26.02.2014 Aufrufe

PC Games Hardware Magazin Tipps & Tests auf 30 Seiten: Grafikkarten (Vorschau)

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LEIDENSCHAFT FÜR GAMES<br />

MAGAZIN<br />

E 3,99 | 03/2014<br />

Mit DVD für<br />

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Megatest: AMD A10-7850K Ab<br />

S. 18<br />

Ausgabe 161<br />

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<strong>Tipps</strong> & <strong>Tests</strong> <strong>auf</strong> <strong>30</strong> <strong>Seiten</strong>:<br />

<strong>Grafikkarten</strong><br />

Ab S. 36<br />

Treiber-Updates, Herstellerkarten mit R9 290X, bessere Kühlung<br />

A10-7850K<br />

Kaveri-<br />

Test<br />

13<br />

Ab S. 18<br />

<strong>Seiten</strong>!<br />

z Die neuen Kombiprozessoren<br />

z Die besten Mainboards mit<br />

FM2+ für die neuen APUs<br />

So spannend wird 2014<br />

<strong>PC</strong>GH-Roadmap: Nvidia Maxwell, AMD Mantle, Haswell-<br />

Refresh, Steam Machines, DDR4, Oculus Rift u. v. m. Ab S. 12<br />

Stromspar-Spiele-<strong>PC</strong>s<br />

Gebaut: 2 sparsame Spiele-<strong>PC</strong>s mit Kaveri & Haswell Ab S. 92<br />

CPU-Kühlung optimiert<br />

Marktübersicht und <strong>Tipps</strong>: Die neuen Top-CPU-Kühler<br />

im Test plus die Vorteile eines Lufttunnelsystems Ab S. 74<br />

E 3,99 | Ausgabe 03/2014<br />

Österreich € 4,<strong>30</strong> | Schweiz sfr 7,50 |<br />

Benelux € 4,50 | Italien, Spanien, Portugal,<br />

Frankreich € 4,90 | Dänemark dkr 33,50<br />

Test: 27-Zöller S. 86<br />

Mechanische<br />

Tastaturen S. 106<br />

DayZ-Tuning<br />

S. 112


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Editorial | service<br />

Steamcodes versus<br />

physische Vollversionen<br />

Wo sind die redaktionellen Videos? Wer sich diesen Monat die DVD-Ausgabe von <strong>PC</strong> <strong>Games</strong><br />

<strong>Hardware</strong> k<strong>auf</strong>t, findet <strong>auf</strong> dem Datenträger dieses Mal „nur“ eine Spielevollversion in Form<br />

von Splinter Cell: Double Agent. Das „nur“ in Anführungszeichen, weil das Spiel an sich natürlich<br />

ein sehr gutes Spiel darstellt, das auch einen interessanten Multiplayermodus bietet.<br />

Allerdings sind <strong>PC</strong>GH-DVD-Käufer ja gewohnt, jeden Monat auch exklusive redaktionelle Videos<br />

vorzufinden. Die haben wir dieses Mal nicht etwa aus Faulheit weggelassen, sondern es<br />

war schlichtweg kein Platz mehr dafür vorhanden, da die Vollversion so umfangreich ausfällt.<br />

Diese Situation ist alles andere als erfreulich und tatsächlich wird es immer schwerer, hochwertige<br />

Vollversionen einzuk<strong>auf</strong>en, die noch <strong>auf</strong> unsere DVD-9 mit zwei Schichten passen.<br />

<strong>PC</strong>GH-Fan werden <strong>auf</strong>:<br />

www.facebook.com/<br />

pcgameshardware<br />

Thilo Bayer<br />

Chefredakteur<br />

Jetzt könnten Sie zu Recht fragen, warum wir in dem Fall keine Vollversionen eink<strong>auf</strong>en, die<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong>Nicht<br />

gar nicht mehr per Datenträger, sondern gleich als Key (beispielsweise bei Steam, Good Old<br />

<strong>Games</strong>, Origin oder Uplay) mitgeliefert werden. Und tatsächlich beschäftigen wir uns intern<br />

schon länger mit der Frage, ob angesichts des knappen Fassungsvermögens der DVD-9 physische Spielevollversionen<br />

überhaupt noch sinnvoll sind. Umfragen im Forum zeigen ja, dass die Akzeptanz für solche rein digitalen Dienste, bei<br />

denen der Kunde nur den Key bekommt und dann das Spiel zu Hause selbst herunterlädt, durchaus hoch ist. Allein,<br />

gezielte <strong>Tests</strong> im Handel, wo Heftversionen mal mit physischer DVD, mal nur mit Codes ausgelegt wurden, haben diese<br />

Akzeptanz nicht bestätigt. Tatsächlich wurden die Ausgaben mit Spielcodes deutlich weniger oft gek<strong>auf</strong>t als solche mit<br />

„echten“ Spielen. Die Auswertung ergab einen Unterschied von rund 20 Prozent, was erheblich ist.<br />

verpassen<br />

Ist das nur eine Frage der Gewohnheit? Müssen die Käufer sich erst daran gewöhnen, dass ein Spielcode statt einer<br />

physischen Vollversion im Heft ist? Oder ist die Bereitschaft, möglicherweise bis zu 20 Gigabyte an Daten daheim herunterzuladen,<br />

doch geringer als angenommen? Aktuell ist es jedenfalls so, dass ein Spielcode nicht die Wertigkeit einer<br />

<strong>auf</strong> DVD vorhandenen Vollversion besitzt. Wie sehen Sie das Ganze? Schreiben Sie mir an tb@pcgh.de<br />

www.pcgh.de/geforce<br />

Viel Spaß mit Ausgabe Nummer 161 wünscht Ihr<br />

Tom testet vier Platinen mit<br />

Sockel FM2+ für AMDs neue<br />

APUs der Kaveri-Generation.<br />

Raff präsentiert<br />

stolz „Das GeForce<br />

GTX Handbuch“, das<br />

seit dem 29.1.2014<br />

erhältlich ist.<br />

Spieleonkel Frank<br />

baut einen Spiele-<strong>PC</strong><br />

<strong>auf</strong> Kaveri- und einen<br />

<strong>auf</strong> Haswell-Basis,<br />

die möglichst wenig<br />

Strom aus der Steckdose<br />

ziehen.<br />

Die Redaktion<br />

im Januar 2014<br />

+++ Raff nimmt die neuen Herstellerdesigns der R9 290X unter die Testlupe<br />

+++ Carsten unterzieht AMDs neuen APU-Sprinter Kaveri einem Leistungs-<br />

Check +++ Der Spieleonkel testet vier mechanische Tastaturen und verringert<br />

deren Betriebslautstärke mit Dämpfungsringen +++ Phil darf wieder basteln<br />

und baut einen Lufttunnel für CPUs und Geforce-<strong>Grafikkarten</strong> +++ Reinhard<br />

besucht die CES in Las Vegas und berichtet über die <strong>Hardware</strong>-Trends 2014<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 3


service | Heftinhalt<br />

Heftinhalt<br />

Technik-Trends 2014<br />

Das vergangene Jahr 2013 war voller spannender technischer<br />

Neuerungen und auch 2014 wird zahlreiche interessante<br />

Entwicklungen für <strong>Hardware</strong>-Freunde bereithalten:<br />

Nvidias Maxwell, Oculus Rift, DDR4-Speicher und Intels<br />

Haswell-Refresh sind nur einige Themen, die uns erwarten.<br />

specials<br />

Info: <strong>Hardware</strong> 2014...................................10<br />

Wir blicken in die Kristallkugel und gehen <strong>auf</strong><br />

die Technik-Trends des Jahres 2014 ein.<br />

Test: AMDs APU-Sprinter.............................18<br />

Alles neu macht Kaveri? Wir prüfen die neuen<br />

AMD-APUs <strong>auf</strong> Herz und Nieren.<br />

Test: Kaveri-Mainboards im Test...................28<br />

FM2+ heißt der neue Sockel für die Kaveri-Generation.<br />

<strong>PC</strong>GH testet vier aktuelle Mainboards<br />

im Preisbereich bis 100 Euro.<br />

grafikkarten<br />

Startseite ................................................34<br />

<strong>PC</strong>GH-Leistungsindex von Single-GPU-Karten<br />

Praxis: Extreme-OC mit LN2........................36<br />

Crysis 3 bei -196 Grad Celsius: Fällt die 60-Fps-<br />

Marke bei GPU-Kühlung mit LN2?<br />

Test: High-End-<strong>Grafikkarten</strong>.........................44<br />

Die Radeon R9 290X ist endlich mit alternativen<br />

Kühlkkonzepten erhältlich. Hat sich das<br />

Warten <strong>auf</strong> die Herstellerdesigns gelohnt?<br />

Test: Wasserkühlung für Hawaii-GPUs..........52<br />

Hitzkopf Hawaii: <strong>PC</strong>GH testet vier Wasserkühler<br />

für AMDs Radeon R9 290.<br />

Praxis: Wassergekühlte Radeon R9 290.......56<br />

Niedrige Temperaturen dank Wasserkühlung<br />

erlauben größeren Übertaktungsspielraum. Wir<br />

bringen die Radeon R9 290 an ihr Leistungslimit<br />

und analysieren weiterhin die Effizienz.<br />

Praxis: Treiber-Vergleich..............................60<br />

Was bringen Updates des <strong>Grafikkarten</strong>treibers?<br />

<strong>PC</strong>GH macht den Benchmark-Test.<br />

Praxis: Lufttunnel selbst gebaut...................64<br />

<strong>PC</strong>GH baut einen Lufttunnel für Geforce-<strong>Grafikkarten</strong><br />

und misst die Temperaturveränderungen.<br />

prozessoren<br />

Startseite..................................................68<br />

<strong>PC</strong>GH-Leistungsindex von Prozessoren<br />

Retro: Intel Skulltrail 2014..........................70<br />

Wie schlägt sich die High-End-Plattform des<br />

Jahres 2008 heute? <strong>PC</strong>GH bittet Skulltrail zum<br />

erneuten Bench mark-Test.<br />

Praxis: Prozessor besser kühlen...................74<br />

<strong>PC</strong>GH optimiert mithilfe eines Luftschlauches<br />

die Belüftung der CPU, Benchmarks inklusive.<br />

Test: High-End-Prozessorkühler....................78<br />

Wir testen fünf Oberklasse-Kühler für Prozessoren<br />

<strong>auf</strong> hinsichtlich Lautstärke und Leistung.<br />

infrastruktur<br />

Startseite ................................................82<br />

Test: Alienware 18, Teamgroup DDR3-2133<br />

Test: WQHD-Monitore im Test......................86<br />

Full HD war gestern: <strong>PC</strong>GH testet neun<br />

27-Zoll-Monitore mit 2.560 x 1.440 Pixeln.<br />

Praxis: Stromspar-<strong>PC</strong>s.................................92<br />

<strong>PC</strong>GH baut spieletaugliche und verbrauchsarme<br />

<strong>PC</strong>s <strong>auf</strong> Intel- und AMD-Basis.<br />

Praxis: Soundcheck im <strong>PC</strong>.........................100<br />

Wie schlägt sich Onboard-Sound im Vergleich zu<br />

günstigen Soundkarten? <strong>PC</strong>GH macht den Test.<br />

Test: Mechanische Tastaturen.....................106<br />

Lärmende Tastaturmonster braucht kein Mensch.<br />

<strong>PC</strong>GH testet aktuelle mechanische Tastaturen mit<br />

Dämpfungsringen.<br />

spiele & software<br />

Startseite ..............................................110<br />

Kingdom Come: Ambitioniertes Mittelalter-RPG<br />

Praxis: Zombie-Apokalypse V. 0.1..............112<br />

<strong>PC</strong>GH wirft einen Blick <strong>auf</strong> die Pre-Release-<br />

Version des Zombie-Phänomens DayZ.<br />

eink<strong>auf</strong>sführer<br />

<strong>Grafikkarten</strong>...............................................116<br />

Prozessoren & Kühler .................................117<br />

Mainboards & RAM....................................118<br />

LCDs, Eingabe & Soundkarten.....................119<br />

SSDs & Festplatten .....................................120<br />

Gehäuse, Lüfter & Netzteile ........................121<br />

service<br />

Editorial.......................................................03<br />

Inhalt DVD...................................................06<br />

<strong>PC</strong>GH-<strong>PC</strong> ....................................................27<br />

Abo-Angebote....................................... 98, 99<br />

Lesereinsendungen.....................................115<br />

Teamseite & Impressum..............................124<br />

Die letzte Seite...........................................126<br />

4<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

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service | DVD-Highlights<br />

Die aktuelle Heft-DVD bietet die<br />

Vollversion Splinter Cell: Double<br />

Agent. Aus Platzgründen gibt es<br />

diesen Monat keine Videos, Treiber<br />

und Tools <strong>auf</strong> dem Datenträger.<br />

Nicht nur am Boden müssen Sie herausfordernde Missionen abschließen. Abhängen<br />

wie hier ist nur in den seltensten Fällen möglich. Die Zeit sitzt Ihnen stets im Nacken.<br />

Der nächste Schritt könnte bereits den Alarm auslösen. Deshalb gilt wie immer die<br />

Devise: Gut Ding will Weile haben.


DVD-Highlights | service<br />

Vollversion noch schöner!<br />

Splinter Cell: Double Agent läuft<br />

auch <strong>auf</strong> schwächerer <strong>Hardware</strong><br />

sehr flüssig, daher sollten Sie<br />

die überschüssige Leistung in bessere<br />

grafische Qualität stecken. Wir<br />

zeigen Ihnen, wie das geht.<br />

Systemanforderungen<br />

Als Prozessor empfiehlt der Hersteller<br />

einen Intel Pentium 4 mit<br />

3,5 GHz oder einen AMD Athlon<br />

3500. 1 GiByte RAM und eine<br />

256-MiByte-Grafikkarte werden<br />

ebenfalls verlangt.<br />

Patch installieren<br />

Der Patch, den wir Ihnen <strong>auf</strong> der<br />

DVD unter \SplinterCell\Patch mitliefern,<br />

sollte als Administrator ausgeführt<br />

und installiert werden. Ansonsten<br />

stürzt das Spiel mit einer<br />

Windows-Fehlermeldung ab und<br />

muss neu gestartet werden.<br />

Downsampling<br />

Für Sie ist Downsampling sicherlich<br />

ein alter Hut. Dennoch profitiert<br />

auch dieses Spiel von jenen<br />

Einstellungen, da die Grafikqualität<br />

durch eine hochwertige Glättung<br />

im neuen Glanz erstrahlt. Wenn Sie<br />

eine Geforce-Grafikkarte besitzen,<br />

können Sie Downsampling direkt<br />

in Ihrem Grafkkartentreiber einstellen.<br />

Besitzer eines AMD-Pixelschubsers<br />

müssen zu einer Drittanbieter-Software<br />

greifen: Custom<br />

Resolution Utility (CRU). Die aktuelle<br />

Version können Sie unter www.<br />

monitortests.com herunterladen.<br />

Sweet FX<br />

Wenn Sie noch mehr aus dem<br />

vierten Teil der beliebten Tom-<br />

Clancy’s-Serie herausholen wollen,<br />

dann empfehlen wir Ihnen Sweet<br />

FX. Über die Webseite http://sweetfx.thelazy.net<br />

können Sie sich das<br />

Programm herunterladen. Wir<br />

schlagen hierbei die Stand alone-<br />

Version vor. Entpacken Sie die .zip-<br />

Datei und verschieben Sie die dort<br />

enthaltenen Einzeldateien in den<br />

Spieleordner, in dem sich auch die<br />

.exe-Datei befindet. Die SweetFX_<br />

settings.txt öffnen Sie mit einem<br />

beliebigen Texteditor und ändern<br />

die Werte wie folgt ab:<br />

n #define USE_LUMASHARPEN 1<br />

n #define USE_Bloom 1<br />

n #define USE_HDR 1<br />

n #define USE_VIBRANCE 1<br />

n #define sharp_strength 2.0<br />

Auflösung ändern<br />

Das Spiel verfügt über eine Auflösung<br />

von 1.280 x 720. Wenn Sie<br />

jedoch in Ihrer nativen Monitor<strong>auf</strong>lösung<br />

spielen wollen, dann<br />

empfiehlt es sich, einen Blick in<br />

die .ini-Datei des Installationsordners<br />

zu werfen. Der Name lautet<br />

SplinterCell4.ini. Suchen Sie nach<br />

folgenden Zeilen und geben Sie die<br />

von Ihnen gewünschte Auflösung<br />

ein – zum Beispiel 2.560 x 1.440:<br />

n FullscreenViewportX=2560<br />

n FullscreenViewportY=1440<br />

Mehrspieler-Modus<br />

Auf der Heftseite 64 finden Sie einen<br />

Spielecode für Splinter Cell:<br />

Double Agent. Nur wenn Sie diesen<br />

verwenden, können Sie im Mehrspielermodus<br />

spannende Gefechte<br />

austragen.<br />

(dn)<br />

Die DVD läuft nicht? Kein<br />

Problem! Schicken Sie eine<br />

E-Mail mit Ihrer genauen Anschrift<br />

(Name, Straße, PLZ, Wohnort) und<br />

der Ausgabennummer (z. B. Ausgabe<br />

03/2014) unter dem Betreff „<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong><br />

DVD-Reklamation“ an computec@dpv.de.<br />

Bei neuerer <strong>Hardware</strong> kann es sein, dass sie nicht als ausreichend anerkannt wird.<br />

Über diesen Fehler brauchen Sie sich jedoch keine Gedanken zu machen.<br />

Bildvergleich: Splinter Cell 4<br />

Mit Sweet FX locken Sie nicht nur kräftigere Farben hervor, sondern auch gestochen<br />

scharfe und detaillierte Bilder. Das sorgt für ein ganz neues Spielgefühl.<br />

Maximale Grafikdetails<br />

Maximale Grafikdetails mit Sweet FX<br />

Jede Sekunde zählt, wenn Sie entdeckt werden. Hierbei kann keine Rücksicht <strong>auf</strong><br />

Forscher, Wissenschaftler oder gar Beamte genommen werden.<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 7


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special | <strong>Hardware</strong> 2014<br />

Roadmap zu den Herstellerplänen 2014<br />

Bilder: Asus, EyeWire, Oculus VR, Razer<br />

Technik im Jahr 2014<br />

Das Jahr 2013 war voller spannender Neuerungen. So wird es auch im Jahr 2014 sein. Wir sehen uns<br />

an, was uns im aktuellen Jahr an Technikinnovationen erwartet.<br />

Wenn wir einen Blick zurück<br />

<strong>auf</strong> das vergangene Jahr werfen,<br />

sehen wir eine Menge spannender<br />

Neuvorstellungen. Bevor<br />

wir den Blick <strong>auf</strong> das richten, was<br />

uns 2014 aller Voraussicht nach erwarten<br />

wird, betrachten wir nochmal,<br />

was letztes Jahr passierte.<br />

Ein kurzer Rückblick<br />

Während sich AMD Zeit ließ und<br />

erst Ende des Jahres mit der neuen<br />

Radeon-Serie <strong>auf</strong> den Markt kam,<br />

war Nvidia bereits zu Anfang des<br />

Jahres fleißig. Im Februar beeindruckten<br />

und empörten die grünen<br />

Kalifornier mit der Geforce<br />

Titan gleichermaßen und traten<br />

<strong>auf</strong>grund des stolzen Luxus-Preises<br />

von fast tausend Euro eine Diskussion<br />

darüber los, was denn eine<br />

Grafikkarte maximal kosten dürfe.<br />

Mitte des Jahres erschien dann die<br />

Titan für den Normalsterblichen,<br />

namentlich die Geforce GTX der<br />

7er-Serie. Diese ist als Referenzdesign<br />

zwar langsamer als die Titan<br />

und außerdem nur mit maximal<br />

halb so viel RAM ausgestattet, Custom-Designs<br />

hoben die GTX 780<br />

schnell <strong>auf</strong> ein Geschwindigkeitslevel<br />

jenseits der Titan. Nur die<br />

RAM-Menge bliebt <strong>auf</strong>grund einer<br />

Ansage von Nvidia gleich. Das soll<br />

sich aber 2014 ändern.<br />

AMD startete Ende des Jahres sein<br />

neues Top-Modell R9 290X. Die<br />

Karte weiß in Sachen Geschwindigkeit<br />

zwar zu überzeugen, hat<br />

jedoch ein Problem mit der Referenzkühlung,<br />

das erst Custom Designs<br />

in den Griff kriegen. Das Jahr<br />

2014 wird wohl im Zeichen dieser<br />

Custom Designs stehen, auch wenn<br />

Ende des Jahres der Nachfolger Pirate<br />

Island erwartet wird.<br />

Im Bereich CPUs gab vor allem<br />

Intel den Ton an. Haswell<br />

erschien Mitte des Jahres. Die<br />

Fortschritte beim CPU-Teil hielten<br />

sich in Grenzen. Zwar erreicht<br />

der Prozessor eine rund<br />

10 Prozent höhere Geschwindigkeit,<br />

Intel legt den Fokus aber vor<br />

allem <strong>auf</strong> die Grafikeinheit, welche<br />

mit „Iris“ auch erstmals einen richtigen<br />

Namen spendiert bekam.<br />

AMD arbeitet weiter eifrig im Bereich<br />

APUs und stellte dieses Jahr<br />

den Trinity-Nachfolger vor, zudem<br />

gab es mit dem FX-95<strong>30</strong> und dem<br />

FX-9590 nicht ganz ernst gemeinte<br />

Updates für Vishera, genannt Centurion.<br />

Der Grund dafür ist die TDP<br />

von 220 Watt, ein Wert, den man<br />

sonst nur von GPUs kennt. Zudem<br />

waren die CPUs mit bis zu 750 Euro<br />

zu Beginn sehr teuer.<br />

Im SSD-Bereich tat sich im letzten<br />

Jahr nur wenig. Schon seit Monaten<br />

hängen die L<strong>auf</strong>werke an der oberen,<br />

von SATA-6-GBit/s gesetzten<br />

Geschwindigkeitsgrenze von etwa<br />

550 MByte/s fest. Aktuell arbeiten<br />

die Hersteller vor allem bei der Optimierung<br />

im Bereich IOPS. Erst im<br />

kommenden Jahr wird es <strong>auf</strong>grund<br />

neuer Schnittstellen und Controller<br />

schnellere L<strong>auf</strong>werke geben.<br />

Erste Modelle mit dem neuen Sandforce-Controller<br />

konnten <strong>auf</strong> der<br />

CES bewundert werden. Was Sie<br />

sonst noch erwarten dürfen, lesen<br />

Sie <strong>auf</strong> den folgenden <strong>Seiten</strong>.<br />

10<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


<strong>Hardware</strong> 2014 | special<br />

Grafik im neuen Jahr<br />

Die wichtigste Ankündigung<br />

des letzten Jahres<br />

kam vermutlich von AMD: Das<br />

Unternehmen erklärte, ab 2014<br />

eine <strong>Hardware</strong>-API für GCN-<br />

<strong>Grafikkarten</strong> anzubieten. Aktuell<br />

firmiert diese API unter dem<br />

Namen Mantle. Bisher blieb es<br />

jedoch bei der Ankündigung,<br />

erst Ende Januar soll der erste<br />

Mantle-Treiber erscheinen und<br />

mit Battlefield 4 das erste Spiel<br />

diese API unterstützen. Wenn<br />

Sie dieses Heft in Händen halten,<br />

sollte das alles bereits geschehen<br />

sein.<br />

Zum Zeitpunkt der CES 2014<br />

sind laut AMD und DICE bereits<br />

20 Spiele mit Unterstützung für<br />

Mantle in der Mache. Handfeste<br />

Belege der Unterstützung abseits<br />

der beiden Mantle-Initiatoren<br />

stehen indes noch aus, zeigen<br />

sich aber hoffentlich in den<br />

ersten Monaten des Jahres. Die<br />

Verbesserungen, die AMD mit<br />

Mantle verspricht, sind enorm:<br />

Bis zu 45 Prozent Geschwindigkeitsvorteil<br />

soll möglich sein,<br />

wobei die CPU noch stärker als<br />

die GPU entlastet werden soll.<br />

Nvidia mit<br />

neuen Grafikchips<br />

Nvidia hat für Anfang des Jahres<br />

wiederum einen neuen<br />

Grafikchip in petto. Nach Tesla,<br />

Fermi und Kepler wird auch<br />

dieser Chip mit „Maxwell“ wieder<br />

den Namen eines Naturwissenschaftlers<br />

beziehungsweise<br />

Physikers tragen. Den Anfang<br />

soll die Geforce GTX 750 Ti machen,<br />

und zwar noch im Februar<br />

dieses Jahres. Ungewöhnlich ist,<br />

dass eine Mittelklasse-Grafikkarte<br />

als erstes Modell der neuen<br />

Generation erscheint. Die<br />

Geschwindigkeit soll <strong>auf</strong> dem<br />

Niveau einer GTX 660 liegen,<br />

die Fertigung im 28-nm-Prozess<br />

erfolgen.<br />

Bei Maxwell wird ein Teil des<br />

Adressraums des Speichers für<br />

CPU und GPU zusammengelegt,<br />

um den Programmierern die Arbeit<br />

zu erleichtern. Zudem sollen<br />

in den Grafikchips ARM-Kerne<br />

vom Typ „Denver“ arbeiten.<br />

Mehr Hertz und Pixel<br />

2014 könnte das Jahr werden, in<br />

welchem wir Full-HD zumindest<br />

im <strong>PC</strong>-Bereich endlich hinter<br />

uns lassen. Zwar gibt es schon<br />

seit Längerem Monitore mit<br />

Auflösungen ab 2.560 x 1.440<br />

Pixel, welche sich allerdings<br />

noch nicht so recht durchsetzen<br />

konnten. Auf der CES hat Asus<br />

mit dem RoG Swift PG278Q<br />

einen Monitor vorgestellt, welcher<br />

die genannte Auflösung<br />

auch mit 120 Hz darzustellen<br />

vermag. Zudem ist die Anzeige<br />

mit G-Sync von Nvidia ausgestattet.<br />

Letzteres wird 2014 auch<br />

eines der großen Themen sein,<br />

wobei es allerdings schon Bestrebungen<br />

gibt, die Technologie<br />

in einen Standard zu gießen.<br />

Zudem wurden <strong>auf</strong> der Messe<br />

in Las Vegas auch mehrere 4k-<br />

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Mitte 2014 löst Display-Port 1.3 einige Probleme, welche durch die enorme<br />

Auflösung bei 4k enstehen. Zudem kommt ein G-Sync-ähnlicher Standard.<br />

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www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 11


special | <strong>Hardware</strong> 2014<br />

Battlefield wird ab Februar das erste Spiel sein, welches AMDs Mantle-API verwendet.<br />

Aktuell sprechen DICE und AMD von 20 Spielen, welche die API nutzen werden.<br />

Monitore vorgestellt, welche die<br />

Auflösung für den <strong>PC</strong> <strong>auf</strong> einen<br />

Preis von unter 1.000 Dollar verfügbar<br />

machen. Zu nennen wären hier<br />

Asus und LG. Damit bewegt sich 4k<br />

stark in Richtung Mainstream.<br />

Nur <strong>auf</strong> 4k bei gleichzeitig hoher<br />

Bildwiederholrate (120 Hz und<br />

mehr) müssen wir wahrscheinlich<br />

noch bis 2015 warten. Zudem muss<br />

dazu auch eine neue Datenübertragungs-Technologie<br />

her. HDMI<br />

unterstützt mit der aktuellen Version<br />

1.4a die Auflösung nur mit<br />

maximal <strong>30</strong> Hz, erst HDMI 2.0 hebt<br />

diese Grenze <strong>auf</strong> 60 Hz. Für 120-Hz-<br />

4k bietet mittelfristig wohl nur der<br />

kommende Standard Display-Port<br />

1.3 ausreichend Bandbreite. Dieser<br />

bietet rund 32 GBit/s und soll<br />

im zweiten Quartal dieses Jahres<br />

final standardisiert sein. Die neue<br />

Version des Display-Ports soll auch<br />

die dynamische Steuerung des V-<br />

Blanks erlauben – genau die Funktion,<br />

welche Nvidia bei G-Sync nutzt.<br />

Pirateninseln<br />

Der große Abschluss im Grafikbereich<br />

könnte dieses Jahr von AMD<br />

kommen. Die Pirate-Islands-Grafikchips<br />

sind für das vierte Quartal angekündigt,<br />

wobei auch ein Release<br />

erst im Jahr 2015 nicht unwahrscheinlich<br />

ist. Über die Features<br />

hüllt sich AMD derzeit noch komplett<br />

in Schweigen, sodass es im<br />

Prinzip nur eine Handvoll Gerüchte<br />

zu den Pirate-Islands-GPUs gibt.<br />

Das erwartet Sie im Bereich CPU<br />

wöhnte Kundschaft Kaveri vor allem<br />

als Basis für einen Zweit- oder<br />

Media-<strong>PC</strong> ins Auge fassen. Trotzdem<br />

sollte man die Leistung der APUs<br />

nicht unterschätzen. Laut AMD ist<br />

ein Besitzer einer Kaveri-APU mit<br />

schnellerer <strong>Hardware</strong> ausgestattet<br />

als das langsamste Drittel der am<br />

Der Core i7-4770K wird ab dem zweiten Quartal als Top-Modell im Desktop-Segment<br />

vom Core i7-4790K mit festem Multiplikator abgelöst werden. Im Juli folgen die<br />

K-Modelle.<br />

Steam <strong>Hardware</strong> Survey teilnehmenden<br />

<strong>PC</strong>s. AMD scheint erfolgreich zu<br />

sein. Der A10-7850K führt aktuell<br />

die Liste der beliebtesten Produkte<br />

im <strong>PC</strong>GH-Preisvergleich an.<br />

Für dieses Jahr will AMD die FX-Serie<br />

weiterführen, Kabini soll ab dem<br />

zweiten Quartal von der Beema-<br />

APU abgelöst werden.<br />

Noch mehr Haswell<br />

Intel wartet dagegen bis zum Ende<br />

des Jahres, um mit Broadwell etwas<br />

wirklich Neues vorzustellen.<br />

In der Zwischenzeit sollen neue<br />

Versionen der bisherigen Haswell-<br />

Prozessoren k<strong>auf</strong>willige Kunden<br />

bei Laune halten. So wird es ein<br />

neues Topmodell mit der Bezeichnung<br />

Core i7-4790 geben. Dahinter<br />

folgen der i5-4690 sowie der i5-<br />

4590 und der i5-4460 Bei diesen<br />

steigen Basis und Turbo-Takt im<br />

Vergleich zum bisherigen Pendant<br />

um 100 MHz. Daneben soll es noch<br />

Im Bereich der CPUs könnte das<br />

Jahr 2014 aus Spielersicht etwas<br />

langweilig werden. Den Anfang machen<br />

die neuen Kaveri-APUs. Auch<br />

wenn die Kanadier mit den neuen<br />

APUs den Spieler ansprechen wollen,<br />

dürfte die durch die Leistung<br />

von dedizierten <strong>Grafikkarten</strong> verweitere<br />

veränderte Modelle geben.<br />

Die „T“- und „S“-Versionen bereits<br />

erhältlicher CPUs sollen besonders<br />

stromsparend sein. Schnellere Modelle<br />

mit freiem Multiplikator soll<br />

es ab dem dritten Quartal geben.<br />

Spannender sind die Neuerungen<br />

im Chipsatz-Bereich. Z97 und H97<br />

sollen als Nachfolger vom aktuellen<br />

Z87 und H87 vorerst zwar kein<br />

SATA Express mitbringen, <strong>auf</strong> einigen<br />

Boards wird es aber schon<br />

einen Steckplatz im aus Notebooks<br />

bekannten M.2-Format geben. Damit<br />

lassen sich SSD-Platinen, welche<br />

etwas größer als USB-Sticks<br />

sind, über <strong>PC</strong>I Express direkt mit<br />

dem Mainboard verbinden.<br />

Broadwell wird aktuellen Gerüchten<br />

zufolge ähnliche Verbesserungen<br />

bringen wie schon Haswell im<br />

Vergleich zu Ivy Bridge: Eine leicht<br />

schnellerer CPU-Teil mit einer deutlich<br />

<strong>auf</strong>gebohrten Grafikeinheit.<br />

2014<br />

Januar Februar März<br />

April Mai<br />

Kaveri-Start: A10-7850K<br />

und A10-7700K. A8-7600<br />

im ersten Quartal<br />

Erste 4K-Monitore unter<br />

1.000 Dollar<br />

G-Sync ist mit dem Asus<br />

VG248QE erhältlich<br />

Erster Mantle-Patch<br />

für Battlefield 4<br />

Erste Maxwell-Karte<br />

(GTX 750 Ti)<br />

Kabini- und<br />

Temash-CPUs<br />

(AM1-Sockel)<br />

Z97- und H97-Start<br />

Windows 8.1 Update 1<br />

Ab dem 2. Quartal:<br />

– Erster Monitor mit WQHD und 120 Hz (Asus RoG Swift PG278Q).<br />

– Neue Kaveri-Modelle A10-7800, A6-7400K, A4-7<strong>30</strong>0.<br />

– SSDs mit Sandforce SF-3700 erscheinen<br />

Juni<br />

Haswell-Refreshs<br />

(u.a. Core i7-4790K)<br />

Kabini- und Temash-<br />

CPUs (Mobile/Tablet)<br />

12<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


<strong>Hardware</strong> 2014 | special<br />

Zudem soll die TDP merklich sinken,<br />

was vor allem dem Shrink <strong>auf</strong><br />

die 14-nm-Fertigung zu verdanken<br />

sein wird. Intel will den Fokus beim<br />

Broadwell-Entwicklungsschritt <strong>auf</strong><br />

die Mobil-CPUs legen. Deshalb gehen<br />

die CPUs für Notebooks auch<br />

früher an den Start als die Desktop-<br />

Pendants.<br />

Haswell E<br />

Im dritten Quartal 2014 soll auch<br />

die E-Variante des Haswell erscheinen.<br />

Dieser Prozessor wird der<br />

erste sein, welcher <strong>auf</strong> DDR4-RAM<br />

setzt. Dazu wird ein DDR4-Quad-<br />

Channel-Speicherinterface integriert,<br />

welches mit bis zu 2.133 MHz<br />

arbeitet. Die Umstellung des Speichertyps<br />

macht auch den Wechsel<br />

des Sockels notwendig. Zwar wird<br />

der neue Sockel immer noch 2011<br />

Pins <strong>auf</strong>weisen, jedoch unter dem<br />

Namen LGA 2011-3 firmieren. Der<br />

Prozessor selbst wird nun sechs bis<br />

acht physische Kerne nutzen, weshalb<br />

auch die TDP <strong>auf</strong> 150 Watt ansteigt.<br />

Das ist eine deutliche Steigerung<br />

zu Ivy Bridge E, welcher noch<br />

mit 1<strong>30</strong> Watt auskam.<br />

Fokus <strong>auf</strong> Mobile<br />

Generell lässt sich feststellen, dass<br />

alle Hersteller dem High-End-Desktop-Markt<br />

immer weniger Bedeutung<br />

beimessen. Während AMD sich<br />

aus dem High-End-Bereich inzwischen<br />

komplett verabschiedet hat<br />

und mit Kaveri und FX im Mid-Range-Bereich<br />

fischt, bedienen Temash<br />

sowie später im Jahr Beema und<br />

Mullins Tablets und Convertibles.<br />

Auch Intel versucht im mobilen<br />

Bereich einen Fuß in die Tür zu<br />

bekommen und entwickelt an x86-<br />

SoCs, welche bei Performance und<br />

Effizienz mit ARM-SoCs mithalten<br />

können. So ist seit Anfang des Jahres<br />

Bay Trail in ersten Geräten zu<br />

finden. Beim Preis peilt Intel vermutlich<br />

ausschießlich die Mittelklasse<br />

und darunter an. Die bisherigen<br />

Intel-Geräte sind preislich fast<br />

durchweg im Budget-Bereich zu<br />

finden. Ebenso bei Asus, dem neuen<br />

Partner Intels im mobilen Bereich.<br />

Die <strong>auf</strong> der CES vorgestellte Zenfone-Reihe<br />

ist durchweg mit Intel-<br />

SoCs bestückt und für einen Preis<br />

von unter <strong>30</strong>0 Dollar erhältlich.<br />

Noch weiter in der Zukunft: Aufund<br />

Umrüsten leicht gemacht<br />

Auf der CES präsentierte Razer ein mögliches neues <strong>PC</strong>-Konzept für die<br />

Zukunft. Project Christine vereinfacht Umbauten am <strong>PC</strong> enorm. Und<br />

eröffnet gleichzeitig neue Geschäftsmodelle.<br />

Einer der großen Vorteile eines <strong>PC</strong>s ist seine Aufrüstbarkeit. Davon profitiert<br />

leider nur ein sehr kleiner Teil der Nutzer, vielen fehlt die nötige Fachkenntnis zur<br />

Auswahl und zum Einbau der Komponenten. Razer will<br />

das mit Project Christine ändern. Dabei handelt es sich<br />

um ein modulares <strong>PC</strong>-Konzept.<br />

Alle Komponenten sind in separaten Gehäusen<br />

untergebracht und werden über<br />

einen standardisierten, aber proprietären<br />

Anschluss mit dem <strong>PC</strong> verbunden.<br />

Sowohl GPU-, CPU-, SSD-Modul sowie<br />

alle anderen Komponenten nutzen den<br />

gleichen Anschluss. Gekühlt wird das<br />

Ganze lautlos per Öl. Marktreif soll<br />

Chris tine in etwa zwei Jahren sein. Razer<br />

kann sich vorstellen, dass die Module<br />

verk<strong>auf</strong>t, aber auch vermietet werden.<br />

Der Mieter könnte beispielsweise<br />

alle zwei Jahre ein neues CPU- und<br />

GPU-Modul erhalten, während die<br />

älteren als B-Ware in den Verk<strong>auf</strong> gehen.<br />

Bild: Razer<br />

2014 kommt DDR4<br />

Mit DDR 3 wird 2014 wohl<br />

ein langjähriger Standard in<br />

unseren Rechnern beerbt werden:<br />

Seit 2007 arbeiten die Module ohne<br />

größere Änderungen in unseren<br />

Rechnern. Dieses Jahr wird jedoch<br />

der Startschuss für DDR4 fallen.<br />

Auf der CES hatten wir die Gelegenheit,<br />

mit dem Speicherhersteller<br />

Crucial über die neue Speichergeneration<br />

zu sprechen.<br />

Die neuen Module sind immer<br />

noch genauso breit wie die von<br />

DDR3. Allerdings steigt die Anzahl<br />

der Kontakte von 240 <strong>auf</strong> 288 an.<br />

Deshalb steht pro Kontakt weniger<br />

Fläche zur Verfügung. Zudem<br />

wird die Kerbe ein weiteres Mal<br />

versetzt, um das falsche Einsetzen<br />

oder das Einstecken der Module in<br />

RAM-Slots der vorherigen Generationen<br />

zu verhindern. Außerdem<br />

sind die Module um einen knappen<br />

Millimeter höher und um 0,2 mm<br />

dicker, sodass die Modulhersteller<br />

mehr Fläche für Chips zur Verfügung<br />

haben, sie aber auch mehr<br />

Platinenschichten <strong>auf</strong> dem Modul<br />

unterbringen können. Crucial hat<br />

seine <strong>auf</strong> der CES gezeigten Module<br />

<strong>auf</strong> der Kontaktfläche mit einer<br />

leicht keilförmigen Kante ausgerüstet,<br />

um seinen Kunden das Einstecken<br />

zu erleichtern. Laut dem<br />

Unternehmen gab es zahlreiche Beschwerden<br />

von Benutzern, welche<br />

sich <strong>auf</strong>grund des hohen nötigen<br />

Kraft<strong>auf</strong>wandes beim Einstecken<br />

von DDR3-Modulen Sorgen machten,<br />

dass die <strong>Hardware</strong> beschädigt<br />

werden könnte. Die Keilform soll<br />

das Problem nun lösen.<br />

Die Speicherdichte steigt –<br />

die Spannung sinkt<br />

Eine weitere wichtige Verbesserung<br />

ist die gesteigerte Speicherdichte<br />

bei DDR4. Das wird durch<br />

Technologien wie 3D-Stacking ermöglicht,<br />

welches erstmals in den<br />

JEDEC-Standard mit <strong>auf</strong>genommen<br />

wurde. Damit lassen sich mehrere<br />

Dies pro Chip übereinanderstapeln<br />

– aktuell bis zu acht – und so<br />

die Speicherdichte pro Chip enorm<br />

erhöhen. Möglich sein sollen 2 bis<br />

16 GBit pro Chip. Crucial wirbt mit<br />

8 GBit pro Chip.<br />

Die Versorgungsspannung sinkt<br />

von 1,5 Volt <strong>auf</strong> 1,2 Volt, was sparsamere<br />

Module ermöglicht. Genauso<br />

wie die Technik „Data Bus Inver-<br />

Juli August September Oktober November Dezember<br />

Ab dem 3. Quartal:<br />

– Erste DDR4-Module erhältlich<br />

– SteamOS und Steamboxes<br />

Ab dem 3. Quartal:<br />

– Haswell-Refresh mit<br />

freiem Multiplikator<br />

– Release von Haswell E<br />

Ab dem 4. Quartal:<br />

– AMD Pirate Islands<br />

– Windows-9-Release<br />

Desktop-Broadwell<br />

Bis Ende 2014:<br />

Diverse VR-Produkte:<br />

– Oculus Rift<br />

– Avegant Glyph<br />

– Cyberrith Virtualizer<br />

Bilder: Asus, Intel<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 13


special | <strong>Hardware</strong> 2014<br />

Bild: Crucial<br />

In den Produktinformationen zu DDR4 hebt Crucial die gestiegene Speicherdichte der<br />

Chips hervor. Bislang sind laut dem Unternehmen Module bis 16 GByte möglich.<br />

Im Bild eines der ersten DDR4-Module von Crucial. An der Unterseite erkennt man die<br />

leichte keilförmige Ausbuchtung, welche das Einstecken des Moduls erleichtern soll.<br />

tion“, welche ein Datum invertiert<br />

(aus „0“ wird „1“ und umgekehrt),<br />

sofern sich dadurch Energie sparen<br />

lässt. Das hängt von den gerade in<br />

den Zellen gespeicherten Daten<br />

ab. Müssen mehr als die Hälfte der<br />

Zellen ihren Ladezustand ändern,<br />

ist es sinnvoller, stattdessen andere<br />

Zellen, welche den eigentlich<br />

passenden Zustand <strong>auf</strong>weisen,<br />

entsprechend zu ändern und das<br />

ganze Datum zu invertieren. Die<br />

Invertierung wird in einem speziellen<br />

Flag-Bit hinterlegt.<br />

Mit DDR4-RAM verschwindet zudem<br />

das Konzept der Speicherkanäle.<br />

Dual Channel und Co. gehören<br />

damit der Geschichte an.<br />

Stattdessen ist nun alles als Punktzu-Punkt-Verbindung<br />

ausgelegt,<br />

sodass nun jedes weitere Modul<br />

die Bandbreite steigert. Dennoch<br />

werden die Module nicht mit beliebiger<br />

Anzahl skalieren. Auf welche<br />

Anzahl Module die CPU-Hersteller<br />

ihre Speichercontroller optimieren,<br />

ist noch nicht bekannt.<br />

Noch vieles im Dunkeln<br />

Obwohl bei den Serverfarm-Betreiber<br />

bereits erste DDR4-Module genutzt<br />

werden und der Startschuss<br />

im Consumer-Bereich dieses Jahr<br />

fallen soll, befindet sich immer<br />

noch vieles in der Schwebe.<br />

So lässt sich beispielsweise keine<br />

seriöse Aussage darüber treffen,<br />

wie schnell die ersten DDR4-Module<br />

im Vergleich zu DDR3 arbeiten<br />

werden. Auch über den Preis<br />

schweigen sich die meisten Hersteller<br />

aus. Crucial meinte jedoch,<br />

dass die DDR4-Module nach dem<br />

Start etwa <strong>30</strong> Prozent teurer als<br />

DDR-3-Module mit gleicher Kapazität<br />

sein dürften. Da DDR-3-RAM<br />

immer noch sehr günstig verk<strong>auf</strong>t<br />

wird, hoffen die Speicherfertiger<br />

<strong>auf</strong> eine Normalisierung der Preise.<br />

Zukünftige Entwicklung<br />

DDR4-RAM soll laut den Zukunftsplänen<br />

der Fertiger seinen Vorgänger<br />

ziemlich schnell ersetzen.<br />

Die Hersteller rechnen damit, dass<br />

bereits 2015 DDR4 mit 50 Prozent<br />

Marktanteil die dominierende<br />

Technologie sein wird. DDR3 wird<br />

anschließend – wie heute DDR1<br />

und DDR2 – weiterhin erhältlich<br />

sein, aber kontinuierlich teurer<br />

werden, da die Module nur noch in<br />

geringer Stückzahl für alte Systeme<br />

produziert werden.<br />

Ein spannendes Jahr im Bereich SSD<br />

Nachdem 2013 im Bereich SSDs<br />

eher durch Stagnation als<br />

durch eine sich mit Riesenschritten<br />

vollziehende Weiterentwicklung<br />

gekennzeichnet war, wird es 2014<br />

wieder eine Vielzahl von Neuerungen<br />

geben.<br />

Neue Controller und<br />

Schnittstellen<br />

Der Grund dafür ist, dass alle Hersteller<br />

aktuell gegen eine Mauer<br />

namens SATA 6 GBit/s l<strong>auf</strong>en. Der<br />

eigentlich nie für Solid State Drives,<br />

sondern für Festplatten gedachte<br />

Anschluss wurde im vergangenen<br />

Jahr sehr schnell zum limitierenden<br />

Faktor für SSDs, weshalb die<br />

aktuelle High-End-Riege durch die<br />

Bank bei rund 550 MByte/s und<br />

etwa 90.000 IOPS stagniert.<br />

An Lösungen des Problems wird<br />

aktuell in den Ingenieurs-Etagen<br />

dieser Welt gefeilt. Dabei stehen diverse<br />

Formfaktoren und Anschlussgattungen<br />

zur Wahl. Da gibt es beispielswiese<br />

SATA Express (als Teil<br />

der SATA-3.2-Spezifikation), welches<br />

die Verwendung neuer SSDs<br />

über einen physisch wie elektrisch<br />

rückwärtskompatiblen Anschluss<br />

ermöglichen soll. Der Stecker fasst<br />

neben einem SATA-Express-Kabel<br />

auch zwei SATA-Kabel. Damit lassen<br />

sich ein SATA-Express-L<strong>auf</strong>werk<br />

mit 16 GBit/s, beziehungsweise<br />

zwei SATA-L<strong>auf</strong>werke mit je<br />

6 GBit/s betreiben. Der AS Media<br />

AS106SE, einer der aktuell wenigen<br />

Controller, erreichte in ersten <strong>Tests</strong><br />

etwa 800 MB/s beim Lesen und 750<br />

MB/s beim Schreiben.<br />

Neben der neuen NVME-Spezifikation<br />

(„Non Volatile Memory Express“)<br />

bleibt auch die Kompatibilität<br />

zu AHCI erhalten, sodass die<br />

Anschlüsse auch mit alten SATA-<br />

L<strong>auf</strong>werken betrieben werden können.<br />

Das SATA-Express-Interface<br />

selbst basiert <strong>auf</strong> <strong>PC</strong>I Express.<br />

Zudem beginnt der bei Notebooks<br />

sich schon länger in Verwendung<br />

befindliche M.2-Anschluss seinen<br />

Weg in Desktop-<strong>PC</strong>s zu finden. Zumindest<br />

gibt es erste Meldungen,<br />

dass einige Z97- und H97-Mainboards<br />

mit diesem Anschluss ausgerüstet<br />

sein werden. Im Prinzip<br />

handelt es sich bei M.2 um einen<br />

<strong>PC</strong>I-Express-Anschluss in anderer<br />

Form, der mSATA ersetzen soll. Der<br />

Stecker ist kaum zwei Zentimeter<br />

breit und liegt meist flach über der<br />

Platine, sodass die SSD parallel zum<br />

Mainboard im Anschluss steckt. Es<br />

ist also eine sehr platzsparende Lö-<br />

Ein Prototyp einer SF-3700-SDD von Adata in Aktion. Die passive Kühlung fällt beim<br />

finalen Modell weg und ist notwendig, weil noch die Stromsparfunktionen fehlen.<br />

14<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


Bild: Tweaktown<br />

sung, die auch noch einiges an<br />

Kabelsalat überflüssig macht.<br />

Wir halten es nicht für unwahrscheinlich,<br />

dass dieser Typ SSDs<br />

sowohl die Full-Size-<strong>PC</strong>I-Express-Platinen<br />

wie auch die bisher<br />

üblichen 2,5-Zoll-L<strong>auf</strong>werke<br />

überflüssig machen wird.<br />

Zudem geht auch die Entwicklung<br />

normaler <strong>PC</strong>I-Express-<br />

SSDs weiter. Die <strong>auf</strong> der CES gezeigten<br />

Vorabmodelle mit dem<br />

neuen Sandforce-Controller<br />

SF-3700 waren <strong>auf</strong> einer normalen<br />

<strong>PC</strong>I-Express-Erweiterungskarte<br />

installiert. Adata zeigte<br />

uns, dass mit dem Chip bereits<br />

Transferraten von 1,8 GByte/s<br />

möglich sind, wenn auch mit<br />

der Sandforce-typischen Komprimierung.<br />

Zudem zeigte der<br />

Hersteller Attrappen der ersten<br />

2,5-Zoll-L<strong>auf</strong>werke mit 2 TB,<br />

welche ebenfalls dieses Jahr erscheinen.<br />

Bei Adata wird wohl<br />

Speicher von Micron oder Intel<br />

die Grundlage für L<strong>auf</strong>werke<br />

mit dieser Kapazität bilden.<br />

Und die Software?<br />

Bisher leiden <strong>PC</strong>I-Express-SSDs<br />

oft unter dem Problem, dass<br />

sie von Windows nicht erkannt<br />

werden. Unter anderem auch<br />

deshalb wurde die Spezifikation<br />

NVME verabschiedet, damit<br />

<strong>PC</strong>I-Express-SSDs ohne Treiber<br />

funktionieren, SSDs dafür aber<br />

nicht <strong>auf</strong> den für Festplatten<br />

entworfenen AHCI-Standard<br />

setzen müssen. NVME bietet<br />

beispielsweise 65.536 Command<br />

Queues, wovon jede<br />

ebenso viele Kommandos vorhalten<br />

kann. AHCI erlaubt nur<br />

eine Warteschlange mit bis zu<br />

32 Kommandos. Zudem eignet<br />

sich NVME besser für die flotte<br />

Arbeit mit 4K-Befehlen.<br />

Windows 7 muss noch ohne<br />

nativen Treiber auskommen.<br />

Den Download des Treibers des<br />

NVME-Konsortiums gibt es unter<br />

openfabrics.org. Windows<br />

8.1 bringt als erstes Microsoft-<br />

Betriebssystem eine native Unterstützung<br />

für NVME mit.<br />

Asus hat mit dem Z87 Deluxe bereits das erste Motherboard mit SATA-<br />

Express-Anschluss vorgestellt. Möglich ist das per Zusatzcontroller.<br />

© Enermax 2014. Alle Rechte vorbehalten. Alle Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. Änderungen ohne vorherige Ankündigung vorbehalten.<br />

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Der M.2-Anschluss hat unserer Ansicht nach das Potenzial, zum neuen<br />

Standard-Anschluss für SSDs zu avancieren. Im Bild die M6e von Plextor.<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 15


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special | <strong>Hardware</strong> 2014<br />

Was wird sonst noch passieren?<br />

Bild: Alienware<br />

Bild: Oculus VR<br />

Die Neuerungen des nächsten<br />

Jahres beschränken sich nicht<br />

nur <strong>auf</strong> die Kern-<strong>Hardware</strong> von<br />

<strong>PC</strong>s. Für 2014 dürfen wir beispielsweise<br />

Windows 9 erwarten. Handfeste<br />

Informationen dazu gibt es<br />

kaum, allerdings ist davon auszugehen,<br />

dass Microsoft das System <strong>auf</strong><br />

den verschiendenen Geräten noch<br />

weiter angleicht. Zudem soll es getrennte<br />

GUIs für Telefone, Tablets<br />

und Desktops geben. Was genau<br />

das für das Design des Betriebssystems<br />

<strong>auf</strong> <strong>PC</strong>s bedeutet, ist noch<br />

nicht abzusehen.<br />

Eine Vielzahl Steamboxes<br />

Zudem stellte sich inzwischen heraus,<br />

dass es sich bei der Steambox<br />

nicht um einen von Valve vertriebenen<br />

Wohnzimmerrechner handelt,<br />

sondern dass sich Valve nur<br />

um Steam OS und den Controller<br />

kümmern wird, während die <strong>Hardware</strong>partner<br />

für entsprechende<br />

Computerdesigns sorgen. Insgesamt<br />

konnte Valve bisher 14 Partner<br />

gewinnen, darunter auch hierzulande<br />

bekannte Unternehmen wie<br />

Alternate, Gigabyte und Alienware.<br />

Die Preise der Steamboxes reichen<br />

je nach Ausstattung von 500 bis<br />

hin zu 6.000 Dollar. Die Maschinen<br />

selbst nutzen von der integrierten<br />

Grafik bis hin zur Geforce 780 Ti<br />

das gesamte erhältliche <strong>Hardware</strong>repertoire.<br />

Die Geräte sollen im dritten<br />

oder vierten Quartal zusammen<br />

mit Steam OS erscheinen. Alienware<br />

hat angekündigt, seine Steambox jedes<br />

Jahr zu aktualisieren.<br />

Das Jahr der virtuellen<br />

Realität<br />

Gegen Ende des Jahres erwarten<br />

wir die erste finale Version des<br />

Oculus Rift. Damit dürfte auch<br />

die virtuelle Realität ihren Siegeszug<br />

in die Wohnzimmer der Welt<br />

antreten. Jedoch gehen Analysten<br />

davon aus, dass das wichtigere Jahr<br />

für Oculus Rift 2015 sein wird. Wie<br />

Unter den <strong>Hardware</strong>partnern von Valve für SteamOS befindet sich auch Alienware.<br />

Ihre Steambox soll jährlich neu erscheinen.<br />

Im Jahr 2014 wird die Virtuelle Realität in das Konsumentensegment vorstoßen.<br />

Oculus Rift und eine Reihe abhängiger Produkte sollen Ende des Jahres starten.<br />

die finalen Spezifikationen der VR-<br />

Brille genau aussehen werden, ist<br />

immer noch unbestätigt.<br />

Aktuell übertreffen sich die verschiedenen<br />

Partner mit Ankündigungen.<br />

Während Oculus VR <strong>auf</strong><br />

der CES eine Version mit verbesserter<br />

Lageerkennung im Raum präsentierte,<br />

legte Valve kurzerhand<br />

selbst Hand an und baute eine Version<br />

mit zwei OLED-Displays und<br />

voller Full-HD-Auflösung für jedes<br />

Auge. Die Original-Oculus nutzt<br />

nach aktuellen Plänen nur ein Einzeldisplay<br />

mit vermutlich 1.000 x<br />

1.000 Pixel pro Auge. Zudem verwendet<br />

die Valve-Version der Brille<br />

eine höhere Frequenz von 78 Hz<br />

und stellt zwischen den einzelnen<br />

Bildern sogenannte „Black Frames“<br />

dar, um das Schlieren zu minimieren.<br />

Valve hat angekündigt, die<br />

Verbesserungen zusammen mit<br />

Oculus VR in die Brille einfließen<br />

zu lassen, sodass auch die Endkundenversion<br />

davon profitiert.<br />

Alles aus dem Drucker –<br />

auch das Essen<br />

Die CES wurde auch von Herstellern<br />

von 3D-Druckern rege genutzt.<br />

Während die Technik vor allem deshalb<br />

in die Schlagzeilen gerät, weil<br />

selbsternannte Freiheitskämpfer<br />

den 3D-Druck für Waffen nutzen,<br />

hat sich die Technik inzwischen<br />

weiterentwickelt. Der letzte Schrei<br />

ist das Drucken von Lebensmitteln,<br />

speziell Bonbons, wie es vom<br />

Hersteller 3D Systems mit seinem<br />

Drucker 3D-Chef <strong>auf</strong> der CES vorgeführt<br />

wurde. 2014 könnte für die<br />

Technik allgemein den Durchbruch<br />

bringen. Anstatt Dinge des alltäglichen<br />

Gebrauchs zu k<strong>auf</strong>en, dürften<br />

sich viele einfache Gegenstände<br />

ausdrucken lassen. Arm werden<br />

die Händler vermutlich trotzdem<br />

nicht werden: Sie arbeiten bereits<br />

an Geschäftsmodellen, in denen die<br />

3D-Pläne der Produkte statt der Produkte<br />

an sich verk<strong>auf</strong>t werden.<br />

Computer am Körper<br />

Ende 2014 werden die meisten<br />

wichtigen Hersteller aus dem<br />

Elektronik-Bereich ihre sogenannten<br />

„Wearables“ vorgestellt haben.<br />

Dabei handelt es sich um Kleinstcomputer,<br />

welche direkt am Körper<br />

getragen werden. Bekannte<br />

Beispiele sind die Samsung Galaxy<br />

Gear oder die Augumented-Reality-<br />

Brille Google Glass. Während die<br />

Galaxy Gear bereits letztes Jahr erschien,<br />

soll die erste Konsumenten-<br />

Version der Google-Brille 2014 erscheinen.<br />

Bisher sind etwa 15.000<br />

Testgeräte im Uml<strong>auf</strong>. Zur CES kam<br />

auch Qualcomm mit einer eigenen<br />

Smartwatch <strong>auf</strong> den Markt. Inwieweit<br />

sich die Wearables behaupten<br />

werden, ist noch nicht abzusehen.<br />

2014 dürfte allerdings zeigen, ob es<br />

sich um eine nachhaltige Entwicklung<br />

handelt.<br />

Spielen per Stream<br />

Nvidia arbeitet wie auch im letzten<br />

Jahr daran, Konsolen und Spiele-<br />

<strong>PC</strong>s überflüssig zu machen. Ein<br />

neuer Geschäftszweig des Unternehmens<br />

ist nämlich Grid, welches<br />

das Streamen von <strong>PC</strong>-Spielen ermöglicht.<br />

Aktuell dient das System<br />

nur dem Streamen der Spiele vom<br />

heimischen <strong>PC</strong> <strong>auf</strong> den Shield-<br />

Handheld. Nvidia arbeitet aber<br />

bereits an der GRID-<strong>Hardware</strong>, welche<br />

die Spiele <strong>auf</strong> Serverhardware<br />

rendert und dem Client das Spiel<br />

dann als Videostream zusendet.<br />

Nvidia erreicht dabei schon sehr<br />

gute Verzögerungswerte von etwa<br />

0,1 Sekunden. Im Gespräch <strong>auf</strong><br />

der CES merkte das Unternehmen<br />

jedoch an, dass sich das System<br />

bisher nur für Singleplayer-Spiele<br />

eignet. Für Multiplayer müsste sich<br />

der Server selbst mit einem Spieleserver<br />

verbinden können, zudem<br />

würde sich die Verzögerung mindestens<br />

verdoppeln. (rs)<br />

Fazit<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

Das bringt das Jahr 2014<br />

Das kommende Jahr wird in vielen Bereichen<br />

spannende Neuerungen bringen.<br />

Vor allem neue, innovative Präsentationsmethoden<br />

wie Oculus Rift<br />

werden bei ausreichender Spieleunterstützung<br />

die Gaming-Branche stark<br />

verändern. Aber auch die traditionelle<br />

<strong>PC</strong>-<strong>Hardware</strong> macht große Schritte<br />

nach vorne. Sie bietet höhere Geschwindigkeit<br />

und mehr Pixel, während<br />

die Rechenherzen immer kleiner werden<br />

und immer weiter <strong>auf</strong> einem Chip<br />

verschmelzen.<br />

16<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


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special | Test: AMD Kaveri<br />

AMDs Technikbombe im Test<br />

AMDs A10-7000-Reihe<br />

Der A10-7850K als Spitzenmodell der neuen 7000er-APU-Reihe ist vollgestopft mit modernster AMD-<br />

Technik: Graphics-Core-Next-GPU und Steamroller-CPU durch HSA verknüpft. Wir machen den Test.<br />

AMDs APU der neuesten Generation<br />

ist mit rund 2,41 Milliarden<br />

Transistoren ein extrem komplexes<br />

System aus Schaltkreisen,<br />

doch auch als Produkt ist Kaveri<br />

äußerst komplex. Das liegt nicht<br />

zuletzt an der von AMD gewählten<br />

Fertigungstechnik und der Heterogeneous<br />

System Architecture, kurz<br />

HSA, und selbstverständlich daran,<br />

dass APUs nicht in so enge Schubladen<br />

passen wie eine CPU oder eine<br />

Grafikkarte. Lesen Sie weiter, um zu<br />

erfahren, was Kaveri alles zu bieten<br />

hat – und um ein umfassendes Bild<br />

der Kaveri-Leistung zu erhalten,<br />

denn aus produktionstechnischen<br />

Gründen, sprich <strong>auf</strong>grund knapper<br />

Termine, konnten wir einige<br />

Testergebnisse nicht mehr optisch<br />

<strong>auf</strong>bereiten, sodass sie diese nur in<br />

Textform finden.<br />

Der Kaveri-Test<br />

In unserem Test prüfen wir intensiv<br />

die Leistungsfähigkeit eines Serienmodells<br />

des A10-7850K – für<br />

unseren Online-Test unter www.<br />

pcgh.de waren wir noch <strong>auf</strong> ein<br />

von AMD zur Verfügung gestelltes<br />

Vorserienmuster, ein sogenanntes<br />

Engineering-Sample, angewiesen.<br />

Die ermittelten Effizienz-, aber auch<br />

Leistungswerte können <strong>auf</strong>grund<br />

unterschiedlicher Musterqualität<br />

und daraus resultierender Turbo-<br />

Schwankungen gegenüber den Online-Resultaten<br />

minimal abweichen.<br />

Zudem finden Sie in diesem Test<br />

neben umfassenden Benchmarks<br />

gegen andere APUs auch 1:1-Vergleiche<br />

mit dem Vorgängermodell<br />

A10-6800K bei gleichem Takt und<br />

gleicher Speicherausttattung sowie<br />

eine textliche Analyse von Dual- gegen<br />

Single-Rank-Speicher, der bei<br />

Kaveri auch im Regelbetrieb bessere<br />

Ergebnisse erzielen kann.<br />

Kaveri-Modelle<br />

APUs mit Kaveri-Innenleben werden<br />

als A10-, A8-, A6 und A4-7xxx<br />

verk<strong>auf</strong>t. Zu Vorstellung und Verk<strong>auf</strong>sstart<br />

am 14. Januar brachte<br />

AMD die beiden Kaveri-Modelle<br />

A10-7850K und A10-7700K <strong>auf</strong> den<br />

Markt – Ersteres stand für unseren<br />

Test zur Verfügung. Einige Kollegen<br />

erhielten stattdessen oder zusätzlich<br />

auch einen A8-7600. Letzterer<br />

soll laut AMD noch im ersten Quartal<br />

2014 in den Handel kommen, gefolgt<br />

von – so die Gerüchteküche –<br />

einem A6-7400, einem A4-7<strong>30</strong>0 und<br />

einem A10-7800 ohne K, die <strong>auf</strong>grund<br />

der nicht bestätigten Angaben<br />

auch nicht in unserer Tabelle zu<br />

finden sind. Der A6-7400K verfügt<br />

demnach über nur ein CPU-Modul<br />

(2 Threads) und vier GCN-Compute-Units<br />

mit 256 Radeon-Kernen bei<br />

einer TDP von 65 Watt. Der A4-7<strong>30</strong>0<br />

büßt eine weitere CU ein und verfügt<br />

somit noch über 192 Shader-<br />

ALUs – beide Grafikeinheiten l<strong>auf</strong>en<br />

dann, so die Internetgerüchte weiter,<br />

als Radeon „R3-Series“. Der A10-<br />

7800 büßt 200 MHz Basis- und 100<br />

MHz Turbotakt ein, kommt dafür<br />

aber mit einer TDP von 65 Watt aus.<br />

Was ist eine APU?<br />

Das von AMD eingeführte Akronym<br />

steht für Accelerated Processing<br />

Unit und bezeichnet einen Hauptprozessor<br />

mit weitgehend programmierbarer,<br />

integrierter Grafik,<br />

die ihn bei allgemeinen Berechnungen,<br />

zum Beispiel via Open CL<br />

18<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


Test: AMD Kaveri | special<br />

Kaveri im Überblick: Technische Eckdaten im Generationenvergleich<br />

APU A10-7850K A10-7700K A8-7600 (45/65W) A10-6800K A10-5800K A8-3870K<br />

Ca.-Preis zu Redaktionsschluss 155 Euro 135 Euro k. Angabe 120 Euro 95 Euro 80 Euro<br />

Codename/Sockel Kaveri/FM2+ Richland/FM2+, FM2 Trinity/FM2+, FM2 Llano/FM1<br />

Transistoren/Prozess/Chipgröße 2,41 Mrd./28 nm/245 mm² 1,<strong>30</strong> Mrd./32 nm/246 mm² 1,18 Mrd./32 nm/228 mm²<br />

GPU-Architektur/DX-Level GCN 1.1/ DX 11.2 VLIW4/ DX11.0 VLIW5/ DX11.0<br />

x86-Architektur Steamroller Piledriver Bulldozer Stars<br />

Threads (Module) 4 (2) 4 (2) 4 Kerne<br />

L1-Befehls-/-Daten-Cache 4 x 16/2 x 96 KiB 4 x 16/2 x 64 KiB 4 x 64/4 x 64 KiB<br />

L2-Cache 2 x 2.048 KiB 2 x 2.048 KiB 4 x 1.024 KiB<br />

TDP 95 Watt 45/65 Watt 100 Watt<br />

Speichergeschwindigkeit (max.) DDR3-2400 (AMP) DDR3-1866 DDR3-2133 (AMP) DDR3-1866<br />

Basis-/Turbo-/GPU-Takt 3,7/4,0/0,72 GHz 3,4/3,8/0,72 GHz 3,1-3,3/3,3-3,8/0,72 GHz 4,1/4,4/0,84 GHz 3,8/4,2/0,8 GHz 3,0/0,6 GHz<br />

GPU-Recheneinheiten 8 CUs (512 ALUs) 6 CUs (384 ALUs) 6 CUs (384 ALUs) 6 CUs (384 ALUs) 5 SIMDs (400 ALUs)<br />

Textur- und Raster-Einheiten 32/8 24/8 20/8<br />

Rechenleistung (max. CPU+GPU) 128 + 737 GFLOPS 122 + 553 GFLOPS 106/122 + 553 GFLOPS 141 + 648 GFLOPS 96 + 480 GFLOPS 96 + 480 GFLOPS<br />

Sonstiges True Audio, UVD4, VCE2, HUMA, Mantle, HSA, <strong>PC</strong>I-E-3.0 UVD2, <strong>PC</strong>I-E-2.0 UVD, <strong>PC</strong>I-E-2.0<br />

Spiele-Index: A10-7850 übernimmt die Spitze<br />

Normiertes Mittel aus Anno 2070, BF 4, Bioshock 3, F1, Skyrim, TR und WoW<br />

AMD A10-7850K 100<br />

Intel Core i7-4950HQ 95,4<br />

AMD A10-6800K 88,3<br />

AMD A10-6700 83,3<br />

AMD A8-5600K 72,0<br />

Intel Core i7-4770K 61,1<br />

Intel Core i5-4670K 59,4<br />

Intel Core i7-3770K 57,8<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 56,6<br />

AMD A6-5400K 54,1<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 50,6<br />

AMD A4-5<strong>30</strong>0 43,0<br />

Intel Pentium G3420 38,0<br />

Anwendungsindex: CPU-Part nur ausreichend<br />

Normiertes Mittel aus 7-Zip, x264 UHD, Luxmark 2.0, Lightroom 5.3<br />

Intel Core i7-4770K 100<br />

Intel Core i7-3770K 95,3<br />

Intel Core i7-4950HQ 88,0<br />

Intel Core i5-4670K 80,8<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 53,9<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 51,8<br />

AMD A10-6800K 51,7<br />

AMD A10-7850K 51,5<br />

AMD A10-6700 49,3<br />

AMD A8-5600K 47,8<br />

Intel Pentium G3420 39,9<br />

AMD A6-5400K 23,9<br />

AMD A4-5<strong>30</strong>0 23,0<br />

System: Intel Z87/Z77, AMD A88X/A85X,4 GiB RAM DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit<br />

nach Hst.-Vorgabe; Win 8.1 Pro, Intel 3345, AMD Cat. 13.11 b9.5/13.<strong>30</strong> RC2<br />

Bemerkungen: Die Spiele fließen mit 75 % Gewichtung in den APU-Gesamtindex ein.<br />

Indexpunkte<br />

Besser<br />

System: Intel Z87/Z77, AMD A88X/A85X,4 GiB RAM DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit<br />

nach Hst.-Vorgabe; Win 8.1 Pro, Intel 3345, AMD Cat. 13.11 b9.5/13.<strong>30</strong> RC2<br />

Bemerkungen: Die Anwendungen werden mit 25 % im APU-Index gewichtet.<br />

Indexpunkte<br />

Besser<br />

oder Direct Compute, unterstützen<br />

kann. Daher rührt auch der Name,<br />

der sich etwa mit „beschleunigte<br />

Berechnungseinheit“ übersetzen<br />

lässt. Während auch von Intel Prozessoren<br />

erhältlich sind, die diese<br />

Kriterien erfüllen, geht AMD einen<br />

Schritt weiter. Hier steht der Nutzen<br />

durch die integrierte Grafik im<br />

Vordergrund und die eigentlichen<br />

x86-Kerne sind nicht <strong>auf</strong> äußerste<br />

Höchstleistung gezüchtet, sondern<br />

sollen lediglich „gut genug“ für die<br />

meisten Anwender sein.<br />

Per definitionem also sitzen APUs<br />

oder auch Kombiprozessoren<br />

schon zwischen allen Stühlen: Sie<br />

bieten prinzipbedingt zumeist weder<br />

im CPU- noch im Grafikbereich<br />

Höchstleistungen und werden<br />

daher oft – zu Unrecht – schlechtgeredet.<br />

Dabei wird gern übersehen,<br />

dass High-End-Gamer nicht<br />

unbedingt die Zielgruppe dieser<br />

Produkte sind. Vielmehr sollen<br />

Gelegenheitsspieler oder HT<strong>PC</strong>-<br />

Nutzer angesprochen werden, die<br />

sich eine befriedigende Spiele- und<br />

Anwendungsleistung zugleich wünschen,<br />

ohne einen möglicherweise<br />

schlecht konfigurierten Fertig-<strong>PC</strong> zu<br />

k<strong>auf</strong>en oder zu einem überdimensionierten<br />

Gamer-System greifen zu<br />

müssen. So sieht das laut Zwischenstand<br />

vom 24. Januar übrigens auch<br />

die Mehrheit der Teilnehmer einer<br />

Umfrage im <strong>PC</strong>GH-Extreme-Forum:<br />

Als HT<strong>PC</strong>- oder Zweit-<strong>PC</strong> finden<br />

rund zwei Drittel der Teilnehmer<br />

Kaveri interessant. Doch wir wollen<br />

Ihnen auch den Blick über den<br />

Tellerrand in die andere Richtung<br />

bieten und haben deshalb erneut ei-<br />

nen günstigen Quadcore-Prozessor<br />

mit einer Zusatzgrafikkarte (jeweils<br />

aus dem 60-Euro-Preisbereich) gepaart<br />

und in die Benchmarks <strong>auf</strong>genommen,<br />

um das Fernziel für APUs<br />

abzustecken, nämlich nicht nur Einsteiger-,<br />

sondern auch Aufsteiger-<br />

<strong>Grafikkarten</strong> unterhalb der Mittelklasse<br />

überflüssig zu machen.<br />

Neu beim Kaveri I<br />

Mit Kaveri dreht sich das Integrationskarussell<br />

weiter. Nicht nur die<br />

technischen Grundlagen von CPU<br />

und Grafik entsprechen mit den<br />

Steamroller-Kernen und GCN-1.1-Architektur<br />

nun dem aktuellen Stand,<br />

auch zusätzliche Mini-Prozessoren<br />

für spezielle Aufgaben wurden erweitert<br />

beziehungsweise im Falle<br />

von True Audio neu hinzugefügt.<br />

Weitere Details finden Sie im Technikabschnitt<br />

am Ende des Artikels.<br />

Doch der technische Unterbau ist<br />

nicht das einzig Neue. Dank weiter<br />

als bisher gehender Unterstützung<br />

von AMDs Heterogeneous System<br />

Architecture, kurz HSA, können<br />

CPU- und GPU-Kerne nun gemeinsam<br />

<strong>auf</strong> den kompletten Speicher<br />

von bis zu 32 Gigabyte zugreifen<br />

und dort kohärent lesen und schreiben.<br />

Möglich macht dies ein überarbeiteter<br />

Speichercontroller, für<br />

den allerdings separate Treiber notwendig<br />

sind, die AMD bislang nur<br />

in einer speziellen Preview-Version<br />

integriert hat. Das bedeutet, dass es<br />

für entsprechend programmierte<br />

Anwendungen keinen Unterschied<br />

gibt, ob eine Speicheradresse von<br />

den x86- oder GCN-Kernen bearbeitet<br />

wird, und dass die verschiedenen<br />

Kerne jederzeit <strong>auf</strong> dem<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 19


special | Test: AMD Kaveri<br />

Anwendungsleistung: Komprimieren<br />

7-Zip 9.<strong>30</strong>a (64 Bit) Sekunden Watt Energieindex<br />

Intel Core i7-3770K 231 77 85,0<br />

Intel Core i7-4950HQ 240 63 100<br />

Intel Core i7-4770K 243 69 90,2<br />

Intel Core i5-4670K <strong>30</strong>5 65 76,3<br />

AMD A10-6800K 440 107 32,1<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 441 49 70,0<br />

AMD A10-7850K 453 97 34,4<br />

AMD A10-6700 455 85 39,1<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 457 48 68,9<br />

AMD A8-5600K 463 91 35,9<br />

Intel Pentium G3420 694 40 54,5<br />

Anwendungsleistung: 3D-Rendering<br />

Luxmark 2.0 (64 Bit) Szene: Sala Watt Energieindex<br />

Intel Core i7-4770K 582 77 93,2<br />

Intel Core i7-3770K 553 83 82,1<br />

Intel Core i7-4950HQ 503 62 100<br />

Intel Core i5-4670K 380 73 64,2<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 299 52 70,9<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 284 56 62,5<br />

AMD A10-6800K 245 106 28,5<br />

AMD A10-7850K 240 103 28,7<br />

AMD A10-6700 232 86 33,3<br />

AMD A8-5600K 225 100 27,7<br />

Intel Pentium G3420 176 42 51,7<br />

Index: Mehr ist besser<br />

Anwendungsleistung: Videokonvertierung<br />

x264 UHD (Multithread, 64 Bit) x264 MT Watt Energieindex<br />

Intel Core i7-4770K 5,31 85 100<br />

Intel Core i7-3770K 4,45 90 79,1<br />

Intel Core i5-4670K 4,39 75 93,7<br />

Intel Core i7-4950HQ 4,32 73 94,7<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 2,65 54 78,6<br />

AMD A10-7850K 2,59 109 38,0<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 2,57 57 72,2<br />

AMD A10-6800K 2,51 112 35,9<br />

AMD A10-6700 2,36 83 45,5<br />

AMD A8-5600K 2,26 107 33,8<br />

Intel Pentium G3420 2,05 44 74,6<br />

Anwendungsleistung: Fotobearbeitung<br />

Adobe Lightroom 5.3 (64 Bit) Lightroom 5.3 Watt Energieindex<br />

Intel Core i7-4770K 174 75 97,2<br />

Intel Core i7-3770K 178 84 84,9<br />

Intel Core i5-4670K 182 74 94,2<br />

Intel Core i7-4950HQ 208 61 100<br />

AMD A10-7850K 278 111 41,1<br />

AMD A10-6800K 279 116 39,2<br />

AMD A10-6700 292 91 47,7<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 293 49 88,4<br />

AMD A8-5600K <strong>30</strong>2 111 37,8<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> <strong>30</strong>5 53 78,5<br />

Intel Pentium G3420 313 45 90,1<br />

aktuellen Bearbeitungsstand des<br />

Speichers sind. Konkret können<br />

sich CPU- und GPU-Kerne nun auch<br />

bei Algorithmen sinnvoll unterstützen,<br />

bei denen nur ein Teil die Parallelität<br />

der Grafikeinheit ausnutzt<br />

und die später noch einmal von der<br />

CPU behandelt werden müssen. In<br />

einer Demo eines simplen JPEG-<br />

Decoders zeigte dies eindrucksvoll<br />

Speicherskalierung: DDR3-1066 bis -2400<br />

Im Skalierungstest nutzen wir das <strong>auf</strong>grund der Vegetationsdarstellung recht transferratenlastige Skyrim in Full<br />

HD, um den Einfluss verschiedener Speichergeschwindigkeiten <strong>auf</strong> die Performance darzustellen.<br />

In unserem Speicherstand „Secundas<br />

Sockel“ l<strong>auf</strong>en wir 20 Sekunden durch<br />

die dicht bewachsene Wildnis – dank<br />

4x Multisample-AA steht Schwerstarbeit<br />

für Rasterendstufen und<br />

Speichercontroller an. Der Nullpunkt<br />

des Diagramms liegt je nach offizieller<br />

Speichergeschwindigkeit der APU an<br />

unterschiedlicher Stelle. In absoluten<br />

Zahlen sehen die Intel-Modelle gegen<br />

die AMD-APUs in diesem Test kein Land:<br />

14,7 beziehungsweise 25,0 Fps des i7-<br />

4770K und -4950HQ stehen 28,9 und<br />

34,0 Bildern pro Sekunde <strong>auf</strong>seiten des<br />

A10-7850K und des -6800K gegenüber;<br />

kein Wunder, dass der prozentuale<br />

Verlust bei Intel geringer ausfällt.<br />

Wirkung – mit HSA-Beschleunigung<br />

lief diese von AMD programmierte<br />

Anwendung bei bei der Anzeige (zugegeben)<br />

riesiger JPEG-Dateien bis<br />

zu 2,5 Mal schneller als die normale<br />

Version über die CPU-Kerne. Einen<br />

entsprechenden Videobericht<br />

finden Sie ausnahmsweise nicht<br />

<strong>auf</strong> der Heft-DVD (die Vollversion<br />

belegt zu viel Platz), sondern <strong>auf</strong><br />

TES 5: Skyrim, 1080p, Hoch, 4x MSAA/ kein AF: „Secundas Sockel“<br />

10<br />

5<br />

0<br />

-5<br />

-10<br />

-15<br />

-20<br />

-25<br />

-<strong>30</strong><br />

-35<br />

A10-7850K<br />

-40<br />

A10-6800K<br />

Core i7-4770K<br />

-45<br />

n Core i7-4950HQ<br />

-50<br />

DDR3-1066 DDR3-1333 DDR3-1600 DDR3-1866 DDR3-2133 DDR3-2400<br />

Prozentualer Gewinn/Verlust<br />

unserer Webseite unter www.pcgh.<br />

de. Durch ein weiteres HSA-Feature<br />

namens „heteroge neous queuing“<br />

sind die GPU-Kerne ebenfalls in der<br />

Lage, den CPU-Kernen Aufgaben<br />

zuzuweisen. Das war bislang nur<br />

in der anderen Richtung möglich,<br />

sodass die x86-Cores die einzelnen<br />

Programmkernel für die GPU<br />

überwachen mussten, wenn es galt,<br />

System: Intel Z87, AMD A88X,4 GiB DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit s. Diagramm; Win 8.1 Pro, Intel<br />

3345, AMD Cat. 13.<strong>30</strong> RC2 Bemerkungen: DDR3-2400 beim i7-4950HQ (im Notebook) nicht stabil möglich.<br />

Arbeit von der GPU zurückzuerhalten.<br />

Folgerichtig bewirbt AMD die<br />

Kaveri-APUs auch mit der Anzahl<br />

der sogenannten Compute-Cores.<br />

Einen Compute-Core definiert AMD<br />

dabei als „Kern, der mindestens<br />

einen Prozess in seinem eigenen<br />

[Thread] Context und virtuellen<br />

Speicherraum unabhängig von anderen<br />

Kernen“ berechnen kann.<br />

Unter diese Definition fallen sowohl<br />

die einzelnen Integer-CPU-Kerne als<br />

auch die Compute-Units der Radeon-GPU.<br />

Am Beispiel des A10-7850K<br />

wären dies zwölf: vier x86- und acht<br />

GCN-Kerne. AMD gibt aber auch an,<br />

zugunsten der Transparenz für den<br />

Kunden die Kerne jederzeit klar<br />

trennen zu wollen. Die Retail-CPU,<br />

die uns Alter nate zur Verfügung<br />

stellte, zeigt <strong>auf</strong> dem AMD-Aufkleber<br />

dann auch die Angabe „12 Compute<br />

Core (4 CPU + 8 GPU)“.<br />

Neu beim Kaveri II<br />

AMD hat nicht nur die Technik<br />

<strong>auf</strong>gebohrt, sondern auch bei der<br />

Fertigung neue Wege beschritten.<br />

Waren bisherige AMD-APUs noch<br />

in Globalfoundries’ 32-nm-SOI-<br />

Prozess hergestellt, entschieden<br />

sich die Texaner dieses Mal für die<br />

28-nm-Fertigung bei ihrer ehemaligen<br />

Tochter Globalfoundries. Der<br />

28-nm-SHP-Prozess verwendet keine<br />

20<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


Test: AMD Kaveri | special<br />

Die Rückseite der Kaveris (links) weist zwei zusätzliche Beinchen – eines oben<br />

links, eines unten rechts von der mittigen Aussparung – im Vergleich zum<br />

Vorgänger Richland (rechts) <strong>auf</strong>, ein Board mit Sockel FM2+ ist daher Pflicht.<br />

SOI-Technik und ist laut AMD ein<br />

besserer Kompromiss zwischen<br />

erreichbarer Maximalfrequenz<br />

und Energieeffizienz. Für den<br />

A10-7580K in unserem Test bedeutet<br />

das nichts Gutes, denn er<br />

muss in der höchsten TDP-Klasse<br />

gegen seine Vorgänger antreten,<br />

die ohne Rücksicht <strong>auf</strong> Verluste<br />

hochtakten konnten. Fehlen<br />

im Grafikbereich lediglich 124<br />

MHz zum A10-6800K, sind es <strong>auf</strong><br />

CPU-Seite schon 400 MHz Basistakt<br />

wie Maximalturbo. Umso<br />

unverständlicher, dass AMD zum<br />

Launch nicht mit den Stärken<br />

der Kombination aus neuer Architektur<br />

und Fertiguns prozesse<br />

hausieren ging und anstelle des<br />

„Worst Case“ A10-7850K lieber<br />

die 45-Watt-Klasse in Form des<br />

A8-7600 stärker unter das Reviewer-Volk<br />

streute – denn dort, so<br />

konnten einige wenige, von AMD<br />

auserwählte Tester wie unsere<br />

Kollegen von golem.de <strong>auf</strong>zeigen,<br />

tut sich die Schere zwischen<br />

A8-7600 und A8-6500T deutlich<br />

weiter <strong>auf</strong>. Könne Kaveri bei diesem<br />

Leistungsbudget noch mit<br />

3,1 bis 3,3 GHz arbeiten, so golem.de,<br />

schwanke der A8-6500T<br />

zwischen 2,1 und 2,8 GHz. Aus<br />

einem effektiven Taktnachteil im<br />

Spitzensegment wird so ein Vorteil<br />

für kleinere Kaveri-Modelle<br />

gegenüber ihren Vorläufern.<br />

Dazu kommt, dass AMD die<br />

Testplattformen mit stromfressenden<br />

Übertakter-Mainboards<br />

ausstattete, die der gemessenen<br />

Energiebilanz nicht zuträglich<br />

sind. Schon im Leerl<strong>auf</strong> braucht<br />

das Kaveri-System so 8 Watt<br />

mehr als unsere FM2-Referenzplattform.<br />

Daher haben wir<br />

einen direkten Vergleich bei<br />

gleichem Speichertakt und <strong>auf</strong><br />

demselben FM2+-Mainboard angestellt.<br />

Hier kommt unser Kaveri-Testmuster<br />

besser weg: Die<br />

Leerl<strong>auf</strong>-Werte sind identisch<br />

zum A10-6800K und bei reiner<br />

CPU-Last zieht der Neuling zum<br />

Teil über 20 Watt weniger aus<br />

der Steckdose. Die 1:1-Effizienzmessungen,<br />

welche auch die<br />

erbrachte Leistung mit einbeziehen,<br />

fallen entsprechend gut<br />

aus: Im Luxmark liefert das mit<br />

dem A10-7850K bestückte System<br />

25 Prozent mehr Leistung<br />

pro Watt. In Spielen geht die<br />

Schere noch weiter <strong>auf</strong>, Battlefield<br />

4 ist hier Spitzenreiter mit<br />

bis zu 64 Prozent höherer Energieeffizienz<br />

des Kaveri: 26,2 Fps<br />

bei 102 Watt gegen 22,8 Fps bei<br />

146 Watt ergeben ein beeindruckendes<br />

Effizienzbild.<br />

Aufrüster-Sackgasse<br />

Eine weitere Neuerung bei<br />

Kaveri ist der Sockel. Die Axx-<br />

7xxx-APUs benötigen zwingend<br />

ein Mainboard mit dem Sockel<br />

FM2+ und einem der I/O-Hubs<br />

A88X, A78 oder A55 — ältere Modelle<br />

mit Sockel FM2 sind nicht<br />

Kaveri-kompatibel. Wie <strong>auf</strong> dem<br />

Vergleichsbild (oben) zu erkennen<br />

ist, verfügt die Kaveri-APU<br />

über zwei zusätzliche Kontaktbeinchen<br />

und lässt sich so physisch<br />

nicht in den Sockel FM2<br />

einsetzen. Andersherum funktioniert<br />

es jedoch: Richland- und<br />

Trinity-APUs werden in FM2+-<br />

Boards unterstützt. Als einfache<br />

Aufrüstoption entfallen Kaveri-<br />

APUs damit, mindestens ein neues<br />

Mainboard wird fällig. Vier<br />

Exemplare mit A88X-Chip testen<br />

wir ab Seite 28 im Anschluss an<br />

diesen Artikel.<br />

© Lepa 2014. Alle Rechte vorbehalten. Alle Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. Änderungen ohne vorherige Ankündigung vorbehalten.<br />

BMSerie<br />

450 | 550 | 700 | 800 | 1000W<br />

GMSerie<br />

500 | 600 | 700 | 800W<br />

• 80 PLUS® Bronze / 80 PLUS® Gold<br />

• Massive 12V-Schiene mit bis zu 96% der Gesamtleistung<br />

• Benutzerfreundliche, biegsame Flachbandkabel<br />

• Q-Brick-Gummirahmen zur effektiven Entkopplung<br />

• Voller Intel®-Haswell-Support<br />

• Unterstützt EU-Verordnung Nr.617/21013 (gültig ab<br />

dem 01.07.2014)<br />

NICHTS FÜR<br />

PFLANZENFRESSER<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 21


special | Test: AMD Kaveri<br />

A10-7850K in Anno 2070 erst in 1080p gut<br />

1.366 x 768, Voreinstellung Niedrig: „Megacity 2013“<br />

Intel Core i7-4950HQ 35 41,0 (+34 %)<br />

Intel Core i7-4770K 34 37,4 (+22 %)<br />

Intel Core i5-4670K 28 35,3 (+15 %)<br />

Intel Core i7-3770K 27 31,4 (+2 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

27 <strong>30</strong>,7 (Basis)<br />

AMD A10-6800K 26 29,6 (-4 %)<br />

AMD A10-6700 26 28,6 (-7 %)<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 24 28,3 (-8 %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 24 27,1 (-12 %)<br />

AMD A8-5600K 23 26,8 (-13 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 24 26,6 (-13 %)<br />

Intel Pentium G3420 23 26,2 (-15 %)<br />

1.920 x 1.080, Voreinstellung Mittel: „Megacity 2013“<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 18 24,3 (+15 %)<br />

Intel Core i7-4950HQ 12<br />

21,9 (+3 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

18 21,2 (Basis)<br />

AMD A10-6800K 16 18,8 (-11 %)<br />

AMD A10-6700 15 17,5 (-17 %)<br />

AMD A8-5600K 14 15,8 (-25 %)<br />

Intel Core i7-4770K 11 15,3 (-28 %)<br />

Intel Core i5-4670K 12 15,0 (-29 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 11 14,9 (-<strong>30</strong> %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 9 12,7 (-40 %)<br />

Intel Core i7-3770K 9 11,8 (-44 %)<br />

Intel Pentium G3420 8 9,6 (-55 %)<br />

System: Intel Z87/Z77, AMD A88X/A85X,4 GiB RAM DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit<br />

nach Hst.-Vorgabe; Win 8.1 Pro, Intel 3345, AMD Cat. 13.11 b9.5/13.<strong>30</strong> RC2<br />

Bemerkungen: In Anno 2070 spielt der x86-CPU-Teil noch eine wichtige Rolle.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

So haben wir getestet<br />

Wie schon in Ausgabe 160<br />

(02/2014) nutzen wir wieder unseren<br />

neuen APU-Parcours, der<br />

den Anforderungen an Kombiprozessoren<br />

gerechter wird, als es ein<br />

klassischer CPU- oder <strong>Grafikkarten</strong>test<br />

vermag. Sieben Spieletitel in<br />

jeweils zwei Einstellungen und die<br />

Performance in vier verschiedenartigen<br />

Anwendungen bilden das<br />

Gesamtergebnis. Der APU-Nutzung<br />

angemessen bestimmen die Spiele<br />

zu drei Vierteln (75 Prozent) den Indexwert,<br />

während die Anwendungen<br />

nur zu einem Viertel (25 Prozent)<br />

am Gesamtergebnis beteiligt<br />

sind. Die Einzelindizes finden Sie<br />

<strong>auf</strong> der ersten Doppelseite dieses<br />

Artikels, den Gesamtindex für APUs<br />

bilden wir ab sofort immer <strong>auf</strong> der<br />

Startseite der Prozessor-Rubrik ab<br />

(Seite 69). Die Spieletitel als wichtigsten<br />

Bestandteil der Wertung und<br />

des Index messen wir praxisnah in<br />

zwei Einstellungen. Eine ist die verbreitete<br />

Notebook-LCD-Auflösung<br />

1.366 x 768, die in Kombination mit<br />

niedrigen Details auch bei schwächeren<br />

Modellen für meist gerade<br />

noch spielbare Bildraten sorgt und<br />

in der flottere APUs oft bereits flüssiges<br />

Spielen auch moderner Titel<br />

erlauben.<br />

Die zweite Einstellung beinhaltet<br />

sowohl die Erhöhung der Auflösung<br />

<strong>auf</strong> Full HD (1.920 x 1.080 Pixel),<br />

die derzeit am meisten genutzte<br />

LCD-Auflösung unter unseren Lesern,<br />

als auch einen Schritt weiter<br />

<strong>auf</strong> der Detailskala. Mittlere Details<br />

stehen nun an und erhöhen durch<br />

hübschere, <strong>auf</strong>wendigere Shader-<br />

Berechnungen in erster Linie die<br />

Belastung für die Grafikkerne. Eine<br />

Ausnahme zu oben Gesagtem bildet<br />

World of Warcraft. Aufgrund seiner<br />

geringen grafischen Anforderungen<br />

nutzen wir in beiden Teilwertungen<br />

für den MMORPG-Platzhirsch Full<br />

HD – zum Einstieg mit mittleren<br />

und als zweiten Schritt mit „guten“<br />

Details. Letzteres werten wir zusätzlich<br />

mit 4x Multisample-Antialiasing<br />

<strong>auf</strong>, das wir ansonsten, zum Beispiel<br />

bei Skyrim, für die Parcours-Benchmarks<br />

deaktivieren.<br />

DDR3 maximal<br />

Wollen Sie das volle Leistungspotenzial<br />

von Kaveri nutzen, so ist überdies<br />

schneller Speicher vonnöten.<br />

Bereits der A10-6800K gebot zu-<br />

Battlefield 4 sieht Kaveri erst in 1080p vorn<br />

1.366 x 768, Voreinstellung Niedrig: „Fishing in Baku“<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 68 80,6 (+44 %)<br />

Intel Core i7-4950HQ 50 57,4 (+3 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

50 55,9 (Basis)<br />

AMD A10-6800K 42 46,7 (-16 %)<br />

AMD A10-6700 40 45,1 (-19 %)<br />

AMD A8-5600K 35 39,8 (-29 %)<br />

Intel Core i7-4770K 33 38,3 (-31 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 31 36,9 (-34 %)<br />

Intel Core i5-4670K 31 36,6 (-35 %)<br />

Intel Core i7-3770K 28 32,5 (-42 %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 25 28,0 (-50 %)<br />

Intel Pentium G3420 18 20,0 (-64 %)<br />

1.920 x 1.080, Voreinstellung Mittel: „Fishing in Baku“<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 40 44,8 (+55 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

26 28,9 (Basis)<br />

Intel Core i7-4950HQ 24 28,9 (-0 %)<br />

AMD A10-6800K 20 23,2 (-20 %)<br />

AMD A10-6700 19 22,3 (-23 %)<br />

AMD A8-5600K 16 18,8 (-35 %)<br />

Intel Core i7-4770K 14 18,1 (-37 %)<br />

Intel Core i5-4670K 15 17,8 (-38 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 15 17,5 (-39 %)<br />

Intel Core i7-3770K 14 17,2 (-40 %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 10 13,7 (-53 %)<br />

Intel Pentium G3420 8 9,8 (-66 %)<br />

Bioshock Infinite: Shaderlast liegt Kaveri<br />

1.366 x 768, Voreinstellung Niedrig: „New Eden“<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 72 78,9 (+46 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

49 54,1 (Basis)<br />

AMD A10-6800K 43 48,2 (-11 %)<br />

Intel Core i7-4950HQ 43 47,4 (-12 %)<br />

AMD A10-6700 41 45,7 (-16 %)<br />

AMD A8-5600K 35 39,8 (-26 %)<br />

Intel Core i7-4770K 25 28,9 (-47 %)<br />

Intel Core i7-3770K 25 28,4 (-48 %)<br />

Intel Core i5-4670K 24 28,1 (-48 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 24 27,3 (-50 %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 23 26,0 (-52 %)<br />

Intel Pentium G3420 14 16,8 (-69 %)<br />

1.920 x 1.080, Voreinstellung Mittel: „New Eden“<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 31 35,7 (+35 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

23 26,5 (Basis)<br />

AMD A10-6800K 20 22,8 (-14 %)<br />

Intel Core i7-4950HQ 19 21,5 (-19 %)<br />

AMD A10-6700 18 21,5 (-19 %)<br />

AMD A8-5600K 16 18,5 (-<strong>30</strong> %)<br />

Intel Core i7-3770K 11 12,7 (-52 %)<br />

Intel Core i7-4770K 11 12,6 (-52 %)<br />

Intel Core i5-4670K 10 12,3 (-54 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 10 12,0 (-55 %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 9 11,2 (-58 %)<br />

Intel Pentium G3420 6 7,2 (-73 %)<br />

System: Intel Z87/Z77, AMD A88X/A85X,4 GiB RAM DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit<br />

nach Hst.-Vorgabe; Win 8.1 Pro, Intel 3345, AMD Cat. 13.11 b9.5/13.<strong>30</strong> RC2<br />

Bemerkungen: Neben der Grafik fordert BF 4 besonders in 768p auch die CPU-Kerne.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

System: Intel Z87/Z77, AMD A88X/A85X,4 GiB RAM DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit<br />

nach Hst.-Vorgabe; Win 8.1 Pro, Intel 3345, AMD Cat. 13.11 b9.5/13.<strong>30</strong> RC2<br />

Bemerkungen: Das UE 3-Spiel beansprucht die Transferrate weniger als die Shader.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

22<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


Test: AMD Kaveri | special<br />

gunsten maximaler Spieleleistung<br />

über DDR3-2133-Speicher – sofern<br />

die eingesetzten Module AMDs<br />

„AMP“-Profile unterstützten, war<br />

das sogar mit offiziellem Segen möglich.<br />

Nach wie vor ist DDR3-2133 die<br />

höchste von der JEDEC abgesegnete<br />

DDR3-Geschwindigkeitsstufe.<br />

Kaveri, speziell der A10-7850K,<br />

geht hier noch einen Schritt weiter:<br />

DDR3-2400 sollte es bestenfalls<br />

sein und so führen wir auch unsere<br />

Standard-Benchmarks durch. Denn<br />

obwohl der Geschwindigkeitsstufe<br />

bislang der JEDEC-Status als offizieller<br />

Standard verwehrt blieb, gibt<br />

es <strong>auf</strong> dem RAM-Markt reichlich<br />

Auswahl entsprechender Module.<br />

Während unserer <strong>Tests</strong> fiel allerdings<br />

<strong>auf</strong>, dass die Stabilität im<br />

DDR3-2400-Modus ohne vorhandenes<br />

AMP-Profil zu wünschen übrig<br />

ließ – das galt auch, wenn wir versuchten,<br />

die Werte der AMP-Profile<br />

manuell einzustellen. Möglicherweise<br />

wird in der APU selbst der<br />

Speichercontroller etwas anders<br />

konfiguriert oder mit leicht erhöhter<br />

Spannung versorgt, um die Stabilität<br />

zu gewährleisten. Wählten wir<br />

hingegen das AMP-Profil aus, liefen<br />

alle Benchmarks fehlerfrei durch. In<br />

unseren Standard-Benchmarks profitiert<br />

der Kaveri also zusätzlich von<br />

seinem schnelleren Speicher gegenüber<br />

dem Vorgänger.<br />

Speicher-Parität: DDR3-2133<br />

Neben unseren Skalierungsbenchmarks<br />

im Extrakasten <strong>auf</strong> Seite 20<br />

haben wir außerdem den kompletten<br />

Parcours noch einmal mit<br />

DDR3-2133-Speicher durchl<strong>auf</strong>en<br />

lassen, um einen 1:1-Vergleich mit<br />

dem Vorgänger A10-6800K zu ermöglichen,<br />

ohne dass der Kaveri<br />

seinen Vorteil des schnelleren<br />

Speichers ins Rennen werfen kann.<br />

In der Spieleleistung zeigt Kaveri<br />

aber auch mit gleichen Waffen seine<br />

Überlegenheit – allerdings nicht<br />

mehr so deutlich. Am größten ist<br />

der Vorsprung im Benchmark mit<br />

Battlefield 4 in Full-HD-Auflösung<br />

und mittleren Details. Hier lässt der<br />

A10-7850K den -6800K um 15 Prozent<br />

hinter sich, im Durchschnitt<br />

sind es in 1.920 x 1.080 Bildpunkten<br />

noch sieben Prozent Vorsprung. Im<br />

CPU-lastigeren Setting mit 1.366 x<br />

768 Pixeln und durchweg niedrigen<br />

Details schrumpfen die Abstände<br />

zusammen. Hier kann der 7850K<br />

Mit 47 Prozent Chipfläche nimmt die GPU (oranger Block links mittig) den Löwenanteil<br />

der APU ein. Um die Speichercontroller am unteren Rand (mittig und rechts) ranken<br />

sich wilde Spekulationen. Ein Entwicklerdokument spricht von GDDR5-Fähigkeit.<br />

Bild: AMD<br />

A10-7850K mit APU-Rundenbestzeit in F1 2013<br />

1.366 x 768, Voreinstellung Niedrig: „Catalunya“<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 71 78,1 (+0 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

69 77,9 (Basis)<br />

AMD A10-6700 66 72,6 (-7 %)<br />

AMD A10-6800K 65 71,9 (-8 %)<br />

Intel Core i7-4950HQ 60 71,7 (-8 %)<br />

AMD A8-5600K 58 62,0 (-20 %)<br />

Intel Core i7-3770K 55 59,6 (-23 %)<br />

Intel Core i7-4770K 51 55,1 (-29 %)<br />

Intel Core i5-4670K 47 51,4 (-34 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 43 48,5 (-38 %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 44 46,7 (-40 %)<br />

Intel Pentium G3420 33 35,3 (-55 %)<br />

1.920 x 1.080, Voreinstellung Mittel: „Catalunya“<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 63 70,1 (+24 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

54 56,6 (Basis)<br />

Intel Core i7-4950HQ 47 50,7 (-10 %)<br />

AMD A10-6800K 44 48,9 (-14 %)<br />

AMD A10-6700 41 45,5 (-20 %)<br />

AMD A8-5600K 33 36,6 (-35 %)<br />

Intel Core i7-3770K 31 34,2 (-40 %)<br />

Intel Core i7-4770K 29 31,5 (-44 %)<br />

Intel Core i5-4670K 29 <strong>30</strong>,7 (-46 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 29 <strong>30</strong>,7 (-46 %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 25 26,8 (-53 %)<br />

Intel Pentium G3420 19 20,3 (-64 %)<br />

Skyrim in Full HD flüssig spielbar<br />

1.366 x 768, Voreinstellung Niedrig: „Secundas Sockel“<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 129 159,0 (+37 %)<br />

Intel Core i7-4950HQ 95 120,1 (+3 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

98<br />

116,4 (Basis)<br />

AMD A10-6800K 83 100,2 (-14 %)<br />

AMD A10-6700 80 97,1 (-17 %)<br />

AMD A8-5600K 67 81,5 (-<strong>30</strong> %)<br />

Intel Core i7-4770K 59 69,7 (-40 %)<br />

Intel Core i5-4670K 57 67,8 (-42 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 56 67,0 (-42 %)<br />

Intel Core i7-3770K 52 61,4 (-47 %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 49 59,0 (-49 %)<br />

Intel Pentium G3420 35 42,2 (-64 %)<br />

1.920 x 1.080, Voreinstellung Mittel, kein MSAA: „Secundas Sockel“<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 50 61,1 (+36 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

39<br />

45,0 (Basis)<br />

AMD A10-6800K 36 41,6 (-8 %)<br />

AMD A10-6700 35 40,4 (-10 %)<br />

Intel Core i7-4950HQ 27 35,3 (-22 %)<br />

AMD A8-5600K 27 32,4 (-28 %)<br />

Intel Core i7-3770K 18 24,9 (-45 %)<br />

Intel Core i7-4770K 17 21,7 (-52 %)<br />

Intel Core i5-4670K 16 21,1 (-53 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 16 20,5 (-54 %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 14 18,2 (-60 %)<br />

Intel Pentium G3420 10 13,2 (-71 %)<br />

System: Intel Z87/Z77, AMD A88X/A85X,4 GiB RAM DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit<br />

nach Hst.-Vorgabe; Win 8.1 Pro, Intel 3345, AMD Cat. 13.11 b9.5/13.<strong>30</strong> RC2<br />

Bemerkungen: Hyperthreading kann in F1 2013 die Performance bremsen.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

System: Intel Z87/Z77, AMD A88X/A85X,4 GiB RAM DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit<br />

nach Hst.-Vorgabe; Win 8.1 Pro, Intel 3345, AMD Cat. 13.11 b9.5/13.<strong>30</strong> RC2<br />

Bemerkungen: Mit niedrigen Details dominiert in 768p noch die CPU-Performance.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 23


special | Test: AMD Kaveri<br />

Tomb Raider ohne Tress FX liegt Intel gut<br />

1.366 x 768, Voreinstellung Niedrig: „Cliffs“<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 88 101,4 (+44 %)<br />

Intel Core i7-4950HQ 74 80,1 (+14 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

66 70,5 (Basis)<br />

AMD A10-6800K 58 63,4 (-10 %)<br />

AMD A10-6700 57 60,3 (-14 %)<br />

AMD A8-5600K 48 51,9 (-26 %)<br />

Intel Core i7-4770K 44 48,3 (-31 %)<br />

Intel Core i5-4670K 42 46,3 (-34 %)<br />

Intel Core i7-3770K 38 44,0 (-38 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 40 43,2 (-39 %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 33 37,7 (-47 %)<br />

Intel Pentium G3420 27 <strong>30</strong>,1 (-57 %)<br />

1.920 x 1.080, Voreinstellung Mittel: „Cliffs“<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 39 40,5 (+36 %)<br />

Intel Core i7-4950HQ <strong>30</strong> 31,9 (+7 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

28 29,8 (Basis)<br />

AMD A10-6800K 23 25,3 (-15 %)<br />

AMD A10-6700 22 24,1 (-19 %)<br />

AMD A8-5600K 18 19,7 (-34 %)<br />

Intel Core i7-4770K 15 17,0 (-43 %)<br />

Intel Core i5-4670K 15 16,9 (-43 %)<br />

Intel Core i7-3770K 15 16,3 (-45 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 14 15,7 (-47 %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 13 14,5 (-51 %)<br />

Intel Pentium G3420 9 10,3 (-65 %)<br />

World of Warcraft: MSAA drückt Intel-Leistung<br />

1.920 x 1.080, Voreinstellung Niedrig: „Wandering Isle“<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 99 104,4 (+41 %)<br />

Intel Core i7-4950HQ 70 75,1 (+2 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

67 73,8 (Basis)<br />

AMD A10-6800K 67 71,6 (-3 %)<br />

AMD A10-6700 59 62,7 (-15 %)<br />

AMD A8-5600K 53 57,9 (-22 %)<br />

Intel Core i7-4770K 40 43,1 (-42 %)<br />

Intel Core i5-4670K 40 43,1 (-42 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 39 42,0 (-43 %)<br />

Intel Core i7-3770K 36 40,8 (-45 %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 36 38,3 (-48 %)<br />

Intel Pentium G3420 29 31,7 (-57 %)<br />

1.920 x 1.080, Voreinstellung Mittel, 4x MSAA: „Wandering Isle“<br />

AMD Athlon X4 740 & R7-250 1G5 47 52,5 (+48 %)<br />

AMD A10-7850K<br />

<strong>30</strong> 35,4 (Basis)<br />

AMD A10-6800K 27 31,5 (-11 %)<br />

AMD A10-6700 24 27,4 (-23 %)<br />

AMD A8-5600K 22 26,0 (-27 %)<br />

Intel Core i7-4950HQ 22 25,5 (-28 %)<br />

Intel Core i7-4770K 11 13,7 (-61 %)<br />

Intel Core i5-4670K 11 13,7 (-61 %)<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong> 11 13,4 (-62 %)<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong> 10 12,9 (-64 %)<br />

Intel Core i7-3770K 11 12,8 (-64 %)<br />

Intel Pentium G3420 7 9,2 (-74 %)<br />

System: Intel Z87/Z77, AMD A88X/A85X,4 GiB RAM DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit<br />

nach Hst.-Vorgabe; Win 8.1 Pro, Intel 3345, AMD Cat. 13.11 b9.5/13.<strong>30</strong> RC2 Bemerkungen:<br />

Erstaunlicherweise liegt der i7-4950HQ auch in 1080p vor dem A10-7850K.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

System: Intel Z87/Z77, AMD A88X/A85X,4 GiB RAM DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit<br />

nach Hst.-Vorgabe; Win 8.1 Pro, Intel 3345, AMD Cat. 13.11 b9.5/13.<strong>30</strong> RC2<br />

Bemerkungen: Nur Intels i7-4950HQ kann halbwegs mit AMDs APUs mithalten..<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

Kombi-<br />

Prozessoren<br />

Auszug aus Testtabelle<br />

mit 15 Wertungskriterien<br />

Test in <strong>PC</strong>GH 02/2014 Test in <strong>PC</strong>GH 02/2014 Test in <strong>PC</strong>GH 02/2014 Test in <strong>PC</strong>GH 02/2014<br />

Prozessor AMD A10-7850K AMD A10-6800K AMD A8-5600K Intel Core i5-4670K Intel Core i3-43<strong>30</strong><br />

<strong>PC</strong>GH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/950987 www.pcgh.de/preis/950987 www.pcgh.de/preis/805217 www.pcgh.de/preis/9<strong>30</strong>960 www.pcgh.de/preis/993697<br />

Preis/Preis-Leistungsverhältnis Ca. € 155,-/Gut Ca. € 120,-/Gut Ca. € 80,-/Sehr gut Ca. € 200,-/Ausreichend Ca. € 110,-/Befriedigend<br />

Für Mainboards mit Sockel … FM2+ (906 Kontakte) FM2 (904 Kontakte) FM2 (904 Kontakte) LGA 1150 LGA 1150<br />

Codename Kaveri (Steamroller) Richland (Piledriver) Trinity (Bulldozer) Haswell DT Haswell DT<br />

Anz. Kerne/Module (logisch), Unc.-/L3-Takt 2 (4), 1.800 MHz 2 (4), 1.800 MHz 2 (4), 1.800 MHz 4 (4), wie Kerntakt 2 (4), wie Kerntakt<br />

Basistakt (Turbo für alle und einen Kern) 3,7 GHz (bis 4,0 GHz) 4,1 GHz (bis 4,4 GHz) 3,6 GHz (bis 3,9 GHz) 3,4 GHz (3,6 bis 3,8 GHz) 3,5 GHz<br />

L1-Cache (Daten/Befehle, je Kern/Modul) 16 KiByte/96 KiByte 16 KiByte/64 KiByte 16 KiByte/64 KiByte 32 KiByte/32 KiByte, Trace 32 KiByte/32 KiByte, Trace<br />

L2-Cache (je Kern/Modul)/LLC (gesamt) 2.048 KiByte/nicht vorhanden. 2.048 KiByte/nicht vorhanden 2.048 KiByte/nicht vorhanden 256 KiByte/6 MiByte 256 KiByte/4 MiByte<br />

Transistoren, Fertigung, Die-Size 2.410 Millionen, 28 nm, 245 mm² 1.<strong>30</strong>3 Millionen, 32 nm, 246 mm² 1.<strong>30</strong>3 Millionen, 32 nm, 246 mm² Unbekannt, 22 nm, 177 mm² Unbekannt, 22 nm,~110 mm²<br />

Ausstattung (20 %) 1,99 2,13 2,13 2,34 2,34<br />

Grafikeinheit* Radeon R7-Series (720 MHz) Radeon HD 8670D (844 MHz) Radeon HD 7560D (760 MHz) HD Graphics 4600 (max. 1,2 GHz) HD Graphics 4600 (max. 1,15 GHz)<br />

Befehlssatz-Erweiterungen SSE bis 4.2, AVX, AES, XOP, FMA3/4 SSE bis 4.2, AVX, AES, XOP, FMA3/4 SSE bis 4.2, AVX, AES, XOP, FMA3/4 SSE bis 4.2, AVX bis 2, AES, FMA3 SSE bis 4.2, AVX bis 2, AES, FMA3<br />

SMT, IOMMU Nicht vorhanden, vorhanden Nicht vorhanden, vorhanden Nicht vorhanden, vorhanden Nicht vorhanden, nicht vorhanden Nicht vorhanden, nicht vorhanden<br />

Integrierte <strong>PC</strong>I-Express-Lanes 16 x <strong>PC</strong>I-Express 3.0 16 x <strong>PC</strong>I-Express 2.0 16 x <strong>PC</strong>I-Express 2.1 16 x <strong>PC</strong>I-Express 3.0 16 x <strong>PC</strong>I-Express 3.0<br />

Eigenschaften (20 %) 1,95 2,16 2,23 2,06 2,55<br />

Offener Multiplikator Ja (bis 31,5) Ja (bis 31,5) Ja (bis 31,5) Ja (bis Multi 80) Nein<br />

Übertaktung per Referenztakt?** Ja Ja Ja Stark eingeschränkt Stark eingeschränkt<br />

Speicher-Kanäle u. -Geschwindigkeit 2x DDR3-2400 (AMP, ECC) 2x DDR3-2133 (AMP; ECC) 2x DDR3-1866 (ECC) 2x DDR3-1600 (kein ECC) 2x DDR3-1600 (ECC)<br />

TDP laut Hersteller 95 Watt 100 Watt 100 Watt 84 Watt 54 Watt<br />

Leistungs<strong>auf</strong>n. (Leerl<strong>auf</strong>/BF4/TR/x264)* 35/104/105/109 Watt 26/124/110/112 Watt 25/108/92/107 Watt 24/76/64/75 Watt 25/63/57/54 Watt<br />

Energieeffizienz-Index Battlefield 4* 85,6% 57,6% 53,6% 72,1% 85,5%<br />

Energieeffizienz-Index Tomb Raider* 78,8% 60,4% 55,3% 71,2% 81,4%<br />

Energieeffizienz-Index x264 MT UHD* 38,0% 35,9% 33,8% 93,7% 78,6%<br />

Leistung (60 %)*** 1,20 1,51 1,98 2,02 2,34<br />

Index Spiele (1080p, medium)** 100,0% 87,0% 69,5% 54,3% 53,1%<br />

Index Spiele (768p, low)** 95,6% 86,8% 73,2% 66,0% 60,5%<br />

Index Anwendungen** 51,5% 51,7% 47,8% 80,8% 53,9%<br />

FAZIT<br />

Höchste Gaming-Leistung<br />

Hohes Zukunftspotenzial<br />

Sehr gute Effizienzwerte<br />

Sehr gute Spieleleistung<br />

Kein Mantle und True Audio<br />

Sehr hoher Stromverbrauch<br />

Befriedigende Spieleleistung<br />

Günstiger Preis<br />

Hohe Leistungs<strong>auf</strong>nahme<br />

Gute CPU-Leistung<br />

Gute Effizienzwerte<br />

Nur ausreichende Spieleleistung<br />

In Spielen kaum langsamer als<br />

i5-4670K …<br />

… aber weit hinter AMD-APUs<br />

Wertung: 1,51 Wertung: 1,76 Wertung: 2,06 Wertung: 2,09 Wertung: 2,38<br />

* Setzt Unterstützung durch das Mainboard voraus **Angabe dient nur der Information, gewertet wird über alle Spiele und Anwendungen. ***Gewichtet!<br />

24<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

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Test: AMD Kaveri | special<br />

nur noch zwei Prozent im Durchschnitt<br />

gewinnen und arbeitet in<br />

Anno, F1 2013 und WoW gar minimal<br />

langsamer als der 6800K. Abermals<br />

ist der Vorsprung in BF 4 mit<br />

acht Prozent am ausgeprägtesten. In<br />

Anwendungen verschlechtert sich<br />

das Abschneiden <strong>auf</strong> insgesamt nur<br />

noch 95 Prozent der A10-6800K-<br />

Leistung – hier muss allerdings auch<br />

die niedrigere Taktung der CPU-<br />

Kerne berücksichtigt werden, denn<br />

die verbesserte Pro-Takt-Leistung<br />

kann die fehlenden rund 400 MHz<br />

schon mit dem schnelleren Speicher<br />

nicht vollständig ausgleichen.<br />

Single- oder Dual-Rank<br />

Wie wir bereits in Ausgabe 157<br />

(11/2013) im Rahmen unserer<br />

Untersuchungen zu verschiedenen<br />

RAM-Konfigurationen herausfanden,<br />

kann es unter bestimmten<br />

Umständen zu einem Performance-<br />

Vorteil kommen, wenn Speicher<br />

in Dual-Rank-Organisationsform<br />

verwendet wird. Kurz zusammengefasst<br />

können durch verschränkte<br />

(der Fachausdruck lautet „interleaved“)<br />

Speicherzugriffe Anfragen<br />

an den DDR3-Speicher mit geringerer<br />

Verzögerung abgearbeitet<br />

werden. Kaveri ist nun die erste Architektur,<br />

die hiervon auch ohne zusätzlich<br />

anliegende Grundlast – wie<br />

in unserem vergangenen Test noch<br />

nötig – profitieren kann. Die im von<br />

AMD gelieferten Testkit enthaltenen<br />

DDR3-2400-Module waren Single-<br />

Ranked, erst kurz vor Redaktionsschluss<br />

konnten wir die Messungen<br />

mit Dual-Rank-Speicher nachholen<br />

– allerdings nur als DDR3-2133-Version,<br />

DDR3-2400 lief mit den Dual-<br />

Rank-Modulen nicht stabil <strong>auf</strong> unserer<br />

Testplattform. Etwas Potenzial<br />

nach oben ist also noch vorhanden.<br />

In Spielen ist unser A10-7850K<br />

mit der Dual-Rank-Variante im Mittel<br />

ca. 7 Prozent schneller als mit<br />

Single-Rank-Modulen, Anwendungen<br />

profitieren im Schnitt nur mit 4<br />

Prozent Zuwachs. Rechnet man dies<br />

<strong>auf</strong> einen möglichen Benchmarkdurchl<strong>auf</strong><br />

mit DDR3-2400-Speicher<br />

hoch, ergeben sich 99,2 theoretische<br />

Punkte im APU-Index anstelle<br />

der 94 mit Single-Rank-RAM. Da der<br />

APU-Leistungsindex <strong>auf</strong> Seite 69<br />

schon bei der Druckerei war, als wir<br />

die <strong>Tests</strong> endlich abschließen konnten,<br />

war es nicht mehr möglich,<br />

dort diese alternative Version noch<br />

mit einzupflegen.<br />

AMD A10-7850K analysiert<br />

Über all unsere Messungen zeigt<br />

sich, dass AMD mit dem Kaveri im<br />

Allgemeinen und dem A10-7850K<br />

eine sehr gute Balance gelungen ist,<br />

die die Schwäche bisheriger APUs<br />

im Gaming- und Open-CL-Bereich<br />

angeht. Die Spieleleistung des A10-<br />

7850K ist im APU-Vergleich über<br />

alle Zweifel erhaben. Die AMD-APU<br />

setzt sich selbst von Intels mehr als<br />

dreimal so teurer Notebook-Lösung<br />

in Form des Core i7-4950HQ mit<br />

bis zu 10 Prozent in 1080p ab und<br />

deklassiert in diesem Bereich konkurrierende<br />

Desktop-Prozessoren<br />

förmlich. Der preislich etwa 45<br />

Euro über dem A10-7850K angesiedelte<br />

i5-4670K etwa erreicht in der<br />

Spielewertung in 1080p lediglich<br />

54,3 Prozent der 7850K-Leistung, in<br />

1.366 x 768 immerhin 66 Prozent.<br />

Dabei spielt die nach wie vor deutlich<br />

überlegene CPU-Performance<br />

der Intel-Modelle eine größere Rolle,<br />

denn in diesem Bereich kehren<br />

sich die Rollen nahezu um.<br />

Das volle Potenzial von Kaveri ist in<br />

diesen Werten noch nicht einmal<br />

ausgeschöpft – Stichwort Dual-<br />

Rank-Speicher und bessere Effizienz<br />

bei niedrigen Leistungsbudgets. Wir<br />

werden diese Messungen so bald<br />

wie möglich nachreichen und weitere<br />

Kaveri-Modelle testen. (cs)<br />

Fazit<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

AMD A10-7580K (Kaveri)<br />

Der A10-7850K kann bereits einiges<br />

von Kaveris APU-Potenzial zeigen,<br />

doch das schnellste und stromhungrigste<br />

Modell der Reihe kann lediglich<br />

die Technik-, nicht aber die Effizienzvorzüge<br />

bestmöglich demonstrieren –<br />

ein 45-Watt-Modell wäre geeigneter<br />

gewesen. Trotz alledem ist der A10-<br />

7850K eine sehr gute, deutlich effizientere<br />

APU als seine Vorgänger und zeigt<br />

die Marschroute AMDs <strong>auf</strong>. In der Spieleleistung<br />

erreicht der A10-7850K rund<br />

75 Prozent der R7-250/1G5.<br />

www.pcgameshardware.de • www.pcghx.de<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

Bild: Robert Kneschke – Fotolia.com<br />

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03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 25


special | Test: AMD Kaveri<br />

Ein Blick unter die Haube: Die Technik im Kaveri<br />

Bild: AMD<br />

Bild: AMD<br />

Bild: AMD<br />

Alles, was in AMDs Portfolio<br />

Rang und Namen hat, steckt im<br />

Kaveri: brandaktuelle Radeon-GPU-<br />

Schaltungen, einheitlicher Speicherzugriff<br />

für alle Recheneinheiten<br />

und vieles mehr. Die CPU-Kerne<br />

feiern in ihm noch vor Server- und<br />

High-End-Desktop-Prozessoren gar<br />

ihre öffentliche Premiere. Wir fassen<br />

das Wichtigste über Steamroller,<br />

GCN 1.1, Mantle und True Audio für<br />

Sie zusammen.<br />

Steuerzentrale<br />

Hauptprozessor<br />

Bevor die GPU-Rechenkerne etwas<br />

zu tun bekommen, müssen die x86-<br />

Cores in Aktion treten. Diese basieren<br />

<strong>auf</strong> AMDs 2011 mit dem Bulldozer<br />

eingeführten Modulkonzept,<br />

Die Grafikeinheit stellte AMD von der veralteten VLIW4- <strong>auf</strong> aktuelle GCN-1.1-Technik<br />

um. 47 Prozent des Chips werden für deren Schaltkreise verwendet.<br />

Die wesentliche Neuerung im CPU-/GPU-Zusammenspiel ist die kohärente, gleichberechtigte<br />

Speicherverwaltung der Kaveri-APUs.<br />

Die CPU-Kerne basieren <strong>auf</strong> der Steamroller-Ausbaustufe von AMDs Architektur und<br />

bringen mehr Leistung pro Takt.<br />

bieten im Detail jedoch bereits die<br />

dritte Ausbaustufe namens Steamroller.<br />

Wieder einmal galt das Hauptaugenmerk<br />

der pro Takt verrichteten<br />

Arbeit. Hierzu wurde vor allem<br />

das Front-End, also die Stufe, welche<br />

die eigentlichen Recheneinheiten<br />

mit Arbeit versorgt, <strong>auf</strong>gebohrt.<br />

Dazu zählen die getrennten Decoder<br />

für die Integer-Kerne, welche<br />

eine weitere Aufweichung des Modulkonzeptes<br />

bedeuten, sowie die<br />

Vergrößerung des Daten-Caches um<br />

50 Prozent <strong>auf</strong> 96 KiB pro Modul.<br />

AMD selbst gibt eine Verbesserung<br />

von durchschnittlich 10 Prozent pro<br />

Takt gegenüber Piledriver an, im<br />

Idealfalle sollen 20 zusätzliche Prozent<br />

erreicht werden – zumindest<br />

Ersteres können wir für den Einzelfall<br />

x264-Transcoding bestätigen.<br />

Der sich stark verzweigende Code<br />

des Fritz-Schach-Benchmarks profitiert<br />

mit 15 Prozent Zuwachs von<br />

Steamroller und das Benchmark-<br />

Programm Super Pi läuft ebenfalls<br />

deutlich schneller.<br />

Graphics Core Next 1.1<br />

Regelmäßige <strong>PC</strong>GH-Leser haben die<br />

Vorzüge der GCN-Grafikarchitektur<br />

gegenüber ihrem bis zum A10-<br />

6800K immer noch verwendeten<br />

VLIW4-Vorgänger bereits verinnerlicht.<br />

Obwohl die rechnerische<br />

Grafikleistung nicht allzu stark angestiegen<br />

ist, arbeitet GCN, im Kaveri<br />

nebulös als R7-Series Graphics<br />

bezeichnet, wesentlich effizienter<br />

als die veralteten Radeon-Kerne in<br />

Richland. Im Spieleeinsatz limitiert<br />

zwar häufig die Speichergeschwindigkeit,<br />

doch wenn es rein ums<br />

Rechnen geht, zeigt Kaveri dem Vorgänger<br />

Richland deutlich, wo der<br />

Frosch die Locken hat. Im direkten<br />

Vergleich mithilfe des Luxmarks in<br />

der komplexesten Szene („Room“)<br />

errendert die R7-Grafik im Kaveri<br />

gar 163 Prozent Vorsprung <strong>auf</strong><br />

die HD 8670D des A10-6800K (bei<br />

gleicher Speichergeschwindigkeit).<br />

Arbeiten CPU und GPU gemeinsam<br />

an diesem Problem, nivelliert sich<br />

dieser Unterschied <strong>auf</strong>grund verschiedener<br />

Turbo-Takte wieder ein<br />

wenig und Kaveri kommt nur noch<br />

<strong>auf</strong> 41, mit Dual-Ranked-Speichermodulen<br />

<strong>auf</strong> 56 Prozent Vorsprung.<br />

Das ist umso beeindruckender, als<br />

die A10-7850K-Grafik durch den<br />

niedrigeren Takt mit einer ca. 20<br />

bis <strong>30</strong> Prozent geringeren von uns<br />

gemessenen Füllrate auskommen<br />

muss. Werden hingegen pixelgenaue<br />

Berechnungen angestellt,<br />

schlägt Kaveri Richland im selben<br />

Testprogramm trotz Taktnachteils<br />

um ganze 18 Prozent.<br />

GCN bietet als Grafikarchitektur darüber<br />

hinaus auch den Vorteil, dass<br />

die AMD-Treiberprogrammierer<br />

hier<strong>auf</strong> die meiste Optimierungsarbeit<br />

verwenden. Zudem arbeiten<br />

die Texturfilter genauer, sodass<br />

weniger Flimmern den Spielgenuss<br />

stört. Anti-Aliasing und anisotrope<br />

Filterung entsprechen dem Niveau<br />

der aktuellen AMD-Desktop-Garde.<br />

Als besonderes Bonbon dürfte sich<br />

Mantle erweisen. Diese <strong>auf</strong> AMD-<br />

GCN-<strong>Hardware</strong> zugeschnittene API<br />

soll unter anderem Battlefield 4<br />

und Thief zu einer geringeren CPU-<br />

Grundlast verhelfen, sodass eine<br />

niedrigere Prozessorleistung in entsprechend<br />

programmierten Spielen<br />

die Gesamtperformance weniger<br />

beeinträchtigt.<br />

Fleißige Helferchen<br />

Eine Horde weiterer, stark spezialisierter<br />

Prozessorkernchen<br />

unterstützt ihre großen x86- und<br />

GPU-Geschwister. UVD4 und VCE2<br />

übernehmen Videode- und sogar<br />

-enkodierung in Echtzeit und beschleunigen<br />

auch Ultra-HD-Formate.<br />

AMDs True-Audio-Technik ist<br />

ebenfalls an Bord und kann über<br />

drei Tensilica-DSPs Mehrkanal-<br />

Surround-Sound unabhängig vom<br />

Hauptprozessor abmischen und mit<br />

komplexen Filtern versehen – damit<br />

lassen sich ca. 10 Prozent CPU-Leistung<br />

einsparen. Der Haken dieser<br />

Gadgets: Sie sind <strong>auf</strong> Programme<br />

angewiesen, die diese Funktionen<br />

explizit nutzen. Das bedeutet Umstellung<br />

oder Hoffen <strong>auf</strong> Updates.<br />

hUMA und HSA<br />

Dank gemeinsamer Speicherzugriffe<br />

können CPU und GPU enger verzahnt<br />

als je zuvor zusammenarbeiten,<br />

tun dies derzeit jedoch nur in<br />

Entwicklerversionen oder Techdemos<br />

– mit beeindruckenden Resultaten.<br />

Wir behalten die Entwicklung<br />

für Sie <strong>auf</strong> jeden Fall im Blick! (cs)<br />

26<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


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<strong>PC</strong>GH-<strong>PC</strong> mit Xeon-CPU<br />

Mit dem Xeon E3-12<strong>30</strong> V3 hat Intel einen echten Geheimtipp im Programm,<br />

der die Basis für unseren neuen <strong>PC</strong>GH-Professional-<strong>PC</strong> stellt.<br />

Beim E3-12<strong>30</strong> V3 handelt es sich offiziell um<br />

eine Server- und Workstation-CPU. Doch sie<br />

bringt dieselbe Technik wie die normalen Desktop-Prozessoren<br />

der Core-i-4700-Reihe mit:<br />

vier Kerne, Hyperthreading und einen Boost.<br />

Nur die integrierte Grafikeinheit fehlt, doch dafür<br />

liegt die TDP nur noch bei 80 Watt und auch<br />

der Preis liegt um etwa 70 Euro unterhalb vom<br />

i7-4770K. Für unseren neuen <strong>PC</strong>GH-Professional-<strong>PC</strong><br />

ist dieser Xeon-Prozessor also die<br />

ideale Wahl. Die fehlende integrierte Grafikeinheit<br />

bringt keine Nachteile mit sich, schließlich<br />

verbauen wir in diesem <strong>PC</strong>GH-<strong>PC</strong> sowieso eine<br />

deutlich schnellere Geforce GTX 760. Wer den<br />

<strong>PC</strong> nicht nur zum Spielen einsetzt, wird die 16<br />

GiByte DDR3-1600-RAM sowie die 250-GB-<br />

SSD und die 2-TB-HDD zu schätzen wissen.<br />

Besonders positiv fällt bei diesem Xeon-<strong>PC</strong><br />

auch das kaum hörbare Betriebsgeräusch von<br />

maximal 0,5 Sone in 3D-Anwendungen <strong>auf</strong>.<br />

Gebaut und verk<strong>auf</strong>t wird dieser <strong>PC</strong> wie immer<br />

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Prozessor Intel Core i5-4670K Intel Xeon E3-12<strong>30</strong> V3 Intel Core i5-4670K Intel Core i7-4770K Intel Core i7-4770K<br />

Grafikkarte Geforce GTX 760/2.048 MiByte Geforce GTX 760/2.048 MiByte Geforce GTX 770/2.048 MiByte Geforce GTX 780/3.072 MiByte Geforce GTX 780 Ti/3.072 MiByte<br />

Mainboard Asrock Z87 Pro3 Asrock Z87 Pro4 Gigabyte GA-Z87-D3HP Asrock Z87 Extreme 4 Asrock Z87 Extreme 4<br />

SSD-L<strong>auf</strong>werk 120-GB-SSD (Samsung 840 Evo) 250-GB-SSD (Samsung 840 Evo) 256-GB-SSD (Samsung 840 Pro) 256-GB-SSD (ADATA SP900) 500-GB-SSD (Samsung 840 Evo)<br />

HDD-L<strong>auf</strong>werk 1.000-GB-HDD (Seagate oder WD) 2.000-GB-HDD (Seagate) 1.000-GB-HDD (WD oder Seagate) 1.000-GB-HDD (WD oder Seagate) 2.000-GB-HDD (WD oder Seagate)<br />

Speicher 8 GiByte DDR3-1600-RAM (Corsair) 16 GiByte DDR3-1600-RAM (Crucial) 8 GiByte DDR3-1600-RAM (Corsair) 8 GiByte DDR3-1600-RAM (Corsair) 8 GiByte DDR3-1600-RAM (Corsair)<br />

Netzteil Be quiet Pure Power CM L8 5<strong>30</strong>W Be quiet Pure Power CM L8 5<strong>30</strong>W Be quiet Pure Power CM L8 5<strong>30</strong>W Be quiet Pure Power CM L8 6<strong>30</strong>W Be quiet Straight Power CM E9 580W<br />

CPU-Kühler Thermalright HR-02 Macho <strong>PC</strong>GH-Ed. Scythe Mugen 4 <strong>PC</strong>GH-Edition Thermalright HR-02 Macho <strong>PC</strong>GH-Ed. Thermalright HR-02 Macho <strong>PC</strong>GH-Ed. Thermalright HR-02 Macho <strong>PC</strong>GH-Ed.<br />

Gehäuse Fractal Design R4 <strong>PC</strong>GH-Edition Fractal Design R4 <strong>PC</strong>GH-Edition Fractal Design R4 <strong>PC</strong>GH-Edition Fractal Design R4 <strong>PC</strong>GH-Edition Fractal Design R4 <strong>PC</strong>GH-Edition<br />

L<strong>auf</strong>werk/Soundkarte DVD-Brenner/Onboard-Sound DVD-Brenner/Onboard-Sound Blu-ray-Brenner/Onboard-Sound Blu-ray-Brenner/Onboard-Sound Blu-ray-Brenner/Onboard-Sound<br />

Gehäuselüfter/Sonstiges 2 x Fractal-Lüfter, WLAN 2 x Fractal-Lüfter, WLAN 2 x Fractal-Lüfter, WLAN 2 x Fractal-Lüfter, WLAN 2 x Fractal-Lüfter, WLAN<br />

Leistung<br />

Lautstärke 2D (0,5 m) 0,4 Sone/22 dB(A) 0,3 Sone/21 dB(A) 0,3 Sone/22 dB(A) 0,5 Sone/24 dB(A) 0,3 Sone/21 dB(A)<br />

Lautstärke 3D (0,5 m) 0,5 Sone/23 dB(A) 0,5 Sone/23 dB(A) 1,3 Sone/31 dB(A) 1,4 Sone/32 dB(A) 1,5 Sone/32 dB(A)<br />

Leistungs<strong>auf</strong>nahme 2D 48 Watt (Leerl<strong>auf</strong>) 44 Watt (Leerl<strong>auf</strong>) 52 Watt (Leerl<strong>auf</strong>) 50 Watt (Leerl<strong>auf</strong>) 41 Watt (Leerl<strong>auf</strong>)<br />

Leistungs<strong>auf</strong>n. 3D Mark 11 2<strong>30</strong> Watt (235 W bei 3D Mark 13) 232 Watt (238 W bei 3D Mark 13) 323 Watt (311 W bei 3D Mark 13) 272 Watt (336 W bei 3D Mark 13) 323 Watt (336 W bei 3D Mark 13)<br />

3D Mark (2013-Edition) 5.407 (F), 16.460 (C), 156.606 (I) 5.708 (F), 20.719 (C), 143.238 (I) 6.860 (F), 17.700 (C), 161.591 (I) 8.<strong>30</strong>4 (F), 25.098 (C), 161.089 (I) 9.681 (F), 24.832 (C), 158.080 (I)<br />

3D Mark 11 P8.142, X2.898 P8.531, X2.952 P10.216, X3.861 P11.834, X4.483 P12.924, X5.179<br />

Stalker: Call of Pripyat 78 Fps (Sun Shafts, Ultra, 4x AA) 78 Fps (Sun Shafts, Ultra, 4x AA) 98 Fps (Sun Shafts, Ultra, 4x AA) 117 Fps (Sun Shafts, Ultra, 4x AA) 137 Fps (Sun Shafts, Ultra, 4x AA)<br />

Aliens vs. Predator Bench. 91 Fps (1.920 x 1.080) 93 Fps (1.920 x 1.080) 118 Fps (1.920 x 1.080) 131 Fps (1.920 x 1.080) 160 Fps (1.920 x 1.080)<br />

Cinebench R11.5 x64 (CPU) 6,20 Punkte 7,68 Punkte 6,17 Punkte 8,56 Punkte 8,12 Punkte<br />

Preis<br />

ohne Betriebssystem*<br />

€ 1.149,– € 1.249,– € 1.429,– € 1.619,– € 1.999,–<br />

Preis<br />

mit 64-Bit-Betriebssystem*<br />

€ 1.229,–<br />

(inkl. Windows 7 Home Premium)<br />

Sehr leiser Komplett-<strong>PC</strong><br />

Schnelle Geforce GTX 760<br />

Kein Blu-ray-L<strong>auf</strong>werk<br />

€ 1.329,–<br />

(inkl. Windows 7 Home Premium)<br />

Schnelle 4-Kern-CPU mit HTT<br />

16 GiB RAM, extrem leiser <strong>PC</strong><br />

Kein Blu-ray-L<strong>auf</strong>werk<br />

€ 1.509,–<br />

(inkl. Windows 7 Home Premium)<br />

Schnelle CPU/GPU<br />

Sehr leises System<br />

Hoher Stromverbrauch<br />

€ 1.699,–<br />

(inkl. Windows 7 Home Premium)<br />

Core-i7-Haswell-Prozessor<br />

Schnelle Geforce GTX 780<br />

Hoher Stromverbrauch<br />

€ 2.079,–<br />

(inkl. Windows 7 Home Premium)<br />

Sehr schnelle Grafikkarte<br />

500-GB-SSD + 2-TB-HDD<br />

Niedriger Lärmpegel<br />

* Preiserfassung und Produktdaten vom 21.01.2014, unter www.pcgh.de/alternate finden Sie stets den aktuellen Preis. Bei der Variante mit Betriebssystem sind neben Windows auch sämtliche Treiber installiert.


special | Test: Kaveri-Mainboards<br />

Vier Kaveri-kompatible Mainboards im Test<br />

Tradition verpflichtet!<br />

Wer <strong>auf</strong> AMDs neue APU-Generation Kaveri umsteigen möchte, der muss in einen neuen Sockel investieren:<br />

Wir haben vier Sockel-FM2+-Mainboards <strong>auf</strong> Herz und Nieren getestet.<br />

Die im Juni 2013 vorgestellten<br />

und mittlerweile verfügbaren<br />

Kaveri-APUs sind AMDs wichtigstes<br />

Produkt für das Jahr 2014. Als<br />

Basis kommt der Sockel FM2+ zum<br />

Einsatz. Dieser unterscheidet sich<br />

unter anderem mechanisch von<br />

seinem Vorgänger, zudem wurden<br />

einige Pins neu belegt, weshalb ältere<br />

Mainboards sowohl elektrisch<br />

als auch mechanisch inkompatibel<br />

zu den Kaveri-APUs sind.<br />

Interessenten müssen also <strong>auf</strong> jeden<br />

Fall in eine neue Hauptplatine<br />

investieren. Die Kosten für ein Upgrade<br />

halten sich aber in Grenzen,<br />

denn kein Mainboard in unserem<br />

Testfeld überschreitet die 100-Euro-<br />

Marke – und das, obwohl teils umfangreiche<br />

Ausstattung und zahlreiche<br />

Übertaktungsfunktionen<br />

geboten werden. Auf den folgenden<br />

<strong>Seiten</strong> lesen Sie, was sich technisch<br />

seit Richland getan hat, wie es um<br />

den Energieverbrauch der Probanden<br />

steht und welche Ausstattungsmerkmale<br />

die einzelnen Modelle zu<br />

bieten haben. Zudem überprüfen<br />

wir, ob die Mainboards einen Einfluss<br />

<strong>auf</strong> die Spieleleistung haben.<br />

Wie gewohnt gehen wir natürlich<br />

auch <strong>auf</strong> die Stabilität und die<br />

Lüftersteuerung ein.<br />

Asus A88X-Pro: Un<strong>auf</strong>fälliger Allrounder<br />

ohne große Schwächen.<br />

Trotz güldener Farbgebung ist<br />

das Asus A88X-Pro alles andere<br />

als <strong>auf</strong>regend. Die gewöhnungsbedürftigen<br />

Braun- und Goldtöne<br />

kennen wir bereits von anderen<br />

Asus-Hauptplatinen. Im Gegensatz<br />

zu Modellen der Republic-of-Gamers-Produktreihe<br />

verzichtet der<br />

taiwanische Hersteller beim A88X-<br />

Pro <strong>auf</strong> werbewirksame Gaming-<br />

Gimmicks und konzentriert sich<br />

<strong>auf</strong> das Wichtigste: eine solide Basis<br />

für AMD-Systeme zu schaffen.<br />

Wirkliche Besonderheiten bietet<br />

das Board nicht. Vier DDR3-RAM-<br />

Bänke, ein echter <strong>PC</strong>I-Express-x16-<br />

Slot sowie insgesamt sechs SATA-<br />

6GB/s-Anschlüsse gehören 2014<br />

zum Standard und sorgen kaum<br />

noch für Aufmerksamkeit. Theoretisch<br />

finden drei <strong>Grafikkarten</strong> Platz<br />

<strong>auf</strong> dem A88X-Pro, allerdings kann<br />

die dritte Karte dann nur mit vier<br />

Lanes angebunden werden, was zu<br />

einem nicht unerheblichen Leistungsverlust<br />

führt. Es ergibt also<br />

kaum Sinn, mehr als zwei <strong>Grafikkarten</strong><br />

gleichzeitig zu betreiben,<br />

dann stehen jeder GPU maximal<br />

acht Lanes zur Verfügung.<br />

Die Anschlussfreudigkeit ist zufriedenstellend.<br />

Maximal können 16<br />

USB-Geräte angeschlossen werden,<br />

zehn davon per USB-2.0, weitere<br />

sechs per USB-Superspeed. Sechs<br />

dieser Anschlüsse finden sich am<br />

hinteren I/O-Panel, die restlichen<br />

werden per Kabel an die Gehäusefront<br />

durchgeschleift. Der A88-<br />

Chipsatz bietet die RAID-Optionen<br />

0, 1, 5 und 10. Maximal können<br />

sechs L<strong>auf</strong>werke über interne<br />

SATA-6GB/s-.Anschlüsse angebunden<br />

werden. Zusätzlich bietet das<br />

Asus A88X-Pro zwei externe SATA-<br />

Ports. Netzwerktechnisch wird<br />

Standardkost geboten: Der Gigabit-<br />

Ethernet-Port wird von einem Realtek<br />

RTL8111GR angesteuert.<br />

28<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


Test: Kaveri-Mainboards | special<br />

Als Soundchip kommt der bekannte<br />

Realtek ALC1150 zum Einsatz.<br />

Dessen Klangqualität ist recht ordentlich,<br />

audiophile Nutzer jedoch<br />

sollten erwägen, in eine diskrete<br />

Soundkarte zu investieren. Neben<br />

den analogen 3,5-Millimeter-Klinkenanschlüssen<br />

findet sich auch<br />

ein optischer Ausgang am rückwärtigen<br />

Panel. Wer <strong>auf</strong> die intergrierte<br />

Grafikeinheit der AMD-Kaveri-<br />

APUs setzen möchte, verbindet<br />

diese entweder per D-Sub, DVI-D,<br />

HDMI oder sogar Display-Port mit<br />

seinem Monitor.<br />

Auch Übertakter haben ihren Spaß<br />

mit dem Asus A88X-Pro. Sowohl<br />

Multiplikator als auch Basistakt erlauben<br />

Leistungssteigerungen, zudem<br />

lasssen sich viele Spannungen<br />

in feinen Schritten anpassen. Diagnose-LEDs<br />

<strong>auf</strong> der Platine erleichtern<br />

zudem die Fehlersuche, falls<br />

das System mal nicht mehr starten<br />

sollte. Onboard-Power- und Reset-<br />

Taster hätten das Paket in unseren<br />

Augen noch abgerundet.<br />

Alles in allem handelt es sich bei<br />

dem Asus A88X-Pro um ein rundes<br />

Angebot: Das Mainboard bietet<br />

alle wichtigen Schnittstellen und<br />

verzichtet <strong>auf</strong> unnötigen Schnickschnack.<br />

Wer <strong>auf</strong> der Suche nach<br />

einer nicht allzu teuren Kaveri-<br />

Hauptplatine ist, die un<strong>auf</strong>fällig<br />

ihren Dienst verrichtet, liegt hier<br />

genau richtig.<br />

MSI A88X-G43: Alltagstaugliche<br />

Hauptplatine mit sehr feiner Lüftersteuerung.<br />

Wie alle Mainboards<br />

in unserem Test setzt auch das MSI<br />

A88X-G43 <strong>auf</strong> den A88-Chipsatz.<br />

Dieser stellt aktuell die Speerspitze<br />

bei AMD-basierten Systemen dar.<br />

Daher verwundert es nicht, dass<br />

sich alle Probanden beim Funktionsumfang<br />

sehr ähneln. Wo die<br />

Eigenheiten des MSI-Boards liegen,<br />

lesen Sie im Folgenden.<br />

Im Vergleich zum Asus A88X-Pro<br />

kommt das A88X-G43 optisch etwas<br />

martialischer daher. Technisch<br />

sind sich beide Platinen recht ähnlich:<br />

<strong>Grafikkarten</strong> finden in zwei<br />

x16-<strong>PC</strong>I-Express-Slots Platz, wovon<br />

aber nur einer dem 3.0er-Standard<br />

entspricht. Für andere Erweiterungskarten<br />

stehen drei x1-<strong>PC</strong>I-<br />

X-Steckplätze sowie zwei reguläre<br />

<strong>PC</strong>I-Ports bereit. Crossfire wird<br />

unterstützt, Nvidias SLI jedoch<br />

nicht, was unter anderem daran<br />

liegt, dass eine zweite Grafikkarte<br />

nur mit vier Lanes angebunden<br />

werden kann, was nicht den von<br />

Nvidia geforderten Spezifikationen<br />

entspricht.<br />

Die insgesamt acht SATA-6GB/s-<br />

Anschlüsse bieten mehr als ausreichend<br />

Platz für Solid State Disks,<br />

Magnetfestplatten und optische<br />

L<strong>auf</strong>werke. Wer also viele SATA-<br />

Geräte betreibt, findet mit dem MSI<br />

A88X-G43 den richtigen Partner.<br />

Wie schon bei der Asus-Konkurrenz<br />

werden die RAID-Modi 0, 1, 5 und<br />

10 unterstützt. Etwas mager finden<br />

wir hingegen die Bestückung mit<br />

gerade mal vier USB-3.0-Ports. Zwei<br />

davon finden sich am rückwärtigen<br />

I/O-Panel, die anderen beiden können<br />

per Kabel an die Gehäusefront<br />

weitergegeben werden. Besser<br />

steht es um das Highspeed-USB-Angebot:<br />

Insgesamt stehen 14 solcher<br />

Anschlüsse für den Nutzer bereit.<br />

Als Netzwerkchip kommt der Realtek<br />

RTL8111 in der E-Revision zum<br />

Einsatz, welcher un<strong>auf</strong>fällig, aber<br />

zuverlässig seinen Dienst erfüllt.<br />

Multimediatechnisch gibt es ebenfalls<br />

wenig Aufregendes zu berichten.<br />

Die Klangqualität des weit<br />

verbreiteten Realtek ALC892 geht<br />

völlig in Ordnung, wer gehobene<br />

Ansprüche hat, sollte aber in eine<br />

zusätzliche Soundkarte investieren.<br />

Auch bei den Videoausgängen für<br />

die in den Kaveri-APUs integrierten<br />

Grafikeinheiten wird nur Standardkost<br />

geboten: D-Sub, DVI-D<br />

und HDMI 1.4a. Auf einen Displayport-Anschluss<br />

verzichtet MSI beim<br />

A88X-G43.<br />

Punkten kann das Board mit dem<br />

sehr übersichtlichen UEFI, das<br />

sich auch mit der Maus sehr gut<br />

bedienen lässt. Besonders gut hat<br />

uns die Möglichkeit gefallen, bis zu<br />

sechs OC-Profile zu speichern. Auf<br />

Wunsch können diese sogar <strong>auf</strong><br />

USB-Datenträgern gesichert und<br />

bei Bedarf neu eingespielt werden.<br />

Die Update-Funktion ist ebenfalls<br />

ausgereift und stellt selbst Einsteiger<br />

vor keine Herausforderungen.<br />

Zudem helfen zahlreiche ausführliche<br />

Erklärungen dabei, mehr über<br />

sein System zu lernen.<br />

Zu einem Preis von zum Testzeitpunkt<br />

knapp unter 70 Euro bekommen<br />

Interessenten mit dem<br />

Keine Revolution: Sockel FM2+<br />

Zusammen mit Kaveri führt AMD einen neuen Sockel ein. Dieser ist<br />

zwar rückwärtskompatibel, zwingt aber dennoch zum Aufrüsten.<br />

Intel-Kunden sind es gewohnt, die Plattform zu wechseln. Spätestens jede zweite<br />

Prozessorgeneration steht bei den Amerikanern ein neuer Sockel an. Elektrische<br />

und mechanische Inkompatibilitäten zwingen <strong>auf</strong>rüstwillige Benutzer also auch<br />

zum Tausch des Mainboards. Im Gegensatz dazu können AMD-Kunden häufig<br />

wesentlich länger <strong>auf</strong> die verwendete Hauptplatine setzen.<br />

Die neuen APUs mit dem Steamroller-Kern machten jedoch einen neuen Sockel<br />

notwendig. Dieser ist, wie es der Name nahelegt, eng mit den Vorgängern Sockel<br />

FM1 und FM2 verwandt. Tatsächlich ist es sogar so, dass ältere Trinity- und<br />

Richland-Modelle auch in den<br />

neuen Mainboards ihren Platz<br />

finden könnnen. Da sich die<br />

Zahl der verwendeten Pins<br />

aber von 904 <strong>auf</strong> insgesamt<br />

906 erhöht hat, passen die<br />

Kaveri-APUs nicht <strong>auf</strong> ältere<br />

Sockel-FM2-Platinen. Ansonsten<br />

hat sich wenig verändert.<br />

Die letzte große Neuerung<br />

war der Wechsel <strong>auf</strong> FM1, bei<br />

dem die Northbridge in die<br />

CPU integriert wurde.<br />

Auf der schwarz glänzenden Hauptplatine von Asrock prangen Aufdrucke der besonderen<br />

Merkmale des Mainboards, dieser macht <strong>auf</strong> den LAN-Chip <strong>auf</strong>merksam.<br />

Generell versucht Asrock, ein stylishes Äußeres zu bieten: Auch der Soundchip hat<br />

eine schicke Isolierung bekommen. Aber auch die inneren Werte stimmen.<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 29


special | Test: Kaveri-Mainboards<br />

MSI A88X-G43 eine schnörkellose<br />

Basis für ein Kaveri-System. Wirkliche<br />

Kritikpunkte gibt es nicht,<br />

lediglich die magere USB-3.0-Ausstattung<br />

ist uns sauer <strong>auf</strong>gestoßen.<br />

Silent-Fans dürfte zudem die sehr<br />

sensible Lüftersteuerung gefallen,<br />

die <strong>auf</strong> Wunsch sogar <strong>auf</strong> die eigenen<br />

Bedürfnisse zurechtgeschnitten<br />

werden kann.<br />

Asrock FM2A88X+ Killer: Gaming-<br />

Platine mit gutem Netzwerkchip.<br />

Wie bei den Fatality-Modellen<br />

üblich, setzt Asrock bei dem<br />

FM2A88X+ Killer-Mainboard bereits<br />

optisch <strong>auf</strong> die aggressive<br />

schwarz-rote Farbkombination,<br />

wie wir sie bereits von diversen<br />

anderen gamingorientierten Komponenten<br />

kennen. Doch mit Killer-<br />

Netzwerkchip und Kopfhörervorverstärker<br />

möchte das Asrock auch<br />

durch innere Werte punkten: Ob<br />

das gelungen ist?<br />

Gigabyte kombiniert den Realtek-ALC898-Soundchip mit besonders hochwertigen<br />

D/A-Wandlern und einem OP-Amp, das Klangerlebnis überzeugt.<br />

Asus hat <strong>auf</strong> dem A88X-Pro Diagnose-LEDs verbaut, was sich bei bei eventuell nötigen<br />

Fehlersuchen immer wieder als extrem hilfreich herausstellt.<br />

ten Grafikkarte führt. Des Weiteren<br />

sind Multi-GPU-Systeme ohnehin<br />

nur mit AMD-<strong>Grafikkarten</strong> möglich,<br />

da die für eine SLI-Zertifizierung<br />

nötigen Anforderungen nicht<br />

erfüllt werden. Andere Erweiterungskarten<br />

können entweder in<br />

den beiden x1-<strong>PC</strong>I-X-Slots betrieben<br />

werden, oder aber in den drei<br />

regulären <strong>PC</strong>I-Steckplätzen.<br />

Wer viele interne L<strong>auf</strong>werke betreibt,<br />

findet mit dem Asrock<br />

FM2A88X+ Killer den richtigen<br />

Partner: Insgesamt acht SATA-<br />

6GB/s-Anschlüsse bieten mehr als<br />

ausreichend Platz für eine Vielzahl<br />

an Festplatten, Solid State Disks<br />

und optischen L<strong>auf</strong>werken. RAIDtechnisch<br />

gibt es Standardkost<br />

mit den Modi 0, 1, 5 und 10. Auch<br />

bei der USB-Versorgung bietet<br />

das Asrock-Mainboard nur wenig<br />

Grund zum Tadeln: Maximal sechs<br />

USB-3.0-Geräte sind zwar nicht<br />

das höchste der Gefühle, dürften<br />

die Ansprüche der meisten Nutzer<br />

aber erfüllen. Hinzu kommen<br />

noch zehn weitere USB-2.0-Ports,<br />

was zu einer Gesamtzahl an 16 parallel<br />

nutzbaren USB-Devices führt.<br />

Das größte Highlight des Asrock<br />

FM2A88X+ Killer stellt sicherlich<br />

der Bigfoot E2200-Netzwerkcontroller,<br />

auch „Killer“ genannt dar.<br />

Die taiwanische Firma wirbt mit<br />

bis zu 136 Prozent reduzierten Latenzzeiten,<br />

etwa bei dem beliebten<br />

MOBA League of Legends. Zwar<br />

haben unsere <strong>Tests</strong> in der Vergangenheit<br />

durchaus gezeigt, dass der<br />

E2200 für einen stabileren Ping<br />

sorgen kann, Wunder bei der Netzwerkgeschwindigkeit<br />

und Stabilität<br />

dürfen aber nicht erwartet werden.<br />

Die mitgelieferte Software ist<br />

übersichtlich und leicht zu bedienen<br />

und hilft dabei, den ein- und<br />

ausgehenden Netzwerkverkehr im<br />

Auge zu behalten. Ein Mehrwert ist<br />

also durchaus gegeben, auch wenn<br />

die Werbeversprechungen nicht<br />

gehalten werden können.<br />

Als Audiocontroller verwendet Asrock<br />

beim FM2A88X+ Killer den<br />

Realtek ALC1150. Dieser kann zwar<br />

nicht mit der Konkurrenz von Creative<br />

und Co. mithalten, bietet aber<br />

für einen Onboard-Chip eine sehr<br />

ordentliche Klangqualität. Hinzu<br />

kommt, dass Asrock das Paket mit<br />

einem Kopfhörervorverstärker<br />

abrundet, der beim Testhören mit<br />

hochohmigen Kopfhörern einen<br />

guten Eindruck machte. Wer die<br />

integrierte Grafikeinheit der Kaveri-APUs<br />

nutzen möchte, muss wie<br />

schon beim getesteten MSI-Board<br />

<strong>auf</strong> einen Displayport-Ausgang<br />

verzichten. Zur Verfügung stehen<br />

D-Sub, DVI-D und HDMI nach dem<br />

1.4a-Standard.<br />

Das UEFI ist gelungen und bietet<br />

alles, was das Gamerherz begehrt.<br />

Zahlreiche Spannungen dürfen<br />

angepasst und analysiert werden,<br />

Gleiches gilt für die wichtigsten<br />

Taktraten und Multiplikatoren. Ein<br />

Easy-Modus hilft Einsteigern bei<br />

den ersten Schritten im UEFI, Extrem-Übertakter<br />

freuen sich über<br />

den LN2-Modus. Dessen Qualität<br />

konnten wir zum Testzeitpunkt<br />

aber nicht überprüfen, daher fließt<br />

er nicht in die Wertung mit ein –<br />

zumal eine solche Funktion für die<br />

meisten Anwender ohnehin nicht<br />

von Interesse ist. Für etwa 80 Euro<br />

erhalten Kaveri-interessierte Spieler<br />

ein rundes Paket, welches alle<br />

wichtigen Ausstattungsmerkmale<br />

mitbringt und zudem mit der ein<br />

oder anderen Bonusfunktion punkten<br />

kann.<br />

Gigabyte G1.Sniper A88X: Gut ausgestattetes<br />

Spielermainboard. In<br />

den vergangenen Monaten haben<br />

wir bereits einige Mainboards von<br />

Gigabytes Sniper-Serie getestet, allerdings<br />

handelte es sich hierbei<br />

stets um Hauptplatinen für Intels<br />

aktuelle Prozessorgeneration Haswell.<br />

Für unseren Test der Kaveri-<br />

Mainboards haben wir uns nun<br />

die A88X-Variante geschnappt, die<br />

besonders Spieler ansprechen soll.<br />

Das G1.Sniper A88X bringt zwei<br />

mechanische <strong>PC</strong>I-Express-x16-Slots<br />

mit, von denen in Crossfire-Systemen<br />

aber nur einer mit der vollen<br />

Bandbreite angesprochen werden<br />

kann. Die Lanes können wie beim<br />

Asrock FM2A88X+ Killer nur x16/<br />

x4 <strong>auf</strong>geteilt werden, was eine Nvidia-SLI-Zertifizierung<br />

verhindert.<br />

Crossfire-Systeme mit zwei Radeon-<strong>Grafikkarten</strong><br />

sind aber jederzeit<br />

möglich, wenn auch in unseren<br />

Augen nicht sinnvoll angesichts<br />

der Lane<strong>auf</strong>teilung. Hinzu kommen<br />

drei weitere <strong>PC</strong>I-Express-x1-<br />

Steckplätze. Zudem finden bis zu<br />

zwei <strong>PC</strong>I-Erweiterungskarten ihren<br />

Platz <strong>auf</strong> dem etwa 90 Euro teuren<br />

Mainboard. Wer also noch eine<br />

Soundkarte oder einen RAID-Con-<br />

<strong>30</strong><br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

Wem der Betrieb mehrerer <strong>Grafikkarten</strong><br />

wichtig ist, der wird mit<br />

dem Asrock FM2A88X+ Killer jedenfalls<br />

kaum glücklich werden.<br />

Zwar bietet die Hauptplatine zwei<br />

<strong>PC</strong>I-Express-x16-Slots, davon unterstützt<br />

aber nur einer den 3.0er-<br />

Standard und zudem können wie<br />

schon beim MSI-Konkurrenten die<br />

zur Verfügung stehenden Lanes<br />

nur x16/x4 <strong>auf</strong>geteilt werden, was<br />

zu Leistungseinbußen bei der zweiwww.pcgameshardware.de


www.pcgameshardware.de • www.pcghx.de<br />

Test: Kaveri-Mainboards | special<br />

troller älteren Semesters sein Eigen<br />

nennt, kann diese auch weiterhin<br />

betreiben.<br />

Stichwort RAID: Wie alle Boards<br />

in unserem Testfeld unterstützt<br />

das Gigabyte G1.Sniper A88X die<br />

Modi 0, 1, 5 und 10. Maximal können<br />

acht SATA-Geräte angeschlossen<br />

werden, wobei alle Ports dem<br />

schnellen SATA-6GB/s-Standard<br />

entsprechen. Jede Menge Platz also<br />

für SSDs, Festplatten und optische<br />

L<strong>auf</strong>werke. USB-3.0-technisch gesehen<br />

besteht in unseren Augen<br />

Verbesserungsbedarf: Mehr als vier<br />

schnelle USB-Anschlüsse dürften<br />

es schon sein. Die maximale Anzahl<br />

von 13 USB-Geräten geht jedoch in<br />

vollkommen in Ordnung; kaum ein<br />

Anwender dürfte mehr benötigen.<br />

Beim Thema Sound setzt Gigabyte<br />

<strong>auf</strong> den weit verbreiteten Realtek<br />

ALC898 und kombiniert diesen<br />

mit einem Kopfhörervorverstärker<br />

und hochwertigen D/A-Wandlern.<br />

Klanglich kann zwar auch diese Lösung<br />

nicht mit diskreten Soundkarten<br />

mithalten, toppt aber die üblichen<br />

Onboard-Lösungen qualitativ<br />

durchaus. Obwohl Gigabyte den<br />

Netzwerkchip als G1-Killer bezeichnet,<br />

handelt es sich im Gegensatz<br />

zum Asrock FM2A88X+ Killer nicht<br />

um einen Bigfoot-E2200-Chip, sondern<br />

um ein nicht näher definiertes<br />

Modell von Realtek. Bezüglich<br />

der Ethernet-Performance gibt es<br />

aber keinen Grund zu meckern. Bei<br />

den Videoausgängen bietet sich ein<br />

gewohntes Bild: HDMI nach dem<br />

1.4a-Standard sowie DVI-D und D-<br />

Sub finden sich am rückwärtigen<br />

I/O-Panel. Als einziger Hersteller<br />

im Testfeld verbaut Asus zusätzlich<br />

auch einen Displayport-Anschluss.<br />

Nachdem aber die meisten Anwender<br />

ohnehin <strong>auf</strong> HDMI oder DVI-D<br />

setzen, ist dieses Manko der anderen<br />

Boards aber verschmerzbar.<br />

Das UEFI gestaltet sich Gigabytetypisch.<br />

Viele Erklärungen helfen<br />

auch Einsteigern, erste Schritte in<br />

der Welt des Übertaktens zu tun,<br />

ein Clear-CMOS-Schalter und das<br />

Dual-BIOS helfen zudem, falls das<br />

System mal gar nicht mehr starten<br />

sollte. Im Vergleich zu Asus wirkt<br />

das UEFI etwas weniger übersichtlich,<br />

dennoch lassen sich alle wichtigen<br />

Parameter recht leicht finden<br />

und bei Bedarf anpassen.<br />

Auch das Gigabyte G1.Sniper A88X<br />

schnürt ein rundes Paket für Kaveri-interessierte<br />

Spieler. Hervorheben<br />

tut sich das Mainboard vor<br />

allem wegen seiner hochwertigen<br />

Audiolösung. Details wie etwa Onboard-Power-Taster<br />

und Diagnose-<br />

LEDs hätten das Angebot noch abrunden<br />

können.<br />

Alles einerlei<br />

Wie zu erwarten war, unterscheiden<br />

sich die getesteten Platinen hinsichtlich<br />

ihrer Spieleperformance<br />

kaum – dafür sind sich die Platinen<br />

aber auch zu ähnlich. Gleiches gilt<br />

bei den synthetischen Benchmarks<br />

wie etwa SuperPi, wo die ermittelten<br />

Werte nahezu identisch waren.<br />

Da sich die getesteten Platinen in<br />

puncto Performance, Ausstattung<br />

und Preis so stark ähneln, fällt es<br />

schwer, eine eindeutige K<strong>auf</strong>empfehlung<br />

zu geben. Übertakter werden<br />

mit dem Asus Spaß haben, leise<br />

ist vor allem das MSI, das Asrock<br />

bietet den besten Netzwerkchip<br />

und das Gigabyte-Board besitzt den<br />

besten Sound.<br />

(tl)<br />

Fazit<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

Bei AMD nichts Neues<br />

Trotz neuer Sockelgeneration gibt es<br />

bei den Kaveri-Mainboards keine revolutionären<br />

Veränderungen im Vergleich<br />

zu den Richland-Platinen. Alle Testmuster<br />

liefen stets stabil und haben unsere<br />

Erwartungen bis <strong>auf</strong> Kleinigkeiten,<br />

<strong>auf</strong> die wir im Text näher eingehen,<br />

erfüllt. Angesichts der niedrigen Preise<br />

und der großen Ähnlichkeit der getesteten<br />

Motherboards untereinander<br />

können Sie ihre persönlichen Präferenzen<br />

in die K<strong>auf</strong>entscheidung mit<br />

einfließen lassen.<br />

Die 200-Watt-Grenze wird nicht überschritten<br />

Stromverbrauch während <strong>PC</strong>GH-Stabilitätstest (Crysis 3 und Prime95).<br />

Asrock FM2A88X+ Killer<br />

163,3 (Basis)<br />

MSI A88X-G43 168,3 (+3 %)<br />

Gigabyte G1.Sniper A88X 172,2 (+5 %)<br />

Asus A88X-Pro 173,2 (+6 %)<br />

System: AMD A7850 Kaveri APU mit R7 Graphics, 8,0 GiByte RAM DDR3-2.400, Fractal<br />

Design Newton R600, Win7 Load Bemerkungen: Trotz voller Auslastung verbraucht kein<br />

<strong>Tests</strong>ystem mehr als 175 Watt.<br />

40 Watt braucht keiner<br />

Stromverbrauch unter Windows 7 x64 Professional im Idle.<br />

Asrock FM2A88X+ Killer<br />

25,1 (Basis)<br />

MSI A88X-G43 34 (+35 %)<br />

Gigabyte G1.Sniper A88X 34,4 (+37 %)<br />

Asus A88X-Pro 38,1 (+52 %)<br />

System: AMD A7850 Kaveri APU mit R7 Graphics, 8,0 GiByte RAM DDR3-2.400, Fractal<br />

Design Newton R600, Win7 x64 Idle Bemerkungen: Trotz umfangreicher Ausstattung<br />

verbraucht das Gaming-Board von Asrock erfreulich wenig im Idle.<br />

Watt<br />

Besser<br />

Watt<br />

Besser<br />

Als einziger Hersteller in diesem Testfeld verbaut Asus einen Displayport (rechts<br />

neben dem PS2-Anschluss) <strong>auf</strong> seinem Mainboard.<br />

Sieht aus dieser Perspektive dramatischer aus, als es ist: MSI verzichtet bei seinem<br />

neuen FM2+-Mainboard <strong>auf</strong> ausladende Kühlkonstruktionen.<br />

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DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

Das IT-<strong>Magazin</strong><br />

für Gamer!<br />

Jeden 1. Mittwoch im Handel oder<br />

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special | Test: Kaveri-Mainboards<br />

FM2+ Mainboards<br />

Auszug aus Testtabelle<br />

mit 83 Wertungskriterien<br />

Mainboard A88X-Pro FM2A88X+ Killer G1.Sniper A88X A88X-G43<br />

Hersteller (Webseite) Asus (www.asus.com/de) Asrock (www.asrock.de) Asrock (www.asrock.de) MSI (de.msi.com)<br />

Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Noch nicht gelistet Ca. € 80,-/Gut Ca. € 90,-/Gut Ca. € 70,-/Gut<br />

<strong>PC</strong>GH-Preisvergleich pcgh.de/go/preis/1001720 pcgh.de/go/preis/1051505 pcgh.de/go/preis/994595 pcgh.de/go/preis/1013921<br />

Chip, Format A88X, ATX A88X, ATX A88X, ATX A88X, ATX<br />

UEFI-Version/UEFI-Typ/Board-Revision 0<strong>30</strong>7 x64/grafisches UEFI/1.0 Grafisches UEFI/1.0 Grafisches UEFI/1.0 Grafisches UEFI/1.0<br />

Typberatung Guter Allrounder Für Multiplayer-Fans Für Audiofreunde Günstiges Einsteigerboard<br />

Overclocking-Tauglichkeit Sehr gut Sehr gut Gut Gut<br />

Ausstattung (20 %) 2,10 2,24 2,34 2,53<br />

Speichersteckplätze 4 x DDR3 4 x DDR3 4 x DDR3 4 x DDR3<br />

Erweiterungs-Slots x16 (2), x4 (1) x1 (2), <strong>PC</strong>I (2) x16 (2), x4 (1) x1 (2), <strong>PC</strong>I (3) x16 (2), x4 (1) x1 (3), <strong>PC</strong>I (2) x16 (1), x4 (1) x1 (3), <strong>PC</strong>I (2)<br />

Onboard-LAN 1 Port (Realtek RTL8111GR) 1 Port (Bigfoot E2200) 1 Port (Realtek) 1 Port (Realtek RTL8111E)<br />

USB und Firewire (max. Anzahl per interner<br />

Anschlüsse <strong>auf</strong> der Platine)<br />

4 x (6 x) USB 3.0, 2 x (10 x) USB 2.0, 0 x<br />

(0 x) Firewire.<br />

4 x (2 x) USB 3.0, 4 x (6 x) USB 2.0, 0 x (0<br />

x) Firewire.<br />

2 x (2 x) USB 3.0, 5 x (4 x) USB 2.0, 0 x (0<br />

x) Firewire.<br />

2 x (4 x) USB 3.0, 4 x (10 x) USB 2.0, 0 x<br />

(0 x) Firewire.<br />

Firewire (max. Anzahl) - - - -<br />

SATA 6 x 6 Gb/s 8 x 6 Gb/s 8 x 6 Gb/s 8 x 6 Gb/s<br />

Thunderbolt Nicht vorhanden Nicht vorhanden Nicht vorhanden Nicht vorhanden<br />

Onboard-Sound/Soundkarte 7.1, HD-Audio (Realtek ALC1150) 7.1, HD-Audio (Realtek ALC1150) 7.1, HD-Audio (Realtek ALC898) 7.1, HD-Audio (Realtek ALC892)<br />

Video-Anschlüsse HDMI, Display Port, DVI, D-Sub HDMI, DVI, D-Sub HDMI, DVI, D-Sub HDMI, DVI, D-Sub<br />

Sound-Anschlüsse Optisch, analog Optisch, analog Optisch, analog Optisch, analog<br />

Lüfteranschlüsse Fünf Anschlüsse Fünf Anschlüsse Vier Anschlüsse Zwei Anschlüsse<br />

SATA-Kabel 4 x SATA 4 x SATA 4 x SATA 4 x SATA<br />

Sonstige Ausstattung Solid capacitors, Diagnose-LEDs Solid capacitors, Crossfire Solic capacitors, Crossfire, Dual-BIOS Solid capacitors, Crossfire<br />

Software<br />

Asus Ai Suite II (OC & Diagnose), Asus Webstorage<br />

und weitere<br />

Norton Internet Security, Asrock Extreme<br />

Tuning Utility (OC & Diagnose)<br />

Gigabyte-Tools<br />

MSI Tuning Tools<br />

Eigenschaften (20 %) 2,08 1,95 1,95 1,98<br />

Multi-GPU: <strong>PC</strong>I-E-Lane-Aufteilung 1 x 16, x8/x8, x8/x8/x4 1 x 16, x16/x4 1 x 16, x16/x4 1 x 16, x16/x4<br />

Besondere Funktionen Crossfire Crossfire Crossfire Crossfire<br />

Referenztakt (OC) 90 bis <strong>30</strong>0 MHz 90 bis <strong>30</strong>0 MHz 90 bis <strong>30</strong>0 MHz 90 bis <strong>30</strong>0 MHz<br />

CPU-Multiplikator Bis 63 anhebbar Bis 63 anhebbar Bis 63 anhebbar Bis 63 anhebbar<br />

CPU-NB-Multiplikator** 4 bis 63 4 bis 63 4 bis 63 4 bis 63<br />

Speichertimings Hauptlatenzen, Command-Rate, 21 weitere Hauptlatenzen, Command-Rate, 21 weitere Hauptlatenzen, Command-Rate, 21 weitere Hauptlatenzen, Command-Rate, 21 weitere<br />

Speicherteiler DDR3-800, -1066, -1333, -1600, -1866,<br />

-2133, -2400<br />

DDR3-800, -1066, -1333, -1600, -1866,<br />

-2133, -2400<br />

DDR3-800, -1066, -1333, -1600, -1866,<br />

-2133, -2400<br />

DDR3-800, -1066, -1333, -1600, -1866,<br />

-2133, -2400<br />

APU-Spannung (A10-5800K: 1,35 Volt) 0,8 bis 1,9 Volt, 0,006-V-Schritte 0,8 bis 1,9 Volt, 0,006-V-Schritte 0,8 bis 1,9 Volt, 0,006-V-Schritte 0,6 bis 1,55 Volt, 0,006-V-Schritte<br />

Option gegen Vdroop Loadline Calibration (vier Stufen) Loadline Calibration (vier Stufen) Loadline Calibration (vier Stufen) Loadline Calibration (vier Stufen)<br />

PLL-Spannung (Standard: 1,8 Volt) VDDA: 2,5 bis 2,8 Volt, 0,1-V-Schritte VDDA: 2,5 bis 2,8 Volt, 0,1-V-Schritte VDDA: 2,5 bis 2,8 Volt, 0,1-V-Schritte VDDA: 2,5 bis 2,8 Volt, 0,1-V-Schritte<br />

CPU-NB-Spannung (Standard: 1,16 V.) 0,8 bis 1,75 Volt, 0,00625-V-Schritte 0,8 bis 1,75 Volt, 0,00625-V-Schritte 0,8 bis 1,75 Volt, 0,00625-V-Schritte 0,8 bis 1,75 Volt, 0,00625-V-Schritte<br />

VDDP/APU-1,2-V. (Standard: 1,2 V.) 1,2 bis 1,8 Volt, 0,01-V-Schritte 1,2 bis 1,8 Volt, 0,01-V-Schritte 1,2 bis 1,8 Volt, 0,01-V-Schritte 1,2 bis 1,8 Volt, 0,01-V-Schritte<br />

RAM-Spannung (DDR3: 1,5 Volt) 1,35 bis 2,135 Volt, 0,005-V-Schritte 1,35 bis 2,135 Volt, 0,005-V-Schritte 1,35 bis 2,135 Volt, 0,005-V-Schritte 1,35 bis 2,135 Volt, 0,005-V-Schritte<br />

Chipspannung 1,1 bis 1,4 Volt, 0,01-V-Schritte 1,1 bis 1,4 Volt, 0,01-V-Schritte 1,1 bis 1,4 Volt, 0,01-V-Schritte 1,1 bis 1,4 Volt, 0,01-V-Schritte<br />

Weitere Spannungen NB Vref., DRAM Vref. NB Vref., DRAM Vref. NB Vref., DRAM Vref. NB Vref., DRAM Vref.<br />

Hersteller-eigenes Auto-OC OC Tuner OC Tuner OC Tuner OC Genie<br />

Lüfterst. (s. auch Diagramm am Ende der Tabelle) CPU-Lüfter und vier weitere CPU-Lüfter und vier weitere CPU-Lüfter und drei weitere CPU-Lüfter und zwei weitere<br />

Besondere UEFI/BIOS-Optionen UEFI-Savegames, EZ Flash UEFI-Savegames, EZ Flash UEFI-Savegames, EZ Flash UEFI-Savegames, EZ Flash<br />

Boot (Win.-Ladebalken/Willkommen) 10/17 Sekunden 10/17 Sekunden 10/17 Sekunden 10/17 Sekunden<br />

Temp.: Board-Chip (gemessen <strong>auf</strong> Rückseite)** 31 Grad Celsius 31 Grad Celsius 31 Grad Celsius 31 Grad Celsius<br />

Temp.: CPU-Spannungswandler (Rückseite)** 52 Grad Celsius 52 Grad Celsius 52 Grad Celsius 52 Grad Celsius<br />

Stromverbrauch: Windows-Leerl<strong>auf</strong> 38,1 Watt 25,1 Watt 34,4 Watt 34,0 Watt<br />

Stromverbrauch: Stabilitätstest 173,2 Watt 163,3 Watt 172,2 Watt 168,3 Watt<br />

Suspend-to-RAM-Test (S3) Bestanden Bestanden Bestanden Bestanden<br />

Praxisprobleme Keine Keine Keine Keine<br />

Leistung (60 %) 1,38 1,38 1,38 1,38<br />

Anno 1404 Durchschnitts-/Min-Fps <strong>30</strong> Sek. 25,8 (25 Min-Fps) - sehr gut 25,8 (25 Min-Fps) - sehr gut 25,8 (25 Min-Fps) - sehr gut 25,8 (25 Min-Fps) - sehr gut<br />

x264 HD Sehr gut Sehr gut Sehr gut Sehr gut<br />

Super Pi Mod 1.5 (1M/2M/4M) 17,3/31,4/110,8 17,3/31,4/110,8 17,3/31,4/110,8 17,3/31,4/110,8<br />

USB-2.0-Leistung (Burst-Test) 35,6 35,4 33,9 34,7<br />

USB-3.0-Leistung (Burst-Test) 199,7 198,9 199,1 201,3<br />

LAN-Leist. schnellerer Port (send./empf.) 113/115 MiByte/s - sehr gut 113/115 MiByte/s - sehr gut 113/115 MiByte/s - sehr gut 113/115 MiByte/s - sehr gut<br />

<strong>PC</strong>GH-Stabilitätstest Bestanden Bestanden Bestanden Bestanden<br />

Lüftersteuerung CPU-Kühler<br />

Wir entfernen den Lüfter des CPU-Kühlers, um einen<br />

Lastanstieg zu simulieren. Alle zehn Sekunden ermitteln<br />

wir CPU-Temperatur und Lüfterdrehzahl. Nach 190<br />

Sekunden (senkrechter Trennstrich) setzen wir den Lüfter<br />

wieder <strong>auf</strong> den Kühler. Eine gute Lüftersteuerung passt<br />

die Drehzahl in feinen Stufen der Temperatur an. Links:<br />

CPU-Temperatur in °C, rechts: Lüfterdrehzahl in U/min,<br />

unten: Zeit in Sekunden.<br />

FAZIT<br />

Sehr gute OC-Eigenschaften<br />

Displayport<br />

Lüftersteuerung nicht optimal<br />

Killer E2200<br />

Guter Sound<br />

Wenig USB 3.0<br />

Tolle Soundlösung<br />

Dual-BIOS<br />

Wenig USB 3.0<br />

Sehr gute Lüftersteuerung<br />

Viele SATA-Ports<br />

Vergleichsweise hoher Verbrauch<br />

Wertung: 1,66 Wertung: 1,67 Wertung: 1,69 Wertung: 1,73<br />

System: Core i7-4770K, kein Turbo, MSI GTX 670 Power Ed. (915/1.500 MHz), 4.096 MiByte DDR3-1333-RAM (9-9-9-27, 2T), Cooler Master Hyper TX 3 @ 12 Volt, Anno 1404 „große Stadt“: max. Details, 1.680 x 1.050, kein AA/AF; Windows 7 x64, Geforce-Treiber 314.22 * Platz zwischen: CPU-Kühler-Bohrung und erster RAM-Bank/CPU-<br />

Kühler-Bohrung und zweiter RAM-Bank/CPU-Kühler-Bohrung und erstem x16-Slot/CPU-Kühler-Bohrung und CPU-Spannungswandler-Kühler/Höhe der CPU-Spannungswandler-Kühler/erstem und zweitem x16-Port ** Tatsächliche Temperatur (Maximalwert), normiert <strong>auf</strong> 20 °C Lufttemperatur – keine Delta-Werte<br />

32<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


MEDION ® empfiehlt Windows.<br />

Anzeige<br />

<strong>PC</strong>GH-Notebook<br />

MEDION ® ERAZER ® X7611<br />

CPU + GPU<br />

Der Intel Core i7-4700MQ Prozessor<br />

mit vier Kernen (acht Threads) und<br />

die Direct-X-11-Grafikkarte GeForce<br />

GTX 765M von NVIDIA bilden das<br />

Herz des Gaming-Notebooks.<br />

Kompakt<br />

Das <strong>PC</strong>GH-Notebook ist<br />

nur 23 mm hoch und 2,7<br />

Kilogramm leicht.<br />

Anschlüsse<br />

Zahlreiche Anschlüsse<br />

wie USB 3.0, Mini-Displayport<br />

und eine gute<br />

Verarbeitung runden<br />

das Gesamtpaket des<br />

Gaming-Notebooks ab.<br />

Nur 23 mm dünn!<br />

Display<br />

Das 17,3-Zoll-Notebook<br />

beherbergt<br />

ein entspiegeltes<br />

Full-HD-Display.<br />

Lautstärke<br />

Die Geräuschemission des MEDION ERAZER X7611<br />

<strong>PC</strong>GH-Edition liegt bei einer Lautheit von 0,7 Sone (Leerl<strong>auf</strong>)<br />

bis maximal 2,1 Sone in anspruchsvollen Spielen.<br />

1.299,–<br />

Preis in € zzgl. Versandkosten<br />

in Höhe von € 7,95<br />

SSD<br />

Im Laptop befindet<br />

sich eine schnelle SSD<br />

im M-SATA-Format mit<br />

120 GByte Kapazität<br />

und eine 500-GByte-<br />

Festplatte.<br />

Windows 8.1<br />

Für optimale Gaming-<br />

Performance ist Windows<br />

8.1 samt Direct X 11.2<br />

vorinstalliert.<br />

PLUS:<br />

Externes<br />

L<strong>auf</strong>werk<br />

Das nagelneue MEDION ® ERAZER ® X7611 <strong>PC</strong>GH-Edition<br />

bietet viel Gaming-Power und ist trotzdem sehr kompakt!<br />

*Verringerte Leistung im Akkubetrieb<br />

Hersteller (Webseite)<br />

MEDION® (www.medion.com/<strong>PC</strong>GH)<br />

Erweiterte Informationen<br />

www.pcgh.de/x7611<br />

Garantie/Rückgaberecht<br />

2 Jahre/14 Tage<br />

Ausstattung<br />

Betriebssystem Windows 8.1<br />

Arbeitsspeicher<br />

8 GiByte DDR3-1600<br />

Prozessor<br />

Intel Core i7-4700MQ (2,4 bis 3,4 GHz, 4 Kerne/8 Threads)<br />

Grafikeinheit<br />

Nvidia Geforce GTX 765 (797 MHz, 863 MHz mit Boost)<br />

2.048 MiByte GDDR5 (2.000 MHz)/128 Bit<br />

Festplatte<br />

SSD: 120 GByte Sandisk M-SATA;<br />

HDD: 500 GByte Hitachi (7.200 U/min)<br />

Optisches L<strong>auf</strong>werk<br />

Externer DVD-Brenner<br />

LCD<br />

17,3 Zoll Full HD None-Glare (1.920 x 1.080, max. 210 cd/m²)<br />

Akku/Gewicht<br />

58 Wattstunden/2,7 kg<br />

Kommunikation<br />

RJ45-GBit-LAN (Killer), WLAN 802.11 a/b/g/n,<br />

Bluetooth 4.0, SD-Kartenleser, 3-MP-Webcam<br />

Soundchip<br />

Realtek ALC892/Dolby Home Theater<br />

Anschlüsse<br />

4 x USB 3.0, HDMI, 2 x Mini-Displayport,<br />

3 x Klinke (Audio + Mikrofon)<br />

Leistung<br />

Cinebench 11.5 (64 Bit)/x264 4.0 6,95 Punkte/37,8 Bilder pro Sekunde*<br />

Crysis Warhead/Anno 1404 (720p) 44/47 Bilder pro Sekunde*<br />

3DMark 11/Battlefield 4 (720p) P5.088/55 Bilder pro Sekunde*<br />

Akkul<strong>auf</strong>zeit 2D (WLAN aktiv) 320 Minuten (5:20 Stunden)<br />

Lautheit 2D/3D-Last<br />

0,7/2,1 Sone<br />

SSD: Lesen, Zugriff (HD Tach) SSD: 355 MB/s; 0,1 ms; HDD: 90,1 MB/s; 17,3 ms<br />

Jetzt bestellen unter:<br />

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<strong>Grafikkarten</strong><br />

<strong>Grafikkarten</strong>, VGA-Kühler und Treiber<br />

www.pcgameshardware.de/grafikkarte<br />

Kommentar<br />

Ich hab‘s doch gesagt!<br />

Raffael Vötter<br />

Fachbereich <strong>Grafikkarten</strong><br />

E-Mail: rv@pcgh.de<br />

Erinnern Sie sich an meine Kolumne vom letzten<br />

Monat? Ich ließ mich an dieser Stelle über<br />

Kühldesigns für High-End-<strong>Grafikkarten</strong> aus,<br />

natürlich aus der Sicht eines Power-Users,<br />

der gerne etwas mehr Geld investiert, wenn<br />

dafür ein richtig guter Kühler als Gegenwert<br />

herausspringt. Nun, offensichtlich sind meine<br />

wertvollen <strong>Tipps</strong> nicht (rechtzeitig) zu den<br />

AMD-Partnern durchgedrungen, anders ist das<br />

ab Seite 44 skizzierte Bild kaum zu erklären ;-)<br />

Von fünf luftgekühlten 290X-Kühldesigns erzielt<br />

nur eines einen angenehmen Kompromiss<br />

aus Kühlleistung und Lautstärke, eine Quote<br />

von 20 Prozent. Ist es wirklich nur Zufall, dass<br />

die längste Grafikkarte gewonnen hat, also der<br />

Entwurf mit der mutmaßlich breitesten Kühlfläche?<br />

Ich denke nicht. Ein Triple-Slot-Design ist<br />

übrigens nicht dabei – bislang ist mit Powercolors<br />

R9 290X <strong>PC</strong>S+ auch nur eines in Sicht,<br />

wie Sie im Kasten rechts unten erfahren; MSI<br />

setzt für die R9 290X Lightning immerhin <strong>auf</strong><br />

ein breites 2,5-Slot-Design.<br />

Die aktuelle Marktübersicht zeigt, dass übertaktete<br />

290X-<strong>Grafikkarten</strong> beim Spielen zwischen<br />

280 und 335 Watt verbrauchen. Wäre<br />

es angesichts dieser an Fermi erinnernden<br />

Werte nicht an der Zeit, endlich die kniffligen<br />

Dual-Slot-Experimente einzustellen und stattdessen<br />

mit schierer Größe anzutreten? Was<br />

meinen Sie? Schreiben Sie mir an rv@pcgh.de!<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

Kurztest: MSI GTX 760 Gaming ITX<br />

Sind Sie gerade <strong>auf</strong> der Suche nach einer spieletauglichen<br />

Grafikkarte für Ihren Mini-<strong>PC</strong>? Gutes<br />

Timing – nach Asus folgt auch MSI dem ITX-Trend.<br />

Nachdem Asus Mitte 2013 mit der GTX 670<br />

Direct CU Mini für Furore sorgte und später<br />

eine GTX 760 <strong>auf</strong> Basis dieses Designs <strong>auf</strong>legte,<br />

war es nur eine Frage der Zeit, bis ein anderer<br />

Hersteller nachzieht. Mit MSIs Geforce GTX 760<br />

Gaming ITX steht nun ein weiterer Winzling mit<br />

voller Spieletauglichkeit <strong>auf</strong> der Testmatte. Die<br />

Karte basiert <strong>auf</strong> einer neu entwickelten Platine<br />

mit 17,3 Zentimetern Baulänge, <strong>auf</strong> der neben einer<br />

GK104-225--GPU (1.152 aktive Shader-ALUs)<br />

ein einzelner 8-Pol-Stromanschluss (siehe Bild)<br />

sowie 2 GiByte GDDR5-Speicher Platz finden.<br />

Während die Platine 0,3 Zentimeter länger ausfällt<br />

als bei der Konkurrenz, erinnert der Kühler<br />

frappierend an den Direct CU Mini – und ist trotz<br />

gleichen Funktionsprinzips doch anders. Auch<br />

hier kommt ein Hybridlüfter zum Einsatz, den<br />

MSI „Radax“ (Radial-Axial) genannt hat und der<br />

die Abwärme größtenteils im Gehäuse verteilt.<br />

Im Test erweist sich MSIs Radax-Design als ideal<br />

kalibriert: Bei einer maximalen Kerntemperatur<br />

von 82 °C rotiert der Lüfter mit rund 1.500 U/<br />

Min. und erzeugt so eine Lautheit von guten 1,4<br />

Sone (Leerl<strong>auf</strong>: 0,5 Sone). Bei Asus sind mehr als<br />

doppelt so laute 0,8/3,5 Sone zu verzeichnen, allerdings<br />

punktet die GTX 760 DC Mini mit dem<br />

höheren Boost <strong>auf</strong> etwa 1.137 MHz, während<br />

die GPU der GTX 760 Gaming ITX nur minimal<br />

übertaktet ist (im Mittel 1.071 MHz).<br />

Wer möchte, installiert die MSI Gaming<br />

App von CD und wählt zwischen zwei<br />

weiteren Betriebsmodi (Silent/OC) mit<br />

angepasstem Takt und Belüftung. Vorläufiges<br />

Fazit: Gelungene Grafikkarte<br />

für kompakte Spiele-<strong>PC</strong>s. (rv)<br />

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34<br />

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GTX Titan II. und GTX 790<br />

In der Gerüchteküche brodelt es wieder: Bringt Nvidia im Februar eine „Black<br />

Edition“ der GTX Titan und im März eine GTX 790 mit zwei GK110B-GPUs?<br />

Glaubt man den bei Redaktionsschluss erneut hochgekochten Gerüchten<br />

von Videocardz.com, wird Nvidia in Kürze nicht nur die Geforce<br />

GTX 750 Ti <strong>auf</strong> Basis der neuen Maxwell-Generation herausbringen, sondern<br />

auch Kepler einen letzten „Speed Bump“ spendieren. Im Gespräch<br />

seien sowohl eine Geforce GTX Titan „Black Edition“ als auch eine Geforce<br />

GTX 790. Erstere wird voraussichtlich noch im Februar, zum ersten Geburtstag<br />

der originalen GTX Titan, den Platz an der Hochpreis-Sonne mit<br />

knapp 1.000 Euro einnehmen – der alternde Titan ginge damit in Rente.<br />

Wie schon die GTX 780 Ti soll die Titan Black Edition (zweite Karte von<br />

rechts im Bild unten) <strong>auf</strong> dem GK110-Vollausbau basieren, gewiss mit<br />

nochmals gesteigerten Frequenzen. Informationen hierzu lagen Ende Januar<br />

noch nicht vor, wir gehen jedoch davon aus, dass Nvidia das Potenzial<br />

zum Wohle der Leistungs<strong>auf</strong>nahme nicht ausreizt und stattdessen ein<br />

rundes Gigahertz Basistakt (plus GPU Boost) anvisiert. Um dem Anspruch<br />

an eine Titan gerecht zu werden, spendiert Nvidia der Karte außerdem 6<br />

GiByte GDDR5-RAM unbekannter Frequenz sowie voraussichtlich erneut<br />

einen schnellen Double-Precision-Modus. Zur GTX 790 ist indessen nur<br />

wenig bekannt. Zwei leicht abgespeckte GK110B-Chips (je 13 SMX) nebst<br />

5 GiByte Speicher soll sie tragen, erreicht durch eine pro Kern <strong>auf</strong> 320<br />

Bit reduzierte Speicherschnittstelle (2,5 GiB pro GPU). Wir erwarten alle<br />

Informationen spätestens zur Cebit Anfang März.<br />

(rv)<br />

290X: Das kommt <strong>auf</strong> Sie zu<br />

Auf den folgenden <strong>Seiten</strong> testen wir fünf R9-290X-Designs. Doch das ist erst<br />

der Anfang, Powercolor, HIS, MSI & Co. haben weitere Eisen im Feuer.<br />

Powercolor Radeon R9 290X <strong>PC</strong>S+, HIS Radeon R9 290X IceQ X2 Turbo,<br />

VTX3D Radeon R9 290X X-Edition, MSI Radeon R9 290X Lightning:<br />

Alle AMD-Partner arbeiten mit Hochdruck an eigenen Kühl- und<br />

Platinendesigns für die Radeon<br />

R9 290X und 290, die im<br />

L<strong>auf</strong>e des Februars und März<br />

erscheinen sollten. Am spannendsten<br />

sind zweifellos die<br />

Powercolor <strong>PC</strong>S+ und MSI<br />

Lightning, da hier nicht nur<br />

hohe Taktfrequenzen, sondern<br />

auch großflächige Kühler<br />

zu erwarten sind. Muster sind<br />

angefragt, ausführliche <strong>Tests</strong><br />

planen wir für die kommende<br />

<strong>PC</strong>GH 04/2014. (rv)<br />

Bild: Videocardz.com<br />

<strong>PC</strong>GH-Leistungsindex Single-GPU<br />

BESSER | Normierte Leistung* Preis-Leistungs-Verhältnis (PLV): Mehr ist besser<br />

Radeon<br />

R9 290X „Uber“<br />

Preis: € 460,- (-10 €)<br />

Takt: 1.000/2.500 MHz<br />

RAM: 4 GiB GDDR5<br />

PLV: 21,7<br />

Geforce<br />

GTX 780 Ti<br />

Preis: € 580,- (+/- 0)<br />

Takt: 928/3.500 MHz<br />

RAM: 3 GiB GDDR5<br />

PLV: 17,2<br />

Geforce<br />

GTX Titan<br />

Preis: € 870,- (+10 €)<br />

Takt: 876/3.004 MHz<br />

RAM: 6 GiB GDDR5<br />

PLV: 10,7<br />

Radeon<br />

R9 290<br />

Preis: € 350,- (+/- 0)<br />

Takt: ~880/2.500 MHz<br />

RAM: 4 GiB GDDR5<br />

PLV: 24,9<br />

Geforce<br />

GTX 780<br />

Preis: € 4<strong>30</strong>,- (+/- 0)<br />

Takt: 902/3.004 MHz<br />

RAM: 3 GiB GDDR5<br />

PLV: 20,0<br />

Radeon HD 7970<br />

GHz Edition<br />

Preis: € 380,- (-20 €)<br />

Takt: 1.050/3.000 MHz<br />

RAM: 3 GiB GDDR5<br />

PLV: 20,2<br />

Radeon<br />

R9 280X<br />

Preis: € 260,- (-20 €)<br />

Takt: 1.000/3.000 MHz<br />

RAM: 3 GiB GDDR5<br />

PLV: 28,2<br />

Geforce<br />

GTX 770<br />

Preis: € 270,- (+10 €)<br />

Takt: 1.084/3.506 MHz<br />

RAM: 2 GiB GDDR5<br />

PLV: 26,3<br />

Radeon<br />

HD 7950<br />

Preis: € 2<strong>30</strong>,- (+/- 0)<br />

Takt: 800/2.500 MHz<br />

RAM: 3 GiB GDDR5<br />

PLV: 24,9<br />

Geforce<br />

GTX 760<br />

Preis: € 200,- (+/- 0)<br />

Takt: 1.033/3.004 MHz<br />

RAM: 2 GiB GDDR5<br />

PLV: 28,3<br />

Radeon<br />

R9 270X<br />

Preis: € 160,- (+/- 0)<br />

Takt: 1.050/2.800 MHz<br />

RAM: 2 GiB GDDR5<br />

PLV: 35,1<br />

Radeon<br />

HD 7870<br />

Preis: € 150,- (+/- 0)<br />

Takt: 1.000/2.400 MHz<br />

RAM: 2 GiB GDDR5<br />

PLV: 34,3<br />

Geforce<br />

GTX 580<br />

Preis: nicht lieferbar<br />

Takt: 772/2.004 MHz<br />

RAM: 1,5 GiB GDDR5<br />

PLV: –<br />

Anno 2070<br />

71/42<br />

Battlefield 3<br />

90/58<br />

Bioshock Infinite<br />

102/60<br />

Anno 2070<br />

65/38<br />

Battlefield 3<br />

93/58<br />

Bioshock Infinite<br />

106/63<br />

Anno 2070<br />

62/36<br />

Battlefield 3<br />

87/54<br />

Bioshock Infinite<br />

101/59<br />

Anno 2070<br />

61/36<br />

Battlefield 3<br />

79/51<br />

Bioshock Infinite<br />

90/54<br />

Anno 2070<br />

56/33<br />

Battlefield 3<br />

81/50<br />

Bioshock Infinite<br />

92/54<br />

Anno 2070<br />

54/31<br />

Battlefield 3<br />

67/42<br />

Bioshock Infinite<br />

80/47<br />

Anno 2070<br />

52/31<br />

Battlefield 3<br />

64/41<br />

Bioshock Infinite<br />

77/45<br />

Anno 2070<br />

46/26<br />

Battlefield 3<br />

67/41<br />

Bioshock Infinite<br />

81/47<br />

Anno 2070<br />

39/23<br />

Battlefield 3<br />

50/32<br />

Bioshock Infinite<br />

59/35<br />

Anno 2070<br />

34/20<br />

Battlefield 3<br />

54/33<br />

Bioshock Infinite<br />

64/37<br />

Anno 2070<br />

40/23<br />

Battlefield 3<br />

50/31<br />

Bioshock Infinite<br />

57/32<br />

Anno 2070<br />

38/22<br />

Battlefield 3<br />

47/29<br />

Bioshock Infinite<br />

53/<strong>30</strong><br />

Anno 2070<br />

31/18<br />

Battlefield 3<br />

41/27<br />

Bioshock Infinite<br />

48/27<br />

Crysis 3<br />

49/<strong>30</strong><br />

Crysis Warhead<br />

70/42<br />

FC3 B. Dragon<br />

66/43<br />

Crysis 3<br />

53/31<br />

Crysis Warhead<br />

61/35<br />

FC3 B. Dragon<br />

69/42<br />

Crysis 3<br />

50/28<br />

Crysis Warhead<br />

59/34<br />

FC3 B. Dragon<br />

64/39<br />

Crysis 3<br />

44/27<br />

Crysis Warhead<br />

63/38<br />

FC3 B. Dragon<br />

59/38<br />

Crysis 3<br />

45/26<br />

Crysis Warhead<br />

56/32<br />

FC3 B. Dragon<br />

59/36<br />

Crysis 3<br />

37/22<br />

Crysis Warhead<br />

53/31<br />

FC3 B. Dragon<br />

53/34<br />

Crysis 3<br />

36/22<br />

Crysis Warhead<br />

50/<strong>30</strong><br />

FC3 B. Dragon<br />

49/32<br />

Crysis 3<br />

38/22<br />

Crysis Warhead<br />

51/28<br />

FC3 B. Dragon<br />

50/<strong>30</strong><br />

Crysis 3<br />

28/17<br />

Crysis Warhead<br />

40/24<br />

FC3 B. Dragon<br />

39/24<br />

Crysis 3<br />

31/18<br />

Crysis Warhead<br />

41/23<br />

FC3 B. Dragon<br />

40/23<br />

Crysis 3<br />

27/16<br />

Crysis Warhead<br />

38/23<br />

FC3 B. Dragon<br />

40/25<br />

Crysis 3<br />

25/15<br />

Crysis Warhead<br />

35/20<br />

FC3 B. Dragon<br />

36/22<br />

Crysis 3<br />

27/15<br />

Crysis Warhead<br />

34/20<br />

FC3 B. Dragon<br />

41/23<br />

Grid 2<br />

101/72<br />

Max Payne 3<br />

75/50<br />

Metro Last Light<br />

45/26<br />

Grid 2<br />

104/71<br />

Max Payne 3<br />

69/43<br />

Metro Last Light<br />

51/28<br />

Grid 2<br />

98/67<br />

Max Payne 3<br />

64/40<br />

Metro Last Light<br />

46/26<br />

Grid 2<br />

86/62<br />

Max Payne 3<br />

67/44<br />

Metro Last Light<br />

40/24<br />

Grid 2<br />

91/60<br />

Max Payne 3<br />

61/39<br />

Metro Last Light<br />

43/24<br />

Grid 2<br />

79/56<br />

Max Payne 3<br />

57/36<br />

Metro Last Light<br />

34/19<br />

Grid 2<br />

75/54<br />

Max Payne 3<br />

55/35<br />

Metro Last Light<br />

32/19<br />

Grid 2<br />

75/50<br />

Max Payne 3<br />

51/31<br />

Metro Last Light<br />

36/19<br />

Grid 2<br />

57/41<br />

Max Payne 3<br />

44/28<br />

Metro Last Light<br />

27/16<br />

Grid 2<br />

59/38<br />

Max Payne 3<br />

41/25<br />

Metro Last Light<br />

28/15<br />

Grid 2<br />

59/40<br />

Max Payne 3<br />

45/28<br />

Metro Last Light<br />

23/13<br />

100 %<br />

NFS M. Wanted The Witcher 2<br />

40/18<br />

40/25<br />

Serious Sam 3 Tomb Raider<br />

49/<strong>30</strong><br />

49/<strong>30</strong><br />

TES 5: Skyrim WoW: Pandaria<br />

67/45<br />

82/58<br />

99,7 %<br />

NFS M. Wanted The Witcher 2<br />

40/19<br />

34/21<br />

Serious Sam 3 Tomb Raider<br />

42/25<br />

48/29<br />

TES 5: Skyrim WoW: Pandaria<br />

88/59<br />

93/61<br />

93,3 %<br />

NFS M. Wanted The Witcher 2<br />

38/18<br />

33/20<br />

Serious Sam 3 Tomb Raider<br />

40/24<br />

43/26<br />

TES 5: Skyrim WoW: Pandaria<br />

81/54<br />

88/58<br />

87,3 %<br />

NFS M. Wanted The Witcher 2<br />

29/18<br />

35/21<br />

Serious Sam 3 Tomb Raider<br />

43/27<br />

43/26<br />

TES 5: Skyrim WoW: Pandaria<br />

57/38<br />

72/52<br />

85,9 %<br />

NFS M. Wanted The Witcher 2<br />

34/16<br />

<strong>30</strong>/18<br />

Serious Sam 3 Tomb Raider<br />

36/22<br />

40/23<br />

TES 5: Skyrim WoW: Pandaria<br />

73/48<br />

81/52<br />

76,7 %<br />

NFS M. Wanted<br />

<strong>30</strong>/17<br />

Serious Sam 3<br />

36/22<br />

TES 5: Skyrim<br />

55/35<br />

73,4 %<br />

NFS M. Wanted<br />

29/16<br />

Serious Sam 3<br />

34/22<br />

TES 5: Skyrim<br />

52/34<br />

71,2 %<br />

NFS M. Wanted<br />

25/10<br />

Serious Sam 3<br />

28/14<br />

TES 5: Skyrim<br />

61/39<br />

57,3 %<br />

NFS M. Wanted<br />

23/12<br />

Serious Sam 3<br />

27/17<br />

TES 5: Skyrim<br />

40/25<br />

56,7 %<br />

NFS M. Wanted<br />

22/9<br />

Serious Sam 3<br />

23/12<br />

TES 5: Skyrim<br />

46/<strong>30</strong><br />

56,2 %<br />

51,5 %<br />

Grid 2<br />

55/38<br />

Max Payne 3<br />

42/26<br />

Metro Last Light<br />

21/11<br />

50,4 %<br />

Grid 2<br />

50/32<br />

Max Payne 3<br />

42/26<br />

Metro Last Light<br />

26/15<br />

NFS M. Wanted<br />

20/10<br />

Serious Sam 3<br />

26/16<br />

TES 5: Skyrim<br />

41/26<br />

NFS M. Wanted<br />

19/10<br />

Serious Sam 3<br />

23/14<br />

TES 5: Skyrim<br />

39/25<br />

NFS M. Wanted<br />

17/9<br />

Serious Sam 3<br />

21/12<br />

TES 5: Skyrim<br />

41/26<br />

The Witcher 2<br />

32/19<br />

Tomb Raider<br />

38/23<br />

WoW: Pandaria<br />

64/45<br />

The Witcher 2<br />

<strong>30</strong>/18<br />

Tomb Raider<br />

37/22<br />

WoW: Pandaria<br />

60/42<br />

The Witcher 2<br />

26/16<br />

Tomb Raider<br />

35/17<br />

WoW: Pandaria<br />

71/46<br />

The Witcher 2<br />

23/14<br />

Tomb Raider<br />

28/17<br />

WoW: Pandaria<br />

47/32<br />

The Witcher 2<br />

21/13<br />

Tomb Raider<br />

26/14<br />

WoW: Pandaria<br />

55/35<br />

The Witcher 2<br />

25/15<br />

Tomb Raider<br />

27/15<br />

WoW: Pandaria<br />

50/36<br />

The Witcher 2<br />

22/13<br />

Tomb Raider<br />

25/14<br />

WoW: Pandaria<br />

46/31<br />

The Witcher 2<br />

20/12<br />

Tomb Raider<br />

24/13<br />

WoW: Pandaria<br />

52/35<br />

System: Core i7-4770K @ 4,6 GHz, Z87, 8 GiB DDR3-2000, Windows 7 x64 SP1, Texturfilter „Hohe Qualität“<br />

*Unter den Balken sind die ganzzahlig gerundeten Fps-Werte in 1.920 x 1.080 und 2.560 x 1.600 angegeben.<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 35


grafikkarten | Grafikkarte extrem übertakten<br />

Alle Arbeiten<br />

geschehen<br />

<strong>auf</strong> eigene<br />

Gefahr.<br />

Teil 2<br />

Extremes Übertakten mit flüssigem Stickstoff<br />

GPU, gut gekühlt bitte<br />

Flüssiger Stickstoff bietet ideale Bedingungen, um Temporekorde zu brechen. Was für Prozessoren<br />

gilt, gilt für <strong>Grafikkarten</strong> umso mehr. Wir bringen eine High-End-Karte ans absolute Limit.<br />

In der Ausgabe 02/2014 haben<br />

wir Ihnen bereits einen ersten<br />

Einblick in die Welt des Extrem-<br />

Übertaktens gegeben. Mithilfe von<br />

-196 Grad Celsius kaltem Stickstoff<br />

haben wir einen Intel Core<br />

i7-3770K <strong>auf</strong> Taktraten jenseits<br />

der 6,0 Gigahertz-Grenze getrieben.<br />

Doch nicht nur Prozessoren<br />

lassen sich mithilfe von extremen<br />

Kühlmethoden zu neuen Temporekorden<br />

treiben, auch <strong>Grafikkarten</strong><br />

erreichen so neue Leistungsdimensionen.<br />

In diesem Artikel lesen Sie,<br />

wor<strong>auf</strong> es bei 3D-Benchmarksessions<br />

ankommt.<br />

Grundwissen ist nötig<br />

Wie wir bereits im ersten Teil unseres<br />

Extreme-OC-Specials klargestellt<br />

haben, ist für derartige Experimente<br />

einiges an Vorwissen<br />

nötig. Ohne genaue Kenntnis des<br />

eigenen Systems und der potenziellen<br />

Fehlerquellen birgt Übertakten<br />

mit LN2 nicht nur einen hohen<br />

Frustfaktor, sondern auch Gefahren<br />

für die <strong>Hardware</strong>.<br />

Bevor Sie sich also an Rekordjagden<br />

mit 3D-Benchmarks wagen,<br />

sollten Sie erste Erfahrungen mit<br />

Videospecial Online<br />

dem Umgang dieses Kühlmediums<br />

gesammelt haben. Wie der Einstieg<br />

in die Extreme-OC-Welt am leichtesten<br />

fällt, haben wir bereits im<br />

vorangegangenen Special erläutert.<br />

Ergebnisorientiert<br />

Auch dieses Mal gehen wir detailliert<br />

<strong>auf</strong> den gesamten Prozess ein<br />

und zeigen Ihnen, wie der GPU-Pot<br />

Aufgrund unserer umfangreichen<br />

Vollversion<br />

in diesem Monat konnten<br />

wir unser Videospecial zu<br />

diesem Artikel leider nicht mehr<br />

<strong>auf</strong> dem Datenträger bereitstellen. Wer noch<br />

mehr über Extrem-Übertakten wissen möchte,<br />

findet den Beitrag <strong>auf</strong> pcgameshardware.de<br />

montiert wird, wie sich das dynamische<br />

Zusammenspiel zwischen<br />

CPU und Grafikkarte entfaltet und<br />

wie Sie Risiken für die Komponenten<br />

minimieren und gleichzeitig<br />

bestmögliche Ergebnisse erzielen.<br />

Verspielt<br />

Neben klassischen synthetischen<br />

Benchmarks haben wir dieses Mal<br />

auch Spieletests durchgeführt, um<br />

Ihnen einen Eindruck zu geben,<br />

wie stark sich Extreme-Taktraten<br />

<strong>auf</strong> aktuelle Spiele auswirken können.<br />

Die interessanten Ergebnisse<br />

lesen Sie in einem späteren Kapitel<br />

dieses Artikels. Ohne die Spannung<br />

zu verderben, können wir bereits<br />

an dieser Stelle verraten, dass sich<br />

umfangreiches Overclocking auch<br />

beim Spielen sehr deutlich bemerkbar<br />

macht.<br />

36<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


Grafikkarte extrem übertakten | grafikkarten<br />

Montage des GPU-Pots<br />

1<br />

2<br />

3<br />

Nach der Demontage des Originalkühlers wird das <strong>PC</strong>B<br />

mit Liquid Tape isoliert und der Grafikchip gesäubert.<br />

Auch die Rückseite des GPU-Container befreien wir<br />

von Dreck, Fett und anderen Rückständen.<br />

Um zu verhindern, dass Kondenswasser in den <strong>PC</strong>I-E-<br />

Slot tropft, befestigen wir einen Schwamm an der GPU.<br />

4<br />

5<br />

Anschließend bestreichen wir die GPU mit Wärmeleitpaste. Besonders empfehlenswert<br />

ist hierbei die Gelid GC Extreme, die auch mit tiefen Temperaturen harmoniert.<br />

Zu guter Letzt verschrauben<br />

wir den Container<br />

mithilfe einer Aluminium-<br />

Backplate und insgesamt<br />

vier Muttern mit der<br />

Grafikkarte. Ziehen Sie<br />

diese nicht zu fest an!<br />

Der GPU-Container<br />

Für das erfolgreiche Übertakten<br />

eines Grafikchips mit flüssigem<br />

Stickstoff stellt ein guter GPU-Container<br />

die wichtigste Basis dar. Es<br />

gilt: Je näher sich der Grafikchip an<br />

der – von Fall zu Fall unterschiedlichen<br />

– gewünschten Zieltemperatur<br />

betreiben lässt, desto besser.<br />

Ein wichtiger Unterschied in der<br />

Bauweise gegenüber einem CPU-<br />

Container: Die Kontaktfläche zum<br />

Chip befindet sich nicht am Boden,<br />

sondern an der Seite. Daher<br />

empfiehlt es sich, den Container<br />

nach unten hin etwas abzustützen,<br />

da er schwerer ist als übliche vormontierte<br />

Luftkühler: Der von uns<br />

genutzte Raptor3 bringt beispielsweise<br />

bereits ohne Montagematerial<br />

und Isolierung 2,25 Kilogramm<br />

<strong>auf</strong> die Waage. Mehrere Schichten<br />

saugfähiger Tücher sind optimal.<br />

So verhindern Sie gleichzeitig, dass<br />

Kondenswasser vom Container <strong>auf</strong><br />

die Platine oder gar in Steckplätze<br />

tropft.<br />

Kühl und kontrolliert<br />

Die Masse wird benötigt, um auch<br />

bei einer hohen Abwärme eine<br />

gute Temperaturkontrolle zu ermöglichen.<br />

Im Lieferumfang des<br />

Raptor3 befindet sich ein Typ-K-<br />

Temperaturfühler zum Anschließen<br />

an ein Messgerät. Unterhalb<br />

der Kontaktfläche existiert eine<br />

passende Aussparung, in welche<br />

der Fühler geschoben werden kann<br />

– machen Sie unbedingt Gebrauch<br />

von der Möglichkeit, um im Bilde<br />

darüber zu sein, ob die Temperatur<br />

gestiegen ist und Stickstoff nachgefüllt<br />

werden muss oder sich die<br />

GPU nahe am Coldbug befindet,<br />

sodass Nachschütten nicht erforderlich<br />

ist. Tipp: Falls Typ-K-Fühler<br />

unterschiedlicher Hersteller zum<br />

Einsatz kommen, sollte nach Möglichkeit<br />

jeder Fühler an einem eige-<br />

Mehr Masse und eine<br />

größere Öffnung helfen<br />

bei der Handhabung. Für<br />

das Übertakten von drei<br />

oder vier <strong>Grafikkarten</strong><br />

kommen aber nur besonders<br />

schmal konstruierte<br />

Container infrage.<br />

Bilder: www.der8auer.de<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 37


grafikkarten | Grafikkarte extrem übertakten<br />

Bild: www.der8auer.de<br />

Der Temperaturmessfühler wird an der markierten Stelle platziert. Die Innenstruktur<br />

ermöglicht das Umherfließen von Flüssigstickstoff und bietet eine große Oberfläche.<br />

nen Messgerät angeschlossen werden,<br />

da sich die Fühler gegenseitig<br />

beeinflussen können.<br />

In der Praxis hat es sich beim extremen<br />

Übertakten zu zweit bewährt,<br />

wenn eine Person die Einstellungen<br />

am <strong>PC</strong> vornimmt und Ergebnisse<br />

speichert und die andere<br />

die Temperaturen der Komponenten<br />

im Auge behält und Stickstoff<br />

nachfüllt – das gilt erst recht, wenn<br />

mehrere <strong>Grafikkarten</strong> übertaktet<br />

werden sollen. Davon raten wir<br />

unerfahrenen Extremübertaktern<br />

aber ohnehin ab, da die Kosten für<br />

Multi-GPU-Systeme höher sind und<br />

die zum Beispiel durch Treiberprobleme<br />

erforderliche Fehlersuche<br />

verkompliziert wird.<br />

Schlanke Alternativen<br />

Die Königsklasse der Overclocking-<br />

Welt sind Systeme mit bis zu vier<br />

<strong>Grafikkarten</strong>. Für diese sind nicht<br />

nur sehr leistungsfähige Prozessoren<br />

anzuraten, um nicht früh in<br />

das CPU-Limit zu geraten, sondern<br />

auch schlanke GPU-Container. Bei<br />

Verwendung des 50 Millimeter dicken<br />

Raptor 3 lassen sich lediglich<br />

zwei <strong>Grafikkarten</strong> übertakten. Der<br />

Raptor Slim hingegen ist an der<br />

Unterseite lediglich 20 Millimeter<br />

dünn und bietet einen <strong>30</strong> Millimeter<br />

dicken Aufsatz zum Nachfüllen<br />

der Kühlsubstanz. Auch der Übertakter<br />

Vince „kIngpIn“ Lucido bietet<br />

zusätzlich zum GPU-Container<br />

Tek-9 Fat 6.0 GPU Unit das schlanke<br />

Modell Tek-9 Slim Rev 7.0 an.<br />

Kälte bringt Probleme<br />

Tücher (und ein Stück Pappe) unterhalb des GPU-Containers stabilisieren die Konstruktion<br />

und verhindern, dass Wasser <strong>auf</strong> die Hauptplatine tropfen kann.<br />

Falls eine Grafikkarte mehrere digitale Anschlüsse bietet, ist man als Extrem-Übertakter<br />

mit einem VGA-Kabel und einem DVI-<strong>auf</strong>-VGA-Adapter gut beraten.<br />

Im ersten Teil unserer Extreme-<br />

Overclocking-Reihe thematisierten<br />

wir bereits die Phänomene<br />

Coldbug und Coldboot-Bug: Beim<br />

Unterschreiten einer bestimmten<br />

Temperatur stellt der Prozessor die<br />

Funktion ein und erst nach dem<br />

Erwärmen über eine bestimmte<br />

Temperatur lässt sich das System<br />

wieder starten. Grafikchips unterscheiden<br />

sich in dieser Hinsicht<br />

kaum von gesockelten Prozessoren:<br />

Je nach Modell kann es erforderlich<br />

sein, den Chip durch<br />

gekonnte Dosierung des flüssigen<br />

Stickstoffs oberhalb einer bestimmten<br />

Temperatur zu halten.<br />

Schwarz vor Augen<br />

Bei <strong>Grafikkarten</strong> mit Tahiti- oder<br />

Hawaii-GPU wie den Radeon-Modellen<br />

HD 7970 und R9 290(X)<br />

lässt sich unterhalb von -60 bis -70<br />

°C bisweilen beobachten, dass <strong>auf</strong><br />

einmal kein Bild mehr ausgegeben<br />

wird. Falls dafür aber nur ein<br />

zu starkes Herunterkühlen verantwortlich<br />

ist und kein Absturz<br />

erfolgt ist, wird ein bereits gestarteter<br />

Benchmark weiterhin korrekt<br />

ausgeführt. In diesem Fall besteht<br />

für den Extrem-Übertakter die<br />

Möglichkeit, ein korrektes Ergebnis<br />

zu erhalten und abspeichern zu<br />

können.<br />

Anders sieht es bei sogenannten<br />

Blackscreen-Runs aus, die durch<br />

eine zu starke Übertaktung hervorgerufen<br />

werden: Manchmal wird<br />

der Bildschirm schwarz und auch<br />

die Berechnung der dargestellten<br />

<strong>Tests</strong>zene wird abgebrochen, ohne<br />

dass es zu einem Absturz kommt.<br />

Falls nun der Benchmark-Prozess<br />

weiterläuft, kann es passieren,<br />

dass nach der üblichen L<strong>auf</strong>zeit<br />

des Benchmarks wieder ein Bild<br />

mit dem Ergebnis ausgegeben<br />

wird. Die erreichte Punkt anzahl<br />

kann aber deutlich nach oben abweichen,<br />

da aus Sicht des Benchmark-Programms<br />

während der<br />

Blackscreen-Phase extrem viele<br />

Fps erzielt wurden. Ein typisches<br />

Beispiel für Blackscreen-Runs<br />

sind 3D-Mark-03-Ergebnisse mit<br />

einem <strong>auf</strong>fällig hohen Ergebnis<br />

für die <strong>Tests</strong>zene Nature. Derartige<br />

Ergebnisse werden weder von<br />

Futuremark noch von Hwbot als<br />

gültig anerkannt. Laden erfahrene<br />

Übertakter ein solches Ergebnis<br />

hoch, kann das sogar als bewusstes<br />

Betrügen <strong>auf</strong>gefasst werden.<br />

Interessanterweise kann der Signalweg<br />

zwischen Grafikkarte und<br />

Monitor Einfluss dar<strong>auf</strong> haben, in<br />

welchem Temperaturbereich noch<br />

ein Bild ausgegeben wird. Als relativ<br />

kälteempfindlich gilt eine Verkabelung<br />

via HDMI, daher sollten Extrem-Übertakter<br />

nach Möglichkeit<br />

den DVI-Ausgang der Grafikkarte<br />

nutzen. Kurioserweise hilft es bisweilen,<br />

zusätzlich einen DVI-<strong>auf</strong>-<br />

VGA-Adapter zu verwenden.<br />

38<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

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Grafikkarte extrem übertakten | grafikkarten<br />

Auf Fps-Jagd in Crysis 3<br />

Hohe Taktraten und Punktzahlen<br />

bei synthetischen Benchmarks<br />

wie etwa dem 3D Mark sind<br />

eine Sache. Doch wie steht es eigentlich<br />

um praxisnähere Werte,<br />

beispielsweise die potenzielle Performancesteigerung<br />

in Spielen?<br />

Um das zu testen, verwenden<br />

wir die bekannte Crysis 3-Benchmarksequenz.<br />

Als Einstellungen<br />

kommen wie üblich die Full-HD-<br />

Auflösung in Kombination mit<br />

vierfacher SMAA-Kantenglättung<br />

und hochwertigem 16-fachen anisotropen<br />

Filter zum Einsatz. Auch<br />

die übrigen Qualitätseinstellungen<br />

stehen wie aus unserer Benchmarksequenz<br />

bekannt <strong>auf</strong> „Sehr Hoch“.<br />

Der Edel-Shooter von Crytek besticht<br />

durch beeindruckende Grafikpracht<br />

und seine sehr gute Skalierbarkeit.<br />

Die Cryengine 3 passt<br />

sich sehr gut an die Leistungsfähigkeit<br />

der <strong>Hardware</strong> an, was dank der<br />

Skalierung eine gute Vergleichbarkeit<br />

der Ergebnisse sicherstellt.<br />

Damit Sie die von uns gemessenen<br />

Werte besser in Relation setzen<br />

können, haben wir unsere Benchmarktabelle<br />

mit Ergebnissen von<br />

weit verbreiteten luftgekühlten<br />

<strong>Grafikkarten</strong> ergänzt. Auf pcgh.de<br />

finden Sie zudem ein Videospecial,<br />

in dem Sie unseren Benchmark<br />

quasi live nachvollziehen können.<br />

Moderater Einstieg<br />

Bevor wir an der Taktschraube<br />

drehen, legen wir zunächst eine<br />

Grundlinie fest, mit der wir unsere<br />

späteren Ergebnisse vergleichen<br />

können. Dazu dient in diesem Fall<br />

eine Geforce GTX 780 im Referenzdesign<br />

bei Standardtakt von 902<br />

MHz für den Chip und 3.004 für<br />

den Speicher. Damit erreichen wir<br />

in unserer Crysis 3-Benchmarksequenz<br />

circa 45 Bilder pro Sekunde.<br />

Zwar kann die Karte die 60-Fps-<br />

Crysis 3 bringt selbst LN2-Karten ans Limit<br />

Crysis 3, 1.920 x 1.080, SMAA High (4x), 16:1 HQ-AF – „Fields“<br />

GTX 780 LN2 @ 1.900/4.000 MHz 79 (+76 %)<br />

GTX 780 LN2 @ 1.800/4.000 MHz 78 (+73 %)<br />

GTX 780 LN2 @ 1.700/4.000 MHz 75 (+67 %)<br />

GTX 780 LN2 @ 1.600/4.000 MHz 73 (+62 %)<br />

GTX 780 Inno iChill @ 1.200/3.500 54 (+20 %)<br />

GTX 780 Ti @ 928/3.500 MHz 53 (+18 %)<br />

R9 290X „Uber“ @ 1.000/2.500 49 (+9 %)<br />

R9 290 @ 947/2.500 MHz 46 (+2 %)<br />

GTX Titan @ 876/3.004 MHz 46 (+2 %)<br />

GTX 780 @ 902/3.004 MHz<br />

45 (Basis)<br />

GTX 770 @ 1.084/3.506 MHz 38 (-16 %)<br />

HD 7970 GHz Ed. @ 1.000/3.000 37 (-18 %)<br />

System: Core i7-49<strong>30</strong>K @ 4,6 GHz (LN2-Ergebnisse), Core i7-4770K @ 4,6 GHz, X79/<br />

Z87, 8 GiByte RAM, Win7 x64 SP1 Bemerkungen: Dank massiv erhöhter Taktraten kann<br />

sich die LN2-gekühlte GTX 780 weit vor alle luftgekühlten Karten setzen.<br />

Marke nicht knacken, ein flüssiges<br />

Spielerlebnis ist aber allemal sichergestellt.<br />

Die 60-Fps-Barriere<br />

Generell lässt sich festhalten, dass<br />

keine aktuelle Single-GPU-Grafikkarte<br />

bei Crysis 3 die 60-Fps-Grenze<br />

durchbrechen kann. Selbst stark<br />

übertaktete Varianten von Radeon<br />

R9 290 X oder Geforce GTX 780 Ti<br />

Fps<br />

Besser<br />

erreichen maximal 56 Bilder pro<br />

Sekunde. Nur Multi-GPU-Systeme<br />

packen in Full HD bei maximalen<br />

Details noch höhere Bildwiederholraten.<br />

Wie wird sich unsere<br />

LN2-gekühlte Geforce GTX 780 im<br />

Vergleich schlagen?<br />

Bei der von uns verwendeten Grafikkarte<br />

handelt es sich um ein Modell,<br />

welches so nicht im Handel<br />

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Weltweit<br />

Platz 4*<br />

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03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 39


grafikkarten | Grafikkarte extrem übertakten<br />

Um zu testen, wie sich unsere LN2-gekühlte Grafikkarte in Crysis 3 schlägt, haben<br />

wir die bekannte <strong>PC</strong>GH-Benchmarkszene „Welcome to the jungle“ verwendet.<br />

Regulär kommt die Asus Geforce GTX 780 mit einem Dual-Slot-Kühler daher und<br />

liefert einen Boost-Takt von 941 MHz. Wir haben noch 1.000 MHz dr<strong>auf</strong>gelegt.<br />

Meine Alternative zum hektischen<br />

E-Sport-Spektakel.<br />

Erst kürzlich habe ich <strong>auf</strong> Deutschlands größter<br />

LAN-Party, der Northcon, wieder festgestellt, wie viel<br />

Spaß es macht, den Starcraft 2-Profis bei der Arbeit<br />

zuzusehen. Vor ewigen Zeiten war ich selbst im E-Sport<br />

aktiv: ein Multiplayer-Shooter aus dem Hause Epic<br />

hatte es mir besonders angetan. Doch heutzutage kann<br />

ich in dieser Szene nicht mehr mithalten, das Tempo<br />

ist einfach zu hoch geworden. Das macht aber nichts,<br />

denn ich habe eine ruhigere, aber dennoch fordernde<br />

Alternative gefunden: Extrem-Übertakten. Denn dank<br />

HWbot und Co. kann ich mich immer noch mit Konkurrenz aus der ganzen Welt<br />

messen – ohne tägliches, stundenlanges Training. Doch auch in diesem Hobby läuft<br />

nichts ohne gute Vorbereitung: Um Erfolge zu erzielen, muss man seine <strong>Hardware</strong><br />

extrem gut kennen und jede Menge Frusttoleranz bei der Fehlersuche mitbringen.<br />

»Extreme-OC ist nerven<strong>auf</strong>reibend<br />

und entspannend zugleich.«<br />

Tom Loske, Fachbereich Mainboards<br />

verfügbar ist. Die verbauten Speicherchips<br />

stammen von Samsung<br />

und sind speziell selektiert, sodass<br />

sie besonders hohe Taktraten vertragen.<br />

Daher läuft unsere Geforce<br />

auch konstant mit 4.000 MHz Speichertakt,<br />

reguläre Geforce GTX-<br />

780-Varianten takten üblicherweise<br />

lediglich mit 3.004 MHz.<br />

Schallmauer durchbrochen<br />

Die Ergebnisse unserer ersten Testläufe<br />

sind ernüchternd: Anfangs<br />

stellen wir statt eines Fps-Zuwachses<br />

sogar einen Leistungsverlust<br />

fest. Bei der Fehlersuche mithilfe<br />

von GPU-Z zeigt sich jedoch<br />

schnell, dass wir die Grafikkarte als<br />

Fehlerquelle ausschließen können.<br />

Die von uns festgelegte Taktrate<br />

von 1.600 MHz liegt konstant an.<br />

Das Tool CPU-Z offenbart schließlich<br />

den Übeltäter: Der Prozessor<br />

hat in den sogenannten „Slow<br />

Mode“ geschaltet und den Multiplikator<br />

<strong>auf</strong> 15 begrenzt. Die gesunkene<br />

Prozessorleistung erklärt<br />

also den Leistungsabfall. Nach einem<br />

Neustart des Systems führen<br />

wir eine erneute Messung durch<br />

und die festgestellten Werte entsprechen<br />

unseren Erwartungen:<br />

Satte 73 Bilder pro Sekunde liefert<br />

unsere übertaktete Geforce GTX<br />

780. Da wir aber noch nicht das<br />

Ende der Leistungs-Fahnenstange<br />

erreicht haben, legen wir weitere<br />

100 MHz mehr Chiptakt an.<br />

Schon beim Start von Crysis 3 wird<br />

jedoch klar, dass wieder ein Problem<br />

<strong>auf</strong>getreten ist: Nach einer<br />

ungewöhnlich langen Ladezeit gibt<br />

der Fraps-Fps-Zähler nur magere 38<br />

Bilder pro Sekunde aus. Aufgrund<br />

der gesammelten Erfahrungen vermuten<br />

wir erneut den Prozessor als<br />

Übeltäter. Taskmanager und CPU-Z<br />

widerlegen aber unsere Einschätzung.<br />

Die zentrale Recheneinheit<br />

arbeitet wie vorgesehen.<br />

Wir starten das <strong>Tests</strong>ystem neu,<br />

um zu überprüfen, ob eventuell<br />

falsche Einstellungen im UEFI für<br />

die ungewöhnlich niedrige Bildwiederholrate<br />

verantwortlich sein<br />

könnten. Doch auch hier offenbart<br />

sich keine potenzielle Fehlerquelle.<br />

Wir booten also ins Betriebssystem<br />

und wagen einen neue Messung.<br />

Dieses Mal läuft der Benchmarkrun<br />

wie geplant und zeigt ein Ergebnis<br />

von stolzen 75 Fps. Zwei weitere<br />

Durchläufe bestätigen unsere<br />

Messwerte. Beim vierten Versuch<br />

jedoch bricht die Performance wieder<br />

drastisch ein.<br />

Dieses Mal vermuten wir das Spiel<br />

als Ursache, beenden Crysis 3 und<br />

starten es anschließend mit unveränderten<br />

<strong>Hardware</strong>einstellungen<br />

erneut: Der Fraps-Counter zeigt<br />

die zu erwartenden 75 Bilder pro<br />

Sekunde. Was die unvermittelten<br />

Leistungseinbrüche verursachte,<br />

konnten wir im L<strong>auf</strong>e unserer<br />

Benchmarksitzung leider nicht reproduzierbar<br />

eingrenzen.<br />

Die Schraube anziehen<br />

Obwohl wir keine exakte Fehlerquelle<br />

feststellen konnten, beschließen<br />

wir, weiter an der Taktschraube<br />

zu drehen und so das Maximum<br />

aus unserer modifizierten Geforce<br />

GTX 780 zu holen.<br />

Bei 1.800 MHz Chiptakt und den<br />

per BIOS-Modifikation festgesetzten<br />

4.000 MHz Speichertakt erreichen<br />

wir bereits 78 Bilder pro Sekunde.<br />

Dementsprechend peilen<br />

wir unser nächstes Ziel an: Mehr<br />

als 80 Fps in Crysis 3 bei Full HD<br />

und vollen Details sowie vierfacher<br />

Kantenglättung.<br />

Erneut erhöhen wir den Takt um<br />

100 MHz <strong>auf</strong> 1.900 und messen reproduzierbare<br />

79 Fps. Unser selbst<br />

<strong>auf</strong>erlegtes Ziel scheint in greifbarer<br />

Nähe, weshalb wir weiterhin<br />

das Tempo erhöhen. Doch bei<br />

2.000 MHz Chiptakt stürzt nicht<br />

nur Crysis 3, sondern unser gesamtes<br />

<strong>Tests</strong>ystem ab. Auch weitere<br />

Versuche in kleineren Inkrementen<br />

scheitern. Mit 1.900 MHz bei<br />

1,71 Volt Chipspannung scheint<br />

die Leistungsgrenze unserer Karte<br />

erreicht. Obwohl wir unser Ziel<br />

von 80 Fps knapp verpasst haben,<br />

sind wir mit den gemessenen Ergebnissen<br />

sehr zufrieden, schließlich<br />

läuft eine Geforce GTX 780<br />

üblicherweise nur mit 902 MHz<br />

Chiptakt: Wir konnten also ein<br />

ganzes Gigahertz zulegen. Zusätzlich<br />

zu unseren Messungen in Full<br />

HD wollten wir ausloten, ob es mit<br />

LN2-Kühlung möglich ist, den Edel-<br />

Shooter in der UHD-Auflösung von<br />

3.840 x 2.160 Pixeln jenseits der<br />

25-Fps-Marke zu spielen. Aufgrund<br />

von hardwarebedingten Grafikfehlern<br />

hat dies letzlich leider nicht<br />

geklappt.<br />

40<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

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Grafikkarte extrem übertakten | grafikkarten<br />

3D Mark & Co.<br />

Man soll <strong>auf</strong>hören, wenn’s am<br />

schönsten ist, sagt der Volksmund.<br />

Wir sehen das etwas anders<br />

und hätten nach den vielversprechenden<br />

Extremtests in Crysis 3<br />

gerne noch die Leistung in 3D-<br />

Benchmarks ermittelt.<br />

Ein sprödes Ende<br />

Aber kaum waren ein, zwei Durchläufe<br />

des 3D Mark Vantage absolviert,<br />

blieb das Bild leider mit starken<br />

Grafikfehlern stehen. Da sich<br />

die Artefakte ab diesem Zeitpunkt<br />

auch im UEFI-Menü sowie beim<br />

Laden des Betriebssystems und <strong>auf</strong><br />

dem Windows-Desktop zeigten,<br />

stand schnell fest: Die Grafikkarte<br />

ist nicht mehr funktionstüchtig.<br />

Irreparabel beschädigt ist sie aber<br />

womöglich nicht: Derartige Bildfehler<br />

können <strong>auf</strong>treten, wenn<br />

kein guter Kontakt zwischen der<br />

Unterseite eines Chips und der Platine<br />

besteht. Lötzinn neigt nämlich<br />

dazu, spröde zu werden, wenn eine<br />

Karte häufig großen Temperaturunterschieden<br />

ausgesetzt ist. Dafür<br />

ist nicht zwingend massives Overclocking<br />

erforderlich, auch normal<br />

strapazierte Komponenten sind<br />

gefährdet.<br />

Defekte <strong>Grafikkarten</strong> lassen sich<br />

daher manchmal mit etwas Glück<br />

durch einen Aufenthalt im Backofen<br />

wiederbeleben: Eine Viertelstunde<br />

bei 100 °C kann oft bereits<br />

reichen, um die Struktur des Lots<br />

leicht zu verändern. Erfahrungsberichten<br />

zufolge sind manchmal<br />

über 150 °C und ein paar Minuten<br />

zusätzlich erforderlich. Ob eine so<br />

wiederbelebte Grafikkarte aber nur<br />

ein paar Stunden oder längerfristig<br />

funktioniert, ist ungewiss. Wichtig:<br />

Sämtliche Kunststoffteile sollten<br />

vor dem Backen entfernt werden,<br />

anschließend empfiehlt sich gründliches<br />

Lüften. Ließ sich unsere GTX<br />

780 so wieder reparieren? Mangels<br />

Backofen in der Redaktion müssen<br />

Oben: Beim Eingießen von Stickstoff ist leichtes Umherspritzen <strong>auf</strong>grund der Temperaturunterschiede<br />

normal. Unten: Bildfehler zwangen uns zum Abbruch der Session.<br />

Jeden Tag neue<br />

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noch interessanter gestaltet. Reinschauen lohnt<br />

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Alle unsere Videos bieten wir auch über Youtube an. Haben<br />

Sie einen Google- oder Youtube-Account, dann können Sie<br />

auch hier kommentieren, Videos teilen oder unsere Filme<br />

bewerten. <strong>PC</strong>GH freut sich <strong>auf</strong> Ihren Besuch und vor allem<br />

<strong>auf</strong> Ihr Feedback.<br />

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grafikkarten | Grafikkarte extrem übertakten<br />

Die erzielten Ergebnisse<br />

In der Redaktion versagte die GTX 780 zwar, bei früheren OC-Sessions hatten die<br />

Übertakter der8auer und Crazzzy85 aber Erfolg mit der identischen Karte.<br />

Fire Strike Extreme: 7.187 Punkte (Hwbot-Rekord für 1 x GTX 780: 7.732 Punkte)<br />

3D Mark 03: 231.051 Punkte (Hwbot-Rekord für 1 x GTX 780: 241.774 Punkte)<br />

wir einer Antwort <strong>auf</strong> diese Frage<br />

leider schuldig bleiben.<br />

Keine Eintagsfliege<br />

Versöhnlich ist aber, dass die verwendete<br />

GTX 780 keineswegs<br />

bei ihrem ersten Extreme-Overclocking-Einsatz<br />

einen Defekt erlitten<br />

hat, sondern bereits mehrfach<br />

erfolgreich mit flüssigem Stickstoff<br />

ans Limit getrieben wurde:<br />

Unserem Gast Roman „der8auer“<br />

Hartung zufolge wurde die Grafikkarte<br />

schon bei über zehn Bench-<br />

Sessions eingesetzt und rund 40<br />

Stunden <strong>auf</strong> extreme Art gekühlt.<br />

Dabei absolvierte das Modell unter<br />

anderem einen Durchl<strong>auf</strong> des 3D<br />

Mark Fire Strike Extreme bei den<br />

Taktraten 1.842/3.950 MHz (GPU/<br />

Grafikpeicher), was im Zusammenspiel<br />

mit einem <strong>auf</strong> rund 5,4 GHz<br />

übertakteten Core i7-4770K für<br />

7.187 Punkte reichte. Der verhältnismäßig<br />

niedrige Kerntakt fällt<br />

<strong>auf</strong>grund der GPU-Limitierung<br />

in diesem Benchmark kaum ins<br />

Gewicht. Im 3D Mark 03 reichte<br />

es nach einer Übertaktung <strong>auf</strong><br />

1.829/3.800 MHz (GPU/Grafikspeicher)<br />

für 231.051 Punkte. Hierfür<br />

wurde ein Core i5-4670K mit einer<br />

Taktrate von über 6,4 GHz genutzt.<br />

Die <strong>auf</strong> den links abgebildeten<br />

Screenshots von GPU-Z ausgelesenen<br />

Taktraten des Grafikchips sind<br />

nicht korrekt.<br />

Nichts ist Standard<br />

Damit die Grafikkarte solche extremen<br />

Taktraten erlaubt, wurde<br />

sie <strong>auf</strong>wendig modifziert: Angelötete<br />

Modifikationen erlauben das<br />

Manipulieren der GPU-, PLL- und<br />

GDDR5-Spannung im l<strong>auf</strong>enden<br />

Betrieb mittels Potentiometer. Der<br />

Überhitzungsschutz der Grafikkarte<br />

wurde ebenfalls <strong>auf</strong> <strong>Hardware</strong>-<br />

Ebene deaktiviert, da dieser auch<br />

bei tiefkalten Temperaturen ausgelöst<br />

wird.<br />

Mit speziellen Dateien lassen sich<br />

zudem im Windows-Betrieb die<br />

Überspannungs- sowie die Überstromschutzmechanismen<br />

deaktivieren.<br />

So kommt es auch bei starkem<br />

Overclocking nicht zu einem<br />

Neustart. All diese Modifikationen<br />

zeigen vor allem eins: Das extreme<br />

Übertakten von <strong>Grafikkarten</strong> <strong>auf</strong> einem<br />

hohen Niveau erfordert weitreichende<br />

Kenntnisse über den<br />

Aufbau und die Funktionsweise einer<br />

Grafikkarte sowie Geschick mit<br />

dem Lötkolben. Es ist ein Irrglaube,<br />

dass lediglich flüssiger Stickstoff<br />

und etwas Glück erforderlich ist,<br />

um erfolgreich <strong>auf</strong> die Jagd nach<br />

Weltrekorden gehen zu können.<br />

Nachwuchs-Übertakter sollten daher<br />

ihre Praxiserfahrungen zuerst<br />

mit älteren <strong>Grafikkarten</strong> sammeln,<br />

bei denen ein Missgeschick eher<br />

zu verkraften ist. Overclocking ist<br />

schließlich immer mit einem gewissen<br />

Risiko behaftet. (tl/sw)<br />

Fazit<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

Grafikkarte extrem übertakten<br />

Für den ersten Schritt in die Welt des<br />

extremen Übertaktens ist die Nutzung<br />

eines CPU-Containers mit dem Fokus<br />

<strong>auf</strong> Prozessor-Benchmarks der einfachere<br />

Weg, Erfahrung zu sammeln<br />

und erste Erfolge zu erzielen. Wenn<br />

neben dem Prozessor auch die Grafikkarte<br />

ausgereizt wird, steigen die<br />

Anforderungen an den Übertakter. Wer<br />

sich für Overclocking interessiert und<br />

eine Herausforderung sucht, wird mit<br />

dieser Freizeitaktivität aber langfristig<br />

sehr viel Freude haben – versprochen!<br />

3D-Benchmarks: Wie viele Kerne und SMT-Nutzen?<br />

Extreme Modifikation: Das in <strong>PC</strong>GH-Ausgabe 05/2012 vorgestellte Epower Board von<br />

Evga kann die knapp bemessene Spannungsversorgung einer Grafikkarte ersetzen.<br />

Benchmark Empfohlene Kernanzahl* SMT aktivieren?*<br />

Aquamark min. 2 Kerne Nein<br />

3D Mark 2001 SE min. 2 Kerne Nein<br />

3D Mark 03 min. 2 Kerne Nein<br />

3D Mark 05 min. 4 Kerne Nein<br />

3D Mark 06 min. 4 Kerne Ja<br />

3D Mark Vantage max. Kernanzahl Ja<br />

3D Mark 11 max. Kernanzahl Ja<br />

3D Mark Fire Strike min. 4 Kerne (Multi-GPU: min. 6 Kerne) Ja<br />

Unigine Heaven min. 4 Kerne Nein<br />

Unigine Valley min. 4 Kerne Nein<br />

*Durch das Deaktivieren von Kernen und SMT lässt sich oft ein höherer Kerntakt erzielen.<br />

42<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

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grafikkarten | High-End-<strong>Grafikkarten</strong><br />

5 x 290X im Test: Welche ist die attraktivste im ganzen Land?<br />

R9 290X: Kraft-Quintett<br />

Sage und schreibe fünf Herstellerdesigns der Radeon R9 290X treten im ausführlichen <strong>PC</strong>GH-Test<br />

gegeneinander an, damit Sie wissen, welches Design die Kühlerhaube vorn hat.<br />

Es hat einige Monate gedauert,<br />

doch nun ist es so weit: Die<br />

Welle der 290X-Herstellerdesigns<br />

ist von Asien zu uns herübergeschwappt.<br />

Das ist definitiv ein<br />

Grund zur Freude – wir erinnern<br />

uns an das <strong>PC</strong>GH-Fazit zur Radeon<br />

R9 290X: „Technik hui, Kühler<br />

pfui“. Es sollte für AMDs Partner<br />

nicht allzu schwierig sein, hier <strong>auf</strong>zutrumpfen.<br />

Doch welche Hersteller<br />

haben ihre Haus<strong>auf</strong>gaben gut<br />

und welche eher schlecht gemacht?<br />

Es geht drunter und „Uber“<br />

Das Referenzdesign der R9 290X<br />

verfügt über zwei Betriebsmodi,<br />

zwischen denen mithilfe eines<br />

BIOS-Schalters gewechselt werden<br />

kann: „Silent“ und „Uber“. Im letztgenannten<br />

Zustand führt die 290X<br />

den <strong>PC</strong>GH-Leistungsindex um<br />

Haaresbreite vor Nvidias Geforce<br />

GTX 780 Ti an – wir sprechen von<br />

einem Gleichstand. Um ihren Kern-<br />

takt beinahe ohne Ausnahme <strong>auf</strong><br />

1.000 MHz zu halten, erzeugt das<br />

290X-Referenzkühldesign eine maximale<br />

Lautheit von 9,6 Sone und<br />

lässt dabei eine Kerntemperatur<br />

von 94 °C zu. Im „Quiet Mode“ ist<br />

eine Referenz-290X <strong>auf</strong>grund stark<br />

gedrosselter Belüftung nicht einmal<br />

halb so laut (4,4 Sone), aber genauso<br />

heiß und außerdem langsamer:<br />

Um infolge der von 55 <strong>auf</strong> 40<br />

Prozent gesenkten Lüfterleistung<br />

nicht zu überhitzen, senkt die GPU<br />

ihren Takt und die Spannung; im<br />

Mittel über diverse Spiele arbeitet<br />

unser Testmuster mit 850 MHz. Das<br />

Defizit von 15 Prozent kostet AMD<br />

die Leistungskrone, allerdings ist<br />

eine 290X @ 850 MHz immer noch<br />

schneller als eine GTX Titan (876<br />

MHz) und <strong>auf</strong> dem Niveau einer ungedrosselten<br />

R9 290 (947 MHz). An<br />

dieser Stelle kommen die Custom-<br />

Designs der 290X ins Spiel: Alle<br />

Hersteller werben mit einem Kerntakt<br />

jenseits von 1.000 MHz – doch<br />

wird dieser immer gehalten und<br />

welche Lautheit ist zu erwarten? In<br />

Spezialtests klären wir außerdem<br />

die spannende Frage, wie leise jedes<br />

einzelne Design nach händischer<br />

Optimierung arbeiten kann.<br />

Sapphire Radeon R9 290X Tri-X OC:<br />

Die derzeit beste Mischung aus Leistung<br />

und Lautstärke. Sapphires Radeon<br />

R9 290 Tri-X verdiente sich in<br />

der Ausgabe 02/2014 eine <strong>PC</strong>GH-<br />

Auszeichnung, nun muss sich ihre<br />

große Schwester beweisen. Die Basis<br />

bildet auch hier eine Kombination<br />

aus der AMD-Referenzplatine<br />

mit dem „Tri Fan“-Kühler. Aufgrund<br />

der Dreifachbelüftung verlängert<br />

er die Karte <strong>auf</strong> <strong>30</strong>,5 Zentimeter,<br />

ist 4,0 cm hoch und kühlt neben<br />

dem Hawaii-Grafikchip auch Spannungswandler<br />

und Speicher. Da<br />

alle Wärmequellen mit dem großen<br />

Kühlkörper verbunden und<br />

verschraubt sind, ist optimale<br />

Wärmeableitung und -verteilung<br />

gewährleistet. In der Praxis verhält<br />

sich die 290X Tri-X kaum anders als<br />

die 290 Tri-X: Wir messen im Spielbetrieb<br />

eine maximale Lautheit von<br />

3,0 Sone bei 76 °C Kerntemperatur;<br />

die kleine Schwester erzeugt 2,9<br />

Sone bei 75 °C. Vergleicht man die<br />

Leistungs<strong>auf</strong>nahme und damit indirekt<br />

die Abwärme der beiden Karten,<br />

verwundern die geringen Unterschiede<br />

nicht: Es steht in Spielen<br />

281 zu 267 Watt.<br />

Mit 1.040/2.600 MHz (+4/4 %) für<br />

Kern und Speicher gehört die Tri-X<br />

zu den schnellsten 290X-Modellen,<br />

knapp hinter Asus’ Direct CU II<br />

und Powercolors LCS. Dank starker<br />

Kühlung kann unser Testmuster<br />

seinen Boost in fast allen herangezogenen<br />

Spielen <strong>auf</strong>rechterhalten,<br />

einzig in Anno 2070, das so<br />

manche Grafikkarte zum Drosseln<br />

44<br />

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<strong>PC</strong>GH-Messmethodik: Wichtige Disziplinen<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> legt Wert <strong>auf</strong> akkurate und transparente Messungen,<br />

daher erläutern wir hier die wichtigsten Unterpunkte.<br />

Lautheitsmessung aus 50 Zentimetern Entfernung<br />

Die wichtigste Disziplin beim Bewerten einer Grafikkarte ist zweifellos die Spieleleistung.<br />

Diese ermitteln wir anhand des <strong>PC</strong>GH-Leistungsindexes, einer Zusammenstellung<br />

von 15 populären Spielen in den beiden Auflösungen 1.920 x 1.080 und<br />

2.560 x 1.600 mit jeweils maximalen Details. Alle Einzelheiten zum Parcours und<br />

den schnellsten Modellen finden Sie <strong>auf</strong> der Startseite <strong>Grafikkarten</strong> (S. 35) und in der<br />

ausführlichen Abhandlung in der <strong>PC</strong>GH 08/2013. Die Spieleleistung – Anwendungen<br />

befinden sich nicht im aktuellen Parcours – der Grafikkarte bestimmt mit 60 Prozent<br />

fast zwei Drittel des Endergebnisses. Die verbleibenden 40 Prozent werden von der<br />

Ausstattung und den Eigenschaften mit je 20 Prozent bestimmt.<br />

Alle Unterpunkte <strong>auf</strong>zulisten, die wir innerhalb der Eigenschaften und Ausstattung<br />

erfassen, würde diesen Rahmen sprengen, daher beschränken wir uns <strong>auf</strong> die<br />

wichtigsten Punkte. Die vom Kühldesign erzeugte Lautstärke und die elektrische<br />

Leistungs<strong>auf</strong>nahme gehören zweifellos zu den wichtigsten „Nebenschauplätzen“<br />

einer Grafikkarte abseits der reinen Fps-Leistung. Dementsprechend fließen diese<br />

Unterpunkte in die Formel etwas stärker ein als Ausstattungs-Kleinigkeiten wie<br />

beiliegende Adapter oder die Anzahl der Display-Ausgänge – letztere unterscheidet<br />

sich bei gleichartigen <strong>Grafikkarten</strong> ohnehin fast nie. Auch die vom Hersteller<br />

installierte Speichermenge ist am Ende in der Note erfasst, ebenso das ermittelte<br />

Overclocking-Potenzial. Da diese von Grafikkarte zu Grafikkarte stark unterschiedlich<br />

ausfallen kann, sollten Sie die Angaben jedoch nicht überbewerten. Damit Sie sich ein<br />

Bild von der Messmethodik machen können, erläutern wir <strong>auf</strong> der kommenden Seite<br />

die wichtigsten Messinstrumente und die zur Analyse herangezogenen Anwendungen.<br />

Leistungs<strong>auf</strong>nahmemessung via <strong>PC</strong>I-E-Extender<br />

Lautheit alias Lautstärke: <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> setzt <strong>auf</strong> die psychoakustische<br />

Maßeinheit Sone, da sie im Gegensatz zu Dezibel auch diverse Geräusch-Charakteristika<br />

(etwa Pfeifen) abbildet. Nachdem wir die maximalen Lüfterdrehzahlen der<br />

Probanden am regulären <strong>Tests</strong>ystem notiert haben, folgen die Lautheitsmessungen<br />

im schallarmen – beinahe lautlosen – Raum. Der Messfühler (Bild oben) befindet sich<br />

stets 50 Zentimeter von dem bzw. den Lüftern entfernt und wird senkrecht zur Nabe<br />

ausgerichtet. Nun stellen wir die ermittelten PWM-Frequenzen/Drehzahlen nach, ohne<br />

dass Außengeräusche die Messungen verfälschen. Beachtenswert: Innerhalb eines<br />

geschlossenen Gehäuses fällt die von einer Grafikkarte erzeugte Lautstärke natürlich<br />

nicht derart stark <strong>auf</strong> wie in einem stillen Raum.<br />

Leistungs<strong>auf</strong>nahme: Um die Leistungs<strong>auf</strong>nahme der Grafikkarte isoliert zu erfassen,<br />

greifen wir mithilfe eines <strong>PC</strong>I-E-Extenders und eines Multimeters im l<strong>auf</strong>enden Betrieb<br />

sowohl die Spannungen als auch die Stromstärke an mehreren Messpunkten ab und<br />

errechnen daraus die Leistungs<strong>auf</strong>nahme in Watt. Nach dem Test verschiedener neuer<br />

Spiele kam heraus, dass unser Mix aus Battlefield Bad Company 2 und Anno 2070<br />

einen realistischen Watt-Querschnitt durch die Spielelandschaft <strong>auf</strong>zeigt – weshalb<br />

wir einstweilen bei diesen <strong>Tests</strong>pielen bleiben. Die Bewertung erfolgt anhand des<br />

höchsten in Spielen gemessenen Verbrauchs. Einzig der dritte, nicht wertungsrelevante<br />

Punkt „Extremfall“ ist offen gehalten: Hier finden Sie die höchste von uns<br />

gemessene Leistungs<strong>auf</strong>nahme – das kann im <strong>PC</strong>GH-VGA-Tool sein, aber auch in<br />

einem anderen synthetischen Test.<br />

Spulenfiepen: Wenn der Rechner unter Last zum Tier wird<br />

Störgeräusche: Wenn Sie beim Spielen seltsame Zirp-, Zwitscher- oder Fiepgeräusche<br />

hören, dann ist das höchstwahrscheinlich Ihre Grafikkarte. Sogenanntes Spulenfiepen<br />

tritt bei allen Komponenten <strong>auf</strong>, die zur Filterung der Eingangsspannung einen<br />

LC-Schwingkreis (Spule plus Kondensator) einsetzen. Dazu zählen <strong>Grafikkarten</strong>,<br />

Netzteile, Monitore und Mainboards. Das Störgeräusch ist bei <strong>Grafikkarten</strong> <strong>auf</strong> eine<br />

zu geringe Kapazität des Spannungsreglers (VRM) und damit eine Rückkopplung des<br />

Bildsignals zurückzuführen. Einige Custom-Platinen neigen stärker zum Fiepen/Zirpen<br />

als andere – wir geben diese Eigenschaft im Test an.<br />

Rechtlich liegt nicht unbedingt ein Sachmangel vor, wenn ein Gerät fiept. Eine<br />

Ausnahme stellt der Fall dar, in dem der Hersteller das Produkt als besonders leise<br />

bewirbt und das Spulenfiepen dem entgegensteht.<br />

Bild: MEV<br />

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290X-Karten manuell optimiert: Halbierung der Lautheit ist möglich<br />

Grafikkarte<br />

Anno 2070: Das Worst-Case-Szenario<br />

Maximale Details inkl. FXAA, „Bäm!“-Spielstand mit 2.560 x 1.600 Pixeln<br />

1.075<br />

Kerntakt (Boost)<br />

1.050<br />

1.025<br />

1.000<br />

975<br />

950<br />

875<br />

850<br />

825<br />

Asus 290X Direct CU II OC Gigabyte 290X Silent-Mode Sapphire 290X Tri-X OC n XFX 290X DD Black Edition<br />

800<br />

0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 1.600 1.800 2.000 2.200 2.400 2.600 2.800 3.000<br />

Zeit in Millisekunden<br />

System: Core i7-4770K @ 4,6 GHz, Z87, 2 x 8 GiB DDR3-2000; Catalyst 13.12 WHQL, Windows 7 x64 SP1 Bemerkungen: In Crysis 3 stabil, gerät Sapphires 290X Tri-X<br />

hier minimal ins Wanken. Gigabytes Windforce bleibt im „Uber Mode“ (Standard-BIOS) <strong>auf</strong> 1.040 MHz, die MSI 290X Gaming erhält ihre 1.0<strong>30</strong> MHz knapp <strong>auf</strong>recht.<br />

Crysis 3: Die meisten Modelle halten ihren Boost<br />

Maximale Details inkl. 4x SMAA, „Fields“-Spielstand mit 1.920 x 1.080 Pixeln<br />

1.075<br />

Kerntakt (Boost)<br />

1.050<br />

1.025<br />

1.000<br />

975<br />

GPU-Spannung<br />

unter Last<br />

Asus 290X Direct CU II OC Gigabyte 290X Silent-Mode Sapphire 290X Tri-X OC n XFX 290X DD Black Edition<br />

950<br />

0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 1.600 1.800 2.000 2.200 2.400<br />

Zeit in Millisekunden<br />

Max. Temperatur<br />

GPU/VRMs<br />

PWM/Lautheit<br />

Asus R9 290X Direct CU 2 OC – Standard ~1,14 Volt 81/99 Grad Celsius 48 %/3,6 Sone<br />

Asus R9 290X Direct CU 2 OC – manuell optimiert ~1,07 Volt (-69 mV) 82/99 Grad Celsius 40 %/2,0 Sone<br />

Sapphire R9 290X Tri-X OC – Standard ~1,11 Volt 76/89 Grad Celsius 43 %/3,0 Sone<br />

Sapphire R9 290X Tri-X OC – manuell optimiert ~1,05 Volt (-50 mV) 82/94 Grad Celsius <strong>30</strong> %/1,2 Sone<br />

Gigabyte R9 290X Windforce – Standard („Uber“) ~1,11 Volt 77/89 Grad Celsius 70 %/7,6 Sone<br />

Gigabyte R9 290X Windforce – manuell optimiert ~1,02 Volt (-75 mV) 81/87 Grad Celsius 45 %/2,3 Sone<br />

MSI R9 290X Gaming – Standard ~1,11 Volt 87/89 Grad Celsius 79 %/5,4 Sone<br />

MSI R9 290X Gaming – manuell optimiert ~1,04 Volt (-50 mV) 82/80 Grad Celsius 50 %/2,9 Sone<br />

XFX R9 290X Black Edition – Standard ~1,14 Volt 77/99 Grad Celsius 79 %/4,9 Sone<br />

XFX R9 290X Black Edition – manuell optimiert ~1,05 Volt (-81 mV) 77/98 Grad Celsius 60 %/2,9 Sone<br />

Wir haben bei allen Karten die Frequenzen <strong>auf</strong> 1.000/2.500 MHz („Uber Mode“ gemäß AMD-Referenz) sowie das Powertune-Limit <strong>auf</strong><br />

+50 % gesetzt und anschließend Spannung sowie Belüftung gesenkt, bis ein Absturz respektive gesunder Kompromiss aus Temperatur und<br />

Lautheit erreicht ist. Der Kerntakt ist dank der Optimierung in Spielen rockstable. Darüber stehen die Werte im Werkszustand.<br />

System: Core i7-4770K @ 4,6 GHz, Z87, 2 x 8 GiB DDR3-2000; Catalyst 13.12 WHQL, Windows 7 x64 SP1 Bemerkungen: Die Gigabyte Windforce bleibt im „Uber<br />

Mode“ (Standard-BIOS) konstant <strong>auf</strong> 1.040 MHz, wir raten daher vom Silent-BIOS ab. Die nicht abgebildete MSI 290X Gaming erhält ihre 1.0<strong>30</strong> MHz ebenfalls <strong>auf</strong>recht.<br />

zwingt, schwankt der Takt nach<br />

zehn Minuten unter Volllast zwischen<br />

1.020 und 1.0<strong>30</strong> MHz (siehe<br />

Verl<strong>auf</strong> links). Das ist keineswegs<br />

fühlbar und lässt sich mithilfe eines<br />

angehobenen Powertune-Limits im<br />

Catalyst Control Center beseitigen.<br />

Die Kühlung der Spannungswandler<br />

ist befriedigend, unser Messprotokoll<br />

spricht von höchstens 89 °C<br />

im „Anheizer“ Anno 2070. An dieser<br />

Stelle leiten wir zur manuellen Optimierung<br />

über, deren Quintessenz<br />

Sie in der Tabelle finden. So gut das<br />

Kühldesign ab Werk arbeitet, es ist<br />

Luft nach oben vorhanden. Ohne<br />

Eingriffe bei Takt und Spannung<br />

können Sie die PWM-Frequenz<br />

der Lüfter <strong>auf</strong> 40 Prozent fixieren,<br />

wodurch die Lautheit <strong>auf</strong> 2,4 Sone<br />

sinkt – noch besser geht’s in Kombination<br />

mit Undervolting. Falls Sie<br />

im Umkehrschluss <strong>auf</strong> großes Taktpotenzial<br />

hoffen, müssen wir Sie<br />

enttäuschen: 1.100/2.900 MHz stecken<br />

ohne Eingriffe in der Karte,<br />

1.150/3.000 MHz mit +50 Millivolt<br />

Kernspannung – 1.200 MHz sind<br />

nicht stabil möglich. Fazit: Bis <strong>auf</strong><br />

die unnötige, wahrnehmbare Lautstärke<br />

im Leerl<strong>auf</strong> (0,7 Sone) gibt es<br />

keine nennenswerten Kritikpunkte<br />

– Top-Produkt!<br />

Asus Radeon R9 290X Direct CU II OC:<br />

Die schnellste luftgekühlte 290X –<br />

ab Werk relativ laut, aber mit Silent-<br />

Potenzial ausgestattet. Während<br />

Sapphire einstweilen die AMD-Referenzplatine<br />

mit eigener Kühlung<br />

bestückt, verwendet Asus bereits<br />

ein <strong>PC</strong>B aus den eigenen Fertigungsstraßen.<br />

Dieses ist 11 anstelle<br />

von 10,7 Zentimetern breit und<br />

mit langlebigen Bauteilen bestückt.<br />

Die Kühlung übernimmt ein angepasstes,<br />

bereits von der R9 280X<br />

und GTX 780 (Ti) bekanntes „Direct<br />

CU II“-Kühldesign. Als im Internet<br />

die ersten englischen <strong>Tests</strong><br />

der Karte <strong>auf</strong>tauchten, keimte der<br />

Verdacht <strong>auf</strong>, Asus habe den Kühlerboden<br />

(genauer: die Direktkontakt-Heatpipes)<br />

unzureichend an<br />

die Hawaii-GPU angepasst, weshalb<br />

die Wärmeableitung nicht optimal<br />

vonstattengeht. Auf Nachfrage bei<br />

Asus Deutschland erfuhr <strong>PC</strong> <strong>Games</strong><br />

<strong>Hardware</strong>, dass derzeit keine Änderungen<br />

am Kühler geplant seien.<br />

Angesichts unserer Testwerte<br />

ist das auch nicht zwingend nötig:<br />

Obwohl Asus die bislang höchsten<br />

Taktfrequenzen einer 290X<br />

46<br />

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Tomb Raider: 290X lässt ihre Muskeln spielen<br />

1.920 x 1.080, 2x SSAA & Tress FX/16:1 AF – „Cliffs“<br />

Asus R9 290X Direct CU II OC 48 53,0 (+5 %)<br />

Sapphire R9 290X Tri-X OC 47 52,3 (+4 %)<br />

XFX R9 290X DD Black Edition 46 52,1 (+3 %)<br />

Gigabyte 290X Windforce „Uber“ 46 51,9 (+3 %)<br />

Gigabyte 290X Windforce „Silent“ 46 51,8 (+3 %)<br />

MSI R9 290X Gaming 46 51,4 (+2 %)<br />

Radeon R9 290X „Uber Mode“<br />

45 50,5 (Basis)<br />

Geforce GTX 780 Ti (928/3.500) 43 48,0 (-5 %)<br />

Radeon R9 290 (947/2.500 MHz) 40 44,6 (-12 %)<br />

Geforce GTX Titan (876/3.004) 39 43,4 (-14 %)<br />

Geforce GTX 780 (902/3.004) 36 39,7 (-21 %)<br />

Radeon HD 7970 GE (1.050/3.000) 35 38,5 (-24 %)<br />

Radeon R9 280X (1.000/3.000) 33 36,7 (-27 %)<br />

Geforce GTX 770 (1.084/3.506) 32 34,9 (-31 %)<br />

Radeon HD 7970 (925/2.750) 31 34,3 (-32 %)<br />

Geforce GTX 680 (1.058/3.004) <strong>30</strong> 33,3 (-34 %)<br />

Geforce GTX 670 (980/3.004) 25 28,4 (-44 %)<br />

Radeon HD 7950 (800/2.500) 24 27,8 (-45 %)<br />

Radeon R9 270X (1.050/3.000) 24 27,0 (-47 %)<br />

Geforce GTX 760 (1.033/3.004) 23 25,9 (-49 %)<br />

Geforce GTX 580 (772/1.544/2.004) 21 23,7 (-53 %)<br />

Radeon HD 6970 (880/2.750) 20 22,4 (-56 %)<br />

Geforce GTX 570 (732/1.464/1.900) 12 16,7 (-67 %)<br />

System: Core i7-4770K @ 4,6 GHz, Z87, 2 x 8 GiB DDR3-2000; Catalyst 13.12 WHQL,<br />

Geforce 332.21 Beta, Win 7 x64 SP1 Bemerkungen: Die Karten von XFX, Gigabyte und<br />

MSI bringen ihren erhöhte GPU-Leistung mangels Speicher-OC nicht ganz <strong>auf</strong> die Straße.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

Crysis 3: GTX 780 Ti vor R9 290X OC<br />

1.920 x 1.080, SMAA High (4x)/16:1 AF – „Fields“<br />

Geforce GTX 780 Ti (928/3.500) 46 53,4 (+9 %)<br />

Asus R9 290X Direct CU II OC 44 51,1 (+4 %)<br />

Sapphire R9 290X Tri-X OC 43 50,5 (+3 %)<br />

XFX R9 290X DD Black Edition 43 50,3 (+3 %)<br />

Gigabyte 290X Windforce „Uber“ 43 50,1 (+2 %)<br />

Geforce GTX Titan (876/3.004) 44 50,0 (+2 %)<br />

Gigabyte 290X Windforce „Silent“ 43 50,0 (+2 %)<br />

MSI R9 290X Gaming 43 49,9 (+2 %)<br />

Radeon R9 290X „Uber Mode“<br />

42<br />

48,9 (Basis)<br />

Geforce GTX 780 (902/3.004) 41 46,1 (-6 %)<br />

Radeon R9 290 (947/2.500 MHz) 39 45,7 (-7 %)<br />

Geforce GTX 770 (1.084/3.506) 33 38,2 (-22 %)<br />

Geforce GTX 680 (1.058/3.004) 33 37,4 (-24 %)<br />

Radeon HD 7970 GE (1.050/3.000) 31 37,1 (-24 %)<br />

Radeon R9 280X (1.000/3.000) <strong>30</strong> 35,6 (-27 %)<br />

Radeon HD 7970 (925/2.750) 28 33,8 (-31 %)<br />

Geforce GTX 670 (980/3.004) 29 33,7 (-31 %)<br />

Geforce GTX 760 (1.033/3.004) 27 31,0 (-37 %)<br />

Radeon HD 7950 (800/2.500) 24 28,4 (-42 %)<br />

Radeon R9 270X (1.050/3.000) 23 27,0 (-45 %)<br />

Geforce GTX 580 (772/1.544/2.004) 23 26,7 (-45 %)<br />

Radeon HD 6970 (880/2.750) 19 24,1 (-51 %)<br />

Geforce GTX 570 (732/1.464/1.900) 19 22,3 (-54 %)<br />

System: Core i7-4770K @ 4,6 GHz, Z87, 2 x 8 GiB DDR3-2000; Catalyst 13.12 WHQL,<br />

Geforce 332.21 Beta, Win 7 x64 SP1 Bemerkungen: Crysis 3 mit dem hübschen SMAA<br />

ist nach wie vor eine Nvidia-Domäne – 290X-OC-Karten erreichen „nur“ Titan-Niveau.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

<strong>Grafikkarten</strong><br />

Auszug aus Testtabelle<br />

mit 67 Wertungskriterien<br />

Produkt Radeon R9 290X Tri-X OC R9 290X Direct CU II OC R9 290X Double D. Black Edition<br />

Hersteller/Webseite Sapphire (www.sapphiretech.com) Asus (www.asus.de) XFX (xfxforce.com/de)<br />

Ca.-Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 490,-/ausreichend Ca. € 500,-/ausreichend Ca. € 500,-/ausreichend<br />

<strong>PC</strong>GH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1048381 www.pcgh.de/preis/1047193 www.pcgh.de/preis/1052151<br />

Grafikeinheit; Codename (Fertigung) Radeon R9 290X; Hawaii XT (28 nm) Radeon R9 290X; Hawaii XT (28 nm) Radeon R9 290X; Hawaii XT (28 nm)<br />

Shader-ALUs/Textureinheiten/ROPs 2.816/176/64 2.816/176/64 2.816/176/64<br />

2D-Takt GPU/VRAM (Kernspannung) <strong>30</strong>0/<strong>30</strong>0 MHz (0,961 VGPU) <strong>30</strong>0/<strong>30</strong>0 MHz (0,961 VGPU) <strong>30</strong>0/<strong>30</strong>0 MHz (0,961 VGPU)<br />

3D-Takt GPU/VRAM (Übertaktung) ~1.040 (Boost: 1.040)/2.600 MHz (+4/4 % OC) ~1.050 (Boost: 1.050)/2.700 MHz (+5/8 % OC) ~1.050 (Boost: 1.050)/2.500 MHz (+5/0 % OC)<br />

Ausstattung (20 %) 2,70 2,85 2,90<br />

Speichermenge/Anbindung 4.096 MiByte (512 Bit) 4.096 MiByte (512 Bit) 4.096 MiByte (512 Bit)<br />

Speicherart/Hersteller 6-Gbps-GDDR5 (SK-Hynix H5GQ2H24AFR-R0C) 6-Gbps-GDDR5 (Elpida W2032BBBG–6A-F) 6-Gbps-GDDR5 (Elpida W2032BBBG–6A-F)<br />

Monitoranschlüsse 2 x Dual-Link-DVI, 1 x HDMI, 1 x Displayport 2 x Dual-Link-DVI, 1 x HDMI, 1 x Displayport 2 x Dual-Link-DVI, 1 x HDMI, 1 x Displayport<br />

Kühlung<br />

„Tri-X“, Dual-Slot, 5 Heatpipes (1x 10, 2x 8, 2x 6 mm),<br />

3 x 85 mm axial, VRM-/RAM-Kühlplatte<br />

„Direct CU II“, Dual-Slot, 5 Heatpipes (1x 10, 2x 8, 2x 6<br />

mm), 1x 100/1x 95 mm axial, VRM-Kühler & Backplate<br />

„Double Dissipation“, Dual-Slot, 7 Heatpipes à 6 mm,<br />

2 x 90 mm axial, VRM- & RAM-Kühlplatte<br />

Software/Tools/Spiele Treiber; Downloads im Sapphire Select Club GPU Tweak (Tweak-Tool), Treiber Treiber-CD<br />

Handbuch; Garantie Faltblatt (deutsch); 2 Jahre Gedruckt (deutsch); 3 Jahre Faltblatt (englisch); 2 Jahre<br />

Kabel/Adapter/Beigaben HDMI-Kabel; alle nötigen Stromadapter (Molex-PEG) 1x Strom: 2x6-<strong>auf</strong>-8-Pol; Metall-Aufkleber in 2 Farben 2 x Strom: Molex-6-Pol & 2x6-<strong>auf</strong>-8-Pol<br />

Sonstiges<br />

AMD-Referenzplatine; Dual-BIOS (eines mit UEFI GOP);<br />

Zero Core Power<br />

Custom-<strong>PC</strong>B inkl. Dual-BIOS & Spannungsmesspunkten<br />

optionale Aufkleber für Kühler; Zero Core Power<br />

Dual-BIOS; beleuchteter XFX-Schriftzug;<br />

Zero Core Power<br />

Eigenschaften (20 %) 2,33 2,38 2,37<br />

Temperatur GPU (2D/Spiel/Extremfall) 35/76/76 Grad Celsius 36/81/87 Grad Celsius 36/77/78 Grad Celsius<br />

Lautheit aus 50 cm (2D/Spiel/Extremfall) 0,7 (20 %)/3,0 (43 %)/3,0 (43 %) Sone 0,7 (20 %)/3,6 (48 %)/4,7 (53 %) Sone 0,2 (20 %)/4,9 (79 %)/5,0 (81 %) Sone<br />

Spulenpfeifen/-zirpen unter Last? Ab dreistelligen Fps; Zirpen bei gewöhnlichen Fps Un<strong>auf</strong>fällig (erst ab hohen vierstelligen Fps) Ab dreistelligen Fps; Zirpen bei gewöhnlichen Fps<br />

Leistungs<strong>auf</strong>nahme 2D/Blu-ray/2 Displays 16/80/62 Watt 20/80/58 Watt 15/76/56 Watt<br />

Leistungs<strong>auf</strong>n. BC2/Anno 2070/Extremfall 269/281/298 Watt (Powertune: Standard) 270/297/360 Watt (Powertune: Standard) 266/291/325 Watt (Powertune: Standard)<br />

GPU-OC bestanden? (+10/+15/+20 %) Nein (1.145)/nein (1.195)/nein (1.250 MHz) Nein (1.155)/nein (1.210)/nein (1.260 MHz) Nein (1.155)/nein (1.210)/nein (1.260 MHz)<br />

RAM-OC bestanden? (+10/+15/+20 %) Ja (2.860)/nein (2.990)/nein (3.120 MHz) Ja (2.970)/nein (3.105)/nein (3.240 MHz) Ja (2.750)/ja (2.875)/nein (3.000 MHz)<br />

Spannung via Tool wählbar Ja (GPU & Aux +100 mV; Powerlimit +50 %) Ja (GPU & Aux +100 mV; Powerlimit +50 %) Ja (GPU & Aux +100 mV; Powerlimit +50 %)<br />

Länge/Breite der Karte; Stromstecker <strong>30</strong>,5 (<strong>PC</strong>B 26,7)/4,0 cm; 1x 8-/1x 6-Pol (vertikal) 28,8 (<strong>PC</strong>B 26,7)/3,5 cm; 1x 8-/1x 6-Pol (vertikal) 28,0 (<strong>PC</strong>B 26,7)/3,5 cm; 1x 8-/1x 6-Pol (vertikal)<br />

Leistung im <strong>PC</strong>GH-Index (60 %) 1,26 1,22 1,26<br />

FAZIT<br />

Leiseste 290X unter Last<br />

Moderate Übertaktung<br />

Nur zwei Jahre Garantie<br />

Schnellste 290X <strong>auf</strong> dem Markt<br />

Starker Kühler mit Silent-Potenzial …<br />

… aber ab Werk zu aggressiv eingestellt<br />

Im Leerl<strong>auf</strong> beinahe unhörbar<br />

Hoher, stabiler Kerntakt<br />

Relativ hohe Lautstärke<br />

Wertung: 1,76 Wertung: 1,78 Wertung: 1,81<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 47


grafikkarten | High-End-<strong>Grafikkarten</strong><br />

Bei der Demontage des XFX-Kühlers<br />

erblickten wir eine völlig von<br />

Wärmeleitpaste überflutete GPU.<br />

Nach Reinigung und Neubestreichen<br />

bleibt die GPU kühler<br />

und die PWM-Lüftersteuerung<br />

spart sich zwei Prozent Drehkraft<br />

(geringere Lautheit).<br />

ins BIOS bannt – die Direct CU II<br />

OC arbeitet mit 1.050/2.700 MHz<br />

(+5/8 % OC) –, erzeugt der Kühler<br />

beim Spielen eine maximale<br />

Lautheit von 3,6 Sone bei 81 °C<br />

Kern- und 99 °C VRM-Temperatur.<br />

Damit gehört sie zu den akustisch<br />

angenehmsten 290X-Modellen und<br />

kann zudem ihren Boost in allen<br />

<strong>Tests</strong>pielen <strong>auf</strong>rechterhalten.<br />

Wer die Lüfterkraft ohne Reduktion<br />

der Kernspannung absenkt,<br />

riskiert ein Überhitzen der Spannungswandler<br />

– dagegen hilft Undervolting.<br />

Nach manueller Optimierung<br />

landen wir bei nahezu<br />

halbierter Lautheit von 3,6 <strong>auf</strong> 2,0<br />

Sone und den gleichen Temperaturen.<br />

In der anderen Richtung,<br />

beim Overclocking, warten stabile<br />

1.100/3.000 MHz ohne Spannungserhöhung.<br />

Bereits 1.150 MHz sind<br />

nicht ohne sporadische Grafikfehler<br />

möglich, egal mit welcher Spannung<br />

– das jedoch ist Glücksache.<br />

Fazit: Sehr schnelle, kraftvoll gekühlte<br />

AMD-Grafikkarte.<br />

XFX Radeon R9 290X Double Dissipation<br />

Black Edition: 1,05 GHz Kerntakt<br />

ohne Ausnahme, allerdings kein<br />

Leisetreter. Anfang 2012 brachte<br />

der AMD-Partner XFX als erster<br />

Hersteller eine schnelle wie leise<br />

Radeon HD 7970 im eigenen<br />

Design zur Marktreife, zwei Jahre<br />

später tritt eine neue XFX-Karte<br />

mit „Double Dissipation“-Kühlung<br />

und werkseitiger Übertaktung an.<br />

Die R9 290X Black Edition rechnet<br />

mit 1.050 MHz Kerntakt (+5 %<br />

OC) bei unveränderter Speicherfrequenz<br />

und landet damit <strong>auf</strong> dem<br />

Leistungsniveau der Sapphire Tri-<br />

X mit ihren 1.040/2.600 MHz. Der<br />

Kühler wirkt <strong>auf</strong> den ersten Blick<br />

relativ breit, bei genauerem Hinsehen<br />

wird jedoch klar, dass unter<br />

der ausladenden, mattschwarzen<br />

Kunststoffhaube ein relativ flacher<br />

Lamellenfächer sitzt. Die Wärmeableitung<br />

wird von sieben 6-Millimeter-Heatpipes<br />

übernommen, die<br />

in eine Kupferplatte direkt <strong>auf</strong> der<br />

GPU eingefasst sind. In der Praxis<br />

hat der Kühler zwei Gesichter: Im<br />

Leerl<strong>auf</strong> ist kaum etwas zu hören<br />

(0,2 Sone, ~1.050 U/Min.), beim<br />

Spielen drehen die beiden 90-Millimeter-Axiallüfter<br />

jedoch mit bis<br />

zu 2.900 U/Min. und erzeugen so<br />

ein 4,9 Sone lautes, relativ hochfrequentes<br />

Surren. Die Kern- und<br />

Wandler-Temperaturen sind gut bis<br />

ausreichend (77/99 Grad Celsius).<br />

Da die Lautstärke überdurchschnittlich<br />

drehzahlabhängig ist,<br />

profitiert die XFX-Karte stark von<br />

manueller Optimierung. Am Ende<br />

können wir bei gleichen Temperaturen<br />

die Lautheit von 4,9 <strong>auf</strong> befriedigende<br />

2,9 Sone senken. Während<br />

der Kern noch etwas wärmer<br />

werden könnte, limitiert die VRM-<br />

Kühlung noch bessere Ergebnisse<br />

– auch beim Overclocking. Fazit:<br />

Überdurchschnittlich flinke, aber<br />

relativ laute Karte.<br />

MSI Radeon R9 290X Gaming: High-<br />

End-Grafikkarte mit durchdachter,<br />

aber nicht besonders leiser Kühlung.<br />

Da MSIs GTX-780-Karten der<br />

Test in <strong>PC</strong>GH 01/2014<br />

<strong>Grafikkarten</strong><br />

Auszug aus Testtabelle<br />

mit 67 Wertungskriterien<br />

Produkt GTX 780 iChill Herculez X3 Ultra DHS Radeon R9 290X Gaming R9 290X Windforce 3x OC<br />

Hersteller/Webseite Inno 3D; Bezugsquelle: Caseking MSI (http://de.msi.com) Gigabyte (www.gigabyte.de)<br />

Ca.-Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 500,-/ausreichend Ca. € 500,-/ausreichend Ca. € 490,-/ausreichend<br />

<strong>PC</strong>GH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1026217 www.pcgh.de/preis/1047015 www.pcgh.de/preis/1049898<br />

Grafikeinheit; Codename (Fertigung) Geforce GTX 780; GK110-<strong>30</strong>0-B1 (28 nm) Radeon R9 290X; Hawaii XT (28 nm) Radeon R9 290X; Hawaii XT (28 nm)<br />

Shader-ALUs/Textureinheiten/ROPs 2.<strong>30</strong>4/192/48 2.816/176/64 2.816/176/64<br />

2D-Takt GPU/VRAM (Kernspannung) 324/324 MHz (0,887 VGPU) <strong>30</strong>0/<strong>30</strong>0 MHz (0,961 VGPU) <strong>30</strong>0/<strong>30</strong>0 MHz (0,961 VGPU)<br />

3D-Takt GPU/VRAM (Übertaktung) 1.045 (Boost: ~1.150)/3.105 MHz (+27/3 % OC) ~1.0<strong>30</strong> (Boost: 1.0<strong>30</strong>)/2.500 MHz (+3/0 % OC) ~1.040 (Boost: 1.040)/2.500 MHz (+4/0 % OC)<br />

Ausstattung (20 %) 2,83 2,75 2,90<br />

Speichermenge/Anbindung 3.072 MiByte (384 Bit) 4.096 MiByte (512 Bit) 4.096 MiByte (512 Bit)<br />

Speicherart/Hersteller 6-Gbps-GDDR5 (Samsung K4G20325FD-FC03) 6-Gbps-GDDR5 (SK-Hynix H5GQ2H24AFR-R0C) 6-Gbps-GDDR5 (Elpida W2032BBBG–6A-F)<br />

Monitoranschlüsse 2 x Dual-Link-DVI, 1 x HDMI, 1 x Displayport 2 x Dual-Link-DVI, 1 x HDMI, 1 x Displayport 2 x Dual-Link-DVI, 1 x HDMI, 1 x Displayport<br />

Kühlung „Herculez X3“, Triple-Slot (!), 5 Heatpipes à 6 mm, 3x 90<br />

mm axial, VRM-/RAM-Kühlplatte & Backplate<br />

„Twin Frozr IV“, Dual-Slot, 5 Heatpipes (1x 8, 4x 6 mm),<br />

2 x 95 mm axial, VRM-/RAM-Kühlplatte & Backplate<br />

„Windforce 3x“, Dual-Slot, 6 Heatpipes (2x 8, 4x 6 mm),<br />

3 x 75 mm axial, verschraubte VRM- & RAM-Platte<br />

Software/Tools/Spiele 3D Mark Advanced (Key), Treiber Afterburner & MSI Gaming App, Treiber Treiber-CD<br />

Handbuch; Garantie Faltblatt (englisch); 3 Jahre Faltblatt (deutsch); 3 Jahre Faltblatt (deutsch); 2 Jahre<br />

Kabel/Adapter/Beigaben DVI-VGA, 1x Molex-<strong>auf</strong>-6-Pol, Stoff-Mauspad 2 x Strom: Molex-6-Pol & 2x6-<strong>auf</strong>-8-Pol DVI-VGA-Adapter, keine Stromadapter<br />

Sonstiges Testkarte trägt bereits die GK110-B1-GPU Custom-<strong>PC</strong>B inkl. Dual-BIOS (Standard-BIOS mit<br />

UEFI-Support), Zero Core Power<br />

Custom-<strong>PC</strong>B inkl. Dual-BIOS (Uber/Silent);<br />

Zero Core Power<br />

Eigenschaften (20 %) 2,05 2,48 2,51<br />

Temperatur GPU (2D/Spiel/Extremfall) 26/61/62 Grad Celsius 35/87/87 Grad Celsius 39/77/81 Grad Celsius („Uber“ = Standard-BIOS)<br />

Lautheit aus 50 cm (2D/Spiel/Extremfall) 0,7 (31 %)/1,9 (42 %)/2,0 (43 %) Sone 0,2 (18 %)/5,4 (79 %)/5,6 (85 %) Sone 0,2/7,6/8,4 (Uber) oder 0,2/4,7/4,7 (Silent) Sone<br />

Spulenpfeifen/-zirpen unter Last? Ab dreistelligen Fps/Zirpen bei zweistelligen Fps Un<strong>auf</strong>fällig (erst ab hohen vierstelligen Fps) Un<strong>auf</strong>fällig (erst ab hohen vierstelligen Fps)<br />

Leistungs<strong>auf</strong>nahme 2D/Blu-ray/2 Displays 15/21/20 Watt 20/79/59 Watt 19/82/63 Watt<br />

Leistungs<strong>auf</strong>n. BC2/Anno 2070/Extremfall 245/248/269 Watt (Powertarget: 100 Prozent) 293/335/351 Watt (Powertune: Standard) 295/317/346 Watt (Powertune: Standard)<br />

GPU-OC bestanden? (+10/+15/+20 %) Nein (1.265)/nein (1.320)/nein (1.380 MHz) Nein (1.1<strong>30</strong>)/nein (1.185)/nein (1.235 MHz) Nein (1.145)/nein (1.195)/nein (1.250 MHz)<br />

RAM-OC bestanden? (+10/+15/+20 %) Ja (3.415)/nein (3.570)/nein (3.725 MHz) Ja (2.750)/ja (2.875)/nein (3.000 MHz) Ja (2.750)/ja (2.875)/ja (3.000 MHz)<br />

Spannung via Tool wählbar Ja (GPU bis 1,187 Volt; max. TDP 106 %) Ja (GPU & Aux +100 mV; Powerlimit +50 %) Ja (GPU & Aux +100 mV; Powerlimit +50 %)<br />

Länge/Breite der Karte; Stromstecker <strong>30</strong>,0 (<strong>PC</strong>B: 26,7)/5,5 cm; 1x 8-Pol/1x 6-Pol (vertikal) 27,7 (<strong>PC</strong>B 26,7)/3,5 cm; 1x 8-/1x 6-Pol (vertikal) 28,2 (<strong>PC</strong>B 26,7)/3,7 cm; 1x 8-/1x 6-Pol (vertikal)<br />

Leistung im <strong>PC</strong>GH-Index (60 %) 1,42 1,<strong>30</strong> 1,29<br />

FAZIT<br />

Extrem schnell (780-Ti-Niveau)<br />

Mächtiger, leiser Kühler<br />

Hoher Platzbedarf<br />

Im Leerl<strong>auf</strong> beinahe unhörbar<br />

Überdurchschnittlich gute VRM-Kühlung<br />

Belüftung ab Werk jedoch zu laut<br />

Im Leerl<strong>auf</strong> beinahe unhörbar<br />

Lautstärke/Verbrauch hoch („Uber“/Standard-Modus)<br />

Hält ihren Boost im optionalen „Silent“-Mode nicht<br />

Wertung: 1,82 Wertung: 1,83 Wertung: 1,85<br />

48<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


High-End-<strong>Grafikkarten</strong> | grafikkarten<br />

Powercolor LCS: Wasser, Marsch!<br />

Neben der luftgekühlten 290X <strong>PC</strong>S+, die es nicht pünktlich für diesen Test in die Redaktion<br />

schaffte, führt der AMD-Partner Powercolor auch ein wassergekühltes Modell, die 290X LCS.<br />

Das Kürzel LCS steht für die werkseitig montierte „Liquid Cooling Solution“ anstelle eines Luftkühlers.<br />

Powercolor kooperiert hierfür erneut mit dem Wasserkühlspezialisten EK Waterblocks. So kommt das Fullcover-Modell<br />

EK-FC R9 290X zum Einsatz, welches wir im Artikel „Hawaii unter Wasser“ ab Seite 52 (neben<br />

weiteren Kühlern) ausführlich testen. Die Basisplatine entspricht einem Nachbau der AMD-Referenz, im<br />

BIOS hat Powercolor jedoch ansehnliche 1.060/2.700 MHz für GPU und Speicher hinterlegt (+6/8 % OC),<br />

welche dank der Wasserkühlung konstant anliegen – damit ist die 290X LCS derzeit knapp die schnellste<br />

290X. Zum Lieferumfang gehören weiterhin ein Mauspad sowie alle zur Montage nötigen Teile nebst<br />

englischer Anleitung, einzig den übrigen Wasserkreisl<strong>auf</strong> sollten Sie schon besitzen. Interessantes Detail am<br />

Rande: Die Platine lässt mit ihren Aufdrucken „4G“ und „8G“ <strong>auf</strong> 8-GiByte-Versionen der 290X hoffen.<br />

Test in <strong>PC</strong>GH 02/2014<br />

Test in <strong>PC</strong>GH 01/2014<br />

Test in <strong>PC</strong>GH 08/2013<br />

<strong>Grafikkarten</strong><br />

Auszug aus Testtabelle<br />

mit 67 Wertungskriterien<br />

Produkt Radeon R9 290 Tri-X OC GTX 780 GHz Edition Windforce 3x GTX 780 Superclocked ACX<br />

Hersteller/Webseite Sapphire (www.sapphiretech.com) Gigabyte (www.gigabyte.de) Evga (eu.evga.com)<br />

Ca.-Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 390,-/befriedigend Ca. € 450,-/ausreichend Ca. € 460,-/ausreichend<br />

<strong>PC</strong>GH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1048411 www.pcgh.de/preis/1029917 www.pcgh.de/preis/950166<br />

Grafikeinheit; Codename (Fertigung) Radeon R9 290; Hawaii Pro (28 nm) Geforce GTX 780; GK110-<strong>30</strong>0-B1 (28 nm) Geforce GTX 780; GK110-<strong>30</strong>0-A1 (28 nm)<br />

Shader-ALUs/Textureinheiten/ROPs 2.560/160/64 2.<strong>30</strong>4/192/48 2.<strong>30</strong>4/192/48<br />

2D-Takt GPU/VRAM (Kernspannung) <strong>30</strong>0/<strong>30</strong>0 MHz (0,984 VGPU) 324/324 MHz (0,862 VGPU) 324/324 MHz (0,862 VGPU)<br />

3D-Takt GPU/VRAM (Übertaktung) 1.000 (Boost: 1.000)/2.600 MHz (+6/4 % OC) 1.019 (Boost: 1.163)/3.004 MHz (+29/0 % OC) 967 (Boost: ~1.110)/3.004 MHz (+12/0 % OC)<br />

Ausstattung (20 %) 2,60 2,88 2,78<br />

Speichermenge/Anbindung 4.096 MiByte (512 Bit) 3.072 MiByte (384 Bit) 3.072 MiByte (384 Bit)<br />

Speicherart/Hersteller 6-Gbps-GDDR5 (SK-Hynix H5GQ2H24AFR-R0C) 6-Gbps-GDDR5 (SK-Hynix H5GQ2H24AFR-R0C) 6-Gbps-GDDR5 (Samsung K4G20325FD-FC03)<br />

Monitoranschlüsse 2 x Dual-Link-DVI, 1x HDMI, 1x Displayport 2 x Dual-Link-DVI, 1 x HDMI, 1 x Displayport 2 x Dual-Link-DVI, 1 x HDMI, 1 x Displayport<br />

Kühlung<br />

„Tri-X“, Dual-Slot, 5 Heatpipes (1x 10, 2x 8, 2x 6 mm),<br />

3 x 85 mm axial, VRM-/RAM-Kühlplatte<br />

„Windforce 3x“, Dual-Slot, 6 Heatpipes (2x 8, 4x 6 mm),<br />

3 x 75 mm axial, verschr. VRM-/RAM-/Backplate<br />

„Air Cooling Xtreme“ (ACX), Dual-Slot, 5 HP (4x 8, 1x 6<br />

mm), 2 x 90 mm axial, VRM-/RAM-Platte<br />

Software/Tools/Spiele Treiber; Downloads im Sapphire Select Club OC Guru II (Tweak-Tool), Treiber Precision X (Tweak-Tool), Treiber<br />

Handbuch; Garantie Faltblatt (deutsch); 2 Jahre Faltblatt (deutsch); 2 Jahre Gedruckt (deutsch); 3 Jahre<br />

Kabel/Adapter/Beigaben HDMI-Kabel; alle nötigen Stromadapter (Molex-PEG) 2 x Strom: Molex <strong>auf</strong> 6-Pol Alle nötigen Stromadapter; DVI-VGA; Poster<br />

Sonstiges Referenzplatine; Dual-BIOS (eines mit UEFI GOP) Testkarte trägt bereits die GK110-B1-GPU <strong>PC</strong>GH-Tipp: 50 % Lüfterkraft @ 3D: 2,1 Sone<br />

Eigenschaften (20 %) 2,27 2,11 2,23<br />

Temperatur GPU (2D/Spiel/Extremfall) 34/74/77 Grad Celsius <strong>30</strong>/74/75 Grad Celsius 29/70/70 Grad Celsius<br />

Lautheit aus 50 cm (2D/Spiel/Extremfall) 0,8 (20 %)/2,9 (42 %)/3,1 (44 %) Sone 0,2 (17 %)/3,6 (58 %)/3,8 (60 %) Sone 1,0 (39 %)/3,2 (60 %)/3,2 (60 %) Sone<br />

Spulenpfeifen/-zirpen unter Last? Un<strong>auf</strong>fällig (erst ab hohen vierstelligen Fps) Normal (erst ab hohen dreistelligen Fps) Normal (erst ab hohen dreistelligen Fps)<br />

Leistungs<strong>auf</strong>nahme 2D/Blu-ray/2 Displays 16/78/56 Watt 15/21/17 Watt 14/17/15 Watt<br />

Leistungs<strong>auf</strong>n. BC2/Anno 2070/Extremfall 246/267/<strong>30</strong>3 Watt (Powertune: Standard) 277/286/314 Watt (Powertarget: 100 Prozent) 241/247/255 Watt (Powertarget: 100 Prozent)<br />

GPU-OC bestanden? (+10/+15/+20 %) Ja (1.100)/nein (1.150)/nein (1.200 MHz) Nein (1.280)/nein (1.337)/nein (1.395 MHz) Ja (1.220)/nein (1.275)/nein (1.3<strong>30</strong> MHz)<br />

RAM-OC bestanden? (+10/+15/+20 %) Ja (2.860)/nein (2.990)/nein (3.120 MHz) Ja (3.<strong>30</strong>5)/ja (3.455)/ja (3.605 MHz) Ja (3.<strong>30</strong>5)/ja (3.455)/ja (3.605 MHz)<br />

Spannung via Tool wählbar Ja (GPU & Aux +100 mV; max. PT +50 %) Ja (GPU bis 1,200 Volt; max. TDP 116 %) Ja (GPU bis 1,200 Volt; max. TDP 106 %)<br />

Länge/Breite der Karte; Stromstecker <strong>30</strong>,5 (<strong>PC</strong>B 26,7)/4,0 cm; 1x 8-/1x 6-Pol (vertikal) 29,0 (<strong>PC</strong>B: 26,7)/3,5 cm; 2x 8-Pol (vertikal) 26,7/3,5 cm; 1x 8-Pol/1x 6-Pol (vertikal)<br />

Leistung im <strong>PC</strong>GH-Index (60 %) 1,47 1,45 1,48<br />

FAZIT<br />

Bestes R9-290-Kühldesign<br />

Stabiler Kerntakt von 1 GHz<br />

Lauter als vergleichbare GTX-780-Karten<br />

780-Ti-Leistung dank hohem Boost<br />

Im Leerl<strong>auf</strong> unhörbar …<br />

… unter Last nicht mehr<br />

Schneller als eine GTX Titan<br />

3 Jahre Garantie<br />

Kühler könnte leiser sein<br />

Wertung: 1,86 Wertung: 1,87 Wertung: 1,89<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 49


www.pcgameshardware.de • www.pcghx.de<br />

grafikkarten | High-End-<strong>Grafikkarten</strong><br />

„Gaming“-Reihe zu den leisesten<br />

High-End-Modellen <strong>auf</strong> dem Markt<br />

zählen, waren die Erwartungen<br />

an die erste Radeon R9 290(X)<br />

hoch. Unter der Haube sind einige<br />

Änderungen gegenüber den<br />

Geforce-Designs zu verzeichnen:<br />

Die Spannungswandler der 290X<br />

Gaming werden nicht von einer<br />

Aluminiumplatte gekühlt, stattdessen<br />

nimmt ein Teil des GPU-Kühlers<br />

fest verschraubten Kontakt zu<br />

den Hitzköpfen <strong>auf</strong>. Eine Backplate<br />

komplettiert das Design.<br />

Der praktische Eindruck ist zwiespältig:<br />

Zwar ist die 290X Gaming<br />

im Leerl<strong>auf</strong> fast unhörbar (0,2<br />

Sone) und bleibt wie das AMD-Referenzdesign<br />

unter Last zunächst<br />

angenehm leise, dreht bei steigender<br />

Temperatur jedoch stark<br />

<strong>auf</strong>. Die beiden 95-mm-Axiallüfter<br />

haben unter anhaltender Last hörbar<br />

zu kämpfen, bei circa 2.450<br />

Umdrehungen pro Minute gibt<br />

unser Messgerät eine Lautheit von<br />

5,4 Sone zu Protokoll, wobei die<br />

GPU-Temperatur 87 und die der<br />

Wandler 89 °C beträgt. Angesichts<br />

der gemessenen Leistungs<strong>auf</strong>nahme<br />

von bis zu 335 Watt (Anno<br />

2070) verwundert die relativ hohe<br />

Lautheit nicht. Als kleine Entschädigung<br />

dafür kann die GPU ihre<br />

im BIOS hinterlegten 1.0<strong>30</strong>/2.500<br />

MHz (+3/0 % OC) in allen Spielen<br />

halten. Mit der <strong>auf</strong> CD beiliegenden<br />

Gaming App dürfen Sie neben<br />

dem Standard („Gaming“) weitere<br />

Betriebsmodi einstellen, „Silent“<br />

(1.000 MHz) und „OC“ (1.040 MHz)<br />

ändern jedoch wenig an der Lüftersteuerung.<br />

Besser, Sie optimieren<br />

die Karte manuell. Wir erreichen<br />

zwei vertretbare Zustände mit<br />

einer um 50 mV gesenkten Spannung:<br />

Einmal mit 40 Prozent Lüfterstärke<br />

(1,9 Sone, 88/88 °C GPU/<br />

VRM) und, etwas gesünder für die<br />

Bauteile, 82/80 Grad Celsius und<br />

2,9 Sone Lautheit bei 50 % PWM-<br />

Frequenz. Fazit: Ausgewogenes<br />

Kühldesign mit guten VRM-Werten,<br />

das ab Werk jedoch <strong>auf</strong> hohe Lüfterdrehzahlen<br />

angewiesen ist.<br />

Gigabyte Radeon R9 290X Windforce<br />

3x OC: Ob leise und schnell oder sehr<br />

laut und noch schneller, Sie haben<br />

die Wahl. Nicht nur Asus hat eine<br />

Fehlstart-Debatte mit Fokus <strong>auf</strong><br />

dem Kühler hinter sich, sondern<br />

vor allem Gigabyte: Die erste Charge<br />

der 290X Windforce 3x OC,<br />

darunter auch die Presse-Samples,<br />

wurde mit einem unausgegorenen<br />

BIOS veröffentlicht, weshalb man<br />

die Produktion anhielt und nachbesserte.<br />

Der von ersten Testern<br />

bemängelte Kühlerboden blieb<br />

jedoch unangetastet – so auch bei<br />

unserem Muster, das die finale Qualität<br />

widerspiegelt und derzeit so<br />

an die Händler ausgeliefert wird.<br />

Die Karte verfügt über zwei Betriebsmodi<br />

per BIOS: „Uber“<br />

(Standard, Schalterstellung 2) und<br />

„Silent“ (Legacy-BIOS, Stellung 1).<br />

Obgleich Letzterer eine deutlich<br />

geringere Lautheit als der Übermodus<br />

zur Folge hat, raten wir<br />

davon ab: Takt und Kernspannung<br />

schwanken hier stark (siehe Verl<strong>auf</strong><br />

<strong>auf</strong> Seite 46). Eine Übertaktung<br />

<strong>auf</strong> 1.040/2.500 MHz (+4/0 % OC)<br />

ist stets der Ausgangspunkt, womit<br />

die Karte minimal schneller ist als<br />

die MSI Gaming – und deutlich lauter:<br />

Wir messen beim Spielen eine<br />

maximale Lautheit von 7,6 Sone<br />

bei Temperaturen von 79/89 °C für<br />

GPU und VRMs. Da die Lautstärke<br />

stark lüfterabhängig ist, sollten Sie<br />

hier ansetzen. Wir landen mit –69<br />

mV/45 % PWM bei 81/87 °C bei guten<br />

2,3 Sone. Fazit: sehr laut, aber<br />

mit Silent-Potenzial. (rv)<br />

Fazit<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

5 x Radeon R9 290X<br />

Wie bereits in der <strong>PC</strong>GH 02/2014<br />

gesagt: Eine 290(X)-Grafikkarte kann<br />

auch leise sein. Im Falle der aktuellen<br />

Probanden ist jedoch meist ein manueller<br />

Eingriff nötig, um die Lautstärke<br />

<strong>auf</strong> ein angenehmes Niveau zu senken,<br />

einzig die Sapphire Tri-X überzeugt<br />

unter Last. Nächsten Monat geht die<br />

Testreihe mit neuen Modellen weiter.<br />

Test in <strong>PC</strong>GH 08/2013 Test in <strong>PC</strong>GH 08/2013 Test in <strong>PC</strong>GH 02/2014<br />

<strong>Grafikkarten</strong><br />

Auszug aus Testtabelle<br />

mit 67 Wertungskriterien<br />

Produkt GTX 780 Gaming GTX 780 Direct CU II OC Radeon R9 290<br />

Hersteller/Webseite MSI (http://de.msi.com) Asus (www.asus.de) Sapphire (www.sapphiretech.com)<br />

Ca.-Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 440,-/ausreichend Ca. € 4<strong>30</strong>,-/ausreichend Ca. € 340,-/befriedigend<br />

<strong>PC</strong>GH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/972614 www.pcgh.de/preis/983107 www.pcgh.de/preis/1023288<br />

Grafikeinheit; Codename (Fertigung) Geforce GTX 780; GK110-<strong>30</strong>0-A1 (28 nm) Geforce GTX 780; GK110-<strong>30</strong>0-A1 (28 nm) Radeon R9 290; Hawaii Pro (28 nm)<br />

Shader-ALUs/Textureinheiten/ROPs 2.<strong>30</strong>4/192/48 2.<strong>30</strong>4/192/48 2.560/160/64<br />

2D-Takt GPU/VRAM (Kernspannung) 324/324 MHz (0,875 VGPU) 324/324 MHz (0,900 VGPU) <strong>30</strong>0/<strong>30</strong>0 MHz (0,984 VGPU)<br />

3D-Takt GPU/VRAM (Übertaktung) 902 (Boost: ~1.045)/3.004 MHz (+16/0 % OC) 888 (Boost: ~993)/3.004 MHz (+10/0 % OC) ~920 (Boost: 947)/2.500 MHz (kein OC)<br />

Ausstattung (20 %) 2,78 2,83 2,60<br />

Speichermenge/Anbindung 3.072 MiByte (384 Bit) 3.072 MiByte (384 Bit) 4.096 MiByte (512 Bit)<br />

Speicherart/Hersteller 6-Gbps-GDDR5 (Samsung K4G20325FD-FC03) 6-Gbps-GDDR5 (Samsung K4G20325FD-FC03) 6-Gbps-GDDR5 (SK-Hynix H5GQ2H24AFR-R0C)<br />

Monitoranschlüsse 2 x Dual-Link-DVI, 1 x HDMI, 1 x Displayport 2 x Dual-Link-DVI, 1 x HDMI, 1 x Displayport 2 x Dual-Link-DVI, 1x HDMI, 1x Displayport<br />

Kühlung<br />

„Twin Frozr IV“, Dual-Slot, 5 Heatpipes (2x 10, 3x 6 mm),<br />

2 x 95 mm axial, VRM-/RAM-Platte<br />

„Direct CU II“, Dual-Slot, 5 Heatpipes (3x 8, 2x 6 mm),<br />

2x 100 mm axial, VRM-Kühler & Backplate (RAM: blank)<br />

AMD-Referenzdesign (Direct Heat Exhaust), Vollverschalung<br />

inkl. 75-mm-Radiallüfter<br />

Software/Tools/Spiele Afterburner & MSI Gaming App, Treiber GPU Tweak (Tweak-Tool), Treiber Treiber; Downloads im Sapphire Select Club<br />

Handbuch; Garantie Gedruckt (deutsch); 3 Jahre Gedruckt (deutsch); 3 Jahre Faltblatt (deutsch); 2 Jahre<br />

Kabel/Adapter/Beigaben Alle nötigen Stromadapter; DVI-VGA-Adapter 1x Strom: 2x6-<strong>auf</strong>-8-Pol, SLI-Brücke HDMI-Kabel; alle nötigen Stromadapter (Molex-PEG)<br />

Sonstiges Referenzplatine Custom-Platine; Tipp: 40 % Lüfter in 3D: 1,5 Sone Dual-BIOS, Zero Core Power<br />

Eigenschaften (20 %) 2,01 2,02 2,55<br />

Temperatur GPU (2D/Spiel/Extremfall) 28/76/77 Grad Celsius <strong>30</strong>/74/75 Grad Celsius 43/94/94 Grad Celsius<br />

Lautheit aus 50 cm (2D/Spiel/Extremfall) 0,4 (34 %)/1,6 (48 %)/1,6 (48 %) Sone 0,8 (27 %)/2,0 (47 %)/2,1 (48 %) Sone 0,6 (20 %)/7,1 (51 %)/7,5 (52 %) Sone<br />

Spulenpfeifen/-zirpen unter Last? Normal (erst ab hohen dreistelligen Fps) Normal (erst ab hohen dreistelligen Fps) Ab dreistelligen Fps; Zirpen bei gewöhnlichen Fps<br />

Leistungs<strong>auf</strong>nahme 2D/Blu-ray/2 Displays 13/16/14,5 Watt 21/25/24 Watt 18/88/62 Watt<br />

Leistungs<strong>auf</strong>n. BC2/Anno 2070/Extremfall 246/246/277 Watt (TDP-Limit: 100 Prozent) 2<strong>30</strong>/232/253 Watt (TDP-Limit: 100 Prozent) 280/285/<strong>30</strong>1 Watt (Powertune: Standard)<br />

GPU-OC bestanden? (+10/+15/+20 %) Ja (1.150)/ja (1.200)/nein (1.255 MHz) Ja (1.090)/ja (1.140)/ja (1.190 MHz) Ja (1.040)/ja (1.090)/nein (1.135 MHz)<br />

RAM-OC bestanden? (+10/+15/+20 %) Ja (3.<strong>30</strong>5)/ja (3.455)/ja (3.605 MHz) Ja (3.<strong>30</strong>5)/ja (3.455)/ja (3.605 MHz) Ja (2.750)/ja (2.875)/ja (3.000 MHz)<br />

Spannung via Tool wählbar Ja (GPU bis 1,200 Volt; max. TDP 103 %) Ja (GPU bis 1,200 Volt; max. TDP 110 %) Ja (GPU & Aux +100 mV; max. PT +50 %)<br />

Länge/Breite der Karte; Stromstecker 26,7/3,5 cm; 1x 8-Pol/1x 6-Pol (vertikal) 28,8 (<strong>PC</strong>B: 26,7)/3,5 cm; 1x 8-Pol/1x 6-Pol (vertikal) 27,5 (<strong>PC</strong>B 26,7)/3,5 cm; 1x 8-/1x 6-Pol (vertikal)<br />

Leistung im <strong>PC</strong>GH-Index (60 %) 1,61 1,61 1,60<br />

FAZIT<br />

Leiseste GTX 780 (unter Last)<br />

3 Jahre Garantie<br />

Nur geringfügig übertaktet<br />

3 Jahre Garantie<br />

Starker Dual-Slot-Kühler<br />

Relativ geringe werkseitige Übertaktung<br />

4 GiByte Grafikspeicher<br />

Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

Sehr lauter Kühler<br />

Wertung: 1,92 Wertung: 1,93 Wertung: 1,99<br />

50<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

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grafikkarten | Wasserkühlung<br />

Alle Arbeiten<br />

geschehen<br />

<strong>auf</strong> eigene<br />

Gefahr.<br />

Vier Wasserkühler für AMDs neue Grafikkarte<br />

Bild: MEV<br />

Hawaii unter Wasser<br />

Niedrige GPU-Temperaturen bei geringer Geräuschentwicklung sind mit Luftkühlung kaum noch zu<br />

erreichen. <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> testet, was aktuelle Wasserkühler zu leisten vermögen.<br />

Die Wärmeentwicklung von<br />

(Spieler-)<strong>Grafikkarten</strong> liegt<br />

seit vielen Jahren deutlich über der<br />

von CPUs. Entsprechend verschoben<br />

hat sich die Motivation für die<br />

Anschaffung einer Wasserkühlung:<br />

Differenztemperaturangaben in Kelvin<br />

Die Kühlleistung einer Wasserkühlung hängt von<br />

allen Komponenten ab und erfordert somit ein<br />

abweichendes Bewertungssystem.<br />

Prozessoren kann man heutzutage<br />

auch mit Luftkühlern sehr gut<br />

übertakten. Aber für den leisen und<br />

kühlen Betrieb einer Grafikkarte<br />

ist Wasser oft die bessere Wahl, für<br />

Multi-GPU-Systeme fast ein Muss.<br />

Normalerweise gibt <strong>PC</strong>GH die absolute Temperatur einer Komponente,<br />

normiert <strong>auf</strong> 20 °C Raumtemperatur, an. Doch Wasserkühler geben die Abwärme<br />

nur an das Wasser weiter. Dessen Temperatur hängt wiederum von der eingesetzten<br />

Kombination aus Radiator und Lüftern ab. Aus diesem Grund werden Wasserkühler<br />

nach der Differenztemperatur zwischen Wasser und Komponente beurteilt<br />

(„delta“-Wert). Diese wird per Definition in Kelvin angegeben, wobei die Abstufung<br />

identisch zur Celsius-Skala ist. Bei 35 °C Wassertemperatur erreicht ein Kühler mit<br />

16 K GPU-Differenztemperatur also eine absolute GPU-Temperatur von 51 °C.<br />

Tropisches <strong>Tests</strong>ystem<br />

Der vorläufige Höhepunkt dieser<br />

Entwicklung ist AMDs Hawaii-GPU.<br />

Radeon R9 290 und 290X haben<br />

nicht nur neue Leistungsrekorde<br />

für ihre Preisklasse <strong>auf</strong>gestellt,<br />

sondern auch die Messlatte für<br />

Single-GPU-Wärmeentwicklung angehoben.<br />

Drei Komplettkühler und<br />

eine erweiterte GPU-„only“-Lösung<br />

sollen zeigen, was abseits übergroßer<br />

Custom- und überforderter Referenzkühler<br />

möglich ist.<br />

Im Gegensatz zu „Neu“-Vorstellungen<br />

der letzten Monate, die <strong>auf</strong> alten<br />

Chips basieren, erfordert das<br />

neue Hawaii-<strong>PC</strong>B-Layout komplett<br />

überarbeitete Kühler. Alle Hersteller<br />

treten also mit ihrem aktuellsten<br />

Know-how an. Unser Test gibt<br />

seinerseits einen Ausblick <strong>auf</strong> die<br />

Neuvorstellungen im GPU-Wasserkühlerbereich<br />

der nächsten paar<br />

Monate.<br />

Um die Designs maximal zu fordern,<br />

treiben wir unsere R9 290<br />

mittels Furmark bis an die Leistungsgrenze<br />

von typischerweise<br />

9<strong>30</strong> bis 940 MHz Boost-Takt. Mehr<br />

lässt das Power Limit nicht zu, welches<br />

wir zwecks besserer Vergleichbarkeit<br />

bei 208 W GPU/<strong>30</strong>0 Watt<br />

insgesamt belassen.<br />

Testkreisl<strong>auf</strong><br />

Die Test-Wasserkühlung bestand<br />

aus einer Alphacool Eheim 600<br />

Station, einem Alphacool Nexxxos<br />

XT45 360mm, einem Durchflussmesser<br />

und zwei C<strong>PC</strong>-Schnelltrennkupplungen.<br />

Drei, <strong>auf</strong> 680 U/min<br />

gedrosselte, Noiseblocker Black-<br />

52<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


Wasserkühlung | grafikkarten<br />

SilentPro sorgten für die nötige<br />

Luftbewegung im offenen Aufbau.<br />

Im Vergleich zu einer praxisfernen<br />

Bench-Station führen die etwas<br />

schwächere, leise Pumpe und der<br />

Widerstand der Schnelltrennkupplungen<br />

zu Fließbedingungen, die<br />

relativ nahe an typischen Mehrkomponenten-Kreisläufen<br />

liegen.<br />

Testergebnisse<br />

GPU- und Spannungswandler-Temperaturen<br />

wurden mittels GPU-Z<br />

gemessen, die ungefähre RAM-Temperatur<br />

mit einem Sensor <strong>auf</strong> der<br />

Platinen-Rückseite. In der Endnote<br />

berücksichtigen wir auch den Kühlungsbedarf<br />

der Komponenten.<br />

So hat die wenig Abwärme erzeugende<br />

Spannungswandler-Gruppe<br />

links der GPU (VRM2 in GPU-Z,<br />

vermutlich VDDCI) und das RAM<br />

einen deutlich geringeren Einfluss<br />

als die GPU-Temperatur.<br />

Um es vorwegzunehmen: Alle Testkandidaten<br />

bewiesen eine exzellente<br />

Kühlleistung. Die Temperaturunterschiede<br />

waren so gering, dass<br />

sekundäre Merkmale die Reihenfolge<br />

der drei Sieger dominieren. Wer<br />

andere Prioritäten hat, kann also<br />

getrost von der <strong>PC</strong>GH-Empfehlung<br />

abweichen – alle Kandidaten sind<br />

ihr Geld wert. Letzteres beurteilen<br />

wir ausnahmsweise nach den Preisen<br />

der Herstellershops, denn dank<br />

hoher Nachfrage ist derzeit kaum<br />

ein Kühler ab Lager lieferbar.<br />

EK Waterblocks EK-FC R9 290X: Sehr<br />

einfach zu handhaben. Erster unter<br />

Gleichen ist der Kühler aus dem<br />

Hause EK Waterblocks, obwohl<br />

nur der Durchfluss Spitzenniveau<br />

erreicht. Die GPU-Temperatur liegt<br />

sogar 1,3 K über der des Erstplatzierten<br />

und die Spannungswandler-<br />

Temperaturen mittig zwischen beiden<br />

Konkurrenten. In der Praxis<br />

sind diese kleinen Unterschiede allerdings<br />

nicht spürbar, die umfangreiche<br />

Ausstattung dagegen wohl.<br />

Wie sogar die komplett bebilderte,<br />

englischsprachige Anleitung<br />

vermerkt: Es werden nur noch ein<br />

Kreuzschlitz-Schraubendreher und<br />

eine Schere zum Zuschneiden der<br />

Wärmeleitpads benötigt. Die Streifen<br />

für das RAM verfügen sogar<br />

schon über passende Schnittmarkierungen.<br />

EK verzichtet im Gegenzug<br />

<strong>auf</strong> zusätzliche Pads für eine<br />

zweite Montage oder Verschnitt.<br />

Auch das geringe Gewicht und<br />

der die Bodenplatte überragende<br />

Deckel aus Kunststoff sorgen für<br />

eine leichte Montage. Kein anderer<br />

Kühler ließ sich so leicht und ohne<br />

Gefahr unschöner Fingerabdrücke<br />

handhaben, woran auch die vernickelte<br />

Bodenplatte ihren Anteil<br />

hat. Diese sorgt leider auch für den<br />

höchsten Preis im Testfeld. Die 10<br />

Euro günstigere, unvernickelte Ausführung<br />

wäre bei gleicher Leistung<br />

das günstigste Angebot gewesen.<br />

Aquacomputer Kryographics Hawaii:<br />

Leistungsfähige Designikone.<br />

Im Vergleich zu EKs Bauhaus-Stil<br />

wirken die Detail-Verzierungen<br />

des Aquacomputer Kryographics<br />

Hawaii verspielt. Doch die Raffinesse<br />

beschränkt sich keineswegs <strong>auf</strong><br />

optische Details. Zwar sind die Unterschiede<br />

klein, aber Spitzenwerte<br />

bei Durchfluss, GPU, RAM- und<br />

VDDCI-Temperatur zeigen: Bei diesem<br />

Kühler wurde an alles gedacht,<br />

nicht nur an die Optik.<br />

Leider gilt dies nur für den Kühler<br />

selbst. Zwar legt Aquacomputer<br />

als einziger Hersteller genug Wärmeleitpads<br />

für mehrere Montagen<br />

bei. Dies aber auch nur, weil auch<br />

die zahlreichen RAM-Bausteine mit<br />

Wärmeleitpaste versehen werden<br />

– die der Nutzer stellt. Werkzeug<br />

oder sonstige Dreingaben sucht<br />

man dagegen vergeblich und die<br />

Anleitung ist die knappste im Test.<br />

Schwerwiegender ist jedoch, dass<br />

sie den Betrieb mit Wasserzusätzen<br />

vom gleichen Hersteller verlangt.<br />

Wer sich über derartige Spezifikationen<br />

hinwegsetzt, weil er eines<br />

der unzähligen anderen bewährten<br />

Mittel am Markt bevorzugt, riskiert<br />

Garantieverlust.<br />

Dank Vakuumverpackung ist eine<br />

Beurteilung der Passgenauigkeit<br />

möglich, ohne den Kühler auszupacken.<br />

So kann er bei vielen Händlern<br />

leicht zurückgegeben werden,<br />

wenn kleine Änderungen des <strong>Grafikkarten</strong>herstellers<br />

für unerwartete<br />

Inkompatibilität sorgen.<br />

Watercool GPU-X³ R9 290X: Edel verarbeiteter<br />

<strong>Grafikkarten</strong>kühler. Watercool<br />

setzt traditionell <strong>auf</strong> wenig<br />

Kunststoff und viel Metall, was man<br />

dem Heatkiller sofort anmerkt.<br />

Spiegelnder Edelstahl anstelle eines<br />

Plexiglasdeckels und viel Kupfer<br />

kreieren eine ganz eigenen<br />

52 °C und ein Boost-Takt am Power-Limit, trotz extremer Belastung. Die Radeon R9<br />

290X bleibt trotz Volllast sehr kühl.<br />

100 % Hawaii: Gefräste Inseln und gelaserte Palmen bei Aquacomputer. Die Edelstahleinfassung<br />

schützt den Plexiglasdeckel auch vor punktuellen Belastungen.<br />

Der kleine Unterschied: Aquacomputers Vakuumverpackung ermöglicht einen Test der<br />

Passgenauigkeit vor dem Auspacken.<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 53


grafikkarten | Wasserkühlung<br />

* Betriebsart vom Hersteller nicht vorgesehen ** Test abgebrochen<br />

* Betriebsart vom Hersteller nicht vorgesehen<br />

Kühlleistung: Sp.-Wandler mit Core LT sehr heiß<br />

Temperaturdifferenz GPU<br />

Kryographics Hawaii 15,5 (-8%)<br />

Heatkiller GPU-X³ R9 290X 16,5 (-2%)<br />

EK-FC R9 290X<br />

16,8 (Basis)<br />

Heatk. GPU-X³ Core LT (paral.)** ca. 18 (+7%)<br />

Heatk. GPU-X³ Core LT (seriell)* 22,4 (+33%)<br />

Temperaturdifferenz primäre Spannungswandler<br />

Heatkiller GPU-X³ R9 290X 39 (-5%)<br />

EK-FC R9 290X<br />

41 (Basis)<br />

Kryographics Hawaii 43 (+5%)<br />

Heatk. GPU-X³ Core LT (seriell)* 67 (+63%)<br />

Heatk. GPU-X³ Core LT (paral.)** >75<br />

System: Radeon R9 290, Standard-Power-Target; Eheim Station 600 + 3*120 mm Radiator<br />

@ 670 U/min; Furmark. Auswertung mit GPU-Z. Bemerkungen: Die Unterschiede<br />

zwischen den Komplettkühlern sind oft geringer als die 1 K präzise Anzeige von GPU-Z.<br />

Kelvin<br />

Besser<br />

Nur geringe Unterschiede beim Fließwiderstand<br />

Durchfluss<br />

EK-FC R9 290X<br />

59 (Basis)<br />

Kryographics Hawaii 59 (0%)<br />

Heatk. GPU-X³ Core LT (parallel) 57 (-3%)<br />

Heatkiller GPU-X³ R9 290X 56 (-5%)<br />

Heatk. GPU-X³ Core LT (seriell)*


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Wasserkühlung | grafikkarten<br />

chen, von ursprünglich guten 57 l/<br />

min <strong>auf</strong> einen Wert weit unterhalb<br />

des Messbereiches. Selbst so liegt<br />

die GPU-Temperatur nur knapp<br />

über 60 °C (28 °C Wassertemperatur).<br />

Für Mittelklassekarten dürfte<br />

der Core LT somit ein interessantes<br />

Produkt sein. Bis Watercool eine<br />

Lösung für die begrenzte Leistung<br />

des Spannungswandler-Kühlers gefunden<br />

hat, müssen wir jedoch <strong>auf</strong><br />

eine Wertung in unserem Worst-<br />

Case-Szenario verzichten. (tv)<br />

Fazit<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

Freie Wahl zwischen 3 Siegern<br />

Wenn ein Test so knapp ausgeht, dass<br />

die Rangfolge nicht mehr von der<br />

Leistungsnote abhängt, heißt dies für<br />

Käufer vor allem eins: Es ist egal, was<br />

Sie, beispielsweise aus Designgründen,<br />

k<strong>auf</strong>en – die Kühlleistung wird jedem<br />

Anspruch gerecht. Nur der im Prinzip<br />

sehr interessante Core LT DIY kann<br />

derzeit nicht für High-End-<strong>Grafikkarten</strong><br />

empfohlen werden.<br />

Moderne Kühler erfordern keine Backplates zur Karten-Stabilisierung. Auch RAM<br />

kommt, wie Nvidias Titan beweist, ohne Kühlung aus. Gut aussehen tut es trotzdem.<br />

GPU-Wasserkühler<br />

Produkt EK-FC R9-290X Kryographics Hawaii Heatkiller GPU-X³ R9 290X Heatkiller GPU-X³ Core LT<br />

Hersteller/Website EK Waterblocks/ekwb.com Aquacomputer/aquacomputer.de Watercool/watercool.de/ Watercool/watercool.de/<br />

Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 100,-/gut Ca. € 100,-/gut Ca. € 100,-/gut Ca. € 90,-/-<br />

Link zum <strong>PC</strong>GH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1023952 www.pcgh.de/preis/1032218 www.pcgh.de/preis/10477<strong>30</strong> -<br />

B<strong>auf</strong>orm Komplettkühler Komplettkühler Komplettkühler GPU + Spannungswandler<br />

Kompatibilität Radeon R9 290(X) Radeon R9 290(X) Radeon R9 290(X) GPU: 73-78 mm Lochabstand diagonal + 4 versetze<br />

Gewinde für rechteckig positionierte Monatelöcher<br />

Spannungswandler: Frei gestaltbar<br />

Ausführung Testmodell Nickel (Clean CSQ) Acrylic glass edition (Standard) Core LT 60 DIY<br />

Alternative Ausführungen<br />

(Preisdifferenz*)<br />

Optionales Zubehör<br />

Unvernickelt (-10 €)<br />

Acetal (-8 €)<br />

Acetal + Nickel (+2 €)<br />

Nickel (Original CSQ) (+2 €)<br />

Crossfire Brücken für 3, 4, 5, 6 und 7 Slots für<br />

bis zu 2, 2, 3, 3, respektive 4 Karten in seriell<br />

oder parallel; Backplate<br />

Nickel + Acryl (+15 €)<br />

Kupfer + schwarzes Acryl (±0 €)<br />

Crossfire Brücken 4, 5 und 7 Slots für bis zu 3, 3,<br />

respektive 7 Karten;<br />

Backplate; Backplate aktiv gekühlt<br />

Nickel (angekündigt)<br />

Nickel + Plexiglas (angekündigt)<br />

Crossfire Brücken für 4,5 und 7 Slot für bis zu 3,<br />

4 respektive 7 Karten;<br />

Backplate<br />

LT 40 DIY, kleiner SW-Kühler (-5 €)<br />

LT, SW-Kühler nicht mitgeliefert (-<strong>30</strong> €)<br />

LC, SW-Kühler nicht möglich (-40 €)<br />

GTX660, fertiger SW-Kühler für GTX660 (-10 €)<br />

Crossfire Brücken für 4,5 und 7 Slots für bis zu<br />

3, 4 respektive 7 Karten; Ersatz-SW-Kühler und<br />

Ersatz-Bodenplatten für SW-Kühler<br />

Ausstattung (20 %) 2,45 2,29 2,61 3,72<br />

Beiliegende Wärmeleitmittel Pads, ungeschnitten, 1 Anwendung (Spannungswandler:<br />

Pads, ungeschnitten, 3-4 Anwendungen Pads, passend zugeschnitten, 1 Anwendung Keine<br />

3 Anwendungen); Wärmeleitpaste<br />

(mehrere Anwendungen)<br />

Zubehör<br />

2 Verschlussstopfen; Inbusschlüssel für Verschlussstopfen;<br />

2 Verschlussstopfen 2 Verschlussstopfen; Inbusschlüssel für Montage 2 Verschlussstopfen; Maulschlüssel und 2 Inbusschlüssel<br />

Anschluss-Distanzringe; Ersatz-Unter-<br />

legscheiben<br />

für Montage; 20 x 7 mm<br />

Passivkühler<br />

Noch benötigtes Werkzeug Kreuzschlitz-Schraubendreher, Schere Kreuzschlitz-Schraubendreher, Inbus Größe 9,<br />

Schere<br />

Anleitung Englisch, 2 <strong>Seiten</strong> DIN A4, s/w illustriert Deutsch und englisch, 2 <strong>Seiten</strong> DIN A5, farbig<br />

illustriert<br />

- (Anschlussänderung erfordert Inbus Größe 9) Metallsäge, Bohrer, Kreuzschlitz-Schraubendreher<br />

…<br />

Deutsch und englisch, 8 <strong>Seiten</strong> DIN A5, teilweise<br />

s/w illustriert<br />

Deutsch und englisch, 8 <strong>Seiten</strong> DIN A5, teilweise<br />

s/w illustriert<br />

Verpackung Versiegelt Vakuumeingeschweißt Eingeschweißt Eingeschweißt<br />

Multi-GPU-Option? Ja, Austausch-Anschlussblock Ja, Austausch-Anschlussblock Ja, Austausch-Anschlussblock Ja, Austausch-Anschlussblock<br />

Abstandshalter Metall, integriert Metall, integriert Kunststoff, integriert -<br />

Befestigung/Anpressdruck Schrauben + Unterlegscheiben Schrauben Schrauben + Unterlegscheiben Langmuttern + Unterlegscheiben<br />

Eigenschaften (20 %) 2,10 3,02 2,36 1,97<br />

Gewicht 668 g 974 g 1.048 g <strong>30</strong>7 g (220 g ohne SW-Kühlung)<br />

Platzbedarf Breite < 1 Slot < 1 Slot


grafikkarten | Praxis: R9 290 mit Wasser kühlen<br />

Kryographics Hawaii <strong>auf</strong> Radeon R9 290 in der Praxis<br />

Eiszeit <strong>auf</strong> Hawaii<br />

Dass Wasserkühler bei AMDs R9-290-Karten für angenehme Temperaturen sorgen, haben wir gezeigt.<br />

Das nutzen wir nun aus, um AMDs Radeon R9 290 mittels Wasserkühlung bis ans Limit zu übertakten.<br />

Die oft enorme Geräuschkulisse<br />

und Wärmeentwicklung<br />

von <strong>Grafikkarten</strong> im Referenzdesign<br />

kann Grund genug für die<br />

Anschaffung einer Wasserkühlung<br />

sein. Dies zeigt sich nicht zuletzt<br />

an AMDs neuer Chipkreation mit<br />

dem tropischen Codenamen Hawaii.<br />

Nachfolgend zeigen wir, dass<br />

sich der Einsatz bei <strong>Grafikkarten</strong><br />

der Serie Radeon R9 290(X) besonders<br />

lohnt und sich auch bezüglich<br />

Übertaktbarkeit und Effizienz<br />

noch weitere Vorteile ergeben, <strong>auf</strong><br />

die wir im Folgenden eingehen.<br />

Testmethodik<br />

Ausgehend vom Referenzluftkühler<br />

einer Sapphire R9 290 in Verbindung<br />

mit Standardfrequenzen<br />

testen wir nach dem Umbau <strong>auf</strong><br />

den Wasserkühler (hier ein Kryographics<br />

Hawaii) drei Leistungs-<br />

stufen: mit Standardfrequenzen<br />

sowie die maximale Übertaktung<br />

jeweils mit und ohne Spannungserhöhung.<br />

Die maximal stabilen<br />

Werte ermitteln wir dabei durch<br />

ausgiebige <strong>Tests</strong> mit der Firestrike-<br />

Sequenz des Benchmarks 3D Mark<br />

sowie unserer Benchmarksequenz<br />

aus dem Spiel Crysis 3 (Fields). Beide<br />

Programme sind gegenüber zu<br />

hohen Taktfrequenzen sehr empfindlich.<br />

Treten keine Pixelfehler<br />

oder Treiberresets <strong>auf</strong>, erachten<br />

wir die Taktraten als stabil und<br />

erhöhen die Frequenz um weitere<br />

10 MHz (Grafikchip) respektive<br />

50 MHz (Speicher). Den iterativen<br />

Prozess wiederholen wir, bis wir<br />

das Limit ausgelotet haben.<br />

<strong>Tests</strong>ystem<br />

Um die Radeon R9 290 von Sapphire<br />

nicht künstlich auszubremsen,<br />

nutzen wir die Grafikkarte<br />

in Verbindung mit einem <strong>auf</strong> 4,7<br />

GHz übertakteten Intel Core i7-<br />

4770K <strong>auf</strong> einem Asus Maximus<br />

VI Extreme und statten das offene<br />

Test system zudem mit einer<br />

leistungsstarken Wasserkühlung<br />

aus, welche Prozessor und Grafikkarte<br />

durch einen großen Triple-<br />

Radiator samt schnell drehender<br />

140-Millimeter-Lüftern kühlt.<br />

Grundlagen: R9 290 OC<br />

Mittels des Powertune-Limits lässt<br />

sich die Leistungs<strong>auf</strong>nahme der<br />

Grafikkarte ausgehend von 208<br />

Watt für die GPU bzw. <strong>30</strong>0 Watt –<br />

das entspricht 100 Prozent – beeinflussen.<br />

Für das Verändern der<br />

Taktraten, des Powertune-Wertes<br />

sowie der Spannung nutzen wir<br />

den MSI Afterburner. Die Spannungserhöhung<br />

ist dabei üblicherweise<br />

<strong>auf</strong> 100 Millivolt (mV)<br />

limitiert und erst durch einen<br />

Kniff mit einem Befehlszeilenkommando<br />

für den MSI Afterburner<br />

beliebig hoch einstellbar. Achtung:<br />

Vertipper können hier schnell zu<br />

einem Schaden an der <strong>Hardware</strong><br />

führen!<br />

Undervolting<br />

Die einschlägigen Übertaktungs-<br />

Programme bieten auch die Möglichkeit,<br />

Spannungen unter den<br />

Nominalwert zu senken. Zum sogenannten<br />

Undervolting wollen wir<br />

daher an dieser Stelle auch einige<br />

Worte verlieren. Die Spannungsänderung<br />

wirkt sich bei der R9<br />

290 <strong>auf</strong> 2D- sowie 3D-Lastzustände<br />

gleichermaßen aus. So meistert<br />

unser Exemplar die 3D-Last mit<br />

-75 mV zwar problemlos, stürzt<br />

jedoch im 2D-Betrieb <strong>auf</strong>grund zu<br />

56<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

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Praxis: R9 290 mit Wasser kühlen | grafikkarten<br />

geringer Spannung mit schwarzem<br />

Bildschirm sporadisch ab. Solange<br />

keine getrennte Regelung der<br />

beiden Betriebsmodi, etwa durch<br />

BIOS-Editoren, raten wir nur erfahrenen<br />

Nutzern zu Undervolting<br />

– zu groß ist das Risiko unvorhergesehener<br />

Abstürze etwa beim<br />

Bearbeiten wichtiger Dokumente.<br />

Sind Sie dagegen experimentierfreudig,<br />

können Sie im MSI Afterburner<br />

getrennte Profile für 2Dund<br />

3D-Betrieb anlegen und das<br />

Undervolting clever nutzen.<br />

Die Radeon R9 290 weist<br />

mit der GPU, 16 RAM-Chips<br />

und den Wandlern viele<br />

Kontaktflächen <strong>auf</strong>. Die Demontage<br />

des Referenzkühlers<br />

muss daher mit Geduld<br />

erfolgen.<br />

Übertaktungsergebnisse<br />

Ganz gleich, für welchen Fullcover-<br />

Wasserkühler Sie sich bei der AMD-<br />

Grafikkarte entscheiden, die unter<br />

Einsatz einer Wakü erreichbaren<br />

Temperaturen sind exzellent, wie<br />

auch unser Vergleichstest ab Seite<br />

52 verdeutlicht. In unserem Kurztest<br />

sinkt die GPU-Temperatur bei<br />

Crysis 3 von 82,5 °C (Standard) <strong>auf</strong><br />

41 °C (Wasserkühlung, Standardtakt).<br />

Selbst beim Übertakten erhöht<br />

sich diese Temperatur nicht,<br />

erst durch eine Spannungserhöhung<br />

<strong>auf</strong> rund 1,3 Volt steigt die<br />

Temperatur <strong>auf</strong> 51 °Grad Celsius.<br />

Für die Übertaktungsversuche<br />

rüsten wir unser Testexemplar in<br />

Form einer Sapphire R9 290 im<br />

Referenzdesign <strong>auf</strong> den Kryographics<br />

Hawaii von Aquacomputer<br />

um. Das Übertakten gestaltet sich<br />

im Anschluss vergleichsweise<br />

leicht. Durch die Erhöhung des<br />

Powertune-Limits <strong>auf</strong> 150 Prozent<br />

(entspricht bis zu 312 Watt für<br />

die GPU allein und 450 Watt insgesamt)<br />

schließen wir das Heruntertakten<br />

des Chips unter Volllast<br />

aus. Die niedrigen Temperaturen<br />

des Grafikchips tragen ihr Übriges<br />

zum Gelingen bei – der Pixelbeschleuniger<br />

verbleibt auch unter<br />

maximaler Last <strong>auf</strong> den von uns definierten<br />

Boost-Taktraten, die wir<br />

vorgegeben haben.<br />

Für die ersten Gehversuche belassen<br />

wir die Spannung <strong>auf</strong> dem<br />

Standardwert, welcher bei unserem<br />

Exem plar bei 1,145 Volt liegt.<br />

Dieser Wert kann je nach Güte der<br />

GPU variieren. So erreichen wir<br />

1.160 MHz GPU- und 2.850 MHz<br />

Speichertakt. Beachten Sie, dass<br />

das Übertakten des Speichers im<br />

Vergleich zur GPU-Übertaktung einen<br />

geringeren Leistungszuwachs<br />

ermöglicht, sich aber <strong>auf</strong>grund der<br />

Radeon R9 290: Folgen der Übertaktung<br />

Zusammenhang zwischen Leistungs<strong>auf</strong>nahme, Fps und Fps pro Watt<br />

Prozent<br />

40<br />

<strong>30</strong><br />

20<br />

10<br />

0<br />

-10<br />

-20<br />

Durchnittliche Fps*<br />

Durchnittliche Watt*<br />

Fps/Watt*<br />

947/2.500 MHz<br />

(Standard, Lukü)<br />

947/2.500 MHz (Standard,<br />

Wakü)<br />

1.160/2.850 MHz<br />

(PT +50%, Wakü)<br />

1.270/3.000 MHz<br />

(PT +50%, +200 mV, Wakü)<br />

System: Sapphire Radeon R9 290, Core i7-4770K @ 4,7 GHz, Intel Z87, 8 GiByte DDR3-2000, SMT an; Win 7 x64 SP1, Catalyst 13.11 Beta 9.4 Bemerkungen: Die R9<br />

290 wird alleine durch die Wasserkühlung sparsamer und minimal schneller, erst mit drastischer Spannungserhöhung steigt die Leistungs<strong>auf</strong>nahme extrem an.<br />

R9 290: Standard, Wakü, Overclocking, Spannungserhöhung<br />

Spiel Battlefield 3 Crysis 3 Serious Sam 3<br />

Durchschnittliche Fps / Watt Avg-Fps Watt Avg-Fps Watt Avg-Fps Watt<br />

947/2.500 MHz (Standard, Lukü) 86 369 48 396 46 362<br />

947/2.500 MHz (Standard, Wakü) 85 334 48 363 46 337<br />

1.160/2.850 MHz (PT +50%, Wakü) 100 368 55 385 54 368<br />

1.270/3.000 MHz (PT +50%, +200 mV, Wakü) 109 483 59 511 58 502<br />

Index: So ändern sich Fps, Watt und Fps pro Watt<br />

Gemittelte Fps (3 Spiele) / Watt Fps* Änderung Watt* Änderung Fps / Watt* Änderung<br />

947/2.500 MHz (Standard, Luftkühlung) 60 +0 % 375 +0 % 0,159 +0 %<br />

947/2.500 MHz (Standard, Wakü) 60 +0 % 344 -8 % 0,173 +9 %<br />

1.160/2.850 MHz (PT +50%, Wakü) 69 +17 % 373 -1 % 0,186 +17 %<br />

1.270/3.000 MHz (PT +50%, +200 mV, Wakü) 75 +27 % 498 +33 % 0,151 -5 %<br />

*aus 3 Spielen (Battlefield 3, Crysis 3, Serious Sam 3)<br />

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grafikkarten | Praxis: R9 290 mit Wasser kühlen<br />

erhöhten Leistungs<strong>auf</strong>nahme der<br />

Speichercontroller negativ <strong>auf</strong> die<br />

Übertaktbarkeit der GPU auswirkt.<br />

Sollten die Taktraten zu einem instabilen<br />

System führen, betreiben<br />

Sie den Speicher mit Standardtakt<br />

(2.500 MHz). Der Leistungsverlust<br />

lässt sich durch einen höheren<br />

Kerntakt wettmachen; speziell<br />

bei hohen MSAA-Stufen lohnt sich<br />

RAM-OC aber deutlich.<br />

GPU-Spannungen im Verl<strong>auf</strong><br />

Der Veränderung der GPU-Spannung im zeitlichen Verl<strong>auf</strong><br />

1,4<br />

Spannung (V)<br />

1,2<br />

1<br />

0,8<br />

0,6<br />

0,4<br />

0,2<br />

0<br />

Mehr Spannung<br />

Im nächsten Schritt erhöhen wir<br />

die GPU-Spannung um stattliche<br />

200 Millivolt. Die Spannung pendelt<br />

sich im Spielebetrieb bei 1,<strong>30</strong>5<br />

Volt ein – ein Wert, den wir für die<br />

feine 28-nm-Fertigungsstruktur<br />

der GPU keinesfalls außerhalb kurzer<br />

Benchmarks empfehlen können.<br />

Das Übertaktungspotenzial<br />

steigt jedoch nochmals deutlich<br />

0 100 200 <strong>30</strong>0 400 500 600 700 800<br />

Zeit in Sekunden<br />

System: Sapphire Radeon R9 290, Core i7-4770K @ 4,7 GHz, Intel Z87, 8 GiByte DDR3-2000, SMT an; Win 7<br />

x64 SP1, Catalyst 13.11 Beta 9.4 Bemerkungen: Die Standardspannung schwankt im Spielebetrieb um den<br />

Wert von 1,145 Volt. Starke Ausschläge ergeben sich beim Umschalten von 2D- in 3D-Stufen.<br />

Hohe 3D-Last mit Übertaktung führt zum „Zirpen“ der Spannungswandler. Das ist<br />

besonders ärgerlich, wenn eine leise Wasserkühlung zum Einsatz kommt.<br />

Crysis 3: Auch unter Spielelast bleibt die Radeon R9 290 in unserem Overclocking-<br />

Szenario in Verbindung mit dem Wasserkühler kühl und stabil (46 °C GPU).<br />

an. Den Chip können wir schlussendlich<br />

mit satten 1.270 MHz (+34<br />

%) durch unsere <strong>Tests</strong> jagen, dem<br />

Speicher geht erst bei 3.000 MHz<br />

(+20 %) die Luft aus. Die erhöhte<br />

GPU-Spannung zeigt auch einen<br />

signifikanten Einfluss <strong>auf</strong> die Übertaktbarkeit<br />

des Speicherinterfaces.<br />

Leistungsanalyse<br />

Die beiden Übertaktungsstufen<br />

steigern die Leistung deutlich –<br />

dies zieht sich wie ein roter Faden<br />

durch all unsere Benchmarks (3D<br />

Mark 11, 3D Mark, Unigine Heaven<br />

4.0, Battlefield 3, Crysis 3, Serious<br />

Sam 3). Ohne Spannungserhöhung<br />

verbuchen wir bereits satte 17 Prozent<br />

Mehrleistung im Schnitt in unseren<br />

gewählten Spielen. In Crysis<br />

3 bedeutet dies beispielsweise 55<br />

anstelle von 48 Fps. Damit wildert<br />

die Karte erfolgreich im Revier der<br />

Geforce GTX 780 Ti und Titan in<br />

Standardausführung. Mit maximaler<br />

Übertaktung verbuchen wir gar<br />

weitere 10 Prozentpunkte mehr<br />

Fps in Spielen. Aber die Punkte<br />

der Benchmarks sind hierbei noch<br />

eindrucksvoller: 5.419 Punkte im<br />

Extreme-Preset des 3D Mark 11<br />

respektive 11.387 Punkte im Firestrike-Test<br />

des neueren 3D Mark<br />

sind durchaus beachtlich.<br />

Hochspannend: die Effizenz<br />

Abseits der erfolgreichen Jagd<br />

nach höheren Bildraten und<br />

Benchmark-Punkten macht sich<br />

der Umbau <strong>auf</strong> eine Wasserkühlung<br />

auch noch an anderer Stelle<br />

positiv bemerkbar. Der Vergleich<br />

der Standardeinstellungen offeriert<br />

neben geringfügig verbesserten<br />

Fps-Werten – die Karte taktet<br />

mit Luftkühler temperaturbedingt<br />

auch in den kurzen Benchmark-<br />

sequenzen teilweise herunter<br />

– auch eine deutlich verringerte<br />

Leistungs<strong>auf</strong>nahme. So sinkt diese<br />

für unser gesamtes <strong>Tests</strong>ystem in<br />

den getesteten drei Spieletiteln um<br />

durchschnittlich 31 Watt (von 375<br />

<strong>auf</strong> 344 Watt). In Kombination mit<br />

den minimal gesteigerten Fps erhöht<br />

sich die Effizienz (Fps/Watt)<br />

um neun Prozent.<br />

Die Übertaktung ohne Spannungserhöhung<br />

sorgt trotz freigegebenem<br />

Powertune-Limit nur für eine<br />

geringfügig gestiegene Leistungs<strong>auf</strong>nahme.<br />

Sie liegt <strong>auf</strong> dem Niveau<br />

des Betriebs mit Luftkühler, kann<br />

aber mit 213 MHz mehr GPU- und<br />

<strong>30</strong>0 MHz mehr Speichertakt <strong>auf</strong>warten.<br />

Die Effizienz wird dadurch<br />

deutlich gesteigert, wie unser<br />

Diagramm <strong>auf</strong> S. 57 verdeutlicht.<br />

Erhöht der Nutzer die Spannung,<br />

sinkt die Effizienz deutlich unter<br />

den Ausgangswert mit Luftkühlung.<br />

Dieser Betriebsmodus ist<br />

auch <strong>auf</strong>grund der unbekannten<br />

Auswirkung der hohen GPU-Spannung<br />

<strong>auf</strong> die Haltbarkeit der Grafikkarte<br />

ausschließlich kurzfristig<br />

für Rekordjäger und Benchmarkfans<br />

zu empfehlen. (cb)<br />

Fazit<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

Wasserkühler rentiert sich doppelt<br />

Eine Radeon R9 290(X) lässt sich mit<br />

Wasserkühlung nicht nur hervorragend<br />

übertakten, auch die Effizienz<br />

wird verbessert. Wir raten dazu, bei<br />

der Standardspannung zu bleiben. Bei<br />

vergleichbarer Leistungs<strong>auf</strong>nahme wie<br />

mit dem Referenzkühler locken dann<br />

durch das Übertakten bis zu 17 Prozent<br />

mehr Fps in Spielen – eine ideale<br />

Einstellung für den Alltagsbetrieb.<br />

Energiesparen dank Wasserkühlung<br />

Die Leistungs<strong>auf</strong>nahme moderner <strong>Grafikkarten</strong> stellt eine Funktion der<br />

Betriebstemperatur dar. Mit einem Wasserkühler sinkt sie signifikant.<br />

Für diesen Effekt sind vornehmlich die Transistoren des Grafikprozessors verantwortlich.<br />

Je heißer diese arbeiten, desto größer werden Leckströme und damit<br />

einhergehend Leistungs<strong>auf</strong>nahme sowie abzuführende Wärmeenergie. Nimmt man<br />

ähnlich wie bei Fermi-GPUs der Einfachheit halber einen linearen Zusammenhang<br />

zwischen Temperatur und Leistungs<strong>auf</strong>nahme an, erhöht sich bei identischer<br />

Auslastung die Energie<strong>auf</strong>nahme in unseren <strong>Tests</strong> für die Radeon R9 290 je °C<br />

mehr GPU-Temperatur um rund 1 Watt. Eine Umrüstung <strong>auf</strong> eine Wasserkühlung<br />

mit dem einhergehenden deutlichen Temperaturabfall lohnt sich damit auch aus<br />

Energiesicht. AMDs sehr hoch gewählte Temperaturlimits mit Referenzkühler<br />

verstärken den Effekt zusätzlich.<br />

58<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

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grafikkarten | Praxis: Treibervergleich<br />

Buntes Treiben: Leistungsentwicklung von Catalyst und Geforce geprüft<br />

Bild: Digital Revolution<br />

Software-Evolution<br />

„Never change a running system!“ lautet ein bekannter Rat im Umgang mit Computern. Wer sich stur<br />

daran hält, dem entgehen jedoch Performance-Updates und neue Funktionen.<br />

Lohnen sich die neuesten Treiber<br />

auch bei älteren <strong>Grafikkarten</strong><br />

oder stimmen die regelmäßig<br />

im Internet hochkochenden<br />

Gerüchte, dass moderne Treiber<br />

<strong>auf</strong> alten Chips eine bremsende<br />

Wirkung haben? Das prüfen wir<br />

anhand von fünf unter unseren Lesern<br />

verbreiteten <strong>Grafikkarten</strong>.<br />

Die Basis für unsere Auswahl bilden<br />

Umfragen <strong>auf</strong> www.pcgh.de.<br />

Die Probanden müssen sich in 14<br />

populären Spielen bewähren, darunter<br />

die aktuellen Blockbuster<br />

Assassin’s Creed 4, Battlefield 4 und<br />

Call of Duty: Ghosts. Passend zur<br />

Verbreitung beschränken wir uns<br />

an dieser Stelle <strong>auf</strong> die Leistung in<br />

Full High Definition (1.920 x 1.080<br />

Pixel) mit jeweils maximalen Spieldetails.<br />

Getestete Treiber<br />

<strong>Grafikkarten</strong>treiber gibt es wie<br />

Sand am Meer – zumindest für ältere<br />

<strong>Grafikkarten</strong>. Der Fokus dieses<br />

<strong>Tests</strong> liegt <strong>auf</strong> der Entwicklung<br />

zwischen Mitte 2013 und jetzt; hier<br />

können die neuen Modelle Radeon<br />

R9 290(X) und GTX 780 Ti<br />

nicht mitspielen, weshalb wir den<br />

Launch- mit dem aktuellen Treiber<br />

vergleichen. Bei älteren AMD-Karten<br />

vergleichen wir den Catalyst<br />

13.6 Beta 2 vom Juni 2013 mit dem<br />

13.11 Beta V1 vom Oktober und<br />

dem Kaveri-Catalyst vom Januar<br />

2014. AMD hat den letztgenannten<br />

Treiber nicht offiziell für Desktop-<br />

<strong>Grafikkarten</strong> freigegeben, allein die<br />

Neugier und der zum Testzeitpunkt<br />

noch ausstehende Release des offiziellen<br />

Catalyst 14.1 treiben uns zu<br />

diesem Schritt. An dieser Stelle erwähnenswert<br />

ist, dass die „Catalyst-<br />

Version“, also das Schema „Jahr.Monat“<br />

(wie 13.12) keine zuverlässige<br />

Angabe darstellt, weshalb wir dazu<br />

raten, <strong>auf</strong> die Paketversion (Package)<br />

zu schauen. Sie erhalten diese<br />

Information im Catalyst Control<br />

Center unter „Informationen“ –<br />

„Software“. Maßgebend ist die erste<br />

Ziffernfolge, beispielsweise die<br />

13.251 beim Catalyst 13.12 WHQL.<br />

Wir geben die internen Versionsnummern<br />

in den Benchmarks an.<br />

Aufseiten Nvidias vergleichen wir<br />

den Geforce 320.18 WHQL vom<br />

Mai 2013 mit dem aktuellen 332.21<br />

WHQL. Nvidia bewirbt schon das<br />

alte Modell mit Leistungssteigerungen<br />

unter anderem in Metro Last<br />

Light und Tomb Raider – was der<br />

Neuling wohl besser macht?<br />

Gesetz der Übertragbarkeit<br />

„Meine Grafikkarte wurde nicht<br />

getestet, bitte nachreichen!“, diese<br />

Bitte bekommen wir regelmäßig<br />

zu sehen, obwohl sich die Leistung<br />

der eigenen Grafikkarte mithilfe<br />

einer kleinen Abstraktionsleistung<br />

einschätzen lässt.<br />

So testen wir beispielsweise eine<br />

Geforce GTX 680, doch wer eine<br />

GTX 770 besitzt, kann die prozentuale<br />

Entwicklung zwischen<br />

den Treibern 1:1 übertragen. Der<br />

Grund dafür ist simpel: Beide <strong>Grafikkarten</strong><br />

basieren <strong>auf</strong> der gleichen<br />

GPU (GK104), lediglich mit unterschiedlichen<br />

Taktfrequenzen. Auch<br />

die Geforce GTX 760 und GTX 670<br />

ähneln den genannten Grafikeinheiten<br />

stark, die Leistungscharakteristik<br />

ist vergleichbar.<br />

60<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

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Praxis: Treibervergleich | grafikkarten<br />

Wie kommt’s? AMD und Nvidia optimieren<br />

nicht einzelne Modelle,<br />

sondern Architekturen. Während<br />

im stillen Kämmerlein die ersten<br />

Treiberprogrammierer an geeignetem<br />

Code für die anstehende<br />

„Maxwell“-Generation arbeiten,<br />

widmen sich die meisten Treiberprogrammierer<br />

dem Wohl von<br />

„Kepler“, also Chips der Geforce-<br />

600-Reihe und neuer. All diese Grafikprozessoren<br />

arbeiten nach dem<br />

gleichen Grundprinzip, dennoch<br />

gilt es Feinheiten wie zur Verfügung<br />

stehende Caches zu berücksichtigen.<br />

Beispielsweise ist der GK110 (GTX<br />

780/780 Ti/Titan) diesbezüglich<br />

besser bestückt als der GK104 (GTX<br />

670/680/770/760) und es kann ein<br />

unterschiedliches Leistungsverhalten<br />

<strong>auf</strong>treten. Ähnliches gilt beim<br />

Vergleich von Pitcairn (u. a. HD<br />

7870/270X) mit Tahiti (u. a. HD<br />

7970/280X), während in Hawaii<br />

(290/290X) größere Unterschiede<br />

beim internen Aufbau zu verzeichnen<br />

und damit auch spezielle Treiberanpassungen<br />

nötig sind. Um<br />

eine möglichst flächendeckende<br />

Prognose der Treiberleistung zu<br />

erhalten, sollten ergo unterschiedliche<br />

Grafikchips zum Einsatz kommen<br />

– ein Vertreter für mehrere<br />

<strong>Grafikkarten</strong>modelle.<br />

Auswertung: AMD<br />

Radeon-<strong>Grafikkarten</strong> erweisen sich<br />

im aktuellen Test als robust (alle<br />

Benchmarks <strong>auf</strong> der übernächsten<br />

Seite): Auch mit altem Treiber-Code<br />

l<strong>auf</strong>en alle Spiele ohne Grafikfehler<br />

oder Abstürze, einzig Battlefield<br />

4 wünscht sich bei Spielstart<br />

per Warnmeldung einen neuen<br />

Treiber, läuft dann aber trotzdem.<br />

Fangen wir bei der HD 7870 an:<br />

Dieses bewährte Modell profitiert<br />

zwar nur geringfügig, aber dafür<br />

fast durchgängig vom Beta-Catalyst<br />

„14.1“ mit der internen Versionsnummer<br />

13.<strong>30</strong>. Im Falle der HD<br />

7970 GHz Edition und R9 290X ist<br />

das Bild nicht ganz so eindeutig, in<br />

Einzelfällen sinkt die Leistung neuer<br />

Treiber minimal – für Assassin’s<br />

Creed 4 und Tomb Raider sollten<br />

Sie zwecks messbar höherer Leistung<br />

jedoch einen modernen Catalyst<br />

<strong>auf</strong>spielen. Interessant ist<br />

auch, dass Battlefield 3 <strong>auf</strong> den HD-<br />

7000-<strong>Grafikkarten</strong> etwas stärker an<br />

Fps zulegt als Battlefield 4.<br />

Auswertung: Nvidia<br />

Die Werte zur Rechten zeigen eindeutig,<br />

dass Nutzer einer Geforce<br />

GTX 780 oder Titan mit dem neuesten<br />

Treiber am besten bedient<br />

sind, die Leistung fällt entweder<br />

gleich oder minimal höher aus als<br />

mit dem alten Code. Erwähnenswert<br />

ist vor allem der Sprung in<br />

Bioshock Infinite, welcher gemäß<br />

unserer internen Benchmarks<br />

beim Geforce 331.93 noch nicht zu<br />

verzeichnen ist. Besitzer einer GTX<br />

780 Ti können offiziell ohnehin<br />

nur neue Treiber nutzen.<br />

Die Geforce GTX 680 (Benchmarks<br />

<strong>auf</strong> der übernächsten Seite) ist die<br />

erste und somit älteste Grafikkarte<br />

mit Kepler-Genen. Von ein paar<br />

Kinderkrankheiten abgesehen,<br />

sorgt schon der Launch-Treiber für<br />

eine gute Auslastung, der bei Redaktionsschluss<br />

aktuelle Geforce<br />

332.21 WHQL steigert die Bildrate<br />

jedoch in einigen Fällen. Vor allem<br />

die Sprünge in Bioshock Infinite<br />

und Grid 2 stechen aus der Masse<br />

heraus. In Battlefield 4 lohnt<br />

sich ein moderner Treiber noch<br />

deutlich mehr – mit dem Geforce<br />

320.18 stürzt das Spiel direkt beim<br />

ersten Ladevorgang ab. (rv)<br />

Fazit<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

Treiber-Evolution<br />

Neue Grafiktreiber lohnen sich fast<br />

ohne Ausnahme. Neben Fehlerbehebungen<br />

bringt ein Update auch höhere<br />

Bildraten in populären Spielen – nicht<br />

immer, aber oft genug, um eine Empfehlung<br />

zu regelmäßigen Updates<br />

auszusprechen. Wer sich hingegen nur<br />

an alten Spielen erfreut, kann beim bewährten<br />

Treiber bleiben.<br />

Geforce GTX 780 (ähnlich GTX 780 Ti & Titan)<br />

Bioshock Infinite – 1.920 x 1.080, Ingame-FXAA/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 94 99,4 (+12 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

Grid 2 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA/16:1 AF<br />

86<br />

89,1 (Basis)<br />

Geforce 332.21 WHQL 76 89,9 (+3 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

Battlefield 3 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

73<br />

87,1 (Basis)<br />

Geforce 332.21 WHQL 74 80,8 (0 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

Skyrim – 1.920 x 1.080, Hi-Res-Tex, 4x SGSSAA/16:1 AF<br />

74<br />

80,8 (Basis)<br />

Geforce 332.21 WHQL 64 72,7 (+1 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

Max Payne 3 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

63<br />

71,7 (Basis)<br />

Geforce 332.21 WHQL 52 61,1 (+2 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

Anno 2070 – 1.920 x 1.080, Ingame-AA/16:1 AF<br />

52<br />

60,1 (Basis)<br />

Geforce 332.21 WHQL 52 56,0 (+1 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

Crysis Warhead – 1.920 x 1.080, 4x MSAA/16:1 AF<br />

52<br />

55,3 (Basis)<br />

Geforce 332.21 WHQL 51 55,8 (+1 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

Battlefield 4 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 42 51,6<br />

Geforce 320.18 WHQL Absturz<br />

Assassin‘s Creed 4 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA/16:1 AF<br />

50<br />

55,5 (Basis)<br />

Geforce 332.21 WHQL 43 48,7 (+6 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

42<br />

46,0 (Basis)<br />

Call of Duty Ghosts – 1.920 x 1.080, 1x SMAA/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 45 48,2 (+0 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

Crysis 3 – 1.920 x 1.080, SMAA High (4x)/16:1 AF<br />

45<br />

48,0 (Basis)<br />

Geforce 332.21 WHQL 41 46,1 (+2 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

Metro Last Light – 1.920 x 1.080, 2x SSAA/16:1 AF<br />

41<br />

45,4 (Basis)<br />

Geforce 332.21 WHQL 31 43,3 (0 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

31<br />

43,3 (Basis)<br />

Tomb Raider – 1.920 x 1.080, 2x SSAA + Tress FX/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 36 39,7 (0 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

36<br />

39,7 (Basis)<br />

Serious Sam 3 – 1.920 x 1.080, 2x SSAA/4x MSAA/FXAA/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 23 35,7 (0 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

23<br />

35,8 (Basis)<br />

The Witcher 2 EE – 1.920 x 1.080 + „Übersampling“/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 28 <strong>30</strong>,3 (+1 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

27<br />

<strong>30</strong>,1 (Basis)<br />

System: Core i7-4770K @ 4,6 GHz, Z87, 2 x 8 GiB DDR3-2000; Windows 7 x64 SP1<br />

Bemerkungen: Wer eine Geforce GTX 780 oder Titan mit einem älteren Treiber nutzt,<br />

der verschenkt fast durchgängig etwas Leistung – vor allem in Bioshock Infinite.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

850 W / 750 W / 620 W / 520 W<br />

The Ultimate Modular Power Supply<br />

5 Jahre<br />

Herstellergarantie mit<br />

Austauschservice<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 61


grafikkarten | Praxis: Treibervergleich<br />

HD 7970 GHz Edition (ähnlich R9 280X) Radeon HD 7870 (ähnlich R9 270X)<br />

Grid 2 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 68 80,4 (+1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 66 78,9 (-1 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Bioshock Infinite – 1.920 x 1.080, Ingame-FXAA/16:1 AF<br />

67<br />

79,6 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 75 78,8 (+1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 76 79,6 (+2 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Battlefield 3 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

74<br />

78,1 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 66 69,3 (+3 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 63 66,5 (-1 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Max Payne 3 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 51 57,3 (-1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 51 56,6 (-2 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Skyrim – 1.920 x 1.080, Hi-Res-Tex, 4x SGSSAA/16:1 AF<br />

64<br />

67,3 (Basis)<br />

57,6 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 50 54,6 (+1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 50 54,5 (+0 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Anno 2070 – 1.920 x 1.080, Ingame-AA/16:1 AF<br />

52<br />

54,3 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 51 54,5 (+1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 50 53,9 (-1 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Crysis Warhead – 1.920 x 1.080, 4x MSAA/16:1 AF<br />

49<br />

54,2 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 48 52,6 (-1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 48 52,9 (-1 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Call of Duty Ghosts – 1.920 x 1.080, 1x SMAA/16:1 AF<br />

50<br />

53,4 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 42 44,4 (+2 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 42 44,1 (+1 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Battlefield 4 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

48<br />

43,7 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 34 42,7 (+16 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 33 42,5 (+16 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

41<br />

36,7 (Basis)<br />

Tomb Raider – 1.920 x 1.080, 2x SSAA + Tress FX/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 35 38,5 (-1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 34 37,9 (-2 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Crysis 3 – 1.920 x 1.080, SMAA High (4x)/16:1 AF<br />

31<br />

38,7 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 31 37,1 (-1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 31 36,9 (-1 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

35<br />

37,4 (Basis)<br />

Assassin’s Creed 4 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 32 34,3 (+7 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 32 34,1 (+6 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

31<br />

32,1 (Basis)<br />

Metro Last Light – 1.920 x 1.080, 2x SSAA/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 27 33,3 (0 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 27 33,7 (+1 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

<strong>30</strong><br />

33,4 (Basis)<br />

The Witcher 2 EE – 1.920 x 1.080 + „Übersampling“/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 29 31,6 (0 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 29 31,7 (0 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

27<br />

28<br />

31,7 (Basis)<br />

Grid 2 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 48 56,3 (+1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 47 55,1 (-1 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Bioshock Infinite – 1.920 x 1.080, Ingame-FXAA/16:1 AF<br />

47<br />

55,5 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 49 52,3 (+1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 49 52,5 (+2 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Battlefield 3 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

49<br />

51,7 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 45 48,7 (+5 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 44 46,6 (+1 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Max Payne 3 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

43<br />

46,3 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 39 42,0 (-1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 38 41,6 (-2 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Skyrim – 1.920 x 1.080, Hi-Res-Tex, 4x SGSSAA/16:1 AF<br />

38<br />

42,4 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 36 39,7 (+2 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 35 39,3 (+1 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Anno 2070 – 1.920 x 1.080, Ingame-AA/16:1 AF<br />

35<br />

38,9 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 36 37,9 (+1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 35 37,7 (+0 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Crysis Warhead – 1.920 x 1.080, 4x MSAA/16:1 AF<br />

35<br />

37,6 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 32 35,5 (-1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 32 35,2 (-2 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Call of Duty Ghosts – 1.920 x 1.080, 1x SMAA/16:1 AF<br />

32<br />

35,9 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 31 32,9 (+2 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 31 32,8 (+1 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Battlefield 4 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

<strong>30</strong><br />

32,4 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 23 29,1 (+15 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 22 28,7 (+13 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

21<br />

25,4 (Basis)<br />

Tomb Raider – 1.920 x 1.080, 2x SSAA + Tress FX/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 22 25,0 (0 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 22 24,9 (-1 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

Crysis 3 – 1.920 x 1.080, SMAA High (4x)/16:1 AF<br />

22<br />

25,1 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 21 24,7 (+1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 21 24,7 (+1 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

21<br />

24,4 (Basis)<br />

Assassin’s Creed 4 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 23 24,8 (+18 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 22 24,2 (+15 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

19<br />

21,1 (Basis)<br />

The Witcher 2 EE – 1.920 x 1.080 + „Übersampling“/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 19 21,5 (0 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 19 21,5 (0 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

18<br />

21,5 (Basis)<br />

Metro Last Light – 1.920 x 1.080, 2x SSAA/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 16 20,6 (0 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V1 (int. 13.200) 16 20,6 (0 %)<br />

Catalyst 13.6 Beta 2 (int. 13.101)<br />

16<br />

20,5 (Basis)<br />

System: Core i7-4770K @ 4,6 GHz, Z87, 2 x 8 GiB DDR3-2000; Windows 7 x64 SP1 Bemerkungen:<br />

HD-7970-Besitzer sind nicht zwingend <strong>auf</strong> ein Treiber-Update angewiesen,<br />

im Falle von Assassin’s Creed 4 und Battlefield 4 lohnt es sich jedoch eindeutig.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

System: Core i7-4770K @ 4,6 GHz, Z87, 2 x 8 GiB DDR3-2000; Windows 7 x64 SP1<br />

Bemerkungen: Wer bislang einen älteren Catalyst nutzt, profitiert <strong>auf</strong> jeden Fall von<br />

einem Update <strong>auf</strong> den 13.12 WHQL oder Kaveri-Treiber mit der internen Nummer 13.<strong>30</strong>.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

62<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


Praxis: Treibervergleich | grafikkarten<br />

Geforce GTX 680 (ähnlich GTX 770)<br />

Bioshock Infinite – 1.920 x 1.080, Ingame-FXAA/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 78 82,0 (+8 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

72 75,7 (Basis)<br />

Grid 2 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 62 73,6 (+2 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

61 72,1 (Basis)<br />

Battlefield 3 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 59 64,2 (+1 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

58 63,8 (Basis)<br />

Skyrim – 1.920 x 1.080, Hi-Res-Tex, 4x SGSSAA/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 50 58,5 (+0 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

50 58,3 (Basis)<br />

Max Payne 3 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 41 48,3 (+1 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

41 47,8 (Basis)<br />

Anno 2070 – 1.920 x 1.080, Ingame-AA/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 40 45,4 (+2 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

40 44,6 (Basis)<br />

Call of Duty Ghosts – 1.920 x 1.080, 1x SMAA/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 41 43,9 (+0 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

40 43,7 (Basis)<br />

Battlefield 4 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 32 40,1<br />

Geforce 320.18 WHQL Absturz<br />

Crysis 3 – 1.920 x 1.080, SMAA High (4x)/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 33 37,4 (0 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

33 37,4 (Basis)<br />

Metro Last Light – 1.920 x 1.080, 2x SSAA/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 24 34,1 (0 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

24 34,1 (Basis)<br />

The Witcher 2 EE – 1.920 x 1.080 + „Übersampling“/16:1 AF<br />

Geforce 332.21 WHQL 23 25,4 (0 %)<br />

Geforce 320.18 WHQL<br />

23 25,5 (Basis)<br />

System: Core i7-4770K @ 4,6 GHz, Z87, 2 x 8 GiB DDR3-2000; Windows 7 x64 SP1 Bemerkungen:<br />

Zwar legt Bioshock Infinite <strong>auf</strong> einer Geforce GTX 780 stärker durch einen<br />

neuen Treiber zu, doch auch bei einer GK104-basierten Karte lohnt sich das Update.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

Radeon R9 290X (ähnlich R9 290)<br />

Grid 2 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 85 100,4 (0 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

Bioshock Infinite – 1.920 x 1.080, Ingame-FXAA/16:1 AF<br />

86<br />

100,8 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 96 100,1 (-2 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

Battlefield 3 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 83 87,8 (-2 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

Max Payne 3 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 70 74,8 (0 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

Skyrim – 1.920 x 1.080, Hi-Res-Tex, 4x SGSSAA/16:1 AF<br />

69<br />

85<br />

97<br />

74,9 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 61 68,0 (+1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

Anno 2070 – 1.920 x 1.080, Ingame-AA/16:1 AF<br />

59<br />

67,4 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 67 71,5 (+1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

Crysis Warhead – 1.920 x 1.080, 4x MSAA/16:1 AF<br />

66<br />

70,9 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 64 70,0 (0 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

Call of Duty Ghosts – 1.920 x 1.080, 1x SMAA/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 51 54,6 (+1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

Battlefield 4 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA + FXAA/16:1 AF<br />

51<br />

64<br />

54,1 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 44 55,6 (+1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

43<br />

54,8 (Basis)<br />

Tomb Raider – 1.920 x 1.080, 2x SSAA + Tress FX/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 45 50,5 (+3 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

44<br />

48,9 (Basis)<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 33 49,4 (+1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

31<br />

48,7 (Basis)<br />

70,2 (Basis)<br />

Serious Sam 3 – 1.920 x 1.080, 2x SSAA/4x MSAA/FXAA/16:1 AF<br />

Crysis 3 – 1.920 x 1.080, SMAA High (4x)/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 42 48,9 (0 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

42<br />

49,1 (Basis)<br />

101,7 (Basis)<br />

89,7 (Basis)<br />

„Bitte aktualisieren Sie Ihren Treiber“: Diese Warnung hat ihre Berechtigung – ohne<br />

halbwegs neuen Treiber stürzt Battlefield 4 <strong>auf</strong> Nvidia-Karten nach dem Start ab.<br />

Assassin‘s Creed 4 – 1.920 x 1.080, 4x MSAA/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 40 43,5 (+4 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

39<br />

42,0 (Basis)<br />

Metro Last Light – 1.920 x 1.080, 2x SSAA/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 34 44,6 (-2 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

35<br />

45,3 (Basis)<br />

The Witcher 2 EE – 1.920 x 1.080 + „Übersampling“/16:1 AF<br />

Catalyst „14.1 Beta“ (int. 13.<strong>30</strong>0) 36 39,7 (-1 %)<br />

Catalyst 13.11 Beta V5 (int. 13.200)<br />

37<br />

39,9 (Basis)<br />

System: Core i7-4770K @ 4,6 GHz, Z87, 2 x 8 GiB DDR3-2000; Windows 7 x64 SP1<br />

Bemerkungen: Die Messung erfolgt im „Uber Mode“ mit 1.000 MHz. Der neue Treiber<br />

ist <strong>auf</strong> einer R9 290(X) nicht uneingeschränkt besser – warten Sie <strong>auf</strong> den offiziellen 14.1.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

TOP-PRODUKT<br />

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www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 63


grafikkarten | Lufttunnel für Geforce<br />

Alle Arbeiten<br />

geschehen<br />

<strong>auf</strong> eigene<br />

Gefahr.<br />

Eigenbau: Kühle Luft für heiße <strong>Grafikkarten</strong><br />

<strong>Grafikkarten</strong>-Tunnel<br />

Mit einem selbst gebauten Tunnel aus Polycarbonat-Glas optimieren Sie die Kühlung einer GeForce<br />

GTX 780 im Herstellerdesign. Der Lüfter kann nun Kaltluft ziehen statt bereits erwärmter Luft.<br />

Dass Referenzkühlungen von<br />

<strong>Grafikkarten</strong> nicht immer das<br />

Optimum darstellen, ist kein großes<br />

Geheimnis. Doch mit einem<br />

relativ kleinen Eingriff, der zudem<br />

die Garantie der Grafikkarte nicht<br />

verlöschen lässt, kann einer der<br />

bauartbedingten Nachteile mit geringem<br />

Aufwand entschärft werden:<br />

Im Normalfall bezieht eine<br />

Grafikkarte mithilfe des Lüfters<br />

die Kühlluft direkt aus dem Gehäuse.<br />

Diese wird dann durch die<br />

Lamellen des Kühlkörpers geleitet,<br />

nimmt dort einen Teil der Abwärme<br />

<strong>auf</strong> und wird zuletzt durch ein<br />

kleines Gitter an der Slotblende heraus<br />

transportiert. Das Problem dabei<br />

ist, dass die Luft im Gehäuse bereits<br />

durch Komponenten wie die<br />

CPU, das Netzteil und auch durch<br />

die Grafikkarte selbst <strong>auf</strong>gewärmt<br />

wird. Besonders in mäßig belüfteten<br />

Gehäusen mit umfangreicher<br />

Dämmung und nach längerer L<strong>auf</strong>zeit<br />

liegen die Temperaturen innerhalb<br />

des Towers deutlich höher als<br />

außerhalb. Mit weniger stark <strong>auf</strong>geheizter<br />

Luft von außen könnte daher<br />

die Effizienz der Kühlung und<br />

damit auch die Leistungsfähigkeit<br />

der Grafikkarte gesteigert werden.<br />

Boost-Funktion sei dank.<br />

Der Gedanke ist also einfach: Wir<br />

schaffen der Grafikkarte die Möglichkeit,<br />

kühlere Luft von außen<br />

für den Kühlprozess zu nutzen.<br />

Dazu bauen wir einen Kasten, der<br />

eine Aussparung für den Lüfter der<br />

GTX 780 und eine Öffnung <strong>auf</strong> der<br />

Rückseite besitzt. Hier kann die<br />

Geforce dann die Luft durch die<br />

Slots ziehen. Auch die Herstellung<br />

ist recht einfach werden. Benötigt<br />

wird je nach gewünschtem Material<br />

kaum mehr als ein wenig Platz im<br />

Gehäuse und etwas Geduld bei der<br />

Herstellung. Wir wählten für unser<br />

Exemplar des Tunnels eine Höhe<br />

von zwei Slots, es ist aber auch<br />

möglich, den Tunnel größer zu gestalten,<br />

um die Kühlung nochmals<br />

zu verbessern oder auch nur einen<br />

Slot zu nutzen, falls der Platz nicht<br />

ausreicht.<br />

Tunnelbau – so geht‘s<br />

Als Erstes muss daher festgestellt<br />

werden, wie viel Raum im Gehäuse<br />

genutzt werden kann und soll.<br />

Beachten Sie auch, dass diverse<br />

Komponenten <strong>auf</strong> dem Mainboard<br />

wie Kondensatoren oder Kühler<br />

den nutzbaren Platz einschränken<br />

könnten. Zuerst messen Sie Ihre<br />

Grafikkarte ab, um die Länge der<br />

GPU sowie die Position des Lüfters<br />

festzustellen, dann bestimmen<br />

Sie im Gehäuse, wie hoch und wie<br />

breit Sie den Tunnel bauen können.<br />

In unserem Fall konnte der<br />

Tunnel etwas breiter als die GPU<br />

ausfallen und so im Endeffekt einen<br />

größeren Teil der Slotöffnungen<br />

abdecken.<br />

Mit den gesammelten Daten können<br />

Sie im nächsten Schritt Schablonen<br />

aus Papier anfertigen, die<br />

den Bau vereinfachen. Nehmen<br />

Sie sich Zeit und messen Sie sorgfältig.<br />

Bedenken Sie auch, dass das<br />

spätere Material je nach Stärke zusätzlichen<br />

Raum benötigt. Wegen<br />

eventuell nötiger Anpassungen raten<br />

wir Ihnen zum Bau eines Prototypen,<br />

den Sie mithilfe von Pappe<br />

und Klebeband ohne größeren Aufwand<br />

aus haushaltsüblichen Werkstoffen<br />

basteln können. Dieser<br />

Prototyp ist l<strong>auf</strong>fähig. Er kann also<br />

auch zum Testen genutzt werden,<br />

um zu sehen, ob sich der Bastel<strong>auf</strong>wand<br />

für den eigenen Rechner<br />

lohnen würde.<br />

64<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


Lufttunnel für Geforce | grafikkarten<br />

Anfertigung der benötigten Teile<br />

1<br />

2<br />

Beim Bau des Tunnels bietet es sich an, mit Schablonen zu arbeiten. Wir haben unsere<br />

Maße zur besseren Übersicht <strong>auf</strong>geschrieben und die Vorlagen beschriftet.<br />

Legen Sie die Schablonen beim Übertragen möglichst platzsparend aus. Das spart<br />

neben Material auch Arbeit. Ein dicker Filzstift schafft dabei Raum für das Sägeblatt.<br />

3<br />

4<br />

Beginnen Sie mit den<br />

schwierigen Stellen,<br />

etwa der Aussparung für<br />

den Lüfter. Zum Ansetzen<br />

der Säge bohren Sie<br />

randnah innerhalb der<br />

Markierung ein Loch.<br />

Ein kurzes Holzsägeblatt macht mit dem Hobbyglas kurzen Prozess. Eine Laubsäge<br />

funktioniert auch sehr gut. Stützen Sie das Material beim Sägen gut gegen Schwingungen<br />

ab.<br />

Wir nutzen für die definitive, also<br />

endgültige Version unseres Tunnels<br />

Hobbyglas aus Polycarbonat.<br />

Im Gegensatz zu dem bekannteren<br />

Plexiglas ist es einfacher zu<br />

verarbeiten und springt nicht so<br />

leicht. Eine Dicke von 3 mm ist ausreichend.<br />

Eine Platte dieser Stärke<br />

mit reichlich Material kostet etwa<br />

10 Euro und kann im Baumarkt<br />

wie auch online beispielsweise<br />

bei Amazon.de bezogen werden.<br />

Auf dem Hobbyglas angebrachte<br />

Schutzfolie lassen wir <strong>auf</strong> dem<br />

Glas, bis die Teile verklebt werden,<br />

so vermeiden wir Beschädigungen.<br />

Andere Materialien funktionieren<br />

natürlich auch, beispielsweise hölzerne<br />

Spanplatten. Zum Aussägen<br />

der Teile können Sie eine Laubsäge,<br />

Dremel oder Stichsäge nutzen.<br />

Beachten Sie dabei: Ein Sägeblatt<br />

nimmt je nach Art etwas Material<br />

an der Schnittstelle weg. Planen<br />

Sie also entsprechend ein wenig<br />

mehr ein. Das funktioniert am<br />

einfachsten, wenn Sie die Linien<br />

zwischen den Schablonen etwas dicker<br />

ziehen. Wenn alle Teile eingezeichnet<br />

sind, beginnen Sie zuerst<br />

mit den schwierigsten Schnitten,<br />

etwa der runden Aussparung für<br />

den Lüfter. Warum? Ein größeres<br />

Stück Hobbyglas ist einfacher zu<br />

handeln, schwingt zudem weniger<br />

stark. Auch wenn der Tunnel nicht<br />

die exaktesten Schnittkanten zur<br />

vollen Funktionalität benötigt, gut<br />

geschnittene Kanten erleichtern<br />

den späteren Zusammenbau und<br />

sparen Arbeit mit Schmirgelpapier<br />

oder Feile. Mit diesen Werkzeugen<br />

können Sie nach dem Aussägen<br />

scharfe Kanten brechen oder kleinere<br />

Unsauberkeiten beheben.<br />

Ein letzter Test sollte vor dem<br />

endgültigen Zusammenbau noch<br />

vollzogen werden. Heften Sie also<br />

die Einzelteile mit Klebeband zusammen<br />

und schauen Sie, ob der<br />

<strong>Grafikkarten</strong>-Tunnel auch wirklich<br />

in das Gehäuse passt und die Aussparung<br />

genau über dem Lüfter der<br />

GPU liegt. Stimmt alles, können Sie<br />

mit dem Verkleben beginnen. Hier<br />

funktioniert handelsüblicher Alleskleber,<br />

allerdings können damit<br />

leicht Schmierer entstehen. Alternativ<br />

funktioniert Sekundenkleber<br />

gut, hier müssen Sie beim Verkleben<br />

aber sehr schnell sein. Lassen<br />

Sie den Tunnel dem Kleber entsprechend<br />

ausreichend lange ruhen, bis<br />

alles getrocknet ist.<br />

Der Tunnel im Einsatz<br />

Nun wollen wir überprüfen, ob<br />

sich die Arbeit ausgezahlt hat. Zum<br />

Testen nutzen wir einen <strong>auf</strong> 3,6<br />

GHz übertakteten Core i7-920, der<br />

mit einer Kernspannung von 1,225<br />

Volt trotz ordentlichem Kühler<br />

unter Last knapp 70 °C erreicht.<br />

Dieser steckt zusammen mit einem<br />

sehr großzügig dimensionierten<br />

800-Watt-Netzteil in einem Fractal<br />

Design Arc Mini. Die Belüftung ist<br />

mit insgesamt fünf Gehäuselüftern<br />

sehr ordentlich, dennoch wird es<br />

in dem Mini-Midi-Gehäuse nach<br />

einiger Zeit recht warm. Gute Voraussetzungen<br />

für unseren Test.<br />

Wir wählen mit Battlefield 4 in<br />

Ultra-Settings samt vierfachem Multisampling<br />

sowie Crysis Warhead<br />

in Enthusiast-Einstellungen inklusive<br />

achtfachem Multisampling zwei<br />

anspruchsvolle Benchmarks. Bevor<br />

wir zu messen beginnen, lassen wir<br />

die Spiele mindestens 15 Minuten<br />

l<strong>auf</strong>en, um das System <strong>auf</strong>zuheizen.<br />

In Battlefield 4 wird die Temperaturgrenze<br />

der GTX 780 von 80 °C<br />

schnell erreicht. Die Grafikkarte<br />

beginnt den Takt zu drosseln. Mit<br />

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grafikkarten | Lufttunnel für Geforce<br />

Zusammenbau<br />

1<br />

2<br />

Bevor Sie mit dem eigentlichen<br />

Verkleben beginnen, nehmen Sie<br />

eventuelle Unsauberkeiten mit<br />

Schmirgelpapier weg. Die Teile<br />

können dann mit Klebeband fixiert<br />

werden.<br />

Haben Sie die Teile zusammengesetzt, zeigt ein loser Einbau im Gehäuse nebst Grafikkarte,<br />

ob alles passt. Jetzt können die Teile fest miteinander verklebt werden.<br />

eingebautem Tunnel bleibt die<br />

Temperatur auch nach 15 Minuten<br />

knapp unter dem Temp-Limit, der<br />

maximale Boost kann weitestgehend<br />

gehalten werden.<br />

Dank dem Boost der GTX 780 brauchen<br />

keine weiteren Anpassungen<br />

am System vorgenommen werden,<br />

die Karte taktet mit Tunnel automatisch<br />

höher. Der Effekt ist in<br />

Battlefield 4 besonders <strong>auf</strong>fällig: In<br />

unserer Benchmarkszene fallen die<br />

Frameraten ohne Tunnel durchgehend<br />

etwas niedriger aus, bei einigen<br />

besonders effektgeladenen<br />

Momenten bricht die Bildrate stark<br />

ein. Mit unserem Tunnel wird eine<br />

leicht höhere Bildrate erzielt, die<br />

für sich genommen kaum der Rede<br />

wert wäre. Aber: Die verhältnismäßig<br />

starken Einbrüche werden<br />

deutlich abgemildert oder sogar<br />

komplett annulliert. Der Frameverl<strong>auf</strong><br />

von Crysis Warhead ist in<br />

beiden Fällen deutlich ruhiger,<br />

analog zu unserer weniger explosiven<br />

Benchmarkszene. Dennoch<br />

kann mit dem Tunnel ein Plus verzeichnet<br />

werden. In beiden Spielen<br />

dreht zudem der Lüfter der GTX<br />

780 etwas langsamer, wobei eine<br />

Abweichung von rund einem Prozent<br />

zugunsten des Lufttunnels<br />

wohl eher von akademischem Interesse<br />

ist.<br />

Aus unserer Sicht hat sich<br />

der überschaubare Bastel<strong>auf</strong>wand<br />

gelohnt. Ohne tiefgreifende<br />

Eingriffe kann ein Leistungsplus<br />

von immerhin fünf<br />

Prozent in Battlefield 4 verzeichnet<br />

werden. Der wichtigere Aspekt ist<br />

aber sicher der deutlich geglättete<br />

Frameverl<strong>auf</strong>. Crysis Warhead legt<br />

über den gesamten Bereich zu, das<br />

Leistungsplus beträgt rund 13 Prozent,<br />

ein recht deutliches Ergebnis.<br />

Das DIY-Lüfter tuning funktioniert<br />

wie gewünscht.<br />

(pr)<br />

Fazit<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

Erfolgreiches Tuning<br />

Serienleistung erreicht. Der älteste<br />

Tuning-Witz ist in diesem Falle positiv<br />

zu verstehen: Die GTX 780 kann mit<br />

Tunnel den Boost praktisch durchgehend<br />

halten, läuft also mit ihrem<br />

maximal vorgesehenen Takt. Der Bastel<strong>auf</strong>wand<br />

ist überschaubar, günstig<br />

und erhält die Garantie.<br />

3<br />

Weniger Fps-Einbrüche durch Lufttunnel<br />

Frame-Verl<strong>auf</strong> über 20 Sekunden<br />

70<br />

60<br />

Achten Sie beim Verkleben <strong>auf</strong> den richtigen Zusammenbau, Korrekturen sind nur<br />

schwerlich möglich. Unser Prototyp aus Pappe leistet hier als Vorlage nützliche<br />

Dienste.<br />

Bilder pro Sekunde<br />

50<br />

40<br />

<strong>30</strong><br />

20<br />

10<br />

0<br />

BF 4 ohne Tunnel<br />

BF 4 mit Tunnel<br />

Crysis WH o. Tunnel<br />

n Crysis WH m. Tunnel<br />

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20<br />

Zeit in Sekunden<br />

System: Core i7-920 @ 3,6 Ghz (1,225 V), 8 Gb DDR-1600 RAM; Win7 x64; Geforce 331.93 Beta Bemerkungen:<br />

Bei Battlefield 4 taktet die GTX 780 bei anspruchsvollen Szenen ohne Tunnel zeitweise herunter, um<br />

ihr Temp-Target zu halten. Mit der Unterstützung durch den Tunnel kann dies deutlich abgemildert werden.<br />

Crysis Warhead läuft 13 Prozent besser<br />

Crysis Warhead<br />

Crysis Warhead mit Tunnel 38,6 (+13%)<br />

Crysis Warhead ohne Tunnel<br />

34,1 (Basis)<br />

Battlefield 4 bis zu 5 Prozent schneller<br />

Battlefield 4<br />

Battlefield 4 mit Tunnel 57,2 (+5%)<br />

Battlefield 4 ohne Tunnel<br />

54,5 (Basis)<br />

System: Core i7-920 @ 3,6 Ghz (1,225 V), 8 Gb DDR-1600 RAM; Win7 x64; Geforce<br />

331.93 Beta Bemerkungen: Der Zugewinn ist sehr deutlich. Das in Enthusiast-Einstellungen<br />

mit 8 x MSAA immer noch sehr anspruchvolle Spiel läuft mit Tunnel deutlich besser.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

System: Core i7-920 @ 3,6 Ghz (1,225 V), 8 Gb DDR-1600 RAM; Win7 x64; Geforce<br />

331.93 Beta Bemerkungen: Auch wenn der durchschnittliche Zugewinn nicht allzu hoch<br />

ausfällt, der deutlich glattere Frameverl<strong>auf</strong> kann durchaus spürbar ausfallen.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

66<br />

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Prozessoren<br />

AMD- und Intel-Prozessoren, Prozessorkühler, Wärmeleitpastenwww.pcgameshardware.de/cpu<br />

Kommentar<br />

Carsten Spille<br />

Fachbereich Prozessoren<br />

E-Mail: cs@pcgh.de<br />

Von wegen es tut sich nichts im CPU-Sektor.<br />

Der Skulltrail-Test gibt Denkanstöße.<br />

Viele Leser beschweren sich in Diskussionen,<br />

es gebe kaum Neues im CPU-Bereich, die Geschwindigkeitszuwächse<br />

seien zu gering, ein Generationensprung<br />

kaum erkennbar. Ich stimme<br />

dem nicht zu.<br />

Während der Benchmark-<strong>Tests</strong> für diese Ausgabe<br />

fiel vor allem die erschreckend schwache<br />

Performance des Zwei-Sockel-Achtkerners<br />

„Skulltrail“ ins Auge – hier sind seit der Core-<br />

2-Ära ganz offensichtlich enorme Fortschritte<br />

erzielt worden, auch wenn diese – das will ich<br />

gern zugeben, bei Intel ab Sandy Bridge geringer<br />

ausfallen. Das mag nun an mangelnder Konkurrenz<br />

liegen oder an zunehmender Komplexität,<br />

die Single-Thread-Performance weiter zu steigern.<br />

Denn die Single-Thread-Performance ist<br />

das, was Spielern zunächst ins Auge springt, da<br />

noch nicht allzu viele Titel mehr als zwei Threads<br />

nutzen. Doch auch in anderen Bereichen gibt<br />

es Fortschritte: Synthetische <strong>Tests</strong> bescheinigen<br />

zum Beispiel einem Core i7-4770K bei 4 GHz<br />

höheren Rechendurchsatz im Linpack als dem<br />

rechts vorgestellten Zehnkern-Monster – AVX2<br />

sei dank. Doch hier ist die Software-Entwicklung<br />

gefragt. Mir ist kein AVX2-Spiel bekannt …<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

Kurioses Detail: Unsere Test-CPU dürfte ein verkappter 12-Kerner sein,<br />

denn HWMonitor gibt die Temperaturen aller Kerne korrekt an.<br />

Xeon E5-2690 v2: 10 Kerne geprüft<br />

Nachdem wir bereits zuvor den Sandy-Bridgebasierten<br />

Achtkerner Xeon E5-2687W getestet<br />

haben, prüfen wir nun den 10-Kerner E5-2690 v2.<br />

Intel behält mehr als sechs physische CPU-<br />

Kerne noch immer seinen Workstation- und<br />

Server-CPUs vor, doch diese l<strong>auf</strong>en in vielen Sockel-2011-Platinen.<br />

Wir konnten einen Xeon E5-<br />

2690v2 ES <strong>auf</strong> Ivy-Bridge-E-Basis, 10 Kernen (plus<br />

SMT), 25 MiB L3-Cache und 3 GHz testen.<br />

Der Turbo verhilft fast durchweg zu 10 Prozent<br />

höherem Takt und so absolviert der Xeon unsere<br />

Benchmarks im Schnitt mit 3,3 GHz. In den Index<br />

eingerechnet, hätte er die Performancespitze<br />

inne, der i7-4960X käme trotz höheren Taktes nur<br />

<strong>auf</strong> 98,8 % Gesamtwertung – 100 % bei Spielen,<br />

aber lediglich 85 % in Anwendungen. Das bestätigt<br />

den Trend, dass Spiele etwas schlechter mit<br />

hoher Kernzahl, dafür aber besser mit viel Takt<br />

skalieren. Besonders beeindruckend ist die Performance<br />

im Cinebench R15, wo der 4960X um<br />

34 und der i7-4770K um 91 Prozent abgehängt<br />

wird. Auch in 7-Zip, x264 und Lightroom 5.3<br />

zieht der Vielkerner davon. In Spielen skalieren<br />

Battlefield 4 und Crysis 3 mit 1 respektive 4 Prozent<br />

noch am besten mit den 20 virtuellen (700<br />

MHz niedriger taktenden!) Kernen, während die<br />

restlichen Parcours-Spiele sogar etwas langsamer<br />

liefen als mit dem 4960X. Die Xeon-E5-Prozessoren<br />

haben wir übrigens wegen der exorbitanten<br />

Preise nahe 2.000 Euro im Index nicht mehr berücksichtigt,<br />

weitere Testergebnisse finden Sie<br />

im Skulltrail-Retro Artikel ab Seite 70. (cs)<br />

Prozessor-Roadmap für APUs und CPUs*<br />

Erstes Halbjahr 2014<br />

Intel Haswell Refresh: Statt „Broadwell DT“ im<br />

14-nm-Prozess gibt es zunächst wohl nur einen Refresh<br />

der Haswell-Generation – ob schon in 14-nm-Fertigung, ist<br />

unbekannt. SATA-Express ist laut Gerüchten inzwischen für<br />

den kommenden Chipsatz gestrichen.<br />

Intel Broadwell: Die für den Desktop eigentlich nur als<br />

verlötbare BGA-Versionen geplanten 14-nm-CPUs kommen<br />

laut aktueller Planung in Form des Xeon E3 auch als gesockelte<br />

Version und sind damit für Desktop-<strong>PC</strong>s interessant.<br />

AMD FX Next: Die im 28-Nanometer- Verfahren vorliegenden<br />

„Steamroller“-CPU-Module kommen derzeit nur<br />

im Kaveri zum Einsatz, AMD führt sie <strong>auf</strong> der Roadmap<br />

jedoch auch als Vierkern-„Berlin“-Opteron für Server. Neue<br />

FX-Gamer-Prozessoren fehlen jedoch in den öffentlich vorliegenden<br />

2014er-Planungen von AMD.<br />

Zweites Halbjahr 2014<br />

Intel Haswell EP: High-End-CPUs für den neuen<br />

Sockel 2011-3. Dieser ist inkompatibel zum aktuellen<br />

LGA 2011, da integrierte Spannungsregler genutzt werden.<br />

Haswell EP wird bis zu acht Kerne und Quad-Channel-<br />

DDR4-Speicher bieten.<br />

* Angaben beruhen <strong>auf</strong> Schätzungen der Redaktion oder Herstellerangaben,<br />

beispielsweise in Form von offiziellen oder durchgesickerten Roadmaps, die der<br />

Redaktion vorliegen.<br />

68<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


Startseite | Prozessoren<br />

<strong>PC</strong>GH-Index: Top 10 APUs<br />

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Anno: 41/22 BI: 47/22 TES5: 120/35 WoW: 75/26 Lux: 503 x264: 4,32<br />

BF4: 57/29 F1: 72/51 TR: 80/32 7-Zip: 240 LR5: 208<br />

<strong>PC</strong>GH-Index: Top 20 CPUs<br />

BESSER | Normierte Leistung<br />

Intel Core i7-4960X<br />

3,6 GHz – 6c/12t<br />

Preis: Ca. 890 Euro<br />

Anno: 56,2 C3: 103,8 SC2: 27,4 7-Zip: 155 LR5: 132<br />

BF4: 153,6 F1: 100,9 TES5: 74,8 Lux: 855 x264: 6,81<br />

100 %<br />

AMD A10-7850K<br />

3,7/0,72 GHz – 2m/4t – GPU 512 ALUs<br />

Preis: Ca. 155 Euro<br />

94,0%<br />

Anno: 31/21 BI: 54/27 TES5: 116/45 WoW: 74/35 Lux: 240 x264: 2,59<br />

BF4: 56/29 F1: 78/57 TR: 71/<strong>30</strong> 7-Zip: 453 LR5: 278<br />

Intel Core i7-49<strong>30</strong>K<br />

3,4 GHz – 6c/12t<br />

Preis: Ca. 490 Euro<br />

Anno: 53,8 C3: 101,7 SC2: 26,4 7-Zip: 161 LR5: 136<br />

BF4: 148,2 F1: 96,6 TES5: 73,8 Lux: 828 x264: 6,65<br />

96,9%<br />

AMD A10-6800K<br />

4,1/0,84 GHz – 2m/4t – GPU 384 ALUs<br />

Preis: Ca. 120 Euro<br />

84,6%<br />

Anno: <strong>30</strong>/19 BI: 48/23 TES5: 100/42 WoW: 72/32 Lux: 245 x264: 2,51<br />

BF4: 47/23 F1: 72/49 TR: 63/25 7-Zip: 440 LR5: 279<br />

Intel Core i7-3960X<br />

3,3 GHz – 6c/12t<br />

Preis: Ca. 750 Euro<br />

Anno: 54,3 C3: 102,4 SC2: 24,6 7-Zip: 153 LR5: 144<br />

BF4: 146,5 F1: 100,9 TES5: 73,5 Lux: 802 x264: 6,05<br />

95,5%<br />

AMD A10-6700<br />

3,7/0,84 GHz – 2m/4t – GPU 384 ALUs<br />

Preis: Ca. 120 Euro<br />

79,9%<br />

Anno: 29/18 BI: 46/22 TES5: 97/40 WoW: 63/27 Lux: 232 x264: 2,36<br />

BF4: 45/22 F1: 72/46 TR: 60/24 7-Zip: 455 LR5: 292<br />

Intel Core i7-4770K<br />

3,5 GHz – 4c/8t<br />

Preis: Ca. 285 Euro<br />

83,8%<br />

Anno: 51,4 C3: 81,3 SC2: 27,5 7-Zip: 239 LR5: 174<br />

BF4: 149,6 F1: 89,5 TES5: 64,8 Lux: 587 x264: 5,31<br />

Intel Core i7-4770K<br />

3,5/1,25 GHz – 4c/8t – GPU 160 ALUs<br />

Preis: Ca. 285 Euro<br />

75,7%<br />

Anno: 37/15 BI: 29/13 TES5: 70/22 WoW: 43/14 Lux: 582 x264: 5,31<br />

BF4: 38/18 F1: 55/32 TR: 48/17 7-Zip: 243 LR5: 174<br />

Intel Core i7-3770K<br />

3,5 GHz – 4c/8t<br />

Preis: Ca. 275 Euro<br />

79,8%<br />

Anno: 50,4 C3: 76,4 SC2: 22,6 7-Zip: 228 LR5: 177<br />

BF4: 146,5 F1: 88 TES5: 65,6 Lux: 563 x264: 4,46<br />

Intel Core i7-3770K<br />

3,5/1,15 GHz – 4c/8t – GPU 128 ALUs<br />

Preis: Ca. 275 Euro<br />

71,8%<br />

Anno: 31/12 BI: 28/13 TES5: 61/25 WoW: 41/13 Lux: 553 x264: 4,45<br />

BF4: 33/17 F1: 60/34 TR: 44/16 7-Zip: 231 LR5: 178<br />

Intel Xeon E3-12<strong>30</strong> v3<br />

3,3 GHz – 4c/8t<br />

Preis: Ca. 210 Euro<br />

78,9%<br />

Anno: 49,6 C3: 77 SC2: 24,6 7-Zip: 251 LR5: 182<br />

BF4: 143,6 F1: 83,8 TES5: 61,7 Lux: 537 x264: 5,01<br />

AMD A8-5600K<br />

3,6/0,76 GHz – 2m/4t – GPU 256 ALUs<br />

Preis: Ca. 80 Euro<br />

70,5%<br />

Anno: 27/16 BI: 40/19 TES5: 82/32 WoW: 58/26 Lux: 225 x264: 2,26<br />

BF4: 40/19 F1: 62/37 TR: 52/20 7-Zip: 463 LR5: <strong>30</strong>2<br />

Intel Core i5-4670K<br />

3,4 GHz – 4c/4t<br />

Preis: Ca. 200 Euro<br />

74,4%<br />

Anno: 47,4 C3: 69,7 SC2: 24,5 7-Zip: <strong>30</strong>3 LR5: 181<br />

BF4: 128,7 F1: 91,4 TES5: 62 Lux: 385 x264: 4,42<br />

Intel Core i5-4670K<br />

3,4/1,20 GHz – 4c/4t – GPU 160 ALUs<br />

Preis: Ca. 200 Euro<br />

69,2%<br />

Anno: 35/15 BI: 28/12 TES5: 68/21 WoW: 43/14 Lux: 380 x264: 4,39<br />

BF4: 37/18 F1: 51/31 TR: 46/17 7-Zip: <strong>30</strong>5 LR5: 182<br />

Intel Core i7-2600K<br />

3,4 GHz – 4c/8t<br />

Preis: Ca. 285 Euro<br />

73,8%<br />

Anno: 46,7 C3: 70,7 SC2: 19,7 7-Zip: 236 LR5: 201<br />

BF4: 138,9 F1: 83,5 TES5: 64,2 Lux: 511 x264: 3,9<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong><br />

3,5/1,15 GHz – 2c/4t – GPU 160 ALUs<br />

Preis: Ca. 110 Euro<br />

59,8%<br />

Anno: 27/15 BI: 27/12 TES5: 67/21 WoW: 42/13 Lux: 299 x264: 2,65<br />

BF4: 37/18 F1: 49/31 TR: 43/16 7-Zip: 441 LR5: 293<br />

Intel Core i7-990X<br />

3.46 GHz – 6c/12t<br />

Preis: Ca. 850 Euro<br />

73,2%<br />

Anno: 41,8 C3: 87,7 SC2: 14,6 7-Zip: 224 LR5: 196<br />

BF4: 133,8 F1: 78,8 TES5: 56,7 Lux: 574 x264: 5,01<br />

Intel Core i3-41<strong>30</strong><br />

3,4/1,15 GHz – 2c/4t – GPU 160 ALUs<br />

Preis: Ca. 95 Euro<br />

54,4%<br />

Anno: 27/13 BI: 26/11 TES5: 59/18 WoW: 38/13 Lux: 284 x264: 2,57<br />

BF4: 28/14 F1: 47/27 TR: 38/15 7-Zip: 457 LR5: <strong>30</strong>5<br />

AMD FX-9590<br />

4,7 GHz – 4m/8t<br />

Preis: Ca. 260 Euro<br />

72,1%<br />

Anno: 38,1 C3: 70,8 SC2: 17,4 7-Zip: 202 LR5: 164<br />

BF4: 1<strong>30</strong>,7 F1: 73,6 TES5: 50,5 Lux: 524 x264: 5,21<br />

Anno 2070/Battlef. 4/Biosh. Inf./F1 2013/Skyrim/Tomb R.: Durchschn. Fps in 768p/1.080p bei niedr./mittl.<br />

Details, kein AA/AF; W. of Warcraft : Durchschn. Fps in 1080p mit mittl./guten Details, Letzteres inkl. 4x MSAA,<br />

kein AF; 7-Zip v9.<strong>30</strong>: Sek. (Kompr. von 3 GB gemischten Daten); Luxmark v2.0: Punkte (Ksamples/s, Sala);<br />

Lightroom 5.3: Sek. (<strong>30</strong> Raws nach JPEG konvertieren, Vorgabe „kraftvoll“, Std.-Schärfen für Web); x264<br />

UHD x64: Fps (Ultra-HD, 50 Mbps); System: Z87/Z77, A88X/A85X, 2x 4 GiB DDR3, Turbo an; Win8.1 Pro x64.<br />

AMD macht Gewinn im Q4<br />

AMD legte die Ergebnisse für das abgel<strong>auf</strong>ene Jahr 2013 am 21. Januar vor<br />

– während das vierte Quartal optimistisch stimmt, sind die Bilanzen für das<br />

ganze Jahr 2013 noch immer im roten Bereich.<br />

Die<br />

Quartalszahlen<br />

für Q4/2013<br />

enthalten bereits<br />

die erste Ladung der<br />

XBox-One- und Playstation-4-Einnahmen<br />

und profitieren überdies<br />

von der Neu<strong>auf</strong>lage<br />

der Radeon-<strong>Grafikkarten</strong> als R7- und R9-Reihe sowie den neuen<br />

R9-290-<strong>Grafikkarten</strong>. Entsprechend stieg der Umsatz um 9 Prozent gegenüber<br />

dem Vorquartal und sogar um 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.<br />

Intel Core i5-3570K<br />

3,4 GHz – 4c/4t<br />

Preis: Ca. 190 Euro<br />

Intel Core i5-4570<br />

3,2 GHz – 4c/4t<br />

Preis: Ca. 165 Euro<br />

AMD FX-9370<br />

4,4 GHz – 4m/8t<br />

Preis: Ca. 195 Euro<br />

Intel Core i5-3470<br />

3,2 GHz – 4c/4t<br />

Preis: Ca. 155 Euro<br />

Intel Core i5-2500K<br />

3,3 GHz – 4c/4t<br />

Preis: Ca. 200 Euro<br />

AMD FX-8350<br />

4,0 GHz – 4m/8t<br />

Preis: Ca. 165 Euro<br />

AMD FX-8320<br />

3,5 GHz – 4m/8t<br />

Preis: Ca. 125 Euro<br />

Intel Core i3-43<strong>30</strong><br />

3,5 GHz – 2c/4t<br />

Preis: Ca. 110 Euro<br />

AMD FX-6350<br />

3,9 GHz – 3m/6t<br />

Preis: Ca. 110 Euro<br />

72,0%<br />

Anno: 46,9 C3: 64,4 SC2: 21,7 7-Zip: 264 LR5: 184<br />

BF4: 125,5 F1: 90 TES5: 62,7 Lux: 376 x264: 3,68<br />

71,9%<br />

Anno: 46,4 C3: 66 SC2: 22,8 7-Zip: <strong>30</strong>9 LR5: 189<br />

BF4: 124,7 F1: 91 TES5: 61,4 Lux: 367 x264: 4,18<br />

68,5%<br />

Anno: 35,9 C3: 67,2 SC2: 15,3 7-Zip: 206 LR5: 172<br />

BF4: 128,7 F1: 70,5 TES5: 47,9 Lux: 500 x264: 4,92<br />

68,3%<br />

Anno: 44,7 C3: 60,7 SC2: 19,8 7-Zip: 292 LR5: 196<br />

BF4: 121,4 F1: 88,7 TES5: 60,2 Lux: 360 x264: 3,49<br />

65,2%<br />

Anno: 44,5 C3: 56,9 SC2: 17,6 7-Zip: <strong>30</strong>7 LR5: 211<br />

BF4: 113,1 F1: 88,9 TES5: 61,8 Lux: 340 x264: 3,05<br />

64,5%<br />

Anno: 33,5 C3: 64,5 SC2: 12,6 7-Zip: 218 LR5: 181<br />

BF4: 124,8 F1: 67,5 TES5: 45,5 Lux: 484 x264: 4,62<br />

59,4%<br />

Anno: 29,9 C3: 58,6 SC2: 11,5 7-Zip: 226 LR5: 195<br />

BF4: 114,4 F1: 63,8 TES5: 42,1 Lux: 439 x264: 4,12<br />

56,8%<br />

Anno: 40,5 C3: 47,4 SC2: 21,4 7-Zip: 4<strong>30</strong> LR5: 292<br />

BF4: 92,2 F1: 74,3 TES5: 53,8 Lux: 299 x264: 2,65<br />

56,5%<br />

Anno: <strong>30</strong>,9 C3: 53,8 SC2: 11,9 7-Zip: 264 LR5: 208<br />

BF4: 107,1 F1: 66,6 TES5: 44,5 Lux: 367 x264: 3,42<br />

Obwohl die Gewinnmarge mit lediglich 35 Prozent zwei Prozentpunkte<br />

unterhalb des Jahresdurchschnitts lag, kommt der Chip- und IP-Lieferant<br />

aus Texas zum Jahresende 2013 <strong>auf</strong> 90 Millionen US-Dollar Gewinn. Auf<br />

das Jahr gerechnet setzte AMD 5,3 Mrd. US-Dollar und damit zwei Prozent<br />

weniger als im Vorjahr (2012) um. Für 2013 verzeichnete man Einnahmen<br />

in Höhe von 103 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich kommt für 2013<br />

trotzdem noch ein Verlust von 83 Millionen US-Dollar heraus. (cs)<br />

AMD FX-8150<br />

3,6 GHz – 4m/8t<br />

Preis: Ca. 140 Euro<br />

55,3%<br />

Anno: 27,1 C3: 51,9 SC2: 10,3 7-Zip: 234 LR5: 208<br />

BF4: 108,4 F1: 59,9 TES5: 38,7 Lux: 434 x264: 3,77<br />

Spiele: Durchschnittliche Fps in 1.280 x 720 bei max. Details (außer Post-Processing, AO), kein AA/AF: 7-Zip<br />

v9.<strong>30</strong>: Sekunden (Komprimieren von 3 GB gemischten Dateien), Luxmark v2.0 x64: Punkte (Ksamples/s, Sala-<br />

Szene), Adobe Lightroom 5.3: Sekunden (Konvertierung von <strong>30</strong> Raws nach JPEG, Vorgabe „kraftvoll“, Std.-<br />

Schärfen für Web), x264 UHD x64: Fps (Ultra-HD, 50 Mbps) System: Intel X79/Z87/Z77, AMD 990FX/A85X, 4<br />

GiB DDR3 je Speicherkanal, Turbo an; Win8.1 Pro x64, Geforce GTX 780 Ti @875 MHz, GF331.65 WQHL (HQ)<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 69


Prozessoren | Retro Skulltrail & Co<br />

Sechs Jahre Skulltrail – was vom einstigen Glanz noch übrig bleibt<br />

Extreme Systeme<br />

Neben Vernunft-<strong>PC</strong>s gibt es immer wieder auch Rechner, die bar jeder Vernunft das technisch Mögliche<br />

zeigen. Intels Skulltrail war vor rund 6 Jahren eine solche, rund 5.000 US-Dollar teure Maschine.<br />

Dream-Machines – oder zu<br />

Deutsch Traummaschinen<br />

– sind <strong>PC</strong>s, die mit allem erdenklichen<br />

Luxus ausgestattet sind und<br />

das technisch Machbare ihrer Zeit<br />

repräsentieren. Zu einer Zeit, in<br />

der zweieinhalb Gigahertz schnelle<br />

Quadcore-CPUs noch als High-<br />

End-Maschinen galten, stellte Intel<br />

mit einer umgebauten Workstation<br />

eine solche Dream-Machine für<br />

zahlungskräftige Käufer vor. Wir<br />

schauen uns heute, sechs Jahre später<br />

einmal an, ob die „Techdemo“<br />

von einst mit aktuellen Entwicklungen<br />

Schritt halten kann.<br />

Aus V8 wird Skulltrail<br />

Man nehme ein Dual-Sockel-Mainboard<br />

aus dem Workstationbereich,<br />

einen Viererpack FB-DIMM-<br />

Speicherriegel und zwei speziell<br />

für dieses System konfektionierte<br />

Quadcore-Prozessoren mit erhöhter<br />

TDP und freiem Multiplikator<br />

und fertig ist der V8. Ein Chipsatz-<br />

Add-on für Intels eigenes Serverprodukt<br />

um einen Nforce-100-Chip<br />

brachte dem System die für Enthusiasten-<strong>PC</strong>s<br />

nötige Multi-GPU-Tauglichkeit<br />

– dazu kam die Namensänderung<br />

von V8, unter dem das<br />

ursprüngliche System <strong>auf</strong> dem IDF<br />

gezeigt worden war, in Skulltrail.<br />

Die CPUs<br />

Für Kunden, die nur das Beste vom<br />

Besten aus Intels Produktpalette<br />

wollen, bietet der Prozessorriese<br />

seit vielen Jahren die sogenannten<br />

Extreme-Edition-CPUs an. Anfang<br />

2008 war das Spitzenmodell der<br />

Core 2 Extreme QX9770 <strong>auf</strong> Basis<br />

des Yorkfield-Kerns. 45 nm Strukturbreite<br />

in der Fertigung, 1<strong>30</strong><br />

Watt TDP, 12 MiB L2-Cache, vier<br />

Kerne und 3,2 GHz Takt waren<br />

geboten. Doch das genügte Intel<br />

nicht und so erweiterte man die<br />

Spezifikationen noch ein wenig.<br />

Aus 136 wurden 150 erlaubte Watt<br />

und man setzte das Werk für den<br />

Sockel 771 anstelle des Sockel 775<br />

um – und ermöglichte somit auch<br />

direkt den Betrieb im Tandem.<br />

Gleichzeitig verbaute man so aber<br />

Sockel-775-Nutzern den Upgrade-<br />

Pfad <strong>auf</strong> das neue Spitzenmodell<br />

und machte die Prozessoren der<br />

Skulltrail-Plattform wahrlich exklusiv.<br />

Seltener waren vermutlich<br />

nur noch AMDs speziell selektierte<br />

TWKR-Prozessoren, die speziell für<br />

LN2-Kühlung ausgesucht worden<br />

sind. Technisch basieren die Core<br />

2 Extreme QX9775 <strong>auf</strong> der Penryn-<br />

und damit der dritten Core-Architektur,<br />

deren Nachfolger Nehalem<br />

und mit ihm das Core-i-Namensschema<br />

war. Gegenüber den Core-<br />

2-Prozessoren der ersten Generation<br />

brachte Penryn ein paar<br />

Verbesserungen neben der Umstellung<br />

<strong>auf</strong> die – damals – moderne<br />

45-nm-Fertigung, welche in erster<br />

Linie mehr Cache und höhere Taktraten<br />

erlaubte. Beispielhaft sei hier<br />

die verbesserte Divisionseinheit<br />

genannt, die statt eines Radix-4-Dividierers<br />

ein Radix-16-Modell nutzte.<br />

Nach rund 1,5 Jahren nahm Intel<br />

die hochpreisigen Prozessoren<br />

aus dem Programm und selbst zu<br />

diesem Zeitpunkt kosteten sie laut<br />

<strong>PC</strong>GH-Preisvergleich noch knapp<br />

1.<strong>30</strong>0 Euro – pro Stück. Es war eben<br />

schon immer etwas teurer, das Beste<br />

haben zu wollen.<br />

70<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


Retro Skulltrail & Co | Prozessoren<br />

Techniktabelle: Skulltrail im Vergleich<br />

QX9770 1x QX9775 Skulltrail (2 x QX9775) Core i7-990X Core i7-49<strong>30</strong>K Core i7-4770K AMD FX-9590<br />

Architektur Penryn Penryn Penryn Westmere Ivy Bridge-E Haswell Vishera (Centurion)<br />

Sockel 775 771 771 1366 2011 1150 AM3+<br />

Fertigung 45 nm 45 nm 45 nm 32 nm 22 nm 22 nm 32 nm<br />

Kerne 2 x Dualcore-Modul 2 x Dualcore-Modul 2 x 2 Dualcore-Module 6 + HTT (nativ) 6 + HTT (nativ) 4 + HTT (nativ) 4 Module/8 Threads<br />

Takt 3,2 GHz 3,2 GHz 3,2 GHz 3,46 GHz + Turbo 3,4 GHz + Turbo 3,5 GHz + Turbo 4,7 GHz + Turbo<br />

L1-Cache Je 32 KiB Instr./Data Je 32 KiB Instr./Data Je 32 KiB Instr./Data Je 32 KiB Instr./Data Je 32 KiB Instr./Data Je 32 KiB Instr./Data Je 64 KiB Instr./Data<br />

L2-Cache 2x 6 MiB 2x 6 MiB 4 x 6 MiB 256 KiB je Kern 256 KiB je Kern 256 KiB je Kern 2.048 KiB je Modul<br />

L3-Cache N. vorhanden N. vorhanden N. vorhanden 12 MiB 12 MiB 8 MiB 8 MiB<br />

CPU-Interkonnekt FSB400 FSB400 FSB400 L3-Cache, 6,4-GT/s-QPI L3-Cache L3-Cache L3-Cache, HT-Link<br />

TDP (CPU) 136 Watt 150 Watt 2 x 150 Watt 1<strong>30</strong> Watt 1<strong>30</strong> Watt 84 Watt 220 Watt<br />

Preis (ca.-Angabe) 850 Euro 1.<strong>30</strong>0 Euro 2 x 1.<strong>30</strong>0 Euro 9<strong>30</strong> Euro 490 Euro 285 Euro 265 Euro<br />

Im Cache- und Speicherbenchmark von AIDA64 tritt eine Schwäche des Skulltrail-<br />

Systems zutage: Sowohl Speicherübertragungsrate als auch Latenz enttäuschen.<br />

Selbst ein (heute) normaler Quadcore-Prozessor wie der abgebildete i5-4670K (aber<br />

auch AMDs A10-7850K) zeigt hier zwei bis drei Mal so gute Werte wie Skulltrail.<br />

Das Mainboard<br />

Wie bereits angedeutet, zeigte Intel<br />

eine Skulltrail sehr ähnliche Plattform<br />

bereits im Jahr zuvor. Passend<br />

zu den aus dem Server-Bereich entliehenen<br />

Prozessoren setzte man<br />

auch beim Mainboard <strong>auf</strong> ebensolche<br />

Technik. Da Intel zu dem Zeitpunkt<br />

nur <strong>auf</strong> eigene Entwicklungen<br />

schaute, war für ein echtes Enthusiasten-<br />

und Benchmark-System noch<br />

eine Erweiterung nötig. Sie ahnen<br />

schon, worum es ging: Für Benchmarkrekorde<br />

darf ein Multi-GPU-<br />

Setup natürlich nicht fehlen und<br />

so erweiterte man die <strong>PC</strong>I-Express-<br />

Lanes des Chipsatzes (2008 bestanden<br />

die Mainboard-Chips noch aus<br />

North- und Southbridge) um gleich<br />

zwei NF100 von Nvidia. Diese waren<br />

nötig, um die damals führende<br />

Multi-GPU-Technik SLI einsetzen<br />

zu können. Nvidia koppelt dessen<br />

Freischaltung im Treiber an einen<br />

erkannten NF100-<strong>PC</strong>I-E-Splitter.<br />

Das Skulltrail-Board namens Intel<br />

D5400XS misst rund 33 x <strong>30</strong>,5 Zentimeter<br />

(E-ATX) und nutzt –der Name<br />

legt es nahe – den Intel 5400-Chipsatz<br />

mit dem Codenamen „Seaburg“<br />

inklusive 6321ESB I/O-Hub. Mithilfe<br />

einiger Zusatzcontroller war<br />

es vollgestopft mit dem damaligen<br />

Stand der Technik: GBit-LAN, 7.1<br />

Surround-Sound, SATA 3,0 Gb/s und<br />

E-SATA sowie IEEE1394 (Firewire )<br />

und USB 2.0 sorgten für externen<br />

Anschluss – PS/2-Ports suchte man<br />

vergebens. Vier <strong>PC</strong>I-Express-Steckplätze<br />

erlaubten vornehmlich für<br />

Benchmarkrekorde benötigte Multi-GPU-Systeme<br />

aus Geforce- oder<br />

Radeon-Karten. 3-Wege-SLI mit Ge-<br />

force 8800 Ultra oder Quad-Crossfire<br />

X mit vier RV670-GPUs zum Beispiel<br />

mit zwei Radeon HD 3870 X2<br />

war zum Skulltrail-Launch das Ende<br />

der Fahnenstange. Die in unserem<br />

Test genutzte Geforce GTX 780 Ti<br />

überbietet die Rechenleistung der<br />

MGPU-Setups bereits um mehr als<br />

Faktor 2.<br />

Der FB-DIMM-Speicher<br />

Auch der Arbeitsspeicher stammt<br />

aus dem Server-Bereich. Fully<br />

Buffered DIMMs verfügen über<br />

eigene Signalverstärker <strong>auf</strong> dem<br />

Speicherriegel, sodass Systeme<br />

mit großen Speichermengen ausgestattet<br />

werden können. Leider<br />

verfügt Skulltrail zum einen nur<br />

über vier Speicher-Steckplätze, sodass<br />

der FB-DIMM-Vorteil gar nicht<br />

zum Tragen kommen kann, und<br />

zum anderen liegt die Speichergeschwindigkeit<br />

selbst im Vergleich<br />

zu normalem High-End-DDR2-RAM<br />

geradezu lächerlich niedrig. Leider<br />

lässt sich ausgerechnet in diesem<br />

Bereich kaum etwas bewegen, da<br />

das BIOS zwar Timing-Anpassungen,<br />

aber keine Erhöhung der Speichergeschwindigkeit<br />

erlaubt. Im<br />

Cache- und Memory-Benchmark<br />

von AIDA64 kommen wir <strong>auf</strong> die<br />

sagenhafte Übertragungsgeschwindigkeit<br />

von 7,2 GByte/Sek. (lesend),<br />

im Schreibmodus sind es 1,1 GByte<br />

/Sek. weniger und mit Memcopy<br />

kommen wir immerhin <strong>auf</strong> gut<br />

7,8 GByte/Sek. – all das mit einem<br />

Vierkanal-Speicherinterface wohlgemerkt.<br />

Aktuelle Quadcore-CPUs<br />

der Haswell- oder Kaveri-Generation<br />

kommen in diesen Bereichen <strong>auf</strong><br />

rund die dreifachen Werte (s. o.).<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 71


Prozessoren | Retro Skulltrail & Co<br />

FSB: Achillesferse des zusammengeschusterten Achtkerners<br />

Skulltrail setzt <strong>auf</strong> ein Dual-Sockel-Mainboard mit zwei – jeweils aus wiederum zwei Dualcores – Vierkern-CPUs. Doch zum Datenaustausch müssen alle<br />

acht Penryn-Cores den Flaschenhals „FSB“, also den Front-Side-Bus, mit seinem gemächlichen Übertragungstempo von 12,8 GByte pro Sekunde gemeinsam<br />

nutzen. Moderne Architekturen können etwa die 15-fache Datenmenge zwischen den Kernen hin- und herschieben und so die verschiedenen Threads<br />

<strong>auf</strong> unterschiedlichen Kernen besser synchronisieren.<br />

Yorkfield<br />

Skulltrail<br />

Yorkfield<br />

Wolfdale<br />

Wolfdale<br />

Wolfdale<br />

Wolfdale<br />

Core 0<br />

3,2 GHz<br />

(Penryn)<br />

Core 1<br />

3,2 GHz<br />

(Penryn)<br />

Core 0<br />

3,2 GHz<br />

(Penryn)<br />

Core 1<br />

3,2 GHz<br />

(Penryn)<br />

Core 0<br />

3,2 GHz<br />

(Penryn)<br />

Core 1<br />

3,2 GHz<br />

(Penryn)<br />

Core 0<br />

3,2 GHz<br />

(Penryn)<br />

Core 1<br />

3,2 GHz<br />

(Penryn)<br />

32KiB<br />

L1D-Cache<br />

32KiB<br />

L1D-Cache<br />

32KiB<br />

L1D-Cache<br />

32KiB<br />

L1D-Cache<br />

32KiB<br />

L1D-Cache<br />

32KiB<br />

L1D-Cache<br />

32KiB<br />

L1D-Cache<br />

32KiB<br />

L1D-Cache<br />

6.144 KiB<br />

L2-Cache<br />

6.144 KiB<br />

L2-Cache<br />

6.144 KiB<br />

L2-Cache<br />

6.144 KiB<br />

L2-Cache<br />

FSB400<br />

FSB400<br />

FSB400<br />

FSB400<br />

12,8 GByte/s<br />

Anno 2070: Endlosspiel (Direct X 11)<br />

„Megacity 2013“ (720p), max. Details, kein AA/AF/AO/ min. Post-Processing<br />

Core i7-49<strong>30</strong>K (6c/12t) 48 53,8 (+147 %)<br />

Core i7-4770K (4c/8t) 45 51,4 (+136 %)<br />

Intel Xeon E5-2687W (8c/16t) 43 48,3 (+122 %)<br />

Intel Xeon E5-2690 v2 (10c/20t) 41 47,9 (+120 %)<br />

Core i7-990X (6c/12t) 36 41,8 (+92 %)<br />

AMD FX-9590 (4m/8t) 29 38,1 (+75 %)<br />

AMD FX-8350 (4m/8t) 25 33,5 (+54 %)<br />

Core 2 E. QX9770 (4c/4t) 20 25,5 (+17 %)<br />

Skulltrail (2x 4c/4t)<br />

17 21,8 (Basis)<br />

Core 2 Duo E8500 (2c/2t) 9 14,3 (-34 %)<br />

Battlefield 4: Kampagne (Direct X 11)<br />

„Fishing in Baku“ (720p), max. Details, kein AA/AF/AO/ min. Post-Processing<br />

Intel Xeon E5-2690 v2 (10c/20t) 120 155,6 (+132 %)<br />

Core i7-4770K (4c/8t) 128 149,6 (+123 %)<br />

Core i7-49<strong>30</strong>K (6c/12t) 126 148,2 (+121 %)<br />

Intel Xeon E5-2687W (8c/16t) 123 146,5 (+118 %)<br />

Core i7-990X (6c/12t) 101 133,8 (+99 %)<br />

AMD FX-9590 (4m/8t) 99 1<strong>30</strong>,7 (+95 %)<br />

AMD FX-8350 (4m/8t) 88<br />

124,8 (+86 %)<br />

Skulltrail (2x 4c/4t)<br />

51<br />

67,1 (Basis)<br />

Core 2 E. QX9770 (4c/4t) 39 56,9 (-15 %)<br />

Core 2 Duo E8500 (2c/2t) 17 25,7 (-62 %)<br />

System: Intel X79/Z87/P45, AMD 990FX,4 GiB RAM DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit<br />

nach Hst.-Vorgabe, GF GTX 780 Ti (875 MHz, GF 331.65 WHQL, HQ); Win 8.1 Pro<br />

Bemerkungen: Die Synchronisation via FSB mindert hier wohl die Skulltrail-Performance.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

System: Intel X79/Z87/P45, AMD 990FX,4 GiB RAM DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit<br />

nach Hst.-Vorgabe, GF GTX 780 Ti (875 MHz, GF 331.65 WHQL, HQ); Win 8.1 Pro<br />

Bemerkungen: Battlefield setzt offenbar <strong>auf</strong> heftige Inter-Thread-Kommunikation.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

Anwendungsleistung: Komprimieren<br />

7-Zip 9.<strong>30</strong>a 64 Bit Sekunden Watt Energieindex<br />

Intel Xeon E5-2690 v2 (10c/20t) 131 165 k. A.<br />

Intel Xeon E5-2687W (8c/16t) 138 187 k. A.<br />

Core i7-49<strong>30</strong>K (6c/12t) 161 157 81,3<br />

AMD FX-9590 (4m/8t) 202 257 39,6<br />

AMD FX-8350 (4m/8t) 218 182 51,8<br />

Core i7-990X (6c/12t) 224 160 57,3<br />

Core i7-3770K (4c/8t) 228 97 92,9<br />

Core i7-4770K (4c/8t) 239 86 100<br />

AMD FX-6350 (3m/6t) 264 146 53,3<br />

AMD Phenom II X6 1100T (6c/6t) 319 153 42,1<br />

Skulltrail OC 3,6 GHz (2x 4c/4t) 397 384 13,5<br />

Skulltrail (2x 4c/4t) 428 316 15,2<br />

Core 2 E. QX9770 (4c/4t) 592 121 28,7<br />

Core 2 Duo E8500 (2c/2t) 1026 90 22,3<br />

Anwendungsleistung: 3D-Rendering<br />

Cinebench R15, 64 Bit Alle Kerne Ein Kern Speed-Up<br />

Intel Xeon E5-2690 v2 (10c/20t) 1444 116 12,4x<br />

Intel Xeon E5-2687W (8c/16t) 1166 119 9,8x<br />

Core i7-49<strong>30</strong>K (6c/12t) 1043 141 7,4x<br />

Core i7-990X (6c/12t) 802 110 7,3x<br />

Core i7-4770K (4c/8t) 756 157 4,8x<br />

AMD FX-9590 (4m/8t) 7<strong>30</strong> 114 6,4x<br />

Skulltrail OC 3,6 GHz (2x 4c/4t) 710 96 7,4x<br />

Core i7-3770K (4c/8t) 675 142 4,8x<br />

Skulltrail (2x 4c/4t) 655 86 7,6x<br />

AMD FX-8350 (4m/8t) 642 99 6,5x<br />

AMD Phenom II X6 1100T (6c/6t) 501 96 5,2x<br />

AMD FX-6350 (3m/6t) 468 99 4,7x<br />

Core 2 E. QX9770 (4c/4t) 345 90 3,8x<br />

Core 2 Duo E8500 (2c/2t) 166 88 1,9x<br />

72<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

www.pcgameshardware.de


www.pcgameshardware.de • www.pcghx.de<br />

Retro Skulltrail & Co | Prozessoren<br />

Unser Test<br />

Wir haben das Skulltrail-System<br />

mit einer aktuellen Geforce-Grafikkarte,<br />

nämlich der GTX 780 Ti,<br />

bestückt und durch unseren Standard-Testparcours<br />

für CPUs gejagt.<br />

Zum Vergleich haben wir noch<br />

einen Dual- und einen Quadcore-<br />

Prozessor aus derselben Generation<br />

verwendet. In Anwendungen<br />

haben wir zusätzlich eine OC-Variante<br />

mit 3,6 anstelle der üblichen<br />

3,2 GHz mitgetestet – im realen<br />

Spieleeinsatz verpufft ein großer<br />

Teil der möglichen Mehrleistung,<br />

da der FSB dichtmacht. Denn über<br />

dieses Nadelöhr (siehe Diagramm<br />

links) müssen nicht nur die Speicherzugriffe<br />

abgewickelt werden,<br />

sondern auch die Kommunikation<br />

der einzelnen Dualcore-Module.<br />

Und es tut sich doch etwas<br />

Als Dokument aktueller Entwicklungen<br />

widerlegen unsere zusätzlich<br />

mit in den Vergleich <strong>auf</strong>genommenen,<br />

aktuellen Mehrkern-CPUs<br />

deutlich das Vorurteil, im Prozessorbereich<br />

würde die Zeit stillstehen.<br />

Es ist zwar richtig, dass Innovationen<br />

eher schleichend Einzug<br />

halten und dass meist eher <strong>auf</strong> die<br />

Anzahl der Kerne, den Takt oder<br />

die Leistungs<strong>auf</strong>nahme geschielt<br />

wird, aber den wichtigsten Schritt<br />

zur Mehrkernintegration hat Intel<br />

mit dem Nehalem und AMD mit<br />

dem Phenom getan. Die Skalierung<br />

mit zusätzlichen Kernen findet im<br />

Gegensatz zu veralteten Architekturen<br />

wie dem Skulltrail nämlich<br />

inzwischen auch abseits perfekt<br />

verteilbarer Aufgaben wie zum<br />

Beispiel dem Cinebench R15 statt.<br />

Auch Spiele, die offenbar mehr<br />

Kommunikation zwischen den einzelnen<br />

Kernen erfordern, profitieren<br />

häufig stark davon.<br />

Interessant ist in diesem Zusammenhang<br />

die relativ gute Skalierfähigkeit<br />

Skulltrails in Anwendungen,<br />

welche im deutlichen<br />

Gegensatz zum Spiele-Parcours<br />

steht. Im <strong>PC</strong>GH-Anwendungsindex<br />

zieht er trotz Architektur-Schwäche<br />

und langsamem RAM dem QX9770<br />

um knapp 50 Prozent davon, muss<br />

Der Taskmanager von Windows 8.1 Pro zeigt die beiden CPUs zwar brav als Zwei-<br />

Sockel-System an, addiert unverständlicherweise aber die Cache-Größen.<br />

sich in Spielen aber sogar minimal<br />

geschlagen geben. Gegen einen<br />

modernen Achtkerner wie AMDs<br />

FX 8350 hat das sechs Jahre alte<br />

System natürlich nicht den Hauch<br />

einer Chance. Die Anwendungsleistung<br />

im <strong>PC</strong>GH-Index liegt im<br />

Bereich des Phenom II X6 1100T,<br />

die Spieleperformance hingegen<br />

entspricht nur etwa der eines Athlon<br />

X4 740 – bei zigfach höherem<br />

Stromverbrauch.<br />

(cs)<br />

Fazit<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

Sechs Jahre Skulltrail<br />

Der Zahn der Zeit hat viel vom Glanze<br />

Skulltrails hinfortgenagt. Nicht nur der<br />

unmäßige Stromverbrauch, auch die<br />

durch das Nadelöhr FSB verursachte<br />

mangelhafte Skalierfähigkeit in Spielen<br />

über mehrere Sockel hinweg, sind für<br />

aktuelle Systeme leicht und locker zu<br />

toppen. Sechs Jahre sind im <strong>PC</strong>-Bereich<br />

eben eine kleine Ewigkeit.<br />

Crysis 3: Single-Player (Direct X 11)<br />

„Fields“ (720p), max. Details, kein AA/AF/AO/ min. Post-Processing<br />

Intel Xeon E5-2690 v2 (10c/20t) 91 108,3 (+151 %)<br />

Core i7-49<strong>30</strong>K (6c/12t) 86 101,7 (+135 %)<br />

Intel Xeon E5-2687W (8c/16t) 85 101,3 (+134 %)<br />

Core i7-990X (6c/12t) 72 87,7 (+103 %)<br />

Core i7-4770K (4c/8t) 68 81,3 (+88 %)<br />

AMD FX-9590 (4m/8t) 56 70,8 (+64 %)<br />

AMD FX-8350 (4m/8t) 53 64,5 (+49 %)<br />

Skulltrail (2x 4c/4t)<br />

35 43,2 (Basis)<br />

Core 2 E. QX9770 (4c/4t) 27 33,0 (-24 %)<br />

Core 2 Duo E8500 (2c/2t) 10 14,4 (-67 %)<br />

F1 2013: Rennen mit 23 Gegnern (Direct X 11)<br />

„Catalunya“ (720p), max. Details, kein AA/AF/AO/ min. Post-Processing<br />

Intel Xeon E5-2690 v2 (10c/20t) 87 99,4 (+149 %)<br />

Intel Xeon E5-2687W (8c/16t) 83 97,4 (+144 %)<br />

Core i7-49<strong>30</strong>K (6c/12t) 81 96,6 (+142 %)<br />

Core i7-4770K (4c/8t) 79 89,5 (+124 %)<br />

Core i7-990X (6c/12t) 69 78,8 (+97 %)<br />

AMD FX-9590 (4m/8t) 65 73,6 (+84 %)<br />

AMD FX-8350 (4m/8t) 60 67,5 (+69 %)<br />

Core 2 E. QX9770 (4c/4t) 41 47,0 (+18 %)<br />

Skulltrail (2x 4c/4t)<br />

Core 2 Duo E8500 (2c/2t) 20 23,7 (-41 %)<br />

35<br />

40,0 (Basis)<br />

System: Intel X79/Z87/P45, AMD 990FX,4 GiB RAM DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit<br />

nach Hst.-Vorgabe, GF GTX 780 Ti (875 MHz, GF 331.65 WHQL, HQ); Win 8.1 Pro<br />

Bemerkungen: In Crysis 3 zieht AMDs FX-8350 dem Skulltrail um 50 Prozent davon.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

System: Intel X79/Z87/P45, AMD 990FX,4 GiB RAM DDR3 pro Speicherkanal, Geschwindigkeit<br />

nach Hst.-Vorgabe, GF GTX 780 Ti (875 MHz, GF 331.65 WHQL, HQ); Win 8.1 Pro<br />

Bemerkungen: Hier scheint dasselbe Problem wie in Anno 2070 Skulltrail zu bremsen.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

Anwendungsleistung: Videokonvertierung<br />

x264 UHD (Multithread, 64 Bit) Fps Watt Energieindex<br />

Intel Xeon E5-2690 v2 (10c/20t) 8,31 180 k.A.<br />

Intel Xeon E5-2687W (8c/16t) 6,71 191 k.A.<br />

Core i7-49<strong>30</strong>K (6c/12t) 6,65 176 71,2<br />

Core i7-4770K (4c/8t) 5,31 100 100<br />

AMD FX-9590 (4m/8t) 5,21 <strong>30</strong>4 32,3<br />

Core i7-990X (6c/12t) 5,01 188 50,2<br />

AMD FX-8350 (4m/8t) 4,62 193 45,1<br />

Core i7-3770K (4c/8t) 4,46 104 80,8<br />

Skulltrail OC 3,6 GHz (2x 4c/4t) 4,09 420 18,3<br />

Skulltrail (2x 4c/4t) 3,86 350 20,8<br />

AMD FX-6350 (3m/6t) 3,42 166 38,8<br />

AMD Phenom II X6 1100T (6c/6t) 3,20 158 38,1<br />

Core 2 E. QX9770 (4c/4t) 2,27 134 31,9<br />

Core 2 Duo E8500 (2c/2t) 1,22 98 23,4<br />

Anwendungsleistung: Fotobearbeitung<br />

Adobe Lightroom 5.3 (64 Bit) Sekunden Watt Energieindex<br />

Intel Xeon E5-2690 v2 (10c/20t) 127 147 k.A.<br />

Core i7-49<strong>30</strong>K (6c/12t) 136 153 98,3<br />

Intel Xeon E5-2687W (8c/16t) 144 182 k.A.<br />

AMD FX-9590 (4m/8t) 164 294 41,3<br />

Core i7-4770K (4c/8t) 174 87 100<br />

Core i7-3770K (4c/8t) 177 98 91,4<br />

AMD FX-8350 (4m/8t) 181 198 52,1<br />

Core i7-990X (6c/12t) 196 171 64,3<br />

AMD FX-6350 (3m/6t) 208 169 44,7<br />

Skulltrail OC 3,6 GHz (2x 4c/4t) 231 394 18,1<br />

AMD Phenom II X6 1100T (6c/6t) 233 170 38,3<br />

Skulltrail (2x 4c/4t) 247 334 22,6<br />

Core 2 E. QX9770 (4c/4t) 296 138 29,4<br />

Core 2 Duo E8500 (2c/2t) 464 100 19,9<br />

www.pcgameshardware.de 03/14 | <strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> 73


Prozessoren | Praxis: CPU-Tunnel<br />

Alle Arbeiten<br />

geschehen<br />

<strong>auf</strong> eigene<br />

Gefahr.<br />

DIY-Gehäusemodifikation für eine verbesserte CPU-Kühlung<br />

CPU-Kühlung optimiert<br />

Die Kühlung ist gerade bei übertakteten Prozessoren enorm wichtig. Doch der Kühler kann im Normalfall<br />

nur die warme Luft aus dem Gehäuse nutzen. Ein Selbstbau optimiert die CPU-Kühlung.<br />

Dass die CPU über eine ausreichende<br />

Kühlung verfügen<br />

sollte, leuchtet jedem ein. Und natürlich<br />

gilt dies besonders, wenn<br />

der Prozessor stark übertaket wird.<br />

Ein guter Kühler ist in diesen Fällen<br />

Pflicht, gerade wenn ein hitzköpfiger<br />

Haswell oder Piledriver die<br />

Rechenarbeit übernimmt. Das ist<br />

auch kein Problem, denn der Markt<br />

gibt für den Informierten reichlich<br />

her. Eine Auswahl finden Sie etwa<br />

in dieser Ausgabe <strong>auf</strong> den <strong>Seiten</strong><br />

78 - 81 im Anschluss an diesen Artikel.<br />

Doch auch sehr gute Kühler<br />

haben ein Handicap: Sie nutzen<br />

zur Kühlung die bereits erwärmte<br />

Luft aus dem Gehäuse. Wie sähe es<br />

aus, wenn stattdessen die kühlere<br />

Raumluft genutzt werden könnte?<br />

Wir machen den Test und fertigen<br />

eine Konstruktion, die genau dies<br />

erlaubt. Damit die Kühlung auch<br />

richtig ausgelastet wird, wählen<br />

wir einen Core i5-4670K, den wir<br />

mithilfe einer Kernspannung von<br />

1,28 Volt <strong>auf</strong> 4,7 GHz übertakten.<br />

Das entspricht einem Overclocking<br />

gegenüber dem Standard-Takt von<br />

strammen 38%. Zudem verpflanzen<br />

wir den Prozessor in ein Mini-Midi-<br />

Gehäuse mit verhältnismäßig sparsamer<br />

Kühlung. Als CPU-Kühler<br />

verwenden wir den mächtigen<br />

Thermaltake HR-22.<br />

Zwangsbelüftung<br />

Zuerst müssen wir uns Gedanken<br />

machen, wie das Prinzip funktionieren<br />

soll. Hier gibt es viele<br />

verschiedene Ansatzpunkte – wir<br />

entscheiden uns dafür, einen Tunnel<br />

zu bauen, der einen der Frontlüfter<br />

nutzt, um Kühlluft anzusaugen,<br />

welche über den CPU-Lüfter<br />

geführt und über den hinteren<br />

Gehäuselüfter wieder ins Freie<br />

befördert wird. So sollte ein kräftiger<br />

Sog enstehen, der die Kühlluft<br />

durch den CPU-Kühler presst. Wir<br />

fertigen als Erstes einen einfachen<br />

Prototypen, um das Konzept zu<br />

veranschaulichen und potenzielle<br />

Schwierigkeiten schon vor dem eigentlichen<br />

Bau zu erkennen.<br />

Danach vermessen wir das Gehäuse<br />

und übertragen die erhaltenen<br />

Werte <strong>auf</strong> eine Skizze des Bauplans.<br />

Schon in diesem Arbeitsschritt<br />

berücksichtigen wir zudem eventuelle<br />

Aussparungen, etwa für das<br />

Kabel für die Stromversorgung der<br />

CPU oder für die SATA-Anschlüsse.<br />

Mit der Skizze und den Werten<br />

können wir nun Schablonen fertigen.<br />

Wir wählen dafür drei Millimeter<br />

starke Pappe. Das Material<br />

ist steif genug, um es zur Kontrolle<br />

im Gehäuse anzubringen. Für den<br />

Tunnelbau planen wir Kunststoffplatten<br />

in derselben Stärke zu verwenden.<br />

Der Werkstoff kostet im<br />

Baumarkt rund 15 Euro pro Quadratmeter<br />

und lässt sich sehr einfach<br />

verarbeiten. Tatsächlich lässt<br />

er sich mit etwas Kraft sogar mit<br />

dem Teppichmesser schneiden.<br />

Für unseren Bau benötigen wir<br />

etwa einen halben Quadratmeter.<br />

Der Bau<br />

Die Schablonen legen wir möglichst<br />

platzsparend <strong>auf</strong> unsere<br />

Kunststoffplatte und zeichnen sie<br />

ein. Wir nutzen dafür einen dicken<br />

Filzstift, denn das Blatt der von<br />

uns verwendeten Stichsäge nimmt<br />

74<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

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Praxis: CPU-Tunnel | Prozessoren<br />

etwa einen Millimeter Material<br />

beim Schneiden weg. Wir führen<br />

die Säge langsam, aber mit einer<br />

hohen Drehzahl, so geben wir den<br />

Blatt reichlich Zeit, das Plastik abzutragen<br />

und minimieren gleichzeitig<br />

Vibrationen. Das Sägen<br />

funktioniert tadellos, es ist recht<br />

einfach, eine gerade Linie einzuhalten.<br />

An einigen Stellen, wie zum<br />

Beispiel den Aussparungen für<br />

benötigte Verkabelungen können<br />

wir die Säge nicht ansetzen. Hier<br />

hilft uns ein Trick weiter: Wir erhitzen<br />

ein loses Sägeblatt mit dem<br />

Feuerzeug, danach drücken wir die<br />

heiße Klinge durch die Platte. Nun<br />

können wir das Sägeblatt, welches<br />

in die Stichsäge eingespannt wurde,<br />

in den entstandenen Schlitz<br />

einführen und von dort aus weiterarbeiten.<br />

Nachdem wir alle Teile ausgeschnitten<br />

haben, setzen wir sie ein<br />

letztes Mal lose in das Gehäuse, um<br />

die Passgenauigkeit zu überprüfen.<br />

Alles sitzt, kleine Unebenheiten an<br />

den Schnittkanten entfernen wir<br />

vor dem Zusammenbau mit Schmirgelpapier.<br />

Zum Verkleben wählen<br />

wir einen elastischen Allzweck-Kleber,<br />

damit geben wir dem Tunnel<br />

genügend Flexibilität, um ihn später<br />

ohne große Schwierigkeiten in<br />

das Gehäuse zu klemmen.<br />

Unsere Konstruktion hat einige<br />

Ecken und scharfe Kanten. Auch<br />

ohne abgeschlossenes Studium<br />

in Aerodynamik wissen wir, dass<br />

diese <strong>auf</strong> eine optimale Luftströmung<br />

negative Auswirkungen<br />

haben. An diesen Kanten können<br />

Verwirbelungen <strong>auf</strong>treten, die im<br />

schlimmsten Fall sogar den Luftstrom<br />

unterbrechen könnten.<br />

Doch mit ein paar passend zurechtgeschnittenen<br />

Papierstreifen, die<br />

wir zu einer sanften Wellenform<br />

geformt einkleben, sorgen wir für<br />

eine ungestörte Beatmung unseres<br />

CPU-Kühlers.<br />

Nun wird es spannend: Haben wir<br />

den Tunnel richtig konzipiert und<br />

hat sich der Arbeits<strong>auf</strong>wand gelohnt?<br />

Mit sanfter Gewalt pressen<br />

wir unsere stramm sitzende Konstruktion<br />

ins Gehäuse. Im Anschluss<br />

der bebilderten Baudokumentation<br />

finden Sie einen umfangreichen<br />

Test unserer Do-it-Yourself-Kühlungs-Modifikation.<br />

Läuft der Prozessor trotz starker Übertaktung stabil? Ein harter Belastungstest stellt<br />

die CPU vor dem eigentlichen Test <strong>auf</strong> die Probe.<br />

Selbstbau-Kühlungs-Mod im Detail<br />

01<br />

02<br />

Als Nächstes messen wir unser Gehäuse ab nutzen die Werte für<br />

unsere Skizze. Jede Gehäuse-<strong>Hardware</strong>-Kombination ist anders.<br />

03<br />

Zuerst machen wir uns Gedanken, wie wir<br />

die Kühlungsmod konzipieren möchten und<br />

basteln einen groben Prototypen. Hübsch<br />

muss dieser nicht sein.<br />

Aus Pappe fertigen wir unsere Schablonen. Diese haben die gleiche<br />

Stärke wie das später verwendete Baumaterial.<br />

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Prozessoren | Praxis: CPU-Tunnel<br />

04<br />

05<br />

Die Schablonen samt Aussparungen,<br />

zum Beispiel für benötigte<br />

Kabel, sind fertig und werden<br />

zwecks Übersicht beschriftet.<br />

Eine lose Anprobe zeigt, ob alle Teile passen.<br />

Die Funktionsweise der Kühlungs-Mod<br />

ist zu erkennen: Vorn wird kalte Luft in den<br />

Tunnel geblasen, hinten warme hinaus.<br />

06<br />

07<br />

08<br />

Am schwierigsten war die Deckplatte zu berechnen<br />

und zu fertigen. Sie passt jedoch einwandfrei.<br />

Sie können viel Material und Arbeit sparen, wenn Sie<br />

beim Übertragen der Schablonen durchdacht vorgehen.<br />

Wir wählen eine Stichsäge zum Ausschneiden der Teile,<br />

eine Laubsäge funktioniert aber auch sehr gut.<br />

09<br />

10 11<br />

Wer geschickt sägt, erleichtert sich die Arbeit. Daher<br />

sollte man die Reihenfolge mit Bedacht wählen.<br />

An einigen Stellen ließ sich unsere Säge nicht ansetzen.<br />

Ein kleiner Trick: Erhitzen Sie ein Sägeblatt …<br />

… und drücken Sie es anschließend durch die Plastikplatte.<br />

Nun können Sie bequem weiterarbeiten.<br />

12<br />

13<br />

Eine letzte lose Anprobe. Sind<br />

alle Teile korrekt ausgeschnitten<br />

und sitzen die Aussparungen an<br />

der richtigen Stelle?<br />

Nun kann die Konstruktion<br />

zusammengebaut<br />

und verklebt werden.<br />

Ein flexibel bleibender<br />

Klebstoff hilft später<br />

beim Einbau. Mit zurechtgeschnittenen<br />

Papierstreifen<br />

optimieren<br />

wir die Luftströmung.<br />

76<br />

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Praxis: CPU-Tunnel | Prozessoren<br />

Die Kühlungs-Modifikation im Test<br />

Bevor wir mit dem eigentlichen<br />

Testen beginnen, unterziehen<br />

wir unser System einem anspruchsvollen<br />

Belastungstest. Dazu starten<br />

wir nach dem Windows-Start Prime<br />

95, zudem sorgt Anno 2070 dafür,<br />

dass sich die verwendete GTX 770<br />

ebenfalls <strong>auf</strong>heizt und so das ganze<br />

System zusätzlich belastet. Alles<br />

bleibt im grünen Bereich, nun wird<br />

es spannend für uns: Wir messen<br />

die Temperaturen mit und ohne<br />

Belüftungs-Modifikation. Gemäß<br />

unseren standardisierten Gehäusetests<br />

nehmen wir außerdem eine<br />

Messung der Lautstärke vor. Dabei<br />

wird die Lautheit direkt von vorne<br />

und von der Seite mit einem Winkel<br />

von 45° bestimmt. Zusätzlich ermitteln<br />

wir in Battlefield 4, was die<br />

Übertaktung der CPU gegenüber<br />

dem Referenztakt an zusätzlicher<br />

Leistung einbringt.<br />

Die Performance<br />

In unserem System steckt eine Geforce<br />

GTX 770, eine passende GPU<br />

für einen Core i5-4670K, zumindest<br />

bei Standard-Takten. Als Benchmark<br />

verwenden wir Battlefield 4<br />

und unsere sehr anspruchsvolle<br />

Szene aus der Mission „Fishing in<br />

Baku“. Mit Referenz-Einstellungen<br />

und fixiertem Boost der Grafikkarte<br />

liefert unser System in „Ultra“-<br />

Einstellungen mitsamt vierfachem<br />

Multisampling etwa 45 Bilder pro<br />

Sekunde. Erhöhen wir den Takt der<br />

CPU <strong>auf</strong> stolze 4,7 GHz, knacken<br />

wir 50 Fps, zudem ist die minimale<br />

Bildrate deutlich höher. Battlefield<br />

4 kann also das Mehr an CPU-Power<br />

gut nutzen.<br />

Die Temperaturen<br />

Zur Temperatur-Messung verwenden<br />

wir ebenfalls unser System<br />

zum Testen von Gehäusen: Wir<br />

starten Prime 95, ordnen dem Prozess<br />

per Rechtsklick drei der vier<br />

Kerne des Core i5-4670K zu und<br />

starten im Anschluss Anno 2070.<br />

Dieser Anwendung wird der verbleibende<br />

Kern zugeordnet. Nach<br />

einer halben Stunde messen wir<br />

mithilfe des Programms Core Temp<br />

die Temperaturen der einzelnen<br />

Kerne. In diesem Test mitteln wir<br />

die Ergebnisse und vergleichen<br />

die Resultate, die wir mit und ohne<br />

Modifikation erhalten haben. Dies<br />

ist sicher die interessanteste Bilanz,<br />

hier sehen wir am deutlichsten,<br />

ob unsere Arbeit auch von Erfolg<br />

gekrönt ist. Und tatsächlich: Die<br />

kräftig übertaktete CPU läuft mithilfe<br />

des Thermaltake HR-22 und<br />

unseres Tunnels um beinahe sechs<br />

Grad Celsius kühler. Das ist ein ordentlicher<br />

Unterschied. Wir haben<br />

unsere grauen Zellen also nicht<br />

umsonst angestregt: Mit der Konzeption<br />

und dem anschließenden<br />

Bau der Kühlermodifikation lagen<br />

wir ganz richtig. Wir haben außerdem<br />

die Temperaturen der GPU<br />

sowie der Festplatte gemessen, um<br />

sicherzugehen, dass wir durch unsere<br />

Modifikation nicht etwa einen<br />

Hotspot kreiert haben. Doch beide<br />

Werte blieben <strong>auf</strong> dem exakt gleichen<br />

Level.<br />

Die Lautheit<br />

Bringt der Lufttunnel vielleicht<br />

noch andere Verbesserungen? Immerhin<br />

befindet sich zwischen dem<br />

Gehäuse und dem CPU-Lüfter nun<br />

etwas Material, das eine Dämmwirkung<br />

haben könnte. Doch eventuell<br />

entstehen auch Resonanzen oder<br />

der Sog, der in dem Tunnel entsteht,<br />

erhöht die Lautstärke sogar.<br />

Um sicherzugehen, messen wir<br />

nach: Dazu stellen wir unsere Instrumente<br />

einmal frontal vor den <strong>PC</strong>,<br />

zudem fertigen wir eine Messung<br />

von der Seite an, der Winkel beträgt<br />

45°. In beiden Fällen beträgt der<br />

Abstand 50 cm. Die Messung ergibt<br />

Erfreuliches: Die Aufzeichnung von<br />

der <strong>Seiten</strong>wand bescheinigt uns<br />

eine um 0,4 Sone geringere Lautheit<br />

als ohne unseren CPU-Tunnel.<br />

Das zusätzliche Material dämmt tatsächlich.<br />

An der Front bleiben die<br />

Messungen ohne Befund, der Luftstrom<br />

ist offensichtlich nicht stark<br />

genug, um Strömungsgeräusche zu<br />

verursachen.<br />

Lohnt der Aufwand?<br />

Die Kühlermodifikation anzufertigen,<br />

hat uns einige Zeit und Nerven<br />

gekostet: Zuerst mussten wir<br />

uns überlegen, wie wir den Tunnel<br />

konzipieren, um ein positives Ergebnis<br />

zumindest theoretisch zu<br />

ermöglichen. Dann mussten wir<br />

unsere Idee in die Praxis umsetzen.<br />

Die größte Schwierigkeit betraf<br />

hierbei die korrekte Vermessung,<br />

der eigentliche Bau stellte uns vor<br />

Fazit<br />

Battlefield 4: CPU-Übertaktung lohnt<br />

DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

Aufwendig, aber lohnenswert<br />

Fingerfertigen Bastelfreunden können<br />

wir den Bau solch einer Gehäusemodifikation<br />

zur Verbesserung der Kühlung<br />

durchaus empfehlen. Doch Sie sollten<br />

sich bewusst sein, dass die Konzeption<br />

recht kniffelig sein kann. Mit unserem<br />

Artikel als Vorlage dürfte es aber etwas<br />

einfacher werden. Der Arbeits<strong>auf</strong>wand<br />

bringt aber einen spürbaren Nutzen.<br />

Performance-Gewinn durch Übertaktung<br />

Battlefield 4 - „Baku“ @ 4,7 GHz 41 51,6 (+12%)<br />

Battlefield 4 - „Baku“ @ stock<br />

35 45,3 (Basis)<br />

System: Core i5-4670K, MSI Z87M Gaming, 8 GiB DDR3-1600 RAM; Geforce GTX 770;<br />

Win7 x64 SP1, Geforce 332.21 WHQL; fixed Boost Bemerkungen: Durch die Übertaktung<br />

der CPU kann Battlefield 4 recht deutlich zulegen.<br />

Temperatur: Deutliche Unterschiede<br />

keine Probleme. Doch im Endeffekt<br />

hat sich das Projekt gelohnt.<br />

Durch die Optimierung des Luftstroms<br />

läuft der Rechner sowohl<br />

leiser als auch kühler. (pr)<br />

Temperatur-Messung mit und ohne Mod<br />

Wärmeentwicklung mit Mod 57<br />

Wärmeentwicklung ohne Mod 62,8<br />

System: Core i5-4670K, MSI Z87M Gaming, 8 GiB DDR3-1600 RAM; Geforce GTX 770;<br />

Win7 x64 SP1, Geforce 332.21 WHQL; fixed Boost Bemerkungen: Gemittelter Wert aller<br />

vier Kerne; durch die Modifikation bleibt die CPU im Schnitt 5,8 °C kühler.<br />

Lautstärke-Messung: Lüfter wird gedämmt<br />

Front, gemessen aus 50 cm Entfernung<br />

Lautheit mit Modifizierung 3,2<br />

Lautheit ohne Modifizierung 3,2<br />

Seite, gemessen aus 50 cm Entfernung bei 45°<br />

Lautheit mit Modifizierung 3,1<br />

Lautheit ohne Modifizierung 3,5<br />

System: Core i5-4670K, MSI Z87M Gaming, 8 GiB DDR3-1600 RAM; Geforce GTX 770;<br />

Win7 x64 SP1, Geforce 332.21 WHQL; fixed Boost Bemerkungen: Dank Kühlungs-Mod<br />

ist unser System nicht nur kühler, sondern auch leiser. Das zusätzliche Material dämmt.<br />

Min. Fps<br />

Besser<br />

Grad Celsius<br />

Besser<br />

Sone<br />

Besser<br />

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DAS HARDWARE-MAGAZIN FÜR <strong>PC</strong>-SPIELER<br />

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Prozessoren | High-End-Kühler<br />

Fünf neue High-End-Kühler im Test<br />

Neue High-End-Kühler<br />

In dieser Ausgabe testen wir wieder eine Auswahl neuer CPU-Kühler. Darunter sind kompromisslos<br />

<strong>auf</strong> Leistung ausgelegte Modelle wie auch ein semipassiver Kühler.<br />

In den letzten Monaten gab es<br />

wieder eine ganze Reihe von<br />

Neuvorstellungen <strong>auf</strong> dem Kühlermarkt.<br />

Die interessanteste ist wohl<br />

der HR-22 von Thermalright. Aber<br />

auch andere Hersteller brachten<br />

Iterationen oder Neuentwicklungen<br />

<strong>auf</strong> den Markt. Wir haben uns<br />

fünf dieser Modelle herausgepickt<br />

und unterziehen sie einem Test.<br />

So testen wir<br />

Alle unsere Messungen finden <strong>auf</strong><br />

einem Asus P8P67 mit einem Core<br />

i7-2600K statt. Standardmäßig wird<br />

diese mit 1,20 Volt Spannung versorgt.<br />

Das System wird mittels Core<br />

Damage für mindestens 15 Minuten<br />

<strong>auf</strong>geheizt, bis die Temperatur <strong>auf</strong><br />

einem konstanten Niveau bleibt.<br />

Anschließend messen wir die<br />

Kerntemperaturen mit dem Tool<br />

Core Temp. Diese Messung führen<br />

wir bei 100, 75 und 50 Prozent der<br />

maximalen Lüfterdrehzahl durch.<br />

Danach tauschen wir den oder die<br />

Lüfter gegen eine entsprechende<br />

Anzahl Referenzlüfter aus. Dabei<br />

handelt es sich um Silentwings<br />

PWM (120 mm) und Silentwings<br />

USC (140 mm). Auch mit diesen<br />

Lüftern findet die Messung <strong>auf</strong> den<br />

drei vorhin genannten Referenz-<br />

Drehzahlen statt.<br />

Für beide Lüfter-Arten gibt es noch<br />

einen Durchl<strong>auf</strong> bei voller Drehzahl<br />

und einer CPU-Spannung von<br />

1,35 Volt. Damit eine besonders<br />

gute oder mangelhafte Wärmeleitpaste<br />

nicht die Ergebnisse verfälscht,<br />

nutzen wir statt den vom<br />

Hersteller beigelegten Pasten die<br />

EKL Alpenföhn Schneekanone.<br />

Für die Schallmessung verwenden<br />

wir eine isolierte Tonkammer. Dort<br />

bauen wir den Kühler 50 cm vom<br />

Mikrofon entfernt <strong>auf</strong>. Mittels eines<br />

speziellen Messgerätes bestimmen<br />

wir die Lautheit in Sone und den<br />

Schalldruck in dB(A). Auch diese<br />

Messung findet <strong>auf</strong> den drei Drehzahlstufen<br />

statt. Für die Bewertung<br />

ist nur der Wert in Sone relevant.<br />

In die Bewertung fließen noch weitere<br />

Punkte mit ein. Dazu gehören<br />

die Einfachheit der Montage oder<br />

auch der Umfang des Zubehörs.<br />

Zudem achten wir <strong>auf</strong> die Verarbeitung<br />

der Kühler.<br />

Fünf Kühler im Test<br />

Aufgrund der großen Menge von<br />

Neuerscheinungen können wir<br />

nicht sämtliche neuen Kühler testen.<br />

Wir beschränken uns <strong>auf</strong> einen<br />

Kühler pro Hersteller. Nur bei Be<br />

quiet, welche mit der Dark-Rock-<br />

3-Serie drei komplett neue Kühler<br />

<strong>auf</strong> den Markt gebracht haben, testen<br />

wir die beiden größeren Modelle<br />

des Line-ups.<br />

Thermalright HR-22: Neu<strong>auf</strong>lage<br />

des Klassikers. Das HR-Kürzel ist<br />

Kühler-Kundigen schon sehr lange<br />

ein Begriff. Die Serie brachte mit<br />

dem HR-02 einen Kühler hervor,<br />

von dem man heute noch spricht,<br />

der HR-02 Macho dominiert seit<br />

seinem Erscheinen praktisch ununterbrochen<br />

den <strong>PC</strong>GH-Preisvergleich<br />

in der Kategorie Luftkühler.<br />

Der Neu<strong>auf</strong>lage könnte dabei nur<br />

der Preis einen Strich durch die<br />

Rechnung machen. Qualitativ gibt<br />

es nämlich kaum was auszusetzen.<br />

78<br />

<strong>PC</strong> <strong>Games</strong> <strong>Hardware</strong> | 03/14<br />

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High-End-Kühler | Prozessoren<br />

Standardlüfter: Dark Rock Pro 3 konstant stark<br />

Kühlleistung bei 100 Prozent Lüfterdrehzahl<br />

NH-U14S 43,8<br />

Dark Rock Pro 3 43,9<br />

Nemesis 44,8<br />

Alpenföhn Himalaya 2 45,6<br />

Dark Rock 3 45,8<br />

HR-22 Kein Lüfter enthalten<br />

Kühlleistung bei 75 Prozent Lüfterdrehzahl<br />

Dark Rock Pro 3 45,3<br />

NH-U14S 46,1<br />

Nemesis 46,7<br />

Dark Rock 3 47,2<br />

Alpenföhn Himalaya 2 47,6<br />

HR-22 Kein Lüfter enthalten<br />

Kühlleistung bei 50 Prozent Lüfterdrehzahl<br />

Dark Rock Pro 3 48,7<br />

NH-U14S 49,3<br />

Dark Rock 3 51,0<br />

Alpenföhn Himalaya 2 54,5<br />

HR-22 Kein Lüfter enthalten<br />

Nemesis Drehzahl nicht möglich<br />

Referenzlüfter: Dark Rock Pro 3 für das Feld an<br />

Kühlleistung bei 100 Prozent Lüfterdrehzahl<br />

Dark Rock Pro 3 44,2<br />

NH-U14S 44,7<br />

HR-22 44,9<br />

Alpenföhn Himalaya 2 45,8<br />

Dark Rock 3 46,5<br />

Nemesis 48,6<br />

Kühlleistung bei 75 Prozent Lüfterdrehzahl<br />

Dark Rock Pro 3 46,5<br />

HR-22 46,5<br />

NH-U14S 47,0<br />

Dark Rock 3 48,8<br />

Alpenföhn Himalaya 2 48,9<br />

Nemesis 52,1<br />

Kühlleistung bei 50 Prozent Lüfterdrehzahl<br />

NH-U14S 48,1<br />

Dark Rock Pro 3 48,8<br />

HR-22 51,3<br />

Alpenföhn Himalaya 2 53,4<br />

Dark Rock 3 53,9<br />

Nemesis 54,9<br />

System: Core i7-2600K (1,2 V), Asus P8P67, 4 GiB DDR3, GF 6600 GT; Win7 x64 SP1;<br />

offener <strong>Tests</strong>tand, liegende Hauptplatine, EKL Alpenföhn Schneekanone Bemerkungen:<br />

Da der NH-U14S nur einen einzelnen Kühlblock nutzt, verliert er schneller an Leistung.<br />

°C<br />

Besser<br />

System: Core i7-2600K (1,2 V), Asus P8P67, 4 GiB DDR3, GF 6600 GT; Win7 x64 SP1;<br />

offener <strong>Tests</strong>tand, liegende Hauptplatine, EKL Alpenföhn Schneekanone Bemerkungen:<br />

Mit den Referenzlüftern führt der Dark Rock Pro 3 das Testfeld an.<br />

°C<br />

Besser<br />

Äußerlich gleicht der HR-22 stark<br />

seinen Vorgängern HR-02 und HR-<br />

02 Macho. Dem Macho hat der Kühler<br />

allerdings den vollvernickelten<br />

Radiator voraus. Zudem nutzt der<br />

Kühler nun zwei Heatpipes mehr,<br />

deren HR-02-charakteristische Anordnung<br />

<strong>auf</strong> der Oberseite bleibt<br />

jedoch erhalten.<br />

Dem Kühler liegt kein Lüfter bei,<br />

ein deutlicher Wink, wofür der<br />

Kühler gedacht ist: Thermalright<br />

legt den HR-22 nämlich explizit <strong>auf</strong><br />

den Passiv-Betrieb aus. Der Kühlkörper<br />

besitzt den mit 3 mm typischen<br />

hohen Lamellenabstand, wie<br />

ihn bereits seine Vorgänger <strong>auf</strong>weisen.<br />

Statt des Lüfters gibt es Lüftermanschetten,<br />

welche über den<br />

Kühler und den hinteren Gehäuselüfter<br />

gestülpt wird. Damit sitzt der<br />

Kühler direkt im Ansaugbereich<br />

der Luft und wird so von wesentlich<br />

mehr Luft durchflossen, als das<br />

der Fall wäre, läge der Kühler nur<br />

im Gehäuseluftstrom.<br />

Beim Montagekit setzt Thermalright<br />

<strong>auf</strong> die gleiche Technik wie<br />

unter anderem beim HR-02 und<br />

beim Archon SB-E X2. Die Schrauben<br />

der Rückenplatte, welche<br />

durch das Mainboard führen, lassen<br />

sich je nach Abstand der Sockelbohrungen<br />

passend verschieben<br />

– eine sehr anwenderfreundliche<br />

Lösung, von der wir immer noch<br />

hoffen, dass Thermalright sie für<br />

sein restliches Kühler-Line-up übernimmt.<br />

Eine Schraube über dem<br />

Querblech erlaubt die Justierung<br />

des Anpressdrucks.<br />

Da der Kühler ohne Lüfter erscheint,<br />

messen wir die Temperatur<br />

nur mit einem Referenzlüfter.<br />

Die Leistung, welche der HR-22 dabei<br />

zeigt, ist sehr gut. Damit eignet<br />

sich der Kühler auch für den Aktiv-<br />

Betrieb. Jedoch muss dazu ein Lüfter<br />

gek<strong>auf</strong>t werden, was bei einem<br />

Preis von über 70 Euro nicht jede