Android Apps&Tipps; Android Tipps & Tricks (Vorschau)

1131078.9m5o4

Deutschlands gröSSte

NEU!

15 Must-Have-Apps

für iPhone-Umsteiger

Gelöscht?

So stellen Sie Fotos und

andere Dateien wieder her

Preishammer

196 Seiten Tipps

tipp-sammlung

Samsung rooten

Samsung S2, S3, Ace,

Note II und viele mehr

Android

Tipps & Tricks

Die 50 coolsten Apps

PLUS: die 50 besten Spiele-Tipps

Akku-Power

Mit diesen Apps verlängern

Sie die Laufzeit tatsächlich!

Die Top 5 fürs kleine Budget!

02/2013

EUR 9,80*

* Deutschland

4 198438 409802 02

A EUR 10,80 - BeNeLux EUR 11,25

CH sfr 19,60 - E / I EUR 12,75

www.apps-und-tipps.de


3 Ausgaben

für nur 5,90 E

Jetzt bestellen: 3 Hefte zum Preis von einem. Sie sparen 66 %!

Kennenlernangebot:

3 Ausgaben

für nur 5,90 E

Jetzt bestellen unter:

www.android–user.de/miniabo

Telefon 07131 / 2707 274 • Fax 07131 / 2707 78 601 • E-Mail: abo@android-user.de


Service

Editorial

Christoph Langner,

Chefredakteur

Willkommen bei Apps & Tricks

Trickreich

Liebe Leserinnen,

liebe Leser

Im September dieses Jahres wird Android

ganz offiziell seinen fünften Geburtstag

feiern. Fünf bewegte Jahre, in denen sich

das Android-System in so gut wie allen

Aspekten extrem schnell weiterentwickelt

hat. Sollten Sie selber noch nicht so lange

dabei sein, so bekommen Sie beim Betrachten

der ersten öffentlichen Android-Präsentation

[LINK 1] von Google-Chef Sergey Brin

und dem ehemaligen Haupt-Entwickler

Steve Horowitz einen guten Eindruck, welchen

beeindruckenden Weg das Handy-OS

in so kurzer Zeit zurückgelegt hat.

Apps und Tipps

Ließ sich das erste Android-Smartphone

nur mit einer Hardware-Tastatur (also ohne

Touchscreen) bedienen, stehen nun im

Google Play Store unzählige virtuelle Tastatur-Apps

zur Auswahl. Gab es am Anfang

so gut wie keine zusätzlichen Audio- oder

Video-Player im ehemaligen Android Market,

so wimmelt es jetzt im Play Store nur

so davon. Aber welche dieser Apps sind

gut, welche schlecht? Welche könnten

Ihrem Handy sogar schaden?

Mit Android Apps&Tipps geben wir Ihnen

einen umfassenden Wegweiser durch den

Android-App-Dschungel an die Hand. Wir

stellen Ihnen auf knapp 200 Seiten die wirklich

besten Apps aus dem Play Store vor

und warnen Sie alllerdings auch vor der

einen oder anderen sauren App-Gurke.

Zudem liefert Ihnen dieses Heft viele

Tipps&Tricks zum Android-System, den

Google-Apps und zu verschiedenen

Themengebieten, dank derer Sie Ihren

Android-Alltag besser bewerkstelligen können.

Akku-Legenden

Einen besonderen Fokus legen wir dabei

ab Seite 170 auf die Akku-Leistung Ihres

Androiden. Diese ist nach wie vor einer der

alltäglich spürbaren Schwachpunkte eines

modernen Smartphones und ein Ärgernis

für viele Android-User: Trotz aller Bemühungen

der Hersteller geht den meisten

aktuellen Handys nach einem langen

Arbeitstag der Saft aus.

Wir räumen mit verbreiteten Akku-Mythen

und ‐legenden auf, geben Ihnen Tipps zur

richtigen Pflege der Batterie und testen

kritisch eine Reihe von prominenten

Stromspar-Apps aus dem Play Store – mit

sehr durchwachsenem Ergebnis und einem

klaren Testsieger.

Nun wünsche ich Ihnen viel Lesespaß mit

der Ausgabe 02/​2013 von Android

Apps&Tipps!

Christoph Langner

Alle Links

>

android- user.de/qr/29022

Apps & Tipps 02/2013 3


Service

Inhalt

tele52, 123RF

highlights

7 50 Coole Apps

Apps satt! Unsere Top-Auswahl!

Kauftipps

22 Accessoires

Wir stellen Ihnen das beste Android-

Zubehör vor.

31 Preishammer

Viel Android für wenig Geld!

App-Tipps

34 AquaMail

Die beste E-Mail-App für

Android-Tablets

38 Stimmgeräte-Apps

Android stimmt Ihre Gitarre

41 LightFlow

Bringt Farbe in die LED-

Benachrichtigungen

7

50

Coole Apps

Diese Apps dürfen auf keinem

Android-Gerät fehlen!

44 IntelliRing

Nie mehr peinlich stören

46 Preisvergleich-Apps

Günstiger Shoppen mit Android

49 DailyMe

Für die tägliche Dosis TV

52 Runtastic für Android

Für Dauerläufer und andere Sportler

56 Video-Player

Allesspieler für Ihre Filmsammlung

59 Audio-Player

Sieben Jukebox-Apps im Vergleich

62 Apps für die Schule

Nützliche Apps für den Schulalltag

31 Preishammer

Diese fünf Smartphones

sind ihr Geld echt wert!

Service

3 Editorial

4 Inhalt

194 Impressum

4

02/2013 Apps & Tipps


Service

Inhalt

Alesia Tsvetaeva, 123RF

108

Umstieg vom iPhone

zu Android

Wir helfen Ihnen beim Abschied

aus der geschlossenen Apple-Welt. Der Umstieg

auf einen Androiden ist gar nicht so schwer!

66 TV-Apps

Unverzichtbare Apps für Couch-

Potatoes

69 ZDbox

Ein Tool für alle Aufgaben

72 Video-Chats mit Skype

Bilder sagen mehr als tausend Worte

Spiele-Tipps

74 Top-Spiele

Unsere Crème de la Crème

78 Casual-Spiele

Kurzweiliger Spaß für Zwischendurch

81 Action-Games

Für nervenstarke Android-Gamer

84 Rennspiele

Mit Vollgas durch die Kurve

87 Tower-Defense-Spiele

Wie ein Fels in der Brandung

90 Rollen-Spiele

Von Elben, Orks und Trollen

93 Aufbau-Spiele

Die besten Sim-City-Alternativen

Einsteiger-Tipps

96 LTE, HSDPA & Co.

Was es mit dem schnellen

Datenturbo auf sich hat.

98 NFC-Tags nutzen

Der praktische Nahfunk erklärt

102 Android für Newbies

Damit der der Einstieg gelingt

108 Umstieg vom iPhone zu

Android

Willkommen in einer Welt ohne Apfel

113 Solid Explorer

Der beste

Dateimanager bei

Google Play

34 Aquamail

Einfach die

beste Mail-App

Andrei Krauchuk, 123RF

QR-Code lesen: so geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App, und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode Scanner zeigt

3. den Link an.

Tippen Sie auf den Link, oder wählen

Sie Browser 4. öffnen.

Juli 2012

Apps & Tipps 02/2013 5


Service

Inhalt

178

Stromspar-Apps im Test

Wir zeigen, welche Apps beim Stromsparen

wirklich helfen und welche nur so tun als ob!

Tipps & Tricks

116 Google Play ausreizen

Nützliche Tipps zum Play Store

119 Google-Maps-Tipps

Der Faltplan bleibt in der Tasche

122 Google Navigation

Tipps zu Googles Navi-Lösung

126 Praktische Werkzeuge

Die nützlichsten Tools für Android

130 Ungelöscht

Gelöschte Dateien wiederherstellen

132 Kamera-Tipps

Tipps für Android-Fotografen

135 Gerät zurücksetzen

Neustart für Ihren Androiden

138 Prepaid-Kreditkarten

Kreditkarten ohne großes Risiko

Sergey Kandakov, 123RF

140 Plan B

Notfallplan bei vermisstem Handy

142 Root-Apps

Die besten Root-Apps für Power-User

145 Gmail-Tipps

Mail-Jongleure aufgepasst!

148 Google Talk

Voice- und Video-Chats erklärt

150 Roaming-Settings und Tarife

Günstig im Ausland surfen

154 Telefon-Tipps

Tipps für Quasselstrippen

160 Fritz!Box und Google

Den Home-Router mit Android

koppeln

165 Galaxy-S3-Tipps

Holen Sie mehr aus dem S3 heraus!

170 Stromspar-Legenden

Sagen und Mythen entrümpelt

175 Richtiger Umgang mit dem

Akku

Wie Sie wirklich den Akku schonen

178 Stromspar-Apps

Welche Apps tatsächlich helfen und

wie sie das tun

182 Galaxy S2 und S3 rooten

Enfesseln Sie Ihr Galaxy-Handy

188 Galaxy Ace unlocked

Root für das günstige Ace

190 Root auf Note 2

Volle Rechte auf Samsungs

tollem Stift-Smartphone

Samsung

182 Galaxy

S2 und S3

rooten

So entsperren Sie nicht nur das

Galaxy S2 und das S3 sondern

auch weitere Samsung-Geräte

6

02/2013 Apps & Tipps


Highlights

Die 50 coolsten Apps

Coole Apps

Es gibt sie immer mal wieder: Apps, die man einfach braucht, weil sie nützlich,

schön, unterhaltsam oder einfach nur cool sind. Wir haben für Sie die 50 Top-

Favoriten der Redaktion zusammengestellt. Arnold Zimprich, Marcel Hilzinger

Alle Links

>

android- user.de/qr/28676

tele52, 123RF

Apps & Tipps 02/2013 7


Highlights

Die 50 coolsten Apps

kostenlos

Bewertung:

★★★★★

PONS Online-Wörterbuch

Darauf hat die Android-Community schon lange gewartet: ein gänzlich kostenloses

Wörterbuch von einem renommierten Anbieter. Mit dieser App bekommen

Sie direkten Zugriff auf die Übersetzungen des kostenlo- sen Online-Wörterbuches

von PONS. Über 30 Wörterbücher in bisher zwölf verschiedenen

Sprachen stehen Ihnen damit auf dem Smartphone

zur Verfügung.

In der PONS-Datenbank sind mehr als zwölf Millionen

Wörter und Wendungen in zwölf Sprachen hinterlegt.

Auch neue Einträge und Nutzerfeedbacks

werden bearbeitet und in die Datenbank

aufgenommen. Die Anwendung

ist besonders für den Einsatz

an Schulen, Hochschulen oder Sprachenschulen

sowie in gleichem

Maße für das Büro und den privaten

Gebrauch geeignet. Die Sprachen

Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch,

Italienisch, Portugiesisch, Griechisch,

Latein, Russisch, Türkisch,

Slowenisch und Polnisch stehen

Ihnen in allen möglichen Kombinationen

zur Verfügung.

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

Schneller lesen

2,99 Euro

Die App beinhaltet acht verschiedene

Einzelübungen und Texte in verschiedenen

Schwierigkeitsstufen. Die Übungen

vermitteln Smartphone-Nutzern die richtige

Lesetechnik und sollten regelmäßig

wiederholt werden, um die die besten Resultate

zu erzielen. Die Texte sind ein zusätzliches

Training, um die Lesegeschwindigkeit

und Merkleistung zu überprüfen.

Bewertung: ★★★★★

Lidl, Aldi, Tchibo...

kostenlos

Wer die aktuellen Prospekte von

Lidl, Edeka, Deichmann und 300 anderen

ab sofort auch auf dem Smartphone

oder Tablet betrachten will, dem sei

diese App wärmstens ans Herz gelegt.

Ein Muss für Schnäppchenjäger!

Bewertung: ★★★★★

Postkarte

kostenlos

Individuell designt und weltweit

verschickt: Mit der kostenlosen App „Postkarte“

landen personalisierte Grüße spielend

einfach bei Familie und Freunden –

ganz gleich, ob von einer Reise, einer Geburtstagsparty

oder Hochzeit. Ein Foto auszuwählen

und die Rückseite der Karte mit

Adresse und Unterschrift zu versehen, dauert

nur ein paar Augen blicke.

Bewertung: ★★★★★

News Republic

kostenlos

Sie meinen, Zeitung lesen ist zu

anstrengend, zeit- und papieraufwändig?

Der Meinung sind wir auch. Mit News Republic

findet sich eine App auf Google Play,

die Ihnen nur diejengen Berichte liefert, die

Sie auch interessieren.

Bewertung: ★★★★★

8

02/2013 Apps & Tipps


Schaden Laden.de

kostenlos

Winterzeit ist Unfallzeit – da kommt eine App wie SchadenLaden

gerade recht. Steht eine Autoreparatur an, müssen Sie

einfach nur ein möglichst aussagekräftiges Foto des Schadens

machen und via App in die Datenbank laden. Kooperierende

Werkstätten in der Nähe sehen sich Ihren Schadenfall an und

machen Ihnen anschließend einen Kostenvoranschlag.

Bewertung: ★★★★★

Highlights

Die 50 coolsten Apps

11Freunde –

Die App

kostenlos

Fußball-Apps gibt es viele, aber wenige haben wirklich

Klasse. 11Freunde ist eine ausgesprochen ansprechend

designte App, die in Sachen Funktionalität der Konkurrenz

in Form von Eurosport, RAN oder ARD Sportschau locker

das Wasser reichen kann. In der App darf der 11Freundetypische

Witz natürlich nicht fehlen – ein rundum gelungener

Auftritt für alle Liebhaber des Rasensports.

Bewertung: ★★★★★

Hotel Suche HRS 3.0

kostenlos

Sind Sie viel auf Reisen? Mit dieser

App können Sie in mehr als 250.000 Hotels

weltweit Zimmer buchen.

Sie sucht tagesaktuelle

Bestpreise heraus und findet

mit der GPS-Umkreissuche

alle Hotels in der

Nähe. Mehr als 3 Millionen

Gästebewertungen

erleichtern die Auswahl.

Die Neuversion der App

hat zudem eine verbesserte

Spracheingabe.

Bewertung: ★★★★★

Ugly Booth

kostenlos

Foto-Verzerr-Apps sind ein

alter Hut. Trotzdem möchten wir

Ihnen Ugly Booth ans Herz legen,

denn diese Anwendung wird

Smartphone-Nutzern ein Schmunzeln

ins Gesicht zaubern. Sie haben

ja keine Ahnung, wie gut eine Knollennase

oder eine wulstige Stirn im

Konterfei eines Freundes aussehen

können! Vom Entwickler dieser App

gibt es übrigens noch andere Anwendungen

mit vielen weiteren ulkigen

Verzerr-Effekten.

Bewertung: ★★★★★

Coole Events in deiner Stadt!

kostenlos

Bewohner von Großstädten haben es häufig etwas

schwer, der Event-Flut und dem Clubangebot in der City zu

folgen - heutzutage wird fast schon zuviel angeboten. Was

gibt es da besseres als einen Assistenten, um ständig auf

dem Laufenden zu bleiben. Diese App stellt im Handumdrehen

anhand des eigenen Aufenthaltsortes fest, welche

Events in den kommenden Tagen in der Nähe stattfinden.

Sie wendet sich dabei an Smartphone-Nutzer, die

auf eine gute Gestaltung Wert legen, und verzichtet auf

unnötigen Schnickschnack. Bewertung: ★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/28676

Apps & Tipps 02/2013 9


Highlights

Die 50 coolsten Apps

kostenlos

Bewertung:

★★★★★

NFC Task Launcher

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

Near Field Communication (NFC) macht den Weg zu neuen Steuerungsmöglichkeiten

via Smartphone frei – und diese App hilft dabei. Sony hat mit seinen Xperia

SmartTags eindrucksvoll gezeigt, welche Möglichkeiten die

Anwendung von NFC im Smartphone-Alltag eröffnet. Mithilfe des

NFC Aufgaben Launchers holen Sie sich die NFC-Vielfalt nun auch

auf das Smartphone, wenn es von einem anderen Hersteller als

Sony ist. Eine Liste der mit der App verbundenen NFC-Konfigurationsmöglichkeiten

würde sehr lang

werden, wir beschränken uns daher auf

einige wenige Beispiele. Mithilfe des

NFC Aufgaben Launchers und einzelner

NFC-Tags kann man unter anderem

WiFi an- und ausschalten, Bluetooth

sichtbar machen, den Flugmodus aktivieren,

jede beliebige installierte App

starten oder auch die Auto-Synchronisation

ein- und ausschalten. Die Anwendung

unterstützt die Formate NFC-Forum

Typ 1, Typ 2, Typ 3 und Typ 3 sowie

NFC-Tags von Drittanbietern wie MI-

FARE Classic, DESFire, Ultralight und

Ultralight C.

City Maps 2Go

kostenlos

Auf Urlaubsreisen ist das Smartphone dank teurer Roaming-Tarife

meist ein nutzloser Klotz am Bein – wenn man nicht

gerade ein leidenschaftlicher Freund von Spielen auf kleinen Displays

ist. Denn nur was direkt auf dem Handy gespeichert ist,

kann auch jederzeit offline und damit kostenlos abgerufen werden.

City Maps 2Go lädt Ihnen bis zu zehn Städte-Karten mit

Suchfunktion und Wikipedia-Artikeln zu Sehenswürdigkeiten

auf den Androiden - für den Abruf müssen sie keine Netzverbindung

haben. Bewertung: ★★★★★

Rainy Days

kostenlos

Der Hochsommer ist auch die Zeit der Gewitter, und

kaum einer ist nicht schon einmal nach einem kräftigen Wolkenbruch

völlig durchnässt nach Hause gekommen. Rainy Days stellt animierte

Regenradar-Bilder aus mehreren Quellen zusammen und projiziert die

Aufnahmen auf Google Maps-Satellitenbilder. Dabei legt sie sich im

Gegensatz zu anderen Radar-Apps nicht auf ein Land fest – so lange

man sich in europäischen Staaten oder Amerika aufhält, wird man

stets mit den neuesten Wolken-Warnungen versorgt und kann rechtzeitig

das Cabrio-Verdeck schließen oder sich zeitnah auf den Weg

Richtung Heimat machen. Bewertung: ★★★★★

10

02/2013 Apps & Tipps


Highlights

Die 50 coolsten Apps

The Dark Knight Rises

5,49 Euro

Batman kommt in die Kinos zurück, und

Smartphone-Besitzer können im dazugehörigen Android-Spiel

mitfiebern! Es ist an Ihnen, Gotham City

in dutzenden Missionen mit jeder Menge Nervenkitzel

vor allerlei Unbill zu beschützen. Dabei haben Sie

Zugriff auf Batmans gesamtes Verteidigungs arsenal

wie den Batarang, das flinke Batpod oder die wendige

Bat. Ein Riesenspaß für alle Batman-Fans!

Bewertung: ★★★★★

Great Big War Game

2,49 Euro

Der Generalissimo ist zurück und

verursacht mehr Aufruhr als eh und je! Das

tap&swipe-Strategiespiel wartet mit witziger

Cartoon-Optik in einer detailverliebt gestalteten

Welt auf. Nach dem mit 2,5 Millionen

Downloads sehr erfolgreichen Vorgänger

„Great Little War Game“ eine gelungene

Neuauflage der Entwickler von Rubicon

und ein super Spiel für Zwischendrin.

Bewertung: ★★★★★

Ocean HD

1,99 Euro

Spektakuläres 3D-Wallpaper für

Smartphones und Tablets, das die Tiefen

der Weltmeere auf den Bildschirm zaubert.

Auf diese Weise lässt sich ein versunkenes

Schiff entdecken, ein Korallenriff erkunden

oder nach einem versunkenen

Schatz Ausschau halten. Wenn man

genau hinsieht, kann man sogar einen

Hai in der Ferne erkennen!

Bewertung: ★★★★★

Root Call Blocker

5,69 Euro Testversion kostenlos

Im Google Play Store gibt es zahlreiche

Call- oder SMS-Blocker, die Anrufer

und Nachrichten unterdrücken. Der Root

Call Blocker glänzt durch seine aufgeräumte

und übersichtliche Oberfläche und

seine Funktionalität. Er ist nicht mit unnützen

Features überladen, allerdings benötigen

Smartphone-Nutzer zur Abwehr unerwünschter

Anrufe zwingend Root-Rechte -

sonst nützt ihnen die App nichts.

Bewertung: ★★★★★

Nexus Media Importer

1,61 Euro

Der Nexus Media Importer erlaubt

den Import und das Streamen von Musik,

Videos, Photos und Dokumenten von

einem USB-Stick oder einer SD-Karte – vorausgesetzt,

man verbindet sie mit einem

Nexus-7-Tablet, einem Galaxy Nexus oder

jedem anderen Gerät, das über die Android-Version

3.2 oder darüber verfügt. Rooten

ist nicht nötig, Nutzer sollten sich nur

ein USB-OTG-Kabel zulegen.

Bewertung: ★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/28676

Apps & Tipps 02/2013 11


Highlights

Die 50 coolsten Apps

Frag Mutti

0,79 Euro

Mutti wusste es immer schon am

besten: Mit dieser App haben Sie von überall

Zugriff auf weit mehr als 16000 Haushaltstipps

und Rezepte und mausern sich

mit der Zeit zum ausgewiesenen Haushalts-Experten.

Alle Einträge können kommentiert,

gespeichert, bewertet und weiterempfohlen

werden. „Frag Mutti“ ist darüber

hinaus auch in einer Gratis-Version erhältlich,

die keine nervige Werbung enthält.

Bewertung: ★★★★★

[root] Stick Mount Pro

2,49 Euro

Mit Root Stickmount Pro können

Sie USB-Sticks unter Verwendung eines

OTG-Adapterkabels mit Nexus-Geräten

(außer Nexus 4) auslesen. Die kostenpflichtige

Pro-Variante beinhaltet unter anderem

einen Media-Scanner, der den USB-Stick

nach Musikdateien und Videos durchsucht.

Um die App nutzen zu können, benötigen

Sie zum einen die kostenlose Version von

StickMount und zum anderen Root-Rechte.

Bewertung: ★★★★★

Fab

kostenlos

Im Internet eröffnen sich – auch was Wohnungseinrichtung

und andere Designgegenstände angeht – völlig neue Dimensionen.

Auf seiner Homepage bietet das legendäre Fab-Team schon seit geraumer

Zeit eine illustre Mischung von Designereinrichtung, ‐mode

und Accessoires an. Nun haben die Amerikaner ihren Service endlich

auch in App-Form gegossen und auf Google Play verfügbar gemacht.

Nicht nur für Fashion Victims und Innenarchitekten ist der

Service den Download wert - auch andere Nutzer können auf der

App Design-Schnäppchen erstehen. Bewertung: ★★★★★

Songkick Concerts

kostenlos

Diese App ist ein Muss für Musikfans: Songkick Concerts

erstellt eine personalisierte Übersicht anstehender Konzerte,

die man nicht verpassen sollte – basierend auf dem eigenen

Musikgeschmack und dem Aufenthaltsort. Gegenüber

den Ankündigungen in Musikzeitschriften hat die App einen

entscheidenden Vorteil: Sie verfolgt die Touren der Lieblingsbands

auf Schritt und Tritt und alarmiert den Musikliebhaber

via Smartphone, sobald einer seiner Favoriten in der

Nähe auftritt. Bewertung: ★★★★★

Path

kostenlos

Facebook ist unübersichtlich, omnipotent und tendiert inhaltlich Richtung

Klatsch-Forum. Das mag auf viele anziehend wirken, andere wiederum finden sich im

Dickicht des größten sozialen Netzwerks der Welt kaum mehr zurecht. Wer sein

Leben mit einem etwas übersichtlicheren Personenkreis auf einer kleinen, aber feinen

App teilen möchte, findet in Path eine funktionale Lösung für den Alltagseinsatz.

Die App läuft auch auf prozessorschwachen Androiden mit älteren Android-Versionen

schön flüssig und macht einfach Spaß. Bewertung: ★★★★★

12

02/2013 Apps & Tipps


TuneIn Radio

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

Sind Sie begeisterter Radio-Hörer und möchten die Senderauswahl auch auf dem

eigenen Androiden ein wenig ausweiten? Dann sollten Sie sich schon längst

TuneIn Radio heruntergeladen haben – hier kennt die Musik- und Stationenauswahl

keine Grenzen und auch ausgefallene Geschmäcker werden bedient.

TuneIn Radio hat mit dem Stock UKW-Radio auf Ihrem Android-Smartphone

nur noch sehr wenig gemeinsam. Anstatt mühsam auf einer

unübersichtlichen Skala nach Radiostationen

suchen zu müssen, die Sie per UKW und nur

unter Zuhilfenahme Ihres Kopfhörerkabels

empfangen können, haben Sie hier eine schier

unendliche Auswahl weltweiter Sender, die

via Mobilfunknetz-Verbindung oder WLAN auf

dem Android-Smartphone landen. Laut Angabe

der Entwickler haben Musikfans via TuneIn

Radio Zugriff auf insgesamt 50.000 Sender

und 1,2 Millionen

On-demand-Programme.

Angesichts

dessen sollte es sogar

hartgesottenen Musikfans

nicht so schnell

langweilig werden.

Highlights

Die 50 coolsten Apps

0,70 Euro

Basisversion

kostenlos

Bewertung:

★★★★★

Floating Widget

1,20 Euro

Diese App vereinfacht die Bedienung

des Androiden ungemein, denn man

kann auf jedes Widget auf dem Homescreen

zugreifen, während man gerade

eine andere App verwendet. Auf diese

Weise kann man beispielsweise seinen Musikplayer

bedienen, während man ein Spiel

spielt oder ein e-Book liest.

Bewertung: ★★★★★

Weltgeschichte

2,99 Euro Testversion kostenlos

Wollen Sie sich auf eine Reise

durch die Weltgeschichte auf dem Smartpone

begeben? Dann ist diese App genau

das Richtige. Zwar mutet der Startbildschirm

auf kleinen Displays fast schon

überfrachtet an, die App bietet dafür einen

reichhaltigen Überblick über die inner- und

außereuropäische Geschichte.

Bewertung: ★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/28676

Zedge Ringtones & Wallpapers

kostenlos

Sind Ihnen die Standard-Klingeltöne und ‐Wallpaper auf dem Android-Smartphone

zu eintönig und langweilig? Dann ist Zedge Ringtones&Wallpapers

das Mittel der Wahl, um ein wenig mehr Abwechslung auf den Smartphone-

Bildschirm und Handylautsprecher zu bringen. Allein schon die Klingelton-

Auswahl erstreckt sich von A wie Alternative bis J wie Jazz, auch Wallpaper

werden bei Zedge nach diversen Kategorien geordnet angeboten.

Bewertung: ★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 13


12 x Android User

Die Monatszeitschrift für Android-Fans, Smartphone- und Tablet-Nutzer

Top-Prämie SIchern!

www.android–user.de/abo

Telefon 07131 / 2707 274 • Fax 07131 / 2707 78 601 • E-Mail: abo@android-user.de

?

Neu!

und nur für

Eine der

kurze Zeit!

beliebten

ANdroid-sammelfiguren

aus der Aktuellen Serie 03

gratis Zu jedem ABo! *

JETZT Bestellen!

*Angebot gilt solange der Vorrat reicht


Highlights

Die 50 coolsten Apps

Birthdays

1,79 Euro

Testversion kostenlos

Wer an der Wand hängende Geburtstagskalender altmodisch

findet und stets die Facebook-Erinnerungen verpasst, sollte

sich diese App schleunigst herunterladen. Geburtstage können

direkt aus den eigenen Kontaktdaten in die App eingespeist

werden, daneben hält einem ein Widget den nächsten

Jahrestag immer vor Augen, damit man niemanden

vergisst. Auch über eine Erinnerungsfunktion zum Geschenkekauf

verfügt die App.

Bewertung: ★★★★★

Tasks

0,99 Euro Testversion kostenlos

Wollen Sie Ihren Terminkalender

im Blick behalten und suchen nach einem

funktionalen Task-Manager? Die Entwickler

von Tasks haben es sich zum Ziel gesetzt,

die Funktionalität der Online-Version von

Google Tasks auf Android-Geräten umzusetzen.

Tasks verwendet das mit Android

4.0 eingeführte Holo-Design.

Bewertung: ★★★★★

Open Signal Maps

kostenlos

Standen Sie auch schon einmal in

der Mobilfunk-Pampa und wunderten sich,

warum der Empfang so massiv in den Keller

ging? Diese App zeigt Ihnen, in welcher

Richtung der nächste Mobilfunk-Sendemast

steht, welche Signalstärke dieser hat

und teilt dem Smartphone-Nutzer Details

zum Signalstärkeverlauf mit.

Bewertung: ★★★★★

Gigbeat

Ihr Lieblingskünstler tourt gerade durch die Lande – und am Tag nach dem Konzert

lesen Sie in der Zeitung, dass er auch Ihre Stadt besucht hat. Dumm nur, dass

Sie vorher nichts davon wussten und nun mindestens eine Woche traurig vor

Ihrer Stereoanlage sitzen. Mit Gigbeat kann so etwas nicht passieren – die App warnt den

Musikfan vor, wenn sich einer seiner Lieblingskünstler auf Tour befindet und auch

in die eigene Stadt kommen wird. Dazu muss man lediglich eine Liste der favorisierten

Bands anlegen, die entsprechenden Tourdaten

holt sich Gigbeat anschließend aus

dem Internet. Wer will,

kann sich auch Termine

in mehreren Städten

anzeigen lassen. Synchronisiert

man die App

mit seinem last.fm-Account,

kann man auch

die Empfehl-Funktion

von Gigbeat nutzen. Die

App eignet sich also

auch für Nutzer, die

gerne einmal über den

eigenen Tellerrand blicken

und neue Bands

kennenlernen wollen.

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

kostenlos

Bewertung:

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 15


Highlights

Die 50 coolsten Apps

kostenlos

Bewertung:

★★★★★

RedPhone

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

Es gibt Situationen, in denen eine sichere, verschlüsselte Kommunikation via

Smartphone wünschenswert oder sogar Pflicht ist. RedPhone verschlüsselt Gespräche

von Android-Handy zu Android-Handy, ganz so, als

ob Sie ein normales Telefonat führen würden. Die App integriert

sich nahtlos in Ihren Androiden, ohne dass die Installation einen

großen Umstand bereiten würde. RedPhone nutzt zudem aktuelle

Verschlüsselungsstandards und ist zusätzlich

auf Open-Source-Basis zu haben.

Ist die App auf dem Smartphone installiert,

merkt man kaum, ob ein Gespräch über das

normale Handy-Netz eingeht oder über

RedPhone verschlüsselt übertragen wird,

denn das Telefon verhält sich nicht viel anders

als bei einem "normalen" Gespräch.

Zur Verschlüsselung nutzt RedPhone das

Secure Real-Time Transport Protocol, dem

AES als Kryptosystem zugrunde liegt. Via

RedPhone verschlüsselte Telefonate sind

daher nach dem aktuellen Stand der Technik

praktisch nicht abhörbar.

Open Garden

kostenlos

Open Garden verbindet mehrere Geräte zu einem drahtlosen

Peer-to-Peer-Netzwerk. Auf diese Weise kann man auch ohne

WiFi-Empfang mit dem Laptop via Smartphone ins Internet

gehen. Im Gegensatz zum Tethering funktioniert das ohne lästiges

Betätigen von Tasten und Konfigurieren. Laufen mehrere Geräte

in der Umgebung mit Open Garden, verbinden sie sich zu

einem Mesh-Netzwerk. Die App ist ideal, um größere WiFi-Strecken

zu überwinden. Bewertung: ★★★★★

Minimalistic Text

kostenlos

Viele Smartphone-Enthusiasten wünschen

sich eine etwas dezentere Darstellung von Uhrzeit,

Datum, Akku- und Wetterdaten. Für diesen Zweck

ist die App "Minimalistic Text" die ideale Wahl.

Samsung hat TouchWiz, HTC Sense und Motorola Motoswitch:

Allesamt Benutzeroberflächen, die beim Benutzer

nicht nur auf Gegenliebe stoßen. Will man das

optische Erscheinungsbild des Androiden ein wenig

dem eigenen Geschmack anpassen, eignen sich

Launcher sehr gut - oder Apps wie Minimalistic Text,

die zumindest den Startbildschirm verschönern.

Bewertung: ★★★★★

16

02/2013


Highlights

Die 50 coolsten Apps

Geocaching

8,99 Euro

Geocaching ist inzwischen deutlich

mehr als ein Hobby geworden, Geocaching

ist Kult und Freizeitbeschäftigung für viele

Fans. Die gleichnamige App hat zwar ihren

Preis, ist aber ein Muss für alle Geocacher.

"Geocaching" erschließt die exklusiven Koordinaten

von fast 2 Millionen versteckten

Geocaches. Sie lassen sich gleich um die

Ecke finden – für alle Abenteuerlustigen

aber auch in mehr als 180 Ländern rund

um den Globus. Wir möchten den Smartphone-Nutzer

sehen, dem angesichts dieses

Angebots die Ideen ausgehen...

Bewertung: ★★★★★

Woher kommt das?

0,89 Euro

Der Alltag wartet mit vielerlei

Rätseln auf. Gut, dass es Apps wie

„Woher kommt das?“ gibt, die ein

wenig Licht ins Dunkel bringen. Wenn

Sie also nicht wissen, wie die Beatles zu

ihrem Bandnamen kamen, dass Berlin

nichts mit Bären zu tun hat oder dass

der so oft verwendete Begriff „08/​15“

keinen allzu friedlichen Ursprung hat,

dann gehört die Anwendung auf Ihr

Smartphone. Dabei ist die App nicht

nur für Besserwisser, sondern in erster

Linie für Wissbegierige geeignet.

Bewertung: ★★★★★

Drawdle

Baller-Games sind nicht für jeden

etwas – doch zum Glück gibt es auf

Google Play jede Menge Alternativen.

Besonders gut hat uns Drawdle gefallen. In

dem bunten und kreativen Spiel werden dem

Spieler jede Menge Zeichenaufgaben gestellt,

die er mit viel Fingerspitzengefühl und Hirnschmalz

lösen muss. Stets geht es darum, bestimmte

Gegenstände durch das Anstupsen

mit bunten Ballons in den unterschiedlichsten

Farben erstrahlen zu lassen. Die Ballons müssen

jedoch zuerst mit selbst

gezeichneten

Geschossen in Bewegung gebracht werden, die zudem

vorher mehr oder minder schwierige Hindernisse überwinden

müssen - ein richtiger Hindernisparcours!

Sind die zu Beginn gestellten Aufgaben noch recht trivial,

geht es schnell ans Eingemachte. Man sollte beim Zeichnen

seiner Wurf-Vehikel

in jedem Fall behutsam

vorgehen,

denn Sägezähne,

Gummibänder und

rotierende Gegenstände

versuchen

den Weg zu versperren

und dem Spielversuch

ein jähes

Ende zu bereiten.

Alle Links

>

android- user.de/qr/28676

0,99 Euro

Testversion

kostenlos

Bewertung:

★★★★★

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 17


Highlights

Die 50 coolsten Apps

kostenlos

Bewertung:

★★★★★

Astro File Manager

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

Der Astro Dateimanager ist unter Android-Usern äußerst beliebt, obwohl die alte

Version optisch eine mittlere Katastrophe darstellte. Mit dem aktuellen Release gibt

es aber nichts mehr zu klagen, der Filemanager kommt wie Phönix aus der Asche

daher. Ein frisches aktuelles Design und neue

Funktionen wie die Integration von Cloud-Speicherdiensten

bringen Astro wieder auf Kurs. Von

der Optik her wurde die Anwendung zudem komplett

überarbeitet.

Im Netzwerk macht Astro ebenfalls

eine gute Figur. Cloud-Speicherdienste

wie Dropbox oder

Google Drive binden Sie direkt

aus dem Dateimanager heraus

ein. Praktisch ist auch die Suche

nach Windows-Netzwerkfreigaben

(bzw. Samba) und deren Integration

im lokalen Netz. Bislang ist die

aktualisierte Version nur für brandneue

Geräte wie das Galaxy Nexus

oder Nexus-7-Tablet mit Android Jelly

Bean verfügbar.

Falcon Pro (for Twitter)

0,99 Euro

Twitter Clients gibt es viele auf

Google Play, Falcon Pro sticht durch sein

hübsches Holo-Design und seinen funktionalen

Aufbau aus der Masse heraus. Die

Anwendung verfügt über einen recht

schnellen integrierten Browser, extra-weiches

Scrolling und ein beidseitiges Sliding-

Menü, welches den Zugriff auf die Unterfunktionen

der App deutlich einfacher und

übersichtlicher macht. Falcon Pro (for Twitter)

funktioniert ab Android 2.2 Froyo.

Bewertung: ★★★★★

InstaMessage

kostenlos

Vernetzen Sie sich! Diese Anwendung

ermöglicht es zum einen, direkt mit

seinen Instagram-Freunden per Messenger

in Kontakt zu treten, zum anderen beinhaltet

sie auch eine Ortungs-Funktion, um

Nutzer des Foto-Services, die sich in der

Nähe aufhalten, im Handumdrehen ausfindig

zu machen und zu kontaktieren. Die

App verfügt zudem auch über eine Block-

Funktion, um einzelne, unerwünschte Nutzer

von der Kontaktaufnahme abzuhalten.

Bewertung: ★★★★★

Office 2012 PlanMaker Mobile

7,98 Euro

PlanMaker Mobile ist die einzige Tabellenkalkulation für Android, mit der Sie völlig

nahtlos alle Ihre Excel-Arbeitsblätter öffnen, bearbeiten und wieder verlustfrei speichern

können. Ihre Dokumente sehen auf Ihrem Android-Gerät exakt wie unter Windows

aus. Sogar Excel-Diagramme werden korrekt angezeigt und aktualisiert! Nachdem die

App recht feingliedrig ausfällt und über eine detaillierte Grafik verfügt, empfehlen wir sie

speziell für den Einsatz auf großen Bildschirmen über 4 Zoll. Bewertung: ★★★★★

18

02/2013 Apps & Tipps


F1 2013 Timing App – Premium

Wird 2013 erneut zu einem Sebastian-Vettel-Jahr, und zeigt Red Bull der Formel

1-Welt einmal mehr, wo der Hammer hängt? Oder werden Fernando Alonso,

Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen und Konsorten Vettel das Leben schwer machen?

Mit der offiziellen F1 2013 Timing App in der Premium-Ausgabe folgen Sie dem

Renngeschehen mit dem Smartphone oder Tablet auf Schritt und Tritt.

Mit 29,99 Euro ist die App nicht gerade billig, bietet dem F1-Fan aber alles, was das Rennfahrerherz

begehrt. Neben aktuellen News, Informationen zu den verwendeten Reifen und

den aktuellen Ranglisten besteht das Herzstück der App aus einer

3D-Positionsanzeige in Echtzeit. Man kann die jeweiligen Rennstrecken

in jede beliebige Position drehen

und allen Fahrern in ihren Boliden auf

dem Bildschirm folgen.

Oft sehen Sie so ein

Überholmanöver,

bevor es im TV erscheint.

Ein leistungsstarker

Prozessor ist jedoch

Voraussetzung, ältere

Single-Core-Geräte

dürften sich mit der

App etwas schwer tun.

Nach dem Rennen können

die Aufzeichnungen

heruntergeladen

und analysiert werden.

Highlights

Die 50 coolsten Apps

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

29,99 Euro

Bewertung:

★★★★★

Adblock Plus

kostenlos

Kostenfreier Werbeblocker für Android-Smartphones

und -Tablets. Weder

blinkende Banner noch nervende Displayanzeigen

oder störende Werbespots werden

in den Lieblings-Apps oder im mobilen

Browser angezeigt. Der Datenverbrauch

der Geräte reduziert sich zudem bis zu 40

Prozent – dementsprechend schneller surfen

Sie, und der Akku hält länger durch.

Bewertung: ★★★★★

Mobile Odin Pro

4,75 Euro

Mobile Odin Pro ist die Power-

App-Empfehlung für Samsung-Nutzer: Mit

Mobile Odin Pro gehört das Firmware-Einspielen

via PC der Vergangenheit an. Jetzt

flashen Sie direkt auf Ihrem Gerät mit dieser

App. Dabei sorgt Mobile Odin Pro auch

dafür, dass die Root-Rechte erhalten bleiben.

Funktioniert mit praktisch allen

Samsung-Smartphones zusammen.

Bewertung: ★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/28676

SanDisk

Memory Zone

kostenlos

Mit dieser App verwalten Sie Ihren Smartphone-Speicher, egal

ob interner Speicher, Micro-SD-Karte oder in der Cloud. Mit der

App lassen sich Dateien nicht nur übertragen und sichern, sondern

auch über eine Kennwortschutzfunktion vor unberechtigtem

Zugriff bewahren. SanDisk Memory Zone lässt sich zusammen

mit Dropbox, Google Docs, Picasa, SugarSync, SkyDrive

und Facebook anwenden. Bewertung: ★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 19


Highlights

Die 50 coolsten Apps

Pixlr Express

kostenlos

Wollen Sie Ihre Smartphone-

oder Tablet-Bilder nachbearbeiten,

verschönern oder - ganz

im Gegenteil - auch verunstalten?

Pixlr Express bietet über 600 verschiedene

Effekte an, um aus

Ihren Schnappschüssen echte

Kunstwerke zu machen. Wer keine

Zeit hat, eine Fotografie bei günstigeren

Verhältnissen erneut aufzunehmen,

kann auf die Auto Fix-

Funktion zurückgreifen, die jedes

Bild automatisch nachbessert und

aufwertet.

Bewertung: ★★★★★

Plume

4,41Euro Testversion kostenlos

Der einst unter dem Namen Touiteur

bekannt gewordene Twitter-Client ist

für Jelly-Bean-Nutzer attraktiver geworden.

Diese können direkt auf Tweets antworten

und die Nachrichten weiterleiten,

außerdem ist die

Lektüre kompletter Tweets

via Client möglich. Plume

zeigt Twitter-Bilder nun im

Vollbildmodus an, zudem

haben die Entwickler die

Darstellung auf Tablets

verbessert, worüber sich

viele freuen dürften.

Bewertung: ★★★★★

Banking 4A

9,99 Euro

Haben Sie sich schon einmal gerärgert,

weil das Online-Banking auf dem

Androiden schwerfällt? Banking 4A führt

für Sie eine Empfängerdatenbank, passt

auf offene Rechnungen auf und verwaltet

regelmäßige Zahlungen. Umsatzdaten

werden beliebig lange gespeichert und stehen

offline zur Verfügung.

Die App unterstützt

Onlinebanking mit

mehr als 3000 Banken.

Wer also schon seit langem

keine Überweisungsscheine

mehr ausfüllt,

sollte sich diese App

herunterladen.

Bewertung: ★★★★★

Press (Google Reader)

1,50 Euro

Heutzutage ist es eine regelrechte

Kunst, die Nachrichten-Flut sinnvoll zu filtern.

Press ist eine Google Reader-App, bei

deren Gestaltung Wert auf Lesbarkeit und

praktische Handhabung gelegt wurde.

Noch müssen sich die Entwickler allerdings

ein wenig Mühe geben, um an die Konkurrenz

in Form von Feedly heranzukommen.

Um die App in vollem Umfang nutzen zu

können, benötigt man natürlich einen

GoogleReader-Account.

Bewertung: ★★★★★

Aus Omas Trickkiste

0,89 Euro

Wer bei Alltagsfragen zu allen möglichen

Haushaltsthemen nicht mehr weiterweiß,

der fragt im Idealfall seine Oma, denn

die hat vielerlei Tipps auf Lager. Ist die Großmutter

gerade unabkömmlich, gibt es auf

Google Play die App "Aus Omas Trickkiste",

die Tipps und Tricks von B wie Babycreme

bis Z wie Zwiebelgeruch bereithält.

Bewertung: ★★★★★

20

02/2013


Alles zum Thema

Android

Neu!

Die Monatszeitschrift für Android-Fans, Smartphone- und Tablet-Nutzer

DigisuB: nur 39,90 € im Jahr (12 PDFs)

Ihre Vorteile:

+ Lesen Sie News

und Artikel schon

1 Woche vor dem

Kiosk-Termin!

+ Hardware und App-

Tests, Workshops,

Tipps und Tricks für

Anfänger und Profis!

+ Nutzbar auf Smartphone,

Tablet oder

Notebook/PC!

Jetzt bestellen unter:

www.android–user.de/digisub

Telefon 07131 / 2707 274 • Fax 07131 / 2707 78 601 • E-Mail: abo@android-user.de


kauftipps

Accessoires

Viktoriya Sukhanova, 123RF

Die besten

Accessoires

Ob Hüllen, Boxen oder Ladegeräte: Auf den folgenden acht Seiten präsentieren

wir Android-Zubehör, das uns besonders gut gefallen hat. Arnold Zimprich

Alle Links

>

android- user.de/qr/28759

22

02/2013 Apps & Tipps


kauftipps

Accessoires

Amazon

Neue Kopfhörer von

Monster

Im Rahmen des Mobile World Congress hat

Monster [LINK 1] seine Produktneuheiten präsentiert.

Das Label Monster steht dabei für

eine perfekte Symbiose aus High Fashion

und High Definition, aus einer Vielfalt an

Designs und ausgereifter Musiktechnologie,

aus Lifestyle und Premiumqualität. Ob stylish,

retro, rockig, klassisch oder gediegen: Hochleistungskopfhörer

von Monster begeistern in

so vielen unterschiedlichen Styles, Farben und

Materialien wie es Musikrichtungen gibt - und

setzen auch bei Smartphone- oder Tablet-Nutzern

eine ganz individuelle Note.

3000mAh-Akku für Samsung

Galaxy S3

Ist Ihnen auf dem Samsung Galaxy S3 schon

einmal der Strom ausgegangen? Samsung hat

für sein Flaggschiff einen Nachrüst-Akku [LINK 2]

mit deutlich mehr Kapazität im Angebot. Damit

das voluminöse Bauteil ins Handy passt, befindet

sich ein neuer Deckel im Lieferumfang. Aufgrund

des schlanken S3-Designs trägt die große

Batterie jedoch nicht zu dick auf. Mit dem Akku

sollen auch Power-User bis zu zwei Tage über

die Runden kommen, ohne das Handy nachzuladen.

Der 3000mAh-Akku ist mitsamt Deckel

unter der Kennung Samsung EB-K1G6U-

WUGSTD (in „marble-white“) und Samsung

EB-K1G6UBUGSTD (in „pebble-blue“) bei großen

Händlern wie Amazon oder Cyberport für

knapp 40 Euro gelistet.

Monster

Mobostick

Der Mobostick [LINK 3] von HSTI macht via USB-

Mass-Storage-Support aus Ihrem Smartphone

eine kleine WiFi/​USB-Festplatte für den Einsatz

mit einem Smart-TV-Gerät oder einem Autoradio.

Der kleine Stick arbeitet mit allen Geräten

zusammen, die USB-Laufwerke als Speicher akzeptieren.

Der Clou dabei: via WLAN

können sich auch mehrere

Smartphones mit dem Stick

verbinden und Daten freigeben.

Der Mobostick

eignet sich am besten

als praktische Erweiterung

für den digitalen Bilderrahmen,

dessen Speicher man sonst per

USB-Stick befüllt. Amazon hat den Winzling für

29,99 Euro im Angebot.

D-Link DCS-942L

Sie sind auf der Suche nach einer Webcam

mit Drahtlos-Anschluss und Aufnahmefunktion

für die Nacht, die die aufgenommenen

Bilder gleich auf das

Smartphone überträgt? Dann ist die

DCS-942L [LINK 4] von D-Link genau

das Richtige. Über das MyDlink-

Portal und die zugehörige Android-App

können Sie jederzeit

und von jedem Ort aus auf die

Webcam zugreifen. Sie verfügt

zum Preis von rund 120 Euro

über einen MicroSD-Slot, es befindet

sich auch eine 16 GByte

große MicroSD-Karte im Lieferumfang.

HSTI

D-Link

Apps & Tipps

23


kauftipps

Accessoires

JBL

JBL-Lautsprecher mit

Ladefunktion

Bluetooth-Lautsprecher, die bereitwillig die

Musiksammlung vom Smartphone abspielen,

gibt es einige, doch ihre Akkuladung mit dem

Handy teilen wollen diese in der Regel nicht.

Eine Ausnahme stellt der JBL Charge [LINK 7]

dar, der auf der CES vorgestellt wurde. Der

Lautsprecher tönt mit 2 x 5 Watt und hat einen

dicken Akku mit 6000 mAh Stunden an Bord,

bei dem sich via USB auch das Smartphone bedienen

darf. Dann allerdings sinkt die Wiedergabedauer

unter die zwölf Stunden, die der JBL

Charge normalerweise durchhält, bevor er wieder

an die Steckdose muss.

mumbi

Formschönes Flipcase für

Samsung Galaxy S3

Smartphone-Hüllen können wirklich schön aussehen,

müssen dabei aber kein Vermögen

kosten. Das beweist beispielsweise

Mumbi – der Hersteller

bietet für Samsungs Galaxy S3 ein

schickes Flipcover [LINK 5] an, das bei

Amazon mit nur 9,70 Euro zu Buche

schlägt. Das Cover ist aus echtem Leder, hat

einen Magnetverschluss und ist weich gefüttert,

um das Display des Geräts zu schonen.

MiPow PowerTube

MiPow bietet den nur 75 Gramm schweren Akkupack

SP-2600-RD in zehn verschiedenen Farben

an. Die Ausgangsspannung des 2600mAh fassenden

Winzlings beträgt 1000 mAh bei 3,7 Volt,

was dem Ladestrom eines normalen Netzgeräts

entspricht. Der Hersteller verspricht für den Li-

Ion-Akku etwa 500 Ladezyklen. Am Ladegerät ist

die Röhre nach ungefähr drei Stunden wieder

einsatzbereit - ein eigenes Netzteil befindet

sich nicht im

Brunton Solaris 4

Das Solaris 4 USB [LINK 6] ist ein faltbares, vierteiliges

Solar-Panel, das mit vier Ösen an den

Ecken zur Befestigung am Zelt, Rucksack oder

anderen Aufhängepunkten ausgestattet ist.

Damit lässt sich das Panel sehr vielseitig einsetzen.Brunton

verwendet für seine Solar-Panels

sogenannte CIGS-Zellen, die den großen Vorteil

haben, flexibel und damit vielseitig einsetzbar

zu sein. Das Gerät hat einen USB-Ausgang für

den Anschluss direkt am Smartphone, an Akkupacks

oder anderen Geräten. Die CIGS-Solarzellen

sind auf einer sehr robusten, aber trotzdem

dünnen Textilplane angebracht, die 22,8x63,5

Zentimeter misst. Die maximale Ausgangsleistung

des 178 Gramm schweren und rund 175

Euro teuren Sonnen-Segels

liegt bei 5V/​800

mA.

Brunton

Lieferumfang.

Cyberport hat die 2600mAh-Variante

für 24,90 Euro [LINK 8] im Angebot.

Spider Podium

Die Firma Breffo bietet mit dem Spider Podium

[LINK 9] eine clevere Smartphone-Halterung an,

die sich auch für andere Fixier-Aufgaben - zum

Beispiel als Halterung für das

Fahrrad - bestens eignet. Im

Android User-Test bewährte

sich das Spider Podium unter

anderem als KFZ-Halterung

für die Navigation mit Maps

with Me auf dem Galaxy

Nexus. Gesehen haben wir

das achtbeinige Spider Podium

bei getdigital.de zum

Preis von 16,95

Euro.

Breffo

MiPow

24

Apps & Tipps


kauftipps

Accessoires

Logitech

Elgato

Elgato DVB-T-Tuner für Nexus 7

Der für seine Mac- und iOS-Hardware bekannte

TV-Spezialist Elgato hat mit dem EyeTV Micro

auch eine DVB-Tuner-Lösung für Android-Geräte

im Programm. Der DVB-T-Tuner im Kleinstformat

lässt sich via Micro-USB-Anschluss mit

praktisch jedem Smartphone oder Tablet verbinden.

Die dazu passende App ist bereits in

Googles Play Store vorhanden. Ihr fehlen zwar

ein paar Features wie Programmübersicht und

Filmarchiv, die Grundfunktionen – TV-Sendungen

ansehen und aufnehmen – sind jedoch bereits

implementiert. Bei mix-computer.de muss

man für den kleinen schwarzen Kasten [LINK 10]

knapp über 59 Euro bezahlen.

Drahtlos-Lautsprecher von

Logitech

Mit der Ultimate Ears (UE) Boombox [LINK 11]

stellt Logitech einen transportablen und kraftvollen

Drahtlos-Lautsprecher vor. Die Box kann

mit 3 Android-Geräten gleichzeitig gepairt werden

und behält bis zu 8 Bluetooth-Geräte in Erinnerung.

Der Lautsprecher bietet durch einen

wiederaufladbaren Akku bis zu 6 Stunden Musikgenuss.

Die kleinere Mobile Boombox ist in

verschiedenen Farben erhältlich und kann mit

zwei Geräten synchronisiert werden. Der Lautsprecher

bietet maximal 10 Stunden Musikgenuss

mit einer Akkuladung. Dank eines eingebauten

Mikrophons fungiert der Kleinst-Lautsprecher

auch als Freisprechanlage. Die Boombox

ist bei Amazon für 249 Euro im Programm,

die Mobile Boombox kostet 99 Euro.

Steel Series Flux Headset

Das Flux Headset [LINK 12] gehört zur „Freedom

to Play“-Reihe von Steel Series und

wurde vom Gaming-Spezialisten speziell

für das mobile Spielen am Smartphone

oder Tablet entworfen. Damit

es an beide problemlos angeschlossen

werden kann, bringt es zwei

Kabel mit: fürs Smartphone eines

mit einem einzelnen Klinkenstecker,

fürs Tablet eines mit getrennten

Klinkensteckern für Audioausgang

und Mikrofoneingang. Da

beide Ohrmuscheln eine Klinkenbuchse

besitzen, kann man sich

aussuchen, auf welcher Seite man

das Kabel einsteckt. An die andere

Seite kann bei Bedarf ein weiteres

Kabel angeschlossen werden, um das

Signal an einen zweiten Kopfhörer durchzuschleifen.

Gesehen haben wir das Headset bei

Amazon für 85 Euro.

TomTom Hands Free Car Kit

Eine KFZ-Halterung sollte Pflicht sein für jeden

Autofahrer, der sein Smartphone als Navi nutzt

oder von unterwegs telefonieren möchte. Eine

Universalhalterung für Smartphone-Modelle

verschiedenster Hersteller ist das TomTom

Hands Free Car Kit [LINK 13], mit dem Sie gleich

auch noch eine leistungsfähige Freisprecheinrichtung

bekommen, ohne umständlich

Hardware im Automobil

verbauen zu müssen. Das Car Kit

installieren Sie wie eine herkömmliche

Universalhalterung

an der Windschutzscheibe Ihres

PKWs. Soll die Halterung auf

dem Armaturenbrett Halt finden,

liegt dem Set eine selbstklebende

Haftscheibe bei, die

Sie als Unterlage auf der Instrumententafel

anbringen

können. Das praktische Kit

kostet bei diversen Internethändlern

zwischen 60

und 80 Euro und damit

bei weitem weniger als

ein komplett neues Navigationssystem

für das

eigene Auto.

TomTom

Steelseries

Apps & Tipps


kauftipps

Accessoires

Noreve-Hülle für das Nexus 7

Der französische Hersteller Noreve hat Smartphone-Hüllen

im Programm, die auch den

höchsten Ansprüchen genügen. Neben zahlreichen

anderen Tablet- und Smartphone-Schonern

bietet der Hersteller eine Modell für das

Nexus 7-Tablet aus feinstem Leder für 59,99

Euro [LINK 14] an, das in Sachen Verarbeitung

und Haltbarkeit keine Wünsche offen lässt. Die

Hülle ist in verschiedenen Farben erhältlich,

Noreve garantiert eine besonders schnelle Lieferung

aus dem eigenen Webshop.

AKG: Headset mit aktiver

Geräusch unterdrückung

Mit dem K391NC [LINK 15] hat AKG ein Headset

für Vielreisende vorgestellt, das eine aktive Geräuschunterdrückung

bietet und vor allem den

Geräuschpegel in tiefen Frequenzen deutlich reduzieren

soll. Die Mikrofone direkt an den Ohrhörern

nehmen die Umgebungsgeräusche auf

und geben sie als gegenpoliges Signal wieder

ab. Laut Hersteller soll sich das vor

allem bei Flug- und Bahnreisen gut

machen. Die Elektronik der Geräuschunterdrückung

sitzt in einem kleinen

Kästchen, ihr Akku soll etwa 40 Stunden

durchhalten und kann via USB

wieder aufgeladen werden. Die Ohrhörer

des In-Ear-Headsets bestehen

aus gebürstetem Aluminium, am

Kabel sitzt eine Fernbedienung zur

AKG

Lautstärkeregelung und Wiedergabesteuerung.

Das K391NC kostet

rund 180 Euro.

Norevo

Runtastic-Skihelm und

Smartphone-Handschuhe

Runtastic hat für seine beliebten GPS-Apps einiges

an Zubehör im Angebot. In dem von Head

in Kooperation mit Runtastic entwickelten Skihelm

[LINK 16] sind Kopfhörer, ein Mikrofon und

Steuerelemente für die Medienwiedergabe integriert.

Der Helm wird per Bluetooth mit dem

Smartphone verbunden, er ist bei Runtastic im

Direktvertrieb für 299,95 Euro zu haben. Im

Pack mit dem Helm wird ein Runtastic-Brustgurt

geliefert, so dass Skifahrer ihre Puls-, Geschwindigkeits-

und Orts-Daten an die Runtastic-App

übermitteln können. Neben anderen

Accessoires haben die Österreicher spezielle

Smartphone-Handschuhe für 19,99 Euro im

Programm, mit denen sich auch Smartphone-

Touchscreens bedienen lassen.

HTC One-Rundumschutz von

Yousave

Wollen Sie ihr HTC One vor Kratzern und anderen

Macken schützen? Dann empfiehlt sich der

Griff zu einer Hülle von Yousave Accessoires.

Das Modell „HTC One X Tasche Dual Combo Silikon

Schwarz/​Grün mit Displayschutz“ bietet

beispielsweise einen Rundumschutz für ihr

HTC und verlängert

die Lebensdauer

des Smartphones.

Im Lieferumfang

des 7,17

Euro teuren Schoners

[LINK 17] befindet

sich ein

Reinigungstuch.

Runtastic

Amazon

26

02/2013 Apps & Tipps


AVM: Intelligente Steckdose

FRITZ!DECT 200 [LINK 18] ist kompatibel zu allen

Fritz!Boxen mit dem Betriebssystem Fritz!OS

5.50. Sind diese Voraussetzungen gegeben, können

Sie über die Fritz!Box nicht nur die Steckdose

ein- und ausschalten, sondern auch noch

den Stromverbrauch des angeschlossenen Gerätes

messen und sich per E-Mail benachrichtigen

lassen. Darüber hinaus lässt sich die intelligente

Steckdose auch mit einem Google-Kalender

verbinden, dessen Termine sie automatisch

synchronisiert. Mit der integrierten Astro-Funktion

lassen sich die Geräte automatisch bei Sonnenaufgang

und ‐Untergang schalten.“

Steuern lässt sich der kleine Kasten, den man

einfach in eine bereits vorhandene Steckdose

steckt, via DECT-Phone von Fritz! - oder mit der

zugehörigen MyFRITZ!-App auch per Smartphone

oder Tablet von unterwegs. Die Steckdose

ist bei conrad.de für 49,95 Euro gelistet.

Designtaschen von Boenso

Wenn Sie auf der Suche nach einer funktionalen,

robusten und edlen Tasche für Ihr Samsung

Galaxy S3 oder für Ihr Galaxy Tab 2 sind, sind

die Produkte von Boenso Design [LINK 19] einen

Blick wert. Die aufwändig verarbeiteten Smartphone-Schoner

aus feinstem Glattleder schützen

Samsung-Geräte und Produkte vieler anderer

Hersteller vor äußeren Einflüssen und verpassen

den Androiden ein exklusives Aussehen.

Die Hülle für das Galaxy S3 geht für 29,90 Euro

über die Ladentheke, der große Bruder kostet

für das Galaxy Tab 2 7.0 (P3100) 39,99 Euro

und für das Galaxy Tab 2 10.1 (P5100/​5110)

49,90 Euro. Beide Tablet-Cover verfügen zudem

über eine Stand-Funktion und fungieren als ideale

Helfer bei Präsentationen.

AVM

Pebble Smartwatch

Mit der Pebble Smartwatch [LINK 20] reicht ein

Blick auf das Handgelenk, um Hinweise auf

eingehende Anrufe, neue Mails oder Facebook-

Nachrichten zu erhalten. Über Buttons lässt

sich auch die Musikwiedergabe auf dem Handy

steuern. Das schwarz/​weiß E-Paper-Display der

bis jetzt nur auf getpebble.com erhältlichen

Smart-Uhr lässt sich auch im hellen Sonnenlicht

ablesen. Pebble benötigt eine Bluetooth-Verbindung

zu einem Smartphone, auf dem die

Pebble-App installiert wurde, um nutzbar zu

sein. Die 150 Dollar teure Uhr steckt in einem

bis zu 5 ATM wasserdichten Gehäuse aus

schlag- und kratzfestem Polykarbonat.

Nvidia Shield Gamepad

Mit dem Shield Gamepad [LINK 21] verblüffte der

Chip-Hersteller Nvidia bereits auf der CES. Das

auf Basis eines herkömmlichen Android-Systems

laufende Gamepad beinhaltet den neuen

Tegra-4-Chipsatz und kommt mit einem 5-Zoll-

Retina-Display auf den Markt. Nutzer haben direkten

Zugang zu Nvidias Spiele-Markt Tegrazone

und zu Googles Play Store. Damit zukünftige

mobile Gamer auch nicht auf ordentlichen

Sound verzichten muss, sind Bass-Reflex-Boxen

in das Gerät integriert worden. Die Audio-Qualität

ist laut Angaben von Nvidia mit der hochpreisiger

Multimedia-Laptops vergleichbar.

Nvidia

kauftipps

pebble-smartwatch.de

Accessoires

Apps & Tipps


kauftipps

Accessoires

Amazon

Philips

Philips SHOQBOX

Wollen Sie eine spontane Party im Freien veranstalten?

Dann sehen Sie sich die Shoqbox von

Philips an. Den stabilen Smartphone-Lautsprecher

[LINK 22] gibt es in zwei Ausführungen. Das

Gehäuse der stabilen SB7200 ist gegen Spritzwasser

geschützt, die Box kann Stürze in den

Pool oder eine Dusche nach dem Einsatz am

Strand wegstecken. Mit einer Laufzeit von acht

Stunden hält die Shoqbox zudem ziemlich

lange durch. Zwei Shoqboxen lassen sich darüber

hinaus zu einem Stereo-Set verbinden. Alternativ

gibt es das Modell SB7300, das zwar

etwas dezenter gestaltet, dafür aber nicht ganz

so stabil ist. Die Lautsprecher sind via Bluetooth

universell anschließbar, bei cyperport erhält

man die Shoqbox SB7200 für 159,90 Euro,

ihre Schwester liegt etwa 15 Euro darüber.

Game Boy-Hülle für HTC

Wo sind die Zeiten hin, als Game Boys noch als

exotische Spielzeuge galten und in der Schule

heiß begehrt waren. Holen Sie sich doch die

gute alte Zeit auf ihr HTC One oder One+ und

verpassen ihrem Gerät eine

Hülle in Retro-Optik! Die

„Retro Gameboy“ Schutzhülle

[LINK 23] ist bei Amazon

für nur 6,99 zu haben. Der

Hersteller verspricht eine

besonders lange Haltbarkeit

des Aufdrucks durch eine

spezielle UV-Behandlung.

Aufmerksamkeit ist Ihnen

mit dieser Hülle in jedem

Fall garantiert!

Xquisit-Lautsprecher

hält lange durch

Xqisit bringt die dritte Generation

seiner xq-Serie [LINK 24] auf

den Markt, die wie die Vorgäner

hierzulande exklusiv von Strax

vertrieben wird. Der 150 Euro teure

Bluetooth-Lautsprecher xqPro 3.0 setzt

auf zwei Treiber und einen passiven

Subwoofer. Er spielt Musik vom Handy

ab, die er via Bluetooth erhält, kann aber

auch als Freisprecheinrichtung dienen. Die

Steuerung des Geräts erfolgt über ein Touch-Panel

an der Oberseite, das sich neuerdings auch

auf Multitouch versteht. Zudem wurde die Akkulaufzeit

verlängert und soll nun bei zehn

Stunden liegen – Strom tankt die Box anschließend

über USB. Nach nur drei Stunden Ladezeit

soll der Akku wieder voll sein.

Boombero Wireless Speaker

Wer mit seinem Handy einen kleineren Raum

beschallen möchte, muss nicht gleich zur HiFi-

Anlage greifen. Mit dem Boombero Wireless

Speaker [LINK 25] geht das deutlich einfacher. Die

kleine Box, die über drei AAA-Batterien oder

USB-Kabel mit Strom versorgt wird, fungiert als

Verstärker für das Smartphone. Dabei kommt

der Lautsprecher komplett ohne Kabel aus,

denn er schnappt sich das Ausgangssignal des

Handys, um es auf maximal 3 Watt zu verstärken.

Der Klang der Box kann dabei mit guten

Lautsprechern von Notebooks mithalten. Bei

Amazon gibt es den Lautsprecher für 45 Euro.

Strax

Oregon Scientific

28

02/2013 Apps & Tipps


Samsung

Oakley-Smartbrille

Skifahren oder Snowboarden 3.0: Die

„Airwave“ [LINK 26] ist eine schlaue Android-Skibrille,

die Skifahrer und

Snowboarder mit reichlich Informationen

versorgt. Mit Hilfe einer

drahtlosen Fernsteuerung am Handgelenk

werden Navi-Informationen

direkt in die durchgestylte Brille

eingeblendet. Verbindet man sein

Smartphone via bereitgestellter App

mit der cleveren Brille, zeigt diese

auch eingehende SMS, Telefonanrufe Playlists

und weitere Daten an. Das 599 Euro teure

Produkt verfügt über eine Anti-Fog-Beschichtung,

ein komfortables Kopfband und eine besonders

leichtgewichtige Konstruktion. Das

Brillenglas ist dank Switchlock-Technologie im

Handumdrehen austauschbar, der Hersteller

bietet zudem zwei Farbvarianten an.

Original Flip-Cover für das

Galaxy Note 2

Samsung bietet höchstselbst hochwertig verarbeitete

Cover [LINK 27] für seine Note-Serie an,

die aus strapazierfähigem Material gefertigt

sind und sicheren Schutz vor äußeren Einflüssen

bieten. Das Note 2-Cover hat zudem eine

Lautsprecher-Aussparung, die das Telefonieren

auch bei geschlossener Klappe ermöglicht. Das

Cover gibt es in verschiedenen Farben wie beispielsweise

„amber brown“, der Kostenpunkt

liegt bei rund 17 Euro. Bei der Passform sind

die Samsung-Originalprodukte der Konkurrenz

überlegen - schließlich weiß der Hersteller

selbst am besten, wie er seinen Geräten

eine schicke Hülle auf den Leib

schneidert.

Nexus 7-Dockingstation im

Asus-Shop

Bis dato war für Nexus 7-Besitzer nicht viel Zubehör

im Angebot, sieht man von einem Cover

einmal ab. Das hat sich jedoch geändert – im

Asus-Shop ist nun eine Dockingstation [LINK 28]

gelistet. Die 30 Euro teure Station ist mit einem

microUSB-Stecker ausgestattet, der das Tablet

Asus

während der Betrachtung von Filmen oder einer

Diashow auflädt, dazu hat sie einen 3,5mm-

Klinkenstecker für den Anschluss von Kopfhörern

oder Lautsprechern.

S3-Hüllen von Feuerwear

Mit Mitch 3 bringt Feuerwear eine speziell für

das Samsung Galaxy S3 angefertigte Hülle auf

den Markt. Das Unternehmen ist bekannt für

unkaputtbare Produkte aus recycelten

Feuerwehrschläuchen. Einsatzspuren

und Aufdrucke der Feuerwehr

machen die Smartphone-Schoner

zu echten Hinguckern.

Mitch 3 ist dem Galaxy S3 wie

aufs Gehäuse geschneidert und

schützt zuverlässig vor brenzligen

Situationen. Die Hülle [LINK 29]

ist ab sofort in den Schlauchfarben

Rot und Weiß sowie Schwarz zum

Preis von 39 Euro erhältlich.

kauftipps

Accessoires

Feuerwear

Oakley

Apps & Tipps 02/2013 29


Einfach auf LINUX

umsteigen!

4 x im Jahr kompaktes Linux-Know-how - IMMER mit 2 DVDs

15%

sparen

EASYLINUX-JAHRES-ABO

NUR 33,30E*


Jetzt gratis

abo-prämie

sichern!

Ich bekomme gratis:

• SoftMaker Office Paket

für Linux im Wert

von 69,95 Euro

(solange Vorrat reicht)

Coupon

*Preise außerhalb Deutschlands siehe www.easylinux.de/abo

ich möchte EasyLinux für nur 8,33 Euro* pro Ausgabe

Ja,

abonnieren.

ich möchte für nur 1 € pro Monat das EasyLinux-

Ja,

Community-Abo abschließen. Jederzeit Zugriff

auf alle Online-Artikel, Workshops und mehr.

Ich zahle pro Ausgabe nur € 8,33* statt € 9,80* im Einzelverkauf.

Ich erhalte EasyLinux alle drei Monate (vier Ausgaben

pro Jahr) zum Vorzugspreis von 33,30* pro Jahr bei jährlicher

Verrechnung. Möchte ich EasyLinux nicht mehr haben, kann

ich das Abonnement nach einem Jahr jederzeit kündigen.

Name, Vorname

Datum

Unterschrift

Mein Zahlungswunsch: Bequem per Bankeinzug Gegen Rechnung

Straße, Nr.

BLZ

Konto-Nr.

PLZ

Ort

Bank

JETZT GLEICH BESTELLEN!

n Tel.: 07131 / 2707 274 n Fax: 07131 / 2707 78 601

n URL: www.easylinux.de/abo n E-Mail: abo@easylinux.de


Kauftipps

Preishammer

Die 5 besten Einsteiger-Smartphones

Schnäppchen-

Smarties

Superscharf, riesengroß, extrem flexibel. Gute Smartphones müssen keine 500

Euro kosten. Wir stellen die fünf besten Preishammer vor. Marcel Hilzinger

Alle Links

>

android- user.de/qr/29025

Apps & Tipps 02/2013 31


Kauftipps

Preishammer

SONY Xperia U

Für 150 Euro bekommen Sie kein Smartphone mit

einem besseren Display. Sagenhafte 480x854 Pixel hat

SONY für das U-Modell auf 3,5 Zoll gepresst. Das sorgt

für ein superscharfes Display. Eine weitere Besonderheit

des Xperia U bildet die Benachrichtungsleiste, die sich

individuell anpassen lässt. Einzig beim Speicher müssen

Sie Abstriche machen: Er fällt mit 4 GByte nicht besonders

üppig aus und lässt sich zudem nicht erweitern. Für

alle, die nur telefonieren möchten, ist das Xperia U aber

das klar beste Smartphone in seiner Preisklasse.

Name: Sony Xperia U

Android-Version: Android 4.0

Besondere Merkmale: Bestes Display, LED

Display: 3,5“, 480 x 854 Pixel

Akku: 1300 mAh

Kamera: 5 Megapixel

CPU: Dual-Core, 2 x 1 GHz

Preis: 149 Euro

LG NEXUS 4

Muss man das Nexus 4 noch vorstellen? Es ist für 300

Euro (in der 8-GByte-Version) das mit Abstand beste

Smartphone, das es aktuell auf dem Markt gibt. Zu seinen

Stärken gehört die aktuelle Android-Version 4.2.2 ohne

Änderungen durch einen Hersteller, das Top-Design, die

Drahtlos-Ladefunktion und auch die Verarbeitung - alles

erste Sahne. Benötigen Sie nicht mehr als 8 GByte Speicher

und suchen Sie ein Smartphone für 300 Euro, dann

führt aktuell kein Weg am Nexus 4 vorbei.

Name: LG Nexus 4

Android-Version: Android 4.2.2

Besondere Merkmale: Pure Android

Display: 4,7“, 768 x 1280 Pixel

Akku: 2100 mAh

Kamera: 5 Megapixel

CPU: Quad-Core, 4 x 1,5 GHz

Preis: 299 Euro

32

02/2013 Apps & Tipps


SAMSUNG

GALAXY S DUOS

Kauftipps

Preishammer

HUAWEI ASCEND Y300

Von den Spezifikationen her steht das Y300 auf dem

Level des Samsung Galaxy S III Mini, es bringt aber den

stärkeren Akku (1730 mAh statt 1500 mAh) und den besseren

Prozessor (Snapdragon S4) mit. Dabei ist es fast

100 Euro billiger. Die Emotion UI von Huawei steht

Touchwiz kaum nach, insofern können wir das Y300

empfehlen, egal ob Einsteiger oder Power User.

Name: Huawei Ascend Y300

Android-Version: Android 4.1.1

Besondere Merkmale: Emotion UI

Display: 4“, 480 x 800 Pixel

Akku: 1730 mAh

Kamera: 5 Megapixel

CPU: Dual-Core, 2 x 1 GHz

Preis: 149 Euro

Gute Smartphones mit zwei SIM-Kartenschächten

waren lange Zeit Mangelware. Mit dem Galaxy S Duos

gibt es jedoch nun auch ein Dual-SIM-Gerät von

Samsung mit der bekannten Touchwiz-Oberfläche und

allen Vorteilen des kompletten Samsung-Ökosystems.

Das Galaxy S Duos ist zwar nicht das schnellste Handy,

kommt aber mit dem Single-Core-Prozessor auf sehr

gute Akkulaufzeiten.

Name: Samsung Galaxy S Duos

Android-Version: Android 4.0

Besondere Merkmale:

Zwei SIM-Karten

Display: 4“, 480 x 800 Pixel

Akku: 1500 mAh

Kamera: 5 Megapixel

CPU: Single-Core, 1 GHz

Preis: 189 Euro

MOBISTEL CYNUS T2

Sie benötigen ein Smartphone mit möglichst großem

Display für möglichst wenig Geld? Dann machen Sie mit

dem T2 von Mobistel einen guten Deal. Das 180-Euro-

Handy übertrumpft die Konkurrenz in dieser Preisklasse

durch seine 12-Megapixel-Kamera und das qualitativ

hochwertige 5-Zoll-Display mit 854x480 Pixeln, auch ein

Radio ist mit an Bord. Seine Stärke ist der 2000-mAh-

Akku, der für bis zu 12 Stunden Gesprächszeit sorgt.

Name: Mobistel Cynus T2

Android-Version: Android 4.1 (via Update)

Besondere Merkmale: 12-MP-Kamera

Display: 5“, 480 x 800 Pixel

Akku: 2000 mAh

Kamera: 12 Megapixel

CPU: Dual-Core, 2 x 1 GHz

Preis: 179 Euro

Apps & Tipps 02/2013 33


App-Tipps

Aqua Mail

Andrei Krauchuk, 123RF

Aqua Mail für Handys und Tablets

Postbote

Google achtet natürlich bei der Entwicklung von Android, dass der hauseigene

Freemailer Gmail erstklassig in das System integriert ist, doch nicht jeder möchte

Google Mail benutzen. Aqua Mail ist eine Alternative für Android User mit Mail-

Accounts abseits von Gmail. Christoph Langner

Die Android-Google Mail-App wird wohl

von den meisten Android-Usern für die

alltägliche Dosis E-Mail benutzt. Die

auf den meisten Geräten vorinstallierte App integriert

den Mail-Dienst von Google [LINK 1]

nahtlos in das System und nutzt viele Android-

Features wie beispielsweise die zentrale Kontenverwaltung

oder das Android-Adressbuch.

Konzeptbedingt funktioniert die App jedoch

nur mit Gmail- oder Google-App-Accounts.

Möchten Sie einen anderen Weg gehen und

Mails anderer Anbieter wie zum Beispiel von-

Web.de, GMX oder 1&1 oder auch den Mailserver

Ihres Arbeitgebers über POP3 oder IMAP

abrufen, dann müssen Sie diese entweder zu

Gmail oder auf die universelle Mail-App von

34

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Aqua Mail

Abb. 1: Aqua Mail blendet auf Android-Tablets eine Seitenleiste

mit einer Kontenübersicht ein.

Abb. 2: In den erweiterten Einstellungen lassen sich die Mail-Server

individuell einrichten.

Android weiterleiten oder aber auf Alternativen

wie das populäre K-9 Mail [LINK 2] zurückgreifen.

Aqua Mail

Beide App-Alternativen haben aber ihre Grenzen.

K-9 Mail ist zwar sehr leistungsfähig und

individuell anpassbar, bietet aktuell allerdings

noch keine für Tablets optimierte Oberfläche,

was sich aufgrund der zunehmenden Verbreitung

der Geräte als eklatanter Mangel herausstellt.

Das Mail-Programm von Android macht

auf dem Android-Tablet keine schlechte Figur,

bietet aber Viel-Mailern wenig Konfigurationsmöglichkeiten.

Mit Aqua Mail gibt es nun jedoch

eine weitere Mail-App, die die Leistungsfähigkeit

von K-9 Mail mit der guten Darstellung

auf Tablets vereint.

Aqua Mail bekommen Sie kostenlos

aus dem Play Store [LINK 3].

Diese Version ist allerdings im

Funktionsumfang eingeschränkt.

Um mehr als zwei E-Mail-Konten

einzurichten oder Mails unter

einer anderen Identität bzw. mit

einer eigenen Signatur zu verschicken,

müssen Sie den 3,82 Euro

teuren Schlüssel [LINK 4] für die Pro-

Version von Aqua Mail erwerben.

die Hilfe der jeweiligen Anbieter quälen um die

Serveradressen herauszusuchen. Die App kennt

die Mail-Server populärer Mail-Anbieter wie

Web.de, GMX oder auch von Gmail. Sie müssen

nur ihre E-Mail-Adresse und das Zugangspasswort

angeben, Aqua Mail richtet dann das

Konto automatisch für Sie ein.

Unbekannte Mail-Hoster fügen Sie über das

manuelle Setup in die App ein, dafür müssen

Sie natürlich die angesteuerten Mail-Server kennen.

Aqua Mail unterstützt das Abrufen von

Mails via IMAP und POP3, als Verschlüsselungsstandard

werden SSL und STARTTLS angeboten.

In den erweiterten Einstellungen (Sie

erreichen diese nach dem Anlegen des Kontos

über einen längeren Klick auf das Konto in der

Mail einrichten

Das Einrichten von Mail-Konten

geht in Aqua Mail leicht von der

Hand, Sie müssen sich nicht durch

Abb. 3: IMAP Push bewirkt, dass Aqua Mail permanent einen Kanal

zum Mail-Server offen hält.

Apps & Tipps 02/2013 35


App-Tipps

Aqua Mail

Abb. 4: In der Iconleiste am unteren Rand finden Sie ein Icon zur

Anzeige der Mail im Vollbild.

Seitenleiste) finden Sie einen Schalter zum Aktivieren

von IMAP Push, sodass immer unmittelbar

nach Eintreffen einer E-Mail eine Benachrichtigung

erscheint.

setzen, stehen Ihnen unzählige Optionen

zur Verfügung, das Programm

an ihre Wünsche anzupassen.

Daher kommt auch die Funktion

Sichern & Wiederherstellen aus

dem Menü sehr gelegen, wenn Sie

das Programm auf mehreren Androiden

einsetzen möchten. So müssen

Sie Aqua Mail nicht immer

wieder neu konfigurieren.

Icons zum Erstellen, Beantworten,

Verschieben und Löschen von

Mails finden Sie am unteren Bildschirmrand

der Mail-Ansicht. In

der Mail-Übersicht verschieben Sie

einzelne Nachrichten auch via

Drag&Drop in Unterordnern Ihres

Mail-Accounts. Einen integrieren

Spam-Filter bietet AquaMail nicht, hier müssen

Sie also zwangsweise auf die Filtermöglichkeiten

Ihres Mail-Anbieters vertrauen und direkt

im Postfach ungewünschte Mails aussortieren.

Alle Links

>

android- user.de/qr/28630

Bedienung

In der linken Spalte finden Sie nun Ihre Mail-

Konten mit allen von Ihnen angelegten Ordnern,

rechts in der Ansicht die jeweils im aktuellen

Ordner enthaltenen Mails. Ein Klick auf

eine der Nachrichten schiebt die gesamte linke

Seitenleiste mit einer Animation aus dem Bild,

so dass der Inhalt der Mails nun in der rechten

Spalte erscheint. Auf schwächeren Android-Geräten

wirkt die Animation jedoch etwas träge,

wer mag, kann sie direkt in den Optionen der

Anwendung deaktivieren. Aqua

Mail hat jedoch noch ein paar

Trümpfe in der Hand: Das Programm

beherrscht das Heranzoomen

von Texten in Mails. In der

Standardeinstellung wird dazu die

Lauter-/​Leiser-Taste Ihres Handys

oder Tablets missbraucht. Optional

aktivieren Sie in den Einstellungen

unter Mailanzeige die Option Zoomen,

so dass Sie Pinch&Zoom-Gesten

mit zwei Fingern zur Änderung

der Schriftgröße nutzen können.

Aqua Mail lässt sich umfassend

konfigurieren. Besonders dann,

wenn Sie in den Einstellungen den

Einstellungsmodus auf Erweitert

Fazit

Android-Tablet-Usern steht mit Aqua Mail eine

leistungsfähige Alternative zur hauseigenen

Mail-App von Android oder auch K9-Mail zur

Verfügung. Die App vereint die gute Tablet-GUI

der hauseigenen Android-Mail-App mit der

Konfigurierbarkeit von K-9 Mail. Wer Gmail

nicht benutzen oder noch weitere Mail-Konten

abseits von Google Mail abrufen möchte, der

sollte sich die App jedenfalls genauer ansehen,

ein Test kostet ja nichts.

● ● ●

Abb. 5: Bei Bedarf vergrößern Sie mit Pinch&Zoom-Geste die Darstellung

von Text in Ihren Mails.

36

02/2013 Apps & Tipps


STARTER KIT 24

JETZT AM KIOSK!

oder per Mail: order@medialinx-gruppe.de,

Telefon: 089-99 34 11 - 0, Fax: 089-99 34 11 - 99

www.easylinux.de/StarterKit24


App-Tipps

Stimmgeräte-Apps

Alle Links

>

android- user.de/qr/28765

Lembit Ansperi, 123RF

Stimmgeber

Brauchbare Stimmgeräte kosten etwa 20 Euro, Stimmgeräte-Apps

jedoch nur einen Bruchteil davon. Reichen die günstigen Apps zum

Stimmen aus? Christoph Langner

DaTuner

Sie sind auf einem Gig,

und ausgerechnet jetzt ist

die Batterie des Stimmgeräts

leer? Keine Panik, mit einem

Smartphone und einer Stimmgeräte-App

können Sie Ihre Gitarre

auch ohne ausgewachsenes

Stimmgerät nachstimmen.

DaTuner besticht mit einer schlichten

Oberfläche und zahlreichen

Einstellungsmöglichkeiten. Die

App erkennt automatisch die gerade

gespielte Tonhöhe sowie die

Lage und zeigt wie bei einem herkömmlichen

Stimmgerät den gerade

gespielten Ton in

Grün an, sobald die Saite

der Gitarre richtig gestimmt

wurde. Da DaTuner

ein chromatisches Stimmgerät

ist, also nicht nur die Töne einer

Gitarre kennt, lassen sich mit der

App auch andere Instrumente

stimmen oder ausgefallene Tunings

realisieren. Für Orchester-

Spieler lässt sich zudem der Kammerton

in der App verändern. Da-

Tuner gibt es in einer kostenlosen

und werbefreien, aber im Funktionsumfang

etwas eingeschränkten

Version wie auch einer kostenpflichtigen

Variante im Market.

Allerdings muss neben der Software

auch die Hardware mitspielen.

Wir haben alle Apps auf einem

HTC Desire, einem günstigen Huawei

Ideos X5 und einem Android-

Tablet vom Typ Acer Iconia Tab getestet

und die Ergebnisse mit

einem Planet Waves PW-CT-10

Stimmgerät mit Piezosensor verglichen.

Während die beiden Handys

gute Ergebnisse lieferten, zeigten

die Apps auf dem Iconia Tab

immer eine zu hohe Stimmung an.

Achten Sie daher darauf, Ihr

Smartphone auf die Eignung als

„Stimmgerät“ zu überprüfen. Für

eine laute Bühne sind die Apps

nicht geeignet, zwar bietet etwa

der DaTuner Pro eine Rauschunterdrückung

an, doch in der Praxis

konnte diese nicht überzeugen.

1,75 Euro

englisch|Version 2.25|215 KByte

★★★★★

38

Apps & Tipps


App-Tipps

Stimmgeräte-Apps

Cleartune

Cleartune ist in Bezug auf die Optik der Gewinner

dieses Vergleichs. Die Anzeige der Tonskala ist liebevoll

in Gestalt eines analogen Gerätes gezeichnet.

Der Funktionsumfang der App steht nicht hinter dem

von DaTuner oder gStrings zurück: Transposition, Orchester-Stimmung

oder auch Stimm-Muster historischer Instrumente.

Letztendlich ist es eine Frage des Geschmacks.

Die kostenlosen Varianten der zwei anderen Testsieger sind

technisch ebenso gut, wer allerdings eine hübsche App

sucht, der greift am besten zu Cleartune.

2,99 Euro

deutsch|Version 1.3.6|531 KByte

★★★★★

Strobe Tuner

Der Strobe Tuner ist die in diesem

Vergleich am einfachsten gestrickte

App. Das kreisrunde Display

zeigt im Inneren zum einen den erkannten

Ton an, sowie über die rotierenden

blauen „LEDs“ die Information, ob das Instrument

zu hoch oder zu niedrig gestimmt

ist. Weitere Funktionen bietet die App nicht,

es gibt keine Möglichkeit, den Kammerton

zu ändern oder andere Einstellungen vorzunehmen.

Für 99 Cent ist die App somit

absolut keine Empfehlung wert, greifen Sie

lieber zu den kostenlosen Versionen des

DaTuners oder von gStrings.

Gibson L&M Guitar

Auch von der Gitarren- Legende

Gibson gibt es eine App zum

Stimmen von Gitarren. Technisch

konnte die App uns im Test nicht überzeugen,

zu sehr sprang die Anzeige hin und

her. Doch Profi-Musiker sind sowieso nicht

die Zielgruppe von L&M Guitar: Einsteigern

bietet die App einen vereinfachten

Modus, in dem die Saiten von Hand ausgewählt

werden können. So muss man die

Belegung der Saiten nicht parat haben. Außerdem

gibt es noch ein Metronom sowie

eine Datenbank mit Gitarren-Akkorden.

Einsteigern wird also viel geboten.

0,99 Euro

keine|Version 1.2.0|396 KByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.0.3|5,5 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 39


App-Tipps

Stimmgeräte-Apps

gStrings

gStrings ist neben dem DaTuner die zweite App, die

von unserer Seite uneingeschränkt empfohlen werden

kann. Die Anzeige der Stimmung stimmte

immer gut mit der unseres Stimmgerätes zusammen, und

auch wichtige Funktionen wie die Anpassung des Kammertons

für eine Orchesterstimmung sind auf der App vorhanden.

Gut ist auch die Möglichkeit, das Stimmgerät auf die

verschiedenen Frequenzbereiche diverser Instrumente hin

zu optimieren. Die kostenlose, aber genauso umfangreiche

Version der App wird durch Werbung finanziert.

3,– Euro

englisch|Version 1.0.11|149 KByte

★★★★★

Ultimate Guitar Tuner

Neben dem chromatischen

Stimmgerät bietet der Ultimate

Guitar Tuner auch die Möglichkeit,

Referenztöne für das Stimmen nach Gehör

abzuspielen. Allerdings benötigt es dafür

ein Handy mit guten Lautsprechern. Abseits

dieser Funktion bot der Ultimate Guitar

Tuner alle wichtigen Funktionen, ohne

aber irgendwo richtig glänzen zu können.

Die App ist weder optisch gut gestaltet,

noch bietet sie Funktionen, die über die

von gStrings oder DaTuner hinausgehen.

Unsere Meinung: Im Vergleich mit der Konkurrenz

zieht diese App den Kürzeren.

Torisu Tuner

Neben dem chromatischen

Stimmgerät bringt der Torisu

Tuner gleich auch noch ein Metronom

mit. Das Stimmgerät erwies sich im

Test jedoch als sehr nervös. Wenn im Hintergrund

schon Musik läuft, war auch bei

einem hartem Anspielen der Saiten ein

Stimmen gar nicht erst möglich. Aber auch

in einer stillen Umgebung sprang die Anzeige

stark hin und her, obwohl weder die

Stimmung des Instruments geändert, noch

der Ton erneut angespielt wurde. Die kostenpflichtige

Version der App kann zudem

noch Audio-Aufnahmen erstellen.

1,44 Euro

englisch|Version 1.0.2|1,5 MByte

★★★★★

0,99 Euro

englisch|Version 1.2.6|387 KByte

★★★★★

40

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

LightFlow

Benachrichtigungs-LED optimal nutzen

Light Show

Mittlerweile haben viele Android-Smartphones eine Benachrichtigungs-LED.

Doch anstatt diese möglichst effizient zu nutzen, setzen viele Hersteller nur auf

eine langweilige Farbe. Mit Light Flow holen Sie alles aus der LED heraus und

machen die Android-Benachrichtigungen noch effizienter.

Mirko Mahlberg, Marcel Hilzinger

Bei einigen Herstellern wie HTC oder Motorola

scheinen LEDs einfach zu einem

Smartphone zu gehören, egal in welcher

Preisklasse. Andere Anbieter wie Samsung

haben dem kleinen Lämpchen bislang weniger

Aufmerksamkeit gewidmet. Zu Unrecht, wie

wir finden, lässt sich doch über eine gute LED

und die passende App in machen Fällen ein unnötiger

Blick aufs Smartphone vermeiden. Sie

wissen dann ganz genau, dass eine rot schnell

blinkende LED einen verpassten Anruf signalisiert,

eine blau langsam blinkende hingegen

bloß einen neuen Kommentar bei Facebook.

Light Flow

Die LED in Ihrem Smartphone lässt sich nachträglich

nicht mehr ändern. Ihre Fähigkeiten

hingegen schon – mit der App Light Flow vom

Entwicklerteam Rage Consulting. Light Flow

war die erste App, die die im Galaxy Nexus verbaute

LED sinnvoll ansprechen und nutzen

konnte. Mit dem neuesten Update vom Juni

2012 hat die App noch einiges dazugelernt.

Mit Light Flow ordnen Sie der LED für jede

Benachrichtigung (Facebook, SMS, Google+,

verpasster Anruf, Messenger und viele mehr)

eine bestimmte Farbe zu. So wissen Sie immer,

was für eine Benachrichtigung gerade reingekommen

ist, ohne dazu das Display anmachen

zu müssen. Aber damit nicht genug, Sie können

auch für jede Benachrichtigung festlegen, wie

schnell und wie lange die LED blinken soll.

Light Flow gibt es in zwei Versionen: eine

kostenlose, abgespeckte Version [LINK 1] und

eine kostenpflichtige [LINK 2] mit vollem Umfang.

Die Vollversion kostet 1,75 Euro. Mit dieser

können Sie, anders als mit der Free Version,

auch die Benachrichtigungen von Nicht-System-

Anwendungen (wie Google+, Facebook,

Whatsapp und weiteren) verändern. Testen Sie

zunächst die Lite-Version. Sind Sie mit den Features

der App zufrieden, dann lohnt sich auch

der Kauf der Vollversion.

Beim ersten Start weist Sie die App darauf

hin, dass Light Flow unter den Bedienungshilfen

als Eingabehilfe eingerichtet werden muss.

Ohne diese Einstellung können Sie die App

nicht benutzen. Da Light Flow keine Internetberechtigung

benötigt und die App zudem schon

recht lange existiert und allgemein als vertrauenswürdig

angesehen wird, können Sie die

Warnmeldung von Android getrost wegklicken.

Apps & Tipps 02/2013 41


App-tipps

LightFlow

Abb. 1: Light Flow hat im Juni ein

Redesign erfahren, das sehr

gelungen ist.

Abb. 2: Die zentralen Android-

Apps sind eingerichtet, Kontakte

fügen Sie oben rechts hinzu.

Abb. 3: Light Flow sorgt auch für

„Good Vibrations“ auf Ihrem

Smartphone.

Mit Bordmitteln

Um Light Flow zu aktivieren, öffnen Sie nach

dem Start der App die Einstellungen und setzen

ein Häkchen bei Light Flow aktivieren. Damit

Light Flow auch ordentlich arbeitet, markieren

Sie zudem die Checkbox Führen Sie im Vordergrund.

Diese Option ist dazu da, um Light Flow

immer im Vordergrund zu behalten. Das verhindert

das Beenden der Anwendung. Benutzen

Sie die App zum ersten Mal, dann sind beide

Checkboxen gesetzt und Sie müssen keine Änderungen

vornehmen.

Zurück im Hauptmenü öffnen Sie nun die Benachrichtigungen.

Hier suchen Sie nun eine Anwendung

aus und legen die passende Benachrichtigungsfarbe

sowie die Blinkdauer und

Blinkgeschwindigkeit fest. Dazu tippen Sie den

gewünschten Eintrag an und wählen dann für

die Farbe den Menüpunkt Benachrichtigungsfarbe

unter Lichteinstellungen. Die Gratisversion

von Light Flow listet hier nur die Standard-

Anwendungen von Android auf. Möchten Sie

das Tool auch für Google+, Facebook oder

Im Zuge der Google I/​O haben zahlreiche Google-Apps ein Update erhalten,

das unter anderem auch die Benachrichtigungsfunktion implementiert.

Für Google+ brauchen Sie also nicht unbedingt die kostenpflichtige

Version von Light Flow.

WhatsApp benutzen, dann benötigen Sie die

auf jeden Fall die Vollversion.

Klasse Details

Sie haben einen Anruf verpasst und möchten

wissen, wer angerufen hat? Auch das ist kein

Problem für Light Flow. Klicken Sie dazu einfach

in den Benachrichtigungen oben rechts auf

das Kontaktsymbol und fügen Sie dann den gewünschten

Kontakt hinzu. Anschließend erscheint

der Kontakt in der Liste der Anwendungen

und Sie können pro Kontakt sogar die Anrufe,

SMS und MMS-Benachrichtigungen individuell

festlegen.

Neben den optischen Spielereien hat die neue

Light-Flow-Version auch ein paar weitere nette

Features zu bieten: Für jede App-Benachrichtigung

lässt sich ein eigener Ton festlegen und

auf Wunsch wiederholen. Auch hier können Sie

– wie bei den LED-Farben – die Häufigkeit und

Dauer der Wiederholung einstellen. Wenn

Ihnen Ihr Handy beispielsweise bei einer SMS

zu schwach oder zu stark vibriert, bietet Ihnen

Light Flow die Möglichkeit das Vibrationsmuster

zu ändern.

Auch Smartphones ohne LED profitieren von

der App: Wenn Sie in den Einstellungen den

Menüpunkt Kamera Flash-LED-Steuerung aktiviert

haben, können Sie in den Benachrichti-

42

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

LightFlow

Abb. 4: Der Ruhemodus ist eine

praktische Einstellung, um nicht

geweckt zu werden.

Abb. 5: Mit Light Flow lässt sich

auch die Lautstärke der Benachrichtigungen

gleich einstellen.

Abb. 6: In der App lassen sich alle

möglichen individuellen Vorlieben

berücksichtigen.

gungseinstellungen der einzelnen Apps unter

LICHT/​LED den Kamera-Blitz bei eingehenden

Benachrichtigung blinken lassen.

Mach mal Pause

Light Flow bietet Ihnen einen Haufen weiterer

Einstellungsmöglichkeiten unter den Einstellungen:

So können Sie beispielsweise eine Ruhezeit

einrichten. Gehen Sie Abends

immer um 22 Uhr ins Bett und

stehen um 7 Uhr aufstehen,

stellen Sie bei Start der Ruhezeit

den Counter auf 22:00 Uhr

und bei Ende der Ruhezeit auf

07:00 Uhr. Von nun an benachrichtigt

Sie Light Flow in dieser

Zeitspanne nicht mehr. Zusätzlich

können Sie auch gleich

entscheiden, ob LICHT/​LED,

Ton oder das Vibrieren während

der Ruhezeit deaktiviert

werden soll oder nicht. Alternativ

zur Uhrzeit arbeitet die

App auch mit NFC-Tags zusammen.

So müssen Sie Ihr

Smartphone einfach nur an

den entsprechenden NFC-Tag

halten, um den Ruhemodus

bequem einzuschalten.

Abb. 7: Blinken mit G: Lightflow

holt wirklich alles aus Ihrer Geräte-

LED heraus.

Ein Bereich darunter legen Sie das Verhalten

während des Ladevorgangs Ihres Smartphones

fest. Wenn Sie die Checkbox Aktiviere Einstellungen

beim Laden aktiviert haben, verzichtet

die App beim Ladevorgang auf Wunsch auf einige

der Benachrichtigungen. Unter Lautstärke

im Hauptmenü können Sie passend dazu die

Lautstärke Ihres Smartphones verändern. Das

ist aber nur eine kleine Dreingabe,

wie auch der Menüpunkt

Tools, über den Sie Ihre

Einstellungen sichern und/​

oder wiederherstellen.

Fazit

Viele Smartphone-Nutzer wissen

gar nicht, dass die in

Ihrem Androiden verbaute

LED zu deutlich mehr in der

Lage ist, als nur einfarbig zu

blinken. Light Flow einmal

auszuprobieren, lohnt sich

also in jedem Fall, um etwas

bunte Farbe in die Benachrichtigungen

zu bringen.

Klappt es mit den vielen unterschiedlichen

Farben, ist die

Vollversion ihren geringen

Kaufpreis mehr als wert. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28781

Apps & Tipps 02/2013 43


App-Tipps

IntelliRing

IntelliRing passt die Handy-Lautstärke an

Angepasst

myvector, 123RF

Wer kennt das nicht: Man sitzt im Kino, einem Meeting

oder dem Uni-Hörsaal und plötzlich sorgt das

eigene Handy für einen peinlichen Moment. IntelliRing

passt die Kligel-Lautstärke des Handys automatisch

an die Umgebung an - oder sorgt auch

komplett für Ruhe. Christoph Langner

Abb. 1: Ein bebildertes Intro

erklärt Ihnen zum Einstieg in die

App die gebotenen Funktionen.

Abb. 2: Während eines Anrufs

regelt IntelliRing aufgrund der Hintergrundgeräusche

die Lautstärke.

Das Handy klingelt eigentlich immer in

den unpassendsten Momenten. Während

eines Meetings hat man natürlich

vergessen die Lautstärke auf stumm zu stellen,

auf einer Party klingelt es selbstversätndlich zu

leise. Ist das Handy im Rucksack verstaut, dann

tönt es ebenfalls nur spärlich vor sich hin. Die

günstige App IntelliRing passt die Lautstärke

des Handy-Klingelns an die Umgebung an, so

verpassen Sie keinen Anruf mehr.

IntelliRing [LINK 1] ändert automatisch die

Lautstärke von Klingeltönen oder Benachrichtigungen.

Zusammen mit den Lage- und Helligkeitssensoren

und dem eingebauten Mikrofon,

findet es automatisch bei einem eingehenden

Anruf die richtige Lautstärke. Steckt das Handy

in einer dunklen Hosentasche oder einem Rucksack,

dann klingelt es automatisch lauter.

Nimmt man es während des Klingelns aus der

Tasche, reduziert IntelliRing automatisch wieder

die Lautstärke des Geräts.

Manche Hersteller liefern eine ähnliche Funktion

bereits in ihrer eigenen Firmware aus. Bei

HTCs Sense- oder Samsungs TouchWiz-Oberfläche

finden Sie die Einstellungen

für die automatische Klingelton-Anpassung

in den Optionen.

Wessen Handy die

Funktion noch nicht kennt,

der kann sie jetzt mit Intelli-

Ring kostengünstig nachrüsten.

Die App bietet sogar ein

kleines bisschen mehr, als die

Entwickler der Handy-Firmwares

in Petto haben.

Liegt das Handy auf dem

Tisch im Büro, dann springt

während des Anrufs das Mikrofon

an. Ist es im Raum

schön leise, dann klingelt das

Handy auf der untersten

Stufe. Liegt es zuhause auf

dem Tisch – während man im

Zimmer laut Musik läuft –

dann dreht IntelliRing auch

44

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

IntelliRing

wieder automatisch die Lautstärke

hoch. Das Handy klingelt

also nie zu laut oder zu leise.

Eine Kalibrierung sorgt dafür,

dass die App auf jedem Smartphone

funktioniert.

Sind Sie im Kino oder bei

einem extrem wichtigen Treffen

und möchten die nächsten zwei,

drei Stunden nicht gestört werden,

dann aktivieren Sie den Silent

Timer der App. Er unterdrückt

sämtliche Signaltöne bis

zum Ablauf der Uhr. Sie haben

so Ruhe vor Anrufen oder Erinnerungen,

verpassen aber nach

Ablauf der Frist keine Anrufe nur

weil Sie vergessen haben, die

Laufstärke wieder zu erhöhen.

In einem Meeting haben Sie

aber auch die Möglichkeit das

Handy einfach mit dem Display nach unten auf

den Tisch zu legen. Ein Anruf erzeugt dann nur

noch einen kurzen unauflälligen

Beep. Peinliche Momente,

in denen das Handy

laut während eines Meetings

klingelt, sind mit IntelliRing

von daher Geschichte.

Achten Sie nur

darauf, Ihr Handy auch

richtig herum abzulegen.

IntelliRing sollte den

Stromverbrauch Ihres Handys

nicht gravierend beeinflussen,

die Software wird

erst bei einem eingehenden

Anruf aktiv. So lange das

Handy nicht klingelt, schlafen

sämtliche Sensoren. Zusätzliche

Energie wird nicht

verbraten. IntelliRing können

Sie in einer Free-Version

30 Tage lang testen,

danach stellt die App ihre Funktion ein und Sie

müssen die Vollversion [LINK 2] erstehen. ● ● ●

Abb. 3: Der Silent-Mode-Timer

unterdrückt für den eingestellten

Zeitraum jegliches Klingeln.

Alle Links

>

android- user.de/qr/28818

OnLine

Neu!

Das Portal für Android-

Fans, Smartphone-und

Tablet Nutzer

+ Tests aktueller Tablets

und Smartphones

+ Informationen zu Apps

und Systemtools

+ App-Neuheiten

+ Rubrik für Power-User

+ Workshops

+ Tipps & Tricks

+ und vieles mehr!

www.android-user.de


App-Tipps

Preisvergleich-Apps

slena, 123RF

Alle Links

>

Preisvergleich

android- user.de/qr/28611

Im Produkt-Dschungel sind funktional aufgebaute Preisvergleichs-Apps eine nützliche

Hilfe. Wir haben sieben Kaufberater kurz getestet. Arnold Zimprich

Idealo Preisvergleich

Idealo ist einer der Platzhirsche

auf dem Preisvergleichs-Markt –

und gibt sich auch bei der Gestaltung

seiner App keinerlei Blöße. Allein

schon die grafische Gestaltung wirkt sehr

aufgeräumt und ansprechend. Der Einstieg

in die Produktsuche gerät mit der

App zum Vergnügen, denn schon auf

dem Startbildschirm präsentiert die

Idealo-Redaktion Kaufempfehlungen

für besonders günstige Produkte.

Neben der Angebotsdarstellung

auf dem

Startbildschirm verfügt

die App über

einen Preiswecker,

der den Nutzer darauf

hinweist, wenn der

Wunschpreis für das

gesuchte Produkt erreicht

wird, auch an

eine Artikel-Merkfunktion

haben die

Entwickler gedacht.

Zu jedem recherchierten

Produkt bekommt

der potenzielle Kunde

Tests, ein Datenblatt

und den Preisverlauf

präsentiert,

zudem werden

dem Suchartikel

ähnliche Produkte

angezeigt.

Wer möchte, kann

in den Einstellungen

auch Land,

Sprache und die

Sortierung der

Suchergebnisse ändern.

Darüber hinaus kann man die Bildanzeige

in den Suchergebnissen deaktivieren, um

den Datentransfer gering zu halten. Im Gegensatz

zu vielen einfacher gestalteten

Apps kann der Benutzer den Suchverlauf

und die Merkliste auf der Idealo-App löschen.

Grafische Gestaltung, Funktionalität

und Praxistauglichkeit der App machen sie

zur derzeit besten auf dem Markt.

kostenlos

deutsch|Version 2.11|954 KByte

★★★★★

46

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Preisvergleich-Apps

billiger.de – Preisvergleich

Diese App schlägt Suchergebnisse bereits bei

der Suchmasken-Eingabe vor - und erleichtert

die Recherche damit ein wenig. Für Schnäppchenjäger

gibt es zudem die Kategorie "Top-Produkte"

mit besonders günstigen Angeboten. Überzeugt hat uns

die App mit einer sehr umfangreichen Auswahl an Bezugsmöglichkeiten.

Im Falle einer Waschmaschine

waren es ganze 20 Händler, die uns die App anzeigte.

Einziges Manko: Die billiger.de-Anwendung unterstützt

kein Querformat auf großen Bildschirmen, auch fällt

die Anzeige auf Tablets etwas pixelig aus.

kostenlos

deutsch|Version 2.0|954 KByte

★★★★★

Preis.de Preisvergleich

Anstatt den Nutzer mit einem

Überangebot zu überfordern, gibt

es auf dem Startbildschirm dieser

Anwendung nur die Wahl zwischen Scannen

und Suchen. Die Entwickler haben den

Schwerpunkt der App auf eine übersichtliche

Darstellung der Suchergebnisse gelegt,

zum anderen hat uns die zusätzliche

Anzeige von Produktdetails und Preis-

Charts sehr gut gefallen. Will man sich

einen Artikel für später merken, kann dieser

mit einem einfachen Tipp auf den Stern

einer Merkliste zugefügt werden

Geizhals Preisvergleich

Die Entwickler haben der Geizhals-

App ein sehr aufgeräumtes, aber

auch etwas langweiliges Aussehen

verpasst. Dafür verfügt sie über eine

Spracheingabe und einen eingebauten

Barcode-Scanner. Besonders die Übersichtlichkeit

hebt die App von der Konkurrenz

ab – wer einfach nur schmökern

möchte, kann dies in zehn Kategorien von

A wie Audio/​HIFI bis V wie Video/​Foto/​TV

tun. Möchte man lange Versandwege vermeiden,

kann man in den Einstellungen

nur bestimmte Lieferländer zulassen.

kostenlos

deutsch|Version 1.0.2|935 KByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.3.2|283 KByte

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 47


App-Tipps

Preisvergleich-Apps

itemeo – Preisvergleich Scan

Der Aufbau in die Kategorien Suchfunktion, Merkliste,

Wunschpreis und Bibliothek hat uns gefallen,

in Letztere kann man Produkte einstellen, die bereits

gekauft wurden. Die itemeo-App warnt bei einer erneuten

Suche davor, die Produkte aus Versehen nochmal zu erwerben,

für vergessliche Viel-Käufer eine nützliche Funktion. Wie

bei der Geizhals-App ist auch hier ein gut funktionierender

Barcode-Scanner mit an Bord. Was uns allerdings weniger

imponierte, ist der Befehl: „Log’ Dich bei Facebook ein, um

den vollen Funktionsumfang von itemeo nutzen zu können“.

kostenlos

deutsch|Version 0.98|392 KByte

★★★★★

GeizDroid

Auf unserem Test-Tablet funktionierte

GeizDroid nur im Hochformat.

Ein Blick auf den letzten Update-Termin

enthüllte darüber hinaus, dass

die App schon mehr als drei Jahre seit der

letzten Generalüberholung auf dem Buckel

hat, die pixelige Darstellung auf großen

Bildschirmen bedarf einer Überarbeitung.

Zu einem Totalabsturz führten sämtliche

Versuche, den Barcode-Scanner via App

zum Leben zu erwecken. Um am Ball zu

bleiben, sollten die Macher von Geizkragen.de

jedenfalls weniger geizig mit ihrem

mobilen Ableger umgehen.

eVendi – Preisvergleich

Besonders der Startbildschirm gefällt

mit seiner übersichtlichen

Aufteilung in Kategorie, Merkzettel,

einem Barcodescanner und einer Anzeige

der zuletzt betrachteten Produkte. Im

Test auf einem Android-4.0-Gerät offenbarte

jedoch auch diese App massive Stabilitätsschwächen.

Trotz Neustart stürzte

sie mehrmals bei dem Versuch ab, den Button

„Kategorie“ und „zuletzt geladene Produkte“

zu betätigen. Auch hier entlarvt ein

Blick auf das letzte Update, dass die App

stiefmütterlich behandelt wird und einer

gründlichen Überholung bedarf.

kostenlos

deutsch|Version 1.0|1,1 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.5|227 Kbyte

★★★★★

48

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Dailyme

dmstudio, 123RF

Mit Dailyme zum Programmchef

Smartes

Fernsehen

Unterwegs fernsehen wann immer Sie möchten? Dank Smartphone

ist dies kein Wunschtraum. Doch was tun, wenn keine

Internetverbindung vorhanden ist? Die Lösung lautet Dailyme.

Jasmin Bauer

Apps & Tipps 02/2013 49


App-Tipps

Dailyme

Abb. 1: Mit Dailyme erfahren Sie auch immer wieder die neuesten Android-

Nachrichten über spezielle Sendungen wie androidweekly.de.

Tipp

Laden Sie aktuelle

Sendungen am besten

nachts im WLAN

herunter, während

Ihr Smartphone

oder Tablet an der

Steckdose hängt. So

vermeiden Sie unnötigen

Akkuverbrauch.

Apps wie Zattoo [LINK 1] streamen das

Fernsehprogramm live auf Ihr Androidgerät,

zahlreiche Videos stehen Ihnen

auch beispielsweise auf YouTube [LINK 2] zur

Verfügung. Ärgerlich allerdings, wenn die Wiedergabe

durch schlechtes Netz ruckelt oder die

Internetverbindung komplett abreißt. Wünschen

Sie sich ein mobiles Fernsehprogramm,

das Sie sich selbst zusammenstellen können

und das auch ohne Internet funktioniert? Dann

sollten Sie Dailyme [LINK 3] probieren.

Mit dieser kostenlosen Video- und Podcast-

App abonnieren Sie eine Vielzahl an Serien, Filmen,

Spots und Nachrichten. Neben den Fernsehsendungen

großer TV-Sender wie ARD, ZDF,

Pro Sieben oder Sat Eins, stehen Ihnen unter

anderem auch Radio-Podcasts oder Internetvideos

zur Verfügung. Ganz ohne Internet geht es

natürlich nicht. Mit Dailyme können Sie die

Sendungen aber ganz bequem und ohne Zusatzkosten

im heimischen WLAN-Netz herunterladen

und dann jederzeit offline genießen.

Installation und

Programmauswahl

Beim ersten Start fragt Sie die App, ob Sie

sich bei Dailyme anmelden möchten. Der

Vorteil der Registrierung liegt darin, dass Sie

Ihre Sendungen auf beliebig vielen Geräten

sehen können, ohne dort jede noch einmal

extra einschalten zu müssen. Doch auch

ohne Registration erhalten Sie von Dailyme

das volle Programm.

Podcasts erscheinen abspielbereit auf

der Startseite im Programmfenster. Standardmäßig

befindet sich dort bei der Neuinstallation

bereits eine Vorauswahl der beliebtesten

Sendungen, die Sie nach Belieben behalten oder

deaktivieren. Dailyme kontrolliert bei jedem

Start automatisch, ob neue Videos für Ihr Programm

vorliegen und lädt diese herunter. Um

zu verhindern, dass die App Videos lädt, die Sie

nicht mögen, sollten Sie zuerst Ihr Programm

festlegen.

Markieren Sie dazu Sendungen, die Sie nicht

mehr abonnieren möchten, und nutzen Sie

dann den roten Button. Um eine neue Sendung

hinzuzufügen, öffnen Sie den Katalog über die

Programmliste oder via Menü. Nun stellen Sie

aus den verschiedenen Genres oder Sendern Ihr

Programm selbst zusammen (Abbildung 2).

Derzeit stehen unter anderem Nachrichten,

Spielfilme, beliebte Serien, Sketche, Dokumentationen

und Technikmagazine zur Verfügung.

Auch Sendungen, die normalerweise nur im Internet

zu finden sind, haben den Weg zu Dailyme

gefunden und sorgen mit für das abwechslungsreiche

und vielseitige Angebot. Über

den Button Einschalten fügen Sie Ihrem Programm

weitere Sendungen hinzu.

Möchten Sie Ihre Podcasts abrufen, wählen

Sie die jeweilige Sendung aus und betätigen die

Playtaste. Mit Hilfe des Auswahlmenüs rechts

oben löschen Sie einzelne Sendungen oder teilen

diese auf Facebook mit Ihren Freunden.

Um Ihren Datentarif zu schonen, legen Sie in

den Einstellungen am besten fest, dass die App

Sendungen ausschließlich via WLAN herunterlädt

(Abbildung 4). Ansonsten ist Ihr Datenvolumen

je nach Vertrag möglicherweise recht

schnell aufgebraucht oder – noch schlimmer –

Sie müssen dafür bezahlen. Möchten Sie stets

ein aktuelles Programm haben ohne dafür die

Anwendung öffnen zu müssen, wählen Sie in

den Einstellungen, dass Dailyme neue Sendungen

automatisch im Hintergrund lädt. Können

Sie eine neue Folge überhaupt nicht mehr erwarten,

lassen sich Sendungen auch direkt auf

ihr Gerät streamen.

Abends vor dem Schlafengehen noch auf

dem Smartphone fernsehen ohne zu riskieren,

den Akku über Nacht komplett aufzubrauchen?

Kein Problem. Im Menü| Einstellungen aktivieren

Sie den Sleep Timer. Je nach Einstellung

sehen Sie damit nur die aktuelle Sendung oder

alle Sendungen nacheinander nonstop. Hier be-

50

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Dailyme

Abb. 2: Die Übersichtsseite von

Daily me mit den eingeschalteten

bzw. abonnierten Sendungen.

Abb. 3: Diese Genres und Sender

stehen bei Dailyme für das

Smartphone zur Verfügung.

Abb. 4: In den Einstellungen legen

Sie fest, ob die App Videos nur per

WLAN laden soll.

stimmen Sie zudem, wie viel Speicherplatz Dailyme

verwenden darf. Ist der zugeteilte Speicherplatz

zu voll, löscht Dailyme automatisch

ältere Sendungen. Daher sollten Sie Videos, die

Sie später unbedingt noch sehen möchten, länger

speichern. Dazu klicken Sie auf den Stern

hinter dem Namen der Sendung (Abbildung 5).

Leider fällt auf, dass das

Programmangebot von Dailyme

bei Tablets stark reduziert

ausfällt. Aus lizenzrechtlichen

Gründen sind Sendungen

von Pro Sieben, Sat.1

sowie Kabel Eins mittlerweile

ausschließlich auf dem Smartphone

erhältlich. Dies ist bedauerlich,

da gerade das Videovergnügen

auf einem größeren

Bildschirm natürlich wesentlich

größer ist. Allerdings

versprechen die Entwickler in

Kürze die Bereitstellung neuer

Sendungen auch auf dem Tablet

- es besteht also Hoffnung.

Fazit

Im Gegensatz zu Live-TV-Apps

wie Zattoo können Sie mit Dailyme

Sendungen jederzeit und

Abb. 5: Um Sendungen länger zu

speichern, markieren Sie einfach

den Stern hinter der jeweils

gewünschten Ausgabe.

auch offline anschauen. Das Abspielen der Videos

funktioniert nahezu ruckelfrei. Zudem

merkt sich die App, bis zu welcher Stelle ein

Film bereits abgespielt wurde und löscht außerdem

ältere Sendungen, die nicht mehr von Interesse

sind, automatisch. Ein kleiner Wermutstropfen

ist das eingeschränkte Programmangebot

auf dem Tablet. Wegen

der kleineren Bildschirme ist

es mühsam, über einen längeren

Zeitraum Videos auf dem

Smartphone zu sehen. Derzeit

finden sich noch vorwiegend

deutsche Produktionen bei

Dailyme. Die Entwickler versprechen

jedoch im Play

Store, dass sie daran arbeiten,

auch beliebte US-Serien wie

„How I met your mother“ die

Simpsons und weitere bald

allgemein zur Verfügung zu

stellen. Wenn es soweit ist,

können wir Dailyme allen

Fernseh-Fans ohne Einschränkung

empfehlen. Bis dahin

legen wir die App allen TV-

Fans nur unter Vorbehalt ans

Herz - den Download ist die

App jedoch allemal wert. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28614

Apps & Tipps 02/2013 51


Vlastimil-Šesták, 123RF

Im Test: Die Runtastic-App

Lauf,

Android, lauf!

Ausdauer- und Gelegenheitssportler finden auf Google Play eine beeindruckende

Anzahl von GPS-Trackern, mit denen sie ihre Aktivitäten nach allen möglichen

Gesichtspunkten analysieren können. Eine der derzeit beliebtesten ist Runtastic.

Arnold Zimprich

52


App-Tipps

Runtastic-App für Android

Abb. 1: Sind Sie startbereit?

Gleich kann es losgehen!

Abb. 2: Nach welchen Vorgaben

wollen Sie trainieren?

Abb. 3: Mit der Pro-Version kann

man die Herzfrequenz messen.

Verglichen mit den Möglichkeiten, die

Android heutzutage bietet, war die Trainingsplanung

und das Auswerten der

eigenen sportlichen Aktivitäten vor dem Smartphone-Zeitalter

eine mühsame Angelegenheit.

Stoppuhr, Stift und Zettel erfüllen zwar nach

wie vor ihren Zweck, deutlich mehr Spaß

macht die Analyse jedoch mit Apps wie Runtastic

– egal, ob Sie nun auf dem Rad sitzen, sich

die Laufschuhe geschnürt haben oder auf Langlaufskiern

unterwegs sind.

Abb. 4: Zwischenzeiten: Welche

war die schnellste Runde?

Los geht’s!

Für Freizeitsportler bietet Runtastic

in der kostenlosen Version

[LINK 1] schon viele grundlegende

Funktionen an, die

für eine vernünftige Trainingsplanung

und ‐beobachtung

ausreichen. Wir empfehlen

daher, sich zunächst die Gratis-Variante

herunterzuladen,

bevor man für die Pro-Version

[LINK 2] 4,99 Euro ausgibt. Voraussetzung

für die Aufzeichnung

ist, dass der Handy-interne

GPS-Empfänger aktiviert

ist – denn ohne GPS ist die

App schlicht nicht zu gebrauchen.

Erscheint das GPS-Symbol

in der geöffneten App am rechten oberen

Bildschirmrand in Gelb oder Grün, dann kann

es losgehen. Ein fünfsekündiger Countdown,

der sich auch auf 15- oder 30 Sekunden ausweiten

lässt, läuft ab, und schon fällt der Startschuss:

Die App beginnt mit der Aufzeichnung.

Wo fange ich an?

Laien könnten sich vom Angebot auf der Runtastic-App

schnell überfordert fühlen – doch

nicht verzagen, denn hat man

die Anwendung einmal den

eigenen Vorlieben angepasst,

kann nicht mehr viel schiefgehen.

Schon die Grundeinstellung

der Anwendung reicht

völlig aus, um erste Erfahrungen

mit dem Tracker zu sammeln.

Will man etwas mehr

Individualität, lassen sich die

auf dem Startbildschirm dargestellten

Angaben leicht verändern.

Dazu genügt ein Klick

auf den Einstellungs-Button in

der Mitte des Bildschirms, und

schon kann man zwischen

Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit,

aktuellem

Pace, durchschnittliche

Pace, verbrannten Kalorien,

Apps & Tipps 02/2013 53


App-Tipps

Runtastic-App für Android

Abb. 5: Umfangreiche Trainings-

Auswertung: wie weit, wie lange,

wie schnell, wie hoch?

Abb. 6: Der eigenen Route folgen:

Die Kartenansicht via Google

Maps ist überaus informativ.

Abb. 7: In den Einstellungen kann

man den Sprachcoach den eigenen

Vorlieben anpassen.

Aufwärts- und Abwärtshöhenmetern, aktueller

Seehöhe und Uhrzeit auswählen. Dauer und Distanz

des Trainings zeigt die App zuverlässig im

oberen Bereich des Displays an.

Zwei Versionen

Wie bereits erwähnt, gibt es die Runtastic-App

in zwei Versionen im Google Play Store. Liefert

die Gratisversion noch ausreichend Datenmaterial

für die Auswertung des kleinen Laufs zwischendurch,

werden ambitioniertere Sportler,

die ein konkretes Trainingsziel vor Augen oder

einen Wettbewerb eingeplant haben, schnell die

Pro-Version herunterladen und installieren wollen.

Diese knapp 5 Euro teure Luxusausgabe

der App bietet ambitionierteren Freizeit- und

angehenden Profi-Sportlern viele inte ressante

Zusatz-Features.

Da wäre zunächst der Sprachcoach zu nennen,

der einem auf Deutsch in einstellbaren Abständen

während des laufenden Trainings die

aktuellen Trainingsdaten, wie zum Beispiel die

Durchschnittsgeschwindigkeit, verbal mitteilt.

In den Einstellungen können Sie exakt festlegen,

welche Informationen übermittelt werden

sollen. Auch die Lautstärke lässt sich hier im

Vorhinein einstellen, damit man angesichts des

ungewohnten Live-Kommentators im Hintergrund

nicht auf der Strecke erschrickt.

Trainiert man nach Plan und will nicht ständig

das Handy aus der Tasche angeln, um sich über

den aktuellen Stand der Dinge zu informieren,

ist der Sprachcoach jedenfalls ein absolutes

Muss. Sinnvoll ist zudem die ebenfalls nur in

der Pro-Version eingebaute Wetterleiste am unteren

Bildschirmrand. Neben einem kleinen

und informativen Wetter-Icon informiert sie

über Sonnenauf- und -untergang und zeigt die

aktuelle Temperatur an.

Als zusätzliches Feature stellten die Entwickler

vor Kurzem Runtastic Earth View vor – mit

dieser Funktion lassen sich im Nachhinein direkt

aus der App heraus die zurückgelegten

Strecken via Google Earth betrachten, solange

man die entsprechende App installiert hat

[LINK 3]. Um Runtastic Earth View flüssig ablaufen

zu lassen, sollten Sie jedoch über einen ausreichend

großen Arbeitsspeicher verfügen,

denn sonst gerät das Nachfliegen der eigenen

Route auf dem Smartphone zu einer nervenaufreibenden

Ruckelpartie. Nagelneu ist zudem die

in den Einstellungen aktivierbare Auto-Stop-

Funktion, die die Aufzeichnung bei längeren

Pausen von selbst anhält.

Neben weiteren Zusatzfunktionen in der Pro-

Version möchten wir noch die Möglichkeit hervorheben,

die App mit einem Herzfrequenzmesser

zu koppeln. Runtastic hat selbst ein

54

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Runtastic-App für Android

funktionales Modell mit

Dongle im Programm [LINK 4],

welches sich in unserem Kurztest

bewährt hat. Zum Redaktionsschluss

war es allerdings

noch nicht im Runtastic-Webshop

zu erwerben. Die Runtastic

Pro-App kommuniziert jedoch

auch mit vielen anderen

Pulsgurten, die mit 5,3 kHz

funken, auch unterstützt sie

Modelle von Polar und anderen

Marken, die via Bluetooth

kommunizieren.

Auswertung

Die App wäre kein ernst zu

nehmender Tracker, wenn

man nicht am Ende des Trainings

die eigenen Leistungen

gemütlich am Desktop analysieren

könnte. Hat man den

Stop-Button auf der App gedrückt, können sich

Läufer über ihre Rundenzeiten freuen und Radfahrer

über eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit,

am interessantesten ist jedoch die Kartendarstellung.

Mit dieser lässt sich der eigene

GPS-Track in der Draufsicht inklusive einer

Zwischenzeittabelle betrachten, die man den eigenen

Informationswünschen entsprechend anpassen

kann. Die Pro-Version zeigt zudem die

einzelnen Kilometer mit allen relevanten Daten

in Listenform an. So stellen Sie schnell fest, an

welcher Stelle der Hungerast seinen Anfang

nahm oder wo man beim nächsten Ausritt oder

‐lauf noch ein wenig auf die Tube drücken

könnte – für Sportler, die ihre Rundenzeiten

wirksam verbessern wollen, ist das die vielleicht

wichtigste und informativste Funktion

von Runtastic.

Mit anderen treffen

Doch die Android-Apps sind bei Runtastic nur

ein kleiner Teil des Ökosystems. Wer mag, kann

sich auf der Runtastic-Homepage [LINK 5] ein eigenes

Profil zusammenstellen und die zurückgelegten

Strecken auf übersichtliche Weise archivieren

und wieder aufrufen. Zur übersichtlichen

Kontrolle des Trainingserfolgs ist das sehr

angenehm. In der Community kann man

zudem Freundschaften knüpfen, die eigenen

Abb. 8: In der App lassen sich verschiedene

Sportarten einstellen –

für eine einfachere Auswertung.

Trainingsverläufe mit denen

befreundeter Personen vergleichen

und auf diese Weise mit

der Zeit ein regelrechtes Motivations-Netzwerk

aufbauen.

Wer möchte, wird sogar mit

Trainingsplänen [LINK 6] des

ehemaligen deutschen Lauf-

Profis Dieter Baumann und

mit Tipps zur eigenen Rennvorbereitung

versorgt.

Möchte man richtig Gas

geben, gibt es zudem ab 19,90

Euro im Monat die Runtastic

Gold-Mitgliedschaft [LINK 7].

Diese bietet auf der Homepage

noch umfangreichere Auswertungsmöglichkeiten.

Unter anderem

kann man befreundete

Sportler während ihres Trainings

anfeuern und noch detailliertere

Trainingspläne abrufen.

Zudem liefert sie wöchentliche Leistungsberichte

zur aktuellen Trainingskontrolle.

Fazit

Der Runtastic-Kosmos ist für alle Freizeit- aber

auch Profisportler eine tolle Möglichkeit, die eigenen

sportlichen Tätigkeiten und Fortschritte

zu erfassen. Zwar mag der große Umfang der

verschiedenen Funktionen auf Neulinge unübersichtlich

wirken, Runtastic macht aber

nach ein wenig Eingewöhnung sehr viel Spaß.

Probleme mit dem GPS-Empfang konnten wir

nur ab und an in Häuserschluchten und neben

steilen Felswänden feststellen, allerdings kann

man diese nicht der App zuschreiben, dies ist

eine generelle Schwäche von GPS.

Ein kleines Manko ergibt sich jedoch für

Langstrecken-Freunde mit schwachem Smartphone-Akku,

die auch mal länger als vier Stunden

unterwegs sind: Benutzt man in der Pro-

Version der App auch die Herzfrequenz-Messfunktion,

so ist die Batterie des Smartphones relativ

schnell leer. Man sollte daher alle überflüssigen

Stromfresser vor dem Training ausschalten,

damit das Handy nicht zwei Kilometer vor

dem Ziel den Geist aufgibt. Trotzdem wird Runtastic

alle begeistern, die gerne aktiv sind. Die

App ist ein idealer Motivator und Trainingspartner

für vielerlei sportliche Aktivitäten. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28640

Apps & Tipps 02/2013 55


App-Tipps

Video Player

Video-Player

25081972, 123RF

Ein Video-Player muss nur Filme abspielen können, richtig? Was ist aber mit Untertiteln,

exotischen Codecs oder Featuren wie Pop-up-Play? Christoph Langner

Dice Player

Alle Links

>

android- user.de/qr/29059

Android besitzt seit Version 1.5

einen Medien-Player, der auch Videos

abspielen kann. Dennoch

tummeln sich im Play Store zahlreiche alternative

Videoplayer. Auch wenn es auf

den ersten Blick nicht ersichtlich ist, diese

Player haben sehr wohl eine Daseinsberechtigung,

denn der eingebaute Player

spielt lediglich mit H.263, H.264 AVC,

MPEG-4 SP und seit Android 4.0 auch mit

VP8 codierte Videos ab.

Der DicePlayer spielt dagegen so gut wie

jedes Format ab, das Sie ihm vorwerfen.

Unterstützt die GPU Ihres Androiden das

Abspielen des jeweiligen Formats mit

Hardwarebeschleunigung, dann überlässt

der DicePlayer das aufwändige Berechnen

des Bildes der Hardware. Dadurch verlängert

sich die Akkulaufzeit beim Abspielen

von Videos und auch hochauflösende Videos

sollte DicePlayer ruckelfrei abspielen.

Neben Filmen in zahlreichen Formaten unterstützt

der DicePlayer auch Untertitel-Dateien

in alle gängigen Varianten. Im falschen

Bildformat codierte Filme rückt der

Player bei Bedarf zurecht. Und falls

Sie einen Film mal einfach nur nebenbei

schauen möchte, Pop-Up-

Play verschiebt den Film in ein kleines

Widget, das sich frei auf dem

Display platzieren lässt.

kostenlos

englisch|Version 2.0.21|5,6 MByte

★★★★★

56

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Video Player

VLC for Android

Der VLC Media Player ist auf dem großen Desktop-

PC oder Notebook ein guter alter Bekannter. Der

Player bringt von Haus aus alle Multimedia-

Codecs mit und spielt sämtliche Formate klaglos ab. Eine

ähnliche Popularität möchte VLC auch auf dem Smartphone

erreichen. VLC spielt auch unter Android praktisch

jedes Videoformat ab, allerdings fehlen dem Player noch

Features wie die Unterstützung von Untertiteln. Dafür

streamt Sie zuverlässig Videos aus dem Netz und bietet

sich bei vielen Links aus dem Netz als Standardplayer an.

kostenlos

deutsch|variiert|variiert

★★★★★

MX Video Player

Im Test überzeugt der MX Video

Player, er spielt sämtliche gängigen

Formate ab und stolperte

auch nicht über eingebettete oder externe

Untertitel. Praktisch ist auch die Pinch-to-

Zoom Geste zum Vergrößern eines Films.

Gut ist auch, dass der Player die Position

im Film speichert, so können Sie das Video

nach einer Unterbrechung sofort wieder

weiter ansehen, ohne vor lauter Suchen

den Verlauf des Films vergessen zu haben.

Die Gratisversion wird durch Werbung finanziert,

möchten Sie die störende Reklame

loswerden, dann müssen Sie zur

kostenpflichtigen Pro-Version greifen, die

sich in unseren Tests durchaus bewährt

hat. Diese ist aber nicht ganz billig.

RockPlayer 2

In der zweiten Version des Rock-

Players wurde die Oberfläche der

App kräftig überarbeitet. Geblieben

ist ein Player, der weiterhin mit so gut

wie jedem Format zurecht kommt, auch

Untertitel im SRT-Format werden inzwischen

unterstützt. Was RockPlayer von der

Konkurrenz abhebt, ist ein integrierter

UPnP-Client und die Fähigkeit, Videos zwischen

weiteren Geräten mit RockPlayer zu

teilen. Der Player wird weiterhin durch

Werbung finanziert, per In-App-Kauf kann

auf die Vollversion aktualisiert werden. Im

Test hat uns die Konkurrenz ein wenig besser

gefallen, besonders die Benutzeroberfläche

hätte bei der Neuauflage des Rock-

Player ein wenig schöner ausfallen können.

4,40 Euro

deutsch|Version 1.7.13|6,6 MByte

★★★★★

3,99 Euro

deutsch|Version 2.2.2|11 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 57


App-Tipps

Video Player

mVideoPlayer

Im Gegensatz zu den meisten hier vorgestellten Playern

verzichtet der mVideoPlayer auf Software-

Codecs. Dadurch kann er zwar nicht alle Formate abspielen,

was er abspielt, ist aber ruckelfrei. Die Übersicht über

die vorhandenen Videos ist dank der Vorschau sehr gut gestaltet,

die App lässt Sie sogar passende Filmcover aus dem

Internet laden. Toll ist auch die Möglichkeit, zum Video passende

Untertitel direkt aus der App von OpenSubtitles.org herunterzuladen.

Bei Gefallen können Sie die Vollversion im

Play Store kaufen - sonst wird Werbung angezeigt.

2,99 Euro

englisch|variiert|variiert

★★★★★

MoboPlayer

Wer einen etwas anderen Player

sucht, der ist beim MoboPlayer

[10] bestens aufgehoben. Der

Player bietet neben einer äußerst hübsch

gestalteten Oberfläche, die eine oder andere

Funktion, die man bei anderen Playern

nicht finden kann. Clever ist zum Beispiel

die Möglichkeit den Touchscreen über

die Menü-Taste während der Wiedergabe

eines Films zu sperren. So verhindert der

MoboPlayer effektiv, dass man aus Versehen

im Video scrollt. Toll gemacht ist auch

der vom Mac bekannte Cover-Flow-Effekt

bei der Ansicht der Videos. Natürlich darf

auch nicht unerwähnt bleiben, dass der

Player Videos per Software decodieren und

auch mit Untertiteln umgehen kann.

Real Player Beta

Der RealPlayer macht auf dem

Smartphone optisch einiges her,

die Menüs und Icons sind hübsch

gestaltet und passen sich sehr gut in das

Design von Android ein. Der Player kann

auch deutlich mehr als einfach nur Videos

abzuspielen, er organisiert zudem ihre

Musik und Bilder. Wenn es aber darum

geht nicht von der Hardware unterstützte

Videos per Software zu decodieren, Untertitel

anzuzeigen oder andere Tonspuren

auszuwählen, dann scheitert der Real

Player jedoch. Wer seine Videos für das

Smartphone sowieso aufbereitet, der wird

an dem Real Player seine Freude haben,

doch wer jedes Format abspielen möchte,

der sollte zu einem anderen Player greifen.

kostenlos

englisch|Version 1.3.265|5,7 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|variiert|variiert

★★★★★

58

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Audioplayer-Apps

Audio-Player

Welche Audioplayer richtig gut sind und welche Alternativen es zum Standard-

Player gibt, lesen Sie in diesem Artikel. Marcel Hilzinger, Christoph Langner

Poweramp

Sie suchen den ultimativen Audio-

Player für Android? Dann kommen

Sie an Poweramp nicht vorbei. Die

App verfügt nicht nur über umfangreiche

Klangeinstellungen und einen 10-Band-

Equalizer, sondern unterstützt auch von

Haus aus am meisten Formate. Darunter

neben dem verlustfreien Flac auch einige

Exoten wie Monkey’s Audio (.ape) oder

True Audio (.tta).

Poweramp richtet sich in erster Linie an

Smartphone-Nutzer, die Musik wirklich

gerne und auch oft hören. Das merken Sie

spätestens dann, wenn Sie einen Live-Mitschnitt

genießen und sich über das Gapless-Playback

freuen oder wenn Sie erstaunt

feststellen, dass der Player auch

komplette Alben als CUE-Datei meistert.

Metainformationen aus FLAC-Dateien liest

Poweramp ebensogut aus, wie aus MP3-

oder Ogg-Vorbis Dateien. Auch das Überblenden

von Song A

zu Song B unterstützt die App, die Feature-

Liste und die Einstellungsmöglichkeiten

sind enorm umfangreich. Songtexte holt

sich der Player via MusiXmatch oder direkt

aus den Lyrics-Tags. Auch eine Cover-Verwaltung

haben die Entwickler von Max MP

dem Player spendiert, und Tags lassen sich

direkt aus dem Player heraus bearbeiten.

Das beste an Poweramp ist aber die Sound-

Ausgabe: Hier kommen die meisten anderen

Player im Market nicht annähernd an

die Qualität von Poweramp heran, ja selbst

im direkten Vergleich mit dem Beats-Audio-

Support von HTC Sensation XE und XL

würden wir Poweramp den Vorzug vor dem

integrierten Player geben.

2,99 Euro

deutsch|Version 2.0.8|5,1 MByte

★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/28820

David Sandonato, 123RF

Apps & Tipps 02/2013

59


App-Tipps

Audioplayer-Apps

TuneWiki

TuneWiki fällt bei dieser Auflistung etwas aus der Reihe,

da die App nicht nur als einfacher Audioplayer arbeitet

sondern via SongBox sehr viele Social-Networking-Funktionen

integriert, etliche Internetradios zur Auswahl anbietet und

Songtexte anzeigt. Auf einer Karte sehen Sie zudem, was die

Leute um Sie herum gerade so hören. Der Player selbst ist recht

schlicht gehalten und kommt im Stil des iPod mit einer Navigation

nach Interpret, Album und Titel daher. Die Gratisversion ist werbefinanziert,

möchten Sie die Reklame loswerden, dann kostet Tune-

Wiki 2,29 Euro - für das Gebotene ein fairer Preis.

2,29 Euro

deutsch|Version 2.0.8|5,1 MByte

★★★★★

WinAmp

Wer kennt ihn nicht, den legendären

und altgedienten MP3-

Player für Windows – WinAmp!

Wenn Sie die Software unter Windows nutzen,

dann lohnt sich auch ein Blick auf die

Android-Anwendung, sonst erfüllt Win-

Amp eigentlich nur das Pflicht-Programm

und sieht auch nicht besonders gut aus.

Den Equalizer gibt es zudem nur im kostenpflichtigen

Pro-Bundle, ebenso den Lyrics-

Download. Für die eingebundenen Gratis-

Musikdienste, das Widget und die Download-Möglichkeit

geben wir aber trotzdem

die volle Punktzahl.

Jukefox

Ein Player, der bereits beim ersten

Start darauf hinweist, dass eventuell

alles ein bisschen langsamer

wird, wirkt nicht sehr vertrauenserweckend.

Doch es lohnt sich, Jukefox die paar

Sekunden oder bei mehreren hundert

Alben die paar Minuten zu gönnen, um die

eigene Musiksammlung zu analysieren.

Anschließend bekommen Sie einen Player,

der neben einer Tag-Cloud und einer Raster-Ansicht

wie beim Mufin Player auch direkt

zu den passenden Videos auf YouTube

führt. Und das alles völlig gratis und ohne

störende Werbung!

kostenlos

deutsch|Version 1.4.10|6,8 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 0.97193|2,5 MByte

★★★★★

60

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Audioplayer-Apps

Apollo

Apollo wurde im Rahmen der CyanogenMod-Firmware

entwickelt. Dort ist der Player als Open-Source-Programm

fester Bestandteil des ROMs. Eine im Funktionsumfang

erweiterte Version des Players findet sich eigentlich im

Play Store, doch aufgrund rechtlicher Probleme durch die Einbindung

von Songtexten aus den Beständen von musiXmatch

musste die App wieder entfernt werden. Damit Sie Apollo ohne

CyanogenMod testen können, haben wir die aktuelle Version aus

dem ROM extrahiert und für Sie zum Download hochgeladen

(Siehe Links im Artikel-QR-Code!).

kostenlos

deutsch|variiert|variiert

★★★★★

PlayerPro

Sie suchen einen Rundum-Sorglos-Player,

der nicht nur gut aussieht,

sondern auch mit größeren

Sammlungen klarkommt, dann ist Player

Pro genau das Richtige. Die App bringt

eine umfangreiche Cover-Verwaltung mit,

lässt sich mit Gesten einfach bedienen und

überzeugt durch einen sehr guten Klang.

Zahlreiche Erweiterungen und Skins finden

Sie im Android Market. Player Pro gehört

ganz klar zu den besten Audioplayern im

Android Market, testen Sie auch den Einschlaf-Timer

in den Einstellungen! Die

Trial-Version endet nach 7 Tagen.

Select! Music Player

Der Select! Music Player richtet

sich exklusiv an die Besitzer von

Android-Tablets, auf Smartphones

läuft der Player nicht. Den gebotenen

Platz nutzt Select! um Cover-Arts großzügig

anzuzeigen und die Playliste wie auch

die Musiksammlung auf einen Screen darstellen

zu können. Dadurch können Sie

Alben oder einzelne Tracks via Drag&Drop

direkt in die Playliste ziehen und diese dort

umgehend neu sortieren. In unserem Test

kam der Select! Music Player selbst mit

sehr großen Musiksammlungen gut zurecht.

Select! Music Player ist für unsere

Begriffe momentan einer der besten, wenn

nicht der beste Musik-Player für Tablets, für

den Dienst gibt es die volle Punktzahl.

3,95 Euro

deutsch|Version 2.6.2|4,7 MByte

★★★★★

1,99 Euro

englisch|Version 1.05|3,1 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 61


App-Tipps

Lernen mit Android

Schoolphone

Artisticco-LLC., 123RF

Smartphones haben in der Schule nichts zu suchen? Falsch! Mit den richtigen

Apps sind Android-Phones wahre Lern- und Arbeitserleichterungen. Jasmin Bauer

Im Google Play Store gibt es eine Vielzahl

von Programmen, die Schülern und Studenten

dabei helfen sollen, den Lernalltag zu

organisieren, ihr Wissen spielerisch zu vertiefen

oder den Lernstoff abzufragen.

School Helper

Spät dran und die Tasche noch nicht

gepackt? Für solche Fälle gibt es die

kostenlose App "School Helper"

[LINK 1], den Stundenplan fürs Handy.

Damit die Anwendung zuverlässig funktioniert,

sollten Nutzer vor dem Eintragen des

Stundenplans die entsprechenden Einstellungen

zum Wochenverlauf, zur Dauer der Unterrichtsstunden

oder zum Notensystem im Menü angeben

und anschließend im Menü des Bereichs

Stundenplan neue Stunden und wichtige Zusatzinformationen

wie Zeit, Lehrer oder Klassenraum

einstellen. Das Programm gleicht diese

Inhalte automatisch mit den allgemeinen Einstellungen

ab und rechnet beispielsweise aus,

wann eine entsprechende Stunde wieder zu

Ende ist. Hausaufgaben lassen sich nach Termin

und Priorität sortieren, zudem rechnet die

App den Notenschnitt aus und besitzt eine eigene

Notizfunktion. Damit auf den ersten Blick

alles parat steht, gibt es zudem eine Handvoll

Widgets (Abbildung 2).

Hausaufgaben

Ebenso nützlich ist die App "Hausaufgaben"

[LINK 2], die kostenlos bei

Google Play zur Verfügung steht.

Wie bei School Helper können Schüler hier

ihre Hausaufgaben, Stundenpläne und Termine

eintragen. Auf Wunsch schaltet die App das

Handy bei Unterricht immer automatisch auf

lautlos. Setzen Sie in den Einstellungen einfach

das entsprechende Häkchen, und es ist Ruhe.

Das Setup ist insgesamt etwas aufwendiger als

bei School Helper. Allerdings lohnt sich die Arbeit,

da man die Anzeige stärker individuell anpassen

kann, indem sich Unterrichtsfächer farblich

hervorheben lassen. Vor dem Einrichten

der App müssen die Nutzer im Menü zunächst

62

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Lernen mit Android

Abb. 1: Das Hauptmenü von

"School Helper" im schönen

Schiefertafel-Design.

Abb. 2: Widgets mit den Aufgaben

und dem Stundenplan

machen School Helper praktisch.

Abb. 3: Die App "Hausaufgaben"

bietet auch Notenlisten, Stundenplan

und Terminübersichten.

alle Fächer und die Uhrzeiten Beginn und Ende

jeder Stunde angeben. Angeblich ist die Anwendung

auch für Lehrer geeignet, was jedoch nur

bedingt gilt.

Feiertage + Schulferien gratis

Für alle, die sich schon auf die nächsten

Ferien oder freien Tage freuen,

gibt es die App "Feiertage" [LINK 3].

Hier sind alle freien Tage nach Bundesländern

unterteilt übersichtlich zusammengestellt.

Leo Wörterbuch

Im Englischunterricht steht ein neuer

Text an, und einige der Vokabeln sind

unbekannt? Kein Problem, dafür gibt

es das kostenlose Smartphone-Wörterbuch Leo

[LINK 4], welches neben Englisch noch weitere

Abb. 4: Hausaufgaben rechnet

automatisch den aktuellen

Schnitt aus.

Abb. 5: Mit der App "Feiertage"

vergessen Sie nie mehr die Ferien

oder Feiertage.

Abb. 6: Das Online-Wörterbuch

von Leo benötigt auch als Android-App

Internetzugriff.

Apps & Tipps 02/2013 63


App-Tipps

Lernen mit Android

Abb. 7: Bei Offline Wörterbücher

müssen Sie nach to write suchen.

Bei write gibt es keinen Treffer.

Sprachen wie Französisch, Spanisch und sogar

Chinesisch im Angebot hat. Leo besitzt neben

der Nachschlagefunktion noch ein Forum zum

Sprachenlernen und Sprachaustausch, sowie

einen Vokabeltrainer. Die App gleicht das angegebene

Wort mit allen Einträgen des Online-

Wörterbuches ab und präsentiert die Suchergebnisse

nach kurzer Zeit. Besitzt ein Wort mehrere

Bedeutungen, fällt das Ergebnis entsprechend

umfangreich aus.

Offline Wörterbücher

Wer keinen Internetzugang hat kann

sich die App "Offline Wörterbücher"

[LINK 5] installieren und die jeweiligen

Sprachpakete herunterladen. Der Wortumfang

Abb. 8: Deutsch-Englisch mit der

Vokabeltrainer Box macht Spaß

und spart Arbeit.

ist auch hier beachtlich, wenn

auch nicht genauso umfangreich

wie bei Leo.

Vokabeltrainer

Box

Wer unterwegs üben

möchte, findet mit

der App Vokabeltrainer

Box [LINK 6] eine komfortable

Lösung. Die App simuliert

einen Karteikasten mit

fünf Stapeln. Die Zeiträume

bis zur Wiederholung legen

Sie variabel fest. Um beim

Eintragen der Wörter Zeit und

Arbeit zu sparen, kann die

App via Internet Wörter

selbstständig übersetzen. Für

1,55 Euro gibt es auch eine

Vollversion ohne Reklame.

Englisch lernen mit Rätseln

Spielerisches Lernen verspricht die

Anwendung "Englisch lernen mit Rätseln"

[LINK 7]. Die App beinhaltet eine

Sammlung an Kreuzworträtseln zum englischen

Wortschatz. Nur die ersten fünf Rätsel sind kostenlos.

Wer weiter spielen und lernen möchte,

muss pro Set mit 250 Rätseln 1,39 Euro zahlen.

Merck Periodensystem

Wie viele Protonen besitzt ein Chlor-

Atom ? Auch im naturwissenschaftlichen

Bereich kann ein Android-

Smartphone nützlich sein. Die App "Merck Periodensystem"

[LINK 8] ist weitaus mehr als ein

Abb. 9: Englisch lernen mit Rätseln. Bei schwierigen Rätseln kann

die Anwendung die Lösung komplett verraten.

Abb. 10: Das "Merck Periodensystem" beinhaltet zahlreiche Zusatzinformationen

zu den chemischen Elementen.

64

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Lernen mit Android

Abb. 11 Das Bild zeigt nur eine

Übersicht über einige Features

der App "AK Minilabor 11".

Abb. 12: "Mathe Experte" rechnet

das Volumen des Würfels mit der

Seitenlänge 5 m aus.

Abb. 13: Europa-Quiz: Gesucht

wird die Stadt Würzburg in

Deutschland.

simples Periodensystem und bringt ausführliche

Informationen zu jedem Element und eine

übersichtliche Darstellung über die einzelnen

Abkürzungen mit. Nach Bedarf sortiert sie alle

Elemente anhand ihrer Eigenschaften.

AK Minilabor 11

Dass Lernen auch Spaß machen

kann, beweist "AK Minilabor 11"

[LINK 9]. Wählen Sie zwischen Lernen

mit Spaß und Übungen oder Spicken und Nachschlagen,

und spielen Sie Hangman, Quizspiele

oder mit dem Titrationstrainer. Der Nachschlagebereich

besteht aus dem Periodensystem,

einer Stoff-Übersicht, einer Chemikalien-Datenbank

sowie verschiedenen Rechnern.

Mathematik

Im Geometrieunterricht ist

etwas das Volumen eines

Würfels auszurechnen. Wer

vergessen hat, wie das funktioniert, hat möglicherweise

eine Anwendung wie die "Formelsammlung

Mathematik" [LINK 10] zur Verfügung.

Dieses umfangreiche Nachschlagewerk beinhaltet

Formeln für verschiedene Bereiche in der

Mathematik. Leider fällt die App nicht nur

durch ihre umfangreiche Formelsammlung,

sondern auch durch aufdringliche Push-Werbung

und bedenkliche Berechtigungen auf, die

sich allein durch den Kauf der Pro-Version für

99 Cent abschalten und umgehen lassen.

Stößt man auf eine Formel, mit der man

nichts anfangen kann, sollte man die App

"Mathe Experte" [LINK 11] zu Rate ziehen. Zusätzlich

zur Formel beinhaltet diese Anwendung

noch einen Rechner für alle Berechnungen,

nicht nur für Mathematik, sondern auch

für Elektrotechnik, Physik oder allgemeine Umrechnungen.

Für 2,49 Euro erhält man die werbefreie

Pro-Version, die zusätzlich noch Vektorberechnung

und Rechnungen mit komplexen

Zahlen beinhaltet.

Geografie

Erdkundeunterricht ist für viele Schüler

eine Qual, da sie viele Länder und

Hauptstädte lernen müssen und dazu

noch die geografische Lage kennen sollten,

wenn sie den Leher begeistern wollen. Doch

auch das kann Spaß machen, wenn man statt

trockener Kartenarbeit geografische Spiele auf

dem Smartphone zur Hand hat. "Europa Quiz"

[LINK 12] vereinigt Faktenwissen und Ortswissen

über Europa. Bei dem Ratespiel geht es darum,

Städte oder Sehenswürdigkeiten zu finden und

diese in der Europakarte geographisch zuzuornden.

Die Art der Fragen lässt sich in den Einstellungen

auswählen. Hat man sich geirrt, erfährt

man direkt im Anschluss die Lösung. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28612

Apps & Tipps 02/2013 65


App-Tipps

TV-Apps

Die besten

TV Apps

Alle Links

>

android- user.de/qr/28601

Smartphones und Tablets sind die idealen Begleiter für das heimische TV-Vergnügen.

Wir stellen sieben Apps für den perfekten Fernseh abend vor. Marcel Hilzinger

TV Spielfilm HD

Es gibt viele TV-Programmzeitschriften

bei Google Play, aber

keine ist so gut gemacht wie TV-

Spielfilm. Auf Tablets kommt die App nicht

nur viel besser zur Geltung, sondern sie bietet

auch mehr Funktionen als die Smartphone-Variante.

So erhalten Sie je nach Displaygröße

eine bequeme Übersicht über

das komplette Programm, und einzelne

Sender lassen sich separat scrollen. Oben

rechts lässt sich die Dreispalten-Ansicht in

eine Ansicht mit dem Programm zur linken

Seite und den Details zur rechten ändern.

Hier mangelt es aber bei einigen

Filmen an einer ausführlichen Beschreibung.

Ein Klick auf Tipps

bringt eine schön bebilderte Übersicht

von Empfehlungen der TV-

Spielfilm-Redaktion. Hier gibt es

zu jedem Film eine kurze Inhaltsangabe und

zusätzliche Infos. Leider fehlt der App eine

Watchlist, um Favoriten zu markieren oder

über bevorstehende Sendungen informiert

zu werden. Auch fallen die Infos nicht

immer gleich umfangreich aus. Dennoch ist

TV Spielfilm HD mit dem Gebotenen die

beste TV-Zeitschrift für Android auf Tablets.

kostenlos

deutsch|Version 1.1|1,2 MByte

★★★★★

66

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

TV-Apps

LocalTV

Keine Registrierung, kein Abo – einfach fernsehen:

Das ist die Devise von LocalTV. Die App hat

sich auf den Empfang von Lokalsendern spezialisiert

und liefert ein sehr breites Spektrum aus der

Schweiz, aus Österreich und Deutschland. Dabei bedient

sich LocalTV jeweils des passenden Flash-Streams, sodass

der Flash-Player eine zentrale Voraussetzung ist. Für

Lokalpatrioten im Ausland ist die App ein wahres Goldstück,

auch wenn nicht immer alle Angebote funktionieren.

Optisch ist LocalTV leider kein Leckerbissen.

kostenlos

deutsch|Version 1.2.0|1,4 MByte

★★★★★

TV Guide Tiviko

Wie man eine wirklich gute TV-

Zeitschriften-App programmiert,

zeigt das tschechische Entwicklerteam

von Tiviko. Nach dem Start wählen

Sie aus, welche Sender Sie gerne sehen

möchten und anschließend bekommen Sie

neun Favoriten zu sehen. Im Unterschied

zu TV Spielfilm erhalten Sie hier sehr viele

Informationen zu den Sendungen und es

gibt einen Timer und eine Favoriten-Funktion.

Für Smartphones ist Tiviko klar die

beste App, die bei Google Play zu haben

ist. Für 2,39 Euro gibt es auch eine Pro-Version

ohne Reklame und mit Widget.

Zattoo

Via Internet kann man auch ganz

ohne Fernseher fernsehen. Unter

Android gibt es dazu mehrere

Apps, die am weitesten verbreitete ist Zattoo

aus der Schweiz. Ohne Login kann man

drei Programme frei betrachten, mit Account

werden zahlreiche weitere Sender

freigeschaltet. Leider ist die Qualität des

Standard-Streams nicht wirklich berauschend.

Bessere Qualität gibt es nur mit

einem Zattoo-HiQ-Abo, das aber ab 3,75

Euro pro Monat zu Buche schlägt. Ebenfalls

gegen Bezahlung gibt es auch ausländische

Sender aufs Smartphone oder Tablet.

Als Alternative bietet sich die App Virtualsat

an. Das beste TV-Bild erhalten Sie

aber via DVB-T-Adapter.

kostenlos

deutsch|Version 1.89|2,9 MByte

★★★★★

kostenlos (Testversion)

deutsch|Version 1.0.8|2,9 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 67


App-Tipps

TV-Apps

Dailyme TV

Sie möchten TV-Sendungen anschauen, aber nicht

live und nicht per Streaming? Dann ist Dailyme TV

genau die richtige App für Ihre Ansprüche. Der Serienspezialist

lädt einzelne Folgen und Filme aus dem Internet

herunter und speichert die Filme auf Ihrem Tablet oder Smartphone.

Der Download erfolgt auf Wunsch nur per WLAN aber

auch über das Mobilfunknetz. So können Sie das Programm

genießen, wann und wo immer Sie möchten. Auch wenn das

Angebot nicht besonders umfangreich ausfällt, sind bei der

Dailyme TV-Auwsahl sehr viele gute Sendungen dabei.

kostenlos

deutsch|12.07.02|3,6 MByte

★★★★★

Schau hin!

Schau hin! von WE DO Berlin ist

keine reine TV-Anwendung. Die

App richtet sich in erster Linie an

Eltern und hilft dabei, geeignete Programme

für die Kleinsten zu finden. Dazu

gehört neben einem Besuch auf dem Spielplatz

natürlich auch das TV-Programm.

Hier schlägt die App für Kinder geeignete

Sendungen der öffentlich-rechtlichen TV-

Anstalten vor und gibt nützliche Expertentipps

für den Medienkonsum mit Kindern.

Für Eltern mit Kindern im Grund- oder Vorschulalter

ist Schau hin! eine Pflicht-App

und ein guter Begleiter im TV-Dschungel.

Z.App 24

Werbung, Werbung, Werbung.

Wohin man auch zappt, läuft auf

den meisten privaten Kanälen

stets Reklame. Und hat man seine Lieblingsserie

einmal gefunden, dann dauert es

nicht lange, bis wieder die nervige Werbung

läuft. Mit Z.App können Sie sich das

Zappen sparen. Die App informiert Sie zuverlässig

darüber, ob bei den sechs großen

privaten Kanälen gerade Reklame läuft und

informiert auf Wunsch per Push-Nachricht,

wann die Werbung zu Ende ist. So verpassen

Sie keine Minute, und die 1,60 Euro für

die App sind sehr gut investiert.

kostenlos

deutsch|Version 1,4|16 MByte

★★★★★

1,59 Euro

deutsch|Version 1.1.3|871 KByte

★★★★★

68

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

ZDbox

Die Werkzeugsammlung ZDbox

Alles in einer Box

Sie ärgern sich, wenn der Akku zu schnell leer ist oder das Telefon nur langsam

auf Ihre Eingaben reagiert? Genau diese alltäglichen Probleme verspricht das

Tool ZDbox zu lösen. Hans Labod

Smartphones unterhalten uns und helfen

uns, unsere täglichen Aufgaben zu erledigen.

Doch auch das beste Smartphone

ist nicht perfekt. Die ZDbox [LINK 1] bringt deshalb

eine große Anzahl von nützlichen kleinen

Werkzeugen mit, die in den meisten Fällen

dafür sorgen, dass das System schneller, länger

und stabiler läuft. Im Hauptmenü der Gratis-

App finden Sie eine Liste, in der die Tools untereinander

angeordnet sind. Die einzelnen Menüpunkte

sind jeweils mit einem kleinen Symbol

inklusive Titel versehen. Rechts daneben sind

die wichtigsten Infos zu dem jeweiligen Menüpunkt

zu finden. Einige der Menüpunkte bringt

Android auch von Haus aus mit, einige der Hersteller

haben die Funktionen von ZDbox auch

in ihre Systeme integriert. Der große Vorteil der

App besteht jedoch darin, dass sich sämtliche

Tools unter einer einheitlichen, hübsch gestalteten

Oberfläche zeigen.

So heißt der erste Punkt zum Beispiel kurz

und schlicht Akku Info. Er zeigt die verblei-

Nataliia Natykach, 123RF

Apps & Tipps 02/2013 69


App-Tipps

ZDbox

Abb. 1: Das Hauptmenü der

ZDbox ist nach einzelnen Funktionen

unterteilt.

Abb. 2: Ähnlich dem Standardwecker

von Android werden hier

die Ruhezeiten aufgelistet.

Abb. 3: Die Pinabfrage geschützter

Apps gehört zu den besten

Features der App.

bende Batterielaufzeit in Stunden und den Ladezustand

in Prozent an, zudem die Temperatur

in Fahrenheit und Celsius und die seit dem letzten

Neustart vergangene Zeit. Die Hauptfunktion,

die sich hinter diesem Menüpunkt verbirgt,

ist jedoch eine andere. Sie nennt sich

Akku sparen und bietet zahlreiche Möglichkeiten

für schnelle und einfache Stromsparmaßnahmen.

So lässt sich zum Beispiel die Displayhelligkeit

verringern oder die Zeit verkürzen, in

der das Display in den Ruhezustand wechselt.

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, den Flugmodus

zu aktivieren und WLAN, Bluetooth,

das Touch-Feedback und die Synchronisation

auszuschalten.

Datenmonitor und Profile

Eine weitere praktische Funktion der ZDbox ist

der integrierte Datenmonitor, der zwar seit Android

4.0 zum OS gehört, aber noch längst nicht

bei allen Handys vorhanden ist. Damit können

Sie sich den Datenverbrauch innerhalb eines

bestimmten Zeitraumes anzeigen und eine Internetsperre

ab einem bestimmten Volumen

einrichten lassen. Das ist vor allem dann praktisch,

wenn Sie keine Internetflatrate besitzen

und einen gesalzenen Kilobyte-Preis bezahlen

müssen, falls Sie Ihr Internetvolumen aufgebraucht

haben sollten.

Unter dem Menüpunkt Profile legen Sie Ruhephasen

fest. In einer solchen wechselt das

Handy zu einer vorher von Ihnen festgesetzten

Zeit automatisch in den Flugmodus oder stellt

sämtliche Signale auf stumm. Sind Sie soeben

ins Flugzeug eingestiegen? Dann richten Sie

doch einen Countdown ein: Dieser versetzt das

Handy bis zum Ablauf in den Flugmodus oder

den Ruhezustand.

Die ZDbox bietet auch die Möglichkeit, Programme

mit einem Passwort zu schützen. So

können Sie zum Beispiel verhindern, dass Unbefugte

Ihre SMS-Nachrichten lesen. Diese

Sperre lässt sich für jede App auf dem Telefon

festlegen, und das Entsperren geht sehr schnell,

sodass diese Sicherheitsfunktion nicht auf Kosten

der Bequemlichkeit geht. Die Sperre lässt

sich allerdings recht einfach umgehen, indem

man einfach die App ZDbox deinstalliert, aber

darauf muss man ja zuerst kommen.

Apps und System verwalten

Die ZDbox hält auch mehrere Tools zur Programmverwaltung

bereit. Mit dem integrierten

Task-Killer schließen Sie alle Programme auf

einmal, was besonders bei Smartphones mit

wenig Hauptspeicher ein nützliches Feature ist.

Es ist jedoch auch möglich, für einzelne Programme

eine Ausnahmeregelung festzulegen,

70

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

ZDbox

um sie vor dem Abschießen

zu schützen. Weitere Funktionen

helfen, die installierten

Programme auf dem Smartphone

oder Tablet zu ordnen:

Der Uninstaller entfernt Apps,

und der Menüpunkt App auf

SD verschiebt die Progrämmchen

auf die SD-Karte, um so

neuen Speicherplatz auf dem

Telefon zu schaffen. Außergewöhnlich

vorteilhaft dabei:

Die ZDbox beherrscht dabei

die Batch-Verarbeitung. So

können Sie mehrere Programme

mit nur einem Klick

deinstallieren oder aber verschieben.

Der letzte Menüpunkt der

ZDbox ist der Systemreiniger.

Mit diesem Werkzeug löschen

Sie nicht mehr benötigte Daten. Dazu zählt der

Cache der einzelnen Apps. Hier befinden sich

meist Daten, die während der Nutzung eines

Programms gespeichert werden, um beim

nächsten Start schneller dargestellt zu werden

(zum Beispiel Bilder).

Zusatzfunktionen

Ein weiteres tolles Feature der ZDbox ist die Anzeige

in der Statusleiste. Im nicht ausgeklappten

Zustand befindet sich in der oberen linken

Ecke ein kleines Batteriesymbol mit der verbleibenden

Akkuladung in Prozent. Ziehen Sie die

Statusleiste nach unten, ist dort eine Benachrichtigung

zu finden, die die noch verbleibende

Laufzeit des Telefons, die Anzahl der laufenden

Programme und den bereits genutzten Traffic

anzeigt. Ferner wird dargestellt, ob die Funktion

der Programmsperre aktiviert ist. Wenn Sie

diese Benachrichtigung in der Statusleiste anklicken,

gelangen Sie direkt und ohne Umwege in

das Menü der ZDbox.

Die Widgets, die mit der ZDbox installiert

werden, lassen sich frei auf dem Homebildschirm

platzieren. Dabei haben Sie die Wahl

zwischen vier Widgets: Das 4x2, 4x1 und das

1x1 Widget enthalten Schaltflächen, die Sie frei

mit beliebigen Funktionen belegen können. Ein

paar dieser Funktionen sind das An- und Ausschalten

der Stromsparfunktion, das Sperren

Abb. 4: Zur ZDbox gehören auch

jede Menge Widgets.

der automatischen Bildschirmrotation,

das Verändern der

Helligkeit oder das Ein- und

Ausschalten der Datenübertragung

des Gerätes. Über ein

weiteres 4x1 großes Widget

steuern Sie den Task-Killer. Es

wird Ihnen angezeigt, wie

viele Programme im Moment

laufen, wie viel Speicher diese

verbrauchen und wie viel

Speicher noch frei ist. Außerdem

gibt es eine Schaltfläche

mit der Aufschrift KILL ALL.

Wird diese betätigt, werden

alle laufenden Programme geschlossen.

Diese Funktion

kann hilfreich sein, wenn Sie

ein Handy mit wenig Arbeitsspeicher

haben und trotzdem

viele Programme noch im Hintergrund

weiter laufen, die Sie im Moment aber

nicht mehr benötigen. Durch das Schließen

sollte das Handy nun wieder schneller auf Ihre

Eingaben reagieren.

Fazit

Die ZDbox ist eine gelungene Sammlung von

nützlichen Tools. Dabei ist die Oberfläche der

App einfach gestaltet. Die Überschriften der

einzelnen Menüpunkte sind gut lesbar und

durch Symbole erkennbar. Die einzelnen Module

lassen sich sehr leicht bedienen, bei der

ersten Benutzung des Programms bekommen

Sie zudem Hinweise angezeigt, wie Sie welche

Funktion zu verwenden haben. Dies ist praktisch

und ermöglicht ein schnelles Verstehen

der zahlreichen Funktionen.

Als Kritikpunkt darf allerdings nicht unerwähnt

bleiben, dass die ZDbox fast zu viele

Aufgabenfelder abdecken will und dabei nicht

immer das Bestmögliche bietet. So ist es nicht

verwunderlich, dass manche Aufgaben nur

oberflächlich erledigt werden. Wenn Sie zum

Beispiel das Hauptaugenmerk auf die Akkusparfunktion

legen, sollten Sie lieber ein speziell

darauf zugeschnittenes Programm verwenden,

wie zum Beispiel JuiceDefender [LINK 2].

Dennoch ist die ZDbox ein gutes Programm mit

vielen Funktionen, das dem Nutzer den Umgang

mit dem Smartphone erleichtert. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28648

Apps & Tipps 02/2013 71


App-Tipps

Videoanrufe mit Skype

Als Philipp Reis und Graham Bell im 19. Jahrhundert das Telefon entwickelten,

dachten sie noch nicht an Video-Telefonate. Erste Systeme aus den 70ern waren

groß und extrem teuer. Zu Hause wurden Videotelefonate erst durch Skype populär,

ein Dienst, der auch auf Android verfügbar ist. Christoph Langner

Auch wenn Android von Haus aus die

Möglichkeit bietet, über die Internetverbindung

Audio- und Video-Chats zu

führen, erfreut sich Skype [LINK 1] auf Smartphones

großer Beliebtheit. Die Anwendung gehört

mit über 70 Millionen Installationen [LINK 2] aus

dem Play Store zu den erfolgreichsten Apps.

Aktuell sind im Schnitt über 40 Millionen User

im Skype-Netzwerk angemeldet [LINK 3].

Desktop-Anwendungen

Skype-Apps gibt es für den Desktop (Windows,

MacOS X, Linux), verschiedene Spiele-Konsolen,

spezielle Fernseher oder Blu-ray-Player und

natürlich auch für mobile Geräte mit iOS, Windows

Phone und Android. Die Android-App

[LINK 4] laden Sie kostenlos aus dem Google Play

Store herunter, sie läuft auf allen Geräten ab

Android 2.1. Um Skype nutzen zu können,

wählen Sie einen Accountnamen, mit dem Sie

Ablaufdatum

Skype-Guthaben haben ein Fälligkeitsdatum

von 180 Tagen. Wenn Sie innerhalb dieser Frist

keine kostenpflichtige Leistung, etwa einen

Anruf ins Festnetz, in Anspruch genommen

haben, wird nach mehrmaligem Hinweis Ihr

Guthaben auf null gesetzt. Skype gibt Ihnen jedoch

die Möglichkeit, es zu reaktivieren. Über

eine spezielle Webseite [6] lässt sich auch nach

Jahren Inaktivität der eingezahlte Betrag als aktives

Guthaben rückbuchen.

sich registrieren. Sowohl das Konto als auch die

meisten angebotenen Leistungen sind kostenfrei,

lediglich für Telefonate ins Fest- oder Mobilfunknetz

sowie für Premium-Dienste wie

etwa eine eigene Festnetzrufnummer oder

einen Anrufbeantworter erfordert Skype ein aktives

Guthaben.

Skype auf Android

Skype für Android fehlte zunächst die Funktion,

Video-Telefonate abzuwickeln. Erst Version

2.0 brachte Video-Chats mit, zur Markteinführung

des Features unterstützte Skype zudem

nur eine Handvoll Handys. Mittlerweile sind die

Anforderungen so weit gesunken, dass praktisch

jedes Smartphone ab Android-Version 2.2

den Video-Chat unterstützt. Möchten Sie dafür

eine vorhandene Front-Kamera nutzen, benötigt

Skype mindestens „Gingerbread“ 2.3 als Basis.

Auf den meisten Androiden müsste Skype erkennen,

dass eine Kamera für Video-Chats vorhanden

ist. Sollte die Erkennung wider Erwarten

nicht funktionieren, dann überprüfen Sie in

den Einstellungen von Skype die Option Videoanrufe

aktivieren, die für Video-Chats angekreuzt

sein muss.

In diesem Menü finden Sie auch die Möglichkeit,

die Video-Qualität zwischen Niedrig und

Hoch zu variieren. Niedrige Qualität bietet sich

bei Gesprächen über das UMTS-Netz an, da so

deutlich weniger Daten übertragen werden

müssen. Hohe Qualität sollten Sie nur dann

72

02/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Videoanrufe mit Skype

Abb. 1: Hohe Video-Qualität

belastet das Inklusiv-Volumen

einer UMTS-Verbindung deutlich.

Abb. 2: Kontakte mit einer kleinen

Kamera neben dem Namen verfügen

über eine Webcam.

Abb. 3: Video-Telefonate starten

Sie wie einen Chat aus der Kontakt-Ansicht

heraus.

nutzen, wenn Sie über WLAN ins Internet

gehen oder ein großes Inklusiv-Volumen besitzen.

Eine automatische Auswahl der Videoqualität,

abhängig vom verwendeten Netz, bietet

Skype bislang nicht an.

Videotelefonate

Video-Chats führen Sie mit jedem Skype-Nutzer,

der über eine entsprechende Hardware verfügt,

egal, ob dieser gerade an seinem PC sitzt

oder ein iPhone in der Hand hält. Hat Ihr Kontakt

an seinem PC eine Webcam angeschlossen

oder verwendet er ein Android-Smartphone mit

integrierter Front-/​Rückkamera, zeigt Skype in

der Kontaktliste neben dem Namen zusätzlich

ein kleines Kamera-Symbol an (Abbildung 3).

Einen Videoanruf starten Sie

durch langes Tippen auf den gewünschten

Kontakt und den

Menüpunkt Skype-Videoanruf oder

direkt aus der Kontakt-Ansicht.

Dort wird der Videoanruf mit

einem blauen Kamera-Icon symbolisiert.

Der Anrufer kann Ihr Telefonat

als normales Skype-Telefonat

oder als Video-Anruf annehmen.

Erst bei der zweiten Option startet

automatisch dessen Webcam, ansonsten

sieht er nur Ihr Bild. Läuft

das Videogespräch, so haben Sie

die Möglichkeit, über das blaue Webcam-Symbol

Einfluss auf die Video-Übertragung nehmen.

Dort lässt sich – solange Ihr And roid-

Smartphone oder ‐Tablet über die entsprechende

Hardware verfügt – zwischen der Front

und Rückkamera hin- und herschalten, die Kamera

drehen oder auch das Bild wieder komplett

deaktivieren.

Fazit

Skypes Vorteil ist die Anzahl der unterstützten

Plattformen und die Stärke, sich durch Firewalls

zu bohren. Egal, wo sich Ihr Gesprächspartner

befindet und mit welchem System er arbeitet:

Die Chance ist sehr hoch, dass Sie mit Skype

kostenlos Videogespräche führen können. ● ● ●

Abb. 4: Im Video-Gespräch bekommen Sie Ihren Gesprächspartner

und das eigene Bild als Bild im Bild angezeigt.

Alle Links

>

android- user.de/qr/28647

Apps & Tipps 02/2013 73


spiele-Tipps

Top-Spiele

Top-Spiele

Liviu Peicu, 123RF

Langeweile? Das muss nicht sein, erst recht nicht wenn Sie ihren Androiden dabei

haben! Der Play Store ist voll mit tollen Spiele, Android User stellt Ihnen die Top-

Games der redaktion vor. Patrick Neef

Alle Links

>

android- user.de/qr/29026

Ungeschlagen

Rayman Jungle Run schaffte es

Ende 2012 auf die mobilen Geräte

und hat die Spielegemeinde sofort

begeistert. Was anfangs wie eine reduzierte

Variante der Konsolenversion aussehen

könnte, entpuppt sich als mutiger Schritt

der Entwickler, die Touchscreens der

Smartphones und Tablets zu berücksichtigen.

Das Ergebnis: Keine 1:1 Portierung mit

virtuellen Buttons, sondern ein superunterhaltsames

Spiel mit perfekt an Touchscreens

angepasster Steuerung. So muss

ein Spiel für zwischendurch aussehen!

Der erste wichtige Unterschied: Rayman

rennt von allein. Ist das Spiel daher ein Endless

Runner wie Temple Run oder Canabalt?

Nein, dazu ist die Spielwelt zu dynamisch,

und dazu sind die Steuerungsmöglichkeiten

mit der Figur zu hoch. Man kann ihn hüpfen

lassen, mit dem Propellerhut durch die Luft

gleiten, auf Trampolins hüpfen, mit Luftblasen

nach oben schweben, an Wänden

hochrennen oder mit der Faust zuschlagen.

Diese Fähigkeiten werden nach und nach

freigeschaltet, wodurch der Schwierigkeitsgrad

leicht ansteigt. Dann steht das richtige

Timing im Vordergrund, um Rayman so reibungslos

wie möglich durch die Spielwelt

zu bringen. Und genau hierbei glänzt die

Steuerung: ein Knopf bleibt ein Knopf.

Damit schweben und hüpfen Sie, kehren

wieder um, hangeln sich an Lianen entlang,

springen sich von Wand zu Wand nach

oben und befreien sich aus kleinen Gruben.

Die Level sind sehr abwechslungsreich und

bei jedem ersten Bestreiten immer eine

Überraschung.

Am Ende eines Levels wird abgerechnet.

Wie viele knallgelbe Lums haben Sie Im

Laufe des Runs eingesammelt? Versteckte

Level freigeschaltet? Begleitet wird der fröhliche

Lauf durch die bunte Welt Raymans

mit durchaus stimmungsvoller Musik, die

sich hören lassen kann. Rayman Jungle

Run zeigt übrigens, dass nette Grafiken und

flüssige Animationen nicht immer ein teures

High-End-Handy erfordern, denn auf

sämtlichen Mittelklasse-Smartphones läuft

das Spiel weich wie Butter.

2,69 Euro

deutsch|Version 2.0.7|88 MByte

★★★★★

74


Spiele-Tipps

Top-Spiele

Waking Mars

Sie erkunden die unterirdischen Höhlen des Mars und

versuchen, Lebensformen in der fremden Welt zu deuten.

Es dreht sich jedoch alles um Botanik und nicht um

grüne Männchen. Während Sie mit einem Jetpack, das sich wunderbar

per Fingertipp steuern lässt, durch die Höhlen schweben,

lernen Sie, wie man die Samen der fremden Pflanzen setzt, Wasserpflanzen

erschafft und andere fremde Wesen füttert. Dadurch

erhöht sich die Menge an Botanik, die Sie für bestimmte Checkpoints

brauchen. Es entwickelt sich eine geheimnisvolle, spannende

Geschichte, der man sich nur schwer entziehen kann.

3,77 Euro

englisch|Version 1.3.3|223 MByte

★★★★★

Osmos HD

Durch das Ausstoßen von eigener

Masse beschleunigen Sie Ihren

Mote über das Spielfeld, er hebt

ähnlich wie eine Rakete durch ihren Abgasstrahl

ab. Tippen Sie dazu kurz hinter Ihr

Partikelchen. Dabei wird man selbst allerdings

auch wieder kleiner, feuern Sie daher

nicht allzu eifrig: Mit Geduld und einem geschickten

Impuls zur richtigen Zeit kommen

Sie auch zum Ziel, in den meisten Fällen

sogar besser. Ziel des Spiels ist es, kleinere

Partikel zu absorbieren und größeren

aus dem Weg zu gehen, um nicht selbst

aufgesogen zu werden. Abwechslungsreiche

Level und eine tolle Atmosphäre machen

dieses Spiel zu einem „Must-have“

auf jedem Android Gerät.

World of Goo

Das kleine Spiel rund um die klebrigen

Bälle gehört zu den Klassikern

der sogenannten Indie-

Spiele. Das Spielprinzip von World of Goo

ist schnell erklärt. Ziehen Sie die wabbeligen

Klumpen auseinander, um so Türme,

Brücken oder andere wackelige Gerüste zu

bauen. Dabei gilt es, möglichst wenig Goo-

Bälle zu verbrauchen. Je mehr dieser Bälle

Sie am Ende übrig behalten, desto mehr

Punkte sammeln Sie. Bei diesem Spiel

stimmt alles: Grafik, Design, Sound und Atmosphäre,

und auch der Spielumfang ist

riesig. Nur schade, dass World of Goo nicht

mit allen Android Geräten kompatibel ist.

2,29 Euro

englisch|Version 1.2.16hb|42 MByte

★★★★★

3,99 Euro

deutsch|Version 1.0.5|46 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 75


spiele-Tipps

Top-Spiele

Baphomets Fluch: Director’s Cut

Baphomets Fluch ist ein klassisches Point&Click Adventure,

bei dem das Klicken dank moderner Touchscreens

zum Tippen wird. Das Spiel gehörte zu den

frühen Umsetzungen der klassischen Adventures für Android,

ist aber auch heute noch eines der besten Spiele im Google

Play Store. Die Geschichte ist spannend, die Rätsel weder konfus

noch zu schwer, und die Steuerung gelingt dank hilfreicher

Hot-Spot-Funktion sehr gut. Das perfekte Spiel für einen verregneten

Sonntag! Und wem es gefällt, der kann sich danach gleich

den Nachfolger kaufen, der fast genau so gut ist.

2,99 Euro

deutsch|Version 1.10|534 MByte

★★★★★

Pflanzen gegen Zombies

Pflanzen gegen Zombies – wer

kennt das Spiel nicht? Auf vielen

PCs, Konsolen und Smartphones

wurden mit diesem süchtig machenden

Game weltweit bereits Milliarden Spielstunden

verbracht. Und trotzdem: Es

macht immer wieder Spaß. Ihr Haus wird

von einer Horde Zombies überrannt, und

Sie müssen ein paar Pflanzen geschickt so

arrangieren, dass die Zombies ins Gras

beißen. Die Untoten greifen auf festen Bahnen

an, und genauso müssen Sie auch die

Pflanzen setzen. Immer mehr Pflanzen,

immer mehr Zombies, abwechselnde Szenarien

und viele Mini-Spiele sorgen für geradezu

unendlichen Spielspaß. Leider fehlt

unter Android immer noch der Zen-Garten!

Doodle Jump

Doodle Jump ist einer der Großväter

der mobilen Spiele und

hätte heute ehrlich gesagt kaum

noch eine Chance, sich gegen die Konkurrenz

durchzusetzen. Ihre Figur hüpft von allein

nach oben, und Sie müssen das Smartphone

so neigen, dass die Figur Plattformen

erreicht und immer weiter hüpft. Ist

man einmal daneben gehüpft, ist der Spaß

vorbei. Ziel ist es, so weit wie möglich nach

oben zu gelangen, was natürlich immer

schwerer wird, da Plattformen bröckeln,

Gegner schießen oder schwarze Löcher im

Weg stehen. Macht zwar immer noch

Spaß, ist aber unübersehbar angestaubt.

2,69 Euro

deutsch|Version 1.3.16|80 MByte

★★★★★

0,75 Euro

englisch|Version 1.14.03|13 MByte

★★★★★

76

02/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Liviu Peicu, 123RF

Angry Birds Space

Wenn es nach den Entwicklern

von Angry Birds geht, dann sind

deren katapultierende Vögel und

die bösen grünen Schweine bald so erfolgreich

wie Mickey Maus im letzten Jahrhundert.

Das Selbstbewusstsein ist verständlich:

Mit zirka 600 Millionen Downloads auf

sämtlichen Plattformen hat die Marke

Angry Birds nicht nur einen Eintrag im

Guinness Buch der Rekorde erhalten, sondern

ist bereits Teil der mobilen Alltagskultur.

Mit Angry Birds Space schickt Rovio

nach den Ablegern Angry Birds Seasons

und Rio gleich den vierten Teil ins Rennen -

noch vor Angry Birds Star Wars, das bei

vielen Fans nur mit gemischten Gefühlen

aufgenommen wurde.

Das Besondere an Angry Birds Space ist

die Spielmechanik: Zwar bleibt das Prinzip

der katapultierenden Vögel bestehen, doch

diesmal sind die Flugbahnen durch Gravitationszonen

der Planeten bestimmt. Diese

sind mal schwächer und mal stärker und

beeinflussen so die Flugbahn auf unterschiedliche

Weise.

Man mag es kaum glauben, aber das sorgt

für richtig viel Abwechslung: Mal sausen

die Vögel wie wild um die Planeten, mal

schweben die zerbrechlichen Gegenstände

langsam Richtung Riesenplanet. Und taktisch

legt der Titel zu, wenn man die Umlaufbahn

nutzt, um von verschiedenen Seiten

anzugreifen. Eine tolle Sache sind die

Eggsteroids: Über in den Leveln versteckte

Eier schaltet man bei Berührung Easter Egg

Level frei, die dann in der Levelübersicht

ausgewählt werden dürfen.

Optisch hat das Spiel

ebenfalls nachgelegt. Vor

allem durch die knackscharfen

Texturen auf

Android-Geräten mit

großen Displays sieht

Angry Birds Space wirklich

toll aus.

Kleinere Meckereien

muss sich das Spiel jedoch

gefallen lassen. Da

wäre zum einen der geringe Umfang,

der im Vergleich zum Originalspiel

gering ausfällt. Dann gibt es da noch das

Level Danger Zone, das auf Nicht-

Samsung-Geräten per In-App-Kauf erworben

werden muss.

Und noch etwas: Die kostenlose Variante

mit Werbung ist zwar nett, doch wenn die

Werbung so penetrant ins Spiel ragt, dann

stört das. Doch für diesen Fall gibt es ja die

kostenpflichtige Premium-Version. Das aktuellere

Angry Birds Star Wars baut zwar

auf Angry Birds Space auf, doch wer mit

der Vermarktung der Star Wars Lizenz nicht

warm wird, für den ist Angry Birds Space

das deutlich bessere Spiel.

kostenlos

englisch|Version 1.4.0|47 MByte

Top-Spiele

Apps & Tipps 02/2013 77


spiele-Tipps

Casual Games

Nikita Chisnikov, 123RF

Casual Games

Bad Piggies

Sie spielen nur

sporadisch?

Dann sind diese

sieben Casual

Games genau

das Richtige für

zwischendurch.

Patrick Neef

Alle Links

>

android- user.de/qr/29027

Rovio ist eine kleine Überraschung

gelungen: Anstatt einen zweiten

Teil von Angry Birds zu entwickeln,

veröffentlichten die Finnen mit Bad

Piggies ein ganz anderes Spiel. Es spielt

zwar immer noch im Angry Birds-Universum,

doch diesmal spielen Sie aus der

Sicht der grünen Schweine, die den Vögeln

die Eier klauen wollen. Jedes Level startet

mit einem vorgegebenen Set aus Gegenständen.

Das sind etwa Kisten, Propeller,

Luftballons, Reifen oder Flaschenraketen.

Auf einem quadratischen Raster mit mehreren

Feldern platzieren Sie die Gegenstände

und basteln so ein Gefährt, in das

Sie am Ende das grüne

Schwein setzen.

Wichtig

sind die physikalischen

Kräfteverhältnisse,

denn die bestimmen, ob

sich das Gefährt während der Fahrt neigt,

abhebt oder gänzlich auf der Strecke bleibt.

Sitzt das Schwein im Gefährt, bestätigen

Sie den Aufbau mit einem Tippen auf den

Haken. Jetzt können Sie manche der Gegenstände

steuern, wie etwa die angebrachten

Luftballons platzen lassen, die

Propeller ein- oder ausschalten oder die

Flaschenraketen zünden. Frei nach der Formel

Timing + Physik = Antrieb saust das

Gefährt nun über Hügel, schwebt über

Berge oder fällt in den Abgrund. Ziel ist es,

die nächste Karte zu erreichen, die den

Schweinen den Weg zu den Eiern der Vögel

weisen soll. Pro Level

sind die Anforderungen

für die einzelnen

der drei zu ergatternden

Sterne unterschiedlich.

Fazit: Bad

Piggies ist ein tolles

Spiel, das sich anfangs

als Puzzle-

Spiel tarnt, sich

dann aber als verrückter

Flugsimulator entpuppt.

kostenlos

deutsch|Version 1.2.0|42 MByte

★★★★★

78

02/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Casual Games

Dungeon Raid

Dungeon Raid ist ein Match-3-Spiel mit RPG-Elementen.

Sie müssen immer mindestens drei gleiche Elemente

miteinander verbinden. Doch jedes der vier möglichen

Elemente hat eine ganz bestimmte Funktion. So bewirken Sie Attacken,

sammeln Goldstücke ein oder bilden eine Defensive. Ist

der Gegner an der Reihe, besteht sein Spielzug einzig und allein

in einem Angriff. Unzählige Möglichkeiten Charaktere freizuschalten

und originelle Gegner machen das Spiel spannend. Und

obwohl das Spiel eigentlich „nur“ in Zahlenspielereien auf dem

Papier stattfindet, hat es seinen ganz besonderen Reiz.

1,58 Euro

englisch|Version 1.2.11|4 MByte

★★★★★

Temple Run 2

Temple Run darf mit über 100 Millionen

Downloads als Phänomen

bezeichnet werden. Ihr Held versucht

aus einem Tempel zu entkommen,

Sie müssen seine Bewegungen steuern.

Per Fingerwisch hüpfen Sie über Hindernisse,

rutschen durch Öffnungen und wählen

am Ende des Pfades die linke oder

rechte Abzweigung. Durch Neigen bewegt

man sich seitlich, um Münzen zu sammeln.

Je höher die Distanz, desto mehr Punkte

erhält man. Achievements und Upgrades

tun ihr Übriges, um die Langzeitmotivation

hochzuhalten. Unbedingt ausprobieren!

Granny Smith

Granny Smith ist nicht nur ein

säuerlicher Speiseapfel, sondern

auch ein charmanter Endless Runner,

bei dem Sie mit einer Großmutter

einem jungen Apfeldieb hinterherjagen.

Die Großmutter saust von alleine los, Ihre

Aufgabe ist es, zu springen und sich gelegentlich

mit dem Stock an Kabeln entlangzuhangeln.

Sammeln Sie Münzen und

Äpfel ein, um die Level zu meistern. Beim

Springen führt die Oma einen Salto aus,

Sie müssen also immer im rechten Moment

die Taste loslassen. Ein unterhaltsames

Spiel, das lediglich durch die nervigen

Lautäußerungen der Großmutter auf Dauer

Kritik einstecken muss. Zum Glück kann

man die Töne abschalten.

kostenlos

englisch|Version 1.0.12|32 MByte

★★★★★

1,89 Euro

englisch|Version 1.2.0|20 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 79


spiele-Tipps

Casual Games

Jetpack Joyride

Warum kann selbst die eintönigste Aktion stundenlang

Spaß machen? Im Falle von Jetpack Joyride ist

nämlich das Einzige, was Sie tun können, die Spielfigur

schweben zu lassen, wenn Sie den Finger auf das Display

drücken und damit den Jetpack zünden. Sie müssen versuchen,

so weit wie möglich zu kommen, sammeln dabei Münzen

ein und erledigen eine Menge Aufgaben. Das sorgt ständig

für Abwechslung und hohe Motivation, es erneut zu versuchen.

Ein einfaches, aber fesselndes Spiel, das in der gleichen

Liga spielt wie die großen Klassiker der mobilen Spiele.

kostenlos

englisch|Version 1.3.5|30 MByte

★★★★★

League of Evil

Man kann es nicht oft genug betonen:

Der Erfolg eines guten Plattformers

steht und fällt mit der virtuellen

Kontrolle des Helden. Und die funktioniert

bei League of Evil ausgezeichnet.

Die Level sind kurz, motivieren aber dank

Sterne- System (nach Zeit) immer wieder.

Sie müssen in jedem Level den Professor

am Ende vernichten und können optional

noch einen Koffer einsammeln. Das Spiel

wird ziemlich schnell schwer, bleibt aber

dank der exzellenten Steuerung immer fair.

Auf iOS ist League of Evil längst zu einem

erfolgreichen Hit geworden, der mit einem

sehr guten zweiten Teil gekrönt wurde. Android-Nutzer

müssen sich zunächst mit

dem ersten Teil begnügen.

Wo ist mein Wasser?

Dieses Spiel gehört mittlerweile

zum Kanon der mobilen Spiele.

Mit ständigen Updates wird das

witzige Spiel am Leben und vor allem abwechslungsreich

gehalten. Hier dreht sich

alles um Flüssigkeiten: Mit dem Finger graben

Sie Erde beiseite und schaffen Platz für

Wasser, Säuren und Dämpfe, die physikalisch

korrekt fließen oder hochsteigen.

Dabei sollen Sie Enten sammeln und am

Ende genügend Wasser an das Krokodil

Swampy liefern, das geduldig in der Dusche

steht und wartet. Die vielen Level sind

höchst originell – ein absoluter Klassiker!

0,77 Euro

englisch|Version 1.0.4|17 MByte

★★★★★

0,76 Euro

deutsch|Version 1.11.0|47 MByte

★★★★★

80

02/2013 Apps & Tipps


Action Games

Bei diesen Spieletipps sind echte Helden gefragt, die schnell handeln und auch

vor roher Gewalt nicht zurückschrecken. Hier ist Action pur angesagt. Patrick Neef

Spiele-Tipps

Die 7 besten Action-Spiele

N.O.V.A. 3

Mit N.O.V.A. 3 setzt Gameloft die

erfolgreiche Serie "Near Orbit Vanguard

Alliance" fort. Sie schlüpfen

im 1,7 GByte (!) großen Spiel in die Rolle

von Commander Kal Wardin, der in San

Francisco die Volteriten eliminieren soll.

Dabei müssen Sie reichlich Geschick beim

Schießen beweisen. Über einen virtuellen

Joystick auf der linken Displayhälfte steuern

Sie Ihre Figur, mit einem Wisch auf der

rechten Seite des Displays steuern Sie die

Blickrichtung des Protagonisten. Unten

rechts befindet sich das Waffenarsenal.

Über die Elemente oben rechts laden Sie

Ihre Waffe nach, um Pausen zum falschen

Zeitpunkt zu vermeiden, und hier finden Sie

auch die Handgranaten-Funktion, die Ihnen

manchmal aus der Patsche hilft. Die Steuerungselemente

lassen sich in den Einstellungen

auf Rechts- und Linkshänder umstellen.

Das Gameplay folgt stets dem gleichen

Schema: Sie unterhalten sich mit

Ihren Kollegen, starten eine Mission, schießen

alles kurz und klein und lösen dabei die

Aufgabe. Dazwischen gibt es kurze Pausen,

in denen keine weiteren Gegner antraben

und bei denen der Fortschritt gespeichert

wird. Das passiert

aber nicht bei allen

Pausen, nehmen Sie

sich also besser in

Acht. N.O.V.A. 3 lässt

sich auch via Netzwerk

spielen. Dabei haben

Sie die Auswahl zwischen

einem klassischen

Online-Spiel mit

beliebigen Teilnehmern

im Team oder

einem Game im lokalen

Netzwerk. Im

Netzwerkmodus

gibt es wiederum

mehrere Auswahlmöglichkeiten

von

„jeder gegen

jeden“ über Fahne

oder Kontrollpunkt erobern bis zum

Team Deathmatch. Möchten Sie einfach alleine

spielen, wählen Sie im Hauptmenü

den Eintrag Kampagne. Möchten Sie mit

anderen Spielern zusammen zocken, dann

wählen Sie Mehrspieler. Auszusetzen gibt

es am Spiel recht wenig. Mit N.O.V.A. 3 ist

Gameloft ein sehr guter Titel gelungen, der

von einer breiten Geräte-Palette unterstützt

wird und sich zum echten Klassiker mausern

könnte. Im direkten Vergleich zum Tegra-3-Titel

Renaissance Blood punktet das

Spiel mit einem deutlich größeren Umfang

und längerem Spielvergnügen.

5,99 Euro

englisch (dt. Untertitel)|Version 1.04|1,7 GByte

★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/29028

Ralf KRaft, 123RF

02/2013 81


spiele-Tipps

Die 7 besten Action-Spiele

Grand Theft Auto III

Grand Theft Auto macht auch auf Android Spaß. Wer

schon vor zehn Jahren mit dem Spiel seine Tage und

Nächte verbracht hat, wird angesichts der praktisch 1:1

umgesetzten Story auf seine Kosten kommen, wer das Spiel

noch nicht kennt: Jetzt zugreifen, auch wenn die Grafik etwas

besser sein könnte. GTA 3 spielt in der virtuellen Stadt Liberty

City und führt Sie als Nachwuchsganove durch unzählige Aufträge

und Missionen. Riesiger Umfang, tolle Action und hervorragende

Vertonung – man muss nur damit leben können, dass die

Steuerung auf Touchscreens nie ganz perfekt sein wird.

4,49 Euro

englisch (dt. Untertitel)|Version 1.3|8,6 Mbyte + Download

★★★★★

Shogun: Bullet Hell Shooter

Bullet Hell Shooter schafft es, die

Grafik, Steuerung und Atmosphäre

alter Shooter einzufangen

und dabei trotzdem ein Feuerwerk in HD-

Grafik auf ihr Android-Smartphone oder

-Tablet zu zaubern. Sie steuern ein Raumschiff,

indem Sie den Finger auf dem Display

hin- und herschieben. Lassen Sie es

los, pausiert das Spiel, und Sie dürfen die

Waffen wechseln, upgraden oder eine

EMP-Granate abwerfen, um Gegner zu entmachten.

Der Shooter steuert sich perfekt,

sieht verdammt gut aus und gehört zu den

besten Vertretern seines Genres.

Gunman Clive

Wie die Bilder verraten, handelt es

sich bei Gunman Clive um ein

waschechtes Jump'n Run. Sie laufen

von links nach rechts durch die Spielwelt

und bewältigen dabei Hindernisse,

springen auf Plattformen und hüpfen über

bedrohliche Abgründe. Dabei stellen sich

Ihnen eine Vielzahl Gegner in den Weg,

seien es Räuber, Pelikane oder Roboter.

Glücklicherweise strotzt das Spiel nur so

vor Ideenreichtum. Immer wieder gibt es

Elemente im Spiel -wie etwa schwenkbare

Plattformen, Bomben schmeißende Vögel

oder Roboter-Banditen- die Gunman Clive

zu einem besonderen Erlebnis machen.

Schön anzusehen und toll zu spielen, nur

manchmal einen Tick zu schwer.

2,37 Euro

englisch|Version 1.2.18|22 MByte

★★★★★

1,59 Euro

englisch|Version 1.07|14 MByte

★★★★★

82

02/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Die 7 besten Action-Spiele

Max Payne Mobile

Max Payne ist ein düsteres Abenteuer mit einem tragischen

Helden. Die Geschichte, die Atmosphäre, die Vertonung,

all das ist den meisten Action-Titeln im Google

Play Store um Längen voraus. Sie steuern die Figur mit zwei virtuellen

Steuerkreuzen: Mit dem linken bewegen Sie

Max Payne, mit dem rechten sehen Sie sich um und

zielen. Bei Bedarf lässt sich die Steuerung sehr umfangreich

anpassen, so dass jeder Spieler damit zurechtkommen

sollte. Hinter Max Payne verbirgt sich

ein echter Meilenstein der Actionspiele.

2,69 Euro

englisch|Version 1.1|24 Mbyte + Download MByte

★★★★★

Modern Combat 4: Zero Hour

In Modern Combat ist genau das

drin, was Kenner von einem Spiel

dieser Art erwarten: Ein weiterer

sehr guter Action-Shooter im Stil von Call

of Duty. Die Grafik ist deutlich besser, die

Story anders, doch ansonsten hat sich

nicht viel getan. Das Spiel kämpft genretypisch

mit den Tücken einer Touchscreen-

Steuerung. Insbesondere in den toll inszenierten

Multiplayer-Gefechten fällt es

schwer, blitzschnell die richtige Drehung zu

vollführen und den Feind anzuvisieren. Der

vierte Teil wird Fans der Reihe begeistern,

Gelegenheitsspieler sind hingegen

schlichtweg überfordert.

5,99 Euro

deutsch|Version 1.0.1|1,9 Gbyte

★★★★★

Horn

Bei diesem Adventure machen Sie

sich auf die Suche nach Ihrer Vergangenheit

und müssen diverse

Rätsel lösen und Kämpfe bestehen. Das

Besondere an Horn sind das Gameplay

und natürlich die detailverliebte und auf

der Unreal-Engine basierende Grafik. Im

Verlauf des Spiels treffen Sie auf allerlei

seltsame Kreaturen. Die meisten davon

muss man im Kampf besiegen, um sie von

ihrem Fluch zu befreien. Die Kreaturen entpuppen

sich dann meistens als ehemalige

Dorfbewohner. Das Neue und Geniale am

Spiel sind die Bewegungsabläufe. So können

Sie sich nicht nur umschauen und vorwärts

bewegen, sondern müssen ab und

zu springen, seitwärts gehen oder klettern.

6,39 Euro

deutsch|Version 1.0|1,7 Gbyte

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 83


spiele-Tipps

stevanzz, 123RF

Rennspiele

Alle Links

>

android- user.de/qr/29029

Lieben Sie den Geruch von verbranntem Gummi in der Luft und das

Geräusch von quietschenden Reifen im Ohr? Sind Sie ein Petrolhead,

ein Auto-Freak, der auch auf dem Handy Rennsport braucht? Wir zeigen

Ihnen die besten Rennspiel-Games aus dem Play Store! Patrick Neef

Vollgas

Need for Speed: Most Wanted

fängt das Gefühl der

Schnelligkeit perfekt ein.

Wenn Sie mit über 300 Sachen die

dunklen Straßen entlang sausen und

dann noch den Nitro zünden, gibt es

kein Halten mehr. Die Sicht verengt sich,

alles zieht sich in die Länge, während der

Motor aufheult und Sie hoffen, dass die

nächste Kurve noch weit entfernt ist.

Wer die anderen Need-for-Speed-Spiele

kennt, dem dürfte vieles bei Most Wanted

bekannt vorkommen. Als Jungspund treten

Sie in Anfängerkarren in verschiedenen

Rennen gegen andere Fahrer oder die Zeit

an. Für jeden Sieg gibt es Erfahrungspunkte

und Geld. Damit schalten Sie Autos

und neue Strecken frei. Und so haben Sie

immer mehr Zugang zu schnelleren Autos,

die Ihnen die Rennen erleichtern. Damit Sie

die Autos auch fahren dürfen, müssen Sie

jedoch die nötige

Menge Geld

hinblättern.

Sie zahlen übrigens

auch für

Upgrades wie mehr Nitro, eine leichtere

Karosserie oder mehr Geschwindigkeit,

und das pro Rennen. Noch schlimmer:

Nach jedem Rennen sind die Upgrades verbraucht,

egal, ob Sie nun gewonnen oder

verloren haben. Aber es gibt ja noch einen

Ingame-Shop, in dem Sie Geld nachkaufen

dürfen. Das ist ärgerlich, denn die Kohle ist

tatsächlich schnell weg, und mindestens

einmal gab es die Situation, dass wir eine

Mission auch nach mehreren Anläufen mit

Upgrades nicht geschafft haben.

Da dann das Geld weg ist, man aber für die

weiteren Versuche kein Geld erhält, solange

man nicht gewinnt, muss man sein

Geld anderswo verdienen - oder eben kaufen.

Die Rennen unterscheiden sich durch

die Ziele, die Sie erreichen sollen. Mal müssen

Sie alleine fahren und eine bestimmte

Zeit unterbieten, oder Sie treten gegen

sechs andere Fahrer an und müssen mindestens

unter den ersten

drei Plätzen landen.

Sie absolvieren

jede Rennstrecke mit

verschiedenen Herausforderungen,

um

dann in der finalen

Herausforderung

gegen einen Fahrer

im Duell anzutreten.

Für Schnellstarter ist

die Option Easydrive ein Segen.

4,49 Euro

deutsch|Version 1.0.46|616 MByte

★★★★★

84

02/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Rennspiele

Jet Car Stunts

In Jet Car Stunts müssen Sie ein Auto, das aussieht wie

ein Formel 1-Spielzeugwagen, durch Strecken mit Loopings,

Steilkurven und Sprüngen lenken. Obwohl das

Spiel knapp zwei Jahre nicht aktualisiert wurde, ist es für viele

Fans nach wie vor die Messlatte in Sachen „Schneller Fahrspaß“.

Auf insgesamt 36 Strecken können Sie Ihre Fahrkünste

unter Beweis stellen und die erreichte Zeit mit anderen Spielern

vergleichen. Jet Car Stunts ist komplett in 3D, verzichtet aber auf

grafische Details und setzt stattdessen auf ein flüssiges Spielerlebnis.

Darüber hinaus ist die Steuerung angenehm und direkt.

1,56 Euro

englisch|Version 1.06|20 MByte

★★★★★

Reckless Racing

Reckless heißt nicht umsonst

rücksichtslos: Wenn Sie gerne in

die Kurven gleiten, Mitstreiter

durch dreckige Manöver aus dem Verkehr

ziehen und es auch sonst gerne krachen

lassen, dann ist Reckless Racing von Polarbit

genau das richtige Spiel für Sie. Lenken

Sie Ihren Geländewagen so durch die Kurven,

dass Sie dabei möglichst wenig bremsen

müssen, und nutzen Sie die Mitspieler

und herumstehende Hindernisse, um auf

der Bahn zu bleiben. Das ist gar nicht so

leicht, schließlich gilt es zunächst, die Steuerung

über die drei Buttons zu erlernen. Ist

das geschafft, sorgt Reckless Racing für

stundenlangen Spielspaß und verdient

somit die Preis-Empfehlung der Redaktion.

Trial Xtreme 2 HD

Wer den erfolgreichen Vorgänger

kennt, der weiß, was einen bei

Trial Xtreme 2 HD erwartet: halsbrecherische

Fahrten mit dem Motorrad

über Hindernis-Parcours, verbunden mit

vielen Genickbrüchen des Fahrers und gelegentlichen

Wutausbrüchen des Spielers.

Das Spiel fordert enorm, ist aber dank der

guten Steuerung immer fair. Schmerzlich

vermisst werden Speicherpunkte im Parcours,

diese gibt es hier nur noch im

höchsten Schwierigkeitsgrad, den man erst

einmal erreichen muss. Nichts ist frustrierender,

als nach einem Sturz kurz vor der

Ziellinie alles nochmal abfahren zu dürfen.

Davon abgesehen ist Trial Xtreme 2 HD

aber ein sehr gutes Spiel!

1,52 Euro

deutsch|Version 1.0.7|3,3 MByte + Download

★★★★★

2,50 Euro

englisch|Version 2.95|49 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 85


spiele-Tipps

Rennspiele

Asphalt 7: Heat

Asphalt 7 ist der jüngste Streich der bekannten Rennserie

von Gameloft. Und wie es sich für eine Fortsetzung

gehört, wurde die Grafik verbessert, der Umfang

erhöht und die Möglichkeiten erweitert. Auf 15 Strecken

können Sie mit über 60 verschiedenen Flitzern Ihren Gegnern

davonbrausen. Zunächst starten Sie mit einem geringen Budget

und dem schwächsten Auto. Sie verdienen sich Geld und

Punkte, steigen auf und können Upgrades und neue Autos

zum Kauf freischalten. Kommen Sie mit der Steuerung zurecht,

macht das Spiel viel Spaß und Lust auf weitere Level!

0,89 Euro

deutsch|Version 1.0.4|1,7 GByte

★★★★★

Beach Buggy Blitz

Beach Buggy Blitz ist ein Highscore-Racer.

Das bedeutet, dass

Sie weder mehrere Strecken noch

eine ganze Kampagne fahren. Das Motto

lautet schlicht: Drauf aufs Gaspedal und ab

die Post! Dass es keine Level gibt, ist kein

Mangel: Das Spiel macht zunächst Spaß.

Die Steuerung ist darüber hinaus sehr präzise.

Sie müssen versuchen, immer wieder

die Checkpoints zu erreichen, bevor die

Zeit ausläuft. Das Spiel ist schnell fordernd,

aber Dank vieler Upgrades wird man

immer besser. Nur in den dunklen Höhlen

fällt es manchmal schwer, den genauen

Verlauf der Strecke zu sehen. Ein gutes

Rennspiel, das auf lange Sicht mangels Abwechslung

dann doch langweilig wird.

Draw Race 2

Das Spiel fasziniert uns nachhaltig:

Aus der Draufsicht zeichnen

Sie zunächst mit dem Finger die

Fahrspur, dann fährt Ihr Auto genau diese

Spur ab. Ziehen Sie beim Zeichnen den

Finger schnell oder langsam, beeinflusst

das die Geschwindigkeit Ihres Rennwagens.

Anfangs wirkt das Prozedere recht

einfach, doch im Verlauf des Spiels muss

man immer präziser zeichnen, ohne sich

große Fehler zu erlauben. Abwechslungsreiche

Tracks, über 180 Herausfoderungen,

ein großer Fuhrpark sowie die Möglichkeit,

gegen Freunde antreten zu können, machen

das Spiel zu einem Fahr-Vergnügen,

das auch bei Kennern von Racing-Games

keine Wünsche offen lässt.

kostenlos

englisch|Version 1.2.1|46 MByte

★★★★★

2,27 Euro

englisch|Version 1.0.8|8,9 Mbyte + Download

★★★★★

86

02/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Tower-Defense-Spiele

Defense!

Tower-Defense-Games sind schlicht, eignen sich für zwischendurch und machen

auch langfristig Spaß. Wir stellen Ihnen die besten Titel vor. Patrick Neef

Bruce Rolff, 123RF

Anomaly Warzone Earth

Es gibt nicht viele Spielegenres,

bei denen das Ergebnis interessant

ausfällt, wenn man das Spielprinzip

auf den Kopf stellt. Doch genau das

ist bei Anomaly Warzone Earth HD gelungen,

und zwar mit dem Tower Defense

Genre. Normalerweise müssen Sie bei dieser

Art von Spiel Gegnerwellen abwehren,

indem Sie Türme oder Verteidigungsanlagen

bauen. Doch bei Anomaly Warzone

Earth HD sind Sie der Angreifer.

Mit einer Handvoll Einheiten ziehen Sie

durch feindliche Straßen und müssen die

Gegner attackieren oder zumindest deren

Attacken überleben. Dazu stehen Ihnen verschiedene

Fähigkeiten zur Verfügung. Sie

können beispielsweise die Zonen, durch

die Ihre Einheiten fahren, mit Reparaturkits

versehen, sodass die Fahrzeuge beim

Durchfahren repariert werden. Oder Sie

legen Staubflächen an, damit die Angreifer

Sie häufiger verfehlen.

Das, was das Spiel wirklich ungewöhnlich

macht, ist die Planungsphase

vor Beginn des Spiels.

Dann spielen Sie Kommandant

und legen den Weg, den Ihre

Einheiten zurücklegen, genau

fest. Das hat taktische Gründe:

Sie suchen sich so die Gegner

aus oder können je

nach Wahl der Einheiten

aggressiver

oder defensiver vorgehen.

Außerdem

hängt der eingeschlagene

Weg

davon ab, ob Sie

Ihre Missionsziele

erreichen können,

denn manchmal

müssen Sie bestimmte

Zonen

erreichen oder

auch ganz spezielle

Gegner ausschalten.

Anomaly Warzone Earth HD ist visuell

beeindruckend, gut ausbalanciert und umfangreich

genug, um mehrere Stunden zu

unterhalten. Trotz der taktischen Tiefe ist es

auch für zwischendurch bestens geeignet,

da die einzelnen Level nicht besonders lang

sind. Alles in allem ist Anomaly Warzone

Earth HD ein absoluter Top-Titel und eines

der besten Spiele, die Sie bisher für Android

Smartphones bekommen können.

3,69 Euro

englisch|Version 1.18|154 MByte

★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/29030

Apps & Tipps 02/2013 87


spiele-Tipps

Tower-Defense-Spiele

Jelly Defense

Böse Widersacher wandern einen Pfad entlang zum

Ziel, und Sie müssen die Feinde mit Türmen ausschalten.

Sie kaufen sich Türme, indem Sie die Goldstücke,

die beim Beseitigen der Monster anfallen, einsammeln und für

Türme und Upgrades ausgeben. Die Gegner kommen in Wellen

und wollen an Ihre Kristalle, die es zu schützen gilt. Schaut

schaut man genauer hin, sieht man an jeder Ecke, wie viel

Mühe sich die Entwickler gegeben haben. Der Schwierigkeitsgrad

ist vielleicht einen Tick zu schwer, aber nach zwei bis drei Versuchen

hat man bei jedem Level den richtigen Dreh raus.

2,69 Euro

englisch|Version 1.18|66 MByte

★★★★★

Radiant Defense

Radiant Defense ist zunächst ein

typisches Tower-Defense-Spiel:

Gegnerhorden strömen von der

einen Seite zur anderen und dürfen einen

bestimmten Punkt – hier den spiralen Reaktorkern

– nicht erreichen. Für jeden Gegner,

dem das trotzdem gelingt, wird ein Punkt

von einer festgelegten Zahl abgezogen, bei

Null haben Sie schließlich verloren. Entlang

des Pfades setzen Sie die verschiedensten

Waffen ein: Laser gegen Schutzschilde,

Kanonen gegen Einzelgegner, toxische

Kanonen und Raketen gegen viele

Gegner. Radiant Defense gehört zu den

schwersten Tower Defense-Spielen, ist

aber schaffbar. Das Spiel ist kostenlos,

Reinschnuppern lohnt auf jeden Fall!

Babel Rising 3D

Bei Babel Rising 3D dürfen Sie

sich wie ein übermächtiges

Wesen fühlen! Sie wollen den

Turmbau zu Babel verhindern. Dazu werfen

Sie auf die den Turm emporkletternden Arbeiter

Steine und Feuerbälle, erledigen sie

mit Blitzen, jagen sie durch Feuerwände

oder schleudern sie durch Risse im Erdboden

in die Luft. Jede Fähigkeit besitzt eine

Abklingzeit, weshalb Sie genau abwägen

müssen, welche Arbeiter Sie mit welchen

Fähigkeiten wann ins Jenseits schicken.

Ziel: Sie müssen verhindern, dass die Babylonier

den Turmbau vollenden. Eine tolles

und originelles Spiel, das nur manchmal

durch die Kameraperspektive etwas

hektisch werden kann.

kostenlos

englisch|Version 2.0.7|10 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.4|49 MByte

★★★★★

88

02/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Tower-Defense-Spiele

Fieldrunners HD

Das Spiel kommt ganz klassisch daher: Horden von

Soldaten und Fahrzeugen stürmen in Richtung des

Ziels. Ihre Aufgabe ist es verschiedene Türme einzusetzen,

um den Ansturm der Armeen aufzuhalten. Interessant

ist, dass Sie den Laufweg Ihrer Gegner durch das

Setzen der Türme bestimmen – ein grundlegendes

taktisches Element des Spiels. Der bunte Comic-Stil

mag nicht jedem gefallen, ist aber auch heute noch

durchaus zeitgemäß. Nur die hohen Rundenzahlen

pro Level sind auf Dauer etwas arg ermüdend.

2,29 Euro

englisch|Version 1.2|37 MByte

★★★★★

Sentinel 3: Homeworld

Sentinel 3: Homeworld ist ebenfalls

ein klassisches Tower Defense

Spiel mit Science Fiction-

Setting. Sie setzen Türme und bringen so

die Gegnerwellen zur Strecke. Selbstverständlich

lassen sich die Türme aufrüsten.

Nach und nach schalten Sie immer mehr

Karten, Türme und besondere Extras frei.

Der Umfang des Spiels ist riesig: Nicht nur

gibt es eine lange Kampagne, sondern

auch verschiedene Spielmodi wie Endless

und die Möglichkeit, die Kampagne im

Epic-Modus zu spielen. Grafisch ist das

Spiel leider nicht ganz so gelungen, denn

bei der reduzierten Farbpalette aus Grau,

Grün und Braun sieht alles ein wenig

matschfarben aus.

Guns’n’Glory

Auch dieses Spiel hat schon graue

Haare, macht aber noch eine

Menge Spaß. Das liegt an dem

etwas anderen Spielkonzept: Statt Türme

steuern Sie wilde Cowboys, die entlang der

Canyons auf Gegnerwellen feuern – dass

die Gegner Zivilisten sind, macht das Spiel

nicht gerade zum moralischen Aushängeschild

von Videospielen. Die Steuerung der

Cowboys ist manchmal etwas fummelig,

aber ansonsten gibt es nichts zu meckern.

Die Level sind abwechslunsgreich, und die

Menge der Extras und freischaltbaren Ganoven

erfreut jeden Fan des Genres. Besonders

angenehm ist der dynamische

Schwierigkeitsgrad, mit dem das Spiel so

gut wie nie zu einem Frusterlebnis führt.

3,44 Euro

englisch|Version 1.2.7|28 MByte

★★★★★

1,18 Euro

deutsch|Version 1.7.2|18 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 89


spiele-Tipps

Rollenspiele

Rollenspiele

sdmix, 123RF

Alle Links

>

android- user.de/qr/29031

In klassischen Rollenspielen schlüpfen Sie in die Haut eines Kämpfers, Magiers

oder Diebes und kämpfen gegen Orks, Trolle oder dunkle Zauberer. Dass es nicht

immer um eine Fabel-Welt gehen muss, zeigt Devil’s Attorney als unser Rollenspiel-Tipp!

Patrick Neef

Devil's Attorney

Eines gleich vorweg: Für dieses

Spiel ist es mehr als hilfreich,

wenn Sie die englische Sprache

beherrschen. Denn nur dann verstehen Sie

den grandiosen Humor und die verbalen

Angriffe, die Sie als aufstrebender Anwalt

gegen die Ankläger ins Feld führen. Es genügt

natürlich, wenn Sie die grundlegenden

Begriffe der Attacken und der Gegnernamen

verstehen, doch entgehen Ihnen

dann viele lustige Sprüche und ironische

Anspielungen der Protagonisten.

Der eine oder andere mag vom Spielinhalt

enttäuscht sein. Das liegt aber nur daran,

dass das Artwork sich so stark von anderen

Spielen abhebt, dass man hinter diesem

Titel ein waschechtes Adventure-Spiel erwartet.

Solche Erwartungen werden enttäuscht,

denn Devil’s Attorney ist ein rundenbasiertes

​Strategie-Spiel, das sich fast

ausschließlich im Gerichtssaal abspielt.

Dort haben Sie als

überheblicher

Junganwalt pro

Runde eine bestimmte

Zahl

Aktionspunkte zur Verfügung. Diese setzen

Sie ein, um Ankläger oder Zeugen auszuschalten,

Beweise zu entkräften oder die

Wirkung der Ankläger zu mildern.

Ist die gegnerische Seite an der Reihe, zeigt

sich, wie gut Sie Ihre Punkte eingesetzt

haben. Im schlimmsten Fall richten die Beweise

und Personen so viel Schaden an,

dass Sie den Fall verlieren. Aber keine

Sorge, ein „Game Over“ gibt es nicht: Versuchen

Sie den Fall nochmal. Außerhalb

des Gerichtssaals wechseln Sie zwischen

zwei Gebäuden hin und her. In Ihrer Kanzlei

suchen Sie sich die Fälle aus. Spannender

ist es zu Hause, denn dort geben Sie das

bei den Fällen gewonnene Geld für Upgrades

der Wohnung aus, also bessere

Möbel, eine Stereoanlage oder Teppiche.

Jetzt wird es interessant: Die Einrichtungsgegenstände

lassen sich den drei Kategorien

Materialismus, Dekadenz und Eitelkeit

zuordnen. Jeder entsprechende

Einkauf erhöht

Ihre Punkte in

dieser Kategorie, und

neue Fähigkeiten werden

freigeschaltet, die

Sie dann wieder im

Gerichtssaal einsetzen

können. Über 50

Fälle bieten genug

Umfang für diesen

wirklich außergewöhnlichen Titel.

2,86 Euro

englisch|Version 1.0.3|358 MByte

★★★★★

90

02/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Rollenspiele

Pocket RPG

Pocket RPG ist ein kleines, aber feines Abenteuer für die

Hosentasche. Das Spiel ist kein umfangreiches Rollenspiel,

sondern ein kurzweiliges Game in feinster Diablo-

Manier. Mit einem von drei Helden ziehen Sie in den Kampf:

Schwertmeister, Magier oder Fernkämpfer. Sie steuern den Helden

per Dualsticks, wobei Sie ihn mit dem linken bewegen und

mit dem rechten Attacken ausführen. Nun plündern Sie Truhen,

sammeln Beute ein und kämpfen gegen Monster. Viele Monster

geben viel Beute, viel Beute und viel Gold bessere Ausrüstung,

womit die Attacken stärker und mächtiger sind.

1,54 Euro

deutsch|Version 1.21|104 MByte

★★★★★

Organ Trail: Director’s Cut

Wenn uns Spiele-Apps eines gelehrt

haben, dann Folgendes:

Selbst hinter der schwächsten

Optik kann sich ein tiefgründiges Spiel mit

einem sehr großen Umfang verstecken.

Genau diesen Eindruck hinterlässt Organ

Trail: Director's Cut. Als Überlebender einer

Zombie-Apokalypse schleppen Sie sich mit

ihren Mitstreitern von Stadt zu Stadt, erledigen

Aufträge in Form von Minispielen

und haushalten mit Ihrem spärlichen Inventar.

Organ Trail: Director's Cut ist ein

tolles Spiel, das anfangs etwas schwer und

unübersichtlich wirkt, aber dann für umso

mehr Langzeitspaß sorgt und deshalb nicht

nur für Retro-Freunde eine unbedingte

Kaufempfehlung ist.

Royal Revolt

Endlich mal wieder eine erfrischende

Spielidee: Royal Revolt

dreht das Konzept der Tower Defense

Spiele einfach um und schickt Sie

selbst als Angreifer ins Rennen. Sie steuern

einen Helden, der eine echte Armee von

einfachen Soldaten, Bogenschützen, Magiern

und Belagerungswaffen befehligt.

Spielheld, Truppen und Fähigkeiten lassen

sich durch erworbenes Gold aufbessern. In

jedem Level legen Sie eine kurze Strecke

zur Burg zurück, beseitigen Gegner und

Fallen und greifen anschließend die Burg

an. Ab dem achten Level zieht der Schwierigkeitsgrad

merklich an, aber dennoch ist

alles ohne In-App-Käufe machbar. Unsere

Meinung: Unbedingt ausprobieren!

2,30 Euro

englisch|Version 1.6.4|63 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.4.0|269 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 91


spiele-Tipps

Rollenspiele

Order & Chaos Online

Order & Chaos Online erinnert sehr stark an World of

Warcraft: Sowohl Optik und Bedienung als auch die Abläufe

der beiden Spiele sind verblüffend ähnlich. Mit der

Wahl des Volkes entscheidet sich der Spieler gleichzeitig für eine

von zwei verfeindeten Parteien: Menschen und Elfen stehen für

Ordnung, Orks und Untote empfinden demgegenüber Chaos als

anziehend. Nachdem der Charakter erschaffen wurde, geht es

gleich mit den ersten, motivierenden Tutorial-Quests los. Alles in

allem gilt für dieses RPG eine klare Kaufempfehlung, auch wenn

später 12 Euro/​Jahr anfallen.

5,99 Euro

deutsch|Version 1.2.2|967 MByte

★★★★★

Andor’s Trail

In diesem Draufsicht-RPG muss

der Held seinen Bruder namens

„Andor“ finden. Eingebettet in die

Rahmengeschichte finden jedoch haufenweise

Nebenquests statt. Es handelt sich

um eine Open-Source-App, sie ist also kostenlos

und sie wird ständig weiterentwickelt.

Haben Sie ins Spiel hineingefunden,

entfesselt sich schnell Langzeitmotivation.

So ist es dann auch kein Problem, wenn

der Nutzer seinen Helden auf einer langen

Zugfahrt hochlevelt: Der Akkuverbrauch ist

erstaunlich gering. Dies liegt vermutlich

auch an der relativ simplen Retro-Grafik.

Allein schon die detailverliebte Geschichte

ist das Anspielen von Andor’s Trail auf

jeden Fall wert.

Aralon: Sword and Shadow

Das Spiel haben wir erst in der

letzten Ausgabe vorgestellt, es

wäre aber eine Sünde, es deswegen

auszulassen. Aralon Sword & Shadow

ist ein episches Abenteuerspiel im Stil der

Elder Scrolls Serie, spielt sich aber eher

wie ein Singleplayer MMO. Man wählt

einen Helden, steigt im Level auf und erledigt

tonnenweise Quests. Alles schon dagewesen

und aufgrund des Alters nicht besonders

hübsch, aber solide und mit großem

Umfang. Auf dem PC wäre das Spiel

höchstens Durchschnitt, doch eine solch

große Spielwelt in der Hosentasche ist

schon beeindruckend. Rollenspieler kommen

voll auf ihre Kosten, ungeduldige

Spieler haben es anfangs etwas schwerer.

kostenlos

englisch|Version 0.6.12|7,9 MByte

★★★★★

3,69 Euro

englisch|Version 4.53|279 MByte

★★★★★

92

02/2013 Apps & Tipps


Aufbau-Spiele

Sim City, der Klassiker dieses Genres, gibt es leider nicht für Android. Dafür aber

diverse andere tolle Titel, in denen es sich was aufzubauen gilt. Patrick Neef

Spiele-Tipps

Aufbau-Spiele

Cienpies Design, 123RF

Plague Inc.

Plague Inc. geht nur mit einem zugedrückten

Auge als Aufbauspiel

durch, es ist eher ein „Abbau“-

Spiel. Es geht um die Vernichtung der Erdbevölkerung

durch Krankheiten, und erst

wenn der letzte Mensch infiziert ist, gewinnen

Sie das Spiel. Ganz schön morbide,

aber zum Glück gibt es weder Leichen zu

sehen noch müssen Sie das Leid der

Menschheit mit ansehen. Im Gegenteil:

Plague Inc. setzt dem schockierenden

Thema eine sehr nüchterne Maske auf.

Jede Partie beginnt damit, dass Sie einen

Krankheitserreger in einem Land Ihrer Wahl

aussetzen und dann erst einmal abwarten.

Immer mehr Menschen werden sich nun

anstecken, und Sie erhalten Krankheitspunkte.

Diese Punkte geben Sie dann für

Upgrades der Krankheit aus.

Die Schwierigkeit besteht nun

darin, eine Balance zwischen rasender

Verbreitung und Todesrate

der Bevölkerung zu finden.

Sterben die Menschen zu schnell,

kann sich die Krankheit

nicht verbreiten. Benötigen

Sie zu lange für die

Ausbreitung, wird ein Gegenmittel

entwickelt. Ein

in Afrika gestarteter Virus

profitiert von Punkten im Hitzewiderstand,

wenn die Krankheit in den Industrienationen

angelangt ist, sind Punkte in der Medikamentenresistenz

wichtig. Das Spiel kennt

für jede der Krankheiten unterschiedliche

Fähigkeiten-Bäume.

Die kostenlose Basis-Version des Spieles

verfügt über den kompletten Spielumfang,

allerdings können Sie damit die Zeit nicht

beschleunigen, keinen genetischen Code

manipulieren und müssen mit dem Werbebanner

am unteren Bildrand leben.

kostenlos

deutsch|Version 1.1.3|23 MByte

★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/29032

Apps & Tipps

93


spiele-Tipps

Aufbau-Spiele

Game Dev Story

Game Dev Story sieht auf den ersten Blick so aufregend

aus wie eine Tüte Milch. Doch wenn man erst einmal

zwei oder drei Stunden investiert hat, legt man das Android-Phone

nur noch unter Drohung zur Seite. Sie sind der Chef

einer Spieleschmiede und haben bei allen Entscheidungen Ihre

Finger im Spiel: Gehälter, Personal, Finanzen und Entwicklung des

Spiels. Ziel ist es, Ihre Firma zum Erfolg zu führen. Game Dev Story

entwickelt nach einiger Zeit seinen ganz eigenen Reiz, der irgendwann

zum berüchtigten „Noch eine Runde!“-Effekt führt – schlaflose

Nächte sind hier garantiert!

1,88 Euro

englisch|Version 1.1.2|5,6 MByte

★★★★★

Ice Age: Die Siedlung

Ice Age Village hat uns im Test

überrascht. Denn eigentlich hätten

wir erwartet, dass dieses kostenlose

Spiel die Marke „Ice Age“ gnadenlos

ausnutzt, um Spieler nach einer gewissen

Zeit mit In-App Käufen zu gängeln.

Doch wundersamer Weise funktioniert

diese Mischung aus Aufbau und Abenteuer

ohne Kaufzwang. Sie bauen eine kleine

Siedlung auf, verschaffen den Tieren Nachwuchs

und bestehen Aufgaben, für die Sie

eine Ingame-Währung erhalten. Das Spiel

kommt dabei erfreulicher Weise ohne die

Bekanntgabe der eigenen Kreditkartennummer

aus. Ice Age: Die Siedlung eignet

sich perfekt für ein paar Minuten in der

Bahn auf dem Weg in die Arbeit.

Men in Black 3

Men in Black 3 erschien parallel

zum gleichnamigen Kinofilm und

wurde von den Spiele-Experten

von Gameloft entwickelt. Wenn ein so großes

Entwicklerstudio ein Spiel mit einer Lizenz

komplett kostenlos in den Google Play

Store packt, wittern erfahrene Spieler einen

Haufen In-App-Kaufoptionen. Und genau

so ist es auch: Wollen Sie schnell vorankommen

und Wartezeiten vermeiden, sind

In-App-Käufe unumgänglich. Das Spiel ist

aber trotzdem unterhaltsam. Sie arbeiten

Aufträge ab, bauen die Zentrale aus, rekrutieren

Agenten und kämpfen gegen verschiedene

Aliens und andere Gegner.

Kurzum: Das Spiel eignet sich nicht nur für

Fans und ausprobieren kostet nichts.

kostenlos

deutsch|Version 1.0.6|69 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.0.4|584 MByte

★★★★★

94

02/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Aufbau-Spiele

Tiny Tower

In Tiny Tower bauen Sie ein Hochhaus, und zwar vom

ersten Stockwerk bis in den Himmel. Sie kaufen ganze

Etagen, vermieten diese und kümmern sich um die Bewohner.

Denen verpassen Sie Jobs oder kleiden sie neu ein.

Kaufen Sie eine neue Etage, können Sie entweder ein Apartment

für Bewohner oder Geschäfte aus fünf Kategorien bauen. Wenn

das Spiel etwas ins Rollen gekommen ist, fängt es an, richtig Zeit

in Anspruch zu nehmen. Schaut man alle paar Stunden rein und

erledigt seine Aufgaben, ist der Turm bereits nach ein paar Tagen

hochgewachsen. Und genau das motiviert zum Weiterspielen.

kostenlos

deutsch|Version 1.7.0.8|28 MByte

★★★★★

Cosmic Colony

Cosmic Colony ist ein klassisches

Aufbau- und Sammelspiel. Sie

legen Straßen, Fabriken und allerlei

Gebäude an, kümmern sich um das soziale

Gleichgewicht der Bevölkerung und

sammeln dabei Geld ein. Cosmic Colony

ist grafisch hübsch gestaltet und macht

kleinen und großen Spielern Spaß. Ohne

einen Cent auszugeben, können Sie problemlos

über eine Stunde lang spielen. Ab

Level 7 wird es mit den Ressourcen schon

etwas eng, und ab Level 10 hat das Spiel

einen Komplexheitsgrad erreicht, der eher

anspruchsvoll ist. Zudem müssen Sie sich

spätestens hier mit den Gedanken anfreunden,

ein paar Euro in Ihre galaktische Kolonie

zu investieren.

Die Simpsons Springfield

Die Simpsons Springfield folgt

den gängigen Free-to-Play-Prinzipien.

Zu Beginn geht alles ganz

leicht: das erste Haus, die erste Straße, die

erste Mission. Steigt man im Level auf, erhält

man Geld und Donuts, die man wiederum

für Häuser und das Beschleunigen von

Bauarbeiten ausgibt. Irgendwann hat man

dann die Wahl: Entweder wartet man ab,

oder man kauft sich per In-App-Kauf etwas

Geld und Donuts und gibt Gas. Was das

Spiel von anderen abhebt, ist die wirklich

gelungene Umsetzung der Simspons-Welt,

denn hier stimmen Humor und Grafik, und

wer ohnehin schon Fan der Serie ist, wird

mit die Simpsons Springfield eine Menge

Spaß haben.

kostenlos

deutsch|Version 1.0|252 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 4.1.2|40 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 02/2013 95


Einsteiger-Tipps

LTE, HSDPA & Co

LTE und andere Mobilfunkstandards im Überblick

Datenfunk

Geht es um mobiles Internet, prasseln unzählige Abkürzungen wie GPRS, UMTS,

HSDPA und LTE auf den Nutzer ein. Eine Übersicht über die verschiedenen Standards

für den Datenfunk. Kathrin Schmitt, Daniel Dubsky, Christoph Langner

Mit gerade mal 14,4 kBit/​s tröpfelten

die Bits in den Anfangszeiten des

mobilen Internet, mittlerweile geht

es dank LTE rasend schnell mit bis zu 100 MBit/​

s. LTE wird aktuell jedoch nur von einigen modernen

Smartphones unterstützt und ist längst

nicht flächendeckend verfügbar, so dass die

meisten Nutzer via GPRS/​EDGE oder UMTS unterwegs

sind. GPRS ist eine Erweiterung des

GSM-Standards und erreicht 53,6 kBit/​s, die

Weiterentwicklung EDGE bringt es auf 220

kBit/​s. Beide kommen vor allem dann zum Einsatz,

wenn UMTS nicht zur Verfügung steht.

Mit UMTS lassen sich 384 kBit/​s erzielen,

doch die Mobilfunker haben ihre Netze längst

auf die UMTS-Erweiterung HSPA umgerüstet,

mit dem sich im Downstream (HSDPA) immerhin

21,1 MBit/​s übertragen lassen. Ob diese Geschwindigkeit

tatsächlich erreicht

wird, hängt allerdings

zunächst mal von der Hardware

ab, sprich: dem Smartphone.

Denn einige Geräte unterstützen

zwar HSDPA, aber

nur mit 7,2 oder 14,4 MBit/​s.

Abb. 1: Mit LTE erreichen Sie

Geschwindigkeiten, die Sie sonst

nur bei DSL gewohnt sind.

Tatsächliche

Geschwindigkeit

Wie schnell die Datenverbindung

tatsächlich ist, hängt

aber neben der Hardware

auch von den Gegebenheiten

ab: von der Entfernung zur

Basisstation, den Gebäuden in

der Umgebung und der Zahl

der Nutzer. Denn alle Nutzer,

die gleichzeitig in einer Funkzelle

Daten herunterladen

oder ins Internet senden, teilen

sich die maximal verfügbare Bandbreite.

Sind Sie auf einer Massenveranstaltung wie

einem Konzert, wird ihnen weniger Bandbreite

zur Verfügung stehen, als wenn Sie nachts in

einem Wohngebiet unterwegs sind. Dazu

kommt: Wenn alle Nutzer lediglich surfen, also

Daten immer nur kurzfristig beim Seitenwechsel

abrufen, bekommen sie deutlich mehr Bandbreite

ab, als wenn viele Nutzer in Ihrer Funkzelle

gerade große Datenmengen wie zum Beispiel

HD-Filme herunterladen.

HSPA+ und schnelles LTE

Schneller als HSDPA ist der Nachfolger HSPA+

mit derzeit 42,2 MBit/​s im Download, den die

Android-Spitzenmodelle in der Regel unterstützen.

Als Preistipp sei das Google Nexus 4 genannt.

Das 299 Euro teure Google-Handy unterstützt

diesen Modus. Doch der

Mobilfunkstandard der Zukunft

heißt LTE, das mit seinen

bis zu 100 MBit/​s selbst

viele DSL-Anschlüsse toppt.

Allerdings ist LTE noch

nicht überall verfügbar. Die

Telekom bot den schnellen

Datenfunk zum Jahresende

nach eigenen Angaben in 100

Städten an, Vodafone deckte

120 Städte ab, O2 immerhin

Frankfurt/​Offenbach, Köln,

Nürnberg, Dresden sowie

Leipzig/​Halle. Auf den Websites

der Netzbetreiber finden

sich interaktive Karten, die die

Netzabdeckung anzeigen.

Zum Vergleich: Laut Niels Hafenrichter,

Pressesprecher der

Deutschen Telekom, liegt die

96

02/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

LTE, HSDPA & Co

Netzabdeckung bei GPRS/​EDGE um 99 Prozent,

bei UMTS bei rund 90 Prozent.

Android-Phones mit LTE

Derzeit bauen immer mehr Handy-Hersteller

Android-Phones mit LTE-Unterstützung. Selbstverständlich

bieten sämtliche aktuelle Top-Modelle

eine LTE-Option, aber besonders bei LG

finden sich auch günstigere LTE-Androiden im

Angebot. Die neu aufgelegte Optimus L-Serie

mit den Geräten LG Optimus L3, L5 und L7

wird komplett über LTE funken können.

Wer einen LTE-Androiden mitsamt dem Datenturbo

nutzen will, muss sich allerdings vertraglich

binden, denn für ihre Prepaid-Tarife

bieten die Mobilfunker ein LTE-Upgrade bislang

nicht an, auch bei den günstigen Reselleren wie

Aldi, Lidl, Fonic und Co. finden sich entsprechende

Tarife bislang nicht.

LTE-Tarife für Smartphones

Wer die vollen 100 MBit/​s nutzen will, kommt

aktuell nicht an der Telekom vorbei, da Vodafone

und O2 nur maximal 50 MBit/​s bieten.

Prinzipiell ist LTE in allen Complete-Tarifen der

Telekom verfügbar [LINK 1], standardmäßig aber

nur mit Download-Geschwindigkeiten von 21,6

MBit/​s. 100 MBit/​s gibt es erst mit der Speed

Option LTE, die mit monatlich 10 Euro zu

Buche schlägt. Mit dieser verdoppelt sich dann

auch das Datenvolumen – im kleinsten Tarif

Complete Mobil S beispielsweise von 300 auf

600 MByte und im größten Tarif Complete

Mobil XL von 2 auf 4 GByte. Wird das Volumen

überschritten, drosselt die Telekom die Download-Geschwindigkeit

auf 64 kBit/​s.

Aktuelle LTE-Androiden

Modell

Top-Smartphones

HTC One

Sony Xperia Z

Mittelklasse

Sony Xperia V

Huawei Ascend P2

Einsteiger

LG Optimus True HD LTE

LG Optimus L3 aus Serie II

Straßenpreis

600 Euro

580 Euro

455 Euro

399 Euro

225 Euro

129 Euro

Bei O2 hat man die Wahl zwischen zwei Tarifen:

Blue M und Blue L [LINK 2]. Blue M kostet

im ersten Jahr 40 Euro pro Monat. Um ihn für

LTE fit zu machen, wird noch Surf Upgrade M

benötigt, Kostenpunkt: 10 Euro pro Monat. Die

Geschwindigkeit beträgt dann maximal 21,1

MBit/​s, das Datenvolumen 1 GByte – danach

wird auf 64 kBit/​s gedrosselt.

Blue L ist von Haus aus LTE-fähig und kostet

im ersten Jahr 50 Euro pro Monat. Auch hier

beträgt die Geschwindigkeit 21,1 MBit/​s und

das Datenvolumen liegt bei 3 GByte. Mit dem

Surf Upgrade L, das es für 10 bzw. 20 Euro pro

Monat gibt, lässt sich die Datenverbindung auf

50 MBit/​s beschleunigen.

Vodafone bietet mit Red L und Red Premium

[LINK 3] zwei LTE-Tarife für Smartphones an,

beide mit 50 MBit/​s, ersterer aber nur

mit 3 GByte Volumen, letzterer mit 10

GByte. Die monatlichen Kosten belaufen

sich bei Red L auf 80 und bei Red

Premium auf 100 Euro. Flatrates für

Gespräche und SMS in alle deutschen

Telefonnetze eingeschlossen.

Für die Tarife haben wir unberücksichtigt

gelassen, dass die Mobilfunker

in der Regel diverse Rabatte einräumen,

so dass die tatsächlichen

Kosten meist etwas niedriger liegen.

Da sich die Tarife ohnehin häufiger

ändern, ist ein Blick auf die Websites

der Anbieter anzuraten, wenn man

mit dem Gedanken an LTE spielt. ● ● ●

Sony

Abb. 2: Top-Androiden

wie das Sony Xperia Z

funken selbstverständliche

auch über LTE.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29008

Abb. 3: Mit LTE erreichen Sie

Geschwindigkeiten, die Sie sonst

nur bei DSL gewohnt sind.

Apps & Tipps 02/2013 97


Einsteiger-Tipps

NFC Tags nutzen

25081972, 123RF

NFC – so benutzen Sie die neue Technologie schon heute

NFC-Zauber

In puncto NFC gehören Deutschland und Europa noch zu den Entwicklungsländern.

Lesen Sie in diesem Artikel, was die Technologie kann und wie Sie sie schon

heute im Alltag nutzen. Ludwig Hubert

Die Nahfeld-Kommunikation (engl. near

field communication, NFC) ist noch

wenigverbreitet, zumindest in Europa.

Dabei ist es doch ein super Konzept: Aufgrund

der geringen Reichweite von vier Zentimetern

werden Daten drahtlos und trotzdem sicher

übertragen, ohne dass Daten abgefangen werden

oder Fehler bei der Zuordnung entstehen

können. Als Verwendungszweck sind Zahlungen

oder papierlose Zutrittskarten angedacht.

Das mögliche Einsatzspektrum ist aber wesentlich

größer. Im Artikel möchten wir Ihnen zeigen,

wie Sie die Technologie schon heute mit

sogenannten NFC-Tags benutzen können.

Die erste Voraussetzung für die Benutzung

von NFC ist ein Endgerät, das diese Technologie

durch die entsprechende Hardware unterstützt.

Das sind zum Beispiel die Google-Handys seit

dem Nexus S oder eigentlich alle aktuellen Androiden

ab der Mittelklasse, wobei es zunehmend

auch einige NFC-fähige Smartphones

ohne Android-Betriebssystem gibt.

Google Wallet

Natürlich ist auch eine Gegenseite nötig, mit

der das Smartphone über NFC kommunizieren

kann. Aktuell gibt es dazu einige Möglichkeiten,

auch wenn diese größtenteils nicht in

Deutschland verfügbar sind. Einen großen

Schritt in die richtige Richtung hat Google mit

dem Bezahlsystem Google Wallet gemacht. Zusammen

mit NFC ermöglicht die „Google-Brieftasche“

das einfache Bezahlen an Getränkeautomaten,

in Taxis oder an Supermarktkassen.

Dazu hält man das Smartphone einfach kurz an

das dafür vorgesehene Terminal und bestätigt

den Betrag. Abgerechnet wird dann über die in

Google Wallet hinterlegte Kreditkarte.

98

02/2013


Einsteiger-Tipps

NFC Tags nutzen

Abb. 1: Verfügen zwei Android-

Geräte über Version 4.0+ und

NFC, lassen sich Daten beamen.

Abb. 2: Das Hauptmenü von NFC

Task Launcher mit den zahlreichen

Beispiel-Profilen.

Abb. 3: Aufgaben des NFC Task

Launchers, die sich in Aktionen

zusammenfassen lassen.

Die Bahn als Pionier

Eine ähnliche Technik in einem anderen Anwendungsfall

bietet die Deutsche Bahn bereits

heute im Großraum Berlin und Frankfurt, aber

auch bei allen ICE-Strecken: Durch das Halten

des NFC-Gerätes an den Touch&Travel-Punkt

wird man an diesem Bahnhof eingebucht und

kann losfahren. Am Ende der Fahrt muss man

nur noch auschecken, worauf der günstigste

Preis der Fahrtstrecke berechnet und vom Konto

abgebucht wird. Allerdings gibt es hier einige

Res triktionen, die diese Möglichkeit relativ uninteressant

machen, wie beispielsweise die Notwendigkeit

eines Mobilfunkvertrages im Netz

der Telekom, bei Vodafone oder O2.

Auch die Sparkasse wagt mit ihrer NFC-Sparkassen-Cards

girogo einen Vorstoß in den neuen

Markt, aber hier hakt es noch an einigen Stellen.

Die Geldkarten können nur bis zu 20 Euro

direkt vom Konto abbuchen, bis 200 Euro muss

das Guthaben aufgeladen werden, darüber geht

nichts mehr über die Nahfeld-Kommunikation.

Auch der Smartphone-Markt wird völlig vernachlässigt:

Da wäre es doch ein gutes Konzept

gewesen, diese NFC-Bezahlmethode auch auf

NFC-fähigen Handys anzubieten.

Eine weitere Möglichkeit zur Benutzung der

Nahfeld-Kommunikation ist momentan das mit

Android 4.0 eingeführte Android Beam, mit

dem man Inhalte (zum Beispiel Google Maps

Karten, Kontakte, Internetseiten) durch Aneinanderhalten

zweier Smartphones teilen kann.

Auch die PayPal-App [LINK 1] unterstützt die

neue Technologie mit Geldtransfers von Handy

zu Handy. Der Social Network Gigant Facebook

bietet ebenfalls eine App an, die über NFC

funktioniert. Durch einfaches Zusammenhalten

der beiden Telefone fügt die App AddFriend

[LINK 2] den jeweiligen Kontakt der Gegenseite

als Freund hinzu. Eine ebenso interessante

Möglichkeit bietet der Türschlosshersteller Lockitron

mit seinem NFC-fähigen Türschloss an.

So entfällt die Suche nach dem Haustürschlüssel,

und man muss nur das Handy an das

Schloss halten, um es zu öffnen.

NFC selbst gemacht

Eine einfache Möglichkeit die Nahfeld-Kommunikation

schon heute im Alltag zu benutzen,

bieten die sogenannten NFC-Tags. Das sind

kleine Datenträger, die in Form von Aufklebern

oder Scheckkarten erhältlich sind und sich via

Smartphone mit den gewünschten Daten beschrieben

lassen. Auch preislich halten sich

diese Tags mit ein bis drei Euro im Rahmen,

wobei beim Kauf Achtsamkeit geboten ist. Wie

alle anderen Datenträger gibt es nämlich auch

die Near Field Communication Chips in unterschiedlichen

Speichergrößen von 64 Bytes bis

zu vier Kilobytes – beim Kauf eines Tags mit zu

Apps & Tipps 02/2013 99


Einsteiger-Tipps

NFC Tags nutzen

Abb. 4: Um Änderungen vorzubeugen,

lassen sich Tags beim

Schreiben sperren. Dieser Vorgang

lässt sich nicht widerrufen.

geringer Größe kann man womöglich nicht alle

gewünschten Aktionen auf den Tag schreiben.

Formatierte NFC-Tags

In der Praxis hat sich allerdings erwiesen, dass

realistische Anweisungen nie mehr als ein Kilobyte

Platz benötigen – dazu aber später mehr.

Ebenso muss man beachten, dass es oft Probleme

beim Beschreiben nicht formatieter NFC-

Tags gibt. Ein kurzer Vermerk beim Verkäufer

sollte aber genügen, damit dieser die Chips vor

dem Versand noch vorformatiert.

Nach der Anschaffung eines NFC-fähigen

Smartphones und den entsprechenden NFC-

Tags sind also nahezu alle Anforderungen, zumindest

die der Hardware, erfüllt. Was aber

noch fehlt, ist eine entsprechende App, um die

Tags zu beschreiben und um sie entsprechend

auszulesen, da Android selbst hier keine weiterführende

Lösung bereithält. .

NFC Task Launcher

Die wohl bekannteste App in diesem Bereich ist

NFC Task Launcher [LINK 3]. Diese App ermöglicht

es, NFC-Tags mit unterschiedlichen Aktionen

zu beschreiben und diese beim Einlesen

des Tags wieder auszuführen. Die Möglichkeiten

sind groß – man kann fast sämtliche Drahtlosverbindungen

kontrollieren und so etwa

Abb. 5: Aus dem NFC Task Launcher

heraus lassen sich auch

direkt passende NFC-Tags über

das Internet bestellen.

WLAN, Bluetooth oder den

Flugzeugmodus aktivieren.

Ein besonders geeigneter Anwendungsfall

ist hierfür beispielsweise

ein Café, das ohnehin

ein WLAN anbietet. Sofern

die Karte mit den Hotspot-Daten

konfiguriert ist,

muss der Kunde nur noch sein

Smartphone an den Tag halten,

um es automatisch mit

dem drahtlosen Netzwerk zu

verbinden, ohne dass dieser

erst die Zugangsdaten manuell

eintippen muss.

Es ist aber möglich, mit dieser

App noch wesentlich mehr

Sachen zu regeln, beispielsweise

das Öffnen von anderen

Anwendungen oder von bestimmten

Webadressen.

Ebenso kann man sämtliche

Lautstärken ändern oder das Abspielen beziehungsweise

Stoppen von Musik initiieren. Eine

weitere praktische Option ist das Konfigurieren

und Aktivieren des WiFi-Tetherings, was zum

Beispiel durch einen NFC-Tag am Notebook

eine erhebliche Arbeitserleichterung bietet.

Automatisation mit NFC

Auch in der Küche könnte man sich eine praktische

Anwendung vorstellen: Durch einen NFC-

Tag im Backrezept wäre es möglich, den Timer

beziehungsweise Wecker im Smartphone auf

einen bestimmten Wert zu setzen und ihn zu

starten. Hierfür stellt die App NFC Task Launcher

unter „Alarms“ einen Menüpunkt bereit.

Auch Freunde von sozialen Netzwerken kommen

auf ihre Kosten, da es möglich ist, den Latitude-,

Foursquare- und Facebook-Check-in zu

nutzen oder einfach einen Tweet über den NFC-

Tag abzusetzen. Gerade Letzteres funktioniert

problemlos und wäre so auch eine gute Werbung,

zum Beispiel für Cafés. Und wem der

Funktionsumfang der App immer noch nicht

groß genug ist, der kann per Befehl Tasks der

Automatisierungs-App Tasker [LINK 4] ausführen.

In Verbindung mit NFC sind sogenannte Profile

wesentlich praxistauglicher, da die Umschaltung

nicht mehr manuell, sondern einzig

durch das Berühren eines NFC-Tags geschieht.

100

02/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

NFC Tags nutzen

Abb. 6: Über den Task-Switcher lassen

sich praktische Arbeiten erledigen,

zum Beispiel beim Verlas-

So kann man sich zum Beispiel

ein Profil für zu Hause,

für das Auto oder den Arbeitsplatz

anlegen und dieses

jeweils mit einem Profil für

unterwegs auf einem Tag

speichern. Diese Tags legt

man dann zum Beispiel in

den Eingangsbereich oder auf

den Schreibtisch, wodurch

man dort schnell in das entsprechende

Profil wechseln

kann. Im Gegensatz zu diversen

ortsbezogenen Diensten

hat das den Vorteil, dass sich

die Profile wesentlich genauer

regeln lassen und man

den Stromfresse GPS ausgeschaltet

lassen kann.

Der NFC Task Launcher beherrscht

aber nicht nur das sen des Hauses.

Erstellen von Task-Tags, sondern

auch von sogenannten Standard-Tags.

Diese sind nur mit einfachen Informationen,

wie zum Beispiel vCards (Kontaktinformationen),

Internetlinks, URIs für Telefonnummern

oder E-Mails oder einfach nur Text beschrieben.

Das Ganze funktioniert auch sehr gut – die V-

Cards beispielsweise kann man direkt aus dem

Kontaktbuch auswählen und auf den NFC Chip

speichern. Beim Einlesen wird dieser Kontakt

dann direkt geöffnet. Zumindest bei einem genormten

Format, wodurch der Tag quasi von

allen NFC-Lesegeräten als Kontakt erkannt werden

würde, wäre dies ein guter Anwendungsfall

für Visitenkarten.

NFC TagInfo

Wie man also sieht, gibt es alleine durch diese

App und die NFC-Tags schon einen großen Umfang

an Anwendungsmöglichkeiten. Für Leute,

die aber gerne noch mehr Informationen über

die NFC-Tags möchten, gibt es auch Apps, zum

Beispiel NFC TagInfo [LINK 5]. Damit lassen sich

interessante Informationen über die Daten des

Chips auslesen, auch wenn dies eher nur die eigene

Neugierde stillt. Beispielsweise kann man

sich sowohl den Typ, und damit die ISO Norm

des Tags, als auch den Hersteller, aber auch die

Speichergröße und die abgezielten Android-

Klassen anschauen. Außerdem ist es möglich,

Abb. 7: NFC TagInfo liefert Ihnen

zahlreiche Details zu unbekannten

NFC-Tags. Oft sind die aber

eher akademischer Natur.

den Inhalt des Speichermediums auszulesen

oder einfach nur herauszufinden, ob der Tag

wiederbeschreibar ist oder nicht.

Speichergrößen

Prinzipiell ist es sinnvoll, NFC-Chips zu kaufen,

die ungefähr ein Kilobyte Speicherplatz bieten,

da es sich in der Praxis erwiesen hat, dass man

mit diesen keine Speicherplatzprobleme hat.

Normale Tasks zum Regeln von Einstellungen

überschreiten zwar selten 100 Bytes, Kontakte

können aber schon bis zu einige Hundert Kilobytes

an Platz benötigen. Um sich die Speichergröße

besser vorzustellen, hilft vielleicht das

Beispiel, dass etwa 110 Wörter auf einen ein Kilobyte

großen Speichertag passen. Da es kaum

Preis unterschiede bei den Speichergrößen gibt,

kauft man also am besten gleich NFC-Tags mit

ungefähr einem Kilobyte Speicherplatz.

Fazit

Wie man sieht, gibt es einige Möglichkeiten, die

Nahfeld-Kommunikation bereits heute zu benutzen,

sei es durch Angebote Dritter oder

durch die Verwendung von NFC-Tags. In den

USA, in Japan und weiteren Ländern gehört

NFC schon längst zum Alltag. Bleibt zu hoffen,

dass es sich auch in Europa verbreitet und die

Unterstützung zunimmt.

● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/29024

Apps & Tipps 02/2013 101


Die ersten Schritte als Anfänger mit Android

Easy

Android

Neues Handy gekauft? Dann lesen Sie unseren Einsteiger-Guide, der Ihnen die

ersten Schritte mit dem noch unbekannten Google-Betriebssystem erklärt.

Ricarda Riechert, Christoph Langner, Marcel Hilzinger

Dieser Artikel ist für alle Nutzer gedacht,

die gerade ein neues Handy gekauft

haben und sich etwas mehr mit

der bunten Oberfläche auseinandersetzen

möchten. Egal ob ein älters Gerät mit Android

2.3 oder ein Aktuelles. Wir haben für Sie auch

die Neuerungen von Android 4.0 zusammengefasst,

falls Ihr Smartphone in der Zwischenzeit

ein Update auf „Ice Cream Sandwich“ oder

sogar „Jelly Bean“ bekommen hat.. Die Ersteinrichtung

unterscheidet sich von Hersteller zu

Hersteller minimal. Wenn Sie aber das Prinzip,

nach dem die Einrichtung funktioniert,

kennen, dann sollten Sie

auch bei anderen Android-Modellen

zurechtkommen, so groß

sind die Unterschiede

meist

nicht.

Wenn Sie Ihr

Android-Smartphone

geliefert bekommen haben

und es aus der Verpackung nehmen,

setzen Sie es erst einmal zusammen

und laden den Akku auf, je

nach Füllstand des gelieferten Akkus

kann dies etwas dauern. Wenn er vollständig

geladen ist, ziehen Sie das Ladekabel

vom Smartphone ab und schalten

das Gerät über den Power-Knopf ein.

Die grundlegenden Konfigurationen zur Sprache

des Systems und Uhrzeit schaffen Sie mit

Sicherheit von alleine. Entweder geben Sie dort

manuell die entsprechenden Daten ein oder

verwenden Sie verwenden die vom Netz bereitgestellten

Daten. Wichtiger sind die Einstellungen

zur Internetverbindung. Es gibt zwei Wege,

mit denen man auf das Internet zugreifen kann.

Der erste Weg führt über das heimische WLAN-

Netzwerk oder einen Hotspot. Hierzu suchen

Sie das passende WLAN-Netzwerk aus und

geben die Zugangsdaten ein, wenn Sie hierzu

aufgefordert werden.

Für den zweiten Weg nutzt

man das mobile Internet des

Mobilfunkanbieters. Hierzu

sollten Sie

vorher

einen entsprechenden

Datentarif bei

Ihrem Mobilfunkanbieter

buchen, da eine Abrechnung

über Minuten oder kleine

Datenpakete ohne festen Monatspreis

sehr schnell sehr teuer werden

kann. Informieren Sie sich am besten

vorher bei Ihrem Anbieter, welche

Angebote er hat und welche Einstellungen

Sie vornehmen müssen.

Grafiken von Sergey Konyakin, 123RF

102

02/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-tipps

Android für Newbies

Die Einrichtung eines Google-

Kontos ist keine Pflicht, aber

für die Google-Dienste braucht

es eben ein Google-Konto,

ohne dieses lassen sich zum

Beispiel keine Apps aus dem

Play Store installieren. Für die

Einrichtung des Google-Kontos

muss das Smartphone Zugang

zum Internet haben.

Das Google-Konto

Sollten Sie bereits ein Konto

bei Google besitzen und dieses

etwa für Google Mail benutzen,

dann müssen Sie kein

neues Konto anlegen, tragen

Sie einfach dieses ein. Alternativ

lässt sich ein neues

Google-Konto direkt am

Smartphone einrichten. Bei

den meisten Geräten kommen nach der Einrichtung

des Google-Kontos noch herstellerabhängige

Auswahlbildschirme. Im Prinzip ist die

Einrichtung des Gerätes hiermit abgeschlossen

und Sie sollten den Homescreen sehen.

Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Homescreen

komplett anders aussieht. Kaum ein Hersteller

liefert sein Android-Handy in der Standardkonfiguration

aus. Stattdessen passen die

Produzenten die Benutzeroberfläche von Android

immer ein wenig an. Die Hersteller versuchen

so ihrem Produkt – auch wenn sie auf das

gleiche Betriebssystem verwenden – eine eigene

Note zu geben und manchmal auch Funktionen

hinzuzufügen, die andere Hersteller nicht anbieten.

Bekannte Oberflächen sind zum Beispiel

Samsungs Touchwiz oder Sense von HTC.

Die Grundfunktionen

Zu den Grundfunktionen Ihres Android-Smartphones

gehört natürlich das Telefonieren, SMS-

Nachrichten versenden und auch ein Adressbuch.

Über das Hörer-Icon gelangen Sie zur Telefonfunktion,

dort lässt sich eine Telefonnummer

ganz einfach über die Bildschirmtastatur

eingeben. Während des Gesprächs kann man

dieses optional auf den Lautsprecher legen, das

eigene Mikro stumm schalten oder das Gespräch

halten, die Telefon-App bietet dazu für

gewöhnlich entsprechende Schaltflächen.

Abb. 1: Der Homescreen Ihres

Android-Handys ist praktisch der

Desktop des Telefons.

Abb. 2: Natürlich können Sie mit

Ihrem Android-Smartphone auch

ganz normal telefonieren.

SMS-Konversationen werden zusammenhängend

pro Kontakt dargestellt. Versieht man eine

SMS mit einem Anhang, dann wird diese als

MMS versendet. Trotzdem wird sie normal im

Konversationsverlauf angezeigt. Beachten Sie

dabei, dass MMS Gebühren kosten und der

Empfänger ein geeignetes Handy besitzen

sollte, das MMS auch empfangen kann.

Im Adressbuch des Smartphones speichern

Sie ihre Kontakte ab. Neben Telefonnummern

und Emailadressen lassen sich hier auch ein

Foto, die Anschrift oder das Geburtsdatum hinterlegen.

Es gibt auch Apps, die das Adressbuch

um weitere Einträge erweitern, so lassen sich

dann Kontakte mit Facebookprofilen und Messengern

verknüpfen.

Was ist was?

Android zu bedienen, ist kein Kunststück, wenn

man ein paar zentrale Elemente und Begriffe

kennt. Hierbei sind vier Bereiche besonders

wichtig: Der Homescreen, der App-Drawer, die

Notification Bar und die Einstellungen.

• Homescreen: Der Homescreen ist vergleichbar

mit dem Desktop auf Ihrem Computer

mit dem Unterschied, dass es bei Android üblich

ist, mehrere Homescreens zu verwenden.

Android bietet Ihnen die Möglichkeit die

Homescreens nach Ihren eigenen Wünschen

und Vorstellungen einzurichten.

Apps & Tipps 02/2013 103


Einsteiger-tipps

Android für Newbies

Abb. 3: Im App-Drawer finden Sie

alle auf dem Android-Telefon installierten

Apps.

Abb. 4: Ziehen Sie die Notification

Bar von der Oberkante des Bildschirms

herunter.

Abb. 5: Über die Einstellungen

passen Sie das Telefon an ihre

Bedürfnisse an.

• App-Drawer: Bei dem App-Drawer handelt es

sich um die Auflistung aller verfügbaren

Apps. Von dort aus lassen sich Applikationen

starten und auch auf den Homescreen kopieren,

um dort eine Verknüpfung zu ihnen zu

erstellen. Der App-Drawer wird von den Herstellern

meist stark angepasst und kann mehr

oder weniger Funktionen haben.

• Notification Bar: Die Notification Bar befindet

sich am oberen Bildschirmrand und liefert

Ihnen als Statusleiste die wichtigsten Informationen

auf einen Blick. Neben Uhrzeit

und Akkustand erfahren Sie auch die Qualität

Ihrer Netzverbindung und den derzeitigen

Mobilfunk-Empfang. Apps können die Notification

Bar ebenfalls nutzen und Sie über

neue Nachrichten, Mails oder andere Ereignisse

informieren. Für einen schnellen Überblick

lässt sich die Notification Bar herunterziehen.

Bekommen Sie also eine neue SMS

und es erscheint ein Icon oben links im Bildschirm,

erfahren Sie durch das Herunterziehen,

wer Ihnen was geschrieben hat.

• Einstellungen: Die Einstellungen sind das

zentrale Menü für alle Funktionen des Smartphones.

Sie erreichen die Einstellungen generell

immer über den gleichnamigen Eintrag

im App-Drawer. So gelangen Sie zur Übersicht

aller Einstellungsmöglichkeiten für Ihr

Smartphone. Es ist für Sie wichtig zu wissen,

wie Sie in dieses Menü gelangen, denn gerade

in der Anfangszeit möchte man gern

viele Einstellungen vornehmen, um die Funktionen

des Gerätes an das eigene Nutzerverhalten

anzupassen.

Homescreen einrichten

Der tägliche Umgang mit dem Smartphone soll

so intuitiv wie möglich sein. Deshalb lohnt es

sich, wichtige Apps auf den Homescreen zu

legen. Natürlich wird jeder Android-User seinen

Homescreen individuell einrichten, aber wenn

Sie gerade ein wenig ratlos sind wie man es am

Besten machen könnte, gebe wir Ihnen gerne

ein paar Tipps mit auf den Weg.

Den Haupt-Homescreen erreichen Sie immer

durch das Drücken der Home-Taste bzw. des

Home-Buttons und er ist auch sichtbar, wenn

man das Smartphone über den Lockscreen entsperrt.

Dort lässt sich zum Beispiel gut ein Widget

für den Kalender oder das aktuelle Wetter

platzieren. Auch die täglich genutzten Apps

sollten hier ein Plätzchen finden, schließlich

wollen Sie nicht immer den App-Drawer öffnen.

Viele Anwender ordnen die restlichen Homescreens

nach Themen an. Ein Homescreen enthält

dann alle Musik-Apps, ein anderer viele

Widgets und so weiter. Eine thematische Gliederung

ist sehr nützlich, wenn man sein Smartphone

vielseitig einsetzt und nicht lange nach

104

02/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-tipps

Android für Newbies

Abb. 6: Nehmen Sie sich beim

Einrichten Ihres Homescreens

ruhig ein bisschen Zeit.

Abb. 7: Ziehen Sie App aus dem

Drawer per Drag&Drop auf einen

der Homescreens.

Abb. 8: Im Google Play Store stehen

Ihnen mehr als 450.000 Apps

zur Verfügung.

der richtigen App suchen möchte. Chaos kann

auch auf dem Smartphone auf Dauer sehr frustrierend

sein und den Spaß am Gerät verderben.

Daneben gibt es aber auch vielel Nutzer, die

nur den Haupt-Homescreen einsetzen und selten

nach links oder rechts scrollen.

Um eine App auf den Homescreen zu verknüpfen,

hält man das Icon im App-Drawer einfach

lang gedrückt und man bekommt je nach

Hersteller entweder die Möglichkeit, einen Bildschirm

auszuwählen, auf dem die Verknüpfung

angelegt werden soll oder man landet direkt auf

seinem Homescreen und kann die Verknüpfung

darauf hin und her schieben.

Möchte man ein Widget auf den Homescreen

legen, drückt man auf dem Homescreen selbst

einmal lang auf eine freie Stelle und wartet darauf,

dass sich das Kontextmenü öffnet. Achten

Sie aber vorher darauf, dass genügend freier

Platz auf dem Homescreen für das Widget vorhanden

ist. Neue Apps und Widgets bekommen

Sie dank der Anbindung an den Play Store. Dort

finden Sie unzählige Apps mit denen Sie die

Funktionen ihres Smartphones erweitern.

Änderungen ab Android 4.0

Mit Android 4 hat sich beim Einrichten des

Desktop-Hintergrunds und beim Hinzufügen

von Widgets einiges geändert. Ein paar Hersteller

haben das Kontextmenü aus Android 2.3

übernommen, sodass Sie über die Menütaste

auf dem Homescreen weiterhin die Einstellungen

für den Desktop-Hintergrund und für Widgets

finden. Die meisten Hersteller setzen jedoch

nun auf eigene Lösungen, sodass eine allgemeine

Beschreibung recht schwer fällt. Der

Artikel beschreibt im Folgenden, wie Sie unter

einem puren Android 4 (also ohne Änderungen

vom Hersteller) Widgets hinzufügen und das

Hintergrundbild verändern. Weiter unten gehen

wir auch noch auf ein paar Hersteller-spezifische

Details für HTC und Samsung ein.

Um unter Android 4 ein Widget auf dem

Homescreen zu platzieren, wechseln Sie zunächst

zur App-Übersicht. Hier finden Sie einen

Reiter Widgets, der die einzelnen Miniprogramme

enthält. Sie erreichen die Widgets

auch, wenn Sie einfach durch die Apps scrollen,

der Übergang ist fließend. Das Hinzufügen

zum Homescreen geschieht auf die gewohnte

Lockscreen-Widgets

Ab Android 4.2 lassen sich Widgets auch auf

dem Lockscreen ablegen. Das ist praktisch, um

zum Beispiel neue E-Mails zu checken oder

eine SMS zu lesen, ohne dazu das Gerät entsperren

zu müssen. Aktuell funktioniert das

aber nur auf den Nexus-Geräten Nexus 4/​7/​10

und dem Galaxy Nexus mit Android 4.2.2.

Apps & Tipps 02/2013 105


Einsteiger-tipps

Android für Newbies

Abb. 9: Seit Android 4.0 finden Sie

die Widgets in einem eigenen

Abschnitt der App-Übersicht.

Abb. 10: Widgets zu entfernen ist

weiterhin per Wischgeste nach

oben möglich.

Abb. 11: Das Hintergrundbild

ändern Sie bei Android 4 über

einen Druck auf den Homescreen.

Tipp

Am einfachsten ist es, wenn

Sie zunächst auf den Homescreen

wechseln, dem Sie das

Widget hinzufügen möchten

und erst anschließend die

App-Übersicht aufrufen.

Art und Weise, indem Sie das gewünschte Widget

gedrückt halten und anschließend auf einen

der Homescreens ziehen. Standardmäßig landen

die Widgets auf dem Haupt-Homescreen,

wenn Sie aber den Finger gedrückt halten und

nach rechts oder links ziehen, dann können Sie

diese auch einem anderen Screen hinzufügen.

Im Unterschied zu früheren Versionen verhält

sich Android ab Version 4.1 dabei intelligent.

Wenn Sie das Widget an einer Stelle platzieren

möchten, die bereits belegt ist, dann müssen

Sie dazu nichts weiter tun. Das Android-System

verschiebt die restlichen Widgets automatisch.

Nur wenn nicht mehr genügend Platz zur Verfügung

steht, können Sie keine weiteren Miniprogramme

mehr platzieren. Das Löschen eines

Widgets erfolgt wie gewohnt durch gedrückt

halten des Widgets und nach oben ziehen. Anstelle

eines Mülleimers sehen Sie hier ein rotes

X mit der Beschriftung Entfernen. Das Miniprogramm

wird also nicht gelöscht (Sie können es

jederzeit wieder einbauen), nur entfernt.

Deutlich einfacher geworden ist das

Setup eines neuen Hintergrundbilds

oder eines Live-Wallpapers. Dazu

halten Sie einfach den Finger auf

einem freien Bereich eines beliebigen

Homescreens gedrück und wählen

dann aus, ob Sie das neue Bild aus

der Galerie mit Ihren eigenen Bildern,

den Hintergrund-Bildern oder bei den

Live-Hintergründen suchen möchten.

HTC & Samsung

Benutzen Sie ein HTC-Smartphone, dann gibt es

ab Android 4.1 einige kleine Unterschiede. Hier

finden Sie unter den Apps keine Widgets, sondern

müssen den Finger auf einem Homescreen

gedrückt halten, um in die Widget-Ansicht zu

gelangen. Sie sehen dann unten alle Widgets

und oben die verfügbaren Homescreens. Um

ein neues Widget einzurichten, ziehen Sie es

einfach per Drag&Drop auf den gewünschten

Homescreen. Möchten Sie ein anderes Hintergrundbild

einrichten, müssen Sie einen Umweg

über die Einstellungen gehen. Ziehen Sie die

Benachrichtungsleiste herunter und tippen Sie

das Einst.-Icon an. In den Einstellungen klicken

Sie auf Personalisieren und anschließend auf

Hintergrundbild. Erst jetzt erscheint die Auswahl,

ob Sie einen Live-Hintergrund oder ein

normales Hintergrundbild aus der Galerie oder

aus den HTC-Bildern hinzufügen möchten.

Benutzen Sie ein Samsung-Gerät mit Android

4.0 oder neuer, dann finden Sie die Einstellungen

weiterhin über die Menütaste. Hier können

Sie eine einzelne Seite bearbeiten oder die kompletten

Einstellungen öffnen. Widgets lassen

sich auch in der Größe verändern (das funkioniert

auch bei anderen Android-Systemen),

106

02/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-tipps

Android für Newbies

Abb. 12: HTC löst das Hinzufügen

neuer Widgets von allen Herstellern

am elegantesten.

Abb. 13: Google hat natürlich seinen

E-Maildienst Google Mail

sehr gut in Android integriert.

Abb. 14: Mit der in Android integrierten

Navigationslösungen finden

Sie leicht ans Ziel.

indem Sie das Widget gedrückt halten, bis ein

kleiner Rahmen sichtbar ist. An den Punkten

können Sie das Miniprogramm nun in gewissen

Grenzen strecken oder stauchen. Das funktioniert

allerdings nicht mit allen Widgets. Eine

weitere Besonderheit bei Samsung ist das Plazieren

von Widgets, dazu müssen Sie beim Hinzufügen

nicht nach rechts oder links ziehen,

sondern kippen einfach das Smartphone in die

gewünschte Richtung. Das funktioniert allerdings

nur beim Galaxy S3.

Vorinstallierte Apps

Da es sich bei einem Android-Smartphone

streng genommen um ein Google-Smartphone

handelt, befinden sich einige Google-Dienste

bereits vorinstalliert auf dem Smartphone oder

werden direkt nach der Einrichtung des Play

Stores aus dem Internet nachgeladen.

• Google Mail: Wenn man einen Google-Account

besitzt, dann hat man auch automatisch

eine Google-Emailadresse. Über diese

App lassen sich dann die Emails abrufen und

Emails versenden. Mails werden in Echtzeit

gepusht sodass man direkt eine Benachrichtigung

bekommt, wenn eine Email eintrifft.

• Google Maps: Google Maps ist der Kartendienst

von Google, der mittlerweile mehr

kann, als nur Karten anzuzeigen. Integriert

sind zum Beispiel auch noch ein Routenplaner

und ein Staumelder, aber auch ein Branchenverzeichnis.

Google Maps sorgt dafür,

dass man immer weiß wo man ist, selbst

wenn man sich mal an einem Ort befindet,

an dem man sich überhaupt nicht auskennt.

• Google Kalender: Dieser Kalender ist mehr

als nur ein einfacher Terminplaner. Es lassen

sich Termine automatisiert eintragen. Hat

man ein Meeting, kann man einen Termin

auch mit anderen teilen Nutzern teilen und er

erscheint in Ihrem Kalender. Wer viele Termine

hat und die Übersicht nicht verlieren

möchte, wird diese Anwendung sehr schnell

zu schätzen lernen.

• Google Talk: Google Talk ist ein Instant Messenger

von Google mit dem man sowohl über

das Smartphone, einer Weboberfläche, als

auch über verschiedene Multimessenger

chatten kann. Zwar beherrscht er noch nicht

den Versand von Dateianhängen, ist aber zuverlässig

und bietet die Möglichkeit Gespräche

oder Video-Chats zu führen.

• YouTube: YouTube braucht man eigentlich

schon gar nicht mehr vorstellen. Dabei handelt

es sich um das größte Videoportal im des

Internetz. Über die App lassen sich Videos

ansehen, hochladen und auch kommentieren.

Wenn Sie das Smartphone ins Querformat

drehen, dann spielt Ihr Handy das Video

automatisch im Vollbild ab.

● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28763

Apps & Tipps 02/2013 107


Einsteiger-Tipps

Must-have-Apps

Von iOS zu Android: Diese Apps brauchen Sie

Kleiner

Schritt

Alesia-Tsvetaeva, 123RF

Auch wenn einige Leute nur den Kopf

schütteln, wenn man vom Wechsel

vom iPhone zu Android spricht, gibt es

genug Gründe, sich von einem Teil des

Apple-Universums zu verabschieden.

Wir zeigen, was Sie erwartet, wenn Sie

den Schritt gemacht haben. Patrick Neef

Es gibt einige Gründe, vom iPhone zu Android

zu wechseln. Der Hauptgrund ist

die Auswahl: mehr Auswahl bei den Geräten,

mehr Auswahl bei den Apps und mehr

Auswahl bei der individuellen Gestaltung des

Smartphones. Auch die Geschlossenheit – für

die Apple allgemein bekannt ist – bringt nicht

nur Vorteile. Denn der „walled garden“, in dem

man sich befindet, ist zwar sehr schön, aber

über die Mauer hinweg darf man nicht. Ein weiterer

Grund ist der Preis: Viele Android-Modelle

sind bereits für ein paar Hundert Euro erhältlich,

die meisten sind dem iPhone technisch

ebenbürtig. Wer zudem über 500 Euro für ein

Smartphone ausgeben will, bekommt bei Android

Geräte, die technisch deutlich weiter sind,

sprich eine leistungsfähigere CPU, mehr Speicher,

einen MicroSD-Karten-Slot und oftmals

eine bessere Kamera besitzen.

Was erwartet mich?

Doch der Umstieg ist für langjährige iPhone-Besitzer

oft ungewohnt, fast schon „komisch“ und

„seltsam“, so beschreiben die meisten die ersten

Wochen mit ihrem neuen Android-Smartphone.

Und nicht nur das: Auch scheint es einige

Apps, die auf dem iPhone vorinstalliert

sind, unter Android nicht zu geben. Und als

108

02/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Must-have-Apps

Abb. 1: Die App Google Reader

hilft Ihnen, die Übersicht über die

Lieblings-Nachrichtenseiten zu

bewahren.

Abb. 2: Die Werbung stört nicht,

und die Dienste, die sich hinter

dem Reiter Werkzeuge befinden,

sind allesamt sehr nützlich.

Abb. 3: Die ersten Versuche mit Evi

waren ein Reinfall, aber immerhin

wissen wir warum: Evi kann nur

Englisch!

wäre das nicht verwirrend genug, gibt es gravierende

Unterschiede zwischen den Herstellern,

die ihre Smartphones mal mehr, mal weniger

mit Anwendungen und Anpassungen an der

grafischen Oberfläche von Android segnen.

Schluss mit der Verwirrung! Wir sagen Ihnen

als (ehemaligen) iPhone-Besitzern ganz genau,

welche Apps Sie unter Android vermissen

könnten – und welche App Sie sich als würdigen

Ersatz herunterladen sollten.

Google-Dienste

Zunächst einmal empfehlen wir, einige Google-

Anwendungen zu installieren, die nicht vorinstalliert

mit Android daherkommen: Google Reader

(RRS Feeds), Google+ und Google Messenger,

Google Text & Tabellen, Google Goggles,

Google Street View, Google Übersetzer und

Google Earth sind zwar nicht zwingend notwendig,

aber wenn schon Google, dann richtig!

Android Assistant

Unter Android haben Sie mehr Freiheiten, was

aber auch bedeutet, dass Sie sich besser mit

allen Einstellungen auskennen müssen, wenn

Sie beispielsweise den Speicher leeren, Apps

auf die SD-Karte verschieben oder Autostart-

Anwendungen entfernen wollen. Für all diese

Aufgaben empfiehlt sich die kostenlose Anwendung

Android Assistant [LINK 1], die in jeder Hinsicht

gute Dienste leistet. Sehr empfehlenswert

ist die Übersicht der Lautstärken (Reiter Werkzeuge

| Lautstärke Telefon), die man bei Android

pro Kategorie einzeln einstellen kann.

Siri-Ersatz

Das iPhone 5 ist zwar erst ein paar Monate auf

dem Markt, aber wenn Sie dieses Modell besessen

haben, kamen Sie sicherlich in den Genuss

des Sprachassistenten Siri. Siri erleichtert die

täglichen Aufgaben wie Erinnerungen eintragen,

SMS schreiben oder Wetter infos einholen.

Das ist auf Dauer sehr bequem und wird auf

Android Smartphones schmerzlich vermisst.

Doch auch wenn die Alternativen unter Android

nicht ganz so „lebensecht“ wie Siri sind, so

hat doch jeder Android-Nutzer die Gelegenheit,

sich einen solchen Assistenten nachzurüsten.

Ein Großteil der Android-Smartphones ist

vom Hersteller Samsung und kommt oft bereits

mit einem Sprachassistenten daher, den man

durch Gedrückthalten der Hometaste aktiviert.

Dieser basiert auf dem Sprachdienst von Vlingo

[LINK 2], den man, wenn man kein solches

Smartphone besitzt, kostenlos auf Google Play

herunterladen kann. Außerdem sind solche

Sprachassistenten bereits nach dem Erscheinen

des iPhone 4S in großer Zahl erschienen, von

Apps & Tipps 02/2013 109


Einsteiger-Tipps

Must-have-Apps

Abb. 4: Die YouTube App kann

nicht nur auf Videos zugreifen,

Sie können auch eigene Videos

bequem hochladen.

Abb. 5: Die offizielle Twitter App

läuft etwas aktuell etwas ruckelig,

bei den älteren Versionen gibt es

keine Probleme.

Abb. 6: Daran müssen Sie sich

gewöhnen: Unter Android sind

auch Top-Apps sehr oft gratis, wie

hier Finanzen100 Börse.

denen Alice [LINK 3] und Evi [LINK 4] die prominentesten

sind. Evi spricht zwar kein Deutsch,

doch probieren Sie sie einfach mal selbst aus!

YouTube

Das iPhone besitzt eine vorinstallierte App für

YouTube, mit der Sie nicht nur Zugriff auf den

größten Teil der Videosammlung von YouTube

haben, sondern ebenfalls nach Anmeldung mit

Ihrem Google-Konto Favoriten oder eigene

hochgeladene Videos ansehen können. Seltsamerweise

hat nicht jedes Android-Smartphone

die YouTube App vorinstalliert, obwohl You-

Tube ja zu Google gehört. Doch kein Problem:

Die App gibt es natürlich kostenlos im Google

Play Store [LINK 5]. Sie sieht zwar etwas anders

aus als unter iOS, verfügt aber über die gleichen

Funktionen wie das iOS-Pendant und Sie können

Ihre Videos direkt zu YouTube hochladen.

Facetime-Ersatz:

Tango oder Skype

Ah, Facetime. Diese tolle Art der Videotelefonie,

vorausgesetzt, die andere Person hat ebenfalls

ein iPhone oder iPad und ist auch in der Nähe

eines WLAN-Routers. Als Android-Benutzer

gibt es keinen Trick, weiterhin Facetime nutzen

zu können, auch nicht mit anderen Diensten

gekoppelt. Aber vielleicht können Sie die ehemaligen

Facetime-Nutzer in Ihrer Kontaktliste

überreden, sich Skype [LINK 6] oder Tango [LINK 7]

auf dem iPhone zu installieren, denn diese beiden

Apps bieten ebenfalls Videotelefonie, sind

kostenlos und funktionieren auf mehreren Plattformen,

darunter Mac, Windows, iOS und Android.

Und schon sieht Facetime gar nicht mehr

so bemerkenswert aus!

Twitter und Wetter

Mit iOS 5 hat Apple den Kurznachrichtendienst

Twitter fest in das Betriebssystem integriert.

Damit landen auch deren Benachrichtigungen

in der Mitteilungszentrale, die es seit iOS 5 gibt.

Das ist bei Android nicht der Fall, aber selbstverständlich

gibt es auch eine offizielle Twitter

App im Play Store [LINK 8] – und da bei Android

die Benachrichtigungen noch fester integriert

sind, erhalten Sie auch unter Android sofort

eine Benachrichtigung, wenn Sie erwähnt werden

oder Nachrichten erhalten.

Das iPhone hat seit Anbeginn eine eigene,

wenn auch sehr funktionsarme App für die

Wetteranzeige und -vorhersage. Wenn Sie das

auf Ihrem Androiden vermissen, dann sollten

Sie noch einmal ganz genau hinschauen. Denn

jedes Android-Telefon besitzt eigentlich mindestens

ein Widget, das das Wetter anzeigt, und oft

ist ein solches bereits vorab auf dem Home-

110

02/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Must-have-Apps

screen platziert, manchmal

gleich zusammen mit der Zeitanzeige.

Und falls Ihnen das

nicht genügt, so gibt es wie

auch im App Store genügend

Alternativen auf Google Play.

Aktien

Die Aktien App beim iPhone gilt

wohl als meist ignorierte aller

vorinstallierten Apps. Und dennoch

können wir verstehen,

wenn Sie als ehemaliger

iPhone-Benutzer eine solche

App unter Android vermissen.

Kein Problem! Laden Sie sich

die App Finanzen100 Börse

[LINK 9] herunter. Mit ihr sind Sie

in Sachen Finanzen immer auf

dem aktuellen Stand. Die App

ist kostenlos und versorgt Sie

mit News und Aktienkursen.

Und wer möchte, kann sich kostenlos

registrieren und so eine Watchlist einrichten,

mit der Sie Ihre Daten immer auf einem

Blick haben, und das bei Bedarf synchron auf

mehreren Android-Geräten.

Notizen

Kaum zu glauben, aber manche Android-Geräte

besitzen von Haus aus keine Notizen-App.

Dabei ist die Möglichkeit, jederzeit schnell ein

paar Zahlen oder Wörter einzutippen oder

sogar flink eine Sprachnotiz aufnehmen zu können

überaus praktisch. Wir legen Ihnen die App

AK Notepad [LINK 10] ans Herz. Diese Notiz-App

ist einfach gestrickt, kostenlos, ohne Werbeeinblendungen

und lässt sich mit einem kostenlosen

Account mit der Cloud synchronisieren.

Zudem ist die Auflistung aller Notizen sehr

übersichtlich: Sie können Notizen mit Suchbegriffen

aufspüren, mit Labels versehen oder

nach Titel, Zeit oder Änderungsdatum sortieren.

Google Play ist jedoch inzwischen voll von

Notizen-Apps.

Uhr/​Wecker

Android kommt von Haus aus mit einer recht

schlichten Uhr, die aber über ein paar besondere

Features verfügt. Dazu gehört unter anderem

der Nachtmodus und der Dockingstation-

Abb. 7: Any.DO ist eine wirkliche

tolle Anwendung für die Aufgabenverwaltung,

sieht gut aus und

ist kostenlos. Was will man mehr?

Modus. Eine sprechende

Zeitansage gibt es allerdings

nicht, auch fällt der Wecker

recht ziemlich spartanisch

aus, und Zeitzonen werden

auch nur bei bestimmten

Herstellern von Haus aus angezeigt.

Für Abhilfe beim

Wecker sorgt AlarmDroid

[LINK 11], eine sehr beliebte

Wecker-App, die mit vielen

nützlichen Funktionen wie

etwa Zeit- und Wetteransage,

Schlummermodus

durch Umdrehen des Telefons

und vielen Weckmodi

den Wecker des iPhones

locker hinter sich lässt.

To-Do-App

Mit iOS bekam das iPhone

die App „Erinnerungen“, hinter

der sich eine liebevoll gestaltete,

aber auch relativ funk tionsarme To-Do-

App verbirgt. Das gibt es auf dem Android-Phone

nur in Ausnahmefällen von Haus aus, doch

Google Play hat hier einiges zu bieten, allem

voran die Notiz-App Any.DO [LINK 12], die einen

tollen Stil besitzt, regelmäßig Updates erhält und

problemlos mit Googles Aufgabenplaner aus

Gmail synchronisiert werden kann.

Kompass

Zugegeben: Ein Kompass benötigt man heutzutage

nur noch sehr selten. Trotzdem ist diese

nette Spielerei seit langer Zeit auf dem iPhone

vorinstalliert. Es handelt sich dabei um einen

digitalen Kompass, der aber sehr zuverlässig

funktioniert, vorausgesetzt, es befinden sich

keine elektromagnetischen Störfelder in der

Nähe (Metall, Strom).

Grund genug für einige Android-Entwickler,

dem Google Play Store ein paar solcher Kompass-Anwendungen

zu spendieren. Die wohl

beste Android-App in dieser Hinsicht ist Compass

[LINK 13]. Sie erfüllt ihren Zweck sehr zuverlässig

und meldet sich bereits bei kleinen Störungen

mit einer Meldung, dass eine Neukalibrierung

erforderlich ist – ein Zeichen dafür, wie

genau die App in der Regel funktioniert. Sie

können Standorte eintragen und verwalten und

Apps & Tipps 02/2013 111


Einsteiger-Tipps

Must-have-Apps

Abb. 8: Lassen Sie sich von der

schlichten Optik nicht täuschen,

AK Notepad kann mehr als nur

Notizen aufnehmen.

Abb. 9: Mit Endomondo nehmen

Sie Ihre sportlichen Aktivitäten

auf und messen sich mit Ihren

Freunden übers Netz.

Abb. 10: Die Optik ist zwar längst

nicht so schön wie die beim Kompass

des iPhones, dafür funktioniert

die App fehlerfrei.

Alle Links

>

android- user.de/qr/28760

mit einem kostenlosen Catch-Konto auch gleich

Notizen zu Standorten in der Cloud sichern.

Nike + iPod

Eine App, die sich unter iOS ein wenig versteckt,

ist die von Freizeitläufern gern und oft

genutzte Nike App. Mit dieser zeichnen Sie mit

einem Sender im Schuh, der die Schrittfrequenz

misst, Ihre beim Laufen zurückgelegte Strecke

auf und hören sich passend dazu Playlisten und

sogar eigens festgelegte Powersongs an. Diese

App muss unter iOS erst in den Einstellungen

aktiviert und mit dem Sender im Schuh gekoppelt

werden. Eine analoge App gibt es für Android

bisher nicht, da Android aber über Ortungsdienste,

vor allem aber über einen GPS-

Empfänger verfügt, ist das Aufzeichnen von zurückgelegten

Strecken überhaupt kein Problem.

Und das Abspielen von Musik ohnehin nicht.

Als Work around greifen Sie einfach auf zwei separate

Apps zurück. Was die Musik betrifft, so

gibt es von Nike die App Nike BOOM [LINK 14],

die je nach Training oder Workout passend

dazu Musiktitel abspielt. Sie können aber auch

eigens angelegte Wiedergabelisten im Musik

Player anwerfen.

Als passende Sport-App empfiehlt sich der

Endomondo Sports Tracker [LINK 15], mit dem Sie

nicht nur Laufen, sondern jegliche Sportart verfolgen

können, bei der Sie längere Distanzen

zurücklegen. Endomondo Sports Tracker ist

sehr präzise in der Datenerfassung, besitzt

einen großen Funktionsumfang und ist in der

Basis-Version kostenlos. Sie können Herzfrequenzmessgeräte

an die App koppeln, Trainingsdaten

manuell eintragen und sich über

Kopfhörer während des Sports motivierende

Nachrichten anhören. Außerdem liefert die App

Audiofeedback zu Trainingsabschnitten. Besonders

hervorzuheben ist auch die dazugehörige

Endomondo Internet-Community - hier können

Sie ihre Trainningsdaten im Nachhinein analysieren,

sich mit anderen Endomondo-Nutzern

austauschen und sich von Lauf- oder Fahrrarouten,

die Freunde zurückgelegt haben, inspirieren

und motivieren lassen. Nur das Zählen der

Schritte – das funktioniert selbst mit Nike-Sender

im Schuh nicht.

Fazit

Die Liste der Apps, die Sie vom iPhone auf Android

problemlos hinübernehmen können, ließe

sich noch fast beliebig erweitern. Last but not

least verfügt Android über eine sehr aktive

Community. Fragen Sie doch einfach mal nach

Ersatz für eine beliebige iPhone- App – Sie werden

staunen, wie schnell Sie eine gute App-

Empfehlung bekommen.

● ● ●

112

02/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-tipps

Solid Explorer

Dateimanagement mit Stil

Solid Explorer

Noch ein Dateimanager? Muss das sein? Ja, es muss! Der Solid Explorer besticht

durch sein schickeres Äußeres, gute Performance und durchdachte Bedienung.

Christoph Langner

3ddock, 123RF

Der Google Play Store ist voll von

Dateimanagern ähnlicher Bauart.

Wer jedoch ein klein wenig vergleicht,

der findet File-Manager, die mit

zwei Panels arbeiten, die durch Root-Verzeichnisse

navigieren, Dateifreigaben via

FTP, SSH oder Samba (Windows-Dateifreigabe)

einbinden bzw. bereitstellen können,

oder die einfach nur klasse aussehen.

Solid Explorer

Der Solid Explorer [LINK 1] gehört in diese Kategorie,

er erfüllt fast alle diese Kriterien und

legt sogar noch eine Schippe drauf. Den Dateimanager

gab es in der Entwicklungsphase

kostenlos im Play Store, mittlerweile muss jedoch

ein kostenpflichtiger Unlocker [LINK 2]

für 1,54 Euro zugekauft werden.

Die Anwendung empfängt Sie mit einer

Oberfläche, die zwar nicht komplett den Holo-

Richtlinien von Android 4.0 folgt, aber dennoch

optisch und vor allem funktional richtig

viel zu bieten hat. Praktisch ist das Umschalten

zwischen Hoch- und Querformat. Halten

Sie Ihr Handy hochkant, dann wischen Sie per

Fingerzeig nach links bzw. rechts zwischen

den beiden Panels des Dateimanagers hin und

her. Im Breitbild sehen Sie die zwei Spalten

komplett auf dem Display, ähnlich wie man es

zum Beispiel von Norton Commander kennt.

Drag&Drop

In den Standardeinstellungen zeigt Ihnen der

Explorer Dateien und Verzeichnisse in einer detaillierten

Liste mit großen Icons und Vorschaun

02/2013

113


Einsteiger-tipps

Solid Explorer

Abb. 1: Bilder werden in der

Dateiliste immer als kleines

Thumbnail dargestellt.

Abb. 2: Im dunklen Theme passt

der Solid Explorer besser zu Android

4.0. Ice Cream Sandwich.

Abb. 3: Auf einem gerooteten

Handy steigen Sie in die Tiefen

Ihres Androiden hinab.

Alle Links

>

android- user.de/qr/28797

an. Auf Wunsch stellen Sie die Ansicht jedoch

auf größere Icons oder auf eine Liste um, die

Sortierreihenfolge lässt sich natürlich ändern.

Über den Menüpunkt Filter picken Sie gezielt

Objekte mit einem bestimmten Namen oder Dateierweiterung

heraus, Sie können den Filter

auch mit Wildcards im Stile von *.jpg füllen.

Dateien schieben Sie in beiden Ansichten per

Drag&Drop – wie am PC – von einem Verzeichnis

zum Anderen. Alternativ

lässt die die Aktion während

der Drag&Drop-Geste in den

Einstellungen ändern, so können

Sie die Datei auch kopieren,

anstatt sie zu verschieben.

Drücken Sie länger auf

eine Datei, dann erscheint ein

Kontextmenü mit weiteren Dateioperationen

wie Kopieren,

Verschieben, Löschen oder

auch De-/​Komprimieren. Der

Solid Explorer unterstützt

dabei Archive in den Formaten

ZIP, TAR.GZ bzw. TAR.BZ und

RAR. Das Erstellen von Archiven

ist in den Formaten ZIP

und TAR möglich.

Durch einen längeren Klick

auf eine Datei oder ein Verzeichnis

gelangen Sie in die anzeigen.

Abb. 4: Die Dateien lassen sich

auch in einem Raster übersichtlich

Eigenschaften des jeweiligen Objekts, dort erhalten

Sie ausführliche Informationen zur

Größe und – bei Ordnern – auch zur Größenverteilung

der Inhalte, so finden Sie Platzfresser

mit nur wenigen Fingerwischern. Root-Rechte

stellen für den Solid Explorer ebenfalls keine

Hürde da, haben Sie Ihr Handy gerootet, dann

erhalten Sie mit dem Dateimanager Zugriff auf

das komplette System Ihres Androiden. Gut gelöst

ist auch die Suchfunktion,

die Sie über Suchen aus dem

Menü heraus aufrufen. Die

Suche baut auf einem sich

immer wieder aktualisierenden

Index auf, so dass Treffer

schon während des Tippens

erscheinen. Das langwierige

Durchsuchen des Speichers –

besonders bei großen Datenbeständen

– entfällt dank der

cleveren Schnellsuche.

Cloud-Integration

Für die mobilen Netzwerker

unter Ihnen bietet der Solid

Explorer ebenso einiges an

Funktionalität und Konfigurationsmöglichkeiten.

Die App

kann beispielsweise über FTP,

SSH und Samba/​CIFS (die üb-

114

02/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-tipps

Solid Explorer

Abb. 7: Bessere Übersicht: Im Querformat werden beide Spalten

des Dateimanagers zusammen dargestellt.

Abb. 5: Die Properties zeigen

Ihnen umfassende Informationen

zum jeweiligen Ordner an.

liche Netzwerkfreigabe von Windows oder

Linux) Verzeichnisse über das WLAN oder Internet

einbinden. Für Nutzer und Freunde von

Cloudspeicher-Angeboten kann der Solid Explorer

die Dienste Google Drive, Dropbox [LINK 3],

Box [LINK 4], Microsoft SkyDrive [LINK 5] und SugarSync

[LINK 6] integrieren, Sie arbeiten dann

auf den Netzwerkfreigaben, als ob Sie lokale

Ordner öffnen offen hätten. Die Option zum

Abb. 6: Über die Tortengrafik entgeht

Ihnen kein einziger Speicherfresser

mehr.

Mounten der Freigaben finden

Sie in der Gehe zu-Liste über

Ihren Lesezeichen.

Wir hätten uns an dieser

Stelle noch die Integration

aller dieser Serverdienste direkt

in die Solid Explorer-App

gewünscht, sodass Sie direkt aus der Anwendung

heraus Ordner via FTP, SSH oder Samba

für das lokale Netzwerk freigeben können. Immerhin:

Für das FTP-Protokoll haben die findigen

Solid Explorer-Entwickler bereits eine entsprechende

Server-Funktion eingebaut, die sich

direkt in der App unter Menü | Dateifreigabe

aktivieren lässt. Über diese können Sie ein beliebiges

Verzeichnis per FTP freigeben. ● ● ●

Abb. 8: Netzwerkfreigaben werden

transparent in den Verzeichnisbaum

eingebunden.

Abb. 9: Die App kann auch aktiv

als Server fungieren und Verzeichnisse

per FTP freigeben.

Abb. 10: Funktionaler Aufbau: In

den Einstellungen lässt sich auch

das Aussehen der App verändern.

Apps & Tipps 02/2013 115


Tipps & Tricks

Google Play

Tipps & Tricks zum Google Play Store

Shopping-Tipps

Im Play Store finden Sie inzwischen neben den obligatorischen Apps auch

Bücher, Musik und Filme ausreichend Futter für Ihren Androiden. Ein paar kleine

Tipps erleichtern Ihnen die nächste Shopping-Tour im Play Store. Christoph Langner

Bezahlen über die Handy-

Rechnung

Wenn man nach Kritik an Android

sucht, dann werden mitunter die

dürftigen Zahlungsmöglichkeiten im

Google Play Store genannt - jeder Online-Händler

bietet mehr Optionen. Ohne eine Kreditkarte

ging im Google Store bislang noch wenig, was

zu Ärger bei Eltern oder Nutzern führte, die

Google nicht ihre Kreditkartendaten übergeben

mochten. Als Alternative zur Kreditkarte ist die

Bezahlung von Apps inzwischen bei den Mobilfunkbetreibern

T-Mobile, Vodafone und O2

auch über die Telefonrechnung möglich.

Die Zahlung läuft wie gewohnt ab, bei der

Zahlungsmethode wählen Sie aber anstatt einer

Kreditkarte das Abrechnungskonto Ihres Mobilfunkanbieters.

Der fällige Betrag wird dann anschließend

ganz einfach über Ihre monatliche

Telefonrechnung vom Girokonto eingezogen.

Natalia Sheinkin, 123RF

116

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Google Play

Abb. 1: Sehr praktisch: Als Zahlungsmethode

können Sie auf

Google Play ab sofort auch Ihr

Mobilfunk-Konto auswählen.

Abb. 2: Durch die PIN-Nummer

geschützt, können Apps nicht

mehr ohne weiteres Zutun installiert

werden.

Abb. 3: Über den Browser und dem

Google Play Web-Frontend würde

sich das Smartphone deutlich

leichter aufräumen lassen.

Außen vor bleiben allerdings wohl Android

User mit SIM-Karten von Mobilfunk-Discountern

wie Fonic oder Netzclub oder auch Nutzer

mancher Custom-ROMs. Die Bezahlfunktion

scheint nur bei den großen Anbietern zuverlässig

zu funktionieren und wird beim Einsatz von

manch einer alternativen Firmware nicht angeboten.

Auf unseren Testgeräten

mit aktuellem Cyanogen-

Mod funktionierte allerdings

auch diese Zahlungsmethode.

Abb. 4: In den Einstellungen verbieten

Sie Apps nach der Installation

automatisch Widgets auf dem

Homescreen abzulegen.

Google Play mit

PIN sichern

Dass sich Apps aus

dem Play Store nach

wie vor nur mit Kreditkarte

oder die Handy-Rechnung

bezahlen lassen, ist

einer der größten Nachteile

von Android. Eltern können

somit ihren Kindern nicht einfach

eine Guthaben-Karte zur

einfachen und sicheren Bezahlung

von Apps zur Verfügung

stellen. Um den Kindern

dennoch Apps kaufen zu können,

lässt sich der Store mit

einem PIN schützen. Die entsprechende

Option PIN festlegen und ändern

finden Sie in den Einstellungen des Play Store.

Beachten Sie aber, dass dieser Schutzmechanismus

von Google nicht als sichere Lösung angesehen

wird, da sich der PIN durch das Löschen

der Daten der Play-Store-App ohne Probleme

wieder deaktivieren lässt [LINK 1]. Google

empfiehlt den PIN-Schutz in

der Hilfe zum Store [LINK 2] nur

als zusätzliche Hürde vor dem

versehentlichen Kauf kostenpflichtiger

Android-Apps.

Deinstallieren

Wer sein Android-

Handy intensiv benutzt,

der probiert

auch immer wieder neue Apps

durch. Manch eine ist toll und

wird in Zukunft oft benutzt,

andere fliegen gleich wieder

vom Handy. Ein paar Apps

versauern aber auch gerne ungenutzt

auf Ihrem Androiden

und nehmen nur Platz und

Ressourcen weg.

Viele Android User nutzen

das Web-Frontend des Google

Play Stores um bequem durch

Apps & Tipps 02/2013 117


Tipps & Tricks

Google Play

App vom Handy, ohne dass man sein Smartphone

in die Hand nehmen müsste. Zudem lassen

sich Apps auch direkt von dort aktualisieren.

Der nächste Frühjahrsputz kann also getrost

auf Sie zukommen.

Abb. 5: Der Google-Testaccount der Android-User-Redaktion wurde schon mit

Hunderten von Androiden verknüpft.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29049

den Android-Market zu stöbern. Soll aber eine

App aktualisiert oder gelöscht werden, dann

greifen die meisten gleich zum Handy. Seit einiger

Zeit ist es nun aber auch möglich über den

Web-Store Apps zu deinstallieren. Gerade wer

sein Handy mal wieder aufräumen möchte, der

findet hier eine Arbeitserleichtung.

Auf der Webseite http:// play. google. com/ apps

[LINK 3] finden Sie eine Übersicht, über alle mit

Ihrem Google-Konto verknüpften Androiden.

Für jedes Gerät sind dort sämtliche installierten

Apps aufgeführt, der kleine Mülleimer neben

dem Installiert-Button wirft nun die jeweilige

Abb. 6: Nicht mehr benötigte Androiden lassen sich bislang nicht löschen, es ist

nur möglich sie aus dem Play Store auszublenden.

Automatische Icons

abschalten

Stört es Sie, dass viele Apps nach der

Installation automatisch ein Icon auf

Ihrem Homescreen ablegen? Manche

App hinterlässt gleich mehrere Icons, einige wenige

auch gleich Links zu beworbenen Webseiten.

Dieser Unsitte lässt sich jedoch in den Play-

Store-Einstellungen relativ schnell und effektiv

Einhalt gebieten.

Öffnen Sie dazu den Google-Play-Store und

gehen dort über das Menü in die Einstellungen.

Achten Sie hier nun auf die Option Widgets automatisch

hinzufügen, ist sie deaktiviert, dann

ist es Apps nicht mehr erlaubt, automatisch

Icons – oder auch andere Widgets – bei der Installation

auf Ihrem Homescreen abzulegen.

Androiden entfernen

Durchstöbern Sie auf der Suche nach

neuen App-Highlights auch so gerne

das Webfrontend des Play Stores wie

die Android User-Redaktion? Dann stört es Sie

eventuell auch, dass Androiden, die Sie schon

lange nicht mehr benutzen, nach wie vor in der

Liste der Geräte auftauchen, auf denen eine neu

gefundene App installiert werden soll. Bei

Ihnen wird die Liste sicherlich nicht so lang

sein wie bei unserem Android-User-Testaccount,

doch ein bisschen Ordnung schadet hier

mit Sicherheit nicht.

Google erlaubt es bislang nicht, ehemalige-

Androiden komplett aus der eigene Geräte-

Sammlung zu löschen. Doch Ihre nicht mehr

benötigten Geräte lassen sich immerhin ausblenden,

so dass die Geräteliste bei der Installation

neuer Apps ein wenig ausgedünnt und

damit übersichtlicher wird.

Öffnen Sie dazu über das Zahnrad-Icon

rechts oben in der Webansicht des Play Stores

den Link Meine Bestellungen & Einstellungen

[LINK 4] und anschließend den Reiter Einstellungen.

In der Spalte Präsenz deaktivieren Sie nun

über das Feld In Menüs enthalten die Geräte,

die Sie inzwischen nicht mehr benötigen. ● ● ●

118

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Google Maps

Chalong Tawan, 123RF

Tipps & Tricks zu Google Maps

Kartentricks

Die jüngeren Android User unter uns sind wahrscheinlich noch nie in den zweifelhaften

Genuss gekommen, einen verhedderten Faltplan ordentlich zusammenlegen

zu dürfen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Tricks – nicht für die gedruckten

Pläne, sondern für Google Maps! Christoph Langner

Offlinekarten mit Maps

Wer sich öfter im Ausland aufhält, weiß um die

Preise, welche die Mobilfunk-Provider für Roaming

verlangen. Ärgerlich ist dieser Umstand

vor allem, da man sich im Ausland selten gut

auskennt und häufig auf die Hilfe von Karten

angewiesen ist. Hier hilft Google Maps mit sogenannten

Offline Maps weiter. In älteren Versionen

der Maps-App fand sich bereits eine abgespeckte

Variante dieses Tools in den experimentellen

Funktionen, diese konnte jedoch maximal

12 Kacheln mit einer Kantenlänge von 16 Kilometern

abspeichern. Mit den Offline-Karten

sind deutlich größere Bereiche möglich.

Maps erlaubt den Download von Kartenausschnitten

mit einer Kantenlänge von bis zu 100

Kilometern ohne Einschränkung der Anzahl.

Diese Ausschnitte sind dann jeweils etwa 90

MByte groß. Die Download-Option steht jedoch

nur für die Landkarte, nicht für die topologische-

oder Satellitenkarte zur Verfügung. Der

Kartenausschnitt dient allerdings lediglich als

Landkarte mit Standortbestimmung, zur Navigation

oder Ortssuche benötigt Google Maps

nach wie vor eine Internetverbindung. Eine Offline-Navi-App

wie TomTom, Navigon, CoPilot

und Co. ersetzt die Funktion daher nicht.

Maps mit Profil

Wenn jemand eine Reise tut – kann er immer

was erleben, unter Umständen auch böse Überraschungen.

Sofern Sie zu Fuß oder mit dem

Apps & Tipps 02/2013 119


Tipps & Tricks

Google Maps

Abb. 1: Die Offline-Funktion von

Google Maps erlaubt das Speichern

von Kartenausschnitten.

Abb. 2: Der Entfernungsmesser

aus den Google Maps Labs zeigt

das Höhenprofil an.

Abb. 3: Auf Wunsch wird auch bei

einer Route das Höhenprofil der

Strecke eingeblendet.

Fahrrad unterwegs sind, sollten Sie deswegen

vorab nicht nur die Streckenlänge, sondern

auch das Höhenprofil Ihrer geplanten Route

evaluieren, damit Ihnen nicht am ersten größeren

Berg die Luft ausgeht. Hier geht Ihnen die

Messen-Funktion von Google Maps zur Hand,

die Sie jedoch erst in den Google Labs-Einstellungen

aktivieren müssen.

Danach finden Sie rechts unten in der Karte

ein kleines Lineal, das beim

Antippen einen grünen Balken

als Zeichen der Aktivität anzeigt.

Tippen Sie jetzt den

Startpunkt auf der Karte an

und danach den Endpunkt.

Sie dürfen dabei beliebig viele

Zwischenpunkte mit einbeziehen

und so die Route nach Belieben

gestalten.

Am oberen Kartenrand

sehen Sie neben der gemessenen

Entfernung die kumulierte

Steigung sowie den

höchsten Punkt der Strecke.

Diesen signalisiert auch ein

roter Punkt auf der Messstrecke.

Darüber hinaus gibt ein

Diagramm Auskunft über die

Verteilung der Steigungen und

der Gefälle. Das Höhenprofil dem Display.

Abb. 4: Kippen Sie die Karte durch

das Ziehen von zwei Fingern auf

lässt sich auch generell für die Routenberechnung

aktivieren, dazu finden Sie in den Labs

die Option Höhenprofil für Routen.

Kartenfehler melden

Der Stand von Googles Kartenmaterial ist aktuell,

aber auch nicht immer perfekt. Die Vielfahrer

in der Android-User-Redaktion kennen einige

Stellen in Googles Navigationsservice, in

denen der Dienst unsinnige

oder gar verbotene Abbiegehinweise

gibt. Schuld daran

sind kleine Fehler in der Karte,

die man als User an Google

weiterreichen kann [LINK 1].

Kartenfehler lassen sich

über einen kleinen Button mit

dem Titel Problem melden in

der Google-Maps-Karte im

Browser melden, aus der Android-App

heraus ist dies bisher

nicht möglich. Sie benötigen

dafür keinen Google-Account,

dieser wird nur gebraucht,

wenn Sie über das weitere Geschehen

informiert werden

wollen. Google möchte so die

Barriere möglichst gering halten,

jeder soll Kartenfehler

melden dürfen. Google ver-

120

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Google Maps

Abb. 5: Schicken Sie Kartenausschnitte aus Google Maps vom PC auf Ihren Androiden.

spricht die Fehlermeldung innerhalb eines Monats

zu bearbeiten. Aus eigener Erfahrung heraus

dauert es allerdings bis zu drei Monate und

mehrfaches Nachhaken, bis ein Fehler in Googles

Datenmaterial korrigiert wurde.

Google Maps in 3D

Google Maps lässt sich auch in einem 3D-Modus

nutzen. So bekommen Sie einen besseren

Überblick, welches Gebäude wo liegt. Legen Sie

dazu zwei Finger auf das Display und ziehen

Sie die Hand von oben nach unten – schon wird

die Ansicht der Karte geneigt. Sind Sie nah

genug an den Gebäuden, tauchen Häuser und

Bauten wie Kartenhäuschen auf.

Wie gewohnt schieben Sie auch im 3D-Modus

die Karte mit hin und her. Zusätzlich lässt

sich die Perspektive mit einer weiteren Zwei-

Finger-Geste verändern. Wenn Sie einen Finger

auf das Display legen und mit einem Zweiten

eine Kreisbahn um den ersten Finger ziehen,

dreht sich auf die Karte unter Ihrer Hand.

Vom PC aufs Handy

Der Arbeitsabflauf, eine Adresse aus dem Internet-Browser

auf dem Desktop zum Android-

Handy zu übertragen, ist eigentlich ziemlich

anachronistisch, wenn man bedenkt, dass Deskop-Rechner

und Android-Smartphone sehr

stark über das Internet miteinander verknüpft

sind. Es dürfte eigentlich nicht angehen, dass

man eine im Internet recherchierte Adresse am

Handy abtippen muss, um später im Auto zu

dieser zu navigieren.

Mit der Browsererweiterung Chrome to

Phone [LINK 2] des Google-Browsers Chrome

müssen Sie sich dagegen nicht mehr abmühen,

sie übernimmt im Zusammenspiel mit der

gleichnamigen App [LINK 3] das Übertragen von

Kurzinfos wie Links, Telefonnummern oder

eben auch Google-Maps-Links. Entsprechende

Erweiterungen finden sich auch in den Add-On-

Verzeichnissen von Firefox [LINK 4] und Opera

[LINK 5], sie müssen für diese Funktion daher

nicht zwangsweise den Browser wechseln.

App und Erweiterung müssen Sie installieren

und anschließend der Browser-Erweiterung erlauben,

auf Ihr Google-Konto zugreifen zu dürfen.

Von nun an reicht ein Klick auf das Icon

des Browser-Plugins, einen kurzen Moment

später meldet sich Google Maps mit der entsprechenden

Adresse auf Ihrem Handy. Chrome

to Phone übermittelt übrigens auch Links oder

Telefonnummern auf Ihren Androiden ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/29052

Apps & Tipps 02/2013 121


Tipps & Tricks

Google Navi

Nataliia Natykach, 123RF

Tipps&Tricks zu Googles Navi

Navi-Tipps

In diesem Navi-Special zeigen wir Ihnen Tipps und Tricks, über die Sie etwas mehr

aus der im Google-System integrierten Navigationslösung herausholen können.

Christoph Langner

Verkehrslage Opt-Out

Die Google Navigation überträgt während Ihrer

Fahrt mit aktiviertem Navi Daten wie Ort und

Geschwindigkeit an die Google-Server [LINK 1].

Google nutzt die anonymisiert übermittelten

Daten [LINK 2], um die Verkehrslage auf den Straßen

bestimmen zu können. Vergleicht man die

Daten der Autofahrer mit dem Tempolimit auf

der Straße, kann Google in Echtzeit berechnen,

wo Staus sind und wo man freie Fahrt hat.

Falls Sie sich durch diese Datenübermittlung

zu sehr auf das Gaspedal geschaut fühlen, dann

können Sie diese über die Android-Einstellungen

deaktivieren [LINK 3]. Die entsprechenden

Menüpunkte finden Sie auf aktuellen Geräten

mit Android 4.0 unter Standortdienste | Standortdienst

von Google oder auf älteren Androiden

unter Ort | Wireless nutzen. Dadurch geht

Ihnen allerdings auch die grobe Bestimmung

Ihrer Position über die WLAN- und Mobilfunk-

Ortung verloren.

Vogelperspektive

Im Normalfall zeigt Ihnen die Google-Navigation

die Richtung über eine isometrische Ansicht

von schräg oben an. So sehen Sie direkt,

welche Kreuzung vor Ihnen liegt und wie Sie

abbiegen müssen. Um ein bisschen mehr Überblick

zu bekommen, können Sie allerdings auch

die Darstellung in eine Vogelperspektive umschalten.

Drücken Sie dazu einmal kurz auf die

Kompassnadel in der linken oberen Ecke der

122

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Google Navi

Abb. 1: Die übliche Darstellung

der Navigation von schräg oben.

Abb. 2: Aus der Vogelperspektive

sehen Sie sich lotrecht von oben.

Abb. 3: In dieser Darstellung können

Sie aus der Karte zoomen.

Navi-App, ein erneuter Klick auf den Kompass

führt Sie zur gewohnten Darstellung zurück.

Die Darstellung kippt nun um, sodass Sie

eine ebene Karte mit Ihrer Route als blaue Strecken

sehen. Die Karte können Sie nun wie bei

Google Maps mit einem Fingerwisch hin- und

herschieben und auch mit einer Pinch&Zoom-

Geste aus der Karte heraus- bzw. wieder hineinzoomen.

Ab einem etwas größeren Maßstab

sehen Sie auch dichten Verkehr oder gar Staus

als gelben bzw. roten Streckenabschnitt.

Tankstellen und POIs

Während der Fahrt kann die Darstellung weiterer

Punkte (POI) in der Karte wichtig sein, praktisch

sind zum Beispiel Tankstellen oder die

Bankfilialen auf der Strecke. Über zusätzliche

Ebenen blenden Sie diese Informationen in die

Karte ein, die entsprechenden Optionen dafür

finden Sie in dem Einstellungs-Menü rechts

unten in der Navi-App und dann im Menüpunkt

Ebenen. Dort finden Sie schon vordefinierte

Schichten wie Tankstellen, Geldautomaten

und Banken oder eben auch Restaurants.

Sie ergänzen diese Liste um weitere POIs,

indem Sie dazu wieder das Einstellungs-Menü

öffnen und dieses Mal den Eintrag Mehr auswählen.

Daraufhin erscheint ein Menü, über

das Sie nach einem beliebigen Eintrag Suchen

können. Brauchen Sie also nicht einfach nur

eine beliebige Bank, sondern einfach nur eine

Stadtsparkasse oder Raiffeisenbank, dann tragen

Sie Ihre individuelle Ebene hier ein.

Widgets

Die Android-Navigation ist leider etwas karg,

wenn es um zusätzliche Informationen rund

um Ihre Fahrt geht. Ausgewachsene Navi-Apps

zeigen Ihnen an, auf welche Spur Sie wechseln

sollten, wie schnell Sie gerade fahren, wie

schnell Sie eigentlich fahren sollten und in

manch einer lässt sich sogar eine POI-Schicht

mit einer Blitzerdatenbank nachrüsten. Ein Teil

dieser Funktionen lässt sich mit zusätzlichen

Apps nachrüsten, die Ihre Anzeige als Widget

über das Navibild legen. Der Ulysse Speedometer

Pro [LINK 4] etwa zeigt Ihnen Ihre über die

GPS-Antenne exakt bestimmte Geschwindigkeit

als kleinen Tachometer an, auch wenn die

Navi-App im Vordergrund läuft.

Der Tacho leuchtet grün auf, wenn Sie sich in

einem üblichen Geschwindigkeitsband von 30,

50, 60 oder 80 km/​h bewegen und warnt Sie

mit einem roten Signal, wenn Sie die Geschwindigkeit

überschreiten. Leider weiß die App

nicht, wie schnell Sie auf dem Streckenabschnitt

fahren dürfen, die Anzeige basiert nur

auf Ihrer aktuellen Geschwindigkeit. Wer partout

sein Tempo nicht im Griff hat oder öfter

über die Dörfer im schwäbischen Land fährt,

wo vor jeder zweiten Ortsausfahrt ein Blitzer

steht, der ist vielleicht über das Widget der Blit-

Apps & Tipps 02/2013 123


Tipps & Tricks

Google Navi

Abb. 4: Die nächste Tankstelle

liegt gleich rechts vor der Einfahrt

in den Kreisverkehr.

Abb. 5: Dank schwebender Widgets

haben Sie mehr als nur die

blanke Route im Blick.

Abb. 6: In der Navigation haben

Sie dann Ihre wichtigsten Orte

immer schnell zur Hand.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29054

zer.de PLUS App [LINK 5] froh. Die App läuft im

Hintergrund und warnt Sie, wenn Sie sich

einem Blitzer nähern. Dank des Widgets funktioniert

dies auch, wenn eine Navi-App im Vordergrund

aktiv Ihre zu fahrende Route anzeigt.

Die rechtliche Lage rund um Blitzer-Apps für

Smartphones ist bislang noch nicht wirklich

eindeutig geklärt [LINK 6]. Zeigt eine App nur

fest installierte Blitzer an, dann kann diese

durchaus noch im rechtlich unbedenklichen

Rahmen betrieben werden. Apps, die Sie auch

vor mobilen Blitzern warnen, sind nach aktueller

Rechtsprechung allerdings wohl durchweg

Abb. 7: Über den Browser am PC verwalten Sie Ihre markierten Orte

am einfachsten.

verboten - ein heißes Thema, bei dem sich momentan

noch einiges entscheiden könnte.

Favoriten

Treffpunkte, die Sie öfter anfahren, aber zu

denen es keinen Kontakt gibt, legen Sie am besten

über Google Maps [LINK 7] als Favoriten in

Ihrem Google-Maps-Profil ab. Klicken Sie dazu

mit der rechten Maustaste in der Karte auf die

Straße bzw. den Ort und wählen Route von hier

aus dem Kontext-Menü aus. Selektieren Sie jetzt

den kleinen Marker und aktivieren dort den

Stern. Alternativ geht dies auch direkt über

Ihren Androiden. Aus der Google-

Maps heraus selektieren Sie mit

einem längeren Fingerzeig einen

Ort, ein Klick auf den Pfeil nach

rechts bringt Sie zur Übersichtsseite

des Ortes, rechts oben finden

Sie wieder das Sternchen zum

Speichern. Der Punkt erscheint

nun automatisch unter den Markierten

Punkten in der Google-

Navi-App, ein Klick auf den Eintrag

startet die Navigation zum gewählten

Eintrag. Ihre favorisierten

Orte verwalten einfach über die

Google-Maps-Seite auf dem Rechner,

dort können Sie die Einträge

ändern oder direkt löschen. ● ● ●

124

02/2013 Apps & Tipps


Probelesen

ohne risiko

Und Gewinnen!

Einen Acer REVO RL70: Das flüsterleise

Kraftpaket für Multimedia Home

Entertainment im Wert von 249 Euro

• Ultrakompakter Formfaktor (209x209x35 mm)

• Basiert auf AMD Brazos-Plattform für

Full-HD und Games

SONDERAKTION!

Testen Sie jetzt

3 Ausgaben für

NUR 3€*

Telefon: 07131 /2707 274

Fax: 07131 / 2707 78 601

E-Mail: abo@linux-user.de

Mit großem Gewinnspiel unter:

www.linux-user.de/probeabo

* Angebot gilt innerhalb Deutschlands und Österreichs. In der

Schweiz: SFr 4,50. Weitere Preise: www.linux-user.de/produkte


ytedust, 123RF

Die besten Tools aus dem Play Store

Profi-Tools

Handwerker geben sich nicht mit Werkzeug aus dem Baumarkt zufrieden. Sie sollten

das auf Ihrem Handy auch nicht tun! Wir stellen Ihnen die besten Tools für

Ihren Androiden vor. Christoph Langner

Smart Statusbar

Viele Apps nutzen nicht nur den Platz

zwischen Status- und Button-Leiste,

sondern den ganzen Bildschirm. Für

Spiele, Filme oder andere Fullscreen-Apps wäre

das Zeigen der Leiste nur Platzverschwendung.

Allerdings gibt es sehr wohl Situationen, in

denen die Anzeige der Status-Leiste praktisch

wäre. So müssten Sie nicht den Media-Player

oder Ihr Spiel in Richtung Homescreen verlassen,

wenn Sie per „Ding“ über den Eingang

einer Mail oder SMS informiert wurden.

Die kleine, kostenlose und werbefreie App

Smart Statusbar [LINK 1] hilft Ihnen aus. Die Anwendung

läuft als Dienst im Hintergrund und

wird aktiv, sobald eine andere App in den Vollbildmodus

wechselt. Ein Klick auf den oberen

Rand des Handys (egal ob Hochkant oder Quer)

lässt es kurz vibrieren, danach können Sie die

Statusleiste wie gewohnt von der Bildschirmkante

herunterziehen. Lässt man Sie los, verschwindet

Sie wieder komplett im Hintergrund.

Ruhe im Karton dank Shush!

Im Kino, während der Vorlesung oder

im Unterricht sollte man seinen Androiden

ausschalten oder zumindest

auf lautlos stellen, sonst drohen peinliche Situationen.

Jeder Handybesitzer kann davon einoder

mehrere Liedchen singen. Was jedoch,

wenn man nach derartigen Ereignissen vergisst,

das Smartphone wieder lauter zu stellen? Eventuell

verpasst man den einen oder anderen

wichtigen Anruf und ärgert sich.

Setzten Sie daher auf Pst! bzw. Shush!

[LINK 2]. Wenn Sie die Lautstärke des eigenen

Androiden auf lautlos drehen, aktivieren Sie

gleichzeitig die App. Auf deren Startbildschirm

legen Sie anschließend fest, wann sich das eigene

Gerät akustisch wieder zu Wort melden

darf und in welcher Lautstärke das geschieht.

Ob dies bereits nach dem Kinofilm oder erst am

nächsten Tag der Fall sein soll, bleibt dabei dem

eigenen Zeitgefühl überlassen.

Diese einfach zu bedienende App hilft allen

Vergesslichen, die öfters einmal Anrufe verpassen,

weil Sie Ihr Gerät akustisch nicht wahrnehmen.

Das einzige, was jetzt noch fehlt, ist eine

App, die von selbst erkennt, wenn man sich in

den Sessel des Kino- oder Konzertsaals setzt.

Aber vielleicht werden bald in Kinosälen NFC-

Tags eingebaut, die automatisch das Handy in

der Hosentasche auf stumm stellen, wer weiß?

Push-Ads erkennen

Viele App-Entwickler bieten neben

einer kostenpflichtigen, auch eine

kostenlose – aber über Werbung finanzierte

– Version ihrer Anwendung an. Üblicherweise

sehen Sie dann unter oder über dem

126

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Tool-Tipps

Abb. 1: Mit der Smart Statusbar

ziehen Sie die Statusleiste ins Bild,

auch wenn gerade eine App im

Vollbild läuft.

Abb. 2: Shush! schaltet die Lautstärke

nach Ablauf eines Timer

automatisch wieder auf ein wahrnehmbares

Level.

Abb. 3: Welche omniöse Quellehinter

diesen Push-Ads steckt, lässt

sich mit Android-Bordmitteln leider

nicht erkennen.

Anwendungs-Fenster ein kleines Werbebanner,

über das der Entwickler ein kleines bisschen

Geld verdient, wenn Sie auf das Banner klicken.

Allerdings gibt es neben dieser offensichtlichen

Werbe-Methode noch andere Verfahren,

die deutlich nerviger und aufdringlicher sind.

Zu diesen gehören so genannte Push-Ads, die

plötzlich in der Benachrichtigungsleiste Ihres

Androiden auftauchen. Diese Form der Werbung

ist besonders unangenehm, da Sie nicht in

der Lage sind zu erkennen, welche Apps denn

eigentlich für diese Werbung verantwortlich

sind. Besonders im Bereich der 0815-Apps wie

Wallpaper, Klingeltöne oder simple „Mach mit

Android hübsch“-Apps ist diese Art der Werbung

sehr weit verbreitet.

Abb. 4: Lookout Ad Network

Detector zeigt, welche Apps die

nervigen Push-Ads einblenden.

Abb. 5: Der Screen Filter dunkelt

das Display zusätzlich ab, so dass

es sich im Bett besser liest.

Abb. 6: Mit DiskUsage finden und

löschen Sie die größten Speicherplatzfresser

auf Ihrem Handy.

Apps & Tipps 02/2013 127


Tipps & Tricks

Tool-Tipps

Abb. 7: Carbon erstellt Backups

Ihrer Apps und deren Daten auch

ohne Root-Rechte.

Abb. 8: Optional gleicht Carbon

die App-Daten zwischen Ihren

verschiedenen Androiden ab.

Abb. 9: Die Power Toggles lassen

sich auf den Homescreen und die

Benachrichtigungsleiste setzen.

Sollten Sie sich diese Anzeigen eingefangen

haben, dann helfen Ihnen eine Reihe von Push-

Ad-Scannern Ihr Smartphone wieder zu säubern.

Als Tipp möchten wir Ihnen den kostenlosen

Lookout Ad Network Detector [LINK 3]

empfehlen. Die App verzichtet selber auf Anzeigen,

die gefundenen Apps lassen sich mit ihr

gezielt deinstallieren und noch dazu verrät

Ihnen der Ad Network Detector, welche Apps

welche Werbenetzwerke benutzen.

Notbeleuchtung für Android

Die Helligkeit des Displays lässt sich

unter Android über Einstellungen |

Display | Helligkeit recht gut einstellen.

Sie können dort dem System die Regelung

entweder komplett überlassen und eine Automatik

aktivieren, oder aber auch die Helligkeit

über einen Schieber von Hand regulieren - wie

es Ihnen lieber ist.

Allerdings kann in absoluter Dunkelheit

selbst die niedrigste Einstellung noch zu hell

sein. Wenn Sie gerne im Bett auf Ihrem Androiden

lesen und dabei entweder selber geblendet

werden oder durch das helle Licht Ihren Partner/​Ihre

Partnerin nicht stören möchten, dann

sollten Sie sich den Screen Filter [LINK 4] aus

dem Google Play Store installieren.

Die App dimmt das Display über die Einstellungsmöglichkeiten

Ihres Smartphones hinaus

weiter ab, indem die angezeigten Farben abschattiert

werden. Weiß ist nicht mehr strahlend

weiß, sondern Grau. Natürlich verliert das

Bild dadurch an Brillanz, aber wer einfach nur

lesen möchte, der braucht nicht unbedingt

strahlende Farben. Der Grad der Abdunklung

lässt sich in der Anwendung einstellen, sodass

Sie die Helligkeit des Displays an jede erdenkliche

Situation anpassen können.

Für Besitzer von Handys mit einem

AMOLED-Display ergibt sich sogar noch ein

weiterer positiver Seiteneffekt: Das Gerät verbraucht

weniger Strom! Bei einem AMOLED

leuchtet nicht wie bei einem LCD eine Hintergrundbeleuchtung

permanent das komplette

Display aus, sondern jedes Pixel strahlt eigenständig

Licht ab. Je dunkler ein Pixel leuchtet,

desto weniger Strom verbraucht es.

Speicherfresser aufgepürt

Gehören Sie auch zu den Smartphone-Nutzern,

die trotz immer größer

werdenden Speicherkarten nie

ausreichend Speicherplatz auf dem Handy

haben? Dann sind Sie vermutlich ein Daten-

Messie, der nie das Handy aufräumt und jahrealte

Photos oder Videos mit sich herumschleppt.

Nutzen Sie doch den Frühling und

räumen jetzt einmal das Handy auf, doch

womit anfangen?

128

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Tool-Tipps

DiskUsage [LINK 5] zeigt Ihnen

in einer graphischen Übersicht

an, welche Ordner und Dateien

auf der Speicherkarte am

meisten Speicherplatz einnehmen.

Dabei entspricht die dargestellte

relative Größe der

Datei dem tatsächlich eingenommenen

Speicherplatz. Die

größten Brummer, die Sie

nicht mehr benötigen, lassen

sich direkt aus der Anwendung

heraus öffnen oder alternativ

sofort löschen.

Backups

ohne Root

Auch auf dem Android-Smartphone

sollten Backups eigentlich

zum Pflichtprogramm

gehören, schließlich ist das Handy als „Immerdabei-Computer“

einer besonders hohen Wahrscheinlichkeit

unterworfen, eines Tages verloren

zu gehen. Wer Google Mail und andere

Cloud-Dienste benutzt, muss sich zwar wenig

Sorgen um seine Nachrichten und Kontakte machen,

doch hart erkämpfte Spielestände oder

mühsam erstellte Datensätze wären doch eine

Sicherheitskopie wert.

Die App Carbon Backup [LINK 6] setzt auf die

erstmals in Android 4.0 Ice Cream Sandwich

eingebaute ADB-Backup-Methode und braucht

daher als einzige umfassende Backup-App

keine Root-Rechte. Sie führt die zum Erstellen

des Backups nötigen Befehle direkt auf dem

Handy aus und sichert Ihre Daten unmittelbar

auf dem Gerät oder – in der 3,71 Euro teuren

Premium-Version [LINK 7] – auch auf Cloud-Speichern

wie Google Drive, Dropbox oder Box.

Power Toggles Widget

Android liefert mit der Energiesteuerung

ein Widget auf dem Smartphone

aus, über das Sie mit einem Klick

Funktionen wie WLAN oder USB de-/​aktivieren

oder die Regelung der Helligkeit ändern können.

Leider lässt sich dieses Widget nicht anpassen.

Die Power Toggles [LINK 8] ähneln dem

Vorbild fast wie ein Ei dem anderen, doch bietet

es deutlich mehr Optionen an.

Abb. 10: Jedes Power-Toggles-

Widget lässt sich beliebig mit

zahlreichen Schaltern bestücken.

Abb. 11: InstaWifi erzeugt QR-

Codes mit den Logindaten zu

Ihrem WLAN.

So bieten die Power Toggles neben den üblichen

Verdächtigen auch Schalter für das Aktivieren

der Datenfunktion oder das Umschalten zwischen

reinem 2G- und schnellem 3G-Datenfunk

an, auch das Anschalten des Kamera-Blitzes als

Taschenlampe ist möglich. Ebenso lassen sich

Apps und andere Shortcuts aus dem Android-

System als Widget ablegen.

Instant-WLAN ohne Tippen

Ihr eigenes WLAN zuhause oder im

Büro sollten Sie mit einem längeren

Schlüssel sichern. Bei einem kurzen

WLAN-Passwort besteht die Gefahr, dass Angreifer

die Verschlüsselung knacken und ihren

WLAN-Traffic mitschneiden oder sogar über

Dateifreigaben Informationen abgreifen. Allerdings

ist es etwas müßig, ein sicheres Passwort

mit Zahlen und Sonderzeichen über die virtuelle

Tastatur eines Smartphones einzutippen.

InstaWifi [LINK 9] generiert einen QR-Code zu

Ihrem WLAN-Netzwerk, den Sie per Shortcut

mit Freunden oder Bekannten teilen können,

wenn diese Zugriff auf ihr WLAN erhalten sollen.

Alternativ programmiert die App auch

einen NFC-Tag, den Sie – bei aktivierter NFC-

Funktion – nur in die Nähe eines Handys halten

müssen. Auf gerooteten Smartphones liest InstaWifi

den WLAN-Schlüssel direkt aus den gespeicherten

Netzwerkdaten aus.

● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/29062

Apps & Tipps 02/2013 129


Tipps & Tricks

Dateien wiederherstellen

Undelete for Root Users

Ungelöscht

Haben Sie geglaubt, es sei schon zu spät? Undelete for Root Users findet

gelöschte Daten auf der SD-Karte oder im internen Speichers Ihres Androiden

wieder. Allerdings hat das praktische Tool seine Grenzen, die

gesuchten Dateien müssen auf einem Speicherbereich im richtigen

Format liegen, zudem brauchen Sie Root-Rechte. Christoph Langner

Anatoly Maslennikov, 123RF

Es passiert

schneller als

man denkt:

Man macht eine Reihe

von Schnappschüssen,

schaut sich die Bilder in

der Galerie an und sortiert

die schlechten Bilder aus.

Doch gedankenverloren wandern ein paar Bilder

ins Nirwana des Datenspeichers. Mit Undelete

können Sie Bilder und andere Dateien bequem

wiederherstellen, allerdings brauchen Sie

dazu auf dem Smartphone Root-Rechte.

Daten wiederherstellen

Undelete for Root Users [LINK 1] finden Sie theoretisch

kostenlos im Google Play Store. Diese

werbefinanzierte Version fischt sich allerdings

lediglich Bilder aus den gelöschten

Daten heraus. Möchten Sie auch andere

Dateien wie etwa Videos oder PDF-

Dateien vom Handy retten, müssen Sie

zusätzlich noch den kostenpflichtigen

Schlüssel zur Vollversion [LINK 2] auf

Google Play erwerben.

Bilder und anderen Daten,

die wir kurz zuvor von

unserem Testhandy gelöscht

haben, werden

zuverlässig von Undelete

wiederhergestellt.

Auch

wenn wir nach

dem Löschen der

ersten Aufnahmen

eine Reihe

weitere Photos

geschossen

haben, ließen sich

130

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Dateien wiederherstellen

Abb. 1: Undelete for Root Users

funktioniert ausschließlich auf

FAT-formatierten Partitionen.

Abb. 2: Auf den passenden

Datenträgern fand Undelete im

Test gelöschte Daten zuverlässig.

Abb. 3: Am besten arbeitet Undelete

auf Androiden mit einem

zusätzlichen SD-Karten-Slot.

in unserem Test die gelöschten Daten aus der

App heraus erfolgreich wiederherstellen.

Wie bei allen Wiederherstellungs-Tools gilt

jedoch auch bei Undelete: Je mehr Sie auf dem

Datenträger mit den gelöschten Daten verändern,

je mehr neue Daten hinzukommen, desto

unwahrscheinlicher ist das erfolgreiche Wiederherstellen

gelöschter Daten. Nach dem versehentlichen

Löschen von Bildern gilt es also so

schnell wie möglich Undelete zu starten und

der App eine Chance zu

geben, die Daten zu finden.

Dateisystem benutzen. In der Praxis haben

daher Android User mit einem Smartphone

oder Tablet, bei dem sich der Speicher über eine

zusätzliche microSD-Karte erweitern lässt, die

größten Chancen, an gelöschte Dateien wieder

heranzukommen. Android-Smartphones und

-Tablets ohne Kartenslot setzen meist gänzlich

auf EXT4 als internen Speicher, dort bleiben die

Waffen von Undelete schlichtweg stumpf. Testen

Sie daher am besten zunächst die kostenlose

Version der App, bevor

Sie den Unlock-Key kaufen.

Nur für Root-User

Undelete for Root Users funktioniert

– wie der Name schon

vermuten lässt – nur auf

gerooteten Handys, da die

App zwingend Zugriff auf das

Dateisystem des Smartphones

benötigt. Zudem kann Undelete

bislang nur von mit dem

Dateisystem FAT formatierten

Partitionen Daten wiederherstellen,

die Unterstützung für

EXT4 ist laut Entwickler allerdings

schon in Planung. Sie ist

wichtig, da viele Gerätehersteller

mittlerweile den internen

Speicher mit diesem

Abb. 4: Gelöschte Daten liegen

weiter im Speicher, nur der Telefonbucheintrag

zum Finden fehlt.

Daten sicher

löschen

Neben dem Wiederherstellen

von gelöschten Daten können

Sie mit Undelete einzelne Dateien

auch unwiderruflich löschen.

Die Anwendung löscht

dazu die Datei nicht einfach

nur vom Datenträger – also

den Eintrag im Inhaltsverzeichnis

des Dateisystems –

sondern überschreibt sie komplett.

So wird selbst leistungsfähigen

Datenrettungstools die

Arbeit deutlich erschwert,

wenn nicht gar komplett unmöglich

gemacht.

● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/29036

Apps & Tipps 02/2013 131


Rostislav Adamovsky, 123RF

Tipps & Tricks für Android-Fotographen

Hochauflösend

Ob auf Partys oder im Urlaub, die Handy-Kamera ist mit dabei. Daher ist es nicht

verwunderlich, dass das Smartphone bei vielen die Kompaktkamera abgelöst

hat. Wir haben ein paar Tipps für Android-Fotografen. Christoph Langner

Abb. 1: Camcorder Shortcut öffnet

die Kamera-App umgehend im

Camcorder-Modus.

Camcorder

Shortcut

Wenn Sie gerne

Fotos und Videos

mit der Handy-Kamera

aufnehmen, dann stört

es Sie eventuell, dass Android

keinen Shortcut kennt, direkt

die Video-Funktion der Kamera-App

zu starten. Die Kamera-Anwendung

speichert

zwar die aktuelle Auswahl,

doch für ein Schnellschuss-Video

ist es praktisch, wenn

man direkten Zugriff auf die

Video-Kamera hat.

Die kleine, kostenlose App

Camcorder Shortcut [LINK 1]

rüstet diesen Starter nach.

Camcorder Shortcut startet direkt

die Videofunktion Ihres

Androiden, die Kamera des

Handys kann dabei als Fotoapparat

eingestellt bleiben. So

verpassen Sie mit Sicherheit

nicht mehr wichtige Momente

auf Film zu bannen, weil Sie

mit den Einstellungen der Kamera-App

beschäftigt sind.

Standbild bei

Filmaufnahme

Bei Video-Aufnahmen

bemerkt man

ab und an, dass

man die aktuelle Szene gerne

auch als Standbild haben

würde. Theoretisch könnten

Sie das von Ihnen aufgenommene

Video in einem speziel-

132

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Kamera-Tipps

len Player mit Standbild-Funktion öffnen, oder

mit einem Video-Schnittprogramm das Einzelbild

herausziehen, doch die Kamera-App von

aktuellen Androiden macht es Ihnen leichter.

Ab Android „Ice Cream Sandwich“ 4.0 reicht

es während der Aufnahme für einen kurzen

Moment auf das Bild zu tippen, schon landet

die aktuelle Aufnahme als Standbild auf der

Speicherkarte Ihres Androiden.

Camera ZOOM FX

Die in Android integrierte Kamera-

App beherrscht diverse Tricks und Effekte.

Meist wird die Leistung der Kamera

von den Handy-Hersteller zudem noch erweitert.

Besonders HTC und Samsung heben

sich hier besonders hervor, deren Kamera-Apps

verfügen über zahlreiche Effekte oder gar einen

HDR-Modus. Camera ZOOM FX [LINK 2] ist eine

Alternative zur Standard-Kamera und bietet

mehrere Aufnahmemodi und zahlreiche Funktionen

zur Bearbeitung geschossener Bilder.

Neben dem „normalen Modus“ hat Camera

ZOOM FX einen Selbstauslöser im Programm

oder erlaubt es Ihnen, Fotos per Sprachkommando

zu schießen. Außerdem können Sie mit

der App auch Zeitraffer-Aufnahmen, Collagen

oder schnelle Bildfolgen anfertigen. Zum Auslösen

tippen Sie einfach auf das Display oder nutzen

die Hardware-Tasten Ihres Androiden.

Diese lassen sich in den Einstellungen frei mit

Funktionen belegen.

Daneben bringt die App verschiedene Werkzeuge

zum Bearbeiten von Fotos mit. Sie können

Bilder mit Effekten bzw. Filtern wie Spiegeln,

Tilt-Shift, Vintage, Lomo oder einem Film-

Effekt versehen. Auf Wunsch wird schon das

Vorschaubild während der Aufnahme mit den

Effekten versehen. Im Play Store finden sich

zudem zahlreiche weitere Plugins [LINK 3] für die

beliebte Kamera-App. Kostenlos ist Camera

ZOOM FX nicht, allerdings bietet der Entwickler

immer wieder Rabatte zu Aktionen an.

Video-Effekte

Die in Android eingebaute Kamera

kann mehr als einfach nur das was

vor ihr geschieht als Bild oder Video

aufnehmen. Über die in der Kamera-App integrierten

Effekte verzerren Sie „Live“ im aufgenommenen

Video die Gesichter Ihrer Opfer.

Abb. 2: Camera ZOOM FX gehört zu den leistungsfähigsten Kamerea-Apps.

Abb. 3: Bilder lassen sich schon in der Vorschau mit Effekten überlagern.

Abb. 4: Die Effekte verstecken sich im Menü der Kamera. Sie sind nur aktiv, wenn

die Kamera im Video-Modus ist.

Egal ob eine lange Knödelnase, ein riesengroßer

Mund oder überdimensionale Manga-Augen,

die Effekte sind immer ein Lacher wert.

Alternativ können Sie über die Effekte auch

eine Art Bluescreen erzeugen. Spannen Sie

dazu Ihren Androiden in ein Stativ ein – Experimentieren

Sie dazu eventuell mit den Dingen,

Apps & Tipps 02/2013 133


Tipps & Tricks

Kamera-Tipps

Abb. 5: Das Pferdegebiss in der Aufnahme des Android-User-Kollegen erzeugt

der Effekt „Großer Mund“.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29021

die Sie auf Ihrem Schreibtisch stehen haben, bei

uns in der Redaktion hat sich ein schwerer Tesa-

Abroller bewährt – und wählen dann einen der

vorgegebenen Hintergründe oder ein eigenes

Bild als Hintergrund für das Video aus. Sobald

sich nun vor der Kamera etwas ändert, wird

diese Änderung vor das Bild gelegt. Simpel,

aber bei einem möglichst gleichmäßigen Hintergrund

durchaus praktikabel.

Schnappschüsse

Die Möglichkeit, einen tollen

Schnappschuss zu erstellen, ist zeitlich

stark eingeschränkt. Der lustige

Abb. 6: Hier konfigurieren Sie die

Standard-Einstellungen der Insta-

Camera-Bilder.

Abb. 7: Verknüpft man InstaCamera

im Lockscreen, entgeht

einem kein Schnappschuss mehr.

Augenblick, der grandiose Moment, das einmalige

Licht ist oft zu schnell Vergangenheit. Dazu

gesellt sich ein weiteres Problem: Das Zücken

des Handys, das Starten der Kamera-App und

das Suchen nach dem Auslöser dauert oftmals

einfach zu lange. Bis man soweit ist, ist der Wal

während des Whale Spotting vor der isländischen

Küste schon lange wieder abgetaucht.

Doch auch für solche Zwecke gibt es eine clevere

App, die uns im Test vollends überzeugen

konnte. Die InstaCamera [LINK 4] nimmt Ihnen

viele Vorbereitungsschritte ab, es muss nur die

App gestartet werden und schon ist der wertvolle

Schnappschuss im Kasten.

InstaCamera können Sie kostenlos aus Google

Play heraus installieren. Die App legt zwei Einträge

in Ihrem App-Drawer ab, einmal die eigentliche

Kamera-App und einmal eine extra

App zu Konfiguration der Kamera. In dieser

wird auch Werbung angezeigt, die Kamera-App

an sich ist hingegen werbefrei.

In den Einstellungen der InstaCamera müssen

Sie die Auflösung und die Anzahl der zu schießenden

Bilder einrichten; In den Grundeinstellungen

wird immer nur ein einziges Bild bei

einer sehr niedrigen Auflösung erstellt. Die optimale

Konfiguration ist unserer Meinung nach

eine mittlere Auflösung bei drei oder vier Bildern.

Oft sind schnell geschossene Bilder nicht

wirklich scharf, daher sollten von InstaCamera

gleich ein paar Bilder hintereinander

geknipst werden.

Bei der Auflösung sollte

man einen Kompromiss aus

Größe und Speicherzeit eingehen.

Je größer die Auflösung,

desto länger braucht Ihr Androide

zum Speichern des Photos.

Da es ja in erster Linie um

spontane Schnappschüsse

geht, sollte man die Auflösung

daher nicht zu hoch drehen.

Letztendlich packen Sie die

App, wenn möglich, in den

Lockscreen des Handys. Bei

HTC ist das etwa in den Einstellungen

zur graphischen

Oberfläche möglich. So schießen

Sie Bilder schneller, als

Lucky Luke in seinen besten

Zeiten ziehen konnte. ● ● ●

134

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Gerät zurücksetzen

Gunnar Pippel, 123Rf

Das Smartphone zurücksetzen

Werkseinstellungen

Im Optimalfall benötigt ein Smartphone oder Tablet keinen Reset- Button oder

eine Reset-Funktion, da Hard- und Software perfekt aufeinander abgestimmt

sind. Doch mit den Apps kommen die Probleme. Marcel Hilzinger

Apps & Tipps 02/2013 135


Tipps & Tricks

Gerät zurücksetzen

Manche Blogs und

andere Medien bezeichnen

Android

als „das neue Windows“.

Neben Schädlingen und einer

schier unendlichen Hardwareund

Software-Vielfalt stellt

die „Neuinstallation als letzte

Möglichkeit“ tatsächlich eine

Parallele zwischen dem PC-

Betriebssystem von Microsoft

und dem mobilen Betriebssystem

von Google dar.

Allerdings kommt Android

im direkten Vergleich deutlich

besser weg und schont Ihre

Nerven. So müssen Sie sich

bei einem Reset um Ihre persönlichen

Daten und Dokumente

nicht kümmern, da

diese in der Regel auf einer

SD-Karte oder in der Cloud gespeichert werden.

In den meisten Fällen dauert ein Zurücksetzen

eines Android-Tablets oder Smartphones deshalb

nur ein paar Minuten.

Nichts geht mehr

Sämtliche Android-Geräte bieten die Möglichkeit,

das Handy bzw. Tablet wieder auf die

Werkseinstellungen zurückzusetzen. Dabei

gehen sämtliche Einstellungen verloren, die heruntergeladenen

Apps werden gelöscht und Ihr

Android-Smartphone ruft beim nächsten Start

den Assistenten zum ersten Start auf. Einzig die

Daten auf der SD-Karte bleiben bei diesem Vorgang

unberührt. Haben Sie Ihr Smartphone

oder Tablet soeben neu gekauft, lohnt es sich

sogar meistens, das Gerät auf die Werkseinstellungen

zurückzusetzen. Dadurch können Sie

Tipp

Beachten Sie, dass sich der primäre

Google-Account auf Ihrem Android-

Smartphone nicht löschen lässt. Das

Entfernen ist nur durch einen Reset des

Geräts möglich. Zusätzliche Accounts

betrifft diese Einschränkung nicht.

Abb. 1: Der Eintrag für die

Werkseinstellungen befindet sich

je nach Hersteller woanders.

im Assistenten zum ersten

Start zum Beispiel festlegen,

ob und welche Daten Android

an Google übermitteln soll.

Benutzen Sie Ihr Smartphone

hingegen bereits länger

und sind damit eigentlich zufrieden,

dann sollten Sie es

vermeiden, das Gerät wieder

zurückzusetzen, da Sie unter

Umständen zahlreiche Apps

neu installieren und das System

neu einrichten müssen.

Hier lohnt es sich, etwas mehr

Zeit in die Suche nach dem eigentlichen

Problem zu investieren,

zum Beispiel einer

App, die zu viel Akkuleistung

verbraucht. Möchten Sie Ihr

Smartphone auf die Werkseinstellungen

zurücksetzen,

gehen Sie folgendermaßen vor:

• Rufen Sie die den Eintrag Einstellungen aus

der App-Schublade auf.

• Scrollen Sie zum Eintrag Sichern & zurücksetzen

und wählen ihn aus.

• Klicken Sie dort unter Personenbezogene

Daten auf den Eintrag Auf Werkszustand zurücksetzen

beziehungsweise Auf Werkszustand

zurück.

Je nach Hersteller Ihres Androiden finden Sie

diesen Eintrag nicht unter SD-Karte & Telefonspeicher,

sondern im Menü Datenschutz.

Wenn Sie den Eintrag auswählen, zeigt

Android einen Warnhinweis an, welche Anwendungen

und Daten der Reset löschen wird.

Lesen Sie den Hinweis genau durch. Über eine

zusätzliche Checkbox lassen sich bei einigen

Herstellern (zum Beispiel HTC) zudem auch die

Inhalte der SD-Karte löschen. Wählen Sie hier

Auf Werkszustand zurück, startet das Smartphone

nach einem weiteren Warnhinweis neu.

Beachten Sie, dass dabei sämtliche persönlichen

Daten gelöscht werden.

Das Zurücksetzen dauert in der Regel nicht

länger als ein Neustart. Beachten Sie dabei, dass

das Telefon in dieser Zeit nicht funktionsfähig

ist. Nach dem Neustart erscheint zunächst die

PIN-Abfrage, danach startet der übliche Einrichtungsassistent

von Android, wobei es auch hier

unterschiedliche Schritte gibt, je nachdem

136

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Gerät zurücksetzen

ob das Gerät von Samsung,

Motorola, HTC oder einem

anderen Hersteller stammt.

Die wichtigsten zwei Dialoge,

die Sie nicht einfach

so überspringen sollten,

fragen Sie danach, ob

Google Ihre Standortdaten

erfassen darf und ob Sie

Daten für E-Mails, Kontakte

und so weiter manuell

oder automatisch synchronisieren

möchten.

Akkufresser

finden

Ein Reset des Gerätes ist

auch die einfachste und

schnellste Lösung, um Akkufresser

loszuwerden.

Gehören Sie zu den Nutzern,

deren Handy keinen

Arbeitstag durchhält, dann sind Sie entweder

sehr lange im Internet unterwegs oder Sie

haben eine Anwendung installiert, die nicht

genug Strom sparend arbeitet. Meistens fällt

dieses Problem erst ein oder zwei Tage später

auf, und wenn man in der Zwischenzeit bereits

mehrere Anwendungen installiert hat, findet

man oft die schuldige App

nicht mehr. Eine Lösung

für dieses Problem bietet

Android mit Bordmitteln

seit Version 2.3. Die

Akkuanzeige älterer Android-Versionen

listet den

Verbrauch noch nicht

nach App sortiert auf. Hier

sorgen Sie mit der kostenlosen

App OS Monitor

[LINK 1]. Nach der Installation

und dem Start listet

das Programm die Top-

Akkuverbraucher auf.

Hier löschen Sie nun sämtliche

Apps, die Sie nicht

benötigen, viel Batterie

verbrauchen und die Sie

auch selbst installiert

haben. Achten Sie jedoch

darauf, dass die App erst

Abb. 2: Ein Zurücksetzen auf die

Werkseinstellungen löscht sämtliche

Apps und Einstellungen.

Abb. 3: Die App-Ansicht aus den Einstellungen

verrät Ihnen wie viel CPU-

Zeit und Traffic eine App erzeugt.

nach ein paar Stunden Nutzung

wieder verlässliche Angaben

macht!

Apps wieder

installieren

Nach dem Zurücksetzen finden

Sie auf Ihrem Androiden erst

mal nur die Anwendungen,

die der Hersteller mitliefert.

Um wieder an Ihre Lieblings-

Apps zu gelangen, wählen

Sie am besten den Weg über

den Play Store im Browser.

Damit lassen sich in einem

Rutsch zahlreiche Apps ohne

großen Umstand rein stallieren.

Melden Sie sich dazu mit

Ihrem Google-Account gleichzeitig

auf dem Smartphone und

auf einem PC im Store an und

wählen Sie anschließend im

Browser unter http:// play. google. com oben

rechts den Menüpunkt Meine Android Apps.

Hier finden Sie sämtliche installierten Apps, die

Sie nun über einen Klick auf Installieren auf Ihr

Smartphone schicken. Das Handy muss dazu

nicht per USB-Kabel verbunden sein, Google

schickt die Apps über das Internet auf Ihr

Gerät. Alternativ finden Sie

auch in der Play Store-App

unter den Einstellungen einen

Menüpunkt Meine Apps, über

den Sie die Neuinstallation der

Anwendungen starten können.

Fazit

Den Reset-Knopf zu drücken

und das eigene Handy oder Tablet

wieder auf die Werkseinstellungen

zurückzusetzen,

empfiehlt sich vor allem gleich

nach dem Kauf oder nach den

ersten Experimenten mit diversen

Apps. Auch wenn Sie Ihr

Gerät verkaufen wollen, sollten

Sie diese Funktion unbedingt

nutzen. Die Neuinstallation der

beliebtesten Apps bereitet über

den Play Store im Browser keinerlei

Probleme.

● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28773

Apps & Tipps 02/2013 137


Tipps & Tricks

Prepaid-Kreditkarten

Prepaid-Kreditkarten für Google Play

Kreditkarten

coliap, 123RF

In Amerika ist es üblich, dass man auch die Brötchen beim Bäcker mit der Kreditkarte

zahlt. Hierzulande tun sich hingegen viele noch schwer mit dem Plastikgeld.

Zu Unrecht, wie unser Artikel zeigt. Mirko Mahlberg

Ab 12 Jahren

Prepaid-Kreditkarten ermöglichen auch Minderjährigen

den Einkauf auf Google Play. Das

Mindestalter beträgt dabei 12 Jahre. In den

meisten Fällen ist zur Erstellung die Unterschrift

der Eltern nötig. Es gibt jedoch auch

(ausländische) Anbieter, die nur mit einer gültigen

E-Mail-Adresse eine Prepaid-Karte ausstellen.

Trotzdem sollte man dem Nachwuchs

beim Online-Kauf auf die Fing schauen.

Google Play verfügt über ein sehr umfangreiches

und tolles Angebot. Wer

jedoch Apps, Musik, Bücher oder

Filme im Play Store kaufen möchte, muss in

den meisten Fällen über eine Kreditkarte verfügen.

Über die Mobilfunkrechnung kann man bis

jetzt nur bei den großen Providern (T-Mobile,

Vodafone und o2 bezahlen). Mit Ausnahme von

o2 kann man per Telefonrechnung aber nur

Apps kaufen, keine Bücher, Filme oder Musik.

Sie brauchen also eine Kreditkarte. Sind Sie

über 18 Jahre alt und verfügen über ein regelmäßiges

Einkommen, dann setzen Sie sich dazu

am besten mit der Bank Ihres Vertrauens in Verbindung.

Falls Sie noch keine 18 Jahre alt sind

oder über kein regelmäßiges Einkommen verfügen,

dann empfiehlt sich eine Prepaid-Kreditkarte.

Diese funktioniert ebenso wie die üblichen

Kreditkarten, muss aber immer wieder

mal aufgeladen werden. Auch die Kosten fallen

in den meisten Fällen nicht höher aus. Im Folgenden

stellen wir Ihnen vier Typen vor.

Kalixa Card

Die Kalixa Card [LINK 1] wird von

einer englischen Bank ausgegeben

und ist für diejenigen interessant,

die fast nichts für die Nutzung der Kreditkarte

ausgeben möchten. Es fällt nur eine

einmalige Ausstellungsgebühr von 4,95 Euro

an. Die Grundgebühr, das Aufladen und die

Nutzung dieser Kreditkarte sind kostenlos. Der

Fremdwährungseinsatz beträgt ebenfalls 0 Prozent.

Wenn Sie mit der Kalixa Card am Automaten

Geld abheben möchten, berechnet die

Firma hinter der Karte zwischen 1,75 und 2,25

Euro. Beim Bezahlen entstehen keine Kosten.

Die Karte ist einfach zu beantragen. Sie benötigen

für den Bestellprozess keinen Personalausweis.

Es findet somit auch keine Schufaprüfung

statt.Die Nachteile der Kalixa Card liegen bei

der Nicht-Nutzung: Ab dem sechsten Monat

fällt eine Nichtnutzungsgebühr von 0,99 Euro

pro Monat an, wenn Sie die Karte nicht nutzen.

138

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Prepaid-Kreditkarten

Zudem müssen Sie bei der Beantragung

volljährig sein. Die Kalixa

Card ist drei Jahre lang gültig,

dann brauchen Sie eine neue.

Wirecard

Die wohl bekannteste

Prepaid Kreditkarte

auf dem

Markt ist die Wirecard [LINK 2],

eine komplett virtuelle Kreditkarte.

Pro Aufladung fällt hier ein

Euro Gebühr an. Die Karte selbst

und die Nutzung sind kostenlos,

der Fremdwährungseinsatz beträgt

1,5 Prozent. Zur Schnäppchenjagd

ist die Wirecard allerdings

nicht gedacht, denn es gibt

keine Möglichkeit, die (virtuelle)

Karte sofort aufzuladen. Einmal

aufgeladen, eignet sich die Wirecard

aber perfekt für das Einkaufen bei Google

Play und in vielen anderen Internetshops.

MasterCard Neteller

Die MasterCard Neteller Kreditkarte

[LINK 3] ist besonders für Sicherheitsfanatiker

interessant.

Denn neben der Plastikkarte gibt es auch noch

eine virtuelle Version, die es in sich hat. Für

jede Zahlung können Sie nämliche eine gänzlich

neue Kreditkartennummer generieren lassen.

Diese ist dann für einen Monat gültig. Es

gibt keine Grundgebühr, und die Plastikkarte

und die virtuelle Version sind komplett kostenlos.

Geld können Sie ebenfalls kostenlos per Sofortüberweisung,

EC-Karte, Giropay und weiteren

Diensten auf die Karte verschieben. Mit sofortüberweiung.de

wird das Geld beispielsweise

direkt auf Ihrer Neteller-Karte gutgeschrieben.

Die Nutzung kostet ebenfalls keinen einzigen

Cent. Der Fremdwährungseinsatz beträgt

2,95% vom Umsatz, pro Abhebung an einem

Geldautomaten werden 4 Euro fällig. Bei Verlust

der Karte oder wenn Sie das Konto schließen

möchten, müssen Sie stolze 15 Euro bezahlen.

Auch bei Nachforschungsaufträgen oder Unterlagenauskunft

schlägt die Neteller Karte mit 15

Euro zu Buche. Eine Nichtnutzungsgebühr gibt

es auch. Diese beträgt bis zu 30 US Dollar pro

Jahr, wenn die Karte 14 Monate lang überhaupt

nicht genutzt wurde. Zur

Beantragung der Neteller-

Karte müssen Sie allerdings

mindestens 18 Jahre

alt sein.

PayandgoCard

Die PayangoCard

richtet

sich speziell

an Jugendliche und

Kinder ab 12 Jahren. Vor

allem Jugendliche besitzen

größtenteils Android-

Smartphones und können

durch den Kreditkarten-

Zwang von Google meistens

keine einzige Google

Play-App kaufen. Die PayangoCard

ist in diesem

Fall die perfekte Lösung.

Ein großer Vorteil der Karte besteht darin, dass

es 1% Guthabenverzinsung gibt, und Sie sich

das Motiv auf der Karte frei auswählen können

(Premium-Motive kosten allerdings 5 Euro

extra). Da diese Kreditkarte auch auf Prepaid

basiert, können Sie sich nicht verschulden. Als

Nachteil muss man hier die Jahresgebühren

von 20,00 Euro (Erwachsene 25 Euro) sowie die

Kosten von 2% bei Bargeldabhebung an Automaten

nennen. Das Aufladelimit bei Jugendlichen

beträgt 500 Euro. Zur Beantragung der PayangoCard

besuchen Sie am besten die offizielle

Website [LINK 4] des Anbieters.

Abb. 1: Bei den großen Providern

kann man auch ohne Kreditkarte

Apps einkaufen.

Fazit

Wie Sie sehen, gibt es viele Kreditkarten zu unterschiedlichen

Preisen und mit unterschiedlichen

Fixkosten. Da es sich bei sämtlichen aufgeführten

Karten um PrePaid-Kreditkarten handelt,

müssen Sie auch keine Angst haben, dass

Sie (oder Ihre Kinder) sich verschulden. Es gibt

also kaum Risiken, abgesehen davon, dass eine

aufgeladene aber nicht genutzte Karte in den

meisten Fällen Geld kostet. Bargeld abheben

sollten Sie mit allen getesteten PrePaidkarten

nach Möglichkeit nicht, die Gebühren sind

schlicht zu hoch. Für den Einkauf bei Google

Play und den generellen Einkauf im Internet

eignen sie sich aber hervorragend und machen

den eigenen Geldbeutel schlanker.

● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28669

Apps & Tipps 02/2013 139


Tipps & Tricks

Plan B

Für den

Fall der Fälle

140

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Plan B

Ein Handy ist schneller verloren, als man

denkt. Es rutscht in der Bahn unbemerkt

aus der Tasche, steckt in der im Lokal

vergessenen Jacke oder bekommt dank eines

geschickten Diebes unfreiwillig einen neuen Besitzer.

Neben dem teuren Smartphone gelangen

so auch schnell vertrauliche Daten in falsche

Hände. Und natürlich verliert man gerade dann

sein Handy, wenn man nicht für den Verlust

vorgesorgt hat: Murphy lässt grüssen.

Begehrtes Diebesgut

Um wenigstens eine geringe Chance zu haben,

ein verlorengegangenes Smartphone wiederzufinden,

wurden Apps entwickelt, die über den

im Gerät integrierten GPS-Empfänger, die Position

des Handys über das Internet orten können.

Eine dieser Apps ist etwa Lookout Security

& Antivirus [LINK 1], die wir bereits einem ausführlichen

Test [LINK 2] besprochen haben.

Mit Lookout können Sie Ihr Handy orten,

einen Alarm aus dem Internet heraus auslösen

oder das Telefon sperren bzw. gleich ganz zurücksetzen.

Im absoluten Notfall sind dann zumindest

Ihre persönlichen Daten vor dem Zugriff

eines unehrlichen Finders sicher.

Doch praktisch alle „Handyfinder-Apps“ bergen

das Problem, dass die entsprechende App

vor dem Verlust des Handys auf eben diesem

installiert sein muss. Ist das Handy verschütt

gegangen, ohne dass im Vorfeld die App installiert

wurde, dann ist das Kind bereits völlig in

den Brunnen gefallen.

Ohne Zugang zum Handy lassen sich zwar

über das Web-Frontend des Play Stores installieren,

allerdings können Sie über das Netz

keine Apps starten oder gar konfigurieren. Das

Handy bleibt im Fall der Fälle daher oft unwiederbringlich

verloren, sodass man nur noch auf

einen ehrlichen Finder hoffen kann.

Plan B für den Notfall

Seit einiger Zeit jedoch ist auch dieses Problem

gelöst, mit Plan B [LINK 2] zum Beispiel haben

Sie immer noch einen Notfallplan in der Hinterhand,

auch wenn Sie bislang sorglos mit der

Thematik „Was mache ich, wenn ich mein

Smartphone verliere“ umgegangen sind.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Rettung

Ihres Smartphones ist, dass das Gerät noch betriebsbereit

und ein Internetempfang möglich

Abb. 1: Obwohl das hier geortete Handy im Büro auf unserem Schreibtisch liegt,

konnte es erfolgreich geortet werden, ohne Internetzugang ist Plan B machtlos.

ist. In diesem Fall, lässt sich Plan B über das

Web-Frontend des Android Markets [LINK 3] von

jedem PC aus, auf Ihrem Handy installieren.

Konnte sich die App erfolgreich installieren,

dann ist die halbe Miete bereits eingefahren.

Plan B startet nach der Installation automatisch,

aktiviert wenn möglich den GPS-Empfänger

des Handys und schickt für zehn Minuten

E-Mails mit den Koordination des ermittelten

Standorts auf einer Google Maps Karte an das

eigene Gmail-Konto.

Sollten Sie kein Glück mit der Ortung des Telefons

gehabt haben, dann lässt sich der Prozess

mit einer SMS mit dem Inhalt „locate“ erneut

starten, sodass die Position weitere zehn

Minuten übermittelt wird.

Besser eine kleine Chance,

als gar keine

Im Selbstversuch ließen sich fast alle unserer bewusst

in Gebäuden „verloren“ gegangenen Testhandys

oder Tablets auf die Straße genau orten.

In der von Plan B abgeschickten E-Mail sehen

Sie dann zwar nicht die exakte Position Ihres

vermissten Androiden, doch die ungefähre Position

ist immerhin schon einmal ein erster Anhaltspunkt

für den Start einer hoffentlich erfolgreichen

Suche. Eine kleine Chance das liebgewonnene

Handy wiederzubekommen ist auf

jeden Fall deutlich besser als gar keine. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28767

Apps & Tipps 02/2013 141


Tipps & Tricks

Root-Apps

Die besten Root-Apps

Unter

Kontrolle

Ob Backups, Werbefilter,

Call-Blocker oder Firewall:

Für manche Dinge brauchen

Apps den vollen

Zugriff auf das Android-

Smartphone. Wir stellen

Ihnen die besten und nützlichsten

Root-Apps vor.

Christoph Langner

Svetlana Gucalo, 123RF

Als Root-Benutzer haben Sie die volle

Kontrolle über Ihr Android-System auf

dem Handy. Das muss aber nicht heißen,

dass Sie sich tiefgreifend mit der Systemverwaltung

von Android beschäftigen müssen.

Spezielle Root-Apps können mit den zusätzlichen

Rechten Dinge bewirken, die so von den

Android-Entwicklern oder dem Smartphone-

Hersteller nicht vorgesehen sind.

ROM Manager

Das Rooten des eigenen Smartphones

ist oft nur der erste Schritt in die

Modding-Szene der Android-Commu-

Wie Rooten?

Root-Rechte auf Android-Smartphones lassen

sich nicht einfach nur durch Umlegen eines

Schalters erlangen. Je nach Gerät ist das Rooten

mehr oder weniger aufwändig. Zahlreiche

Tipps&Tricks zum Rooten von Samsung-Handys

finden Sie ab Seite 182 und auch in Android

User 02/​2013 [LINK 1] mit einem umfangreichen

Schwerpunkt zu Root & Custom-ROMs.

142

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Root-Apps

Abb. 1: Über den ROM-Manager

installieren Sie Custom-ROMs und

halten das System aktuell.

nity. Modifizierte ROMs, wie das sehr populäre

CyanogenMod [LINK 2], sind oft schneller, stabiler

und auch neuer als die von den Herstellern

ausgelieferten Firmwares. Der ROM Manager

[LINK 3] hilft Ihnen Custom-ROMs zu installieren

oder den aktuellen Stand zu sichern.

Die kostenlose App (Eine Premium-Version

[LINK 4] bietet zusätzliche Funktionen) dient zum

einen als Oberfläche für das ClockworkMod Recovery-System

– über dieses

lassen sich ohne großen Aufwand

Custom-ROMs installieren

– und zum anderen als

praktische Verwaltungsoberfläche

für alle gängigen Mods.

Abb. 2: Titanium Backup sichert

Apps und Daten zur Wiederherstellung

auf einem neuen System.

Abb. 3: Der Root Call Blocker

wimmelt zuverlässig lästige Anrufer

oder SMS-Spammer ab.

Titanium Backup

Sie möchten auf

einen neuen Androiden

umsteigen,

haben aber wenig Lust all ihre

Apps erneut einzurichten? Sie

probieren gerne neue ROMs

aus und möchten nicht immer

wieder das System von Hand

wiederherstellen müssen? In

diesen Fällen nimmt Titanium

Backup [LINK 5] viel Arbeit ab.

Mit der kostenlosen Anwendung

sichern Sie ihre persönlichen

Einstellungen und wichtige

Konfigurationen aus dem

System auf der SD-Speicherkarte.

Optional gibt es im

Store auch einen kostenpflichtigen

Schlüssel [LINK 6] der weitere

Funktionen freischaltet.

So lässt sich ein Backup in

einem Rutsch wiederherstellen

oder die Daten bei Cloud-Storagediensten

speichern. Die

Bedienung von Titanium

Backup ist nicht ganz einfach

und die Oberfläche müsste ein

wenig aufgeräumter sein,

doch das tut der Funktionalität

keinen Abbruch.

Root Call Blocker

Bekommen Sie

immer wieder unerwünschte

Anrufe

von einer bekannten Nummer oder möchten

Sie, dass Anrufer ohne Rufnummernübertragung

erst gar nicht auf ihr Handy durchgestellt

werden? In diesem Fall könnte Root Call Blocker

[LINK 7] etwas für Sie sein.

Die kostenpflichtige App verhindert zuverlässig,

dass ihr Android-Handy Anrufe oder SMS

von zuvor festgelegten Kontakten signalisiert.

Abb. 4: Mit AFWall+ hindern Sie

Apps daran, Daten über UMTS

oder WLAN ins Internet zu senden.

Apps & Tipps 02/2013 143


Tipps & Tricks

Root-Apps

Anders wie ähnliche Programme

im Store blockt Root

Call Blocker die Anrufe auf

der Systemebene, sodass unerwünschte

Anrufe mit Sicherheit

ignoriert werden, zu Testzwecken

gibt es auch eine

Demo-Version der App [LINK 8].

Es lassen sich auch gezielt

ganze Kontakt-Gruppen für

bestimmte Zeiträume blockieren

und damit z.B. bei einem

Geschäftshandy am Wochenende

für Ruhe sorgen, ohne

dass Sie für private Anrufer

nicht mehr erreichbar sind.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29058

AFWall+

Viele Apps aus dem

Google Play Store

sind äußerst redselig,

sie übertragen auch dann Daten, wenn dies

eigentlich gar nicht nötig wäre. Dies kostet zum

einen Übertragungsvolumen, zum anderen ist

es aus datenschutzrechtlichen Gründen zweifelhaft,

warum etwa ein simples Spiel ohne Netzwerkfunktionalität

unbedingt meint, vollständigen

Internetzugriff zu benötigen.

Mit AFWall+ [LINK 9] bestimmen Sie über eine

Positiv- bzw. Negativ-Liste, welche App auf das

Internet zugreifen darf und welcher der Zugang

in Zukunft verwehrt werden soll. Dabei lässt

sich zwischen der WLAN und der UMTS-Verbindung

unterscheiden, so dass Sie einer App

zwar erlauben können, über das WLAN auf das

Internet zuzugreifen, unterwegs im 2G/​3G-Netz

jedoch keine Angst haben müssen, dass die

App Daten überträgt.

AdAway

Werbung und Anzeigen sind auch auf

Smartphones allgegenwärtig. Auf

Webseiten im Browser, in Spielen und

natürlich auch in Apps. An zahlreichen Stellen

werden Anzeigen eingeblendet, da viele Entwickler

über Werbung ihre Arbeit finanzieren.

So legitim die Schaltung von Anzeigen ist, so

berechtigt ist aber auch der Wunsch nach

einem werbefreien System. Gerade wenn man

den Internetzugang nach dem Übertragungsvolumen

bezahlt, oder nur wenige hundert MByte

Abb. 5: AdAway blockiert den

Abruf von Werbeanzeigen im

Browser wie aber auch in Apps.

Abb. 6: Webkey startet einen

Dienst auf dem Handy, über den

Sie das Gerät steuern können.

bis zur Drosselung des Datentarifs übertragen

kann, ist jedes eingesparte Byte wertvoll.

AdAway [LINK 10] leitet Aufrufe zu bekannten

Werbenetzwerken über die Hosts-Datei ins

Leere um, so dass weder im Browser noch in

Apps Werbung angezeigt werden kann. Wünschenswert

wäre die Möglichkeit, einzelnen

Webseiten oder Apps Werbung zu gestatten,

doch das lässt sich mit dem Lösung über die

Hosts-Datei nicht so einfach umsetzen.

Webkey

Mit Webkey [LINK 11] steuern Sie Ihr

Handy vom Schreibtisch aus. Die kostenlose

und werbefreie App startet

einen kleinen Webserver, den sie über einen

herkömmlichen Browser ansteuern können.

So lassen sich sehr einfach Screenshots erstellen,

SMS verschicken, die Position des Handys

bestimmen oder Protokolle zu ihrem Telefonieverhalten

einsehen. Der Zugang zum Webserver

wird dabei über Benutzernamen und ein

Passwort vor Unbefugten geschützt.

Die App funktioniert drahtlos über Ihr

WLAN. Theoretisch ist es auch möglich, Webkey

auf dem Handy bei einer Einwahl in das

Mobilfunknetz aufzurufen, allerdings leiten

viele Mobilfunkanbieter eingehende Verbindungen

nicht an die eingewählten Geräte weiter, sodass

diese Funktion oft blockiert wird. ● ● ●

144

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Google Mail

Tipps & Tricks zu Gmail

Das Gmail

Power-1x1

Viele Android User nutzen rein aus Bequemlichkeit auch

die mit dem Google-Account verknüpfte Gmail-

Adresse. Wir zeigen Ihnen, wie sie mehr aus der Gmail-

App herausholen. Christoph Langner

Claudia Mora, 123RF


Tipps & Tricks

Google Mail

Abb. 1: Die Zoom-Funktion gibt es

ab Android 4.0, sie muss zuerst

aktiviert werden.

Abb. 2: Zoomen Sie wie vom

Browser gewohnt in den Inhalt

einer Mail per Pinch&Zoom.

Abb. 3: Mit SMS Backup+ sichern

Sie sämtliche SMS und MMS in

Ihrem Gmail-Account.

Pinch&Zoom

Im Browser oder im Bildbetrachter ist

man es schon lange gewohnt, Inhalte

per Pinch&Zoom-Geste mit dem Aufspreizen

von zwei Fingern auf dem Touchscreen

zu vergrößern. Für Gmail galt das jedoch

lange nicht. E-Mails wurden immer in der Standardschrift

dargestellt, auch wenn der Absender

einer HTML-Mail entschieden hat einen Mini-

Font zu benutzen.

Inzwischen hat Google die Funktion in Gmail

für Androiden mit mindestens Android „Ice

Cream Sandwich“ 4.0 nachgerüstet, sie ist jedoch

von Haus aus deaktiviert. Sie müssen sie

erst über Einstellungen | Allgemeine Einstellungen

| Nachrichten automatisch anpassen scharf

schalten, danach können Sie wie gewohnt auch

in den Inhalt einer zu klein geratenen Email hineinzoomen.

SMS in Gmail sichern

Sind Ihnen Ihre SMS-Nachrichten

wichtig? So wichtig, dass Sie sie am

besten nie verlieren möchten? Dann

sichern Sie empfangene und gesendete Kurznachrichten

am besten direkt in Ihrem Gmail-

Account. So haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre

SMS – auch ohne Ihr Handy in die Hand zu

nehmen – und gleich ein Backup, aus dem sich

die Nachrichten auch wiederherstellen lassen.

Im Play Store gibt es diverse Apps, die SMS in

Ihren Gmail-Account verschieben können, wir

empfehlen hierfür das kostenlose SMS

Backup+ [LINK 1]. Es kopiert Ihre Nachrichten

auf Wunsch fortwährend zu Gmail und kann

auch, zum Beispiel nach Umzug auf einen

neuen Androiden, die Nachrichten auf dem

Handy wiederherstellen.

Emails Wischen

Es gibt in der Regel zwei verschiedene

Typen von GoogleMail-Nutzern. Die

einen heben so gut wie jede Mail auf,

die anderen löschen Nachrichten oder verschieben

sie ins Archiv, sobald sie nicht mehr gebraucht

werden. Für die zweite Gruppe gab es

vor gar nicht so langer Zeit ein Update, das das

Löschen von Mails deutlich leichter macht.

Anstatt durch längeres Drücken auf das Kontextmenü

einer Mail auf das Archivieren, Löschen

oder Markieren serselben zu warten,

können Sie ganz einfach die entsprechende

Mail aus der Mailliste wischen. Im Posteingang

wird die Mail dabei archiviert, im Spam-Ordner

sofort gelöscht. Ungewollt „verwischte“ Mails

lassen sich durch einen „Rückgängig“-Button

wiederherstellen. Was beim Wischen passieren

soll, lässt sich in den Einstellungen unter Allgemeine

Einstellungen | Konversationsliste verschieben

bestimmen.

146

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Google Mail

Abb. 4: Per Wischgeste löschen

oder archivieren Sie nicht mehr

benötigte Mails.

Abb. 5: Sollten Sie sich verwischt

haben, lassen sich die Aktion

auch rückgängig machen.

Abb. 6: Gmail-User sollten sich am

besten einen Homescreen dem

Email-Dienst widmen.

Widgets für Home- und

Lockscreen

Falls Sie nicht immer die Gmail-App

öffnen möchten, um zu sehen was

sich aktuell auf Ihrem Email-Account

tut, können Sie auch einfach ein Gmail-Widget

auf einem freien Homescreen Ihres Androiden

ablegen. Beim Erzeugen des Widgets legen Sie

fest, welches Label beobachtet werden soll.

Zudem können Sie auch einzelne

Label als Shortcuts auf

den Homescreen ablegen, der

Zugriff auf Ihre Nachrichten

wird so noch einfacher.

Mit dem Update auf Android

„Jelly Bean“ 4.2 hat der

Sperrbildschirm darüber hinaus

gelernt, auch mit kleinen

Widget-Apps umzugehen. Mit

dem DashClock Widget [LINK 2]

bekommen Sie beispielsweise

angezeigt, wie viele E-Mails

auf Sie warten, ohne dass Sie

das Smartphone zuerst entsperren

müssten. Zudem zeigt

das praktische Widget gleich

noch das aktuelle Wetter, den

nächsten Alarm oder den aktuellen

Status ihrer SMS-Nachrichten

an.

Abb. 7: Das DashClock Widget für

den Lockscreen funktioniert erst

mit Android 4.2.

Unendliche viele Adressen

Beim Erzeugen des Gmail-Accounts

haben Sie einen Benutzernamen gewählt.

Aus diesem Namen ergibt sich

Ihre E-Mail-Adresse, zum Beispiel max.mueller@gmail.com.

Für Google ist der Punkt im

Namen jedoch irrelevant. Ob nun wie ursprünglich

geplant max.mueller@gmail.com, m.axmueller@gmail.com

oder aber auch maxmueller@

gmail.com, jede Mail kommt

an. Das Ignorieren des Punktes

vermeidet Rückläufer bei

falsch eingetippter Adresse.

Praktischen Wert hat aber

auch das Ergänzen der Adresse

durch „+wort“. Sollten

Sie bei einem Gewinnspiel

mitmachen wollen, bei der die

Eingabe einer gültigen E-Mail-

Adresse Pflicht ist, dann können

Sie max.mueller+gewinnspiel@gmail.com

oder max.

mueller+firma@gmail.com

eintragen, auch diese E-Mail

kommt bei Ihnen an. So können

Sie bei ungewollt zugesandten

E-Mails nachverfolgen,

welcher Spammer ihre E-

Mail-Adresse wohin weitergegeben

hat. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/29020

Apps & Tipps 02/2013 147


snehit, 123RF

Video-Chats mit Google Talk

Talk Talk

Video-Talk

Sie brauchen unter Android nicht zwingend Skype, um

Video-Telefonate zu führen. Die bei Android vorinstallierte

Talk-App lässt Sie nicht nur chatten, sondern auch Audiound

Video-Chats führen. Christoph Langner

Abb. 1: Starten Sie Video-Chats über das GMail-

Webfront end aus Ihrem Web-Browser heraus.

Man kann nicht gerade sagen, dass

Google Video-Telefonate erfunden

hätte. Skype hatte schon 2006 eine

Funktion zur Videotelefonie in seine App integriert.

Und auch davor gab es bereits zahlreiche

Versuche, Video- Telefonate und ‐Konferenzen

am PC zu etablieren, Microsoft hatte etwa Net-

Meeting schon in Windows 2000 vorinstalliert.

Voice- und Video-Plugin

Google startete seinen Chat-Dienst Google Talk

im August 2005, anfangs lief der Chat ausschließlich

über die proprietäre Google-Talk-Anwendung

[LINK 1] für Windows PCs. Erst im Februar

2006 integrierte Google seinen Talk-Dienst

auch in das Web-Frontend von Gmail. Später

wurde es auch möglich, Google Talk über alternative

Jabber-Clients wie Miranda [LINK 2], Pidgin

[LINK 3] oder Empathy [LINK 4] zu nutzen, da

der Dienst auf dem offenen Protokoll XMPP

[LINK 5] beruht. Dadurch stehen für Google Talk

zahlreiche native Clients

auf verschiedenen

Betriebssystemen

zur Verfügung, über

die gechattet oder

auch Voice- und auch

Video-Chats geführt

werden können.

Generell brauchen

Sie aber kein Programm

oder eine

App, um über Google

Video-Telefonate zu

führen. Es reicht ein Browser, ein Account bei

Gmail und das Voice- und Video-Plugin [LINK 6].

Das Zusatzmodul gibt es in verschiedenen Varianten

für für alle gängigen Betriebssysteme.

Inzwischen hat Google die Video-Chats in

Gmail über Google+ - Hangouts realisiert

[LINK 7]. Über sie führen User von Googles sozialem

Netzwerk Gruppenchats von bis zu zehn

Usern Bild zu Bild. Daher benötigen Sie inzwischen

für Telefonate aus Gmail heraus auch

einen Account bei Google+, dieser ist unter

Ihrer Gmail-Adresse schnell freigeschaltet.

Eine grüne Kamera neben einem Kontakt signalisiert

Ihnen, dass Ihr Gesprächspartner über

eine angeschlossene Webcam verfügt und das

Browser-Plugin installiert hat. Nachdem Sie das

Setup des Plugins auch auf Ihrem PC oder Notebook

durchgeführt haben, finden Sie in der

Chat-Liste eine kleine Kamera als Symbol zum

Start eines Video-Chats. Ihr Gesprächspartner

muss nur noch Ihren Anruf entgegennehmen.

Google Talk für Android

In Android ist die Funktion, Video-Chats über

Google Talk zu führen, seit der Version 2.3.4

von Haus aus enthalten. Ein Handy mit zusätzlicher

Frontkamera ist nicht zwingend nötig, allerdings

machen Video-Chats erst richtig dann

Sinn, wenn sich beide Parteien auch von Angesicht

zu Angesicht unterhalten können.

Auf zahlreichen Test-Androiden der Redaktion

ließen sich problemlos Video-Chats führen.

Egal, ob per WLAN oder UMTS/​3G online, die

Gespräche sind in der Regel sowohl von der

148

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Videotelefonie mit Google Talk

Abb. 2: Die Symbole neben dem

Namen informieren Sie über die

technische Ausstattung.

Abb. 3: Die Option zum Abschalten

der Freisprechfunktion gibt es

erst ab Android 4.0

Abb. 4: Zahlreiche zuschaltbare

Live-Effekte bringen auch ins

trübste Gespräch etwas Leben.

Bild- als auch von der Ton-Qualität durchaus

akzeptabel und auf der Höhe von Skype.

Video-Telefonate mit Talk

Unter Android funktioniert der Video-Chat sehr

ähnlich wie am Desktop-PC. In der Kontaktliste

der Talk-App symbolisiert ein kleines Mikrofon

oder eine kleine Kamera neben dem Namen des

Kontakts, ob Ihr Partner über die nötige Ausstattung

verfügt. Ein Klick auf das Symbol startet

dann den Anruf.

Talk nutzt bei Audio-Video-Chats in der Standard-Einstellung

die Freisprechfunktion Ihres

Handys. Ab Android 4.0 rufen Sie während

eines Gesprächs durch einen Fingerzeig auf das

Display das Kontext-Menü auf, über dieses leiten

Sie dann den Ton wie bei einem normalen

Telefonat auf den Handy-Kopfhörer oder ein

drahtloses Bluetooth-Headset.

In diesem Menü finden Sie auch zahlreiche

Bild-Effekte wie einen verzerrten Mund, die Sie

live auf Ihr Video-Bild montieren. Alternativ filtert

Google Talk auch den Hintergrund aus

Ihrem Bild heraus und ersetzt ihn mit einer Alloder

Strandszene. Allerdings funktioniert dieser

Effekt nur bei guter Beleuchtung.

Über eine UMTS-Mobilfunkleitung sollten Sie

sich allerdings kurz fassen. Unsere Messungen

ergaben, dass pro Minute GTalk- Video-Chat

etwa vier MByte Daten über die Leitung geschickt

werden. Ein üblicher Datentarif mit 300

MByte Inklusivvolumen bis zur Drosselung auf

GPRS-Geschwindigkeit, würde demnach schon

nach 75 Minuten Video-Chat aufgebraucht sein.

Talk ist immer online

Video-Chats über GTalk haben den Vorteil, dass

die Funktion auf jedem halbwegs aktuellen Androiden

von Haus aus vorhanden ist. Die Installation

von Skype ist daher nicht zwingend

nötig, wenn Sie Bild-zu-Bild telefonieren möchten.

Im Gegensatz zu Skype sind Sie bei GTalk

auch erreichbar, ohne eine extra App zu starten.

Einzig das Fehlen eines offiziellen GTalk-

Clients unter iOS trübt etwas das Bild, doch

auch hierfür gibt es mit iPhone-Apps wie Vtok

[LINK 8] Alternativen.

Des Weiteren ist GTalk kein geschlossenes

System, bei dem Sie zwingend einen Google-

Account besitzen müssen. Das zugrunde liegende

XMPP-Protokoll ist offen, und GTalker

führen problemlos mit anderen Jabber-

Accounts – so der Spitzname des Protokolls –

Chats oder Audio- und Video-Telefonate. Eventuell

verfügen Sie sogar schon über einen

Jabber-Account ohne Google, Ihre E-Mail-

Adresse bei 1&1, GMX und Web.de ist automatisch

auch eine Jabber-Adresse [LINK 9]. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28646

Apps & Tipps 02/2013 149


Tipps & Tricks

Roaming-Einstellungen und Tarife

Balint Roxana, 123RF

Daten-Roaming: Die wichtigsten Infos für den Urlaub im Ausland

Smarter Urlaub

Android-Nutzer sind im Urlaub erst mal auf der sicheren Seite, da Android in der

Grundeinstellung kein Daten-Roaming vornimmt und somit auch keine Kosten

verursacht. Wer jedoch im Urlaub Daten nutzen möchte, sollte sich gut vorbereiten.

Dieser Artikel hilft dabei. Marcel Hilzinger, Christoph Langner

Während das Telefonieren und Surfen

im Heimatland zum Glück kaum

von negativen Überraschungen geprägt

ist, kann die Telefonrechnung nach den

Ferien schon mal den einen oder anderen Urlaub

zum Albtraum werden lassen. Vor allem

die Datennutzung kann Sie sehr, sehr teuer zu

stehen kommen, wenn Sie sich nicht entsprechend

vorbereiten.

Gut zu wissen

Beim Roaming unterscheidet man zwischen Gesprächen

und Datenübertragung. Während das

Roaming bei Gesprächen normalerweise automatisch

freigeschaltet ist (außer bei einigen

Prepaid-Angeboten) und auch vom Smartphone

von Haus aus eingeschaltet ist, müssen Sie das

Datenroaming explizit einschalten. Den entsprechenden

Menüpunkt finden Sie unter Android

4.0 bei Drahtlos & Netzwerke | Mehr | Mobilfunknetze

| Daten-Roaming. Je nach Hersteller

finden Sie die Einstellung auch beim Menüpunkt

Mobiles Netzwerk oder Datenlieferung.

Die Checkbox heißt aber bei allen Herstellern

Daten-Roaming und das Häkchen darf nicht gesetzt

sein, wenn Sie das Android-Gerät im Urlaub

nur zum Telefonieren aber nicht auch zum

Surfen nutzen möchten.

Unabhänging vom gewählten Datentarif entstehen

Ihnen im Urlaub auch Kosten, wenn Sie

150

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Roaming-Einstellungen und Tarife

angerufen werden. Verzichten

Sie also nach Möglichkeit auf

zu lange Gespräche im Urlaub

oder weichen Sie auf eine Prepaid-Karte

im Gastgeber-Land

aus, um (für Sie) gratis angerufen

werden zu können.

Daten-Roaming

nutzen

Wer auch im Urlaub nicht auf

E-Mails, Google+, Facebook

und weitere datenhungrige

Anwendungen verzichten

möchte, muss somit die oben

erwähnte Checkbox für das

Daten-Roaming aktivieren.

Richten Sie sich aber bitte darauf

ein, dass Sie sich auf

einen teuren Spaß einlassen,

wenn auch die Preise für Datenroaming

dank einiger Ein-

Mobilfunknetze.

griffe des Europäischen Parlament in den letzten

Jahren deutlich abgesenkt werden konnten.

Demnach wurden die Kosten für Gespräche

und Datenverbindungen EU-weit einheitlich geregelt.

Seit dem 1. Juli 2012 darf dem Kunden

für ein ausgehendes Gespräch maximal 35

Cent/Minute und für ein Eintreffendes 10 Cent/

Minute in Rechnung gestellt werden. Auch SMS

wurden auf einen Preis von maximal 11 Cent limitiert.

Bei Datenroaming wurde eine Obergrenze

von 83 Cent pro Megabyte eingeführt.

Für 2013 und 2014 sind zudem weitere Preissenkungen

beschlossen worden. So sinkt ab

dem 1. Juli 2013 der Preis für das übertragene

MByte im EU-Ausland auf maximal 54 Cent, ab

Anfang Juli 2014 dürfen dann letztendlich gar

nur noch 24 Cent/MByte berechnet werden.

Beachten Sie bitte, dass Sie in anderen Teilen

der Welt, darunter in so beliebte Reisezielen

wie der Schweiz, Türkei oder den USA, deutlich

mehr pro Megabyte bezahlen müssen: je nach

Land und Provider von 1,50 Euro bis hin zu

mehr als 20 Euro/MByte.

Abb. 1: Unter Android 2.3 finden

Sie die Einstellung für das Daten-

Roaming unter dem Menüpunkt

Abb. 2: Der Dialog unterscheidet

sich bei Android 4.0 nur minimal,

die Einstellung ist aber je nach

Hersteller in einem anderen Menü.

Kosten-Airbag

Handyverträge werden in der Regel monatlich

abgerechnet. Wer viel im Netz surft und Daten

überträgt, weiß daher also erst einmal nicht unbedingt,

wie viel Geld er dafür ausgibt. Ein gesetzlich

beschlossener Kosten-Airbag soll zu

hohe Internetgebühren abfedern. Das Limit

liegt aktuell bei 59,90 Euro und gilt weltweit.

Sind 80 Prozent des Limits beim Daten-Roaming

erreicht, muss der Provider den Kunden

per SMS warnen. Sind die 59,90 Euro komplett

verbraucht, wird das Roaming komplett unterbunden.

Erst wenn Sie ausdrücklich bestätigen,

dass Sie weitersurfen möchten, wird die Kostenbremse

aufgehoben.

Datentarif buchen

Buchen Sie deshalb unbedingt vor dem Urlaub

einen passenden Datentarif. Die meisten Anbieter

schicken Ihnen bei der Einreise ins Urlaubsland

auch eine SMS mit Preisinformationen und

normalerweise lassen sich auch die Datentarife

per SMS bestellen. Für Android-User gibt es

Vor dem Urlaub buchen!

Richten Sie Ihren gewünschten Roaming-Tarif

immer vor dem Urlaub ein. Praktisch sämtliche

Pakete sind so zusammengestellt, dass Ihnen

keine Kosten entstehen, wenn Sie die Option

nicht nutzen. Sollten Sie aber während des Urlaubs

doch in die Verlegenheit kommen, das

Daten-Roaming aktivieren zu müssen, dann

haben Sie die Kosten und Daten im Griff!

Apps & Tipps 02/2013 151


Tipps & Tricks

Roaming-Einstellungen und Tarife

aber auch entsprechende Apps, die das

Buchen – vor dem Urlaub – recht komfortabel

machen. Auch bei den Paketen

für das Daten-Roaming gibt

es recht große Unterschiede

zwischen den Providern.

Bei der Telekom und

Vodafone erhalten

Sie zum Beispiel

ein bestimmtes

Volumen, das

dann zum Beispiel

für eine Woche

gilt, bei o2 buchen Sie

normalerweise Tagespakete.

Im folgenden listen

wir ihnen ein paar Nutzungs-

Szenarien innerhalb der EU (!) und

die besten Datentarife dazu auf. Beachten

Sie, dass für Gespräche andere

Tarife und Kostenmodelle gelten.

Bei praktisch allen Herstellern

sehen Sie neben dem Symbol zur

Stärke des Mobilfunknetzes ein kleines

„R“. Es bedeutet nicht, dass das

Daten-Roaming aktiv ist, sondern

nur, dass Sie sich in einem fremden

Netz befinden.

Beispielszenario für 7 Tage

Provider

E-Plus

o2

T-Mobile

Vodafone

Günstigste

Version

10,00 Euro,

100 MByte

13,93 Euro,

175 MByte

14,95 Euro,

100 MByte

5,00 Euro,

50 MByte

Maximale Daten

10,00 Euro,

100 MByte

70 Euro,

700 MByte

34,65 Euro,

350 MByte

14 Euro,

175 MByte

Moderate Nutzung

Wenn Sie die Datenoption lediglich für das

Empfangen und Verschicken von E-Mails nutzen

oder ab und zu mit Google Maps navigieren

möchten, dann kommen Sie mit 5 bis 10 MByte

pro Tag recht gut über die Runden. Erhalten Sie

keine E-Mails mit Bildern oder anderen größeren

Anhängen, dann genügen sogar weniger als

5 MByte pro Tag. Für eine komplette Urlaubswoche

können Sie somit mit einem Datenvolumen

unter 50 MByte rechnen. Als passender

Tarif bietet sich hier bei o2 das Smartphone-

Day-Pack mit einer Tagespauschale von 1,99

Euro und einem Tagesvolumen von 25 MByte

an. Bei 7 Tagen kommen Sie somit auf einen

Gesamtpreis von 14 Euro und maximal 175

MByte Datenvolumen.

Noch günstiger fahren Sie mit Vodafone in

den Urlaub. Hier kostet das Wochenpaket lediglich

5 Euro, es enthält allerdings nur 50 MByte

Traffic. Für sporadisches Mailen sollte das aber

reichen. Alternativ gibt es auch bei Vodafone

für 2 Euro ein Tagespaket mit 25 MByte Volumen.

Vodafone zählt zudem die Schweiz bei

diesen Paketen zur EU, nicht aber Kroatien oder

die Türkei. Bei o2 sind die Schweiz und Kroatien

in der Zone 2, die Preise dafür sind allerdings

identisch. Beachten Sie auch die ReiseFlat

von Vodafone für ausgewählte Länder. Hier

können Sie für 5,99 Euro Ihren nationalen Datentarif

auch im Ausland nutzen (siehe Abschnitt

„Normale Nutzung“).

Bei T-Mobile gibt es für Vertragskunden den

DayPass S mit 10 MByte Volumen für 1,95 Euro,

Prepaid-Kunden müssen für das gleiche Datenvolumen

2,95 pro Tag bezahlen. Die Wochen-

Flatrate mit 100 MByte Volumen lässt sich T-

Mobile mit rund 15 Euro bezahlen. Dieses Angebot

gibt es aber nur für Vertragskunden, nicht

im Xtra-Tarif. Die Schweiz und Kroatien decken

diese Tarife ab, die Türkei hingegen nicht.

Auch E-Plus bietet Daten-Roaming-Tarife an.

Mit dem E-Plus Reisevorteil Plus bezahlen Sie

50 Cent pro MByte. Beim eingangs gerechneten

Szenario mit 50 MByte pro Woche kommen Sie

somit auf 25 Euro. Die Schweiz, die Türkei und

Kroatien zählen allerdings nicht zu diesem Trarif.

In diesen Ländern kostet das MByte bereits

2,50 Euro. Für Prepaid-Kunden gibt es das EU

Internet Pack 50. Es kostet 4,99 Euro und enthält

50 MByte Daten.

Normale Nutzung

Wer aktiv bei Facebook oder Google+ liest und

postet, seine Fotos hochladen, im Web browsen

und mit WhatsApp chatten möchte, muss mit

80 bis 150 MByte pro Tag rechnen. Egal, wie Sie

ihr Smartphone aktuell nutzen: im Ausland

müssen Sie Ihre Gewohnheiten etwas einschränken,

weil die meisten Provider spätens-

152

02/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Roaming-Einstellungen und Tarife

tens nach 100 MByte/​Tag die Geschwindigkeit

drosseln. Einige Pakete lassen sich auch mehrfach

buchen, vergessen Sie dann aber die Kosten

nicht. Im Unterschied zum Inland wird die

Geschwindigkeit im Ausland beim Überschreiten

des gebuchten Tarifs auf 2 KByte/​s gedrosselt.

Damit tröpfeln selbst E-Mails nur sehr,

sehr langsam ein.

Bei o2 buchen Sie am besten das Internet Day

Pack für 10 Euro pro Tag. Damit stehen Ihnen

100 MByte zur vollen Geschwindigkeit zur Verfügung.

Für 70 Euro pro Woche erhalten Sie

somit 700 MByte Traffic. Sollten Sie an einem

Tag mit den 100 MByte nicht über die Runden

kommen, dann können Sie das Paket ein zweites

Mal buchen, etc.

Vodafone bietet für den intensiven Gebrauch

des Datentarifs im Ausland die Reise-Flat an.

Sie gilt allerdings nur für Kunden, die den Tarif

2011 zwischen Juni und September schon einmal

gebucht hatten. In den Vodafone-Ländern

Ägypten, Albanien, Australien, Fidschi Inseln,

Ghana, Griechenland, Großbritannien, Indien,

Island, Irland, Italien, Katar, Malta, Neuseeland,

Niederlande, Portugal, Rumänien, Südafrika,

Spanien, Türkei, Tschechische Republik und

Ungarn können Sie damit Ihre heimische Datenflat

auch im Urlaub ausschöpfen, ohne zusätzliche

Kosten. Als Alternative bleibt Ihnen

das Tagespaket mit 25 MByte für 2 Euro.

EU-Regelung Seit Juli 2012

Seit Juli 2012 sind die Kosten für Gespräche innerhalb

der EU deutlich gesunken, zudem ein

Limit von (netto) 70 Cent pro MByte. Als zusätzliche

Sicherheitsmaßnahme dehnt die EU

den Kostenairbag für EU-Provider auf die

ganze Welt aus. Sollten Sie also nach dem 1.

Juli in die USA in den Urlaub fahren und dabei

Daten-Roaming nutzen, dann dürfen die Kosten

die erwähnten 59,90 Euro nicht überschreiten

(außer Sie haben einen entsprechenden

Tarif vereinbart) und Sie bekommen eine SMS-

Nachricht, wenn Sie sich dem Limit nähern.

Bis 2014 sollen die Preise für Daten-Roaming

sogar auf (netto) 20 Cent fallen. Beachten Sie

beim weltweiten Roaming, dass es keine Preisbeschränkung

pro MByte gibt. Beim Urlaub in

der Schweiz, der Türkei oder Kroatien kann das

Limit von 59.90 Euro somit bereits nach wenigen

Stunden erreicht sein.

T-Mobile stellt Vertragskunden für 4,95 Euro

täglich 50 MByte an Daten zur Verfügung. Den

Day Pass M gibt es auch als Prepaid-Lösung.

Hier kostet das Paket 6,95 Euro. Für umgerechnet

35 Euro erhalten Sie somit in der Woche

insgesamt 350 MByte an Datentraffic.

E-Plus bietet kein Datenpaket für PowerUser

an. Für Prepaid-Kunden gibt es das EU Reise-

Paket. Es kostet 10,- Euro und enthält 100

MByte Daten.

Neben den vier großen Providern gibt es

noch zahlreiche weitere Mobilfunkanbieter in

Deutschland. Je nachdem, welches Netz der

Provider benutzt, können Sie mit in etwa gleichen

Preisen rechnen, wie die hier vorgestellten.

Einige Anbieter haben aber auch günstigere

oder gar keine Auslandsoptionen im Angebot.

Egal ob Aldi Talk, 1&1 oder Tschibo gilt aber

auch hier der Grundsatz: Buchen Sie den passenden

Tarif vor dem Urlaub, damit es zu keinen

bösen Überraschungen kommt!

Fazit

Planen Sie mit Ihrem Urlaub zusammen auch

die Smartphone-Nutzung. Datenroaming ist mit

dem passenden Tarif zusammen gar nicht mehr

so teuer. Im besten Fall erhalten Sie für 63 Euro

ein Datenvolumen von 980 MByte (Go Roaming)

oder Sie bezahlen 5 Euro für 50 MByte

(E-Plus, Vodafone). Wenn Sie die eingangs erwähnten

Grundregeln beachten, dann bleibt

der Kosten-Schock aus und Sie können sich auf

und über einen smarten Urlaub freuen. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28780

Apps & Tipps 02/2013 153


Tipps & Tricks

Telefon und Adressbuch

Apps, Spiele, Internet! Dass Smartphones

auch zum Telefonieren geeignet sind,

geht in der Flut der Nachrichten rund

um Android-Handys oft unter. Dabei lassen sich

auch die Grundfunktionen rund um die Telefonund

Adressbuch-Apps noch optimieren. Mit ein

bisschen Know-how schicken Sie Telefonnummern

vom Browser auf Ihren Rechner, sehen in

welches Netz eine Handy-Nummer führt oder

managen Ihren Handy-Vertrag vom Telefon aus.

Kontakte gruppieren

Im Laufe der Zeit sammeln sich

immer mehr Kontakte im Smartphone-Speicher

an: Freunde, Kollegen,

Bekannte, Vereinskollegen oder flüchtige

Bekanntschaften. Alle Anschriften drängeln

sich in einer einzigen langen und auf Dauer

sehr unübersichtlichen Liste - und nicht jeder

Smartphone-Nutzer hat die Nerven dazu, sich

Name für Name bis zur gewünschten Person

durchzusuchen. Organisieren Sie daher Ihre

Kontakte in verschiedenen Gruppen. So haben

Sie eine bessere Übersicht und finden schneller

die Ihnen wichtigen Adressen.

Die Gruppenzugehörigkeit pflegen Sie am

besten über das Google Gmail-Webfrontend.

Dort finden Sie nach dem Öffnen eines Kontaktes

über dem Namen eine kleine Schaltfläche

(Abbildung 5), über die Sie jedem Eintrag eine

oder mehrere Gruppen zuweisen.

Auf Ihrem Android-Handy erreichen

Sie die Gruppenfunktionen

über den Bearbeitungs-Funktion

der Kontakte-App.

Ihre Kontakte finden Sie nun in

Gruppen eingeteilt im ersten Reiter

der Adressbuch-App. Gerade

wenn Sie eine umfangreiche

Sammlung mit hunderten von

Anschriften und Nummern besitzen,

ist diese Vorsortierung in

Nutzergruppen ein deutlicher Gewinn

an Übersichtlichkeit.

Kontakte

ausblenden

Sobald Sie Ihre Kontakte

in Gruppen organisiert

haben, entfernen

Sie einzelne Gruppen komplett

aus Ihrem Blickfeld. Unter dem Menü-Knopf

finden die Option Kontakte zum Anzeigen (Abbildung

4) Darüber gelangen Sie via dem Eintrag

Anpassen zu einem Dialog, über den Sie

festlegen, welche Gruppen später im Telefonbuch

erscheinen sollen. So stören Sie selten genutzte

Geschäftskontakte nicht mehr in der Adressliste.

Brauchen Sie doch eine bestimmte

Nummer, dann sehen Sie diese praktischer

Weise immer noch in der Kontakte-App.

Ärgerlich kann auch die Integration Ihrer

Google-Plus-Kreise mit dem Android-Adressbuch

sein. Ein falscher Klick in der Google-

Plus-App, und schon flutet das soziale Netzwerk

Googles das eigene Adressbuch mit Kontakten,

die man kaum kennt und nie gesehen

hat. In den Einstellungen von Google Plus lässt

sich die Integration jedoch wieder deaktivieren,

dort finden Sie unter Google+ Kontakte hinzufügen

den entsprechenden Schalter zum Entfernen

der ungeliebten Adresssammlung.

Direkter Draht per Kurzwahl

Eltern, Freunde, Partner: Ihre wichtigsten

Kontakte markieren Sie am

besten umgehend über den kleinen

Stern am oberen Rand der Ansicht als Favorit

im Adressbuch (Abbildung 6). So finden Sie

Ihre oft genutzten Kontakte sofort im Telefonund