Android User Tablet Apps (Vorschau)

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04/2013 • April 2013 • www.android–user.de

Top 5

Smartphone-

Highlights 2013

Die 50 besten

Nexus 10 im Test:

Besser als das neue iPad

Tablet Apps

Die tollsten Tools, die schönsten Apps und Widgets S.18-39

7 Android-Tablets mit Retina-Display schon ab 200 Euro S.32

Special Report:

So klauen Apps bei Google Play Ihre

Daten und müllen Sie mit Anzeigen zu

Tipps & Tricks

n App- und Daten-Backup

ohne Root-Rechte S.84

n Galaxy Note II rooten

leicht gemacht S.104

Apps auf SD-Karte

So funktioniert das Verschieben

von Apps auf die

Speicherkarte auch mit

Android 4.0 S.94

Nexus 4 tunen

n Die vier besten Custom-

ROMs für das N4 S.98

n Bessere Performance

mit Franco Kernel S.100

EUR 5,90*

* Deutschland

4 192368 905908 04

A EUR 6,70 - BeNeLux EUR 6,95

CH sfr 11,80 - E / I EUR 7,95


Service

Editorial

Willkommen bei Android User

Denk-

Marcel Hilzinger,

Chefredakteur

wende

Liebe Leserinnen,

liebe Leser

Vor einem Monat schrieb ich Ihnen an dieser

Stelle von 5-Zoll-Smartphones, und wie

sich diese Größe 2013 temporär zum Standard

etablieren wird. Ich prophezeite Ihnen

auch, dass das nur ein vorübergehender

Trend wäre und Handys jenseits von 5 Zoll

schon bald der Vergangenheit angehören

würden.

HTC One als Trendsetter?

Am 19. Februar hat HTC sein neues Top-

Smartphone, das HTC One, vorgestellt.

Praktisch zeitgleich mit dem Launch fing

ich an, dieses Editorial zu schreiben. Wo

liegt nun der Zusammenhang? Das HTC

One hat tatsächlich ein Full-HD-Display auf

4,7-Zoll gequetscht. Das ist eine technisch

einmalige Leistung mit 468 Pixeln pro Zoll.

HTC macht somit den Schritt zu den 5-Zoll-

Geräten nicht mit, den Sony mit dem Xperia

Z bereits getan hat und den ziemlich sicher

auch Samsung mit dem Galaxy S IV

tun wird (lesen Sie dazu auch unsere Vorschau

auf die Top-5-Smartphones 2013 auf

Seite 8). Bedeutet das bereits eine Kehrtwende,

oder hatte HTC einfach nicht den

Mut zum größeren Smartphone?

Weniger Pixel sind mehr

Dass weniger auch mehr sein kann, zeigt

HTC beim neuen One-Smartphone auch

mit der verbauten Kamera. Diese verfügt

über lediglich 4 Millionen Pixel — im Unterschied

zu den 13-Megapixel-Kameras

der Konkurrenz eine sehr bescheidene Anzahl.

Mangelnden Mut kann man HTC also

nicht unterstellen. Jetzt muss man den

Nutzern nur noch erklären, dass man mit 4

Millionen lichtempfindlichen Pixeln und

einem großen Objektiv bessere Fotos als

die Konkurrenz machen kann. Apple würde

das sofort jedermann glauben, HTC hat jedoch

einen schweren Stand, jedem Kunden

die Vorzüge der Ultrapixel zu erklären.

Dabei machen die ersten Testfotos einen

sehr guten Eindruck und persönlich bin ich

auch der Meinung, dass die Kamera des

HTC One ein echtes Highlight ist.

Wie viele Pixel braucht man?

Das Thema Pixel beschäftigt uns auch in

der Fokus-Strecke dieser Ausgabe, für die

wir das Nexus 10 und zwei weitere Tablets

mit sehr hoher Auflösung getestet haben.

Es ergab sich ein klares Fazit: Je mehr

Pixel, desto besser. Allerdings müssen

dann auch CPU und GPU mit den vielen

Bildpunkten mithalten können, sonst bereitet

das Tablet selbst dann keine Freude,

wenn man nur 200 Euro dafür bezahlt hat.

Um auf Apple zurückzukommen: Eine absolute

Auflösung, bei der man keine Pixel

mehr erkennt, gibt es nicht. Das Sehvermögen

jedes Menschen ist individuell. Deshalb

ist es ja auch gut, dass wir nicht alle

das gleiche Smartphone beziehungsweise

Tablet benutzen müssen.

Nun wünsche ich Ihnen viel Lesespaß mit

der aktuellen Ausgabe. Ich freue mich auf

Ihre Rückmeldungen an marcel. hilzinger@

android‐user. de.

Marcel Hilzinger

„Die Leute

verstehen nicht,

wie ein

4-Megapixel-

Bild besser sein

kann als ein

13-Megapixel-

Foto“

QR-Code scannen

und Gratis-Artikel

online lesen!

www.androiduser.de/facebook www.androiduser.de/google+ www.androiduser.de/twitter

Android-user.de APRIL 2013 3


Service

Inhalt

18 App-Schönheiten

10 Android-Apps

für Tablets mit einem

ganz besonderen

Design

8 Top-5-Smartphones

Diese Handys

werden 2013 dominieren

Special

8 Die Top Five

Smartphones 2013

10 Miese Tricks bei

Google Play

Service

3 Editorial

4 Inhalt

6 Social Android

114 Impressum

QR-Code scannen

und Gratis-Artikel

online lesen!

Fokus

18 Die 10 schönsten Tablet-Apps

Diese Apps sind eine echte

Augenweide

22 Nexus 7-Tools

Praktische Apps für Googles

Erfolgs-Tablet

26 Die 14 besten Live-Wallpaper

und Widgets

Sorgen Sie für Abwechslung auf

dem Tablet-Bildschirm

32 Retina-Tablets

Diese Displays werden Ihnen

Augen machen

36 Telefonieren mit dem Tablet

Das Tablet dank Voice over IP als

Telefon-Zentrale nutzen

38 Select! Music Player für Tablets

Diese Musik muss man sehen!

Hardware

40 Nexus 10

Googles Pixelriese im Android-

User-Test

44 ZTE Grand X IN

ZTEs Intel-Smartphone mit 1,6GHz-

Prozessor

48 PadDreamer97

Zwei Retina-Tablets im Test

50 Ainol novo 7 Venus

Günstiger Nexus-7-Konkurrent von

Ainol

52 Huawei Ascend G615

Quad Core-Bolide mit

überragenden Benchmark-Werten

54 Sony Nettop

Schafft Google TV den

Durchbruch?

4 April 2013 Android-User.de


Service

Inhalt

Einsteiger

84 Carbon Backup und Sync

Apps auf SD-Karte und PC

synchronisieren und sichern

Tipps & Tricks

88 Neue Musik

Die heißesten Singles und Alben

91 Hörbuch-Tipps

Unsere Hörbuch-Empfehlungen

92 Tipps & Tricks

Praktische Tipps der Redaktion

94 Link2SD

So verschieben Sie jede App auf

die SD-Karte

PowerUser

98 Custom-ROM Nexus 4

Der Schlüssel zum neuen Nexus

100 Franco Kernel

Verpassen Sie dem Nexus 4 einen

alternativen Kernel

102 ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs

104 Galaxy Note 2 rooten

So klappt es unter Windows

94 Link2SD

Apps auf

die SD-Karte verschieben?

So klappt

es auch mit dem

neuen Android 4.

SPIELE

82 Temple Run 2

Die Fortsetzung des Spiele-

Klassikers im Test

74 Neue Spiele

Unsere Spiele-

Vorstellungen

78 Die 10 besten Tablet-Spiele

Unsere Spiele-Tipps ab 7 Zoll

Displaygröße

DevCorner

108 Zeiterfassung, Teil 1

Unser Entwicklerworkshop für

Einsteiger

APPS

64 Watchever

56 App-Empfehlungen

Die Favoriten der Redaktion

58 App-Neuheiten

Die besten neuen Apps bei

Google Play

62 Cewe Fotobuch

Vom Smartphone-Schnappschuss

zum Fotoalbum

Serien und Filme auf

Smartphone und Tablet

66 Theke

Überzeugende Alternative zur

ZDF-Mediathek

68 Falcon Pro Twitter Client

Der Twitter-Client mit Pfiff

70 Bazooka Launcher

Sind Sie auf der Suche nach

dem etwas anderen Launcher?

Dann ist Bazooka genau der

Richtige für Sie.

72 App-Perlen

Kleine Helfer, die Gold

wert sind

QR-Code lesen: so geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App, und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode Scanner zeigt einen

3. Link auf android-user.de an.

Tippen Sie auf den Link, oder

4. wählen Sie Browser öffnen.

Juli 2012


Service

Social Android

Social Android

Liegt Ihnen etwas auf dem Herzen? Möchten Sie sich über Android User

beschweren oder die Redaktion loben? Dann schreiben Sie uns eine

E-Mail oder hinterlassen einen Kommentar auf Google+ oder bei

Facebook. redaktion@android-user.de

Sony Xperia tipo

Ich habe zu Weihnachten gleich

zwei Einsteiger-Smartphones geschenkt

bekommen.(Waren

meine ersten Smartphones im Alter von

55 Jahren). Das Phicomm FWS 710 und

das Sony Xperia tipo. Nach einigen

Tagen Wechselbetrieb stand mein Favorit

fest: Sony Xperia tipo. Obwohl kleineres

Display und schwächerer Prozessor,

mit dem tipo lief alles wie geschmiert und intuitiv.

Während sich das Phicomm doch regelmäßig Ruckler leistete, lief

das nominell schwächere Xperia tipo recht flüssig. In dieser Preisklasse

kann ich das Sony Xperia tipo nur empfehlen (und für alle

Fälle habe ich ja ein Ersatz-Smartphone).

K. Münch per E-Maill

Android User: Wir beobachten oft bei günstigen Noname-Androiden,

dass die auf dem Papier stehende GHz-Leistung vom Handy

nicht erbracht wird. Oft liegt das an exotischen Prozessoren, die

zwar unter einer hohen Taktrate betrieben werden, aber langsamer

arbeiten als entsprechende Modelle von Sony, Qualcomm oder

Samsung.

Sony

Netzwerkfreigaben

Mit meinem Tablet (Acer aconia

A210 mit Android 4.1.1) erkenne

ich zwar (z.B. mit Netzwerk Guardian)

die einzelnen Komponenten des

Heimnetzwerks (Router, WLAN, Netzwerkplatte,

andere PCs im Netz), aber ich kann

sie nicht öffnen (zum Beispiel die Netzwerkplatte).

Was muss ich tun, um die

Komponenten öffnen zu können?


H. Hein per E-Mail

Android User: Um Dateifreigaben (im

Fachjargon Samba- oder Cifs-Shares) aufrufen

zu können, bietet sich zum Beispiel

der Dateimanager Solid Explorer [LINK 1] an.

Er kostet in der Vollversion eine Kleinigkeit,

wir halten ihn aber für einen der besten

Dateimanager. Im Solid Explorer finden Sie

rechts eine Leiste mit Icons. Über „Gehe

zu“ | „Netzwerk“ | „SMB/​CIFS“ öffnen Sie

wie gewünscht solche Freigaben. Alternativ

kann man auch mit dem CifsManager

[LINK 2] Freigaben fest ins Dateisystem einbinden

(im üblichen IT-Slang „mounten“).

So wäre die Freigabe jederzeit erreichbar,

allerdings braucht es dafür ein Android

‐System mit Root-Rechten.

Fotos nach Datum

Ich suche die Funktion, in

einem Dateimanager, um

Fotos mehrfach zu selektieren.

Das heißt zum Beispiel aus 1000

Fotos, die heutigen „von-bis“ zu kopieren.

Bei allen von mir getesteten

Programmen muss ich alle Fotos einzeln

selektieren.


H. Hein per E-Mail

Android User: Das von Ihnen geschilderte

Problem lässt sich zum Beispiel

mit dem ES Datei Explorer [LINK 3]

recht gut lösen. Benutzen Sie dazu

die Suchfunktion, wählen Sie als Pfad

das Verzeichnis der Kamera aus und

anschließend über die erweiterten

Optionen beim Datum den Eintrag

„heute“, „gestern“ oder „diese

Woche“. Einen Dateinamen

müssen Sie nicht angeben.

Der ES Datei Explorer zeigt

Ihnen dann die Bilder an. Im

neuen Dialog wählen Sie

dann über das Menü den

Eintrag Aktionen | Alle auswählen.

6

April 2013

Android-User.de


SErvice

Social Android

WhatsApp im Holo-Design

WhatsApp gehört zu den beliebtesten Messenger-Anwendungen

für Android. Die

App sieht aber auf Android-4-Geräten nicht

besonders gut aus. Eine neue Version ändert

das nun und führt den Holo-Style ein.

Doch braucht man WhatsApp überhaupt?

Überflüssige, fragwürdige App,

die das ermöglicht, was ein vernünftiges

Smartphone von Haus

aus sowieso schon kann.


Ryo C. via Google+

Dass Kontaktdaten übermittelt

werden, um Kontakte automatisch

zu finden, macht es für mich

gerade interessant. Ich habe keine Lust,

mir immer jeden einzeln suchen zu müssen.

Zugriff zu meinem Gerät hat generell

keiner. WLAN nutze ich nur in privaten Netzen

zu Hause oder bei Freunden. Vertrauliche

Daten sind eh verschlüsselt und gehören

nicht ins Netz. So etwas teilt man eh

über keinen Chat. Ich sehe also kein Risiko

in WhatsApp.


Daniel S. via Google+

Die WhatsApp-Entwickler haben

schon oft genug bewiesen, dass

sie mit den ihnen anvertrauten

Daten der Benutzer nicht vertrauenswürdig

umgehen können. Wieso also WhatsApp?

Es gibt schließlich Facebook Messenger

und noch die Google-Dienste; damit sollten

doch alle Freundeskreise abgedeckt

sein.


Christoph W. via Google+


Trotzdem sollte man die Finger

davon lassen, auch wenn das Design

ansprechender wurde.

Volker K. via Facebook

Ich brauch kein neues Design bei

WhatsApp, Hauptsache es funktioniert

weiterhin tadellos.

Manuel M. via Facebook

Alle

Links>

www.android- user.de

Adblock Plus

Mit dem Update auf Android 4.2.2 hat Google die

Sicherheit von Android verbessert, indem nicht

mehr einfach so auf den Hostnamen localhost

weitergeleitet werden kann. Deshalb funktioniert

Adblock Plus mit Android 4.2.2 nicht mehr.

Wenn ein OS-Hersteller so auf Werbung

setzt wie Google, ist es nur eine Frage

der Zeit, bis wirksame Gegenmittel über

offizielle Wege verbannt werden.


Michael S. via Google+

Also den AD-Blocker hatte ich auf meinen

„mobilen Geräten“ eh nie genutzt, weil

ich für die meisten Seiten eine App habe.

Und wenn schon, irgendwie muss das Geld für

die Servermiete ja auch reinkommen. Zum Thema

Berechtigungen sage ich nur, dass man einer App

ja auch durchaus Berechtigungen entziehen kann.

Natürlich muss man dann mit Einschränkungen

rechnen. Ein Kollege hat zum Beispiel WhatsApp

den Internetzugriff verweigert, und sich gewundert,

dass es nicht mehr funktionierte :P

Tim F. via Google+

Ich finde es super, das Google auf hohe

Sicherheit Wert legt und einzelne Apps

nicht einfach machen können, was sie

wollen! Da muss ABP nun mal ran. Die bekommen

das schon hin.


Steffen G. via Facebook

Tja, wieso nutzt man adblock plus, wenn

man AdAway nutzen kann?


Mirko M. via Facebook

www.androiduser.de/facebook

www.androiduser.de/google+

Android-user.de April 2013 7


News

2013 Highlights

Die Smartphone-Überflieger 2013

Die Top Five

Es gibt sie immer wieder: Handys, die man einfach haben will. Android User hat

die fünf Android-Handys zusammengestellt, die unserer Meinung nach 2013 den

Smartphone-Markt dominieren werden. Marcel Hilzinger

SONY Xperia Z

Sony macht schon lange gute Android-Smartphones, aber

erst in diesem Jahr bekommen die Japaner die Aufmerksamkeit,

die sie verdienen. Mit seinem 5 Zoll großen Full-HD-

Display und dem wasser- und staubfesten Gehäuse ist das

Xperia Z das aktuell beste Android-Handy auf dem Markt.

CONFIRMED

Codename: C6603 LTE

Android-Version: Android 4.1.2

Besondere Merkmale: wasserfest

Display: 5-Zoll, 1920 x 1080 Pixel

Akku: 2330 mAh

Kamera: 13 MP, SONY Exmor RS

CPU: Snapdragon S4 Pro, 4 x 1,5 GHz

Preis 650 Euro

HTC One

Eben noch in den Labs in Taiwan, jetzt schon zu haben. HTC will mit

dem neuen Smartphone HTC One endlich wieder an die Erfolge der

Desire- und Sensation-Reihe anknüpfen und hat sich dazu eine ganz

spezielle Kamera und Boom-Boxen einfallen lassen, die sämtliche

anderen Smartphones leise und blass aussehen lassen.

Codename: M7

Android-Version: Android 4.2

Besondere Merkmale: Kamera, BoomSound, Infrarot

Display: 4,7-Zoll, 1920 x 1080 Pixel

Akku: 2300 mAh

Kamera: 4,3 Ultrapixel

CPU: Snapdragon 600, 4 x 1,7 GHz

Preis 650 Euro

CONFIRMED

8 April 2013


Samsung Galaxy S IV

HTC und SONY sind bereits mit sehr starken Smartphones auf dem

Markt, jetzt will auch Samsung sein neues Rennpferd nicht länger im

Stall halten. Das Galaxy S IV soll über den ersten Achtkern-Prozessor

mit big.Little-Technologie und ein 5 Zoll großes Super-AMOLED-Display

verfügen, das unzerbrechlich ist. Ob es sich dabei tatsächlich um

ein flexibles Display handelt, bezweifeln wir noch.

Designstudie

LEAK

Codename: GT-S9500

Android-Version: Android 4.2.2

Besondere Merkmale: big.LITTLE CPU

Display: 4,99-Zoll, 1920 x 1080 Pixel

Akku: 2500 mAh

Kamera: 13 Megapixel

CPU: Samsung Exynos 5450, Cortex-A15, 8 x 2 GHz

Preis: 650 Euro

Motorola (Razr) X

Dass Google an einem neuen Smartphone arbeitet, ist kein Geheimnis

mehr, doch worum es sich dabei handelt umso mehr. Laut

Angaben von Larry Page will man für bessere Akkulaufzeiten sorgen

und das Problem lösen, dass Smartphones beim Herunterfallen

kaputtgehen. Unser Favorit für 2013!

Codename: X-Phone

Android-Version: Android 4.2.2

Besondere Merkmale: unkaputtbar

Display: 4,8-Zoll, 1920 x 1080 Pixel

Akku: 3000 mAh

Kamera: 8 Megapixel, Weitwinkel

CPU: Intel Dual-Core, 2 x 2.0 GHz

Preis: 550 Euro

Designstudie

Designstudie

Top Secret

Google Nexus 5

Diversen Gerüchten zufolge soll Google schon im Frühjahr die neue Android-Version

5.0 „Key Lime Pie“ und den Nachfolger für das Nexus 4 vorstellen.

Das würde jedoch mit dem bisherigen Prinzip eines Nexus-

Smartphones pro Jahr brechen. Wir sind uns deshalb ziemlich sicher,

dass Google Android 5.0 und das Nexus 5 für die zweite Jahreshälfte aufspart.

Als Hersteller tippen wir auf Sony oder HTC.

Designstudie

Top Secret

Codename: Nexus 5

Android-Version: Android 5.0

Besondere Merkmale: Pure Android

Display: 4,8-Zoll, 1920 x 1080 Pixel

Akku: 2500 mAh

Kamera: 8 Megapixel

CPU: Snapdragon S800

Preis: 299 Euro

Android-user.de April 2013 9


SPECIAL REPORT

Kriminelle Machenschaften bei Google Play

Die fiesen Tricks der Anzeigen-Mafia bei Google Play

AppZocker

Bei Google Play tummeln

sich so viele Apps,

dass es kaum noch

jemanden gibt, der den

Überblick darüber

behält. Das nutzen App-

Entwickler aus, um

Daten auszuspionieren,

Sie mit Reklame vollzuspammen

und mit falschen

Versprechen zu

betrügen. Jörg Voss, Marko

Rogge, Marcel Hilzinger

rudall30, 123RF

Mitte Januar

fand Android

User

bei Google

Play zwei Apps mit dem

Namen „Pink Keyboard“

und „Neon Keyboard“

vom Entwickler

„Slingshot Devs“ [LINK 1].

Das Besondere an den

Apps: Sie hatten erstaunlich

viele positive

Bewertungen. Dabei

hatten die Tastaturen

abgesehen von der

Farbe gar nichts zu bieten,

im Gegenteil: Es

fehlten sämtliche deutschen

Sonderzeichen,

[Y] und [Z] waren vertauscht

und zudem verlangten

die Keyboard-

Anwendungen viel zu

Abb. 1: Selbst wenn Sie auf Decline

tippen, haben die Apps bereits alle

Ihre Daten übermittelt.

Abb. 2: Die schädlichen Apps legen

Verknüpfungen auf Ihrem Desktop

an und manipulieren den Browser.

viele Berechtiungen, darunter auch das

Recht, kostenpflichtige Anrufe zu tätigen und

die Lesezeichen zu ändern.

Android User meldete die Apps bei Google,

und innerhalb von 12 Stunden verschwanden

die Apps aus dem Play Store. Doch kaum

einen Monat später waren sie wieder bei

Google Play zu finden. Hier unser erschreckender

Bericht von den Machenschaften gewisser

App-Entwickler, die nicht nur Ihre

Daten klauen und Sie mit Werbung zumüllen,

sondern Ihnen auch noch mit falschen

Versprechen Geld aus der Tasche ziehen,

massives Datenaufkommen verursachen und

den Akku leersaugen.

Aus eins mach viele

Beim „Comeback“ überlassen es die Entwickler

von Pink Keyboard, Neon Keyboard

und zahlreicher weiterer Apps nicht dem Zufall.

Gleich mit mindestens vier Entwickler-

Accounts bringt man nun Apps in den Play

Store, wobei die gleichen Apps teilweise mit

unterschiedlichen Namen angeboten werden.

Auch Pink Keyboard und Neon Keyboard

sind wieder dabei. Und da das mit der Tastatur

so gut geklappt hat, ergänzt man die

Reihe noch um ein Emoji Keyboard, ein Blau

10

April 2013

Android-User.de


SPECIAL REPORT

Kriminelle Machenschaften bei Google Play

Keyboard und ein iPhone Keyboard. Sämtliche

der erwähnten Apps basieren auf dem

Design des iPhone-Keyboards. Dabei stießen

uns zunächst folgende Entwickler auf:

• Boozecode

• Slingshot Apps

• BeerCafe

• Slingshot Labs

Unter diesen und weiteren Namen agieren

die Hintermänner bereits seit Anfang 2012

mit diversen Apps bei Google Play. Alle Apps

enthalten fragwürdige Funktionen und verlangen

sehr viele Berechtigungen.

Android User wandte sich an die Sicherheitsexperten

Jörg Voss und Marko Rogge,

um gemeinsam die Funktionsweise der Apps

und die Drahtzieher dahinter zu finden.

Beim Analysieren einiger Apps stießen wir

auf eine Menge anderer Apps, die alle aus

ein und derselben Feder stammen und keine

andere Aufgabe zu haben scheinen, als den

User mit einer Vielzahl von Werbeeinblendungen

diverser Werbeframeworks zu bombardieren.

Doch damit nicht genug. Die Apps

senden auch eine Menge an Daten „nach

Hause“, größtenteils unverschlüsselt. Dazu

gehören neben allgemeinen Infos zum benutzten

Smartphone oder Tablet auch die

AndroidID, die Browser-Version, der Standort

des Nutzers und die IMEI-Nummer des Geräts.

Sämtliche Infos werden beim ersten

Start übertragen, ohne dass der Benutzer

eine EULA oder einen entsprechenden Hinweis

zu sehen bekommt.

Stellvertretend für sämtliche Apps beschreiben

wir hier die Funktionsweise der

App Picture Collage Creator des Entwicklers

Slingshot Labs [LINK 3]. Die App ist bei Google

Play nicht mehr zu finden, da Google nach

unserer Meldung die oben erwähnten Accounts

gesperrt hat. Wie alle anderen Apps

setzt Sie stark auf das Werbenetzwerk Apperhand.

Dabei handelt es sich um einen alten

Bekannten in der Android-Welt [LINK 4],[LINK 5].

Doch es bleibt nicht bei diesem einem Werbenetzwerk,

wie unser Artikel zeigt.

Picture Collage Creator

Beim ersten Start sehen Sie eine Lizenz-Abfrage.

Im Hintergrund bedient Picture Collage

Creator gleich eine Menge Werbenetzwerke –

und zwar noch bevor der Nutzer die angezeigte

Abfrage mit "ja" oder "nein" beantwortet

hat. Zu den genutzten Frameworks

gehören data.flurry.com, media.admon.com,

googleads.g.doubleclick.net, i.w.inmobi.

com, www.chartboost.com, csi.gstatic.com,

www.apperhand.com und li546‐199.members.

linode.com. An all diese Werbenetzwerke

und noch ein paar weitere

werden die eingangs erwähnten

Daten übertragen,

also auch die IMEI-Nummer,

der Standort und die Browser-Version.

Dabei überträgt

mindestens ein Netzwerk die

IMEI unverschlüsselt.

Während all dies im Hintergrund

passiert, zeigt die

App ein Licence Agreement

an, das darum bittet, Werbung

zu akzeptieren, damit

die Apps gratis bleiben können.

Der Cache der App ist

zu diesem Zeitpunkt bereits

auf 5,25 MByte angewachsen,

obwohl der Benutzer

noch gar nichts gemacht hat.

Wenn Sie den Dialog mit Accept

annehmen, dann erhalten

Sie regelmäßig über die viel zu viele Installationen (über 10.000 in drei Tagen). Die

Abb. 3: Für eine relativ unspektakuläre Tastatur gibt es

Benachrichtigungen weitere Kommentare sind zudem absolut widersprüchlich.

Angebote des App-Entwicklers.

Zudem erscheint auf dem Homescreen

ein neues Icon für die Suche, das Sie auf

www.searchmobileonline.com weiterleitet.

Im Browser wird einerseits die Startseite des

auf www.searchmobileonline.com geändert

und darüber hinaus auch noch ein Bookmark

auf diese Seite gesetzt. Realisiert wird das

Ganze durch das oben erwähnte Apperhand-

Framework. Es prüft jede Stunde den Status

Ihres Gerätes und schickt Ihnen entsprechende

Push-Nachrichten. Sich auszutragen,

ist nicht wirklich möglich. Erst die komplette

Deinstallation der Apps bringt Ruhe. Die App

kann dabei über bestimmte Befehle praktisch

beliebig auf Ihrem Homescreen agieren. So

erhielten wir in den Tests eine Verknüfug zur

Appsammlung freeappsoftheday.com, und

das durch die App verursachte Datenvolumen

überschritt kurz danach 26 MByte.

Noch mehr Reklame

Jörg Voss und Marko Rogge haben sich die

Mühe gemacht, weitere Apps von Slingshot

zu installieren und in einer Sandbox zu ana-

Warum ist Datenklau gefährlich?

Manche Nutzer scheinen sich nicht damit beschäftigen zu wollen, welche Daten Apps

auslesen. Dabei gehören Informationen wie die IMEI oder die Geräte-ID nicht in

fremde Hände. Die IMEI könnte man am besten mit der Fahrgestellnummer bei einem

PKW vergleichen. Kriminelle nutzen die gewonnenen Daten, um zum Beispiel bei gestohlenen

Smartphones die IMEI zu fälschen. Installieren Sie deshalb keine Apps, die

die Berechtigung READ_PHONE_STATE (Anrufe – Telefonstatus und ‐ID verlangen),

ohne genau überprüft zu haben, wozu die Rechte benötigt werden. Details zu den Risiken

finden Sie im Blog von Jörg Voss [LINK 2].

Android-user.de April 2013 11


SPECIAL REPORT

Kriminelle Machenschaften bei Google Play

Abb. 4: Einen Peter Holger in Berlin

gibt es vermutlich ebensowenig…

Abb. 5: … wie den Spicesoft-Geschäftsführer Agris Bredermanis in Riga.

lysieren. Dabei sind sie auf

die folgende Liste von

Werbenetzwerken gestoßen:

• dadsdk

• apperhand

• applovin

• chartboost

• example

• google

• inmobi

• jumptap

• leadbolt

• millennialmedia

• mobfox

• mongodb

• spicesoft

• spicesoftads

• tapjoy

Man darf gut und gerne

behaupten, dass diese Apps bei der Integration

von Adware neue Rekorde aufstellen.

Neben bekannten Netzwerken wie Tapjoy,

Mobfox, Leadbolt oder Google binden die

Apps auch ein uns bislang unbekanntes ein,

das unsere Neugierde weckt: spicesoftads.

Eine kurze Recherche im Netz brachte uns

auf die Webseite spicesoft.de. Sie wirbt für

die App „Pic Effects FX: Effects for Instagram!“

des Entwicklers Slingshot Devs, die

es aber bei Google Play nicht mehr gibt.

Denn Slingshot Devs ist ja nur ein weitere

Aliasname für den Entwickler von Pink Keyboard

& Co. Ein Blick auf den Reiter Contact

us bei Spicesoft.de zeigt schnell, dass hier

nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Eine

Hamburgerstraße in 90285 Berlin gibt es

ebensowenig wie die Telefonnummer +49-

4976543211 oder den angeblichen Herrn

Peter Holger. Registriert wurde die Internetseite

von einem gewissen John Nash, der

ebenfalls in 90285 Berlin wohnen soll und

als Geschäftsführer von Spicesoft ist auf

einem Xing-Profil ein gewisser Agris Bredermanis

mit Wohnort an der Dzirnavu iela 92-3

in Riga, Lettland geführt. Er ist gleichzeitig

auch sein eigener Mitarbeiter.

Extrem hoher Aufwand

Die Spicesoft GmbH hatte früher noch Apps

unter ihrem eigenen Namen bei Google Play

eingestellt, jetzt benutzen die Drahtzieher diverse

Namen. Zu erkennen sind die Apps

unter anderem an den Einträgen changedroid

und kliplabs in den APK-Dateien. Wer einen

solchen Aufwand betreibt, um im Internet

(falsche) Spuren zu hinterlassen, will nicht

einfach nur über Reklame ein paar Cent verdienen.

Hier sind klar Kriminelle am Werk.

Dass Spicesoft noch aktiv ist, zeigt Listing 1.

Abb. 6: Bei beiden Apps über 10.000 Installationen in zwei Tagen: Hier hat jemand nachgeholfen. Die angepriesenen Funktionen sind auch falsch.

12

April 2013

Android-User.de


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SPECIAL REPORT

Kriminelle Machenschaften bei Google Play

Abb. 7: Der Hinweis, die App mit 5 Sternen zu bewerten, erscheint auch dann, wenn Sie innerhalb

der App In-App-Käufe getätigt haben.

Über den Adserver der Firma werden die Anzeigen

für Instant Effect Fx und weitere Apps

der Spicesoft-Mafia geladen.

Mit unrechten Dingen

Android User hat sich die Vorgehensweise

der beteiligten Firmen genauer angeschaut.

Zunächst wird eine bei Google Play oder im

iTunes App Store beliebte App kopiert. Zum

Beispiel die Retro Kamera, eine Zeichnungs-

App oder eben ein Keyboard. Dabei klauen

die App-Entwickler auch kostenpflichtige

Grafiken oder setzen kurzerhand auch mal

ein Bild von Angelina Jolie für Ihre Zwecke

ein. Optisch geben sich die Apps keine

Blöße, sodass sie auf den ersten Blick nicht

als schlechte Apps zu erkennen sind. Erst

nach der Installation merkt man, dass die

Funktionen zu wünschen übrig lassen.

Ist diese App fertig gestrickt, wird sie kopiert

und mit einem leicht abgeänderten Icon

unter einem anderen Account bei Google

Play eingestellt. Wir konnten bis zu fünf Kopien

der gleichen App finden. Danach gilt es,

möglichst schnell möglichst viele (positive)

Kommentare und Bewertungen bei Google

Play zu sammeln. Denn ab einer gewissen

Anzahl Bewertungen schafft man es in die

Top-Apps bei Google Play, und dann findet

die App schnell eine noch weitere Verbreitung.

Dabei werden offensichtlich Fake-Profile

bei Google benutzt, um die App zu pushen.

Abbildung 6 zeigt zwei Apps, die in

Ihrer Funktion identisch sind. Es sind beides

Launcher. Die eine App wird als Wallpaper-

Sammlung beworben, die andere als Lock-

Screen. Auffällig auch, wie bei beiden Apps

nach 2 Tagen die Installatione auf einmal

stark zurückgehen, nachdem die (künstlich

generierten) Installationen ausbleiben. Dies

trifft auch auf weitere Apps dieser Entwickler

zu. Praktisch alle Apps sind mit 4,5 Sternen

bewertet. Sobald ein Benutzer bei Google

Play eine Negativbewertung abgibt, folgen

kurze Zeit später ein paar 5-Stern-Ratings.

Für „freiwillige“ 5-Stern-Bewertungen sorgen

auch penetrante Hinweisfenster in den Apps

(Abbildung 7). Doch es gibt noch weitere

Auffälligkeiten: Im Vergleich zu anderen

Apps haben die Bewertungen überdurch-

Listing 1: Spicesoft Ads für Instant Effect Fx (Auszug)

02‐10 18:58:38.158 17400 17400 I SpicesoftAds: SpicesoftAdService true

02‐10 18:58:38.158 17400 17400 I SpicesoftAds: SpicesoftAdService TextColor ‐789517

02‐10 18:58:38.158 17400 23103 I SpicesoftAds: SpicesoftAdService GetMessageTask doInBackground()

02‐10 18:58:38.158 17400 23103 I SpicesoftAds: PushService Start Receiver

02‐10 18:58:38.158 17400 23103 I SpicesoftAds: SpicesoftAdService Receiving.......

02‐10 18:58:38.158 17400 23103 I SpicesoftAds: SpicesoftHttpPostData Post Data Notification

02‐10 18:58:38.158 17400 23103 I SpicesoftAds: Parameters imei=ddfe7f4aae691c039b8dc1b0419edecb

02‐10 18:58:38.168 17400 23103 I SpicesoftAds: Parameters country=invalid

02‐10 18:58:38.168 17400 23103 I SpicesoftAds: Parameters sdk_version=1250

02‐10 18:58:38.168 17400 23103 I SpicesoftAds: Parameters package_name=com.changedroid.picture.collage.creator

02‐10 18:58:38.168 17400 23103 I SpicesoftAds: SpicesoftConstants Internet is available

02‐10 18:58:38.168 17400 23103 I SpicesoftAds: debugMode false

02‐10 18:58:38.698 17400 23103 I SpicesoftAds: SpicesoftHttpPostData HTTP request url http://198.74.57.199/spicesoftads/

temporary.php

02‐10 18:58:38.698 17400 23103 I SpicesoftAds: SpicesoftAdService Message Response:

02‐10 18:58:38.698 17400 23103 I SpicesoftAds: {"delayTime":"21600000","success":"true","result":"{\"title\":\"\\u266c\\u2665\\

u2605 Decorate your cute pics\",\

"description\":\" Get Instant Effects free \\u2605\\u266c\\u2665\",\"iconlink\":\"https:\\\/\\\/s3.amazonaws.com\\\/ad_

icons\\\/instanteffects.png\",\"marketlin

k\":\"market:\\\/\\\/details?id=com.changedroid.instaeffects.fx.instant.effects&referrer=utm_source%3Dspicesoftads%26utm_

medium%3Dnotification%26utm_term%3Dinst

anteffects%26utm_content%3Din_houseads%26utm_campaign%3D10‐02‐13\"}"}

14

April 2013

Android-User.de


SPECIAL REPORT

Kriminelle Machenschaften bei Google Play

schnittlich viele Kommentare von Nutzern

ohne Profilbild, die sich teilweise gegenseitig

in ihren Kreisen auf Google+ haben (jeweils

nur eine Person). Eine weitere Auffälligkeit:

Im Vergleich zur Anzahl Installationen gibt

es teilweise viel zu wenig deutsche Bewertungen.

Die vorhandenen deutschsprachigen

Bewertungen sind hingegen grammatikalisch

weitgehend korrekt. Das lässt auf deutschsprachige

Akteuere schließen.

Auch einem Laien ins Auge stechen die

kontroversen Kommentare: Während die negativen

Stimmen meistens von einer Installation

abraten und aufgrund der geforderten

Rechte vor der App warnen, übertreffen sich

die 5-Stern-Bewertungen mit Superlativen,

wie „Sofort runterladen das ist Sau geil die

App!!!“ oder „Modern blau und gail ….install

now“, um nur einige zu nennen. Dass die

Entwickler etwas zu verbergen haben, zeigen

auch ihre Kontaktinformationen bei Google

Play: Es ist keine Webseite hinterlegt und die

E-Mail-Adressen sind nichtssagend. So ist es

praktisch unmöglich, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.

Einzig bei den Apps mit In-App-

Payment konnten wir die Firma Inoxapps

Mobile Solutions ausfindig machen.

Die einzelnen Apps wiederum haben zwei

Zwecke: eine weitere App zu pushen und

möglichst viel Anzeigen zu verbreiten. Aktuell

(Stand Mitte Februar) steht die Anwendung

Valentinstag 2013 vom Entwickler Magicsolver,

die mit dem Slogan „14 Free Apps

for Love“ wirbt im Zentrum. Sämtliche von

uns getesteten Apps machten sehr auffällig

für diese eine App Reklame. Doch auch diese

App hat wiederum nur eine zentrale Funktion:

weitere Gratis-Anwendungen zu bewerben.

So ganz nebenbei will Valentinstag 2013

aber zu Beginn noch das Geschlecht und das

Alter des Nutzers wissen, und ob er Single

oder verheiratet ist (Abbildung 10). Denn

diese Angaben sind in Werbenetzen Gold

wert. Mit der kombinierten Unterstüzung

von Boozecode, Slingshot Apps, BeerCafe

und Co. und einem perfekten Timing landet

Abb. 8: Zufall oder geschickte Manipulation? Alle Apps des Entwicklers Boozecode haben eine

Bewertung von 4,5 Sternen. Die Apps sind inzwischen bei Google Play gelöscht.

so die App Valentinstag 2013 innerhalb weniger

Tage in den Top10 kostenpflichtig neu bei

Google Play. Magicsolver [LINK 6] rühmt sich

auf seiner Webseite damit, täglich über eine

Million Push-Nachrichten auszuführen. Zu

den Kunden gehören bekannte Apps wie Flirt

Radar, Bubble Monkey, Candy Crush Saga

und weitere Free-to-Play-Spiele.

Abzocke durch In-App-Käufe

Laut unseren aktuellen Informationen stammen

sämtliche Apps der Entwicker Boozecode,

Slingshot Apps, BeerCafe und Slingshot

Labs vom Entwicklerstudio Inoxapps Mobile

Solutions aus Indien [LINK 7]. Geschäftsführer

ist ein gewisser Rachit Jain, der auch ein Profil

bei Linked.in besitzt. Zu Inoxapps wan-

Gefälschte Akkudaten

Richtig dreist sind die Slingshot-Entwickler bei

der App 10 000 Wallpapers vorgegangen. Hier

nehmen Sie sich sogar die Berechtigung, die

Akku-Anzeige manipulieren zu dürfen. So soll

der sehr große Akku-Hunger sämtlicher Apps

verschleiert werden. Zudem macht sich die

App gleich als Ersatz für den Homescreen

breit, nicht wie in der Beschreibung angegeben

als Lockscreen. Interessanterweise zeigt

Google Play im Browser die Berechtigung für

die Akku-Manipulation nicht an.

Abb. 9: Würden Sie eine schlichte blaue Tastatur ohne Umlaute und ohne Wortergänzung als

„geiles Keyboard“ bezeichnen?

Android-user.de April 2013 15


SPECIAL REPORT

Kriminelle Machenschaften bei Google Play

Abb. 10: Wozu müssen Sie zunächst

Angaben zum Alter, Geschlecht und

Beziehungsstatus machen?

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28842

dert auch das Geld, das

man bei einigen Foto-

Apps bezahlen kann,

um die Reklame zu entfernen

und neue Effekte

und Rahmen zu erhalten.

Während jedoch

seriöse Entwickler ihre

App in eine Testversion

und eine Pro-Version

unterteilen, erfolgt das

Freischalten der zusätzlichen

Features bei den

Inoxapps-Anwendungen

per In-App-Payment.

Das hat seinen

guten Grund: Für In-

App-Käufe gibt es kein

Rückgaberecht. Wer

also die 79 Cent für

eine reklamefreie App

und die zusätzlichen Effects + Remove Ads!

Rahmen und Effekte

ausgibt, kauft die Katze im Sack. Denn tatsächlich

werden nur einige der Anzeigen entfernt.

Die Google-Anzeigen bleiben in der

App drin, und auch die nervigen Push-Up-

Benachrichtigungen und die Aufforderung zu

einer 5-Sterne-Bewertung erhalten Sie weiterhin.

Das ist klar illegal und Abzocke. Dass

Inoxapps und die Spicesoft GmbH zusammengehören,

beweist auch der Umstand,

dass beide Unternehmen Ihre Server bei theplanet.com

in Texas (USA) betreiben. Der

Hoster ist bekannt dafür, seine Dienste auch

zwielichtigen Firmen anzubieten und steht

laut sitevet.com bei den Top50 der Malware-

Server auf Rang 23.

Ist das erst der Anfang?

Wir haben unsere Analyse an diesem Punkt

beendet und Google die entsprechenden

Apps gemeldet. Aktuell sieht alles danach

aus, dass es sich bei den Apps aktuell nur

um sehr aggressive Adware handelt. Doch

die Strukturen der Apps, das Entwicklernetz

Malware ODER ADWARE?

Abb. 11: Der Beleg von Google Play

enthält es schwarz auf weiß: New

Die meisten Antimalware-Programme für Android

schlagen bei der Installation der von uns

entdeckten rund 40 Apps sofort Alarm. Neben

den auffälligen Berechtigungen melden zudem

einige korrekt, dass sich die Schadsoftware AndroidOS.AdWare.Plankton

in den Apps befindet.

Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Die

Server von Spicesoft, Inoxapps und weiterer in

das Netzwerk verstrickter Komponenten befinden

sich zudem in Netzwerken, die auch als

Malware- und Spam-Schleudern bekannt sind.

Abb. 12: Auch nach dem Kaufen der

Proversion zeigt Collage Creator

Werbung und nervige Hinweise an.

und das Nachladen von Inhalten über Webdienste

in der Cloud sowie viele andere Faktoren

sind starke Indizien dafür, dass hier ein

Android-Botnetz in Planung ist. Zudem

haben wir im Laufe der Recherchen noch

weitere Entwicklerprofile wie Minerdroid,

Oodless und andere gefunden, die nach dem

gleichen Schema vorgehen und von den gleichen

Hintermännern benutzt werden, sodass

die bisherigen Erkenntnisse vermutlich nur

die Spitze eines Eisbergs sind. Die Installationen

sämtlicher Apps zusammen schätzen

wir auf über 5 Millionen!

Google muss dringend die Bücher und

Apps besser prüfen, bevor diese bei Google

Play landen. Apps, die aus dem Google Play

Store verbannt wurden, sollten nicht einfach

unter einem neuen Namen neu eingestellt

werden können, und wenn bei einer Berechtigung

schon steht, dass diese für normale

Apps nie benötigt wird, dann sollte hier

Google doppelt gut prüfen, was die App

genau macht. Dass sämtliche Apps Daten

klauen und zum Teil unverschlüsselt übers

Netz versenden, bevor der Nutzer auch nur

ansatzweise die rechtlichen Hinweise gelesen

hat, ist nicht tragbar. Last but not least muss

es auch einen Weg geben, um das gezielte

Hoch-Ranking einer App bei Google Play einzuschränken.

Die Verantwortung liegt aber

nicht nur bei Google: Viele Leute installieren

Apps, ohne sich um die Berechtigungen zu

kümmern. Es gibt so viele gute Apps bei

Google Play, installieren Sie nicht einfach die

erstbeste, nur weil „geile App“ in den Kommentaren

steht.

● ● ●

16

April 2013

Android-User.de


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Fokus

Die 10 schönsten Tablet-Apps

Ukrid Yenpetch, 123RF

Die 10 schönsten Tablet-Apps

Just beautiful

Es gibt viele Tablet-

Apps, doch optisch vermögen

nicht alle zu

überzeugen. Wir haben

für Sie die zehn schönsten

Tablet-Apps bei

Google Play herausgesucht.

Mirko Mahlberg

Eye In Sky Weather

Eye In Sky Weather ist eine simple,

aber dafür schöne Wetter-App mit

Widgets im Holo-Design. Man kann

sich in der App sowie in den Widgets zwischen

zwölf verschiedenen Icon-Sets entscheiden.

Die Widgets kann man beliebig gestalten,

zum Beispiel mit einem dunklen,

halb-transparenten Hintergrund und weißer

Schrift. Sobald man das Widget dem Homescreen

hinzugefügt hat, erscheint in der Benachrichtigungsleiste

eine dauerhafte Wetter-

Anzeige mit Icon, Ort, Temperatur und dem

aktuellen Wetterstatus. Besonders auffällig

ist das sehr schlicht gehaltene

Design, welches sich

an den Google-Design-

Guidelines orientiert. Das

aktuelle Theme ist das

Holo Dark, ob demnächst

ein Holo Light (also ein

helles) Theme kommt und

man zwischen diesen

wechseln kann, ist nicht

bekannt. Eye In Sky Weather

gibt es als kostenlose

Version mit Werbung

[LINK 1] und als kostenpflichtige

Version für 1,50

Euro ohne Reklame [LINK 2].

Pulse

Pulse [LINK 3] ist ein Dienst, der

einem das Lesen von beliebten

Nachrichtenquellen erleichtert und

schöner darstellt. Dabei kann man selbst aus

einem einfachen RSS-Feed noch etwas herausholen,

wie Pulse es beweist. Es gibt eine

schöne und aufgeräumte Tablet-Ansicht.

Wenn man Webseite hinzufügen möchte, tut

man dies mit dem EDIT Button oben rechts.

Um in die Einstellungen zu navigieren,

wischt man von links außen nach rechts.

Wenn ein Artikel geöffnet ist, kann man mit

dem Aa Icon die Schriftgröße und Schriftart

Abb. 1: MIt Eye in Sky sieht auch das schlechteste Wetter gleich etwas

freundlicher aus.

18

April 2013

Android-User.de


Fokus

Die 10 schönsten Tablet-Apps

Abb. 2: Pulse ist ein News-Reader im Stil von Google Currents aber ohne

feste Angebote.

Abb. 3: Der imo messenger sieht nicht nur gut aus, sondern kommt auch

mit sehr vielen Chat-Programmen klar.

ändern. Auch einen Nachtmodus (weiße

Schrift auf schwarzem Hintergrund) findet

man dort. Auch den ab Android 4.0 typischen

Menübutton (3 vertikale Punkte) findet

man in der Reader-Ansicht. Einmal draufgetippt,

findet man dort die Funktionen, um

den Artikel im Browser zu öffnen (Im Browser

öffnen), zu teilen (Mit Apps teilen) oder

den Webmodus zu aktivieren. Mit Letzterem

wird der komplette Link in einem Browser in

der App geöffnet. So kann man den kompletten

Artikel lesen und nicht nur einen Teil

davon. Pulse gibt es kostenlos im Google

Play Store.

imo messenger

Messenger, sie gibt es in Überfluss.

Ob Facebook, Google Talk, Skype,

MSN, Yahoo, Steam und so weiter.

Viele von ihnen gibt es auch für mobile Geräte,

manche auch nicht. Die App imo messenger

hilft einem, hier den Durchblick zu

bewahren. Der All-in-One Messenger erlaubt

es, alle Messenger-Konten in einer App zu

verwalten. Ein schönes Design gibt es kostenlos

dazu. Sobald man die App heruntergeladen

hat, verlangt die App die Telefonnummer

zur Verifizierung. Nachdem man diese

eingegeben hat, bekommt man einen sechsstelligen

Code zugeschickt, den man nach

Eingabe von Name, Nachname, E-Mail-

Adresse und Geburtsdatum, eingibt. Hier

merkt man, dass die Entwickler es ernst meinen

und Wert auf Sicherheit legen. Die App

sieht auch auf einem Tablet schick aus und

lässt sich wunderbar bedienen. Auf der linken

Seite befinden sich die Namen der Kontakte

inklusive Anzeigebild. Unten links

kann man auch nach speziellen Kontakten

suchen. Rechts befindet sich das Chat-Fenster.

Um Dateien, den Aufenthaltsort oder

auch eine Sprachnachricht zu verschicken,

wischt man von rechts nach links. Funktionen

wie Einstellungen oder sein Profil findet

man, wenn man von links nach rechts

wischt. Diesen intuitiven, nützlichen und

schönen Messenger gibt gratis im Google

Play Store [LINK 4].

Photoshop Touch

Mit Photoshop Touch [LINK 5] kann

man Bilder auf Tablets bearbeiten

und eigene Zeichnungen erstellen.

Zu den Funktionen gehören Ebenen, Auswahlwerkzeugen,

Bearbeitungsfunktionen

und Filter. Bilder mit einer größeren Auflösung

als 12 Megapixel werden von Photoshop

Touch nicht unterstützt. Das Bildbearbeitungsprogramm

besticht durch ein schönes

Layout und Designelemente, die vor allem auf

Tablets zur Geltung kommen. Eine spezielle

Version für 7-Zoll-Tablets gibt es ebenfalls, um

auch auf dem Nexus 7 und anderen Geräten

eine gute Figur zu machen. Photoshop Touch

gibt es für 7,99 Euro im Google Play Store.

Abb. 4: Lassen Sie Ihren kreativen Ideen mit Photoshop Touch von Adobe freien Lauf.

Android-user.de April 2013 19


Fokus

Die 10 schönsten Tablet-Apps

Abb. 5: Dank Kingsoft Office macht selbst das Arbeiten mit Word, Excel

und PowerPoint Spaß.

Abb. 6: Pinterest hat sich für die Android-App lange Zeit gelassen. Das

Warten hat sich gelohnt.

Kingsoft Office

Office-Anwendungen gibt es für

Android in Massen. Doch Kingsoft

Office [LINK 6] hebt sich durch einen

sehr großen Funktionsumfang und eine

wunder schöne Oberfläche von der Konkurrenz

ab. Es ist sozusagen das Microsoft

Office für Android, dabei aber komplett gratis.

Kingsoft Office unterstützt 23 Datei-Formate,

natürlich auch die bekannten wie:

DOC, DOCX, TXT, PDF. Die Dateien sucht

sich Kingsoft Office automatisch vom jeweiligen

Gerät und zeigt diese auf der Startseite

an. Cloud-Dienste wie Google Drive, Box.net,

Dropbox und weitere werden auch unterstützt.

So kann man beispielsweise ein Word-

Dokument in der Cloud mit Kingsoft Office

öffnen, lesen und auch weiterbearbeiten.

Auch Excel-Tabellen kann man mit Kingsoft

Office erstellen, öffnen und bearbeiten. Es

gibt zu viele Funktionen, um diese hier aufzählen

zu können. Andere Office-Anwendungen

für Android mit diesem Funktionsumfang

verlangen hier mal schnell über zehn

Euro. Am besten schauen Sie sich die Office-

Suite mal selbst an.

Pinterest

Pinterest ist ein soziales Netzwerk,

in dem die User Bilder mit Beschreibungen

an Pinnwände heften.

Diese Bilderkollektionen können dann andere

Nutzer teilen (repinnen), kommentieren

oder liken. Die Idee hinter Pinterest ist der

virtuelle Austausch über allerlei Hobbys

(oder auch Einkaufstipps) mithilfe virtueller

Pinnwände. Für Android haben die Macher

aus Palo Alto eine schicke App zusammengeschustert.

Auch hier ist alles sehr schön aufgeräumt

und minimalistisch gehalten. Nachdem

man sich angemeldet hat, sieht man

den Startschirm mit den ganzen Fotos. Oben

links hat man die Möglichkeit, nach Themen

wie Fotografie, Tiere, Geek und vielen weiteren

Themen zu suchen und die Pins in diesen

Kategorien anzusehen. Einmal von

rechts außen nach links gewischt, und man

gelangt zum eigenen Profil. Hier sieht man

die Follower und die, denen man folgt. Oben

drüber steht noch der Name und wie man

zur eigenen Pinnwand gelangt. Rechts daneben

befindet sich das Zahnrad-Icon mit den

Einstellungen. Insgesamt eine sehr anspre-

Abb. 7: Die Springpad-App ist der ideale Ersatz für Ihre analoge

Pinnwand.

Abb. 8: Einheitenumrechner hört sich langweilig an, macht aber mit

diesem Design Spaß.

20

April 2013

Android-User.de


Fokus

Die 10 schönsten Tablet-Apps

Abb. 9: Stöbern Sie oft bei Wikipedia? Dann installieren Sie auf Ihrem Tablet

am besten die App LoboWiki.

Abb. 10: Ein minimalistisches Design komplett im Holo-Stil: Das macht die

App Timer aus.

chende App und sicherlich für viele auch ein

nützlicher Dienst. Pinterest gibt es kostenlos

im Play Store [LINK 7].

Springpad

Mit Springpad hat man die Möglichkeit,

Notizen einfach und schnell

niederzuschreiben. Dabei ist es

egal, ob als Text oder als Audio-Kommentar.

Auch Bilder oder Webseiten lassen sich hinzufügen.

Als Beispiel kann man ein im Internet

gefundenes Rezept als Link speichern

und später wieder aufrufen. Dazu gibt es natürlich

auch eine schnieke Anwendung für

Android. Das Theme lässt sich von hell auf

dunkel ändern, und auch sonst haben die

Entwickler sich sehr auf den Holo-Look eingelassen.

Eine Expanded Notification ist genauso

Bestandteil der App wie eine zweispaltige-Ansicht

für Tablets ab 7 Zoll. Auch

Springpad ist kostenlos im Google Play Store

[LINK 8] erhältlich.

Einheitenumrechner

Einheitenumrechner Free ist komplett

auf Android-4-Tablets angepasst,

und so kann man hier den

ganzen Bildschirm ausnutzen. Auf der linken

Seite werden die favorisierten Einheiten

(von/​zu) angezeigt. In der Mitte stellt man

die gewünschten Einheiten (beispielsweise 1

Inch in Zentimeter) ein. Hier kann man auch

nach speziellen Einheiten suchen. Falls man

eine Einheitskombination mehrfach benutzt,

so kann man diese als Favoriten mit dem

Stern, zwischen von und zu, hinzufügen

(welche dann auf der linken Seite angezeigt

werden). Oben im Reiter kann man zwischen

einer großen Anzahl an Einheiten-Kategorien

wählen (Länge/​Entfernung, Druck, Energie/​

Arbeit, Geschwindigkeit und vielen weiteren).

In der kostenlosen Version [LINK 9] wird

Werbung eingeblendet, die für 60 Minuten

verschwindet, wenn man einmal auf die

Werbung klickt. Die Pro-Version [LINK 10] kostet

1,59 Euro und bietet zudem ein schwarzes

und weißes Theme und mehr Updates.

LoboWiki

LoboWiki ist eine Wikipedia App

von Michal Galinski, die Wikipedia

Inhalte mit einem schönen Interface

darstellt. Sobald die App heruntergeladen

ist, sollte man in den Einstellungen erst

einmal die Sprache für die Wikipedia-Artikel

auf Deutsch einstellen. Dies geschieht über

den ab Android 4.0 typischen Menübutton

oben rechts im Reiter und der Auswahl von

Preferences. Um nach Wikipedia-Inhalten zu

suchen, drückt man auf die Lupe oben

rechts. In LoboWiki lässt sich die Schriftgröße

ändern, und Artikel lassen sich auch

als gelesen markieren. Die App hat keine separate

Tablet-Ansicht, da sie aber an Android

4.0 und höher angepasst wurde, sieht sie auf

Tablets perfekt aus. LoboWiki gibt es kostenlos

im Play Store [LINK 11].

Timer

Das Entwicklerstudio Opoloo steht

für minimalistisches Design nach

Richtlinien. Sein Vorzeigeprojekt ist

die App Timer. Wie der Name schon sagt, ist

es eine Zeitmesser-App. Die Entwickler halten

sich bei Timer exakt an die Google-Vorgaben,

was man auch an der integrierten zweispaltigen

Tablet-Ansicht bemerkt. Auf der

linken Seite sieht man die verschiedenen

Countdowns in einer Listenansicht, während

man auf der rechten Seite weiter Countdowns

anlegen kann. Timer ist eine schlichte

dafür aber wunderschöne Countdown-App

fürs Tablet. Für 77 Cent ist sie im Play Store

[LINK 12] erhältlich.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28701

Android-user.de April 2013 21


Fokus

Die 10 besten Apps für das Nexus 7

Die zehn nützlichsten Apps für Tablets

10 Top-

Tools

Google

Im Google Play Store tummeln sich zahllose Anwendungen,

die Ihnen das Leben leichter machen wollen. Damit Sie nicht

den Überblick verlieren, stellen wir Ihnen die zehn nützlichsten

Tools vor, die auf Ihrem Android-Tablet nicht fehlen sollten.

Jasmin Bauer

Abb. 1: Super Video lässt Sie das Videofenster beliebig

verändern und positionieren.

Praktische Tools und Apps für Android

stellen wir in jeder Ausgabe

von Android User vor. Doch einige

eignen sich besonders gut für Tablets.

Wir haben zehn Rosinen für das Nexus

7 herausgepickt, die aber auch auf allen anderen

Tablets nicht fehlen sollten.

1. Super Video

Ein Video sehen und

nebenher noch auf

demselben Gerät die

Mails checken? Mit der kostenlosen

Anwendung Super Video

[LINK 1] ist dies problemlos möglich,

da Sie den Videobereich so

einstellen können, dass dieser

nicht den ganzen Bildschirm,

sondern nur einen Teil in Anspruch

nimmt. So können Sie

das Video immer in einem kleinen

Fenster nebenbei laufen lassen,

während Sie im Internet

surfen oder sogar ein Spiel spielen.

Auch wenn Sie zwischen

den Bildschirmen wechseln,

bleibt das Videofenster im Sichtbereich.

Die Größe stellen Sie

ein, indem Sie rechts unten mit

einem Finger das Fenster auf die

gewünschte Größe ziehen.

Möchten Sie den kompletten

Bildbereich in Anspruch nehmen,

tippen Sie einfach oben rechts auf das

Symbol für den Full Screen. Dort finden Sie

auch, wie Sie es vom PC bereits kennen, das

Symbol zum Schließen des Fensters. Die

Lautstärke regeln Sie rechts oben per Wischgeste.

Super Video spielt dank seines Software

Decoders, den Sie beim Starten der Anwendung

aktivieren können, alle gängigen

Videoformate ab. Die Bildqualität des Players

ist zwar nicht herausragend, jedoch für seine

Zwecke vollkommen ausreichend.

2. Floating Browser Flux!

Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie

möchten etwas recherchieren und

benötigen dafür mehrere Internetseiten

gleichzeitig auf dem Bildschirm, so

wie Sie es von Ihrem Computer gewohnt

sind? Bisher mussten Sie noch umständlich

zwischen den einzelnen Ansichten wechseln.

Doch dank Floating Browser [LINK 2], können

Sie das Internetfenster flexibel anpassen,

mehrere Fenster nebeneinander schieben

oder gleichzeitig im Internet surfen, während

Sie beispielsweise über Skype telefonieren

oder ein Video schauen. Die Browseransicht

können Sie nach Bedarf platzieren und die

Größe beliebig variieren, indem Sie einfach

das Fenster mit Ihrem Finger rechts unten

auseinander- oder zusammenziehen. Mit

einem Fingerzeig auf den Full-Screen-Modus

haben Sie wieder den kompletten Bildschirm

zur Verfügung. Haben Sie die Fenster mini-

22

April 2013

Android-User.de


Fokus

Die 10 besten Apps für das Nexus 7

miert, können Sie die einzelnen

Seiten jederzeit wieder abrufen.

Einen kleinen Haken hat die

Sache. Floating Browser ist im

Vergleich zu vielen anderen

Browsern etwas träge, doch das

nimmt man für diesen zusätzlichen

Komfort gerne in Kauf.

3. Astro Dateimanager

Die Darstellung der

Ordner und Dokumente

beim Android-

Tablet unterscheidet sich stark

von dem Ihres Computers. Sind

Sie es gewohnt, über den Arbeitsplatz

oder den Explorer

alles wiederzufinden, gestaltet

sich dies auf dem Tablet von

Haus aus schwieriger. Gerade

wenn Sie viele Dateien auf

Ihrem Androiden haben, werden

Sie ohne Dateimanager Schwierigkeiten

haben, alle Dokumente

wiederzufinden. Dafür gibt es

den kostenlosen Astro File Manager

[LINK 3]. Im Gegensatz zu vielen seiner

Konkurrenten stellt dieser all Ihre Verzeichnisse

übersichtlich dar. So können Sie künftig

schnell auf alle Daten zugreifen, unabhängig

davon, ob Sie sich auf dem Gerät oder

der SD-Speicherkarte befinden. Haben Sie

bereits den Überblick verloren, finden Sie

einzelne Dateien mithilfe der Suche schnell

im Getümmel wieder. Hier können Sie nämlich

gezielt angeben, ob Sie nach einer Textdatei,

einem Lied, einem Video oder einem

Bild Ausschau halten. Die Ansicht Ihrer Verzeichnisse

legen Sie in den Einstellungen

fest. Mit einer Wischgeste von rechts nach

links öffnen Sie die Ansicht mit weiteren

Tools des Astro File Managers. Hier können

Sie einzelne Apps durch ein Backup sichern,

Apps verwalten, mit dem Task-Killer Anwendungen

beenden und auf einen Blick sehen,

wie viel Speicher noch zur Verfügung steht.

Abb. 2: Dank Floating Browser Flux! haben Sie mehrere

Internetseiten im Blick.

4. Pocket – Read it later

Pocket [LINK 4] ist ein kostenloser

Dienst, der beliebige Internetseiten

offline abspeichert und sie für das

spätere Lesen bereitstellt. Neben der Speicherung

von Artikeln ist auch das Archivieren

von Videos oder Bilder im Offlinemodus

möglich. Nach der Installation der Anwendung

können Sie beliebige Internetseiten

durch die Anweisung Teilen für Pocket herunterladen.

Wenn Sie das Programm anschließend

starten, finden Sie alle Ihre gespeicherten

Artikel wieder und können diese

jederzeit lesen. Der Reader ist übersichtlich

und beinhaltet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten.

Somit macht das Lesen fast noch

mehr Spaß als direkt über die Internetseite,

und Sie können nun alle wichtigen Nachrichten

unterwegs lesen, selbst wenn Sie kein Internet

zur Verfügung haben oder

Ihr Datenvolumen außerhalb

Ihres WLAN-Bereiches nicht aufbrauchen

möchten.

5. Team Viewer

Sie sind mit Ihrem Tablet

unterwegs, doch

alle wichtigen Unterlagen

befinden sich – wie sollte es

auch anders sein – auf dem heimischen

Rechner. Dank der kostenlosen

Anwendung Team Viewer

[LINK 5] gehört dieses Ärgernis

der Vergangenheit an, vorausgesetzt

Ihr Computer ist angeschaltet.

Dann können Sie

nämlich von unterwegs aus auf

Ihren PC zugreifen. Um die Anwendung

nutzen zu können,

installieren Sie TeamViewer sowohl

auf Ihrem Tablet als auch

auf dem entsprechenden Computer.

Nun müssen Sie nur noch

in der App Ihre ID und das

Kennwort eingeben, um danach

Abb. 3: Der Astro Dateimanager spielt seine Stärken

auf einem Tablet besonders gut aus.

Abb. 4: Gespeicherte Artikel können Sie in Pocket –

Read it later jederzeit offline lesen.

Android-user.de April 2013 23


Fokus

Die 10 besten Apps für das Nexus 7

Abb. 5: Mit Team Viewer greifen Sie vom Android-

Tablet aus auf einen Windows-8-PC zu.

Abb. 7: Mit Mighty Text haben Sie auf dem Tablet

Zugriff auf Ihre Kontakte und SMS.

Abb. 6: Dank StickMount können Sie den Speicher

Ihres Nexus-Tablets erweitern.

den Computerbildschirm auch auf Ihrem

Androiden zu sehen. An die Bedienweise gewöhnt

man sich schnell. Lediglich bei Videos

hakt Team Viewer hin und wieder, ansonsten

ist die App ein solider und zuverlässiger Helfer,

der auf keinem Tablet fehlen sollte.

6. StickMount

Nexus-Besitzer kennen

das Problem. Sie haben

nur einen begrenzten

Speicherplatz auf dem Gerät zur

Verfügung. Die Lösung dafür

sind entweder Online-Speicher,

sogenannte Clouds wie Dropbox,

oder Sie schließen einfach einen

externen Speicher via USB an Ihr

Tablet an. Das funktioniert unkompliziert

mit der Anwendung

Stick Mount [LINK 6] und einem

entsprechenden USB-OTG-Kabel,

welches Sie für ein paar Euro im

Elektronikfachhandel bekommen.

Sie können StickMount

kostenlos ausprobieren. Die Pro-

Version mit zusätzlichen Funktionen

für mehr Komfort kostet

2,49 Euro. Für die Nutzung von

StickMount ist allerdings Root-

Zugriff erforderlich. Schließen

Sie einfach das Kabel mit USB-

Stick beziehungsweise externer

Festplatte an Ihrem Gerät an und

starten Sie die Anwendung, um

Zugriff auf alle Ihre Daten zu erhalten.

7. Mighty Text

Sie möchten auch vom

Tablet aus SMS schreiben

und verschicken?

Kein Problem, sofern Sie eine

Anwendung wie Mighty Text

haben [LINK 7],[LINK 8]. Damit Sie

diese Funktion nutzen können,

müssen Sie auch auf Ihrem

Smartphone die zugehörige Anwendung

installieren und sich

registrieren. Anschließend können

Sie auf alle Ihre Nachrichtenkorrespondenzen

zugreifen,

weitere SMS versenden und

empfangen. Mighty Text ist ein

sehr praktisches Tool, wenn Ihr

Smartphone zu Hause friedlich

vor sich hinschlummert und Sie

auf SMS nicht verzichten wollen.

Die Software gibt es auch für

Windows. Sie müssen nur darauf

achten, dass Ihr Handy eingeschaltet ist

und Internetzugriff hat.

8. Evernote

Evernote [LINK 9] ist weitaus mehr

als ein einfacher Notizblock. Sie

können Ihre Aufzeichnungen mit

mehreren Personen teilen, Erinnerungen aufbewahren

und all das speichern, was Sie für

wichtig erachten. Nach der Registrierung

synchronisieren Sie Ihre gespeicherten Notizen

auf mehreren Geräten und haben dadurch

immer alles Wichtige dabei. Für einen

schnellen Zugriff auf die Anwendung empfehlen

wir zusätzlich die Installation des zugehörigen

Evernote Widgets [LINK 10]. Damit

ist es möglich, vom Startbildschirm aus direkt

neue Notizen anzulegen, ein Foto zu

knipsen, Audioaufnahmen zu machen oder

sonstige Anhänge auf Evernote hochzuladen.

Die Grundversion ist kostenlos. Möchten Sie

Ihre Daten auch offline abrufen, anderen Personen

das Bearbeiten Ihrer Notizen erlauben

oder einen Passwortschutz einrichten, benötigen

Sie einen Premium-Account für 5 Euro

monatlich oder 40 Euro pro Jahr.

9. SlideIT Tastatur

Auf dem Tablet längere Texte

schreiben, ist über die herkömmliche

Bildschirmtastatur mehr als

mühsam. Doch nicht immer haben Sie eine

externe Tastatur mit dabei oder möchten sich

24

April 2013

Android-User.de


Fokus

Die 10 besten Apps für das Nexus 7

extra eine anschaffen. Damit Sie

trotzdem schnell und komfortabel

Texte tippen können, gibt es

SlideIT Tastatur [LINK 11]. Diese

intelligente Tastatur ermöglicht

nicht nur das Schreiben per

Wischgeste, sondern merkt sich

häufige Wörter und verfügt

über eine Rechtschreibkontrolle.

Für das Tool gibt es mehrere

Sprachpakete, die Sie einfach

herunterladen können. Auch

das Design lässt sich nach Belieben

anpassen. Mit der smarten

Tastatur tippen Sie nach etwas

Übung schneller als auf der herkömmlichen

Tastatur Ihres

Computers. Die Einrichtung dieser

alternativen Tastatur ist einfach,

da Sie ein Tutorial Schritt

für Schritt anleitet. Daneben

gibt es zahlreiche weitere Einstellungsmöglichkeiten.

Bevor

Sie 3,99 Euro für diese Tastatur

investieren, können Sie Slide IT

15 Tage kostenlos testen.

10. Air Display

Ein Computerbildschirm ist Ihnen

zu wenig, aber Sie haben keinen

zweiten zur Hand? Sofern Sie ein

Tablet besitzen, kann Air Display [LINK 12]

Ihnen dabei helfen. Dafür installieren Sie auf

Abb. 9: Die intelligente Tastatur SlideIT erkennt die

Wörter und macht Ihnen Vorschläge.

Ihrem PC oder Mac einfach die entsprechende

Setup-Datei und die Anwendung Air

Display auf Ihrem Tablet. Mit 7,56 Euro

schlägt diese Anwendung relativ teuer zu

Buche. Zudem fiel im Test auf, dass Air Display

nicht auf allen Betriebssystemen, darunter

Windows 8, läuft. Um Ihr Tablet mit dem

Computer zu verknüpfen, öffnen Sie Air Display

auf dem Rechner und wählen das entsprechende

Gerät in der Liste aus. Nun können

Sie den zusätzlichen Bildschirm nutzen

– ganz gleich in welchem Format. Dies ist besonders

praktisch, wenn Sie für Ihre Arbeit

einen aufgeräumten Arbeitsbereich benötigen.

Air Display gibt es nur für Windows und

Mac OS X, eine Linux-Version ist laut den

Entwicklern nicht geplant.

Abb. 10: Nach der Verknüpfung von Tablet und PC

steht ein zusätzlicher Arbeitsbildschirm bereit.

Abb. 8: Evernote ermöglicht Ihnen das Aufzeichnen

und Teilen von allem Wichtigen.

Fazit

Alle diese Anwendungen verleihen Ihrem

Androiden einen Mehrwert, weil sie nicht

nur die Arbeit ungemein erleichtern, sondern

das Tablet zu einem treuen Begleiter in vielen

Lebenslagen machen. Dank dieser Tools

ist das Tablet nicht einfach ein Ersatz für

Ihren Computer, sondern ein eigenständiges

Gerät mit vielen Vorzügen, die es zu nutzen

gilt. So können Sie ohne weiteres Werkzeug

Strecken ausmessen, unterwegs offline Artikel

lesen, die Sie zuvor von Internetseiten

heruntergeladen haben und neben dem Betrachten

von Videos gleichzeitig anderen

Dingen auf Ihrem Gerät nachgehen. ● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28702

Android-user.de April 2013 25


Fokus

Top Live-Wallpaper und Widgets

Mit einem tollen Live-Hintergrundbild

und den passenden

Widgets machen auch

Sie Ihr Android-Tablet zu

einem Unikat. Hier unsere

Top 14. Peer Kintrup

Live-Hintergrund

Ein Live-Wallpaper öffnen Sie

nicht per Klick auf das App-Icon,

sondern über die System-Einstellungen

unter Anzeige | Hintergrund

| Live-Hintergründe (je

nach Hersteller und Android-

Version). Versuchen Sie auch

einen längeren Druck auf eine

freie Stelle des Homescreens.

Koi Free

LiveWallpaper

Der mehr als zehn Millionen

mal heruntergeladene Karpfenteich

gehört nicht zu Unrecht

zu den schönsten Apps dieses

Genres. Der naturgetreue Teichboden,

die eleganten Bewegungen der Kois in

verschiedenen Tiefen, die unterschiedlichen

Verwindungen der kreisenden

Fischkörper, Details der Brust-, Bauch

und Schwanzflossen lassen kaum erkennen,

dass es sich um einen digitalen

Teich handelt. Versuchen Sie ein

System, eine Wiederholung zu erkennen!

Nach einem Klick auf das Display

breiten sich Wellenbewegungen aus

und nach Kauf der Vollversion fliehen

die Fische vor Ihrem Finger. Mit der

Vollversion können Sie für 0,79 Euro

und acht weitere Megabyte Ihres Speicherplatzes

vierzehn Untergründe hinzukaufen,

eigene Bilder wählen, Regentropfen,

Seerosenblätter und Pflanzen

hinzufügen. Zudem lässt sich die Pro-

Version so einstellen, dass die Fische

auf Futter angewiesen sind und

damit

Asteroid Belt Free

Der letzte Asteroid ist erst im

Februar in Erdnähe vorbeigerast,

und in Russland schlug

sogar ein Meteorit ein. Was tut sich

alles im All? Ein realistisch erscheinender

Asteroiden-Gürtel zieht mit diesem

3D-Live-Wallpaper, über Ihren Homescreen.

Die einzelnen Objekte torkeln

chaotisch in Licht und Schatten unserer

Sonne. Bei Bewegungen des

Homescreens werden die Steine leicht

gebremst oder beschleunigt. In der

Vollversion für 0,79 Euro können Sie

auch die Darstellung des Sonnensystems,

die Anzahl der Steine, Geschwindigkeiten

und einiges mehr verändern.

Falling Images Live

Wallpaper

Die fallenden Fotos stehen für

die Vielfalt der Live-Wallpaper,

die im Playstore angeboten

werden. Im Einrichtungsmenü ist die

Wahl zu treffen, ob Fotos aus den Ordner

Screenshots, Camera oder Download

auf den Bildschirm fallen sollen.

Leider können Sie keinen anderen Ordner

wählen und haben deshalb wenig

Einfluss auf die Fotoauswahl. Das Live

Wallpaper nervt nach gewisser Zeit

auch mit viel Unruhe. Nutzen Sie zur

Präsentation von Bildern deshalb besser

die Standard-Galerie bzw. ab Android

4.2 die Daydream-Funktion.

Valentine Heart

3D

Wenn Sie es etwas herzlicher

mögen, überraschen Sie Ihre/​n

Partner/​in mit dieser Animation

für Verliebte: Das innere Herz können

Sie in den Einstellungen mit einem

Foto Ihrer Wahl bekleben. Auch Drehgeschwindigkeit

und Hintergrund lassen

sich ändern. Wie im realen Leben

drehen sich die Herzen auch in der

langsamsten Einstellung noch recht

schnell und nicht nur am Valentinstag.

Das Bekleben des Herzens rundherum

funktioniert erstaunlich gut. Wer es

hart, aber herzlich mag, dem empfehlen

wir das Theme Steampunk-Heart.

kostenlos

englisch|Version 2.0|1,2 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.4.1|0,3 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.2.2|0,45 MByte

★★★★★

26

April 2013

Android-User.de


Fokus

Top Live-Wallpaper und Widgets

sogar heranwachsen. Trotz der realistischen

und detaillierten Darstellung beansprucht

Koi-Live-Wallpaper nur 3,2 MByte

Speicherplatz. Mit der Vollversion steigt

der Bedarf aber auf beachtenswerte 12 MB.

Tipp: Das sehr ähnliche Anipet Koi Live bietet

schon in der kostenlosen Version mehr

Funktionen, ist mit 1,2 MByte zudem noch

etwas schlanker, aber die Fische schwimmen

weniger geschmeidig und werden

nicht so detailliert abgebildet. Dafür können

Sie Pflanzen schon in der kostenlosen

Version hinzufügen und Futter einstreuen,

um das sich dann die Fische reißen. Die 79

Cent für das Original lohnen sich aber in

jedem Fall.

kostenlos

englisch|Version 1.5|3,2 MByte

★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28703

Flight Live

Wallpaper

Mit dieser App im Hintergrund

fliegen Sie mit dem Blick aus

einem Cockpit durch die Wolken.

In den Einstellungen wählen Sie

zwischen diversen Flugmaschinen bis

zum Motorrad oder Auto und stellen

die Fluggeschwindigkeit und das Wetter

ein. Regen und Blitze gibt es tatsächlich

nur während eines Wolken-

Durchflugs! Sogar an Real Time wurde

gedacht: Die fliegende Tapete passt

sich automatisch der Tageszeit an. Die

5,3 MByte Speicherplatz muss Ihre

Hardware verkraften, denn dieses Live-

Wallpaper macht definitiv Spaß!

Ruhige See

Zur Abwechslung nach dem

Falling Images Live Wallpaper

empfehlen wir die ruhige See.

Gönnen Sie sich die Vorfreude auf die

schönsten Urlaubsaugenblicke, wenn

Ihr Blick am Strand den Wellen folgt!

Wie auch bei unseren anderen Natur-

Hintergründen beeindruckt die realistische

Darstellung, für die Ihr RAM-Speicher

aber mehr als 7 MByte bereitstellen

muss und auch der Grafikchip recht

beansprucht wird. Versuchen Sie einmal

herauszufinden, wann sich eine

Welle wiederholt! Vom Entwickler gibt

es das Wallpaper auch mit einem romantischen

Sonnenuntergang.

Jumpgate Free

Live Wallpaper

Das mit nur einem MByte

schlanke Jumpgate – ebenfalls

aus der erfolgreichen

Kittehface-Serie – treibt den 3D-Effekt

auf die Spitze. Ein kleiner Android rast

einem Spiralnebel entgegen, als wolle

er das Universum erobern. Geschickt

weicht er mit seinen Pendelbewegungen

den Asteroiden aus. Klicken Sie

ihn zwei mal an, dreht er sich kurz um

und winkt Ihnen zu. Wischen Sie über

den Screen, ändert sich die Perspektive.

Für 0,79 Euro können Sie in der

Vollversion diverse Geschwindigkeitseinstellungen

ändern.

kostenlos

englisch|Version 1.0.4|5,3 MByte

★★★★★

kostenlos

ohne Text|Version 2.0|7,4 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.25|1 MByte

★★★★★

Android-user.de April 2013 27


Fokus

Top Live-Wallpaper und Widgets

Beautiful Widgets

Beautiful Widgets – oft kopiert,

nie erreicht – besteht im

Grundmodul zunächst aus

einer Uhr-Wetter-Applikation. In der

langen Geschichte dieser wundervollen

Widgets spielte zunächst vor allem

das bekannte Sense-Layout eine große

Rolle. HTC kreierte die Sense-Klapp-

Uhr im Stil der 70er-Jahre schon

für ihre Windows-Mobile-Geräte und

band sie auch unter Android unter

dem Namen Sense in ihre Oberfläche

ein. Das LevelUp Studio hat den Weg

frei gemacht und es Nutzern ermöglicht,

selbst eigene Themes zu kreieren.

Diese stehen Ihnen nun in hundertfachen

Stilen in der App zu Verfügung;

von elegant über solide

bis crazy dürfte für jeden Geschmack

etwas dabei sein. Mit

der aktuellen Version 5 hat das

LevelUp-Studio zu Beginn des

Jahres die Bedienung der sehr

vielen Einstellmöglichkeiten

modernisiert und erleichtert.

Alleine die Flip-Clock – also

die Klappuhr – gibt es mittlerweile

in unzähligen flippigen

Layouts. Auch bei der Wahl

der Wetterdarstellung steht Ihnen eine

sehr große Auswahl zur Verfügung. Bei

der Gestaltung Ihrer Uhr können Sie

bereits in den Einstellungen in einer

Vorschau sehen, wie das Widget aussehen

wird. Sie können frei bestimmen,

welche Applikation aufgerufen

wird, wenn Sie auf die Stundenanzeige

Simple Calendar

Widget

Es gibt viele Kalender-Widgets,

doch keines ist so schön

und praktisch wie das Simple

Calendar Widget von MyColorscreen.

Je nachdem, ob Sie nur den aktuellen

Tag oder gleich eine ganze Reihe an

Terminen auf dem Homescreen haben

möchten, stehen hier zahlreiche Widget-Formate

zur Auswahl. Zusätzliche

Skins gibt es bei Google Play, aber

durch die vielen Einstellungsmöglichkeiten

brauchen Sie die eigentlich

kaum. Möchten Sie Ihren Kalender auf

dem Homescreen haben, dann ist dieses

Widget die beste Lösung.

Beautiful Clock

Widgets

Hier hat offenbar der Entwickler

Anttek mit Beautiful Clock

Widgets beim Vorbild Beautiful

Widgets abgekupfert. Da es sich um

eines der wenigen Uhrenwidgets handelt,

das neben einer digitalen Anzeige

auch viele analoge Darstellungen bietet

, sollten Sie aber unbedingt einen

Blick darauf werfen. Unter den vielen

analogen Uhren im Playstore, gibt es

nämlich nur wenige, die auch Wochentag,

Datum und Monat anzeigen können.

In der Gratisversion sind bereits

ein paar ganz schöne klassische Uhren

dabei, mehr und ausgefallene gibt es

gegen 2,09 Euro in der Pro-Version.

Omega Speedmaster

Analog Clock

Nostalgiker und Liebhaber

von Armbanduhren werden

sich vielleicht über diesen

Anachronismus freuen: Die detailgetreue

Uhrzeit einer mechanischen Uhr,

wie der Omega Professional aus den

60er-Jahren, – der ersten Uhr, die auf

dem Mond getragen wurde – oder

einer Rolex auf einem Hightech-Gerät.

Doch wer sich für diesen Typ von Zeitmesser

erwärmen kann, wird an

Omega Speedmaster Analog Clock

seine Freude haben, denn die Widgets

sind sehr detailliert gezeichnet. Einzig

den Sekundenzeiger haben wir vermisst.

kostenlos

deutsch|Version 2.2.4|1,3 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.6|5,2 MByte

★★★★★

kostenlos

ohne Text|Version 1.5|0,2 MByte

★★★★★

28

April 2013

Android-User.de


Fokus

Top Live-Wallpaper und Widgets

klicken – zum Beispiel der Wecker – oder

dass ein Klick auf das Datum zum Kalender

Ihrer Wahl führt.

Bei den Beautiful Widgets handelt es sich

um ein umfangreiches, vielseitiges und zugleich

attraktives Paket, mit dem Sie Ihren

Homescreen beleben. Einzig die Toggles

(einfache Schalter) lassen sich nicht besonders

gut nutzen, da nur das 1x1 Widget zur

Auswahl steht. Diese ersparen Ihnen den

Weg in das Geräte-Menü, wenn Sie grundlegende

Systemeinstellungen ändern wollen.

LevelUp-Studio bietet Ihnen den direkten

Zugang

zu den Bluetooth-,WIFIund

Helligkeitseinstellungen an,

erlaubt die Stumm-, und Vibrationsschaltung,

den Flugmodus und

kann die automatische Drehung

des Displays ein- und ausschalten.

2,39 Euro

deutsch|Version 5.07|10 MByte

★★★★★

Gsam Battery

Den ungefähren Batteriestand

zeigt jedes Handy an. Gsam

stellt diesen nicht nur größer

als Widget dar, sondern zeigt Ihnen

auch die errechnete Restlaufzeit ohne

Kabel an. Ein Klick auf das Icon führt

Sie zu einer der informativsten Verbrauchsanalysen,

die der Play Store zu

bieten hat. Neben einer grafischen Ansicht

können Sie auch in einer Tabelle

ablesen, welche App in der Nacht

wann und wie oft heimlich am Akku

gesaugt hat. Die Gratisversion ist mit

Werbung bestückt, die Vollversion kostet

1,50 Euro. Ein spezielles Iconset für

77 Cent kann zudem das Standard-Icon

von Android mit einem passenden

Theme austauschen.

Android Photo

Widget

Wie kaum bei einer anderen

Widget-Gattung driftet die

Qualität brauchbarer Apps so

weit auseinander, wie bei den Fotorahmen.

Zumeist hapert es schon bei der

Bildqualität, spätestens bei der Bildauswahl,

beim Handling, Funktionsumfang

und nicht zuletzt beim Layout.

Diese App schwächelt in keiner Disziplin.

Sie können unter verschiedenen

Größen und vielen Rahmen wählen

und sogar schnell und komfortabel

einen Wechselbilderrahmen gestalten.

Die Gratisversion kommt auch hier mit

Werbung, die Sie für 1,49 Euro bei

Google Play loswerden.

Sticky Note

Sticky Note ist den Klebezetteln

nachempfunden, als in

Haushalt und Büro noch Papier

benutzt wurde. Das ruhende,

kleine Widget zeigt nur den Text aus

der Titelzeile an, was nicht nur übersichtlich

ist, sondern auch platzsparend.

Nach einem Klick vergrößert sich

der Zettel und zeigt in der Mitte des

Screens den eigentlichen Text an. Sie

können diesen dann auch bearbeiten

und als SMS oder E-Mail versenden.

Auch wenn es auf den ersten Blick so

aussieht, als würde Google Play sehr

viele solcher Post-It-Widgets bieten, ist

Sticky Note dennoch mit Abstand das

Beste in diesem Bereich.

kostenlos

englisch|Version 2.29|2 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.27|1,8 MByte

★★★★★

kostenlos

ohne Text|Version 1.2.1|0,8 MByte

★★★★★

Android-user.de April 2013 29


1Gbit/s

Port


Fokus

Retina-Tablets

Tablets mit

Retina-Auflösung

Mit seinen 2048 x 1536 Pixeln

setzte das iPad 4 neue Maßstäbe.

Inzwischen gibt es

viele Android- Tablets mit

Retina-Display zum halben

Preis. Marcel Hilzinger

Nexus 10

Das Nexus 10 [LINK 1] bringt nicht nur

das leicht größere Display als das iPad

4 mit, es übertrifft mit seinen 2.560 x

1.600 Pixeln auf 10,055 Zoll auch die

Auflösung und Pixeldichte des Apple-

Tablets klar (300 ppi gegenüber 264

ppi). Angetrieben wird das Nexus 10

von einem Dual-Core-Prozessor

„Exynos 5“ mit 2 x 1,7 GHz. Der Arbeitsspeicher

ist 2 GB groß. Für die

beste Grafikleistung bei allen Android-

Tablets ist die Mali-T604 GPU verantwortlich.

Das Tablet ist mit 16 GByte

oder 32 GByte festem Speicherplatz erhältlich,

ohne MicroSD-Slot.

Zu den Highlights des Samsung-Tablets

gehören neben dem hochauflösenden

Display die neueste Android-Version

4.2.2 „Jelly Bean“ und die sehr

gute Verarbeitung. Durch das Kunst-

CMX

Archos 97

Platinum HD

Archos

Die Franzosen schicken ihr erstes HD-

Tablet im März für knapp 300 Euro ins

Rennen. Das ARCHOS 97 Platinum HD

[LINK 2] verfügt über ein 9,7 Zoll großes

IPS-Display mit 2048 x 1536 Pixeln und

weiß auch bei den restlichen Parametern

zu gefallen. So bringt es einen 1,2

GHz schnellen Vierkern-Prozessor, 2

GByte RAM und 8 GByte internen Speicher

mit, der sich via MicroSD-Slot auf

bis zu 64 GByte erweitern lässt. Das

Tablet verfügt zudem auch über einen

Mini-HDMI-Ausgang. Vorinstalliert ist

Android 4.1. Archos versorgt seine

Tablets jedoch üblicherweise mit mindestens

einem großen Update.

CMX Clanga 097

Auch der noch relativ unbekannte Hersteller

CMX aus Österreich setzt für

sein Retina-Tablet auf den 4:3-Formfaktor

und ein 9,7-Zoll-Display mit 2048 x

1536 Pixeln [LINK 3]. Identisch mit dem

Archos-Tablet ist auch die 1,2 GHz

schnelle Vierkern-CPU (Allwinner A31)

kombiniert mit dem SGX544-Grafikchipsatz

von PowerVR und Android

4.1. Im Unterschied zum Archos-Tablet

erhalten Sie bei CMX jedoch 16 GByte

internen Speicher (erweiterbar via

MicroSD), dafür müssen Sie auf einen

HDMI-Ausgang verzichten. Auch Bluetooth

und GPS fehlen wiederum. Das

Clanga-079-Tablet ist laut Hersteller ab

Anfang März verfügbar.

Ainol Novo 9 Spark

Ainol Electronics Co aus China war die

erste Firma mit einem 9,7-Zoll großen

Android-Tablet mit Retina-Display.

Umso größer ist die Nachfrage nach

diesem Tablet, das quasi der Prototyp

für die restlichen hier vorgestellten

9,7-Zoll-Tablets ist. Das Novo 9 Spark

[LINK 3] ist mit dem CMX-Tablet identisch:

Vierkern-CPU mit 1,2 GHz, 2

GByte RAM, 9,7“ großer Touchscreen

mit 2048 x 1536 Pixeln und 16 GByte

interner Speicher, der sich via MicroSD

erweitern lässt. Das Tablet ist im Online-Shop

von Ainol aktuell für 240 US-

Dollar gelistet, aber nicht erhältlich.

Ainol

9,7 Zoll, 2048x1536 Pixel

Akku: k.A.

Preis: 299 Euro

9,7 Zoll, 2048x1536 Pixel

Akku: 8000 mAh

Preis: 299 Euro

9,7 Zoll, 2048x1536 Pixel

Akku: 8000 mAh

Preis: 239 US Dollar

32

April 2013

Android-User.de


Fokus

Retina-Tablets

10 Zoll, 2560x1600 Pixel

Akku: 9000 mAh

Preis: ab 399 Euro

stoff-Gehäuse ist das Nexus 10 zudem sehr

leicht, wodurch es auch gut in der Hand

liegt. Android 4.2.2 bringt gegenüber den

restlichen Tablets gleich mehrere Vorteile

mit. So lässt sich das Tablet mit mehreren

Nutzern einsetzen, wobei jeder seine eigenen

Arbeitsoberfläche einrichten kann.

Widgets sowie die Benachrichtigungen lassen

sich auch auf dem Sperrbildschirm ablegen.

Android 4.2 unterstützt zudem den

Daydream-Modus, der beim Laden des

Smartphones oder in einer Docking-Station

automatisch eine Uhr, die neuesten

Beiträge von Google Currents oder eine

Diashow der eigenen Fotos anzeigt.

Das Nexus 10 ist das beste Retina-Tablet

schlechthin, und der geringe Aufpreis gegenüber

den restlichen hier aufgeführten

Tablets lohnt sich. Lesen Sie auch unseren

ausführlichen Testbericht auf Seite 40.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28843

Convexa

Chuwi

Google

Convexa

PadDreamer 9,7

Convexa ist eine junge Tablet-

Schmiede aus Deutschland, die mit

dem PadDreamer und der Version

PadDreamer 97we [LINK 4] auch zwei Retina-Tablets

im Angebot hat. Als CPU

setzt Convexa auf eine 1,6 GHz schnelle

Dual-Core-CPU von Rockwell (RK3066)

mit 1 GByte RAM. Für die nötige

Grafik leistung sorgt ein Mali400-Chipsatz.

Im Gegensatz zur Konkurrenz verfügen

die PadDreamer-Tablets auch

über Bluetooth, die weiße WE-Edition

bringt zudem 32 GByte internen Speicher

mit. Vorinstalliert ist auf beiden

Tablets Android 4.1.

Onda V972

Ainol

Bei diesem „Noname-Tablet“, das

auch unter der Bezeichnung Cube

U9GT5 [LINK 5] erhältlich ist, handelt es

sich um eine Kopie des Ainol Novo 9

bzw. CMX Clanga 97. Sie erhalten also

auch hier einen Quadcore-Prozessor

mit 1,2 GHz (Allwinner A31), 2 GByte

RAM, ein 9,7“ großes Display mit 2048

x 1536 Pixeln und 16 GByte internen

Speicher, der sich via MicroSD erweitern

lässt. Bluetooth oder GPS fehlen

dem Tablet, das Sie im Internet für 239

Dollar bestellen können.

Chuwi V99

Hierbei handelt es sich um das Original,

das erste Android-Retina-Tablet

mit Rockwell-Prozessor (Dual-Core,

1,2GHz und Mali400 GPU) [LINK 6]. Es ist

baugleich mit dem Convexa PadDreamer

und einigen weiteren Modellen,

die aber lediglich in China erhältlich

sind. Das Chuwi V99 gibt es auch bei

Amazon [LINK 7], bei Redaktionsschluss

Mitte Februar war es allerdings ausverkauft.

Mit einem Internetpreis von

unter 200 Euro ist es das aktuell günstigste

Android-Tablet mit Retina-Display,

die Quad-Core-Tablets von Ainol

und Cmx bieten allerdings etwas mehr

(Grafik-) Leistung als das Chuwi V99.

9,7 Zoll, 2048x1536 Pixel

Akku: 10000 mAh

Preis: ab 339 Euro

9,7 Zoll, 2048x1536 Pixel

Akku: 8000 mAh

Preis: 239 US Dollar

9,7 Zoll, 2048x1536 Pixel

Akku: 10000 mAh

Preis: 200 Euro

Android-user.de April 2013 33


Fokus

Telefonieren mit dem Tablet per VoiP

Ein UMTS-Tablet ist eigentlich

nur ein übergroßes Smartphone,

doch meist fehlt eine

Telefon-App. Wir haben die

passenden Apps herausgesucht.

Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28706

CSipSimple

Auch wenn Smartphones

kleine Computer mit allem

Drum und Dran sind, dienen

Sie doch auch als Telefon. SIM-Karte

rein, Telefon-App aufrufen, und schon

wird wie zu Zeiten Philipp Reis’ telefoniert.

Theoretisch könnten das Android-Tablets

auch, doch selbst auf Geräten

mit UMTS-Funk fehlt meist die

Telefon-App, und ohne diese bleibt Ihr

Tablet stumm.

Im Play Store finden Sie jedoch eine

ganze Reihe von Apps, mit denen Sie

aus Ihrem schweigsamen Tablet ein

veritables Telefon machen. Abhängig

vom Einsatzzweck haben Android User

verschiedene Optionen: Sparfüchse

nutzen VoIP-Communitys wie Viber

oder Forfone, Skype ist natürlich auch

immer eine Option, oder Sie hängen

Ihr Tablet gleich an Ihren FRITZ!Box-

Router. Wir haben uns die Lösungen

he rausgesucht, die am besten auf

einem Tablet funktionieren.

Grundlage der VoIP-Telefonie ist das

SIP-Internetprotokoll. Ähnlich wie bei

HTTP und Webseiten, werden über SIP

eben Sprachdaten übertragen. CSip-

Simple [LINK 1] ist ein kostenloser SIP-

Client, der sich auf dem Tablet sehr gut

macht, und mit dem Sie einen der vielen

SIP-Anbieter wie etwa easybell

[LINK 2], bellSIP [LINK 3] oder Sipgate [LINK 4]

benutzen können. Bei allen diesen Anbietern

erhalten Sie gegen eine geringe

Jahresgebühr eine Festnetzrufnummer,

im Sipgate-Basic-Tarif ist diese

sogar kostenlos.

Viber

Viber [LINK 6] ist eigentlich für

Handys gedacht, was man der

App auch ansieht. Die Darstellung

wurde noch nicht für Tablets aufbereitet,

dennoch lässt sich die App

auch für Tablets gut benutzen. Nach

der Installation verlangt Viber eine Registrierung

mit einer gültigen Telefonnummer.

Benutzen Sie hier am besten

nicht Ihre Handy-, sondern eine Festnetznummer,

so bleibt die Registrierung

für Ihr Handy erhalten, wenn Sie

die App auch dort benutzen. Telefonate

sind bei Viber kostenlos, allerdings nur

zwischen Viber-Mitgliedern möglich.

Anrufe ins Fest- oder Mobilfunknetz erlaubt

der Dienst bisher nicht.

Forfone

Forfone [LINK 7] ist ähnlich gestrickt

wie Viber, wieder müssen

Sie sich mit einer Telefonnummer

registrieren. Bei Forfone

muss es jedoch zwingend eine Handynummer

sein, da die Aktivierung nur

über eine SMS erfolgen kann. Telefonate

sind kostenlos zwischen Forfone-

Usern möglich, allerdings bietet der

Dienst mit der Option forout [LINK 8]

auch kostengünstige Telefonate ins

Fest- und Mobilfunknetz an, 50 Minuten

in die Festnetze verschiedener europäischer

Länder gibt Forfone jeden

Monat kostenlos dazu. Forfone-User

lassen sich aus dem Telefonnetz bisher

allerdings nicht erreichen.

Yuilop

Obwohl Yuilop [LINK 9] auf

einem Tablet nur im Hochformat

funktioniert, möchten wir

die App nicht unerwähnt lassen. Sie ist

der dritte Kandidat im Bunde der VoIP-

Communitys, wie zuvor registrieren

Sie sich mit einer Handynummer und

aktivieren die App über einen zugesandten

Code. Unter dieser Nummer

können Sie andere Yuilop-User anrufen.

Auf Wunsch teilt Ihnen Yuilop aber

auch eine richtige Handynummer zu,

unter der Sie auch aus dem Telefonnetz

zu erreichen sind, gegen sogenannte

Yuilop-Energy-Punkte starten

Sie herkömmliche Telefonate.

kostenlos

deutsch | 2.3.2.61 | 9,1 Mbyte

★★★★★

kostenlos

deutsch | n.A. | 9,9 Mbyte

★★★★★

kostenlos

deutsch | 1.8.1 | 14 MByte

★★★★★

36

April 2013

Android-User.de


Fokus

Telefonieren mit dem Tablet per VoiP

Besitzer einer FRITZ!Box mit VoIP-

Funktion [LINK 5] können mit der

App auch auf den Router zugreifen.

Unter Telefonie | Telefoniegeräte

| Telefon | LAN/​WLAN (IP-Telefon)

lässt sich im Webfrontend der

FRITZ!Box ein IP-Telefon konfigurieren,

das sich dann in den Einstellungen

von CSipSimple als

SIP-Konto einrichten lässt.

kostenlos

deutsch | variiert | variiert

★★★★★

Skype

Skype müssen wir Ihnen mit

Sicherheit nicht groß vorstellen.

Der Dienst machte VoIP-

Telefonie und Videochats über das

Internet massentauglich. Inzwischen

gehört das Unternehmen [LINK 10] zu

Microsoft, was jedoch auf die Verfügbarkeit

der Skype-App für Android keinen

großen Einfluss hat. Neben den

Gesprächen von Skype zu Skype, können

Sie gegen Gebühr [LINK 11] auch

Festnetz- oder Mobilfunknummern anrufen,

eine deutsche Festnetznummer

lässt sich für 17,25 Euro für drei Monate

bzw. 57,50 pro Jahr hinzubuchen

[LINK 12]. Auf Tablets macht die Skype-

App eine durchweg gute Figur.

FriendCaller

FriendCaller [LINK 13] macht in

seiner Funktionsweise Skype,

aber auch den VoiP-Communitys

Konkurrenz. Die hierzulande nur

wenig bekannte App macht dank eines

eigenen Tablet-Layouts eine gute Figur

in unserem Test. Zwischen FriendCaller-Usern

führen Sie kostenlose Audiound

Video-Chats. Für zwei bzw. etwa

fünf Cent pro Minute lassen sich

zudem Gespräche ins deutsche Festbzw.

Mobilfunknetz [LINK 14] führen.

Gegen eine Monatsgebühr von 75 Cent

erhalten Sie eine Telefonnummer,

diese stammt allerdings aus den USA.

Die Sprachqualität konnte uns jedoch

nicht durchgehend überzeugen.

FRITZ!App Fon

Wenn Sie möglichst einfach

und bequem über Ihre VoIPfähige

FRITZ!Box telefonieren

möchten und nichts einrichten wollen,

dann können Sie auch auf einem Tablet

zur FRITZ!App Fon [LINK 15] greifen.

Auch wenn die App nicht perfekt auf

ein Tablet abgestimmt ist, im Großen

und Ganzen funktioniert sie auch auf

einem Tablet zufriedenstellend. Der

Vorteil an ihr ist, dass Sie in Ihrer

FRITZ!Box nichts einrichten müssen. Es

reicht, die Zugangsdaten einzutragen,

und schon klingelt es auf Ihrem Tablet,

sobald jemand über das Festnetz anruft.

Die FRITZ!App ist der schnellste

Weg zu einem Tabletophone.

kostenlos

deutsch | 3.1.0.6458 | 15 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch | variiert | variiert

★★★★★

kostenlos

deutsch | variiert | variiert

★★★★★

Android-user.de April 2013 37


Fokus

Select Music Player

David Sandonato, 123RF

Select! Music Player für Tablets

Tabletmusik

Musikplayer gibt es im Play Store wie Sand am Meer, doch

auf Tablets konzentriert sich kaum einer. Den Select! Music

Player gibt es lediglich für Android-Tablets, der durchdachten

Oberfläche merkt man das an. Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28169

Google Music ist sehr praktisch,

wenn Sie eine riesige Menge an

Musik besitzen und diese nicht

zwingend auf Ihr Android-Gerät

kopieren möchten. Durch die Online-Anbindung

an Googles Cloud-Speicher haben Sie

Zugriff auf Ihre Musik, ohne den Speicher

mit tausenden von speicherfressenden MP3s

zu belasten. Gerade auf einem Tablet macht

der Onlinespeicher Sinn, da dieses meist Zuhause

als Surfbrett genutzt wird und unterwegs

seltener zum Einsatz kommt. Dank der

kostengünstigen DSL-Flatrate kann man

Musik sorgenlos aus dem Netz streamen,

ohne dass man sich Sorgen über sein mageres

Inklusivvolumen machen müsste.

Playlisten organisieren

Allerdings macht Google es den Usern

nicht gerade leicht, Playlisten zusammenzustellen.

Alben oder einzelne Titel möchten

ausgewählt, das Kontextmenü geöffnet und

die Musik dann über Zur Warteschlange in

die aktuelle Playlist eingefügt werden. Das

Ergebnis kann gespeichert und auch auf andere

Androiden geladen werden. Es ist aber

viel Arbeit beim Erstellen von Playlisten

nötig.

Der Select! Music Player richtet sich ausschließlich

an die Besitzer von Android-Tab-

38

April 2013

Android-User.de


Fokus

Select Music Player

lets mit mindestens sieben Zoll und einer

Auflösung von wenigstens 1024x768 Pixeln.

Smartphones oder Tablets mit kleineren Displays

werden bislang von den Entwicklern

der App nicht unterstützt. Im Google Play

Store finden Sie eine kostenlose, 14 Tage lang

funktionsfähige Testversion [LINK 1] und die

kostenpflichtige Vollversion [LINK 2] für aktuell

1,99 Euro statt 3,99 Euro wie bisher.

Select! Music Player

Zentrales Element der Oberfläche des Select-

Players ist natürlich Ihre Musiksammlung,

die sich nach Künstler, Alben oder Genres

sortieren lässt. Über das Lupensymbol neben

den Reitern erreichen Sie einen Schnellfilter.

Er sortiert Alben oder Künstler einer bestimmten

Musikrichtung heraus oder filtert

Ihre Sammlung nach Ihrer Eingabe.

In der rechten Seitenleiste finden Sie die

einklappbare Playlist, in die Sie einzelne

Titel oder komplette Alben per Drag&Drop

ziehen. Die Listen lassen sich selbstverständlich

umsortieren, ergänzen und auch auf

dem Gerät speichern. Im Reiter Playlists finden

Sie sämtliche zuvor von Ihnen gespeicherten

Listen wieder.

Balsam für die Augen

Auch optisch hat der Select! Music Player einiges

zu bieten: Ein animierter Equalizer

schwingt im Takt mit, und die Fortschrittsanzeige

ist nicht einfach nur ein simpler Balken,

sondern die Wellenform des gerade abgespielten

Songs. Bleibt die App eine Weile

ungenutzt, dann schaltet sie zu einem Visualisierungs-Effekt

im Vollbild um, der sich auf

schwächeren Android-Tablets allerdings auch

deaktivieren lässt. Die Effekte machen sich

natürlich besonders gut, wenn Sie Android

mittels eines TV-Sticks auf einem großen TV-

Display laufen lassen.

Bei einem Preis von 1,99 Euro hebt sich

der Select! Music Player von der Konkurrenz

ab. Optisch ist er erfrischend, und auch hinsichtlich

der Bedienbarkeit muss sich der

bisher noch recht unbekannte Player nicht

vor den populären Alternativen verstecken.

Der Player kommt gut mit großen Musiksammlung

zurecht, auf unserem Tablet lagen

immerhin 10 GByte MP3s. Auch das Befüllen

der Playlisten geht dank Drag&Drop gut von

der Hand. Nur ein paar Darstellungsfehler

bei sehr langen Songtiteln trüben das Bild,

ein Update wird das aber bald beheben.

1,99 Euro

englisch|Version 1.0.3|3,0 MByte

Bewertung: ★★★★★

Abb. 1: Praktische Schnellfilter ersparen Ihnen Tipperei auf dem Tablet und erleichtern das

schnelle Auffinden der gewünschten Musik.

Abb. 2: Die Playliste auf der rechten Seite des Select! Music Players ergänzen Sie einfach durch

Drag&Drop mit Titeln aus Ihrer Musiksammlung.

Abb. 3: Optische Effekte als Bildschirmschoner heben Select! von anderen Playern ab. Besonders

gut wirken diese natürlich auf einem großen Bildschirm.

Android-user.de April 2013 39


Hardware

Nexus 10

Google

Im Test: Google Nexus 10 – Samsung GT-P8110

Das große Nexus

Das Nexus-Programm von Google steht für gute Hardware mit einer

topaktuellen Android-Version zu einem guten Preis. Wir haben uns das

Nexus 10 mit hochauflösendem Display angeschaut und geprüft, ob

es zu Recht ein Nexus-Gerät ist. Martin Lennertz

‚„Plusminus

‚ Hochauflösendes

PLS-Display

‚ Gute Performance

‚ Schnelle Updates

„ Verfügbarkeit beim Launch

„ Wenig hochauflösende Apps

„ WLAN-Verbindungsabbrüche

Tipp

Falls Sie das Nexus 10 mit

der Meldung Uhr wurde beendet

nervt, müssen Sie die

Digitaluhr als Lockscreen-

Widget bei allen zusätzlichen

Nutzern entfernen.

Produziert wird das Nexus 10 von

Samsung, es kommt im Format

16:9 daher und ist „holzkohlegrau“

gefärbt. Das Kunststoff-Gehäuse

wirkt sehr hochwertig. Gut gefällt die

gummierte Rückseite, die dafür sorgt, dass es

nicht so leicht wegrutscht. Der auffällig

breite Rahmen, in den rechts und links jeweils

ein Lautsprecher integriert ist, sorgt für

einen guten Halt, ohne ungewollt auf das

Display zu drücken. Mit einer Dicke von 8,9

mm und einem Gewicht von 603 g ist das

Nexus 10 zwar sofatauglich, jedoch bietet

das leichtere und kleinere Nexus 7 (340 g)

hier natürlich mehr Mobilität.

An der Vorderseite befinden sich die

1,9-MP-Frontkamera, der Helligkeitssensor

und eine Benachrichtigungs-LED. Die Rückseite

beherbergt die 5-MP-Hauptkamera, Mikrofon,

Fotolicht und eine Abdeckung, hinter

der Zubehör angeklemmt werden kann. Der

Micro-USB-, 3,5-mm-Kopfhörer- und Micro-

HDMI-Anschluss sind seitlich angebracht.

An der Unterseite lässt sich ein Ladegerät mit

Pogo-Pin oder ein Dock anstecken, am oberen

Rand befinden sich links der Ein- und

Ausschaltknopf und die Lautstärkewippe.

Insgesamt ist das Nexus 10 sehr gut verarbeitet.

Nichts wackelt, klappert oder knarzt,

Abb. 1: Kleines Geschenk von Google: Ice Age wird

automatisch zu Ihren Filmen in der Google Play

Bibliothek hinzugefügt.

40

April 2013

Android-User.de


hardware

Nexus 10

Abb. 2: Die Demo Epic Citadel treibt das Nexus 10 an seine grafische Leistungsgrenze

und macht Spaß beim Zuschauen.

Abb. 3: Pure Android: Dies sind alle vorinstallierten Apps auf dem neuen

Nexus 10, aber nicht für lange.

und die Knöpfe haben einen gut spürbaren

Druckpunkt. Das Display hat Samsung mit

robustem Corning Gorilla Glas 2 ausgestattet.

Der Lieferumfang beschränkt sich auf das

Nötigste: ein Ladegerät, das dazugehörige

Micro-USB-Kabel und eine Kurzanleitung.

Ein Headset liegt nicht bei.

Innere Werte

Angetrieben wird das Nexus 10 von einem

Dual-Core-Prozessor „Exynos 5“ mit 2 x 1,7

GHz. Der Arbeitsspeicher ist 2 GB groß. Für

die aktuell höchste Tablet-Auflösung von

2.560 x 1.600 Pixeln (300 ppi) ist eine Mali-

T604 GPU verantwortlich. Das Tablet ist mit

16 GB oder 32 GB festem Speicherplatz erhältlich,

hat aber keinen SD-Karten-Slot zur

Erweiterung. Sie können jedoch mit einem

USB-OTG Kabel einen USB-Stick anschließen

und diesen zum Beispiel mit der Nexus

Media Importer App auslesen. Ein fest verbauter

9.000-mAh-Akku sorgt für viele Stunden

Unterhaltung und hält bei Wenignutzung

auch mehrere Tage ohne Aufladung durch.

Anschluss zu einem Netzwerk erhalten Sie

über WLAN. Bluetooth und NFC sind ebenfalls

mit an Board. Eine Verbindung zum Mobilfunknetz

per SIM-Karte ist nicht möglich.

Zur Ausstattung des Nexus 10 gehören außerdem

noch Beschleunigungsmesser, Kompass,

Gyroskop, Barometer und GPS.

Eindrücke

Im laufenden Betrieb beeindruckt das Tablet

mit seiner hohen Auflösung und starker Performance.

Alle Inhalte werden gestochen

Abb. 4: Manche Apps sind noch nicht für die hohe

Auflösung optimiert.

scharf wiedergegeben, manche Apps müssen

aber noch für die große Pixelzahl optimiert

werden. Das PLS-Display (Plane-to-Line Switching)

hat einen weiten Betrachtungswinkel.

Einige Käufer berichten jedoch von einer ungleichmäßigen

Ausleuchtung – bei unserem

Exemplar kaum bemerkbar. Die Helligkeit

lässt sich großzügig einstellen, aber die automatische

Regelung reagiert oft erst nach mehreren

Sekunden Verzögerung und aggressiv.

Scrollen, Wischen, Bildschirmwechsel,

Animationen, Videowiedergabe und Spiele

laufen absolut flüssig. An seine Leistungsgrenze

stößt das Nexus 10 im Alltag so gut

wie nie. Bei grafisch sehr anspruchsvollen

Benchmarkszenen der Demo „Epic Citadel“

[LINK 1] gibt es dann aber doch Ruckler. Für

die flache Bauweise des Tablets klingen die

integrierten Lautsprecher sehr gut. Die

Hauptkamera reicht für Schnappschüsse völlig

aus, ein erfreulich gutes Bild erhalten Sie

aber auch von der Frontkamera – sie eignet

sich ideal für Video-Chats!

Google Nexus 10 – Samsung GT-P8110

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Android-Version

Akku

Laufzeit Standby/​Musik/​Video/​Web

Gewicht

Preis (Internet)

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 14877/

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo (HTML5/​Metal)

Android-User-Bewertung

Samsung

10,055-Zoll-Tablet

2560x1600 Pixel

1,7 GHz, Samsung Exynos 5 Dual-

Core

4.2.2, Jelly Bean

9000 mAh

500 h/​90 h/​9 h/​7 h

603 g

399 Euro (16 GByte Version)

13630 Punkte

1841/​1174 Punkte

4,8 Punkte

Testergebnis

★★★★★

ausgezeichnet

Android-user.de April 2013 41


Hardware

Nexus 10

Abb. 5: In der Nutzerverwaltung kann der Besitzer andere Nutzer hinzufügen

oder löschen.

Abb. 6: Die neue Leiste mit den Kacheln bietet schnellen Zugriff auf die

wichtigsten Einstellungen.

Jelly Bean mit

Startproblemen

Auf dem Nexus 10 bekommen Sie pures Android

direkt von Google – ganz ohne Herstelleranpassungen.

Ein Highlight der neuen

And roid-Version ist die (nur für Tablets verfügbare)

gemeinsame Nutzung durch mehrere

Personen, bei der sich jeder Nutzer seine

Oberfläche individuell gestalten kann. Durch

diese praktische Funktion lässt sich das

Gerät von der ganzen Familie nutzen, ohne

sich gegenseitig in die Quere zu kommen.

Die neue Leiste mit Schnellzugriffs-Kacheln

für die wichtigsten Einstellungen lässt

sich auf der rechten Hälfte des Bildschirms

herunterziehen. Die bekannte Benachrichtigungsleiste

unterstützt jetzt ausziehbare Einträge

und bietet direkte Aktionen an. Sie öffnet

sich auf der linken Hälfte.

Mit Jelly Bean gibt es Widgets auch auf

dem Sperrbildschirm, eine Tastatur mit

Wischgesten, die einem Bildschirmschoner

ähnliche Daydream-Funktion, eine Photosphere-Kamera,

Android Beam und noch

mehr. Als offizielles Google-Nexus-Gerät erhält

das 10-Zoll-Tablet natürlich immer als

Erstes die neuesten Updates und Funktionen.

Doch es gibt auch Schattenseiten: Die

WLAN-Verbindung brach (auch nach dem

Ändern des WLAN-Frequenzbandes auf Nur

2,4 GHz) in unregelmäßigen Abständen ab.

Zudem fror das System hin und wieder beim

Surfen mit Chrome komplett ein. Das Update

auf Android 4.2.2 hat diese Bugs jedoch

glücklicherweise beseitigt, sodass das Tablet

jetzt wirklich rund läuft. Einzig die Audioqualität

im Google+-Hangout enttäuscht

auch mit der neuen Firmware weiterhin.

Fazit

Das Nexus 10 ist ein guter Entertainer und

punktet dabei insbesondere mit dem Display

und der Leistungsfähigkeit. Aber auch „das

Beste von Google“ ist nicht perfekt und hat

Einschränkungen. Die Probleme mit der Verfügbarkeit

gehören seit Februar 2013 zum

Glück der Vergangenheit an, aber offizielles

Zubehör ist weiterhin keines erhältlich. Doch

die Dritthersteller sind schon fleißig und bieten

bereits diverse Taschen oder Hüllen an.

Das Nexus 10 mit Android 4.2.2 ist ein hochwertiges,

gut verarbeitetes und leistungsstarkes

10-Zoll-Gerät zu einem fairen Preis. Es ist

das beste 10-Zoll-Tablet schlechthin. ● ● ●

Abb. 7: Auf dem Sperrbildschirm werden Widgets angezeigt, und man

kann den Benutzer wechseln.

Abb. 8: YouTube-Videos anzuschauen, macht auf dem Nexus 10 besonders

viel Spaß

42

April 2013

Android-User.de


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Hardware

ZTE Grand X In

ZTE

Im Test: ZTE Grand X In

Mittelklasse

Mit dem Razr i hat Intel bewiesen, dass man gute Prozessoren für

mobile Geräte bauen kann. Nun kommt mit dem ZTE Grand X In das

erste Mittelklasse-Smartphone mit Intel-CPU auf den Markt. Bietet es die

gleich gute Leistung? Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Schnelle Intel-CPU

‚ Griffiges Gehäuse

‚ Pure Android

‚ MHL-Schnittstelle

„ Noch mit Android 4.0.4

„ 4 GByte interner Speicher

An die Leistung des Razr i kommt

das ZTE Grand X In nicht heran,

aber es kostet auch deutlich weniger.

Zum aktuellen Internetpreis

von rund 250 Euro (Stand Mitte Februar

2013) bekommen Sie ein Android-4.0.4-

Smartphone mit 4,5-Zoll-LCD-Display

(540x960), 512 MByte RAM, 4 GByte Flash-

Speicher und einer 8-Megapixel-Kamera. Im

Lieferumfang enthalten ist neben dem Ladegerät

und dem zugehörigen USB-Kabel auch

ein Headset. Damit bietet das Grand X In in

praktisch sämtlichen Bereichen höchstens

Mittelmaß. Sein wichtiges

Alleinstellungsmerkmal

ist die CPU,

von der Sie im Betrieb

nur so viel merken,

dass sie ihren Dienst

problemlos verrichtet.

Verzichten müssen

Sie auf NFC und LTE.

Die Nahfeldkommunikation

und der neue

4G-Standard sind in

dieser Preisklasse aber

auch bei anderen Herstellern

nicht üblich.

Dafür bringt das Grand

X In eine MHL-Schnittstelle

mit. Damit lassen

sich per zusätzlichem

Adapter Videos Abb. 1: Die vorinstallierte Touchpalauf

einem HDMI-fähigen

Gerät abspielen. lässt sich problemlos

Tastatur hat Vor- und Nachteile. Sie

ersetzen.

Android-Update auf 4.1

Auf unserem Testgerät war Android 4.0.4 installiert.

Das Update auf Version 4.1 „Jelly

Bean“ soll laut ZTE noch im März ausgeliefert

werden. Es wird ein paar Verbesserungen

durch „Project Butter“ sowie Google Now

bringen. An der generellen Performance des

Android-Systems gibt es jedoch auch mit der

aktuellen Version 4.0.4 nichts auszusetzen.

ZTE liefert ein weitgehend unverändertes

Android aus. Einzig beim Lock-Screen hat

man sich etwas Spezielles einfallen lassen.

Zum Entsperren halten Sie den grünen But-

Abb. 2: Die vorinstallierte Android-

Version unterscheidet sich praktisch

nicht vom Google-Android.

44

April 2013

Android-User.de


Hardware

ZTE Grand X In

Abb. 3: Der gelungene Sperrbildschirm

gehört zu den Besonderheiten

des ZTE Grand X In.

ton in der Mitte gedrückt. Ziehen Sie den

Button hingegen zur Seite, dann erscheint

ein Auswahlmenü mit Schnellfunktionen.

ZTE hat auch das Einstellungsmenü farblich

etwas angepasst, was uns gut gefallen hat.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Standard-

Tastatur von Touchpal.

Starke Intel-CPU

Wir haben es beim Test des Motorola Razr i

schon gesehen, und das ZTE Grand X In bestätigt

diesen Eindruck noch einmal: Die mobilen

Prozessoren von Intel sind wirklich

schnell und verbrauchen zudem weniger

Energie im Standby-Modus. So schafft es das

ZTE Grand X In trotz des durchschnittlichen

Akkus von 1650 mAh Stunden auf relativ

gute Akkulaufzeiten. Wenn ZTE für das

Gerät einen stärkeren Akku anbieten würde,

dann käme man damit locker drei bis vier

Tage über die Runden. Ebenfalls sehr stark

zeigte sich das Smartphone bei unseren

Benchmarks AnTuTu und Vellamo. Mit rund

11300 Zählern beim AnTuTu-Test und 1300

Punkten beim HTML-5-Benchmark muss

sich der Single-Core-Prozessor zwar von den

aktuellen Größen geschlagen geben, aber

beim Metal-Benchmark von Vellamo lässt der

Atom Z2460 mit 555 Zählern selbst Quad-

Core-Prozessoren alt aussehen.

Die Schwächen

Bei der Deutschland-Präsentation des Gerätes

hob ZTE die gute Kamera des Grand X In

hervor. Diesen Eindruck können wir allerdings

nur bedingt bestätigen. Bei schwierigen

Lichtverhältnissen

durchzieht die Bilder

ein starkes Rauschen

und selbst bei Tageslicht

gelangen uns

keine wirklich guten

Fotos. Die Qualität der

1080p-Videos ist besser.

Bemängeln müssen

wir auch das „Design“

der Lautsprecher. Die

Rückenabdeckung lässt

vermuten, dass sich ein

Stereolautsprecher im

Innern verbirgt. Dem

ist aber nicht so. Es ist

lediglich ein Mono-

Speaker auf der linken

Seite verbaut. Der sorgt

aber für einen guten

und überdurchschnittlich

lauten Klang. Der

LCD-Bildschirm könnte

für unseren Geschmack etwas heller sein,

dafür ist er scharf und gut ausgeleuchtet.

Abb. 4: Die optischen Anpassungen

an Android 4.0.4 sind dezent und

recht gut gelungen.

Fazit

Das Fazit nach unserem zweiwöchigen Dauertest

ist eher durchmischt. ZTE hat sich

durch den mittelmäßigen Akku eine Chance

verbaut, zu einem guten Preis ein sehr gutes

Smartphone auf den Markt zu bringen. Mit

der aktuellen Ausstattung ist das ZTE Grand

X In nur ein Mittelklasse-Smartphone unter

vielen, denn für unter 200 Euro gibt es zum

Beispiel das Xperia J mit ähnlichen Parametern,

und auch das Galaxy S3 Mini kostet nur

unwesentlich mehr. Mit Vertrag (zum Beispiel

bei 1&1 ab Null Euro) ist das Grand X

In aber eine gute Wahl.

● ● ●

ZTE Grand X Ln

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Android-Version

Akku

Laufzeit Standby/​Gespräch

Gewicht

Preis (Internet)

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 15042/

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo (HTML5/​Metal)

Android-User-Bewertung

Abb. 5: Rund 1,5 GByte Speicher

bleibt für Apps und Daten von den

beworbenen 4 GByte übrig.

ZTE

4,5-Zoll-Smartphone

540x960

1,6 GHz, Single-Core (Intel)

4.0.4 Ice Cream Sandwich

1670 mAh

200 h/​4 h

140 g

230 Euro

11325 Punkte

1300/​555 Punkte

3,2 Punkte

Android-user.de April 2013 45


Hardware

Ainol novo 7 Venus

Im Test: Ainol novo 7 Venus

Der Rivale

Ainol-Nova

Das Nexus 7 ist für Google und Asus zu einer

Erfolgsstory geworden. Inzwischen wollen

auch unbekannte Marken wie Ainol von

diesem Erfolg etwas abhaben. Finden

sich Gründe, die für den Kauf

von deutlich günstigeren Konkurrenzprodukten

sprechen?

Arnold Zimprich

‚„Plusminus

‚ Günstiger Preis

‚ MicroSD-Kartenslot

„ Billig wirkendes Gehäuse

„ Ruckler trotz Android 4.1.1

„ Schwache UI-Implementierung

Abb. 1: Willkommen bei Ainol: Der Startscreen

lädt zum Verweilen ein, das Display

hat eine helle und scharfe Darstellung.

Das von Asus hergestellte Nexus 7

ist nach wie vor das Maß aller

Dinge für alle, die den Kauf eines

7-Zoll-Tablets planen. Vielen anderen

Firmen ist diese Tatsache natürlichnicht

entgangen und einige bemühen sich

redlich, dem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis

des 199 Euro teuren Nexus 7 etwas

entgegenzusetzen. Im Falle des mit Android

4.1.1 Jelly Bean ausgestatteten Ainol novo 7

Abb. 2: Kurz und bündig: Die App-Auswahl

auf dem novo 7 Venus ist nicht riesig, reicht

aber für die meisten Einsatzbereiche aus.

Venus scheint das auf den ersten Blick gelungen

– doch lesen Sie selbst, zu welchem Fazit

wir nach unserem Test gekommen sind.

Nexus 7-Optik

Das novo 7 Venus hält mit seinen Avancen

nicht lange hinter dem Berg: Es will aussehen

wie ein Nexus. So dachten wir nach dem

Auspacken zunächst, wir würden ein weiß

getünchtes Nexus 7 in den Händen halten.

Ein Griff zum Meterstab zeigt jedoch, dass

das Ainol novo 7 Venus mit 186,2x126,9x

10,8mm (LxBxH) und 320 Gramm ein wenig

breiter und kürzer als das Nexus 7 ist, das

über Abmessungen von 198,5x120x10,45mm

verfügt. Die Bildschirmdiagonale (178mm)

der beiden Geräte gleicht sich jedoch fast auf

den Millimeter genau.

Bei genauerer Betrachtung wird deutlich,

dass dem Ainol novo 7 Venus die Annäherung

an das Nexus 7 nur bedingt gelingt. Die

Rückseite aus Hartplastik liegt nicht sehr

rutschfest in der Hand, zudem macht die

sehr weiche Displayoberfläche keinen sehr

wertigen Eindruck. Auf dem Display-Glas unseres

Testgeräts fanden sich bereits deutlich

sichtbare Kratzer, unser Nexus 7-Redaktionstablet

zeigt hingegen auch nach wochenlanger

Benutzung keine nennenswerte Macke.

Im Gegensatz zum Nexus 7 finden sich am

Ainol-Gehäuse allerdings ein HDMI-Ausgang,

ein MicroUSB-Anschluss und eine proprietäre

Ladebuchse, dazu gibt es einen MicroSD-Kartenslot

und eine 3,5mm-Klinke für

46

April 2013

Android-User.de


Hardware

Ainol novo 7 Venus

Ohrhörer. Der Hersteller verbaut am Gehäuse

die übliche Lautsprecherwippe und den Power-Button,

darüber hinaus gibt es einen

physischen Home-Button als Dreingabe.

Preis-/Leistung

In Ainols Online-Store kostet der 7-Zöller mit

knapp 150 Dollar (112 Euro) nur wenig mehr

als die Hälfte des Nexus 7. In Deutschland

wird er allerdings bei Amazon noch nicht gelistet.

Beim derzeitigen Exklusiv-Vermarkter

androidfiguren.de, von dem wir auch das

Testmuster erhalten haben, liegt er bei etwas

mehr als 162 Euro. Das sind nur 37 Euro weniger

als die günstigste N7-Variante.

Punkten will Ainol mit dem vorinstallierten

Android 4.1.1 Jelly Bean, das sich auf

den ersten Blick jedoch anfühlt wie 4.0 Ice

Cream Sandwich – von Googles Project Butter,

das bei 4.1.1 in der Regel für eine butterweiche

Eingabe sorgt, ist nicht viel zu bemerken.

Zwar reagiert das Tablet zügig auf

Wischgesten, muss sich jedoch im direkten

Vergleich mit der samtweichen Bedienung

unseres Nexus 7 klar geschlagen geben. Geradezu

ärgerlich sind die massiven Ruckler,

die sich beim Hin- und Herwechseln zwischen

Apps zeigten. Irritiert hat uns auch die

Darstellung der Benutzeroberfläche. Die

Task leiste fällt für einen 7-Zöller viel zu

schmal und die Symbole zu klein aus, sie

sind mit großen Fingern nur schwer zu treffen.

Beim Versuch, auf der GMail-App Bilder

an eine E-Mail anzuhängen, sind wir aufgrund

der winzigen Icons fast verzweifelt.

Gut klappt hingegen die Video-Wiedergabe.

Hier gibt es nichts zu monieren.

Hardware und Apps

Auf den ersten Blick kann das Tablet mit

einer attraktiven Hardware punkten: Quad

Core-Prozessor mit 1,5 GHz und einem

GByte RAM, dazu 16 GByte interner Speicher,

der via microSD-Karte erweitert werden

kann. Auch das IPS-Display mit 1280x800 Pixeln

verfügt über eine helle und scharfe Darstellung.

Die Klangqualität des Ainol konnte

hingegen nur schwer überzeugen. Im Vergleich

zu einem Nexus 7 klingen die eingebauten

Lautsprecher blechern, auch der

Sound über die Kopfhörer kann kaum als besonders

ausgewogen bezeichnet werden.

Ainol hat auf dem novo 7 Venus den Play

Store installiert, der Zugriff auf Googles App-

Auswahl ist somit gesichert. Die weitere

App-Auswahl ist zwar klein, für die meisten

Anwendungsbereiche ist jedoch etwas dabei.

So findet sich neben einem Standard-Browser

auch der ES Datei Explorer und der ES Task-

Abb. 3: Neben Googles Komplettangebot

gibt es eine funktionale und übersichtliche

Kalender-App.

Manager, auch an einen Kalender, eine einfache

Kamera-App und den MX-Videoplayer

hat der Hersteller gedacht.

Fazit

Neben dem günstigeren Preis gibt es ein paar

Argumente, die für das Ainol-Tablet sprechen.

Der interne Speicher lässt sich erweitern,

und das Ainol novo7 besitzt einen

HDMI-Ausgang. Bei der Verarbeitungsqualität

und der Abstimmung von Hard- auf Software

müssen Sie jedoch deutliche Abstriche

gegenüber dem Nexus 7 in Kauf nehmen. Suchen

Sie also lediglich ein 7-Zoll-Tablet, dann

ist das Nexus 7 die bessere Wahl.

● ● ●

Ainol novo 7 Venus

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Android-Version

Akku

Laufzeit

Gewicht

Preis (Internet)

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 15026/

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo (HTML5/​Metal)

Android-User-Bewertung

Abb. 4: Butter an Bord: Trotz Googles Project

Butter ruckelte das Tablet bei anspruchsvolleren

Aufgaben.

Ainol

7-Zoll-Tablet

1280x800

1,5 GHz, Quad-Core

4.1.1 Jelly Bean

4000 mAh

7,5 h

320 g

160 Euro

6328 Punkte

946/​248 Punkte

2,8 Punkte

Android-user.de April 2013 47


Hardware

PadDreamer

Im Test: Convexa padDreamer9.7 mit Retina-Display

Träumer-

Tablet

2048 x 1536 Pixel auf 9,7 Zoll. Apple hat es vorgemacht,

und seither bringen auch manche

Android-Hersteller Tablets mit diesem Formatfaktor

auf den Markt. Wir haben zwei davon

getestet. Marcel Hilzinger

Convexa

‚„Plusminus

‚ Retina-Display

‚ Verarbeitung

‚ 32 GB Speicher (we-Edition)

„ Träge Bedienung

„ App-Kompatibilität

Android-Tablets mit hochauflösendem

Display gibt es bereits für 200

Euro. Doch die meisten davon

muss man in China bestellen. Die

hier vorgestellten padDreamer-Tablets stammen

hingegen von der deutschen Firma Convexa.

So können Sie sich bei Problemen

direkt an den Hersteller wenden. Die in den

Modellen padDreamer9.7 und

padDreamer9.7we verbaute Hardware ist allerdings

China-Ware von der Stange. Es handelt

sich dabei um den schon etwas betagten

Rockchip RK3066-Prozessor (Dual-Core, 1,6

GHz) kombiniert mit der

Mali400-GPU. Während

die GPU beim Samsung

Galaxy S2 lediglich

480x800 Pixel ansteuern

musste, sind es hier gleich

2048 x 1536, und das

merkt man – leider.

Die Software

Auf den beiden padDreamer-Tablets,

die sich einzig

darin unterscheiden, dass

die weiße „we“-Edition

über 32 GByte internen

Speicher verfügt ist Android

4.1 vorinstalliert. Wir

rechneten deshalb mit

einem butterweichen und super-smoothen

Android-System. Von dem finden Sie allerdings

beim padDreamer (und auch praktisch

allen anderen Varianten dieses Tablets unter

diversen Namen) kaum etwas. Im Gegenteil:

Das Tablet lässt sich für die meisten Aufgaben

recht viel Zeit, und selbst bei einfachen

Wischgesten im App-Drawer kommt es zu

Rucklern. Das liegt nicht allein an der Hardware,

denn schließlich arbeiten auch deutlich

schwachbrüstigere Hardware-Plattformen

mit Android 4.1 zusammen recht flott.

Im Internet gibt es denn auch bereits ein

Abb. 1: Wer nur ab und zu Mails lesen will, kommt mit dem Pad auf über

eine Woche Akkulaufzeit.

48

April 2013

Android-User.de


Hardware

PadDreamer

paar alternative Firmware-Dateien für den

RK3066-Prozessor, mit denen die Retina-Tablets

etwas flüssiger arbeiten. Allein von den

Benchmark-Resultaten her müsste das padDreamer-Tablet

deutlich flinker sein.

Haben Sie sich mit den Rucklern bzw. der

etwas trägen Arbeitsweise des Tablets abgefunden,

finden Sie Android 4.1.1 im Google-

Original, also ohne Änderungen durch den

Hersteller vor. Google Play, Chrome, Google

Maps und ein paar weitere Google-Apps

sowie ein Dateimanager sind vorinstalliert.

Auch ein Task-Manager und ein separater

Videoplayer befinden sich unter den vorinstallierten

Apps.

Die Hardware

Bei einem genauen Blick auf das Display

waren bei unserem Testgerät kleine Unschärfen

zu erkennen, und wir konnten die hohe

Auflösung nicht so recht glauben. Das liegt

aber daran, dass die Tablets in der Grundeinstellung

gar nicht die volle Pracht des Displays

zeigen, sondern lediglich 1600x1200

Pixel. Um in den Retina-Modus zu wechseln,

müssen Sie zunächst in den Einstellungen

unter Display den Display mode von normal

auf HD umstellen. Dazu muss das Tablet neu

booten. Der normale-Modus hat seinen

Grund: Zahlreiche Apps kommen (noch)

nicht mit dem HD-Modus klar und verweigern

deshalb bei Google Play die Installation.

Im normalen Grafikmodus klappt es hingegen,

und die Anwendungen lassen sich dann

später auch im HD-Modus einsetzen. Getestet

haben wir das unter anderem mit dem

PDF-Reader von Adobe.

Das Display ist wirklich sehr schön und

extrem scharf. Das gilt bereits für den normalen

Modus mit 1200 x 1600 Pixeln aber erst

recht für die volle Auflösung. PDF-Dateien

oder Bücher zu lesen, macht wirklich Spaß

und auch FullHD-Videos bereiten dem Tablet

keinerlei Probleme, auch wenn das 4:3-Seitenverhältnis

bei den meisten Filmen nicht

wirklich praktisch ist.

Ebenfalls sehr gut gefallen hat uns die Verarbeitung

der padDreamer-Tablets mit der

rückseitigen Alu-Schale. Wir haben nichts

daran auszusetzen, abgesehen davon, dass

die Tablets im Vergleich zum Nexus 10 oder

Nexus 7 mit 672g doch recht schwer sind.

Achten Sie darauf, nicht nur die dicke

Schutzfolie vom Tablet zu entfernen, sondern

auch die auf dem Display angebrachte

dünne. Die zweite Folie war bei unseren Testgeräten

nur daran zu erkennen, dass sich bei

einem der Tablets kleine Luftbläschen gebildet

hatten.

Das Convexa-

Tablet verfügt

über zwei

2-MP-Kameras,

die sich

beide lediglich

als Webcam

eignen. Erwähnen

Abb. 2: In der Grundeinstellung zeigt das Tablet nur 1200x1600 Pixel an.

möchten wir Erst der HD-Modus bringt die volle Auflösung.

an dieser

Stelle auch noch den separaten Zurück-Button,

der sich neben der Lautstärkewippe befindet.

Der Sinn des Buttons wurde uns erst

beim Vollbildmodus des vorinstallierten Videoplayers

klar. Den Einschaltknopf müssen

Sie also auf der rechten Seite des Tablets

neben dem MicroSD-Slot suchen.

Fazit

Das padDreamer ist kein Traum-Tablet, sondern

ein Träumer. Es lässt sich für jeden Tastendruck

etwas Zeit und kommt mit Multitasking-Funktionen

nicht wirklich klar. Hat

man sich einmal daran gewöhnt und sucht

lediglich ein Tablet, um bequem PDFs im A4-

Format ohne Zoom zu lesen oder hochauflösende

Fotos anzuschauen, dann ist das nicht

tragisch. Aber beim Surfen im Internet ruckelt

das Tablet extrem. Daran ändern auch

die recht guten Benchmark-Ergebnisse

nichts. Zum aktuellen UVP von 339 bzw. 369

Euro (32-GByte-Version) halten wir die Tablets

– auch mit Support in Deutschland – für

zu teuer. Eventuell kann Convexa an der

Firmware noch schrauben, dann gibt es von

uns eine Empfehlung fürs tolle Display. ● ● ●

Convexa padDreamer97 (we)

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Android Version

Akku

Laufzeit (Standby/​Video)

Gewicht

Preis

Technische Daten und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 15056

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo-Benchmark (HTML5)

Vellamo-Benchmark (Metal)

Video-Wiedergabe

Android-User Bewertung

Abb. 3: Android User als PDF auf dem

hochauflösenden Display zu lesen,

macht wirklich Spaß.

Convexa

9,7-Zoll-Tablet

2048 x 1536 Pixel

1,6 GHz Dual Core

4.1.1 Ice Cream Sandwich

10000 mAh

k. A./​5 h

143g

339 Euro (schwarze Version, 16 GByte)

369 Euro (weiße Version, 32 GByte)

9658 Punkte

1427 Punkte

541 Punkte

1080p

3,1 Punkte

Android-user.de April 2013 49


Hardware

Huawei Ascend G 615

Im Test: Huawei Ascend G615 alias Honor 2 U9508

Nimm vier!

Quad-Core-Smartphones sind inzwischen das Maß aller Dinge.

Kann Huawei mit dem knapp 300 Euro teuren Ascend G615 überzeugen,

und wie schlägt sich der Honor-Nachfolger gegenüber

dem Nexus 4? Arnold Zimprich

Huawei

Huawei-Geräte brachten

bisher hauptsächlich

eines mit: ein gutes Preis-

Leistungs-Verhältnis. Da

sind 300 Euro für ein Smartphone

des chinesischen Herstellers schon

eine respektable Summe. Angesichts

der Tatsache, dass das Nexus 4 in der

günstigsten Version zum gleichen

Preis zu haben ist, mussten wir die

Messlatte an das Ascend G615 hoch

anlegen. Huawei ist inzwischen bei

Weitem kein „Smartphone-Exot“

mehr. Die Chinesen können speziell im Low-

Budget-Bereich punkten, wie die Verkaufserfolge

beim Ideos X3 und Ascend Y200

zeigen. Doch auch das rund 200 Euro teure

Single Core-Smartphone Huawei Honor

konnte in unserem Test in Ausgabe 08/​2012

begeistern.

auch das 1280x720 Pixel messende LCD-Display,

das über eine helle, brillante Darstellung

verfügt und mit respektablen 330 Pixelper-Inch

(ppi) auflöst. Auch die weitere Ausstattung

lässt sich sehen: 1GByte RAM,

8GByte ROM und darüber hinaus ein MicroSD-Schacht

für Speicherkarten bis 32

GByte. Der erweiterbare Speicher fehlt dem

Nexus 4, was immer wieder bemängelt wird.

Huawei verbaut im Ascend G615 eine 8 Megapixel-Hauptkamera,

die zwar ohne Bildstabilisator

auskommen muss, aber trotzdem

schöne Schnappschüsse liefert und Videos in

1080p Full HD-Qualität aufnehmen kann. Darüber

hinaus verfügt sie über Bildoptimierung

via HDR, für Videochats ist eine kleine

1,3 Megapixel-Frontkamera eingebaut. Um

alle Funktionen mit ausreichend Strom zu

versorgen, verbaut Huawei einen 2150mAh-

Akku, der für bis zu 360 Stunden Standby

‚„Plusminus

‚ Brillantes Display

‚ Quad Core-Prozessor

‚ MicroSD-Kartenschacht

„ Noch kein Jelly Bean (Stand:

Februar 2013)

„ Kleine Ruckler bei der Bedienung

Quad-Core-

Power für 299

Euro

Das Ascend G615

schickt Huawei als

Nachfolger für das

Honor ins Rennen. Es

wird deshalb auch

unter der Bezeichnung

Honor 2 und der Gerätenummer

U9508 geführt.

Sein Alleinstellungsmerkmal

ist der

Huawei-eigene 1,4 GHz

schnelle K3V2 Quad-

Core-Prozessor. Im An-

TuTu-Benchmark lieferte

er Ergebnisse jenseits

der 15.000-Zähler-

Marke. In der oberen

Smartphone-Liga spielt

Abb. 1: Unser Testgerät verfügte

noch nicht über Android 4.0.4 Ice

Cream Sandwich.

Abb. 2: Schöne App-Mischung:

Huawei hat beim Ascend G615 auch

Google Chrome vorinstalliert.

52

April 2013

Android-User.de


Hardware

Huawei Ascend G 615

Abb. 3: Mit Security Guard hat man

Zugriff auf eine vielseitige Verschlüsselungs-App.

und 11 Stunden Gesprächsdauer sorgt. Das

Smartphone kann zudem nicht nur GPS-,

sondern auch GLONASS-Daten verarbeiten.

Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache,

dass Huawei unser Testgerät noch mit Android

4.0.4 auslieferte. Laut Hersteller soll

jedoch noch im März 2013 ein Update auf

Android 4.1 Jelly Bean folgen.

Ausgebremst

Trotz der hervorragenden Benchmark-Ergebnisse

hatten wir das Gefühl, dass die von

Huawei auf dem Gerät installierte Benutzeroberfläche

den Prozessor ein wenig ausbremst.

Zwar gehen Wechsel zwischen verschiedenen

Screens recht schnell vonstatten,

trotzdem gibt es hier und da kleinere Ruckler,

die auf eine schlechte Abstimmung von

Hard- und Software schließen lassen. An die

butterweiche und knackige Bedienung des

Nexus 4 oder des Nexus 7 kommt das Huawei

nicht heran. Das dürfte jedoch in erster

Linie daran liegen, dass noch Android 4.0

vorinstalliert ist und das G615 somit (noch)

nicht von den Performance-Verbesserungen

durch Googles Project Butter profitiert.

In Sachen Gehäusegestaltung und Design

macht Huawei keine Experimente. Das

Ascend G615 ist zwar gut verarbeitet, löst

aber keinen echten „Wow“-Effekt aus. Es

spricht zwar nichts gegen leichtgewichtige

Akkudeckel, das an einen Blister erinnernde

Plastikteil zeigt jedoch unschöne Wölbungen

an den Lautsprecherschlitzen und macht keinen

sehr wertigen Eindruck. Die Vorderseite

des Gerätes hat uns deutlich besser gefallen,

hier schützt ein robust

wirkender Metallrahmen

das Display vor

Kratzern.

App-Auswahl

Neben den Google-

Apps und Google

Chrome hat Huawei einige

praktische Anwendungen

wie beispielsweise

Security Guard

installiert, mit dem sich

Dateien verschlüsseln

lassen und auch ein

Passwort zum Geräteschutz

eingegeben werden

kann. Ein Dateimanager

und Notizblock

ist ebenfalls mit an

Bord, dazu kommen

eine stufenweise verstellbare

Taschenlampe,

ein Diktiergerät und eine Wetteruhr

von Accuweather. Insgesamt ist das App-Angebot

gut, und die Zusätze sind sinnvoll.

Abb. 4: Bitte sprechen: Das Ascend

G615 hat auch ein schick gestaltetes

Diktiergerät an Bord.

Fazit

Das Huawei Ascend G615 gehört aktuell zu

den schnellsten Android-Smartphones. Trotzdem

bleibt von der Performance ein etwas

durchwachsener Eindruck, mit einem Nexus

4 lässt es sich in Sachen flüssiger Bedienung

nicht vergleichen. Trotzdem empfehlen wir

das Huawei Ascend G615 allen, die nach

einem Quad Core-Smartphone mit erweiterbarem

Speicher suchen. Mit dem Jelly Bean-

Update könnte das Gerät zu einem echten

Nexus-4-Konkurrenten werden.

● ● ●

Huawei Ascend G615

Abb. 5: Typisch Huawei: Vom Sperrbildschirm

aus lassen sich verschiedene

Funktionen anwählen.

Kerndaten

Hersteller

Huawei

Formfaktor

4,5-Zoll-Smartphone

Auflösung

1280x720

Prozessor

1,4 GHz, Quad-Core

Android-Version

Android 4.0.4, Update auf 4.1 im

März

Akku 2150 mAh

Laufzeit Standby/​Gespräch

360h/​11h

Gewicht

149g

Preis (Internet)

299 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 14936/

Performance

AnTuTu-Benchmark

15347 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1564/​457 Punkte

Android-User-Bewertung

4,2 Punkte

Android-user.de April 2013 53


Hardware

Sony Internet-TV-Box

Sony

Sonys Internet-TV-Box mit Google-TV

Surf-Station

Sony preist seine Internet-TV-Box

NSZ-GS7 mit

Google-TV als „Revolution

im Home Entertainment“

an. Ob das Gerät

dieses vollmundige Versprechen

hält, klärt unser

Test. Thomas Leichtenstern

‚„Plusminus

‚ Moderater Preis

‚ Durchdachte QWERTZ-Fernbedienung

„ Nur Internet-TV

„ Nur sehr wenige Apps kompatibel

„ DLNA erst mit Zusatzsoftware

nutzbar

Neben Tablets und Smartphones

steigt noch eine Gerätekategorie

kontinuierlich in der Gunst der

Käufer: sogenannte Nettop-Boxen.

Sie erlauben es, den heimischen Fernseher

für vergleichsweise wenig Geld zu einem

multimedialen Alleskönner inklusive Spielekonsole

aufzurüsten. Ein Dreh- und Angelpunkt

ist hierbei allerdings die Usability:

Gerät die Bedienung zu umständlich, geht

der Spaß daran verloren.

Sony möchte dieses Kriterium mit einer

multifunktionalen Fernbedienung abfangen,

die Bestandteil der Internet-TV-Box NSZ-GS7

ist. Der Hersteller empfiehlt dafür einen Verkaufspreis

von 199 Euro, der Straßenpreis

liegt derzeit ungefähr bei 159 Euro (Stand

Februar 2013).

Ingredienzen

Zu den Innereien der Box gibt sich Sony ungewöhnlich

zugeknöpft: Die Produktseite

[LINK 1] liefert keinerlei Informationen über

die technischen Spezifikationen, sondern lediglich

über Features wie Kindersicherung

oder die Wiedergabemodi von Filmen. Erst

die App Android System Info [LINK 2] bringt

halbwegs Licht ins Dunkel. So sorgt eine

ARMv7-basierte Marvell-1500-CPU mit einer

Taktrate von 1,2 GHz und zwei Kernen für

die Rechenpower. Ihr zur Seite stehen angeblich

1 GByte Arbeitsspeicher, System Info

identifizierte jedoch nur 628 MByte, wovon

etwa 450 schon belegt sind. An Massenspeicher

stehen 4 GByte bereit.

Auf der Rückseite bietet die Box Anschluss

für zwei USB-Geräte; ein LAN-Slot erlaubt

den Anschluss ans Netzwerk via Ethernet.

Die meisten Anwender ziehen aber vermutlich

das integrierte g/​b/​n-WLAN vor. Da dem

Gerät ein eigener TV-Reciever fehlt, benötigt

es einen externen. Die Box leitet das Signal

dann via HDMI an den Fernseher weiter. Hier

zeigt sich die erste ernsthafte Schwäche des

Gerätes: Da viele Anwender das TV-Signal

über den im TV eingebauten Receiver empfangen,

geht für diese ein wichtiger Teil der

angepriesenen Funktionalität des Sony-

Winzlings verloren, etwa das Aufnehmen

von Sendungen oder das Einblenden eines

Browserfensters Bild-im-Bild.

Als erster Hersteller lieferte Sony die im

Juli 2012 veröffentlichte Surfstation mit

Google-TV basierend auf Android 3.2 aus.

Abb. 1: Neben einem HDMI-Ein ‐und Ausgang bietet die Surfstation zwei USB-Ports und einen digitalen Audio-

Ausgang.

54

April 2013

Android-User.de


Hardware

Sony Internet-TV-Box

Die Software

Der Desktop besteht lediglich aus einer

Menü-Leiste, welche Links zu den wichtigsten

Apps enthält. In der App-Verwaltung finden

sich einige vorinstallierte Tools, etwa der

YouTube-Player, das Sony Entertainment

Center oder der Media Player.

Vollmundig preist Sony die Möglichkeit an,

die Surfstation auch als Spielekonsole zu

nutzen. Im Test war davon jedoch nichts zu

sehen. Keine der im Play Store vorhandenen

Spiele-Apps war zu dem Gerät kompatibel.

Nicht viel besser sieht es mit den meisten

Standard-Anwendungen aus. Weder Google

Earth oder Maps noch der beliebte VLC-

Player lassen sich installieren. Immerhin:

Eine handvoll funktionierender Apps zeigt

die Rubrik Sony select im Play Store.

Praxistest

Das Einbinden der Sony-Box ins heimische

Media-Center beschränkt sich darauf , die

Box per HDMI mit dem Fernseher und – sofern

vorhanden – mit dem TV-Receiver zu

verbinden. Ein Setup-Wizard fragt danach

alle relevanten Parameter ab.

Die mitgelieferte Fernbedienung hält auf

der einen Seite ein Touchpad samt der von

Android bekannten Buttons bereit. Auf der

Rückseite finden Sie eine vollständige

QWERTZ-Tastatur, deren Tasten groß genug

sind, um sie sicher zu treffen. Die [Suchen]-

Taste arbeitet allerdings nicht kontext-sensitiv.

Benutzen Sie diese beispielsweise im

Play Store, öffnet sich der Chrome-Browser

und zeigt dort die Ergebnisse an. Unbefriedigend

fanden wir auch die horizontale und

vertikale Scroll-Funktion, die Sie durch Streichen

am rechten und unteren Touchpad-

Rand aktivieren. Im Test kam es mehrfach zu

nervigen Haklern. Deutlich unkomplizierter

und zielstrebiger navigieren Sie mit den Cursor-Tasten

durch die jeweilige App.

Zur Wiedergabe von Filmen und Musik

stellt die Box einen Media Player bereit, der

nach Sonys Angaben auch die Remote-Übertragung

via DLNA unterstützt. Obwohl die

Firmware auf dem neuesten Stand war, fand

der Media-Player keinen Server. Erst die Installation

der App MediaHouse UPnP / DLNA

Sony NSZ-GS7

Hersteller: Sony Corporation

Formfaktor: Surf-Station

Prozessor: 1,2 GHz Dual Core

Android Version: 3.2, Google-TV

Preis (ca): 159 Euro

Browser [LINK 3] sorgte für

Abhilfe und gewährte den

Zugriff auf die Netzressourcen.

Allerdings schlug

gleich im Anschluss das

Abspielen von Filmen mangels

passender Software

fehl. Auch hier müssen Sie

zunächst eine App installieren:

Bei unserem Test half

der aVia Media Player

[LINK 4].

Ebenfalls eher unerfreulich

ist die Unterstützung

für externe USB-Speicher.

Die im Test verwendete 2,5-

Zoll-Festplatte, quittierte

den Anschluss an die Box

lediglich mit einem deutlich

vernehmbaren Klicken,

ohne aber ihren Inhalt bereitzustellen.

Sehr wahr-

Fernbedienung von vorne und von hinten.

Abb. 2: Die starken Seiten der Sony-Box: die praktische

scheinlich ist eine unzureichende

Stromversorgung der Grund dafür, da

die Platte an anderen Geräten einwandfrei

funktioniert. Erfolgreicher verlief der Test mit

einem USB-Stick. Hier zeigte der Media-

Player sämtlich Audio, ‐Video und Bilddateien

anstandslos an. Für Letztere stellt

Sony noch die App „Fotos“ bereit, die nicht

nur lokale Bilder anzeigt, sondern nach der

Anmeldung auch solche der Webdienste

Picasa und Flickr.

Ohne Fehl und Tadel arbeitet hingegen der

vorinstallierte YouTube-Player. Er gibt auch

Full-HD-Videos mit schnell wechselnden

Szenenbildern ohne spürbare Ruckler wieder.

Der integrierte Chrome-Browser zeigt

zwar alle Seiten an, lässt sich dabei aber

reichlich Zeit. So vergingen im Test beim Öffnen

skriptlastiger Seiten nicht selten zehn

und mehr Sekunden, bevor sie fertig aufgebaut

waren. Da sind einige Smartphones und

Tablets deutlich schneller.

Fazit

Obwohl sie mit 159 Euro nicht das große

Loch ins Portemonnaie reißt: In der Summe

ihrer Eigenschaften ist die Surfstation SONY

NSZ-GS7 ihr Geld nicht wert. Durch zu wenige

Apps und die doch recht behäbige

CPU-/​GPU-Kombination reduziert sich ihr

Nutzwert aufs Surfen und Ansehen von Youtube-Videos.

Selbst die vorgeblich integrierte

DLNA-Unterstützung klappte bei uns nur mit

zusätzlicher Software. Google TV wird mit

solchen Geräten und dem schwachen Software-Angebot

auch 2013 einen schweren

Stand haben.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28564

Android-user.de April 2013 55


Apps

App-Empfehlungen

In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zehn Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Arnold Zimprich

Android-User-App-Empfehlungen

Unsere Favoriten

eBay-Kleinanzeigen

kostenlos

Ebay ist nicht gleich Ebay – der Online-Marktplatz hat sich mit dieser App neu erfunden

und bietet nun auch eine Plattform für alle möglichen Kleinanzeigen auf

dem Smartphone oder Tablet an. Egal, ob Gebrauchtwagen, Mietwohnungen,

Jobs, gebrauchte Möbel oder Kindersachen: Mit der eBay Kleinanzeigen-App haben Sie

den vollen Zugriff auf Inserate aus über 280 Kategorien. Die App muss sich

in Sachen Funktionsumfang nicht vor Anzeigen-Postillen in Papierform verstecken

und hat dabei einen entscheidenden

Vorteil: Der Anruf beim Anzeigenblatt

fällt weg, man hat die Eingabe

komplett selbst in der Hand. Nutzer können

auf der App kostenlos Anzeigen

aufgeben, Kleinanzeigen in der Nähe

finden und sich auch bei einem Standortwechsel

über Angebote in der unmittelbaren

Umgebung informieren. Die

Kategorien erstrecken sich dabei von A

wie Auto über I wie Immobilien bis Z

wie zu verschenken.

Bewertung: ★★★★★

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

Silence

kostenlos

Handys und Smartphones melden sich manchmal an ungünstigen Zeitpunkten

zu Wort. Mit Silence kann man den eigenen Androiden jedoch

über bestimmte Zeitintervalle hinweg stummschalten. Anstatt ständig

das Smartphone ein- und umstellen zu müssen, wenn wichtige Meetings

oder andere Termine anstehen, kann man Silence einfach seinen

Zeitplan mitteilen und es der App überlassen, den Androiden leise zu

stellen und danach wieder zu aktivieren. Die im Holo-Design gestaltete

App gefällt auch optisch sehr gut. Bewertung: ★★★★★

Shady Browser

kostenlos

Nicht alle Webpages, die man besucht hat, sollen auch von Dritten beim erneuten Öffnen des

Smartphone- oder Tabletbrowsers einsehbar sein. Doch nicht immer denkt man daran, Suchverläufe

zu löschen oder die Einstellungen derart zu verändern, dass einem niemand mehr nachspionieren

kann. Um auf den Shady Browser zuzugreifen, ist ein separates Passwort nötig – das natürlich

nur Sie wissen. Der Shady Browser ist insbesondere eine clevere Idee für Geräte, die von

mehreren Leuten verwendet werden.

Bewertung: ★★★★★

56 April 2013

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Speedtest.net

Mobile

kostenlos

Wie schnell ist Ihr Netz? Die Speedtest-App ist die mobile Ausgabe

des meistverbreiteten Breitband-Test-Tools im Internet. Man

kann damit im Handumdrehen die aktuelle Netzwerk-Geschwindigkeit

der eigenen Geräte feststellen. Somit lässt sich schnell

überprüfen, ob sich die Angaben des neuen Providers bestätigen.

Der Entwickler Ookla betreibt Speedtest.net mithilfe einer

umfassenden, globalen Infrastruktur. Bewertung: ★★★★★

Dice

Player

kostenlos

Der von koreanischen Tüftlern entwickelte Dice Player gehört zu den besten und

multifunktionalsten Videoplayern, die auf Google Play zu haben sind. Seine Stärke: Er

spielt alle möglichen und unmöglichen Medienformate ab. Dazu gehören AVI, MOV,

MKV, FLV, AVI, 3GP, 3G2, ASF, WMV, MP4, M4V, TS, MTP und M2TS. Dabei kann man

den Playback Speed verändern und auch Untertitel in verschiedenen Formaten (SSA,

SMI, SRT, VoBSub (beta)) einfügen. Bewertung: ★★★★★

Geocaching

8,99 Euro

Sie hat ihren Preis, ist aber ein Muss

für alle Geocacher: So lässt sich

diese App in nur wenigen Worten

zusammenfassen. "Geocaching" erschließt

die exklusiven Koordinaten

von fast 2 Millionen versteckten

Geocaches. Sie lassen sich gleich

um die Ecke finden – aber auch in

mehr als 180 Ländern rund um den

Globus für alle Abenteurer.

Bewertung: ★★★★★

ROM Toolbox

Pro

3,75 Euro

Die ROM Toolbox Pro ist ein nützlicher

Werkzeugkasten für alle Root-

User. Sie kombiniert viele Werkzeuge,

die man sonst aus anderen

Apps zusammenstellen müsste. Daneben

ist sie eine gute Ausgangsbasis,

um alles aus einem gerooteten

Gerät herauszuholen und es an die

eigenen Ansprüche anzupassen.

Bewertung: ★★★★★

ZeitOrt

Erfassung

0,79 Euro

ZeitOrtErfassung ist eine App zum

Erfassen der aktuellen Zeit und Position,

also eine Mischung aus einer

klassischen Zeiterfassung und einer

Ortserfassung. Die App erfasst das

aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit

und verfasst einen Bemerkungstext.

Am Ende dieses Heftes findet

sich ein Entwicklerworkshop zu dieser

App. Bewertung: ★★★★★

Ultimate Stopwatch&Timer kostenlos

Handelsübliche Stoppuhren sind, unter uns gesagt, ziemlich langweilig gestaltet. Ein kleines

Display und ein paar Knöpfe – fertig ist die Stoppuhr. Bei „Ultimate Stopwatch&Timer“

haben sich die Entwickler jedoch richtig ins Zeug gelegt. Neben Rundenzeiten misst die im

Analog-Design gestaltete Anwendung auch Countdowns. Wer mag, kann das Zeit-Stoppen

durch authentisches Geticke noch spannender machen. Bewertung: ★★★★★

MightyText –

SMS von Tablet

kostenlos

Wollen Sie SMS bequem vom PC oder Tablet aus via Android-Smartphone

versenden? Dann ist MightyText die App

Ihrer Wahl. Zusammen mit der Basis-App „SMS-Computer,

SMS Backup, MMS“, die man auf dem Smartphone installieren

muss, wird mit dieser App auch das Tablet zur SMS-

Plattform, egal, ob es ein 3G-Modem hat oder nicht.

Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28178

Android-user.de April 2013 57


APPS

Neuheiten

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play

Neuheiten

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen besonders beliebte Apps

vor, die neu auf Google Play

sind oder ein Update erhalten

haben. Arnold Zimprich

flinc

kostenlos

Theke

kostenlos

Mit „Theke“ hat sich eine Konkurrenz-App zur ZDF-

Mediathek bei Google Play eingefunden, mit der

man ebenfalls Zugriff auf sämtliche Sendungen

des Zweiten Deutschen Fernsehens erhält und die

optisch und funktionell deutlich besser ist als das

Original. Lesen Sie zu dem Thema auch auch unseren

ausführlichen Testbericht weiter hinten in

diesem Heft. Bewertung: ★★★★★

Um von A nach B zu kommen, gibt es

Autos, die Bahn, Flugzeuge oder eine

Mitfahrgelegenheit. Mit flinc wird das

Mitfahren deutlich einfacher. Die App ist

zum einen intuitiv zu bedienen, zum anderen

ermöglicht sie dank „instantnavi“,

einer selbst entwickelten Echtzeit-Navigation

für mobile Endgeräte,

ein noch schnelleres Zusammenfinden

von Fahrer und Mitfahrer.

Bewertung: ★★★★★

Conrad

kostenlos

Bei der Erwähnung von Conrad Electronic

gehen vielen Elektro-Tüftlern die Ohren auf.

Die dazugehörige App ist ein mobiler Verkaufsberater

und hält mehr als 350.000 Produkte im

Webshop bereit. Mit einem Scanner kann man

sich im Nu im Laden Produktdetails anzeigen

lassen. Darüber hinaus gibt die App noch Informationen

zur nächstgelegenen Conrad-Filiale

und hat einen Routenplaner auf Lager.

Bewertung: ★★★★★

Ski the World

kostenlos

„Ski the World“ bietet

umfangreiche Informationen

zu mehr als

2000 Skigebieten.

Nachdem man einzelne

Favoriten ausgewählt

hat, liefert

die App tagesaktuelle

Informationen

wie geöffnete Pistenkilometer,

Schneehöhen und

die Wettervorhersage.

Darüber hinaus

erhält der Pisten-Profi

Zugriff

auf Webcams, um sich ein

Bild von der aktuellen Lage machen zu können.

Der Skigebiet-Konfigurator hilft, Gebiete mit

den besten Bedingungen zu finden.


Bewertung: ★★★★★

PushBullet

kostenlos

PushBullet ist Chrome to

Phone in Grün – und das im

wahrsten Sinne des Wortes,

denn die App ist in hübschen,

Android-freundlichen

Grüntönen gehalten. Mit der

Anwendung kann man im

Handumdrehen Dateien,

Links, Notizen, Fotos, Listen,

Adressen und mehr

aus dem Browser an das

eigene Tablet oder Smartphone

oder an das von

Freunden schicken.

Bewertung: ★★★★★

58

April 2013

Android-User.de


Apps

Neuheiten

meteosphere

2,69 Euro

Gute Idee – wenn auch ausbaufähig: Meteosphere

bietet weltweite Wettervorhersage-Animationen

und will damit den langweiligen tabellarischen

Wetterbericht durch eine grafisch

ansprechende und selbsterklärende Darstellung

ersetzen. Die auf Google Play recht vollmundig

angekündigte App hat jedoch Mängel. Die Datenlage

ist nicht immer auf dem neuesten Stand

und die Steuerung verbesserungsbedürftig.

Bewertung: ★★★★★

Unity

Launcher

0,74 Euro

Einige Linux-Fans konnten auf der

CES bereits einen Blick auf das

Ubuntu Phone werfen. Damit

auch Besitzer von Android-Smartphones

in den Genuß der dazugehörigen

Unity-UI kommen, gibt es

diese App. Der Launcher bietet

vielerlei Funktionen und Anpassungen.

So kann man beispielsweise

Apps durch Wischgesten

öffnen, Icons und Widgets anpassen,

Farben und Hintergründe

ändern und vieles mehr.

Die Entwickler wollen den Funktionsumfang

weiter ausbauen.

Bewertung: ★★★★★

EverClip Pro

2,19 Euro

Mit EverClip Pro schneiden

Sie schnell und zuverlässig

Web-Inhalte wie Bilder

oder Textschnipsel aus

und übertragen diese auf

den EverNote-Notizblock

auf dem Smartphone. Fällt

einem während des Surfausflugs

etwas Wichtiges

auf, das man archivieren

und später erneut betrachten

möchte, ist Ever-

Clip Pro eine praktische

Sache und ein nützlicher

Zusatz für EverNote.

Bewertung: ★★★★★

Kniffel Gewinnkarte

1,00 Euro

Große Straße, Full House, Dreier-Pasch oder die berühmte Chance:

Kniffel ist mehr als nur ein Verlegenheitsspiel für Leute, die nicht

Schafkopfen können, Kniffel ist Kult. Das Würfel-Vergnügen hat jedoch

einen entscheidenden

Nachteil: Ist der Kniffel-

Block voll, ist der Spielspaß

vorbei. Nicht so

mit dieser App. Sie ersetzt

den Schreibblock –

und wird noch die ein

oder andere Revanche

herausfordern und

Spielabende verlängern.

Bewertung: ★★★★★

Eintracht Frankfurt

kostenlos

Fußballfans wollen hauptsächlich eines: ihr Team unterstützen

und sich über die erzielten Erfolge freuen.

Wenn man darüber hinaus noch gut über Transfers

und die Tabelle informiert ist, umso besser. Die Entwickler

von Tobit.Software haben sich dies zu Herzen

genommen und für viele deutsche Vereine Apps

entwickelt, die einen informativen Rundumschlag

bieten und dabei noch ganz gut aussehen.

Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28547

Android-user.de April 2013 59


Apps

Cewe-Fotobuch

Im Test: Die Cewe Fotowelt

Fotoalbum

Auch wenn es immer

noch Liebhaber gibt,

die ihre Fotos entwickeln

lassen und dann

von Hand in ein Album

sortieren, gehört die

Zukunft klar den digitalen

Fotoalben. Wir

haben die Cewe-App

getestet. Mirko Mahlberg

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28786

Die Cewe-Fotobücher dürften allen

Leserinnen und Lesern ein Begriff

sein, die schon einmal Fotos bei

Drogeriemarkt, Rewe, Müller &

Co. ausgedruckt haben. Seit Kurzem bietet

die Firma auch eine Android-App an [LINK 1],

über die sich Fotobücher einfach und bequem

erstellen und nach Hause schicken lassen.

Sie können die App aber auch nur dazu

benutzen, Ihre Fotos an eine der zahlreichen

Cewe-Fotostationen schicken zu lassen.

Der erste Start

Beim Öffnen der App werden Sie gefragt, ob

Sie einen Partnercode haben. Falls nicht, bestätigen

Sie einfach mit Weiter ohne Partnercode.

Es erscheint ein weiterer Dialog, bei

dem Sie auswählen, über welchen Partner

Sie Ihre Fotos entwickeln lassen möchten

(was bei der Abholung eine Rolle spielt).

Anschließend sehen Sie das Hauptfenster

der App (Abbildung 1).

Fotobuch erstellen

Auf der Startseite klicken Sie auf die Kachel

Mein cewe fotobuch. Sie können jetzt zwischen

einem mini Fotobuch mit einer Seitenmaße

von 15x11cm, einem kompakten Panoramabuch

mit einem Seitenmaß von

19x15cm, einem großen Fotobuch mit einem

Seitenmaß von 21x28cm und einem 28x21cm

großen Panoramabuch wählen. Das kleinere

gibt es ab 7,95Euro (zzgl. Versandkosten),

das große ab 15,95Euro, das kleinere Panoramabuch

ab 9,95Euro (zzgl. Versandkosten)

und das große Panoramafotobuch ab

21,95Euro. Nachdem Sie sich für eines der

vier entschieden haben, müssen Sie zunächst

den Titel des Buches eingeben.

Im zweiten Schritt wählen Sie den Umschlag

aus. Bei dem kleinen Fotobuch gibt es

nur das Softcover – beim großen Panorama

Soft- und Hardcover. Beim Panoramabuch

sowie dem großen Fotobuch stehen drei Umschläge

zur Auswahl: Heft (in der Mitte getackert),

Softcover (wie ein Taschenbuch) und

Hardcover (wie bei einem richtigen Wälzer).

Das Fotobuch kostet je nach Auswahl zwischen

9,95 Euro und 26,95 Euro. Nun müssen

Sie sich noch für einen Papiertyp entscheiden:

Hier stehen Digitaldruck, Digitaldruck

mit Hochglanz-Veredelung, Fotopapier

matt und Fotopapier glänzend zur Auswahl.

Die entsprechenden Preise stehen auch jeweils

oben rechts auf jeder Kachel.

Wie bei der PC-Version der App stehen

auch hier verschiedene Stile zur Auswahl.

Ob die Fotos auf schwarzem, weißem oder

blauem Hintergrund gedruckt werden, ist

ganz Ihre Entscheidung. Haben Sie sich für

einen Stil entschieden, legen Sie das Layout

fest und suchen anschließend die gewünschten

Bilder aus. Wir empfehlen, mit einem

vorgegebenen Layout zu starten und das zu

ändern, anstatt alles von Hand zu machen.

Bestellung abschließen

Wenn Sie mit dem Buch fertig sind, klicken

Sie auf In den Warenkorb am oberen rechten

Smartphone oder Tablet?

Abb. 1: Die Startseite der Cewe Fotowelt auf einem Tablet. Einen Porträt-Modus gibt es nicht.

Die Cewe Fotowelt ist in erster Linie für Tablets

gedacht, arbeitet aber auch auf Smartphones.

Es gibt dabei nur das Querformat, und trotz

Sidebar erscheint auf dem Handy auch die Menütaste.

Seltsamerweise gibt es auf dem Tablet

mehr Fotobuchformate zu Auswahl (Groß und

Groß Panorama). Nichtsdestotrotz ist die

Cewe-App auch auf dem Handy gut nutzbar.

62

April 2013

Android-User.de


Apps

Cewe-Fotobuch

Rand. Der Preis wird dann errechnet. Die

Versandkosten betragen 3,99 Euro. Hier können

Sie, falls vorhanden, noch einen Gutscheincode

einlösen. Wenn nicht, tippen Sie

auf Bestellen. Um die Bestellung abzuschließen,

brauchen Sie ein Benutzerkonto. Wenn

Sie schon eines haben, geben Sie die E-Mail

Adresse und das Passwort ein. Sonst richten

Sie über Neues Benutzerkonto anlegen einen

neuen Account ein. Wenn Sie angemeldet

sind, brauchen Sie nur noch die Rechnungsadresse

eingeben und wie Sie bezahlen wollen.

Die Bestellung wird dann geprüft und an

Sie verschickt.

Weitere Möglichkeiten:

Mit der Cewe-App kann man auch echte

Postkarten mit einem eigenen Foto aus der

Galerie verschicken. Dazu wählen Sie auf der

Startseite den Eintrag Postkarte. Oben links

auf Foto finden Sie Ihre Fotos. Ziehen Sie ein

Foto in den entsprechenden Kasten. Auf der

Rückseite fügen Sie dann Ihren Text und die

Anschrift des Empfängers hinzu. Alles wird

dann auf die Karte gedruckt und per Post

versandt. Inklusive Versand im Inland kostet

eine Postkarte 2,14 Euro. Hierzu hatten wir

in Android User 08/2012 auch schon günstigere

Anbieter getestet [LINK 2].

Möchten Sie nur einfach einen Cewe-Automaten

finden? Dann tippen Sie auf der Startseite

die Kachel Cewe SOFORTFOTOS an. Auf

Filiale finden sucht die App den nächstgelegenen

Cewe-Automaten. Über den Menüpunkt

Fotos auswählen senden Sie Fotos auf

einen Fotoautomaten per WLAN, wenn Sie

vor einem Cewe-Automaten stehen und mit

dem entsprechenden WLAN verbunden sind.

Natürlich bietet die Cewe-App auch einzelne

Fotos an, welche Sie über Ihr Tablet

oder Smartphone auswählen und an sich

oder jemanden anders senden können.

Hierzu wählen Sie auf der Startseite Fotos

aus, fügen ein oder mehrere Fotos hinzu und

legen diese in den Warenkorb. Eine extra Kachel

auf der Startseite hält alle wichtigen

Infos für den Kundendienst bereit.

Fazit

Die Cewe Fotowelt bietet eine Menge Möglichkeiten,

Ihre digitalen Fotos auf Papier zu

bringen. Die Fotoalben sind zwar nicht gerade

günstig, aber die Qualität stimmt. Insofern

halten wir die Preise für fair. Möchten

Sie ein Fotobuch erstellen, raten wir in jedem

Fall zur Tablet-Version, allein schon wegen

der größeren Auswahl an Formaten. Einfache

Abzüge von Fotos lassen sich auch über die

Smartphone-App gut bestellen.

● ● ●

Abb. 2: Die Auswahlmöglichkeiten für Fotobücher auf einem Tablet. Bei der Smartphone-

Version gibt es nur Mini und Compact Panorama.

Abb. 3: Geben Sie hier einen passenden Titel ein, der dann auf dem Cover des Fotobuches

erscheint. Oben sehen Sie die einzelnen Schritte, die noch folgen.

Abb. 4: Die Vorderseite der Postkarte können Sie mit einem eigenen Bild versehen und auch

anpassen, um den passenden Ausschnitt zu erhalten.

Android-user.de April 2013 63


Apps

Watchever

Online-Videothek Watchever

Auf Abruf

Die Videothek hat ausgedient?

Filme lädt

man über Online-Videotheken

aus dem Netz?

Auf Android: Nein! Lovefilm,

Maxdome und Co.

haben keine Android-

Apps. Nur der Neuling

Watchever hat eine im

Programm, wir schauen

dem Dienst auf die Finger.

Christoph Langner

Root? WAtchNever

Die Rechteinhaber der

Filmindus trie haben Angst

davor, dass sich ihre digitalen

Filme kopieren lassen. Watchever

muss daher mit technischen

Mitteln dafür sorgen, dass

der geliehene Film auf dem

Gerät bleibt. Ein Weg, eine digitale

Kopie zu extrahieren, wären

Root-Rechte auf dem Tablet. Die

Watchever-App prüft daher ob

Sie Ihr Android-Tablet gerootet

haben, falls ja, quittiert sie den

Dienst. Leider scheint die Prüfung

auf manchen Android-Exoten

auch fälschlicherweise

Alarm zu schlagen, die Bewertungen

der App zeugen von vielen

genervten Android Usern.

Die deutsche Video-Streaming-

Landschaft sieht in Bezug auf

And roid bislang ziemlich öde aus.

Amazons Videoverleih Lovefilm

[LINK 1] verfügt zwar über eine passable Android-App

im Play Store [LINK 2], doch Videoon-Demand

(kurz VoD) ist für sie noch ein

Fremdwort. Mit ihr lässt sich lediglich im Angebot

des Dienstes stöbern, und Videos können

als DVD oder Blu-ray per Post geordert

werden. Noch schlechter stehen Maxdome

[LINK 3] und Sky Go [LINK 4] da. Beide Dienste

bieten aktuell (Stand Anfang Januar 2013) in

Deutschland keine Android-Apps an. Maxdome

hatte seine für Ende 2012 angekündigt

[LINK 5], doch im Play Store findet sich noch

keine Spur von ihr. Sky Go verfügt theoretisch

über eine App [LINK 6], doch diese lässt

sich von Deutschland aus nicht installieren.

Fast 1600 Facebook-User klagen in der Facebook-Gruppe

„Ich will Sky Go für mein Android-Handy“

[LINK 7] über die Vernachlässigung

der deutschen Sky-Abonnenten.

rahul pathak, 123RF

Watchever

Anfang dieses Jahres ist mit Watchever

[LINK 8] ein weiterer VoD-Dienst gestartet, der

gleich mit einer Android-App [LINK 9] loslegt.

Für eine Monatsgebühr von 8,99 Euro bekommen

Abonnenten eine „Flatrate“ mit Zugriff

auf ein Repertoire von mehreren tausend

Filmen und Serien geboten. Der Dienst

lässt sich 30 Tage lang kostenlos testen, danach

beginnt das monatlich kündbare Abonnement.

Wer über den Kooperationspartner

Bild [LINK 10] seinen Account erzeugt, bekommt

danach zwei Monate zum Preis von

einem. Watchever lässt sich daher drei Monate

lang für 8,99 Euro gründlich austesten.

Nur für Tablets

Die Watchever-App lässt sich bislang lediglich

auf Android-Tablets installieren, Handys

müssen draußen bleiben. Ein erst kürzlich

veröffentlichtes Update macht die App

zudem auch fit für Geräte mit Android 4.2,

Watchever kann somit auch endlich auf den

Nexus-Tablets installiert werden.

Die Android-App ist handwerklich sehr gut

gemacht. Der Homescreen der Anwendung

empfängt Sie mit einer Übersicht der aktuellen

Tipps, Ihren persönlichen Empfehlungen

und den Videos, die Sie auf die Watchliste

gesetzt haben. In den Menüleiste filtern Sie

das Angebot nach Serien, Filmen oder dem

eigenen Programmwunsch, eine Suchfunktion

gibt es natürlich auch. Ein Watchever-

Account lässt sich auf bis zu fünf verschiedenen

Geräten nutzen, drei Geräte können zur

selben Zeit Videos abrufen.

In der Originalversion

Ein Klick auf eines der Videos bringt Sie der

Ausleihe des Films näher. Eine kurze Zusammenfassung

erklärt den Inhalt, zeigt bei einer

Serie weitere Folgen an und bietet Ihnen die

64

April 2013

Android-User.de


Apps

Watchever

Abb. 1: Für 8,99 Euro im Monat haben Sie bei Watchever Zugriff auf die

gesammte Videothek mit zahlreichen Filmen und Serien.

Abb. 2: Das Angebot von Watchever ist aktuell noch ausbaufähig, von

vielen populären Serien gibt es bisher nur die ersten Staffeln.

Möglichkeit, das Video zu bewerten. Die

Watchliste dient als Bookmark-Funktion.

Ein Klick auf Ansehen startet das Video

nach ein paar Sekunden Pufferzeit. Das Abspielen

lässt sich pausieren, Sie können im

Video spulen und oft auch zwischen dem

Originalton und der deutschen Fassung wählen.

Das Einblenden von Untertiteln unterstützt

Watchever bislang jedoch nicht.

Videos auch offline

Mit der Möglichkeit, Videos für das Offline-

Schauen abzuspeichern, sticht Watchever aus

der Konkurrenz deutlich heraus. Der Button

Offline verfügbar zeigt, dass Sie den aktuellen

Titel herunterladen können. Nach dem ersten

Anspielen wird das Video nach 48 Stunden

aus dem Offline-Speicher entfernt. Allerdings

machen Watchever erneut Vorgaben der

Rechteinhaber das Leben schwer. Damit die

DRM-verschlüsselten Offline-Videos sicher

auf dem Tablet lagern, speichert die App die

Video-Dateien lediglich auf dem internen

Abb. 3: Watchever zeigt Filme und Serien oft auch in der Originalversion.

Speicher ab, externe SD-Speicherkarten werden

als Speicher nicht angeboten.

Knappes Angebot

Das Angebot des Dienstes ist nach Schulnoten

betrachtet befriedigend. Ältere Film-Hits

wie Terminator, Rambo oder Shining sind

vorhanden, dafür fehlen allerdings sämtliche

Bond-Titel, Rocky oder auch die Indiana-

Jones-Filme. Wirklich aktuelle Titel gibt es

auch nicht gegen Aufpreis.

Beim Serienangebot finden sich auch

immer wieder Löcher im Angebot, so gibt es

von den Sopranos die Staffeln zwei und drei,

die ersten Episoden und die restlichen Staffeln

fehlen. Am Angebot wird jedoch nach

Angaben von Watchever permanent gefeilt.

Fazit

Watchever zeigte sich in unserem Test von

der Licht-, wie von der Schattenseite. Die

And roid-App ist gut gemacht, die Offline-

Funktion und Filme im Originalton sind konkurrenzlos,

doch Watchever

hat durchaus mit Kinderkrankheiten

zu kämpfen.

User berichten von

technischen Problemen,

die App startet nicht auf

gerooteten Geräten, und

manche Tablets sind laut

Watchever gerootet, obwohl

sie unverändet sind.

Film-Fans sollten Watchever

aber zumindest in den

ersten drei vergünstigten

Monaten eine Chance

geben, bis dahin ist das

Angebot vielleicht auch

weiter ausgebaut. ● ● ●

Alle

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www.android- user.de/qr/28581

Android-user.de April 2013 65


Apps

Theke

Theke – inoffizielle ZDF-App mit Klasse

So geht

Mediathek

Dietmar Hoepfl, 123RF

Das ZDF bietet für seine Mediathek eine eigene App an. Begeisterung

ruft diese jedoch nicht hervor. Wie eine gute Mediathek-App aussehen

und funktionieren soll, zeigt Theke. Christoph Langner

ARD Live-Stream

Neben dem ZDF weitet auch die

ARD ihre Sendetätigigkeit zunehmend

auf das Internet aus.

Inzwischen bietet das Erste

sogar auch einen Live-Stream

des aktuell ausgestrahlten Programms

an, den Sie im Browser

auf dem PC [LINK 6] oder auch

auf dem Handy [LINK 7] empfangen

können. Alternativ lässt sich

aus den übermittelten Daten

auch direkt die URL zum Stream

he rausziehen, sodass Sie den

Video-Feed auch gleich direkt in

Mediaplayer wie VLC in niedriger,

mittlerer und hoher Qualität

[LINK 8-10]einspeisen können.

ARD und ZDF bieten weite Teile

ihres täglichen TV-Programms in

ihren Mediatheken sowohl als

Webseite wie auch via App zum

nachträglichen Schauen am PC oder am

Handy als Stream an [LINK 1], [LINK 2]. Wer also

die heute-show oder den letzten Tatort verpasst

hat, der findet die Sendungen etwa

eine Woche lang (der Depublizierungs-Pflicht

sei dank) in den Archiven der beiden öffentlich

rechtlichen Sender-Gruppen.

Allerdings konnten uns die offiziellen Apps

bisher nur wenig überzeugen. Sie sind

schwerfällig, nutzen veraltete Techniken, eigenwillige

Layouts und bedürfen eigentlich

einer kräftigen technischen und optischen

Überholung. Bislang sieht man bei den öffentlich-rechtlichen

Sendern allerdings wenig

Motivation, dies auch

wirklich anzugehen.

Theke – inoffiziell

aber besser

Angesichts dessen ist es

für Android User überaus

begrüßenswert, dass sich

mit Theke [LINK 3] eine kostenlose

Konkurrenz-App

im Google Play Store eingefunden

hat, mit der Sie

ebenfalls Zugriff auf sämtliche

in der Mediathek eingestellten

Sendungen des

Zweiten Deutschen Fernsehens erhalten. Die

App macht vieles besser, was man beim ZDF

bislang vernachlässigt hat.

Mit Theke durchforsten Sie die Inhalte der

ZDF-Mediathek (also der Sender ZDF, ZDFneo,

ZDFkultur, ZDFinfo und 3sat), stöbern

nach beliebten Beiträgen und suchen gezielt

nach einzelnen Sendungen und Rubriken mit

automatischer Vervollständigung des Suchbegriffs.

Zudem lassen sich gern gesehene

Sendungen oder auch einzelne Beiträge als

Favoriten markieren und so schnell bei der

nächsten Folge wieder aufrufen.

Streams in guter Qualität

Die Bedienung der App ist in großen Teilen

praktisch selbsterklärend. Unter Beliebt finden

Sie die aktuell meist geschauten Beiträge

Abb. 1: Die Theke-App zeigt die aktuell beliebtesten Sendungen aus der

Mediathek in einer praktischen Übersicht an.

66

April 2013

Android-User.de


Apps

Theke

Abb. 2: Die Sendungen der ZDF-Mediathek lassen sich in unterschiedlichen

Qualitätsstufen abrufen.

Abb. 3: Die beste Bildqualität erhalten Sie, wenn Sie in den Einstellungen

„MP4 mit HTTP“ als Format auswählen.

in der Mediathek, unter Rubriken stöbern Sie

durch das Angebot nach Beiträgen aus Kultur,

Nachrichten, Sport oder Unterhaltung. In

den Favoriten finden Sie schließlich Einträge,

die Sie mit einem Stern als für Sie wichtig

markiert haben.

Sollten Sie gerade unterwegs sein und eine

Sendung über das Mobilfunknetz sehen wollen,

dann fällt dem Qualitäts-Schieber besondere

Bedeutung zu. Mit ihm reduzieren Sie

die Qualität des Video-Bildes und demzufolge

auch die Menge der zu übertragenden

Daten. Zuhause im eigenen WLAN, darf dieser

Regler ruhig immer auf die bestmögliche

Qualität eingestellt werden.

Praktischer mit VLC

Die aktuelle Version der Theke erlaubt es

Ihnen zwischen den vom ZDF angebotenen

Streaming-Formaten zu wählen. Dazu öffnen

Sie die Einstellungen der App und wählen

dort unter Format und Protokoll die Option

MP4 mit HTTP. In dieser Einstellung erreichen

Sie die selbe Bildqualität auf Ihrem

Androiden wie auf dem heimischen PC.

Mit dieser Option öffnet die Theke die

Links zu den Streams allerdings umständlich

über den Browser. Chrome spielt das Video

nach dem Klick auf das kleine „Play“-Symbol

ab, der Standard-Android-Browser wusste allerdings

auf unserem Testgerät nichts mit

dem Video-Link anzufangen.

Wir empfehlen daher die Installation des

VLC-Players für Android [LINK 4]. Er bietet sich

beim Klick auf den Play-Button in Theke umgehend

als möglicher Player an und spielt

das Video ohne weitere Umstände ab. So

haben Sie denselben Komfort wie in der

Standard-Einstellung von Theke, gewinnen

aber deutlich an Bildqualität hinzu.

Fazit

Theke macht so gut wie alles richtig, was das

ZDF bei seiner App bislang falsch macht.

Wer gerne in der ZDFmediathek stöbert, der

sollte dies in Zukunft mit der Theke machen.

Die Theke-App wird allerdings bislang ohne

offizielle Unterstützung des Senders entwickelt,

von daher müssen wir hoffen, dass das

ZDF den Entwickler der App gewähren lässt.

Mediathek für Mac, eine ähnliche Anwendung

für Apple-Rechner, musste zum Beispiel

bereits den Betrieb einstellen [LINK 5].

Hoffen wir, dass dieses Schicksal nicht auch

Theke widerfährt. Wenn Android User einen

Wunsch an das ZDF richten dürfte, dann

wäre ein offizielles OK des Senders ganz

oben auf unserem Wunschzettel.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28571

Abb. 4: MP4 stellte sich im Vergleich als das Format mit der deutlich besten

Bildqualität heraus.

Abb. 5: Die MP4 streams reicht Theke ohne einen zusätzlichen Player wie

VLC üblicherweise direkt an einen Browser weiter.

Android-user.de April 2013 67


Apps

Falcon Pro Twitter Client

Anzhela Buch, 123RF

Kurztest: Twitter-App Falcon Pro

Falcon

Pro

Es gibt viele Twitter Clients, aber nicht alle sind gut genug. Deshalb

hat der bekannte Android-Entwickler Jaoquim Vergès sein Twitter-Widget

als App in den Play Store gebracht. Falcon Pro ist der beste Twitter-

Client. Wir haben ihn für Sie getestet. Samuel Groesch

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28730

Tipp

Durch langes Drücken auf

einen Tweet in der Timeline,

erscheint ein Aktionsmenü, in

dem Sie schnellen Zugriff auf

Funktionen wie Retweeten

oder Antworten bekommen.

Falcon war zunächst nur ein Widget

mit dem Sie Ihre aktuellen Tweets

ansehen konnten. Der Entwickler

hat mit Falcon Pro die Weiterentwicklung

dieses Widgets für 0,79 Euro im

Google Play Store veröffentlicht [LINK 1]. Die

Bewertungen der Nutzer lassen nur Gutes

vermuten. Und in der Tat, Falcon Pro ist ein

sehr performanter und intuitiver Twitter

Client für Android Smartphones. Die Anwendung

ist durchgehend übersichtlich und

funktional gehalten, und alles ist sehr schön

anzusehen und schnell. In der Timeline wählen

Sie in dem über den Tweets platzierten

Menü aus, ob Sie Ihre

Mentions, privaten Nachrichten

oder den Stream mit

allen aktuellen Posts betrachten

möchten. Aktualisieren

können Sie den Inhalt ganz

einfach durch einen Wisch

nach unten.

Durch eine Wischgeste

nach rechts legen Sie in der

erscheinenden Auswahl persönliche

Listen an, suchen

nach Begriffen, favorisieren

User, greifen auf diese zurück

und verfolgen neue lokale

bzw. weltweite Trends.

Wischen Sie nach links, gelangen

Sie in das Hauptmenü

von Falcon Pro. Von hier aus Abb. 1: Falcon Pro kommt mit einem

greifen Sie auf Ihr eigenes sehr aufgeräumten und hübschen

Profil zu, wechseln zwi-

User Interface daher.

schen den Reitern Timeline, Favorites und

Retweets hin und her und navigieren in die

Einstellungen. Ein nettes Feature von Falcon

Pro ist der integrierte Browser: Enthält ein

Tweet einen Link, dann ruft Falcon Pro diesen

direkt unter dem Tweet auf. Das lästige

Wechseln zwischen Browser und Twitter

Client entfällt somit, und in vielen Fällen

können Sie sich so auch einen Klick auf den

Link ersparen.

Im Vergleich zu anderen Twitter Apps kann

Falcon Pro in Bereichen punkten, in welchen

Konkurrenz-Apps leider nicht so gut abschneiden.

Zum Beispiel hat der Entwickler

das Darstellen von Konversationen

sehr gut gelöst.

Es lassen sich zuverlässig

und strukturiert Gespräche

öffnen, indem

man nur einen Tweet aus

der Unterhaltung öffnet

und den gesamten Verlauf

angezeigt bekommt.

Setup-

Möglichkeiten

Falcon Pro kommt mit

umfangreichen Optionen,

über die Sie den Twitter-

Client optimal an Ihre Bedürfnisse

und Ihren Geschmack

anpassen. So

lassen sich Synchronisationseinstellungen

individuell

festlegen oder der

68

April 2013

Android-User.de


Apps

Falcon Pro Twitter Client

Bilderdienst zum Upload von Fotos auswählen.

Selbst die Benachrichtigungen können

Sie für verschiedene Szenarien unterschiedlich

definieren. Falls Sie über einen Internet

Tarif mit geringem High-Speed-Volumen nutzen,

aktivieren Sie die

Option Load content on

WiFi Only unter User

experience. Für Design-

Lieblinge bietet Falcon

Pro einige interessante

Optionen unter Display.

Hier wählen Sie

Schriftgröße und

Schriftart, wechseln

zwischen dem hellen

oder dunklen Theme

oder ändern einfach

nur das Zeitformat.

Abb. 2: Die Navigation durch die

Anwendung läuft größtenteils durch

Gesten ab.

Fazit

Mit Falcon Pro ist es

Jaoquim Vergès gelungen,

sein Widget erfolgreich

in eine eigenständige

App umzuwandeln.

Falcon Pro ist

funktional sowie optisch top und unserer

Meinung nach die beste Twitter-App für Android.

Daran kann auch Carbon nichts ändern.

In unseren Tests konnten wir keinerlei Lags

oder Abstürze feststellen.

● ● ●

Abb. 3: In der Einzelansicht bietet Falcon

Pro eine Vorschau auf den Inhalt

des Tweets.

Abb. 4: Falcon Pro stellt auch die Profilseiten

ausgezeichnet auf dem

Smartphone-Display dar.

Die heute führenden Spezialisten stammen oft aus der "Freie Software-Szene" und schulen seit

Jahren im Linuxhotel. Das erklärt die Breite und Qualität unseres Schulungsangebotes:

AJAX * Amavis * Android * Angriffstechniken * Apache * Asterisk * BaseX * BayesianAnalysis * Bind * C/C++ * Cassandra *

CiviCRM * Cloud * Cluster * ClusterFS * CouchDB * CSS3 * CUPS * Debian * DHCP * DNS * DNSSEC * Echtzeit Linux *

Embedded Linux * eXist-db * Faces * FAI * Firewall * Forensik * FreeBSD * FreeRADIUS * GeoExt * Git * Grails * GRASS *

Groovy * hadoop * Hochverfügbarkeit * HTML5 * Hudson * iSCSI * IPv6 * ITSM * Java * JavaScript * Jenkins * Kernel * KVM

* LDAP * LibreOffice * Linux * LPI * m23 * MacOSX * MapFish * Mapserver * Maven * Mikrocontroller * MVS/380 * MySQL *

Nagios * Node.js * OpenBSD * OpenLayers * OpenOffice * openQRM * OpenVPN * OPSI * OSGi * OTRS * Perl * PHP *

Postfix * PostgreSQL * Puppet * Python * QuantumGIS * R * Rails * RedHat * Routing * Request-Tracker RT * Ruby * Samba

* SAN * Scala * Scribus * Shell * Sicherheit * SNMP * Spacewalk * Spamfilter * SQL * Struts * Subversion * SuSE * TCP/IP *

Tomcat * Treiber * TYPO3 * Ubuntu * UML * Unix * Univention * Virenfilter * Virtualisierung * VoIP * WebGIS * Webservices *

Windows Autoinstall * Windowsintegration * x2go * xen * XML * Xpath * Xquery * z/OS * Zabbix * Zend

Fast 100% der Teilnehmer empfehlen uns weiter. Siehe www.linuxhotel.de

Ja, wir geben es zu und haben überhaupt kein schlechtes Gewissen dabei: Unsere Schulungen machen auch Spaß ;-)


Apps

Bazooka Launcher

Margarita Vasina, 123RF

Der Bazooka Launcher im Test

Raketenstart

Im Play Store tummeln sich unzählige Launcher, braucht es da

noch einen mehr? Android User meint: Ja! Bazooka ist schnell,

schlank und lässt sich mit Themes optisch sehr leicht anpassen.

Christoph Langner

Abb. 1: Bazooka basiert auf dem

Launcher Trebuchet der Cyanogen-

Mod-Firmware.

Einer der großen Vorteile von Android

ist die Freiheit, das System

und seine Komponenten nach den

eigenen Wünschen zu gestalten.

So ist Android selbst der Launcher alias

Homescreen nicht heilig. Im Play Store wimmelt

es daher nur so von alternativen Launchern.

Manche versuchen, mit unzähligen

Features und 3D-Effekten zu glänzen, andere

durch pure Funktionalität. Bazooka Launcher

[LINK 1] strebt danach, gut auszusehen,

übertreibt es aber nicht mit den Funktionen.

Bazooka Launcher

Mit dem Bazooka Launcher renovieren Sie

den schlichten, aber auch manchmal etwas

drögen Android-Homescreen

mit einem

neuen Look, den Sie

noch dazu über

Themes anpassen können.

Die neue Optik erkaufen

Sie sich dabei

nicht wie bei manch

einem anderen Launcher

mit träger Bedienung:

Bazooka arbeitet

auch auf schwächeren

Androiden wie dem

ersten Samsung Galaxy

S weich und flüssig.

Fans der populären

Android-Aftermarket-

Firmware Cyanogen-

Mod [LINK 2] freuen sich

zudem mit Sicherheit

darüber, einen alten

Abb. 2: Die Entwickler haben den

Launcher nicht gerade mit Effekten

überfrachtet.

Bekannten im Play Store wiederzutreffen. Da

Bazooka auf dem frei verfügbaren Quellcode

des Standard-Launchers der Firmware Trebuchet

[LINK 3] basiert, ähneln sich die zwei Starter

in zahlreichen Details. Bazooka fügt jedoch

die Möglichkeit hinzu, das Aussehen

der Homescreens deutlich zu verändern.

Neue Tapeten für Home

Von der Bedienung müssen Sie sich als User

nicht groß umgewöhnen. Per Wischgeste

nach links oder rechts wechseln Sie wie gewohnt

die Homescreens, allerdings ist deren

Anzahl nicht wie beim Standard-Android auf

sieben beschränkt. Über eine Pinch&Zoom-

Geste auf dem Homescreen gelangen Sie auf

Abb. 3: Bazooka erlaubt Ihnen, Widgets

auf beliebig vielen Homescreens

abzulegen.

70

April 2013

Android-User.de


Apps

Bazooka Launcher

eine Übersichtsseite, auf der Sie die einzelnen

Homescreens umordnen oder weiterere

Startseiten hinzufügen. So haben selbst die

größten Widget-Fans ausreichend Platz zur

Gestaltung ihres Systems.

Was Bazooka besonders macht, ist die

Möglichkeit das Aussehen des Launchers

über wenige Klicks komplett zu ändern.

Dazu finden Sie im Menü den Eintrag Bazooka

Themes, unter dem Ihnen aktuell

zwölf verschiedene Themes zum Download

bereit stehen. Laut Aussagen des Entwicklers

soll die Auswahl an Themes in Zukunft weiter

ausgebaut werden, von schlicht bis elegent

soll die Bandbreite einmal reichen.

Die Themes ändern dabei nicht nur den

Hintergrund und das Aussehen der Menüleiste,

sondern passen

auch gleich die Icons

populärer Apps, wie

auch das Design des

Lockscreens passend

zum neuen Look an.

Der Sperrbildschirm

behält dabei die Funktionalität,

gerade abgespielte

Musik über ein

Lockscreen-Widget zu

steuern.

Abb. 4: Aktuell stehen zwölf verschiedene

Themes zum Download bereit.

Schwächen

Im direkten Vergleich

zu anderen beliebten

alternativen Launchern

wie etwa Nova, Go

Launcher, ADWLauncher

EX oder Apex verfügt

Bazooka über nur

sehr wenige Einstellungsmöglichkeiten. Tuning-Fans

werden daher – in der aktuellen

Version – nicht wirklich auf ihre Kosten kommen.

Zudem verlangt der Launcher übermäßig

viele Berechtigungen. Wer damit keine

Probleme hat, darf aber gerne zugreifen.

Abb. 5: Die Themes lassen sich kinderleicht

ohne Aufwand installieren.

Fazit

Bazooka macht auf Android User einen

guten Eindruck. Der Launcher ist dank seiner

Trebuchet-Basis schlank und schnell, bietet

aber aufgrund der Themes mehr fürs verspielte

Auge. Wer auf bunte und individuelle

Themes steht, der findet im Bazooka Launcher

einen unkomplizierten Weg, die Optik

seines Androiden kräftig zu tweaken, ohne

am System viel basteln zu müssen. ● ● ●

Abb. 6: Bazooka passt auch gleich

den Lockscreen ans neue Design an.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28432

anDROID animate

anDROID talk

anDROID weekly

TV

App Vorstellungen

First touch & view

Smartphone und

Tablet Tests


Apps

Appseits des Mainstreams

Appseits des Mainstreams

Gewusst

wie…

Iulia Brovchenko, 123RF

Auf der Suche nach unbekannten App-Perlen begeben

wir uns regelmäßig in die Tiefen des Play Stores

und fischen nach Apps, die das Potenzial haben, Ihr

Smartphone-Leben zu erleichtern. Carsten Müller

Abb. 1: Shush reaktiviert die Klingeltonlautstärke

nach einem vordefinierten

Zeitraum automatisch.

Unter Android gibt es für jede Aufgabe

die passende App. Doch es

ist nicht immer einfach, diese

auch zu finden. Android User hilft

bei der Suche nach den besten App-Perlen

im Google Play Store.

Shush

Shush [LINK 1] ist ein cleverer

Problemlöser in Sachen Lautstärke.

Shush widmet sich jedoch ganz

besonders dem Klingelton. Und zwar für das

zeitgesteuerte Aktivieren des Klingeltons,

nachdem Sie die Klingeltonlautstärke auf

Null gesetzt haben. Das ist genial. Etwa bei

einem einstündigen Meeting im Büro. Stellen

Sie vor dem Meeting über die Lautstärketaste

die Lautstärke auf null, so erlaubt Shush das

automatische Zurücksetzen der Lautstärke

nach einem bestimmten Zeitraum. Also für

das Meeting einfach eine Stunde einstellen,

anschließend klingelt auch das Handy

wieder aus vollem Rohr. Genial. Ein Genuss

ist auch das toll gemachte User Interface der

App. Einstellmöglichkeiten gibt es kaum,

aber die braucht man auch nicht. Lediglich

Lautstärke, Dauer der Leisephase und ob die

Leisephase wieder beendet werden (Taste

Pst.), oder ob das Gerät dauerhaft leise

bleiben soll, lässt sich definieren.

Ob im Job, beim Arzt, in öffentlichen

Verkehrsmitteln – überall, wo das Handy

einen bestimmten Zeitraum diskret bleiben

soll, ist Shush unverzichtbar.

Simple Backup

Wer regelmäßig Backups aller Apps

und ihrer Daten anlegen möchte,

um sie im Fall der Fälle wiederherstellen

zu können, der kommt um Root-

Rechte auf seinem Smartphone nicht herum.

Manche Apps – zum Beispiel WhatsApp –

speichern Ihre Daten jedoch nicht im internen,

ohne Root nicht zugänglichen Telefonspeicher,

sondern auf der SD-Karte oder im

USB-Speicher des Gerätes. Die kleine App

Simple Backup [LINK 2] eignet sich für alle

Backup-Aufgaben, die keinen Root benötigen,

also etwa regelmäßig das WhatsApp-

Verzeichnis auf die externe SD Karte sichern.

Dazu definieren Sie in Simple Backup einfach

eine Aufgabe (Task) und geben an, welches

Verzeichnis Sie wie häufig (alle 1 bis 14

Tage) wohin sichern möchten. Die App berücksichtigt

dabei sämtliche Unterverzeichnisse

des angegebenen Ordners. Einmal aktiviert,

sorgt Simple Backup für die regelmäßige

und zuverlässige Sicherung der definierten

Verzeichnisbäume.

Volume Locker

Bei vielen Smartphones ist die Lautstärketaste

so angeordnet, dass ein

unbeabsichtigtes Betätigen nicht

ausgeschlossen ist. Volume Locker [LINK 3] ist

ein sehr praktisches Tool, das vor versehentlichem

Ändern der Lautstärkeeinstellungen

schützt. Nach der Installation der App müssen

Sie lediglich den Dienst aktivieren

72

April 2013

Android-User.de


Apps

Appseits des Mainstreams

Abb. 2: Simple Backup erlaubt die

regelmäßige automatische Sicherung

ganzer Verzeichnisbäume.

Abb. 3: In Volume Locker definieren

Sie, welche Lautstärkeeinstellungen

geschützt werden sollen.

Abb. 4: Registriert Volume Locker

eine Änderung, können Sie diese

bestätigen oder ignorieren.

Abb. 5: Default App Reset listet alle

Standard-Apps des Systems komfortabel

auf.

( En able) und gegebenenfalls unter Locked

Volume Settings einstellen, welche Lautstärkeeinstellungen

geschützt werden sollen:

Musik, Klingelton, Alarm, Benachrichtigung,

System… Anschließend überwacht die App

sämtliche Veränderungen der Lautstärke und

alarmiert Sie über die Benachrichtigungsleiste,

dass eine Veränderung der Lautstärke

registriert wurde. Hier haben Sie dann einige

Sekunden (standardmäßig 30) Zeit, die Veränderung

per Druck auf die Benachrichtigung

zu bestätigen. Dann wird die Veränderung

der Lautstärke gespeichert. Tun Sie

nichts, wird die Lautstärke nach Ablauf des

Countdowns wieder auf ihre ursprüngliche

Einstellung zurückgesetzt. Äußerst praktisch.

Default App Reset

Sie kennen das. Klicken Sie auf

einen Youtube-Link, werden Sie gefragt,

mit welcher App Sie das

Video ansehen möchten. Das Gleiche bei

Grafiken und Bildern. Ja sogar die Telefon-

App fragt, ob man das Telefonat nun lieber

mit der Telefon-App oder mit Skype führen

möchte. Irgendwann werden Sie vermutlich

den Haken bei Für diesen Vorgang als Standard

verwenden setzen. Wenn Sie es nicht

bereits unbeabsichtigt schon mal getan

haben. Diesen Haken zu setzen, ist einfach.

Das Ganze rückgängig zu machen – etwa,

wenn man nun doch mal Bilder mit unterschiedlichen

Apps betrachten möchte – ist

schon schwieriger. Dazu muss man in den

Tiefen der Systemeinstellungen nämlich die

Anwendung finden, die als Standard gesetzt

ist. Die App Default App Reset [LINK 4] steht

hier mit Rat und Tat zur Seite. Sie listet auf

Knopfdruck alle Apps auf, die irgendwo im

System als Standard gesetzt wurden und erlaubt

den bequemen Entzug des Standard-

Privilegs einer App. Die kleine, schlanke App

sollte daher auf keinem Smartphone fehlen.

Im Fall der Fälle ist sie äußerst wertvoll.

Save to Phone

Apps, die sich in das Teilen-Menü

Ihres Smartphones einklinken, sind

häufig ideale Vertreter der Apps

appseits des Mainstreams. Sie sind so herrlich

nützlich und dabei nahezu unsichtbar,

dass man nicht über sie spricht, sondern sie

nach kurzer Zeit als selbstverständlich hinnimmt.

Save to Phone [LINK 5] ist so eine App.

Inhalte, die Apps über das Teilen-Menü an

andere Apps weitergeben können, lassen

sich mit Save to Phone als Datei auf die SD

Karte speichern. Oder – falls es sich um

einen reinen Text handelt – in die Zwischenablage

legen. Dabei können Sie definieren,

ob die App jeweils den gleichen Speicherort

wählen oder bei jedem Speichervorgang

nachfragen soll. Die App kommt fast ohne

User Interface aus. Lediglich die Einstellungen

sowie ein Verlauf, also die Anzeige der

bisher gespeicherten Daten, sind die sichtbaren

Komponenten der App. Ansonsten begnügt

sich Save to Phone mit einem Platz im

Teilen-Menü, in dem sich die App mit Sicherheit

in kürzester Zeit zum häufig genutzten

Helferlein mausern wird.

Die Suche geht weiter…

Unseren Tauchgang nach den verborgenen

Perlen appseits des Mainstreams setzen wir

in der kommenden Ausgabe fort.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28783

Abb. 6: Save to Phone speichert

über das Teilen-Menü Inhalte auf

die SD-Karte oder ins Clipboard.

Android-user.de April 2013 73


Spiele

Neue Spiele

NEU!

bei Google Play

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen jeden Monat ein paar

neue oder aktualisierte

Spiele aus dem Google Play

Store vor, die uns besonders

gut gefallen. Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28549

Yesterday

Yesterday ist ein tolles Adventure,

und die meisten Fans

des Genres wissen, dass es

davon nicht allzu viele für Smartphones

gibt. In Yesterday steuert man

Henry White und seinen Freund

Cooper, die beide versuchen, eine unheimliche

Mordserie an Obdachlosen

aufzuklären. Später steuert man noch

eine dritte Figur – doch dazu soll nichts

verraten werden!

Wie man sich denken kann, ist

das Abenteuer mit Hindernissen

gespickt. Also muss man in

klassischer Adventure-Manier

Rätsel lösen, Dialoge führen und

Gegenstände sammeln und

kombinieren. Die Rätsel sind

dabei durchgehend fordernd,

wenn auch manchmal einen Tick

zu unlogisch. Auch nicht ganz so optimal

gelöst ist das Aufspüren der Gegenstände.

Meist muss man die Helligkeit

des Smartphones ganz hochregeln,

damit man die überwiegend düsteren

Kulissen gut erkennen kann. Und

auch die Hotspot-Anzeige, sprich die

kleinen Kreise rund um interaktive Objekte,

ist nicht immer leicht auszumachen.

Etwas ungewöhnlich ist

Shapes & Sounds:

The Shape Shooter

Bei diesem Spiel fällt sofort

der klare, minimalistische

Look auf – hier waren Designer

am Werk. Ihre Aufgabe ist es, alle

ankommenden Formen durch Tippen

abzuschießen, die nicht der eigenen

Form in der Mitte entsprechen. Natürlich

ist das zu Beginn noch leicht, wird

aber immer schwerer. Sie können die

Form durch Wischbewegungen ändern

und so zwischen den drei Formen

Kreis, Quadrat und Dreieck hin- und

herwechseln. Aufgabe: so lange wie

möglich am Leben bleiben. Ein netter

Highscore-Titel für zwischendurch mit

tollem Look und schöner Musik.

Wer wird Millionär

2013 HD

Wer wird Millionär gab es

schon vor einigen Jahren als

Umsetzung für den PC: Blaue

Menüs, die „Wer wird Millionär“-

Sounds und eine Menge Fragen haben

gereicht, das Feeling der TV-Sendung

rüberzubringen. Heute reicht das nicht

mehr, doch leider hat diese Smartphone-Fassung

auch nicht mehr auf

dem Kasten: keine Animationen für

Joker, keine Studioatmosphäre, keine

Avatare oder Moderatoren. Dadurch

wird das Spiel zu einem x-beliebigen

Quiz. Schade. Da retten auch der Hinweis

auf 2013 und eine HD-Version die

schwache Umsetzung nicht.

Super Hexagon

Wenn Sie gerne pro Minute 10

bis 20 mal „Game Over“

hören wollen, dann ist Super

Hexagon genau das richtige Spiel für

Sie. Es ist gerade zu Beginn absurd

schwer, doch irgendwann macht es

Klick, und es wird deutlich leichter. Sie

müssen das Dreieck in der Mitte so

drehen, dass die einstürmenden hexagonalen

Linien Sie nicht treffen. Also

immer schön durch die Lücke. Sie halten

einfach kurz die linke oder rechte

Seite des Bildschirms gedrückt, schon

saust das Dreick auf einer kleinen unsichtbaren

Kreisbahn herum. Tolles

Spiel für Hartgesottene mit Tunnelblick-Faktor.

0,74 Euro

englisch|Version 1.1|8 MByte

★★★★★

2,99 Euro

deutsch|Version 1.0.1|19 MByte

★★★★★

2,32 Euro

englisch|Version 1.0.2|26 MByte

★★★★★

74

April 2013

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

auch, dass sich in fast allen

Fällen bei interaktiven Objekten

ein zusätzliches

Fenster mit einer detaillierteren

Ansicht und oft auch

interaktiven Szenen öffnet.

Je nachdem, was das Fenster anbietet,

kann man zwischen verschiedenen

Aktionen wie Benutzen, Sprechen,

Nehmen oder Gehen wählen. Eine zusätzliche

Aktionsleiste dafür entfällt

völlig.

Yesterday zeichnet sich vor allem

durch die professionelle Gestaltung

aus. Die Grafiken sind sehr gelungen,

und das eigentlich zweidimensional

dominierte Genre wird oft durch zeichentrickähnliche

Animationen aufgepeppt.

Auch die Sprecher überzeugen

auf ganzer Linie und geben so der

Story viel Atmosphäre und Glaubhaftigkeit,

die bei anderen Spielern schon

nach wenigen Minuten durch schwache

Synchronsprecher ruiniert wird.

Übrigens: Die Vertonung ist

in englischer Sprache, die

Untertitel und die Menüs

sind jedoch in deutscher

Sprache umgesetzt.

Alles in allem ist Yesterday

eines der besten Adventures

für Android. Es ist zwar mit

fünf bis sieben Spielstunden etwas

kurz geraten, doch dafür bekommt

man ein hochwertiges Spiel, das

den Preis von fünf Euro mehr als

rechtfertigt.

4,99 Euro

deutsch/​englisch|Version 1.3|981 MByte

★★★★★

Aralon: Sword and

Shadow

Das Spiel hat schon ein paar

Jahre auf dem Buckel, wurde

aber erst kürzlich auf Android-

Geräten herausgebracht. Es ist ein episches

Abenteuerspiel im Stil der Elder-

Scrolls-Serie, spielt sich aber eher wie

ein Singleplayer MMO – Widerspruch

beabsichtigt. Man wählt einen Helden,

steigt im Level auf und erledigt tonnenweise

Quests. Alles schon dagewesen

und aufgrund des Alters nicht besonders

hübsch, aber solide und mit großem

Umfang. Auf dem PC wäre das

Spiel höchstens Durchschnitt, doch

eine solch große Spielwelt in der Hosentasche

ist schon beeindruckend.

Cubes vs. Spheres

Was für ein Spaß! Lauter rote

Würfel kommen wie Zombies

auf Sie zugekippt, und Sie

müssen Bomben und später andere

kaufbare Waffen auf die Würfel schleudern,

bevor diese Sie erreichen. Treffen

drei rote Würfel Ihre Sphäre, in der Sie

sitzen, ist es vorbei. Die Variation der

Waffen, die man verwenden darf,

macht das Spiel zu einem Langzeitspaß

mit viel Abwechslung, auch

wenn das Gameplay dahinter relativ

simpel ist. Ein originelles Spiel, das

eine Menge Suchtpotenzial besitzt und

manchmal jedoch ganz schön hektisch

werden kann. Flinke Finger vorausgesetzt,

werden Sie Ihren Spaß haben.

7x7

In diesem Puzzle-Spiel muss

man farbige Rechtecke so aneinanderreihen,

dass sie mit

anderen der gleichen Farbe eine Reihe

ergeben und sich dann auflösen.

Match-4, quasi. Doch bei jedem Verschieben

ohne Viererreihe kommen

neue Rechtecke aufs Feld. Außerdem

darf man nur dann verschieben, wenn

der Weg zum Zielfeld frei ist. Man kann

sich also den Weg verbauen. Ein gutes

Spiel mit Knobelfaktor, bei dem man

aber schnell in die Sackgasse gerät.

Zum Glück gibt es einen Undo-Knopf.

3,69 Euro

englisch|Version 4.52|279 MByte

★★★★★

0,74 Euro

englisch|Version 1.22|10 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.0.1|1 MByte

★★★★★

Android-user.de April 2013 75


Spiele

Neue Spiele

NEU!

bei Google Play

Rail Rush

In Rail Rush geht es ab auf die Schienen.

In einer Lore, also einem Güterwagen,

mit dem man eigentlich Kohle und Ähnliches

transportiert, düst der Protagonist los.

Wobei „düsen“ nicht ganz richtig ist: Es geht

eher gemächlich los. Das ist ziemlich angenehm,

da man so das ansteigende Tempo viel

besser spürt und so mehr Spannung aufkommt.

Durch seitliches Fingerwischen

springt man mit der Lore von Schiene zu

Schiene. Drei Bahnen hat man zur Verfügung,

wobei es immer wieder Unterbrechungen

und Hindernisse gibt. Dann muss

man entweder drüberhüpfen, sich ducken

oder eben die Schiene wechseln.

Interessant ist die Möglichkeit, die Lore

durch Neigen des Telefons zu kippen, sodass

der Charakter an Goldbrocken

(Nuggets) herankommt. Die werden benötigt,

um Einkäufe im Ingame-Shop zu

ShaqDown

Der legendäre Shaquille

O’Neal gibt sich die Ehre in

diesem Zombie-Endless-Runner

und enttäuscht auf ganzer Linie.

Sie springen mit Shaq zwischen drei

Ebenen hin und her und führen dadurch

Uppercuts und Slamdowns aus,

oder Sie laufen einfach direkt in die

feindlichen Zombies rein. Stärkeren

Zombies müssen Sie zuvor einen Basketball

an den Latz knallen, gegen die

ganz starken haben Sie keine Chance.

Miese Steuerung, schwache Grafik und

generisches Gameplay versauen

einem schon nach fünf Minuten den

Spielspaß. Es sei denn, Sie lieben wirklich

jedes Zombie-Spiel.

Beat the Beast

Dieser wirklich interessante

Tower-Defense-Titel hat leider

zwei Probleme: die Kameraperspektive

und die Steuerung. Abseits

davon finden Fans des Genres hier

durchaus einen tollen Titel vor. Auf

einer Art Turm von Babel rennen die

feindlichen Monster nach oben, und

Sie stellen verschiedene Türme an festen

Positionen auf, um die Monster zu

vernichten. Eine Besonderheit ist der

magische Turm, der mehrere kräftige

Zauber beherrscht, die Sie wie Spezialattacken

aktivieren müssen. Schade

nur, dass man ständig mit der Suche

nach einer optimalen Perspektive beschäftigt

ist.

Paper Galaxy

Dieses Spiel scheint ganz

harmlos, entpuppt sich dann

aber als Zeitfresser, weil man

gar nicht mehr aufhören möchte. Als

erkälteter Mond – kein Scherz! – niest

man sich von Planet zu Planet, dreht

sich bei jedem im Kreis und schießt mit

einem Fingertippen wieder los, immer

auf der Flucht vor dem Ungeheuer, das

vom unteren Bildschirmrand aus Jagd

auf Sie macht. Eine putzige Grafik, tolles

Gameplay und hohe Motivation,

den eigenen Highscore zu knacken,

machen Paper Galaxy zu einem Hit.

0,76 Euro

englisch|Version 28|21 MByte

★★★★★

0,77 Euro

englisch|Version 1.0.7|32 MByte

★★★★★

0,74 Euro

englisch|Version 1.0.1|18 MByte

★★★★★

76

April 2013

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

tätigen. Dort gibt es allerhand zu kaufen wie etwa

weitere Charaktere mit Spezialfähigkeiten, viele

Fähigkeiten (die leider verbraucht werden und bei

Bedarf neu erworben werden müssen) oder besondere

Extras wie etwa Dynamitstangen, die die

nächsten Hindernisse auf einer festgelegten Distanz

automatisch wegsprengen.

Zwar winken die In-App-Käufe an jeder Ecke, doch

das sollte bei einem solchen Geschäftsmodell bekannt

sein. Das Spiel ist nämlich kostenlos und

keiner der Käufe zwingend. Wie bei allen solchen

Titeln dauert es ohne In-App-Käufe nur etwas länger,

bis man die nötige Kohle für die Items zusammen

hat. Wer nicht möchte, dass man aus Versehen

einen Kauf tätig, kappt am besten die Internetverbindung

– immer ein guter Tipp, wenn man das

Handy seinen Kindern zum Spielen überlässt. Es

empfiehlt sich auch, die streng verdienten Nuggets

immer gegen Items einzutauschen, bevor

man 3000 Goldstücke erreicht hat. Sonst sind bei

einem falschen Fingertip alle 3000 Stücke weg.

Rail Rush ist ein wirklich unterhaltsames Spiel. Es

fordert viel mehr Geschicklichkeit als ähnliche

Spiele und bietet mit all den Extras, Missionen und

Leveln sehr viel Umfang, wenn

auch mit Free-2-Play-Modell.

kostenlos

englisch|Version 1.1.2|17 MByte

★★★★★

The Great Fusion

The Great Fusion ist ein ganz

interessantes Adventure im

klassischen Stile eines Monkey

Island oder Baphomet’s Fluch.

Doch irgendwie wirkt das Ganze wie

aus verschiedenen Federn zusammengeschustert.

Die Hintergrundgrafiken

sind wirklich toll, die Figuren aber eher

nicht so. Die Rätsel sind Durchschnitt,

aber am seltsamsten sind die Dialoge:

Entweder wurde bei der Übersetzung

geschlampt, oder die Texte stammen

aus der Feder eines Teenagers. Ein interessantes,

aber irgendwie auch seltsames

Spiel. Einfach mal ausprobieren,

vielleicht liegt Ihnen ja genau

diese Stilmischung!

Zombie Smasher

Und schon wieder: Zombies.

Bei diesem Spiel ist alles ganz

einfach: Zombies rennen von

oben nach unten, und Sie machen

ihnen durch Fingertippen den Garaus.

Anspruchsvoll wird es, wenn unterschiedliche

Zombietypen erscheinen

oder Sie fliehende Menschen zwischen

den Zombies nicht antippen dürfen.

Hier sind flinke Finger und schnelle Reaktion

gefragt. Das Ganze ist ansprechend

verpackt und wirkt professionell,

und Spaß macht es auch noch. Was

will man mehr?

Rise of the Blobs

Bei Rise of the Blobs hatten

wir uns viel erhofft – schließlich

stammt das Spiel von den

Entwicklern von Wind-up Knight. Was

aber als tolles Puzzlespiel angepriesen

wird, entpuppt sich eher als langweiliger

Match-3-Klon. Bunte „Blobs“ türmen

sich rundum auf, und Sie können

das Ganze drehen. Das müssen Sie

auch, denn von oben kommen farbige

Früchte, die die entsprechenden Blobs

treffen sollen. Nicht besonders originell

und mehr Geschicklichkeits- als

Knobelspiel, aber wenigstens gratis!

1,49 Euro

deutsch|Version 1.4|42 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.3|3,2 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 2.0|35 MByte

★★★★★

Android-user.de April 2013 77


Spiele

Die 10 coolsten Spiele für Tablets

Zehn ganz besondere Spiele für Tablets

Tablet Games

Spaß machen sie alle,

aber viele Spiele kommen

erst auf einem

Tablet so richtig zur Geltung.

Wir haben für Sie

zehn Top-Spiele sortiert.

Marcel Hilzinger

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

Mit Angry Birds HD/​Seasons/​Star

Wars, Big Piggies, Need for

Speed und Asphalt 7 hätte man

diesen Artikel bereits zur Hälfte

füllen können. Doch es gibt auch sehr gute

Tablet-Spiele, die nicht in den Top 10 der

Google-Play-Downloads auftauchen. Lassen

Sie sich überraschen!

Cordy 2

Cordy von Silvertree Media muss

man hoffentlich nicht mehr vorstellen.

Mit knapp drei Millionen

Downloads gehört Cordy zu den erfolgreichsten

Spielen bei Google Play. Seit Mitte Februar

gibt es nun den Nachfolger Cordy 2

[LINK 1], der in sämtlichen Bereichen zu überzeugen

weiß. Cordy ist hier in World 2 angekommen

und steht nun zusammen mit seinem

Freund Volt vor neuen Abenteuern.

Dabei trifft er neue Freunde (Beep und

Tippy) aber auch neue Feinde. Die Grafik hat

sich zwar gegenüber der Vorgängerversion

nicht geändert, dafür gibt es jede Menge

neue Welten, Gimmicks und Herausforderungen.

Besonders gut gefallen hat uns der Teleporter.

Auch die Sounds sind wie schon beim

ersten Teil exzellent. Den Preis für die Voll-

Abb. 1: Auch in Teil 2 hüpft Cordy durch sehr schön gestaltete Welten und

muss dabei so manches Hindernis überwinden.

Abb. 2: In King’s Bounty: Legions führen Sie via Internet mit anderen Spielern

strategische „Techtelmechtel“.

78

April 2013

Android-User.de


Spiele

Die 10 coolsten Spiele für Tablets

Abb. 3: Mit Random Mahjongg Pro von Paul Burkley kommen Mahjongg-

Fans voll auf ihre Kosten.

Abb. 4: Bei Beat the Beast müssen Sie eine Ritterburg vor den feindlichen

Biestern beschützen.

version finden wir mit 4,50 Euro absolut angemessen.

Mit der Gratisversion lasen sich

die ersten vier Level spielen, anschließend

werden die 4,50 Euro fällig. Vorbildlich vom

Entwickler: Die Google-Play-Seite weist mit

Großbuchstaben darauf hin, dass es im Spiel

auch In-App-Käufe gibt. Cordy 2 gehört

zudem zu den Spielen, die sich sehr gut mit

einem Controller spielen lassen.

King’s Bounty: Legions

King’s Bounty [LINK 2] ist ein alter

Bekannter auf dem PC, und das

Spiel gibt es auch in einer Facebook-Version.

Noch besser finden wir jedoch

die Android-Version auf Tablets. Hier kommt

die Grafik richtig schön zur Geltung, und das

Spielen mit dem Touchscreen macht Spaß.

Auch bei der Android-Version müssen Sie

sich via Facebook-Login anmelden, um bloß

etwas in das Spiel hereinzuschnuppern, gibt

es aber auch einen Gastzugang. Dieser eignet

sich auch ideal, um das als Tutorial realisierte

Training zu absolvieren. Hier lernen

Sie, wie man Kämpfe absolviert und wie Sie

die Fähigkeiten der Pilger und anderer Spieler

nutzen. Tipp: Besonders viel Spaß macht

King’s Bounty: Legions auf Geräten mit

Tegra-Prozessor.

Random Mahjongg Pro

Natürlich dürfen bei den besten

Spielen zwei Klassiker nicht fehlen:

Solitaire und Mahjongg. Bei Solitare

empfehlen wir Ihnen den Platzhirsch von

Mobilityware [LINK 3], bei den Mahjongg-Spielen

ist es schon schwieriger, das Beste zu finden.

Wir haben uns für Random Mahjongg

Pro vom Entwickler Paul Burkey entschieden

[LINK 4]. Es kommt auf Tablets wirklich gut zur

Geltung und zeigt zudem auch in der Gratisversion

nur dezente Google-Anzeigen an,

keine störenden Popup-Nachrichten oder

Ähnliches. Die Pro-Version kostet 1,59 Euro.

Die Auswahl an Hintergrundgrafiken ist berauschend,

und auch die Sounds sind sehr

schön gemacht. Die Spiele sind je nach der

gewählten Tafel und dem Schwierigkeitsgrad

eine echte Herausforderung – Sie werden

nicht enttäuscht sein!

Beat the Beast

Beat the Beast [LINK 5] ist ein Tower-

Defense-Spiel der besonderen Art.

Die Handlung spielt sich immer auf

dem gleichen Burghügel ab, der sich in einer

3D-Ansicht praktisch beliebig drehen lässt.

Auf dem Hügel befindet sich eine Festung,

die sich über einen spiralförmigen Weg erreichen

lässt. Diesen Weg müssen Sie nun

gegen die in Wellen oder permanent anstürmenden

Biester verteidigen. Dabei macht

Ihnen je nach räumlichem Sehvermögen die

3D-Ansicht manchmal mehr zu schaffen als

die angreifenden Gegner. Auf einem Smartphone

empfehlen wir das Spiel deshalb nicht

unbedingt, aber mit einem 10-Zoll-Tablet

macht es schon deutlich mehr Spaß. Für die

Abwehr stehen Ihnen diverse Kampfmaschinen

sowie spezielle Magic Towers zur Verfügung,

die quasi als Multiplikatoren agieren.

Die Gratisversion von Beat the Beast verfügt

nur über eine beschränke Anzahl an Leveln,

die Vollversion kostet 77 Cent.

Six Guns

Six Guns [LINK 6] ist „Spiel mir das

Lied vom Tod“ als Android-Game.

Das Wildwest-Spiel steht hier stellvertretend

für viele Aufbauspiele von

Gameloft. Auch wenn sich die Titel im Aussehen

und in zahlreichen Details ändern,

gibt es doch viele Gemeinsamkeiten: Dazu

gehören neben der Kombination von In-App-

Android-user.de April 2013 79


Spiele

Die 10 coolsten Spiele für Tablets

Abb. 5: Mit Six Guns ist Gameloft ein Western-Spiel mit richtig viel Charakter

gelungen.

Abb. 6: Grand Theft Auto: Vice City macht noch genauso viel Spaß wie

vor zehn Jahren.

Käufen und Gratis-Titel auch das meist recht

schnell vorhandene Sucht-Potenzial und die

stets gut gelöste Steuerung und vorbildliche

Tutorials für den schnellen Einstieg. In Six

Guns lösen Sie als Cowboy allerlei Aufgaben

und bekommen dafür Goldstücke und Erfahrungspunkte.

Damit kaufen Sie neue Waffen

und Pferde und steigen in den Leveln auf.

Natürlich gilt es auch hier zahlreiche Quests

zu bestehen, und manche lassen sich nur

durch sehr häufiges Spielen oder über In-

App-Käufe erledigen. Spaß machen die Aufgaben

allesamt, und bei Six Guns kommt

auch die Action nicht zu kurz. Es ist ein tolles

Gameloft-Spiel mit Charakter und für alle

Pflicht, die den Wilden Westen mögen.

Grand Theft Auto: Vice City

Bei GTA Vice City [LINK 7] schlüpfen

Sie in die Rolle von Tommy Vercetti,

der jahrelang für den Mafia-Boss

Sonny im Knast saß und nun nach Jahren

der Haft von Liberty City nach Vice City gezogen

ist. Es ist ganz einfach sich vorzustellen,

wie es in Vice City aussieht: Denken Sie

an Palmen und Rennwagen, an Miami Vice

und 80er-Jahre Popmusik, an Motorräder

und Handfeuerwaffen. Die Geschichte beginnt

mit einem geplatzten Drogendeal, und

Sie sollen das gestohlene Geld wiederbeschaffen.

Wie für ein GTA-Spiel typisch, gibt

es neben der Hauptgeschichte einige Nebenmissionen,

bei denen Sie allerhand zwielichtige

Charaktere kennenlernen. Falls Sie GTA

noch vom PC her kennen und sich die Frage

stellen, ob man das Spiel überhaupt auf den

Touchscreen umwälzen kann: Man kann.

Und mit GTA Vice City ist die Spielbedienung

sogar noch einen Tick besser geworden. Falls

Sie GTA noch nicht kennen: unbedingt ausprobieren,

die 4,59 Euro sind ihr Geld wert.

Enigmatis Collector’s Edition

Wenn Sie bei Maple Creek an ein

verlassenes Kaff im Nirgendwo denken,

das allerlei Geheimnisse (unter

der Erde) verbirgt, dann sind Sie bei Enigmatis

Collector’s Edition [LINK 8] genau richtig.

Hier erwartet Sie eine Mischung aus Adventure

und Sammel- und Rätselspiel in einer

wunderschön gestalteten Umgebung. Lassen

Sie sich von der englischen Beschreibung

Abb. 7: Enigmatis Collector’s Edition bringt genau die passende

Mischung aus Adventure und Suchspiel mit.

Abb. 8: Bei Shadowgun wird nicht lange gefackelt. Entweder der Andere

stirbt oder Sie sind dran.

80

April 2013

Android-User.de


Spiele

Die 10 coolsten Spiele für Tablets

Abb. 9: Bezaubernde Grafik und haarsträubende Story: Das ist Dark Meadow:

The Pact.

Abb. 10: Das Schloss in Epic Citadel lädt Sie zu einem ausführlichen

Besuch oder einem Benchmark ein.

nicht irritieren: Enigmatis Collector’s Edition

ist komplett auf Deutsch übersetzt, lediglich

die Dialoge sind in Englisch mit deutschen

Untertiteln. Das sorgt für das passende Ambiente

im Ahorn-Städtchen. Die Gratis-Version

lässt sich per In-App-Kauf zur Vollversion

upgraden. Wenn Sie gleich mit der Vollversion

einsteigen möchten, dann kostet das

2,30 Euro. Sie mögen dieses Genre nicht?

Schauen Sie sich das Spiel trotzdem an, denn

es wird Sie schon nach wenigen Minuten in

seinen Bann ziehen. Oder versuchen Sie es

mit dem nächsten Spiele-Tipp.

Shadowgun

Egal, ob in der kostenpflichtigen

Einzelspielerversion [LINK 9] oder

übers Netzwerk als Version „Dead

Zone“ [LINK 10]: Shadowgun ist das Ballerspiel

für Android schlechthin. Die 4,67 Euro sind

gut investiert, denn je nach Erfahrung kommen

Sie damit auf recht viele Spielstunden.

In der Mainier von Bruce Willis müssen Sie

sich als Einzelkämpfer gegen zahlreiche

Monster und Söldner durchsetzen. Dabei

kommt es auf gute Treffsicherheit und ein

schnelles Reaktionsvermögen an. Spielen Sie

lieber zu zweit oder im Team – oder möchten

Sie nur einen Blick auf die Grafik von

Shadowgun werfen, dann holen Sie sich die

Multiplayer-Version Shadowgun: Dead Zone.

Doch Vorsicht: Hier geht die Post ganz schön

mächtig ab. Für Novizen empfiehlt sich deshalb

das Training in der Originalversion, die

es für das Nexus 7 und andere Tegra-3-Geräte

auch in einer Version mit besonders guter

Grafik gibt.

Dark Meadow: The Pact

Für dieses geniale Spiel von Phosphor

Games [LINK 11] brauchen Sie

vor allem eines: Zeit und starke

Nerven. Denn die Story ist recht haarsträubend.

Stellen Sie sich vor, Sie wachen in

einem ehemaligen Krankenhaus auf, dessen

Zustand darauf schließen lässt, dass das Gebäude

schon seit mehreren Jahrzehnten unbewohnt

sein muss. Ihr einziger Kontakt ist

ein alter Mann im Rollstuhl, der sich aber bereits

aus dem Staub macht, bevor Sie ihm irgendeine

Frage stellen können. Durch die

Fenster Ihres absolut heruntergekommenen

Krankenzimmers können Sie Lichter und

einen schönen Garten erkennen, doch der

Weg nach draußen ist versperrt. Lediglich

eine Tür zu einem dunklen Flur lässt sich

öffnen. Sie machen sich auf den Weg. Dark

Meadow ist von Beginn weg faszinierend:

Dazu tragen neben der exzellenten Grafik

auch die gut gemachte Story und die Hintergrundmusik

bei. Die Detailvielfalt und ‐genauigkeit

ist schlicht atemberaubend. Allerdings

ist der Titel weiterhin nur für Tegra-3-

Geräte verfügbar (Transformer Prime, Nexus

7), und ohne In-App-Käufe lässt sich das

Spiel nicht lösen.

Epic Citadel

Bei Epic Citadel [LINK 12] handelt es

sich streng genommen nicht um ein

Spiel, sondern eine auf der Grafikengine

Unreal 3 basierende Demo. Dennoch

haben wir die App hier in die Top-10-Spiele

aufgenommen, weil es einfach sehr viel Spaß

macht, das epische Schloss und seine Umgebung

zu erkunden. Tippen Sie dazu einfach

mit dem Finger auf einen beliebigen Bereich

der Szenerie. So ganz nebenbei können Sie

mit Epic Citadel auch noch Benchmarks fahren,

damit Sie die Grafikleistung auch in Zahlen

erhalten. Die Unreal Engine 3 hat schon

ein paar Jahre auf dem Buckel, gilt aber

immer noch als State of the Art in Sachen

mobiles Gaming. Besuchen Sie unbedingt

auch das Zeltlager, um den schönen Ausblick

auf die komplette Burg zu genießen. ● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28127

Android-user.de April 2013 81


Spiele

Temple Run 2

Temple Run in der zweiten Version

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

Auf der

Flucht

In nur vier Tagen wurde der Nachfolger des Kult-Games Temple Run

mehr als 20 Millionen Mal für iOS heruntergeladen. Nun gibt es das

Spiel auch für Android, und auch hier besteht kein Zweifel, dass es

wieder ein Hit wird. Christoph Langner

Abb. 1: In der zweiten Ausgabe gilt

es, deutlich mehr Hindernisse zu

überwinden.

Es gibt immer mal wieder Video-

Games, die stellvertretend für ein

ganzes Genre stehen. Ob Mario

Bros., Sim City oder The Need for

Speed, diese Spiele haben sich zu erfolgreichen

Marken entwickelt und Genres definiert.

Mit dem Endlos-Runner Temple Run

[LINK 1] ist dem noch jungen Entwickler-Studio

Imangi Studios – ähnlich wie bei Angry

Birds und Rovio – ein ebenso erfolgreicher

Wurf gelungen. Mehr als 170 Millionen iOSund

Android-User wollten bisher Guy Dangerous

bei seiner Flucht aus einem Tempel

steuern, der Nachfolger Temple Run 2 soll

das Erbe nun erfolgreich weiterführen,

woran wir wenig Zweifel haben.

Temple Run 2

Auf den ersten Blick hat sich am Spielprinzip,

wie auch der Optik von Temple Run 2

[LINK 2] im Vergleich zum Vorgänger nicht viel

geändert. Weiterhin rennen Sie auf der

Flucht vor einem riesigen Affen an alten

Tempel-Mauern entlang, springen über Abgründe

oder weichen möglichst geschickt diversen

Fallen aus.

Gesteuert wird die Spielfigur dabei über

Gesten auf dem Touchscreen (Nach oben:

springen, nach unten: ducken, nach links/​

rechts: abbiegen) oder durch Kippen des Geräts,

um auf dem Weg weiter links oder

rechts zu laufen. Während des Laufs gilt es

nach wie vor, möglichst viele Münzen oder

auch Extras einzusammeln, um so später den

eigenen Charakter aufzurüsten. Diesmal aber

rennen Sie nicht nur, sondern gleiten auch

an Seilen entlang oder befahren mit einer

Lore die Schächte einer alten Miene.

Auch die Grafik wurde wesentlich verbessert,

Wasserfälle oder kleine Bäche kreuzen

den Weg und müssen übersprungen werden,

und auch leichte Kurven oder Hügel machen

den Lauf spannender und abwechslungsreicher.

Insgesamt hat der Schwierigkeitsgrad

des Spiels dadurch auch etwas zugenommen.

Wer bei der ersten Ausgabe von Temple

Run fast ewig laufen konnte, ohne in eine der

Fallen zu geraten oder abzustürzen, wird

jetzt spätestens bei der Lorenfahrt in den

Mienen neue Herausforderungen finden.

Bessere Grafik

Einen Fehltritt sollten Sie sich nach wie vor

nicht leisten, ein Schritt in die falsche Richtung

und Sie dürfen noch einmal von Neuem

starten. Allerdings wurde das Wiederbeleben

vereinfacht. Mussten Sie in Temple Run noch

die Engelsflügel extra aktivieren, so reicht es,

in der zweiten Ausgabe des Spiels ausreichend

grüne Diamanten einzusammeln oder

– gegen bare Münze – einzukaufen. Der

Schutz vor dem endgültigen Heldentot verfällt

zudem nicht mehr während des Laufs,

der Dialog zum Wiederbeleben erscheint automatisch

nach jedem Schritt in eine Falle.

Neu ist auch, dass die freischaltbaren zusätzlichen

Spielfiguren unterschiedliche Eigenschaften

besitzen. Änderten sich in der

ersten Version lediglich Aussehen und

„Stimme“, so besitzt jeder Charakter nun die

82

April 2013

Android-User.de


Spiele

Temple Run 2

Abb. 2: In Temple Run 2 gleiten Sie

nun auch an Seilen entlang oder

reiten auf Loren durch Minen.

Abb. 3: Lehnen Sie sich nach links

oder rechts, um die richige

Abzweigung zu nehmen.

Abb. 4: Jeder Charakter besitzt

nun ein Power-Up, das er bei

Bedarf jederzeit aktivieren kann.

Abb. 5: Die eingesammelten Münzen

brauchen Sie, um die Fähigkeiten

Ihres Helden zu verbessern.

Möglichkeit ein Power-Up durch Sammeln

von Münzen gezielt zu aktivieren. Dazu füllt

sich auf der linken Seite die Säule mit gelben

Münzen, ist sie voll, beginnt sie grün zu

leuchten. Ein Klick auf die Säule aktiviert

dann je nach Held den Coin Magnet oder den

Distance Boost.

Praktisch kostenlos

Temple Run 2 gehört wie der Vorgänger in

die Kategorie der Freemium-Apps. Das Spiel

an sich installieren Sie kostenlos aus dem

Play Store, innerhalb der App aber können

Sie jedoch Upgrades und Münzen für das

Aufrüsten Ihrer Helden gegen bare Münze

eintauschen. Der In-App-Kauf ist bei Temple

Run jedoch nach wie vor eher

ein „Kann“ und kein „Muss“.

Auch im zweiten Teil des

Erfolgs-Titels kommen Sie

ohne den Einsatz von echtem

Geld im Spiel locker voran.

Wo andere Titel es Ihnen

immer wieder schwer machen

eine Passage im Spiel zu bestehen,

ohne einen gewissen

Ausrüstungsgegenstand als

In-App-Kauf zu erwerben,

spielen Sie einfach Temple

Run, um weitere Münzen zu

erhalten und somit zusätzliche

Extras oder Eigenschaften

freizuschalten.

Fazit

Wie auch der Vorgänger gibt

sich Temple Run in den Hardwareanforderungen

recht bescheiden, wenn

auch die Animationen deutlich aufwendiger

gestaltet worden sind. Wir haben den Titel

auf einem doch recht schwachbrüstigen

Samsung Galaxy S, einem Galaxy Nexus und

einem top-aktuellen Nexus 4 gespielt. Auf

Dual- oder Quad-Core Androiden wie den

beiden Nexus-Geräten läuft das Temple Run

2 flüssig und ohne wahrnehmbare Ruckler.

Auf dem alten Galaxy S musste die Detaillierung

der Grafik in den Einstellungen jedoch

auf das Minimum reduziert werden, um ein

wirklich ruckelfreies Gameplay in allen Situationen

zu erreichen.

Mit Temple Run 2 hat Imangi Studios seinem

erfolgreichen Game-Hit ein solides Facelift

spendiert. Bei einem

Kaufspiel könnte man vielleicht

darüber klagen, dass

es zu wenig wirkliche

Neuerungen gäbe, aber bei

einem kostenlosen und

ohne extra In-App-Käufe

sehr gut spielbaren Titel

motivieren die neuen Extras

und die überarbeitete

Grafik deutlich. Wer ein

Spiel sucht, um hin und

wieder ein paar Minuten

Wartezeit auf Bus oder

Bahn zu überbrücken, ist

bei Temple Run weiterhin

Gold richtig. Android User

ist das Spiel auch in der

Neuauflage wieder eine

eindeutige Empfehlung

der Redaktion wert. ● ● ●

Abb. 6: Der Affe hat Sie schneller

eingeholt, als Ihnen lieb ist. Zwei

Stolperer und schon sind Sie dran.

Alle

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www.android- user.de/qr/28556

Android-user.de April 2013 83


Einsteiger

Carbon Backup und Sync

So sichern Sie Ihre App-Daten unter Android

Carbon Backup

rahul pathak, 123RF

Sie haben Lust auf einen neuen Androiden, aber wenig Motivation, das

Handy und Ihre Apps wieder komplett neu einzurichten? Carbon

Backup sichert alle Ihre App-Daten und braucht keine Root-Rechte,

dafür aber mindestens Android 4.0. Christoph Langner

Abb. 1: Ohne Root-Rechte auf dem

Handy muss Carbon mit einem

kleinen PC-Tool initialisiert werden.

Wer von Ihnen erstellt am PC regelmäßig

Backups? Kaum

einer? Eigentlich sollte es für

jeden PC-Besitzer eine Selbstverständlichkeit

sein, Sicherheitskopien

wichtiger Daten in regelmäßigen Abständen

zu erstellen, doch kaum jemand nimmt diese

Aufgabe wirklich ernst. Es wird ja schon

alles gut gehen, schließlich hat man über

Jahre hinweg keinen Festplattencrash erlebt.

Fällt das Notebook dann doch einmal runter

oder geht es gar auf einer Reise verloren, ist

die Panik groß – alle Daten sind weg!

Android-Backups

Auch auf dem Android-Smartphone sollten

Backups eigentlich zum Pflichtprogramm gehören,

schließlich ist das Handy als „Immerdabei-Computer“

einer besonders hohen

Wahrscheinlichkeit unterworfen, verloren zu

gehen. Wer Gmail und andere Cloud-Dienste

benutzt, muss sich zwar wenig Sorgen um

seine Mails und Kontakte machen, doch hart

erkämpfte Spielestände oder mühsam erstellte

Datensätze wären doch eine Sicherheitskopie

wert.

Abseits des Themas Sicherheit haben

Backups auch einen durchaus praktischen

Mehrwert. Manch ein Android User spielt

wahrscheinlich schon länger mit dem Gedanken,

auf einen neuen Androiden umzusteigen.

Schnelle Quad-Core-CPUs oder droße

5-Zoll-Displays locken mit toller Performance,

doch alle Apps neu einrichten? Ein

Backup könnte hier viel Zeit sparen.

Sandkastensicherheit

Allerdings ist es gar nicht so einfach, eine

simple Backup-App für Android zu schreiben,

da das System einzelne Apps voneinander

abschottet. Diese „Sandbox“ getaufte Sicherheitsfunktion

steckt jede App in einen

eigenen virtuellen Bereich, auf den andere

Anwendungen nicht zugreifen können.

Würde etwa ein als harmloses Spiel getarnter

Trojaner versuchen, auf die Daten Ihrer

Homebanking-App zuzugreifen, dann würde

er eben an dieser Sandbox scheitern.

Diese Trennung macht es jedoch auch legitimen

Backup-Programmen sehr schwer, die

Daten aller installierten Apps zu sichern. Das

Android-System kennt keine Schranke, die

bei Bedarf geöffnet werden könnte, um Apps

vollen Zugriff auf die Daten anderer Programme

zu erlauben. Bekannte Backup-Tools

wie etwa Titanium Backup [LINK 1] funktionieren

daher immer nur auf einem gerooteten

Handy, gerade Android-Einsteigern bleibt der

84

April 2013

Android-User.de


Einsteiger

Carbon Backup und Sync

Weg zu einem ordentlichen

Backup daher oft komplett

versperrt.

Carbon Backup

Mit Android 4.0 hat Google

nun aber eine Backup-Option

geschaffen, ohne das Handy

rooten zu müssen.

Allerdings muss das Handy

dazu an den PC angeschlossen,

das Android-SDK [LINK 2]

installiert sowie kryptische

Befehle eingegeben werden.

Eine simple Backup-Lösung

für das Android-Handy selbst,

hatte bislang kein App-Entwickler

in petto.

Die App Carbon Backup

[LINK 4] setzt auf die erstmals

in Android „Ice Cream Sandwich“

4.0 eingebaute ADB-Backup-Methode

auf. Sie führt die zum Erstellen des Backups

nötigen Befehle jedoch direkt auf den Handy

aus und sichert Ihre Daten direkt auf dem

Gerät oder – in der 3,71 Euro teuren Premium-Version

[LINK 4] – auch auf Cloud-Speichern

wie Google Drive, Dropbox oder Box.

Koppeln Sie die App an Ihren Google-Account,

dann sichern Sie mit Carbon Backup

nicht nur Ihre Daten lokal oder ins Netz, sondern

synchronisieren sie gleich von Gerät zu

Gerät. Der Abgleich von Daten oder Spielständen

zwischen verschiedenen Geräten ist

so ein leichtes Unterfangen.

Kein Root? Kein Problem!

Root-Rechte erleichtern auch Carbon Backup

das Erstellen seiner Backups. Mit vollen

Leserechten auf dem kompletten Handys,

muss sich die Anwendung gar keiner Tricks

bemühen. Der Clou der App besteht allerdings

in einem kleinen PC-Tool Carbon

Desktop [LINK 5] für nicht

gerootete Androiden, das

Sie pro Gerätestart einmalig

auf Ihrem Computer ausführen

müssen.

Es aktiviert einen Dienst auf

dem angeschlossenen

Handy, über den Carbon

Backup auch ohne Root-

Rechte seine Backups anstoßen

kann.

Carbon Backup prüft

beim Start, ob der Dienst im

Hintergrund läuft und meldet

bei Misserfolg die noch

fällige Aktivierung. Laden

Abb. 2: Carbon sichert bis auf die

Google Apps wie Gmail (fast) alle

Apps inklusive Ihrer Daten.

Abb. 4: Das Carbon-Desktop-Tool

müssen Sie nach jedem Neustart

des Handys erneut ausführen.

Sie sich dazu das kleine

Programm auf den PC herunter

– es werden Varianten

für Windows, MacOS X

und Linux angeboten – aktivieren

Sie den USB-Debug-Modus

auf Ihrem

Androiden (Kasten USB-

Debugging) und starten

anschließend das Tool.

Auf Windows-PCs muss

eventuell noch ein Geräte-

Treiber installiert werden,

das Tool verlinkt zu einer

Übersichts-Seite im Netz

[LINK 6], auf der Sie Downloads

zu allen gängigen

Herstellern finden. Sobald

das Handy dann per USB-

Kabel mit dem PC verbunden

ist, sollte Carbon

Desktop erfolgreich melden, dass es aktiviert

wurde. Diese Aktivierung geht allerdings

beim nächsten Neustart verloren.

Backups erstellen

Mit der Aktivierung ist der aufwendigste Part

beendet, und Sie können zum Erstellen Ihres

ersten Android-Backups übergehen. Unter

Backup listet Carbon fast sämtliche auf dem

Handy installierten Apps auf, die sich sichern

lassen. An dieser Stelle fehlen Google

Apps wie Gmail, die sehr tief im System verankert

sind und Apps, deren Entwickler das

Erstellen von Backups aus technischen oder

rechtlichen Gründen untersagt haben, diese

werden am Ende der Liste unter Backup

disallowd getrennt aufgeführt.

Suchen Sie sich nun aus der Liste die zu sichernden

Apps heraus oder ziehen Sie den

unteren Bereich der App am blauen Balken

hoch, unter ihm versteckt sich der Button

Select All, der alle möglichen Apps automatisch

zur Sicherung hinzufügt.

An dieser Stelle finden Sie

auch die Option App Data

only. Sie ist von Haus aus

aktiviert und bewirkt, dass

lediglich die Daten – aber

nicht die App selbst – gesichert

werden. Dies spart

Platz und Zeit beim Erstellen

eines Backups, allerdings

muss beim Zurückspielen

der Daten auf einem

anderen oder zurückgesetzten

Gerät die App wieder

aus dem Play Store instal-

Abb. 3: In den Optionen aktivieren

Sie, dass neben den Daten auch

die App selbst gesichert wird.

USB-Debugging

Die Option USB-Debugging zu

aktivieren finden Sie bei den

meisten Androiden in den Einstellungen

unter dem Eintrag

Entwickleroptionen. Bei brandaktuellen

Geräten mit Android

„Jelly Bean“ 4.2 ist dieser

Menüpunkt allerdings von Haus

aus ausgeblendet. Er muss erst

durch siebenmaliges Antippen

des Eintrags Build-Nummer

unter Einstellungen | Über das

Telefon aktiviert werden.

Android-user.de April 2013 85


Einsteiger

Carbon Backup und Sync

Abb. 5: Carbon Backup unterstützt

Cloudspeicherdienste wie Google

Drive oder Dropbox.

Abb. 6: Das Backup-Programm ruft

den seit Android 4.0 verfügbaren

Backupmodus vom Handy aus auf.

Abb. 7: Neben Backups bietet Carbon

auch die Option, Daten zwischen

Handys zu synchronisieren.

Abb. 8: Jede mit Carbon Backup

gesicherte Android-App kann einzeln

wiederhergestellt werden.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28591

liert werden. Carbon Backup unterstützt Sie

dabei, allerdings erleichtert das Deaktivieren

der Option einen Umzug auf einen neuen

Androiden deutlich.

Backup in der Wolke

Nach einem Tipp auf Backup beginnt Carbon

mit der Sicherung der ausgewählten Apps.

Als Ziel stehen Ihnen entweder der interne

Speicher des Handys (USB Storage) oder mit

Google Drive, Dropbox bzw. Box auch diverse

Cloudspeicherdienste zur Verfügung.

Eine Sicherung ins Netz hat den Vorteil, dass

Sie das Backup auf einem zweiten Androiden

wiederherstellen können, ohne die Daten

von Gerät zu Gerät kopieren zu müssen.

Sobald das Ziel ausgewählt wurde, beginnt

das eigentliche Backup Ihrer Apps. Dabei

schaltet das System kurzzeitig in eine Maske,

die erfahrene User vielleicht schon vom

ADB-Backup über den PC kennen, der Fortschritt

der Sicherung wird zudem in der Statusleiste

des Handys angezeigt.

Je nach Speicherziel finden Sie die Sicherung

abschließend im Verzeichnis Carbon auf

der SD-Speicherkarte des Handys oder aber

auch zusätzlich im Unterordner com.koushikdutta.backup

auf Speicher Ihres Cloudstorage-Anbieters

im Internet.

Restore and Sync

Ein Backup ohne die Möglichkeit, das Gesicherte

wieder einfach einzuspielen, wäre

wenig wert. In Carbon finden Sie die Option,

eine Sicherung wieder zurückzukopieren

unter Restore and Sync im zweiten Reiter der

App. Carbon bietet Ihnen hier an eine zuvor

erstellte Sicherung vom lokalen Speicher des

Handys zu nutzen oder die Daten aus einem

der unterstützten Netzspeicher zu laden.

Für Android-User mit mehreren Geräten

erweist sich die Synchronisierungs-Funktion

als praktischer Zeitsparer. Unter My Devices

finden Sie – wenn Sie Carbon Zugriff auf Ihr

Google-Konto gewährt haben – sämtliche mit

Ihren Konto verbundene Androiden, auf

denen Carbon installiert wurde. Wie bei

einem Backup vom eigenen Gerät können Sie

nun aus einer Liste auswählen, welche App-

Daten nun vom entfernten Gerät auf Ihren

Androiden kopiert werden sollen. Ein Klick

auf Restore startet eine Sicherung auf dem

entfernten Gerät, überträgt die Daten auf das

Vorliegende und packt die Daten gleich aus.

Fazit

Auch Carbon ist noch keine „Fire-and-

Forget“-Lösung für Android-Backups, doch

die App ist eine der wenigen Lösungen, die

auch für Einsteiger bedienbar ist und ohne

Root-Rechte auskommt. Besonders das Initiieren

des Hintergrunddienstes über eine

Desktop-Anwendung ist gewöhnungsbedürftig,

allerdings technisch notwendig.

Carbon ist Android User eine klare Empfehlung

wert. In unserem Test konnten wir

erfolgreich die Daten verschiedener Apps

und Spiele sichern und auf einem anderen

Gerät wiederherstellen. Allerdings zeigte Carbon

Schwächen bei Apps, die zusätzliche

Daten einbetten. So wurden Bild- oder

Sprachnotizen der Notiz-App Catch [LINK 7]

zwar neu angelegt, die eingebetteten Bildoder

Audio-Dateien fehlten jedoch. ● ● ●

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April 2013

Android-User.de


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Tipps & Tricks

Musik-Tipps

Audio-Tipps

In dieser Rubrik stellen wir euch jeden Monat neue Musik vor. Auf www.android-user.de feiern wir jeden Freitag

ein Album der Woche. In regelmäßgen Abständen erstellen wir auch Playlisten bei Spotify! Christian Ullrich

Bosse: Kraniche

„Kraniche“ ist ein Album, das ambitioniert versucht, einen großen

Teil des Lebens abzubilden. Es sammelt Stück für Stück,

setzt Stein auf Stein, will mehr sein, aber vor allem offen für

alles, was da kommen mag, und ohne Angst. Das spiegelt sich

in den Texten wie in der Musik wider. Klavier, Streicher und Bläser

unterstützen die Worte, die im Grunde melancholisch, aber

im Herzen durchweg positive Gedanken transportieren. Bosse

bringt das alles mit zusammen. „Kraniche“ zeigt eindrucksvoll,

dass der oft gescholtene Pop, trotz aller Einfachheit und der Reduktion

auf Strophe und Refrain, auch musikalisch sein kann.

Video: [LINK 1 ]

Genre: Pop / Deutsch / Leben

Für Fans von: Phillip Poisel / Tomte / Wir sind Helden

Label: Vertigo Berlin

Nina Stiller

Lady:

Lady

Klassischer Soul ist zeitlos: Der Motown Sound, starke

Stimmen, Bläser, Orgeln und groovende Bässe. Das Duo

Lady zelebriert genau das, auf allerhöchstem Niveau. Hier

passt jeder Ton, jedes Instrument und die Melodien sowieso.

Hits wie Money oder Tell The Truth bieten so viel

gute Laune, dass es für mehrere Alben reicht. Lady singen

auf Ihrem Debüt noch neun weitere solche Lieder und

überzeugen mit Musik, die beschwingt den Alltag begleitet,

im Ohr bleibt, aber nie aufdringlich wird. Single komplett

anhören: [LINK 2]

Genre:Soul / Pop / RnB

Für Fans von: Mary J. Blige / Aloe Blacc / Adele

Label: Truth & Soul

88 Android-User.de

Truth & Soul Records


Musik

Leddyn Butcher

Nick Cave & the Bad Seeds:

Push The Sky Away

Musik, die außerhalb der Wahrnehmung schwebt. Die zu

groß ist, um in Worte gefasst zu werden. Die sich magisch

komplex und bezaubernd simpel erhebt. Das ist

Nick Cave über all die Jahre gewesen. Das neue Album „Push The

Sky Away“ fügt sich nahtlos daran an. Wo andere Bands Refrains

schreiben, lässt er Kompositionen erklingen, deren Ursprung im

Verborgenen liegt, die keinen Regeln folgen, sich nicht von Melodien

blenden lassen. Das Zentrum lag und liegt in der Kunst, Musik

entstehen zu lassen, die für sich spricht. Das Besondere an Nick

Cave ist aber die unweigerliche Anziehungskraft seiner Lieder, die

Nähe, die diese erzeugen, an der Grenze zwischen einer warmen

Umarmung und dem kalten Atem der Verfolgung. Allein Jubilee

Street verdeutlicht das eindrucksvoll. Zerbrechlich im Grunde, will

es beschützt werden, bevor es mit Chor und Streichern den ganzen

Raum für sich einnimmt. Wie das gesamte Album ist dieser Song

nichts weniger als ein musikalisches Highlight.

Bluesig, lärmend und voller Ruhe ist „Push

The Sky Away“, ein weiterer Höhepunkt in

der an Höhepunkten reichen Karriere von

Nick Cave. Video: [LINK 3]

Genre: Blues / Kunst / Balladen

Für Fans von: Leonard Cohen / Tindersticks

Label: Bad Seed Ltd.

HiGHLight

Rhye: Woman

Ein Kanadier und ein Däne lernen sich in Berlin

und Kopenhagen kennen

und entschließen sich, zusammen

Musik zu schreiben.

Der Rest ist ein Mysterium.

Geheimnisvoll, aber

von seltener Eleganz sind

auch ihre Lieder. Streicher

zu Beginn, ein entspannten

Beat und eine warme

Stimme ziehen den Hörer in eine Welt der

Ruhe. Open, das erste Lied, ist die pure Essenz

des Schönklangs. Ein wohliger Traum, der über

die gesamte Länge des Albums anhält. Rhye erschaffen

mit ihrem Debüt ein kleines Wunder,

das mit minimalen Mitteln die aktuellen Strömungen

des RnB (The xx, Frank Ocean, The

Weeknd) um eine weitere Nuance ergänzt, sich

aber auch vor dem Pop vergangener Tage verneigt

(Sade, Hercules & Love Affair). Zusammen

ergibt „Woman“ ein Album das schüchtern

zart und überwältigend schön ist.

Video: [LINK 4]

Genre: Pop / Schönklang / RnB

Für Fans von: Air / Sade / The XX

Label: Universal

Atoms for Peace:

Amok

Genialität liegt der Musik von Radiohead

Mastermind Thom Yorke zugrunde. Seine

neue Band Atoms For Peace (u.a. mit Flea

von den Red Hot Chilli Peppers) zeigt dies

erneut deutlich. Neun Lieder, die Grenzen

zwischen elektronischem Programming

und organischen Instrumenten verwischen,

die keinen Anfang und kein Ende

kennen und doch in sich geschlossen sind.

Vielschichtig verzweigen sich die Beats

und Gitarren über verschiedene Ebenen

hinweg, um sich schließlich in der Melancholie

der Melodiene zu vereinen. Gegründet

wurde Atoms For Peace, um Thom

Yorke's Debüt Eraser live zu spielen. Es verwundert

daher nicht, dass "Amok" nahtlos

an dieses Album anknüpft und die

musikalische Idee dahinter weiterführt.

"Amok" ist das von der Presse

und Fans erwartete Meisterwerk.

Video: [LINK 5]

Genre: Electro / Indie / Kunst

Für Fans von: Radiohead / Thom Yorke

Label: XL Recordings

XL recordings

Android-user.de 89


Arkells:

Michigan Left

Act to watch

Die Art der Musik, die dunkle Wolken vertreibt und den blauen Himmel blauer

macht. Genau so strahlen die Lieder der Arkells. Die Kanadier spielen Rock

der darauf angelegt ist, dem Hörer ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Das

gelingt ihnen mit jedem Lied und in allen Refrains. „Michigan Left“ ist so gut,

das man unweigerlich mitklatscht und singt. Die zehn Lieder verneigen sich

vor den Foo Fighters wie vor Bruce Springsteen. Referenzen spielen aber

keine Rolle, denn es geht nur um die gute Laune. In Kanada sind die Arkells

bereits Superstars. Europa wird folgen. Album komplett anhören: [LINK 6]

Genre: Rock / Pop / Gute Laune

Für Fans von: Foo Fighters / Biffy Clyro

Label: The Organisation

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Wir verlosen 2x das Album

von den Arkells und The Plea.

Einfach eine E-Mail mit ARKELLS

bzw. THE PLEA bis zum 04.04.13 an

musik@android-user.de senden

Jill Furmanovsky

The Plea sind in ihrer Heimat Irland bereits Stars. Kein Wunder

bei einem solch starken Debüt, das elf Pophymnen voller

Gänsehautmomente beherbergt. Allein Staggers

Anthem hält alles bereit, um ausverkaufte Stadien singen zu

lassen und Radiostationen im Sturm zu erobern. The Plea

sind in dieser Disziplin Meister ihres Fachs. Video: [LINK 7]

Genre: Rock / Pop / Stadion

Für Fans von: Coldplay, U2

Label: Planet Function

The Plea:

The Dreamers

Stadium

Entdecker

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Radiotipp

Mit den Musiktrends aus Berlin und der Welt begeistert 93,6 JAM FM BER-

LIN die jungen urbanen Radiohörer und setzt Trends! Werde Teil der Bewegung!

93,6 JAM FM BERLIN!

Tipp: Die Jackie Brown Morningshow (6-10Uhr)

Genres: Black / Dance / Hip-Hop

TuneIn: JamFM

App-Tipp

Die kostenlose App

[LINK 8] ist der perfekte

Begleiter für

Bon Jovi Fans. Es

gibt viel zu entdecken,

darunter

Musik, News und

Videos. Die perfekte

Einstimmung auf

das neue Album

„What About

Now“ (22.03.13)

90

April 2013

Android-User.de


Hörbücher

In dieser Rubrik stellt Ihnen die Android-User-Redaktion jeden Monat neue und besonders spannende

Hörbücher von Audible.de vor. Martin Lennertz

Wie die Hells Angels...

Findet Nemo

Hells Angels! Allein der Name ruft sofort bestimmte Assoziationen

hervor. Viele denken wahrscheinlich zuerst an

blutige Auseinandersetzungen im Rockerkrieg mit den

Bandidos. Doch was genau hat es eigentlich mit dem berüchtigten

Motorradclub auf sich? Der Autor beleuchtet

die Geschichte der weltweit tätigen Organisation und konzentriert

sich insbesondere auf die Aktivitäten in Deutschland.

Spannend! [LINK 3]

Staatsverschuldung:

Ursachen, Folgen,

Auswege

Zugegeben, der Film über die Suche nach Nemo ist

schon eine alte Kamelle, neu ist aber das Hörspiel [LINK 1]

im Programm von Audible. Aus der Welt von Walt Disney

finden Sie dort noch viele weitere Erfolgstitel [LINK 2]

wie z. B. Der König der Löwen, Cars, Prince of Persia, Arielle,

Ralph reichts, Fluch der Karibik, Toy Story, Alice im

Wunderland oder auch Bambi. Das ist Hörspielunterhaltung

für die ganze Familie!

Fluss der Wunder

Können Sie sich vorstellen, Ihr Leben eine Zeit lang im

Urwald zu verbringen? Die Hauptdarstellerin dieses Hörbuchs

[LINK 4]soll das im Auftrag ihres Arbeitgebers jedenfalls

tun und dabei etwas über den Tod ihres Vorgängers

und den Fortschritt bezüglich der Entwicklung eines Medikaments

herausfinden. Dabei erlebt sie am Rio Negro

neben abenteuerlichen Unannehmlichkeiten auch tatsächlich

einige „Wunder“.

Es geht ums Geld: Staatsverschuldung heißt das

Thema und es ist brandaktuell! In diesem Hörbuch

[LINK 5] wird Ihnen alles Wichtige hierzu erklärt,

damit Sie ein wenig mehr von dem verstehen,

was die Finanzwelt zurzeit beschäftigt. Zwar

geschieht dies mit einfachen Worten, ein Ökonomie-Studium ist nicht erforderlich, jedoch

benötigt das Hörbuch wegen der Komplexität des Themas etwas mehr Aufmerksamkeit

als andere.

4,95 Euro

Autor: Gabi Bingenheimer

Sprecher: Bodo Primus,

Anke Engelke,

Christian Tramitz

Dauer: 59 Min. (ungekürzt)

Genre: Kinder-Hörbücher

14,95 Euro

Autor: Stefan Schubert

Sprecher: Martin Schülke

Dauer: 07 Std. 51 Min.

Genre: Bildung & Wissen

24,95 Euro

Autor: Ann Patchett

Sprecher: Irina von

Bentheim

Dauer: 12 Std. 42 Min.

Genre: Romane

8,95 Euro

Autor: Hanno Beck,

Aloys Prinz

Sprecher: Günter Merlau

Dauer: 03 Std. 47 Min.

Genre: Bildung & Wissen

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28653

Android-user.de April 2013 91


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

tele52, 123RF

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks, die das

Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-Gerät einfacher

und angenehmer machen oder einfach nur

cool sind. Christoph Langner

Abb. 1: Im Flugmodus lässt sich

WLAN getrennt vom UMTS-Funkmodul

wieder aktivieren.

Akku schonen ohne 3G

Beim Kauf eines Android-Tablets

entscheidet sich manch ein Android

User ganz bewusst für ein Modell

mit UMTS, obwohl er das Tablet eigentlich

nur zu Hause benutzen möchte. Wenn man

schon viel Geld für ein aktuelles Gerät ausgibt,

dann soll es wenigstens komplett ausgestattet

sein, nicht dass man sich später ärgert.

Da UMTS ja nicht genutzt wird, bleibt der Slot

für die SIM-Karte leer, und Sie freuen sich ob

des schönen neuen Gerätes.

Eventuell aber schränken Sie durch Ihre

Entscheidung pro UMTS die Laufzeit des

Tablets künstlich ein. Das Android-System

versorgt nämlich auf

vielen von uns getesteten

Geräten das 3G-

Modul mit Strom, auch

ohne dass eine SIM-

Karte eingelegt wäre.

In den Statistiken unter

Einstellungen | Akku

wird der Stromverbrauch

des Funkmoduls

unter Mobilfunk-

Standby sichtbar. Obwohl

keine SIM-Karte

eingelegt ist, verursacht

das Funkmodul

auch im Ruhezustand

oft bis zu 15 Prozent

des Stromverbrauchs.

Wir empfehlen

Abb. 2: Google Now informiert Sie

automatisch über viele Dinge, die

Sie gerade betreffen könnten.

daher, bei Geräten mit

leerem UMTS-Slot den

Flugmodus zu aktivieren

und dann WLAN wieder nachträglich anzuschalten.

So wird dem UMTS-Modul dann

auch wirklich der Saft abgedreht und letztendlich

die Akkulaufzeit deutlich verlängert,

ohne dass Ihnen die Internetanbindung über

Wireless-LAN verloren geht.

Google Now auf HTC-Geräten

HTC hat begonnen, für viele Modelle

aus der aktuelleren Produktpalette

Updates auf Android „Jelly

Bean“ 4.1 auszuliefern. So kommen viele

HTC-User dank Googles „Project Butter“ zur

Verbesserung der Android-Performance in

den Genuss einer flüssiger animierten und

schneller reagierenden Oberfläche

und natürlich auch zu den

Neuerungen aus Jelly Bean wie

Google Now, dem persönlichen

Assistenten Androids.

Auf einem Standard-Androiden

wie den Nexus-Geräten

Googles öffnen Sie Google Now,

indem Sie vom virtuellen Homebutton

ausgehend den Finger

nach oben ziehen. Es erscheint

daraufhin ein großes Google-

Symbol, heben Sie Ihren Finger

an dieser Stelle wieder ab, öffnet

Google Now. Da HTC jedoch

noch auf „richtige“ Knöpfe

unter dem Touchscreen setzt,

fällt dieser Weg weg. Auf HTC-

Handys mit Jelly Bean öffnen

Sie Google Now daher über

einen längeren Druck auf die

Home-Taste.

92

April 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 3: WiFi Web Login bucht Sie

automatisch in Hotels oder auf Konferenzen

in das öffentliche WLAN ein.

WiFi Web Login

Viele öffentliche WLANs in Hotels,

Kongresszentren, Zügen oder Restaurants

arbeiten unverschlüsselt,

erfordern beim Einbuchen ins System aber

eine Authentifizierung über den Browser.

Mal muss einfach nur den Nutzungsbestimmungen

zugestimmt werden, an anderen

Orten braucht es ein Login mit Passwort, das

in eine Webseite des Anbieters eingegeben

werden muss, erst dann werden die Tore

zum Internet geöffnet.

Diese Authentifizierung bleibt meist nicht

lange erhalten, verlassen Sie Ihr Hotelzimmer

und kehren am Abend zurück, dann

bucht sich das Handy zwar automatisch in

das offene WLAN des Hotels ein, allerdings

müssen Sie auf der Webseite die Zugangsdaten

erneut eingeben. Was bei einer Nacht im

Hotel nicht wirklich stört, ist bei einem längeren

Aufenthalt doch etwas lästig.

Mit WiFi Web Login [LINK 1] automatisieren

Sie diese Anmeldung. Die App zeichnet den

Anmeldevorgang einmalig auf und spult ihn

automatisch wieder ab, sobald Sie das

WLAN erneut betreten, ohne dass der Internetzugang

sofort zur Verfügung steht. Das

Ganze funktioniert allerdings nur, wenn der

Anmeldevorgang immer gleich abläuft,

schickt Ihnen der Anbieter zum Beispiel

jedes Mal eine SMS mit einem neuen Passwort,

dann bleibt auch WiFi Web Login vor

verschlossenen Türen stehen. Die App lässt

sich kostenlos installieren, nach einer dreitätigen

Testphase müssen Sie jedoch den Aktivierungsschlüssel

[LINK 2] kaufen.

Kalenderinfos

per SMS

Wenn Sie den

Android-Kalender

benutzen,

dann informiert

Sie die App automatisch

über anstehenden

Termine. Über Ihren

Google-Account synchronisiert

Ihr Handy

die Kalenderdaten

zudem automatisch zu

GMail, sodass Sie auch

online im Google Kalender

[LINK 3] Ihre Termine

vorfinden. Nicht

immer aber hat man

seinen treuen Androiden

zur Hand, nehmen

Sie etwa beim Sporteln

nur Ihr altes „Dummphone“

mit und wollen

trotzdem über Ihre Termine informiert werden,

dann lassen Sie sich doch kostenlos von

Google per SMS benachrichtigen.

Die Einstellungen dafür finden Sie im Online-Kalender

[LINK 4] Googles. Öffnen Sie über

das Zahnrad-Icon rechts oben auf der Webseite

die Einstellungen und gehen zur Handy-

Einrichtung. Hier tragen Sie die gewünschte

Handynummer ein und lassen sich den Bestätigungscode

zusenden, den Sie abschließend

auf der Webseite eintragen. Von nun an

schickt Google Ihnen SMS über anstehende

Termine, die Vorlaufzeit für die SMS-Benachrichtigung

lässt sich im Webfrontend des

Google Kalenders bei jedem Termin extra

festlegen. Der Dienst ist in Deutschland, Österreich

und der Schweiz [4] bei praktisch

allen großen Netzanbietern kostenlos.

Abb. 4: Google informiert Sie auf

Wunsch auch per SMS-Kurznachricht

über Ihre anstehenden Termine.

Nexus Checker

Der große Run auf die neuen und

vor allen günstigen Nexus-Modelle

direkt aus dem Play Store Googles

ist zwar vorbei, doch nach wie vor sind nicht

alle Geräte lieferbar. Wer ein Modell in einer

bestimmten Konfiguration möchte, der muss

sich eventuell noch in Geduld üben und regelmäßig

den Play Store [LINK 5] auf die Verfügbarkeit

hin überprüfen.

Wenn Sie darauf nur wenig Lust haben,

hilft Ihnen hier eventuell der Nexus Checker

als Webseite [LINK 6] oder als App [LINK 7] weiter.

Der Checker sagt Ihnen welche Nexus-

Geräte gerade verfügbar sind und alarmiert

Sie, wenn es das Wunschmodell im Google

Play Store wieder zu kaufen gibt.

● ● ●

Abb. 5: Der Nexus Checker verrät

Ihnen, welche Nexus-Geräte im Play

Store gerade verfügbar sind.

Android-user.de April 2013 93


Poweruser

Link2SD

Apps und RAM unter Android 4 auslagern

Richtig

auf die

Karte

Wer sein Handy rege nutzt, hat früher oder später

den für Programme reservierten Teil des

internen Speichers aufgebraucht. Wir zeigen

Ihnen, wie Sie mit Link2SD wieder freien Platz

schaffen und zudem auch für genügend RAM

sorgen. Marko Dragicevic

Dmitry Kalabin

Abb. 1: Mit GParted lässt sich eine zusätzliche ext2-Partition anlegen.

Bis Android 2.3 sah die Welt noch

einfach aus – zumindest für Leute

mit viel Speicherplatzbedarf: Eine

eingesteckte MicroSD-Karte wurde

standardmäßig als /mnt/sdcard im Verzeichnisbaum

eingehängt. Apps lagen in einem

hierfür reservierten Bereich des bereits eingebauten

Speichers, welchen das Betriebssystem

als /data mountete. Reichte der für die

Anwendungen vorgesehene Platz nicht mehr

aus, konnte der Anwender seine Apps (bis

auf wenige Ausnahmen) über ein Einstellungsmenü

auf die externe Karte verschieben.

Es existieren auch Tools, welche diesen

Prozess etwas vereinfachen. Sollte Ihr Handy

noch mit einer älteren Android-Version laufen,

finden Sie unter [LINK 1] einen Artikel aus

Android User 01/​2011, der hierzu ausführliche

Informationen bereitstellt.

Android 4 macht alles neu

Doch mit den neueren Android-Versionen

wurde alles nicht nur vielfältiger, sondern in

einer Hinsicht auch komplizierter: Nicht nur

/data, sondern auch /mnt/sdcard zeigten

nun auf den internen Speicher (wenn auch

auf zwei verschiedene Partitionen von diesem).

Dieses Vorgehen wirkt zwar unlogisch,

hat jedoch durchaus Gründe: Handys wurden

inzwischen mit mehr internem Speicher

ausgeliefert; einige ältere, speicherplatzintensive

Apps setzten aber weiterhin das Vorhandensein

von /mnt/sdcard für ihre Daten voraus.

Durch die vorgespielte Pseudo-SD-Karte

(welche in Wirklichkeit den eingebauten

Speicher nutzt) waren diese weiterhin ohne

zusätzliches Speichermedium lauffähig.

Unter [LINK 2] finden Sie einen Online-Artikel

der Android User, welcher genauer auf die

Speicheraufteilung und ‐nutzung unter Android

eingeht und somit eine gute Wissensgrundlage

für diesen Artikel bildet.

Wo im Verzeichnisbaum befindet sich in

dieser neuen Situation nun die echte externe

Speicherkarte, falls eine solche vom Benutzer

eingesteckt wurde? Hier kocht leider nicht

nur jeder Hersteller sein eigenes Süppchen,

dies variiert auch herstellerintern: Auf dem

Samsung Galaxy S3 findet sich die Karte

unter /mnt/extSdCard, während sie beim

94

April 2013

Android-User.de


Poweruser

Link2SD

Abb. 2: Link2SD verschiebt auch größere

Mengen an Apps ohne zu murren,

Sie werden es der App danken.

Samsung Galaxy Note unter /mnt/sdcard/

external_sd residiert. Hat der Benutzer das

richtige Verzeichnis gefunden, kann er auf

seinem externen Datenspeicher dennoch zunächst

einmal mal nur Videos, Musik etc. ablegen,

jedoch keine Apps dorthin verschieben.

Zunächst einmal. Wie immer unter

Android, gibt es für jede fehlende Funktion

jemanden, der mit einer passenden App aushilft.

In diesem Fall ist das Link2SD.

Link2SD

Im Internet kursieren bereits seit einiger

Zeit Skripte, die das angesprochene

Problem auf eine einfache

Weise lösen: Sie setzen einen Dateisystem-

Link von dem Verzeichnis, in dem Android

nach Apps sucht (/data/app) auf ein anderes,

in welches eine Partition der externen

SD-Karte gemountet wurde. Auf die Weise

lassen sich alle Anwendungen auf dem eingesteckten

Speichermedium ablegen. In der

Regel wurden diese Skripte jedoch immer

nur für ein bestimmtes Smartphone-Modell

geschrieben, auch sind sie nicht für jedermann

geeignet: Zur Installation solcher

Skripte muss der Nutzer Konsolenkommandos

über die Android Debug Bridge eingeben.

Link2D [LINK 3] ist eine App aus dem

Play-Store, die als Lösung nicht nur das alles

viel einfacher macht, sondern auch Modellunabhängigkeit

und zusätzliche Funktionen

verspricht.

Das Einzige, was Link2SD dem Benutzer

nicht abnehmen kann, ist, sein Handy zu

rooten und die externe Speicherkarte mittels

eines Computers und angeschlossenem SD-

Karten-Lesegerät neu zu partitionieren. Root-

Anleitungen für zahlreiche

Smartphones

finden Sie in Android

User 02/​2013. Fürs Partitionieren

verkleinert

der Nutzer eine (in der

Regel) vorhandene

FAT32-Partition auf der

MicroSD-Karte und legt

auf dem freigewordenen

Platz eine zweite,

mit dem Ext2-Dateisystem

formatierte an (nähere

Informationen

hierzu finden sich

unter [LINK 2]). Vor der

Neupartitionierung

sollten Sie aus Sicherheitsgründen

ein

Backup der SD-Karte

anlegen.

Eine gute Partitionierungssoftware ist beispielsweise

die Gparted-Live-CD [LINK 4], welche

auf einem Computer ein minimales

Linux mit einem umfangreichen Partitionsmanager

bootet. Wer diese Lösung aus irgendeinem

Grund nicht nutzen möchte, findet

auch unter Windows viele kostenlose

Programme, die den Zweck ebenfalls erfüllen,

wie etwa die Home Edition des Minitool

Partition Managers [LINK 5]. Allerdings sollten

Sie bei den Letztgenannten beachten, dass

diese für die zweite, neu angelegte Partition

gerne Microsoft-typisch den Typ logisch vergeben.

Diesen muss der Anwender in den

Einstellungen in primär abändern, ansonsten

erkennt Android später die SD-Karte nicht.

Ist das Handy/​Tablet gerootet und die SD-

Karte formatiert, sind alle Vorarbeiten erledigt,

und der Nutzer kann Link2SD starten.

Abb. 3: Neu installierte Apps kann

das Tool auch automatisch an den

gewünschten Platz bewegen.

Linken statt schieben

Link2SD selbst lässt sich kinderleicht bedienen.

Auf Wunsch kann der Nutzer einzelne

Apps auswählen und sie über einen Klick auf

Link erstellen auf die zweite Partition der SD-

Karte verschieben. Dabei wird gleichzeitig

der benötigte Dateisystem-Link (Symlink) gesetzt,

damit das Betriebssystem sie auch an

der richtigen Stelle sucht. Besonders interessant:

Im Gegensatz zu älteren Lösungen

kann Link2SD zur App zugehörige Bibliotheken

sowie die .dex-Dateien des Dalvik-

Caches mitverschieben – auf diese Weise

schaufelt es noch mehr internen Speicherplatz

frei. Am komfortabelsten ist es, die

Mehrfachauswahl zu nutzen oder alle vorhandenen

Apps über einen Klick zu verschieben

(Abbildung 2).

Abb. 4: Link2SD bietet auch noch ein

paar Zusatzfeatures an, wie beispielsweise

das Leeren der Caches.

Android-user.de April 2013 95


Poweruser

Link2SD

Abb. 5: Links2SD zeigt Ihnen, wie viel

Platz auf den verschiedenen Partitionen

jeweils frei ist.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28814

Apps, die der Nutzer zukünftig

installiert, platziert das

Smartphone nun auf Wunsch

immer auf der externen SD-

Karte (Abbildung 3) – alternativ

wählt ein Hintergrundprozess

den Speicherort je

nach freiem Platz automatisch.

Als zusätzliche Features

kann Link2SD unter

anderem alle Caches leeren

(Abbildung 4) oder den

freien Speicher auf den Partitionen

der Speichermedien

anzeigen (Abbildung 5). Auf

älteren Androiden oder solchen

mit einem manipuliertem

4.x-Rom bietet Link2SD

sogar an, über die klassische,

eingebaute Methode des Betriebssystems

Apps auf die

erste Partition der externen Speicherkarte zu

platzieren (wie es auch das alte Programm

App2SD früher veranlasste, siehe Abbildung

6). In der Regel macht es hier aber mehr

Sinn, wenn der Nutzer stattdessen die Option

Link erstellen auswählt: Zum einen kann

nur so Link2SD die Bibliotheken und den

Dalvik-Cache mitverschieben. Zum anderen

bringt die modernere Vorgehensweise mit der

zweiten Partition einen Vorteil, wenn der Benutzer

zum Datenaustausch sein Smartphone

an einen Desktop-PC anschließt: Es

wird nur die erste Partition der SD-Karte mit

den Daten vom PC aus gemountet, die

zweite mit den Apps aber nicht. So sind die

Programme des Handys während der Datenübertragung

weiter nutzbar (schließlich sieht

der PC diese dann nicht und kann den Ablauf

nicht stören).

Macht das Handy flott

Alles in allem hinterlässt Link2SD einen sehr

positiven Eindruck. Sind alle nötigen Vorarbeiten

erledigt, verrichtet die App ihre Aufgaben

schnell, unkompliziert und zuverlässig.

Dabei ist das Tool nicht nur für Low-End Geräte,

sondern auch für Intensiv-Nutzer interessant:

Ein über längere Zeit stark genutztes

Samsung Galaxy Note mit einer dreistelligen

Anzahl an installierten Apps profitierte im

Test ebenfalls von mehr freiem Telefon-Speicher.

Ferner hilft das darüber hinaus angebotene

Löschen temporärer Dateien in den internen

Caches, gegebenfalls entstandene Geschwindigkeits-

und Stabilitätsprobleme zu

lösen, wenn der Nutzer sein Handy bereits

seit längerer Zeit mit einer großen Anzahl an

Apps betreibt.

Mehr RAM

Falls Sie Link2SD nutzen

möchten, weil es sich bei

Ihrem Handy um einen

Androiden aus dem Low-

Cost-Segment mit sehr

wenig internem Speicher

handelt, brennt Ihnen

möglicherweise noch ein

anderes Thema auf den

Nägeln: Der ebenfalls

schmale RAM-Speicher

des eigenen Gerätes. Ist

nicht ausreichend Hauptspeicher

vorhanden, beendet

das Betriebssystem

laufende Prozesse abrupt

oder startet leistungshungrigere

Apps gar nicht

erst. Hier hilft es, Swap-

Speicher zu nutzen: Dieser

ist wie bei einem Desktop-PC eine virtuelle

Auslagerungsdatei, welche zusätzliches

RAM simuliert. Auf leistungsschwachen

Handys sorgt dies für einen spürbaren Geschwindigkeits-

und Stabilitätszuwachs, vorausgesetzt

die Swap-Datei befindet sich auf

einer Speicherkarte mit schnellen Zugriffszeiten

(mindesten Class 10). Jedoch zahlt der

Anwender hierfür auch einen Preis: Die Lebensdauer

der SD-Karte verkürzt sich dadurch,

da der Swap-Speicher immer mit vielen

Schreibzugriffen einhergeht. Trotzdem

kann dieser Ansatz bei chronischem RAM-

Mangel interessant sein. Die Option für Auslagerungsspeicher

ist zum Teil in manchen

Custom-ROMs verfügbar, aber auch für

Stock-ROMs existieren entsprechende Apps

(zum Beispiel [LINK 6] und [LINK 7]). Hier steht

und fällt der optimale Performancegewinn

damit, dass entweder der Nutzer oder die

App selbst einen optimalen Wert für die

Swapiness einstellt. Dabei handelt es sich um

eine als Zahlenwert ausgedrückte Schwelle,

welche besagt, wie schnell das System dazu

übergeht, den Swap-Speicher bei knapp werdendem

RAM zu nutzen. Beginnen Sie einfach

mit einem mittleren Wert.

Insgesamt ist es schon beeindruckend, wie

sich mit den richtigen Tricks selbst aus billigen

100 Euro Handys noch Reserven herausholen

lassen. Bei den Swapping-Apps sei jedoch

angemerkt, dass diese zwar im Prinzip

auch ohne Custom-ROMs funktionieren. Allerdings

benötigt das System hierfür trotzdem

Root-Rechte, und auch dann spielt nicht

jedes Gerät mit: Bei Samsung-Handys verbietet

der Original-Kernel die Nutzung von

Swap-Dateien.

● ● ●

Abb. 6: Auf älteren Androiden bietet

Link2SD auch die klassische Verschiebemethode

an.

96

April 2013

Android-User.de


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Poweruser

Custom-ROM Nexus 4

Custom ROMs für das Nexus 4

Mein Nexus 4

Das neue, langersehnte Nexus 4 ist da, aber die Funktionen reichen

Ihnen nicht aus? Sie wollen etwas verändern? Na, dann los geht’s an

das Modifizieren, Flashen, Verändern und Bearbeiten Ihres Smartphones!

Samuel Groesch

Google Apps

Bei all diesen ROMs müssen Sie

zusätzlich zu der ROM-Datei

noch die Google-Apps nachflashen.

Ein entsprechendes

Paket können Sie unter [LINK 9]

herunterladen.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen die

vier interessantesten ROMs für Ihr Nexus

4 vor. Es gibt noch ein paar Alternativen

zu den hier genannten, aber für einen

möglichst einfachen Einstieg sollten Sie zunächst

eines der hier vorgestellten Projekte

ausprobieren.

Android Open Kang Project

Das Android Open Kang Project ROM, kurz

AOKP [LINK 1], hat sich innerhalb kürzester

Zeit einen hohen Stellenwert verbunden mit

einem großen Bekanntheitsgrad unter den

eingefleischten Android Usern und Flashern

erarbeitet. Das Projekt konkurriert stark mit

CyanogenMod, da die beiden ROMs ähnliche

Funktionen aufweisen und die Zielgruppe

der User nah beieinander liegt. AOKP Stable

Builds erscheinen wöchentlich am sogenannten

„Swagger Sunday“ und lassen sich von

der offiziellen Webseite des ROMs herunterladen

[LINK 2]. Wenn Sie öfters als in

Abständen von einer Woche neue Builds nutzen

möchten, so besteht die Möglichkeit, die

Nightlies des Hauptentwicklers

Roman von der

Entwickerseite go.im zu

flashen [LINK 3].

Die Features reichen

von Custom Launcher

über umfangreiche Einstellungen

der Navigationsleiste

bis hin zu Veränderungen

am Lockscreen

und individuelle Profile

für die LED und Vibrationsbenachrichtigungen.

Eine Liste aller Funktionen

finden Sie auf den

Entwicklerseiten des Projekts

[LINK 4].

Abb. 1: Der AOKP-Einstellungsbereich

hält zahlreiche zusätzliche

Optionen für Sie bereit.

Eine weitere sehr nützliche

Modifikation, die

Ihnen im täglichen Einsatz

hilft, ist, dass die mit Android 4.2 eingeführten

Toggles in der Benachrichtigungsleiste

direkt bei Antippen die Einstellung

wechseln, und es nicht mehr nötig ist, in den

Einstellungsbereich zu gehen und dort dann

die Option zu setzen.

CyanogenMod

Mit dem CyanogenMod ROM, von [LINK5] installieren

Sie sich das wohl bekannteste ROM

auf Ihr Nexus 4 . Leider stellen die Entwickler

Ihnen hier bisher nur Beta-Versionen zur

Verfügung. Dieses Beta-Stadium ist aber

nicht auf fehlende Alltagstauglichkeit, Bugs

oder Abstürze zurückzuführen, sondern allein

darauf, dass in dem ROM noch längst

nicht die gewohnte Fülle an neuen Funktionen

enthalten ist.

Anders als bei dem Android Open Kang

Project sind die zusätzlichen Funktionen in

den Einstellungen verteilt und nicht wie bei

AOKP unter einem Punkt zusammengefasst.

Dies schadet leider der Übersichtlichkeit. Bisher

können Sie mit dem CyanogenMod ROM

den Lockscreen anpassen,

Profile anlegen, in welchen Sie

zeitgesteuerte Abläufe Ihres

Smartphones festlegen können

und dieses somit ein

Stück automatisieren oder

unter der Kategorie „System“

weitere kleinere und größere

Anpassungen vornehmen. Ein

echter Mehrwert zum Stock

Android sind die mitgelieferten

Apps wie der umfangreiche

DSPManager für Audio-

Anpassungen, der Apollo

Musik Player und ein eigener

Dateimanager. Dennoch erwarten

wir hier, dass das

Team rund um CyanogenMod

in Zukunft noch einige Features

hinzufügt.

98

April 2013

Android-User.de


Poweruser

Custom-ROM Nexus 4

Abb. 2: Mit den Profilen nimmt

Ihnen CyanogenMod eine Menge

lästige Arbeit ab.

Paranoid Android

Eines ist sicher, paranoid werden Sie von diesem

ROM ganz sicher nicht, denn mit dem

Paranoid ROM für das Nexus 4 ist wohl auch

eins der kreativsten und buntesten ROMs für

Ihr Nexus 4 verfügbar.

Nach der Installation des ROMs von [LINK 6]

oder [LINK 7] sieht zunächst alles noch nach

Stock Android aus, aber wenn Sie in die Einstellungen

navigieren, sehen Sie schon, dass

diese im Tablet UI Modus dargestellt werden.

Unter dem Punkt „Customization“ sind außerdem

Kategorien dazugekommen. Der

Lookscreen sowie der Toolbars Punkt sind so

ähnlich auch in AOKP oder CyanogenMod zu

finden, aber auch nicht die eigentlichen Besonderheiten

des Paranoid ROMs. Unter dem

Menüpunkt Hybrid properties gelangen Sie in

die Einstellungs-App des ROMs. Hier können

Sie definieren, welche UI-Art Sie verwenden

möchten, von der normalen Stock UI über

eine Kreation des Entwicklerteams namens

Phablet bis hin zu einer Tablet-Oberfläche

lässt das ROM hier keine Wünsche offen. Auf

der Webseite prangt der Hinweis „This is not

just Tablet Mode“, und dieser Aussage können

wir nur zustimmen. Mit einem Wisch

nach rechts erhalten Sie ausgezeichnete und

umfassende Einstellungsoptionen zur grafischen

Oberfläche. Allein schon die Möglichkeit,

die Anzeigeeinstellungen für jede einzelne

App unabhängig von allen anderen zu

definieren, macht das ROM einzigartig.

Raspbeanjelly ROM

Klein aber fein – Das Raspbeanjelly ROM

[LINK 8] bringt anders als AOKP oder CyanogenMod

nicht so viele Funktionen mit, kann

Abb. 3: Die App für die ROM-Einstellungen

von Paranoid ist einfach zu

verstehen und schön aufgebaut.

Abb. 4: Durch die Tablet-Oberfläche

hebt sich das Paranoid ROM

von allen anderen ROMs ab.

dadurch allerdings eine sehr gute Performance

und eine stabile Nutzung gewährleisten.

Der Entwickler hat etwas am Design geschraubt

und das Schwarz-Blau von Android

4 verstärkt. Der Hintergrund in den Einstellungen

und Dialogfenstern ist nun komplett

schwarz, also ohne Verlauf. Die Navigationsbuttons

am unteren Bildschirmrand sind in

Holo Blau gehalten, und die sonstigen Icons

sind von Weiß auf Blau umgefärbt. Unter

dem Einstellungspunkt Build Tweaks lassen

sich außerdem die Kurzlinks auf dem Lockscreen

anpassen oder die Navigationsbuttons

bearbeiten.

Fazit

Die verschiedenen ROMs für das Nexus 4

stellen eine große Bereicherung für Sie als

Poweruser da. Momentan ist das AOKP ROM

was Funktionen und Übersicht anbelangt

besser als das CyanogenMod-ROM aufgestellt,

allerdings kann sich dies schnell ändern.

Ein Blick in die entsprechenden Foren

bei den xda- developers oder in das

Rootzwiki lohnt fast immer. Allen Fans von

Farbe und bunten UIs können wir nur das

Paranoid ROM ans Herz legen, welches

längst nicht mehr ein Außenseiter ist und mit

seinen UI Optionen zu überzeigen weiß. Abschließend

bleibt nur noch das flotte, minimalistische

Raspbeanjelly allen zu empfehlen

die weniger Wert auf große Funktionen

sondern mehr auf Geschwindigkeit legen.

Dank Android ist es ja kein Problem, auch

mal hin- und herzuwechseln und auszuprobieren,

welches ROM einem am besten gefällt,

letztendlich ist und bleibt die Entscheidung

nämlich Geschmackssache.

● ● ●

Abb. 5: Mit den umfangreichen

Optionen lässt sich Paranoid Android

optimal anpassen.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28709

Android-user.de April 2013 99


Poweruser

Franco Kernel

Franco Kernel auf dem Nexus 4 ohne Risiko testen

Der Franco-

Kernel

Es gibt viele gute

Gründe, einen alternativen

Kernel auf seinem

Smartphone zu nutzen:

verbesserte Akkulaufzeit,

mehr Funktionen

und eine gewisse Personalisierbarkeit

sind nur

einige davon. Zu den

besten Custom-Kerneln

für Nexus-Geräte gehört

der Franco-Kernel.

Simon Vetter

Warnung!

Das Entsperren des Bootloaders

setzt das Nexus 4 auf die Werkseinstellungen

zurück. Dabei werden

alle Daten gelöscht!

Um einen Kernelwechsel durchzuführen,

sind oft tief ins System

eingreifende Maßnahmen wie

Root oder ein Custom Recovery

nötig. Das hält viele Nutzer davon ab, einen

alternativen Kernel zu installieren. Dabei bewirkt

ein frischer Kernel oft Wunder bei der

Akkulaufzeit und in weiteren Punkten.

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie auf dem

Nexus 4 einen alternativen Kernel testen –

und zwar ohne Root und ohne Custom-ROM.

Der Kernel bleibt so lange aktiv, bis Sie das

Nexus 4 neu starten. So bleibt Ihnen genügend

Zeit, die Vor- oder Nachteile ausgiebig

zu testen. Nach einem Neustart des Gerätes

ist wieder der ursprüngliche von Google gelieferte

Kernel auf dem Gerät.

Der Franco Kernel

Der Franco Kernel dürfte manchem Leser

vom Galaxy Nexus, Galaxy S3 oder Nexus 7

bekannt sein. Er zeichnet sich auch in der

Version für das Nexus 4 durch seine Stabilität

und die Integration der neuesten

Patches von Qualcomm

aus (deutlich bessere Akkulaufzeit

ohne msm_hsic_host-

Wakelocks).

Um die hier beschriebenen

Schritte am Smartphone

nachzuvollziehen, benötigen

Sie das Nexus 4 Toolkit

[LINK 1]. Es ersetzt langwierige

Konsolenbefehle durch eine

einfache und nachvollziehbare

Menünavigation. Das

Toolkit läuft unter Windows

und bringt alles mit, was benötigt

wird.

Nexus 4 Toolkit

Zunächst müssen Sie auf

dem PC das Toolkit und die

Treiber für das Nexus 4 installieren.

Beim ersten Start

fragt das Toolkit nach der

Android-Version. Diese finden

Sie unter Einstellungen | Über das Telefon

auf dem Nexus 4 finden (Abbildung 4).

Im ersten Schritt müssen Sie die Windows-

Treiber für das Nexus 4 installieren. Dazu

trennen Sie das Nexus vom PC und wählen

den Menüpunkt 1 im Toolkit aus (eine 1 eintippen

und die Enter-Taste drücken).

Ist Ihr Nexus 4 noch gesperrt, müssen Sie

den Bootloader öffnen. Dabei wird das

Nexus 4 auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt!

Es empfiehlt sich also, vorher

sämtliche Daten zu sichern. Laden Sie das

Nexus 4 auf mindestens 80 Prozent auf, und

schalten es aus. Wenn es ausgeschaltet ist,

halten Sie die [Leiser]-Taste gedrückt und

schalten es über die [Power]-Taste wieder

ein. Es erscheint ein grün eingerahmter Start-

Schriftzug auf dem Nexus 4. Es befindet sich

nun im Fastboot-Modus (Abbildung 2).

Schließen Sie das Nexus 4 jetzt im Fastboot-Modus

über USB an den Windows-

Rechner an. Beim ersten Mal müssen Sie

warten, bis Windows die passenden Treiber

Abb. 1: Übersicht über das Toolkit. Die Zeile unter Fastboot Mode zeigt

die Kennung eines angeschlossenen Nexus 4 an.

100

April 2013

Android-User.de


Poweruser

Franco Kernel

installiert hat. Im Nexus-4-

Toolkit sehen Sie dann in der

sechsten Textzeile von oben

unter Fastboot-Mode eine

Kombination aus Zahlen und

Buchstaben: Das ist die Kennung

des Nexus 4 und der

Beweis dafür, dass es richtig

erkannt wurde (Abbildung

1). Sollte das nicht der Fall

sein, müssen Sie das Toolkit

neu starten. Bringt auch das

keine Besserung, kann es

hilfreich sein, die Treiber erneut

zu installieren, einen

anderen USB-Port zu verwenden

oder ein anderes

Kabel auszuprobieren. Android

User empfiehlt, stets das USB-Kabel des

Herstellers einzusetzen, da es damit erfahrungsgemäß

keine Probleme gibt.

Nun wählen Sie den Menüpunkt 3 des

Toolkits (Unlock or Re-Lock your Bootloader),

geben eine "1" ein und bestätigen durch die

Eingabe von yes, um den Bootloader zu entsperren.

Alle Daten werden gelöscht!

Abb. 2: Das Nexus 4 im Fastboot-

Modus. Jetzt kann es per USB mit

dem PC verbunden werden.

Abb. 3: Hier wählen Sie den als .img-Datei vorliegenden Kernel zum

Booten aus.

Franco Kernel installieren

Ist der Bootloader geöffnet, laden Sie den

Kernel als .img-Datei herunter. Dazu rufen

Sie die Seite des Entwicklers auf [LINK 2] und

speichern die aktuellste Version (aktuell

boot‐r72.img) in den Ordner put_img_files_

to_flash_here des Nexus 4 Toolkits. Sie finden

den Ordner unter C:\Google Nexus 4

ToolKit, sofern kein anderes Verzeichnis gewählt

wurde. Wir verlinken hier absichtlich

keine spezifische Kerneldatei, weil Google

kurz vor Redaktionsschluss das Update für

Android 4.2.2 ausgeliefert hat, was natürlich

auch einen neuen Franco-Kernel mit sich

zieht. Das Nexus 4 wird nun wieder in den

Fastboot-Modus versetzt und das Toolkit gestartet.

Nach Auswahl der

Android-Version wählen

Sie dieses Mal Punkt 11

Boot or Flash .img Files to

Device. Im folgenden

Menü sollte der Name der

in den Ordner put_img_

files_to_flash_here gelegten

Datei zu finden

sein, also zum Beispiel

boot‐r72.img. Tippen Sie

den Dateinamen ein, und

bestätigen Sie mit [Enter].

Dann wählen Sie den

Menüpunkt 1 Boot und

bestätigen die nun erscheinende

Sicherheitsfrage

mit yes – fertig! Das

Nexus 4 startet nun mit dem Franco Kernel

neu. Ob alles geklappt hat, lässt sich wieder

unter Einstellungen | Über das Telefon überprüfen:

Unter Kernel-Version sollte nun der

Schriftzug franco.kernel zu lesen sein.

Dieser Kernel ist jetzt gebootet, nicht geflasht.

Das was hier nach James Bond klingt

bedeutet im Klartext, dass der nun laufende

Franco-Kernel nur so lange seinen Dienst

verrichtet, wie das Nexus 4 angeschaltet

bleibt. Nach einem Neustart geht er verloren,

lässt sich aber jederzeit wieder neu booten

oder permanent flashen.

Lust auf mehr?

Sie werden bemerken, dass der Franco Kernel

gegenüber dem Original-Kernel von

Google einige Verbesserungen enthält. Um

den vollen Umfang zu nutzen, lohnt es sich,

das Nexus 4 für eine feste Installation zu rooten.

Auch das Rooten erledigen Sie bequem

aus dem Nexus-4-Toolkit heraus. Anschließend

holen Sie sich bei Google Play die App

Franco.Kernel Updater [LINK 3]. Sie installiert

automatisch den neuesten stabilen Kernel

und erlaubt individuelle Anpassungen

an der Vibrationsstärke,

den Displayfarben

oder CPU-Taktfrequenz. Im

Übrigen funktioniert der

Franco-Kernel auch mit dem

Custom-ROM CyanogenMOD

10.1. Mit der beschriebenen

Methode können Sie zudem

auch in ein als .img-Datei

vorliegendes Custom-Recovery

booten und auf diese

Weise Custom-ROMs installieren,

ohne die Recovery-

Partition des Nexus 4 dauerhaft

zu verändern. ● ● ●

Abb. 4: Auf dem Nexus 4 ist jetzt der

Franco-Kernel gebootet – bis zum

nächsten Reboot.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28753

Android-user.de April 2013 101


Poweruser

ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs

ROM-Küche

Die Android-Community ist riesig. Für so gut wie jedes Android-Gerät

gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die

ROM-Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und

Tipps zu guten ROMs geben. Christoph Langner

Jelly Beans für Touchpad

Die Entwicklung von CyanogenMod auf dem

HP Touchpad geht stetig,

aber auch etwas langsam

voran. „Offiziell“ steht die

Firmware immer noch bei

CM9 mit Android „Ice Cream

Sandwich“ als Basis. Inoffiziell

gibt es aber auch Jelly

Bean z.B. in Form von CyanogenMod

10 für das Touchpad

aufbereitet.

Empfehlenswert wäre hier

etwa ein Remix aus AOKP

und CM10 [LINK 1] oder auch

Schizoid [LINK 2]. Unter diesen

ROMS läuft das Touchpad

ähnlich stabil wie mit CM9,

dafür bietet die Firmware

Neuerungen wie etwa

Google Now. Sound, WiFi,

Bluetooth, und auch die Kamera

werden unterstützt,

wenn auch die Kamera ab

und an noch Schwierigkeiten bereitet.

Ganz Mutige können sich auch bereits an

einem Pre-Alpha-Build von Android 4.2.1 auf

dem Touchpad versuchen

[LINK 3]. Hier sollten

Sie allerdings noch

nicht zu viel erwarten.

Sound, Video-Playback

oder die Hardwarebeschleunigung

wurden noch nicht

implementiert.

HP

PalaTool für

Galaxy S3

Viele Hersteller bauen

in die Firmware ihrer

Smartphones Apps

und Features ein, die

ein Teil der Käufer gar nicht erst auf dem

Handy haben möchten. Samsung etwa integriert

ein eigenes Account-

System, eigene Apps oder

einen Cloud-Speicher in

seine Systeme. Aber auch

Custom-ROM-Köche stopfen

gerne ihre ROMs mit

Apps voll, von denen sie

meinen, unverzichtbar zu

sein. Oft lassen sich diese

Komponenten nur über

Root-Zugriff im Dateisystem

entfernen.

PalaTool [LINK 4] (kurz

für Paladin Tool) automatisiert

das Entfernen von

„Bloatware“ auf dem

Samsung Galaxy S III

i9300. Das Tool für den

Recovery Modus des Handys

entfernt auf Wunsch

Samsung-Apps oder Kies,

baut Komponenten aus

Android 4.2 wie eine aktuelle Version der

Gmail-App oder die Tastatur in die Firmware

ein oder übernimmt auch die vom Nexus-4-

Handy bekannten Schriftarten, Hintergründe

oder Boot-Animationen.

Abb. 1: Mit dem PalaTool entfernen

Sie ungewünschte Software von

Ihrem Samsung-Handy.

SuperNexus für Galaxy S2

und S3

Schmeckt Ihnen schlichtes Vanille-

Eis ohne viel Tam Tam auch am

besten? Dann sind Sie vielleicht

auch ein Fan von Vanilla-Android, also einer

gegenüber dem Original-Android – wie es auf

den Nexus-Geräten zu finden ist – unveränderten

Android-Installation.

SuperNexus [LINK 5] für die Galaxy-Handys

S II , SIII und das Note von Samsung macht

genau das. Die Entwickler der Firmware nehmen

den Original-Sourcecode von Google,

Android-User.de


Abb. 2: Durch das Pie-Menü von Paranoid Android

3+ haben Sie mehr Platz auf dem Schirm.

Poweruser

ROM-Küche

optimieren ihn, bauen den CyanogenMod-

Kernel ein und fügen noch Features wie

OpenVPN oder eine verbesserte Kamera ein.

Das Ergebnis ist ein Custom-ROM, das auf

der S-Reihe Samsungs eine sehr gute Figur

macht. Mit SuperNexus bekommen Sie das

topaktuelle Jelly Bean aufs Handy, werden

Touchwiz und sämtliche anderen Samsung-

Tweaks los und haben somit echtes „Nexus-

Feeling“ auf Ihrem Samsung-Androiden.

Paranoid Android 3+

Die Firmware Paranoid Android

[LINK 6] haben wir in Ausgabe 01/​

2013 [LINK 7] ausführlich besprochen.

Sie ist nach wie vor – abseits der großen Projekte

wie CyanogenMod, AOKP – einer unserer

Geheimtipps, da sie versucht, den Tablet-

Modus von Android mit der Smartphone-Ansicht

zu verheiraten, ohne die Performance

außer Acht zu lassen. Mit der Fertigstellung

von Paranoid Android 3+ bekommt das

ROM nun ein beeindruckendes Feature.

Das Kuchen-/​Pie-Menü ist ein vollständiger

Ersatz für die virtuellen Buttons, die man

mittlerweile bei vielen modernen Androiden

wie dem Nexus 4 oder auch bei Tablets sieht.

Das Menü bleibt

außer Sicht, bis

man es über eine

Geste in den Vordergrund

holt, so bleibt

mehr Platz auf dem

Touchscreen. Das von

Paranoid Android von

Grund auf in eigener

Regie entwickelte Menü

kann auf Wunsch von

allen vier Bildschirmkanten

eingeblendet werden, sodass

auch Linkshänder oder das

Handy-in-beiden-Händen-Halter

gut mit dem neuartigen

Menü zurechtkommen sollten.

Neben den obligatorischen Zurück-, Menüund

Home-Buttons blendet das Dock auch

Infos wie Uhr, WLAN-Stand, Benachrichtigungen

und Schalter ein. Das ROM gibt es

für zahlreiche Android-Smartphones und ‐Tablets,

eine vollständige Liste unterstützter

Androiden gibt es im Forum der XDA-Developers

[LINK 8]. Die aktuelle Version wurde bislang

jedoch nur für aktuelle Nexus-Geräte

und das Galaxy Nexus fertiggestellt [LINK 9].

Jelly Bean für Transformer

und Xoom

Das Asus Transformer TF101 war seinerzeit

eines der ersten Tablets, das mit einem optionalem

Tastaturdock zu einem Android-Notebook

verwandelt werden konnte. Dank dem

in der Tastatur enthaltenen Akku, gehörte es

in die Kategorie der absoluten Langläufer,

und aufgrund des leistungsstarken Tegra-2-

Chipsatzes von Nvidia ist es auch heute ein

gutes Arbeitsgerät, das sich vor aktuellen

Tablets nicht verstecken muss.

In der Vergangenheit glänzte Asus mit zügigen

Updates, doch eine Aktualisierung auf

Jelly Bean bleibt bisher aus. Doch wie so oft

können sich Android-User auf die Community

verlassen, das Team EOS hat auf Basis

von Android 4.2 ein tolles Custom-ROM für

das Transformer gebaut. Aufgrund der in dieser

Version eingeführten Benutzerverwaltung

für Android-Tablet bringt das ROM einen

echten Mehrwert mit.

Die Entwickler haben bei ihrem ROM ein

klein wenig an der Optik gedreht, so finden

Sie neben den Zurück-, Home- und Menü-

Buttons am unteren Bildschirmrand auch

eine zweite Leiste an der Oberkante des Tablets.

In diesem finden Sie die Status-Icons

wie auch die ausklappbaren Quicksettings

zur Steuerung häufig genutzter Funktionen.

Team EOS AOSP 2.0 [LINK 10] gibt es als fertige

Builds für das ursprüngliche

Transformer TF101 aber

auch für den Nachfolger

Transformer Prime TF201.

Die Entwickler kochen ihr

ROM zudem auch für das

Xoom-Tablet von Motorola

wie auch für das

Samsung Galaxy

Nexus.

● ● ●

Asus

Abb. 3: SuperNexus bringt Vanilla-

Android auf das Galaxy S2 oder S3.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28546

Android-user.de April 2013 103


Poweruser

Galaxy Note 2 rooten

Samsung Galaxy Note 2 mit Toolkit rooten

Note 2

Samsung

die Apps auf diesen Modus vorbereitet sind –

was aktuell nur auf eine Reihe von Samsung-

Apps und den integrierten Browser zutrifft.

Wie macht man das

Galaxy Note II noch

besser? Am besten mit

Root-Rechten und/​oder

auch einem Custom-

ROM. Wir zeigen Ihnen,

wie Sie das aktuelle

Note mit einem Toolkit

unkompliziert rooten.

Christoph Langner

Das Galaxy Note II [LINK 1] von

Samsung ist nicht nur das aktuell

größte Smartphone mit Android

4.1 auf dem Markt, es gehört auch

zu den stärksten bisher von uns getesteten

Androiden überhaupt. Die Benchmarks sprechen

hier eine klare Sprache, der Vierkern-

Prozessor „Exynos“ liegt mit knapp 18.000

Zählern beim AnTuTu-3-Benchmark und

etwas mehr als 1800 Punkten beim HTML5-

Test von Vellamo auf dem Performance-Level

eines HTC One X+ und sogar noch leicht vor

dem Galaxy S III aus demselben Hause.

Samsung Galaxy

Note 2

Allen Note-Geräten von

Samsung ist der S-Pen getaufte

Stylus gemein. Mit

diesem im Handy versenkbaren

und druckempfindlichen

Stift erstellen Sie

handschriftliche Notizen

oder malen und zeichnen

auf dem Display. Samsung

hat dem Note dazu extra

eine Reihe von Apps spendiert,

die auf die Nutzung

des S-Pens optimiert sind.

Nicht zu verachten ist

auch der mit einem Update

nachgelieferte Zweifenstermodus

der TouchWiz-Oberfläche.

Damit lassen sich

zwei Anwendungen gleichzeitig

neben- bzw. untereinander

darstellen, sofern

Root-Toolkit für Windows

Samsung gehört zu den Android-Herstellern,

die ihre Handys und Tablets zwar nicht wie

die Nexus-Geräte mit einem leicht zu öffnenden

Bootloader ausliefern, die Koreaner werfen

ambitionierten Android Usern allerdings

auch keine Knüppel zwischen die Beine. Von

daher verwundert es nicht, dass sich rund

um das noch relativ junge Smartphone in

Übergröße eine rege Community gebildet

hat, die praktische Tools wie das Samsung-

Galaxy-Note-2-Toolkit [LINK 2] entwickelt.

Das Toolkit ermöglicht es Ihnen, unter

Windows das Note II zu rooten, sodass Sie

Änderungen in den Tiefen des Systems vornehmen

oder gar Custom-ROMs installieren

Abb. 1: Suchen Sie zu Beginn des Toolkits die zu Ihrem Note-Modell passende

Buildnummer aus der Auswahl heraus.

104

April 2013

Android-User.de


Poweruser

Galaxy Note 2 rooten

können. Alternativ spielen Sie wieder eine

Original-Firmware ein oder machen das Rooten

rückgängig, sodass es im Falle eines

Hardware-Problems mit Sicherheit keine

Schwierigkeiten bei der Inanspruchnahme

der Gewährleistungsansprüche gibt.

Toolkit installieren

Das Note-2-Toolkit bringt in der von uns getesteten

Version 3.0 alles mit, um das Handy

unter Windows erfolgreich und ohne großen

Aufwand zu rooten. Sie müssen das Setup

des Programms nur aus dem Internet herunterladen

[LINK 3], die Datei Galaxy_Note2_

Toolkit_v3.0.0.exe ausführen und dem

Setup anschließend bis zum Ende folgen.

Im Toolkit müssen Sie in einem ersten

Schritt Ihr Note-2-Modell auswählen. Öffnen

Sie dazu die Einstellungen des Handys und

gehen dort ganz nach unten zu Info zu Gerät.

Dort finden Sie dann die Modellnummer

GT-N7100, sowie die Build-Infos im Stil von

JZO54K.xxxDLL7, die Sie zur Auswahl des

richtigen Modus im Toolkit benötigen. Das

Toolkit führt „DLL7“ nicht unter den „International

GSM“-Einträgen auf, Sie können jedoch

auch auf den „DLK7“-Eintrag zurückgreifen.

Wichtig ist, dass die Buildnummer

„JZO54K“ übereinstimmt.

Treiber installieren

Damit Sie auf Hardware-Ebene auf das

Handy zugreifen können, braucht Ihr Windows-PC

spezielle Treiber von Samsung.

Diese liefert entweder Samsungs Verwaltungssoftware

für Handys Kies [LINK 4] gleich

mit, alternativ installieren Sie diese Treiber

bequem über das Toolkit, ohne dass Ihr PC

mit dem Samsung-Tool belastet wird. Das

Toolkit bietet Ihnen die Installation gleich als

ersten Menüpunkt an, wählen Sie ihn aus,

stecken das Handy vom PC ab und folgen

dann der Installationsanleitung.

Das Note 2 rooten

Nach der Installation der Treiber sollten Sie

prüfen, ob Sie auf dem Handy bereits in den

Entwickler-Optionen der Einstellungen das

USB-Debugging aktiviert haben, falls nicht

holen Sie das bitte an dieser Stelle nach. Stecken

Sie danach das Handy einmal vom

Rechner kurz ab und wieder an, danach

sollte spätestens nach Ausführen des Menüpunkts

25. Refresh Main Menu die Seriennummer

des Handys unter „List of devices

attached“ im oberen Bereich erscheinen.

Nun machen Sie sich dazu auf, Ihr Galaxy

Note 2 endgültig zu rooten. Öffnen Sie im

Toolkit die Option 2. Root/​UnRoot Options

und wählen anschließend den Eintrag 3.

ALL INONE aus, er installiert automatisiert

einen offenen Bootloader, ein alternatives

Recovery zur Installation von Custom-ROMs

und auch ein Root-Tool zur Steuerung der

Root-Zugriffe auf dem Handy. Das Toolkit

stellt Ihnen sowohl beim Recovery wie auch

beim Root-Tool jeweils zwei Optionen zur

Auswahl. Ob nun das bewährte Clockworkmod

Recovery oder das modernere TWRP

Touch Recovery bleibt Ihnen überlassen, wir

Abb. 2: In den Infos zum Gerät finden

Sie unter Android die Software-Informationen.

Abb. 3: Das Toolkit installiert die offiziellen Samsung-Treiber, ohne auf

Samsung-Kies zurückgreifen zu müssen.

Abb. 4: Die Option „ALLINONE“ spielt den Root-Patch in einem Rutsch

ohne weitere Nachfragen komplett auf das Handy ein.

Android-user.de April 2013 105


Poweruser

Galaxy Note 2 rooten

Abb. 5: Das Rootkit erklärt im Detail, was in ODIN3 an Optionen auszuwählen ist.

Kein Recovery?

Sollten Sie aus Versehen kein

Recovery-Image installiert

haben, so holen Sie dies unter 5.

Flash Custom Recovery nach.

Wählen Sie hier wieder unter

PDA das gewünschte Recovery

aus (wir empfehlen TWRP), warten

bis Odin3 gestartet wurde

und folgen dann erneut dem Anleitungstext

im Fenster des Toolkits.

Die Image-Datei recovery‐twrp‐2.3.2.3‐N7100.tar

finden Sie diesmal im Unterordner

Recovery.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28579

bei Android User finden TWRP mittlerweile

sehr gelungen. Auch beim Root-Manager ist

es eher eine Frage des Geschmacks, ob Superuser

oder SuperSU ist egal, wir finden das

modernere SuperSU besser.

Das Toolkit startet nun das ODIN3-Tool

zum Installieren der gepatchten Boot- und

Recovery-Partitionen und zeigt Ihnen auch

gleich Informationen an, was zu tun ist.

Lesen Sie den Text aufmerksam durch, sollten

die Entwickler an dieser Stelle etwas seit

Erstellung dieses Beitrags geändert haben, so

erfahren Sie hier, wie es weitergeht.

Achten Sie nun darauf, dass in Odin3 nur

die Optionen Auto Reboot und F. Reset Time

aktiviert sind. Wählen Sie zudem unter PDA

aus dem Verzeichnis Root\

GT‐N7100 innerhalb des Installationsordners

des Toolkits die

Datei boot‐insecure‐dlk7‐recovery‐N7100.tar

aus. Achten

Sie an dieser Stelle bitte auf

das „recovery“ im Dateinamen,

es gibt in diesem Verzeichnis

auch eine Image-Datei

ohne diesen Zusatz, die kein

Recovery-Image enthält.

Ein Klick auf Start führt nun

das Rooten automatisiert aus.

Im Display des Handys erscheint

zwischendurch die

Meldung „Downloading… Do

not turn of target!!“, nehmen

Sie die Warnung bitte ernst,

und schalten Sie das Handy in dieser Phase

auf keinen Fall aus, sonst besteht die Gefahr,

dass Sie Ihr Handy nur noch als Türstopper

verwenden können.

Nach einem Neustart des Handys ist der

kritische Part der Installation des offenen

Bootloaders und des freien Recovery-Systems

überstanden, und das Toolkit spielt automatisch

die restlichen Komponenten des kompletten

Root-Patches ein. Am Ende führt das

Handy wieder einen Neustart durch.

Im App-Drawer sollten Sie nun mit

SuperSU eine zusätzliche App zur Steuerung

der Root-Zugriffe haben, sodass Sie in Zukunft

Root-Apps wie AdBlock oder aWall+

auf Ihrem Handy nutzen können. Zudem

landen Sie von nun an auch automatisch im

leistungsfähigen TWRP-Recovery-Modus,

wenn Sie das Handy aus- und über die Tastenkombination

[Lauter]+[Power]+[Home]

wieder einschalten.

Custom-ROMs sinnvoll?

Abseits der Root-Rechte auf dem Handy,

steht es Ihnen nun frei, über TWRP ein Custom-ROM

für das Note 2 zu installieren. Auf

XDA Developers [LINK 5] finden Sie eine Liste

mit mehr als 20 verschiedenen ROMs für das

Gerät, auch der Klassiker CyanogenMod ist

hier – wenn auch noch nicht in einer inoffiziellen

Version – vertreten.

Beachten Sie aber, dass Ihnen ohne

Samsungs eigene Benutzeroberfläche Touch-

Wiz einer der großen Pro-Punkte für das

Note fehlt. Schließlich machen die für die

Stifteingabe und den Zweifenstermodus optimierten

Samsung-Apps den Reiz an den

Note-Geräten aus. Suchen Sie sich daher besser

eines der TW-Based ROMs aus, die aufbauend

auf TouchWiz weitere Features in

das Note-ROM einbauen.

● ● ●

Abb. 6: Das TWRP-Recovery lässt sich über große Tasten auch mit

dem Finger über den Touchscreen bedienen.

106

April 2013

Android-User.de


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Dev Corner

Zeiterfassung, Teil 1

Zeit- und Ortserfassung mit Android, Teil 1

Zeit-

geschichtendmstudio, 123RF

Da die meisten der

aktuell verkauften

Smartphones und Tablet-PCs

unter dem

Betriebssystem Android

laufen, erhalten Sie in

diesem und in folgenden

Artikeln eine beispielorientierte

Einführung

in die Programmierung

der Geräte

anhand einer Zeiterfassungs-App.

Ralf Kirschner

Zeiterfassung

Da der Autor das Beispiel aus

diesem Artikel deutlich erweitert

hat und als ZeitOrtErfassung im

Google PlayStore unter [LINK 1]

zum Download anbietet, können

Sie sich schon jetzt ein Bild

davon machen, was Sie in diesem

Artikel erwartet. Die fertige

App kostet 79 Cent, den Quellcode

zu diesem Workshop finden

Sie auf der Android User

Homepage zum freien Download

[LINK 5].

Eine eigene App zu programmieren,

ist unter Android denkbar einfach:

Es genügt, das Android SDK und

einige andere Komponenten ohne

kostenpflichtige Registrierung herunterzuladen,

um Apps auf dem eigenen Smartphone

testen zu können. Grundsätzlich sollte man

aber über Grundkenntnisse in der Programmiersprache

Java verfügen und auch schon

mal etwas von der Entwicklungsumgebung

Eclipse gehört haben.

Voraussetzungen

Neben einem entsprechenden Smartphone

oder Tablet-PC mit Android-Betriebssystem

benötigen angehende App-Entwickler selbstverständlich

zunächst einmal einen PC mit

Windows-, Linux- oder

Mac OS X als Betriebssystem.

Darüber hinaus sollte

auf dem Entwicklungsrechner

die Programmiersprache

Java installiert

sein, und zwar nicht nur

als Runtime-Umgebung

(JRE), sondern als Java-

Development-Kit (JDK).

Besitzer eines unter Mac

OS X laufenden PCs haben

es hier etwas einfacher:

Hier ist beides normalerweise

bereits werksseitig

installiert. Unabhängig

vom Betriebssystem sollten

Sie daher zunächst auf

Ihrem PC ein Terminal öffnen

und die beiden folgenden

Befehle eingeben:

java ‐‐version

javac ‐version

Sollte der zweite Befehl

eine Fehlermeldung zurückliefern,

ist das Java

Development Kit (JDK) nicht korrekt installiert.

Dann sollten Sie die Internetseite [LINK 2]

besuchen und Java für Entwickler in der Variante

Java SE herunterladen. Nach der Installation

sollte der Befehl javac ‐‐version

keine Fehlermeldung mehr liefern. Nun geht

es darum, die etwa 180 MB große Entwicklungsumgebung

Eclipse classic von der Internetseite

[LINK 3] herunterzuladen und zu entpacken.

Da wir aber für Android entwickeln

wollen, müssen wir uns noch das etwa 30

MB große Android SDK von [LINK 4] herunterladen

und installieren.

Anschließend finden Sie im Startmenü

einen Eintrag mit dem Namen Android SDK

Tools. Darunter gibt es auch einen Startmenü-Eintrag

für den SDK Manager, der die

Abb. 1: Der Android SDK Manager mit den verfügbaren Plattformen unter

Windows. Die Plattformen lassen sich einzeln herunterladen.

108

April 2013

Android-User.de


Dev Corner

Zeiterfassung, Teil 1

tatsächlich benötigten Komponenten aus

dem Internet herunterlädt. Da jedes Android-

Smartphone oder ‐Tablet mit einer entsprechenden

Version der Android-Plattform arbeitet,

müssen Sie sich noch die entsprechende

Plattform herunterladen.

Da noch viele Smartphones mit der Version

2.3.x. ausgestattet sind, ist es sinnvoll, alle

Plattformen ab Android 2.3 mit dem SDK

Manager herunterzuladen. Auch die Installation

des Google USB Drivers, welcher unter

dem Punkt Extras steht, kann nicht schaden,

wenn man seine Anwendung nicht nur im

Emulator testen möchte. Unter Linux und

Mac OS X fällt dieser Teil weg, da hier die benötigten

Treiber von Haus aus integriert sind.

Samsung-Nutzer benötigen eventuell noch

die Software Kies, wenn der generische Treiber

von Google das Gerät nicht erkennt.

Nachdem sich nun das Java Development

Kit, Eclipse Standard und das Android SDK

auf dem Entwicklungsrechner befinden, ist

es an der Zeit, die beiden Letztgenannten

miteinander bekannt zu machen. Dies geschieht

mittels des sogenannten ADT Plugin

for Eclipse. Starten Sie Eclipse, wählen Sie

dort Help | Install New Software… Es erscheint

der in Abbildung 2 gezeigte Dialog.

Hier wählen Sie Add und tragen im darauf

folgenden Dialog Add Repository neben

Name ADT Plugin und https:// dl‐ssl. google.​

com/ android/ eclipse/ neben Location ein.

Abschließend muss das ADT Plugin in Eclipse

noch folgendermaßen konfiguriert werden:

Window | Preferences | Android auswählen

und die SDK Location einstellen, wie

beispielsweise in Abbildung 3 gezeigt. Die

Vorgehensweise unter Mac OS X und Linux

ist ähnlich.

Abb. 2: Bekanntmachung des ADT Plugins mit Eclipse.

Abb. 3: Die Konfiguration des ADT Plugins in Eclipse.

Das Beispielprojekt

Wir wollen in diesem Workshop eine kleine

App schreiben, die nach dem Start das aktuelle

Datum und die aktuelle aber editierbare

Uhrzeit anzeigt. Zusätzlich soll es ein Textfeld

geben, in welches eine Bemerkung geschrieben

werden kann. Darüber hinaus soll

es folgende Buttons geben:

• Speichern: Um die Eingabe in eine Datei

mit Namen zeit.txt auf dem Smartphone

abzuspeichern.

Abb. 4: So sieht das Beispielprojekt in der Simulationsumgebung zur Laufzeit aus.

Android-user.de April 2013 109


Dev Corner

Zeiterfassung, Teil 1

Abb. 5: Über diese vier Schritte wählen Sie die Projekttypen aus.

Listing 1: Die angepasste Manifest-Datei

















• Inhalt bearbeiten: Um den Inhalt der Datei

zeit.txt auf dem Smartphone nachträglich

bearbeiten zu können.

• Zeitdatei hochladen: Um die Datei zeit.

txt über eine WLAN-, GSM- oder UMTS-

Verbindung mittels des FTP-Protokolls auf

einen Webserver zu übertragen.

• Zeitdatei löschen: Um die Datei zeit.txt

auf dem Smartphone zu löschen.

Anwendungsszenarios könnten beispielsweise

eine Stechuhr-Funktion sein. Vertreter

könnten so erfassen, wann sie welchen Kunden

besucht haben und abends die Datei auf

den Firmenserver hochladen. Abbildung 4

zeigt, wie so eine Anwendung unter Android

2.3 aussehen könnte. Wählen Sie dazu zunächst

File | New | Other… in Eclipse. Nun

sollten Sie nacheinander die in Abbildung 5

gezeigten Dialoge sehen.

Wichtig ist hier, dass Android Project ausgewählt

wird, woraufhin Fenster erscheinen,

in denen der Projektname, die zu verwendende

SDK-Version sowie der Paketname angegeben

werden müssen. Öffnen Sie anschließend

den Package Explorer über Window

| Show View, sehen Sie das Grundgerüst

des Android-Projektes: Im Ordner src befinden

sich die Quelltexte, während sich im

Ordner res die Ressourcen-Dateien, wie

Icons, Layout-Dateien und für die Internatio-

110

April 2013

Android-User.de


Dev Corner

Zeiterfassung, Teil 1

Abb. 6: Der Graphical Layout Designer des ADT Plugins in Eclipse hilft beim Planen der grafischen Oberfläche.

nalisierung von Apps nötigen Strings befinden.

Die Datei AndroidManifest.xml ist die

zentrale Beschreibungsdatei der Anwendung,

welche unter anderem Informationen über

deren Bestandteile, die Rechte der App und

die erforderliche Android-Version enthält.

Erstellen der App-Oberfläche

Die Datei main.xml im Ordner res/layout beschreibt

die grafische Oberfläche der App.

Das ADT-Plugin für Eclipse enthält einen

komfortablen Designer. Hier können Sie auch

die Bildschirmgröße und ‐Ausrichtung auswählen,

damit Sie beim Oberflächendesign

ein Gefühl für die Bildschirmgröße haben.

Anschließend ziehen Sie die benötigten Buttons

und Labels aus der Widget-Box per

Drag-and-Drop auf das Formular, sodass es

der Abbildung 6 ähnlich sieht.

Damit die Programmoberfläche auch dann

bedienbar bleibt, wenn das mobile Gerät im

Querformat gehalten wird, empfiehlt es sich,

unterhalb von res noch ein Verzeichnis layout-land

anzulegen und dort die Layout-Dateien

für das Querformat zu hinterlegen.

Damit Sie später die Quelltexterläuterungen

nachvollziehen können, empfehlen wir

Ihnen, die Elemente auf dem Formular wie in

der Outline-Anzeige rechts in Abbildung 6

gezeigt, zu benennen. Den recht simplen

Aufbau des zweiten Formulars der App, dem

Formular bearbeiten.xml, entnehmen Sie

dem Download-Archiv unter [LINK 5] auf der

Android-User-Homepage.

der mit dem standardmäßigen ADT-Projektassistenten

erstellten Datei AndroidManifest.

xml folgende Änderungen erforderlich:

• Dem XML-Knoten manifest sind die Berechtigungen

android.permission.WRITE_

EXTERNAL_STORAGE und android.permission.INTERNET

hinzuzufügen.

• Unterhalb des XML-Knotens application

ist ein weiterer Activity-Knoten mit dem

Namen BearbeitenActivity für den Bearbeiten-Dialog

hinzuzufügen.

Listing 1 zeigt die angepasste Manifest-Datei.

App-Funktionalitäten

In der vom ADT-Projektassistenten erstellten

Datei ZeiterfassungActivity.java muss

eine statische globale Variable zeitdatei

Listing 2: Initialisierung der Widgets und Buttons

zeit = (TimePicker) findViewById(R.id.timePicker1);

zeit.setIs24HourView(true);

zeit.setCurrentHour(new java.util.Date().getHours()); //Workaround falsche

24‐Std.‐Darstellung

Statuslabel = (TextView) findViewById(R.id.textViewStatus);

bemerkung = (EditText) findViewById(R.id.editText1);

Button btnSpeichern = (Button) findViewById(R.id.btnSpeichern);

btnSpeichern.setOnClickListener(new OnClickListener() {

@Override

public void onClick(View v) {

Änderungen am Manifest

Da die App auch auf Datei- und Netzwerkfunktionalitäten

zurückgreifen soll, sind in

});

}

speichern();

Android-user.de April 2013 111


Dev Corner

Zeiterfassung, Teil 1

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28838

mit dem Pfad der Zeitdatei auf dem Smartphone

angelegt werden, wobei der Pfad je

nach Smartphone-Modell auch anders lauten

könnte. In der auszugsweise im Listing 2 gezeigten

Prozedur onCreate der ZeiterfassungActivity

werden die im Graphical Layout

Designer erstellten Widgets initialisiert

Listing 3: Das Speichern der eingegebenen Daten

public void speichern() {

System.out.println("Speichern wurde angeklickt");

meldung=String.format("%02d.%02d.%04d %02d:%02d %s\r\n",

datum.getDayOfMonth(),datum.getMonth()+1,datum.getYear(),

und mit Leben gefüllt. Die eigentliche Funktionalität

zum Speichern der eingegebenen

Daten offenbart Listing 3. Damit es möglich

ist, die erfasste Zeitdatei auf einen Webserver

zu übertragen, benötigen Sie die commons.

net-Bibliothek des Apache-Projekts, die auch

FTP-Funktionen enthält und unter der Internetadresse

[LINK 6] heruntergeladen werden

kann. In den Projekteigenschaften wird die

commons.net-Bibliothek unter Java Build

Path | Libraries eingebunden und in der ZeiterfassungActivity

mit

import org.apache.commons.net.ftp.*;

zeit.getCurrentHour(),zeit.getCurrentMinute(),bemerkung.getText().toString());

FileWriter fw;

try {

fw = new FileWriter(zeitdatei,true);

fw.write(meldung);

fw.close();

finish();

} catch (IOException el) {

el.printStackTrace();

meldung="Fehler beim Schreiben der Datei.";

System.out.println(meldung);

new AlertDialog.Builder(this)

.setTitle(R.string.app_name)

.setMessage(meldung)

.setPositiveButton(android.R.string.ok,null).show();

}

}

Listing 4: Hochladen der Zeitdatei

public void hochladen() {

if (erg) {

meldung="Hochladen wurde

meldung="hochladen

angeklickt";

erfolgreich";

System.out.println(meldung);

} else {

mFTPClient = new FTPClient();

begzeit = new

meldung="hochladen nicht

SimpleDateFormat("HH:mm:ss").

erfolgreich";

format(new Date()) + " : ";

}

boolean erg=ftpConnect("www.

Statuslabel.setText(begzeit +

server.de","user","kennwort",21); //

meldung);

Hier eigene Server‐Angaben eintragen!

erg=ftpDisconnect();

if (erg) {

meldung="ftpConnect

if (erg) Toast.makeText(this,

erfolgreich";

"ftpDisconnect erfolgreich", Toast.

LENGTH_SHORT).show();

System.out.println(meldung);

} else {

Statuslabel.setText(begzeit +

meldung);

meldung="ftpConnect nicht

erfolgreich";

erg=ftpUpload(zeitdatei,"zeit.txt","/

System.out.println(meldung);

subdir"); // Hier eigenes

Statuslabel.setText(begzeit +

Unterverzeichnis eintragen!

meldung);

begzeit = new

}

SimpleDateFormat("HH:mm:ss").

format(new Date()) + " : ";

}

importiert. Listing 4 zeigt die Prozedur zum

Hochladen der Zeitdatei auf den Server,

wobei Sie allerdings noch Ihre eigenen FTP-

Server-Angaben an den gekennzeichneten

Stellen eintragen müssen.

Eine auf diese Weise erstellte App lässt

sich nun im Emulator des Android SDK oder

auf einem per USB verbundenen Smartphone

oder Tablet testen. Um die App im Emulator

zu testen, müssen Sie zunächst aus Eclipse

mittels Window | AVD Manager ein Android

Virtual Device erstellen und aus dem gleichen

Dialogfenster auch starten. Für den Test

auf einem echten Smartphone müssen Sie

auf dem Smartphone unbedingt unter Einstellungen

|Anwendungen | Entwicklung |

USB-Debugging einen Haken setzen. Der eigentliche

Start der App wird mittels Run |

Run As | Android Application aus Eclipse heraus

veranlasst. Im Dialog Android Device

Chooser können Sie sehen, welche gestarteten

Emulationsumgebungen und/​oder per

USB angeschlossenen Geräte zum Testen zur

Verfügung stehen und sich das jeweils passende

(virtuelle) Gerät aussuchen. Das Beenden

einer laufenden App erfolgt in der Regel

durch (teilweise mehrfaches) Betätigen des

Zurück-Buttons.

Fazit und Ausblick

Wie Sie sehen, ist es gar nicht so schwierig,

eine eigene App für Android zu schreiben.

Eine gute App-Idee vorausgesetzt, steht nach

ausgiebigen Tests auch einer Vermarktung

bei Google Play nicht mehr viel entgegen. Sie

müssen Ihre App nur noch als Signed Application

Package mittels der Android Tools exportieren

und verteilen. In der kommenden

Ausgabe von Android User erfahren Sie, wie

Sie für den Endanwender veränderbare Einstellungen

(zum Beispiel den Servernamen)

integrieren und mittels der GPS und der

Google Geocoding API die Position und falls

verfügbar auch die Adresse ermitteln. ● ● ●

112

April 2013

Android-User.de


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(auch Digital)

Die nächste Ausgabe von Android User erscheint am 4. April und

dreht sich im Fokus um das Thema Sicherheit.

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Wir suchen Sie!

Wir sind ständig auf der Suche nach

Autoren und interessanten Artikeln

rund ums Thema Android. Sie müssen

über keine besonderen Schreibtalente

verfügen, um für uns zu schreiben,

aber Sie müssen uns etwas erzählen

wollen, das Sie besonders interessant

finden: eine tolle App, die Sie nutzen

oder erst kürzlich entdeckt haben, ein

paar besondere Kniffe und Tipps, oder

wie Sie Ihr Android-Phone zum

Beispiel zu einem U-Boot umgebaut

haben. Wir freuen uns auf Ihren

Vorschlag!

Sie erreichen uns unter der Adresse:

redaktion@android-user.de

MARKEN / WARENZEICHEN

Android User ist eine Publikation der

Medialinx AG und steht in keiner Verbindung

zu Google. Android ist ein Warenzeichen von

Google Inc. Sämtliche Marken, eingetragene

Waren zeichen und Produkt namen sind Eigentum

des jeweiligen Inhabers. Sollten wir

ein Marken- oder Warenzeichen irrtümlich

benutzt oder einen Copyright-Hinweis übersehen

haben, teilen Sie uns das bitte per Mail

an redaktion@android-user.de mit, damit wir

den Eintrag umgehend korrigieren können.

Impressum ISSN: 2192-9033

Android User ist eine Publikation der

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E-Mail

Redaktion:

Abo:

Chefredakteur (v. i. S. d. P.)

Marcel Hilzinger

Redaktion

Arnold Zimprich, Christoph Langner, Christian

Ullrich, Marcel Hilzinger, Thomas Leichtenstern

Autoren dieser Ausgabe

Arnold Zimprich , Christoph Langner, Christian

Ullrich, Jasmin Bauer, Jörg Voss, Marko

Dragicevic, Marko Rogge, Marcel Hilzinger, Martin

Lennertz, Mirko Mahlberg, Patrick Neef, Peer

Kintrup, Samuel Groesch, Simon Vetter,

Ralf Kirschner, Thomas Leichtenstern,

Grafik

Judith Erb (Design und Layout), Kristina Fleischer

Titelgestaltung

Judith Erb

Bildnachweis

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere

Sprachlektorat

Elke Knitter

Übersetzungen

Anne Lodyga, Ákos Tóth

Produktionsleitung

Christian Ullrich

Druck

Vogel Druck und Medienservice GmbH,

97204 Höchberg

Geschäftsleitung

Brian Osborn (Vorstand)


Hermann Plank (Vorstand)


Marketing und Vertrieb

Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 23

Anzeigenverkauf

D / A / CH

Petra Jaser

Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 24 • Fax: +49 (0)89 / 99 34 11 99

USA und weitere Länder

Ann Jesse

Tel.: +1 785 841 8834

Joanna Earl

Tel.: +1 785 727 5275

Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 01.01.2013.

Abonnentenservice

Monika Jölly

D / A / CH

Telefon: +49 (0)7131 27 07-274

Fax: +49 (0)7131 27 07-78-601

Onlineshop

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Pressevertrieb

MZV Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. KG

Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim

Tel.: 089/31906-0, Fax: 089/31906-113

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Schüler- und Studentenermäßigung: 20 Prozent

gegen Vorlage eines Schülerausweises oder

einer aktuellen Immatrikulationsbescheinigung.

Eine Haftung für die Richtigkeit von Veröffentli chungen

kann – trotz sorgfältiger Prüfung durch die Redaktion –

vom Verlag nicht übernommen werden. Mit der Einsendung

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seine Einwilligung zur Veröffent lich ung in einer

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