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Diabetes Journal Fitness - Ideale Übungen für zu Hause (Vorschau)

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8 | 2013

08

www.diabetes-journal.de

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Im App Store

Schweiz: CHF 7,60

Offizielles Organ des

Deutschen Diabetiker Bundes

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4

Fitness

Ideale Übungen

für zu Hause

ab Seite 66

Sommerküche

Was Ihr Körper

jetzt braucht

Flugreisen

So können Sie Ihr Herz

vorab checken

Olympiasieger Steiner

„Ich wäre froh

gewesen über

ein großes Vorbild!“

Was die Parteien

uns Diabetikern

versprechen

Bundestagswahl 2013

Seite 44


GANZ INDIVIDUELL. WIE FÜR MICH GEMACHT.

DER NEUE HUMAPEN®SAVVIO. DER INSULIN-PEN,

DER ZUM MENSCHEN PASST.

DEDVC00190

Lilly Diabetes. Leben so normal wie möglich. www.lilly-diabetes.de www.HumaPenSavvio.de


Editorial

nuber@kirchheim-verlag.de

Neues mit Steiner!

■ Das war neu für uns in der Diabetes-Journal-Redaktion:

Der Besuch des Olympiasiegers

Matthias Steiner in Mainz sowie die Berichterstattung

darüber auf facebook trieb unsere Zugriffszahlen

ungeahnt nach oben. Das Interview-

Video sowie einen kurzen Artikel über den Termin

schauten sich innerhalb weniger Tage fast

20 000 Menschen an. Sie waren nicht dabei? Gar

kein Problem: Sie können sich alles ansehen auf

www.facebook.com/Diabetes.Journal

Oder besser: In dieser Ausgabe erfahren Sie, warum

Steiner mit dem Leistungssport aufgehört

hat, warum er trotzdem einen Termin nach dem

anderen wahrnimmt und wie er heutzutage Heidelberg

mit dem Holland-Rad erkundet. Und

wenn Ihr Handy ein Smartphone ist, können Sie

dazu kostenlos ein Video runterladen (mit unserer

verlagseigenen App

„ShutterLink“, siehe rechts):

Matthias Steiner ergänzt

angefangene Sätze! Unnachahmlich,

es lohnt sich

wirklich reinzuschauen!

Ab Seite 10.

Foto: Frank Lothar Lange

■ Den Diabetes-Experten

sowie uns allen, liebe Diabetes-Journal-Leser,

fliegt

seit Monaten und Jahren

eine Nutzenbewertung antidiabetischer

Wirkstoffe nach der anderen

um die Ohren. Viele neue Medikamente

dürfen nicht verordnet

werden zu Lasten der gesetzlichen

Krankenversicherung – manche kommen

in Deutschland erst gar nicht

auf den Markt. Der Unmut wird größer

unter Experten wie unter Diabetikern.

Das Ganze ist ein Thema gerade

im Bundestagswahljahr 2013.

Also hat unsre Berliner Polit-Berichterstatterin

Angela Monecke gefragt: „Wie lautet

Ihr Wahlversprechen für fast 8 Millionen Diabetiker?“

Lesen Sie die Antworten von Jens Spahn

(CDU/CSU), Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD) und

den anderen gesundheitspolitischen Sprechen

der Bundestagsfraktionen.

Ab Seite 44.

■ Haben Sie zuviel auf den Rippen – wie die

meisten Deutschen? Sind Sie untrainiert und unerfahren

im Sport? Dann sollten gerade Sie sich

das Titelthema des Monats ansehen: Es geht um

mehr Bewegung im Alltag, um langsames Herantasten

an sportliche Leistungen. Trauen Sie sich,

ganz langsam zu joggen, ganz leichte Gewichte

zu heben, mit ganz wenigen Wiederholungen zu

beginnen. Und nutzen Sie die Sommer-Chance

zum Fitwerden!

Ab Seite 20.

Günter Nuber, Chefredakteur

SEITE 10 im Heft:

Zusätzliche digitale Inhalte

zum Artikel über Matthias

Steiner: ShutterLink

macht es möglich.

So einfach funktioniert es: Laden Sie einmalig

die kostenlose ShutterLink-App herunter;

sie ist im App Store von Apple sowie

in Google Play zu finden. Sobald Sie

die Applikation auf Ihrem Gerät installiert

haben, können Sie damit einen Schnappschuss

der Seiten im Diabetes-Journal

erstellen, auf denen das ShutterLink-Symbol

abgebildet ist. Daraufhin werden Ihnen

umgehend die digitalen Extra-Angebote

automatisch auf Ihrem mobilen Gerät bereitgestellt.

Diabetes-Journal 8 /2013

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3


Inhalt

Sommer-Chance nutzen:

mehr Bewegung!

Lange Tage und schönes Wetter sorgen

dafür, dass man mehr Zeit als sonst draußen

aktiv verbringt: im Garten, im Schwimmbad,

im Urlaub. Im Titelthema erfahren Sie, wie

sich die zusätzliche Bewegung auf den Stoffwechsel

auswirkt und wie Sie sie für Ihr Wohl

nutzen können.

Seite 20

Foto: fotolia

Titelthemen sind

mit rotem Pfeil

gekennzeichnet

Panorama

Neue Regeln für Arzneimittelnamen 6

Das Online-Angebot des Diabetes-Journals 9

Aktuell

Olympiasieger Steiner: „Ich wäre froh gewesen,

ein großes Vorbild zu haben!“ 10

Interview mit Prof. Stephan Martin:

„Deutschland macht den Meisterbrief“ 14

Aktuelles von diabetesDE 16

Titelthema

Bewegung und Blutzuckereinstellung:

Sommer-Chance: Spaß haben, fit werden 20

Aktiv-Urlaub: Raus aus dem Haus – rein in

den Sportschuh 22

Richtig trainieren:

Sport für Übergewichtige und Ungeübte 28

Gesundheitsstudios:

Im Trend – Training im Studio 33

Fitness/Wellness

Rein ins Nass 38

Wellnesstipps 40

Medizin

Urlaubszeit: Nach dem Herzinfarkt trotzdem

in Urlaub fliegen? 40

Gesundheitspolitik

Bundestagswahl 2013: Was versprechen die

Parteien uns Diabetikern? 44

4 www.diabetes-journal.de

Diabetes-Journal 8 /2013


Foto: fotolia

Bundestagswahl: Was

Diabetikern versprochen

wird

Wir haben Gesundheitspolitiker

der Bundestagsfraktionen

befragt, was dafür

spricht, im Herbst bei ihrer

Partei das Kreuz zu machen.

Seite 44

Foto: fotolia

Fliegen mit vorbelastetem

Herz?

Viele Diabetiker sind

herzkrank. Wir erklären,

inwieweit sich

dies auf die Flugtauglichkeit

auswirken

kann.

Seite 40

Matthias Steiner im

Exklusiv-Interview

Der sympatische und

stets positiv auftretende

Olympiasieger

hat im März seine Karriere

als Spitzensportler

beendet. Wir haben

uns mit Matthias Steiner

zu einem exklusiven

Interview getroffen,

in dem er über die

Gründe für den Rücktritt

und seine neuen

Lebensziele spricht.

Seite 10

Foto: David Dieschburg / photocase.com

Leichte Sommerküche

Der Sommer hat einiges an kulinarischen Leckerbissen

zu bieten. Vor allem gilt aber die Devise: Ausreichend

Trinken nicht vergessen! Seite 66

Diabetes life

Aconcagua: Bergsteiger Andreas Hüsch in

den südamerikanischen Anden 50

Verbände

Deutscher Diabetiker Bund 54

Neues aus dem Bundesvorstand 56

Aus den Landesverbänden 58

Info-Box

Ausprobiert: Stada Gluco Care –

Ketone und Zucker im Blut messen 63

Meldungen / Lebensmittelcheck 64

Essen & Trinken

feucht-fröhlich & farbenfroh

Sommerküche 66

Folsäure: neue Empfehlung 69

Rezepte 70

Rubriken

Laubers Kolumne 8

Blickwinkel 19

Denkmal – das Rätsel 49

Zum guten Schluss 74

Vorschau / Impressum 75

Diabetes-Journal 8 /2013

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5


Panorama

Neue Regeln für

Arzneimittelnamen

Die „Leitlinie zur Bezeichnung von

Arzneimitteln“, die vom Bundesinstitut

für Arzneimittel und Medizinprodukte

(BfArM) und dem Paul-

Ehrlich-Institut (PEI) veröffentlicht

wurde, soll Patienten einen besseren

Schutz vor irreführenden Arzneimittelbezeichnungen

bieten.

Damit setzen die beiden Bundesbehörden

der Industrie deutlich engere

Grenzen bei der Auswahl von

Arzneimittelnamen und ihren Zusätzen.

Ziel ist es, Verwechslungen

Foto: fotolia

Eindeutige und

verwechslungssichere

Bezeichnungen

von

Arzneimitteln

sollen durch die

„Leitlinie zur

Bezeichnung von

Arzneimitteln“ als

Identifikationsund

Unterscheidungsmerkmal

gestärkt werden.

und Fehlanwendungen durch unklare,

irreführende und verharmlosende

Namen künftig auszuschließen,

wie das BfArM bekanntgibt.

Eindeutige und verwechslungssichere

Bezeichnungen von Arzneimitteln

sollen als Identifikationsund

Unterscheidungsmerkmal gestärkt

werden und zur Sicherheit im

Arzneimittelverkehr beitragen. Davon

würden Patienten, Ärzte und

Apotheker gleichermaßen profitieren.

Mit der neuen Leitlinie reagieren

BfArM und PEI auf einen Trend

in der Pharmaindustrie, bei der Entwicklung

neuer Arzneimittelbezeichnungen

verstärkt auch Marketingstrategien

in den Vordergrund

zu stellen. So wurden immer häufiger

verharmlosende Arzneimittelnamen

und verwirrende Namenszusätze

wie „super“ oder „express“

beantragt.

Darmspiegelung

Wirksame Darmkrebsvorsorge

Mit einer Darmspiegelung lässt sich das

Risiko für fortgeschrittenen Darmkrebs

signifikant verringern. Zu diesem Resultat

kommt eine Studie der Universität

Pennsylvania (USA), bei der die Daten

von 471 Patienten mit fortgeschrittenem

kolorektalem Karzinom mit denen von

509 Personen ohne Krebs verglichen

worden waren. Während sich von den

Erkrankten lediglich 2,9 Prozent in den

zehn Jahren vor der Krebsdiagnose einer

Koloskopie unterzogen hatten, waren

es in der Kontrollgruppe 9 Prozent.

Daraus ergibt sich eine Risikoreduktion

durch die Koloskopie um ca. 70 Prozent,

errechneten die Autoren. Diese Ergebnisse

wurden im Fachmagazin Annals of

Internal Medicine veröffentlicht.

Wie viel kostet ein

Arztbesuch?

Versicherte, die wissen wollen, was

ein Arztbesuch gekostet hat, können

bei der Techniker Krankenkasse

(TK) jetzt eine neue und übersichtlichere

Patientenquittung bestellen.

Diese listet alle vom Arzt abgerechneten

Leistungen auf, so dass die

Versicherten die entstandenen Kosten

nachvollziehen können, berichtet

die TK in einer Pressemitteilung.

Eine Tabelle zeigt die Informationen

zum Datum des Arztbesuchs, zu den

abgerechneten Positionen und dem

als Orientierungswert ausgewiesenen

Honorar des Arztes. Auch die

gestellten Diagnosen können angefordert

werden. Die TK verfolgt damit

das Ziel, die Patienten zu Gesundheitsexperten

in eigener Sache

zu machen.

Apotheker und der ADAC warnen:

„Erst fragen, dann fahren!“

Drei von vier Autofahrern setzen sich

auch dann ans Steuer, wenn sie sich nicht

fit genug für den Straßenverkehr fühlen.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen

Forsa-Umfrage unter

3 000 Bundesbürgern im

Auftrag der Bundesvereinigung

Deutscher Apothekerverbände

(ABDA).

58 Prozent der befragten

Autofahrer sind demzufolge

schon einmal selbst

gefahren, obwohl sie

sich wegen einer Krankheit

nicht fit genug fühlten.

Weitere 19 Prozent

setzen sich auch dann

ans Steuer, wenn sie sich

durch Nebenwirkungen

eines Medikaments beeinträchtigt fühlen.

Insgesamt unterschätzen damit

77 Prozent der Autofahrer den Einfluss

von Krankheiten oder Nebenwirkungen

77 Prozent der Autofahrer setzen

sich ans Steuer, auch wenn sie

sich nicht fit fühlen.

Foto:fotolia

auf die Fahrsicherheit, gibt die ABDA in

einer Pressemitteilung bekannt.

Erst fragen, dann fahren! war deshalb das

Motto des bundesweiten Tages der Apotheke.

Unterstützt hat die

Kampagne der Allgemeine

Deutsche Automobil-

Club (ADAC). „Unerwünschte

Nebenwirkungen

von Medikamenten

können die Fahrtüchtigkeit

stark einschränken

und sind nicht immer

vorhersehbar. Jeder

Autofahrer muss vor

Fahrtantritt kritisch prüfen,

ob er allen Anforderungen

des Straßenverkehrs

gewachsen ist. Wir

unterstützen die Initiative der Apotheken,

um auf dieses Risiko aufmerksam zu

machen“, wird der ADAC-Vizepräsident

für Verkehr, Ulrich Klaus Becker, zitiert.

6

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Diabetes-Journal 8 /2013


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kirchheim@intime-media-services.de


Panorama

Wussten Sie …

dass Ausgeschlafene länger leben?

Wer im Schnitt pro Nacht

sieben Stunden schläft, hat die

längste Lebenserwartung. Das berichtet

der Regensburger Schlafforscher

Professor Jürgen Zulley

in einem FAZ-Interview. Auch

macht ein erholsamer Schlaf gesund,

denn zu wenig Schlaf „kann

krank, dumm und dick machen“,

so der Wissenschaftler salopp.

Krank, weil zu wenig Schlaf das

Immunsystem schwächt. Dumm,

weil die Kurzschläfer sich schlecht

konzentrieren können, was die

Gedächtnisleistung mindert und

bestehende Depressionen verstärken

kann. Dick, weil das Schlafdefizit

häufig durch übermäßiges

Essen kompensiert wird. Depressionen

sind aber oft ein typischer

Diabetes-Begleiter“. Und Übergewicht

ist eine wesentliche Ursache

für den Typ-2-Diabetes. So

wird klar, dass ein guter Schlaf

Bestandteil jeder Diabetestherapie

sein muss. Die Ergebnisse der

Wissenschaftler kann ich persönlich

bestätigen: Schlafe ich ausreichend,

habe ich gute Blutzuckerwerte

und fühle mich fit.

Laubers Blitz-Tipp

Mit seinen Bitterstoffen Humulon

und Lupulon ist Hopfen eine

perfekte Einschlafhilfe. 2 Teelöffel

Hopfenzapfen aus der Apotheke

mit siedendem Wasser übergießen

und 10 Minuten ziehen lassen.

Hans Lauber ist Autor von „Zucker

zähmen! Die 5 besten Therapien

bei Typ-2-Diabetes“, erschienen im

Kirchheim-Verlag.

Leitlinien überarbeitet

Bluthochdruck-

Zielwert gesenkt

Die gemeinsamen Leitlinien der europäischen

Gesellschaften für Hypertonie

(ESH) und Kardiologie (ESC) zur Behandlung

von Bluthochdruck wurden

überarbeitet. Wie die Deutsche Hochdruckliga

e. V. mitteilt, gilt nun ein einheitlicher

systolischer Zielwert von

140 mmHg für fast alle Patientengruppen.

In der vorherigen Fassung wurde

ein Zielwert von unter 130 mmHg

für Risikogruppen (darunter auch

Diabetes patienten) empfohlen. In Studien

hat sich kein zusätzlicher Nutzen

gezeigt, wenn der Blutdruck stärker gesenkt

wurde; es traten dadurch sogar

vermehrt Nebenwirkungen auf. Vorgestellt

wurde die Neufassung im Juni

beim Kongress der ESH in Mailand.

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

(DGE) meldet, dass aufgrund weiterer

Studienergebnisse endgültig Entwarnung

bezüglich eines erhöhten

Krebsrisikos durch

das Insulin glargin

(Handelsname Lantus)

gegeben werden kann.

Dieser Verdacht kam

im Jahr 2009 auf, basierend

auf vier Registerstudien,

die allerdings

umgehend von Experten

aufgrund methodischer

Mängel kritisiert

Zu viel Kalzium: Gefahr

fürs Frauenherz

Im British Medical Journal (BMJ) publizierte

Studienergebnisse zeigen,

dass Kalzium ab einer Aufnahmemenge

von 1 400 mg/Tag bei Frauen herzschädigend

ist. Untersucht wurden die

Daten von mehr als 60 000 schwedischen

Probandinnen über einen Zeitraum

von 19 Jahren. Im Vergleich zu

Frauen, die täglich 600 bis 999 mg Kalzium

über die Nahrung aufnahmen,

war die Sterberate bei Frauen mit einem

Konsum von mehr als 1 400 mg

um 40 Prozent erhöht. Die zusätzliche

Einnahme von Kalziumtabletten

(500 mg/Tag) steigerte das Sterberisiko

sogar auf das 2,57-Fache. Die Autoren

raten daher von einer zusätzlichen

Einnahme dieser Tabletten ab, wenn

über die Nahrung schon genügend

Kalzium aufgenommen wird.

Neue Studienergebnisse zu Insulin glargin

Krebsrisiko ist nicht erhöht

Eine Therapie mit Insulin glargin

erhöht das Krebsrisiko nicht, wie

neue Studien zeigen.

wurden. In zwei neuen

Studien mit 175 000 Patienten

aus Nordeuropa

und 140 000 aus den

USA wurde nun das Auftreten von Brust-,

Darm- sowie Prostatakrebs unter verschiedenen

Insulinen untersucht. Des Weiteren

wurden in einer Kontrollstudie 775 Diabetiker

mit Brustkrebs mit einer Kontrollgruppe

ohne Brustkrebs hinsichtlich der

verwendeten Insulinart verglichen. Die

Europäische Arzneimittelbehörde

(EMA) zog

zusammenfassend den

Schluss, dass die Daten

kein erhöhtes Krebsrisiko

anzeigen. Zusammen

mit bereits im Vorjahr

auf dem Kongress der

amerikanischen Diabetesgesellschaft

prä-

Foto: Sanofi Aventis

sentierten Daten, die

zum selben Ergebnis kamen,

sollte man jetzt einen

Schlussstrich unter

die lange Debatte zum

potentiell gesteigerten

Krebsrisiko unter Insulin glargin ziehen,

die viele Patienten verunsichert hatte, fordert

der DGE-Pressesprecher Prof. Helmut

Schatz.

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Diabetes-Journal 8 /2013


Panorama

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Die Innovation für diabetische Haut:

Nationale Gesundheitsstudie startet

Diabetes und Co im Fokus

Anfang 2014 werden 400 000 per Zufall ausgewählte Bundesbürger

zwischen 20 und 69 Jahren einen Brief erhalten,

in dem ihnen angeboten wird, Teil der Nationalen Kohorte

zu werden, die die Grundlage der bisher größten medizinischen

Gesundheitsstudie Deutschlands bildet. Insgesamt

können rund 200 000 Menschen dar an teilnehmen, informiert

das Bundesministerium für Bildung und Forschung,

das die Erhebung mitfinanziert. Über mehr als 20 Jahre hinweg

sollen so neue Erkenntnisse gewonnen werden über

den Einfluss von genetischen

Faktoren, Umweltbedingungen,

sozialem

Umfeld und Lebensstil auf

das Entstehen von Volkskrankheiten

wie Diabetes,

Demenz, Herz-Kreislauf-

Erkrankungen und Krebs.

online

• Online-Frage Juli: „Haben Sie sich schon

einmal im Internet in ‚Diabetes-Blogs‘ (Online-

Tagebücher) über Diabetes informiert?“

Auf die Online-Frage im letzten Monat antworteten

48,3 % mit „Ja“ und 51,7 % mit „Nein“.

Insgesamt beteiligten sich 261 Leser.

• Neue Online-Frage: „Sind Sie schon einmal

Auto gefahren, obwohl Sie gesundheitlich

dazu eigentlich nicht in der Lage waren?“

Wenn Sie abstimmen wollen, dann klicken Sie

unter www.diabetes-journal.de. Das Ergebnis

gibt es in der September-Ausgabe.

Neuer wöchentlicher Newsletter

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Diabetes-Journal 8 /2013

Foto: fotolia

Die bisher größte medizinische

Gesundheitsstudie Deutschlands

mit rund 200 000 Teilnehmern

startet.

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mit speziell auf die diabetische Haut abgestimmten

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Endlich gibt es die besondere Pfl ege speziell

für diabetische Haut

EUBOS, einer der führenden deutschen Hersteller medizinischer

Hautpfl ege, hat mit der neuen Serie DIABETISCHE

HAUT PFLEGE auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse

Pfl egeprodukte entwickelt, die speziell auf die

Bedürfnisse diabetischer Haut abgestimmt sind.

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ANTI AGE – Aktivcreme mit effektivem Zell- und Protein-

Schutz gegen frühzeitige Hautalterung. Mit speziellen

Wirkstoffen, wie Creatin, Radicare ® und Trimoist ® , spenden

intensiv Feuchtigkeit, schützen zusätzlich vor Freien

Radikalen und wirken Hautermüdung sowie der Entstehung

vorzeitiger Fältchen entgegen.

Die Körperpfl ege

KÖRPERBALSAM ANTI XEROSIS spendet besonders intensiv

Feuchtigkeit und wirkt aktiv ausgeprägter Hauttrockenheit

(Xerosis) entgegen. Die Wirkstoffpfl ege mit Carnosin,

Pheohydrane (spezieller Hydrokomplex mit Algenextrakten),

Zink-PCA sowie Hamamelis-Panthenol-Komplex macht

die Haut geschmeidiger und glatter, mindert Juckreiz und

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ege mit angenehmen Duft verwöhnt und entspannt

trockene, gereizte Haut.

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Bei der Hautpfl ege sollte der Diabetiker ein besonderes

Augenmerk auf die Fuß- und Beinregion richten. DIABE-

TISCHE HAUT PFLEGE FUß & BEIN MULTI ACTIV enthält

zur intensiven Pfl ege und zum Schutz der Haut besondere

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Beinen. Pheohydrane, Panthenol, Allantoin und natürliches

Bisabolol sorgen für intensive, anhaltende Feuchtigkeit,

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Aktuell

Olympiasieger Matthias Steiner (30)

„Ich wäre froh gewesen über

ein großes Vorbild!“

Im März hat Gewichtheber Matthias

Steiner (30) seine Karriere beendet. Spitzensport,

seine Frau Inge und seine Jungs

Felix und Max (3 und 0) unter einen Hut

zu bringen? „Geht nicht“, sagt er. Der

Olympiasieger besuchte uns in Mainz.

Olympiasieg

1998 in Peking, in

London 2012 eine

196-kg-Hantel im

Genick, Karriere-

Ende im Frühjahr

2013: Matthias

Steiner zu Besuch

in Mainz.

Diabetes-Journal (DJ): Herr Steiner,

was haben Sie am vergangenen

Wochenende gemacht?

Matthias Steiner: Am Freitag bin

ich nach Berlin geflogen zu einem

Geschäftstermin, am Samstagabend

mit dem Zug zurück, am

Sonntag dann Dinge erledigt wie

Wäschewaschen – und eine Stunde

Rad gefahren. Ich trainiere zwar

keine zwei Mal am Tag mehr, aber

ich muss was tun, damit ich mit

dem Diabetes relativ normal weiterleben

kann.

DJ: Wie war das früher als Leistungssportler?

Steiner: Der Tagesablauf und generell

das ganze Jahr war anders: Die

Wochen und Monate waren viel geregelter!

Es war ein Rhythmus drin:

essen, trainieren, schlafen – dabei

hat sich außer bei Belastungsspitzen

nicht viel geändert. Belastung,

Überbelastung, Regeneration

– ein ständiges Wechselspiel.

Es war klar, dass

das Privatleben und

alles andere diesem

Rhythmus

untergeordnet

wird. Heute

mache ich den

Sport, um fit zu

bleiben.

DJ: Wie hat sich Ihre Blutzuckereinstellung

verändert?

Steiner: Ich bin nach wie vor oft

unterwegs zu Sendungen, Einladungen,

Moderationen – ein völlig

anderer Rhythmus! Die Werte sind

in der letzten Zeit nicht so toll, wie

sie zu der Sportlerzeit waren. Von

einer Pumpentherapie erhoffe ich

mir bald mehr Flexibilität.

DJ: Was spricht für eine Insulinpumpe?

Wortspiele mit

Matthias Steiner

»»

Für den Sport musst Du eine

perfekte Maschine sein, die gewartet

werden muss.

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Diabetes-Journal 8 /2013


Aktuell

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Diabetes?

Hören Sieauf Ihre Füße!

Steiner: Nehmen Sie die klassische Gala,

auf die man eingeladen wird: Da gibt’s um

19 Uhr Häppchen, von denen kein Mensch

die Kohlenhydrate schätzen kann; dann

um 20 Uhr den Zwischengang, um 21 Uhr

den Hauptgang, Dessert dann um 22 Uhr.

Und das spritzen Sie jetzt mal mit dem Pen:

Das ist halt blöd – mit Smoking-Hemd, mit

Hose runterlassen bei Hosenträgern … das

sind Situationen, da macht sich ein gesunder

Mensch kaum Gedanken.

DJ: Wie war die Reaktion auf Ihren Rücktritt?

Steiner: Es war eine Riesen-Resonanz;

wenn man dann auch noch in der Tagesschau

kommt … Viele fanden es schade, waren

überrascht, dass ich so früh aufhöre. Auf

der internationalen Bühne bin ich schon,

seit ich 18 bin – aber in Deutschland kennt

man mich erst seit 2008, da war ich 26. Ich

glaube, darin liegt das Problem. 30 ist ein

gängiges Alter für Gewichtheber, viel länger

machen die wenigsten weiter.

DJ: Hätte Sie Rio 2016 nicht mehr gereizt?

Steiner: Na sicher. Und ich hätte vielleicht

auch mithalten können, die eine oder andere

Medaille noch holen. Aber ich habe

nun andere Umstände, ich habe eine Familie.

Und ich muss mir etwas aufbauen neben

dem Sport.

DJ: Was vermissen Sie?

Steiner: Erst mal gar nichts. Ich habe wirklich

so viel zu tun. Und ich bin auf der Suche nach

dem, was ich wirklich will. Das ist spannend

genug, so dass ich nichts vermisse. Aber ich

weiß, dass alles eine schöne Zeit war.

DJ: Wie oft machen Sie noch Sport?

Steiner: 3- bis 4-mal gehe ich noch Gewichtheben

in Heidelberg, als Hobbysportler, der

Rest ist Fahrradfahren. Und wenn ich dann

mal leichter bin: wieder Tennis spielen wie

Diabetes-Journal 8 /2013

Wo Steiner draufsteht, ist

auch Steiner drin: Olympiasieger

Matthias Steiner

mit seiner schwarzen

Limousine. Das Kennzeichen?

Nur so viel: Die

461 darf nicht fehlen.


Bei Kribbeln, Brennen, Taubheit oder

Schmerzen inden Füßen rechtzeitig handeln!

Empfindungsstörungen

in den Füßen

sollten Sie von

Anfang an ernst

nehmen. Der Diabetes

kann Ihre Nerven

auf Dauer nachhaltig

schädigen. Eine solche

Nervenstörung

(auch diabetische

Neuropathie genannt)

machtsich häufigzunächst

in den Füßen

durch Empfindungsstörungen

wie Kribbeln,

Brennen, Taubheit

oder Schmerzen

bemerkbar.

Die Ursache sind problematische

Zuckerabbauprodukte

(Advanced Glycation Endproducts,

kurz AGEs genannt),die

durchden gestörten Stoffwechsel

bei Diabetikern vermehrt

entstehen. Diese schädlichen

Zucker-Eiweiß-Verbindungen

greifen nicht nur Nerven, sondern

auch Gefäße an.

Regelmäßig eingenommen

hemmt milgamma ® protektmit

demWirkstoff Benfotiamin auf

natürliche Weise die Bildung

dieser schädigendenZuckerabbauprodukte.

Benfotiamin,

eine Vorstufe von Vitamin B1,

schütztsoNervenund Gefäße

und lindert Empfindungsstörungen

wieKribbeln, Brennen,

Taubheit oder Schmerzen.

milgamma ® protekt muss nur

1x täglich eingenommen werden

und ist auch langfristig

mit anderen Diabetes- und

Herz-Kreislauf-Präparaten

kombinierbar.

milgamma ® wirkt

undschützt.

• LindertEmpfindungsstörungen

effektiv

• SchütztNervenund

Gefäße

• Istsehrgut verträglich

Fragen Sie inIhrer Apotheke

nach milgamma ® protekt.

Eine gute Entscheidung

für Ihre Gesundheit.

*z.B. Stracke Hetal. Benfotiamine indiabetic polyneuropathy (BENDIP); Exp Clin Endocrinol Diabetes. 2008

Nov;116(10):600-5.;Stirban et al.; BenfotiaminePreventsMacro- and Microvascular Endothelial Dysfunction;Diabetes

Care;2006;29:2064-2071.

milgamma ® protekt. Wirkstoff: Benfotiamin. Anwendungsgebiete: Behandlungvon Neuropathien

und kardiovaskulären Störungen, die durch Vitamin-B1-Mangel hervorgerufen werden. Therapie oder

Prophylaxe vonklinischen Vitamin-B1-Mangelzuständen,soferndiese nichternährungsmäßigbehoben

werden können. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen

Sie IhrenArztoderApotheker. Wörwag Pharma GmbH &Co.KG,CalwerStraße7,71034 Böblingen

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11


Aktuell

zu meiner aktiven Zeit – damals

aber nur gegen die Ballmaschine:

Denn bei meinem Gewicht ist das

Abbremsen beim Tennis nicht gut.

Fußball würde mir auch gefallen –

aber da braucht man eine Mannschaft,

in die man reinpasst …

DJ: Was für ein Rad haben Sie?

Steiner: Ein Hollandrad– ja, wirklich!

Das ist natürlich stabil, hat einen

Stahlrahmen, damit es einen

140-Kilo-Mann plus Kind trägt. Es

läuft gut, ist dunkelgrün, sieht gut

aus und passt zu Heidelberg.

5 Jahre ist es

her: 2008 holte

Gewichtheber

Matthias Steiner

in Peking olympisches

Gold für

Deutschland – und

sorgte für Tränen

auf der ganzen

Welt.

DJ: Hat sich Ihr Gewicht verändert?

Steiner: Ich habe 12 kg abgenommen;

in London 2012 waren es

149,9 kg, heute wiege ich 138. Die

Blutzuckerschwankungen sind

größer, der Insulinbedarf ist aber

nicht gestiegen. Ich mache keine

Diät, esse vielmehr Vollkornbrot

statt Brötchen zum Frühstück. Zum

Glück esse ich sehr gerne Hüttenkäse

und mageren Schinken!

DJ: Hat sich Ihr Gemüt verändert?

Steiner: Ich bin entspannter, weil

mein Körper sich erholt. Ich bin

nicht mehr immer so müde, gehe

auf dem Zahnfleisch. Aber: Mein

Ziel ist noch nicht klar, ich weiß

noch nicht hundertprozentig, was

ich will; das ist ungewohnt für mich.

Aber ich probiere einiges aus … was

manchmal unbefriedigent ist. Aber

das ist ein Luxusproblem!

DJ: Werden Sie in Interviews oft auf

Ihren Diabetes angesprochen?

Steiner: Ja – und das will ich auch

so! Nach meiner Diagnose im Jahr

2000 gab es kaum Hilfestellung. Ich

wäre froh gewesen über ein großes

Vorbild. Manchmal reicht es

ja schon, wenn die Menschen wis-

Matthias Steiner – Ausschnitte

Wenn er etwas macht, dann macht er es

ganz: Matthias Steiner distanzierte bei

den Olympischen Spielen 2008 in

Peking die Konkurrenz mit der Zahl 461:

203 kg im Reißen und 258 kg im Stoßen

machten ihn zum stärksten Mann der

Welt – olympisches Gold für Deutschland

und weltweit Tränen für seine kurz

zuvor tödlich verunglückte erste Frau

(Foto oben).

4 Jahre später erschreckte Steiner die

Foto: picture-alliance / dpa

Weltöffentlichkeit (rechts): In London

2012 krachte ihm beim Reißen die

196-kg-Hantel ins Genick – als fliege

einem ein schweres BMW-Motorrad ins

Kreuz! Im März 2013 dann, gerade war

sein zweiter Sohn Max geboren, gibt

Steiner sein Karriere-Ende bekannt: Spitzensport

sei nicht vereinbar mit Verantwortung,

mit Familie; nicht mehr müde

sein, wenn man heimkommt, nicht mehr

in Ruhe gelassen werden wollen – das

werden seine Frau Inge und sein älterer

Sohn Felix (3) gern gehört haben!

Die diabetestour des Diabetes-Journals

begleitet Matthias Steiner seit Jahren

– „sie bedeutet für mich Öffentlichkeitsarbeit!“

Dort engagiert er sich für

Diabetiker und hat bis heute tausende

Menschen getroffen

in Städten

wie Hannover,

Mainz, Nürnberg.

Darunter viele

begeisterte „federleichte“

Kinder

(Foto links).

Foto: picture-alliance / dpa

12

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Diabetes-Journal 8 /2013


Aktuell

sen, dass es mich gibt. Aber ich gehe

auch mal mit jemandem, der mich

fragt, einen Kaffee trinken – wie kürzlich

mit einem 17-jährigen Marathonläufer,

der gerade diagnostiziert wor-

»»

Es gibt Tage, an denen ich den

Diabetes zum Teufel schicken

möchte!

Liebe deine Füße!

den ist: Für mich bedeutet das eine

Stunde – und für den anderen womöglich

eine wahnsinnige Hilfe!

DJ: Verzweifeln Sie an manchen Tagen?

Steiner: Es gibt Tage, an denen ich den

Diabetes zum Teufel schicken möchte!

Den größten Teil

der Zeit geht’s

mir gut. Aber

dann: Nichts

passt heute, ich

bin müde, habe

keine Zeit zu

nichts, die Kinder

schreien.

Dann der blöde

Zucker, die Werte fahren in den Keller,

ich muss aber direkt los – und jetzt

noch etwas essen?!

Matthias Steiner:

manchmal „den

Diabetes zum Teufel

schicken“.

NEU!

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die erste Fußpflegeserie

mit der natürlichen

Kraft des Sanddorns

DJ: Wofür steht STEINERtainment?

Steiner: Meine Frau, 15 Jahre lang Moderatorin,

macht Coaching/Vorstands-

Coaching – nimmt Führungskräften die

Angst vor der Kamera, vor dem Sprechen.

Und ich gebe Motivationsseminare

bei Tagungen etc. Dazu kommen

Fernseh- und Charity-Engagements.

DJ: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten?

Steiner: So lange wie möglich gesund

bleiben – als Diabetiker lebt man ja immer

etwas gefährlicher. Ich möchte solange

wie möglich ein fitter Vater sein!

(Interview: G. Nuber, K. Kraatz) ◼

Matthias Steiner

(re.) zu Gast in

Mainz. In der

nächsten Ausgabe

berichten wir über

seinen Weg zur

Insulinpumpe!

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Aktuell

Interview mit Prof. Stephan Martin

„Deutschland macht

den Meisterbrief“

Mit Augenzwinkern: „Wir sehen

die Diabetestherapie wie

eine Art Handwerk, das man

erlernen kann. Die Ziele müssen

immer individuell gesteckt

werden.“

Prof. Dr. med. Stephan Martin

„Deutschland macht den Meisterbrief“ soll Betroffenen helfen, ihren Diabetes besser zu meistern.

Entwickelt wurde das zugehörige Programm von Novartis Pharma mit Unterstützung des Deutschen

Diabetiker Bundes und Nintendo. Es basiert auf den Disziplinen Ernährung, Bewegung, Motivation

und Arzt-Patienten-Dialog. Interessierte melden sich im Kampagnen-Büro für das Meisterbrief-

Programm an. Einmal registriert, erhalten sie regelmäßig Informationen zu den vier Disziplinen, die

jeweils von einem „Ausbilder“ repräsentiert werden. Alle begleitenden Materialien sind zudem unter

www.gemeinsam-geht-es-leichter.de abrufbar.

Weitere

Informationen:

www.gemeinsamgeht-es-leichter.

de/de/leichterim

alltag/deusch

landmachtden

meisterbrief/page.

html

Service-Hotline:

0 40/8 99 69 97 68

DJ: Das Programm macht den Eindruck eines Diabetes-Fernkurses

mit Prüfung – ist der Eindruck richtig?

Prof. Dr. Stephan Martin: Sie sehen das ganz richtig,

denn der Umgang mit dem Diabetes ist – wie ein

Handwerk – für jeden erlernbar. Wir liefern mit dem

Programm nun die wichtigsten Hilfestellungen

dafür. Nachdem sich der Patient

angemeldet hat, erhält er im 4-Wochen-Rhythmus

die Unterlagen

zu den vier Bereichen „Ernährung“,

„Bewegung“, „Motivation“

und „Arzt-Patienten-Dialog

“.

DJ: Ich habe Typ-2-Diabetes und melde mich

an: Wie geht es dann konkret los?

Martin: Der Patient bekommt von uns eine Broschüre

zum Thema Ernährung zugeschickt, die leckere Rezepte

bereithält und Tipps für eine gesunde Lebensweise

gibt. Der Broschüre liegt ein Quiz bei, das der

Patient ausgefüllt zurückschicken soll.

DJ: Und wie geht es dann weiter?

Martin: Nach vier Wochen erhält der Teilnehmer dann

das Bewegungsposter. Daraufhin gibt es den Motivationsplan

und dann eine Broschüre zum

Thema Arzt-Patienten-Dialog. Allen Teilen

liegt ein Quiz bei. Wenn alle Fragen

korrekt ausgefüllt bei uns eingegangen

sind, erhält der Teilnehmer seinen

„Meisterbrief“.

DJ: Sie sagen, das Programm sei „leicht verständlich“

und „einfach umzusetzen“. Können Sie

Beispiele nennen?

Martin: Wir geben konkrete Tipps, die sich leicht im

Alltag umsetzen lassen. Zum Beispiel zeigt die Ernährungsbroschüre,

wie man sehr fetthaltige Spei-

14

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Diabetes-Journal 8 /2013


Aktuell

sen wie Kartoffelgratin mit einer leckeren fettarmen

Alternative wie Lauchgratin mit Hack ersetzen kann.

Die Arzt-Patienten-Broschüre enthält vorformulierte

Fragen, die der Patient so zum Gespräch mit dem

Arzt mitnehmen könnte.

DJ: Was ist der große Vorteil des Programmes?

Martin: Das Programm zeigt, dass der Betroffene

nicht sein komplettes Leben umkrempeln muss, sondern

dass er mit kleinen Änderungen schon sehr viel

erreicht und sich damit etwas Gutes tut. Wir geben

konkrete Hilfestellungen dafür, wie diese kleinen Änderungen

aussehen könnten.

DJ: „Deutschland macht den Meisterbrief“ – bezogen

auf den Diabetes: Ist dieses Ziel nicht sehr hoch gesetzt?

Martin: Natürlich ist dies ein wenig mit einem Augenzwinkern

zu verstehen. Dennoch sehen wir die

Diabetestherapie wie eine Art Handwerk, das man

erlernen kann. Die Ziele müssen immer individuell

gesteckt werden. Es ist z. B. für viele schon ein großer

Schritt, Weiß- gegen Vollkornbrot auszutauschen.

»»

Die Diabetestherapie

ist wie eine Art

Handwerk, das man

erlernen kann.

DJ: Einer der Kooperationspartner

ist der Deutsche

Diabetiker Bund:

Gibt es Lob seitens der

Verbände?

Martin: Alle wissenschaftlichen

Leitlinien sehen als Basistherapie eine

Änderung des Lebensstils vor. Das Programm wurde

in Zusammenarbeit mit führenden Experten aus dem

Bereich der Diabetologie und verschiedenen Fachgesellschaften

entwickelt. Wir bekommen Zuspruch von

vielen Kollegen, die genauso wie wir das Ziel verfolgen,

Patienten zu einer Lebensstiländerung zu bewegen.

DJ: Was denken Sie: Wie viele Menschen mit Typ-2-

Dia betes in Deutschland kann man mit dem Meisterbrief

erreichen?

Martin: Ich hoffe, dass wir bis Ende des Jahres zwischen

3 000 und 5 000 Patienten erreicht haben und

ihnen einen Meisterbrief ausstellen konnten. Die Anmeldung

zum Programm ist der erste Schritt, seinen

Diabetes selbst in die Hand zu nehmen. Dar über hinaus

ist es unbedingt notwendig, dass Interessierte mit

ihrem Arzt über ihre Diabetestherapie sprechen. Moderne

Therapien, wie der Einsatz eines DPP-4-Hemmers,

z. B. Vildagliptin, ermöglichen eine gewichtsneutrale

und sichere Behandlung, ohne dass der Patient

Unterzuckerungen befürchten muss.

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DJ: Herzlichen Dank für die Informationen.

GN ◼

Diabetes-Journal 8 /2013

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15


Aktuell

diabetesDE

Kampagne „Diabetes STOPPEN – jetzt!“:

Demo in Berlin und Socialspot im Internet

Foto: Deckbar/diabetesDE

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

macht im Bundestagswahljahr mit vielen

Aktionen auf ihre politische Kampagne

Diabetes STOPPEN – jetzt!“ aufmerksam:

Etwa 100 Teilnehmer demonstrierten

am Dienstag, dem 11. Juni 2013, im

Berliner Regierungsviertel. Ein zur Kampagne

produzierter Socialspot ging Ende

Juni online.

100 Teilnehmer demonstrierten

am 11. Juni im Berliner Regierungsviertel

für eine Nationale Diabetes-Strategie

für Deutschland.

Unter dem Motto Diabetes STOP-

PEN – jetzt! riefen die Verbände

diabetesDE – Deutsche Diabetes-

Hilfe, Deutsche Diabetes Gesellschaft

(DDG), Verband der Diabetes-Beratungs-

und Schulungsberufe

in Deutschland (VDBD) und

die Selbsthilfeorganisation Deut­

sche Diabetes-Hilfe – Menschen

mit Diabetes (DDH-M) zur Beteiligung

an der politischen Kampagne

auf. Am Bundesministerium für

Gesundheit übergab Prof. Thomas

Danne, Vorstandsvorsitzender von

diabetesDE – Deutsche Diabetes-

Hilfe die 20 gesundheitspolitischen

Forderungen der Kampagne an

Dr. Roland Jopp, Pressereferent im

Bundesgesundheitsministerium.

Juliane Grützmann, Vorstand der

Selbsthilfeorganisation DDH-M,

übergab zudem 3 000 Patientenunterschriften,

die sich gegen die

jüngsten Therapieeinschränkungen

durch den Gemeinsamen Bundesausschuss

aussprachen.

Der Spot beginnt mit einer Szene

in einem Büro des Berliner Regierungsviertels:

Ein Abgeordneter

liest Informationen von diabetesDE

zur chronischen Stoffwechselerkrankung.

Zunächst stellt er lapidar

fest: „Ach Zuckerkrankheit –

des hat mei’ Oma g’hett!“ Zahlen

zu möglichen Folgen der Zuckerkrankheit

wie jährlich 40 000 diabetesbedingten

Amputationen und

2 000 Neuerblindungen lassen ihn

nachdenklicher werden. Die Fakten

zur Zuwachsrate an Betroffenen

und zu den direkten Kosten

durch die Volkskrankheit rütteln

ihn auf, doch am Ende meint er resignierend:

„Da kann ma’ halt nix

mache, gell?!“ DOCH, lautet im Abspann

die klare Antwort von diabetesDE.

Schauspieler Gerhard Polacek

(im Spot der Abgeordnete)

hat seit 15 Jahren Typ-2-Diabetes.

Produziert wurde der Socialspot

von der Sympathiefilm GbR. Finanziell

unterstützt wurde die Produktion

von Allianz Versicherungen.

www.diabetes-stoppen.de

Am 17. November 2013 in Berlin: zentrale Veranstaltung zum Weltdiabetestag

Informieren, kochen, mit Shanty-Chor singen

Wären die Diabetiker

ein Volk, wäre es das

drittgrößte der Erde.

Am 14. November ist Weltdiabetestag.

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

organisiert zum fünften

Mal die zentrale Veranstaltung

in Deutschland. Am und um den

Aktionstag finden traditionell weltweit

Info-Veranstaltungen rund

um die chronische Stoffwechselerkrankung

Diabetes mellitus statt.

So auch am Sonntag, dem 17. November,

von 10 bis 16 Uhr unter

der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums

im Internationalen

Congress Centrum

(ICC) in Berlin. In vier Vortragssälen

halten über 30 Fach experten

Vorträge rund um die Erkrankung

und Folgeerkrankungen selbst.

Partner der Veranstaltung ist die

Selbsthilfeorganisation Deutsche

Diabetes-Hilfe – Menschen mit

Dia betes (DDH-M), die mehrere

Vorträge zur Selbsthilfe ergänzt.

Ein begleitendes Programm unterhält

Kinder mit einer Bastelecke

und Bewegungsparcours.

Ein großer Ausstellerbereich informiert

die Besucher über neueste

Produkte zum Blutzuckermessen

und Insulinspritzen, an

vielen Ständen werden gratis Blutzucker-,

Fett- und BMI-Messungen

angeboten. Der Eintritt ist frei. Info

und Programm:

http://www.diabetesde.org/

weltdiabetestag/2013/

16

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Diabetes-Journal 8 /2013


Aktuell

diabetesDE

Anzeige

Hoffen auf Gesundheitsministerium:

Patienten mit Typ-2-Diabetes

können von Dapagliflozin

profitieren

Entgegen der Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses

(G-BA) sieht die Patientenvertretung Deutsche

Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M)

für Betroffene einen klaren Zusatznutzen für Dapagliflozin.

Denn dieses Diabetes-Medikament ist der erste Vertreter

der „SGLT2-Hemmer“, einer neuen Substanzklasse,

die kein eigenes Risiko für Unterzuckerungen mehr

aufweist.

„Wir hoffen jetzt auf ein

korrigierendes Urteil des

Bundesgesundheitsministeriums,

denn bei der Beschlussfassung

sind auch

formale Fehler gemacht

worden“, so der DDH-M-

Vorstandsvorsitzende Jan

Twachtmann. Die Deutsche,

die Europäische und

die Amerikanische Diabetesgesellschaft

bezeichnen

die Vermeidung von Unterzuckerungen

als eines der wichtigsten Ziele der Diabetestherapie.

„Deshalb ist es für uns absolut nicht nachvollziehbar,

wenn die erste Substanzklasse, die selbst keine

Unterzuckerungen hervorruft, keinen zusätzlichen

Nutzen gegenüber einer Standardtherapie mit Sulfonylharnstoffen

haben soll, die für ihr Unterzuckerungsrisiko

mittlerweile berüchtigt sind“, kritisiert Priv.-Doz. Dr.

med. Christian Berg, selbst Typ-1-Diabetiker und stellvertretender

Vorstandsvorsitzender von diabetesDE –

Deutsche Diabetes-Hilfe und DDH-M.

Die DDH-M verweist auf die Stellungnahme der Deutschen

Diabetes Gesellschaft (DDG) zum IQWiG-Bericht

zur Nutzenbewertung von Dapagliflozin sowie zum G-

BA-Beschluss zu Dapagliflozin.

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

Bundesgeschäftsstelle

Reinhardtstraße 31

10117 Berlin

Tel.: 030/201 677 0

Fax: 030/201 677 20

E-Mail: info@diabetesde.org

Internet: www.diabetesde.org

Diabetes-Journal 8 /2013

Jan Twachtmann, DDH-M-

Vorsitzender

Lebensenergie

trotz Diabetes!

Warum gerade Diabetiker Vitalstoffe brauchen.

Fällt es Ihnen oft nicht leicht, Ihren Alltag mit Elan zu

meistern? Dann könnte es daran liegen, dass Ihr Körper

zu wenig Vitamine und Spurenelemente erhält. Denn

Diabetiker nehmen durch die maßvolle Ernährung

weniger Vitalstoffe auf. Zudem ist deren Verbrauch

stoffwechselbedingt meist erhöht.

Viele dieser Biofaktoren sind jedoch unverzichtbar für

den Zuckerstoffwechsel und die Gesunderhaltung von

Nerven und Gefäßen – und damit auch für ein hohes

Maß an Lebensenergie:

B-Vitamine

Umwandlung von Zucker

in Energie /Funktion

der Nerven

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von„freien Radikalen“

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Bildung und Wirkung des Insulins

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bilanzierte Diät Tag für Tag einen wichtigen Beitrag,

den erhöhten Bedarf zu decken. Sie eignen sich

zur Ergänzung der Ernährung bei Diabetes mellitus im

Rahmen eines Diätplans.

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Blickwinkel

Selbsthilfe:

Wo sind Diabetiker

gut aufgehoben?

Etwa ein Drittel der deutschen

Ärzte mögen keine informierten

Patienten. Das hat eine Münchner

Studie ergeben, bei der

539 niedergelassene Ärzte online

befragt wurden, wie sie informierte

Patienten erleben.

Hauptargumente für die negative

Beurteilung sind die schlechte

Qualität der frei verfügbaren Informationen,

die trotz Information

nicht bessere Mitarbeit der

Patienten, eine Störung des Praxisablaufs

durch längere Gespräche

– und außerdem fühlen sich

die Ärzte in ihrer Autorität in Frage

gestellt und unangemessenen

Forderungen ausgesetzt.

Das ist doch endlich einmal gut

zu wissen – auch wenn zum Glück

zwei Drittel der befragten Ärzte

anderer Meinung sind und ich

meinen Weg bestätigt sehe: Über

Jahrzehnte habe ich mich bemüht,

mich gut über meinen Typ-1-Diabetes

zu informieren. Anfangs haben

diese Rolle natürlich meine

Eltern übernommen, was vor

mehr als 40 Jahren nicht einfach

war, denn das Informationsangebot

war deutlich geringer als heute,

die Kontaktmöglichkeiten waren

schwieriger. In der aus dieser

Zeit noch existierenden Korrespondenz

habe ich neulich einen

Brief entdeckt, in dem mein Vater

einer anderen Familie Mut machte

für das Leben mit einem Kind mit

Diabetes – was heute viel leichter

und schneller über das Internet

Diabetes-Journal 8 /2013

funktioniert. Aber auch die Selbsthilfe

spielte bereits damals eine

große Rolle, der Deutsche Diabetiker-Bund

(damals noch mit Bindestrich

geschrieben) konnte mit

vielen Informationen und Unterstützung

aktiv weiterhelfen.

Und was passiert heute? Die

Selbsthilfeorganisationen haben

sich vermehrt. Und da liegt aus

meiner Sicht ein großes Problem:

Je mehr organisierte Vertreter es

gibt, um die Probleme der Diabetiker

und in der Diabetesversorgung

anzugehen, desto kleiner

werden die einzelnen Gruppen –

und desto geringer wird ihr politischer

Einfluss. Und wenn dann

noch hinzukommt, dass sich die

Verbände uneins sind und sich

zum Teil bekämpfen – obwohl sie

doch hoffentlich alle das Gleiche

wollen, nämlich für alle Diabetiker

da sein und sie unterstützen

–, stürzen sie die Dia betiker in die

Hilflosigkeit.

Welchem Verband sollen sie

noch glauben, dass sie dort gut

aufgehoben sind? Welcher wird

wohl an die Sache an sich denken

und nicht nur an die Posten, die

es zu verteidigen gilt? Ich vermute,

dass dar aus bei vielen Frust

entsteht, sie sich enttäuscht von

der Selbsthilfe abwenden und

dadurch weniger persönlichen

Erfahrungsaustausch haben und

ihr Wissen weniger erweitern

können – und damit ein bisschen

dem Wunsch von einem Drittel

der Ärzte entgegenkommen: weniger

informiert zu sein. Schade!

»»

Viele werden sich enttäuscht von

der Selbsthilfe abwenden – und dadurch

weniger informiert sein.

Etwa ein Drittel

der deutschen

Ärzte mögen keine

informierten

Patienten, sagt

eine Münchner

Studie.

Foto: fotolia

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19


Bewegung und Blutzuckereinstellung

Die Sommer-Chance:

Spaß haben,

fit werden


Titelthema

Mehr Bewegung, mehr Sport – steht das auch auf Ihrem

Programm in diesen Sommer? Lange Tage und schönes

Wetter sorgen dafür, dass die Menschen mehr Zeit als sonst

draußen verbringen: im Garten, beim Rasenmähen, im Gemüsebeet,

im Schwimmbad … oder an einem ganz anderen

Ort der Welt im Urlaub!

Viele Diabetes-Journal-Leser spritzen Insulin oder nehmen

blutzuckersenkende Medikamente und fragen sich: Wie

wirkt sich mehr Bewegung auf meinen Blutzucker aus? Was

sollte ich beachten, wenn ich viel mehr Sport mache als im

Alltag? Und überhaupt: Ist es denn sinnvoll, mit meinem

Übergewicht Sport zu treiben? Im Titelthema beantworten

wir diese Fragen – und noch mehr:

Als Dicker, als Älterer ins Fitness-Studio – werde ich da nicht

ausgelacht? Was unterscheidet ein „Gesundheitsstudio“ von

einem Fitness-Studio? Unser Autoren-Team aus Minden hat

für Sie aktuelle Informationen zusammengetragen. Und Sie

finden wirklich wertvolle Tipps für den Fall, dass Sie ernsthaft

starten wollen – mit mehr Bewegung und mehr Sport in

diesen Sommertagen.

Die Redaktion

Siehe auch:

■ Aktiv-Urlaub: Raus aus dem Haus – hinein in den

Sportschuh! Seite 22

■ Richtig trainieren: Sport für Übergewichtige und

Ungeübte Seite 28

■ Sport im Gesundheitsstudio: Der Trend in Richtung

Studios Seite 33

www.diabetes-journal.de

21


Titelthema

Urlaub bietet immer eine große

Chance, Menschen, Länder und

Kulturen zu entdecken. Warum

nicht auch Bewegung neu und

intensiver erleben? Endlich Zeit

haben für seinen Lieblingssport.

Für viele auch die Gelegenheit,

neue Sportarten in der Natur an

den schönsten Orten der Welt zu

entdecken. Wir haben Tipps fürs

Diabetes-Management.

Den Diabetes im Blick

Aktiv-Urlaub: Raus aus dem

Haus – rein in den Sportschuh

Foto: emanoo / photocase.com

22

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Diabetes-Journal 8 /2013


Titelthema

Ob Sommer oder Winter, ob Anfänger

oder Bewegungsprofi, Bewegungsspaß

in der Gruppe oder allein,

entspannende Bewegung oder

intensives Training: Aktiv-Urlaub

bietet viele Facetten.

Menschen mit Diabetes müssen

neben der üblichen Planung darüber

nachdenken, wie sie im Urlaub

ihren Diabetes managen – vor

allem im Aktivurlaub! Denn dort

heißt es Muskelkater statt Erholung.

Egal ob trainiert oder untrainiert:

Vor dem Aktivurlaub gilt es,

seine Kräfte realistisch einzuschätzen.

Die Diabetestherapie muss je

nach Art und Umfang der Bewegung

angepasst werden. Auch Klimawechsel

und Höhenunterschiede

sind zu beachten.

Die Therapie anpassen

Bei Bewegung oder Sport benötigt

der Körper mehr Kohlenhydrate,

die aus den Speicherdepots der

Muskulatur und der Leber freigesetzt

werden. Die Insulinempfindlichkeit

der Körperzellen ist gesteigert;

daher wird weniger Insulin

benötigt und/oder es müssen zusätzlich

Kohlenhydrate aufgenommen

werden. Wie genau sich die

körperliche Aktivität auf den Stoffwechsel

auswirkt, ist bei jedem anders

und hängt von vielen Faktoren

ab. Es gibt kein Patentrezept,

wie Insulin oder Tabletten (orale

Antidiabetika) an die jeweilige Aktivität

angepasst werden müssen –

am besten passt learning by doing.

Zuerst Blutzucker messen

Vor Bewegung und Sport sollte der

Blutzucker bestimmt werden – vor

allem dann, wenn eine Insulintherapie

oder eine Behandlung

mit oralen Antidiabetika (z. B. mit

Sulfonylharnstoffen wie Glibenclamid

oder Glimepirid) erfolgt, die

zu Unterzuckerungen führen können.

Wer sich lange körperlich bewegt,

sollte alle 1 bis 2 Stunden den

Blutzucker kontrollieren, um die

Therapie anpassen zu können.

Der Ausgangsblutzuckerwert vor

körperlicher Aktivität sollte bei einer

Insulintherapie bzw. einer Therapie

mit Sulfonylharnstoffen zwischen

150 und 180 mg/dl (8,3 und

10 mmol/l) liegen. Wird im Urlaub

eine Sportart betrieben, mit

der man bis dahin keine Erfahrung

hatte und deren Wirkung auf

den Blutzucker nicht genau eingeschätzt

werden kann, ist ein Blutzuckerwert

zwischen 180 und 200 mg/

dl (10 und 11,1 mmol/l) sinnvoll.

Der Sicherheitsblutzucker

Wer Extremsport betreibt wie Fallschirmspringen

oder Tauchen,

sollte einen Sicherheitsblutzucker

von 200 bis 240 mg/dl (11,1 bis

13,3 mmol/l) tolerieren. Wie hoch

der Blutzuckerwert bei welcher

körperlichen Aktivität im Einzelfall

sein sollte, muss letztlich individuell

herausgefunden und festgelegt

werden.

Um zu erfahren, wie der eigene

Dia betes auf die im Urlaub geplante

körperliche Aktivität reagiert, ist

es am besten, dies vorher zu Hause

zu testen. Hilfreich ist ein Bewegungstagebuch.

Hier sollten Sie

Folgendes notieren:

Unterzuckerung beim Sport? Sofort aufhören,

Saft oder Cola trinken, Blutzucker

messen und 30 Minuten verschnaufen.

Foto: fotolia

• Blutzucker vor der körperlichen

Aktivität,

• Art, Intensität und Dauer der

körperlichen Aktivität,

• vorherige Insulingabe oder Tabletteneinnahme,

• vorherige Mahlzeit/vorher aufgenommene

Kohlenhydrate.

Vor dem Aktivurlaub ist es sinnvoll,

geplante Aktivitäten anhand

des Bewegungstagebuchs mit dem

Diabetesteam zu besprechen.

»»

Ein Bewegungstagebuch hilft:

mit Notizen über Aktivität, Medikamente,

Mahlzeiten, Blutzucker.

Sollte es doch zu einer Unterzuckerung

(Hypoglykämie) im Rahmen

der Bewegungseinheit kommen,

muss die Bewegung sofort

eingestellt werden:

Hypoglykämie? Sofort aufhören!

Jetzt heißt es, erst einmal schnellwirksame

Kohlenhydrate zuzuführen,

mindestens 20 g Kohlenhydrate

in Form von Apfelsaft, Cola,

Traubenzucker oder eines Glukose-Gels.

Dabei gilt: Erst essen, dann

messen! Anschließend sind zur Sicherheit

noch 20 bis 40 g langwirksame

Kohlenhydrate (Müsliriegel,

Brot) erforderlich, um den Blutzucker

hoch zu halten. Es sollte in der

Regel eine Verschnaufpause von

30 Minuten erfolgen, bevor es mit

der körperlichen Aktivität weitergeht.

Steigt der Blutzucker nach der

Pause nicht deutlich an, sollten lieber

noch weitere 30 Minuten abgewartet

und zusätzliche Kohlenhydrate

gegessen werden.

Tipp: Damit es beim nächsten Mal

ohne Unterzuckerung klappt, sollten

Sie sich folgende Fragen stellen:

• Wie hoch war der Ausgangsblutzuckerwert?

• Hat noch eine (zu) hohe Menge

Insulin gewirkt?

Fit wie ein

Diabetiker!

Hans Lauber

5. Auflage 2012,

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Diabetes-Journal 8 /2013

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23


Titelthema

Das Diabetes-Nordic-Walking-Buch

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• Habe ich die Intensität der Bewegung

unterschätzt?

• Hat die vorherige Berechnung

der Mahlzeit gepasst?

• Wurde Alkohol getrunken?

Auch nach einem bewegungsreichen

Tag muss noch an den Diabetes

gedacht werden: Denn nach

der körperlichen Aktivität sind die

Zuckerdepots der Leber und Muskulatur

leer. Dem Blut wird verstärkt

Zucker entzogen, um die

Depots aufzufüllen; die Gefahr

zu unterzuckern besteht – dieser

Muskelauffülleffekt kann einige

Stunden bis tief in die Nacht dauern.

Die Dosis der Insulingabe zur

Nacht muss daher häufig reduziert

werden. Eine zusätzliche nächtliche

Blutzuckerkontrolle bringt Sicherheit.

Alkohol und Bewegung

Erholt oben an der Berghütte angekommen,

liegt es vielleicht nahe,

sich ein Bierchen zu gönnen, um

den Tag ausklingen zu lassen …

Die Leber schüttet in der Regel ständig

Zucker aus; durch Alkohol wird

die kontinuierliche Zuckerausschüttung

gehemmt, der Blutzucker kann

absinken. Deshalb ist es besser, bei

Sport auf Alkohol zu verzichten.

Falls nicht, gilt: Unbedingt die Insulindosis

anpassen und/oder vermehrt

Kohlenhydrate zuführen, um

Unterzuckerungen zu vermeiden.

Schützen Sie Ihr Rüstzeug!

Ob beim Skifahren oder in der Wüste

– die Diabetesausrüstung ist immer

dabei und muss vor Wind und

Wetter geschützt werden. Insulinvorräte

sollten immer kühl zwischen

2 und 8° C gelagert werden. Die Insulinvorräte

können optimal im

zimmereigenen Kühlschrank gelagert

werden. Sollten die Insulinvorräte

mit auf Reisen gehen, z. B. bei einer

Fahrradtour quer durchs Land,

sollten die Vorräte durch Kühlpads

oder spezielle Taschen (z. B. FRIO)

kühl gehalten werden. Das angebrochene

Insulin ist bei 30 °C sechs

Wochen haltbar. Bei extrem hohen

Außentemperaturen kann es nötig

sein, auch dieses zu kühlen. Geht es

in kalte Regionen wie zum Skifahren

auf die Berge oder zum Winterwandern

nach Schweden, muss darauf

geachtet werden, dass das Insulin

nicht zu kalt wird. Am besten ist

es, das Insulin am Körper zu tragen:

entweder in der Jacken innentasche

oder in einer Bauchtasche unter

dem Pulli. Auch Teststreifen sind

hitze- und kälteempfindlich. Sie

sollten zwischen 4 und 30 °C gelagert

werden. Außerdem sind Teststreifen

vor Feuchtigkeit zu schützen:

Transportieren Sie sie immer

in der Originaldose!

Insulin ins Handgepäck

Auf Flugreisen sollten Insulin und

auch Teststreifen im Handgepäck

transportiert werden, um sie vor

Kälte zu schützen.

Wer sich im Urlaub hoch hinaus

wagt, muss sich bezüglich seines

Blutzuckermessgerätes erst ab ei-

Ganzen Tag unterwegs: die Checkliste!

• Blutzuckermessgerät:

––

ausreichend Teststreifen

––

eventuell Ersatzbatterie(n)

––

Stechhilfe, Lanzetten

• Spritzen, Pens:

––

ausreichend Insulin

• Glukagon-Notfallset, wenn vorhanden

• ausreichende Menge an Kohlenhydraten

––

Kohlenhydrate zur schnellen Hilfe wie Apfelsaft,

Cola, Traubenzucker, Glukosegel

––

langwirksame Kohlenhydrate wie Brot, Müsliriegel

oder Kekse

• ausreichend Flüssigkeit in Form von Mineralwasser

• bei Typ-1-Diabetes: Ketonteststreifen

• Insulinpumpe:

––

Ersatzbatterien

––

Ersatzkatheter

• bei Typ-2-Diabetes: Tabletten in ausreichender

Menge

Ob am Meer,

beim Skifahren

oder in der

Wüste: Die Diabetesausrüstung

ist immer dabei

und muss vor

Wind und Wetter

geschützt werden.

Foto: iStockphoto

24

www.diabetes-journal.de

Diabetes-Journal 8 /2013


Titelthema

»»

Wer sich im Urlaub

hoch hinaus wagt,

muss sich um sein

Blutzuckermessgerät

erst ab 3048 m Höhe

Gedanken machen.

ner Höhe von 3 048 m Gedanken

machen: Bis zu dieser Höhe garantieren

alle Hersteller, dass die Geräte

korrekt messen.

Egal ob im Wasser oder auf dem

Wasser: Auch hier sollte immer

alles griffbereit sein. Traubenzucker

zerbröselt in seine Einzelteile,

wenn er mit Wasser in Berührung

kommt. Eine gute Alternative

sind Glukose-Gels oder zuckerhaltige

Getränke wie Fruchtsäfte oder

Cola. Blutzuckermessgerät und Insulinpens

sollten vor Wasser geschützt

werden. Sie können gut in

wiederverschließbaren Beuteln

verstaut werden.

Ist das Insulin mit einer Pumpe

immer dabei, muss auch diese

geschützt werden. Ob die Pumpe

wasserdicht ist oder nicht, lässt

sich in den Bedienungsanleitungen

der Hersteller nachlesen. Die

meisten Hersteller empfehlen, die

Insulinpumpen beim Duschen

oder Schwimmen abzulegen. Für

einen Zeitraum von etwa 30 Minuten

kann die Pumpe problemlos

abgenommen werden. Um die

Pumpe bei Sportarten wie Kanufahren

vor Wasser zu schützen,

kann die Pumpe in eine Neoprentasche

gepackt werden.

Was Sie immer dabeihaben

sollten …

Wer den ganzen Tag unterwegs ist,

sollte gut ausgestattet sein. Je nach

Diabetestherapie sollten immer

dabei sein: ein Blutzuckermessgerät,

Spritze, Pen, Insulinpumpe,

Tabletten, ausreichend Kohlenhydrate

und Mineralwasser (siehe

Checkliste links).

Ernährung im Urlaub

Kulinarische Highlights möchte

sich keiner im Urlaub entgehen

lassen. Das muss auch nicht sein,

denn Genuss gehört schließlich

zum Urlaub.

Essgewohnheiten und Lebensmittelauswahl

weichen oft von denen

zu Hause ab. Eine Nährwerttabelle

mit landestypischen Lebensmitteln

oder Gerichten

kann helfen, den Kohlenhydratgehalt

der Lebensmittel

oder Gerichte besser

abzuschätzen.

Ernährung bei erhöhter

körperlicher Aktivität

entspricht der gesunden

Ernährung nach

den Empfehlungen der

Deutschen Gesellschaft

für Ernährung. Es ist auf eine

ausreichende Kohlenhydratund

Eiweißzufuhr sowie mäßige

Fettzufuhr zu achten.

Rolle der Kohlenhydrate

Kohlenhydrate spielten in der

Ernährung bei Diabetes immer

schon eine besondere Rolle.

Auch bei körperlicher Aktivität

gibt er hier etwas zu beachten:

Um die Zuckerdepots der

Leber wieder aufzufüllen, sollten

stärkereiche Lebensmittel

wie Vollkornbrot, -reis, -nudeln

und Kartoffeln bevorzugt werden.

Zwei Portionen frisches

Obst sind empfehlenswert: Sie

versorgen den Körper gleichzeitig

mit Vitaminen, Mineralstoffen

und Ballaststoffen. Wie bei

jeder gesunden Ernährung sollten

Sie Lebensmittel mit Haushalts-

oder Traubenzucker sparsam

verzehren. Grundsätzlich

sollten Sie vor, bei und nach ▸

Gut aufgehoben.

Sicherheit fühlt sich gut an–auch beim

Blutzuckermessen: Accu-Chek Aviva

Überzeugen Sie sich von Accu-Chek Aviva:

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der Gesamtnote GUT (1,7)

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25


Titelthema

Foto: fotolia

Die richtige Portion

Bewegung,

Erholung und Entspannung

machen

jeden Aktivurlaub

zu einem unvergessenen

Erlebnis

– und Körper und

Geist freuen sich.

dem Sport genügend Kohlenhydrate

zuführen.

Trinken Sie genügend …

Wenn der Durst da ist, ist es schon

zu spät. Durch die Schweißproduktion

des Körpers kommt es bei körperlicher

Aktivität zu einem Flüssigkeits-

und Mineralstoffverlust.

Die Muskelzellen müssen ausreichend

mit Sauerstoff und Nährstoffen

versorgt werden, dafür ist

eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme

entscheidend.

… auch wegen höherer

Werte!

»»

Höheren Blutzuckerwerten nach

dem Sport sollten Sie zunächst mit

viel Trinken begegnen.

Zusätzlich muss beachtet werden,

dass vor der körperlichen Aktivität

ein höherer Blutzuckerwert toleriert

wird: Das bedeutet unter Umständen,

dass die Blutzuckerwerte über

der Nierenschwelle liegen; dadurch

wird vermehrt Urin über die Niere

ausgeschieden, was zusätzlich

ausgeglichen werden muss. Auch

vor dem Sport sollten Sie schon ein

großes Glas Mineralwasser trinken.

Geeignete Getränke sind vor allem

kalorien- und alkoholfreie Getränke

wie Mineralwasser. Während des

Sports reicht es aus, kleine Mengen

an Flüssigkeit aufzunehmen.

Um die Blutzuckerwerte während

der Aktivität stabil zu halten, können

Saftschorlen hilfreich sein;

gut geeignet sind 100-%-Fruchtsäfte

im Mischverhältnis 1:3 bis

1:1 (Kohlenhydrat anteil von 30 bis

60 g pro Liter). Der größte Teil des

Flüssigkeitsverlustes sollte nach

dem Sport ausgeglichen werden.

Die Menge richtet sich nach Intensität

und Belastung.

Kein Koffein und Alkohol

Ein zusätzlicher Ausgleich von

Mineralstoffen ist nicht notwendig

– eine gesunde, ausgewogene

Ernährung reicht aus. Zuckerhaltige

Getränke wie Cola oder pure

Fruchtsäfte sind für einen schnellen

Flüssigkeitsausgleich genauso

ungeeignet wie koffeinhaltige oder

alkoholische Getränke.

Auf Sportlergetränke, isotonische

Getränke, kann in der Regel auch

im Urlaub verzichtet werden. Eine

Fruchtsaftschorle im oben genannten

Verhältnis bietet einen

genauso guten Flüssigkeits- und

Mineralstoffersatz. Zusätzlich zum

Flüssigkeitsausgleich bei körperlicher

Aktivität sollte die Trinkmenge

bei mindestens 1,5 Litern kalorienfreier

Flüssigkeit pro Tag liegen.

Tipp: Sollten die Blutzuckerwerte

nach körperlicher Aktivität erhöht

sein, gleichen Sie erst einmal

das Flüssigkeitsdefizit aus. Häufig

gehen die Blutzuckerwerte so nach

rund 30 Minuten von allein herunter.

Diabetes- und allgemeine

Reiseapotheke

Zusätzlich zur allgemeinen Reiseapotheke

sollten natürlich die

für die Diabetestherapie benötigten

Medikamente in ausreichender

Menge mitgenommen werden

– lieber etwas mehr als zu wenig.

Nicht nur Medikamente, auch

Traubenzucker und haltbare, feste

kohlenhydrathaltige Lebensmittel

gehören dazu wie Knäckebrot,

Zwieback, Müsliriegel.

Die allgemeine Reiseapotheke

sollte bei Menschen mit Diabetes

nicht fehlen. Was die Reiseapotheke

alles beinhalten sollte, hängt

natürlich vom Reiseziel und von

der Reisezeit ab. Zu einer allgemeinen

Reiseapotheke gehören:

• Schmerzmittel,

26

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Diabetes-Journal 8 /2013


Titelthema

• Medikamente gegen Durchfall,

• Medikamente gegen Reiseübelkeit,

• Wundmaterial und -salben,

• Fieberthermometer,

• Insektenschutz,

• Sonnencreme.

Wer sich nicht sicher ist, kann sich

vom Hausarzt, Apotheker oder

Dia betesteam beraten lassen.

Nimmt an Ihrem Leben teil.

Insulinpumpentherapie mit Accu-Chek Combo

Die Voraussetzungen

Es ist wichtig, für die geplante

Sportart und Intensität der Belastung

fit zu sein. Wer länger nicht

aktiv war oder die Sportart wechselt,

sollte sich vom behandelnden

Diabetesteam vor dem Urlaub

beraten lassen. Natürlich müssen

eventuell vorliegende diabetische

Folge- und/oder Begleiterkrankungen

bei der Planung der körperlichen

Aktivität im Urlaub berücksichtigt

werden. Hierbei hilft

das Diabetesteam sicher gern.

Fazit

Walken, Wandern und Klettern,

Schwimmen, Tauchen und

Schnorcheln, Tennis oder Golf, Kiten

und Surfen – den vielfältigen

Bewegungsmöglichkeiten im Urlaub

sind keine Grenzen gesetzt.

Die richtige Portion Bewegung,

Erholung und Entspannung machen

jeden Aktivurlaub zu einem

unvergessenen Erlebnis – und Körper

und Geist freuen sich. ◼

Vielfalt, die Sie im Alltag unterstützt:

ü So präzise – Ihre sichere Bolusberechnung im Blutzuckermesssystem

ü So diskret – Ihre unauffällige Bolusabgabe per Fernsteuerung

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Kontakt

Kerstin Sielemann

Diätassistentin/Diabetesberaterin DDG

Übungsleiterin Rehabilitation

Diabeteszentrum Minden

E-Mail: schulung@

diabetes-minden.de

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Diabetes-Journal 8 /2013

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27


Titelthema

Richtig trainieren

Sport für Übergewichtige und

Ungeübte

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“

Diese auch vom Satzbau sehr einfache

Aussage sollte künftig Ihr Leitsatz für alle

sportlichen Aktivitäten sein, die Sie in

Angriff nehmen, um aktiver und dadurch

fitter zu werden.

Sport? Bewegung? Bei einigen von

Ihnen mag jetzt Panik ausbrechen;

bei anderen vielleicht nicht, denn

sie haben verstanden: Ohne Bewegung

geht es nicht!

Sport und Bewegung sind gesund

– gerade für Typ-2-Diabetiker, und

wichtig vor allem für übergewichtige

Typ-2-Diabetiker! Wer Typ-

2-Diabetes hat, sollte sich regelmäßig

bewegen. Denn körperliche

Aktivität verbessert die Insulinempfindlichkeit,

baut Übergewicht

ab und wirkt Bluthochdruck entgegen.

Je schneller Sie aktiv werden,

desto besser ist es. Und der Aufwand

für ein besseres Leben ist gering:

Bereits zweimal 30 Minuten

Training pro Woche können den

Diabetes und Ihre Gesundheit positiv

beeinflussen.

Spazieren und „Walken“

Propagiert werden als Bewegung

vor allem Spaziergänge, Nordic

Walking, BEL (Bewegung neu erleben)

oder DiSko (Wie Diabetiker

zum Sport kommen, www.

diabetes-sport.de): Diese Angebote

sind hervorragend geeignet für

den Neu- oder Wiedereinstieg in

Ihre sportliche Karriere und aktivieren

erstmals wieder Ihre Muskeln.

Doch irgendwann kommt der

Zeitpunkt, zu dem diese Angebote

28

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Diabetes-Journal 8 /2013


Titelthema

nicht mehr ausreichen. Dann müssen

Sie den nächsten Schritt wagen:

Krafttraining!

Krafttraining

Muskeln garantieren Ihnen Ihre Gesundheit.

Regelmäßiges Fitnesstraining

stärkt die vorhandene Muskulatur

und baut neue Muskeln auf;

diese verbrauchen auch dann Energie,

wenn Sie untätig sind – und helfen

als Verbrennungsöfen beim Abnehmen.

Muskeln verbrennen sogar

dreimal mehr Kalorien als die

gleiche Menge Fettgewebe.

Ferner beugen Sie durch Krafttraining

dem berüchtigten Jo-Jo-Effekt

vor: Wer Diät hält, ohne sich zu

bewegen, verliert neben dem Fett

auch viele Muskeln – dadurch benötigt

der Körper weniger Energie.

Wenn Sie nach einer Diät wieder

Ihre gewohnte Kalorienmenge zu

sich nehmen, schießt Ihr Gewicht

wieder nach oben und sogar darüber

hinaus. Bauen Sie dagegen

Muskeln auf, bekämpfen Sie nicht

nur während des Trainings Ihre

Fettpölsterchen, sondern auch

auf der Couch beim Fernsehen

oder sogar im Schlaf.

Ungehemmt ins Studio

Für viele von Ihnen ist die Hemmschwelle

sicherlich groß, in ein Fitnessstudio

zu gehen. Viele von Ihnen

haben immer noch die typische

Mucki-Bude vor Augen, mit

durchtrainierten jungen Männer-

und Frauenkörpern. Dies ist

heute nicht mehr so. Eine Analyse

von 2012 ergab: Deutschlandweit

trainieren in 7 566 Anlagen über

7,89 Mio. Menschen im Durchschnittsalter

von 41,4 Jahren!

Das Fitnessstudio

»»

Das Training mit einem Latexband

zählt zu den sichersten Varianten

im Krafttraining.

ness zu verbessern.

Gerade bei

Übergewicht bieten sich gelenkschonende

Trainingsangebote an

wie Aquajogging, Aquafitness oder

Aquacycling – leider gibt es diese

Angebote bei weitem nicht überall.

Damit Sie nicht unnötig Zeit verlieren,

holen Sie sich einfach Ihr

Fitnessstudio ins Haus – z. B. mit

Kleingeräten wie dem Latexband

(mehr dazu weiter unten).

Durch den stetigen Anstieg des

Widerstands bei der Bewegungsausführung

wird gewährleistet,

dass bei dem höchsten Wirkungsgrad

der Muskulatur der maximale

Zugwiderstand entsteht. Durch

den Verzicht auf Zusatzgewichte

zählt das Training mit einem Latexband

zu den sichersten Varianten

im Krafttraining. Außerdem

werden Reize zur Förderung der

Bewegungskoordination gesetzt,

wichtig vor allem bei älteren Menschen.

Das Training kann zu Hause

durchgeführt werden, also

sehr kostengünstig;

nur die An-

Trotzdem – gerade für Übergewichtige

und Ungeübte bleibt die

Hürde, sich in einem Fitnessstudio

anzumelden, doch oft zunächst zu

hoch. Auch für die weniger Trainierten

von Ihnen gibt es natürlich

viele Alternativen, Muskeln

spielen zu lassen und

die Fit-

schaffungskosten fallen an. Ein

weiterer Vorteil: Sie können das Latexband

mit in den Urlaub nehmen.

Und die unterschiedlichen Zugstärken

(gelb: schwach, rot: mittelstark,

grün: stark, blau: extra stark)

gewährleisten ein optimales, individuelles

Training – angepasst an

Ihren Trainingsfortschritt. Unabdingbar

ist, dass Sie geplant vorge-


Foto: fotolia

Diabetes-Journal 8 /2013

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29


Titelthema

Das Latexband

ist ideal zum

Krafttraining. Mit

verschiedenen

Übungen können

Sie Ihre Muskeln

aufbauen und so

fitter werden und

Gewicht abnehmen.


hen – ohne Trainingsplan werden

Sie keinen Trainingserfolg haben!

Zeitmangel als Ausrede zählt auch

nicht mehr: zweimal pro Woche jeweils

30 Minuten Training, und Sie

sehen schnell die ersten Erfolge.

Was ist Training?

Doch was genau ist Training? Training

ist die Verbesserung der körperlichen

Leistungsfähigkeit einer

Person; dabei muss Training

gesteuert werden mit Hilfe einer

Trainingsplanung. Bei einer regelmäßigen

Durchführung muss das

Training kontrolliert werden. Ein

Trainer wertet das Training aus und

wird Ihnen zur weiteren Leistungssteigerung

neue Übungen zeigen.

Wenn Sie Ihr Training selbst planen

wollen, müssen Sie folgende

Trainingsprinzipien beachten:

A. Das Prinzip der individuellen

Belastung: Hier spielen Veranlagung,

aktueller Trainingszustand

und Belastung eine wichtige Rolle.

Tipp: Gehen Sie vorher zu Ihrem

Arzt und besprechen Sie mit ihm

Ihre Vorgehensweise. Machen Sie

einen Belastungs-Check.

B. Das Prinzip des wirksamen Belastungsreizes:

Der Trainingsreiz

darf nicht zu gering und nicht zu

hoch sein. Zu geringe Reize führen

nicht zu einer Anpassung und

damit zu keiner Leistungssteigerung,

zu hohe Reize können eher

zu Schädigungen führen.

C. Das Prinzip der richtigen Belastungsfolge:

Planen Sie, Kraft

und Ausdauer zu trainieren? Dann

starten Sie immer mit dem Krafttraining,

erst dann folgt das Ausdauertraining

(Spaziergang, Nordic

Walking etc.).

D. Das Prinzip der progressiven

Belastungssteigerung: Reicht Ihnen

Ihr Training nicht mehr aus?

Dann steigern Sie als Erstes die

Trainingshäufigkeit (von z. B. zwei

Trainingseinheiten auf drei Trainingseinheiten

pro Woche). Danach

erhöhen Sie den Trainingsumfang

(von z. B. 15 Wiederholungen

auf 25 Wiederholungen).

Verändern Sie dann die Reizdichte

(von z. B. 60 Sekunden auf 45 Sekunden

Pause). Zum Schluss erhöhen

Sie die Trainingsintensität

(z. B. vom leichten Latexband zum

mittleren Latexband).

5. Das Prinzip der wechselnden

Belastung: Ideal für Anfänger ist

das Zirkeltraining. Trainieren Sie

erst einmal alle Trainingsübungen

durch und wiederholen Sie diesen

Durchgang erneut. Ihr Vorteil dabei:

Das Herz-Kreislauf-System

wird dabei mittrainiert.

Wichtiger Aufbau!

Beachten müssen Sie auch den

Aufbau einer Trainingseinheit:

Sie beinhaltet immer eine Erwärmung,

einen Hauptteil und einen

Ausklang. Die Erwärmung kann

z. B. durch 5 Minuten Gehen auf

der Stelle erfolgen. Der Hauptteil

besteht im Anfängertraining z. B.

durch das Trainieren der großen

Muskelgruppen. Als Ausklang machen

Sie idealerweise einen flotten

Spaziergang oder Nordic Walking.

Neueinsteiger sollten mindestens

zweimal pro Woche trainieren,

Fortgeschrittene erhöhen auf

3 Trainingseinheiten. Beachten

müssen Sie die Regenerationszeiten

zwischen den Einheiten: Idealerweise

pausieren Anfänger 48 bis

72 Stunden, Fortgeschrittene zwischen

24 und 48 Stunden.

Die Erwärmung des Körpers dient

der Erhöhung der physischen und

psychischen Leistungsbereitschaft.

U. a. wird der Körper besser durchblutet

und Energie bereitgestellt.

Außerdem steigert sich die Produktion

der Gelenkschmiere, und

die Geschwindigkeit des Zusam-

Tab. 1: Beispieltraining für Kraftausdauer

Trainingszustand Anfänger Fortgeschrittene

Intensität leicht mittel

Dauer 15 – 25 Wiederholungen 25 – 30 Wiederholungen

Ausführung langsam/ruhig langsam/ruhig

Pause zwischen Übungen 60 Sekunden 45 Sekunden

Umfang 2 – 3 Serien 2 – 3 Serien

Pause zwischen Serien 3 Minuten 3 Minuten


30

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Diabetes-Journal 8 /2013



Titelthema

einmal absolviert haben, pausieren

Sie 3 Minuten. Anschließend trainieren

Sie Ihre Muskeln noch einmal,

wenn Sie sich gut fühlen, auch

noch ein drittes Mal.

Als Einsteiger beginnen Sie grundsätzlich

mit den großen Muskelgruppen.

Führen sie zunächst folgende

Übungen durch:

Übung 1 für Brustmuskulatur:

Bankdrücken stehend

Zinkorotat-POS ® –

zur Unterstützung

bei Diabetes mellitus 1,2

gleicht bei Zinkmangelerscheinungen

gezielt aus

unterstützt die Regulation des

Blutzuckerspiegels

beugt einer durch Zinkmangel gestörten

Wundheilung und geschwächten

Immunabwehr 1 vor

sehr magenschonend & verträglich

menziehens der Muskeln erhöht

sich. Der Ausklang ist wichtig, um

den Körper nach dem Training auf

den Normalzustand zurückzuholen.

Dehnen lockert die ermüdete

und entspannte Muskulatur, es

kommt zu einer Rückkehr zur normalen

Pulsfrequenz. Blutdruck, Atmung

und Temperatur gehen auf

ihren Normalwert zurück.

Der Hauptteil besteht aus dem

Krafttraining. Im Krafttraining gibt

es verschiedene Methoden. Man

differenziert zwischen Kraftausdauertraining,

Muskelaufbautraining,

Schnellkrafttraining, Maximalkrafttraining

und dem Reaktivkrafttraining.

Für Einsteiger ist

das Kraftausdauertraining am besten

geeignet. Zusammen mit der

Muskelaufbaumethode zählt dieses

Training zum fitness- und gesundheitsorientierten

Training.

Der Info-Kasten links zeigt ein Training

für Kraftausdauer: Anfänger

starten zunächst mit einer leichten

Intensität (z. B. gelbes Latexband).

Jede Übung wird 15- bis 25-

mal langsam und ruhig wiederholt.

Zwischen den Übungen machen

Sie 60 Sekunden Pause, erst dann

wird die nächste Übung absolviert.

Nachdem Sie alle Übungen jeweils

Startposition: Stellen Sie sich

hüftbreit hin, mit leicht gebeugten

Knien. Halten Sie Ihre Arme

in U-Form, Ihre Ellbogen befinden

sich auf Schulterhöhe. Das Latexband

legen Sie auf die Schulterblätter,

führen es unter den Achseln

hindurch nach vorne und

nehmen die Enden in Ihre Hände.

Durchführung: Strecken Sie die Arme

auf Schulterhöhe nach vorne

geradeaus, lassen Sie die Ellbogen

leicht gebeugt, führen Sie die

Arme in die Startposition zurück.

(Siehe 1)

Übung 2 für Rückenmuskulatur:

Rudern stehend

Startposition: Stellen Sie sich hüftbreit

hin, mit leicht gebeugten Knien.

Legen Sie das Latexband um eine

Türklinke und nehmen Sie die

Enden in Ihre Hände. Halten Sie

Ihre Arme in U-Form, Ihre Ellbogen

sind dabei auf Schulterhöhe.

Durchführung: Ziehen Sie die Ellbogen

nach hinten und führen Sie

diese anschließend in die Startposition

zurück (rudern). (Siehe 2)

Übung 3 für Beinmuskulatur:

Kniebeugen mit Eigengewicht

Startposition: Stellen Sie Ihre Füße

hüftbreit und leicht auseinander, mit

leicht gebeugten Knien. Verschränken

Sie die Arme vor dem Körper,

halten sie den Rücken gerade.


Frei von

Farbstoffen

Laktose

und

Gluten

Zinkmangel?

Machen Sie den Test!

1

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Schwächung des Immunsystems

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Zinkmangelzuständen, die ernährungsmäßig nicht behoben werden

können.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und

fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Stand: Mai 2013.

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Industriestraße 35, 66129 Saarbrücken,

www.ursapharm.de

www.zinkorotat-pos.de

Diabetes-Journal 8 /2013

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Titelthema

Durchführung: Strecken Sie die Arme

im Ellbogengelenk nach hinten

und führen Sie sie in die Startposition

zurück. (Siehe 6)

Übung 4:

Drehen Sie den

Körper in der Hüfte

abwechselnd

langsam nach

rechts und links.

Übung 5:

Winkeln Sie die

Arme an und führen

Sie diese in

die Startposition

zurück.

Durchführung: Beugen Sie die Knie

bis ca. 90 Grad und kehren Sie in

die Startposition zurück. Wichtig:

Das Gesäß steuert die Bewegung

nach hinten unten (tun Sie

so, als würden Sie sich auf einen

Stuhl setzen). Ansonsten: Stuhl

nehmen, setzen und wieder aufstehen.

(Siehe 3)

Übung 4 für die Bauchmuskulatur:

Hüftrotation


Startposition: Stellen Sie sich hüftbreit

hin, mit leicht gebeugten Knien.

Legen Sie das Latexband um eine

Türklinke und halten die Enden

zusammen mit beiden Händen.

Halten Sie Ihre Arme eng am Körper,

die Ellbogen sind 90 Grad gebeugt.

Durchführung: Drehen Sie den

Körper in der Hüfte abwechselnd

langsam nach rechts und links.

(Siehe 4)

Übung 5 für vordere Armmuskulatur:

Bizeps-Curl

Startposition: Stellen Sie Ihre Füße

hüftbreit und leicht auseinander,

mit leicht gebeugten Knien. Das

Latexband ist unter den Füßen fixiert,

die Enden halten Sie mit den

Händen fest. Die Arme hängen am

Körper mit leicht gebeugtem Ellbogen

herab.

Durchführung: Winkeln Sie die

Arme an und führen Sie sie in die

Startposition zurück.

(Siehe 5)

6 Wochen später: Ihre Veränderungen!

Absolvieren Sie diese Übungen

über einen Zeitraum von 6 Wochen

– und Sie werden erste Veränderungen

erkennen. Während

des Trainings können Sie nach den

ersten 3 Wochen das erste Mal die

Wiederholungszahlen steigern

und so Schritt für Schritt Ihre Fitness

verbessern. Vielleicht haben

Sie dann irgendwann doch Lust,

noch mehr zu machen und die

vielfältigen Trainingsmöglichkeiten

im Fitnessstudio zu testen?

In diesem Sinne: Es gibt nichts Gutes,

außer man tut es! ◼


Übung 6 für hintere Armmuskulatur:

Trizepsziehen


Startposition: Stellen Sie sich hüftbreit

hin, mit leicht gebeugten Knien.

Legen Sie das Latexband um eine

Türklinke und nehmen Sie die

Enden in Ihre Hände. Halten Sie

Ihre Arme wie bei der Hüftrotation,

die Hände sind diesmal aber

auseinander.

Kontakt

Olaf Küster

Diplom-Sport- und Fitnesstrainer

Porta Westfalica

E-Mail: olaf.kuester@web.de

32

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Diabetes-Journal 8 /2013


Titelthema

Sport im Gesundheitsstudio

Im Trend: Training im Studio

Foto: fotolia

In Deutschland sind mehr Menschen Mitglied in einem Gesundheits-

oder Fitnessstudio als in Fußballvereinen. Der Trend geht

noch mehr in Richtung der Studios. Für Menschen, die Diabetes

haben, gibt es besonders interessante Angebote.

Gesundheits- und Fitnessstudios

sind

heute Teil der

modernen Sportkultur.

Laut einer

aktuellen Analyse

waren im Jahr

2012 ca. 7,5 Mio.

Menschen

Mitglied

eines Fitnessstudios

in Deutschland.

Verglichen mit Fußball, dem deutschen

Volkssport: Nur 6,8 Mio. sind

Mitglied in einem Fußballverein in

Deutschland.

Gesundheits- und Fitnessstudios

werden immer beliebter.

Wie aber finden Diabetiker

das richtige Studio? Und

was ist beim Training zu beachten?

Fitness wichtiger als Gewicht!

Wissenschaftliche Untersuchungen

zeigen, dass Menschen mit oder ohne

Diabetes mit einer mäßigen bis guten

Fitness länger und natürlich auch

besser leben. Dabei ist die Frage, ob

man ein paar Kilogramm mehr auf

die Waage bringt oder nicht, zunächst

nicht so entscheidend – Hauptsache,

die Fitness stimmt! Sicher ist: Sich regelmäßig

körperlich zu bewegen und

anzustrengen, sorgt für mehr Fitness.

Genetische Grundlagen spielen eine

untergeordnete Rolle – der Anteil

liegt in einem Bereich von wahrscheinlich

10 bis 40 Prozent.

Egal ob schlank oder ein

paar Kilo zu viel: Länger und

besser lebt derjenige, der

körperlich fit ist. Das zeigen

Studien.

Aber wann bin ich fit?

Wie kann man Fitness definieren? Der

Sportwissenschaftler Prof. Theo Stemper

aus Wuppertal definiert den Begriff

wie folgt: „Fitness ist ein durch Training,

bewusste Ernährung und gesunde Lebensführung

bewusst angestrebter psychophysischer

Leistungszustand. Er ermöglicht

es dem Menschen, auf Anforderungen

der Umwelt angemessen

reagieren zu können und das, was er

sich an Handlungen vornimmt, ohne

Komplikationen auszuführen.“

Will man den Grad der Fitness in

der Sportmedizin genau messen,

erfolgt dies im Rahmen

spezieller Belastungsuntersuchungen

(Laufband

oder Fahrradergometer)

mit Bestimmung der maximalen

Sauerstoffaufnahme.

Da Menschen mit unterschiedlichen

Zielsetzungen

sich bewegen und trainieren, ist

es grundsätzlich sinnvoll, ein gesundheitsorientiertes

von einem sportorientierten

Fitnesstraining abzugrenzen

(Tabelle Seite 34). Geht es um die Gesundheit,

steht natürlich die gesundheitsorientierte

Fitness im Fokus des

Trainings.

Das gesundheitsorientierte

Training

Voraussetzung für ein

erfolgreiches Training

ist zweifelsfrei

Freude und

Spaß an der jeweiligen

Bewegungsform.

Gesundheitsorientierte

Programme

fördern idealerweise ▸

Diabetes-Journal 8 /2013

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33


Titelthema

die sensomotorischen Hauptbeanspruchungsformen:

Ausdauer,

Kraft, Beweglichkeit und Koordination.

Bewegungsprogramme sollten daher

Elemente aller genannten Beanspruchungsformen

in unterschiedlicher

Gewichtung beinhalten

– in Abhängigkeit von den

physischen, psychomentalen und

natürlich gesundheitlichen Voraussetzungen

des Trainierenden!

Grundsätzlich sollte das Spektrum

von Bewegungsangeboten möglichst

breit sein – von der Hockergymnastik

bis zum Gerätetraining.

»»

Zum Standard eines Gesundheitsstudios

gehören Eingangsgespräch

und Eingangsuntersuchung.

Gesundheitsstudios bieten vieles

– Bewegung im Gesundheitsstudio

kann dabei viel mehr sein

als nur Kraft- und Ausdauertraining.

Zum Standard eines modernen

Gesundheitsstudios zählen

heute Programme für ein gezieltes

Beweglichkeits- und Koordinationstraining,

innovative Bewegungskonzepte

wie Zumba oder

Step-Aerobic sowie eine Vielzahl

von Entspannungsangeboten.

Was muss ich beachten?

Für ein Training im Gesundheitsstudio

gelten die gleichen Empfehlungen

wie für ein Training außerhalb

eines Studios. Je nachdem,

welche Medikamente Sie nehmen,

kann durch den Sport im Studio

ein Risiko für Unterzuckerungen

(Hypoglyk ämien) entstehen. Also

sollte jeder Diabetiker über sein individuelles

Risiko informiert sein

und Unterzuckerungen vorbeugen

können. Das Führen eines Sporttagebuchs

hilft gerade am Anfang.

Haben Sie Diabetes-Folgen?

Wer diabetesbedingte Begleit- und

Folgeerkrankungen hat, muss dies

bei der Erstellung von Sport- und

Bewegungsprogrammen berücksichtigen.

Prinzipiell ist eine gezielte

(sport-)medizinische Untersuchung

vor (Wieder-)Aufnahme

körperlicher Aktivität immer

sinnvoll; dies gilt für jeden – egal

ob mit oder ohne Diabetes.

Zum Facharzt, wenn …

Nach einer Leitlinie der Deutschen

Dia betes Gesellschaft (DDG) ist eine

fachärztliche Untersuchung nötig,

wenn:

• die Diabetesdauer über 10 Jahre

oder das Lebensalter über

35 Jahre liegt,

• eine diabetesbedingte Folgeerkrankung

bereits vorliegt,

• ein Typ-2-Diabetes vorliegt.

Unbedingt zu empfehlen ist es,

im Vorfeld eines geplanten Trainings

mit seinem Hausarzt oder

dem Dia betologen/Diabetesteam

zu sprechen. Eine Vorlage für eine

Sporttauglichkeitsbescheinigung

gibt es zum Herunterladen

auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft

Diabetes & Sport der

DDG: www.diabetes-sport.de.

Zum Standard eines Gesundheitsstudios

gehören ein Eingangsgespräch

und eine Eingangsuntersuchung

mit einem qualifizierten

Trainer. Im Interesse der eigenen

Sicherheit sollte der Trainer über

relevante Begleiterkrankungen

und ein eventuell bestehendes Hypoglykämierisiko

informiert sein.

Richtig Kraft und Ausdauer

trainieren

Sowohl Ausdauer- wie Krafttraining

allein verbessern die Stoffwechselkontrolle.

Bei einem kombinierten

Training scheint der Nutzen

allerdings am größten zu sein.

Wie sieht es aber mit der Sicher-

Gesundheits- und sportorientierte Fitness

gesundheitsorientierte Fitness

aerobe Ausdauer

Kraftausdauer und Muskelaufbau

optimale Beweglichkeit

allgemeine Koordinationsfähigkeit

Entspannungsfähigkeit

gesunde Ernährung

optimale Körperzusammensetzung

sportorientierte Fitness

anaerobe Ausdauer

Schnellkraft, Explosivkraft, Maximalkraft,

Reaktivkraft

Schnelligkeit, Schnelligkeitsausdauer

maximale Beweglichkeit

spezielle Koordinationsfähigkeit

sportartspezifische Techniken

mod. nach Buskies und Boeckh-Behrens: Fitness-Gesundheits-Training, Rowolth 2009

Fotos: fotolia

34

www.diabetes-journal.de

Diabetes-Journal 8 /2013


Titelthema

Foto: Milon

Viele Gesundheitsstudios

haben moderne

Kraft- und Ausdauer-Zirkelgeräte

(hier: Milon-Kraftausdauerzirkel).

So ist einfaches

und effizientes

Kraft- und Ausdauertraining

möglich.

heit eines Kraft- und Ausdauertrainings

bei Diabetikern aus? Im Einzelfall

entscheidet natürlich immer

die individuelle Gesundheitsuntersuchung

über die Sporttauglichkeit

für ein Kraftausdauertraining;

grundsätzlich kann man aber sagen,

dass unter Beachtung individueller

Risikokonstellationen und

Trainingsempfehlungen ein Kraftausdauertraining

für Diabetiker als

sicher einzustufen ist.

Krafttraining ist nicht gleich Krafttraining

(Abbildung unten): GesundheitsorientiertesKrafttraining

soll nach der Kraftausdauermethode

oder der Muskelaufbaumethode

Trainingsmethoden:

Wer einfach fit und

gesund sein möchte,

trainiert Kraftausdauer

und Muskelaufbau.

Diabetes-Journal 8 /2013

Schnellkraftmethode

erfolgen. Um ein potentielles Risiko

für Komplikationen im Rahmen

eines Krafttrainings zu minimieren,

gilt es, die Pressatmung beim

Training zu vermeiden.

Pressatmung vermeiden

Reaktivkraftmethode

Maximalund

Explosivkraftmethode

Rea

Muskelaufbaumethode

Kraftausdauermethode

Anpassungs- und Gewöhnungstraining

Trainingsprinzipien: mod. nach Laube; in Hüter-Becker, Dölken: Biomechanik, Bewegungslehre,

Leistungsphysiologie Trainingslehre, Thieme 2005

Bei der Pressatmung verhindert

man die Ausatmung durch Verschluss

der Atemwege im Kehlkopf.

Die Pressatmung führt äußerlich

zu einem stauungsbedingten

Anschwellen der Kopfvenen

und einer Rötung des Gesichts.

Bezogen auf den Kreislauf kann es

in erster Linie zu kritischen Blutdruckanstiegen

kommen, die man

natürlich vermeiden möchte.

Pressatmung kann man verhindern

durch Meiden von Maximalkraftübungen

und statischen Belastungen.

Dynamische (bewegende)

Muskelbewegungen mit

niedrigeren Gewichten lassen

sich in der Regel ohne Pressatmung

durchführen. Ferner sollte

»»

Verhindern Sie Pressatmung –

so vermeiden Sie potentielle Risiken

beim Krafttraining.

man auch bei nicht maximalen Belastungen

immer auf eine bewusste

Kontrolle der Atmung achten:

Ausatmen in der Belastungsphase

und Einatmen in der Entspannungsphase.

Moderne Zirkel

Viele Gesundheitsstudios haben

moderne Kraft- und Ausdauer-

Zirkelgeräte; sie ermöglichen einfaches

und zeiteffizientes, chipkartengesteuertes

Krafttraining,

verbunden mit Ausdauertraining.

Aufgrund der feinen Einstellungsmöglichkeiten

eignen sich die Geräte

gut für Anfänger.

www.diabetes-journal.de


35


Titelthema

Erforderliche Trainingsfrequenz,

-intensität und -dauer für ein erfolgreiches

Training richten sich

unter anderem nach dem persönlichen

Trainings- und Gesundheitszustand

des Trainierenden. Pauschale

Empfehlungen helfen selten

weiter. Prinzipiell gilt aber:

2- bis 3-mal pro Woche

Ein Training sollte an mindestens

2 bis 3 Tagen in der Woche durchgeführt

werden.

Vorteile von Gesundheitsstudios

Training im Gesundheitsstudio bietet viele Vorteile:

• abwechslungsreiche Bewegungsangebote als

Einzel- oder Gruppentraining

• Bewegungsangebote für Jung und Alt

• innovative Bewegungskonzepte wie Zumba,

Pilates

• spezifische Bewegungsangebote (z. B. Präventions-

und Rehabilitationskurse)

• Training aller sensomotorischen Beanspruchungsformen

• Training unter qualifizierter Anleitung

• Training fast unabhängig von Zeit und Witterung

• Basis für soziale Kontakte

• Angebote wie Ernährungsberatung und Wellness

Leistung hat allerdings ihren Preis. Die monatlichen

Mitgliedsbeiträge – je nach Angebot und

Ausstattung des Studios – bewegen sich zwischen

35 und 85 Euro.

Die Trainingsprinzipien

• trainingswirksamer Reiz

• Belastungssteigerung

• Individualisierung und altersgemäße

Belastung

• Kontinuität der Belastung

• Belastungsfolge

• variierende Belastung

• Gestaltung von Belastung

und Erholung

Zu einem erfolgreichen Training

gehört auf jeden Fall auch eine

gezielte Trainingssteuerung (Info-Kasten).

Verfolge ich die richtigen

Trainingsprinzipien? Soll ich

mit oder ohne Gerät trainieren?

Kraft- und/oder Ausdauertraining,

moderat oder intensiv? Richtiges

und effektives Trainieren muss

man lernen – und dazu stehen in

Gesundheitsstudios qualifizierte

Trainer zur Verfügung, deren Unterstützung

man unbedingt in Anspruch

nehmen sollte.

Diabetiker haben besonderes

Anforderungsprofil

Viele Gesundheitsstudios sind

prinzipiell in der Lage, abwechslungsreiche

Sport- und Bewegungsprogramme

für Diabetiker

anzubieten, die dem besonderen

Anforderungsprofil unter sporttherapeutischen

und -medizinischen

Aspekten gerecht werden.

Leider ist es aber oft weder Betroffenen

noch Fachpersonal möglich,

sich bei dem zunehmenden Angebot

am Gesundheits- und Fitnessmarkt

unter Qualitätsgesichtspunkten

zu orientieren.

Zum Discount-Anbieter?

Dies gilt nicht nur vor dem Hintergrund

von auf den Markt drängenden

Discount- und Billiganbietern.

Das Angebot zwischen Billiganbietern

und qualitativ hochwertigen

Fitnessanlagen unterscheidet sich

nicht nur im Preis, sondern in der

Regel auch in den angebotenen

Dienstleistungen und Qualitätsmerkmalen.

Bei der Suche nach

dem richtigen Gesundheitsstudio

können die folgenden Fragen hilfreich

sein:

Qualität im Studio erkennen

• Arbeiten medizinisch und

sporttherapeutisch ausreichend

qualifizierte Trainer

(u. a. Physiotherapeuten,

Übungsleiter Rehasport) im

Fitnessstudio?

• Gibt es ein individuelles Eingangsgespräch

und einen Fitnesstest?

• Gibt es speziell gesundheitsorientierte

Kurse?

• Wie viele und welche Kraftund

Ausdauergeräte gibt es?

• Gibt es einen Mattenbereich

mit ausreichend Platz für

Dehn- und Kräftigungsübungen?

• Ist das Studio für Erste-Hilfe-

Maßnahmen gerüstet?

• Stimmt die Hygiene?

Fitness-Training für Diabetiker“

Um speziell Diabetiker bei der

qualitätsgerichteten Auswahl eines

Studios zu unterstützen, hat

die Arbeitsgemeinschaft Diabetes

und Sport der DDG zusammen

mit diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

und dem TÜV Rheinland

Kriterien für ein Gütesiegel „Fitness-Training

für Diabetiker“ erstellt

(siehe links).

Zertifiziert vom TÜV

Der TÜV Rheinland ist eine unabhängige

Institution, die große Erfahrung

in der Zertifizierung von

Fitness- und Gesundheitsstudios

hat und bereits seit Jahren unterschiedliche

Gütesiegel für Fitness-

36

www.diabetes-journal.de

Diabetes-Journal 8 /2013


Titelthema

fang ist gemacht. Es finden sich

zahlreiche Studios im Zertifizierungsprozess,

so dass eine flächendeckende

Umsetzung des

Projektes sicherlich gelingen wird.

Eine Übersicht zertifizierter Studios

findet sich auf der Homepage

der AG Diabetes & Sport: www.diabetes-sport.de

Ausdauer- und Krafttraining allein verbessern den Stoffwechsel; ein kombiniertes

Training scheint am effektivsten zu sein. Entspannungsangebote gehören in Gesundheitsstudios

dazu.

studios vergibt: Krafttraining geeignet,

Rückentraining geeignet,

Kardiotraining geeignet, gesundheitsorientiert.

Für Fitnessstudios

besteht der Vorteil des Siegels darin,

sich als qualitativ hochwertige

Fitnessanlage mit guten personellen,

apparativen und strukturellen

Voraussetzungen positiv abgrenzen

zu können von weniger qualifizierten

Anbietern.

Kriterien für das Gütesiegel

Das Gütesiegel „Fitness-Training

für Diabetiker“ ist ein Zusatzmodul.

Grundvoraussetzung für den

Erwerb des Zusatzmoduls ist die

bereits erfolgte allgemeine Zertifizierung

des Gesundheitsstudios

durch den TÜV Rheinland. Bei der

Festlegung der Kriterien ist sehr

viel Wert auf eine gute diabetesspezifische

Qualifikation der Trainer

in den Gesundheitsstudios gelegt

worden.

24 zertifizierte Studios

Deutschlandweit sind 24 Gesundheitsstudios

zertifiziert (Punkte

auf der Landkarte links) – ein An-

Foto: fotolia

Das Fazit

Qualifizierte Gesundheitsstudios

sind mit ihren vielfältigen und interessanten

Angeboten im Bereich

von Bewegung und Wellness für

Diabetiker aller Altersgruppen eine

lohnenswerte Adresse, um Gesundheit

und Fitness zu verbessern.


Kontakt

Dr. med. Meinolf Behrens

Arzt für Innere Medizin, Sportund

Ernährungsmedizin

Diabetologe DDG

Diabeteszentrum Minden

E-Mail: mb@diabetes-minden.de

0011764.pdf - März 4, 2013

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sicher entsorgen

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Diabetes-Journal 8 /2013

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Wellness/Fitness

Fitness ist in aller Munde.

Aber wie stellt man

es an, „richtig fit“ zu

werden? Und es auch zu

bleiben? In der Rubrik

wollen wir Ihnen Antworten

geben und Ihnen

obendrein Lust auf Sport

und Bewegung machen.

Gehen Sie einen gesunden

Weg zu körperlicher

Fitness und Wohlbefinden.

Rein ins Nass

Foto: fotolia

Es ist wieder Badezeit: ein paar Runden im Hotelpool, Schwimmbad oder sogar im

Meer – eine Wohltat für den Körper. Genießen Sie die Möglichkeit, sich endlich einmal

wieder an der frischen Luft im Wasser zu bewegen.

Jeden Urlaubstag eine Runde

schwimmen – wie wär’s?

Ob alt, jung, dünn oder dick:

Schwimmen ist einfach gesund!

Trauen Sie sich und gehen Sie regelmäßig

ins Freibad oder an den

Badesee. Wie wäre es, im Urlaub

täglich ein paar Runden im Hotelpool

zu drehen, statt nur die Beine

ins Wasser zu halten? Ein Highlight

ist Schwimmen im Meer. Auch

wenn das salzige Wasser nicht gerade

schmeckt, macht es Laune;

… mitmachen – und gewinnen

Wollen Sie sich im Wasser leicht wie eine Feder

fühlen? Dann machen Sie mit und gewinnen

einen von fünf Wassergürteln im Wert von je

ca. 23 Euro. Damit können Sie perfekt im tiefen

Wasser laufen und Fitnessübungen absolvieren.

Vor- und Zuname

Straße und Hausnummer

PLZ/Wohnort

Foto: fotolia

die Haut wird samtig, und erholsame

Entspannung ist garantiert. Es

muss ja nicht direkt eine 60-minütige

Schwimmeinheit daraus werden.

Starten Sie mit kurzen Einheiten

von etwa 10 Minuten. Auch

wenn das Wasser im ersten Moment

ziemlich kalt erscheint: Schon nach

der ersten Runde hat sich der Körper

akklimatisiert. Schwimmen Sie

im Meer einfach entlang der Küste

Coupon einfach ausfüllen und einsenden an:

Kirsten Metternich, Kennwort: Wasser, Hildeboldstraße

5, 50226 Frechen-Königsdorf

E-Mail

Ja, ich bin damit einverstanden, dass der Kirchheim-Verlag mich künftig ◾ schriftlich, ◾ per E-Mail oder ◾ per Telefon


über aktuelle Angebote aus seinem Programm informiert. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen.

(Auch wenn Sie schon früher einer Kontaktaufnahme durch uns zugestimmt haben, bitten wir Sie, diese zu erneuern.)

und suchen Sie sich einen Wendepunkt.

Wenn Sie sich dabei noch

unterhalten können, ist das Tempo

genau richtig. Sobald Sie aus dem

Wasser kommen, duschen Sie und

cremen Sie sich unbedingt wieder

neu mit Sonnenmilch ein.

Was macht Schwimmen so

gesund?

Im Grunde gibt es kaum eine leichtere

Möglichkeit, den Körper auf

recht sanfte Weise komplett zu trainieren.

Schnell verbessert sich die

Ausdauer im Alltag. Eine lohnende

Sache, denn viele Menschen sind

der Ansicht, dass sich die Kondition

nur durch Laufen positiv verändert.

Aber Laufen ist nicht jedermanns

Sache und vielen einfach zu

Aquajogging:

Schwereloses

Laufen im tiefen

Wasser macht

Spaß und schont

die Gelenke. Der

Wassergürtel hält

Sie oben.

Datum / Unterschrift

Teilnahmebedingungen: Teilnahmeberechtigt sind alle, ausgenommen die Mitarbeiter des Kirchheim-Verlags und ihre

Angehörigen und der beteiligten Unternehmen. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Rechtsweg und Barauszahlung

sind ausgeschlossen. Kein Kaufzwang. Einsendeschluss ist der 10. September 2013.

38

www.diabetes-journal.de

Diabetes-Journal 8 /2013


Wellness/Fitness

anstrengend. Erschwerend kommt

hinzu, dass bei hohem Körpergewicht,

ab einem Body-Mass-Index

(BMI) von etwa 30 kg/m² aufwärts,

Laufen die Gelenke zu stark

belasten kann– ganz im Gegenteil

zum Schwimmen oder Aquajogging:

Entweder geht es ins flache

Wasser oder im Meer in Strandnähe;

effektiv ist schwereloses Laufen

im tiefen Wasser. Das klappt allerdings

nur mit einem Wassergürtel

(Aqua Belt), der um die Taille gebunden

wird: Er sorgt dafür, dass

man sich aufrecht im tiefen Wasser

fortbewegen kann. Wer den Gürtel

anlegt, sollte den Bauch leicht

einziehen und den Gürtel enger

schnallen. Denn im Wasser wird

der Körper durch den Wasserdruck

etwas zusammengepresst, und der

Gürtel sollte nicht verrutschen.

Auf zum nassen Fitnesskurs

Es muss nicht immer trocken zugehen,

wenn es um Bewegung

und Fitness geht. So gut wie jedes

Schwimmbad hat heutzutage Fitnesskurse

im Angebot: Die Palette

reicht vom Schwimmlernkurs für

jedes Alter bis hin zu Step-Aerobic,

Wasserradeln oder Wasserjogging.

In vielen Strandhotels steht

Aquafitness oder Zumba im Wasser

auf der Tagesordnung. Mit Musik

in der Gruppe bringt es richtig

Laune. Lust bekommen? Testen

Sie vorab Ihren Blutzucker und

legen Sie sich am besten Traubenzucker

und ein Getränk an den Beckenrand.

KM ■

Foto: Aqualung GmbH

Foto: fotolia

Wellnesstipps

Verspannungen

Kieferdysfunktion mögliche

Ursache

Weit verbreitet, nur selten erkannt: 7 Millionen Deutsche leiden an

einem gestörten Zusammenspiel von Zähnen, Kaumuskeln und Kiefergelenken,

einer craniomandibulären Dysfunktion, kurz CMD. Auswirkungen

zeigen sich zum Beispiel als Nacken- und Rückenschmerzen,

Migräne bis hin zu Magen-Darm-Problemen. Auch

Tinnitus, Taubheitsgefühle in Armen und Fingern,

Heiserkeit sowie Schlafprobleme können durch

einen Fehlbiss verursacht werden, erklärt

Dr. Stefanie Morlok, Zahnärztin aus München

und Expertin für CMD. Sinnvoll zur

Dia gnostik ist eine genaue Funktionsanalyse,

zur Therapie geeignet sind Schienentherapie,

Bisskorrektur und Kieferorthopädie, empfiehlt

die Expertin.

Mundgeruch

Aromatherapie hilft

Ein übler Geruch aus dem Mund ist ganz

schön unangenehm. Ursachen gibt es viele:

mangelnde Mundhygiene, Rauchen, zu niedrige

Trinkmenge, eine Diät, Magen-Darm-

Beschwerden oder eine Entzündung im

Körper. Neben gründlichem Zähneputzen,

mindestens zweimal täglich, helfen Mundspülungen

und ein Zungenreiniger. Hilfreich

ist auch, etwas Meersalz mit einem Tropfen Olivenöl und einem Tropfen

ätherischem Orangen- oder Wacholderöl zu mischen und damit

einmal täglich die Zähne zu putzen.

Praktischer Stift

Fußpflege für zwischendurch

Pflegen Sie Ihre Füße regelmäßig? Praktisch dafür ist

ein Stift, der immer wieder zwischendurch zum Einsatz

kommen kann. Der softening foot stick (8,95 €)

aus der nails hands feet-Serie der Parfümerie Douglas

pflegt mit Panthenol, Allantoin und dem Feuchtigkeitsspender

Urea. Einfach mit dem Stift über die

Füße fahren, kein Einmassieren nötig. Laut Herstellerangaben

glättet er die Haut und schützt vor neuer

Hornhautbildung.

KM

Diabetes-Journal 8 /2013

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39


Medizin

Urlaubszeit:

Nach Herzinfarkt trotzdem

in Urlaub fliegen?

Dr. Schmeisls Diabetes-Kurs

Wollen Sie Ihr Diabetes-Wissen mal wieder auffrischen? Hierfür gibt es im Diabetes-Journal den

großen Diabetes-Kurs von Dr. med. Gerhard-W. Schmeisl: Jeden Monat erklären wir langjährigen

und neuen Lesern, die noch nicht auf eine so lange „Diabetes-Karriere“ zurück blicken, worum

es sich bei Diabetes handelt, welche Therapien es gibt, worauf man achten sollte und wie man

Folgeerkrankungen verhindern oder zumindest hinauszögern kann.

Foto: fotolia

40

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Diabetes-Journal 8 /2013


Medizin

Menschen mit Diabetes haben ein höheres Risiko für

Erkrankungen wie einen Herzinfarkt. Mitten in der Reisezeit

fragt sich der eine oder andere: Kann ich denn nach

kürzlich überstandenem Herzinfarkt mit gutem Gewisssen

ins Flugzeug steigen? Siehe Herr Peters (rechts).

Vor Flugreisen gilt es, gewisse Sicherheitsvorkehrungen

zu treffen

und seine Flugtauglichkeit prüfen

zu lassen: vom Hausarzt bzw. Kardiologen/Internisten/Allgemeinarzt.

Im Zweifelsfall sogar von einem

speziell ausgebildeten Flugmediziner:

einem Arzt mit einer

Zusatzausbildung in Flugmedizin.

Laut dem Fachmagazin MMW

finden jährlich etwa 2 Mrd. Flugreisen

statt; allein am Frankfurter

Flughafen reisen jährlich etwa

60 Mio. Passagiere an und ab.

Fluggäste immer älter

Durch EU-weites Recht (Grundrecht

auf Mobilität) darf einem

Menschen mit einer Behinderung

oder wegen einer möglichen Einschränkung

seiner Mobilität die

Teilnahme an einem Flug nicht

verwehrt werden – wenn dem keine

ausdrücklichen Sicherheitsbedenken

entgegenstehen. Dies führt

auch dazu, dass immer mehr ältere

Menschen teils mit mehreren Erkrankungen

ebenfalls im Flugzeug

zu finden sind.

1 600 Notfälle an Bord

Die Anzahl der Notfälle liegt bei

etwa 1 600 jährlich, mit etwa 5 bis

6 Notfällen, die tödlich enden.

Bezüglich des oben geschilderten

Falls unseres Diabetikers Peters,

der einen Herzinfarkt gut überstanden

hat, sollte Folgendes berücksichtigt

werden: Mit zunehmender

Flughöhe (um 10 000 bis

12 000 m bei Linienflügen) sinkt

der Sauerstoffdruck in der Kabine

des Flugzeuges um etwa 30 mmHg,

wodurch die Sauerstoffsättigung

des Blutes der Passagiere auf etwa

90 Prozent absinkt; außerhalb des

Flugzeuges herrscht meist auch

eine unwirkliche Temperatur von

minus 56 °C. Die Flugzeugkabine

selbst ist eine Art Druckkabine, der

Druck darin entspricht einer Höhe

von etwa 2 400 m über dem Meeresspiegel

– vergleichbar einer Gebirgstour!

Wie beim Bergsteigen in größerer

Höhe besteht die Gefahr, dass

durch den Sauerstoffmangel die

Herzfrequenz steigt, was bei bekannter

Durchblutungsstörung der

Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit,

KHK) kritisch werden

kann.

Darf ich fliegen? Ja, wenn …

Infarktpatient Peters …

Herr Peters, Diabetiker, hatte erst vor drei Monaten

einen Herzinfarkt erlitten, hatte deswegen

vorübergehend im Akutkrankenhaus sogar einen

Herzschrittmacher erhalten und war wiederbelebt

worden.

Nach der Reha ging es ihm aber wieder gut – er

konnte wieder ohne Luftnot gehen; und „sein

Diabetes“, der vorübergehend mit Insulin behandelt

werden musste (Stress!), war nun mit seinen

ursprünglichen Tabletten wieder im Lot.

Herr Peters hatte schon im letzten Winter geplant,

Tochter und Enkelkinder (2 Mädchen) im Sommer

in Amerika zu besuchen – geht dies denn trotz

alledem?

Ob ein Patient nach einem durchgemachten

Herzinfarkt oder mit

bekannter KHK in der Lage ist, eine

Flugreise durchzuführen, kann

anhand von folgenden Kriterien

des Herzzentrums Duisburg in etwa

abgeschätzt werden. Jemand

kann durchaus fliegen, wenn er :

1. ohne Probleme 100 m gehen

kann,

2. 10 bis 12 Treppenstufen ohne

Probleme steigen kann,

3. der Blutdruck unter Belastung

unter 200/120 mmHg bleibt.

Ein Patient mit ständig hohen Blutdruckwerten

über 200/120 mmHg

ist nicht flugtauglich. Je nach bereits

vorhandenen Folgeschäden

kann also die Flugtauglichkeit eingeschränkt

sein. Wenn darüber

Zweifel bestehen, können Sie gemeinsam

mit Ihrem Hausarzt den

medizinischen Dienst der jeweiligen

Fluggesellschaft konkret dazu

befragen. Entsprechende Formulare

(MEDA-Formulare) können

bei der Fluggesellschaft oder über

das Reisebüro angefordert werden.

Diabetiker, die Insulin brauchen,

sollten einen Teil der mitgenommenen

Menge immer im Flugzeug

mit sich führen: Im Frachtraum

könnte es gefrieren, beschädigt

werden oder insgesamt

abhandenkommen! Führen Sie daher

auch Pens und Insulinspritzen

möglichst im Urlaub bei sich nahe

am Körper. Spritzen, Kanülen, Katheter

für die Pumpe: Damit es keine

Missverständnisse bei den Kontrollen

am Flughafen gibt, sollten

Immer mehr Ältere

fliegen – mit

teils mehreren

Erkrankungen.

Einfache Tipps

sagen Ihnen, ob

ein Risiko für Sie

besteht.


Foto: iStockphoto

Diabetes-Journal 8 /2013

www.diabetes-journal.de

41


Medizin

Sie sich auch immer vor der Reise eine Bescheinigung

holen: Darin sollte Ihnen bestätigt werden,

dass Sie Diabetiker sind und Insulin benötigen

– dies gilt auch für eine Insulinpumpe; alles

möglichst auf Englisch und/oder in der jeweiligen

Landessprache. Denn manch Kontrolleur

oder Zöllner an der Grenze reagiert beim Auffinden

von Spritzen zunächst überempfindlich.

Entsprechende Vordrucke gibt es bei den Fachgesellschaften

und auch beim Kirchheim-Verlag

(www.kirchheim-shop.de).


Kontakt

Dr. Gerhard-W. Schmeisl

Internist/Angiologe/Diabetologe

Chefarzt Deegenbergklinik, Burgstraße 21, Tel.: 09 71/8 21-0

und Chefarzt Diabetologie Klinik Saale (DRV-Bund),

Pfaffstraße 10, Tel.: 09 71/8 5-01

97688 Bad Kissingen

Gesundheitsprobleme im Urlaub

Durchfall und Reisen –

Besonderheiten bei Diabetes

Gerade bei Reisen in die Subtropen,

Tropen oder auch nach

Südamerika muss man als

Europäer auch ohne schwere

Erkrankungssymptome in den

ersten Tagen mit Durchfall

rechnen. Was die Lebensmittelhygiene

angeht, denken

Sie bitte an Folgendes: Nie

ungekochtes, rohes oder ungeschältes

Gemüse oder Obst

essen (cook it, boil it, peel it –

or forget it!) – wenn dies nicht

möglich ist, lassen Sie es ganz

sein!

Es sollten keine Getränke mit

Eiswürfeln bestellt werden, da

das Eis in der Regel aus Leitungswasser

zubereitet wurde

– das vorher meist nicht

abgekocht war. Wasser sollte

nur aus fest verschlossenen

Originalflaschen oder Dosen

getrunken werden. Zu Ihrer

Sicherheit sollten Sie Hände-

und Toilettendesinfektionsmittel

mitführen.

Achtung bei Übelkeit

Bei Übelkeit, Erbrechen oder

auch Durchfall können entsprechende

Elektrolytlösungen

oder Medikamente wie Imodium,

Kohle oder MCP-Tropfen

nützlich sein.

Merke: Übelkeit, Erbrechen

und Durchfall können aber

auch Zeichen einer Stoffwechselentgleisung

mit hohen Blutzuckerwerten

sein (Ketoazidose!)

– deshalb bei Diabetes

immer auch an so etwas denken

und den Blutzucker und

Urin (Ketone!) testen!

Bei etwas Vorbereitung und

vorausschauendem Denken

(dies ist absolut sinnvoll!) ist

ein Flug in den Urlaub natürlich

auch für Diabetiker möglich –

auch in die Tropen und trotz

ernster Vorerkrankungen. Viel

Freude und heile Rückkehr!

Reise-Diarrhö (Durchfall):

Kennzeichen einer Reise-Diarrhö:

mehr als 3 ungeformte (dünnflüssige) Stuhlgänge pro Tag,

begleitet von Erbrechen, Übelkeit, schmerzhaftem Durchfall

und/oder Fieber

Maßnahmen bei Reise-Diarrhö:

1. in der Regel nimmt man nur vorübergehend Substanzen

wie Imodium, Kohle etc. nach Maßgabe des Hausarztes

(den man vorher zu Hause gefragt hat!)

2. Antibiotika nur unter folgenden Voraussetzungen und

ebenfalls nur in Absprache mit einem Arzt:

a) komplizierter Verlauf mit

––

Fieber: hoch und anhaltend

––

blutigen Stühlen

––

Durchfall mit extremem Wasserverlust und der Gefahr

des Austrocknens

b) bekannte Vorerkrankungen (z. B.)

––

entzündliche Dickdarm-/Dünndarm erkrankungen

(M. Crohn/Colitis ulcerosa)

––

eine Immunschwäche

(nach: Macholz, MMW 9/2013)

Der Tipp

Notieren Sie sich vor Antritt

der Reise die Adresse der entsprechenden

ausländischen

Botschaft und ggf. auch die

Adresse eines deutsch/englisch

sprechenden Arztes (ggf. auch

Krankenhauses) und/oder des

Hausarztes!

Foto: iStockphoto

42

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Diabetes-Journal 8 /2013


Medizin

Die Diabetiker-Reiseapotheke

Dokumente

Diabetestagebuch

• Gesundheits-Pass Diabetes

• Diabetikerausweis in mehreren Sprachen

• ärztliche Bescheinigung (auch in Englisch) über

die Medikamente und mitgeführten Hilfsmittel zur

Selbstkontrolle, ggf. über Pumpe, Katheter, Pen etc.

Utensilien zur Selbstkontrolle

• Messgerät, Stechhilfe, Lanzetten und Teststreifen

in ausreichender Menge

• Batterien für das Messgerät

Medikamente

• Insulin und/oder Tabletten

• Pens, Pumpe, passende Kanülen bzw. Katheter,

Ampullen in ausreichender Menge

• Magen-Darm-Präparate gegen Reisediarrhö (z. B.

Kohlekompretten, Imodium, MCP-Tropfen)

• Antibiotikum (Breitbandantibiotikum) – vom

Hausarzt besorgen/evtl. Rezept

• Desinfektionsspray, Pflaster, steriles Verbandsmaterial,

elastische Binde

für den Blutsalzersatz bei Durchfällen z. B. Elotrans

(Elektrolyte)

• gegen Schmerzen bzw. Fieber z. B. Paracetamol,

Ibuprofen

• bei bekannter Herzerkrankung: regelmäßig einzunehmende

Medikamente und Notfallmedikamente

(z. B. Nitro-Spray etc.)

Unterzuckerungs-Notfallset

• Glukagon-Notfallset (insulinspritzende

Diabetiker) (GlucaGen Hypokit)

• Traubenzucker

• langanhaltende Kohlenhydrate

(z. B. Kekse, Riegel etc.)

Weitere Ausrüstung

• Mineralwasser

• Thermosflasche

• Thermotasche für Insulin, Pen, Messgerät u. a.)

Foto: mauritius images

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43


Gesundheitspolitik

Bundestagswahl 2013:

Was versprechen

die Parteien

uns Diabetikern?

Wo machen Sie am 22. September ihre Kreuzchen? Im Vorfeld der

Bundestagswahl haben wir auf den Busch geklopft – bei den gesundheitspolitischen

Sprechern der Bundestagsfraktionen (siehe Kasten).

Und was versprechen die Herren und Damen Politiker den rund 8 Millionen

Diabetikern in Deutschland? Das gaben sie uns schriftlich.

FDP:

Heinz

Lanfermann


Der Bekämpfung des Diabetes

als Volkskrankheit

wird durch die Bundesregierung

ein hoher gesundheitspolitischer

Stellenwert einge räumt. Heute

steht allen Versicherten ab 35 Jahren

mit dem sog. Gesundheits-

Check-up eine Untersuchung zur

Früherkennung des Krankheitsbildes

zu. Der Nationale Aktionsplan

„IN FORM – Deutschlands

Initiative für gesunde Ernährung

und mehr Bewegung“ greift mit

vielfältigen Aktivitäten die Risikofaktoren

auf, mit denen auch der

Entwicklung von Typ-2-Diabetes

begegnet werden kann. Darüber

Heinz Lanfermann, FDP

hinaus wollen wir mit dem Gesetz

zur Förderung der Prävention die

Vermeidung, frühe Erkennung und

Behandlung des Diabetes als Gesundheitsziel

gesetzlich verankern.

Die Bundesregierung fördert

den Diabetes-Informationsdienst

am Helmholtz Zentrum in

München und den Informationsdienst

am Deutschen Diabetes-

Zentrum in Düsseldorf. Um die

Behandlungsoptionen ganzheitlich

zu verbessern, ist es natürlich

von großer Bedeutung, dass ein

vernetzter Wissensaustausch gefördert

wird. Deshalb unterstützt

die Bundesregierung die Monitoring-

und Forschungsaktivitäten

am Deutschen Diabetes-Zentrum

und dem Robert Koch-Institut.


Ich bin selbst nicht betroffen,

aber im näheren Umfeld

gibt es schon den einen oder

anderen Betroffenen. Deshalb

weiß ich zumindest aus Gesprächen,

dass die Erkrankung sehr

komplex und vielfältig im Verlauf

sein kann. Je nach Verlauf können

verschiedene Folge- und Begleiterkrankungen

auftreten und damit

unterschiedliche Organ systeme

betroffen sein. Das Hauptaugenmerk

bei der Behandlung eines

Diabetes liegt auf der angemessenen

Kontrolle des Blutzuckers,

der konsequenten Therapie eines

bestehenden Bluthochdrucks und

44

www.diabetes-journal.de

Diabetes-Journal 8 /2013


einer bestehenden Fettstoffwechselstörung

sowie der sorgfältigen

und regelmäßigen Kontrolle auf

Folge- und Begleiterkrankungen.


Wir Liberale setzen uns dafür

ein, dass alle Menschen

auch künftig wohnortnah und unabhängig

vom Einkommen von

unserem hervorragenden Gesundheitssystem

profitieren. Das beinhaltet

auch, dass alle an Diabetes

erkrankten Menschen einen Zugang

zu den umfangreichen notwendigen

Leistungen zur Behandlung

ihrer komplexen Erkrankung

erhalten. Das fängt an bei einer

guten hausärztlichen Versorgung,

geht über eine spezielle diabetologische

fachärztliche Versorgung

bis hin zu notwendigen Besuchen

bei z. B. Augenarzt, Kardiologen,

Nephrologen, Neurologen oder

Orthopäden. Für die Behandlung

des Diabetes Typ 1 und des häufigeren

Typ 2 stehen wirksame und

sichere Behandlungsmethoden

zur Verfügung, die von den gesetzlichen

Kassen bezahlt werden.

Diabetes-Journal 8 /2013

Gesundheitspolitik

Wir fragen Sie, liebe Politiker!

1. An der Diabetestherapie wird immer mehr

gespart. Viele Patienten sind von der Politik enttäuscht

und haben Angst um ihre Versorgungsqualität.

Was sagen Sie ihnen?

2. Haben Sie in Ihrem näheren Umfeld mit Diabetes

zu tun bzw. was genau wissen Sie über die

chronische Erkrankung, deren Behandlung und

Verlauf?

3. Menschen mit Diabetes sind auch Wähler. Wie

lautet Ihr Wahlversprechen für fast 8 Millionen

Diabetiker?

Foto: fotolia

»»

Der Bekämpfung des

Diabetes wird durch die

Regierung ein hoher

Stellenwert eingeräumt.

Heinz Lanfermann, FDP

CDU/CSU:

Jens Spahn


Die Versorgungsqualität

ist in Deutschland grundsätzlich

auf einem sehr hohen Niveau.

Ich verfolge die Entwicklungen

in diesem Bereich sehr genau

und kann bislang nicht erkennen,

dass die Versorgung schlechter

wird. Es gibt möglicherweise

unterschiedliche Auffassungen

zu dem, was sinnvoll und notwendig

ist. Wichtig ist, dass sich

die Betroffenen gut versorgt fühlen.

Aber auch eine Übertherapie

ist nicht im Sinne des Patienten.

Grundsätzlich werden diese Entscheidungen

von der Selbstverwaltung

getroffen, also denen, die

für die Versorgung zuständig sind,

und denen, die sie bezahlen. Wir

als Politiker werden jedoch weiterhin

sehr aufmerksam beobachten,

dass die Versorgungsqualität auf

hohem Niveau bleibt. Sollte es zu

Fehlentwicklungen kommen, werden

wir zur Not unverzüglich gesetzlich

gegensteuern.


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Gesundheitspolitik


Jens Spahn, CDU/CSU


»»

So lange die CDU mitregiert,

werden Diabetiker eine Versorgung

auf hohem Niveau erhalten.

Wir sind heutzutage

glücklicherweise so weit,

dass viele an Diabetes erkrankte

Menschen so behandelt werden

können, dass sie ein nahezu

uneingeschränktes Leben

führen können. Es gibt leider

auch schwerwiegendere Verläufe,

bei denen es zu erheblichen

Einschränkungen kommt. Hier

muss alles getan werden, damit

ein möglichst uneingeschränktes

Leben auch mit Diabetes weiter

möglich ist. In meinem familiären

und freundschaftlichen Umfeld

gibt es nur wenige Diabetiker,

die aber alle bestens eingestellt

sind.


Jens Spahn, CDU/CSU

So lange die CDU mitregiert,

werden Diabetiker in

Deutschland weiterhin eine medizinische

Versorgung

auf hohem

Niveau erhalten.

Wichtig ist es vor

allem, den Menschen

mit seinen

konkreten Sorgen

und Nöten im Alltag

im Blick zu behalten.

Bündnis 90/Die Grünen:

Biggi Bender


Seit den 1990er Jahren hat

sich in der Versorgung von

Diabetes-Kranken einiges getan.

Die von Rot-Grün eingeführten

Behandlungsprogramme für Typ-

1- und Typ-2-Diabetes haben die

Behandlung verbessert. Die über

3,6 Millionen eingeschriebenen

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

erhalten eine qualitätsgesicherte

und aufeinander abgestimmte

Arzneimitteltherapie. Zudem nehmen

sie häufiger an Kontrolluntersuchungen

und Schulungen teil als

Patientinnen und Patienten außerhalb

dieser Programme. Deutlich

verbessert wurde auch die Qualität

der medizinischen Fußpflege, die

für viele Diabetikerinnen und Diabetiker

so wichtig ist. Diese wurde

2003 mit dem Podologengesetz

Biggi Bender, Bündnis 90/Die Grünen

von der kosmetischen Fußpflege

abgegrenzt. Doch seit dem Amtsantritt

von Schwarz-Gelb herrscht

der versorgungspolitische Stillstand.

Für die wachsende Zahl

von chronisch kranken Patientinnen

und Patienten ist in den letzten

Jahren wenig passiert. Ernst zu

nehmende Vorstöße für mehr Prävention

sowie für mehr Kooperation

und Koordination im Versorgungsalltag

hat es keine gegeben.

Dies muss sich nach dem 22. September

wieder ändern.


Angesichts von fast 8 Millionen

Diabetikerinnen und

Diabetikern dürfte es nur wenige

geben, die keine Diabetes-Kranken

kennen. Allerdings dürften

nicht alle wissen, dass es zwei unterschiedliche

Typen von Diabetes

»»

Zur Bekämpfung der

Volkskrankheit schaffen

wir einen Nationalen Diabetesplan.

Biggi Bender, Bündnis 90/Die Grünen

gibt und dass beide unterschiedlich

behandelt werden müssen.

Während Typ-1-Diabetikerinnen

und -Diabetiker häufig schon in ihrer

Kindheit erkranken und ihr Leben

lang Insulin spritzen müssen,

sind Typ-2-Diabetikerinnen und

Diabetiker meistens schon in einem

fortgeschrittenen Lebensalter.

Ihre Erkrankung kann zumindest

im Anfangsstadium durch eine

Umstellung der Lebensweise

behandelt werden.

Diabetes stellt damit Anforderungen

an die unterschiedlichsten Bereiche

des Gesundheitswesens: An

die Arzneimittelversorgung genauso

wie an die Gesundheitsförderung

und auch an die Kooperation

und Koordination in der Gesundheitsversorgung.

Denn an einer

guten Beratung und Behandlung

der Diabetes-Kranken sind die verschiedensten

Gesundheitsberufe

und -einrichtungen beteiligt.


Zur Bekämpfung der Volkskrankheit

Diabetes müssen

alle Akteure im Gesundheitswesen,

in der Wissenschaft und in

der Politik an einem Strang ziehen.

Dazu braucht es eine gemeinsame

Plattform. Diese werden wir

mit einem „Nationalen Diabetes-

46

www.diabetes-journal.de

Diabetes-Journal 8 /2013


Gesundheitspolitik

Prof. Dr. Karl Lauterbach, SPD

plan“ schaffen. Auf dessen Tagesordnung

gehören alle wichtigen

Handlungsfelder. Von der Verbesserung

der Prävention über den

Aufbau eines nationalen Diabetesregisters

bis hin zur Verbesserung

der Patienteninformation

und -schulung.

SPD:

Prof. Dr. Karl

Lauterbach


Sowohl die stationäre als

auch die ambulante Versorgung

von Patientinnen und Patienten

mit Diabetes ist auf einem

guten Weg. Dazu haben vor allem

die erfolgreichen Behandlungsprogramme

für chronisch Kranke

beigetragen, die wir auf den Weg

gebracht haben. Mit Blick auf eine

Weiterentwicklung der Versorgung

ist es unser erklärtes Ziel, für

eine Stärkung der Versorgungsqualität

in allen Leistungsbereichen

zu sorgen.

Um Patientinnen und Patienten

einen passgenauen Zugang zu

medizinischen Leistungen zu ermöglichen,

die auch in Einklang

mit ihrem Alltag gebracht werden

können, setzen wir verstärkt

auf ambulante und wohnortnahe

Strukturen. Dies setzt voraus, dass

der Übergang von der stationären

zur ambulanten Versorgung nahtlos

erfolgt. Daher werden wir das

Entlassmanagement im Interesse

einer optimalen Versorgung weiterentwickeln.


Als Arzt und Wissenschaftler

kenne ich nicht nur

viele Patientinnen und Patienten

mit Diabetes, sondern habe auch

selbst wissenschaftliche Studien

dazu durchgeführt.


Ein modernes Gesundheitssystem

zeichnet sich

vor allem dadurch aus, dass es eine

gute Versorgung für chronisch

Kranke, Multimorbide oder für

Menschen, die einen besonderen

Bedarf haben, bietet. Wir werden

deshalb Versorgungsstrukturen

so umbauen und Versorgungsprozesse

so gestalten, dass sie diesem

Ziel gerecht werden. Das Gesundheitswesen

ist ein hochinnovativer

Bereich. Die Möglichkeiten

der modernen Medizin wachsen.

In pharmakologischen und medizintechnischen

Innovationen

stecken erhebliche Potentiale für

die Verbesserung von Gesundheit

und Lebensqualität der Patientinnen

und Patienten als auch

für wirtschaftliche Prosperität unseres

Landes. In der sozialen Verantwortung

kann die Versichertengemeinschaft

aber nur das

tragen, was für die Gesundheitsversorgung

notwendig, zweckmäßig

und wirtschaftlich ist. Aus der

»»

Wir wollen den Nutzengedanken

auch in der Versorgung

von Diabetikern stärken.


Prof. Dr. Karl Lauterbach, SPD

ethischen Verantwortung heraus

kann in einem sozialen Gesundheitswesen

nur das Anwendung

finden, was den Menschen nützt.

Wir wollen deshalb den Nutzengedanken

auch in der Versorgung


Diabetes-Journal 8 /2013

47


Gesundheitspolitik

Dr. Martina Bunge, Die Linke

von Diabetikern mit Arzneimitteltherapien,

diagnostischen und

therapeutischen Verfahren sowie

Medizinprodukten stärken.

Die Linke:

Dr. Martina

Bunge


Eine gerechte und solide

Finanzierung ist die Basis

einer hochwertigen Gesundheitsversorgung.

Alle in Deutschland

lebenden Menschen werden Mitglied

der solidarischen Bürgerinnen-

und Bürgerversicherung. Alle

entrichten den gleichen Prozentsatz

ihres gesamten Einkommens.

Alle erforderlichen Leistungen

»»

In über 20 Jahren Gesundheitspolitik

hatte ich häufig Kontakt zu

Menschen mit Diabetes.

Dr. Martina Bunge, Die Linke

werden zur Verfügung gestellt, der

medizinische Fortschritt wird einbezogen

– das kommt chronisch

Kranken zugute. Die bestmögliche

Versorgung und Teilhabe am medizinischen

Fortschritt muss für alle

möglich sein, unabhängig vom

Geldbeutel und vom Wohnort. Zuzahlungen

werden abgeschafft. Sie

belasten chronisch Kranke und

sind zutiefst ungerecht und unsozial.


Ein erstes Schlüsselerlebnis

zum Thema Diabetes

hatte ich mit acht Jahren, als ich

einen Jungen mit Typ-1-Diabetes

kennenglernt habe, der sich mehrmals

täglich seine Insulinspritzen

setzen musste. Für mich als Kind

eine erschreckende Erfahrung. In

über 20 Jahren Gesundheitspolitik

habe ich dann häufig Kontakt

zu Menschen mit Diabetes gehabt,

aber auch zu Diabetologinnen und

Diabetologen, Patientenorganisationen

und Fachgesellschaften.

Den Krankheitsverlauf einzuschätzen

und richtig zu behandeln, ist

Aufgabe der Ärztinnen und Ärzte.

Ich will, dass sie die Möglichkeit,

aber auch die Pflicht dazu haben.


Die Linke verfolgt in ihrer

Gesundheitspolitik vier

Ansätze: eine moderne, wirksame

Gesundheitsförderung und Prävention,

um chronische Krankheiten

zu vermeiden, eine gerechte,

solidarische Finanzierung, die

chronisch Kranke nicht stärker belastet

als Gesunde, eine umfassende,

flächendeckende Bedarfsplanung

der gesundheitlichen Versorgung,

damit chronisch Kranken

eine angemessene Versorgung zur

Verfügung steht, egal, ob sie auf

dem Land oder in der Stadt wohnen,

die solidarische Ausfinanzierung

und Ausgestaltung einer teilhabegerechten

Pflege.

Einige weitere wichtige Ziele sind

eine bessere Krankenhausfinanzierung,

eine moderne Regulation

der Arzneimittelpreise und eine

gute, integrierte Versorgung über

die Sektorengrenzen hinweg. Die

Leistungen der Pflegeversicherung

sind so auszugestalten, dass allen

Menschen tatsächlich ermöglicht

wird, selbstbestimmt zu entscheiden,

ob sie ambulante, teilstationäre

oder stationäre Pflege- oder

Assistenzleistungen in Anspruch

nehmen wollen.


Interviews: Angela Monecke ◼

Foto: fotolia

48

www.diabetes-journal.de

Diabetes-Journal 8 /2013


Denkmal

süddt.

Landschaft

Zeichen

für Gold

Trockenvorrichtung

Fenstervorhang

Initialen

Freuds

† 1939

Stadt

in Ostfriesland

Bewohner

einer

europ.

Hauptstadt

Ausruf

des

Schmerzes

körperliche

Bestform

Zeichen

für Niob

gestreiftes

Wildpferd

Wurfseil

der Cowboys

Staatenbündnis

D

E

N

KM

A

L

ugs.:

Lipide

veraltet:

Landwirt

veraltet:

Schüler,

Zögling

Ziergehölz

aus Nordamerika

niederl.

Maler

(van der)

† 1677

Haarwuchs

im Gesicht

Wassersportart

Kfz-Z.

Koblenz

frühere

Berliner

Rennstrecke

Traubenzucker

3

Zeichen

für

Holmium

11

kleine,

seichte

Bucht

nord.

Göttergeschlecht

Abk.:

Santa

zu viel

ist ungesund

Schneeleopard

5

6

saloppe

Hose

Kfz-Z. Papua-

Neuguinea

Behörde

natürl.

Haarfärbemittel

deutsch:

pro

2

Staat in

SO-Asien

(eh. engl.

Name)

4

Fürst von

Monaco

7

italienisch:

Insel

kurz für:

zu dem

8

feines

Leder

bayer.:

nein

Behälter

für

Paste

unmenschlich

musikalisches

Bühnenwerk

Nebenfluss

d.

Donau

Abk.:

Saarländischer

Rundfunk

10

Ball mit

Unterschnitt

(Tennis)

1

trop.

Wurzelknolle

franz.: dich

9

Sonnen-,

Mondfinsternis

Winkel

bei Fußballtoren

Abk.:

unter

Umständen

einer der Mario-

Vornamen netten-

figur

von Kisch

† 1948 Nacken

knuspriges

Naschwerk

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Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Auflösung in Heft 10/2013. Wer gewinnt, wird schriftlich benachrichtigt.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

Lösungswort

Vor- und Zuname

Straße und Hausnummer

PLZ/Wohnort

Telefon

E-Mail

□ Ja, ich bin damit einverstanden, dass der Kirchheim-Verlag mich künftig □ schriftlich,

□ per E-Mail oder □ per Telefon über aktuelle Angebote aus seinem Programm

informiert. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. (Auch wenn

Sie schon früher einer Kontaktaufnahme durch uns zugestimmt haben, bitten wir

Sie, diese zu erneuern.)

Datum / Unterschrift:

Diabetes-Journal 8 /2013

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49


Diabetes life

Aconcagua

„Bergsteigen

mit Diabetes

erfordert Ausdauer,

Können

und ein gutes

Körpergefühl.“

Andreas Hüsch

Die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt

Andreas Hüsch 1990. Seit einigen

Jahren begeistert sich der Hohenbrunner

für Trekkingtouren durch die

Berge. Seine erste Reise führte den

43-Jährigen in das Basislager des

Mount Everest. In diesem Frühjahr

brach er mit fünf Mitreisenden und

zwei Bergführern zum Aconcagua

auf – dem höchsten Berg des amerikanischen

Kontinents.

Foto: Bayer HealthCare Deutschland

50

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Diabetes-Journal 8 /2013


Diabetes life

„Bergsteigen mit Diabetes erfordert

Ausdauer, Können und ein gutes

Körpergefühl“, sagt Andreas Hüsch

nach seiner Reise zum Aconcagua

– mit 6 962 Metern der höchste Berg

des amerikanischen Kontinents.

Seine erste große Tour zu einem der

Seven Summits (die sieben Gipfel)

führte ihn bis kurz vor den Gipfel

auf 6 600 Metern.

ich messe meinen Blutzucker.“ Er

weist darauf hin, dass die Pulsuhr

kein Ersatz für ein Blutzuckermessgerät

ist: „Am Berg habe ich

meinen Blutzucker anstatt wie üblich

fünfmal, sogar bis zu siebenmal

täglich überprüft. Ohne ein

Diabetes managen

Bergsteigen zählt zu den körperlich

anspruchsvollsten Sportarten:

Der geringe Sauerstoffgehalt der

Luft, extreme Temperaturverhältnisse

und lange Wanderungen mit

schwerem Gepäck machen dem

Körper zu schaffen. Sportler mit Diabetes

müssen zusätzlich ihr Selbstmanagement

beibehalten – das

funktioniert nur mit engmaschiger

Blutzuckerkontrolle. „Es ist wichtig,

langsam zu gehen, regelmäßig

den Blutzucker zu messen, sich die

Kräfte gut einzuteilen und immer

ausreichend zu trinken“, sagt Hüsch.

Gute Vorbereitung

Expeditionen zu den höchsten

Bergen der Welt dauern oft mehrere

Wochen. Deshalb ist es wichtig,

sich gut vorzubereiten mit Arztbesuch

und umfassendem Sportprogramm:

„Trainieren, trainieren,

trainieren“, rät Andreas Hüsch:

„Ohne eine gute Grundlagenausdauer

ist so eine Bergtour nicht

zu schaffen.“ Den eigenen Körper

gut zu kennen und den Blutzuckerspiegel

einschätzen zu können, ist

für Alpinisten mit Diabetes besonders

wichtig – Hüsch:

Pulsuhr-Trick

„Ich trage beim Bergsteigen immer

eine Pulsuhr. Wenn der Puls unter

sonst gleicher Belastung stark ansteigt,

kann das ein Hinweis auf eine

kritische Untergrenze sein und

Diabetes-Journal 8 /2013

Foto: Bayer HealthCare Deutschland

zuverlässiges und genaues Messgerät

wie das Contour Next USB

von Bayer wäre die Reise zum

Aconcagua undenkbar gewesen.“

Bergsteiger mit Diabetes müssen

in der Lage sein, auch in schwierigen

Situationen das Diabetes-

Management umzusetzen: Auf Basis

präziser Messwerte sollten die

Kohlenhydratzufuhr und die Insulindosen

exakt berechnet und angepasst

werden können.

Der Berg ruft: was unbedingt

mit muss

In das Gepäck von Bergsteigern

mit Diabetes gehören genügend

Insulin und Blutzuckerteststreifen.

Da der Insulinbedarf am Berg

stark schwanken kann, ist es ratsam,

mehr Material mitzunehmen

als in der gleichen Zeit zu Hause

verbraucht werden würde – ungefähr

die eineinhalbfache Menge.

»»

Man muss damit rechnen, dass

zum Beispiel ein Insulinpen verlorengeht

oder beschädigt wird.

Schließlich muss immer damit gerechnet

werden, dass zum Beispiel

ein Insulinpen verlorengeht oder

beschädigt wird.

Außerdem ist es wichtig, das Messgerät

sowie das Insulin vor starker

Sonneneinstrahlung und extremer

Kälte zu schützen. Die hohe

Qualität des Blutzuckermessgerätes

ist ein weiterer entscheidender

Faktor, um die Insulin- oder Kohlenhydratzufuhr

beim Bergsteigen

anzupassen. Moderne Blutzuckermessgeräte

liefern sehr genaue

und zuverlässige Messwerte

– Hüschs Gerät kann in Höhen von

bis zu 6 301 Metern über dem Meeresspiegel

für die Blutzuckerkontrolle

verwendet werden, weil es bis

zu dieser Höhe keine signifikanten

Auswirkungen auf die Messergebnisse

gibt. Das überzeugt ihn

– sein Gerät wird ihn daher auch

zukünftig begleiten, wenn es wieder

heißt: „Der Berg ruft.“ ◼

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Bergsteiger

Andreas Hüsch:

„Es ist wichtig,

langsam zu gehen,

regelmäßig den

Blutzucker zu

messen, sich die

Kräfte gut einzuteilen

und immer

ausreichend zu

trinken.“

51


Diabetes life

Foto: Bayer HealthCare Deutschland

„Meine Empfehlung:

Trainieren,

trainieren,

trainieren!“

5 fragen

Stets wurde auf

regelmäßiges

Essen geachtet –

Suppe oder Reis

mit Gemüse und

Fleisch.

»»

Für die Grundlagenausdauer

ging ich drei- bis viermal pro

Woche 10 Kilometer joggen.

Wie gut lässt sich die körperliche

Belastung des Bergsteigens mit dem

Diabetes vereinbaren?

Hüsch: Jeder Diabetesberater empfiehlt:

Menschen mit Diabetes

müssen Sport treiben. Um physisch

Leistung erbringen zu können,

ist es wichtig, dass der Blutzucker

gut eingestellt ist und der

Sportler ein Gefühl für seinen Diabetes

entwickelt. Ansonsten kann

die Stoffwechselstörung eine zusätzliche

Gefahr am Berg sein,

denn es herrschen bereits Risiken

wie rasche Wetterumschwünge

oder der niedrige Sauerstoffgehalt

der Luft. Ohne präzise Messwerte

ist eine gute Blutzuckereinstellung

nicht möglich. Und ich muss wirklich

sagen: Das Blutzuckermessgerät

Contour Next USB von Bayer

war mir eine große Hilfe, denn

es liefert auch in großen Höhen bis

6 301 Metern verlässliche und genaue

Messwerte.

Wie haben Sie sich auf die Expedition

vorbereitet? Und wie haben Sie

die Höhe vertragen?

Hüsch: Im Sommer letzten Jahres

habe ich begonnen, meine Grundlagenausdauer

zu trainieren. Dazu

war ich jede Woche drei- bis viermal

mindestens zehn Kilometer

joggen. Samstags oder sonntags

war ich zudem in den Bergen wandern

und habe dabei immer einen

ca. 15 Kilogramm schweren Rucksack

getragen, um mich an die Belastung

zu gewöhnen. Während

der Tour in den Anden habe ich

festgestellt, dass ich bis 4 500 Metern

Höhe kaum Einschränkungen

bemerke. Ab 5 500 Metern machte

sich die Höhe jedoch bemerkbar:

Die Luft wurde zunehmend dünner

und jeder Schritt war sehr anstrengend.

Es wird von extremen Temperaturen

und starken Wetterschwankungen

am Aconcagua berichtet.

Vor welcher Herausforderung standen

Sie?

Hüsch: Mit dem Wetter hatten wir

schwer zu kämpfen. Gegen die

Erwartungen war es sehr warm:

zwischenzeitlich bis zu 32 °C auf

5 000 Metern Höhe. Die starke

Sonnenintensität hat mir sehr zu

schaffen gemacht. Ich hatte deshalb

hin und wieder Kopfschmerzen.

Konnten Sie Ihre Mess- und Essgewohnheiten

Berg beibehalten?

Hüsch: Ich war mit einer Reisegruppe

und zwei Bergführern

unterwegs. Wir haben stets auf

regelmäßige Mahlzeiten geachtet.

Es gab Suppe oder Reis mit

Gemüse und Fleisch. Zu Hause

messe ich meinen Blutzucker

ca. fünfmal am Tag. Am Berg habe

ich ihn bis zu siebenmal täglich

kontrolliert. Ich wollte mir sicher

sein, keine Unterzuckerung

zu bekommen.

Hatten Sie einen Notfallplan für

den Fall, dass sie eine schwere Unterzuckerung

haben oder Ihnen das

Insulin ausgeht?

Hüsch: Einen der Bergführer kannte

ich bereits bei Reisebeginn. Er

war meine Bezugsperson und

wusste um meinen Diabetes. Im

Vorfeld habe ich ihn mit schnell

wirkender Dextrose für den Notfall

ausgestattet. Viele Bergsteiger

mit Diabetes deponieren zusätzlich

Insulin oder Teststreifen in

den Höhenlagern. Das war in unserem

Fall nicht sinnvoll, denn wir

planten den Aconcagua zu überschreiten,

weshalb wir beim Aufstieg

andere Lager als beim Abstieg

erreichten. ◼

52

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Diabetes-Journal 8 /2013


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Diabetes-Journal 8 /2013

www.diabetes-journal.de

53


Verbände

Herzlich willkommen im DDB

Als offizielles Organ des Deutschen Diabetiker Bundes berichtet

das „Diabetes-Journal“ über die vielseitige Arbeit des Verbandes

und widmet sich derselben ganz speziell im folgenden „Verbands-

Innenleben“. Aber dieser Teil ist mehr als Information für die

Mitglieder, er will genauso neugierig machen auf das, was im

DDB, seinen Ausschüssen und Landesverbänden geschieht – denn

unsere Bemühungen betreffen alle Menschen mit Diabetes. Erfahrungen

untereinander auszutauschen, ist ebenso wichtig, wie

in der gesundheitspolitischen Arena die Stimme zu erheben für

ein selbstbestimmtes Leben mit Dia betes. Der DDB fühlt sich in

hohem Maße dafür verantwortlich und wird in zunehmendem

Maße entsprechend respektiert. Deshalb ist uns jeder willkommen,

der sich in unsere große Familie einreihen möchte.

Wir freuen uns auf Sie.

Ihr DDB-Bundesvorstand

MITGLIEDSCHAFT

Werden Sie Mitglied im Deutschen Diabetiker Bund!

□ Ich möchte die Kombination von Mitgliedschaft im Deutschen

Diabetiker Bund und den Bezug des Diabetes-Journals (bei

den Landesverbänden Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg,

Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-West falen

gilt dies als Regelleistung). Den Mitgliedsbeitrag erfragen Sie bitte

bei dem jeweiligen Landesverband.

□ Ich möchte die Mitgliedschaft in dem für mich

zuständigen Landesverband im Deutschen Diabetiker

Bund e. V.

Meine Mitgliedschaft soll mit dem Monat _________ /2013 beginnen

Vor- und Zuname (bei Minderjährigen der/die gesetzliche/n Vertreter)

Geb.-Datum/Bundesland

Straße

PLZ/Wohnort

Datum/Unterschrift

Telefonnummer

Coupon bitte ausfüllen und an den DDB-Bundesverband oder Ihren

zuständigen Landesverband senden. Die Adressen der DDB-Landesverbände

finden Sie auf der folgenden Doppelseite abgedruckt.

DDB-Bundesverband

Deutscher Diabetiker Bund e. V.

Bundesgeschäftsstelle:

Goethestraße 27

34119 Kassel

Tel.: 0561 / 70 34 77-0

Fax: 0561 / 70 34 77-1

http://www.diabetikerbund.de

E-Mail: info@diabetikerbund.de

Bundesvorstand

Dieter Möhler (Bundesvorsitzender)

Prof. Dr. Hermann von Lilienfeld-Toal

(stellv. Bundesvors.)

Kai Woltering (stellv. Bundesvorsitzender)

Edda Stellmach (Bundesschatzmeisterin)

Andrea Witt (Bundesjugendreferentin)

Geschäftsführer: Manfred Flore

54


Verbände

Neues aus dem Bundesvorstand

Deutscher Diabetiker Bund

Nordrhein-

Westfalen

Rheinland-

Pfalz

Saarland

Bremen

Hessen

Schleswig-

Holstein

Hamburg

Niedersachsen

Baden-

Württemberg

Sachsen-

Anhalt

Thüringen

Mecklenburg-

Vorpommern

Bayern

Berlin

Brandenburg

Sachsen

DDB-Landesverbände:

LV Baden-Württemberg e. V.

Kriegsstraße 49

76133 Karlsruhe

Tel.: 07 21/3 54 31 98

Fax: 07 21/3 54 31 99

www.ddb-bw.de

E-Mail: info@ddb-bw.de

Diabetikerbund Bayern e. V.

Ludwigstraße 67

90402 Nürnberg

Tel.: 09 11/22 77 15

Fax: 09 11/2 34 98 76

www.diabetikerbund-bayern.de

E-Mail:

info@diabetikerbund-bayern.de

LV Berlin e. V.

Schillingstraße 12

10179 Berlin

Tel.: 0 30/2 78 67 37

Fax: 0 30/27 59 16 57

www.diabetikerbund-berlin.de

E-Mail: ddbberlin@arcor.de

LV Brandenburg e. V.

Schopenhauer Straße 37

14467 Potsdam

Tel.: 03 31/9 51 05 88

Fax: 03 31/9 51 05 90

www.ddb-brb.de

E-Mail: info@ddb-brb.de

Bremen

Kontakte über die Bundesgeschäftsstelle,

Goethestraße 27,

34119 Kassel

Tel: 0561 / 703477-0

Fax: 0561 / 7034771

E-Mail: info@diabetikerbund.de

LV Hamburg e. V.

Steinstraße 15

20095 Hamburg

Tel.: 0 40/2 00 04 38-0

Fax: 0 40/2 00 04 38-0/-8

www.diabetikerbund-hamburg.de

E-Mail:

info@diabetikerbund-hamburg.de

LV Hessen e. V.

Friedrich-Ebert-Straße 5

34613 Schwalmstadt-Treysa

Tel.: 0 66 91/2 49 57

Fax: 0 66 91/2 49 58

www.ddbhessen.de

E-Mail: info@ddbhessen.de

LV Meck lenburg-

Vorpommern e. V.

Lübecker Straße 5

19053 Schwerin

Tel.: 03 85/59 16 60

www.ddb-mv.de

E-Mail: info@ddb-mv.de

LV Niedersachsen e. V.

Am Nottbohm 46a

31141 Hildesheim

Tel.: 0 51 21/87 61 73

Fax: 0 51 21/87 61 81

www.ddb-niedersachsen.de

E-Mail: ddb-nds-as@t-online.de

Nord rhein-Westfalen

Landesbeauftragte:

Karl Munzert, Tel: 02361/6581828

Kai Woltering, Tel. 0171/2027209

Rheinland-Pfalz

Landesbeauftragte:

Franz-Josef Johann,

Tel.: 0 61 36 / 9 23 38 71

Mobil: 0151/ 66113563

Andrea Weber,

Tel.: 0160 2222230

E-Mail: info@diabetikerbund.de

LV Saarland e. V.

Wolfskaulstraße 43

66292 Riegelsberg

Tel.: 0 68 06/95 35 71

Fax: 0 68 06/95 35 72

www.diabetiker-saar.de

E-Mail: ddbsaarland@t-online.de

LV Sachsen e. V.

Striesener Straße 39

01307 Dresden

Tel.: 03 51/4 52 66 52

Fax: 03 51/4 52 66 53

www.diabetikerbund-sachsen.de

E-Mail:

info@diabetikerbund-sachsen.de

LV Sachsen-Anhalt e. V.

Neuer Weg 22/23

06493 Quedlinburg,

Tel. u. Fax: 0 39 64/52 84 83

www.diabetikerbundsa.de

E-Mail: info@diabetikerbundsa.de

LV Schleswig-Holstein e. V.

Auguste-Victoria-Straße 16

24103 Kiel

Tel.: 04 31/18 00 09

Fax: 04 31/1 22 04 07

www.ddb-sh.de

E-Mail: info@ddb-sh.de

LV Thüringen e. V.

Waldenstraße 13 a

99084 Erfurt

Tel./Fax: 03 61/7 31 48 19

www.ddb-thueringen.de

E-Mail: ddb-thueringen@gmx.de

Bundesbeauftragte:

Bundesbeauftragte für die

Deutsche Diabetiker Akademie

(DDA)

Edith Claußen,

Waldenstraße 13 a, 99084 Erfurt

Tel./Fax: 03 61/7 31 48 19

E-Mail: ddb-thueringen@gmx.de

Bundesbeauftragter für die

blinden und sehbehinderten

Diabetiker

NN

DDB-Mitgliedsorganisationen:

Arbeitskreis der Pan krea t-

ektomierten (Bauchspeichelerkrankte)

e. V.

Thomas-Mann-Straße 40

53111 Bonn

Tel.: 02 28/33 88 92 51

Fax: 02 28/33 88 92 53

Förderkreis Eltern diabetischer

Kinder und Jugendlicher

e. V.

Alex-Müller-Str. 100

67657 Kaiserslautern

Tel.: 06 31/3 60 95 45

Kontakt Verbandsseiten im Diabetes-Journal:

Stefanie Blockus, Öffentlichkeitsarbeit DDB-Bundesverband

Goethestr. 27, 34119 Kassel, Tel: 0561 / 7034770,

Fax: 0561 / 703477, E-Mail: info@diabetikerbund.de

55


Verbände

Neues aus dem Bundesvorstand

Kontinuierliche Glukosemessung, CGM:

Deutscher Diabetiker Bund fordert zum Umdenken

bei der Genehmigung auf

Kassel/Berlin (dk). Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) fordert

die Politik zu einem Umdenken bei der Genehmigung von

Messgeräten zur kontinuierlichen Glukosemessung auf. Ein

Endgerät zum kontinuierlichen Glukosemonitoring (CGM)

erlaubt es Patienten, rund um die Uhr aktuelle Glukosewerte

einzusehen und so frühzeitig auf eine Entgleisung der Glukosewerte

oder des Stoffwechsels zu reagieren. Derzeit lehnen

Krankenkassen Anträge von Typ-1-Diabetikern zum Erwerb

eines CGM-Systems regelmäßig ab, selbst wenn diese innovative

Diabetestechnologie zuvor vom Arzt verordnet wurde.

„Und das, obwohl diese Methode der Diabetestherapie wissenschaftlich

anerkannt ist“, sagt DDB-Vorsitzender Dieter Möhler.

Um Medikation und Therapie und deren Erfolg im Hinblick

auf die Vermeidung von Folgeerkrankungen bei Diabetikern

besser bewerten zu können,

macht sich Möhler zugleich

für ein nationales Diabetes-

Register stark, in dem relevante

Daten dokumentiert

werden.

„Es darf nicht sein, dass

Patienten zunächst einen

Rechtsstreit führen müssen,

um ein Gerät für eine

kontinuierliche Glukosemessung

zu bekommen.

Die Argumente um zu hohe

Kosten für eine CGM-

Therapie bei einem Teil der

rund 250 000 Typ-1-Diabetiker

in Deutschland greifen

ebenfalls nicht, weil mit

dem Einsatz eines CGM-

»»

Es darf nicht sein, dass zunächst

ein Rechtsstreit geführt werden muss.


Dieter Möhler, DDB-Bundesvorsitzender

Systems anschließend eine Reihe von Ausgaben eingespart

oder stark reduziert werden können – beispielsweise bei der

Blutzuckermessung“, so DDB-Chef Möhler.

Der DDB-Chef verweist auf den Fachbeitrag des renommierten

Professors und Teilhabers des „Profil Instituts für Stoffwechselforschung

GmbH“ in Neuss, Prof. Dr. Lutz Heinemann, im Magazin

Diabetes, Stoffwechsel und Herz 2/2013 (siehe auch www.

diabetologie-online.de/cgm/a/1570807) und unterstützt den

darin geäußerten Vorschlag, „alle relevanten Argumente, Texte

etc. zum Thema CGM zusammenzufassen, um damit eine

Beschreibung der Ist-Situation zu erreichen“.

Möhler spricht sich aber weiter dafür aus, die Patientenassoziationen

besser zu berücksichtigen und auch den Fachgesellschaften

in der Angelegenheit im Hinblick auf deren Meinung

mehr Bedeutung beizumessen. Möhler: „Bei Diabetes mellitus

ist der Behinderungsausgleich herbeizuführen über eine Annäherung

an normoglykämische Werte. CGM dient unter diesem

Aspekt zweifelsohne dem Behinderungsausgleich. Im Hinblick

auf die Verpflichtung des G-BA, die besonderen Belange

chronisch Kranker zu berücksichtigen, muss dieser ebenso

wie im Vorfeld das IQWiG diese Umstände auch in die Bewertung

mit einbeziehen. Wenn die Politik Inklusion und Behinderungsausgleich

predigt, muss die Verwaltung sie auch selbst

in ihren Entscheidungen leben.“

Der DDB-Bundesvorsitzende formuliert diesen Wunsch auch

vor dem Hintergrund, dass der G-BA (oberstes Beschlussgremium

der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte,

Psychotherapeuten, Krankenhäuser,

Krankenkassen in

Deutschland) die Frage der

Kostenerstattung beim Einsatz

der Diabetestechnologie

CGM aktuell zwar ausgiebig

diskutiert, eine endgültige

Entscheidung aber womöglich

Jahre auf sich warten

lässt. „Das dauert alles viel

zu lange. Eine unmittelbare

und ausreichend umfassende

Versorgung der Patienten

muss gewährleistet sein.

Sollte für die Diabetestherapie

ein CGM zur Annäherung

an eine Normoglykämie erforderlich

sein, muss das genehmigt

werden.“

Der Rechtsanwalt verweist auf den Paragraphen 33 im Sozialgesetzbuch

(SGB V), in dem es in einem Passus zur gesetzlichen

Krankenversicherung unter anderem heißt: „Versicherte

haben Anspruch auf Versorgung mit Hilfsmitteln, die im Einzelfall

erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung

zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen

oder eine Behinderung auszugleichen.“

Wer bei seiner Krankenkasse dennoch auf Ablehnung stößt,

dem rät DDB-Rechtsberaterin Sabine Westermann, „einen

Gang vor das Gericht in Erwägung zu ziehen. In verschiedenen

Fällen haben Sozialgerichte Krankenkassen bereits dazu

verpflichtet, Patienten mit einem kontinuierlichen Glukosemessgerät

zu versorgen.“

56

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Diabetes-Journal 8 /2013


Verbände

Neues aus dem Bundesvorstand

Frühe Nutzenbewertung

„Vorgehensweise des G-BA höhlt Anspruch auf

soziale Teilhabe und Inklusion aus“

Kassel/Berlin (dk). Der Bundesvorsitzende des Deutschen Diabetiker

Bundes, Dieter Möhler, hat eine Pressemeldung des Gemeinsamen

Bundesausschusses (G-BA) kritisiert. Darin hatte

der unparteiische Vorsitzende des G-BA, Josef Hecken, die

Forderungen von fünf medizinischen Fachgesellschaften nach

Veränderungen bei der frühen Nutzenbewertung von Medikamenten

als unbegründet zurückgewiesen. „Die derzeitige Vorgehensweise

des G-BA höhlt den Anspruch auf soziale Teilhabe

und Inklusion völlig aus. Noch schlimmer ist jedoch, dass

die Gesetzgebungsorgane das dulden. Ich halte es außerdem

für eine kühne Bewertung des G-BA-Vorsitzenden, dass in keinem

der bereits abgeschlossenen Nutzen-Bewertungsverfahren

die Stellungnahme der beteiligten Fachgesellschaften unangemessen

berücksichtigt worden sein soll – das ist faktisch

falsch“, so Möhler.

G-BA-Chef Hecken wird in der Mitteilung unter anderem mit

den Worten zitiert, dass die vorgebrachten Argumente angesichts

der bisherigen Bewertungspraxis des Instituts für Qualität

und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und

des G-BA in keiner Weise überzeugen könnten. Ferner sagte

er: „Schließlich sind die Fachgesellschaften ja bereits sehr intensiv

in das Verfahren in Form von schriftlichen und mündlichen

Stellungnahmen eingebunden.“

Möhler widerspricht: „Von einer intensiven Einbindung der

Fachgesellschaften, die den allgemein anerkannten Stand der

medizinischen Erkenntnisse mit bilden, kann keine Rede sein.

Eine ausreichende Berücksichtigung kann schon deswegen

nicht stattfinden, weil über die Fachgesellschaften hinausgehend

auch andere Vertreter der Ärzteschaft den Stand der medizinischen

Wissenschaft abbilden wollen, obwohl ihnen dort

spezielle theoretische Kenntnisse fehlen.“ Bei der Bewertung

eines Zusatznutzens werde nur auf die Gesichtspunkte Morbidität

und Mortalität abgestellt, nicht jedoch ausreichend auf

die Lebensqualität der chronisch erkrankten Menschen. „Der

DDB ist aber der Überzeugung, dass soziale Teilhabe und Inklusion

nur über eine verbesserte Berücksichtigung im Verfahren

gesichert werden können.“

Dem DDB läuft die jetzige Praxis der Vergleichstherapie-Festsetzung

Innovationen zuwider, da vorzugsweise Medikationen

aus dem generischen Bereich als Vergleichstherapie dienten.

„Unser Standpunkt ist, dass durch die rigide Verortung der Vergleichstherapie

auf Generika nach der Vorstellung der pharmazeutischen

Industrie ein fairer Preis nicht verhandelbar wird

und dadurch den Patienten in Deutschland die Abkopplung

von neuen Erzeugnissen droht“, so DDB-Vorsitzender Möhler.

Diabetes-Journal 8 /2013

Als ein Problem bezeichnete er die völlige Unabhängigkeit des

G-BA von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und

forderte den Gesetzgeber dazu auf, die Voraussetzungen dafür

zu schaffen, „dass die Vergleichstherapie künftig nur im

Einvernehmen mit der Zulassungsbehörde festgelegt werden

kann. Und wer von evidenzbasierter Medizin spricht“, so Möhler,

„der muss dafür sorgen, dass die Generika, die Vergleichstherapie

sein sollen, einem Qualitäts-Assessment unterliegen,

damit die Patienten nicht unnötigen Gefahren ausgesetzt werden.“

Im Gegensatz dazu gebe es für die zuletzt bei Typ-2-Diabetes

ausgewählte Vergleichstherapie Sulfonylharnstoffe – einer

Standardmedikation aus den fünfziger Jahren – kein entsprechendes

Qualitäts-Assessment.

„Es ist inakzeptabel, dass sämtliche Risiken für den Patienten

ausgeblendet werden; insbesondere die bekannte Problematik,

dass diese Medikationen schnell zu einem vollkommenen

Versagen der zuerst noch funktionierenden Inselzellen beim

Typ-2-Diabetes führen – mit der Folge einer erneut teuren Insulinisierung

und all ihren Nebenwirkungen“, so Möhler.

Dem DDB-Chef zufolge neigten G-BA und das IQWiG dazu,

„aus rein formalen Gründen Studien auszublenden, die sehr

wohl zur Anerkennung eines Zusatznutzens führen müssten“.

Möhler kritisiert zudem, dass Deutschland in der politischen

Debatte um Zusatznutzen und Anerkennung von modernen,

die Diabetestherapie fördernden Arzneimitteln im internationalen

Vergleich mehr denn je eine schlechte Figur abgebe.

Als aktuelles Beispiel nennt er den jüngsten Beschluss des

G-BA, demzufolge das blutzuckersenkende Medikament „Dapagliflozin“

(Handelsname: „Forxiga“) keinen Zusatznutzen

gegenüber herkömmlichen Präparaten habe. Da zeitgleich

renommierte wissenschaftliche Institute in Großbritannien

(NICE), Schottland (SMC) und Dänemark (SST) das Präparat

auf der Basis identischer Studien positiv bewerteten, fragt sich

Möhler: „Wie kann das sein? Es müssen doch die internationalen

Standards der evidenzbasierten Medizin angewandt werden“,

kritisiert der Bundesvorsitzende des DDB.

Er hält Entscheidungen wie diese – vor allem im internationalen

Vergleich – für „völlig unschlüssig“ und befürchtet eine

gesundheitliche Gefährdung der Patienten. Möhler stellt klar:

„Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Studien ist zwingend

erforderlich, und zwar nach den Erfordernissen, wie dies

der Gesetz- beziehungsweise Verordnungsgeber verlangt. Wer

formal statt inhaltlich agiert, erreicht nicht ansatzweise eine

Akzeptanz seiner Entscheidungen. Vielmehr treibt er die Betroffenen

zum Protest auf die Straße“, so Möhler.

www.diabetes-journal.de

57


Verbände

DDB

Baden-Württemberg

Deutscher Diabetiker Bund

„Wir kämpfen für unser

politisches Stimmrecht“

Zur Gruppenleitertagung des baden-württembergischen

Landesverbandes im DDB kamen mehr

als 70 Ehrenamtliche nach Karlsruhe.

„Unter nicht leichten Bedingungen nehmen Sie Ihr Leben in

die Hand. Das nötigt mir Respekt ab. Ich nehme von dieser Haltung

immer etwas mit“, sagte Karlsruhes Bürgermeister Klaus

Stapf. In diesem Jahr veranstaltete der baden-württembergische

Landesverband im Deutschen Diabetiker Bund (DDB)

seine alljährlich stattfindende Gruppenleitertagung in Karlsruhe.

Und der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen, ein

Grußwort zu sprechen, in dem er auf Diabetes als ein großes

gesellschaftliches Problem hinwies, das auf dem Weg sei, epidemische

Ausmaße anzunehmen. „Deshalb sind wir froh, Sie

mit Ihrer Geschäftsstelle hier in Karlsruhe zu haben. Denn so

haben die Karlsruher, immerhin gibt es etwa 30 000 Diabetiker

unter ihnen, einen fachkompetenten Ansprechpartner vor

Ort“, sagte Klaus Stapf.

10 Jahre Geschäftsstelle in Karlsruhe

Seit nunmehr 10 Jahren hat der baden-württembergische Landesverband

im DDB seine Geschäftsstelle in der Kriegsstraße.

Seither ist auch Helmtrud Kunzmann, die „gute Seele der Geschäftsstelle“,

für den Verband tätig. Als die Geschäftsstelle vor

10 Jahren eingerichtet worden ist, habe es Überlegungen gegeben,

die Zentrale des Landesverbandes in der Landeshauptstadt

anzusiedeln. Allerdings spielte die Nähe der 1. und 2. Landesvorsitzenden

aus Sinsheim und Gaggenau damals eine Rolle.

Da ein Umzug ansteht, waren diese Überlegungen wieder

ein Thema. „Doch wir haben uns dazu entschlossen, unseren

Fand wie immer große Resonanz: Die Gruppenleitertagung des badenwürttembergischen

Landesverbandes des DDB, bei der sich über 70 Ehrenamtliche

weiterbildeten.

Sitz hier in Karlsruhe zu belassen, da hier einer unserer aktivsten

Bezirksverbände ist“, so die Landesvorsitzende Elke Brückel.

Außerdem kommen unsere Mitarbeiterinnen aus dieser

Gegend, und auf deren wertvolle Arbeit möchte man nicht verzichten.

Insgesamt knapp 5 600 Menschen sind derzeit Mitglied

im baden-württembergischen Landesverband des DDB

– Tendenz leicht steigend. Sie sind in 46 Bezirksverbänden organisiert,

von denen Karlsruhe-Stadt mit 441 Mitgliedern der

stärkste Bezirksverband ist. Dass die Betroffenen ihre jeweiligen

Ansprechpartner jeweils vor Ort haben, ist ebenso ein Alleinstellungsmerkmal

des baden-württembergischen Landesverbandes

wie die gute Vernetzung innerhalb des Verbandes.

Wir sind noch persönlich für die Betroffenen da – bei uns gibt

es keine Warteschleifen an Hotlines oder alleinige Hilfe über

das Intnernt.

„Hier in Baden-Württemberg haben wir ein gutes Miteinander“,

so Elke Brückel. Einmal im Jahr sind die ehrenamtlich

engagierten Gruppenleiter aller 46 Bezirksverbände zu einer

Gruppenleitertagung eingeladen, um sich fachlich weiterzubilden.

Eine Gelegenheit, die auch in diesem Jahr wieder über

70 Ehrenamtliche wahrnahmen – so viele wie selten. Sie wurden

zunächst über Aktuelles auf politischer Ebene und Internes

aus dem Landesverband informiert.

Foto: ira

Die Gesundheitsinitiative „Xund in BaWü“

Von links: Nikola Helmerichs (Jugendreferentin), Steffen Graf (Schatzmeister),

Helga Dressler (Beisitzerin), Dr. Alexander Hemmann (Beisitzer),

Elke Brückel (Landesvorsitzende), Dr. Firuz Sadr (stellvertretender Landesvorsitzender),

Reiner Hub (Schriftführer).

Wissenswertes über die baden-württembergische Gesundheitsinitiative

„Xund in BaWü“ erfuhren die Tagungsteilnehmer

bei einem Vortrag von Oliver Schuckert vom Referat Gesundheitspolitik

des baden-württembergischen Sozialministeriums.

Wichtigster Bestandteil der „patientenorientierten und

patientenzentrierten“ Gesundheitsstrategie Baden-Württembergs

ist der Gesundheitsdialog, in den die Selbsthilfegruppen

mehr eingebunden werden sollen und der in Form der Kommunalen

Gesundheitskonferenzen (KGK) erfolgt. Deshalb sind

auch die Vertreter der Selbsthilfegruppen als feste Mitglieder

der Lenkungsgremien der KGK vorgesehen. Ein weiteres wichtiges

Ziel der von der Deutschen Diabetes-Stiftung und dem baden-württembergischen

Sozialministerium ins Leben gerufe-

58

www.diabetes-journal.de

Diabetes-Journal 8 /2013


Verbände

DDB

nen Initiative ist die Früherkennung. Dadurch soll die Dunkelziffer

der an Diabetes Erkrankten, die in Baden-Württemberg

geschätzt bei etwa 2 Prozent der Gesamtbevölkerung liegt, reduziert

und Folgeerkrankungen sollen vermieden werden. Ein

In strument dieser Präventionsmaßnahme ist ein Fragebogen

zur Selbsteinschätzung.

„Wir kämpfen nach wie vor dafür, dass Patientenvertreter auf

politischer Ebene ein Stimmrecht haben“, sagte Elke Brückel.

Sie lobte die Pläne der Landesregierung, einen Diabetesbeirat

unter Einbeziehung der Selbsthilfevertreter zu gründen, und

betonte noch einmal: „Wir brauchen eine starke Lobby, denn

Diabetes hat in der Gesellschaft ein schlechtes Image und wird

in der Bevölkerung oft als harmlose Erkrankung abgetan.“

Am zweiten Tag der Gruppenleitertagung fanden Workshops

statt, deren Fokus auf den Themen Kommunikation, Mitgliederwerbung

und neue Medien lag. Das Thema „Eventrecht“

führte zu lebhaften Diskussionen unter den Teilnehmern. Wie

gestalte ich einen Flyer für meine Selbsthilfegruppe, war ein

weiteres Angebot, welches gern angenommen wurde.

Auch in diesem Jahr sammelte Eckhard Geisler, Mitglied des erweiterten

Landesvorstandes, Geld von den Teilnehmern, welches

er dieses Mal dem Reutlinger Gambia Projekt zukommen

ließ. Es kamen dabei 264,50 Euro zusammen.

Ina Rau (ira)

Termine 2013/2014

21. Sept. Diabetikertag in der Stadtparkhalle Bretten

9 bis 13 Uhr

28. Sept. Jubiläum Bezirksverband Ortenaukreis

10. Okt. Symposium Göppingen

Stadthalle

12. Okt. Landesversammlung Stuttgart

23. Nov. Diabetikertag Ulm, Stadthaus in Ulm/Donau

in Zusammenarbeit mit der ADBW

2014

29. März Diabetikertag Öhringen

12. April Diabetikertag Ludwigsburg

Informationen zu den Veranstaltungen:

Landesgeschäftsstelle Baden-Württemberg

Tel.: 07 21/3 54 31 98, E-Mail: info@ddb-bw.de

oder im Internet: www.ddb-bw.de

Experten-Hotline für Diabetiker

Jeden ersten und letzten Dienstag im Monat werden von

16 bis 18 Uhr Ihre Fragen von Diabetologinnen/Diabetologen,

DiabetesberaternInnen persönlich beantwortet.

Tel.: 07 21/3 54 35 80

(zum Ortstarif aus dem deutschen Festnetz)

Diabetiker-Reisen 2013

16. Okt. – 23. Okt. Flugreise Mallorca mit Ausflugsprogramm

22.3. – 3.4.2014 Südafrika – Kapstadt – Krüger-Nationalpark

(M. Diebold)

Auskunft und Prospektmaterial bei:

Rita Fischer

Hauffstraße 7

71120 Grafenau

Tel.: 0 70 33/4 32 83

Fax: 0 70 33/30 48 38

E-Mail:

diabetikerreisen@gmx.de

Diabetiker-Reisen

Michael Diebold

(Diabetesassistent)

Schmittenstraße 14

CH-8259 Wagenhausen/Schweiz

Tel.: 00 41/7 64 13 37 44

E-Mail: diebold.michael@gmx.ch

4. Göppinger

Diabetes-Symposium

Donnerstag, 10. Oktober 2013,

15.00 – ca. 21.00 Uhr, in der Stadthalle Göppingen

Programm

15.00 Uhr Gesundheitscheck im Foyer (DDB – AOK – Alb-

Fils-Kliniken etc.)

15.30 Uhr Musik unter der Leitung von Ivana Siehler

15.45 Uhr Begrüßung & Grußworte

16.00 Uhr Schilddrüse – ein kleines Organ mit großer Wirkung

Chefärztin Prof. Dr. med. Monika Kellerer, Diabetologin

DDG, Internistin, Endokrinologin, Innere

Medizin I, Marienhospital, Stuttgart

16.20 Uhr Aktuelle Diabetes-Therapie bei Typ 2

Chefarzt Prof. Dr. med. Thomas Haak, Diabetologe

DDG, Internist, Endokrinologe, Diabetes Zentrum

Mergentheim

16.40 Uhr Bauchspeicheldrüsen- & Magenerkrankungen

Chefarzt Prof. Dr. med. Stefan Riedl Msc.,

Chirurg, Zentrum für Allgemeinchirurgie, Alb-

Fils-Kliniken, Klinik am Eichert, Göppingen

17.00 Uhr Herzinsuffizienz, Bypass, Herzkatheter-Untersuchung

Chefarzt Prof. Dr. med. Stephen Schroeder, Diabetologe

DDG, Internist, Kardiologe, Zentrum

für Innere Medizin, Alb-Fils-Kliniken, Klinik am

Eichert, Göppingen

17.20 Uhr Krampfadern – Thrombose – Schaufenster-

Krankheit

Chefarzt Dr. med. Peter Richter, Chirurg, Gefäßchirurgie,

Zentrum für Allgemeinchirurgie, Alb-

Fils-Kliniken, Klinik am Eichert, Göppingen

Diabetes-Journal 8 /2013

www.diabetes-journal.de

59


Verbände

DDB

17.40 Uhr Schlaganfall – Symptome – Therapie & Schmerzen

in den Beinen

Chefarzt Prof. Dr. med. Norbert Sommer, Neurologe,

Neurologisches Zentrum Christophsbad,

Göppingen

18.00 Uhr Was einem an die Nieren geht … & Blasen-Funktions-Störung

Chefarzt Prof. Dr. med. Rainer Küfer, FEBU, Urologe,

Androloge & Palliativmedizin, Urologisches

Zentrum Göppingen

18.30 Uhr bis 19.30 Uhr PAUSE

19.30 Uhr Stress – Depression – Burn-out-Syndrom

Prof. Dr. med. Gerd Schnack, Facharzt für Chirurgie,

Sport- & Präventivmedizin, & Dr. med. Kirsten

Schnack, Ärztin, Ernährungs- & Präventivmedizin,

Leiterin Allensbacher Präventionszentrum,

Bodensee

(Ende ca. 21.00 Uhr)

Berlin

Deutscher Diabetiker Bund

Unsere Veranstaltungs-

Angebote

Berliner Diabetiker Treffen

Ort: Paritätischer Wohlfahrtsverband

Brandenburgische Straße 80, 10713 Berlin

Fahrverbindung: Bus 104, 110, 204 und U7 bis Blissestraße

Montag, 5. August 2013, Sommerpause Es finden keine Veranstaltungen

in der Brandenburgischen Straße statt.

Samstag, 24. August 2013, 10.00 bis 17.00 Uhr

39. Berliner Seniorenwoche, Info-Markt der Freiwilligenarbeit,

Forum für Pflegende Angehörige, Info-Markt der Selbsthilfe

Ort: Breitscheidplatz/Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

Landesverband Drei

Landesverband Zwei

Landesverband Eins

Montag, 2. September 2013, 15.00 bis 16.00 Uhr

Beratung und Erfahrungsaustausch

Moderation: Juliane Dzialas/Diabetesberaterin DDG

Blutzuckermessungen werden angeboten!

16.30 bis 18.00 Uhr, Vortrag: Diabetes im Alter – individuelle

Behandlungsziele, Dr. Sybille Wunderlich, Chefärztin Diabetologie,

DRK Kliniken Berlin Mitte

Mittwoch, 11. September 2013, 9.00 bis 18.00 Uhr

6. Lichtenberger Gesundheitsmesse

Ort: Allee Center, Landsberger Allee 277, 13055 Berlin

Montag, 7. Oktober 2013, 15.00 bis 16.00 Uhr

Beratung und Erfahrungsaustausch

Moderation: Juliane Dzialas/Diabetesberaterin DDG

Blutzuckermessungen werden angeboten!

16.30 bis 18.00 Uhr, Vortrag: Neueste Diabetes-Medikamente –

gute Behandlungsaussichten? Dr. Martin Scherwinski, niedergelassener

Diabetologe in Berlin-Schöneberg

Montag, 4. November 2013, 15.00 bis 16.00 Uhr

Beratung und Erfahrungsaustausch

Moderation: Juliane Dzialas/Diabetesberaterin DDG

Blutzuckermessungen werden angeboten!

16.30 bis 18.00 Uhr, Vortrag: Herzkreislauf-Probleme bei Diabetes,

Dr. Jürgen Raabe, Chefarzt Diabetologie, Asklepios Klinik

Birkenwerder

Niedersachsen

Deutscher Diabetiker Bund

Neuer Landesbeauftragter für Kids:

Axel Steinwedel

aus Hildesheim

Neuer Landesbeauftragter für Kinder und Jugendliche mit Diabetes

ist Axel Steinwedel aus Hildesheim (Foto). Er tritt die

Nachfolge der bisherigen Landesjugendreferentin Petra Nuttelmann

an, die aus persönlichen und beruflichen Gründen die

Aufgabe nicht mehr wahrnehmen kann. Ihr gilt der Dank des

Landesvorstandes für die geleistete ehrenamtliche und engagierte

Arbeit in den vergangenen Jahren.

Der neue Landesbeauftragte für Kinder und Jugendliche mit

Diabetes, Axel Steinwedel, ist bereits als Kind an Diabetes Typ 1

erkrankt. Seine jahrelange Erfahrung gibt er als Bezirksvorsitzender

des DDB in Hildesheim weiter, er ließ sich zum Diabetes-Lotsen

DDB ausbilden und sieht sich als motivierter Patientenvertreter

in Sachen Diabetes, der gern Fragen seiner

60

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Diabetes-Journal 8 /2013


Verbände

DDB

Mitmenschen rund um die Erkrankung

beantwortet. Seine Kenntnisse im Bereich

Diabetes helfen ihm auch im Beruf als Orthopädie-Schuhmachermeister

im eigenen

Betrieb: Viele Kunden haben Diabetes

und profitieren von seinem Wissen.

Axel Steinwedel sieht es so: „Ich kann jederzeit

Beruf, Freizeit, Hobby und Familie,

die immer in meinem Lebens-Mittelpunkt

steht, gut miteinander verbinden,

und ich engagiere mich gern beim Thema

Diabetes.“ Übrigens: In seiner Freizeit

fährt Axel Steinwedel gern Motorrad,

„seine Maschine“ ist seine große Leidenschaft.

betes näherbringen. Die Eltern möchte er

auffordern, die Kinder zu verstehen, zu unterstützen

und deren Interessen gut zu vertreten.

Axel Steinwedel hat in seinem Terminkalender

bereits notiert, dass am 17. August

2013 in Bremen der 5. Diabetestag für Kinder,

Jugendliche und Familien in der Jacobs

University Bremen stattfindet und

wird dort am Info-Stand des Deutschen

Diabetiker Bundes, Landesverband Niedersachsen,

als Ansprechpartner zu finden

sein (siehe auch im Internet unter www.

ddb-niedersachsen.de).

Als Landesbeauftragter für die Kids mit

Diabetes fühlt er sich „jung genug“, er will

die kleinen und jungen Diabetiker im Verband

in den Mittelpunkt stellen und ihnen

seine Erfahrungen zum Thema Dia-

Neuer Landesbeauftragter für Kids:

Axel Steinwedel.

Die Kontaktdaten von Axel Steinwedel

lauten: Telefon (Festnetz): 0 5121/5 21 66,

Handy: 01 72/4 50 26 23, E-Mail: info@

orthopaedie-schuhtechnik- steinwedel.

de

0012168Profil.pdf - Juni 21, 2013

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Stoffwechselforschung GmbH

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Diabetes Typ 1?

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sucht Typ 1-Diabetiker/-innen für die Teilnahme an

klinischen Studien.

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Voraussetzungen: Sie sind zwischen 18 und

60 Jahre alt, seit mindestens drei Monaten an

Typ 1- Diabetes erkrankt und behandeln ihren Blutzucker

mit Basis/Bolus oder Pumpe.

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während der gesamten Studie.

Rufen Sie uns an! Telefon 02131-4018-180

Sie erreichen uns Mo. bis Fr. von 7.30-15.30 Uhr.

Unter www.profil.de können Sie alle

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Blutzucker?

Wissenschaftliches Institut für Diabetesforschung

sucht Studienteilnehmer/-innen mit erhöhten

Blutzuckerwerten.

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Voraussetzungen: Sie sind zwischen 18 und 65

Jahre alt und behandeln ihren Blutzucker mit

Diät, Tabletten und/oder Insulin (Diabetiker Typ 2,

männlich/weiblich).

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Betreuung während der gesamten Studie.

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nützlichen Informationen auch online abrufen.

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Diabetes-Journal 8 /2013

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61


Verbände

DDB

Unter diesem Motto stand der

Allgäuer Diabetikertag am

8. Juni in Kempten. Und es trifft

auch gleich mehrfach auf den

Punkt: Diabetes ist im Moment

überhaupt kein Zuckerschlecken,

wenn man an die letzten Nutzenbewertungen

denkt.

Landesgeschäftsstelle Nürnberg:

Ludwigstraße 67/IV, 90402 Nürnberg

Tel.: 09 11/22 77 15, Fax: 09 11/2 34 98 76

info@diabetikerbund-bayern.de

Diabetes ist kein Zuckerschlecken

Das macht uns als Interessenvertretung

der Betroffenen und unseren behandelnden

Ärzten große Sorgen, denn wir gemeinsam

wollen nicht Rückschritt, sondern

Teilhabe am Fortschritt in der Therapie.

Das hoben auch Dr. Dorothea Schupp

und PD Dr. Norbert Lotz, der durchs Programm

des vom MVZ Kempten veranstal-

Kempten 2013

Diabetikertag

teten Diabetikertages führte, deutlich hervor.

Süßes und Saures

„Süßes und Saures“ nannte Dr. Dorothea Schupp ihren Vortrag,

in dem sie neue Medikamente mit ihren Vorteilen vorstellte.

Aber sie teilte auch gleich ihre Bedenken mit: Ob diese

Innovationen überhaupt in Deutschland für Patienten verfügbar

sein werden, hängt vom Urteil des IQWiG und der Entscheidung

des G-BA ab: Entscheiden sie „Kein Zusatznutzen“,

ziehen die betroffenen Pharma-Unternehmen dieses Medikament

vom deutschen Markt zurück, da sie jetzt nur einen

niedrigen Preis erzielen könnten, der die Entwicklungskosten

nicht deckt. Andere Länder erkennen die Innovation und

nutzen sie. Dr. Schupp und PD Dr. Lotz riefen auf, gemeinsam

mit den Verbänden für Therapiefreiheit und moderne

Medikamente zu kämpfen!

Süße Versuchungen schätzen

Weiterer Schwerpunkt waren „Süße Versuchungen“. Der Info-Stand

des MVZ Kempten lud ein, Leckereien zu schätzen

– wie gehaltvoll sind Kuchen und Co.? Schnell ist ein Schoko-Riegel

verspeist, satt wird man dabei nicht! Ein Apfel dagegen

würde viel mehr bieten: längerer Genuss und ein besseres

Sättigungsgefühl! Und: Zutaten und Zubereitungsform

entscheiden oft, ob eine Mahlzeit eine Kalorienbombe oder

ein gesundes Mahl ist. Aufklärung bot hier auch der Info-

Stand des Helmholtz Zentrums München. Hier lagen nützliche

Informationen mit Tricks für eine schmackhafte und gesunde

Ernährung aus. Und hier konnten sich Besucher über

die im Vortrag vorgestellte Münchner Familienstudie zu Typ-

2-Diabetes informieren. Sie will Risikopersonen frühzeitig

erkennen und die Entwicklung des Typ-2-Diabetes besser

verstehen, um ihn in Zukunft möglicherweise verhindern zu

können. Dazu werden 500 Familien gesucht, bei denen mindestens

ein Elternteil schon an Typ-2-Diabetes erkrankt ist.

Teilnehmen müssen beide Elternteile und mindestens ein

(volljähriges) Kind.

Im Alltag leben mit Diabetes

Leben mit Diabetes – wie das im Alltag geht und was man essen

darf, war auch ein Schwerpunkt an unserem Info-Stand.

Gern halfen wir mit unseren Erfahrungen weiter, gaben Tipps

und vermittelten weiteres Info-Material. Und wir wurden auf

Nachteile, die ein Diabetiker im Leben erfährt, angesprochen:

Versicherungen zum Beispiel – hier können wir seit einiger

Zeit gut weiterhelfen, ebenso bei allen rechtlichen Fragen.

Die Termine der nächsten Diabetikertage finden Sie auf unserer

Homepage.

62

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Diabetes-Journal 8 /2013


Infobox

Ausprobiert

Ausprobiert:

Stada Gluco Care

Neue Blutzuckermessgeräte,

Pens, Insulinpumpen …:

Wir probieren die Geräte

aus – und beschreiben

Ihnen unseren Eindruck.

Eindeutig bewerten können

und wollen wir sie nicht,

denn jeder muss selbst

entscheiden, was ihm

wichtig ist und womit er

am besten zurechtkommt.

Auch die Genauigkeit und

Zuverlässigkeit prüfen wir

nicht; dies überlassen wir

den dafür eingerichteten

Institutionen.

AUSPROBIERT

Stada Gluco Care

Ketone und Zucker im Blut messen

Um nicht nur meinen Blutzucker

messen zu können,

sondern bei Bedarf auch die

Ketone im Blut, habe ich ein

neues Messgerät des Unternehmens

Hemopharm vor

mir liegen: das Stada Gluco

Care. Das schwarze Gerät in

länglicher Form besitzt drei

Tasten zum Bedienen: eine

Taste zum Ein- und Ausschalten

und Bestätigen zum

Beispiel von Wertmarkierungen;

und zwei weitere Tasten

mit je einem Pfeil nach oben

und unten zum Einstellen

zum Beispiel von Datum

und Uhrzeit und zum Blättern

innerhalb der gespeicherten

Werte.

Fest eingestellte Einheit

Als Erstes stelle ich Datum

und Uhrzeit ein und entscheide

mich außerdem, die

Pieptöne auszustellen. Die

Maßeinheit für die Blutzuckerwerte

in dem Gerät, das

mir vorliegt, ist mg/dl; sie ist

fest programmiert und nicht

veränderbar.

Größe (L x B x T): 118 x 33 x 21 mm

Gewicht: ca. 50 g

Messzeit: 4 Sekunden (Glukose), 10 Sekunden (Ketone)

erforderliche Blutmenge: 0,4 μl (Glukose), 0,8 μl (Ketone)

Kalibration: plasmaäquivalent

Messbereich: 20 – 600 mg/dl, 1,1 – 33,3 mmol/l (Glukose);

0,1 – 0,8 mmol/l (Ketone)

Messtemperatur: 4,4 – 45,5 °C

relative Luftfeuchtigkeit: 10 – 90 % (ohne Kondensation)

Kodierung: automatisch

Batterie: eine 3-V-Batterie (CR 2032)

Speicher: 500 Werte

Preis für Stada Gluco Care: 29,90 € (unverbindliche Preisempfehlung, inkl. Mwst.)

Preis für Teststreifen

Stada Gluco Care:

29,90 € (50 Stück, Glukose), 17,75 € (10 Stück, Ketone)

(jeweils unverbindliche Preisempfehlung, inkl. Mwst.)

Kleiner Blutstropfen nötig

Zum eigentlichen Messen

sowohl des Blutzuckers als

auch der Ketone benötige

ich keine der Tasten: Mit

dem Einschieben des Teststreifens

– Glukose rot, Ketone

blau – an der linken Seite

des Geräts schaltet es sich

automatisch ein. Dabei achte

ich darauf, dass ich den

Streifen bis zum Anschlag

vorschiebe – sonst geht das

Gerät zwar kurz an, aber es

kommt im Display keine

Aufforderung zum Blutauftrag.

Bekomme ich die Aufforderung,

lasse ich Blut in

den Streifen einziehen; ein

sehr kleiner Blutstropfen

reicht für die Messung. Muss

ich dennoch nachtropfen,

weil es doch zu wenig war,

muss ich das sofort tun; warte

ich länger, startet die Messung

nicht.

Wert markieren

In wenigen Sekunden kenne

ich meinen aktuellen Blutzucker-

bzw. Ketonwert. Bevor

ich den Teststreifen aus dem

Gerät herausziehe, kann ich

noch über die „Generaltaste“

auswählen, ob der Wert

einer vor oder nach einer

Mahlzeit ist oder ob ich gerade

Sport getrieben habe. Alle

Informationen kommen automatisch

in den Speicher.

Mit dem Herausziehen des

Streifens schaltet sich das

Gerät aus. Im Speicher kann

ich alle einzelnen Werte wieder

abrufen, von den Blutzuckerwerten

auch Durchschnittswerte.


Dr. Katrin Kraatz

Wollen Sie mehr über

das Blutzuckermessgerät

Stada Gluco Care

wissen? Hemopharm

informiert Sie unter

der Telefonnummer

08 00/6 64 58 25. Auch

im Internet finden Sie

das Gluco Care unter

www.glucocare.de.

Diabetes-Journal 8 /2013

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63


Infobox

Meldungen

Was Füßen gut tut

Fußgymnastik-Video

Experten zeigen, wie es geht: Auf

www.alpan.de gibt es ausführliche

Mitmach-Anleitungen für 9

Fußgymnastik-Übungen.

Diabetiker sollten besonders

auf ihre Füße achten

– gezielte Fußgymnastik

kann dabei helfen, schreibt

das Unternehmen Wörwag

Pharma in einer Pressemitteilung.

Wer Anregungen

für Fußgymnastik-Übungen

sucht, wird nun auf www.

alpan.de fündig: Dort gibt

es unter „Service & Tipps“

ein Video mit 9 Übungen

zum Anschauen und Mitmachen;

auch kann hier ein übersichtliches Dokument mit allen

Übungen heruntergeladen werden.

Darüber hinaus finden Interessierte auf www.alpan.de viele

Informationen über die diabetische Neuropathie, die helfen,

die Erkrankung besser zu verstehen, heißt es in der Presseinformation.

Auch über Alpan wird ausführlich informiert.

Alpan-Kapseln sollen helfen, Neuropathie-Beschwerden in

den Füßen (Kribbeln, Brennen, Schmerzen) zu lindern.

Kostenloser medizinischer Gesundheitspass

Alle Daten immer dabei

Soll Patienten,

Ärzten und Optikern

nutzen: die

kostenlose MyMedico-App

mit den

Gesundheitsdaten

der ganzen Familie.

MyMedico ist ein kostenloser digitaler medizinischer

Gesundheitspass für die ganze

Familie, den das Unternehmen Sanofi als

App anbietet. Die App umfasst laut Sanofi

einen Impf-, einen Allergie-, einen Nothilfe-,

einen Medikamenten- und einen Antibiotikapass,

außerdem einen Anamneseund

einen Augenpass. In MyMedico können

die aktuellen Gesundheitsdaten aller

Familienmitglieder eingetragen und selbst

aktualisiert werden. Bei Bedarf, z. B. bei einem

Arztbesuch, werden die Daten einfach

ausgedruckt. Gerade im Urlaub und

auf Reisen sei man so bestens gerüstet und

verliere keine Zeit bei der Datenbeschaffung,

so Sanofi in einer Pressemitteilung.

Die MyMedico-App ist kostenlos verfügbar

für das Apple iPhone oder Android Smartphone.

Mehr zu MyMedico unter

www.der-gesundheitspass.de

Lebensmittel-Check:

Cremiges Eis – eine herrliche Erfrischung bei sommerlichen

Temperaturen. Auf dem Vormarsch ist

gefrorener Joghurt, mit ähnlicher Konsistenz wie

klassisches Softeis.

Frozen Yogurt

In Asien und Amerika ist Frozen Yogurt – übersetzt: gefrorener

Joghurt – seit Jahren ein Dauerbrenner. Das Dessert

aus den Grundzutaten Joghurt und Milch ist pünktlich

zum Sommer auch in Europa angekommen. Ähnlich

wie klassisches Softeis kommt es aus einer Maschine und

wird in Portionsbecher gezapft. Dann heißt es: Sofort genießen,

denn die halbfeste Creme schmilzt schnell. Angeboten

wird Frozen Yogurt als natürlicher Klassiker, aber

auch in fruchtigen, süßen oder schokoladigen Variationen.

Obenauf wählt man ein Topping (Garnierung), z. B.

Nüsse, frisches Obst, Streusel, Müsli oder Saucen.

Achten Sie darauf, dass die Nähr- und weiteren Inhaltsstoffe

gut sichtbar deklariert sind, sonst lässt sich der Energieund

Kohlenhydratgehalt nur schwer bestimmen. Die wichtigsten

Zusatzstoffgruppen müssen gut lesbar auf einem

Schild am Verkaufstresen angegeben werden (z. B. „mit

Farbstoff“ oder „mit Süßungsmittel“). Auch die Zusatzstoffe

der Garnierung müssen ausgewiesen sein. In Läden mit

Bedienung lohnt es sich, nachzufragen, welche Frozen Yogurts

und Toppings kalorienarm oder zuckerfrei sind.

Figurfreundlicher Snack?

Im Schnitt liegt der Kilokaloriengehalt für 100 g herkömmlichen

Frozen Yogurt bei etwa 105 bis 145, der Fettgehalt

bei 1 bis 3 g und der Kohlenhydratgehalt bei ca. 16 bis 24 g.

Das Topping kommt noch dazu – und gerade die Garnierung

kann ganz schön auf den Blutzucker schlagen, allen

voran Kekskrümel, Nüsse, Karamellisiertes, Streusel

und klebrig-süße Saucen. Meist bieten Hersteller auch eine

zuckerfreie Sorte (mit Süßungsmitteln) und zuckerfreie

Früchte an. Damit treffen Sie eine bessere Wahl und genießen

etwas Lecker-Frisches an heißen Tagen. KM

Foto: joy4me

64

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Diabetes-Journal 8 /2013


Kinder sollen Kinder sein dürfen. Im

Freibad planschen, auf dem Bolzplatz

kicken, im Regen ungehindert

in Pfützen springen und spontan

mit der besten Freundin nach Hause

gehen – das alles ist für die Entwicklung

von Kindern enorm wichtig.

Auch Kindern mit Typ-1-Diabetes

sollte diese Lebensqualität ermöglicht

werden, helfen kann dabei eine

Insulinpumpe wie die Pumpe Animas

Vibe.

Die zu Johnson & Johnson gehörige

Unternehmensgruppe Animas

Corporation hat nun für die schon

für Erwachsene zugelassene Insulinpumpe

auch die Zulassung für

Infobox

Meldungen

Abbott vermittelt Diabeteswissen einmal anders

Wenn Comedy auf Diabetes trifft

Unter dem Motto Comedy meets Diabetes präsentiert das Unternehmen Abbott

unterhaltsame Internet-Clips – Webisodes – zum Thema Diabetes und

Diabetes-Management für Insulinanwender und ihre Angehörigen. Hauptdarsteller

der Webisodes sind die beiden Comedians Ozan Akhan und Tunç

Denizer, die auch im Kölner bzw. Bonner Karneval aktiv sind. Ozan Akhan

sagt zu seinem Engagement für die Abbott-Webisodes: „Eine chronische

Krankheit wie Diabetes gehört für viele zum Alltag – warum sollte man das

Thema ausgrenzen und nicht auch mit Humor betrachten dürfen? Mit Humor

erreicht man die Menschen unmittelbar.“ Anschauen können Sie sich

die drei bisher entstandenen Webisodes auf www.abott-diabetes-care.de

Konkret geht es darin um die praktischen Anforderungen an ein Diabetes-

Management-System, die richtige Berechnung des Mahlzeiteninsulins und

die Bedeutung von Präzision und Genauigkeit beim Blutzuckermessen.

Wasserdichte Pumpe auch für Kinder zugelassen

Wasserspaß – mit Insulinpumpe

Kinder erhalten, so Animas in einer

Pressemitteilung. Die Pumpe ist

wasserdicht bis zu einer Tiefe von

3,6 Meter für 24 Stunden, wodurch

der Schwimmbadbesuch kein Problem

sein sollte. Die Animas Vibe bietet

Basalschritte von 0,025 Einheiten/Stunde

und Bolusschritte von

0,05 Einheiten für eine feine Dosierung

und genaue Therapieanpassungen

für einen spontanen und aktiven

Alltag, so Animas.

Die Pumpe ist in fünf Farben erhältlich

und hat ein großes, kontrastreiches

und farbiges Display. Mit

vier Tasten, Kurzbefehlen und markierten

Anzeigen ist eine praktische

Navigation und Menüführung der

Pumpe möglich.

Mehr Informationen gibt es unter

www.animaseurope.de Wer die Animas

Vibe zur Probe tragen möchte,

füllt dafür das Formular unter www.

animaseurope.de/contact-us aus.

PASSGENAU!

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Diabetes-Journal 8 /2013

Wasserdicht bis 3,6 Meter Wassertiefe und

damit auch für Schwimmbadbesuche geeignet:

die Insulinpumpe Animas Vibe.

Erhältlich über:

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65


Essen & Trinken

66

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Diabetes-Journal 8 /2013


Essen & Trinken

feucht-fröhlich & farbenfroh

Sommerküche

Sonnenschein macht glücklich. Auch wenn es hierzulande

nur wenige Tage mit Temperaturen über 30 °C gibt, hat der

Sommer einiges an kulinarischen Leckerbissen zu bieten.

Und damit der Körper nicht auf dem Trockenen sitzt, gilt

die Devise: Trinken nicht vergessen!

Foto: fotolia

Nach dem letzten Winter lechzen

viele nach Sonne, Licht und warmem

Wetter. Jetzt ist die beste Zeit,

sich mehr im Garten, Wald oder

auf dem Balkon aufzuhalten. Das

freut nicht nur die Seele, auch der

körpereigene Vitamin-D-Vorrat

wird aufgefüllt. Gehen Sie dazu

am besten bei Sonnenschein täglich

eine viertel Stunde raus. Eincremen

können Sie sich danach –

so hat der Körper die Möglichkeit,

seine Vitamin-D-Produktion anzukurbeln.

Licht und Sonne wirken

sich auch auf die Stimmung

aus: Man fühlt sich voller Elan und

Energie. Gehen Sie nach draußen,

treffen sich mit Freunden und Familie.

Wie wäre es, mal wieder den

Grill anzuwerfen?

Grillen mit wenig Fleisch

Fleischtheken der Supermärkte

sind prall gefüllt mit Würstchen,

Bauchspeck, fix und fertig ma-

riniertem Grillfleisch – nur: Das

trieft oft vor Fett und hat viele Kalorien;

dabei ist es gar nicht so

schwer, fettarmes Schweineschnitzel,

Rindersteak oder Hähnchenfleisch

selbst zu würzen:

Öl, Paprika, Kräuter, Pfeffer

Einfach etwas Olivenöl mit Paprikapulver,

Pfeffer, frischen, tiefgekühlten

oder getrockneten Kräutern

glattrühren; nach Geschmack

noch eine Prise Salz, Tabasco, Essig,

Zitronensaft oder Tomatenmark

und einen Spritzer Wasser

dazurühren. Das Fleisch damit

einpinseln und in der Alu-Grillpfanne

auf dem Gas-, Holzkohleoder

Elektrogrill zubereiten. Solche

Marinaden passen auch perfekt

zu Gemüse, Gemüse- oder

Kartoffelspießen wie in den Rezepten

ab Seite 70.

Schneiden Sie rote und gelbe Paprikaschoten

in Viertel, Zwiebeln


Diabetes-Journal 8 /2013

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67


Essen & Trinken

Foto: iStockphoto

in Hälften oder Zucchini in längliche

Scheiben. Auch sie schmecken

vom Grill ausgezeichnet. Und

wenn es doch ein Stück fettigeres

Fleisch sein soll, sparen Sie die

Fettmenge am Folgetag ein und

essen vegetarisch.

Gegen fettige Saucen

Ähnlich wie beim Fleisch sieht es

mit fertigen Saucen aus: Hier lauert

reichlich verstecktes Fett, was

schwer zu erkennen ist. Da hilft der

Blick auf die Nährwertanalyse: Liegt

der Fettgehalt über 20 Prozent, lassen

Sie die Sauce am besten im Geschäft

oder verlängern sie zu Hause

mit Magerquark und frischen Kräutern.

Aus Magerquark, Mineralwasser,

Tomatenmark, Senf, Kräutern,

Gewürzen, Knoblauch und

Zwiebeln ist schnell ein kalorienfreundlicher

Dip oder eine Grillsauce

selbstgemacht. Zum Abschluss

gibt es statt Eis gegrilltes Obst. Wie

wäre es mit frischer Ananas, Pfirsichen,

Nektarinen oder Bananen

vom Grill? Das bringt Sonne auf den

Teller, freut Gaumen und Gemüt.

Essen und genießen bei heißen Temperaturen

• Essen Sie täglich frisches Obst und Gemüse

der Saison wie Spinat, Gurken,

Tomaten, Wassermelonen, Stein- und

Beerenobst.

• Genießen Sie öfter vegetarisch: statt

Fleisch auch mal Gemüse oder frisches

Obst z. B. beim Grillen.

• Essen Sie täglich Salat und Rohkost.

• Trinken Sie, bevor der Durst kommt.

• Trinken Sie zu jeder Mahlzeit und auch

zwischendurch etwas.

• Nehmen Sie sich eine 1,5-Liter-Flasche

Wasser mit zur Arbeit, die Sie an einem

Tag allein austrinken.

• Praktisch sind auch neue Teesorten, die im

kalten Wasser ihr Aroma entfalten.

• Packen Sie für unterwegs immer eine

Bier gehört für viele Menschen zur

Grillparty. Wer Diabetes hat, sollte nach

dem Genuss unbedingt den Blutzucker

messen, um mögliche Unterzuckerungen

zu vermeiden.

Wenn der Durst kommt

Jeder zweite hierzulande trinkt

nach Angaben der Deutschen Gesellschaft

für Ernährung (DGE)

zu wenig. Wer trotz Sonne, genug

Schlafs und guten Wetters jetzt

ständig müde ist, sollte ans Trinken

denken. Schuld kann ein Flüssigkeitsminus

sein. Also nicht zu Kaffee

oder Kopfschmerztablette greifen,

sondern erst einmal ein großes

Glas Wasser trinken. Wie durch ein

Wunder schwinden Müdigkeit oder

0,5-Liter-Flasche kalorienarme oder -freie

Flüssigkeit ein.

• Denken Sie beim Autofahren und auf Reisen

ans Trinken.

• Gehen Sie täglich mindestens 15 Minuten

in die Sonne – das fördert die Vitamin-D-

Bildung.

• Sind Sie sportlich aktiv, trinken Sie pro

Stunde Sport etwa 1 Liter zusätzlich.

• Halten Sie Energie und Kohlenhydrate im

Auge. Passend sind kalorienfreie Getränke

und solche, die maximal 20 kcal in 100 ml

(kalorienarm) enthalten.

• Genießen Sie Alkohol in Maßen und nicht

täglich.

• Denken Sie bei Alkohol an den Kaloriengehalt

und die Wirkung auf den Blutzucker.

Foto: fotolia

Kopfschmerzen. Damit es nicht

bei einmaliger Symptombekämpfung

bleibt, sollten Sie täglich genug

trinken – sonst werden Körper

und Geist wieder träge und müde.

Bereits ein Flüssigkeitsverlust von

2 Prozent senkt die Leistungsfähigkeit

um 20 Prozent. Das Blut fließt

langsamer, Muskel- und Gehirnzellen

werden mit weniger Sauerstoff

und Nährstoffen versorgt.

Bei Hitze sind etwa 2 Liter sinnvoll;

versorgen Sie sich dazu neben

Sprudel und Tee am besten

mit wasserreichem Obst wie Beeren

und Melonen. Gurken, Tomaten,

Zucchini oder Pilze versorgen

den Körper mit zusätzlicher Flüssigkeit.

Übrigens:

Kohlensäure löscht Durst!

3 bis 4 Tassen Kaffee, grüner oder

schwarzer Tee werden in die Flüssigkeitsmenge

einbezogen. Bei

Wasser gilt: Je mehr Kohlensäure

es hat, desto eher löscht es den

Durst. Light- und Zero-Getränke

können auf das Flüssigkeitskonto

gebucht werden. Ihr Energiegehalt

ist meist sehr niedrig – und damit

haben sie meistens keine Auswirkung

auf die Blutzuckerwerte.

Europaweit geregelt ist die Bezeichnung

kalorienarm: Diese darf

nur dann auf dem Getränk stehen,

wenn nicht mehr als 20 Kilokalorien

in 100 ml enthalten sind. Hier

empfiehlt es sich, einen Blick auf

die Nährwertanalyse zu werfen.

Die Farbe des … Urins

Ob Sie genug trinken, lässt sich

auch an der Farbe des Urins feststellen:

Je dunkler er ist, desto weniger

Flüssigkeit ist im Körperumlauf

– je heller und durchsichtiger,

desto besser steht es um die Trinkbalance.

Ein weiteres Merkmal ist

– neben Urinkonzentration, Kopfschmerzen

und Co – das Hautbild.

Wer dauernd zu wenig trinkt, hat

68

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Diabetes-Journal 8 /2013


Foto: David Dieschburg / photocase.com

Je mehr Kohlensäure

ein Getränk

hat, desto eher

löscht es den

Durst an heißen

Sommertagen.

eine eher fahle, graue und müde

Haut. Dennoch: Auf Vorrat zu trinken,

klappt leider nicht. Mehr als

einen halben Liter kann der Körper

auf einmal schlecht verwerten.

Und was ist mit Bier?

Bier mag für viele ein willkommener

Durstlöscher auf der Grillparty

sein. Bei Diabetes kann er zu Unterzuckerungen

führen, die teilweise

erst viele Stunden nach dem Genuss

auftreten können. Genießen

Sie Bier deshalb am besten in Kombination

mit kohlenhydrathaltigem

Essen. Es kann notwendig sein,

die Insulindosis am Abend und

am darauffolgenden Tag zu reduzieren,

unbedingt sollten Sie aber

vor dem Schlafengehen den Blutzucker

messen. Auch bei erhöhten

Harnsäurewerten und Gicht wird

Bier oft als harntreibendes Getränk

empfohlen. Doch Bier und alle alkoholischen

Getränke belasten den

Harnsäurespiegel nur unnötig, und

ihre Wirkung ist sogar kontraproduktiv

auf dessen Senkung.

Ihnen entspannte Tage und herrliche

Abende im Sommer 2013.

KM ◼

Aktuelles aus der Wissenschaft

Folsäure: neue Empfehlung

Folsäure gehört zur Gruppe der wasserlöslichen

B-Vitamine und wird auch

als Vitamin B 9 , B 11 oder Vitamin M bezeichnet.

Der Körper braucht es, damit

sich neue Zellen bilden und wachsen

können. Besteht ein Mangel, können

Stoffwechselvorgänge nicht normal ablaufen.

Typische Krankheitssymptome

sind Blutarmut, Verdauungsbeschwerden

und Schleimhautveränderungen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung

(DGE) hat die Referenzwerte für die tägliche

Aufnahme kürzlich aktualisiert. Jugendliche

und Erwachsene sollten täglich

eine Menge von 300 Mikrogramm

Folsäure über Lebensmittel aufnehmen.

Für Schwangere und Stillende empfiehlt

sie 450 bis 550 Mikrogramm. Hierzulande

liegt die Tagesmenge im Mittel bei etwa

200 Mikrogramm und ist damit zu

niedrig. Das müsste nicht sein – denn

eine Fülle von Natur aus vitaminreicher

Lebensmittel liefern genug Folsäure: vor

allem grünes Gemüse wie Spinat und

Salate, die jetzt Hochsaison haben.

Um das hitze-, licht- und luftempfindliche

Vitamin zu schützen, waschen Sie

es nur kurz und unzerkleinert. Dünsten

Sie, statt zu kochen, und halten Sie es

nicht unnötig lange warm. Gute Folsäurelieferanten

sind auch Tomaten, Vollkornprodukte,

Hülsenfrüchte, Nüsse,

Orangen, Sprossen und Weizenkeime

sowie Kartoffeln, Leber und Ei.

Frauen, die schwanger werden möchten,

sowie Schwangere im ersten

Schwangerschaftsdrittel empfehlen die

Experten die zusätzliche Einnahme von

400 Mikrogramm Folsäure täglich. Es

hilft, Neuralrohrdefekten – also Fehlbildungen

des Gehirns und Rückenmarks

– beim Kind vorzubeugen.

Viel Folsäure ist in …

• Spinat

• Rosenkohl

• Spargel

• Sprossen

• Kartoffeln

• Orangen

• Weizenvollkornbrot

• Hülsenfrüchten

• Vollkornhaferflocken

• Eigelb

• Weizenkeimen

• Nüssen

• Leber

Diabetes-Journal 8 /2013

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Essen & Trinken

Rezepte

Rezepte aus der Sommerküche

30 °C im Schatten – eine seltene Situation hierzulande. Doch den

meisten reicht es schon, wenn die Quecksilbersäule über 20 °C

steigt. Jetzt will der Körper Frische und Vitamine. Nichts leichter

als das mit Gurkensalat, gegrillten Kartoffelspießen oder Hähnchenschnitzel

mit fruchtigen Tomaten. Ein kulinarischer Leckerbissen

ist auch die Gemüsequiche von Diabetes-Journal-Leserin

Marna Dobratz. Das alles sollten Sie unbedingt ausprobieren!

Foto: Bernhard Kölsch/two4food

Gurkensalat

mit Feta und Wildreis

geht schnell

gut vorzubereiten

Zutaten für 2 Portionen:

100 g Wildreismischung (weißer Reis

und Wildreis)

1 große Schlangengurke, 200 g

¼ Bund Dill

100 g Fetakäse

etwas Kräutersalz und Pfeffer

etwas Apfel- oder Cassisessig

10 g Olivenöl

»»

Frisch, kernig und rahmig: drei

Köstlich-Attribute für einen wunderbaren

Sommersalat. Jetzt heißt es

nur noch: zubereiten und genießen.

Die Zubereitung:

Den Reis nach Packungsangabe

bissfest kochen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Gurke

schälen, waschen, längs halbieren,

in Streifen und dann in

Würfel schneiden. Dill waschen,

trocknen und fein hacken. Den

Fetakäse kleinschneiden, mit einer

Gabel zerdrücken, so dass er

krümelig wird. Aus Gewürzen

und Essig eine Marinade rühren

und die Gurkenwürfel zugeben,

kurz ziehen lassen. Dann Dill,

Reis und Fetakäse mit den Gurken

in der Vinai grette mischen,

Olivenöl zugeben, noch einmal

abschmecken. Eine halbe Stunde

durchziehen lassen, dann noch

einmal durchrühren und genießen.

Nährwert-Info

Nährwert pro Portion ca.:

16 g E, 18 g F, 40 g KH, davon

35 g KH anrechnungspflichtig,

4 g Ba, 35 mg Chol, 486 mg Na,

422 mg K, 345 mg Ph, 386 kcal,

1 544 kJ

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Diabetes-Journal 8 /2013


Essen & Trinken

Rezepte

Drillingspießchen

mit Gemüse und Dip

Zutaten für 2 Portionen:

400 g kleine, gleich große Minikartoffeln,

Drillinge

1 rote Paprikaschote

2 Schalotten

2 EL Olivenöl

1 EL Zitronensaft

etwas Kräutersalz, Pfeffer und

Paprika pulver

etwas getrockneter Rosmarin

200 g Magerquark

etwas Mineralwasser

1 EL Ajvar mild, Paprikapaste

1 EL Tomatenmark

Außerdem:

4 Schaschlikspieße

Die Zubereitung:

Die Kartoffeln unter kaltem Wasser waschen, in

einem Topf 10 Minuten vorgaren. Paprikaschote

putzen, waschen und in mittelgroße Stücke

schneiden. Schalotten abziehen, kalt abspülen,

vierteln. Aus Olivenöl, Zitronensaft, Gewürzen

und Kräutern eine Marinade rühren. Kartoffeln

mit Paprika und Schalotten abwechselnd auf die

Spieße stecken. Mit der Marinade einpinseln.

Auf eine Alu-Grillschale legen und etwa 10 bis

12 Minuten grillen. Für den Dip Quark mit Mineralwasser,

Ajvar und Tomatenmark glattrühren.

Mit Pfeffer, Kräutersalz und Paprikapulver abschmecken,

zu den Kartoffelspießchen reichen.

»»

Auf geselliges Grillen möchte

wohl niemand verzichten. Wie

wäre es statt Brot und Fleisch

mit diesen leckeren Spießchen?

für die

Grillparty,

vegetarisch

Es antwortet Ihnen gern:

Kirsten Metternich

Diätassistentin/DKL, DGE

Redaktion Essen & Trinken

Hildeboldstraße 5

50226 Frechen-Königsdorf

Tel.: 0 22 34/91 65 41

Fax: 0 22 34/91 65 42

E-Mail: info@metternich24.de

www.metternich24.de

Noch Fragen?

Foto: Bernhard Kölsch/two4food

Nährwert-Info

Nährwert pro Portion ca.:

19 g E, 11 g F, 39 g KH, davon

30 g KH anrechnungspflichtig,

5 g Ba, 1 mg Chol, 124 mg Na,

1 190 mg K, 263 mg Ph, 331 kcal,

1 324 kJ

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Essen & Trinken

Rezepte

Hähnchenbrust

auf einem fruchtigen Tomaten-Brot-Bett

Foto: Bernhard Kölsch/two4food

Zutaten für 2 Portionen:

600 g Tomaten

1 Gemüsezwiebel

1 Knoblauchzehe

2 Hähnchenbrustfilets, je 150 g

3 EL Olivenöl, 30 g

etwas Tomaten-Mozzarella-Salz

etwas frisch gemahlener Pfeffer

¼ Bund frischer Thymian

2 Scheiben Baguettebrot, 50 g

4 Basilikumblätter

»»

Keine Zeit, um groß Salat zu

putzen? Hier eine erfrischend

schnelle Gaumenfreude.

Die Zubereitung:

Die Tomaten waschen, putzen und

achteln. Zwiebel und Knoblauch

abziehen, Zwiebel achteln, Knoblauch

hacken. Hähnchenbrüste

waschen und trocknen. Einen

Esslöffel Öl in einer beschichteten

Pfanne erhitzen. Das Fleisch darin

von jeder Seite etwa drei Minuten

anbraten, salzen und pfeffern.

Dann Tomaten, Zwiebel und

Knoblauch dazugeben. Unter Rühren

5 Minuten mitbraten und noch

einmal abschmecken. Thymian

waschen, trocknen und zugeben.

Das Baguettebrot in grobe Würfel

schneiden. In einer zweiten Pfanne

das restliche Öl (2 EL) erhitzen,

Brotwürfel darin kross braten. Wer

mag, kann noch etwas gehackten

Knoblauch dazugeben. Tomaten

mit Hähnchen auf Tellern anrichten,

Brotwürfel darüberstreuen

und mit den Basilikumblättchen

garnieren.

Nährwert-Info

Nährwert pro Portion ca.:

41 g E, 17 g F, 24 g KH, davon

12 g KH anrechnungspflichtig,

6 g Ba, 93 mg Chol, 245 mg Na,

1 260 mg K, 428 mg Ph, 413 kcal,

1 652 kJ

preisgünstig

für Gäste

Anmerkungen zu den Rezepten:

Kohlenhydrate aus Gemüse (z. B. Zwiebeln,

Karotten, Sellerie etc.) sind bis zu

einer 200-g-Portion je Sorte nicht blutzuckerwirksam.

Hilfe für das Schätzen

der KH-Portionen geben KH-Tabellen

(siehe die Diabetes-Journal-Nährwerttabelle

– BE, KE und Kalorien auf einen

Blick mit 1000 Lebensmitteln, K. Metternich,

Kirchheim-Verlag, Mainz 2009).

Die berechneten Natriumwerte beziehen

sich nur auf den natürlichen Natriumgehalt

der Lebensmittel und nicht

auf Salz, Brühe etc., die zum Würzen in

den Rezepten verwendet werden.

Zeichenerklärung:

B/Ba = Ballaststoffe; Chol = Cholesterin;

E = Eiweiß; Essl./EL = Esslöffel; F

= Fett; Fett i. Tr. = Fett in der Trockenmasse;

Gew.-Kl. = Gewichtsklasse; K =

Kalium; Na = Natrium; Pck. = Päckchen;

Ph = Phosphor; Schb = Scheibe; Teel./

TL = Teelöffel; TK = Tiefkühlkost; KH =

Kohlenhydrate; kJ = Kilojoule; kcal =

Kilokalorien; Msp. = Messerspitze.

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Diabetes-Journal 8 /2013


Nährwert-Info

Nährwert pro Stück, bei 12

insgesamt, ca.: 11 g E, 17 g F,

25 g KH, davon 16 g KH anrechnungspflichtig,

5 g Ba, 126 mg

Chol, 155 mg Na, 511 mg K,

244 mg Ph, 297 kcal, 1 188 kJ

Essen & Trinken

Leserrezept des Rezepte Monats

Das sagt Marna Dobratz

über ihr Lieblingsrezept:

Die Quiche ist einfach unglaublich

lecker, leicht zu machen und

gut vorzubereiten. Auch unsere

zehnjährige Tochter Lena, die

Typ-1-Diabetikerin ist, findet

sie sehr lecker. Und Gemüse zu

essen, ist ja bei Kindern sonst

immer so eine Sache. Aber die

Quiche ist für alle immer wieder

eins der Lieblingsgerichte nach

Spaghetti und Fischstäbchen.

Als Dankeschön erhält Marna

Dobratz ein siebenteiliges

Messerset von Nirosta by Fackelmann.

Ob Fisch, Fleisch, Brot,

Gemüse oder Obst: Die speziell

designte Klingenform, in Kombination

mit dem dynamischen

Griff, machen optimales Schneiden

möglich. Weitere Informationen

auf der Herstellerseite:

www.fackelmann.de

Foto: Bernhard Kölsch/two4food

Gemüsequiche

Die Zubereitung:

Aus Butter, Mehl, Eigelb und Wasser

einen Mürbeteig bereiten,

30 Minuten kalt stellen. Dann

den Backofen auf 180 °C (Umluft:

160 °C) vorheizen. Eine Springform

mit Backpapier auslegen.

Den Mürbeteig dünn ausrollen,

Boden und Rand der Form damit

auskleiden, mit einer Gabel mehrmals

einstechen. Gemüse mit Kernen

mischen. Mit Paprikapulver

und Salz abschmecken, gleichmäßig

auf dem Boden verteilen.

Aus den restlichen Gusszutaten eine

Eiermilch rühren und mit gekörnter

Gemüsebrühe abschmecken.

Eiermilch über das Gemüse

gießen. 40 bis 50 Minuten backen,

abdecken, sobald die Oberfläche

zu braun wird. Dann aus dem Ofen

nehmen und in der Form etwas abkühlen

lassen.

Zutaten für eine Springform,

26 cm Ø und 12 Stücke:

Das

Leserrezept

von Marna Dobratz

aus Verden

Schicken auch Sie

Ihr Rezept an:

Kirsten Metternich

Hildeboldstraße 5

50226 Frechen-Königsdorf

Fax: 0 22 34/91 65 42

E-Mail:

info@metternich24.de

Teig:

Oder geben Sie Ihr Rezept

100 g Butter

unter www.diabetes-jour

200 g Vollkornmehl

nal.de/rezepte direkt in

1 Eigelb

das Rezeptformular ein.

1 – 2 EL kaltes Wasser

Belag:

3 geraspelte große Möhren, 450 g

150 g angetaute Tiefkühlerbsen

1 Schalotte

1 kleine Dose Mais, 285 g abgetropft

1 kleines Glas weiße Bohnen, 255 g

abgetropft

40 g Pinien- oder Kürbiskerne

etwas Paprikapulver und Kräutersalz

Guss:

4 Eier

übriges Eiweiß vom Teig

20 g Stärke

100 g fettarmer Naturjoghurt

100 g Sojasahne

200 g saure Sahne

1 – 2 EL gekörnte Gemüsebrühe

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Zum guten Schluss

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer

arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser

hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex

Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-

2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd; in dieser Ausgabe

ist wieder Hans dran.

Früher war alles besser...

Neulich beklagte sich eine Patientin,

die seit 35 Jahren Diabetes hat, bei der

Visite darüber, dass früher alles besser

gewesen sei. Die Ärzte hätten bei der

Visite viel mehr Zeit gehabt, man habe

sich auch einmal zu ihr auf das Bett gesetzt

und über ihren Schrebergarten gesprochen,

und sie habe sich damals so

richtig umsorgt und gut aufgehoben gefühlt.

Tja, was soll man da sagen?

Natürlich hatten wir früher mehr Zeit.

In den Kliniken gab es keinen Kostendruck,

die steigende Anzahl von Diabetikern

war auch kein Thema. Alle Medikamente

wurden bezahlt, und über

jedes neue Medikament hat man sich

gefreut, wenn es denn hilfreich für die

Patienten war. Heute ist es ganz anders:

Jeden Tag erkranken in Deutschland einige

hundert Menschen neu an einem

Diabetes. Viele Diabetesmedikamente

sind als Generika preisgünstig auf dem

Markt, und jedes neue Medikament ist

natürlich viel teurer. Die Kliniken müssen

sparen, denn sie müssen für das

gleiche Geld effektiver handeln und auf

diese Weise mehr Patienten betreuen.

Das geht natürlich nur durch Arbeitsverdichtung.

Und das heißt schlussendlich,

dass wir für unsere Patienten weniger

Zeit haben.

Andererseits haben sich auch die Pa-

Illustration: iStockphoto

»»

War früher wirklich alles

besser? Es war anders.

Und in ein paar Jahren

wird es wieder anders sein.

tienten geändert. Es ist nicht mehr so,

dass Patienten duldsam ihre „Halbgötter

in Weiß“ anhimmeln und in tiefem

Gottvertrauen alle ärztlichen Ratschläge

befolgen. Der moderne Patient ist

gut informiert, Mitglied einer Selbsthilfegruppe

und beherrscht das Internet

– und letzteres weiß ja bekanntlich alles.

Auch die Diabetologie ist moderner

geworden: Wir haben Disease-Management-Programme,

wir haben Schwerpunktpraxen,

wir haben gut ausgebildetes

Personal wie Diabetesberater,

Fachpsychologen, Podologen und vieles

mehr. Und das bedeutet, die moderne

Medizin ist effektiver, aber auch

schneller geworden. Und wer Pech hat,

kann im Strudel der modernen Hochleistungsmedizin

durchaus untergehen.

Um das zu verhindern, muss man

miteinander reden. Wir Ärzte sind natürlich

bereit, mit den Patienten zu reden

und uns für ein wichtiges Gespräch

auch die Zeit zu nehmen, die notwendig

ist. Wenn man das als Patient bedenkt,

sich auf ein solches Gespräch

mit konkreten Fragen vorbereitet und

dem Arzt dann aufmerksam zuhört,

dann wird es auch heute in der schnelllebigen

Zeit gute Arzt-Patienten-Gespräche

und ein gutes Miteinander zur

allseitigen Zufriedenheit geben.

Deswegen glaube ich auch nicht, dass

früher alles besser war. Es war anders,

und in ein paar Jahren wird es wieder

anders sein. Denn eines ist sicher: Die

Alltagsprobleme von heute sind die gute

alte Zeit von morgen.

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Diabetes-Journal 8 /2013


IMPRESSUM

Herausgeber und Verlag: Verlag Kirchheim + Co GmbH,

Kaiserstr. 41, 55116 Mainz, Tel. (0 61 31) 9 60 70-0, Fax (0 61 31) 9 60 70 70,

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Chefredakteure:

Prof. Dr. med. T. Haak, Diabetes Zentrum Mergentheim,

Theodor-Klotzbücher-Str. 12, 97980 Bad Mergentheim,

E-Mail: haak@kirchheim-verlag.de

Günter Nuber, Kaiserstr. 41, 55116 Mainz, Tel. (0 61 31) 9 60 70 30,

E-Mail: nuber@kirchheim-verlag.de, www.diabetes-journal.de

DDB-Vertreter in der Chefredaktion:

Dieter Möhler, DDB-Bundesvorsitzender

Rubrik

optional: 2.Ebene

… und das lesen Sie im nächsten Heft:

In der September-Ausgabe erzählen Diabetes-Journal-Leser

in „Diabetes life“, was ihnen persönlich

widerfahren ist. Außerdem im Blatt:

Redaktion:

Prof. Dr. med. T. Danne, Hannover – O. Ebert, Stuttgart,

N. Finkenauer-Ganz, Mainz – M. Heinz, Mainz – G. Hess, Mainz,

Dr. med. K. Kraatz, Mainz – M. Krüger, Apotheker, Krefeld,

Dipl.-Psych. PD Dr. B. Kulzer, Bad Mergentheim,

Prof. Dr. med. Hellmut Mehnert München – K. Metternich, Kerpen,

A. Monecke, Berlin – Prof. Dr. med. R. Petzoldt, Bad Oeynhausen,

Dr. med. G.-W. Schmeisl, Bad Kissingen – Prof. Dr. med. P.-M. Schumm-Draeger,

München – Prof. Dr. med. M. Weber, Mainz – Prof. Dr. med. B. Willms,

Bad Lauterberg/Harz – Prof. Dr. med. R. Zick, Lingen

Geschäftsführer: Stephan Kröck

Anzeigenleitung: Björn Lindenau

Anzeigendisposition: Michael Pradel, Tel. (0 61 31) 9 60 70 20

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Erscheinungsweise: monatlich

Abonnenten-Service: InTime Media Services GmbH,

Leser-Service Kirchheim-Verlag,

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Tel. 0 89/8 58 53-801, Fax 089/8 58 53-888

Leser-Service: Steffie Wolf, Tel. 0 61 31/9 60 70-62

Buch-Service: Ursula Zehnter, Tel. 0 61 31/9 60 70 28

Diabetes-Journal gibt es auch auf CD als Daisy/MP3-Hörzeitschrift

für Blinde und Sehbehinderte: Westdeutsche Blindenhörbücherei,

Harkortstr. 9, 48163 Münster, Tel. 02 51/71 99 01.

Bestellung: über jede Buchhandlung oder InTime Services, zum Jahres-Abonnementspreis

von jährlich 40,80 € (pro Heft 3,40 €). Die Kündigung des Abonnements

ist jederzeit möglich. Einzelverkaufspreis 3,90 €, erhältlich im Flughafen-

und Bahnhofsbuchhandel. Für die Mitglieder der DDB-Landesverbände

Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

ist der Bezugspreis durch den Mitgliedsbeitrag abgegolten. Die Mitglieder

der restlichen DDB-Landesverbände und von diabetesDE können das Diabetes-

Journal jeweils zu einem gesonderten Mitgliederbezugspreis erhalten.

Druck: Konradin Druck, Leinfelden-Echterdingen.

Alle Rechte bleiben dem Verlag nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen

vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte übernehmen

Verlag und Redaktion keine Haftung. Gezeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Zeitschrift und alle in ihr

enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Mit

Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle ist eine Verwertung ohne Einwilligung

des Verlags strafbar. Wir weisen darauf hin, dass diätetische Lebensmittel

entsprechend ihres Nährstoff- und Kaloriengehaltes auf die ärztliche

Diätverordnung angerechnet werden müssen.

Der Anzeigenteil der Zeitschrift Diabetes-Journal steht außerhalb der Verantwortung

der Redaktion. Anzeigen und Fremdbeilagen stellen allein die Meinung

der dort erkennbaren Auftraggeber dar. © Kirchheim-Verlag, Mainz

Titelbild: iStockphoto

ISSN 0341 – 8812

62. Jahrgang

Milchprodukte: Wie gesund

sind sie wirklich?

Antwort gibt es in „Essen

& Trinken“. Dazu Rezepte

mit Milch, Quark

und Co.

Foto: fotolia

In der Rubrik „Memo“

haben wir Artikel aus

Fachzeitschriften für Sie

ausgewählt. Dabei geht

es auch um die künstliche

Bauchspeicheldrüse.

Foto: fotolia

Versicherungen für

Diabetiker, Teststreifen-Verordnungen,

Krankenkassenleistungen:

Im Titelthema

geht es um Diabetes

und Recht!

Im Bahnhofsbuchhandel

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mit dem

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können Sie das

Diabetes-Journal

kaufen oder bestellen.

Foto: Kirchheim

Die September-Ausgabe erscheint Ende August.

Diabetes-Journal x /2013

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