3,–/europ. Ausland E 7,–) unter Telefon

089/42 71 81 81 bzw. via www.golftime.de bestellt

werden.

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 89


TRAINING MENTAL

SABANA

CROWCROFT

PGA Professional,

Ex-European Tourspielerin,

Management Trainerin,

Gründerin von KAGAMI

Golf & Leadership Academies

Ihre Golf-Ziele

Psyche Golf ist ein guter Spiegel Ihrer Persönlichkeit.

Viele Golfer wissen, dass das Golfspiel

ein guter Spiegel unserer

Persönlichkeit und unseres Verhaltens

ist. Auf dem Platz können wir

nicht vor uns selbst flüchten oder

jemandem die Schuld in die Schuhe schieben –

auch, wenn wir das manchmal versuchen!

Was für Sie vielleicht neu ist: Wenn Sie auf

dem Golfplatz eine Entwicklung vollziehen,

dann hat dies automatisch Auswirkungen auf

Ihr restliches Leben. Sie gehen mit Ihrer

Persönlichkeit auf den Platz und

kommen mit einer verbesserten

Version zurück nach

Hause.

Dieser Prozess startet

mit dem Setzen von

klaren, effektiven und

interessanten Zielen und

der Bereitschaft, diese

Ziele mit anderen

Lebensbereichen, die

Ihnen wichtig sind,

zu verbinden. Dies

ist eine einzigartige

und sehr wirksame

Methode, Ziele aller

Art zu realisieren.

Fangen wir an!

Nur mit exakten Messwerten können Sie

verdeutlichen, was die Aufgabe ist. Nur so

können Sie Ihren Fortschritt einschätzen und

sehen, wann Sie das Ziel erreicht haben.

Zwischenziele

Setzen Sie sich monatliche oder Quartals-Zieletappen,

die machbar sind, um Ihr Endziel zu

erreichen.

Ziele setzen

Illustration: Peter Ruge www.ruge-cartoons.de

Kagami Golf

von Sabana Crowcroft.

32.000 Exemplare verkauft.

€ 24,90 + € 3,– Versand/

europäisches Ausland € 7,–

Erhältlich telefonisch (089/42718187)

über den GOLF TIME Verlag oder über

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Golf Training DVD

von Sabana Crowcroft.

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Buch & DVD Paket:

Sonderpreis € 44,90 + Versand (s.o.)

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www.kagami.de

Schreiben Sie Ihre

Golfziele für 2014

auf. Seien Sie dabei

präzise. „Mein Handicap

reduzieren” ist nicht genau

genug. Welche Komponenten

müssen sich in Ihrem Spiel

verbessern, damit Sie bessere

Ergebnisse erzielen oder das Spiel

mehr genießen? Sie können auch

ein völlig anderes Ziel setzen, wie,

„entspannter Turniere zu spielen“

oder „mehr Schläge mit der Schlägerkopfmitte

zu spielen“.

Ist-Zustand

Schätzen Sie, wo Sie JETZT in Bezug auf Ihre

Ziele stehen. Seien Sie präzise, z. B. jetzt 10%

entspannt, Ziel ist zu 60% entspannt in Turniere

gehen, oder jetzt 20% der Schläge mit der

Schlägerkopfmitte spielen, Ziel ist 50%.

Details

An welchen Details müssen Sie arbeiten, um

den Durchbruch zu erlangen? Zum Beispiel

Atemübungen erlernen, einen positiven, entspannenden

Satz finden, den Sie vor und

90 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


»Sich selbst qualitativ hochwertige Fragen zu stellen ist

einer der Schlüssel zur Selbstverwirklichung, zu einem

Leben, das Sie sich erträumen und verdienen«

Dr. John Demartini

während des Turniers immer wiederholen, oder

eine andere Einstellung gegenüber Ihrem Handicap

entwickeln. Sie können auch eine Liste von

Komponenten erstellen, die am

meisten beeinflussen,

wie Sie den Ball

schlagen.

Finden

Sie heraus, was

Ihre Gedanken für eine

Rolle spielen.

Vielleicht werden Sie zu einem späteren

Zeitpunkt feststellen, dass Sie Ihre ursprünglichen

Ziele ändern müssen. Das sollten Sie

tun, denn sonst haben Sie am Ende des Jahres

eine Entschuldigung, wenn Sie es nicht schaffen.

(„Meine Ziele waren zu hochgesteckt, ich wusste

von Anfang an, dass ich sie nicht erreichen

konnte!!!”)

Ressourcen

Wo können Sie Hilfe bekommen? Zum Beispiel

durch Bücher, Internet, Workshops, Freunde?

Erstellen Sie eine Liste mit Ihren Favoriten.

Ein Gefühl verankern

Positive Emotionen sind ein

kraftvolles Unterstützungssystem.

Dadurch ziehen

Sie die Ziele an wie ein

Magnet. Stellen Sie

sich Ihre Gefühle

vor, wenn Sie Ihr

Ziel erreicht haben:

die Zufriedenheit,

das Selbstwertgefühl

oder vielleicht die

pure Freude. Indem

Sie visualisieren,

dass Sie Ihr Ziel

be-reits erreicht

haben, wird Ihr

Körper Endorphine

ausstoßen – Glücksgefühle

stellen sich

ein. Verankern Sie

diese Gefühle mit

einem Wort oder einer

Bewegung, sodass Sie

sich so oft wie möglich

daran erinnern, wie es sich

anfühlt, wenn Sie ein Ziel

erreichen. Es ist wissenschaftlich

erwiesen, dass

das Unterbewusstsein

den Unterschied zwischen

Realität und Fantasie nicht

kennt.

Aktiv werden

Was können Sie HEUTE

tun, um erste Schritte in

Richtung Ihrer Golfziele zu

gehen und so die Qualität Ihres Lebens insgesamt

zu verbessern?

In der nächsten Ausgabe werde ich Ihnen

zeigen, wie Sie Ihre Golfziele mit Ihren wichtigsten

Lebenswerten verbinden, sodass auch

andere Lebensbereiche von dem Erreichen Ihrer

Golfziele profitieren.

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 91


TRAINING SPORTPHYSIO

Dr.

Christian

Haid

Biomechaniker,

Universitätsklinik

Innsbruck

Die Freude am

Mental-Kiste Wie Sie auch ohne allzugroßen Trainingsaufw

»Es entstehen

Fehlbewegungen

von einigen

Millimetern, aber

das genügt, um

das Ergebnis zu

verderben und

die Freude am

Golfspiel

zu mindern«

Das Schöne am

Golfsport ist,

dass man in

jeder Leistungsstufe

Erfolge

erlebt. Das

Spiel ist vielfältig und es kann

immer etwas verbessert werden.

Die kommende Golfsaison

soll uns viel Spaß und Freude

bereiten und dafür möchte ich

einige Minuten in Anspruch

nehmen.

Überlegen wir uns zuerst,

wann häufig Fehlschläge passieren.

Wir treffen z. B. bei

einer kurzen Annäherung den

Ball „fett“. Das heißt, wir erwischen

zuerst den Boden und

dann den Ball. Umgekehrt

toppen wir manchmal, das

heißt, wir treffen den Ball

„dünn“. Beides passiert, weil

wir den Schläger nicht immer

exakt gleich schwingen. Es entstehen

Fehlbewegungen von

einigen Millimetern, aber das

genügt, um das Ergebnis zu

verderben.

Um den Ball perfekt zu

spielen, müssen wir daher

unsere Bewegungsgenauigkeit

verbessern. Zu diesem Thema

haben wir schon einiges gehört.

Möglichst stabil stehen,

den Kopf ruhig halten, dem

Ball nicht nachschauen und

mehr. Ein paar dieser Hinweise

sind richtig oder zumindest gut

gemeint.

Viele treffen jedoch nicht

den Punkt.

Führen wir uns unseren Körper

vor Augen, mit all seinen

Gelenken, mit Muskeln, die

uns Bewegung ermöglichen,

die aber auch im Ruhezustand

eine gewisse Spannung haben.

Diese Muskeln können wir

uns als Federn vorstellen. Also

bestehen wir aus mehreren

Gliedern, die mittels Federn

Wie trainieren wir nun unsere

Bewegungsgenauigkeit? Wir

haben die Spannungen in den

Muskeln (Federn) ewähnt, und

wir haben von einer „ruckartigen“

Bewegung gesprochen.

Beide Größen können beeinflusst

werden.

Oberstes Gebot ist die ruhige

Bewegungsdurchführung.

Auch in Stress-Situationen müssen

wir dem Golfschläger und

den Armen die Zeit geben, die

„pendelnde“ Bewegung durchzuführen.

Da die Schwingungsdauer

eines Pendels von

der Auslenkung nur geringfüverbunden

sind und sich in

einem Gleichgewichtzustand

befinden. Führen wir nun mit

den Armen eine „ruckartige“

Bewegung durch (Actio =

Reactio), dann sind die restlichen

Federn nicht darauf vorbereitet

und es kommt zu Bewegungen

in Gelenken, die wir

nicht wollten. Wir verändern

unsere gesamte Körperhaltung

und das beeinflusst die

Schwungbahn des Schlägers.

Da schon einige Millimeter

über Erfolg und Misserfolg entscheiden,

ist das ein ausschlaggebender

Grund.

Auch K.J. Choi kann lachen: Selbst Top-Golfer, deren Emotionen man selten

erkennt, sind vor einem freudvollen Lachen nicht gefeit

92 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Golfspiel

and den Spaß am Golfsport nicht verlieren.

Die perfekte Saisonvorbereitung in Innsbruck:

Beschreiten Sie neue Wege!

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Ihr persönlicher Workshop

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gig abhängt, müssen wir uns

für einen kurzen Schwung

ebenso viel Zeit nehmen wie

für einen vollen Schlag. Anders

ausgedrückt, wir müssen

Rhythmus üben. Die Bewegungsdurchführung

findet

immer in derselben zeitlichen

Abfolge statt, gleichgültig wie

weit wir ausholen und wie

wichtig der Schlag ist.

Das ist nicht nur ein bewegungstechnisches

Problem,

sondern hier müssen wir auch

unsere Psyche trainieren.

Die zweite trainierbare Größe

ist unsere Muskelspannung.

Wie oben beschrieben entsprechen

Muskeln bis zu einem gewissen

Grad Federn. Der große

Unterschied ist jedoch, dass

wir die „Federhärte“ einstellen

können. Neigen wir zu ruckartigen

Bewegungen, dann ist

die Feder oft zu „hart“ und wir

lassen sie zu plötzlich wirken.

Somit ist unsere Trainingsaufgabe,

den sanften und gleichmäßigen

Einsatz unserer Muskulatur

zu erlernen.

Als Übung können wir am

Rücken liegen und unsere Bauch-

muskulatur anspannen. Das darf

jedoch nicht schlagartig geschehen

und zum maximalen

Krafteinsatz führen, sondern die

Anspannung muss langsam und

gleichmäßig aufgebaut werden.

Das Gleiche können wir auch

sitzend auf dem Bürostuhl

durchführen. Somit ist dieses

wichtige Training für unseren

Golfschwung leicht durchführbar.

Wir können Arbeitspausen

nützen, denn diese Übungen

sind nicht schweißtreibend.

Dieses „Erspüren“ des langsamen

Muskelspannungsaufbaues

wird dann auch während

der Schwungdurchführung geübt.

Anfänglich ist das sicherlich

ungewohnt, aber mit der

Zeit bekommt man das Gefühl

eines „gesamten Spannungszustandes“,

der die Wahrscheinlichkeit

für gute Golfschläge deutlich

erhöht. In meinem Healthy-

Swing-Bewegungskonzept wurde

das schon oft erprobt und es

führt zu besseren Schlägen

und mehr Freude am Golf.

Info:

christian.haid@i-med.ac.at

www.Healthy-Swing.at

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 93


TRAINING BASICS

STEPHAN

GANDL

Stephan Gandl, Jahrgang ‘67, Fully Qualified

PGA Professional und ehemaliger Tourspieler,

TV-Experte und begnadeter Trickgolfer

Ball wo?

Grundlagen-Training Warum unterschiedliche

Schläger unterschiedliche

Ballpositionen erfordern.

Ich werde immer wieder gefragt, warum verschiedene

Schläger unterschiedliche Ballpositionen nach sich ziehen

bzw. ob man diese nicht durch eine einheitliche Ballposition

vereinfachen könnte. Die Antwort ist simpel: Nein, auf

keinen Fall. Das liegt schlicht an den unterschiedlichen

Schaftlängen und Lies der Schläger und in Folge an den

damit verbundenen unterschiedlichen Schwungebenen. Auch das

mehr oder weniger ausgeprägte Offset des jeweiligen Schlägers

lässt bereits erahnen, wo in etwa der Ball liegen sollte, um optimal

geschlagen werden zu können.

In diesem ersten Trainings-Tipp möchte ich daher zunächst auf

diese Grundlagen näher eingehen – sie sind das A und O für ein

besseres Verständnis des Golfschwungs.

Fotos: GOLF TIME

Drei unterschiedliche Schläger,

drei unterschiedliche Ballpositionen:

Driver, 5er-Eisen, Pitching Wedge

aus unterschiedlichen

Blickwinkeln

94 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Setup & Ballpositionen

Driver

1. Längster Schaft und damit weitester

Abstand zum Ball.

2. Flachere Schwungebene bedingt durch

den Lie-Winkel des Schaftes.

3. Ballposition auf Höhe der linken Ferse.

4. Dadurch entsteht ein „Knick“ (siehe rote

Linien) zwischen linkem Arm und

Schlägerschaft (Handgelenk).

5. Die Hände befinden sich gegenüber bzw.

evtl. sogar leicht hinter der Ballposition.

6. Der Ball wird durch diese Position im

Vergleich etwas mehr in der Aufwärtsbewegung

getroffen.

7. Der Driver erzeugt im Vergleich am

wenigsten Backspin.

8. Bild unten: Der Schaft geht über das

Hosel fast gerade in den Schlägerkopf

über.

5er-Eisen

1. Mittellanger Schaft und damit etwas

näher am Ball als mit dem Driver.

2. Etwas steilere Schwungebene, etwas

steilerer Lie und mehr Loft.

3. Ballposition etwas mehr zur Mitte.

4. Der „Knick“ (siehe rote Linien) zwischen

linkem Arm und Schlägerschaft fällt

geringer aus (Handgelenk).

5. Die Hände befinden sich nahezu an der

gleichen Stelle wie beim Driver. Durch die

veränderte Ballposition gegenüber bzw.

sogar leicht vor dem Ball.

6. Der Ball wird durch diese Position in

einer leichten Abwärtsbewegung

getroffen.

7. Es wird mehr Backspin erzeugt.

8. Bild unten: Der Schaft geht mit leichtem

Winkel in den Schlägerkopf des Eisens.

Pitching Wedge

1. Kurzer Schaft und damit am nähesten am

Ball.

2. Steile Schwungebene wegen des steilen

Lie des Schaftes, besitzt am meisten Loft.

3. Ballposition ungefähr mittig.

4. Der „Knick“ (siehe rote Linien) zwischen

linkem Arm und Schlägerschaft fällt

am geringsten aus (Handgelenk).

5. Im Verhältnis zum Körper befinden sich

die Hände nahezu an der gleichen

Position, im Verhältnis zum Ball jedoch

davor.

6. Der Ball wird durch diese Position in

einer stärkeren Abwärtsbewegung

getroffen.

7. Deshalb hat der Ball noch mehr Backspin.

8. Bild unten: Der Schaft geht mit noch

stärkerem Winkel in den Schlägerkopf.


TRAINING ERNÄHRUNG

SYLVIA

GARTNER

Sylvia Gartner, Jahrgang ’74, studierte

Ernährungswissenschaften an der TU München-

Weihenstephan, ist seit 2005 als Ernährungscoach

tätig.

Zuständig für den Bereich Ernährungsberatung

in der Martina Eberl Golfakademie.

Hop oder top: Mit ein paar einfachen Ernährungstipps den Körper wieder auf Vordermann bringen

Entgiften, aufbauen,

durchstarten

Entschlacken Raus aus der Winter(speck)-Falle: Jetzt den Stoffwechsel

anregen und den Körper gezielt entgiften und wieder fit machen.

Während der kalten

und dunklen Wintertage

liegt das Bedürfnis

nach ungünstigen

Speisen, Süßem

und Deftigem meist

höher als im Sommer. Kurz vor dem Frühling

empfiehlt sich daher ein Frühlingsputz,

um den Stoffwechsel von manch angesammeltem

„Restmüll“ zu befreien und

den Körper wieder fit zu machen.

Tanken Sie sich mit Kraftstoffen auf

und schenken Sie Ihrem Körper eine

Frischekur, bei der sich die Entgiftungsorgane,

wie Niere und Leber, wieder regenerieren

können. Als Dank dafür erhalten

Sie frische Vitalität zurück, mit der Sie der

neuen Saison energiegeladen entgegentreten

können.

Hier das kleine 1x1 für eine 1-wöchige

Frischekur:

1 Nach dem Aufstehen 300-500ml

stilles Wasser mit Zitrone trinken

e Bis 17:00 Uhr mindestens zwei Liter

stilles Wasser und/oder Tee zwischen den

Mahlzeiten trinken. Geeignete Teesorten

zur Entgiftung und Reinigung: grüner Tee,

Brennnesseltee, Ingwertee, Löwenzahntee,

reine Kräutertees ohne Aroma.

2 Zweimal täglich Gemüse

e Beispiel: mittags Gerichte mit gedünstetem

Gemüse, abends Gemüsesuppen.

e Bauen Sie viele bittere Gemüsesorten

ein, dies fördert die Entgiftung der Leber

und regt die Fettverdauung an. Beispiele

sind Radicchio, Rucola, Chicoree.

3 Einmal pro Tag frischen Saft aus

einem Mix aus Obst und Gemüse (Verhältnis

1 zu 2) trinken

e Beispiel: Karotte, Apfel, rote Beete, Ingwer.

e Verwenden Sie am besten viel grünes

Gemüse wie Spinat, Petersilie, Sellerie,

Pfefferminze; diese sind die „Meister Proper“

unter den Leber- und Nierenreinigungsmitteln.

4 Als Kohlenhydrate ausschließlich

Kartoffeln verwenden

e Verzichten Sie auf Getreide wie Nudeln

und Brot.

e Kartoffeln sind nämlich bestens für den

Ausgleich des Säure-Basenhaushalts geeignet.

5 Tierische Produkte wie Milchprodukte,

Fleisch, Eier und Fisch vom

Speiseplan streichen

6 Regelmäßige Mahlzeiten einhalten

e Falls zwischendurch Hunger aufkommt:

Essen Sie Nüsse oder trinken Sie einen

frischen Saft.

7 Ausschließlich frische Produkte

verwenden

e Würzen Sie mit Salz, Pfeffer und Kräutern.

e Verwenden Sie vor allem frische Kräuter

wie Petersilie, Koriander, Kümmel,

Brunnenkresse, Majoran etc. Diese wirken

zusätzlich blutreinigend und entgiftend.

Info: www.martina-eberl-golfakademie.de

96 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


STORY GÖTZ-ZITAT

GÖTZ

SCHMIEDE-

HAUSEN

Seit 2011 bei GOLFTIME. Arbeitet seit

Mitte der 2000er-Jahre bspw. mit der

Veröffentlichung seines Buchs „Golf oder

gar nichts!“ an der Verjüngung des Golf-

Images und missioniert täglich im Namen

des Golfsports.

Frischfleisch 55+

»Weniger meckern,

mehr machen:

Erfahrungsgemäß

ist ein begeisterter

Golfer immer noch

das effektivste

Werbemittel,

dessen persönliche

Empfehlung mehr

wiegt als jede

Image-Kampagne«

DGV-Präsident Hans Joachim Nothelfer

bezeichnet die „Generation

55+“ als die wirtschaftlich wichtigste

im deutschen Golf und erntet

dafür wenig Beifall. Die grauen Panther

stürmen zum Abschlag, während der Anteil

der jungen Menschen und Familien bedenklich

schrumpft, woraus ein Marktwachstum

2013 von nur 0,4 Prozent resultiert. Wieso

unternimmt der DGV nichts gegen diese Entwicklung,

sondern pusht mit „Gesundheit,

Bewegung, Natur und Sportlichkeit“ eine

Werbebotschaft, die so sexy wirkt wie die

Apotheken-Umschau und somit auch dieselbe

Zielgruppe anspricht wie die „Rentner-Bravo“.

„Der DGV soll sich gefälligst um das junge

Gemüse kümmern!“, werfen erzürnte Kritiker

dem Verband vor, bleiben jedoch, wenn es

um wirksame und finanzierbare Vorschläge

geht, erstaunlich blass. Dabei heißt es doch:

„Kommen Sie mit Lösungen, sonst sind Sie

selbst ein Teil des Problems.“

Der DGV hat festgestellt, dass vor allem

Neugolfer dem Fairway den Rücken kehren,

die den Sport erst seit vier Jahren oder

weniger ausüben. Geht man davon aus, dass

es sich um jene weitestgehend faltenfreie

Altersklasse handelt, die händeringend für

den Golfsport angeworben werden soll, ergibt

das aktuelle Bild durchaus Sinn. Der zwischen

Karriereaufbau, Familie und Sozialleben eingespannte

Neugolfer hat festgestellt: „Golf?

Komme ich vielleicht wieder dazu, wenn ich

mal 55+ bin . . .“

Heutige Golfsenioren hingegen befanden

sich gestern in der gleichen Situation. Sie

wurden während der Golfboom-Jahre Mitte

der Neunziger mit dem Golfvirus infiziert,

als allerorten Anlagen aus dem Boden schossen.

Nach einer mehr oder weniger rationalen

Bestandsaufnahme der eigenen Existenz

und der Integrierbarkeit von Golf wurde damals

festgestellt: „Golf? Komme ich vielleicht

wieder dazu, wenn ich mal 55+ bin . . .“ Heute

endlich erntet der Golfsport diese leicht überreifen

Früchte.

Für den Golfclub als Wirtschaftsunternehmen

ist diese „Generation 55+“, von der Nothelfer

spricht, in Hartgeld gemessen ebenso

wertvoll wie der in Klamotten von „Galvin

Green“ und „Loudmouth“ gehüllte Junggolfer,

der die Anlage mit seiner Präsenz adelt.

Jeder zahlt seine Mitgliedschaft, jeder seinen

Beitrag. „Generation 55+“ ist jedoch eine

planbare Größe, während niemand weiß, ob

der coole Golf-Hipster nicht vielleicht schon

morgen in Hamburg oder München lebt

oder ob er den grünen Sport zugunsten des

mannigfaltigen modernen Freizeitangebots

schlicht aufgibt.

Wenn also in den Golfclubs kollektiv festgestellt

wird, dass ältere Herrschaften den

lebenswichtigen Umsatz generieren und trotz

Nachwuchsgewinnungskonzepten wie Familiengolf

oder Kinderbetreuung mit Bonzo,

dem Golfclown, keine signifikanten Zuwächse

erzeugt werden können, kann sich der Verband

auf den Kopf stellen und mit den Füßen

wackeln. Er wird (im Rahmen seiner Möglichkeiten)

nichts Messbares bewegen. Resigniert

stellt der DGV deshalb fest: „Die Verantwortung

für die Neumitgliedergewinnung liegt

vornehmlich bei den Anlagen vor Ort.“

Der Verband kann den Clubverantwortlichen

nur Hilfestellungen bspw. wie Marktforschungsergebnisse,

Erfahrungsaustausch

oder Workshops anbieten und uns Golfer

mit Handicapsystem-Gemurkse und anderen

Regulierungswahnauswüchsen ärgern. Signifikantes

Mitgliederwachstum fördern oder

verhindern kann er nicht. Jede Anlage ist mit

unterschiedlichsten Gegebenheiten gesegnet

(oder gestraft) und versteht sich als Einzelkämpfer,

für den die schwarze Null im Fokus

steht. Ob dieses Jahresziel dank zahlungskräftiger

Rentner oder motivierter junger

Menschen erreicht wird, ist dabei von sekundärer

Natur. Wollen Sie oder ich selbst etwas

bewegen? Erfahrungsgemäß ist ein begeisterter

Golfer immer noch das effektivste Werbemittel,

dessen persönliche Empfehlung mehr

wiegt als jede Image-Kampagne. Also weniger

meckern, mehr machen!

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 97


SOCIETY TEA TIME

ANKE

HUBER

Erst Hass, dann

wahre Liebe

Gastkommentar. Anke Huber

über Zwangsgolf und wie sie

die Liebe zum Golfsport fand.

Meine ersten Golfschläge

machte ich mit 14. Ich

hatte damals einen golfsüchtigen

Trainer, der mich permanent

auf irgendwelche Golfplätze

geschleppt hat. Damals habe

ich Golf gehasst, was aber wohl

verständlich ist, wenn man bedenkt,

dass ich in Australien bei

40 Grad gerade ein Match von

drei Sätzen gewonnen hatte und

mich mein Trainer noch weitere

neun Loch über den Golfplatz

jagte.

Erst nach meiner Tenniskarriere

habe ich die schönen

Seiten des Golfsports entdeckt

und eine Zeit lang fast jeden Tag

mit meinem Lebensgefährten

Roger Wittmann gespielt.

Durch meine beiden Kinder

ist die Zeit auf dem Golfplatz

zwar sehr geschrumpft, jedoch

genieße ich es jetzt umso mehr,

wenn ich mal eine Runde spielen

kann. Und wenn die Kinder

größer sind, werde ich bestimmt

wieder mehr spielen. Mein Ziel

ist es nämlich, irgendwann ein

einstelliges Handicap zu haben.

Als Frank Fleschenberg mich

vor etwas mehr als zehn Jahren

ansprach, ob ich nicht bei den

EAGLES mitmachen möchte,

war ich dankbar, dass ich mein

Hobby mit einer tollen Sache

verbinden und vielen notdürftigen

Menschen auf eine einfache Art

und Weise helfen kann.

Vor ein paar Tagen wurde

ich nun in den Vorstand der

EAGLES gewählt und ich freue

mich, unseren tollen Verein in

Zukunft noch ein bisschen mehr

unterstützen zu können.

Ihre

www.eagles-charity.de

NEUJAHRSEMPFANG. Der Jahressauftakt begann

für die EAGLES-Golfer auch in diesem

Jahr mit dem traditionellen Neujahrsempfang

im Herzoglichen Bräustüberl Tegernsee.

„Das vergangene Jahr war sehr erlebnisreich.

Der Hermes EAGLES Präsidenten Golf

Cup mit rund 500 Gästen krönte das 20-jährige

EAGLES-Jubiläum mit der Rekordspendensumme

von über 1 Mio. Euro“, so EAGLES

Präsident Frank Fleschenberg.

Bereits zum vierten Mal begrüßte Peter

Hubert, Wirt des Herzoglichen Bräustüberl

Tegernsee, die EAGLES-Mitglieder und Freunde

zum Neujahrsempfang. Er schätzt vor allem

die Art und Weise, wie die Charity-Golfer

helfen: „Unbürokratisch, unkompliziert und

schnell haben die EAGLES seit ihrer Gründung

1993 einen zweistelligen Millionenbetrag

eingespielt und ihn an Bedürftige weitergespendet

– eine reife Leistung!“

Bayerische Schmankerl und zünftige

Musik sorgten für gute Stimmung und die

Golfer unterhielten sich angeregt über die

neuen EAGLES-Mitglieder, deren Wahl bzw.

Aufnahme in der vorangegangenen Mitglie-

Happy (v. l.): Hubert, Kaufmann, Fleschi, Kühnhackl

Neujahrsempfang 2014: Die EAGLES-Mitglieder am Tegernsee

derversammlung beschlossen und am Abend

verkündet wurde. So freuen sich die EAGLES

über die Neuzugänge der beiden Fernsehmoderatoren

Matthias Opdenhövel und

Johannes B. Kerner, Sportmoderatorin Jana

Thiel sowie Fußballer Maurizio Gaudino, der

am Abend anwesend war. Außerdem wurden

einstimmig drei neue Vorstandsmitglieder

gewählt: Weltklasse-Tennisspielerin Anke

Huber, Schauspieler Michael Roll und Entertainerin

und Landtagsabgeordnete Claudia

Jung übernehmen ab sofort die Plätze von

Karl Hopfner (Vizepräsident des FC Bayern

München), Herbert Jung (Bild-Zeitung

Autor) und Schauspieler Elmar Wepper.

Unter anderem feierten auch folgende

EAGLES im Herzoglichen Bräustüberl

Tegernsee: Volksmusikduo Marianne und

Michael, Opernsängerin Anna Maria Kaufmann,

Musik-Manager Thomas Stein, Schauspieler

Günther Maria Halmer, Moderator

Max Schautzer, Diskus-Legende Lars

Riedel, Rad-Weltmeister Rudi Altig, Ex-Eishockeyspieler

Erich Kühnhackl und Schauspieler

Arthur Brauss..

Beim Barte des Propheten: M. Roll (l.) und E. Wepper

Fotos: Schneider-Press, Wolfgang Breiteneicher

98 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


Die Kiez-Kapitäne Kosta, Andreas (AC) und Hanjo (v.l.)

„SEXY 50:50“ auch

bei den Schwaben . . .

„SEXY 50:50“ auch im Golfpark Strelasund

Kiez-Käptän Hanjo

Die „Kiez-Käptäns-Kolumne“

Vom Vize zum König!

Der GC St. Pauli wünscht allen

Leichtmatrosen und allen stets gut

gelaunten Golfern ein frohes neues

Jahr! Auch für 2014 haben wir uns auf

die Fahne geschrieben,

noch sexyer zu sein

als in den Jahren

zuvor: Mit unserer

Aktion „Sexy 50:50“

gehen wir inzwischen

in die dritte Runde.

Auf über 80 Partneranlagen

können

GC St. Paulianer von

März bis Oktober

mehrfach im

Monat zu 50 Prozent des üblichen

Greenfees spielen. Die Golfanlagen

können die Partner-Monate dabei frei

auswählen, in denen sie mitmachen

möchten. Da ist unser Jahresbeitrag

von 55,– Euro im Jahr nicht nur GEIL,

sondern extrem SEXY! Und wem das

noch nicht heiß genug ist, dem heizen

wir 2014 bei unseren diversen Turnieren

und Partys richtig ein! Versprochen!

Euer Kiez-Käptän

Schon 87 „SEXY 50:50“ Partneranlagen

unter der Flagge des GC St. Pauli

„SEXY 50:50“ auch

im Rheinland . . .

„SEXY 50:50“ vielleicht auch

bald im Schnee . . .

Termine:

20.-23.03. GCSTP Skitour zum Kölschbeben

im Pitztal

04.-06.04. GCSTP Saison Opener im GP Strelasund

03.05. GCSTP Masters im GC Gut Grambek

05.05. GCSTP/Fairway Golftravel Pro Am

im GC Ahrensburg

26.-29.06. GCSTP goes Tschechien im

Golf- & Landclub Schloss Fahrenbach

Info: www.gc-stpauli.de

„SEXY 50:50“

gibt‘s natürlich

auch im Ausland

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 99


SOCIETY TEA TIME

RAFAEL

CABRERA-

BELLO

Eine echte Chance

Gastkommentar. Rafael Cabrera-

Bello über seinen Super-Start in

diese Saison.

Mit meinem Start in die

neue Saison bin ich bisher

mehr als zufrieden. Der vierte

Platz beim Abu Dhabi HSBC

Championship und der dritte

Rang beim Qatar Masters haben

mir gezeigt, dass sich meine

harte Arbeit in der Winterpause

ausgezahlt hat.

Zusammen mit Henrik

Stenson habe ich auch die 25th

Anniversary Challenge bei der

Dubai Desert Classic mit den

Siegern der letzten 25 Jahre

gewonnen.

Weiterhin geben mir diese

beiden Top-Platzierungen noch

mehr Selbstvertrauen für die

nächsten Turniere. Ich selbst

und auch die anderen spanischen

Spieler fühlen sich in den

Vereinigten Arabischen Emiraten

richtig wohl. Bei uns zu Hause

in Spanien ist es auch immer

sehr warm und wir alle lieben

es, in Polo-Shirts zu spielen.

Jeder meiner Landsleute liebt

den Desert-Swing und bisher

lief es für uns alle unglaublich.

Pablo Larrazábal gewann in Abu

Dhabi, Sergio Garcia in Qatar

und ich spielte jedes Mal um den

Titel mit.

Gerne erinnere ich mich noch

an meinen zweiten European

Tour Sieg beim Omega Dubai

Desert Classic vor zwei Jahren.

Ich werde weiter versuchen,

mein sehr gutes Niveau zu

halten, um vielleicht in dieser

Saison den einen oder anderen

Titel zu gewinnen. Ein zweites

Ziel ist es, mich ins europäische

Ryder Cup Team zu spielen,

denn wenn es weiter so gut läuft,

habe ich eine echte Chance.

Ihr

13 Fragen an ...

Interview Paul Casey über seine College-Zeit,

seine Stärken, Schwächen und Ian Poulter.

1. Ihr Leben steht auf dem Spiel, es gilt,

einen Putt aus drei Metern mit starkem

Break zu lochen. Wen wählen Sie für diese

Aufgabe?

Ian Poulter.

2. Ihr emotionalster Golf-Moment?

Mein Sieg bei der Gleneagles Scottish PGA

Championship 2001. Es war erst mein

elftes Turnier auf der European Tour. Ich

habe damals Alex Cejka um einen Schlag

besiegen können und damit das erste Mal

in meiner Karriere auf der European Tour

gewonnen.

3. Ihr emotionalster Moment abseits des

Golfsports?

Das war nicht nur ein Moment – das war

meine ganze Zeit auf dem College der

Arizona State University. Wir besaßen alle

kein Geld – und hatten dabei den größten

Spaß, den man sich vorstellen kann.

4. Ihre Lieblingsschläger im Bag?

Das ist immer genau der Schläger, den ich

gerade in der Hand halte, um den nächsten

Schlag zu spielen.

5. Welcher Sieg hat für Sie die größte

Bedeutung?

Die Teilnahme an einem Ryder Cup ist für

mich auf jeden Fall immer ein Highlight.

Das Team-Gefühl unter den Europäern ist

einzigartig. Und unser Sieg 2004, als ich

zum ersten Mal im Team war, hat für mich

eine große Bedeutung.

6. Ein Schlag, auf den Sie stolz sind?

Das war mein Putt vergangenes Jahr zum

Gewinn der Irish Open. Ich habe eine 67er-

Runde gespielt und war selten so zufrieden

mit meinem Putting.

7. Was wären Sie geworden, wenn nicht

Golf-Pro?

Ich wäre gerne professioneller Tennisspieler

geworden – doch bereits mit zehn

Jahren hat man mir gesagt, dass das nichts

wird. Zum Glück habe ich dann mit dem

Golfen angefangen.

Fun-Talk: Dominik Krautschun (GOLF TIME), Paul

Casey (r.) @Nike Headquarter, Portland, Oregon

8. Was sind Ihre persönlichen Stärken/

Schwächen auf dem Platz?

Meine größte Schwäche ist vielleicht, dass

ich der Meinung bin, dass ich keine

Schwächen habe. Ich riskiere dann oft viel,

weil ich so überzeugt von meinem Spiel bin.

9. Ein Schlag, den Sie gerne noch einmal

versuchen würden?

Keinen, die habe ich alle vergessen.

10. Das Beste am Leben als Pro?

Dass ich die ganze Welt sehen kann und

jeden Tag auf dem Golfplatz bin.

11. Ihr „Best-Buddy on Tour“?

Ian Poulter. Ein spezieller Typ, aber ein

richtig guter Kerl.

12. Fisch, Fleisch oder Gemüse? Hund

oder Katze?

Fisch, Fleisch und Gemüse – und Hund

und Katze.

13. Ein Tipp für unsere Leser?

Den besten Tipp hat mir Bernhard Langer

gegeben: Vergiss niemals zu atmen! Atme

vor jedem Schlag tief durch. Das nimmt die

Anspannung.

Paul Casey, Jahrgang ’77; Nummer 91 der Welt, Mitglied

Ryder Cup-Team 2004, 2006, 2008. Casey spielt derzeit

auf der PGA Tour und der European Tour. Sein Ziel 2014:

das Ryder Cup-Team.

100 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


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Stellvertr. Chefredakteure Marcus Brunnthaler (–8,9),

Götz Schmiedehausen (–9,8)

Autoren Ulrich Kaiser (–23,2),

Klaus Wondratschek (–13,4)

Redaktion Lothar Hellmuth (–54), Steffen Köpf (–14,7),

Rudi Kopp (–11,9), Ulli Timmer (–36)

Freie Mitarbeiter Gregor Biernath (–1,4), Stefan Blöcher (–3,6),

Rafael Cabrera-Bello (Pro), Sabana Crowcroft (Proette),

Martina Eberl-Ellis (Proette), Perry Einfeldt (–8,8),

Stephan Gandl (Pro), Max Kieffer (Pro),

Dominik Krautschun (–4,3), Felix Lubenau (Pro),

Caro Masson (Proette), Florian Schömer, Tino Schuster (Pro),

Marcel Siem (Pro), Michael Specht (–5,4), Jon Taylor (Pro),

Danny Wilde (Pro)

Fotos

Sammy Minkoff, Ltg.; GettyImages;

Marcel Brunnthaler (–16,6)

Biomechanischer Beirat Dr. Christian Haid (–12,7)

Verlagsleitung Evelyn Grund (–37)

Sales & Marketing Susanne Kirmaier, Eva-Carina Eder (–27,5),

Jürgen Haß (–8,5); Österreich: Josef Schönhuber (–31,6)

Events & Marketing Dawn Young (–18,1)

Kleinanzeigen Isabell Schittek (–54)

Telefon 0 89/42 71 81 87

E-Mail: is@golftime.de

Office-Management Natascha Brunnthaler (–12,6)

Isabell Schittek (–54)

Grafik Rudi Kopp (–11,9)

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GOLF TIME erscheint acht Mal pro Jahr in der G.O.L.F.-TIME Verlag GmbH

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Donau GC Passau-Raßbach e. V., GC am Habsberg e. V., Jura Golf Hilzhofen e. V.,

GC St. Pauli e. V., Golf & Country Club Fleesensee e. V., GC Aldruper Heide e. V.,

GC Schloss Egmating e. V., Golfclub Aschheim e. V., Golfpark Strelasund e. V.,

GC Hummelbachaue e. V. und GC Velbert-Gut Kuhlendahl e.V.

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Oskar Brunnthaler

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CARTOON

STEFFEN

KÖPF

»Im Sommer übt er Chippen – im Winter Schippen!«

www.facebook.com/golftime GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de 103


TIME OUT ADEAZEE

MANIPULATION Wir haben, wie jedes Jahr um diese Zeit, die

neuen Zahlen über die Entwicklung im deutschen Golfsport

vorliegen. Schade, dass sie von einer verbandsorientierten

Funktionärsbürokratie ausgearbeitet und bekannt gegeben

werden. Ginge es nach dem größten Verein Deutschlands

(knapp 19 Millionen Mitglieder) und deren Art von Veröffentlichungen,

dann hätte der Deutsche Golf Verband (DGV)

vergangenes Jahr ein Plus von 562.080 neuen Mitgliedern

verbucht. Tatsächlich verkündete DGV-Präsident Joachim

Nothelfer Ende Januar, dass „es einen absoluten Zuwachs von 2.638 Mitgliedern bzw.

lediglich 0,4 Prozent mehr Golfer gegenüber dem Vorjahr gibt“.

Das Modell, einfach die Komma-Stelle zu verrücken und zum Beispiel aus bescheidenen

3.409 stattliche 34.299 Einsendungen zu zaubern, scheint öfter und länger funktioniert zu

haben, als wir bis dato wissen. Egal: Nach diesem Geschäftsmodell hätte demnach Deutschland

die Traummarge von über 6 Mio. Golfern mit 7.240 Clubs erreicht, die Vereinigung

DIE OMINÖSE KOMMA-STELLE

»Wir brauchen nicht

Komma-Stellen

zu manipulieren,

um imagemäßig

besser dazustehen«

clubfreier Golfer (VcG) hätte 230.000 Mitglieder, Tendenz steigend. Die Wirtschaft, die Industrie,

kurz die Sponsoren, würden sich um ein Engagement im Golf-Sport reißen und sich

nicht peu à peu zurückziehen (zuletzt UniCredit als Sponsor der Ladies German Open).

Und der Absatz in den Proshops würde nicht um bis zu 35 Prozent in den Keller purzeln.

Nach der im Januar aufgedeckten Manipulation in Deutschlands größtem Verein

kann man nur schließen, dass geschönte Zahlen den Erfolg einfach garantieren. Wie

sonst wäre zu erklären, dass „gelbe Engel“ einen Höhenflug hinlegen (Umsatz über eine

Milliarde), der seinesgleichen sucht,

während bodenständige Unternehmen

ums Überleben kämpfen.

Die These „ich glaube nur an Statistiken,

die ich selbst gefälscht habe“,

mag eine Zeitlang funktionieren, irgendwann

stolpert jeder über seine eigenen

Manipulationen. Den eigenen Wert aber

unter Preis zu verkaufen, ist auch nicht „Gelbe Engel“: Umstrittener Höhenflug

zielführend. Beispiel DGV: Aus tatsächlich genau 56.208 neuen Golf-Spielern, die im DGV

2013 registriert wurden, bleiben nur 2.638 übrig, weil exakt 53.570 Abgänge verbucht

wurden. Dass diese Austritte aber nicht gleichzeitig 53.570 Golfer weniger in Deutschland

bedeuten, liegt auf der Hand – der Großteil bleibt der Golf-Gemeinde erhalten, spielt

eben ohne DGV-Ausweis weiter. Aus welchen Gründen auch immer, was wiederum ein

eigenes Thema wäre.

Fazit: Wir brauchen nicht Komma-Stellen zu manipulieren, um imagemäßig besser

dazustehen. Aber wir müssen auch nicht unseren Stellenwert unter Preis verkaufen. Wir

kommen ja auch nicht daher und behaupten, 120 Golfanlagen wären im vergangenen

Jahr in die Pleite geschlittert – wenn es „nur“ – eine Komma-Stelle verschoben – zwölf

waren. Die Alarm-Sirenen läuten dennoch.

Die nächste erscheint am 27. März 2014

Oskar Brunnthaler

ob@golftime.de

104 GOLF TIME 1-2014 www.golftime.de www.facebook.com/golftime


TIME OUT ADEAZEE

MANIPULATION Wir haben, wie jedes Jahr um diese Zeit, die

neuen Zahlen über die Entwicklung im deutschen Golfsport

vorliegen. Schade, dass sie von einer verbandsorientierten

Funktionärsbürokratie ausgearbeitet und bekannt gegeben

werden. Ginge es nach dem größten Verein Deutschlands

(knapp 19 Millionen Mitglieder) und deren Art von Veröffentlichungen,

dann hätte der Deutsche Golf Verband (DGV)

vergangenes Jahr ein Plus von 562.080 neuen Mitgliedern

verbucht. Tatsächlich verkündete DGV-Präsident Joachim

Nothelfer Ende Januar, dass „es einen absoluten Zuwachs von 2.638 Mitgliedern bzw.

lediglich 0,4 Prozent mehr Golfer gegenüber dem Vorjahr gibt“.

Das Modell, einfach die Komma-Stelle zu verrücken und zum Beispiel aus bescheidenen

3.409 stattliche 34.299 Einsendungen zu zaubern, scheint öfter und länger funktioniert zu

haben, als wir bis dato wissen. Egal: Nach diesem Geschäftsmodell hätte demnach Deutschland

die Traummarge von über 6 Mio. Golfern mit 7.240 Clubs erreicht, die Vereinigung

DIE OMINÖSE KOMMA-STELLE

»Wir brauchen nicht

Komma-Stellen

zu manipulieren,

um imagemäßig

besser dazustehen«

clubfreier Golfer (VcG) hätte 230.000 Mitglieder, Tendenz steigend. Die Wirtschaft, die Industrie,

kurz die Sponsoren, würden sich um ein Engagement im Golf-Sport reißen und sich

nicht peu à peu zurückziehen (zuletzt UniCredit als Sponsor der Ladies German Open).

Und der Absatz in den Proshops würde nicht um bis zu 35 Prozent in den Keller purzeln.

Nach der im Januar aufgedeckten Manipulation in Deutschlands größtem Verein

kann man nur schließen, dass geschönte Zahlen den Erfolg einfach garantieren. Wie

sonst wäre zu erklären, dass „gelbe Engel“ einen Höhenflug hinlegen (Umsatz über eine

Milliarde), der seinesgleichen sucht,

während bodenständige Unternehmen

ums Überleben kämpfen.

Die These „ich glaube nur an Statistiken,

die ich selbst gefälscht habe“,

mag eine Zeitlang funktionieren, irgendwann

stolpert jeder über seine eigenen

Manipulationen. Den eigenen Wert aber

unter Preis zu verkaufen, ist auch nicht „Gelbe Engel“: Umstrittener Höhenflug

zielführend. Beispiel DGV: Aus tatsächlich genau 56.208 neuen Golf-Spielern, die im DGV

2013 registriert wurden, bleiben nur 2.638 übrig, weil exakt 53.570 Abgänge verbucht

wurden. Dass diese Austritte aber nicht gleichzeitig 53.570 Golfer weniger in Deutschland

bedeuten, liegt auf der Hand – der Großteil bleibt der Golf-Gemeinde erhalten, spielt

eben ohne DGV-Ausweis weiter. Aus welchen Gründen auch immer, was wiederum ein

eigenes Thema wäre.

Fazit: Wir brauchen nicht Komma-Stellen zu manipulieren, um imagemäßig besser

dazustehen. Aber wir müssen auch nicht unseren Stellenwert unter Preis verkaufen. Wir

kommen ja auch nicht daher und behaupten, 120 Golfanlagen wären im vergangenen

Jahr in die Pleite geschlittert – wenn es „nur“ – eine Komma-Stelle verschoben – zwölf

waren. Die Alarm-Sirenen läuten dennoch.

Die nächste erscheint am 27. März 2014

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