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BoxSport Arthur ist wieder der King (Vorschau)

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Boxsport . Januar 2013

Nr. 1 . Januar 2013 . € 4,20 . spanien € 5,30 . Österreich € 4,85 . Schweiz sfr. 8,40

www.box-sport.de

89. Jahrgang 1882

sport

DAS MAGAZIN: alles Über PROFIS UND AMATEURE

Klitschko-Gegner

„Kinn Kong“ ein

Doper und Betrüger?

Wach: Handschuh manipuliert und

Anabolika geschluckt

Superstar Pacquiao

am Ende

Arthur

ist wieder

der King

2012 mit K.o.-Sieg gekrönt

Der K.o. über

den Franzosen

Mehdi Bouadla

war Arthur

Abrahams

vierter Sieg im

vierten Kampf

2012

World Series 2 Siege,

2 Niederlagen für die Eagles

Der Mexikaner Juan Manuel

Marquez (links) knockte

Manny Pacquiao in Las

Vegas schwer aus

Interviews mt Felix Sturm,

Klaus-Peter Kohl, Dirk

Dzemski, Thomas Pütz

und Jürgen Kyas


Vitali & Wladimir Klitschko

sowie das komplette Team der Klitschko Management

Group wünschen allen Lesern/-innen …

… frohe Weihnachten und ein

glückliches und gesundes

neues Jahr !


Hans Reski

Die tödliche Seite

des wahren Lebens

„Boxen ist mehr als nur Sport – es ist das

wahre Leben!“ Mit diesem Satz wird sie vielfach

zitiert, die amerikanische Schriftstellerin Joyce

Carol Oates. So ist es auch. Aber derzeit scheint

es, als dass es mehr wahres Leben als Boxen gäbe.

Da wird in Frechen bei Köln der Profiboxer und

Kampfsporttrainer Stefan Raaff mit sechs Schüssen

regelrecht hingerichtet. Im fernen Detroit wird fast

zur gleichen Zeit ein gewisser Leonard Banks bei

einem Raubüberfall erschossen. Es ist der Bruder

von Jonathon Banks, dem neuen Trainer von Wladimir

Klitschko, dessen alter Coach Emanuel Steward

gerade erst beerdigt wurde. Einige Wochen zuvor

wurde in Pretoria (Südafrika)

ein Ex-Boxer

namens Corrie Sanders

erschossen – bei einem

Raubüberfall. Er war

es der 2003 Wladimir

Klitschko die schwerste

Niederlage seiner Karriere

beibrachte. Wladimir

ging nach drei harten

Niederschlägen in Runde

2 schwer k.o.

Langsam bekommt man

den Eindruck, als würde

mehr geschossen als geboxt. Pistolen statt Fäuste!

Aber auch die können zu tödlichen Waffen werden.

Und wieder ist der arme Wladimir im Spiel. Es

wurde eine Woche nach dem Fight gegen den polnischen

Riesen Mariusz Wach publik, dass Wachs

Handschuhe vor dem Kampf manipuliert wurden.

Es wurde die Füllung entfernt. Zum Glück entdeckte

Bruder Vitali den Betrug und ließ die Handschuhe

austauschen. Erst als auch noch die Dopingprobe des

Box-Riesen mit dem überproportionalen Schumacher-Kinn

positiv war, machte Klitschko-Manager

Bernd Bönte den Skandal publik. Er sprach von

„brutalem Wahnsinn“. Zu Recht. Denn was in so

einem Fall passieren kann, das lesen Sie auf Seite 18

über den brutalsten Fight aller Zeiten 1983 zwischen

Billy Collins jr. und Luis Resto. Der Sieger landete

im Gefängnis, der Verlierer beging vermutlich

Selbstmord.

Die Liste zum Thema „Mord und Totschlag“ ist im

Jahr 2012 erschreckend lang. So wurde in Puerto

Rico der ehemalige Weltmeister Hector Camacho

angeschossen und starb drei Tage später an den Folgen

seiner Verletzungen. Todesschüsse auch im kroatischen

Split. Ante Bilic, Europameister des Hamburger

EC-Boxstalls, erschoss einen Drogendealer,

der einst mal sein bester Freund gewesen war. Die

Tat geschah zum gleichen Zeitpunkt als sein Manager

Erol Ceylan Bilic bei

der WBO einen WM-

Kampf gegen den neuen

Champion Peter Quillin

besorgen wollte.

Da bliebe noch der Fall

des Robert Stieglitz,

der seinem betrunkenen

Schwiegervater, der

ihn bedrohte, ein Vierkantholz

auf den Kopf

schlug. Der Ex-Weltmeister

spricht von „Notwehr“.

Es ist zu hoffen,

dass die Richter es auch so sehen, und er 2013 sein

Re-Match gegen den neuen Champion Arthur Abraham

machen kann, der 2012 zum „Boxer des Jahres“

gekürt wurde.

Was haben wir nach dieser Liste für einen Wunsch

für das Jahr 2013? Mehr lebendige Boxkämpfe - und

keine toten Boxer! Das wahre Leben hat nämlich

auch seine schönen Seiten. Deswegen wünschen wir

allen Boxsport-Freunden ein friedliches Weihnachtsfest.

BoxSport

3


INHALT

Namen, Nachrichten, Termine............................................. 6

Jetzt beginnt die neue Ära von King Arthur......................... 8

„Jack kann in der Weltszene mitmischen.......................... 10

Pole Masternak holte EM-Titel.......................................... 12

Gutknecht will Brähmer in Rente schicken........................ 14

Doping und Betrug: „Kinn Kong“ droht Sperre................... 16

Price und Fury siegen weiter.............................................. 18

Die brutalste Ring-Schlacht aller Zeiten............................ 19

Vitali: Ali gekrönt und Tumulte im Parlament..................... 20

David Haye nackt im Dschungel......................................... 21

Banks: Trainer von Wladimir, Herausforderer von Vitali.... 22

Ist Susi noch die Killer-Queen?.......................................... 24

Der linke Haken

von Carina Moreno

schlägt bei Susi

Kentikian ein.

Eigentlich hatte

das einstige

Aushängeschild

des deutschen

Boxens gegen die

US-Ameriaknerin

ihre WM-Gürtel

zurückgewinnen

wollen. Doch es kam

anders: Punktsieg

für Moreno! Ist das

das Ende der Killer-

Queen?

Seite 24

Promoter Sturm: „Wir sind an zwei Krachern dran“.......... 26

Universum pleite – Kluch macht dicht............................... 30

Kohl: „Wir wollen mit Boxen nichts mehr zu tun haben“... 31

SES: Fünf schwere Jungs als K.o.-Bomber........................ 32

Dzemski: „Wir sin die Nr. 2 in Deutschland“...................... 34

Das Ende des Pac-Man...................................................... 36

Die BoxSport-Weltrangliste............................................... 38

Froch und Kessler wollen Revanche.................................. 40

Pütz: „BDB-Image im Ausland ist besser geworden“......... 42

Jury wählte Firat – doch Fans machten Arthur zum King... 44

10. Sieg – So klar gewann Ulli Wegner noch nie............... 46

Die Jury brachte Härtel den hauchdünnen Sieg................. 48

„First Lady“ gelingt der Hattrick......................................... 49

Eagles: Pfeifers K.o. brachte ersten Sieg........................... 50

Sopa der Star gegen die USA............................................. 52

Joshua machte Musik und die Eagles stürzten ab............. 53

U19-WM: 2x Bronze nach Pech und Pannen...................... 54

Formella der Star von Nordhausen.................................... 56

Seelze ist jetzt spitze......................................................... 58

DM: Schellenberg der Größte nach Husarenstück............. 60

Eine wahre

Ringschlacht

lieferten sich

Eugen Schellenberg

(links) und Ehmir

Ahmatovic im

Schwergewichtsfinale

der deutschen

Meisterschaft.

Schellenberg behielt

die Oberhand, siegte

den jüngeren, aber

derzeit formstarken

Ahamtovic nach

Punkten

Seite 60

Alle Ergebnisse von Oldenburg.......................................... 62

Kyas: „Oldenburg jetzt fester DM-Standort....................... 64

Viva Colonia! Titel für Azize Nimani................................... 68

Alle Kämpfer, alle Sieger................................................... 70

Aus den Verbänden............................................................ 72

Lesen Sie nächsten Monat................................................ 74

4 BoxSport


Namen Nachrichten

Box-Legende „Macho“

Camacho ermordet

n Der ehemalige Box-Weltmeister

Hector Camacho ist tot. Der

50-Jährige verstarb in seiner

Heimat Puerto Rico an den Folgen

seiner bei einer Schießerei

erlittenen Verletzungen. Camacho

erlitt einen Herzstillstand,

nachdem die lebenserhaltenden

Maßnahmen auf Wunsch von

Camachos Mutter abgeschaltet

worden waren. Bereits drei Tage

zuvor war sein Hirntod von den

Ärzten festgestellt worden.

Camacho befand sich in der

Kleinstadt Bayamon als Beifahrer

in einem geparkten Auto, als

ihn eine Kugel im Gesichts- und

Halsbereich traf. Er wurde in eine

Klinik in San Juan gebracht

und erlitt kurz darauf einen

Herzinfarkt. Der 49 Jahre alte

Fahrer des Wagens wurde getötet.

Ob es sich um einen gezielten

Anschlag handelte, ist

unklar.

Karl Mildenberger

feierte 75.

n „Mir geht es gut“, sagte unlängst

Karl Mildenberger. Für einen

Schwergewichts-Champion

aus den 1960er Jahren ist diese

Auskunft eine ungewöhnlich

positive. Der Kaiserslauterer,

von 1964 bis zu seinem Karriere-Ende

1968 Europameister, als

der Titel noch hohen Wert und

Ansehen besaß, feierte gerade

seinen 75. Geburtstag. Fast ein

biblisches Alter seiner Generation.

Die Gnade des 75.Geburtstag

war den meisten seiner Weltklasse-

und EM-Gegner sowie

den Weltmeistern jener Epoche

nicht vergönnt.

Zur Legende wurde der Weltmeisterschaftskampf

gegen Muhammad

Ali am 10.September

1966, als „Milde“ dem „Größten“

zwölf Runden lang bis zum

Abbruch durch den englischen

Ringrichter Teddy Waltham tapferen

Widerstand leistete.

Nachhilfe für

BDF-Offizielle

n Mehr als 20 Teilnehmer nahmen

am zweiten Fortbildungsseminar

des Bundes Deutscher

Faustkämpfer (BDF) teil. „Wir

freuen uns, dass so viele unserem

Ruf gefolgt sind. Das spricht

für die Qualität unseres Semi-

Profiboxer Stefan Raaff auf

offener Straße erschossen

n Hinrichtung auf offener Straße: In Frechen bei

Köln wurde Profiboxer Stefan Raaff erschossen.

Kurz nach dem Aussteigen aus seinem Auto trafen

den 45-Jährigen mehrere Schüsse und verletzten

ihn tödlich, wie die Polizei mitteilte. Die Tat

ereignete sich gegen 22 Uhr. Anwohner hörten die

Schüsse und informierten die Polizei. Raaff lag

neben seinem Auto, als die Beamten ihn fanden.

Der Boxer erlag noch am Tatort seinen schweren

Verletzungen.

Der Tatort, so die Zeitung liege nahe an der

Wohnung von Raaf und seiner Freundin. Sechs

Schüsse hatten den Boxer getroffen, der Täter

hatte ihm offensichtlich aufgelauert, die Patronenhülsen

hatte er anschließend mitgenommen.

Raaff kam gerade vom Training im Kampfsportcenter

Frechen.

Vom Schützen fehlt bislang jede Spur. Auch

die Hintergründe der Tat seien noch unklar, sagte

ein Polizeisprecher. Eine Mordkommission hat

die Ermittlungen aufgenommen. Kölner Medien

spekulierten über eine Verbindung Raaffs ins Rockermilieu,

was sich bislang jedoch nicht bestätigte.

Raaff bestritt in seiner Karriere zehn Profikämpfe,

BDF-Repräsentant für Norddeutschland,

Jimmy Jamal Abboud, im Interview mit

Sky-Reporterin Carolin Blüchel

nars “, sagte Präsident Dr. Ottomar

Sachse. Im Maritim-Hotel

in Halle/Saale wurden künftige

Ring- und Punktrichter sowie

Zeitnehmer des BDF ausgebildet.

Der BDF ist der jüngste der

Boxverbände in Deutschland.

Das Geschehen wurde filmisch

begleitet von einem Team des

Pay-TV-Senders Sky Sport News

HD. Das Seminar endete mit einem

schriftlichen Test.

Stefan Raaff

vor seinem

Kampf gegen

Alexander

Frenkel

Hatton geht bei

Comeback k.o.

n Sein Gesicht passte so gar

nicht zu seinen Worten. „Jetzt

kann ich als glücklicher Mensch

zurücktreten“, sagte Ricky Hatton

– und schaute dabei aus

verweinten, zugeschwollenen

Augen. „Ich habe die Antworten

erhalten, die ich brauchte.

Ich wollte wissen, ob ich in

der Weltspitze noch mithalten

kann. Ich kann es nicht.“ Für

diese Erkenntnis hatte sich Hatton

dreieinhalb Jahre nach seiner

schweren K.o.-Niederlage

gegen Manny Pacquiao noch ein

letztes Mal in Form gebracht.

Dreieinhalb Jahre hatte er sich

gehen lassen, hatte maßlos

gegessen, getrunken, gekokst,

musste sich wegen Depressionen

und Alkoholabhängigkeit

behandeln lassen und hatte

sogar an Selbstmord gedacht.

Nun speckte er mehr als 20 Kilogramm

ab und suchte sich in

Ex-Weltmeister Vyacheslav Senchenko

aus der Ukraine einen

von denen er sechs gewann. Vor vier Jahren holte

er den WM-Titel nach Version des unbedeutenden

Verbandes „Global Boxing Council“ (GBC). Mit

Sauerland-Profi Alexander Frenkel ging er 2006

über die Runden, gegen den heutigen Weltmeister

Yoan Pablo Hernandez verlor er 2008 vorzeitig.

Raaff gehörte zudem zur Besetzung mehrerer TV-

Sendungen. Anfang 2010 war er auf ProSieben bei

„4 kämpfen für dich“ zu sehen, außerdem spielte

er in der RTL-Sendung „Mitten im Leben“ mit.

Ein enttäuschter Ricky Hatton nach

seiner Niederlage

starken Gegner. Und Senchenko

geriet zum großen Spielverderber.

Senchenko traf den anstürmenden

Briten in der neunten

Runde mit einer Linken zur Leber

– Hatton ging zu Boden und

wurde von Ringrichter Victor

Loughlin ausgezählt. Zum Zeitpunkt

des Abbruchs lag Hatton

auf den Zetteln der drei Punktrichter

mit 78-74, 77-76, 77-76

in Führung. „Mein Herz ist gebrochen“,

sagte ein weinender

Hatton nach seinem gescheiterten

Comeback. „Ich wollte ein

6 BoxSport


Termine

deutsche termine

21. Dezember 2012, Köln (Diamondboy)

WBC-Baltic-Titel im Schwergewicht: Manuel Charr vs. Konstantin Airich

12. Januar 2013, Neu-Ulm (El-Halabi)

WIBA-WM im Leichtgewicht: Rola El-Halabi vs. Lucia Morelli

internationale termine

22. Dezember 2012, Bethlehem (USA)

IBF-Nordamerikameisterschaft im Schwergewicht: Tomasz Adamek vs. Steve

Cunningham

30. Dezember 2012, Moskau (Russland)

Kampf im Schwergewicht: Oleg Maskaev vs. Owen Beck

19. Januar 2013, New York (USA)

WBA-WM im Mittelgewicht: Gennady Golovkin vs. Gabriel Rosado

25. Januar 2013, Verona (USA)

Kampf im Mittelgewicht: Sergej Dzinziruk vs. Brian Vera

30. Januar 2013, Sydney (Australien)

IBF-WM im Mittelgewicht: Daniel Geale vs. Anthony Mundine

K.o.-Erfolg

für Klitschkos

„Rocky“-Musical

n Großer Erfolg für das Klitschko-Musical:

Deutschlands „Rocky“

wurde nach der Weltpremiere

in Hamburg als neuer

Musical-Champion gefeiert.

2Große Gefühle, großes Theater“,

titelte das „Hamburger

Abendblatt“ nach der Show

im Operettenhaus auf der Reeperbahn,

wo das legendäre

Boxerdrama von 1976 erstmals

als Musical auf die Bühne kam.

„Rocky haut Hamburg um!“,

meinte die „Bild“-Zeitung, und

die „Hamburger Morgenpost“

sprach vom „Triumph in Hamburg“.

„Die Konkurrenz der

Singspiele ist hart, aber dieses

Fighter-Epos kann gewinnen.

Sicherer Punktsieg dank ausgefeilter

Technik“, schrieb „Spiegel

Online“. Neben Hollywood-

Star Sylvester Stallone, der in

sechs Filmen den Rocky Balboa

gab, und den Box-Brüdern Wladimir

und Vitali Klitschko waren

zahlreiche Prominente zur

Premiere gekommen. Rockmusiker

Udo Lindenberg, Filmregisseur

Sönke Wortmann und

Profiboxerinnen wie Susi Kentikian

und Ina Menzer waren dabei,

als sich der Saal des Theaters,

in dem zuletzt die Nonnen

von „Sister Act“ tanzten, in eine

Box-Arena verwandelte.

Ufer der Dahme, wo Uwe Gorecki

in bester Lage das „Coepenicker-Boxgym“

betreibt. Der

44-Jährige Gorecki hat ein gewaltiges

Boxzentrum aufgebaut.

Es ist von der Fläche her das

größte deutsche Boxgym überhaupt.

Dort hat Trainer Hartmut

Schröder, der nach seinen großen

Erfolgen mit Welt- und Europameister

Sebastian Sylvester

zwischenzeitlich von Hartz IV

lebte, wieder einen Job gefunden.

Mitte November hatten die

Köpenicker zu einem großen

Boxabend mit zehn Profikämpfen

eingeladen. Mit dem Halbschwergewichtler

Fabian Raab

schickte „Winne“ Spiering nach

längerer Pause wieder einen Wikinger

in den Ring. „Der Junge

ist erst ein paar Monate bei uns.

Von dem werdet ihr noch hören.

Fabian kommt aus Berlin und

verfügt über einen sagenhaften

Hammer. Ich bin überzeugt. Aus

dem Burschen macht Hartmut

einen Spitzenboxer“, schwärmt

Spiering.

Lesen Sie die große Story

über das Comeback der Wikinger

in der nächsten Box-

Sport-Ausgabe.

Amir Khan siegt mit

neuem Trainer

n Amir Khan ist zurück: Der

frühere Weltmeister aus Großbritannien

hat sich fünf Monate

nach seiner verheerenden K.o.-

Niederlage erfolgreich im Ring

zurückgemeldet. In Los Angeles

zwang der 26-Jährige den zuvor

in 18 Kämpfen unbesiegten Amerikaner

Carlos Molina zur Aufgabe

in der zehnten Runde. Es war

Khans erster Sieg mit Trainer

Virgil Hunter in der Ecke. Khan

hatte sich nach der vorzeitigen

Niederlage gegen Danny Garcia

im Juli von Star-Trainer Freddie

Roach getrennt und den Coach

von Supermittelgewichts-Champion

Andre Ward verpflichtet.

Happy End, aber ich habe es

nicht geschafft. Ich habe ein für

allemal mit dem Boxen abgeschlossen.

Ich muss ein Mann

sein und erkennen: Das ist das

Ende von Ricky Hatton.“

Alesia Graf verteidigte

WM-Titel erfolgreich

n Die „Tigerin“ ist zurück in

Deutschland – und siegt weiter.

Nach einem Kampf in Mexiko

und zwei Kämpfen in Australien,

verteidigte Weltmeisterin

Alesia Graf ihren WBF-Titel im

Superbantamgewicht in ihrer

Heimatstadt Stuttgart. Graf besiegte

Herausforderin Liliana

Martinez aus der Dominikanischen

Republik vorzeitig in der

sechsten Runde. Der 26. Sieg im

29. Kampf für die Gräfin.

Die Wikinger sind

wieder da

n „Winfried „Winne“ Spiering

und Hartmut Schröder mischen

wieder mit. Die Macher des Berliner

Wiking Box-Teams greifen

noch einmal an. Aber nicht wie

bislang im Friedrichshainer „Eisenhaus“,

sondern direkt am

Die Wikinger sind zurück (v.r.): Boxtrainer Hartmut Schröder, Wiking-Chef Winfried

„Winne“ Spiering, Boxer Fabian Raab und Cutman Heiko Hühr

BoxSport

7


Kalle Sauerland

„Jetzt be

Arthur Abraham schlägt

den rechten Aufwärtshaken,

Mehdi Bouadla geht in

Deckung

Haben wieder Großes vor: Promoter Kalle Sauerland und sein Weltmeister Arthur Abraham

Vor zwölf

Monaten noch

galt er nach drei deklassierenden

Niederlagen

als Auslaufmodell - jetzt ist er

wieder wer. Arthur Abraham ist

wieder derKing“: „Vier Kämpfe,

vier Siege,

wieder Weltmeister

geworden und Titel verteidigt –

mehr geht nicht in einem Jahr“,

bilanzierte Abraham überglücklich.

„Ich wünsche mir, dass

das nächste Jahr genauso erfolgreich

wird.“ Zum Jahresabschluss

in Nürnberg war keine

Meister-, nur eine souveräne

Durchschnittsleistung gefordert,

um den Weltmeistertitel des Verbandes

WBO im Supermittelgewicht

gegen den mutigen, tapferen,

sehr beweglichen Franzosen

Mehdi Bouadla zu behalten.

Eine blutende Verletzung auf

dem rechten Augenlid, die nach

Mitternacht im Krankenhaus genäht

werden musste, führte zum

Ende nach 2:11 Minuten der ach-

Waldi: Tränen beim Abschied

Trotz der allgegenwärtigen

Zufriedenheit von

Nürnberg flossen ganz

zum Schluss auch noch

einige Tränen. Dabei hatte sich

Waldemar Hartmann (64) fest

vorgenommen, keine feuchten

Augen zu bekommen. Doch

sein sentimentaler Abschied

nach zwölf Jahren als Boxkommentator

der ARD übermannte

ihn derart, dass er nicht an

sich halten konnte: „Das war

einfach zu viel“, wisperte die

bayerische Frohnatur, „das ging

echt unter die Haut.“

Erst huldigte Abraham ihm

noch im Ring, anschließend

überreichte Experte Henry

Maske seinem Wegbegleiter einen

speziell für ihn gefertigten

Weltmeistergürtel mit dessen

Konterfei und dem Logo seines

Dieses Bild wird es nicht mehr geben: Waldemar Hartmann in Nürnberg am ARD-Mikrofon, Experte Henry Maske wird

noch aufgehübscht

Senders, und zu guter Letzt ließ

es sich Ulli Wegner nicht nehmen,

„Waldi“ vor einem Millionenpublikum

für seinen Job

zu danken. „Darauf trinken wir

heute einen“, kündigte der Erfolgstrainer

an. Was sie auch taten,

bis alle Tränen getrocknet

waren.

8 BoxSport


ginnt die neue Ära

von King Arthur

Zufriedene Gesichter nach K.o.-Sieg über den Franzosen Bouadla

ten Runde. Der amerikanische

Ringrichter Mark Nelson brach

den Kampf ab, als Bouadla nach

einer harten Rechten schwer getroffen

rücklings in die Seile taumelte.

Zögern, Gesten und hilfesuchende

Blicke des nach Punkten

klar führenden Abrahams

zum Referee deuteten an, dass

nun Schluss sein müsse und es

ihm schwer falle, weiter auf den

Verletzten einzuprügeln.

Für Promoter Kalle Sauerland

war nach dem Sieg über Bouadla

klar: „Von heute an beginnt eine

neue Ära Arthur Abraham.“ Er

glaubt fest daran, dass sie einen

ähnlichen Verlauf nehmen wird

wie einst eine Gewichtsklasse

tiefer. Als Mittelgewichtler war

der gebürtige Armenier unbesiegt.

Seinen Weltmeistertitel

der International Boxing Federation

(IBF) konnte er zehnmal

verteidigen, bevor er dann die

Gewichtsklasse wechselte.

Nach den bitteren Niederlagen

2010 und 2011 im Super-

Six-Turnier gegen Andre Ward

(USA), Carl Froch (England) und

Andre Dirrell (USA) war „König

Arthur“ so gut wie abgesetzt.

Die geplante Rückkehr ins Mittelgewicht,

in die Klasse, in der

er fünf Jahre lang IBF-Weltmeister

war, gab er wegen seiner Gewichtsprobleme

bald wieder auf

und holte sich im Supermittelgewicht

durch einen Punktsieg

über den WBO-Champion Robert

Stieglitz den verbliebenen

vierten Titel in dieser höheren

Klasse seiner so dominanten Bezwinger.

Abraham gewann alle

vier Kämpfe dieses Jahr. Der gebürtige

Armenier hat seinen Stil

geändert und wirkt nach dem

erlebten Tief bei seinem Comeback

reifer, gelassener.

Von der siebten Runde an

war das Blut auf das rechte Auge

Bouadlas getröpfelt und hatte

die Sicht des Herausforderers

Arthur Abraham stürmt auf

Mehdi Bouadla ein

behindert. „Ich habe die Verantwortung

für die Gesundheit des

Boxers“, begründete Nelson, der

amerikanische Bankangestellte

aus Minnesota als dritter Mann

im Ring, den Abbruch. „Es war

eine Mischung aus Verletzung

und der schweren Treffer, die

mich zu der Entscheidung veranlassten“,

sagte der Ringrichter.

Ringarzt Walter Wagner hatte

beim „time out“ während der

siebten Runde die Wunde untersucht

und den Kampf freigegeben.

Die Franzosen akzeptierten

ohne ein Widerwort das Ende.

War doch jedem der 7000 Zuschauer

in der Nürnberger Arena

bald klar, dass dieser Bouadla

(30), rasierte Glatze, dünner

Backen- und Schnurrbart, Sieger

in 26 von 30 Kämpfen, bei allem

Kampfgeist eher das Zeug zum

Wieder schlägt eine Rechte

von Weltmeister Abraham am

kahlen Schädel Bouadlas ein

Aus Nürnberg

berichten

Hartmut Scherzer und

Manfred Hönel

Haus- als

zum Weltmeister

besitzt.

Abraham

(32)

verschanzte

sich nicht

wie einst hinter

einer Doppeldeckung,

sondern bestimmte

offensiv mit einem guten linken

Jab und explosivartigen Schlagserien

den Kampf. Freilich schlug

der Champion auch viele Luftlöcher.

Das kostete Kraft. Einmal, in

der dritten Runde, stürzte er von

der Wucht so eines Fehlschlages

zu Boden. „Ich bin zufrieden“,

sagte Abraham auf seine angenehm

ruhige, bescheidene Art.

„Die ersten zwei, drei Runden

waren noch nicht so gut. Da war

ich noch verkrampft.

Aber

dann war ich

drin im Kampf

und alles war in

Ordnung.“

Auch für

Trainer Ulli Wegner,

von dem

man aufgeregte

Zwischenrufe

und einen Redeschwall

in den

Pausen gewohnt

ist. Diesmal blieb der

Siebzigjährige still

wie selten. „Warum

soll ich reinrufen,

wenn Arthur alles

richtig macht?“ Statt

Schimpfe bekam Abraham

„Streicheleinheiten“,

wie der Boxer

ironisch anmerkte. „Schön

locker, das machst du wunderbar“,

sagte Wegner vor der zweiten

Runde, warnte vor der vierten:

„Konzentriert bleiben. Der

haut schon eine Schote.“

Nach dem Kampf ist vor

dem Kampf. Am Ring saß Robert

Stieglitz. Im April, so die

Ankündigung von Sauerland-

Geschäftsführer Christian Meyer,

muss sich Arthur Abraham

zur vertraglich vereinbarten

Revanche stellen. Die privaten,

familiären Probleme mit schwebenden

Verfahren des Magdeburgers

sind kein Hinderungsgrund.

Arthur Abraham sagte,

er freue sich auf den Rückkampf:

„Deutsche-deutsche Duelle zwischen

Boxern, die beide sehr

stark sind, das wollen die Fans

sehen.“ Stieglitz meinte: „Ich

bin froh, dass Arthur gewonnen

hat, jetzt kann ich mir wenigstens

meinen Gürtel zurückholen.

Und ich werde es tun“, kündigte

Stieglitz an.

BoxSport

9


Christian Meyer

Culcay: K.o.-Sieg in der 8. Runde

„Jack kann in der

Weltszene mitmischen“

Sauerland-Geschäftsführer

Christian Meyer

Das Drumherum mit Nationalhymne,

gespielt

von einem weiblichen

Streichquartett, Hymnen

und Fahnen, gehalten von

holden Schönen, glich bereits

dem Brimborium einer Weltmeisterschaft.

Dabei verteidigte

„Golden“ Jack Culcay lediglich

einen dieser Pseudotitel, in seinem

Fall genannt „WBA Inter-

Continental“. Immerhin erledigte

der 27 Jahre alte Darmstädter

mit Wurzeln in Ecuador seinen

14. Profikampf im Stil eines Boxers,

der durchaus eines Tages

um einen wahrhaftigen Welttitel

kämpfen kann. Der letzte

deutsche Amateurweltmeister

(2009) besiegte in Nürnberg den

Franzosen Jean Michel Hamilcaro,

der den Gürtel „IBF International“

besaß, durch Technischen

K.o. nach 2:26 Minuten der fünften

Runde. Der dänische Ringrichter

Jan Christensen befreite

den schwer angeschlagenen,

taumelnden, wehrlosen Franzosen

aus dem Bombardement

und stoppte die Tracht Prügel

für Hamilcaro.

Mit einem nahezu perfekten

rechten Konterschlag an den

Kopf hatte der bis dahin schon

überlegene, souverän agierende

Hoffnungsträger des Sauerland-

Boxstalls seinen Gegner so

schwer getroffen, dass der rücklings

in die Seile taumelte und

widerstandslos dem Schlaghagel

des aufs Ganze gehenden Jack

Culcay ausgeliefert war. Es sei

vermerkt, dass der 26 Jahre alte

Hamilcaro in seinen 24 Kämpfen

mit vier Niederlagen noch

nie vorzeitig verloren hatte. Was

Culcay mit bescheidenem Stolz

erfüllte. „Mein Trainer Ismael

Salas hatte Video-Aufnahmen

von ihm studiert und mir gesagt,

mit einem rechten Haken würde

ich immer treffen“, sagte Culcay.

„Muy bien“, sehr gut, rief der

Kubaner bereits nach der ersten

Schlagserie in den Ring.

Culcay beeindruckte nicht

nur mit seinen Schlagserien,

sondern vor allem mit seiner

Jack Culcay

nimmt

Maß, gleich

schlägt es

bei Jean

Michel

Hamilcaro

ein

Freude über den

nächsten Sieg auf

dem Weg nach ganz

oben: Jack Culcay

und Trainer Ismael

Salas

geschmeidigen Beweglichkeit,

dem pendelnden Oberkörper,

den tänzelnden Beinen. „Golden

Jack“ als Gummimann, der nur

sehr schwer zu treffen ist. „Jack

boxt eben nicht wie ein Deutscher,

sondern wie ein Weltbürger,

und ich glaube auch,

dass er das Zeug dazu hat, in

der Weltszene mitzumischen“,

sagte Sauerland-Geschäftsführer

Christian Meyer. Er mahnte

aber gleichzeitig, es sei wichtig,

dass Jack längere Kämpfe gegen

ausdauernde Gegner bestreiten

müsse, „um die Erfahrung für

große Kämpfe zu besitzen, dass

er auch über die Runden gehen

kann“.

Eine paradoxe Situation: Culcay

will selbst, dass die Kämpfe

länger dauern, haut aber Gegner

vom Kaliber eines Hamilcaro

schon frühzeitig um. Im Training,

sagte Culcay, würde er mit

von Runde zu Runde wechselnden

Sparringspartnern die Zwölf-

Runden-Distanz durchstehen,

wobei eine Runde bei ihm vier

statt drei Minuten dauere. Aber

Training ist kein Ernstfall. Und

den strebt der Unbesiegte im

nächsten Jahr an. Die Europameisterschaft

– Meyer bestätigte

diese Planung bis zum Sommer

2013 – ist das nächste Ziel. Ein

richtiger Titel also.

Die Pläne und Träume enden

freilich nicht in Europa. „Das

Ziel, die Zukunft, sind Kämpfe in

Amerika gegen Mayweather und

Pacquiao.“ Der charismatische

Philippiner ging freilich gerade

erst gegen den Mexikaner Marquez

schwer k.o (siehe Seiten

36/37). In Jack Culcays Halbmittelgewicht

mit einem Limit 69,8

Kilo tummeln sich in Amerika

derzeit die besten Champions

und stärksten Fighter der Boxszene

überhaupt. Da wird es

extrem schwer, Weltmeister zu

werden.

10 BoxSport


Gerber

von Sprott

entzaubert

Der zweiten Auflage wird

wohl noch ein dritter

Teil folgen: Denn Edmund

Gerber kassierte

in Nürnberg beim Rematch gegen

Michael Sprott die erste Profi-Niederlage.

Das alte Schlachtross

aus Großbritannien entzauberte

das deutsche Talent. Nach

22 Siegen in 22 Kämpfen musste

sich der 24 Jahre alte Gerber seinem

13 Jahre älteren Gegner geschlagen

geben. Der Schweriner

unterlag mit 95:95 und zweimal

97:94 durch Mehrheitsentscheid

über zehn Runden nach Punkten.

Dabei hatte Gerber noch im

September den 112 Kilogramm

schweren Sprott klar auf die

Bretter gelegt und gewonnen.

Nach dem etwas frühen Abbruch

hatte

Sprott damals

allerdings

Ringrichter

Gerhard Sigl

zu Boden geschubst,

weshalb

es nun

zum Rematch

kam. Nun

hatte Sigl als

Punktrichter

Sprott klar

vorne.

Nach der

sechsten Runde

schwanden

bei Gerber in

Nürnberg die

Kräfte und der

wuchtige Brite

brachte einen

Hammer nach

dem anderen ins Ziel. Bei Gerber

rann das Blut aus einer Wunde

über der Nase, dadurch war er

sichtbehindert. Zudem hinterließen

seine Schläge bei Sprott

kaum Wirkung. Dementsprechend

geplättet war Gerber nach

dem Kampf: „ Ich muss in den

nächsten Wochen überlegen, ob

Eine blutige Angelegenheit: Edmund Gerber (rechts) verliert

überraschend gegen Michael Sprott

ich weiter boxe.“ Trainer Karsten

Röwer glaubt jedoch nicht,

dass ihm Gerber nach der ersten

Niederlage von der Fahne geht:

„Edmund hat diesmal nicht gut

genug geboxt. Er ist enttäuscht.

Ich werde jetzt mit ihm reden.

Ich denke, nach Weihnachten

sieht die Welt schon wieder anders

aus.“ Allerdings zog Röwer

auch eine Soforterfahrung aus

der Niederlage: „Edmund hat

in drei Monaten drei schwere

Kämpfe bestritten. Das ist für einen

jungen Schwergewichtler zu

viel. Und eins ist auch klar: Im

Training müssen wir noch einen

Gang höher schalten.“

BoxSport

11


Diese Siege machten die Sauerländer froh

Masternak

Pole

holte den

EM-Titel

In einem Europameisterschaftsfight

im Cruisergewicht

bekamen die über

7000 Zuschauer in Nürnberg

einen echten Weltklassekampf

zu sehen. Der tapfere

Finne Juho Haapoja traf auf

den Polen Mateusz Masternak

aus Breslau. Masternak glückte

es zwar nicht, in seinem 29.

Profikampf den Finnen auf die

Bretter zu zwingen. Aber wie

der Pole boxte, erinnerte vom

Stil her nicht nur an Vitali

Der neue

Europameister

Mateusz Masternak

mit Kalle (links) und

Wilfried Sauerland

Klitschko, es begeisterte auch

die Zuschauer. Masternak gewann

mit dreimal 120:108

und erhielt damit von den

Punktrichtern alle zwölf Runden

zugesprochen. Masternak

beerbte somit den Hamburger

Alexander Alekseev, dem der

EM-Titel aberkannt worden

war. Wilfried Sauerland war

nach dem Duell richtig aus dem

Häuschen: „Masternak ist sensationell.

Er ist ein kluger Boxer

und wird mit seinen 25 Jahren

in nächster Zeit ganz sicher

weiter aufsteigen.“ Die Frage

nach einem Duell mit Marco

Huck überhörte der Box-Boss.

Zeuge

Blitz-K.o.

in Runde 1

Kölling wirkte nicht mehr so frisch

Promoter Wilfried Sauerland

hatte pünktlich in

der Nürnberger Arena

Platz genommen, als im

ersten Kampf des Abends Enrico

Kölling gegen den starken

Ungarn Attila Baran in den Ring

kletterte. „Kölling und Zeuge

wollte ich unbedingt sehen. Das

sind zwei Jungs für die Zukunft.“

Was sich besonders im Falle des

erst 20 Jahre alten Tyron Zeuge

bestätigte. Schon nach 2:55 Minuten

der ersten Runde nahm

der Ringrichter den Rumänen

Vasile Dragomir aus dem Ring.

Der Berliner zog damit eine gute

Bilanz in seinem ersten Profijahr.

Fünf Kämpfe, fünf Siege

und vier davon durch Knockout.

„Ich habe gleich auf den Körper

geschlagen und sofort gemerkt,

dass dem Rumänen die Rippen

Tyron Zeuge trifft den Rumänen

Vasile Dragomir am Körper

wehgetan haben. Ich hätte gern

länger geboxt, aber ein K.o.-

Erfolg ist auch ganz schön“,

freute sich Supermittelgewichtler

Zeuge, der nur sportlich ein

schönes Jahr hinter sich hat. Privat

dagegen war es traurig. Im

Frühjahr war Tyrons Vater bei

einem Motorrad-Unfall tödlich

verunglückt.

„Wenn wir Tyron nicht groß

kriegen, sind wir selbst schuld“,

gesteht Trainer Karsten Röwer.

Sauerland: „Als ich las, dass der

Rumäne Dragomir zwölf Jahre

älter ist als Tyron und einen

Kampfrekord von 29 Kämpfen

mit 21 Siegen hat, fragte ich unseren

Sportdirektor Hagen Döring:

Ist der Rumäne im Moment

nicht eine Nummer zu groß? Er

war es nicht. Tyron hat mir bewiesen,

auf welch gutem Weg er

ist.“

Im Halbschwergewicht triumphierte

Enrico Kölling in

seinem dritten Profikampf mit

einem 3:0-Punktsieg über den

beherzten Attila Baran. Der Ungar

bestritt bereits den 15. Profikampf,

Kölling den dritten. In

Nürnberg wirkte er nicht ganz

so frisch, wie bei seinen beiden

vorherigen Profi-Auftritten. Für

Trainer Röwer war das kein Wunder:

„Enrico hat das ganze Jahr

ohne Pause durchgeboxt, bei der

Olympia-Quali, in der Weltboxliga,

dann bei Olympia in London

und von dort aus gleich in den

Profiring. Der Junge benötigt

jetzt erst einmal eine Pause.“

12 BoxSport


Bei der stallinternen EM in Berlin

Gutknecht will

Brähmer in

Rente schicken

Wegner gegen Röwer – ein interessanter Trainervergleich

In der Berliner Max-Schmeling-Halle

wird wieder der

Boxring aufgebaut. Am 2.

Februar kreuzen die Halbschwergewichtler

Jürgen Brähmer

und Eduard Gutknecht die

Fäuste. Das Duell um die Europameisterschaft

ist nicht nur

wegen der Klasse beider Profis

interessant. Ein Hauch von Brisanz

liegt über den zwölf angesetzten

Runden auch deshalb,

weil es sich um ein stallinternes

Duell von Sauerland Event handelt.

Im Ring stehen sich nicht

nur die beiden Boxer als Konkurrenten

gegenüber. In den jeweiligen

Ringecken lauern zwei

starke Trainer. Bei Gutknecht der

erfahrene Zampano Ulli Wegner

und bei Brähmer der aufstrebende

Boxtheoretiker Karsten Röwer.

Bei den Trainern kratzt eine

Niederlage ihres Schützlings nur

am Image. Für den geschlagenen

Boxer aber wird es schwerer, einen

neuen Anlauf zu starten.

Ex-Weltmeister Jürgen Brähmer

(33) lässt das Gerede um das

Stallduell von sich abtropfen. Er

zeigt auch keine Zukunftsangst,

denn er ist felsenfest überzeugt:

„Ich freue mich auf den Kampf.

Ich glaube, dieser EM-Kampf

wird einer der interessantesten

der letzten Zeit. Wenn zwei

Klasseboxer aufeinander treffen,

springen meist Spitzenkämpfe

heraus. Ich lasse aber keinen

Zweifel aufkommen, wer von

uns beiden noch 2013 um den

WBO-WM-Titel boxt. Das werde

ich sein.“

Eduard Gutknecht, der amtierende

Europameister, steckt

die rhetorische Gerade locker

weg und kontert: „Jürgen ist ein

K.o.-Schläger und hat schon 30

Noch ist die Stimmung gut (v.l.):

Karsten Röwer, Jürgen Brähmer,

Eduard Gutknecht und Ulli Wegner

Kämpfe vorzeitig gewonnen.

Bei mir beißt er aber auf Granit.

Jürgen hatte eine schöne Zeit als

Boxer. Ich werde diese Zeit beenden

und seine Rolle im Ring

übernehmen.“ Trainer Ulli Wegner

ist nicht ganz so euphorisch

wie sein Schützling: „Eduard

will den Kampf. Er hat eine Siegchance.

Ich werde ihn deshalb

bestens auf die Auseinandersetzung

vorbereiten.“

Jürgen Brähmer lässt die Ankündigung

Ulli Wegners kalt. Im

Gegenteil, er schwärmt von der

Chance, in der Max-Schmeling-

Halle in das Seilquadrat klettern

zu dürfen: „Berlin ist genau der

richtige Ort. Wir bieten einen

Spitzenkampf und der gehört in

die Hauptstadt. Ich fühle mich

hier wohl und werde meinen

Fans etwas bieten. Genau wegen

der Möglichkeit eines Titelkampfes

in Berlin habe ich im

Sommer bei Sauerland Event

unterschrieben.“

Der abgezockte Halbschwergewichtler

aus Schwerin hat

sich in Berlin-Marzahn, ganz in

In Berlin stehen sich die

beiden Stallkollegen Jürgen Brähmer (links) und

Eduard Gutknecht im Ring um die Europameisterschaft gegenüber

der Nähe des Gyms von Karsten

Röwer, eine kleine Wohnung gesucht:

„ Damit ist für mich ein

optimales Training gesichert.

An verkaufsoffenen Sonntagen

kommt meine Freundin mit unserer

Tochter Jasmin nach Berlin

zum Shoppen. Das Training

mit unserer Truppe macht Spaß.

Manchmal fahren wir auch zum

Gym in die Eisenacher Straße zu

Otto Ramin, bei dem ich früher

in Schwerin auch schon trainiert

habe. Die direkte Vorbereitung

führen wir dann ab Januar in

Güstrow durch.“

Natürlich legt auch Eduard

Gutknecht die Hände nicht in

den Schoß: „Mein Trainer lässt

keine Luft an das Training. Ich

bin schon die ganze Zeit am

ackern, da ich bereits im November

boxen sollte. Als der Kampf

ausfiel, hat Herr Wegner das

Training ein bisschen heruntergefahren.

Inzwischen herrscht

schon wieder volle Power.“ Damit

Brähmer nicht zu übermütig

wird, stichelt der 30 Jahre alte

Gutknecht: „Jürgen und ich waren

bei Universum Kollegen. Ich

boxte zum ersten Mal als Profi in

einem Vorkampf des Duells Mario

Veit gegen Brähmer. Damals

hat Jürgen nach Punkten verloren.

Vielleicht ein gutes Omen

für mich.“

Ganz auf das Profiboxen und

die Millionen-Gagen eines Weltmeisters

will sich Gutknecht

als zweifacher Familienvater

nicht verlassen. Deshalb verrät

er: „Ich kam mit 13 Jahren

von der Halbinsel Sachalin nach

Deutschland. Ich konnte zwar

schon etwas Deutsch, sprach

aber mit deutlichem Akzent. Das

erste, was ich in Deutschland

begriff – du musst die Sprache

möglichst perfekt lernen. Durch

das Boxen bekam ich einen speziellen

Ausbildungsvertrag bei

VW. Das war super. Ich war bei

den Junioren-Vizeeuropameister

und nahm an EM und WM teil.

Durch VW konnte ich das Abitur

ablegen. Jetzt studiere im vierten

Semester in der FH Potsdam

Gesundheits-Management.“

Manfred Hönel

14 BoxSport


Riesen-Skandal um Klitschko-Gegner Wach

Doping und

Betrug?

„Kinn Kong“

droht Sperre

Vergeht Mariusz Wach, der wegen

seines überdimensionalen Kinns „Kinn

Kong“ genannt wird, bald das Lachen?

Vitali entdeckte, dass die Füllung aus dem Handschuh genommen wurde

Wütend

wie selten:

Klitschko-

Manager

Bernd Bönte

Bernd Bönte war wütend wie

selten. Als der Klitschko-

Manager erfuhr, dass Mariusz

Wachs Dopingprobe positiv

war, machte er einen versuchten

Betrug des polnischen Riesen öffentlich.

Der polnische Schwergewichtler,

der wegen seiner Größe und seinem

ausgeprägten Kinn „Kinn Kong“ genannt

wird, hatte aus seinem rechten

Handschuh, also seiner Schlaghand,

die Polsterung entfernen lassen. „Das

ist brutal und Wahnsinn“, schimpfte

Manager Bönte, der sich noch gut an

die Folgen aus der Ringschlacht 1983

erinnern konnte, bei der der Puertoricaner

Luis Resto ebenfalls zu diesem

üblen Trick griff und den favorisierten

US-Amerikaner Billy Collins

Jr. so schwer verletzte, dass dieser

nie mehr in den Ring steigen konnte.

Resto wanderte für drei Jahre ins

Gefängnis und bei Collins vermutete

man bei seinem Tod neun Monate

nach dem Kampf einen Selbstmord

bei einem Autounfall (lesen Sie den

Bericht auf Seite 18).

Der Manipulationsversuch war

vor dem Kampf nicht an die große

Glocke gehängt worden, da Wladimirs

Bruder Vitali bei der Kontrolle

der Handschuhe diese austauschen

ließ. Dabei war auch der BDB-Präsident

Thomas Pütz, der um das Vorkommnis

auch kein großes Aufsehen

gemacht hatte, weil es rechtzeitig

aufgedeckt worden war und keinerlei

Einfluss auf den Kampfverlauf hatte.

Allerdings hatte er sofort die Offiziellen

der vier Weltverbände IBF, WBO,

WBA und IBO verständigt. Pütz:

„Den manipulierten Handschuh habe

ich sofort Ringrichter Eddie Cotton

überreicht, der ihn in die USA

mitgenommen hat.“

Inzwischen hat der BDB-Präsident

Wach aufgefordert, zu den Vorwürfen

des Dopings Stellung zu nehmen.

„Da ist aber bisher noch nichts

gekommen“, erklärt Pütz, der weiter

ausführt: „Er kann zwar die Öffnung

der B-Probe verlangen, aber die wird

nicht anders sein.“ Erste Vermutungen,

dass bei „Kinn Kong“ Doping im

spiel war, kamen schon kurz nach

dem Kampf auf, in dem er nicht k.o.

ging, obwohl, wie laut Bild-Zeitung,

425 mächtige Schläge bei ihm im Gesicht

eingeschlagen waren. Während

Pütz sicher ist, dass anabole Steroide

bei dem Kampf im Spiel waren, erklärte

Wach in der polnischen Presse:

„Ich habe nichts genommen und

von den Doping-Vorwürfen nur am

Telefon erfahren. Ich bin am Boden

zerstört.“

16 BoxSport


Wachs Promoter,

Mariusz Kolodziej,

empörte sich über

diese Anschuldigungen

und wies sie

vehement zurück.

„Die Vorwürfe aus

dem Klitschko-Camp

sind absurd und bilden die

Basis für eine Klage wegen Verleumdung.

Die Deutschen um

Klitschko wollen Wach verleumden

und seine Karriere zerstören,

ohne einen Beweis für ihre Vorwürfe

zu haben.“ Darüber kann

BDB-Chef Pütz nur lachen: „Die

Beweise sind eindeutig. Der BDB

wird Wach auf jeden Fall sperren.

Und wir denken, die großen

Weltverbände werden sich

unserer Meinung anschließen.“

Wegen des Dopings dürfte Wach

für zwei Jahre aus dem Verkehr

gezogen werden. Aber wenn

er tatsächlich versucht haben

sollte, mit manipulierten Handschuhen

zu kämpfen, dann wird

er zwar nicht wie Resto ins Gefängnis

kommen, doch die Boxverbände

sollten ihn nie mehr in

den Ring lassen.

Hans Reski

Sieht Wach ganz klar als schuldig an: BDB-Präsident Thomas Pütz

Dopingverdacht: Warum konnte Wach Schläge wie diese linke

Gerade wegstecken, ohne umzukippen?

Ich möchte mich bei allen BoxSport-Lesern

und der Jury dafür bedanken, dass sie mich

auch zum zehnten Mal mit großer Mehrheit

zum Trainer des Jahres gewählt haben.

Ich wünsche allen ein besinnliches

Weihnachtsfest und ein

glückliches neues Jahr.

Hier noch ein kleiner Tipp für

den Gabentisch !

BoxSport

17


Die brutalste Ring-Schlacht aller Zeiten fand 1983 statt

„Die gottverdammten

Handschuhe haben

ja keine Füllung!“

Dieser Kampf zerstörte

gleich zwei Leben.

Das des Verlierers, weil

der nach der unglaublichen

Tracht Prügel nie wieder

boxen konnte, und das des Siegers,

weil der nach den brutalen

zehn Runden nie wieder boxen

durfte. Luis Resto und Billy Collins

Jr. lieferten sich 1983 eine

Ringschlacht, die als einer der

brutalsten Kämpfe aller Zeiten

und als eine der schwärzesten

Stunden in die Geschichte des

Boxsports einging.

Billy Collins Jr., der gutaussehende

Junge aus der Country-

Hochburg Nashville im US-Bundesstaat

Tennessee, sollte zum

neuen Stern im Weltergewicht

aufgebaut werden. Collins Jr.,

promotet vom mächtigen Bob

Arum, war in 14 Kämpfen unbesiegt,

als er am Abend des 16. Juni

1983 in den Ring des berühmten

New Yorker Madison Square

Garden stieg. Im Hauptkampf

forderte Box-Legende Roberto

Duran, zwei Jahre zuvor selbst

noch ein Weltergewicht, den

WBA-Halbmittelgewichts-Weltmeister

Davey Moore heraus.

Der TV-Sender ABC übertrug

neben Duran auch den Kampf

von Collins live aus dem Garden.

Dem jungen Amerikaner hatte

man den zähen Puertoricaner

Luis Resto aus der New Yorker

Bronx vorgesetzt. Einen also,

der ihn testen, ihm aber nicht

allzu gefährlich werden sollte.

Es kam alles ganz anders.

Von Beginn an bezog der Favorit

fürchterliche Prügel. Immer

wieder schüttelte der 28 Jahre

alte Resto seinen Gegner mit

harten Kombinationen durch.

Schwer gezeichnet:

Billy Collins Jr. nach

dem Fight gegen

Resto

Der Sieger Luis Resto musste drei Jahre ins Gefängnis –

Selbstmordverdacht beim betrogenen Billy Collins Jr.

Beide Augen des Amerikaners

schwollen zu, Cuts öffneten

sich. Collins steht zehn Runden

lang durch – er verliert einstimmig

nach Punkten. Die erste Niederlage

des großen Hoffnungsträgers,

eine Sensation. Vater

Collins, als Trainer in der Ecke

seines Sohnes, geht zum Puertoricaner,

um ihm zum Sieg zu gratulieren.

Collins senior schüttelt

Resto die rechte Hand, die noch

immer im Boxhandschuh steckt.

Und plötzlich schreit er laut

durch den Ring: „Diese gottverdammten

Handschuhe haben ja

überhaupt keine Füllung!“ Ein

Offizieller der New York State

Athletic Commission beschlagnahmt

Restos Handschuhe in

der Umkleidekabine, eine Untersuchung

wird eingeleitet.

Wenig später steht fest: Aus beiden

Handschuhen hat jemand

einen Teil der Füllung entfernt.

Die Sportbehörde von New York

ändert das Urteil in No Contest

um, Resto wird für ein Jahr gesperrt.

Collins Jr. nützt das freilich

wenig. Der Amerikaner trägt

Antonio Margarito

(rechts) hatte vor

dem Kampf gegen

Miguel Cotto

seine Bandagen

in Gips eingelegt

und schlug seinen

Gegner damit

windelweich

eine gerissene Netzhaut aus der

Tracht Prügel davon, er sieht

nur noch verschwommen. An

Boxen ist nicht mehr zu denken.

Die so hoffungsvolle Karriere ist

vorbei. Neun Monate nach dem

Kampf kommt Collins Jr. bei einem

Autounfall in seiner Heimat

ums Leben, betrunken und mit

Drogen zugedröhnt steuert er

sein Auto in einen Kanal. Vater

Collins äußert sofort die Vermutung,

es könnte sich um Selbstmord

gehandelt haben.

Resto und Trainer Panama

Lewis müssen sich 1986 vor

Gericht verantworten. Sie sind

angeklagt wegen Körperverletzung,

Verschwörung und unerlaubtem

Waffenbesitz (Restos

Fäuste). Lewis wandert für sechs

Jahre ins Gefängnis, Resto für

drei. Geboxt hat er nie wieder.

Erst nach fast einem Vierteljahrhundert

des Leugnens gab

Resto seine Schandtat endlich zu.

In einer Fernsehdokumentation

des Senders HBO mit dem Titel

„Anschlag im Ring“ gestand er

2009 zum ersten Mal, dass Lewis

Luis Resto (rechts) bei einem seiner

zahlreichen Treffer. HBO übertrug den

Kampf

mit Absicht das Futter der Handschuhe

entfernte und sogar seine

Bandagen in Gips einlegte,

um sie härter zu machen. Einen

Trick, den im gleichen Jahr der

Ausstrahlung der Mexikaner Antonio

Margarito in seinem Kampf

gegen Shane Mosley anwenden

wollte. Mosleys Trainer Nazim

Richardson fiel die weißliche

Substanz an Margaritos Bandagen

noch vor dem Kampf auf, sie

wurden konfisziert. Margarito

ging gegen Mosley k.o. – und die

Untersuchung ergab, dass Margarito

seine Bandagen in Gips

eingelegt hatte.

So erklärt sich wohl auch die

unfassbare Tracht Prügel, die

der Puertoricaner Miguel Cotto

ein Jahr zuvor von Margarito

bezogen hatte. Der Kopf des zuvor

unbesiegten Cotto war nach

dem Kampf deformiert. Cotto

verbrachte die Nacht nach der

t.K.o.-Niederlage im Krankenhaus

von Las Vegas, er urinierte

Blut. „Ich musste weinen und

aus meinen Augen kam Blut“,

erinnert sich Cotto. Cotto war

nach seiner ersten Niederlage

nie wieder derselbe Boxer. Gerade

verlor er gegen WBA-Halbmittelgewichtsweltmeister

Austin

Trout nach Punkten – Cottos

Karriere ist damit vorbei.

ARNE LEYENBERG

18 BoxSport


Auf dem Wege zu Klitschko

Price & Fury

siegen weiter

Lewis fordert, sie sollen

gegeneinander boxen

Arbeit erledigt: Matt Skelton kauert

am Boden und wird ausgezählt, David

Price marschiert zufrieden davon

Zwei Riesen auf dem

Weg nach oben. Tyson

Fury und David Price,

die beiden Box-Giganten

aus Großbritannien, sind

ihrem Traum von einem Kampf

gegen die Klitschko-Brüder wieder

einen Sieg näher gekommen.

Der 2,06 Meter große Fury siegte

in Belfast einstimmig über

zwölf Runden nach Punkten

(119-108, 119-108, 119-110) über

den Amerikaner Kevin Johnson.

Der Weltverband WBC, dessen

Titel Vitali Klitschko trägt, hatte

das Duell zu einem WM-Ausscheidungskampf

erklärt. Allerdings

muss Fury noch einen

finalen Kampf gewinnen, ehe

er der offizielle Herausforderer

Klitschkos ist. Der 2,03 Meter

große Price verteidigte seinen

britischen Meistertitel und den

Commonwealth-Gürtel in seiner

Heimatstadt Liverpool gegen seinen

alternden Landsmann Matt

Skelton. Der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister

Lennox

Lewis hatte danach einen guten

Rat für die beiden parat: „Sie

sollten jetzt gegeneinander boxen.“

Denn Lewis ist überzeugt:

„David Haye ist immer noch der

beste englische Schwergewichtler

im Moment. Price und Fury

sollten seinen Herausforderer

bestimmen.“

Promoter Frank Maloney

hat jedoch andere Pläne mit seinem

Riesen Price. Erst soll sich

der Bronzemedaillengewinner

der Olympischen Spiele von

2004 gegen Wladimir Klitschkos

früheren WM-Herausforderer

Tony Thompson (USA) bewähren.

Dann soll der Kampf mit

dem britischen Enfant terrible

Dereck Chisora steigen. „Wenn

alles glatt läuft Anfang nächsten

Jahres, kämpfe ich Ende 2013

um die Weltmeisterschaft“, sagt

Price. Allerdings sollte er sich

dann noch deutlich steigern.

Gegen den mittlerweile 45 Jahre

alten früheren Europameister

Skelton, der 2008 in Düsseldorf

gegen Ruslan Chagaev im Kampf

um die WBA-WM verlor,

tat sich Price in

der ersten Runde

schwer. Der Riese

wirkte hilflos, beinahe

ängstlich in der

Defensive. Skelton

setzte ihm mit seinen

überfallartigen

Angriffen zu. In der

zweiten Runde dann

teilte Price aus. Nach

ein paar Volltreffern

zu Kopf und Körper

kauerte sich Skelton

auf den Boden und

ließ sich bereitwillig

von Ringrichter Richard

James Davies auszählen.

Der 15. Sieg im 15.

Kampf für den 29 Jahre alten

Price. „Einerseits möchte

ich die Klitschkos lieber früher

als später boxen“, meinte Price,

„weil sie nicht mehr ewig boxen

werden. Aber ich muss noch

lernen. Die zwei Kämpfe gegen

Thompson und Chisora sind gute

Tests für mich.“

Tyson Fury ist schon einen

Schritt weiter – der 24-Jährige

hat Dereck Chisora bereits deutlich

nach Punkten geschlagen,

im Juli 2011. Nun punktete er

in Kevin Johnson einen weiteren

ehemaligen WM-Herausforderer

von Vitali Klitschko

aus. Der Amerikaner hatte

im Dezember 2009 in Bern

nach Punkten gegen Vitali

verloren – genauso deutlich

musste er sich nun nach

enttäuschender Vorstellung

auch Fury geschlagen geben.

Der Brite mit dem für einen

Boxer so klangvollen Vornamen

ist nun in 20 Kämpfen unbesiegt.

Gegen Johnson präsentierte sich

Fury runderneuert. Der zuvor

schwammige Körper des Riesen

zeigte Konturen, Fury konnte

zwölf Runden lang ohne Probleme

marschieren. „Im Januar

habe ich in den Spiegel gesehen

und ein fettes, aufgedunsenes

Schwein gesehen“, berichtete

Fury. „Ich habe mir gesagt: Entweder

du bringst dich in Form

oder du hängst die Handschuhe

an den Nagel.“ Gesagt, getan.

Fury stellte sein Training um und

sieht auf einmal tatsächlich aus

wie ein Athlet. „Ich bin der beste

Schwergewichtler seit Lennox

Lewis“, tönte Fury mit neuem

Selbstbewusstsein. „Jetzt will

ich einen der Klitschkos. Ich

werde sie zerschlagen. Vergesst

David Haye und vergesst David

Price, die sind nicht in meiner

Liga. Ich bin erst 24 Jahre alt.

Ich kann kämpfen, ich kann boxen,

ich kann alles im Ring. Niemand

kann da mithalten, nicht

einmal die Klitschkos.“

Der baumlange Tyson

Fury ist in 20 Kämpfen

unbesiegt


Krönung in Cancún: Vitali

Klitschko setzt Muhammad Ali

die Krone des Boxsports auf

Ali gekrönt und

Tumulte im Parlament

Vitali

Klitschko

Die Krönung erfolgte

im mexikanischen Urlaubsparadies

Cancún:

Vitali Klitschko setzte

Muhammad Ali (70) eine Königskrone

aus 24 Karat Gold auf. Die

Krönung des auf erschütternde

Weise an der Parkinson-Krankheit

leidenden „Größten“ zum „König

der Boxer“ durch den aktuellen

Weltmeister im Schwergewicht

eröffnete die Feierlichkeiten zum

50. Kongress des World Boxing

Council (WBC). Vitali: „Er ist

der Größte in der gesamten Geschichte

des Boxsports. Ich bin

stolz darauf, den gleichen Titel

zu haben wie Muhammad Ali.“

Hunderte Teilnehmer feierten

Ali. Argentiniens Mittelgewichts-

Weltmeister Sergio Martinez und

WBC-Präsident Jose Sulaiman

überreichten Ali eine rote Königsrobe

und einen reich geschmückten

Weltmeister-Gürtel. Seinen

WBC-Championsgürtel hat der

ältere der Klitschko-Brüder bei

dieser Gelegenheit nicht zurückgegeben.

Mit Beginn seiner politischen

Karriere ist die sportliche

des 41-Jährigen noch nicht zu

Ende. Dem WBC-Präsidenten

Sulaiman vertraute Klitschko an,

er beabsichtige, nicht zurückzutreten,

sondern seinen Titel noch

einmal zu verteidigen.

Damit erschien ein aktueller

Boxchampion als Vorsitzender

der von ihm gegründeten Partei

UDAR (Schlag) zur konstituierenden

Sitzung des am 28.Oktober

gewählten neuen ukrainischen

Parlaments. Um 10 Uhr

Ortszeit wurde Vitali Klitschko

vereidigt.

Als Chef der mit 40 von 450

Sitzen drittstärksten Fraktion

nach der „Partei der Regionen“

von Präsident Viktor Janukowitsch

(nur 185 Sitze, 226 sind

zur Mehrheit nötig) und der

Vereinigten Opposition „Batkiwschtschina“

(Vaterland) von

Tumult im ukrainischen Parlament,

aber Vitali Klitschko (rechts) hält sich

fein raus

Julija Timoschenko (103 Mandate)

ist Vitali Klitschko nun in der

Werchchowna Rada das Gesicht

der Opposition. Der Chefredakteur

der „Kommersant Ukraine“,

Valeriy Kalnysch, urteilt:

„Es scheint mir, dass die Partei

von Vitali Klitschko eine ‚dritte

Macht‘ werden kann, die ruhig

und rational agieren wird.“

Das Gesicht der Ikone der

Opposition, Julija Timoschenko,

ist hinter Gittern verbannt.

Beide haben gegen offensichtliche

Wahlfälschungen protestiert.

Die inhaftierte ehemalige

Ministerpräsidentin mit einem

zweieinhalbwöchigen Hungerstreik

in einem Krankenhaus in

Charkiw.

Der Vorsitzende der Ukrainischen

Demokratischen Allianz

für Reformen (UDAR) eine

Woche lang als Wortführer der

Demonstrationen vor dem Gebäude

der Zentralen Wahlkommission

in Kiew. Klitschko forderte

Neuwahlen in mindestens

fünf Bezirken. Mit Erfolg. In fünf

Wahlkreisen wurden die Ergebnisse

für ungültig erklärt und

Neuwahlen angeordnet.

Vitali Klitschko hat noch

nicht offiziell verkündet, dass er

2015 Viktor Janukowitsch (62)

herausfordern werde. Der autoritäre

Staatspräsident ist mit

1,93 Meter auch körperlich ein

Schwergewicht. „Der Spiegel“

wählte Anfang des Jahres für eine

Geschichte über das international

isolierte „Schmuddelkind“

denn auch die Überschrift „Der

Boxer aus Donezk“. Viktor Janukowitsch

gegen Vitali Klitschko

könnte zum „Kampf des Jahres

2015“ werden - im politischen

Ring.

Gleichwohl: In der Werchowna

Rada fliegen des öfteren auch

wahrhaftig die Fäuste – wie

gleich bei der ersten Sitzung.

Klitschko hielt sich raus aus

dem Tumult. Die Faust eines Boxers

gelte nach amerikanischem

Recht als Waffe, erklärte Klitschko,

die Faust eines Weltmeisters

entspreche somit einer Atomwaffe.

Der Champion wird sich

selbst auch im prügelnden Parlament

treu bleiben, „nie meine

Fäuste außerhalb des Boxrings

zu benutzen“.

Hartmut Scherzer

20BoxSport


David Haye

nackt im

Dschungelcamp

Der Brite ist ganz heiß auf den

Showdown mit Vitali Klitschko

Showman und Selbstdarsteller:

David Haye zeigt sich im britischen

Dschungelcamp wie Gott ihn schuf

Alles läuft auf den großen

Showdown zum

Abschied hinaus. Vitali

Klitschko gegen

Großmaul David Haye. Aber

während der eine in der Ukraine

Politik machte, zog der andere

im Dschungelcamp blank.

Klitschko hat sein letztes

Hurra im Boxring für nächstes

Jahr geplant. Die mehrfach angekündigte

„Sportpressekonferenz“

über seine Zukunft wurde

mittlerweile auf das Frühjahr

verschoben. Aktuell steht

auf seiner Homepage bereits:

„Nächster Kampf wird noch

bekanntgegeben.“ Pflichtgemäß

müsste Vitali seinen Titel gegen

den Sieger der WBC-Endausscheidung

Chris Arreola (USA)

gegen Bermane Stiverne (Kanada)

am 23. Februar in Los Angeles

verteidigen.

„Das sind keine Gegner

für einen würdigen Abschiedskampf“,

sagt Manager Bernd

Bönte. Zumal Arreola von Vitali

Klitschko vor drei Jahren in L.A.

bereits derart verprügelt worden

war, dass der Latino zur elften

Runde nicht mehr antrat. Ein

Mega-Event als letztes Hurra ist

geplant – gegen den exzentrischen

Haye (32). Der von Wladimir

Klitschko (36) vor anderthalb

Jahren nach Punkten besiegte

englische Rüpel inszenierte sich

zuletzt im Dschungelcamp des

englischen Fernsehsenders ITV.

Im australischen Urwald haute

das Großmaul schon mal mächtig

auf die Buschtrommel: „Ich

schlage Vitali in der sechsten

Runde k.o.!“ Obwohl Haye viel

Haut zeigte, pausenlos oben

ohne durch das Camp lief und

beim Duschen vor den Kameras

ganz blankzog, wurde er vor

dem Finale von den Zuschauern

herausgewählt. Danach meinte

Haye: „Mich interessiert nur

noch der Kampf gegen einen

Klitschko. Da Wladimir nicht

noch einmal gegen mich boxen

wird, will ich unbedingt gegen

Vitali in den Ring steigen. Das

ist, nach der Niederlage von

Manny Pacquiao, zurzeit das

größte Ding im Boxen.“

Das Team von Paffen Sport Boxing wünscht

allen Kunden und Geschäftspartnern ...

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Jonathon Banks

Trainer von Wladimir –

Nach seinem K.o.-Sieg über die US-Schwergewichtshoffnung Mitchell darf

Johnathon Banks musste drei schwere Aufgaben

meistern – in der Summe eine fast unmögliche

Herausforderung. Zwei davon absolvierte er mit

Bravour, die dritte wird vielleicht sogar ihn überfordern.

Denn nach dem Tod von Emanuel Steward

ist Banks der letzte Boxer aus dem berühmten

Kronk Gym von Detroit, das Box-Legenden wie

Thomas Hearns und Lennox Lewis hervorbrachte.

Nach dem Krebstod von Steward

sprang Banks als Trainer ein und führte

Schwergewichts-Weltmeister Wladimir

Klitschko in Hamburg zum Sieg über

Herausforderer Mariusz Wach. Nur

eine Woche später stieg der Amerikaner

selbst in den Ring und

beendete die Hoffnungen der

zuvor größten US-Schwergewichtshoffnung

Seth

Mitchell mit einem krachenden

K.o.-Sieg. Und

in die Trainingslager von Lennox

Lewis begleitet, er machte Sparring

mit den ganz Großen des

Boxsports. In den vergangenen

Jahren war er zur rechten Hand

Stewards aufgestiegen. „Ich habe

viel Weisheit von Emanuel

gelernt. Wir waren wie Vater und

Sohn, wie zwei beste Freunde.

Deshalb glaube ich, dass ich ein

guter Trainer sein kann. Emanuel

hat es geliebt, anderen etwas

beizubringen und auch ich liebe

es“, sagte Banks.

Wladimir Klitschko kam

gegen den Polen Wach zu einem

ungefährdeten Punktsieg.

Hinterher lobte er die professionelle

Arbeit von Banks in der

Ecke. Noch hat der Weltmeister

US-Schwergewichtshoffnung Seth

Mitchell ging gegen Banks k.o.

Fordert er bald Vitali

Klitschko heraus?

Jonathon Banks als

Boxer

Banks als Trainer von Wladimir Klitschko, nach

dessen Sieg gegen den Polen Mariusz Wach

schließlich will Banks das schon

seit Jahren von der Schließung

bedrohte Kronk Gym retten –

nach dem Tod von Steward steht

es vor dem Aus. Die Kinder der

rauen Straßen von Detroit, zu

denen einst auch Banks zählte,

haben keinen Ort mehr, an dem

sie die Tage verbringen können.

„Ich muss einen neuen Platz für

sie finden“, sagt Banks.

Banks hatte das Kunststück

fertig gebracht, im Trainingslager

beim Stanglwirt in Tirol

nicht nur sich selbst auf seinen

Kampf gegen Mitchell sondern

auch noch Wladimir Klitschko

vorzubereiten. „Das war nicht

einfach“, erzählte Banks. „Nachdem

Wladimir fertig war, habe

ich mein Programm absolviert.“

Der erkrankte Steward selbst

hatte seinen Musterschüler als

Nachfolger in Klitschkos Ecke

vorgeschlagen. Schließlich trainierte

Steward seinen Schützling,

seitdem der als 15-Jähriger

einen Fuß in das Kronk Gym

gesetzt hatte. Schon als Jugendlicher

hatte Banks seinen Coach

aber nicht entschieden, ob er

Banks weiterhin als Trainer beschäftigt.

Schließlich ist Banks

selbst Boxer in der gleichen Gewichtsklasse

– und steht kurz

vor einem Kampf um die WM-

Krone. Das Duell gegen den

zuvor unbesiegten Mitchell in

Atlantic City war ein Ausscheidungskampf

des Weltverbandes

WBC. Dort ist Wladimirs Bruder

Vitali Weltmeister. Würde Banks

gegen Vitali boxen? „Soll ich ehrlich

sein?“, fragte Banks zurück.

„Ich weiß es wirklich nicht.“

Banks hatte mit seinem Sieg

über den früheren NFL-Footballspieler

Mitchell mal wieder alle

überrascht – dieses Mal positiv.

Dreimal schickte er seinen

Landsmann in zwei Runden zu

Boden, dann war Schluss. In der

Ecke wurde Banks betreut von

Stewards Neffen Sugar Hill. „Das

war eine sehr emotionale Nacht.

Wir mussten unsere Emotionen

bis nach dem Kampf kontrollieren“,

sagte Banks. „Den ganzen

Kampf über musste ich an

Emanuel denken, ohne ihn wäre

22 BoxSport


Herausforderer von Vitali

er um die WBC-WM boxen und will das legendäre Kronk-Gym von Emanuel Steward retten

ich nicht da, wo ich heute bin.“

Denn Banks ist plötzlich wieder

obenauf. Lange Zeit galt er als

große Hoffnung im Cruisergewicht,

dann wurde er 2009 vom

damaligen Weltmeister Tomasz

Adamek aus Polen auseinandergenommen.

Im Anschluss stieg

Banks ins Schwergewicht auf,

hinterließ bei seinen Kämpfen

allerdings keinen Eindruck. Sein

K.o.-Sieg über Mitchell dagegen

katapultierte ihn zurück in den

Kreis der Schwergewichts-Hoffnungen.

Das legendäre Kronk Gym in

Detroit wurde unterdessen nur

einen Tag nach Stewards Tod geräumt.

Die Familie des Trainers

holte Erinnerungsstücke ab, baute

den Ring ab und verschloss

die Tür. „Die Jugendlichen dort

haben mich alle angerufen und

gefragt, wo sie jetzt hin sollen“,

erzählt Banks. „Ich war aber in

Das legendäre Kronk-Gym in Detroit. Banks will es retten

Europa und konnte ihnen

nicht helfen.“ Das

soll sich nun ändern.

Banks: „Ich werde

einen neuen Ort

suchen, das ist genau

das, was Emanuel

gewollt hätte. Ich

war selbst mal

so ein Kind. Ich

hätte Autos aufgebrochen

oder

andere Leute erschossen,

wenn ich

„Million-Dollar-Smile“:

Emanuel Steward

nicht das Kronk gehabt

hätte.“ Banks weiß, wovon er

spricht: Gerade erst wurde sein

Bruder Leonard bei einem Raubüberfall

in Detroit erschossen.

„Diese Scheiße muss aufhören“,

erklärte Banks. Er will seinen

Teil dazu beitragen.

Arne Leyenberg

Box-Legenden bei Stewards Abschied

Soul-Legende Aretha Franklin: „Er hatte dieses Millionen-Dollar-Lächeln“

Box-Legenden nehmen Abschied (v.l.): Wladimir Klitschko, Lennox Lewis, Hilmer Kenty,

Thomas Hearns und Evander Holyfield

ne Gedanken

sind bei

deiner

Familie.

Du wirst

uns fehlen“,

hatte

Oscar De La Hoya geschrieben.

„Ich kann es gar

nicht in Worte fassen,

was sein Tod

für mich bedeutet“,

meinte Aretha Franklin

unter Tränen. „Er

hatte dieses Millionen-Dollar-Lächeln

und war ein Held

für mich“, sagte die

Soul-Legende, die zu

Ehren Stewards den

Song „I‘ll fly away“

sang.

Die Größten kamen, um einem ganz Großen die letzte Ehre

zu erweisen. In Anwesenheit vieler ehemaliger und aktueller Star-

Boxer ist Trainerlegende Emanuel Steward in Detroit beigesetzt

worden. Wladimir Klitschko, Lennox Lewis, Evander Holyfield,

Sugar Ray Leonard, Michael Moorer, Roy Jones Junior und weitere

Prominente – unter ihnen Soulsängerin Aretha Franklin – versammelten

sich im Greater Grace Temple der Autostadt, um von ihrem

Trainer, Mentor und Freund Abschied zu nehmen.

Steward habe ihm Lektionen fürs Leben gelehrt, betonte Klitschko.

Der Ukrainer wurde seit 2004 vom Amerikaner gecoacht und

war wenige Tage nach seinem siegreichen WM-Kampf in Hamburg

gegen den Polen Mariusz Wach nach Detroit geflogen. „Niemand

hat einen Kampf verloren, wenn er sich an das gehalten hat, was

Emanuel Steward ihm gesagt hat“, betonte Ex-Schwergewichts-

Champion Holyfield. „Steward war der größte Trainer, der jemals

gelebt hat“, meinte gar Lennox Lewis. Der britische Boxstar war einer

von 41 Weltmeistern, die Steward in seiner 41-jährigen

Trainer-Karriere gecoacht hat.

Der 68-Jährige war am 25. Oktober nach einer Darm-

Operation gestorben. Er galt in Detroit als „Box-Ikone“

(„Detroit Free Press“). Tausende Menschen drängten

sich zur Trauerfeier in das Gotteshaus. Davor war ein

überdimensionales Gemälde von Steward aufgestellt,

umgeben von Blumen und Beleidsbekundungen. „Mei-

Soul-Legende Aretha Franklin sang zu Ehren

Stewards den Song „I’ll fly away“

BoxSport 23


Riesen-Zoff und Tränen nach Kentikians

Trost vom Papa:

Vater Levon

Kentikian hebt

seine Tochter in

die Luft

Angefressen:

Promoter Felix

Sturm

Aus Düsseldorf

berichtet

Arne Leyenberg

Nach der Urteilsverkündung:

Susi Kentikian kann es nicht

fassen

Ist Susi noch die Kil

Promoter Sturm erbost über Urteil – WBA ordnet n

Die Szene kam einem

irgendwie vertraut

vor. Susi Kentikian

schüttelte ungläubig

den Kopf, dann flossen Tränen,

dann schimpfte sie. Sieben

Monate nach ihrer ersten

Niederlage als Boxerin musste

die Hamburgerin erneut eine

Pleite einstecken. Wieder knapp

nach Punkten, wieder hatten

die Beobachter rund um den

Ring Kentikian als Siegerin gesehen.

Aber eben nicht zwei von

drei Punktrichtern , die jeweils

96:94 für die Amerikanerin Carina

Moreno stimmten. Lediglich

der Pole Leszek Jankowiak hatte

Kentikian mit 97:93 vorne. Eine

Wertung, die am ehesten der

Wahrheit entsprach. „Ich hatte

es auch 97:93 für Susi“, sagte

Promoter Felix Sturm, der bei

seiner ersten Veranstaltung als

Promoter gleich eine herbe Niederlage

einstecken musste. „Susi

hat nicht knapp gewonnen, sondern

deutlich.“

Susi Kentikian, die nach dem

Aus des Universum-Boxstalls

und dem kurzen Intermezzo

beim Magdeburger SES-Team

bei Felix Sturm einen Neuanfang

wagte, wirkte ratlos. „Ich verstehe

dieses Urteil nicht. Carina

Carina Moreno erwischt Susi Kentikian mit einer Linken

Moreno hat für mich nicht eine

Runde gewonnen. Es schmerzt,

ich bin einfach nur enttäuscht.

Ich habe diesen Kampf gewonnen,

und zwar nicht knapp, sondern

einstimmig.

Promoter Sturm war außer

sich vor Wut über die drei Punktrichter

der WBA, die Kentikians

früheren Gürtel damit der Amerikanerin

zusprachen: „Das ist

einfach lächerlich. Das ist nicht

mit rechten Dingen zugegangen,

da war etwas abgesprochen.

Susi hat eine überragende Leistung

gezeigt, sie hat ganz klar

gewonnen.“ Sturm legte, wie

auch der Bund Deutscher Berufsboxer

(BDB), Protest beim

Weltverband ein. Mit Erfolg: Die

WBA ordnete einen Rückkampf

an, der innerhalb von 90 Tagen

stattfinden muss. Vielleicht

schon am 2. Februar in Düsseldorf

im Rahmen des Comebacks

von Felix Sturm.

Obwohl Kentikian den Sieg

verdient gehabt hätte, muss sie

sich auch selbst fragen: Steht da

noch die alte „Killer Queen“ im

Ring? Der Wirbelwind von einst,

der die Gegnerinnen gleich reihenweise

aus dem Ring gefegt

hatte? Kentikians letzter K.o.-

Sieg ist mittlerweile vier Jahre

24 BoxSport


erneuter Niederlage

Susi Kentikian trifft Carina Moreno mit dem

rechten Aufwärtshaken

Keta: K.o.-

Niederlage

in Runde eins

her. Dabei war es einst dieser spektakuläre

Boxstil, der die kleine Boxerin

aus Hamburg so populär gemacht

hatte. Nach ihrer ersten Niederlage

im Mai gegen die Amerikanerin

Melissa McMorrow gestand

Kentikian ein, sie sei wegen des

Wechsels nach Magdeburg lustlos

gewesen, fühlte sich abgeschoben.

„Ich war mit der gesamten Situation

unzufrieden und habe regelrecht

bocklos gewirkt“, gibt sie zu.

Statt im Programm von ProSieben

boxte sie im Spartensender Das

Vierte, anstatt in ihrer Heimatstadt

Hamburg in Frankfurt an der Oder.

„Meine Einstellung war vor ein

paar Monaten komplett

weg. Ich kam von ganz

oben und fühlte mich

an den Rand gedrängt“,

erzählt Kentikian. Zudem

war sie von ihrem Trainer

Magomed Schaburow

getrennt. Kentikian: „Magomed

hat unter der Ungewissheit

bei Universum und

SES auch sehr gelitten, und

die räumliche Trennung, als er

schon bei Sturm in Köln war und

ich noch in Hamburg oder Magdeburg,

hat uns auch nicht gut

getan.“

Nun ist das Erfolgsgespann

von einst wieder vereint. In

der Kölner Südstadt haben

sie im Gym von Felix Sturm ein

neues Zuhause gefunden. „ich fühle

mich absolut wohl“, sagt Kentikian.

Und dennoch reichte es gegen

Moreno, die bereits Weltmeisterin

im Minimumgewicht war, nicht

zum Sieg. „Vielleicht verstehe ich

nichts vom Boxen“, meinte Schaburow

sarkastisch. „Aber ich war

vom Ergebnis sehr überrascht.“

ler Queen?

ach Protest Rückkampf an

„Ich habe Mitleid mit Susi. Sie ist

verarscht worden“, sagte Sturm.

„Ich werde mich jetzt erst einmal

erholen und mir dann Gedanken

machen, wie es weitergeht“, kündigte

Kentikian an.

Promoter Sturm ist da schon

einen Schritt weiter. Nach dem

Rematch gegen Moreno will er

auch noch die Rückkämpfe gegen

McMorrow und gegen die deutsche

Weltmeisterin Nadia Raoui

aus Herne veranstalten, gegen die

Kentikian im April 2010 umstritten

nach Punkten gewonnen

hatte. „An Gegnerinnen

für das nächste

Jahr mangelt es nicht“,

meinte Sturm. Denn

festhalten will er an

seiner Boxerin auch

weiterhin: „Susi

ist meine Nummer

eins.“

Die stolze Weltmeisterin:

Carina Moreno

Felix Sturms Pech hatte nicht nur mit den Kampfabsagen

von Ruslan Chagaev und Firat Arslan begonnen

und mit der zweifelhaften Punktniederlage von Susi

Kentikian geendet. Es hatte auch beim Rahmenprogramm

angehalten. Denn eigentlich sollte Sturms bester Kumpel

Maurice Weber gegen den Bremer Ukrainer Andreas Reimer

um die Deutsche Meisterschaft im Superweltergewicht

kämpfen. Weber

zog sich jedoch

in der Woche vor

dem Kampfabend

einen Muskelfaserriss

zu. Der

Münchner Mike

Keta sprang ein.

Und erlebte gegen

Reimer sein blaues

Wunder. Der

32-Jährige, der bereits

den Leipziger

Oliver Güttel und

den Euskirchener

Baker Barakat Mike Keta am Boden. Mit einem Schlag war der

k.o. geschlagen Münchner k.o.

hatte, demonstrierte auch gegen Keta eindrucksvoll seine

Schlagkraft. Die ersten Sekunden des Kampfes marschierte

Reimer wie teilnahmslos durch den Ring, ging Keta aus dem

Weg, schaute Richtung Hallendach statt seinem Gegner in die

Augen. Urplötzlich sprang Reimer mit einem linken Haken

in den anstürmenden Keta hinein – der Münchner sank zu

Boden und schaffte es nicht mehr rechtzeitig auf die Beine.

Ringrichter Holger Wiemann war gnädig mit Keta und legte

beim Zählen längere Pausen ein – doch es half alles nichts.

Keta war vom ersten Schlag Reimers k.o. gegangen. Ein überraschender

Erfolg, mit dem die Wenigsten gerechnet hatten.

Maurice Weber wird vielleicht ganz froh gewesen sein, an

diesem Abend nicht mit Andreas Reimer im Ring gestanden

zu haben.

Auch beim Kampf seines Freundes Patrick Dobroschi war

Veranstalter Sturm im Pech. Der Bochumer Roman Javoev,

zuvor in vier Kämpfen unbesiegt, hatte gut begonnen gegen

den Kölner. Dann klaffte aber gegen Ende der ersten Runde ein

tiefer Cut auf der Stirn über dem rechten Auge Javoevs. Ringarzt

Adam Balogh brach den Kampf in der Pause zur zweiten

Runde ab. Der 13. Sieg im 17. Kampf für Halbschwergewichtler

Dobroschi.

Der 20 Jahre alte Kölner Alex Born feierte in Düsseldorf

sein Profidebüt. Born, der nach neun Amateurkämpfen einen

Vertrag bei Promoter Sturm unterschrieb, musste mit dem Polen

Piotr Tomaszek jedoch härter kämpfen als ihm lieb war.

Schon von der ersten Runde an blutete der Kölner Supermittelgewichtler

aus einem Cut am linken Auge, zudem brachte

Tomaszek einige Volltreffer ins Ziel. Born jedoch noch mehr,

er siegte einstimmig über vier Runden nach Punkten.

Schwergewichtler Adnan Rezovic aus Bosnien-Herzegovina

setzte sich einstimmig über sechs Runden nach Punkten

gegen den Tschechen Ladislav Kovarik durch.

BoxSport 25


Am 2. Februar nimmt Felix

Sturm einen neuen Anlauf auf

den WM-Thron. In Düsseldorf

kämpft er gegen Sam Soliman

um das Recht, zum zweiten Mal

gegen IBF-Weltmeister Daniel

Geale, der den Kölner im September

knapp nach Punkten

besiegt hatte, zu boxen.

Am gleichen Abend,

wenn Sturm in Sat.1

kämpft, überträgt

die ARD die EM

Gutknecht gegen

Brähmer aus Berlin.

„Ein anderer

Abend kommt

leider nicht infrage“,

sagt

Sturms Manager

Roland Bebak.

In Düsseldorf war

Sturm auch erstmals

in

der Rolle des Promoters aufgetreten,

statt selbst in den Ring

zu steigen. Dabei sagten erst

die Ex-Weltmeister Chagaev

und Arslan kurzfristig ab, dann

verlor Hauptkämpferin Susi

Kentikian ihren WM-Kampf auch

noch äußerst umstritten

nach Punkten. Bei

Sat.1 wollten

nur 1,54 Millionen

Zus

c h a u e r

den Kampf

s e h e n .

Im Interview

mit

BoxSport-

Redakteur

A r n e

Leyenberg

zeigt sich

Felix Sturm

selbstkritisch.

Nach dem Promote

„Wir sind jetz

Felix Sturm: Erst Sieg über

BoxSport: Herr Sturm, was

ist anstrengender: selbst in den

Ring zu steigen oder eine Veranstaltung

als Promoter auf die

Beine zu stellen?

Felix Sturm: Ich hätte viel

lieber selbst geboxt. Irre, um was

man sich alles kümmern muss.

Ich habe schon gesagt: Ich boxe

lieber sechs Mal im Jahr selbst,

als zu promoten. Wahnsinn, was

in den letzten Tagen vor der Veranstaltung

abgelaufen ist. Wenn

Sturm: Das war ein knapper

Kampf. Ich war nicht gut drauf

an diesem Abend, ich habe

schlecht geboxt. Im Rückkampf

schlage ich Geale. Leider wollte

Geale den direkten Rückkampf

nicht. Jetzt werde ich mir das

Recht auf den Kampf eben gegen

Soliman erkämpfen. Ich werde

es allen beweisen und den ersten

Schritt zum nächsten WM-Titel

machen. Diesmal wird nichts

schiefgehen.

Man sieht es, es ging

einiges schief: Felix

Sturm, der Promoter

Kampfbekanntgabe in Düsseldorf: Felix Sturm, Fritz Sdunek, Moderator

Alexander von der Groeben und PR-Manager Manfred Meier (v.l.)

ich es nicht selbst

erlebt hätte, würde

ich es nicht

glauben.

B o x -

Sport: Dann

wird es also

ein angenehmer

Abend

für Sie am

2. Februar,

wenn Sie im

ISS Dome in

Düsseldorf gegen

Sam Soliman

boxen?

Sturm:

Nein, ich muss

höllisch aufpassen.

Das wird ein

Ausscheidungskampf

der IBF. Ich

will noch einmal

gegen Daniel Geale

boxen. Dafür muss ich

gewinnen.

BoxSport: Gegen den

australischen IBF-Weltmeister

haben Sie am 1. September Ihren

WBA-Gürtel nach Punkten

verloren.

BoxSport: Gegen WBA-

Weltmeister Gennady Golovkin

wollten Sie nicht boxen?

Sturm: Der Kampf gegen

Golovkin ist für mich uninteressant.

Wirtschaftlich lohnt sich

das nicht. Außerdem hat mir

Golovkins Promoter K2 nie ein

Angebot gemacht, wie sie immer

behaupten. Das stimmt nicht.

BoxSport: Sie wurden von

den WBA-Punktrichtern in letzter

Zeit ja nicht gerade bevorteilt.

Nun kam auch noch die

zweifelhafte Niederlage von Susi

Kentikian dazu. Wie erklären

Sie sich das?

Sturm: Wir werden uns in

Zukunft die Punktrichter genauer

anschauen und auch mal einige

ablehnen müssen. Wir werden

mal ordentlich dazwischen

hauen. Denn da sind wohl einige

dabei, die sich von anderen

Promotern beeinflussen lassen.

Denn manche Leute arbeiten

gegen uns, haben Angst davor,

dass wir mächtig werden und

ihnen Boxer abwerben.

BoxSport: Neben Susi

Kentikian sollte in Düsseldorf

26 BoxSport


-Debüt, bei dem vieles schiefging

t an zwei Krachern dran!“

Soliman – dann Revanche gegen Bezwinger Geale

eigentlich Ruslan Chagaev den

zweiten Hauptkampf bestreiten.

Warum hat Chagev eigentlich

abgesagt?

Sturm: Das weiß nur er

selbst. Ich habe persönlich nicht

mit ihm gesprochen, ich konnte

ihn nicht erreichen, sein Handy

war tagelang aus. Man hört da

widersprüchliche Aussagen. Mal

hat er super in Amerika trainiert,

mal ist er mit Übergewicht in

Hamburg herumgelaufen. Keine

Ahnung, was davon stimmt.

Ich denke, nach der Absage von

Mike Perez war die Luft für Chagaev

raus. Dann hat er keine

Lust mehr gehabt.

BoxSport: Ist das Thema

Chagaev damit für Sie beendet?

Sie hatten schließlich keinen

Vertrag.

Sturm: Die Tür ist noch nicht

zu. Ich werde mich mit ihm zusammensetzen

und dann klären

wir, wie groß seine Motivation

noch ist, was er noch vorhat.

Wir können immer noch eine

längerfristige Zusammenarbeit

fixieren.

BoxSport: Anders sieht es

wohl mit Firat Arslan aus.

Sturm: Die Türen sind für

immer zu. Da hat auch Sat.1

keine Lust mehr drauf.

BoxSport: Wir haben die

Konstellation Sturm und Arslan

für ideal gehalten. Schließlich

dachte Arslan nach der Niederlage

gegen Marco Huck schon

Der nächste Gegner

Sam Soliman konnte bislang von 53 Profikämpfen 42 gewinnen,

17 davon durch K.o. Der 39 Jahre alte Australier ist die

Nummer eins der IBF-Weltrangliste, Felix Sturm die Nummer

vier. Soliman stand zuletzt im August im Ring, punktete den früheren

Sturm-Herausforderer Giovanni Lorenzo aus der Dominikanischen

Republik aus. Bei seiner bislang einzigen WM-Chance

ging Soliman 2007

gegen seinen

Landsmann Anthony

Mundine

k.o. „Er ist ein

typischer Australier,

springt in

den Mann wie ein

Känguru“, sagte

Sturms Trainer

Fritz Sdunek, der

den Kölner bereits

auf das Duell

mit Soliman vorbereitet.

„Dieses

Mal kommt auch

das Training von

Vitali Klitschko

nicht dazwischen.“

„Ich bin

beeindruckt von

Sturm“, sagte

Soliman. „Aber

ich habe gute

Erinnerungen

an Deutschland.

2000 habe ich in

Frankfurt Jerry

Elliott geschlagen.“

Sie sagten ab

Ruslan Chagaev

ans Karriereende, weil er keinen

Promoter und keinen Fernsehsender

im Rücken hat. Mit Ihnen

hatte er auf einmal wieder

eine Option.

Sturm: Genau so ist es. Er

hätte vor einem Millionenpublikum

im Fernsehen geboxt,

gegen einen Mann, den er auf

jeden Fall geschlagen hätte. Er

wäre mit einem Schlag wieder

im Gespräch gewesen. Was will

er denn mehr?

BoxSport: Mehr Geld wahrscheinlich.

Sturm: Firat wollte unbedingt

boxen. Er hat extra seinen

Urlaub in der Türkei abgebrochen

und ist mit seiner Mutter

nach Deutschland geflogen. Er

war schon hier in Düsseldorf im

Hotel. Aber dann hat sein Berater

davon Wind bekommen und

war wohl beleidigt, dass wir direkt

mit Firat gesprochen haben.

Aber das mussten wir, die Zeit

war so knapp.

BoxSport: Was macht Firat

jetzt?

Sturm: Sie setzen wohl alles

daran, das Rematch gegen Huck

zu bekommen. Mal schauen, ob

das klappt. Wenn Huck allerdings

seine Pflichtverteidigung

gegen Ola Afolabi verliert, di er

zuerst machen muss, sieht alles

auf einmal ganz anders aus.

Aber noch einmal: An Firat lag

Firat Arslan

es nicht, er wollte unbedingt boxen,

er ist ein echter Krieger. Wir

wünschen ihm für die Zukunft

alles Gute. Aber Firats Berater

hat offenbar das letzte Wort und

entscheidet. Firat hat sich bei

mir entschuldigt. Es tut mir leid

für ihn.

BoxSport: Wird es jetzt

nicht Zeit, Ihren Stall breiter

aufzustellen, mehr Boxer zu

verpflichten?

Sturm: Sie können sich gar

nicht vorstellen, wer alles bei mir

anruft und für mich boxen will.

Wir sind aktuell an zwei Krachern

dran, die wahrscheinlich

ab Januar für mich boxen werden.

Wir sprechen derzeit mit

vier, fünf sehr interessanten Boxern,

auf die wir in der Zukunft

bauen können. Unter ihnen ist

auch einer aus dem Amateurlager.

Da wird noch viel passieren.

Im März werde ich wieder als

Promoter veranstalten.

BoxSport: Trotz der Kampfabsagen

von Chagaev und Arslan

und der Punktniederlage

von Susi Kentikian: Wie fällt

Ihr Fazit nach Ihrer ersten Veranstaltung

als Promoter aus?

Sturm: Wir sind zufrieden.

Natürlich müssen wir besser

werden, wir müssen an uns

arbeiten. Aber aller Anfang ist

schwer. Es ist noch kein Meister

vom Himmel gefallen.

BoxSport 27


Frohe Feiertage

✷ ✷ ✷✷

Die Box-Abteilung Kaltenkirchener Turnerschaft e.V.

und

wünschen allen Geschäftspartnern, Sportlern,

Sponsoren sowie Lesern, besinnliche

Weihnachtsfeiertage und ein gesundes,

erfolgreiches Jahr 2013.

Ein ganz besonderer Dank geht an unsere

Geschäftspartner:

Erholsamer Schlaf

nach dem Knock-Out!

Schön, dass Sie da waren.

Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch.

Wir sorgen für einen angenehmen

Aufenthalt. Buchen Sie unter:

Tel: 0221-27720 3500 oder

reservations.cologne@radissonblu.com

Präsident: Dr. Ottomar Sachse

Vizepräsident Sport: Artur Ellensohn

Vizepräsident Verwaltung/Finanzen:

Matthias Kranz

www.bdf-boxen.de

Frohe Weihnachten und

einen guten Rutsch

wünschen

Denny & Peter Althof

www.kampfsport-althof.de

❄ ✷ ✷ ✷✷❄

T

Ein Frohes Weihnachtsfest und ein

T

glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2013

wünscht allen Mitgliedern, Freunden, Aktiven und Veranstaltern

der Bund Deutscher Faustkämpfer

Bund Deutscher Faustkämpfer

Mansfelder Str. 15

D-06108 Halle/Saale

Tel. 0345-4781904

e-mail: info@bdf-boxen.de

28 BoxSport


✷ ✷ ✷✷

Frohe Weihnachten

und ein erfolgreiches neues Jahr

wünschen wir

das Brunst & Partner Team

Anna-Schneider-Steig 1, 50678 Köln

allen Boxsportaktiven und

Boxsportbegeisterten

Liebe Freunde des Boxsports,

Liebe Freunde des Boxsports,

in der Geborgenheit der Familie Weihnachten

zu feiern, ist in der heutigen

Zeit wohl das Schönste aller Geschenke.

in permanent bewegten Zeiten

wünsche ich Ihnen allen

einen kleinen Moment

des Innehaltens und der Besinnung

an den Feiertagen.

Dieses Glück wünsche ich Jedem.

Frohe Weihnachten

und Frohe ein Weihnachten

gutes und ein neues gutes Jahr

neues Jahr.

Ihr

Ex-Weltmeister

Ihr

Maske

Henry Maske

DIE WIKINGER SIND WIEDER DA!

Frohe Weihnachten und

ein frohes Neues Jahr !

BoxSport 29


Kluch macht den Laden dicht

Universum pleite

Zbik schuldet er noch 187.000€ – Erdei will 700.000€ von ihm

Die Worte, die Waldemar

Kluch im Maritim-Hotel

am Hamburger Hauptbahnhof

wählte, klangen

nach Endgültigkeit. „Für

mich ist das Kapitel Universum

seit gestern abgeschlossen. In

der jetzigen Form ist das Unternehmen

nicht zu retten“, sagte

der Geschäftsführer des Hamburger

Profistalls Universum,

um zu erklären, warum er einen

Tag zuvor beim Amtsgericht

einen Antrag auf Eröffnung eines

Insolvenzverfahrens gegen

die Universum Boxpromotion

GmbH gestellt hatte.

Mit dem Eingeständnis der

Zahlungsunfähigkeit endete

eins der erfolgreichsten Kapitel

deutscher Boxsport-Geschichte.

Das 1984 von Klaus-Peter Kohl

gegründete Unternehmen hatte

sich Mitte der 90er-Jahre zu

einem Stall mit Weltruf

entwickelt. Sportler

wie Vitali und Wladimir

Klitschko,

Dariusz Michalczewski

oder

auch Regina

Halmich sorgten

für weltweit

beachtete

Kämpfe, die

von 2002 bis

2010 im ZDF live

Ihm stehen noch 187.000 Euro

Kampfbörse zu: Sebastian Zbik

übertragen und von dem

Sender mit rund 20 Millionen

Euro jährlich finanziert wurden.

Mit Auslaufen des Vertrags

verschlechterte sich die Lage

rapide. Kohl übergab im Juni

2011 die Geschäfte an Kluch,

der ankündigte, mithilfe finanzstarker

Investoren aus Osteuropa

den Neuanfang zu starten.

Doch daraus wurde nichts. Im

Gegenteil: Der 54-Jährige hat in

den 17 Monaten seines Wirkens

viele neue Verbindlichkeiten angehäuft.

Der härteste Fall ist der

des Mittelgewichtlers Sebastian

Zbik, dem Kluch aus dem WM-

Kampf gegen Felix Sturm im

April noch rund 187.000 Euro

Kampfbörse schuldet. Zbik hatte

deshalb Ende Oktober einen

Insolvenzantrag gegen Universum

gestellt und Kluch zudem

wegen Untreue angezeigt. Er

könne beweisen, dass die Börse

auf ein treuhänderisches Konto

eingezahlt worden sei. Dieses

Verfahren ist anhängig und wird

sich noch Wochen hinziehen.

Kluch sagte zur Begründung

seines Schritts, es seien „künstliche

Baustellen geschaffen worden“.

Er verwies auf „eine Menge

komischer Rechnungen, die in

den vergangenen Tagen aufgetaucht

sind, um Universum fertigzumachen“.

Dass Gläubiger

angesichts eines erfolgten Insolvenzantrags

ihre Forderungen

geltend machen, ist indes ein

völlig normales Vorgehen.

Eine Anwaltsrechnung über

415.000 Euro aus den Jahren

2007 bis 2009, die Kluch als

Beleg vorwies und die erst am

12. November eingegangen

sein soll, war

nach Boxsport-

Informationen

Inhalt des 2011

mit Kohl geschlossenen

Kaufvertrags.

Auch ein

anhängiger

Rechtsstreit

mit dem früheren

Halbschwergewichts-Weltmeister

Zsolt Erdei,

in dem es um rund 700.000

Euro Schadenersatz geht, hätte

Kluch - anders als er es

darstellte - nicht unbekannt

sein dürfen,

wenn er vor Vertragsabschluss

eine eingehende

Unternehmensprüfung

veranlasst

hätte.

Mehrfach

verstrickte sich

Kluch in Widersprüche.

So behauptete

er zunächst, über

die finanzielle Lage Universums

keine Auskünfte geben zu

können. Auf die Nachfrage, ob

das Insolvenzverfahren mangels

Masse überhaupt eröffnet werden

könne, sagte er

dann, er habe dafür

gesorgt, dass ausreichend

Masse vorhanden

sei.

Die Rolle, die

Kluch in der Zukunft

spielen will, ist unklar.

Zunächst behauptete

er, mit dem

Boxen nichts mehr zu

tun haben zu wollen,

zuletzt gab er mehrfach

an, dass er, sollte

der Insolvenzverwalter

Universum retten,

zum Weitermachen

bereit sei. Die Verträge

der verbliebenen

Boxer wie Ina Menzer,

Dimitri Sartison

oder Vitali Tajbert seien

von der Insolvenz

nicht berührt, er habe

sie schon vor Monaten

als Sicherheit für

seine Darlehensgeber

in vier Gesellschaften

überführt. Dies fechten

mehrere Boxer

mittlerweile juristisch an. Mit

den anderen Gesellschaften habe

er nichts zu tun, sagte Kluch.

Merkwürdig nur, dass bei zweien

der Geschäftsführer Waldemar

Kluch heißt, und dass Anfang

November eine neue Firma gegründet

wurde. Geschäftsführer

soll dort Kluchs Sohn Felix sein.

Der vorläufige Insolvenzverwalter

Hendrik Rogge muss

in den kommenden

Wochen nun nicht

nur prüfen, ob

Werte beiseite

geschafft wurden,

sondern

auch, ob der

Straftatbestand

der

Insolvenzverschleppung

gegen

Zsolt Erdei fordert

noch 700.000 Euro

von Kluch

Kluch geltend gemacht

werden kann. Dieser allerdings

ist sich keiner Schuld bewusst.

„Alle Vorwürfe sind falsch“, sagte

er.

Universum-Geschäftsführer Waldemar

Kluch macht den Laden dicht

Er werde Verleumdungsklage

gegen Zbik stellen, außerdem

gegen die Zwangsversteigerung

seines Dima-Sportcenters in

Lohbrügge, mit der Kohl die offene

Kaufsumme von 1,5 Millionen

Euro eintreiben will, gerichtlich

vorgehen. Weiter will er von

Kohl rund zwei Millionen Euro

zurückfordern, die seine Investoren

in Universum gesteckt hätten

- und auf Rückabwicklung

des Kaufvertrags klagen.

Allerdings hat Kohl, so sein

Anwalt Peter Wulf, einen vollstreckbaren

Titel, sodass an der

Forderung keine juristischen

Zweifel bestehen. Anfang Dezember

hatte ein Gutachter eine

Begehung des Geländes in

Lohbrügge durchgeführt. Die

endgültige Bewertung und die

Zwangsversteigerung könne

sich, so Wulf, jedoch Monate

hinziehen. Das Thema Universum

dürfte also noch länger interessant

bleiben.

30BoxSport


„Wir wollen

mit Boxen

nichts mehr

zu tun haben“

„Mein Fehler war, dass ich nach dem ZDF-

Ausstieg keinen Schlussstrich gezogen habe“

Der einst so glanzvolle Universum-Boxstall ist Geschichte. Universum-Boss

Waldemar Kluch musste für sein Unternehmen Insolvenz

anmelden. Für Klaus-Peter Kohl (68), den einstigen Gründer von Universum,

der seinen Stall zum größten und erfolgreichsten in Europa

So kannte man sie:

Klaus-Peter Kohl

und Schwiegersohn

Dietmar Poszwa

gemeinsam am

Boxring. Dieses Bild

wird es wohl nicht

mehr geben

aufbaute, ist damit nicht nur sein Lebenswerk zusammengebrochen.

Im BoxSport-Interview spricht der ehemalige Promoter über die

Gründe des Niedergangs von Universum und über die Gerüchte, er

wolle mit einem neuen Stall angreifen.

BoxSport: Herr Kohl, Ihr

Nachfolger Waldemar Kluch

behauptet, Sie bestechen Boxer,

damit diese gegen Universum

klagen.

Klaus-Peter Kohl: Ich habe

die Vorwürfe von Herrn Kluch

zur Kenntnis genommen und

mich sehr darüber geärgert.

Nichts davon ist wahr, und das

will ich hiermit ein für allemal

klarstellen. Weder gebe ich Boxern

Geld, noch plane ich einen

Wiedereinstieg ins Boxen. Ein

neuer Stall ist das Einzige, was

ich mit Sicherheit nicht mehr

machen werde. Und das gilt

auch für meinen Schwiegersohn

Dietmar Poszwa.

BoxSport: Beraten Sie Ihre

früheren Boxer noch?

Kohl: Wir beraten niemanden

mehr, da wir nicht mehr

in diesem Geschäft tätig sein

wollen. Meine frühere Schwergewichtshoffnung

Sascha Dimitrenko

zum Beispiel hätte

gern, dass ich ihm helfe. Aber

ich habe ihm im September

abgesagt und zahle ihm auch

nicht, wie Kluch behauptet,

seinen neuen Trainer Tommy

Brooks. Den Managervertrag

mit Schwergewichtler Denis

Boytsov, von dem Kluch ja auch

behauptet hat, Dietmar und ich

würden ihn in die USA verkaufen

wollen, haben wir ebenfalls

im September gekündigt. Wir

wollen mit Boxen nichts mehr

zu tun haben.

BoxSport: Wundern Sie

sich, dass viele Boxer, die am

Ende Ihrer Ära schlecht über Sie

geredet haben, jetzt auf einmal

merken, wie gut sie es damals

hatten?

Kohl: Mir tut es leid, dass sie

es jetzt nicht mehr so gut haben.

Einige realisieren erst jetzt, dass

sie damals ein Rundum-sorglos-

Paket hatten. Das Geld kam immer

pünktlich und auf den Cent

Das

sport

INTERVIEW

Björn Jensen mit Klaus-Peter Kohl

genau aufs Konto. Aber ich war

immer ein Mensch, der nur nach

vorn schaut und nicht zurück.

Nur eins: Genugtuung spüre ich

jetzt sicher nicht, dafür ist die

Situation viel zu traurig.

BoxSport: Es gab ja von

vielen Seiten Vorwürfe, dass Sie

sich nach dem Auslaufen des

Vertrags mit dem ZDF im Sommer

2010 nur noch halbherzig

um Universum gekümmert

haben. Werfen Sie sich das im

Nachhinein vor?

Kohl: Es stimmt einfach

nicht, dass ich es halbherzig

gemacht habe, es gibt nur ganz

oder gar nicht für mich. Die Situation

hatte sich geändert. Viele

Boxer wollten weg, als sie hörten,

dass es mit dem ZDF nicht

weitergeht. Das hat dann auch

meine Lust geschmälert.

BoxSport: Das heißt, Sie

haben keine Fehler gemacht,

die dazu geführt haben, dass

Universum heute vor dem Aus

steht?

Kohl: Nur der, der nichts

macht, macht keine Fehler. Niemand

ist fehlerlos. Ich war aber

in jeder Situation der Überzeugung,

dass es richtig ist, was ich

tue. Deshalb werfe ich mir im

Rückblick eigentlich nur eins

vor.

BoxSport: Das wäre?

Kohl: Dass ich nicht im

Sommer 2010 einen sauberen

Schlussstrich gezogen und das

Kapitel Universum beendet habe.

Ich wollte eigentlich schon

2009 Schluss machen, als wir

25. Jubiläum gefeiert haben.

Ich wusste, dass wir keinen so

guten TV-Vertrag mehr bekommen

würden. Aber ich wollte

nicht, dass das Kapitel Universum

so zu Ende geht, deshalb

habe ich jemanden gesucht, der

es ordentlich weiterführt.

BoxSport: Wieso haben Sie

Kluch das zugetraut?

Kohl: Er hatte von mir

Spielhallen gekauft und alles

ordnungsgemäß abgewickelt.

Ich wusste, dass er Kontakte zu

schwerreichen Unternehmern

aus Osteuropa hat. Deshalb

habe ich geglaubt, dass er es

schafft. Wenn er nur ein Drittel

von dem eingehalten hätte, was

er versprochen hat, ginge es

Universum heute gut. Ich hätte

nie geglaubt, dass ich mich so

blenden lassen würde.

BoxSport: Ist der deutsche

Markt derzeit denn überhaupt

noch offen für einen teuren

Boxstall? Setzen die meisten

TV-Sender nicht nur noch auf

einzelne Kämpfer?

Kohl: Wenn man es richtig

macht, ist immer etwas möglich.

Man braucht allerdings

eine Lokomotive, mit der man

Investoren und TV-Sender begeistern

kann, dann kann man

auch Waggons anhängen. Aber

bevor Sie jetzt fragen, wer das

sein könnte und wie man es

richtig machen muss: Ich habe

1984 mit nichts angefangen

und einen sehr erfolgreichen

Stall aufgebaut. Jetzt habe ich

keine Lust mehr, noch einmal

neu anzufangen. Für mich ist

das Kapitel Boxen abgeschlossen,

definitiv.

BoxSport

31


Fünf schwere Jungs vo

Ein K.o.-Spektakel gab es

bei der „Nacht der schweren

Jungs“ im Magdeburger Maritim-Hotel

zu sehen. Auf der

SES-Veranstaltung landeten

gleich fünf Boxer aus dem Stall

von Ulf Steinforth vorzeitige

Siege. BoxSport stellt die fünf

K.o.-Bomber vor. Zu denen will

bald auch Dennis Ronert gehören,

der ab sofort für SES in

den Ring steigt. Der Cruisergewichtler

war in Magdeburg

nah dran an einem Knockout,

schickte seinen Gegner Tamasz

Bajzath zu Beginn der dritten

Runde erstmals zu Boden. Doch

der Ungar erwies sich als tapferer

Kämpfer und rettete sich

über die Runden. Am einstimmigen

Punktsieg Ronerts gab

es dennoch nichts zu makeln.

Da stand er noch: Der

Argentinier Nelson Dadio

Dominguez (rechts) stürmt

verzweifelt auf Francesco

Pianeta zu…

Francesco Pianeta

(Schwergewicht)

Der Italo-Germane lebt in

Gelsenkirchen und hat seine

Krebserkrankung überwunden.

Der Schwergewichtler bestreit

das Konditionstraining gemeinsam

mit Krasniqi in München.

Acht Wochen vor den

Wettkämpfen begibt sich der

Schwergewichtler unter die Obhut

von Trainer Dirk Dzemski.

Gegen den Argentinier Dario

Dominguez gewann er seinen

15. Kampf durch Kockout. Nach

2:31 der ersten Runde musste der

Argentinier aufgeben. Francesco

Pianeta bezwang schon die Box-

Urgesteine Francois Botha und

Oliver McCall. Pianeta ist in allen

Ranglisten vorn. Für einen

Europameistertitel-Kampf wäre

Kubrat Pulev der Gegner. Trainer

Dzemski: „Wenn Fancesco noch

fleißiger und noch härter arbeitet,

kann er nicht nur um die EM

sondern sogar um die WM boxen.“

Dominic Bösel

(Halbschwergewicht)

Keine drei

Runden dauerte

es, da fällte

Dominic Bösel

(rechts) den

Ungarn Zoltan

Kiss Junior

mustergültig

Zoltan Kiss Junior erwies

sich in Magdeburg als zäher

Gegner für Dominic Bösel. Der

Ungar kann boxen. Der Freyburger

gewann unterstützt von 150

Mitgliedern seines Fan-Klubs

durch K.o. nach 2:55 Minuten

der dritten Runde. „Mit Dominic

lasse ich mir Zeit. Den Jungen

will ich ganz nach oben führen.

Er ist erst 23 Jahre alt“,

sagt Dirk Dzemski. Der Trainer

gibt seinem Schützling aber

trotzdem einen mit: „Dominic

hat die Zügel etwas schleifen

lassen und bei seinem vorletzten

Kampf schlecht ausgesehen.

Jetzt hat er begriffen, dass man

…kurze Zeit später findet er sich im

Ringstaub wieder – K.o.-Sieg in Runde

eins für das SES-Schwergewicht

auch als Talent nur gut ist, wenn

man hart arbeitet.“ Na dann,

Prost! Ein Flasche Sekt steht immer

kalt. Dominics Mutter sitzt

im Vorstand der „Rotkäppchen

Sektkellerei“ in Freyburg.

Robin Krasniqi

(Halbschwergewicht)

Robin Krasniqi (25) ist wie

Ex-Schwergewichtler Luan Kraniqi

im Dorf Junik im Kosovo

geboren. Beide sind aber nicht


n SES als K.o.-Bomber

verwandt. Robin kam mit seinen

Eltern nach Deutschland, wurde

hier eingeschult und wuchs

in München auf. Mit 17 Jahren

begann er in der Münchner

Boxfabrik als Boxer: „Ich war nie

Amateur, sondern habe gleich

als Profi meine Kämpfe bestritten.

Dadurch komme ich auf

die Zahl von 42 Profikämpfen,

obwohl ich gerade 25 Jahre alt

bin.“ Krasniqis Training bekam

aber erst Systematik, als er sich

vor drei Jahren dem Magdeburger

SES-Stall anschloss. Inzwischen

steht er auf Platz eins der

WBO-Weltrangliste und ist offizieller

WM-Herausforderer des

Walisers Nathan Cleverly.

Krasniqi lebt in München und

in Magdeburg. „Mein Athletik-

Trainig absolviere ich bei Alfred

Segerer in München. Gerade jetzt

im Dezember haben wir neben

der Kraft viel Crosstraining gemacht

und sind in die Berge zum

Skilanglauf gefahren“, sagt Krasniqi.

Der Halbschwergewichtler

und WBO-Interconti-Titelträger

setzte sich gegen den Amerikaner

Max Heyman nach 2:45 Minuten

der dritten Runde mit t.K.o.

durch. Ringrichter Manfred

Küchler hielt den Ami nicht mehr

für kampffähig und brach das ungleich

gewordene Duell ab.

Bald ein WM-Fight: Robin Krasniqi (rechts) empfahl sich mit

seinem K.o.-Sieg über Max Heyman für höhere Aufgaben

den Tschechen Josef Obselo im

Halbschwergewicht. Obselo

musste trotzdem mehrfach auf

die Bretter. Deshalb brach der

Ringrichter den Kampf nach

1:42 der dritten Runde ab.

Schon in der ersten Runde erwischte

Markus Tomala (links)

sein Gegenüber

Istvan Ruszinsky:

K.o. in Runde eins

Grund zur Freude: SES-Boss Ulf Steinforth

„Moritz habe ich in Halle an der

Saale aufgegabelt. Er ist kein

unbeschriebenes Blatt. Er ist

mehrfacher Deutscher Meister

bei den Junioren und schlug

zuletzt den aktuellen Chemie-

Pokal-Sieger Joe Ward aus Irland.

Moritz sah in Halle bei den

Amateuren keine Perspektive

mehr, deshalb habe ich ihn zu

SES geholt. Ich denke, wir werden

an ihm noch unsere Freude

haben“, hofft Trainer Dzemski.

Markus Tomala

(Schwergewicht)

„Markus ist ein Juwel. Er

kann im Schwergewicht vielleicht

etwas werden. Ich bin

jedenfalls froh, dass er zu uns

gefunden hat“, sagt SES-Promoter

Ulf Steinforth. Tomala

stammt aus Düsseldorf und

trainiert dort bei seinem Vater.

Was der Papa ihm beigebracht

hat, kann sich sehen lassen. Vor

allem seine krachende Rechte

wirkt wie ein Vorschlaghammer.

Der Ungar Istvan Ruszinszky

bekam es zu spüren.

Schon in der ersten Minute

der ersten Runde donnerte

Tomala die Rechte an die Kinnspitze

seines Gegners. Danach

war Istvan nur noch der Taumler

im Ring. „Ich konnte es

nicht verantworten und habe

den Ungarn nach 1:14 Minuten

Kampfdauer der ersten Runde

aus dem Ring genommen“, erklärte

Referee Klaus Griesel aus

Nordhausen.

Moritz Stahl

(Halbschwergewicht)

Moritz Stahl bestritt in Magdeburg

erst seinen zweiten Profikampf.

Der Supermittelgewichtler

boxte ausnahmsweise gegen

Zweiter Kampf – zweiter K.o.-Sieg! Moritz Stahl (links) ließ Josef Obselo keine

Chance, siegte durch t.K.o. in der dritten Runde

BoxSport 33


Das

sport

gespräch

Manfred Hönel mit Dirk Dzemski

Wir sind

die Nr. 2 in Deutschland!

Der Physiotherapeut und ehemalige Boxprofi Dirk Dzemski (40), früherer

Weltmeister im Mittelgewicht nach Version der NBA, arbeitet

seit fünf Jahren als Trainer beim SES-Boxstall in Magdeburg. Box-

Sport unterhielt sich mit dem erfolgreichen Newcomer unter den

deutschen Profiboxtrainern.

BoxSport: Ihre

Veranstaltungen finden

oft in gehobener

Umgebung wie den

Ballsälen verschiedener

Maritim-Hotels

oder in bekannten

Sporthallen statt.

Sie haben Welt- und

Europameister und

Weltklasse-Boxerinnen

in ihrem Gym.

Wie schaffen Sie das

als Boxstall aus der

Provinz?

Dirk Dzemski:

Provinz–Boxstall finde

ich gemein. Wir

haben natürlich gegen

Städte wie Berlin,

Hamburg, München

oder Köln Standort-

Nachteile. Aber wo

sind denn die angeblichen

Macher geblieben?

Alle weg. Nach

Sauerland haben wir uns als

zweitgrößter Boxstall etabliert.

Wir veranstalten in Deutschland,

Slowenien, Tschechien,

Russland und der Ukraine. Wir

boxen in den USA und Italien.

Wir haben keinen großen Fernsehsender

wie Sauerland mit der

ARD im Rücken. Unser Manager

Ulf Steinforth und wir Trainer

und Helfer versuchen, durch

Einsatzbereitschaft fehlende Finanzkraft

auszugleichen. Wir

sind der einzige überregional bekannte

Profi-Boxstall im Osten.

BoxSport: SES hat jetzt

schon mehrmals die „Nacht der

schweren Männer“ veranstaltet.

Warum kommen die schweren

Jungs gerade zu ihnen?

Dzemski: Die Boxer-Dichte

in den höheren Gewichtsklassen

ist einfach größer. In Deutschland

leben einfach mehr größere

und schwere Menschen. Ich will

mich aber damit nicht zufrieden

geben, sondern in den unteren

Gewichtsklassen nachlegen. Ich

habe bereits zwei kleine Jungen

entdeckt, die ich entwickeln

will. Die unteren Gewichtsklassen

sind durch ihre größere Beweglichkeit

und die Schnelligkeit

nämlich sehr attraktiv.

BoxSport: Wie finden Sie

die Talente für ihren Boxstall?

Dzemski: Ich gucke mich

viel bei kleineren Veranstaltungen

und bei den Amateuren

um. So habe ich zum Beispiel

Dominic Bösel und Moritz Stahl

entdeckt. Manchmal besuche

ich auch Veranstaltungen der

Kickboxer. Ich habe festgestellt,

dass dort gelegentlich bemerkenswerte

Boxtalente agieren.

Es hat sich inzwischen herumgesprochen,

dass bei uns eine

kameradschaftliche Atmosphäre

herrscht und gute Arbeit geleistet

wird. Wir werden für junge

Boxer attraktiv, auch wenn wir

hauptsächlich in unserem Gym

in Magdeburg trainieren und uns

nur ganz selten ein Trainingslager

leisten können.

BoxSport: Wie beurteilen

Sie ihre Arbeits-Bedingungen in

Erfolgreicher Boxtrainer: Dirk Dzemski mit seinem zurzeit besten Pferd im Stall, Robin Krasniqi, und SES-Chef

Ulf Steinforth (v.l.)

Magdeburg?

Dzemski: Ich würde schon

sagen, die sind ideal. Unser Gym

hat alles, was man für ein Spitzentraining

benötigt. Dazu greift

uns bezüglich der Diagnostik

und Sportmedizin der Magdeburger

Olympiastützpunkt unter

die Arme. Außerdem helfen uns

bezüglich des Sportmaterials

viele kleine Sponsoren. Wenn

ein Boxer fleißig ist, kann er es

bei uns wie Jan Zaveck, Robert

Stieglitz oder Christina Hammer

zu Spitzenleistungen schaffen.

BoxSport: Wie sind Sie Trainer

geworden?

Dzemski: Ich hatte den B-

Schein, weil ich bei meinem

Vater im Boxverein Görzig-Fruneland

als Trainer mitgeholfen

habe. Bei SES war ich Assistent.

Dann ging Werner Kirsch in Rente

und Torsten Schmitz hatte bei

Sauerland unterschrieben. Ich

wurde gefragt, ob ich das Training

übernehmen wollte. Jetzt

bin ich schon fünf Jahre auf dem

Posten.

BoxSport: Welche Ziele

schweben ihnen vor?

Dzemski: Zunächst wollen

wir mit Robin Krasniqi

gegen Nathan

Cleverly um die WM

boxen. Ich hoffe nicht,

dass Cleverly kneift

und den Titel freiwillig

niederlegt. Der

Engländer weiß aber

auch, dass Robin ein

starker Gegner ist. Robin

hat aber noch keinen

großen Namen,

das ist für den Ruf des

Weltmeisters gefährlich.

In der Zeitspanne

von 90 Tagen ab dem

30. November muss

der Kampf nach den

Regeln der WBO über

die Bühne gegangen

sein.

BoxSport: Robert

Stieglitz hat Ärger

mit seiner Noch-Frau,

dem Schwiegervater

und der Justiz. Werden

wir Stieglitz noch einmal im

Ring sehen?

Dzemski: Warum nicht? Robert

trainiert fleißig – wie immer.

Seine privaten Probleme werden

sich demnächst lösen. Ich gehe

davon aus, dass Robert die

Wahrheit gesagt hat und Recht

bekommen wird. Anfang nächsten

Jahres wird Robert einen

Kampf bestreiten, damit er nicht

aus dem Rhythmus kommt,

dann bereiten wir das Rematch

gegen Arthur Abraham vor.

BoxSport: Wie denken Sie

über die Welt-Box-Serie (WSB).

Könnte das eine Konkurrenz für

die Profis werden?

Dzemski: Ich denke, das

wird ein Rohkrepierer. Die Fans

brauchen Lokalmatadore. Wer

soll zum Boxen gehen, wenn

zwei Rumänen für Deutschland

boxen, deren Namen die Fans

noch nie gehört haben? Wir

brauchen im Boxen Zugpferde.

34BoxSport


Schwere K.o.-Niederlage des Superstars gegen d

Das Ende des Pac-Man: Marquez

dreht jubelnd ab, Manny Pacquiao

liegt regungslos am Boden

Das Ende

Mit diesem rechten

Hammer streckte

Marquez den

Champion von den

Philippinen nieder

Sie hatten für

die vierte Auflage

einen K.o.

angekündigt.

Und tatsächlich: Das vierte Aufeinandertreffen

zwischen Manny

Pacquiao und Juan Manuel

Marquez endete mit einem krachenden

Knockout. Aber Pacquiao

und sein Trainer Freddie

Roach hatten sich das sicherlich

ganz anders vorgestellt, als sie

Wochen vor dem Kampf verkündeten:

nach einem Unentschieden

und zwei fragwürdigen

Punktsiegen des Philippiners sei

es nun Zeit für einen K.o. Am

Ende der sechsten Runde, der

insgesamt 42. zwischen Pacquiao

und Marquez, lag der Superstar

von den Philippinen mit

dem Gesicht nach unten zwei

lange, bange Minuten auf dem

Ringboden im MGM Grand von

Las Vegas. Und der Mexikaner

des Pac-Man?

Auf den Philippinen trug das

ganze Land Trauer

Marquez triumphierte

im vierten Anlauf zum ersten

Mal. Das bittere Ende des Pacman?

Mit der schweren K.o.-Niederlage

platzten die Träume

vom Megafight gegen den unbesiegten

Floyd Mayweather Jr.

Pacquiaos Promoter Bob Arum

brachte zwar noch in der Stunde

der Niederlage einen fünften

Kampf zwischen den beiden legendären

Rivalen ins Spiel. Es

kann aber gut sein, dass der mittlerweile

39 Jahre alte Pacquiao,

vor allem nach Studium des

Kampfvideos, seine illustre Karriere

beenden und sich künftig

ganz um seine politische Laufbahn

kümmern wird. Noch sitzt

der frühere Weltmeister in fünf

verschiedenen Gewichtsklassen

als Vertreter seiner eigenen Partei

lediglich im philippinischen

Kongress. Er wird jedoch, ähnlich

wie Schwergewichtswelt-

meister Vitali Klitschko in der

Ukraine, bereits als zukünftiger

Präsident des Inselstaates gehandelt.

Auch Mutter Dionisia

drängt ihren Sohn zum Aufhören.

In Las Vegas weinte Ehefrau

Jinkee bittere Tränen, schrie und

musste von Promoter Arum zur

Ruhe gebracht werden, zu Hause

auf den Philippinen trug ein

ganzes Land Trauer. Wie immer,

wenn der Volksheld boxt, ruhte

auf den Inseln das Leben. Taxis

standen still, Busse und Bahnen

fuhren nicht mehr, auch das Militär

fuhr keine Patrouillen mehr.

Nach dem verheerenden Taifun

mit mehreren Hundert Toten

wurde für die Übertragung von

Pacquiaos Kampf sogar die Suche

nach Überlebenden und die

Bergung von Leichen eingestellt.

Doch alles Daumendrücken vor

den Fernsehgeräten war wieder

vergeblich. Hatte Pacquiao

sich im Juni dem Amerikaner

Timothy Bradley noch unverdient

nach Punkten geschlagen

geben müssen, gab es nun keinen

Zweifel mehr: Pacquiao hat

seine beste Zeit hinter sich. Er

ist nicht mehr der Quell schier

unerschöpflicher Energie, der

Wirbelwind, der seine Gegner

überrollt.

Marquez, der deutlich muskulöser

als in den Kämpfen zuvor

wirkte, konterte ihn wie bereits

in den ersten drei Kämpfen aus,

dieses Mal nur gnadenlos effektiv.

Schon in der dritten Runde

musste Pacquiao nach einer harten

Rechten zur Schläfe zu Boden.

Zwar kam der Philippiner

noch einmal auf, in der fünften

Runde schickte er Marquez zu

Boden. Doch nur eine Runde

später das gnadenlose Ende. In

einen Angriff Pacquiaos schlug

Marquez eine ansatzlose Rechte

an die Kinnspitze des Philippi-

36 BoxSport


en Mexikaner Marquez

Bei der 50-Cent-Show

ners. „Das war ein perfekter

Schlag“, sagte Sieger Marquez

hinterher. „Solch einen

Schlag hatte ich nicht erwartet,

er war sehr hart. Ich habe

ihn nicht kommen sehen“, gestand

der Verlierer. Pacquiao

kippte vornüber, Ringrichter

Kenny Bayless brauchte nicht

einmal zu zählen. Pacquiao

blieb bewusstlos, seine Frau

Jinkee stand am Ring und

weinte hemmungslos.

Nach bangen Minuten

konnte der gefallene Held, der

zum Zeitpunkt des Abbruchs

Anlauf zum ersten Mal zu siegen.

Vier Kämpfe zwischen

denselben Boxern hatte es

zuvor lediglich zwischen Sugar

Ray Robinson und Gene

Fullmer (1957-1961), Jersey

Joe Walcott und Ezzard

Charles (1949-1952) sowie

Sandy Saddler und Willie Pep

(1948-1951) gegeben. Sugar

Ray Robinson und Jake La-

Motta stiegen sogar sechsmal

gegeneinander in den Ring

(1942-1951). „Vielleicht knacken

wir diesen Rekord jetzt“,

scherzte Arum.

Bekannt für dekadente

Bühnenshows: Rapper

50 Cent

Gamboa stand

vor dem K.o.

Ein ganzes Land trägt Trauer: die gebeutelten Bewohner der Philippinen

können es nicht fassen

auf allen drei Punktzetteln in

Führung lag, wieder aufstehen

– dennoch wurde er zur

Beobachtung ins Krankenhaus

von Las Vegas gebracht.

Nach einer unauffälligen

Computertomographie durfte

Pacquiao die Klinik wieder

verlassen. Eine Börse von

mehr als 20 Millionen Dollar

dürfte ihn jedenfalls ein wenig

über die Niederlage hinwegtrösten.

Auf dem Spiel stand

lediglich der unbedeutende,

frisch erfundene Titel „Boxer

des Jahrzehnts“ der WBO im

Weltergewicht.

„Er war der bessere Mann.

Er wurde nur zu sorglos“, sagte

Trainer-Legende Freddie

Roach. „Ich kam gerade gut

in den Kampf, dann wurde

ich zu selbstsicher“, meinte

Pacquiao.

Der ebenfalls schon 39

Jahre alte Marquez, der sich

in allen drei Kämpfen zuvor

von den Punktrichtern benachteiligt

fühlte, brachte das

Kunststück fertig, im vierten

Nun könnte Marquez allerdings

als Gegner für Mayweather

interessant sein. Der

ungeschlagene Superstar gab

gerade bekannt, am 4. Mai

und am 14. September 2013

wieder in den Ring steigen

zu wollen. Mayweather hatte

Marquez im September 2009

zwar haushoch nach Punkten

besiegt.

Aber Marquez hat ja gerade

unter Beweis gestellt, wie

man sich in einer Neuauflage

steigert – mit einem krachenden

Knockout.

Arne Leyenberg

Die Revolution war fast

schon wieder beendet, bevor

sie richtig begonnen

hatte. US-Rapper und Multimillionär

50 Cent, als Promoter

angetreten die Boxwelt auf den Kopf

zu stellen, hätte in seinem ersten

Kampf in neuer Rolle beinahe eine

Katastrophe erlebt. Sein Boxer Yuriorkis

Gamboa stand gegen Michael

Farenas kurz vor dem K.o. – am

Ende wurde es doch noch ein deutlicher

Punktsieg. Und 50 Cent darf

weiter von der ganz großen Karriere

als Box-Promoter träumen.

Die Revolution begann mit einer

mächtigen Show: 50 Cent ließ

sich von der Decke im MGM Grand

Casino von Las Vegas mitten hinein

in den Ring abseilen, die Walk-In-

Musik des Kubaners rappte er live.

„Wir werden das Boxen in eine neue

Zeitrechnung führen, wir sind die

Zukunft“, hatte der Rapper vor seinem

Debüt als Promoter angekündigt.

Lauter, schneller, jünger soll

das Boxen nach seiner Vorstellung

werden, dafür macht er gemeinsame

Sache mit dem alternden, aber

immer noch mächtigen Bob Arum.

Mit seinem einstmals besten Kumpel

Floyd Mayweather Jr. hat sich 50

Cent dagegen verkracht. Ursprünglich

hatten die beiden die Promotion

„Money Team“ gegründet und

neben Gamboa weitere Boxer unter

Kurz vor dem K.o. stand

Yuriorkis Gamboa (unten)

beim Fight gegen Michael

Farenas

Vertrag genommen, nun tritt 50 Cent

unter dem Namen „SMS Audio“ auf

– unter dieser Marke verkauft der

frühere Drogendealer, der mit richtigem

Namen Curtis Jackson heißt,

sonst Kopfhörer.

Bei den großen Plänen geriet

Gamboa, den 50 Cent für rund eine

Million Dollar aus dem Vertrag mit

dem Deutsch-Türken Ahmet Öner

herausgekauft haben soll, beinahe

zum Spielverderber. Nach starkem

Beginn im Vorprogramm von Manny

Pacquiaos Niederlage gegen Juan

Manuel Marquez, bei dem der

Kubaner seine schnellen Hände

hatte fliegen lassen, baute Gamboa

deutlich ab. 15 Monate hatte er nicht

im Ring gestanden – die Pause war

ihm anzumerken. In der neunten

Runde musste Gamboa nach einem

schweren Konter zu Boden, sechs

Runden zuvor hatte er den Philippiner

Farenas noch in den Ringstaub

geschickt. Gambo teilte aus, steckte

jedoch auch viel von Farenas ein,

der zuvor nicht durch außergewöhnliche

Leistungen im Ring aufgefallen

war. Gamboa brachte das

Duell letztlich über die Runden und

sicherte sich mit einem Punkturteil

von 118-108, 117-109 und 118-107

den Interims-Titel der WBA im Superfedergewicht.

„Das war ein richtig

guter Kampf“, meinte 50 Cent.

„Ich habe lange nicht gekämpft, ich

brauchte wohl die Runden“, sagte

Gamboa. „Ich denke, das war ein

guter Kampf, er hat das Publikum

unterhalten.“

Für Gamboa und 50 Cent geht

die Show weiter. Der Rapper hat

seinem Ex-Kumpel Mayweather via

Internet bereits den Krieg erklärt.

„Gamboa wird dich jagen, ihm

kannst du nicht davonlaufen“, twitterte

50 Cent. Doch derzeit trennen

die beiden noch rund zehn Kilogramm

Gewichtsunterschied.

BoxSport 37


Die Weltrangliste des

Die Jury: Jean-Marcel Nartz, Geschäftsführer

der Box-Event GmbH,

Hagen Doering, Sport-Koordinator

von Sauerland Event, der Box-Jour-

mittelgewicht

Superchamp: Sergio Martinez (Argentinien) WBC-Diamant

01. Daniel Geale (Australien) IBF

02. Gennady Golovkin (Kasachstan) WBA

03. Peter Quillan (USA) WBO

04. Felix Sturm (Deutschland)

05. Dmitry Pirog (Russland)

06. Avtandil Khurtsidze (Ukraine)

07. Marco Antonio Rubio (Mexiko)

08. Martin Murray (England)

09. Brian Vera (USA)

10. Sam Soliman(Australien)

Es war ein Fight der Superlative in der Citizens Business Bank Arena in Ontario zwischen Robert Guerrero

(rechts) und André Berto. Bei der WBC-Interims-WM im Weltergewicht zeigten die beiden US-Amerikaner einen

offenen Schlagabtausch – mit klaren Vorteilen für Titelverteidiger Guerrero. Gleich zweimal, in der ersten

und der zweiten Runde, ging Berto zu Boden, konnte sich danach aber fangen und über die Runden gehen. Das

Ergebnis war dennoch klar: einstimmiger Punktsieg für Guerrero.

halbmittelgewicht

Superchamp: Floyd Mayweather jr. (USA) WBA-Super-Champion

01. Cornelius Bundrage (USA) IBF

02. Zaurbek Baysangurov (Ukraine) WBO

03. Saul Alvarez (Mexiko) WBC

04. Lukas Konecny (Tschechien)

05. Austin Trout (USA) WBA

06. Miguel Cotto (Puerto Rico)

07. Vanes Martrosyan (Armenien)

08. Sergey Rabchenko (Weissrussland)

09. Jack Culcay (Deutschland)

10. Anthony Mundine (Australien)

Schwergewicht

Superchamp: W. Klitschko (Ukraine) WBA-Super, IBF, WBO

01. Vitali Klitschko (Ukraine) WBC

02. David Haye (England)

03. Alexander Povetkin (Russland) WBA

04. Odlanier Solis (Kuba)

05. Kubrat Pulev (Bulgarien)

06. Robert Helenius (Finnland)

07. Tomasz Adamek (Polen)

08. Denis Boytsov (Russland)

09. David Price (England)

10. Chris Arreola (USA)

leichtSchwergewicht (Cruiser)

Superchamp: Yoan Pablo Hernandez (Kuba) IBF

01. Antonio Tarver (USA)

02. Marco Huck (Deutschland) WBO

03. Dennis Lebedev (Russland) WBA

04. Krysztof Wlodarczyk (Polen) WBC

05. Ola Afolabi (England)

06. Firat Arslan (Deutschland)

07. Alexander Alexeev (Russland)

08. Mateusz Masternak (Polen)

09. B.J. Flores (USA)

10. Lateef Kayode (Nigeria)

HalbSchwergewicht

Superchamp: Travoris Cloud (USA) IBF

01. Bernard Hopkins (USA)

02. Jean Pascal (Kanada)

03. Chad Dawson (USA) WBC

04. Isaac Chilemba (Malawi)

05. Beibut Shumenov (Kasakhstan) WBA

06. Nathan Cleverly (England) WBO

07. Lucian Bute (Kanada)

08. Eduard Gutknecht (Deutschland)

09. Robin Krasniqi (Deutschland)

10. Jürgen Brähmer (Deutschland)

supermittelgewicht

Superchamp: Andre Ward (USA) WBA-Super; WBC

01. Carl Froch (Kanada) IBF

02. Andre Dirrell (USA)

03. Arthur Abraham (Deutschland) WBO

04. Robert Stieglitz (Deutschland)

05. Mikkel Kessler (Dänemark) WBA

06. Kelly Pavlik (USA)

07. James DeGale (England)

08. Adonis Stevenson (Kanada)

09. George Groves (England)

10. Brian Magee (Irland)

weltergewicht

Superchamp: Juan Manuel Marquez (Mexiko)

01. Timothy Bradley (USA) WBO

02. Manny Pacquiao (Philippinnen)

03. Victor Ortiz (USA)

04. Devon Alexander(USA) IBF

05. Jan Zaveck (Slowenien)

06. Paul Malignaggi (USA) WBA

07. Jorge Paez Junior (Mexiko)

08. Diegeo Gabriel Chaves (Argentinien)

09. Robert Guerrero (USA) WBC

10. Randall Bailey (USA)

halbweltergewicht

Superchamp: Danny Garcia WBC, WBA-Super

01. Mike Alvarado (USA)

02. Marcos Rene Maidana (Argentinien) WBA

03. Lamont Peterson (USA) IBF

04. Roberto Ortiz (Mexiko)

05. Denis Shafikov (Russland)

06. Khabib Allakhverdiev (Russland)

07. Brandon Rios (USA)

08. Lucas Martin Matthysse (Argentinien)

09. Amir Khan (England)

10. Ruslan Provodnikov (Russland)

38 BoxSport

Die top-ten


BOXSPORT

nalist Hartmut Scherzer sowie die Redaktionen

von BoxSport und The Ring

(USA).

Stand: Dezember 2012

leichtgewicht

Superchamp: Yuriorkis Gamboa (Kuba)

01. Ricky Burns (Schottland) WBO

02. Miguel Vazquez (Mexiko) IBF

03. Adrien Broner (USA) WBC

04. Sharif Bogere (Uganda)

05. Abdiel Ramirez (Mexiko)

06. Gavin Rees (Wales)

07. Richar Abril (Kuba)

08. Daniel Estrada (Mexiko)

09. Antonio DeMarco (Mexiko)

10. Raymundo Beltran (Mexiko)

superbantamgewicht

Superchamp: Nonito Donaire WBO, IBF

01. Abner Mares (Mexiko) WBC

02. Guillermo Rigondeaux (Kuba) WBA

03 Celestino Caballero (Panama) WBA-Super

03. Jeffrey Mathebula (Südafrika)

04. Anselmo Moreno (Panama)

05. Toshiaki Nishioka (Japan)

07. Kiko Martinez (Spanien)

08. Wilfredo Vasquez junior (Puerto Rico)

09. Cristian Mijares (Mexiko)

10. Jorge Arce(Mexiko)

bantamgewicht

Superchamp: Leo Santa Cruz (Mexiko) IBF

01. Shinsuke Yamanaka (Japan) WBC

02. Koki Kameda (Japan) WBA

03. Pungluang Sor Singyu (Thailand) WBO

04. Lee Haskins (England)

05. Alex John Banal (Philippinen)

06. Gabutan D.Singwanchga (Thailand)

07. Yonnhy Perez (Kolumbien)

08. Hugo Ruiz (Mexiko)

09. Scott Quigg (England)

10. Tomoki Kameda (Japan)

Mit Wucht schlägt der linke Aufwärtshaken von Austin

Trout (rechts) am Schädel von Miguel Cotto ein. Bei der

WBA-WM im Halbmittelgewicht im New Yorker Madison

Square Garden konnte Trout seinen Titel erfolgreich

verteidigen. Am Ende stand ein glasklarer Punktsieg

des US-Amerikaners über den Puertoricaner.

superfedergewicht

Superchamp: Takashi Uchiyama (Japan) WBA

01. Terdsak Jandaeng (Thailand)

02. Roman Martinez (Puerto Rico) WBO

03. Devis Boschiero (Italien)

04. Gamaliel Diaz (Mexiko)

05. Diego Magdalena (Mexiko)

06. Juan Carlos Salgado (Mexiko) IBF

07. Bryan Vazquez (Costa Rica)

08. Juan Carlos Burgos (Mexiko)

09. Edgar Puerta (Mexiko)

10. Takahiro Aoh (Japan) WBC

federgewicht

Superchamp: Chris John (Indonesien) WBA-Super

01. Orlando Salido (Mexiko) WBO

02. Billy Dib (Australien) IBF

03. Daniel Ponce de Leon (Mexiko) WBC

04. Nicholas Walters (Jamaika) WBA

05. Juan Manuel Lopez (Puerto Rico)

06. Hozumi Hasegawa (Japan)

07. Miguel Garcia (USA)

08. Alexander Miskirtchan (Georgien)

09. Jhonny Gonzales (Mexiko)

10. Hiroshige Osawa (Japan)

superfliegengewicht

Superchamp: Omar Andres Narvaez (Argentinien) WBO

01. Juan Carlos Sanchez (Mexiko) IBF

02. Tepparith Kokietgym (Thailand) WBA

03. Yota Sato (Japan) WBC

04. Daniel Rosa (Mexiko)

05. Sylvester Lopez (Philippinen)

06. Carlos Cuedras (Mexiko)

07. Daiki Kameda (Japan)

08. Liborio Solis (Venezuela)

09. Suryan Sor Rungvisai (Thailand)

10. Rodrigo Guerrero (Mexiko)

fliegengewicht

Superchamp: Moruti Mthalana (Südafrika) IBF

01. Brian Viloria (USA) WBO, WBA-Super

02. Toshyaki Igarashi (Japan) WBC

03. Omar Soto (Mexiko)

04. Rey Migreno (Philippinnen)

05. Juan Carlos Reveco (Argentinien)

06. Silvio Olteanu (Rumänien)

07. Rocky Fuentes (Philippinen)

08. Giovanni Segura (Mexiko)

09. Edgar Sosa (Mexiko)

10. Hernan Marquez (Mexiko)

Die Gewichtsklassen:

Schwergewicht über 90,720 kg, Cruisergewicht (- 90,720 kg) auch Leichtschwergewicht. Halbschwer (- 79,378

kg), Supermittel (- 76,203 kg), Mittelgewicht (- 72,574 kg), Superwelter (- 69,853 kg) auch Junior- oder Halbmittelgewicht.

Weltergewicht (- 66,678 kg) Halbwelter (63,503 kg). die Klasse wird auch Juniorwelter- oder Superleichtgewicht

genannt. Leichtgewicht (-61,235 kg), Superfeder (- 58,967 kg), Feder (- 57,153 kg), Superbantam

(- 55,338 kg), Bantam (- 53,524 kg), Superfliegen (- 52, 163 kg), Fliegengewicht (- 50,802 kg), Halbfliegen

(- 48,988 kg) auch Juniorfliegengewicht. Strohgewicht (- 47,628 kg) auch Minifliegengewicht.

Die Abkürzungen WBA, WBC, WBO und IBF hinter den Namen bezeichnen die Weltmeistertitel der jeweiligen Verbände.

halbfliegengewicht

Superchamp: Roman Gonzales (Nicaragua) WBA

01. Adrien Hernandez (Mexiko) WBC

02. Giovani Segura (Mexiko) WBA-SUPER

03. Donnie Nietes (Philippinen) WBO

04. Johnriel Casimero (Philippinen) IBF

05. Jose Rodriguez (Mexiko)

06. Kompayak Porpramook (Thailand)

07. Ivan Calderon (Puerto Rico)

08. Kiong Zhao Zhong (China)

09. Alberto Rossel (Peru)

10. Ryo Miyazaki (Japan)

mini-fliegengewicht

Superchamp: Kazuto Ioka WBA

01. Mario Rodriguez (Mexiko) IBF

02. Moises Fuentes (Mexiko) WBO

03. Akira Yaegashi (Japan)

04. Hiong Zhao Zhong (China)

05. Oleydong Sithsamerchai (Thailand)

06. Nkosinathi Joyi (Südafrika)

07 Denver Cuello (Philippinen)

08. Ganigan Lopez (Mexiko)

09. Carlos Buitrago (Nicaragua)

10. Jesus Silvestre (Mexiko)

BoxSport 39


Nach ihren souveränen K.o.-Siegen

Kommt es bald zur Revanche? Mikkel Kessler (links)

und Carl Froch vor ihrem letzten Fight 2010, den

Kessler einstimmig nach Punkten gewann

Froch und Kessler

scharf auf groSSe Revanche

Zwei Weltmeister auf

Kolissions-Kurs: Mikkel

Kessler und Carl

Froch stehen nach ihren

Siegen kurz vor einer Neuauflage

ihres tollen Kampfes

vom April 2010. „Wir wollen

Kessler! Lasst es uns tun“, meinte

Frochs Manager Eddie Hearn

nach dem vorzeitigen Sieg seines

Boxers über den Amerikaner

Yusaf Mack. „Es ist egal, gegen

wen ich als nächstes boxe – ich

kann jeden schlagen!“, erklärte

Kessler, nachdem er sich in

seiner Heimat mit einem t.K.o.-

geschlagen geben müssen. „Ich

habe dort so viele Fußballspiele

gesehen. Dort selbst zu boxen,

wäre phänomenal, das Beste

meiner Karriere.“ Für den Weltmeister

aus Nottingham steht

jedoch auch der Rückkampf mit

Lucian Bute an sowie die Pflichtverteidigung

seines IBF-Titels im

Supermittelgewicht gegen Adonis

Stevenson an.

Froch fühlt sich mit 35 Jahren

stark wie nie. Im vielleicht

letzten Jahr seiner Karriere will

er nur noch die ganz Großen

boxen. „Ich habe keine Zeit zu

Knockout: Carl Froch bei

seinem Sieg über den

Amerikaner Yusaf Mack

Es sieht fast so aus, als wollte er

seinen Gegner verhöhnen: Mikkel

Kessler (rechts) grinst nach seinem

K.o. über Brian Magee

Sieg in der dritten Runde über

den Nordiren Brian Magee den

WBA-Weltmeistertitel im Supermittelgewicht

zurückgeholt

hatte – zum dritten Mal. „Der

erste Schritt ist getan“, sagte ein

erleichterter Froch. „Hätte Magee

gewonnen, hätte das unsere

Pläne durcheinandergewirbelt.

Wir hatten gute Gespräche über

einen Kampf im Frühjahr oder

Sommer 2013. Das ist der einzige

Kampf, der Sinn macht.“

Den Rückkampf will Froch

im Fußballstadion von Nottingham

Forest veranstalten. „Das

wäre unglaublich“, schwärmte

Froch, der sich dem Dänen aus

dem Sauerland-Stall im ersten

Kampf knapp nach Punkten hatte

verlieren“, sagte Froch nach

dem leichten Sieg über Mack in

seiner Heimatstadt Nottingham.

Mack musste schon in der ersten

Runde zu Boden. Nach einer

Rechten zum Körper war dann in

der dritten Runde Schluss – der

30. Sieg im 32. Kampf für Arthur-

Abraham-Bezwinger Froch.

Weltmeister Magee kam in

Herning auch nicht über die

dritte Runde hinaus. Schon im

zweiten Durchgang musste er

nach Körpertreffern zweimal

zu Boden – nach einem weiteren

Niederschlag nach einer

Rechten zum Körper war dann

Schluss. Kesslers 46. Sieg im 48.

Profikampf vor 10.000 begeisterten

Landsleuten. Dort, wo auch

das erste Aufeinandertreffen mit

Froch stattgefunden hatte.

„Cobra“ Froch ist vertraglich

verpflichtet, im März kommenden

Jahres in Montreal noch

einmal gegen Bute anzutreten.

Der in Kanada lebende Rumäne

hatte sich vor dem WM-Kampf

im Mai, den er in der fünften

Runde verlor, einen Rückkampf

zusichern lassen. Doch Froch

und Manager Hearn spekulieren

noch immer darauf, dass Bute

auf sein Recht auf ein Rematch

verzichtet. Dafür war die Tracht

Prügel von Froch zu deutlich und

dafür offenbarte der Rumäne bei

seinem Comeback-Sieg im November

über Denis Grachev zu

viele Unzulänglichkeiten. Obendrein

wirkte Froch bei seiner ersten

Titelverteidigung gegen den,

zugegeben limitierten, Amerikaner

Mack zu souverän.

„Wir müssen im März nach

Montreal“, sagte Hearn. „Aber

ich weiß nicht, ob Bute diesen

Kampf wirklich will.“ Sowohl

Froch als auch Kessler wollen

allerdings noch einmal probieren,

den unbesiegten Supermittelgewichts-König

Ward zu knacken.

Kessler hatte schon zum

Auftakt des Super-Six-Turniers

seinen WBA-Titel an Ward verloren.

Der Brite Froch musste

sich im Finale deutlich nach

Punkten geschlagen geben. Die

klare Niederlage belastet ihn bis

heute. „Gegen Andre Ward hatte

ich den Kampf schon vorher im

Kopf verloren. Ich war mental

nicht da und mein Körper war

übertrainiert. Das wird mir nicht

noch einmal passieren“, meinte

Froch. Ward ist aber weder an

dem einen noch an dem anderen

Kampf interessiert. „Es ist besser,

wenn der Kerl als Nottingham

und der aus Kopenhagen

jetzt gegeneinander kämpfen“,

erklärte Ward nun nach Kesslers

Sieg. Der Amerikaner boxt

am 23. Februar erst einmal gegen

seinen Landsmann und Ex-

Weltmeister Kelly Pavlik. Zeit für

Kessler und Froch, seinen Herausforderer

zu bestimmen.

40BoxSport


Das

sport

gespräch

Björn Jensen mit Thomas Pütz

Thomas Pütz ist seit April 2010 Präsident des Bundes Deutscher

Berufsboxer (BDB). Er hat den Verband finanziell runderneuert und

einige Baustellen geschlossen, aber auch noch einige Vorhaben, die

er bis zum Ende seiner Amtszeit im März 2015 umsetzen möchte.

Darüber, über die Situation des Boxens in Deutschland und auch die

Kritik an seiner Amtsführung spricht er im BoxSport-Interview.

BDB-Image im Ausland

ist besser geworden

Wir brauchen mehr Veranstalter und gute Kämpfe

BoxSport: Herr Pütz, die

Quoten von Boxveranstaltungen

im deutschen Fernsehen sinken,

einst wichtige Promoter wie Universum

brechen weg, starke Veranstalter

wie die Klitschkos und

Felix Sturm sind in ein paar Jahren

Geschichte. Macht es noch

Freude, im deutschen Profiboxen

zu arbeiten?

Thomas Pütz: Ich kann

nur für mich sprechen, und

mir macht die Aufgabe beim

BDB noch immer großen Spaß.

Viel mehr als zu Beginn meiner

Amtszeit, denn ich habe das Gefühl,

dass wir den BDB wieder

auf sehr solide Beine gestellt haben.

Wir haben die Kosten minimiert

und verfügen mittlerweile

über ein Verbandskapital von

rund 50.000 Euro. Das gibt uns

die Freiheit, niemandem hinterherbetteln

zu müssen. Und das

Image des BDB im Ausland ist

deutlich besser geworden, wir

werden als ein sauberer und korrekter

Verband wahrgenommen,

dessen Ziel es ist, für einen fairen

und hochwertigen Sport zu

kämpfen.

BoxSport: Diese Sicht teilen

nicht alle. Ihnen wird zum

Beispiel vorgehalten, sich nicht

ausreichend um kleine Veranstalter

zu bemühen, sondern nur

die großen Klitschkos oder Felix

Sturm zu umgarnen.

Pütz: Diese Vorwürfe halte

ich für unangebracht. Ich vernachlässige

keinen Promoter.

Ich gebe aber zu, dass wir nicht

mit jedem arbeiten wollen, da

es Veranstalter gibt, die unsere

hohen Mindeststandards, die

wir an Kampfabende anlegen,

nicht erfüllen wollen oder können.

Zum Beispiel arbeite ich

nicht mit der WBU, die ich nicht

als Weltverband akzeptiere, weil

das Niveau auf deren Veranstaltungen

zu schwach ist. Dieses

Recht behalten wir uns beim

BDB vor, denn wir haben als

ältester deutscher Profiboxverband

einen Ruf zu wahren.

BoxSport: Müssen Sie nicht

aber froh sein über jeden, der

überhaupt noch veranstaltet?

Pütz: Um den BDB als Partner

zu gewinnen, muss man

gewisse Standards erfüllen. Wer

das nicht kann – oder es nicht

will, was ja auch vorkommt

der hat die Möglichkeit, mit

einem anderen Verband zusammenzuarbeiten.

Wir können es

nicht jedem recht machen. Aber

es ist gut, dass es Konkurrenz

gibt, denn ohne Konkurrenz

wird man arrogant und macht

Fehler.

BoxSport: Sie sagen, Konkurrenz

sei gut. Es gibt seit rund

sechs Jahren die German Boxing

Association (GBA) und seit kurzem

auch den Bund Deutscher

Faustkämpfer (BDF). Dessen

Gründung haben Sie als unnötig

abgetan. Warum?

Pütz: Die Gründung des

BDF ist totaler Quatsch, er ist ein

Alleingang von frustrierten ehemaligen

BDB-Funktionären, die

sich ihre privaten Portemonnaies

füllen wollen. Die GBA hat ihre

Berechtigung, sie hat viele kleine

Promoter als Partner. Mit ihr

habe ich keine Probleme. Aber

Lesen Sie in der nächsten Ausgabe eine heiße Diskussion, warum Thomas

Pütz die Rückkehr von Sauerland in den BDB fordert sowie die Argumente

des Sauerland-Stalls, beim Faustkämpfer-Verband Austria zu bleiben.

Im BoxSport-Gespräch:

BDB-Präsident

Thomas Pütz

wir brauchen in Deutschland

sicherlich keine neuen Verbände,

denn Titel haben wir mehr

als genug. Wir brauchen mehr

Veranstalter und gute Kämpfe.

Denn daran leidet das Boxen in

Deutschland seit Jahren: Wir

haben Quantität, aber zu wenig

Qualität. Und ich behaupte mal:

Die, die in Deutschland etwas

bewegen und die guten Kämpfe

machen, die arbeiten mit uns.

BoxSport: Universum war

früher der bestimmende Promoter

beim BDB, ohne dessen Zustimmung

nichts ging.

Pütz: Das ist ja genau das,

was ich meine. Wir haben den

BDB so aufgestellt, dass er von

keinem Promoter mehr abhängig

ist. Nicht von den Klitschkos,

nicht von Sturm. In der Ära von

Klaus-Peter Kohl hatte Universum

eine zu große Macht, weil

der BDB eine Kostenstruktur

hatte, die sich nur mit den Geldern

von Universum aufrecht erhalten

ließ. Damals brauchte der

BDB Universum, um am Leben

zu bleiben. Das ist heute anders.

Ich glaube auch, dass ich unter

Kohl niemals so lange Präsident

geblieben wäre. Ich bin keiner,

der sich von einer Person sagen

lässt, was er zu tun hat.

BoxSport: Dafür wirft man

Ihnen vor, bisweilen Ihr Amt als

BDB-Präsident mit Ihrem Hauptberuf

als Leiter eines Sicherheitsunternehmens

zu verquicken.

Pütz: Diese Vorwürfe lassen

mich kalt. Ich sponsere mit

meiner Firma den BDB, und es

stimmt, dass ich bei manchen

Veranstaltungen, zum Beispiel

bei Sturm, auch den Sicherheitsdienst

übernehme. Aber da ich

daran kein Geld verdiene, sondern

Geld investiere, muss ich

mir da keinerlei Vorwürfe gefallen

lassen. Ich habe ja immer

gesagt: Wenn es einen Besseren

gibt als mich, dann soll er gern

den Präsidentenjob übernehmen.

BoxSport: So lange das nicht

passiert, haben Sie noch zweieinhalb

Jahre Zeit. Was sind die

dringendsten Aufgaben, die Sie

erledigen wollen?

Pütz: Ich möchte dringend

die deutschen Meisterschaften

aufwerten. Mein Traum wäre,

einen TV-Sender dafür zu begeistern,

dass wir die besten

deutschen Boxer gegeneinander

antreten lassen. Ich bin fest

davon überzeugt, dass das viele

Fans interessiert. Ich könnte

mir sogar einen Ligenbetrieb im

Profibereich vorstellen. Aber das

geht eben nur mit Unterstützung

des Fernsehens.

42BoxSport


Liebe Freunde, Fans

und Partner,

mir kommt es vor, als wenn das Jahr

2012 im Flug vorbei ging.

Offenburg, Kiel, Berlin und

Nürnberg hießen unsere

Stationen.

Es war für mich ein unglaubliches

Jahr und

ich weiß dass ich Dank

Euch zu meiner alten

Stärke zurückgefunden

habe.

Ich bedanke mich aus

tiefsten Herzen bei

Euch für Eure Treue und

bedingungslose Unterstützung.

Genießt die

Weihnachtstage und kommt

gut ins neue Jahr.

Alles Liebe Euer Arthur


Die Jury wählte Firat – aber

RANGLISTE

Arthur Abraham

877 + 2 Jury-Stimmen = 1077

Firat Arslan

521 + 5 Jury-Stimmen = 1021

Wladimir

Klitschko

823 + 1 Jury-Stimmen = 923

Marco Huck

672 = 672

Kubrat Pulev

399 + 2 Jury-Stimmen

Boxer des Jahres von 2002 bis 2012

2002: Wladimir Klitschko

2003: Sven Ottke

2004: Felix Sturm

2005: Markus Beyer

2006: Arthur Abraham

2007: Arthur Abraham

2008: Arthur Abraham

2009: Arthur Abraham

2010: Vitali Klitschko

2011: Wladimir Klitschko

2012: Arthur Abraham

Gegen Robert Stieglitz

(rechts) holte sich

Arthur Abraham den

Weltmeistertitel im

Supermittelgewicht

Firat Arslan (rechts) bei seinem tollen

Kampf gegen Weltmeister Marco Huck

Markus

Beyer

(Ex-Weltmeister)

Sven

Ottke

(Ex-Weltmeister)

Henry

Maske

(Ex-Weltmeister)

Luan

Krasniqi

(Ex-Europameister)

Regina

Halmich

(Ex-Weltmeisterin)

Susanne

Rohlfing

(Kölner Stadt-Anzeiger)

Björn

Jensen

(Hamburger Abendblatt)

Hartmut

Scherzer

(Box-Experte)

Hans

Reski

(BoxSport)

Die Jury

Zum fünften Mal wählte in diesem Jahr auch eine Experten-Jury ihre „Boxer des Jahres“. Ehemalige Box-Stars, fünf Box-Journalisten

und ein Schriftsteller votierten in allen Kategorien für ihre Favoriten. Die Wahl der BoxSport-Leser und die Wahl der Jury zählten in der

Endauswertung jeweils zu fünfzig Prozent. Ein Jury-Punkt wurde wie 100 Stimmen der Leser gewertet.

Tobias

Drews

(RTL)

44BoxSport


die Fans machten Arthur zum King

Arthur Abraham trägt wieder Gürtel. Der WBO-

Weltmeister im Supermittelgewicht jubelt nach

seinem Sieg über Robert Stieglitz

Arthur Abraham ist

nicht nur zurück auf

dem WM-Thron.

Auch bei der großen

Wahl zum „Boxer des Jahres“ ist

King Arthur wieder ganz oben.

Nach zwei Jahren Pause wurde

Abraham wieder zum besten Boxer

Deutschlands gekürt – zum

insgesamt fünften Mal. Dabei

profitierte Arthur von seinen

Fans, die der WBO-Weltmeister

im Supermittelgewicht wieder

aktivieren konnte. Denn die Jury

sprach sich mit fünf Stimmen für

Firat Arslan aus,

Abraham erhielt

lediglich zwei

Punkte der Experten.

Zweimal

hatte sich

Arslan 2012

umstritten

nach

Punkten

ge-

schla-

gen

geben

müssen

– erst Europameister

Alexander

Alekseev, dann

Weltmeister

Marco Huck. Für

diese tollen Kämpfe

belohnte ihn die

Jury. Aber für die

Der Schein trügt: Am

Ende der „Tatort“-

Folge erschießt

Til Schweiger, der

Kommissar Nick

Tschiller spielt, Arthur

Abraham, der einen

Zuhälter mimt. „Ich

bin der Anführer

einer Männerbande

und beschütze meine

leichten Mädchen.

Zwischen mir als

Kiez-Größe und Til als

Kommissar kommt es

zum Streit, und das

Ergebnis ist, dass Til

mich niederschießt“,

erzählt Abraham.

BoxSport-Leser war Abraham

wieder der König. 877 stimmten

für den Berliner, 521 für Arslan.

Damit setzte sich Abraham nach

den vier Siegen in den Jahren

2006 bis 2009 zum fünften Mal

die Krone auf.

Nach zwei enttäuschenden

Jahren mit Pleiten im Rahmen

des Super-Six-Turniers meldete

sich der frühere Mittelgewichts-

Weltmeister Abraham 2012 erfolgreich

im Ring zurück. Gegen

den Argentinier Pablo Oscar Natalio

Farias und den Polen Piotr

Wilczewski siegte er souverän in

Duellen um die Europameisterschaft

der WBO. Dann folgte Abrahams

Meisterstück. In Berlin

punktete er Weltmeister Robert

Stieglitz aus Magdeburg klar aus

der Puncher boxte den Techniker

aus. Auch vom Franzosen

Mehdi Bouadla war Abraham bei

seiner ersten Titelverteidigung

nicht aufzuhalten.

Das Leben ist wieder schön

für Arthur Abraham – das Leben

als Weltmeister. Werbekunden

wie das Bekleidungsunternehmen

Camp David wollen sich

wieder mit dem Champion

schmücken, die Band „Boss

Hoss“ spielte für Abraham den

Walk-In-Song beim Kampf gegen

Bouadla. Und mit Schauspieler

Til Schweiger stand Abraham

gerade vor der Kamera für Dreharbeiten

zum „Tatort“. Der Weltmeister

spielt einen Zuhälter, der

von Schweiger erschossen wird.

Die Folge wird wohl an Ostern

ausgestrahlt. Abraham: „Wir

kennen uns sehr gut. Ich hatte

schon bei ,Kokowääh 2‘ eine

Gastrolle. Und bei meinem letzten

WM-Kampf in Berlin saß Til

am Ring und fragte mich danach,

ob ich in seinem ,Tatort‘ mitspielen

möchte, ich hätte nämlich ein

Schauspieler-Gesicht. Klar habe

ich sofort zugesagt.“ Schweiger

war angetan vom Schauspiel-Debüt

des Boxers: „Es hat ihm Spaß

gemacht. Arthur hat auf jeden

Fall Talent. Er hat eine unglaubliche,

unbezahlbare Fresse. Ein

Schmaus für die Kamera.“

Firat Arslan war Abraham

wegen seiner fünf Jury-Punkte

dicht auf den Fersen. Eine tolle

Bestätigung für den tapferen

Arslan, der zweimal nur unglücklich

scheiterte und sich

sowohl gegen Alekseev als auch

gegen Huck um den Sieg betrogen

fühlte. Damit landete der

Süssener sogar vor Titelverteidiger

Wladimir Klitschko. Der

Schwergewichts-König muss

sich in diesem Jahr mit dem dritten

Rang begnügen. Klitschko

räumte 2012 die Herausforderer

Jean-Marc Mormeck, Tony

Thompson und Mariusz Wach

souverän aus dem Weg. Lediglich

der gedopte Wach konnte

dem Champion etwas entgegensetzen

und schaffte es über die

Runden. Mormeck und Thompson

dagegen fielen früh um.

Die Hauptgewinner der

Boxer des Jahres-Wahl

1. Preis

¬¬ Zwei VIP-Karten für die nächste

Veranstaltung von Arthur

Abraham in Deutschland:

Elke de Lausun

Lübecker Strasse 13

50858 Köln

2. Preis

¬¬ Box-Produkte der Firma Paffen

Sport (Hooded „Vintage Logo“,

„Coach Pro“-Trinkflasche und

„Star“-Ballhandschuhe)

Christoph Porteder

Aßmayergasse 29- 11-31

A-1120 Wien

3. - 10. Preis

¬¬ 3x2 Karten für eine

Veranstaltung von Sauerland

Event in 2013

Jörg Fischer

Enderstr. 102

01277 Dresden

Heinz Roth

Löbleinstr.5

90409 Nürnberg

Markus Hennig

Raiffeisenstraße 13

56220 Urmitz/Rhein

¬¬ 3x2 Karten für eine

Veranstaltung der Sturm-

Boxpromotion in 2013

Sinje Seeler

Torstr. 191a

10115 Berlin

Günter Felten

Neusserstr. 866

50737 Köln

Reiner Konschake

Hollfelderweg 152

91347 Aufsaß

¬¬ 2x2 Karten für eine

Veranstaltung der Klitschko

Management Group in 2013

Antje Krauße

Hohe Str. 38

99867 Gotha

Annemarie Bergmann

Poelchaustr. 6

12681 Berlin

BoxSport45


10. Sieg – So klar gewann

Ulli Wegner noch nie

Dieses Mal holte er auch bei der Jury die meisten Punkte

RANGLISTE

Ulli Wegner

2107 Stimmen + 8 Jurypunkte = 2907

Fritz Sdunek

433 Stimmen + 1 Jurypunkt = 533

Dirk Dzemski

180 Stimmen + 1 Jurypunkt = 280

Otto Ramin

51 Stimmen

Michael Timm

23 Stimmen

Da hatten sie allen Grund

zum Strahlen: Das Rematch

gegen Steve Cunningham

gewannen Yoan Pablo

Hernandez und Trainer Ulli

Wegner klar

nach

Punkten

Dieser Trainer ist einfach

nicht zu schlagen! Alle

Jahre wieder, wenn der

„Trainer des Jahres“

gesucht wird, hat Ulli Wegner

die Nase vorn. In diesem Jahr

sogar zum zehnten Mal in Folge!

Das ist ein Rekord für die Ewigkeit.

Nicht einmal Dauerrivale

Fritz Sdunek konnte Wegner in

diesem Jahr gefährlich werden.

War er ihm bei der Wahl 2011

noch dicht auf den Fersen, war

der Abstand zum „Alten Fritz“

dieses Mal deutlich. 2107 Leser

wählten Rekord-Wegner, dazu

acht Experten aus der Jury, die

im vergangenen Jahr noch Sdunek

vorne sah – einsame Spitze.

Noch nie gewann Wegner so

deutlich.

Dank seiner Asse Arthur Abraham,

Marco Huck, Yoan Pablo

Hernandez, aber auch Weltmeisterin

Cecilia Braekhus, grüßt Ulli

Wegner weiter von ganz oben.

Seinen Arthur machte General

Ulli wieder zum „King“. Nach

enttäuschenden Kämpfen 2010

und 2011 meldete sich Abraham

in diesem Jahr zurück. Zweimal

siegte er im Kampf um die

Europameisterschaft der WBO

– dann setzte er sich wieder die

Weltmeisterkrone auf. Im August

punktete er Supermittelgewichts-Champion

Robert

Stieglitz aus Magdeburg

deutlich aus.

Dann verteidigte

Abraham seinen

WM-Gürtel

im Dezember

in Nürnberg

gegen den

Franzosen

Mehdi Bouadla

erfolgreich. Das

Erfolgsgespann

Wegner und Abraham

ist wieder da!

Mit seinen Cruisergewichts-

Weltmeistern Marco Huck und

Yoan Pablo Hernandez erlebte

Wegner 2012 Licht und Schatten.

Dabei hatte das Jahr so gut

begonnen. Der Kubaner Hernandez

verteidigte seinen IBF-Titel

im Februar in Frankfurt nach

tollem Kampf gegen Ex-Weltmeister

Steve Cunningham und

krönte sich damit zum besten

Boxer im Cruisergewicht. Und

Marco Huck wäre beinahe drei

Wochen später Wegners erster

Weltmeister im Schwergewicht

geworden. Huck lieferte WBA-

Champion Alexander Povetkin in

Stuttgart eine tolle Ringschlacht,

musste sich jedoch knapp nach

Punkten geschlagen geben. Zurück

im Cruisergewicht musste

sich WBO-Champion Huck dann

aber gegen den Briten Ola

Afolabi, mit Fritz Sdunek

als Trainer in der

Ecke, mit einem

Unentschieden

begnügen. Und

im November

in Halle/Westfalen

drückten

die Punktrichter

mehr als ein

Fritz Sdunek, Trainer

von Vitali Klitschko und

Felix Sturm

Auge zu, dass Huck

seinen Weltmeistergürtel

gegen

den deutschen

Herausforderer

Firat Arslan

behalten durfte.

Hernandez

schwächelte unterdessen

in Bamberg

gegen Pflich-

Tief durchatmen: Nach

dem Unentschieden

gegen Ola Afolabi durfte

Marco Huck seinen

Weltmeistertitel

im

Cruisergewicht

behalten

therausforderer Troy

Ross aus Kanada. Der Kubaner

musste zu Boden, siegte am

Ende aber nach Punkten.

Fritz Sdunek erhielt 433

Leser-Stimmen, aber nur für einen

Experten war er der „Trainer

des Jahres“. Mit seinem

Schwergewichts-Weltmeister

Vitali Klitschko feierte Sdunek

2012 zwei Siege. Im Februar verteidigte

Klitschko seinen WBC-

Titel nach Punkten gegen das

britische enfant terrible Dereck

Chisora. Im September besiegte

Klitschko den Kölner Manuel

Charr in Moskau vorzeitig. Mit

Mittelgewichts-Champion Felix

Sturm besiegte Sdunek zunächst

im April seinen früheren

Schützling Sebastian Zbik klar

und deutlich. Dann aber verlor

Sturm seinen WBA-Gürtel im

September an den Australier Daniel

Geale.

Dirk Dzemski landete

wie im Vorjahr

auf Platz drei. Mit

Robert Stieglitz

feierte der Magdeburger

Trainer

2012 zunächst

zwei Siege –

dann verloren

SES-Cheftrainer

Dirk Dzemski

sie ihren WM-Titel

an Arthur Abraham. Mit

Ex-Weltmeister Jan Zaveck,

Weltmeisterin Christina Hammer,

sowie den beiden Talenten

Robin Krasniqi und Francesco

Pianeta eilte Dzemski dagegen

von Sieg zu Sieg.

46BoxSport


Die Jury brachte Härtel

hauchdünnen Sieg

So nahm er Bril den Titel ab

Stefan Härtel holte

sich mit knappem

Vorsprung den Sieg

bei der Boxerwahl

Im Viertelfinale bei Olympia unterlag er nur

knapp und umstritten dem Briten Anthony Ogogo

RANGLISTE

Stefan Härtel

864 Stimmen + 4 Jurypunkte = 1264

Artur Bril

927 Stimmen + 3 Jurypunkte = 1227

Erik Pfeifer

421 Stimmen + 3 Jurypunkte = 721

Enrico Kölling

678 Stimmen

Hamza Touba

651 Stimmen

Für Stefan Härtel ging im

Jahr 2012 ein Lebenstraum

in Erfüllung. Der

24-jährige Mittelgewichtler

nahm an den Olympischen

Spielen in London teil und

strotzte vor dem Turnier voller

Selbstbewusstsein: „Mein Ziel

ist ganz klar eine Medaille.“

Dass es dafür letztlich nicht

reichte, lag sicher auch an der

besseren Tagesform seines britischen

Viertelfinalgegeners

und späteren Bronzemedaillengewinners

Anthony Ogogo, der

zudem noch von den Heimfans

in der Londoner Halle zusätzlich

motiviert wurde. Der Punktsieg

Ogogos hatte dennoch einen

faden Beigeschmack. Härtel:

„Eventuell haben sich die Punktrichter

genötigt gefühlt, Ogogo

mehr Punkte zu geben als mir.

Ich habe mich leicht vorne gesehen.“

Vorjahressieger

Artur Bril musste sich mit Platz zwei

begnügen

Doch dafür, dass das ansonsten

so erfolgreiche Jahr 2012 des

Berliners angemessen gewürdigt

wird, sorgen zum Jahresende

die Leser des BoxSports. Bei der

Wahl zum „Boxer des Jahres

2012“ holte sich Härtel die Goldmedaille

und setzte sich in den

letzten Zügen in einem Kopf-an-

Kopf-Rennen mit dem

Sieger der letzten

zwei Jahre, Artur

Bril, durch.

Zwar lag der

Kölner Bril bei

den Leserstimmen

leicht

vorn (927 zu

864), die Jury

votete jedoch

klar für den Berliner

Sportsoldaten

und Lehramtsstudenten.

Gleich vier Experten sahen

Härtel als ihren „Amateurboxer

des Jahres“ und honorierten

neben der Olympia-

Teilnahme damit auch den

Sieg beim Chemiepokal sowie

die starken Auftritte in der Bundesliga

und der World Series.

Hauchdünn, nämlich keine

vierzig Stimmen dahinter, liegt

Artur Bril. Zu den mehr als 900

Leserstimmen kommen noch

drei Jury-Punkte der Experten.

Die bekam auch Super-Schwergewichtler

Erik Pfeifer, der mit

seinen Auftritten Leser und Experten

überzeugte und auf Rang

drei landete. Hoch im Kurs bei

den Lesern lag auch Hamza Touba.

Der Fliegengewichtler wurde

beim Olympia-Qualifikationsturnier

in Trabzon

um die Teilnahme an

dem Großereignis

betrogen. Die Wahl

in die Top 5-Amateurboxer

2012 ist

ein kleiner Trost

für den Neusser.

Starkes Jahr mit

Olympia-Teilnahme: Erik

Pfeifers Erfolge brachten

ihm den dritten Rang

48BoxSport


„First Lady“

RANGLISTE

Cecilia Braekhus

1823 Stimmen + 6 Jurypunkte = 2423

Christina Hammer

822 Stimmen + 2 Jurypunkte = 1022

Rola El-Halabi

224 Stimmen+ 1 Jurypunkt = 324

Susi Kentikian

156 Stimmen

Nadia Raoui

98 Stimmen

Im Mega-Fight gegen Anne Sophie

Mathis (links) setzte sich Cecilia

klar mit Punkten durch

gelingt der

Hattrick

Die „First Lady“ krönt „Boxerin des Jahres“. Aber Cecilia

verteidigte ihren Titel nicht

sich zur „Triple Lady“:

Cecilia Braekhus, die nur, sie baute ihren Vorsprung

schöne Norwegerin aus deutlich aus: Mit 1823 Stimmen

dem Berliner Sauerland-Stall, und sechs Punkten der Experten-Jury

war der Sieg der ist zum dritten Mal in Folge die

Dreifach-Weltmeisterin

so deutlich

wie noch nie. Im vergangenen

Jahr hatte sie rund 700 Leser-

Stimmen weniger erhalten und

auch für zwei Experten war eine

andere Boxerin die beste des

Jahres. Natürlich profitierte

die 31 Jahre alte Braekhus bei

ihrem Hattrick von der schwächelnden

Konkurrenz und davon,

dass das Frauenboxen in

Deutschland noch immer nicht

zu alter Stärke zurückgefunden

hat - auch wenn es sich von der

Depression aus dem Vorjahr

gerade wieder erholt. Aber

Braekhus fuhr 2012 zwei überzeugende

Siege ein. Erst verteidigte

sie ihre Weltmeistertitel

der Verbände WBA, WBC und

Zum dritten

Mal in Folge ist

die „First Lady”

Cecilia Braekhus

zur „Boxerin des

Jahres” gewählt

worden

Souveräner Sieg vor

Christina Hammer

WBO im Juni in Dänemark gegen

die starke Aachenerin Jessica

Balogun deutlich nach

Punkten. Dann punktete sie

im September, abermals in

Dänemark, die frühere

Weltmeisterin Anne Sophie

Mathis aus. Cecilia Braekhus

ist nun in 21 Profikämpfen

unbesiegt.

Christina Hammer, die Weltmeisterin

aus Dortmund, machte

den größten Sprung bei der großen

Wahl zur „Boxerin des Jahres“.

Landete sie im vergangenen

Jahr noch auf Platz fünf, schob

sie sich nun bis auf Rang zwei

vor. Mit 822 Leser-Stimmen und

zwei Punkten der Experten-Jury

war sie Cecilia Braekhus auf den

Fersen. Wie die Norwegerin feierte

auch die Mittelgewichtlerin

aus dem Magdeburger SES-Boxstall

zwei Siege im abgelaufenen

Jahr. Im April besiegte die 22

Jahre alte Hammer in Tschechien

Herausforderin

Julie

Tshabalala

aus

Südafrika

einstimmig

über zehn Runden

nach Punkten.

Dann verteidigte

sie ihre

WBO- und

WBF-Weltmeistertitel

in

Mülheim an

der Ruhr gegen

Yahaira

Hernandez.

Rola El-

Halabi brachte

das Kunststück

fertig,

nach Platz zwei

im Vorjahr nun

den dritten Rang bei

der Wahl zur „Boxerin

des Jahres“ zu

belegen – und das,

obwohl sie seit mehr

als zwei Jahren

keinen Kampf

mehr bestritten

hat.

Aber die 27

Jahre alte

Ulmerin

Platz zwei

holte sich die

Dortmunderin

Christina Hammer

hat eben eine ganz

besondere Geschichte

zu erzählen. 2011 wurde sie in

der Kabine vor ihrem geplanten

Weltmeisterschaftskampf

in Berlin gegen Irma Adler von

ihrem Stiefvater brutal niedergeschossen.

Aber Rola El-Halabi

kämpfte sich zurück – nachdem

unklar war, ob sie jemals wieder

boxen könnte, steht nun fest:

sie kann! Am 12. Januar will sie

sich in Neu-Ulm gegen die Offenburgerin

Lucia Morelli ihren

alten Weltmeistertitel der WIBA

im Leichtgewicht zurückholen.

Diesen Ehrgeiz, diesen Mut belohnten

die BoxSport-Leser mit

324 Stimmen und Rang drei.

BoxSport 49


Elegantes Ambiente beim Eagles-Heimdebüt im K

Elegantes Ambiente: Der

Kuppelsaal in Hannover

erstrahlte beim Heimdebüt der

Eagles erstmals im „WSB-Glanz“

Pfeifers K.o. brachte den

Cheftrainer Silaghi jubelte: „Ein wunderbarer

Sieg und Niederlage lagen

für die German

Eagles zum Auftakt

der dritten Saison der

„World Series of Boxing“ ganz

dicht beieinander. Erst verlor

das neue Team des Deutschen

Boxsport-Verbandes (DBV) zum

Auftakt bei Titelverteidiger Italia

Thunder 2:3. Eine Woche später

gewannen die Eagles mit dem

gleichen Ergebnis über die Ukraine

Otamans ihr Heimdebüt

im noblen Kuppelsaal von Hannover

vor knapp 1000 Zuschauern.

Eagles-Cheftrainer Valentin

Silaghi jubelte: „Es war wunderbar.

Ich bin sehr zufrieden mit

den Jungs.“

Zu denen zählte in Hannover

auch Redouane Asloum. Und der

ist damit ein ganz seltenes Exemplar.

Als Amateur boxte er für

Frankreich, dann wurde er Profi

mit sporadischen Einsätzen, gewann

neun seiner elf Kämpfe.

Inzwischen ist der 31-Jährige

wieder Amateur und kämpft nun

für Deutschland. Aber weiterhin

mit freiem Oberkörper und ohne

Kopfschutz – die World Series

macht es möglich. Das Duell

gegen den Ukrainer Alexander

Riscan nach fünf Runden á drei

Minuten verlor der Franzose allerdings

nach Punkten.

Der Franzose Asloum durfte

im Bantam für die Adler ran,

weil es hierzulande im Limit bis

54 Kilogramm an Könnern fehlt.

Den Kader der Eagles bilden rund

zwanzig Boxer. Das Reglement

erlaubt pro Staffel eine Ausländerquote

von bis zu 40 Prozent,

zwingend vorgeschrieben sind

zehn Tage Pause zwischen den

Auftritten in der WSB. Wer also

in Mailand boxte, durfte deshalb

frühestens wieder beim zweiten

Heimkampf in Göppingen gegen

die USA Knockouts ran.

Was die Amateure mit professionellem

Anstrich von den

konventionellen Veranstaltungen

unterscheidet, war in Hannover

zu besichtigen: Dank

zehn exzellenten Spitzenboxern,

die sich spannende Kämpfe in einem

Ambiente ohne Turnhallenmief

lieferten, auch einem neutralen

Kampfgericht, das diesen

Namen verdient. Die Herren mit

der Fliege kamen aus Marokko,

Schottland, der Slowakei und aus

Der linke Haken fliegt:

Kevin Künzel holte

gegen Sergiy Lapin einen

einstimmigen Punktsieg

Der Kölner Artur Bril (links) entwickelt sich immer mehr vom Talent zum

gestandenen Profi, schlug Pavlo Ishchenko einstimmig nach Punkten

50BoxSport


uppelsaal von Hannover

Erik Pfeifer knallt

Anatoli Antoniuk einen

linken Aufwärtshaken

ans Kinn. Technischer

Knockout in Runde

fünf, das war die

Entscheidung

ersten Sieg

Auftritt meiner Jungs“

Wie bei

den Profis:

Erik Pfeifer

marschiert

flankiert von

hübschen

jungen Damen

zum Ring

Chancenlos: Gegen den

italienischen Superstar

Clemente Russo

(rechts) hatte Philipp

Gruner keinen Stich

der Türkei, der Ringarzt aus Indien. Im letzten

Duell des Abends unter Schwergewichten, als

der Niedersachse Erik Pfeifer dem Ukrainer

Anatoli Antoniuk zusetzte, ertappte man sich

beim Gedanken, dass der Ringrichter das immer

ungleicher werdende Duell bei den Amateuren

längst abgebrochen hätte. Dabei waren

die Amateure ja unter sich! Für ein Mehr an

Dramatik wird die Toleranzgrenze angepasst.

Pfeifer ist ein Musterbeispiel für die duale

Karriere eines Amateurs mit professionellem

Anstrich: Die Rundumversorgung aus Mitteln

des Bundesinnenministeriums, Stiftung Deutsche

Sporthilfe und Bundeswehr bleibt dem

Kaderathleten erhalten, als Bonus kommen

die Prämien in der WSB hinzu. Auftritte in

der Bundesliga gehören zugunsten der Einsätze

in der Champions

League der Amateure

der Vergangenheit

an. „Ich bin sehr froh, mich für die WSB entschieden

zu haben. Das war heute ehrlicher

Sport. Die WSB ist die Zukunft des Boxens“,

sagte Pfeifer nach seinem vorzeitigen Sieg,

der den Erfolg für die Eagles sicherstellte.

Artur Bril hatte die Niederlage des Franzosen

Asloum im Auftaktkampf mit seinem Sieg im

Leichtgewicht wieder ausgeglichen. Der Kölner

punktete Pavlo Ishchenko deutlich aus.

Die Ukraine ging wenig später wieder in Führung,

weil sich Mittelgewichtler Xhek Paskali

seinem Gegner Ivan Golum nach Punkten

geschlagen geben musste. Kevin Künzel glich

dann mit einem Punktsieg über Sergiy Lapin

wieder aus und gab Pfeifer damit die Chance,

den Sieg für die Eagles herauszuboxen. Diese

Gelegenheit ließ sich der Schwergewichtler,

der bei Olympia in London noch so enttäuscht

hatte, nicht entgehen.

In Mailand hatte statt Pfeifer noch Schwergewichtler

Philipp Gruner im Ring gestanden.

Gruner verlor jedoch gegen den italienischen

Star Clemente Russo, Weltmeister 2007 und

zweifacher Silbermedaillengewinner der

Olympischen Spiele, jeder der fünf Runden.

Auch die Eagles Robert Aramovic Harutyunyan

und Vasilii Belous verloren in Mailand,

Veaceslav Gojan und Serge Michel fuhren dagegen

Punktsiege ein. „Wir haben die schwere

Aufgabe bravourös gelöst“, bilanzierte

Trainer Michael Bastian. „Von fünf Gegnern

waren vier Olympia-Teilnehmer, zwei sogar

Medaillengewinner.“

die ERGEBNISSE

German Eagles vs. Ukraine Otamans 3:2

Bantamgewicht:

Alexander Riscan (Ukraine) einst. Punktsieger (50:45;

49:46; 50:45) über Redouane Asloum (Eagles)

Leichtgewicht:

Artur Bril (Eagles) einst. Punktsieger (49:46; 49:46;

49:46) über Pavlo Ishchenko (Ukraine)

Mittelgewicht:

Ivan Golub (Ukraine) einst. Punktsieger (48:47; 49:46;

49:46) über Xhek Paskali (Eagles)

Halbschwergewicht:

Kevin Künzel (Eagles) einst. Punktsieger (48:47; 48:

47; 48:47) über Sergiy Lapin (Ukraine)

Schwergewicht:

Erik Pfeifer (Eagles) t.K.o.-Sieger 5. Runde über Anatoli

Antoniuk (Ukraine)

Italia Thunder vs. German Eagles 3:2

Bantamgewicht:

Veaceslav Gojan (Eagles) 2:1-Punktsieger (48:74,

47:48, 48:47) über Vincenzo Picardi (Italien)

Leichtgewicht:

Charly Suarez (Italien) 2:1-Punktsieger (49:46, 49:46,

46:49) über Robert Aramovic Harutyunyan (Eagles)

Mittelgewicht:

Vincenzo Mangiacapre (Italien) einst. Punktsieger

(50:45, 50:45, 49:46) über Vasilii Belous (Eagles)

Halbschwergewicht:

Serge Michel (Eagles) Punktsieger (48:46, 48:46,

47:47) über Abdelhafid Benchabla (Italien)

Schwergewicht:

Clemente Russo (Italien) einst. Punktsieger (50:45,

50:45, 50:45) über Philipp Gruner (Eagles)

BoxSport

51


Supergeil!“ Mit einem

Wort hat der 20-jährige

Deutsche Meister Kastriot

Sopa den jüngsten

gelungenen Kampfabend in der

Welt-Serie des Boxens (WSB)

auf den Punkt gebracht. Über

1000 Zuschauer, die trotz starken

Schneefalls im gesamten Südwesten

in die Göppinger EWS-

Arena gekommen waren, sahen

nicht nur eine professionell aufgezogene

Veranstaltung, sondern

auch einen klaren 5:0-Sieg

der „German Eagles“ über die

Knockouts aus den USA. Die

Deutschen gewannen bei ihrem

dritten WSB-Kampf in dieser

Saison nach einer Niederlage in

Italien und einem 3:2-Sieg gegen

Ukraine in Hannover erstmals

alle fünf Kämpfe.

Der Star des Abends:

Kastriot Sopa (links)

beim Sieg über Eric

Fowler

Sopa der Star gegen die USA

Fünf Siege für die Eagles beim dritten Kampftag in Göppingen

Und „Super-Sopa“ steuerte

einen einstimmigen Punktsieg

bei. „Kasi, Kasi!“ So lauteten die

Sprechchöre zur Unterstützung

des Lokalmatadors. Der aus

dem nahegelegenen Stuttgart

stammende Leichtgewichtler

Sopa stand bei seinem WSB-

Debüt gegen einen physisch

starken Rechtsausleger im Ring.

Doch schon nach gefühlten drei

Sekunden traf Sopa mit einer

krachenden linken Geraden.

Der WSB-erfahrene Fowler, Dritter

der US-Meisterschaften von

2009, wirkte überfordert.

In Runde zwei roch es kurz

nach K.o., als ein rechter Haken

Sopas am Kopf von Fowler

einschlug. Der US-Boy steckte

das aber weg, provozierte Kasi,

spuckte vor ihm aus. Doch es half

nichts: Fowler fand kein Mittel

gegen „Super-Sopa“ in Topform.

Klare Sache: Deutschland hat

neben Artur Bril, der sich beim

jüngsten WSB-Einsatz einen Cut

zugezogen hatte, einen weiteren

Spitzenmann im Leichtgewicht.

„Seine Provokationen haben

mich kalt gelassen. Konditionsmäßig

hatte ich keine Probleme

über fünf Runden zu gehen.“

Kurz und knapp analysierte

Sopa seinen Kampf. „Wir wussten

von Kampfvideos her, dass

Fowler solche Faxen macht“,

ergänzte WSB-Coach Zoltan

Lunka. „Für mich war das der

schönste Kampf des Abends“,

sagte DBV-Chef Jürgen Kyas am

Ende anerkennend.

Dabei hatte danach der

22-jährige Deutsche Mittelgewicht-Vizemeister

Xhek Paskali

Dynamisch geht Xhek Paskali (rechts)

auf William Carroll Williams los

als weiterer Lokalmatador aus

dem baden-württembergischen

Ludwigsburg in seinem zweiten

WSB-Einsatz sogar einen

technischen Knockout in Runde

drei gegen William Carroll Williams

beigesteuert, der in seiner

dritten WSB-Saison steht: Nach

einem schweren rechten Haken

von „Power-Paskali“ ging der

Ami zu Boden und kehrte wegen

eines Cuts nach der zweiten

Pause nicht mehr aus der Ecke

zurück – Kampfabbruch.

Der halbschwere Serge Michel

traf mit dem schwedischen

Meister von 2011, dem Rechtausleger

Kennedy Katende, auf einen

der schwersten Brocken

dieses Abends: Doch dank der

Unterstützung durch eine ganze

Reisebusladung an Fans aus dem

bayrischen Traunreut gelang es

dem etwas größer gewachsenen

Michel zumeist, die gefährlichen

Attacken

des bulligen

Schweden

abzufangen,

indem er

geschickt aus

der Distanz

boxte und mit

Beweglichkeit

glänzte.

Den Auftakt

bestritt

Veaceslaw

Gojan, der

moldawische Europameister

(2011) und Olympiadritte im

Bantam-Limit von 2008, optimal

für die Eagles: Er traf Shawn

Simpson (USA) mehrfach mit sehenswerten

Leberhaken. Auch

wenn Gojan in Runde vier konditionell

zu schwächeln schien:

Der einstimmige 50:45-Punktsieg

des für Deutschland startenden

Weltklasseroutiniers war

verdient und sorgte auf Anhieb

für gute Stimmung in der Halle.

Zum krönenden Abschluss

deckte der WM-Dritte und dreifache

Deutsche Meister Erik

Pfeifer aus dem nordbadischen

Weinheim den ungarischen Vizemeister

und EM-Viertelfinalisten

von 2011, Istvan Bernath, von

Anfang an mit schweren Treffern

ein. In der dritten und vierten

Runde zählte der Ringrichter

den „Knockouts“-Starter sogar

an. Trotzdem blieb der Mann aus

Ungarn stets gefährlich: Doch

selbst einen Aufwärtshaken ans

Kinn steckte Pfeifer weg und gewann

klar.

Alle fünf Adler haben sich

ihre jeweils 3000 Euro an Siegprämie

verdient. Mit drei Siegpunkten

stehen nun insgesamt

sieben Zähler auf dem Konto der

Eagles. „Der Sieg war für uns

wichtig, weil wir damit der Qualifikation

für das Viertelfinale

ein ganzes Stück näher gerückt

sind“, erklärte DBV-Sportdirektor

Michael Müller. „Ich streue

mir aber auch keinen Sand in

die Augen. Unser Gegner heute

Abend brachte nur bedingt

Spitzenniveau.“ Euphorischer

war DBV-Präsident Jürgen Kyas.

Der schwärmte: „Hervorragend:

1000 Zuschauer, toller Sport:

Was wollen wir mehr?“

Peter Jaschke

German Eagles 5:0

USA Knockouts

Bantamgewicht

Veaceslaw Gojan 3:0 Shawn Simpson

Leichtgewicht

Kastriot Sopa 3:0 Eric Michael Fowler

Mittelgewicht

Xhek Paskali 3:0 William Caroll Williams

Halbschwergewicht

Serge Michel 3:0 Kennedy Katende

Schwergewicht

Erik Pfeifer 3:0 Istvan Bernath

52 BoxSport


Joshua machte

Musik und

die Eagles

stürzten ab

Goldmedaillengewinner

Anthony Joshua (rechts)

mit DJ Spoony an den

Plattentellern

1:4-Niederlage in London

Es hatte so gut begonnen

für die German Eagles

beim Auswärtskampf

in England gegen die

British Lionhearts. Im Leichtgewicht

sorgte der irische Gastboxer

David Oliver Joyce für einen

verheißungsvollen Auftakt für

die deutsche Staffel. Gegen den

Briten Samuel Maxwell konnte

Joyce nach einer klar verlorenen

ersten Runde furios aufholen

und sein Gegenüber ausboxen.

ERGEBNISSE

British Lionhearts 4:1 German Eagles

Bantamgewicht

Andrew Selby 3:0 Redouane Asloum

Leichtgewicht

Samuel Maxwell 0:3 David Oliver Joyce

Mittelgewicht

Freddie Evans 3:0 Slawa Kerber

Halbschwergewicht

Joe Ward 3:0 Satula Abdulai

Schwergewicht

Joseph Joyce 3:0 Philipp Gruner

Doch dann kam es für die

Eagles knüppeldick im Londoner

„Earls Court“. Die Lionhearts

um den Europameister und

Olympiazweiten Freddie Evans

(Mittelgewicht) entschieden anschließend

alle Kämpfe für sich.

Im Halbschwergewicht bekam

Satula Abdulai den starken

Joe Ward vor die Brust. Der irische

Europameister und ehemalige

Junioren-Weltmeister lieferte

sich mit dem für den verletzten

Kevin Künzel eingesprungenen

Abdulai ein tolles Duell.

Ward sette jedoch die klareren

Treffer, war insgesamt schneller

und wacher und wurde dementsprechend

zum klaren Punktsieger

erklärt.

Im Bantamgewicht stieg

für die Eagles der französische

Gastboxer Redouane Asloum

in den Ring. Sein Gegner: der

britische Superstar und WM-

Vizeweltmeister Andrew Selby.

Zwar hatte Asloum (31) mehr

Erfahrung als der erst 23-jährige

Selby. Doch die größere Klasse

des „Lionheart“ machte sich

deutlich bemerkbar. Mit seinem

klaren Punktsieg brachte Selby

die britischen Löwenherzen in

Front.

WSB-Debüt achtsam aus der Affäre

Im Mittelgewicht musste sich

der gute Slawa Kerber bei seinem

WSB-Debüt dem britischen

Teamkapitän Freddie Evans stellen.

Evans, Europameister und

Silbermedaillengewinner von

London galt als Favorit, doch

Kerber machte ihm das Leben

schwer. Der Deutsche bewegte

sich clever und ließ Evans nicht

zu seinen Stärken finden. Doch

in den letzten beiden Runden

zeigte Evans glanzvolle Kombinationen

und boxte Kerber klassisch

aus. Eagles-Coach Valentin

Einen tollen Kampf lieferten sich Slawa Kerber (links) und Freddie Evans im

Mittelgewicht. Zwar siegte Evans am Ende klar, doch Kerber zog sich bei seinem

Silaghi: „Kerber war bärenstark.

Trotz der Niederlage hat das

Hoffnung für zukünftige Kämpfe

gemacht.“

Bemüht war auch Schwergewichtler

Philipp Gruner im

Duell mit Joseph Joyce. Gruner

setzte einige klare Treffer, doch

der größere Engländer hatte den

Kampf jederzeit unter Kontrolle

und hielt den Deutschen auf Distanz.

Mit der clever angebrachten

rechten Führhand boxte sich

Joyce zum klaren Punktsieg.

„Wenn Joyce so weitermacht,

kann er einer der großen WSB-

Gewinner werden“, sagte Silaghi

anerkennend. „Für Philipp war

nichts zu holen.“ Dabei konnte

Gruner sich noch glücklich

schätzen, nicht auf den britischen

Goldmedaillengewinner

Anthony Joshua getroffen zu

sein. Joshua nutzte die in der

WSB übliche Rotation für ein Intermezzo

am DJ-Pult und legte

in der Halle Musik auf.

WSB auf einen Blick

Gruppe A

Mexiko 4:1 Polen

Aserbaidschan 5:0 Argentinien

Russland 5:0 Algerien

Polen 3:2 Russland

Argentinien 1:4 Mexiko

Algerien 2:3 Aserbaidschan

Argentinien 5:0 Polen

Mexiko 3:2 Algerien

Polen 3:2 Algerien

Aserbaidschan 4:1 Mexiko

Tabelle:

Kämpfe Punkte

Mexico Guerreros 4 9

Aserbaidschan Baku Fires 3 9

Hussars Poland 4 6

Russland 2 4

Argentina Condors 3 3

Algeria Desert Hawks 4 1

Gruppe B

USA 1:4 England

Ukraine 2:3 Kasachstan

Italien 3:2 Deutschland

Kasachstan 5:0 USA

Deutschland 3:2 Ukraine

England 4:1 Italien

Deutschland 5:0 USA

Kasachstan 5:0 England

Italien 4:1 Ukraine

Kasachstan 3:2 Italien

Ukraine 4:1 USA

England 4:1 Deutschland

Tabelle:

Astana Arlans (Kasachstan) 4 12

British Lionhearts 4 9

Dolce & Gabbana Italia Thunder 4 7

German Eagles 4 6

Ukraine Otamans 4 5

USA Knockouts 4 1

Durch die klare Niederlage

in England rutschen die Eagles

auf Tabellenplatz vier ab und

müssen weiterhin um die Viertelfinalteilnahme

bangen. Die

ersten Vier jeder Sechsergruppe

erreichen das Viertelfinale der

WSB. Nächster Gegner ist der

ungeschlagene Tabellenführer

aus Kasachstan, die Astana Arlans,

am 12. Januar.

BoxSport 53


Magere Bilanz bei der U19-WM in Armenien

2x Bronze nach

Pech und Pannen

El Hag und Schulz die Medaillengewinner

Verletzungspech:

Wegen einer Bizeps-

Prellung konnte

Omar El Hag nicht im

Halbfinale antreten

Mit zwei Bronzemedaillen ist die zehnköpfige deutsche Jugend-Nationalmannschaft

aus Armenien zurückgekehrt: Der

18-jährige Berliner Bantamgewichtler Omar El Hag musste

nach einer starken Leistung von vier gewonnen Kämpfen wegen

einer Bizeps-Prellung im Halbfinale passen.

Pech auch für den Greifswalder Florian Schulz (18): Dabei hatte das

superschwere Talent bereits in seinem Auftaktkampf den usbekischen

Titelfavoriten Ulugbek Mubinov aus dem Weg geräumt. Mit dem Kubaner

Yohandi Toirac traf er indes auf einen höchst unsauber boxenden

Gegner, der dann auch wegen eines weit unter der Gürtellinie gelandeten

Tiefschlags disqualifiziert wurde.

Doch für Schulz war die WM damit ebenso gelaufen: Zunächst überraschend

für die deutsche Delegation, wurde er als Sieger für zwei Tage

gesperrt, durfte nicht gegen den zweifachen indischen Jugend-Meister

und späteren Vize-Weltmeister Narender antreten. Doch das AIBA-Reglement

sieht das aus gesundheitlichen Gründen genau so vor. Da half

alles nichts.

Insgesamt waren 367 Athleten aus 69 Nationen angetreten. Die offizielle

Bilanz des nationalen Boxverbands: „Der DBV stellte eine komplette

Mannschaft, die bei diesen Titelkämpfen einen hervorragenden

Eindruck hinterließ und insgesamt elf gewonnene Kämpfe für sich verbuchen

konnte.“

Diesen Eindruck bestätigte der leitende Nachwuchsbundestrainer

Hansi Birka nach der Ankunft aus Armenien nur bedingt: Nachdem

Deutschland beim jüngsten Internationalen Brandenburg-Cup noch mit

Russland gleichauf an der Spitze gelegen hatte, war das relativ magere

Abschneiden bei der WM für Birka eine „Mischung aus Pech und Pannen“.

Dazu kamen umstrittene Punktrichterurteile.

Die Nationenwertung im Medaillenspiegel:

Nation Gold Silber Bronze Summe

01 Russland 2 2 1 5

02 England 2 - 2 4

03 Kuba 2 - 1 3

04 China 1 - 1 2

05 Usbekistan 1 1 - 2

05 Ukraine 1 1 - 2

07 Armenien 1 - 1 2

08 Indien - 1 2 3

09 Puerto Rico - 1 1 2

10 Mexiko - 1 - 1

10 Guatemala - 1 - 1

10 Schottland - 1 - 1

10 Polen - 1 - 1

14 Deutschland - - 2 2

15 Irland - - 1 1

15 Frankreich - - 1 1

15 Venezuela - - 1 1

15 Aserbaidschan - - 1 1

15 Türkei - - 1 1

15 Kasachstan - - 1 1

15 Georgien - - - 1

15 Australien - - - 1

15 Philippinen - - - 1

23 Nationen 10 10 20 40

Wie Birka berichtet, hätten

viele Kampfbeobachter beim

Urteil gegen den Oberhausener

Abass Baraou nach dessen drittem

WM-Kampf im Weltergewicht

„Bauchschmerzen gehabt“.

Und den halbschweren Kölner

Roman Fress habe man gleich in

der ersten Runde „weggedrückt“,

obwohl dieser seine Sache im

zweiten Kampf gegen den Vize-

Weltmeister der Junioren aus der

Ukraine sehr gut gemacht habe.

Auch der Schweriner Schwergewichtler

Albon Pervizaj wurde

ungerecht behandelt, wie Birka

erläutert: Trotz einer Verwarnung

wegen Tiefschlags gegen den

Kubaner Ruiz Cordoba stand es

am Ende unverständlicherweise

15:15. Die Hilfspunktewertung

fiel zugunsten des Kubaners aus.

Peter Jaschke

49 Kg: 37 Teilnehmer

Dejan Cajic CB Ravensburg

- 10:14 PN g. Jun Engkang

INA

52 Kg: 40 Teilnehmer

Richard Goman Bay. Leverkusen

- 11:16 PN g. Masaya

Kobayashi JPN

56 Kg: 49 Teilnehmer

Omar El Hag TSC Berlin

- 19:08 PS ü. Emma Nsubuga

UGA

Omar El Hag TSC Berlin

- 14:12 PS ü. Vanja Bacic

SRB

Omar El Hag TSC Berlin

- 12:07 PS ü. Norovbat Otgontumur

MGL

Omar El Hag TSC Berlin -

19:08 PS ü. Hakan Dogan

TUR

Omar El Hag TSC Berlin -

WO-NL g. Magomedrashid

Dzhabrailov. RUS

60 Kg: 45 Teilnehmer

Sahan Aybay ABC Rheinkamp

- 10:17 PN g. Mallek

Montgomery USA

64 Kg: 47 Teilnehmer

Marcel Orsinger BR

Schwenningen - 17:05 PS

ü. John Kyalo KEN

Marcel Orsinger BR

Schwenningen - WO-S. ü.

Akiva Finkelstein ISR

Florian Schulz (rechts) holte Bronze

Alle Ergebnisse der DBV-u19-Boxer

bei der WM 2012 in eriwan

Marcel Orsinger BR

Schwenningen - 03:20 PN

g. Parviz Baghirov AZE

69 Kg: 35 Teilnehmer

Abass Baraou RF Oberhausen

- 22:14 PS ü. Yurik

Mikayelyan ARM

Abass Baraou RF Oberhausen

- RSC-S. 2.R. ü. Manjeet

Panghal IND

Abass Baraou RF Oberhausen

- 09:14 PN g. Osman

Aydin TUR

75 Kg: 35 Teilnehmer

Abu Lubdeh Abdulraman

Eintr. Berlin - 05:08 PN g.

Artavazd Aroyan ARM

81 Kg: 33 Teilnehmer

Roman Fress SC Colonia

Köln - 12:11 PS ü. Dadajon

Tursunkulov UZB

Roman Fress SC Colonia

Köln - 08:16 PN g. Dilmurod

Satybaldiev UKR

91 Kg: 27 Teilnehmer

Albon Pervizaj Traktor

Schwerin - 15:15+ PN g.

Ruiz Cordoba CUB

91+ 19 Teilnehmer

Florian Schulz BC Greifswald

- 09:08 PS ü. Ulugbek

Nubinov UZB

Florian Schulz BC Greifswald

- Disq.-S. 2.R.ü. Yohandi

Ortega CUB

Florian Schulz BC Greifswald

- WO-NL g. Narender

IND

Die Ergebnisse des

Finales

49 Kg: LV Bin CHN - 11:08

PS ü. Morodjon Akhmadaliev

UZB

52 Kg: Oliver Simpson ENG

- +10:10 PS ü. Jeyvier Clintron

PUR

56 Kg: Alrxeis Guibert CUB

- 12:08 PS ü. Magomed

Dzhabrailov RUS

60 Kg: Khusein Baisangurov

RUS - 15:10 PS ü. Raul

Curiel MEX

64 Kg: Kevin Brown CUB -

17:14 PS ü. Lester Martinez

GUA

69 Kg: Kosimov Akmazbek

UZB - 17:07 PS ü. Artem

Soloviov UKR

75 Kg: Oleksabdr Khyzhniak

UKR - 14:07 PS ü. Magomed

Madiev RUS

81 Kg: Nikol Arutyunov

ARM - 13:o9 PS ü. Scott

Forrest SCO

91 Kg: Andrey Stotskiy RUS

- 21:09 PS ü. Pawel Wierzbicki

POL

91+ Kg: Hughie Fury ENG -

10:06 PS ü. Narender IND

54BoxSport


1.

Formella der Held von

BUNDESLIGA

Beim 9:9 gegen den Favoriten aus Velbert

Nordhausen

Der Held von Nordhausen:

Sebastian Formella

holte dank einer starken

Leistung einen Punktsieg

gegen den Velberter

Konstantin Buga

Sensationeller Sieg gegen Meisterboxer Buga

Der Nordhäuser SV bleibt zu Hause ungeschlagen! Und das, obwohl der NSV

gegen den haushohen Favoriten aus Velbert antreten musste. Mit einer tollen

Leistung holte Nordhausen ein 9:9-Remis gegen die bergischen Löwen. In

der Tabelle kann den Velbertern jedoch zurzeit niemand gefährlich werden.

Nach dem klaren und dominanten Sieg zu Hause über Babelsberg (12:6) marschieren

die Vorjahresmeister der erfolgreichen Titelverteidigung entgegen.

Durchwachsener dagegen die Leistung der Babelsberger: dem klaren Revanche-Sieg

über den MBR Hamm folgte ein Unentschieden in Straubing. Lesen

Sie hier die Kampfberichte!

Nordhäuser SV –

Velberter BC 9:9

Starke Leistung vom Nordhäuser

SV: Im Heimkampf

gegen den Top-Favoriten aus

Velbert holten die aufopferungsvoll

kämpfenden Gastgeber ein

9:9-Unentschieden. Box-Leiter

Matthias Geidel: „Wir sind mehr

als zufrieden und gehen überglücklich

in die Weihnachtspause.“

Der Held des Abends war

Mittelgewichtler Sebastian Formella.

Er hatte den bärenstarken

Konstantin Buga vor der Brust.

Nordhausens schwedischer Gastboxer

Anthony Yigit (links) erwischte gegen

Velberts Eugen Burhard einen Top-Tag und

siegte deutlich nach

Punkten

Mit zwölf Treffern boxte der Underdog

den mehrfachen Meister

und WM-Teilnehmer aus.

Begonnen hatte der Abend

mit dem Duell im Bantamgewicht

zwischen Denis Makarov

und Dieter Geier. Bis zur dritten

Runde war das Gefecht offen,

in der Schlussrunde drehte Makarov

jedoch nochmals auf und

holte den verdienten Punktsieg.

Im anschließenden Halbweltergewicht

stand dann der vom

Publikum mit Spannung erwartete

schwedische Meister Anthony

Yigit für die Nordhäuser im

Ring. Sein Gegenüber: Der vor

zwei Wochen zum Deutschen

Boxmeister

gekürte

Eugen

Burhard.

Dank

blitzschneller

Aktionen boxte der Schwede

seinen Gegner aus und holte einen

klaren Punktsieg.

Nordhausens erfahrener ungarischer

Publikumsliebling Balazs

Bacskai ließ die Nordhäuser

sogar zwischenzeitlich auf den

Sieg hoffen. Den deutschen Vize-Meister

Vincenzo Gualtieri

besiegte er vorzeitig.

Nach dem Gala-Auftritt von

Nordhausens Formella erkannten

die Velberter jedoch die drohende

Niederlage und drehten

noch einmal auf. Der Holländer

Peter Mullenberg siegte vorzeitig

über Steve Wasieleweski, der

kurzfristig für den erkranken Leon

Bunn eingesprungen war. Im

letzten Kampf im Schwergewicht

sicherte sich der Titelverteidiger

dann das Remis: Gottlieb Weiss

siegte über Marcus Finke vorzeitig.

BC Straubing – SV

Motor Babelsberg 9:9

Damit hätte der Babelsberger

Trainer Ralf Mantau wohl

nicht gerechnet: nur 9:9 in Straubing!

Vor Beginn der aufgrund

der schlechten Wetterverhältnisse

spärlich besuchten Veranstaltung

sah es auf dem Papier

eher nach einer Niederlage für

die Straubinger aus. Der erste

Kampf bestätigte dieses Gefühl,

denn Rewing Obaid hatte Atdhe

Gashi überhaupt nichts entgegenzusetzen.

Ein Ergebnis von

44:8 Punkten vor dem RSC in

der dritten Runde spricht eine

klare Sprache. Aber Eugen Dahinten,

der bei der deutschen

Meisterschaft noch gegen Artjon

Daschjan im Viertelfinale rausflog,

konnte sich hier rächen.

Fantastische Schlagkombinationen,

rein in den Gegner, zuschlagen

und raus sicherten ihm den

hochverdienten Sieg.

Im weiteren Verlauf setzte

sich mal ein Straubinger, mal ein

Babelsberger durch. Bitter für

Ralf Mantau war die Disqualifikation

von Jaroslav Minin. Zuerst

wurde Minin in der dritten

Runde wegen Sprechens verwarnt

und konnte, noch bevor

die Verwarnung ganz ausgesprochen

war, seinen Mund trotzdem

nicht halten. Für sein unsportliches

Verhalten wurde er vom

Ringrichter dann folgerichtig

auch disqualifiziert. Romano

Kujak machte Emir Ahmatovic

56BoxSport


das Leben im Ring zwar schwer,

aber wirklich ausrichten konnte

er nichts. Für den Straubinger

Trainer Hans Buchmeier ist das

9:9 ein gefühlter Sieg. Für Babelsberg

eine klare Niederlage.

Velberter BC – SV

Motor Babelsberg 12:6

Nichts zu holen gab es für

die Babelsberger bei den haushoch

favorisierten Boxern aus

Velbert. Sechs klare Siege holten

die bergischen Löwen in sechs

Kämpfen und festigten damit ihre

Tabellenführung

Bantamgewichtler Denis Makarov

leitete Velberts Triumphzug

ein. Vier Runden jagte er

Adthe Gashi durch den Ring und

gewann gegen den völlig überforderten

Babelsberger deutlich

mit 22:9 Punkten.

Im Mittelgewicht machte

Konstantin Buga dann für seine

Mannschaft alles klar. Buga zeigte

hochklassiges Angriffsboxen

gegen Josef Attajaoui. Immer

wieder krachte seine Rechte an

den Kopf des Babelsbergers, aber

der hielt bis zum Ende durch.

MBR Hamm – SV

Motor Babelsberg 6:12

Nach den Turbulenzen aus

dem Hinkampf kam es in Hamm

zur großen Revanche zwischen

dem Märkischen Boxring und

Motor Babelsberg. Fast schon

eine Sensation war

der dominante

12:6-Sieg der Brandenburger:

SVM-

Boss Ralph Mantau:

„Das habe

ich nicht erwartet.

Wir wollten unserer

Pflicht nachkommen

und gute

Kämpfe liefern.

Dass der Sieg so

deutlich ausfällt,

freut mich umso

mehr.“

Im Ring gab

es knappe Kämpfe

und vielleicht wäre

der Abend anders

ausgegangen, wäre

Hamms Aytekin

Yöreci im Halbweltergewicht

gegen

Artjom Daschjan

nicht benachteiligt

worden. Yöreci

hatte klar gewonnen,

jedoch wurde

der Babelsberger

zum 20:17-Punktsieger

erklärt.

Doch am Gesamtresultat

gab

es letztlich nichts zu rütteln.

So holten Dima Döhl und Josef

Attanajaoui in ihren Kämpfen

vorzeitige Siege. Einen persönlichen

Erfolg feierte Emir Ahmatovic

im Schwergewicht gegen

Eugen Schellenberg. Mit seinem

17:11-Erfolg revanchierte er sich

für die Niederlage im DM-Finale

eine Woche zuvor.

Revanche gelungen! Babelsbergs Emir Ahmatovic (rechts) machte mit seinem Punktsieg im

Kampf gegen Hamms Eugen Schellenberg die Niederlage aus

dem DM-Finale eine Woche zuvor vergessen

Straubings Eugen Dahinten (rechts) und Artjom Daschjan

aus Babelsberg zeigten einen technisch starken Fight.

Dahinten behielt klar die Oberhand

ERGEBNISSE

Velberter BC - SV Motor Babelsberg 12:06 Z: 500

58 Kg: Denis Makarov (VBC) - 22:09 PS ü. Atde Gashi (SVM)

65 Kg: Artem Harutyunyan (VBC) - 24:08 PS ü. Artjom Dashyan (SVM)

70 Kg: Patrick Wojcicki (VBC) - 18:12 PS ü. Dima Döhl (SVM)

78 Kg: Konstantin Buga (VBC) - 22:08 PS ü. Josef Attanjaoui (SVM)

82 Kg: Peter Mullenberg (VBC) - 21:05 PS ü. Jaroslav Minin (SVM)

92 Kg: Stefan Sittner (VBC) - 22:09 PS ü. Vitalijus Subacius (SVM)

MBR Hamm - SV Motor Babelsberg 06:12 Z: 500

58 Kg: Adthe Gashi (SVM) - 34:29 PS ü. Bashir Hassan (HAM)

65 Kg: Artjom Daschjan (SVM) – 20:17 PS ü. Aytekin Yöreci (HAM)

70 Kg: Dima Döhl (SVM) – Aufg.-S. 1. R. ü. Ilhami Aydemir (HAM)

78 Kg: Josef Attanjaoui (SVM) - Aufg.-S. 3. R. ü. Roman Lysun

(HAM)

82 Kg: Jaroslaw Minin (SVM) - 21:19 PS ü. Elvis Hetemi (HAM)

92 Kg: Emir Ahmatovic (SVM) – 17:11 PS ü. Eugen Schellenberg

(HAM)

BC Straubing - SV Motor Babelsberg 09:09 Z: 180

58 Kg: Adthe Gashi (SVM) - RSC-S 3.R. ü. Rewing Obaid (BCS)

65 Kg: Eugen Dahinten (BCS) - 26:16 PS ü. Artjom Daschjan

(SVM)

70 Kg: Dima Döhl (SVM) - 28:16 PS ü. Borna Katalinic (BCS)

78 Kg: Safet Avdimetaj (BCS) - 25:14 PS ü. Josef Attanjaoui (SVM)

82 Kg: Anatoli Propp (BCS) - Disq.-S. 3.R. ü. Jaroslav Minin

(SVM)

92 Kg: Emir Ahmatovic (SVM) - 24:11 PS ü. Romano Kujak (BCS)

Nordhäuser SV - Velberter BC 09:09 Z: 700

58 Kg: Denis Makarov (VBC) - 20:18 PS ü. Dieter Geier (NSV)

65 Kg: Anthony Yigit (NSV) - 28:12 PS ü. Eugen Burhard (VBC)

70 Kg: Balazs Bacskai (NSV) - 18:06 PS ü. Vincenzo Gualtieri

(VBC)

78 Kg: Sebastian Formella (NSV) - 28:15 PS ü. Konstantin Buga

(VBC)

82 Kg: Peter Mullenberg (VBC) - RSC-S. 2.R. ü. Waselewski (NSV)

92 Kg: Gottlieb Weiss (VBC) - KO-S. 1.R. ü. Marcus Finke (NSV)

Tabelle:

1. Velberter BC 22 4 42:30 7-1

2. SV Motor Babelsberg 6 57:51 7-5

3. Nordhäuser SV 5 46:44 5-5

4. MBR Hamm 4 31:41 3-5

5. BC Straubing 5 40:50 2-8

Der nächste Kampf

12.01.2013 MBR Hamm - Velberter BC 22

BoxSport 57


BUNDESLIGA

Nach dem 13:10-Erfolg

Seelze ist

Sorgte mit seinem

Punktsieg für die

Entscheidung:

Seelzes Artur Reis

2.

jetzt spitze

Aber Hanaus Präsident Bittner spricht von „Skandal“

Der BSK Hannover-Seelze

konnte in der aktuellen

Saison der Zweiten Box-

Bundesliga vor vollem

Hause und grandioser Stimmung

seinen ersten Heimkampf gegen

den BR Hanau siegreich gestalten.

Der 13:10-Sieg über die starken

Hessen war zudem die erste

BSK-Veranstaltung im neuen

„Wohnzimmer“, dem Autohaus

Günther. Seelze-Manager Arthur

Mattheis: „Das war ein Auftakt

nach Maß und hoffentlich der

Beginn einer neuen Ära in der

neuen Halle.“

Dabei sah es zuerst gar nicht

so gut für die Gastgeber aus: Im

ersten Kampf des Abends musste

Andrej Stoika (bis 52 kg) gegen

den geschlossen nach vorne mar-

ERGEBNISSE

BSK Seelze - BR Hanau 13:10

Z:900

52 Kg: R. O Goman (BRH) - 16:09 PS ü.

Andrej Stoika (BSK)

56 Kg: Sergej Dudinski (BSK) - 19:19 remis

g. Hafid Bouji (BRH)

60 Kg: Howik Barsegian (BSK) - RSC-S.

2.R. ü. Tobias Tatai (BRH)

64 Kg: Angelo Welp (BSK) - Aufg.-S. 2.R.

ü. Lividon Klinaku (BRH)

69 Kg: Rinat Karimov (BRH) - 21:14 PS ü.

Besir Ay (BSK)

75 Kg: Jakob Deines (BSK) - RSC-S. 3.R.

ü. Sergej Lerke (BRH)

81 Kg: Arthur Reis (BSK) - 22:19 PS ü.

Yasim Ogül (BRH)

+81Kg: Ali Kiydin (BSK) - 29:25 PS ü. Max

Keller (BRH)

Tabelle:

1. BSK Seelze 2 26:21 4-0

2. BT Hanse Wismar 2 24:23 3-1

3. BR Hanau 3 37:34 3-3

4. BC Chemnitz 2 24:22 2-2

5. BV Weimar 3 30:41 0-6

Die nächsten Kämpfe:

02.02.2013 BC Chemnitz - BR Hanau

02.03.2013 BC Chemnitz - BSK Seelze

23.03.2013 BC Chemnitz - BT Hanse

Wismar

schierenden Oliver Goman eine

Punktniederlage einstecken.

Auch im zweiten Kampf des

Abends reichte es nicht für einen

Sieg. In der Gewichtsklasse

bis 56 kg lieferten sich Seelzes

Sergej Dudinski und Hafid Bouji

ein extrem enges Gefecht. Dudinski

lag bis wenige Sekunden vor

dem Schlussgong nach Punkten

zwar knapp vorne, doch konnte

sein Hanauer Konkurrent in den

letzten Sekunden noch aufholen,

sodass ein für beide Seiten gerechtes

Unentschieden gewertet

wurde.

In der folgenden Begegnung

im Limit bis 60 Kg kam es dann

zum Skandal. Wie Hanaus Präsident

Ulrich Bittner berichtete, zog

sich der klar in Führung liegende

Tobias Tatai nach einem Kopfstoß

mit Seelzes Howik Barsegian einen

Cut zu. Der Ringarzt hatte

jedoch keinen Notarztkoffer dabei,

konnte Tatai nicht behandeln

und beendete den Kampf. „Das

war völlig überzogen“, so Bittner

empört. Der mitgereiste Hanauer

Vereinsarzt Dr. Schilling versorgte

den Athleten dann.

Angelo Welp (bis 64 kg) und

der Hanauer Lividon Klinaku

lieferten sich zu Beginn ein wildes

Gefecht, allerdings konnte

Welp dabei mehr Druck erzeugen.

Nachdem er Klinaku in der

zweiten Runde durch klare Treffer

zweimal zu Boden geschickt

hatte, warfen die Gäste das Handtuch.

Damit konnte der BSK Hannover-Seelze

mit einer knappen

Führung in die Halbzeitpause

gehen.

Nach der Pause trat das Seelzer

Eigengewächs Besir Ay (bis 69

kg) gegen Rinat Karimov an. Karimov

hatte zwar deutliche Reichweitenvorteile,

doch Ay glich die-

Gelungener Auftakt im Autohaus

Günther: Arthur Mattheis führt den

deutschen „Tyson“ Ali Kiydin in den

Ring

se mit einem starken Siegeswillen

und einem offensiven Boxstil aus.

Die beiden Kämpfer lieferten sich

ein Duell auf Augenhöhe, dennoch

wurde Karimov am Ende

zum eindeutigen Punktsieger mit

acht Punkten Vorsprung erklärt –

eine Entscheidung, die von nicht

wenigen Zuschauern mit Pfiffen

quittiert wurde.

Die erneute Führung für die

Gastgeber holte Jakob Deines

(bis 75 kg) gegen Sergej Lerke.

Deines, amtierender Deutscher

Vizemeister, setzte von Anfang

an die saubereren Treffer. Insbesondere

am Ende des zweiten

Durchgangs drehte er auf und

deckte seinen Gegner mit einem

wahren Schlaghagel ein. In der

dritten Runde wurde Lerke sogar

zweimal angezählt, sodass der

Ringrichter die Begegnung zugunsten

des Seelzers abbrach.

In der Klasse bis 81 kg

konnte Arthur Reis, Silbermedaillengewinner

der Deutschen

Meisterschaft, im Kampf gegen

Yasin Ogul für die Entscheidung

sorgen. Beide Boxer gingen von

Beginn an sehr aggressiv in den

Kampf und lieferten sich einen

extrem ausgeglichenen Fight.

Moniert das skandalöse

Ringarztverhalten: Hanaus Präsident

Ulrich Bittner

Im Schlussdurchgang wurden

beide Kämpfer angezählt. Am

Ende konnte sich Reis mit einem

hauchdünnen Vorsprung durchsetzen.

Damit war dem BSK Hannover-Seelze

der Gesamtsieg des

Abends bereits sicher.

Im Schwergewicht standen

sich schließlich Hanaus Max Keller

und Ali Kiydin, der „deutsche

Tyson“, gegenüber. Die beiden

„schweren Jungs“ lieferten sich

eine wahre Ringschlacht. Am

Ende hatte Kiydin jedoch einige

Hände mehr im Ziel gehabt und

sorgte so mit seinem Punktsieg

für das Sahnehäubchen des

Abends.

Der BSK Seelze setzte sich

mit diesem Erfolg an die Tabellenspitze.

Für Hanau war die

Niederlage ein herber Dämpfer

auf der „Mission Erste Bundesliga“.

Ulrich Bittner kämpferisch:

„Ein Unentschieden wäre verdient

gewesen. Aber wir sind zu

Hause eine Macht und werden

sicherlich noch das ein oder andere

Wörtchen um den Aufstieg

mitreden. Ich freue mich schon

auf den Rückkampf.“

58BoxSport


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Erleben Sie die 2. Bundesliga – LIVE –

Begleiten Sie unser Box-Team mit René Weller zum Aufstieg!

Spitzenbegegnung Wir wünschen allen am 15. Freunden Dezember und 2012 Förderern um 19.00 ein Uhr in Hannover

frohes Fest und gutes neues Jahr

BSK Seelze vs. Boxring Hanau

Termine Boxring Hanau:

2.2.2013 in Chemnitz

16.2.2013 in Weimar

16.3.2013 in Wismar

6.4.2013 in Hanau

Heimkampf

vs. BSK Seelze

Fanbus- und Kartenorganisation:

ullrichbittner@yahoo.de

Weitere Infos: www.boxring-hanau.de, Tel. 0171 / 9 27 23 28

BoxSport

59


Die DM in Oldenburg litt unter Absagen de

Schellenberg der Größ

Der Schwergewichtler aus Seelze wurde zum besten Boxer des Tur

Es hätte heiß werden sollen

bei den Titelkämpfen.

Zum Beispiel im

Schwergewicht. Doch

die Luft schien schon vor dem ersten

Ring-Glockenschlag heraus

zu sein aus diesem Wettbewerb:

Hatte sich doch der Titelverteidiger

und EM-Dritte Johann Witt

verletzt gemeldet, und musste

Militär-Europameister Gottlieb

Weiß wegen eines Bundeswehrlehrgangs

passen. Damit fehlten

der attraktiven Kampfklasse bis

91 Kilogramm zwei Mitfavoriten

bei den 90. DM in Oldenburg.

Und damit war vielen schon von

sein Husarenstück zum besten

Turnierboxer gekürt.

Auch im Leichtgewicht gab

es wie bei den schweren Jungs

Schwund. So konnte aber diesmal

Baden-Württembergs Kastriot

Sopa (Neckargartach) als

neuer Meister und zugleich bester

Kämpfer des Turniers uneingeschränkt

glänzen, weil mit Artur

Bril die Nummer eins fehlte:

Der Kölner, der Sopa im Finale

der U21-Meisterschaften vor vier

Wochen geschlagen hatte, konnte

wegen eines Cuts am Auge,

den er sich beim jüngsten Einsatz

in der Weltboxliga (WSB)

Der beste Techniker Denis Radovan (links) setzte sich im Halbfinale gegen den

Hessen Mario Jassmann durch

Anfang an klar, auf wen es am

Ende wohl zulaufen würde: auf

Emir Ahmatovic vom Box-Team

Lahn. Doch es kam anders.

Im Kampf des Finalabends

bezwang der 29-jährige Eugen

Schellenberg, der Deutsche

Meister von 2010 aus Seelze,

den 25-jährigen Ahmatovic. Das

kam für viele dann doch überraschend.

Denn auch wenn dies

die erste DM für den gerade erst

eingebürgerten Newcomer aus

Bosnien war, so eilte ihm doch

aufgrund seiner anhaltenden

Siegserie in der Bundesliga seit

spätestens 2008 ein Ruf wie Donnerhall

voraus. Deshalb ist Boxen

für viele wie das Leben: Es

kommt oft anders als man denkt,

und so wurde Schellenberg für

zugezogen hatte, nicht bei den

DM boxen.

„Sehr viele junge Athleten

haben auf sich aufmerksam gemacht“,

fand denn auch DBV-

Cheftrainer Valentin Silaghi

und nannte außer Sopa unter

anderem die neuen Deutschen

Vizemeister Erik Sokolov, Xhek

Paskali und Artur Reis. „Die

Spannung war trotz der Absagen

da, nur mit anderen Personen“,

meint Silaghi. Dennoch, dieser

Makel bleibt: In den unteren

beiden Gewichtsklassen traten

zusammen nur fünf Boxer an.

Überhaupt nahmen an der ersten

nationalen Standortbestimmung

nach den Olympischen Spielen

insgesamt lediglich 89 Boxer aus

den 17 Landesverbänden des

Der beste Boxer der deutschen Meisterschaft: Eugen Schellenberg, links Arthur

Mattheis, Vorsitzender und Trainer des BSK Seelze

Deutschen Boxsportverbandes

teil. Die für den ersten Kampftag

geplante Nachmittagsveranstaltung

fiel deshalb sogar aus.

Dabei hieß das Motto doch

„Tage der Entscheidung“. Es

sollte aufgezeigt werden, wer

Deutschland 2013 bei den EM

im Mai oder bei den Weltmeisterschaften

im Oktober vertritt.

Doch es traten in den zehn Limits

nur sechs Titelverteidiger

an: Hamza Touba (Neuss), Denis

Makarov (Bantam), Artem Harutyunan

(Halbwelter), Dennis

Radovan (Mittel), Kevin Künzel

(Halbschwer) und Philipp Gruner

(Superschwer). Vier siegten

erneut im Finale, nämlich Touba,

Makarov, Radovan und Künzel.

Im Superschwer setzte sich

diesmal freilich der WM-Dritte

und Olympionike Erik Pfeifer

(Lohne) durch, der 2011 bei den

DM in Leipzig wegen eines Einsatzes

in der WSB nicht angetreten

war.

Dieser Favoritenmangel hatte

nur den Vorteil, dass sich die

erweiterte Spitze in Szene setzen

und teilweise glänzen konnte. Im

Halbweltergewicht fand sogar

Eine Bank im Superschwergewicht: Erik Pfeifer (links) besiegt Christian

Lewandowski aus Greifswald

60BoxSport


Asse – viele Junge nutzten ihre Chance

te nach Husarenstück

niers gewählt und Radovan vom SC Colonia zum besten Techniker

Die neuen Deutschen Meister: DBV-Sportdirektor Michael Müller, Erik Peifer, Eugen Schellenberg, Kevin Künzel, Denis Radovan, Arayk Marutyan, Eugen Burhard,

Kastriot Sopa, Denis Makarov und DBV-Präsident Jürgen Kyas (v.l.), vorne v.l. Hamza Touba und Sergej Neumann

Der beste Kämpfer:

Kastriot Sopa aus Ludwigsburg

eine Wachablösung statt: Titelverteidiger Artem

Harutyunyan scheiterte im Viertelfinale

überraschend an Angelo Welp (23, Walsrode),

den Silaghi ebenfalls hervorhob. Allerdings

scheiterte der junge Welp im Finale

dann am Osnabrücker Routinier Eugen

Burhard, der ebenfalls vom Landesverband

Niedersachsen kommt, und bei den

1. DM in Oldenburg vor zwei Jahren Meister

im Leichtgewicht geworden war.

Vermisst wurden dagegen außerdem

Asse wie „Fliege“ Ronny Beblik (Bundeswehrlehrgang)

und Olympiateilnehmer

Patrick Wojcicki (Nasenverletzung bei

Bundesligakampf). Olympiateilnehmer

Stefan Härtel war ebenfalls wegen eines

Bundeswehrlehrgangs verhindert. Zwar ist

die Bundeswehr mit ihren Sportfördergruppen

einer der wichtigsten Arbeitgeber und

löblicher Unterstützer der olympischen Boxer.

Dennoch sah es mancher nur schwer ein, dass

sich das nicht besser koordinieren lassen sollte.

Aus Oldenburg

berichtet

Peter Jaschke

Dennoch zeigte sich Cheforganisator Uwe Hamann

weitgehend zufrieden: „Wir haben super

Kämpfe gesehen. Die Sponsoren waren

begeistert und sehr zufrieden. Wir haben

sogar neue Unterstützer dazu gewonnen.

Nur bei den Zuschauerzahlen müssen wir

noch zulegen.“

In der Tat: Selbst beim Finale, das allenfalls

rund 500 Zuschauer sahen, ließ

die Resonanz zu wünschen übrig. Um

all solche Mängel bei den ansonsten reibungslos

und professionell organisierten

Meisterschaften abzustellen, denkt man

beim DBV über Veränderungen nach, wie

DBV-Präsident Jürgen Kyas dem BoxSport

im Interview erklärte. So sollen auf jeden

Fall 2013 die DM erneut in der Oldenburger

EWE-Arena stattfinden, aber dann schon im

August. Und bereits im Frühjahr 2014 soll in

Oldenburg die dritte DM in Folge stattfinden:

Die Deutschen Meister sollen sich vor den internationalen

Terminen bei DM dafür qualifizieren.

BoxSport

61


Edgar Walth: Der große Pechvogel

Glück im Unglück: Kurz

vor den Deutschen

Meisterschaften war

Edgar Walth zusammengebrochen.

Dies teilte Iris

Ernst von Walths Heimatverein

BC Straubing mit: „Beim Arztbesuch

seiner Freundin verlor

er das Bewusstsein. Er wurde

sofort für Tests ins Bundeswehr-Krankenhaus

nach Ulm

gebracht.“ Alle Anzeichen

49 Kg: 2 Teilnehmer

Sergej Neumann BO Saterland - 22:05 PS ü.

Mirco Martin BSC Elversberg

52 Kg: 3 Teilnehmer

Hamza Touba BR Neuss - 11:06 PS ü. Tom

Tran Cottbuser TV

Tom Tran Cottbuser TV 2010 - 13:04 PS ü.

Andre Stoika Condor Limburg

Hamza Touba BR Neuss - 15:09 PS ü. Tom

Tran Cottbuser TV

56 Kg: 10 Teilnehmer

Erik Sokolov VfL Waldkraiburg - 20:09 PS ü.

Manuel Campo SV Bautzen

Hakan Erseker TV Schwanewede - 23:10 PS

ü. Koray Bedir BR Dortmund

Denis Makarow Velberter BC - 18:04 PS ü.

Sako Mamedov Schlesw-Holstein

Dias Kuzembaev KSV Schriesheim - 19:15

PS ü. Sergej Dudinski BSK Seelze

Hakan Erseker TV Schwanewede - 20:14 PS

ü. Dieter Geier GB Stuttgart

Denis Makarov Velberter BC - 13:05 PS ü.

Dias Kuzembaew KSV Schriesheim

Erik Sokolov VfL Waldkraiburg - 26:10 PS ü.

Hakan Erseker TV Schwanewede

Denis Makarov Velberter BC -16:06 PS ü.

Erik Sokolov VfL Waldkraiburg

60 Kg: 7 Teilnehmer

Kastriot Sopa SV 07 Ludwigsburg - 21:10

PS ü. Schafi Karimi PSV Wismar

Ahmet Eminovic BSK Seelze - 20:13 PS ü.

Atdhe Gashi Motor Babelsberg

Tobias Tatai Colonia Köln - 19:13 PS ü. Hagen

Worofka Eintracht Halle

Kastriot Sopa SV 07 Ludwigsburg - 30:19

PS ü. Suher Alshamari BSK Seelze

Ahmet Eminovic BSK Seelze - 21:13 PS ü.

Tobias Tatai Colonia Köln

Kastriot Sopa SV 07 Ludwigsburg - 21:14

PS ü. Ahmet Eminovic BSK Seelze

64 Kg: 12 Teilnehmer

Artem Harutyunyan TH Eilbeck - 20:10 PS ü.

David Müller SSV Saalfeld

Angelo Welp SZ Walsrode - 19:14 PS ü.

Chris Förster Einh. Mutzschen

Christian Henze Punch. Magdeburg - 10:04

PS ü. Dndar Yildiz LV Hessen

Aytekin Yöreci BR Knielingen - 15:07 PS ü.

Thul. Thuramalingan TV Schwanewede

Eugen Burhard Raspo Osnabrück - RSCI-S.

3.R. ü. Clemens Busse Mecklenburg-Vorp.

Artjom Dashyan Cottbuser BV 2010 - 15:12

PS ü. Eugen Dahinten TuS Traunreut

Angelo Welp SZ Walsrode - 21:15 PS ü. Artem

Harutyunyan TV Eilbeck

Ayketin Yöreci BR Knielingen - 09:04 PS ü.

Christian Henze Punch. Magdeburg

Eugen Burhard Raspo Osnabrück - +11:11

PS ü. Artjom Dashyan Cottbuser BV

deuteten auf Unterzuckerung,

Stress und zu exzessives Training

hin. Somit fand die 90.

Deutsche Männer-Meisterschaft

ohne den DM-Dritten

von 2011 im Bantamgewicht

bis 56 Kilogramm statt. Dabei

hatte sich der Sportsoldat und

Militär-Europameister Walth

nach seinem Bundesliga-Sieg

gegen Titelverteidiger und Ex-

Europameister Denis Makarov

Hier trifft der Hamburger Sebastian

Formella (links) seinen Gegner Xhek

Paksali im Halbfinale mit einer

krachenden Linken. Am Ende nützte es

nichts: Paskali siegte klar nach Punkten

Angelo Welp SZ Walsrode - 15:14 PS ü. Ayketin

Yöreci BR Knielingen

Eugen Burhard Raspo Osnabrück - 12:04 PS

ü. Angelo Welp SZ Walsrode

69 Kg: 16 Teilnehmer

Arayk Marutyan Traktor Schwerin - 17:12 PS

ü. Sebastian Knigge SG Blankenburg

Steven Schwan Punching Magdeburg -

16:14 PS ü. Maran Tharumalingham Wattenscheid

Slawa Kerber BW Lohne - Aufg.-S. 3.R. ü.

Arton Krasniqi Schleswig-Holst.

Ilja Fiebig LV Thüringen - 15:10 PS ü. Kevin

Knütter Mecklenburg

Vincenzo Gualtieri ASV Wuppertal - 18:06

PS ü. Jan Ualikhanov BT Oelsnitz

Moh. Ali Karacuban Colonia Köln - 19:10 PS

ü. Benjamin Gläser Hessen

Phillip Nsingi Cottbuser BV 2010 - 18:11 PS

ü. Serkan Oral Hamburg

Dima Döhl BC Gifhorn - 24:16 PS ü. Vjaceslav

Spomer VfL Neckargartach

Aryk Marutyan Traktor Schwerin - 20:08 PS

ü. Steven Schwan Punch. Magdeburg

Slawa Kerber BW Lohne - 14:03 PS ü. Ilja

Fiebig Thüringen

Vincenzo Gualtieri ASV Wuppertal - WO-S.

ü. Moh. Ali Karacuban Colonia Köln

Dima Döhl BC Gifhorn - 21:11 PS ü. Phillip

Nsingi Cottbuser BV 2010

Arayk Marutyan Traktor Schwerin - 17:13 PS

ü. Slawa Kerber BW Lohne

Vincenco Gualtieri ASV Wuppertal - 13:09

PS ü. Dima Döhl BC Gifhorn

Arayk Marutyan Traktor Schwerin - 16:08 PS

ü. Vincenco Gualtieri ASV Wuppertal

75 Kg: 10 Teilnehmer

Xhek Paskali MBC Ludwigsburg - 17:12 PS

ü. Josef Attanjaoui Berlin

Alfonso Fusco TSV München - 09:08 PS ü.

Muhammed Bangaev (Hamburg)

Denis Radovan Colonia Köln - 18:10 PS ü.

Jacob Deines VfK Celle

Mario Jassmann TSV Korbach - 18:13 PS ü.

Robin Eickhorst Sachsen-Anhalt

Sebastian Formella Hamburg - 19:07 PS ü.

so große Hoffnungen auf den

nationalen Titel 2012 machen

dürfen. „Seit Juli bin ich voll

im Training und hatte nicht die

kleinste Pause. Erst die Europameisterschaft,

dann gleich

Liga, dazwischen der Umzug.

Und Papa werde ich ja auch!“,

erklärte Walth. Irgendwie war

das alles zusammen wohl zu

viel für den Straubinger Ausnahmeboxer.

Alle Ergebnisse von Oldenburg

Dimitri Beck BR Dortmund

Xhek Paskali MBC Ludwigsburg - 12:07 PS

ü. Alfonso Fusco TSV München

Denis Radovan Colonia Köln - 19:09 PS ü.

Mario Jassmenn TSV Korbach

Xhek Paskali MBC Ludwigsburg - 24:09 PS

ü. Sebastian Formella Hamburg

Denis Dadovan Colonia Köln - 17:11 PS ü.

Xhek Paskali MBC Ludwigsburg

81 Kg: 10 Teilnehmer

Igor Teziew Fit Box Esslingen - 26:15 PS ü.

Yasin Ogul Colonia Köln

Artur Reis AKBC Wolfsburg - 13:12 PS ü.

Roy Baumann UBV Schwedt

Kevin Künzel MSV Buna Schkopau - 10:05

PS ü. Elvis Hetemi MBR Hamm

Tony Witzke Mecklenburg-Vorp. - 17:12 PS

ü. Adam Deines Tigers Salzgitter

Patrick Esther Thüringen - 13:03 PS ü. Alexander

Becker ISK Halle

Arthur Reis AKBC Wolfsburg - 21:17 PS ü.

Igor Teziev FB Esslingen

Kevin Künzel MSV Buna Schkopau - 14:02

PS ü. Tony Witzke Mecklenburg

Arthur Reis AKBC Wolfsburg - 16:10 PS ü.

Patrick Esther Thüringen

Kevin Künzel MSV Buna Schkopau - 14:08

PS ü. Arthur Reis AKBC Wolfsburg

91 Kg: 11 Teilnehmer

Emir Ahmatovic BT Lahn - RSC-S. 2.R.ü.

Avdi Asslani BV Überlingen

Arthur Mann BC Gifhorn - 11:09 PS ü. Anatoli

Popp Colonia Köln

Stefan Sittner PSV Heide - Aufg.-S. 3.R. ü.

Zu hartes Training? Der Straubinger

Edgar Walth brach kurz vor den

Titelkämpfen zusammen

Andre Kinas LV Hessen

Maik Fanselow Berlin - 15:07 PS ü. Roman

Gorst SV Pocking

Eugen Schellenberg BSK Seelze - 20:06 PS

ü. Slatko Strauch Hamburg

Emir Ahmatovic BT Lahn - Aufg.-S. 1.R. ü.

Christian Radtke Mecklenb.-Vorp.

Arthur Mann BC Gifhorn - 11:10 PS ü. Stefan

Sittner PSV Heide

Eugen Schellenberg BSK Seelze - 15:08 PS

ü. Maik Fanselow Berlin

Emir Ahmatovic BT Lahn - 14:11 PS ü. Arthur

Mann BC Gifhorn

Eugen Schellenberg BC Gifhorn - 13:11 PS

ü. Emir Ahmatovic BT Lahn

+91 Kg: 8 Teilnehmer

Erik Pfeifer BW Lohne - Aufg.-S. 2.R. ü. Max

Keller PTSV Aachen

Christian Lewandowski BC Greifswald -

Aufg.-S. 2.R. ü. Jens Quittel WRK Meißen

Philipp Gruner BC Chemnitz - 25:12 PS ü.

Ali Kiydin ABC Oberursel

Florian Unger WR Bremerhaven - 15:06 PS

ü. Mohamad Nasser VfB Oldenburg

Erik Pfeifer BW Lohne - Aufg.-S. 3.R. ü.

Christian Lewandowski Greifswald

Philipp Gruner BC Chemnitz - WO-S. ü. Florian

Unger WR Bremerhaven

Erik Pfeifer BW Lohne - 21:10 PS ü. Philipp

Gruner BC Chemnitz

Bester Techniker: Denis Radovan

(LV Nordrhein-Westfalen)

Bester Kämpfer: Eugen Schellenberg

(LV Niedersachsen)

Die Landesverbands-Wertung:

Rang: Landesverband Gold Silber Bronze Summe

01 Niedersachsen 4 3 5 12

02 Nordrhein-Westfalen 3 1 1 5

03 Baden-Württemberg 1 1 2 4

04 Mecklenburg-Vorpommern 1 - 2 3

05 Sachsen-Anhalt 1 - - 1

06 Brandenburg - 1 1 2

07 Bayern - 1 - 1

07 Sachsen - 1 - 1

07 Rheinland - 1 - 1

07 Saarland - 1 - 1

11 Hessen - - 2 2

12 Berlin - - 1 1

12 Bremen - - 1 1

12 Hamburg - - 1 1

12 Thüringen - - 1 1

Summe 15 LV 10 10 17 37

62BoxSport




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Freunden und Förderern

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Das

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INTERVIEW

Peter Jaschke mit Jürgen Kyas

Jürgen Kyas ist seit 2009 Präsident des Deutschen Boxsport-Verbandes

(DBV). Kyas führt den DBV in aufregenden Zeiten: Das Amateurboxen

steckt mittendrin in der Revolution. Der Kopfschutz soll

wegfallen, ebenso die Punktmaschine und der Weltverband AIBA will

künftig eigene Profis in den Ring stecken. Lesen Sie im BoxSport-

Interview, was DBV-Präsident Kyas zu den Plänen der AIBA sagt, zum

Abschneiden der German Eagles in der World Series und wie sein

Fazit zu den Deutschen Meisterschaften in Oldenburg ausfällt.

Oldenburg jetzt fester

Standort für die DM –

Profi-Angebot für Bril

BoxSport: Herr Kyas, „ihr“

früherer Landesverband Niedersachsen,

dessen Ehrenpräsident

Sie sind, hat von elf Halbfinalisten

sieben ins Finale der

90. DM von Oldenburg

gebracht. Vier wurden

Meister, Niedersachsen

bester Verband. Freut

Sie das nicht?

Jürgen Kyas: Als

DBV-Präsident habe

ich das Neutralitätsgebot

zu wahren. Insofern

freue ich mich für den

Landesverband, kommentiere

das aber nicht

weiter.

Boxsport: Es wurde hier

bekannt gegeben, dass die

nächste DM schon Ende August

2013 erneut in Oldenburg und

auch 2014, dann aber bereits im

Frühjahr, möglichst zum dritten

Mal in Folge dort stattfinden

soll. Warum?

Kyas: Oldenburg hat ein Riesenumfeld.

Ein fester Standort

macht organisatorisch Sinn, das

erspart uns und den örtlichen

Machern um Uwe Hamann, der

sich unglaublich engagiert hat,

im nächsten Jahr viel Arbeit.

BoxSport: Warum jahreszeitlich

so früh?

Kyas: Wir sind Getriebene

des internationalen Terminkalenders.

Wenn beispielsweise

die World Series Of Boxing

(WSB) bereits gestartet ist, wie

dieses Jahr, dann haben wir

Jürgen Kyas, Präsident des Deutschen

Boxsport-Verbandes seit 2009

Verletzte, die für die DM nicht

zur Verfügung stehen. Das ist

ärgerlich, denn erste Priorität

hat der nationale Verband mit

seinen Meisterschaften und

darauf aufbauend die internationalen

Termine. Dem tragen

wir Rechnung: Wir schalten die

DM als Qualifikation zur Teilnahme

vor die internationalen

Termine.

BoxSport: Und 2014?

Kyas: Auch dann wollen wir

möglichst hier in Oldenburg wieder

zu Gast sein mit den DM. Es

könnte durchaus möglich sein,

dass wir dann sogar gleich im

Anschluss an die WSB im April/

Mai durchstarten mit dem nationalen

Kalender.

BoxSport: Wie wahrscheinlich

ist es, dass dann

schon ohne Kopfschutz

geboxt wird? Kampfrichterobmann

Erich Dreke

meint, dass der Helm

zu 90 Prozent abgeschafft

wird.

Kyas: Die medizinische

Kommission

des IOC wird nach Auswertung

der jetzt laufenden

Saison der WSB

voraussichtlich frühestens

im Mai 2013 zu einer

Entscheidung kommen. Ich

gehe davon aus, wenn nichts

Schlimmeres passiert, dass es

dann heißt, wir lassen das zu.

Das hieße, dass bei den DM 2013

ohne Kopfschutz geboxt wird.

Das betrifft aber nur die männlichen

Eliteboxer.

BoxSport Bei den 90. DM in

Oldenburg, sie erwähnten es bereits,

gab es viele Absagen durch

Verletzungen und Bundeswehrlehrgänge.

Nicht nur im Schwergewicht

war doch die Luft etwas

heraus aus dem Wettbewerb,

oder?

Kyas: Nein. Grundsätzlich

bin ich mit der Qualität dieser

DM sehr zufrieden. Wenn man

die Leistungen in der Breite beobachtet,

stellt man einen Aufschwung

fest. Ganz schlechte

Kämpfe habe ich hier nicht gesehen,

im Gegenteil: Es gab sehr

interessante Kämpfe. Das Niveau

ist sehr gut gestiegen. Was

die Absagen betrifft, gebe ich Ihnen

Recht: Das ist ärgerlich. Und

was die Besucherzahlen betrifft:

Da arbeiten wir noch dran, auch

wenn NDR, Lokalfernsehen und

Radiosender neben Printmedien

stark präsent waren. Da wollen

wir eine große Offensive starten,

damit auch noch mehr Zuschauer

kommen.

BoxSport: Was will man außer

der Terminverlegung gegen

Absagen von Boxern noch tun?

Kyas: Andreas Hahn von der

Bundeswehr hat mir in einem

Gespräch vor einigen Wochen

bereits zugesagt, dass er künftig

einiges modifizieren will in der

Terminierung von Lehrgängen

für die Sportsoldaten. Das ist ein

altes Problem schon seit Jahren,

das wir hoffentlich geregelt bekommen.

BoxSport: Könnte es passieren,

dass die WSB, wenn sie sich

weiterhin so erfolgreich entwickelt,

wie es momentan den Anschein

hat, zusammen mit den

attraktiven Bundesligakämpfen

der etwas behäbigen mehrtägigen

DM den Rang abläuft?

Kyas: Nein, eben nicht. Wir

werden alles dazu tun, dass die

Athleten, die in der WSB boxen,

auch bei DM starten. Deshalb

wird ja auch der Termin der DM

vorgezogen, damit das klappt.

Ich betone nochmals: Diese DM

ist eine Qualifikation für interna-

64BoxSport


tionale Wettbewerbe, und dazu

gehört auch die WSB. Das heißt,

die DM gewinnt an Attraktivität.

Es wird nicht jeder Athlet von

uns einen Vertrag für die WSB

bekommen. Wir sind da doch

schon wählerischer geworden

und wissen genau, was wir wollen,

denn die verdienen ja auch

ganz gut.

BoxSport: Wie viel denn?

Kyas: Sie kriegen bei Sieg

jeder 3000 Euro netto, und bei

Niederlage immerhin noch 500

Euro Schmerzensgeld. Außerdem

erhalten alle WSB-Kämpfer

im Team ein monatliches Fixum

von 1000 Euro zusätzlich zu

dem, was sie in ihrem Beruf oder

bei der Bundeswehr verdienen.

Artur Bril, hier bei seinem Sieg über den Ukrainer Pavlo Ichchenko in

der World Series, soll von der AIBA ein Profiangebot bekommen

Das ist ein ganz gutes Zubrot,

so sagen es mir die Jungs jedenfalls.

BoxSport: Lassen Sie uns

bei dieser Gelegenheit auch über

die Profibox-Sparte des Weltverbands

AIBA reden, die 2013

Uwe Hamann,

Organisator

der Deutschen

Meisterschaften in

Oldenburg

starten soll. Der superschwere

WM-Dritte Erik Pfeifer ist der

erste Deutsche, der einen Vertrag

unterzeichnet hat. Hat der DBV

darauf Einfluss?

Kyas: Wir haben einen sehr

großen Einfluss, aber natürlich

bestimmt vor allem die AIBA,

wenn sie dafür haben möchte.

Derzeit sieht es so aus, dass

insgesamt fünf unserer augenblicklichen

Spitzenathleten

ein Angebot von der AIBA zur

Teilnahme am APB-Wettbewerb

(APB: AIBA-Profi-Boxing) erhalten

werden.

BoxSport: Darf man Namen

erfahren?

Kyas: Ich möchte keine

Pferde scheu machen und im

Moment noch nichts sagen,

außer dass der Kölner Leichtgewichtler

Artur Bril definitiv dazu

gehören wird, der beim Sieg

der German Eagles in Hannover

einen fantastische Leistung gezeigt

hat.

BoxSport: Welche Folgen

hat das?

Kyas: Diese Athleten rutschen

einmalig sofort unter die

Topten ihrer Gewichtsklasse, die

sich nicht über die nationalen

und kontinentalen Wettbewerbe

qualifizieren müssen. Wenn

Die Schneiders: 29 Mal bei der DM

„Das ist die 29. DM, die wir besuchen. Uns gefällt Boxen einfach, denn Boxen ist wie das Leben“,

sagt Rolf Schneider (Hünxe). Ebenso wie seine Frau Doris - beide sind seit langem Mitglieder

im Kuratorium als dem Förderverein des DBV - nahm Schneider aus der Hand von DBV-Chef Jürgen

Kyas im Boxring die Goldene Ehrennadel des Verbands entgegen. Die Silberne Verdienstnadel

gab es für Heinz Nardmann (Heiligenberg): Beim Kuratoriumsvorsitzenden von 2001 bis 2010,

damals war Schneider sein Vize, bucht der DBV seit 40 Jahren alle Reisen zu Wettkämpfen. In den

70er Jahren war Nardmann stellvertretender Geschäftsführer beim Velberter BC. Außerdem ehrte

der DBV mit Werner Kranz (Schriesheim) und Heinrich Carsten zwei verdiente Funktionäre.

Als Gäste am Ring begrüßten die Organisatoren auch nationale Ex-Meister wie Andreas

„Drago“ Schnieders (Lingen bei Oldenburg), Thorsten Spürgin (Hamburg) und Bernd Schwab

(Schwetzingen). Auch DBV-Aktivensprecher Stefan Härtel machte seine Aufwartung, um seine

Kameraden ab dem Halbfinale zu beobachten und Interviews zu geben. Der Berliner Mittelgewichtler

konnte wegen eines Bundeswehrlehrgangs nicht selbst an den Titelkämpfen teilnehmen,

wurde am Finaltag für seine Leistungen und den fünften Platz bei den Olympischen Spielen in

London gewürdigt.

sie sich bewähren, bleiben sie

in dem weltweiten Wettbewerb

mit der Folge, dass die jungen

Männer gutes Geld verdienen:

Vier APB-Kämpfe pro Jahr zu

je 25.000 Euro netto werden

sichergestellt. Abgaben werden

über das Management automatisch

abgeführt. Das heißt, sie

sind sozial abgesichert, sobald

sie einmal aufhören zu boxen,

und stehen nicht mit Schulden

da, sofern sie ordentlich gespart

haben.

BoxSport: Hat man denn

inzwischen einen TV-Partner

vorerst zumindest für die WSB

gefunden?

Kyas: Wir stehen in sehr

guten Gesprächen. Dazu kann

ich aber noch nichts Konkretes

sagen: Diese Gespräche führen

hierzulande die Sportrechtevermarkter

Sportfive für die WSB.

Das ZDF wird demnächst im

Aktuellen Sportstudio samstags

einen kompletten WSB-Kampf

übertragen.

Präsident Jürgen Kyas (rechts) zeichnete Doris

und Rolf Schneider in Oldenburg mit der Goldenen

Ehrennadel des DBV aus

BoxSport 65


Frohe Feiertage

✷ ✷ ✷✷

Deutscher Boxsport-Verband

Wir wünschen den Sportkameraden in den Vereinen und Verbänden,

allen Freunden, Gönnern und Sponsoren

Ein frohes Weihnachtsfest und

ein gutes erfolgreiches 2013

DBV-Vorstand

- Präsident Jürgen Kyas -

Wir wünschen allen

unseren Mitgliedern,

Freunden und Gönnern ein

schönes Weihnachtsfest

und ein frohes neues Jahr!

Box Club Straubing 1931 e. V.

Der Bayerische Amateur-Box-Verband

wünscht allen seinen Freunden ein

frohes Weihnachtsfest und ein

erfolgreiches neues Jahr 2013

Heinz-Günter Deuster

Präsident

Allen Freunden des Faustkampfsports

ein frohes Weihnachtsfest

und ein glückliches neues Jahr

DORTMUNDER BOXSPORT 20/50 e.V.

Die Vorstandsmitglieder

Schumann, Kramer und Hellmich

Anschrift: DBS 20/50, Dieter Schumann, Rotkehlchenweg 45

44225 DORTMUND, Telefon 0231/71 33 54, www.dbs2050.de

Der Berliner Box-Verband

wünscht allen Freunden des Boxsports frohe und

gesunde Festtage und ein erfolgreiches Jahr 2013

BBV-Präsidium:

Peter Miesner (Präsident), Peer Mock-Stümer (Vizepräsident),

H.-Joachim Jobs (Schatzmeister), Jürgen Neubauer (Geschäftsführer)

Wir wünschen allen Boxsportfreunden,

in nah und fern, ein schönes

Weihnachtsfest und ein erfolgreiches

Jahr 2013

Abteilungsleiter: Dr. Marc Seekamp

Geschäftsführer: Mario Gruben

Trainerteam: Ahmet Gezgen,

Jörg Heidenreich, Ergül Kaya,

Otto Münsterer, Daniel Prosch

Der Boxsport-Verband Nordrhein-Westfalen

wünscht frohe Weihnachten

und ein gesundes und erfolgreiches Jahr

2013

Im Namen des Vorstandes: Erich Dreke, Präsident

❄✷ ✷ ✷ ❄ ✷

Der Box-Verband Sachsen

wünscht

allen seinen Freunden

frohe Weihnachten und ein

erfolgreiches Jahr 2013

Im Namen des Vorstandes

Uwe Kretzschmar

PRÄSIDENT

Volker Lippmann

1. VIZEPRÄSIDENT

Olaf Leib Vizepräsident Org./Gst. Landestrainer

66 BoxSport


✷ ✷ ✷✷

S.C. Colonia 06 e.V.

Ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches, glückliches neues Jahr wünscht allen

Sportfreunden im In- und Ausland S.C. Colonia 06 Köln e.V.

1. Vorsitzender Markus Zehnpfennig . 2. Vorsitzender Alexander Flach Tel.-Auskunft:

Ausrichter der Deutschen Jugend-Meisterschaften vom 20.11.-24.11.2013

in der Sporthalle-Süd (Südstadion), Vorgebirgstraße 50969 Köln

0221/

9384541

Der AC Einigkeit Elmshorn

dankt für die sportlichen Kontakte.

Alles Gute für 2013!

Tel.: 04121-93791, Fax: -7969170

Email: hrexboxen@web.de

www.ac-einigkeit.de

Ein Dankeschön allen Fans und Gönnern,

die uns unterstützen!

Unser Motto: „Keinen Rost ansetzen!“

Alles Gute für 2013

wünscht die

Abteilung Boxen im TSV Peißenberg

S. Willberger, Alter Bahnhof 21, 82380 Peißenberg, T. u. F.: 0 88 03 / 37 61

Ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2013 für alle

Boxsportfreunde – das wünscht die Boxabteilung

des TSV Wallenhorst sowie Edekamärkte Kuhlmann

Horst Klose

Allen Boxfreunden ein

erfolgreiches Jahr 2013 wünschen

Karl Ludwig „Menne“ Geier

& Björn Geier

Der Bundesligist

MBR 31/46 Hamm e.V.

wünscht allen Freunden und Gönnern besinnliche

Weihnachten und ein frohes neues Jahr!

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Unseren Freunden und

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ein frohes Weihnachtsfest

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und erfolgreiches Jahr 2013.

Ihr BSK Hannover-Seelze e.V.



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nzeige_boxen_2013.indd 1 30.11.2012 12:43:54

BoxSport 67


Bei den Frauenmeisterschaften in P

Viva Colonia – Titel fü

Lokalmatadorin Anna-Marie Stark stärkste Kämpferin

Mit der erst 19-jährigen

Ornella Wahner aus

Berlin ist bei den 10.

Deutschen Frauen-

Meisterschaften in Plön die

Jugend-Weltmeisterin von 2011

zur besten Technikerin gekürt

geworden. Wahner, die 2011

noch im Finale der Bantamklasse

bis 54 Kilogramm Elena

Walendzik (Seelze) unterlegen

war, ist jetzt die neue nationale

Championesse im Federgewicht

bis 57 Kilogramm. Die mehrfache

Bantam-Titelverteidigerin

und Kaderathletin Walendzik

hatte indes bereits im September

mit 27 Jahren ihre sportliche

zugunsten ihrer beruflichen Karriere

als Zahnärztin beendet.

In Wahners früherer Bantam-Gewichtsklasse

wurde dagegen

WM-Teilnehmerin Azize

Nimani – erstmals für ihren neuen

Verein SC Colonia Köln – zum

zweiten Mal Deutsche Meisterin

der Frauen. 2010 hatte Nimani

Jubel bei den Siegern der Frauen-Elite (v.l.): DBV-Sportwart Karl-Heinz Nitzsche, DBV-Sportdirektor Michael Müller, Christina

Rupprecht, Maike Klüners, Ornella Wahner, Janine Bonorden, Nadine Apetz, Andrea Strohmaier. Kniend (v.l.): Anne-Marie Stark

und Azize Nimani

Stolz präsentieren die Siegerinnen der U19-Jugend ihre Pokale

Auch die U17-Meisterinnen freuten sich über ihre Pokale

diesen Titel noch im Trikot von

Boxring Eintracht Berlin geholt.

Doch inzwischen ist sie mit ihrem

Bruder Besar Nimani, der

als Profiboxer übrigens am Tag

nach dem DM-Finale die IBF-Europameisterschaft

im Halbmittelgewicht

gewann, aus Berlin

ins nordrhein-westfälische Bielefeld

zurückgekehrt, wo beide

nach der Flucht der Familie aus

dem Kosovo aufgewachsen waren.

Als beste Kämpferin wurde

Lokalmatadorin Annemarie

Stark vom gastgebenden TSV

Plön (Schleswig-Holstein) ausgezeichnet,

die als Vorjahresfünfte

der Frauen im Bantamlimit nun

den Titel im leichteren Fliegengewicht

holte. Stark bezwang im

Finale die bayrische Vorjahresdritte

Diana Loichinger (Regensburg).

Fliegen-Titelverteidigerin

Pinar Yilmaz (Wuppertal) fehlte

diesmal krankheitsbedingt,

und die Ex-Vizemeisterin Diana

Warnke (Frankfurt/Oder) räumte

Stark schon im Halbfinale

ebenso aus dem Weg wie zuvor

auch Kristina Slobodjanikow

68BoxSport


lön ging es um 25 Goldmedaillen

r Azize Nimani!

– Ornella Wahner beste Technikerin

Gewohnt starke Leistung: Andrea Strohmaier (rechts)

wurde erneut Deutsche Meisterin

Grund zur Freude:

Azize Nimani

(Kaufbeuren), die 2011 noch bei

der Jugend (U19) so überragende

Meisterin im Bantamgewicht.

Mit den international erfahrenen

DBV-Kaderboxerinnen

Maike Klüners (Leichtgewicht,

neuer Klub: Colonia Köln), Janina

Bonorden (Halbwelter,

VfK Celle) und der früheren

Augsburger WM-Teilnehmerin

und Olympiahoffnung Andrea

Strohmaier (Mittelgewicht, neuer

Klub: BC Gifhorn) setzten

sich dagegen weitere Favoritinnen

durch. Doch warum fehlten

Vorjahresmeisterin Julia Irmen

(KKV Regensburg) und ihre Vize

Tasheena Bugar (Karlsruher SC)

im Leichtgewicht diesmal? Roland

Kubath aus dem DBV-Bundestrainerteam

weiß Antwort:

„Bugar war ebenso wie Yilmaz

und die Mecklenburgerin Sarah

Scheurich erkrankt. Irmen ist

Profi-Kickboxerin geworden.“

Kubaths Bilanz: „Das boxsportliche

Niveau war erfreulicherweise

wieder recht hoch

einzuschätzen und wir haben

eine Reihe von spannenden

Kämpfen gesehen.“ Besonders

angetan hatte es Kubath der Finalkampf

zwischen der späteren

Deutschen Jugend-Meisterin

und besten Kämpferin Maria

Hamel aus Hamburg und Selin

Korkmaz (Weseler BC) im U19-

Fliegengewicht. „Diese Begegnung

verdient auf Grund

des hohen technischen

Niveaus besondere Erwähnung“,

fand Kubath,

der künftig

nicht mehr für

die Frauen, sondern

allein für

die weibliche

U19 und U17

verantwortlich

zeichnet sowie

als Wettkampfbeobachter

und

zusammen mit

DBV-Diagnosetrainer

Dr. Michael

Bastian als

Sichtungstrainer

Beste Technikerin wurde die

Frauen-Hoffnung Ornella Wahner

im Bereich Männer und Frauen

tätig ist. Neuer Frauen-Bundestrainer

ist David Hoppstock,

zugleich Landestrainer von Niedersachsen.

Insgesamt wurden in Plön

Meisterinnen in drei Altersgruppen

ermittelt, nämlich außer in

den Frauen- und Jugendklassen

auch bei den Juniorinnen (U17).

Die frischgebackenen Nach-

wuchs-Euro-

pameisterin-

nen waren jedoch

nicht dabei: Darlene Jörling

(TPSV Münster) fehlte wegen ihres

bevorstehenden Abiturs und

Irina Schönberger (PBG Bruchsal)

musste verletzungsbedingt

passen. Dafür sah man die weiteren

EM-Teilnehmerinnen, die

in Polen gut abgeschnitten hatten,

alle

siegen.

Marie

Maciejewskie

(Traktor

Schwerin) und

Mandy Berg

(Piccolo Fürstenfeldbruck)

wurden

zu den besten

Juniorenboxerinnen

gekürt.

Von den

insgesamt 25

Goldmedaillen

ergatterte sich

der bei den

Boxerinnen

traditionell

führende

Landesverband

Bayern

diesmal fünf

und zeigte

sich vor allem

bei den

Juniorinnen

stark.

Allerdings

stand mit

„Halbfliege“

Christina

Rupprecht (Haan

Augsburg) nur

eine Bayerin

auch bei den

Frauen ganz

oben auf dem

Podest. Bei der Elite dominierte

dagegen Niedersachsen, in der

Jugendklasse Hamburg. Stark

zeigten sich aber auch die Boxerinnen

aus Nordrhein-Westfalen

und Mecklenburg-Vorpommern

mit insgesamt je drei Finalsiegen.

Peter Jaschke

Alle Ergebnisse finden Sie auf den Seiten 70/71

BoxSport 69


ALLE KÄMPFE -- alle sieger -- ALLE

BAYERN

Medaillen-Open BC Piccolo

Fürstenfeldbruck

Schüler (U13): Pap. 34: Schäfer

(Schwabach) PS über Morvisan Waliko

(1. FC Nürnberg) Pap. 40: Herdt

(Pocking) PS über Vollmann (Peißenberg)

Pap. 40: Krotter (Bad Windsheim)

PS über Bondarenko Dennis

(Pocking) HFl: Morvisyan Arman

(Nürnberg) PS über Habler Samuel

(Cham) Fl: Stele (Traunstein) PS über

Rott (Schwabach) Kadetten (U15):

Pap. 44: Stiben (Windsheim) PS über

Bekjiri (Happing) Fl: Weber (Haan

Augsburg) Aufg.-S.3.R. über Jäger

(Pfarrkirchen) B: Melnyk (Haan) Aufg.-

S.2.R. über Habler Raphael (Cham)

L: Steko (Fürstenfeldbruck) PS über

Dadasios (1860 München) L: Utz

(Fürstenfeldbruck) Aufg.-S.2.R. über

Sarkisian (1860) W: Sinani (Fürstenfeldbruck)

ue. Hoffmann (Peißenberg)

M: Oje (Happing) PS über Konukcu

(Hausham) Junioren (U17) F: Bessmel

(1880 München) PS über Mangiagli

(Tommy Würzburg) L: Ageev

(Pocking) PS über Root (Windsheim)

HW: Hoti (Fürstenfeldbruck) RSC-

S.3.R. über Hotaki (1860) HW: Michel

Albert (Traunreut) PS über Kocer (Fürstenfeldbruck)

W: Daiker (Traunreut)

Aufg.-S.3.R. über Wörmann (Peißenberg)

W: Fischer (PSV Augsburg) PS

über Georgiev (Fürstenfeldbruck) M:

Filipovic (MTV München) Aufg.-S.1.R.

über Habler Daniel (Cham) HS: Pala

(Erding) PS über Reyes (Nürnberg)

HS: Netschirwan (1860) PS über Karatepe

(1880) S: Lutzenberger (Haan)

PS über Habimana (Eichstätt) Jugend

(U19): B: Bondarenko Aleks (Pocking)

PS über Garber (Peißenberg) W: Dubber

(Fürstenfeldbruck) RSC-S.2.R.(V)

über Edes (Hausham) M: Fela (1860)

PS über Dadaev (Tommy) Männer/

Frauen: B: Obaid (Stadtwerke München)

Aufg.-S.3.R. über Salim Omid

(Reutlingen) F (weibl): Poderovic

(Fürstenfeldbruck) PS über Pflumm

(Reutlingen) HW: Dübüs (Fürstenfeldbruck)

PS über Geier (Windsheim) W:

Denk (Happing) PS über Matjasch-

Vlasenko (Schwabach) M: Radkov

(Windsheim) PS über Lazic (BSC

München) M: Frenz (Faust2Kampf

München) PS über Seven (Team Becker

Deggendorf) M: Ahmadzai (MTV)

PS über Özer (Freising) M: Reschke

(Haan) PS über Truong (BSC) HS: Berisha

(Stadtwerke) Aufg.-S.3.R. über

Petromarchuk (PSV) HS: Salim Salim

(Reutlingen) PS über Hernandez

(Freising) HS: Maudodi Ehsan (Haar)

PS über Sengül (Eichstätt) HS: Hohlbeim

(BSC München) PS über Grübl

(Team Becker) S: Sharifi (Schwaben

Augsburg) PS über Fabrice (Feuchtwangen)

SSchwer: Schinzler (BSC)

Aufg.-S.1.R. über Hartbauer (Tommy)

BERLIN

Landesmeisterschaft 2012

Halbfinale: 64 kg: Nurlan Bekmagambetov

(Spandauer BC 26) PS über

Ramon Groth (Berliner TSC); Zeynel

Elbir (Hertha BSC) PS über Mike Jäde

(Reinickendorf 03); 69 kg: Ahmet Yasar

(Tennis-Borussia) PS über Zaur Dzakaev

(Lichtenberg 47), 69 kg B: Tarkan

Özcoban (Tennis-Borussia) 2:1 PS

über Firat Tekin (Spandauer BC 26),

91 kg: Peter Waitschiess Aufg. 2. Rd.

über Mansur Shukulov (Blau-Gelb).

FINALE: Frauen 57 kg: Christine Barwick

(Seitenwechsel) PS über Victoria

Hinz (Union);

Männer/Elite: 60 kg: Bilal Omeirat (Polizei

SV) PS über Parviz Zabit (Neuköllner

SF); 64 kg: Nurlan Bekmagambetov

(Spandauer BC) PS über Zeynel

Elbir (Hertha BSC); 69 kg: Neboscha

Radosavjlevic (Neuköllner SF) PS über

Ahmet Yasar (Tennis-Borussia); 69kg

B: Tarkan Özcoban (Tennis-Borussia)

PS über Oguz Eraslan (Chikara); 75

kg: Marlon Tunger (Viktoria 71) PS

über Michael Makosch (Olympia 75),

75kg B: Daniel Regner (Spandauer

BC) Aufg.1. Rd. über Gökhan Kuruncu

(Chikara); 81 kg: Cem Akkus (Koryo)

PS über Mateusz Okbi (Isigym); 91kg:

Peter Waitschiess (BTSC) PS über

Orkan Zafer (Hertha BSC); 81 kgB:

Johannes Zokalo (Spandauer BC) PS

über Edgars Lacinoglu (Olympia 75),

91kg+: Eicke Lamprecht (Spandauer

BC) PS über Hüseyin Usta (Chikara),

91 kg B: Mohamed Sleiman (Hertha

BSC) PS über Sinan Baran (Tennis-

Borussia).

32. Juliusturm-Pokalturnier in

Spandau

Finalergebnisse: Kad. 52 kg: M. Shakmurzaev

(Eintracht) pS über J. Saidow

(Berliner TSC); 48 kg: D. Schade

(Spandauer BC) PS über C. Karakurt

(Isigym); 50 kg: K. Todorovic (Isigym)

PS über G. Wolf (Reinickendorf 03); 52

kg: F. Okbi (Isigym) PS über A. Genza

(BFC 80); 52 kg: J. El-Moussa (Olympia

75) Aufg.1. R. über F. Toprak (Cottbuser

SV); Jun. 57 kg: R. Jurczok (Eintracht)

PS ü. M. Knaak (Stahl Schöneweide);

63 kg: F. Rabih (Eintracht) RSC 2.Rd.

ü. E. Mesic (Isigym); 66kg: H. Nesibov

(Isigym) PS ü. B. Sprick (1. BSG

76); 69 kg: M. Toure (PS über C. Yigit

(olympia 75); 81 kg: Thomas Sperling

WO über A. Karalioglu (Hertha BSC);

69 kg. M. Zultigov (Neuköllner SF) PS

über C. Cayir (Stahl Schöneweide); 75

kg: Oskar Hollmann (1. BSG) PS über

A. El-Hasan (Sparta 58); Jug. 75 kg:

S. Horst (Eintracht) PS über Z. Kostic

(Stahl Schöneweide); M 60 kg: P. Zabit

(Neuköllner SF) PS über A. Miri (NSF);

69 kg. O. Eraslan (Chikara) PS über T.

Özcoban (Tennis-Borussia); 75 kg. Michael

Makosch (Olympia 75) PS über

A. Wozniak (Stahl Schöneweide), 81

kg: M. Okbi (Isigym) RSC 2.Rd. über

T. Yesilbag (Chikara), 91 kg +: E. Lamprecht

(Spandauer BC 26) Disq.2. R.

über R. Schröder (Cottbuser SV).

DBV

Frauen-DM in Plön

u17 Junioren 42 Kg: 2 Teilnehmerinnen

Anika Scheuermann (BC

Helbra) - RSC-S. 1.R. ü. Melissa

Hoffesommer (BC Kella) 45 Kg: 2

Teilnehmerinnen Bjondina Dermaku

(SC Leinefelde) - 20:08 PS ü. Dominique

Göhrlich (Stralsund) 48 Kg: 4

Teilnehmerinnen Anna Steinsdorfer

(BF Regensburg) - 19:14 PS ü. Johanna

Göller (BC Offenbach) Marie

Maciejewskie (PSV Stralsund) - 17:04

PS ü. Ajshe Osmani (TG Nürtingen)

Marie Maciejewskie (PSV Stralsund)

- 21:02 PS ü. Anna Steinsdorfer (Regensburg)

51 Kg: 7 Teilnehmerinnen

Katharina Wünschmann (BC Fürstenwalde)

- 19:03 PS ü. Sinem Koccasian

(PBG Bruchsal) Justine Metzdorf

(BR Cottbus) - Aufg,-S. 2.R. ü. Lina

Kirchgesner (BSV Garrel) Romana

Gräff (Condor Limburg) - 20:10 PS ü.

Jamina Boultouang (Bremerhaven)

Katharina Wünschmann (BC Fürstenwalde)-

28:06 PS ü. Eda Öztürk

(Elmshorn) Ramona Gräff (Condor

Limburg) - 18:10 PS ü. Justine Metzdorf

(BR Cottbus) Ramona Gräff (Condor

Limburg) - 12:10 PS ü. Katharina

Wünschmann (Fürstenw.) 54 Kg: 6

Teilnehmerinnen Noemi Lo-Curto

(AV 03 Speyer) - 07:06 PS ü. Christine

Varkentin (Lüdenscheid) Mandy

Berg (Fürstenfeldbruck) - RSC-S. 1.R.

ü. Maria Friedrich (BC Suhl) Miriam

Hoffmann (BC Suhl) - RSC-S. 1.R. ü.

Sandra Siebecker (SSV Ulm) Mandy

Berg (Fürstenfeldbruck) - 12:11 PS ü.

Noemi Lo-Curto (AV Speyer) Mandy

Berg (Fürstenfeldbruck) - RSC-S. 2.R.

ü. Miriam Hoffmann (BC Suhl) 57 Kg:

3 Teilnehmerinnen Elisabeth Wohlgemuth

(PSV Wismar) - 17:12 PS ü.

Jule Lacher (BT Langenargen) Jule

Lacher (BT Langenargen) - RSC-S.

1.R. ü. Paula Winterberg (Dortmund)

Elisabeth Wohlgemuth (PSV Wismar)

- 20:09 PS ü. Jule Lacher (BT Langenargen)

63 Kg: 2 Teilnehmerinnen

Elvira Alberti (BG Schwandorf) - 20:09

PS ü. Anja Moskil (BC Köln) 66 Kg: 2

Teilnehmerinnen Laura Zimmermann

(BC Verden) - 16:09 PS ü. Mahmuti

Valmire (Langenargen) 73 Kg: 2

Teilnehmerinnen Ekaterina Stamatoglu

(1880 München) - RSC-S. 2.R.

ü. Jessica Kaufhold (BC Kella) ü77

Kg: 2 Teilnehmerinnen Rihanna Sarah

Ali (BC Neukirchen) - RSC-S.

1.R. ü. Lana Wöll (BC Kella) Beste

Technikerin: Marie Maciejewskie (LV

Mecklenburg-Vorpommern) Beste

Kämpferin: Mandy Berg (LV Bayern)

u19 Jugend 48 Kg: 2 Teilnehmerinnen

Felicitas Vogt (GB Stuttgart) - RSC-

S. 2.R. ü. Gizem Gümüs (Elmshorn)

51 Kg: 5 Teilnehmerinnen Franziska

Eckstein (TG Karlstadt) - 21:10 PS ü.

Sarah Bungert (TP Münster) Maria

Hamel (Agon Hamburg) - (RSC-S.

3.R. ü. Kimberly Klingelhöfer (Lahn)

Selin Korkmaz (NRW) - 19:06 PS ü.

Franziska Eckstein (TG Karlstadt)

Maria Hamel (Agon Hamburg) - 20:14

PS ü. Selin Korkmaz (NRW) 54 Kg: 3

Teilnehmerinnen Diana Hörmann (CB

Ravensburg) - 20:11 PS ü. Gabriele

Hinz (Traktor Schwerin) Justine Mörl

(Traktor Schwerin) - 18:03 PS ü. Gabriele

Hinz (Traktor Schwerin) Justine

Mörl (Traktor Schwerin) - RSC-S.

2.R. ü. Diana Hörmann (Ravensburg)

57 Kg: 2 Teilnehmerinnen Katharina

Eckstein (TG Karlstadt) - 24:16 PS

ü. Luise Hanl (SSV Saalfeld) 60 Kg:

3 Teilnehmerinnen Angelina Heyken

(BC Norden) - 23:07 PS ü. Lara-

Sophie Dey (BC Magdeburg) Leyla

Horn (BO Hamburg) - Aufg.-S. 3.R.

ü. Lara-Sophie Dey (Magdeburg)

Leyla Horn (BO Hamburg) - 21:11

PS ü. Angelina Heyken BC Norden)

69 Kg: 3 Teilnehmerinnen Carlota

Hansen (BC Hanseat) - Aufg.-S. 4.R.

ü. Hanna Sjudt (Marner TV) Medina

Asanova (SV Backwede) - 21:14 PS

ü. Hanna Sjudt (Marner TV) Medina

Asanova (SV Backwede) - 12:11 PS

ü. Carlota Hansen (BC Hanseat) 75

Kg: 5 Teilnehmerinnen Viviane Slawik

(TSV Korbach) - 27:03 PS ü. Fanny

Schall (BC Suhl) Olivia Endale Maky

(Berliner SG 76) - 25:09 PS ü. Roberta

Jendretzke (Dortmund) Viviane

Slawik (TSV Korbach) - 30:08 PS ü.

Medina Ualikhanova (Oelsnitz) Viviane

Slawik (TSV Korbach) - 15:10 PS

ü. Olivia Endale Maky (Berliner SG)

Beste Technikerin: Justine Mörl (LV

Mecklenburg-Vorpommern) Beste

Kämpferin: Maria Hamel (LV Hamburg)

ü18 Frauen 48 Kg: 2 Teilnehmerinnen

Christina Rupprecht (BC

Haan Augsburg) - 16:12 PS ü. Sarah

Bormann ((TG Hanau) 51 Kg: 5 Teilnehmerinnen

Kristina Slobodjanikow

(BC Kaufbeuren) - 31-07 PS ü. Bentje

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe: 14. Januar 2012

70 BoxSport


KÄMPFE -- alle sieger -- ALLE KÄMPFE

Andresen (TSV Plön) Diana Loichinger

(Boxfit Regensburg) - 27:23 PS ü.

Diuana Warnke (SVP Frankfurt/O) Annemarie

Stark (TSV Plön) - 21:16 PS

ü. Kristina Slobodjanikow (Kaufbeur.)

Annemarie Stark (TSV Plön) - 25:11

PS ü. Diana Loichinger (Regensburg)

54 Kg: 5 Teilnehmerinnen Natalia

Bauer (BV Garrel) - +15:15 PS ü. Dragana

Pozderovic (Fürstenfeld) Azize

Nimani (SC Colonia Köln) - Aufg.-S.

3.R. ü. Elena Quente (BC Hanseat)

Natalia Bauer (BV Garrel) - 35:06 PS

ü. Tina Heimpold (BC Chemnitz) Azize

Nimani (SC Colonia Köln) - 24:10 PS

ü. Natalia Bauer (BV Garrel) 57 Kg: 7

Teilnehmerinnen

Melanie Milles (BC Weißenburg) -

25:18 PS ü. Sandra Peczkowsli (Wolfsburg)

Nina Meinke (BC Spandau)

- KO-S. 1.R. ü. Victoria Hinz (Strausberg)

Beata Blaszyk (BC Offenbach)

- 25:19 PS ü. Sandra Atanassow (BR

Leipzig) Ornella Wahner (Berliner

TSC) - 25:06 PS ü. Melanie Milles (BC

Weißenburg) Nina Meinke (BC Spandau)

- 28:15 PS ü. Beata Blaszyk (BC

Offenbach) Ornella Wahner (Berliner

TSC) - 19:09 PS ü. Nina Meinke (BC

Spandau) 60 Kg: 6 Teilnehmerinnen

Maria Kazaki (TSV Plön) - 19:12 PS

ü. Regina Slobodyanikow (Kaufbeur.)

Miriam Aicher (TV Altötting) - 25:12

PS ü. Chrissy Krüger (Rostock) Maike

Klüners (SC Colonia Köln) - 23:05

PS ü. Dilara Kocak (Hannover) Miriam

Aicher (TV Altötting) - 18:11 PS ü. Maria

Kazaki (TSV Plön) Maike Klüners

(SC Colonia Köln) - 25:05 PS ü. Miriam

Aicher (TV Altötting) 64 Kg: 6 Teilnehmerinnen

Janina Bonorden (VfK

Celle) - 24:08 PS ü. Sarah Ehrmann

(BT Lahn) Nathalie Ramm (Agon

Hamburg) - 25:11 PS ü. Romi Wiedenhöft

(Strausberg) Cindy Rogge (Stahl

Blankenburg) - 17:07 PS ü. Sandra

Redegeld (Colon. Köln) Janina Bonorden

(VfK Celle) - 18:14 PS ü. Nathalie

Ramm (Agon Hamburg) Janina Bonorden

(VfK Celle) - 11:10 PS ü. Cindy

Rogge (Stahl Blankenburg) 69 Kg: 3

Teilnehmerinnen Nadine Apetz (BV

Verden) - WO-S. ü. Sabrina Neumann

(BC Alsdorf) Janine Hofmann (SC Colonia

Köln) - RSC-S. 3.R. ü. Sabrina

Neumann (BC Alsdorf)

Nadine Apetz (BV Verden) - 19:12 PS

ü. Janine Hofmann (Colonia Köln) 75

Kg: 2 Teilnehmerinnen Andrea Strohmaier

(BC Gifhorn) - 26:03 PS ü. Cecilie

Hector (Agon Hamburg) Beste

Technikerin: Ornella Wahner (LV Berlin)

Beste Kämpferin: Annemarie Stark

(LV Schleswig-Holstein)

U18-DM in Wittenburg

49 Kg: Chris-Paul Krüger (BC

Frankfurt/O) - RSC-S. 2.R.ü. Lorenzo

Ruddies (ESG Halle)

Dominik Hirsch (AKBC Wolfsburg)

- 21:19 PS ü. Dennis Weber (UBV

Schwedt) Christos Cheereakis (MBC

Ludwigsburg) - 16:12 PS ü. Hagen

Hamel (Agon Hamburg) Friedrich Kiel

(BSV Gronau) - RSC-S. 1.R. ü. Mirco

Best (TG Worms) Dominik Hirsch

(AKBC Wolfsburg) - 26:16 PS ü. Chris-

Paul Krüger (BC Frankfurt/O) Friedrich

Kiel (BSV Gronau) - 20:10 PS ü. Christos

Chereereakis (Ludwigsburg) Dominik

Hirsch AKBC Wolfsburg) - 27:15

PS ü. Friedrich Kiel (BSV Gronau)

52 Kg: Stephan Nikitin (BR Schwenningen)

- 23:18 PS ü. Ali Rashid (Stahl

Blankenburg) Valtrim Hebibi (Preußen

Frankfurt/O.) - Aufg. S. 3.R. ü. Ali Abdulameer

(BC Erfurter Löwen) David

Khachatryan (BR Eintracht Halle) -

20:11 PS ü. Alberto Mstafi (BC Frankenthal)

Stephan Nikitin (BR Schwenningen)

- 24:09 PS ü. Valtrim Hebibi

(Pr. Frankfurt/O) David Khachatryan

(BR Eintracht Halle - Aufg.-S. 3.R. ü.

Stephan Nikitin (BR Schwenningen)

56 Kg: Murat Yildirim (Berliner TSC) -

RSCI-S. 2.R. ü. Waldemar Maier (TSV

Korbach) Batu Coskum (SV Motor Babelsberg)

- 27:16 PS ü. Hadi Sultani

(SC Colonia Köln) Dio Gainulin (SV

Ludwigsburg) - 18:15 PS ü. Fabian

Kumar (Weimarer BV)

Andrej Delgacev (Bushido Delmenhorst)

- 21:07 PS ü. Ali Musaew (TSV

Plön) Murat Yilderim (Berliner TSC) -

30:22 PS ü. Batu Coskum (Motor Babelsberg)

Andrej Delgacev (Bushido

Delmenhorst) - 19:09 PS ü. Dio Gainulin

(SV Ludwigsburg) Murat Yilderim

(Berliner TSC) - 12:06 PS ü. Andrej

Delgacev (Bus. Delmenhorst) 60 Kg:

Wladimir Frühsorger (SC Colonia 06

Köln) - 22:17 PS ü. Georg Sultanyan

(BSK Seelze) Hamlet Babayan (Vorwärts

Bielefeld) - 22:12 PS ü. Faruk

Tursunov (Berliner TSC) Cihan Ince

(BC Traktor Schwerin) - 17:11 PS ü.

Hassan Alias (BSV Magdeburg) Salah

Jahel (BC Frankfurt/O) - 29:20 PS

ü. Wladislaw Baryshnyk (KSC Backnang)

Wladimir Frühsorger (SC Colonia

06 Köln) - Aufg.-S. 3.R. ü. Oswald

Buchmüller (BC Neuwied) Hamlet

Babayan (Vorwärts Bielefeld) - 17:07

PS ü. Cihan Ince (Traktor Schwerin)

Wladimir Frühsorger (SC Colonia 06

Köln) - 31:19 PS ü. Salah Jahel (BC

Fraqnkfurt/O) Hamlet Babayan (Vorwärts

Bielefeld) - 21:13 PS ü. Wladimir

Frühsorger (SC Colonia Köln) 64

Kg: Rudi Osso (BC Erfurter Löwen)

- 19:14 PS ü. Musa Avdimetaj (VfL

Waldkraiburg) Agon Gashi (TuS BW

Lohne) - 21:08 PS ü. Din Navai (Agon

Hamburg) Jurik Babayan (Vorwärts

Bielefeld) - 21:11 PS ü. Sebastian

Wirtz (ABC Oberursel) Brian Hellwig

(Preußen Frankfurt/O) - 17:02 PS ü.

Maximillian Kurschat (GFC Rostock)

Agon Gashi (TuS BW Lohne) - 22:11

PS ü. Rudi Osso (BC Erfurter Löwen)

Jurik Babayan (Vorwärts Bielefeld) -

23:08 PS ü. Brian Hellwig (Preußen

Frankfurt/O) Agon Gashi (TuS BW

Lohne) - +13:13 PS ü. Jurik Babayan

(Vorwärts Bielefeld) 69 Kg: Arthur

Krischanowski (BC Kaufbeuren)

- 25:11 PS ü. Hassan Özer (BSK

Seelze) Ansor Magomedov (TSG

Öhringen) - 28:11 PS ü. Narek Dawtjan

(Weimerer BV) Kenan Spahiu (BC

Straubing) - 18:10 PS ü. Thor-Gunnar

Bratek (PSV Ribnitz) Ibragimo Diallo

(1. BC Marburg) - 16:15 PS ü. Nathanael

Lukjoki (SC Colonia Köln) John

Weller (SC Spremberg) - 20:11 PS ü.

Mats Berger (SV Lichtenberg) Arthur

Krischanowski (BC Kaufbeuren) -

14:10 PS ü. Anson Magomedov (TSG

Öhringen) Kenan Spahiu (BC Straubing)

- 12:06 PS ü. Ibragimo Diallo (1.

BC Marburg) Artur Krischanowski (BC

Kaufbeuren) - 22:10 PS ü. John Weller

(SC Spremberg) Kenan Spahiu (BC

Straubing) - 17:10 PS ü. Artur Krischanowski

(BC Kaufbeuren) 75 Kg: Thomas

Ens (TSV Erbach) - 29:16 PS ü.

Leon-Sharif Osman (Berliner TSC)

Taron Hanesyan (BSK Seelze) - 21:10

PS ü. Christof Graefer (BW Halberstadt)

Bodo Schöllhammer (SC Colonia

Köln) - 13:12 PS ü. Meriton Rexhepi

(TH Eilbeck) Atanasios Kazakis

(DABC Schw. Gmünd) - RSC-S. 3.R.

ü. Benjamin Lühr (PSV Bergen) Taron

Hanesyan (BSK Seelze) - 14:10 PS ü.

Thomas Ens (TSV Erbach) Atanasios

Kazakis (ABC Schw. Gmünd) - 18:10

PS ü. Bodo Schöllhammer (Colonia

Köln) Taron Hanesyan (BSK Seelze) -

18:07 PS ü. Atanasios Kazakis (Schw.

Gmünd) 81 Kg: Daniel Lokstein (BC

Wetzlar) - 26:07 PS ü. Kevin Gawza

(HTB Hamburg)

BAYERN

Box-Club Straubing

Einladungskämpfe; Termin: Samstag,

12. Januar 2013 - 20.00 Uhr;

Ort: Straubing, Boxerhalle an der

Trabrennbahn

BC Eichstätt

Nachwuchsveranstaltung; Termin:

Samstag, 12. Januar 2013 - 14.00

Uhr; Ort: Eichstätt, Boxerhalle, Am

Sportplatz 16

TV Kempten

Nachwuchsveranstaltung; Termin:

Samstag, 23. Februar 2013 - 13.00

Dimitar Tilev (LV NRW) - Aufg.-S. 2.R.ü.

Kay Greve (TSV Plön) Igor Kolomentschikow

(BC Haan Augsburg) - 23:18

PS ü. Adam Bazuew (Agon Hamburg)

Dimitar Tilev (LV NRW) - 15:08 PS ü.

Daniel Lokstein (BC Wetzlar) Dimitar

Tilev (LV NRW) - 25:14 PS ü. Igor Kolomentschikow

(Augsburg) 91 Kg: Emre

Birekul (Kalk Köln) - Aufg.-S. 2.R. ü.

Waldemar Patschinski (Bernburg)

Domenik Thiemke (SV Lichtenberg

47) - WO-S. ü. Waldemar Patschinski

(Bernburg) Domenik Thiemke (SV

Lichtenberg 47) - 27:10 PS ü. Emre Birekul

(Kalk Köln) +91 Kg: Granit Shala

(SC Bavaria Landshut) - 13:03 PS ü.

Ahmed Öztürk (ABC Homberg) Ahmed

Öztürk (ABC Homberg) - 13:10

PS ü. Richard Heil (TuS Aschaffenburg)

Granit Shala (SC Bavaria Landshut)

- 22:06 PS ü. Ahmed Öztürk (ABC

Homburg)

NORDRHEIN-WESTFALEN

Herbstturnier BR Hilden

52Kg/Kad: Sinan Bayramovic, BC

Mülh.-Dümpten, PS über Wesley Kosmoll,

BC Hückelhoven; 48Kg/Kad: Antonyo

Stefan, Westende Hamborn, PS

über Ali Koc Cem, BR Hilden; 75Kg/

Man: Gianluca Taccia, BR Hilden, Aufgabes.

3. Rd über Youssef Haimani,

BC Mülh.-Dümpten; 64Kg/Man: Tim

Pham, FK Mönchengladbach Aufgabes.

1. Rd über Anton Welker, BR

Hilden; 69Kg/Jun: Temur Temur, BR

Hilden, PS über Harun Aktas-Beier,

BC Mülh.-Dümpten ; 63Kg/Jun: Oliver

Ginkel, FK Mönchengladbach unent.

gegen Jamal Temur, BR Hilden; 69Kg/

Man: Dominik Deutscher, BR Hilden,

PS über Yandim Barisch, Westende

Hamborn

TERMINKALENDER DER AMATEURE

Uhr; Ort: Kempten, TVK-Halle, Aybühlweg

67

NORDRHEIN-WESTFALEN

NIEDERRHEIN-

MEISTERSCHAFT

Vorrunde: 20.01.2013, 16:00 -

20:00 im Deich-Haus, , Grav-Insel

1, 46487 Wesel

Halbfinale: 26.01.2013, 16:00 -

20:00 beim Boxring Duisburg, Kalthoffstr.

50, 47166 Duisburg

Halbfinale: 27.01.2013 16:00

20:00, im ENNI-Sportpark, Am

Sportzentrum, 47445 Moers

BoxSport

71


AUS DEN VERBÄNDEN

BADEN-WÜRTTEMBERG

Trauer um Heinz Birkle

Große Verdienste um den

deutschen Boxsport: Heinz Birkle

Der Boxverband Baden-Württemberg

trauert um sein Ehrenvorstandsmitglied

Heinz Birkle

(Karlsruher Sport-Club). Wie

BVBW-Präsident Jürgen Wiedemann

(Leonberg) mitteilte,

verstarb der langjährige KSC-

Boxabteilungsleiter Birkle in

der Nacht zum 9. Dezember

unerwartet. Birkle war von

1943 bis 1962 aktiver Boxer,

brachte es auf stolze 169

Kämpfe und war vier Mal Deutscher

Studentenmeister. Nach

seiner Laufbahn als Sportler

wurde er Kampfrichter und

schaffte es 1971 sogar Referee

des Weltverbands AIBA zu

werden. Zwölf Jahre lang, von

1973 bis 1985, war Heinz Birkle

DBV-Sportwart und danach

bis 1997 DBV-Vizepräsident

Sport. Von 1978 bis 1983 engagierte

sich Birkle als Mitglied

der Technischen Regel- und

der Kampfrichterkommission

des damaligen europäischen

Boxdachverbands EABA sowie

weiterer Kommissionen und

von 1983 bis 1997 sowie von

2002 bis 2006 als Mitglied des

Exekutiv-Komittees der EA-

BA. Zwischen 1990 und 1994

wirkte Heinz Birkle als EABA-

Vizepräsident. Von 1982 bis

2006 betätigte er sich in der

technischen Regelkommission

des Weltboxverbandes

und von 1986 bis 1994 als außerordentliches

Mitglied des

Exekutiv-Komitees. In seiner

langen Laufbahn als Sportler

und internationaler Funktionär

wurden ihm höchste Ehren

zuteil. Heinz Birkle zeichnete

sich durch seine stets kritische

Betrachtungsweise aus.

ASV Ebingen holt

BW-Cup 2012

Der diesjährige Gewinner des

Teamwettbewerbs um den

BW-Cup-Wanderpokal steht

fest: Die Jungs vom Verein

ASV Ebingen aus Albstadt um

Trainer Thomas Fritschi und

seine Frau Christina haben in

Böblingen mit 101 Punkten

den Pokal gewonnen und aus

der Hand von „Matchmaker“

Bernd Schwab (Schwetzingen)

entgegengenommen. Da waren

die Freude und der Stolz beim

jungen Team sichtlich groß.

„Wir sind baden-württembergischer

Mannschaftsmeister“,

jubelte Fritschi. Das heißt:

die beste Mannschaft unter 99

Vereinen. Fritschi, mit seinem

Verein schon länger Titelfavorit

neben VfL Neckargartach,

hatte bereits im Vorfeld zur

örtlichen Tageszeitung Zollern-Alb-Kurier

gesagt: „Die

Jubel beim BW-Meister 2012, dem ASV Ebingen

Nummer eins in Baden-Württemberg

zu sein, wäre auf jeden

Fall ein großes Erlebnis.“

BAYERN

SC Apollo aufgelöst!

Den SC Apollo e.V. gibt es nicht

mehr! Der 1901 gegründete Traditionsverein

beschloss auf einer

außerordentlichen Mitgliederversammlung

die Auflösung des

Clubs. Gründe für die Auflösung

snid unter anderem die geringe

Teilnahme am Sportbetrieb, der

fehlende Nachwuchs sowie die

Kündigung der Turnhallennutzung

durch die Stadt München.

Auf weitere gute

Zusammenarbeit (v.l.):

DBV-Vizepräsident Erich

Dreke, DBV-Sportdirektor

Michael Müller, Sportart3-

Geschäftsführer Frank Koch

und DBV-Präsident Jürgen Kyas

DBV

Ausrüstervertrag verlängert

Die Deutschen Meisterschaften

der Männer (Elite) waren der

würdige Rahmen für die Vertragsunterzeichnung

über die Verlängerung

des Ausrüstungsvertrages

um weitere vier Jahre zwischen

Adidas und dem Deutschen Boxsport-Verband

(DBV). Frank Koch

(Geschäftsführer der Firma Sportart3),

Jürgen Kyas (Präsident des

DBV) und Erich Dreke (Vizepräsident

des DBV) unterschrieben das

Vertragswerk. Dies betrifft die Ausstattung

der Nationalmannschaften,

Bundesstützpunkte sowie das

Olympische Boxen. Beide Seiten

stellten die gute Zusammenarbeit

heraus. Der Vertragsunterzeichnung

gingen einige Gespräche und

Verhandlungen voraus, die durch

den DBV-Sportdirektor Michael

Müller mit Adidas/Sportart3 geführt

worden waren. Die Zusammenarbeit

soll weiter intensiviert

werden. Hierzu fand in Oldenburg

ein Produktmeeting statt, an dem

neben den Vertretern der Firma

Adidas/Sportart3 auch einige Trainer

des DBV teilnahmen. Bei dem

Meeting wurden einige Produkte

von Adidas neu vorgestellt und Erfahrungswerte

besprochen. Diese

Produktmeetings sollen künftig in

regelmäßigen Abständen durchgeführt

werden.

MECKLENBURG-VORPOMMERN

Alles Gute, Willi!

Höhepunkt Olympia 1988: Willi

Kellermann (rechts) mit Gustav

Baumgardt

Der langjährige Kampfrichter-

Obmann des DBV, Willi Kellermann,

feierte seinen 80.

Geburtstag. Die deutsche Boxsport-Ikone

erfreut sich bester

Gesundheit. Kellermann, sehr

beliebt bei Freunden und Familie,

amtierte bei zahlreichen

Länderkämpfen, Europameisterschaften

und Weltmeisterschaften.

Höhepunkt seiner Karriere

waren die Olympischen Spiele

1988 in Seoul, wo er als Kampfrichter

mit von der Partie war.

Niedersachsen

räumt bei U18- DM ab

Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern

war Gastgeber

der deutschen U18-Boxmeisterschaft

in Wittenburg,

die bestens durch den DBV-

Jugendwart Thomas Kross organisiert

wurde. Der Andrang,

sich mit dem Titel eines deutschen

Meisters schmücken zu

können, war groß, auch ging es

darum zu beweisen, wie sich die

Verbände leistungsmäßig entwickelt

haben. Motiviert waren

die jungen Athleten auch durch

das enorme Zuschauerinteresse,

boten durchweg technisches

Boxen, denn beim Finale waren

über 1300 Zuschauer in der Halle.

Als bester Verband trug sich

Niedersachsen in die Rangliste

ein, das drei von den zehn Goldmedaillen

für sich buchte (siehe

unten). Je zwei erste Plätze

erboxten Nordrhein-Westfalen,

Bayern und Berlin. Die zehnte

Goldmedaille ging schließlich

an Sachsen-Anhalt.

Niedersachsen

Hanesjan holt Gold

für Seelze

In Wittenburg fand sich die U18-

Elite des Boxsports zur Internationalen

Deutschen Meisterschaft

72 BoxSport


den Kampf gegen Vitali Schank

aus Wolfsburg hochverdient.

Auch Jakob Richter gewann seinen

erst zweiten Kampf nach

langer Verletzungspause mit einer

souveränen Leistung gegen

Ekin Bakir aus Hannover.

Der Seelzener Taron Hanesjan (rechts)

freut sich über seine Goldmedaille

zusammen. Mit dabei: drei

Nachwuchstalente vom BSK

Hannover-Seelze. Taron Hanesjan

holte sogar eine Goldmedaille

für Seelze. Im Finale schlug er

den Baden-Württemberger Atanasios

Pazacis. Selbstbewusst

und spritzig dominierte er von

Anfang den Kampf und sicherte

sich somit auch hier den Sieg

nach Punkten und somit den

Titel Internationaler Deutscher

Meister 2012. Weniger erfolgreich

verlief das Turnier für die

Vereinskollegen des frischgebackenen

Meisters, Georgi Sultanjan

(bis 60 kg) und Hassan Özer

(bis 69 kg). Sultanjan boxte gegen

Vladimir Frühsorger (Landesverband

Nordrhein-Westfalen) am

Beginn zu passiv und schaffte es

nicht, den Punktevorsprung des

Kontrahenten noch aufzuholen.

Ähnlich erging es Özer gegen

den bayerischen Sportskameraden

Arthur Crischtschanowski.

War die erste Runde noch ausgeglichen,

fand der Bayer in den

folgenden Durchgängen besser

in den Kampf hinein und konnte

sich so den Erfolg nach Punkten

sichern.

Kozlov: Landestitel

im Nachgang

Beim Pokalturnier in Hannover

starteten sieben Kämpfer des

BC72 Braunschweig. Es wurde

auch der Finalkampf der Landesmeisterschaft

im Mittelgewicht

nachträglich ausgetragen,

in dem der Vorjahressieger Vitali

Kozlov vom BC 72 antrat. Auch

in diesem Jahr gewann Kozlov

Erfolgreich: die Boxer des BC Braunschweig

NORDRHEIN-WESTFALEN

„Champ“ Beyer zu

Gast in Dortmung

Beim 125. Prominenten-Stammtisch

des DBS 20/50 gab es einen

besonderen Ehrengast: Ex-Weltmeister

Markus Beyer war aus

Schwarzenberg im Erzgebirge

angereist. Begleitet wurde Beyer

von den beiden Weltmeisterinnen

Goda Dailydaite und Christina

Hammer aus Dortmund.

Über 50 Gäste, unter ihnen

Olympiasiegerin Ursula Happe,

Ruderweltmeister Toni Seifert,

der Präsident des NRW-Boxverbandes

Erich Dreke, wohnten

dem Treffen bei. Der „Champ“

plauderte aus dem Nähkästchen

über seine Fights und die WBC-

Weltmeistertitel im Supermittelgewicht.

Mit vielen Geschenken

und einem dreifachen „Ring

frei“ trat der neue Freund des

DBS 20/50 seine Heimreise an.

Birekul holt Silbermedaille

Riesen-Erfolg für die Faustkämpfer

Köln-

Kalk! Vereinsmitglied

Emre

Birekul hat bei

den U18-Meisterschaften

in

Wittenburg die

Silbermedaille

gewonnen. In

der Klasse bis

91kg musste

sich der Athlet

aus dem Projekt

„Kids for

Future“ im Fi-

Die erfolgreichen Teilnehmer des Ringarzt-Lehrgangs

nale Domenik Thiemke aus schieden. In der Endabrechnung

Lichtenberg geschlagen geben. setzte sich der Boxring Hilden

„Kids for Future“ hat das Ziel, mit einem knappen 6:4 gegen

sozial schwachen Kindern eine seine Gäste durch.

Alternative zu bieten. Pate ist

der Laureus-Botschafter Felix

RHEINLAND

Sturm.

Goldene Nadel für Piwolinski

Markus Beyer beim DBS 20/50, links Weltmeisterin Christina Hammer

Der Boxring Hilden richtete sein

traditionelles Herbstturnier aus.

Geladen waren die besten Nachwuchsboxer

vom Niederrhein.

Das Turnier war alles andere als

ein Spaziergang, denn auf Hildens

Youngster warteten sehr

schwere Aufgaben. Bevor es losging

gab es eine Ehrung. Karl-

Heinz Piwolinski, der Kampfrichterobmann

des NABVs,

erhielt für seine langjährige,

ehrenamtliche Tätigkeit die goldene

Ehrennadel und damit die

höchste Auszeichnung des Verbands.

Piwolinski konnte direkt

im Ring bleiben, denn er leitete

den ersten Kampf des Tages

zwischen Sinan Bayramovic aus

Mülheim und Wesley Kosmol

aus Hückelhoven. Bayramovic

holte einen Punktsieg. Boxsport

vom Feinsten zeigten Oliver

Ginkel aus Mönchengladbach

und Jamal Temur. Beide zeigten

rasantes Angriffsboxen mit bissigen

Attacken und schnellen

Kontern. Jedoch konnte sich keiner

einen entscheidenden Vorteil

erarbeiten. Deshalb wertete das

Kampfgericht das Gefecht unent-

BT Lahn bildet Ringärzte aus

In Braunfels–Phillipstein fand

der 21. Ringarztlehrgang statt.

Dr. Heinrich Mannes, Vorsitzender

des Vereins „Ringärzte“,

Vereinsarzt des Boxteam Lahn

und zuständig für die Ringarztausbildung

beim Deutschen

Boxsportverband, organisierte

und leitete diese von ihm ins

Leben gerufene Veranstaltung.

Am Ende des Lehrgangs fanden

die Abschlussprüfung und die

Aushändigung der Lehrgangsnachweise

statt. Die Teilnehmer

vereinbarten, nach diesem

gelungenen Lehrgangswochenende

die Zusammenarbeit zu

intensivieren.

SCHLESWIG-HOLSTEIN

Trauer um Erwin Pophal

Trauer im Boxverband Schleswig-Holstein.

Die Flensburger

Boxlegende Erwin Pophal ist

verstorben. Pophal war über viele

Jahre Trainer des DBK Sparta

Flensburg.

SÜDWEST

Regenauer verstorben

Zwei Monate, nachdem er sich

als selbständiger Versicherungskaufmann

in den Ruhestand begeben

hatte, verstarb nach einer

Operation in Palma de Mallorca

der von 2000 bis 2006 als Vizepräsident

des Südwestdeutschen

Amateur-Box-Verbandes

amtierende Christian Regenauer

vom AV 03 Speyer. Der Leiter

der Boxabteilung seines Vereins

fungierte eine Zeitlang auch

als Schriftführer, Pressewart

und Rechnungsprüfer für den

SWABV. Christian Regenauer

wurde 60 Jahre alt.

BoxSport

73


Lesen Sie in der nächsten Ausgabe

Bevor Wladimir

Klitschko wieder den

Anzug gegen die

Boxerhort tauschen

muss, hat er Zeit, sich

für wohltätige Zwecke

einzusetzen. Gemeinsam

mit seinem Bruder Vitali

saß er bei der von Jörg

Pilawa moderierten

Spendengala „Ein

Herz für Kinder“ am

Spendentelefon. Dort

berichtete Wladimir

auch von seinem Besuch

in Tschernobyl und

zeigte Bilder aus der

verstrahlten Zone.

Nächster

Erscheinungstermin ist

für Abonnenten

der 24. Januar,

ab dem 26. Januar

im Handel

Trotz schwerster

Handverletzungen, die

sie vom Attentat ihres

Stiefvaters davontrug,

steigt Rola El-Halabi

wieder in den Ring.

Gegen Lucia Morelli will

sie erneut Weltmeisterin

werden.

Wladimir Klitschko

Alexander Povetkin, Kubrat Pulev, Robert

Helenius: Bei Schwergewichts-Weltmeister

Wladimir Klitschko stehen die Herausforderer

Schlange. Wer darf als Erster gegen King

Wladimir ran?

Ulli Wegner spricht Klartext

Der Trainer des Jahrzehnts über das Boxen in

Deutschland: Was sich bei den Profis und den

Amateuren ändern muss.

Manuel Charr

Manuel Charr steigt nach der WM-Niederlage

gegen Vitali Klitschko wieder in den Ring. Träumt

der Koloss von Köln noch immer den Traum von

Rocky Balboa?

Herausgeber und Chefredakteur: Hans Reski (0221-2587-260/261/334)

Redaktion: Gino Casale, Arne Leyenberg, Marianne Müller (Foto-Reportagen)

Ständige Mitarbeiter: Tobias Drews, Manfred Hönel, Peter Jaschke, Björn Jensen,

Bertram Job, Matthias Kerber, Joachim Leyenberg, Jörg Lubrich, Alexander

Mazur, Gunnar Meinhardt, Susanne Rohlfing, Hartmut Scherzer,

Fotos in dieser Ausgabe: actionpress, ap, DBV, dapd, dpa, Fototron, Sauerland

Event, Schindler, SES, Universum, WBC, Wende

Layout: Katharina Büchner, Michael Rosenstein, Bernd Schulte zur Wissen

Internet: www.sportverlag.de

E-Mail der Redaktion: boxsport@sportverlag.de

Verlag: DSV Deutscher Sportverlag GmbH, Friesenplatz 16, 50672 Köln

Tel.: (0221) 2587-0, Fax: (0221) 2587-200

Verlagsleitung: Lutz Bandte

Vertriebsleitung: Tobias Weidmann

Anzeigen, Koordination: Gino Casale. Tel. (0221) 2587-261.

E-Mail: boxsport@sportverlag.de.

IMPRESSUM

Das Comeback von Rola El-Halabi

Nach dem Attentat ihres Stiefvaters war lange

unklar, ob Rola El-Halabi jemals wieder boxen

könnte. Nun will sie nach mehr als zwei Jahren

Pause gegen Lucia Morelli zurück auf den WM-

Thron.

Der starke Mann der Bundesliga

Hans-Gerd Rosik ist der Mann hinter den Erfolgen

des Deutschen Serienmeisters Velberter BC. Im

Interview spricht Rosik über die Probleme der

Bundesliga nach Einführung der World Series.

World Series

Große Berichte und Analysen von den

Kämpfen gegen Kasachstan und Italien in der

AIBA-Weltserie. Schaffen es die Eagles ins

Viertelfinale?

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 10 vom 1.1.2012.

Abonnement: DSV Deutscher Sportverlag GmbH, Friesenplatz 11, 50672 Köln,

Telefon (0221) 2587-243, E-Mail: service@sportverlag.de.

Einzelverkauf: Partner Medienservices GmbH,

Postfach 81 06 40, 70523 Stuttgart, Fax.: (0711) 7252320

Druck: Dierichs Druck + Media GmbH & Co KG, Frankfurter Str. 168, 34121 Kassel

BOXSPORT erscheint monatlich, Einzelpreis: € 4,20. Jahresabonnementpreis

(12 Ausgaben): € 45,60. Abonnementkündigungen sind sechs Wochen vor Ablauf

des berechneten Zeitraums dem Abonnement-Vertrieb schriftlich bekannt zu

geben. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche

Genehmigung des Verlages vervielfältigt oder verbreitet werden. Unter dieses

Verbot fällt insbesondere auch die Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in

elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf CD-ROM. Der Verlag haftet

nicht für unverlangt eingesandte Manuskripte, Unterlagen und Fotos.

74 BoxSport


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