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DIGITAL TESTED OLED-Boom (Vorschau)

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Weltpremiere:<br />

Das leistet<br />

Sonys neue<br />

Internetbox<br />

in der Praxis S. 10<br />

6 Beamer ab 300 Euro | Günstige XXL-Plasmas | 4 Airplayspeaker für iPad und iPhone | THX-Soundbar von Teufel ...<br />

<strong>OLED</strong>-BOOM<br />

LG gegen<br />

Samsung<br />

– Wer baut den besseren Fernseher?<br />

– Über 30 IFA-Neuheiten angefasst<br />

– 4K-TVs: Alle Messeinfos im Heft ab S. 6<br />

Die Zukunft der Unterhaltung?<br />

Apple und Microsoft im Wohnzimmer<br />

Beamer für alle!<br />

Mega Workshop: Praktische<br />

All-in-One-Lösung oder kompliziert<br />

und abschreckend? S. 49<br />

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Kundenmeinung<br />

contra Test<br />

Brandneuer LED-TV<br />

zu Unrecht in der<br />

Kritik? S. 40<br />

Arnie vs.Sly<br />

Die besten<br />

Action-<br />

Blu-rays<br />

lassen es<br />

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Editorial<br />

Wo sind die Neuheiten?<br />

Heutzutage fühlt man sich als Redakteur fast schon<br />

allwissend und die Hersteller können auf Veranstaltungen<br />

kaum noch etwas Neues verkünden;<br />

zumindest für die Fachpresse. Denn einerseits bietet sich<br />

das Internet als unglaublicher Informationsfundus an<br />

und „geleakte“ Produktdatenblätter kündigen TV-Serien<br />

schon Monate vor dem Marktstart an. Ob es sich hierbei<br />

um Guerilla-Marketing handelt, sei dahingestellt, in der<br />

Regel können die Hersteller aber wohl nichts für die Lücken<br />

in der Herstellungs- und Marketingkette. Auf der<br />

anderen Seite verschießen die Firmen schon Anfang des Jahres auf der Consumer<br />

Electronics Show (CES) in Las Vegas ihr Pulver. Demnach bleibt für den Rest des<br />

Jahres nicht mehr viel über und Überraschungen bleiben in der Regel aus.<br />

Im Hochsommer zur Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin haben die<br />

Hersteller dann nur noch wenig in petto, wärmen die Neuheiten vom Anfang<br />

des Jahres nochmals auf und präsentieren allenfalls noch ein bereits bekanntes<br />

Modell mit einer noch größeren Bildschirmdiagonale. So wurden in Berlin zwar<br />

die <strong>OLED</strong>-Fernseher von LG und<br />

Samsung erstmals der Öffentlichkeit<br />

präsentiert, abzusehen war [...] ‚geleakte‘ Produktdatenblätter<br />

dies aber schon Anfang des Jahres.<br />

Zumindest Sony und Philips vor dem Marktstart an.<br />

kündigen TV-Serien schon Monate<br />

konnten dieses Jahr noch punkten<br />

und stellten ihre Top-Modelle vor,<br />

wenngleich die 9000er Serie von Philips vom technischen Standpunkt her nicht<br />

mehr überraschen konnte, denn das erwähnte Datenblatt hatte bereits alle Fakten<br />

auf den Tisch gelegt. Aber auch die 84-Zoll-Fernseher mit 4K-Auflösung waren<br />

noch nicht absehbar – immerhin etwas.<br />

Die Verlagerung der Neuankündigungen gestaltet das Jahr für die technische Berichterstattung<br />

also als etwas unglücklich, denn Anfang des Jahres ist im Grunde<br />

schon vieles, wenn nicht sogar alles gesagt. Demnach freue ich mich – kaum ist<br />

die IFA vorbei – schon jetzt auf die CES und meide bis dahin das Internet, damit<br />

ich auch mal wieder überrascht werde. Mal schauen, wie lange ich das durchhalte!<br />

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Inhalt<br />

Ausgabe 5.2012<br />

Aktuelles<br />

Test Video<br />

Seite 6<br />

Seite 22<br />

Endlich: Die <strong>OLED</strong>-<br />

TVs sind da!<br />

LG und Samsung wollen die wildesten Träume von<br />

Heimkinofans wahr machen und versprechen mit<br />

zwei unterschiedlichen Technologien die perfekte<br />

Bildqualität. Doch welcher Ansatz ist der bessere?<br />

Bundesliga günstig<br />

in XXL genießen<br />

6 Beamer ab 300 Euro beweisen sich im Testlabor<br />

und zeigen, dass 3-Meter-Bilder nicht die Welt<br />

kosten müssen<br />

08<br />

12<br />

16<br />

4K angeschaut: Drei Hersteller starten durch und<br />

ein 84-Zoll-TV mit 4K-Auflösung soll schon im<br />

Oktober in den Handel kommen<br />

IFA-Produkthighlights: Das Beste aus den<br />

Bereichen Video, Audio, Multimedia.<br />

So verpassen Sie garantiert keinen Trend<br />

Das Wohnzimmer im 21. Jahrhundert: Google,<br />

Microsoft und Apple machen es sich auf der Couch<br />

immer bequemer. Doch ist diese Tendenz zu begrüßen<br />

und gleichzusetzen mit mehr Unterhaltung?<br />

36<br />

Riesige Plasmas zum kleinen Preis: 60 Zoll für<br />

unter 1 000 Euro geht das? Ja! Und neben einer<br />

tollen Bildqualität wollen LG und Pansonic auch<br />

als Smart TVs punkten. Doch gelingt das auch<br />

beiden?<br />

Seite 40<br />

18<br />

Zwei Redakteure reden Tacheles – dieses Mal:<br />

Pixelgrafik oder Fotorealismus – Waren Videospiele<br />

früher wirklich besser?<br />

Seite 10<br />

Neue Philips-TVs in<br />

Kundenkritik<br />

Die Kommentarbereiche von Onlinehändlern<br />

schäumen vor Wut über und viele Käufer sind<br />

derzeit unzufrieden mit ihrem Philips-Fernseher. Ob<br />

die Kritik gerechtfertigt ist, kann nur der Test zeigen<br />

Google TV angefasst<br />

Sony holt mit der Box zum internetgestützten und<br />

multimedialen Rundumschlag aus. <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong><br />

zeigt alle wichtigen Fakten auf einen Blick<br />

42<br />

44<br />

46<br />

Blu-ray-Rekorder mit DVB-C: So schlägt sich die<br />

Weltpremiere von Panasonic im Testlabor<br />

Blu-ray-Player mit DVB-S: Das Multifunktionsgerät<br />

nimmt neben den Discs auch das hochauflösende<br />

Fernsehprogramm entgegen. Wird die Kombination<br />

am Ende aufgehen?<br />

HD+ für unter 100 Euro: Zwei günstige Einsteiger<br />

zeigen im Duell, dass selbst in dieser Klasse auf<br />

nichts verzichtet werden muss<br />

4 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

Bilder Titel: © 20th Century Fox/Splendid, „The Expendables 2“ ab 30. August 2012 im Kino, BenQ, IFA, LG, Philips, Shuttle, Sony, Studiocanal, Teufel


Alle Tests als<br />

Übersicht finden<br />

Sie auf Seite 19<br />

5.2012<br />

Test Audio/Multimedia<br />

Test Blu-ray<br />

Seite 49<br />

Seite 70<br />

Wie schlägt sich ein PC im<br />

Couch-Betrieb?<br />

Im großen Workshop geht die Redaktion in die<br />

Tiefe und klopft den Computer auf seine Eignung<br />

als Allzweck-Unterhaltungstalent im Wohnzimmer<br />

ab – inklusive wertvoller Tipps und Tricks<br />

56<br />

58<br />

60<br />

Allumfassender Verteiler: Pioneers günstiger<br />

AV-Receiver geht nicht nur spielend mit bis zu<br />

sechs HDMI-Zuspielern um, sondern klingt auch<br />

dank der automatischen Einmessung richtig gut<br />

Ästhetische Klangfarben: Hecos Music-Color-<br />

Serie steht nicht nur für exzellenten Klang,<br />

sondern macht auch optisch einiges her<br />

Platzsparend und mit Zertifikat: Teufels Cinebar<br />

51 soll dank THX-Logo noch besser klingen. Ob<br />

das auch funktioniert, zeigt der Test<br />

Seite 62<br />

Die besten<br />

Action-Blu-rays<br />

„Terminator 2“ gilt auch heute noch als Blaupause für<br />

den perfekten Action-Film. Im großen Special stellt<br />

die Redaktion die besten Kracher auf Blu-ray vor<br />

82<br />

84<br />

85<br />

86<br />

88<br />

92<br />

Arnie vs. Sly: Die Kult-Filme und lustigsten<br />

Ankedoten aus dem Leben der Action-Veteranen<br />

Multimedianews: „Darksiders II“ und<br />

„Resident Evil 6“: Die schönen Seiten der<br />

Erwachsenenunterhaltung<br />

Bundesliga Deluxe: Sky Bundesliga und<br />

Liga total! im Direktverlgeich. Plus: Die besten<br />

Video-on-Demand-Angebote der nächsten Zeit<br />

Service<br />

Internet aus der Steckdose: Der Workshop zeigt,<br />

wie einfach und effizient die Einrichtung vonstattengeht<br />

und was alles möglich ist<br />

Testspiegel: Weit über 200 <strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>-<br />

Wertungen mit Tiefstpreisen und Kurzfazits auf<br />

einen Blick<br />

Lexikon: Fachbegriffe aus der Heimkino- und<br />

TV-Welt umfassend und verständlich erklärt<br />

96<br />

Expertenforum: Hier spielen Sie die Hauptrolle<br />

und die Hersteller beantworten Ihre Fragen<br />

Kabellos Musik hören<br />

mit Apple<br />

Anmachen, Play drücken, Musik hören: Airplay<br />

funktioniert quasi von selbst und die Redaktion hat<br />

vier Lautsprecher zum Test gebeten<br />

Rubriken<br />

3 Editorial<br />

95 Impressum<br />

19 Aus dem Labor 98 Sagen Sie mal...<br />

20 So testen wir 98 Fundstücke<br />

92 Lexikon<br />

98 <strong>Vorschau</strong><br />

Bilder Inhalt: Bowers & Wilkins, BenQ, LG, Philips, Shuttle, Sony, Studiocanal<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 5


Aktuelles<br />

IFA-News<br />

<strong>OLED</strong>-TVS VON LG UND SAMSUNG IM VERGLEICH<br />

Die Plasma- und LCD-Nachfolger<br />

LGs <strong>OLED</strong>-TV ist nur auf dem ersten<br />

Blick mit Samsungs <strong>OLED</strong>-Produkt<br />

verwandt, denn der Fernseher meistert<br />

die Farbwiedergabe nach einem anderen<br />

Prinzip. Die <strong>OLED</strong>s des 55EM9700<br />

geben weißes Licht aus, ein passiver Farbfilter<br />

auf Pixelebene kreiert die Grundfarben.<br />

Somit arbeiten die <strong>OLED</strong>s vorwiegend<br />

als Hintergrundlicht, während<br />

die Farben, ähnlich wie bei einem LED-<br />

LCD, durch einen passiven Filter erzeugt<br />

werden. Die Besonderheit des Farbfilters:<br />

Statt einer RGB-Wabenstruktur erkennt<br />

man ein zusätzliches Weißsegment. Dadurch<br />

kann das Licht der <strong>OLED</strong>s direkt<br />

hindurchgelassen werden, was die Gesamthelligkeit<br />

steigert und insbesondere<br />

bei der Wiedergabe von Vollweiß Vorteile<br />

bringt. Erste Tests des LG 55EM9700<br />

zeigen aber Schwächen bei der Maximalhelligkeit:<br />

Vollweißflächen werden<br />

automatisch in der Helligkeit begrenzt,<br />

um die Lebensdauer der <strong>OLED</strong>s zu erhöhen<br />

und die Temperaturentwicklung<br />

einzugrenzen. LG verspricht dennoch eine<br />

bessere Lebensdauer und einfachere<br />

Produktion des RGBW-<strong>OLED</strong>-TVs im<br />

Vergleich zu Samsungs RGB-Fertigungsverfahren.<br />

Einen Vorteil kann LG bereits<br />

für sich verbuchen: Der 55EM9700 ist<br />

nur 4 Millimeter dick und wiegt gerade<br />

einmal 7,5 Kilogramm (ohne Standfuß).<br />

Das Gehäuse ist aus karbonfaserverstärktem<br />

Kunststoff gefertigt, schwere Aluminiumblenden<br />

für die Wärmeableitung<br />

sind laut LG nicht notwendig. Die ersten<br />

subjektiven Eindrücke bescheinigen LGs<br />

<strong>OLED</strong>-TV ein besseres Bild als es aktuelle<br />

LCDs und Plasmas bieten. Demgegenüber<br />

zeigt die 3D-Wiedergabe die Nachteile<br />

des Polfilterverfahrens: Die Auflösung<br />

wird unnötigerweise halbiert und es sind<br />

störende Treppenstrukturen zu sehen –<br />

durch die perfekten Reaktionszeiten des<br />

<strong>OLED</strong>-Panels ist die Shutter-3D-Technik<br />

hier klar im Vorteil.<br />

<strong>OLED</strong>-Hybrid<br />

Bei LG leuchten die Pixel durchweg<br />

weiß und ein nachträglicher Farbfilter<br />

lässt das Bild bunt erscheinen. Dieser<br />

Prozess bietet Produktionsvorteile,<br />

ist aber weniger energieeffizient. Die<br />

durch den Farbfilter eingeschränkte<br />

Helligkeit soll durch weiße Subpixel<br />

gesteigert werden. Da die Signalausgabe<br />

genormt ist, bleibt abzuwarten, ob<br />

LGs Ansatz auch in der Praxis punkten<br />

kann oder Signale verfremdet werden.<br />

R G B W<br />

LG 55EM9700<br />

Preis<br />

ca. 7 500 Euro<br />

Bautiefe<br />

0,4 cm<br />

Technik<br />

White-<strong>OLED</strong> (RGBW)<br />

Verfügbarkeit 4. Quartal 2012<br />

Bilder: LG, Samsung<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92<br />

6 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


Samsung 55ES9500<br />

Preis<br />

ca. 9 000 Euro<br />

Bautiefe<br />

0,77 cm<br />

Technik<br />

RGB-<strong>OLED</strong><br />

Verfügbarkeit 4.Quartal 2012 / 1.Quartal 2013<br />

Samsung setzt bei der Bilddarstellung<br />

auf die RGB-<strong>OLED</strong>*-Technik. Hierbei<br />

generiert jeder der zwei Millionen<br />

Bildpunkte die benötigte Farbe und<br />

Helligkeit – so, wie man es bereits von<br />

Plasma-TVs kennt. Da jeder Bildpunkt<br />

selbstleuchtend ist, generiert Samsungs<br />

<strong>OLED</strong>-TV den bestmöglichen Kontrast<br />

und Betrachtungswinkel. Die <strong>OLED</strong>-<br />

Technik gilt zudem als energieeffizient,<br />

sodass der 55-Zoll-Fernseher nicht mehr<br />

als 150 Watt verbrauchen sollte. Die Panelproduktion<br />

ist allerdings durch hohe<br />

Ausschussraten noch nicht für den Massenmarkt<br />

geeignet, was die Preise der<br />

ersten Modelle entsprechend in die Höhe<br />

treibt. Da jeder Farbpixel über den Nutzungszeitraum<br />

unterschiedlich schnell<br />

an Helligkeit verliert, kann sich zudem<br />

die Farbgenauigkeit ändern. Auch bei der<br />

Wärmeentwicklung zeigt sich die <strong>OLED</strong>-<br />

Technik problematisch: Wird Vollweiß<br />

in großen Flächen dargestellt, erwärmt<br />

sich das Panel, Samsung setzt deshalb<br />

eine Aluminiumrückwand zur passiven<br />

Wärmeableitung ein. Auf der IFA verzichtete<br />

man auf vollflächig helle Bilder – ein<br />

Indiz, dass die großflächige Weißdarstellung<br />

mit <strong>OLED</strong>-Fernsehern nicht an die<br />

Brillanz von LED-LCD*s heranreichen<br />

wird. Dennoch zeigte Samsung mit dem<br />

Vorserienmodell die beste Bildqualität der<br />

Messe, denn makellose Kontraste und natürliche<br />

Farben schließen sich mit <strong>OLED</strong><br />

nicht länger aus. Zudem ist die Technik<br />

perfekt für 3D geeignet: Dank federleichter<br />

Shutter-Brillen erleben Sie gestochen<br />

scharfe Full-HD-Bilder ohne Doppelkonturen.<br />

Aufgrund nicht mehr vorhandener<br />

Geisterbilder setzt Samsung die 3D-Wiedergabe<br />

zugleich für Multi-View ein: Jeder<br />

Zuschauer sieht mittels Shutter-Brille sein<br />

eigenes (2D-)Bild getrennt vom zweiten<br />

Zuschauer. Zwei Personen können somit<br />

verschiedene Sender bzw. Bildquellen zeitgleich<br />

am Fernseher verfolgen, integrierte<br />

Kopfhörer in den 3D-Brillen sorgen für die<br />

zugehörige Tonwiedergabe.<br />

Der echte <strong>OLED</strong>-TV<br />

Samsung baut auf ein Pixel-Arrangement<br />

aus den drei Grundfarben Rot,<br />

Grün und Blau. Aufgrund der abweichenden<br />

Lebensdauer der Leuchtstoffe<br />

misst das blaue Pixel das 1,5-Fache<br />

der anderen Bildpunkte. In der Theorie<br />

kann es dennoch zu Farbabweichungen<br />

kommen. Auf der IFA 2012<br />

hinterließ Samsungs <strong>OLED</strong>-Technik<br />

einen noch besseren Eindruck als LGs<br />

<strong>OLED</strong>-TV mit Farbfilter.<br />

R G B<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 7


Aktuelles<br />

IFA-News<br />

84 ZOLL LED-LCDS MIT 4K-AUFLÖSUNG VON LG, SONY UND TOSHIBA<br />

Schärfer als die Wirklichkeit<br />

Riesige Bilddiagonalen von mehr als zwei Metern sind bislang vorrangig der Heimkinoprojektion vorbehalten, doch Sony<br />

startet mit dem XXL-TV KD-84X9005 den Gegenentwurf zum Beamer. Im Vergleich zu herkömmlichen Flachbildfernsehern<br />

mit 55- oder 65-Zoll-Bilddiagonale wirkt der KD-84X9005 mit 84 Zoll geradezu kolossal (siehe Bild) und dank mehr als<br />

8 Millionen Bildpunkten erscheinen selbst 2D-Bilder erstaunlich räumlich. CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Von der insgesamt dennoch grazilen<br />

Erscheinung sollten Sie sich nicht<br />

täuschen lassen, denn der Fernseher<br />

bringt satte 80 Kilogramm auf die Waage.<br />

Damit nicht genug ist der KD-84X9005<br />

der Vorbote einer neuen TV-Generation,<br />

die über mehr als 8 Millionen Bildpunkte<br />

(3840 × 2160 Pixel) verfügt (kurz: 4K). Die<br />

Sharps Pixelevolution<br />

Die Vervielfachung der Pixeldichte<br />

bringt aufgrund der gesteigerten Anzahl<br />

an Leiterbahnen und Transistoren<br />

nicht nur technologische Probleme mit<br />

sich, auch die Energieeffizienz wird in<br />

Mitleidenschaft gezogen. Die IGZO-<br />

Technik wirkt dem entgegen, statt auf<br />

eine herkömmliche Siliziumschicht<br />

setzt Sharp auf eine Verbindung aus<br />

Indium, Gallium, Zink und Sauerstoff.<br />

Der Halbleiter ist nahezu transparent<br />

und die transmissive Fläche erhöht sich<br />

deutlich, weshalb ultrahochauflösende<br />

Displays Strom sparender arbeiten<br />

können. Zudem ermöglicht IGZO die<br />

Fertigung transparenter und biegsamer<br />

LCD-Displays. Bislang ist Sharps IGZO-<br />

Technik für kleinere Displays geplant,<br />

angeblich sollen bereits im nächsten<br />

iPhone und iPad entsprechende LCD-<br />

Panel eingesetzt werden.<br />

vierfache Pixelanzahl bedeutet aber ebenfalls<br />

mehr Leiterbahnen und Transistoren<br />

zur Ansteuerung eines jeden Bildpunktes,<br />

worunter die Energieeffizienz leidet. Der<br />

stattliche Verbrauch von bis zu 570 Watt<br />

steht somit im starken Kontrast zur energieeffizienten<br />

Edge-LED-Bauweise. Bei<br />

der Basistechnik setzt Sony auf ein blickwinkelstabiles<br />

IPS-Panel*, das auch in den<br />

84-Zoll-4K-TVs von LG und Toshiba Verwendung<br />

findet. Die Bildqualität hängt<br />

aber maßgeblich von der Bildelektronik ab,<br />

weshalb Sony gleich drei Prozessoren verbaut.<br />

Ein Chip kümmert sich dabei um die<br />

Rauschreduzierung und Artefaktverminderung,<br />

ein Prozessor um die Bildanalyse<br />

auf Basis der Full-HD-Signalquellen und<br />

ein dritter Bildchip um die Interpolation<br />

der fehlenden sechs Millionen Bildpunkte<br />

– diese stolze Lücke klafft zwischen dem<br />

Full-HD-Eingangssignal und der Pixelanzahl<br />

des XXL-Fernsehers. Mundgerechte<br />

Quellen, die über 8 Millionen Bildpunkte<br />

verfügen, gibt es bis dato kaum. So stehen<br />

neben Computerspielen vor allem Fotos zur<br />

ultrahochauflösenden Diashow bereit. Auch<br />

4K-Youtube-Videos sowie Google Maps zeigen<br />

bei entsprechenden Fernsehern Auflösungsvorteile.<br />

Doch die Vielzahl der Inhalte<br />

liegt in HD oder Full HD vor, weshalb die<br />

4K-Fernseher die ultrahohe Auflösung eigenständig<br />

errechnen müssen. Sonys Bildverarbeitung<br />

ermittelt anhand einer gigantischen<br />

Datenbank fehlende Bildpunkte.<br />

Durch die Erfahrungen im Bereich der professionellen<br />

4K-Aufnahme profitiert auch<br />

die Bildverarbeitung des KD-84X9005:<br />

Full-HD-Inhalte sehen in 4K besser aus als<br />

auf einem normalen Full-HD-Fernseher.<br />

Beeindruckend: Hochfrequente Signale einer<br />

ursprünglichen 4K-Aufnahme können<br />

analysiert und rekonstruiert werden. Für<br />

die 3D-Darstellung greift Sony erstmals<br />

auf die Polfilter-3D-Technik zurück: Zwar<br />

halbiert sich hierbei die Auflösung, eine<br />

verbesserte Full-HD-Qualität erreicht der<br />

Fernseher aber auch im 3D-Modus. Sonys<br />

KD-84X9005 wird mit über 20 000 Euro<br />

keinesfalls ein Schnäppchen, schärfere Bilder<br />

werden Sie aber bei keinem Konkurrenten<br />

erleben. Spätestens Anfang 2013 soll<br />

das Gerät erhältlich sein.<br />

LGs 84-Zoll-Fernseher 84LM960V ist in den<br />

kommenden Wochen erhältlich und mit<br />

rund 15 000 Euro vergleichsweise „günstig“<br />

Auch Toshiba mischt beim 84-Zoll-Wettstreit<br />

mit und bringt im ersten Halbjahr<br />

2013 ein 4K-Modell auf den Markt<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92<br />

8 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


Coole Röhre,<br />

warmer Sound.<br />

Warme Akustik trifft coole Optik:<br />

Samsung DA-E750 mit Röhrenverstärker.<br />

Warm, wärmer, Samsung DA-E750.<br />

Das Highlight des DA-E750 fällt nicht nur direkt ins<br />

Auge, es springt auch sofort ins Ohr. Die Rede ist<br />

vom Röhrenvorverstärker, der zusammen mit der digitalen<br />

Endstufe einen warm-harmonischen Klang<br />

produziert. Für die notwendige Portion Druck und<br />

Transparenz hat Samsung dem 2.1-System 100 Watt<br />

Ausgangsleistung (RMS) und die High-Fidelity-Glasfaser-Membran-Technologie<br />

spendiert.<br />

Doppelt gefällt besser: Dual Dock.<br />

Mit dem sogenannten Dual Dock verfügt das DA-<br />

E750 über einen Anschluss für die Geräte von gleich<br />

zwei Herstellern. Smartphones oder MP3-Player sowohl<br />

von Samsung als auch von Apple lassen sich<br />

darüber spielend leicht verbinden. Und das funktioniert<br />

dank AllShare, AirPlay und Bluetooth 3.0 auch kabellos.<br />

Der apt-X Codec sorgt dabei für hochwertigen<br />

Stereoklang. Klingt gut, oder? Und sieht auch so aus.<br />

Designed for Samsung<br />

Handys, Tablets, MP3 Players.<br />

www.samsung.de/audiodocks<br />

Das Logo „Made for iPod/iPhone/iPad“ bedeutet, dass das Zubehör entwickelt wurde, um mit Apple-Geräten Verbindungen herzustellen,<br />

und das es zertifi ziert wurde, um Apple-Standards zu erfüllen. Apple ist nicht verantwortlich für den Betrieb oder die Einhaltung von gesetzlichen<br />

Standards. Der Einsatz dieses Zubehörs kann die drahtlose Leistung beeinfl ussen. iPad, iPhone, iPod classic, iPod nano, iPod shuffl e<br />

und iPod touch sind eingetragene Warenzeichen der Apple Inc., registriert in den USA und anderen Ländern.


Aktuelles<br />

IFA-News<br />

FÜR COUCH-SURFER<br />

Google TV ausprobiert<br />

Sony will mit einer kleinen schwarzen Set-Top-Box neben Apps, Videos und<br />

Musik auch das Internet in seiner vollen Pracht auf Flachbildfernseher holen. Die<br />

Bedienung soll mittels einer raffiniert gestalten Fernbedienung flüssig von der<br />

Hand gehen, was bisher noch ein Nachteil bei vielen aktuellen Smart-TVs ist.<br />

DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Fernbedienung vorne<br />

Auf der Vorderseite prangt ein großes<br />

berührungsempfindliches Eingabefeld,<br />

über welches etwa ein Mauspfeil auf<br />

dem Bildschirm bewegt werden kann.<br />

In der Praxis ist aber oft nicht klar,<br />

ob Eingaben über eben dieses Feld<br />

oder das Steuerkreuz getätigt werden<br />

müssen, was regelmäßig Verwirrung<br />

stiftet. Dennoch geht die Bedienung<br />

insgesamt flink und intuitiv von der<br />

Hand, vor allem der Internetbrowser<br />

Chrome lässt sich so besonders gut<br />

handhaben. Zusätzlich verfügt die<br />

Fernbedienung über einen Bewegungssensor<br />

und Videospiele lassen sich<br />

durch Kippen des Signalgebers steuern.<br />

Zusätzlich können Sie mit der Fernbedienung<br />

auch andere Geräte, wie etwa den<br />

Fernseher, bedienen.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Maße B/H/T<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

HDMI<br />

Sony<br />

NSZ-GS7<br />

199 Euro/199 Euro<br />

20,3 × 2,9× 12,7 cm<br />

576 g<br />

www.sony.de<br />

digital<br />

Audio<br />

optisch<br />

Ethernet<br />

Eingänge 1 1 1<br />

Sonstige<br />

Betrieb<br />

Betrieb<br />

Schnellstartmodus/Stand-by<br />

USB, WLAN<br />

6,5 W<br />

6,1 W/0,3 W<br />

Fernbedienung hinten<br />

Umgedreht offeriert der Signalgeber eine<br />

vollwertige Mini-Tastatur: Kurze Texte,<br />

wie etwa Statusmeldungen bei Twitter,<br />

lassen sich damit angenehm und rasch<br />

eingeben. Für längere Texteingaben eignet<br />

sich die Tastatur aber nicht, dafür<br />

sind die Knöpfe schlicht zu klein –<br />

der Druckpunkt ist aber angenehm<br />

knackig. Vorbildlich: Wird es in den<br />

Abendstunden im Wohnzimmer dunkler,<br />

können Sie die Hintergrundbeleuchtung<br />

der Tastatur aktivieren.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Sony<br />

10 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong><br />

ED 5.2012<br />

52


Apps<br />

Der Zugang zu allen Anwendungen<br />

aus dem App-Store Google Play<br />

wird Ihnen mit der Set-Top-Box verwehrt.<br />

Derzeit sind nur wenige Apps<br />

für den großen Bildschirm des Fernsehers<br />

optimiert und herunterladbar.<br />

Weitere sollen aber sukzessive<br />

folgen. Anwendungen wie etwa das<br />

Videoportal Youtube machen bereits<br />

richtig Spaß und sind wie für den Fernseher<br />

im Wohnzimmer geschaffen. Unverständlicherweise<br />

werden die Videos<br />

aber nicht hochauflösend abgespielt.<br />

Im Netz surfen<br />

Google TV verfügt über den vom Computer<br />

bekannten Chrome-Browser,<br />

der Internetseiten zügig aufbaut. Leider<br />

werden viele Internetauftritte in<br />

der Mobilversion dargestellt, da das<br />

Android-Betriebssystem das Gerät als<br />

Smartphone respektive Tablet deklariert.<br />

Das sieht auf dem großen TV-<br />

Bildschirm natürlich nicht optimal aus.<br />

Dank der Bild-in-Bild-Funktion ist es<br />

zudem möglich, das laufende Fernsehprogramm<br />

während des Internetausflugs<br />

zu verfolgen.<br />

Filme ausleihen<br />

Seit Neuestem ist Googles Videoverleih<br />

auch in Deutschland verfügbar, aber leider<br />

ist der Abruf von Kinofilmen noch<br />

nicht über die Set-Top-Box möglich.<br />

An dieser Stelle muss auf Sonys Video-<br />

Unlimted-Service zurückgegriffen werden.<br />

Das wird sich in Zukunft sicherlich<br />

noch ändern; Sonys Alternative bietet<br />

bis dahin aber einen mehr als ausreichend<br />

großen Fundus mit aktuellen<br />

Blockbustern an. Die Angebote liegen<br />

dabei hochauflösend und teilweise sogar<br />

in 3D vor.<br />

TV-Funktionen<br />

In den USA hat Sony Google TV bereits<br />

im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit<br />

Logitech auf den Markt gebracht. Das<br />

Alleinstellungsmerkmal dieser Variante<br />

ist die globale Begriffssuchleiste, die neben<br />

dem Internet auch die elektronische<br />

Programmzeitschrift und die Mediatheken<br />

der Sender nach Suchwörtern<br />

durchforstet. Gibt man nun etwa „Boradwalk<br />

Empire“ ein, wird die Serie<br />

nicht nur in der Inertnetfilmdatenbank<br />

IMDB gefunden, sondern eben auch<br />

im aktuellen TV-Programm. Soweit die<br />

Theorie. In den USA haben sich jedoch<br />

viele Sendeanstalten nicht darauf eingelassen<br />

und sperren Google TV von ihren<br />

Angeboten aus. In Deutschland ist<br />

dieses Alleinstellungsmerkmal noch gar<br />

nicht verfügbar und auch hierzulande<br />

erschwert die rechtliche Lage die Einführung<br />

immens. Aktuell wettern vor<br />

allem die Privatsender gegen Googles<br />

Anliegen, denn sie befürchten, Werbekunden<br />

zu verlieren, wenn sie ihre<br />

Inhalte für Google TV freigeben.<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 11


Aktuelles<br />

IFA-News<br />

Bigger is better<br />

Sharp wird sich in Zukunft ausschließlich<br />

auf TVs ab 60 Zoll aufwärts spezialisieren.<br />

Nach Modellen in den Größen<br />

60, 70 und 80 Zoll haben die Japaner<br />

nun den derzeit größten TV der Welt<br />

erstmals in Europa präsentiert. Ob der<br />

LC-90LE745U mit nicht weniger als<br />

90 Zoll (2,28 m) Bildschirmdiagonale<br />

auch in Deutschland erhältlich sein<br />

wird, steht derzeit jedoch noch ebenso<br />

wenig fest wie der Preis des Riesen-TVs<br />

(US-Preis: knapp 11 000$). AM<br />

Boses klanggewaltiger zweiter TV-Streich<br />

Videowave 2 heißt die zweite Generation<br />

des TV-Systems vom Hi-Fi-Spezialisten<br />

Bose. Der Fernseher verfügt<br />

erstmals über eine LED-Hintergrundbeleuchtung<br />

und wird per Kabel mit<br />

der zugehörigen Mediakonsole verbunden.<br />

An dieser lassen sich bis zu sechs<br />

Zuspielgeräte wie<br />

Blu-ray-Player, Spielekonsolen<br />

und DVB-<br />

Receiver anschließen,<br />

die sich bequem über<br />

die mitgelieferte Click-<br />

Pad-Fernbedienung<br />

steuern lassen. Praktisch:<br />

je nach Gerätegattung<br />

passt sich die<br />

grafische Benutzeroberfläche<br />

des Fernsehers<br />

automtisch den<br />

Gegebenheiten an. Für<br />

Bose-typischen Sound<br />

sorgen sechs Hochleis-<br />

tungs-Woofer im Inneren des Systems<br />

inklusive ausgetüfteltem Luftkanal, dazu<br />

gibt es eine Docking-Station für iPod<br />

und iPhone. Im autorisierten Handel<br />

ist das Videowave 2 ab sofort erhältlich<br />

und kostet 5499 Euro (46 Zoll), bzw.<br />

6 499 Euro (55 Zoll). AM<br />

Stadiongefühle zuhause erleben<br />

Speziell auf die Bedürfnisse von Fußballfans<br />

zugeschnitten ist der Bundesliga-<br />

Fernseher von Grundig. Einen zweiter<br />

Prozessor im TV soll für einen schnelleren<br />

Bildaufbau, eine höhere Kontrastschärfe<br />

und noch bessere Farben sorgen. In Sachen<br />

Ausstattung lässt sich Grundig nicht<br />

lumpen und spendiert dem Gerät unter<br />

anderem 3D, einen Triple-Tuner, HbbTV<br />

und USB-Recording. Auch Smart-TV-<br />

Funktionen hat der Bundesliga-Fernseher<br />

zu bieten und mit der neu integrierten<br />

Kicker-App muss auch in der<br />

Halbzeitpause noch nicht<br />

Schluss sein mit Fußball. Für<br />

die richtige Stadionatmosphäre<br />

sorgen zudem gleich<br />

zwei Woofer-Lautsprecher.<br />

Der neue TV ist ab sofort in<br />

zwei Größen und den Farben<br />

Schwarz, Weiß und Silber erhältlich<br />

und kostet 899 Euro<br />

(40 Zoll) bzw. 999 Euro (46<br />

Zoll). AM<br />

NACHRICHTEN IN KÜRZE<br />

LCD-Markt in Europa rückläufig<br />

Sowohl der Markt für Unterhaltungselektronik<br />

als auch das LCD-Segment sind in<br />

den ersten drei Monaten 2012 rückläufig<br />

gewesen und haben jeweils 18 % weniger<br />

umgesetzt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.<br />

In einigen Ländern brach der Absatz<br />

deutlich ein, lediglich Deutschland konnte<br />

ein wenig zulegen. AM<br />

Deutschland: +6%<br />

Belgien: -15%<br />

Niederlande: -19%<br />

Italien: -23%<br />

Spanien: -26%<br />

Großbritannien: -29%<br />

Frankreich: -35%<br />

Europa gesamt: -18%<br />

Der Markt für Plasma-TVs<br />

in Europa<br />

schrumpft. Sehen Sie<br />

ein baldiges Ende für<br />

Ihr Steckenpferd?<br />

Ganz im Gegenteil. Das<br />

Marktvolumen im Bereich<br />

Plasma TV ist zwar leicht<br />

rückläufi g, dafür gibt es<br />

aber nachvollziehbare<br />

Gründe: Bereits im letzten Jahr gab es einen<br />

ganz klaren Trend im Plasmasegment zu hochwertigen<br />

Plasma-Flachbildfernsehern. Darauf<br />

haben wir als klarer Marktführer mit knapp 60<br />

Prozent Marktanteil reagiert und die Plasma-<br />

Einstiegsserien im Full-HD- und HD-Bereich<br />

deutlich reduziert. Wir fokussieren uns im Plasma<br />

Segment ganz klar auf Premiumprodukte<br />

mit echtem Mehrwert und diese Strategie geht<br />

vollends auf – das belegen die zahlreichen Testsiege<br />

und die aktuellen Verkaufszahlen unserer<br />

Smart VIERA NeoPlasma-Geräte.<br />

Armando Romagnolo,<br />

General Manager & Head of Product<br />

Marketing Audio Video & Training CE,<br />

Panasonic<br />

Hollywood zuhause<br />

Mit dem PT-AT6000E will Panasonic<br />

neue Maßstäbe im erschwinglichen<br />

Heimkino setzen. Der 3D-Projektor ist<br />

mit 2400 Lumen deutlich heller und<br />

kontrastreicher als sein Vorgänger und<br />

hat neben bewährten Technologien wie<br />

480 Hz Intelligent 3D Frame Creation auch<br />

zahlreiche Neuerungen an Bord: Frame<br />

Creation 2 sorgt bei der Umwandlung von<br />

2D zu 3D für scharfe und ruckelfreie Bilder,<br />

der Detail Clarity Processor 4 erhöht<br />

die Detailtreue. Variabel sind Sie in der<br />

Aufstellung: Leinwandabstände zwischen<br />

1,16 m und über 10 m sind ebenso möglich<br />

wie verzerrungsarme Verschiebungen von<br />

bis zu 26 % nach links und rechts. Der<br />

PT-AT6000E ist ab sofort erhältlich und<br />

kostet 2 799 Euro. AM<br />

Bilder: 20th Century Fox, Bose, Grundig Panasonic, Philips, Samsung, Sharp, Sky Deutschland, Sony, Splendid<br />

12 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


Leichter und bequemer<br />

Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern,<br />

nun ist es offiziell: Sony hat den<br />

Nachfolger des innovativen 3D-Kopfkinos<br />

HMZ-T1 vorgestellt. Der T2 verfügt wie<br />

sein Vorgänger über zwei <strong>OLED</strong>-Displays<br />

mit je 1 280 × 720 Pixeln, jedoch neuerdings<br />

über zwei Bildmodi: Zum einen den 24p-<br />

True-Cinema-Modus, mit dem nun das<br />

Betrachten von Filmen ruckelfrei möglich<br />

sein soll. Zum anderen den Clear-Modus,<br />

der etwa bei rasanten Videospielen Zwischenbilder<br />

für eine schärfere Abbildung<br />

berechnet. Auch den Klagen hinsichtlich<br />

des Tragekomforts hat sich Sony angenommen:<br />

Das neue 3D-Kopfkino ist mit<br />

nur 330 Gramm um 20 Prozent leichter,<br />

zudem gibt es mehr Einstellmöglichkeiten<br />

für einen angenehmen Sitz. Ebenfalls neu:<br />

Sie können eigene Kopfhörer an das System<br />

anschließen. Der HMZ-T2 soll ab November<br />

für knapp 1 000 Euro erhältlich sein. AM<br />

Goldenes Flaggschiff<br />

Samsung präsentierte auf der IFA sein<br />

neues Topmodell. Schon allein wegen<br />

seiner imposanten Bildschirmdiagonalen<br />

von 75 Zoll (1,90 m) und der gleichzeitig<br />

grazilen Optik mit einem goldenen,<br />

superflachen Rahmen,<br />

darf der ES9090 getrost als<br />

Flaggschiff des koreanischen<br />

Elektronikriesen bezeichnet<br />

werden. Ausgestattet ist der<br />

ES 9090 mit allem, was Samsung<br />

derzeit zu bieten hat, darunter<br />

Sprach- und Gestensteuerung und<br />

umfangreiche Smart-TV-Funktionen.<br />

Mithilfe von Smart-View können Sie<br />

zudem Inhalte vom Fernseher an mobile<br />

Samsung-Geräte übertragen. Der High-<br />

End-LED-TV, der ab sofort zu haben ist,<br />

kostet 6 999 Euro. AM<br />

Schick und smart<br />

Philips hat seine Design-Edge-Serie neu<br />

aufgelegt. Der in perlweiß gehaltene TV<br />

mit nahtloser Glasfront macht einiges her<br />

und auch die Ausstattung kann sich sehen<br />

lassen: Ambilight Spectra 2 ist ebenso<br />

mit an Bord wie der neu gestaltete Philips<br />

Smart TV Home Screen, Wi-Fi und USB-<br />

Recording. Die neue Serie soll im dritten<br />

Quartal 2012 in den Bildschirmgrößen 42<br />

Zoll und 47 Zoll verfügbar sein. Seine<br />

Vorreiterrolle in Sachen Design untermauert<br />

Philips zudem mit der neuen<br />

PFL6900-Reihe. Mit nur 1,2 mm Breite<br />

ist der Rahmen praktisch nicht mehr erkennbar,<br />

lediglich ein schmaler, schwarzer<br />

Streifen rund um das Bild ist zu<br />

sehen. Die Serie ist ab sofort in 42 und<br />

47 Zoll erhältlich und kostet 1 400 Euro<br />

bzw. 1 600 Euro. AM<br />

Sky schreibt erstmals schwarze Zahlen<br />

Erstmals in seiner Geschichte hat Sky<br />

ein Quartal mit einem Gewinn vor Zinsen,<br />

Steuern und Abschreibungen abgeschlossen.<br />

Das operative Ergebnis lag<br />

bei 23 Mio. Euro, im Vorjahr war es zum<br />

gleichen Zeitpunkt ein Verlust in dieser<br />

Höhe gewesen. Unter Führung des US-<br />

Amerikaners Brian Sullivan konnte Sky<br />

Deutschland im zweiten Quartal 2012<br />

damit zum achten Mal in Folge deutliche<br />

Zuwächse verzeichnen. Dauerhaft die<br />

Gewinnzone zu erreichen, plant Sky frühestens<br />

ab 2013. Die Geschäftszahlen jedenfalls<br />

lassen erkennen, dass der Trend<br />

nach oben zeigt. AM<br />

Sky Geschäftszahlen 2. Quartal 2012 im Vergleich zu Q2/2011<br />

Umsatz: 326,7 Mio. € (+18 Prozent)<br />

Gesamtkundenzahl: 3.132.000 (+14 Prozent)<br />

Nettokundenwachstum: 47.100 (+42 Prozent)<br />

Sky Premium HD: 1.171.800 Kunden (+64 Prozent)<br />

Sky+: 584.000 Kunden (+403 Prozent)<br />

Sky Go: 6,9 Mio. Kunden-Logins (+415 Prozent)<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 13


Aktuelles<br />

IFA-News<br />

Topmodell: Dreiseitiges Ambilight sorgt für Ambiente<br />

Philips neue Topserie PFL9707 vereint<br />

vollumfängliche Ausstattung mit den<br />

neuesten technologischen Entwicklungen<br />

des Herstellers. So wurde das einzigartige<br />

Ambilight Spectra<br />

XL nun auf drei Seiten ausgeweitet.<br />

Um das Fernseherlebnis<br />

optisch noch größer<br />

erscheinen zu lassen, wird<br />

ein Umgebungslicht von der<br />

Rückseite des Fernsehers<br />

auf den dahinter liegenden<br />

Wandbereich projiziert. Dabei<br />

werden Farbe und Helligkeit<br />

des Lichts automatisch<br />

an den dargestellten Bildschirminhalt<br />

angepasst. Der<br />

verbesserte Mottenaugenfilter<br />

sorgt für einen nahezu<br />

reflexionsfreien Bildschirm.<br />

Aufgrund der Aufwendigkeit der Technologie<br />

kommt diese nur beim 46-Zoll-<br />

Modell zum Einsatz, sorgt dort aber für<br />

einen noch besseren Kontrast, indem das<br />

Schwarz der dunklen Töne verstärkt und<br />

die Helligkeit der helleren Bildteile erhöht<br />

wird, ohne Lichthöfe oder Reflexionen<br />

zu erzeugen. Auch in Sachen 3D hat sich<br />

einiges getan: Dank einer besseren Abstimmung<br />

mit der Brille flackern 3D-<br />

Bilder nicht mehr. Zudem können Sie den<br />

räumlichen Seheindruck nach Ihren persönlichen<br />

Vorlieben anpassen. Im Herbst<br />

soll eine neue Firmware erscheinen, dann<br />

können Sie mit Wi Fi Smart Screen Fernsehinhalte<br />

auf Tablets und Smartphones<br />

über Ihr Heimnetzwerk streamen. Das<br />

neue Topmodell kommt zunächst in zwei<br />

Größen und kostet 3 000 Euro (46 Zoll)<br />

und 4 200 Euro (60 Zoll). AM<br />

Sat-Fernsehen verteilen<br />

Künftig können Sie die Sendervielfalt des<br />

Satellitenfernsehens ohne großen Aufwand<br />

auf sämtlichen IP-Geräten nutzen, vom<br />

Smartphone bis zum Heim-PC. Möglich<br />

macht es die neue Sat-IP-Technologie des<br />

Satellitenbetreiber SES. Dabei werden die<br />

digitalen Fernsehsignale in IP-Signale für<br />

die Nutzung auf internetfähigen Endgeräten<br />

übersetzt. Dies passiert entweder direkt<br />

in der Antenne oder anschließend in<br />

einem Converter oder einer Set-Top-Box.<br />

Als Transportstrecken stehen im Haus<br />

das Stromnetz, Koax-Leitungen, WLAN<br />

oder Ethernet-Leitungen zur Verfügung.<br />

Verwenden Sie letzteres mit 100 MBit/s,<br />

können Sie so auf acht HD-Sender gleichzeitig<br />

zugreifen, bei WLAN sind es in der<br />

Praxis zwischen zwei und vier Programme.<br />

Einer der ersten Hersteller mit einem digitalen<br />

Sat-to-IP-Umsetzer im Angebot ist<br />

Telestar. Der Digibit R1 ermöglicht bis zu<br />

vier Netzwerkanschlüsen den Empfang<br />

von Sat-Signalen. Der Digibit R1 ist ab<br />

sofort erhältlich und kostet 249 Euro. AM<br />

Evolution an der Spitze<br />

Während der gerade zu Ende gegangenen<br />

IFA präsentierte Sony die Weiterentwicklung<br />

seiner Topserie mit dem<br />

Namen HX955. Zunächst fällt die neue<br />

Optik ins Auge: Das Monolith-Design<br />

gehört der Vergangenheit an, stattdessen<br />

sorgt ein halbkreisförmiger Metallstandfuß<br />

für ein hochwertiges Aussehen.<br />

Wie ihre Vorgänger basiert die HX955-<br />

Serie auf dem Prinzip Direct-LED-LCD;<br />

durch die vollflächig verbauten LEDs<br />

lassen sich Bildbereiche in ihrer Helligkeit<br />

gezielt ansteuern und abschalten,<br />

was einen deutlich besseren Kontrast<br />

ermöglicht als bei Edge-LED-TVs. Der<br />

HX955 wird zunächst in den Größen 55<br />

und 65 Zoll erhältlich sein, ab wann und<br />

zu welchem Preis Sonys neues Topmodell<br />

zu haben ist, steht aber derzeit noch<br />

nicht fest. AM<br />

Bilder: 20th Century Fox, Philips, Splendid, Telestar, Toshiba<br />

14 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


Note zum Zweiten<br />

Das AM<strong>OLED</strong>-Display des Samsung<br />

Galaxy Note 2 wächst nochmals leicht<br />

auf 5,55 Zoll und ist jetzt im Verhältnis<br />

16 : 9 ausgerichtet, was für optimierte<br />

Videowiedergabe sorgt. Dank der neuen<br />

Air-View-Funktion brauchen Sie<br />

eine Anwendung nicht mehr zu öffnen,<br />

um eine <strong>Vorschau</strong> des Inhaltes<br />

abzurufen – das Schweben über der Anwendung<br />

mit dem S Pen<br />

genügt. Das Galaxy Note<br />

2 soll ab Oktober bereits eits<br />

mit Android 4.1 in den<br />

Handel kommen. Der<br />

Preis wurde indes noch<br />

nicht kommuniziert. AM<br />

Neuauflage und Hybrid<br />

Der Nachfolger des Sony Tablet S kommt dünner und<br />

mit gerade mal 570 Gramm noch leichter als sein<br />

Vorgänger daher. Das gegen Spritzwasser unempfindliche<br />

Tablet verfügt über einen Nvidia Tegra 3<br />

Vier-Kern-Prozessor und nutzt das Android-4.0.3-<br />

Betriebssystem. Das Display hat eine Größe von 9,4 Zoll und bietet<br />

eine Auflösung von 1 280 × 800 Pixel. Mit 16 GB Speicher kostet das Xperia Tablet S<br />

399 Euro und ist ab sofort erhältlich, das 3G Modell mit 16 GB kommt ab November<br />

für 519 Euro (UVP) in den Handel. Einen Hybrid bietet Sony mit dem Vaio Tap 20:<br />

Er vereint die Leistungsfähigkeit eines PCs, der sich per mitgelieferter Tatstatur und<br />

Maus steuern lässt mit der Bedienbarkeit und Optik eines Tablets. Der Clou: Das 20<br />

Zoll große Multitouch-Display im 16 : 9-Format (Auflösung 1 600 × 900 Pixel), das<br />

die Bewegungen von bis zu zehn Fingern gleichzeitig erkennen soll. Das Vaio Tap 20<br />

kommt wahlweise mit einem Intel i3-, i5 oder i7-Prozessor daher und soll ab Ende<br />

Oktober zu Preisen zwischen 1 000 und 1 200 Euro in den Verkauf gehen. AM<br />

Neues Viererpack<br />

Der IT-Konzern Lenovo hat vier neue<br />

Tablets vorgestellt. Das Thinkpad Tablet<br />

2 wiegt weniger als 600 Gramm und setzt<br />

auf Windows 8 als Betriebssystem. Als<br />

Veröffentlichungstermin ist der Oktober<br />

angepeilt. Bereits ab September sollen<br />

die Ideatabs der Serien A2107 (199 Euro),<br />

A2109 (299) und A2110 (499) erhältlich<br />

sein. Diese haben unterschiedliche Ausstattungen<br />

und ein Tastaturdock macht<br />

etwa aus dem A2110 einen Laptop und<br />

verdoppelt die Akkulaufzeit. AM<br />

Zweifacher Zuwachs<br />

Huaweis MediaPad 7 Lite ist ein Einstiegsmodell<br />

für 250 Euro, dafür gibt<br />

es ein 7 Zoll großes Display (1 024 × 600<br />

Bildpunkte), einen 1,2 GHz-Single-<br />

Core-Prozessor und 1 GB RAM. Lobenswert:<br />

Ein UMTS-Modul ist inklusive.<br />

Als Betriebssystem dient Android<br />

Version 4.0. Diese nutzt auch das MediaPad<br />

10 FHD, dass mit 1 920 mal<br />

1 200 Bildpunkten sogar mehr als Full-<br />

HD zu bieten hat und rund 430 Euro<br />

kosten soll. AM<br />

Mobiles Internet boomt<br />

Das Digitalbarometer, ein Zusammenschluss<br />

von TNS Emnid, IP Deutschland<br />

und der Fachzeitschrift „Werben & Verkaufen“<br />

befragte 1.142 Erwachsene im<br />

Alter von 14 bis 64 Jahren zu ihrer mobilen<br />

Internet- und Bewegtbildnutzung. AM<br />

Mobile Nutzung des Internets<br />

52%<br />

Handy<br />

10%<br />

9%<br />

Beliebteste Videoangebote<br />

iPod<br />

Tablet-PC<br />

76% Nachrichten<br />

74% Videoclips<br />

58% Sportnews<br />

42% Serie<br />

Anzeige<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE WW.<br />

<strong>TESTED</strong>.D<br />

ED.D<br />

D.DE D<br />

|1<br />

15


Aktuelles<br />

IFA-News<br />

Kompakter Alleskönner<br />

Denons neues Mikro-HiFi-Komponentensystem<br />

D-M39 besteht aus den beiden SC-M39 Lautsprechern<br />

und dem Stereo-CD-Receiver RCD-M39.<br />

Dieser verfügt über einen optischen Digitaleingang<br />

zum einfachen Anschluss eines Fernsehers<br />

oder einer anderen Digitalquelle; für weitere<br />

Musikspeicher steht zudem ein USB-Port zur<br />

Verfügung. Eng ist die Verbindung zu Appleprodukten:<br />

Mit dem D-M39 können Sie diese laden<br />

und ihnen via USB Musik entlocken. Die Mikro-<br />

Kompaktanlage kostet 399 Euro und ist bereits im<br />

Handel erhältlich.<br />

AM<br />

Sony Sound Bar - Schlank, aber kräftig<br />

Surroundsound muss nicht zwangsläufig von vielen Satellitenlautsprechern<br />

herrühren – einmal mehr zeigt dies Sony mit seiner<br />

neuen Soundbar. Die HT-CT260 Surround Sound Bar besteht aus<br />

einer schicken 2.1-Kanal-Lautsprecherleiste mit einem kabellos<br />

Subwoofer und leistet trotz ihrer schlanken Erscheinung 300<br />

Watt. Damit Sie auch mit nur zwei Frontlautsprecher Surroundsound<br />

erleben können, soll die Technologie S-Force Pro Front<br />

Surround laut Hersteller die Schallwellen im Raum krümmen.<br />

Dank integrierter Bluetooth-Schnittstelle können Sie nicht nur<br />

Film- und Fernsehinhalte, sondern auch Musik vom Notebook,<br />

Tablet oder Smartphone abspielen. Die Soundbar ist<br />

ab sofort zu einem Preis von 299 Euro verfügbar. AM<br />

Soundbox: Neues Gewand<br />

Loewe setzt bei seinen Produkten weiterhin<br />

auf außergewöhnliches und individuelles Design.<br />

Entsprechend ist die Soundbox, die im<br />

Herbst für 500 Euro auf den Markt kommen<br />

wird, nun auch mit einem kreativen, austauschbaren<br />

Dekor in den Farben Grün, Beige<br />

und Orange erhältlich. Auf technischer Seite<br />

vereint die Sound Box RDS-Stereo-Radio, CD-<br />

Spieler und Wecker in einem. Es besitzt zwei<br />

4-Zoll-Full Range Stereolautsprecher und zwei<br />

digitale Stereoverstärker. Das CD-Laufwerk<br />

unterstützt die Formate MP3 und WMA und<br />

die Musik von iPod und iPhone kann mittels<br />

eingebauter Dockingstation ebenfalls gehört<br />

werden. Abgerundet wird die Soundbox durch<br />

ein gut lesbares Display, das alle wichtigen<br />

Radio- und Musikinformationen anzeigt. AM<br />

Musikverkäufe: Umsatzentwicklung<br />

Im globalen Vergleich hängen die Deutschen stärker an physischen Tonträgern<br />

als Musikliebhaber anderer Länder. Die CD-Verkäufe brechen daher<br />

weniger stark ein und die Onlineumsätze wachsen etwas verhaltener.<br />

Verhältnis des Umsatzes physischer Tonträger (oberer Graph) zu Download-<br />

und Streamingumsätzen (unterer Graph)<br />

Deutschland:<br />

Weltweit:<br />

86 %<br />

61 %<br />

14 %<br />

39 %<br />

Umsatzveränderung im Vergleich zum Vorjahr<br />

Deutschland:<br />

CD<br />

Download<br />

Streaming<br />

Weltweit:<br />

-5 % +8 % +29 % -12 % +9 % +40 %<br />

CD<br />

Download<br />

Streaming<br />

Quelle: Strategy Analytics<br />

AV-Receiver: Wer was kann und was es Neues gibt<br />

Hersteller/<br />

Feature<br />

4K Musik-Streaming (Airplay usw.) Kalibrierung A/V Neue Produkte<br />

Denon Switching, Scaling, GUI-Überlagerung ja Audyssey MultEQ Pro AVR-3313<br />

Harman/Kardon - ja EzSet/EQ II AVR-170<br />

Marantz Pass-Through, Scaling, GUI Überlagerung ja Audyssey MultEQ XT Pro SR7007<br />

Onkyo Scaling ja Audyssey MultEQ XT32, ISF-Videokalibrierung TX-NR5010<br />

Pioneer Pass-Through ja MCACC SC-LX86<br />

Yamaha Pass-Through, Scaling ja YPAO RX-Serie<br />

Bilder: Denon, Loewe, Sony<br />

16 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


XBOX UND CO. ALS UNTERHALTUNGSLIEFERANTEN<br />

Die neuen Player im Wohnzimmer<br />

Neben gewohnten Herstellern wie etwa Sony und Panasonic drängen mittlerweile auch für das Wohnzimmer eher untypische<br />

Firmen wie Microsoft, Google und Apple in die Unterhaltungsgemächer vor und machen sich auf der Couch breit.<br />

Doch geht dieser Trend auch mit mehr Unterhaltung einher?<br />

DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Was andere Anbieter noch etablieren<br />

wollen, besitzt Microsoft bereits,<br />

denn die Xbox 360 verwandelt<br />

sich immer mehr vom reinen Spielgerät<br />

hin zum multimedialen Alleskönner. So<br />

wird Ihnen schon heute der Zugang zu<br />

umfangreichen Streaming*-Angeboten gewährt<br />

und neben einigen Mediatheken<br />

der TV-Sender haben Sie als Abonnent<br />

von Sky via „Sky Go“ auch Zugriff auf das<br />

Programmangebot des Pay-TV-Anbieters.<br />

Zudem können Sie direkt über den Onlineservice<br />

„Xbox Live“ Filme und Musik kaufen<br />

oder ausleihen und direkt als Stream<br />

abrufen. Die nächste Konsolengeneration<br />

soll die multimediale Ausrichtung noch<br />

weiter ausbauen und erste Informationen<br />

deuten auf einen integrierten vollwertigen<br />

TV-Empfänger mit Aufnahmefunktion<br />

hin. Zudem strebt Microsoft Gerüchten<br />

zufolge ein wohnzimmertauglicheres Design<br />

an und will die Leistungsaufnahme<br />

drastisch reduzieren, damit das Unterhaltungstalent<br />

immer eingeschaltet sein kann.<br />

Einem internen Dokument zufolge feilt<br />

Microsoft zudem an einer stark erweiterten<br />

Konnektivität und die neue Xbox<br />

(Erscheinungstermin Ende 2013) soll sich<br />

neben Smartphone und Tablet auch mit<br />

einer Datenbrille verbinden lassen. Ferner<br />

ist von einem lückenlosen Informationsangebot<br />

die Rede und es soll möglich sein,<br />

etwa Nachrichten einzublenden während<br />

ein Videospiel gespielt wird, oder Sie können<br />

auf einem Tablet Zusatzinformationen<br />

zu einem Schauspieler aus dem gerade<br />

laufenden Film abrufen. Zudem wird die<br />

Verschmelzung von Videospielen und<br />

Fernsehinhalten thematisiert und zukünftig<br />

könnten beide Erfahrungen in Echtzeit<br />

ineinander übergehen, z. B. wenn Punkte<br />

eines laufenden Fußballspiels in die Videospielpartie<br />

übernommen werden.<br />

Jüngst stellte Microsoft seine Smart-<br />

Glass-App, eine universelle Softwarelösung<br />

vor, mit der Sie etwa die Filmwiedergabe<br />

von der Konsole ohne Unterbrechung<br />

auf das Smartphone oder Tablet verlagern<br />

können. Zudem ist es möglich, Zusatzinhalte<br />

zu Filmen oder Sportsendungen auf<br />

dem Tablet anzuzeigen und selbst die Videospielkonsole<br />

Xbox 360 ist in der Lage,<br />

Informationen auf den Zweitbildschirm<br />

auszulagern. Letztlich kann z. B. ein Mauszeiger<br />

über den berührungsempfindlichen<br />

Bildschirm des Smartphones gesteuert<br />

werden oder einzelne Anzeigen wandern<br />

vom Fernsehbildschirm auf das Tablet, um<br />

das Spielgeschehen glaubhafter zu gestalten.<br />

Den vollständigen Funktionsumfang<br />

erhalten Sie aber nur auf Smartphones und<br />

Tablets mit Windows- Betriebssystem.<br />

Auch Apple ist bereits im Wohnzimmer<br />

angekommen und bietet mit Apple<br />

TV einen Netzwerkmedienabspieler an,<br />

der sich in puncto Inhalte voll auf die<br />

iTunes-Infrastruktur stützt. In den USA<br />

machen aktuell Gerüchte die Runde, dass<br />

Apple sich in Verhandlungen mit Kabelnetzbetreibern<br />

befindet, um das Gerät<br />

auch als Set-Top-Box nutzen zu können.<br />

In Zuge dessen nimmt natürlich auch das<br />

Bild eines Flachbildfernsehers aus gleichem<br />

Hause neue Konturen an; über ein<br />

derartiges Gerät wird schon seit einiger<br />

Zeit spekuliert. Eingekaufte Fertigungslinien<br />

beim LCD*-Hersteller Sharp deuten<br />

auf einen zeitnahen Einstieg Apples im<br />

TV-Segment hin. Wie beim iPhone soll<br />

eine Sprachsteuerung die Bedienung vereinfachen<br />

und dank dem App Store ist<br />

fü r genü gend Inhaltenachschub gesorgt.<br />

Auch beim Design wird der Hersteller<br />

auftrumpfen, Glas und Metall werden den<br />

Apple-Fernseher dominieren. Bleibt abzuwarten,<br />

wie hochwertig die Bild- und<br />

Tonqualitä t ausfallen und wie Apple die<br />

Tuner-Problematik lö st – im Empfangsbereich<br />

kö nnen die Kalifornier nicht auf<br />

eigenes Know-How zurü ckgreifen.<br />

Bilder: Apple, Microsoft<br />

Mit dem Medienabspieler Apple TV ist der<br />

Hersteller schon im Wohnzimmer angekommen.<br />

Doch wo bleibt der Flachbild-TV?<br />

Microsoft kann derzeit weltweit 68 Millionen<br />

Xbox-360-Konsolen in den Wohnzimmern<br />

vorweisen<br />

Auch der brandaktuelle Trend des Second<br />

Screens hält dank der neuen Smart-Glass-<br />

App auf Xbox und Smartphone Einzug<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 17


Test<br />

Glosse<br />

Videospiele<br />

Pro<br />

Kontra<br />

Tiemo Weisenseel,<br />

Redakteur<br />

Neu ist immer besser!<br />

Wie formulierte es Barney in einer der letzten<br />

Episoden von „How I Met Your Mother“<br />

doch so schön? „Neu ist immer besser“!<br />

Recht hat der Mann (wie eigentlich immer!),<br />

und das gilt in besonderem Maße für die<br />

wunderbare Welt der Videospiele. Während<br />

man sich heute an millionenschweren<br />

und absolut filmreifen Grafi kbomben wie<br />

„Uncharted 3“ oder „Modern Warfare“<br />

berauscht, bleibt einem zum Glück keine<br />

Sekunde Zeit, um über die peinlichinfantilen<br />

und grausam-grobschlächtigen<br />

Pixelhaufen seiner längst vergangenen Zockertage<br />

nachzudenken. Doch manchmal,<br />

in unruhigen Nächten, passiert es mir gelegentlich noch, dass sich<br />

ein höhnisch grinsender italienischer Klempner mit Latzhose und<br />

Schnauzbart in meine Alpträume schleicht, mich zu einer gemütlichen<br />

Runde „Mario Kart“ auf dem SNES überredet, nur um mir dann mit<br />

halsbrecherischen Drifts und unmöglichen Abkürzungen permanent<br />

den Auspuff zu zeigen und im anschließenden überschwänglichen Siegestaumel<br />

permanent auf dem Kopf rumzuspringen. Das Aufwachen<br />

nach solchen nächtlichen Begegnungen der 16-Bit-Art ist wahrlich kein<br />

Vergnügen, das können Sie mir glauben! Da lobe ich mir doch die fotorealistische<br />

Qualität und den packenden Realismus von „Shift 2“, das<br />

mich wochenlang ans Force-Feedback-Wheel und meinen heißgeliebten<br />

riesigen HD-Fernseher gefesselt hat, ohne mich mit angestrengtwitzigen<br />

Items oder penetranter Kunterbunt-Grafik zu nerven. Oder ich<br />

tauche gleich wieder ab in die bisher unerreichte Emotionalität eines<br />

„Heavy Rain“, das mich so tief in seine düstere Story hineingezogen<br />

hat, wie noch kein Spiel, geschweige denn ein Film zuvor es jemals<br />

geschafft hat. Der inoffizielle Nachfolger „Beyond: Two Souls“ wird<br />

diese Art von Spiel-Film im nächsten Jahr sicherlich endgültig als neue<br />

Kunstform etablieren und auch die letzten Retro-Nostalgiker endgültig<br />

bekehren, denn...Neu ist nunmal immer besser!<br />

Wo sind nur die Pixel hin?<br />

Nennen Sie mich ruhig konservativ, aber<br />

früher gab es noch echte Spiele mit echten<br />

Herausforderungen und ohne diesen<br />

ganzen Grafi k-Firlefanz. Ich kann mich<br />

noch genau an die Umfragebögen erinnern,<br />

die der japanische Rollenspielspezialist<br />

Square Enix Ende der 1990er den „Final<br />

Fantasy VIII“-Verpackungen beilegte, in<br />

denen nach den wichtigsten Kaufgründen<br />

für ein Videospiel gefragt wurde. Und ich<br />

Falko Theuner,<br />

Redakteur<br />

bin mir ziemlich sicher, dass fast jeder (angesteckt<br />

von den für damalige Verhältnisse<br />

herrlichen „Final Fantasy“-Grafi ken) den<br />

Punkt „Grafik“ angekreuzt hat. Es kann nur<br />

so sein, denn beschaut man sich die aktuellsten Teile der Spielereihe,<br />

so haben sie nichts mehr mit den wunderbaren Geschichten der früheren<br />

Playstation-Versionen gemein. Auch Spielegröße Nintendo lässt<br />

sich kaum mehr etwas Neues einfallen. Hier werden einfach nur die<br />

etablierten Franchises wie „Super Mario“, „Zelda“ etc. immer wieder<br />

neu aufgebrüht – von neuen, innovativen Spielkonzepten sieht man<br />

dort nur sehr wenig. Klar, es ist toll, die besten Videospiele aller Zeiten<br />

mit verbesserter Grafik von neuem genießen zu können. Dennoch fehlt<br />

es an frischen Spieleserien, die ähnlich gefeiert werden wie die Klassiker.<br />

Letztendlich ist der PS3- und Xbox360-Mainstream zu einem „Call<br />

Of Halo-War“ verkommen. Sprich, der Videospiel-Einheitsbrei fordert<br />

quasi schon zwingend menschenverachtende Gewalt. Außerdem unterstützt<br />

er mit seinen Belohnungssystemen die romantische Vorstellung<br />

von Krieg und falschem Heldentum. Darum, liebe elektronische<br />

Unterhaltungsindustrie, schreibt euch eins hinter die Ohren: Spiele<br />

sind zum Spielen da, zum Spaß haben und zum Teilen der Freude mit<br />

Freunden. Und ja, es gibt einen Unterschied zwischen einem Game, in<br />

dem man online die Birne seines besten Kumpels wegfetzt und einer<br />

Bomberman-Multiplayer-Session, die man gemeinsam im heimischen<br />

Wohnzimmer bei Knabbergebäck und Cola feiert.<br />

Bilder: Stockx.chng, Nintendo, Sony Computer Ent., Falko Theuner<br />

18 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


Der Wohnzimmermittelpunkt<br />

Kann ein an den Flachbildschirm angeschlossener Computer den bisherigen Heimkino-Gerätepark komplett ersetzen?<br />

Reicht für Audiogenuss sogar ein iPad und Airplay-Lautsprecher? <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> stellt die gewohnte Technik im Wohnzimmer<br />

erstmalig in Frage.<br />

DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Der Videotestteil dieser Ausgabe<br />

steht ganz im Zeichen<br />

von XXL-Bildern zum kleinen<br />

Preis und sechs Beamer ab 300<br />

Euro zeigen, wie beeindruckend<br />

eine Projektion jenseits von zwei<br />

Metern messenden Bildschirmdiagonalen<br />

in der Einstiegsklasse aussehen<br />

kann. Mehr Bild zu einem<br />

derart kleinen Preis geht einfach<br />

nicht – die Geräte haben aber natürlich<br />

auch ihre Nachteile. Doch<br />

auch die neueste Plasma-Generation<br />

beeindruckt mit großen Bildern<br />

und ist ebenfalls günstig zu haben.<br />

Doch muss man bei Preisen unter<br />

1000 Euro Einschränkungen<br />

bei der Bildqualität und Ausstattungsvielfalt<br />

in Kauf nehmen? Das<br />

kann nur der Test klären. Zudem<br />

hat Philips der Redaktion einen<br />

Besuch abgestattet, um die brandneue<br />

8007er Serie gebührend zu<br />

präsentieren. Danach wurde der<br />

Edge-LED-LCD* dann auf Herz<br />

und Nieren getestet. TV-Fans freuen<br />

sich indes auf eine echte Weltpremiere<br />

in Form des Panasonic<br />

Blu-ray-Rekorders DMR-BCT721<br />

mit DVB*-C-Empfangsteil. Letztlich<br />

trumpft Samsung mit einem<br />

Blu-ray-Player inklusive Satelliten-<br />

Empfänger auf und zwei HD-Plus-<br />

Empfänger schließen im Duell den<br />

Videotestteil.<br />

In der Audio-/Multimedia-<br />

Rubrik erwartet Sie ein allumfassender<br />

Rundumschlag und die Redaktion<br />

stellt vom Computer als<br />

Wohnzimmermittelpunkt, über<br />

einen AV-Receiver* als Verteiler,<br />

bis hin zum passenden 5.1-Lautsprechersystem<br />

oder Soundbar für<br />

kleine Wohnzimmer eine äußerst<br />

flexible und zukunftstaugliche<br />

Gerätekette vor. Im großen Special<br />

rückt der Computer als Unterhaltungslieferant<br />

in den Fokus<br />

und die Redaktion prüft die These,<br />

ob der PC als Heilsbringer das<br />

Wohnzimmer erlösen kann. Eins<br />

wird dabei schnell klar: Ob 3Doder<br />

native 4K-Bilder mit Auflösungen<br />

von bis zu 4 096 × 2 160<br />

Bildpunkten, ein korrekt konfigurierter<br />

PC ist jedem Format gewachsen<br />

und stellt die Zukunft<br />

schon heute auf dem Bildschirm<br />

dar. Dabei ist aber einiges zu beachten<br />

und im großen Workshop<br />

werden Beispiel-Konfigurationen<br />

vorgestellt und vom Standard-Tower,<br />

über eine 19-Zoll-Rack-Bauweise,<br />

bis zum kleinen Multimedia-Würfel<br />

ist alles mit dabei. In<br />

Zuge dessen spielt vor allem die<br />

Geräuschkulisse im Betrieb eine<br />

große Rolle und alle vorgestellten<br />

Computer werden nahezu lautlos<br />

und verlässlich gekühlt. Zudem<br />

geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Ihren<br />

Heimcomputer leiser machen<br />

können.<br />

Den Abschluss der Testrubrik<br />

dürfte vor allem iPad-Fans begeistern,<br />

denn im großen Vergleichstest<br />

treten sechs Airplay-Lautsprecher<br />

gegeneinander an und<br />

Apple-typisch gelingt die kabellose<br />

Musikübertragung wie von<br />

selbst. Wie einfach das geht, sehen<br />

Sie in der Schritt-für-Schritt-<br />

Anleitung auf Seite 63 und die<br />

passenden Screenshots erklären<br />

die Funktionsweise kompakt und<br />

schlüssig.<br />

Alle Tests dieser Ausgabe im Überblick<br />

Seite Gerät Wertung<br />

Projektoren (Einstiegsklasse)<br />

24 Acer H5360BD 71 % (gut)<br />

26 BenQ W703D 77 % (gut)<br />

27 LG BX327 67 % (befriedigend)<br />

28 Optoma HD600X 72 % (gut)<br />

29 SceneLights DL-455m 52 % (ausreichend)<br />

30 Viewsonic Pro6200 73% (gut)<br />

Plasma-Fernseher<br />

37 Panasonic TX-P50STW50E 83 % (gut)<br />

38 LG 60PA6500 61 % (befriedigend)<br />

Edge-LED-LCD<br />

40 Philips S55PFL8007K 83 % (gut)<br />

Blu-ray-Rekorder (DVB-C)<br />

42 Panasonic DMR-BCT721 89 % (sehr gut)<br />

Blu-ray-Player mit DVB-S-Tuner<br />

44 Samsung BD-6300S 85 % (sehr gut)<br />

DVB-S-Receiver<br />

46 Dyon Scorpion 72 % (gut)<br />

47 Telefunken TF 4000 74 % (gut)<br />

AV-Receiver<br />

56 Pioneer VSX-527 75 % (gut)<br />

5.1-Surroundsysteme<br />

Heco Music Colors 100,<br />

58 Music Colors 80,<br />

Phalanx Micro 200a<br />

85 % (sehr gut)<br />

Soundbar<br />

60 Teufel Cinebar 51 THX 83 % (gut)<br />

Airplay-Lautsprecher<br />

63 B & O Beolit 12 86 % (sehr gut)<br />

64 Bowers and Wilkins Zeppelin Air 90 % (ausgezeichnet)<br />

65 Philips SoundSphere 88 % (sehr gut)<br />

66 Teufel iTeufel Air 85 % (sehr gut)<br />

Bewertungsschlüssel<br />

100 – 95 %: Referenzklasse<br />

94 – 90 %: ausgezeichnet<br />

89 – 85 %: sehr gut<br />

84 – 70 %: gut<br />

69 – 55 %: befriedigend<br />

54 – 40 %:ausreichend<br />

39 – 0 %: mangelhaft<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 19


Test<br />

So testen wir<br />

Die Testkriterien der <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong><br />

In den Tests der <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> steht die objektive Beurteilung der Audio- und Videoelektronik im Vordergrund.<br />

Auf dieser Seite erläutern wir Ihnen die technischen Hintergründe unserer Testverfahren und Infografiken.<br />

Bildkontrast<br />

Unsere Messungen unterscheiden sich deutlich<br />

von den Angaben der Hersteller, die<br />

ihre Werte meist nicht bei korrekter Farbdarstellung<br />

oder Gammakurve ermitteln. Wir<br />

messen immer den nativen Kontrast (alternativ<br />

auch als In-Bild-Kontrast bezeichnet).<br />

Bei dieser Messung werden Schwarz- und<br />

Weißfelder gleichzeitig dargestellt. Ein hoher<br />

Maximalkontrast (> 4 000 : 1) ist dabei<br />

ein Indikator für eine sehr gute Schwarzdarstellung.<br />

Ein niedri ger Minimalkontrast<br />

weist dagegen auf Schwächen beim<br />

Tiefschwarz, oder auf eine generell eingeschränkte<br />

Bildhelligkeit hin.<br />

Kontrasteindruck<br />

Der subjektive Kontrasteindruck hängt –<br />

anders als eine Messung in dunkler Umgebung<br />

– nicht nur von einem möglichst hohen<br />

Kontrastwert ab, sondern maßgeblich von<br />

der Raumhelligkeit. Ist diese hoch, bestimmt<br />

die Leuchtkraft des Fernsehers, wie plastisch<br />

die Bilder wirken. Erreicht ein Fernseher<br />

einen niedrigen Minimalkontrast und<br />

zeigt bei Tageslicht Schwächen, so ist dies<br />

ein klares Indiz dafür, dass die Bildhelligkeit<br />

begrenzt ist. Zeigt unsere Bildkontrastangabe<br />

im Heimkinofeld Schwächen, so fällt die<br />

Schwarzdarstellung des Displays insgesamt<br />

nur befriedigend aus.<br />

Farbtemperatur<br />

Um neutrale Weiß-, Grau- oder Schwarzflächen<br />

nach D65-Norm darzustellen, sollten<br />

sich alle drei Grundfarben der mittleren Linie<br />

annähern. Im linken Bereich liegen dunkle<br />

Bildbereiche, rechts helle. Liegt eine Farbe<br />

oberhalb der Vorgabe, weist das Bild den<br />

jeweiligen Farbstich auf.<br />

Farbraum<br />

Liegen die Messpunkte auf den vorgegebenen<br />

Punkten, sind die Farben neutral<br />

und unverfälscht. Liegen Punkte außerhalb<br />

des Dreiecks, erscheinen Farben übersättigt,<br />

liegen sie im Inneren, erscheinen<br />

sie „ausgewaschen“. Auch die Helligkeit<br />

der Farben muss<br />

exakt abgestimmt<br />

sein. Dies ist im<br />

Diagramm nicht<br />

darstellbar, bei<br />

Abweichungen<br />

weisen wir im Text<br />

darauf hin.<br />

Frequenzgänge<br />

Der Frequenzgang wird in einer Entfernung von<br />

1 Meter gemessen. Dabei ist erkennbar, ob es<br />

Abweichungen im Übertragungsverhalten gibt.<br />

Diese sind in den meisten Fällen hörbar. Bei<br />

Surround-Sets werden mehrere Messgrafen in<br />

einem Diagramm farblich zusammengestellt.<br />

Das Bassmangement eines AV-Receivers wird<br />

dabei nicht beachtet.<br />

Crosstalk im 3D-Modus<br />

In unserer Ausstattungstabelle geben wir<br />

den Crosstalk (Übersprechen) in Prozent<br />

an. Eine Angabe von beispielsweise 10<br />

Prozent bedeutet, dass fehlerhafte Konturen<br />

mit 10-prozentiger Intensität im<br />

Vergleich zu den korrekt dargestellten<br />

Bildern durchschimmern.<br />

Das Testlabor im Auerbach Verlag<br />

Die Testsysteme des Auerbach Verlags<br />

erfüllen die Qualitätskriterien nach<br />

DIN EN ISO 9 001 bzw. 14 001 und<br />

die Anforderungen nach AQAP 110 und<br />

150. Für Satelliten- und Fernsehsignale<br />

kommt der SFU von Rohde & Schwarz<br />

zum Einsatz. Der Signalgenerator für<br />

DVB-T, DVB-S, DVB-C sowie DVB-H<br />

ist HDTV-tauglich, sowohl für MPEG-2<br />

als auch MPEG-4 und DVB-S2. Ebenso<br />

sorgfältig arbeitet der UPV. Mit ihm messen<br />

die Redakteure den Frequenzgang,<br />

die Klirrfaktoren, Leis tungen und weitere<br />

Werte für alle Audiokomponenten wie AV-<br />

Receiver und Blu-ray-Player. Komplettiert<br />

wird das Trio vom Videomessgerät VSA.<br />

Die Video-Analyseeinheit ist Vektorskop,<br />

Oszilloskop und Steuereinheit in<br />

einem. HDMI-Analysen führen wir mit<br />

Messgeräten der Firmen Astro und Audio<br />

Precision durch. Für Bildschirme und<br />

Projektoren setzt das Testlabor auf das<br />

zertifizierte Lichtmessgerät CS-200 von<br />

Konica Minolta. Der hochpräzise Messkopf<br />

ermittelt die Leuchtdichte und Farbgenauigkeit<br />

von Plasmabildschirmen,<br />

LCDs und Projektoren. Sämtliche Geräte<br />

werden nach der D65-Norm kalibriert und<br />

erst nach erfolgter Gamma- und Farbkorrektur<br />

gemessen.<br />

Hochwertige Audiomessgeräte<br />

von Audio Precision<br />

Der VSA-Videoanalyzer von<br />

Rohde & Schwarz<br />

Das Lichtmessgerät CS-200<br />

von Konica Minolta<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

20 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


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scheint aber auch immer mit hohen Ausgaben verbunden zu sein. Doch XXL-Bilder müssen nicht die Welt kosten und<br />

selbst die 3D-Darstellung ist in dieser Preisklasse mit inbegriffen.<br />

DENNIS SCHIRRMACHER<br />

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BenQ W703D Seite 26<br />

LG BX327 Seite 27<br />

Optoma HD600X Seite 28<br />

Scenelight DL-455m Seite 29<br />

Viewsonic Pro6200 Seite 30<br />

Kann ein Beamer für 500 Euro<br />

wirklich gute Bilder erzeugen?<br />

Dieser Frage geht die Redaktion<br />

im großen Vergleichstest auf den Grund<br />

und stellt Projektoren von Acer, BenQ,<br />

LG, Optoma, SceneLights und Viewsonic<br />

auf den Prüfstand. Amüsant: Ein Total-<br />

ausfall kündigte sich schon beim Auspacken<br />

an (mehr dazu in den Einzeltests),<br />

die anderen Probanden lieferten hingegen<br />

insgesamt überzeugende Leistungen<br />

ab. Vor allem die Leuchtkraft einiger Geräte<br />

fällt überraschend hoch aus und die<br />

Projektion eines Fußballspieles in einem<br />

hellen Raum rückt somit in greifbare<br />

Nähe. Praktisch: Die Geräte sind derart<br />

kompakt, dass sie problemlos zu Freunden<br />

mitgenommen werden können – einigen<br />

Beamern liegt eine passende Tragetasche<br />

gleich bei. Die unbestreitbaren<br />

Nachteile sollen aber nicht verschwiegen<br />

werden und beim Kontrastumfang muss<br />

das Testfeld passen. Der Preisklasse entsprechend<br />

ist der Lichtweg nur unzureichend<br />

optimiert und die Schwarzwertdarstellung<br />

fällt eher gräulich aus.<br />

Dennoch machen auch Filme mit den<br />

500-Euro-Beamern Spaß, vorausgesetzt,<br />

die Projektion findet unter gedämpften<br />

Lichtverhältnissen statt. Jetzt wird aber<br />

erstmal Fußball in XXL zum kleinen<br />

Preis geschaut, die passenden Projektoren<br />

finden Sie auf den folgenden Seiten.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, BenQ<br />

22 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


Die DLP-Technik: Günstig, aber nicht ohne Nachteile<br />

Im bezahlbaren Preissegment tummeln<br />

sich ausschließlich Geräte mit<br />

der Ein-Chip-DLP-Technik. Hier erzeugt<br />

ein Farbrad die bunten Bilder, was<br />

jedoch einen Großteil der Leuchtkraft<br />

schluckt. Zudem ist der sogenannte<br />

Regenbogeneffekt nicht vermeidbar.<br />

Dieser äußert sich in Farbblitzern an<br />

kontraststarken Kanten und resultiert<br />

eben aus dem stetig rotierenden<br />

Farbrad im Lichtweg. Einige Zuschauer<br />

reagieren besonders anfällig auf dieses<br />

Phänomen. Projektoren mit drei Chips<br />

für jede Grundfarbe sind derweil nur<br />

im Profi -Segment zu fi nden und kosten<br />

soviel wie ein neuer Kleinwagen.<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 23


Test Video<br />

Beamer ab 300 Euro<br />

DT-Service: Optimales Setup<br />

Bildschirmmodus Benutzer Rot 80<br />

Helligkeit 50 Grün 91<br />

Kontrast 50 Blau 100<br />

Farbtemperatur 0 Farbsättigung 50<br />

Degamma 1 Farbton 50<br />

71 %<br />

gut<br />

Acer<br />

H5360BD<br />

Testergebnis<br />

5.2012<br />

Die heiße Luft wird von<br />

einem hörbaren Lüfter auf<br />

der Vorderseite hinausgepustet.<br />

Das ist besonders<br />

unangenehm, wenn der<br />

Projektor hinter den<br />

Zuschauern steht<br />

ACER H5360BD<br />

Kompakter Beamer mit guter Farbdarstellung und sauberem 3D-Bild<br />

Aus dem Messlabor<br />

Auf dem Papier bietet sich Acers H5360BD<br />

mit rund 800 Euro an, im Handel ist der<br />

kompakte Beamer jedoch schon für knapp<br />

über 500 Euro inklusive Versand zu haben.<br />

3D-Fans sollten nochmals 99 Euro<br />

drauf rechnen und die geeignete Shutterbrille<br />

des Herstellers gleich mitbestellen.<br />

Das Modell kommt im Vergleich mit den<br />

aktuellen Modellen der großen Fernsehhersteller<br />

etwas klobig daher und erstrahlt<br />

im gleichen Weißton wie der Projektor.<br />

Die Verarbeitungsqualität fällt insgesamt<br />

grundsolide aus und der Beamer wird inklusive<br />

einer Tragetasche ausgeliefert. Mit<br />

seinen knapp über 2 Kilogramm Gewicht<br />

geht der H5360BD durchaus als portabel<br />

durch und kann auch mal zum Fußballabend<br />

zu Freunden mitgenommen werden.<br />

Bei der individuellen Aufstellung<br />

muss weitgehend auf Komfort verzichtet<br />

werden und einzig die Winkelstellfüße erlauben<br />

eine leichte vertikale Verschiebung<br />

der Projektion. Der Zoomfaktor beträgt<br />

lediglich rund 10 Prozent und in der<br />

Praxis ist ein Verschieben des Beamers<br />

nicht vermeidbar. Mit Konvergenzproblemen<br />

hat der Kleine nur in Randbereichen<br />

zu kämpfen; farbige Doppelkonturen<br />

um Objektkanten sind nicht vermeidbar.<br />

Aus einem Betrachtungsabstand von<br />

rund zwei Metern ist dieser Umstand aber<br />

kaum noch wahrnehmbar. Auf Wunsch<br />

ist es auch möglich, den H5360BD an der<br />

Decke des Wohnzimmers zu montieren.<br />

Bei der Bilderzeugung setzt Acer der<br />

Preisklasse entsprechend auf die Ein-<br />

Chip-DLP-Technik. Neben der hohen Reaktionszeit<br />

bringt das aber auch Nachteile<br />

mit sich, denn das rotierende Farbrad im<br />

Lichtweg führt zu stetig aufflackernden<br />

Farbblitzern. Da der H5360BD über keine<br />

Zwischenbildberechnung verfügt, weisen<br />

schnelle Bewegungen deutliche Nachzieheffekte<br />

auf und letztlich werden Bilder<br />

nur mit der „kleinen“ HD-Auflösung abgebildet.<br />

Punkten kann der Beamer vor<br />

allem bei der Leuchtkraft und spielt hier<br />

in einer Liga mit aktuellen Edge-LED-<br />

LCD-Modellen. Demnach steht der Projektion<br />

bei Tageslicht nichts im Wege. Ein<br />

direkter Lichteinfall auf die Projektionsfläche<br />

sollte dennoch vermieden werden.<br />

Der hohe Lampenmodus und das Bildprofil<br />

„Hell“ holen alles aus der 200-Watt-<br />

Lampe heraus, was jedoch auf Kosten der<br />

Farbneutralität geht. Das macht sich aber<br />

etwa bei der Projektion eines Fußballspieles<br />

am Tage kaum negativ bemerkbar.<br />

Auch unter Heimkinobedingungen macht<br />

der DLP-Projektor insgesamt eine gute<br />

Figur und im Menü finden sich einige Parameter,<br />

um die Projektion dem HDTV-<br />

Standard so nahe wie möglich zu bringen.<br />

Ein Rotüberschuss in dunklen Bildanteilen<br />

ist aber nicht vermeidbar, genauso wie<br />

ein Blauschimmer in hellen Bereichen.<br />

Zudem wirken dunkle Töne leicht aufgehellt<br />

und der Kontrast kann insgesamt<br />

nur als befriedigend bezeichnet werden.<br />

Der erweiterte Farbraum lässt sich nicht<br />

anpassen, fällt in der Praxis aber auch nur<br />

Experten auf. Beeindruckendes vollbringt<br />

der H5360BD bei der Aufwertung von<br />

SD-Quellen und vor allem die Vollbildwandlung<br />

leistet sich keine Blöße – hier<br />

werden gar weit kostenintensivere Projektoren<br />

in Bedrängnis gebracht. Schlussendlich<br />

überrascht auch die 3D-Darstellung,<br />

denn aufgrund der schnellen Schaltzeiten<br />

der DLP-Technik geben sich die<br />

plastischen Bilder nahezu von Doppelkonturen<br />

befreit und die Qualität der<br />

greifbaren Bilder hätte die Redaktion dieser<br />

Preisklasse nicht zugetraut.<br />

Max: 128,69 ˚C<br />

Rekord: Die ausgetoßene Luft entströmt<br />

mit fast 130 Grad Celsius<br />

Neben der Durchzeichnung ist auch die<br />

Farbtemperatur anpassbar<br />

Wertung<br />

Acer liefert insgesamt einen günstigen Beamer mit überzeugender<br />

Bildqualität ab. Leider trüben starke Farbblitzer den Gesamteindruck<br />

und das Zusehen wird auf Dauer anstrengend.<br />

gut 71 %<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Acer, Stock.xchng<br />

24 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


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Test Video<br />

Beamer ab 300 Euro<br />

DT-Service: Optimales Setup<br />

Bildmodus Benutzer 1 Farbton 0<br />

Referenzmodus Kino Bildschärfe 15<br />

Helligkeit 50 Helle Farben Ein<br />

Kontrast 5 Farbtemperatur Normal<br />

Farbe 0 3D-Farbverwaltung alles Standard<br />

77 %<br />

gut<br />

BenQ<br />

W703D<br />

Testsieger<br />

5.2012<br />

Der Beamer gehört zu den größten<br />

Testprobanden, lässt sich dank der<br />

beiliegenden Tasche aber<br />

immer noch gut transportieren.<br />

Novum im Testfeld: Die Fernbedienung<br />

ist beleuchtet<br />

BENQ W703D<br />

BenQ macht aus 2D 3D und bietet das ausgewogenste Bild im Testfeld<br />

Aus dem Messlabor<br />

Max: 141,71 ˚C<br />

Die ausgestoßene Luft birgt keine Verbrennungsgefahr<br />

Die Aufstellung gestaltet sich als sehr<br />

starr, da eine Verschiebung des Bildes<br />

nur möglich ist, wenn das Bild über<br />

den VGA-Anschluss zugespielt wird.<br />

Im Zuge der bestmöglichen Bildübertragung<br />

via HDMI sind die jeweiligen<br />

Parameter im Menü nicht anwählbar.<br />

Der Zoom ist hingegen bei jeder<br />

Art der Aufstellung nutzbar. In der<br />

Praxis fällt das Zoomverhältnis aber<br />

nur sehr eingeschränkt aus und die<br />

Größe des Bildes wird maßgeblich<br />

über die Entfernung des Beamers zur<br />

Projektionsfläche bestimmt.<br />

Im sparsamen Lampenmodus ist<br />

der W703D nur leicht hörbar und in<br />

einem abgedunkelten Raum steht auch<br />

noch genügend Leuchtkraft zur Verfügung.<br />

Bei Lichteinfall sollte auf die volle<br />

Leuchtkraft zurückgegriffen werden,<br />

auch wenn dann die Betriebslautstärke<br />

und Leistungsaufnahme unweigerlich<br />

ansteigt. Dafür offeriert der Beamer<br />

von BenQ postwendend die zweithellsten<br />

Bilder im Testfeld. Um wirklich<br />

das Maximum zu nutzen, ist es zudem<br />

ratsam, den Menüpunkt „Helle<br />

Farben“ zu aktivieren. Das steigert die<br />

Leuchtkraft nochmals und den Messungen<br />

im Testlabor zufolge bleibt die<br />

Farbdarstellung selbst in diesem Modus<br />

weitgehend ausgeglichen. Insgesamt<br />

wird der HDTV-Farbraum aber nur<br />

eingeschränkt dargestellt. Daran kann<br />

auch das integrierte Farbmanagementsystem<br />

nichts ändern, denn eine Erweiterung<br />

der Darstellung gestaltet sich als<br />

schlicht unmöglich. Dafür werden nahezu<br />

alle Helligkeitsbereiche ohne einen<br />

Farbstich dargestellt. Bei der Durchzeichnung<br />

kommt es zu keinen großartigen<br />

Abweichungen und lediglich dunkle<br />

Details werden leicht überbelichtet.<br />

Dem günstigen Testfeld entsprechend<br />

muss auch beim W703D auf eine Zwischenbildberechnung<br />

verzichtet werden<br />

und die Bewegtbildschärfe ist von deutlichen<br />

Nachzieheffekten gekennzeichnet.<br />

Zuspielungen werden maximal mit<br />

1 280 × 720 Bildpunkten abgebildet und<br />

demnach verliert ein Film auf einer Bluray<br />

Disc etwas von seiner Faszination.<br />

Bereits in den Voreinstellungen kann die<br />

Bildqualität überzeugen<br />

Auch bei der Kontrastdarstellung reiht<br />

sich BenQ in das Mittelfeld ein und bietet<br />

insgesamt eine solide Leistung. Bei<br />

der Aufarbeitung von SD-Bildern wird<br />

wiederum gute Arbeit geleistet, hier beeindruckt<br />

vor allem das De-Interlacing<br />

von Filmmaterial. Die beiden für den<br />

3D-Eindruck nötigen Bilder werden mit<br />

dem Shutterverfahren getrennt. Eine<br />

Brille liegt dem Beamer aber nicht bei.<br />

Die Gestelle schlagen mit rund 100 Euro<br />

zu Buche und verfügen über einen internen<br />

Akku, der per USB-Schnittstelle geladen<br />

werden kann. Abermals punkten<br />

die plastischen Bilder mit einer gefälligen<br />

Darstellung, da die extrem schnellen<br />

Schaltzeiten der DLP-Technik den<br />

Bildauf- und -abbau derart flink vollziehen,<br />

dass im Betrieb nahezu keine<br />

Doppelkonturen sichtbar sind. Einmalig:<br />

Als einziger Testteilnehmer vermag<br />

es der W703D zweidimensionale Bilder<br />

in die dritte Dimension zu verfrachten.<br />

Dabei kann aus mehreren Voreinstellungen<br />

gewählt werden, wenngleich die<br />

Testredaktion den nach innen gerichteten<br />

Bildeindruck in seiner kleinsten<br />

Stufe bevorzugt hat. Natürlich kann das<br />

Ergebnis nicht mit nativem 3D-Material<br />

mithalten, vor allem bei Videospielen<br />

kann man dem Ansatz einen gewissen<br />

Reiz aber nicht absprechen.<br />

Wertung<br />

Der W703D von BenQ zeigt vor allem bei der Darstellungsqualität<br />

seine Vorteile, denn die DLP-typischen Farbblitzer fallen im Betrieb<br />

kaum auf. Zudem punktet der Beamer mit seinem Design.<br />

gut 77 %<br />

Bilder: Auerbach Verlag, BenQ, LG, Stock.xchng<br />

26 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


67 %<br />

befriedigend<br />

LG<br />

BX327<br />

Testergebnis<br />

5.2012<br />

DT-Service: Optimales Setup<br />

Farbtemperatur<br />

Dynamischer<br />

Kontrast<br />

Warm<br />

Aus<br />

Kino (Anwender)<br />

Dynamische<br />

Farbe<br />

Aus<br />

Kontrast 100<br />

Rauschunterdrückung<br />

Aus<br />

Helligkeit 50 Gamma Mittel<br />

Schärfe 50 Schwarzwert Tief<br />

Farbe 50 Brillant Color Ein<br />

Tint 0 Weißanteil 10<br />

Erweiterte Steuerung Farbskala Standard<br />

Konturenverstärkung<br />

Hoch<br />

Die Fernbedienung verfügt über<br />

einen angenehmen Druckpunkt,<br />

ist aber leider nicht beleuchtet<br />

LG BX327<br />

Wow! Das Bild ist dermaßen hell, dass selbst ein LED-LCD im Vergleich dunkel erscheint<br />

LG bringt den zweitgrößten und<br />

schwersten Beamer in das Testfeld,<br />

und auch wenn das Gerät immer noch<br />

als portabel durchgeht, muss auf eine<br />

beiliegende Tasche verzichtet werden.<br />

Die Aufstellung gestaltet sich wie bei<br />

der Konkurrenz in dieser Preisklasse<br />

als wenig zuvorkommend und an eine<br />

Verschiebung des Bildes über eine<br />

Lens-Shift-Funktion ist nicht zu denken.<br />

Zudem arbeitet der Zoom nur in einem<br />

sehr eingeschränkten Maße und die<br />

Größe des Bildes wird maßgeblich über<br />

den Abstand des Projektors zur Projektionsfläche<br />

bestimmt. Eine Spiegelung des<br />

Gezeigten für eine Rückprojektion oder<br />

eine Drehung des Bildes im Falle einer<br />

Deckenmontage sind aber im Menü verfügbar.<br />

Vor allem für Ersteres bietet sich<br />

der BX327 förmlich an, denn wenn von<br />

hinten durch eine Leinwand projiziert<br />

wird, steht und fällt die Bildqualität mit<br />

der Leuchtkraft des Beamers und davon<br />

bietet LGs Testkandidat mehr als genug.<br />

So erstrahlt der DLP-Projektor fast doppelt<br />

so hell wie der hellste Konkurrent<br />

Aus dem Messlabor<br />

im Testfeld und die Projektion scheint<br />

wie in die Wand eingelassen zu sein.<br />

Dieser an sich positive Sachverhalt geht<br />

aber auch mit einigen Nachteilen einher.<br />

Demnach veranschlagt der Beamer<br />

die höchste Leistungsaufnahme in diesem<br />

Vergleichstest und schrammt nur<br />

knapp an der 300-Watt-Marke vorbei.<br />

Im Gegenzug ist mit dem BX327 sogar<br />

bei direktem Lichteinfall an eine Projektion<br />

zu denken. Darüber hinaus wird<br />

die extreme Leuchtkraft mit einer stark<br />

verfälschten Farbdarstellung erkauft. So<br />

wird im Grunde nur die Sekundärfarbe<br />

Gelb einigermaßen getroffen, auch<br />

wenn an dieser Stelle die Leuchtkraft der<br />

einzelnen Farben zueinander völlig aus<br />

dem Ruder gerät. Die Darstellung fällt<br />

demnach äußerst gewöhnungsbedürftig<br />

aus und das dürfte selbst Einsteigern<br />

negativ auffallen. Ein Farbstich wird<br />

hingegen weitgehend über alle Helligkeitsbereiche<br />

vermieden, auch wenn das<br />

Bild insgesamt einen gewissen Rotanteil<br />

vermissen lässt. Ärgerlich: 16 : 9-Quellen<br />

werden nur mit einem Bildbeschnitt<br />

dargestellt und die Option „Just Scan“<br />

lässt das Bild von den Proportionen<br />

im 4 : 3-Seitenverhältnis erscheinen. Bei<br />

der Durchzeichnung setzt sich LG mit<br />

dem BX327 hingegen an die Spitze des<br />

Testfeldes und sowohl vorwiegend helle<br />

als auch dunkle Szenen werden plastisch<br />

und ohne Bildfehler abgebildet. Das<br />

Kontrastverhältnis fällt wieder auf den<br />

Durchschnitt des Testfeldes zurück und<br />

liefert bestenfalls ein befriedigendes Ergebnis.<br />

Auch hier ist der nicht optimierte<br />

Lichtweg für die eingeschränkte Darstellung<br />

verantwortlich und aufgrund der<br />

immensen Leuchtkraft weißt der BX327<br />

den schlechtesten Schwarzwert auf.<br />

Erfreulich: Der sogenannte Regenbogeneffekt<br />

hält sich im Vergleich<br />

zu anderen Testkandidaten zurück<br />

und die 3D-Darstellung fällt wie vom<br />

DLP-Umfeld gewohnt sehr überzeugend<br />

und nahezu von Doppelkonturen<br />

befreit aus. Eine Brille liegt dem Gerät<br />

aber nicht bei und muss dazugekauft<br />

werden. Bilder einer DVD oder<br />

eines SD-Fernsehsenders werden vor<br />

allem bei Filmmaterial ansprechend<br />

aufgearbeitet. Bei Videoquellen, etwa<br />

einem Fußballspiel in Standardauflösung,<br />

kommt es hingegen zu auffälligem<br />

Kantenflimmern und leichten<br />

Bildstörungen in Form von Artefakten.<br />

Max: 99,67 ˚C<br />

LGs DLP-Projektor gehört zu den lauteren<br />

Geräten im Testfeld<br />

Die Einstellungsmöglichkeiten fallen weniger<br />

üppig als bei den TVs aus<br />

Wertung<br />

Eines muss man dem Beamer lassen: In puncto Leuchtkraft spielt<br />

er die Konkurrenz locker an die Wand. Im Gegenzug bietet er aber<br />

auch die verfälschteste Farbdarstellung.<br />

befriedigend 67 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 27


Test Video<br />

Beamer ab 300 Euro<br />

72 %<br />

gut<br />

Optoma<br />

HD600X<br />

Testergebnis<br />

5.2012<br />

DT-Service: Optimales Setup<br />

Darstellung Benutzer 1 Brilliant Color<br />

0, bei Lichteinfall<br />

10<br />

Helligkeit 42 Farbtemperatur Warm<br />

Kontrast 65 Farbe<br />

alles Standard<br />

bis auf<br />

Schärfe 15 Rot Grundeinstell. -8<br />

Erweitert<br />

Grün Grundeinstell.<br />

Degamma Film<br />

-2<br />

Verwirrend: Menüeingaben fi n-<br />

den nicht über das obere Steuerkreuz<br />

statt. Im Betrieb wandern<br />

die Finger aber regelmäßig automatisch<br />

an diese Stelle<br />

OPTOMA HD600X<br />

Extrem heller und kompakter Beamer mit teurem 3D-Zubehör<br />

Aus dem Messlabor<br />

Max: 82,12 ˚C<br />

Die Wärmeentwicklung fällt insgesamt vertretbar<br />

aus<br />

Wie in dieser Preisklasse üblich, liegt<br />

auch dem Optoma HD600X keine 3D-<br />

Brille bei. Pro Stück werden dafür 99<br />

Euro fällig. Doch damit nicht genug,<br />

denn für die Wiedergabe der plastischen<br />

Bilder ist die sogenannte 3D-XL-<br />

Switchbox unumgänglich, welche nochmals<br />

mit sage und schreibe 209 Euro zu<br />

Buche schlägt; eine Brille liegt dem Set<br />

bei. Ob sich die Investition lohnt, ist natürlich<br />

eine Kostenfrage, die Bildqualität<br />

fällt aufgrund des extrem flinken<br />

DLP-Chips jedenfalls angenehm aus<br />

und Doppelkonturen glänzen nahezu<br />

vollständig mit Abwesenheit. Allein die<br />

Leuchtkraft leidet in diesem Darstellungsmodus<br />

und gedimmte Lichtverhältnisse<br />

sind verpflichtend.<br />

Im Zuge der herkömmlichen Wiedergabe<br />

schlägt sich der HD600X<br />

ebenfalls solide und erstrahlt derart<br />

hell, dass selbst so mancher LED-LCD<br />

den Kürzeren zieht. Die Spitze des Testfeldes<br />

ist Optoma in diesem Bereich<br />

also sicher. Die hellen Bilder gehen<br />

jedoch mit unnatürlich wirkenden Farben<br />

einher. Da der Farbraum aber bereits<br />

von Werk aus stark eingeschränkt<br />

ist, kann der lichtstarke Modus mittels<br />

der Brilliant-Color-Funktion ruhig aktiviert<br />

werden. In diesem Fall steht<br />

selbst einer Tagesprojektion nichts im<br />

Wege. In der Wertung verliert der DLP-<br />

Projektor dennoch Punkte, denn vor<br />

allem der Grünbereich wird nur unzureichend<br />

abgebildet und etwa der Rasen<br />

in einem Fußballstadion wirkt stark<br />

ausgewaschen. Einen Farbstich konnte<br />

die Redaktion beim Testgerät nicht beobachten,<br />

etwaige Schwankungen innerhalb<br />

der Serie lassen sich im Bildmenü<br />

ausgleichen. Zuspielungen werden dem<br />

günstigen Einstiegssegment entsprechend<br />

mit 1 280 × 720 Bildpunkten abgebildet,<br />

natürlich nimmt der Beamer<br />

aber auch Bilder einer Blu-ray Disc mit<br />

1 920 × 1 080 Pixeln entgegen – die Abbildung<br />

wir in diesem Fall entsprechend<br />

heruntergerechnet. Bilder einer DVD<br />

oder eines SD-Fernsehsenders müssen<br />

wiederum auf die fixe Auflösung<br />

des HD600X hochgerechnet werden.<br />

Die Einstellungsmöglichkeiten sind eher<br />

begrenzt vorhanden<br />

Dies gelingt in der Praxis auch zufriedenstellend.<br />

Die Halbbildsignale dieser<br />

Quellen werden jedoch nur bei Filmmaterial<br />

optimal zusammengefügt und<br />

Videozuspielungen sind von heftigem<br />

Kantenflimmern durchzogen. Auf eine<br />

Zwischenbildberechnung muss auch<br />

bei Optomas Testkandidat verzichtet<br />

werden und rasante Szenen sind stets<br />

von Nachzieheffekten begleitet. Bei der<br />

Kontrastdarstellung macht der aufgehellte<br />

Schwarzwert ein gutes Ergebnis<br />

zunichte und der DLP-Beamer macht<br />

unter Heimkinobedingungen keine gute<br />

Figur. Hier fällt auch ein Fehler in<br />

der Durchzeichnung am meisten auf<br />

und dunkle Bereich werden zu hell abgebildet,<br />

sodass Artefakte hervortreten.<br />

Letztlich sind auch die typischen Farbblitzer<br />

an kontraststarken Kanten der<br />

Einchip-DLP-Technik beim HD600X<br />

nicht vermeidbar und könnten besonders<br />

von empfindlichen Personen als<br />

störend empfunden werden.<br />

Die Aufstellung gibt sich durchweg<br />

unkomfortabel. So fällt der Zoomfaktor<br />

nur sehr klein aus und die Größe des<br />

Bildes wird primär durch den Abstand<br />

des Projektors zur Leinwand bestimmt.<br />

Für den Transport liegt dem Projektor<br />

zumindest eine Tasche bei und erleichtert<br />

so die Mitnahme.<br />

Wertung<br />

Optoma kann sich ingesamt noch ein „Gut“ sichern und enttäuscht<br />

in keinem Punkt vollends. Andererseits sticht das Gerät aber auch<br />

an keiner Stelle besonders hervor.<br />

gut 72 %<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Optoma, Stock.xchng<br />

28 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


DT-Service: Optimales Setup<br />

Helligkeit 50 Erweiterte Einstellungen<br />

Kontrast 50 Bildmodus Film<br />

Bildseitenverhältnis<br />

Nativ Helligkeit Standard<br />

Farbraum Automatisch Farbtemperatur 2<br />

52 %<br />

ausreichend<br />

Scenelights<br />

DL-455M<br />

Testergebnis<br />

5.2012<br />

Nummer fünf lebt: Der<br />

Beamer sieht nicht nur altbacken<br />

aus, er kann auch in<br />

keiner Teildisziplin<br />

züberzeugen<br />

SCENELIGHTS DL-455M<br />

Lauter Winzling mit flauem Bild und stark verfälschter Farbdarstellung<br />

Der Testkandidat von SceneLights kommt<br />

aus dem Internetversandhaus Pearl, das<br />

in seinem Katalog vom Bauch-Weg-T-<br />

Shirt, über die LED-Schildkröte bis hin<br />

zur Anti-Mücken-Kerze in Kokos-Schale<br />

eben auch Projektoren und Unterhaltungselektronik<br />

aller Art feilbietet. Dabei<br />

lockt der Onlineshop mit kleinen<br />

Preisen, die Qualität beziehungsweise der<br />

Nutzen der milde gesagt breit aufgestellten<br />

Produktpalette ist aber in der Regel<br />

oft fragwürdig bis nutzlos. Demzufolge<br />

packte die Redaktion den DL-455m<br />

doch eher skeptisch aus. Alleine das Design<br />

des Kartons und Beamers ließ ein<br />

nostalgisches Gefühl der 1980er/1990er<br />

Jahre aufkommen und der Testredakteur<br />

fühlte sich spontan an den Militärroboter<br />

„Nummer 5“ aus den gleichnamigen<br />

Filmen erinnert. So startete der<br />

Test mit einem Schmunzeln im Gesicht,<br />

welches nach dem ersten Einschalten aber<br />

umgehend gefror.<br />

SceneLights‘ DL-455m ist kaum<br />

zu überhören, denn neben dem obligatorischen<br />

Lüfter im Beamer ist auch<br />

Aus dem Messlabor<br />

einer in dem neben dem Gerät riesig<br />

erscheinenden Netzteil verbaut. Dieser<br />

verrichtet sogar sein Werk, wenn<br />

der Projektor ausgeschaltet ist. In diesem<br />

Zustand werden übrigens satte 8,7<br />

Watt veranschlagt. Im Betrieb wird die<br />

60-Watt-Marke hingegen nur knapp<br />

überschritten, denn die LED-Lichtquelle<br />

benötigt deutlich weniger Leistung, als<br />

die 200-Watt-Birnen der Konkurrenz-<br />

DLP-Beamer in diesem Testfeld. Im Gegenzug<br />

ist aber die Leuchtkraft stark<br />

eingeschränkt und es ist ausschließlich<br />

in einem komplett abgedunkelten<br />

Raum an eine Projektion zu denken.<br />

Zumindest kann bei einem derart dunklen<br />

Bild der Schwarzwert weitgehend<br />

überzeugen, das Kontrastverhältnis fällt<br />

im Gesamten aber doch eher bescheiden<br />

aus. Die Farbdarstellung spottet<br />

der HDTV-Norm und lediglich Blau<br />

wird annährend authentisch abgebildet.<br />

Ein Rotmangel lässt das Bild letztlich<br />

noch befremdlicher erscheinen und der<br />

Grün-Blauschimmer zerstört jede beabsichtigte<br />

Bildsprache eines Regisseurs.<br />

Kurios: Der hohe Lampenmodus lässt<br />

den Projektor kaum heller, dafür aber<br />

noch lauter arbeiten und aufgrund des<br />

starken Farbstichs erscheint das Bild<br />

so, als würde man mit einer Taschenlampe<br />

durch ein paar Farbfolien leuchten.<br />

Auch die eingeschränkte Auflösung<br />

(800 × 600 Pixel) kostet wichtige Punkte<br />

und die Bildqualität kann mit einem,<br />

oder besser gleich zwei geschlossenen<br />

Augen geradeso noch als „Ausreichend“<br />

bezeichnet werden. Immerhin verfügt<br />

der DL-455m über eine USB-Buchse<br />

nebst SD-Kartenschacht und versteht<br />

sich auf die Wiedergabe von Fotos, Musik<br />

und HD-Videos – ein Novum in diesem<br />

Testfeld. Ferner weist der DL-455m<br />

im Vergleich zu den anderen Probanden<br />

den kleinsten Formfaktor auf und lässt<br />

sich so noch einfacher zu Freunden mitnehmen.<br />

Eine passende Tasche liegt dem<br />

Gerät aber nicht bei. Bei der Aufstellung<br />

stehen keinerlei Komfortfunktionen wie<br />

etwa eine Verschiebung der Projektion<br />

zur Verfügung und selbst der Fokus lässt<br />

sich über die schwergängige Plastikwippe<br />

nur bedingt anpassen. Also greifen<br />

Sie doch besser zum automatischen<br />

WC-Sitz mit Bewegungssensor aus den<br />

unendlichen Tiefen des Pearl-Kataloges,<br />

denn damit werden Sie mehr Spaß haben<br />

– garantiert!<br />

Max: 51,65 ˚C<br />

Hinter dem Projektor das Netzteil, welches<br />

ebenfalls über einen Lüfter verfügt<br />

Aua: Bei der Bildqualität hilft auch kein<br />

Roundhouse-Kick mehr<br />

Wertung<br />

Finger weg! Auch wenn der Beamer mit einem geringen Preis lockt,<br />

sollten Sie der Versuchung widerstehen, denn hier wird selbst für<br />

das kleine Geld zu wenig Leistung geboten.<br />

ausreichend 52 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 29


Test Video<br />

Beamer ab 300 Euro<br />

73 %<br />

gut<br />

Viewsonic<br />

Pro6200<br />

5.2012<br />

Sieger Preis/Leistung<br />

DT-Service: Optimales Setup<br />

Farbmodus Benutzer Rotzunahme<br />

Referenzmodus Film Grünzunahme<br />

Helligkeit 50 Blauzunahme<br />

Kontrast 55 Weißintensität<br />

Farbeinstellungen<br />

Farbtemperatur Benutzer<br />

Gamma 2<br />

50 (50 Hz),<br />

49 (60 Hz)<br />

38 (50 Hz),<br />

45 (60 Hz)<br />

30 (50 Hz),<br />

43 (60 Hz)<br />

0-10 (je nach<br />

Raumhelligkeit)<br />

Viewsonic verspricht eine Lampenlaufzeit<br />

von 6000 Stunden im<br />

Eco-Modus. Im Stand-by-Betrieb<br />

erschreckt der Beamer mit einer<br />

Leistungsaufnahme von sage und<br />

schreibe 13,4 Watt!<br />

VIEWSONIC PRO6200<br />

Ausdauerndes Kraftpaket mit automatischer Bildausrichtung<br />

Viewsonics Pro6200 bietet den größten<br />

Zoomfaktor im Testfeld und bei<br />

der Aufstellung richtet die automatische<br />

Trapezkorrektur das Bild optimal aus.<br />

Der Fokus muss hingegen manuell angepasst<br />

werden, was in dieser Preisklasse<br />

aber zum Standard gehört. Dem<br />

Datenblatt zufolge soll der Eco-Modus<br />

die Lebensdauer der Lampe von 5 000<br />

auf 6 000 Stunden erhöhen, im Test<br />

sank aber weder die Leistungsaufnahme<br />

spürbar, noch brach die Leuchtkraft<br />

sichtbar ein. Demnach bleibt die Vorgehensweise<br />

für die verlängerte Lebensdauer<br />

der Lampe das Geheimnis der<br />

Viewsonic-Ingenieure.<br />

Zuspielungen werden in allen gängigen<br />

HD- und SD-Formaten entgegengenommen.<br />

Die native Auflösung<br />

beträgt dabei 1 280 × 720 und demnach<br />

muss davon abweichendes Material skaliert<br />

werden. Das gelingt bei Bildern<br />

in Standardauflösung durchaus ansprechend,<br />

nur kommt es bei Halbbildmaterial,<br />

etwa einem Fußballspiel, zu starkem<br />

Kantenflimmern und Objektkanten sind<br />

Aus dem Messlabor<br />

Max: 67,37 ˚C<br />

Unangenehm: Der Lüfter rauscht nicht nur,<br />

sondern sirrt auch hörbar<br />

von leichten Doppelkonturen umgeben.<br />

Der eingeschränkte und verschobene<br />

Farbraum macht sich vor allem in den<br />

Grüntönen bemerkbar und aufgrund<br />

des abweichenden Rottons mutet die<br />

Farbgebung bei Gesichtern künstlich<br />

an. Achtung: Im Test kam es bei der<br />

Umschaltung zwischen verschiedenen<br />

Quellen zu massiven Farbfehlern, die<br />

sich erst nach einer Umschaltung des<br />

Farbmodus‘ wieder verabschiedeten. In<br />

den Grundeinstellungen hält sich der<br />

Beamer in Bezug auf die Leuchtkraft<br />

etwas zurück und Bilder wirken erst<br />

dank der im Menü gesteigerten Weißintensität<br />

brillant. Doch leidet darunter<br />

die Neutralität der Farbabbildung und<br />

neben der unausgeglichenen Leuchtkraft<br />

der Farben untereinander weist<br />

das Bild auch eine deutlich zu kühle<br />

Abbildung auf. Im leuchtschwächeren<br />

Modus erstrahlt die Projektion hingegen<br />

über alle Helligkeitsbereiche ohne<br />

Farbstich und auch die Durchzeichnung<br />

fällt nahezu optimal aus. Nicht überzeugen<br />

kann hingegen der Schwarzwert.<br />

Nach der Anpassung im Menü gelingt<br />

die Darstellung nahezu unverfälscht<br />

Viewsonic reiht sich beim gemessenen<br />

Kontrastumfang in den der Preisklasse<br />

entsprechenden Wertebereich ein. Dem<br />

ausgewählten Testfeld entsprechend<br />

muss auch bei Viewsonics Pro6200 auf<br />

eine Zwischenbildberechnung verzichtet<br />

werden – Nachzieheffekte werden<br />

demnach nicht ausgeglichen. Die DLPtypischen<br />

Farbblitzer sind technisch bedingt<br />

nicht vermeidbar und könnten vor<br />

allem empfindliche Personen auf Dauer<br />

belasten.<br />

3D-Bilder werden mithilfe von<br />

Shutterbrillen erzeugt, die aber separat<br />

für 99 Euro erstanden werden müssen.<br />

Auch die für die plastische Bildwiedergabe<br />

zwingend notwendige Konverterbox<br />

ist nur als optionales Zubehör<br />

erhältlich und fordert nochmals exorbitante<br />

259 Euro ein. Zudem ist das Gerät<br />

sehr groß und übersteigt zum Beispiel<br />

die Maße eines Blu-ray-Players. Aufgrund<br />

des extrem flinken Bildaufbaus<br />

werden 3D-Bilder nahezu ohne Doppelkonturen<br />

dargestellt und der räumliche<br />

Eindruck fällt überraschend gut<br />

aus. Wer günstiger in dreidimensionale<br />

Welten eintauchen möchte, kann auch<br />

zu Universalbrillen greifen, die in der<br />

Regel mit einem großen Spektrum an<br />

Geräten zusammenarbeiten sollten. Diese<br />

sind bereits ab 40 Euro zu haben.<br />

Wertung<br />

Viewsonic schnappt sich den zweiten Platz und bietet für rund 500<br />

Euro ein gut geschnürtes Gesamtpaket mit einer ordentlichen 2Dund<br />

3D-Darstellung.<br />

gut 73 %<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Viewsonic, Stock.xchng<br />

30 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


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Beamer ab 300 Euro<br />

Bildqualität im Vergleich<br />

Die Darstellungsqualität der Projektoren unterscheidet sich in diesem Vergleichstest zum Teil erheblich. An dieser Stelle<br />

können Sie sich ein direktes Bild von der Darstellung machen. Der Testredakteur hat übrigens alle Geräte bestmöglichst<br />

dem HDTV-Standard entsprechend kalibriert.<br />

DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Acer H5360BD<br />

Regenbogeneffekt sichtbar: Stark<br />

Bei Acers H5360BD fällt sogleich die leichte Unterbelichtung in dunklen Bereichen auf; hier werden Details schlicht verschluckt. Auch der Rotstich<br />

in hellen Teilen des Bildes ist nicht zu übersehen. Die Farben wirken insgesamt übersättigt und vor allem Grün drängt sich aufgrund der<br />

Erweiterung des Fabrraums in den Vordergrund. Der aus der DLP-Technik resultierende Regenbogeneffekt ist übrigens stark wahrnehmbar.<br />

BenQ W703D<br />

Regenbogeneffekt sichtbar: Kaum<br />

BenQ bietet im Testfeld mit dem W703D die ausgeglichenste Bildqualität in Bezug auf die HDTV-Norm. Die leichte Verschiebung von Grüntönen<br />

ins Gelbliche dürfte nur Profi s auffallen und auch die Farbtemperatur präsentiert sich angenehm ausgeglichen. Die Durchzeichnung<br />

garantiert einen plastischen Bildeindruck, auch wenn dunkle Flächen leicht aufgehellt erscheinen.<br />

LG BX327<br />

Regenbogeneffekt sichtbar: Mittel<br />

Bei LGs BX327 ist der Nachteil der Brilliant-Color-Funktion gut zu erkennen, denn Weiß erstrahlt zwar ungemein hell, die Leuchtkraft der einzelnen<br />

Farben wird jedoch nicht angeglichen und das Verhältnis ist nicht mehr gewahrt – auch die starke Einschränkung des Farbraums trägt<br />

an dieser Stelle zur ausgewaschenen Darstellung bei. Letztlich werden dunkle Töne leicht unterbelichtet dargestellt<br />

Optoma HD600X<br />

Regenbogeneffekt sichtbar: Stark<br />

Optomas HD600X gibt sich insgesamt ausgeglichen und bietet eine nahezu über alle Helligkeitsbereiche von einem Farbstich befreite Darstellung.<br />

Die Durchzeichnung gelingt hingegen nur fast optimal und einige Details werden überbelichtet. Anstrengend: Der Regebogeneffekt<br />

dürfte selbst unanfälligen Personen auffallen. Zudem wirkt Grün aufgrund des eingeschränkten Farbraums etwas fl au<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

32 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


SceneLights DL-455m<br />

Regenbogeneffekt sichtbar: Kaum<br />

Aua, das tut weh! SceneLights zeigt mit dem DL-455m, wie es nicht geht, und der Bildeindruck spottet jedem Bild-Standard: Hier stimmt einfach<br />

gar nichts! So wirkt das Bild wie durch einen Farbfi lter betrachtet, denn der Farbraum ist im Grünbereich stark erweitert und auch die<br />

Farbtemperatur offenbart einen deutlichen Blau-/Grün-Überschuss.<br />

Viewsonic Pro6200<br />

Regenbogeneffekt sichtbar: Mittel<br />

Viewsonics Pro6200 zeigt Schwächen in der Durchzeichnung und Details werden in dunklen Bereichen schlicht verschluckt. Die Farben erstrahlen<br />

übersättigt, wenngleich die Darstellung nahezu keinen Farbstich über alle Helligkeitsbereiche aufweist. Insgesamt wirkt die Abbildung<br />

so etwas künstlich.<br />

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Als Filmfan bin ich<br />

Projektoren mit<br />

knackigem Schwarzwert<br />

gewohnt; diese<br />

Geräte kosten aber<br />

soviel wie ein Neuwagen.<br />

Dennoch<br />

hat mich die Einsteigsklasse<br />

positiv<br />

Dennis Schirrmacher,<br />

überrascht und vor<br />

Chef vom Dienst<br />

allem die hellen Bilder<br />

machen einige<br />

Defizite wieder wett. Denn so ist auch an eine<br />

Projektion unter problematischen Lichtverhältnissen<br />

zu denken. Der günstige Anschaffungspreis<br />

versüßt den Einstieg in die Welt<br />

der XXL-Bilder zusätzlich.<br />

Insgesamt liegt das Testfeld nicht nur<br />

preislich dicht beinander, auch die Bildqualität<br />

bewegt sich, mit einer Ausnahme,<br />

auf einem ähnlichen Level.<br />

Abstriche müssen vor allem bei der<br />

Kontrastdarstellung gemacht werden,<br />

denn die Beamer verfügen über nur<br />

unzureichend optimierte Lichtwege und<br />

ein großer Teil des Restlichts gelangt<br />

so mit auf die Leinwand. Eine Optimierung<br />

ist an dieser Stelle mit einem<br />

immensen Aufwand und demenstprechend<br />

höheren Kosten verbunden. In<br />

puncto Leuchtkraft stechen die kleinen<br />

Beamer aber jeden Heimkinoprojektor<br />

aus und erreichen im Mittel gar die<br />

Bildhelligkeit eines LED-LCDs. So ist<br />

es unter anderem denkbar, ein Fußballspiel<br />

am Tag zu verfolgen. Im besten<br />

Fall sollten aber dennoch die Vorhänge<br />

zugezogen werden und ein direkter<br />

Lichteinfall auf die Projektionsfläche<br />

vermieden werden. Die teils immense<br />

Leuchtkraft bringt aber auch Nachteile<br />

mit sich und geht auf Kosten der Farbgenauigkeit.<br />

Bei Heimkinoprojektoren<br />

findet sich in der Regel ein Farbfilter im<br />

Lichtweg, der eine unverfälschte Darstellung<br />

garantiert, aber gleichzeitig einen<br />

großen Teil der Helligkeit schluckt.<br />

Auch bei der Aufstellung gleicht<br />

sich das Testfeld und kein Gerät verfügt<br />

über die Lens-Shift-Funktion, um<br />

die Lage der Projektion bequem an-<br />

Ausstattung Testsieger Sieger Preis/Leistung<br />

Allgemein<br />

Hersteller BenQ Viewsonic Optoma Acer<br />

Modell W703D Pro6200 HD600X H5360BD<br />

Preis/Straßenpreis 729 Euro/576 Euro 719 Euro/510 Euro 699 Euro/425 Euro 799 Euro/530 Euro<br />

Maße (B/H/T) 33 × 24,7 × 24,7 cm 28,4 × 8,2 × 23,4 cm 28,6 × 9,7 × 19,2 cm 28,6 × 8 × 19,2 cm<br />

Gewicht 3,6 kg 2,6 kg 2,3 kg 2,2 kg<br />

Informationen www.benq.de www.viewsonic.de www.optoma.de www.acer.de<br />

Anschlüsse<br />

HDMI<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

HDMI<br />

Eingänge 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1<br />

Sonstige Audio, Kopfhörer Kopfhörer Kopfhörer Kopfhörer<br />

Merkmale<br />

Projektortyp DLP DLP DLP DLP<br />

Auflösung 1 280 × 720 Pixel 1 280 × 720 Pixel 1 280 × 720 Pixel 1 280 × 720 Pixel<br />

Lens-Shift nicht vorhanden nicht vorhanden nicht vorhanden nicht vorhanden<br />

Lampenlaufzeit 6 000 h (eco) 6 000 h (eco) 4 000 h (eco) 4 000 h (eco)<br />

Sonstiges Lautsprecher Lautsprecher Lautsprecher Lautsprecher<br />

Betrieb<br />

Zwischenbildberechnung nicht vorhanden nicht vorhanden nicht vorhanden nicht vorhanden<br />

Maximale Leuchtkraft 470 cd/m 2 374 cd/m 2 429 cd/m 2 278 cd/m 2<br />

Schwarzwert 0,2 – 0,8 cd/m 2 0,16 – 0,56 cd/m 2 0,22 – 1,14 cd/m 2 0,14 – 0,7 cd/m 2<br />

Gleichmäßigkeit Ausleuchtung gut gut gut gut<br />

Lautheit 27–37 dBA 35–38 dBA 31–40 dBA 32–37 dBA<br />

Bewertung<br />

Installation befriedigend 8/12 gut 10/12 sehr gut 10,5/12 gut 10/12<br />

Benutzerfreundlichkeit gut 9,5/12 gut 8,5/12 befriedigend 8/12 befriedigend 7/12<br />

Stand-by: 0,2 W<br />

Stand-by: 13,4 W<br />

Stand-by: 6,1 W<br />

Stand-by: 0,2 W<br />

Stromverbrauch<br />

Betrieb: 200–234 W<br />

1,5/3<br />

Betrieb: 225 W<br />

0,5/3<br />

Betrieb: 197–225 W<br />

0,5/3<br />

Betrieb: 196–244 W<br />

1,5/3<br />

Ausstattung sehr gut 9,5/11 befriedigend 7/11 befreidigend 7/11 befreidigend 6/11<br />

Wiedergabequalität<br />

Kontrastumfang 300 : 1–2 000 : 1 6,5/10 300 : 1–2 000 : 1 6,5/10 300 : 1–2 000 : 1 6,5/10 300 : 1–2 000 : 1 6,5/10<br />

Farbdeckung<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

HDMI<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

HDMI<br />

Komponente<br />

Komponente<br />

Komponente<br />

Komponente<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

In diesem Diagramm müssen alle Farben auf<br />

den vorgegebenen Punkten liegen. Befi nden sie<br />

sich innerhalb des Farbdreiecks, sind die Farben<br />

ungesättigt; liegen sie außerhalb, sind die Farben<br />

übersättigt.<br />

Farbtemperatur<br />

Nur Blau nahezu passgenau<br />

Eingeschränkt und Rot<br />

driftet ins orangene ab<br />

Stark eingeschränkt. Vor allem<br />

Grüntöne wirken sehr flau<br />

Grün- und Gelbtöne weichen etwas ab,<br />

sonst fast passgenau<br />

Die mittlere Linie symbolisiert die Vorgabe von<br />

6 500 Kelvin. Befi nden sich Farben über dieser<br />

Norm, färbt sich das Bild in der entsprechenden<br />

Farbe. Links befi nden sich die Schwarzbereiche,<br />

rechts die Weißbereiche – dazwischen alle<br />

Graustufen.<br />

In allen Bereichen<br />

fast optimal<br />

8,5/10<br />

Nach Anpassung<br />

vorbildliche Abbildung<br />

8,5/10<br />

Nahezu optimale<br />

Abbildung<br />

8/10<br />

In hellen Bereichen<br />

sichtbarer Blaustich<br />

Bildschärfe gut 8/10 gut 8/10 gut 8/10 gut 8/10<br />

Sehtest gut 7,5/10 befriedigend 6/10 befriedigend 6/10 gut 7/10<br />

Bildqualität gut 30,5/40 gut 29/40 gut 28,5/40 gut 30,5/40<br />

Gesamt 57,5 von 75 Pkt. 54,5 von 75 Pkt. 54 von 75 Pkt. 53,5 von 75 Pkt.<br />

Preis/Leistung gut gut gut gut<br />

Gesamtwertung<br />

gut gut gut gut<br />

77 % 73 % 72 % 71 %<br />

8,5/10<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

34 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft


JETZT NEU AUF<br />

zupassen. Demnach wird die Ausrichtung<br />

des Bildes ausschließlich durch die<br />

Aufstellung des Projektors bestimmt.<br />

Zudem fällt das Zoomverhältnis bei<br />

allen Geräten beschränkt aus und die<br />

Größe des Bildes lässt sich nur bis zu<br />

einem gewissen Grad anpassen, ohne<br />

den Projektor näher oder weiter von der<br />

Leinwand entfernt aufzustellen. Für ein<br />

Bild mit einer Breite von zwei Metern<br />

müssen alle Beamer rund 3-3,5 Meter<br />

entfernt von der Projektionsfläche<br />

platziert werden. Letztlich verfügt auch<br />

kein Kandidat im Testfeld über eine<br />

motorisierte Optik. Dafür sind die Beamer<br />

klein und leicht; bei einem Großteil<br />

liegt die Transporttasche gleich bei.<br />

3D nur mit Aufpreis<br />

Die Brillen liegen keinem Projektor im Testfeld<br />

bei und müssen für rund 90 Euro dazugekauft<br />

werden. An dieser Stelle kommt aber<br />

auch eine univserselle 3D-Brille infrage, die<br />

bereits ab 40 Euro zu haben ist. Bei Viewsonics<br />

Beamer ist zudem eine 3D-Konverterbox<br />

für die plastische Darstellung nötig, welche<br />

nochmals für 259 Euro zu Buche schlägt.<br />

Auch bei Optomas HD600X ist das externe<br />

Gerät unabdingbar und kostet 209 Euro.<br />

.de<br />

RECEIVER-GUIDE<br />

powered by<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller LG SceneLights<br />

Modell BX327 DL-455m<br />

Preis/Straßenpreis 699 Euro/476 Euro 500 Euro/295 Euro<br />

Maße B/H/T 29,2 × 8 × 26 cm 13,9 × 5,1 × 13,7 cm<br />

Gewicht 3,5 kg 0,6 kg<br />

Informationen www.lg.de www.pearl.de<br />

Anschlüsse<br />

HDMI<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

HDMI<br />

Komponente<br />

Komponente<br />

Eingänge 1 2 1 1<br />

Sonstige Kopfhörer Kopfhörer<br />

Merkmale<br />

Projektortyp DLP DLP<br />

Auflösung 1 280 × 720 Pixel 800 × 600 Pixel<br />

Lens-Shift nicht vorhanden nicht vorhanden<br />

Lampenlaufzeit 4 000 h (eco) 20 000 h (eco)<br />

Sonstiges Lautsprecher Lautsprecher<br />

Betrieb<br />

Zwischenbildberechnung nicht vorhanden nicht vorhanden<br />

Maximale Leuchtkraft 925 cd/m 2 45 cd/m 2<br />

Schwarzwert 0,3 – 0,4 cd/m 2 0,03 – 0,15 cd/m 2<br />

Gleichmäßigkeit Ausleuchtung gut gut<br />

Lautheit 38–48 dBA 45–50 dBA<br />

Bewertung<br />

Installation befriedigend 6,5/12 mangelhaft 4,5/12<br />

Benutzerfreundlichkeit befriedigend 8/12 ausreichend 6,5/12<br />

Stromverbrauch<br />

Stand-by: 0,6 W<br />

Betrieb: 222–281 W<br />

1,5/3<br />

Stand-by:<br />

Betrieb:<br />

8,7 W<br />

62 W<br />

2/3<br />

Ausstattung gut 8/11 befriedigend 6/11<br />

Wiedergabequalität<br />

Kontrastumfang 300 : 1–2 000 : 1 6,5/10 300 : 1–1 500 : 1 6/10<br />

Farbdeckung<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

HD-Empfang ohne Stress für<br />

über 70 Receiver!<br />

Schritt für Schritt erklärt:<br />

Software aktualisieren<br />

Sendersuchlauf durchführen<br />

Lieblingssender im Direktzugriff<br />

Favoritenlisten sortieren<br />

In diesem Diagramm müssen alle Farben auf den vorgegebenen<br />

Punkten liegen. Befi nden sie sich innerhalb<br />

des Farbdreiecks, sind die Farben ungesättigt;<br />

liegen sie außerhalb, sind die Farben übersättigt.<br />

Farbtemperatur<br />

Stark eingeschränkte und somit verfälschte<br />

Farbdarstellung<br />

Stark erweitert und viel<br />

zu knallige Farbdstellung<br />

Die mittlere Linie symbolisiert die Vorgabe von 6 500<br />

Kelvin. Befi nden sich Farben über dieser Norm, färbt<br />

sich das Bild in der entsprechenden Farbe. Links<br />

befi nden sich die Schwarzbereiche, rechts die Weißbereiche<br />

– dazwischen alle Graustufen.<br />

Durchweg ist ein Rot–<br />

Defizit zu verzeichnen<br />

7/10<br />

Verfälschte Abbildung durch<br />

zu geringen Rot-Anteil<br />

Bildschärfe gut 8/10 befriedigend 6.5/10<br />

Sehtest befriedigend 6,5/10 ausreichend 4,5/10<br />

Bildqualität gut 28/40 ausreichend 22/45<br />

Gesamt 50,5 von 75 Pkt. 39 von 75 Pkt.<br />

Preis/Leistung befriedigend ausreichend<br />

Gesamtwertung<br />

befriedigend<br />

67 % 52 %<br />

7/10<br />

ausreichend<br />

Anzeige<br />

Ein Scan bis zum Workshop<br />

Dreambox – Kathrein – Lenuss –<br />

Logisat – Panasonic – Smart –<br />

Telestar – Vantage – Wisi u. v. a.


Test Video<br />

XXL-Plasma-Fernseher unter 1 000 Euro<br />

ZWEI PLASMAS MIT 50 UND 60 ZOLL IM VERGLEICHSTEST<br />

Den Kick hautnah miterleben<br />

Keine Lust auf einen Einstiegsprojektor, aber trotzdem erpicht auf XXL-Bilder zum kleinen Preis? Da kommt eigentlich nur<br />

ein Plasma-Fernseher infrage. Denn die Geräte bieten riesige Bildschirmdiagonalen und kosten vergleichsweise wenig.<br />

Doch kann man dabei auch einen echten Smart TV erwarten?<br />

ALEXANDER MAI, CHRISTIAN TROZINSKI, DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Panasonic TX-P50STW50E Seite 37<br />

LG 60PA6500 Seite 38<br />

Ein Projektor erfordert einiges an<br />

Einrichtungsarbeit und nicht jeder<br />

Wohnraum eignet sich aufgrund der<br />

räumlichen Gegebenheiten für eine Großbildprojektion.<br />

Klar, vom Preis sind die<br />

kleinen Bildwerfer unschlagbar, dafür sind<br />

sie aber auch laut und bieten in diesem<br />

Preissegment insgesamt nur eine gute Bildqualität.<br />

Ein Plasma-Fernseher kostet zwar<br />

etwas mehr, lässt sich aber wesentlich einfacher<br />

im Wohnzimmer aufstellen und verrichtet<br />

den Betrieb mittlerweile auch nahezu<br />

lautlos. In puncto Bildqualität sammeln<br />

die großen Bildschirme weitere Punkte.<br />

Vor allem der Kontrasteindruck garantiert<br />

eine ungemein knackige Darstellung und<br />

der Schwarzwert ist unter Heimkinobedingungen<br />

eine Wohltat für die Augen. Zudem<br />

sind Plasma-Fernseher für eine authentische<br />

Abbildung in Bezug auf die Farbabbildung<br />

bekannt. Letztlich investieren Sie an dieser<br />

Stelle auch in einen echten Smart TV<br />

mit umfangreichen multimedialen Möglichkeiten<br />

und vielen Internetfunktionen –<br />

sollte man zumindest meinen. Einzig die<br />

hohe Leistungsaufnahme und die eingeschränkte<br />

Leuchtkraft lassen etwas Wehmut<br />

aufkommen. Lesen Sie auf den folgenden<br />

Seiten, warum es sich dennoch lohnt, einen<br />

Plasma-Fernseher anzuschaffen.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic<br />

36 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


DT-Service: Optimales Set-up<br />

Modus True Cinema Experteneinstellungen<br />

Kontrast 60 Weißabgleich 0/0/+3<br />

Helligkeit 0 Grauabgleich 0/–13/–12<br />

Farbe 30 Farbabgleich<br />

Alles 0,<br />

G-Luminanz –5<br />

Schärfe 5 Gamma 2.2<br />

Colour<br />

Management<br />

Eco Modus<br />

P-NR<br />

Aus<br />

Aus<br />

Aus<br />

Intelligent Frame<br />

Creation<br />

16 : 9 Overscan Aus<br />

Aus oder Niedrig<br />

5.2012<br />

83 %<br />

gut<br />

Panasonic<br />

TX-P50STW50<br />

Testsieger<br />

Öko-Check<br />

www.digitaltested.de<br />

5.2012<br />

Die Fernbedienung ist neuerdings<br />

beleuchtet, was die Handhabung<br />

erleichtert. Dank schlanker Maße<br />

ist der Plasma-TV äußerlich kaum<br />

von LED-LCDs zu unterscheiden<br />

PANASONIC TX-P50STW50E<br />

2012er Plasma-Einstiegsserie schlägt 2011er Topmodell<br />

Nach dem ersten Einschalten fällt sogleich<br />

die hervorragende Schwarzdarstellung ins<br />

Auge und die Abbildung wurde selbst im<br />

Vergleich zur ehemaligen Topserie VT30<br />

nochmals verbessert. Dank des exzellenten<br />

Schwarzwertes konnte der Maximalkontrast<br />

verdoppelt werden, sodass schwarze<br />

Balken bei Kinofilmen im 21 : 9-Format<br />

im dunklen Wohnzimmer nahezu mit dem<br />

Rahmen des Fernsehers verschmelzen. Die<br />

Leuchtkraft im kalibrierten Bildmodus<br />

rangiert dagegen auf ähnlichem Niveau wie<br />

im Vorjahr, besonders brillante Bilder bei<br />

Tageslicht vermag somit auch die aktuelle<br />

Plasmageneration nicht zu zaubern. In der<br />

Voreinstellung „Normal“ erreicht der Fernseher<br />

zwar fast die Helligkeit eines LED-<br />

LCD*s, im Gegenzug kann aber die Durchzeichnung<br />

nicht mehr überzeugen und in<br />

dunklen Tönen gehen Details verloren,<br />

während Mitteltöne leicht überbelichtet<br />

dargestellt werden. Im kalibrierten Modus<br />

„True Cinema“ und unter Heimkinobedingungen<br />

spielt der TX-P50STW50E dann<br />

sein volles Potenzial aus und imponiert<br />

mit ungemein authentischen Farben. Die<br />

Aus dem Messlabor<br />

Farbtemperatur verlangte zwar nach einer<br />

umfangreicheren Anpassung, danach erstrahlten<br />

alle Helligkeitsbereiche aber ohne<br />

Farbstich. Argusaugen werden nur noch im<br />

Extremfall minimale farbliche Nachzieheffekte<br />

und Farbblitzer an kontraststarken<br />

Konturen erkennen. Eine zuschaltbare Bewegungsglättung<br />

festigt den sehr guten<br />

Bildeindruck weiter.<br />

Natürlich hat die Plasmatechnologie<br />

auch ihre Nachteile. So werden Helligkeits-<br />

und Farbverläufe bei bewegten Objekten<br />

eher grob abgestuft dargestellt (False<br />

Contour), was vor allem bei Großaufnahmen<br />

von Gesichtern negativ auffällt, unter<br />

normalen Sitzabständen aber kaum eine<br />

Rolle spielt. Das Pixelrauschen in dunklen<br />

Bereichen wurde sichtbar minimiert,<br />

die Bildruhe eines LED-LCDs strahlt der<br />

TX-P50STW50E aber noch nicht aus.<br />

Im Vergleich zur LED-LCD-Konkurrenz<br />

bleibt auch die Energieeffizienz der<br />

Schwachpunkt: Bis zu 350 Watt (W) genehmigt<br />

sich der 50-Zöller.<br />

Um 3D-Bilder zu erzeugen, setzt Hersteller<br />

Panasonic auf die Shutter-Technik.<br />

Die Brillen liegen dem TX-P50STW50E<br />

nicht bei, der zur Synchronisierung nötige<br />

Sender ist aber direkt im Gerät verbaut.<br />

2012 werden auch die einstigen Sehhilfen<br />

durch neue Modelle abgelöst. Die alten<br />

Brillen sind jedoch nicht mehr nutzbar,<br />

da die Synchronisation nun über Bluetooth<br />

stattfindet. Im 3D-Betrieb werden<br />

die greifbaren Bilder in der vollen HD-<br />

Auflösung dargestellt, was wir anhand<br />

passender Testbilder messtechnisch überprüfen<br />

konnten. Die Darstellung gibt sich<br />

insgesamt sehr angenehm und die verschiedenen<br />

Bildebenen lassen sich fokussieren,<br />

ohne ein Unwohlsein auszulösen.<br />

Digitale Fernsehbilder kommen via<br />

DVB*-T, DVB-C und DVB-S2 auf den<br />

Bildschirm. Die Unicable-Unterstützung<br />

vereinfacht dabei die Verteilung des Signals<br />

und mittels DiSEqC 1.0 können<br />

Sie Programme von bis zu vier Satelliten<br />

zuspielen. Nach der automatischen Kanalsortierung<br />

werden die HD-Sender auf den<br />

vorderen Plätzen eingeordnet und die Liste<br />

kann getrost als alltagstauglich bezeichnet<br />

werden. Mit einer angeschlossenen USB-<br />

Festplatte haben Sie Zugriff auf die Aufnahmefunktionen<br />

und können Sendungen<br />

auf Knopfdruck pausieren (Time-Shift).<br />

Um Letzteres nutzen zu können, müssen<br />

Sie im Menü lediglich den Punkt „Permanente<br />

Aufzeichnung“ aktivieren.<br />

Max: 37,56 ˚C<br />

Je nach Bildinhalt erwärmt sich der Plasma-<br />

TV stärker als ein Edge-LED-LCD<br />

Das Onlineangebot wächst stetig.<br />

Derzeit sind einige Spiele gratis erhältlich<br />

Wertung<br />

Panasonic vollbringt das Kunststück, dem Vorjahresprimus VT30<br />

Paroli zu bieten. Die aktuelle Plasmageneration schlägt die LED-<br />

LCD-Konkurrenz unter Heimkinobedingungen mit links.<br />

gut 83 %<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 37


Test Video<br />

XXL-Plasma-Fernseher unter 1 000 Euro<br />

Mit freundlicher Unterstützung von<br />

DT-Service: Optimales Set-up<br />

Bildmodus ISF/Expert<br />

Dynamischer<br />

Kontrast<br />

Aus<br />

Kontrast 95<br />

Rauschunterdrückung<br />

Aus<br />

Helligkeit 50 Farbtemperatur Warm<br />

Schärfe H/V 10/08 Gamma hoch<br />

Farbe 50 Methode 2-Punkt<br />

Tint 0 Schwarzwert Tief<br />

Experteneinstellungen Punkt hoch<br />

Konturenverstärkung<br />

Ein<br />

Farbskala/<br />

Standard R/G/B<br />

–15/0/–10<br />

5.2012<br />

61 %<br />

befriedigend<br />

LG<br />

60PA6500<br />

Testergebnis<br />

Öko-Check<br />

www.digitaltested.de<br />

5.2012<br />

Zum absoluten Einstiegspreis offeriert<br />

LG eine XXL-Diagonale. Die<br />

Ausstattung enttäuscht allerdings<br />

LG 60PA6500<br />

Kein schlechtes Bild, aber die Ausstattung ist nicht auf der Höhe der Zeit<br />

Der Aufbau des 60-Zoll-Plasmas geht intuitiv<br />

und zügig von der Hand, der schlanke,<br />

anthrazitfarbene Rahmen in gebürsteter<br />

Optik sieht recht schick aus, der Standfuß<br />

ebenso. Bei näherer Betrachtung wird der<br />

anfängliche Eindruck jedoch schnell relativiert,<br />

zum Teil sogar revidiert. So fällt beim<br />

zweiten Hinsehen auf, dass das tatsächlich<br />

sichtbare Bild kleiner ist als zunächst angenommen.<br />

Dies kommt zustande, weil LG<br />

den dauerhaft schwarzen Rand des Panels<br />

nicht vollständig unter dem Rahmen hat<br />

verschwinden lassen. Überhaupt zeigt sich<br />

der Plasma in einigen Bereichen nicht auf<br />

der Höhe der Zeit.<br />

Das Design ist zwar schlicht und aufgeräumt,<br />

wirkt im Vergleich zu aktuellen<br />

Serien anderer Hersteller allerdings, als<br />

hätte es schon zwei bis drei Jahre auf<br />

dem Buckel. Nicht gerade hochwertig zeigt<br />

sich auch die Verarbeitung, wovon zum<br />

Beispiel der Standfuß aus Plastik und die<br />

etwas klapprige Rückwand des Fernsehers<br />

zeugen. Weitaus schwerwiegender<br />

ist allerdings die mangelhafte Ausstattung<br />

des 60PA6500. Dass er nicht über<br />

Aus dem Messlabor<br />

3D verfügt, ist ärgerlich, aber verkraftbar.<br />

In heutigen Zeiten jedoch auf Smart-TV-<br />

Funktionen und darüber hinaus auf einen<br />

integrierten Sat-Tuner zu verzichten,<br />

ruft nur noch Kopfschütteln hervor. Einen<br />

SD-Slot werden Sie bei diesem Plasma<br />

ebenso vergeblich suchen wie einen Audio<br />

Return Channel.<br />

Erschwerend kommt hinzu, dass die<br />

vorhandenen Anschlüsse sich zum überwiegenden<br />

Teil an der Rückwand des TVs<br />

befinden – das Thema Wandmontage hat<br />

sich damit praktisch erledigt. Nach der zügigen<br />

Installation finden Sie zunächst eine<br />

unsortierte Senderliste vor, diese lässt sich<br />

allerdings sehr angenehm und schnell in<br />

die gewünschte Form bringen, da Sie jedem<br />

Sender seinen Platz per Zifferntasten direkt<br />

zuweisen können. Im Bereich der Bildqualität<br />

kann der LG dann seine Stärken ausspielen.<br />

Bereits die Grundeinstellungen sind<br />

sehr gelungen und nahe am Optimum dessen,<br />

was das Gerät leisten kann. Insgesamt<br />

zeigt sich die Farbdarstellung sehr ausgewogen<br />

und durch geringe Änderungen an den<br />

Bildreglern werden auch kleine Schwächen<br />

in der Weißdarstellung behoben. Weniger<br />

überzeugen konnte der Schwarzwert, der im<br />

Vergleich zu anderen Plasmas nicht knackig<br />

genug daherkommt.<br />

Der Kontrast stellt sich generell problematisch<br />

dar. Daran ist zum einen<br />

die stark spiegelnde Kontrastfilterscheibe<br />

schuld: sobald Licht einfällt, kommt<br />

die fehlende Optimierung zum Tragen<br />

und der Kontrast leidet. Zum anderen<br />

sorgt der eingeschaltete Lichtsensor im<br />

abgedunkelten Heimkino zwar für geringeren<br />

Stromverbrauch, jedoch auch für<br />

ein deutlich dunkleres Bild. Werte von<br />

300 bis 350 Watt bei deaktiviertem Sensor<br />

sind wiederum selbst für einen aktuellen<br />

Plasma hohe Werte. Die Bildschärfe<br />

hingegen zeigt sich sowohl im statischen<br />

als auch im bewegten Bereich sehr gut,<br />

selbst SD-Inhalte können sich auf dem<br />

60PA6500 sehen lassen. Einzig die Zuspielung<br />

von Signalen in 50 Hertz bereitet<br />

dem Plasma ein Probleme, speziell bei<br />

fließenden Texten, die dann kaum noch<br />

lesbar sind. Ein weiterer großer Wermutstropfen<br />

im Zuge der Darstellung sollte<br />

zudem nicht unerwähnt bleiben: In sehr<br />

hellen und dunklen Bereichen leuchten<br />

Bildinhalte der vorherigen Szene nach,<br />

und das mehr als eine Minute lang. Damit<br />

wird der Filmabspann im Heimkino<br />

zur Geduldsprobe.<br />

Max: 50,56 ˚C<br />

Gleichmäßig helle Bildinhalte sorgen gleichzeitig<br />

für eine vollfl ächige Erwärmung<br />

Die USB-Medienwiedergabe gehört zu<br />

den wenigen Ausstattungsmerkmalen<br />

Wertung<br />

LGs 60PA6500 punktet mit sehr guter Bildschärfe, natürlichen Farben<br />

und einem tollen Filmlook. Die mangelhafte Ausstattung und der<br />

Patzer der nachleuchtenden Inhalte machen jedoch sehr viel kaputt.<br />

befriedigend 61 %<br />

Bilder: Auerbach Verlag, LG<br />

38 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Plasma bleibt der Preis-Leistungstipp<br />

Christian Trozinski,<br />

Redakteur<br />

Ausstattung<br />

Sicher, in Zeiten des Ökobooms<br />

gelten Fernseher mit einem<br />

Stromverbrauch jenseits der<br />

200-Watt-Marke als Auslaufmodelle,<br />

doch angesichts der tollen<br />

Bildqualität sollte man die<br />

Plasma-Technik noch nicht abschreiben.<br />

Gerade wenn Sie oft<br />

im Familienkreise fernsehen, ist<br />

die tadellose Bilddarstellung aus<br />

allen Blickwinkeln Gold wert. LG<br />

Testsieger<br />

Allgemein<br />

Hersteller Panasonic LG<br />

Modell TX-P50STW50E 60PA6500<br />

Preis/Straßenpreis 1 199 Euro/1 000 Euro 888 Euro zzgl. Versandkosten bei www.redcoon.de<br />

Maße B/H/T 118 × 70,9 × 4 cm 139 × 88 × 5 cm<br />

Gewicht 27 kg 40,6 kg<br />

Informationen www.panasonic.de www.lg.com/de<br />

Anschlüsse<br />

HDMI<br />

Scart<br />

PC<br />

Eingänge 4 1 1 1 3 1 1 1 1<br />

Sonstige Netzwerk, SD, USB 2 ×, Ci+, Kopfhörer USB, Ci+, RS232<br />

Merkmale<br />

TV-Typ (Diagonale) Plasma (50 Zoll/127 cm) Plasma (60 Zoll/152 cm)<br />

Auflösung 1 920 × 1 080 Pixel 1 920 × 1 080 Pixel<br />

Frontscheibe spiegelnd, kontrastoptmiert stark spiegelnd, nicht kontrastoptimiert<br />

Formatwahl (HDMI) fehlerfrei, kein Overscan (HD) eingeschränkt, kein Overscan (HD)<br />

DVB-T-/Kabel-/Sat-Tuner / / / /<br />

Bild-in-Bild-Darstellung<br />

HbbTV<br />

Festplattenaufzeichnung extern<br />

Sonstiges Online-TV, Netzwerk –<br />

Betrieb<br />

Zwischenbildberechnung<br />

100 Hz<br />

Maximale Leuchtkraft 180 cd/m 2 125 cd/m 2<br />

Schwarzwert 0,01 cd/m 2 0,06 cd/m 2<br />

Gleichmäßigkeit Ausleuchtung Ausgezeichnet Ausgezeichnet<br />

Kontrasteindruck Blickwinkel<br />

120 Grad: sehr gut<br />

150 Grad: sehr gut<br />

120 Grad: sehr gut<br />

150 Grad: sehr gut<br />

Eingabeverzögerung 20 – 40 ms (gering bis mittel) 20 – 40 ms (gering bis mittel)<br />

Energiekosten/Jahr 56,14 Euro/Jahr 77,13 Euro/Jahr<br />

Bewertung<br />

Installation ausgezeichnet 9/10 befriedigend 5,5/10<br />

Benutzerfreundlichkeit befriedigend 9/14 befriedigend 8,5/14<br />

Stromverbrauch<br />

Stand-by: 0,1 W<br />

Betrieb: 80–350 W<br />

1/3<br />

Stand-by: 0,1 W<br />

Betrieb: 150–390 W<br />

1/3<br />

Ausstattung gut 27,5/33,5 ausreichend 15/33,5<br />

Wiedergabequalität<br />

Kontrastumfang 500 : 1–15 000 : 1 8,5/10 500 : 1–3 000 : 1 5/10<br />

Farbdeckung<br />

S-Video<br />

setzt mit dem 60PA6500 Maßstäbe<br />

bei der Preis-Leistung, für alle, die<br />

keine Ansprüche an die Ausstattung<br />

stellen. Der Verzicht auf 3Dund<br />

Smart-TV-Funktionen wiegt<br />

hinsichtlich der Zukunftstauglichkeit<br />

besonders schwer. Panasonic<br />

setzt dagegen Maßstäbe bei der<br />

Qualität und überfl ügelt mit dem<br />

Einstiegsmodell STW50 sogar die<br />

letztjährige Topserie VT30.<br />

HDMI<br />

Komponente<br />

Komponente<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

Plasmafernseher sind seit jeher für die<br />

Filmwiedergabe prädestiniert, denn im<br />

Wohnzimmer mit diffusen Lichtverhältnissen<br />

entfaltet sich ein beeindruckendes<br />

Kontrastverhältnis, das für Edge-LED-<br />

LCDs unerreichbar ist. Die Ausleuchtungsgenauigkeit<br />

ist nahezu makellos und Bildecken<br />

erscheinen ebenso brillant wie die<br />

Bildmitte. Zudem treten in dunklen Bereichen<br />

keine Helligkeitsflecken auf. Auch<br />

der Blickwinkel ist unschlagbar: Selbst bei<br />

einer seitlichen Betrachtung verlieren die<br />

Bilder nicht an Kontrast, Farbgenauigkeit<br />

und Durchzeichnung.<br />

2012 steht aber nicht nur im Zeichen<br />

der Bildqualität, sondern auch im Zeichen<br />

von Smart TV*. Ist der Fernseher an das<br />

Internet angeschlossen, haben Sie Zugriff<br />

auf die Zusatzinhalte via HbbTV*. Der Abruf<br />

gestaltete sich in der Praxis flink und<br />

fehlerfrei, einzig die Inhalte der RTL-Gruppe<br />

sind nicht abrufbar, was jedoch der Politik<br />

der Sendergruppe zuzuschreiben ist.<br />

Die Anbindung an das weltweite Datennetz<br />

gelingt mit Fernsehern wie dem STW50<br />

von Panasonic kabellos, denn der WLAN*-<br />

Adapter ist intern verbaut. Bei den Internetfunktionen<br />

sorgt vor allem die Smart-TV-<br />

Plattform für Aufsehen, im Falle von Panasonic<br />

lautet sie Viera Connect. Die Masse an<br />

Angeboten wird stetig ausgebaut und neben<br />

kompletten Spielen können Sie auch soziale<br />

Netzwerke wie etwa Facebook von der<br />

Couch aus nutzen. Die Skype-Video telefonie<br />

rundet das Internetpaket ab, erfordert aber<br />

eine spezielle externe Kamera.<br />

LG startet Ausverkauf<br />

In diesem Diagramm müssen<br />

alle Farben auf den vorgegebenen<br />

Punkten liegen. Befi nden sie sich<br />

innerhalb des Farbdreiecks, liegen<br />

sie außerhalb, sind die Farben<br />

übersättigt.<br />

Farbtemperatur<br />

Die mittlere Linie symbolisiert die<br />

Vorgabe von 6 500 Kelvin. Befi nden<br />

sich Farben über dieser Norm, färbt<br />

sich das Bild in der entsprechenden<br />

Farbe. Links befi nden sich die<br />

Schwarzbereiche, rechts die Weißbereiche<br />

– dazwischen alle Graustufen.<br />

Durch eine fehlerfreie Farbabstimmung sehr authentische<br />

Darstellung, seitlich betrachtet gleichwertig<br />

Nach Kalibrierung nahezu<br />

mustergültig<br />

9/10<br />

Durch eine fehlerfreie Farbabstimmung sehr authentische<br />

Darstellung, seitlich betrachtet gleichwertig<br />

Nach Kalibrierung nahezu<br />

mustergültig<br />

Bildschärfe ausgezeichnet 9,5/10 ausgezeichnet 9/10<br />

Bild-/Tonverarbeitung ausgezeichnet 4,5/5 gut 3,5/5<br />

Sehtest gut 8/10 gut 7,5/10<br />

Bildqualität sehr gut 39,5/45 gut 34/45<br />

Gesamt 85 von 102,5 Punkten 63 von 102,5 Punkten<br />

Preis/Leistung sehr gut gut<br />

Gesamtwertung<br />

gut<br />

83 % 61 %<br />

9/10<br />

befriedigend<br />

Knapp 1 000 Euro für einen 60-Zoll-Fernseher<br />

sind Ihnen immer noch zu viel? Wie wäre<br />

es mit 449 Euro für einen 50-Zoll-Plasma?<br />

LG setzt mit dem Modell 50PA450HD vorrangig<br />

auf Ausverkauf statt auf technische<br />

Höchstleistung, so erreicht die Aufl ösung<br />

des günstigen 50-Zoll-Plasmas mit knapp<br />

800 000 Bildpunkten noch nicht einmal 50<br />

Prozent der Full-HD-Qualität. Einziger Vorteil<br />

der Pixeleinschränkung: Der 50PA450HD<br />

verbraucht deutlich weniger Strom als der<br />

in dieser Ausgabe getestete PA6500. Eine<br />

große Zukunft ist der Plasmatechnik bei<br />

LG aber nicht beschieden, denn der Hersteller<br />

will sich nach eigenen Angaben auf<br />

LED-LCDs und <strong>OLED</strong>-TVs konzentrieren. Gut<br />

möglich, dass nicht nur der preisliche, sondern<br />

auch technologische Ausverkauf der<br />

LG-Plasmatechnik begonnen hat.<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 39


Test Video<br />

LED-LCD<br />

DT-Service: Optimales Set-up<br />

Bildmodus isf Clear LCD Ein<br />

Kontrast Backlight Je nach Wunsch Erweiterte Schärfe Aus<br />

Farbe 50 Perfekter Kontrast Aus<br />

Schärfe 2<br />

Dynamische<br />

Hintergrundbel.<br />

Aus oder<br />

Standard<br />

Rauschunterdr. Aus Gamma 0<br />

MPEG-Artefaktunterdr.. Aus Videokontrast 90<br />

Pixel Perfect HD Aus Helligkeit 60<br />

Perfect Natural Motion Mittel (TV), Aus (Film) Rauschunterdr. Aus<br />

5.2012<br />

83%<br />

gut<br />

Philips<br />

55PFL8007K<br />

Testergebnis<br />

Öko-Check<br />

www.digitaltested.de<br />

5.2012<br />

Dank des ultraschlanken Rahmens<br />

samt Metallblenden und der unsichtbaren<br />

Lautsprecher ist der<br />

Philips 55PFL8007K optisch über<br />

jeden Zweifel erhaben. Die Fernbedienung<br />

weist auf der Rückseite<br />

eine Tastatur auf<br />

PHILIPS 55PFL8007K<br />

Neuer Überflieger von Philips?<br />

Mit einigen Wochen Verzögerung führt Philips die neuen TV-Modelle der gehobenen Mittelklasse im hart umkämpften<br />

Flachbild-TV-Markt ein. Wurde die zusätzliche Zeit für das Feintuning genutzt oder zeigt der renommierte Hersteller<br />

erstmals Schwächen?<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Die Beurteilung, ob ein Design gelungen<br />

ist oder nicht, ist meist subjektiv,<br />

doch bei Philips‘ 55PFL8007K drängt<br />

sich diese Umschreibung geradezu auf. Der<br />

Rahmen ist auf knapp 10 Millimeter Breite<br />

geschrumpft und der 55-Zoll-Fernseher<br />

wirkt derart grazil, dass er sich auch in kleineren<br />

Wohnzimmern nicht zu dominant in<br />

den Vordergrund drängt. Die im Standfuß<br />

eingelassenen Lautsprecher strahlen nach<br />

unten ab und profitieren von einer stabilen<br />

Unterlage – dadurch erklingt der Fernseher<br />

subjektiv satter. Untersucht man die Details<br />

sowie die Verarbeitungsqualität, fällt das<br />

Aus dem Messlabor<br />

Max: 41,25 ˚C<br />

Die LED-Leisten sitzen beim PFL8007K seitlich<br />

und strahlen das Licht zur Bildmitte<br />

Urteil etwas weniger euphorisch aus: Bei<br />

unserem Vorserienmuster löste sich die vordere<br />

Blende an beiden unteren Ecken (die<br />

Blende wird an diesen Stellen verklebt, nicht<br />

verschraubt), der Hersteller versprach aber<br />

auf Nachfrage, dass dieses Problem bei der<br />

aktuellen Produktion gelöst wurde.<br />

Fernseher mit umfassenden Smart-<br />

TV-Funktionen gibt es mittlerweile wie<br />

Sand am Meer, wirklich einsteigerfreundlich<br />

fallen die Ausstattungspakete aber<br />

nur selten aus. Philips zeigt im Ansatz,<br />

wie man es richtig macht und legt dem<br />

Fernseher eine Videokamera bei, sodass<br />

Sie die Videotelefonie Skype sofort nutzen<br />

können. Auch die Fernbedienung wartet<br />

mit Überraschungen auf: Statt per Infrarot<br />

überträgt diese Signale via Funk, sodass<br />

der Signalgeber nicht zwingend zum<br />

TV ausgerichtet werden muss. Drehen Sie<br />

diese, können Sie über ein Tastaturfeld<br />

auf der Rückseite Textzeilen besonders<br />

bequem eingeben, was Social-Media-Dienste<br />

wie Facebook in den Mittelpunkt des<br />

Wohnzimmers rückt. Nachträglich per<br />

Softwareupdate wird die Mauszeigernavigation<br />

ergänzt: Ähnlich Nintendos Wii-<br />

Fernbedienung nutzt Philips Gyroskope,<br />

um Neigungen der Fernbedienung zu registrieren.<br />

Legen Sie den Daumen auf die<br />

OK-Taste, ohne diese zu drücken, wird ein<br />

Mauszeiger eingeblendet, der per Handbewegungen<br />

über den Bildschirm gesteuert<br />

werden kann. Die Kombination aus exakter<br />

Mauszeigerausrichtung und Texteingabe<br />

via echter Tastatur vermittelt eine<br />

praxisnahe Internetsteuerung. Im Netzwerk<br />

streamt der Fernseher nahezu alle angesagten<br />

Formate, auch Apple Quicktime-<br />

Videos verarbeitet der Fernseher in bester<br />

HD-Qualität ruckelfrei. Gleiches gilt für<br />

die Youtube-App, die mit einer angemessenen<br />

Bildqualität aufwartet.<br />

Im aktuellen Softwarestadium gelingen<br />

Eingaben nur verzögert, insbesondere<br />

beim Videostreaming über das Netzwerk<br />

gehen diese stockend vonstatten, teilweise<br />

waren auch Komplettabstürze zu verzeichnen.<br />

Dennoch bietet der Fernseher viele<br />

Mehrwerte, wie z. B. integrierte Senderlogos,<br />

die ohne aktive Internetanbindung<br />

in der Programmübersicht eingeblendet<br />

werden. Auch die Sendereinrichtung, Programmsortierung<br />

und Favoritenerstellung<br />

könnte einfacher kaum vonstattengehen.<br />

Der Abruf der HbbTV*-Zusatzinfos und<br />

Mediatheken gelingt nahezu fehlerfrei, einzig<br />

die Ladezeiten beim Senderwechsel sind<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />

40 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Die beiliegende Skype-Kamera wird einfach<br />

auf den Fernseher gesteckt<br />

noch zu lang, sodass häufig die HbbTV-<br />

Infos des falschen Senders eingeblendet<br />

werden. Praktisch ist die Online-TV-Suche:<br />

Geben Sie in der Suchmaske ein Stichwort<br />

ein, filtert der Fernseher die passenden<br />

Inhalte aus mehreren Onlineanwendungen<br />

verschiedener TV-Sender heraus.<br />

Ein Kaufgrund für Philips-Fernseher<br />

stellt natürlich Ambilight dar. Der<br />

55PFL8007K verfügt über das nach drei<br />

Seiten (oben, links, rechts) abstrahlende<br />

„Rücklicht“, die Leuchtdioden sitzen erstmals<br />

ohne Zusatzblende an der Rückseite,<br />

was eine verbesserte Energieeffizienz<br />

und höhere Helligkeit ermöglicht. Je nach<br />

Wandfarbe können Sie eine Farbkorrektur<br />

vornehmen, oder die Geschwindigkeit<br />

bestimmen, nach der sich die Lichter dem<br />

Bildinhalt anpassen sollen. Da Philips<br />

beim 55PFL8007K auf eine Edge-LED-<br />

Beleuchtung zurückgreift, erkennen Sie<br />

im dunklen Zimmer eine leicht ungleichmäßige<br />

Ausleuchtung und Lichtkegel an<br />

allen Bildecken. Mittels Ambilight wird<br />

hingegen ausreichendes Umgebungslicht<br />

erzeugt, sodass diese Makel in der Praxis<br />

kaum relevant sind. Zusätzlich können<br />

Sie auf ein Vollbilddimming zurückgreifen:<br />

Der Fernseher verringert in diesem<br />

Fall automatisch die Bildhelligkeit, wenn<br />

tiefschwarze Elemente dargestellt werden.<br />

Gleichzeitig erhöht der Fernseher<br />

den Videopegel von helleren Details,<br />

sodass diese kontraststark wirken. Die<br />

LED- und Videosignalpegelsteuerung<br />

greift im Modus „Standard“ nicht zu stark<br />

ein, sodass die Bildbrillanz trotz Dimming<br />

nicht in Mitleidenschaft gezogen<br />

Screenshots<br />

Im elektronischen Programmführer<br />

werden TV-Bild und Ton ausgeblendet<br />

wird. Einzig schnelle Bildwechsel können<br />

ein kurzzeitiges Übersteuern in hellen<br />

Bereichen provozieren.<br />

Aufseiten der Bewegtbildschärfe bietet<br />

Philips theoretisch ein 400-Hz-Niveau:<br />

Ein echtes 200-Hertz-LCD*-Panel<br />

kombiniert mit dem Scanning-Backlight-<br />

Verfahren verspricht eine messerscharfe<br />

Abbildung. In der Praxis zeigte die Bildverarbeitung<br />

aber Schwächen: Der Clear-<br />

LCD-Prozess blieb im Test nahezu wirkungslos,<br />

erst der Einsatz der zusätzlichen<br />

Bewegungsglättung sorgte für eine klare<br />

Darstellung, Kinofilme wirken infolgedessen<br />

aber wie eine TV-Produktion und<br />

weisen Artefakte auf. Somit gilt: Für TV-<br />

Aufnahmen sollten Sie Perfect Natural<br />

Motion unbedingt aktivieren, wollen Sie<br />

hingegen Filme wie im Kino erleben, müssen<br />

Sie die Funktion deaktivieren. Spielen<br />

Sie keine hochauflösenden Signale, sondern<br />

SD-Inhalte zu, erfreut der Fernseher<br />

mit guter Bildschärfe und einer ausgeprägten<br />

Kantenglättung, was flimmernde<br />

Konturen unterbindet und dem Bild die<br />

nötige Ruhe verleiht. Sie können sogar<br />

den Bildbeschnitt abschalten (Einstellung:<br />

Bildränder) oder SD-Inhalte nativ darstellen,<br />

sodass diese pixelperfekt abgebildet<br />

werden. Im Bereich der 3D-Wiedergabe<br />

verzichtet Philips nach wie vor auf Brillen<br />

mit Bluetooth-Ansteuerung, sodass starke<br />

Kopfbewegungen den Signalfluss unterbrechen<br />

können. Dennoch darf die 3D-Wiedergabe<br />

als ausgereift bezeichnet werden,<br />

denn im Gegensatz zu den Vorjahren setzt<br />

Philips weniger auf Helligkeit, sondern<br />

vielmehr auf die Minimierung von Doppelkonturen.<br />

Im Test zeigten sich nur noch<br />

auf dem rechten Brillenglas Doppelbilder,<br />

wenn Elemente weit in den Hintergrund<br />

ragten. Dank des Shutter-Verfahrens bleibt<br />

die volle HD-Auflösung auch im 3D-Betrieb<br />

erhalten. Die zwei beiliegenden Brillen<br />

können via USB aufgeladen werden.<br />

Philips‘ 55PFL8007K eignet sich für<br />

Einsteiger wie Profis gleichermaßen,<br />

einzig die niedrige Bediengeschwindigkeit<br />

sowie vereinzelte Abstürze sollte<br />

der Hersteller per Softwareupdates beheben,<br />

im jetzigen Stadium kann ein<br />

Praktisch: Die einzelnen Sender werden<br />

anhand von Symbolen veranschaulicht<br />

externer TV-Empfänger helfen, die mangelnde<br />

Betriebsstabilität im TV-Alltag<br />

auszugleichen. Die Voreinstellungen des<br />

Fernsehers sind präziser als bei vielen<br />

vergleichbaren TV-Geräten, sodass Bilder<br />

natürlich erscheinen – das Potenzial<br />

für vollendeten Fernsehgenuss bietet der<br />

PFL8007K somit allemal.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

HDMI<br />

Philips<br />

55PFL8007K<br />

2 799 Euro/2 399 Euro<br />

123,5 × 77,2 × 3 cm<br />

24 kg<br />

www.philips.de<br />

Komponente<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

Eingänge 5 1 1 1<br />

Sonstige<br />

USB 3 ×, Netzwerk,<br />

Digital Audio Out, Kopfhörer<br />

Merkmale<br />

TV-Typ (Diagonale)<br />

Edge-LED-LCD (55 Zoll/140 cm)<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Frontscheibe<br />

kontrastoptimiert, spiegelnd<br />

Formatwahl (HDMI)<br />

eingeschränkt, kein Overscan (HD)<br />

DVB-T-/Kabel-/Sat-Tuner / /<br />

Bild-in-Bild-Darstellung<br />

HbbTV<br />

Sonstiges<br />

HDMI 1.4 (ARC), DLNA<br />

Betrieb<br />

Zwischenbildberechnung<br />

200 Hz<br />

Maximale Leuchtkraft 270 cd/m 2<br />

Schwarzwert 0,25 – 0,07 cd/m 2<br />

Gleichmäßigkeit Ausleuchtung<br />

befriedigend<br />

Kontrasteindruck Blickwinkel<br />

120 Grad: ausreichend<br />

150 Grad: ausreichend<br />

Eingabeverzögerung<br />

20 – 40 ms (gering bis mittel)<br />

Energiekosten/Jahr<br />

28,15 Euro/Jahr<br />

Bewertung<br />

Installation gut 7/10<br />

Benutzerfreundlichkeit gut 11/14<br />

Stromverbrauch<br />

Stand-by:<br />

Betrieb:<br />

0,1W<br />

60–165 W<br />

3+/3<br />

Ausstattung ausgezeichnet 31,5/33,5<br />

Wiedergabequalität<br />

Kontrastumfang 700 : 1–3 500 : 1 7/10<br />

Farbdeckung<br />

In diesem Diagramm müssen<br />

alle Farben auf den vorgegebenen<br />

Punkten liegen. Befi nden sie sich<br />

innerhalb des Farbdreiecks, sind die<br />

Farben ungesättigt liegen sie außerhalb,<br />

sind die Farben übersättigt.<br />

Farbtemperatur<br />

Die mittlere Linie symbolisiert die<br />

Vorgabe von 6 500 Kelvin. Befi nden<br />

sich Farben über dieser Norm, färbt<br />

sich das Bild in der entsprechenden<br />

Farbe. Links befi nden sich die<br />

Schwarzbereiche, rechts die Weißbereiche<br />

– dazwischen alle Graustufen.<br />

Neutrale Abstimmung, Blauschimmer<br />

im Tiefschwarz<br />

Sehr präzise,<br />

natürliche Abstimmung<br />

9/10<br />

Bildschärfe ausgezeichnet 9/10<br />

Bild-/Tonverarbeitung befriedigend 3,5/5<br />

Sehtest gut 7,5/10<br />

Bildqualität gut 36/45<br />

Gesamt<br />

85,5 von 102,5 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

Wertung<br />

Philips bietet mit dem 55PFL8007K ein umfassendes<br />

Smart-TV-Paket mit Videokamera, 3D-Brillen und Internet-<br />

Fernbedienung.<br />

gut 83 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 41


Test Rubrik<br />

Blu-ray-Rekorder<br />

Die silberne Variante kommt mit einer 500<br />

Gigabyte umfassenden Festplatte daher.<br />

Die Version ist auch noch in schwarz erhältlich<br />

und auch eine 1 000-GB-Variante ist<br />

erhältlich<br />

5.2012<br />

89 %<br />

sehr gut<br />

Panasonic<br />

DMR-BCT721<br />

Testergebnis<br />

PANASONIC DMR-BCT721<br />

Der universelle Blu-ray-Recorder<br />

Endlich ist Panasonics Blu-ray-Rekorder auch mit DVB*-C-Empfangsteil erhältlich. Davon sind sogar gleich zwei Stück verbaut,<br />

sodass neben einer Aufnahme ein anderes Programm verfolgt werden kann. Zudem will das Gerät auch ein echter<br />

3D-Blu-ray-Player mit Internetfunktionen sein.<br />

DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Auf den ersten Blick schreckt<br />

der Preis von Panasonics Bluray-Rekorder<br />

ab. Bei genaurem<br />

Hinsehen offenbart sich dann aber die<br />

komplette Ausstattungsvielfalt: Denn<br />

neben einem vollwertigen Blu-ray-Player<br />

mit 3D-Unterstützung erhalten Sie<br />

eben auch einen Festplattenrekorder<br />

mit einem internen 500 Gigabyte Speichermedium.<br />

Wird der Speicherplatz<br />

knapp, kann auch eine externe Festplatte<br />

als Speichermedium herhalten. Dieses<br />

muss aber direkt am DMR-BCT721<br />

formatiert werden und ist postwendend<br />

auch nur noch an diesem Gerät<br />

auslesbar. Eine Nachbearbeitung am<br />

Computer ist demnach aus lizenzrechtlichen<br />

Gründen ausgeschlossen. Achtung:<br />

Nach diesem Prozedere können<br />

maximal acht externe Festplatten am<br />

Aus dem Messlabor<br />

Panasonics Blu-ray-Rekorder bewahrt<br />

auch im Hochsommer einen kühlen Kopf<br />

DMR-BCT721 registriert werden. Der<br />

absolute Knüller ist hingegen das Kabelempfangsteil<br />

mit Doppeltuner, denn<br />

so ist es möglich, ein Programm zu<br />

schauen und ein anderes aufzuzeichnen;<br />

auch die Darstellung von multimedialen<br />

Inhalten via HbbTV* ist möglich. Zwei<br />

CI-Plus-Einschübe nehmen geeignete<br />

Module auf und die Entschlüsselung<br />

von Programmangeboten, etwa Kabel<br />

Deutschland, stellt kein Problem dar.<br />

Ärgerlich: Wenn Sie nur über ein Modul<br />

verfügen, können Sie bei der Aufnahme<br />

eines grundverschlüsselten Programms<br />

kein zweites verschlüsseltes live sehen.<br />

Im Test erwies sich diesbezüglich aber<br />

eine Einstellung als sehr hilfreich: In<br />

den Einstellungen sollte die Aufnahme<br />

von verschlüsselten Programmen<br />

von „Automatisch“ auf „Aufnahme verschlüsselt“<br />

angepasst werden. So muss<br />

die Aufnahme zwar bei jedem Abspielen<br />

mit einem Modul mit gültiger Smartcard<br />

entschlüsselt werden, im Gegenzug<br />

ist es aber möglich, während einer Aufnahme<br />

ein zweites kopiergeschütztes<br />

Programm zu schauen.<br />

Aufnahmen landen zuerst auf der internen<br />

Festplatte und können dann zur<br />

Archivierung auf Blu-ray Disc gebrannt<br />

werden; natürlich können Sendungen<br />

auch auf DVDs ausgelagert werden.<br />

Eine direkte Aufnahme auf den Discbasierten<br />

Datenträger ist aber ausgeschlossen.<br />

Für noch mehr Vielfalt ist<br />

es auch möglich, eine Archivierung auf<br />

per USB angeschlossenen Datenträgern<br />

vorzunehmen. Angenehm: Während<br />

einer Aufnahme kann neben einem<br />

anderen Sender auch problemlos ein<br />

Film auf Blu-ray oder einem USB-Stick<br />

angeschaut werden. Auf Knopfdruck<br />

friert das laufende TV-Programm ein<br />

(Time-Shift) und einer kleinen Pause<br />

während eines Fußballspieles steht so<br />

nichts im Wege. Die TV-Funktionen<br />

lassen augenscheinlich keinen Wunsche<br />

offen, doch wie steht es um den<br />

Blu-ray-Player?<br />

Da die Benutzeroberfläche komplett<br />

auf dem TV-Empfangsteil des DMR-<br />

BCT721 basiert, entfallen einige Möglichkeiten<br />

der aktuellen Blu-ray-Player-<br />

Klasse von Panasonic. Demnach können<br />

Sie etwa keine Benutzerkonten anlegen<br />

und im direkten Vergleich wirkt<br />

die Oberfläche etwas altbacken - eben<br />

so, wie von älteren Blu-ray-Playern des<br />

Herstellers gewohnt. Auch auf die neue<br />

Touch-Fernbedienung der neuen Topmodelle<br />

muss verzichtet werden. Vor<br />

allem die vielfältigen Intertnetfunktionen<br />

lassen sich demnach nicht immer<br />

optimal bedienen. Im hochauflösenden<br />

Disc-Betrieb arbeitet der DMR-BCT721<br />

stets flink und leise und beweist abermals,<br />

dass Panasonics Ingenieure wissen,<br />

was sie machen. Komplexe Discs<br />

werden demnach ohne Murren geladen<br />

und Disc-Zugriffe sind nur leise zu<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic<br />

42 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Screenshots<br />

Natürlich ist Panasonics Internetplattform<br />

mit dem Hybriden abrufbar<br />

Die Medienwiedergabe fi ndet vom Datenträger<br />

oder im Stream statt<br />

Mit dem passendes Modul, ist natürlich<br />

auch der Empfang von Sky möglich<br />

Live TV auf dem iPad gucken<br />

Über die Diga-Player-App ist es möglich, das<br />

laufende Fernsehprogramm auf ein Tablet<br />

oder Smartphone über WLAN zu streamen<br />

und das sogar in HD-Qualität. Diga Player ist<br />

sowohl für Android-, als auch Apple-Endgeräte<br />

verfügbar und steht jeweils kostenlos im jeweiligen<br />

Shop des Herstellers bereit. Dank des<br />

Doppelempfangsteils im DMR-BCT721 ist es<br />

zudem möglich, ein anderes Programm auf das<br />

hören. Läuft der Film dann, verstummt<br />

das Gerät komplett, auch der Lüfter auf<br />

der Rückseite ist nicht hörbar. Im Grunde<br />

werden alle Disc-Formate verarbeitet<br />

und auch 3D-Scheiben werden erkannt.<br />

Lediglich Audiofans könnten etwas<br />

enttäuscht sein, denn neben der SACD<br />

wird auch der DVD-Audio-Standard<br />

nicht unterstützt. Die Bildqualität fällt<br />

wie von Panasonic gewohnt tadellos<br />

aus und vor allem die Aufarbeitung von<br />

Videoquellen in Standardauflösung,<br />

etwa einer DVD, gelingt sehr ansprechend.<br />

Dabei greift die Vollbildwandlung<br />

fast durchgängig stabil und sowohl<br />

Film- als auch Videomaterial flimmert<br />

kaum. Auch die Skalierung* auf die<br />

Full-HD-Auflösung gelingt vorbildlich<br />

und ohne Fehler.<br />

Bei den Internetfunktionen muss auf<br />

nichts verzichtet werden und von Facebook<br />

bis Youtube ist alles mit an<br />

Bord. Der Zugriff gelingt dank internem<br />

WLAN*-Modul auch kabellos. Als<br />

Höhepunkt offenbart sich natürlich die<br />

Skype-Funktion und die Videotelefonie<br />

kann sogar hochauflösend genutzt<br />

werden. Die Kamera liegt leider nicht<br />

bei und schlägt nochmals mit rund<br />

100 Euro zu Buche. Etwas übertrieben,<br />

wenn man bedenkt, dass eine Webcam<br />

für den Computer schon ab 15 Euro zu<br />

haben ist. Dafür verfügt die Kamera<br />

von Panasonic aber über einen komplexen<br />

Mikrofonaufbau, damit die Sprachverständlichekit<br />

auch an verschiedenen<br />

Positionen im Wohnzimmer gegeben<br />

ist. Im Netzwerk macht der DMR-<br />

mobile Gerät zu streamen, als aktuell auf dem<br />

Blu-ray-Rekorder läuft. Schauen Sie aber auf<br />

dem Fernseher ein verschlüsseltes Programm,<br />

kann auf dem Tablet nur ein unverschlüsselter<br />

Kanal laufen. Vorbildlich: Auch HD-Sender<br />

können kabellos übertragen werden, wenn<br />

das WLAN-Signal ausreichend stark vorhanden<br />

ist. Im Test machten jedoch einige betagtere<br />

Android-Smartphones schlapp.<br />

BCT721 im Grunde eine gute Figur, leider<br />

werden HD-Filme, wenn der Windows<br />

Media Player als Server dient, nur<br />

in Standardauflösung gestreamt. Musik<br />

und Fotos lassen sich aber ohne Einschränkungen<br />

im Netzwerk abrufen.<br />

Über den SD- und USB-Slot können<br />

aber problemlos auch hochauflösende<br />

Filme im MKV-Container abgespielt<br />

werden - natürlich ruckelfrei.<br />

Ein echter Kaufgrund ist die kostenlose<br />

App für iOS- und Android-Geräte.<br />

Denn zum einen fungieren die portablen<br />

Geräte als Fernbedienung und<br />

Eingaben gehen aufgrund des berührungsempfindlichen<br />

Bildschirms gut<br />

von der Hand. Das ist aber noch lange<br />

nicht alles, denn mit der neueste Version<br />

der App ist es möglich, Live-TV und<br />

die auf der Festplatte ruhende Aufnahmen<br />

direkt auf Ihr Tablet oder Smartphone<br />

zu streamen (siehe Kasten).<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Maße B/H/T<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

HDMI<br />

Komponente<br />

Eingänge 1 2<br />

Sonstige<br />

Panasonic<br />

DMR-BCT721<br />

699 Euro/616 Euro<br />

43 × 6,6 × 23,8 mm<br />

3,2 kg<br />

www.panasonic.de<br />

Scart<br />

S-Video<br />

USB, LAN, WLAN, Digital<br />

Audio, zwei CI-Plus-Schächte<br />

Formate<br />

Blu-ray/Blu-ray 3D /<br />

BD-R/BD-RE /<br />

DVD Video/Audio/SACD / /<br />

DVD-R/DVD-RW/CD-R/CD-RW / / /<br />

SVCD/VCD /<br />

DivX/MPEG-4/AVCHD / /<br />

MP3/WMA /<br />

Sonstiges<br />

BD-Profile 2.0 /BD-Live)/1.1 /<br />

DD-True HD-/DTS-HD-Decoder /<br />

Layer-Wechsel bei DVD<br />

sichtbar<br />

Doppel-DVB-S-Tuner<br />

Festplatte<br />

500 GB<br />

Bewertung<br />

Benutzerfreundlichkeit gut 14,5/20<br />

Ausstattung ausgezeichnet 24/26<br />

Stromverbrauch<br />

Stand-by:<br />

Betrieb:<br />

0,1 W<br />

20 W<br />

2/3<br />

Energiekosten Jahr<br />

5,90 Euro/Jahr<br />

Ladezeiten (Blu-ray BD-J)<br />

33 s<br />

Wiedergabequalität<br />

Skalierung ausgezeichnet 9/10<br />

Vollbildkonvertierung ausgezeichnet 9/10<br />

Bildverbesserer befriedigend 3/5<br />

Bildqualität gut 21/25<br />

Tonqualität sehr gut 13/15<br />

Gesamt<br />

72,5 von 86 Punkten<br />

Aufwertung +5 % (DVB-C inkl. PVR)<br />

Preis/Leistung<br />

befriedigend<br />

Wertung<br />

Alles in einem: Panasonics Blu-ray-Rekorder präsentiert sich als<br />

echte Allroundlösung und Sie müssen weder im TV-, noch im Bluray-Player-Betrieb<br />

Einschränkungen hinnehmen.<br />

sehr gut 89 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 43


Test Video<br />

Blu-ray Player mit DVB-S<br />

SAMSUNG BD-E6300S<br />

Blu-ray und TV in einem<br />

Öko-Check<br />

www.digitaltested.de<br />

5.2012<br />

5.2012<br />

85%<br />

sehr gut<br />

Samsung<br />

BD-E6300S<br />

Testergebnis<br />

Der BD-E6300S gibt sich nicht nur als moderner Blu-ray-Player, denn dank integriertem Satelliten-Tuner ersetzt er<br />

gleichzeitig den TV-Receiver und Sie besitzen ab sofort einen flexiblen Digitalrecorder.<br />

CHRISTIAN HILL<br />

Nicht weniger als drei Geräte vereint<br />

der BD-E6300S in sich: einen<br />

Satelliten-Receiver, einen<br />

multimedialen Blu-ray-Player und einen<br />

digitalen Videorekorder. So lässt sich<br />

mit Leichtigkeit ein in die Jahre gekommenes<br />

Heimkino-Setting zum vertretbaren<br />

Preis allumfassend aufrüsten.<br />

Dabei sollte auch nicht vergessen werden,<br />

dass mit nur einem Gerät richtig Platz<br />

gespart wird.<br />

Vollwertige Set-Top-Box. Nach dem<br />

ersten Einschalten ist das Kombigerät erfreulich<br />

schnell einsatzbereit und findet<br />

alle Sender. Die Reihenfolge der resultierenden<br />

Kanalliste ist aber nachbesserungsbedürftig.<br />

Eine Neuanordnung ist<br />

über eine praktische Sortierfunktion am<br />

Gerät oder per kostenlosem Programm<br />

am PC möglich. Der BD-E6300S kann<br />

im Prinzip als digitaler Videorekorder<br />

genutzt werden. Da das Gerät aber über<br />

keinen internen Speicher verfügt, finden<br />

Aufnahmen auf externen USB-Speichern<br />

statt. Die Aufnahmeprogrammierung<br />

funktioniert entweder über die elektronische<br />

Programmzeitschrift oder per<br />

direkter Timer-Eingabe. Prinzipiell können<br />

Sie auch HD-Sender aufnehmen,<br />

sofern dies der Sender erlaubt und das<br />

Speichermedium den Geschwindigkeitstest<br />

bestanden hat. In der Praxis ist zwar<br />

der Empfang der privaten HD-Sender<br />

dank CI+ möglich, eine Aufzeichnung<br />

ist jedoch nicht vorgesehen.<br />

Vollausstattung mit kleinen Schwächen.<br />

Bei der internen Bildverarbeitung<br />

bleibt der BD-E6300S hinter der Konkurrenz<br />

zurück. Sowohl Skalierung*<br />

als auch Vollbildkonvertierung* arbeiten<br />

gut, leider flimmern jedoch Bilder<br />

in SD-Auflösung merklich. Hier sollte<br />

besser auf HD-Quellen zurückgegriffen<br />

werden. Zusätzlich beherrscht das Gerät<br />

3D, inklusive einer Echtzeitkonvertierung<br />

von 2D zu 3D. Im Bereich Multimedia<br />

lässt der Abspieler hingegen<br />

keine Wünsche offen. Angefangen bei<br />

der üppigen Internetplattform bis hin<br />

zu DLNA* lässt Samsung hier kein Betätigungsfeld<br />

aus. Schade: Der WLAN*-<br />

Dongle zur kabellosen Internetnutzung<br />

liegt nicht bei und muss – wenn gewünscht<br />

– dazugekauft werden.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Modell<br />

BD-E6300S<br />

Preis/Straßenpreis 249 Euro/193 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

43 × 3,3 × 25,6 cm<br />

Gewicht<br />

2 kg<br />

Informationen<br />

www.samsung.de<br />

Anschlüsse<br />

HDMI<br />

Komponente<br />

Ausgänge 1 1 1<br />

Sonstige<br />

Video<br />

S-Video<br />

Ethernet, USB,<br />

digital Audio, DVB-S2-Tuner, CI+<br />

Formate<br />

Blu-ray/Blu-ray 3D /<br />

BD-R/BD-RE /<br />

DVD-Video/-Audio/SACD / /<br />

DVD-R/DVD-RW /<br />

CD-R/CD-RW /<br />

SVCD/VCD /<br />

DivX/MPEG-4/AVCHD / /<br />

MP3/WMA /<br />

JPEG/Picture-CD /<br />

Sonstiges<br />

BD-Profi le 2.0 (BD-Live)/1.1 /<br />

DD-True-HD-/DTS-HD-Decoder / / (und Bitstream)<br />

Layer-Wechsel bei DVD<br />

unsichtbar<br />

Bewertung<br />

Praxis<br />

Benutzerfreundlichkeit gut 15/20<br />

Ausstattung ausgezeichnet 24/26<br />

Ladezeiten (Blu-ray BD-J)<br />

33 s<br />

Wiedergabequalität<br />

Aus dem Messlabor<br />

Skalierung gut 7/10<br />

Vollbildkonvertierung gut 8/10<br />

Bildverbesserer befriedigend 3/5<br />

Bildqualität gut 18/25<br />

Tonqualität ausgezeichnet 14/15<br />

Gesamt<br />

71 von 86 Punkten<br />

Aufwertung +2 % (DVB-C inkl. PVR)<br />

Preis/Leistung<br />

sehr gut<br />

Max: 37,45 ˚C<br />

Das Netzteil und der Tuner sind die einzigen<br />

erwähnenswerten Wärmequellen<br />

Das umfangreiche Menü verdeutlicht die<br />

reichhaltige Ausstattung<br />

Wertung<br />

Der BD-E6300S ist ein Rundum-Sorglos-Paket, das drei Geräte in einem<br />

Gehäuse vereint. Kleinere Ausstattungs- und Bildqualitätsschwächen<br />

werden durch das umfangreiche Unterhaltungsangebot ausgeglichen.<br />

sehr gut 85 %<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92<br />

44 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012 Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft


Musik mit Loewe durch das<br />

ganze Haus streamen S. 90<br />

Musik mit Loewe durch das<br />

ganze Haus streamen S. 90<br />

| Mittelklasse seprojektoren | Polfi lter-TV | LED-LCD-Fernse<br />

g IFA-Highlights<br />

mpakte hat alles! ab S. 74<br />

ALL-IN-ONE<br />

Streaming, Webradio,<br />

Zwei Sounddocks für<br />

iPod im Vergleich S. 80<br />

iPod im Vergleich<br />

S. 80<br />

Sounddocks Zwei für<br />

KLANGKÖRPER<br />

MEHR W Dünnen<br />

Österreich: 4,80 €, Schweiz: sfr 7,90,<br />

BeNeLux: 4,80 €, Italien: 5,60 €, Spanien: 5,60 €<br />

polieren<br />

per Soundbar aufp ab S. 66<br />

Test:<br />

- Telekom-IPTV-Receiver und Lenuss-Box ab S. 20<br />

Erklärt: Wie funktioniert<br />

eigentlich ein Beamer? S. 92<br />

ein<br />

Beamer? S. 92<br />

eigentlich<br />

TECHNIK-NACHHILFE<br />

Erklärt: Wie funktioniert<br />

Österreich: 4,80 €, Schweiz: sfr 7,90,<br />

BeNeLux: 4,80 €, Italien: 5,60 €, Spanien: 5,60 €<br />

Die besten Sat-Rekorder Sharp zaubert perfektes 3D 34 Filmknüller: „Cowboys<br />

für den Digitalumstieg S. 60 ohne Doppelkonturen S. 36 & Aliens“, „In Time“... S. 43<br />

Digital<br />

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Sat-Rekorder<br />

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Technikausblick 2013 | Die größten TV-Lügen | 5.1-Lau autsprecher | Energiespar-TVs | Günstige ge iP Pad-Killer<br />

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34 Filmknüller: „Cowboys<br />

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KICK MIT BEAMER<br />

plus EXKLUSIV-SPECIAL ab Seite 6<br />

So schummelt die Branche S. 10<br />

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Über 40 Blu-rays und DVDs<br />

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4 LED-LCD-Fernseher<br />

3 Projektoren<br />

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Archos<br />

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47-Zoll-LED-TV von Panasonic<br />

erstmals im Testlabor S. 38<br />

Viel Bild, ultrawenig Strom:<br />

Großbild-TVs mit A+ und A++<br />

S. 32<br />

ab S. 78<br />

Archos • Boston Acoustics •<br />

Bose • Coby • D-Link • Dream •<br />

Harman Kardon • Hannspree •<br />

Kathrein • Klipsch • Lenovo •<br />

LG • Panasonic • Pearl • Philips •<br />

Raumfeld • Samsung • Sharp •<br />

Sony • Technaxx • Telefunken •<br />

Teufel • Thomson • Toshiba •<br />

Viewsonic • VU+<br />

Viewsonic • VU+<br />

• Toshiba • Thomson • Teufel<br />

Sony • Technaxx • Telefunken •<br />

Sharp • • sung Sam • Raumfeld<br />

ab S. 78<br />

Referenz: 5.1-THX-Set von<br />

Teufel für 8000 Euro S. 60<br />

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als 60 Neuheiten im T heiten im est | 3D-Kopfkino | 12 Digitalradios | 6 gün<br />

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alte Fernseher S. 90<br />

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NACHGERÜSTET<br />

Österreich: 4,80 €, Schweiz: sfr 7,90,<br />

BeNeLux: 4,80 €, Italien: 5,60 €, Spanien: 5,60 €<br />

b td b ten? ab S. 22<br />

6 Blu-ray-Player aus der<br />

100-Euro-Klasse: Wer<br />

- Kopfkino: Sony 3D-Visor für Kino hautnah<br />

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Sky Go holt Kinofilme und<br />

TV-Serien auf das iPad S. 6<br />

TV-Serien auf das iPad S. 6<br />

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Kinofilme holt Go Sky<br />

VIDEOTHEK<br />

MOBILE<br />

- Exklusiv-Preview: IPTV-Box von Vodafone ab S. 34<br />

Im Test:<br />

- Brandheiß: LED-LCD-Spitzenmodell von Philips<br />

Toshibas LED-LCD ZL2 im<br />

Detailcheck S. 40<br />

Detailcheck S. 40<br />

im ZL2 LED-LCD Toshibas<br />

TVs von Sony, Samsung und Co. im Test | TV perfekt einstellen | 10 Internet- und DAB-Radios | 13 Seiten Foto-Special<br />

Krachmacher ab S. 62<br />

Streaming mit dem iPhone<br />

und iPad im Fokus S. 88<br />

und iPad im Fokus S. 88<br />

Streaming mit dem iPhone<br />

Österreich: 5,10 €, Schweiz: sfr 8,50,<br />

BeNeLux: 5,10 €, Italien: 6,00 €, Spanien: 6,00 €<br />

35 Filmknüller: „Tim und<br />

Struppi“, „Oben 3D“ ... S. 43<br />

Struppi“, „Oben 3D“ ... S. 43<br />

35 Filmknüller: „Tim und<br />

XTRA<br />

16 E SEITEN t ll S. 6<br />

Eine Initiative von:<br />

3D-Fotografie, Camcorder<br />

und Kamera-Neuheiten S. 74<br />

Mehr als 60 Neuheiten im<br />

Labor unter der Lupe S. 22<br />

36 Blu-rays und DVDs<br />

ausführlich vorgestellt<br />

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lt<br />

DVDs<br />

und 36 Blu-rays Eine Initiative von:<br />

Musikstreaming-Dienste à la<br />

Spotify und Co. im Überblick S. 14<br />

Wir verlosen Spotify-<br />

Premium-Accounts<br />

TV per Gesten und Sprache steuern<br />

Fernseher mit iPhone bedienen<br />

Neue HDTV-Sender im Überblick<br />

ab S. 76<br />

Albrecht • Avox Technologies •<br />

Blaupunkt • Canon • Dual •<br />

Fujifi lm • Geneva Lab • Grundig •<br />

JVC • König Electronic •<br />

Loewe • Logitech • Nikon •<br />

Noxon • Panasonic • Pentax •<br />

Philips • Praktica • Pure •<br />

Roberts Radio • Samsung •<br />

Sony • Toshiba<br />

Sony • Toshiba<br />

Rdi • Samsung •<br />

Rb Radio<br />

Roberts<br />

Philips • Praktica • Pure •<br />

• Pentax • nic Noxon•Panaso<br />

Fujifi lm • Geneva Lab • Grundig •<br />

JVC • König Electronic •<br />

x Technologies •<br />

Blaupunkt • Canon • Dual •<br />

ab S. 76<br />

Test plus Workshop<br />

im<br />

Kompaktkameras 7<br />

HDTV-Send<br />

Neue Sender er im Überblick<br />

Fernseher mit iPhone bedienen<br />

TV per Gesten und Sprache steuern<br />

Wohnzimmertechnik per<br />

Smartphone steuern S. 76<br />

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Smartphone<br />

Wohnzimmertechn<br />

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HEIMKINO<br />

IM APPS<br />

im 21 : 9-Format | Solarlautsprecher | 8 MP3-Player | 6 Blu-r -ra<br />

LED-TV<br />

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scharfe 3D-Bilder:<br />

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Abzocke beim Onlinekauf des TV? S. 6<br />

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8 Blu-ray-Player getestet | Echt günstig: Unterhaltungselektronik im Netz shoppen | Acht 32-Zöller ega-Test<br />

Mobiler Bose-Speaker<br />

mit sattem Bass S. 77<br />

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NDER<br />

KLANGWUNDER<br />

Pic ab S. 34<br />

Pro<br />

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Österreich: 4,80 €, Schweiz: sfr 7,90,<br />

BeNeLux: 4,80 €, Italien: 5,60 €, Spanien: 5,60 €<br />

3D P j k S ab S. 59<br />

S. 10<br />

Österreich: 4,80 €, Schweiz: sfr 7,90,<br />

BeNeLux: 4,80 €, Italien: 5,60 €, Spanien: 5,60 €<br />

Blu-rays und DVDs, Kino,<br />

Konsolen und Multimedia<br />

Blu-rays und DVDs, Kino,<br />

Konsolen und Multimedia<br />

Workshop: Das kann ein<br />

Blu-ray-Player im Internet<br />

12 Unterwegs-Lautsprecher im Härtetest S. 80<br />

12 Unterwegs-Lautsprecher im Härtetest S. 80<br />

S. 10<br />

Blu-ray-Player im Internet<br />

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der Welt S. 38<br />

Player<br />

Über Geräte mit Tiefstpreis-Übersicht!<br />

200 i i XXL-Testcheck:<br />

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mit <strong>OLED</strong>-Display, iOS und<br />

Android im Intensivtest S. 79<br />

MP3 oder FLAC? Digitale<br />

Musik perfekt archiviert S. 88<br />

H ab S. 68<br />

Bose Wave Music System III<br />

Neue Features für Sie entdeckt! S. 70<br />

LG enttäuscht mit<br />

LED-LCD-Fernseher S. 36<br />

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Marantz & Co. S. 72<br />

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Marantz & Co. S. 72<br />

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Je Bestellung inkl. GRATIS CD<br />

mit Full-HD-Testbildern, für<br />

perfekte TV-Bildeinstellungen!<br />

Ich bestelle die angekreuzten Hefte<br />

der <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> und bezahle je<br />

Exemplar 5 Euro per Vorkasse:<br />

bar<br />

(den Betrag habe ich in bar beigelegt)<br />

Banküberweisung<br />

(den Betrag habe ich auf folgendes<br />

Konto überwiesen: Hypovereinsbank<br />

Leipzig, BLZ: 8 60 200 86,<br />

Konto-Nr.: 357 721 300)<br />

Ihre Daten:<br />

Name<br />

Vorname<br />

Straße, Hausnummer<br />

PLZ, Ort<br />

Telefon/E-Mail (für evtl. Rückfragen)<br />

Datum, Unterschrift<br />

Ausgabe verpasst?<br />

Macht nix, hier können Sie nachbestellen!<br />

IFA-Highlights | Mittelklasseprojektoren | Polfi lter-TV | LED-LCD-Fernseher | Blu-ray-Player | Hi-Fi-Anlagen | TV-Streamer ...<br />

Ausgabe 5/2011<br />

5 . 2011 Oktober/November D: 3,99 €<br />

Im Test:<br />

- Projektoren von Epson, Mitsubishi und Sim2<br />

- TV-Kracher: LG, Metz, Sharp und Samsung<br />

- Blu-ray-Player für zu Hause und unterwegs<br />

- Telekom-IPTV-Receiver und Lenuss-Box ab S. 20 KLEIN, ABER HD ...<br />

ALL-IN-ONE<br />

Streaming, Webradio,<br />

Tests in dieser Ausgabe<br />

iPad-Dock – Denons<br />

Kompakte hat alles! ab S. 74<br />

4 LED-LCD-Fernseher<br />

3 Projektoren<br />

MEHR WUMMS! 2 Blu-ray-Player<br />

Quartett im Test: Dünnen TV-Klang 2 digitale TV-Empfänger<br />

per Soundbar aufpolieren ab S. 66<br />

4 Soundbars<br />

3 Hi-Fi-Anlagen ... und mehr<br />

<strong>TESTED</strong><br />

Die ganze Welt der Unterhaltungselektronik<br />

Neue Inhalte – neue Optik! Jetzt testen!<br />

ALLE<br />

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KLANGKÖRPER<br />

TECHNIK-NACHHILFE<br />

<strong>DIGITAL</strong>-TV<br />

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NEUHEITEN<br />

16-SEITEN-EXTRAHEFT<br />

Großes<br />

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ab Seite 6<br />

VON DER IFA<br />

Mehr als 60 Neuheiten im Test | 3D-Kopfkino | 12 Digitalradios | 6 günstige Blu-ray-Player | THX-Set | Multimediaboxen ...<br />

Ausgabe 6/2011<br />

6 . 2011 Dezember/Januar D: 3,99 €<br />

Im Test:<br />

- Brandheiß: LED-LCD-Spitzenmodell von Philips<br />

- Kopfkino: Sony 3D-Visor für Kino hautnah<br />

- Beamer-Referenz: Panasonic PT-AT5000E<br />

- Exklusiv-Preview: IPTV-Box von Vodafone ab S. 34<br />

16-SEITEN-EXTRAHEFT<br />

RADIO 2.0<br />

Riesiger Vergleichstest:<br />

12 Digitalradios – Supersound<br />

ab 50 Euro Hersteller in dieser Ausgabe:<br />

ab S. 62<br />

Albrecht Bose Dual Dune HD<br />

Elgato Fujifilm JVC LG Loewe<br />

Nikon Novel-Tech Olympus<br />

BLAUSPARER Panasonic Pentax Philips Pure<br />

6 Blu-ray-Player aus der Revo Roberts Samsung Sangean<br />

100-Euro-Klasse: Wer Sony Telefunken Televes Terratec<br />

baut den besten?<br />

Teufel Tivoli Toshiba Videoweb<br />

ab S. 22<br />

Vodafone Western Digital<br />

<strong>TESTED</strong><br />

Die ganze Welt der Unterhaltungselektronik<br />

Leserwahl: Preise im Wert von über 50000 Euro<br />

<strong>DIGITAL</strong>-TV<br />

JETZT!<br />

MONUMENTALKLANG<br />

NACHGERÜSTET<br />

MOBILE VIDEOTHEK<br />

10-SEITEN-SPECIAL<br />

XXL-TESTSTRECKEN<br />

LED-TV im 21 : 9-Format | Solarlautsprecher | 8 MP3-Player | 6 Blu-ray-Komplettanlagen | 4 AV-Receiver | 5 Mini-Beamer ...<br />

Ausgabe 1/2012<br />

1 . 2012 Februar/März D: 3,99 €<br />

<strong>TESTED</strong><br />

Die ganze Welt der Unterhaltungselektronik<br />

XXL-Testcheck: 200 Geräte mit Tiefstpreis-Übersicht!<br />

Tests satt!<br />

- Couch-Tablets von Sony: iPad fürs Heimkino<br />

- 4 HDTV-Boxen ab 50 Euro: Sat wird digital<br />

- Plastisch: 3D-Projektor von Sony ab S. 59<br />

6 Blu-ray-Komplettanlagen<br />

Satter 5.1-Sound und<br />

scharfe 3D-Bilder:<br />

Perfekte Sets schon<br />

ab 400 Euro ab S. 20<br />

APPS IM HEIMKINO<br />

5 Mini-Beamer<br />

Projektor für die<br />

Hosentasche: Das<br />

leistet die neue<br />

Pico-Klasse ab S. 34<br />

KLANGWUNDER 16-SEITEN-BEILAGE<br />

<strong>DIGITAL</strong>-TV<br />

JETZT!<br />

8 MP3-PLAYER<br />

PRAXIS-WORKSHOP<br />

4 AV-Receiver<br />

Onkyo, Denon und Co.: Viel<br />

Hi-Fi für wenig Geld! ab S. 68<br />

Bitte gewünschte Ausgabe(n) ankreuzen:<br />

2005 2007 2009 2011<br />

1/2005<br />

3/2005<br />

5/2005<br />

1/2007<br />

2/2007<br />

3/2007<br />

1/2009<br />

2/2009<br />

3/2009<br />

1/2011<br />

2/2011<br />

3/2011<br />

4/2007 4/2009 4/2011<br />

5/2007 6/2009 5/2011<br />

6/2007<br />

6/2011<br />

2006 2008 2010 2012<br />

1/2006 1/2008 2/2010 1/2012<br />

2/2006 2/2008 3/2010 2/2012<br />

3/2006 3/2008 4/2010 3/2012<br />

5/2006 4/2008 5/2010 4/2012<br />

6/2006 5/2008 6/2010<br />

6/2008<br />

Einsenden an oder telefonisch:<br />

SCHRITT FÜR<br />

SCHRITT<br />

Technikausblick 2013 | Die größten TV-Lügen | 5.1-Lautsprecher | Energiespar-TVs | Günstige iPad-Ki ler | Blu-ray-Player ...<br />

Kompakte h<br />

Denons – iPad-Dock<br />

TV-Klang<br />

Quartett im Test: Dün<br />

- Blu-ray-Player unterwegs<br />

r für zu Hause und TV-Kracher: LG, Metz, Sharp und Sa<br />

- amsung<br />

Mitsubishi Epson, on vo Projektoren - Sim2 und<br />

Test: Im<br />

2 . 2012 April/Mai D: 3,99 €<br />

WUMMS!<br />

Tests in dieser Ausgabe<br />

Ausgabe 2/2012<br />

<strong>TESTED</strong><br />

Die ganze Welt der Unterhaltungselektronik<br />

XXL-Testcheck: 200 Geräte mit Tiefstpreis-Übersicht!<br />

10<br />

LETZTE CHANCE!<br />

Enttäuschte TV-Käufer und<br />

irreführende Versprechungen:<br />

So schummelt die Branche S. 10<br />

BEAMER MIT KICK 16 SEITEN EXTRA<br />

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<strong>DIGITAL</strong>-TV<br />

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plus EXKLUSIV-SPECIAL ab Seite 6<br />

• Technikausblick 2013: Das bringt die Zukunft<br />

• <strong>OLED</strong>, 3D ohne Brille, TV per Gesten steuern<br />

• Smart TV: Warum sich HbbTV für Sie lohnt<br />

iPad-Killer?!<br />

5 × Surround<br />

6 Tablet-PCs – gleiche<br />

Leistung, halber Preis<br />

für wenig Geld<br />

5.1-Heimkino-Lautsprecher<br />

mit kraftvollem Sound<br />

Hersteller in diesem Heft:<br />

für unter 500 Euro ab S. 66<br />

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Verbraucher?<br />

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TV-Käufer Enttäuschte MONUMENTALKLANGANG<br />

TVs von Sony, Samsung und Co. im Test | TV perfekt einstellen | 10 Internet- und DAB-Radios | 13 Seiten Foto-Special ...<br />

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alradios Super<br />

– -<br />

Digitalra<br />

12<br />

2.0<br />

RADIO<br />

baut den bes<br />

R<br />

BLAUSPARER<br />

Ausgabe 3/2012<br />

3 . 2012 Juni/Juli D: 4,30 €<br />

<strong>TESTED</strong><br />

Die ganze Welt der Unterhaltungselektronik<br />

XXL-Testcheck: 200 Geräte mit Tiefstpreis-Übersicht!<br />

Das leisten die<br />

kleinen Multimedia-<br />

Krachmacher ab S. 62<br />

3D OHNE BRILLE<br />

In unserem großen Workshop<br />

zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren<br />

Fernseher korrekt einstellen S. 6<br />

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Vodafone Western Digital<br />

Teufel Tivoli Toshiba Videoweb<br />

Sony Telefunken en Televes<br />

Terratec<br />

Revo Roberts Samsung Sangean<br />

Panasonic Pentax Philips Pure<br />

Olympus<br />

Novel-Tech<br />

Nikon<br />

Loewe LG JVC lm Fujifi Elgato<br />

HD Dune Dual Bose<br />

Albrecht<br />

Hersteller in dieser Ausgabe:<br />

Bildkracher<br />

EXT<br />

16-SEITEN-EXTRAHEFT<br />

<strong>DIGITAL</strong>-TV<br />

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DAS ENDE VON ITUNES?<br />

GEWINNSPIEL:<br />

TV-Zukunft 2012<br />

• 6 brandneue LED-LCDs und Plasmas im Test<br />

• Das können die Apps der TV-Hersteller<br />

• Gesten- und Sprachsteuerung ausprobiert ab S. 20<br />

DAB- und Internet-<br />

10 radios im Test<br />

3D OHNE BRILLE<br />

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Fernseher korrekt einstellen<br />

wie Sie Ihren<br />

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unserem In Workshop<br />

• Das können die Apps der TV-Hersteller<br />

Foto-Special<br />

7 Kompaktkameras im<br />

Test plus Workshop<br />

Hersteller in diesem Heft:<br />

brandneue LED-LCDs und Plasmas im Test<br />

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PREISBRECHER


Test Video<br />

Sat-Receiver mit CI+<br />

DYON SCORPION VS.<br />

CI-Plus-Boxen<br />

In dieser Ausgabe werden zwei Mittelklassereceiver der Marke Dyon und Telefunken unter die Lupe genommen.<br />

Beide Modelle sind mit einem Sat-Tuner ausgestattet, kosten weniger als 100 Euro und sind dazu<br />

noch PVR*-ready.<br />

MARIA HOLLWITZ<br />

5.2012<br />

72%<br />

gut<br />

Dyon<br />

Scorpion<br />

Testergebnis<br />

DYON SCORPION<br />

Täglicher Gebrauch<br />

In Bezug auf den täglichen Fernsehgenuss<br />

ist die Benutzerfreundlichkeit von<br />

größter Bedeutung. Die Erstinstallation<br />

beispielsweise gestaltet sich sehr einfach,<br />

da ein Installationsassistent Schritt<br />

für Schritt durch die wichtigsten Einstellungen<br />

führt. Ganz Faule müssen<br />

nocht nichteinmal den Kanalsuchlauf<br />

bemühen, denn eine voreingestellte aktuelle<br />

Programmliste steht schon ab<br />

Werk bereit.<br />

Aufnahme<br />

Zunächst ist zu sagen, dass die PVR*-Funktion<br />

des Dyon auf 64 GB beschränkt ist. Der<br />

Hersteller bietet allerdings eine erweiterte<br />

Aufnahmefunktion für externe Festplatten<br />

zum Erwerb an (17,95 Euro). Darüber hinaus<br />

werden Datenträger mit einer Kapazität von<br />

bis zu 500 GB empfohlen. Eine Formatierung<br />

in FAT32 sollte ebenfalls möglich sein. Sind die<br />

Speicherkapazität und Geschwindigkeit des<br />

externen USB-Datenträgers groß bzw. flink<br />

genug, funktioniert Timeshift* einwandfrei.<br />

Medienwiedergabe<br />

Über das Menü oder direkt via USB-Taste<br />

gelangt man zum Media-Player, wo nicht nur<br />

eigene Aufzeichnungen, sondern auch Video-,<br />

Bild- und Musikdateien vom Speichermedium<br />

abgespielt und umbenannt werden<br />

können. MP3*-Songs bereiten dem Dyon keinerlei<br />

Probleme. Etwas schwerer tut sich der<br />

Media-Player hingegen bei den Bildformaten:<br />

Hier wird lediglich JPEG unterstützt, andere<br />

Formate wie PNG ode TIF werden hingegen<br />

überhaupt nicht erkannt.<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

46 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


TELEFUNKEN TF 4000 CI+<br />

im Vergleich<br />

TELEFUNKEN TF 4000 CI+<br />

5.2012<br />

74 %<br />

gut<br />

Telefunken<br />

TF 4000 CI+<br />

Testergebnis<br />

Täglicher Gebrauch<br />

Vom Design und der Menüführung ist<br />

die Telefunken-Box komplett anders aufgebaut<br />

als gewöhnliche Receiver. Der<br />

Empfänger reagiert sehr schnell auf die<br />

Signale der Fernbedienung, was eine zügige<br />

Navigation erleichtert. Wer keine<br />

manuelle Bearbeitung seiner Programmliste<br />

vornehmen will, kann auf sieben<br />

voreingestellte Favoritenlisten zurückgreifen,<br />

die alternativ aber auch umgestaltet<br />

werden können.<br />

Aufnahme<br />

Hinsichtlich der Aufnahmemöglichkeiten<br />

steht der Telefunken seinem Gegenüber<br />

in nichts nach. Schwierigkeiten bereiten<br />

zwar auch zu kleine und langsame USB-<br />

Sticks, dafür ist aber eine bis zu 256-fache<br />

Vorspulgeschwindigkeit ohne Ruckler<br />

möglich. Achtung: Die Box wird ohne<br />

Aufnahmefunktion ausgeliefert. Diese ist<br />

kostenpflichtig und kann nachträglich im<br />

Online-Shop des Herstellers SetOne optional<br />

erworben werden.<br />

Medienwiedergabe<br />

Gängige Formate wie PNG, JPEG, WMA<br />

oder MP3 gibt der Telefunken ohne Probleme<br />

wieder. Aufgezeichnete Sendungen<br />

sowohl in SD als auch HD werden fl üssig<br />

abgespielt. Besonders als Musikbox eignet<br />

sich der Receiver bestens. Egal ob<br />

shuffeln oder vor- und zurückspulen: Der<br />

TF 4000 CI+ lässt als Musik-Player kaum<br />

Wünsche offen. Einen kleinen Minuspunkt<br />

gibt es jedoch dafür, dass Lieder nicht<br />

pausiert werden können.<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 47


Test Video<br />

Sat-Receiver mit CI+<br />

Für einen Großteil der Fernsehzuschauer<br />

ist immer noch das bloße Fernseherlebnis<br />

sehr wichtig. Hier spielt die Benutzfreundlichkeit<br />

und der Bedienkomfort eine<br />

entscheidende Rolle, denn nicht zuletzt<br />

hat insbesondere eine unkomplizierte Installation<br />

und Handhabung einen positiven<br />

Einfluss auf das Endergebnis jedes<br />

Testgerätes. So hat die Redaktion nicht<br />

nur auf Anschlussmöglichkeiten und<br />

Tunerfähigkeiten, sondern ebenfalls<br />

auf die Menüstruktur, Umschaltzeiten<br />

und die Durchführung allgemeiner<br />

Einstellungen geachtet.<br />

Auf den ersten Blick wirken beide<br />

Testkandidaten sehr ähnlich. Beschäftigt<br />

man sich jedoch eingehender mit den Geräten,<br />

fallen eindeutige Unterschiede auf.<br />

So kann der Telefunken beispielsweise<br />

mit einer Einzelkanalansicht punkten, der<br />

Dyon verfügt hingegen nur über einen<br />

Multi-EPG*-Ansicht, welche aber auch eine<br />

bessere Orientierung über das gesamte<br />

TV-Programm ermöglicht.<br />

Was die Multimediafunktionen anbelangt,<br />

sind beide Modelle jedoch gleich<br />

auf. An Anschlussmöglichkeiten können<br />

der Scorpion mit zwei USB-Ports an der<br />

Rückseite und der TF 4000 CI+ mit einer<br />

USB-Schnittstelle an der Frontseite punkten.<br />

Sowohl der Dyon als auch der Telefunken<br />

erlauben eine reibungslose Aufnahme<br />

allerdings nur bei entsprechend<br />

großer Speicherkapazität des externen<br />

USB-Datenträgers, der insbesondere bei<br />

HD-Aufzeichnungen schnell knapp wird.<br />

Beide Testkandidaten kommen natürlich<br />

mit einem CI-Plus-Schacht daher und sind<br />

somit mittels entsprechender Smartcard<br />

und Modul für den Empfang gerüstet.<br />

Hinsichtlich der Aufnahme von HD-<br />

Plus-Programmen hat der Dyon Scorpion<br />

die Nase vorn. Das macht der Telefunken<br />

allerdings mit seiner besseren Bildqualität<br />

und der Möglichkeit Internetradio zu<br />

nutzen wieder wett. Alles in allem kann<br />

man sagen, dass sich beide Kontrahenten<br />

durchaus für Sat-Zuschauer eignen, die sowohl<br />

einen etwas gehobeneren Anspruch<br />

haben aber auch immer auf das Preis-<br />

Leistungs-Verhältnis achten. Und auch als<br />

Zweitgerät beispielsweise für Schlaf- oder<br />

Arbeitszimmer taugen die Set-Top-Boxen<br />

von Dyon und Telefunken bestens.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)/Straßenpreis<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

HDMI<br />

Komponente<br />

Dyon<br />

Scorpion<br />

150 Euro/100 Euro<br />

260 × 40 × 190 mm<br />

1,1 kg<br />

www.dyon.eu<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

Sender der HD-Plus-Plattform<br />

Derzeit sind über die HD-Plus-Plattform ganze<br />

14 Privatsender in hochaufl ösender Qualität<br />

zu empfangen, darunter fünf HD-Kanäle<br />

der Pro Sieben Sat 1 Media AG, vier HD-Ableger<br />

der RTL-Gruppe sowie Nickelodeon HD/<br />

Comedy Central HD, Sport1 HD, DMAX HD<br />

und Tele 5 HD. Ein Abo kostet 50 Euro im Jahr.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)/Straßenpreis<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

HDMI<br />

Altech SetOne<br />

Telefunken TF 4000 CI+<br />

130 Euro/120 Euro<br />

280 × 60 × 260 mm<br />

1 kg<br />

www.setone.eu<br />

Komponente<br />

Scart<br />

PC<br />

S-Video<br />

Eingänge 1 1<br />

Sonstige<br />

2 ×USB, analog Cinch, Dolby Digital<br />

Cinch, Cinch, Loop-Through<br />

Merkmale<br />

Display LED/LCD/<strong>OLED</strong> / /<br />

Auflösung<br />

576 p, 720 p, 1 080 i und 1 080 p<br />

DiseqC 1.0/1.1/1.2/Usals / / /<br />

Anzahl Tuner 1<br />

Videoformate 16 : 9/4 : 3 /<br />

CVBS/RGB/S-VHS / /<br />

Verschlüsslung CI/CI+/<br />

/ /<br />

embedeed<br />

Sky/HD+ tauglich /<br />

Integrierte Festplatte<br />

Betrieb<br />

Speicherplätze 5 000<br />

EPG-Darstellung Einzel-/<br />

/<br />

Multikanal<br />

Umschaltzeit<br />

1 s<br />

Bootzeit in min. < 1<br />

Videotext TV/Box /<br />

HbbTV<br />

Software-Download Sat/<br />

/ /<br />

Internet/USB<br />

Netzschalter Front/Rück /<br />

Stromverbrauch Betrieb/<br />

9,9 W/ 0,9 W<br />

Stand-by<br />

Bewertung<br />

Installation ausgezeichnet 30/30<br />

Bedienung gut 42/60<br />

Ausstattung ausreichend 22/45<br />

Empfang gut 16/20<br />

Darstellung gut 39/50<br />

Decodierverhalten gut 23/30<br />

Festplattenmodus befriedigend 16/25<br />

Gesamt<br />

188 von 260 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

Wertung<br />

Aufnahmerestriktionen<br />

Immer mehr Flachbildfernseher halten Einzug<br />

in deutsche Wohnzimmer und der Anspruch<br />

an eine bessere Bild- und Tonqualität steigt.<br />

Gleichzeitig werden peu à peu neue hochauflösende<br />

Programme aufgeschaltet. Selbstverständlich<br />

sind die HD-Sender von ARD und<br />

ZDF komplett unverschlüsselt zu empfangen.<br />

Bei den Privaten sieht es jedoch anders aus:<br />

Sie gehören der Digitalplattform HD Plus an<br />

und werden verschlüsselt übertragen. Neben<br />

diesem Kritikpunkt werden oft auch die<br />

Aufnahmeeinschränkungen bei HD Plus bemängelt.<br />

Diese variieren allerdings von Gerät<br />

zu Gerät. So ist mit dem Dyon Timeshift von<br />

HD-Plus-Inhalten bis zu 90 Minuten am Stück<br />

möglich, der TF 4000 CI+ dagegen verweigert<br />

jegliche Aufzeichnungsbemühungen.<br />

Eingänge 1 1<br />

Sonstige<br />

USB, analog Cinch, Cinch, Loop-<br />

Through, optisch, Ethernet<br />

Merkmale<br />

Display LED/LCD/<strong>OLED</strong> / /<br />

Auflösung<br />

576 p, 720 p, 1 080 i und 1 080 p<br />

DiseqC 1.0/1.1/1.2/Usals / / /<br />

Anzahl Tuner 1<br />

Videoformate 16 : 9/4 : 3 /<br />

CVBS/RGB/S-VHS / /<br />

Verschlüsslung CI/CI+/<br />

/ /<br />

embedeed<br />

Sky/HD+ tauglich /<br />

Integrierte Festplatte<br />

Betrieb<br />

Speicherplätze 6 000<br />

EPG-Darstellung Einzel-/<br />

/<br />

Multikanal<br />

Umschaltzeit<br />

1,25 s<br />

Bootzeit in min. < 1<br />

Videotext TV/Box /<br />

HbbTV<br />

Software-Download Sat/<br />

/ /<br />

Internet/USB<br />

Netzschalter Front/Rück /<br />

Stromverbrauch Betrieb/<br />

5,9 W/0,4 W<br />

Stand-by<br />

Bewertung<br />

Installation ausgezeichnet 29/30<br />

Bedienung gut 46,5/60<br />

Ausstattung ausreichend 24/45<br />

Empfang gut 16/20<br />

Darstellung gut 42/50<br />

Decodierverhalten befriedigend 19/30<br />

Festplattenmodus befriedigend 16/25<br />

Gesamt<br />

192,5 von 260 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

Wertung<br />

Der Dyon Scorpion zeigte sich bei TV-Aufnahmen und Wiedergaben<br />

sehr stabil. Weiterhin kann er mit einer schnellen Bootzeit und zwei<br />

USB-Ports punkten. Leider fehlt ein Netzwerkanschluss.<br />

gut 72 %<br />

Der CI-Plus-Receiver aus dem Hause Telefunken überzeugt durch flinke<br />

Umschaltzeiten und seinen Multi-Media-Player. Schade ist, dass die<br />

Firmware mit PVR-Funktion käuflich erworben werden muss.<br />

gut 74 %<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

48 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


HOME-THEATER-COMPUTER STATT GERÄTEPARK<br />

Der lautlose PC im Wohnzimmer<br />

Blu-Ray, HDTV, 3D, 4K, High Definition Surround Sound – alles in einem Gehäuse, und durch modulare Nachrüstbarkeit<br />

immer auf dem neuesten Stand. Der Computer ist der Inbegriff von Multimedia und hält vermehrt Einzug ins Wohnzimmer.<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> zeigt Ihnen die Vorteile und Tücken der in der Regel lautlosen Rechenmaschinen. MARTIN HELLER, JAN STOLL<br />

Bilder: 20th Century Fox, Auerbach Verlag, Splendid<br />

Um den Genuss aller aktuellen<br />

Medien zu ermöglichen, tummeln<br />

sich meistens mehrere Geräte<br />

im Regal: TV-Receiver, Blu-ray- und<br />

Streaming*-Player, Radio usw. Diese<br />

müssen einzeln erstanden und schließlich<br />

auch noch mit dem Fernseher oder<br />

AV-Receiver* verkabelt werden. Das ist<br />

nicht nur aufwendig, sondern auch kostenintensiv.<br />

Ein halbwegs moderner<br />

Computer könnte mit dem richtigen Zubehör<br />

alle diese Aufgaben alleine übernehmen.<br />

Dennoch gibt es entscheidende<br />

Argumente, die gegen den PC im Wohnzimmer<br />

sprechen: Betriebsgeräusche,<br />

Leistungsaufnahme, Optik und vor allem<br />

Bedienung und Ausfallsicherheit.<br />

Home Theater PC (HTPC*) sind<br />

die Antwort der Computerhändler und<br />

-Hersteller, welche die genannten Problempunkte<br />

eliminieren sollen. Die Redaktion<br />

hat drei lautlose HTPC ausprobiert,<br />

von unterer Preis- und Leistungsklasse<br />

bis zum maximal möglichen<br />

ohne Luft- (und Wasser-) Kühlung. Unser<br />

Ziel war es, alle wichtigen Medien<br />

einzurichten und auszuprobieren. CD-,<br />

MP3*- und Blu-ray-Wiedergabe sind<br />

bei modernen Geräten kein Problem.<br />

Sollen aber zusätzliche Features wie<br />

Zwischenbildinterpolation, Upscaling<br />

mit Bildschärfeoptimierung oder Bass-<br />

Management bei der Tonausgabe erfolgen,<br />

bedarf es schon leistungsfähigerer<br />

Hardware. Wenn wir schon einmal<br />

den Computer am großen Flachbildschirm<br />

haben – warum nicht Hochleistung<br />

abverlangen und auch in die<br />

virtuelle Welt der Spiele abtauchen?<br />

Schließlich widmete die Redaktion sich<br />

noch der derzeitigen Königsdisziplin:<br />

Die Darstellung von 3D-Inhalten.<br />

Gerade seit der Einführung von<br />

HDMI* ist es problemlos möglich, den<br />

Computer über den AV-Receiver hörbar<br />

zu machen. Es ist sogar nur ein Kabel<br />

nötig. Wenn es aber darum geht, das<br />

Soundgraph von iMon ergänzt den PC auch<br />

um praktische Tasten zur Steuerung<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 49


Test Audio/Multimedia<br />

HTPCs<br />

Auch zeitversetztes Fernsehen ist dank der großen Festplatten kein<br />

Problem. Im Bild besteht ein Versatz von 21 Sekunden<br />

Beim Streaming zeigt der gelbe Linienabschnitt den Pufferzustand<br />

an. Bei langsamen Netzwerken kann so Vorlauf geschaffen werden<br />

richtige Tonformat auszugeben, wird es<br />

schon etwas komplizierter. Um stets die<br />

richtige Samplingrate der Quelle auszugeben,<br />

muss diese in den globalen Windows-Toneinstellungen<br />

angepasst werden.<br />

Die Umschaltung wäre bei jedem Wechsel<br />

zwischen CD (44,1 kHz), DVD (meist<br />

48 kHz) und Blu-ray Disc (zwischen 48 und<br />

192 kHz) manuell nötig. Eine Allround-<br />

Lösung: Die Ausgabe global auf 192 Kilohertz<br />

(kHz) belassen. Bei ganzzahligen<br />

Teilern wie 48 und 96 kHz bringt dieses<br />

Oversampling keinen Klangunterschied.<br />

Ob Sie den Unterschied bei einer CD, wo<br />

es zu Rundungsfehlern kommt, unter den<br />

heimischen Umständen hören, sollte am<br />

besten einfach ausprobiert werden. Die<br />

zweite Unbequemlichkeit ist die Einstellung<br />

der Lautsprecherkonfiguration. Wird<br />

diese auf 7.1 belassen, aber nur 5.1-Material<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Händler<br />

Modell<br />

Preis<br />

Maße (BxHxT)<br />

Gewicht<br />

Farben<br />

Wichtige Komponenten<br />

Hauptprozessor<br />

Grafikprozessor<br />

Arbeitsspeicher<br />

Features<br />

Leistungsaufnahme<br />

Stand-by<br />

Idle<br />

Blu-ray-Wiedergabe<br />

Gaming<br />

Volllast<br />

Benchmark<br />

Unigine Heave, 1 920 × 1 080,<br />

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16 GB DDR3 1 333 Mhz<br />

0,8 W<br />

57 W<br />

61 W<br />

210 W<br />

243 W<br />

53,8 fps/1 354 Punkte<br />

abgespielt, werden die Surround-Kanäle<br />

stets über die Back-Surround-Lautsprecher<br />

wiedergegeben. Ein Umstellen der Konfiguration<br />

auf 5.1 mit normalen Surround-<br />

Lautsprechern behebt das Problem. Eine<br />

weitere Besonderheit ist der Redaktion<br />

beim Testen aufgefallen: Bei einem älteren<br />

AV-Receiver wird der Mehrkanalton nicht<br />

bei allen HDMI-Anschlüssen erkannt. Eine<br />

denkbare Ursache ist die Bildwiederholfrequenz<br />

von 60 Hz, statt der sonst 24 von<br />

Blu-ray-Playern. Nur bei dem Anschluss<br />

„Game“ wurden alle sieben Kanäle auf Anhieb<br />

erkannt. Auch hier gilt: ausprobieren,<br />

was der AV-Receiver hergibt.<br />

Noch komplizierter wird es, wenn der<br />

betagte AV-Receiver ohne HDMI zum Einsatz<br />

kommen soll. Der Ton kann dann<br />

per Soundkarte analog oder per S/PDIF*<br />

übertragen werden. Eine Vielzahl von<br />

Einstellungen ist nötig, um allen Situationen<br />

gerecht zu werden. Ursache dafür<br />

ist, dass der S/PDIF-Standard eine<br />

beschränkte Datenrate hat, die maximal<br />

für zwei unkomprimierte Kanäle oder für<br />

die reduzierten Mehrkanaltonformate Dolby<br />

Digital und DTS ausreicht. Da nicht<br />

alle Programme die Ausgabe dieser Bitstreams<br />

über S/PDIF unterstützen, muss<br />

mit Software-Filtern ausgeholfen werden.<br />

Mehrkanalton in PC-Spielen<br />

kann dementsprechend auch<br />

erst übertragen werden, wenn<br />

er in Echtzeit in<br />

eines der beiden<br />

en<br />

Mehrkanalttonformate<br />

kodiert wird.<br />

Dolby Digital<br />

Live oder<br />

DTS Live müssen<br />

allerdings von<br />

der Soundkarte terstützt oder der Kodiervorganebenfalls<br />

ls<br />

un-<br />

von zusätzlicher Software<br />

übernommen werden.<br />

Die Bildübertragung per<br />

HDMI ist zunächst problemlos.<br />

Die Auflösung ung wird automatisch<br />

an den Fernseher gepasst, Optimierungen ierungen erfolgen<br />

am besten über den Grafikkartentreiber.<br />

Die ersten Einschränkungen<br />

n<br />

an-<br />

machen sich beim Abspielen einer<br />

Blu-<br />

Ray bemerkbar. . Es entsteht ein Konflikt<br />

zwischen den Bildwiederholfrequenzen<br />

en<br />

des Monitors (60 Hz) und des Filmmate-<br />

Bei hochwertigen Soundkarten kann für die analogen Ausgänge das Bass-Management<br />

samt Übernahmefrequenz konfi guriert werden, wie vom AV-Receiver gewohnt<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

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* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


ials (24 oder 25 Hz), der sich in einem ungleichmäßigen,<br />

leichten Ruckeln bemerkbar<br />

macht. Das Anpassen der Bildfrequenz<br />

schafft Abhilfe. Dabei gibt es bei Grafikkarten<br />

des Herstellers nVidia die Besonderheit,<br />

dass die Bildwiederholfrequenz<br />

von 24 Hz zum Wechsel in den 3D-Modus<br />

zwingt, solange der Stereoskopie-Modus<br />

global aktiviert ist.<br />

3D ist das nächste wichtige Stichwort,<br />

wenn es ums Bild geht. Der entscheidende<br />

(und einschränkende)<br />

Faktor sind dabei die<br />

HDMI-1.4-Eingänge<br />

am Fernseher. Diese<br />

sind auf eine maxima-<br />

le<br />

Bildwiederholfre-<br />

quenz<br />

von 60 Hz bei<br />

maximaler HD-Auflösung<br />

beschränkt.<br />

Für das Bild von 3D-<br />

Blu-rays ist das zunächst<br />

ausreichend:<br />

Diese werden mit<br />

einer Frequenz von<br />

24<br />

Bildern pro Au-<br />

ge<br />

wiedergegeben,<br />

also insgesamt 48<br />

Hz. Sollen jedoch<br />

auch PC-Spiele<br />

und andere 3D-<br />

Anwendungen<br />

den Einzug ins<br />

Heimkino finden,<br />

müssen Kompromisse<br />

gemacht<br />

werden: Volle<br />

HD-Auflösung<br />

mit 60 Bildern<br />

für beide d Augen überfordern die<br />

Fernsehgeräte bzw. deren HDMI-Eingänge.<br />

Diese Technologie steht bisher nur an<br />

speziellen PC-Monitoren mit 120 Hz zur<br />

Verfügung, welche wiederum oftmals zu<br />

klein sind, um den Fernseher zu ersetzen.<br />

Alternativ besteht jedoch die Möglichkeit,<br />

60 Bilder pro Auge bei der Auflösung von<br />

720p auszugeben. Wenn der Verlust einiger<br />

Bildpunkte für Sie nicht so wichtig<br />

ist, sind so auch fließende Bewegungen in<br />

3D darstellbar. Ist das 3D-Ausgabeformat<br />

nicht kompatibel zum Standard des Fernsehers,<br />

sind Bildfehler oder sogar ein komplett<br />

schwarzes Bild die Folge. Getestet<br />

wurde die Wiedergabe einer Blu-ray 3D<br />

sowohl mit einer nVidia-Grafikkarte als<br />

auch der integrierten Grafiklösung von<br />

Intels Ivy-Bridge-Prozessoren. Während<br />

die Umschaltung mit nVidia problemlos<br />

verlief, musste der Tester bei der Intel-GPU<br />

mehrmals ein schwarzes Bild in Kauf nehmen,<br />

welches sich nur durch einen Neustart<br />

beheben ließ. Das passierte entweder<br />

beim Aktivieren des 3D-Modus oder beim<br />

Verlassen des Vollbildmodus im laufenden<br />

Film. Der bleibende Eindruck ist am Ende,<br />

dass die 3D-Technologie seitens nVidia<br />

bereits ausgereifter ist. Ein wichtiges<br />

Thema für die Zukunft ist die Ausgabe<br />

von Bildmaterial in 4K-Auflösung. Nur<br />

die neuesten Generationen an Grafikkarten<br />

von AMD und nVidia unterstützen<br />

die Ausgabe dieses Formates. Natürlich<br />

steigen mit der Auflösung auch die Anforderungen<br />

an die Hardware: Bei langsamen<br />

Prozessoren und älteren Grafikkarten<br />

mit schwachen Video-Prozessoren<br />

können derartige Videos zum Ruckeln<br />

neigen. Das gleiche gilt für Videos, die<br />

die klassischen Bildwiederholfrequenzen<br />

des Fernsehens und Kinos übersteigen. So<br />

unterstützen einige Kameras das Format<br />

1 080p bei 60 Bildern pro Sekunde. Diese<br />

Videos haben eine stark gesteigerte Bewegungsschärfe,<br />

zwingen jedoch ältere Chips<br />

schnell in die Knie.<br />

Multimedia-Genuss am HTPC ist<br />

auch eine Frage der Software. Die Funktion,<br />

Zwischenbilder zu interpolieren, funktioniert<br />

mit der Anwendung PowerDVD<br />

bei DVDs hervorragend. Blu-rays werden<br />

jedoch nur hardwarebeschleunigt decodiert,<br />

weshalb diese Funktion nicht zur<br />

Verfügung steht. Mit Videos in Full-HD-<br />

Auflösung (als einzelne Datei vorliegend)<br />

wiederum funktioniert die Softwaredekodierung<br />

mit Zwischenbildinterpolation.<br />

Das ist schade, und gerade Freunde von<br />

illegalen Kopien im MKV-Format entwickeln<br />

hieraus natürlich wieder ein Argu-<br />

So laufen Kinofilme ruckelfrei<br />

Ein Rechtsklick auf den Desktop-Hintergrund<br />

bringt unter anderem das Menü<br />

des Grafi kkartentreibers zum Vorschein,<br />

hier am Beispiel eines nVidia-Chips<br />

Diese Einstellungen fi nden sich auch bei<br />

Intel. Es wird ebenfalls entschieden, ob<br />

Halb- oder Vollbilder an den Fernseher<br />

geliefert werden sollen<br />

Verflucht, das geht nicht!<br />

In den letzten Jahren hat sich viel getan,<br />

um die Anwenderfreundlichkeit des PCs zu<br />

erhöhen. Dennoch sind es immer wieder<br />

Kleinigkeiten, die für Unmut des Benutzers<br />

sorgen. Im Test musste die Redaktion auch<br />

Erfahrungen dieser Art machen. Folgende<br />

Punkte bergen Potential für Raserei und<br />

defekt-gewütete Tastaturen:<br />

· Aufpoppende Meldungen der Firewall<br />

· Schwarzer Bildschirm bei der 3D-<br />

Umschaltung (Intel-GPU)<br />

· Bildfehler bei der Deaktivierung des 3D-<br />

Modus (nVidia-GPU)<br />

· Programmabstürze (diverse Programme<br />

in seltenen Situationen)<br />

· Manuelle Umschaltung der Samplingrate<br />

erforderlich<br />

· Falsche Kanalanordnung bei 5.1-Material<br />

im 7.1-Modus per HDMI<br />

· Keine Software-Dekodierung mit<br />

Zwischenbildinterpolation bei Blu-rays<br />

Nervige Fehlermeldungen sind der natürliche<br />

Feind des Filmabends<br />

Passen Sie die Bildwiederholfrequenz an<br />

die des Quellmaterials an. Soll aber Zwischenbildinterpolation<br />

zum Einsatz kommen,<br />

sind mindestens 60 Hz nötig<br />

PowerDVD 12 erkennt die Bildwiederholrate<br />

der Videoquelle und bietet an, die<br />

Ausgabe automatisch damit zu synchronisieren.<br />

Manuelles Umstellen entfällt<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 51


Test Audio/Multimedia<br />

HTPCs<br />

Praktische All-in-One-Unterhaltungssysteme<br />

Kompakt, Blu-ray-fähig und mit Tastaturund<br />

Trackball-Maus-Fernsteuerung: elegant<br />

integriert sich Lenovos Idea-Centre<br />

ins Wohnzimmer, und das ab 329 Euro<br />

Asus kombiniert Fernseher und PC in nur<br />

einem Gerät. Der mitgelieferte Subwoofer<br />

wertet den Klang auf. Das Modell<br />

ET2701INKI-B035C kostet 1 599 Euro<br />

Der XS 3520M2 von Shuttle ist komplett<br />

lüfterlos und hat ein Innenvolumen von<br />

gerade mal einem Liter. Ab 538 Euro<br />

kommt er mit Blu-ray-Laufwerk daher<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Händler<br />

ichbinleise.de<br />

Modell<br />

ichbinleise HFX M27<br />

Preis<br />

1787 Euro (1 499 – 2 347 Euro)<br />

Maße (BxHxT)<br />

43 × 9 × 38 cm<br />

Gewicht<br />

8,7 kg<br />

Farben<br />

silber, schwarz<br />

Wichtige Komponenten<br />

Hauptprozessor<br />

Intel Core i5-3450S<br />

Grafikprozessor Intel HD Graphics 2500<br />

Arbeitsspeicher<br />

8 GB DDR3 1 333 Mhz<br />

Features<br />

Leistungsaufnahme<br />

Stand-by<br />

Idle<br />

Blu-ray-Wiedergabe<br />

(Gaming)<br />

Volllast<br />

Benchmark<br />

Unigine Heave, 1 920 × 1 080,<br />

16 × AF, 8 × AA, Tesselation<br />

Extreme, Shader high, Stereo<br />

3D aus<br />

3,3 W<br />

30,4 W<br />

39,5 W<br />

52,0 W<br />

81,8 W<br />

2,6 fps/66 Punkte<br />

ment gegen das Original. Gerade bei Fernsehern<br />

mit Motion-Judder-Problemen<br />

macht sich die verbesserte Bewegungsschärfe<br />

deutlich bemerkbar.<br />

Zum Abspielen von kopiergeschützten<br />

Blu-rays ist Kaufsoftware erforderlich.<br />

Zwar bietet der beliebte VLC-Player neuerdings<br />

die Möglichkeit BDs abzuspielen,<br />

jedoch erzeugte unsere Testscheibe lediglich<br />

eine Fehlermeldung. Generell ist zu<br />

empfehlen, sich mehrere Testversionen<br />

zu installieren, um die bequemste und<br />

funktionellste Software für die eigenen<br />

Ansprüche zu finden. Auch das Verfolgen<br />

der Neuerungen von Freeware-Playern ist<br />

ratsam. Einige davon sind der bereits erwähnte<br />

VLC-Player, der KMPlayer, XBMC<br />

oder WinAmp und Foobar für Musik.<br />

Insbesondere XBMC erweist sich als multifunktionelle<br />

Multimedia-Zentrale und<br />

unterstützt auch das Streaming vieler Formate<br />

– als Klient und auch Server. Der<br />

KMPlayer bietet dagegen sehr umfangreiche<br />

Einstellungsmöglichkeiten. Kennt<br />

man sich mit der Materie aus, können hier<br />

sogar die verwendeten Decodierer für verschiedene<br />

Videoformate gewählt werden.<br />

So können Sie beispielsweise auch PC mit<br />

schwachem Hauptprozessor, aber relativ<br />

modernem Grafikchip das Abspielen von<br />

HD-Videos beibringen. Die einzige kostenpflichtige<br />

Software, die dafür benötigt<br />

wird, ist der Core-AVC-Codec. Dieser<br />

kann dann als externer Codec im KMPlayer<br />

eingebunden werden und übernimmt<br />

fortan die Decodierung von hochaufgelösten<br />

Formaten. Dabei muss er jedoch<br />

nicht auf die CPU zurückgreifen, sondern<br />

ermöglicht es Grafikchips von nVidia oder<br />

AMD, die Rechenarbeit zu übernehmen<br />

(ähnlich wie PowerDVD).<br />

In Sachen Bedienung sind jedoch die<br />

kostenpflichtigen Software-Player wie<br />

WinDVD, TotalMedia Theatre oder PowerDVD<br />

gerade für Laien oftmals am<br />

besten geeignet. Diese bieten übersichtliche<br />

Benutzeroberflächen, die ein schnelles<br />

Zurechtfinden ermöglichen. Dennoch<br />

können in Untermenüs viele weitere<br />

Optionen gefunden werden. So bietet<br />

PowerDVD zum Beispiel gleich mehrere<br />

Deinterlacing-Verfahren. Diese werden<br />

Video-Decodierung per CPU: 50 % Auslastung<br />

fordern hier den Prozessor (grün)<br />

benötigt, um Videomaterial in Halbbildern<br />

an die digitalen Displays anzupassen,<br />

die mit Vollbildern arbeiten. Dabei kommen<br />

die verschiedenen Verfahren jeweils<br />

zu anderen Ergebnissen hinsichtlich der<br />

Bildqualität. Soll viel Videomaterial im<br />

Halbbild-Format geschaut werden (z.B.<br />

Musik-Blu-rays), ist es also lohnenswert,<br />

die verschiedenen Verfahren der Soft- und<br />

Hardware sowie des Fernsehers miteinander<br />

zu vergleichen. Eine weitere praktische<br />

Funktion ist „Read it clearly“. Sie sorgt dafür,<br />

dass Untertitel nicht über dem Film,<br />

sondern im Bereich der schwarzen Balken<br />

angezeigt werden. Auch Funktionen wie<br />

3D-Konvertierung, Netzwerkstreaming<br />

und automatische Anpassung der Bildwiederholfrequenz<br />

haben die Redaktion beim<br />

Testen von PowerDVD überzeugt.<br />

HiFi-Geräte lassen sich mit einer<br />

Fernbedienung oder teilweise sogar am<br />

Gehäuse direkt bedienen. Beim Computer<br />

wird es aufgrund des Funktionsumfangs<br />

etwas komplizierter, und eine<br />

Maus und Tastatur auf dem Wohnzimmertisch<br />

ist nicht der ästhetischste<br />

Anblick. Dennoch ist für die bequeme<br />

und schnelle Eingabe von Texten eine<br />

kompakte Tastatur mit integriertem<br />

Touch-Pad nicht unpraktisch. Per Bluetooth<br />

kann auf lästige Kabel verzichtet<br />

werden und die Tastatur schnell wieder<br />

aus dem Blickfeld verschwinden. Doch<br />

mittlerweile gibt es auch alternative Lösungen.<br />

Im Testlabor kam beispielsweise<br />

die iMon Ultra Bay von Soundgraph zum<br />

Übernimmt die Grafi kkarte die Arbeit, sinkt<br />

die CPU-Last, der Prozessor wird unwichtig<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Asus, Enermax, Lenovo, Raspberry Pi Foundation, Shuttle<br />

52 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012 * Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Auf einen Blick: Was der Computer im Wohnzimmer mit sich bringt<br />

Vorteile des HTPC<br />

Nachteile des HTPC<br />

· Modulare Bauweise: Einzelne Komponenten lassen sich · Größere Anfälligkeit für Softwarefehler<br />

kostengünstig auf den neuesten Stand der Technik bringen<br />

· Umfangreiche Personalisierung bei der Ersteinrichtung<br />

· Einsparung vieler Kabel<br />

erfordert großen (einmaligen) Zeitaufwand<br />

· Multimedia grenzenlos: Jedes Format kann irgendwie · Vergleichsweise hohe Leistungsaufnahme (Blu-ray-Player<br />

abgespielt/angezeigt werden<br />

liegen bei rund 10 Watt)<br />

· Kompatibilität zwischen Komponenten ist nicht<br />

· Maximale individuelle Anpassung möglich<br />

immer sicher<br />

· Organisation des eigenen Medienarchivs bequem · Anfälligkeit für Computerviren<br />

ohne Zusatzgeräte<br />

· Die Konfi guration der Hardware erfordert Hintergrundwissen,<br />

um tatsächlich kostengünstig zu · teilweise kürzere Ladezeiten (Blu-ray Disc)<br />

verfahren<br />

Einsatz. Dabei handelt es sich um einen<br />

Media-Controller samt Display für<br />

5,25-Zoll-Slots. Die mitgelieferte Fernbedienung<br />

regelt alle nötigen Multimedia-<br />

Funktionen und kann sogar den Mauszeiger<br />

steuern. Die Texteingabe erfolgt<br />

mittels Nummerntasten, wie vom Smartphone<br />

gewohnt. Damit sollten Sie keine<br />

E-Mail schreiben, für die Eingabe in<br />

ein Suchfeld reicht es jedoch vollkommen<br />

aus. Informationen zum Medium, System<br />

oder Wetter und Nachrichten können<br />

auf dem Display angezeigt werden. Die<br />

Einstellungen dafür befinden sich in der<br />

mitgelieferten Software. Auch die Schnellstarttaste<br />

ist hier mit einem beliebigen<br />

Programm, zum Beispiel ihrem Lieblings-<br />

Media-Player, belegbar. Nach einer kurzen<br />

Eingewöhnungsphase ist die Fernbedienung<br />

für den Multimedia-PC eine echt Alternative.<br />

Der Hersteller OrigenAE bietet<br />

dagegen kleine Touch-Displays zur Steuerung<br />

des HTPC an. Diese sind zwar kabelgebunden,<br />

lassen sich aber zum Beispiel<br />

an der Wand montieren. Die Bedienung<br />

erfolgt dann schnell und komfortabel,<br />

Fernbedienung oder Tastatur und Maus<br />

werden komplett überflüssig.<br />

Der Raspberry Pi ist ein Micro-Computer,<br />

der für das Abspielen von HD-<br />

Material konzipiert wurde. Auf der Größe<br />

einer Chipkarte kommen die Schnittstellen<br />

USB, Ethernet*, HDMI, RCA Video, Audio<br />

(Stereo) und ein SD-Slot unter. Der<br />

Prozessor unterstützt die beschleunigte<br />

Decodierung von HD-Material, weshalb<br />

auch derartige Videos ohne Probleme wiedergegeben<br />

werden können. Als Betriebssystem<br />

kommt Linux zum Einsatz, was<br />

für viele Benutzer zunächst ungewohnt<br />

ist. Ohne optisches Laufewerk ist der Raspberry<br />

Pi zwar nicht für derartige Medien<br />

geeignet, aber Dank der Ethernet-Schnittstelle<br />

können beliebige Inhalte zum Beispiel<br />

von einem NAS-Server aus gestreamt<br />

werden. Trotz einiger Einschränkungen<br />

ist der Mini-Computer ein interessanter<br />

Vorstoß in Sachen Preis/Leistung: Für gerade<br />

mal 25 US-Dollar ist der Multimedia-Zwerg<br />

bestellbar und wird weltweit<br />

ausgeliefert. Mehr braucht es nicht, um<br />

Multimedia zu erleben!<br />

Mit Vorsicht genießbar<br />

Selber benutze ich<br />

schon seit vielen<br />

Jahren den PC als<br />

Heimkinozentrale.<br />

Jedoch sollten die<br />

Vor- und vor allem<br />

auch die Nachteile<br />

Martin Heller,<br />

Redakteur<br />

bedacht werden.<br />

Viele Stunden wurden<br />

der Beseitigung<br />

von kleinen<br />

Fehlern und der<br />

Konfi guration des Systems gewidmet. Ich<br />

stelle fest, dass heute, vor allem Dank<br />

HDMI, vieles einfacher geworden ist. Die<br />

Anpassungsfähigkeit, erleichterte Bedienung<br />

und auch der lautlose Faktor stellen<br />

für mich die entscheidenden Argumente<br />

dar. Wenn im Haushalt sowieso ein PC für<br />

Mail, Chat und Surfen laufen soll, fällt auch<br />

die Leistungsaufnahme nicht weiter ins<br />

Gewicht. Denn durch die Möglichkeit, mehrere<br />

Displays anzuschließen, lässt sich ein<br />

einzelner Rechner zur Zentrale sowohl des<br />

Heimkinos als auch des Arbeitszimmers<br />

machen. Kann man noch mehr Fliegen mit<br />

einer Klappe schlagen?<br />

Der Raspberry Pi hat etwa die Größe einer<br />

Chipkarte und kostet nur 25 US-Dollar<br />

Es geht auch leiser: Wie Sie Ihren Compter verstummen lassen<br />

Mit einem oftmals geringen Bastelaufwand<br />

lässt sich quasi jedes HTPC-System derart verbessern,<br />

dass sein Betriebsgeräusch deutlich<br />

ohrenfreundlicher wird. Die Grundlagen sind<br />

simpel, die Wege mannigfaltig.<br />

SSD statt HDD:<br />

Ein geräuschlos arbeitendes Solid State Drive<br />

(SSD) ist dank seines Flash-Speichers deutlich<br />

schneller als herkömmliche Festplatten und<br />

verbraucht auch noch weniger Energie. Gute<br />

SSDs mit 120 GB gibt es bereits für 100 Euro<br />

(z. B. Crucial m4 und Samsung 830). Die großen,<br />

rotierenden Festplatten kommen in ein schönes<br />

NAS, welches günstig in der Wohnung untergebracht<br />

wird.<br />

Gehäuselüfter:<br />

Für mATX-/Cube-Systeme sind ganz klar Lüfter<br />

im Format 120 oder 140 mm empfehlenswert,<br />

von BeQuiet, Enermax, Silverstone und vor allem<br />

Noiseblocker gibt es exzellente Modelle, die im<br />

Drehzahlkeller bei 300 bis 500 U/min fast unhörbar<br />

sind. In normale HTPC-Gehäuse passen<br />

meist nur Lüfter mit Rahmenbreiten von 80 oder<br />

gar nur 60 mm. Sollen diese dann schön leise<br />

arbeiten, sinkt der Luftdurchsatz dramatisch.<br />

Kurz und knapp: 60 mm Lüfter gilt es zu meiden,<br />

empfehlenswert sind die 80er Modelle Arctic<br />

F8 / TC / PWM, Enermax T.B.Silence, Noiseblocker<br />

BlackSilentFan X2 Rev. 3.0 / BlackSilentPRO und<br />

Multiframe M8.<br />

„80 Plus“-zertifizierte Netzteile:<br />

Sie sind sparsam und haben eine geringe wärmeverlustleistung, vor allem natürlich die<br />

Eigen-<br />

Modelle mit Gold- und Platinum-Effizienz. z. Viele<br />

Netzteile (u. a. BeQuiet, Enermax und Seasonic)<br />

verfügen zudem über eine richtig intelligente ligente<br />

Drehzahlsteuerung, weshalb der Lüfter teils fast<br />

unhörbar arbeitet.<br />

Prozessorkühler:<br />

Große, flache Kühler mit großen, flachen Lüftern<br />

erleichtern die Kühlung und die Geräuschreduk-reduktion<br />

in flachen Gehäusen. Alpenföhn, Coolermaster,<br />

Cooltek und Scythe haben passende e leise<br />

Flachmänner im Angebot, für rund 25 Euro sind<br />

diese zu haben.<br />

Lüftersteuerung:<br />

Die meisten Mainboards erlauben eine hängige Drehzahlregulierung der Lüfter, sodass<br />

lastab-<br />

die Drehzahlen meist in niedrigen Regionen en blei-<br />

ben. Meist bietet das BIOS einige Einstellungen<br />

(siehe Handbuch), Sie können aber auch eine<br />

manuelle Lüftersteuerung kaufen und in Kombination<br />

mit den Lüftern die optimale Balance<br />

zwischen Kühlung und Betriebsgeräusch herausfi<br />

nden – das dauert zwar etwas, lohnt sich<br />

aber ungemein!<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 53


Test Audio/Multimedia<br />

HTPCs Testimpressionen<br />

Mit unserem lüfterlosen Hochleistungs-PC ist auch High-<br />

End-Gaming kein Problem (siehe Seitenhintergrund)<br />

PowerDVD bietet viele Einstellungen zum<br />

Anpassen der Bildqualität<br />

Wärmeableitung ohne Lüfter:<br />

Heatpipes über CPU und GPU<br />

Fehlt Ihnen hier der Überblick? Dann besteht in Sachen Computer Nachholbedarf,<br />

denn gerade die modulare Anschlussvielfalt ist ein Kaufargument<br />

Die Komplexität eines HTPC überfordert<br />

Laien oftmals – in Technik und Bedienung<br />

Die Freeware XBMC bietet Format- und Funktionsvielfalt<br />

und läuft auf allen gängigen Betriebssystemen<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

54 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


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Test Audio/Multimedia<br />

AV-Receiver<br />

5.2012<br />

75 %<br />

gut<br />

Pioneer<br />

VSX-527-K<br />

Testergebnis<br />

„Das coolste Add-on für iPod und Co. ist ein Receiver.“ Dass Pioneer mit diesem markigen<br />

Spruch nicht ganz verkehrt liegt, beweist die eigene Controller-App via Airplay und DLNA<br />

PIONEER VSX-527-K<br />

Der günstige Netzwerk-Receiver<br />

Mit 3D-Weiterleitung sowie Netzwerk- und Airplay-Streaming scheint der Pioneer VSX-527-K den größeren AV-Receiver-<br />

Modellen in nichts nachzustehen. Wenn dann noch die Audio- und Videoqualitäten überzeugen, kommen die Großen ganz<br />

schön ins Schwitzen. Doch hält er auch was er verspricht?<br />

JENS VOIGT, TORSTEN PLESS, DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Der Hersteller Pioneer schafft es<br />

immer wieder, seine Geräte mit<br />

einer hohen Ausstattungsvielfalt<br />

günstig am Markt zu platzieren. Dieses<br />

Mal steht der Testredaktion das Einstiegsmodell<br />

VSX-527-K zur Verfügung. Der<br />

AV-Receiver* ist schon für unter 300 Euro<br />

zu haben, dennoch erliegt der Betrachter<br />

beim ersten Anblick dem Eindruck:<br />

Der sieht ja aus wie einer der Großen!<br />

Erst bei genauerem Hinschauen erkennt<br />

man, dass die Frontseite und die beiden<br />

großen Bedienelemente aus Kunststoff<br />

gefertigt sind und möglicherweise einer<br />

Aus dem Messlabor<br />

Die Übersprechdämpfung ist gar nicht so<br />

schlecht für ein Gerät dieser Preisklasse<br />

grobmotorischen Behandlung nicht allzu<br />

lange standhalten könnten. An dieser<br />

Stelle sind also leichte Abstriche in der<br />

Qualität der Bedienelemente zu machen.<br />

Der Minibildschirm erscheint nicht mehr<br />

ganz zeitgemäß und die Darstellung wirkt<br />

sehr altbacken und optisch wenig ansprechend.<br />

Achtung bei der Einrichtung:<br />

Die angeschlossenen Lautsprecher dürfen<br />

keine niedrigere Impedanz als 6 Ohm<br />

aufweisen, damit der AV-Receiver einwandfrei<br />

funktioniert. Auf der Habenseite<br />

steht die direkte Lautsprecheransteuerung<br />

von einem 5.1-Surround-System mit der<br />

Ungeradzahlige Harmonische sind typisch<br />

für einfache, belastete Endstufen<br />

Option, über sogenannte Pre-Outs ein<br />

Surround-Back-Lautsprecherpaar für 7.1-<br />

oder ein Höhen-Lautsprechersignal anzusteuern.<br />

Um diese Surround-Optionen<br />

noch eindrucksvoller nutzen zu können,<br />

werden umfangreiche Einstellmöglichkeiten<br />

für die Höhen- und Breitenabbildung<br />

des Tonsignals geboten. Damit<br />

sich die klanglichen Erlebnisse auch ausdrucksstark<br />

genießen lassen können, ist<br />

das Rundum-Sorglos-Einmesspaket namens<br />

MCACC mit an Bord. Der Einmessvorgang<br />

überzeugt mit guten Ergebnissen<br />

und akzeptablen Abweichungen. Mit dem<br />

Anschluss des Messmikrofons startet der<br />

Vorgang übrigens automatisch und wird<br />

bequem über die Fernbedienung gesteuert.<br />

An die Qualität des MCACC-Systems<br />

seiner größeren Geschwister reicht die<br />

abgespeckte Variante jedoch nicht ganz<br />

heran. Dennoch zeigte der eingemessene<br />

VSX-527-K im Hörtest vor allem im Bassbereich<br />

seine Stärken auf und lässt die<br />

konkurrierenden Audyssey-Einmesssysteme<br />

hinter sich. Das Ergebnis ist der<br />

Konkurrenz also weit überlegen und die<br />

Routine holt selbst aus weniger guten<br />

Lautsprechern das Optimum heraus. Der<br />

Klangcharakter präsentiert sich mit einer<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Pioneer<br />

56 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Pioneer Control App<br />

Per App lassen sich gleich mehrere<br />

Pioneer-Geräte vom iPhone ansteuern ...<br />

... und anschließend auf audiospezifi sche<br />

Merkmale Einfl uss nehmen<br />

leichten Bassanhebung und postwendend<br />

vollerem Klang, ohne dabei zu überzeichnen.<br />

Gleichzeitig wirkt der Mittenbereich<br />

aber etwas zu straff, was dem Klang eine<br />

gewisse Härte verleiht. So wirken Sprecherstimmen<br />

wie in die Mitte des Klangbildes<br />

genagelt und aufgrund der Überzeichnung<br />

von Konsonanten auch leicht<br />

unnatürlich. Die gute räumliche Abbildung<br />

positioniert Ereignisse effektvoll im<br />

Raum. Auch die straffe Wiedergabe von<br />

Geräuschimpulsen wie etwa Explosionen<br />

in Actionszenen überzeugt. Angesichts<br />

des günstigen Preises erhalten Sie mit<br />

dem VSX-527-K einen insgesamt guten<br />

Gesamtklang, der mit einem Zwei-Band-<br />

Equalizer an die eigenen Hörgewohnheiten<br />

angepasst werden kann. Weiterhin<br />

stehen sechs Speicherbänke für unterschiedliche<br />

Sitzpositionen bereit.<br />

Von USB-Datenträgern wird die Wiedergabe<br />

von FLAC- und WAV-Dateien<br />

mit einer Qualität von bis zu 24 Bit und<br />

192 Kilohertz (kHz) unterstützt, das ist<br />

wirklich beachtlich in dieser Preisklasse.<br />

Bei den weiteren Formaten MP3*, WMA,<br />

und AAC wird die Unterstützung mit bis<br />

zu 48 kHz angegeben.<br />

Dank des LAN-Anschlusses nimmt<br />

der VSX-527-K Kontakt mit dem Internet<br />

auf und ermöglicht so den Zugriff auf unzählige<br />

Internetradiosender. Die Auswahl<br />

wird über die umfangreiche vTuner-Datenbank<br />

bereitgestellt, Musikdienste wie<br />

etwa Spotify hat der Pioneer VSX-527-K<br />

aber nicht mit im Programm. Die Flexibilität<br />

bei verschiedenen Dateiformaten ist<br />

für einen Einstiegs-AV-Receiver hingegen<br />

mehr als beachtlich. Mit FLAC und WAV<br />

werden selbst unkomprimierte Dateien<br />

im Netzwerk erkannt und problemlos via<br />

DLNA* gestreamt. Auf Apples ALAC-<br />

Fomat über UPnP* muss der Nutzer hingegen<br />

verzichten, obwohl der Receiver das<br />

Format über das Airplay-Protokoll erkennt.<br />

Apples Streaming*-Variante funktionierte<br />

aus iTunes heraus reibungslos<br />

und stellte die in der Musik gespeicherten<br />

Metadaten und Albencover auf dem angeschlossenen<br />

Fernseher dar.<br />

Apple-Smartphones und MP3-Player<br />

finden direkt am USB-Eingang Platz und<br />

Inhalte können inklusive Videos direkt<br />

abgespielt werden. Ein optionaler Bluetooth-Adapter<br />

ermöglicht auch anderen<br />

Mobilgeräten die Kommunikation mit<br />

dem AV-Receiver – diese beschränkt sich<br />

jedoch rein auf die Musikübertragung.<br />

Die Pioneer ControlApp für iOS- und<br />

Android-Geräte übernimmt die grundlegenden<br />

Bedienfunktionen der Fernbedienung<br />

und die Quellenanwahl, Wiedergabe<br />

und Lautstärke lassen sich so<br />

direkt vom Smartphone aus steuern. Eine<br />

Besonderheit bietet Pioneer seinen Kunden<br />

mit der ebenfalls kostenfreien Air-<br />

Jam-App für iOS und Android an: Damit<br />

können iPhone- oder iPod touch-Besitzer<br />

auf ihrem Gerät gespeicherte Musiktitel<br />

in einer gemeinsamen Gruppenwiedergabeliste<br />

zusammenfassen und per Bluetooth<br />

direkt an den VSX-527-K streamen.<br />

Damit steht dem nächsten geselligen<br />

Abend mit Freunden nichts mehr im Wege.<br />

Aufseiten der Videosektion protzt der<br />

günstige AV-Receiver mit sechs HDMI*-<br />

Anschlüssen und verarbeitet sogar 3D-<br />

Bilder. Zudem werden angeschlossene<br />

Zuspieler auf Wunsch auch im Standby-Modus<br />

an den angeschlossenen Bildschirm<br />

weitergeleitet. Der Audio Return<br />

Channel erleichtert die Weitergabe des<br />

Tons und leitet diesen direkt vom angeschlossenen<br />

Fernseher übers HDMI-Kabel<br />

an den AV-Receiver zurück. Auf eine<br />

Videokonvertierung muss aber verzichtet<br />

werden und per HDMI angeschlossene<br />

Quellen werden 1 : 1 durchgeleitet – ein<br />

Signal mit Standardauflösung, etwa von<br />

einer DVD, wird nicht aufbereitet. Auch<br />

analog angeschlossene Zuspieler erfahren<br />

keine Veredelung des Signals. Ferner<br />

findet keine Digitalisierung statt und<br />

die Videoquelle muss vom AV-Receiver<br />

ebenfalls analog an den angeschlossenen<br />

Fernseher weitergeleitet werden.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Maße B/H/T<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

HDMI<br />

Pioneer<br />

VSX-527-K<br />

350/330 Euro<br />

43,5 × 16,8 × 34,2 cm<br />

8,9 kg<br />

www.pioneer.eu<br />

Komposite<br />

dig. Audio<br />

koaxial<br />

dig. Audio<br />

optisch<br />

analoges<br />

Audio<br />

Eingänge 6 3 1 1 1<br />

Ausgänge 1 1 1<br />

Sonstige<br />

Kopfhörer<br />

Datenschnittstellen<br />

Bluetooth-Adapter, LAN, USB<br />

Merkmale<br />

Klangregelung<br />

Lautsprecher-Setup<br />

Einmessautomatik<br />

Audyssey DSX/Pro Logic IIx /<br />

LAN/WLAN /<br />

Onlineradio/Musikdienste /<br />

DLNA/Airplay /<br />

Streaming-Formate<br />

MP3, WAV, AAC, WMA, FLAC<br />

Messdaten<br />

Frequenzabweichnung Pure Audio<br />

+/–0,2 dB<br />

Signalrauschabstand<br />

75 dB@–20 dBFs<br />

Übersprechen bei 10 kHz<br />

–58 dB<br />

Dynamikverhalten nach AES 17<br />

75 dB@–20 dBFs<br />

Mehrkanalausgangsleistung<br />

71 W @8 Ohm, 1 % THD,<br />

1 kHz Sinus<br />

Bewertung<br />

Audiomesswerte gut 20/28<br />

Basswiedergabe gut 4,5/6<br />

Mittenwiedergabe gut 4,5/6<br />

Höhenwiedergabe gut 4,5/6<br />

Qualität Mehrkanalaufbereitung ausgezeichnet 5,5/6<br />

Wiedergabequalität gut 39/52<br />

Bedienung/Installation gut 23/32<br />

Ausstattung/Verarbeitung gut 43/56<br />

Gesamt<br />

105 von 140 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

gut<br />

Wertung<br />

Volle Surround-Power gepaart mit großer Apple-, Bluetooth- und<br />

Internetkonnektivität sowie einem guten Klang machen aus diesem<br />

AV-Receiver mehr als nur einen „Einsteiger.<br />

Trotz der Übersichtlichkeit des Anschlussterminals fi nden sechs HDMI-Geräte am<br />

VSX-527-K Platz. Mit USB, LAN und S/PDIF stehen noch weitere digitale Anschlüsse bereit<br />

gut 75 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 57


Test Audio/Multimedia<br />

5.1-Lautsprecherset<br />

5.2012<br />

85 %<br />

sehr gut<br />

Heco<br />

Music Colors<br />

Testergebnis<br />

HECO MUSIC COLORS<br />

Sourround-Sound in Farbe<br />

Hämmernde Explosionen, vorbeizischende Projektile und Massenkarambolagen formen die typische Atmosphäre eines<br />

Action-Filmes. Doch dieser Eindruck kann nur mit echtem Raumklang entstehen und dabei sieht das 5.1-Set von Heco auch<br />

noch richtig gut aus.<br />

JENS VOIGT<br />

Details<br />

100er Serie mit 25 mm Hochtöner und<br />

110 mm Tieftöner nebst Bassrefl exöffnung<br />

Der Music Colors Center 80 darf nur mit<br />

4 Ohm betrieben werden<br />

Music Colors. So lautet der sinnliche<br />

Name für ein Surround-Set<br />

vom deutschen Traditionshersteller<br />

Heco. Die von der Audioredaktion<br />

ausgewählte Kombination besteht aus<br />

dem aktiven Subwoofer Phalanx Micro<br />

200A, zwei Paaren der 2-Wege-Bassreflexlautsprecher<br />

Music Colors 100 und dem<br />

passenden Music Colors Center 80. Diese<br />

Zusammenstellung gibt es so nicht als Set,<br />

sondern nur einzeln zu kaufen, sie bietet<br />

aber eine interessant klingende und vor<br />

allem platzsparende Alternative, welche<br />

auch optisch einiges hermacht.<br />

Als Einziger im 5.1-Verbund, der<br />

nicht standardmäßig zum Music-Color-<br />

System gehört, wird im Testaufbau der aktive<br />

Subwoofer Heco Phalanx Micro 200A<br />

betrieben, der nach Einschätzung der<br />

Audioredaktion ein besseres Klangerlebnis<br />

garantiert als der im Music-Color-Set<br />

enthaltene Basslautpsrecher. Er erschien<br />

bisher nur in der Version Hochglanz-<br />

Schwarz. Der Heco Phalanx Micro 200A<br />

verfügt über einen direktstrahlenden 200<br />

Millimeter (mm) messenden Tieftöner,<br />

mit einem langen Hub und zwei seitlich<br />

eingebauten passiven Membranen der<br />

gleichen Größe. Alle drei bestehen dabei<br />

aus Aluminium. Dieser Werkstoff weist<br />

bis zu einem gewissen Grad eine hohe Festigkeit<br />

gegenüber Verwindungen auf. Der<br />

Verzicht auf eine Bassreflexresonanz und<br />

das Vertrauen auf eine maximal wirksame<br />

Membranoberfläche können sich<br />

positiv auf raumakustische Probleme in<br />

kleinen Zimmern auswirken. Für die Leistungsreserven<br />

werden von einer Digitalendstufe<br />

mehr als beachtliche 300 Watt<br />

Dauerleistung zur Verfügung gestellt. Somit<br />

werden Computerspiele oder Filme<br />

im maximal 25 Quadratmeter großen<br />

Raum zu einer körperlichen Erfahrung.<br />

Seine Anschluss- und Einstellmöglichkeiten<br />

stehen den großen Modellen seiner<br />

Zunft in nichts nach. Die Übernahmefrequenz,<br />

die sogenannte Phasenlage, die<br />

Einschaltautomatik und die Lautstärke<br />

sind zudem regelbar.<br />

Für die Regallautsprecher der 100er<br />

Serie bietet Heco auch den farblich passenden<br />

Music Colors Stand 100 an. Dieser<br />

ermöglicht eine freie Platzierung im<br />

Raum, denn für die frontseitigen Lautsprecher<br />

ist es besser, wenn sie nicht im<br />

Regal verschwinden, sondern die Bildfläche<br />

flankieren. Die Music Colors 100 erscheinen<br />

in den vier Hochglanzvarianten<br />

Espresso/Wenge, Rot, Weiß und Schwarz.<br />

Das Konstruktionsprinzip entspricht dem<br />

2-Wege-Bassreflexsystem und beinhaltet<br />

eine 25-mm-Gewebekalotte als Hochtöner<br />

und einen 110-mm-Tiefmitteltöner<br />

mit Papiermembran. Eine zwischen beiden<br />

Schallstrahlern platzierte Bassreflexöffnung<br />

rundet das Antlitz ab und er-<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Stock.xchng<br />

58 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Anschlüsse<br />

Dem kleinen Subwoofer fehlt nichts was<br />

die Großen auch zu bieten haben<br />

möglicht somit auch eine Aufstellung im<br />

Bücherregal – optimal zum Musik hören.<br />

Der kleine Music Colors Center 80<br />

präsentiert sich dagegen als eine geschlossene<br />

2-Wege-Konstruktion, mit<br />

dem schon genannten Hochtöner aber<br />

noch zwei zusätzlichen 90-mm-Tiefmitteltönern.<br />

Beide Konstruktionen können<br />

mit einer magnetisch haftenden Abdeckung<br />

ihren technischen Anblick verbergen<br />

und mit kleinen Gummifüßen gegen<br />

ein Verrutschen gesichert werden. Auf<br />

der Rückseite bieten sie jeweils ein Paar<br />

Lautsprecheranschlüsse für die üblichen<br />

Verbindungsarten an. Im Unterschied zu<br />

den kleinen Lösungen für den Surround-<br />

Betrieb werden diese Konstruktionen mit<br />

einer unteren Impedanz von 4 Ohm angegeben.<br />

Die Messungen im Audiolabor<br />

konnten diese Angaben für die Impedanzgänge<br />

nachhaltig bestätigen. Achtung:<br />

Für AV-Receiver*, die nur eine Lautsprecherimpedanz<br />

von 6 Ohm unterstützen,<br />

Dieser Surround-Typ sind Sie<br />

können unter Umständen Schäden durch<br />

Überhitzung an den Endstufen- und<br />

Netzteilschaltungen entstehen. Bei der<br />

Auswahl der Komponenten ist darauf also<br />

unbedingt zu achten.<br />

Klanglich agiert das hier vorgestellte<br />

Surround-Set am vorteilhaftesten in<br />

Räumen, die nicht zu spärlich möbliert<br />

sind. Wenn die automatische Einmessung<br />

des AV-Receivers für die Music Colors 100<br />

eine Trennfrequenz von 70 Hz ermittelt<br />

und für den Center 120 Hz, dann ergibt<br />

sich ein deutlich homogeneres Klangbild.<br />

Sollte eine Aufstellung im Bücherregal<br />

erfolgen, ist es lohnenswerter die<br />

Trennfrequenzen zu erhöhen, somit wird<br />

die Neigung zum Dröhnen vermindert,<br />

weil der aktive Tieftöner mehr Bassenergie<br />

übernehmen muss. Der Subwoofer<br />

Phalanx Micro 200A ist in der Lage, aufgrund<br />

seiner geschlossenen Bauweise und<br />

der zusätzlichen Membranen straffe und<br />

kräftige Bassimpulse abzustrahlen - perfekt<br />

für ein Action-Gewitter auf Blu-ray.<br />

Er zeigt für die empfohlene Raumgröße in<br />

der Unterstützung von musik- und filmrelevanten<br />

Frequenzanteilen eine nicht<br />

zu Übertreibungen neigende Performance<br />

auf. Die Sprachverständlichkeit des Center-Speakers<br />

ist als gut bis sehr gut einzustufen.<br />

Sein Abstrahlverhalten könnte in<br />

der horizontalen Ebene aber etwas breiter<br />

sein, damit auch diejenigen, die nichtdirekt<br />

im Mittelpunkt sitzen, eine ungefärbte<br />

Sprachwiedergabe erfahren. In der<br />

Praxis ist dieser Effekt dennoch nicht zu<br />

aufdringlich, fällt Kennern aber trotzdem<br />

auf. Besonders hervorzuheben ist, dass<br />

Wenn Sie wissen wollen, welche Surround-Ausstattung zu Ihnen und Ihrer Wohnumgebung am<br />

besten passt, dann klären Sie für sich folgende Ansprüche:<br />

Kriterien Surround-Set Soundbar<br />

Platzbedarf<br />

Aufwand und<br />

Machbarkeit<br />

geeignete<br />

Wohnraumsituation<br />

Ambitionen<br />

Anspruch an<br />

den Ton<br />

Kosten<br />

Platz für den Aufbau von<br />

Lautsprechern vorhanden<br />

keine Scheu vor Verkabelung und<br />

optisch ansprechender<br />

Verlegung<br />

gut möblierter Raum,<br />

wenig leere Wände,<br />

geringer Nachhall<br />

Zusatzdienste des AV-<br />

Receivers als Heimkinozentrale,<br />

keine Technikverdrossenheit<br />

Surround-Abmischung im vollen<br />

Umfang erleben<br />

Mehrkosten durch AV-Receiver,<br />

Lautsprecher, Zubehör, Kabel,<br />

Verlegung<br />

wenig Platzbedarf,<br />

direkt unter dem Fernseher anzubringen<br />

geringer Verkabelungsaufwand,<br />

optisch unauffällig<br />

gering möblierter Raum, leere Wände,<br />

stärkere Schallrefl exionen<br />

schnelle Ein-Knopfbedienung,<br />

kaum Zusatzdienste<br />

Ton unterstützt Bild mit<br />

Surround-Illusionen<br />

Setpreis deckt meist alle Kosten ab<br />

es keine nennenswerten Überbetonungen<br />

von S-Lauten gibt und der Lautsprecher<br />

auch nicht zum „zischeln“ neigt.<br />

Die vier anderen Lautsprecher vom<br />

Typ Music Colors 100 haben einen leicht<br />

helleren Klangcharacter, damit stützen<br />

sie ein detailreiches und sehr offen klingendes<br />

und lebendiges Surround-Klangbild,<br />

in dem Bewegungen im Surround-<br />

Feld sehr gut lokalisierbar sind. Insgesamt<br />

präsentiert sich dieses Set gleichwohl<br />

als Geheimtipp für Klang-, Style- und<br />

preisbewusste Anwender. Der geringe<br />

Platzbedarf bekommt ebenso kleineren<br />

Wohneinheiten zugute und Heco liefert<br />

demnach mit der Music-Color-Serie eine<br />

kompakte und ambitionierte Alternative<br />

zu einer Soundbar ab.<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Ausstattung<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Informationen<br />

Maße und Gewicht<br />

Maße B/H/T, Gewicht<br />

erhältliche Farben<br />

Technische Daten<br />

Arbeitsweise Satelliten Center<br />

empfohlene Verstärkerleistung<br />

Impedanz<br />

Montagesystem<br />

Subwoofer, Membrangröße,<br />

Prinzip, Leistung<br />

Subwoofer Frequenzgang<br />

Herstellerangabe<br />

Bewertung<br />

Heco<br />

Music Colors 100,<br />

Music Colors Center 80,<br />

Phalanx Micro 200A<br />

199 Euro/196 Euro pro Stück<br />

159 Euro/159 Euro pro Stück<br />

549 Euro/549 Euro pro Stück<br />

www.heco-audio.de<br />

15 × 23,5 × 20 cm; 3,1 kg<br />

28,6 × 11,5 × 12,8 cm; 2,4 kg<br />

23,8 × 24,5 × 27 cm; 7,8 kg<br />

Hochglanz Espresso/Wenge,<br />

Rot, Weiß, Schwarz<br />

Center u. Micro 200A in<br />

Hochglanz Schwarz<br />

Front/Satelliten: 2-Wege-<br />

Bassreflex, Öffnung vorn<br />

Center: 2-Wege, geschlossenes<br />

Gehäuse<br />

Front/Satelliten: 20–120 W<br />

Center: 20–120 W<br />

Front/Satelliten: 4 Ohm<br />

Center: 4 Ohm<br />

optionale Stative<br />

20 cm, Direktstrahler plus<br />

2 Passivmemebranen, 325 W RMS<br />

22–200 Hz<br />

Audio<br />

Basswiedergabe sehr gut 9,5/11<br />

Mittenwiedergabe gut 9/11<br />

Höhenwiedergabe sehr gut 9,5/11<br />

Räumlichkeit sehr gut 9,5/11<br />

Neutralität sehr gut 9,5/11<br />

Lebendigkeit/Impulstreue sehr gut 9,5/11<br />

Dynamikverhalten gut 9,5/11<br />

Abstrahlverhalten<br />

Center Lautsprecher<br />

sehr gut 3/5<br />

Wiedergabequalität gut 69/82<br />

Ausstattung sehr gut 8/9<br />

Benutzerfreundlichkeit sehr gut 8/9<br />

Gesamt<br />

85 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

sehr gut<br />

Wertung<br />

Ein stylisches Surround-Set, welches sich für Musik, Filme und<br />

Spielekonsolen gleichsam anbietet. Die kompakten Maße und die<br />

Farbvariationen ermöglichen einen großen Gestaltungsspielraum.<br />

sehr gut 85 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 59


Test Audio/Multimedia<br />

Soundbar<br />

Der einzige optische Unterschied<br />

zum Vorgängersystem ist das<br />

THX-Siegel an der Front<br />

83 %<br />

gut<br />

Teufel<br />

Cinebar 51 THX<br />

Testergebnis<br />

5.2012<br />

TEUFEL CINEBAR 51 THX<br />

Besserer Sound dank THX?<br />

Seit vielen Jahren ist das THX-Siegel aus dem Heimkino nicht mehr wegzudenken und prangt neben AV-Receivern* auch auf<br />

Flachbildfernsehern. Mit der Auszeichnung für Soundbars erschließt das vermeintliche Gütesiegel des Star-Wars-Schöpfers nun<br />

einen neuen Produktbereich. Ob die Wiedergabequalität wirklich besser ausfällt, kann nur der Test zeigen.<br />

MARTIN HELLER<br />

Anschlüsse<br />

Schade: Ohne HDMI bleibt der HD-Mehrkanalton<br />

der Blu-ray Disc außen vor<br />

Die Soundbar kommt im edlen<br />

schwarzen Glanzlack daher und<br />

verfügt an der Front über einen<br />

kleinen Bildschirm sowie grundlegende Bedienelemente.<br />

Auch die USB-Schnittstelle<br />

kommt an dieser Stelle unter und ermöglicht<br />

das spontane Anstecken von Massenspeichern.<br />

Auf der Rückseite befinden sich<br />

neben zwei Stereo-Cinch-Eingängen zwei<br />

digitale Anschlüsse, wobei die Verbindung<br />

mit koaxialem oder optischem Kabel per<br />

S/PDIF* möglich ist. Decoder für die Mehrkanaltonformate<br />

AC3 und DTS sind integriert.<br />

Einzig die Möglichkeit, das Signal<br />

auch per HDMI* zuzuspielen, wäre noch<br />

wünschenswert. Sollten Sie die Montage an<br />

der Wand mithilfe der rückseitigen Bügel<br />

bevorzugen, erfolgt der Anschluss völlig<br />

problemlos, denn praktische Winkeladapter<br />

für jeden Anschluss sind bereits mitgeliefert.<br />

Unter der Frontblende befinden<br />

sich pro Seite ein Hochtöner (Aluminium),<br />

ein Mitteltöner sowie ein Tiefmitteltöner<br />

(jeweils beschichtete Zellulose).<br />

Die Wiedergabe tiefster Frequenzen<br />

übernimmt der Subwoofer CB 51 SW mit<br />

einer seitlich angebrachten 25-Zentimeter-Zellulose-Membran.<br />

Das Bassreflex-<br />

System liefert eine Tiefenwiedergabe von<br />

bis zu 35 Hertz und stellte im Testraum<br />

mehr als genug Leistung zur Verfügung.<br />

Installation und Einrichtung des Systems<br />

funktionieren völlig intuitiv. Alle Einstellungen<br />

können Sie komfortabel per Fernbedienung<br />

vornehmen, was besonders bei<br />

der Lautstärkeanpassung des Subwoofers<br />

hilfreich ist.<br />

Um die Akustik der Soundbar an<br />

Standort und Geschmack anzupassen,<br />

bietet Teufel eine umfangreiche Klangsteuerung.<br />

Mithilfe verschiedener Equalizer-Voreinstellungen,<br />

kategorisiert nach<br />

Musikrichtungen, können Sie experimentieren,<br />

bis das gewünschte Ergebnis erreicht<br />

ist. Wichtiger ist jedoch die Wahl<br />

des Raumklang-Modus. Während die<br />

Einstellung „Stereo“ eine unverfälschte<br />

Zweikanaltonwiedergabe garantiert, handelt<br />

es sich bei den Varianten „Reference“<br />

und „Wide“ um Surround-Simulationen<br />

auf Basis der Dolby-Virtual-Speaker-Technologie<br />

(Erklärung siehe nächste Seite).<br />

Dabei hat die Reference-Einstellung den<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis/Straßenpreis<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Farben<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

Teufel<br />

Cinebar 51 THX<br />

799 Euro/799 Euro<br />

101,3 × 13,3 × 12 mm (Soundbar);<br />

30,5 × 42 × 46 mm (Subwoofer)<br />

8,6 kg (Soundbar),<br />

17,2 kg (Subwoofer)<br />

Schwarz<br />

www.teufel.de<br />

koaxial<br />

optisch<br />

Cinch<br />

HDMI<br />

3,5-Klinke<br />

Eingänge 1 1 2<br />

Ausgänge<br />

Sonstige<br />

1 × USB-Schnittstelle für<br />

Massenspeicher<br />

Features<br />

Subwoofer<br />

Fernbedienung<br />

Individuelle<br />

Klangeinstellungen<br />

3D-Raumklag<br />

Lautsprecheranbindung kabellos<br />

Bewertung<br />

3D-Raumklang-Bild sehr gut 30/35<br />

Wiedergabequalität sehr gut 31/35<br />

Ausstattung ausreichend 8/15<br />

Benutzerfreundlichkeit ausgezeichnet 14/15<br />

Gesamt<br />

83 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

befriedigend<br />

Wertung<br />

Die Cinebar 51 THX ist eine klare Aufwertung des Fernsehtons. Auch<br />

die Surround-Simulation funktioniert beeindruckend gut, allerdings<br />

muss dafür die optimale Sitzposition eingehalten werden.<br />

gut 83 %<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Loewe, Teufel<br />

60 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Anspruch, den Klangcharakter weitestgehend<br />

unbeeinflusst zu lassen, was auch gelingt.<br />

Die Wide-Einstellung sorgt hingegen<br />

für eine Bassverstärkung, schafft aber eine<br />

beeindruckende Verbreiterung der akustischen<br />

Bühne.<br />

Sowohl im Stereo-Modus als auch<br />

in den Surround-Modi weiß Teufel mit<br />

einem angenehmen, vollen Klangbild ohne<br />

aufdringliche Überzeichnungen zu überzeugen.<br />

Im Mittenbereich zeigt die Soundbar<br />

eine charakteristische Färbung auf, die<br />

je nach EQ-Einstellung variiert. Besonders<br />

bei Sprache wird diese hörbar. Der<br />

Subwoofer überzeugt durch Tiefgang, im<br />

Modus Wide wird er jedoch stärker beansprucht<br />

und außerdem teilweise lokalisierbar.<br />

Der Surround-Effekt stellt sich aber<br />

nur bei einer mittigen Hörposition ein. In<br />

beiden Modi werden insbesondere Höhenanteile<br />

auch diskret aus der Position virtueller<br />

Surround-Lautsprecher lokalisierbar.<br />

Zwar wird nicht die Räumlichkeit eines<br />

5.1-Sets erreicht, aber im Gegensatz zum<br />

flachen Fernsehton stellt dieses Verfahren<br />

eine große akustische Verbesserung dar.<br />

Doch klingt die Soundbar dank des<br />

THX*-Logos letztlich besser? Bereits vor<br />

einem Jahr war Teufels Cinebar 50 zu Gast<br />

in der Redaktion. Seitens der Hardware<br />

scheint sich dem Datenblatt zufolge nicht<br />

viel getan zu haben, der entscheidende Unterschied<br />

ist demnach die Auszeichnung<br />

mit dem THX-Gütesiegel. Dieses steht in<br />

diesem Fall nicht unbedingt für eine Verbesserung<br />

des ohnehin schon überzeugenden<br />

Klangs. Vielmehr dient es dem<br />

Käufer als eine zusätzliche Orientierung,<br />

denn das Gerät erfüllt die hohen Qualitätsstandards<br />

der THX-Prüfstelle, was letztlich<br />

als Bestätigung der Ingenieurskunst<br />

der Teufel-Techniker gilt.<br />

Hintergrund: Surround ohne Satelliten-Lautsprecher<br />

Trotz lediglich zweier Stereolautsprecher soll<br />

mit der Cinebar 51 THX der Raumklang eines<br />

5.1-Systems simuliert werden. Empörte Rufe<br />

nach Audio-Voodoo sind hier jedoch fehl am<br />

Platz, <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> erklärt die Technologie<br />

hinter diesem psychoakustischen Trick.<br />

Die Idee, Raumklang über zwei Lautsprecher<br />

zu erzeugen, kommt ursprünglich aus dem<br />

Kopfhörerbereich. Dazu wurden sogenannte<br />

Kunstkopfmikrofone entwickelt, welche aus<br />

einem ausmodellierten Kopf samt einer „Durchschnitts-Ohrmuschel“<br />

bestehen und anstelle<br />

der Trommelfelle befi nden sich zwei Mikrofone.<br />

Dadurch sind die durch Refl exionen und Beugung<br />

an Kopf und Ohrmuschel entstandenen<br />

Veränderungen bereits im aufgenommenen Signal<br />

enthalten. Diese Information, die HRTF<br />

(Kopfübertragungsfunktion), wird von unserem<br />

Gehirn ausgewertet und unter Kopfhörern haben<br />

Sie das Gefühl, dass sich die Geräusche<br />

in einem weiten Radius um den Hörer herum<br />

bewegen. Die Kopfhörer sind deshalb wichtig,<br />

da die Aufnahme des rechten Ohres beim<br />

Hören ausschließlich an das rechte Ohr gelangen<br />

darf und umgekehrt. Problematisch:<br />

Bei der Lautsprecherwiedergabe kommen die<br />

jeweiligen Signale generell an beiden Ohren an.<br />

Crosstalk Cancellation: Jeder Kanal erreicht<br />

ausschließlich das entsprechende Ohr<br />

Deshalb kombiniert etwa der Algorithmus Dolby<br />

Virtual Speaker zwei Technologien miteinander:<br />

Der Ton wird mit einer vorgegebenen HRTF berechnet,<br />

und zusätzlich kommt die sogenannte<br />

Crosstalk Cancellation, ein Filter nach dem<br />

Gegenschall-Prinzip, zum Einsatz (siehe Abbildung).<br />

Postwendend funktioniert die Wiedergabe<br />

via HRTF und man kann wie unter Kopfhörern<br />

plötzlich Surround-Sound erleben, obwohl keine<br />

Satelliten-Lautsprecher zum Einsatz kommen.<br />

In der Praxis bedeutet das vor allem, dass sich<br />

der Kopf des Hörers in einer optimalen Position<br />

befi nden muss. Problematisch wird es jedoch ab<br />

zwei Zuhörern, denn bei diesem Ansatz kann<br />

sich immer nur eine Person in der optimalen<br />

Hörposition befi nden.<br />

Selbst wenn Sie sich im sogenannten Sweetspot<br />

befi nden, fällt der Surroundeindruck nicht immer<br />

sofort optimal aus, denn die zur Berechnung<br />

verwendete HRTF fußt auf einem Durchschnittswert<br />

und kann so von Ihrer persönlichen Kopfübertragungsfunktion<br />

abweichen. Diese Durchschnitts-HRTF<br />

muss teilweise also erst vom<br />

Hörer „erlernt“ werden, um das Erlebnis in der<br />

Praxis zu verbessern. Unser Tipp: Nehmen Sie<br />

Filme mit Mehrkanalton und vielen Surround-<br />

Effekten, deren akustischer Inhalt Ihnen bereits<br />

bekannt ist, und variieren Sie langsam Ihren<br />

Sitzabstand, um den optimalen Rundumklang<br />

zu fi nden. Achtung: Natürlich sind dem Ansatz<br />

akustische Grenzen gesetzt und auch die Räumlichkeit<br />

trägt ihren Teil zum Klangerlebnis bei.<br />

Insgesamt zieht eine virtuelles Surrounderlebnis<br />

im Vergleich mit einem diskreten 5.1-Lautsprecheraufbau<br />

bisher oftmals klar den Kürzeren.<br />

Noch mehr Surround<br />

Schallprojektoren nutzen gezielt Refl exionen,<br />

um Surround-Sound zu simulieren<br />

Teufel setzt bei seiner Cinebar 51 THX auf die<br />

Dolby-Virtual-Speaker-Technologie. Diese basiert,<br />

wie im Text beschrieben, auf HRTF-Berechnungen<br />

und Crosstalk Cancellation. Auch<br />

DTS hat mit Surround Sensation Speaker eine<br />

derartige Technologie entwickelt, die zum<br />

Beispiel bei Laptops anzutreffen ist. Die DTS-<br />

Tochter SRS bietet ebenfalls verschiedene<br />

Technologien an, bei denen teilweise sogar<br />

mehrere Personen gleichzeitig den Effekt erleben<br />

können sollen. Verschiedene Hersteller<br />

setzen zudem auf hauseigene Verfahren, wie<br />

zum Beispiel Samsung mit seiner Soundbar<br />

HW-D570 (siehe <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5/2011).<br />

Einen komplett anderen Weg geht Loewe<br />

mit seinem Sound Projector und verbaut<br />

in einer Soundbar ganze 42 Lautsprecher.<br />

Diese werden an den Raum angepasst und<br />

nutzen gezielt Refl exionen, um den Eindruck<br />

zu vermitteln, der Ton käme aus verschiedenen<br />

Richtungen, was in der Praxis zu<br />

einem beeindruckenden Rundumklangerlebnis<br />

führen kann.<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 61


Test Audio/Multimedia<br />

Airplay-Speaker<br />

VIER AIRPLAY-LAUTSPRECHER IM VERGLEICH<br />

Musik aus der Luft<br />

Klein, leicht und elegant sind die reinen Airplay-Speaker, die mit trendigen Farben und ungewöhnlichen Designs auf sich<br />

aufmerksam machen. Dass der Streaming*-Standard auch noch leicht zu handhaben ist, zeigt unser Test. Wie Sie beispielsweise<br />

Ihrem iPhone Gehör verschaffen, erfahren Sie in unserer vorangestellten Schritt-für-Schritt-Anleitung. TORSTEN PLESS<br />

Bang & Olufsen Beolit 12 Seite 64<br />

Bowers & Wilkins Zeppelin Air Seite 65<br />

Philips Soundsphere DS9800W Seite 66<br />

Teufel iTeufel Air Seite 67<br />

Wer kennt es nicht: Man findet die<br />

Lieblings-CD nicht wieder, Vinyls<br />

lassen sich nur im Wohnzimmer<br />

und nicht in der Küche hören und den<br />

einzigen MP3*-fähigen Player hat gerade<br />

der Mitbewohner beschlagnahmt. Diese<br />

alltäglichen Stolpersteine versucht Apple<br />

mit seiner Airplay-Funkübertragung aus<br />

dem Weg zu Räumen. Als Alternative zum<br />

klassischen Netzwerktreaming werden per<br />

Airplay ebenfalls Bild- und Tondaten an<br />

Endgeräte wie den Apple TV übertragen.<br />

Während aktuelle AV-Receiver* auch Videosignale<br />

empfangen, beleuchten wir mit<br />

unserem Test eine noch recht junge Produktkategorie:<br />

den Airplay-Speaker. Neue<br />

Standards bedeutet auch immer neue Möglichkeiten.<br />

Lautsprecher und Verstärker<br />

befinden sich bei den Airplay-Speakern<br />

direkt in einem Gehäuse, was eine deutlich<br />

höhere Aufstellungsfreiheit mit sich bringt.<br />

Auch vom typischen Kabelsalat bleibt man<br />

auf diese Weiße verschont. Durch die hohen<br />

Übertragungsbbandbreiten, die das<br />

kabellose Internet, sprich WLAN*, mittlerweile<br />

bietet, lassen sich auch Audiodaten<br />

über die Luft in CD-Qualität übertragen.<br />

Entscheidet man sich doch für eine<br />

Netzwerkverbindung via Kabel, erhält<br />

man eine höhere Reichweite und umgeht<br />

Hindernisse, wie Nachbarzimmer mit dicken<br />

Betonwänden, die die Qualität der<br />

WLAN-Übertragung unter Umständen<br />

mindern können. Wie unser Test zeigt,<br />

öffnet Apple mit seinem Airtune-Nachfolger<br />

Airplay auch Drittherstellern die<br />

Türen zur Airplay-Schnittstelle. Seitdem<br />

sprießen nahezu täglich neue kompatible<br />

Produkte auf den Markt, vom AV-Receiver<br />

bis zur Lautsprecher-Dockingstation.<br />

Die Kategorie der Airplay-Speaker haben<br />

wir uns etwas genauer angesehen und<br />

unterschiedliche Testkandidaten für die<br />

verschiedenen Ansprüche herausgesucht.<br />

Darunter befinden sich solch große Marken<br />

wie Bowers & Wilkins, Bang & Olufsen,<br />

Philips und Teufel, die sich bereits<br />

mit großen Hi-Fi-Systemen einen Namen<br />

gemacht haben.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, B&W, Teufel<br />

62 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


So holen Sie alles aus Airplay heraus<br />

Voraussetzungen:<br />

- iTunes für Mac/PC (mind. 10.2) oder ein<br />

mobiles Apple-Gerät (mind. iOS 4.2)<br />

- Apple TV ab 2. Generation oder ein<br />

Airplay-Receiver eines Drittherstellers<br />

- kabelloses Netzwerk<br />

- Audio,- Video,- Fotodateien<br />

Schritt 1: Verbinden Sie Ihren Computer, iPhone, Apple TV oder ein Airplay-<br />

Gerät eines Drittherstellers mit Ihrem Netzwerk. Achten Sie darauf, dass<br />

alle Geräte auf dem neuesten Stand sind und installieren Sie falls nötig die<br />

aktuellsten Updates.<br />

Schritt 2: Benutzen Sie eines Ihrer mobilen Geräte, um Musik auf einen<br />

Airplay-Empfänger zu streamen. Öffnen Sie dazu iTunes oder den iPod-<br />

Player und wählen im dargestellten Airplay-Symbol das entsprechende<br />

Wiedergabegerät aus.<br />

Schritt 3: Streamen Sie Videos auf einen Airplay-fähigen AV-Receiver<br />

oder Apple TV. Nutzen Sie dazu aus iTunes geladene Videos und spielen<br />

Sie diese direkt im Programm ab. Mit einem Klick auf das dargestellte<br />

Airplay-Symbol wechseln Sie von den internen Lautsprechern zum AVR.<br />

Schritt 4: Um den iOS-Screen auf einem Fernseher darzustellen, betätigen<br />

Sie zweimal den Home-Button des Gerätes und wischen in der Leiste<br />

nach links. Mit einem weiteren Klick auf das Airplay-Zeichen wählen Sie<br />

den Airplay-Receiver, der das Bild an den angeschlossenen TV weitergibt.<br />

Schritt 5: Öffnen Sie die iOS-Bilder-App um Fotos auf einen Apple TV oder<br />

AVR zu streamen. Dazu wählen Sie innerhalb der App das dargestellte Airplay-Symbol<br />

und wählen den Empfänger. Auch die Slideshow-Funktion der<br />

Applikation wird samt Hintergrundmusik auf den Fernseher übertragen.<br />

Schritt 6: Auch Apps von Drittanbietern unterstützen Airplay. Halten Sie bei<br />

Musik-Anwendungen wie Spotify einfach Ausschau nach dem gewohnten<br />

Airplay-Symbol. Dies befindet sich in der Regel neben den Abspieltasten und<br />

dem Lautstärkebalken.<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 63


Test Audio/Multimedia<br />

Airplay-Speaker<br />

Mit integriertem Akku wird der<br />

Beolit 12 zum Allrounder in jeder<br />

Situation. Der Tragegriff begünstigt<br />

seine Mobilität<br />

5.2012<br />

86 %<br />

sehr gut<br />

Bang & Olufsen<br />

Beolit 12<br />

Testergebnis<br />

BANG & OLUFSEN BEOLIT 12<br />

„Mobiler Edelplayer“<br />

Der dänische Hersteller Bang & Olufsen<br />

blickt bereits auf eine lange Unternehmensgeschichte<br />

zurück, aus der heute<br />

nach über 80 Jahren der portable Beolit<br />

12 hervorgeht. Mit der Produktlinie B&O<br />

Play möchte man all denjenigen Kunden<br />

ein passendes Audioprodukt bieten, denen<br />

das bisherige Angebot zu kostspielig<br />

erschien. Wie bereits bei den edlen<br />

Fernsehermodellen ist auch die Verarbeitung<br />

des ersten Serienmodells der neuen<br />

Reihe – Bang & Olufsen Beolit 12 – auf<br />

höchstem Niveau. Sämtliche Elemente<br />

sind passgenau und durchdacht angebracht.<br />

Auch die verwendeten Materialien<br />

könnten hochwertiger kaum sein und so<br />

ist das verbaute Lautsprechergitter aus<br />

reinstem Aluminium. Sehr praktisch ist<br />

der angebrachte Ledertragegriff, der die<br />

kleine Airplay-Box zum wahren Picknickbegleiter<br />

werden lässt.<br />

Für das Design des B&O-Airplay-<br />

Speakers wurde Cecilie Manz, eine junge<br />

Gestalterin aus Kopenhagen, engagiert,<br />

die sich bereits bei bekannten Einrichtungsfirmen<br />

einen Namen machte. Seine<br />

Aus dem Testlabor<br />

Hinter einer versteckten Klappe verbirgt<br />

sich Platz für den mobilen Akkubetrieb<br />

Stärken spielt der Beolit 12 theoretisch im<br />

Freien aus, dort, wo weit und breit keine<br />

Steckdose in der Nähe vorhanden ist.<br />

Hier punktet der transportable Lautsprecher<br />

mit seinem eingebauten Akku, der<br />

den Airplay-Speaker bis zu 8 Stunden mit<br />

Energie versorgt. Dabei beschränkt sich<br />

die Wiedergabe allerdings auf Geräte, wie<br />

MP3-Player, die über den 3,5-Millimeter-<br />

Klinkeneingang mit dem Lautsprechersystem<br />

verbunden sind. Denn wie alle<br />

Airplay-Geräte benötigt auch der Beolit<br />

12 ein WLAN-Netzwerk, in dem sich<br />

sowohl Lautsprecher als auch das iTunes-<br />

Wiedergabegerät befinden. Bei ausreichender<br />

Übertragungsweite mag dies bis<br />

zum eigenen Balkon oder Garten reichen,<br />

weiter entfernte Orte bleiben hingegen<br />

außen vor. Befindet man sich in unmittelbarer<br />

Netzwerknähe, gelingt die Ersteinrichtung<br />

problemfrei und wird bei erfolgreicher<br />

Anmeldung mit einer optischen<br />

und akustischen Rückmeldung bestätigt.<br />

Seinen Mitspielern dient der Beolit 12 als<br />

mobiler Energielieferant und lädt bei Bedarf<br />

USB-Zuspieler sowie angeschlossene<br />

Apple-Geräte auf. Das passende Netzteil<br />

ist bereits im Gehäuseinneren, das dem<br />

angebrachten Ladekabel einen eigenen<br />

Stauraum auf der Rückseite bietet, verbaut.<br />

Die Oberseite des Speakers bietet<br />

eine transportfreundliche, gummierte<br />

Vertiefung, die vor Kratzern, Verrutschen<br />

und versehentlichem Herunterfallen<br />

abgelegter Zuspieler wie dem iPhone<br />

schützt. Sämtliche Bedien elemente<br />

sind beleuchtet und weisen einen angenehmen<br />

Druckpunkt auf. Eine Fernbedienung<br />

ist im Lieferumfang nicht enthalten,<br />

doch – typisch Bang & Olufsen –<br />

kann das Gerät mit Fernbedienungen<br />

älterer Produktmodelle bedient werden.<br />

Hinter dem umlaufenden Metallgitter befinden<br />

sich zwei Lautsprecher für Mitten<br />

und Höhen sowie ein 10-Zentimeter-Tieftonlautsprecher,<br />

der es schafft, dem Beolit<br />

12 trotz kompakter Baugröße erstaunlich<br />

präzise Bässe zu entlocken. Zwar blieben<br />

die tiefsten Töne der meisten Dubstep-<br />

Produktionen konstruktionsbedingt außen<br />

vor, ein tanzbares Bassfundament<br />

erlebten wir dabei dennoch. Auch über<br />

den weiteren Frequenzbereich wies der<br />

Airplay-Empfänger durchweg gute Wiedergabeeigenschaften<br />

auf. Dynamische<br />

Musik vergagener Dekaden mit abwechselnden<br />

lauten und leißen Passagen, spielten<br />

selbst unter Extrembedinungen ohne<br />

Verzerrungen auf.<br />

Reizt man das Klangvolumen jedoch<br />

bis zum Äußersten aus, klingen Vocals<br />

teilweise zu kräftig für den Rest der Musik.<br />

Da der Beolit aber nicht vorrangig<br />

für den stillen Heimgebrauch, sondern<br />

als „Unterwegslautsprecher“ mit<br />

hohem Spaßfaktor konzipiert ist, fällt<br />

dieser Punkt nur unwesentlich ins Gewicht.<br />

Vielmehr bringt der B&O die perfekten<br />

Voraussetzungen eines portablen<br />

Lautsprechers für Speichermedien mit<br />

3,5-Millimeter-Klinke mit – sprich MP3-<br />

Player und sämtliche Smartphones mit<br />

diesem Anschluss.<br />

Wertung<br />

B&O überzeugt mit seinem portablen Lautsprecher mit externem<br />

Audioeingang von der Studentenparty bis zum gemütlichen Leseabend<br />

durch die Bank weg.<br />

sehr gut 86 %<br />

Bilder: B&O, B&W<br />

64 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Bekanntes Deisgn mit neuer Technik:<br />

Die klassische iPod-Docking-<br />

Station Zeppelin gibt es jetzt auch in<br />

einer Airplay-Variante<br />

5.2012<br />

90 %<br />

sehr gut<br />

Bowers & Wilkins<br />

Zeppelin Air<br />

Testsieger<br />

BOWERS & WILKINS ZEPPELIN AIR<br />

„Gelungener Nachfolger“<br />

Bereits der Vorgänger Zeppelin aus dem<br />

Jahr 2008 schaffte es, sich in kürzester<br />

Zeit an die Spitze der reinen iPod-Dockingstationen<br />

zu spielen. Mit dem Zeppelin<br />

Air legt B&W nach und erweitert<br />

den Klassiker um die drahtlose Musikübertragungsphilosophie<br />

Airplay.<br />

Wo es auf den ersten Blick nur wenige<br />

äußerliche Veränderungen gibt,<br />

unterscheidet sich die neue Art des<br />

Musikbezugs radikal. Während sich<br />

das erste Modell vor rund vier Jahren<br />

noch rein auf den analogen Abgriff<br />

der iPod-Signale konzentrierte, ist mit<br />

der kabellosen Airplay-Übertragung<br />

der nächste große Schritt getan. Die<br />

alternative Dock-Verbindung bezieht<br />

ihre Daten neuerdings ebenfalls rein<br />

digital. Dies hat den Vorteil, das für<br />

die Wandlung in für uns verständliche<br />

analoge Töne die hochwertigen<br />

Bauteile des Zeppelin Air genutzt werden.<br />

Diese Übersteigen deutlich die<br />

Qualität der von Apple verwendeten<br />

Chipsätze. Mit einer USB-Schnittstelle,<br />

einem analogen und digitalen<br />

Aus dem Testlabor<br />

Hochwertige Chips verbessern den<br />

Klang des iPods deutlich<br />

Eingang sowie Compo site Video bietet<br />

der Zeppelin Air darüber hinaus noch<br />

weiterführende Ansteuerungsmöglichkeiten.<br />

Betrieben wird der Airplay-<br />

Lautsprecher jedoch am liebsten per<br />

Funk – die Ethernet*-Buchse ist vorrangig<br />

für die Ersteinrichtung vorgesehen.<br />

Die zunächst zierlich anmutende<br />

Dockingstation erweist sich bei näherer<br />

Begutachtung als äußerst stabil und<br />

wertet die elegante Gesamterscheinung<br />

mit einem angeschlossenen Apple-Gerät<br />

wie iPod Touch oder iPhone sogar<br />

noch auf. Zuspieler sind entweder über<br />

die im Design angepasste Fernbedienung<br />

oder direkt am Gerät anwählbar.<br />

Zwei Lautstärke- und eine Multifunktionstaste,<br />

die gleichzeitig An- und<br />

Ausschalter ist, runden die Gerätebedienung<br />

ab. Der Zeppelin Air wirkt<br />

dadurch sehr aufgeräumt und lässt<br />

sich beeindruckend leicht bedienen.<br />

Die farbigen LEDs in der Dockingstation<br />

geben Auskunft über die gewählte<br />

Quelle und den Betriebsstatus des Modells.<br />

Dies ermöglicht ebenfalls eine<br />

einfache und schnelle Bedienung. Der<br />

Druckpunkt aller Gerätetasten ist gut<br />

und unterstreicht die ausgezeichnete<br />

Verarbeitung.<br />

Bis auf die Dockingstation sind alle<br />

Anschlüsse auf der Geräterückseite angebracht,<br />

wo sich auch die Gehäuseöffnungen<br />

für eine kräftigere Basswiedergabe<br />

befinden. Die verbauten Lautsprecher<br />

strahlen wie bereits beim Vorgänger<br />

direkt nach vorn auf den Hörplatz<br />

ausgerichtet ab. An den beiden äußeren<br />

Gehäuseseiten sitzen die beiden Hochtöner,<br />

die ebenfalls in Bowers & Wilkins‘<br />

PC-Lautsprechern MM-1 zu finden<br />

sind. Auf halber Strecke zur Mitte<br />

sind die Mitteltonlautsprecher verbaut,<br />

die ebenso wie Hoch- und Tieftonlautsprecher<br />

mit eigenen Verstärkern<br />

betrieben werden.<br />

Die Wiedergabe überzeugte vor allem<br />

in der Stereodarstellung und ließ die<br />

Musik rings um den Zeppelin erklingen.<br />

In besonders vielschichtiger Musik<br />

waren einzelne Instrumente stets ortbar<br />

und herumwirbelnde Beats kreisten um<br />

den Zeppelin Air herum. Tiefe untere<br />

Mitten wurden kraftvoll übertragen,<br />

was sich in einer sauberen Grundtonabbildung<br />

äußerte, die den Präsenzund<br />

Hochtonbereich nur stellenweise<br />

verdeckt. Seine dynamischen Fähigkeiten<br />

stellte der Airplay-Lautsprecher<br />

mit schnellen Bassimpulsen dar, die<br />

straff reproduziert, jedoch ohne künstlichen<br />

Tiefgang wiedergegeben wurden.<br />

Der der Größe des Geräts angepasste<br />

Bassanteil ist nicht zuletzt den beiden<br />

Flowport-Reflexkanälen zu verdanken,<br />

die wir in ähnlicher Form bereits von<br />

den B&W Diamonds 800 kennen. Über<br />

die Klangkanäle wird auch nach hinten<br />

Schall abgestrahlt, der sich mit den<br />

vorderseitigen Wellen verbindet. Ein<br />

digitaler Signalprozessor versorgt die<br />

tiefen Frequenzen bei geringen Pegeln<br />

mit zusätzlicher Leistung.<br />

Wertung<br />

Mit dem Air-Upgrade ist B&W ein weiterer Meilenstein in der<br />

Erfolgshistorie gelungen, der sich nicht nur optisch von seinen<br />

Mitbewerbern abhebt.<br />

ausgezeichnet 90 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 65


Test Audio/Multimedia<br />

Airplay-Speaker<br />

Dem Philips Soundsphere<br />

DS9800W macht klanglich so<br />

schnell keiner etwas vor. Seine<br />

Wiedergabekompetenzen<br />

sammelte er bereits in den<br />

Soundsphere-Kompaktanlagen<br />

5.2012<br />

88 %<br />

sehr gut<br />

Philips<br />

Soundsphere DS9800W/10<br />

Testergebnis<br />

PHILIPS SOUNDSPHERE DS9800W/10<br />

„Airplay mit echten Lautsprechern“<br />

Mit dem SoundSphere DS9800W/10<br />

präsentiert Philips ein Airplay-System,<br />

das sich sowohl in Erscheinung als<br />

auch Klangeigenschaften von seinen<br />

Mitbewerbern unterscheiden soll. Das<br />

futuristische Auftreten der beiden Kompaktlautsprecher,<br />

die lediglich über eine<br />

Zwischenverbindung miteinander kommunizieren,<br />

wurde an die erfolgreiche<br />

Kompaktsystem-Serie Streamium angelehnt.<br />

Im Gegensatz dazu wird auf<br />

eine zusätzliche Steuerkonsole verzichtet<br />

und die Bedienung Airplay-typisch<br />

direkt in die Hand gelegt.<br />

Das Augenmerk des SoundSphere<br />

DS9800W/10 wurde auf elegantes<br />

Design gerichtet, das mit schwarzem<br />

Klavierlack und dunkler Metallumrandung<br />

für Aufsehen sorgt. Die<br />

Einfassung des Tieftonlautsprechers<br />

wird von einer teils polierten, teils gebürsteten<br />

Metall oberfläche gebildet, deren<br />

Verarbeitung wie beim kompletten<br />

System auf hohem Niveau liegt. Auch<br />

die Auswahl an beiliegendem Zubehör<br />

bietet mit zwei Tragetaschen, einer<br />

Aus dem Testlabor<br />

Der Hochtonlautsprecher befi ndet sich<br />

elegant über dem Gehäuse<br />

Fernbedienung und einem Klinkenkabel<br />

für jede Gelegenheit das passende<br />

Wohlfühl-Utensil. Die mitgelieferte<br />

Dockingstation erfüllt entgegen ersten<br />

Vermutungen reine Ladefunktionen<br />

für die diversen mobilen Apple-Geräte<br />

von iPhone über iPod Touch. Mit<br />

ihrer LED-Beleuchtung ist das Dock<br />

ebenfalls ein wahrer Hingucker und<br />

schlägt optisch die Brücke zu den Musikausgabegeräten.<br />

Alternativ zur Fernbedienung<br />

im passenden Design bietet<br />

Philips eine eigene Applikation in<br />

Apples App-Store an, die der Steuerung<br />

des SoundSphere DS9800W/10 dient.<br />

Die kostenfreie Fidelio- App bietet unter<br />

anderem Zugriff auf den iTunes-<br />

Equalizer, gespeicherte Playlisten, eine<br />

Uhr mit Weckfunktion sowie eine<br />

praktische Datumsanzeige. Das Design<br />

der Benutzeroberfläche lässt sich individuell<br />

konfigurieren – Metadaten<br />

wie Titel, Songnamen und Albencover<br />

werden auf der App sehr ansprechend<br />

dargestellt.<br />

Während Philips mit der Fülle an<br />

zusätzlichen Hilfsmitteln auftrumpft,<br />

beschränkt man sich bei der Wahl der<br />

Anschlussmöglichkeiten auf einen analogen<br />

3,5-Millimeter-Klinkeneingang<br />

sowie die Wireless-LAN-Ansteuerung.<br />

Per WPS (Wi-Fi Protected Setup) gelingt<br />

die Verbindung von selbst. Sollte<br />

die erstmalige Verbindung dennoch zu<br />

Problemen führen, steht der manuelle<br />

Weg über die IP-Adresse und eine Einrichtungsseite<br />

im Webbrowser bereit.<br />

Die erfolgreiche Verbindung zwischen<br />

Abspiel- und Wiedergabegerät wird anschließend<br />

mit einer LED auf der Geräterückseite<br />

signalisiert, die von einem<br />

akustischen Signal Unterstützung erhält.<br />

Die Stärken dieses Modells liegen<br />

in den Wiedergabequalitäten und den<br />

Möglichkeiten im Bassbereich.<br />

Während der typische Airplay-Lautsprecher<br />

aus einem Ein-Box-System besteht,<br />

nutzt Philips den Trumpf der<br />

beiden getrennten Lautsprecher. Mit<br />

zusätzlichen Gehäuseöffnungen auf deren<br />

Rückseite schaffen sie es, Tiefbass<br />

zu erzeugen, und spielten mit den ausgelagerten<br />

Hochtonlautsprechern ebenso<br />

feingeistig auf. Besonders Slap-Bass-<br />

Aufnahmen und Kick-Drum-Samplesaktueller<br />

R‘n‘B-Aufnahmen wussten –<br />

gemessen an der Größe der Lautsprecher<br />

– mit einem vollen Bassbereich zu<br />

überzeugen. Auch Rap- und Gesangsaufnahmen<br />

konnte das Fidelio-System<br />

naturgetreu abbilden, ohne die Stimmen<br />

dabei zu verwaschen. Durch die<br />

zwei getrennten Lautsprecher bietet<br />

das Gerät eine gute Stereowiedergabe<br />

und die Möglichkeit, die beiden Lautsprecher<br />

weit auseinander zu stellen.<br />

Durch das großzügig ausgelegte Verbindungskabel<br />

lassen sich die beiden<br />

Lautsprecher flexibel im Raum positionieren.<br />

Nur eines geht dabei nicht: die<br />

Soundsphere DS9800W/10 einfach in<br />

den Rucksack zu packen und mit in den<br />

Park zu nehmen.<br />

Wertung<br />

Mit der Aufstellungsflexibilität des Hochton-Lautsprechersystems<br />

ist das Hören – ganz WG-tauglich – auch weit außerhalb des Sofas<br />

möglich.<br />

sehr gut 88 %<br />

Bilder: Philips, Teufel<br />

66 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


Mit dem iTeufel Air hat die Berliner<br />

Lautsprecherschmiede einen der<br />

günstigsten Airplay-Speaker auf<br />

dem Markt, aber auch einen der<br />

Besten<br />

5.2012<br />

85 %<br />

sehr gut<br />

Teufel<br />

iTeufel Air<br />

Sieger Preis/Leistung<br />

TEUFEL ITEUFEL AIR<br />

„Preis- und Klangwunder“<br />

Teufel bietet mit dem iTeufel Air einen<br />

der derzeit günstigsten Airplay-fähigen<br />

Lautsprecher auf dem Markt. Dass dabei<br />

Klang, Funktion und Aussehen nicht<br />

auf der Strecke bleiben, war bei unserem<br />

umfangreichen Test schnell auszumachen,<br />

und so hatten wir es mit einem<br />

neumodischen Lautsprecher in Teufeltypischer<br />

Qualität zu tun.<br />

Das große, völlig in Weiß gehaltene<br />

Gehäuse wirkt sehr edel, zeitlos und<br />

gleichzeitig imposant. Der Lautsprecher<br />

mit schwarzer Stoffbespannung an der<br />

Vorderseite steht auf einem geschwungenen<br />

Fuß in eleganter Chromoptik.<br />

Zusätzliche Gummifüße unter dem Gehäuse<br />

sorgen zudem für einen sicheren<br />

Halt. Die Hauptfunktionstaste befindet<br />

sich auf der Rückseite des Lautsprechers,<br />

die für unseren Geschmack noch<br />

über eine zusätzliche Beleuchtung zur<br />

besseren Darstellung hätte aufgewertet<br />

werden können.<br />

Als musikalische Schnittstellen dienen<br />

die Airplay-Funkübertragung sowie<br />

der abgesetzt an der Geräterückseite<br />

Aus dem Testlabor<br />

angebrachte analoge Eingang. Das Aufbauen<br />

der drahtlosen Verbindung verlief<br />

im Test völlig problemfrei, und das<br />

auf zwei verschiedenen Wegen.<br />

In der ersten Variante wählt man<br />

eine Direktverbindung zwischen einem<br />

iTunes-fähigen Gerät und dem iTeufel<br />

Air, der ein eigenes Netzwerk bereitstellt.<br />

Wie bereits bei der Raumfeld-Serie<br />

sind dazu die beiden aufgelegten Tasten<br />

auf der Rückseite für einige Sekunden<br />

zu drücken, um die Verbindung<br />

aufzubauen. Anschließend wird der<br />

Airplay-Lautsprecher in der Liste verfügbarer<br />

WLAN-Netze angezeigt. Was<br />

sich in der Theorie als sehr einfache<br />

Möglichkeit der Direktverbindung darstellt,<br />

führte im Test zu gelegentlichen<br />

Verbindungsabbrüchen mit unserem<br />

Hausnetzwerk.<br />

Der klassische Weg über die Heimnetzwerkeinbindung<br />

dauert zwar einige<br />

wenige Sekunden länger, dafür hält das<br />

iPhone, iPad oder der iPod Touch seine<br />

bereits bestehende Verbindung aufrecht,<br />

was das parallele Surfen im Netz<br />

oder das zwischenzeitliche E-Mail-Abrufen<br />

weiterhin ermöglicht. Laut Hersteller<br />

wird so eine Verbindung von bis<br />

zu 40 Metern garantiert. Eine Status-<br />

LED hinter der Stoffabdeckung gibt<br />

Auskunft über den Betriebsmodus des<br />

Gerätes und darüber, ob die drahtlose<br />

Verbindung steht.<br />

Bei der Musikwiedergabe schlug<br />

sich Teufels Airplay-Speaker ebenso<br />

erfolgreich, was nicht zuletzt auf die<br />

insgesamt vier Hoch- und Mitteltonlautsprecher<br />

sowie den Subwoofer im<br />

Inneren des 6 Liter fassenden Gehäuses<br />

zurückzuführen ist. Der Lautsprecher<br />

weist ein sehr gutes Dynamikverhalten<br />

auf und der Mittenbereich wurde<br />

gut abgedeckt, sodass sich ein durchweg<br />

ausgewogenes Klangbild ergab. Die<br />

Grundtöne verschiedener Instrumente<br />

wurden gut dargestellt, was einen sehr<br />

neutralen, unaufgeregten Klang mit<br />

sich brachte, der auch Gesangsstimmen<br />

gut stand. Durch den konstruktionsbedingten<br />

Verzicht auf tiefste Bässe ist der<br />

iTeufel Air auch für die Wiedergabe höherer<br />

Schalldruckpegel geeignet. Dank<br />

der hohen Leistungsreserven kann das<br />

Gerät selbst größere Räume mit ausreichend<br />

Pegel beschallen, wodurch er sich<br />

auch in der Rolle des Party lautsprechers<br />

gut zurechtfindet.<br />

Der iTeufel Air verfügt über einen zusätzlichen<br />

Klinkeneingang für externe Quellen<br />

Der Speaker verbindet sich per Airplay<br />

und baut sein eigenes Netzwerk auf<br />

Wertung<br />

Der Teufel iTeufel Air fühlt sich nicht nur in der Rolle des Partybeschallers<br />

wohl, sondern eignet sich ebenso für den Multiroom-Betrieb<br />

um mit mehreren Speakern raumübergreifend Musik zu hören.<br />

sehr gut 85 %<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95 %: Referenzklasse, 94–90 %: ausgezeichnet, 89–85 %: sehr gut, 84–70 %: gut, 69–55 %: befriedigend, 54–40 %: ausreichend, 39–0 %: mangelhaft WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 67


Test Audio/Multimedia<br />

Airplay-Speaker<br />

Einsatzort entscheidend<br />

Torsten Pless,<br />

Redakteur<br />

Beim Kauf eines<br />

Airplay-Speakers<br />

müsste ich mich<br />

zwischen B&O und<br />

Teufel entscheiden.<br />

Mit der Möglichkeit<br />

einer direkten<br />

Funkverbindung<br />

zum iTeufel Air<br />

kann man seinen<br />

alten iPod Touch<br />

als Dauerplayer<br />

missbrauchen und<br />

schont damit die Akkuleistung des iPhones.<br />

Für den Einsatz im Park hingegen ist für mich<br />

der Beolit 12 mit eingebautem Akku und<br />

analogem Eingang unschlagbar.<br />

Der Testsieger von Bowers & Wilkins bietet<br />

die umfangreichste Ausstattung aller<br />

Testteilnehmer und überzeugt vor allem<br />

durch seine hochwertige Verarbeitung,<br />

seine vielseitigen Anschlussmöglichkeiten<br />

und seine Benutzerfreundlichkeit. Der<br />

Gesamtsieger ist wie kein anderes Gerät<br />

im Test für den unkomplizierten Zwischendurch-Musikgenuss<br />

geeignet. Das<br />

Produktdesign ist im Hinblick auf Optik,<br />

Anordnung und Größe ideal für die<br />

Aufstellung in den eigenen vier Wänden.<br />

Die Wake-on-LAN-Funktion ermöglicht<br />

einen bequemen energiesparenden Betrieb.<br />

Ihm ebenbürtig in der Verarbeitungsqualität<br />

ist das Philips-Modell und<br />

der Beolit 12 von Bang & Olufsen. Doch<br />

das zweitplatzierte Modell von Philips<br />

besitzt den deutlich besten Klang von<br />

allen getesteten Geräten und bot durch<br />

die getrennt voneinander aufstellbaren<br />

Lautsprecher als einziges Gerät im Test<br />

die Möglichkeit von echtem Stereogenuss.<br />

Auch im Dynamikverhalten und<br />

der Lebendigkeit der wiedergegebenen<br />

Titel konnte ihm keiner seiner Mitstreiter<br />

etwas vormachen. Teufel heizt seinen<br />

Konkurrenten mit dem Preis mächtig<br />

ein. Es ist das günstigste Modell im Test<br />

und spielt mit seinen guten Wiedergabeeigenschaften<br />

weit vorn im Feld mit. Das<br />

Preisleistungsverhältnis ist hier, bezogen<br />

auf den Klang, „sehr gut“. Aufgrund der<br />

hohen Lautstärkeausbeute eignet sich das<br />

System auch prima für die eine oder<br />

andere Party. Das Design ist dazu absolut<br />

wohnraumtauglich und kann zu<br />

einem richtigen Blickfang werden. Am<br />

B&O sticht besonders das hochwertige<br />

Retrodesign und der integrierte Akku<br />

hervor, welcher es ermöglicht, das Gerät<br />

bis zu 8 Stunden im vollen Funktionsumfang<br />

unterwegs zu nutzen. Die Wertigkeit<br />

der Materialien und die kompakte Größe<br />

überzeugten auf ganzer Linie. Er ist wunderbar<br />

als portables Gerät geeignet und<br />

kann aufgrund des geringen Gewichts<br />

auch mit in den Park genommen werden.<br />

Das Design ist für den Einsatzzweck mehr<br />

Günstige Alternative:<br />

Eine preisgünstigere Alternative zu den<br />

getesteten Airplay-Speakern bietet Panasonic<br />

mit dem SC-AP01EG-K. Mit sechs<br />

Zentimetern Tiefe zählt er zu den schlankesten<br />

Modellen auf dem Markt, was er<br />

unter anderem den beiden kompakten Nano-Bambus-Membranen<br />

zu verdanken hat.<br />

Ein USB-2.0-Anschluss dient den drahtlosen<br />

Apple-Wiedergabegeräten zum Laden. Über<br />

eine kostenfreie Panasonic-App sollen vier<br />

voreingestellte Equalizer ausgewählt werden<br />

können. Mit einer UVP von 200 Euro hebt<br />

sich der SC-AP01EG-K deutlich von seinen<br />

Konkurrenten ab.<br />

als gelungen, sodass man hier Praxisnähe<br />

mit modernster Gestaltung kombiniert.<br />

Im Test ist deutlich geworden, dass<br />

jedes Produkt ganz individuelle Vorzüge<br />

aufweist. Jeder kann sich nun seinen<br />

ganz persönlichen Testsieger herauspicken,<br />

sich zurücklehnen und entspannt<br />

und bequem den Klängen seiner<br />

Lieblingsmusik lauschen.<br />

Ausstattung Testsieger Sieger Preis/Leistung<br />

Allgemein<br />

Hersteller Bowers & Wilkins Philips Bang & Olufsen Teufel<br />

Modell Zeppelin Air Fidelio SoundSpehre DS9800W/10 Beolit 12 iTeufel<br />

Preis/Straßenpreis 600 Euro/600 Euro 1 000 Euro/630 Euro 700 Euro/665 Euro 500 Euro/500 Euro<br />

Maße B/H/T 64 × 17,3 × 20,8 cm 26,5 (Durchmesser) × 41 cm 23 × 18,8 × 13,3 cm 43,5 × 27 × 17,5 mm<br />

Gewicht 6,2 kg 12 kg 2,8 kg 5,7 kg<br />

Informationen www.bowers-wilkins.de www.philips.de www.beoplay.com www.teufel.de<br />

Farben Schwarz Schwarz Blau, Grau, Dunkelgrau, Gelb Schwarz-Weiß<br />

Technische Daten<br />

Arbeitsweise 2.1, aktiv 2.0, aktiv 2.1, aktiv 2.1, aktiv<br />

Bauform Bassrefl ex Bassrefl ex Bassrefl ex Bassrefl ex<br />

Endstufenleistung 150 W 100 W 120 W 100 W<br />

Anschlüsse<br />

WLAN, LAN, USB, analoger Klinkeneingang,<br />

WLAN, analoger Klinkeneingang<br />

WLAN, LAN, USB,<br />

WLAN, analoger Klinkeneingang<br />

optischer Klinkeneingang,<br />

Composite-Video-Ausgang<br />

analoger Klinkeneingang<br />

Wake-on-LAN ja nein nein nein<br />

Airplay/UPnP / / / /<br />

Internetradio<br />

Klangregelung ja (über iPhone) ja (5-Band-Equalizer intern) ja (über iPhone) ja (über iPhone)<br />

Akkubetrieb nein nein ja nein<br />

Bewertung<br />

Basswiedergabe gut 8/10 ausgezeichnet 9/10 gut 8/10 gut 8/10<br />

Mittenwiedergabe ausgezeichnet 9/10 ausgezeichnet 9/10 ausgezeichnet 9/10 ausgezeichnet 9/10<br />

Höhenwiedergabe ausgezeichnet 9/10 ausgezeichnet 9/10 gut 8/10 gut 8/10<br />

Neutralität ausgezeichnet 9/10 ausgezeichnet 9/10 gut 8/10 gut 8/10<br />

Räumlichkeit sehr gut 8,5/10 ausgezeichnet 9/10 gut 8/10 ausgezeichnet 9/10<br />

Dynamikverhalten sehr gut 8,5/10 gut 8/10 ausgezeichnet 9/10 gut 8/10<br />

Wiedergabequalität sehr gut 52/60 sehr gut 53/60 gut 50/60 gut 50/60<br />

Ausstattung Referenzklasse 19/20 gut 16/20 ausgezeichnet 18/20 gut 16/20<br />

Benutzerfreundlichkeit Referenzklasse 19/20 Referenzklasse 19/20 ausgezeichnet 18/20 Referenzklasse 19/20<br />

Gesamt 90 von 100 Punkten 88 von 100 Punkten 86 von 100 Punkten 85 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut<br />

Gesamtwertung<br />

ausgezeichnet sehr gut sehr gut sehr gut<br />

90 % 88 % 86 % 85 %<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic<br />

68 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


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Test Blu-rays<br />

Die besten Action-Blu-rays<br />

Editorial<br />

Tiemo<br />

Weisenseel,<br />

Redakteur<br />

Ich kann mich noch lebhaft<br />

erinnern, wie ich James<br />

Camerons wegweisendes<br />

Action-Feuerwerk „Terminator<br />

2“ vor zwanzig Jahren<br />

das erste Mal auf Video<br />

gesehen habe. Nie zuvor<br />

hatte mich ein Genre-Film<br />

dermaßen beeindruckt<br />

und nicht nur sprichwörtlich<br />

mit offenem Mund zurückgelassen.<br />

Die überwältigende Flut an Effekten und<br />

Explosionen, die perfekt inszenierte und<br />

bei aller Gigantomanie dennoch immer<br />

greifbare und glaubwürdige Action schufen<br />

einen filmischen Meilenstein, der eine<br />

ganz neue Ära des Blockbuster-Kinos einläutete.<br />

Mit jedem neuen Format, das den<br />

Home-Cinema-Bereich in den folgenden<br />

Jahren näher und näher an das Kinoerlebnis<br />

brachte (von der Laserdisc über die<br />

DVD bis hin zur Blu-ray) konnte man Arnold<br />

Schwarzenegger als T-800 in brillanterer<br />

Bild- und Ton-Qualität bewundern.<br />

Es gibt wohl kaum ein anderes Genre, das<br />

besser geeignet ist, die Grenzen der eigenen<br />

Heimkinoanlage bis zum Äußersten<br />

auszutesten. Wir haben Ihnen auf den folgenden<br />

Seiten einen kompakten Überblick<br />

über die spektakulärsten und lohnenswertesten<br />

Action-Kracher auf dem Bluray-Markt<br />

zusammengestellt. Schauen Sie<br />

doch einfach mal rein und entdecken<br />

Sie jede Menge Filme voller brodelndem<br />

Adrenalin, bombastischer Action und bestem<br />

Unterhaltungswert!<br />

Überblick: Aktuelle und kommende Action-Highlights auf Blu-ray<br />

Battleship<br />

23.8.<br />

Ein Action-Blockbuster<br />

wie er im Buche steht<br />

– der Bombast der Explosionen<br />

ist einfach<br />

außergewöhnlich!<br />

Heat (Warner Premium Collection)<br />

7.9.<br />

Warner bringt das<br />

bleihaltige Duell Pacino<br />

gegen De Niro in diesem<br />

Kult-Klassiker endlich<br />

auf Blu-ray heraus.<br />

Sucker Punch (Warner Premium Collection)<br />

7.9.<br />

Zack Snyders höchst umstrittener<br />

Beitrag zum<br />

Thema: Wie verstecke<br />

ich eine Botschaft hinter<br />

ausufernder Action.<br />

The Avengers<br />

13.9.<br />

Der dritterfolgreichste<br />

Film der Kino-Geschichte<br />

setzt im grandiosen<br />

Finale auch in Sachen<br />

Action Maßstäbe.<br />

Spartacus – Gods Of The Arena<br />

14.9.<br />

Das erfolgreiche Prequel<br />

zur Erfolgsserie<br />

setzt wie das Original<br />

auf heftige Kämpfe und<br />

massiven Körpereinsatz.<br />

James Bond – Bond 50 Jubiläums Collection<br />

24.9.<br />

Zum 50. Geburtstag der<br />

Agenten-Legende erscheinen<br />

alle bisherigen<br />

Bond-Kracher in einer<br />

spektakulären Box.<br />

Resident Evil – Damnation<br />

27.9.<br />

Auch die neueste Animationsvariante<br />

der<br />

beliebten Zombie-Hatz<br />

wird wieder für mächtig<br />

Gänsehaut sorgen.<br />

Die Tribute von Panem – The Hunger Games<br />

30.9.<br />

Die fantasievolle Endzeitvision<br />

bietet neben<br />

Jennifer Lawrence und<br />

einigen Denkanstößen<br />

auch knallharte Action.<br />

Topfavorit der Redaktion<br />

Liam Neeson bleibt seiner Linie treu<br />

und empfi ehlt sich mit diesem knallharten<br />

Survival-Abenteuer erneut als<br />

21.9.<br />

Action-Ikone des aktuellen Kinos.<br />

Inhalt<br />

Blu-ray-Tests: Die besten Actionfilme in HD!<br />

Terminator 2 – Judgement Day 71<br />

Rambo – First Blood 72<br />

Transporter 3 72<br />

The Expendables 73<br />

Das A-Team – Der Film 74<br />

Machete 75<br />

Das Bourne Ultimatum 75<br />

So prüft <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> die Blu-rays<br />

Bild<br />

Die Blu-ray wird nicht nur am klassischen<br />

Fernseher geprüft, sondern auch über einen<br />

HDTV-Beamer auf einer Leinwand mit einer<br />

Bilddiagonale von 3,35 Metern. Wir prüfen<br />

fünf Kategorien, wobei jeweils maximal zwei<br />

Punkte zu erreichen sind. Insgesamt kann die<br />

Disc im Bildtest also zehn Punkte erhalten.<br />

<strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> achtet auf „Kontrast“ und<br />

„Schärfe“, „Nachzieheffekte/Artefakte“ (also<br />

Ruckler, Standbilder, digitale Fehler, doppelte<br />

Konturen), „Farbdarstellung“ (feine Farbabstufungen<br />

sollten zur Geltung kommen) und<br />

den „Schwarzwert“ (das heißt, am Fernseher<br />

wird getestet, wie tief das Schwarz in dunklen<br />

Szenen wirklich ist).<br />

Stirb Langsam Quadrilogy 76<br />

Mission Impossible – Phantom Protokoll 77<br />

Lethal Weapon Collection 78<br />

R.E.D. – Älter. Härter. Besser. 78<br />

Crank 79<br />

22 Bullets 80<br />

Ton<br />

Wir prüfen Tonformat und Klang, wobei<br />

nicht gemessen, sondern gehört wird.<br />

Schließlich geht es beim Thema Heimkino<br />

um den Spaß am Erlebnis. Dabei berücksichtigen<br />

wir in jedem Fall die Originalmischung<br />

eines Films. Zum Testen ziehen<br />

wir jeweils die deutsche Tonspur und die<br />

Originalsprache heran. Die Disc muss sich in<br />

fünf Kategorien bewähren: Je zwei Punkte<br />

sind maximal zu erreichen bei „Tonformat“,<br />

„Raumklang/Raumtiefe“, „Rauschen“,<br />

„Dynamik“ (erleben wir beim Test einen<br />

lebendigen Ton, der die Lautsprecher entsprechend<br />

der Filmhandlung belastet?) und<br />

„Verständlichkeit der Dialoge“.<br />

Bilder: 20th Century Fox Home, Auerbach Verlag, Studiocanal, Universal Pictures Home, Universum, Warner Home Video<br />

70 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


Terminator 2 – Tag der Abrechnung<br />

Action<br />

Originaltitel Terminator 2:<br />

Judgement Day<br />

Vertrieb Studiocanal<br />

Bild VC-1, 2.35 : 1<br />

Ton DTS-HD MA 7.1<br />

Regisseur James Cameron<br />

Darsteller A. Schwarzenegger,<br />

E. Furlong<br />

Laufzeit 154 min<br />

FSK 16<br />

Start 26. Juni 2009<br />

Nach dem Erfolg des ersten „Terminator“-<br />

Films verlangte das Publikum nach mehr –<br />

mehr Action und vor allem mehr Arnold<br />

Schwarzenegger. Diesmal sollte er zu den<br />

Guten gehören, ohne seine typischen Terminator-Eigenschaften<br />

aufgeben zu müssen. Als<br />

Bedingung für sein Mitwirken an dem Projekt<br />

bestand Arnie darauf, den Terminator<br />

familienfreundlicher zu gestalten. Die „No<br />

Killing“- Regel stellte die Drehbuchschreiber<br />

Cameron und William Wisher Jr. vor<br />

eine immense Herausforderung. Die Frage<br />

war: Wie schafft man es, eine ehemals als<br />

Monster konzipierte Figur zu einem sympathischen<br />

Killerroboter zu machen, zumal<br />

der Terminator im ersten Teil bereits zerstört<br />

wurde? Die beiden entschieden sich für die<br />

Massenproduktion von T-800-Einheiten und<br />

ließen ein weiteres Modell von den Rebellen<br />

umprogrammieren. Statt zu vernichten, besteht<br />

sein Auftrag nun darin, ins Jahr 1995<br />

zurückzureisen und den zehnjährigen John<br />

Connor zu beschützen. Als Widersacher kreierten<br />

sie den T-1000 (Robert Patrick), der<br />

dank neuester Morphing-Technologie die Erscheinung<br />

fast sämtlicher Gegenstände und<br />

Personen annehmen kann. So erlangt das<br />

aufgefrischte Modell in Sachen Tarnung und<br />

Täuschung eine neue Dimension des Horrors.<br />

Als Steigerung zum ersten Teil versucht<br />

die dreiköpfige „Familie“ nun, die Ursache<br />

des Problems auszumerzen. Das Hauptquartier<br />

von Cyberdyne muss zerstört werden und<br />

mit ihm sämtliche Technologie, die zu Skynet<br />

führen könnte. Das ungewöhnliche Konzept<br />

US/1991<br />

mit dem bekehrten Monster ging auf und<br />

machte den Film zu einem der erfolgreichsten<br />

Action-Flicks aller Zeiten.<br />

FT<br />

Können denn diese Augen Sünde sein?<br />

Nun, tödlich sind sie auf jeden Fall!<br />

Robert Patrick in seiner bis heute eindrucksvollsten Rolle als erbarmungsloser T-1000<br />

Technik 7/10<br />

Bildqualität 7,5/10<br />

Tonqualität 6/10<br />

Film 10/10<br />

Einer der größten Actionfi lme aller Zeiten in einer klasse<br />

Edition, die sowohl vom Design als auch vom Inhalt her<br />

stimmt: Sammlerherz, was willst du mehr?<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 71


Test Blu-rays<br />

Die besten Action-Blu-rays<br />

Rambo – First Blood<br />

US/1982<br />

Thriller<br />

Originaltitel First Blood<br />

Vertrieb Studiocanal<br />

Bild VC-1, 2.35 : 1<br />

Ton DTS-HD HR 5.1<br />

Regisseur Ted Kotcheff<br />

Darsteller Sylvester Stallone,<br />

Richard Crenna<br />

Laufzeit 93 min<br />

FSK 16<br />

Start 2. September 2011<br />

Der Vietnamkrieg ist vorbei und Ex-Soldat<br />

John Rambo (Sylvester Stallone) versucht,<br />

sich wieder in den USA niederzulassen.<br />

Doch die Möglichkeit zur Resozialisierung<br />

wird der traumatisierten Kampfmaschine<br />

nicht gewährt. Teil eins der Reihe besitzt im<br />

Gegensatz zu allen Nachfolgern eine durchdachte<br />

Handlung um eine Gesellschaft, die<br />

ihre Soldaten nicht mehr wieder eingliedern<br />

will. Dadurch wirkt er fast wie das<br />

sozialkritische Arthaus-Exemplar unter den<br />

Actionfilmen. Mit ungemein dichter Atmosphäre,<br />

einem charismatischen Hauptdarsteller<br />

(Silvester Stallone am Anfang seiner<br />

Actionheld-Karriere sollte niemand, der etwas<br />

auf sich hält, verpassen) und knackigen<br />

Verfolgungsjagden mit Guerilla-Intermezzi<br />

wurde der Streifen zum Instant-Klassiker.<br />

Hey Kumpel, haste mal ne Mark? Auch Stallone musste einmal klein angefangen<br />

So alt wie der Film selbst sehen allerdings<br />

auch die Aufnahmen aus: verschwommen<br />

sowie farb- und kontrastarm will sich kaum<br />

ein Gefühl von High Definition einstellen.<br />

Außerdem klingt der deutsche Ton äußerst<br />

hohl. An Extras gibt es ein interessantes<br />

neues Kurzinterview mit Stallone, in dem<br />

er den vierten mit dem ersten Teil der<br />

„Rambo“-Reihe vergleicht.<br />

FT<br />

Technik 3,5/10<br />

Bildqualität 4/10<br />

Tonqualität 2,5/10<br />

Film 7,5/10<br />

„First Blood“ ist der beste Teil der Reihe. Leider überzeugt<br />

die Blu-ray nicht – Blut ist eben immer noch rot und<br />

nicht blau, und das wollen wir auch auf Blu-ray sehen!<br />

Transporter 3<br />

FR/2008<br />

Action<br />

Originaltitel Transporter 3<br />

Vertrieb Universum<br />

Bild VC-1, 2.35 : 1<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

Regisseur Olivier Megaton<br />

Darsteller Jason Statham,<br />

Jeroen Krabbé,<br />

Natalya Rudakova<br />

Laufzeit 104 min<br />

FSK 12<br />

Start 5. Juni 2009<br />

Der ehemalige Elitesoldat Frank Martin<br />

(Jason Statham) kommt nicht zur Ruhe. Sein<br />

entspannter Alltag an der französischen<br />

Küste wird jäh unterbrochen, als ein schwer<br />

verletzter Freund mitsamt Auto in sein Haus<br />

kracht. Im Auto befindet sich eine Frau (Natalya<br />

Rudakova). Sie weigert sich standhaft,<br />

aus dem Auto zu steigen, und verweist auf<br />

ihr Armband: Entfernt sie sich mehr als 20<br />

Meter vom Wagen, würde sie unweigerlich<br />

explodieren – also eine explosive Prämisse<br />

für eine weitere haarsträubende Story für<br />

alle Speed-Freaks. Fans bekommen bei Teil<br />

drei wieder eine geballte Ladung Action sowie<br />

104 Minuten Audi-Dauerwerbung pur.<br />

Dabei mutiert „Transporter 3“ an einigen<br />

Stellen zur Komödie, etwa dann, wenn Jason<br />

Statham mühelos einem Dutzend Bösewichtern<br />

nur mit Kampfsport Paroli bietet<br />

und dabei noch einen halben Striptease<br />

hinlegt. Auch die kulinarischen Gespräche<br />

entbehren nicht einer gewissen unfreiwilligen<br />

Komik. Wer den ersten und zweiten Teil<br />

gesehen hat, sollte zuschlagen, zumal „Transporter<br />

3“ an den Stil des Debütfilms anknüpft<br />

und beste Actionunterhaltung bietet.<br />

Von Nahaufnahmen bis hin zu Panoramafahrten<br />

hat die Blu-ray von „Transporter<br />

3“ jede Menge zu bieten. Den gesamten Film<br />

über zeigt sich ein hoher Schärfegrad. FD<br />

Jason Statham gilt mittlerweile als absoluter Garant für kompromisslose Action-Kost<br />

Technik 9/10<br />

Bildqualität 9/10<br />

Tonqualität 9/10<br />

Film 7/10<br />

Dünne, aber rasante Story mit brillanten Bildern und<br />

bestem Sound. Wer Blu-rays und Action mag, wird diesen<br />

Film lieben!<br />

Bilder: Splendid, Studiocanal, Universum<br />

72 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


The Expendables<br />

Action<br />

Originaltitel The Expendables<br />

Vertrieb Splendid<br />

Bild VC-1, 2,35<br />

Ton DTS-HD MA 7.1<br />

Regisseur Sylvester Stallone<br />

Darsteller Sylvester Stallone,<br />

Jason Statham, u. a.<br />

Laufzeit 104 min<br />

FSK 18<br />

Start 28. Januar 2011<br />

Der Boss einer Truppe hartgesottener und<br />

schon leicht angegrauter Söldner, Barney<br />

Ross (Silvester Stallone), bekommt vom CIA-<br />

Agenten „Church“ (Bruce Willis) einen Job<br />

angeboten: Church schickt die „Expendables“<br />

(übersetzt etwa: „die Entbehrlichen“) auf eine<br />

kleine Insel. Dort gibt es einen bösen Diktator<br />

zu erledigen und ein unterdrücktes Volk zu<br />

befreien. Erst nach und nach müssen Ross und<br />

seine Leute erfahren, dass nichts so ist, wie es<br />

scheint. Denn auch auf der Gegenseite erwartet<br />

sie die CIA, in Person des Ex-Agenten James<br />

Munroe (Eric Roberts), der seinen ganz eigenen<br />

Geschäften nachgeht und dafür den Diktator<br />

nach seiner Pfeife tanzen lässt.<br />

Thin Lizzy singen im Abspann „The Boys<br />

Are Back In Town“, und das wäre auch ein<br />

durchaus treffender Titel für diese Rezension<br />

gewesen. Denn der Cast, den Hauptdarsteller,<br />

Co-Autor und Co-Produzent Silvester Stallone<br />

hier zusammengebracht hat, kommt nicht nur<br />

auf einen beachtlichen Altersdurchschnitt, sondern<br />

vereint auch mehr Ikonen der alten Actiongarde,<br />

als man jemals auf Zelluloid zusammen<br />

gesehen hat. Es hat schon was, wenn Dolph<br />

Lundgren und Jet Li aufeinander losgehen oder<br />

wenn Jason Statham und Mickey Rourke ihre<br />

Messer um die Wette durch die Gegend fliegen<br />

lassen. Aber eine Szene des Filmes hat schon<br />

jetzt unbestreitbar Kultcharakter: Wenn Bruce<br />

Willis, Silvester Stallone und Arnold Schwarzenegger<br />

in einer Kirche (sic!) über den Auftrag<br />

verhandeln, bleibt kein Auge trocken! Schade,<br />

dass sich diese feingeschliffene Ironie nicht<br />

öfter im Film findet. Denn nicht jeder zwischen<br />

US/2010<br />

Explosionen und blutigen Prügeleien abgelassene<br />

Oneliner trifft ins Schwarze. Überhaupt<br />

ist das Skript nicht die Stärke dieses Films. Die<br />

liegt eher in der Aneinanderreihung knallharter<br />

Actionszenen im Stile der 1980er Jahre. Das<br />

Bild weist zwar typisches Kino-Filmkorn auf,<br />

aufgrund seiner Feinheit dürfte es aber selbst<br />

die Korngegner nicht groß stören. Der Kontrast<br />

erscheint ab und an ein wenig hart. Eine Klasse<br />

für sich ist der Sound. So erwartet den Zuschauer<br />

eine beinahe perfekte Signalortung dank der<br />

7.1.-Abmischung, unterstützt von einem Bass,<br />

der Gänsehaut erzeugt.<br />

UF<br />

Treffen der Generationen: In „Expendables“<br />

versammelt sich die Action-Elite<br />

Keine Computer-Effekte, sondern ehrliche, handgemachte Stunt-Action macht den Film aus<br />

Technik 8/10<br />

Bildqualität 8/10<br />

Tonqualität 8,5/10<br />

Film 7,5/10<br />

Wenig Skript, viel Action und eine Menge Superstars –<br />

Stallones ansehnlicher Actionkracher ist was für echte<br />

Männer und echte Heimkinos.<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 73


Test Blu-rays<br />

Die besten Action-Blu-rays<br />

Das A-Team – Der Film<br />

Action<br />

Originaltitel The A-Team<br />

Vertrieb 20th Century Fox Home<br />

Bild MPEG-4, 2.35 : 1<br />

Ton DTS 5.1<br />

Regisseur Joe Carnahan<br />

Darsteller Liam Neeson,<br />

Bradley Cooper<br />

Laufzeit 119 min/133 min<br />

FSK 12<br />

Start 10. Dezember 2010<br />

Joe Carnahans („Smokin Aces“) Wiederbelebung<br />

der Kultserie aus den 1980er Jahren<br />

poliert die alten Lieblingsmotive fürs<br />

große Kino auf. Unter seiner Regie lassen es<br />

Hannibal Smith (Liam Neeson) und seine<br />

drei Konsorten erneut krachen, in wilden<br />

Waffengefechten mit finsteren Mexikanern<br />

jagen sie wie eh und je (fast) leere Scheunen<br />

in die Luft und verschleißen im Minutentakt<br />

große amerikanische Autos. Am besten Sie<br />

schauen sich zunächst die knapp 14 Minuten<br />

längere Extended Version an und heben<br />

sich die Kinofassung für eine spätere, zweite<br />

Session auf. Hier können Sie nämlich noch<br />

zusätzlich den „Action-Modus“ aktivieren,<br />

spich Joe Carnahans Audiokommentar genießen<br />

und am unteren Bildrand die Stadien<br />

von Hannibals Plänen (von Plan A bis Plan E)<br />

mitverfolgen.<br />

Dem Actionbombast merkt man seine<br />

computergenerierte Ader nur bedingt an, was<br />

u. a. an den übersättigten Farben, dem hochgeschraubten<br />

Kontrast und dem gedämpften<br />

Weißwert liegt. Carnahan nahm praktisch<br />

den Fernsehlook der 1980er Jahre und holte<br />

ihn in der Postproduktionsphase in die<br />

technische Jetztzeit. Kanten und Konturen<br />

zeichnen sich, von einigen Fokusschwächen<br />

abgesehen, klar und deutlich ab, während der<br />

Nachteinsätze verdecken immense Schwarzflächen<br />

jedoch die Feinheiten. Eine uneingeschränkte<br />

Brillanz kann man dem Ton<br />

leider nicht bescheinigen. Der Actionscore<br />

ist grundsätzlich sehr hoch eingepegelt und<br />

übt durchgängigen Druck auf die Ohren aus.<br />

US/2010<br />

Dialoge geraten hier geringfügig ins Hintertreffen.<br />

An eine effektive Dynamik wurde<br />

hier nicht gedacht, der Film ist laut, und das<br />

bleibt er auch. Ein bisschen Lob hat die räumliche<br />

Umsetzung der Musik und Soundeffekte<br />

aber dennoch verdient. Sie fördern die Action<br />

zur Höchstleistung.<br />

FT<br />

Schürzenjäger Face (Bradley Cooper) hat es mal wieder zu weit getrieben<br />

Für den obligatorischen weiblichen Farbtupfer<br />

sorgt erfreulicherweise Jessica Biel<br />

Technik 7,5/10<br />

Bildqualität 8/10<br />

Tonqualität 7,5/10<br />

Film 7/10<br />

Das alte Feeling lässt der Film nicht gänzlich wiederauferstehen.<br />

Trotzdem ist er eine Mordsparty für alle, die<br />

ausgelassene, humorvolle Action mögen.<br />

Bilder: 20th Century Fox Home, Sony Pictures Home, Universal<br />

74 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


Machete<br />

US/2010<br />

Action/Persiflage<br />

Originaltitel Machete<br />

Vertrieb Sony Pictures Home<br />

Bild MPEG-4, 1.85 : 1<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

Regisseur E. Maniquis, R.<br />

Rodriguez<br />

Darsteller Danny Trejo,<br />

Robert De Niro u. a.<br />

Laufzeit 104 min<br />

FSK 18<br />

Start 21. April 2011<br />

Alles begann mit einem falschen Trailer, der in<br />

den Kinos im Rahmen des „Grindhouse“-Doublefeatures<br />

von Robert Rodriguez und Quentin<br />

Tarantino lief. Jener Spot, der zwischen den<br />

US-Vorstellungen von „Planet Terror“ und<br />

„Deathproof“ gezeigt wurde, kam bei den Fans<br />

so gut an, dass nun ein 104-minütiger Film<br />

dazu entstand, ein Phänomen, das es so bisher<br />

noch nie gegeben hat. Und die Umsetzung<br />

kann sich für einen Trash-Streifen auf jeden<br />

Fall sehen lassen. Danny Trejo ist Machete, ein<br />

typischer Actionheld, der am Ende die bösen<br />

Kerle erledigt und zudem auch noch die Frauen<br />

bekommt. Keine Frage, die Schießereien sind<br />

herrlich bunt illustriert. Wenn Pümpel durch<br />

die Gegend fliegen, ein Koch mit der Bratpfanne<br />

schwingt, halb nackte Krankenschwestern<br />

mit Uzis hantieren und springende Autos Buh-<br />

Wo Machete ist, da rumst es gewaltig – der Kerl ist einfach ein echter Knallkäfer<br />

männer erdrücken, kann man das eigentlich<br />

gar nicht wirklich ernst nehmen. Und das<br />

sollte man auch nicht, wenn man den Streifen<br />

seelisch und moralisch unbehelligt überstehen<br />

will. Haarrisse, Schmutz und extrem grobe<br />

Körnung geben dem Prolog sein kultig-hartes<br />

Aussehen. Auch im weiteren Handlungsverlauf<br />

besteht die extrem hohe Kontrastierung<br />

fort, das Filmkorn ist hier allerdings weniger<br />

stark als zu Beginn. Auch sonst punkten<br />

viele Szenen mit angenehmem Schärfegrad,<br />

während die ins Gelbliche tendierenden Farben<br />

voll und kräftig erscheinen. Soundtechnisch<br />

ist die räumliche Verteilung gut gelöst,<br />

nur bei der Lautstärkeregulierung passiert<br />

nicht allzu viel Aufregendes. Für das vollendete<br />

Kinogefühl lassen sich die jubelnden<br />

Zuschauerreaktionen aus einem der ersten<br />

Screenings hinzuschalten.<br />

FT<br />

Technik 7/10<br />

Bildqualität 6,5/10<br />

Tonqualität 7,5/10<br />

Film 7,5/10<br />

„Machete“ ist kein simpler Trash, wie man auf den ersten<br />

Blick annehmen könnte. Es ist intelligenter Trash, witzig,<br />

kritisch und kompromisslos überzogen.<br />

Das Bourne Ultimatum<br />

FR/2008<br />

Action<br />

Originaltitel The Bourne Ultimatum<br />

Vertrieb Universal<br />

Bild VC-1, 2.35 : 1<br />

Ton DTS 5.1<br />

Regisseur Paul Greengrass<br />

Darsteller Matt Damon,<br />

Julia Stiles<br />

Laufzeit 115 min<br />

FSK 12<br />

Start 26. März 2009<br />

Matt Damon ist Bourne, auch wenn die Reihe<br />

inzwischen mit Jeremy Renner weitergeht<br />

Als Abschluss eines Kinodreiteilers ist „Das<br />

Bourne Ultimatum“ durchweg gelungen.<br />

Stärker als je zuvor geraten die Bilder außer<br />

Kontrolle und treiben den Adrenalinpegel<br />

der Zuschauer in die Höhe. Der Echtheit<br />

halber wurde auf jegliche CGI-Effekte verzichtet.<br />

Stattdessen wurden alle Stunts von<br />

Menschen durchgeführt. Angesichts einiger<br />

haarsträubender Sprünge über den Dächern<br />

von Tanger eine beachtliche Leistung des<br />

Stuntmans sowie des Kameramanns hinter<br />

ihm. Durch die ebenbürtigen Gegner bietet<br />

„Das Bourne Ultimatum“ alles an Action, was<br />

das Genrekino hergibt: Neben einer pompösen<br />

Verfolgungsjagd darf der Zuschauer<br />

an den Nerven zerrende Stunts, Martial-<br />

Arts-Einlagen und ein bis zwei mächtige<br />

Explosionen miterleben. Die Story baut sehr<br />

geschickt kritische Elemente ein, die Bourne<br />

fragen lassen, wofür der Soldat von heute<br />

eigentlich tötet. Zugleich bringt sie alle angefangenen<br />

Handlungsstränge zusammen. Bei<br />

dem ständigen Geruckel der Kamera behält<br />

der Zuschauer doch eine gewisse Übersicht<br />

über die einzelnen Bewegungen. Dabei fällt<br />

auf, dass man sich farblich an sehr kühlen<br />

Blau- und Gelbtönen orientierte. Der Kontrast<br />

ist nicht so überzogen wie bei „Die Bourne<br />

Verschwörung“. Auch die Schärfe bleibt<br />

konstant, beeindruckt jedoch kaum durch<br />

Details. Von den Handlungsorten versprüht<br />

nur Tanger ein Quantum Exotik, allen anderen<br />

Schauplätzen wohnt die unspektakuläre<br />

Nüchternheit alltäglicher Großstädte inne.<br />

John Powells Soundtrack treibt die pausenlose<br />

Action noch ein Stück weiter und garniert<br />

die schon bekannten Bourne-Themen<br />

mit noch mehr brachialen Elementen. Das<br />

passt ganz gut zu den krachenden Soundeffekten,<br />

durch die der Film stark an Fahrt<br />

aufnimmt. Die Dialoge bleiben verständlich,<br />

selbst wenn die Action den Lautstärkepegel<br />

anhebt. Die Boni liegen leicht über dem<br />

Standard, sind jedoch nicht ganz so umfangreich<br />

wie bei den Vorgängern. Empfehlenswert<br />

sind vor allem der Bild-in-Bild-Kommentar<br />

sowie die „Bourne-Orientierung“,<br />

die Aufschluss über die Entwicklung des<br />

Helden gibt.<br />

FT<br />

Technik 8,5/10<br />

Bildqualität 8/10<br />

Tonqualität 9/10<br />

Film 8/10<br />

Actionkino in seiner reinsten Form. Inhaltlich macht Bourne<br />

vieles richtig, weshalb ihm sein Agentenkollege Bond<br />

inzwischen kräftig nacheifert.<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 75


Test Blu-rays<br />

Die besten Action-Blu-rays<br />

Stirb Langsam Quadrilogy US/1988, 1990, 1994, 2007<br />

Action<br />

Originaltitel Die Hard Quadrilogy<br />

Vertrieb 20th Century Fox Home<br />

Bild MPEG-4, 2.35 : 1<br />

Ton DTS 5.1<br />

Regisseur John McTiernan<br />

Darsteller Bruce Willis<br />

Laufzeit 514 min<br />

FSK 16<br />

Start 10. März 2009<br />

Als Cop in „Die Hard“ (Originaltitel) stieg Bruce<br />

Willis zur Action-Ikone auf und veränderte das<br />

Genre. Statt strahlendem Heldenpathos repräsentierte<br />

sein McClane erstmals einen originären<br />

Durchschnittstypen, mit dem einen oder<br />

anderen durchschlagenden Trick auf Lager. Für<br />

das Publikum eine perfekte Identifikationsfigur.<br />

Aufgrund des Erfolgs existieren heute<br />

zahlreiche inhaltliche Plagiate. Der einzig echte<br />

John McClane steckt aber in dieser Viererbox.<br />

Ob Los Angeles, New York oder Washington<br />

– wenn John McClane eine Städtereise unter-<br />

nimmt, muss das Ordnungsamt später Trümmerhaufen<br />

beseitigen. „Bombenstimmung“<br />

herrscht bereits im ersten „Stirb langsam“-Teil,<br />

in dem Terroristen das Nakatomi-Hochhaus<br />

in L. A. stürmen. McClane steht unversehens<br />

im Kugelhagel zwischen Gangstern und anrückendem<br />

Sonderkommando. Schlussendlich<br />

sprengt er nicht nur den gerade stattfindenden<br />

Empfang zu Heiligabend, sondern gleich das<br />

komplette Gebäude. Ein Jahr später, erneut am<br />

Tag vor Weihnachten, wartet der Polizist am<br />

Dulles International Airport der US-Hauptstadt<br />

auf die Ankunft seiner Ehefrau. Da übernimmt<br />

der ehemalige Colonel Stuart die Kontrolle<br />

über den Flughafen. Willkommen bei „Stirb<br />

langsam 2“! Bald explodiert der erste Tower.<br />

„Dieselbe Scheiße passiert demselben Mann<br />

zum zweiten Mal“, erkennt McClane und rennt<br />

los. Guter Gedanke, denn zurück im Big Apple<br />

wird seine Anwesenheit dringend gebraucht.<br />

Dort hat sich ein scheinbar geistesgestörter<br />

Erpresser ausgerechnet den abgehalfterten<br />

Helden als Spielfigur ausgesucht. Ohne Hil-<br />

fe kann McClane die Rätsel von „Stirb langsam<br />

– Jetzt erst recht“ allerdings kaum lösen,<br />

weshalb ihm das Schicksal einen „Samariter“<br />

(Samuel L. Jackson) an die Seite stellt. Die<br />

Jahrtausendwende gut überstanden, führt ein<br />

Routineauftrag den alten Haudegen wieder ins<br />

Gefecht. Cowboy-Manierismen gegen Cyber-<br />

Kriminalität heißt das Konzept von „Stirb langsam<br />

4.0“ – und raten Sie mal, wer gewinnt!<br />

Wie der Hauptdarsteller zeigen die beiden<br />

ersten Teile gewisse Alterserscheinungen. „Stirb<br />

langsam 4.0“ toppt die soliden Bild- und Tonwerte<br />

der Vorgänger in allen Belangen. MH<br />

Die Filme setzten Maßstäbe in Sachen brachialer und materialmordender Live-Action<br />

Mit Maggie Q gibt es in Teil vier endlich<br />

auch mal einen weiblichen Bösewicht<br />

Technik 7,5/10<br />

Bildqualität 7,5/10<br />

Tonqualität 7,5/10<br />

Film 8/10<br />

Yippie-Ya-Yeah Schweinebacke! Ab auf die Couch zum<br />

„Stirb langsam“-Marathon in HD. Für den richtigen<br />

Wumms die englische Tonspur verwenden!<br />

Bilder: 20th Century Fox Home, Paramount Home<br />

76 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


Mission: Impossible – Phantom Protokoll<br />

Agenten-Action<br />

Originaltitel Mission Impossible:<br />

Phantom Protocoll<br />

Vertrieb Paramount Home<br />

Bild MPEG-4, 1.78 : 1<br />

Ton Dolby True HD 7.1<br />

Regisseur Brad Bird<br />

Darsteller Tom Cruise, Simon<br />

Pegg, u. a.<br />

Laufzeit 133 min<br />

FSK 12<br />

Start 14. Mai 2012<br />

Um es gleich klarzustellen, der Action-Streifen<br />

von Pixar-Regisseur Brad Bird hat alles, was<br />

ein „Mission: Impossible“ haben muss: Einen<br />

sich selbst zerstörenden Auftrag (er versucht<br />

es zumindest), die Zusammenstellung eines<br />

Teams, das genauere Briefing, herausragende<br />

Teamarbeit, Maskeraden, Gadgets und die<br />

Vermeidung von unnötigen Liquidierungen.<br />

Darüber hinaus spielt diese Episode den Fall<br />

durch, was passiert, wenn die Regierung das<br />

IMF verleugnet. Nach einem missglückten<br />

Einsatz in Moskau, bei dem der Kreml ge-<br />

sprengt wurde, wird das IMF aufgelöst und<br />

das Team um Ethan Hunt (Tom Cruise) befindet<br />

sich auf der Flucht. Verursacher des<br />

Desasters ist der Atomwaffenspezialist Kurt<br />

Hendricks (Michael Nyqvist), der mit seiner<br />

Aktion die Regierungen gegeneinander<br />

aufhetzen und Codes für den Abschuss von<br />

Atomraketen stehlen will. Sein Plan geht auf<br />

und die Welt steht kurz vor ihrer Auslöschung.<br />

Doch auch das zersprengte IMF ist nicht untätig.<br />

Hunt und seine Crew, bestehend aus<br />

dem IT-Spezialisten Benji (Simon Pegg), der<br />

Nahkampfexpertin Jane (Paula Patton) und<br />

dem Chefanalytiker William (Jeremy Renner),<br />

operieren verdeckt in Dubai und Indien,<br />

um Hendricks das Handwerk zu legen. Und<br />

obwohl sie sehr professionell vorgehen, speist<br />

sich die Spannung stetig aus den unvorhersehbaren<br />

Dingen.<br />

Grafisch ist das Machwerk vor allem durch<br />

einen nur mittelmäßigen Kontrast geprägt,<br />

zu hell sind die Dunkelflächen, als dass man<br />

sie als wirklich Schwarz bezeichnen könnte.<br />

US/2011<br />

Ansonsten ist das Bild aber schärfetechnisch<br />

völlig in Ordnung. Das technische Herzstück<br />

der Scheibe ist zweifellos der außergewöhnliche<br />

Dolby True HD-7.1-Audiomix, der eine<br />

solch hohe Qualität an den Tag legt, wie wir sie<br />

nur selten zu hören bekommen. So ziemlich<br />

jedes Geräusch ist vollkommen dreidimensional.<br />

Sei es der inszenatorisch aufregende<br />

Sandsturm oder die Schiebetür des Missions-<br />

Vans – es hört sich alles dermaßen real und<br />

detailliert an, dass sich der Zuschauer sofort<br />

in dieser grandiosen Agentenwelt verliert.<br />

Mission erfüllt!<br />

FT<br />

Smart, adrett und immer auf Draht: Mister<br />

Tom Cruise als Agent Ethan Hunt<br />

Es geht doch einfach nichts über ein funktionierendes Team – Schwein gehabt!<br />

Technik 9/10<br />

Bildqualität 8/10<br />

Tonqualität 10/10<br />

Film 8,5/10<br />

Das ist genau das „Mission: Impossible“, was wir schon<br />

immer sehen wollten: intelligent, actionreich, witzig und<br />

mit einem hervorragenden IMF-Team.<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 77


Test Blu-rays<br />

Die besten Action-Blu-rays<br />

Lethal Weapon Collection<br />

US/1987–1998<br />

Actionkomödie<br />

Originaltitel Lethal Weapon<br />

Collection<br />

Vertrieb Warner Home Video<br />

Bild VC-1, 2.40 : 1<br />

Ton DD 5.1<br />

Regisseur Richard Donner<br />

Darsteller Mel Gibson, Danny<br />

Glover, Joe Pesci<br />

Laufzeit 470 min<br />

FSK 18<br />

Start 19. November 2010<br />

Sergeant Martin Riggs und Sergeant Roger<br />

Murtaugh – allein diese beiden Namen sollten<br />

bei Freunden der guten alten Buddy-Actionkomödie<br />

für Gänsehaut sorgen. Mel Gibson<br />

und Danny Glover sorgten zwischen 1987 und<br />

1998 als ungleiches Cop-Duo in der „Lethal<br />

Weapon“-Reihe vier Mal für Recht und Ordnung<br />

auf den Straßen von Los Angeles – die<br />

Mischung aus rasanter Action, humorvollen<br />

Dialogen und einer gut dosierten Portion Privatleben<br />

der Charaktere machte die Filme so<br />

beliebt beim Publikum. Das bewährte Rezept,<br />

in jedem Teil einen neuen zugkräftigen Namen<br />

zum eingespielten Cast hinzuzufügen, ging<br />

mit Joe Pesci, Rene Russo und Chris Tucker<br />

jeweils perfekt auf und bescherte der Serie immer<br />

wieder frisches Blut und neue Dynamik.<br />

Neben den vier Filmen ist in der Gesamtbox<br />

eine exklusive Bonusdisc mit vier neuen und<br />

Danny Glover, in Uterhosen im Regen stehend und irre lachend – Wer hat ihm noch mal<br />

die Knarre in die Hand gedrückt?<br />

umfangreichen Hintergrunddokumentationen<br />

von Regisseur Richard Donner enthalten; für<br />

den Extrahunger ist also auch bestens gesorgt.<br />

Schaut man sich die ersten beiden Filme<br />

der Reihe an, dann lässt sich technisch doch<br />

ein deutlicher Qualitätsunterschied zu Teil<br />

drei und vier feststellen. Stärker sichtbares<br />

Filmkorn und generelle Schärfedefizite fallen<br />

beim bereits in den 1980er Jahren gedrehten<br />

Material besonders ins Auge, während sich<br />

die Fortsetzungen von 1992 und 1998 schon<br />

eher heutigen Maßstäben annähern und ein<br />

insgesamt gut gelungenes High-Definition-<br />

Erlebnis liefern. Mit dem Sound verhält es<br />

sich ähnlich, eine deutliche Steigerung von<br />

Disc zu Disc ist nicht zu überhören, was bedeutet,<br />

dass man vom schwachbrüstigen Dolby-Surround-Upmix<br />

bis hin zu brachialem<br />

Action-Bombast das ganze Qualitätsspektrum<br />

geboten bekommt.<br />

TW<br />

Technik 7/10<br />

Bildqualität 7,5/10<br />

Tonqualität 6,5/10<br />

Film 8/10<br />

Eine der unumstritten besten Buddy-Film-Reihen endlich<br />

in angemessener und zeitgemäßer Qualität fürs Heimkino.<br />

Nur die Aufmachung der Box ist zu nüchtern.<br />

R.E.D. – Älter. Härter. Besser.<br />

US/2010<br />

Action<br />

Originaltitel RED<br />

Vertrieb Concorde Home<br />

Bild VC-1, 2,35 : 1<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

Regisseur Robert Schwentke<br />

Darsteller Bruce Willis,<br />

Morgan Freeman,<br />

John Malkovich<br />

Laufzeit 112 min<br />

FSK 16<br />

Start 30. März 2011<br />

Filme mit in die Jahre gekommenen Actionhelden<br />

scheinen sich zur Zeit einer gewissen<br />

Beliebtheit zu erfreuen. Was sich bei Stallone<br />

& Co. als nur leicht augenzwinkernde<br />

Hommage an die alten Recken manifestiert,<br />

wird im jüngsten Film des deutschen Regieexports<br />

Robert Schwentke („Die Frau des<br />

Zeitreisenden“) zu einem amüsanten Genremix,<br />

welcher zwar durchaus kernige Action<br />

beinhaltet, bei dem aber auch ein unter-<br />

Mit diesen Opas sollten Sie sich besser nicht anlegen, könnte schmerzhaft werden<br />

haltsames Reflektieren über das Altwerden<br />

stattfindet. Bruce Willis als CIA-Agent im<br />

Ruhestand sammelt eine Reihe alter Kameraden<br />

auf, doch geheimnisvolle Killer sind<br />

den Veteranen auf den Fersen. Die Thrillerhandlung<br />

ist durchaus spannend erzählt,<br />

und wird zusätzlich immer wieder aufgelockert<br />

durch komische, aber auch anrührende<br />

Episoden um die verschiedenen alten Käuze.<br />

Dabei wirken manche Handlungsstränge<br />

etwas überzeichnet, aber „RED“ ist schließlich<br />

auch eine Comicadaption. Die Darsteller<br />

spielen lustvoll auf, und Bruce Willis darf natürlich<br />

auch in den Actionszenen beweisen,<br />

dass er zwar älter geworden ist, aber noch<br />

lange nicht rostet. Weitestgehend glänzend<br />

präsentiert sich die Blu-ray. Das auf Hochglanz<br />

polierte Bildmaterial besticht mit Plastizität<br />

und Schärfe – die kräftigen, Farben<br />

tun ihr Übriges für die knackige Optik. MG<br />

Technik 8,5/10<br />

Bildqualität 8,5/10<br />

Tonqualität 8,5/10<br />

Film 7/10<br />

Gut aufgelegte Stars, sympathischer Humor und ein<br />

spannender Verschwörungsplot machen R.E.D. zu einer<br />

klaren Empfehlung.<br />

Bilder: Concorde Home, Universum, Warner Home Video<br />

78 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


Crank 2 – High Voltage<br />

Action<br />

Originaltitel Crank – High<br />

Voltage<br />

Vertrieb Universum<br />

Bild VC-1, 1.85 : 1<br />

Ton DTS HD MA 5.1<br />

Regisseur M. Neveldine, B.<br />

Taylor<br />

Darsteller Jason Statham, u. a.<br />

Laufzeit 93 min<br />

FSK 12<br />

Start 9. Oktober 2009<br />

Chinesisches Gift trieb Chev Chelios (Jason<br />

Statham) in Teil eins zu einer adrenalingeladenen<br />

Hetzjagd mit großem Unterhaltungswert.<br />

Der finale Todessturz hätte eigentlich<br />

ein ganz klares Aus bedeuten müssen, aber so<br />

leicht lässt sich Gewaltfanatiker Chev nicht das<br />

Licht ausknipsen. Es geht immer noch extremer<br />

und mit dem Tod fängt das Leben doch<br />

eigentlich erst so richtig an, nicht wahr?!<br />

Diesmal verliert er sein Herz im wahrsten Sinne<br />

des Wortes, denn Triadenboss Johnny Vang möchte<br />

sich Chelios’ Stärke selber zunutze machen. Als<br />

Ersatz wurde ihm ein künstliches Herz eingepflanzt,<br />

das stündlich elektrisch aufgeladen werden<br />

muss. Kein Wunder, dass Chev zum Elektrojunkie<br />

mutiert, der an Autobatterien leckt, sich an<br />

elektrostatischen Omis reibt und auch sonst unter<br />

permanentem Starkstrom steht. Selbstverständlich<br />

erlebt er zwischen den kreativen Ladungen<br />

voll die „cranke“ Action: Hier wird rumgeballert,<br />

gestrippt und gleichzeitig Motorrad gefahren –<br />

quasi alles, was das Kunstherz und der Actionfreak<br />

begehrt. Als würde Chev allein nicht schon<br />

genug Chaos anrichten, wird er von der asiatischen<br />

Prostituierten Ria (Bai Ling), seiner Stripperfreundin<br />

Eve (Amy Smart) sowie seinem früheren<br />

Begleiter Kaylo (Efren Ramirez), der sich als Kaylos<br />

Zwilling Venus entpuppt und an Ganzkörper-<br />

Tourette leidet, begleitet. Dass diese Mischung<br />

abgeht wie ein hyperaktiver Pyromane im Feuerwerkslager,<br />

dürfte selbst dem verrückten Doc<br />

Miles (Dwight Yoakam) bewusst sein, der Chev<br />

telefonisch Nachhilfe in Sachen Physik gibt. Nun<br />

heißt es, sadistische Irre jagen, bis die Sicherungen<br />

rausfliegen. So skrupellos wie Mark Ne-<br />

US/2009<br />

veldine und Brian Taylor hier im Sekundentakt<br />

Gewalt und Sex zeigen, so wenig sollte man diesen<br />

Film ernst nehmen. Schließlich beginnt der<br />

Streifen damit, dass Chev nach seinem Absturz<br />

wie der Kojote aus den „Roadrunner“-Cartoons<br />

mit einer Schneeschaufel von der Straße gekratzt<br />

wird. „High Voltage“ macht absolut keinen Hehl<br />

daraus, eine total skurrile, abgefahrene Satire auf<br />

alle psychotischen Actionfortsetzungen der Kino-<br />

Welt zu sein.<br />

FT<br />

Eine Striptease-Tänzerin als Freundin hält<br />

das (Elektro-)Herz auf Trab<br />

Herumballernde, halbnackte Frauen haben eine unwiderstehliche Wirkung auf Männer<br />

Technik 8,5/10<br />

Bildqualität 8/10<br />

Tonqualität 9/10<br />

Film 7,5/10<br />

„Crank 2 – High Voltage“ ist mehr als nur ein leichter<br />

Stromschlag. Er ist die Steigerung von dem, was man als<br />

fi lmischen Defi brillator bezeichnen könnte.<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 79


Test Blu-rays<br />

Die besten Action-Blu-rays<br />

22 Bullets FR/2010<br />

Thriller<br />

Originaltitel L‘Immortel<br />

Vertrieb Sony Pictures Home<br />

Bild MPEG-4, 2.35 : 1<br />

Ton DTS-HD MA 5.1<br />

Regisseur Richard Berry<br />

Darsteller Jean Reno, Kad<br />

Merad, Marina Foïs<br />

Laufzeit 117 min<br />

FSK 18<br />

Start 20. Mai 2011<br />

Seine Rolle in „Leon, der Profi“ (1994) bewirkte<br />

für Jean Reno zwei Dinge. Zum einen war sie<br />

nach „Subway“, „Im Rausch der Tiefe“ und<br />

„Nikita“ der Höhepunkt seiner Zusammenarbeit<br />

mit Luc Besson und machte ihn zum<br />

Superstar. Zum anderen bestimmte sie seine<br />

Schauspiel-Laufbahn als Action-Darsteller<br />

maßgeblich. Seitdem kamen zwar so einige<br />

Action-Perlen mit einem coolen Reno heraus,<br />

doch nie wurde die Stimmung des Klassikers<br />

auch nur ansatzweise wieder erreicht. Mit „22<br />

Bullets“ kehrt Reno zu seinen Wurzeln zurück<br />

und liefert in diesem hochspannenden Thriller<br />

erneut eine hervorragende Performance<br />

als liebenswerter Killer ab. Als reuiges Ex-<br />

Mitglied der Mafia wird er Opfer eines brutalen<br />

Attentats. Doch wie durch ein Wunder<br />

überlebt er die Schussverletzungen und kann<br />

sogar wieder laufen, nachdem die 22 Kugeln<br />

operativ entfernt wurden. Doch mit seinem<br />

Überleben schwebt seine Familie in höchster<br />

Gefahr, denn sein Missetäter will ihn mit allen<br />

Mitteln ruhig stellen. Die einzige Möglichkeit,<br />

sie aus der Schusslinie zu manövrieren, ist<br />

jenen Verursacher des Attentats zu finden und<br />

auszuschalten. Zu allem Übel liegt der Verdacht<br />

nahe, dass es sich dabei um einen seiner beiden<br />

Jugendfreunde handelt, mit denen er sich ewige<br />

Treue schwor.<br />

Noch während Jean Reno auf dem OP-Tisch<br />

liegt, stellt der Film sämtliche Parteien vor,<br />

die in diesem soliden Thriller eine Rolle spielen.<br />

Eine simple Ein-Mann-Show wird dadurch<br />

faktisch schon ausgeschlossen, denn jeder hat<br />

ein Wörtchen mitzureden in diesem makab-<br />

ren Spiel. Die visuelle Präsentation fährt im<br />

gleichen Fahrwasser wie etwa „Ohne Schuld“,<br />

weist allerdings durchgängig eine exzellente<br />

Schärfe auf und bemüht auch eher die Farbe<br />

Braun als ausschlaggebende Tönung. Der<br />

Kontrast ist recht hart, hütet sich jedoch davor,<br />

Details zu verschlucken. Der Sound kommt<br />

gänzlich ohne Übertreibungen aus. Wie die<br />

Handlung verweilen auch die Effekte solide am<br />

Boden der Tatsachen. Sehr düstere, urbane Töne<br />

definieren das Klangbild und weisen schöne<br />

Dynamik-Sprünge auf. Mehr 3D-Sound täte<br />

dem Gesamtkonzept jedoch gut.<br />

FT<br />

Selbst mit 22 Schußwunden und 40 Grad<br />

Fieber kann Jean das Flirten nicht lassen<br />

Charlys Verhörmethoden sind gefürchtet. Inzwischen ist er aber zu alt für solchen Quatsch<br />

Technik 8,5/10<br />

Bildqualität 8,5/10<br />

Tonqualität 8,5/10<br />

Film 7/10<br />

In seiner Rolle als reuiger Mörder, der ein anständiges Leben<br />

führen will, fi ndet Jean Reno zu seiner alten Form zurück.<br />

Aber ob dafür gleich ganze 22 Kugeln nötig waren?<br />

Bilder: Sony Pictures Home<br />

80 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


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Test Blu-rays<br />

Genre-Special: Action<br />

Die frühen Jahre<br />

Schwarzenegger<br />

Nachdem er sich einen Namen als Bodybuilder<br />

machte und sich den Titel „Mr. Universe“<br />

verdiente, zog es Schwarzenegger nach Hollywood,<br />

um eine Filmkarriere unter dem Pseudonym<br />

„Arnold Strong“ zu starten. Und da<br />

aller Anfang schwer ist und die englischen<br />

Sprachkenntnisse des gebürtigen Österreichers<br />

erst noch aufgebaut werden mussten, wurden<br />

ihm zunächst nur recht fragwürdige Rollen<br />

zugestanden. Sei es sein erster Auftritt in<br />

der lächerlichen Familienkomödie „Hercules<br />

in New York“ oder die Rolle eines aggressiven<br />

deutschen Bodybuilders in einer Folge der TV-<br />

Serie „The Streets Of San Francisco“ (1977)<br />

– Arnies frühe Filmfi guren beschränkten sich<br />

ausschließlich auf pure Muskelmasse.<br />

ARNIE<br />

Als er mit „Conan der Barbar“ (1982) seinen<br />

internationalen Durchbruch als markantes<br />

Hollywood-Gesicht feierte, war Schwarzenegger<br />

bereits über 13 Jahre im Business. Es dauerte<br />

nur zwei Jahre, bis die Fortsetzung „Conan der<br />

Zerstörer“ in die Kinos kam. Jedoch sollte der<br />

langhaarige, wortkarge Barbar nie den Ruhm<br />

ernten, den eine andere von Arnie verkörperte<br />

Kultfi gur für sich beanspruchte. Parallel zur<br />

Die entscheidenden Rollen<br />

„Conan“-Fortsetzung lief nämlich auch noch<br />

„Terminator“ in den Lichtspielhäusern, der durch<br />

die grandiose Fortsetzung sieben Jahre später zu<br />

einer der größten Action-Ikonen der Traumfabrik<br />

werden sollte. Sprüche wie „Hasta la vista, Baby“<br />

und „I’ll be back“ sind heutzutage daher nur<br />

noch mit Arnolds unverwechselbarem österreichischem<br />

Akzent vorstellbar; sie sind zum festen<br />

Bestandteil der westlichen Popkultur geworden.<br />

Unvergessen bleiben natürlich auch Figuren<br />

wie Major Dutch in „Predator“ (1987) oder der<br />

verzweifelt nach seiner Realität und Identität<br />

suchende Bauarbeiter Quaid in „Total Recall“.<br />

Jetzt im Kino: The Expendables 2<br />

Als Anführer eines alternativen Spezialkommandos<br />

spielt Arnie die direkte Konkurrenz zu<br />

Stallone. Bereits im Trailer wird deutlich, mit<br />

welcher Spielfreude und Selbstironie er sein<br />

starkes Image und seine früheren Rollen aufs<br />

Korn nimmt. So passen seine Muskelberge<br />

offensichtlich nicht so leicht in den Smart und<br />

auch der Satz „I’m back!“ übt einen ganz gewissen<br />

Reiz aus. Für „The Expendables 2“ stand<br />

Arnie lediglich 5 Tage vor der Kamera. Sieht<br />

so aus, als würde Stallone diesen Zweikampf<br />

also für sich eintscheiden. Da kann sich Arnie<br />

im Gefängnis-Thriller „The Tomb“ (2013) aber<br />

sicherlich noch an der Schräglippe revanchieren.<br />

Trivia-Facts<br />

Hollywoods Actionheld Nummer eins, ehemaliger<br />

Gouverneur von Kalifornien und Ehemann<br />

von John F. Kennedys Nichte: Seit in Arnold<br />

der Wunsch erblühte, seinen Körper in jungen<br />

Jahren aufs Höchstmaß zu trainieren, sind<br />

ihm wirklich so einige Dinge geglückt. Seine<br />

Erfolgsgeschichte übertrifft die eines Normalsterblichen<br />

bei Weitem, sodass er heute trotz<br />

seines immensen Zigarren-Konsums vor allem<br />

in der Bodybuilderszene als überlebensgroßes<br />

Vorbild gilt. Sieben Mal wurde er zum „Mr.<br />

Olympia“ gekürt, fünf Mal zum „Mr. Universum“,<br />

weshalb er nach wie vor der absolute<br />

Rekordhalter in dieser Disziplin ist. Sein Film-<br />

Image als Unbezwingbarer half ihm auch bei<br />

seiner politischen Tätigkeit. Nicht umsonst<br />

stand in seinem Gouverneurs-Büro das eindrucksvolle<br />

„Conan“-Schwert als unmissverständliches<br />

Symbol seines Willens und seiner<br />

Durchsetzungskraft.<br />

FT<br />

Bilder: Lionsgate, 20th Century Fox Home, Studiocanal<br />

82 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012


vs. Stallone<br />

Die frühen Jahre<br />

Haben Sie schon mal von „The Party At Kitty<br />

and Stud‘s“ gehört? Nein? Nun, dann haben<br />

Sie zwar keine Sternstunde der Filmgeschichte<br />

verpasst, aber zumindest Sylvester Stallones<br />

berühmt-berüchtigten Ausflug in den X-Rated-<br />

Bereich. Im Jahre 1970 gab sich der verzweifelt<br />

nach Rollen Ausschau haltende Sly für diese<br />

„Perle der erotischen Filmkunst“ her – eine<br />

Jugendsünde, für die er mit 24 Lenzen läppische<br />

200 Dollar bekam. Sein einmaliger Auftritt als<br />

immer-potenter Stud („Hengst“) ist heute eine<br />

gesuchte Rarität, falls Sie sich also auf die Suche<br />

machen wollen, dann halten Sie auch nach<br />

den deutschen Alternativtiteln Ausschau („Randy<br />

– Die Sexabenteuer des Sylvester Stallone“<br />

oder „Bocky – Ein Mann steckt einen weg“).<br />

Die entscheidenden Rollen<br />

Der Durchbruch gelang Stallone quasi über<br />

Nacht: In „Rocky“ verkörperte er den talentierten,<br />

aber glücklosen Boxer Rocky Balboa,<br />

dessen harter und steiniger Weg von ganz<br />

unten bis zum fi nalen Titelkampf die Massen<br />

begeisterte. Stallones Herzblutprojekt um den<br />

sympathischen Nobody, bei dem er sogar für<br />

das Drehbuch verantwortlich zeichnete, gewann<br />

verdientermaßen den Oscar® für den besten<br />

Schnitt, die beste Regie und den besten Film<br />

des Jahres 1976. Der nächste ganz große Wurf<br />

gelang ihm dann mit dem Post-Vietnam-Actioner<br />

„Rambo“ (1982), der erheblich mehr Substanz<br />

bietet, als man das gemeinhin in Erinnerung<br />

hat. Diese Originale und die zahlreichen Fortsetzungen<br />

beider Franchises legten den Grundstein<br />

für den markanten Action-Star-Status von<br />

Stallone, den er sich (mit kleinen Durchhängern<br />

in den 1990er Jahren) bis heute erhalten konnte<br />

und den er mit Filmen wie „Cliffhanger“, „Demolition<br />

Man“ und zuletzt natürlich „The Expendables“<br />

immer wieder eindrucksvoll bestätigte.<br />

SLY<br />

Jetzt im Kino: The Expendables 2<br />

„The Expendables“ mutet an wie ein hochkarätiges<br />

Klassentreffen der Actionstars der 1980er<br />

und 1990er Jahre – da darf Sly als Koautor und<br />

Mit-Initiator natürlich auch als Schauspieler<br />

nicht fehlen. Teil eins bedeutete für ihn vor<br />

zwei Jahren mit 275 Millionen Dollar Einspielergebnis<br />

die endgültige Rückkehr ins Business,<br />

nachdem die ordentlichen Kritiken und guten<br />

Zahlen von „Rocky Balboa“ (2006) und „John<br />

Rambo“ (2008) schon angedeutet hatten, dass<br />

er sich wieder auf dem Erfolgsweg befi ndet.<br />

Der von den Fans heiß erwartete zweite Teil<br />

feierte seinen Deutschlandstart am 30. August<br />

und ist derzeit in allen großen Kinos zu sehen.<br />

Trivia-Facts<br />

Wer mit dem klangvollen Namen Michael Sylvester<br />

Gardenzio Stallone geboren wird, für den<br />

kommt ja später quasi gar nichts anderes als Filmstar<br />

infrage. Seine schauspielerische Weltkarriere<br />

glückte dem gebürtigen New Yorker trotz einer<br />

angeborenen Muskellähmung im Gesicht, die<br />

ihm als Markenzeichen die typisch nuschelnde<br />

Aussprache und seine etwas eindimensionale<br />

Mimik bescherte. Mit „Rocky“ gelang ihm früh<br />

in seiner Karriere der erfolgreichste Sportfilm der<br />

Kinogeschichte, für den er sogar einen offiziellen<br />

Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde bekam. Die<br />

lebenslange Konkurrenz mit Arnold Schwarzenegger<br />

hat sich im letzten Jahrzehnt mehr und mehr<br />

zu einer echten Männerfreundschaft gewandelt,<br />

was sich nicht zuletzt in ihren gemeinsamen<br />

Kinoprojekten widerspiegelt. Stallone ist übrigens<br />

zusammen mit Arnold Schwarzenegger und<br />

einigen weiteren US-Filmstars auch Mitbegründer<br />

der Restaurantkette „Planet Hollywood“. TW<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 83


Test Blu-rays<br />

Multimedianews<br />

App des Monats: Sail a Song<br />

Crowdfunding die Zweite: Der<br />

Musiker Wolfgang Müller will sein<br />

neues Album mithilfe von Fans<br />

finanzieren und die Einnahmen<br />

aus dem Minispiel „Sail a Song“<br />

(0,79 Cent) für Apple-Geräte sollen<br />

die Umsetzung realisieren. Vor<br />

allem die wunderschöne grafische<br />

Gestaltung macht dieses Spiel zu<br />

etwas ganz Besonderem und die<br />

musikalische Untermalung nährt<br />

sich aus dem auf dem Gerät befindlichen<br />

Musikfundus. Ach ja,<br />

im Grunde geht’s darum, die Sterne für seine Geliebte vom Himmel zu holen. Was sich<br />

pathetisch anhört, geht in einer ansprechenden audio-visuellen Performance auf. DS<br />

Test: Darksiders II<br />

Nintendos „The Legend of Zelda“-Serie<br />

gilt seit den Anfängen der Videospiele als<br />

Blaupause für ein erstklassiges Action-<br />

Adventure. Die aktuellsten Sprösslinge<br />

können sich der Kritik in Bezug auf mangelnde<br />

Innovationen aber nicht mehr ganz<br />

entziehen. Viele mittlerweile erwachsene<br />

Spieler stören sich zudem an der doch immer<br />

noch teilweise sehr kindlichen Aufmachung.<br />

„Darksiders II“ (Erhältlich für<br />

PC, Playstation 3 und Xbox 360) schlägt<br />

genau in diese Bresche und inszeniert<br />

rund um die<br />

vier apokalyp-<br />

<strong>Vorschau</strong>: Resident Evil 6<br />

„Resident Evil“ erfand anno 1996 das Genre des Survival-<br />

Horrors und bot ein beklemmendes Spielerlebnis der beson-<br />

deren Art. Seitdem hat die Serie viele Stationen durchlau-<br />

fen und wurde vor allem in Bezug auf die Spielmechanik<br />

und Stimmung kräftig durch die Mangel gedreht;<br />

vielen<br />

Fans ist das natürlich sauer aufgestoßen. Mit<br />

„Resident Evil 6“ (Veröffentlichung: 2. Oktober für<br />

PC,<br />

Playstation 3 und Xbox 360) legt Capcom nun<br />

eine gewisse Ambivalenz an den Tag: Zum einen<br />

schlurfen wieder markant stöhnende Zombies<br />

durch schaurige Kulissen, sodass sich das altbekannte<br />

im Nacken sitzende „Resident Evil“-Gefühl<br />

umgehend wieder einstellt. Auf der anderen Seite<br />

greift die von zwei verschiedenen Protagonisten<br />

geführte Kampagne je nach Spiel-Charakter auf<br />

hanebüchene 08/15-Action-Elemente zurück, die<br />

vollkommen austauschbar wirken. Aber vielleicht<br />

geht die Dualität am Ende ja doch auf und offenbart sich<br />

letztlich als kongenialer dramaturgischer Kniff?<br />

DS<br />

tischen Reiter<br />

ein erwachsenes<br />

Action-<br />

Adventure mit<br />

den Tugenden<br />

eines „Zelda“-<br />

Titels. So erwarten<br />

Sie neben<br />

knackigen<br />

Kämpfen auch<br />

fordernde Rätsel und die Elemente halten<br />

sich angenehm die Waage. Im zweiten<br />

Teil spielt der apokalyptische Reiter Tod<br />

die Hauptrolle und dieser will, komme<br />

was wolle, den Ruf seines Bruders<br />

Krieg reinwaschen. Dabei versucht er<br />

auch noch das Gefüge der Welt zu wahren<br />

und schnetzelt sich in der düster anmutenden<br />

Fantasy-Umgebung durch nicht<br />

enden wollende Gegnerhorden. Vor allem<br />

die dicken Brocken sind nur mit einer<br />

Prise Taktik bezwingbar und die richtige<br />

Kombination von Primär- und Sekundärwaffe<br />

in Verbindung mit den magischen<br />

Fähigkeiten entscheidet hier über Sieg<br />

oder Verderben. „Darksiders II“ spielt<br />

sich ungemein flüssig, auch wenn die<br />

Kamera etwas hakelig ausfällt und die<br />

Übersicht nicht immer gewahrt ist. Grafisch<br />

fährt der Titel einiges auf und vor<br />

allem das Charakterdesign dürfte jedem<br />

Fantasy-Fan die Freudentränen in die Augen<br />

treiben. Leider kämpfen die Konsolenversionen<br />

mit starken Ruckeleinlagen<br />

Surftipp: Ouya<br />

Die Android-Spielkonsole wurde über<br />

die Crowdfunding-Plattform Kickstarter<br />

von Fans mit sage und schreibe<br />

8,6 Millionen US-Dollar finanziert.<br />

Das ambitionierte Projekt soll nun<br />

in die Serienfertigung gehen und<br />

im März 2013 ausgeliefert werden.<br />

Bei der Berechnung setzt die Konsole<br />

auf eine leistungsstarke Tegra-3-Quad-<br />

Core-Einheit und über HDMI* sollen<br />

Spiele mit Auflösungen von bis zu<br />

1 080 p ausgegeben werden.<br />

Mehr Infos unter: www.ouya.tv<br />

und PC-Spieler ärgern<br />

sich über matschige<br />

Texturen. Insgesamt<br />

ist „Darksiders II“<br />

aber ein waschechter<br />

Hit und bietet Videospielunterhaltung<br />

in<br />

seiner reinsten<br />

Form. DS<br />

DS<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Capcom, Ouya, THQ<br />

84 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


Sky<br />

Telekom<br />

Wer bietet die beste Bundesliga-Berichterstattung?<br />

Anbieter 1./2. Liga Experten/Moderatoren Extras Bildqualität Vertrag/Kosten (monatlich)<br />

Beide Ligen<br />

als Live-Übertragung<br />

plus<br />

Champions<br />

League<br />

Beide Ligen als<br />

Live-Übertragung<br />

Oliver Pocher, Lothar<br />

Matthäus, Marcel Reif,<br />

Wolff-Christoph Fuss,<br />

Kai Dittmann u.a.<br />

24 Stunden Berichterstattung über den Spartensender<br />

Sky Sport HD<br />

Umfangreiche Vor- und Nachberichterstattung<br />

Spiele auch einzeln abrufbar<br />

Mobile Nutzung via Sky Go auf Smartphones und<br />

Tablets<br />

Persönliche Live-Konferenz: Ausgewählte Spiele können<br />

gleichzeitig verfolgt werden. Eine Einblendung<br />

informiert über Tore in parallel laufenden Spielen<br />

Bernd Schuster, Thomas<br />

Interaktive Elemente: Tabellen, Torschützenliste, Fan-<br />

Strunz, Thomas Berthold,<br />

Voting, Facebook usw.<br />

Ewald Lienen, Valérien<br />

Archiv mit allen Partien<br />

Ismaël u.a.<br />

Partien auf Smartphone verfolgen<br />

Spezielle Pakete für BVB- und HSV-Fans<br />

Time-Shift<br />

1. Bundesliga in<br />

HD und ein Spiel<br />

pro Monat in 3D<br />

2.Bundesliga ein<br />

Spiel in HD pro<br />

Woche<br />

1. Bundesliga in<br />

HD buchbar<br />

Grundpaket: 16,95 Euro<br />

Festplattenreceiver einmalig 99 Euro<br />

Bundesliga-Paket: ab 16,95 Euro<br />

HD-Option: 5 Euro<br />

Monatlich: 14,95 Euro, HD: 19,95 Euro<br />

Für einen Spieltag: In SD und HD<br />

9,95 Euro<br />

Entertain-<br />

IPTV*-<br />

Anschluss der<br />

Deutschen<br />

Telekom ab<br />

39,95 Euro<br />

Voraussetzungen<br />

Kabel- oder<br />

Satellitenanschluss<br />

plus<br />

Sky-Grundpaket<br />

Zukunftsprognose<br />

Übertragung<br />

aufgrund der<br />

Sicherung der<br />

Rechte bis 2017<br />

garantiert<br />

Verhandlungen<br />

der Rechte für<br />

2013/14 laufen<br />

Die neuesten Filme auf Abruf bei Sky Select, Kabel BW, Entertain und Unitymedia<br />

Marvel‘s The Avengers auf Sky Select,<br />

Kabel BW, Entertain und Unitymedia<br />

Ziemlich beste Freunde auf<br />

Sky Select, Entertain und Unitymedia<br />

Men in Black 3 auf Sky Select, Entertain,<br />

Kabel BW und Unitymedia<br />

Project X auf<br />

Sky Select<br />

21 Jump Street auf Sky Select, Entertain,<br />

Kabel BW und Unitymedia<br />

Der Diktator auf Entertain, Sky Select HD,<br />

Kabel BW und Unitymedia<br />

Bilder: Sky, Stock.xchng, Telekom<br />

Battleship auf<br />

Sky Select<br />

American Pie: Das Klassentreffen auf<br />

Sky Select<br />

Iron Sky auf<br />

Entertain, Kabel BW<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92<br />

WWW.<strong>DIGITAL</strong>-<strong>TESTED</strong>.DE | 85


Service<br />

Workshop<br />

Internet aus der Steckdose<br />

Fernseher, Hi-Fi-Anlagen und Blu-ray-Player – immer mehr Geräte offenbaren erst mit dem Anschluss an das<br />

Internet ihren vollen Funktionsumfang. Der Kontakt via WLAN ist aber nicht immer in allen Räumen stabil.<br />

Workshop<br />

Warum also nicht die Daten direkt aus Steckdose abzwacken? DENNIS SCHIRRMACHER<br />

1<br />

Wieso Powerline?<br />

Der für den Internetzugang benötigte Router-<br />

Modem-Aufbau befi ndet sich immer in der<br />

Nähe des Telefon- oder Kabelanschlusses.<br />

Von dort wird das Signal dann per Kabel-<br />

oder WLAN*-Verbindung in den Rest<br />

des Hauses verteilt. Gerade die erste Lösung<br />

präsentiert sich als eher unattraktiv,<br />

denn wer möchte in seiner Wohnung schon<br />

unzählige Kabel verlegen. Eins sollte aber<br />

nicht verschwiegen werden: Stellen Sie die<br />

Verbindung über ein Netzwerkkabel her,<br />

profi tieren sie von sehr hohen Datenraten<br />

(bis zu 1 000 Mbit*/s) und die Verbindung<br />

ist qualitativ sehr hochwertig, auch wenn<br />

Sie sehr lange Strecken überbrücken wollen.<br />

Günstig: Ein passendes Kabel mit einer Länge<br />

von 50 Metern kostet nur rund 15 Euro. Die<br />

zweite, kabellose Variante mutet schon attraktiver<br />

an, aber oft bricht die Signalqualität<br />

auch bereits in einer kleinen Wohnung auf<br />

ein Minimum ein, denn die Verbindung wird<br />

durch Wände und Türen behindert. Oft ist<br />

dieser Aufbau auch im Keller eines Hauses<br />

zu fi nden und das Signal kommt im Wohnzimmer<br />

oft nur sehr schwach oder gar nicht<br />

erst an. Demnach ist das Streaming* eines<br />

HD-Films, vom Wohn- ins Schlafzimmer oft<br />

nicht ohne Hänger möglich. In vielen Fällen<br />

lässt sich in einem derartigen Szenario auch<br />

erst gar keine Verbindung aufbauen. Die Datenverteilung<br />

über die Steckdose bietet sich<br />

hier förmlich an, denn jedes Zimmer verfügt<br />

über derartige Schnittstellen und der Aufbau<br />

geht leicht von der Hand.<br />

2<br />

Netzwerk aus der Steckdose kinderleicht einrichten<br />

Damit die Datenübertragung über das<br />

Stromnetz Ihrer Wohnung funktioniert, müssen<br />

Sie lediglich einen Adapter in der Nähe<br />

Ihres Routers positionieren und dem Adapter<br />

das Internetsignal über ein Netzwerkkabel<br />

zuführen. Dabei müssen Sie sich um nichts<br />

kümmern und der Adapter wird automatisch<br />

mit dem Internetsignal versorgt. Dieser<br />

fi ndet dann seinen Platz in einer Steckdose<br />

Ihrer Wahl, denn der Stromkreislauf in einer<br />

Wohnung ist in sich geschlossen. Praktisch:<br />

Geräte können auch weiterhin Strom aus der<br />

Steckdose beziehen und direkt am Adapter<br />

angeschlossen werden. Der zweite Adapter<br />

wird in einem anderen Zimmer ebenfalls<br />

an eine beliebige Steckdose angeschlossen<br />

und das Internetsignal wird dann über ein<br />

Netzwerkkabel zum Beispiel einem Flachbildfernseher<br />

zur Verfügung gestellt. Die<br />

passenden Kabel liegen den an dieser Stelle<br />

vorgestellten Geräten von AVM, Devolo und<br />

Netgear bereits bei.<br />

Bilder: AVM, Devolo, Netgear<br />

86 | <strong>DIGITAL</strong> <strong>TESTED</strong> 5.2012<br />

* Für farblich hervorgehobene Fachbegriffe finden Sie die Erklärung auf Seite 92


3<br />

Nutzung am Computer<br />

Der Adapter von Devolo verfügt sogar über<br />

einen eigenen WLAN-Router und verteilt das<br />

Signal auch kabellos. Das Netzwerk ist dann<br />

wie gewohnt am Computer in den WLAN-Einstellungen<br />

zu fi nden und wird selbstverständlich<br />

auch verschlüsselt, damit Ihre Daten nicht<br />

von Dritten abgerufen werden können. Für die<br />

Powerline-Adapter von Fritz! kann zusätzlich<br />

eine Software heruntergeladen werden, die<br />

den Aufbau und die Qualität des Netzwerkes<br />

aufzeigt. Leider ist diese Anwendung nür für<br />

Windwos-basierte Computer verfügbar.<br />

4<br />

Horrende Datenraten<br />

Auf den ersten Blicken muten die Herstellerangaben<br />

von bis zu 500 Mbit/s (fast 64<br />

Megabyte pro Sekunde) übertrieben an,<br />

denn ein Großteil der Internetnutzer greift<br />

auf einen 32 Mbit/s-Anschluss zurück. Im<br />

Betrieb macht die großzügig dimensionierte<br />

Datenrate aber durchaus Sinn, denn in der<br />

Praxis bleibt oft nur ein Bruchteil davon<br />

über. Netto ist eben immer weniger drin<br />

und auch die Qualität der Stromleitungen<br />

in der Wohnung spielt eine Rolle. Zudem<br />

sollte es vermieden werden, die Adapter an<br />

einer Steckleiste zu verwenden, denn das<br />

kostet Leistung. In der Praxis ist es aber<br />

problemlos möglich, einen hochauflösenden<br />

Film über das Powerline-Netzwerk zu streamen.<br />

Im Praxistest waren rund 40 Mbit/s<br />

drin – was für die heutigen Multimediaanwendungen<br />

mehr als ausreichen sollte.<br />

Das Netzwerk sollte es zudem verkraften,<br />

wenn mehrere Personen gleichzeitig einen<br />

HD-Film streamen wollen. Allein das Verschieben<br />

von großen Datenmengen kann<br />

dem Nutzer etwas Geduld abfordern.<br />

5<br />

Satelliten-TV aus der Steckdose<br />

Mit dem dlan TV Sat 1300-HD bieten die<br />

Netzwerkspezialisten von Devolo ein echtes<br />